Lust-auf-Südtirol-2025_Leseprobe
Dolomiten, Wandern, Wellness, Almhütten, Kulinarik, Wein, Apfel und Törggelen
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Lust auf Südtirol
Nr. 27 Juli/August/Sept./Okt 2025 10,50 €
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TOLLE TIPPS
FÜR IHREN
URLAUB
Genussregion
vom Feinsten
• Traumhafte Landschaften
• Wunderschöne Ausflugsziele
• Herrliche Wanderstrecken
• Kulinarik
Dolomitenregion
Kronplatz
Traumhafte Wanderwege
Erholung für die ganze Familie
Unterwegs mit dem Bike
Herrliche Touren
Hütten und Almen
Südtiroler Küche genießen
27
4 198973 310502
(A) 11,60 € / (I) 14,20 € / (CH) 16,80 SFR / (BeNeLux) 12,00 €
PUSTERTAL / GADERTAL
Kronplatz
Mehr als ein Berg
Der Kronplatz ist das weithin sichtbare
Wahrzeichen im Herzen des Pustertals
– ein markanter, fast ebenmäßiger
Gipfel auf 2.275 Metern Höhe, der zu
jeder Jahreszeit Besucher aus aller
Welt anzieht.
Der Panoramaweg Concordia 360°am
Kronplatz begeistert in luftiger Höhe mit
atemberaubendem Blick übers Pustertal
und die umliegende n Dolomiten.
6
LUST AUF SÜDTIROL 2025
KRONPLATZ
Fotos: © Skirama Kronplatz, Gianvito Coco, Manuel Kottersteger, Paolo Riolzi, Harald Wisthaler
ANTHOLZER
SEE
Antholzertal
SS621
SP44
SS49
Kiens
Bruneck
Olang
SS244
KRONPLATZ
St.Martin
in Thurn
St. Vigil
LUST AUF SÜDTIROL 2025
7
PUSTERTAL / GADERTAL
Der Hausberg von Bruneck liegt zwischen
der Stadt Bruneck und den Dörfern
Olang, St. Vigil, Kiens und dem
Antholzertal und bildet das Zentrum der
gleichnamigen Dolomitenregion Kronplatz,
einer der vielfältigsten und eindrucksvollsten
Ferienregionen Südtirols.
Die Faszination des Kronplatzes beginnt
bereits bei seiner einzigartigen Lage: Als
freistehender Berg bietet er ein atemberaubendes
360-Grad-Panorama auf die
umliegenden Alpen und Dolomiten –
von den Zillertaler Alpen über die Rieserfernergruppe
bis hin zu den bleichen
Bergen des UNESCO-Welterbes. Die
Hänge des Kronplatzes sind sanft und
weit, sein Gipfelplateau außergewöhnlich
großzügig – ideale Voraussetzungen
sowohl für Wintersport als auch für sommerliche
Freizeitaktivitäten, wo er ein beliebtes
Ziel für Wanderer, Biker, Paragleiter
und Naturliebhaber ist.
KRONPLATZ –
UMGEBEN VON 3 NATURPARKS
Die klare Bergluft, die Ruhe der umliegenden
Naturparks und die Möglichkeit,
sportliche Aktivität mit kulturellem Genuss
zu verbinden, machen den Kronplatz
zu etwas ganz Besonderem.
Naturpark Fanes-Sennes-Prags: Dieser
Naturpark erstreckt sich südlich des
Kronplatzes und gehört zu den eindrucksvollsten
Landschaften der Dolomiten.
Er ist bekannt für seine weiten
Hochflächen, bizarren Felsformationen
und die sagenumwobene Fanes-Hochebene.
Hierversammelt sich morgens das
sagenhafte „Parlament der Murmeltiere“
– wachsame Alpen nager auf ihren Erdhügeln,
im gemeinsamen Pfeifkonzert, um
die Bergwelt zu bewachen. Ein faszinierendes
Naturtheater zwischen Alpenfrieden
und Wildnis.
Naturpark Rieserferner-Ahrn: Im Norden
des Kronplatzes liegt dieser hochalpine
Naturpark mit steilen Gipfeln, Gletschern
und tief eingeschnittenen Tälern.
Er beherbergt den Hochgall, einen der
höchsten Berge Südtirols, und zahlreiche
seltene Tier- und Pflanzenarten. Das
Gebiet rund um das Antholzertal ist ideal
für anspruchsvolle Bergtouren, stille
Almwanderungen und intensive Naturerlebnisse.
Naturpark Puez-Geisler: Östlich des
Kronplatzes gelegen, zählt dieser Park
zum UNESCO-Welterbe Dolomiten
Wandern am Kronplatz – endlose
Weitblicke, duftende Bergwiesen,
stille Wälder, Almromantik und
die Dolomiten stets im Blick – pure
Naturfaszination.
8 LUST AUF SÜDTIROL 2025
KRONPLATZ
Der Kronplatz ist umgeben
von imposanten Gebirgen
wie den Dolomiten und
liegt eingebettet zwischen
Naturparks – ein
Paradies für Natur- und
Bergliebhaber.
und gilt als geologisches „Lehrbuch der
Erdgeschichte“. Die markanten Geislerund
Puezgruppen, mit ihren senkrechten
Wänden und bizarren Formen, prägen
das Landschaftsbild. Der Naturpark bietet
traumhafte Panoramawanderungen
und tiefe Einblicke in die alpine Geologie.
WANDERN AUF DEM KRONPLATZ
Der Kronplatz verwandelt sich im Sommer
in ein echtes Wanderparadies. Besonders
reizvoll ist die weite, runde Plateauform
des Berges, die ihn zu einem
idealen Ziel für gemütliche Wanderungen
und Panoramarunden macht. Die
Aussicht vom Gipfel gehört zweifellos zu
den spektakulärsten in ganz Südtirol: Im
Süden breiten sich die schroffen Zacken
der Dolomiten aus, während im Norden
der imposante Alpenhauptkamm mit
seinen vergletscherten Gipfeln aufragt.
Dank der barrierearmen Wege eignet
sich das Gipfelplateau besonders gut für
Familien mit Kindern – sogar mit Kinderwagen
lässt sich das Gelände bequem
erkunden. Picknickwiesen, Erlebnisstationen
und einladende Hütten machen
den Aufenthalt auch für die Kleinsten
abwechslungsreich. Wer es sportlicher
angehen möchte, kann den Gipfel über
verschiedene Routen aus dem Tal zu Fuß
erklimmen – beispielsweise von Reischach,
Geiselsberg oder St. Vigil. Die
Aufstiege führen durch schattige Wälder,
über Almen und eröffnen Schritt für
Schritt neue Ausblicke.
Ein besonderes Highlight ist der Panoramaweg
Concordia 360°, der das gesamte
Gipfelareal umrundet. Der Weg wurde
so gestaltet, dass Bewegung, Naturerlebnis
und kulturelle Reflexion miteinander
verbunden werden. An mehreren
Stationen entlang des Pfads eröffnen
sich eindrucksvolle Blickachsen auf die
umliegenden Gebirgsgruppen, begleitet
von künstlerischen Interventionen des
Südtiroler Bildhauers Helmuth Pizzinini.
Seine Skulpturen und Installationen
greifen die Themen Landschaft, Geologie
und Identität auf und machen das
Panorama auch geistig erfahrbar.
Namensgeber des Weges ist die Friedensglocke
Concordia 2000, die auf
dem Gipfel thront und symbolisch für
den friedlichen Dialog zwischen den Alpenvölkern
steht. Ihre Glockenschläge
erinnern an den Wert des Miteinanders
– passend zu einem Ort, der für viele
Menschen zur Ruhe, zum Weitblick und
zum persönlichen Krafttanken wird.
Schon der berühmte Dolomitenpionier
Paul Grohmann schwärmte von der
„Rundschau vom Kronplatz“ als einer
der schönsten in den Alpen – eine Einschätzung,
die bis heute Bestand hat.
Wer den Kronplatz zu Fuß erkundet,
entdeckt nicht nur eindrucksvolle Fernblicke,
sondern erlebt einen lebendigen,
vielseitigen Berg, der auf natürliche Wei-
LUST AUF SÜDTIROL 2025
9
PUSTERTAL
Dolomitenregion
Fotos: © Gianvito Coco
Kiens
Pfalzen
SS244
St. Martin
in Thurn
SP40
SS621
Gais
St. Lorenzen
Enneberg
Bruneck
KRONPLATZ
Percha
SP44
Olang
Antholzer
See
Antholzertal
Die Dolomitenregion
Kronplatz rund um Bruneck
zählt zu den vielseitigsten
Ferienregionen Südtirols.
Zwischen markanten
Dolomitengipfeln und sanften
Almen bietet sie zu jeder
Jahreszeit ein abwechslungsreiches
Natur- und
Kulturerlebnis.
16 LUST AUF SÜDTIROL 2025
DOLOMITENREGION KRONPLATZ
Kronplatz
Bruneck liegt malerisch am
Fuß des Kronplatzes und
verbindet mittelalterliches
Flair mit modernem Leben,
Kultur, Shopping und
Naturerlebnis.
Ob Wanderungen, Radtouren oder
Skitage am Kronplatz – hier trifft
sportliche Vielfalt auf landschaftliche
Schönheit. Tradition, gelebtes Brauchtum
und moderne Infrastruktur machen
die Region zu einem idealen Ziel
für Erholungssuchende, Aktivurlauber
und Kulturinteressierte gleichermaßen.
Neben der Stadt Bruneck laden auch
zahlreiche charmante Ortschaften in
der Umgebung mit ihrer Gastfreundschaft,
Tradition und authentischen
Atmosphäre zu unvergesslichen Urlaubstagen
ein.
BRUNECK
Die charmante Kleinstadt Bruneck
gilt als geografisches, kulturelles und
wirtschaftliches Zentrum des Pustertals.
Auf 835 Metern Höhe gelegen,
erstreckt sich die Stadt in einem weiten
Talbecken, das von beeindruckenden
Bergketten umrahmt wird. Im Norden
grenzt das Ahrntal mit den Gletschern
der Zillertaler Alpen, im Süden das
Gadertal mit seinen markanten Dolomitengipfeln
an Bruneck. Die Stadt
begeistert Besucher aller Altersgruppen
mit ihrer gelungenen Mischung aus Natur,
Geschichte, Kultur und modernem
Leben.
Bruneck wurde erstmals im Jahr 1256
urkundlich erwähnt. Der Brixner Bischof
Bruno von Kirchberg ließ bereits
um 1250 auf dem Schlossberg eine Burg
errichten und legte damit den Grundstein
für die spätere Stadtentwicklung.
Dank ihrer strategisch günstigen Lage
entwickelte sich Bruneck rasch zu einem
bedeutenden Handelsplatz im
Pustertal und später auch zu einem kulturellen
Zentrum. Handel, Handwerk
und insbesondere das Kunsthandwerk
LUST AUF SÜDTIROL 2025
17
EGGENTAL
Eggental
Fotos: © Eggental Tourismus, Alex Filz, Michael Meusburger, Günther Pichler, Helmut Rier, Jens Staudt
Das Eggental ist ein Wanderund
Erlebnisparadies für
Familien und Aktive.
26 LUST AUF SÜDTIROL 2025
WANDERPARADIES
Wo Sagen
lebendig werden
Wer im Eggental die Wanderschuhe schnürt,
kann das UNESCO-Welterbe der Dolomiten mit
Rosengarten, Latemar und Schlernmassiv
von seiner schroffsten Seite erleben.
BOZEN
A22
STEINEGG
A22
SS241
WELSCHNOFEN
A22
DEUTSCHNOFEN
SP72
SS620
SS241
EGGEN
KARER
SEE
KARERSEE
SS241
SS241
OBEREGGEN
LUST AUF SÜDTIROL 2025
27
EGGENTAL
Das Eggental, eingebettet in die atemberaubende
Landschaft der Südtiroler Dolomiten,
zählt zu den beeindruckendsten
Regionen Norditaliens. Gelegen südöstlich
von Bozen, öffnet sich hier ein weites
Tal, das sich zwischen steilen Felswänden,
grünen Almwiesen und dichten Wäldern
erstreckt. Es ist ein Ort, an dem sich alpine
Tradition und mediterrane Leichtigkeit
zu einer einzigartigen Atmosphäre
verbinden – ein Spiegelbild der kulturellen
und natürlichen Vielfalt Südtirols.
Die imposanten Bergmassive des Rosengartens
und des Latemars rahmen das Tal
ein und verleihen ihm seine charakteristische
Kulisse, die nicht nur Naturliebhaber,
sondern auch Fotografen, Künstler
und Ruhesuchende seit Generationen
fasziniert.
ROSENGARTEN – KÖNIG LAURIN
Die Region ist reich an Geschichte, Sagen
und gelebter Tradition. Besonders
die Legende um König Laurin und den
Rosengarten verleiht dem Eggental eine
märchenhafte Dimension. Dieser sagenumwobene
Ort entfaltet gerade in der
Dämmerung, wenn die Felsen in rötliches
Licht getaucht werden, eine fast mystische
Anziehungskraft – ein Naturschauspiel,
das unter dem Namen Enrosadira
bekannt ist.
König Laurin, der Herrscher des unterirdischen
Zwergenreiches am Rosengarten,
verliebte sich in die Prinzessin Simhild
und entführte sie mit seiner Tarnkappe
in sein Reich aus Gold und Edelsteinen.
Doch Simhild sehnte sich nach ihrer
Heimat, woraufhin ihr Bruder Dietleib
gemeinsam mit dem Helden Dietrich von
Bern zur Rettung aufbrach. Beim Anblick
von Laurins prächtigem Rosengarten zerstörten
die Ritter dessen goldenen Zaun
und Blumen, was Laurins Zorn entfesselte.
In einem Kampf verlor der Zwergenkönig
seine Tarnkappe, wurde besiegt
und gefesselt. Simhild wurde befreit, und
Laurins Versuch, seine Feinde durch einen
Zwergenüberfall zu besiegen, scheiterte.
In seiner Verzweiflung verfluchte Laurin
den Rosengarten, so dass er weder bei Tag
noch bei Nacht sichtbar sei – doch er vergaß
die Dämmerung. Seither leuchten die
bleichen Dolomiten in den Abendstunden
in rosigem Glanz – als letztes Echo
des sagenhaften Rosengartens.
Heute ist der Rosengarten nicht nur mythologisch
bedeutsam, sondern auch ein
Paradies für Wanderer, Kletterer und
Naturfreunde. Die Rosengartengruppe
28 LUST AUF SÜDTIROL 2025 2024
WANDERPARADIES
Wenn die Sonne hinter den
Gipfeln versinkt, leuchtet der
Rosengarten in magischem
Rot – ein unvergessliches
Naturschauspiel.
und Bergsteiger reizvoll macht. Wer hier
unterwegs ist, findet alpine Ruhe, urige
Bergpfade und großartige Panoramen –
vom Schlern über das Eggental bis hin zur
Brenta- und Ortlergruppe.
Ein beliebter Ausgangspunkt für Touren
ist der Karer See, der selbst ein Juwel
der Region darstellt. Von hier führen
verschiedene Routen auf den Latemar,
etwa zur Latemarhütte, zum Valsordakamm
oder über den bekannten Latemar-Rundweg,
der landschaftlich und
konditionell abwechslungsreich ist. Der
Weg durch das sogenannte Latemarlabyrinth
– ein weitläufiges Karstfeld mit
bizarren Felsformationen – ist besonders
eindrucksvoll. Für erfahrene Alpinisten
bietet sich der Aufstieg auf den höchsten
Punkt des Massivs, die Croda di Valbona
(2.842 m), an. Wer das Eggental besucht,
kommt an diesem Berg nicht vorbei: Er
gehört zur Seele der Region.
umfasst eine Vielzahl eindrucksvoller
Gipfel und Felsformationen, die sich in
einem markanten Bogen zwischen dem
Tierser Tal, dem Eggental und dem Fassatal
erstrecken. Der höchste Punkt ist
der Kesselkogel mit 3.002 Metern, der
mit seiner majestätischen Erscheinung
und dem weiten Rundblick besonders
beeindruckt. Auch die Rosengartenspitze
(2.981 m), die der gesamten Gruppe
ihren Namen gibt, ragt imposant über
die umliegende Landschaft. Die Laurinswand
(ca. 2.800 m) erinnert mit ihrem
dramatischen Aufbau an die Sage von
König Laurin, während Punta Emma
(2.359 m), Rotwand (2.806 m) und die
Mugonispitzen (2.760 m) weitere prägende
Elemente dieser faszinierenden
Berglandschaft darstellen. Als Teil des
Naturparks Schlern-Rosengarten gehört
die Rosengartengruppe zudem zum
UNESCO-Welterbe der Dolomiten und
steht somit unter besonderem Schutz.
Die zerklüfteten Gipfel, steilen Felswände
und grünen Almen bilden somit eine einzigartige
Kulisse für Outdoor-Erlebnisse
aller Schwierigkeitsgrade. Vom gemütlichen
Almspaziergang bis zur anspruchsvollen
Klettertour bietet der Rosengarten
eine Vielzahl an Routen, die durch eine
spektakuläre Landschaft führen. Besonders
beliebt ist der Hirzlsteig (auch Hirzlweg
genannt), der auf aussichtsreichen
Pfaden entlang der Felswände verläuft.
Auch der Panoramaweg auf der König-
Laurin-Seite beeindruckt mit weiten
Blicken über das Eggental und bis in die
südlichen Alpen.
LATEMARGEBIRGE
Der Latemar ist eines der eindrucksvollsten
und charakteristischsten Gebirgsmassive
der Dolomiten und prägt
die Landschaft des Eggentals mit seinen
markanten Zacken und schroffen Kalkformationen.
Gelegen an der Grenze
zwischen Südtirol und dem Trentino,
erhebt sich das Latemarmassiv majestätisch.
Trotz seiner Nähe zum Rosengarten
unterscheidet sich der Latemar in
seinem Erscheinungsbild deutlich: Statt
hoher Felswände und breiter Hochplateaus
zeigt sich hier eine gezackte, fast
mystisch wirkende Gipfelkette, die sich
besonders bei Sonnenauf- und -untergang
in leuchtenden Farben präsentiert
– ein Naturschauspiel, das man nicht
vergisst.
Das Latemargebirge gehört vollständig
zum UNESCO-Welterbe Dolomiten
und beeindruckt nicht nur durch seine
geologische Struktur, sondern auch durch
seine Abgeschiedenheit. Im Vergleich zu
anderen Dolomitengruppen ist der Latemar
weniger stark erschlossen, was ihn
besonders für Naturliebhaber, Wanderer
HIRZELSTEIG
Der Hirzelsteig, auch bekannt als Hirzelweg
und markiert mit der Nummer 549, ist einer der
eindrucksvollsten Höhenwege im Rosengarten.
Auf etwa 5 bis 6 Kilometern – davon rund 3,5
Kilometer eigentlicher Steig – verbindet er die
Kölner Hütte mit der Paolinahütte in rund 2.300
Metern Höhe. Dabei verläuft der Weg unterhalb
der imposanten Felswände der Rotwand und
bietet atemberaubende Ausblicke auf den
gegenüberliegenden Latemar sowie auf die
Bergwelt des Eggentals.
Die Tour gilt als mittelschwer und setzt eine gewisse
Grundkondition und Trittsicherheit voraus.
Der Untergrund ist abwechslungsreich: Schotter,
Fels, steinige Passagen und einige gesicherte
Stellen mit Drahtseilen wechseln sich ab. Wer
die kürzere Variante wählt, bewältigt nur etwa 10
Meter im Anstieg und 220 Meter im Abstieg. Die
gesamte Strecke umfasst etwa 160 Höhenmeter
bergauf und rund 700 Höhenmeter bergab.
Ein beliebter Startpunkt ist die Frommer Alm, von
der man mit der Kabinenbahn bequem zur Kölner
Hütte gelangt. Von dort führt der Weg durch
Geröllfelder und zum Christomannos-Denkmal
– einem riesigen Adler aus Metall, der an den
Dolomiten-Pionier Theodor Christomannos
erinnert. Anschließend geht es weiter zur
Rotwand- oder Paolinahütte. Alternativ kann die
Route auch in umgekehrter Richtung begangen
werden, ausgehend von der Paolinahütte.
Das beeindruckende Christomannos-Denkmal
ist nicht nur ein markanter Orientierungspunkt,
sondern auch ein Symbol für den frühen
Tourismus in den Dolomiten. Noch mehr
überzeugt der Hirzelsteig jedoch mit seiner
spektakulären Kulisse: steile Dolomitenflanken,
die unverwechselbare Silhouette des Latemar
machen diese Wanderung zu einem unvergesslichen
Naturerlebnis.
LUST AUF SÜDTIROL 2025
29
ETSCHTAL
Terlan
Wein, Genuss
& Natur
Fotos: © Tourismusverein Terlan, Sigrid Frei
Vilpian
SÜDTIROL
ETSCHTAL
Terlan
SS38
Siebeneich
BOZEN
36 LUST AUF SÜDTIROL 2025
TERLAN
An den Hängen die Weinreben, in der
Talsohle die Apfelbäume, dazwischen kleine
Spargelfelder und der Blick auf die Berge:
Terlan mit seinen Fraktionen Vilpian und
Siebeneich liegt im Süden Südtirols direkt
an der Südtiroler Weinstraße.
Fotos: © Tourismusverein Terlan, Sigrid Frei
Weindorf Terlan
LUST AUF SÜDTIROL 2025
37
ETSCHTAL
Terlan, Vilpian und
Siebeneich können bei
herrlichen Spaziergängen
erkundet werden. Vom
Tal aus starten aber
auch anspruchsvolle
Wanderungen.
Zentral im Etschtal gelegen, profitiert
Terlan von seiner günstigen Lage zwischen
den beiden Städten Bozen und
Meran. Weinreben und Obstwiesen
prägen die Landschaft, der Blick fällt
auf Bergkämme und -gipfel – und im
Hauptort Terlan auf das Wahrzeichen,
die Burgruine Maultasch.
Der Tourismus hat hier neben der
Landwirtschaft immer schon eine
wichtige Rolle gespielt, und er hat vom
Bau einer Schnellstraße als Hauptroute
durch das Etschtal profitiert. Seither
sind die Orte Vilpian, Terlan und Siebeneich
verkehrsberuhigt – und dennoch
hervorragend an das Verkehrsnetz
angebunden. Mit Zug und Bus,
aber auch mit dem eigenen Fahrzeug
sind die urbanen Zentren in kürzester
Zeit erreichbar.
WEINBAU
Terlan ist weit über die Landesgrenzen hinaus
für seine exzellenten Weine bekannt.
Das milde Klima, die vielen Sonnenstunden
und die kargen, mineralreichen Porphyrböden
bieten ideale Voraussetzungen
für den Anbau hochwertiger Rebsorten.
Die Weintradition reicht hier weit in die
Geschichte zurück und wird heute von
der renommierten Kellerei Terlan sowie
Das Dorfzentrum
von Terlan ist ein
Ort der Begegnung
– mit Geschäften,
Cafés, traditionellen
Gasthäusern und der
beeindruckenden
Pfarrkirche, die das
Ortsbild prägt.
von einigen erstklassigen Privatkellereien
weitergeführt.
Die 1893 gegründete Kellerei Terlan ist
eine der ältesten Winzergenossenschaften
Südtirols und hat sich einen internationalen
Ruf für ihre Weißweine erarbeitet.
Das Flaggschiff ist der „Terlaner“ – eine
Cuvée aus Weißburgunder, Chardonnay
und Sauvignon Blanc. Auch reinsortige
Weine wie Sauvignon „Quarz“ oder
Weißburgunder „Vorberg“ gehören zu
den Spitzenprodukten.
Doch auch Rotweine finden in Terlan
beste Bedingungen. Lagrein, Vernatsch
und Blauburgunder werden in den
wärmeren Lagen erfolgreich angebaut
und zeichnen sich durch Eleganz und
Tiefe aus.
38 LUST AUF SÜDTIROL 2025
TERLAN
Der Weinbau prägt die Landschaft, die
Menschen und die Identität dieses besonderen
Ortes in Südtirol. Wein ist in
Terlan mehr als nur ein Produkt – er ist
Teil der Kultur und des Lebensgefühls.
Regelmäßig finden Weinverkostungen,
Führungen und kulinarische Veranstaltungen
statt, bei denen Gäste die edlen
Tropfen direkt vor Ort genießen können.
APFELANBAU
Wer im Frühling nach Terlan reist, dem
wird das weiße Blütenmeer in der Talsohle
auffallen. Es sind Apfelblüten, aus
denen sich im Lauf der Sommermonate
knackiges Obst entwickelt. Die lockeren
Böden rechts und links der Etsch bilden
zusammen mit dem milden Klima und
den vielen Sonnenstunden die idealen Voraussetzungen
für den Apfelanbau. Die
Kombination aus warmen Tagen und kühlen
Nächten verleiht den Früchten zudem
ein ausgewogenes Zucker-Säure-Verhältnis
und ein intensives Aroma.
Der Apfelanbau erfolgt nach strengen
Qualitätsrichtlinien, vielfach integriert
oder biologisch, um Umwelt und Natur
zu schonen. Viele Bauern sind in Genossenschaften
organisiert. Deren Dachorganisation
gehört dem Südtiroler Apfelkonsortium
an, das für kontrollierte
Herkunft und höchste Standards steht.
Die Ernte beginnt im Hochsommer mit
der Sorte Gala und dauert bis zum Spätherbst,
wenn die letzten Pink Lady von
den Bäumen geholt werden.
Herrliche Radtouren
entlang der Etsch: Für
Genussfahrer ebenso wie
für ambitionierte Sportler
und Familien mit Kindern
SPARGELANBAU
Terlan ist eines der ganz wenigen und
wohl das bekannteste Spargelanbaugebiet
in Südtirol. Mit seinen sandig-lehmigen
Böden in der Talsohle bietet das
sogenannte Spargeldreieck Terlan-Vilpian-Siebeneich
beste Bedingungen für
das edle Frühlingsgemüse.
Der Spargel wird in Handarbeit geerntet,
die Ernte beginnt je nach Witterung
meist Ende März und dauert bis Mitte
Mai. Die Spargelbauern arbeiten mit
großer Sorgfalt, da der Spargel nur dann
seinen besonderen Geschmack entfaltet,
wenn er zum idealen Zeitpunkt gestochen
und sofort gekühlt wird.
Einzigartig ist die enge Zusammenarbeit
Mäßig steile Hanglagen,
Porphyrböden und ein spezielles
Mikroklima machen
Terlan zum idealen Standort
für hochwertigen Weißwein.
LUST AUF SÜDTIROL 2025
39
MERANER LAND
Dorf Tirol
Fotos: © TV Dorf Tirol, Benjamin Pfitscher, Kurt Fasolt, Wisthaler
Dorf Tirol thront auf dem
sonnigen Plateau (links)
mit Blick hinunter auf die
Kurstadt Meran
42 LUST AUF SÜDTIROL 2025
DORF TIROL
Alpin bis mediterran
Dorf Tirol bei Meran fasziniert mit seiner
einzigartigen Lage zwischen mediterranen
Weinbergen und alpinen Gipfeln. Kultur,
Natur und Gastfreundschaft vereinen sich
hier zu einem Urlaubserlebnis voller Charme,
Genuss und eindrucksvoller Aussichten.
DORF TIROL
SS44
SS38
ALGUND
SCHENNA
SS38
Etsch
MERAN
SS238
SS38
SS38
LUST AUF SÜDTIROL 2025
43
MERANER LAND
Wie wär’s mit einer
kleinen Pause mit herrlichem
Ausblick?
Wandern nach Lust
und Laune – ob
Familienwanderung,
Themenwanderung,
Gipfelwanderung
oder einfach nur die
Region erkunden.
Zitronenbäume, Zypressen,
sanfte Almen, schroffe Gipfel.
Dazwischen liegen malerische
Apfelwiesen und Weinberge. Es
ist die einmalige Lage, die Dorf
Tirol ein derart vielfältiges Landschaftsbild
beschert. Eingebettet
in den Naturpark Texelgruppe,
erstreckt sich der Ferienort zwischen
dem 600 m hoch gelegenen
Zenoberg, an der Stadtgrenze
zu Meran, bis hinauf zu
den Spronser Seen, auf luftigen
2.500 m ü.d.M. Demzufolge
gedeihen im unteren Teil des
Dorfes Palmen und Oleander,
während in höheren Lagen Nadelbäume
und Alpenblumen
die Ausläufer imposanter Dreitausender,
wie Tschigat, Lodner
und Hohe Weiße zieren.
AKTIV UNTERWEGS
IN ALLEN HÖHENLAGEN
Nichts wie raus in die Natur!
Spätestens ab März gibt’s für
Wanderfreudige kein Halten
mehr. Dank milder Temperaturen
geht die Wandersaison in Dorf
Tirol schon zeitig im Frühling los – und
dauert bis lange in den farbenfrohen
Herbst hinein an. Umringt von Weingärten
und Obstwiesen, im Rücken die
schroffen Dreitausender, zum Süden hin
die Stadt und das grüne Tal, eröffnet sich
Aktivurlaubern in Dorf Tirol eine bunte
Fülle an Optionen. Von genussvollen
Spaziergängen auf den berühmten Themenwegen
bis hin zu anspruchsvollen
Bergtouren auf die Mutspitze oder dem
Meraner Höhenweg, der in sechs Tagesetappen
die Texelgruppe umrundet, gibt’s
für jeden Anspruch die passende Tour.
Ein Highlight sind auch die Sonnenaufgangstouren
und die geführten Wanderungen
in der Abenddämmerung.
MUTHÖFE
Hoch über Dorf Tirol, auf rund 1.200
Metern Meereshöhe, liegen die legendären
Muthöfe – ein Ort, der wie kein
anderer für das harte, aber stolze Leben
der Bergbauern in Südtirol steht. Diese
Höfegruppe, bestehend aus den Vordermuthöfen
und den Hintermuthöfen,
zählt zu den ältesten und höchst-
44 LUST AUF SÜDTIROL 2025
gelegenen ganzjährig bewirtschafteten
Bergbauernhöfen Südtirols. Ihr Ursprung
reicht bis ins Mittelalter zurück,
und bis heute ist die Ursprünglichkeit
dieses besonderen Ortes spürbar geblieben.
Die Muthöfe liegen am steilen Hang
über dem Eingang zur Texelgruppe,
mit einem atemberaubenden Panoramablick
über Meran, das Etschtal und
das Burggrafenamt. Schon die Anreise
ist ein Erlebnis: Von Dorf Tirol aus
kann man die Höfe entweder zu Fuß
über den anspruchsvollen Muthsteig
Wandern entlang der
Spronser Seen: alpine
Natur, klare Bergseen und
traumhafte Ausblicke in
den Texelgruppe-Bergen.
DORF TIROL
erreichen oder ganz bequem mit der
Seilbahn Hochmuth. Schon während
der Auffahrt öffnet sich der Blick auf
eine spektakuläre Landschaft, die von
Kontrasten geprägt ist – von mediterraner
Tieflandvegetation bis zur hochalpinen
Bergwelt der Texelgruppe.
Oben angekommen, scheint die Zeit
langsamer zu vergehen. Die Höfe, die
sich eng an den Hang schmiegen, bestehen
aus uralten Holz- und Steinbauten
mit Schindeldächern, traditionell
bewirtschaftet von Generationen von
Bergbauernfamilien. Trotz der extremen
Lage betreiben sie auch heute noch
Viehwirtschaft und Heuernte auf steilen,
oft nur mit der Sense bearbeitbaren
Wiesen. Diese Lebensweise ist nicht
nur bewundernswert, sondern auch ein
Stück gelebtes Kulturerbe.
Die Muthöfe sind nicht nur ein faszinierendes
Ausflugsziel für Wanderer und
Naturliebhaber, sondern auch ein Ort
der Einkehr und des Genusses. Einige
Höfe bieten Einkehrmöglichkeiten mit
einfacher, ehrlicher Südtiroler Küche
– serviert mit einem unvergleichlichen
Blick auf die umliegende Bergwelt.
SPRONSER SEEN
Darüber hinaus sind die Muthöfe ein
Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen
in den Naturpark Texelgruppe,
etwa zu den Spronser Seen. Die hochalpine
Seenplatte, bestehend aus insgesamt
zehn Seen, liegt eingebettet im Herzen
des Naturparks Texelgruppe auf über
2.100 bis 2.500 Metern Höhe. Von Dorf
Tirol aus beginnt die Tour meist mit der
Fahrt mit der Seilbahn Hochmuth, die
Wanderer in wenigen Minuten auf 1.400
Meter bringt und gleichzeitig einen atemberaubenden
Blick ins Etschtal eröffnet.
Ab hier startet der Anstieg zu einem der
schönsten Naturjuwelen Südtirols.
Der Weg zu den Spronser Seen führt
durch eine beeindruckende Berglandschaft:
über Almmatten, felsige Pfade und
aussichtsreiche Höhenrücken. Bereits un-
Von der
Aussichtsplattform
auf der Hochmuth
unter dem Gasthof
Steinegg hat man
einen traumhaften
Ausblick Blick über
Meran, das Etschtal
sowie die umliegende
Bergwelt.
LUST AUF SÜDTIROL 2025
45
MERANER LAND
Passeiertal
Fotos: © TV Passeiertal, Benjamin_Pfitscher
Urlaub im Passeiertal:
Unzählige Gipfel, herrliche
Wanderrouten, traumhafte
Natur und absolute Ruhe.
54 LUST AUF SÜDTIROL 2025
PASSEIERTAL
Natur, Abenteuer
und Erholung
Das Passeiertal, nördlich von Meran gelegen,
zählt zu den vielfältigsten Tälern Südtirols.
Es erstreckt sich vom mediterran geprägten
Vorderpasseier bis in die hochalpine Welt
des Hinterpasseier mit dem Timmelsjoch
an der Grenze zu Österreich.
TIMMELSJOCH
Sterzing
SS44bis
A22
Moos Stuls
JAUFENPASS
SS38
Pfelders St.Martin
SS44
Saltaus
Riffian
Kuens
Meran
St.Leonhard
PASSEIERTAL
PASSER
SÜDTIROL
LUST AUF SÜDTIROL 2025
55
MERANER LAND
Mit der Hirzer Seilbahn
geht’s bequem hinauf
ins Wanderparadies – mit
Panoramablick, Almen,
Bergblumen und herrlichen
Touren für alle.
Die landschaftliche Vielfalt macht
das Passeiertal zu einem besonderen
Erlebnisraum zwischen Palmen
und Gletschern. Im vorderen Talabschnitt
rund um St. Martin, Riffian,
Kuens und St. Leonhard herrscht
ein mildes Klima mit reicher Vegetation,
Obst- und Weinanbau. Hier
laden gemütliche Spazierwege, gepflegte
Radstrecken und charmante
Dörfer zum Entspannen ein.
Taleinwärts, im Hinterpasseier mit
Orten wie Moos mit seinen Fraktionen
Stuls, Ulfas, Pfelders und
Rabenstein zeigt sich das Passeiertal
von seiner ursprünglichen
und wildromantischen Seite. Steile
Berghänge, klare Gebirgsbäche
und die Nähe zum Naturpark
Texelgruppe bieten ideale Bedingungen
für Wanderer, Bergsteiger
und Naturliebhaber.
Ob Genussurlaub oder sportliche
Herausforderung – das Passeiertal
vereint Tradition, Natur und
Aktivität auf authentische Weise
und begeistert mit seiner Ursprünglichkeit
und Herzlichkeit.
VIELSEITIGER WANDERURLAUB
Wandern im Passeiertal ist ein Erlebnis für
Groß und Klein. Die Touren reichen vom
gemütlichen Riffianer Waalweg bis zur anspruchsvollen
Hohe Wilde auf 3.480 Metern.
Wer es gemütlicher mag, kann entlang
historischer Wasserläufe spazieren
oder mit einer der Seilbahnen bequem zu
Almen und Hütten gelangen.
Erfahrene Bergsteiger finden im Passeiertal
eine große Auswahl an abwechslungsreichen
Gipfeltouren – besonders
in den Sarntaler und Ötztaler Alpen, die
im Naturpark Texelgruppe liegen. Ob geführte
Tour, grenzüberschreitender Fernwanderweg
oder lehrreicher Themenpfad
– die Möglichkeiten sind vielfältig. Ein
besonderes Highlight für Familien ist der
neue Themenweg „Zauberweg“ bei Riffian
mit Erlebnisstationen.
Das Passeiertal bietet ganzjährig Wandererlebnisse
für jeden Anspruch. Im Frühling
blühen die Apfelbäume und locken
mit mildem Klima. Im Sommer öffnen
Almen und Hütten ihre Türen, während
sich geübte Wanderer an höhere Zielen
wie Hirzer oder Hochwart wagen.
Der Herbst bietet mit klarer Sicht und
56 LUST AUF SÜDTIROL 2025
PASSEIERTAL
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Wanderungen für
alle Ansprüche:
Abwechslungsreiche
Waalwege, Themenwege,
Almpfade und Fernwanderwege
frischer Bergluft ideale Bedingungen
für aussichtsreiche Touren. Im Winter
schließlich laden die Wege im Tal zu
ruhigen Spaziergängen durch eine stille,
ursprüngliche Landschaft ein. Besonders
empfehlenswert sind geführte Themenwanderungen,
die Natur und Wissen
verbinden.
Die Themenwege laden dazu ein, das Naturerlebnis
mit spannenden Einblicken
in Geschichte, Brauchtum und Kultur
zu erleben. Der Passeirer Schildhöfeweg
in Saltaus führt zu den markanten, burgähnlichen
Bauernhöfen mit historischer
Bedeutung. Auf dem Norggensteig in
St. Leonhard begegnet man den geheimnisvollen
Sagengestalten des Tales – den
Norggen, kleinen Kobolden aus alten
Erzählungen. Wer sich für Tirols Freiheitsgeschichte
interessiert, kann auf dem
Andreas-Hofer-Rundweg dem Leben des
berühmten Freiheitskämpfers folgen –
bis zu seinem Geburtshaus am Sandhof.
Doch auch für Familien und Ruhesuchende
gibt es abwechslungsreiche Wege:
Der Gilf‐Wasserfall‐Rundweg ist ein
beliebter, leichter Spazier- und Wanderweg,
während der Teufelsteinweg bei
FINE DINING
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St. Martin kindgerechte Wanderfreude Geführte Touren: In den Sommermonaten
erwartet Wanderfreunde ein ab-
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verbindet.
Der Sonnenrundgang in St. Leonhard wechslungsreiches Programm – von
schließlich führt über sonnige Hänge
gemütlichen Spaziergängen bis hin zu
rund ums Dorf und bietet herrliche anspruchsvollen Bergtouren. Erfahrene
Ausblicke. So bieten die Themenwege Bergführer begleiten die Teilnehmer auf
im Passeiertal für jeden Geschmack eine die schönsten Almen und zu eindrucksvollen
passende Entdeckungstour.
Gipfeln im hochalpinen Gelände.
LUST AUF SÜDTIROL 2025
57
VINSCHGAU
Kastelbell-
Tschars
Fotos: © TV Kastelbell-Tschars, Martin Kaserer, Alex Moling, Patrick Schwienbacher, Kirsten-J. Sörries
Kastelbell, an der altrömischen
Handelsroute Via Claudia Augusta,
liegt im unteren Vinschgau. Im Bild:
Schloss Kastelbell
64 LUST AUF SÜDTIROL 2025
KASTELBELL-TSCHARS
Wo Sonne, Genuss
und Natur sich treffen
Kastelbell-Tschars ist eine sonnenreiche
Ferienregion im Vinschgau
– rund 25 km westlich von Meran –,
die mit Natur, Kultur, Wanderwegen,
Radstrecken und kulinarischem
Genuss begeistert.
NATURNS
SS38
SS38
SCHNALSTAL
SS38
KASTELBELL
SS38
SS38
SS38
SS38
Etsch
TSCHARS
LATSCH
LUST AUF SÜDTIROL 2025
65
VINSCHGAU
Im Herzen des Vinschgaus, umgeben
von sanften Weinbergen und majestätischen
Gipfeln, liegt Kastelbell-Tschars
– ein Ort voller Schönheit, Gastfreundschaft
und unvergleichlicher
Genussmomente. Diese Ferienregion
vereint Wandererlebnisse, kulinarische
Höhepunkte und kulturelle Sehenswürdigkeiten
zu einem unvergesslichen
Gesamtpaket. Ob Abenteurer, Genießer
oder Ruhesuchende – Kastelbell-
Tschars hat für jeden etwas zu bieten.
Neben der beeindruckenden Natur
bietet die Region auch kulturelle und
kulinarische Highlights. Besonders beliebt
sind die Waalwege, die entlang alter
Bewässerungskanäle verlaufen und
sich hervorragend für entspannte Spaziergänge
eignen. Zudem werden hier
hochwertige Produkte wie Kastelbeller
Spargel, Kastanien und erlesene Weine
angebaut.
WANDERMÖGLICHKEITEN –
AUF DEN SCHÖNSTEN WEGEN
Die Ferienregion Kastelbell-Tschars
bietet eine Vielfalt an Wanderwegen,
die sich perfekt an verschiedene
Beeindruckende
Natur – kulturelle
und kulinarische
Highlights
Schwierigkeitsgrade anpassen. Besonders
empfehlenswert sind:
Schnalswaal & Latschanderwaal:
Diese historischen Wasserwege wurden
ursprünglich zur Bewässerung der
Obstgärten angelegt und führen heute
Wanderer auf idyllischen Pfaden entlang
plätschernder Bächlein. Die sanften
Höhenmeter und die faszinierenden
Ausblicke auf das Etschtal machen
diese Wege zum idealen Ausflugsziel
für Genusswanderer und Familien.
Almenwanderungen: Für Naturliebhaber
und Genießer sind die
Almenwanderungen rund um Kastelbell-Tschars
ein absolutes Muss. Gemütliche
Wege führen durch duftende
Der Zirmtalsee mit der
urigen Zirmtal Alm liegt
idyllisch auf 2.144 m –
ein traumhaftes Ziel für
Wanderer, Naturfreunde
und Genießer.
Das Privatschloss Juval
von Reinhold Messner ist
dem Mythos Berg gewidmet.
Im Museum sind mehrere
Kunstsammlungen untergebracht.
66 LUST AUF SÜDTIROL 2025
KASTELBELL-TSCHARS
Wälder und saftige Wiesen zu traditionellen
Almhütten, wo hausgemachte
Spezialitäten auf die Gäste warten.
Ein deftiger Kaiserschmarrn oder eine
Südtiroler Brettljause schmeckt nach
einer Wanderung in der klaren Bergluft
gleich doppelt so gut!
Die Gipfeltouren rund um Kastelbell-
Tschars führen durch die majestätische
Bergwelt des Vinschgaus. Besonders
beliebt sind die Touren zum Tscharser
Wetterkreuz, das eine fantastische
Aussicht auf das Tal bietet, sowie die
anspruchsvolle Route zur Trumser
Spitz, die mit ihrer Höhenlage und
spektakulären Panoramen beeindruckt.
Die Bergseen in der Region sind wahre
Naturjuwelen. Besonders empfehlenswert
ist die Rundwanderung zum
Plomboden See, der inmitten einer
idyllischen Landschaft liegt und eine
perfekte Rastmöglichkeit bietet. Ebenso
faszinierend sind die Kofelraster Seen,
die mit ihrem klaren Wasser und der umgebenden
Bergkulisse ein beliebtes Ziel
für Wanderer sind. Ein weiteres Highlight
ist der Zirmtaler See, der als einer
der schönsten Bergseen im Vinschgau
gilt und mit seiner urigen Alm ein lohnendes
Ausflugsziel darstellt.
SEHENSWÜRDIGKEITEN –
KULTUR TRIFFT NATUR
Schloss Kastelbell – Ein Wahrzeichen
der Region: Hoch über dem Etschtal
gelegen, thront Schloss Kastelbell, eines
der beeindruckendsten Bauwerke der
Region. Die gut erhaltene Burg bietet
spannende Führungen, kulturelle Veranstaltungen
und ein tiefes Eintauchen
in die Geschichte Südtirols.
Schloss Juval – Heimat von Reinhold
Messner: Schloss Juval ist nicht
nur eine beeindruckende Burganlage,
sondern auch die Sommerresidenz des
weltberühmten Bergsteigers Reinhold
Messner. Das Schloss beherbergt eines
seiner Messner Mountain Museen
und gibt spannende Einblicke in das
Leben und die Philosophie des Extrembergsteigers.
Besucher können
Kunstwerke, tibetische Masken und
Expeditionserinnerungen bestaunen.
Die Lage auf einem Hügel oberhalb
des Tals macht Schloss Juval zu einem
absoluten Highlight für Kultur- und
Naturliebhaber.
LUST AUF SÜDTIROL 2025
67
VINSCHGAU
Latsch-Martelltal
Fotos: © TV Latsch-Martell, Frieder Blickle, Helmuth Rier, Kirsten-J. Sörries
Glitzernde Bergseen, imposante Gipfel und herzliche
Südtiroler Gastfreundschaft – das Feriengebiet Latsch-
Martelltal im sonnenverwöhnten Vinschgau begeistert
mit seiner landschaftlichen Vielfalt und rund 315
Sonnentagen im Jahr. Zwischen mediterranen Talböden
und hochalpiner Bergwelt entdecken Besucher ein
echtes Naturparadies, das Erholung, Aktivurlaub und kulinarischen
Genuss perfekt vereint.
Das Latsch-Martelltal ist ein
echtes Biker-Eldorado: Flowige
Trails, alpine Herausforderungen
und sonnige Panoramastrecken
warten auf jedes Fahrniveau.
70 LUST AUF SÜDTIROL 2025
LATSCH-MARTELLTAL
Natur erleben
Schluderns
SS38
SÜDTIROL
VINSCHGAU
Goldrain SS38
Latsch
Naturns
ZUFRITTSEE
LUST AUF SÜDTIROL 2025
71
VINSCHGAU
Die Pfarrkirche Zur
Hl. Walburga in Meiern
(Martelltal) steht auf etwa
1 300 m, umgeben von
Almwiesen – historisch um
1203 gegründet.
Eingebettet zwischen sonnigen Almen,
duftenden Wäldern und einer beeindruckenden
Kulisse aus unzähligen
Dreitausendern zeigt sich das Feriengebiet
Latsch-Martelltal das ganze Jahr
über von seiner schönsten Seite. Ob
Wandern, Radfahren oder einfach nur
das Panorama genießen – im Vinschgau
in Südtirol kommen Naturfreunde voll
auf ihre Kosten.
Latsch liegt zentral im Herzen des Vinschgaus
und begeistert mit seiner abwechslungsreichen
Landschaft. Während
im Frühling im Tal die Obstbäume
in voller Blüte stehen, glitzern hoch oben
die schneebedeckten Gletscher in der
Sonne. Sommer und Herbst laden dazu
ein, die kontrastreichen Landschaften
von Nörder- und Sonnenberg zu erkunden
– zu Fuß oder mit dem Rad. Von
gemütlichen Familienwanderungen auf
den Waalwegen bis hin zu anspruchsvollen
Alpintouren oder rasanten Trailabfahrten
ist für jedes Niveau etwas dabei.
Sommer wie Winter
ein wahres Paradies für
Outdoor-Begeisterte
Bequem gelangt man mit dem Sessellift
zur Tarscher- oder Latscher Alm oder
mit der Seilbahn nach St. Martin im Kofel
in luftige Höhen.
Das Martelltal, ein hochalpines Seitental
im Nationalpark Stilfserjoch, reicht von
950 Metern bis hinauf zum Cevedale-
Gletscher auf 3.769 Metern. Hier finden
Ruhesuchende und Abenteurer gleichermaßen,
was sie suchen: frische Bergluft,
unberührte Natur und eine beeindruckende
Auswahl an Wanderwegen – vom
familienfreundlichen Talspaziergang bis
zur Gipfeltour auf einem der vielen Dreitausender.
Sommer wie Winter ist diese
Region ein wahres Paradies für Outdoor-
Begeisterte.
DEM SONNENLICHT ENTGEGEN –
UNTERWEGS AM SONNENBERG
Der Sonnenberg trägt seinen Namen zu
Recht: Die südlich ausgerichtete Talflanke
des Vinschgaus präsentiert sich
mit einem außergewöhnlichen Landschaftsbild,
das eher an eine alpine Steppe
erinnert als an klassische Bergwiesen.
Trockengräser, duftende Kräuter und
Das Biker-Eldorado
Martelltal liegt mitten
im Nationalparkgebiet,
alle Trails verlaufen im
Stilfserjoch Nationalpark.
72 LUST AUF SÜDTIROL 2025
LATSCH-MARTELLTAL
Wandern durch dichte
Wälder: Schatten, frische
Bergluft und Natur pur –
perfekt zum Abschalten
und Kraft tanken.
ZUFRITTSEE
Der Zufrittsee liegt malerisch eingebettet im
Martelltal und ist ein wahres Juwel inmitten
des Nationalparks Stilfserjoch. Der künstlich
angelegte Stausee auf rund 1.850 Metern
Höhe beeindruckt mit seiner türkisgrünen
Farbe und der imposanten Kulisse der Ortler-
Alpen. Besonders an warmen Sommertagen
lädt die Uferpromenade zum Spazieren,
Verweilen und Genießen ein. Rund um den
See verlaufen verschiedene Wanderwege,
die sowohl gemütliche Spaziergänge als
auch anspruchsvollere Bergtouren ermöglichen.
Besonders beliebt ist der Weg zur
Lyfi-Alm oder der Zustieg zur Marteller
Hütte. Der Zufrittsee ist außerdem ein beliebter
Ausgangspunkt für Bergsteiger und
Naturliebhaber. Die Spiegelung der umliegenden
Gipfel im ruhigen Wasser, das Spiel
von Licht und Schatten sowie die frische
Bergluft machen den Ort zu einem besonderen
Erlebnis für alle Sinne. Auch Fotografen
und Ruhesuchende finden hier ein ideales
Plätzchen.
wärmeliebende Sträucher wie die Flaumeiche
prägen das Bild dieser besonderen
Region.
Ein idealer Ausgangspunkt für Erkundungen
ist das kleine Bergdorf St. Martin
im Kofel, das mit einer Panoramaseilbahn
bequem von Latsch aus erreichbar
ist. Schon die Fahrt bietet herrliche Ausblicke
ins Tal. Oben angekommen, eröffnet
sich eine faszinierende Welt für Wanderer
und Mountainbiker: Zahlreiche
Wege und Trails führen durch die sonnenverwöhnte
Hügellandschaft – von
gemütlichen Panoramatouren bis hin zu
fordernden Routen für Sportbegeisterte.
Der Sonnenberg ist nicht nur ein Ort der
Ruhe und Weite, sondern auch ein eindrucksvolles
Beispiel für die Anpassungsfähigkeit
der Natur in trockenen Höhenlagen.
Wer hier unterwegs ist, erlebt eine
ungewöhnliche, fast meditative Bergwelt
voller Licht, Wärme und Weitblick.
WENN DIE HITZE STEIGT –
AB IN DIE KÜHLEN HÖHEN
Während die Sonne das Tal aufheizt,
bietet der Nördersberg die perfekte Abkühlung:
Dichte Wälder, schattige Pfade
und saftig grüne Almwiesen laden ein,
den Sommer in seiner erfrischenden Variante
zu genießen. Schon die Auffahrt
mit dem nostalgischen Sessellift zur
Tarscher Alm oder Latscher Alm ist ein
Erlebnis für sich – gemütlich, aussichtsreich
und voller Vorfreude.
Oben angekommen eröffnet sich ein
wahres Paradies für Naturliebhaber,
Wanderer und Mountainbiker. Von familienfreundlichen
Rundwegen bis zu
anspruchsvollen Bergtouren oder rasanten
Trailabfahrten ist alles möglich. Und
wer zwischendurch entspannen möchte,
findet in den Almhütten regionale Spezialitäten
und echte Südtiroler Gastfreundschaft.
Auch im Martelltal, das sich vom Talboden
bis in hochalpine Gletscherregionen
LUST AUF SÜDTIROL 2025
73
VINSCHGAU
Reschensee
Urlaub im Dreiländereck
Fotos: © Ferienregion Reschensee, Frieder Blickle, Anne Kaiser, Siegfried Lercher, Jonas Marseiler, Alex Molling, Benjamin Pfitscher
Die Ferienregion rund um den Reschensee ein
vielseitiges Urlaubsziel, das zu jeder Jahreszeit
beeindruckt. Heute ist der Reschensee (Lago
di Resia) ein beliebter Stausee für Outdoor-
Aktivitäten auf rund 1.500 Metern Seehöhe an
der Grenze zwischen Südtirol (Italien), dem
Engadin (Schweiz) und dem Tiroler Oberland
(Österreich).
Der berühmte Kirchturm im
Reschensee – das mystische
Wahrzeichen der Region – ragt
aus dem Wasser und erzählt von
versunkener Vergangenheit und
lebendiger Erinnerung!
76 LUST AUF SÜDTIROL 2025
FERIENREGION RESCHENSEE
SCHWEIZ
Schöneben-
Haideralm
ÖSTERREICH
RESCHEN
SS40
ITALIEN
LANGTAUFERS
RESCHENSEE
GRAUN IM
VINSCHGAU
SS40
HAIDERSEE
ST. VALENTIN
AUF DER HAIDE
Watles
SS40
GLURNS
TAUFERS I.M
SS41
SCHLUDERNS
SS40
LUST AUF SÜDTIROL 2025
77
VINSCHGAU
Wandern mit Aussicht:
Der Rundweg um den
Reschensee begeistert mit
Natur, Geschichte und dem
berühmten Kirchturm im
Wasser.
Das Wahrzeichen der Gegend ist zweifellos
der berühmte Kirchturm von
Alt-Graun, der geheimnisvoll aus dem
See ragt. Er erinnert an das versunkene
Dorf Graun, das beim Bau des Stausees
in den 1950er Jahren geflutet wurde –
ein historisches Ereignis, das bis heute
fasziniert. Trotz des dramatischen Einschnitts
hat sich die Region mit der Zeit
neu erfunden. Der Reschensee dient
Erlebe die Riesenschaukel
bei Mals – Nervenkitzel pur
mit atemberaubendem
Panoramablick über den
Vinschgau, die Alpen
und Täler!
heute nicht nur der Stromerzeugung,
sondern ist auch ein Zentrum für Tourismus
und Erholung.
Die Geschichte des Sees bleibt jedoch
ein zentrales Kapitel der regionalen
Identität – und eine bleibende Erinnerung
daran, wie tiefgreifend technische
Großprojekte in das Leben und die Kultur
von Menschen eingreifen können.
Die Region ist heute geprägt von einer
einzigartigen Kombination aus alpiner
Natur, kulturellem Reichtum und sportlichen
Möglichkeiten.
WANDERURLAUB –
VIELFALT IN DER NATUR ERLEBEN
Die Ferienregion rund um den Reschensee
ist ein wahres Paradies für Wanderfreunde.
Umgeben von imposanten Gipfeln
und eingebettet in die unberührte
Natur des Vinschgaus, bietet die Region
ideale Voraussetzungen für einen aktiven
und zugleich erholsamen Urlaub. Das milde
Klima macht Wanderungen bis weit in
den Herbst hinein möglich – perfekt für
alle, die die Farbenpracht des Alpenherbstes
erleben möchten.
Ob anspruchsvolle Gipfeltouren für geübte
Alpinisten, genussvolle Ausflüge zu
urigen Almen und Schutzhütten oder
entspannte Spaziergänge auf Mythenund
Themenwegen – das gut ausgebaute
Wegenetz mit rund 600 Kilometern Länge
lässt keine Wünsche offen. Es durchzieht
eine abwechslungsreiche Landschaft
mit kristallklaren Gebirgsbächen, glit-
78 LUST AUF SÜDTIROL 2025
zernden Seen und duftenden Wäldern.
Auch Naturfreunde kommen auf ihre
Kosten: Murmeltiere, Steinadler und eine
vielfältige Alpenflora lassen sich mit etwas
Glück beobachten.
Die hochalpine Welt rund um den Reschensee
ist ein idealer Ausgangspunkt
für Touren unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade
– von familienfreundlichen
Rundwegen über mittelschwere Höhenwege
bis hin zu alpinen Herausforderungen
wie Klettersteigen oder sogar Gletscherwanderungen.
Die gut markierten
Wege sorgen für Sicherheit und Orientierung,
selbst in abgelegeneren Gebieten.
Besonders reizvoll sind die Panoramawege,
die spektakuläre Ausblicke auf die
umliegende Dreiländerregion Italien–
Österreich–Schweiz bieten. Auch auf den
einzigartigen Waalwegen der Ferienregion
können Wanderer nicht nur Natur,
sondern auch sich selbst neu entdecken.
Viele Wege sind selbst im Spätherbst
noch gut begehbar und werden dank öffentlicher
Verkehrsmittel oder Wandertaxis
optimal erschlossen.
WANDER-TIPPS:
Der Weitwanderweg 360° Obervinschgau
ist ein außergewöhnlicher Rundwanderweg,
der mitten durch den Obervinschgau
führt und dabei auf etwa 110
Kilometern Länge elf charaktervolle
Dörfer miteinander verbindet. Beginnend
in Prämajur zieht sich die Route
über Orte wie Reschen, St. Valentin,
Planeil, Matsch, Schluderns, Prad am
Stilfserjoch, Glurns und Taufers bis nach
Schlinig – und schließlich wieder zurück
zum Ausgangspunkt. Wer mehrere Etappen
kombiniert, wird mit atemberaubenden
Ausblicken auf die Ortlergruppe
belohnt und erlebt eine Landschaft, die
vom sanften Hügelland mit Kastanienbäumen
bis hinauf in die wilde Hochgebirgswelt
reicht.
Doch dieser Rundweg ist weit mehr als
nur eine Wanderstrecke – er lädt dazu ein,
die Natur mit allen Sinnen zu erleben.
Entlang des Weges befinden sich kreative
Stationen aus heimischem Lärchenholz,
die Groß und Klein zum Verweilen und
Mitmachen einladen: Klangobjekte wie
Holz-Xylophone und Kuhglockenspiele,
Fernrohre mit Panoramablick, eine riesige
Schaukel und bequeme Hängematten
machen jede Etappe zu einem kleinen
Abenteuer.
Die Route ist so konzipiert, dass sie sowohl
für gemütliche Tageswanderungen
FERIENREGION RESCHENSEE
als auch für eine mehrtägige Tour geeignet
ist. Dank guter Anbindung durch
öffentliche Verkehrsmittel und Wandertaxis
lässt sich der Einstieg flexibel
gestalten. Insgesamt gilt der 360° Obervinschgau
als mittelschwer – mit maximal
5.000 Höhenmetern im Auf- und
Abstieg und einem höchsten Punkt auf
etwa 2.356 Metern. Ob man die gesamte
Runde durchwandert oder sich nur bestimmte
Etappen vornimmt: Dieser Weg
bietet eine einmalige Verbindung von
Bewegung, Naturerlebnis und kultureller
Entdeckung – und lässt Wanderherzen in
jeder Hinsicht höherschlagen.
Das abgelegene und ursprüngliche Matscher
Tal ist Südtirols erstes offizielles
Bergsteigerdorf – ein Titel, der für sanften
Tourismus, gelebte Tradition und
echte Naturerlebnisse steht. Eingebettet
zwischen hohen Bergen, darunter der
markante Pleres und die Weißkugel, bietet
das Tal eindrucksvolle Landschaften
fernab des Massentourismus. Das kleine
Dorf Matsch liegt auf etwa 1.600 Metern
und ist von uralten Höfen, Lärchenwäldern
und saftigen Almwiesen umgeben.
Hier begegnet man der Natur mit Respekt,
und der Fokus liegt auf Nachhaltigkeit
und echter Bergkultur. Wanderer,
Alpinisten und Ruhesuchende finden
Aussichtsplattform:
Herrlicher Blick hinunter auf
die Ortschaft Mals und das
weite Vinschgau
LUST AUF SÜDTIROL 2025
79
EISACKTAL
Fotos: © IDM Südtirol / Alex Filz, Tobias Kaser, Helmut Rier, ROTWILD, Thomas Rötting
Klausen
Mittelalter trifft
Lebensfreude
Klausen liegt im Eisacktal,
eingebettet an der alten
Brennerroute zwischen
Brixen und Bozen.
Schon im Jahr 1494 zeigte sich kein Geringerer als Albrecht Dürer von
Klausen tief beeindruckt. Der berühmte Künstler verewigte seine Eindrücke
in dem Kupferstich „Das große Glück“. Seither hat das idyllische Städtchen
im Eisacktal zahlreiche Künstler, Dichter und Reisende inspiriert – gemalt,
besungen und literarisch verewigt wurde Klausen über die
Jahrhunderte hinweg immer wieder.
86 LUST AUF SÜDTIROL 2025
KLAUSEN
SÜDTIROL
EISACKTAL
Brixen
A22
Die Altstadt von Klausen verzaubert mit
mittelalterlichem Flair, engen Gassen,
farbenfrohen Hausfassaden und stilvollen
Erkern. Eingebettet zwischen dem
Eisack und dem Säbener Berg, strahlt
die Stadt eine besondere Atmosphäre aus
– ruhig, charmant und zugleich lebendig.
Überragt vom Kloster Säben und
flankiert von Weinbergen und Kastanienhainen,
wirkt Klausen wie aus
der Zeit gefallen. Das historische
Zentrum ist geprägt von gotischen
Kirchen, alten Gasthäusern
und kleinen Läden mit Kunsthandwerk.
Nicht ohne Grund wurde Klausen
in die renommierte Vereinigung
„I Borghi più belli d’Italia“ aufge-
Latzfons
Villanders
Barbian
Richtung
Bozen
Verdings
Klausen
A22
Feldthurns
Gufidaun
LUST AUF SÜDTIROL 2025
87
EISACKTAL
Das Kloster Säben thront
auf dem Heiligen Berg über
Klausen und zählt zu den
ältesten Wallfahrtsorten
Südtirols.
nommen – die „Schönsten Ortskerne
Italiens“. Diese Auszeichnung würdigt
Orte mit besonderem kulturellem, historischem
und landschaftlichem Wert.
In Klausen trifft all das zusammen: Authentische
Architektur, reiche Geschichte,
eine lebendige Kulturszene und gastfreundliche
Menschen. Der Erhalt des
Ortsbildes, die Pflege lokaler Traditionen
und die malerische Lage machen Klausen
zu einem echten Juwel Südtirols.
Zahlreiche traditionsreiche Gasthäuser
mit jahrhundertealter Geschichte zeugen
noch heute von der Bedeutung des Orts
als Raststation an der alten Brennerstraße
– einst Hauptverkehrsroute zwischen
Mitteleuropa und Italien. Klausen ist bis
heute ein Ort, der Geschichte, Kultur und
Gastfreundschaft auf einzigartige Weise
verbindet.
Stadtführungen bieten spannende Einblicke
in die reiche Geschichte, Kunst und
Kultur – vom idyllischen Stadtzentrum
bis hinauf zum historischen Kloster Säben.
Besonders lohnenswert sind The-
menführungen, bei denen man Klausen
aus ungewöhnlichen Perspektiven kennenlernt.
Auch Shopping kommt nicht zu
kurz: In charmanten Boutiquen, traditionellen
Handwerksläden, Ateliers und Galerien
gibt es regionale Produkte, stilvolle
Mode, Südtiroler Spezialitäten und kreative
Souvenirs zu entdecken. Ein Bummel
durch Klausen verbindet Kulturgenuss
mit entspanntem Einkaufserlebnis.
KLOSTER SÄBEN
Das Kloster Säben, hoch über der Stadt
Klausen im Eisacktal gelegen, zählt zu den
ältesten Wallfahrtsorten Tirols und gilt als
spirituelles Herzstück der Region. Majestätisch
thront es auf dem Säbener Berg,
einem steilen Felssporn, der schon in prähistorischer
Zeit besiedelt war. Bereits in
der Spätantike bestand hier eine Befestigung,
im Frühmittelalter war Säben sogar
für kurze Zeit Bischofssitz – noch bevor
dieser nach Brixen verlegt wurde.
Seit dem 6. Jahrhundert entwickelte sich
Säben zu einem bedeutenden religiösen
Zentrum. Der „Heilige Berg Tirols“ beherbergte
über die Jahrhunderte mehrere
Kirchen und Kapellen, darunter die Liebfrauenkirche,
die Heilig-Kreuz-Kirche
sowie die Klosterkirche. Um 1687 gründeten
Benediktinerinnen aus Nonnberg
bei Salzburg das Kloster in seiner heutigen
Form. Es war bis 2021 bewohnt – damit
war es eines der letzten kontemplativen
Frauenklöster Südtirols.
Seit September 2024 präsentiert sich das
Kloster Säben in neuem Glanz. Mit Pater
Kosmas Thielmann OCist, einem Zisterziensermönch
aus dem Stift Heiligenkreuz
in Österreich, hat das Heiligtum neuen
geistlichen Beistand erhalten. Als Pilgerseelsorger
hat er sich zum Ziel gesetzt, den
Heiligen Berg wieder zu einem lebendigen
spirituellen Zentrum und einem bedeutenden
Wallfahrtsort zu machen. Seine
Arbeit soll dem traditionsreichen Ort
neues religiöses Leben und Anziehungskraft
verleihen.
Beeindruckend ist nicht nur die abgeschiedene
Lage mit weiter Aussicht über
88 LUST AUF SÜDTIROL 2025
KLAUSEN
das Eisacktal, sondern auch die kunsthistorische
Bedeutung der Anlage. Romanische
und barocke Stilelemente verschmelzen
hier auf eindrucksvolle Weise. Der
Weg hinauf zum Kloster ist zugleich ein
Kreuzweg, gesäumt von Bildstöcken, der
in etwa 30 Minuten vom Klausner Stadtzentrum
aus zu Fuß erreichbar ist. Er führt
durch Wälder, über Treppen und vorbei
an Ausblickspunkten, die den Aufstieg
lohnenswert machen.
Der Außenbereich von Kloster Säben
ist jederzeit zugänglich, die Hl. Kreuz-
Kirche und die Klosterkirche sowie die
Gnadenkapelle bei der Liebfrauenkirche
sind ganztägig geöffnet. Ein Klosterguide
(Audio-Guide zu 10 Stationen
www.klausen.it/klosterguide) führt
von Klausen zum Kloster und erzählt auf
Deutsch, Italienisch und Englisch Wissenswertes
zur Geschichte, Kunst und
Archäologie – von der frühen Bischofsburg
bis zur Benediktinerinnen-Abtei.
Weitere Infos: www.klostersaeben.it
PFARRKIRCHE ZUM HL. ANDREAS
Die Pfarrkirche zum Heiligen Andreas
ist weit mehr als nur ein religiöser Versammlungsort
– sie spiegelt die lange
Geschichte und kulturelle Bedeutung
der Stadt wider. Ihre erste urkundliche
Erwähnung stammt aus dem Jahr 1208.
Von der damaligen romanischen Kirche
ist heute lediglich der untere Abschnitt
des Kirchturms erhalten geblieben.
Der heutige Bau wurde im Stil der Spätgotik
zwischen 1435 und 1506 errichtet
und im Jahr 1494 feierlich geweiht. Für
die architektonische Umsetzung war der
Brixner Baumeister Benedikt Weibhauser
mitverantwortlich. Das Gotteshaus
ist als einschiffige Hallenkirche angelegt
und beeindruckt mit einem kunstvollen
Netzgewölbe. Der erhöhte Chor wird
durch einen markanten Triumphbogen
optisch vom Hauptschiff getrennt.
Auffällig sind auch die beiden Emporen:
Die untere stammt noch aus der spätgotischen
Bauzeit, während die obere im Jahr
1896 zusammen mit der Orgel eingebaut
wurde. Im Kircheninneren finden sich
zahlreiche Kunstwerke aus verschiedenen
Epochen. Besonders sehenswert ist der
Hochaltar von Josef Waßler aus dem Jahr
1879, der die zwölf Apostel und Szenen
aus dem Leben Marias zeigt. Die Seitenaltäre,
ursprünglich um 1800 von dem
Tiroler Künstler Joseph Schöpf geschaf-
Die Pfarrkirche St. Andreas
in Klausen wurde 1494 erbaut
und beeindruckt mit barocker
Pracht und neugotischem Altar.
LUST AUF SÜDTIROL 2025
89
EISACKTAL
Der schiefe Turm von
Barbian
Fotos: © Wolfgang Gafriller, Tobias Kaser, Helmut Molling, Thomas Rötting
Barbian liegt auf rund 800 m Höhe am sonnigen
Westhang des Eisacktals in Südtirol, oberhalb von
Waidbruck, mit herrlichem Blick auf die Dolomiten
und das Schlernmassiv.
Barbian, ein malerisches Dorf oberhalb
des Eisacktals in Südtirol, ist ein echter
Geheimtipp für alle, die Natur, Ruhe und
authentisches Südtiroler Lebensgefühl suchen.
Eingebettet in eine sonnige Hanglage
mit Blick auf die Dolomiten, lädt der
Ort zum Wandern, Genießen und Verweilen
ein. Barbian begeistert mit einer
einzigartigen Mischung aus kulturellen
Sehenswürdigkeiten, wie der berühmten
schiefen Kirche, und beeindruckenden
Naturerlebnissen, etwa den Barbianer
Wasserfällen oder dem Zwetschkenweg.
BARBIANER ZWETSCHKE
Die Barbianer Zwetschke ist eine traditionsreiche
Pflaumensorte aus Südtirol,
die seit dem Spätmittelalter das Landschaftsbild
und die Kultur rund um Barbian
mitprägt. Durch die idealen Anbaubedingungen
– sonnige Hänge, starke
Temperaturunterschiede zwischen Tag
und Nacht sowie mineralreiche Böden
– entwickelt die Frucht ein intensives
Aroma und hohe Nährstoffdichte. Sie ist
reich an Vitaminen, Mineralien und sekundären
Pflanzenstoffen und gilt daher
als besonders gesunde „Fitnessfrucht“.
Jedes Jahr im Spätsommer steht die
Zwetschke im Mittelpunkt der beliebten
„Barbianer Zwetschkenwochen“. In dieser
Zeit servieren lokale Gasthäuser kreative
und traditionelle Gerichte mit der
Zwetschke – darunter Strudel, Knödel,
94 LUST AUF SÜDTIROL 2025
Risotto oder herzhafte Chutneys. In Hofläden
und Geschäften gibt es begleitend
zahlreiche Produkte wie Zwetschkenbrot,
Marmeladen oder Trockenfrüchte.
Ein Höhepunkt ist das Zwetschkenfest
im Herbst auf dem Festplatz, bei dem
Gäste regionale Köstlichkeiten genießen
und musikalisches Rahmenprogramm
erleben. Ergänzt wird das kulinarische
Angebot durch geführte Touren entlang
des Zwetschkenwegs. Dieser etwa
Barbianer Zwetschkenwochen
BARBIANER WASSERFÄLLE
Die Barbianer Wasserfälle zählen zu den
beeindruckendsten Naturerlebnissen
Südtirols. Gespeist vom Ganderbach,
der am Rittner Horn entspringt und bei
Kollmann in den Eisack mündet, stürzt
das Wasser in acht Kaskaden über etwa
200 Höhenmeter ins Tal. Besonders eindrucksvoll
ist der unterste Fall mit rund
85 Metern – der höchste in der Umgebung
– und über einen kurzen Wanderweg
gut erreichbar.
Weiter oben, auf etwa 1.214 Metern, folgt
der obere Wasserfall mit weiteren 45 Metern
Fallhöhe. Ein markierter Steig führt
ab dem Ortskern von Barbian vorbei an
Wiesen, Kastanienhainen und schattigen
Wäldern zu diesem Naturjuwel. Der rund
zweistündige Aufstieg ist mit Geländern
und Seilsicherungen versehen und besonders
zur Zeit der Schneeschmelze ein faszinierendes
Erlebnis, wenn das Wasser mit
voller Kraft die Felswände hinabstürzt.
Die klare, ionenreiche Luft in der Umgebung
sorgt für ein angenehmes Mikrozweistündige
Rundweg beginnt im
Dorfzentrum und führt durch Felder
und Haine, vorbei an alten Zwetschkenbäumen.
Infotafeln entlang der
Strecke erklären Herkunft, Anbau und
Bedeutung der Frucht.
So steht die Barbianer Zwetschke
nicht nur für ausgezeichneten Geschmack,
sondern auch für gelebte
Tradition, Naturverbundenheit und
Dorfgemeinschaft.
BARBIAN
Dreikirchen – drei kleine, ineinander
verschachtelte Kirchen
– ein beliebtes Ausflugsziel für
die ganze Familie.
LUST AUF SÜDTIROL 2025
95
EISACKTAL
Feldthurns
Das Kastaniendorf
Feldthurns, ein charmantes Dorf oberhalb von
Klausen im Eisacktal, liegt auf etwa 850 m Höhe
und besticht durch seine sonnige Lage, herrliche
Ausblicke auf die Dolomiten und eine beeindruckende
Kulturlandschaft.
Der Ort vereint bäuerliche Tradition
mit gelebter Südtiroler Gastfreundschaft
und ist bekannt für seine historischen
Bauernhöfe und das prächtige Renaissanceschloss
Velthurns. Feldthurns
wird häufig als das „Kastaniendorf “ bezeichnet.
Dieser Beiname leitet sich von
den über 3.300 Kastanienbäumen ab,
die das Landschaftsbild der Gemeinde
prägen. Die Kastanie spielt eine zentrale
Rolle in der Kultur und im kulinarischen
Angebot des Ortes, insbesondere
während der traditionellen Törggelezeit
im Herbst. Der bekannte Keschtnweg
(Kastanienweg) beginnt in Neustift bei
Brixen, doch sein Herzstück führt durch
Feldthurns, was die Bedeutung der Kastanie
für die Region unterstreicht.
Feldthurns ist ein idealer Ausgangspunkt
für Wanderungen, etwa auf dem beliebten
Keschtnweg, und bietet ganzjährig
reizvolle Naturerlebnisse. Ob im Frühling
mit blühenden Wiesen, im Herbst
zur Törggelezeit oder im Winter bei klarer
Bergluft – Feldthurns lädt zu Erholung,
Genuss und Entdeckung inmitten
ursprünglicher Südtiroler Landschaft ein.
PFARRKIRCHE
MARIA HIMMELFAHRT
Die Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“
in Feldthurns hat ihren Ursprung in einer
kleinen romanischen Kapelle, die im
12. Jahrhundert nahe dem Pflegerbühel
Das Schloss Velthurns
gehört zu den schönsten
Schlössern in Südtirol.
errichtet wurde. Im 14. Jahrhundert
wurde sie vergrößert und mit Malereien
versehen. Der heutige Chorraum
stammt aus dem späten 15. Jahrhundert
und wurde 1499 geweiht. Das Kirchenschiff
entstand vermutlich ab 1401 und
erhielt 1515 seine Weihe. Zwischen
1894 und 1898 wurde die Kirche unter
Pfarrer Josef Telser nach Plänen des
Wiener Architekten Anton Weber erweitert.
Der Bau wurde vom Baumeister
J. Unterpertiger aus Vintl umgesetzt.
Der Granitturm wurde zwischen 1502
und 1570 errichtet und enthält sieben
Glocken, darunter eine aus dem Jahr
1521 mit einem Gewicht von 2.500 kg.
Der neugotische Hochaltar mit einer
gotischen Madonna stammt aus dem
frühen 15. Jahrhundert. Die Orgel von
1898 wurde 2005 restauriert, die letzte
umfassende Renovierung war 1992.
SCHLOSS VELTHURNS
Schloss Velthurns ist ein eindrucksvolles
Zeugnis der Brixner Fürstbischöfe
und zählt zu den am besten erhaltenen
Bauwerken des späten 16. Jahrhunderts.
Es hat sich in bemerkenswerter Vollstän-
98 LUST AUF SÜDTIROL 2025
FELDTHURNS
Fotos: © Helmut Rier
Die Pfarrkirche Maria
Himmelfahrt in Feldthurns,
1112 erstmals erwähnt, beeindruckt
mit neugotischem Stil
und markantem steinernen
Kirchturm.
digkeit bis heute erhalten und steht als
bedeutendes Kulturdenkmal von März
bis November Besuchern offen. Nach
der Säkularisation ging das Schloss vom
Brixner Fürstentum zunächst an Österreich,
dann an Bayern über. Später erwarb
es der Wirt Jakob Wegleiter, der es
als Gasthaus nutzte. 1822 kam es in den
Besitz von Anton Freiherr von Goldegg,
der sich um die Erhaltung kümmerte.
Dessen Sohn verkaufte es 1875 an Fürst
Johann von Liechtenstein, der es 1904
der Stadt Bozen schenkte. In den folgenden
Jahren diente das Gebäude verschiedenen
Zwecken, etwa als Schule oder
Kindergarten. Seit 1979 gehört es dem
Land Südtirol, das es von 1980 bis 1983
restaurieren ließ. Heute gilt Schloss Velthurns
als besonderes Juwel unter Südtirols
Baudenkmälern. Im Erdgeschoss
zeigt eine Ausstellung archäologische
Funde aus Feldthurns und dem Eisacktal.
Das prächtige Fürstenzimmer zeugt vom
einstigen Glanz der Bischöfe von Brixen.
Mit kunstvoller Täfelung, reich verzierten
Decken und historischen Möbeln ist
es ein Highlight der Renaissance-Ausstattung.
Besucher erleben hier, wie einst
geistliche Fürsten residierten – ein eindrucksvolles
Zeugnis südtiroler Wohnkultur
des 16. Jahrhunderts.
Infos unter: www.schlossvelthurns.it
KAPELLE ZUM HEILIGEN
LAURENTIUS
Die St. Laurentius-Kirche befindet sich
im Zentrum von Feldthurns und zeigt
sich heute überwiegend im gotischen Stil,
obwohl Teile der Mauern noch aus der
romanischen Zeit stammen. Unter dem
Dach der früher flach gedeckten Kirche
sind gut erhaltene Fresken aus der Spätromanik
zu finden. Diese zeigen vermutlich
Szenen aus dem Leben des Kirchenpatrons
Laurentius, die auf der Innenseite
der Nord- und Südwand dargestellt wurden.
Der Bau begann zwischen 1286 und
1295, eine Erweiterung folgte um 1400.
Der Turm wurde erst im 16. Jahrhundert
hinzugefügt, zeigt jedoch eine deutliche
Schieflage, da das Fundament nicht ausreichend
stabil war. Das Herzstück der Kirche
ist der Hochaltar von 1681 mit einem
prachtvollen Bild des heiligen Laurentius
aus der Kessler-Werkstatt. Der Seitenaltar,
ursprünglich eine gotische Mariennische,
wurde im Rokoko stilvoll barockisiert.
2015 wurde eine neue digitale Orgel mit
38 Registern und zwei Manualen durch
einen anonymen Spender ermöglicht.
LUST AUF SÜDTIROL 2025
99
EISACKTAL
Fotos: © Helmut Moling, KONI Studios
Villanders liegt sonnig
über dem Eisacktal
zwischen Klausen und
Brixen, mit weitem Blick
auf die Dolomiten und die
Sarntaler Alpen.
Villanders
Geschichte trifft Bergblick
Villanders liegt auf etwa 880 m Höhe am sonnigen
Hang bei Klausen über dem Eisacktal. Umgeben
von sanften Weinbergen, Kastanienhainen und
den majestätischen Gipfeln der Sarntaler Alpen,
bietet der Ort eine harmonische Verbindung aus
Natur, Kultur und Geschichte.
Schon in prähistorischer Zeit besiedelt, ist
Villanders heute bekannt für seine reiche
archäologische Vergangenheit, darunter
das Bergwerk Villanders – eines der bedeutendsten
historischen Bergwerke Tirols.
Der traditionsreiche Ortskern mit
der Pfarrkirche, alten Bauernhöfen und
gepflegten Gassen strahlt bäuerliche Au-
102 LUST AUF SÜDTIROL 2025
thentizität aus. Wanderfreunde schätzen
die nahe Villanderer Alm, eine der größten
Hochalmen Europas, mit herrlichem
Blick auf die Dolomiten. Villanders vereint
ländliche Ruhe, kulturelles Erbe und
südtiroler Lebensart auf besondere Weise.
Bei der Dorfrunde – ein gemütlicher
Rundweg, der durch das historische
Zentrum führt, lernen Sie das charmante
Villanders kennen. Entlang alter Bauernhäuser,
der Pfarrkirche und kleiner
Handwerksbetriebe entdeckt man die
Geschichte und Kultur des Ortes. Infotafeln
geben spannende Einblicke in das
Herrlicher Blick auf die
Pfarrkirche zum Hl.
Stephanus und Laurentius
(links) und die Kirche
St. Michael (rechts),
die ursprünglich als
Friedhofskapelle diente.
Dorfleben einst und heute. Die Dorfrunde
ist ideal für einen entspannten Spaziergang
mit herrlichem Blick ins Eisacktal.
HEILIGER STEPHANUS
UND LAURENTIUS
Die Pfarrkirche zum Heiligen Stephanus
und Laurentius wurde im Jahr 1521 feierlich
eingeweiht. Sie ersetzte eine ältere Kirche,
die bereits 1234 urkundlich erwähnt
wurde und sich südöstlich des heutigen
Kirchturms – auf dem heutigen Friedhofsgelände
– befand. Der untere Teil des
heutigen Turmes stammt noch von diesem
VILLANDERS
ursprünglichen Gotteshaus und ist ein stiller
Zeuge der langen Geschichte des Ortes.
Ein schwerer Brand im Jahr 1900 zerstörte
die Kirche bis hinauf zum Gewölbe. Beim
anschließenden Wiederaufbau wurde das
Innere mit neugotischen Gewölbedekorationen
ausgestattet, die bis heute erhalten
sind und den Charakter des Raumes prägen.
Im Kircheninneren finden sich zahlreiche
kunsthistorisch bedeutende Werke: Der
Hochaltar aus dem Jahr 1884, zwei Seitenaltäre
von 1903 sowie die Kanzel aus dem
Jahr 1867. Besonders eindrucksvoll ist
auch die barocke Figur der Rosenkranzkönigin,
die um 1700 entstanden ist. Zu den
wertvollsten Kunstwerken zählen zwei
Ölgemälde von Franz Sebald Unterberger,
die die Steinigung des heiligen Stephanus
zeigen, sowie farbenprächtige Glasfenster
aus der Zeit um 1520. Diese Glasmalereien,
die Szenen aus dem Leben der Villanderer
Bergknappen darstellen, geben einen
seltenen Einblick in die Bergbaugeschichte
der Region.
KNAPPENKAPPE ST. ANNA
Bereits im Jahr 1726 wurde eine erste kleine
Kapelle für die Knappen des Pfunderer
Bergwerks geweiht. Doch der schlichte
Bau erwies sich rasch als zu klein für die
wachsende Zahl der Gläubigen. Nur zehn
Jahre später, im Jahr 1736, wurde daher
Wandern Sie ins Gebiet
des alten Pfunderer
Bergwerks, wo sich mitten
im Wald das Kirchlein St.
Anna befindet.
LUST AUF SÜDTIROL 2025
103
EISACKTAL
Natz-Schabs
Fotos: © Florian Andergassen, Hannes Niederkofler, Hannes Vikoler
Das sonnenverwöhnte
Hochplateau Natz-Schabs
ist ein wahres Familien-
Urlaubsparadies. Im Bild
der Ort Viums.
A22
Aicha
SÜDTIROL
EISACKTAL
Schabs
Viums
Raas
Natz
A22
Brixen
108 LUST AUF SÜDTIROL 2025
NATZ-SCHABS
Zwischen Blüte
und Berg
Natz-Schabs liegt auf einem sonnigen
Hochplateau über Brixen und ist bekannt
für seine Apfelblüte, malerischen Dörfer
und vielfältige Natur. Die Region bietet ideale
Bedingungen für Wanderer, Radfahrer
und Genießer in jeder Jahreszeit.
Auf einem sonnigen Hochplateau in
730 bis 890 Metern Höhe erwartet die
Gäste eine wohltuende Kombination
aus Naturerlebnis, aktiver Erholung und
kulturellen Eindrücken. Umgeben von
sanften Hügeln ist die Region besonders
für ihre Apfelplantagen bekannt – doch
auch Weinreben und Beerensträucher
prägen das charakteristische Landschaftsbild.
Zahlreiche gut ausgebaute Wanderwege
führen durch die Obstwiesen oder zur
Rienzschlucht an der man an zwei Stellen
hinabwandern kann und Aussichtspunkten
– ideal für Familien, Genusswanderer
und Radbegeisterte. Auch
Radtouren in alle Himmelsrichtungen
ermöglichen es die Vielfalt der Region
zu erkunden.
Der Ausblick reicht über das Eisacktal
hinweg bis zur alten Bischofsstadt Brixen,
während ringsum bewaldete Berghänge
für ein grünes Panorama sorgen. Neben
der landschaftlichen Schönheit lockt
auch die Kultur: Kirchen, Höfe und Museen
erzählen von der langen Geschichte
der Region und bieten spannende Einblicke
in das Leben von damals und jetzt.
Natz-Schabs – ein Ort zum Durchatmen,
Entdecken und Genießen
NATUR NEU ERLEBEN –
ZU JEDER JAHRESZEIT
Wenn im Frühling die Apfelblüte das
Plateau in ein zartes Farbenmeer taucht,
beginnt eine der eindrucksvollsten Jahreszeiten
in Natz-Schabs. Blühende
Wiesen und der Apfelweg lassen die
Landschaft aufleben und machen Lust
auf erste Wanderungen.
Das Blütenfest am 1. Mai ist der Höhepunkt
der Südtiroler Blütengenuss-Wochen
in Natz-Schabs und ein Fest für
alle Sinne. Wenn die Apfelbäume in voller
Blüte stehen, laden blühende Gärten
und festlich geschmückte Gassen zum
Flanieren ein. Auf der Genussmeile im
Dorfzentrum werden typische Südtiroler
Spezialitäten und frische Kräutergerichte
angeboten. Musik, milde Temperaturen
und die bunte Blütenpracht
sorgen für eine besondere Frühlingsstimmung.
Mit dabei sind auch die Apfelkönigin
Teresa von Natz-Schabs und
weitere Produktköniginnen aus dem
In- und Ausland – ein Tag voller Natur,
Genuss und regionaler Kultur.
LUST AUF SÜDTIROL 2025
109
EISACKTAL
Der Ölberg in Natz-
Schabs ist ein
Panorama-Hügel
(ca. 881 m) mit
Relaxliegen, Grillplatz
und spektakulärem
Apfelblick
Im Sommer geht es aktiv weiter: zu
Fuß, mit dem Rad oder per Almbus –
etwa hinauf zur Rodenecker-Lüsner
Alm mit ihrem weiten Panorama. Gerne
schlendert man auch auf gemütlichen
Spazierwegen durch Schatten
spendende Wälder oder unternimmt
ausgedehnte Wanderungen auf gut beschilderten
Wegen. In den heißen Monaten
empfiehlt sich auch eine Wanderung
in die wilde Rienzschlucht vorbei
am stattlichen Schloss Rodenegg. Familien
schätzen die schattigen Biotope,
kreative Spielplätze und gesellige
Abende in Natz bei den Summernacht-
Feschtn.
Jeden Mittwochabend im Juli und August
(ab ca. 20 Uhr) wird der Festplatz
von Natz in ein lebendiges Treiben verwandelt,
Musikgruppen aus der Region
sorgen für stimmungsvolle Unterhaltung.
Es gibt eine große Auswahl an
Südtiroler Spezialitäten – etwa Tirtln
– sowie handgefertigte Waren wie Filzpantoffeln,
Taschen, Kräuterprodukte
und mehr zu entdecken.
Alljährlich Mitte bis Ende August
– im Jahr 2025 am Mittwoch, den
13. August – wird das Polentafest im
Rahmen der Summer Night Events in
Natz-Schabs gefeiert. Im Mittelpunkt
steht dabei der „Plent“, die traditionelle
gelbe Maisgrütze, die frisch aus dem
Kessel serviert wird – ob süß, deftig,
als Hauptgericht oder Beilage. Begleitet
wird das Fest von stimmungsvoller
Live-Musik, einem kleinen Markt mit
regionalen Produkten und einem unterhaltsamen
Programm für Kinder.
Die Sommernacht Feschtln sind nicht
nur ein kulinarisches Highlight, sondern
auch ein zertifiziertes Green Event
– ganz im Zeichen von Nachhaltigkeit
und regionalem Genuss.
Im Herbst beginnt die Ernte. Die Bauern
sind beschäftigt mit dem Einbringen
der Äpfel und der Trauben. Als Dankeschön
für die gute Ernte wird jedes Jahr
am 2. Sonntag im Oktober das Apfelfest
gefeiert. Höhepunkt der Veranstaltung
ist der Festumzug mit den schön geschmückten
Festwägen, begleitet von
der großen Apfelkrone – und der Krönung
der neuen Apfelkönigin.
Beliebt bei Einheimischen und Gästen ist
im Herbst auch das urige und traditionelle
Törggelen – einer der beliebtesten kulinarischen
Bräuchen Südtirols. Eine Wanderung
durch Kastanienhaine, der Duft
von frisch gebratenen Keschtn und ein
Glas frischer Apfelsaft oder neuer Wein –
so schmeckt der Südtiroler Herbst.
Winter in der Region Natz-Schabs bedeutet
Ruhe, klare Luft und verschneite
Landschaften – ideal für alle, die den
110 LUST AUF SÜDTIROL 2025
NATZ-SCHABS
Winter abseits vom Trubel genießen
möchten. Das sonnige Hochplateau
verwandelt sich in eine weiße Oase für
Winterwanderer, Schneeschuhliebhaber
und Genießer. Gepflegte Winterwanderwege
führen durch verschneite
Obstwiesen und Wälder mit Blick auf
die Dolomiten. Rodelhänge und kleine
Eislaufplätze sorgen für Spaß mit
der Familie. Die Nähe zu Skigebieten
wie der Plose oder Gitschberg-Jochtal
bietet zudem viele Möglichkeiten für
Skitage in der Umgebung.
FAMILIENURLAUB MIT HERZ
Für Familien ist Natz-Schabs ein echtes
Urlaubsparadies. Die Region punktet mit
viel Natur, abwechslungsreichen Spielplätzen,
familienfreundlichen Unterkünften
und einer entspannten Atmosphäre.
Kurze Wege und ein breites Freizeitangebot
machen die Auszeit für Kinder und
Eltern gleichermaßen erholsam.
Der Spielpark Apfelgarten zählt zu den
Lieblingsplätzen beim Familienurlaub in
Natz-Schabs. Kinder können sich an den
zahlreichen Spielgeräten nach Herzenslust
austoben – ob beim Klettern auf den
fünf Meter hohen Holzapfel mit anschließender
Rutschpartie, beim fröhlichen
Planschen im großen Wasserspielbereich
Der Spielplatz „Apfelgarten“ in Raas greift das Thema Apfel auf und
interpretiert ihn in all seinen Facetten.
mit Matschzone an heißen Sommertagen
oder beim Hüpfen auf dem Trampolin
und Wippen auf liebevoll gestalteten
Holztieren. Zum Verschnaufen und Picknicken
laden die überdachten Sitzbänke
und Holzdecks ein.
Im Spielpark Apfelgarten vergeht die
Zeit wie im Flug! Die Erwachsenen
entspannen sich in der Zwischenzeit im
Schatten von Apfelbäumen und haben
die Kids im Blick.
BIOTOPE –
NATURSCHÄTZE ENTDECKEN
Die Gemeinde Natz-Schabs beherbergt
gleich fünf geschützte Biotope – wertvolle
Naturinseln, die die ökologische
Vielfalt der Region bewahren. Diese kleinen
Naturparadiese tragen zur Erhaltung
der regionalen Artenvielfalt bei. Sie sind
bequem zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar
und bieten ideale Bedingungen
für Naturfreunde und umweltbewusste
Besucher.
Das Raier Moos bei Raas gilt als das bedeutendste
Feuchtgebiet der Gemeinde.
Es ist etwa zehn Hektar groß, entstand
vor rund 12.000 Jahren und steht seit
1986 unter Naturschutz. Während der
Norden des Moors von typischer Vegetation
geprägt ist, wachsen im Süden vor
allem Schilf und Rohrkolben. Entlang
eines Naturlehrpfads können Besucher
verschiedene Tier- und Pflanzenarten
entdecken, darunter Frösche, Kiebitze,
Wespenspinnen, Gottesanbeterinnen
und den seltenen Fieberklee.
Zwischen den Ortschaften Viums und
Natz liegt das Biotop Sommersürs, ein
renaturiertes Moorgebiet mit einer Fläche
von rund zwei Hektar. Es wurde gezielt
wiederhergestellt, um spezialisierten
Moorarten einen geschützten Lebensraum
zu bieten, und ist Teil einer beliebten
Wanderroute über das Hochplateau.
In Natz-Schabs befindet sich zudem
das kleine, naturnahe Biotop Zussis.
Es zeichnet sich durch einen Teich und
eine dichte Ufervegetation aus und trägt
maßgeblich zur Förderung der biologischen
Vielfalt vor Ort bei.
Das Feuchtbiotop Hairer bei Viums wurde
künstlich angelegt, hat sich aber zu einem
bedeutenden Rückzugsort für Amphibien
und Vögel entwickelt. Markant
sind die alten Baumstämme, die aus dem
Wasser ragen.
LUST AUF SÜDTIROL 2025
111
EISACKTAL
Fotos: © Villnöss Tourismusgenossenschaft, Thomas Monsorno, Armin Radmüller, Armin Terzer, Alpine Pearls (Brandnamic), Upscale
A22
A22
TEIS
A22
A22
BRIXEN
ST. PETER
ST. MAGDALENA
Villnösstal:
Traumhaftes
Panorama mit den
Geslerspitzen
114 LUST AUF SÜDTIROL 2025
VILLNÖSS
Villnöss
Postkartenidylle mit Tiefgang
Ein malerischer Weiler, das kleine Kirchlein
von St. Johann im Vordergrund – und dahinter
die dramatische Kulisse der Geislergruppe:
Diese Ansicht von Villnöss zählt zu den
ikonischsten Fotomotiven der Dolomiten,
UNESCO-Welterbe.
LUST AUF SÜDTIROL 2025
115
EISACKTAL
Wandern: Das Villnösstal ist
sehr vielseitig und am besten
erkundet man es zu Fuß in
allen Höhenlagen.
Das kleine Kirchlein St. Johann
zu Ranui vor der Geislergruppe
Doch das ruhige Südtiroler Tal
hat weit mehr zu bieten als seine
Schönheit: Es ist die Heimat
von Extrembergsteiger-Legende
Reinhold Messner, Teil des
Netzwerks „Alpine Pearls“, das
nachhaltigen Tourismus in den
Alpen fördert, und die erste
Slow Food Travel Destination
in Südtirol zur Stärkung der lokalen
Kreisläufe.
Charmante Dörfer, verstreute
Bergbauernhöfe, Kirchen und
viel unberührte Natur prägen
das Bild des Villnösstales.
Kleine, familiengeführte Läden
und lokale Produzenten
geben dem Tal seine persönliche,
authentische Note. St.
Peter, Hauptort des Tales, ist
zentraler Treffpunkt des Tallebens
– mit Pfarrkirche am
Sonnenhang, Gemeindehaus,
Tourismusbüro und lebhaften
Restaurants und Bars. Teis
am Taleingang ist bekannt
für sein Mineralienmuseum
mit den berühmten „Teiser
Kugeln“. Auch Spuren des Ersten Weltkriegs
lassen sich dort entdecken – etwa
Kavernen und Schützengräben, die von
Teis aus in kurzen Wanderungen erreichbar
und frei zugänglich sind. Rund um das
sonnenverwöhnte Dorf laden Weinberge,
Kastanienhaine und Wanderwege zum
Genießen ein.
St. Magdalena liegt malerisch am Talschluss
vor den Geislerspitzen. Die Kirche
der hl. Magdalena, umgeben von alten
Bauernhäusern, bildet ein historisches
Ensemble mit besonderer Atmosphäre.
Sehenswert ist auch das Naturparkhaus als
zentrale Informationsstelle des Naturparks
Puez-Geisler. Im Naturpark laden nämlich
zahlreiche Wanderwege, Kletterrouten
und Mountainbike-Strecken zur aktiven
Erkundung ein.
NATURPARK PUEZ-GEISLER –
SCHATZKAMMER DER DOLOMITEN
Sie ragen scharf in den Himmel und sind
das Wahrzeichen des Naturparks Puez-
Geisler: die Villnösser Geisler. In diesen
eindrucksvollen Felstürmen aus Dolomitgestein
lernte die Bergsteigerlegende
Reinhold Messner das Klettern. Zwischen
116 LUST AUF SÜDTIROL 2025
dem Talschluss des Villnösstales und dem
Grödner Tal zieht sich die zerklüftete Kette
schlanker Gipfel, die im Ladinischen
treffend „Odles“ – Nadeln – genannt werden.
Höchster Punkt der Villnösser Geisler
ist der 3.025 Meter hohe Sass Rigais,
der über Klettersteige und alpine Routen
erklommen werden kann.
Wer es gemütlicher mag, wandert zu
den umliegenden Almhütten, welche
köstliche Almgerichte und Spezialitäten
auf den Teller zaubern. Einkehren, Rast
machen, sich stärken – das ist die pure
Erholung. Der Hochseilgarten Villnöss
in Ranui bietet einen Perspektivwechsel
zwischen Baumwipfeln – mit freiem
Blick auf das faszinierende Dolomitenpanorama.
Bekannte Wanderwege im
Naturpark sind der Adolf-Munkel-Weg
und der rollstuhlgerechte Naturerlebnisweg
Zans, ein Schauweg mit erklärenden
Tafeln. Außerdem werden dem Besucher
bei geführten „naturkundlichen Wanderungen“
die geologischen, biologischen
und kulturellen Schätze des Naturparks
vermitteln.
DOLORAMA-WEG – WEITWANDERN
MIT DOLOMITENBLICK
Vier Tage, 61 Kilometer und ein Panorama,
das bleibt: Der Dolorama-Weg
zählt zu den schönsten Weitwanderwegen
Südtirols. Von der Rodenecker und
Lüsner Alm führt er über sanfte Almen,
durch Wälder und vorbei an steilen Felsmassiven
bis nach Lajen.
Stets im Blick: die markanten Gipfel des
UNESCO-Welterbes Dolomiten – vom
Peitlerkofel über die Villnösser Geisler
bis hin zu Langkofel und Schlern. Der
Weg verläuft fast ausschließlich auf naturnahen
Wanderpfaden, mit zahlreichen
Aussichts- und Rastplätzen. Zahlreiche
Hütten bieten Einkehr und Übernachtung.
Auch wer nur Teilabschnitte gehen
VILLNÖSS
Der Dolorama-Weg in den
Dolomiten fasziniert mit
61 km purer Bergmagie
möchte, findet dank guter Anbindung
mit öffentlichen Verkehrsmitteln viele
Einstiegsmöglichkeiten.
MIT DEM BIKE DURCH DAS DOLO-
MITENTAL VILLNÖSS
Ob mit klassischem Mountainbike oder
E-Bike – Radfahren liegt im Trend und
begeistert Menschen jeden Alters. Wer
ohne große Anstrengung Höhenmeter
sammeln möchte, ist mit dem E-Bike
bestens beraten. Emissionsfrei, leise und
Der Ort Teis begeistert
mit alpinem Charme und
Geschichte: Über dem
Dorf erinnern gut erhaltene
Schützengräben an
den Ersten Weltkrieg.
LUST AUF SÜDTIROL 2025
117
EISACKTAL
Herrlicher Ausblick auf das
barocke Schloss Wolfsthurn und
die Pfarrkirche St. Pankratius –
ein malerisches Ensemble
inmitten grüner Hänge und
alpiner Kulisse.
Alpiner
Fotos: © Manuel Kottersteger, Augusto Weber
Hochgenuss
mit Flair
120 LUST AUF SÜDTIROL 2025
STERZING-RATSCHINGS-GOSSENSASS
Im Norden Südtirols, gleich hinter dem
Brenner, bietet die Ferienregion Sterzing-
Ratschings-Gossensass eine herrliche
Symbiose zwischen alpiner Kleinstadt,
typischen Südtiroler Dörfern und
natürlichen Berglandschaften.
LUST AUF SÜDTIROL 2025
121
EISACKTAL
Die Fuggerstadt Sterzing
begeistert mit mittelalterlichem
Charme und dem
Zwölferturm – dem markanten
Wahrzeichen der
Altstadt.
Flanieren in Sterzing
heißt genießen: durch
historische Gassen
schlendern
Eingebettet zwischen den mächtigen Gipfeln
der Südtiroler Alpen liegt die Ferienregion
Sterzing–Ratschings–Gossensass
– ein Ort, an dem alpine Ursprünglichkeit
auf lebendige Kultur trifft. Die charmante
Fuggerstadt Sterzing begeistert mit mittelalterlichem
Flair, kleinen Boutiquen
und lebendiger Gastronomie, während
die umliegenden Täler mit unberührter
Natur, klarer Bergluft und abwechslungs-
reichen Aktivitäten zu jeder Jahreszeit locken.
Ob beim Wandern durch blühende
Almwiesen, beim Skifahren auf perfekt
präparierten Pisten oder beim Entdecken
regionaler Bräuche – hier verschmelzen
Erholung und Erlebnis auf besondere
Weise. Die Region vereint Genuss, Gastfreundschaft
und landschaftliche Vielfalt
– ideal für Familien, Aktivurlauber und
Ruhesuchende gleichermaßen.
FUGGERSTADT STERZING
Ausgezeichnet durch ein mittelalterliches
Handelsprivileg entlang der
Brennerroute, begann Sterzing im Spätmittelalter
wirtschaftlich und kulturell
aufzublühen. Als wichtiger Knotenpunkt
zwischen Nord und Süd wurde
die Stadt zu einem florierenden Zentrum
für Handel und Handwerk. Besonders
durch den Silber- und Erzabbau in den
umliegenden Seitentälern wie Ridnaun
und Pfitsch gewann Sterzing im 15. Jh.
an Reichtum und Ansehen. Kaufleute,
Adelige und die einflussreiche Augsburger
Handelsfamilie Fugger prägten das
Stadtbild, das noch heute in vielen Ecken
an diese glanzvolle Epoche erinnert.
Davon zeugen eindrucksvoll der imposante
Zwölferturm – das Wahrzeichen
der Stadt – sowie das prächtig ausgestattete
gotische Rathaus mit seinem
beeindruckenden Ratssaal. In den vielen
Kapellen und Kirchen spiegelt sich nicht
nur religiöse Geschichte wider, sondern
auch das kunsthistorische Erbe der Region:
Fresken, Altäre und sakrale Kunstwerke
aus verschiedenen Jahrhunderten
laden zur Entdeckung ein.
122 LUST AUF SÜDTIROL 2025
Ski - Wandergebiet
Ski - Wandergebiet
STERZING-RATSCHINGS-GOSSENSASS
ITALIEN
ÖSTERREICH
Ridnauntal
Ski - Wandergebiet
Ratschings-
Jaufen
SS44
Ratschingstal
Ladurns
Rosskopf
Jaufental
Pflerschtal
A22
Gossensass
Sterzing
Pfitschtal
Freienfeld
Brenner
Brenner
A22
Sterzing ist weit mehr als nur ein Ort
der Vergangenheit. Heute zeigt sich die
nördlichste Stadt Südtirols als lebendiger
Treffpunkt für Kultur, Genuss und Aktivurlaub.
In den historischen Gassen der Altstadt
reihen sich stattliche Bürgerhäuser
mit Erkern, Lauben und bunten Fassaden
aneinander. In diesen architektonischen
Juwelen haben sich elegante Boutiquen,
gemütliche Cafés, feine Restaurants und
traditionelle Handwerksläden niedergelassen.
Die Mischung aus alpinem Flair
und südländischer Leichtigkeit verleiht
der Stadt eine besondere Atmosphäre, die
Besucher aus aller Welt anzieht.
Für Kultur- und Shoppingliebhaber bietet
Sterzing ein abwechslungsreiches Erlebnis.
Von italienischer Designermode über
feine Südtiroler Spezialitäten bis hin zu
handgemachten Holzschnitzereien und
regionaler Keramik – das Angebot ist vielfältig
und qualitätsbewusst. Im Sommer
verwandeln sich die Gassen in eine lebendige
Bühne für zahlreiche Veranstaltungen:
Straßenfeste, Konzerte, Märkte und
Theateraufführungen machen die Stadt
auch in den Abendstunden zu einem pulsierenden
gesellschaftlichen Zentrum.
Auch die Natur spielt eine große Rolle.
Umgeben von den Zillertaler Alpen
und dem Südtiroler Wipptal ist Sterzing
ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen,
Radtouren und Skierlebnisse.
Die umliegenden Täler bieten nicht nur
Wanderhotel Jaufentalerhof
…a guat gführte tour mit an vollen rucksack, Speck, a Glas’l Wein
und a herzliches Willkommen bei uns im Jaufental!
Wir sind in den Bergen verwurzelt und diese einzigartige Natur ist unser Zuhause. Heimatverbundenes
Ambiente trifft auf alpenländische Gemütlichkeit mit modernem Flair. Natur spüren, die Seele baden,
sich selbst neu entdecken, frische Luft und Kraft tanken. Voll auf den Kurs „BergWellness“ stärken
wir das Wohlbefinden für den ganzen Körper.
neu! das aMBroS, ein ort des Wachstums und der harmonie!
„leISer luXuS“ – fernab von jeglicher Hektik. Spuren als Zeitzeugen, um Bestehendes zu bewahren und Neues zu wagen.
Ihre Gastgeberfamilie
Dunja & Florian Girtler
Fotos: © Hannes Niederkofler
tÖrGGelen 5 = 4 | 12. – 26.10.2025
+ Herbst- Tour & Bauernkuch’l / Gericht
…auf der Alm!
+ Jaufentalerhof „Törggelen“ & Kastanien
+ tiefenentspannt über‘n „Birg‘l“
mit Renate
+ Golfen im Golfclub von Sterzing
+ activeCARD Ratschings
Wanderhotel Jaufentalerhof | T.: +39 0472 765030 | info@jaufentalerhof.com | www.jaufentalerhof.com
LUST AUF SÜDTIROL 2025
123
EISACKTAL
gen Strecke geht es rasant über Schotterstraßen
und durch 12 spektakuläre
Kurven zurück ins Tal – ein Erlebnis
für Jung und Alt. Wanderer finden hier
außerdem zahlreiche familienfreundliche
Routen und stille Pfade durch Wälder
und Wiesen.
Im vielseitigen Gebiet Ratschings-
Abseits der Attraktionen laden alle
drei Gebiete mit einem gut ausgebauten
Netz an Wanderwegen zu naturnahen
Erkundungen ein – von einfachen
Almwanderungen bis hin zu
anspruchsvolleren Gipfeltouren. Die
Region Sterzing-Ratschings-Gossensass
bietet so ideale Voraussetzungen
für abwechslungsreiche Wandertage in
den Südtiroler Bergen.
Tipp: Mit der ActiveCard, die den
Gästen der Region zur Verfügung steht,
können zahlreiche Freizeitangebote
wie Bergbahnen, öffentliche Verkehrsmittel
und sportliche Aktivitäten kostengünstig
genutzt werden.
Fazit: Ein Urlaub in der Region Sterzing–Ratschings–Gossensass
ist die
ideale Kombination aus Tradition und
Moderne, Sport und Kultur, aus alpinem
Hochgenuss und städtischem Flair.
Die vielfältige Berglandschaft bietet
Erholungssuchenden wie Aktivurlaubern
eine Fülle an Möglichkeiten – von
gemütlichen Almwanderungen bis zu
actionreichen Erlebnissen mit Mountaincarts
oder Sommerrodelbahn.
Gleichzeitig laden historische Altstädte,
Burgen und Museen zu kulturellen Entdeckungen
ein, während traditionelle
Veranstaltungen und regionale Spezialitäten
das Lebensgefühl Südtirols spürbar
machen. Ob als Familie, Paar oder
Einzelreisende – hier trifft Gastfreundschaft
auf Authentizität, Natur auf Erlebnis,
Ruhe auf Abwechslung.
Weitere Informationen:
www.sterzing-ratschings.com
Alpiner Hochgenuss mit Flair
Urlaub mit Kindern:
Das Wanderparadies
Gossensass-Ladurns ist für
die ganze Familie geeignet,
auch für Kleinkinder
mit Kinderwagen.
IMPRESSUM
Herausgeber und Chefredakteur:
Stephan Quinkertz (v.i.S.d.P.)
Redaktion:
Jörn-Erik Burkert (jb), Jonas Haferanke (jh),
Christina Quinkertz (cq)
Grafik:
Sara D‘Auria, www.inframedesign.de
Barbara Klinzer
Verlagsadresse:
Square Publishing GmbH, Redaktion „Lust auf Italien“
Am Hochacker 3 / Pav 01 85630 Grasbrunn
info@square-publishing.com
Druck:
Mayr Miesbach GmbH
Am Windfeld 15, 83714 Miesbach
www.lust-auf-italien.com
www.square-shopping.com
Einzelpreis Stammheft: 7,90 €
Einzelpreis Sonderheft: 10,50 €
Einzelpreis „Lust auf Cucina Italiana“: 5,50 €
Einzelpreis City-/Regionguide: 10,50 €
Jahresabonnement (6 Hefte): 48,-- Euro.
Jahresabo (6 Hefte) Österreich, Schweiz, restliches
Europa 60,-- Euro. Weitere Auslandspreise auf Anfrage.
In den Preisen sind die Mehrwertsteuer und Zustellung
enthalten, bezogen auf 6 Ausgaben im Jahr. Der Verlag
behält sich die Änderung der Erscheinungsfrequenz vor.
Abonnementservice:
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Postfach 1363, 82034 Deisenhofen
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130 LUST AUF SÜDTIROL 2025
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Felsenriss
Hochprozentige
Leidenschaft aus Südtirol
Markus Mauracher ist der jüngste Gründer einer
Brennerei in Südtirol – und das aus gutem Grund. Schon
früh wurde ihm die Kunst der Destillation in die Wiege
gelegt. Aufgewachsen in einer kleinen Hofbrennerei
in Girlan, entwickelte er seine Leidenschaft für hochwertigen
Genuss und das Handwerk des Destillierens.
Bereits mit 26 Jahren erfüllte sich Markus seinen Traum
und gründete die Brennerei Felsenriss in Völlan – eine
Brennerei, die direkt in den Felsen gebaut wurde und
heute für höchste Qualität steht.
Markus‘ Weg war ebenso außergewöhnlich wie seine
Destillate. Nach seiner Ausbildung zum Destillateur
in Dortmund, die er als Jahrgangsbester abschloss,
vertiefte er sein Wissen in einer der renommiertesten
Brennereien an der Mosel. Sein Studium zum
Getränketechnologen in Geisenheim beendete er ebenfalls
als Jahrgangsbester. Diese fundierte Ausbildung
und seine unermüdliche Leidenschaft für edlen Genuss
spiegeln sich in jedem Tropfen wider.
In der Brennerei Felsenriss vereint Markus Tradition und
Innovation. Hier entstehen Brände und Liköre, die den
echten Geschmack Südtirols einfangen – 100% Frucht,
100% Heimat. Aber nicht nur das, mit dem Blick stets
auch über den Tellerrand gerichtet, experimentiert er
immer wieder mit neuen Gewürzen und Produkten aus
aller Welt, um dadurch wahre Unikate zu kreieren.
BRENNEREI FELSENRISS GMBH • Feldweg 2/1 • I-39011 Völlan (BZ) • www.felsenriss.com • info@felsenriss.com