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bauMAGAZIN Juli 2025

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2025

7

Das Magazin & Fachportal für

Baumaschinen, Baugeräte & Baufahrzeuge

ATLAS COPCO

»HiLight« setzt neue Maßstäbe

Zweite Generation an Solar-Lichtmasten verfügbar

BLICKPUNKT

WARTUNG & PFLEGE

START-UP

BOBCAT

Neue Minibagger im Rahmen

der Demo Days vorgestellt

WD-40

Jubiläumsfeier: 30-jähriges

Bestehen in Bad Homburg

DERBLAUE

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Juli 2025


XX 30

INHALTXX

XX 44

22

07/2025

6 | Editorial |

8 | Zum Titel – Atlas Copco | Die zweite

Generation an Solar-Lichtmasten wurde kürzlich

von Atlas Copco auf den Markt gebracht: Aufgrund

der deutlich höheren Ausleuchtung können

diese innovativen Helfer Maßstäbe setzen

und die Industriestandards neu definieren.

10 | Namen und Neuigkeiten |

Baubranche aktuell

IM BLICKPUNKT

14 | Bobcat | Im Rahmen der jährlich

stattfindenden Demo Days hat Bobcat dem

bauMAGAZIN die neuen Minibagger-Modelle,

zahlreiche Telehandler sowie Raupen- und

Radkompaktlader vorgestellt.

1 VERKEHRSWEGEBAU

18 | Wirtgen International | Zwei Wirtgen-Fräsen

und ein Vögele-Fertiger auf Maui im Einsatz

19 | Wirtgen | Gleitschalungsfertiger »SP 33«

im Offset- und Crosspave-Verfahren nutzen

20 | Geda | Bei der Sanierung von zwei

Brücken unterstützen zwei Aufzugslösungen

21 | ASC | Sensorlösungen für

Anwendungen im Structural Health Monitoring

22 | Bomag | Neue Anhängefräse

»RS 250-2« benötigt nur geringe Traktorleistung

24 | Ammann | Handgeführte Tandem-Walze

»ARW S-65« eignet sich für viele Arbeiten

25 | JCB | Erster EU-Stufe-V-Walzenzug

über 10 t ohne AdBlue

26 | Volvo CE | Mobilbagger »EWR170« und

»EWR150« in einer neuen Generation verfügbar

27 | Zeppelin | Starke Zweiwegebagger:

Neue Standards im Gleisbau setzen

28 | Coreum | Digitalisierte Baustellen

werden präziser, effizienter und sicherer

29 | Karlsruher Messe | Entscheider und

Experten werden auf der RATL in Karlsruhe sein

30 | MB S.p.A. | Bei drei alpinen Bauprojekten

flogen die Anbaugeräte via Hubschrauber ein

32 | Vp TPA | Mobile Baustraßen

aus Stahlplatten und Aluminium-Panels

34 | Smart Systems | 3D-Maschinensteuerung

im Zweiwegebagger sowie Technik von Leica

35 | Atlas | Neuer Mobilbagger »185 W« mit geringer

Geräuschentwicklung und mehr Präzision

MESSERÜCKBLICK

36 | Messerückblick Demopark |

Rund 34 000 Besucher nutzten die

Demopark in Eisenach, um sich über

die wichtigsten Produktneuheiten

der Grünen Branche zu informieren.

2 HUB- & HEBETECHNIK

42 | Beutlhauser | Ein Liebherr-Kran

»340 EC-B 16« feiert Baustellenpremiere

43 | Wolffkran | Der neue Wipper

»Wolff 550 B« erweitert das Produktportfolio

44 | Liebherr | Neben Turmdrehkranen stehen

neue Mobilkrane und Digitaltools im Fokus

47 | Jandt | In diesem Jahr feiert der Kranspezialist

sein 75-jähriges Bestehen am Markt

48 | Ruthmann | Raupenarbeitsbühne

»Bluelift SA 20« feiert ihre Markteinführung

49 | Böcker | Erfolgreiche Baumusterprüfung

ermöglicht erhöhte Personenanzahl

50 | Tadano | Kranduo stellt Können beim

»Umzug« schwerer Skulpturen unter Beweis

3 OEM & AFTERMARKET

54 | MAN Truck & Bus | Business Unit »MAN

Engines« sieht sich für die Zukunft gerüstet

55 | SEW-Eurodrive | Insgesamt 3. Mio

»DRN«-Motoren wurden bereits ausgeliefert

56 | Hauser Umwelt-Service | Mit

innovativer Klimatechnik die Kosten senken

4

Juli 2025

Inhaltsverzeichnis


78 XX

49 XX 88 XX

58 | Ringspann | Für industrielle Antriebe

wurden nun die neuen »SFB«-Freiläufe vorgestellt

60 | Oilfix | Ferngesteuertes Ventil schützt

gegen austretendes Hydrauliköl bei Schlauchplatzern

62 | Temposonics | Kompakte Sensoren der

»MH«-Serie »Slim« für Off-Highway-Automatisierung

63 | Karlsruher Messe | Einen ersten Vorgeschmack

auf die Nufam gibt der »Nufam Day – Talk & Network«

64 | WD-40 | Feier anlässlich des 30-jährigen Jubiläums

in Deutschland und Eröffnung neuer Büroräume

66 | Wolf Oil | »Evo Flow CVT-ATF«:

ein neues multifunktionales Automatikgetriebeöl

4 SONDERTHEMA

SCHALUNG & GERÜSTE

68 | Meva | Die Produktpalette von Meva

überzeugte im Einsatz auf zwei Baustellen

70 | Peri | Bei Hochausbau in Berlin

kamen zahlreiche Peri-Lösungen zum Einsatz

71 | Mayer Schaltechnik | Stoßabschalung

»Fluxx« zeigt sich bei großem Bauvorhaben

72 | Spanset | Für Deckenschalungsarbeiten entwickelt:

»Alpha Anchor«-System zur Absturzsicherung

73 | Ulma | Bei Ersatzneubau wurde auf Ulma-

Lösungen gesetzt – darunter viele Schalungselemente

74 | Doka | Wie nachhaltiges Bauen

aussehen kann, zeigt ein Projekt in Berlin

76 | Ringer | Großbauprojekt wurde mit

effizienten Schalungslösungen von Ringer realisiert

78 | Paschal | Mit den Schalungslösungen von

Paschal entsteht in Frankreich ein Plusenergie-Gebäude

START-UP

ZONE

80 | Start-up-Zone |

Im Fokus der Start-up-Zone

steht die Story hinter »DerBlaue«

und seinem Erfinder

5 SPEZIALTIEFBAU & TUNNELBAU

82 | Vp Groundforce | Mit Verbaulösungen

die Baugrubenabsicherung realisieren

84 | RUD | Die Kettenantriebstechnik von RUD

sorgt für mehr Effizienz bei Bauarbeiten im Tunnel

85 | Euro Verbau | »DGPV«-System stellte sein Können

in Rom auf einer 8 m tiefen Baustelle unter Beweis

86 | Tracto | Beim Glasfaserausbau in Stettin wurde

bei Bohrungen auf den »Grundodrill 28N Plus« gesetzt

6 BAU- & NUTZFAHRZEUGE

88 | Doll | Baumaschinenunternehmen Bode setzt auf

das Doll-Tiefbett »X« mit Pendelachse »Doll tera«

90 | Webfleet | KI-gestützt und mit zwei

neuen Kameras ausgestattet: »Webfleet Video 2.0«

91 | ES-GE | Colonia erweitert den Fuhrpark um eine

»GigaMax«-1+3-Tiefbettkombination von Faymonville

RUBRIKEN

92 | Aktuelles |

94 | Impressum |

94 | Redaktionsverzeichnis A – Z |

95 | Der bauMAGAZIN-Marktplatz |

Inhaltsverzeichnis

Juli 2025


07/25

EDITORIAL

»So schmeckt der Sommer«

Das Halbjahr ist rum. Höchste Zeit also, ein Zwischenfazit zu ziehen – und abseits

kleinerer Schrammen darf sich das durchaus sehen lassen. Denn: Trotz hoher politischer

Dynamik und einer weiterhin hoch unruhigen Weltlage scheint sich die deutsche

Bauwirtschaft langsam wieder »einzupendeln«. Zum einen profitiert die Branche von

den milliardenschweren Investitionsplänen, zum anderen weiß man den Rückenwind

der zurückliegenden Bauma sowie der neuen Bundesregierung zu nutzen.

»Vieles klingt auch

unter der neuen

Bundesregierung nach

Phrasenbingo – aber

unbestritten ist, dass die

Zielsetzung stimmt.«

Nebst angestrebter Investitionsdynamik,

milliardenschwerem Infrastrukturpaket

und langersehnter Zündung des

»Bau-Turbos« soll die deutsche Bauwirtschaft

laut Bundeskanzler Friedrich

Merz nun endlich »mehr ins Machen kommen«.

Zugegeben, vieles davon klingt auch unter

der neuen Bundesregierung stark nach Phrasenbingo

– aber unbestritten ist, dass die Zielsetzung

stimmt. »Mit der Zündung des ›Bau-Turbos‹ haben

wir in der vergangenen Woche die Grundlage dafür

geschaffen, dass künftig deutlich schneller gebaut,

aufgestockt und nachverdichtet werden kann«, so

Bundesbauministerin Verena

Hubertz. »Jetzt legen wir mit

dem

›Investitions-Turbo‹

nach. Mit Rekordmitteln für

den sozialen Wohnungsbau

schaffen wir die Voraussetzung

dafür, dass die Trendumkehr

gelingt und wir den

Bestand an Sozialwohnungen

endlich wieder erhöhen. Von

2025 bis 2029 stellt der Bund die Rekordsumme von

insgesamt 23,5 Mrd. Euro zur Verfügung.« Gleichzeitig

lässt sich im Bausektor sowie im Maschinen-

und Anlagenbau bereits ein kleines Auftragsplus

verzeichnen – ein gänzlich nachhaltiger Aufschwung

ist das aber noch immer nicht. Laut Wirtschaftsexperten

stimme zwar die angestrebte Richtung,

an langfristiger Planungssicherheit mangele

es dennoch. Ein Beispiel dafür ist das gestoppte

Sofortprogramm zur Sanierung der Infrastruktur:

Geplant war, bis zur Verabschiedung des Bundes-

haushalts dringliche Projekte anzuschieben. Stattdessen

gilt laut Autobahn GmbH ein sofortiger Ausschreibungsstopp

für das laufende Jahr. »Gerade

erst wurde das ›Sondervermögen Infrastruktur‹ mit

großen politischen Versprechen ins Leben gerufen.

Es sollte Planungssicherheit schaffen, Bauvorhaben

beschleunigen und Modernisierung ermöglichen.

Die Realität sieht jetzt ganz anders aus.

Statt Aufbruch droht Stillstand. Wo neue Brücken,

Straßen und Sanierungen geplant waren, heißt es

jetzt: warten, verschieben und absagen«, wie Felix

Pakleppa, Hauptgeschäftsführer beim Zentralverband

Deutsches Baugewerbe, erklärt. Zur Wahrheit

gehört aber auch, dass die Dinge gerade erst

ins Rollen kommen. An Tatendrang mangelt es der

neuen Regierung jedenfalls nicht – nur die Feinjustierung

bleibt (noch) auf der Strecke. Abseits

des politischen Parketts lässt sich jedoch festhalten,

dass die Branche weit optimistischer auf die

zweite Jahreshälfte blickt. Spürbar ist das auch auf

den Messen: Während die Bauma im April gewaltige

Impulse geben konnte, legt die Branche mit der

NordBau, der Nufam sowie der RATL ab September

kräftig nach. Zu Gesicht bekommen die Fachbesucher

die neuesten Maschinen- und Geräteentwicklungen,

über die das bauMAGAZIN in dieser sowie

den kommenden Ausgaben ausführlich berichtet.

In diesem Sinne: Ich wünsche Ihnen eine interessante

Lektüre – und uns allen einen erfolgreichen

Bau-Sommer!

Dan Windhorst

Chefredakteur

6

Juli 2025

Editorial


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Juli 2025


ZUM TITEL

Der »HiLight MS 5«-Lichtmast

von Atlas Copco bietet eine

Ausleuchtung von bis zu 5 278 m²

bei durchschnittlich 20 lx.

L ATLAS COPCO

Ein Meilenstein:

Die zweite Generation

an Solar-Lichtmasten

Die Rede ist von einer bahnbrechenden Entwicklung: Atlas Copco hat

mit »HiLight MS 4« und »MS 5« kürzlich die nächste Generation seiner

Solar-Lichtmasten auf den Weg gebracht. Erklärte Zielsetzung ist es, dem

Markt effiziente, sichere und zuverlässige Beleuchtungslösungen für

Betreiber in einer Vielzahl von Einsatzbereichen zur Verfügung zu stellen –

vom Bauwesen über Veranstaltungen bis hin zu Öl, Gas und Bergbau.

In einer Zeit, in der Umweltverantwortung nicht

nur eine unternehmerische Verantwortung, sondern

auch ein Wettbewerbsvorteil ist, stellt die

Markteinführung der zweiten Generation von Solar-Lichtmasten

durch Atlas Copco, des »HiLight MS

4« und »MS 5«, einen bedeutenden Schritt in Richtung

umweltbewusster Innovation dar. Diese Lichtmasten

sind so konzipiert, dass sie den strengen Anforderungen

der modernen Industrie gerecht werden

und eine Lösung bieten, die mit dem globalen

Wandel hin zu mehr erneuerbaren Energielösungen

im Einklang steht. Die »HiLight MS«-Serie beleuchte

laut Atlas Copco nicht nur Baustellen mit beispielloser

Effizienz, sondern reduziere auch den CO2-Fußabdruck

von Betrieben erheblich.

Innovative Entwicklung

»Diese neuen Modelle stellen eine bedeutende Weiterentwicklung

gegenüber der ersten Generation dar,

mit Fortschritten in Technologie und Design, die einen

neuen Standard in der Branche setzen. Außerdem

sind sie ein Beweis für unser Engagement für

Innovationen und die Reduzierung von CO2-Emissionen.

Wir freuen uns, unseren Kunden diese hochmodernen

Beleuchtungslösungen für den Einsatz

vor Ort anbieten zu können, die ihnen dabei helfen,

die Emissions- und Lärms chutzvorschriften

8

Juli 2025

Zum Titel


ein zuhalten und gleichzeitig von den neuesten Fortschritten

in der Beleuchtungstechnologie zu profitieren«,

erklärt Eric Tomin, Atlas Copco Power and

Flow - Divisional Product Marketing Manager.

Die »HiLight MS«-Serie ist aufgrund des Solarmodul-Designs

kompakter als die erste Generation

der Solar-Lichtmasten von Atlas Copco. Aufgrund

der speziellen SMD-LED-Technologie mit

hoher Lumenzahl ist sie laut Hersteller weit heller

und bietet mit parallel geschalteten Solarmodulen

mehr Autonomie und Zuverlässigkeit. So soll sichergestellt

werden, dass die Batterie bei einem Ausfall

eines Moduls weiterhin von den anderen aufgeladen

wird. Jedes Solarmodul ist mit einem »Maximum

Power Point Tracking« (MPPT) für mehr Effizienz

ausgestattet und die Einheiten sind durch ein

robustes »HardHat«-Gehäuse geschützt. Die Ladekapazität

ist so optimiert, dass neun Einheiten in einen

40-Fuß-High-Cube-Container passen.

tungsfreundlichkeit ausgelegt ist, um Ausfallzeiten

zu minimieren. Die neuen Modelle sind langlebig

und so konzipiert, dass sie den Lebenszyklus verlängern

und die Umweltbelastung reduzieren. Sie

können bei extremen Temperaturen von -20 °C bis

+45 °C betrieben werden.

Sicherheit und Komfort werden durch Funktionen

wie eine elektrische Winde, ein Fehlerstromschutzrelais,

einen Not-Aus-Schalter sowie eine Fotozelle

und einen Auto-Start verbessert. Zu den weiteren

Optionen gehören die EU-Straßenzulassung,

eine AUS-Fahrgestellversion und eine C5M-Lackierung

und vieles mehr. All diese Funktionen sollen

laut Hersteller sicherstellen, dass die »HiLight«-Serie

die Welt der Beleuchtung in vielen Branchen verändert,

indem sie nicht nur bemerkenswerte Beleuchtungslösungen

bietet, sondern auch ein Engagement

für mehr Effizienz und Leistung

aufzeigt.

d

@c@c2020 %

Mit einer um 20 Prozent

höheren Ausleuchtung im

Vergleich zu herkömmlichen

Chip-on-Board-(COB)-LED-Typen

definieren die Lichtmasten

die Industriestandards neu.

Hervorragende Lichtabdeckung

Die »HiLight MS 4« und »MS 5«-Modelle bieten eine

Ausleuchtung von bis zu 3 846 m² bzw. 5 278 m²

bei durchschnittlich 20 lx, wobei SMD-LED-Leuchten

(Surface Mounted Device) mit hoher Lumenanzahl

87 750 bzw. 117 000 lm liefern. Diese Flutlichter

bieten laut Herstellerangaben eine hervorragende

Lichtabdeckung und Effizienz. Sie sind so

konzipiert, dass sie den CO2-Fußabdruck und die

Betriebskosten reduzieren. Mit einer um 20 Prozent

höheren Ausleuchtung im Vergleich zu herkömmlichen

Chip-on-Board-(COB)-LED-Typen definieren

diese Lichtmasten die Industriestandards

laut Atlas Copco neu und bieten gleichzeitig eine höhere

Widerstandsfähigkeit gegen Umwelteinflüsse

und mechanische Einwirkungen. Das beachtliche

Lumen-pro-Watt-Verhältnis dieser Lichtmasten bedeutet,

dass sie eine bessere Lichtverteilung und Effizienz

bieten.

ATLAS COPCO (2)

Aufgrund der deutlich höheren Ausleuchtung

setzt die zweite Generation

an Solar-Lichtmasten neue Maßstäbe.

Weitere Features

Darüber hinaus ermöglicht eine 5-kWh-Lithiumbatterie

mit Dimmfunktion und Eco-Modus bis zu

85 Stunden Autonomie. Der benutzerfreundliche digitale

Eco-Controller wird mit einem speziellen Bedienfeld

geliefert. Bei diesen Modellen mit Lithiumbatterien

und Solarmodulen, die eine Autonomie

von mindestens 11 Stunden bieten, steht die Effizienz

im Vordergrund. Die Ladezeiten betragen nur

4 Stunden für das Modell »MS 4« (mit einer Batterie)

und 5 Stunden für das Modell »MS 5«. Die Ladezeit

kann je nach Modell erheblich auf bis zu 2 Stunden

und 36 Minuten verkürzt werden, wenn das Aufladen

über ein Solarmodul bei voller Sonneneinstrahlung

erfolgt. Darüber hinaus verfügen beide Modelle

über Fernüberwachungsfunktionen, die zu mehr

Sicherheit und Produktivität beitragen.

Langlebig und geräuscharm

Die zweite Generation der Solar-Lichtmasten bietet

einen leisen Betrieb mit einem Design, das auf War-

Weitere Informationen zu

den »HiLight«-Lichtmasten

finden sich über diesen Link.

ONLINE

Zum Titel Juli 2025 9


NAMEN & NEUIGKEITEN

Verkauf von Swecon an

Volvo Construction Equipment

VOLVO CE – Lantmännen hat sich mit Volvo Construction Equipment

(Volvo CE) darauf geeinigt, Swecon zu veräußern. Swecon ist ein autorisierter

Handelspartner für Volvo CE in Schweden, Estland, Lettland,

Litauen und dem größten Teil Deutschlands.

Die Transaktion umfasst den gesamten Geschäftsbereich von Swecon mit

rund 1 400 Mitarbeitern, das heißt den Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen,

die Vermietung von Maschinen und den Kundendienst sowie Büros

und Werkstätten. Die Vereinbarung umfasst auch die Firma Entrack. Swecon ist

seit der Gründung vor 25 Jahren Teil von Lantmännen. Der Nettoumsatz von

Swecon im Jahr 2024 belief sich auf umgerechnet rund 8,9 Mrd. Euro. »Swecon

hat sich in den letzten 25 Jahren zu einem profitablen und erfolgreichen Teil von

Lantmännens Geschäftsportfolio entwickelt. Der Wunsch von Volvo CE, Swecon

zu erwerben, um näher am Kunden zu sein, ist Beweis für den Wert, der mit

dem Unternehmen aufgebaut wurde. Swecon wird bei Volvo CE eine natürliche

neue Heimat finden und gute Voraussetzungen für künftiges Wachstum und

Entwicklung haben«, sagt Magnus Kagevik, Group President und CEO von Lantmännen.

Volvo CE sieht die Investition in Swecon als strategischen Schritt, um

den Vertrieb in Kernmärkten weiter auszubauen: in Deutschland als den größten

Baumaschinenmarkt Europas, in Schweden als den Heimatmarkt von Volvo CE

sowie in Estland, Lettland und Litauen. Zusammen mit dem derzeitigen Vertrieb

von Volvo CE bedeutet diese Akquisition außerdem, dass Volvo CE den Großteil

seines Vertriebs in Europa direkt steuern wird. Somit wird der Vertrieb Teil des

Kerngeschäfts von Volvo CE in Europa. »Unsere Branche befindet sich in einer

Zeit des Umbruchs, der unsere Wettbewerbsfähigkeit auf die Probe stellt. Die

direkte Zusammenarbeit mit unseren Kunden ist jetzt wichtiger denn je, um

erfolgreich zu sein. Wir sind überzeugt davon, dass wir durch die Übernahme

von Swecon und den direkten Kundenkontakt die Kundenzufriedenheit noch

weiter steigern können«, sagt Melker Jernberg, CEO von Volvo CE. »Den größten

Teil unseres Vertriebes in Europa direkt zu steuern, verschafft uns einen Wettbewerbsvorteil.

So können wir auf die sich schnell ändernden Anforderungen

unserer Kunden schneller reagieren und neue Geschäftsmodelle vorantreiben

– nicht zuletzt mit dem wertvollen Know-how, das von Swecon eingebracht

wird«, ergänzt Carl Slotte, Head of Sales Region Europe Volvo CE. Die Transaktion

steht unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigung. Der Abschluss der

Transaktion wird in der zweiten Jahreshälfte 2025 erwartet.

d

CNH Industrial Sales & Service eröffnet

neue Service- und Vertriebsniederlassung

CNH INDUSTRIAL – Die CNH Industrial Sales & Services GmbH hat einen dritten

Vertriebs- und Servicestandort eröffnet. Neben der Zentrale in Unna und der

Niederlassung in Bochum ist das Unternehmen nun auch in Kruft bei Andernach präsent.

Vertriebsleiter Alain Bulliard: »Mit dem neuen Standort, verkehrsgünstig direkt an der A 61

gelegen, decken wir gut den Südwesten unseres eigenen Vertriebsgebiets ab. Und wir befinden

uns mitten in einer Region, deren Industrie von Gewinnungsbetrieben und Baustoffen

geprägt ist – von der Tongrube bis zu Feuerfestprodukten und Betonrohrwerken. Hier braucht

man zuverlässige Baumaschinen. Wir haben viele Bestandskunden, die wir seit langer Zeit

betreuen, und noch viel Potenzial, das wir erschließen können.« Die neue Niederlassung, die

bereits eröffnet wurde, übernimmt drei Aufgaben. Die erste ist der Verkauf. Mit Bernd Kump ist

ein erfahrener Baumaschinenexperte für den Vertrieb vor Ort. Zwei Servicemonteure betreuen

die Bestandsmaschinen sowohl bei regelmäßigen Wartungsarbeiten als auch bei unerwartetem

Servicebedarf. Und mit dem Mietprogramm kann Case kurz- und mittelfristige Nachfrage aus

der Bauindustrie an hochwertigen und leistungsfähigen mobilen Maschinen decken. Gerade

beim Vertrieb und beim Mietgeschäft wird der Standort von einem besonderen Synergieeffekt

profitieren. Alain Bulliard: »Wir sind

hier eine Partnerschaft mit Müller

Baumaschinen eingegangen. Müller

ist ein etablierter Partner der

Bauindustrie in der Region und

vermietet herstellerunabhängig

eher kleinere Maschinen. Wir sind

markengebunden und konzentrieren

uns auf mittlere bis große Baumaschinen.«

d

CASE CE

CNH eröffnet neuen

Standort bei Andernach.

Abaut: Finanzierungsrunde

über 3,2 Mio. Euro erfolgreich

abgeschlossen

ABAUT – Das Technologieunternehmen Abaut

GmbH hat erfolgreich eine Finanzierungsrunde in

Höhe von 3,2 Mio. Euro abgeschlossen. Diese wurde

von VC EquityPitcher Ventures angeführt, unter

Beteiligung der Co-Investoren Bayern Kapital

und EIT RawMaterials sowie des bisherigen Bestandsinvestors

Bauer AG aus Schrobenhausen.

Abaut will Bau- und Rohstoffbetriebe produktiver,

transparenter und planbarer machen – durch

intelligente Digitalisierung auf der Baustelle. Die

multimodale, sensorgestützte Software ermöglicht

es, Materialflüsse im Tief- und Tagebau in Echtzeit

zu verstehen und operative Entscheidungen datenbasiert

zu automatisieren. Das Ergebnis: messbare

Kosteneinsparungen und höhere Auslastung. Abaut

ist bereits in 18 Ländern im Einsatz – von mittelständischen

Betrieben bis hin zu internationalen Konzernen.

»Diese zusätzliche Finanzierung wird genutzt,

um zum einen das Team im Bereich Vertrieb und

Marketing zu verstärken. Zum anderen werden wir

uns auf die Produktentwicklung konzentrieren und

unsere Algorithmen weiterentwickeln, damit Kunden

eine noch höhere Effizienz- und Produktivitätssteigerung

mit unserer Lösung erzielen«, erklärt Sebastian

Kaluza, Founder & CEO der Abaut GmbH. d

10

Juli 2025

Namen & Neuigkeiten


HD Hyundai Construction

Equipment und HD Hyundai

Infracore fusionieren

HD HYUNDAI – HD Hyundai Construction Equipment und HD Hyundai

Infracore werden zu einem neuen Unternehmen namens HD Construction

Equipment mit einem konsolidierten Umsatz von 6,15 Mrd. US-Dollar

fusionieren. Die Entscheidung zur Fusion wurde während separater

Vorstandssitzungen beider Unternehmen im Juli getroffen. Es folgen eine

außerordentliche Hauptversammlung, die für den 16. September geplant

ist, sowie die erforderlichen behördlichen Prüfungen.

Die Fusion zielt darauf ab, die Flexibilität bei der Reaktion auf Marktanforderungen

in einem Umfeld zunehmenden Wettbewerbs und globaler

Unsicherheiten zu verbessern und gleichzeitig die zukünftigen technologischen

Fähigkeiten zu stärken sowie die Kostenwettbewerbsfähigkeit sicherzustellen.Das

neu gegründete Unternehmen wird mit zwei Marken operieren:

Hyundai und Develon. Der Kerngeschäftsbereich werden Baumaschinen sein,

ergänzt durch Wachstum in den Bereichen Motoren und Aftermarket-Dienstleistungen.

Mit einem ausgewogenen Wachstum in allen Geschäftsbereichen

strebt das Unternehmen bis 2030 einen Umsatz von 11 Mrd. US-Dollar an und

positioniert sich damit als globaler Branchenführer. Darüber hinaus wird sich

HD Construction Equipment auf die Stärkung des fundamentalen Wachstums,

die Diversifizierung der Einnahmequellen und die Sicherung zukünftiger

HD HYUNDAI

Cho Young-cheul, Präsident und CEO von HD Hyundai XiteSolution.

Wachstumsmotoren durch einen einheitlichen Entscheidungsprozess konzentrieren.HD

Construction Equipment strebt Skaleneffekte durch die Optimierung

seiner Produktlinien und die Spezialisierung der Produktionsstätten

nach Regionen an. Gleichzeitig will das Unternehmen durch den Ausbau seines

Kompaktmaschinen-Geschäfts eine vollständige Produktpalette von kompakten

bis zu sehr großen Baumaschinen aufbauen und damit seine grundlegende

Wettbewerbsfähigkeit stärken. Um die Einnahmequellen zu diversifizieren,

wird sich das Unternehmen auf die Förderung seines Motorgeschäfts und

den Ausbau seines Aftermarket-Geschäfts konzentrieren.

d

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Namen & Neuigkeiten Juli 2025 11


Verena Hubertz, Bundesministerin für

Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen,

sowie Vizekanzler und Finanzminister Lars

Klingbeil stellten den »Bau-Turbo« vor.

BMWSB - HENNING SCHACHT

Mehr Pragmatismus beim Wohnungsbau:

Kabinett beschließt »Bau-Turbo« für Deutschland

BMWSB – Das Bundeskabinett

hat den Entwurf eines Gesetzes

zur Beschleunigung des Wohnungsbaus

und zur Wohnraumsicherung

beschlossen. Damit

erhalten die Kommunen die Möglichkeit,

vor Ort flexibler zu bauen.

Das Gesetzgebungsverfahren hierzu

soll im Bundestag bis Herbst

abgeschlossen sein. Hinzu kommt:

Das Gesetz ist im Bundesrat nicht

zustimmungspflichtig.

Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung

und Bauwesen (BMWSB), betont: »Mit

dem Gesetzesentwurf zünden wir jetzt den ›Bau-Turbo‹.

Aufstocken, Nachverdichten und Neubau, der ›Bau-Turbo‹

beschleunigt und ermächtigt die Gemeinden vor Ort.

Wenn alle wollen, geht es sehr schnell. So werden aus

durchschnittlich fünf Jahren zwei Monate Planungszeit.

Das schafft Wohnraum, wo er gebraucht wird – weil jedes

Zuhause zählt. Wir verlängern gleichzeitig den Umwandlungsschutz

und stärken damit die Rechte von Mieterinnen

und Mietern. Der ›Bau-Turbo‹ ist der erste Schritt

meines Hauses für mehr Tempo im Wohnungsbau und

mehr bezahlbaren Wohnraum. Jetzt ist das Parlament

gefordert.« Mit dem Gesetzentwurf soll das Baugesetzbuch

geändert werden, um Wohnungsbauvorhaben zu

erleichtern und zu beschleunigen. Hierdurch benötigte

soziale und kulturelle Einrichtungen, wie beispielsweise

Kitas, können ebenfalls zugelassen werden. So soll der

»Bau-Turbo« bezahlbaren Wohnraum für Menschen

schaffen, die besonders stark vom Wohnungsmangel

betroffen sind, wie beispielsweise Familien, Auszubildende,

Studierende, ältere Menschen und Menschen mit

geringem Einkommen. Die Bundesregierung rechnet mit

einer jährlichen finanziellen Entlastung für die Verwaltung,

die Bürgerinnen und Bürger sowie die Wirtschaft von mehr

als 2,5 Mrd. Euro. Die wichtigsten Neuerungen des Gesetzentwurfes

sind die Neueinführung des § 246e (»Bau-

Turbo«): Dies erlaubt befristet ein Abweichen von bauplanungsrechtlichen

Vorschriften. Wenn die Gemeinde

sich entscheidet, den »Bau-Turbo« anzuwenden, können

zusätzliche Wohnungen bereits nach einer zweimonatigen

Prüfung durch die Gemeinde ohne Aufstellung oder

Änderung eines Bebauungsplans zugelassen werden.

Dies erlaubt es, durch Neubau, Umbau oder Umnutzung

zügig neuen Wohnraum zu schaffen. Die Regelung ist bis

Ende 2030 befristet. Hinzu kommt die Anpassung des

§ 31 Absatz 3 BauGB: Diese ermöglicht im Geltungsbereich

eines Bebauungsplans mehr Wohnbebauung auch über

die Vorgaben des Plans hinaus. So kann beispielsweise in

ganzen Straßenzügen durch Aufstockung, Anbauten oder

Bauen in der zweiten Reihe neuer Wohnraum geschaffen

werden. Ebenso neu ist die Anpassung von § 34 Absatz 3b

BauGB: Sie ermöglicht im unbeplanten Innenbereich nun

über die bisher bestehenden Möglichkeiten hinaus auch

die Neuerrichtung von Wohngebäuden dort, wo sie sich

nicht in den Bebauungszusammenhang einfügen. Und:

Mietwohnungen sollen auch weiterhin nicht ohne Weiteres

zu Eigentumswohnungen umgewandelt werden können.

Das ist ein wichtiges Instrument, um Mieter vor Verdrängung

aus ihrem gewohnten Lebensumfeld zu schützen.

Hinzu kommt, dass die Nachverdichtung einfacher wird:

Zukünftig kann auch in Innenbereichen (also in zusammenhängend

bebauten Ortsteilen) ohne Bebauungsplan

von geltenden städtebaulichen Regelungen abgewichen

werden, etwa bei der nachträglichen Aufstockung von

Gebäuden oder Hinterlandbebauung. Ebenfalls neu ist

die behutsame Öffnung des Außenbereichs: In Gebieten

ohne Bebauungsplan und außerhalb eines im Zusammenhang

bebauten Ortsteils kann einfacher neuer Wohnraum

geschaffen werden.

d

12

Juli 2025

Namen & Neuigkeiten


HANSA-FLEX

NEUE FÜHRUNG

Lelio Arlt leitet mobilen

Service bei Hansa-FlexU

HANSA-FLEX – Die Geschäftsbereiche des

Mobilen Service der Hansa-Flex AG befinden

sich auf einem Wachstumskurs. Mit Lelio

Arlt an der Spitze erhält dieser Bereich eine

neue Leitung, die diesen Kurs weiter vorantreiben

soll.

Lelio Arlt.

Der gebürtige Österreicher bringt langjährige

Führungserfahrung mit und übernimmt damit

die Verantwortung für einen der wachstumsstärksten

und dynamischsten Bereiche im

Unternehmen. »Wir freuen uns sehr, dass Lelio

Arlt unser Team verstärkt. Durch seine langjährige

Erfahrung und seine ausgewiesene Kompetenz

für kundenzentrierte Prozesse wird er

eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung

unseres Unternehmens einnehmen«, so Thomas

Armerding, CEO der Hansa-Flex AG. Lelio

Arlt blickt auf eine langjährige Erfolgsbilanz

in der Industrie und internationalen Logistik

zurück. Zuletzt verantwortete er bei einem

international tätigen Logisikunternehmen den

Aufbau und die wirtschaftliche Etablierung des

Bereichs Krankenhauslogistik – ein Umfeld, das

höchste Anforderungen an Schnelligkeit, Verfügbarkeit

und reibungslose Abläufe stellt. Der

Mobile Service der Hansa-Flex AG zählt heute

laut eigener Angaben zu einem der größten

Servicenetzwerke im industriellen Umfeld. Mit

280 Servicefahrzeugen, 25 Servicestützpunkten

und rund 350 Mitarbeitern ist die Organisation

bundesweit flächendeckend aufgestellt. Als

neuer Bereichsleiter liegt sein Fokus auf der strategischen

Weiterentwicklung der unterschiedlichen

Geschäftsmodelle und der operativen

Ausrichtung auf dem weiteren Wachstumskurs.

»Ich freue mich, dass ich bei einem so traditionsreichen

Familienunternehmen eine zentrale

Rolle übernehmen darf. Es ist mein Ziel, dass

wir in den Bereichen Schnelligkeit, Qualität und

Kundenservice weiterhin ein absolut verlässlicher

Partner bleiben, um unsere Kunden bei

ihren vielfältigen Anforderungen in der Hydraulik

bestmöglich zu unterstützen«, so Lelio Arlt

abschließend.

d

Stefan Forneck zum neuen

CTPO bei Graf Syteco ernannt

GRAF SYTECO – Stefan Forneck ist neuer Chief Technology and Product Officer (CTPO)

des HMI-Herstellers Graf Syteco. Er folgt auf Rolf Isele, der nach rund acht Jahren als Leiter

Forschung und Entwicklung beim Tuninger Unternehmen im August in den Ruhestand tritt.

Die Rolle des CTPO wurde bei Graf Syteco neu geschaffen, um Entwicklung und Produktmanagement

noch besser zu verzahnen. Forneck betont: »Mir liegt die Kreation von innovativen

Lösungen mit Mehrwert am Herzen. Wir wollen bei Graf Syteco HMIs entwickeln, die

unseren Kunden Wettbewerbsvorteile in puncto Produktivität und Sicherheit liefern sowie das

Leben der Maschinenführer erleichtern. Dadurch, dass wir nun

von der Produktidee über das Engineering bis zur Vermarktung

alles in ein Ressort legen, wird uns dies noch besser gelingen.«

Stefan Forneck ist seit August 2024 Teil des Graf Syteco Teams

und bekleidete bislang die Rolle als Head of Strategic Product

Management. Insgesamt kann er auf fast 25 Jahre Erfahrung in

der Elektronik- und Mobile-Automation-Branche zurückgreifen.

Forneck war in dieser Zeit in unterschiedlichen Rollen für mehrere

Hidden Champions aktiv. Bei Graf Syteco sieht er großes Wachstumspotenzial:

»Das Unternehmen hat sich in den vergangenen

Monaten und Jahren für die Herausforderungen des Markts

Stefan Forneck.

neu aufgestellt, sowohl organisatorisch als auch hinsichtlich

der Modernisierung von Produktion und Entwicklung. Wir sind

nicht mehr nur einfacher Displayhersteller, sondern liefern ganzheitliche, leistungsstarke Lösungen

und Assistenzsysteme, etwa für die 360-Grad-Überwachung mobiler Maschinen. Was mir

persönlich sehr wichtig ist: Trotz der schnellen Transformation muss die Qualität stets exzellent

bleiben.« HMIs können laut Forneck einen entscheidenden Beitrag leisten, um den Anforderungen

globaler Megatrends gerecht zu werden. Die intuitive Bedienung mobiler Maschinen kann u. a.

zur Steigerung der Effizienz sowie verbessertem Arbeitsschutz und damit größerer Sicherheit

für Mensch und Maschine beitragen.

d

GRAF-SYTECO

Uvex Group kündigt die

Mehrheitsbeteiligung von Warburg Pincus an

UVEX – Die Uvex Group (Uvex), ein global agierendes Familienunternehmen im Bereich

Schutz- und Sicherheitsprodukte für Beruf, Sport und Freizeit, teilte Anfang Juli mit, dass

Warburg Pincus, der Pionier unter den wachstumsorientierten Private-Equity-Firmen, die

Mehrheit an dem Unternehmen erwerben wird. Die Gesellschafterfamilien Winter und Grau

bleiben mit einem signifikanten Minderheitsanteil beteiligt und werden den Wachstumskurs

des Unternehmens auch künftig aktiv mitgestalten.

Seit der Gründung im Jahr 1926 durch Philipp M. Winter, der in seiner »Optischen-Industrie-Anstalt«

mit der Fertigung von Schutzbrillen begann, hat sich Uvex zu einem der weltweit führenden

Spezialisten im Bereich Arbeitsschutz und Sport entwickelt. Das Leitmotiv »protecting

people« sei laut Unternehmen dabei Mission und Verantwortung zugleich. Mit Warburg Pincus

als neuem Partner wird die Uvex Group das internationale Wachstum weiter vorantreiben, das

Premium-Sortiment gezielt ausbauen und neue Geschäftsfelder erschließen. Die Gruppe wird

auch weiterhin Wachstum durch strategische Zukäufe beschleunigen und damit an die bisherigen

Erfolge anknüpfen. Michael Winter, Geschäftsführender Gesellschafter und CEO der Uvex Group,

kommentiert: »100 Jahre Markenversprechen ›protecting people‹ verpflichten. Als verantwortungsvolles

Familienunternehmen in vierter Generation wollen wir die nächste Phase der Unternehmensentwicklung

mit einem starken Wachstumspartner gestalten, um die Resilienz unserer

Gruppe auch in Zukunft weiter zu erhöhen und die erste Wahl für unsere Kunden zu bleiben. Wir

sind überzeugt, mit Warburg Pincus solch einen Wachstumspartner gefunden zu haben, und freuen

uns sehr auf die Zusammenarbeit.«

d

Namen & Neuigkeiten Juli 2025 13


IM BLICKPUNKT

L BOBCAT

Die leistungsstarken

Raupenkompaktlader

sind dazu in der Lage,

zahlreiche Anbaugeräte

zu verwenden – Allrounder,

die sogar ganze Bäume

aus dem Weg räumen.

Die »Demo Days«:

Eine wahre

Bobcat-Spielwiese

»Steig ein, der Schlüssel steckt schon« – dieser Satz umschreibt exakt, was die jährlich

stattfindenden »Demo Days« von Bobcat tatsächlich ausmacht. Am EMEA-Hauptsitz

im tschechischen Dobříš geht es darum, trockene Theorie beiseitezuschieben

und selbst herauszufinden, was die neuen Maschinen tatsächlich draufhaben. Das

große Bobcat-Areal bot dem bauMAGAZIN die Möglichkeit, sich ausführlich mit der

neuen Minibagger-Generation der »R2«-Serie sowie Raupen- und Radkompaktladern,

Telehandlern und einer Vielzahl an Anbaugeräten auseinanderzusetzen.

Dan Windhorst

Eines lässt sich an dieser Stelle vorwegnehmen:

Bobcat hat in den vergangenen Jahren

wahrlich nicht an Eifer und Erfindergeist

gegeizt. Gerade die neuen Baggermodelle

aus der 1- bis 2-t-Klasse zeigen, dass

die Modelle immer passgenauer auf ihre jeweiligen

Einsatzgebiete zugeschnitten sind – und dabei die

unterschiedlichen Anforderungen einzelner Märkte

berücksichtigen. Gleichzeitig haben die »Demo

Days« gezeigt, das Bobcat auf Vielseitigkeit setzt

und nicht nur seine Minibagger, sondern auch seine

raupen- und radbetriebenen Kompaktlader zu

Multi-Tool-Carriern weiterentwickelt hat. Die Fülle

an Anbaugeräten, Einsatzmöglichkeiten und Leistungsoptionen

ist gewaltig und ganz nebenbei auch

sinnig aufeinander abgestimmt, sodass gerade die

leistungsstärkeren Modelle zu waschechten Allroundern

herangereift sind.

»Reinsetzen und losfahren«

Der besondere Charme der »Demo Days« ist es,

nicht lange zu »schnacken«. Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung

durften sich die Fachjournalisten

in wahrlich jede Maschine setzen, die man

auf dem riesigen Bobcat-Areal vorfand. Immer mit

dabei: die eigentlichen Erfinder der Maschinen,

die Entwickler, Ingenieure und Produktexperten,

die dem bauMAGAZIN nicht nur das bloße Bedienen

erklärten, sondern explizit auf die wichtigsten

technischen Neuerungen eingingen. Zu den Highlights

zählte zweifellos die neue Generation an 1- bis

2-t-Minibaggern aus der »R2«-Serie. Neben zahlreichen

Design-Neuerungen, verbesserten Wartungszugängen

und neuen Motoren setzt Bobcat auf eine

14

Juli 2025

Im Blickpunkt


BOBCAT

weit individuellere Abstimmung – jedes Modell soll

gezielt auf bestimmte Märkte zugeschnitten sein.

Neben der Neugestaltung von Abdeckungen und

verbesserten Wartungszugängen wurden auch die

Verzurr- und Hebepunkte im Oberwagen optimiert.

Hinzu kommt, dass die »R2«-Serie über einen verbesserten

Mechanismus des Löffelgestänges und

ein neues sowie weit robusteres Planierschild mit

Schwimmstellung und Verbreiterung verfügt. Ein

Blick in die Fahrerkabine zeigt allerdings auch, dass

Bobcat viel Wert auf eine bessere Anordnung aller

Bedienelemente gelegt hat – eine deutlich bessere

Handhabung versprechen neue Joy sticks und

großzügige Displays. Wichtige Neuerungen finden

sich allerdings auch »unter der Haube«: Die Modelle

sind nun mit einem neuen Motor ausgestattet

und setzen auf eine Load-Sensing-Pumpe samt

Closed-Center-Hydrauliksystem. Erklärte Zielsetzung

bei der Entwicklung war es, die Bedürfnisse

jedes europäischen Marktes abzudecken, weshalb

sich die Ausführungen merklich unterscheiden. Für

den deutschen Markt, so Bobcat, seien die Modelle

»E19«, »E20z« und »E16« konzipiert. Insgesamt habe

man für die »R2«-Serie auf über 500 neue Komponenten

gesetzt – bis zur Markteinführung seien

drei Jahre ins Land gezogen, einhergehend mit

weit mehr als 20 000 Test- und Validierungsstunden.

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass die Minibagger

»E16«, »E17z«,»E19« und »E20z« vor allem in

den Bereichen Leistung, Be dienkomfort und Haltbarkeit

zugelegt haben – hinzu kommt, dass es Bobcat

gelungen ist, die Modelle noch vielseitiger zu machen.

Eine Verbesserung der Hubkraft und Stabilität

stand bei der Entwicklung ebenso auf der Liste wie

die Verstärkung des Planierschilds und die Optimierung

des Hydrauliksystems. Auffällig ist, und auch

das konnte die bauMAGAZIN-Redaktion vor Ort feststellen,

dass die neue Generation über eine erstaunliche

Laufruhe verfügt: Mittels neuer Hydraulikjoysticks

und eines neuen Hauptsteuerventils nebst

Durchflussverteilungsfunktion erreichen die Modelle

eine weit verbesserte Steuerbarkeit. Hervorheben

lässt sich außerdem die gute Übersicht: Von

der Kabine aus hat der Maschinist einen guten Blick

auf den gesamten Arbeitsbereich.

Vielseitigkeit bewiesen

Geprägt waren die »Demo Days« allerdings auch

von noch größeren Maschinen wie dem Kettenbagger

»E88«. Der auf Stabilität und Leistung ausgelegte

Neuntonner ist mit einer Grabtiefe von 4 519 mm,

einer Motorleistung von 48,5 kW sowie einer Ausbrechkraft

von 39,07 kN für auffallend viele Arbeitseinsätze

geschaffen. Die Maschine erweist sich als

Multi-Tool-Träger – zu den beliebtesten Anbaugeräten

zählen Erdbohrer, Felsfräsen, Gitter-, Tief-,

Raum- und Schwenklöffel sowie Hydraulikhammer,

Plattenverdichter und Hydraulikklammern.

Seine einfache Handhabung,

gute Zugänge zu den

wichtigsten Wartungspunkten,

Im Rahmen der »Demo Days«

wurden zahlreiche Minibagger

vorgestellt – darunter auch die

neue Generation der »R2«-Serie.

bauMAGAZIN-Chef redakteur

Dan Windhorst testete zahlreiche

Maschinen, darunter

die Tele handler von Bobcat.

BOBCAT (5)

Im Blickpunkt Juli 2025 15


IM BLICKPUNKT

Am EMEA-Hauptsitz in Tschechien

wurde auch ein Blick hinter die

Kulissen der Fertigung gewährt.

Vielseitig

Die Kompaktlader und Minibagger

von Bobcat erweisen sich

als vielseitige Allrounder.

eine komfortable Fa hrerkabine sowie zahlreiche

optionale Zusätze machen den »E88« zu einem Allrounder,

der auf vielen Baustellen zu Hause ist.

Auf Rad und Raupe unterwegs

Platz nehmen durfte die Redaktion überdies in den

zahlreichen Telehandlern sowie einer gewaltigen

Auswahl an kompakten Raupen- und Radladern.

Auch hier zeigte sich, dass Bobcat bei der neuesten

Generation großen Wert auf hohe Präzision und gute

Bedienbarkeit setzt. Die Kompaktlader von Bobcat

haben sich zu leistungsstarken Alleskönnern

weiterentwickelt. Ausführungen wie der »S76« zählen

zu den wahren Arbeitstieren: Der 74 PS starke

Kompaktlader mit vertikalem Hubweg punktet

mit auffallend hohen Ausbrechkräften, schnellen

Taktzeiten und guter Hubhöhe samt -kapazität.

Aufgewertet hat Bobcat dieses Modell durch einen

Reihenmotor, ein Direktantriebssystem, Hub arme

aus Stahlguss sowie eine verbesserte Kühlleistung.

Gerade auf beengtem Raum können diese Maschinen

ihre Vorzüge ausspielen, denn sie verfügen

über herausragende Manövrier- und Fahreigenschaften.

Gezeigt hatte Bobcat seine Kompaktlader

in unterschiedlichsten Ausführungen – mal

als Forstmulcher, mal mit Gitterlöffel zum Aufnehmen

von Steinen und Wurzeln, mal mit Grabenfräse,

mal mit Greifer und mal mit Baumstumpffräse.

Mit dem »T86« stellte Bobcat überdies einen

Kompakt-Raupenlader vor, der aufgrund seiner

»Super-Flow«-Funktion selbst mit anspruchsvollsten

Anbaugeräten klarkommt. Unter Beweis stellte

der Hersteller das in einem nahegelegenen Waldgebiet.

Der Raupenlader wurde kurzerhand mit einem

Forstmulcher ausgestattet – und schredderte

damit einen kompletten Baum. Übrig blieb lediglich

ein feiner Mulchteppich. Der knapp 5,6 t

schwere »T86« besitzt eine Kipplast von 5 t, eine

Hubhöhe von 3,4 m und wird von einem Motor mit

78,5 kW Leistung angetrieben. Auch dieses Modell,

dass zweifelsohne zu den stärksten im Bunde zählt,

dürfte aufgrund seiner einfachen Handhabung,

seiner vielseitigen Einsatzmöglichkeiten und starken

Leistungsdaten punkten.

Dobříš-Campus erkunden

Natürlich steht außer Frage, dass die Hauptakteure

der »Demo Days« die Maschinen selbst waren.

Letztlich, und auch das beweist sich für das b au-

MAGAZIN seit Jahren, ist der Blick hinter die Kulissen

ratsam. Die Redaktion wurde von Bobcat durch

die »heiligen Hallen« am EMEA-Hauptsitz geführt.

Spannende Einblicke bot vor allem das hochmoderne

Innovation Center, welches der Hersteller

nutzt, um nicht nur an komplett neuen Maschinen

zu arbeiten, sondern sich gleichzeitig mit der

Frage auseinanderzusetzen, was sich an bereits

bestehenden Serien verbessern lässt. Gerade das

16

Juli 2025

Im Blickpunkt


BOBCAT

Innovation Center, welches zum Teil gewaltig dimensionierte

Testlabore und -bereiche beinhaltet,

zählt zu den modernsten der Branche. Gleich gegenüber

befinden sich das Fertigungswerk sowie

das EMEA-Hauptquartier – insgesamt beschäftigt

Bobcat dort über 1 700 Mitarbeiter und produziert

knapp 25 000 Maschinen pro Jahr. Hinzu

kommen die über 400 Händler innerhalb der

EMEA-Region.

DAN WINDHORST (5)

Ein breit gefächertes Portfolio

Genutzt hat das bauMAGAZIN das Event allerdings

auch, um sich einen Überblick über

das gesamte Maschinenangebot zu verschaffen.

Aktuell bietet Bobcat zwölf rad- und fünf

raupenbetriebene Kompaktlader an, hinzu

kommen 18 Minibaggermodelle, 34 Telehandler

sowie neun Kompakttraktoren, ein Mini-Raupenlader,

drei kompakte Radlader, zahlreiche Gabelstapler,

Kompressoren und Generatoren sowie

mehrere kleine Lader, Mäher und Verdichter, die

insbesondere im GaLaBau zur Geltung kommen.

Eine große Besonderheit: Derzeit bringt Bobcat

auch seine Kompakttraktoren auf den deutschen

Markt. Vertrieb und Service übernimmt der Partner

Agrowelt. Neben den Kompakttraktoren, die eine

erstaunliche Vielzahl an Arbeiten übernehmen

können, möchte Bobcat in der Region EMEA auch

Rasenmäher und Rasenpflegemaschinen sowie Mini-Kettenlader

und kompakte Knicklader anbieten.

Derzeit sind die Kompakttraktoren für drei Plattformen

vorgesehen: 1 000, 2 000 und 4 000. Zur Wahl

stehen neun Modelle mit einer Leistung bis 58 PS.

Die »Demo Days« – ein Fazit

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass Bobcat

mit seinen alljährlichen »Demo Days« den Nerv

der Branche trifft: Statt in ausufernden Präsentationen

auf die wichtigsten Merkmale sowie Vorzüge

seiner neuesten Entwicklungen aufmerksam

zu machen, wird den Fachjournalisten, aber

auch Händlern und Anwendern schlichtweg der

Schlüssel in die Hand gedrückt. Die erklärte Devise

lautet: »Ausprobieren statt zugucken«. Und genau

das nehmen die Teilnehmer des Events auch

Jahr für Jahr dankend an. Interessant ist in diesem

Zusammenhang aber auch, dass Bobcat sich nicht

vor Kritik wegduckt: Die »Demo Days« werden genutzt,

um auf Augenhöhe zu diskutieren. Bobcat

stellt den Besuchern erfahrene Produktspezialisten

zur Seite, die zum einen die neuen Funktionen

direkt an der Maschine erklären, zum anderen aber

auch hellhörig sind, wenn es um Änderungsvorschläge

geht. Erkennbar ist, dass sich die gezeigten

Maschinen mehr und mehr zu Allroundern entwickelt

haben, die in zahllosen Einsatzbereichen

sinnvoll sind. Hervorheben lässt sich an dieser Stelle

auch, dass deren Handhabung immer komfortabler

wird – auch und gerade, weil Bobcat merklich

auf modernste Technik setzt.

d

Schnell, effizient und präzise:

Die Maschinen erweisen sich als

vielseitig einsetzbare Leistungsträger.

ZAHLEN

Minibagger »E16« »E17z« »E19« »E20z«

Betriebsgewicht (t) 1,6 1,7 1,9 bis 1,98 1,98

Gesamtbreite (mm) 980 bis 1 360 980 bis 1 360 980 bis 1 360 980 bis 1 360

Grabtiefe (mm) 2 230 2 230 2 364 2 364

Grabkraft (kN) 11,9 11,9 12,6 12,6

Schaufelkraft (kN) 14,6 14,6 18,3 18,3

Im Blickpunkt Juli 2025 17


1

VERKEHRSWEGEBAU

WIRTGEN GROUP (2)

20 Prozent des von den beiden Wirtgen-Fräsen ausgebauten

Materials wurden für die neue Deckschicht wiederverwendet

und mit dem Vögele-Fertiger eingebaut.

L WIRTGEN INTERNATIONAL

Größter Highway auf Maui:

Schneller fertig als geplant

Der Haleakala-Highway gehört zu den größten Highways auf Maui. Er verbindet das

dicht besiedelte Tal mit den umliegenden, ländlichen Regionen. Auf einer Strecke

von etwa 6,8 km tauschte das Team von Maui Paving die Fahrbahn komplett aus. Zum

Einsatz kamen dabei zwei Wirtgen-Fräsen vom Typ »W 210 Fi« und »W 200 Fi« sowie

ein Vögele-Fertiger »Super 2000-3i«.

»Es war großartig, als

Wirtgen kam und uns an

den Maschinen schulte!«

Tyrone Pullman,

Bauführer bei Maui Paving

Für die Sanierung des Highways wurden insgesamt

125 Arbeitstage veranschlagt. Dabei sollten

die Deckschicht und die Tragschicht in zwei Arbeitsschritten

ursprünglich mit einem Bagger abgetragen

werden. Durch die Investition in die neuen Maschinen

war es möglich, beide Schichten mit einer

Gesamtstärke von 20 cm in einem Arbeitsgang abzufräsen

und das abgetragene Material wieder zu

verwenden.

Nicht nur die Schnelligkeit der Wirtgen-Fräsen

überzeugte die Straßenbauer, sondern auch deren

Präzision und die des Highway-Class-Fertigers »Super

2000-3i« von Vögele. Mit einer Motorleistung

von bis zu 186 kW und einem effizienten Materialförderkonzept

ist der Fertiger für Großprojekte

wie dieses ausgelegt. In Kombination mit der Einbaubohle

»VF 600« erreichte der »Super 2000-3i« außerdem

eine hohe Einbauqualität über die gesamte

Arbeitsbreite. Die »VF 600« ist mit vor der Grundbohle

montierten und bis zu 10 Prozent neigbaren

Ausziehteilen ausgestattet und damit speziell für

den US-amerikanischen Markt konzipiert.

Service vor Ort immens wichtig

Für die hawaiianische Insel Maui war der Einsatz

des Fertigers eine Premiere. Damit die Mitarbeiter

das ganze Potenzial aller Maschinen nutzen konnten,

erhielten sie im Vorfeld eine Schulung durch

Wirtgen America. Die Umstellung auf die neuen

Maschinen erfolgte reibungslos für alle – vom Mechaniker

bis zum Bedienpersonal vor Ort. Alle drei

Maschinen überzeugten durch ihre leistungsstarke,

präzise und geräuscharme Arbeit.

Ursprünglich war geplant, mit der Fräse in einem

ersten Arbeitsgang die 10 cm starke Betonschicht

abzutragen und dann in einem zweiten

Schritt die Tragschicht zu entfernen. Die Wirtgen-Großfräse

schafft es jedoch, die gesamten

20 cm in einem einzigen Arbeitsschritt abzutragen.

Dadurch konnten beim Abtragen der Fahrbahndecke

pro Arbeitsschicht 60 bis 90 m zusätzlich ausgebaut

werden. Daraufhin konnten die Straßenbauer

in einer 8- bis 10-Stunden-Schicht 600 m pro

Nacht fertigstellen. »Dass der Umstieg auf die Wirtgen-Fräsen

ein reibungsloser Erfolg war, ist nicht

nur ihrer Wirtschaftlichkeit zu verdanken, sondern

auch der schnellen Lieferung von Teilen durch Pape

(lokaler John-Deere/Wirtgen-Group-Händler)

und der von der Wirtgen Group durchgeführten

Schulung«, so Zack Gonzales, General Manager von

Maui Paving.

s

18

Juli 2025

Verkehrswegebau


Der »SP 33« baut eine Vielzahl verschiedenster

monolithischer Betonprofile ein, wie z. B. Bord-Rinnenprofile,

Rechteckprofile, Betonschutzwände bis

zu 1,3 m Höhe oder Kanal- und Wasserrinnenprofile.

Hauptarbeitsschritte Transport, Einrichten und Betoneinbau

sind im Maschinendisplay separate Bereiche

vorgesehen, um dem Bediener die aktuell

relevanten Maschineninformationen übersichtlich

zur Verfügung zu stellen. So wird etwa beim

Arbeitsschritt »Einrichten« der Prozess in logischer

Reihenfolge grafisch erklärt. Das System unterstützt

das Bedienpersonal dabei, nacheinander alle Teilsysteme

wie die Kettenfahrwerke, die Schalung, die

Rüttler, die Sensoren etc. fehlerfrei, intuitiv und effizient

einzurichten.

L WIRTGEN

Betoneinbau im Offsetund

Crosspave-Verfahren

Für die Herstellung monolithischer

Betonprofile präsentierte

Wirtgen auf der Bauma

den Gleitschalungsfertiger

»SP 33«. Dieser kann im Offset-

und Cross pave-Verfahren

genutzt werden. Dadurch

lassen sich mit nur einer

Maschine unterschiedliche

Anwendungen realisieren.

2,2

Meter

Betonflächen bis zu 2,2 m

Einbaubreite lassen sich

auch in Kombination mit

einem bis zu 2,4 m breiten

Trimmer realisieren.

Mit dem kompakten »SP 33« zeigte Wirtgen seinen

neuesten Gleitschalungsfertiger für die

Herstellung monolithischer Betonprofile. Durch ihren

modularen Aufbau und unterschiedlichste Einstellungsmöglichkeiten

lässt sich die Maschine an

nahezu alle Baustellensituationen anpassen. Zwei

Kettenfahrwerke mit Parallelogramm-Schwenkarmen

vorne und ein verschiebbares Kettenfahrwerk

hinten ermöglichen den bündigen Einbau bis an die

Kante und maximale Flexibilität. Im Offset-Verfahren

können Bord-Rinnenprofile, Rechteckprofile,

Betonschutzwände bis zu 1,3 m Höhe sowie Kanal-

und Wasserrinnenprofile hergestellt werden. Außerdem

lassen sich Betonflächen bis zu 2,2 m Einbaubreite

problemlos auch in Kombination mit einem

bis zu 2,4 m breiten Trimmer realisieren. Beim

Crosspave-Verfahren werden die Fahrwerke um 90°

gedreht, und der »SP 33« arbeitet in Querfahrt. Die

Gleitschalung wird mittig unter der Maschine montiert

und ermöglicht so den Einbau von Flächen bis

3 m Breite. Der Umbau ist in kurzer Zeit möglich, sodass

die Maschine laut Wirtgen sehr flexibel, präzise

und wirtschaftlicher eingesetzt werden kann.

WIRTGEN GROUP (2)

Eco-Mode steuert Motor bedarfsorientiert

Die bedarfsorientierte Dieselmotorsteuerung erkennt

die aktuelle Arbeitssituation und den aktuellen

Leistungsbedarf ohne Eingriff des Bedieners. Indem

die Drehzahl des Dieselmotors entsprechend

der angeforderten Leistung automatisch angepasst

wird, läuft dieser möglichst häufig im Bereich des

optimalen Wirkungsgrads. Dies ermöglicht einen

sparsamen Verbrauch sowie geringe CO2- und Geräuschemissionen.

Leitdrahtloser Einbau mit »AutoPilot 2.0«

Unterstützung erfährt der Bediener zusätzlich

durch das Steuerungssystem »AutoPilot 2.0«. Konventionell

wird beim Betoneinbau ein Leitdraht zur

Steuerung abgetastet. Wirtgen bietet hingegen ein

leitdrahtloses System, was nach Herstellerangaben

zu einer deutlichen Zeitersparnis und mehr Sicherheit

für das Baustellenpersonal führt. Das System regelt

sowohl die Höhenverstellung als auch die Lenkung

der Maschine. Enge Radien und komplexe

Geometrien sollen sich damit schnell und präzise

herstellen lassen. Als Referenz dienen ein GNSS-Signal

und, je nach Konfiguration, verschiedene lokale

Sensoren, z. B. ein Ultraschallsensor an der Maschine.

Enge Radien und komplexe Geometrien können

damit laut Wirtgen schnell und präzise hergestellt

werden.

s

Geführte Bedienung auf der Baustelle

Bei beiden Einbauverfahren unterstützt das neue

Bedienkonzept mit ereignisgesteuertem Grafikdisplay

den Bediener bei der Arbeit. Für jeden der drei

Der Umbau zwischen Offset- und Crosspave-Schalungen

erfolgt dank Schnellwechselkonzept schnell

und einfach direkt auf der Baustelle.

Verkehrswegebau Juli 2025 19


Entlang der gesamten Fahrbahn mit einer

Länge von 530 m bzw. 400 m kommt ein

Hängegerüst zum Einsatz, zusätzlich sind die

relevanten Pylone vollständig eingerüstet.

HEGOMONT D.O.O.

L GEDA

Effizient und sicher: Aufzüge

unterstützen Brückensanierung

In der Nähe von Maribor,

Slowenien, werden aktuell

die beiden Autobahnbrücken

»Skedenj-I« und »Skedenj-II«

umfassend saniert. Bei

diesem anspruchsvollen

Infrastrukturprojekt kommt

auch Technik aus Bayern zum

Einsatz: Das mittelständische

Unternehmen Geda GmbH aus

Asbach-Bäumenheim stellt

zwei Aufzugslösungen in Form

eines Materialaufzugs und

einer Transportbühne bereit,

die zur Effizienz und Sicherheit

der Arbeiten beitragen.

Von ihren Maßen her sind beide Brücken beeindruckend:

Die »Skedenj-I« weist einer Länge

von 530 m und eine Höhe von bis zu 30 m auf, während

die »Skedenj-II« mit 400 m zwar etwas kürzer

ist, dafür aber eine Höhe von 50 m erreicht. Das

voraussichtlich rund sechs Monate dauernde Projekt

gilt als Prestigevorhaben im Bereich der Brückensanierung

– nicht zuletzt wegen des Einsatzes

von zwei unterschiedlichen Gerüstaufbautypen.

Entlang der gesamten Fahrbahn kommt ein

Hängegerüst zum Einsatz, zusätzlich sind die relevanten

Pylone vollständig eingerüstet.

Effizienter Material- und Personentransport

Für den schnellen und sicheren Transport von

Material sorgt der »Geda 300 Z«. Dieser Materialaufzug

meistert Förderhöhen bis zu 100 m und

kann Lasten bis 300 kg mit einer Geschwindigkeit

von 30 m/min transportieren – eine unverzichtbare

Lösung für das Handling schwerer und sperriger

Baumaterialien. Zusätzlich ist der »Geda 500

Z/ZP« im Einsatz. Die vielseitige Transportbühne

kann sowohl für den Material- als auch den Personentransport

genutzt werden. Im Personenmo-

dus befördert diese bis zu fünf Personen, im Materialmodus

werden bis zu 500 kg transportiert mit

einer Geschwindigkeit von 24 m/min. Im Personenbetrieb

erreicht sie 12 m/min. Beide Geräte sind mit

den Geda-Etagensicherungstüren ausgestattet – sowohl

in der Variante »Comfort«, welche besonders

für den Einsatz an Gerüsten geeignet ist, als auch

»Eco« und bieten somit ein hohes Maß an Sicherheit

auf jeder Etage.

Starke Partnerschaft auf Augenhöhe

Geda arbeitet bei diesem Projekt mit dem slowenischen

Partner Hegomont d.o.o. und dessen rechtlichen

Vorgängern zusammen. Die Zusammenarbeit

besteht bereits seit über 25 Jahren erfolgreich.

Hegomont bringt über 30 Jahre Erfahrung in der

Baustelleneinrichtung und im Baumaschinensektor

mit. Geda steuert über 90 Jahre Expertise in

der Entwicklung und Herstellung von Bau- und Industrieaufzügen

bei. Das Ergebnis: Ein eingespieltes

Team mit umfassender Kompetenz und Lösungen

»Made in Germany«, das den Herausforderungen

des slowenischen Markts mit Innovationskraft

und Verlässlichkeit begegnet.

s

20

Juli 2025

Verkehrswegebau


L ASC

ASC GMBH

Brücken sind enormen

Belastungen ausgesetzt: Ihre

Beanspruchung aufgrund von

steigenden Verkehrslasten,

Alterungsprozessen und

Umwelteinflüssen wächst

stetig. Zur Gewährleistung der

Betriebssicherheit etabliert

sich ein kontinuierliches

strukturelles Dauermonitoring.

Der deutsche Inertialsensorspezialist

ASC Sensors entwickelt

und fertigt speziell für eine

Vielzahl von Anwendungen im

Structural Health Monitoring

eine breite Palette hochpräziser,

flexibler Sensorlösungen. Da

keine Situation der nächsten

gleicht und der Zustand sowie

das Belastungsprofil jedes Bauwerks

einzigartig sind, werden

die ASC-Sensorlösungen auch

individuell konfiguriert.

Die ASC »QBA«-Serie sorgt

nach Unternehmensangaben

für höchste Präzision im

Structural Health Monitoring

von Bauwerken. Sie basiert

auf bewährten, hochleistungsfähigen

servo-balanced

Quarz-Sensorelementen.

Sichere Brücken dank

Sensormonitoring nach Maß

Hierfür wurden im Laufe der Jahre umfassende

analoge, digitale und smarte Technologielösungen

entwickelt. Die hochpräzisen Beschleunigungssensoren

von ASC spielen bei der Brückensicherheit

eine wichtige Rolle und sind nach Herstellerangaben

extrem robust sowie stabil. In drei wesentlichen

Performanceklassen werden sie vielerorts in

Deutschland und weltweit eingesetzt.

ASC-Sensoren sichern längste Seebrücke der Welt

Das längste Brückensystem weltweit, die Hongkong-Zhuhai-Macau-Brücke,

verteilt sich über eine

Gesamtlänge von 55 km auf Brücken, Tunnel sowie

künstliche Inseln und wird täglich von etwa 250 000

Personen genutzt. Allerdings treten im Perlflussdelta

am Südchinesischen Meer hohe Windgeschwindigkeiten

auf und es besteht die Gefahr von Erdbeben.

Darüber hinaus handelt es sich um eine stark

befahrene Wasserstraße, sodass Pfeiler und Teilbrücken

auch Schiffskollisionen standhalten müssen.

In das umfassende Sicherheitskonzept sind daher

triaxiale, kapazitive Beschleunigungssensoren des

Typs ASC »CS-1611LN« eingebunden. Sie helfen bereits

seit 2018 maßgeblich bei der kontinuierlichen

Zustandsüberwachung, Echtzeit-Auswertung und

effektiven Analyse – zur Früh erkennung von Materialveränderungen

und zum Dauermonitoring der

strukturellen Integrität. Der hochgenaue ASC »CS-

1611LN« verfügt über einen analogen Stromausgang

von 4 bis 20 mA für die verlustfreie Übertragung der

Signale der Sensoren in den Brückenpfeilern.

Bahn- und Straßenbrücken-Monitoring

In Deutschland ist die Abteilung Brückenmessung

der DB InfraGo AG für die reguläre Prüfung von

mehr als 25 000 Eisenbahnbrücken zuständig. In

Pilotprojekten sollen die Überwachung und proaktive

Wartung kritischer Bahnbrücken einfacher, sicherer

und langfristig kostengünstiger gestaltet werden.

Präzise Echtzeitmessungen mit inertialer Sensortechnologie

ermöglichen die Überwachung der

dynamischen Durchbiegung – eines wesentlichen

Indikators für den Zustand einer Bahnbrücke. Die

» AiSys Eco«-Sensorsysteme kombinieren dabei digitale

Beschleunigungssensoren mit mathematischen

Algorithmen. Funktionen wie Frequenzanalyse

durch FFT und Berechnung der dynamischen Geschwindigkeit

und der Auslenkung sind integriert.

In einem weiteren Pilotprojekt wird seit 2023 die

historische Nibelungenbrücke Worms als Demonstrations-

und Validierungsobjekt evaluiert. Im Rahmen

des DFG-Schwerpunktprogramms SPP 2388 arbeitet

die Bundesanstalt für Materialforschung und

-prüfung (BAM) an zukunftsorientierten Bauwerksprüfungen,

digitaler Dauerüberwachung und proaktivem

Instandhaltungsmanagement. Ziel ist die

Verlängerung der wirtschaftlichen Nutzbarkeit unter

Wahrung eines hinreichenden Sicherheitsniveaus.

Auch hier ist das Sensorsystem ASC »AiSys

Eco« mit digitalen Accelerometern und speziell implementierten

Algorithmen im Einsatz, um bei der

Erstellung eines digitalen Zwillings zu helfen. Über

Sensoren mit höchster Präzision und Langzeitstabilität

trotz unterschiedlichster, wechselnder Bedingungen

werden laufend Referenzdaten für das präventive

Monitoring der Bauwerksdynamik und den

sicheren Brückenbetrieb erfasst. Die CAN-Bus-Fähigkeit

des ASC »AiSys ECO« ermöglicht die Übertragung

und Weiterverarbeitung der vorbearbeiteten

Informationen in Sensornetzwerken.

Langzeitüberwachung mit Quarztechnologie

Als Teil einer neuen Hochgeschwindigkeits-Bahnverbindung

in Großbritannien erstreckt sich ein 3,4 km

langes, geschwungenes Eisenbahnviadukt über eine

vielfältige Landschaft aus Parks, Grünflächen, Stauseen

und Wasserwegen. Das Tal ist stark frequentierter

öffentlicher Raum. Das Bauwerk wird massiv

beansprucht, weshalb die fortlaufende Überwachung

der strukturellen »Gesundheit« vorrangig ist.

Speziell entwickelte, uniaxiale Quarz-Beschleunigungssensoren

von ASC werden an definierten Messpunkten

in Deckensegmente und Lärmschutzwände

eingebaut, um einen sicheren und langfristig stabilen

Betrieb der Brückenkonstruktion zu gewährleisten.

Die ASC-»QBA«-Serie sorgt für Präzision im

Structural Health Monitoring von Bauwerken. Sie

basiert auf hochleistungsfähigen servo-balanced

Quarz-Sensorelementen und bietet einen analogen

Stromausgang von 4 bis 20 mA, eine Auflösung

von besser als 1 μg sowie eine laut ASC »hervorragende

Langzeit stabilität« des Skalierungsfaktors

(K1: 1 200 ppm) und des Bias (K0: 1200 μg).

Vielseitige Lösungen im Portfolio

Mit diesen und weiteren Sensorprodukten – wie der

mobilen ASC-»EQ«-Serie mit digitaler USB-Schnittstelle

für die Plug-and-Play-Bauwerksinspektion mit

Standard-Laptop ohne Bedarf an zusätzlicher Peripherie

– bietet ASC vielseitige, kosteneffiziente Lösungen

für unterschiedlichste Anwendungen. s

Verkehrswegebau Juli 2025 21


BOMAG

Die neue Bomag Anhängefräse

»RS 250-2« kann mit Traktoren

ab 250 PS bis maximal 350 PS

betrieben werden.

L BOMAG

Neue Anhängefräse

für maximale Effizienz

Auf der Bauma stellte Bomag ein innovatives Highlight

für Bauunternehmer, Lohnunternehmer und Vermieter

vor: die neue Anhängefräse »RS 250-2«. Diese umfangreiche

Weiterentwicklung soll neue Maßstäbe in der Kombination

aus Leistung, Wirtschaftlichkeit und Flexibilität

für den Wegebau, die Bodenstabilisierung sowie den Bau

von Aufschüttungen und Hinterfüllungen setzen.

Im Vergleich zu größeren Modellen

wie der »RS 300« bietet

die »RS 250-2« einen entscheidenden

Vorteil: Die Anhängefräse

benötigt eine geringere

Traktorleistung und kann bereits

mit Maschinen ab 250 PS

bis maximal 350 PS betrieben

werden. Dies senkt die Einstiegshürde

für Unternehmen,

die auf flexible und wirtschaftliche

Lösungen setzen.

Angetrieben wird sie direkt

über die Heck-Zapfwelle eines

Traktors und ermöglicht es, Böden

effizient zu fräsen, zu mischen

und zu stabilisieren –

ganz ohne kostenintensiven Bodenaustausch.

Dies entspricht

den Vorgaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes

und trägt

zur ökologischen Nachhaltigkeit

von Bauprojekten bei.

Höhere Wirtschaftlichkeit

durch Traktoreinsatz

Traktoren bieten – in Kombination

mit einer Anhängefräse wie

der »RS 250-2« – Bauunternehmen

eine kosteneffiziente Lösung,

da die Zugmaschine flexibel

für weitere Aufgaben auf der

Baustelle genutzt werden kann.

Dies führt zu einer höheren Maschinenauslastung

über das ganze

Jahr hinweg.

Dank der Drei-Punkt-Aufhängung

(Kategorie 3 oder 4)

lässt sich die Fräse schnell und

einfach ankuppeln. Der hydraulische

Oberlenker ermöglicht

eine präzise Neigungskorrektur,

während die Frästiefe über

hydraulisch einstellbare Seitenschilder

variabel angepasst werden

kann.

Leistungsstark und präzise –

bis zu 50 cm Frästiefe

Mit einer Arbeitsbreite von 2,1 m

und einer maximalen Frästiefe

von 50 cm eignet sich die »RS

250-2« optimal für eine Vielzahl

von Anwendungen, darunter

Wegebau, Straßenbau

und Bodenstabilisierung. Die

Kraftübertragung erfolgt über

einen leistungsstarken Riemenantrieb,

der eine gleichmäßige

Fräsleistung gewährleistet. Die

Maschine ist mit hochwertigen

get things moving!

25. – 28.09.2025

MESSE KARLSRUHE

22

Juli 2025

die

nutzfahrzeug

messe

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Verkehrswegebau


Hartmetall-Fräsmeißeln ausgestattet,

die für verschiedene Bodenarten

optimiert sind: Die

Ausführung »BRT 04« eignet sich

nach Herstellerangaben ideal

für bindige Böden, während die

Version »BRT 03« für Kies und

sandige Böden sowie der Standardmeißel

»BRT 01« auch für

Asphalt geeignet sind. Dank des

bewährten »BMS 15 L«-Wechselhaltersystems

lassen sich Meißel

und Halter schnell und einzeln

austauschen. Dies soll die Wartungszeiten

reduzieren und die

Einsatzbereitschaft der Maschine

erheblich erhöhen.

Optimierte Bauweise

für maximale Flexibilität

Die Konstruktion der Anhängefräse

wurde nach Herstellerangaben

speziell für den praktischen

Baustelleneinsatz entwickelt.

Der einseitige Rotorantrieb

sorgt für eine Null-Seite,

sodass laut Bomag Arbeiten direkt

an Böschungskanten oder

Hindernissen problemlos möglich

sind. Zudem wurde der Wartungsaufwand

durch den versetzten

Antrieb reduziert.

Die Maschine benötigt eine

Eingangsdrehzahl von 1 000 U/

min, die über die Zapfwelle mit

Standardmaß (1¾-Zoll) optimal

auf den Antriebstrang abgestimmt

ist. Abhängig vom jeweiligen

Traktormodell und der

Rad-/Reifen-Kombination, beträgt

der Winkel der Zapfwelle

laut Aussage des Unternehmens

lediglich 2° bei maximaler Frästiefe.

Dies minimiert laut Bomag

den Verschleiß und ermöglicht

eine gleichmäßige Leistungsübertragung.

Ideal für kleinere Bauprojekte

und zur Bodenstabilisierung

Die Bomag »RS 250-2« ist speziell

auf die Anforderungen kleinerer

Bauprojekte zugeschnitten. Besonders

in Bereichen, in denen

ein Bodenaustausch nicht wirtschaftlich

oder ökologisch sinnvoll

ist, spielt die Maschine ihre

Stärken aus.

Durch die Kombination aus

Traktor und Anhängefräse können

Bauunternehmen ihre Maschinenflotte

flexibel erweitern

und unterschiedliche Projekte

mit hoher Effizienz umsetzen.

Die vielseitige Nutzung des Traktors

– beispielsweise als Zugmaschine

für Bindemittelstreuer,

Wasserfässer oder andere Anbaugeräte

– maximiert zudem

den wirtschaftlichen Nutzen für

den Betrieb.

s

250

PS

Die Anhängefräse »RS 250-2«

benötigt eine geringere Traktorleistung

und kann bereits mit

Maschinen ab 250 PS bis maximal

350 PS betrieben werden.

Vernetzung von

Fertigern und Walzen

Ebenfalls in München stellt Bomag seine neueste Erweiterung zu

»Bomap«, der App zur Echtzeitdokumentation von Baustellenergebnissen,

vor: »Bomap Pave«. Damit können nach Herstellerangaben

Straßenfertiger und Asphaltwalzen erstmals in einem offenen, herstellerunabhängigen

System miteinander vernetzt werden. »Bomap

Pave« bietet eine durchgängige Kontrolle des gesamten Einbauprozesses

– von der Mischgutlieferung bis zur optimalen Verdichtung

des Asphalts. Das sorgt für mehr Transparenz in Echtzeit, reduzierte

Abstimmungsaufwände und verbesserte Baustellenprozesse.

»Bomap Pave« ermöglicht eine

durchgängige Kontrolle des gesamten

Einbauprozesses – von der

Mischgutlieferung bis zur optimalen

Verdichtung des Asphalts.

BOMAG

Mit »Bomap Pave« und dem

dazugehörigen »Sensorkit

Paving« zur Temperaturmessung

bringt Bomag eine digitale Lösung

auf den Markt, die sowohl die Steuerung

als auch die Dokumentation

im Asphaltbau revolutionieren soll.

Walzen- und Fertigerfahrer erhalten

durch die App in Echtzeit alle

relevanten Informationen zur Temperatur

und Verdichtung. »Bomap

Pave« schließt den Kreis Bomags

digitaler Lösungen. Diese umfassen

nun den gesamten Arbeitsprozess

von Baustellenplanung über

Baustellenlogistik bis hin zur Echt-

zeitvernetzung und Datenbereitstellung

in einem herstellerunabhängigen

und schnittstellenoffenen

System. Walzenfahrer sehen

die Einbautemperatur sowie die

Bohlengeometrie und sind so erstmals

in der Lage, ihr Walzschema

auf Echtzeitdaten aus dem Fertiger

abzustimmen. Dies ermöglicht

eine präzise Verdichtung und spart

unnötige Überfahrten. Sowohl der

Flächenplot der Temperaturerfassung

hinter dem Fertiger als auch

die Verdichtungsergebnisse der

Walzen lassen sich per Knopfdruck

als Report erstellen und mit dem

Unternehmen und Auftraggebern

teilen. Zudem zeichnet die App Fertigergeschwindigkeiten

und Stopps

an der Stelle auf, an der sie passieren

– zuverlässig und nachweisbar.

Die App ist für alle Straßenfertiger

sowie Walzen geeignet, unabhängig

vom Hersteller, und auf handelsüblichen

Android-Endgeräten

einsetzbar.

Transparente Daten

und Kostenersparnis

Die transparenten Daten der App

ermöglichen ein besonders präzises

Arbeiten der Fahrer. Bauleiter können

den Baufortschritt von überall aus in

Echtzeit überwachen, was unnötige

Anfahrten und Zeitverluste vermeidet.

Die Bauzeiten sollen dadurch

erheblich verkürzt, Kraftstoff eingespart

und CO 2

-Emissionen reduziert

werden. Dabei stellt die kontinuierliche

Kontrolle der Asphalttemperatur

sicher, dass der Asphalt unter optimalen

Bedingungen eingebaut und

verdichtet wird. Dieses Qualitätsmerkmal

erhöht die Lebensdauer

der Straßen deutlich. Mit der integrierten

Materialverbrauchsanzeige

und dem darin enthaltenen Materialrechner

hat das Team den aktuellen

Materialverbrauch im Blick und

kann darauf entsprechend reagieren.

So werden Mehr- oder Minderlieferungen

von Mischgut reduziert

und Materialkosten eingespart. s

Verkehrswegebau Juli 2025 23


nen wir beide Aufgaben mit derselben Maschine

durchführen.« Dazu komme aber noch ein weiterer

Pluspunkt, der die Arbeit ungemein erleichtere

und beschleunige. »Die ›ARW-65 S‹ lässt sich mühelos

manövrieren.« Seitliche Bewegungen mit der

Walze rund um die Gullydeckel oder der Anschluss

an den bestehenden Straßenbelag seien problemlos

mit einer Hand an der Steuerung umzusetzen –

trotz der Hanglage. »Der Bediener steuert die Richtung

durch einfaches Drücken einer der beiden Tasten

am Fahrhebel, und das hydraulische Drehgelenk

an der Bandage ermöglicht die Bewegung beim Vorwärts-

und Rückwärtsfahren um 15º nach links und

rechts«, erzählt Rexhepi begeistert.

Auch der nahtlose

Anschluss und eine

ebenmäßige Verdichtung

ließen sich mit der »ARW

65-S« effizient ausführen.

L AMMANN

Zwei-in-eins-Duplexwalze

für Hang und Kurve

Selten ist eine Baustelle wie

die in der Flurstraße von

Wipperfürth so geeignet, um all

die Vorzüge der handgeführten

Tandem-Walze »ARW S-65«

im Einsatz zu demonstrieren.

Sogar Arbeiten am Hang, in

engen Bereichen und in Kurven

stellten für die in jede Richtung

lenkbare Walze von Ammann

keine unlösbaren Aufgaben dar.

Soeben wurde in Wipperfürth ein entscheidendes

Infrastrukturprojekt erfolgreich abgeschlossen:

Die Glasfaserleitungen sind verlegt und die Anbindung

des Wohngebiets an die digitale Welt ist

gesichert. Doch bevor die Anwohner der an einem

Berg hang liegenden, kurvigen Straße die Vorteile

des schnellen Internets genießen können, muss der

Graben, in dem die Glasfaserleitungen verlegt wurden,

wieder verschlossen werden. Seine Breite beträgt

zwischen 60 cm und 1 m. Hier ist eine präzise

und leistungsstarke Walze gefordert.

Das ausführende Unternehmen Rexhepi Tiefbau

setzt zum ersten Mal die handgeführte, lenkbare

Walze »ARW 65-S« ein. Diese ist laut Ammann

weltweit die einzige lenkbare Walze dieser Modellklasse.

Sie lässt sich problemlos über jeden Untergrund

führen, durch den 15°-Lenkwinkel auch in

alle Richtungen. Dabei werden Schotter und Erde

ebenso optimal und effizient verdichtet wie Asphalt,

da sich die Amplitude auf das zu verdichtendes Material

einstellen lässt.

»Wir hatten hier zwei Aufgaben. Wir müssen

den Graben erst mit Erdreich und Schotter verfüllen

und verdichten. Danach bauen wir ca. 3,5 t Asphalt

als 5 cm dicke Asphaltdeckschicht ein und verdichten

die Deckschicht nahtlos mit der vorhandenen

Asphaltschicht«, erzählt Hysni Rexhepi. »Mit

der Duplexwalze ›ARW 65-S‹ von Ammann kön-

Erst geprüft und dann gekauft

Die »ARW 65-S« bietet dem Bediener laut Ammann

ein komfortables und ermüdungsfreies Arbeiten. So

schont die vibrationsgedämpfte Deichsel den Benutzer

auch bei längeren Einsätzen. Die variierbare Vibration

ermöglicht, dass es nach der Fertigstellung

einen nahtlosen Übergang vom verfüllten Graben

zur bestehenden Fahrbahn gibt: große Amplitude

und viel Kraft zur Verdichtung der Füllung, kleine

Amplitude und hohe Frequenz zur Verdichtung des

warmen Asphalts. Das Ergebnis ist ein einheitlicher

Asphaltbelag.

AMMANN (2)

Rexhepi Tiefbau setzte bisher die nicht lenkbare

Version »ARW 65« ein. »Die Flexibilität und einfache

Handhabung der lenkbaren ›ARW 65-S‹ überzeugten

mein Team. Wir schätzen die verbesserte, leichtere

Manövrierfähigkeit, die gibt dem Maschinenführer

die exakte Kontrolle über den Verdichtungsprozess«,

sagt der Bauunternehmer. »Das beschleunigt

nicht nur unsere Arbeit, sondern wir können

die Aufgaben mit besten Ergebnissen erledigen und

sind wesentlich produktiver.«

Mit der »ARW 65-S« liefert Ammann ein starkes

Argument für präzise, effiziente und zuverlässige

Verdichtungsarbeiten. Egal ob an Hindernissen

oder bei anspruchsvollen Steigungen – diese Walze

ist das ideale Arbeitsgerät für Tiefbauunternehmen,

die auf Qualität und Leistung setzen wollen.

Körpergewicht ist nicht notwendig, um die Maschine zu lenken:

Die »ARW 65-S« lässt sich einfach zur Seite steuern.

s

24

Juli 2025

Verkehrswegebau


L JCB

Erster EU-Stufe-V-Walzenzug

über 10 t ohne AdBlue

JCB

Vier Traktionsmodi

und ein ausgewogenes

Hydrauliksystem

ermöglichen laut JCB

eine Steigfähigkeit

bis zu 55 Prozent.

Mit dem neuen »VM118D«

bringt JCB den nach

eigenen Angaben weltweit

ersten Walzenzug mit über

10 t Einsatzgewicht auf

den Markt, der die Emissionsvorgaben

der EU-Stufe

V ohne den Einsatz von

AdBlue erfüllt. Ausgestattet

mit einem 55 kW starken

»JCB 430«-Dieselmotor,

soll die Maschine durch

hohe Effizienz, einfache

Bedienung und geringere

Betriebskosten überzeugen.

Bei der Entwicklung standen eine saubere Verdichtung

und globale Einsatzmöglichkeiten im

Vordergrund. Dazu wurden Konstruktionsmerkmale

der JCB-Modelle »116D« in Form der Frontpartie

inkl. Vibrationsbandage und der »VM117«-Heckpartie

mit EU-Stufe-V-Motor kombiniert. Ein besonderes

Augenmerk liegt auf dem »JCB 430«-Motor, der ganz

ohne SCR oder DEF auskommt – laut Hersteller eine

Premiere in dieser Maschinenklasse. Ein Vier-Modi-Traktionssystem

für Arbeit, Fahr, Steigung und

Stampffuß-Einsatz, zwei Frequenzbereiche (32 Hz

und 36 Hz), zwei Amplituden (1,8 mm / 0,8 mm) sowie

zwei Zentrifugalkräfte (256 kN / 147 kN) sollen

eine maximale Flexibilität im Einsatz ermöglichen.

Vernetzte Effizienz inklusive

Optional ist der »VM118D« mit dem »JCB Intellicompaction«-System

erhältlich und verfügt standardmäßig

bereits über »Connected Compaction«

via »JCB LiveLink« mit einer Lizenz für das Telema-

tiksystem für die ersten fünf Jahre. Ein neu gestalteter

Motorraum mit weit öffnender Haube ermöglicht

zudem einen komfortablen Zugang zu allen

Wartungspunkten auf Bodenhöhe. Dank der abgeschrägten

Haube genießt der Fahrer laut JCB eine

hervorragende Sicht nach hinten.

Komfortabel und sicher

Die komplett überarbeitete ROPS/FOPS-Kabine bietet

laut JCB »höchsten Komfort und Ergonomie«

und eine durchgehende Flachverglasung für günstigen

Austausch im Schadensfall. Das aus den neuesten

»X-Serie«-Baggern bekannte »Ux«-Display ermöglicht

in Kombination mit einem Drehrad eine

intuitive Bedienung. Eine LED-Arbeitsbeleuchtung

vorne und hinten, vier integrierte Rundumleuchten,

eine Klimaanlage im Kabinendach sowie optionale

Sicherheitsfeatures wie Rückfahrwarnung mit weißem

Rauschen, Wegfahrsperre und Beleuchtungseinrichtung

runden das Ausstattungspaket ab. s

Qualitäts

Anbaugeräte

Made in Italy

by Giorgio Cangini

Officine Malaguti SRL

commerciale2@malagutisrl.com

+39 0547 1932186

Piazza Plauto, n. 40 - 47027 Sarsina (FC) Italy

www.malagutisrl.com

Verkehrswegebau Juli 2025 25


Beim »EWR150« können Stiellängen von

2, 2,4 und 2,6 m und beim »EWR170« von

2, 2,5 und 3,1 m gewählt werden.

L VOLVO CE

Mit neuem Schwung

Volvo CE hat seine Kurzheck-Mobilbagger

»EWR170«

und »EWR150« in einer

neuen Generation auf den

Markt gebracht. Markantes

Kennzeichen ist u. a. die branchenweit

erste elektrisch

ausklappbare Leiter für einen

sicheren Zugang zur Kabine.

Die von Volvo patentierte, elektrisch

einklappbare Leiter schwenkt aus

der seitlichen Ruhestellung nach

unten und ermöglicht so einen

sicheren sowie einfachen Zugang.

Die Verbesserungen gegenüber den Vorgängern

betreffen u. a. eine größere Reichweite, eine höhere

Hubkapazität, eine Verringerung des vorderen

Schwenkradius um mehr als 0,5 m und eine um

10 Prozent höhere Motorleistung beim »EWR150«.

Im Modelljahr 2026 wird zudem eine von Volvo

patentierte, elektrisch einklappbare Leiter eingeführt,

ebenso eine neue Vierradlenkung. Mit dem

laut Volvo CE kürzesten Heckschwenkradius ihrer

Klasse, kombiniert mit einem reduzierten Frontschwenkradius,

sind die Mobilbagger »EWR150«

und der »EWR170« »die perfekten Maschinen für

Arbeiten in städtischen Umgebungen und auf engstem

Raum«.

Mehr Hubkraft und größere Reichweite

Mit größer dimensionierten Hubzylindern erweitern

sich die Hubkapazitäten des »EWR150« und

»EWR170« – ideal auch für die Kombination mit

dem ebenfalls neu konstruierten, längeren zweiteiligen

Ausleger mit größerer Reichweite. Im

»EWR150« bietet der neue 115-kW-Motor – der

jetzt dem des »EWR170« entspricht – fast 10 Prozent

mehr Leistung als zuvor. Das starke Aggregat beider

Maschinen soll zu schnellen Zykluszeiten, hoher

Grabkraft und problemloser Handhabung größerer

Anbaugeräte beitragen. Auch das Schwenkdrehmoment

hat Volvo CE im Vergleich zur vorherigen

Generation um 10 Prozent erhöht, woraus noch

kontrolliertere Maschinenbewegungen sowie eine

höhere Effizienz und Genauigkeit resultieren sollen.

Vielfältige Optionen verfügbar

Bei den neuen Modelle können die Kunden beispielsweise

beim »EWR150« zwischen Stiellängen

von 2, 2,4 und 2,6 m wählen, beim »EWR170« von

VOLVO CE (2)

2, 2,5 und 3,1 m.

Auch der Unterwagen

ist individuell anpassbar,

ob mit oder ohne Pratzen

und Schild an Front und Heck. Eine optionale

2,75 m breite Achse (bereits bei der vorherigen Generation

des »EWR170« möglich, aber neu für den

»EWR150«) bietet weitere Flexibilität und eine verbesserte

Stabilität beim Heben über die Seite.

Eine breite Palette von Volvo-Anbaugeräten –

einschließlich Schaufeln und Hämmer – ist optimal

an die neuen Modelle angepasst. Auch die hydraulischen

Zusatzkreisläufe »X1« und »X3« hat

Volvo CE optimiert. Außerdem wurde im Fall des

»X3« der Durchfluss von 70 auf 120 l/min erhöht,

um den notwendigen Druck für den Betrieb eines

»Steelwrist«-Tiltrotators zu gewährleisten. Ein dritter

Zusatzkreislauf (»X4«) ist als Option erhältlich.

Komfortable Fahrerumgebung

Zu den Merkmalen der neu gestalteten Kabine zählen

laut Volvo CE hervorragende Sichtverhältnisse,

ein niedriger Geräuschpegel und ergonomische

Bedienelemente. Hinzu kommen benutzerfreundliche

Joysticks, praxisgerechte Ablagemöglichkeiten,

kabelloses Laden für Mobiltelefone, USB-Anschlüsse,

automatische Beleuchtung und Optionen

wie ein Druckluftkompressor für die Reinigung

und eine Sonnenblende für die rechte Seite. Eine

neue Bedienerschnittstelle zeigt alle wichtigen Informationen

auf einem einzigen 12,8-Zoll-Touchscreen

in der rechten Konsole.

Hohe Sicherheitsstandards

Der hohe Fahrerkomfort setzt sich mit ebensolchen

Sicherheitsstandards fort. Dafür stellt die

neue Komfort-Kabinentreppe ein ideales Beispiel

dar: Die von Volvo patentierte, elektrisch einklappbare

Leiter schwenkt aus der seitlichen Ruhestellung

nach unten und ermöglicht so einen sicheren

und einfachen Zugang. Für zusätzliche Sicherheit

kann die Maschine bei heruntergeklappter Leiter

nicht schwenken oder sich bewegen.

In der Kabine sorgen eine integrierte Rückfahrkamera

und eine Kamera auf der rechten Seite

für zusätzliche Einblicke. Das optionale System

»Volvo Smart View« mit neuer und verbesserter

High-Definition-Ansicht bietet dem Fahrer zudem

einen 360°-Echtzeitüberblick über die Maschinenumgebung.

s

26

Juli 2025

Verkehrswegebau


Für den Cat-Zweiwegebagger

»M323« stehen unterschiedliche

Antriebskonzepte zur Verfügung:

Kategorie 9A, Kategorie 9A+C

und Kategorie 9C.

legt und sind entsprechend gut zugänglich – eine

Plattform sorgt dafür, die Wartung sicher durchführen

zu können. Neu ist, dass eine Wartungsklappe

als Trittstufe genutzt werden kann.

Heller gestaltet wurde die Beleuchtung – sie sorgt

für ein gut ausgeleuchtetes Arbeitsumfeld. Kunden

können unter zwei verschiedenen LED-Lichtpaketen

wählen. Damit soll das Personal, das im Gleis

Arbeiten in der Dunkelheit oder bei Dämmerung

ausführen muss, noch besser unterstützt werden.

Der nötige Überblick wird für den Fahrer durch eine

neue hochauflösende 360°-Kamera gewährleistet.

L ZEPPELIN

Neue Standards

im Gleisbau setzen

Aktuelle Technologien rund ums Gleis rückte die internationale Ausstellung

für Fahrwegtechnik, kurz iaf, Ende Mai in Münster ins Rampenlicht: Dort

trat Zeppelin mit zwei neuen Flaggschiffen an. Präsentiert wurde der neue

Cat-Zweiwegebagger »M323« mit unterschiedlichem Antriebskonzept: einmal

dem klassischen Antrieb mit geführten Schienenachsen und Reifenantrieb

(Kategorie 9C). An seiner Seite stand ein »M323« mit Kombiantrieb (Kategorie

9A+C). Zudem gab es mit dem klassischen hydrostatischen Schienenradantrieb

(Kategorie 9A) noch eine weitere Wahlmöglichkeit zu sehen.

Bei der grundlegenden Überarbeitung

des Modells wurde für mehr

Platz gesorgt: Beide Sitze sind in

Fahrtrichtung angeordnet.

Verfügbar sind alle Modelle sowohl in der Kurzheck-Version

mit 1 575 mm als auch mit einem

längeren Heck mit 2 000 mm Heckschwenkradius.

Weil Arbeiten rund ums Gleis effizient und effektiv

ausgeführt werden müssen, bestehen unterschiedliche

Anforderungen, woraus die verschiedenen Antriebskonzepte

resultieren. Darüber hinaus wurden

auch der Fahrerkomfort und das Sicherheitskonzept

grundlegend überarbeitet, um nach Herstellerangaben

neue Standards im Gleisbau zu setzen.

So wurde für den Zustieg zur Kabine ein eigenes

Zugangskonzept für jedes Modell entwickelt. Für

den Zweiwegebaggerfahrer und seinen Begleiter gibt

es nun mit der neuen Baureihe bei Kombiantrieb

oder klassischem Antrieb vier statt drei Trittstufen

– optional können diese beleuchtet werden. Die erste

Trittstufe senkt sich zum Auf- und Abstieg sogar

vollautomatisch ab. Eine weitere Änderung betrifft

die Kraftstoffbetankung, die im Unterwagen untergebracht

und vom Boden aus gut erreichbar ist: Somit

muss niemand mehr auf die Maschine steigen.

Relevante Wartungspunkte wurden zusammenge-

ZEPPELIN

Kabine im aktuellen Design

Auch sonst hat sich im Inneren viel getan: Die Kabine

wurde an das Design der neuen Maschinengeneration

angepasst. Daran angelehnt wurde die

Bedienung: Schalter sind ergonomisch angeordnet.

Displays sind größer und intuitiver zu betätigen. Außerdem

wurde für mehr Platz gesorgt: Das gilt für

den Fahrer und seine Begleitperson – beide Sitze

sind in Fahrtrichtung angeordnet. Angepasst und

deutlich vergrößert wurde auch der Stauraum, um

Werkzeug sowie Sicherheitseinrichtungen unterzubringen.

Anzeigen zur Bahn- und Maschinentechnik

übermitteln hochauflösende Monitore. Assistenzsysteme,

feste Bestandteile der neuen Maschinengeneration

des »M323«, bieten Hilfestellung

für den Maschinisten. Hierzu zählt eine integrierte

Waage oder ein Tempomat. Übernommen wurde

die Funktion der Überlastungsbegrenzung von

der Vorgänger-Baureihe, um zu verhindern, dass

der Bagger umkippt, sollte er zu viel Masse heben.

Neu ist die Funktion der Personenerkennung. So

wird dem Fahrer am Display angezeigt, wenn sich

Personen dem Zweiwegebagger nähern. Dann ertönt

ein akustisches Warnsignal, um auf sie aufmerksam

zu machen.

Sind schwere Lasten wie lange Schienen zu ziehen,

liefert der konventionelle Antrieb die benötigte

Traktion und bringt die erforderlichen hohen Zugkräfte

auf. Muss der Bagger weite Strecken zurücklegen,

bietet sich wiederum der hydrostatische Schienenradantrieb

an. Das innovative Konzept gilt nach

Herstellerangaben als Alleinstellungsmerkmal. Der

hydrostatische Schienenradantrieb treibt die Schienenführungsräder

an. Fahrer können über Gleisinfrastruktur

(beispielsweise Indusi) hinwegfahren.

Wer beide Vorteile nutzen will, wählt die Kombination

der Antriebsarten. Außerdem wurde auf Kompatibilität

geachtet: Bei der neuen Generation lassen

sich alle hydraulischen Schnellwechsler einsetzen.

Dadurch muss der Fahrer nicht mehr aussteigen,

Bolzen ausschlagen und Hydraulikleitungen lösen,

wenn der Wechsel eines Anbaugeräts ansteht. Auch

auf die immer größer werdenden Anforderungen

an die Arbeitshydraulik wurde reagiert. Bei der hydrostatischen

Variante und dem Kombiantrieb wurde

nach wie vor die bewährte hydraulische Pendelachse

verbaut. Nicht zuletzt gab es Leistungssteigerungen

bei der Schwenkbremse.

s

Verkehrswegebau Juli 2025 27


L COREUM

Der Kern

digitaler Innovation

COREUM (2)

Die Bauwirtschaft befindet

sich inmitten eines grundlegenden

Wandels: Digitalisierte

Baustellen sind nicht nur auf

dem Vormarsch, sie werden

zudem präziser, effizienter

und sicherer. Doch wie können

Bauunternehmen diesen

Fortschritt für sich nutzen?

Das Coreum will zusammen

mit seinen Partnern darauf

Antworten liefern.

Mit dem »KTEG CoPilot« haben

Maschinenführer alle Assistenz- und

Steuerungssysteme auf einem

Bildschirm genauestens im Blick.

Fachkräftemangel, straffe Zeitpläne und steigende

Anforderungen an Effizienz und Dokumentation

prägen den Alltag in der Bauindustrie. Genau hier

setzen die Experten im Coreum an: Im Zentrum der

»Baustelle 4.0« stehen Technologiepartner wie Makineo,

Leica Geosystems, Sodex Innovation, xWatch,

Viscan, Vemcom und KTEG. Sie präsentieren Systeme

für smartere Arbeitsabläufe: vom autonomen

Drohnensystem über digitale Assistenzlösungen bis

hin zu hoch präzisen Maschinensteuerungen.

Präzision und Effizienz auf der Baustelle

Makineo ermöglicht mit modernster Technologie,

dass ein Bagger nicht nur gräbt, sondern gleichzeitig

sein Baufenster und den gesamten Arbeitsfortschritt

automatisch dokumentiert und die Daten

in Echtzeit ins Büro überträgt. Dabei kommt

eine Kombination aus der Leica-3D-Steuerung mit

dem KTEG-»AutoDoku«-System zum Einsatz. Das

Ziel: herkömmliche Baumaschinen in intelligente,

datengesteuerte Werkzeuge zu verwandeln. Diese

Technologie macht den Bagger zum aktiven Sensor,

der während der Arbeit kontinuierlich eine detaillierte

3D-Punktwolke des Bauprojekts erstellt.

GPS-gestützte Systeme sorgen für eine zentimetergenaue

Positionierung, während integrierte Sensoren,

LiDAR-Laserscanner und Kameras präzise Informationen

über Tiefen, Volumen und Materialmengen

erfassen. So entstehen in Echtzeit umfassende

Datensätze, die direkt in die Cloud und ins

Büro übertragen werden.

Im Coreum werden neue Technologien

nicht nur vorgestellt, sie lassen

sich auch direkt ausprobieren und auf

ihre Praxistauglichkeit testen.

Selbst unwegsames Gelände stellt dabei kein

Hindernis dar, wie das »DJI Dock 2« von Viscan unter

Beweis stellt. Das autonome Drohnensystem

fliegt Baustellen völlig selbstständig ab, vermisst

automatisch und liefert so präzise Echtzeitdaten.

Wetterdaten und Umgebungsbedingungen werden

dabei kontinuierlich überwacht, um den idealen

Zeitpunkt für die Drohnenflüge zu bestimmen. Auf

Großbaustellen mit mehreren Bauabschnitten behalten

Projektleiter durch die Drohnendaten so jederzeit

den Überblick. Fortschritte, Abweichungen

vom Plan und potenzielle Probleme lassen sich frühzeitig

erkennen – ohne ständig vor Ort sein zu müssen.

Die wetterfeste Basisstation schützt die Drohne

zudem in rauen Umgebungen, lädt sie automatisch

auf und hält sie einsatzbereit.

Damit unterstützen diese Lösungen Bauleiter

und Poliere dabei, kritische Phasen des Bauprozesses

zu überwachen und potenzielle Fehlerquellen

frühzeitig zu erkennen. Die automatisch generierten

Daten ermöglichen eine lückenlose Dokumentation

und reduzieren den Bedarf an zusätzlichen

Vermessungsteams. Die direkte Verfügbarkeit

der Messdaten verbessert die Kommunikation zwischen

Baustelle sowie Büro und sorgt für schnellere

Reaktionszeiten bei Planungsanpassungen.

Smarte Maschinensteuerung für Bagger

Der »KTEG-CoPilot« als Assistenz- und Flottenmanagementsystem

für den Bagger vereint verschiedenste

Assistenzsysteme auf einem einzigen Bildschirm.

Der Maschinist soll dadurch fokussierter

und damit produktiver arbeiten. Der »Tooltracker«

als wichtige Komponente sammelt sämtliche Informationen

eines Anbaugeräts und passt die Betriebsparameter

automatisch an. Das System speichert relevante

Daten wie Eigengewicht oder geometrische

Abmessungen. Auch die Sicherheit ist ein Thema: Das

Kamerasystem »Aerial Angle« bietet eine 270°-Vogelperspektive

auf die Maschine. Über verschiedene Ansichtsoptionen

kann die eigene Sicherheit und die der

Personen im Umfeld überwacht werden.

Schlüssel zur Digitalisierung der Baustelle

Die Digitalisierung bietet Bauunternehmen die

Möglichkeit, Projekte effizienter, sicherer und wirtschaftlicher

zu gestalten. Dennoch kann die Vielzahl

an Technologien und Systemen zunächst überwältigen.

Genau hier setzen die Experten im Coreum

an, etwa mit speziell eingerichteten Aktionsflächen.

Dort können Maschinen und Technologien

unter realen Baustellenbedingungen erprobt werden.

Gemeinsam mit einem Bauunternehmen wurde

etwa die Fläche für einen Infrastrukturbau geplant,

auf der Kabel verlegt, Schächte eingebracht

und verschiedene Bodenbeläge verarbeitet wurden –

ein praxisnahes Einsatzszenario, realitätsnah simuliert.

Besucher können unter fachkundiger Anleitung

die neuesten Lösungen selbst testen, unterschiedliche

Technologien miteinander verknüpfen

und direkt erleben, wie sie sich in den eigenen Arbeitsalltag

integrieren lassen. Der direkte Zugang zu

Experten und Partnern erleichtert zudem den Einstieg

in die Digitalisierung. Unterstützend vermittelt

die Coreum Akademie aktuelles Wissen.

s

28

Juli 2025

Verkehrswegebau


JÜRGEN RÖSNER

Die Demonstrationsmesse will

Bau- und Recyclingunternehmen

dabei unterstützen, von

aktuellen Markttrends konkret

zu profitieren.

L KARLSRUHER MESSE

RATL 2025:

Praxisplattform mit Aha-Momenten

Vom 9. bis 11. Oktober ist es

wieder so weit: Entscheider

und Experten aus Bau, Abbruch

und Recycling kommen auf der

RecyclingAktiv & TiefbauLive

(RATL) in der Messe Karlsruhe

zusammen, um sich einen

praxisnahen Überblick über

innovative Maschinentechnik

zu verschaffen. Der aktuelle

Aufwind in der Branche, der

in der ersten Jahreshälfte

besonders deutlich spürbar

wurde, spiegelt sich nach

Angaben der Messegesellschaft

auch in einem hohen Ausstellerzuspruch

insbesondere im

Freigelände wider: So war das

infrastrukturell ertüchtigte

Peter-Gross-Bau-Areal bereits

sechs Monate vor Messestart

nahezu ausgebucht.

Mit einem Angebots-Portfolio aus langjährigen

Wiederkehrern wie Zeppelin Baumaschinen,

Wacker Neuson, Doppstadt, Jürgen Kölsch, Komptech

und JCB sowie Neuzugängen wie Milwaukee,

SBH Tiefbautechnik und Magni gibt die Messe einen

komprimierten Marktüberblick. Dabei steht eine

Kontinuität mit klarem Praxisfokus im Vordergrund:

Auch in ihrer fünften Ausgabe in der Messe

Karlsruhe will die RATL Trends und Zukunftsvisionen

wieder herstellerübergreifend und lösungsorientiert

in Anwendungen mit echtem Mehrwert

übersetzen – für alle Akteure auf der Baustelle, im

Entsorgungsbetrieb und hinter den Kulissen.

Projektleiterin Olivia Hogenmüller betont: »Die

RATL kommt im Oktober genau zum richtigen Zeitpunkt

mit einem Konzept, das globale Branchentrends

und Zukunftsvisionen in die tägliche Praxis

überführt, praxisnah, skalierbar und relevant

für Unternehmen jeder Größe. So unterstützt die

Demonstrationsmesse Bau- und Recyclingunternehmen

dabei, von aktuellen Markttrends konkret

zu profitieren. Welche Maschinentechnologie,

Antriebsform oder welcher Baustellenprozess der

richtige ist – dafür gibt die RATL klare Hilfestellung,

indem sie die Technologien greifbar macht.«

Musterbaustellen mit aktuellen Themen

Der konkrete Nutzen für den operativen Alltag steht

im Mittelpunkt – ergänzt um Impulse, die auch strategische

Entscheider und technische Führungskräfte

weiterbringen sollen. Die Veranstaltung will zei-

gen, wie herstellerübergreifende Maschinenprozesse

in echten Baustellenumfeldern und Entsorgungsfachbetrieben

realistisch umgesetzt werden

können. Herzstück der Veranstaltung sind daher

die Demo-Formate, die unterschiedliche Schwerpunkte

rund um Stoffströme, Antriebs- und Anwendungsformen

behandeln.

Geplant sind in diesem Jahr beispielsweise

die »Musterbaustelle Infrastrukturbau« mit dem

Schwerpunkt Bahn und die »Musterbaustelle Elektromobilität

im Kompakt- und GaLaBau«. Die Anbaugeräte-Arena

wartet mit einem neuen Showkonzept

auf, das Abbruch und Aufbereitung von mineralischen

Bauabfällen thematisiert. Die Aktionsflächen

»Holz & Biomasse« und »Schrott & Metall« als

auch die Azubi-Baustellen im Rahmen der Baustelle

Zukunft runden das Liveprogramm ab.

Ticket-Shop bietet neues Halbtagesticket

Wer sich die RATL als Wegweiser für Innovation

und Plattform für Wissenstransfer zu eigen machen

möchte, kann online Tages- und Dauertickets

sowie erstmals auch Halbtagestickets für einen

Messebesuch ab 13 Uhr buchen. Neu wird in

diesem Jahr auch ein Kombiticket mit der Nutzfahrzeugmesse

Nufam angeboten, die unmittelbar vor

der RATL in der Messe Karlsruhe stattfindet und

die neuesten Innovationen aus der Nutzfahrzeugbranche

präsentiert. Beim Kauf von jedem Tagesticket

ist auch der Eintritt an einem Messetag der

Nufam inkludiert.

s

Verkehrswegebau Juli 2025 29


Um auf die Baustelle in 3 300 m Höhe zu kommen,

wurde der Backenbrecherlöffel »BF90.3

S4« via Hubschrauber in Einzelteilen nach oben

transportiert und dort wieder zusammengebaut.

MB CRUSHER

L MB CRUSHER

Wenn der Berg nicht

zum Anbaugerät kommt, …

… dann kommt das Anbaugerät

eben zum Berg – und das

via Hubschrauber bei gleich

drei Bauprojekten in Höhen

von teilweise über 3 000 m.

Der Grund dafür ist jeweils

identisch: Sowohl der Transport

des Abbruchmaterials ins Tal

als auch der benötigten Baumaterialien

nach oben wäre viel

zu zeit- und kostenaufwendig

gewesen. Stattdessen werden

die MB-Crusher-Anbaugeräte

einfach direkt vor Ort genutzt.

Zufällig anwesende Bergsteiger im Skigebiet

Grands Montets im französischen Vallée de Chamonix

werden sich über den Anblick sicherlich gewundert

haben: Am Haken eines mehrfach vorbeifliegenden

Hubschraubers hingen unterschiedliche

Maschinenkomponenten, die zusammengesetzt einen

MB-Crusher-Backenbrecherlöffel »BF90.3 S4«

ergaben. Diesen benötigte das Unternehmen Pugnat

Tp auf einer Baustelle in 3 300 m Höhe für den

Bau der neuen Plattform der Grands-Montets-Seilbahn.

Der Grund: Für die Herstellung der Fundamentschicht

der Plattform musste Granit mit einer

Korngröße von 0 bis 80 mm gebrochen werden, damit

dieser nicht zeit- und kostenaufwendig sowie vor

allem umweltbelastend nach unten und oben transportiert

werden musste.

Alpine Baustelle meistern

Deshalb entschied sich das Unternehmen für den

MB-Crusher-Backenbrecherlöffel »BF90.3 S4«, der

an einen »Cat330«-Bagger montiert wurde. Um an

seinen Einsatzort zu gelangen, wurde der Brecherlöffel

demontiert, in mehreren Chargen per Hubschrauber

transportiert und auf dem Gipfel wieder

zusammengebaut. Dort konnte er anschließend sofort

seine Arbeit aufnehmen. Die Entscheidung für

diese Lösung in Verbindung mit dem MB-Brecherlöffel

sparte nicht nur Geld und Zeit, sondern verringerte

auch den ökologischen Fußabdruck und

trägt zum Erhalt der Natur des Geländes bei. Ein

weiteres Projekt im alpinen Bereich fand in den

Chiemgauer Alpen am Dürrnbachhorn statt, des-

sen Gipfel Bayern von Österreich trennt. Hier mussten

Versorgungsleitungen verlegt werden. Die Logistik

war wie im Beispiel zuvor ein Alptraum und die

Lösung bestand wiederum darin, den Brecherlöffel

»MB-L140« per Hubschrauber zu transportieren.

Zum Auffüllen wiederverwendet

Bereitgestellt von der AIB Kreipl e.K., Fachhändler

für Anbauwerkzeuge aus Kolbermoor, und montiert

an einen Kaiser-Schreitbagger, zerkleinerte der Brecherlöffel

an einem Steilhang mit begrenztem Platzangebot

die beim Aushub anfallenden Gesteinsbrocken.

Diese konnten anschließend direkt zum Auffüllen

der Gräben wiederverwendet wurden. Dadurch

entfiel nicht nur der Transport auf die Deponie,

auch der Erwerb und Transport von neuem Material

wurde dadurch überflüssig. Jedoch erleben nicht nur

die Brecherlöffel »Höhenflüge«: Im Drogo-Tal in den

Bergen Nord italiens wurde ein MB-Crusher-Greifer

»MB-G500« per Hubschrauber in die steilen Berge

der Lombardei transportiert.

Dort war die Firma Fattarelli SAS mit der Neugestaltung

des Flussbetts und dem Bau von Dämmen

beauftragt. Eine Arbeit, die nicht nur ein Höchstmaß

an Sicherheit erfordert, sondern auch fachgerecht

ausgeführt werden muss. »Der MB-Crusher-Greifer

ist ein unverzichtbarer Begleiter«, sagt Nicola Fattarelli.

Ob bei der Zerkleinerung von Geröll, der Bewegung

von Baumstämmen oder Ausbauarbeiten –

MB Crusher stellt mit seinen Maschinen unter Beweis,

dass diese auch schweren Herausforderungen

gewachsen sind.

s

30

Juli 2025

Verkehrswegebau


A WIRTGEN GROUP COMPANY

DIE LEGENDE AUF RÄDERN

SUPER 1803-5 X – Der starke Radfertiger

Der SUPER 1803-5 X-Tier ist der leistungsfähigste Radfertiger von VÖGELE. Perfekt kombiniert

er ein robustes, zuverlässiges Materialmanagement und eine Einbaubreite von bis zu 8,25 m

mit der hohen Wendigkeit und Transportfähigkeit eines Radfertigers. Als Fertiger der Strich-5-

Generation setzt die Radmaschine der erfolgreichen 1800-er Serie neue Standards in Sachen

Benutzerfreundlichkeit, Automatisierung, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit.

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Verkehrswegebau Juli 2025 31


Bei Windkraft-Projekten

stellen besonders die Zu- und

Abfahrten der großen Komponenten

wie Flügel und Turmteile

eine Herausforderung dar. Mit

Platten und Panels für mobile

Straßen lassen sich schwierige

Bodenverhältnisse ausgleichen.

L VP TPA

Mobile Baustraßen

für effizientere Abläufe

In einer modernen Gesellschaft sind Infrastrukturen wie Straßen,

Brücken, öffentliche Verkehrsmittel oder auch die Versorgungsnetze

für Strom, Gas, Öl und Wasser von entscheidender Bedeutung.

Um eine entsprechend robuste Infrastruktur zu gewährleisten, sind

Modernisierungen und Ausbauprojekte unerlässlich. Vp TPA Mobile

Straßen bietet in diesem Kontext für effizientere Baustellenabläufe

bewährte Lösungen in Form mobiler Baustraßen aus Stahlplatten

und Aluminium-Panels. Diese schaffen selbst bei schwierigen

Bodenverhältnissen eine stabile Grundlage für Bauprojekte.

Von optimal verteilten Lasten

profitieren der Untergrund

und die Maschinen gleichermaßen,

da beide entsprechend geschützt

werden. Vp TPA bietet

in dem Zusammenhang einen

Rundumservice und begleitet

Projekte von der Planung bis zur

Demontage. Zur Schonung von

Ressourcen setzt das Unternehmen

konsequent auf Wiederverwendung.

Darüber hinaus lassen

sich die Produkte vielseitig

einsetzen, etwa im Freilei-

tungs-, Tunnel-, Pipeline- und

Windkraftbau. Als essenzielle

Bestandteile unserer modernen

Gesellschaft sind Straßen, Brücken

und öffentliche Verkehrsmittel

sowie Versorgungsnetze

wie das Strom- oder Fernwärmenetz

auch politisch ein bedeutendes

Thema: Die Bundesregierung

betont, dass ein starker

Wirtschaftsstandort wie

Deutschland robuste Infrastrukturnetze

benötigte.

Doch Modernisierungen und

Ausbauten sind oft langwierig,

was nicht zuletzt den komplexen

Genehmigungs- und Planungsverfahren

geschuldet ist. Um

bei genehmigten Infrastrukturprojekten

Verzögerungen durch

schwierige Baustellenbedingungen

zu vermeiden und den Ausbau

urbaner Infrastruktur zu fördern,

bietet Vp TPA Mobile Straßen

vielfältige Lösungen zur

Vereinfachung der Baustellenabläufe

– z. B. in Form von belastbaren

mobilen Bau straßen mit Aluminium-Panels

und Stahlplatten.

Lastverteilung bei schwierigen

Bodenverhältnissen

In Kombination mit schwerem

Gerät, wie Maschinen oder

Schwerlasttransportern, ist eine

sichere und stabile Grundlage

für Bauarbeiten entscheidend.

Ohne Schutzmaßnahmen

würde der Boden verdichtet, was

zu Erosion und dauerhaften Beeinträchtigungen

führen könnte.

Die mobilen Baustraßen von

Vp TPA bieten hier eine erprobte

Lösung, um den Untergrund

zu bewahren und zugleich sichere

Zufahrten zu schaffen. Diese

ermöglichen den unkomplizierten

Transport von Fahrzeugen

32

Juli 2025

Verkehrswegebau


und Material zur Baustelle, sei

es innerstädtisch beim Ausbau

von Brücken und Bahnlinien

oder auf Feldern beim Freileitungsbau,

Pipelinebau und für

den Bau erneuerbarer Energien.

Umfangreiches Sortiment

an mobilen Straßenlösungen

Vp TPA bietet eine Vielzahl von

Platten und Panels für den Bau

mobiler Straßen an, aus Aluminium

oder Stahl, je nach Projektanforderungen.

Die Aluminium-Panels

bestehen aus 3 m

breiten Elementen, die zu einer

stabilen Fläche verschraubt werden

können und sich den Bodenbedingungen

anpassen. Sie

sind mit 250 t Punktbelastung

pro Quadratdezimeter belastbar

und schützen sowohl den Untergrund

als auch die Fahrzeuge vor

Schäden.

Die profilierten Aluminium-Panels

lassen sich leicht

transportieren und werden

durch die eigene Kranwagenflotte

von Vp TPA Mobile

Straßen verlegt – auch auf

unebenem Gelände. Bei starken

Steigungen und Neigungen

werden sie im Schachbrettmuster

verlegt, um eine noch höhere

Traktion der Baustellenfahrzeuge

in schwierigem Gelände

zu gewährleisten. Für Belastungen

durch Stahlkettenfahrzeuge

kommen Stahlplatten zum Einsatz,

die ohne Verschrauben einen

stabilen Untergrund bilden

und ebenfalls für Schwertransporter

geeignet sind. Diese weisen

die gleiche Tragfähigkeit und

Punktbelastung wie die Aluminium-Panels

auf.

Individuell von der

Planung bis zur Demontage

Um die jeweils beste Lösung zu

finden, stehen die Experten von

Vp TPA Mobile Straßen den Projektbeteiligten

von Beginn an

zur Seite. Dazu gehören Baustellenbesichtigungen

und Absprachen

über Menge, Art und Anlieferung

der Platten und Profile.

Mit dem Vollservice begleitet

Vp TPA Projekte von der Bedarfsplanung

über die Logistik bis zur

Die Stahlplatten verteilen die Radlast und schützen nicht nur den Untergrund, sondern auch die Fahrzeuge und Maschinen vor Schäden.

Demontage. Für Aufbauten, Umverlegungen

und Abbauten der

Platten stehen eigene qualifizierte

Mitarbeitende mit ihren TPA-

Kran wagen zur Verfügung. Diese

sind mit einem Heckladekran

ausgestattet und können auch außerhalb

der Fahrkabine über ein

vollelektronisches Lenksystem

gesteuert und bedient werden.

Mit der eigenen Flotte an

Transportfahrzeugen erreichen

die Platten termingerecht ihren

Einsatzort bundesweit sowie in

vielen weiteren Ländern (u. a.

Österreich, Schweiz, Luxemburg,

Dänemark, Belgien, Niederlande).

Sowohl die Stahlplatten

als auch die Aluminium-Panels

lassen sich nach der Nutzung

rückstandslos demontieren und

werden in den Depots des Unternehmens

gereinigt.

Flexibler Einsatz für

Infrastrukturprojekte

Im Rahmen der Kapazitätserhöhung

der Eifelstrecke durch

die Deutsche Bahn wurde im

rheinland-pfälzischen Speicher

eine Proberammung durchgeführt,

um so die besten Techniken

für eine spätere Umsetzung

der Bauarbeiten an Brücken

und Stützbauwerken zu

gewährleisten. Um trotz unwegsamen,

bergigen Geländes und

schwieriger Bodenverhältnisse

optimal arbeiten zu können, kamen

hier die Stahlplatten von

Vp TPA zum Einsatz. Diese bieten

auch ohne Verschraubung

einen festen und stabilen Untergrund.

Zudem werden durch den

Schutz vor punktueller Verdichtung

Umwelt- und Naturschutzaspekte

in der naturnahen Region

mINI-STRASSENFERTIGER

Einbaubreite von 0.4 m- 1.8m

F14CE-5

berücksichtigt. Auch im Freileitungsbau

oder bei Windparkprojekten

zeigt sich: Erst das richtige

Material und qualifizierte Mitarbeitende

schaffen die Grundlage

für erfolgreiche Infrastrukturprojekte.

Büro Deutschland und Schweiz:

Markus Schöneck

Email: markus@schoeneck@omsbressan.it

Tel. +39 334 3650741

www.omsbressan.com

VP GMBH - TPA MOBILE STRASSEN (2)

s

Verkehrswegebau Juli 2025 33


Mehr Sicherheit inklusive: Da zusätzliche Messungen per Hand

entfallen, muss sich außer dem Baggerfahrer keine weitere

Person im unmittelbaren Arbeitsbereich aufhalten.

L SMART SYSTEMS

Effizienter Gleisbau mit

3D-Maschinensteuerungen

Steigende Mobilitätsanforderungen

und Umweltaspekte

rücken die Bahn als

nachhaltiges Verkehrsmittel

zunehmend in den Fokus.

Vor diesem Hintergrund

spielen Investitionen in die

Infrastruktur eine zentrale Rolle.

In der praktischen Umsetzung

heben digitale Lösungen wie

3D-Maschinensteuerungen in

Zweiwegebaggern die Arbeit

auf ein neues Niveau. Smart

Systems Technology liefert

nach eigenen Angaben dafür

ein Gesamtpaket, bestehend

aus der passenden Technik

von Leica Geosystems sowie

der benötigten behördlichen

Zulassung.

Gesteigerte Präzision, schnelleres Arbeiten, erhöhte

Sicherheit und niedrigere Kosten sind

Mehrwerte, die der Einsatz von Maschinensteuerungen

branchenübergreifend bieten soll. Doch gerade

im Gleisbau sind diese Faktoren entscheidend.

Da die Arbeiten meist nur in kurzen Sperrpausen,

beispielsweise von Freitagabend bis Montagfrüh,

erfolgen können, ist Effizienz unerlässlich. 3D-Maschinensteuerungen

setzen hier in verschiedenen

Bauprozessen an: bei der Erstellung des Erdplanums,

beim Abziehen der Planumsschutzschicht

auf Sollhöhe, beim Bau des Schotterplanums sowie

beim Setzen von Kabeltrassen und den Punktfundamenten.

Auch die für den Gleisbau typischen Neigungswechsel

sollen sich schnell und unkompliziert umsetzen

lassen. Selbst der Bau höherer Bahndämme

wird erleichtert, da berechnete Winkel und Kanten

exakt verwirklicht werden können. Nacharbeiten,

die bei manuellen Methoden oft unvermeidbar

sind, entfallen weitgehend. »Die Zeitersparnis

liegt bei 20 bis 30 Prozent«, betont Jörg Thierfelder,

Produktmanager für Maschinensteuerungen

bei Smart Systems Technology. Eine schnellere

und präzisere Ausführung von Arbeiten führt

nicht nur zu einem Wettbewerbsvorteil, sondern

hilft auch bei der Senkung von Kosten. Gleichzeitig

steigt die Arbeitssicherheit. Da zusätzliche Messungen

per Hand entfallen, muss sich außer dem

Baggerfahrer keine weitere Person im unmittelbaren

Arbeitsbereich aufhalten. Der Fahrer kann autonom

und ohne Unterbrechung arbeiten.

SMART SYSTEMS TECHNOLOGY

Einhaltung

anspruchsvoller Sicherheitsstandards

Allerdings können Maschinensteuerungen nicht

ohne Weiteres genutzt werden. Im Gleisbau gelten

besonders anspruchsvolle Sicherheitsstandards.

Die verwendete Technik muss diesen vielfältigen

regulatorischen Standards nachweislich entsprechen.

»Damit ein Zweiwegebagger mit einer Maschinensteuerung

auf dem öffentlichen Schienennetz

eingesetzt werden darf, muss ein mehrere

Punkte umfassendes Freigabeverfahren des Infrastrukturbetreibers

durchlaufen werden. Dies

beinhaltet auch das Zulassungsverfahren bei der

dafür zuständigen Prüfbehörde«, berichtet Johannes

Stockbauer, Projektingenieur Spezialtiefbau

und Sonderlösungen bei Smart Systems Technology.

Seit Inkrafttreten des vierten Eisenbahnpakets,

das eine Förderung der europaweiten Interoperabilität

von Schienen- und Nebenfahrzeugen zum Ziel

hat, trägt die Eisenbahnagentur der Europäischen

Union (ERA) in Zusammenarbeit mit dem Eisenbahn-Bundesamt

(EBA) die Verantwortung für entsprechende

Fahrzeugzulassungen.

Smart Systems Technology hat das Zulassungsverfahren

am Beispiel eines Liebherr-Zweiwegebaggers

»A 922 Rail« erfolgreich durchlaufen. Hierbei

war ein zentraler Bestandteil die Ausarbeitung

eines detaillierten Zulassungskonzeptes. Neben

dem tiefgreifenden Know-how im Bereich Maschinensteuerungen

profitierte das Projektteam auch

von der langjährigen Expertise des Mutterunternehmens

Beutlhauser im Zusammenhang mit Liebherr-Zweiwegebaggern.

»Es lag nahe, unser vorhandenes

Fachwissen aus beiden Bereichen zu vereinen,

um den Kunden als Änderungsverwaltungsstelle

zu unterstützen. Damit konnten wir in seinem

Auftrag agil mit behördlichen Stellen zusammenarbeiten

und das erforderliche Verfahren schnell

und effizient durchlaufen«, führt Stockbauer aus.

Die erfolgreiche Zulassung stellt nach Unternehmensangaben

ein Alleinstellungsmerkmal dar:

»Wir sind die Ersten, die eine behördliche Zulassung

für ein Maschinensteuerungssystem in Zweiwegebaggern

erreicht haben. Das dafür erforderliche

Konzept liegt uns nun vor und kann mit geringem

Anpassungsaufwand auf weitere Maschinen

unserer Kunden übertragen werden.« Durch das

vorliegende Konzept sowie die Unterstützung als

Änderungsverwaltungsstelle bietet Smart Systems

Technology seinen Kunden eine nach eigener Einschätzung

bisher einzigartige Kombination aus individueller

technischer Betreuung bei der Aufrüstung

von Zweiwegebaggern um Maschinensteuerungen

und einer kundenfreundlichen, bürokratiearmen

Verfahrensabwicklung mit Prüfbehörden – ein Vorteil,

von dem insbesondere ausführende Unternehmen

in hohem Maße profitieren.

s

34

Juli 2025

Verkehrswegebau


L ATLAS

18-Tonner

beim Leitungsbau

Im Glücksburger Stadtteil

Schwennau muss eine neue

Wasserleitung verlegt werden.

Da dieses Projekt in einer sehr

ruhigen Gegend stattfindet,

wurde mit dem Atlas »185 W«

ein Modell der neuen Serie mit

einer laut Hersteller »perfektionierten

Schalldämmung«

ausgewählt. Entsprechend liegt

der Schall-Außenpegel des

Mobilbaggers bei 98 dB(A), und

auch in der Kabine ist es mit

69 dB(A) leise. Zudem sollen

durch die Neukonstruktion von

Ober- und Unterwagen und das

optimierte Zusammenspiel aller

Komponenten laut Atlas kaum

Arbeitsgeräusche entstehen.

Der Sechszylinder-Deutz-Motor mit EU Stufe V liefert

129 kW und damit 24 kW mehr Leistung als

sein Vorgängermodell. Darüber hinaus stellt das

»AWE 5«-Hydrauliksystem eine Fördermenge von

340 l/min (80 l/min mehr als vorher) bei max. 350 bar

Betriebsdruck bereit. In der Praxis bedeutet dies laut

Atlas schnelle, leise und vor allem präzise Baggerbewegungen

und des Auslegers samt Anbaugerät. Dies

erweist sich vor allem bei schmalen Zugängen zum

Arbeitsort oder entsprechenden Greifvorgängen als

Vorteil. Dabei bewegt sich auch der Oberwagen mit

9 U/min zügig. Zudem wurde der Hebezylinder mit

einem Durchmesser von 110 mm stärker dimensioniert.

Zusammen mit dem schwereren Gegengewicht

erhöht sich dadurch die Hubleistung.

Stärkere Hydraulik für

Schnellwechsler und Tiltrotator inklusive

Ausgerüstet mit einem hydraulischen Schnellwechsler,

lässt sich jedes Anbaugerät in Sekunden

tauschen. Was das Arbeiten zudem noch beschleunigt,

ist der Tiltrotator. Mit ihm können Hammer,

Drehgreifer oder Löffel um 360° endlos gedreht und

zudem um 50° beidseitig geschwenkt werden. Da

für eine günstige Arbeitsposition nicht der Bagger

selbst bewegt werden muss, ergeben sich Einsparungen

bei Zeit und Kraftstoff. Zudem verfügt auch

der hydraulische Fahrmotor über eine stärkere Leistung

und die Zugkraft wurde auf 113 KN erhöht.

ATLAS GMBH

Im Leitungsbau kommt es auf präzises Arbeiten an, was für den

Atlas »185 W« in Verbindung mit einem flexibel einsetzbaren

Tiltrotator keine Herausforderung darstellt.

Ausrüstung für

unterschiedlichste Baustellen

Der Atlas »185 W« lässt sich individuell anpassen:

Verfügbar sind u. a. Betankungspumpe, Kabinenerhöhung,

verbreiterte Achsen u. v. m. Interessant

sind zudem die vielen Varianten, die Atlas im Bereich

der Ausleger bietet. Reichweiten bis 10 200 mm

und Grabtiefen bis 6 400 mm sind möglich – und das

bei 68 kN Reiß- sowie 100 kN Losbrechkraft. Bei aller

Leistung kommt auch die Sicherheit nicht zu kurz:

Die durchdachte Unterwagenkonstruktion und der

tief liegende Schwerpunkt machen den Bagger laut

Atlas zu einer sicheren Arbeitsmaschine. Nicht zuletzt

wurde auch der Arbeitsplatz optimiert. So soll

sich die Rundumsicht speziell nach rechts verbessert

haben, ergänzend verfügt der Mobilbagger über eine

Rückfahr- und Seitenkamera. Ein gut lesbares Display,

eine Smartphone-Ablage mit USB-Anschluss

und der laut Atlas »hervorragende Fahrersitz« sowie

die Klimaanlage und Kühlbox sollen den »185 W«

zu einem hochwertigen Arbeitsplatz machen.

s

Miethotline

0800 246 43 83

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Baumaschinen und

Baugeräte mieten

beutlhauser.de/miete

Verkehrswegebau Juli 2025 35


MESSERÜCKBLICK

DEMOPARK

Hotspot für die

Grüne Branche

Seit dem Jahr 2005 findet die Demopark regelmäßig in Eisenach statt. Möglicherweise

wird jedoch die vom 22. bis 24. Juni stattgefundene und ausgerechnet

13. Ausgabe bei vielen der über 400 Ausstellern und rund 34 000 Besuchern

länger im Gedächtnis bleiben: Während der Auftakt am Sonntag noch von

sehr heißen Temperaturen und wenig Schatten begleitet war, sorgte ein

Wetterumschwung am Messemontag dann sogar für eine Unterbrechung und

Räumung des Geländes. Nichtsdestotrotz zeigt sich Messedirektor Dr. Tobias

Ehrhard zufrieden: »Dass die Demopark für die europäischen Garten- und Landschaftsbauer,

aber auch für Kommunalprofis und Greenkeeper der Hotspot im

Messekalender ist, hat sich auch in diesem Jahr wieder eindrucksvoll bestätigt.«

Thomas Seibold

Gemeinsam mit Tausenden interessierten Fachbesuchern

aus dem In- und Ausland nutzte

auch das bauMAGAZIN die europaweit größte Freilandausstellung

der Grünen Branche, um sich in

Sachen Technologie und Innovation auf den neuesten

Stand zu bringen.

Der große Vorteil der Veranstaltung ist laut

Ehrhard, dass »die Demopark kein schlichter

Showroom, sondern eine Open-Air-Teststrecke für

technikaffine Profis ist«. Dementsprechend gab es

angefangen bei handgeführten Motorgeräten bis

hin zu schweren Fahrzeugen und einer Vielzahl

mechanischer, hydraulischer und digitaler Tools

moderne Technik aus mehr als 80 Produktsegmenten

unter einsatzähnlichen Bedingungen zu erleben.

Die Messe offeriere nach Angaben des Veranstalters

wichtige Stimuli für zukunftsorientierte

Investitionsentscheidungen, sei es in der Grünflächenpflege,

im Kommunaleinsatz oder im Greenkeeping.

»Im Kern geht es dabei natürlich immer

um einen messbaren Zusatznutzen, um Technik,

die sich bezahlt macht«, so der Branchenexperte.

Gelungene Premiere: Demopark Campus

Weil gute fachliche Praxis durch Denkanstöße

noch besser werden kann, bietet die Demopark

seit Jahren stets auch ein hochkarätiges Begleitprogramm.

Mit dem Demopark Campus fand das

Vortrags- und Dialogprogramm in einem ebenso

anregenden wie angenehmen Ambiente statt.

»Unser Fachprogramm war in diesem Jahr besonders

zugkräftig. Ganz bewusst haben wir Themen

und Problemstellungen aufgegriffen, die Kommunen

und Landschaftsbauer umtreiben – von

der Biodiversität über kluge Digitalprozesse bis

hin zum Bürokratieabbau. Besonders gefreut hat

mich die gelungene Premiere des Demopark Campus

mit seiner offenen, einladenden Atmosphäre«,

sagt Ehrhard.

2027 wirft bereits seine Schatten voraus

Die Besucherbefragung des Messeveranstalters

verdeutlicht erneut, wie sehr das Fachpublikum

die Kombination aus Angebotsvielfalt, Innovationsimpulsen

und praktischer Maschinenerprobung

an der Demopark schätzt. Rund 90 Prozent

beabsichtigen demnach wiederzukommen, wenn

die Demopark im Juni 2027 erneut ihre Tore öffnet.

Der genaue Termin stand zum Redaktionsschluss

dieser Ausgabe noch nicht fest und wird noch bekannt

gegeben.

s

36

Juli 2025

Verkehrswegebau


Praxisnahe

Einsatzmöglichkeiten

stehen bei der Demopark

seit jeher im Vordergrund,

wie hier beim Kanalbau.

SBM VERLAG (23)

Am Messemontag dauerte nicht nur die Anfahrt länger, auch

wurde das Durchkommen aufgrund des hohen Besucherandrangs

zunehmend schwieriger. Die Aussteller hat es gefreut – zumindest so

lange, bis die Veranstaltung am Nachmittag unterbrochen und das

Gelände geräumt werden musste.

Für Mercedes Benz Special Trucks wurde die Demopark kurzerhand zur

»Unimog City«. Mehr als 20 Unimog-Exponate deckten Einsatzgebiete

angefangen bei der Grünpflege und Bewässerung über den Wegebau

und Materialtransport bis hin zum Winterdiensteinsatz ab.

UHLMANN

Die diesjährige Demopark am Sonntag aus

der Vogelperspektive: kurze Schatten und hohe Temperaturen.

Verkehrswegebau

JULI 2025

37


Am Messestand der Firma Adler Arbeitsmaschinen präsentierte

Geschäftsführer Thomas Schiermann die Baggerkehrbesen

»BK750« und »BK950«. Die Kehrmaschinen eignen sich für

Baggergewichtsklassen von 1,7 bis 25 t und überzeugen durch ihre

einfache Anbauweise an verschiedene Trägergeräte. Auf Wunsch

sind sie mit einem Schmutzschieber ausgestattet, mit dem sich

festgefahrene Verschmutzungen lösen lassen.

André Schöne (l.) unf Tristan Bredehöft von Bergmann

zeigten am Stand ihre vielseitigen Minidumper. Das Modell im

Vordergrund ist mit einem Wassertank und einem Kehrbesen

ausgestattet. Dahinter ist eine Ausführung mit Standardmulde

zu sehen. Beide sind kompakt gebaut und eignen sich daher

ideal für enge Baustellen. Dank ihrer hohen Nutzlastkapazität

von bis zu 800 kg (modellabhängig) ermöglichen sie einen

effizienten Materialtransport.

Bettina Jauch von Eco Technologies stellte auf der Messe

den neuen »Eco MultiWash MEP« vor. Ausgestattet mit

einem »PowerPak«-Akku, ist das Gerät unabhängig von

der Antriebsart des Trägergeräts einsetzbar und sorgt

dafür, dass die Akkuleistung bei Elektroträgerfahrzeugen

erhalten bleibt. Zudem überzeugt der »Eco

MultiWash MEP« durch hohe Flächenleistung und

umweltfreundlichen Wasserverbrauch.

Mit dem Akku-Trennschleifer »K 540i« zeigte Thomas Kraus,

Produktspezialist Handel bei Husqvarna Construction, ein kompaktes

Gerät mit 4,71 kg Einsatzgewicht, einem Trennscheibendurchmesser

von 267 mm und einer Schnitttiefe von 100 mm.

Sabine Paul von Hako steht neben dem Multicar »M41«,

einem vielseitigen Geräteträger mit Allradantrieb und

Leitpfostenwaschanlage von Fiedler. Mit 4,25 t Nutzlast,

90 km/h Höchstgeschwindigkeit und hydrostatischem

Fahrantrieb ist er optimal für kommunale Einsätze gerüstet.

38 Juli 2025

Verkehrswegebau


Thomas Renz, Geschäftsführer der Lehner Maschinenbau

GmbH, stellte mit dem »Polaro XL« das größte Streugerät

des Unternehmens vor. Das Behältervolumen von 550 l

bietet Platz für rund 720 kg Salz. Damit lässt sich bei

einer Dosierung von 20 g/m² eine Streufläche von bis zu

36 000 m² abdecken.

Guido Besgens präsentierte den neuen »Dino T-Rex«-

Saugbagger aus dem Hause MTS Mobile Tuefbau Saugsysteme,

der voraussichtlich ab 2028 verfügbar sein wird.

Anna Brandhofer, Marketing-Managerin Wacker Neuson,

mit dem Mini-Kettenlader »SM100«. Der kompakte

Lader überzeugt mit einer Breite von nur 91 cm und einer

Hubkraft von bis zu 435 kg – ideal für enge Baustellen

und den GaLaBau.

Mulag-Gebietsvertriebsleiter Christian Köpping zeigt

das Frontausleger-Mähgerät »MFK 300«. Dieses bietet

eine Reichweite von bis zu 4,3 m ab Fahrzeugmitte,

verfügt über eine Querverschiebung von 1 200 mm und

wird über die Fahrzeughydraulik angetrieben.

Für Julian Kussin, Geschäftsführer der Work System

Germany GmbH, stand die enge Zusammenarbeit

zwischen dem schwedischen Spezialisten für modulare

Fahrzeugeinrichtungen und Husqvarna im Fokus.

Gemeinsam präsentierten sie praxisnahe Lösungen

für den professionellen Einsatz im Garten- und

Landschaftsbau. Hier zu sehen ist die neu konzipierte

Akkuladebox, welche die optimale Temperatur der

Akkus während des Ladens gewährleisten soll.

Verkehrswegebau

JULI 2025

39


Lennart Grimm, Verkauf Transporteraufbauten Heinz

Schutz GmbH, zeigte am Beispiel eines Ivceo Daily mit

einer Nutzlast von rund 1 t, wie kundenindividuell sich die

Fahrzeugaufbauten des Unternehmens gestalten lassen.

Stefan Fiedler, Geschäftsführer der Fiedler GmbH, stellte mit

dem »FFA800« einen Frontausleger mit einer Auslageweite

mit ausgefahrenem Teleskop von 8 m (ab Fahrzeugmitte)

vor. Angebaut ist der Flachmähkopf »FFMK 1250« mit einer

Arbeitsbreite von 1,25 m für Gras und Gestrüpp bis 2 cm Ø.

André Böhme, General Manager Construction JCB Deutschland,

hatte u. a. den » JCB Teletruk 35-22E« mit nach Eisenach gebracht.

Der rein elektrische Gabelstapler weist bei einem Einsatzgewicht

von 5,95 t eine Nenntragfähigkeit von 3,5 t auf.

Beim Händler Mera Rabeler GmbH & Co. KG war u. a. dieser

Kässbohrer »PowerBully 9D« mit einer Leistung

von 173 kW, einer Nutzlast von 7,5 t und einem Ladevolumen

von 5 m 3 (gehäuft ISO 6483) zu sehen.

Der neue Kompaktlader »SVL75-3« wurde

erst vor wenigen Monaten vorgestellt.

Isabelle Leonard, Marketing-Managerin

bei Kubota Baumaschinen, freute sich

sichtlich darüber, dass die Maschine nun

auf der Demopark zu sehen war.

40 Juli 2025

Verkehrswegebau


Die M & R Maschinen- und Fahrzeughandel GmbH, »Red-

Rhino«-Generalimporteur, hat einen breiten Auszug aus

Produkten der Recyclingtechnik gezeigt, angefangen bei

Anbauwerkzeugen bis zur mobilen Brechanlage.

Magni war auf der diesjährigen Demopark zum ersten Mal mit einem

eigenen Stand vertreten. Dementsprechend zeigte das Unternehmen

einen breiten Auszug aus dem aktuellen Teleskopstaplersortiment

mit speziellem Fokus auf die Grüne Branche.

Thomas Sterkel, Geschäftsführer der MultiOne Deutschland GmbH, stellte die Leistungsfähigkeit

des »8.4 TurboS« eindrucksvoll unter Beweis. Der Multifunktionslader verfügt über eine Hubkraft

von 1,47 t und einen 18,4 kW starken Dreizylinder-Rehlko/Kohler-Motor vom Typ »KSD 1403 TCA«.

Verkehrswegebau

Oest Lubricants erhielt in Eisenach für sein biologisch

leicht abbaubares Hydrauliköl »Oest Bio Synthetik HYD

46 HEPR« die Demopark-Silbermedaille. Im Fokus standen

zudem Produkte wie die Kraftstoffe »Oecomix 2T« und

»Oecokraft 4T« sowie der HVO-Diesel »Oecopower D«.

OilQuick hat seinen Tiltrotator »OQTR-E19« für mittlere

Bagger und Baggerlader der Gewichtsklasse 14 bis 19 t

am Messestand schick in Szene gesetzt.

JULI 2025

41


2

HUB- & HEBETECHNIK

Mit der Performance des neuen

Liebherr-Krans »340 EC-B 16« auf

der Großbaustelle in Pilsach ist Klebl

offenbar sehr zufrieden.

L BEUTLHAUSER

Update für Kranflotte

BEUTLHAUSER – KLEBL

Eine Großbaustelle in Pilsach in der Oberpfalz markiert den praktischen Start

der Kranflottenerneuerung: Die Unternehmensgruppe Klebl mit Stammsitz

in Neumarkt errichtet seit Herbst 2024 für einen Lebensmittel-Großhändler

eine neue Niederlassung mit Büro- und Verwaltungsräumen sowie einem

Lebensmittelgroßhandelslager mit 40 600 m 2 Fläche. Bei diesem Projekt

feiert ein Liebherr-Kran »340 EC-B 16« seine Baustellenpremiere.

Zweiter Kran

Ende Januar wurde ein zweiter

Kran des Typs »340 EC-B 16« von

Beutlhauser an Klebl ausgeliefert.

Der Flat-Top-Kran markiert den Auftakt eines

Modernisierungsprozesses. Klebl erneuert

in Zusammenarbeit mit Beutlhauser in Rednitzhembach

den bisherigen Kranbestand. Vier Liebherr-Obendreherkrane

des Typs »280« werden nach

und nach gegen aktuelle Modelle ausgetauscht. »Es

sind immer öfter größere Reparaturen angefallen,

zudem ist die Ersatzteilbeschaffung schwierig geworden«,

sagt Patrick Ferstl aus dem Zentralmagazin.

Hohe Flexibilität steigert Wirtschaftlichkeit

Die Entscheidung für das Modell »340 EC-B 16« fiel

nach einer umfassenden Analyse. Die Projekt- und

Bauleiter definierten gemeinsam mit weiteren Verantwortlichen

des Unternehmens, welche Anforderungen

die neuen Krane erfüllen sollen. Gesucht

wurden verlässliche und vielseitig einsetzbare Modelle.

»Mit einer Tragfähigkeit von bis zu 16 t können

wir einen Großteil unserer Baustellen im Rohbau

mit dem ›340 EC-B 16‹ abwickeln«, so Ferstl.

Gesteigert wird das Einsatzspektrum, weil sich

der Flat-Top-Kran mit dem bestehenden Turmsystem

kombinieren lässt. »Wir können den Kran also

in unterschiedlichen Hakenhöhen und Konstellationen

aufbauen – das war ein wichtiger Punkt

für uns.« Mit der zügigen Montage und Demontage

sowie der optimierten Transportfähigkeit durch

das geringe Außenmaß des Krans nennt Ferstl zwei

weitere Pluspunkte. Die Flat-Top-Krane sind zudem

komfortable Arbeitsplätze. Besonderer Wert wurde

auf mehr Platz, gute Sicht, Komfort und das Klimakonzept

gelegt. Das kommt gut an. »Unser Kranfahrer

freut sich über den Kran. Und auch unsere Monteure

sind begeistert von der Technik. Wenn ein

neuer Kran kommt und zum ersten Mal aufgebaut

wird, ist das immer ein Highlight«, schildert Ferstl.

Noch nicht das Ende: weiterer Kran steht bereit

Die positiven Rückmeldungen bestärken Klebl in

der Entscheidung, die Flotte weiter zu modernisieren.

Ende Januar wurde ein zweiter »340 EC-B 16«

von Beutlhauser an Klebl ausgeliefert. Die Investition

in neue Maschinen ist für Klebl, gerade in

wirtschaftlich herausfordernden Zeiten, gleichbedeutend

mit einer Investition in die Zukunft. Das

mittelständische inhabergeführte Unternehmen

wurde 1890 gegründet und steht für eine langfristige

Perspektive. Inzwischen beschäftigt Klebl

mehr als 1 450 Mitarbeiter und ist in den Bereichen

Bau, Fertigteilwerke und Handel überregional tätig.

»Den Schwerpunkt unserer Angebotspalette

bilden seit vielen Jahren schlüsselfertige Projekte

im Wirtschaftsbau mitsamt Innenausbau und

Außenanlagen«, stellt Geschäftsführer Bernhard

Müller heraus. Die Zusammenarbeit mit Beutlhauser

besteht seit Jahrzehnten und umfasst neben

dem Kauf von Baumaschinen auch die Bereiche

Baugeräte, Miete und Service.

d

42

Juli 2025

Hub- & Hebetechnik


Der »Wolff 550 B« kommt

standardmäßig mit

flexibel montierbarer

Kabine auf den Markt.

WOLFFKRAN (2)

L WOLFFKRAN

Hoch hinaus mit dem neuen »Wolff 550 B«

Die weltweit starke Nachfrage

nach großen Kranen prägt seit

Jahren die Produktentwicklungsstrategie

von Wolffkran

und spiegelte sich auch in den

Exponaten der diesjährigen

Bauma wider. Komplettiert

wurde das fünfköpfige »Bauma-Rudel«

mit einem neuen

starken Wipper: dem »Wolff

550 B«, der sich besonders

durch hohe Traglasten und

Flexibilität auszeichnet.

Der neue »Wolff 550 B«

kommt zunächst mit einer

110-kW-Hubwinde auf den

Markt, die maximal 30 t Tragfähigkeit

im Zweistrang-Betrieb

und 15 t im Einstrang-Modus ermöglicht.

An der Spitze seines

maximal 65 m langen Auslegers

hebt er 5 t. »Diese Traglasten sind

in dieser Kranklasse im Wettbewerbsvergleich

führend«, so Mohamed

Abouelezz, Head of Business

Development and Product

2,3-m-Turmanschluss, mit dem

frei stehende Höhen bis knapp

52 m möglich sind. Stellt man

ihn auf einen 2,9-m-Turm, kann

er bis zu 82,2 m ohne Anbindung

in die Höhe wachsen, was ihn

auch ideal für Hochhausprojekte

mache. Passend dazu lasse er

sich optimal mit Wolffkrans Innenkletterwerk

»KSH 23« kombinieren.

Dieses ermöglicht, den

Kran in nur einer Kletterphase

um fast 27 m zu klettern, was

dem Bauvorgang wieder heruntergeklettert

werden, ein großer

Pluspunkt. Auf der Bauma gab es

deshalb eine weitere Premiere zu

sehen: Um die »Flex Cab« zu demonstrieren,

war der »Wolff 550

B« der erste Kran, der mit zwei

Kabinen ausgestellt wurde.

j

Management. »Und wir setzen

den Zeitaufwand reduziert und

Ende des Jahres sogar noch ei-

die Kosten senkt.

nen drauf und bringen den ›550

30

Tonnen

Der neue »Wolff 550 B«

kommt zunächst mit einer

110-kW-Hubwinde auf den

Markt, die maximal 30 t

Tragfähigkeit im Zweistrang-Betrieb

ermöglicht.

B‹ mit einer stärkeren Hubwinde

auf den Markt, mit der der Wipper

maximal 36 t im Zwei strang-

Betrieb heben kann. Daneben

wird es noch eine US-Version mit

132 kW-Hubwinde geben.«

Schnell gehoben und geklettert

Der »Wolff 550 B« kommt auf einen

Hakenweg von 920 m (Einstrang)

bzw. 460 m (Zweistrang)

Flexibilität auch in den Details

Endgültig Hochhaus-Baustellen-tauglich

wird der neue Wipper

durch die »Flex Cab«-Kabine,

die wahlweise rechts oder

links am Kran montiert werden

kann. Was bisher nur auf Sonderwunsch

des Kunden angeboten

wurde, wird beim »Wolff 550

B« nun erstmalig zur Standardausstattung.

Die flexibel mon-

und eine Arbeitsgeschwindigkeit

bis zu 200 m/min. Zudem verfügt

er standardmäßig über einen

tierbare Kabine erleichtert die

Baustellenplanung und ist besonders

bei Kranen, die nach

Der »Wolff 550 B« erweitert das Portfolio

im 500-mt-Bereich und feierte auf der

Bauma seine Premiere.

Hub- & Hebetechnik Juli 2025 43


MESSE MÜNCHEN

Bei Liebherr gab es auf

der Bauma einen wahren

»Kranwald« zu sehen.

L LIEBHERR

Kran-Kraftpakete

gehen smarte Wege

Im Segment der Turmdrehkrane sowie der Mobil- und Raupenkrane hat Liebherr

auf der Bauma so ziemlich alles aufgefahren, was Rang und Namen hatte.

Im Kern ging es um zwei Dinge: Zum einen sollten neu- und weiterentwickelte

Krane gezeigt werden. Zum anderen setzte die Firmengruppe darauf, die digitalen

Tools in den Mittelpunkt zu rücken, die nicht nur für höhere Produktivität,

sondern insbesondere für mehr Sicherheit, Präzision und bessere Handhabung

stehen. Das bauMAGAZIN hat sich auf der Bauma im Detail damit beschäftigt.

Dan Windhorst

In München konnte man sich »krantechnisch«

schlichtweg nicht satt sehen: Liebherr hatte eine

Vielzahl an Exponaten im Gepäck, stellte gleichzeitig

aber auch zahlreiche digitale Tools vor. Die Projektabteilung

»Tower Crane Solutions« hat hierfür

gute Beispiele aufgeführt: Sie bietet Lösungen für

Groß- und Sonderprojekte sowie für Sonderanwendungen.

Dazu zählen insbesondere Einsätze von

Liebherr-Turmdrehkranen in Minen und im Berg-

bau, in Schiffswerften sowie im Kraftwerks- und Anlagenbau.

Die digitale, CAD-gestützte Baustellenplanung

vernetzt unterschiedliche Kompetenzbereiche

für die optimale Lösungsfindung, wie Konstruktion,

Statik, Produktion, Verkauf, Vermietung und Service.

Ein internationales Trainingsangebot macht die Teilnehmenden

fit für die Arbeit mit ihrem neuen Gerät.

Angeboten wird eine Kombination aus digitalen

Lernlösungen und dezentralen Trainings vor Ort.

Mehr als 30 Trainer sind für die Schulungen an den

Liebherr-Turmdrehkranen im Einsatz.

Zentraler Datenzugriff

Die Plattform »MyLiebherr« hingegen bietet einen

zentralen Zugriff auf verschiedene Anwendungen

wie den Ersatzteilkatalog, digitale Preislisten

und den »Tower Cranes«-Shop inklusive der

44

Juli 2025

Hub- & Hebetechnik


Verfügbarkeiten von Ersatzteilen. Auch das »Tower

Crane«-Portal mit allen relevanten Dokumentationen

ist über die Plattform »MyLiebherr« erreichbar.

Neben Betriebsanleitungen und Schaltplänen

sind dort auch Serviceinformationen, technische

Informationen und Produktpräsentationen auf einen

Klick verfügbar. Detailliertere Informationen

zu den einzelnen Kranmodellen wie Ersatzteillisten

und Konformitätserklärungen sind ebenso digital

einfach abrufbar. Mit »Liebherr Connect« ist

der Zugang zu Maschinen- und Prozessdaten einfach

möglich. Die intelligente Maschinenvernetzung

schafft einen unkomplizierten Zugang zu digitalen

Lösungen und Services und einen effizienten

Datenaustausch. Für die Liebherr-Turmdrehkrane

können Services wie eine übergreifende Planung,

effizientes Ausführen und eine treffsichere Analyse

der Daten genutzt werden.

»Crane Finder« – neue Features

Den richtigen Kran für einen bevorstehenden

Hub finden und optimal rüsten – dabei soll nach

Ansicht von Liebherr der »Crane Finder« helfen.

Durch die schnelle und einfache Eingabe von wenigen

Daten wie Last, benötigter Höhe und gewünschter

Ausladung gibt der »Crane Finder« eine

ganze Reihe von möglichen Geräten aus. Dabei

bevorzugt die Anwendung den kleinstmöglichen

Kran mit niedrigster Konfiguration und schlägt als

Erstes die eigenen Krantypen vor, die vom Kunden

über »MyLiebherr« registriert wurden. Eine neue

Funktion des »Crane Finders« bietet nun die Möglichkeit,

die Kranauswahl noch genauer auf den

Einsatz abzustimmen: Weiß der Kranfahrer beispielsweise,

dass der Einsatzort beengt ist, kann

er eine kleine Abstützung

wählen.

Neu ist auch das Einfrieren

von ausgewählten

Eingaben. So bleibt

beispielsweise die kleine

Abstützung erhalten, selbst wenn andere Parameter

verändert werden. Auch mit Blick auf das Kranportfolio

gibt es ein Update: Seit Ende der Bauma

können User ihre Einsätze im »Crane Finder« mit

Liebherr-Mobilbaukranen (MK) planen. Der »Finder«

ist kostenlos und für alle Liebherr-Mobil- und

-Raupenkrane verfügbar.

»LR 1300«: Unplugged-Version

Abseits von digitalen Tools und neuen Servicelösungen

hat Liebherr natürlich auch tonnenschweren

Stahl vorgestellt. Ein Highlight, das der

Redaktion direkt ins Auge fiel, war der Raupenkran

»LR 1300«, der laut Liebherr in diesem Jahr sein

18-jähriges Jubiläum feiern durfte. Zur Bauma stellte

die Firmengruppe das 300-t-Modell aber erstmals

als batteriebetriebene Unplugged-Version mit

den Vorteilen von »Zero Emission« vor. Durch das

Derrick-Ballastsystem wird das Anwendungsspektrum

des neuen Krans deutlich erweitert. Eine Vielzahl

an digitalen Assistenzsystemen und Bodendruck-Reduktionsplatten

soll hierbei für höchstmögliche

Sicherheit im Betrieb sorgen. Der »LR

1300.2 SX unplugged« wird von einem 438 kW starken

Elektromotor angetrieben und kann dank einer

392-kWh-Batterie je nach Anwendung bis zu

13 Stunden ohne Stromnetzanschluss, also unplugged,

betrieben werden. In Abhängigkeit von der

verfügbaren Infrastruktur auf der Baustelle dauert

der vollständige Ladevorgang der Batterie 4,5 bis

8,5 Stunden. Der Kranbetrieb kann währenddessen

wie gewohnt fortgesetzt werden. Ob ein- oder

ausgesteckt, die Leistung und das Anwendungsspektrum

bleiben unverändert. Ein herausragendes

Merkmal der Unplugged-Modelle ist »Zero

Emission«. Sie verursachen laut Liebherr-Experten

keine Abgase und sind sehr leise. Damit treffen

sie vor allem in lärmempfindlichen und

urbanen Regionen den richtigen

Ton und finden Anklang

Auch im Segment der Mobilkrane zeigte

Liebherr neue Modelle auf – darunter

etwa den »LTM 1150-5.4«: Der neue

Fünfachser glänzt mit hochmoderner

Technik sowie verändertem Krandesign.

LIEBHERR (3)

Hub- & Hebetechnik Juli 2025 45


Auf der Bauma durften sich die

Fachbesucher ein Bild vom »Crane

Planner 2.0« machen und erfuhren,

wie Kranarbeiten künftig einfacher und

vor allem sicherer ablaufen können.

bei Baustellenpersonal und Anwohnern. Für besonders

schwere Hebeeinsätze und lange Auslegerkombinationen

können die Traglasten des »LR

1300.2 SX unplugged« durch die Derrickausrüstung

verbessert und das Anwendungsspektrum erweitert

werden. Eine Feinabstufung des Schwebeballastes

ist ohne Hilfskran möglich. Der neue Raupenkran

kann mit sieben verschiedenen Auslegerkonfigurationen

bis zu einer maximalen Auslegerlänge von

169 m ausgerüstet werden. Auf der Bauma war der

»LR 1300.2 SX« mit einem 20-m-Haupt- und einem

verstellbaren 20-m-Nadelausleger zu sehen.

Mobilkran mit neuer Steuerung

Zweifelsohne spielten in München auch die Mobilkrane

eine tragende Rolle. Mit dem »LTM 1150-5.4«

stellte Liebherr beispielsweise die neuste Generation

des 150-Tonners vor. Zur Erklärung: Im Zuge der

Einführung der neuen Steuerung »Liccon3« wurde

der bewährte »LTM 1150-5.3« nunmehr weiterentwickelt.

Der neue Fünfachser glänzt laut Liebherr

aber nicht nur mit seiner Technik, sondern auch

mit verändertem Krandesign. Darüber hinaus erhielt

der »LTM 1150-5.4« neue Fahrerassistenzsysteme

zur Erhöhung der Fahrsicherheit im Straßenverkehr.

Begutachten konnte die bau MAGAZIN-

Redaktion den »LTM 1150-5.4« direkt am Liebherr-Stand.

Die Kransteuerung »Liccon3«

Mit der inzwischen dritten Generation der »Liccon«-Steuerung

(steht für Liebherr Computed Control)

möchte der Hersteller bewährte Bedienkonzepte

auf ein neues technologisches Niveau heben

– komplett neue Software und Programmiersprache,

schnellerer Datenbus, deutlich mehr Speicherplatz

sowie höhere Rechnerleistung. Für Kranfahrer

bleibt die Umstellung kinderleicht: Das vertraute

Bedienkonzept sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert,

sodass der Wechsel zur neuen Steuerung

nahtlos gelingen soll.

Bewährte Hardware-Komponenten wie beispielsweise

die mobile Bedien- und Anzeigeeinheit

»BTT« wurden übernommen. Durch die

Touch-Funktion auf dem neuen großen Display in

der Oberwagenkabine ist die Bedienbarkeit nun

noch einfacher und komfortabler. Die Darstellung

der Anzeigen wurde überarbeitet und vereinfacht.

»Ein echter Alleskönner«

Mit seinem 66 m langen Teleskopausleger reiht sich

der 150-Tonner in die Liga der 200-t-Klasse ein und

überzeugt laut Aussage des Herstellers mit »herausragenden

Tragkräften, sowohl in steiler Stellung

als auch bei großer Ausladung«. Bei maximal

ausgefahrenem Teleskopausleger hebt der »LTM

1150-5.4«noch 9,1 t. Damit soll er optimal für die

Montage von Turmdrehkranen und Funkmasten

geeignet sein. Auf der Baustelle ist der wirtschaftliche

Fünfachs-Mobilkran sofort einsatzbereit, denn

bei 60 t Gesamtgewicht führt er bereits 9 t Ballast

mit. Damit kann er viele Jobs erledigen, ohne dass

zusätzliche Fahrzeuge für den Transport von Ballast

eingesetzt werden müssen.

d

Größter »Hexenbesen« der Welt

Im malerischen Rothesütte,

nahe der Grenze zu Niedersachsen,

wurde der höchste

Aussichtsturm im Harz errichtet

– in Form des »größten

Hexenbesens der Welt«. Für

die anspruchsvollen Hebearbeiten

auf der Baustelle kam

ein Liebherr-Turmdrehkran des

Typs »340 EC-B 16« zum Einsatz,

der mit einer Hakenhöhe

von 57,5 m und einer Ausladung

von 40 m beeindruckt.

Die Baustelle im deutschen Rothesütte stellte den

Liebherr-Kran der Firma Hüffermann vor besondere

Herausforderungen. Die Zufahrt zum Standort war

schwierig, was eine präzise Planung und Durchführung

der Arbeiten erforderte. Der Liebherr-Kran hob die 12,5 t

schweren Stahlkränze der künftigen Aufzugsröhre auf

den Betonsockel des Turms. Insgesamt wurden rund

2 560 Stahlteile verbaut und mehr als 22 300 Schrauben

verwendet, um die 452 t schwere Stahlkonstruktion

zu realisieren. Der Einsatz des Liebherr-Krans war entscheidend

für den Fortschritt des Projekts. Seine hohe

Tragfähigkeit und Flexibilität ermöglichten es, die komplexen

Anforderungen der Baustelle zu meistern. Der

»340 EC-B 16« wurde Ende 2024 demontiert, nachdem

die letzten Stahlbauteile erfolgreich eingebaut worden

waren. Der Aussichtsturm stellt eine Hauptattraktion

im Harz dar und bietet eine Erlebniswelt mit interaktiver

Ausstellung, welche die Besucher in die faszinierende

Welt der Hexen und Mythen entführt. Der Turm wird Teil

des Wanderweges »Harzer Hexenstieg« sein und somit

eine wichtige Ergänzung für den Tourismus in der Region

darstellen. Das Projekt »Harzer Hexenreich« wird mit

Der Liebherr-Kran »340 EC-B 16« beim Heben der Stahlbauteile.

einer Förderung von 10,1 Mio. Euro vom Land Thüringen

unterstützt und soll im Laufe des Jahres abgeschlossen

sein. Der Aussichtsturm erreicht eine Gesamthöhe von

etwa 70 m und bietet den Besuchern einen spektakulären

Panoramablick über die Harzer Wälder, Wiesen und

Berge bis hin zum Wurmberg und Brocken.

d

46 Juli 2025

Hub- & Hebetechnik


Das Jandt-Team in Aktion: Hier bei der

Entladung von Windkraftkomponenten,

wo zwei 250-t-Krane synchron arbeiten

und höchste Präzision erforderlich ist.

keiten, Nachwuchsförderungen und Benefits im Job.

Das Ergebnis: Wir sind ein eingeschworener Haufen,

der in jedem Projekt 100 Prozent Leistung bringt.«

75 Jahre Innovationsfreude

Nach der Gründung 1950 wurde bereits in den

60er-Jahren der Einstieg ins Kranunternehmen

vollzogen. Heute ist Jandt auf vielen Arbeitsfeldern

tätig: im Hoch- und Tiefbau, der Baukranmontage,

Industriemontage und Betonmontage, im Freileitungsbau,

der Infrastruktur, der Maschinenlogistik,

der Windkraft, Klima- und Lüftungstechnik und im

Stahlbau. Für all diese Bereiche ist das Unternehmen

laut eigener Aussage aufgrund kontinuierlicher

Investitionen in modernste Krantechnik und

regelmäßiger Schulungen seiner Mitarbeiter bestens

aufgestellt.

L JANDT

Familienunternehmen

feiert 75-jähriges Jubiläum

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, bereits mehrfach grüne Krane erblickt zu haben,

auf denen der markante Schriftzug »Jandt« zu lesen ist. Denn das Familienunternehmen

aus Bielefeld ist seit 1950 am Markt vertreten und hat seither unzählige

Baustellen mit Kranlösungen versorgt. Gegründet als Fuhr- und Baggerunternehmen,

ist Jandt heute als einer der führenden Anbieter für Kranarbeiten in

Ostwestfalen und dem südlichen Niedersachsen tätig. In diesem Jahr feiert Jandt

sein 75-jähriges Jubiläum – und blickt dabei zuversichtlich in die Zukunft.

250

Tonnen

Die Flotte beginnt beim 40-t-Kran

und geht über verschiedene Lade-,

City-, Mobilbau- sowie Teleskopsowie

Mobilbaukrane und reicht

bis in die Größenklasse von 250 t.

Immer dann, wenn Unternehmen ein stolzes Jubiläum

wie dieses feiern dürfen, ist die Frage naheliegend,

wie eine solche Erfolgsgeschichte gelingen

konnte. Angesichts der zahlreichen Herausforderungen,

die auch Jandt in diesem Dreivierteljahrhundert

erlebt hat, braucht es dazu in erster Linie

viel Kraft und Ausdauer – vor allem aber die richtigen

Mitarbeiter. Jens Lübeck, einer der beiden

Jandt-Geschäftsführer: »Unser starkes Team macht

den Unterschied. Wir haben Mitarbeitende, die vom

Berufseinstieg bis zur Rente bei uns sind. Diese Erfahrung,

die sich dabei ausbildet, das Fachwissen

ist unschätzbar. Wir fördern diese enge Mitarbeiterbindung

mit Weiterbildung, Aufstiegsmöglich-

JANDT

Vielseitig aufgestellt

Mit einem Fuhrpark von 25 Mobilkranen, größtenteils

vom deutschen Marktführer Liebherr, wird ein

breites Portfolio abgedeckt. Die Flotte beginnt beim

40-t-Kran und geht über verschiedene Lade-, City-,

Mobilbau- sowie Teleskopkrane und reicht bis in die

Größenklasse von 250 t. Auf eines ist man bei der

Jandt Kranvermietung allerdings besonders stolz:

die Flotte der Mobilbaukrane. Sie besteht aus je zwei

Liebherrmodellen des Typs »MK 88« und »MK 140«,

die Weiten bis zu 65 m überwinden können. Diese

Fahrzeuge sind auch überregional im Einsatz. So

sei es laut Jandt nicht ungewöhnlich, dass man sogar

in Hamburg oder Köln auf einen der grünen

Jandt-Krane trifft. Besonderen Wert legt man bei

Jandt auf einen effizienten Projektablauf und umfassende

Planungs- und Begleitdienstleistungen. Ein

Beispiel dafür ist die Schwertransport-Begleitung,

die mit drei eigenen »BF3«-Fahrzeugen und qualifiziertem

Personal durchgeführt wird. Auch spezialisierte

Beratung für individuelle Anforderungen

sowie komplexe Hebeprojekte stehen für Jandt auf

der Tagesordnung.

Großes Jubiläumsevent

So hat sich das Unternehmen, das in den Händen

der Familien Diercks und Lübeck liegt, kontinuierlich

weiterentwickelt. Neben dem Stammsitz in Bielefeld-Quelle

gibt es heute Niederlassungen in Bad

Salzuflen, Detmold, Gütersloh und Holzminden, an

denen insgesamt 35 Mitarbeitende tätig sind. Auch

die Weichen für die Zukunft sind gestellt: Zum Jahresbeginn

gab es einen weiteren Generationswechsel.

Sven Diercks und Jens Lübeck sind in die Geschäftsführung

aufgerückt und werden das Unternehmen

weiter ausbauen. Und abschließend muss

natürlich die Frage geklärt werden, wie Jandt sein

Jubiläum gebührend feiern wird: Mit einem großen

Jubiläumsevent im September, zu dem Mitarbeitende,

Kunden und Partnerunternehmen eingeladen

werden, soll sowohl auf das Vergangene als auch auf

die Zukunft geblickt werden. Etwa 150 Gäste werden

zum 75-Jahr-Jubiläum erwartet.

d

Hub- & Hebetechnik Juli 2025 47


RUTHMANN

Bereits auf der Bauma stieß

die neue Raupenarbeitsbühne

»Bluelift SA 20« auf großes Interesse

bei den Fachbesuchern.

L RUTHMANN

Markteinführung für

Raupenarbeitsbühne »Bluelift SA 20«

Mit der »Ruthmann Bluelift SA 20« erweitert Time Europe

sein Portfolio um eine besonders kompakte und leistungsstarke

Raupenarbeitsbühne mit 20 m Arbeitshöhe. Das neu

entwickelte Modell feierte seine Premiere auf der Bauma

in München und stieß dort auf großes Interesse.

Das erste Seriengerät, lackiert

in auffälligem Gelb, wurde

direkt im Anschluss der Münchener

Weltleitmesse an den italienischen

Arbeitsbühnenvermieter

Nolo Rico ausgeliefert.

Gleichzeitig heißt es seitens des

Unternehmens, dass sich bereits

weitere Geräte in der Produktion

befinden. Auffällig war das Interesse

an der Neuentwicklung auf

der Bauma. Aufgrund frühzeitiger

Planung stehen laut Unternehmensmitteilung

bereits erste

Maschinen ab Juli und August

zur kurzfristigen Verfügung

– lange Wartezeiten sollen somit

entfallen. Die »Bluelift SA 20«

soll mit einer seitlichen Reichweite

von bis zu 10,60 m, einer

Korblast von 250 kg sowie einer

Fahrwerksbreite von nur 80 cm

überzeugen. Auch die kompakte

Abstützung und das intuitive

Bedienkonzept sollen sie zur optimalen

Lösung für Einsätze auf

engem Raum und bei schwierigen

Bodenverhältnissen machen.

Kompakt und vielseitig

Auffällig ist die durchdachte Konstruktion:

Kompakte Abmessungen

treffen bei der »Bluelift SA

20« auf hohe Leistungsfähigkeit.

Ob in engen Innenhöfen, zwischen

Gebäuden oder auf unebenem

Gelände – die »SA 20« ist

ZAHLEN

Raupenarbeitsbühne »Bluelift SA 20«

Arbeitshöhe (m) bis zu 20

Seitliche Reichweite (m) 10,6

Korblast (kg) 250

Baulänge (m) 4,96

Breite (cm) 80

Abstützhöhe (m) bis zu 0,67

laut Hersteller »der ideale Begleiter

für anspruchsvolle Einsätze

unter schwierigen Bedingungen«.

Zu den weiteren Leistungsdaten:

Aufgrund der kompakten

Baulänge von 4,96 m

eignet sich die neue Lösung ideal

für den Transport mit einem

Standardanhänger.

Überdies

verfügt die Maschine über eine

schmale Breite von nur 80 cm –

damit passt sie durch nahezu jede

Tür. Der Hersteller gibt außerdem

eine Abstützhöhe von bis zu

0,67 m an, was sich demnach gut

für un ebenes Gelände sowie Neigungen

eignet. Die Abstützbreite

beträgt hingegen 2,99 m.

d

48

Juli 2025

Hub- & Hebetechnik


L BÖCKER MASCHINENWERKE

»Super-Lift«-Transportbühnen

jetzt baumustergeprüft

Als Hersteller von

Höhenzugangstechnik

stellt Böcker aus Werne im

Bereich der Transportbühnen

eine laut Unternehmen

»bahnbrechende Neuerung«

vor: Aufgrund innovativer

Sicherheitsmaßnahmen

böten die »Super-Lift MX«-

und »LX«-Bühnen nun ein

erweitertes Transportvolumen

bis zwölf Personen und eine

höhere Fördergeschwindigkeit

bis 24 m/min bzw. 40 m/min

für den Personentransport.

Die entsprechenden

EG-Baumusterprüfungen sind

erfolgreich abgeschlossen.

Wichtige

Vorteile

Die erfolgreiche Baumusterprüfung

nach EG-Richtlinie

ermöglicht nicht nur eine erhöhte

Personenanzahl, sondern erlaubt

auch eine schnellere Fördergeschwindigkeit

und damit insgesamt

eine größere Materiallast.

Die neue Zulassung markiert laut Böcker »einen

bedeutenden Schritt für die gesamte Branche«.

Sie erlaube künftig nicht nur den schnelleren und

effizienteren Personentransport, sondern ermögliche

auch eine spürbare Steigerung der Transportkapazitäten

für Materialien – ein klarer Wettbewerbsvorteil

für Bauunternehmen und Betreiber. Mit über

1 000 Einheiten deutschlandweit zählen Transportbühnen

zu den meistgenutzten Höhenfördermitteln

auf Baustellen. Insbesondere bei Gebäuden mittlerer

Höhe zwischen 20 und 50 m kommt ihnen eine

zentrale Rolle beim Personen- und Material-Transport

zu. Doch ein genauer Blick auf die eingesetzten

Systeme zeigt hier erhebliches Einsparpotenzial.

Die weit verbreiteten Standard-Transportbühnen

erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 12 m/min

im Personen-Transportmodus und transportieren

maximal sieben Personen. Gerade bei mittelhohen

Gebäuden liegt der Fokus aber deutlich auf dem Materialtransport,

sodass die Zeiten für den Personentransport

nach Möglichkeit zu minimieren sind. Ein

praktisches Rechenbeispiel verdeutlicht laut Böcker

das Potenzial: Auf einer Beispielbaustelle mit 40 Mitarbeitern,

die täglich sechsmal auf und von einer Arbeitshöhe

von exemplarisch 24 m transportiert werden

( inkl. Zwischenhalten und Be-/Entladen), ist eine

Standardbühne rund 3,6 Stunden täglich rein für

den Personentransport belegt. Dadurch verbleiben

lediglich 8,4 Stunden für den Materialtransport, in

denen durchschnittlich 58 Materialfahrten pro Tag

möglich sind.

Effizienzvorsprung durch

höhere Transportleistung

Die Böcker-»Super-Lift MX«- und -»LX«-Transportbühnen

bieten nach Ansicht des Herstellers deutliche

Vorteile und schaffen zusätzliche Kapazitäten

für den Materialtransport. Sie ermöglichen mit bis

zu 24 m/min die doppelte Geschwindigkeit für bis zu

zwölf Personen im Fahrkorb. Im gleichen Szenario

sinkt die Zeit für den Personentransport dadurch

auf nur 1,2 Stunden täglich. Somit stehen 10,8 Stunden

für den Materialtransport zur Verfügung. Aufgrund

der konstant hohen Fördergeschwindigkeit,

egal ob mit oder ohne Personen, lassen sich bis zu

81 Materialfahrten pro Tag realisieren, wie Böcker

klarstellt. In Summe bedeute das eine um 29 Prozent

höhere Transportleistung für Materialien, selbst bei

diesem konservativ gerechneten Beispiel. Für Bauherren

ergebe sich daraus ein direkter Vorteil: Höhere

Transportkapazitäten schaffen Reserven, nicht

BÖCKER

Aufgrund erfolgreicher Baumusterprüfungen fahren die

Böcker-»Super-Lift«-Bauaufzüge jetzt beim Personentransport

deutlich schneller und befördern bis zu zwölf Personen.

nur in puncto Baufortschritt, sondern für die Terminplanung.

Die erhöhte Pufferkapazität senkt das

Risiko, dass unerwartete Verzögerungen zu einem

Dominoeffekt auf der gesamten Baustelle führen.

Mehr Sicherheit, größere Planbarkeit und letztlich

ein klarer Beitrag zur Termintreue sind das Resultat,

wie Böcker mitteilt.

Wirtschaftlichkeit für

Bauherren und Projektleiter

»Wer effizient transportiert, spart nicht nur Zeit,

sondern auch bares Geld«, betont Patrick Zengerling,

Bereichsleiter Zahnstangentechnik bei Böcker.

»Unsere Transportbühnen bieten eine einfache Antwort

auf steigenden Zeitdruck und knappe Ressourcen

auf der Baustelle.« Die erfolgreiche Baumusterprüfung

nach EG-Richtlinie ermöglicht nicht nur eine

erhöhte Personenzahl, sondern erlaubt auch eine

schnellere Fördergeschwindigkeit und damit insgesamt

eine größere Materiallast. Die neuen Zulassungen

der »Super-Lift MX«- und »LX«-Bühnen eröffnen

laut Böcker Bauunternehmen und Projektentwicklern

somit einen echten Effizienzvorsprung. »Wer

auf moderne Transporttechnik setzt, schafft nicht

nur mehr – sondern arbeitet sicherer und planbarer«,

so Böcker abschließend.

d

Hub- & Hebetechnik Juli 2025 49


Insgesamt dauerte der Einsatz

für die Tadano-Krane acht

Stunden: von morgens 6 Uhr

bis nachmittags 13 Uhr – und

war damit wie geplant an

einem einzigen Tag erledigt.

TADANO

L TADANO

Einsatz-Premiere für

Kran des Typs »AC 6.300-1«

Die »Große Vegetative Skulptur« wurde 1955 von Bernhard Heiliger – einem der

bedeutendsten deutschen Bildhauer der Nachkriegszeit – geschaffen. Eine der

fünf originalgetreuen Kopien dieses Meisterwerks hatte ihren Platz bisher in

einem Innenhof der Universitätsklinik Heidelberg auf dem Campus Neuenheimer

Feld. Da die umgebenden Gebäude umfassend saniert werden sollten, musste

die 5 t schwere Skulptur aus Sicherheitsgründen jedoch ihren angestammten

Standort verlassen und in den Skulpturenpark der Orthopädischen Klinik

am Universitätsklinikum Heidelberg in Schlierbach umziehen. Beauftragte

»Umzugsfirma« war die Weiland Kran & Transport GmbH aus Lampertheim, die

mit dem »AC 5.160-1« und dem »AC 6.300-1« dabei auf ein Tadano-Duo setzte.

Kranfahrer Alonso Domenico, der mit dem Kran

die Skulptur aus dem Innenhof herausheben sollte,

berichtet: »Für unseren brandneuen ›AC 6.300-1‹

war dieser Job seine Einsatzpremiere.« Die Maschine

kam einsatzfähig mit 80-m-Hauptausleger inklusive

Hakenflasche innerhalb der 12-t-Achslastgrenze

am Einsatzort an. Somit konnte der Genehmigungsaufwand

auf ein Minimum reduziert werden.

Aufgrund seiner transportoptimierten Gegengewichtskonfigurationen

ist der »AC 6.300-1« extrem

flexibel und konnte von Weiland bei diesem

Hub wirtschaftlich als 250-Tonner eingesetzt werden.

Damit war er immer noch ausreichend stark,

um die 5 t schwere und knapp 2 m hohe Skulptur

zu heben.

»Ein echtes Sahnestückchen«

»Der ›AC 6.300-1‹ ist eine überaus flexible Maschine,

die man für solche Hübe sehr gut nutzen kann:

Mit seinem 80-m-Hauptausleger und seiner soliden

Traglasttabelle ist der ›AC 6.300-1‹ der perfekte

Kran für effizientes Arbeiten in der Höhe oder

wenn große Reichweite gefordert ist«, erklärt Alonso

Domenico. Und Reichweite war bei diesem Job

durchaus gefragt: Denn die große Herausforderung

bei diesem Job war die Entfernung, über

die der Hub zu erfolgen hatte: Da sich die Skulptur

wie erwähnt in einem Innenhof befand, musste

der »AC 6.300-1« die inklusive Fundament und

schützender Holzverkleidung rund 5 t schwere Last

bei über 40 m Ausladung mittels Einweisern blind

über die 8 m hohe Gebäudekante heben – und das

gelang dem eingespielten Weiland-Team mit dem

»AC 6.300-1« offenbar problemlos: »Von der Bedienung

und Steuerung her entpuppte sich der ›AC

6.300-1‹ bei diesem Einsatz als echtes Sahnestückchen.

Er hat richtig gut funktioniert – so wie es

sein soll«, lobt Alonso Domenico den Kran. Wie

geplant, konnte er die Skulptur aus dem Innenhof

über die Gebäudedächer hinwegheben und hinter

einem bereitstehenden Transport-Lkw hochkant

stehend absetzen. Anschließend wurde die

50

Juli 2025

Hub- & Hebetechnik


Skulptur auf dem Boden in liegende Position gebracht

und auf die Ladefläche des Lkw gehoben.

Kran in Spezialausführung

Dieser brachte die Skulptur nach Schlierbach in

den Skulpturenpark der Orthopädischen Universitätsklinik

Heidelberg. Dort wurde die Plastik bereits

von Weiland Kranfahrer Thomas Eisenberg

mit seinem ganz speziellen Tadano erwartet. Denn

dieser verfügt über eine individuelle Ballastierung,

mit der Tadano den Kran auf Wunsch von Weiland

ausgestattet hat: Sie ermöglicht es, den 5-Achser als

Taxi-Kran mit 8,5 t Gegengewicht bei Einhaltung

der 12-t-Achslast einzusetzen. »Das war für diesen

Job einfach perfekt, weil der ›AC 5.160-1‹ mit dem

Teilballast vollkommen ausreichend für das Lastgewicht

und die Ausladung konfigurierbar war«, erklärt

Thomas Eisenberg.

Und auch sonst weiß er scheinbar nur Gutes

über seinen »AC 5.160-1« zu berichten: »Der Kran

ist sehr feinfühlig, es lässt sich alles sehr gut ein-

und aussteuern, und das Fahrgefühl ist bei Tadano

Die 1972 gegründete Weiland Kran & Transport

GmbH mit Sitz in Lampertheim zählt

mit ihren aktuell 40 Mitarbeitern zu den führenden

Unternehmen für Kranarbeiten, Hebetechnik,

Schwertransporte und Montagelogistik im gesamten

Rhein-Main-Neckar-Raum. Der Fuhrpark reicht von

Kleinkranen ab 40 t Traglast über Großkrane mit einem

Leistungsvermögen von 500 t bis hin zu Spezialkranen.

ohnehin extrem gut,« führt der routinierte Kranfahrer

aus, für den dieser Einsatz auch wegen der

perfekten Wetterverhältnisse ohne Wind ein perfekter

Arbeitstag war: Er konnte die Skulptur ganz

entspannt mit seinem »AC 5.160-1« vom Lkw abheben,

mit einer Ausladung von 28 m über die Aushubstelle

für das Fundament schwenken und dort

punktgenau ablassen. Insgesamt dauerte der Einsatz

acht Stunden. Entsprechend zufrieden zeigte

sich auch Uwe Behrendt, Projektleiter Vermögen

und Bau des Landes Baden-Württemberg: »Es

hat alles reibungslos funktioniert – so wie immer,

wenn die Firma Weiland bei uns einen Job zu erledigen

hat.«

d

80

Meter

Der »AC 6.300-1«

kam einsatzfähig mit

80-m-Hauptausleger inklusive

Hakenflasche innerhalb

der 12-t-Achslastgrenze am

Einsatzort an.

L HELI

Ein breites

Einsatzspektrum abdecken

Im Produktportfolio von Heli, dem siebtgrößten Staplerhersteller

der Welt, findet sich eine umfassende Baureihe an

Geländestaplern für den europäischen Markt, die u. a. im Bauwesen,

in Kommunen und Sägewerken zum Einsatz kommt.

HELI

Der »CPCD35« mit Vollkabine,

Allradantrieb und »Triplex«-Hubgerüst

ist der für den mitteleuropäischen Markt

wichtigste Heli-Geländestapler.

Heli bietet aktuell Geländestapler

mit Traglasten von 2 bis

5 t an, jeweils bei 600 mm Lastschwerpunktabstand.

Der serienmäßige

Duplexmast bietet

3 000 mm Hubhöhe, Triplexmasten

werden für Hubhöhen bis

zu 6 000 mm angeboten. Sämtliche

Heli-Geländestapler werden

mit Zwei- und Vierradantrieb

geliefert und werden von Kubota-Motoren

mit 35 bis 55 kW

Leistung angetrieben. Alle Stapler

sind mit Wandlergetriebe

ausgestattet und besitzen in

der Allradversion eine vollautomatische

Kupplung, welche die

Hinterachse zuschaltet, sobald

die Vorderräder durchdrehen.

Da Geländestapler in staubiger

Umgebung arbeiten, wurde

das Kühlsystem entsprechend

angepasst. Kühler und Kühlerlüfter

sind so angeordnet, dass

kein Schmutz angesaugt wird,

damit sich die Kühlerlamellen

während des Betriebs in staubiger

Umgebung nicht zusetzen.

Die gesamte Elektrik ist zudem

in IP65 ausgeführt, sodass die

Fahrzeuge auch bei Regen und

Nässe sicher arbeiten.

Leistungsstark und flexibel

Das Lastschaltgetriebe mit

Wandlerkupplung hat zwei Vorwärts-

und einen Rückwärtsgang.

Der Geländeantrieb kann

auch manuell zugeschaltet werden.

Das Hydrauliksystem hat

Heli als »Load Sensing«-System

ausgelegt. Die Bewegungen von

Hubgerüst, Gabeln und Anbau-

geräten erfolgen analog der Auslenkung

der Bedienhebel. Die

Maschinen werden ausschließlich

mit vier Steuerkreisen ausgerüstet.

Drei Steuerkreise

sind belegt für Heben, Neigen

und Seitenschieber. Ein vierter

Steuerkreis ist serienmäßig, damit

etwa ein Zinkenversteller

oder Klammern und andere Anbaugeräte

angesteuert werden

können. Die hydraulische Leistung

beträgt 160 bar, die Liefermenge

22 l/min. Die Maste werden

jeweils besonders verstärkt,

damit diese auch mit großen

Lasten eine ausreichend hohe

Verwindungssteifigkeit aufweisen.

Außerdem bieten sie ein

hohes Sichtfeld, sodass unter

anspruchsvollen Bedingungen,

z. B. in schwierigem Gelände,

genügend Durchsicht gewährleistet

werden kann.

j

Hub- & Hebetechnik Juli 2025 51


48 km

Beim Bau einer 48 km langen Brücke im

arabischen Emirat Kuwait kam ein Liebherr-Kran

»550 EC-H 40 Litronic« mit einer

Auslegerlänge von 41,5 m und 17,7 t Traglast

an der Spitze zum Einsatz. Für die Erstellung

des markanten »Hyundai«-Pylonen war der

Turmdrehkran insgesamt 18 Monate lang

im Einsatz und erreichte zum Schluss eine

Endhakenhöhe von 161 m über dem Meeresspiegel

– 129 m oberhalb des Brückendecks.


SBM_bauMAGAZIN_2020_Logo_grau_quer.pdf 1 03.05.21 08:42

LIEBHERR


3

OEM & AFTERMARKET

MAN

»MAN Engines« – eine Business Unit von MAN Truck & Bus – greift auf ein breites Portfolio modernster Motorenplattformen zurück.

L MAN TRUCK & BUS

Business Unit »MAN Engines«

für die Zukunft gerüstet

Mit der Markteinführung des »eTrucks« nimmt die Elektromobilität

bei den Nutzfahrzeugen von MAN Truck & Bus weiter

Fahrt auf. Gleichzeitig setzt die Business Unit »MAN Engines«

weiterhin auf Verbrennungsmotoren. »Wir sehen heute und

auch langfristig die Koexistenz verschiedenster Technologien

bei unseren heterogenen Kundengruppen. Trotz der

Fortschritte in der Batterietechnologie wird es Anwendungen

geben, bei denen Verbrennungsmotoren unverzichtbar sind,

da die Infrastruktur, das Maschinendesign oder die Nutzungsprofile

keine Alternativen zulassen. Für diese Kunden werden

wir weiterhin der gewohnt zuverlässige Partner und Lieferant

für modernste Antriebstechnologien bleiben«, sagt Werner

Kübler, Head of Engineering MAN Engines.

Investitionen

Neben Investitionen in einer

Höhe von nahezu 500 Mio. Euro

sollen ebenso Forschungsmöglichkeiten

für alternative

Kraftstoffe wie auch die Werksinstandsetzung

von MAN-Motoren

am Standort fokussiert werden.

Als Teil von MAN Truck & Bus

profitiert die Engines-Unit bereits

seit vielen Jahren von stetigen

Neu- und Weiterentwicklungen

des Motorenportfolios auf der

Basis neuester technologischer

Entwicklungen. Dazu zählen Reihenvier-

und -sechszylindermotoren

wie auch V8- und V12-Motoren

von 5 bis 30 l Hub raum. Diese

sind speziell ausgelegt für

Anwendungen in der Energieerzeugung,

der Land- und Bahntechnik

sowie in maritimen Anwendungen.

Darüber hinaus hat

MAN Engines das »BatteryPack«

in sein Portfolio aufgenommen,

das sowohl für mobile Maschinen

als auch für stationäre Anwendungen

vermarktet wird. MAN

Engines wird auf der im November

stattfindenden Agritechnica,

an der das Unternehmen seit vielen

Jahren teilnimmt, darüber hinaus

Neuheiten und Updates zu

seinem

Offroad-Produktportfolio

vorstellen. Zudem steht in

der Business Unit der Serienstart

der »Smart Hybrid Experience«

an, eines Hybridsystems, das einen

wichtigen Schritt in Richtung

zeitgemäßer Antriebstechnologien

darstellen soll.

Modern und zukunftsorientiert

»Das Motorenportfolio, welches

uns aktuell zur Verfügung steht,

ist moderner und zukunftsorientierter

denn je. Betrachtet man

die langen Lebenszyklen der

Produkte in unserem Geschäft,

sichern wir damit für alle aktuellen

und zukünftigen Kundengruppen

auch noch langfristig

die Bedarfe ab«, sagt Reiner Rößner,

Head of Sales bei MAN Engines.

»Die laufende technische

Weiterentwicklung und Anpassung

an die neuesten technologischen

Möglichkeiten tragen im

Wesentlichen dazu bei, dass wir

auf bestehenden Motorenplattformen

weiterentwickeln können,

um stets den neuesten Anforderungen

und Erwartungen

der Branche zu entsprechen«, ergänzt

Werner Kübler, Head of Engineering

bei MAN Engines.

Darüber hinaus stellen die

kontinuierlichen

Verbesserungen

sicher, dass die Motoren

stets den aktuellen Emissionsvorgaben

entsprechen. Zusätzlich

setzt MAN Engines die seit

Jahren andauernde Forschungs-

und Entwicklungsarbeit an Lösungen

für alternative Antriebe

und mit alternativen Kraftstoffen

fort.

Standort erweitert

Neben der Produktion von Motoren

für die konzerneigenen Nutzfahrzeuge

wie auch für die Business

Unit »MAN Engines« wurde

der MAN-Standort Nürnberg

in den vergangenen Jahren zusätzlich

in Richtung Elektromobilität

erweitert. »Das heißt aber

auch, dass wir auf dem Weg der

Transformation hin zur Elektromobilität

noch lange Zeit sehr effiziente

Verbrenner benötigen«,

sagt MAN-CEO Alexander Vlaskamp.

Mit den aktuellen Investitionen

in die neue Batteriefertigung,

die Batterieentwicklung

wie auch die Produktion des neuen

»CBE«-Konzernmotors sei der

Standort für alle Anwendungen

langfristig gut aufgestellt.

Neben diesen Investitionen

in einer Höhe von nahezu

500 Mio. Euro sollen ebenso Forschungsmöglichkeiten

für alternative

Kraftstoffe wie auch

die Werksinstandsetzung von

MAN-Motoren am Standort fokussiert

werden. »Nach mehreren

Jahren der Transformation

sind wir wirklich gut gerüstet, um

für alle unsere Kundengruppen

die heutigen Bedarfe wie auch die

Bedürfnisse der Zukunft zu bedienen«,

sagt Matthias Meindl, Leiter

Produktion Komponente der

MAN Truck & Bus.

d

54

Juli 2025

OEM & Aftermarket


L SEW-EURODRIVE

Aller guten Dinge

sind drei... Millionen

Das Unternehmen SEW-Eurodrive lieferte im Frühjahr den dreimillionsten

»DRN«-Motor an einen Kunden in Deutschland aus, global

sind es sogar schon mehr als 14 Mio. Stück. Für die weltweite

Gesamtzahl dieser »IE3«-Motoren lässt sich mit guter Schätzung

eine Reduzierung der Energiekosten bei Nutzern und Betreibern

von mehr als 2,3 Mrd. Euro ausrechnen.

14

Millionen

Insgesamt wurden weltweit schon

mehr als 14 Mio. »IE3«-Motoren

erfolgreich eingesetzt.

Im Mai übergab SEW-Eurodrive

den dreimillionsten »IE3«-Motor

der »DRN«-Baureihe an die

Masa GmbH in Andernach. Mit

dem Kegelradgetriebemotor des

Typs »KA37 DRN71MS4« setzt

dieser Kunde, der Maschinen

und Anlagen für die Baustoffindustrie

herstellt, laut eigener

Aussage »schon lange auf die

Qualität, Sicherheit und Liefertreue

von SEW-Eurodrive«. Masa

entwickelt und fertigt maßgeschneiderte

Lösungen für die

Herstellung von Porenbeton-

und

Kalksandsteinelementen

sowie Betonprodukten in Form

von Hohlblocksteinen, Bordsteinen,

Pflastersteinen und weiteren

Erzeugnissen für den Garten-

und Landschaftsbau. Dabei sind

SEW

Patrik Menges (zweiter v. l.), Vertriebsleiter von SEW-Eurodrive Deutschland, übergibt

den dreimillionsten »IE3«-Motor in Deutschland an die Masa GmbH in Andernach.

der Individualität der Produkte

in Form, Farbe und Größe praktisch

keine Grenzen gesetzt. Seit

2015 verkauft SEW-Euro drive

Energiesparmotoren der Baureihe

»DRN« in der Premium-Efficiency-Klasse,

international

bekannt als »IE3«, und liefert

diese energiesparende Ausführung

eigenen Angaben zufolge

mit großem Erfolg an Ausrüster

und End anwender. Insgesamt

wurden weltweit schon

mehr als 14 Mio. »IE3«-Motoren

erfolgreich eingesetzt. Sie sorgten

für eine ansehnliche Reduzierung

der Kosten der benötigten

elektrischen Energie. Nimmt

man eine mittlere Auslastung

von 75 Prozent der Nennlast bei

der 50-Hz-, der 60-Hz- oder der

50/60-Hz-Ausführung an, eine

durchschnittliche Jahresbetriebszeit

von 5 000 Stunden und legt

als Energiekosten einen Wert

von 120 Euro/MWh zugrunde,

so ergibt sich laut Unternehmen

eine Summe von über 2,3 Mrd.

Euro, die Betreiber und Nutzer

weltweit weniger für den Betrieb

der Maschinen und Anlagen zahlen

mussten – im theoretischen

Vergleich zum Einsatz von alten

»IE1«-Motoren.

d

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OEM & Aftermarket Juli 2025 55


HAUSER

L HAUSER UMWELT-SERVICE

David Massat und Carsten Plänker

mit dem »Climapark«-System auf der

zurückliegenden Bauma in München.

Mit innovativer

Klimatechnik die Kosten senken

Das Thermomanagement in Kabinen von Flurförderfahrzeugen,

Baumaschinen und anderen Nutzfahrzeugen ist ein komplexes

und anspruchsvolles Geschäft. Und es ist die Mission des

französischen Unternehmens Société Nouvelle de Climatisation

(SNDC) und des deutschen Spezialisten Hauser Umwelt-Service,

für die Fahrer optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen

und gleichzeitig eine umweltschonende sowie kostengünstige

Technik einzusetzen. Auf der Bauma in München diskutierten

David Massat, Sales Director OEM und Export bei SNDC, und

Carsten Plänker, Geschäftsführer Hauser Umwelt-Service aus

dem nordrhein-westfälischen Dorsten, die Vorteile der neuen

Entwicklungen von »Climapark«. Das innovative Produkt revolutioniere

die Klimatechnik von Nutzfahrzeugen nahezu aller Art.

Diesel sparen

»Climapark« überbrückt bei

ausgeschaltetem Motor den

Kompressor mit einem elektrisch

angetriebenen Verdichter,

der sich die Energie aus

der vorhandenen Fahrzeugbatterie

holt. Diesel wird gespart

und die Umwelt geschützt.

Im Kern dreht es sich hierbei

um hochmoderne Klimaanlagen-Technik

für Nutzfahrzeuge:

»Unsere Klimaanlagen ›Skimo‹

und ›Skimo Split‹ gibt es bereits

seit 2010«, erläutert David Massat.

Beide Produktreihen wurden

für Fahrzeuge mit 100 Prozent

elektrischem Antrieb oder

mit Verbrennungsmotor entwickelt,

die in der Kabine und im

Motorraum keinen Platz haben.

Bereits seit über 35 Jahren entwickelt

und fertigt die SNDC mit

Sitz in Labarthe-sur-Lèze bei

Toulouse in Frankreich Klima-,

Heizungs-, Belüftungs-, Luftfiltrierungs-

und Überdrucksysteme

sowie Zubehör für die Märkte

der Erstausrüstung (Original

Equipment Manufacturer

= OEM) und der Nachrüstung

für ganz unterschiedliche Fahrgastraum-

und Kabinentypen

in zahlreichen Branchen. Kunden

kommen aus den Bereichen

Bauwesen, Luftfahrt, Forstwirtschaft,

Militär, Bergbau, Flughafenfahrzeuge,

Personentransport

sowie Last-, Industrie- und

Spezialfahrzeuge.

Hauser Umwelt-Service

ist SNDC-Partner in Deutschland.

Das Dorstener Unternehmen

bietet mit der »CoRRect

air K71« eine Nachrüstklimaanlage

für Baumaschinen an. Darüber

hinaus ist mit der »CoRRect

air K71e Skimo roof« eine kompakte

elektrische Klimalösung

für nahezu alle Spannungsbereiche

elektrischer Flurförderfahrzeuge

und Baumaschinen

im Angebot.

Kompakt und vielseitig

Die »CoRRect air K71e-Skimo

split« kombiniert die Vorteile

einer elektrischen Klimaanlage

mit den zahlreichen Integrationsmöglichkeiten

eines

Splitsystems. Die Splitversion

vereint Kompressor und Kondensator

in einem kompakten

Außengehäuse. Dieses kann sowohl

flach als auch horizontal an

der Außenseite des Fahrzeugs

montiert werden. In der Kabine

ist lediglich der Verdampfer

mit der Luftverteilung verbaut.

»Diese Anlagen werden in

56

Juli 2025

OEM & Aftermarket


Elektrofahrzeugen wie Staplern,

Flurförderfahrzeugen, Schleppern

und Kränen eingesetzt«,

erläutert Hauser-Geschäftsführer

Carsten Plänker. In den Bereichen

Bau, Transport, Logistik

sowie im landwirtschaftlichen

Bereich gebe es die meisten

Einsatzmöglichkeiten.

Komfort in der Kabine

Mit dem »Climapark«-System,

das die klassische Klimaanlage

weiterentwickelt, wird laut Unternehmen

ein neues Kapitel

aufgeschlagen. »Das ist schon

eine Art von Revolution«, ordnet

David Massat das neue Produkt

ein, das unabhängig vom

Hauptmotor arbeitet und das

Ergebnis intensiver Forschung

ist. Worum geht es? Klimaanlagen

benötigen Energie, die üblicherweise

der Dieselmotor

des Fahrzeugs zur Verfügung

stellt – selbst wenn z. B. Radlader

oder Bagger gar nicht im

Arbeitseinsatz sind. Wird der

Motor ausgestellt, stellen auch

Heiz- oder Klimasysteme ihre

Arbeit ein. Die Bedingungen

für die Fahrer in der Kabine

können dann schnell unerträglich

werden. Radlader oder

Bagger verbringen oft mehr als

40 Prozent ihrer Betriebszeit

im Leerlauf. Damit wird wertvoller

Kraftstoff verschwendet

und die Umwelt durch unnötigen

CO2-Ausstoß belastet. Hinzu

kommt, dass sich die Wartungsintervalle

der Fahrzeuge

durch den häufigen Leerlauf

signifikant verkürzen. Damit

räumt das »Climapark«System

nach Hersteller ansicht jetzt

auf. »Die Maschinen müssen

nicht mehr laufen, wenn die

Klimaanlage eingeschaltet ist«,

erklärt David Massat. Das Geheimnis:

»Climapark« überbrückt

bei ausgeschaltetem Motor

den Kompressor mit einem

elektrisch angetriebenen Verdichter,

der sich die Energie aus

der vorhandenen Fahrzeugbatterie

holt. Diesel wird gespart

und die Umwelt geschützt. Ein

Rechenbeispiel

verdeutlicht

laut Hauser die Vorteile: Bei

120 Einsatzstunden im Monat

und 35 Prozent Klimatisierung

im Leerlauf werden, bei einem

Verbrauch von 6,5 l Diesel im

Leerlauf, 274 l Diesel pro Monat

eingespart und der Wartungszyklus

um stolze 2,2 Monate verlängert.

Wichtig für die Umwelt:

Gleichzeitig werden 723 kg CO2

weniger in die Umwelt abgegeben.

d

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Die Fertigung der »SFB«-Freiläufe

von Ringspann unterliegt den

unternehmenseigenen, strengen

Qualitätsstandards. Das Bild

zeigt einen Freilauf-Prüfstand.

RINGSPANN (2)

L RINGSPANN

»SFB«-Freiläufe: Baugleicher

Zwilling für industrielle Antriebe

Vorbei sind die Zeiten der ungebremsten Massenproduktion automobiler Käfigfreiläufe,

die den Bedarf anderer Branchen mit abdecken konnte. Damit der

Technologiewandel im Automotive-Getriebebau aber nicht zu Beschaffungsengpässen

für die Hersteller industrieller Antriebssysteme führt, hat Ringspann

die Käfigfreiläufe des Typs »SFB« entwickelt. Sie stehen den Maschinen- und

Anlagenbauern aller Industriezweige als hochwertiges Äquivalent zu den ehemaligen

»BWX«- und »BWC«-Freiläufen aus der Automobilwelt zur Verfügung.

Baugleich

Die Käfigfreiläufe der

Baureihe »SFB« sind maßlich

baugleich mit den inzwischen

nicht mehr lieferbaren »BWX«-

und »BWC«-Freiläufen aus der

Automobilindustrie.

Manch großer Automobil-Zulieferer hat sein

Freilauf-Angebot inzwischen stark zurückgefahren

oder gar ganz eingestellt. Die Hersteller anderer

Branchen zwingt das, sich nach Ersatz für all

jene Käfigfreiläufe umzuschauen, deren Beschaffung

lange Jahre über die automobile Massenproduktion

als gesichert galt. Ringspann hat auf diese

Entwicklung nach eigenen Angaben frühzeitig reagiert

und möchte mit den Käfigfreiläufen seiner

Baureihe »SFB« ein hochwertiges Substitut anbieten.

Für viele Hersteller von Hebezeugen, Förderanlagen,

Verpackungsmaschinen, Pumpen sowie

Textil- und Druckmaschinen erweist es sich derzeit

als konstruktives Äquivalent für die Neukonstruktion

oder Instandsetzung ihrer Antriebssys-

teme. »Mit der Bereitstellung unserer ›SFB‹-Käfigfreiläufe

in unserem One-Stop-Shop reagieren wir

nicht nur auf die steigende Nachfrage nach alternativen

Bezugsquellen auf dem Gebiet der Freilauftechnik.

Wir untermauern damit auch unser

Qualitätsversprechen, über die Lieferung von Ersatzlösungen

hinaus technische Optimierungen

und innovative Weiterentwicklungen anzubieten,

deren Performance die der etablierten Bauformen

übertrifft«, sagt Louis Geiger, Product- Account-

Manager bei Ringspann.

Vielseitiger Premiumersatz

Die Käfigfreiläufe der Baureihe »SFB« wurden

eigens für den Einsatz in industriellen Antriebssträngen

entwickelt. Sie lassen sich als Rücklaufsperren

sowie als Überhol- und Vorschubfreiläufe

nutzen und erweisen sich als überaus vielseitige

Lösung für viele verschiedene Anwendungen.

Zu ihren typischen Einsatzgebieten gehören

die Bremsennachsteller in Nutz- und Schienenfahrzeugen,

die Wandlergetriebe in Hebezeugen,

Gabelstaplern und Regalbediengeräten oder die

58

Juli 2025

OEM & Aftermarket


Anlasser von Motorrädern. In Förder- und Verpackungsanlagen

werden sie als Überholkupplung

oder Rücklaufschutz verbaut. In Antriebssträngen

von Pumpen, Sicherheits-Seilwinden von Offshore-

und Mobilkranen, Walzenantrieben von Schmiedeanlagen

sowie in Kunststoffspul-Maschinen,

Textil- und Papierverarbeitungsmaschinen kommen

sie ebenfalls zum Einsatz – mitunter auch

in Kombination mit den Industriebremsen von

Ringspann.

Baugleich entwickelt

Die Käfigfreiläufe der Baureihe »SFB« sind laut

Ringspann maßlich baugleich mit den inzwischen

nicht mehr lieferbaren »BWX«- und »BWC«-Freiläufen

aus der Automobilindustrie. Es handelt sich

dabei also um Freiläufe mit Klemmstücken der Höhe

8,33 mm, die für den Einbau zwischen kundenseitigen

Innen- und Außenringen konzipiert sind.

Aufgrund ihrer hochwertigen Ausführung und ihrer

Auslegung für übertragbare Nenndrehmomente

von bis zu 2 070 Nm eignen sie sich nicht nur

für viele industrielle Standardanwendungen, sondern

auch für den Einsatz in hochbelasteten Antriebssträngen.

Schneller 1:1-Vergleich

Aktuell bietet Ringspann die

»SFB«-Freiläufe serienmäßig

in 16 verschiedenen Größen

an. Im Reparatur- und Austauschfall

ermöglicht eine

Tabelle die schnelle

Auswahl; der Anwender

kann hier die Zwillinge

auf einen Blick mit den

ehemaligen

»BWX«-Typen

abgleichen. Wichtig

zu wissen für Konstrukteure

und Produktentwickler:

Die Seitenführung

der

»SFB«-Käfigfreiläufe

lässt sich entweder durch eine

Schulter am Außenring oder

aber durch im Außenring befestigte

Sicherungsringe oder - scheiben

realisieren. Freilauf-Spezialist Louis Geiger

weist außerdem darauf hin, »dass die Drehmomentübertragbarkeit

bei Bedarf durch mehrere

nebeneinander angeordnete ›SFB‹-Käfigfreiläufe

signifikant erhöht werden kann«.

d

Die Käfigfreiläufe der Baureihe »SFB«

wurden für den Einsatz in industriellen

Antriebssträngen entwickelt. Sie lassen

sich als Rücklaufsperren sowie als

Überhol- und Vorschubfreiläufe nutzen.

L WEBASTO

Neues Wasserheizgerät für

Nutz- und Sonderfahrzeuge

Mit der »Thermo Top Pro 50« hat Webasto die Nachfolgerin der »Thermo Pro 50

Eco« auf den Markt gebracht. Das optimierte 24-V-Heizgerät ist für die Erstausrüstung

sowie die Nachrüstung in Lkw und Transportern sowie Bau-, Agrar- und

Spezialfahrzeugen geeignet.

Mit bis zu 5,0 kW Heizleistung erwärmt die

Standheizung »Thermo Top Pro 50« Kühlmittelkreisläufe

in verschiedenen Fahrzeugen und Maschinen.

So werden Kabinen, Motoren und Hydrauliksysteme

für ihre Nutzung vorgeheizt. Für die

klassische Standheizungsfunktion bringt das Gerät

Wärme über einen Wärmetauscher und die vorhandenen

Luftauslässe ins Fahrzeug. Die Frontscheibe

taut ab und der Fahrerbereich erwärmt sich. Sie

verfügt über ein neues Gebläsemodul sowie eine effizientere

Umwälzpumpe mit erhöhter Durchflussrate

und Lebensdauer. Im automatisch geregelten

Betrieb passt die Heizung ihre Leistung in Abhängigkeit

des Wärmebedarfs stufenlos zwischen

2,5 und 5,0 kW an. Diese Optimierungen sorgen

Die neue »Thermo Top Pro 50« verfügt über ein

neues Gebläsemodul sowie eine effizientere

Umwälzpumpe mit erhöhter Durchflussrate.

für einen deutlich reduzierten Kraftstoffverbrauch

und damit auch für weniger Emissionen. Im Vergleich

zum Vorgängermodell behält das rückwärtskompatible

Gerät dieselben Maße und dasselbe Gewicht

von nur 2,2 kg.

Individuell konfigurierbar

Durch eine analoge sowie die neue digitale

LIN-Schnittstelle kann die »Thermo Top Pro 50« gemäß

individuellen Anforderungen konfiguriert und

zentral gesteuert werden. Darüber hinaus stehen

verschiedene Webasto-Bedienelemente zur Verfügung.

Ein neuer, einheitlicher, gegen Wasser und

Staub abgedichteter und robuster 16-Pin-Stecker ersetzt

die bisher vom Einbau abhängigen verschiedenen

Stecker und erleichtert so die Integration in

verschiedene Fahrzeuge. Das Gerät ist außerdem

nach ISO 21434 gegen Cyberangriffe geschützt und

entsprechend zertifiziert. Die funktionale Sicherheit

ist nach ISO 26262 gewährleistet.

WEBASTO

j

OEM & Aftermarket Juli 2025 59


Faktoren wie Abnutzung oder

Materialermüdung führen regelmäßig

zu Schlauchplatzern

an den flexiblen Leitungen im

vorderen Bereich des Baggers.

OILFIX

L OILFIX

Risiko Schlauchplatzer:

Keine Panik dank »Oilfix«

Tonnenschwere Baumaschinen gehören längst »zum Inventar« auf der

Baustelle. Insbesondere Bagger haben sich mit Schnellwechseleinrichtungen

und verschiedensten Anbaugeräten zu wahren Multifunktionstools

entwickelt und sind u. a. bei Erd- oder Abbrucharbeiten nicht mehr wegzudenken.

Eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind mit Hydraulikschläuchen

ausgestattet, die für die Kraftübertragung und die reibungslose Funktion

der Maschinen sorgen. Doch im Fall eines Schlauchplatzers wird Hydrauliköl

schnell zu einem großen Problem: Nur 1 l Hydrauliköl reicht bereits aus, um

bis zu 1 000 000 l Grundwasser zu verunreinigen – und im Ernstfall kann

literweise Hydrauliköl austreten, bis die Öl-Leckage manuell gestoppt werden

kann. Genau hier setzt »Oilfix« an: Das Unternehmen hat ein ferngesteuertes

Ventil für Hydraulikschläuche entwickelt, um im Fall eines Schlauchplatzers

schnell handeln zu können. Die Redaktion der bauSICHERHEIT hat mit

Geschäftsführer Christoph Sauer über die Gefahren einer Leckage sowie

über die Entwicklung und die Funktionsweise der Innovation gesprochen.

Jessy von Berg

Die Gründe für einen geplatzten Hydraulikschlauch

sind vielfältig: Abnutzung, Materialermüdung

und äußere Einwirkungen wie Hitze

oder Kälte führen jedoch regelmäßig zu Schlauchplatzern

an den flexiblen Leitungen im vorderen

Bereich des Baggers, die sich auch mit eingehaltenen

Wartungszyklen in vielen Fällen nicht vermeiden

lassen. Daher gilt es, schnell zu handeln: Denn

der unkontrollierte, literweise Austritt von Hydrauliköl

bedeutet nicht nur Arbeitssicherheitsrisiken,

sondern eben auch enorme Umweltverschmutzungen

und obendrein finanzielle Einbußen.

Sauber arbeiten für

Sicherheit und Nachhaltigkeit

Nur 1 l Hydrauliköl kann bereits große Schäden

verursachen – daher gilt es, das Eindringen von

Öl in den Boden und in Gewässer im Hinblick auf

gesetzliche Vorschriften und insbesondere auch

im Interesse der Nachhaltigkeit unbedingt zu vermeiden.

Denn Hydrauliköl ist, wenn überhaupt,

nur schwer abbaubar, d. h., die Umweltbelastung

kann über Jahre bestehen bleiben und Ökosysteme

langfristig schädigen. Bio-Hydrauliköl ist nach

Ansicht von Christoph Sauer »nicht die ultimative

Antwort«, da auch dieses nicht in den Boden

laufen sollte. Vielmehr müsse man grundsätzlich

den unkontrollierten Austritt von Hydrauliköl minimieren.

Denn im Fall einer Leckage kann jede

gewonnene Sekunde den Unterschied machen,

60

Juli 2025

OEM & Aftermarket


um ökologische Konsequenzen deutlich zu reduzieren.

»Es besteht eine hohe Diskrepanz zwischen

der Menge Hydrauliköl, die am Markt verfügbar

ist, und der Menge, die am Ende wieder im Recycling

landet«, erklärt Christoph Sauer. »Da kommt

unweigerlich die Frage auf, wo denn der Rest gelandet

ist. Und dieses Problem muss die Branche

dringend angehen.«

Auch im Hinblick auf den finanziellen Aufwand

lohnt es sich, in »Oilfix« zu investieren: »Die

Anschaffungskosten amortisieren sich schnell,

schon allein durch das Öl, das nicht nachgefüllt

werden muss«, so Christoph Sauer im Gespräch.

Gleichzeitig werden Entsorgungskosten eingespart,

da kontaminierte Böden fachgerecht entsorgt

und Umweltschäden professionell bereinigt

werden müssen. Auch längere Stillstandzeiten

verursachen hohe Kosten, die sich mit »Oilfix«

wesentlich verringern lassen. Zu bedenken sind

ebenso die Arbeitssicherheitsrisiken, die im Fall

eines Schlauchplatzers unweigerlich auftreten:

Hydrauliköl erreicht im laufenden Betrieb hohe

Temperaturen, die eine enorme Gefahr für die Beschäftigten

auf der Baustelle darstellen. Und selbst

bei erfahrenem Maschinenpersonal kann eine aktive

Leckage Risiken, verursacht durch hektische

Handlungen, hervorrufen.

Aus der Praxis für die Praxis:

geboren auf der Baustelle

Die Idee zu »Oilfix« stammt von Berthold Winz, der

seit mehr als drei Jahrzehnten mit Bau- und Landmaschinen

arbeitet und sich auf sensible Abbrüche

und innerstädtische Spezialrückbauten spezialisiert

hat. Im Laufe seines beruflichen Werdegangs

hat er Leckagen mit kostspieligen Konsequenzen

mehrfach erlebt – und als Antwort darauf

den Impuls für »Oilfix« geliefert. »Von der Idee

zum fertigen Produkt war es eine lange Entwicklungsreise.

Unser Ziel war, dass sich unser Produkt

möglichst neutral verhält und die hydraulischen

Leistungen der Maschine nicht einschränkt«, erklärt

Christoph Sauer.

Wie genau »Oilfix« in der Praxis funktioniert?

Kurz gesagt: Die Ventilblöcke werden beidseitig

am Baggerausleger montiert und ersetzen die

bisher üblichen mechanischen Absperrhähne. Sie

sind über eine elektrische Leitung mit der Fahrerkabine

verbunden, sodass der Maschinist im Fall

eines Lecks per Knopfdruck sofort eingreifen und

den Ölaustritt stoppen kann. Durch Betätigung

des Schalters wird die im Normalbetrieb vorherrschende

Arbeitsspannung umgehend abgeschaltet

und das »Oilfix«-Ventil beidseitig geschlossen.

So lässt sich das Schadensausmaß eingrenzen –

und der Bagger bleibt trotz abgesperrter Leitung

so funktionstüchtig, dass die Maschine weiter bedient

und in einen reparaturfähigen Zustand bewegt

werden kann. Nach der Reparatur oder dem

JESSY VON BERG

Austausch des Hydraulikschlauchs kann der Hydraulikölkreislauf

per Knopfdruck wieder geöffnet

werden. »Oilfix« ist sofort wieder einsatzbereit,

um auch beim nächsten Schlauchplatzer größeren

Schaden zu verhindern. Das System kann

nach erfolgreicher Installation mehrfach verwendet

werden.

Die Innovation hat auch auf der Bauma in

München bei den Besuchern für großes Aufsehen

gesorgt: »Wir haben jede Menge Feedback erhalten,

besonders von Maschinisten, die sich sehr positiv

darüber äußerten, dass sich ›endlich‹ jemand

dieses Problems annimmt«, so das Fazit von Christoph

Sauer.

Die Oilfix GmbH mit Standort in Köln hat

es sich zur Aufgabe gemacht, die Arbeit auf

dem Bau ökologischer und ökonomischer zu

machen. Die Idee zu »Oilfix« stammt von Berthold

Winz, der seine praktische Baustellenerfahrung mit

dem kaufmännischen Gespür von Christoph Sauer

bündelte. Gemeinsam leitet das Geschäftsführer-Duo

das im September 2023 gegründete Unternehmen.

j

Bei »Oilfix« handelt es sich um

ein ferngesteuertes Ventil, das im

Fall eines Schlauchplatzers aus

der Fahrerkabine per Knopfdruck

geschlossen werden kann.

OEM & Aftermarket Juli 2025 61


L TEMPOSONICS

TEMPOSONICS

Schmaler Positionssensor

für Off-Highway-Maschinen

Mit der »MH«-Serie »Slim«

bietet sich ein neuer, platzsparender

Sensor für den Einsatz

in Kurzhub-Hydraulikzylindern.

Kleinere Baumaschinen und

Materialtransportmaschinen

sowie verschiedene mobile

Arbeitsgeräte benötigen

kompakte Verstellzylinder, um

einen reibungslosen Betrieb zu

gewährleisten. Die Integration

eines präzisen und langlebigen

Messsystems in diese Hydraulikzylinder

war jedoch eine

große Herausforderung – bis

jetzt. Temposonics gab kürzlich

die Markteinführung der

»MH«-Serie »Slim« bekannt,

eines neuen platzsparenden

Sensors für den Einsatz in

Kurzhub-Hydraulikzylindern.

Das schmale Design des neuen Sensors, für das

mehrere Patente angemeldet wurden, reduziert

die Größe des Sensors auf einen minimalen Formfaktor,

der sich ideal für Zylinder kleiner Abmessungen

in kompakten Off-Highway-Maschinen eignet,

wie Baumaschinen, Gabelstapler, Landmaschinen

und Kommunalfahrzeuge. »Der ›Slim‹ ist ein völlig

neues Sensordesign«, so Lee Aiken, Global Market

Segment Leader Mobile Hydraulics. »Wir haben die

robuste magnetostriktive Technologie von Temposonics

verwendet, die sich seit fast 50 Jahren in den

rauesten Umgebungen der Welt bewährt hat, und

das Sensorelement und die unterstützende Elektronik

in einer einzigen Baugruppe zusammengefasst,

die in ein 10-mm-Rohr passt.« Zusätzlich zu seiner

geringen Größe soll der »Slim«-Sensor alle Vorteile

der Magnetostriktion mit sich bringen: berührungslosen

Betrieb, absolutes Messprinzip, hohe Genauigkeit

und Leistung auch bei Anwendungen mit starken

Stößen und Vibrationen.

Problemlos integrierbar

Der neue »Slim«-Sensor ist mit einer Reihe von Optionen

erhältlich. Gewinde- und Einsteck-Montage

sind so konzipiert, dass sie einfach in neue Designs

oder bestehende Zylinderdesigns mit Hall-Effekt-Sensoren

von Temposonics oder anderen

Herstellern integriert werden können. Wie alle

Mobilhydrauliksensoren von Temposonics arbeitet

auch der neue Wegaufnehmer mit einer Vielzahl

von Standardmagneten und einer breiten Palette

von Steckverbindern von Amphenol, TE/Deutsch

und anderen Herstellern. Der »Slim« ist jetzt mit

CANbus-(J1939 & CANopen-)Ausgang verfügbar und

in Kürze mit analoger Unterstützung.

»Ganz gleich, ob man in der Materialhandhabung,

im Straßenbau oder in der Landwirtschaft tätig

ist, die Anwender können sich darauf verlassen,

dass der ›Slim‹-Sensor eine präzise Bewegungssteuerung

bietet und Temposonics für absolute Kundenzufriedenheit

sorgt«, erklärt Lee Aiken.

d

L KÄRCHER

Schonende Reinigung

für Heidelberger Schloss

KÄRCHER

Im Rahmen seines Kultursponsorings reinigte

Kärcher die Böden im Englischen Bau und im

Apothekerturm des Heidelberger Schlosses.

Das Heidelberger Schloss

thront über Altstadt und Neckar

und zieht jährlich gut eine Million

Besucher aus aller Welt in

seinen Bann. Im Rahmen seines

Kultursponsorings reinigte das

Familienunternehmen Kärcher

kürzlich kostenlos die Böden

im Englischen Bau und im

Apothekerturm der weltbekannten

Ruine. Aus Anlass seines

90-jährigen Jubiläums hat

sich das Familienunternehmen

vorgenommen, 2025 weltweit

insgesamt 90 Reinigungsprojekte

durchzuführen. Das in

Heidelberg ist nun das erste in

Deutschland.

Die Arbeiten erstreckten sich über eine Woche und

wurden durch ein Team von acht Kärcher-Mitarbeitenden

ausgeführt. Zum Einsatz kamen Heißwasser-Hochdruckreiniger

in der schonenden Dampfstufe.

Diese arbeiten mit einem geringen Aufpralldruck

von nur 0,5 bis 1 bar. Gelöst wird der Schmutz

dabei hauptsächlich durch die hohe Temperatur des

Dampfes, die auf der Steinoberfläche ungefähr 95 °C

beträgt. Diese Art der Reinigung ist nahezu drucklos,

dadurch sehr sanft und beschädigt die Originalsubstanz

der Böden nicht. Positiver Nebeneffekt: Dank

der hohen Temperatur, mit welcher der Dampf auf

die Steinoberfläche trifft, werden zudem Samen und

Sporen in den Gesteinsporen zerstört, was den erneuten

Bewuchs hinauszögert.

»Die sorgfältige Reinigung der Böden ist ein

wichtiger Baustein in der Pflege und Bewahrung

des Heidelberger Schlosses. Wir freuen uns über die

Expertise von Kärcher und sind zuversichtlich, dass

das Ergebnis die Besucherinnen und Besucher begeistern

wird«, sagt Patricia Alberth, Co-Geschäftsführerin

der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württembergs.

90 Reinigungsprojekte im Jubiläumsjahr

Über das Jahr verteilt will Kärcher zum 90. Jubiläum

insgesamt 90 kostenlose Reinigungsprojekte an öffentlichen

Orten wie Plätzen, Parks, Stränden, Flussufern

oder an historischen Bauwerken durchführen.

Das Heidelberger Schloss ist insgesamt bereits das

zehnte Projekt in dieser Reihe, nachdem bis Anfang

April schon u. a. das Fort Santiago in Manila auf den

Philippinen, das Red-Rocks-Amphitheater in Denver

in den USA, die Zitouana-Moschee in Tunis, Tunesien,

sowie Tierheime in Thailand und der Türkei gereinigt

wurden.

j

62

Juli 2025

OEM & Aftermarket


MULTIFUNKTIONSPRODUKT

Die Nufam gehört mit mehr als

400 Ausstellern zu den wichtigsten

Messen der Branche.

THOMAS SEIBOLD

L KARLSRUHER MESSE

»Nufam Day«: Video stellt

Nutzfahrzeugmesse vor

Seit 2009 trifft sich die Nutzfahrzeugbranche

Deutschlands und

Europas im zweijährlichen Rhythmus

auf dem Gelände der Messe Karlsruhe.

Dieses Jahr ist es wieder vom 25. bis

28. September so weit. Einen ersten

Vorgeschmack darauf gibt der »Nufam

Day – Talk & Network«. Dieser findet in

diesem Jahr digital und im Rahmen eines

knapp 40-minütigen Videos statt – Besucher

und Aussteller erhalten dort einen

ersten Einblick zur Nutzfahrzeugmesse.

2023 veranstalteten die Nufam-Macher

erstmals den »Nufam Day – Talk & Network«.

2024 folgte die zweite Ausgabe. Darin

werden regelmäßig Themen der Messe

aufgegriffen und ein Ausblick zur kommenden

Veranstaltung vermittelt. Darüber hinaus

bietet das Format die Möglichkeit, auch

außerhalb der Veranstaltungsjahre ins Gespräch

zu kommen. In diesem Jahr feiert

der »Nufam Day« nun seine bereits dritte

Ausgabe – und zwar in digitaler Form als Video.

Dieses kann über die Nufam-Web site

aufgerufen werden.

Nach der Begrüßung von Bereichsleiterin

Beate Frères und Projektleiter Jo-

chen Bortfeld erläutert Projektmanager

Florian Klag auf dem Peter-Gross-Bau-Areal,

welche Möglichkeiten das runderneuerte

Außengelände der Messe Karlsruhe

schon während der Nufam und auch künftig

bieten wird. In der Folge dreht das Nufam-Team

den Spieß um. Statt Ausstellende

zur Messe Karlsruhe zu bringen, besucht

die Nutzfahrzeugmesse diese vor Ort auf deren

Firmengelände. Die Ausstellenden erläutern,

weshalb sie zur Veranstaltung kommen

und was die Besucher an deren Ständen

zu erwarten haben.

Sonderschau

zum Thema Wasserstoff

Zum Höhepunkt des »Nufam Days« spricht

Moderator und Fachjournalist Marcus Walter

mit Jochen Bortfeld im Technik Museum

Speyer, umgeben von der Ausstellung

»Legenden auf Rädern«, über den Werdegang

der Nufam und die Pläne für dieses

Jahr. Außerdem unterhält sich Walter mit

Dr. Daniel Hrdina und Michael Rein. Die

beiden sind Mitglieder des Vorstands der

Allianz Wasserstoff e.V. Zur Nufam bringt

die Allianz eine entsprechende Sonderschau

mit.

s

Das hitzebeständige Metallsprührohr

kann je nach Bedarf gebogen

werden und behält die gewünschte

Form bei. Es erreicht schwer

zugängliche Stellen und vermeidet

vorheriges Zerlegen der zu

bearbeitenden Teile.

Weitere Informationen auf wd40.de/flexible

OEM & Aftermarket Juli 2025 63


L WD-40

… 38, 39, WD-40!

Mitte Juni fand in Bad Homburg eine besondere Veranstaltung statt: Die WD-40 Company

Limited Zweigniederlassung Deutschland feierte nicht nur ihr 30-jähriges Jubiläum

in der Kreisstadt des Hochtaunuskreises, sondern zugleich auch die Eröffnung

der neuen Büroräume am Rathausplatz. Neben General Manager DACH Daniel Kalisch,

langjährigen Marktbegleitern und dem Oberbürgermeister Alexander Hetjes war auch

die Redaktion des bauMAGAZINs mit dabei. Dabei gab es nicht nur Erstaunliches über

das Produkt und seine Entstehungsgeschichte zu erfahren, sondern auch ein echtes

Novum mitzuerleben: Zum ersten Mal reiste das komplette Management-Team aus

den USA gemeinsam in die deutsche Niederlassung.

Thomas Seibold

& Benjamin Chucholowski

Die Evolution der

»WD-40«-Dose im

Überblick.

Die Veranstaltung war nicht nur geprägt von einem

Rückblick auf die Entstehungsgeschichte

des Produkts, sondern auch von der Pionierarbeit

des heutigen CEO Steve Brass hierzulande. Im Jahr

1995 übernahm er als gebürtiger Brite die Leitung

der Zweigniederlassung Deutschland. Sein Auftrag:

das damals noch unbekannte Produkt zu vermarkten.

An dieser Stelle lohnt sich ein Rückblick auf dessen

Entstehungsgeschichte. Denn Fehlschläge kommen

darin zwar vor, werden aber laut Steve Brass

nicht als solche angesehen: »Wenn bei der WD-40

Company etwas schiefgeht, nennen wir das nicht

›Fehler‹, sondern ›Learning Moment‹

(Lernmoment).«

Versuch macht klug

Dieser Einstellung geht

die Einsicht voraus,

dass in den seltensten

Fällen etwas wirklich

auf den ersten Versuch

gelingt. Thomas Alva

Edison musste bis

zur Entwicklung der

Glühlampe zur Markt-

reife angeblich bis zu 9 000 »Learning Moments« verkraften.

Ähnlich ging es der Rocket Chemical Company,

die im Jahr 1953 den Auftrag zur Entwicklung

einer Formel zur Wasserverdrängung und zum Rost-

sowie Korrosionsschutz u.a. für die Raumfahrtindustrie

erhielt. Im Gegensatz zur Glühbirne wurde

das Ziel hier bereits beim 40. Versuch erreicht. Die

erfolgreiche Rezeptur »Water Displace ment, 40th

formula« war dann auch zugleich Namensgeber für

das heutige »WD-40«-Multifunktionsprodukt. Dessen

Beitrag zur modernen Raumfahrt wird übrigens

nach wie vor unterschätzt, wie Steve Brass launig

erläuterte: »Unser Produkt wurde schließlich dafür

eingesetzt, die Atlas-Rakete, die u. a. zum Mond flog,

vor Rost zu schützen. Oder kurz gesagt: ohne ›WD-

40‹ kein Mann auf dem Mond!«

Vielseitig einsetzbar

Ursprünglich war das Produkt zwar nur für diesen

Einsatzzweck konzipiert worden. Als jedoch die Mitarbeiter

der Rocket Chemical Company das Mittel

immer öfters mit nach Hause mitnahmen und für

andere Zwecke einsetzten, wurden nach und nach

weitere Anwendungsmöglichkeiten entdeckt. 1958

begann der Firmengründer Norm Larsen schließlich,

es in Aerosoldosen abzufüllen. Verkauft haben

es die Mitarbeiter laut Steve Brass anschließend

»aus den Kofferräumen ihrer Autos heraus – und

zwar 45 Stück pro Tag, weil nicht mehr reinpassten«.

1961 erfolgte anlässlich des Hurrikans Carla

eine größere Bewährungsprobe: »WD-40« wurde

zur Instandsetzung der durch Hochwasser und Regen

beschädigten Fahrzeuge und Geräte verwendet.

Spätestens ab da war der Erfolg nicht mehr aufzuhalten.

1969 wurde das Unternehmen schließlich

64

Juli 2025

OEM & Aftermarket


In Bad Homburg kamen nicht nur die Mitarbeiter der

Niederlassung zusammen. Erstmals war auch das

komplette Management-Team außerhalb der USA vor Ort.

Die geheime Formel dahinter

Wie Steve Brass anlässlich der Eröffnung freimütig

und mit einem Lachen bekannt gab, bekam er die

geheime Formel von »WD-40« anlässlich seiner Ernennung

zum CEO der WD-40 Company im September

2022 sogar zu sehen: »Es gibt nur drei Leute im

Unternehmen, welche die Zusammensetzung von

›WD-40‹ kennen. Diese liegt sicher verwahrt in einem

Tresor am Hauptsitz in San Diego. Als sie mir

überreicht wurde, sah ich eine chemische Formel –

und als Nicht-Chemiker ist das alles, was ich Ihnen

dazu sagen kann.« Dahinter steckt ein weiteres Erfolgsgeheimnis:

Da »WD-40« nie patentiert wurde,

ist auch dessen genaue Zusammensetzung nicht bekannt,

was Nachahmern die Entwicklung einer genauen

Kopie erschwert.

konsequenterweise in die »WD-40 Company« umbenannt.

1973 folgte ein mutiger Schritt: Mit nur einem

einzigen Produkt im Portfolio ging es – erfolgreich

– an die Börse.

Erfolgreich in der DACH-Region

Nach eigenen Erhebungen befanden sich 1993 in

vier von fünf amerikanischen Haushalten eine

oder mehrere »WD-40«-Dosen. Der Absatz war zwischenzeitlich

auf mehr als eine Million Dosen pro

Woche gestiegen. 1995 schließlich wurde die WD-

40 Company Limited Zweigniederlassung Deutschland

gegründet. Die Belegschaft umfasste damals

nur vier Personen, aktuell sind es rund 50 Mitarbeiter.

Der Standort hierzulande ist zuständig für

den Verkauf in der DACH-Region. Der Erfolg von

Steve Brass und dem damaligen sowie heutigen

Team unter der Leitung von Daniel Kalisch lässt

sich auch daran messen, dass in Deutschland, Österreich

und der Schweiz nach Unternehmensangaben

bis zu 99 Prozent der Bevölkerung das Produkt

»WD-40« kennen.

Die charakteristische blaue Dose mit rotem

Kopf ist auf Anhieb erkennbar und aus vielen Anwendungsbereichen

nicht mehr wegzudenken.

Als Innovationstreiber entwickelt sich die Marke

»WD-40« stetig weiter, wobei die Originalformel jedoch

unberührt bleibt: 2003 wurden ein einzigartiger

Sprühkopf für breitflächige Sprühvorgänge

und 2005 der klappbare »Smart Straw« eingeführt.

2015 folgte ein biegsames Sprührohr. Dazwischen

kamen 2011 die »WD-40 Specialist«-Produkte auf

den Markt. Damit können spezifische Anforderungen

gelöst werden – und das nach Unternehmensangaben

»auf Profi-Niveau«.

THOMAS SEIBOLD

Feierlichkeiten in Bad Homburg

Während der Eröffnungsfeier anlässlich der neuen

Büroräume und des 30-jährigen Jubiläums war

vonseiten der Mitarbeiter zu spüren, wie sehr alle

hinter dem Produkt und dem Unternehmen stehen

– die bereits erwähnte interne Philosophie der

»Learning Moments« hat daran sicher einen großen

Anteil. Gastredner Tassilo Zimmermann, Ressortleiter

»Lebensmittel Zeitung« von 1992 bis 2021,

hat eine besondere Beziehung zur deutschen Niederlassung.

Er veröffentlichte hierzulande als einer

der ersten einen Bericht über das Produkt. In seinem

von Anekdoten gespickten Beitrag »Die Marke

›WD-40‹ – eine innovative Erfolgsgeschichte« ließ

er die Historie der Marke Revue passieren.

WD-40 COMPANY LTD (2)

Persönlich wurde es auch im Vortrag von

Daniel Kalisch. Dieser verwies auf seine Berührungspunkte

mit »WD-40« in der eigenen Familie,

die sich in Form einer Werkbank mit Werkzeug aus

der Werkstatt seines Großvaters in den neuen Bürogebäuden

manifestieren. Mitarbeiter und Besucher

können dadurch einen direkten Bezug zur Anwendung

darstellen.

s

Multifunktional

Als Multifunktionsprodukt

schützt es Metall vor Rost, ist

kriechfähig, verdrängt Feuchtigkeit,

hat schmierende Fähigkeiten

und entfernt sogar Ruß,

Fett und anderen Schmutz von

Oberflächen.

(v. l. n. r.) Steve Brass, Eric P. Etchart

und Daniel Kalisch gehen kurz vor

dem Durchschneiden des Eröffnungsbandes

mit einem Spritzer

»WD-40« auf Nummer sicher.

OEM & Aftermarket Juli 2025 65


L WOLF OIL

Neues CVT/ATF-Öl vorgestellt

Champion Lubricants bringt

mit »Eco Flow CVT-ATF« ein

neues, multifunktionales

Automatikgetriebeöl auf den

Markt, das für Werkstätten eine

Allroundlösung darstellen soll.

Aufgrund seiner vielseitigen

Formulierung bietet das Öl

einen optimierten Lageraufwand,

reduzierte Betriebskosten

und weniger Risiko, zum

falschen Öl zu greifen.

Das Automatikgetriebeöl »Eco Flow CVT-ATF«

bedient die unterschiedlichen chemischen Anforderungen

sowohl von stufenlosen CVT-Systemen

als auch von konventionellen Stufenautomaten

und fungiert als Flüssigkeit für beide Getriebetypen.

Das Ergebnis ist eine vereinfachte Lieferkette

bis hin zur Lagerhaltung bei Händlern und Werkstätten.

Es zeichnet sich aus durch hohe Oxidations- und

Scherstabilität, Elastomerverträglichkeit und Korrosionsbeständigkeit,

sodass langfristiger Schutz gesichert

ist. Aufgrund seiner multifunktionalen Formulierung

ist es auch für den Einsatz in Hybridfahrzeugen

geeignet.

Auf den Markt reagieren

Vor dem Hintergrund der wachsenden Beliebtheit

von Automatikgetrieben entwickelt und erweitert

Das Automatikgetriebeöl

»Eco Flow CVT-ATF« bedient

die unterschiedlichen

chemischen Anforderungen

sowohl von stufenlosen

CVT-Systemen als auch

von konventionellen

Stufenautomaten.

Champion sein ATF-Angebot kontinuierlich. Die

Produktpalette des Unternehmens bietet Lösungen

für Fahrzeuge mit unterschiedlichsten Automatikgetriebetechnologien.

»Eco Flow CVT-ATF« ergänzt

das bestehende ATF-Sortiment, das mittlerweile

mehr als 20 innovative Getriebeölformulierungen

umfasst, abgestimmt auf die Anforderungen moderner

Pkw und die Spezifikationen führender Fahrzeughersteller.

WOLF OIL

j

L WERBAS

Digitalisierung endet nicht am Werkstatttor

Baumaschinen wie Bagger, Krane oder Lader sind das Rückgrat jeder Baustelle.

Doch ihr reibungsloser Einsatz hängt stark von funktionierenden Werkstattprozessen

im Hintergrund ab. Ohne digitale Unterstützung drohen Verzögerungen

und hohe Kosten. Deshalb setzen immer mehr Bauunternehmen auf moderne

Softwarelösungen – auch direkt vor Ort.

WERBAS

Schäden, Wartungsbedarf

oder technische Mängel lassen

sich direkt auf der Baustelle

über mobile Geräte melden.

Reparaturprozesse starten heute nicht mehr erst

in der Werkstatt. Schäden, Wartungsbedarf oder

technische Mängel werden direkt auf der Baustelle

mobil gemeldet. Systeme wie »Werbas//KSR« nutzen

KI-Technologien, um Eingaben schnell und präzise

zu verarbeiten. »Die Digitalisierung ermöglicht

es uns, frühzeitig zu reagieren und Ausfallzeiten

drastisch zu reduzieren«, so der Werkstattleiter eines

Bauunternehmens. »Die proaktive Schadenserfassung

durch das Baustellenpersonal sorgt dafür,

dass Reparaturen effizient eingeplant, Ersatzteile

vorbereitet und Serviceeinsätze optimal gesteuert

werden können.«

Vor Ort oder in der Werkstatt

Reparaturprozesse in der Halle oder direkt auf der

Baustelle laufen zunehmend digital, papierlos und

ohne Medienbrüche ab. Arbeitszeiten, Diagnosedaten

und Schadensbilder lassen sich direkt dem jeweiligen

Fahrzeug zuordnen und in der Maschinen-

akte speichern. So profitieren auch Bereiche wie

Projektleitung oder Controlling von aktuellen Informationen

in Echtzeit. Moderne Werkstatt-Management-Systeme

erfassen zudem anfallende Kosten:

von Reparatur über Betriebsstoffe bis hin zu

Arbeitszeiten. Diese Kostentransparenz unterstützt

Bauunternehmen bei der präzisen Kalkulation, welche

Maschinen sich rentieren und wo Optimierungsbedarf

besteht.

Fehlende Ersatzteile sind eine der häufigsten

Ursachen für Verzögerungen. Eine effiziente Lagerverwaltung

und direkte Anbindung an Lieferanten

sind daher entscheidend. Lösungen wie »Werbas//

KSR« bieten Schnittstellen, um Bestellungen zu automatisieren,

Lagerbestände zu optimieren und Fehlerquellen

zu reduzieren. Die Software übernimmt

Rückstandsverwaltung, Bestellvorschläge oder Lagerplatzmanagement.

Ersatzteile sind in Folge exakt

dann verfügbar, wenn sie benötigt werden. Damit die

digitalisierte Werkstatt nahtlos mit anderen Unternehmensbereichen

zusammenarbeitet, braucht es

offene Schnittstellen. Die Integration der Werkstattprozesse

in die IT-Landschaft ist entscheidend. Erst

wenn Buchhaltung, Lager, Personalplanung und Projektmanagement

miteinander verknüpft sind, lassen

sich Abläufe wirklich effizient gestalten.

j

66

Juli 2025

OEM & Aftermarket


SONDER

THEMA

Schalung | Gerüste

PERI


Das »Meva Engineering Kit«

beim Ersteinsatz auf einer

Baustelle in Karlsruhe.

MOSER

Meva-Portfolio bewährt

sich im Baustelleneinsatz

wendiges Spindeln. Das Schnellt

MEVA Die Birchmeier Bau AG errichtete ein Technikgebäude auf

600 m² Grundfläche im Aargau. Die Decke des eingeschossigen

Zweckbaus in 7,50 m Höhe wurde zügig und mit geringem Materialund

Arbeitsaufwand geschalt. Außerdem konnte sich auch das

neue »Meva Engineering Kit (MeKit)« im Ersteinsatz bei einem

Bauprojekt in Karlsruhe bewähren.

Platz schaffen

Das Traggerüst »MEP« erzeugt

keinen »Stützenwald« und lässt

somit reichlich Bewegungsfreiheit

zwischen den Gerüsttürmen.

Auf der Baustelle im Aargau

setzte das erfahrene Team

um Bauführer Fabian Treier

und Polier Daniel Weiler auf eine

Kombination von Meva-Systemen:

das Traggerüst »MEP« und

die Deckenschalung »MevaDec«.

Das modulare System »MEP«,

konzipiert für die Unterstützung

von Deckenschalungen, Schaltischen,

Unterzügen oder Fertigteilen

bis 21 m Höhe, lässt sich an

jede Gebäudegeometrie anpassen.

Der Einsatz erfordert wenig

Arbeitsaufwand ohne zeitauf-

absenksystem »SAS« ermöglicht

die Absenkung der Stützen per

Hammerschlag. »MEP« erzeugt

keinen »Stützenwald« und lässt

somit reichlich Bewegungsfreiheit

zwischen den Gerüsttürmen.

Die Rahmen »170« und »220«

sind auf die »MevaDec«-Systemmaße

abgestimmt. Komplette

Gerüsteinheiten können mühelos

per Hubwagen umgesetzt

werden. Das Team der Birchmeier

Bau AG fuhr auf der Baustelle

in Mülligen mit Hebebühnen

zwischen die Sprießtürme. Wo

die Zugänglichkeit so nicht möglich

war, kamen Gerüst beläge für

das sichere Ein- und Ausschalen

zum Einsatz.

Ergonomisches Handling

»MevaDec« kann seine Vorzüge

in vielen Bereichen ausspielen,

z. B. im Wohnungsbau, wo die

leichten Schalelemente aus Aluminium

auch von unten in die

Träger eingelegt werden. Dies

macht die aufwendige Montage

von Absturzsicherungen – die

z. B. in der Schweiz nach neuester

SUVA-Richtlinie schon ab

2,00 m Höhe vorgeschrieben sind

– überflüssig. Bei diesem Hallenbau

im Aargau waren jedoch andere

Qualitäten gefragt: etwa die

Möglichkeit, aus drei Deckenschalungsmethoden

wählen zu

können. In diesem Fall bot sich

die Fallkopf-Träger-Element-Methode

an, denn sie ermöglichte

es, nach dem Betonieren eines

ersten Deckenabschnitts die

Hauptträger und Elemente per

Hammerschlägen abzusenken,

auszuschalen und schon für den

nächsten Abschnitt einzusetzen,

68

Juli 2025

Sonderthema: Schalung & Gerüste


während der noch nicht vollständig

ausgehärtete Deckenabschnitt

weiterhin von den Stützen

getragen wurde.

Das Frühausschalen, das für

schnellen Baufortschritt sorgt,

kann sogar von nur einer Person

bewerkstelligt werden. In

diesen Aspekt zahlen das geringe

Gewicht von nur 16 kg/m²

und clevere Handhabungseigenschaften

ein: Ergonomische

Rahmenprofile und Grifföffnungen

ermöglichen sicheres

und kraftschonendes Handling

auch bei Nässe. Mit dem gleichmäßigen

Fugenbild und der Alkus-Vollkunststoff-Platte

erzielte

das Birchmeier-Team Betonoberflächen

mit ansprechender

Ästhetik.

Erfolgreiches »MeKit«-Debüt

Das Bauunternehmen Moser

GmbH & Co. KG hatte den Auftrag,

die Tiefgarage eines neuen

Bürogebäudes in Karlsruhe

zu errichten. Ein Teil der Fläche

wurde zweistöckig mit Wandhöhen

ab 3 m, ein weiterer Teil einstöckig

bis 7 m Höhe betoniert.

Hierfür kam Schalungs- und Unterstützungsmaterial

aus dem

Moser-Eigenbestand zum Einsatz.

Die Wände wurden mit der

robusten

Schwerlastschalung

»Mammut 350« mit vollflächiger

Frischbetondruckaufnahme von

100 kN/m² errichtet. Das Baustellenteam

setzte für eine spezielle

Anwendung bei diesem Projekt

erstmals auf das »MeKit«, das

von Meva in Haiterbach zur Miete

nach Karlsruhe geliefert wurde:

Ein Fachwerkträger aus Stahl,

der wie ein Unterzug die Spannweite

der Decke vergrößert, sollte

während der Rohbauarbeiten

sicher getragen und auf den Ortbetonstützen

gehalten werden.

Systeme ergänzen einander

Nachdem die Betonstützen errichtet

und zwei »MeKit«-Tragtürme

montiert waren, wurde

die exakte Höhe mithilfe der Fuß-

und Kopfspindeln rasch eingestellt.

Nun konnte das Stahl-Fachwerk

auf den beiden Tragtürmen

und den Betonstützen aufgesetzt

und gesichert werden. Anschließend

wurde das modulare Meva-

Traggerüstsystem »MEP« aufgestellt,

um die Schalung und Betonage

der Decke zu unterstützen.

Auch das »MEP« wird von Moser

häufig in Bauprojekten eingesetzt.

So war dieses bewährte

System eine optimale Ergänzung

zum neuen »MeKit«. Die

Poliere von Moser zeigten sich

nach ihren ersten Erfahrungen

mit dem neuen Baukastensystem

zufrieden und dementsprechend

positiv ist ihr Fazit: »Wir

waren überrascht, wie schnell

und einfach das ›MeKit‹ zu montieren

und anzuwenden ist.«j

FLUXX Stoßabschalungssystem für Doppel-/Hohlwände

DIE TECHNISCH EINWANDFREIE LÖSUNG

MEVA

DIE VORTEILE

✓ Schnell: Ein Stoß in weniger als 1 Minute eingeschalt

✓ Nur eine Arbeitskraft notwendig

✓ Witterungsunabhängig und sofort einsatzfähig

✓ Keine Nacharbeiten erforderlich

✓ Lange Lebensdauer

✓ Weniger Abfall auf der Baustelle

Das modulare Traggerüst »MEP« zur Unterstützung bis 21 m Höhe lässt sich an jede

Gebäudegeometrie anpassen und ist mit nur wenigen Grundteilen aufzubauen.

Sonderthema: Schalung & Gerüste Juli 2025 69


Systemlösungen

für Hochhausbau

mietbarem Systemgerät: der einseitig bedient

PERI Die Europacity, Berlins

neues Hauptstadtquartier,

ist in den letzten Jahren

rasant gewachsen. Zwischen

Spreebogen, Hauptbahnhof

und Nordhafen wird eine

über 60 ha große Fläche, das

Gelände einer ehemaligen

Industriebrache entlang des

Spandauer Schifffahrtskanals,

neu belebt. Hier entstehen

rund 3 000 Wohnungen

sowie Arbeitsflächen für etwa

16 500 Menschen. Zur

Realisierung des Projekts

sind Systemlösungen von

Peri im Einsatz.

»myPeri«

Zur Projektüberwachung diente

das »myPeri«-Kundenportal:

Zentral abgelegte Projektdaten

waren jederzeit digital verfügbar.

PERI

Die Arbeitsgemeinschaft der Wolff & Müller Hochund

Industriebau GmbH & Co. KG und der August

Reiners Bauunternehmung GmbH konnte im

Februar mit dem Richtfest den termingerechten

Abschluss der Rohbauarbeiten feiern. Die Fertigstellung

ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen.

Unterstützt wurden die Berliner Projektverantwortlichen

von umfangreichen, auf die Baustellenanforderungen

abgestimmten Schalungslösungen und

Services aus dem Hause Peri, begleitet von einem

erfahrenen Baustellensupport.

Kompetent unterstützt

Entsprechend der BIM-Methodik koordinierte das

Arge-Team seine Arbeit anhand eines virtuellen

Bauwerksmodells. So ließen sich die Prozesse beim

Bauen möglichst effizient steuern. Basierend auf

dem 3D-Modell und den individuellen Projektanforderungen

erarbeiteten die Berliner Peri-Ingenieure

alle notwendigen Schalungs- und Gerüstplanungen.

Zur Projektüberwachung diente das »myPeri«-Kundenportal:

Zentral abgelegte Projektdaten waren jederzeit

digital verfügbar und erleichterten so die

Arbeitsprozesse in allen Phasen der Baustellenabwicklung.

Zudem war ein Peri-Projektleiter wöchentlich

vor Ort. Als zentraler Ansprechpartner

kümmerte er sich um alle technischen, kaufmännischen

und logistischen Belange rund um Schalung

und Gerüst. Im regelmäßigen, partnerschaftlichen

Austausch ließen sich Fragen und etwaige Problemstellen

direkt auf der Baustelle ansprechen mit dem

Bestreben, zeitnah und für alle Beteiligten zielführende

Lösungsansätze zu finden.

Projektspezifisch angepasst

Die Peri-Lösungen basierten weitestgehend auf

Das Bürohochhaus »Upbeat« bildet den nördlichen Auftakt der Berliner Europacity.

baren »Maximo«-Rahmenschalung für die Wände

und als Schachtschalung, den großflächigen

»Variodeck«-Deckentischen und der »Skydeck«-Paneel-Deckenschalung

für die Geschossdecken.

Als temporäre Lagerflächen und zum

Umsetzen von Lasten mit dem Kran dienten »RCS

MP«-Ausfahrbühnen. Mithilfe des an den freien

Deckenrändern montierten »Prokit«-Sicherheitssystems

war das Baustellenpersonal jederzeit

gegen Absturz gesichert. Umlaufend unterhalb

der Rohbaugeschosse angebrachte Peri-Material-Fangschirme

ergänzten das konsequente

Sicherheitskonzept, um eine nachlaufende Fassadenmontage

zu ermöglichen. Für einen effizienten

Bauablauf wurden die Systemlösungen teils

mit Sonderschalungen kombiniert. Beispielsweise

komplettierten speziell geplante und im Peri-Sonderschalungsbau

vorgefertigte Projekt-Deckentische

das Deckenschalungskonzept. Im Wandbereich

ergänzten projektspezifisch gefertigte Sonder-Eckelemente

aus Stahl die »Maximo«-Schachtschalung

und beschleunigten so die Arbeitsschritte

beim Ausschalen, Umsetzen und Einschalen.

Zukunftsweisende Standards

Das Berliner Bürohochhaus »Upbeat« erfüllt höchste

Baustandards. Für die ausfallsichere Konnektivität,

digitale Infrastruktur und Zukunftssicherheit

wurde bereits die »WiredScore«-Zertifizierung in

Platin verliehen. Als Green Building konzipiertes

Bauwerk steht zudem eine Zertifizierung der

Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen

e. V. (DGNB) sowie eine »Well-Core«-Zertifizierung

in Gold an. Die ambitionierten Nachhaltigkeitsziele

wurden u. a. durch den Einsatz von CO2-reduziertem

Beton erreicht, der zwischen 30 bis 50 Prozent

Kohlendioxid einsparen konnte.

d

70

Juli 2025

Sonderthema: Schalung & Gerüste


MAYER SCHALTECHNIK

Innovative

Stoßabschalung im Einsatz

t MAYER SCHALTECHNIK Mit dem

feierlichen Spatenstich im November

letzten Jahres an der neuen Allee in

Dinkelsbühl hat ein bedeutendes Bauvorhaben

für die Zukunft der bayerischen

Steuer- und Finanzverwaltung begonnen.

Auf einem großzügigen Gelände am

westlichen Stadtrand von knapp

10 000 m 2 entsteht ein moderner Campus

der Landesfinanzschule, dessen Gesamtkosten

sich auf 57 Mio. Euro belaufen. Der

Neubau soll 2027 fertiggestellt sein. Zum

Einsatz kommt dabei das »Fluxx«-Stoßabschalungssystem

vom unterfränkischen

Schalungshersteller Mayer Schaltechnik.

Verantwortlich für einen reibungslosen

Ablauf des Bauvorhabens ist das schwäbische

Familienunternehmen Eigner aus

Nördlingen im Ries. Bereits seit 1912 ist man

im süddeutschen Raum ein Name, der für

Bauqualität ohne Kompromisse steht. Getreu

dem Unternehmensmotto »Bauen für

die Zukunft aus Tradition« verbindet man

bei Eigner altbewährte Prozesse mit innovativen

Neuerungen und Nachhaltigkeit. Jene

Attribute, welche auch das »Fluxx«-Stoßabschalungssystem

von Mayer Schaltechnik

mit sich bringen soll.

Speziell gefertigtes Stahlprofil

Beim Bauvorhaben an der neuen Allee stellt

die Verwendung des »Fluxx« eine avantgardistische

Lösung zur Schalung von Hohlwandstößen

dar, die durch ein speziell gefertigtes

Flex-Stahlprofil charakterisiert

Bis zu 100 Prozent

Verzicht auf

Einweg-Kanthölzer/

Spreizhölzer aufgrund

wiederverwendbarer

Stahl-Schienen.

ist. Die Schiene wird mithilfe des Arretierungsankers

aus Kunststoff im Plattenstoß

verspannt und ermöglicht somit eine zeiteffiziente

sowie effektive Lösung. Nach dem

Aushärten des Betons kann der Anker abgedreht

werden, wodurch die Abschalschiene

problemlos wiederverwendet werden kann.

Dieser Aspekt sorgt laut Mayer Schaltechnik

nicht nur für eine signifikante Einsparung

an Zeit, sondern reduziert ebenfalls

den Verbrauch an Holz oder anderen Materialien

und daraus resultierend anfallende

Baustellenabfälle, was sowohl ökonomisch

als auch ökologisch von Vorteil sei. Ebenfalls

im Einsatz ist die »Fluxx«-Bodenschiene,

ein weiterer Bestandteil des Systems, bestehend

aus robustem und dennoch leichtem

Aluminium. Durch ihren Einsatz wird

die Qualität und Effizienz der Abschalung

von Bodenfugen laut Hersteller erheblich

gesteigert, was eine saubere und schnelle

Lösung ohne qualitative Kompromisse

gewährleisten soll. Mit der Errichtung der

neuen Landesfinanzschule in Dinkelsbühl

sorgt die Firma Eigner mit den innovativen

»Fluxx«-Schienen nicht nur für eine moderne

Ausbildungsstätte, sondern möchte auch

ein Zeichen für Nachhaltigkeit und Innovation

im Bauwesen setzen.

57

Millionen

Die Gesamtkosten des Bauprojekts

belaufen sich auf insgesamt 57 Mio. Euro –

die Fertigstellung ist für 2027 geplant.

d

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Sonderthema: Schalung & Gerüste Juli 2025 71


Im Einsatz: der

»Alpha Anchor-D«

für zwei Benutzer auf

einer Deckenschalung.

SPANSET

Absturzsicherung für

Deckenschalung mit »Alpha Anchor«

t SPANSET Das neue mobile Sturzauffangsystem »Alpha Anchor«

von SpanSet ist speziell für die Absturzsicherung bei Deckenschalungsarbeiten

entwickelt worden. Es zeichnet sich durch seine

Vielzahl an flexiblen Einsatzmöglichkeiten aus und ist für bis zu zwei

Personen und bereits ab einer Absturzhöhe von 2 m zugelassen.

Die mobilen Anschlageinrichtungen

der »Alpha Anchor«-Serie

ermöglichen ein sicheres

Arbeiten an Absturzkanten

und lassen sich beliebig der

jeweiligen Situation anpassen.

Sämtliche »Alpha Anchor«-Systeme

sind einfach in der Handhabung

und benötigen daher einen

geringen Ausbildungsaufwand

für neue Benutzer. Die Basis bildet

die mobile Anschlageinrichtung

»Alpha Anchor-B«. Das frei

stehende System kann ohne Verankerung

am Bauwerk sofort als

Sturzauffangsystem oder Rückhaltesystem

eingesetzt werden.

Zusätzlich kann die mobile Anschlageinrichtung

auch als Rettungssystem

eingesetzt werden

und vereinfacht dadurch die Erstellung

des vorgeschriebenen

Rettungskonzepts.

Sicher in der Höhe

Der »Alpha Anchor-D« besteht

aus zwei Basis-Anschlagpunkten,

in welchen ein oder zwei

um 360° schwenkbare Ausleger

eingesteckt werden, und der

»Alpha Anchor-L« aus zwei Basis-Anschlagpunkten,

welche

mit einer 16 m langen, horizontalen

Lifeline verbunden werden.

Das Umsetzen der Systeme

erfolgt ganz einfach mittels

Handhubwagen oder per Kran

mit passenden Hebemitteln. Der

modulare Aufbau aller »Alpha

Anchor«-Systeme

vereinfacht

zudem den Transport und die

Lagerung. Auch bei der jährlich

vorgeschriebenen Prüfung überzeugen

»Alpha Anchor«-Systeme

durch geringe Kosten, da sämtliche

Komponenten mit Ausnahme

der Höhensicherungsgeräte

durch eine Sichtkontrolle geprüft

werden können, wie Span-

Set erläutert.

Das »Alpha Anchor«-Absturzsicherungssystem

wurde

nach den Bedürfnissen und Inputs

der Bau- und Sicherheitsbranche

auf dem SpanSet-eigenen

Prüfgelände entwickelt und

nach EN795:2012 Typ E sowie

CEN/TS 16415:2013 Typ E zertifiziert.

Es zeichnet sich durch seine

Vielzahl an flexiblen und mobilen

Einsatzmöglichkeiten aus

und ist für bis zu zwei Personen

gleichzeitig zulässig.

j

72

Juli 2025

Sonderthema: Schalung & Gerüste


Große Mengen an

Schalungslösungen notwendig

t ULMA Ein Bauprojekt

mit einem nicht alltäglichen

Anforderungskatalog entsteht

derzeit für den Fachbereich

Physik der Universität Münster.

Nach Fertigstellung sollen in

dem Ersatzneubau Institutsgruppe

1 zukunftsweisende

Forschung und moderne Lehre

miteinander verbunden werden.

Da mit hochsensiblen Instrumenten

gearbeitet wird, ist ein

nahezu schwingungsresistenter

Baukörper erforderlich, der

zugleich gegen tieffrequente

magnetische Felder abschirmt.

Mithilfe großer Mengen an

Schalungslösungen von Ulma

Construction, Massen von

Ortbeton und einer engen

Abstimmung mit der Aug.

Prien Bauunternehmung im

Wochentakt nimmt die künftige

Arbeitsumgebung der Wissenschaftler

stetig Form an.

Zusammenarbeit

Aufgrund der engen Zusammenarbeit

zwischen Aug. Prien und

Ulma konnte die Gesamthöhe

von rund 9,40 m bei teilweisen

Höhenversprüngen von rund 1 m

problemlos realisiert werden.

Auf einer Fläche von rund 6 000 m 2 realisiert

der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes

Nordrhein-Westfalen (BLB NRW), Niederlassung

Münster, aktuell den Ersatzneubau Institutsgruppe

1 für den Fachbereich Physik – ein Großprojekt

mit komplexen baulichen Lösungen. Es entstehen

drei Gebäude in zwei Baukörpern: ein fünfgeschossiges

Hörsaal- und Seminargebäude, ein sechsgeschossiges

Institutsgebäude sowie ein daran angeschlossenes

dreigeschossiges Werkstattgebäude.

Der Aushub der 14 m tiefen Baugrube erfolgte im

Frühsommer 2023. Mit den Rohbauarbeiten für die

Untergeschosse der ersten beiden Gebäudeteile hat

die bauausführende Aug. Prien Bauunternehmung

GmbH & Co. KG im September 2023 begonnen.

Alles andere als alltäglich

»Besonders mit Blick auf den Material- und Schalungseinsatz

sucht der Ersatzneubau Physik tatsächlich

seinesgleichen«, sagt Ulma-Vertriebsmitarbeiter

Bernd Gielnik. In den Laboren sollen später Messungen

im Nano-Bereich durchgeführt werden. Deswegen

kommen außergewöhnlich viel massiver Beton

und große Schalungsmengen zum Einsatz: 1 500 m²

»CC-4«-Moduldeckenschalung, 2 500 m² der Wandschalung

»Orma«, 675 Steigmeter an »T-60«-Gerüsttürmen,

rund 10 km »V20«-Holzträger sowie 40 Abstützböcke.

»Durch die überwiegende Erstellung

sämtlicher Gebäudeteile in Ortbetonbauweise mussten

zeitgleich stets hohe Schalungsmengen vorgehalten

werden. Dies erforderte ein hohes Maß an Logistik-

und Planungsleistung sowie eine intensive und

kontinuierliche Abstimmung aller Baupartner«, so

Ulma-Projektleiter Marc Littgen. Dass für den Neubau

derart viel Ortbeton zum Einsatz kommt, liegt an

der späteren Nutzung. Physikalische Experimente im

Nano-Bereich können zuverlässig nur in möglichst

schwingungsarmen Räumen durchgeführt werden.

Dem Prinzip von Trägheit und Masse folgend, sind

In dem Ersatzneubau für den Fachbereich Physik der Westfälischen Wilhelms-Universität

Münster sollen hochsensible Messungen im Nanobereich durchgeführt werden.

daher selbst kleine Wände in Ortbeton-Ausführung

geplant, um externe Vibrationen, soweit es geht, zu

vermeiden. Aus Gründen der Schwingungsresistenz

werden die Laserlabore und Nanomikroskopie zudem

in zwei Untergeschossen in bis zu 10 m Tiefe

untergebracht. Hier gelten allein für die Decken besondere

bautechnische Anforderungen. So wurden

diese etwa aus Gründen des Strahlenschutzes teilweise

aus besonders dichtem Barytbeton erstellt. Die

flexibel einsetzbare Deckenschalung »Enkoflex« ermöglichte

dabei unterschiedliche Höhen. Als Turmunterstellung

zur Lastabtragung dienten die Traggerüste

»T-60«. »Für einen Raum des Bauteils, der sich

in einem noch einmal eigens vertieften Bereich 12 m

unter der Erde befindet, wird zudem ein spezielles

Trägheitsfundament mit Luftkissen erstellt. Dieser

Raum ist komplett ferromagnetisch gelöst. Anstelle

einer Bewehrung aus Betonstahl wird hier Glasfaserbewehrung

verwendet«, geht Klaus Naschinski, Projektleiter

Aug. Prien, ins Detail.

Enge Abstimmung

Herausfordernd war die Erstellung der Außenwände

im Untergeschoss. Angesichts variierender Höhen

verlangten diese eine hohe konstruktive Interaktion.

Dank der engen Zusammenarbeit zwischen

Aug. Prien und Ulma ließ sich die Gesamthöhe von

rund 9,40 m bei teilweisen Höhenversprüngen von

rund 1 m jedoch realisieren. Oberpolier Paulo dos

Reis Silva lobt die Kommunikation: »Ulma hat im

Vorfeld einen maßgeschneiderten Vorschlag vorgelegt,

wie die unterschiedlich hohe Außenwand einhäuptig

in zwei Abschnitten hergestellt werden kann.

Während der Arbeiten mussten wir die Planung naturgemäß

immer wieder anpassen. Dabei waren die

Ulma-Mitarbeiter eine große Hilfe: Wir haben uns

ideal ergänzt. Eine gute Kooperation ist die Grundvoraussetzung

für eine erfolgreiche Umsetzung der

einzelnen Bauschritte.«

d

ULMA

Sonderthema: Schalung & Gerüste Juli 2025 73


DOKA (2)

Beim »Edge Friedrichspark«

setzt Züblin auf Dokas Deckenund

Wandschalungssysteme.So

kamen etwa auch 4 500 m² der

»DokaXdek«-Tische zum Einsatz.

CO 2

-reduzierter Beton sicher

und wirtschaftlich eingesetzt

t DOKA In Berlin-Friedrichshain entsteht ein neues Vorzeigeprojekt

für nachhaltiges und ressourcenschonendes

Bauen: Der Gewerbekomplex »Edge Friedrichspark« ist ein

durch und durch grünes Projekt – sogar beim Bau stehen

schon alle Zeichen auf Nachhaltigkeit dank CO 2

-armem

Zement im verwendeten Beton. Auch Doka ist Teil des

Teams, das zur Dekarbonisierung auf der Baustelle beiträgt.

Neues System

»DokaXdek« ist das neueste

Deckenschalungssystem von

Doka, das vielseitig einsetzbar

und kombinierbar sowie

äußerst langlebig ist.

Auf dem Areal des ehemaligen

Wriezener Bahnhofs in Berlin-Friedrichshain

entsteht seit

2023 das neueste Projekt des Entwicklers

Edge, »Edge Friedrichspark«.

Der Bürogebäudekomplex

soll nach Inbetriebnahme seinen

eigenen Energiebedarf komplett

nachhaltig decken. Schon

beim Bauprozess selbst wird

auf Nachhaltigkeit und einen

möglichst geringen CO2-Fußabdruck

geachtet, weshalb die

bauausführende Züblin u. a.

rund 12 000 m 3 nachhaltigen Beton

(»naturecem 65 PKH«) von

Spenner Herkules einsetzt, optimiert

durch KI-gestützte Software

des Berliner Tech-Unternehmens

Alcemy. Zur Überwachung

des Betons kommt von

Doka das Beton-Monitoring-System

»Concremote« zum Einsatz.

Zudem lieferte Doka die Schalung

für die Baustelle.

Nachhaltig von Beginn an

Einer der größten Hebel zur Dekarbonisierung

der Baustelle

ist der Baustoff Beton. In seiner

bisherigen Zusammensetzung

hat er eine schlechte Klimabilanz,

da bei der Herstellung des

enthaltenen Zementklinkers hohe

Treibhausgasemissionen entstehen.

Um Beton nun klimafit

zu machen, reduzieren Betonhersteller

wie Spenner Herkules

den Klinkeranteil deutlich,

sodass der damit einhergehende

CO2-Austoß verringert wird,

in diesem Fall um die 65 Prozent.

Allerdings »verhalten« sich jene

neuen Betonmischungen anders

als herkömmliche Betone.

Denn weniger Klinker bedeutet

auch niedrigere w/z-Werte und

verzögerte Frühfestigkeitsentwicklung,

also eine längere Aushärtungszeit.

Für ersten Fall hilft

die Software von Alcemy, mit

der das Personal im Transportbetonwerk

in Echtzeit die Betonqualität

vom Mischwerk bis

zur Baustelle überwachen kann.

74

Juli 2025

Sonderthema: Schalung & Gerüste


Zur Überwachung des Betons

in seinem Aushärtungsverhal-

Erfolgreiches Quartett

Die mitwirkenden Unterneh-

ten unterstützen die Daten, die

men – Edge als Entwickler, Züb-

das

Beton-Monitoring-System

lin als ausführende Baufirma,

»Concremote« von Doka liefert.

Alcemy als Technologieunter-

Dessen Sensoren messen die

nehmen und Doka als Scha-

Temperaturentwicklung, womit

lungsexperte – haben bereits

die Druckfestigkeit im Beton-

beim »Edge East Side« zusam-

bauteil berechnet wird. So kann

mengearbeitet. Wie bereits beim

CO2-reduzierter Beton sicher, ef-

Highrise-Projekt an der War-

fizient und wirtschaftlich einge-

schauer Straße kommen auch

setzt werden.

beim »Edge Friedrichspark«

Darüber hinaus setzt Züb-

Dokas bewährte Decken- und

lin 100 000 Hohlkörper-Elemen-

Wandschalungssysteme

zum

te aus recyceltem Kunststoff

Einsatz, so etwa 4 500 m 2 der »Do-

ein, sodass 8 Prozent Beton ein-

kaXdek«-Tische. »DokaXdek« ist

gespart werden kann. »All dies

das neueste Deckenschalungs-

zeigt: Dekarbonisierung ist eine

system von Doka, das vielseitig

Gemeinschaftsaufgabe, bei der

einsetzbar und kombinierbar so-

das Zusammenspiel aller Betei-

wie äußerst langlebig ist und da-

ligten gefragt ist. Als einer der

bei mit besonders viel Sicherheit

führenden

Schalungsherstel-

und Wirtschaftlichkeit punktet.

ler weltweit agieren wir an der

Das Gewerbeprojekt soll im

Nahtstelle zwischen Schalung

ersten Quartal 2026 fertiggestellt

und Beton und können so einen

wichtigen Beitrag zum nachhaltigen

Bauen mit Beton leisten«,

erklärt Joachim Immerz, Ge-

werden. Der Entwurf des » Edge

Friedrichspark« sieht neben

dem 100 Prozent nachhaltigen

Energiekonzept auch einen be-

in Sachen Infrastruktur und Mobilität

setzt man auf Nachhaltigkeit

und CO2-Reduktion: Neben

84 Parkflächen sollen auch Stell-

Das neueste Deckenschalungssystem

»DokaXdek« ist vielseitig einsetz- und

kombinierbar und punktet mit hoher

Sicherheit und Wirtschaftlichkeit.

schäftsführer Vertrieb von Doka

grünten Innenhof mit einer Flä-

flächen für rund 550 Fahrräder

Deutschland.

che von rund 3 000 m2 vor. Auch

entstehen.

j

Neue Schalungslösungen:

sicher und effizient

BAUMAGAZIN – Ein Blick auf

die aktuellen Schalungslösungen

zeigt, dass die Branche gehörigen

Erfindergeist beweist: Schon

zur Bauma stellten zahlreiche

Hersteller neue Schalungstechnik

vor, die nicht nur eine einfachere

Handhabung, sondern auch

mehr Sicherheit und erhöhte

Effizienz in den Mittelpunkt rückt.

Und das hat Gründe: Zum einen

dürfen moderne Schalungen

keine zusätzliche Zeit kosten.

Der Aufbau muss, ebenso wie die

einzelnen Handgriffe, schnell und

einfach ablaufen. Zum anderen

setzen die Hersteller auf leichtere

und kompatiblere Varianten,

sodass erhebliche Vorzüge gegenüber

älterer Technik entstehen.

Das Zauberwort lautet »Systemlösung«. Immer mehr

Hersteller setzen auf Schalungs- und Gerüstkonzepte,

die zwar mit weit weniger Einzelteilen auskommen, aber

dafür miteinander kombiniert werden können. Auf diese

Weise lassen sich Bauprojekte weit individueller planen –

und auch die Aufbauzeit verringert sich in der Regel deutlich.

Hinzu kommt eine oft erhebliche Gewichtseinsparung.

Zum einen wollen die Hersteller damit eine vereinfachte

Handhabung erzielen, zum anderen erhöht das geringere

Gewicht die Sicherheit. Hinzu kommt, dass leichtere Einzelteile

den Transport sowie die Lagerung vereinfachen.

Viel Aufmerksamkeit erhalten überdies einseitig bedienbare

Schalungslösungen, da die Schalgeschwindigkeit

deutlich steigt. Insgesamt, so Branchenexperten, brauche

es Schalungstechnik, die stärker und leichter, dafür

aber auch vielseitiger und belastbarer daherkommt. Auf

der Bauma rückten zudem viele Hersteller die Nachhaltigkeit

in den Fokus. Hierbei spielt die Abkehr von besonders

kurzlebigen Produkten eine tragende Rolle: Heutige

Schalungen sollen nach Möglichkeit über einen langen

Zeitraum hinweg verwendet werden. Nachhaltigkeit lässt

sich gleichzeitig durch kluge Wiederverwertung erzielen:

Für die Herstellung von Betonschalung etwa wird auch

heute noch gern Sperrholz verwendet, da es sich gut verarbeiten

und flexibel einsetzen lässt. In vielen Fällen ist

es auch nach wie vor die ideale Wahl. Aber: Die Lebensdauer

von Holz ist stark begrenzt, da es sich mit der Zeit

zersetzt. Alternativ dazu empfehlen sich Kunststoff- und

Metallschalungen, da sie langlebig und haltbar sind. Bei

Bedarf lassen sie sich zudem reparieren und nach ihrer

finalen Verwendung recyceln. Insgesamt setzt der Markt

auf eine auffallend breite Palette an Lösungen, um den

Anforderungen der Anwender bestmöglich zu entsprechen.

Als großes Plus hat sich erwiesen, dass die Hersteller

ihre Produkte durchdigitalisieren: Von der Planung über

die Bestellung und Beratung bis zum Transport und dem

tatsächlichen Aufbau lassen sich die digitalen Tools nutzen,

um das Bauprojekt deutlich zu vereinfachen und Zeit

zu sparen. Am Markt finden sich Digitalplattformen, mit

denen Schalungsprojekte bis ins kleinste Detail geplant

und berechnet werden können. Die Software weist auf Verbesserungen

hin, kann Lösungsvorschläge bei Problemen

bieten und dient gleichzeitig als permanent verfügbarer

Ratgeber, der von überall aus jederzeit erreichbar ist. d

Sonderthema: Schalung & Gerüste Juli 2025 75


Zur Realisierung des

Großbauprojekts kamen

zahlreiche Lösungen

von Ringer zum Einsatz.

RINGER (2)

Schalungskompetenz

unter Beweis gestellt

t RINGER Für den Weg in eine grüne Zukunft hat die Voestalpine mit Greentec

Steel einen ambitionierten Stufenplan entwickelt. In einem ersten Schritt

wird je ein Elektrolichtbogenofen (EAF) an den beiden Standorten in Linz und

Donawitz errichtet. Mit dieser Technologieumstellung kann der Stahl- und Technologiekonzern

seine Emissionen um bis zu 30 Prozent reduzieren. Der neue EAF

am Standort Donawitz wird mit Grünstrom betrieben und produziert künftig

hochwertige Stähle für Schienen, Walzdraht und Nahtlosrohre. Für Baupaket 3,

das zentrale Mediengebäude, hat die Lieb Bau Weiz GmbH & Co KG den Auftrag

erhalten und setzte dabei auf die Schalungskompetenz von Ringer.

Anspruchsvoll

Die Deckenkonstruktionen wurden

unter anspruchsvollen statischen

Vorgaben realisiert. Insgesamt

wurden 4 620 m² Deckenfläche

mit Stärken zwischen 25 cm

und 100 cm errichtet, die oberste

Decke lag auf 27 m Höhe.

Mit leistungsstarken Wand- und Deckenschalungssystemen

sowie digitaler Betonreifeprüfung

wurde eine sichere und effiziente Umsetzung

gewährleistet. Dieses Bauwerk beherbergt

im Wesentlichen die Hydraulikräume sowie das

»Q-One«-System, das als »Digital Melter« das Herzstück

der Stromversorgung der beiden Elektrolichtbogenöfen

bildet und deren präzise Regelung sicherstellt.

Über diesem Mediengebäude wird zudem

auch die gesamte Legierungswirtschaft installiert,

die bei Vollfüllung eine Gesamtlast von

18 400 t aufweist.

Massive Konstruktionen

Das Baupaket 3 erstreckt sich über eine Fundamentfläche

von 140 m Länge und 40 m Breite. Das Gebäude

selbst ist 25 m breit und 30 m hoch. Dieser

Stahlbetonsockel, auf dem später auch noch die

Legierungswirtschaft errichtet wird, hat am Ende

eine Gesamtbauhöhe von 60 m. Um den Baufortschritt

effizient voranzutreiben, werden pro Woche

bis zu 300 m³ Beton verarbeitet. Insgesamt werden

8 000 m³ Beton und 1 600 t Bewehrungsstahl verbaut.

Da die Stromzufuhr über massive Kupferschienen

erfolgt, entsteht durch die hohe Stromstärke ein extremes

Magnetfeld, welches die Gefahr birgt, dass

konventioneller Bewehrungsstahl herausgezogen

wird. Um dies zu verhindern, wurden 28,3 t antimagnetischer

»Nirosta«-Stahl eingesetzt.

Know-how von Ringer

Insgesamt werden 80 Prozent des Bauvorhabens

innerhalb von nur 12 Monaten realisiert. Dies erfordert

eine exakte Planung und den Einsatz leistungsstarker

Schalungssysteme. Um diesen hohen

Anforderungen gerecht zu werden, setzte Lieb Bau

Weiz auf das effiziente und flexible Schalungs- und

Gerüstsortiment sowie das Know-how von Ringer.

Der Warenwert an Ringer-Schalungs- und Gerüsttechnik

vor Ort betrug zu Spitzenzeiten 6 Mio. Euro.

14 m massive Stahlbetonwände

Die massiven Wände des zentralen Mediengebäudes

wurden mit der »Master Pro«-Schalung

76

Juli 2025

Sonderthema: Schalung & Gerüste


hergestellt. Für großflächiges Schalen kamen

hauptsächlich 240 × 300 cm große Elemente zum

Einsatz. Die Wandstärken variierten zwischen 30

und 60 cm, wobei an einer besonders beengten

Stelle nur noch 3 cm Abstand zur Bestandskonstruktion

verblieben. Aufgrund der einseitigen Bedienbarkeit,

der enormen Stabilität und der flexiblen

Anwendungsmöglichkeiten war die »Master

Pro«-Wandschalung gerade hier laut Unternehmen

gut geeignet, um eine maßgenaue und zeiteffiziente

Umsetzung zu gewährleisten.

Die höchste Wand wurde mit einer Höhe von

14 m ausgeführt. Hierfür wurde zunächst eine komplette

Schalungsseite vorgestellt und anschließend

mit Hilfe des Doppelgeländer-Gerüsts von Ringer

bewehrt. Ein besonderes Augenmerk lag in diesem

Bereich auf der Bewehrungstechnik. Normalerweise

stehen für den Bewehrungseinbau 30 cm

Platz zur Verfügung. Da die Wände jedoch eine

Stärke von bis zu 60 cm aufweisen, wurden am Bewehrungsgerüst

Schnellkonsolen montiert und

zunächst 30 cm bewehrt, anschließend die Konsolen

entfernt und die verbleibenden 30 cm nachbewehrt.

Anschließend wurde die Schalung geschlossen

und mit Richtstützen gesichert. Insgesamt

wurden die 14 m hohen Wände in vier Betonierabschnitten

mit jeweils 200 m³ Beton und 40 t Bewehrungsstahl

errichtet. Mit einem zulässigen Frischbetondruck

von 80 kN/m² war das laut Unternehmen

»für ›Master Pro‹ kein Problem«. Auch

die zahlreichen Eckbereiche stellten

besondere Anforderungen an die

Planung und das Schalungssystem.

Um die jeweiligen Winkel

trotz minimalem Platzangebot

herzustellen, wurde eine Sonderlösung

aus einer Kombination

von 25er-»Alu Master«-Innenecken,

Stahl-Master-Elementen

und »DW20«-Ankern

umgesetzt. Die stirnseitige Abschalung

erfolgte mit Master Elementen,

Richtschienen und Stirnankern,

um eine sichere Lastabtragung

zu gewährleisten.

Tragfähig und flexibel

Die Deckenkonstruktionen des zentralen Mediengebäudes

wurden unter anspruchsvollen statischen

Vorgaben realisiert. Insgesamt wurden

4 620 m² Deckenfläche mit Stärken zwischen 25 cm

und 100 cm errichtet, die oberste Decke lag auf

27 m Höhe und stellte eine nicht unerhebliche bautechnische

Herausforderung darf. Sämtliche Deckenabschnitte

enthielten massiv dimensionierte

Unterzüge, die direkt mit der Deckenschalung mitgeschalt

wurden – je nach Lage bis zu 1,2 m breit

und 60 cm hoch.

d

Die Schalungslösungen von Ringer

überzeugten insbesondere durch ihre

hohe Tragkraft, die Zuverlässigkeit und

einfache Handhabung.

Hohe Flexibilität als

entscheidendes Kriterium

AMMANN

ten Steilwinkeln und großen Klappen für eine prät

AMMANN Die Kieswerk Arieschbach AG war auf der Suche nach einer neuen

Betonmischanlage mit höherer Produktivität. Wichtig war jedoch auch, dass die

neue Anlage exakt den Platzverhältnissen der alten Anlage entspricht. Daher war

eine maßgeschneiderte Lösung notwendig. Ammann hat sich der Herausforderung

angenommen und gemeinsam mit dem Kunden eine passende Anlage entwickelt.

Der erste Schritt bestand darin, die Anlage zu

finden, die den Produktionsanforderungen

des Unternehmens am besten entsprach. »Sie

musste nicht nur in den Raum passen, sondern

auch die nötige Produktivität bringen«, so Peter

Maurer, Leiter Verkauf und Service für Anlagen

bei Ammann in der Schweiz. »Wir durften nie die

Tatsache aus den Augen verlieren, dass die Anlage

nach ihrer Installation die geschäftlichen Erwartungen

erfüllen musste.« Die Betonmischanlage

»CBS 120 SL Elba« habe sich schließlich als

die optimale Wahl erwiesen.

Das mineralische Silo ist für den Einsatz von

Recyclingbeton optimiert, mit speziell konzipier-

Die Betonmischanlage »CBS 120 SL Elba« erwies sich als

ideale Wahl für die Anforderungen der Kieswerk Arieschbach AG.

zise Dosierung. Die Anlage besticht zudem durch

ihre intuitive Bedienung und hohe Effizienz, die

sowohl die Produktions- als auch die Wartungskosten

minimieren. Auch die flexible Auslegung der

Anlage stellte bei diesem Projekt ein entscheidendes

Kriterium dar. »In enger Zusammenarbeit mit

der Kieswerk Arieschbach AG haben wir die ›Ammann

CBS 120‹ genau auf die speziellen Anforderungen

des Standorts und die Produktionsziele abgestimmt«,

erklärt Maurer.

j

Sonderthema: Schalung & Gerüste Juli 2025 77


Das Technikzentrum wurde mit

einem nach Süden geneigten

Pultdach konzipiert, um eine

Solaranlage zu installieren. Die

Zisterne hat ein Fassungsvermögen

von 60 m 3 .

Plusenergie-Gebäude mit

Lösungen von Paschal realisiert

t PASCHAL Das neue städtische Technikzentrum der französischen Gemeinde

Herrlisheim wird mit einer Solaranlage auf dem Pultdach realisiert, um nicht nur den

Eigenbedarf an Energie zu decken, sondern um auch andere öffentliche Einrichtungen

zu versorgen. Für die Schalung der unterschiedlich hohen Wände nutzte das

ausführende Bauunternehmen Léon die »Logo.3«-Wandschalung von Paschal. Für die

Zisterne mit 60 m 3 Fassungsvermögen kam außerdem die Trapezträgerrundschalung

(TTR) von Paschal zum Einsatz.

372

Quadratmeter

Für den Bau der neun

Wände waren rund

372 m² »Logo.3«-Wandschalung

im Einsatz.

Das Gebäude erstreckt sich über eine Fläche von

knapp 1400 m 2 , ist 75,5 m lang sowie 18,5 m breit

und verfügt über einen großen Innenhof für die

städtischen Baufahrzeuge. Im Inneren des Gebäudes

ist Platz für Büros, Lagerräume und Werkstätten.

Das Zentrum soll nicht nur als Bauhof dienen,

sondern auch der Gemeinde als Veranstaltungsort

offen stehen. Ende 2022 starteten die Erdarbeiten,

von Frühjahr bis August 2023 fanden die Schalungsarbeiten

statt. Das bauausführende Unternehmen

Léon Sarl aus Auenheim griff dabei auf die bewährten

Schalungslösungen von Paschal zurück.

Nachhaltiger Blickfang

Die buchstäblich »schräge Architektur« des gesamten

Gebäudes erhält durch die runde Zisterne einen

Kontrapunkt. Mit ihr wird neben dem Solardach der

Anspruch der Gemeinde auf nachhaltiges Wirtschaften

verwirklicht. Die Zisterne mit einem Fassungsvermögen

von 60 m 3 soll die Rückgewinnung

von 700 m 3 Regenwasser pro Jahr ermöglichen. Für

die Schalung der Zisterne kamen 78 m 2 der Trapezträgerrundschalung

mit Holzschalhaut (TTR) zum

Einsatz, realisiert wurde die 3,5 m hohe Zisterne in

zwei Takten.

372 m² »Logo.3« im Einsatz

Um eine Solaranlage auf dem Dach zu installieren,

konzipierten die Architekten ein Pultdach, das sich

gen Süden neigt. Auf einer Fläche von rund 1 100 m 2

werden dann 576 Solarpaneele installiert, welche

im Jahr 230 000 kWh Strom produzieren. Ist der Eigenbedarf

gedeckt, soll überschüssiger Strom verkauft

bzw. dazu genutzt werden, um andere öffentliche

Gebäude zu versorgen.

Für den Bau der neun Wände waren rund 372 m2

»Logo.3«-Wandschalung im Einsatz, die Léon von

der Zentrale in Steinach gemietet hatte. Verwendet

wurde eines der größten Schalelemente aus

dem Paschal-Portfolio. Der Höhenunterschied der

78

Juli 2025

Sonderthema: Schalung & Gerüste


PASCHAL (3)

Gerüstkonsolen können bequem an den Schalelementen

montiert werden, wenn diese noch am Boden

liegen. Beim Umsetzen der Schalelemente wird

die »Gerüst-Schalungs-Kombi« einfach im Ganzen

per Kran versetzt. »Die Arbeitsbühnen lassen sich

mit wenigen Handgriffen an den Schalelementen

befestigen. Einmal erledigt, erspart uns das während

des Betonierens das Ab- und Anmontieren.

So können wir mithilfe der ›Multip‹ noch schneller

ein- und ausschalen«, bestätigt Yannick Jungmichel,

Bauleiter bei Léon in Auenheim.

j

Durch die Umsetzung

des ausgeklügelten

Schalungsplans konnte ein

gleichmäßiges Betonbild

erzielt werden.

t ragenden Wände beträgt ca. 2 m. Daher setzte man

auf der höheren Seite zwei der 340 cm hohen Elemente

übereinander sowie ein 135 cm hohes Schalelement,

um eine Gesamtschalhöhe von 815 cm zu

erreichen. Auf der niedrigeren Wandseite kombinierte

man ein 340 cm hohes Element mit dem

270 cm hohen Schalungselement. Die Wände des

Gebäudes wurden in neun Takten betoniert.

»Fliegende« Arbeitsbühnen

Léon legt Wert auf ein sicheres Arbeitsumfeld für

seine Mitarbeiter. Der Aufbau von Arbeitsbühnen

soll aber mit möglichst wenig Aufwand einhergehen.

Daher entschied man sich, die Schalungslösungen

gleich in Kombination mit der multifunktionalen

Arbeitsplattform »Multip« einzusetzen. Die

Für ein Plus

an Nachhaltigkeit

t PASCHAL Als Alternative zu herkömmlichen Kunststoffplatten

bietet Paschal ab sofort die Möglichkeit, die Schalungshaut für alle

Paschal-Rahmenschalungen in hochwertiger Kunststoffausführung

auszuwählen. Diese innovative Lösung vereint hohe Qualität mit

Flexibilität und Nachhaltigkeit.

@c@c100100 %

Alle verarbeiteten

Komponenten bestehen

zu 100 Prozent aus

recycelten Materialien.

Die »Talleas«-Platte vom Hersteller

PolymerPark besteht

aus einem geschäumten Kern,

der auf beiden Seiten durch eine

Tragschicht und einen Belag

ergänzt wird. Alle verarbeiteten

Komponenten bestehen zu

100 Prozent aus recycelten Materialien

und haben einen langen

Lebenszyklus. Der Kunde

erhält bei Anlieferung zudem

eine Recycling-Garantie. Am

Ende ihrer Lebensdauer wird

die Platte nicht einfach entsorgt,

sondern als wertvoller Sekundärrohstoff

in einen neuen

Produktionszyklus

überführt. Paschal

bietet hier eine

Rücknahme- und

Recycling-Garantie.

Der Plattenaufbau

bzw. die verwendeten

Werkstoffe bieten

langfristig eine

gute Oberflächenqualität

des Betons

bei geringem Wartungs-

und Reinigungsaufwand.

j

Die »Talleas«-Platte vom Hersteller

PolymerPark besteht aus einem

geschäumten Kern, der auf beiden

Seiten durch eine Tragschicht und

einen Belag ergänzt wird.

Sonderthema: Schalung & Gerüste Juli 2025 79


SBM_bauMAGAZIN_2020_Logo_grau_quer.pdf 1 03.05.21 08:42

START-UP-ZONE

L DERBLAUE

Weniger Frust

mit Flüssigkeiten

Im Nachhinein können Start-ups oft klar benennen, was der genaue Grund für

ihre initiale Idee war. Im Falle von Marvin Kiesel, gelernter Wirtschaftsingenieur

mit der Fachrichtung Maschinenbau und Erfinder des »Blauen«, war es

Frust – und das gleich mehrfacher. Denn der Austausch eines Heizkörpers in

der eigenen Wohnung war vom Transport mehrerer voller Eimer Wasser, einem

durchnässten Abdeckvlies und – trotz aller Bemühungen – sichtbarer Feuchtigkeit

an den Rohren und dem Holzboden begleitet. Seine Schmerzgrenze war

schließlich überschritten, als er von einem befreundeten Heizungsbauer erfuhr,

dass dieses Vorgehen allgemeiner Usus in der Branche ist.

Selbst bei beengten Platzverhältnissen

geht kein Tropfen Öl verloren und bei

einem Filterwechsel kann die Einheit

einfach direkt zwischengelagert werden.

Marvin erinnert sich: »Ich konnte es wirklich

kaum glauben, dass abgeschnittene Eimer, die

zudem permanent geleert werden müssen, quasi

der ›Gold-Standard‹ bei Arbeiten dieser Art sind.

Damit wollte ich mich nicht zufriedengeben.« Basierend

auf seiner Grundidee, dass sich der Auffangbehälter

so gut wie möglich den Gegebenheiten anpassen

sollte, entstand nach vielen Stunden des Tüftelns

schließlich der Prototyp einer Wanne

aus robustem Kunststoff mit

biegsamen Rändern. Der erste

Praxistest beim befreundeten

Heizungsbauer

war dann auch gleich

ein voller Erfolg:

»Mein Bekannter

war

davon

so begeistert, dass er die Wanne nicht mehr hergeben

und gleich behalten wollte. Da war mir klar,

dass die Idee grundsätzlich Potenzial hat.« Die flexibel

an Gegebenheiten anpassbare Wanne macht

vermeintlich »passend« ausgeschnittene Eimer obsolet;

und um das permanente Entleeren zu vermeiden,

kam im Anschluss eine Pumpe mit Akku hinzu:

»DerBlaue« war erfunden, um damit Flüssigkeiten

tropfsicher umleiten, auffangen und abpumpen

zu können.

Erfolgreiche Bollerwagen-Tour über die ISH

Die nächste Herausforderung bestand nun allerdings

darin, das Produkt bekannt zu machen. An

dieser Stelle der Erfolgsstory kommt Michael

Schmidt ins Spiel, den Marvin bereits aus der

Kemptener Gründervilla und vom Mountainbiken

kannte. Der ausgebildete Malermeister sowie

Farb- und Lacktechniker verfügte bereits über Erfahrung

bei Kernsanierungen. Er konnte daher den

Schmerz von Marvin bei seinem Heizkörpertausch

gut nachvollziehen. Aufgrund der guten Vernetzung

von Michael in der Branche standen schnell erste

Meinungen von weiteren Handwerkern zur Verfügung:

»Das Feedback war durchwegs positiv und

steigerte sich sogar noch, als wir mit einem Bollerwagen

samt Heizkörper und ›DerBlaue‹-Prototyp

über die ISH 2019 – die Weltleitmesse für Wasser,

Wärme, Luft – mit 100 Prozent Zielgruppe liefen.«

Im Anschluss der Messe erhielten 20 Firmen

ein Testmuster zur Verfügung gestellt. »Die Resonanz

war überwältigend: Ausnahmslos alle waren

davon begeistert«, erinnert sich Marvin. 2020

fand schließlich die Markteinführung mit dem

ersten Händler statt, weitere folgten im Laufe

des Jahres. »Selbst Corona konnte uns

nicht bremsen – anstatt der Präsentationen

vor Ort haben wir uns auf Videocalls

und Social-Media-Marketing

fokussiert«, so Michael.


SBM_bauMAGAZIN_2020_Logo_grau_quer.pdf 1 03.05.21 08:42

Sowohl die Rutsche zum gezielten

Leiten von Flüssigkeiten als auch

die Wanne bestehen aus einer

gewebeverstärkten Spezialplane.

Diese ist beständig gegen

alle üblichen Flüssigkeiten wie

verschmutztes Heizungswasser,

glycolhaltige Flüssigkeiten, Hydraulik-

und Heizöl und viele weitere.

Feedback wird schnell umgesetzt

Dank zahlreichem Feedback aus der

SHK-Branche flossen zu diesem Zeitpunkt

bereits viele Verbesserungsvorschläge

in das Produkt ein und ließen sich aufgrund kurzer

Wege entsprechend schnell umsetzen. »Der-

Blaue« verfügt über viele Alleinstellungsmerkmale:

So sind sämtliche Nähte verschweißt, die Biegemetallelemente

können beliebig oft geformt werden,

die Aufhänge ösen wurden separat verstärkt und ergeben

in der Mitte für maximale Stabilität einen

»Goldenen Schnitt«. Direkt aufgrund von Praxiserfahrungen

wurde auch der Wunsch umgesetzt, den

6 000-mAh-Akku mit seiner Laufzeit von 3,5 Stunden

und bis zu 1 500 l Fördermenge nicht nur gegen

Spritzwasser, sondern auch gegen Stürze zu polstern.

Michael dazu: »Hier unterscheiden wir uns aus

qualitativer Sicht deutlich von Nachahmern unserer

Idee, die natürlich nicht auf sich warten ließen – unser

Produkt ist hingegen in enger Kommunikation

mit den Anwendern in der Praxis gereift und qualitativ

auf einem ganz anderen Level.« Im Laufe der Zeit

kamen Variationen der Grundidee hinzu, u. a. auch

welche für die Baubranche: Denn neben Wasser ist

»DerBlaue« ebenso ideal für weitere Flüssigkeiten

wie Öle und Kraftstoffe geeignet. So lassen sich Wartungsarbeiten

oder Betankungsvorgänge an Baumaschinen

aller Art um einiges einfacher durchführen.

Mittlerweile ist aus einer Idee eines Einzelnen

ein Unternehmen mit einem 16-köpfigen Team

mit Lager- und Büroräumen in Sonthofen im Allgäu

entstanden. Dort werden professionelle Flüssigkeits-Auffangsysteme

für eine Vielzahl an Branchen

entwickelt – mit durchschlagendem Erfolg: Bislang

wurden bereits über 80 000 Produkte verkauft.

Kein Wunder, denn: »DerBlaue« kann grundsätzlich

überall dort eingesetzt werden, wo Flüssigkeiten

umgeleitet, aufgefangen, abgepumpt oder eingefüllt

werden sollen. Das System ist zudem leicht

zu transportieren. Marvin weist noch auf einen Nebenaspekt

hin, der sich aus dem Namen und der

identischen Farbe des Produkts ergibt: »Jeder weiß

auf Anhieb, was damit gemeint ist, wenn ›DerBlaue‹

benötigt wird.« Wie dieser überhaupt zu seinem Namen

kam, erklärt er abschließend: »Bei meinen

ersten Versuchen zu Hause habe ich verwendet,

was gerade greifbar war – und das war eben

eine blaue Abdeckfolie.«

s

10

Liter

Die Profi-Wanne lässt sich

individuell anpassen und hat

ein Fassungsvermögen von 10 l.

DERBLAUE (4)

Service-Set

Das »DerBlaue«-Service-Set

besteht aus der Profi-Wanne, der

Rutsche und der Einfach-Rosette.

Es wird im praktischen Beutel

geliefert und eignet sich besonders

für die Arbeit mit Öl, etwa

für Tätigkeiten am Nabengetriebe,

Ölfilter oder an Hydraulikleitungen

– und das auch in schwierigen

Einbausituationen.

Die Geschäftsführer

von »DerBlaue«:

Marvin Kiesel (l.) und

Michael Schmidt.

Juli 2025

81


5

SPEZIALTIEFBAU & TUNNELBAU

Zwölf »MP750«-Aussteifungen wurden

zur Absicherung der 34 x 64 m großen

Baugrube an der Triester Straße genutzt.

SWIETELSKY AG (3)

L VP GROUNDFORCE

Großprojekt Wiener U-Bahn:

Vp Groundforce liefert

Hydrauliksteifen und -gurtungen

In Wien wird der öffentliche Nahverkehr durch den Ausbau der U2- und U5-Bahn-

Linien erweitert. Das Bauprojekt wird seit 2018 von der Swietelsky AG vorbereitet

und umfasst umfangreiche Tiefbauarbeiten sowie innovative Sicherungstechniken

für Baugruben. Vp Groundforce liefert dafür vielseitige Hydrauliksteifen und -gurtungen,

die durch hohe Belastbarkeit und Flexibilität überzeugen. Mit der »MP750«

kommt auch die derzeit größte Hydrauliksteife auf dem Markt zum Einsatz.

Im Jahr 2023 waren laut Wiener Linien 792 Mio.

Fahrgäste mit dem öffentlichen Nahverkehr unterwegs.

Mit dem Ausbau der U2/U5-Linie können bald

300 Mio. Menschen jährlich zusätzlich den ÖPNV

nutzen. Das öffentlich finanzierte Bauprojekt dient

der Verlängerung der bestehenden Linie U2 zur neuen

Linie U5. Die Baufirma Swietelsky AG begann bereits

im Jahr 2018 mit der Vorbereitung der Baustelle.

Da die Geologie in dem Gebiet aus Schotter und

Schlamm besteht, ist der Boden instabil. Die Absicherung

der Baugrube steht an vorderster Stelle.

Abstützungen sind der Schlüssel, um die schwierigen

Aushubarbeiten zu ermöglichen. Hierfür stand

eine genaue Projektkoordination zwischen dem

Bauunternehmen Swietelsky AG und den Experten

von Vp Groundforce im Vordergrund. Um den

engen Zeitrahmen des Projekts der Baustelle einzuhalten

und zugleich die hohen Sicherheitsstandards

zu gewährleisten, stellte Vp Groundforce den

Swietelsky-Mitarbeitern ein Supportteam vor Ort

bereit. Dieses unterstützte den Ein- und Ausbau sowie

die Schulung der Mitarbeiter. Eine detaillierte

Ablaufplanung und teils vormontierte Endlagerplatten

sowie Wand anschlüsse sorgten für einen

zusätzlichen Zeitgewinn. Bereits nach fünf Monaten

wurden die Arbeiten an der Triester Straße abgeschlossen.

Die Steifen von Vp Groundforce wurden

nach Fertigstellung der Kellerdecke Mitte März

2021 demontiert und abtransportiert. Beim aktuellen

Projektteil an den Stationen »Rathaus« und

»Pilgramgasse« erstreckt sich die Zusammenarbeit

der Projektbeteiligten über rund drei Jahre – untergliedert

in verschiedene Abschnitte. Anfang 2027

soll der Ausbau beginnen.

Umfangreiche Tiefbauarbeiten

Bei den Tiefbauarbeiten an der Triester Straße wurde

in mehreren Etappen in rund 32 m Tiefe gegraben.

Abgegraben wurde Schritt für Schritt von oben

82

Juli 2025

Spezialtiefbau & Tunnelbau


nach unten, wobei jede Etage mit einer massiven

Stahlbetondecke ausgesteift wurde. Auch ein Notfallschacht

mit rund 20 m Länge, 15 m Breite und

30 m Tiefe wurde konstruiert. Eine robuste Aussteifung

sowie ein ständiges Abpumpen nachdrückenden

Grundwassers waren ebenfalls nötig. Ein übliches

Verfahren zur Absicherung wäre der Einbau

von Stahlbetonträgern gewesen, welche die Stützmauern

ein Stockwerk über dem Aushubniveau absichern.

Durch die Stationsröhren war deren Einbau

allerdings nicht möglich. Diese hätten nach

dem Einbringen der Decke wieder abgerissen und

entsorgt werden müssen. Um unnötigen Material-

und Zeitaufwand zu vermeiden, wurde für die Absicherung

der Baugrube das hydraulische Aussteifungs-

und Gurtungssystem von Vp Groundforce

ausgewählt. Dieses konnte unkompliziert montiert

und nach dem Einbringen der Betondecke wieder

entfernt werden. Insgesamt zwölf »MP 750«-Aussteifungen

wurden zur Absicherung der 34 x 64 m

großen Baugrube geliefert.

Individuelle Lösungen zur Abstützung

An der Rathaus-Station mussten die neuen Schächte

an die bereits existierenden sowie die neuen

U2-Tunnel angepasst werden. Hieraus ergeben

sich unterschiedliche Geometrien und verschiedene

Abstützlösungen je Schacht. Das Unternehmen

ersetzte die waagerechten Stützen im westlichen

Teil des Schachtes durch schräg nach unten

zum Mittelteil hin verlaufende Stützen. Die Lasten

werden nun von der westlichen Stützmauer direkt

in die Bodenplatte übertragen. Insgesamt befinden

sich in diesem Bauabschnitt 69 Steifen mit einer Gesamtlänge

von 591 m.

Auch beim Schachtausbau an der neuen Station

»Pilgramgasse« setzt die Stadt Wien auf Verbaulösungen

von Vp Groundforce. Für die Aushubarbeiten

war die Abstützung der Baugrube durch das hydraulische

Aussteifungs- und Gurtungssystem von

Vp Groundforce essenziell. Denn der Abstand zwischen

der letzten Betonebene und der Bodenplatte

ist zu groß für den Erddruck, weshalb nun die Steifen

diesen Druck ausgleichen. Um den Tunnelbohrmaschinen

bei der Durchfahrt genug Raum zu geben,

musste eine 9 m hohe Baugrube ausgehoben werden.

Doch die Betonwände sind nicht darauf ausgelegt,

weshalb diese auf etwa 6 m abgestützt werden müssen.

Erst nach dem Gießen der 1 m dicken Betonbodenplatte

können die Stützen entfernt werden und

die Vorbereitungen für den Tunnelbau beginnen.

Vielseitiges Sortiment für hohe Belastungen

Im Rahmen des Wiener U-Bahn-Ausbaus setzt

Vp Groundforce zudem eine Anzahl verschiedener

Gurtungen und Steifen ein. Mit der »MP750« kommt

in Wien die derzeit größte Hydrauliksteife auf dem

Markt – mit einem Bemessungswiderstand von

11 000 kN – zum Einsatz. Mit Zwischenunterstützung

sind hier Spannweiten bis über 50 m möglich. Der

hydraulische Verstellweg liegt bei 500 mm. Ein integrierter

Hydraulikzylinder sorgt in Kombination mit

zwei mechanischen Schraubgewinden für die Verteilung

der Last auf das System. Dabei ist die mechanische

Verriegelung mit 100 Prozent der axialen Lastaufnahme

ausfallsicher. Zudem setzt Vp Groundforce

bei den »MP750«-Steifen auf eine innovative

Hydraulikmutter-Technologie. Die hinter den Befestigungsschrauben

sitzenden Hydraulikmuttern werden

über ein speziell entwickeltes Hochdruck-Hydrauliksystem

betätigt. So kann die Vorspannung der

Steifen im eingebauten Zustand vor Ort an die Anforderungen

angepasst werden.

Die »MP375«-Steifen eignen sich ebenfalls für

Projekte mit hohen Belastungen und einem Bemessungswiderstand

von bis zu 5 147 kN. Ohne Zwischenunterstützung

sind Spannweiten von 7,1 bis

16 m problemlos möglich. Die Steifen verfügen zudem

über ein zusätzliches, optionales Sicherheitssystem

durch eine integrierte mechanische Verriegelung.

Schwenkbare Endelemente ermöglichen

Verstrebungen innerhalb der Baugrube mit

und ohne Gurtung. Die Gurtungen von Vp Groundforce

überzeugen mit ihrer Einbaugeschwindigkeit.

Sowohl der »Mega Gurt« als auch der »Super Mega

Gurt« können problemlos mit den Steifensystemen

von Vp Groundforce kombiniert werden und

erlauben durch die modularen Komponenten eine

flexible Konfiguration ganz nach Projektanforderungen.

j

Die »MP750«-Steife kann – als derzeit

größte Hydrauliksteife auf dem Markt –

Spannweiten bis über 50 m überbrücken.

Abstützung

nach Maß

Insgesamt befinden sich

im Bauabschnitt an der

Rathaus-Station 69 Steifen mit

einer Gesamtlänge von 591 m.

Durch Öffnungen konnten die

Hydrauliksteifen eingelassen und

innerhalb einer Stunde montiert werden.

Spezialtiefbau & Tunnelbau Juli 2025 83


RUD (2)

Die Ketten-Antriebstechnik

von RUD ist in Hebevorrichtungen,

Bogenfahrten,

Armierungskranen oder

Schneideapparaten im Einsatz.

L RUD

Tunnelbaustellen effizienter

machen mit »Tecdos«

Kompakt, robust und

zuverlässig: Das sind die

Vorteile der »Tecdos«-Antriebstechnik

von RUD, von

denen auch der Tunnelbau

profitiert. Die Systeme auf

Basis eines Kettenantriebs

bieten verschiedenste

Einsatzmöglichkeiten im

Tunnel und trotzen dabei

den harten Umgebungsbedingungen.Darüber

hinaus

ist die »Tecdos«-Antriebstechnik

besonders

platzsparend – optimal für

den Einsatz im Tunnel.

Modularität

Die Standardkomponenten und

Einzelteile lassen sich je nach

Anforderung des Tunnelbauprojekts

modular kombinieren.

Im Tunnelbau sind umfangreiche Projekte und ein

enger Zeitrahmen die Regel. Damit die Prozesse zuverlässig

laufen und es keinen Stillstand gibt, kommt

Antriebstechnik von RUD ins Spiel: Die Hochleistungsrundstahlkette

als Basis des Systems läuft selbst

in herausfordernden Umgebungen zuverlässig und

sicher: Staub, Schlamm, Stein oder Geröll können

ihr nichts anhaben. Die »Tecdos«-Antriebssysteme

funktionieren, so RUD, auch dann, wenn Zahnstange,

Seil und Schiene an ihre Grenzen stoßen. Die zweite

Herausforderung ist der relativ beschränkte Platz

bei Tunnelbauarbeiten. Die einzelnen Komponenten

und das Antriebsgehäuse sind möglichst kompakt gehalten

und können direkt am Einsatzort verbaut werden.

»Gerade bei Seilantrieben braucht es ja oft eine

große Seilwinde mit mehreren Umlenkungen. Das

entfällt bei unseren ›Tecdos‹-Antriebssystemen, da

die Kette zum einen auf geringem Raum umgelenkt

und zum anderen in einem Kettensack gelagert werden

kann, der nur wenig Platz einnimmt«, erklärt Sascha

Olfert, Business Development Manager bei RUD.

Für verschiedene Anwendungen

Die »Tecdos«-Antriebstechnik bietet verschiedene

Produkte und Systeme für den Tunnelbau: von Kettenrad,

Hubbegrenzer und Anschlagmittel bis hin

zu Komplettsystemen wie »Tecdos Pi-Gamma« und

»Tecdos Omega-Drive«. Bei »Tecdos Pi-Gamma«

handelt es sich um ein flexibles 2-in-1-Ketten-Antriebssystem

speziell für vertikale und horizontale

Anwendungen. Es verfügt über eine feste Kettenumlenkung

von 180° bzw. eine flexible Kettenumlenkung

zwischen 90° und 180°. Je nach Ausführung

schafft ein »Tecdos Pi-Gamma«- Antrieb Zugkräfte

bis zu 260 kN. Die Lösung für lineare oder drehende

Bewegungen im Tunnelbau heißt »Tecdos Omega

Drive«. Dieses verfügt über einen Umschlingungswinkel

von 180° und wird entweder an der zu bewegenden

Last befestigt und zieht diese an der Rundstahlkette

entlang oder bewegt die Kette von einem

anderen Standort aus. In seiner Standardausführung

schafft das »Tecdos Omega Drive« in einmaliger

Ausführung Zugkräfte bis zu 260 kN pro Antrieb.

Breites Einsatzspektrum

Die »Tecdos«-Antriebstechnik findet u. a. in Hebevorrichtungen

Anwendung, um etwa schwere Geräte

an die Tunneldecke zu heben oder Vertikalbohrer

zu heben und zu senken. Auch in Bogenfahrten,

Bandspeichern oder Förderbändern sowie in Transportwagen

und Transportgestellen spielt die Technik

ihre Stärken aus. Ebenso kommt die Antriebslösung

bei Schneideapparaten, Armierungskranen sowie

Schachtabsenkungen zum Einsatz. »Gewichte bis

zu 25 t schaffen unsere ›Tecdos‹-Antriebssysteme auf

jeden Fall. Theoretisch sind wir nach oben hin relativ

offen und können Antriebe beispielsweise verdoppeln

oder verdreifachen, wenn größere Lasten bewegt

werden müssen«, so Olfert.

j

»Tecdos Omega

Drive« ist die Lösung

für lineare und drehende

Bewegungen

im Tunnelbau mit

einem Umschlingungswinkel

von 180°.

84

Juli 2025

Spezialtiefbau & Tunnelbau


L EURO VERBAU

Wenn sich

plötzlich die Straße auftut

Erfolgreich eingesetzt: Das

»DGPV«-System von Euro

Verbau meistert eine 8 m tiefe

Baustelle in einem engen

Wohnviertel der italienischen

Hauptstadt: Als sich im

Nordwesten von Rom plötzlich

die Erde auftat und fast einen

Lkw verschluckte, befürchteten

die Anwohner, dass die nur

einen Steinwurf entfernten

berühmten Katakomben von

Priscilla eingestürzt waren. Hier

hatten vor fast 2 000 Jahren

die christlichen Bewohner der

Ewigen Stadt ihre Toten beerdigt,

weil sie die oberirdischen

Friedhöfe nicht nutzen durften.

EURO VERBAU (2)

Die alten Kanäle liegen in Rom bis

zu 11 m unter der Erde. In der Via dei

Giordani ging es 8 m nach unten.

Das Loch in der Via dei Giordani

hatte glücklicherweise

eine andere, recht einfach zu

erklärende Ursache: Ein rund

70 Jahre alter Abwasserkanal

war eingebrochen und hatte damit

auch den Unterbau der Straße

im Stadtteil Trieste mit in die

dani den Querschnitt einer Ellipse

hat, rund 8 m tief unter der Erde.

Dass es in Rom so weit nach

unten geht, ist eigentlich keine

Überraschung für die Profis von

Euro Verbau: Der Boden unter

der italienischen Hauptstadt ist

von Kanälen, Katakomben und

50

Meter

Die aus Ziegeln gemauerte

Abwasserleitung war auf

einer Strecke von rund 50 m

gebrochen und musste

repariert werden.

Tiefe gerissen. Trotzdem war die

anderen Bauwerken an man-

Reparatur dieser Baustelle alles

chen Stellen durchlöchert wie

verbunden werden konnte. Da-

andere als einfach: Die aus Zie-

ein Schweizer Käse. In der Re-

bei meisterte das »DGPV«-Sys-

geln gemauerte Abwasserleitung

gel liegen auch die neueren Ab-

tem noch eine zweite Herausfor-

war auf einer Strecke von rund

wasserkanäle recht tief unter der

derung, die typisch für Rom ist:

Bei der Reparatur kam es darauf an,

dass die Stabilität des Erdreichs und

der Fundamente gewahrt blieb.

50 m gebrochen und musste repariert

werden. Dabei liegt die

Leitung, die in der Via dei Gior-

Erde. »Wir hatten in Rom schon

Baustellen, bei denen wir bis zu

11 m tief gehen mussten«, erklärt

Die Stadt ist sehr dicht bebaut,

entsprechend stabil muss eine

solche Baustelle sein. »Eine He-

Marco Verstraaten, der die inter-

rausforderung, die wir fast im

nationalen Märkte bei Euro Ver-

gesamten Stadtgebiet von Rom

bau betreut.

antreffen«, erklärt Marco Verstraaten.

»Der Boden darf sich

Reibungsloser Ablauf

auf keinen Fall absenken, das

Als Lösung für solche Tiefen

birgt die Gefahr von Rissen und

lieferte Euro Verbau ein Dop-

kann die alten Fundamente der

pel-Gleitschienen-System

im

umliegenden Gebäude beschä-

Parallelverbau, kurz »DGPV«,

digen.« Das stabile »DGPV«-Sys-

in die Via dei Gordani. Auf ei-

tem, das u. a. über eine noch

ner Länge von 9 m wurde das

stärkere Version der Gleitschie-

System eingesetzt und immer

nen mit Spindel aussteifung ver-

wieder verschoben, sodass der

fügt, sorgte dafür, dass die Stabi-

neue Kanal reibungslos verlegt

lität des Erdreichs und der Fun-

und mit dem alten Kanalsystem

damente gewahrt blieb.

d

Spezialtiefbau & Tunnelbau Juli 2025 85


Alle drei Bohrungen wurden mit

dem steuerbaren horizontalen Spülbohrverfahren

(HDD) ausgeführt,

für das der »Grundodrill 28Nplus«

von Tracto eingesetzt wurde.

L TRACTO

Lange Flussunterquerungen mit

HDD-Verfahren zügig umgesetzt

Beim Glasfaserausbau in der polnischen Hansestadt Stettin an der

Oder war die grabenlose Technologie im Jahr 2024 nahezu alternativlos:

Für den Anschluss von drei Stadteilen jenseits des Flusses

an das Verteilnetz war die erfolgreiche Umsetzung von drei langen

Dükern Voraussetzung. Diese gelangen mithilfe des »Grundodrill

28Nplus« von Tracto sowie der Erfahrung und Expertise des

ausführenden Unternehmens Hydropex in kurzer Zeit.

HDD-Verfahren

Das HDD-Verfahren ist ein flexibles

Bohrverfahren, das für

komplexe Trassenverläufe in den

unterschiedlichsten Bodenbedingungen

sicher anwendbar ist.

Stettin ist mit seinen knapp

400 000 Einwohnern nicht

nur die siebtgrößte Stadt Polens,

sondern gleichzeitig auch die

größte Stadt des deutsch-polnischen

Ballungsraums. Die dicht

besiedelte, an der Oder liegende

Stadt wird durch mehrere Arme

des Flusses in verschiedene Teile

getrennt, sodass sich einige Teile

der Stadt auf Flussinseln befinden.

Vor diesem Hintergrund

wird deutlich, wie anspruchsvoll

das Projekt war, für das die

Up-Telekom als Generalunternehmer

verantwortlich zeichnete:

Es ging um den Aufbau eines

Verteilernetzes für Telekom-

munikation in Form eines Glasfaserstammkabels,

das auf einer

Trassenlänge von rund 11,2 km

durch die sehr dicht bebauten

Stadtteile Stettins führte. Um

Stadtteile auf der rechten Seite

der Oder mit dem Zentrum verbinden

zu können, mussten drei

innerstädtische Flussarme inklusive

der Uferbereiche unterquert

werden.

Erfolgreiches HDD-Verfahren

trotzt Herausforderungen

Für die Umsetzung wurde das erfahrene

Bau- und Ingenieursunternehmen

Hydropex unter der

Leitung von Tomasz Raczyński

beauftragt, das seit sieben Jahren

grabenlose Verfahren anwendet.

Nicht nur die großen Längen

der Unterquerungen stellten eine

Herausforderung für das Unternehmen

dar, auch die geologischen

Bedingungen waren alles

andere als einheitlich: In und um

Stettin kommen oft sandhaltige

und ganz sandige wie auch tonige

Böden vor, teilweise sind diese

auch mit einem Torfanteil versehen,

zudem gibt es in einigen

Bereichen auch Moränenböden.

Die Umgebung der Baustellen

bot weitere Herausforderungen:

Die Arbeiten fanden stets innerhalb

von dicht bebauten Wohngebieten,

in unmittelbarer Nähe

der Hafeninfrastruktur, teilweise

bei laufender Wasserschifffahrt,

im Bereich von kommunalen

Straßen, in Uferbereichen

und unter Gewässern statt, sodass

mit vielen Unabwägbarkeiten

zu rechnen war und gleichzeitig

Eingriffe in die Oberfläche

und Umgebung so gering wie

möglich bleiben mussten.

Alle drei Bohrungen wurden

mit dem steuerbaren horizontalen

Spülbohrverfahren

(HDD) ausgeführt, für das

der »Grundodrill 28Nplus« von

86

Juli 2025

Spezialtiefbau & Tunnelbau


Pilotbohrung, die zu großen Teilen

aus einem Boot heraus umgesetzt

werden musste. Die zweite

Phase bestand aus der Aufweitung

des Bohrdurchschnitts mit

dem gleichzeitigen Einzug der

»HDPE200mm SDR11 RC«-Mantelrohre.

Das HDD-Verfahren

ist ein flexibles und effizientes

Bohrverfahren, das für komplexe

Trassenverläufen in den unterschiedlichsten

Bodenbedingungen

sicher anwendbar ist.

TRACTO (2)

Tracto eingesetzt wurde. Jede

Bohrung fand in zwei Phasen

statt: Die erste Phase war jeweils

die durch Ortung begleitete

Große Zufriedenheit mit

»Grundodrill 28N Plus«

Das Team aus sechs bis neun

Mitarbeitern zieht ein positives

Fazit zu den Arbeiten mit dem

»Grundodrill 28N Plus«: Die Zug-

und Vorschubkraft von 280 kN

sowie die stufenlose Drehmomentregelung

des Cummins-

Tier-V-Motors hätten zu jeder

Zeit für die passende Leistung

gesorgt. Ebenso überzeugte die

Aufzeichnung aller Bohrdaten,

Anspruchsvolle Arbeitsumgebung: Die Arbeiten fanden u. a. innerhalb von

dicht bebauten Wohngebieten, in Uferbereichen und unter Gewässern statt.

aus denen die Bediener wieder

viele Erfahrungswerte gewinnen

konnten, um z. B. mithilfe

der Analyse bereits erledigter

Abschnitte die Härte der

Formation abzuschätzen. Die

Automatisierung des gesamten

Bohrvorgangs, vom vollautomatischen

Gestängehandling bis

hin zum Einschalten der Spülung,

entlastete das Team zudem

von körperlich sehr anstrengenden

Arbeiten. Außerdem konnte

sich der Bediener voll auf die

eingestellten Parameter konzentrieren

und sie während des Betriebs

mit Potenziometern anpassen.

Auch der Kraftstoffverbrauch

von etwas über 9 l/h wurde

für einen Sechszylindermotor

mit einer Leistung von 300 PS als

sehr sparsam empfunden. Angenehm

sei auch die niedrige Geräuschemission

der Maschine,

die dafür sorgt, dass der Fahrer

in der Kabine Gespräche von außen

und wichtige Informationen

hören kann.

j

L MOBA

Dritte Maschine mit

»Xsite Drill«-Steuerung

Das auf bohr- und sprengtechnische Dienstleistungen spezialisierte

Unternehmen SSE hat kürzlich eine neue Bohrmaschine vom Typ

»Furukawa L90« in Betrieb genommen – geliefert vom langjährigen

Furukawa-Vertriebspartner Zeigner ZHD Bohrtechnik. Es ist bereits

die dritte Maschine, auf der die bewährte Bohrsteuerung »Xsite

Drill« erfolgreich eingesetzt wird.

Die Entscheidung von SSE

Deutschland für die neue

Furukawa-Maschine fiel dem

Unternehmen leicht, nicht zuletzt,

weil die 2016 angeschaffte

Moba-Steuerung problemlos

auf das neue Gerät übernommen

werden konnte. Das System

habe sich über die Jahre im anspruchsvollen

Baustellenalltag

als sehr robust, präzise und zu-

Die neue »Furukawa L90« bei SSE – Zeigner ZHD Bohrtechnik

liefert bereits die dritte Maschine mit »Xsite Drill«-Steuerung.

verlässig erwiesen. Nur kleinere

Ersatzteilaustausche waren nötig.

Aufgrund regelmäßiger Systemupdates

ist die Steuerung technisch

immer noch auf dem neuesten

Stand. SSE nutzt das »Xsite

Drill«-System, um Bohrlochspezifikationen

wie Ansatzpunkt,

Bohrlochlänge, -neigung und

-richtung, die sich aus einer speziellen

Sprengplanungs-Software

ergeben, drahtlos auf das Bohrgerät

zu übertragen. So kann ein

MOBA

Bohrfeld direkt und präzise abgebohrt

werden, ganz ohne zusätzliche

Zwischenschritte wie das

manuelle Anzeichnen der Bohrlöcher

auf der Sohle.

Die modulare Bauweise

der » Xsite Drill«-Steuerung erlaubt

außerdem eine einfache

Anpassung an neue Maschinen

und wachsende Anforderungen.

Diese Flexibilität spart nicht nur

Kosten, sondern schont auch

Ressourcen.j

Spezialtiefbau & Tunnelbau Juli 2025 87


6

BAU- & NUTZFAHRZEUGE

Für den Transport von

Baumaschinen setzt Bode auf

ein Doll-Tiefbett »X« mit

der Pendelachse »Doll tera«.

L DOLL

Maximale Effizienz

auf minimaler Höhe

Beim Transport großer Baumaschinen zählt nicht nur das Gewicht – entscheidend

ist auch die Transporthöhe: Überschreitet sie 4 m, sind Sondergenehmigungen

erforderlich. Um dies zu vermeiden, setzt das Baumaschinenunternehmen

Bode auf das Doll-Tiefbett »X« mit der Pendelachse »Doll tera«. Mit

dem dreiachsigen Tiefbettsattelauflieger lassen sich selbst Bagger bis zu einer

Transporthöhe von 3 700 mm innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Maximalhöhe

transportieren. Auch im Handling hat das Fahrzeug Bode Bautechnik

überzeugt: Mit den Doll-eigenen elektronischen Assistenzsysteme kann der

Fahrer alle zentralen Aufliegerfunktionen vom Fahrersitz im Lkw aus steuern.

»Doll control«

Über ein 7-Zoll-Farbdisplay erhält

der Fahrer auf einen Blick alle

relevanten Informationen zu

Reifendruck, Gewichtsverteilung,

Lastpositionierung oder der Position

der Abdrückzylinder.

Bode Bautechnik verkauft und vermietet seit

35 Jahren Baumaschinen aller Größen – von der

Rüttelplatte bis zum 37 t schweren Kettenbagger.

Selbst die größten Baumaschinen liefert das mittelständische

Unternehmen auf Wunsch direkt zum

Kunden. Zum Einsatz kommt dabei ein Doll-Tiefbett

»X« mit der Pendelachse »Doll tera«. Für die

Wahl des Aufliegers war neben der Nutzlast von bis

zu 45 t ein weiterer Aspekt ausschlaggebend: »Beim

Transport der großen JCB-Bagger ist vor allem die

Höhe des Baggerarms der limitierende Faktor«, erläutert

Michael Schneider, Transportleiter bei Bode

Bautechnik. »Durch die breite Baggermulde des

neuen Tiefladers können wir den Arm tiefer ablegen

und bleiben so unter 4 m Höhe.«

Dies macht die spezielle Bauweise der »Doll tera«

möglich: Das Hinterachsfahrwerk bietet Platz

für eine durchgehende Mulde mit einer Breite von

bis zu 900 mm und einer Tiefe von 550 mm. Schneider

transportiert die großen Baumaschinen quer

durch Deutschland, durch enge Innenstädte, über

Landstraßen und steile Baustelleneinfahrten direkt

an ihren Einsatzort. Dabei kommt es auf jeden Zentimeter

Spielraum an: »Die ›Doll tera‹-Pendelachse

bietet mit 600 mm Hub selbst an schwierigen Stellen

mit großen Höhenunterschieden immer genügend

Bodenfreiheit.«

Sicher beladen

Der hydraulisch abfahrbare Schwanenhals ermöglicht

einen sicheren und fast ebenerdigen Beladevorgang

von vorne. Alternativ kann das Fahrzeug

über die Alurampen am Heck mit kleineren Baumaschinen

beladen werden. »Das Tiefbett ist so niedrig,

dass man sogar von der Seite mit dem Bagger

auffahren kann – das erfordert natürlich etwas Fingerspitzengefühl

und Erfahrung«, ergänzt Schneider.

Beim Rangieren auf der Baustelle bietet eine

integrierte Rückfahrkamera zusätzliche Sicherheit.

»Wenn der geladene Bagger 3 m breit ist, hat man

nach hinten praktisch keine Sicht mehr. Die Rückfahrkamera

ist für mich kein Extra, sondern eine

echte Sicherheitsfunktion – vor allem auf unübersichtlichen

Baustellen.«

88

Juli 2025

Bau- & Nutzfahrzeuge


Smarte Helfer

Die Bedienung des Aufliegers wird zusätzlich durch

das Steuerungssystem »Doll control« vereinfacht.

Über ein 7-Zoll-Farbdisplay erhält der Fahrer auf

einen Blick alle relevanten Informationen zu Reifendruck,

Gewichtsverteilung, Lastpositionierung

oder der Position der Abdrückzylinder. Alle Funktionen

von »Doll control« lassen sich auch über die

Funkfernbedienung »Doll connect« steuern. Für

Schneider eine entscheidende Erleichterung im

Arbeitsalltag: »Bei unserem alten Auflieger musste

ich zum manuellen Nachlenken aussteigen und eine

Kabelfernbedienung am Fahrzeugheck anschließen.

Jetzt kann ich vom Führerhaus aus das Fahrniveau

einstellen oder in die Lenkung

eingreifen.« Wenn Schneider

das Fahrzeug nach dem

manuellen Nachlenken wieder

einspuren möchte, genügt ein

Tastendruck auf der Funkfernsteuerung:

Die elektronische

Einspurung (EEP) berechnet automatisch

den korrekten Lenkeinschlag

der Achsen. Das geschieht

bei langsamer Kurvenfahrt –

ein Geradeziehen ist nicht mehr erforderlich.

Flexibel auch im Spezialtiefbau

Bode Bautechnik war es wichtig, ein vielseitig einsetzbares

Fahrzeug zu kaufen. Neben dem Vertrieb

und der Vermietung von Baumaschinen ist das

60 Mitarbeiter starke Unternehmen auch im Spezialtiefbau

tätig. Deshalb musste das neue Fahrzeug

auch für den Transport von langen Spundbohlen

und Stahlträgern geeignet sein. »Mit dem

verschiebbaren Auflagebock lässt sich mit wenigen

Handgriffen eine ebenmäßige Ladefläche schaffen«,

berichtet Schneider. »Zudem lässt sich die

Ladefläche bei Bedarf um bis zu 5 700 mm teleskopieren.

Auf diese Weise können wir auch lange Güter

sicher transportieren.«

DOLL (2)

j

Das Hinterachsfahrwerk

bietet Platz für eine

durchgehende Mulde

mit einer Breite von bis zu

900 mm und einer Tiefe

von 550 mm.

Größte Flotte

in China

TII SCHEUERLE – Die Reederei China Cosco Shipping Corporation Ltd. (Cosco) hat ihre

»Scheuerle SPMT«-Flotte um eine bedeutende Stückzahl von Achslinien und »Power Pack

Units« (PPU) erweitert. Der Logistikkonzern betreibt die größte »SPMT«-Flotte in China.

TII Scheuerle, der Experte für Schwertransporte auf

der Straße und Offroad aus der TII Group, hat Cosco

mit einer großen Zahl an »Scheuerle SPMT«-Achslinien

und »PPUs« in verschiedenen Ausführungen beliefert.

Mit inzwischen mehreren Hundert Achslinien betreibt

die chinesische Reederei die größte »SPMT«-Flotte in

China. Geliefert wurden »Scheuerle SPMT« mit einer

Achslinienlast von 48 t sowie mit besonders robusten

Polyfill-Reifen. Die mit Polyurethan-Schaum gefüllten

Pneus bieten eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber

mechanischen Belastungen und ermöglichen

den Einsatz auch auf anspruchsvollem Untergrund.

Die Module werden von Cosco und deren Tochtergesellschaften

weltweit für Schwertransporte im industriellen

Großmaßstab genutzt – darunter Offshore-Projekte,

Infrastrukturvorhaben oder der Transport von

Komponenten mit mehreren Tausend Tonnen Masse.

Cosco vertraut schon seit vielen Jahren auf Transportlösungen

von TII Scheuerle. »Unsere ›SPMT‹ sind der

globale Standard und weltweit im Einsatz, wenn maximale

Präzision und Sicherheit unter Extrembedingungen

gefordert sind. Wir sind stolz, Cosco seit vielen Jahren

als starken und zukunftsorientierten Partner an

unserer Seite zu wissen«, so Filippo Baldassari, Managing

Director TII Group.

j

TII SCHEUERLE

TII Scheuerle hat Cosco mit einer großen

Zahl an »Scheuerle SPMT«-Achslinien und

»PPUs« in verschiedenen Ausführungen beliefert.

Bau- & Nutzfahrzeuge

Juli 2025

89


L WEBFLEET

Mehr Sicherheit

für Fahrzeugflotten

Mit »Webfleet Video 2.0«

bringt Webfleet eine weiterentwickelte

KI-gestützte

Lösung auf den Markt. Sie soll

Fuhrparks sicherer machen

und die Einhaltung der

örtlichen Vorschriften sowie

die betriebliche Effizienz

durch Echtzeit-Videoeinblicke

verbessern. Die erweiterte

Lösung knüpft an den Erfolg

von »Webfleet Video« an und

führt zwei neue hochmoderne

Kameras ein.

Die beiden neuen Kameras »Cam Lite« und »Cam

Pro« analysieren mithilfe von KI und maschinellem

Sehen noch präziser das Fahrverhalten, den

Straßenzustand sowie mögliche Gefahren. Ergänzt

wird das System durch ein Portfolio an Zusatzkameras

und Zubehör, um alle Kundenbedürfnisse

und spezifischen Anwendungsfälle abzudecken.

Das weiterentwickelte System integriert Sicherheit,

Compliance und Versicherungsmanagement in einer

Plattform. Es erkennt und warnt die Fahrer vor

vielen möglichen Risiken, darunter die Handynutzung

am Steuer, zu dichtes Auffahren oder Übermüdung

des Fahrers, sowie vor riskantem Verhalten

anderer Verkehrsteilnehmer. KI-gesteuertes

Echtzeit-Feedback hilft den Fahrern, sofort zu reagieren.

Flottenmanager bekommen mit »Webfleet

Video 2.0« genaue, datengestützte Einblicke dank

der Einbindung von »Webfleet OptiDrive 360« und

WEBFLEET

Flottenmanager bekommen mit »Webfleet Video 2.0«

genaue, datengestützte Einblicke und können das Fahrverhalten

im Zeitverlauf verfolgen und verbessern.

können das Fahrverhalten im Zeitverlauf verfolgen

und verbessern. Zusatzkameras erfassen gezielt die

Fahrzeugumgebung und schützen sensible Güter.

Bei Zwischenfällen werden die Videoaufnahmen

automatisch gespeichert und in die Cloud geladen

– ein Vorteil bei der Unfallaufklärung, um Versicherungsansprüche

zu beschleunigen und Betrugsversuche

zu verhindern. Damit Datenschutzvorgaben

wie die DSGVO zuverlässig eingehalten werden, behalten

Flottenmanager in der Webfleet-Plattform

jederzeit die Kontrolle – von Kameraeinstellungen

bis zu Datenspeicherung, Verschlüsselung und Zugriffsrechten.

Optionale Linsenabdeckungen sorgen

für zusätzlichen Schutz der Privatsphäre. j

51 von 109

Fahrzeugen ausgeliefert

DAIMLER TRUCK

DAIMLER TRUCK – Das Mercedes-Benz-Nutzfahrzeugzentrum Berlin-Brandenburg,

unter Leitung von René Rudelt, hat vor Kurzem symbolisch zwei »Arocs« an

die Autobahn GmbH des Bundes übergeben. Michaela Kuban, Leitung Fuhrparkmanagement

und Versicherungen bei der Autobahn GmbH des Bundes, nahm die Fahrzeuge

entgegen. Insgesamt wurden damit bisher 51 » Arocs«-Dreiachs-Fahrzeuge

an die einzelnen Autobahnmeistereien in ganz Deutschland geliefert. Bis Ende des

Jahres folgen die 58 Mercedes-Benz »Arocs«-Vierachs-Fahrzeuge.

René Rudelt äußert sich bei der Übergabe: »Wir sind

sehr stolz, dass wir bei der letzten Ausschreibung

der Autobahn GmbH des Bundes über insgesamt 109

Lkw den Zuschlag erhalten haben. Mit unseren Fahrzeugen

tragen wir dazu bei, den ganzjährigen Betrieb

und die Sicherheit auf den Autobahnen in Deutschland

zu gewährleisten.«

Alle bislang ausgelieferten Mercedes-Benz

»Arocs« sind mit Winterdienstaufbauten der Paul

Nutzfahrzeuge GmbH ausgestattet. Dank eines innovativen

Abrollkonzepts können die Fahrzeuge schnell

und einfach mit verschiedenen Geräteaufbauten versehen

werden, wodurch sie ganzjährig eingesetzt werden

können. Der Mercedes-Benz »Arocs« ist besonders

robust gebaut und nach Herstellerangaben bis

ins Detail funktional konzipiert. Vielfältige Ausrüstungsmöglichkeiten,

intelligente Assistenzsysteme

und Features wie »Hydraulic Auxiliary Drive« (HAD)

runden die Nutzungsmöglichkeiten ab. Hinter dem

Begriff »HAD« verbirgt sich ein hydraulischer Zusatzantrieb

der Vorderräder, der sich insbesondere für

gelegentliche Einsätze im Gelände eignet. j

René Rudelt und Michaela Kuban bei

der symbolischen Schlüsselübergabe.

90 Juli 2025

Bau- & Nutzfahrzeuge


L ES-GE

Hohe Flexibilität für

den Schwerlasttransport

ES-GE

Die ES-GE Nutzfahrzeuge hat

eine neue Faymonville-»Giga-

Max«-1+3-Tiefbettkombination

an die Colonia Spezialfahrzeuge

Gottfried Schönges

GmbH & Co. KG ausgeliefert.

Bevor der Auflieger nach Köln

überführt wurde, diente er auf

der Bauma als Blickfang des

Messestands der ES-GE.

Seit der Unternehmensgründung der ES-GE vor

fast 40 Jahren begleitet das Essener Team die

Kran- und Schwerlastspezialisten von Colonia bei

der Fuhrparkplanung. »Es ist unser Anspruch, Kundenfahrzeuge

so zu konfigurieren, dass sie im täglichen

Einsatz einen messbaren Mehrwert liefern.

Der ausgelieferte ›GigaMax‹ wird dem Anforderungsprofil

unseres Kunden gerecht und vereint

aktuelle Technik, Wirtschaftlichkeit und Praxistauglichkeit

in einem«, so Markus Hurdelhey, Geschäftsführer

der ES-GE.

Der ausgelieferte »GigaMax« verfügt über vier

Pendelachslinien, eine davon im Schwanenhals und

drei Achslinien im Heck. Jede Achse bietet 600 mm

Hub und bis zu 60° Lenkeinschlag, was sowohl auf

Baustellen mit starkem Höhenprofil als auch im innerstädtischen

Verkehr für bestmögliche Manövrierfähigkeit

sorgt. Die Sattellast von 22,7 t kombi-

Der ausgelieferte »GigaMax« verfügt über vier Pendelachslinien,

eine davon im Schwanenhals und drei Achslinien im Heck.

niert mit den zulässigen 12 t pro Achslinie ergibt ein

maximales Gesamtgewicht von 70,7 t. Das Eigengewicht

von lediglich ca. 22,5 t ermöglicht eine theoretisch

mögliche Nutzlast von bis zu 48 t. Die 2 750 mm

breite Ladefläche lässt sich per klappbarer Verbreiterungen

auf 3 200 mm erweitern und aufgrund teleskopierbarer

Außenträger um bis zu ca. 5 m verlängern.

Damit stehen insgesamt rund 13 m Nutzlänge

zwischen Schwanenhals und hinterem Fahrwerk

zur Verfügung. Ein 50 mm starker Hartholzboden,

eine Baggerstielmulde, sieben Verzurrring-Paare

am Heck sowie eine funkferngesteuerte Zwangslenkung

bieten den Fahrern Sicherheit und Flexibilität.

Das komplett zweifach gestrahlte, HRM-metallisierte

Chassis schützt zuverlässig vor Korrosion

und sichert eine lange Lebensdauer.

j

Intelligente

Verkehrstelematik spart CO ² ein

ZEPPELIN RENTAL – Laut

einer Untersuchung des ADAC

standen Verkehrsteilnehmer im

Jahr 2024 auf deutschen Autobahnen

insgesamt 448 000 h im

Stau. Neben volkswirtschaftlichen

Schäden bedeuten Staus

auch einen höheren CO 2

-Ausstoß

der Pkw und Lkw. In einer

Konsortialstudie haben das

Institut für Straßenwesen und

das Center Building and Infrastructure

Engineering der RWTH

Aachen durch den Einsatz einer

von Zeppelin Rental realisierten

Wechselverkehrsführung im Vergleich

zu einer konventionellen

3+0-Verkehrsführung eine deutliche

CO 2

-Einsparung errechnet.

Von März bis Oktober 2020 realisierte der Bereich

Baustellen- und Verkehrssicherung von Zeppelin

Rental auf einem Abschnitt der A 66, der Salzbachtalbrücke,

aufgrund eines Brückenneubaus eine Wechselverkehrsführung.

Während der Bauarbeiten standen

insgesamt nur drei Fahrstreifen zur Verfügung.

Die mittlere Spur wurde als Wechselverkehrsstreifen

genutzt und lastabhängig freigegeben.

In einer Konsortialstudie untersuchten das Institut

für Straßenwesen und das Center Building and

Infrastructure Engineering der RWTH Aachen University

das CO 2

-Einsparpotenzial im Vergleich zu einer

konventionellen permanenten 3+0-Baustellenverkehrsführung.

Die Ergebnisse stellt die Hochschule

gemeinsam mit Zeppelin Rental in einem White Paper

vor, das unter anderem zum Download auf der Webseite

des Vermiet- und Baulogistikdienstleisters

bereitsteht. Unter Verwendung von Verkehrsdaten,

Staumodellen und eines Verkehrsanalysetools ermittelte

die Studie in den acht Monaten der Wechselverkehrsführung

eine CO 2

-Reduktion von wöchentlich

etwa 360 t. Über die gesamte Projektlaufzeit hinweg

bedeutete dies eine Einsparung von etwa 12 600 t,

was in etwa 4,7 Mio. l Dieselkraftstoff entspricht, der

auf diese Weise nicht verbraucht wurde.

ZEPPELIN RENTAL

Eine Wechselverkehrsführung sorgt dafür, dass der

Verkehr trotz Sanierungsarbeiten sicher und flexibel fließt.

Das White Paper enthält einen Überblick über Funktion

und Einsatz einer Wechselverkehrsführung und wartet

mit Ergebnissen und Erkenntnissen aus der Fallstudie

auf. Letztere werden auch in einen größeren Gesamtzusammenhang

eingeordnet. »Der Verkehrssektor

muss in Zukunft noch stärker auf die Einsparung von

CO 2

achten. So verlangt es das Bundes-Klimaschutzgesetz«,

erklärt Stephan Bäumler, Bereichsleiter Baustellen-

und Verkehrssicherung von Zeppelin Rental.

»Im Hinblick auf die zahlreichen anstehenden Brückensanierungen

und weitere dringend nötige Investitionen

in die Straßeninfrastruktur können moderne Verkehrstelematik-Lösungen

hier einen Beitrag zur Klimaschonung

im Verkehrssektor leisten. Wovon wir schon

lange ausgehen, ist nun auch in der Konsortialstudie

wissenschaftlich belegt worden.«

s

Bau- & Nutzfahrzeuge

Juli 2025 91


.

AKTUELLES

Hörmann baut Präsenz im Norden

mit einer neuen Niederlassung aus

HÖRMANN – Die Rudolf Hörmann GmbH & Co. KG errichtet derzeit im Gewerbepark

Wildeshausen-Nord in Dötlingen eine neue Niederlassung. Herzstück des Standorts ist eine

1 500 m² große Musterhalle in Holzbauweise. Sie vereint verschiedene Konstruktionsprinzipien

und Materialien – als praxisnahes Anschauungsobjekt für Kunden und Planer.

Mit dem neuen Standort stärkt Hörmann seine Präsenz im norddeutschen Raum. Die Halle

zeigt typische Anwendungen aus dem landwirtschaftlichen und gewerblichen Bau – von der

Holztragkonstruktion über gezielte Stahlelemente bis hin zur Integration moderner PV- Technik. Das

verwendete Indach-System kommt dabei ohne klassische Aufdachmontage aus. Produktion und

Vorfertigung der Bauteile erfolgten am Hauptsitz in Süddeutschland. Die neue Niederlassung soll

künftig mit einem eigenen Team besetzt werden, bestehend aus Planung, Handwerk und Montage.

Aktuell betreuen rund 20 Mitarbeitende den norddeutschen Raum bereits aus dem Homeoffice.

Neben der Musterhalle sind weitere Bauteile für den Standort vorgesehen: eine Halle zur Aufbewahrung

von Schüttgut sowie eine Überdachung für Pkw-Stellplätze. Die Fertigstellung des gesamten

Areals ist bis Jahresende geplant.

d

HÖRMANN

Startschuss für

Baustoffrecycling in Achstetten

Max Wild – Startschuss für die Offensive im Baustoffrecycling:

Mit einem feierlichen Spatenstich

haben jetzt die Bauarbeiten für die neue Bodenwaschanlage

in Achstetten

begonnen. Gemeinsam mit

der Firma Schwenk aus Ulm

baut Max Wild eine nassmechanische

Aufbereitungsanlage.

Diese arbeitet im

Schichtbetrieb jährlich bis

zu 250 000 t mineralische

Bauabfälle zu hochwertigen

Recyclingstoffen auf.

Ihre Kompetenzen bündeln

die beiden Unternehmen in der neuen Gesellschaft

SW Baumineralik Donau­ Iller GmbH & Co. KG. Die

Inbetriebnahme der neuen Bodenwaschanlage ist

für Juni 2026 geplant. Für die nassmechanische

Aufbereitungsanlage in Achstetten investieren Max

Wild und Schwenk einen unteren zweistelligen Millionenbetrag.

d

MAX WILD

Feierlicher Spatenstich für

die neue Aufbereitungsanlage.

Symbolische Übergabe der neuen

Lagerhalle bei BU Power Systems

Das Herzstück des Standorts ist eine 1 500 m² große Musterhalle in Holzbauweise.

Neue HKL-Center in

Niedersachen sollen Präsenz stärken

HKL – Der stetige Ausbau seines Center-Netzes lässt HKL Baumaschinen (HKL) weiter

wachsen. Mit der gleichzeitigen Eröffnung von zwei neuen Centern in Nienburg/Weser und

Wilhelmshaven in diesem Monat stärkt das Unternehmen seine Präsenz in Niedersachsen

und folgt damit seinem Bekenntnis zu maximaler Kundennähe.

»Mit unseren neuen Centern stärken wir unsere Marktposition im Nordwesten Niedersachsens.

Unsere Kunden profitieren von kurzen Wegen, schneller Verfügbarkeit und starken, kompetenten

Teams vor Ort«, sagt Frank Janssen, Gebietsleiter Nordwest-Niedersachsen/Bremen. Seit über

55 Jahren stehe HKL für hochwertige Qualitätsprodukte, einfache Mietvorgänge, transparente

Abläufe und höchste Zuverlässigkeit, wie das Unternehmen mitteilt. Kunden aus den Bereichen

Straßen- und Tiefbau, GaLaBau, Industrie, Handwerk und Kommunen sollen in allen Centern eine

Vielzahl kompakter Baumaschinen und -geräte zur Miete und zum Kauf finden. Hinzu komme eine

professionelle Beratung sowie ein umfassender Service für Kunden- und Mietmaschinen in den

unternehmenseigenen Werkstätten. In den direkt angeschlossenen HKL-Baushops sind Kleinmaschinen

und Werkzeuge, Baustellenausrüstung und -sicherung sowie umfangreiches Equipment

für den täglichen Baustellenbedarf erhältlich. Neben dem einmaligen Leistungsspektrum und der

hohen Angebotsqualität sei die verkehrsgünstige Lage der Center laut HKL für Geschäftspartner

und Kunden ein klares Plus. Denn gute Erreichbarkeit stehe für geringen Zeitaufwand bei der

Beschaffung von Baumaschinen und Baugeräten.

d

BU Power Systems – Mit der Übergabe der erweiterten

Lagerhalle durch die Köster GmbH an BU Power

Systems ist ein bedeutendes Bauprojekt offiziell abgeschlossen.

Rund neun Monate nach dem ersten Spatenstich

konnte der neue Hallenabschnitt am Standort

Ibbenbüren plangemäß fertiggestellt werden. Damit

setzt das Unternehmen seinen Wachstumskurs

fort – mit Fokus auf Effizienz, Nachhaltigkeit und

Zukunftssicherheit. »Wir freuen uns, heute gemeinsam

mit unserem Baupartner Köster GmbH die Übergabe

zu feiern. Die neue

Halle erweitert unsere

Lagerkapazitäten um fast

1 000 m 2 und ist wesentlicher

Baustein für den

weiteren Ausbau unserer

Logistikprozesse«, betont

Niklas Deiting, CFO der BU

Power Group. »Besonders

Übergabe der neuen Lagerhalle.

hervorzuheben ist, dass

wir während der gesamten

Bauphase unseren laufenden Betrieb aufrechterhalten

konnten – eine starke Leistung aller Beteiligten.«

Jan-Sebastian Seeber, Geschäftsführer der BU

Power Group, ergänzt: »Mit dieser Investition schaffen

wir nicht nur Raum für weiteres Wachstum, sondern

stärken auch unsere operative Leistungsfähigkeit.«

Die neue Halle ist bereits in Betrieb: Die Logistikabteilung

beginnt schrittweise mit der Einlagerung. d

BU POWER SYSTEMS

92

Juli 2025

Aktuelles


Vier neue »HL960A«-

Radlader für Berger Bau

MÖRTLBAUER – Kürzlich durfte Mörtlbauer ein umfassendes Maschinenpaket

an seinen langjährigen Kunden Berger Bau übergeben: Vier neue

Hyundai-»HL960A«-Radlader, zwei Hyundai-Kettenbagger »HX145ALCR«

sowie drei SkanCraft-Hydraulikhämmer erweitern ab sofort den Maschinenpark

des Bauunternehmens.

Der Hyundai »HL960A« überzeugt mit einem kraftvollen Sechszylinderdieselmotor

und bringt 251 PS mit sich. Aufgrund innovativer Abgasnachbehandlung

arbeitet er laut Aussage des Unternehmens leistungsstark und

Setzen kann Berger Bau nun auf vier neue sowie leistungsstarke Radlader.

umweltfreundlich zugleich. Ein ZF-Getriebe sorgt für eine effiziente Kraftübertragung – ideale Voraussetzungen für den schweren Baustellenbetrieb. Mit einem

Betriebsgewicht von 19,4 t, einem Schaufelvolumen von 3,6 m 3 und einer Kipplast von bis zu 14,5 t ist der »HL960A« laut Mörtlbauer wie gemacht für anspruchsvolle

Ladeeinsätze. Die Maschinen sind zudem mit einem Präzisionswiegesystem ausgestattet, das eine exakte Zielverwiegung ermöglicht – ein laut Unternehmen

klarer Vorteil für effizientes Arbeiten. In puncto Komfort bietet die großzügige Kabine modernste Arbeitsbedingungen: Ein besonders niedriger Geräuschpegel

von nur 68 dB, ein beheizbarer Grammer-Fahrersitz sowie eine leistungsstarke Klimaautomatik sorgen für optimale Bedingungen – selbst bei langen Einsätzen.

Ein 360°-Kamerasystem bietet zusätzliche Sicherheit durch volle Rundumsicht. Bedient werden die Radlader über ergonomische, elektrohydraulische Joysticks,

die präzises und ermüdungsfreies Arbeiten ermöglichen. Eine automatische Schaufelpositionierung rundet das Ausstattungspaket ab und steigert die

Effizienz in jedem Ladezyklus. »Dass Berger Bau nun bereits sieben Maschinen dieses Typs in Betrieb hat, ist kein Zufall«, so Johannes Urmann, Leitung Berger

Maschinentechnik bei Berger Bau. »Die Entscheidung für den ›HL960A‹ war und ist für uns absolut richtig. Bereits die ersten drei Maschinen, die wir im letzten

Jahr angeschafft haben, haben sich im täglichen Einsatz hervorragend bewährt. Dass wir nun vier weitere beschafft haben, zeigt unser Vertrauen in die Technik

– und in die gute Zusammenarbeit mit unserem Partner Mörtlbauer.« Die Übergabe der vier neuen Radlader ist ein weiterer Meilenstein in der erfolgreichen

Zusammenarbeit mit Berger Bau. Sie steht für Kontinuität, Qualität und eine partnerschaftliche Geschäftsbeziehung, die über das Tagesgeschäft hinausgeht.

Wir bedanken uns herzlich für das erneute Vertrauen und wünschen dem gesamten Team weiterhin viel Erfolg, maximale Produktivität – und jederzeit sicheres,

komfortables Arbeiten mit den neuen Maschinen.«

d

MÖRTLBAUER

NEUER FIRMENSITZ

Neuer Firmensitz: Tuchel Maschinenbau

setzt Spatenstich im emsländischen Salzbergen

TUCHEL – Mit dem Neubau macht Tuchel laut eigener Aussage einen wichtigen

Schritt in die Zukunft. Geschäftsführender Gesellschafter Dennis Schürmann: »Wir

investieren einen zweistelligen Millionenbetrag in ein neues Verwaltungsgebäude,

neue Fertigung und Endmontage, einer Be- und Entladehalle sowie eine brandneue

Lackieranlage. Damit machen wir unser Unternehmen fit für die Herausforderungen

der kommenden Jahre, werden dem Wachstum der letzten Jahre gerecht und geben

ein klares Bekenntnis zum Standort ab.«

Das hochmoderne Gebäude entsteht auf einem Grundstück von knapp 26 000 m 2 im

verkehrsgünstig gelegenen Gewerbegebiet Holsterfeld in Salzbergen. Es umfasst eine

Produktionsfläche von rund 12 000 m 2 sowie 400 m 2 Büroräumlichkeiten. Grundsätzlich

investiert das Unternehmen damit in seine Zukunftsfähigkeit. Das Unternehmen gibt

überdies an, dass am neuen Firmensitz in Zukunft rund 80 Mitarbeiter tätig sein werden.

Gemeinsam mit dem Bürgermeister der Gemeinde Salzbergen, Andreas Kaiser, und dem

Architekten Michael Boyer von bb architekten boyer & bröckerhoff GmbH überzeugte sich

Dennis Schürmann vom Fortschritt des Großprojekts, das den Hersteller von Kehrmaschinen,

Schneeschilden und Fahrzeugen laut seiner Aussage letztlich eben auch in eine

neue Ära begleiten soll. So stehen laut Unternehmensmitteilung nunmehr wirtschaftliche

Abläufe, Geschwindigkeit und insbesondere bei der neuen Lackieranlage Energieeffizienz

im Mittelpunkt. Dennis Schürmann hierzu: »Gerade bei den gestiegenen Energiepreisen

kommt dem eine große Bedeutung zu – ganz zu schweigen vom großen Thema des Klimaschutzes.

Einer Bedeutung, der wir absolut gerecht werden. Eine Fotovoltaikanlage,

Ladeplätze für Elektromobilität, aber auch effizientes Gebäudemanagement spielen hier

eine wesentliche Rolle.«

d

Bema erneut ausgezeichnet

BEMA – Die Bema GmbH Maschinenfabrik hat zum

13. Mal in Folge das renommierte Bonitätszertifikat

»CrefoZert« der Creditreform Osnabrück/Nordhorn

Unger KG erhalten. Damit bestätige das Unternehmen

erneut eine herausragende Finanzlage und nachhaltige

Geschäftsentwicklung, wie Bema mitteilt.

Das »CrefoZert« gilt laut Unternehmen als eines der

aussagekräftigsten Gütesiegel für wirtschaftliche Stabilität

in Deutschland. Grundlage für die Vergabe sei eine

tiefgehende Analyse der aktuellen und vergangenen Jahresabschlüsse,

ergänzt durch eine Bewertung der wirtschaftlichen

Gesamtlage sowie ein persönliches Managementgespräch.

Dabei werden u. a. das Zahlungsverhalten,

die Bonität und die Zukunftsperspektiven geprüft.

Nur Unternehmen, die alle Kriterien erfüllen und deren

Prognose eine weiterhin solide Entwicklung erwarten

lässt, erhalten das Zertifikat – gültig für ein Jahr, sofern

die Voraussetzungen bestehen bleiben. Deutschlandweit

werden jährlich nur rund 1 500 mittelständische Firmen

damit ausgezeichnet – Bema gehört damit zu einem

exklusiven Kreis besonders finanzstarker Betriebe.

»Gerade in wirtschaftlich bewegten Zeiten setzt Bema

ein starkes Zeichen: Stabilität, Verlässlichkeit und nachhaltige

Leistungsfähigkeit sind hier keine Schlagworte,

sondern gelebte Realität«, so Armin Trojahn, Prokurist der

Creditreform Osnabrück/Nordhorn Unger KG. d

Aktuelles Juli 2025 93


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REDAKTIONSVERZEICHNIS

Unternehmen

Seite

IMPRESSUM

BauMagazin_2015_Logo_75mm_CMYK.pdf 1 03.05.21 08:40

A Abaut GmbH 10

Adler Arbeitsmaschinen GmbH & Co. KG 38

Alfred Kärcher SE & Co. KG 62

Ammann Elba Beton GmbH 77

Ammann Verdichtung GmbH 24

ASC GmbH 21

Atlas Copco Power Technique GmbH 8

Atlas GmbH 35

B Bema GmbH Maschinenfabrik 93

Bergmann Maschinenbau GmbH & Co. KG 38

Beutlhauser Holding GmbH 42

Bobcat14

Böcker Maschinenwerke GmbH 49

Bomag GmbH 22

BU Power Systems GmbH & Co. KG 92

C CNH Industrial Deutschland GmbH 10

Coreum GmbH 28

D Daimler Truck AG 90

DerBlaue80

Doka Deutschland GmbH 74

Doll Fahrzeugbau GmbH 88

E Eco Technologies Planungs-, Entwicklungs- und HandelsgmbH 38

ES-GE Nutzfahrzeuge GmbH 91

Euro Verbau GmbH 85

F Fiedler Maschinenbau und Technikvertrieb GmbH 40

G Geda GmbH 20

Graf-Syteco GmbH & Co. KG 13

H Hansa-Flex AG 13

Hauser Umwelt-Service GmbH 56

HD Hyundai Construction Equipment Europe 11

Heinz Schutz GmbH Fahrzeugbau 40

Heli Europe Headquarter GmbH 51

HKL Baumaschinen GmbH 92

Hako GmbH 38

Husqvarna Deutschland GmbH 38

J Jandt Auto- und Kranvermietung 47

JCB Deutschland GmbH 25, 40

K Karlsruher Messe- und Kongress GmbH 29, 63

Kässbohrer Geländefahrzeug AG 40

Kubota Baumaschinen GmbH 40

L Lehner Maschinenbau GmbH 39

Liebherr-Werk Biberach GmbH 44

M Magni Deutschland GmbH 41

MAN Truck & Bus Deutschland GmbH 54

Max Wild GmbH 92

Mayer Schaltechnik GmbH 71

MB S.p.A. 30

Mercedes Benz Trucks 37

Meva Schalungs-Systeme GmbH 68

Moba Construction Solutions GmbH 87

Mörtlbauer Baumaschinen Vertriebs GmbH 93

M & R Maschinen- und Fahrzeughandel GmbH 41

MTS Mobile Tiefbau Saugsysteme GmbH 39

Mulag Fahrzeugwerk Heinz Wössner GmbH & Co. KG 39

MultiOne Deutschland GmbH 41

O Oest Holding GmbH 41

Oilfix GmbH 60

Oilquick Deutschland KG 41

P Paschal-Werk G.Maier GmbH 78, 79

Peri GmbH 70

R Ringer GmbH Gerüste-Baugeräte-Schalungen 76

Ringspann GmbH 58

RUD Ketten Rieger & Dietz GmbH u. Co. KG 84

Rudolf Hörmann GmbH & Co. KG 92

Ruthmann Holdings GmbH 48

S Sew-Eurodrive GmbH & Co. KG 55

Smart Systems Technology 34

SpanSet GmbH & Co. KG 72

T Tadano Europe Holdings GmbH 50

Temposonics GmbH & Co. KG 62

Tracto-Technik GmbH & Co. KG 86

Transporter Industry International GmbH 89

Tuchel Maschinenbau GmbH 93

U Ulma Construction GmbH 73

Uvex Safety Group GmbH & Co. KG 13

V Vdma Services GmbH 36

Volvo Construction Equipment Germany GmbH 10, 26

Vp GmbH Groundforce 82

Vp GmbH TPA Mobile Straßen 32

W Wacker Neuson SE 39

WD-40 Company Ltd. Zweigniederlassung Deutschland 64

Webasto Thermo & Comfort SE 59

Webfleet Solutions Sales B.V. 90

Werbas GmbH 66

Wirtgen GmbH 19

Wirtgen International GmbH 18

Wolffkran International AG 43

Wolf Oil Corporation NV 66

Work System Germany GmbH 39

Z Zeppelin Baumaschinen GmbH 27

Zeppelin Rental 91

VERLAG

SBM Verlag GmbH

Hermann-von-Barth-Straße 2

87435 Kempten

Tel.: (08 31) 5 22 04-0

Fax: (08 31) 5 22 04-50

baumagazin@sbm-verlag.de

www.baumagazin-online.de

GESAMTVERANTWORTLICH

Markus Holl (-40)

Joachim Plath (-41)

Andreas Kanat (-47) (V. i. S. d. P.)

OBJEKTLEITUNG

Tobias Haslach (-39)

REDAKTION

Dan Windhorst (dc)

Thomas Seibold (ts)

Jessy von Berg (jvb)

KEY-ACCOUNT-MANAGEMENT

Norman Zenzinger (-33)

ANZEIGENDISPOSITION

Benjamin Chucholowski (-18)

Emilie Plath (-45)

MAGAZIN-LAYOUT

ivw_Logo_CMYK_schwarz_X4.pdf

Lisa Schröder Leitung (-23)

Jessica Grahle (-0)

Imelda Weidhaas (-24)

Peter Kunze (-27)

Simone Frank (-38)

1 10.05.21 11:4

LESER- UND ABONNENTENSERVICE

Monika Thuy (-29)

Susanne Traub (-30)

DRUCKVORSTUFE UND DRUCK

W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG,

Stuttgart – www.kohlhammerdruck.de

BANKVERBINDUNG

IBAN DE14 7332 0073 6690 4171 87

HypoVereinsbank Kempten

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BEILAGEN

Dieser Ausgabe liegen Prospekte für Simex bei.

AUTORENBILDER

Petra Reger

TITELBILDER

Atlas Copco Power Technique

IVW angeschlossen

ISSN 1610-3785

Alle Rechte vorbehalten.

© Layout-Konzept: Thomas Schürger

Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 28 vom

1. Januar 2025. Für unverlangt eingesandte

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verlag gmbh

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Juli 2025

Redaktionsverzeichnis & Impressum


JULI 2025 95


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