bauMAGAZIN Juli 2025
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2025
7
Das Magazin & Fachportal für
Baumaschinen, Baugeräte & Baufahrzeuge
ATLAS COPCO
»HiLight« setzt neue Maßstäbe
Zweite Generation an Solar-Lichtmasten verfügbar
BLICKPUNKT
WARTUNG & PFLEGE
START-UP
BOBCAT
Neue Minibagger im Rahmen
der Demo Days vorgestellt
WD-40
Jubiläumsfeier: 30-jähriges
Bestehen in Bad Homburg
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Juli 2025
XX 30
INHALTXX
XX 44
22
07/2025
6 | Editorial |
8 | Zum Titel – Atlas Copco | Die zweite
Generation an Solar-Lichtmasten wurde kürzlich
von Atlas Copco auf den Markt gebracht: Aufgrund
der deutlich höheren Ausleuchtung können
diese innovativen Helfer Maßstäbe setzen
und die Industriestandards neu definieren.
10 | Namen und Neuigkeiten |
Baubranche aktuell
IM BLICKPUNKT
14 | Bobcat | Im Rahmen der jährlich
stattfindenden Demo Days hat Bobcat dem
bauMAGAZIN die neuen Minibagger-Modelle,
zahlreiche Telehandler sowie Raupen- und
Radkompaktlader vorgestellt.
1 VERKEHRSWEGEBAU
18 | Wirtgen International | Zwei Wirtgen-Fräsen
und ein Vögele-Fertiger auf Maui im Einsatz
19 | Wirtgen | Gleitschalungsfertiger »SP 33«
im Offset- und Crosspave-Verfahren nutzen
20 | Geda | Bei der Sanierung von zwei
Brücken unterstützen zwei Aufzugslösungen
21 | ASC | Sensorlösungen für
Anwendungen im Structural Health Monitoring
22 | Bomag | Neue Anhängefräse
»RS 250-2« benötigt nur geringe Traktorleistung
24 | Ammann | Handgeführte Tandem-Walze
»ARW S-65« eignet sich für viele Arbeiten
25 | JCB | Erster EU-Stufe-V-Walzenzug
über 10 t ohne AdBlue
26 | Volvo CE | Mobilbagger »EWR170« und
»EWR150« in einer neuen Generation verfügbar
27 | Zeppelin | Starke Zweiwegebagger:
Neue Standards im Gleisbau setzen
28 | Coreum | Digitalisierte Baustellen
werden präziser, effizienter und sicherer
29 | Karlsruher Messe | Entscheider und
Experten werden auf der RATL in Karlsruhe sein
30 | MB S.p.A. | Bei drei alpinen Bauprojekten
flogen die Anbaugeräte via Hubschrauber ein
32 | Vp TPA | Mobile Baustraßen
aus Stahlplatten und Aluminium-Panels
34 | Smart Systems | 3D-Maschinensteuerung
im Zweiwegebagger sowie Technik von Leica
35 | Atlas | Neuer Mobilbagger »185 W« mit geringer
Geräuschentwicklung und mehr Präzision
MESSERÜCKBLICK
36 | Messerückblick Demopark |
Rund 34 000 Besucher nutzten die
Demopark in Eisenach, um sich über
die wichtigsten Produktneuheiten
der Grünen Branche zu informieren.
2 HUB- & HEBETECHNIK
42 | Beutlhauser | Ein Liebherr-Kran
»340 EC-B 16« feiert Baustellenpremiere
43 | Wolffkran | Der neue Wipper
»Wolff 550 B« erweitert das Produktportfolio
44 | Liebherr | Neben Turmdrehkranen stehen
neue Mobilkrane und Digitaltools im Fokus
47 | Jandt | In diesem Jahr feiert der Kranspezialist
sein 75-jähriges Bestehen am Markt
48 | Ruthmann | Raupenarbeitsbühne
»Bluelift SA 20« feiert ihre Markteinführung
49 | Böcker | Erfolgreiche Baumusterprüfung
ermöglicht erhöhte Personenanzahl
50 | Tadano | Kranduo stellt Können beim
»Umzug« schwerer Skulpturen unter Beweis
3 OEM & AFTERMARKET
54 | MAN Truck & Bus | Business Unit »MAN
Engines« sieht sich für die Zukunft gerüstet
55 | SEW-Eurodrive | Insgesamt 3. Mio
»DRN«-Motoren wurden bereits ausgeliefert
56 | Hauser Umwelt-Service | Mit
innovativer Klimatechnik die Kosten senken
4
Juli 2025
Inhaltsverzeichnis
78 XX
49 XX 88 XX
58 | Ringspann | Für industrielle Antriebe
wurden nun die neuen »SFB«-Freiläufe vorgestellt
60 | Oilfix | Ferngesteuertes Ventil schützt
gegen austretendes Hydrauliköl bei Schlauchplatzern
62 | Temposonics | Kompakte Sensoren der
»MH«-Serie »Slim« für Off-Highway-Automatisierung
63 | Karlsruher Messe | Einen ersten Vorgeschmack
auf die Nufam gibt der »Nufam Day – Talk & Network«
64 | WD-40 | Feier anlässlich des 30-jährigen Jubiläums
in Deutschland und Eröffnung neuer Büroräume
66 | Wolf Oil | »Evo Flow CVT-ATF«:
ein neues multifunktionales Automatikgetriebeöl
4 SONDERTHEMA
SCHALUNG & GERÜSTE
68 | Meva | Die Produktpalette von Meva
überzeugte im Einsatz auf zwei Baustellen
70 | Peri | Bei Hochausbau in Berlin
kamen zahlreiche Peri-Lösungen zum Einsatz
71 | Mayer Schaltechnik | Stoßabschalung
»Fluxx« zeigt sich bei großem Bauvorhaben
72 | Spanset | Für Deckenschalungsarbeiten entwickelt:
»Alpha Anchor«-System zur Absturzsicherung
73 | Ulma | Bei Ersatzneubau wurde auf Ulma-
Lösungen gesetzt – darunter viele Schalungselemente
74 | Doka | Wie nachhaltiges Bauen
aussehen kann, zeigt ein Projekt in Berlin
76 | Ringer | Großbauprojekt wurde mit
effizienten Schalungslösungen von Ringer realisiert
78 | Paschal | Mit den Schalungslösungen von
Paschal entsteht in Frankreich ein Plusenergie-Gebäude
START-UP
ZONE
80 | Start-up-Zone |
Im Fokus der Start-up-Zone
steht die Story hinter »DerBlaue«
und seinem Erfinder
5 SPEZIALTIEFBAU & TUNNELBAU
82 | Vp Groundforce | Mit Verbaulösungen
die Baugrubenabsicherung realisieren
84 | RUD | Die Kettenantriebstechnik von RUD
sorgt für mehr Effizienz bei Bauarbeiten im Tunnel
85 | Euro Verbau | »DGPV«-System stellte sein Können
in Rom auf einer 8 m tiefen Baustelle unter Beweis
86 | Tracto | Beim Glasfaserausbau in Stettin wurde
bei Bohrungen auf den »Grundodrill 28N Plus« gesetzt
6 BAU- & NUTZFAHRZEUGE
88 | Doll | Baumaschinenunternehmen Bode setzt auf
das Doll-Tiefbett »X« mit Pendelachse »Doll tera«
90 | Webfleet | KI-gestützt und mit zwei
neuen Kameras ausgestattet: »Webfleet Video 2.0«
91 | ES-GE | Colonia erweitert den Fuhrpark um eine
»GigaMax«-1+3-Tiefbettkombination von Faymonville
RUBRIKEN
92 | Aktuelles |
94 | Impressum |
94 | Redaktionsverzeichnis A – Z |
95 | Der bauMAGAZIN-Marktplatz |
Inhaltsverzeichnis
Juli 2025
07/25
EDITORIAL
»So schmeckt der Sommer«
Das Halbjahr ist rum. Höchste Zeit also, ein Zwischenfazit zu ziehen – und abseits
kleinerer Schrammen darf sich das durchaus sehen lassen. Denn: Trotz hoher politischer
Dynamik und einer weiterhin hoch unruhigen Weltlage scheint sich die deutsche
Bauwirtschaft langsam wieder »einzupendeln«. Zum einen profitiert die Branche von
den milliardenschweren Investitionsplänen, zum anderen weiß man den Rückenwind
der zurückliegenden Bauma sowie der neuen Bundesregierung zu nutzen.
»Vieles klingt auch
unter der neuen
Bundesregierung nach
Phrasenbingo – aber
unbestritten ist, dass die
Zielsetzung stimmt.«
Nebst angestrebter Investitionsdynamik,
milliardenschwerem Infrastrukturpaket
und langersehnter Zündung des
»Bau-Turbos« soll die deutsche Bauwirtschaft
laut Bundeskanzler Friedrich
Merz nun endlich »mehr ins Machen kommen«.
Zugegeben, vieles davon klingt auch unter
der neuen Bundesregierung stark nach Phrasenbingo
– aber unbestritten ist, dass die Zielsetzung
stimmt. »Mit der Zündung des ›Bau-Turbos‹ haben
wir in der vergangenen Woche die Grundlage dafür
geschaffen, dass künftig deutlich schneller gebaut,
aufgestockt und nachverdichtet werden kann«, so
Bundesbauministerin Verena
Hubertz. »Jetzt legen wir mit
dem
›Investitions-Turbo‹
nach. Mit Rekordmitteln für
den sozialen Wohnungsbau
schaffen wir die Voraussetzung
dafür, dass die Trendumkehr
gelingt und wir den
Bestand an Sozialwohnungen
endlich wieder erhöhen. Von
2025 bis 2029 stellt der Bund die Rekordsumme von
insgesamt 23,5 Mrd. Euro zur Verfügung.« Gleichzeitig
lässt sich im Bausektor sowie im Maschinen-
und Anlagenbau bereits ein kleines Auftragsplus
verzeichnen – ein gänzlich nachhaltiger Aufschwung
ist das aber noch immer nicht. Laut Wirtschaftsexperten
stimme zwar die angestrebte Richtung,
an langfristiger Planungssicherheit mangele
es dennoch. Ein Beispiel dafür ist das gestoppte
Sofortprogramm zur Sanierung der Infrastruktur:
Geplant war, bis zur Verabschiedung des Bundes-
haushalts dringliche Projekte anzuschieben. Stattdessen
gilt laut Autobahn GmbH ein sofortiger Ausschreibungsstopp
für das laufende Jahr. »Gerade
erst wurde das ›Sondervermögen Infrastruktur‹ mit
großen politischen Versprechen ins Leben gerufen.
Es sollte Planungssicherheit schaffen, Bauvorhaben
beschleunigen und Modernisierung ermöglichen.
Die Realität sieht jetzt ganz anders aus.
Statt Aufbruch droht Stillstand. Wo neue Brücken,
Straßen und Sanierungen geplant waren, heißt es
jetzt: warten, verschieben und absagen«, wie Felix
Pakleppa, Hauptgeschäftsführer beim Zentralverband
Deutsches Baugewerbe, erklärt. Zur Wahrheit
gehört aber auch, dass die Dinge gerade erst
ins Rollen kommen. An Tatendrang mangelt es der
neuen Regierung jedenfalls nicht – nur die Feinjustierung
bleibt (noch) auf der Strecke. Abseits
des politischen Parketts lässt sich jedoch festhalten,
dass die Branche weit optimistischer auf die
zweite Jahreshälfte blickt. Spürbar ist das auch auf
den Messen: Während die Bauma im April gewaltige
Impulse geben konnte, legt die Branche mit der
NordBau, der Nufam sowie der RATL ab September
kräftig nach. Zu Gesicht bekommen die Fachbesucher
die neuesten Maschinen- und Geräteentwicklungen,
über die das bauMAGAZIN in dieser sowie
den kommenden Ausgaben ausführlich berichtet.
In diesem Sinne: Ich wünsche Ihnen eine interessante
Lektüre – und uns allen einen erfolgreichen
Bau-Sommer!
Dan Windhorst
Chefredakteur
6
Juli 2025
Editorial
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Juli 2025
ZUM TITEL
Der »HiLight MS 5«-Lichtmast
von Atlas Copco bietet eine
Ausleuchtung von bis zu 5 278 m²
bei durchschnittlich 20 lx.
L ATLAS COPCO
Ein Meilenstein:
Die zweite Generation
an Solar-Lichtmasten
Die Rede ist von einer bahnbrechenden Entwicklung: Atlas Copco hat
mit »HiLight MS 4« und »MS 5« kürzlich die nächste Generation seiner
Solar-Lichtmasten auf den Weg gebracht. Erklärte Zielsetzung ist es, dem
Markt effiziente, sichere und zuverlässige Beleuchtungslösungen für
Betreiber in einer Vielzahl von Einsatzbereichen zur Verfügung zu stellen –
vom Bauwesen über Veranstaltungen bis hin zu Öl, Gas und Bergbau.
In einer Zeit, in der Umweltverantwortung nicht
nur eine unternehmerische Verantwortung, sondern
auch ein Wettbewerbsvorteil ist, stellt die
Markteinführung der zweiten Generation von Solar-Lichtmasten
durch Atlas Copco, des »HiLight MS
4« und »MS 5«, einen bedeutenden Schritt in Richtung
umweltbewusster Innovation dar. Diese Lichtmasten
sind so konzipiert, dass sie den strengen Anforderungen
der modernen Industrie gerecht werden
und eine Lösung bieten, die mit dem globalen
Wandel hin zu mehr erneuerbaren Energielösungen
im Einklang steht. Die »HiLight MS«-Serie beleuchte
laut Atlas Copco nicht nur Baustellen mit beispielloser
Effizienz, sondern reduziere auch den CO2-Fußabdruck
von Betrieben erheblich.
Innovative Entwicklung
»Diese neuen Modelle stellen eine bedeutende Weiterentwicklung
gegenüber der ersten Generation dar,
mit Fortschritten in Technologie und Design, die einen
neuen Standard in der Branche setzen. Außerdem
sind sie ein Beweis für unser Engagement für
Innovationen und die Reduzierung von CO2-Emissionen.
Wir freuen uns, unseren Kunden diese hochmodernen
Beleuchtungslösungen für den Einsatz
vor Ort anbieten zu können, die ihnen dabei helfen,
die Emissions- und Lärms chutzvorschriften
8
Juli 2025
Zum Titel
ein zuhalten und gleichzeitig von den neuesten Fortschritten
in der Beleuchtungstechnologie zu profitieren«,
erklärt Eric Tomin, Atlas Copco Power and
Flow - Divisional Product Marketing Manager.
Die »HiLight MS«-Serie ist aufgrund des Solarmodul-Designs
kompakter als die erste Generation
der Solar-Lichtmasten von Atlas Copco. Aufgrund
der speziellen SMD-LED-Technologie mit
hoher Lumenzahl ist sie laut Hersteller weit heller
und bietet mit parallel geschalteten Solarmodulen
mehr Autonomie und Zuverlässigkeit. So soll sichergestellt
werden, dass die Batterie bei einem Ausfall
eines Moduls weiterhin von den anderen aufgeladen
wird. Jedes Solarmodul ist mit einem »Maximum
Power Point Tracking« (MPPT) für mehr Effizienz
ausgestattet und die Einheiten sind durch ein
robustes »HardHat«-Gehäuse geschützt. Die Ladekapazität
ist so optimiert, dass neun Einheiten in einen
40-Fuß-High-Cube-Container passen.
tungsfreundlichkeit ausgelegt ist, um Ausfallzeiten
zu minimieren. Die neuen Modelle sind langlebig
und so konzipiert, dass sie den Lebenszyklus verlängern
und die Umweltbelastung reduzieren. Sie
können bei extremen Temperaturen von -20 °C bis
+45 °C betrieben werden.
Sicherheit und Komfort werden durch Funktionen
wie eine elektrische Winde, ein Fehlerstromschutzrelais,
einen Not-Aus-Schalter sowie eine Fotozelle
und einen Auto-Start verbessert. Zu den weiteren
Optionen gehören die EU-Straßenzulassung,
eine AUS-Fahrgestellversion und eine C5M-Lackierung
und vieles mehr. All diese Funktionen sollen
laut Hersteller sicherstellen, dass die »HiLight«-Serie
die Welt der Beleuchtung in vielen Branchen verändert,
indem sie nicht nur bemerkenswerte Beleuchtungslösungen
bietet, sondern auch ein Engagement
für mehr Effizienz und Leistung
aufzeigt.
d
@c@c2020 %
Mit einer um 20 Prozent
höheren Ausleuchtung im
Vergleich zu herkömmlichen
Chip-on-Board-(COB)-LED-Typen
definieren die Lichtmasten
die Industriestandards neu.
Hervorragende Lichtabdeckung
Die »HiLight MS 4« und »MS 5«-Modelle bieten eine
Ausleuchtung von bis zu 3 846 m² bzw. 5 278 m²
bei durchschnittlich 20 lx, wobei SMD-LED-Leuchten
(Surface Mounted Device) mit hoher Lumenanzahl
87 750 bzw. 117 000 lm liefern. Diese Flutlichter
bieten laut Herstellerangaben eine hervorragende
Lichtabdeckung und Effizienz. Sie sind so
konzipiert, dass sie den CO2-Fußabdruck und die
Betriebskosten reduzieren. Mit einer um 20 Prozent
höheren Ausleuchtung im Vergleich zu herkömmlichen
Chip-on-Board-(COB)-LED-Typen definieren
diese Lichtmasten die Industriestandards
laut Atlas Copco neu und bieten gleichzeitig eine höhere
Widerstandsfähigkeit gegen Umwelteinflüsse
und mechanische Einwirkungen. Das beachtliche
Lumen-pro-Watt-Verhältnis dieser Lichtmasten bedeutet,
dass sie eine bessere Lichtverteilung und Effizienz
bieten.
ATLAS COPCO (2)
Aufgrund der deutlich höheren Ausleuchtung
setzt die zweite Generation
an Solar-Lichtmasten neue Maßstäbe.
Weitere Features
Darüber hinaus ermöglicht eine 5-kWh-Lithiumbatterie
mit Dimmfunktion und Eco-Modus bis zu
85 Stunden Autonomie. Der benutzerfreundliche digitale
Eco-Controller wird mit einem speziellen Bedienfeld
geliefert. Bei diesen Modellen mit Lithiumbatterien
und Solarmodulen, die eine Autonomie
von mindestens 11 Stunden bieten, steht die Effizienz
im Vordergrund. Die Ladezeiten betragen nur
4 Stunden für das Modell »MS 4« (mit einer Batterie)
und 5 Stunden für das Modell »MS 5«. Die Ladezeit
kann je nach Modell erheblich auf bis zu 2 Stunden
und 36 Minuten verkürzt werden, wenn das Aufladen
über ein Solarmodul bei voller Sonneneinstrahlung
erfolgt. Darüber hinaus verfügen beide Modelle
über Fernüberwachungsfunktionen, die zu mehr
Sicherheit und Produktivität beitragen.
Langlebig und geräuscharm
Die zweite Generation der Solar-Lichtmasten bietet
einen leisen Betrieb mit einem Design, das auf War-
Weitere Informationen zu
den »HiLight«-Lichtmasten
finden sich über diesen Link.
ONLINE
Zum Titel Juli 2025 9
NAMEN & NEUIGKEITEN
Verkauf von Swecon an
Volvo Construction Equipment
VOLVO CE – Lantmännen hat sich mit Volvo Construction Equipment
(Volvo CE) darauf geeinigt, Swecon zu veräußern. Swecon ist ein autorisierter
Handelspartner für Volvo CE in Schweden, Estland, Lettland,
Litauen und dem größten Teil Deutschlands.
Die Transaktion umfasst den gesamten Geschäftsbereich von Swecon mit
rund 1 400 Mitarbeitern, das heißt den Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen,
die Vermietung von Maschinen und den Kundendienst sowie Büros
und Werkstätten. Die Vereinbarung umfasst auch die Firma Entrack. Swecon ist
seit der Gründung vor 25 Jahren Teil von Lantmännen. Der Nettoumsatz von
Swecon im Jahr 2024 belief sich auf umgerechnet rund 8,9 Mrd. Euro. »Swecon
hat sich in den letzten 25 Jahren zu einem profitablen und erfolgreichen Teil von
Lantmännens Geschäftsportfolio entwickelt. Der Wunsch von Volvo CE, Swecon
zu erwerben, um näher am Kunden zu sein, ist Beweis für den Wert, der mit
dem Unternehmen aufgebaut wurde. Swecon wird bei Volvo CE eine natürliche
neue Heimat finden und gute Voraussetzungen für künftiges Wachstum und
Entwicklung haben«, sagt Magnus Kagevik, Group President und CEO von Lantmännen.
Volvo CE sieht die Investition in Swecon als strategischen Schritt, um
den Vertrieb in Kernmärkten weiter auszubauen: in Deutschland als den größten
Baumaschinenmarkt Europas, in Schweden als den Heimatmarkt von Volvo CE
sowie in Estland, Lettland und Litauen. Zusammen mit dem derzeitigen Vertrieb
von Volvo CE bedeutet diese Akquisition außerdem, dass Volvo CE den Großteil
seines Vertriebs in Europa direkt steuern wird. Somit wird der Vertrieb Teil des
Kerngeschäfts von Volvo CE in Europa. »Unsere Branche befindet sich in einer
Zeit des Umbruchs, der unsere Wettbewerbsfähigkeit auf die Probe stellt. Die
direkte Zusammenarbeit mit unseren Kunden ist jetzt wichtiger denn je, um
erfolgreich zu sein. Wir sind überzeugt davon, dass wir durch die Übernahme
von Swecon und den direkten Kundenkontakt die Kundenzufriedenheit noch
weiter steigern können«, sagt Melker Jernberg, CEO von Volvo CE. »Den größten
Teil unseres Vertriebes in Europa direkt zu steuern, verschafft uns einen Wettbewerbsvorteil.
So können wir auf die sich schnell ändernden Anforderungen
unserer Kunden schneller reagieren und neue Geschäftsmodelle vorantreiben
– nicht zuletzt mit dem wertvollen Know-how, das von Swecon eingebracht
wird«, ergänzt Carl Slotte, Head of Sales Region Europe Volvo CE. Die Transaktion
steht unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigung. Der Abschluss der
Transaktion wird in der zweiten Jahreshälfte 2025 erwartet.
d
CNH Industrial Sales & Service eröffnet
neue Service- und Vertriebsniederlassung
CNH INDUSTRIAL – Die CNH Industrial Sales & Services GmbH hat einen dritten
Vertriebs- und Servicestandort eröffnet. Neben der Zentrale in Unna und der
Niederlassung in Bochum ist das Unternehmen nun auch in Kruft bei Andernach präsent.
Vertriebsleiter Alain Bulliard: »Mit dem neuen Standort, verkehrsgünstig direkt an der A 61
gelegen, decken wir gut den Südwesten unseres eigenen Vertriebsgebiets ab. Und wir befinden
uns mitten in einer Region, deren Industrie von Gewinnungsbetrieben und Baustoffen
geprägt ist – von der Tongrube bis zu Feuerfestprodukten und Betonrohrwerken. Hier braucht
man zuverlässige Baumaschinen. Wir haben viele Bestandskunden, die wir seit langer Zeit
betreuen, und noch viel Potenzial, das wir erschließen können.« Die neue Niederlassung, die
bereits eröffnet wurde, übernimmt drei Aufgaben. Die erste ist der Verkauf. Mit Bernd Kump ist
ein erfahrener Baumaschinenexperte für den Vertrieb vor Ort. Zwei Servicemonteure betreuen
die Bestandsmaschinen sowohl bei regelmäßigen Wartungsarbeiten als auch bei unerwartetem
Servicebedarf. Und mit dem Mietprogramm kann Case kurz- und mittelfristige Nachfrage aus
der Bauindustrie an hochwertigen und leistungsfähigen mobilen Maschinen decken. Gerade
beim Vertrieb und beim Mietgeschäft wird der Standort von einem besonderen Synergieeffekt
profitieren. Alain Bulliard: »Wir sind
hier eine Partnerschaft mit Müller
Baumaschinen eingegangen. Müller
ist ein etablierter Partner der
Bauindustrie in der Region und
vermietet herstellerunabhängig
eher kleinere Maschinen. Wir sind
markengebunden und konzentrieren
uns auf mittlere bis große Baumaschinen.«
d
CASE CE
CNH eröffnet neuen
Standort bei Andernach.
Abaut: Finanzierungsrunde
über 3,2 Mio. Euro erfolgreich
abgeschlossen
ABAUT – Das Technologieunternehmen Abaut
GmbH hat erfolgreich eine Finanzierungsrunde in
Höhe von 3,2 Mio. Euro abgeschlossen. Diese wurde
von VC EquityPitcher Ventures angeführt, unter
Beteiligung der Co-Investoren Bayern Kapital
und EIT RawMaterials sowie des bisherigen Bestandsinvestors
Bauer AG aus Schrobenhausen.
Abaut will Bau- und Rohstoffbetriebe produktiver,
transparenter und planbarer machen – durch
intelligente Digitalisierung auf der Baustelle. Die
multimodale, sensorgestützte Software ermöglicht
es, Materialflüsse im Tief- und Tagebau in Echtzeit
zu verstehen und operative Entscheidungen datenbasiert
zu automatisieren. Das Ergebnis: messbare
Kosteneinsparungen und höhere Auslastung. Abaut
ist bereits in 18 Ländern im Einsatz – von mittelständischen
Betrieben bis hin zu internationalen Konzernen.
»Diese zusätzliche Finanzierung wird genutzt,
um zum einen das Team im Bereich Vertrieb und
Marketing zu verstärken. Zum anderen werden wir
uns auf die Produktentwicklung konzentrieren und
unsere Algorithmen weiterentwickeln, damit Kunden
eine noch höhere Effizienz- und Produktivitätssteigerung
mit unserer Lösung erzielen«, erklärt Sebastian
Kaluza, Founder & CEO der Abaut GmbH. d
10
Juli 2025
Namen & Neuigkeiten
HD Hyundai Construction
Equipment und HD Hyundai
Infracore fusionieren
HD HYUNDAI – HD Hyundai Construction Equipment und HD Hyundai
Infracore werden zu einem neuen Unternehmen namens HD Construction
Equipment mit einem konsolidierten Umsatz von 6,15 Mrd. US-Dollar
fusionieren. Die Entscheidung zur Fusion wurde während separater
Vorstandssitzungen beider Unternehmen im Juli getroffen. Es folgen eine
außerordentliche Hauptversammlung, die für den 16. September geplant
ist, sowie die erforderlichen behördlichen Prüfungen.
Die Fusion zielt darauf ab, die Flexibilität bei der Reaktion auf Marktanforderungen
in einem Umfeld zunehmenden Wettbewerbs und globaler
Unsicherheiten zu verbessern und gleichzeitig die zukünftigen technologischen
Fähigkeiten zu stärken sowie die Kostenwettbewerbsfähigkeit sicherzustellen.Das
neu gegründete Unternehmen wird mit zwei Marken operieren:
Hyundai und Develon. Der Kerngeschäftsbereich werden Baumaschinen sein,
ergänzt durch Wachstum in den Bereichen Motoren und Aftermarket-Dienstleistungen.
Mit einem ausgewogenen Wachstum in allen Geschäftsbereichen
strebt das Unternehmen bis 2030 einen Umsatz von 11 Mrd. US-Dollar an und
positioniert sich damit als globaler Branchenführer. Darüber hinaus wird sich
HD Construction Equipment auf die Stärkung des fundamentalen Wachstums,
die Diversifizierung der Einnahmequellen und die Sicherung zukünftiger
HD HYUNDAI
Cho Young-cheul, Präsident und CEO von HD Hyundai XiteSolution.
Wachstumsmotoren durch einen einheitlichen Entscheidungsprozess konzentrieren.HD
Construction Equipment strebt Skaleneffekte durch die Optimierung
seiner Produktlinien und die Spezialisierung der Produktionsstätten
nach Regionen an. Gleichzeitig will das Unternehmen durch den Ausbau seines
Kompaktmaschinen-Geschäfts eine vollständige Produktpalette von kompakten
bis zu sehr großen Baumaschinen aufbauen und damit seine grundlegende
Wettbewerbsfähigkeit stärken. Um die Einnahmequellen zu diversifizieren,
wird sich das Unternehmen auf die Förderung seines Motorgeschäfts und
den Ausbau seines Aftermarket-Geschäfts konzentrieren.
d
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Namen & Neuigkeiten Juli 2025 11
Verena Hubertz, Bundesministerin für
Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen,
sowie Vizekanzler und Finanzminister Lars
Klingbeil stellten den »Bau-Turbo« vor.
BMWSB - HENNING SCHACHT
Mehr Pragmatismus beim Wohnungsbau:
Kabinett beschließt »Bau-Turbo« für Deutschland
BMWSB – Das Bundeskabinett
hat den Entwurf eines Gesetzes
zur Beschleunigung des Wohnungsbaus
und zur Wohnraumsicherung
beschlossen. Damit
erhalten die Kommunen die Möglichkeit,
vor Ort flexibler zu bauen.
Das Gesetzgebungsverfahren hierzu
soll im Bundestag bis Herbst
abgeschlossen sein. Hinzu kommt:
Das Gesetz ist im Bundesrat nicht
zustimmungspflichtig.
Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung
und Bauwesen (BMWSB), betont: »Mit
dem Gesetzesentwurf zünden wir jetzt den ›Bau-Turbo‹.
Aufstocken, Nachverdichten und Neubau, der ›Bau-Turbo‹
beschleunigt und ermächtigt die Gemeinden vor Ort.
Wenn alle wollen, geht es sehr schnell. So werden aus
durchschnittlich fünf Jahren zwei Monate Planungszeit.
Das schafft Wohnraum, wo er gebraucht wird – weil jedes
Zuhause zählt. Wir verlängern gleichzeitig den Umwandlungsschutz
und stärken damit die Rechte von Mieterinnen
und Mietern. Der ›Bau-Turbo‹ ist der erste Schritt
meines Hauses für mehr Tempo im Wohnungsbau und
mehr bezahlbaren Wohnraum. Jetzt ist das Parlament
gefordert.« Mit dem Gesetzentwurf soll das Baugesetzbuch
geändert werden, um Wohnungsbauvorhaben zu
erleichtern und zu beschleunigen. Hierdurch benötigte
soziale und kulturelle Einrichtungen, wie beispielsweise
Kitas, können ebenfalls zugelassen werden. So soll der
»Bau-Turbo« bezahlbaren Wohnraum für Menschen
schaffen, die besonders stark vom Wohnungsmangel
betroffen sind, wie beispielsweise Familien, Auszubildende,
Studierende, ältere Menschen und Menschen mit
geringem Einkommen. Die Bundesregierung rechnet mit
einer jährlichen finanziellen Entlastung für die Verwaltung,
die Bürgerinnen und Bürger sowie die Wirtschaft von mehr
als 2,5 Mrd. Euro. Die wichtigsten Neuerungen des Gesetzentwurfes
sind die Neueinführung des § 246e (»Bau-
Turbo«): Dies erlaubt befristet ein Abweichen von bauplanungsrechtlichen
Vorschriften. Wenn die Gemeinde
sich entscheidet, den »Bau-Turbo« anzuwenden, können
zusätzliche Wohnungen bereits nach einer zweimonatigen
Prüfung durch die Gemeinde ohne Aufstellung oder
Änderung eines Bebauungsplans zugelassen werden.
Dies erlaubt es, durch Neubau, Umbau oder Umnutzung
zügig neuen Wohnraum zu schaffen. Die Regelung ist bis
Ende 2030 befristet. Hinzu kommt die Anpassung des
§ 31 Absatz 3 BauGB: Diese ermöglicht im Geltungsbereich
eines Bebauungsplans mehr Wohnbebauung auch über
die Vorgaben des Plans hinaus. So kann beispielsweise in
ganzen Straßenzügen durch Aufstockung, Anbauten oder
Bauen in der zweiten Reihe neuer Wohnraum geschaffen
werden. Ebenso neu ist die Anpassung von § 34 Absatz 3b
BauGB: Sie ermöglicht im unbeplanten Innenbereich nun
über die bisher bestehenden Möglichkeiten hinaus auch
die Neuerrichtung von Wohngebäuden dort, wo sie sich
nicht in den Bebauungszusammenhang einfügen. Und:
Mietwohnungen sollen auch weiterhin nicht ohne Weiteres
zu Eigentumswohnungen umgewandelt werden können.
Das ist ein wichtiges Instrument, um Mieter vor Verdrängung
aus ihrem gewohnten Lebensumfeld zu schützen.
Hinzu kommt, dass die Nachverdichtung einfacher wird:
Zukünftig kann auch in Innenbereichen (also in zusammenhängend
bebauten Ortsteilen) ohne Bebauungsplan
von geltenden städtebaulichen Regelungen abgewichen
werden, etwa bei der nachträglichen Aufstockung von
Gebäuden oder Hinterlandbebauung. Ebenfalls neu ist
die behutsame Öffnung des Außenbereichs: In Gebieten
ohne Bebauungsplan und außerhalb eines im Zusammenhang
bebauten Ortsteils kann einfacher neuer Wohnraum
geschaffen werden.
d
12
Juli 2025
Namen & Neuigkeiten
HANSA-FLEX
NEUE FÜHRUNG
Lelio Arlt leitet mobilen
Service bei Hansa-FlexU
HANSA-FLEX – Die Geschäftsbereiche des
Mobilen Service der Hansa-Flex AG befinden
sich auf einem Wachstumskurs. Mit Lelio
Arlt an der Spitze erhält dieser Bereich eine
neue Leitung, die diesen Kurs weiter vorantreiben
soll.
Lelio Arlt.
Der gebürtige Österreicher bringt langjährige
Führungserfahrung mit und übernimmt damit
die Verantwortung für einen der wachstumsstärksten
und dynamischsten Bereiche im
Unternehmen. »Wir freuen uns sehr, dass Lelio
Arlt unser Team verstärkt. Durch seine langjährige
Erfahrung und seine ausgewiesene Kompetenz
für kundenzentrierte Prozesse wird er
eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung
unseres Unternehmens einnehmen«, so Thomas
Armerding, CEO der Hansa-Flex AG. Lelio
Arlt blickt auf eine langjährige Erfolgsbilanz
in der Industrie und internationalen Logistik
zurück. Zuletzt verantwortete er bei einem
international tätigen Logisikunternehmen den
Aufbau und die wirtschaftliche Etablierung des
Bereichs Krankenhauslogistik – ein Umfeld, das
höchste Anforderungen an Schnelligkeit, Verfügbarkeit
und reibungslose Abläufe stellt. Der
Mobile Service der Hansa-Flex AG zählt heute
laut eigener Angaben zu einem der größten
Servicenetzwerke im industriellen Umfeld. Mit
280 Servicefahrzeugen, 25 Servicestützpunkten
und rund 350 Mitarbeitern ist die Organisation
bundesweit flächendeckend aufgestellt. Als
neuer Bereichsleiter liegt sein Fokus auf der strategischen
Weiterentwicklung der unterschiedlichen
Geschäftsmodelle und der operativen
Ausrichtung auf dem weiteren Wachstumskurs.
»Ich freue mich, dass ich bei einem so traditionsreichen
Familienunternehmen eine zentrale
Rolle übernehmen darf. Es ist mein Ziel, dass
wir in den Bereichen Schnelligkeit, Qualität und
Kundenservice weiterhin ein absolut verlässlicher
Partner bleiben, um unsere Kunden bei
ihren vielfältigen Anforderungen in der Hydraulik
bestmöglich zu unterstützen«, so Lelio Arlt
abschließend.
d
Stefan Forneck zum neuen
CTPO bei Graf Syteco ernannt
GRAF SYTECO – Stefan Forneck ist neuer Chief Technology and Product Officer (CTPO)
des HMI-Herstellers Graf Syteco. Er folgt auf Rolf Isele, der nach rund acht Jahren als Leiter
Forschung und Entwicklung beim Tuninger Unternehmen im August in den Ruhestand tritt.
Die Rolle des CTPO wurde bei Graf Syteco neu geschaffen, um Entwicklung und Produktmanagement
noch besser zu verzahnen. Forneck betont: »Mir liegt die Kreation von innovativen
Lösungen mit Mehrwert am Herzen. Wir wollen bei Graf Syteco HMIs entwickeln, die
unseren Kunden Wettbewerbsvorteile in puncto Produktivität und Sicherheit liefern sowie das
Leben der Maschinenführer erleichtern. Dadurch, dass wir nun
von der Produktidee über das Engineering bis zur Vermarktung
alles in ein Ressort legen, wird uns dies noch besser gelingen.«
Stefan Forneck ist seit August 2024 Teil des Graf Syteco Teams
und bekleidete bislang die Rolle als Head of Strategic Product
Management. Insgesamt kann er auf fast 25 Jahre Erfahrung in
der Elektronik- und Mobile-Automation-Branche zurückgreifen.
Forneck war in dieser Zeit in unterschiedlichen Rollen für mehrere
Hidden Champions aktiv. Bei Graf Syteco sieht er großes Wachstumspotenzial:
»Das Unternehmen hat sich in den vergangenen
Monaten und Jahren für die Herausforderungen des Markts
Stefan Forneck.
neu aufgestellt, sowohl organisatorisch als auch hinsichtlich
der Modernisierung von Produktion und Entwicklung. Wir sind
nicht mehr nur einfacher Displayhersteller, sondern liefern ganzheitliche, leistungsstarke Lösungen
und Assistenzsysteme, etwa für die 360-Grad-Überwachung mobiler Maschinen. Was mir
persönlich sehr wichtig ist: Trotz der schnellen Transformation muss die Qualität stets exzellent
bleiben.« HMIs können laut Forneck einen entscheidenden Beitrag leisten, um den Anforderungen
globaler Megatrends gerecht zu werden. Die intuitive Bedienung mobiler Maschinen kann u. a.
zur Steigerung der Effizienz sowie verbessertem Arbeitsschutz und damit größerer Sicherheit
für Mensch und Maschine beitragen.
d
GRAF-SYTECO
Uvex Group kündigt die
Mehrheitsbeteiligung von Warburg Pincus an
UVEX – Die Uvex Group (Uvex), ein global agierendes Familienunternehmen im Bereich
Schutz- und Sicherheitsprodukte für Beruf, Sport und Freizeit, teilte Anfang Juli mit, dass
Warburg Pincus, der Pionier unter den wachstumsorientierten Private-Equity-Firmen, die
Mehrheit an dem Unternehmen erwerben wird. Die Gesellschafterfamilien Winter und Grau
bleiben mit einem signifikanten Minderheitsanteil beteiligt und werden den Wachstumskurs
des Unternehmens auch künftig aktiv mitgestalten.
Seit der Gründung im Jahr 1926 durch Philipp M. Winter, der in seiner »Optischen-Industrie-Anstalt«
mit der Fertigung von Schutzbrillen begann, hat sich Uvex zu einem der weltweit führenden
Spezialisten im Bereich Arbeitsschutz und Sport entwickelt. Das Leitmotiv »protecting
people« sei laut Unternehmen dabei Mission und Verantwortung zugleich. Mit Warburg Pincus
als neuem Partner wird die Uvex Group das internationale Wachstum weiter vorantreiben, das
Premium-Sortiment gezielt ausbauen und neue Geschäftsfelder erschließen. Die Gruppe wird
auch weiterhin Wachstum durch strategische Zukäufe beschleunigen und damit an die bisherigen
Erfolge anknüpfen. Michael Winter, Geschäftsführender Gesellschafter und CEO der Uvex Group,
kommentiert: »100 Jahre Markenversprechen ›protecting people‹ verpflichten. Als verantwortungsvolles
Familienunternehmen in vierter Generation wollen wir die nächste Phase der Unternehmensentwicklung
mit einem starken Wachstumspartner gestalten, um die Resilienz unserer
Gruppe auch in Zukunft weiter zu erhöhen und die erste Wahl für unsere Kunden zu bleiben. Wir
sind überzeugt, mit Warburg Pincus solch einen Wachstumspartner gefunden zu haben, und freuen
uns sehr auf die Zusammenarbeit.«
d
Namen & Neuigkeiten Juli 2025 13
IM BLICKPUNKT
L BOBCAT
Die leistungsstarken
Raupenkompaktlader
sind dazu in der Lage,
zahlreiche Anbaugeräte
zu verwenden – Allrounder,
die sogar ganze Bäume
aus dem Weg räumen.
Die »Demo Days«:
Eine wahre
Bobcat-Spielwiese
»Steig ein, der Schlüssel steckt schon« – dieser Satz umschreibt exakt, was die jährlich
stattfindenden »Demo Days« von Bobcat tatsächlich ausmacht. Am EMEA-Hauptsitz
im tschechischen Dobříš geht es darum, trockene Theorie beiseitezuschieben
und selbst herauszufinden, was die neuen Maschinen tatsächlich draufhaben. Das
große Bobcat-Areal bot dem bauMAGAZIN die Möglichkeit, sich ausführlich mit der
neuen Minibagger-Generation der »R2«-Serie sowie Raupen- und Radkompaktladern,
Telehandlern und einer Vielzahl an Anbaugeräten auseinanderzusetzen.
Dan Windhorst
Eines lässt sich an dieser Stelle vorwegnehmen:
Bobcat hat in den vergangenen Jahren
wahrlich nicht an Eifer und Erfindergeist
gegeizt. Gerade die neuen Baggermodelle
aus der 1- bis 2-t-Klasse zeigen, dass
die Modelle immer passgenauer auf ihre jeweiligen
Einsatzgebiete zugeschnitten sind – und dabei die
unterschiedlichen Anforderungen einzelner Märkte
berücksichtigen. Gleichzeitig haben die »Demo
Days« gezeigt, das Bobcat auf Vielseitigkeit setzt
und nicht nur seine Minibagger, sondern auch seine
raupen- und radbetriebenen Kompaktlader zu
Multi-Tool-Carriern weiterentwickelt hat. Die Fülle
an Anbaugeräten, Einsatzmöglichkeiten und Leistungsoptionen
ist gewaltig und ganz nebenbei auch
sinnig aufeinander abgestimmt, sodass gerade die
leistungsstärkeren Modelle zu waschechten Allroundern
herangereift sind.
»Reinsetzen und losfahren«
Der besondere Charme der »Demo Days« ist es,
nicht lange zu »schnacken«. Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung
durften sich die Fachjournalisten
in wahrlich jede Maschine setzen, die man
auf dem riesigen Bobcat-Areal vorfand. Immer mit
dabei: die eigentlichen Erfinder der Maschinen,
die Entwickler, Ingenieure und Produktexperten,
die dem bauMAGAZIN nicht nur das bloße Bedienen
erklärten, sondern explizit auf die wichtigsten
technischen Neuerungen eingingen. Zu den Highlights
zählte zweifellos die neue Generation an 1- bis
2-t-Minibaggern aus der »R2«-Serie. Neben zahlreichen
Design-Neuerungen, verbesserten Wartungszugängen
und neuen Motoren setzt Bobcat auf eine
14
Juli 2025
Im Blickpunkt
BOBCAT
weit individuellere Abstimmung – jedes Modell soll
gezielt auf bestimmte Märkte zugeschnitten sein.
Neben der Neugestaltung von Abdeckungen und
verbesserten Wartungszugängen wurden auch die
Verzurr- und Hebepunkte im Oberwagen optimiert.
Hinzu kommt, dass die »R2«-Serie über einen verbesserten
Mechanismus des Löffelgestänges und
ein neues sowie weit robusteres Planierschild mit
Schwimmstellung und Verbreiterung verfügt. Ein
Blick in die Fahrerkabine zeigt allerdings auch, dass
Bobcat viel Wert auf eine bessere Anordnung aller
Bedienelemente gelegt hat – eine deutlich bessere
Handhabung versprechen neue Joy sticks und
großzügige Displays. Wichtige Neuerungen finden
sich allerdings auch »unter der Haube«: Die Modelle
sind nun mit einem neuen Motor ausgestattet
und setzen auf eine Load-Sensing-Pumpe samt
Closed-Center-Hydrauliksystem. Erklärte Zielsetzung
bei der Entwicklung war es, die Bedürfnisse
jedes europäischen Marktes abzudecken, weshalb
sich die Ausführungen merklich unterscheiden. Für
den deutschen Markt, so Bobcat, seien die Modelle
»E19«, »E20z« und »E16« konzipiert. Insgesamt habe
man für die »R2«-Serie auf über 500 neue Komponenten
gesetzt – bis zur Markteinführung seien
drei Jahre ins Land gezogen, einhergehend mit
weit mehr als 20 000 Test- und Validierungsstunden.
Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass die Minibagger
»E16«, »E17z«,»E19« und »E20z« vor allem in
den Bereichen Leistung, Be dienkomfort und Haltbarkeit
zugelegt haben – hinzu kommt, dass es Bobcat
gelungen ist, die Modelle noch vielseitiger zu machen.
Eine Verbesserung der Hubkraft und Stabilität
stand bei der Entwicklung ebenso auf der Liste wie
die Verstärkung des Planierschilds und die Optimierung
des Hydrauliksystems. Auffällig ist, und auch
das konnte die bauMAGAZIN-Redaktion vor Ort feststellen,
dass die neue Generation über eine erstaunliche
Laufruhe verfügt: Mittels neuer Hydraulikjoysticks
und eines neuen Hauptsteuerventils nebst
Durchflussverteilungsfunktion erreichen die Modelle
eine weit verbesserte Steuerbarkeit. Hervorheben
lässt sich außerdem die gute Übersicht: Von
der Kabine aus hat der Maschinist einen guten Blick
auf den gesamten Arbeitsbereich.
Vielseitigkeit bewiesen
Geprägt waren die »Demo Days« allerdings auch
von noch größeren Maschinen wie dem Kettenbagger
»E88«. Der auf Stabilität und Leistung ausgelegte
Neuntonner ist mit einer Grabtiefe von 4 519 mm,
einer Motorleistung von 48,5 kW sowie einer Ausbrechkraft
von 39,07 kN für auffallend viele Arbeitseinsätze
geschaffen. Die Maschine erweist sich als
Multi-Tool-Träger – zu den beliebtesten Anbaugeräten
zählen Erdbohrer, Felsfräsen, Gitter-, Tief-,
Raum- und Schwenklöffel sowie Hydraulikhammer,
Plattenverdichter und Hydraulikklammern.
Seine einfache Handhabung,
gute Zugänge zu den
wichtigsten Wartungspunkten,
Im Rahmen der »Demo Days«
wurden zahlreiche Minibagger
vorgestellt – darunter auch die
neue Generation der »R2«-Serie.
bauMAGAZIN-Chef redakteur
Dan Windhorst testete zahlreiche
Maschinen, darunter
die Tele handler von Bobcat.
BOBCAT (5)
Im Blickpunkt Juli 2025 15
IM BLICKPUNKT
Am EMEA-Hauptsitz in Tschechien
wurde auch ein Blick hinter die
Kulissen der Fertigung gewährt.
Vielseitig
Die Kompaktlader und Minibagger
von Bobcat erweisen sich
als vielseitige Allrounder.
eine komfortable Fa hrerkabine sowie zahlreiche
optionale Zusätze machen den »E88« zu einem Allrounder,
der auf vielen Baustellen zu Hause ist.
Auf Rad und Raupe unterwegs
Platz nehmen durfte die Redaktion überdies in den
zahlreichen Telehandlern sowie einer gewaltigen
Auswahl an kompakten Raupen- und Radladern.
Auch hier zeigte sich, dass Bobcat bei der neuesten
Generation großen Wert auf hohe Präzision und gute
Bedienbarkeit setzt. Die Kompaktlader von Bobcat
haben sich zu leistungsstarken Alleskönnern
weiterentwickelt. Ausführungen wie der »S76« zählen
zu den wahren Arbeitstieren: Der 74 PS starke
Kompaktlader mit vertikalem Hubweg punktet
mit auffallend hohen Ausbrechkräften, schnellen
Taktzeiten und guter Hubhöhe samt -kapazität.
Aufgewertet hat Bobcat dieses Modell durch einen
Reihenmotor, ein Direktantriebssystem, Hub arme
aus Stahlguss sowie eine verbesserte Kühlleistung.
Gerade auf beengtem Raum können diese Maschinen
ihre Vorzüge ausspielen, denn sie verfügen
über herausragende Manövrier- und Fahreigenschaften.
Gezeigt hatte Bobcat seine Kompaktlader
in unterschiedlichsten Ausführungen – mal
als Forstmulcher, mal mit Gitterlöffel zum Aufnehmen
von Steinen und Wurzeln, mal mit Grabenfräse,
mal mit Greifer und mal mit Baumstumpffräse.
Mit dem »T86« stellte Bobcat überdies einen
Kompakt-Raupenlader vor, der aufgrund seiner
»Super-Flow«-Funktion selbst mit anspruchsvollsten
Anbaugeräten klarkommt. Unter Beweis stellte
der Hersteller das in einem nahegelegenen Waldgebiet.
Der Raupenlader wurde kurzerhand mit einem
Forstmulcher ausgestattet – und schredderte
damit einen kompletten Baum. Übrig blieb lediglich
ein feiner Mulchteppich. Der knapp 5,6 t
schwere »T86« besitzt eine Kipplast von 5 t, eine
Hubhöhe von 3,4 m und wird von einem Motor mit
78,5 kW Leistung angetrieben. Auch dieses Modell,
dass zweifelsohne zu den stärksten im Bunde zählt,
dürfte aufgrund seiner einfachen Handhabung,
seiner vielseitigen Einsatzmöglichkeiten und starken
Leistungsdaten punkten.
Dobříš-Campus erkunden
Natürlich steht außer Frage, dass die Hauptakteure
der »Demo Days« die Maschinen selbst waren.
Letztlich, und auch das beweist sich für das b au-
MAGAZIN seit Jahren, ist der Blick hinter die Kulissen
ratsam. Die Redaktion wurde von Bobcat durch
die »heiligen Hallen« am EMEA-Hauptsitz geführt.
Spannende Einblicke bot vor allem das hochmoderne
Innovation Center, welches der Hersteller
nutzt, um nicht nur an komplett neuen Maschinen
zu arbeiten, sondern sich gleichzeitig mit der
Frage auseinanderzusetzen, was sich an bereits
bestehenden Serien verbessern lässt. Gerade das
16
Juli 2025
Im Blickpunkt
BOBCAT
Innovation Center, welches zum Teil gewaltig dimensionierte
Testlabore und -bereiche beinhaltet,
zählt zu den modernsten der Branche. Gleich gegenüber
befinden sich das Fertigungswerk sowie
das EMEA-Hauptquartier – insgesamt beschäftigt
Bobcat dort über 1 700 Mitarbeiter und produziert
knapp 25 000 Maschinen pro Jahr. Hinzu
kommen die über 400 Händler innerhalb der
EMEA-Region.
DAN WINDHORST (5)
Ein breit gefächertes Portfolio
Genutzt hat das bauMAGAZIN das Event allerdings
auch, um sich einen Überblick über
das gesamte Maschinenangebot zu verschaffen.
Aktuell bietet Bobcat zwölf rad- und fünf
raupenbetriebene Kompaktlader an, hinzu
kommen 18 Minibaggermodelle, 34 Telehandler
sowie neun Kompakttraktoren, ein Mini-Raupenlader,
drei kompakte Radlader, zahlreiche Gabelstapler,
Kompressoren und Generatoren sowie
mehrere kleine Lader, Mäher und Verdichter, die
insbesondere im GaLaBau zur Geltung kommen.
Eine große Besonderheit: Derzeit bringt Bobcat
auch seine Kompakttraktoren auf den deutschen
Markt. Vertrieb und Service übernimmt der Partner
Agrowelt. Neben den Kompakttraktoren, die eine
erstaunliche Vielzahl an Arbeiten übernehmen
können, möchte Bobcat in der Region EMEA auch
Rasenmäher und Rasenpflegemaschinen sowie Mini-Kettenlader
und kompakte Knicklader anbieten.
Derzeit sind die Kompakttraktoren für drei Plattformen
vorgesehen: 1 000, 2 000 und 4 000. Zur Wahl
stehen neun Modelle mit einer Leistung bis 58 PS.
Die »Demo Days« – ein Fazit
Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass Bobcat
mit seinen alljährlichen »Demo Days« den Nerv
der Branche trifft: Statt in ausufernden Präsentationen
auf die wichtigsten Merkmale sowie Vorzüge
seiner neuesten Entwicklungen aufmerksam
zu machen, wird den Fachjournalisten, aber
auch Händlern und Anwendern schlichtweg der
Schlüssel in die Hand gedrückt. Die erklärte Devise
lautet: »Ausprobieren statt zugucken«. Und genau
das nehmen die Teilnehmer des Events auch
Jahr für Jahr dankend an. Interessant ist in diesem
Zusammenhang aber auch, dass Bobcat sich nicht
vor Kritik wegduckt: Die »Demo Days« werden genutzt,
um auf Augenhöhe zu diskutieren. Bobcat
stellt den Besuchern erfahrene Produktspezialisten
zur Seite, die zum einen die neuen Funktionen
direkt an der Maschine erklären, zum anderen aber
auch hellhörig sind, wenn es um Änderungsvorschläge
geht. Erkennbar ist, dass sich die gezeigten
Maschinen mehr und mehr zu Allroundern entwickelt
haben, die in zahllosen Einsatzbereichen
sinnvoll sind. Hervorheben lässt sich an dieser Stelle
auch, dass deren Handhabung immer komfortabler
wird – auch und gerade, weil Bobcat merklich
auf modernste Technik setzt.
d
Schnell, effizient und präzise:
Die Maschinen erweisen sich als
vielseitig einsetzbare Leistungsträger.
ZAHLEN
Minibagger »E16« »E17z« »E19« »E20z«
Betriebsgewicht (t) 1,6 1,7 1,9 bis 1,98 1,98
Gesamtbreite (mm) 980 bis 1 360 980 bis 1 360 980 bis 1 360 980 bis 1 360
Grabtiefe (mm) 2 230 2 230 2 364 2 364
Grabkraft (kN) 11,9 11,9 12,6 12,6
Schaufelkraft (kN) 14,6 14,6 18,3 18,3
Im Blickpunkt Juli 2025 17
1
VERKEHRSWEGEBAU
WIRTGEN GROUP (2)
20 Prozent des von den beiden Wirtgen-Fräsen ausgebauten
Materials wurden für die neue Deckschicht wiederverwendet
und mit dem Vögele-Fertiger eingebaut.
L WIRTGEN INTERNATIONAL
Größter Highway auf Maui:
Schneller fertig als geplant
Der Haleakala-Highway gehört zu den größten Highways auf Maui. Er verbindet das
dicht besiedelte Tal mit den umliegenden, ländlichen Regionen. Auf einer Strecke
von etwa 6,8 km tauschte das Team von Maui Paving die Fahrbahn komplett aus. Zum
Einsatz kamen dabei zwei Wirtgen-Fräsen vom Typ »W 210 Fi« und »W 200 Fi« sowie
ein Vögele-Fertiger »Super 2000-3i«.
»Es war großartig, als
Wirtgen kam und uns an
den Maschinen schulte!«
Tyrone Pullman,
Bauführer bei Maui Paving
Für die Sanierung des Highways wurden insgesamt
125 Arbeitstage veranschlagt. Dabei sollten
die Deckschicht und die Tragschicht in zwei Arbeitsschritten
ursprünglich mit einem Bagger abgetragen
werden. Durch die Investition in die neuen Maschinen
war es möglich, beide Schichten mit einer
Gesamtstärke von 20 cm in einem Arbeitsgang abzufräsen
und das abgetragene Material wieder zu
verwenden.
Nicht nur die Schnelligkeit der Wirtgen-Fräsen
überzeugte die Straßenbauer, sondern auch deren
Präzision und die des Highway-Class-Fertigers »Super
2000-3i« von Vögele. Mit einer Motorleistung
von bis zu 186 kW und einem effizienten Materialförderkonzept
ist der Fertiger für Großprojekte
wie dieses ausgelegt. In Kombination mit der Einbaubohle
»VF 600« erreichte der »Super 2000-3i« außerdem
eine hohe Einbauqualität über die gesamte
Arbeitsbreite. Die »VF 600« ist mit vor der Grundbohle
montierten und bis zu 10 Prozent neigbaren
Ausziehteilen ausgestattet und damit speziell für
den US-amerikanischen Markt konzipiert.
Service vor Ort immens wichtig
Für die hawaiianische Insel Maui war der Einsatz
des Fertigers eine Premiere. Damit die Mitarbeiter
das ganze Potenzial aller Maschinen nutzen konnten,
erhielten sie im Vorfeld eine Schulung durch
Wirtgen America. Die Umstellung auf die neuen
Maschinen erfolgte reibungslos für alle – vom Mechaniker
bis zum Bedienpersonal vor Ort. Alle drei
Maschinen überzeugten durch ihre leistungsstarke,
präzise und geräuscharme Arbeit.
Ursprünglich war geplant, mit der Fräse in einem
ersten Arbeitsgang die 10 cm starke Betonschicht
abzutragen und dann in einem zweiten
Schritt die Tragschicht zu entfernen. Die Wirtgen-Großfräse
schafft es jedoch, die gesamten
20 cm in einem einzigen Arbeitsschritt abzutragen.
Dadurch konnten beim Abtragen der Fahrbahndecke
pro Arbeitsschicht 60 bis 90 m zusätzlich ausgebaut
werden. Daraufhin konnten die Straßenbauer
in einer 8- bis 10-Stunden-Schicht 600 m pro
Nacht fertigstellen. »Dass der Umstieg auf die Wirtgen-Fräsen
ein reibungsloser Erfolg war, ist nicht
nur ihrer Wirtschaftlichkeit zu verdanken, sondern
auch der schnellen Lieferung von Teilen durch Pape
(lokaler John-Deere/Wirtgen-Group-Händler)
und der von der Wirtgen Group durchgeführten
Schulung«, so Zack Gonzales, General Manager von
Maui Paving.
s
18
Juli 2025
Verkehrswegebau
Der »SP 33« baut eine Vielzahl verschiedenster
monolithischer Betonprofile ein, wie z. B. Bord-Rinnenprofile,
Rechteckprofile, Betonschutzwände bis
zu 1,3 m Höhe oder Kanal- und Wasserrinnenprofile.
Hauptarbeitsschritte Transport, Einrichten und Betoneinbau
sind im Maschinendisplay separate Bereiche
vorgesehen, um dem Bediener die aktuell
relevanten Maschineninformationen übersichtlich
zur Verfügung zu stellen. So wird etwa beim
Arbeitsschritt »Einrichten« der Prozess in logischer
Reihenfolge grafisch erklärt. Das System unterstützt
das Bedienpersonal dabei, nacheinander alle Teilsysteme
wie die Kettenfahrwerke, die Schalung, die
Rüttler, die Sensoren etc. fehlerfrei, intuitiv und effizient
einzurichten.
L WIRTGEN
Betoneinbau im Offsetund
Crosspave-Verfahren
Für die Herstellung monolithischer
Betonprofile präsentierte
Wirtgen auf der Bauma
den Gleitschalungsfertiger
»SP 33«. Dieser kann im Offset-
und Cross pave-Verfahren
genutzt werden. Dadurch
lassen sich mit nur einer
Maschine unterschiedliche
Anwendungen realisieren.
2,2
Meter
Betonflächen bis zu 2,2 m
Einbaubreite lassen sich
auch in Kombination mit
einem bis zu 2,4 m breiten
Trimmer realisieren.
Mit dem kompakten »SP 33« zeigte Wirtgen seinen
neuesten Gleitschalungsfertiger für die
Herstellung monolithischer Betonprofile. Durch ihren
modularen Aufbau und unterschiedlichste Einstellungsmöglichkeiten
lässt sich die Maschine an
nahezu alle Baustellensituationen anpassen. Zwei
Kettenfahrwerke mit Parallelogramm-Schwenkarmen
vorne und ein verschiebbares Kettenfahrwerk
hinten ermöglichen den bündigen Einbau bis an die
Kante und maximale Flexibilität. Im Offset-Verfahren
können Bord-Rinnenprofile, Rechteckprofile,
Betonschutzwände bis zu 1,3 m Höhe sowie Kanal-
und Wasserrinnenprofile hergestellt werden. Außerdem
lassen sich Betonflächen bis zu 2,2 m Einbaubreite
problemlos auch in Kombination mit einem
bis zu 2,4 m breiten Trimmer realisieren. Beim
Crosspave-Verfahren werden die Fahrwerke um 90°
gedreht, und der »SP 33« arbeitet in Querfahrt. Die
Gleitschalung wird mittig unter der Maschine montiert
und ermöglicht so den Einbau von Flächen bis
3 m Breite. Der Umbau ist in kurzer Zeit möglich, sodass
die Maschine laut Wirtgen sehr flexibel, präzise
und wirtschaftlicher eingesetzt werden kann.
WIRTGEN GROUP (2)
Eco-Mode steuert Motor bedarfsorientiert
Die bedarfsorientierte Dieselmotorsteuerung erkennt
die aktuelle Arbeitssituation und den aktuellen
Leistungsbedarf ohne Eingriff des Bedieners. Indem
die Drehzahl des Dieselmotors entsprechend
der angeforderten Leistung automatisch angepasst
wird, läuft dieser möglichst häufig im Bereich des
optimalen Wirkungsgrads. Dies ermöglicht einen
sparsamen Verbrauch sowie geringe CO2- und Geräuschemissionen.
Leitdrahtloser Einbau mit »AutoPilot 2.0«
Unterstützung erfährt der Bediener zusätzlich
durch das Steuerungssystem »AutoPilot 2.0«. Konventionell
wird beim Betoneinbau ein Leitdraht zur
Steuerung abgetastet. Wirtgen bietet hingegen ein
leitdrahtloses System, was nach Herstellerangaben
zu einer deutlichen Zeitersparnis und mehr Sicherheit
für das Baustellenpersonal führt. Das System regelt
sowohl die Höhenverstellung als auch die Lenkung
der Maschine. Enge Radien und komplexe
Geometrien sollen sich damit schnell und präzise
herstellen lassen. Als Referenz dienen ein GNSS-Signal
und, je nach Konfiguration, verschiedene lokale
Sensoren, z. B. ein Ultraschallsensor an der Maschine.
Enge Radien und komplexe Geometrien können
damit laut Wirtgen schnell und präzise hergestellt
werden.
s
Geführte Bedienung auf der Baustelle
Bei beiden Einbauverfahren unterstützt das neue
Bedienkonzept mit ereignisgesteuertem Grafikdisplay
den Bediener bei der Arbeit. Für jeden der drei
Der Umbau zwischen Offset- und Crosspave-Schalungen
erfolgt dank Schnellwechselkonzept schnell
und einfach direkt auf der Baustelle.
Verkehrswegebau Juli 2025 19
Entlang der gesamten Fahrbahn mit einer
Länge von 530 m bzw. 400 m kommt ein
Hängegerüst zum Einsatz, zusätzlich sind die
relevanten Pylone vollständig eingerüstet.
HEGOMONT D.O.O.
L GEDA
Effizient und sicher: Aufzüge
unterstützen Brückensanierung
In der Nähe von Maribor,
Slowenien, werden aktuell
die beiden Autobahnbrücken
»Skedenj-I« und »Skedenj-II«
umfassend saniert. Bei
diesem anspruchsvollen
Infrastrukturprojekt kommt
auch Technik aus Bayern zum
Einsatz: Das mittelständische
Unternehmen Geda GmbH aus
Asbach-Bäumenheim stellt
zwei Aufzugslösungen in Form
eines Materialaufzugs und
einer Transportbühne bereit,
die zur Effizienz und Sicherheit
der Arbeiten beitragen.
Von ihren Maßen her sind beide Brücken beeindruckend:
Die »Skedenj-I« weist einer Länge
von 530 m und eine Höhe von bis zu 30 m auf, während
die »Skedenj-II« mit 400 m zwar etwas kürzer
ist, dafür aber eine Höhe von 50 m erreicht. Das
voraussichtlich rund sechs Monate dauernde Projekt
gilt als Prestigevorhaben im Bereich der Brückensanierung
– nicht zuletzt wegen des Einsatzes
von zwei unterschiedlichen Gerüstaufbautypen.
Entlang der gesamten Fahrbahn kommt ein
Hängegerüst zum Einsatz, zusätzlich sind die relevanten
Pylone vollständig eingerüstet.
Effizienter Material- und Personentransport
Für den schnellen und sicheren Transport von
Material sorgt der »Geda 300 Z«. Dieser Materialaufzug
meistert Förderhöhen bis zu 100 m und
kann Lasten bis 300 kg mit einer Geschwindigkeit
von 30 m/min transportieren – eine unverzichtbare
Lösung für das Handling schwerer und sperriger
Baumaterialien. Zusätzlich ist der »Geda 500
Z/ZP« im Einsatz. Die vielseitige Transportbühne
kann sowohl für den Material- als auch den Personentransport
genutzt werden. Im Personenmo-
dus befördert diese bis zu fünf Personen, im Materialmodus
werden bis zu 500 kg transportiert mit
einer Geschwindigkeit von 24 m/min. Im Personenbetrieb
erreicht sie 12 m/min. Beide Geräte sind mit
den Geda-Etagensicherungstüren ausgestattet – sowohl
in der Variante »Comfort«, welche besonders
für den Einsatz an Gerüsten geeignet ist, als auch
»Eco« und bieten somit ein hohes Maß an Sicherheit
auf jeder Etage.
Starke Partnerschaft auf Augenhöhe
Geda arbeitet bei diesem Projekt mit dem slowenischen
Partner Hegomont d.o.o. und dessen rechtlichen
Vorgängern zusammen. Die Zusammenarbeit
besteht bereits seit über 25 Jahren erfolgreich.
Hegomont bringt über 30 Jahre Erfahrung in der
Baustelleneinrichtung und im Baumaschinensektor
mit. Geda steuert über 90 Jahre Expertise in
der Entwicklung und Herstellung von Bau- und Industrieaufzügen
bei. Das Ergebnis: Ein eingespieltes
Team mit umfassender Kompetenz und Lösungen
»Made in Germany«, das den Herausforderungen
des slowenischen Markts mit Innovationskraft
und Verlässlichkeit begegnet.
s
20
Juli 2025
Verkehrswegebau
L ASC
ASC GMBH
Brücken sind enormen
Belastungen ausgesetzt: Ihre
Beanspruchung aufgrund von
steigenden Verkehrslasten,
Alterungsprozessen und
Umwelteinflüssen wächst
stetig. Zur Gewährleistung der
Betriebssicherheit etabliert
sich ein kontinuierliches
strukturelles Dauermonitoring.
Der deutsche Inertialsensorspezialist
ASC Sensors entwickelt
und fertigt speziell für eine
Vielzahl von Anwendungen im
Structural Health Monitoring
eine breite Palette hochpräziser,
flexibler Sensorlösungen. Da
keine Situation der nächsten
gleicht und der Zustand sowie
das Belastungsprofil jedes Bauwerks
einzigartig sind, werden
die ASC-Sensorlösungen auch
individuell konfiguriert.
Die ASC »QBA«-Serie sorgt
nach Unternehmensangaben
für höchste Präzision im
Structural Health Monitoring
von Bauwerken. Sie basiert
auf bewährten, hochleistungsfähigen
servo-balanced
Quarz-Sensorelementen.
Sichere Brücken dank
Sensormonitoring nach Maß
Hierfür wurden im Laufe der Jahre umfassende
analoge, digitale und smarte Technologielösungen
entwickelt. Die hochpräzisen Beschleunigungssensoren
von ASC spielen bei der Brückensicherheit
eine wichtige Rolle und sind nach Herstellerangaben
extrem robust sowie stabil. In drei wesentlichen
Performanceklassen werden sie vielerorts in
Deutschland und weltweit eingesetzt.
ASC-Sensoren sichern längste Seebrücke der Welt
Das längste Brückensystem weltweit, die Hongkong-Zhuhai-Macau-Brücke,
verteilt sich über eine
Gesamtlänge von 55 km auf Brücken, Tunnel sowie
künstliche Inseln und wird täglich von etwa 250 000
Personen genutzt. Allerdings treten im Perlflussdelta
am Südchinesischen Meer hohe Windgeschwindigkeiten
auf und es besteht die Gefahr von Erdbeben.
Darüber hinaus handelt es sich um eine stark
befahrene Wasserstraße, sodass Pfeiler und Teilbrücken
auch Schiffskollisionen standhalten müssen.
In das umfassende Sicherheitskonzept sind daher
triaxiale, kapazitive Beschleunigungssensoren des
Typs ASC »CS-1611LN« eingebunden. Sie helfen bereits
seit 2018 maßgeblich bei der kontinuierlichen
Zustandsüberwachung, Echtzeit-Auswertung und
effektiven Analyse – zur Früh erkennung von Materialveränderungen
und zum Dauermonitoring der
strukturellen Integrität. Der hochgenaue ASC »CS-
1611LN« verfügt über einen analogen Stromausgang
von 4 bis 20 mA für die verlustfreie Übertragung der
Signale der Sensoren in den Brückenpfeilern.
Bahn- und Straßenbrücken-Monitoring
In Deutschland ist die Abteilung Brückenmessung
der DB InfraGo AG für die reguläre Prüfung von
mehr als 25 000 Eisenbahnbrücken zuständig. In
Pilotprojekten sollen die Überwachung und proaktive
Wartung kritischer Bahnbrücken einfacher, sicherer
und langfristig kostengünstiger gestaltet werden.
Präzise Echtzeitmessungen mit inertialer Sensortechnologie
ermöglichen die Überwachung der
dynamischen Durchbiegung – eines wesentlichen
Indikators für den Zustand einer Bahnbrücke. Die
» AiSys Eco«-Sensorsysteme kombinieren dabei digitale
Beschleunigungssensoren mit mathematischen
Algorithmen. Funktionen wie Frequenzanalyse
durch FFT und Berechnung der dynamischen Geschwindigkeit
und der Auslenkung sind integriert.
In einem weiteren Pilotprojekt wird seit 2023 die
historische Nibelungenbrücke Worms als Demonstrations-
und Validierungsobjekt evaluiert. Im Rahmen
des DFG-Schwerpunktprogramms SPP 2388 arbeitet
die Bundesanstalt für Materialforschung und
-prüfung (BAM) an zukunftsorientierten Bauwerksprüfungen,
digitaler Dauerüberwachung und proaktivem
Instandhaltungsmanagement. Ziel ist die
Verlängerung der wirtschaftlichen Nutzbarkeit unter
Wahrung eines hinreichenden Sicherheitsniveaus.
Auch hier ist das Sensorsystem ASC »AiSys
Eco« mit digitalen Accelerometern und speziell implementierten
Algorithmen im Einsatz, um bei der
Erstellung eines digitalen Zwillings zu helfen. Über
Sensoren mit höchster Präzision und Langzeitstabilität
trotz unterschiedlichster, wechselnder Bedingungen
werden laufend Referenzdaten für das präventive
Monitoring der Bauwerksdynamik und den
sicheren Brückenbetrieb erfasst. Die CAN-Bus-Fähigkeit
des ASC »AiSys ECO« ermöglicht die Übertragung
und Weiterverarbeitung der vorbearbeiteten
Informationen in Sensornetzwerken.
Langzeitüberwachung mit Quarztechnologie
Als Teil einer neuen Hochgeschwindigkeits-Bahnverbindung
in Großbritannien erstreckt sich ein 3,4 km
langes, geschwungenes Eisenbahnviadukt über eine
vielfältige Landschaft aus Parks, Grünflächen, Stauseen
und Wasserwegen. Das Tal ist stark frequentierter
öffentlicher Raum. Das Bauwerk wird massiv
beansprucht, weshalb die fortlaufende Überwachung
der strukturellen »Gesundheit« vorrangig ist.
Speziell entwickelte, uniaxiale Quarz-Beschleunigungssensoren
von ASC werden an definierten Messpunkten
in Deckensegmente und Lärmschutzwände
eingebaut, um einen sicheren und langfristig stabilen
Betrieb der Brückenkonstruktion zu gewährleisten.
Die ASC-»QBA«-Serie sorgt für Präzision im
Structural Health Monitoring von Bauwerken. Sie
basiert auf hochleistungsfähigen servo-balanced
Quarz-Sensorelementen und bietet einen analogen
Stromausgang von 4 bis 20 mA, eine Auflösung
von besser als 1 μg sowie eine laut ASC »hervorragende
Langzeit stabilität« des Skalierungsfaktors
(K1: 1 200 ppm) und des Bias (K0: 1200 μg).
Vielseitige Lösungen im Portfolio
Mit diesen und weiteren Sensorprodukten – wie der
mobilen ASC-»EQ«-Serie mit digitaler USB-Schnittstelle
für die Plug-and-Play-Bauwerksinspektion mit
Standard-Laptop ohne Bedarf an zusätzlicher Peripherie
– bietet ASC vielseitige, kosteneffiziente Lösungen
für unterschiedlichste Anwendungen. s
Verkehrswegebau Juli 2025 21
BOMAG
Die neue Bomag Anhängefräse
»RS 250-2« kann mit Traktoren
ab 250 PS bis maximal 350 PS
betrieben werden.
L BOMAG
Neue Anhängefräse
für maximale Effizienz
Auf der Bauma stellte Bomag ein innovatives Highlight
für Bauunternehmer, Lohnunternehmer und Vermieter
vor: die neue Anhängefräse »RS 250-2«. Diese umfangreiche
Weiterentwicklung soll neue Maßstäbe in der Kombination
aus Leistung, Wirtschaftlichkeit und Flexibilität
für den Wegebau, die Bodenstabilisierung sowie den Bau
von Aufschüttungen und Hinterfüllungen setzen.
Im Vergleich zu größeren Modellen
wie der »RS 300« bietet
die »RS 250-2« einen entscheidenden
Vorteil: Die Anhängefräse
benötigt eine geringere
Traktorleistung und kann bereits
mit Maschinen ab 250 PS
bis maximal 350 PS betrieben
werden. Dies senkt die Einstiegshürde
für Unternehmen,
die auf flexible und wirtschaftliche
Lösungen setzen.
Angetrieben wird sie direkt
über die Heck-Zapfwelle eines
Traktors und ermöglicht es, Böden
effizient zu fräsen, zu mischen
und zu stabilisieren –
ganz ohne kostenintensiven Bodenaustausch.
Dies entspricht
den Vorgaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes
und trägt
zur ökologischen Nachhaltigkeit
von Bauprojekten bei.
Höhere Wirtschaftlichkeit
durch Traktoreinsatz
Traktoren bieten – in Kombination
mit einer Anhängefräse wie
der »RS 250-2« – Bauunternehmen
eine kosteneffiziente Lösung,
da die Zugmaschine flexibel
für weitere Aufgaben auf der
Baustelle genutzt werden kann.
Dies führt zu einer höheren Maschinenauslastung
über das ganze
Jahr hinweg.
Dank der Drei-Punkt-Aufhängung
(Kategorie 3 oder 4)
lässt sich die Fräse schnell und
einfach ankuppeln. Der hydraulische
Oberlenker ermöglicht
eine präzise Neigungskorrektur,
während die Frästiefe über
hydraulisch einstellbare Seitenschilder
variabel angepasst werden
kann.
Leistungsstark und präzise –
bis zu 50 cm Frästiefe
Mit einer Arbeitsbreite von 2,1 m
und einer maximalen Frästiefe
von 50 cm eignet sich die »RS
250-2« optimal für eine Vielzahl
von Anwendungen, darunter
Wegebau, Straßenbau
und Bodenstabilisierung. Die
Kraftübertragung erfolgt über
einen leistungsstarken Riemenantrieb,
der eine gleichmäßige
Fräsleistung gewährleistet. Die
Maschine ist mit hochwertigen
get things moving!
25. – 28.09.2025
MESSE KARLSRUHE
22
Juli 2025
die
nutzfahrzeug
messe
JETZT
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SICHERN!
Verkehrswegebau
Hartmetall-Fräsmeißeln ausgestattet,
die für verschiedene Bodenarten
optimiert sind: Die
Ausführung »BRT 04« eignet sich
nach Herstellerangaben ideal
für bindige Böden, während die
Version »BRT 03« für Kies und
sandige Böden sowie der Standardmeißel
»BRT 01« auch für
Asphalt geeignet sind. Dank des
bewährten »BMS 15 L«-Wechselhaltersystems
lassen sich Meißel
und Halter schnell und einzeln
austauschen. Dies soll die Wartungszeiten
reduzieren und die
Einsatzbereitschaft der Maschine
erheblich erhöhen.
Optimierte Bauweise
für maximale Flexibilität
Die Konstruktion der Anhängefräse
wurde nach Herstellerangaben
speziell für den praktischen
Baustelleneinsatz entwickelt.
Der einseitige Rotorantrieb
sorgt für eine Null-Seite,
sodass laut Bomag Arbeiten direkt
an Böschungskanten oder
Hindernissen problemlos möglich
sind. Zudem wurde der Wartungsaufwand
durch den versetzten
Antrieb reduziert.
Die Maschine benötigt eine
Eingangsdrehzahl von 1 000 U/
min, die über die Zapfwelle mit
Standardmaß (1¾-Zoll) optimal
auf den Antriebstrang abgestimmt
ist. Abhängig vom jeweiligen
Traktormodell und der
Rad-/Reifen-Kombination, beträgt
der Winkel der Zapfwelle
laut Aussage des Unternehmens
lediglich 2° bei maximaler Frästiefe.
Dies minimiert laut Bomag
den Verschleiß und ermöglicht
eine gleichmäßige Leistungsübertragung.
Ideal für kleinere Bauprojekte
und zur Bodenstabilisierung
Die Bomag »RS 250-2« ist speziell
auf die Anforderungen kleinerer
Bauprojekte zugeschnitten. Besonders
in Bereichen, in denen
ein Bodenaustausch nicht wirtschaftlich
oder ökologisch sinnvoll
ist, spielt die Maschine ihre
Stärken aus.
Durch die Kombination aus
Traktor und Anhängefräse können
Bauunternehmen ihre Maschinenflotte
flexibel erweitern
und unterschiedliche Projekte
mit hoher Effizienz umsetzen.
Die vielseitige Nutzung des Traktors
– beispielsweise als Zugmaschine
für Bindemittelstreuer,
Wasserfässer oder andere Anbaugeräte
– maximiert zudem
den wirtschaftlichen Nutzen für
den Betrieb.
s
250
PS
Die Anhängefräse »RS 250-2«
benötigt eine geringere Traktorleistung
und kann bereits mit
Maschinen ab 250 PS bis maximal
350 PS betrieben werden.
Vernetzung von
Fertigern und Walzen
Ebenfalls in München stellt Bomag seine neueste Erweiterung zu
»Bomap«, der App zur Echtzeitdokumentation von Baustellenergebnissen,
vor: »Bomap Pave«. Damit können nach Herstellerangaben
Straßenfertiger und Asphaltwalzen erstmals in einem offenen, herstellerunabhängigen
System miteinander vernetzt werden. »Bomap
Pave« bietet eine durchgängige Kontrolle des gesamten Einbauprozesses
– von der Mischgutlieferung bis zur optimalen Verdichtung
des Asphalts. Das sorgt für mehr Transparenz in Echtzeit, reduzierte
Abstimmungsaufwände und verbesserte Baustellenprozesse.
»Bomap Pave« ermöglicht eine
durchgängige Kontrolle des gesamten
Einbauprozesses – von der
Mischgutlieferung bis zur optimalen
Verdichtung des Asphalts.
BOMAG
Mit »Bomap Pave« und dem
dazugehörigen »Sensorkit
Paving« zur Temperaturmessung
bringt Bomag eine digitale Lösung
auf den Markt, die sowohl die Steuerung
als auch die Dokumentation
im Asphaltbau revolutionieren soll.
Walzen- und Fertigerfahrer erhalten
durch die App in Echtzeit alle
relevanten Informationen zur Temperatur
und Verdichtung. »Bomap
Pave« schließt den Kreis Bomags
digitaler Lösungen. Diese umfassen
nun den gesamten Arbeitsprozess
von Baustellenplanung über
Baustellenlogistik bis hin zur Echt-
zeitvernetzung und Datenbereitstellung
in einem herstellerunabhängigen
und schnittstellenoffenen
System. Walzenfahrer sehen
die Einbautemperatur sowie die
Bohlengeometrie und sind so erstmals
in der Lage, ihr Walzschema
auf Echtzeitdaten aus dem Fertiger
abzustimmen. Dies ermöglicht
eine präzise Verdichtung und spart
unnötige Überfahrten. Sowohl der
Flächenplot der Temperaturerfassung
hinter dem Fertiger als auch
die Verdichtungsergebnisse der
Walzen lassen sich per Knopfdruck
als Report erstellen und mit dem
Unternehmen und Auftraggebern
teilen. Zudem zeichnet die App Fertigergeschwindigkeiten
und Stopps
an der Stelle auf, an der sie passieren
– zuverlässig und nachweisbar.
Die App ist für alle Straßenfertiger
sowie Walzen geeignet, unabhängig
vom Hersteller, und auf handelsüblichen
Android-Endgeräten
einsetzbar.
Transparente Daten
und Kostenersparnis
Die transparenten Daten der App
ermöglichen ein besonders präzises
Arbeiten der Fahrer. Bauleiter können
den Baufortschritt von überall aus in
Echtzeit überwachen, was unnötige
Anfahrten und Zeitverluste vermeidet.
Die Bauzeiten sollen dadurch
erheblich verkürzt, Kraftstoff eingespart
und CO 2
-Emissionen reduziert
werden. Dabei stellt die kontinuierliche
Kontrolle der Asphalttemperatur
sicher, dass der Asphalt unter optimalen
Bedingungen eingebaut und
verdichtet wird. Dieses Qualitätsmerkmal
erhöht die Lebensdauer
der Straßen deutlich. Mit der integrierten
Materialverbrauchsanzeige
und dem darin enthaltenen Materialrechner
hat das Team den aktuellen
Materialverbrauch im Blick und
kann darauf entsprechend reagieren.
So werden Mehr- oder Minderlieferungen
von Mischgut reduziert
und Materialkosten eingespart. s
Verkehrswegebau Juli 2025 23
nen wir beide Aufgaben mit derselben Maschine
durchführen.« Dazu komme aber noch ein weiterer
Pluspunkt, der die Arbeit ungemein erleichtere
und beschleunige. »Die ›ARW-65 S‹ lässt sich mühelos
manövrieren.« Seitliche Bewegungen mit der
Walze rund um die Gullydeckel oder der Anschluss
an den bestehenden Straßenbelag seien problemlos
mit einer Hand an der Steuerung umzusetzen –
trotz der Hanglage. »Der Bediener steuert die Richtung
durch einfaches Drücken einer der beiden Tasten
am Fahrhebel, und das hydraulische Drehgelenk
an der Bandage ermöglicht die Bewegung beim Vorwärts-
und Rückwärtsfahren um 15º nach links und
rechts«, erzählt Rexhepi begeistert.
Auch der nahtlose
Anschluss und eine
ebenmäßige Verdichtung
ließen sich mit der »ARW
65-S« effizient ausführen.
L AMMANN
Zwei-in-eins-Duplexwalze
für Hang und Kurve
Selten ist eine Baustelle wie
die in der Flurstraße von
Wipperfürth so geeignet, um all
die Vorzüge der handgeführten
Tandem-Walze »ARW S-65«
im Einsatz zu demonstrieren.
Sogar Arbeiten am Hang, in
engen Bereichen und in Kurven
stellten für die in jede Richtung
lenkbare Walze von Ammann
keine unlösbaren Aufgaben dar.
Soeben wurde in Wipperfürth ein entscheidendes
Infrastrukturprojekt erfolgreich abgeschlossen:
Die Glasfaserleitungen sind verlegt und die Anbindung
des Wohngebiets an die digitale Welt ist
gesichert. Doch bevor die Anwohner der an einem
Berg hang liegenden, kurvigen Straße die Vorteile
des schnellen Internets genießen können, muss der
Graben, in dem die Glasfaserleitungen verlegt wurden,
wieder verschlossen werden. Seine Breite beträgt
zwischen 60 cm und 1 m. Hier ist eine präzise
und leistungsstarke Walze gefordert.
Das ausführende Unternehmen Rexhepi Tiefbau
setzt zum ersten Mal die handgeführte, lenkbare
Walze »ARW 65-S« ein. Diese ist laut Ammann
weltweit die einzige lenkbare Walze dieser Modellklasse.
Sie lässt sich problemlos über jeden Untergrund
führen, durch den 15°-Lenkwinkel auch in
alle Richtungen. Dabei werden Schotter und Erde
ebenso optimal und effizient verdichtet wie Asphalt,
da sich die Amplitude auf das zu verdichtendes Material
einstellen lässt.
»Wir hatten hier zwei Aufgaben. Wir müssen
den Graben erst mit Erdreich und Schotter verfüllen
und verdichten. Danach bauen wir ca. 3,5 t Asphalt
als 5 cm dicke Asphaltdeckschicht ein und verdichten
die Deckschicht nahtlos mit der vorhandenen
Asphaltschicht«, erzählt Hysni Rexhepi. »Mit
der Duplexwalze ›ARW 65-S‹ von Ammann kön-
Erst geprüft und dann gekauft
Die »ARW 65-S« bietet dem Bediener laut Ammann
ein komfortables und ermüdungsfreies Arbeiten. So
schont die vibrationsgedämpfte Deichsel den Benutzer
auch bei längeren Einsätzen. Die variierbare Vibration
ermöglicht, dass es nach der Fertigstellung
einen nahtlosen Übergang vom verfüllten Graben
zur bestehenden Fahrbahn gibt: große Amplitude
und viel Kraft zur Verdichtung der Füllung, kleine
Amplitude und hohe Frequenz zur Verdichtung des
warmen Asphalts. Das Ergebnis ist ein einheitlicher
Asphaltbelag.
AMMANN (2)
Rexhepi Tiefbau setzte bisher die nicht lenkbare
Version »ARW 65« ein. »Die Flexibilität und einfache
Handhabung der lenkbaren ›ARW 65-S‹ überzeugten
mein Team. Wir schätzen die verbesserte, leichtere
Manövrierfähigkeit, die gibt dem Maschinenführer
die exakte Kontrolle über den Verdichtungsprozess«,
sagt der Bauunternehmer. »Das beschleunigt
nicht nur unsere Arbeit, sondern wir können
die Aufgaben mit besten Ergebnissen erledigen und
sind wesentlich produktiver.«
Mit der »ARW 65-S« liefert Ammann ein starkes
Argument für präzise, effiziente und zuverlässige
Verdichtungsarbeiten. Egal ob an Hindernissen
oder bei anspruchsvollen Steigungen – diese Walze
ist das ideale Arbeitsgerät für Tiefbauunternehmen,
die auf Qualität und Leistung setzen wollen.
Körpergewicht ist nicht notwendig, um die Maschine zu lenken:
Die »ARW 65-S« lässt sich einfach zur Seite steuern.
s
24
Juli 2025
Verkehrswegebau
L JCB
Erster EU-Stufe-V-Walzenzug
über 10 t ohne AdBlue
JCB
Vier Traktionsmodi
und ein ausgewogenes
Hydrauliksystem
ermöglichen laut JCB
eine Steigfähigkeit
bis zu 55 Prozent.
Mit dem neuen »VM118D«
bringt JCB den nach
eigenen Angaben weltweit
ersten Walzenzug mit über
10 t Einsatzgewicht auf
den Markt, der die Emissionsvorgaben
der EU-Stufe
V ohne den Einsatz von
AdBlue erfüllt. Ausgestattet
mit einem 55 kW starken
»JCB 430«-Dieselmotor,
soll die Maschine durch
hohe Effizienz, einfache
Bedienung und geringere
Betriebskosten überzeugen.
Bei der Entwicklung standen eine saubere Verdichtung
und globale Einsatzmöglichkeiten im
Vordergrund. Dazu wurden Konstruktionsmerkmale
der JCB-Modelle »116D« in Form der Frontpartie
inkl. Vibrationsbandage und der »VM117«-Heckpartie
mit EU-Stufe-V-Motor kombiniert. Ein besonderes
Augenmerk liegt auf dem »JCB 430«-Motor, der ganz
ohne SCR oder DEF auskommt – laut Hersteller eine
Premiere in dieser Maschinenklasse. Ein Vier-Modi-Traktionssystem
für Arbeit, Fahr, Steigung und
Stampffuß-Einsatz, zwei Frequenzbereiche (32 Hz
und 36 Hz), zwei Amplituden (1,8 mm / 0,8 mm) sowie
zwei Zentrifugalkräfte (256 kN / 147 kN) sollen
eine maximale Flexibilität im Einsatz ermöglichen.
Vernetzte Effizienz inklusive
Optional ist der »VM118D« mit dem »JCB Intellicompaction«-System
erhältlich und verfügt standardmäßig
bereits über »Connected Compaction«
via »JCB LiveLink« mit einer Lizenz für das Telema-
tiksystem für die ersten fünf Jahre. Ein neu gestalteter
Motorraum mit weit öffnender Haube ermöglicht
zudem einen komfortablen Zugang zu allen
Wartungspunkten auf Bodenhöhe. Dank der abgeschrägten
Haube genießt der Fahrer laut JCB eine
hervorragende Sicht nach hinten.
Komfortabel und sicher
Die komplett überarbeitete ROPS/FOPS-Kabine bietet
laut JCB »höchsten Komfort und Ergonomie«
und eine durchgehende Flachverglasung für günstigen
Austausch im Schadensfall. Das aus den neuesten
»X-Serie«-Baggern bekannte »Ux«-Display ermöglicht
in Kombination mit einem Drehrad eine
intuitive Bedienung. Eine LED-Arbeitsbeleuchtung
vorne und hinten, vier integrierte Rundumleuchten,
eine Klimaanlage im Kabinendach sowie optionale
Sicherheitsfeatures wie Rückfahrwarnung mit weißem
Rauschen, Wegfahrsperre und Beleuchtungseinrichtung
runden das Ausstattungspaket ab. s
Qualitäts
Anbaugeräte
Made in Italy
by Giorgio Cangini
Officine Malaguti SRL
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Verkehrswegebau Juli 2025 25
Beim »EWR150« können Stiellängen von
2, 2,4 und 2,6 m und beim »EWR170« von
2, 2,5 und 3,1 m gewählt werden.
L VOLVO CE
Mit neuem Schwung
Volvo CE hat seine Kurzheck-Mobilbagger
»EWR170«
und »EWR150« in einer
neuen Generation auf den
Markt gebracht. Markantes
Kennzeichen ist u. a. die branchenweit
erste elektrisch
ausklappbare Leiter für einen
sicheren Zugang zur Kabine.
Die von Volvo patentierte, elektrisch
einklappbare Leiter schwenkt aus
der seitlichen Ruhestellung nach
unten und ermöglicht so einen
sicheren sowie einfachen Zugang.
Die Verbesserungen gegenüber den Vorgängern
betreffen u. a. eine größere Reichweite, eine höhere
Hubkapazität, eine Verringerung des vorderen
Schwenkradius um mehr als 0,5 m und eine um
10 Prozent höhere Motorleistung beim »EWR150«.
Im Modelljahr 2026 wird zudem eine von Volvo
patentierte, elektrisch einklappbare Leiter eingeführt,
ebenso eine neue Vierradlenkung. Mit dem
laut Volvo CE kürzesten Heckschwenkradius ihrer
Klasse, kombiniert mit einem reduzierten Frontschwenkradius,
sind die Mobilbagger »EWR150«
und der »EWR170« »die perfekten Maschinen für
Arbeiten in städtischen Umgebungen und auf engstem
Raum«.
Mehr Hubkraft und größere Reichweite
Mit größer dimensionierten Hubzylindern erweitern
sich die Hubkapazitäten des »EWR150« und
»EWR170« – ideal auch für die Kombination mit
dem ebenfalls neu konstruierten, längeren zweiteiligen
Ausleger mit größerer Reichweite. Im
»EWR150« bietet der neue 115-kW-Motor – der
jetzt dem des »EWR170« entspricht – fast 10 Prozent
mehr Leistung als zuvor. Das starke Aggregat beider
Maschinen soll zu schnellen Zykluszeiten, hoher
Grabkraft und problemloser Handhabung größerer
Anbaugeräte beitragen. Auch das Schwenkdrehmoment
hat Volvo CE im Vergleich zur vorherigen
Generation um 10 Prozent erhöht, woraus noch
kontrolliertere Maschinenbewegungen sowie eine
höhere Effizienz und Genauigkeit resultieren sollen.
Vielfältige Optionen verfügbar
Bei den neuen Modelle können die Kunden beispielsweise
beim »EWR150« zwischen Stiellängen
von 2, 2,4 und 2,6 m wählen, beim »EWR170« von
VOLVO CE (2)
2, 2,5 und 3,1 m.
Auch der Unterwagen
ist individuell anpassbar,
ob mit oder ohne Pratzen
und Schild an Front und Heck. Eine optionale
2,75 m breite Achse (bereits bei der vorherigen Generation
des »EWR170« möglich, aber neu für den
»EWR150«) bietet weitere Flexibilität und eine verbesserte
Stabilität beim Heben über die Seite.
Eine breite Palette von Volvo-Anbaugeräten –
einschließlich Schaufeln und Hämmer – ist optimal
an die neuen Modelle angepasst. Auch die hydraulischen
Zusatzkreisläufe »X1« und »X3« hat
Volvo CE optimiert. Außerdem wurde im Fall des
»X3« der Durchfluss von 70 auf 120 l/min erhöht,
um den notwendigen Druck für den Betrieb eines
»Steelwrist«-Tiltrotators zu gewährleisten. Ein dritter
Zusatzkreislauf (»X4«) ist als Option erhältlich.
Komfortable Fahrerumgebung
Zu den Merkmalen der neu gestalteten Kabine zählen
laut Volvo CE hervorragende Sichtverhältnisse,
ein niedriger Geräuschpegel und ergonomische
Bedienelemente. Hinzu kommen benutzerfreundliche
Joysticks, praxisgerechte Ablagemöglichkeiten,
kabelloses Laden für Mobiltelefone, USB-Anschlüsse,
automatische Beleuchtung und Optionen
wie ein Druckluftkompressor für die Reinigung
und eine Sonnenblende für die rechte Seite. Eine
neue Bedienerschnittstelle zeigt alle wichtigen Informationen
auf einem einzigen 12,8-Zoll-Touchscreen
in der rechten Konsole.
Hohe Sicherheitsstandards
Der hohe Fahrerkomfort setzt sich mit ebensolchen
Sicherheitsstandards fort. Dafür stellt die
neue Komfort-Kabinentreppe ein ideales Beispiel
dar: Die von Volvo patentierte, elektrisch einklappbare
Leiter schwenkt aus der seitlichen Ruhestellung
nach unten und ermöglicht so einen sicheren
und einfachen Zugang. Für zusätzliche Sicherheit
kann die Maschine bei heruntergeklappter Leiter
nicht schwenken oder sich bewegen.
In der Kabine sorgen eine integrierte Rückfahrkamera
und eine Kamera auf der rechten Seite
für zusätzliche Einblicke. Das optionale System
»Volvo Smart View« mit neuer und verbesserter
High-Definition-Ansicht bietet dem Fahrer zudem
einen 360°-Echtzeitüberblick über die Maschinenumgebung.
s
26
Juli 2025
Verkehrswegebau
Für den Cat-Zweiwegebagger
»M323« stehen unterschiedliche
Antriebskonzepte zur Verfügung:
Kategorie 9A, Kategorie 9A+C
und Kategorie 9C.
legt und sind entsprechend gut zugänglich – eine
Plattform sorgt dafür, die Wartung sicher durchführen
zu können. Neu ist, dass eine Wartungsklappe
als Trittstufe genutzt werden kann.
Heller gestaltet wurde die Beleuchtung – sie sorgt
für ein gut ausgeleuchtetes Arbeitsumfeld. Kunden
können unter zwei verschiedenen LED-Lichtpaketen
wählen. Damit soll das Personal, das im Gleis
Arbeiten in der Dunkelheit oder bei Dämmerung
ausführen muss, noch besser unterstützt werden.
Der nötige Überblick wird für den Fahrer durch eine
neue hochauflösende 360°-Kamera gewährleistet.
L ZEPPELIN
Neue Standards
im Gleisbau setzen
Aktuelle Technologien rund ums Gleis rückte die internationale Ausstellung
für Fahrwegtechnik, kurz iaf, Ende Mai in Münster ins Rampenlicht: Dort
trat Zeppelin mit zwei neuen Flaggschiffen an. Präsentiert wurde der neue
Cat-Zweiwegebagger »M323« mit unterschiedlichem Antriebskonzept: einmal
dem klassischen Antrieb mit geführten Schienenachsen und Reifenantrieb
(Kategorie 9C). An seiner Seite stand ein »M323« mit Kombiantrieb (Kategorie
9A+C). Zudem gab es mit dem klassischen hydrostatischen Schienenradantrieb
(Kategorie 9A) noch eine weitere Wahlmöglichkeit zu sehen.
Bei der grundlegenden Überarbeitung
des Modells wurde für mehr
Platz gesorgt: Beide Sitze sind in
Fahrtrichtung angeordnet.
Verfügbar sind alle Modelle sowohl in der Kurzheck-Version
mit 1 575 mm als auch mit einem
längeren Heck mit 2 000 mm Heckschwenkradius.
Weil Arbeiten rund ums Gleis effizient und effektiv
ausgeführt werden müssen, bestehen unterschiedliche
Anforderungen, woraus die verschiedenen Antriebskonzepte
resultieren. Darüber hinaus wurden
auch der Fahrerkomfort und das Sicherheitskonzept
grundlegend überarbeitet, um nach Herstellerangaben
neue Standards im Gleisbau zu setzen.
So wurde für den Zustieg zur Kabine ein eigenes
Zugangskonzept für jedes Modell entwickelt. Für
den Zweiwegebaggerfahrer und seinen Begleiter gibt
es nun mit der neuen Baureihe bei Kombiantrieb
oder klassischem Antrieb vier statt drei Trittstufen
– optional können diese beleuchtet werden. Die erste
Trittstufe senkt sich zum Auf- und Abstieg sogar
vollautomatisch ab. Eine weitere Änderung betrifft
die Kraftstoffbetankung, die im Unterwagen untergebracht
und vom Boden aus gut erreichbar ist: Somit
muss niemand mehr auf die Maschine steigen.
Relevante Wartungspunkte wurden zusammenge-
ZEPPELIN
Kabine im aktuellen Design
Auch sonst hat sich im Inneren viel getan: Die Kabine
wurde an das Design der neuen Maschinengeneration
angepasst. Daran angelehnt wurde die
Bedienung: Schalter sind ergonomisch angeordnet.
Displays sind größer und intuitiver zu betätigen. Außerdem
wurde für mehr Platz gesorgt: Das gilt für
den Fahrer und seine Begleitperson – beide Sitze
sind in Fahrtrichtung angeordnet. Angepasst und
deutlich vergrößert wurde auch der Stauraum, um
Werkzeug sowie Sicherheitseinrichtungen unterzubringen.
Anzeigen zur Bahn- und Maschinentechnik
übermitteln hochauflösende Monitore. Assistenzsysteme,
feste Bestandteile der neuen Maschinengeneration
des »M323«, bieten Hilfestellung
für den Maschinisten. Hierzu zählt eine integrierte
Waage oder ein Tempomat. Übernommen wurde
die Funktion der Überlastungsbegrenzung von
der Vorgänger-Baureihe, um zu verhindern, dass
der Bagger umkippt, sollte er zu viel Masse heben.
Neu ist die Funktion der Personenerkennung. So
wird dem Fahrer am Display angezeigt, wenn sich
Personen dem Zweiwegebagger nähern. Dann ertönt
ein akustisches Warnsignal, um auf sie aufmerksam
zu machen.
Sind schwere Lasten wie lange Schienen zu ziehen,
liefert der konventionelle Antrieb die benötigte
Traktion und bringt die erforderlichen hohen Zugkräfte
auf. Muss der Bagger weite Strecken zurücklegen,
bietet sich wiederum der hydrostatische Schienenradantrieb
an. Das innovative Konzept gilt nach
Herstellerangaben als Alleinstellungsmerkmal. Der
hydrostatische Schienenradantrieb treibt die Schienenführungsräder
an. Fahrer können über Gleisinfrastruktur
(beispielsweise Indusi) hinwegfahren.
Wer beide Vorteile nutzen will, wählt die Kombination
der Antriebsarten. Außerdem wurde auf Kompatibilität
geachtet: Bei der neuen Generation lassen
sich alle hydraulischen Schnellwechsler einsetzen.
Dadurch muss der Fahrer nicht mehr aussteigen,
Bolzen ausschlagen und Hydraulikleitungen lösen,
wenn der Wechsel eines Anbaugeräts ansteht. Auch
auf die immer größer werdenden Anforderungen
an die Arbeitshydraulik wurde reagiert. Bei der hydrostatischen
Variante und dem Kombiantrieb wurde
nach wie vor die bewährte hydraulische Pendelachse
verbaut. Nicht zuletzt gab es Leistungssteigerungen
bei der Schwenkbremse.
s
Verkehrswegebau Juli 2025 27
L COREUM
Der Kern
digitaler Innovation
COREUM (2)
Die Bauwirtschaft befindet
sich inmitten eines grundlegenden
Wandels: Digitalisierte
Baustellen sind nicht nur auf
dem Vormarsch, sie werden
zudem präziser, effizienter
und sicherer. Doch wie können
Bauunternehmen diesen
Fortschritt für sich nutzen?
Das Coreum will zusammen
mit seinen Partnern darauf
Antworten liefern.
Mit dem »KTEG CoPilot« haben
Maschinenführer alle Assistenz- und
Steuerungssysteme auf einem
Bildschirm genauestens im Blick.
Fachkräftemangel, straffe Zeitpläne und steigende
Anforderungen an Effizienz und Dokumentation
prägen den Alltag in der Bauindustrie. Genau hier
setzen die Experten im Coreum an: Im Zentrum der
»Baustelle 4.0« stehen Technologiepartner wie Makineo,
Leica Geosystems, Sodex Innovation, xWatch,
Viscan, Vemcom und KTEG. Sie präsentieren Systeme
für smartere Arbeitsabläufe: vom autonomen
Drohnensystem über digitale Assistenzlösungen bis
hin zu hoch präzisen Maschinensteuerungen.
Präzision und Effizienz auf der Baustelle
Makineo ermöglicht mit modernster Technologie,
dass ein Bagger nicht nur gräbt, sondern gleichzeitig
sein Baufenster und den gesamten Arbeitsfortschritt
automatisch dokumentiert und die Daten
in Echtzeit ins Büro überträgt. Dabei kommt
eine Kombination aus der Leica-3D-Steuerung mit
dem KTEG-»AutoDoku«-System zum Einsatz. Das
Ziel: herkömmliche Baumaschinen in intelligente,
datengesteuerte Werkzeuge zu verwandeln. Diese
Technologie macht den Bagger zum aktiven Sensor,
der während der Arbeit kontinuierlich eine detaillierte
3D-Punktwolke des Bauprojekts erstellt.
GPS-gestützte Systeme sorgen für eine zentimetergenaue
Positionierung, während integrierte Sensoren,
LiDAR-Laserscanner und Kameras präzise Informationen
über Tiefen, Volumen und Materialmengen
erfassen. So entstehen in Echtzeit umfassende
Datensätze, die direkt in die Cloud und ins
Büro übertragen werden.
Im Coreum werden neue Technologien
nicht nur vorgestellt, sie lassen
sich auch direkt ausprobieren und auf
ihre Praxistauglichkeit testen.
Selbst unwegsames Gelände stellt dabei kein
Hindernis dar, wie das »DJI Dock 2« von Viscan unter
Beweis stellt. Das autonome Drohnensystem
fliegt Baustellen völlig selbstständig ab, vermisst
automatisch und liefert so präzise Echtzeitdaten.
Wetterdaten und Umgebungsbedingungen werden
dabei kontinuierlich überwacht, um den idealen
Zeitpunkt für die Drohnenflüge zu bestimmen. Auf
Großbaustellen mit mehreren Bauabschnitten behalten
Projektleiter durch die Drohnendaten so jederzeit
den Überblick. Fortschritte, Abweichungen
vom Plan und potenzielle Probleme lassen sich frühzeitig
erkennen – ohne ständig vor Ort sein zu müssen.
Die wetterfeste Basisstation schützt die Drohne
zudem in rauen Umgebungen, lädt sie automatisch
auf und hält sie einsatzbereit.
Damit unterstützen diese Lösungen Bauleiter
und Poliere dabei, kritische Phasen des Bauprozesses
zu überwachen und potenzielle Fehlerquellen
frühzeitig zu erkennen. Die automatisch generierten
Daten ermöglichen eine lückenlose Dokumentation
und reduzieren den Bedarf an zusätzlichen
Vermessungsteams. Die direkte Verfügbarkeit
der Messdaten verbessert die Kommunikation zwischen
Baustelle sowie Büro und sorgt für schnellere
Reaktionszeiten bei Planungsanpassungen.
Smarte Maschinensteuerung für Bagger
Der »KTEG-CoPilot« als Assistenz- und Flottenmanagementsystem
für den Bagger vereint verschiedenste
Assistenzsysteme auf einem einzigen Bildschirm.
Der Maschinist soll dadurch fokussierter
und damit produktiver arbeiten. Der »Tooltracker«
als wichtige Komponente sammelt sämtliche Informationen
eines Anbaugeräts und passt die Betriebsparameter
automatisch an. Das System speichert relevante
Daten wie Eigengewicht oder geometrische
Abmessungen. Auch die Sicherheit ist ein Thema: Das
Kamerasystem »Aerial Angle« bietet eine 270°-Vogelperspektive
auf die Maschine. Über verschiedene Ansichtsoptionen
kann die eigene Sicherheit und die der
Personen im Umfeld überwacht werden.
Schlüssel zur Digitalisierung der Baustelle
Die Digitalisierung bietet Bauunternehmen die
Möglichkeit, Projekte effizienter, sicherer und wirtschaftlicher
zu gestalten. Dennoch kann die Vielzahl
an Technologien und Systemen zunächst überwältigen.
Genau hier setzen die Experten im Coreum
an, etwa mit speziell eingerichteten Aktionsflächen.
Dort können Maschinen und Technologien
unter realen Baustellenbedingungen erprobt werden.
Gemeinsam mit einem Bauunternehmen wurde
etwa die Fläche für einen Infrastrukturbau geplant,
auf der Kabel verlegt, Schächte eingebracht
und verschiedene Bodenbeläge verarbeitet wurden –
ein praxisnahes Einsatzszenario, realitätsnah simuliert.
Besucher können unter fachkundiger Anleitung
die neuesten Lösungen selbst testen, unterschiedliche
Technologien miteinander verknüpfen
und direkt erleben, wie sie sich in den eigenen Arbeitsalltag
integrieren lassen. Der direkte Zugang zu
Experten und Partnern erleichtert zudem den Einstieg
in die Digitalisierung. Unterstützend vermittelt
die Coreum Akademie aktuelles Wissen.
s
28
Juli 2025
Verkehrswegebau
JÜRGEN RÖSNER
Die Demonstrationsmesse will
Bau- und Recyclingunternehmen
dabei unterstützen, von
aktuellen Markttrends konkret
zu profitieren.
L KARLSRUHER MESSE
RATL 2025:
Praxisplattform mit Aha-Momenten
Vom 9. bis 11. Oktober ist es
wieder so weit: Entscheider
und Experten aus Bau, Abbruch
und Recycling kommen auf der
RecyclingAktiv & TiefbauLive
(RATL) in der Messe Karlsruhe
zusammen, um sich einen
praxisnahen Überblick über
innovative Maschinentechnik
zu verschaffen. Der aktuelle
Aufwind in der Branche, der
in der ersten Jahreshälfte
besonders deutlich spürbar
wurde, spiegelt sich nach
Angaben der Messegesellschaft
auch in einem hohen Ausstellerzuspruch
insbesondere im
Freigelände wider: So war das
infrastrukturell ertüchtigte
Peter-Gross-Bau-Areal bereits
sechs Monate vor Messestart
nahezu ausgebucht.
Mit einem Angebots-Portfolio aus langjährigen
Wiederkehrern wie Zeppelin Baumaschinen,
Wacker Neuson, Doppstadt, Jürgen Kölsch, Komptech
und JCB sowie Neuzugängen wie Milwaukee,
SBH Tiefbautechnik und Magni gibt die Messe einen
komprimierten Marktüberblick. Dabei steht eine
Kontinuität mit klarem Praxisfokus im Vordergrund:
Auch in ihrer fünften Ausgabe in der Messe
Karlsruhe will die RATL Trends und Zukunftsvisionen
wieder herstellerübergreifend und lösungsorientiert
in Anwendungen mit echtem Mehrwert
übersetzen – für alle Akteure auf der Baustelle, im
Entsorgungsbetrieb und hinter den Kulissen.
Projektleiterin Olivia Hogenmüller betont: »Die
RATL kommt im Oktober genau zum richtigen Zeitpunkt
mit einem Konzept, das globale Branchentrends
und Zukunftsvisionen in die tägliche Praxis
überführt, praxisnah, skalierbar und relevant
für Unternehmen jeder Größe. So unterstützt die
Demonstrationsmesse Bau- und Recyclingunternehmen
dabei, von aktuellen Markttrends konkret
zu profitieren. Welche Maschinentechnologie,
Antriebsform oder welcher Baustellenprozess der
richtige ist – dafür gibt die RATL klare Hilfestellung,
indem sie die Technologien greifbar macht.«
Musterbaustellen mit aktuellen Themen
Der konkrete Nutzen für den operativen Alltag steht
im Mittelpunkt – ergänzt um Impulse, die auch strategische
Entscheider und technische Führungskräfte
weiterbringen sollen. Die Veranstaltung will zei-
gen, wie herstellerübergreifende Maschinenprozesse
in echten Baustellenumfeldern und Entsorgungsfachbetrieben
realistisch umgesetzt werden
können. Herzstück der Veranstaltung sind daher
die Demo-Formate, die unterschiedliche Schwerpunkte
rund um Stoffströme, Antriebs- und Anwendungsformen
behandeln.
Geplant sind in diesem Jahr beispielsweise
die »Musterbaustelle Infrastrukturbau« mit dem
Schwerpunkt Bahn und die »Musterbaustelle Elektromobilität
im Kompakt- und GaLaBau«. Die Anbaugeräte-Arena
wartet mit einem neuen Showkonzept
auf, das Abbruch und Aufbereitung von mineralischen
Bauabfällen thematisiert. Die Aktionsflächen
»Holz & Biomasse« und »Schrott & Metall« als
auch die Azubi-Baustellen im Rahmen der Baustelle
Zukunft runden das Liveprogramm ab.
Ticket-Shop bietet neues Halbtagesticket
Wer sich die RATL als Wegweiser für Innovation
und Plattform für Wissenstransfer zu eigen machen
möchte, kann online Tages- und Dauertickets
sowie erstmals auch Halbtagestickets für einen
Messebesuch ab 13 Uhr buchen. Neu wird in
diesem Jahr auch ein Kombiticket mit der Nutzfahrzeugmesse
Nufam angeboten, die unmittelbar vor
der RATL in der Messe Karlsruhe stattfindet und
die neuesten Innovationen aus der Nutzfahrzeugbranche
präsentiert. Beim Kauf von jedem Tagesticket
ist auch der Eintritt an einem Messetag der
Nufam inkludiert.
s
Verkehrswegebau Juli 2025 29
Um auf die Baustelle in 3 300 m Höhe zu kommen,
wurde der Backenbrecherlöffel »BF90.3
S4« via Hubschrauber in Einzelteilen nach oben
transportiert und dort wieder zusammengebaut.
MB CRUSHER
L MB CRUSHER
Wenn der Berg nicht
zum Anbaugerät kommt, …
… dann kommt das Anbaugerät
eben zum Berg – und das
via Hubschrauber bei gleich
drei Bauprojekten in Höhen
von teilweise über 3 000 m.
Der Grund dafür ist jeweils
identisch: Sowohl der Transport
des Abbruchmaterials ins Tal
als auch der benötigten Baumaterialien
nach oben wäre viel
zu zeit- und kostenaufwendig
gewesen. Stattdessen werden
die MB-Crusher-Anbaugeräte
einfach direkt vor Ort genutzt.
Zufällig anwesende Bergsteiger im Skigebiet
Grands Montets im französischen Vallée de Chamonix
werden sich über den Anblick sicherlich gewundert
haben: Am Haken eines mehrfach vorbeifliegenden
Hubschraubers hingen unterschiedliche
Maschinenkomponenten, die zusammengesetzt einen
MB-Crusher-Backenbrecherlöffel »BF90.3 S4«
ergaben. Diesen benötigte das Unternehmen Pugnat
Tp auf einer Baustelle in 3 300 m Höhe für den
Bau der neuen Plattform der Grands-Montets-Seilbahn.
Der Grund: Für die Herstellung der Fundamentschicht
der Plattform musste Granit mit einer
Korngröße von 0 bis 80 mm gebrochen werden, damit
dieser nicht zeit- und kostenaufwendig sowie vor
allem umweltbelastend nach unten und oben transportiert
werden musste.
Alpine Baustelle meistern
Deshalb entschied sich das Unternehmen für den
MB-Crusher-Backenbrecherlöffel »BF90.3 S4«, der
an einen »Cat330«-Bagger montiert wurde. Um an
seinen Einsatzort zu gelangen, wurde der Brecherlöffel
demontiert, in mehreren Chargen per Hubschrauber
transportiert und auf dem Gipfel wieder
zusammengebaut. Dort konnte er anschließend sofort
seine Arbeit aufnehmen. Die Entscheidung für
diese Lösung in Verbindung mit dem MB-Brecherlöffel
sparte nicht nur Geld und Zeit, sondern verringerte
auch den ökologischen Fußabdruck und
trägt zum Erhalt der Natur des Geländes bei. Ein
weiteres Projekt im alpinen Bereich fand in den
Chiemgauer Alpen am Dürrnbachhorn statt, des-
sen Gipfel Bayern von Österreich trennt. Hier mussten
Versorgungsleitungen verlegt werden. Die Logistik
war wie im Beispiel zuvor ein Alptraum und die
Lösung bestand wiederum darin, den Brecherlöffel
»MB-L140« per Hubschrauber zu transportieren.
Zum Auffüllen wiederverwendet
Bereitgestellt von der AIB Kreipl e.K., Fachhändler
für Anbauwerkzeuge aus Kolbermoor, und montiert
an einen Kaiser-Schreitbagger, zerkleinerte der Brecherlöffel
an einem Steilhang mit begrenztem Platzangebot
die beim Aushub anfallenden Gesteinsbrocken.
Diese konnten anschließend direkt zum Auffüllen
der Gräben wiederverwendet wurden. Dadurch
entfiel nicht nur der Transport auf die Deponie,
auch der Erwerb und Transport von neuem Material
wurde dadurch überflüssig. Jedoch erleben nicht nur
die Brecherlöffel »Höhenflüge«: Im Drogo-Tal in den
Bergen Nord italiens wurde ein MB-Crusher-Greifer
»MB-G500« per Hubschrauber in die steilen Berge
der Lombardei transportiert.
Dort war die Firma Fattarelli SAS mit der Neugestaltung
des Flussbetts und dem Bau von Dämmen
beauftragt. Eine Arbeit, die nicht nur ein Höchstmaß
an Sicherheit erfordert, sondern auch fachgerecht
ausgeführt werden muss. »Der MB-Crusher-Greifer
ist ein unverzichtbarer Begleiter«, sagt Nicola Fattarelli.
Ob bei der Zerkleinerung von Geröll, der Bewegung
von Baumstämmen oder Ausbauarbeiten –
MB Crusher stellt mit seinen Maschinen unter Beweis,
dass diese auch schweren Herausforderungen
gewachsen sind.
s
30
Juli 2025
Verkehrswegebau
A WIRTGEN GROUP COMPANY
DIE LEGENDE AUF RÄDERN
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Verkehrswegebau Juli 2025 31
Bei Windkraft-Projekten
stellen besonders die Zu- und
Abfahrten der großen Komponenten
wie Flügel und Turmteile
eine Herausforderung dar. Mit
Platten und Panels für mobile
Straßen lassen sich schwierige
Bodenverhältnisse ausgleichen.
L VP TPA
Mobile Baustraßen
für effizientere Abläufe
In einer modernen Gesellschaft sind Infrastrukturen wie Straßen,
Brücken, öffentliche Verkehrsmittel oder auch die Versorgungsnetze
für Strom, Gas, Öl und Wasser von entscheidender Bedeutung.
Um eine entsprechend robuste Infrastruktur zu gewährleisten, sind
Modernisierungen und Ausbauprojekte unerlässlich. Vp TPA Mobile
Straßen bietet in diesem Kontext für effizientere Baustellenabläufe
bewährte Lösungen in Form mobiler Baustraßen aus Stahlplatten
und Aluminium-Panels. Diese schaffen selbst bei schwierigen
Bodenverhältnissen eine stabile Grundlage für Bauprojekte.
Von optimal verteilten Lasten
profitieren der Untergrund
und die Maschinen gleichermaßen,
da beide entsprechend geschützt
werden. Vp TPA bietet
in dem Zusammenhang einen
Rundumservice und begleitet
Projekte von der Planung bis zur
Demontage. Zur Schonung von
Ressourcen setzt das Unternehmen
konsequent auf Wiederverwendung.
Darüber hinaus lassen
sich die Produkte vielseitig
einsetzen, etwa im Freilei-
tungs-, Tunnel-, Pipeline- und
Windkraftbau. Als essenzielle
Bestandteile unserer modernen
Gesellschaft sind Straßen, Brücken
und öffentliche Verkehrsmittel
sowie Versorgungsnetze
wie das Strom- oder Fernwärmenetz
auch politisch ein bedeutendes
Thema: Die Bundesregierung
betont, dass ein starker
Wirtschaftsstandort wie
Deutschland robuste Infrastrukturnetze
benötigte.
Doch Modernisierungen und
Ausbauten sind oft langwierig,
was nicht zuletzt den komplexen
Genehmigungs- und Planungsverfahren
geschuldet ist. Um
bei genehmigten Infrastrukturprojekten
Verzögerungen durch
schwierige Baustellenbedingungen
zu vermeiden und den Ausbau
urbaner Infrastruktur zu fördern,
bietet Vp TPA Mobile Straßen
vielfältige Lösungen zur
Vereinfachung der Baustellenabläufe
– z. B. in Form von belastbaren
mobilen Bau straßen mit Aluminium-Panels
und Stahlplatten.
Lastverteilung bei schwierigen
Bodenverhältnissen
In Kombination mit schwerem
Gerät, wie Maschinen oder
Schwerlasttransportern, ist eine
sichere und stabile Grundlage
für Bauarbeiten entscheidend.
Ohne Schutzmaßnahmen
würde der Boden verdichtet, was
zu Erosion und dauerhaften Beeinträchtigungen
führen könnte.
Die mobilen Baustraßen von
Vp TPA bieten hier eine erprobte
Lösung, um den Untergrund
zu bewahren und zugleich sichere
Zufahrten zu schaffen. Diese
ermöglichen den unkomplizierten
Transport von Fahrzeugen
32
Juli 2025
Verkehrswegebau
und Material zur Baustelle, sei
es innerstädtisch beim Ausbau
von Brücken und Bahnlinien
oder auf Feldern beim Freileitungsbau,
Pipelinebau und für
den Bau erneuerbarer Energien.
Umfangreiches Sortiment
an mobilen Straßenlösungen
Vp TPA bietet eine Vielzahl von
Platten und Panels für den Bau
mobiler Straßen an, aus Aluminium
oder Stahl, je nach Projektanforderungen.
Die Aluminium-Panels
bestehen aus 3 m
breiten Elementen, die zu einer
stabilen Fläche verschraubt werden
können und sich den Bodenbedingungen
anpassen. Sie
sind mit 250 t Punktbelastung
pro Quadratdezimeter belastbar
und schützen sowohl den Untergrund
als auch die Fahrzeuge vor
Schäden.
Die profilierten Aluminium-Panels
lassen sich leicht
transportieren und werden
durch die eigene Kranwagenflotte
von Vp TPA Mobile
Straßen verlegt – auch auf
unebenem Gelände. Bei starken
Steigungen und Neigungen
werden sie im Schachbrettmuster
verlegt, um eine noch höhere
Traktion der Baustellenfahrzeuge
in schwierigem Gelände
zu gewährleisten. Für Belastungen
durch Stahlkettenfahrzeuge
kommen Stahlplatten zum Einsatz,
die ohne Verschrauben einen
stabilen Untergrund bilden
und ebenfalls für Schwertransporter
geeignet sind. Diese weisen
die gleiche Tragfähigkeit und
Punktbelastung wie die Aluminium-Panels
auf.
Individuell von der
Planung bis zur Demontage
Um die jeweils beste Lösung zu
finden, stehen die Experten von
Vp TPA Mobile Straßen den Projektbeteiligten
von Beginn an
zur Seite. Dazu gehören Baustellenbesichtigungen
und Absprachen
über Menge, Art und Anlieferung
der Platten und Profile.
Mit dem Vollservice begleitet
Vp TPA Projekte von der Bedarfsplanung
über die Logistik bis zur
Die Stahlplatten verteilen die Radlast und schützen nicht nur den Untergrund, sondern auch die Fahrzeuge und Maschinen vor Schäden.
Demontage. Für Aufbauten, Umverlegungen
und Abbauten der
Platten stehen eigene qualifizierte
Mitarbeitende mit ihren TPA-
Kran wagen zur Verfügung. Diese
sind mit einem Heckladekran
ausgestattet und können auch außerhalb
der Fahrkabine über ein
vollelektronisches Lenksystem
gesteuert und bedient werden.
Mit der eigenen Flotte an
Transportfahrzeugen erreichen
die Platten termingerecht ihren
Einsatzort bundesweit sowie in
vielen weiteren Ländern (u. a.
Österreich, Schweiz, Luxemburg,
Dänemark, Belgien, Niederlande).
Sowohl die Stahlplatten
als auch die Aluminium-Panels
lassen sich nach der Nutzung
rückstandslos demontieren und
werden in den Depots des Unternehmens
gereinigt.
Flexibler Einsatz für
Infrastrukturprojekte
Im Rahmen der Kapazitätserhöhung
der Eifelstrecke durch
die Deutsche Bahn wurde im
rheinland-pfälzischen Speicher
eine Proberammung durchgeführt,
um so die besten Techniken
für eine spätere Umsetzung
der Bauarbeiten an Brücken
und Stützbauwerken zu
gewährleisten. Um trotz unwegsamen,
bergigen Geländes und
schwieriger Bodenverhältnisse
optimal arbeiten zu können, kamen
hier die Stahlplatten von
Vp TPA zum Einsatz. Diese bieten
auch ohne Verschraubung
einen festen und stabilen Untergrund.
Zudem werden durch den
Schutz vor punktueller Verdichtung
Umwelt- und Naturschutzaspekte
in der naturnahen Region
mINI-STRASSENFERTIGER
Einbaubreite von 0.4 m- 1.8m
F14CE-5
berücksichtigt. Auch im Freileitungsbau
oder bei Windparkprojekten
zeigt sich: Erst das richtige
Material und qualifizierte Mitarbeitende
schaffen die Grundlage
für erfolgreiche Infrastrukturprojekte.
Büro Deutschland und Schweiz:
Markus Schöneck
Email: markus@schoeneck@omsbressan.it
Tel. +39 334 3650741
www.omsbressan.com
VP GMBH - TPA MOBILE STRASSEN (2)
s
Verkehrswegebau Juli 2025 33
Mehr Sicherheit inklusive: Da zusätzliche Messungen per Hand
entfallen, muss sich außer dem Baggerfahrer keine weitere
Person im unmittelbaren Arbeitsbereich aufhalten.
L SMART SYSTEMS
Effizienter Gleisbau mit
3D-Maschinensteuerungen
Steigende Mobilitätsanforderungen
und Umweltaspekte
rücken die Bahn als
nachhaltiges Verkehrsmittel
zunehmend in den Fokus.
Vor diesem Hintergrund
spielen Investitionen in die
Infrastruktur eine zentrale Rolle.
In der praktischen Umsetzung
heben digitale Lösungen wie
3D-Maschinensteuerungen in
Zweiwegebaggern die Arbeit
auf ein neues Niveau. Smart
Systems Technology liefert
nach eigenen Angaben dafür
ein Gesamtpaket, bestehend
aus der passenden Technik
von Leica Geosystems sowie
der benötigten behördlichen
Zulassung.
Gesteigerte Präzision, schnelleres Arbeiten, erhöhte
Sicherheit und niedrigere Kosten sind
Mehrwerte, die der Einsatz von Maschinensteuerungen
branchenübergreifend bieten soll. Doch gerade
im Gleisbau sind diese Faktoren entscheidend.
Da die Arbeiten meist nur in kurzen Sperrpausen,
beispielsweise von Freitagabend bis Montagfrüh,
erfolgen können, ist Effizienz unerlässlich. 3D-Maschinensteuerungen
setzen hier in verschiedenen
Bauprozessen an: bei der Erstellung des Erdplanums,
beim Abziehen der Planumsschutzschicht
auf Sollhöhe, beim Bau des Schotterplanums sowie
beim Setzen von Kabeltrassen und den Punktfundamenten.
Auch die für den Gleisbau typischen Neigungswechsel
sollen sich schnell und unkompliziert umsetzen
lassen. Selbst der Bau höherer Bahndämme
wird erleichtert, da berechnete Winkel und Kanten
exakt verwirklicht werden können. Nacharbeiten,
die bei manuellen Methoden oft unvermeidbar
sind, entfallen weitgehend. »Die Zeitersparnis
liegt bei 20 bis 30 Prozent«, betont Jörg Thierfelder,
Produktmanager für Maschinensteuerungen
bei Smart Systems Technology. Eine schnellere
und präzisere Ausführung von Arbeiten führt
nicht nur zu einem Wettbewerbsvorteil, sondern
hilft auch bei der Senkung von Kosten. Gleichzeitig
steigt die Arbeitssicherheit. Da zusätzliche Messungen
per Hand entfallen, muss sich außer dem
Baggerfahrer keine weitere Person im unmittelbaren
Arbeitsbereich aufhalten. Der Fahrer kann autonom
und ohne Unterbrechung arbeiten.
SMART SYSTEMS TECHNOLOGY
Einhaltung
anspruchsvoller Sicherheitsstandards
Allerdings können Maschinensteuerungen nicht
ohne Weiteres genutzt werden. Im Gleisbau gelten
besonders anspruchsvolle Sicherheitsstandards.
Die verwendete Technik muss diesen vielfältigen
regulatorischen Standards nachweislich entsprechen.
»Damit ein Zweiwegebagger mit einer Maschinensteuerung
auf dem öffentlichen Schienennetz
eingesetzt werden darf, muss ein mehrere
Punkte umfassendes Freigabeverfahren des Infrastrukturbetreibers
durchlaufen werden. Dies
beinhaltet auch das Zulassungsverfahren bei der
dafür zuständigen Prüfbehörde«, berichtet Johannes
Stockbauer, Projektingenieur Spezialtiefbau
und Sonderlösungen bei Smart Systems Technology.
Seit Inkrafttreten des vierten Eisenbahnpakets,
das eine Förderung der europaweiten Interoperabilität
von Schienen- und Nebenfahrzeugen zum Ziel
hat, trägt die Eisenbahnagentur der Europäischen
Union (ERA) in Zusammenarbeit mit dem Eisenbahn-Bundesamt
(EBA) die Verantwortung für entsprechende
Fahrzeugzulassungen.
Smart Systems Technology hat das Zulassungsverfahren
am Beispiel eines Liebherr-Zweiwegebaggers
»A 922 Rail« erfolgreich durchlaufen. Hierbei
war ein zentraler Bestandteil die Ausarbeitung
eines detaillierten Zulassungskonzeptes. Neben
dem tiefgreifenden Know-how im Bereich Maschinensteuerungen
profitierte das Projektteam auch
von der langjährigen Expertise des Mutterunternehmens
Beutlhauser im Zusammenhang mit Liebherr-Zweiwegebaggern.
»Es lag nahe, unser vorhandenes
Fachwissen aus beiden Bereichen zu vereinen,
um den Kunden als Änderungsverwaltungsstelle
zu unterstützen. Damit konnten wir in seinem
Auftrag agil mit behördlichen Stellen zusammenarbeiten
und das erforderliche Verfahren schnell
und effizient durchlaufen«, führt Stockbauer aus.
Die erfolgreiche Zulassung stellt nach Unternehmensangaben
ein Alleinstellungsmerkmal dar:
»Wir sind die Ersten, die eine behördliche Zulassung
für ein Maschinensteuerungssystem in Zweiwegebaggern
erreicht haben. Das dafür erforderliche
Konzept liegt uns nun vor und kann mit geringem
Anpassungsaufwand auf weitere Maschinen
unserer Kunden übertragen werden.« Durch das
vorliegende Konzept sowie die Unterstützung als
Änderungsverwaltungsstelle bietet Smart Systems
Technology seinen Kunden eine nach eigener Einschätzung
bisher einzigartige Kombination aus individueller
technischer Betreuung bei der Aufrüstung
von Zweiwegebaggern um Maschinensteuerungen
und einer kundenfreundlichen, bürokratiearmen
Verfahrensabwicklung mit Prüfbehörden – ein Vorteil,
von dem insbesondere ausführende Unternehmen
in hohem Maße profitieren.
s
34
Juli 2025
Verkehrswegebau
L ATLAS
18-Tonner
beim Leitungsbau
Im Glücksburger Stadtteil
Schwennau muss eine neue
Wasserleitung verlegt werden.
Da dieses Projekt in einer sehr
ruhigen Gegend stattfindet,
wurde mit dem Atlas »185 W«
ein Modell der neuen Serie mit
einer laut Hersteller »perfektionierten
Schalldämmung«
ausgewählt. Entsprechend liegt
der Schall-Außenpegel des
Mobilbaggers bei 98 dB(A), und
auch in der Kabine ist es mit
69 dB(A) leise. Zudem sollen
durch die Neukonstruktion von
Ober- und Unterwagen und das
optimierte Zusammenspiel aller
Komponenten laut Atlas kaum
Arbeitsgeräusche entstehen.
Der Sechszylinder-Deutz-Motor mit EU Stufe V liefert
129 kW und damit 24 kW mehr Leistung als
sein Vorgängermodell. Darüber hinaus stellt das
»AWE 5«-Hydrauliksystem eine Fördermenge von
340 l/min (80 l/min mehr als vorher) bei max. 350 bar
Betriebsdruck bereit. In der Praxis bedeutet dies laut
Atlas schnelle, leise und vor allem präzise Baggerbewegungen
und des Auslegers samt Anbaugerät. Dies
erweist sich vor allem bei schmalen Zugängen zum
Arbeitsort oder entsprechenden Greifvorgängen als
Vorteil. Dabei bewegt sich auch der Oberwagen mit
9 U/min zügig. Zudem wurde der Hebezylinder mit
einem Durchmesser von 110 mm stärker dimensioniert.
Zusammen mit dem schwereren Gegengewicht
erhöht sich dadurch die Hubleistung.
Stärkere Hydraulik für
Schnellwechsler und Tiltrotator inklusive
Ausgerüstet mit einem hydraulischen Schnellwechsler,
lässt sich jedes Anbaugerät in Sekunden
tauschen. Was das Arbeiten zudem noch beschleunigt,
ist der Tiltrotator. Mit ihm können Hammer,
Drehgreifer oder Löffel um 360° endlos gedreht und
zudem um 50° beidseitig geschwenkt werden. Da
für eine günstige Arbeitsposition nicht der Bagger
selbst bewegt werden muss, ergeben sich Einsparungen
bei Zeit und Kraftstoff. Zudem verfügt auch
der hydraulische Fahrmotor über eine stärkere Leistung
und die Zugkraft wurde auf 113 KN erhöht.
ATLAS GMBH
Im Leitungsbau kommt es auf präzises Arbeiten an, was für den
Atlas »185 W« in Verbindung mit einem flexibel einsetzbaren
Tiltrotator keine Herausforderung darstellt.
Ausrüstung für
unterschiedlichste Baustellen
Der Atlas »185 W« lässt sich individuell anpassen:
Verfügbar sind u. a. Betankungspumpe, Kabinenerhöhung,
verbreiterte Achsen u. v. m. Interessant
sind zudem die vielen Varianten, die Atlas im Bereich
der Ausleger bietet. Reichweiten bis 10 200 mm
und Grabtiefen bis 6 400 mm sind möglich – und das
bei 68 kN Reiß- sowie 100 kN Losbrechkraft. Bei aller
Leistung kommt auch die Sicherheit nicht zu kurz:
Die durchdachte Unterwagenkonstruktion und der
tief liegende Schwerpunkt machen den Bagger laut
Atlas zu einer sicheren Arbeitsmaschine. Nicht zuletzt
wurde auch der Arbeitsplatz optimiert. So soll
sich die Rundumsicht speziell nach rechts verbessert
haben, ergänzend verfügt der Mobilbagger über eine
Rückfahr- und Seitenkamera. Ein gut lesbares Display,
eine Smartphone-Ablage mit USB-Anschluss
und der laut Atlas »hervorragende Fahrersitz« sowie
die Klimaanlage und Kühlbox sollen den »185 W«
zu einem hochwertigen Arbeitsplatz machen.
s
Miethotline
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Baugeräte mieten
beutlhauser.de/miete
Verkehrswegebau Juli 2025 35
MESSERÜCKBLICK
DEMOPARK
Hotspot für die
Grüne Branche
Seit dem Jahr 2005 findet die Demopark regelmäßig in Eisenach statt. Möglicherweise
wird jedoch die vom 22. bis 24. Juni stattgefundene und ausgerechnet
13. Ausgabe bei vielen der über 400 Ausstellern und rund 34 000 Besuchern
länger im Gedächtnis bleiben: Während der Auftakt am Sonntag noch von
sehr heißen Temperaturen und wenig Schatten begleitet war, sorgte ein
Wetterumschwung am Messemontag dann sogar für eine Unterbrechung und
Räumung des Geländes. Nichtsdestotrotz zeigt sich Messedirektor Dr. Tobias
Ehrhard zufrieden: »Dass die Demopark für die europäischen Garten- und Landschaftsbauer,
aber auch für Kommunalprofis und Greenkeeper der Hotspot im
Messekalender ist, hat sich auch in diesem Jahr wieder eindrucksvoll bestätigt.«
Thomas Seibold
Gemeinsam mit Tausenden interessierten Fachbesuchern
aus dem In- und Ausland nutzte
auch das bauMAGAZIN die europaweit größte Freilandausstellung
der Grünen Branche, um sich in
Sachen Technologie und Innovation auf den neuesten
Stand zu bringen.
Der große Vorteil der Veranstaltung ist laut
Ehrhard, dass »die Demopark kein schlichter
Showroom, sondern eine Open-Air-Teststrecke für
technikaffine Profis ist«. Dementsprechend gab es
angefangen bei handgeführten Motorgeräten bis
hin zu schweren Fahrzeugen und einer Vielzahl
mechanischer, hydraulischer und digitaler Tools
moderne Technik aus mehr als 80 Produktsegmenten
unter einsatzähnlichen Bedingungen zu erleben.
Die Messe offeriere nach Angaben des Veranstalters
wichtige Stimuli für zukunftsorientierte
Investitionsentscheidungen, sei es in der Grünflächenpflege,
im Kommunaleinsatz oder im Greenkeeping.
»Im Kern geht es dabei natürlich immer
um einen messbaren Zusatznutzen, um Technik,
die sich bezahlt macht«, so der Branchenexperte.
Gelungene Premiere: Demopark Campus
Weil gute fachliche Praxis durch Denkanstöße
noch besser werden kann, bietet die Demopark
seit Jahren stets auch ein hochkarätiges Begleitprogramm.
Mit dem Demopark Campus fand das
Vortrags- und Dialogprogramm in einem ebenso
anregenden wie angenehmen Ambiente statt.
»Unser Fachprogramm war in diesem Jahr besonders
zugkräftig. Ganz bewusst haben wir Themen
und Problemstellungen aufgegriffen, die Kommunen
und Landschaftsbauer umtreiben – von
der Biodiversität über kluge Digitalprozesse bis
hin zum Bürokratieabbau. Besonders gefreut hat
mich die gelungene Premiere des Demopark Campus
mit seiner offenen, einladenden Atmosphäre«,
sagt Ehrhard.
2027 wirft bereits seine Schatten voraus
Die Besucherbefragung des Messeveranstalters
verdeutlicht erneut, wie sehr das Fachpublikum
die Kombination aus Angebotsvielfalt, Innovationsimpulsen
und praktischer Maschinenerprobung
an der Demopark schätzt. Rund 90 Prozent
beabsichtigen demnach wiederzukommen, wenn
die Demopark im Juni 2027 erneut ihre Tore öffnet.
Der genaue Termin stand zum Redaktionsschluss
dieser Ausgabe noch nicht fest und wird noch bekannt
gegeben.
s
36
Juli 2025
Verkehrswegebau
Praxisnahe
Einsatzmöglichkeiten
stehen bei der Demopark
seit jeher im Vordergrund,
wie hier beim Kanalbau.
SBM VERLAG (23)
Am Messemontag dauerte nicht nur die Anfahrt länger, auch
wurde das Durchkommen aufgrund des hohen Besucherandrangs
zunehmend schwieriger. Die Aussteller hat es gefreut – zumindest so
lange, bis die Veranstaltung am Nachmittag unterbrochen und das
Gelände geräumt werden musste.
Für Mercedes Benz Special Trucks wurde die Demopark kurzerhand zur
»Unimog City«. Mehr als 20 Unimog-Exponate deckten Einsatzgebiete
angefangen bei der Grünpflege und Bewässerung über den Wegebau
und Materialtransport bis hin zum Winterdiensteinsatz ab.
UHLMANN
Die diesjährige Demopark am Sonntag aus
der Vogelperspektive: kurze Schatten und hohe Temperaturen.
Verkehrswegebau
JULI 2025
37
Am Messestand der Firma Adler Arbeitsmaschinen präsentierte
Geschäftsführer Thomas Schiermann die Baggerkehrbesen
»BK750« und »BK950«. Die Kehrmaschinen eignen sich für
Baggergewichtsklassen von 1,7 bis 25 t und überzeugen durch ihre
einfache Anbauweise an verschiedene Trägergeräte. Auf Wunsch
sind sie mit einem Schmutzschieber ausgestattet, mit dem sich
festgefahrene Verschmutzungen lösen lassen.
André Schöne (l.) unf Tristan Bredehöft von Bergmann
zeigten am Stand ihre vielseitigen Minidumper. Das Modell im
Vordergrund ist mit einem Wassertank und einem Kehrbesen
ausgestattet. Dahinter ist eine Ausführung mit Standardmulde
zu sehen. Beide sind kompakt gebaut und eignen sich daher
ideal für enge Baustellen. Dank ihrer hohen Nutzlastkapazität
von bis zu 800 kg (modellabhängig) ermöglichen sie einen
effizienten Materialtransport.
Bettina Jauch von Eco Technologies stellte auf der Messe
den neuen »Eco MultiWash MEP« vor. Ausgestattet mit
einem »PowerPak«-Akku, ist das Gerät unabhängig von
der Antriebsart des Trägergeräts einsetzbar und sorgt
dafür, dass die Akkuleistung bei Elektroträgerfahrzeugen
erhalten bleibt. Zudem überzeugt der »Eco
MultiWash MEP« durch hohe Flächenleistung und
umweltfreundlichen Wasserverbrauch.
Mit dem Akku-Trennschleifer »K 540i« zeigte Thomas Kraus,
Produktspezialist Handel bei Husqvarna Construction, ein kompaktes
Gerät mit 4,71 kg Einsatzgewicht, einem Trennscheibendurchmesser
von 267 mm und einer Schnitttiefe von 100 mm.
Sabine Paul von Hako steht neben dem Multicar »M41«,
einem vielseitigen Geräteträger mit Allradantrieb und
Leitpfostenwaschanlage von Fiedler. Mit 4,25 t Nutzlast,
90 km/h Höchstgeschwindigkeit und hydrostatischem
Fahrantrieb ist er optimal für kommunale Einsätze gerüstet.
38 Juli 2025
Verkehrswegebau
Thomas Renz, Geschäftsführer der Lehner Maschinenbau
GmbH, stellte mit dem »Polaro XL« das größte Streugerät
des Unternehmens vor. Das Behältervolumen von 550 l
bietet Platz für rund 720 kg Salz. Damit lässt sich bei
einer Dosierung von 20 g/m² eine Streufläche von bis zu
36 000 m² abdecken.
Guido Besgens präsentierte den neuen »Dino T-Rex«-
Saugbagger aus dem Hause MTS Mobile Tuefbau Saugsysteme,
der voraussichtlich ab 2028 verfügbar sein wird.
Anna Brandhofer, Marketing-Managerin Wacker Neuson,
mit dem Mini-Kettenlader »SM100«. Der kompakte
Lader überzeugt mit einer Breite von nur 91 cm und einer
Hubkraft von bis zu 435 kg – ideal für enge Baustellen
und den GaLaBau.
Mulag-Gebietsvertriebsleiter Christian Köpping zeigt
das Frontausleger-Mähgerät »MFK 300«. Dieses bietet
eine Reichweite von bis zu 4,3 m ab Fahrzeugmitte,
verfügt über eine Querverschiebung von 1 200 mm und
wird über die Fahrzeughydraulik angetrieben.
Für Julian Kussin, Geschäftsführer der Work System
Germany GmbH, stand die enge Zusammenarbeit
zwischen dem schwedischen Spezialisten für modulare
Fahrzeugeinrichtungen und Husqvarna im Fokus.
Gemeinsam präsentierten sie praxisnahe Lösungen
für den professionellen Einsatz im Garten- und
Landschaftsbau. Hier zu sehen ist die neu konzipierte
Akkuladebox, welche die optimale Temperatur der
Akkus während des Ladens gewährleisten soll.
Verkehrswegebau
JULI 2025
39
Lennart Grimm, Verkauf Transporteraufbauten Heinz
Schutz GmbH, zeigte am Beispiel eines Ivceo Daily mit
einer Nutzlast von rund 1 t, wie kundenindividuell sich die
Fahrzeugaufbauten des Unternehmens gestalten lassen.
Stefan Fiedler, Geschäftsführer der Fiedler GmbH, stellte mit
dem »FFA800« einen Frontausleger mit einer Auslageweite
mit ausgefahrenem Teleskop von 8 m (ab Fahrzeugmitte)
vor. Angebaut ist der Flachmähkopf »FFMK 1250« mit einer
Arbeitsbreite von 1,25 m für Gras und Gestrüpp bis 2 cm Ø.
André Böhme, General Manager Construction JCB Deutschland,
hatte u. a. den » JCB Teletruk 35-22E« mit nach Eisenach gebracht.
Der rein elektrische Gabelstapler weist bei einem Einsatzgewicht
von 5,95 t eine Nenntragfähigkeit von 3,5 t auf.
Beim Händler Mera Rabeler GmbH & Co. KG war u. a. dieser
Kässbohrer »PowerBully 9D« mit einer Leistung
von 173 kW, einer Nutzlast von 7,5 t und einem Ladevolumen
von 5 m 3 (gehäuft ISO 6483) zu sehen.
Der neue Kompaktlader »SVL75-3« wurde
erst vor wenigen Monaten vorgestellt.
Isabelle Leonard, Marketing-Managerin
bei Kubota Baumaschinen, freute sich
sichtlich darüber, dass die Maschine nun
auf der Demopark zu sehen war.
40 Juli 2025
Verkehrswegebau
Die M & R Maschinen- und Fahrzeughandel GmbH, »Red-
Rhino«-Generalimporteur, hat einen breiten Auszug aus
Produkten der Recyclingtechnik gezeigt, angefangen bei
Anbauwerkzeugen bis zur mobilen Brechanlage.
Magni war auf der diesjährigen Demopark zum ersten Mal mit einem
eigenen Stand vertreten. Dementsprechend zeigte das Unternehmen
einen breiten Auszug aus dem aktuellen Teleskopstaplersortiment
mit speziellem Fokus auf die Grüne Branche.
Thomas Sterkel, Geschäftsführer der MultiOne Deutschland GmbH, stellte die Leistungsfähigkeit
des »8.4 TurboS« eindrucksvoll unter Beweis. Der Multifunktionslader verfügt über eine Hubkraft
von 1,47 t und einen 18,4 kW starken Dreizylinder-Rehlko/Kohler-Motor vom Typ »KSD 1403 TCA«.
Verkehrswegebau
Oest Lubricants erhielt in Eisenach für sein biologisch
leicht abbaubares Hydrauliköl »Oest Bio Synthetik HYD
46 HEPR« die Demopark-Silbermedaille. Im Fokus standen
zudem Produkte wie die Kraftstoffe »Oecomix 2T« und
»Oecokraft 4T« sowie der HVO-Diesel »Oecopower D«.
OilQuick hat seinen Tiltrotator »OQTR-E19« für mittlere
Bagger und Baggerlader der Gewichtsklasse 14 bis 19 t
am Messestand schick in Szene gesetzt.
JULI 2025
41
2
HUB- & HEBETECHNIK
Mit der Performance des neuen
Liebherr-Krans »340 EC-B 16« auf
der Großbaustelle in Pilsach ist Klebl
offenbar sehr zufrieden.
L BEUTLHAUSER
Update für Kranflotte
BEUTLHAUSER – KLEBL
Eine Großbaustelle in Pilsach in der Oberpfalz markiert den praktischen Start
der Kranflottenerneuerung: Die Unternehmensgruppe Klebl mit Stammsitz
in Neumarkt errichtet seit Herbst 2024 für einen Lebensmittel-Großhändler
eine neue Niederlassung mit Büro- und Verwaltungsräumen sowie einem
Lebensmittelgroßhandelslager mit 40 600 m 2 Fläche. Bei diesem Projekt
feiert ein Liebherr-Kran »340 EC-B 16« seine Baustellenpremiere.
Zweiter Kran
Ende Januar wurde ein zweiter
Kran des Typs »340 EC-B 16« von
Beutlhauser an Klebl ausgeliefert.
Der Flat-Top-Kran markiert den Auftakt eines
Modernisierungsprozesses. Klebl erneuert
in Zusammenarbeit mit Beutlhauser in Rednitzhembach
den bisherigen Kranbestand. Vier Liebherr-Obendreherkrane
des Typs »280« werden nach
und nach gegen aktuelle Modelle ausgetauscht. »Es
sind immer öfter größere Reparaturen angefallen,
zudem ist die Ersatzteilbeschaffung schwierig geworden«,
sagt Patrick Ferstl aus dem Zentralmagazin.
Hohe Flexibilität steigert Wirtschaftlichkeit
Die Entscheidung für das Modell »340 EC-B 16« fiel
nach einer umfassenden Analyse. Die Projekt- und
Bauleiter definierten gemeinsam mit weiteren Verantwortlichen
des Unternehmens, welche Anforderungen
die neuen Krane erfüllen sollen. Gesucht
wurden verlässliche und vielseitig einsetzbare Modelle.
»Mit einer Tragfähigkeit von bis zu 16 t können
wir einen Großteil unserer Baustellen im Rohbau
mit dem ›340 EC-B 16‹ abwickeln«, so Ferstl.
Gesteigert wird das Einsatzspektrum, weil sich
der Flat-Top-Kran mit dem bestehenden Turmsystem
kombinieren lässt. »Wir können den Kran also
in unterschiedlichen Hakenhöhen und Konstellationen
aufbauen – das war ein wichtiger Punkt
für uns.« Mit der zügigen Montage und Demontage
sowie der optimierten Transportfähigkeit durch
das geringe Außenmaß des Krans nennt Ferstl zwei
weitere Pluspunkte. Die Flat-Top-Krane sind zudem
komfortable Arbeitsplätze. Besonderer Wert wurde
auf mehr Platz, gute Sicht, Komfort und das Klimakonzept
gelegt. Das kommt gut an. »Unser Kranfahrer
freut sich über den Kran. Und auch unsere Monteure
sind begeistert von der Technik. Wenn ein
neuer Kran kommt und zum ersten Mal aufgebaut
wird, ist das immer ein Highlight«, schildert Ferstl.
Noch nicht das Ende: weiterer Kran steht bereit
Die positiven Rückmeldungen bestärken Klebl in
der Entscheidung, die Flotte weiter zu modernisieren.
Ende Januar wurde ein zweiter »340 EC-B 16«
von Beutlhauser an Klebl ausgeliefert. Die Investition
in neue Maschinen ist für Klebl, gerade in
wirtschaftlich herausfordernden Zeiten, gleichbedeutend
mit einer Investition in die Zukunft. Das
mittelständische inhabergeführte Unternehmen
wurde 1890 gegründet und steht für eine langfristige
Perspektive. Inzwischen beschäftigt Klebl
mehr als 1 450 Mitarbeiter und ist in den Bereichen
Bau, Fertigteilwerke und Handel überregional tätig.
»Den Schwerpunkt unserer Angebotspalette
bilden seit vielen Jahren schlüsselfertige Projekte
im Wirtschaftsbau mitsamt Innenausbau und
Außenanlagen«, stellt Geschäftsführer Bernhard
Müller heraus. Die Zusammenarbeit mit Beutlhauser
besteht seit Jahrzehnten und umfasst neben
dem Kauf von Baumaschinen auch die Bereiche
Baugeräte, Miete und Service.
d
42
Juli 2025
Hub- & Hebetechnik
Der »Wolff 550 B« kommt
standardmäßig mit
flexibel montierbarer
Kabine auf den Markt.
WOLFFKRAN (2)
L WOLFFKRAN
Hoch hinaus mit dem neuen »Wolff 550 B«
Die weltweit starke Nachfrage
nach großen Kranen prägt seit
Jahren die Produktentwicklungsstrategie
von Wolffkran
und spiegelte sich auch in den
Exponaten der diesjährigen
Bauma wider. Komplettiert
wurde das fünfköpfige »Bauma-Rudel«
mit einem neuen
starken Wipper: dem »Wolff
550 B«, der sich besonders
durch hohe Traglasten und
Flexibilität auszeichnet.
Der neue »Wolff 550 B«
kommt zunächst mit einer
110-kW-Hubwinde auf den
Markt, die maximal 30 t Tragfähigkeit
im Zweistrang-Betrieb
und 15 t im Einstrang-Modus ermöglicht.
An der Spitze seines
maximal 65 m langen Auslegers
hebt er 5 t. »Diese Traglasten sind
in dieser Kranklasse im Wettbewerbsvergleich
führend«, so Mohamed
Abouelezz, Head of Business
Development and Product
2,3-m-Turmanschluss, mit dem
frei stehende Höhen bis knapp
52 m möglich sind. Stellt man
ihn auf einen 2,9-m-Turm, kann
er bis zu 82,2 m ohne Anbindung
in die Höhe wachsen, was ihn
auch ideal für Hochhausprojekte
mache. Passend dazu lasse er
sich optimal mit Wolffkrans Innenkletterwerk
»KSH 23« kombinieren.
Dieses ermöglicht, den
Kran in nur einer Kletterphase
um fast 27 m zu klettern, was
dem Bauvorgang wieder heruntergeklettert
werden, ein großer
Pluspunkt. Auf der Bauma gab es
deshalb eine weitere Premiere zu
sehen: Um die »Flex Cab« zu demonstrieren,
war der »Wolff 550
B« der erste Kran, der mit zwei
Kabinen ausgestellt wurde.
j
Management. »Und wir setzen
den Zeitaufwand reduziert und
Ende des Jahres sogar noch ei-
die Kosten senkt.
nen drauf und bringen den ›550
30
Tonnen
Der neue »Wolff 550 B«
kommt zunächst mit einer
110-kW-Hubwinde auf den
Markt, die maximal 30 t
Tragfähigkeit im Zweistrang-Betrieb
ermöglicht.
B‹ mit einer stärkeren Hubwinde
auf den Markt, mit der der Wipper
maximal 36 t im Zwei strang-
Betrieb heben kann. Daneben
wird es noch eine US-Version mit
132 kW-Hubwinde geben.«
Schnell gehoben und geklettert
Der »Wolff 550 B« kommt auf einen
Hakenweg von 920 m (Einstrang)
bzw. 460 m (Zweistrang)
Flexibilität auch in den Details
Endgültig Hochhaus-Baustellen-tauglich
wird der neue Wipper
durch die »Flex Cab«-Kabine,
die wahlweise rechts oder
links am Kran montiert werden
kann. Was bisher nur auf Sonderwunsch
des Kunden angeboten
wurde, wird beim »Wolff 550
B« nun erstmalig zur Standardausstattung.
Die flexibel mon-
und eine Arbeitsgeschwindigkeit
bis zu 200 m/min. Zudem verfügt
er standardmäßig über einen
tierbare Kabine erleichtert die
Baustellenplanung und ist besonders
bei Kranen, die nach
Der »Wolff 550 B« erweitert das Portfolio
im 500-mt-Bereich und feierte auf der
Bauma seine Premiere.
Hub- & Hebetechnik Juli 2025 43
MESSE MÜNCHEN
Bei Liebherr gab es auf
der Bauma einen wahren
»Kranwald« zu sehen.
L LIEBHERR
Kran-Kraftpakete
gehen smarte Wege
Im Segment der Turmdrehkrane sowie der Mobil- und Raupenkrane hat Liebherr
auf der Bauma so ziemlich alles aufgefahren, was Rang und Namen hatte.
Im Kern ging es um zwei Dinge: Zum einen sollten neu- und weiterentwickelte
Krane gezeigt werden. Zum anderen setzte die Firmengruppe darauf, die digitalen
Tools in den Mittelpunkt zu rücken, die nicht nur für höhere Produktivität,
sondern insbesondere für mehr Sicherheit, Präzision und bessere Handhabung
stehen. Das bauMAGAZIN hat sich auf der Bauma im Detail damit beschäftigt.
Dan Windhorst
In München konnte man sich »krantechnisch«
schlichtweg nicht satt sehen: Liebherr hatte eine
Vielzahl an Exponaten im Gepäck, stellte gleichzeitig
aber auch zahlreiche digitale Tools vor. Die Projektabteilung
»Tower Crane Solutions« hat hierfür
gute Beispiele aufgeführt: Sie bietet Lösungen für
Groß- und Sonderprojekte sowie für Sonderanwendungen.
Dazu zählen insbesondere Einsätze von
Liebherr-Turmdrehkranen in Minen und im Berg-
bau, in Schiffswerften sowie im Kraftwerks- und Anlagenbau.
Die digitale, CAD-gestützte Baustellenplanung
vernetzt unterschiedliche Kompetenzbereiche
für die optimale Lösungsfindung, wie Konstruktion,
Statik, Produktion, Verkauf, Vermietung und Service.
Ein internationales Trainingsangebot macht die Teilnehmenden
fit für die Arbeit mit ihrem neuen Gerät.
Angeboten wird eine Kombination aus digitalen
Lernlösungen und dezentralen Trainings vor Ort.
Mehr als 30 Trainer sind für die Schulungen an den
Liebherr-Turmdrehkranen im Einsatz.
Zentraler Datenzugriff
Die Plattform »MyLiebherr« hingegen bietet einen
zentralen Zugriff auf verschiedene Anwendungen
wie den Ersatzteilkatalog, digitale Preislisten
und den »Tower Cranes«-Shop inklusive der
44
Juli 2025
Hub- & Hebetechnik
Verfügbarkeiten von Ersatzteilen. Auch das »Tower
Crane«-Portal mit allen relevanten Dokumentationen
ist über die Plattform »MyLiebherr« erreichbar.
Neben Betriebsanleitungen und Schaltplänen
sind dort auch Serviceinformationen, technische
Informationen und Produktpräsentationen auf einen
Klick verfügbar. Detailliertere Informationen
zu den einzelnen Kranmodellen wie Ersatzteillisten
und Konformitätserklärungen sind ebenso digital
einfach abrufbar. Mit »Liebherr Connect« ist
der Zugang zu Maschinen- und Prozessdaten einfach
möglich. Die intelligente Maschinenvernetzung
schafft einen unkomplizierten Zugang zu digitalen
Lösungen und Services und einen effizienten
Datenaustausch. Für die Liebherr-Turmdrehkrane
können Services wie eine übergreifende Planung,
effizientes Ausführen und eine treffsichere Analyse
der Daten genutzt werden.
»Crane Finder« – neue Features
Den richtigen Kran für einen bevorstehenden
Hub finden und optimal rüsten – dabei soll nach
Ansicht von Liebherr der »Crane Finder« helfen.
Durch die schnelle und einfache Eingabe von wenigen
Daten wie Last, benötigter Höhe und gewünschter
Ausladung gibt der »Crane Finder« eine
ganze Reihe von möglichen Geräten aus. Dabei
bevorzugt die Anwendung den kleinstmöglichen
Kran mit niedrigster Konfiguration und schlägt als
Erstes die eigenen Krantypen vor, die vom Kunden
über »MyLiebherr« registriert wurden. Eine neue
Funktion des »Crane Finders« bietet nun die Möglichkeit,
die Kranauswahl noch genauer auf den
Einsatz abzustimmen: Weiß der Kranfahrer beispielsweise,
dass der Einsatzort beengt ist, kann
er eine kleine Abstützung
wählen.
Neu ist auch das Einfrieren
von ausgewählten
Eingaben. So bleibt
beispielsweise die kleine
Abstützung erhalten, selbst wenn andere Parameter
verändert werden. Auch mit Blick auf das Kranportfolio
gibt es ein Update: Seit Ende der Bauma
können User ihre Einsätze im »Crane Finder« mit
Liebherr-Mobilbaukranen (MK) planen. Der »Finder«
ist kostenlos und für alle Liebherr-Mobil- und
-Raupenkrane verfügbar.
»LR 1300«: Unplugged-Version
Abseits von digitalen Tools und neuen Servicelösungen
hat Liebherr natürlich auch tonnenschweren
Stahl vorgestellt. Ein Highlight, das der
Redaktion direkt ins Auge fiel, war der Raupenkran
»LR 1300«, der laut Liebherr in diesem Jahr sein
18-jähriges Jubiläum feiern durfte. Zur Bauma stellte
die Firmengruppe das 300-t-Modell aber erstmals
als batteriebetriebene Unplugged-Version mit
den Vorteilen von »Zero Emission« vor. Durch das
Derrick-Ballastsystem wird das Anwendungsspektrum
des neuen Krans deutlich erweitert. Eine Vielzahl
an digitalen Assistenzsystemen und Bodendruck-Reduktionsplatten
soll hierbei für höchstmögliche
Sicherheit im Betrieb sorgen. Der »LR
1300.2 SX unplugged« wird von einem 438 kW starken
Elektromotor angetrieben und kann dank einer
392-kWh-Batterie je nach Anwendung bis zu
13 Stunden ohne Stromnetzanschluss, also unplugged,
betrieben werden. In Abhängigkeit von der
verfügbaren Infrastruktur auf der Baustelle dauert
der vollständige Ladevorgang der Batterie 4,5 bis
8,5 Stunden. Der Kranbetrieb kann währenddessen
wie gewohnt fortgesetzt werden. Ob ein- oder
ausgesteckt, die Leistung und das Anwendungsspektrum
bleiben unverändert. Ein herausragendes
Merkmal der Unplugged-Modelle ist »Zero
Emission«. Sie verursachen laut Liebherr-Experten
keine Abgase und sind sehr leise. Damit treffen
sie vor allem in lärmempfindlichen und
urbanen Regionen den richtigen
Ton und finden Anklang
Auch im Segment der Mobilkrane zeigte
Liebherr neue Modelle auf – darunter
etwa den »LTM 1150-5.4«: Der neue
Fünfachser glänzt mit hochmoderner
Technik sowie verändertem Krandesign.
LIEBHERR (3)
Hub- & Hebetechnik Juli 2025 45
Auf der Bauma durften sich die
Fachbesucher ein Bild vom »Crane
Planner 2.0« machen und erfuhren,
wie Kranarbeiten künftig einfacher und
vor allem sicherer ablaufen können.
bei Baustellenpersonal und Anwohnern. Für besonders
schwere Hebeeinsätze und lange Auslegerkombinationen
können die Traglasten des »LR
1300.2 SX unplugged« durch die Derrickausrüstung
verbessert und das Anwendungsspektrum erweitert
werden. Eine Feinabstufung des Schwebeballastes
ist ohne Hilfskran möglich. Der neue Raupenkran
kann mit sieben verschiedenen Auslegerkonfigurationen
bis zu einer maximalen Auslegerlänge von
169 m ausgerüstet werden. Auf der Bauma war der
»LR 1300.2 SX« mit einem 20-m-Haupt- und einem
verstellbaren 20-m-Nadelausleger zu sehen.
Mobilkran mit neuer Steuerung
Zweifelsohne spielten in München auch die Mobilkrane
eine tragende Rolle. Mit dem »LTM 1150-5.4«
stellte Liebherr beispielsweise die neuste Generation
des 150-Tonners vor. Zur Erklärung: Im Zuge der
Einführung der neuen Steuerung »Liccon3« wurde
der bewährte »LTM 1150-5.3« nunmehr weiterentwickelt.
Der neue Fünfachser glänzt laut Liebherr
aber nicht nur mit seiner Technik, sondern auch
mit verändertem Krandesign. Darüber hinaus erhielt
der »LTM 1150-5.4« neue Fahrerassistenzsysteme
zur Erhöhung der Fahrsicherheit im Straßenverkehr.
Begutachten konnte die bau MAGAZIN-
Redaktion den »LTM 1150-5.4« direkt am Liebherr-Stand.
Die Kransteuerung »Liccon3«
Mit der inzwischen dritten Generation der »Liccon«-Steuerung
(steht für Liebherr Computed Control)
möchte der Hersteller bewährte Bedienkonzepte
auf ein neues technologisches Niveau heben
– komplett neue Software und Programmiersprache,
schnellerer Datenbus, deutlich mehr Speicherplatz
sowie höhere Rechnerleistung. Für Kranfahrer
bleibt die Umstellung kinderleicht: Das vertraute
Bedienkonzept sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert,
sodass der Wechsel zur neuen Steuerung
nahtlos gelingen soll.
Bewährte Hardware-Komponenten wie beispielsweise
die mobile Bedien- und Anzeigeeinheit
»BTT« wurden übernommen. Durch die
Touch-Funktion auf dem neuen großen Display in
der Oberwagenkabine ist die Bedienbarkeit nun
noch einfacher und komfortabler. Die Darstellung
der Anzeigen wurde überarbeitet und vereinfacht.
»Ein echter Alleskönner«
Mit seinem 66 m langen Teleskopausleger reiht sich
der 150-Tonner in die Liga der 200-t-Klasse ein und
überzeugt laut Aussage des Herstellers mit »herausragenden
Tragkräften, sowohl in steiler Stellung
als auch bei großer Ausladung«. Bei maximal
ausgefahrenem Teleskopausleger hebt der »LTM
1150-5.4«noch 9,1 t. Damit soll er optimal für die
Montage von Turmdrehkranen und Funkmasten
geeignet sein. Auf der Baustelle ist der wirtschaftliche
Fünfachs-Mobilkran sofort einsatzbereit, denn
bei 60 t Gesamtgewicht führt er bereits 9 t Ballast
mit. Damit kann er viele Jobs erledigen, ohne dass
zusätzliche Fahrzeuge für den Transport von Ballast
eingesetzt werden müssen.
d
Größter »Hexenbesen« der Welt
Im malerischen Rothesütte,
nahe der Grenze zu Niedersachsen,
wurde der höchste
Aussichtsturm im Harz errichtet
– in Form des »größten
Hexenbesens der Welt«. Für
die anspruchsvollen Hebearbeiten
auf der Baustelle kam
ein Liebherr-Turmdrehkran des
Typs »340 EC-B 16« zum Einsatz,
der mit einer Hakenhöhe
von 57,5 m und einer Ausladung
von 40 m beeindruckt.
Die Baustelle im deutschen Rothesütte stellte den
Liebherr-Kran der Firma Hüffermann vor besondere
Herausforderungen. Die Zufahrt zum Standort war
schwierig, was eine präzise Planung und Durchführung
der Arbeiten erforderte. Der Liebherr-Kran hob die 12,5 t
schweren Stahlkränze der künftigen Aufzugsröhre auf
den Betonsockel des Turms. Insgesamt wurden rund
2 560 Stahlteile verbaut und mehr als 22 300 Schrauben
verwendet, um die 452 t schwere Stahlkonstruktion
zu realisieren. Der Einsatz des Liebherr-Krans war entscheidend
für den Fortschritt des Projekts. Seine hohe
Tragfähigkeit und Flexibilität ermöglichten es, die komplexen
Anforderungen der Baustelle zu meistern. Der
»340 EC-B 16« wurde Ende 2024 demontiert, nachdem
die letzten Stahlbauteile erfolgreich eingebaut worden
waren. Der Aussichtsturm stellt eine Hauptattraktion
im Harz dar und bietet eine Erlebniswelt mit interaktiver
Ausstellung, welche die Besucher in die faszinierende
Welt der Hexen und Mythen entführt. Der Turm wird Teil
des Wanderweges »Harzer Hexenstieg« sein und somit
eine wichtige Ergänzung für den Tourismus in der Region
darstellen. Das Projekt »Harzer Hexenreich« wird mit
Der Liebherr-Kran »340 EC-B 16« beim Heben der Stahlbauteile.
einer Förderung von 10,1 Mio. Euro vom Land Thüringen
unterstützt und soll im Laufe des Jahres abgeschlossen
sein. Der Aussichtsturm erreicht eine Gesamthöhe von
etwa 70 m und bietet den Besuchern einen spektakulären
Panoramablick über die Harzer Wälder, Wiesen und
Berge bis hin zum Wurmberg und Brocken.
d
46 Juli 2025
Hub- & Hebetechnik
Das Jandt-Team in Aktion: Hier bei der
Entladung von Windkraftkomponenten,
wo zwei 250-t-Krane synchron arbeiten
und höchste Präzision erforderlich ist.
keiten, Nachwuchsförderungen und Benefits im Job.
Das Ergebnis: Wir sind ein eingeschworener Haufen,
der in jedem Projekt 100 Prozent Leistung bringt.«
75 Jahre Innovationsfreude
Nach der Gründung 1950 wurde bereits in den
60er-Jahren der Einstieg ins Kranunternehmen
vollzogen. Heute ist Jandt auf vielen Arbeitsfeldern
tätig: im Hoch- und Tiefbau, der Baukranmontage,
Industriemontage und Betonmontage, im Freileitungsbau,
der Infrastruktur, der Maschinenlogistik,
der Windkraft, Klima- und Lüftungstechnik und im
Stahlbau. Für all diese Bereiche ist das Unternehmen
laut eigener Aussage aufgrund kontinuierlicher
Investitionen in modernste Krantechnik und
regelmäßiger Schulungen seiner Mitarbeiter bestens
aufgestellt.
L JANDT
Familienunternehmen
feiert 75-jähriges Jubiläum
Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, bereits mehrfach grüne Krane erblickt zu haben,
auf denen der markante Schriftzug »Jandt« zu lesen ist. Denn das Familienunternehmen
aus Bielefeld ist seit 1950 am Markt vertreten und hat seither unzählige
Baustellen mit Kranlösungen versorgt. Gegründet als Fuhr- und Baggerunternehmen,
ist Jandt heute als einer der führenden Anbieter für Kranarbeiten in
Ostwestfalen und dem südlichen Niedersachsen tätig. In diesem Jahr feiert Jandt
sein 75-jähriges Jubiläum – und blickt dabei zuversichtlich in die Zukunft.
250
Tonnen
Die Flotte beginnt beim 40-t-Kran
und geht über verschiedene Lade-,
City-, Mobilbau- sowie Teleskopsowie
Mobilbaukrane und reicht
bis in die Größenklasse von 250 t.
Immer dann, wenn Unternehmen ein stolzes Jubiläum
wie dieses feiern dürfen, ist die Frage naheliegend,
wie eine solche Erfolgsgeschichte gelingen
konnte. Angesichts der zahlreichen Herausforderungen,
die auch Jandt in diesem Dreivierteljahrhundert
erlebt hat, braucht es dazu in erster Linie
viel Kraft und Ausdauer – vor allem aber die richtigen
Mitarbeiter. Jens Lübeck, einer der beiden
Jandt-Geschäftsführer: »Unser starkes Team macht
den Unterschied. Wir haben Mitarbeitende, die vom
Berufseinstieg bis zur Rente bei uns sind. Diese Erfahrung,
die sich dabei ausbildet, das Fachwissen
ist unschätzbar. Wir fördern diese enge Mitarbeiterbindung
mit Weiterbildung, Aufstiegsmöglich-
JANDT
Vielseitig aufgestellt
Mit einem Fuhrpark von 25 Mobilkranen, größtenteils
vom deutschen Marktführer Liebherr, wird ein
breites Portfolio abgedeckt. Die Flotte beginnt beim
40-t-Kran und geht über verschiedene Lade-, City-,
Mobilbau- sowie Teleskopkrane und reicht bis in die
Größenklasse von 250 t. Auf eines ist man bei der
Jandt Kranvermietung allerdings besonders stolz:
die Flotte der Mobilbaukrane. Sie besteht aus je zwei
Liebherrmodellen des Typs »MK 88« und »MK 140«,
die Weiten bis zu 65 m überwinden können. Diese
Fahrzeuge sind auch überregional im Einsatz. So
sei es laut Jandt nicht ungewöhnlich, dass man sogar
in Hamburg oder Köln auf einen der grünen
Jandt-Krane trifft. Besonderen Wert legt man bei
Jandt auf einen effizienten Projektablauf und umfassende
Planungs- und Begleitdienstleistungen. Ein
Beispiel dafür ist die Schwertransport-Begleitung,
die mit drei eigenen »BF3«-Fahrzeugen und qualifiziertem
Personal durchgeführt wird. Auch spezialisierte
Beratung für individuelle Anforderungen
sowie komplexe Hebeprojekte stehen für Jandt auf
der Tagesordnung.
Großes Jubiläumsevent
So hat sich das Unternehmen, das in den Händen
der Familien Diercks und Lübeck liegt, kontinuierlich
weiterentwickelt. Neben dem Stammsitz in Bielefeld-Quelle
gibt es heute Niederlassungen in Bad
Salzuflen, Detmold, Gütersloh und Holzminden, an
denen insgesamt 35 Mitarbeitende tätig sind. Auch
die Weichen für die Zukunft sind gestellt: Zum Jahresbeginn
gab es einen weiteren Generationswechsel.
Sven Diercks und Jens Lübeck sind in die Geschäftsführung
aufgerückt und werden das Unternehmen
weiter ausbauen. Und abschließend muss
natürlich die Frage geklärt werden, wie Jandt sein
Jubiläum gebührend feiern wird: Mit einem großen
Jubiläumsevent im September, zu dem Mitarbeitende,
Kunden und Partnerunternehmen eingeladen
werden, soll sowohl auf das Vergangene als auch auf
die Zukunft geblickt werden. Etwa 150 Gäste werden
zum 75-Jahr-Jubiläum erwartet.
d
Hub- & Hebetechnik Juli 2025 47
RUTHMANN
Bereits auf der Bauma stieß
die neue Raupenarbeitsbühne
»Bluelift SA 20« auf großes Interesse
bei den Fachbesuchern.
L RUTHMANN
Markteinführung für
Raupenarbeitsbühne »Bluelift SA 20«
Mit der »Ruthmann Bluelift SA 20« erweitert Time Europe
sein Portfolio um eine besonders kompakte und leistungsstarke
Raupenarbeitsbühne mit 20 m Arbeitshöhe. Das neu
entwickelte Modell feierte seine Premiere auf der Bauma
in München und stieß dort auf großes Interesse.
Das erste Seriengerät, lackiert
in auffälligem Gelb, wurde
direkt im Anschluss der Münchener
Weltleitmesse an den italienischen
Arbeitsbühnenvermieter
Nolo Rico ausgeliefert.
Gleichzeitig heißt es seitens des
Unternehmens, dass sich bereits
weitere Geräte in der Produktion
befinden. Auffällig war das Interesse
an der Neuentwicklung auf
der Bauma. Aufgrund frühzeitiger
Planung stehen laut Unternehmensmitteilung
bereits erste
Maschinen ab Juli und August
zur kurzfristigen Verfügung
– lange Wartezeiten sollen somit
entfallen. Die »Bluelift SA 20«
soll mit einer seitlichen Reichweite
von bis zu 10,60 m, einer
Korblast von 250 kg sowie einer
Fahrwerksbreite von nur 80 cm
überzeugen. Auch die kompakte
Abstützung und das intuitive
Bedienkonzept sollen sie zur optimalen
Lösung für Einsätze auf
engem Raum und bei schwierigen
Bodenverhältnissen machen.
Kompakt und vielseitig
Auffällig ist die durchdachte Konstruktion:
Kompakte Abmessungen
treffen bei der »Bluelift SA
20« auf hohe Leistungsfähigkeit.
Ob in engen Innenhöfen, zwischen
Gebäuden oder auf unebenem
Gelände – die »SA 20« ist
ZAHLEN
Raupenarbeitsbühne »Bluelift SA 20«
Arbeitshöhe (m) bis zu 20
Seitliche Reichweite (m) 10,6
Korblast (kg) 250
Baulänge (m) 4,96
Breite (cm) 80
Abstützhöhe (m) bis zu 0,67
laut Hersteller »der ideale Begleiter
für anspruchsvolle Einsätze
unter schwierigen Bedingungen«.
Zu den weiteren Leistungsdaten:
Aufgrund der kompakten
Baulänge von 4,96 m
eignet sich die neue Lösung ideal
für den Transport mit einem
Standardanhänger.
Überdies
verfügt die Maschine über eine
schmale Breite von nur 80 cm –
damit passt sie durch nahezu jede
Tür. Der Hersteller gibt außerdem
eine Abstützhöhe von bis zu
0,67 m an, was sich demnach gut
für un ebenes Gelände sowie Neigungen
eignet. Die Abstützbreite
beträgt hingegen 2,99 m.
d
48
Juli 2025
Hub- & Hebetechnik
L BÖCKER MASCHINENWERKE
»Super-Lift«-Transportbühnen
jetzt baumustergeprüft
Als Hersteller von
Höhenzugangstechnik
stellt Böcker aus Werne im
Bereich der Transportbühnen
eine laut Unternehmen
»bahnbrechende Neuerung«
vor: Aufgrund innovativer
Sicherheitsmaßnahmen
böten die »Super-Lift MX«-
und »LX«-Bühnen nun ein
erweitertes Transportvolumen
bis zwölf Personen und eine
höhere Fördergeschwindigkeit
bis 24 m/min bzw. 40 m/min
für den Personentransport.
Die entsprechenden
EG-Baumusterprüfungen sind
erfolgreich abgeschlossen.
Wichtige
Vorteile
Die erfolgreiche Baumusterprüfung
nach EG-Richtlinie
ermöglicht nicht nur eine erhöhte
Personenanzahl, sondern erlaubt
auch eine schnellere Fördergeschwindigkeit
und damit insgesamt
eine größere Materiallast.
Die neue Zulassung markiert laut Böcker »einen
bedeutenden Schritt für die gesamte Branche«.
Sie erlaube künftig nicht nur den schnelleren und
effizienteren Personentransport, sondern ermögliche
auch eine spürbare Steigerung der Transportkapazitäten
für Materialien – ein klarer Wettbewerbsvorteil
für Bauunternehmen und Betreiber. Mit über
1 000 Einheiten deutschlandweit zählen Transportbühnen
zu den meistgenutzten Höhenfördermitteln
auf Baustellen. Insbesondere bei Gebäuden mittlerer
Höhe zwischen 20 und 50 m kommt ihnen eine
zentrale Rolle beim Personen- und Material-Transport
zu. Doch ein genauer Blick auf die eingesetzten
Systeme zeigt hier erhebliches Einsparpotenzial.
Die weit verbreiteten Standard-Transportbühnen
erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 12 m/min
im Personen-Transportmodus und transportieren
maximal sieben Personen. Gerade bei mittelhohen
Gebäuden liegt der Fokus aber deutlich auf dem Materialtransport,
sodass die Zeiten für den Personentransport
nach Möglichkeit zu minimieren sind. Ein
praktisches Rechenbeispiel verdeutlicht laut Böcker
das Potenzial: Auf einer Beispielbaustelle mit 40 Mitarbeitern,
die täglich sechsmal auf und von einer Arbeitshöhe
von exemplarisch 24 m transportiert werden
( inkl. Zwischenhalten und Be-/Entladen), ist eine
Standardbühne rund 3,6 Stunden täglich rein für
den Personentransport belegt. Dadurch verbleiben
lediglich 8,4 Stunden für den Materialtransport, in
denen durchschnittlich 58 Materialfahrten pro Tag
möglich sind.
Effizienzvorsprung durch
höhere Transportleistung
Die Böcker-»Super-Lift MX«- und -»LX«-Transportbühnen
bieten nach Ansicht des Herstellers deutliche
Vorteile und schaffen zusätzliche Kapazitäten
für den Materialtransport. Sie ermöglichen mit bis
zu 24 m/min die doppelte Geschwindigkeit für bis zu
zwölf Personen im Fahrkorb. Im gleichen Szenario
sinkt die Zeit für den Personentransport dadurch
auf nur 1,2 Stunden täglich. Somit stehen 10,8 Stunden
für den Materialtransport zur Verfügung. Aufgrund
der konstant hohen Fördergeschwindigkeit,
egal ob mit oder ohne Personen, lassen sich bis zu
81 Materialfahrten pro Tag realisieren, wie Böcker
klarstellt. In Summe bedeute das eine um 29 Prozent
höhere Transportleistung für Materialien, selbst bei
diesem konservativ gerechneten Beispiel. Für Bauherren
ergebe sich daraus ein direkter Vorteil: Höhere
Transportkapazitäten schaffen Reserven, nicht
BÖCKER
Aufgrund erfolgreicher Baumusterprüfungen fahren die
Böcker-»Super-Lift«-Bauaufzüge jetzt beim Personentransport
deutlich schneller und befördern bis zu zwölf Personen.
nur in puncto Baufortschritt, sondern für die Terminplanung.
Die erhöhte Pufferkapazität senkt das
Risiko, dass unerwartete Verzögerungen zu einem
Dominoeffekt auf der gesamten Baustelle führen.
Mehr Sicherheit, größere Planbarkeit und letztlich
ein klarer Beitrag zur Termintreue sind das Resultat,
wie Böcker mitteilt.
Wirtschaftlichkeit für
Bauherren und Projektleiter
»Wer effizient transportiert, spart nicht nur Zeit,
sondern auch bares Geld«, betont Patrick Zengerling,
Bereichsleiter Zahnstangentechnik bei Böcker.
»Unsere Transportbühnen bieten eine einfache Antwort
auf steigenden Zeitdruck und knappe Ressourcen
auf der Baustelle.« Die erfolgreiche Baumusterprüfung
nach EG-Richtlinie ermöglicht nicht nur eine
erhöhte Personenzahl, sondern erlaubt auch eine
schnellere Fördergeschwindigkeit und damit insgesamt
eine größere Materiallast. Die neuen Zulassungen
der »Super-Lift MX«- und »LX«-Bühnen eröffnen
laut Böcker Bauunternehmen und Projektentwicklern
somit einen echten Effizienzvorsprung. »Wer
auf moderne Transporttechnik setzt, schafft nicht
nur mehr – sondern arbeitet sicherer und planbarer«,
so Böcker abschließend.
d
Hub- & Hebetechnik Juli 2025 49
Insgesamt dauerte der Einsatz
für die Tadano-Krane acht
Stunden: von morgens 6 Uhr
bis nachmittags 13 Uhr – und
war damit wie geplant an
einem einzigen Tag erledigt.
TADANO
L TADANO
Einsatz-Premiere für
Kran des Typs »AC 6.300-1«
Die »Große Vegetative Skulptur« wurde 1955 von Bernhard Heiliger – einem der
bedeutendsten deutschen Bildhauer der Nachkriegszeit – geschaffen. Eine der
fünf originalgetreuen Kopien dieses Meisterwerks hatte ihren Platz bisher in
einem Innenhof der Universitätsklinik Heidelberg auf dem Campus Neuenheimer
Feld. Da die umgebenden Gebäude umfassend saniert werden sollten, musste
die 5 t schwere Skulptur aus Sicherheitsgründen jedoch ihren angestammten
Standort verlassen und in den Skulpturenpark der Orthopädischen Klinik
am Universitätsklinikum Heidelberg in Schlierbach umziehen. Beauftragte
»Umzugsfirma« war die Weiland Kran & Transport GmbH aus Lampertheim, die
mit dem »AC 5.160-1« und dem »AC 6.300-1« dabei auf ein Tadano-Duo setzte.
Kranfahrer Alonso Domenico, der mit dem Kran
die Skulptur aus dem Innenhof herausheben sollte,
berichtet: »Für unseren brandneuen ›AC 6.300-1‹
war dieser Job seine Einsatzpremiere.« Die Maschine
kam einsatzfähig mit 80-m-Hauptausleger inklusive
Hakenflasche innerhalb der 12-t-Achslastgrenze
am Einsatzort an. Somit konnte der Genehmigungsaufwand
auf ein Minimum reduziert werden.
Aufgrund seiner transportoptimierten Gegengewichtskonfigurationen
ist der »AC 6.300-1« extrem
flexibel und konnte von Weiland bei diesem
Hub wirtschaftlich als 250-Tonner eingesetzt werden.
Damit war er immer noch ausreichend stark,
um die 5 t schwere und knapp 2 m hohe Skulptur
zu heben.
»Ein echtes Sahnestückchen«
»Der ›AC 6.300-1‹ ist eine überaus flexible Maschine,
die man für solche Hübe sehr gut nutzen kann:
Mit seinem 80-m-Hauptausleger und seiner soliden
Traglasttabelle ist der ›AC 6.300-1‹ der perfekte
Kran für effizientes Arbeiten in der Höhe oder
wenn große Reichweite gefordert ist«, erklärt Alonso
Domenico. Und Reichweite war bei diesem Job
durchaus gefragt: Denn die große Herausforderung
bei diesem Job war die Entfernung, über
die der Hub zu erfolgen hatte: Da sich die Skulptur
wie erwähnt in einem Innenhof befand, musste
der »AC 6.300-1« die inklusive Fundament und
schützender Holzverkleidung rund 5 t schwere Last
bei über 40 m Ausladung mittels Einweisern blind
über die 8 m hohe Gebäudekante heben – und das
gelang dem eingespielten Weiland-Team mit dem
»AC 6.300-1« offenbar problemlos: »Von der Bedienung
und Steuerung her entpuppte sich der ›AC
6.300-1‹ bei diesem Einsatz als echtes Sahnestückchen.
Er hat richtig gut funktioniert – so wie es
sein soll«, lobt Alonso Domenico den Kran. Wie
geplant, konnte er die Skulptur aus dem Innenhof
über die Gebäudedächer hinwegheben und hinter
einem bereitstehenden Transport-Lkw hochkant
stehend absetzen. Anschließend wurde die
50
Juli 2025
Hub- & Hebetechnik
Skulptur auf dem Boden in liegende Position gebracht
und auf die Ladefläche des Lkw gehoben.
Kran in Spezialausführung
Dieser brachte die Skulptur nach Schlierbach in
den Skulpturenpark der Orthopädischen Universitätsklinik
Heidelberg. Dort wurde die Plastik bereits
von Weiland Kranfahrer Thomas Eisenberg
mit seinem ganz speziellen Tadano erwartet. Denn
dieser verfügt über eine individuelle Ballastierung,
mit der Tadano den Kran auf Wunsch von Weiland
ausgestattet hat: Sie ermöglicht es, den 5-Achser als
Taxi-Kran mit 8,5 t Gegengewicht bei Einhaltung
der 12-t-Achslast einzusetzen. »Das war für diesen
Job einfach perfekt, weil der ›AC 5.160-1‹ mit dem
Teilballast vollkommen ausreichend für das Lastgewicht
und die Ausladung konfigurierbar war«, erklärt
Thomas Eisenberg.
Und auch sonst weiß er scheinbar nur Gutes
über seinen »AC 5.160-1« zu berichten: »Der Kran
ist sehr feinfühlig, es lässt sich alles sehr gut ein-
und aussteuern, und das Fahrgefühl ist bei Tadano
Die 1972 gegründete Weiland Kran & Transport
GmbH mit Sitz in Lampertheim zählt
mit ihren aktuell 40 Mitarbeitern zu den führenden
Unternehmen für Kranarbeiten, Hebetechnik,
Schwertransporte und Montagelogistik im gesamten
Rhein-Main-Neckar-Raum. Der Fuhrpark reicht von
Kleinkranen ab 40 t Traglast über Großkrane mit einem
Leistungsvermögen von 500 t bis hin zu Spezialkranen.
ohnehin extrem gut,« führt der routinierte Kranfahrer
aus, für den dieser Einsatz auch wegen der
perfekten Wetterverhältnisse ohne Wind ein perfekter
Arbeitstag war: Er konnte die Skulptur ganz
entspannt mit seinem »AC 5.160-1« vom Lkw abheben,
mit einer Ausladung von 28 m über die Aushubstelle
für das Fundament schwenken und dort
punktgenau ablassen. Insgesamt dauerte der Einsatz
acht Stunden. Entsprechend zufrieden zeigte
sich auch Uwe Behrendt, Projektleiter Vermögen
und Bau des Landes Baden-Württemberg: »Es
hat alles reibungslos funktioniert – so wie immer,
wenn die Firma Weiland bei uns einen Job zu erledigen
hat.«
d
80
Meter
Der »AC 6.300-1«
kam einsatzfähig mit
80-m-Hauptausleger inklusive
Hakenflasche innerhalb
der 12-t-Achslastgrenze am
Einsatzort an.
L HELI
Ein breites
Einsatzspektrum abdecken
Im Produktportfolio von Heli, dem siebtgrößten Staplerhersteller
der Welt, findet sich eine umfassende Baureihe an
Geländestaplern für den europäischen Markt, die u. a. im Bauwesen,
in Kommunen und Sägewerken zum Einsatz kommt.
HELI
Der »CPCD35« mit Vollkabine,
Allradantrieb und »Triplex«-Hubgerüst
ist der für den mitteleuropäischen Markt
wichtigste Heli-Geländestapler.
Heli bietet aktuell Geländestapler
mit Traglasten von 2 bis
5 t an, jeweils bei 600 mm Lastschwerpunktabstand.
Der serienmäßige
Duplexmast bietet
3 000 mm Hubhöhe, Triplexmasten
werden für Hubhöhen bis
zu 6 000 mm angeboten. Sämtliche
Heli-Geländestapler werden
mit Zwei- und Vierradantrieb
geliefert und werden von Kubota-Motoren
mit 35 bis 55 kW
Leistung angetrieben. Alle Stapler
sind mit Wandlergetriebe
ausgestattet und besitzen in
der Allradversion eine vollautomatische
Kupplung, welche die
Hinterachse zuschaltet, sobald
die Vorderräder durchdrehen.
Da Geländestapler in staubiger
Umgebung arbeiten, wurde
das Kühlsystem entsprechend
angepasst. Kühler und Kühlerlüfter
sind so angeordnet, dass
kein Schmutz angesaugt wird,
damit sich die Kühlerlamellen
während des Betriebs in staubiger
Umgebung nicht zusetzen.
Die gesamte Elektrik ist zudem
in IP65 ausgeführt, sodass die
Fahrzeuge auch bei Regen und
Nässe sicher arbeiten.
Leistungsstark und flexibel
Das Lastschaltgetriebe mit
Wandlerkupplung hat zwei Vorwärts-
und einen Rückwärtsgang.
Der Geländeantrieb kann
auch manuell zugeschaltet werden.
Das Hydrauliksystem hat
Heli als »Load Sensing«-System
ausgelegt. Die Bewegungen von
Hubgerüst, Gabeln und Anbau-
geräten erfolgen analog der Auslenkung
der Bedienhebel. Die
Maschinen werden ausschließlich
mit vier Steuerkreisen ausgerüstet.
Drei Steuerkreise
sind belegt für Heben, Neigen
und Seitenschieber. Ein vierter
Steuerkreis ist serienmäßig, damit
etwa ein Zinkenversteller
oder Klammern und andere Anbaugeräte
angesteuert werden
können. Die hydraulische Leistung
beträgt 160 bar, die Liefermenge
22 l/min. Die Maste werden
jeweils besonders verstärkt,
damit diese auch mit großen
Lasten eine ausreichend hohe
Verwindungssteifigkeit aufweisen.
Außerdem bieten sie ein
hohes Sichtfeld, sodass unter
anspruchsvollen Bedingungen,
z. B. in schwierigem Gelände,
genügend Durchsicht gewährleistet
werden kann.
j
Hub- & Hebetechnik Juli 2025 51
48 km
Beim Bau einer 48 km langen Brücke im
arabischen Emirat Kuwait kam ein Liebherr-Kran
»550 EC-H 40 Litronic« mit einer
Auslegerlänge von 41,5 m und 17,7 t Traglast
an der Spitze zum Einsatz. Für die Erstellung
des markanten »Hyundai«-Pylonen war der
Turmdrehkran insgesamt 18 Monate lang
im Einsatz und erreichte zum Schluss eine
Endhakenhöhe von 161 m über dem Meeresspiegel
– 129 m oberhalb des Brückendecks.
SBM_bauMAGAZIN_2020_Logo_grau_quer.pdf 1 03.05.21 08:42
LIEBHERR
3
OEM & AFTERMARKET
MAN
»MAN Engines« – eine Business Unit von MAN Truck & Bus – greift auf ein breites Portfolio modernster Motorenplattformen zurück.
L MAN TRUCK & BUS
Business Unit »MAN Engines«
für die Zukunft gerüstet
Mit der Markteinführung des »eTrucks« nimmt die Elektromobilität
bei den Nutzfahrzeugen von MAN Truck & Bus weiter
Fahrt auf. Gleichzeitig setzt die Business Unit »MAN Engines«
weiterhin auf Verbrennungsmotoren. »Wir sehen heute und
auch langfristig die Koexistenz verschiedenster Technologien
bei unseren heterogenen Kundengruppen. Trotz der
Fortschritte in der Batterietechnologie wird es Anwendungen
geben, bei denen Verbrennungsmotoren unverzichtbar sind,
da die Infrastruktur, das Maschinendesign oder die Nutzungsprofile
keine Alternativen zulassen. Für diese Kunden werden
wir weiterhin der gewohnt zuverlässige Partner und Lieferant
für modernste Antriebstechnologien bleiben«, sagt Werner
Kübler, Head of Engineering MAN Engines.
Investitionen
Neben Investitionen in einer
Höhe von nahezu 500 Mio. Euro
sollen ebenso Forschungsmöglichkeiten
für alternative
Kraftstoffe wie auch die Werksinstandsetzung
von MAN-Motoren
am Standort fokussiert werden.
Als Teil von MAN Truck & Bus
profitiert die Engines-Unit bereits
seit vielen Jahren von stetigen
Neu- und Weiterentwicklungen
des Motorenportfolios auf der
Basis neuester technologischer
Entwicklungen. Dazu zählen Reihenvier-
und -sechszylindermotoren
wie auch V8- und V12-Motoren
von 5 bis 30 l Hub raum. Diese
sind speziell ausgelegt für
Anwendungen in der Energieerzeugung,
der Land- und Bahntechnik
sowie in maritimen Anwendungen.
Darüber hinaus hat
MAN Engines das »BatteryPack«
in sein Portfolio aufgenommen,
das sowohl für mobile Maschinen
als auch für stationäre Anwendungen
vermarktet wird. MAN
Engines wird auf der im November
stattfindenden Agritechnica,
an der das Unternehmen seit vielen
Jahren teilnimmt, darüber hinaus
Neuheiten und Updates zu
seinem
Offroad-Produktportfolio
vorstellen. Zudem steht in
der Business Unit der Serienstart
der »Smart Hybrid Experience«
an, eines Hybridsystems, das einen
wichtigen Schritt in Richtung
zeitgemäßer Antriebstechnologien
darstellen soll.
Modern und zukunftsorientiert
»Das Motorenportfolio, welches
uns aktuell zur Verfügung steht,
ist moderner und zukunftsorientierter
denn je. Betrachtet man
die langen Lebenszyklen der
Produkte in unserem Geschäft,
sichern wir damit für alle aktuellen
und zukünftigen Kundengruppen
auch noch langfristig
die Bedarfe ab«, sagt Reiner Rößner,
Head of Sales bei MAN Engines.
»Die laufende technische
Weiterentwicklung und Anpassung
an die neuesten technologischen
Möglichkeiten tragen im
Wesentlichen dazu bei, dass wir
auf bestehenden Motorenplattformen
weiterentwickeln können,
um stets den neuesten Anforderungen
und Erwartungen
der Branche zu entsprechen«, ergänzt
Werner Kübler, Head of Engineering
bei MAN Engines.
Darüber hinaus stellen die
kontinuierlichen
Verbesserungen
sicher, dass die Motoren
stets den aktuellen Emissionsvorgaben
entsprechen. Zusätzlich
setzt MAN Engines die seit
Jahren andauernde Forschungs-
und Entwicklungsarbeit an Lösungen
für alternative Antriebe
und mit alternativen Kraftstoffen
fort.
Standort erweitert
Neben der Produktion von Motoren
für die konzerneigenen Nutzfahrzeuge
wie auch für die Business
Unit »MAN Engines« wurde
der MAN-Standort Nürnberg
in den vergangenen Jahren zusätzlich
in Richtung Elektromobilität
erweitert. »Das heißt aber
auch, dass wir auf dem Weg der
Transformation hin zur Elektromobilität
noch lange Zeit sehr effiziente
Verbrenner benötigen«,
sagt MAN-CEO Alexander Vlaskamp.
Mit den aktuellen Investitionen
in die neue Batteriefertigung,
die Batterieentwicklung
wie auch die Produktion des neuen
»CBE«-Konzernmotors sei der
Standort für alle Anwendungen
langfristig gut aufgestellt.
Neben diesen Investitionen
in einer Höhe von nahezu
500 Mio. Euro sollen ebenso Forschungsmöglichkeiten
für alternative
Kraftstoffe wie auch
die Werksinstandsetzung von
MAN-Motoren am Standort fokussiert
werden. »Nach mehreren
Jahren der Transformation
sind wir wirklich gut gerüstet, um
für alle unsere Kundengruppen
die heutigen Bedarfe wie auch die
Bedürfnisse der Zukunft zu bedienen«,
sagt Matthias Meindl, Leiter
Produktion Komponente der
MAN Truck & Bus.
d
54
Juli 2025
OEM & Aftermarket
L SEW-EURODRIVE
Aller guten Dinge
sind drei... Millionen
Das Unternehmen SEW-Eurodrive lieferte im Frühjahr den dreimillionsten
»DRN«-Motor an einen Kunden in Deutschland aus, global
sind es sogar schon mehr als 14 Mio. Stück. Für die weltweite
Gesamtzahl dieser »IE3«-Motoren lässt sich mit guter Schätzung
eine Reduzierung der Energiekosten bei Nutzern und Betreibern
von mehr als 2,3 Mrd. Euro ausrechnen.
14
Millionen
Insgesamt wurden weltweit schon
mehr als 14 Mio. »IE3«-Motoren
erfolgreich eingesetzt.
Im Mai übergab SEW-Eurodrive
den dreimillionsten »IE3«-Motor
der »DRN«-Baureihe an die
Masa GmbH in Andernach. Mit
dem Kegelradgetriebemotor des
Typs »KA37 DRN71MS4« setzt
dieser Kunde, der Maschinen
und Anlagen für die Baustoffindustrie
herstellt, laut eigener
Aussage »schon lange auf die
Qualität, Sicherheit und Liefertreue
von SEW-Eurodrive«. Masa
entwickelt und fertigt maßgeschneiderte
Lösungen für die
Herstellung von Porenbeton-
und
Kalksandsteinelementen
sowie Betonprodukten in Form
von Hohlblocksteinen, Bordsteinen,
Pflastersteinen und weiteren
Erzeugnissen für den Garten-
und Landschaftsbau. Dabei sind
SEW
Patrik Menges (zweiter v. l.), Vertriebsleiter von SEW-Eurodrive Deutschland, übergibt
den dreimillionsten »IE3«-Motor in Deutschland an die Masa GmbH in Andernach.
der Individualität der Produkte
in Form, Farbe und Größe praktisch
keine Grenzen gesetzt. Seit
2015 verkauft SEW-Euro drive
Energiesparmotoren der Baureihe
»DRN« in der Premium-Efficiency-Klasse,
international
bekannt als »IE3«, und liefert
diese energiesparende Ausführung
eigenen Angaben zufolge
mit großem Erfolg an Ausrüster
und End anwender. Insgesamt
wurden weltweit schon
mehr als 14 Mio. »IE3«-Motoren
erfolgreich eingesetzt. Sie sorgten
für eine ansehnliche Reduzierung
der Kosten der benötigten
elektrischen Energie. Nimmt
man eine mittlere Auslastung
von 75 Prozent der Nennlast bei
der 50-Hz-, der 60-Hz- oder der
50/60-Hz-Ausführung an, eine
durchschnittliche Jahresbetriebszeit
von 5 000 Stunden und legt
als Energiekosten einen Wert
von 120 Euro/MWh zugrunde,
so ergibt sich laut Unternehmen
eine Summe von über 2,3 Mrd.
Euro, die Betreiber und Nutzer
weltweit weniger für den Betrieb
der Maschinen und Anlagen zahlen
mussten – im theoretischen
Vergleich zum Einsatz von alten
»IE1«-Motoren.
d
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OEM & Aftermarket Juli 2025 55
HAUSER
L HAUSER UMWELT-SERVICE
David Massat und Carsten Plänker
mit dem »Climapark«-System auf der
zurückliegenden Bauma in München.
Mit innovativer
Klimatechnik die Kosten senken
Das Thermomanagement in Kabinen von Flurförderfahrzeugen,
Baumaschinen und anderen Nutzfahrzeugen ist ein komplexes
und anspruchsvolles Geschäft. Und es ist die Mission des
französischen Unternehmens Société Nouvelle de Climatisation
(SNDC) und des deutschen Spezialisten Hauser Umwelt-Service,
für die Fahrer optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen
und gleichzeitig eine umweltschonende sowie kostengünstige
Technik einzusetzen. Auf der Bauma in München diskutierten
David Massat, Sales Director OEM und Export bei SNDC, und
Carsten Plänker, Geschäftsführer Hauser Umwelt-Service aus
dem nordrhein-westfälischen Dorsten, die Vorteile der neuen
Entwicklungen von »Climapark«. Das innovative Produkt revolutioniere
die Klimatechnik von Nutzfahrzeugen nahezu aller Art.
Diesel sparen
»Climapark« überbrückt bei
ausgeschaltetem Motor den
Kompressor mit einem elektrisch
angetriebenen Verdichter,
der sich die Energie aus
der vorhandenen Fahrzeugbatterie
holt. Diesel wird gespart
und die Umwelt geschützt.
Im Kern dreht es sich hierbei
um hochmoderne Klimaanlagen-Technik
für Nutzfahrzeuge:
»Unsere Klimaanlagen ›Skimo‹
und ›Skimo Split‹ gibt es bereits
seit 2010«, erläutert David Massat.
Beide Produktreihen wurden
für Fahrzeuge mit 100 Prozent
elektrischem Antrieb oder
mit Verbrennungsmotor entwickelt,
die in der Kabine und im
Motorraum keinen Platz haben.
Bereits seit über 35 Jahren entwickelt
und fertigt die SNDC mit
Sitz in Labarthe-sur-Lèze bei
Toulouse in Frankreich Klima-,
Heizungs-, Belüftungs-, Luftfiltrierungs-
und Überdrucksysteme
sowie Zubehör für die Märkte
der Erstausrüstung (Original
Equipment Manufacturer
= OEM) und der Nachrüstung
für ganz unterschiedliche Fahrgastraum-
und Kabinentypen
in zahlreichen Branchen. Kunden
kommen aus den Bereichen
Bauwesen, Luftfahrt, Forstwirtschaft,
Militär, Bergbau, Flughafenfahrzeuge,
Personentransport
sowie Last-, Industrie- und
Spezialfahrzeuge.
Hauser Umwelt-Service
ist SNDC-Partner in Deutschland.
Das Dorstener Unternehmen
bietet mit der »CoRRect
air K71« eine Nachrüstklimaanlage
für Baumaschinen an. Darüber
hinaus ist mit der »CoRRect
air K71e Skimo roof« eine kompakte
elektrische Klimalösung
für nahezu alle Spannungsbereiche
elektrischer Flurförderfahrzeuge
und Baumaschinen
im Angebot.
Kompakt und vielseitig
Die »CoRRect air K71e-Skimo
split« kombiniert die Vorteile
einer elektrischen Klimaanlage
mit den zahlreichen Integrationsmöglichkeiten
eines
Splitsystems. Die Splitversion
vereint Kompressor und Kondensator
in einem kompakten
Außengehäuse. Dieses kann sowohl
flach als auch horizontal an
der Außenseite des Fahrzeugs
montiert werden. In der Kabine
ist lediglich der Verdampfer
mit der Luftverteilung verbaut.
»Diese Anlagen werden in
56
Juli 2025
OEM & Aftermarket
Elektrofahrzeugen wie Staplern,
Flurförderfahrzeugen, Schleppern
und Kränen eingesetzt«,
erläutert Hauser-Geschäftsführer
Carsten Plänker. In den Bereichen
Bau, Transport, Logistik
sowie im landwirtschaftlichen
Bereich gebe es die meisten
Einsatzmöglichkeiten.
Komfort in der Kabine
Mit dem »Climapark«-System,
das die klassische Klimaanlage
weiterentwickelt, wird laut Unternehmen
ein neues Kapitel
aufgeschlagen. »Das ist schon
eine Art von Revolution«, ordnet
David Massat das neue Produkt
ein, das unabhängig vom
Hauptmotor arbeitet und das
Ergebnis intensiver Forschung
ist. Worum geht es? Klimaanlagen
benötigen Energie, die üblicherweise
der Dieselmotor
des Fahrzeugs zur Verfügung
stellt – selbst wenn z. B. Radlader
oder Bagger gar nicht im
Arbeitseinsatz sind. Wird der
Motor ausgestellt, stellen auch
Heiz- oder Klimasysteme ihre
Arbeit ein. Die Bedingungen
für die Fahrer in der Kabine
können dann schnell unerträglich
werden. Radlader oder
Bagger verbringen oft mehr als
40 Prozent ihrer Betriebszeit
im Leerlauf. Damit wird wertvoller
Kraftstoff verschwendet
und die Umwelt durch unnötigen
CO2-Ausstoß belastet. Hinzu
kommt, dass sich die Wartungsintervalle
der Fahrzeuge
durch den häufigen Leerlauf
signifikant verkürzen. Damit
räumt das »Climapark«System
nach Hersteller ansicht jetzt
auf. »Die Maschinen müssen
nicht mehr laufen, wenn die
Klimaanlage eingeschaltet ist«,
erklärt David Massat. Das Geheimnis:
»Climapark« überbrückt
bei ausgeschaltetem Motor
den Kompressor mit einem
elektrisch angetriebenen Verdichter,
der sich die Energie aus
der vorhandenen Fahrzeugbatterie
holt. Diesel wird gespart
und die Umwelt geschützt. Ein
Rechenbeispiel
verdeutlicht
laut Hauser die Vorteile: Bei
120 Einsatzstunden im Monat
und 35 Prozent Klimatisierung
im Leerlauf werden, bei einem
Verbrauch von 6,5 l Diesel im
Leerlauf, 274 l Diesel pro Monat
eingespart und der Wartungszyklus
um stolze 2,2 Monate verlängert.
Wichtig für die Umwelt:
Gleichzeitig werden 723 kg CO2
weniger in die Umwelt abgegeben.
d
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OEM & Aftermarket Halle 16, Juli Stand 2025 E25! 57
Die Fertigung der »SFB«-Freiläufe
von Ringspann unterliegt den
unternehmenseigenen, strengen
Qualitätsstandards. Das Bild
zeigt einen Freilauf-Prüfstand.
RINGSPANN (2)
L RINGSPANN
»SFB«-Freiläufe: Baugleicher
Zwilling für industrielle Antriebe
Vorbei sind die Zeiten der ungebremsten Massenproduktion automobiler Käfigfreiläufe,
die den Bedarf anderer Branchen mit abdecken konnte. Damit der
Technologiewandel im Automotive-Getriebebau aber nicht zu Beschaffungsengpässen
für die Hersteller industrieller Antriebssysteme führt, hat Ringspann
die Käfigfreiläufe des Typs »SFB« entwickelt. Sie stehen den Maschinen- und
Anlagenbauern aller Industriezweige als hochwertiges Äquivalent zu den ehemaligen
»BWX«- und »BWC«-Freiläufen aus der Automobilwelt zur Verfügung.
Baugleich
Die Käfigfreiläufe der
Baureihe »SFB« sind maßlich
baugleich mit den inzwischen
nicht mehr lieferbaren »BWX«-
und »BWC«-Freiläufen aus der
Automobilindustrie.
Manch großer Automobil-Zulieferer hat sein
Freilauf-Angebot inzwischen stark zurückgefahren
oder gar ganz eingestellt. Die Hersteller anderer
Branchen zwingt das, sich nach Ersatz für all
jene Käfigfreiläufe umzuschauen, deren Beschaffung
lange Jahre über die automobile Massenproduktion
als gesichert galt. Ringspann hat auf diese
Entwicklung nach eigenen Angaben frühzeitig reagiert
und möchte mit den Käfigfreiläufen seiner
Baureihe »SFB« ein hochwertiges Substitut anbieten.
Für viele Hersteller von Hebezeugen, Förderanlagen,
Verpackungsmaschinen, Pumpen sowie
Textil- und Druckmaschinen erweist es sich derzeit
als konstruktives Äquivalent für die Neukonstruktion
oder Instandsetzung ihrer Antriebssys-
teme. »Mit der Bereitstellung unserer ›SFB‹-Käfigfreiläufe
in unserem One-Stop-Shop reagieren wir
nicht nur auf die steigende Nachfrage nach alternativen
Bezugsquellen auf dem Gebiet der Freilauftechnik.
Wir untermauern damit auch unser
Qualitätsversprechen, über die Lieferung von Ersatzlösungen
hinaus technische Optimierungen
und innovative Weiterentwicklungen anzubieten,
deren Performance die der etablierten Bauformen
übertrifft«, sagt Louis Geiger, Product- Account-
Manager bei Ringspann.
Vielseitiger Premiumersatz
Die Käfigfreiläufe der Baureihe »SFB« wurden
eigens für den Einsatz in industriellen Antriebssträngen
entwickelt. Sie lassen sich als Rücklaufsperren
sowie als Überhol- und Vorschubfreiläufe
nutzen und erweisen sich als überaus vielseitige
Lösung für viele verschiedene Anwendungen.
Zu ihren typischen Einsatzgebieten gehören
die Bremsennachsteller in Nutz- und Schienenfahrzeugen,
die Wandlergetriebe in Hebezeugen,
Gabelstaplern und Regalbediengeräten oder die
58
Juli 2025
OEM & Aftermarket
Anlasser von Motorrädern. In Förder- und Verpackungsanlagen
werden sie als Überholkupplung
oder Rücklaufschutz verbaut. In Antriebssträngen
von Pumpen, Sicherheits-Seilwinden von Offshore-
und Mobilkranen, Walzenantrieben von Schmiedeanlagen
sowie in Kunststoffspul-Maschinen,
Textil- und Papierverarbeitungsmaschinen kommen
sie ebenfalls zum Einsatz – mitunter auch
in Kombination mit den Industriebremsen von
Ringspann.
Baugleich entwickelt
Die Käfigfreiläufe der Baureihe »SFB« sind laut
Ringspann maßlich baugleich mit den inzwischen
nicht mehr lieferbaren »BWX«- und »BWC«-Freiläufen
aus der Automobilindustrie. Es handelt sich
dabei also um Freiläufe mit Klemmstücken der Höhe
8,33 mm, die für den Einbau zwischen kundenseitigen
Innen- und Außenringen konzipiert sind.
Aufgrund ihrer hochwertigen Ausführung und ihrer
Auslegung für übertragbare Nenndrehmomente
von bis zu 2 070 Nm eignen sie sich nicht nur
für viele industrielle Standardanwendungen, sondern
auch für den Einsatz in hochbelasteten Antriebssträngen.
Schneller 1:1-Vergleich
Aktuell bietet Ringspann die
»SFB«-Freiläufe serienmäßig
in 16 verschiedenen Größen
an. Im Reparatur- und Austauschfall
ermöglicht eine
Tabelle die schnelle
Auswahl; der Anwender
kann hier die Zwillinge
auf einen Blick mit den
ehemaligen
»BWX«-Typen
abgleichen. Wichtig
zu wissen für Konstrukteure
und Produktentwickler:
Die Seitenführung
der
»SFB«-Käfigfreiläufe
lässt sich entweder durch eine
Schulter am Außenring oder
aber durch im Außenring befestigte
Sicherungsringe oder - scheiben
realisieren. Freilauf-Spezialist Louis Geiger
weist außerdem darauf hin, »dass die Drehmomentübertragbarkeit
bei Bedarf durch mehrere
nebeneinander angeordnete ›SFB‹-Käfigfreiläufe
signifikant erhöht werden kann«.
d
Die Käfigfreiläufe der Baureihe »SFB«
wurden für den Einsatz in industriellen
Antriebssträngen entwickelt. Sie lassen
sich als Rücklaufsperren sowie als
Überhol- und Vorschubfreiläufe nutzen.
L WEBASTO
Neues Wasserheizgerät für
Nutz- und Sonderfahrzeuge
Mit der »Thermo Top Pro 50« hat Webasto die Nachfolgerin der »Thermo Pro 50
Eco« auf den Markt gebracht. Das optimierte 24-V-Heizgerät ist für die Erstausrüstung
sowie die Nachrüstung in Lkw und Transportern sowie Bau-, Agrar- und
Spezialfahrzeugen geeignet.
Mit bis zu 5,0 kW Heizleistung erwärmt die
Standheizung »Thermo Top Pro 50« Kühlmittelkreisläufe
in verschiedenen Fahrzeugen und Maschinen.
So werden Kabinen, Motoren und Hydrauliksysteme
für ihre Nutzung vorgeheizt. Für die
klassische Standheizungsfunktion bringt das Gerät
Wärme über einen Wärmetauscher und die vorhandenen
Luftauslässe ins Fahrzeug. Die Frontscheibe
taut ab und der Fahrerbereich erwärmt sich. Sie
verfügt über ein neues Gebläsemodul sowie eine effizientere
Umwälzpumpe mit erhöhter Durchflussrate
und Lebensdauer. Im automatisch geregelten
Betrieb passt die Heizung ihre Leistung in Abhängigkeit
des Wärmebedarfs stufenlos zwischen
2,5 und 5,0 kW an. Diese Optimierungen sorgen
Die neue »Thermo Top Pro 50« verfügt über ein
neues Gebläsemodul sowie eine effizientere
Umwälzpumpe mit erhöhter Durchflussrate.
für einen deutlich reduzierten Kraftstoffverbrauch
und damit auch für weniger Emissionen. Im Vergleich
zum Vorgängermodell behält das rückwärtskompatible
Gerät dieselben Maße und dasselbe Gewicht
von nur 2,2 kg.
Individuell konfigurierbar
Durch eine analoge sowie die neue digitale
LIN-Schnittstelle kann die »Thermo Top Pro 50« gemäß
individuellen Anforderungen konfiguriert und
zentral gesteuert werden. Darüber hinaus stehen
verschiedene Webasto-Bedienelemente zur Verfügung.
Ein neuer, einheitlicher, gegen Wasser und
Staub abgedichteter und robuster 16-Pin-Stecker ersetzt
die bisher vom Einbau abhängigen verschiedenen
Stecker und erleichtert so die Integration in
verschiedene Fahrzeuge. Das Gerät ist außerdem
nach ISO 21434 gegen Cyberangriffe geschützt und
entsprechend zertifiziert. Die funktionale Sicherheit
ist nach ISO 26262 gewährleistet.
WEBASTO
j
OEM & Aftermarket Juli 2025 59
Faktoren wie Abnutzung oder
Materialermüdung führen regelmäßig
zu Schlauchplatzern
an den flexiblen Leitungen im
vorderen Bereich des Baggers.
OILFIX
L OILFIX
Risiko Schlauchplatzer:
Keine Panik dank »Oilfix«
Tonnenschwere Baumaschinen gehören längst »zum Inventar« auf der
Baustelle. Insbesondere Bagger haben sich mit Schnellwechseleinrichtungen
und verschiedensten Anbaugeräten zu wahren Multifunktionstools
entwickelt und sind u. a. bei Erd- oder Abbrucharbeiten nicht mehr wegzudenken.
Eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind mit Hydraulikschläuchen
ausgestattet, die für die Kraftübertragung und die reibungslose Funktion
der Maschinen sorgen. Doch im Fall eines Schlauchplatzers wird Hydrauliköl
schnell zu einem großen Problem: Nur 1 l Hydrauliköl reicht bereits aus, um
bis zu 1 000 000 l Grundwasser zu verunreinigen – und im Ernstfall kann
literweise Hydrauliköl austreten, bis die Öl-Leckage manuell gestoppt werden
kann. Genau hier setzt »Oilfix« an: Das Unternehmen hat ein ferngesteuertes
Ventil für Hydraulikschläuche entwickelt, um im Fall eines Schlauchplatzers
schnell handeln zu können. Die Redaktion der bauSICHERHEIT hat mit
Geschäftsführer Christoph Sauer über die Gefahren einer Leckage sowie
über die Entwicklung und die Funktionsweise der Innovation gesprochen.
Jessy von Berg
Die Gründe für einen geplatzten Hydraulikschlauch
sind vielfältig: Abnutzung, Materialermüdung
und äußere Einwirkungen wie Hitze
oder Kälte führen jedoch regelmäßig zu Schlauchplatzern
an den flexiblen Leitungen im vorderen
Bereich des Baggers, die sich auch mit eingehaltenen
Wartungszyklen in vielen Fällen nicht vermeiden
lassen. Daher gilt es, schnell zu handeln: Denn
der unkontrollierte, literweise Austritt von Hydrauliköl
bedeutet nicht nur Arbeitssicherheitsrisiken,
sondern eben auch enorme Umweltverschmutzungen
und obendrein finanzielle Einbußen.
Sauber arbeiten für
Sicherheit und Nachhaltigkeit
Nur 1 l Hydrauliköl kann bereits große Schäden
verursachen – daher gilt es, das Eindringen von
Öl in den Boden und in Gewässer im Hinblick auf
gesetzliche Vorschriften und insbesondere auch
im Interesse der Nachhaltigkeit unbedingt zu vermeiden.
Denn Hydrauliköl ist, wenn überhaupt,
nur schwer abbaubar, d. h., die Umweltbelastung
kann über Jahre bestehen bleiben und Ökosysteme
langfristig schädigen. Bio-Hydrauliköl ist nach
Ansicht von Christoph Sauer »nicht die ultimative
Antwort«, da auch dieses nicht in den Boden
laufen sollte. Vielmehr müsse man grundsätzlich
den unkontrollierten Austritt von Hydrauliköl minimieren.
Denn im Fall einer Leckage kann jede
gewonnene Sekunde den Unterschied machen,
60
Juli 2025
OEM & Aftermarket
um ökologische Konsequenzen deutlich zu reduzieren.
»Es besteht eine hohe Diskrepanz zwischen
der Menge Hydrauliköl, die am Markt verfügbar
ist, und der Menge, die am Ende wieder im Recycling
landet«, erklärt Christoph Sauer. »Da kommt
unweigerlich die Frage auf, wo denn der Rest gelandet
ist. Und dieses Problem muss die Branche
dringend angehen.«
Auch im Hinblick auf den finanziellen Aufwand
lohnt es sich, in »Oilfix« zu investieren: »Die
Anschaffungskosten amortisieren sich schnell,
schon allein durch das Öl, das nicht nachgefüllt
werden muss«, so Christoph Sauer im Gespräch.
Gleichzeitig werden Entsorgungskosten eingespart,
da kontaminierte Böden fachgerecht entsorgt
und Umweltschäden professionell bereinigt
werden müssen. Auch längere Stillstandzeiten
verursachen hohe Kosten, die sich mit »Oilfix«
wesentlich verringern lassen. Zu bedenken sind
ebenso die Arbeitssicherheitsrisiken, die im Fall
eines Schlauchplatzers unweigerlich auftreten:
Hydrauliköl erreicht im laufenden Betrieb hohe
Temperaturen, die eine enorme Gefahr für die Beschäftigten
auf der Baustelle darstellen. Und selbst
bei erfahrenem Maschinenpersonal kann eine aktive
Leckage Risiken, verursacht durch hektische
Handlungen, hervorrufen.
Aus der Praxis für die Praxis:
geboren auf der Baustelle
Die Idee zu »Oilfix« stammt von Berthold Winz, der
seit mehr als drei Jahrzehnten mit Bau- und Landmaschinen
arbeitet und sich auf sensible Abbrüche
und innerstädtische Spezialrückbauten spezialisiert
hat. Im Laufe seines beruflichen Werdegangs
hat er Leckagen mit kostspieligen Konsequenzen
mehrfach erlebt – und als Antwort darauf
den Impuls für »Oilfix« geliefert. »Von der Idee
zum fertigen Produkt war es eine lange Entwicklungsreise.
Unser Ziel war, dass sich unser Produkt
möglichst neutral verhält und die hydraulischen
Leistungen der Maschine nicht einschränkt«, erklärt
Christoph Sauer.
Wie genau »Oilfix« in der Praxis funktioniert?
Kurz gesagt: Die Ventilblöcke werden beidseitig
am Baggerausleger montiert und ersetzen die
bisher üblichen mechanischen Absperrhähne. Sie
sind über eine elektrische Leitung mit der Fahrerkabine
verbunden, sodass der Maschinist im Fall
eines Lecks per Knopfdruck sofort eingreifen und
den Ölaustritt stoppen kann. Durch Betätigung
des Schalters wird die im Normalbetrieb vorherrschende
Arbeitsspannung umgehend abgeschaltet
und das »Oilfix«-Ventil beidseitig geschlossen.
So lässt sich das Schadensausmaß eingrenzen –
und der Bagger bleibt trotz abgesperrter Leitung
so funktionstüchtig, dass die Maschine weiter bedient
und in einen reparaturfähigen Zustand bewegt
werden kann. Nach der Reparatur oder dem
JESSY VON BERG
Austausch des Hydraulikschlauchs kann der Hydraulikölkreislauf
per Knopfdruck wieder geöffnet
werden. »Oilfix« ist sofort wieder einsatzbereit,
um auch beim nächsten Schlauchplatzer größeren
Schaden zu verhindern. Das System kann
nach erfolgreicher Installation mehrfach verwendet
werden.
Die Innovation hat auch auf der Bauma in
München bei den Besuchern für großes Aufsehen
gesorgt: »Wir haben jede Menge Feedback erhalten,
besonders von Maschinisten, die sich sehr positiv
darüber äußerten, dass sich ›endlich‹ jemand
dieses Problems annimmt«, so das Fazit von Christoph
Sauer.
Die Oilfix GmbH mit Standort in Köln hat
es sich zur Aufgabe gemacht, die Arbeit auf
dem Bau ökologischer und ökonomischer zu
machen. Die Idee zu »Oilfix« stammt von Berthold
Winz, der seine praktische Baustellenerfahrung mit
dem kaufmännischen Gespür von Christoph Sauer
bündelte. Gemeinsam leitet das Geschäftsführer-Duo
das im September 2023 gegründete Unternehmen.
j
Bei »Oilfix« handelt es sich um
ein ferngesteuertes Ventil, das im
Fall eines Schlauchplatzers aus
der Fahrerkabine per Knopfdruck
geschlossen werden kann.
OEM & Aftermarket Juli 2025 61
L TEMPOSONICS
TEMPOSONICS
Schmaler Positionssensor
für Off-Highway-Maschinen
Mit der »MH«-Serie »Slim«
bietet sich ein neuer, platzsparender
Sensor für den Einsatz
in Kurzhub-Hydraulikzylindern.
Kleinere Baumaschinen und
Materialtransportmaschinen
sowie verschiedene mobile
Arbeitsgeräte benötigen
kompakte Verstellzylinder, um
einen reibungslosen Betrieb zu
gewährleisten. Die Integration
eines präzisen und langlebigen
Messsystems in diese Hydraulikzylinder
war jedoch eine
große Herausforderung – bis
jetzt. Temposonics gab kürzlich
die Markteinführung der
»MH«-Serie »Slim« bekannt,
eines neuen platzsparenden
Sensors für den Einsatz in
Kurzhub-Hydraulikzylindern.
Das schmale Design des neuen Sensors, für das
mehrere Patente angemeldet wurden, reduziert
die Größe des Sensors auf einen minimalen Formfaktor,
der sich ideal für Zylinder kleiner Abmessungen
in kompakten Off-Highway-Maschinen eignet,
wie Baumaschinen, Gabelstapler, Landmaschinen
und Kommunalfahrzeuge. »Der ›Slim‹ ist ein völlig
neues Sensordesign«, so Lee Aiken, Global Market
Segment Leader Mobile Hydraulics. »Wir haben die
robuste magnetostriktive Technologie von Temposonics
verwendet, die sich seit fast 50 Jahren in den
rauesten Umgebungen der Welt bewährt hat, und
das Sensorelement und die unterstützende Elektronik
in einer einzigen Baugruppe zusammengefasst,
die in ein 10-mm-Rohr passt.« Zusätzlich zu seiner
geringen Größe soll der »Slim«-Sensor alle Vorteile
der Magnetostriktion mit sich bringen: berührungslosen
Betrieb, absolutes Messprinzip, hohe Genauigkeit
und Leistung auch bei Anwendungen mit starken
Stößen und Vibrationen.
Problemlos integrierbar
Der neue »Slim«-Sensor ist mit einer Reihe von Optionen
erhältlich. Gewinde- und Einsteck-Montage
sind so konzipiert, dass sie einfach in neue Designs
oder bestehende Zylinderdesigns mit Hall-Effekt-Sensoren
von Temposonics oder anderen
Herstellern integriert werden können. Wie alle
Mobilhydrauliksensoren von Temposonics arbeitet
auch der neue Wegaufnehmer mit einer Vielzahl
von Standardmagneten und einer breiten Palette
von Steckverbindern von Amphenol, TE/Deutsch
und anderen Herstellern. Der »Slim« ist jetzt mit
CANbus-(J1939 & CANopen-)Ausgang verfügbar und
in Kürze mit analoger Unterstützung.
»Ganz gleich, ob man in der Materialhandhabung,
im Straßenbau oder in der Landwirtschaft tätig
ist, die Anwender können sich darauf verlassen,
dass der ›Slim‹-Sensor eine präzise Bewegungssteuerung
bietet und Temposonics für absolute Kundenzufriedenheit
sorgt«, erklärt Lee Aiken.
d
L KÄRCHER
Schonende Reinigung
für Heidelberger Schloss
KÄRCHER
Im Rahmen seines Kultursponsorings reinigte
Kärcher die Böden im Englischen Bau und im
Apothekerturm des Heidelberger Schlosses.
Das Heidelberger Schloss
thront über Altstadt und Neckar
und zieht jährlich gut eine Million
Besucher aus aller Welt in
seinen Bann. Im Rahmen seines
Kultursponsorings reinigte das
Familienunternehmen Kärcher
kürzlich kostenlos die Böden
im Englischen Bau und im
Apothekerturm der weltbekannten
Ruine. Aus Anlass seines
90-jährigen Jubiläums hat
sich das Familienunternehmen
vorgenommen, 2025 weltweit
insgesamt 90 Reinigungsprojekte
durchzuführen. Das in
Heidelberg ist nun das erste in
Deutschland.
Die Arbeiten erstreckten sich über eine Woche und
wurden durch ein Team von acht Kärcher-Mitarbeitenden
ausgeführt. Zum Einsatz kamen Heißwasser-Hochdruckreiniger
in der schonenden Dampfstufe.
Diese arbeiten mit einem geringen Aufpralldruck
von nur 0,5 bis 1 bar. Gelöst wird der Schmutz
dabei hauptsächlich durch die hohe Temperatur des
Dampfes, die auf der Steinoberfläche ungefähr 95 °C
beträgt. Diese Art der Reinigung ist nahezu drucklos,
dadurch sehr sanft und beschädigt die Originalsubstanz
der Böden nicht. Positiver Nebeneffekt: Dank
der hohen Temperatur, mit welcher der Dampf auf
die Steinoberfläche trifft, werden zudem Samen und
Sporen in den Gesteinsporen zerstört, was den erneuten
Bewuchs hinauszögert.
»Die sorgfältige Reinigung der Böden ist ein
wichtiger Baustein in der Pflege und Bewahrung
des Heidelberger Schlosses. Wir freuen uns über die
Expertise von Kärcher und sind zuversichtlich, dass
das Ergebnis die Besucherinnen und Besucher begeistern
wird«, sagt Patricia Alberth, Co-Geschäftsführerin
der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württembergs.
90 Reinigungsprojekte im Jubiläumsjahr
Über das Jahr verteilt will Kärcher zum 90. Jubiläum
insgesamt 90 kostenlose Reinigungsprojekte an öffentlichen
Orten wie Plätzen, Parks, Stränden, Flussufern
oder an historischen Bauwerken durchführen.
Das Heidelberger Schloss ist insgesamt bereits das
zehnte Projekt in dieser Reihe, nachdem bis Anfang
April schon u. a. das Fort Santiago in Manila auf den
Philippinen, das Red-Rocks-Amphitheater in Denver
in den USA, die Zitouana-Moschee in Tunis, Tunesien,
sowie Tierheime in Thailand und der Türkei gereinigt
wurden.
j
62
Juli 2025
OEM & Aftermarket
MULTIFUNKTIONSPRODUKT
Die Nufam gehört mit mehr als
400 Ausstellern zu den wichtigsten
Messen der Branche.
THOMAS SEIBOLD
L KARLSRUHER MESSE
»Nufam Day«: Video stellt
Nutzfahrzeugmesse vor
Seit 2009 trifft sich die Nutzfahrzeugbranche
Deutschlands und
Europas im zweijährlichen Rhythmus
auf dem Gelände der Messe Karlsruhe.
Dieses Jahr ist es wieder vom 25. bis
28. September so weit. Einen ersten
Vorgeschmack darauf gibt der »Nufam
Day – Talk & Network«. Dieser findet in
diesem Jahr digital und im Rahmen eines
knapp 40-minütigen Videos statt – Besucher
und Aussteller erhalten dort einen
ersten Einblick zur Nutzfahrzeugmesse.
2023 veranstalteten die Nufam-Macher
erstmals den »Nufam Day – Talk & Network«.
2024 folgte die zweite Ausgabe. Darin
werden regelmäßig Themen der Messe
aufgegriffen und ein Ausblick zur kommenden
Veranstaltung vermittelt. Darüber hinaus
bietet das Format die Möglichkeit, auch
außerhalb der Veranstaltungsjahre ins Gespräch
zu kommen. In diesem Jahr feiert
der »Nufam Day« nun seine bereits dritte
Ausgabe – und zwar in digitaler Form als Video.
Dieses kann über die Nufam-Web site
aufgerufen werden.
Nach der Begrüßung von Bereichsleiterin
Beate Frères und Projektleiter Jo-
chen Bortfeld erläutert Projektmanager
Florian Klag auf dem Peter-Gross-Bau-Areal,
welche Möglichkeiten das runderneuerte
Außengelände der Messe Karlsruhe
schon während der Nufam und auch künftig
bieten wird. In der Folge dreht das Nufam-Team
den Spieß um. Statt Ausstellende
zur Messe Karlsruhe zu bringen, besucht
die Nutzfahrzeugmesse diese vor Ort auf deren
Firmengelände. Die Ausstellenden erläutern,
weshalb sie zur Veranstaltung kommen
und was die Besucher an deren Ständen
zu erwarten haben.
Sonderschau
zum Thema Wasserstoff
Zum Höhepunkt des »Nufam Days« spricht
Moderator und Fachjournalist Marcus Walter
mit Jochen Bortfeld im Technik Museum
Speyer, umgeben von der Ausstellung
»Legenden auf Rädern«, über den Werdegang
der Nufam und die Pläne für dieses
Jahr. Außerdem unterhält sich Walter mit
Dr. Daniel Hrdina und Michael Rein. Die
beiden sind Mitglieder des Vorstands der
Allianz Wasserstoff e.V. Zur Nufam bringt
die Allianz eine entsprechende Sonderschau
mit.
s
Das hitzebeständige Metallsprührohr
kann je nach Bedarf gebogen
werden und behält die gewünschte
Form bei. Es erreicht schwer
zugängliche Stellen und vermeidet
vorheriges Zerlegen der zu
bearbeitenden Teile.
Weitere Informationen auf wd40.de/flexible
OEM & Aftermarket Juli 2025 63
L WD-40
… 38, 39, WD-40!
Mitte Juni fand in Bad Homburg eine besondere Veranstaltung statt: Die WD-40 Company
Limited Zweigniederlassung Deutschland feierte nicht nur ihr 30-jähriges Jubiläum
in der Kreisstadt des Hochtaunuskreises, sondern zugleich auch die Eröffnung
der neuen Büroräume am Rathausplatz. Neben General Manager DACH Daniel Kalisch,
langjährigen Marktbegleitern und dem Oberbürgermeister Alexander Hetjes war auch
die Redaktion des bauMAGAZINs mit dabei. Dabei gab es nicht nur Erstaunliches über
das Produkt und seine Entstehungsgeschichte zu erfahren, sondern auch ein echtes
Novum mitzuerleben: Zum ersten Mal reiste das komplette Management-Team aus
den USA gemeinsam in die deutsche Niederlassung.
Thomas Seibold
& Benjamin Chucholowski
Die Evolution der
»WD-40«-Dose im
Überblick.
Die Veranstaltung war nicht nur geprägt von einem
Rückblick auf die Entstehungsgeschichte
des Produkts, sondern auch von der Pionierarbeit
des heutigen CEO Steve Brass hierzulande. Im Jahr
1995 übernahm er als gebürtiger Brite die Leitung
der Zweigniederlassung Deutschland. Sein Auftrag:
das damals noch unbekannte Produkt zu vermarkten.
An dieser Stelle lohnt sich ein Rückblick auf dessen
Entstehungsgeschichte. Denn Fehlschläge kommen
darin zwar vor, werden aber laut Steve Brass
nicht als solche angesehen: »Wenn bei der WD-40
Company etwas schiefgeht, nennen wir das nicht
›Fehler‹, sondern ›Learning Moment‹
(Lernmoment).«
Versuch macht klug
Dieser Einstellung geht
die Einsicht voraus,
dass in den seltensten
Fällen etwas wirklich
auf den ersten Versuch
gelingt. Thomas Alva
Edison musste bis
zur Entwicklung der
Glühlampe zur Markt-
reife angeblich bis zu 9 000 »Learning Moments« verkraften.
Ähnlich ging es der Rocket Chemical Company,
die im Jahr 1953 den Auftrag zur Entwicklung
einer Formel zur Wasserverdrängung und zum Rost-
sowie Korrosionsschutz u.a. für die Raumfahrtindustrie
erhielt. Im Gegensatz zur Glühbirne wurde
das Ziel hier bereits beim 40. Versuch erreicht. Die
erfolgreiche Rezeptur »Water Displace ment, 40th
formula« war dann auch zugleich Namensgeber für
das heutige »WD-40«-Multifunktionsprodukt. Dessen
Beitrag zur modernen Raumfahrt wird übrigens
nach wie vor unterschätzt, wie Steve Brass launig
erläuterte: »Unser Produkt wurde schließlich dafür
eingesetzt, die Atlas-Rakete, die u. a. zum Mond flog,
vor Rost zu schützen. Oder kurz gesagt: ohne ›WD-
40‹ kein Mann auf dem Mond!«
Vielseitig einsetzbar
Ursprünglich war das Produkt zwar nur für diesen
Einsatzzweck konzipiert worden. Als jedoch die Mitarbeiter
der Rocket Chemical Company das Mittel
immer öfters mit nach Hause mitnahmen und für
andere Zwecke einsetzten, wurden nach und nach
weitere Anwendungsmöglichkeiten entdeckt. 1958
begann der Firmengründer Norm Larsen schließlich,
es in Aerosoldosen abzufüllen. Verkauft haben
es die Mitarbeiter laut Steve Brass anschließend
»aus den Kofferräumen ihrer Autos heraus – und
zwar 45 Stück pro Tag, weil nicht mehr reinpassten«.
1961 erfolgte anlässlich des Hurrikans Carla
eine größere Bewährungsprobe: »WD-40« wurde
zur Instandsetzung der durch Hochwasser und Regen
beschädigten Fahrzeuge und Geräte verwendet.
Spätestens ab da war der Erfolg nicht mehr aufzuhalten.
1969 wurde das Unternehmen schließlich
64
Juli 2025
OEM & Aftermarket
In Bad Homburg kamen nicht nur die Mitarbeiter der
Niederlassung zusammen. Erstmals war auch das
komplette Management-Team außerhalb der USA vor Ort.
Die geheime Formel dahinter
Wie Steve Brass anlässlich der Eröffnung freimütig
und mit einem Lachen bekannt gab, bekam er die
geheime Formel von »WD-40« anlässlich seiner Ernennung
zum CEO der WD-40 Company im September
2022 sogar zu sehen: »Es gibt nur drei Leute im
Unternehmen, welche die Zusammensetzung von
›WD-40‹ kennen. Diese liegt sicher verwahrt in einem
Tresor am Hauptsitz in San Diego. Als sie mir
überreicht wurde, sah ich eine chemische Formel –
und als Nicht-Chemiker ist das alles, was ich Ihnen
dazu sagen kann.« Dahinter steckt ein weiteres Erfolgsgeheimnis:
Da »WD-40« nie patentiert wurde,
ist auch dessen genaue Zusammensetzung nicht bekannt,
was Nachahmern die Entwicklung einer genauen
Kopie erschwert.
konsequenterweise in die »WD-40 Company« umbenannt.
1973 folgte ein mutiger Schritt: Mit nur einem
einzigen Produkt im Portfolio ging es – erfolgreich
– an die Börse.
Erfolgreich in der DACH-Region
Nach eigenen Erhebungen befanden sich 1993 in
vier von fünf amerikanischen Haushalten eine
oder mehrere »WD-40«-Dosen. Der Absatz war zwischenzeitlich
auf mehr als eine Million Dosen pro
Woche gestiegen. 1995 schließlich wurde die WD-
40 Company Limited Zweigniederlassung Deutschland
gegründet. Die Belegschaft umfasste damals
nur vier Personen, aktuell sind es rund 50 Mitarbeiter.
Der Standort hierzulande ist zuständig für
den Verkauf in der DACH-Region. Der Erfolg von
Steve Brass und dem damaligen sowie heutigen
Team unter der Leitung von Daniel Kalisch lässt
sich auch daran messen, dass in Deutschland, Österreich
und der Schweiz nach Unternehmensangaben
bis zu 99 Prozent der Bevölkerung das Produkt
»WD-40« kennen.
Die charakteristische blaue Dose mit rotem
Kopf ist auf Anhieb erkennbar und aus vielen Anwendungsbereichen
nicht mehr wegzudenken.
Als Innovationstreiber entwickelt sich die Marke
»WD-40« stetig weiter, wobei die Originalformel jedoch
unberührt bleibt: 2003 wurden ein einzigartiger
Sprühkopf für breitflächige Sprühvorgänge
und 2005 der klappbare »Smart Straw« eingeführt.
2015 folgte ein biegsames Sprührohr. Dazwischen
kamen 2011 die »WD-40 Specialist«-Produkte auf
den Markt. Damit können spezifische Anforderungen
gelöst werden – und das nach Unternehmensangaben
»auf Profi-Niveau«.
THOMAS SEIBOLD
Feierlichkeiten in Bad Homburg
Während der Eröffnungsfeier anlässlich der neuen
Büroräume und des 30-jährigen Jubiläums war
vonseiten der Mitarbeiter zu spüren, wie sehr alle
hinter dem Produkt und dem Unternehmen stehen
– die bereits erwähnte interne Philosophie der
»Learning Moments« hat daran sicher einen großen
Anteil. Gastredner Tassilo Zimmermann, Ressortleiter
»Lebensmittel Zeitung« von 1992 bis 2021,
hat eine besondere Beziehung zur deutschen Niederlassung.
Er veröffentlichte hierzulande als einer
der ersten einen Bericht über das Produkt. In seinem
von Anekdoten gespickten Beitrag »Die Marke
›WD-40‹ – eine innovative Erfolgsgeschichte« ließ
er die Historie der Marke Revue passieren.
WD-40 COMPANY LTD (2)
Persönlich wurde es auch im Vortrag von
Daniel Kalisch. Dieser verwies auf seine Berührungspunkte
mit »WD-40« in der eigenen Familie,
die sich in Form einer Werkbank mit Werkzeug aus
der Werkstatt seines Großvaters in den neuen Bürogebäuden
manifestieren. Mitarbeiter und Besucher
können dadurch einen direkten Bezug zur Anwendung
darstellen.
s
Multifunktional
Als Multifunktionsprodukt
schützt es Metall vor Rost, ist
kriechfähig, verdrängt Feuchtigkeit,
hat schmierende Fähigkeiten
und entfernt sogar Ruß,
Fett und anderen Schmutz von
Oberflächen.
(v. l. n. r.) Steve Brass, Eric P. Etchart
und Daniel Kalisch gehen kurz vor
dem Durchschneiden des Eröffnungsbandes
mit einem Spritzer
»WD-40« auf Nummer sicher.
OEM & Aftermarket Juli 2025 65
L WOLF OIL
Neues CVT/ATF-Öl vorgestellt
Champion Lubricants bringt
mit »Eco Flow CVT-ATF« ein
neues, multifunktionales
Automatikgetriebeöl auf den
Markt, das für Werkstätten eine
Allroundlösung darstellen soll.
Aufgrund seiner vielseitigen
Formulierung bietet das Öl
einen optimierten Lageraufwand,
reduzierte Betriebskosten
und weniger Risiko, zum
falschen Öl zu greifen.
Das Automatikgetriebeöl »Eco Flow CVT-ATF«
bedient die unterschiedlichen chemischen Anforderungen
sowohl von stufenlosen CVT-Systemen
als auch von konventionellen Stufenautomaten
und fungiert als Flüssigkeit für beide Getriebetypen.
Das Ergebnis ist eine vereinfachte Lieferkette
bis hin zur Lagerhaltung bei Händlern und Werkstätten.
Es zeichnet sich aus durch hohe Oxidations- und
Scherstabilität, Elastomerverträglichkeit und Korrosionsbeständigkeit,
sodass langfristiger Schutz gesichert
ist. Aufgrund seiner multifunktionalen Formulierung
ist es auch für den Einsatz in Hybridfahrzeugen
geeignet.
Auf den Markt reagieren
Vor dem Hintergrund der wachsenden Beliebtheit
von Automatikgetrieben entwickelt und erweitert
Das Automatikgetriebeöl
»Eco Flow CVT-ATF« bedient
die unterschiedlichen
chemischen Anforderungen
sowohl von stufenlosen
CVT-Systemen als auch
von konventionellen
Stufenautomaten.
Champion sein ATF-Angebot kontinuierlich. Die
Produktpalette des Unternehmens bietet Lösungen
für Fahrzeuge mit unterschiedlichsten Automatikgetriebetechnologien.
»Eco Flow CVT-ATF« ergänzt
das bestehende ATF-Sortiment, das mittlerweile
mehr als 20 innovative Getriebeölformulierungen
umfasst, abgestimmt auf die Anforderungen moderner
Pkw und die Spezifikationen führender Fahrzeughersteller.
WOLF OIL
j
L WERBAS
Digitalisierung endet nicht am Werkstatttor
Baumaschinen wie Bagger, Krane oder Lader sind das Rückgrat jeder Baustelle.
Doch ihr reibungsloser Einsatz hängt stark von funktionierenden Werkstattprozessen
im Hintergrund ab. Ohne digitale Unterstützung drohen Verzögerungen
und hohe Kosten. Deshalb setzen immer mehr Bauunternehmen auf moderne
Softwarelösungen – auch direkt vor Ort.
WERBAS
Schäden, Wartungsbedarf
oder technische Mängel lassen
sich direkt auf der Baustelle
über mobile Geräte melden.
Reparaturprozesse starten heute nicht mehr erst
in der Werkstatt. Schäden, Wartungsbedarf oder
technische Mängel werden direkt auf der Baustelle
mobil gemeldet. Systeme wie »Werbas//KSR« nutzen
KI-Technologien, um Eingaben schnell und präzise
zu verarbeiten. »Die Digitalisierung ermöglicht
es uns, frühzeitig zu reagieren und Ausfallzeiten
drastisch zu reduzieren«, so der Werkstattleiter eines
Bauunternehmens. »Die proaktive Schadenserfassung
durch das Baustellenpersonal sorgt dafür,
dass Reparaturen effizient eingeplant, Ersatzteile
vorbereitet und Serviceeinsätze optimal gesteuert
werden können.«
Vor Ort oder in der Werkstatt
Reparaturprozesse in der Halle oder direkt auf der
Baustelle laufen zunehmend digital, papierlos und
ohne Medienbrüche ab. Arbeitszeiten, Diagnosedaten
und Schadensbilder lassen sich direkt dem jeweiligen
Fahrzeug zuordnen und in der Maschinen-
akte speichern. So profitieren auch Bereiche wie
Projektleitung oder Controlling von aktuellen Informationen
in Echtzeit. Moderne Werkstatt-Management-Systeme
erfassen zudem anfallende Kosten:
von Reparatur über Betriebsstoffe bis hin zu
Arbeitszeiten. Diese Kostentransparenz unterstützt
Bauunternehmen bei der präzisen Kalkulation, welche
Maschinen sich rentieren und wo Optimierungsbedarf
besteht.
Fehlende Ersatzteile sind eine der häufigsten
Ursachen für Verzögerungen. Eine effiziente Lagerverwaltung
und direkte Anbindung an Lieferanten
sind daher entscheidend. Lösungen wie »Werbas//
KSR« bieten Schnittstellen, um Bestellungen zu automatisieren,
Lagerbestände zu optimieren und Fehlerquellen
zu reduzieren. Die Software übernimmt
Rückstandsverwaltung, Bestellvorschläge oder Lagerplatzmanagement.
Ersatzteile sind in Folge exakt
dann verfügbar, wenn sie benötigt werden. Damit die
digitalisierte Werkstatt nahtlos mit anderen Unternehmensbereichen
zusammenarbeitet, braucht es
offene Schnittstellen. Die Integration der Werkstattprozesse
in die IT-Landschaft ist entscheidend. Erst
wenn Buchhaltung, Lager, Personalplanung und Projektmanagement
miteinander verknüpft sind, lassen
sich Abläufe wirklich effizient gestalten.
j
66
Juli 2025
OEM & Aftermarket
SONDER
THEMA
Schalung | Gerüste
PERI
Das »Meva Engineering Kit«
beim Ersteinsatz auf einer
Baustelle in Karlsruhe.
MOSER
Meva-Portfolio bewährt
sich im Baustelleneinsatz
wendiges Spindeln. Das Schnellt
MEVA Die Birchmeier Bau AG errichtete ein Technikgebäude auf
600 m² Grundfläche im Aargau. Die Decke des eingeschossigen
Zweckbaus in 7,50 m Höhe wurde zügig und mit geringem Materialund
Arbeitsaufwand geschalt. Außerdem konnte sich auch das
neue »Meva Engineering Kit (MeKit)« im Ersteinsatz bei einem
Bauprojekt in Karlsruhe bewähren.
Platz schaffen
Das Traggerüst »MEP« erzeugt
keinen »Stützenwald« und lässt
somit reichlich Bewegungsfreiheit
zwischen den Gerüsttürmen.
Auf der Baustelle im Aargau
setzte das erfahrene Team
um Bauführer Fabian Treier
und Polier Daniel Weiler auf eine
Kombination von Meva-Systemen:
das Traggerüst »MEP« und
die Deckenschalung »MevaDec«.
Das modulare System »MEP«,
konzipiert für die Unterstützung
von Deckenschalungen, Schaltischen,
Unterzügen oder Fertigteilen
bis 21 m Höhe, lässt sich an
jede Gebäudegeometrie anpassen.
Der Einsatz erfordert wenig
Arbeitsaufwand ohne zeitauf-
absenksystem »SAS« ermöglicht
die Absenkung der Stützen per
Hammerschlag. »MEP« erzeugt
keinen »Stützenwald« und lässt
somit reichlich Bewegungsfreiheit
zwischen den Gerüsttürmen.
Die Rahmen »170« und »220«
sind auf die »MevaDec«-Systemmaße
abgestimmt. Komplette
Gerüsteinheiten können mühelos
per Hubwagen umgesetzt
werden. Das Team der Birchmeier
Bau AG fuhr auf der Baustelle
in Mülligen mit Hebebühnen
zwischen die Sprießtürme. Wo
die Zugänglichkeit so nicht möglich
war, kamen Gerüst beläge für
das sichere Ein- und Ausschalen
zum Einsatz.
Ergonomisches Handling
»MevaDec« kann seine Vorzüge
in vielen Bereichen ausspielen,
z. B. im Wohnungsbau, wo die
leichten Schalelemente aus Aluminium
auch von unten in die
Träger eingelegt werden. Dies
macht die aufwendige Montage
von Absturzsicherungen – die
z. B. in der Schweiz nach neuester
SUVA-Richtlinie schon ab
2,00 m Höhe vorgeschrieben sind
– überflüssig. Bei diesem Hallenbau
im Aargau waren jedoch andere
Qualitäten gefragt: etwa die
Möglichkeit, aus drei Deckenschalungsmethoden
wählen zu
können. In diesem Fall bot sich
die Fallkopf-Träger-Element-Methode
an, denn sie ermöglichte
es, nach dem Betonieren eines
ersten Deckenabschnitts die
Hauptträger und Elemente per
Hammerschlägen abzusenken,
auszuschalen und schon für den
nächsten Abschnitt einzusetzen,
68
Juli 2025
Sonderthema: Schalung & Gerüste
während der noch nicht vollständig
ausgehärtete Deckenabschnitt
weiterhin von den Stützen
getragen wurde.
Das Frühausschalen, das für
schnellen Baufortschritt sorgt,
kann sogar von nur einer Person
bewerkstelligt werden. In
diesen Aspekt zahlen das geringe
Gewicht von nur 16 kg/m²
und clevere Handhabungseigenschaften
ein: Ergonomische
Rahmenprofile und Grifföffnungen
ermöglichen sicheres
und kraftschonendes Handling
auch bei Nässe. Mit dem gleichmäßigen
Fugenbild und der Alkus-Vollkunststoff-Platte
erzielte
das Birchmeier-Team Betonoberflächen
mit ansprechender
Ästhetik.
Erfolgreiches »MeKit«-Debüt
Das Bauunternehmen Moser
GmbH & Co. KG hatte den Auftrag,
die Tiefgarage eines neuen
Bürogebäudes in Karlsruhe
zu errichten. Ein Teil der Fläche
wurde zweistöckig mit Wandhöhen
ab 3 m, ein weiterer Teil einstöckig
bis 7 m Höhe betoniert.
Hierfür kam Schalungs- und Unterstützungsmaterial
aus dem
Moser-Eigenbestand zum Einsatz.
Die Wände wurden mit der
robusten
Schwerlastschalung
»Mammut 350« mit vollflächiger
Frischbetondruckaufnahme von
100 kN/m² errichtet. Das Baustellenteam
setzte für eine spezielle
Anwendung bei diesem Projekt
erstmals auf das »MeKit«, das
von Meva in Haiterbach zur Miete
nach Karlsruhe geliefert wurde:
Ein Fachwerkträger aus Stahl,
der wie ein Unterzug die Spannweite
der Decke vergrößert, sollte
während der Rohbauarbeiten
sicher getragen und auf den Ortbetonstützen
gehalten werden.
Systeme ergänzen einander
Nachdem die Betonstützen errichtet
und zwei »MeKit«-Tragtürme
montiert waren, wurde
die exakte Höhe mithilfe der Fuß-
und Kopfspindeln rasch eingestellt.
Nun konnte das Stahl-Fachwerk
auf den beiden Tragtürmen
und den Betonstützen aufgesetzt
und gesichert werden. Anschließend
wurde das modulare Meva-
Traggerüstsystem »MEP« aufgestellt,
um die Schalung und Betonage
der Decke zu unterstützen.
Auch das »MEP« wird von Moser
häufig in Bauprojekten eingesetzt.
So war dieses bewährte
System eine optimale Ergänzung
zum neuen »MeKit«. Die
Poliere von Moser zeigten sich
nach ihren ersten Erfahrungen
mit dem neuen Baukastensystem
zufrieden und dementsprechend
positiv ist ihr Fazit: »Wir
waren überrascht, wie schnell
und einfach das ›MeKit‹ zu montieren
und anzuwenden ist.«j
FLUXX Stoßabschalungssystem für Doppel-/Hohlwände
DIE TECHNISCH EINWANDFREIE LÖSUNG
MEVA
DIE VORTEILE
✓ Schnell: Ein Stoß in weniger als 1 Minute eingeschalt
✓ Nur eine Arbeitskraft notwendig
✓ Witterungsunabhängig und sofort einsatzfähig
✓ Keine Nacharbeiten erforderlich
✓ Lange Lebensdauer
✓ Weniger Abfall auf der Baustelle
Das modulare Traggerüst »MEP« zur Unterstützung bis 21 m Höhe lässt sich an jede
Gebäudegeometrie anpassen und ist mit nur wenigen Grundteilen aufzubauen.
Sonderthema: Schalung & Gerüste Juli 2025 69
Systemlösungen
für Hochhausbau
mietbarem Systemgerät: der einseitig bedient
PERI Die Europacity, Berlins
neues Hauptstadtquartier,
ist in den letzten Jahren
rasant gewachsen. Zwischen
Spreebogen, Hauptbahnhof
und Nordhafen wird eine
über 60 ha große Fläche, das
Gelände einer ehemaligen
Industriebrache entlang des
Spandauer Schifffahrtskanals,
neu belebt. Hier entstehen
rund 3 000 Wohnungen
sowie Arbeitsflächen für etwa
16 500 Menschen. Zur
Realisierung des Projekts
sind Systemlösungen von
Peri im Einsatz.
»myPeri«
Zur Projektüberwachung diente
das »myPeri«-Kundenportal:
Zentral abgelegte Projektdaten
waren jederzeit digital verfügbar.
PERI
Die Arbeitsgemeinschaft der Wolff & Müller Hochund
Industriebau GmbH & Co. KG und der August
Reiners Bauunternehmung GmbH konnte im
Februar mit dem Richtfest den termingerechten
Abschluss der Rohbauarbeiten feiern. Die Fertigstellung
ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen.
Unterstützt wurden die Berliner Projektverantwortlichen
von umfangreichen, auf die Baustellenanforderungen
abgestimmten Schalungslösungen und
Services aus dem Hause Peri, begleitet von einem
erfahrenen Baustellensupport.
Kompetent unterstützt
Entsprechend der BIM-Methodik koordinierte das
Arge-Team seine Arbeit anhand eines virtuellen
Bauwerksmodells. So ließen sich die Prozesse beim
Bauen möglichst effizient steuern. Basierend auf
dem 3D-Modell und den individuellen Projektanforderungen
erarbeiteten die Berliner Peri-Ingenieure
alle notwendigen Schalungs- und Gerüstplanungen.
Zur Projektüberwachung diente das »myPeri«-Kundenportal:
Zentral abgelegte Projektdaten waren jederzeit
digital verfügbar und erleichterten so die
Arbeitsprozesse in allen Phasen der Baustellenabwicklung.
Zudem war ein Peri-Projektleiter wöchentlich
vor Ort. Als zentraler Ansprechpartner
kümmerte er sich um alle technischen, kaufmännischen
und logistischen Belange rund um Schalung
und Gerüst. Im regelmäßigen, partnerschaftlichen
Austausch ließen sich Fragen und etwaige Problemstellen
direkt auf der Baustelle ansprechen mit dem
Bestreben, zeitnah und für alle Beteiligten zielführende
Lösungsansätze zu finden.
Projektspezifisch angepasst
Die Peri-Lösungen basierten weitestgehend auf
Das Bürohochhaus »Upbeat« bildet den nördlichen Auftakt der Berliner Europacity.
baren »Maximo«-Rahmenschalung für die Wände
und als Schachtschalung, den großflächigen
»Variodeck«-Deckentischen und der »Skydeck«-Paneel-Deckenschalung
für die Geschossdecken.
Als temporäre Lagerflächen und zum
Umsetzen von Lasten mit dem Kran dienten »RCS
MP«-Ausfahrbühnen. Mithilfe des an den freien
Deckenrändern montierten »Prokit«-Sicherheitssystems
war das Baustellenpersonal jederzeit
gegen Absturz gesichert. Umlaufend unterhalb
der Rohbaugeschosse angebrachte Peri-Material-Fangschirme
ergänzten das konsequente
Sicherheitskonzept, um eine nachlaufende Fassadenmontage
zu ermöglichen. Für einen effizienten
Bauablauf wurden die Systemlösungen teils
mit Sonderschalungen kombiniert. Beispielsweise
komplettierten speziell geplante und im Peri-Sonderschalungsbau
vorgefertigte Projekt-Deckentische
das Deckenschalungskonzept. Im Wandbereich
ergänzten projektspezifisch gefertigte Sonder-Eckelemente
aus Stahl die »Maximo«-Schachtschalung
und beschleunigten so die Arbeitsschritte
beim Ausschalen, Umsetzen und Einschalen.
Zukunftsweisende Standards
Das Berliner Bürohochhaus »Upbeat« erfüllt höchste
Baustandards. Für die ausfallsichere Konnektivität,
digitale Infrastruktur und Zukunftssicherheit
wurde bereits die »WiredScore«-Zertifizierung in
Platin verliehen. Als Green Building konzipiertes
Bauwerk steht zudem eine Zertifizierung der
Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen
e. V. (DGNB) sowie eine »Well-Core«-Zertifizierung
in Gold an. Die ambitionierten Nachhaltigkeitsziele
wurden u. a. durch den Einsatz von CO2-reduziertem
Beton erreicht, der zwischen 30 bis 50 Prozent
Kohlendioxid einsparen konnte.
d
70
Juli 2025
Sonderthema: Schalung & Gerüste
MAYER SCHALTECHNIK
Innovative
Stoßabschalung im Einsatz
t MAYER SCHALTECHNIK Mit dem
feierlichen Spatenstich im November
letzten Jahres an der neuen Allee in
Dinkelsbühl hat ein bedeutendes Bauvorhaben
für die Zukunft der bayerischen
Steuer- und Finanzverwaltung begonnen.
Auf einem großzügigen Gelände am
westlichen Stadtrand von knapp
10 000 m 2 entsteht ein moderner Campus
der Landesfinanzschule, dessen Gesamtkosten
sich auf 57 Mio. Euro belaufen. Der
Neubau soll 2027 fertiggestellt sein. Zum
Einsatz kommt dabei das »Fluxx«-Stoßabschalungssystem
vom unterfränkischen
Schalungshersteller Mayer Schaltechnik.
Verantwortlich für einen reibungslosen
Ablauf des Bauvorhabens ist das schwäbische
Familienunternehmen Eigner aus
Nördlingen im Ries. Bereits seit 1912 ist man
im süddeutschen Raum ein Name, der für
Bauqualität ohne Kompromisse steht. Getreu
dem Unternehmensmotto »Bauen für
die Zukunft aus Tradition« verbindet man
bei Eigner altbewährte Prozesse mit innovativen
Neuerungen und Nachhaltigkeit. Jene
Attribute, welche auch das »Fluxx«-Stoßabschalungssystem
von Mayer Schaltechnik
mit sich bringen soll.
Speziell gefertigtes Stahlprofil
Beim Bauvorhaben an der neuen Allee stellt
die Verwendung des »Fluxx« eine avantgardistische
Lösung zur Schalung von Hohlwandstößen
dar, die durch ein speziell gefertigtes
Flex-Stahlprofil charakterisiert
Bis zu 100 Prozent
Verzicht auf
Einweg-Kanthölzer/
Spreizhölzer aufgrund
wiederverwendbarer
Stahl-Schienen.
ist. Die Schiene wird mithilfe des Arretierungsankers
aus Kunststoff im Plattenstoß
verspannt und ermöglicht somit eine zeiteffiziente
sowie effektive Lösung. Nach dem
Aushärten des Betons kann der Anker abgedreht
werden, wodurch die Abschalschiene
problemlos wiederverwendet werden kann.
Dieser Aspekt sorgt laut Mayer Schaltechnik
nicht nur für eine signifikante Einsparung
an Zeit, sondern reduziert ebenfalls
den Verbrauch an Holz oder anderen Materialien
und daraus resultierend anfallende
Baustellenabfälle, was sowohl ökonomisch
als auch ökologisch von Vorteil sei. Ebenfalls
im Einsatz ist die »Fluxx«-Bodenschiene,
ein weiterer Bestandteil des Systems, bestehend
aus robustem und dennoch leichtem
Aluminium. Durch ihren Einsatz wird
die Qualität und Effizienz der Abschalung
von Bodenfugen laut Hersteller erheblich
gesteigert, was eine saubere und schnelle
Lösung ohne qualitative Kompromisse
gewährleisten soll. Mit der Errichtung der
neuen Landesfinanzschule in Dinkelsbühl
sorgt die Firma Eigner mit den innovativen
»Fluxx«-Schienen nicht nur für eine moderne
Ausbildungsstätte, sondern möchte auch
ein Zeichen für Nachhaltigkeit und Innovation
im Bauwesen setzen.
57
Millionen
Die Gesamtkosten des Bauprojekts
belaufen sich auf insgesamt 57 Mio. Euro –
die Fertigstellung ist für 2027 geplant.
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Sonderthema: Schalung & Gerüste Juli 2025 71
Im Einsatz: der
»Alpha Anchor-D«
für zwei Benutzer auf
einer Deckenschalung.
SPANSET
Absturzsicherung für
Deckenschalung mit »Alpha Anchor«
t SPANSET Das neue mobile Sturzauffangsystem »Alpha Anchor«
von SpanSet ist speziell für die Absturzsicherung bei Deckenschalungsarbeiten
entwickelt worden. Es zeichnet sich durch seine
Vielzahl an flexiblen Einsatzmöglichkeiten aus und ist für bis zu zwei
Personen und bereits ab einer Absturzhöhe von 2 m zugelassen.
Die mobilen Anschlageinrichtungen
der »Alpha Anchor«-Serie
ermöglichen ein sicheres
Arbeiten an Absturzkanten
und lassen sich beliebig der
jeweiligen Situation anpassen.
Sämtliche »Alpha Anchor«-Systeme
sind einfach in der Handhabung
und benötigen daher einen
geringen Ausbildungsaufwand
für neue Benutzer. Die Basis bildet
die mobile Anschlageinrichtung
»Alpha Anchor-B«. Das frei
stehende System kann ohne Verankerung
am Bauwerk sofort als
Sturzauffangsystem oder Rückhaltesystem
eingesetzt werden.
Zusätzlich kann die mobile Anschlageinrichtung
auch als Rettungssystem
eingesetzt werden
und vereinfacht dadurch die Erstellung
des vorgeschriebenen
Rettungskonzepts.
Sicher in der Höhe
Der »Alpha Anchor-D« besteht
aus zwei Basis-Anschlagpunkten,
in welchen ein oder zwei
um 360° schwenkbare Ausleger
eingesteckt werden, und der
»Alpha Anchor-L« aus zwei Basis-Anschlagpunkten,
welche
mit einer 16 m langen, horizontalen
Lifeline verbunden werden.
Das Umsetzen der Systeme
erfolgt ganz einfach mittels
Handhubwagen oder per Kran
mit passenden Hebemitteln. Der
modulare Aufbau aller »Alpha
Anchor«-Systeme
vereinfacht
zudem den Transport und die
Lagerung. Auch bei der jährlich
vorgeschriebenen Prüfung überzeugen
»Alpha Anchor«-Systeme
durch geringe Kosten, da sämtliche
Komponenten mit Ausnahme
der Höhensicherungsgeräte
durch eine Sichtkontrolle geprüft
werden können, wie Span-
Set erläutert.
Das »Alpha Anchor«-Absturzsicherungssystem
wurde
nach den Bedürfnissen und Inputs
der Bau- und Sicherheitsbranche
auf dem SpanSet-eigenen
Prüfgelände entwickelt und
nach EN795:2012 Typ E sowie
CEN/TS 16415:2013 Typ E zertifiziert.
Es zeichnet sich durch seine
Vielzahl an flexiblen und mobilen
Einsatzmöglichkeiten aus
und ist für bis zu zwei Personen
gleichzeitig zulässig.
j
72
Juli 2025
Sonderthema: Schalung & Gerüste
Große Mengen an
Schalungslösungen notwendig
t ULMA Ein Bauprojekt
mit einem nicht alltäglichen
Anforderungskatalog entsteht
derzeit für den Fachbereich
Physik der Universität Münster.
Nach Fertigstellung sollen in
dem Ersatzneubau Institutsgruppe
1 zukunftsweisende
Forschung und moderne Lehre
miteinander verbunden werden.
Da mit hochsensiblen Instrumenten
gearbeitet wird, ist ein
nahezu schwingungsresistenter
Baukörper erforderlich, der
zugleich gegen tieffrequente
magnetische Felder abschirmt.
Mithilfe großer Mengen an
Schalungslösungen von Ulma
Construction, Massen von
Ortbeton und einer engen
Abstimmung mit der Aug.
Prien Bauunternehmung im
Wochentakt nimmt die künftige
Arbeitsumgebung der Wissenschaftler
stetig Form an.
Zusammenarbeit
Aufgrund der engen Zusammenarbeit
zwischen Aug. Prien und
Ulma konnte die Gesamthöhe
von rund 9,40 m bei teilweisen
Höhenversprüngen von rund 1 m
problemlos realisiert werden.
Auf einer Fläche von rund 6 000 m 2 realisiert
der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes
Nordrhein-Westfalen (BLB NRW), Niederlassung
Münster, aktuell den Ersatzneubau Institutsgruppe
1 für den Fachbereich Physik – ein Großprojekt
mit komplexen baulichen Lösungen. Es entstehen
drei Gebäude in zwei Baukörpern: ein fünfgeschossiges
Hörsaal- und Seminargebäude, ein sechsgeschossiges
Institutsgebäude sowie ein daran angeschlossenes
dreigeschossiges Werkstattgebäude.
Der Aushub der 14 m tiefen Baugrube erfolgte im
Frühsommer 2023. Mit den Rohbauarbeiten für die
Untergeschosse der ersten beiden Gebäudeteile hat
die bauausführende Aug. Prien Bauunternehmung
GmbH & Co. KG im September 2023 begonnen.
Alles andere als alltäglich
»Besonders mit Blick auf den Material- und Schalungseinsatz
sucht der Ersatzneubau Physik tatsächlich
seinesgleichen«, sagt Ulma-Vertriebsmitarbeiter
Bernd Gielnik. In den Laboren sollen später Messungen
im Nano-Bereich durchgeführt werden. Deswegen
kommen außergewöhnlich viel massiver Beton
und große Schalungsmengen zum Einsatz: 1 500 m²
»CC-4«-Moduldeckenschalung, 2 500 m² der Wandschalung
»Orma«, 675 Steigmeter an »T-60«-Gerüsttürmen,
rund 10 km »V20«-Holzträger sowie 40 Abstützböcke.
»Durch die überwiegende Erstellung
sämtlicher Gebäudeteile in Ortbetonbauweise mussten
zeitgleich stets hohe Schalungsmengen vorgehalten
werden. Dies erforderte ein hohes Maß an Logistik-
und Planungsleistung sowie eine intensive und
kontinuierliche Abstimmung aller Baupartner«, so
Ulma-Projektleiter Marc Littgen. Dass für den Neubau
derart viel Ortbeton zum Einsatz kommt, liegt an
der späteren Nutzung. Physikalische Experimente im
Nano-Bereich können zuverlässig nur in möglichst
schwingungsarmen Räumen durchgeführt werden.
Dem Prinzip von Trägheit und Masse folgend, sind
In dem Ersatzneubau für den Fachbereich Physik der Westfälischen Wilhelms-Universität
Münster sollen hochsensible Messungen im Nanobereich durchgeführt werden.
daher selbst kleine Wände in Ortbeton-Ausführung
geplant, um externe Vibrationen, soweit es geht, zu
vermeiden. Aus Gründen der Schwingungsresistenz
werden die Laserlabore und Nanomikroskopie zudem
in zwei Untergeschossen in bis zu 10 m Tiefe
untergebracht. Hier gelten allein für die Decken besondere
bautechnische Anforderungen. So wurden
diese etwa aus Gründen des Strahlenschutzes teilweise
aus besonders dichtem Barytbeton erstellt. Die
flexibel einsetzbare Deckenschalung »Enkoflex« ermöglichte
dabei unterschiedliche Höhen. Als Turmunterstellung
zur Lastabtragung dienten die Traggerüste
»T-60«. »Für einen Raum des Bauteils, der sich
in einem noch einmal eigens vertieften Bereich 12 m
unter der Erde befindet, wird zudem ein spezielles
Trägheitsfundament mit Luftkissen erstellt. Dieser
Raum ist komplett ferromagnetisch gelöst. Anstelle
einer Bewehrung aus Betonstahl wird hier Glasfaserbewehrung
verwendet«, geht Klaus Naschinski, Projektleiter
Aug. Prien, ins Detail.
Enge Abstimmung
Herausfordernd war die Erstellung der Außenwände
im Untergeschoss. Angesichts variierender Höhen
verlangten diese eine hohe konstruktive Interaktion.
Dank der engen Zusammenarbeit zwischen
Aug. Prien und Ulma ließ sich die Gesamthöhe von
rund 9,40 m bei teilweisen Höhenversprüngen von
rund 1 m jedoch realisieren. Oberpolier Paulo dos
Reis Silva lobt die Kommunikation: »Ulma hat im
Vorfeld einen maßgeschneiderten Vorschlag vorgelegt,
wie die unterschiedlich hohe Außenwand einhäuptig
in zwei Abschnitten hergestellt werden kann.
Während der Arbeiten mussten wir die Planung naturgemäß
immer wieder anpassen. Dabei waren die
Ulma-Mitarbeiter eine große Hilfe: Wir haben uns
ideal ergänzt. Eine gute Kooperation ist die Grundvoraussetzung
für eine erfolgreiche Umsetzung der
einzelnen Bauschritte.«
d
ULMA
Sonderthema: Schalung & Gerüste Juli 2025 73
DOKA (2)
Beim »Edge Friedrichspark«
setzt Züblin auf Dokas Deckenund
Wandschalungssysteme.So
kamen etwa auch 4 500 m² der
»DokaXdek«-Tische zum Einsatz.
CO 2
-reduzierter Beton sicher
und wirtschaftlich eingesetzt
t DOKA In Berlin-Friedrichshain entsteht ein neues Vorzeigeprojekt
für nachhaltiges und ressourcenschonendes
Bauen: Der Gewerbekomplex »Edge Friedrichspark« ist ein
durch und durch grünes Projekt – sogar beim Bau stehen
schon alle Zeichen auf Nachhaltigkeit dank CO 2
-armem
Zement im verwendeten Beton. Auch Doka ist Teil des
Teams, das zur Dekarbonisierung auf der Baustelle beiträgt.
Neues System
»DokaXdek« ist das neueste
Deckenschalungssystem von
Doka, das vielseitig einsetzbar
und kombinierbar sowie
äußerst langlebig ist.
Auf dem Areal des ehemaligen
Wriezener Bahnhofs in Berlin-Friedrichshain
entsteht seit
2023 das neueste Projekt des Entwicklers
Edge, »Edge Friedrichspark«.
Der Bürogebäudekomplex
soll nach Inbetriebnahme seinen
eigenen Energiebedarf komplett
nachhaltig decken. Schon
beim Bauprozess selbst wird
auf Nachhaltigkeit und einen
möglichst geringen CO2-Fußabdruck
geachtet, weshalb die
bauausführende Züblin u. a.
rund 12 000 m 3 nachhaltigen Beton
(»naturecem 65 PKH«) von
Spenner Herkules einsetzt, optimiert
durch KI-gestützte Software
des Berliner Tech-Unternehmens
Alcemy. Zur Überwachung
des Betons kommt von
Doka das Beton-Monitoring-System
»Concremote« zum Einsatz.
Zudem lieferte Doka die Schalung
für die Baustelle.
Nachhaltig von Beginn an
Einer der größten Hebel zur Dekarbonisierung
der Baustelle
ist der Baustoff Beton. In seiner
bisherigen Zusammensetzung
hat er eine schlechte Klimabilanz,
da bei der Herstellung des
enthaltenen Zementklinkers hohe
Treibhausgasemissionen entstehen.
Um Beton nun klimafit
zu machen, reduzieren Betonhersteller
wie Spenner Herkules
den Klinkeranteil deutlich,
sodass der damit einhergehende
CO2-Austoß verringert wird,
in diesem Fall um die 65 Prozent.
Allerdings »verhalten« sich jene
neuen Betonmischungen anders
als herkömmliche Betone.
Denn weniger Klinker bedeutet
auch niedrigere w/z-Werte und
verzögerte Frühfestigkeitsentwicklung,
also eine längere Aushärtungszeit.
Für ersten Fall hilft
die Software von Alcemy, mit
der das Personal im Transportbetonwerk
in Echtzeit die Betonqualität
vom Mischwerk bis
zur Baustelle überwachen kann.
74
Juli 2025
Sonderthema: Schalung & Gerüste
Zur Überwachung des Betons
in seinem Aushärtungsverhal-
Erfolgreiches Quartett
Die mitwirkenden Unterneh-
ten unterstützen die Daten, die
men – Edge als Entwickler, Züb-
das
Beton-Monitoring-System
lin als ausführende Baufirma,
»Concremote« von Doka liefert.
Alcemy als Technologieunter-
Dessen Sensoren messen die
nehmen und Doka als Scha-
Temperaturentwicklung, womit
lungsexperte – haben bereits
die Druckfestigkeit im Beton-
beim »Edge East Side« zusam-
bauteil berechnet wird. So kann
mengearbeitet. Wie bereits beim
CO2-reduzierter Beton sicher, ef-
Highrise-Projekt an der War-
fizient und wirtschaftlich einge-
schauer Straße kommen auch
setzt werden.
beim »Edge Friedrichspark«
Darüber hinaus setzt Züb-
Dokas bewährte Decken- und
lin 100 000 Hohlkörper-Elemen-
Wandschalungssysteme
zum
te aus recyceltem Kunststoff
Einsatz, so etwa 4 500 m 2 der »Do-
ein, sodass 8 Prozent Beton ein-
kaXdek«-Tische. »DokaXdek« ist
gespart werden kann. »All dies
das neueste Deckenschalungs-
zeigt: Dekarbonisierung ist eine
system von Doka, das vielseitig
Gemeinschaftsaufgabe, bei der
einsetzbar und kombinierbar so-
das Zusammenspiel aller Betei-
wie äußerst langlebig ist und da-
ligten gefragt ist. Als einer der
bei mit besonders viel Sicherheit
führenden
Schalungsherstel-
und Wirtschaftlichkeit punktet.
ler weltweit agieren wir an der
Das Gewerbeprojekt soll im
Nahtstelle zwischen Schalung
ersten Quartal 2026 fertiggestellt
und Beton und können so einen
wichtigen Beitrag zum nachhaltigen
Bauen mit Beton leisten«,
erklärt Joachim Immerz, Ge-
werden. Der Entwurf des » Edge
Friedrichspark« sieht neben
dem 100 Prozent nachhaltigen
Energiekonzept auch einen be-
in Sachen Infrastruktur und Mobilität
setzt man auf Nachhaltigkeit
und CO2-Reduktion: Neben
84 Parkflächen sollen auch Stell-
Das neueste Deckenschalungssystem
»DokaXdek« ist vielseitig einsetz- und
kombinierbar und punktet mit hoher
Sicherheit und Wirtschaftlichkeit.
schäftsführer Vertrieb von Doka
grünten Innenhof mit einer Flä-
flächen für rund 550 Fahrräder
Deutschland.
che von rund 3 000 m2 vor. Auch
entstehen.
j
Neue Schalungslösungen:
sicher und effizient
BAUMAGAZIN – Ein Blick auf
die aktuellen Schalungslösungen
zeigt, dass die Branche gehörigen
Erfindergeist beweist: Schon
zur Bauma stellten zahlreiche
Hersteller neue Schalungstechnik
vor, die nicht nur eine einfachere
Handhabung, sondern auch
mehr Sicherheit und erhöhte
Effizienz in den Mittelpunkt rückt.
Und das hat Gründe: Zum einen
dürfen moderne Schalungen
keine zusätzliche Zeit kosten.
Der Aufbau muss, ebenso wie die
einzelnen Handgriffe, schnell und
einfach ablaufen. Zum anderen
setzen die Hersteller auf leichtere
und kompatiblere Varianten,
sodass erhebliche Vorzüge gegenüber
älterer Technik entstehen.
Das Zauberwort lautet »Systemlösung«. Immer mehr
Hersteller setzen auf Schalungs- und Gerüstkonzepte,
die zwar mit weit weniger Einzelteilen auskommen, aber
dafür miteinander kombiniert werden können. Auf diese
Weise lassen sich Bauprojekte weit individueller planen –
und auch die Aufbauzeit verringert sich in der Regel deutlich.
Hinzu kommt eine oft erhebliche Gewichtseinsparung.
Zum einen wollen die Hersteller damit eine vereinfachte
Handhabung erzielen, zum anderen erhöht das geringere
Gewicht die Sicherheit. Hinzu kommt, dass leichtere Einzelteile
den Transport sowie die Lagerung vereinfachen.
Viel Aufmerksamkeit erhalten überdies einseitig bedienbare
Schalungslösungen, da die Schalgeschwindigkeit
deutlich steigt. Insgesamt, so Branchenexperten, brauche
es Schalungstechnik, die stärker und leichter, dafür
aber auch vielseitiger und belastbarer daherkommt. Auf
der Bauma rückten zudem viele Hersteller die Nachhaltigkeit
in den Fokus. Hierbei spielt die Abkehr von besonders
kurzlebigen Produkten eine tragende Rolle: Heutige
Schalungen sollen nach Möglichkeit über einen langen
Zeitraum hinweg verwendet werden. Nachhaltigkeit lässt
sich gleichzeitig durch kluge Wiederverwertung erzielen:
Für die Herstellung von Betonschalung etwa wird auch
heute noch gern Sperrholz verwendet, da es sich gut verarbeiten
und flexibel einsetzen lässt. In vielen Fällen ist
es auch nach wie vor die ideale Wahl. Aber: Die Lebensdauer
von Holz ist stark begrenzt, da es sich mit der Zeit
zersetzt. Alternativ dazu empfehlen sich Kunststoff- und
Metallschalungen, da sie langlebig und haltbar sind. Bei
Bedarf lassen sie sich zudem reparieren und nach ihrer
finalen Verwendung recyceln. Insgesamt setzt der Markt
auf eine auffallend breite Palette an Lösungen, um den
Anforderungen der Anwender bestmöglich zu entsprechen.
Als großes Plus hat sich erwiesen, dass die Hersteller
ihre Produkte durchdigitalisieren: Von der Planung über
die Bestellung und Beratung bis zum Transport und dem
tatsächlichen Aufbau lassen sich die digitalen Tools nutzen,
um das Bauprojekt deutlich zu vereinfachen und Zeit
zu sparen. Am Markt finden sich Digitalplattformen, mit
denen Schalungsprojekte bis ins kleinste Detail geplant
und berechnet werden können. Die Software weist auf Verbesserungen
hin, kann Lösungsvorschläge bei Problemen
bieten und dient gleichzeitig als permanent verfügbarer
Ratgeber, der von überall aus jederzeit erreichbar ist. d
Sonderthema: Schalung & Gerüste Juli 2025 75
Zur Realisierung des
Großbauprojekts kamen
zahlreiche Lösungen
von Ringer zum Einsatz.
RINGER (2)
Schalungskompetenz
unter Beweis gestellt
t RINGER Für den Weg in eine grüne Zukunft hat die Voestalpine mit Greentec
Steel einen ambitionierten Stufenplan entwickelt. In einem ersten Schritt
wird je ein Elektrolichtbogenofen (EAF) an den beiden Standorten in Linz und
Donawitz errichtet. Mit dieser Technologieumstellung kann der Stahl- und Technologiekonzern
seine Emissionen um bis zu 30 Prozent reduzieren. Der neue EAF
am Standort Donawitz wird mit Grünstrom betrieben und produziert künftig
hochwertige Stähle für Schienen, Walzdraht und Nahtlosrohre. Für Baupaket 3,
das zentrale Mediengebäude, hat die Lieb Bau Weiz GmbH & Co KG den Auftrag
erhalten und setzte dabei auf die Schalungskompetenz von Ringer.
Anspruchsvoll
Die Deckenkonstruktionen wurden
unter anspruchsvollen statischen
Vorgaben realisiert. Insgesamt
wurden 4 620 m² Deckenfläche
mit Stärken zwischen 25 cm
und 100 cm errichtet, die oberste
Decke lag auf 27 m Höhe.
Mit leistungsstarken Wand- und Deckenschalungssystemen
sowie digitaler Betonreifeprüfung
wurde eine sichere und effiziente Umsetzung
gewährleistet. Dieses Bauwerk beherbergt
im Wesentlichen die Hydraulikräume sowie das
»Q-One«-System, das als »Digital Melter« das Herzstück
der Stromversorgung der beiden Elektrolichtbogenöfen
bildet und deren präzise Regelung sicherstellt.
Über diesem Mediengebäude wird zudem
auch die gesamte Legierungswirtschaft installiert,
die bei Vollfüllung eine Gesamtlast von
18 400 t aufweist.
Massive Konstruktionen
Das Baupaket 3 erstreckt sich über eine Fundamentfläche
von 140 m Länge und 40 m Breite. Das Gebäude
selbst ist 25 m breit und 30 m hoch. Dieser
Stahlbetonsockel, auf dem später auch noch die
Legierungswirtschaft errichtet wird, hat am Ende
eine Gesamtbauhöhe von 60 m. Um den Baufortschritt
effizient voranzutreiben, werden pro Woche
bis zu 300 m³ Beton verarbeitet. Insgesamt werden
8 000 m³ Beton und 1 600 t Bewehrungsstahl verbaut.
Da die Stromzufuhr über massive Kupferschienen
erfolgt, entsteht durch die hohe Stromstärke ein extremes
Magnetfeld, welches die Gefahr birgt, dass
konventioneller Bewehrungsstahl herausgezogen
wird. Um dies zu verhindern, wurden 28,3 t antimagnetischer
»Nirosta«-Stahl eingesetzt.
Know-how von Ringer
Insgesamt werden 80 Prozent des Bauvorhabens
innerhalb von nur 12 Monaten realisiert. Dies erfordert
eine exakte Planung und den Einsatz leistungsstarker
Schalungssysteme. Um diesen hohen
Anforderungen gerecht zu werden, setzte Lieb Bau
Weiz auf das effiziente und flexible Schalungs- und
Gerüstsortiment sowie das Know-how von Ringer.
Der Warenwert an Ringer-Schalungs- und Gerüsttechnik
vor Ort betrug zu Spitzenzeiten 6 Mio. Euro.
14 m massive Stahlbetonwände
Die massiven Wände des zentralen Mediengebäudes
wurden mit der »Master Pro«-Schalung
76
Juli 2025
Sonderthema: Schalung & Gerüste
hergestellt. Für großflächiges Schalen kamen
hauptsächlich 240 × 300 cm große Elemente zum
Einsatz. Die Wandstärken variierten zwischen 30
und 60 cm, wobei an einer besonders beengten
Stelle nur noch 3 cm Abstand zur Bestandskonstruktion
verblieben. Aufgrund der einseitigen Bedienbarkeit,
der enormen Stabilität und der flexiblen
Anwendungsmöglichkeiten war die »Master
Pro«-Wandschalung gerade hier laut Unternehmen
gut geeignet, um eine maßgenaue und zeiteffiziente
Umsetzung zu gewährleisten.
Die höchste Wand wurde mit einer Höhe von
14 m ausgeführt. Hierfür wurde zunächst eine komplette
Schalungsseite vorgestellt und anschließend
mit Hilfe des Doppelgeländer-Gerüsts von Ringer
bewehrt. Ein besonderes Augenmerk lag in diesem
Bereich auf der Bewehrungstechnik. Normalerweise
stehen für den Bewehrungseinbau 30 cm
Platz zur Verfügung. Da die Wände jedoch eine
Stärke von bis zu 60 cm aufweisen, wurden am Bewehrungsgerüst
Schnellkonsolen montiert und
zunächst 30 cm bewehrt, anschließend die Konsolen
entfernt und die verbleibenden 30 cm nachbewehrt.
Anschließend wurde die Schalung geschlossen
und mit Richtstützen gesichert. Insgesamt
wurden die 14 m hohen Wände in vier Betonierabschnitten
mit jeweils 200 m³ Beton und 40 t Bewehrungsstahl
errichtet. Mit einem zulässigen Frischbetondruck
von 80 kN/m² war das laut Unternehmen
»für ›Master Pro‹ kein Problem«. Auch
die zahlreichen Eckbereiche stellten
besondere Anforderungen an die
Planung und das Schalungssystem.
Um die jeweiligen Winkel
trotz minimalem Platzangebot
herzustellen, wurde eine Sonderlösung
aus einer Kombination
von 25er-»Alu Master«-Innenecken,
Stahl-Master-Elementen
und »DW20«-Ankern
umgesetzt. Die stirnseitige Abschalung
erfolgte mit Master Elementen,
Richtschienen und Stirnankern,
um eine sichere Lastabtragung
zu gewährleisten.
Tragfähig und flexibel
Die Deckenkonstruktionen des zentralen Mediengebäudes
wurden unter anspruchsvollen statischen
Vorgaben realisiert. Insgesamt wurden
4 620 m² Deckenfläche mit Stärken zwischen 25 cm
und 100 cm errichtet, die oberste Decke lag auf
27 m Höhe und stellte eine nicht unerhebliche bautechnische
Herausforderung darf. Sämtliche Deckenabschnitte
enthielten massiv dimensionierte
Unterzüge, die direkt mit der Deckenschalung mitgeschalt
wurden – je nach Lage bis zu 1,2 m breit
und 60 cm hoch.
d
Die Schalungslösungen von Ringer
überzeugten insbesondere durch ihre
hohe Tragkraft, die Zuverlässigkeit und
einfache Handhabung.
Hohe Flexibilität als
entscheidendes Kriterium
AMMANN
ten Steilwinkeln und großen Klappen für eine prät
AMMANN Die Kieswerk Arieschbach AG war auf der Suche nach einer neuen
Betonmischanlage mit höherer Produktivität. Wichtig war jedoch auch, dass die
neue Anlage exakt den Platzverhältnissen der alten Anlage entspricht. Daher war
eine maßgeschneiderte Lösung notwendig. Ammann hat sich der Herausforderung
angenommen und gemeinsam mit dem Kunden eine passende Anlage entwickelt.
Der erste Schritt bestand darin, die Anlage zu
finden, die den Produktionsanforderungen
des Unternehmens am besten entsprach. »Sie
musste nicht nur in den Raum passen, sondern
auch die nötige Produktivität bringen«, so Peter
Maurer, Leiter Verkauf und Service für Anlagen
bei Ammann in der Schweiz. »Wir durften nie die
Tatsache aus den Augen verlieren, dass die Anlage
nach ihrer Installation die geschäftlichen Erwartungen
erfüllen musste.« Die Betonmischanlage
»CBS 120 SL Elba« habe sich schließlich als
die optimale Wahl erwiesen.
Das mineralische Silo ist für den Einsatz von
Recyclingbeton optimiert, mit speziell konzipier-
Die Betonmischanlage »CBS 120 SL Elba« erwies sich als
ideale Wahl für die Anforderungen der Kieswerk Arieschbach AG.
zise Dosierung. Die Anlage besticht zudem durch
ihre intuitive Bedienung und hohe Effizienz, die
sowohl die Produktions- als auch die Wartungskosten
minimieren. Auch die flexible Auslegung der
Anlage stellte bei diesem Projekt ein entscheidendes
Kriterium dar. »In enger Zusammenarbeit mit
der Kieswerk Arieschbach AG haben wir die ›Ammann
CBS 120‹ genau auf die speziellen Anforderungen
des Standorts und die Produktionsziele abgestimmt«,
erklärt Maurer.
j
Sonderthema: Schalung & Gerüste Juli 2025 77
Das Technikzentrum wurde mit
einem nach Süden geneigten
Pultdach konzipiert, um eine
Solaranlage zu installieren. Die
Zisterne hat ein Fassungsvermögen
von 60 m 3 .
Plusenergie-Gebäude mit
Lösungen von Paschal realisiert
t PASCHAL Das neue städtische Technikzentrum der französischen Gemeinde
Herrlisheim wird mit einer Solaranlage auf dem Pultdach realisiert, um nicht nur den
Eigenbedarf an Energie zu decken, sondern um auch andere öffentliche Einrichtungen
zu versorgen. Für die Schalung der unterschiedlich hohen Wände nutzte das
ausführende Bauunternehmen Léon die »Logo.3«-Wandschalung von Paschal. Für die
Zisterne mit 60 m 3 Fassungsvermögen kam außerdem die Trapezträgerrundschalung
(TTR) von Paschal zum Einsatz.
372
Quadratmeter
Für den Bau der neun
Wände waren rund
372 m² »Logo.3«-Wandschalung
im Einsatz.
Das Gebäude erstreckt sich über eine Fläche von
knapp 1400 m 2 , ist 75,5 m lang sowie 18,5 m breit
und verfügt über einen großen Innenhof für die
städtischen Baufahrzeuge. Im Inneren des Gebäudes
ist Platz für Büros, Lagerräume und Werkstätten.
Das Zentrum soll nicht nur als Bauhof dienen,
sondern auch der Gemeinde als Veranstaltungsort
offen stehen. Ende 2022 starteten die Erdarbeiten,
von Frühjahr bis August 2023 fanden die Schalungsarbeiten
statt. Das bauausführende Unternehmen
Léon Sarl aus Auenheim griff dabei auf die bewährten
Schalungslösungen von Paschal zurück.
Nachhaltiger Blickfang
Die buchstäblich »schräge Architektur« des gesamten
Gebäudes erhält durch die runde Zisterne einen
Kontrapunkt. Mit ihr wird neben dem Solardach der
Anspruch der Gemeinde auf nachhaltiges Wirtschaften
verwirklicht. Die Zisterne mit einem Fassungsvermögen
von 60 m 3 soll die Rückgewinnung
von 700 m 3 Regenwasser pro Jahr ermöglichen. Für
die Schalung der Zisterne kamen 78 m 2 der Trapezträgerrundschalung
mit Holzschalhaut (TTR) zum
Einsatz, realisiert wurde die 3,5 m hohe Zisterne in
zwei Takten.
372 m² »Logo.3« im Einsatz
Um eine Solaranlage auf dem Dach zu installieren,
konzipierten die Architekten ein Pultdach, das sich
gen Süden neigt. Auf einer Fläche von rund 1 100 m 2
werden dann 576 Solarpaneele installiert, welche
im Jahr 230 000 kWh Strom produzieren. Ist der Eigenbedarf
gedeckt, soll überschüssiger Strom verkauft
bzw. dazu genutzt werden, um andere öffentliche
Gebäude zu versorgen.
Für den Bau der neun Wände waren rund 372 m2
»Logo.3«-Wandschalung im Einsatz, die Léon von
der Zentrale in Steinach gemietet hatte. Verwendet
wurde eines der größten Schalelemente aus
dem Paschal-Portfolio. Der Höhenunterschied der
78
Juli 2025
Sonderthema: Schalung & Gerüste
PASCHAL (3)
Gerüstkonsolen können bequem an den Schalelementen
montiert werden, wenn diese noch am Boden
liegen. Beim Umsetzen der Schalelemente wird
die »Gerüst-Schalungs-Kombi« einfach im Ganzen
per Kran versetzt. »Die Arbeitsbühnen lassen sich
mit wenigen Handgriffen an den Schalelementen
befestigen. Einmal erledigt, erspart uns das während
des Betonierens das Ab- und Anmontieren.
So können wir mithilfe der ›Multip‹ noch schneller
ein- und ausschalen«, bestätigt Yannick Jungmichel,
Bauleiter bei Léon in Auenheim.
j
Durch die Umsetzung
des ausgeklügelten
Schalungsplans konnte ein
gleichmäßiges Betonbild
erzielt werden.
t ragenden Wände beträgt ca. 2 m. Daher setzte man
auf der höheren Seite zwei der 340 cm hohen Elemente
übereinander sowie ein 135 cm hohes Schalelement,
um eine Gesamtschalhöhe von 815 cm zu
erreichen. Auf der niedrigeren Wandseite kombinierte
man ein 340 cm hohes Element mit dem
270 cm hohen Schalungselement. Die Wände des
Gebäudes wurden in neun Takten betoniert.
»Fliegende« Arbeitsbühnen
Léon legt Wert auf ein sicheres Arbeitsumfeld für
seine Mitarbeiter. Der Aufbau von Arbeitsbühnen
soll aber mit möglichst wenig Aufwand einhergehen.
Daher entschied man sich, die Schalungslösungen
gleich in Kombination mit der multifunktionalen
Arbeitsplattform »Multip« einzusetzen. Die
Für ein Plus
an Nachhaltigkeit
t PASCHAL Als Alternative zu herkömmlichen Kunststoffplatten
bietet Paschal ab sofort die Möglichkeit, die Schalungshaut für alle
Paschal-Rahmenschalungen in hochwertiger Kunststoffausführung
auszuwählen. Diese innovative Lösung vereint hohe Qualität mit
Flexibilität und Nachhaltigkeit.
@c@c100100 %
Alle verarbeiteten
Komponenten bestehen
zu 100 Prozent aus
recycelten Materialien.
Die »Talleas«-Platte vom Hersteller
PolymerPark besteht
aus einem geschäumten Kern,
der auf beiden Seiten durch eine
Tragschicht und einen Belag
ergänzt wird. Alle verarbeiteten
Komponenten bestehen zu
100 Prozent aus recycelten Materialien
und haben einen langen
Lebenszyklus. Der Kunde
erhält bei Anlieferung zudem
eine Recycling-Garantie. Am
Ende ihrer Lebensdauer wird
die Platte nicht einfach entsorgt,
sondern als wertvoller Sekundärrohstoff
in einen neuen
Produktionszyklus
überführt. Paschal
bietet hier eine
Rücknahme- und
Recycling-Garantie.
Der Plattenaufbau
bzw. die verwendeten
Werkstoffe bieten
langfristig eine
gute Oberflächenqualität
des Betons
bei geringem Wartungs-
und Reinigungsaufwand.
j
Die »Talleas«-Platte vom Hersteller
PolymerPark besteht aus einem
geschäumten Kern, der auf beiden
Seiten durch eine Tragschicht und
einen Belag ergänzt wird.
Sonderthema: Schalung & Gerüste Juli 2025 79
SBM_bauMAGAZIN_2020_Logo_grau_quer.pdf 1 03.05.21 08:42
START-UP-ZONE
L DERBLAUE
Weniger Frust
mit Flüssigkeiten
Im Nachhinein können Start-ups oft klar benennen, was der genaue Grund für
ihre initiale Idee war. Im Falle von Marvin Kiesel, gelernter Wirtschaftsingenieur
mit der Fachrichtung Maschinenbau und Erfinder des »Blauen«, war es
Frust – und das gleich mehrfacher. Denn der Austausch eines Heizkörpers in
der eigenen Wohnung war vom Transport mehrerer voller Eimer Wasser, einem
durchnässten Abdeckvlies und – trotz aller Bemühungen – sichtbarer Feuchtigkeit
an den Rohren und dem Holzboden begleitet. Seine Schmerzgrenze war
schließlich überschritten, als er von einem befreundeten Heizungsbauer erfuhr,
dass dieses Vorgehen allgemeiner Usus in der Branche ist.
Selbst bei beengten Platzverhältnissen
geht kein Tropfen Öl verloren und bei
einem Filterwechsel kann die Einheit
einfach direkt zwischengelagert werden.
Marvin erinnert sich: »Ich konnte es wirklich
kaum glauben, dass abgeschnittene Eimer, die
zudem permanent geleert werden müssen, quasi
der ›Gold-Standard‹ bei Arbeiten dieser Art sind.
Damit wollte ich mich nicht zufriedengeben.« Basierend
auf seiner Grundidee, dass sich der Auffangbehälter
so gut wie möglich den Gegebenheiten anpassen
sollte, entstand nach vielen Stunden des Tüftelns
schließlich der Prototyp einer Wanne
aus robustem Kunststoff mit
biegsamen Rändern. Der erste
Praxistest beim befreundeten
Heizungsbauer
war dann auch gleich
ein voller Erfolg:
»Mein Bekannter
war
davon
so begeistert, dass er die Wanne nicht mehr hergeben
und gleich behalten wollte. Da war mir klar,
dass die Idee grundsätzlich Potenzial hat.« Die flexibel
an Gegebenheiten anpassbare Wanne macht
vermeintlich »passend« ausgeschnittene Eimer obsolet;
und um das permanente Entleeren zu vermeiden,
kam im Anschluss eine Pumpe mit Akku hinzu:
»DerBlaue« war erfunden, um damit Flüssigkeiten
tropfsicher umleiten, auffangen und abpumpen
zu können.
Erfolgreiche Bollerwagen-Tour über die ISH
Die nächste Herausforderung bestand nun allerdings
darin, das Produkt bekannt zu machen. An
dieser Stelle der Erfolgsstory kommt Michael
Schmidt ins Spiel, den Marvin bereits aus der
Kemptener Gründervilla und vom Mountainbiken
kannte. Der ausgebildete Malermeister sowie
Farb- und Lacktechniker verfügte bereits über Erfahrung
bei Kernsanierungen. Er konnte daher den
Schmerz von Marvin bei seinem Heizkörpertausch
gut nachvollziehen. Aufgrund der guten Vernetzung
von Michael in der Branche standen schnell erste
Meinungen von weiteren Handwerkern zur Verfügung:
»Das Feedback war durchwegs positiv und
steigerte sich sogar noch, als wir mit einem Bollerwagen
samt Heizkörper und ›DerBlaue‹-Prototyp
über die ISH 2019 – die Weltleitmesse für Wasser,
Wärme, Luft – mit 100 Prozent Zielgruppe liefen.«
Im Anschluss der Messe erhielten 20 Firmen
ein Testmuster zur Verfügung gestellt. »Die Resonanz
war überwältigend: Ausnahmslos alle waren
davon begeistert«, erinnert sich Marvin. 2020
fand schließlich die Markteinführung mit dem
ersten Händler statt, weitere folgten im Laufe
des Jahres. »Selbst Corona konnte uns
nicht bremsen – anstatt der Präsentationen
vor Ort haben wir uns auf Videocalls
und Social-Media-Marketing
fokussiert«, so Michael.
SBM_bauMAGAZIN_2020_Logo_grau_quer.pdf 1 03.05.21 08:42
Sowohl die Rutsche zum gezielten
Leiten von Flüssigkeiten als auch
die Wanne bestehen aus einer
gewebeverstärkten Spezialplane.
Diese ist beständig gegen
alle üblichen Flüssigkeiten wie
verschmutztes Heizungswasser,
glycolhaltige Flüssigkeiten, Hydraulik-
und Heizöl und viele weitere.
Feedback wird schnell umgesetzt
Dank zahlreichem Feedback aus der
SHK-Branche flossen zu diesem Zeitpunkt
bereits viele Verbesserungsvorschläge
in das Produkt ein und ließen sich aufgrund kurzer
Wege entsprechend schnell umsetzen. »Der-
Blaue« verfügt über viele Alleinstellungsmerkmale:
So sind sämtliche Nähte verschweißt, die Biegemetallelemente
können beliebig oft geformt werden,
die Aufhänge ösen wurden separat verstärkt und ergeben
in der Mitte für maximale Stabilität einen
»Goldenen Schnitt«. Direkt aufgrund von Praxiserfahrungen
wurde auch der Wunsch umgesetzt, den
6 000-mAh-Akku mit seiner Laufzeit von 3,5 Stunden
und bis zu 1 500 l Fördermenge nicht nur gegen
Spritzwasser, sondern auch gegen Stürze zu polstern.
Michael dazu: »Hier unterscheiden wir uns aus
qualitativer Sicht deutlich von Nachahmern unserer
Idee, die natürlich nicht auf sich warten ließen – unser
Produkt ist hingegen in enger Kommunikation
mit den Anwendern in der Praxis gereift und qualitativ
auf einem ganz anderen Level.« Im Laufe der Zeit
kamen Variationen der Grundidee hinzu, u. a. auch
welche für die Baubranche: Denn neben Wasser ist
»DerBlaue« ebenso ideal für weitere Flüssigkeiten
wie Öle und Kraftstoffe geeignet. So lassen sich Wartungsarbeiten
oder Betankungsvorgänge an Baumaschinen
aller Art um einiges einfacher durchführen.
Mittlerweile ist aus einer Idee eines Einzelnen
ein Unternehmen mit einem 16-köpfigen Team
mit Lager- und Büroräumen in Sonthofen im Allgäu
entstanden. Dort werden professionelle Flüssigkeits-Auffangsysteme
für eine Vielzahl an Branchen
entwickelt – mit durchschlagendem Erfolg: Bislang
wurden bereits über 80 000 Produkte verkauft.
Kein Wunder, denn: »DerBlaue« kann grundsätzlich
überall dort eingesetzt werden, wo Flüssigkeiten
umgeleitet, aufgefangen, abgepumpt oder eingefüllt
werden sollen. Das System ist zudem leicht
zu transportieren. Marvin weist noch auf einen Nebenaspekt
hin, der sich aus dem Namen und der
identischen Farbe des Produkts ergibt: »Jeder weiß
auf Anhieb, was damit gemeint ist, wenn ›DerBlaue‹
benötigt wird.« Wie dieser überhaupt zu seinem Namen
kam, erklärt er abschließend: »Bei meinen
ersten Versuchen zu Hause habe ich verwendet,
was gerade greifbar war – und das war eben
eine blaue Abdeckfolie.«
s
10
Liter
Die Profi-Wanne lässt sich
individuell anpassen und hat
ein Fassungsvermögen von 10 l.
DERBLAUE (4)
Service-Set
Das »DerBlaue«-Service-Set
besteht aus der Profi-Wanne, der
Rutsche und der Einfach-Rosette.
Es wird im praktischen Beutel
geliefert und eignet sich besonders
für die Arbeit mit Öl, etwa
für Tätigkeiten am Nabengetriebe,
Ölfilter oder an Hydraulikleitungen
– und das auch in schwierigen
Einbausituationen.
Die Geschäftsführer
von »DerBlaue«:
Marvin Kiesel (l.) und
Michael Schmidt.
Juli 2025
81
5
SPEZIALTIEFBAU & TUNNELBAU
Zwölf »MP750«-Aussteifungen wurden
zur Absicherung der 34 x 64 m großen
Baugrube an der Triester Straße genutzt.
SWIETELSKY AG (3)
L VP GROUNDFORCE
Großprojekt Wiener U-Bahn:
Vp Groundforce liefert
Hydrauliksteifen und -gurtungen
In Wien wird der öffentliche Nahverkehr durch den Ausbau der U2- und U5-Bahn-
Linien erweitert. Das Bauprojekt wird seit 2018 von der Swietelsky AG vorbereitet
und umfasst umfangreiche Tiefbauarbeiten sowie innovative Sicherungstechniken
für Baugruben. Vp Groundforce liefert dafür vielseitige Hydrauliksteifen und -gurtungen,
die durch hohe Belastbarkeit und Flexibilität überzeugen. Mit der »MP750«
kommt auch die derzeit größte Hydrauliksteife auf dem Markt zum Einsatz.
Im Jahr 2023 waren laut Wiener Linien 792 Mio.
Fahrgäste mit dem öffentlichen Nahverkehr unterwegs.
Mit dem Ausbau der U2/U5-Linie können bald
300 Mio. Menschen jährlich zusätzlich den ÖPNV
nutzen. Das öffentlich finanzierte Bauprojekt dient
der Verlängerung der bestehenden Linie U2 zur neuen
Linie U5. Die Baufirma Swietelsky AG begann bereits
im Jahr 2018 mit der Vorbereitung der Baustelle.
Da die Geologie in dem Gebiet aus Schotter und
Schlamm besteht, ist der Boden instabil. Die Absicherung
der Baugrube steht an vorderster Stelle.
Abstützungen sind der Schlüssel, um die schwierigen
Aushubarbeiten zu ermöglichen. Hierfür stand
eine genaue Projektkoordination zwischen dem
Bauunternehmen Swietelsky AG und den Experten
von Vp Groundforce im Vordergrund. Um den
engen Zeitrahmen des Projekts der Baustelle einzuhalten
und zugleich die hohen Sicherheitsstandards
zu gewährleisten, stellte Vp Groundforce den
Swietelsky-Mitarbeitern ein Supportteam vor Ort
bereit. Dieses unterstützte den Ein- und Ausbau sowie
die Schulung der Mitarbeiter. Eine detaillierte
Ablaufplanung und teils vormontierte Endlagerplatten
sowie Wand anschlüsse sorgten für einen
zusätzlichen Zeitgewinn. Bereits nach fünf Monaten
wurden die Arbeiten an der Triester Straße abgeschlossen.
Die Steifen von Vp Groundforce wurden
nach Fertigstellung der Kellerdecke Mitte März
2021 demontiert und abtransportiert. Beim aktuellen
Projektteil an den Stationen »Rathaus« und
»Pilgramgasse« erstreckt sich die Zusammenarbeit
der Projektbeteiligten über rund drei Jahre – untergliedert
in verschiedene Abschnitte. Anfang 2027
soll der Ausbau beginnen.
Umfangreiche Tiefbauarbeiten
Bei den Tiefbauarbeiten an der Triester Straße wurde
in mehreren Etappen in rund 32 m Tiefe gegraben.
Abgegraben wurde Schritt für Schritt von oben
82
Juli 2025
Spezialtiefbau & Tunnelbau
nach unten, wobei jede Etage mit einer massiven
Stahlbetondecke ausgesteift wurde. Auch ein Notfallschacht
mit rund 20 m Länge, 15 m Breite und
30 m Tiefe wurde konstruiert. Eine robuste Aussteifung
sowie ein ständiges Abpumpen nachdrückenden
Grundwassers waren ebenfalls nötig. Ein übliches
Verfahren zur Absicherung wäre der Einbau
von Stahlbetonträgern gewesen, welche die Stützmauern
ein Stockwerk über dem Aushubniveau absichern.
Durch die Stationsröhren war deren Einbau
allerdings nicht möglich. Diese hätten nach
dem Einbringen der Decke wieder abgerissen und
entsorgt werden müssen. Um unnötigen Material-
und Zeitaufwand zu vermeiden, wurde für die Absicherung
der Baugrube das hydraulische Aussteifungs-
und Gurtungssystem von Vp Groundforce
ausgewählt. Dieses konnte unkompliziert montiert
und nach dem Einbringen der Betondecke wieder
entfernt werden. Insgesamt zwölf »MP 750«-Aussteifungen
wurden zur Absicherung der 34 x 64 m
großen Baugrube geliefert.
Individuelle Lösungen zur Abstützung
An der Rathaus-Station mussten die neuen Schächte
an die bereits existierenden sowie die neuen
U2-Tunnel angepasst werden. Hieraus ergeben
sich unterschiedliche Geometrien und verschiedene
Abstützlösungen je Schacht. Das Unternehmen
ersetzte die waagerechten Stützen im westlichen
Teil des Schachtes durch schräg nach unten
zum Mittelteil hin verlaufende Stützen. Die Lasten
werden nun von der westlichen Stützmauer direkt
in die Bodenplatte übertragen. Insgesamt befinden
sich in diesem Bauabschnitt 69 Steifen mit einer Gesamtlänge
von 591 m.
Auch beim Schachtausbau an der neuen Station
»Pilgramgasse« setzt die Stadt Wien auf Verbaulösungen
von Vp Groundforce. Für die Aushubarbeiten
war die Abstützung der Baugrube durch das hydraulische
Aussteifungs- und Gurtungssystem von
Vp Groundforce essenziell. Denn der Abstand zwischen
der letzten Betonebene und der Bodenplatte
ist zu groß für den Erddruck, weshalb nun die Steifen
diesen Druck ausgleichen. Um den Tunnelbohrmaschinen
bei der Durchfahrt genug Raum zu geben,
musste eine 9 m hohe Baugrube ausgehoben werden.
Doch die Betonwände sind nicht darauf ausgelegt,
weshalb diese auf etwa 6 m abgestützt werden müssen.
Erst nach dem Gießen der 1 m dicken Betonbodenplatte
können die Stützen entfernt werden und
die Vorbereitungen für den Tunnelbau beginnen.
Vielseitiges Sortiment für hohe Belastungen
Im Rahmen des Wiener U-Bahn-Ausbaus setzt
Vp Groundforce zudem eine Anzahl verschiedener
Gurtungen und Steifen ein. Mit der »MP750« kommt
in Wien die derzeit größte Hydrauliksteife auf dem
Markt – mit einem Bemessungswiderstand von
11 000 kN – zum Einsatz. Mit Zwischenunterstützung
sind hier Spannweiten bis über 50 m möglich. Der
hydraulische Verstellweg liegt bei 500 mm. Ein integrierter
Hydraulikzylinder sorgt in Kombination mit
zwei mechanischen Schraubgewinden für die Verteilung
der Last auf das System. Dabei ist die mechanische
Verriegelung mit 100 Prozent der axialen Lastaufnahme
ausfallsicher. Zudem setzt Vp Groundforce
bei den »MP750«-Steifen auf eine innovative
Hydraulikmutter-Technologie. Die hinter den Befestigungsschrauben
sitzenden Hydraulikmuttern werden
über ein speziell entwickeltes Hochdruck-Hydrauliksystem
betätigt. So kann die Vorspannung der
Steifen im eingebauten Zustand vor Ort an die Anforderungen
angepasst werden.
Die »MP375«-Steifen eignen sich ebenfalls für
Projekte mit hohen Belastungen und einem Bemessungswiderstand
von bis zu 5 147 kN. Ohne Zwischenunterstützung
sind Spannweiten von 7,1 bis
16 m problemlos möglich. Die Steifen verfügen zudem
über ein zusätzliches, optionales Sicherheitssystem
durch eine integrierte mechanische Verriegelung.
Schwenkbare Endelemente ermöglichen
Verstrebungen innerhalb der Baugrube mit
und ohne Gurtung. Die Gurtungen von Vp Groundforce
überzeugen mit ihrer Einbaugeschwindigkeit.
Sowohl der »Mega Gurt« als auch der »Super Mega
Gurt« können problemlos mit den Steifensystemen
von Vp Groundforce kombiniert werden und
erlauben durch die modularen Komponenten eine
flexible Konfiguration ganz nach Projektanforderungen.
j
Die »MP750«-Steife kann – als derzeit
größte Hydrauliksteife auf dem Markt –
Spannweiten bis über 50 m überbrücken.
Abstützung
nach Maß
Insgesamt befinden sich
im Bauabschnitt an der
Rathaus-Station 69 Steifen mit
einer Gesamtlänge von 591 m.
Durch Öffnungen konnten die
Hydrauliksteifen eingelassen und
innerhalb einer Stunde montiert werden.
Spezialtiefbau & Tunnelbau Juli 2025 83
RUD (2)
Die Ketten-Antriebstechnik
von RUD ist in Hebevorrichtungen,
Bogenfahrten,
Armierungskranen oder
Schneideapparaten im Einsatz.
L RUD
Tunnelbaustellen effizienter
machen mit »Tecdos«
Kompakt, robust und
zuverlässig: Das sind die
Vorteile der »Tecdos«-Antriebstechnik
von RUD, von
denen auch der Tunnelbau
profitiert. Die Systeme auf
Basis eines Kettenantriebs
bieten verschiedenste
Einsatzmöglichkeiten im
Tunnel und trotzen dabei
den harten Umgebungsbedingungen.Darüber
hinaus
ist die »Tecdos«-Antriebstechnik
besonders
platzsparend – optimal für
den Einsatz im Tunnel.
Modularität
Die Standardkomponenten und
Einzelteile lassen sich je nach
Anforderung des Tunnelbauprojekts
modular kombinieren.
Im Tunnelbau sind umfangreiche Projekte und ein
enger Zeitrahmen die Regel. Damit die Prozesse zuverlässig
laufen und es keinen Stillstand gibt, kommt
Antriebstechnik von RUD ins Spiel: Die Hochleistungsrundstahlkette
als Basis des Systems läuft selbst
in herausfordernden Umgebungen zuverlässig und
sicher: Staub, Schlamm, Stein oder Geröll können
ihr nichts anhaben. Die »Tecdos«-Antriebssysteme
funktionieren, so RUD, auch dann, wenn Zahnstange,
Seil und Schiene an ihre Grenzen stoßen. Die zweite
Herausforderung ist der relativ beschränkte Platz
bei Tunnelbauarbeiten. Die einzelnen Komponenten
und das Antriebsgehäuse sind möglichst kompakt gehalten
und können direkt am Einsatzort verbaut werden.
»Gerade bei Seilantrieben braucht es ja oft eine
große Seilwinde mit mehreren Umlenkungen. Das
entfällt bei unseren ›Tecdos‹-Antriebssystemen, da
die Kette zum einen auf geringem Raum umgelenkt
und zum anderen in einem Kettensack gelagert werden
kann, der nur wenig Platz einnimmt«, erklärt Sascha
Olfert, Business Development Manager bei RUD.
Für verschiedene Anwendungen
Die »Tecdos«-Antriebstechnik bietet verschiedene
Produkte und Systeme für den Tunnelbau: von Kettenrad,
Hubbegrenzer und Anschlagmittel bis hin
zu Komplettsystemen wie »Tecdos Pi-Gamma« und
»Tecdos Omega-Drive«. Bei »Tecdos Pi-Gamma«
handelt es sich um ein flexibles 2-in-1-Ketten-Antriebssystem
speziell für vertikale und horizontale
Anwendungen. Es verfügt über eine feste Kettenumlenkung
von 180° bzw. eine flexible Kettenumlenkung
zwischen 90° und 180°. Je nach Ausführung
schafft ein »Tecdos Pi-Gamma«- Antrieb Zugkräfte
bis zu 260 kN. Die Lösung für lineare oder drehende
Bewegungen im Tunnelbau heißt »Tecdos Omega
Drive«. Dieses verfügt über einen Umschlingungswinkel
von 180° und wird entweder an der zu bewegenden
Last befestigt und zieht diese an der Rundstahlkette
entlang oder bewegt die Kette von einem
anderen Standort aus. In seiner Standardausführung
schafft das »Tecdos Omega Drive« in einmaliger
Ausführung Zugkräfte bis zu 260 kN pro Antrieb.
Breites Einsatzspektrum
Die »Tecdos«-Antriebstechnik findet u. a. in Hebevorrichtungen
Anwendung, um etwa schwere Geräte
an die Tunneldecke zu heben oder Vertikalbohrer
zu heben und zu senken. Auch in Bogenfahrten,
Bandspeichern oder Förderbändern sowie in Transportwagen
und Transportgestellen spielt die Technik
ihre Stärken aus. Ebenso kommt die Antriebslösung
bei Schneideapparaten, Armierungskranen sowie
Schachtabsenkungen zum Einsatz. »Gewichte bis
zu 25 t schaffen unsere ›Tecdos‹-Antriebssysteme auf
jeden Fall. Theoretisch sind wir nach oben hin relativ
offen und können Antriebe beispielsweise verdoppeln
oder verdreifachen, wenn größere Lasten bewegt
werden müssen«, so Olfert.
j
»Tecdos Omega
Drive« ist die Lösung
für lineare und drehende
Bewegungen
im Tunnelbau mit
einem Umschlingungswinkel
von 180°.
84
Juli 2025
Spezialtiefbau & Tunnelbau
L EURO VERBAU
Wenn sich
plötzlich die Straße auftut
Erfolgreich eingesetzt: Das
»DGPV«-System von Euro
Verbau meistert eine 8 m tiefe
Baustelle in einem engen
Wohnviertel der italienischen
Hauptstadt: Als sich im
Nordwesten von Rom plötzlich
die Erde auftat und fast einen
Lkw verschluckte, befürchteten
die Anwohner, dass die nur
einen Steinwurf entfernten
berühmten Katakomben von
Priscilla eingestürzt waren. Hier
hatten vor fast 2 000 Jahren
die christlichen Bewohner der
Ewigen Stadt ihre Toten beerdigt,
weil sie die oberirdischen
Friedhöfe nicht nutzen durften.
EURO VERBAU (2)
Die alten Kanäle liegen in Rom bis
zu 11 m unter der Erde. In der Via dei
Giordani ging es 8 m nach unten.
Das Loch in der Via dei Giordani
hatte glücklicherweise
eine andere, recht einfach zu
erklärende Ursache: Ein rund
70 Jahre alter Abwasserkanal
war eingebrochen und hatte damit
auch den Unterbau der Straße
im Stadtteil Trieste mit in die
dani den Querschnitt einer Ellipse
hat, rund 8 m tief unter der Erde.
Dass es in Rom so weit nach
unten geht, ist eigentlich keine
Überraschung für die Profis von
Euro Verbau: Der Boden unter
der italienischen Hauptstadt ist
von Kanälen, Katakomben und
50
Meter
Die aus Ziegeln gemauerte
Abwasserleitung war auf
einer Strecke von rund 50 m
gebrochen und musste
repariert werden.
Tiefe gerissen. Trotzdem war die
anderen Bauwerken an man-
Reparatur dieser Baustelle alles
chen Stellen durchlöchert wie
verbunden werden konnte. Da-
andere als einfach: Die aus Zie-
ein Schweizer Käse. In der Re-
bei meisterte das »DGPV«-Sys-
geln gemauerte Abwasserleitung
gel liegen auch die neueren Ab-
tem noch eine zweite Herausfor-
war auf einer Strecke von rund
wasserkanäle recht tief unter der
derung, die typisch für Rom ist:
Bei der Reparatur kam es darauf an,
dass die Stabilität des Erdreichs und
der Fundamente gewahrt blieb.
50 m gebrochen und musste repariert
werden. Dabei liegt die
Leitung, die in der Via dei Gior-
Erde. »Wir hatten in Rom schon
Baustellen, bei denen wir bis zu
11 m tief gehen mussten«, erklärt
Die Stadt ist sehr dicht bebaut,
entsprechend stabil muss eine
solche Baustelle sein. »Eine He-
Marco Verstraaten, der die inter-
rausforderung, die wir fast im
nationalen Märkte bei Euro Ver-
gesamten Stadtgebiet von Rom
bau betreut.
antreffen«, erklärt Marco Verstraaten.
»Der Boden darf sich
Reibungsloser Ablauf
auf keinen Fall absenken, das
Als Lösung für solche Tiefen
birgt die Gefahr von Rissen und
lieferte Euro Verbau ein Dop-
kann die alten Fundamente der
pel-Gleitschienen-System
im
umliegenden Gebäude beschä-
Parallelverbau, kurz »DGPV«,
digen.« Das stabile »DGPV«-Sys-
in die Via dei Gordani. Auf ei-
tem, das u. a. über eine noch
ner Länge von 9 m wurde das
stärkere Version der Gleitschie-
System eingesetzt und immer
nen mit Spindel aussteifung ver-
wieder verschoben, sodass der
fügt, sorgte dafür, dass die Stabi-
neue Kanal reibungslos verlegt
lität des Erdreichs und der Fun-
und mit dem alten Kanalsystem
damente gewahrt blieb.
d
Spezialtiefbau & Tunnelbau Juli 2025 85
Alle drei Bohrungen wurden mit
dem steuerbaren horizontalen Spülbohrverfahren
(HDD) ausgeführt,
für das der »Grundodrill 28Nplus«
von Tracto eingesetzt wurde.
L TRACTO
Lange Flussunterquerungen mit
HDD-Verfahren zügig umgesetzt
Beim Glasfaserausbau in der polnischen Hansestadt Stettin an der
Oder war die grabenlose Technologie im Jahr 2024 nahezu alternativlos:
Für den Anschluss von drei Stadteilen jenseits des Flusses
an das Verteilnetz war die erfolgreiche Umsetzung von drei langen
Dükern Voraussetzung. Diese gelangen mithilfe des »Grundodrill
28Nplus« von Tracto sowie der Erfahrung und Expertise des
ausführenden Unternehmens Hydropex in kurzer Zeit.
HDD-Verfahren
Das HDD-Verfahren ist ein flexibles
Bohrverfahren, das für
komplexe Trassenverläufe in den
unterschiedlichsten Bodenbedingungen
sicher anwendbar ist.
Stettin ist mit seinen knapp
400 000 Einwohnern nicht
nur die siebtgrößte Stadt Polens,
sondern gleichzeitig auch die
größte Stadt des deutsch-polnischen
Ballungsraums. Die dicht
besiedelte, an der Oder liegende
Stadt wird durch mehrere Arme
des Flusses in verschiedene Teile
getrennt, sodass sich einige Teile
der Stadt auf Flussinseln befinden.
Vor diesem Hintergrund
wird deutlich, wie anspruchsvoll
das Projekt war, für das die
Up-Telekom als Generalunternehmer
verantwortlich zeichnete:
Es ging um den Aufbau eines
Verteilernetzes für Telekom-
munikation in Form eines Glasfaserstammkabels,
das auf einer
Trassenlänge von rund 11,2 km
durch die sehr dicht bebauten
Stadtteile Stettins führte. Um
Stadtteile auf der rechten Seite
der Oder mit dem Zentrum verbinden
zu können, mussten drei
innerstädtische Flussarme inklusive
der Uferbereiche unterquert
werden.
Erfolgreiches HDD-Verfahren
trotzt Herausforderungen
Für die Umsetzung wurde das erfahrene
Bau- und Ingenieursunternehmen
Hydropex unter der
Leitung von Tomasz Raczyński
beauftragt, das seit sieben Jahren
grabenlose Verfahren anwendet.
Nicht nur die großen Längen
der Unterquerungen stellten eine
Herausforderung für das Unternehmen
dar, auch die geologischen
Bedingungen waren alles
andere als einheitlich: In und um
Stettin kommen oft sandhaltige
und ganz sandige wie auch tonige
Böden vor, teilweise sind diese
auch mit einem Torfanteil versehen,
zudem gibt es in einigen
Bereichen auch Moränenböden.
Die Umgebung der Baustellen
bot weitere Herausforderungen:
Die Arbeiten fanden stets innerhalb
von dicht bebauten Wohngebieten,
in unmittelbarer Nähe
der Hafeninfrastruktur, teilweise
bei laufender Wasserschifffahrt,
im Bereich von kommunalen
Straßen, in Uferbereichen
und unter Gewässern statt, sodass
mit vielen Unabwägbarkeiten
zu rechnen war und gleichzeitig
Eingriffe in die Oberfläche
und Umgebung so gering wie
möglich bleiben mussten.
Alle drei Bohrungen wurden
mit dem steuerbaren horizontalen
Spülbohrverfahren
(HDD) ausgeführt, für das
der »Grundodrill 28Nplus« von
86
Juli 2025
Spezialtiefbau & Tunnelbau
Pilotbohrung, die zu großen Teilen
aus einem Boot heraus umgesetzt
werden musste. Die zweite
Phase bestand aus der Aufweitung
des Bohrdurchschnitts mit
dem gleichzeitigen Einzug der
»HDPE200mm SDR11 RC«-Mantelrohre.
Das HDD-Verfahren
ist ein flexibles und effizientes
Bohrverfahren, das für komplexe
Trassenverläufen in den unterschiedlichsten
Bodenbedingungen
sicher anwendbar ist.
TRACTO (2)
Tracto eingesetzt wurde. Jede
Bohrung fand in zwei Phasen
statt: Die erste Phase war jeweils
die durch Ortung begleitete
Große Zufriedenheit mit
»Grundodrill 28N Plus«
Das Team aus sechs bis neun
Mitarbeitern zieht ein positives
Fazit zu den Arbeiten mit dem
»Grundodrill 28N Plus«: Die Zug-
und Vorschubkraft von 280 kN
sowie die stufenlose Drehmomentregelung
des Cummins-
Tier-V-Motors hätten zu jeder
Zeit für die passende Leistung
gesorgt. Ebenso überzeugte die
Aufzeichnung aller Bohrdaten,
Anspruchsvolle Arbeitsumgebung: Die Arbeiten fanden u. a. innerhalb von
dicht bebauten Wohngebieten, in Uferbereichen und unter Gewässern statt.
aus denen die Bediener wieder
viele Erfahrungswerte gewinnen
konnten, um z. B. mithilfe
der Analyse bereits erledigter
Abschnitte die Härte der
Formation abzuschätzen. Die
Automatisierung des gesamten
Bohrvorgangs, vom vollautomatischen
Gestängehandling bis
hin zum Einschalten der Spülung,
entlastete das Team zudem
von körperlich sehr anstrengenden
Arbeiten. Außerdem konnte
sich der Bediener voll auf die
eingestellten Parameter konzentrieren
und sie während des Betriebs
mit Potenziometern anpassen.
Auch der Kraftstoffverbrauch
von etwas über 9 l/h wurde
für einen Sechszylindermotor
mit einer Leistung von 300 PS als
sehr sparsam empfunden. Angenehm
sei auch die niedrige Geräuschemission
der Maschine,
die dafür sorgt, dass der Fahrer
in der Kabine Gespräche von außen
und wichtige Informationen
hören kann.
j
L MOBA
Dritte Maschine mit
»Xsite Drill«-Steuerung
Das auf bohr- und sprengtechnische Dienstleistungen spezialisierte
Unternehmen SSE hat kürzlich eine neue Bohrmaschine vom Typ
»Furukawa L90« in Betrieb genommen – geliefert vom langjährigen
Furukawa-Vertriebspartner Zeigner ZHD Bohrtechnik. Es ist bereits
die dritte Maschine, auf der die bewährte Bohrsteuerung »Xsite
Drill« erfolgreich eingesetzt wird.
Die Entscheidung von SSE
Deutschland für die neue
Furukawa-Maschine fiel dem
Unternehmen leicht, nicht zuletzt,
weil die 2016 angeschaffte
Moba-Steuerung problemlos
auf das neue Gerät übernommen
werden konnte. Das System
habe sich über die Jahre im anspruchsvollen
Baustellenalltag
als sehr robust, präzise und zu-
Die neue »Furukawa L90« bei SSE – Zeigner ZHD Bohrtechnik
liefert bereits die dritte Maschine mit »Xsite Drill«-Steuerung.
verlässig erwiesen. Nur kleinere
Ersatzteilaustausche waren nötig.
Aufgrund regelmäßiger Systemupdates
ist die Steuerung technisch
immer noch auf dem neuesten
Stand. SSE nutzt das »Xsite
Drill«-System, um Bohrlochspezifikationen
wie Ansatzpunkt,
Bohrlochlänge, -neigung und
-richtung, die sich aus einer speziellen
Sprengplanungs-Software
ergeben, drahtlos auf das Bohrgerät
zu übertragen. So kann ein
MOBA
Bohrfeld direkt und präzise abgebohrt
werden, ganz ohne zusätzliche
Zwischenschritte wie das
manuelle Anzeichnen der Bohrlöcher
auf der Sohle.
Die modulare Bauweise
der » Xsite Drill«-Steuerung erlaubt
außerdem eine einfache
Anpassung an neue Maschinen
und wachsende Anforderungen.
Diese Flexibilität spart nicht nur
Kosten, sondern schont auch
Ressourcen.j
Spezialtiefbau & Tunnelbau Juli 2025 87
6
BAU- & NUTZFAHRZEUGE
Für den Transport von
Baumaschinen setzt Bode auf
ein Doll-Tiefbett »X« mit
der Pendelachse »Doll tera«.
L DOLL
Maximale Effizienz
auf minimaler Höhe
Beim Transport großer Baumaschinen zählt nicht nur das Gewicht – entscheidend
ist auch die Transporthöhe: Überschreitet sie 4 m, sind Sondergenehmigungen
erforderlich. Um dies zu vermeiden, setzt das Baumaschinenunternehmen
Bode auf das Doll-Tiefbett »X« mit der Pendelachse »Doll tera«. Mit
dem dreiachsigen Tiefbettsattelauflieger lassen sich selbst Bagger bis zu einer
Transporthöhe von 3 700 mm innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Maximalhöhe
transportieren. Auch im Handling hat das Fahrzeug Bode Bautechnik
überzeugt: Mit den Doll-eigenen elektronischen Assistenzsysteme kann der
Fahrer alle zentralen Aufliegerfunktionen vom Fahrersitz im Lkw aus steuern.
»Doll control«
Über ein 7-Zoll-Farbdisplay erhält
der Fahrer auf einen Blick alle
relevanten Informationen zu
Reifendruck, Gewichtsverteilung,
Lastpositionierung oder der Position
der Abdrückzylinder.
Bode Bautechnik verkauft und vermietet seit
35 Jahren Baumaschinen aller Größen – von der
Rüttelplatte bis zum 37 t schweren Kettenbagger.
Selbst die größten Baumaschinen liefert das mittelständische
Unternehmen auf Wunsch direkt zum
Kunden. Zum Einsatz kommt dabei ein Doll-Tiefbett
»X« mit der Pendelachse »Doll tera«. Für die
Wahl des Aufliegers war neben der Nutzlast von bis
zu 45 t ein weiterer Aspekt ausschlaggebend: »Beim
Transport der großen JCB-Bagger ist vor allem die
Höhe des Baggerarms der limitierende Faktor«, erläutert
Michael Schneider, Transportleiter bei Bode
Bautechnik. »Durch die breite Baggermulde des
neuen Tiefladers können wir den Arm tiefer ablegen
und bleiben so unter 4 m Höhe.«
Dies macht die spezielle Bauweise der »Doll tera«
möglich: Das Hinterachsfahrwerk bietet Platz
für eine durchgehende Mulde mit einer Breite von
bis zu 900 mm und einer Tiefe von 550 mm. Schneider
transportiert die großen Baumaschinen quer
durch Deutschland, durch enge Innenstädte, über
Landstraßen und steile Baustelleneinfahrten direkt
an ihren Einsatzort. Dabei kommt es auf jeden Zentimeter
Spielraum an: »Die ›Doll tera‹-Pendelachse
bietet mit 600 mm Hub selbst an schwierigen Stellen
mit großen Höhenunterschieden immer genügend
Bodenfreiheit.«
Sicher beladen
Der hydraulisch abfahrbare Schwanenhals ermöglicht
einen sicheren und fast ebenerdigen Beladevorgang
von vorne. Alternativ kann das Fahrzeug
über die Alurampen am Heck mit kleineren Baumaschinen
beladen werden. »Das Tiefbett ist so niedrig,
dass man sogar von der Seite mit dem Bagger
auffahren kann – das erfordert natürlich etwas Fingerspitzengefühl
und Erfahrung«, ergänzt Schneider.
Beim Rangieren auf der Baustelle bietet eine
integrierte Rückfahrkamera zusätzliche Sicherheit.
»Wenn der geladene Bagger 3 m breit ist, hat man
nach hinten praktisch keine Sicht mehr. Die Rückfahrkamera
ist für mich kein Extra, sondern eine
echte Sicherheitsfunktion – vor allem auf unübersichtlichen
Baustellen.«
88
Juli 2025
Bau- & Nutzfahrzeuge
Smarte Helfer
Die Bedienung des Aufliegers wird zusätzlich durch
das Steuerungssystem »Doll control« vereinfacht.
Über ein 7-Zoll-Farbdisplay erhält der Fahrer auf
einen Blick alle relevanten Informationen zu Reifendruck,
Gewichtsverteilung, Lastpositionierung
oder der Position der Abdrückzylinder. Alle Funktionen
von »Doll control« lassen sich auch über die
Funkfernbedienung »Doll connect« steuern. Für
Schneider eine entscheidende Erleichterung im
Arbeitsalltag: »Bei unserem alten Auflieger musste
ich zum manuellen Nachlenken aussteigen und eine
Kabelfernbedienung am Fahrzeugheck anschließen.
Jetzt kann ich vom Führerhaus aus das Fahrniveau
einstellen oder in die Lenkung
eingreifen.« Wenn Schneider
das Fahrzeug nach dem
manuellen Nachlenken wieder
einspuren möchte, genügt ein
Tastendruck auf der Funkfernsteuerung:
Die elektronische
Einspurung (EEP) berechnet automatisch
den korrekten Lenkeinschlag
der Achsen. Das geschieht
bei langsamer Kurvenfahrt –
ein Geradeziehen ist nicht mehr erforderlich.
Flexibel auch im Spezialtiefbau
Bode Bautechnik war es wichtig, ein vielseitig einsetzbares
Fahrzeug zu kaufen. Neben dem Vertrieb
und der Vermietung von Baumaschinen ist das
60 Mitarbeiter starke Unternehmen auch im Spezialtiefbau
tätig. Deshalb musste das neue Fahrzeug
auch für den Transport von langen Spundbohlen
und Stahlträgern geeignet sein. »Mit dem
verschiebbaren Auflagebock lässt sich mit wenigen
Handgriffen eine ebenmäßige Ladefläche schaffen«,
berichtet Schneider. »Zudem lässt sich die
Ladefläche bei Bedarf um bis zu 5 700 mm teleskopieren.
Auf diese Weise können wir auch lange Güter
sicher transportieren.«
DOLL (2)
j
Das Hinterachsfahrwerk
bietet Platz für eine
durchgehende Mulde
mit einer Breite von bis zu
900 mm und einer Tiefe
von 550 mm.
Größte Flotte
in China
TII SCHEUERLE – Die Reederei China Cosco Shipping Corporation Ltd. (Cosco) hat ihre
»Scheuerle SPMT«-Flotte um eine bedeutende Stückzahl von Achslinien und »Power Pack
Units« (PPU) erweitert. Der Logistikkonzern betreibt die größte »SPMT«-Flotte in China.
TII Scheuerle, der Experte für Schwertransporte auf
der Straße und Offroad aus der TII Group, hat Cosco
mit einer großen Zahl an »Scheuerle SPMT«-Achslinien
und »PPUs« in verschiedenen Ausführungen beliefert.
Mit inzwischen mehreren Hundert Achslinien betreibt
die chinesische Reederei die größte »SPMT«-Flotte in
China. Geliefert wurden »Scheuerle SPMT« mit einer
Achslinienlast von 48 t sowie mit besonders robusten
Polyfill-Reifen. Die mit Polyurethan-Schaum gefüllten
Pneus bieten eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber
mechanischen Belastungen und ermöglichen
den Einsatz auch auf anspruchsvollem Untergrund.
Die Module werden von Cosco und deren Tochtergesellschaften
weltweit für Schwertransporte im industriellen
Großmaßstab genutzt – darunter Offshore-Projekte,
Infrastrukturvorhaben oder der Transport von
Komponenten mit mehreren Tausend Tonnen Masse.
Cosco vertraut schon seit vielen Jahren auf Transportlösungen
von TII Scheuerle. »Unsere ›SPMT‹ sind der
globale Standard und weltweit im Einsatz, wenn maximale
Präzision und Sicherheit unter Extrembedingungen
gefordert sind. Wir sind stolz, Cosco seit vielen Jahren
als starken und zukunftsorientierten Partner an
unserer Seite zu wissen«, so Filippo Baldassari, Managing
Director TII Group.
j
TII SCHEUERLE
TII Scheuerle hat Cosco mit einer großen
Zahl an »Scheuerle SPMT«-Achslinien und
»PPUs« in verschiedenen Ausführungen beliefert.
Bau- & Nutzfahrzeuge
Juli 2025
89
L WEBFLEET
Mehr Sicherheit
für Fahrzeugflotten
Mit »Webfleet Video 2.0«
bringt Webfleet eine weiterentwickelte
KI-gestützte
Lösung auf den Markt. Sie soll
Fuhrparks sicherer machen
und die Einhaltung der
örtlichen Vorschriften sowie
die betriebliche Effizienz
durch Echtzeit-Videoeinblicke
verbessern. Die erweiterte
Lösung knüpft an den Erfolg
von »Webfleet Video« an und
führt zwei neue hochmoderne
Kameras ein.
Die beiden neuen Kameras »Cam Lite« und »Cam
Pro« analysieren mithilfe von KI und maschinellem
Sehen noch präziser das Fahrverhalten, den
Straßenzustand sowie mögliche Gefahren. Ergänzt
wird das System durch ein Portfolio an Zusatzkameras
und Zubehör, um alle Kundenbedürfnisse
und spezifischen Anwendungsfälle abzudecken.
Das weiterentwickelte System integriert Sicherheit,
Compliance und Versicherungsmanagement in einer
Plattform. Es erkennt und warnt die Fahrer vor
vielen möglichen Risiken, darunter die Handynutzung
am Steuer, zu dichtes Auffahren oder Übermüdung
des Fahrers, sowie vor riskantem Verhalten
anderer Verkehrsteilnehmer. KI-gesteuertes
Echtzeit-Feedback hilft den Fahrern, sofort zu reagieren.
Flottenmanager bekommen mit »Webfleet
Video 2.0« genaue, datengestützte Einblicke dank
der Einbindung von »Webfleet OptiDrive 360« und
WEBFLEET
Flottenmanager bekommen mit »Webfleet Video 2.0«
genaue, datengestützte Einblicke und können das Fahrverhalten
im Zeitverlauf verfolgen und verbessern.
können das Fahrverhalten im Zeitverlauf verfolgen
und verbessern. Zusatzkameras erfassen gezielt die
Fahrzeugumgebung und schützen sensible Güter.
Bei Zwischenfällen werden die Videoaufnahmen
automatisch gespeichert und in die Cloud geladen
– ein Vorteil bei der Unfallaufklärung, um Versicherungsansprüche
zu beschleunigen und Betrugsversuche
zu verhindern. Damit Datenschutzvorgaben
wie die DSGVO zuverlässig eingehalten werden, behalten
Flottenmanager in der Webfleet-Plattform
jederzeit die Kontrolle – von Kameraeinstellungen
bis zu Datenspeicherung, Verschlüsselung und Zugriffsrechten.
Optionale Linsenabdeckungen sorgen
für zusätzlichen Schutz der Privatsphäre. j
51 von 109
Fahrzeugen ausgeliefert
DAIMLER TRUCK
DAIMLER TRUCK – Das Mercedes-Benz-Nutzfahrzeugzentrum Berlin-Brandenburg,
unter Leitung von René Rudelt, hat vor Kurzem symbolisch zwei »Arocs« an
die Autobahn GmbH des Bundes übergeben. Michaela Kuban, Leitung Fuhrparkmanagement
und Versicherungen bei der Autobahn GmbH des Bundes, nahm die Fahrzeuge
entgegen. Insgesamt wurden damit bisher 51 » Arocs«-Dreiachs-Fahrzeuge
an die einzelnen Autobahnmeistereien in ganz Deutschland geliefert. Bis Ende des
Jahres folgen die 58 Mercedes-Benz »Arocs«-Vierachs-Fahrzeuge.
René Rudelt äußert sich bei der Übergabe: »Wir sind
sehr stolz, dass wir bei der letzten Ausschreibung
der Autobahn GmbH des Bundes über insgesamt 109
Lkw den Zuschlag erhalten haben. Mit unseren Fahrzeugen
tragen wir dazu bei, den ganzjährigen Betrieb
und die Sicherheit auf den Autobahnen in Deutschland
zu gewährleisten.«
Alle bislang ausgelieferten Mercedes-Benz
»Arocs« sind mit Winterdienstaufbauten der Paul
Nutzfahrzeuge GmbH ausgestattet. Dank eines innovativen
Abrollkonzepts können die Fahrzeuge schnell
und einfach mit verschiedenen Geräteaufbauten versehen
werden, wodurch sie ganzjährig eingesetzt werden
können. Der Mercedes-Benz »Arocs« ist besonders
robust gebaut und nach Herstellerangaben bis
ins Detail funktional konzipiert. Vielfältige Ausrüstungsmöglichkeiten,
intelligente Assistenzsysteme
und Features wie »Hydraulic Auxiliary Drive« (HAD)
runden die Nutzungsmöglichkeiten ab. Hinter dem
Begriff »HAD« verbirgt sich ein hydraulischer Zusatzantrieb
der Vorderräder, der sich insbesondere für
gelegentliche Einsätze im Gelände eignet. j
René Rudelt und Michaela Kuban bei
der symbolischen Schlüsselübergabe.
90 Juli 2025
Bau- & Nutzfahrzeuge
L ES-GE
Hohe Flexibilität für
den Schwerlasttransport
ES-GE
Die ES-GE Nutzfahrzeuge hat
eine neue Faymonville-»Giga-
Max«-1+3-Tiefbettkombination
an die Colonia Spezialfahrzeuge
Gottfried Schönges
GmbH & Co. KG ausgeliefert.
Bevor der Auflieger nach Köln
überführt wurde, diente er auf
der Bauma als Blickfang des
Messestands der ES-GE.
Seit der Unternehmensgründung der ES-GE vor
fast 40 Jahren begleitet das Essener Team die
Kran- und Schwerlastspezialisten von Colonia bei
der Fuhrparkplanung. »Es ist unser Anspruch, Kundenfahrzeuge
so zu konfigurieren, dass sie im täglichen
Einsatz einen messbaren Mehrwert liefern.
Der ausgelieferte ›GigaMax‹ wird dem Anforderungsprofil
unseres Kunden gerecht und vereint
aktuelle Technik, Wirtschaftlichkeit und Praxistauglichkeit
in einem«, so Markus Hurdelhey, Geschäftsführer
der ES-GE.
Der ausgelieferte »GigaMax« verfügt über vier
Pendelachslinien, eine davon im Schwanenhals und
drei Achslinien im Heck. Jede Achse bietet 600 mm
Hub und bis zu 60° Lenkeinschlag, was sowohl auf
Baustellen mit starkem Höhenprofil als auch im innerstädtischen
Verkehr für bestmögliche Manövrierfähigkeit
sorgt. Die Sattellast von 22,7 t kombi-
Der ausgelieferte »GigaMax« verfügt über vier Pendelachslinien,
eine davon im Schwanenhals und drei Achslinien im Heck.
niert mit den zulässigen 12 t pro Achslinie ergibt ein
maximales Gesamtgewicht von 70,7 t. Das Eigengewicht
von lediglich ca. 22,5 t ermöglicht eine theoretisch
mögliche Nutzlast von bis zu 48 t. Die 2 750 mm
breite Ladefläche lässt sich per klappbarer Verbreiterungen
auf 3 200 mm erweitern und aufgrund teleskopierbarer
Außenträger um bis zu ca. 5 m verlängern.
Damit stehen insgesamt rund 13 m Nutzlänge
zwischen Schwanenhals und hinterem Fahrwerk
zur Verfügung. Ein 50 mm starker Hartholzboden,
eine Baggerstielmulde, sieben Verzurrring-Paare
am Heck sowie eine funkferngesteuerte Zwangslenkung
bieten den Fahrern Sicherheit und Flexibilität.
Das komplett zweifach gestrahlte, HRM-metallisierte
Chassis schützt zuverlässig vor Korrosion
und sichert eine lange Lebensdauer.
j
Intelligente
Verkehrstelematik spart CO ² ein
ZEPPELIN RENTAL – Laut
einer Untersuchung des ADAC
standen Verkehrsteilnehmer im
Jahr 2024 auf deutschen Autobahnen
insgesamt 448 000 h im
Stau. Neben volkswirtschaftlichen
Schäden bedeuten Staus
auch einen höheren CO 2
-Ausstoß
der Pkw und Lkw. In einer
Konsortialstudie haben das
Institut für Straßenwesen und
das Center Building and Infrastructure
Engineering der RWTH
Aachen durch den Einsatz einer
von Zeppelin Rental realisierten
Wechselverkehrsführung im Vergleich
zu einer konventionellen
3+0-Verkehrsführung eine deutliche
CO 2
-Einsparung errechnet.
Von März bis Oktober 2020 realisierte der Bereich
Baustellen- und Verkehrssicherung von Zeppelin
Rental auf einem Abschnitt der A 66, der Salzbachtalbrücke,
aufgrund eines Brückenneubaus eine Wechselverkehrsführung.
Während der Bauarbeiten standen
insgesamt nur drei Fahrstreifen zur Verfügung.
Die mittlere Spur wurde als Wechselverkehrsstreifen
genutzt und lastabhängig freigegeben.
In einer Konsortialstudie untersuchten das Institut
für Straßenwesen und das Center Building and
Infrastructure Engineering der RWTH Aachen University
das CO 2
-Einsparpotenzial im Vergleich zu einer
konventionellen permanenten 3+0-Baustellenverkehrsführung.
Die Ergebnisse stellt die Hochschule
gemeinsam mit Zeppelin Rental in einem White Paper
vor, das unter anderem zum Download auf der Webseite
des Vermiet- und Baulogistikdienstleisters
bereitsteht. Unter Verwendung von Verkehrsdaten,
Staumodellen und eines Verkehrsanalysetools ermittelte
die Studie in den acht Monaten der Wechselverkehrsführung
eine CO 2
-Reduktion von wöchentlich
etwa 360 t. Über die gesamte Projektlaufzeit hinweg
bedeutete dies eine Einsparung von etwa 12 600 t,
was in etwa 4,7 Mio. l Dieselkraftstoff entspricht, der
auf diese Weise nicht verbraucht wurde.
ZEPPELIN RENTAL
Eine Wechselverkehrsführung sorgt dafür, dass der
Verkehr trotz Sanierungsarbeiten sicher und flexibel fließt.
Das White Paper enthält einen Überblick über Funktion
und Einsatz einer Wechselverkehrsführung und wartet
mit Ergebnissen und Erkenntnissen aus der Fallstudie
auf. Letztere werden auch in einen größeren Gesamtzusammenhang
eingeordnet. »Der Verkehrssektor
muss in Zukunft noch stärker auf die Einsparung von
CO 2
achten. So verlangt es das Bundes-Klimaschutzgesetz«,
erklärt Stephan Bäumler, Bereichsleiter Baustellen-
und Verkehrssicherung von Zeppelin Rental.
»Im Hinblick auf die zahlreichen anstehenden Brückensanierungen
und weitere dringend nötige Investitionen
in die Straßeninfrastruktur können moderne Verkehrstelematik-Lösungen
hier einen Beitrag zur Klimaschonung
im Verkehrssektor leisten. Wovon wir schon
lange ausgehen, ist nun auch in der Konsortialstudie
wissenschaftlich belegt worden.«
s
Bau- & Nutzfahrzeuge
Juli 2025 91
.
AKTUELLES
Hörmann baut Präsenz im Norden
mit einer neuen Niederlassung aus
HÖRMANN – Die Rudolf Hörmann GmbH & Co. KG errichtet derzeit im Gewerbepark
Wildeshausen-Nord in Dötlingen eine neue Niederlassung. Herzstück des Standorts ist eine
1 500 m² große Musterhalle in Holzbauweise. Sie vereint verschiedene Konstruktionsprinzipien
und Materialien – als praxisnahes Anschauungsobjekt für Kunden und Planer.
Mit dem neuen Standort stärkt Hörmann seine Präsenz im norddeutschen Raum. Die Halle
zeigt typische Anwendungen aus dem landwirtschaftlichen und gewerblichen Bau – von der
Holztragkonstruktion über gezielte Stahlelemente bis hin zur Integration moderner PV- Technik. Das
verwendete Indach-System kommt dabei ohne klassische Aufdachmontage aus. Produktion und
Vorfertigung der Bauteile erfolgten am Hauptsitz in Süddeutschland. Die neue Niederlassung soll
künftig mit einem eigenen Team besetzt werden, bestehend aus Planung, Handwerk und Montage.
Aktuell betreuen rund 20 Mitarbeitende den norddeutschen Raum bereits aus dem Homeoffice.
Neben der Musterhalle sind weitere Bauteile für den Standort vorgesehen: eine Halle zur Aufbewahrung
von Schüttgut sowie eine Überdachung für Pkw-Stellplätze. Die Fertigstellung des gesamten
Areals ist bis Jahresende geplant.
d
HÖRMANN
Startschuss für
Baustoffrecycling in Achstetten
Max Wild – Startschuss für die Offensive im Baustoffrecycling:
Mit einem feierlichen Spatenstich
haben jetzt die Bauarbeiten für die neue Bodenwaschanlage
in Achstetten
begonnen. Gemeinsam mit
der Firma Schwenk aus Ulm
baut Max Wild eine nassmechanische
Aufbereitungsanlage.
Diese arbeitet im
Schichtbetrieb jährlich bis
zu 250 000 t mineralische
Bauabfälle zu hochwertigen
Recyclingstoffen auf.
Ihre Kompetenzen bündeln
die beiden Unternehmen in der neuen Gesellschaft
SW Baumineralik Donau Iller GmbH & Co. KG. Die
Inbetriebnahme der neuen Bodenwaschanlage ist
für Juni 2026 geplant. Für die nassmechanische
Aufbereitungsanlage in Achstetten investieren Max
Wild und Schwenk einen unteren zweistelligen Millionenbetrag.
d
MAX WILD
Feierlicher Spatenstich für
die neue Aufbereitungsanlage.
Symbolische Übergabe der neuen
Lagerhalle bei BU Power Systems
Das Herzstück des Standorts ist eine 1 500 m² große Musterhalle in Holzbauweise.
Neue HKL-Center in
Niedersachen sollen Präsenz stärken
HKL – Der stetige Ausbau seines Center-Netzes lässt HKL Baumaschinen (HKL) weiter
wachsen. Mit der gleichzeitigen Eröffnung von zwei neuen Centern in Nienburg/Weser und
Wilhelmshaven in diesem Monat stärkt das Unternehmen seine Präsenz in Niedersachsen
und folgt damit seinem Bekenntnis zu maximaler Kundennähe.
»Mit unseren neuen Centern stärken wir unsere Marktposition im Nordwesten Niedersachsens.
Unsere Kunden profitieren von kurzen Wegen, schneller Verfügbarkeit und starken, kompetenten
Teams vor Ort«, sagt Frank Janssen, Gebietsleiter Nordwest-Niedersachsen/Bremen. Seit über
55 Jahren stehe HKL für hochwertige Qualitätsprodukte, einfache Mietvorgänge, transparente
Abläufe und höchste Zuverlässigkeit, wie das Unternehmen mitteilt. Kunden aus den Bereichen
Straßen- und Tiefbau, GaLaBau, Industrie, Handwerk und Kommunen sollen in allen Centern eine
Vielzahl kompakter Baumaschinen und -geräte zur Miete und zum Kauf finden. Hinzu komme eine
professionelle Beratung sowie ein umfassender Service für Kunden- und Mietmaschinen in den
unternehmenseigenen Werkstätten. In den direkt angeschlossenen HKL-Baushops sind Kleinmaschinen
und Werkzeuge, Baustellenausrüstung und -sicherung sowie umfangreiches Equipment
für den täglichen Baustellenbedarf erhältlich. Neben dem einmaligen Leistungsspektrum und der
hohen Angebotsqualität sei die verkehrsgünstige Lage der Center laut HKL für Geschäftspartner
und Kunden ein klares Plus. Denn gute Erreichbarkeit stehe für geringen Zeitaufwand bei der
Beschaffung von Baumaschinen und Baugeräten.
d
BU Power Systems – Mit der Übergabe der erweiterten
Lagerhalle durch die Köster GmbH an BU Power
Systems ist ein bedeutendes Bauprojekt offiziell abgeschlossen.
Rund neun Monate nach dem ersten Spatenstich
konnte der neue Hallenabschnitt am Standort
Ibbenbüren plangemäß fertiggestellt werden. Damit
setzt das Unternehmen seinen Wachstumskurs
fort – mit Fokus auf Effizienz, Nachhaltigkeit und
Zukunftssicherheit. »Wir freuen uns, heute gemeinsam
mit unserem Baupartner Köster GmbH die Übergabe
zu feiern. Die neue
Halle erweitert unsere
Lagerkapazitäten um fast
1 000 m 2 und ist wesentlicher
Baustein für den
weiteren Ausbau unserer
Logistikprozesse«, betont
Niklas Deiting, CFO der BU
Power Group. »Besonders
Übergabe der neuen Lagerhalle.
hervorzuheben ist, dass
wir während der gesamten
Bauphase unseren laufenden Betrieb aufrechterhalten
konnten – eine starke Leistung aller Beteiligten.«
Jan-Sebastian Seeber, Geschäftsführer der BU
Power Group, ergänzt: »Mit dieser Investition schaffen
wir nicht nur Raum für weiteres Wachstum, sondern
stärken auch unsere operative Leistungsfähigkeit.«
Die neue Halle ist bereits in Betrieb: Die Logistikabteilung
beginnt schrittweise mit der Einlagerung. d
BU POWER SYSTEMS
92
Juli 2025
Aktuelles
Vier neue »HL960A«-
Radlader für Berger Bau
MÖRTLBAUER – Kürzlich durfte Mörtlbauer ein umfassendes Maschinenpaket
an seinen langjährigen Kunden Berger Bau übergeben: Vier neue
Hyundai-»HL960A«-Radlader, zwei Hyundai-Kettenbagger »HX145ALCR«
sowie drei SkanCraft-Hydraulikhämmer erweitern ab sofort den Maschinenpark
des Bauunternehmens.
Der Hyundai »HL960A« überzeugt mit einem kraftvollen Sechszylinderdieselmotor
und bringt 251 PS mit sich. Aufgrund innovativer Abgasnachbehandlung
arbeitet er laut Aussage des Unternehmens leistungsstark und
Setzen kann Berger Bau nun auf vier neue sowie leistungsstarke Radlader.
umweltfreundlich zugleich. Ein ZF-Getriebe sorgt für eine effiziente Kraftübertragung – ideale Voraussetzungen für den schweren Baustellenbetrieb. Mit einem
Betriebsgewicht von 19,4 t, einem Schaufelvolumen von 3,6 m 3 und einer Kipplast von bis zu 14,5 t ist der »HL960A« laut Mörtlbauer wie gemacht für anspruchsvolle
Ladeeinsätze. Die Maschinen sind zudem mit einem Präzisionswiegesystem ausgestattet, das eine exakte Zielverwiegung ermöglicht – ein laut Unternehmen
klarer Vorteil für effizientes Arbeiten. In puncto Komfort bietet die großzügige Kabine modernste Arbeitsbedingungen: Ein besonders niedriger Geräuschpegel
von nur 68 dB, ein beheizbarer Grammer-Fahrersitz sowie eine leistungsstarke Klimaautomatik sorgen für optimale Bedingungen – selbst bei langen Einsätzen.
Ein 360°-Kamerasystem bietet zusätzliche Sicherheit durch volle Rundumsicht. Bedient werden die Radlader über ergonomische, elektrohydraulische Joysticks,
die präzises und ermüdungsfreies Arbeiten ermöglichen. Eine automatische Schaufelpositionierung rundet das Ausstattungspaket ab und steigert die
Effizienz in jedem Ladezyklus. »Dass Berger Bau nun bereits sieben Maschinen dieses Typs in Betrieb hat, ist kein Zufall«, so Johannes Urmann, Leitung Berger
Maschinentechnik bei Berger Bau. »Die Entscheidung für den ›HL960A‹ war und ist für uns absolut richtig. Bereits die ersten drei Maschinen, die wir im letzten
Jahr angeschafft haben, haben sich im täglichen Einsatz hervorragend bewährt. Dass wir nun vier weitere beschafft haben, zeigt unser Vertrauen in die Technik
– und in die gute Zusammenarbeit mit unserem Partner Mörtlbauer.« Die Übergabe der vier neuen Radlader ist ein weiterer Meilenstein in der erfolgreichen
Zusammenarbeit mit Berger Bau. Sie steht für Kontinuität, Qualität und eine partnerschaftliche Geschäftsbeziehung, die über das Tagesgeschäft hinausgeht.
Wir bedanken uns herzlich für das erneute Vertrauen und wünschen dem gesamten Team weiterhin viel Erfolg, maximale Produktivität – und jederzeit sicheres,
komfortables Arbeiten mit den neuen Maschinen.«
d
MÖRTLBAUER
NEUER FIRMENSITZ
Neuer Firmensitz: Tuchel Maschinenbau
setzt Spatenstich im emsländischen Salzbergen
TUCHEL – Mit dem Neubau macht Tuchel laut eigener Aussage einen wichtigen
Schritt in die Zukunft. Geschäftsführender Gesellschafter Dennis Schürmann: »Wir
investieren einen zweistelligen Millionenbetrag in ein neues Verwaltungsgebäude,
neue Fertigung und Endmontage, einer Be- und Entladehalle sowie eine brandneue
Lackieranlage. Damit machen wir unser Unternehmen fit für die Herausforderungen
der kommenden Jahre, werden dem Wachstum der letzten Jahre gerecht und geben
ein klares Bekenntnis zum Standort ab.«
Das hochmoderne Gebäude entsteht auf einem Grundstück von knapp 26 000 m 2 im
verkehrsgünstig gelegenen Gewerbegebiet Holsterfeld in Salzbergen. Es umfasst eine
Produktionsfläche von rund 12 000 m 2 sowie 400 m 2 Büroräumlichkeiten. Grundsätzlich
investiert das Unternehmen damit in seine Zukunftsfähigkeit. Das Unternehmen gibt
überdies an, dass am neuen Firmensitz in Zukunft rund 80 Mitarbeiter tätig sein werden.
Gemeinsam mit dem Bürgermeister der Gemeinde Salzbergen, Andreas Kaiser, und dem
Architekten Michael Boyer von bb architekten boyer & bröckerhoff GmbH überzeugte sich
Dennis Schürmann vom Fortschritt des Großprojekts, das den Hersteller von Kehrmaschinen,
Schneeschilden und Fahrzeugen laut seiner Aussage letztlich eben auch in eine
neue Ära begleiten soll. So stehen laut Unternehmensmitteilung nunmehr wirtschaftliche
Abläufe, Geschwindigkeit und insbesondere bei der neuen Lackieranlage Energieeffizienz
im Mittelpunkt. Dennis Schürmann hierzu: »Gerade bei den gestiegenen Energiepreisen
kommt dem eine große Bedeutung zu – ganz zu schweigen vom großen Thema des Klimaschutzes.
Einer Bedeutung, der wir absolut gerecht werden. Eine Fotovoltaikanlage,
Ladeplätze für Elektromobilität, aber auch effizientes Gebäudemanagement spielen hier
eine wesentliche Rolle.«
d
Bema erneut ausgezeichnet
BEMA – Die Bema GmbH Maschinenfabrik hat zum
13. Mal in Folge das renommierte Bonitätszertifikat
»CrefoZert« der Creditreform Osnabrück/Nordhorn
Unger KG erhalten. Damit bestätige das Unternehmen
erneut eine herausragende Finanzlage und nachhaltige
Geschäftsentwicklung, wie Bema mitteilt.
Das »CrefoZert« gilt laut Unternehmen als eines der
aussagekräftigsten Gütesiegel für wirtschaftliche Stabilität
in Deutschland. Grundlage für die Vergabe sei eine
tiefgehende Analyse der aktuellen und vergangenen Jahresabschlüsse,
ergänzt durch eine Bewertung der wirtschaftlichen
Gesamtlage sowie ein persönliches Managementgespräch.
Dabei werden u. a. das Zahlungsverhalten,
die Bonität und die Zukunftsperspektiven geprüft.
Nur Unternehmen, die alle Kriterien erfüllen und deren
Prognose eine weiterhin solide Entwicklung erwarten
lässt, erhalten das Zertifikat – gültig für ein Jahr, sofern
die Voraussetzungen bestehen bleiben. Deutschlandweit
werden jährlich nur rund 1 500 mittelständische Firmen
damit ausgezeichnet – Bema gehört damit zu einem
exklusiven Kreis besonders finanzstarker Betriebe.
»Gerade in wirtschaftlich bewegten Zeiten setzt Bema
ein starkes Zeichen: Stabilität, Verlässlichkeit und nachhaltige
Leistungsfähigkeit sind hier keine Schlagworte,
sondern gelebte Realität«, so Armin Trojahn, Prokurist der
Creditreform Osnabrück/Nordhorn Unger KG. d
Aktuelles Juli 2025 93
.
REDAKTIONSVERZEICHNIS
Unternehmen
Seite
IMPRESSUM
BauMagazin_2015_Logo_75mm_CMYK.pdf 1 03.05.21 08:40
A Abaut GmbH 10
Adler Arbeitsmaschinen GmbH & Co. KG 38
Alfred Kärcher SE & Co. KG 62
Ammann Elba Beton GmbH 77
Ammann Verdichtung GmbH 24
ASC GmbH 21
Atlas Copco Power Technique GmbH 8
Atlas GmbH 35
B Bema GmbH Maschinenfabrik 93
Bergmann Maschinenbau GmbH & Co. KG 38
Beutlhauser Holding GmbH 42
Bobcat14
Böcker Maschinenwerke GmbH 49
Bomag GmbH 22
BU Power Systems GmbH & Co. KG 92
C CNH Industrial Deutschland GmbH 10
Coreum GmbH 28
D Daimler Truck AG 90
DerBlaue80
Doka Deutschland GmbH 74
Doll Fahrzeugbau GmbH 88
E Eco Technologies Planungs-, Entwicklungs- und HandelsgmbH 38
ES-GE Nutzfahrzeuge GmbH 91
Euro Verbau GmbH 85
F Fiedler Maschinenbau und Technikvertrieb GmbH 40
G Geda GmbH 20
Graf-Syteco GmbH & Co. KG 13
H Hansa-Flex AG 13
Hauser Umwelt-Service GmbH 56
HD Hyundai Construction Equipment Europe 11
Heinz Schutz GmbH Fahrzeugbau 40
Heli Europe Headquarter GmbH 51
HKL Baumaschinen GmbH 92
Hako GmbH 38
Husqvarna Deutschland GmbH 38
J Jandt Auto- und Kranvermietung 47
JCB Deutschland GmbH 25, 40
K Karlsruher Messe- und Kongress GmbH 29, 63
Kässbohrer Geländefahrzeug AG 40
Kubota Baumaschinen GmbH 40
L Lehner Maschinenbau GmbH 39
Liebherr-Werk Biberach GmbH 44
M Magni Deutschland GmbH 41
MAN Truck & Bus Deutschland GmbH 54
Max Wild GmbH 92
Mayer Schaltechnik GmbH 71
MB S.p.A. 30
Mercedes Benz Trucks 37
Meva Schalungs-Systeme GmbH 68
Moba Construction Solutions GmbH 87
Mörtlbauer Baumaschinen Vertriebs GmbH 93
M & R Maschinen- und Fahrzeughandel GmbH 41
MTS Mobile Tiefbau Saugsysteme GmbH 39
Mulag Fahrzeugwerk Heinz Wössner GmbH & Co. KG 39
MultiOne Deutschland GmbH 41
O Oest Holding GmbH 41
Oilfix GmbH 60
Oilquick Deutschland KG 41
P Paschal-Werk G.Maier GmbH 78, 79
Peri GmbH 70
R Ringer GmbH Gerüste-Baugeräte-Schalungen 76
Ringspann GmbH 58
RUD Ketten Rieger & Dietz GmbH u. Co. KG 84
Rudolf Hörmann GmbH & Co. KG 92
Ruthmann Holdings GmbH 48
S Sew-Eurodrive GmbH & Co. KG 55
Smart Systems Technology 34
SpanSet GmbH & Co. KG 72
T Tadano Europe Holdings GmbH 50
Temposonics GmbH & Co. KG 62
Tracto-Technik GmbH & Co. KG 86
Transporter Industry International GmbH 89
Tuchel Maschinenbau GmbH 93
U Ulma Construction GmbH 73
Uvex Safety Group GmbH & Co. KG 13
V Vdma Services GmbH 36
Volvo Construction Equipment Germany GmbH 10, 26
Vp GmbH Groundforce 82
Vp GmbH TPA Mobile Straßen 32
W Wacker Neuson SE 39
WD-40 Company Ltd. Zweigniederlassung Deutschland 64
Webasto Thermo & Comfort SE 59
Webfleet Solutions Sales B.V. 90
Werbas GmbH 66
Wirtgen GmbH 19
Wirtgen International GmbH 18
Wolffkran International AG 43
Wolf Oil Corporation NV 66
Work System Germany GmbH 39
Z Zeppelin Baumaschinen GmbH 27
Zeppelin Rental 91
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87435 Kempten
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verlag gmbh
94
Juli 2025
Redaktionsverzeichnis & Impressum
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