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Landkreis Donau Ries ganz persönlich

Landkreis Donau-Ries – ganz persönlich Ein Buch voller Geschichten, die das Herz berühren. Was macht eine Region wirklich aus? Es sind die Menschen, die dort leben, wirken und ihre Spuren hinterlassen. In diesem besonderen Buch erzählen zahlreiche namhafte Persönlichkeiten von ihrer ganz persönlichen Verbindung zum Landkreis Donau-Ries – einer Region, die nicht nur landschaftlich bezaubert, sondern auch geologisch einzigartig ist. Ob die unermüdlich engagierte Gertrud Beck, die mit ihrem Ehrenamt das soziale Miteinander stärkt, die international gefeierte Violinistin Veronika Eberle, die in der Stille ihrer Heimat neue künstlerische Kraft schöpft, oder der leidenschaftliche Naturschützer Johannes Ruf, der die schützenswerte Schönheit des Rieses mit wachem Blick entdeckt hat – sie alle zeigen, wie tief die Wurzeln in dieser besonderen Region reichen. Dieses Buch ist eine Einladung, den Landkreis Donau-Ries mit neuen Augen zu sehen – durch die Geschichten derer, die ihn lieben, prägen und bewahren. Authentisch, inspirierend und zutiefst menschlich. Ergänzt werden die wunderbaren Geschichten durch stimmungsvolle Fotos aus der Region.

Landkreis Donau-Ries – ganz persönlich
Ein Buch voller Geschichten, die das Herz berühren.
Was macht eine Region wirklich aus? Es sind die Menschen, die dort leben, wirken und ihre Spuren hinterlassen. In diesem besonderen Buch erzählen zahlreiche namhafte Persönlichkeiten von ihrer ganz persönlichen Verbindung zum Landkreis Donau-Ries – einer Region, die nicht nur landschaftlich bezaubert, sondern auch geologisch einzigartig ist.

Ob die unermüdlich engagierte Gertrud Beck, die mit ihrem Ehrenamt das soziale Miteinander stärkt, die international gefeierte Violinistin Veronika Eberle, die in der Stille ihrer Heimat neue künstlerische Kraft schöpft, oder der leidenschaftliche Naturschützer Johannes Ruf, der die schützenswerte Schönheit des Rieses mit wachem Blick entdeckt hat – sie alle zeigen, wie tief die Wurzeln in dieser besonderen Region reichen.

Dieses Buch ist eine Einladung, den Landkreis Donau-Ries mit neuen Augen zu sehen – durch die Geschichten derer, die ihn lieben, prägen und bewahren. Authentisch, inspirierend und zutiefst menschlich.

Ergänzt werden die wunderbaren Geschichten durch stimmungsvolle Fotos aus der Region.

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Ganz persönlich


LANDKREIS DONAU-RIES – GANZ PERSÖNLICH



LANDKREIS DONAU-RIES – GANZ PERSÖNLICH

IMPRESSUM

HERAUSGEBER

neomediaVerlag GmbH

Goebelstraße 61/63

28865 Lilienthal

Tel. 04298 93 33 9-0

info@neomedia.de

www.neomedia.de

In Zusammenarbeit mit dem

Landratsamt Donau-Ries

Pflegstraße 2

86609 Donauwörth

Tel. 0906 74-0

info@lra-donau-ries.de

IDEE UND KONZEPTION

Rainer Wendorff

REDAKTION / LEKTORAT /

TEXTE

neomediaVerlag GmbH

Christian Rolke

Marion Buk-Kluger

Angelika Zahn

GRAFIK / LAYOUT

Sven Östreicher

PROJEKTAKQUISE

Sascha Wollmann

DRUCK

appl druck GmbH,

86650 Wemding

Printed in Germany 2025

Das Manuskript ist Eigentum

des Verlages. Alle Rechte

vorbehalten.

BILDNACHWEIS

Ferienland DONAURIES_

Dietmar Denger: S. 3, 5, 7, 8,

9, 13, 22, 23, 27, 31, 40, 41,

43, 55, 57, 69, 75, 87, 89, 92,

93, 99, 112, 113, 122, 127,

131, 141

MK-Fotografie Marco

Kleebauer: S. 16, 18, 24, 26,

33, 42, 52, 53, 62, 65, 81, 84,

88, 90, 91, 94, 98, 101, 111,

114, 115, 118, 119, 120, 123,

124, 126, 132

Gregor Wiebe: S. 6, 104

Claudia Eglseer: S. 10

Jürgen Adler: S. 11, 12

Harald Erdinger: S. 17

ESO: S. 29

studio herzig: S. 30

Benjamin Dantonello: S. 32

Ferdinand Graf Luckner: S. 34

Louie Thain: S. 44

PMeisel: S. 45, 46

Wolfgang Felkl: S. 47

Markus Großmann: S. 54, 56

Ferienland DONAURIES_Foto

Finck: S. 58, 59

Bildarchiv Bund Naturschutz

2023: S. 63

Sascha Kopp: S. 66

Carolin Hingst: S. 67

Bernhard Kund: S. 68

Christian Hartmann: S. 74

Cara-Irina Wagner/Fotohaus

Hirsch: S. 76, 77

Martina Graule-Eger: S. 82, 83

Eva Münzinger: S. 85, 86

Szilvia Izsó: S. 95, 96

Sigmar Hientzsch: S. 100

Wolfgang Ulle: S. 102, 103

Hemdrik Mzyk: S. 106

Picasa: S. 107

Erich Rieder: S. 109

Finck Medientechnik: S. 110

stock.adobe.com,

mr_marcom: S. 117

Fabian Stimpfle: S. 125

Karl Schnell: S. 136

Andreas Schnell: S. 137

Ingo Dumreicher Fotografie:

S. 142

Eckhart Matthäus Fotografie:

S. 143

BIBLIOGRAPHISCHE

INFORMATION

Die Deutsche Bibliothek verzeichnet

diese Publikation in

der Deutschen Nationalbibliographie;

detaillierte Daten

sind im Internet über https://

portal.dnb.de/ abrufbar.

ISBN 978-3-931334-53-6

DAS BUCH

„Landkreis Donau-Ries −

ganz persönlich“ wird herausgegeben

in einer Buchreihe

der neomediaVerlag GmbH.

· Landkreis Harburg −

ganz persönlich

· Freie Hansestadt Bremen –

ganz persönlich

· Landkreis Osnabrück –

ganz persönlich

· Landkreis Starnberg –

ganz persönlich

· Frisch auf! Göppingen –

30 Jahre Management

und Marketing GmbH

· Landkreis München –

ganz persönlich

· Landkreis Schwäbisch Hall.

Ein Landkreis – Viele

Erfolgsgeschichten

· Der Ortenaukreis –

im Herzen Europas

Zahlreiche weitere Bücher

finden Sie auf unserer Website:

www.landkreisbuch.de

Porträt- und Firmenfotos

stammen, soweit nicht anders

vermerkt, von den jeweiligen

Personen und Unternehmen.

Dem Buch liegen neben den

Beiträgen der Autoren Darstellungen

und Bilder der Firmen

und Einrichtungen zugrunde,

die mit ihrer finanziellen Beteiligung

das Erscheinen des

Buches ermöglicht haben.

Aus Gründen der besseren

Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige

Verwendung verschiedener

geschlechtlicher Sprachformen

verzichtet. Sämtliche

Personenbezeichnungen gelten

gleichermaßen für alle

Geschlechter.



LANDKREIS DONAU-RIES – GANZ PERSÖNLICH

INHALT

06 Ein „Glückstreffer“,

hier zu Hause zu sein

Landrat Stefan Rößle

10 Nach Schlesien und

Ostpreußen in Schwaben

heimisch geworden

Brigitte und

Jürgen Adler

14 Die Papierbuntmacher –

am Puls der Zeit

Firmengruppe APPL

Holding GmbH & Co. KG

16 Ein erfülltes Leben im

Zeichen des Ehrenamtes

Gertrud Beck

18 In dritter Generation

mit vollem Herzen dabei

Architekturbüro

Mener GmbH

20 Vielfalt und Charme des

Landkreises erhalten

Nicole Binger

24 Mit Zeitarbeit

eine Brücke für

Menschen bauen

AvJS Personal auf

Zeit GmbH

28 Von der Lehrerin

zur Pionierin der

Kohlefaserbranche

Carbon-Werke

Weißgerber GmbH &

Co. KG

30 Das wunderschöne

Donau-Ries als neue

Heimat

Lena Dantonello

34 Familienunternehmen

mit Sinn für das

Schöne

Dehner Holding

GmbH & Co. KG

36 Hand in Hand und

immer im Dienste der

Menschen

Donau-Ries Kliniken

und Seniorenheime

gKU

38 Von Geburt an eng mit

der Region verbunden

Mobby Ehrentreich

42 Landschaft, Historie und

ganz viel Herzlichkeit

Ferienland

DONAURIES e. V.

44 Zwischen Konzertsaal

und Kindheitswiese –

wo Musik wurzelt

Veronika Eberle

48 Jeden Tag des Jahres für

die Frische unterwegs

FruchtLogistik

FL GmbH

50 Ein weiter Weg von

Monheim nach Hawaii

Theresa Griesbach

52 Engagiert als

Unternehmer

und im Ehrenamt

Furtmeier

Dienstleistungsgruppe

54 Kulinarisch und vom

Herzen dem Landkreis

verbunden

Uli Großmann

60 Hier steht der Mensch

stets im Mittelpunkt

GEDA GmbH

62 Der Natur des Landkreises

von Kindesbeinen

an verbunden

Alexander Helber

66 Die Verbundenheit

vom Herzen her ist

immer geblieben

Carolin Hingst

70 Der Unternehmergeist

des Gründers weht

weltweit

Grenzebach

Maschinenbau GmbH

72 Weltweit tätig und

in Monheim tief

verwurzelt

Hama GmbH & Co KG

74 Vom Nördlinger

Tannenbaum auf

die große Bühne

Gerhard Georg Jilka

76 Die Gäste sollen

schmecken, wo sie

gerade sind

Jockl Kaiser

78 Viel mehr als nur ein

viereckiges Brett

JELD-WEN

Deutschland

GmbH & Co. KG

80 Inklusion leben und

den Menschen Hilfe

fürs Leben sein

Lebenshilfe

Donau-Ries e.V.

82 Vom Gefühl her passt

hier alles perfekt

Petra Leinfelder

84 Eine vielfach engagierte

Frau mit

zahlreichen Ideen

Eva Münsinger

88 Die Anstellung in

Nördlingen war für

ihn der Jackpot

Dr. Johannes

Moosdiele-Hitzler

94 Und immer blieb

das Ries der

Heimathafen

Wolfgang Mussgnug

98 Die tiefe Liebe eines

Rückkehrers zur Heimat

Robert Neuner

102 Heimat und Veränderung –

Altes bewahren, Neues

erschaffen

Martin Offnger

104 Vom Big Apple zurück

zu jahrhundertealten

Wurzeln

Prinz Carl-Eugen zu

Oettngen-Wallerstein

107 Nachhaltigkeit und

Innovation seit 2011

Loacker

Recycling GmbH

108 In Nördlingen daheim –

im Ries zu Hause

Johannes Ruf

111 Familientradition

wahren – nachhaltig

handeln

Märker-Gruppe

114 Seit jeher ein Partner

für die Menschen

vor Ort

Sparkasse

Nordschwaben

116 Ein Leben für schöne

Druckerzeugnisse

und Bilder

Staudigl-Druck

GmbH & Co. KG

118 Stolz darauf, den

Landkreis zu vertreten

René Steinhübel

121 Ein stahl-starkes Team

mit ganz feinem Gespür

Südstahl GmbH &

Co. KG

123 „Zucker klebt – auch ein

bisschen am Herzen“

Südzucker AG – Werk Rain

124 Der Heimat treu,

statt dem Reiz des

Neuen zu unterliegen

Peter Schiele

128 Liebe zu Holz und

Heimat – nachhaltig

und innovativ

Taglieber Holzbau GmbH

130 Entscheidende Schnitte

mit Produkten aus

Oberndorf

TIGRA GmbH

132 Stabilitätsanker und

Wirtschaftsmotor seit

über 150 Jahren

Volksbanken

Raiffeisenbanken

Donau-Ries

134 Leben und Arbeit

sind hier ein echter

Glückstreffer

Wirtschaftsförderverband

DONAURIES e. V.

136 Ein Leben für Familie,

Beruf und Ehrenamt

Rita Schnell

138 Das Leben im Ries in

vollen Zügen genießen

Frank Wagner

142 In Mertingen daheim,

in der Welt zu Hause

Zott SE & Co. KG

144 Übersicht der

PR-Bildbeiträge

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5



LANDKREIS DONAU-RIES – GANZ PERSÖNLICH

EIN „GLÜCKSTREFFER“, HIER ZU

HAUSE ZU SEIN

Ich bin sehr heimatverbunden. In Oberndorf am Lech im südlichen Landkreis

Donau-Ries wurde ich 1964 geboren, dort wuchsen auch meine fünf Kinder auf,

und dort lebe ich noch heute mit meiner Frau. Diese Liebe zur Heimat ist auch

verantwortlich für meinen beruflichen Werdegang:

I

ch war im gehobenen Dienst bei der Kriminalpolizei

und auf dem Weg in den höheren Dienst. Doch

dazu wäre ein zweijähriges Studium in Norddeutschland

nötig gewesen, und danach hätte ich in ganz Bayern

einsatzbereit sein müssen. Tief im Inneren wusste ich

aber: „Ich will nicht weg von hier!“

Genau zu dieser Zeit ist unerwartet der Bürgermeister

meiner Heimatgemeinde schwer erkrankt. Und es war

niemand da, der die Nachfolge antreten wollte. Da

kam mir die Idee, mich aufstellen zu lassen. Ich hatte

vorher keine politischen Ambitionen, war nicht im Gemeinderat.

Ich sah das Bürgermeisteramt damals als

höheren Dienst, für den ich vor Ort bleiben konnte.

Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass ich diese Entscheidung

im Jahr 1996 getroffen habe – ohne natürlich

zu wissen, was auf mich zukommt. Sechs Jahre

später bekam ich die Möglichkeit, Landrat zu werden.

Der schöne Slogan „DONAURIES mein

Glückstreffer“ ist ein Wortspiel, das

verdeutlichen soll, welche hohe Lebensqualität

wir hier haben.

҉ Stefan Rößle, Landrat

Der seit mehr als zwei Jahrzehnten

amtierende Landrat

wurde 1964 in Oberndorf

geboren. Der ehemalige

Polizeibeamte ist verheiratet,

hat fünf Kinder und ist auch

über sein Amt hinaus stark

engagiert.

Donauwörth ist der Sitz der Landkreisverwaltung Donau-Ries

Eine starke Wirtschaft

ist das A und O! Ohne sie

läuft vieles andere nicht.

Und das bin ich jetzt dann bald 24 Jahre lang. Auch

nach über zwei Jahrzehnten ist das für mich ein absoluter

Traumberuf. Ich empfinde es als unheimlich

spannend, dass ich etwas gestalten und Ideen einbringen

und so meinen Teil dazu beitragen kann, die

Region voranzubringen.

Fast jeden Tag komme ich viel im Landkreis herum

und treffe seine Menschen. Wie ich die Leute hier einschätze?

Die meisten sind sehr fleißig. „Schaffa, schaffa,

Häusle baua!“ – das passt schon ziemlich gut. Viele

sind unheimlich geschäftstüchtig. Dabei sind sie

aber bescheiden und prahlen nicht mit ihrem Erfolg.

Das ist zwar sehr sympathisch – mir aber fast zu bescheiden!

Denn auch wir brauchen Fachkräfte in allen

Bereichen, die zu uns kommen. Und wir brauchen unsere

jungen Leute, die bei uns bleiben. Dazu muss

man aber schon wissen, was bei uns gut läuft.

Unsere Stärken besser vertreten und verkaufen, das

halte ich für einen guten Ansatz. Denn verstecken

braucht sich unsere Region wirklich nicht. Erst 2024

enthüllte eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft:

Das Donau-Ries gehört zu den kaufkraftstärksten

Landkreisen in Deutschland und landete in der Auswertung

auf Platz sieben.

Dass wir wirtschaftlich gesehen eine Topregion sind,

das haben wir unter anderem Anton Jaumann zu verdanken.

In Belzheim im Ries geboren, war er in den

1970er- und 1980er-Jahren Bayerischer Staatsminister

für Wirtschaft und Verkehr und prägte den Grundsatz:

„Man muss die Arbeit zu den Menschen bringen.“

Er war mitverantwortlich dafür, dass namhafte

Unternehmen bei uns Fuß gefasst haben und sich vergrößern

konnten, aber auch dafür, dass sich hier ein

breit gestreuter Mittelstand aufgebaut hat.

Das ist genau das, was uns auch heute noch ökonomisch

stark macht: Wir haben die „Big Player“, aber

auch einen Mittelstand, der es genauso schaff, in seiner

jeweiligen Branche und Nische weltweit ganz vorne

mit dabei zu sein. Das spiegelt sich auch in unserem

Wirtschaftsförderverband wider, in dem sich über

300 Unternehmen austauschen und miteinander

Strategien entwickeln.

6

7



LANDKREIS DONAU-RIES – GANZ PERSÖNLICH

Denn wir dürfen nie vergessen: Eine starke Wirtschaft

ist das A und O! Ohne sie läuft vieles andere nicht. Zum

Beispiel wird bei uns kulturell eine Menge geboten –

man denke etwa an die Donauwörther und Rieser Kulturtage

oder an das Literaturfestival – und es gibt

auch tolle Umwelt- und Naturschutzprojekte. Aber in

der Regel kostet alles Geld. Und das ist nur da, wenn

es wirtschaftlich gut läuft.

Deshalb konnten wir auch vieles lösen, wo andere

Landkreise massive Probleme haben: Wir haben etwa

eine geordnete und zukunftsfähig aufgestellte Krankenhauslandschaft.

Seit Kurzem sind unsere Kliniken Lehrkrankenhäuser

der Universität Augsburg. Medizinstudierende

können hier ihr praktisches Jahr machen –

und bleiben dann hoffentlich nach ihrer Ausbildung.

Unsere Schulen sind in Schuss, da wir immer viel Geld

investiert haben in Neubauten, Sanierungen und Erweiterungen.

Trotzdem haben wir es geschaff – und

dafür habe ich hart kämpfen müssen –, dass wir schuldenfrei

sind als Landkreis. Damit sparen wir uns viele

Zinsen und sind bestens aufgestellt, um auch durch

wirtschaftlich herausfordernde Zeiten zu kommen.

Malerisch: die Wörnitzschleifen bei Munningen

Um noch mehr Menschen bei uns im Landkreis und

überregional davon zu überzeugen, dass es eine gute

Idee ist, hier Urlaub zu machen, zu arbeiten oder zu

leben, haben wir die Marke DONAURIES gegründet.

Der schöne Slogan „DONAURIES mein Glückstreffer“

ist ein Wortspiel, das verdeutlichen soll, welche hohe

Lebensqualität wir hier haben. Aber natürlich weist es

auch auf den Meteoriteneinschlag im Ries vor rund

14,6 Millionen Jahren hin.

Denn der Rieskrater ist ein Alleinstellungsmerkmal,

das unsere Region zu etwas ganz Besonderem macht.

Die Böden sind durch das Meer, das eine Zeit lang

darin war, sehr fruchtbar. Weil die Landschaft so reizvoll

ist, haben sich einst die Menschen hier angesiedelt.

Für Geologinnen und Geologen ist der Rieskrater

noch heute der absolute Wahnsinn: Es gibt keine andere

Kraterlandschaft, die so gut erforscht ist. Wussten

Sie zum Beispiel, dass eine Astronautin oder ein

Astronaut für Feldversuche dort gewesen sein muss,

bevor er oder sie ins All fliegt? Nur 200 UNESCO-

Geoparks gibt es auf der ganzen Welt – und wir sind

einer davon.

Alleinstellungsmerkmal: der UNESCO-Geopark Donau-Ries

Das RiesKraterMuseum ist deshalb eine der Anlaufstellen,

die ich Besuchern und Besucherinnen gerne

zeige. Außerdem bewundern wir gemeinsam den

Dehner Blumenpark in Rain, ich mache mit ihnen einen

Donauwörth-Stadtrundgang durchs Ried, über

das Heilig-Kreuz-Kloster, das Landratsamt und die

wunderschöne Reichsstraße oder gehe mit ihnen um

die historische Nördlinger Stadtmauer. Mein persönlicher

Lieblingsplatz war und ist aber insgeheim ein

anderer: Die Mariengrotte im Oberndorfer Wald ist

ein Ort, an dem ich mich wohlfühle und der mir Geborgenheit

gibt. Dort war ich bereits als Kind ganz oft,

und dort gehe ich heute noch gerne mit unserem

Hund spazieren.

Bei den nächsten Landratswahlen im März 2026 werde

ich nicht mehr auf dem Wahlzettel stehen. Meiner

Nachfolgerin oder meinem Nachfolger möchte ich

dann einen möglichst geordneten Landkreis übergeben.

Bis dahin tue ich alles, um an den größten Herausforderungen

zu arbeiten. Eine davon sind die rasant steigenden

Kosten für soziale Angebote im Kinder- und

Jugendhilfebereich, in der Pflege und bei der Betreuung

und Förderung von Menschen mit Behinderung.

Auch das Thema Migration und Integration halte ich

für ein ganz großes Zukunftsthema. Unsere Gesellschaft

nicht überfordern, aber auf keinen Fall ausgrenzend

sein, das war hier immer mein Motto.

Unsere Gesellschaft

nicht überfordern,

aber auf keinen Fall

ausgrenzend sein.

Auch wenn ich in zwei Jahren nicht mehr Landrat sein

werde: Langweilig wird mir bestimmt nicht werden.

Ich freue mich darauf, mehr Zeit für meine Familie und

meine Enkelkinder zu haben. Außerdem ist die von mir

vor einigen Jahren gegründete Initiative „1000 Schulen

für unsere Welt“ eine richtig schöne und sinnvolle

Anschlussbeschäftigung für mich. Aktuell haben wir

schon 270 Schulprojekte auf den Weg gebracht, davon

sind 90 nur durch Spenden aus dem Landkreis Donau-

Ries finanziert worden. Das macht mich sehr stolz auf

unsere Region!

Vermehrt werde ich dann auch Reisen zu den Ärmsten

der Armen nach Afrika machen können. Es ist für mich

überwältigend, zu sehen, wie sehr sich die Kinder und

Eltern dort über die Schulen, die für sie eine echte

Zukunftsperspektive bedeuten, freuen. Das erdet

mich sehr und hilft mir, die Probleme, die wir hier

haben, mit anderen Augen zu sehen. Ich fliege sehr

gerne weg, komme aber auch immer wieder gerne

zurück – in meine Heimat Donau-Ries.

Am Ende möchte ich allen Beteiligten von Herzen

danken, die – so wie ich – in diesem Buch ihre Verbundenheit

mit unserem schönen Landkreis ausdrücken.

Und Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wünsche

ich viel Freude bei der Lektüre unserer „Erfolgsgeschichten“.

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LANDKREIS DONAU-RIES – GANZ PERSÖNLICH

EIN ERFÜLLTES LEBEN IM

ZEICHEN DES EHRENAMTES

Ich wurde 1942 als drittes Kind von sieben Geschwistern in Forheim geboren.

Seit 1950 lebe ich in Ebermergen, einem 1.000-Seelen-Ort, inmitten unseres

schönen Landkreises, der mir im Laufe der Jahre sehr ans Herz gewachsen ist.

I

ch war über 50 Jahre verheiratet und bin Mutter

von zwei erwachsenen Kindern, die mir vier liebe

Enkelkinder geschenkt haben. In der Großfamilie wurde

mir schon früh beigebracht, Verantwortung zu übernehmen

und Gemeinschaft zu schätzen. So war es für

mich selbstverständlich, mich ehrenamtlich zu engagieren

und zu helfen, wo ich gebraucht werde.

Beruflich habe ich als Drogistin und später als Pfarramts-

und Dekanatssekretärin gearbeitet. 25 Jahre

lang war ich Vorsitzende des Diakonievereins Harburg

und Umgebung e. V. In dieser Zeit hatte ich den Neubau

und die Erweiterung der Diakonie zu verantworten.

Es war eine herausfordernde Aufgabe, die ich nur mit

Hilfe meines 2023 verstorbenen Mannes bewältigen

konnte. Auch wenn ich 2022 die Leitung abgegeben

habe, unterstütze ich bis heute den Verein nach Kräften

und organisiere den Betrieb des kleinen Cafés im Ellen-

Märker-Haus. Im Jahr 2022 wurde ich zur Ehrenvorsitzenden

des Diakonievereins ernannt.

Ich blicke mit Dankbarkeit auf mein

Leben zurück und freue mich, dass ich

durch mein Engagement einen kleinen

Beitrag zur Gemeinschaft leisten konnte.

҉ Gertrud Beck

Die Trägerin des Bundesverdienstkreuzes

war 25 Jahre

lang die Vorsitzende des

„Diakonievereins Harburg

und Umgebung e. V.“, dessen

Ehrenvorsitzende sie heute

ist. Sie hat sich ihr Leben lang

ehrenamtlich engagiert.

Die Autorin lebt im schönen Ebermergen

Im gleichen Jahr wurde mir von der Stadt Harburg/

Schwaben das Ehrenbürgerrecht verliehen. Diese Auszeichnung

bedeutet mir viel, da sie die Wertschätzung

für meine ehrenamtliche Arbeit widerspiegelt, die ich

mit großer Leidenschaft ausgefüllt habe. Zudem bin

ich seit 2013 Trägerin des Verdienstkreuzes am Bande

des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland,

was für mich eine große Überraschung war.

Über 30 Jahre kümmerte ich mich um zwei alleinstehende

Nachbarinnen. Nach einem schweren Schicksalsschlag

bei einer jungen Familie im Ort gelang es

mir spontan, eine Spendenaktion im Dorf ins Leben

zu rufen, bei der eine beachtliche Summe zusammenkam.

Seit 1982 bin ich als Gemeindehelferin in der

Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Ebermergen

engagiert und habe unter anderem Seniorennachmittage

und -ausflüge mitgestaltet, davon 15 Jahre

als verantwortliche Leiterin.

Ein weiterer kleiner, aber erfüllender Teil meines Lebens

ist die örtliche Gemeindebücherei, die mein Vater Simon

Widemann, der in Ebermergen als Oberlehrer tätig

war, in den 1950er-Jahren gegründet hat. Ich habe die

Bücherei von 1980 bis 2020 geleitet, und es freut

mich, dass sie mittlerweile in dritter Generation von

meiner Tochter geführt wird.

Ein besonderes Projekt war die Mitarbeit bei der

Gründung eines Kindergartens in Ebermergen in den

1970er-Jahren, der bis heute unter der Trägerschaft

der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde steht.

Zudem habe ich zwölf Jahre im Stadtrat der Stadt Harburg/Schwaben

mitgewirkt, davon sechs Jahre als

Dritte Bürgermeisterin. In dieser Zeit habe ich tiefen

Einblick in das ganze Stadtgebiet Harburg erhalten

und viele wichtige Entscheidungen mitgetragen. Dem

städtischen Bildungswerk stand ich zehn Jahre als Co-

Vorsitzende vor.

Neben all diesen Aktivitäten bin ich auch Mitglied in

verschiedenen Vereinen wie dem Verein für Städtepartnerschaft

Harburg, dem Heimatgeschichtlichen

Verein Ebermergen, dem Historischen Verein für Nördlingen

und das Ries, dem Obst- und Gartenbauverein Ebermergen,

der „Schützengesellschaft Rote Rose Ebermergen“

und dem TSV Ebermergen 1931, bei dem ich

unter anderem als 2. Vorsitzende und als Regisseurin

der Theatergruppe tätig war. Des Weiteren bin ich

Mitglied bei BriSiS, dem Förderverein der Grund- und

Mittelschule Harburg.

In meiner Freizeit reise und lese ich gerne, widme

mich Handarbeiten und genieße die Gartenarbeit.

Diese Hobbys geben mir die Möglichkeit, mich zu entspannen

und neue Energie zu tanken.

Bei vielen Exkursionen und Streifzügen durch die hintersten

Winkel unserer Region lernte ich die Schönheit

unseres Landkreises schätzen und lieben. Die

landschaftliche Vielfalt wie zum Beispiel das Ries, der

Bock bei Harburg mit seinen Magerrasen- und Heideflächen,

das malerische Wörnitztal, der Daniel (Turm

der St.-Georgs-Kirche Nördlingen), die Nördlinger Altstadt

mit ihrer rundum begehbaren Stadtmauer, die

beeindruckenden Burgen und Schlösser und die Nördlinger

Mess‘ bis hin zur Geschichte Donauwörths – all

das ist meine Heimat.

Ich blicke mit Dankbarkeit auf mein Leben zurück und

freue mich, dass ich durch mein Engagement einen

kleinen Beitrag zur Gemeinschaft leisten konnte.

16

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LANDKREIS DONAU-RIES – GANZ PERSÖNLICH

In einer Zeit, in der oft

das Neue über das Alte

gestellt wird, habe ich

mich bewusst dafür

entschieden, den Wert

der Vergangenheit zu

achten und in die

Zukunft zu tragen.

Die Entscheidung war gefallen: Meine Frau Sandra und ich wollten das Haus nicht nur

erhalten, sondern mit neuem Leben füllen. Natürlich war das kein leichtes Unterfangen.

Es gab Vorgaben des Denkmalschutzes, strenge Auflagen, hohe Kosten und viele Herausforderungen.

Doch ich war nicht allein. Meine Familie,

meine Freunde und verschiedene Fachleute standen

mir mit Rat und Tat zur Seite. Diese Unterstützung hat

mir gezeigt, dass ich auf dem richtigen Weg war. Rund

zweieinhalb Jahre haben wir viel Zeit, Schweiß und

Geld investiert – aber es hat sich gelohnt!

Das Schöne am Bauen ist für mich nicht nur das Endergebnis,

sondern auch der Prozess selbst. Es ist die

Gemeinschaft, die dabei entsteht – wenn Freunde mit

anpacken, wenn die Familie hilft, wenn man zusammen

überlegt, wie man alte Substanz mit modernem

Komfort verbinden kann. In einer Zeit, in der oft das

Neue über das Alte gestellt wird, habe ich mich bewusst

dafür entschieden, den Wert der Vergangenheit

zu achten und in die Zukunft zu tragen.

Bei der umfassenden Sanierung dieses denkmalgeschützten

Hauses ging es nicht nur um das Gebäude

an sich. Es ging und geht mir auch um die Haltung. Ich

finde es sehr wichtig, eine Einstellung gegenüber der

Heimat zu haben, gegenüber der Verantwortung für

das, was war, und für das, was kommt. Es geht darum,

das Bestehende zu nutzen, statt blind Neues zu schaffen.

In der heutigen Zeit, in der oft schnelllebig gebaut

und verändert wird, ist dies für mich ein bewusster

Gegenentwurf: Nachhaltigkeit durch Bewahrung.

Meine Idee hat Kreise gezogen. Auch Nachbarn und

Freunde haben sich von meinem Projekt inspirieren

lassen, alte Häuser zu erhalten und umzunutzen, statt

sie aufzugeben. Es ist eine Bewegung, die zeigt, dass

Tradition und Zukunft kein Widerspruch sind.

HEIMAT UND VERÄNDERUNG – ALTES

BEWAHREN, NEUES ERSCHAFFEN

Heute steht das Haus modernisiert und doch authentisch

da. Von außen ein liebevoll restaurierter Bau,

innen ein Zuhause mit höchsten Standards. Das Haus

ist energieeffzient, ausgestattet mit einem intelligenten

Steuerungssystem und einem erhaltenen historischen

Brunnen, der nach wie vor genutzt wird. Ich

habe versucht, das Beste aus zwei Welten zu verbinden,

Tradition und Fortschritt – und ich denke, es ist

mir gelungen.

Wer durch unser Dorf geht, kann diese Veränderung

spüren. Es geht nicht nur um mein Haus, sondern es

ist eine ganze Gemeinschaft, die sich ihrer Wurzeln

bewusst ist. Es geht um Zusammenhalt, um Identität,

um das Bewusstsein für das, was unseren Ort besonders

macht. Und so wird hier nicht nur gewohnt. Hier

wird gelebt, erhalten und weitergedacht – mit Respekt

für das Vergangene und einer klaren Vision für

das, was noch kommt.

Es gibt Orte, die mehr sind als nur Gebäude und Straßen. Orte, die Geschichten

erzählen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Orte, die

sich mit der Zeit verändern, ohne ihre Seele zu verlieren.

Das Projekt erforderte Zeit und Herzblut Das Haus neben der Kirche wurde zum echten Schmuckstück

E

iner dieser Orte ist für mich ein altes Haus in unserem kleinen Dorf im Donau-Ries –

ein Gebäude, das still in der Geschichte verankert ist, aber durch mich ein neues

Kapitel aufgeschlagen hat. Als ich dieses Haus in meinem Heimatort Birkhausen in direkter

Nachbarschaft zur Kirche vor Jahren erworben habe, wusste ich nicht sofort, was daraus

werden würde. Ein Abriss schien möglich, ein kompletter Neubau wäre einfacher gewesen.

Doch mit jedem Pinselstrich, jedem freigelegten Balken und jeder entfernten

Tapete wurde mir klar: Hier steckt mehr drin, als man auf den ersten Blick sieht. Die

Mauern, die einst als Pfarrhaus dienten, standen bereits seit dem 15. Jahrhundert und

hatten viele Geschichten bewahrt. Sollte ich all das wirklich einfach auslöschen?

҉ Martin Offinger

Der studierte Bauingenieur

hat gemeinsam mit seiner

Frau Sandra einem rund

550 Jahre alten Haus in

Birkhausen neues Leben

eingehaucht.

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ÜBERSICHT DER PR-BILDBEITRÄGE

Wir danken den aufgelisteten Unternehmen und Einrichtungen,

die mit ihren Beiträgen das Zustandekommen dieses Buches ermöggeplant,

um die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren.

14–15

Firmengruppe APPL Holding

GmbH & Co. KG

www.appl.de

18–19

Architekturbüro Mener GmbH

www.mener.de

24–26

AvJS Personal auf Zeit GmbH

www.avjs-gruppe.de

28–29

Carbon-Werke

Weißgerber GmbH & Co. KG

www.carbon-werke.com

34–35

Dehner Holding

GmbH & Co. KG

www.dehner.de

36–37

Donau-Ries Kliniken und

Seniorenheime gKU

www.donkliniken.de

42–43

Ferienland DONAURIES e. V.

www.ferienland-donauries.de

48–49

52–53

Furtmeier

Dienstleistungsgruppe

www.furtmeier.de

60–61

GEDA GmbH

www.geda.de

70–71

Grenzebach

Maschinenbau GmbH

www.grenzebach.com

72–73

Hama GmbH & Co KG

www.hama.com

78–79

JELD-WEN Deutschland

GmbH & Co. KG

www.jeld-wen.de

80–81

Lebenshilfe

Donau-Ries e.V.

www.lebenshilfe-donau-ries.de

107

Loacker Recycling GmbH

www.loacker-recycling.com

111

Märker-Gruppe

www.maerker-gruppe.de

114–115

Sparkasse Nordschwaben

Hauptstelle Nördlingen

Hauptstelle Donauwörth

www.sparkassenordschwaben.de

116–117

Staudigl-Druck

GmbH & Co. KG

www.staudigl-druck.de

121

Südstahl GmbH & Co. KG

www.suedstahl.de

123

Südzucker AG – Werk Rain

www.suedzuckergroup.com

128–129

Taglieber Holzbau GmbH

www.taglieber-holzbau.de

130

TIGRA GmbH

132–133

Volksbanken

www.rvb-donauwoerth.de

www.rvbankries.de

www.rvbwemding.de

134–135

DONAURIES e. V.

donauries.bayern

142–143



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