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Falstaff Österreich 05/2019

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/ jul–aug 2019

GENIESSEN WEIN ESSEN REISEN

TOP 100

ÖSTERREICHS

BESTE WEINE

BEST OF BOWLE

ERFRISCHENDE

KREATIONEN

ALABAMA & CO

WUNDERBARE

SÜDSTAATEN

ÖSTERREICHISCHE POST AG, MZ 02Z030053 M, FALSTAFF VERLAGS-GMBH, FÜHRICHGASSE 8, 1010 WIEN

05

Der Duft des Sommers

GOURMET-HIGHLIGHTS FÜR DIE SCHÖNSTE JAHRESZEIT

ÖSTERREICH-AUSGABE 05/2019

€ 9,50 WWW.FALSTAFF.COM

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05

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Nach einem untypischen Mai und einem tropischen

Juni freuen wir uns auf den Sommer. Diese Zeit

bedeutet für viele Urlaub, Sommerfrische und

– damit verbunden – natürlich jede Menge kulinarische

und inspirierende Getränke.

Unser Falstaff-Sommerheft läuft daher unter dem Titel

»Der Duft des Sommers«. Unsere Ernährungswissenschaftlerin

untersuchte und erläutert, wie wichtig der Duft beim

Schmecken ist – wer jemals mit Schnupfen versucht hat, eine

Weindegustation zu überstehen, weiß, wovon wir reden.

Über 500 Weingüter aus Österreich und Südtirol haben

sich mit mehr als 4000 Weinen dem härtesten und umfassendsten

Weinguide Österreichs und Südtirols gestellt.

Unsere »Weinnase« Peter Moser hat sich mit seinem Team

wochenlang durchgekostet. Der neue Falstaff Weinguide ist

für alle Weinliebhaber die jährliche Bibel. Wir stellen Ihnen

die 100 Top-Weine aus dem Weinguide vor, und – dies sei

gleich verraten – die Dichte an der Spitze ist enorm.

Der Winzer des Jahres 2019 kommt aus dem Vulkanland

Steiermark: Christoph Neumeister aus Straden. Ein großartiger

Weinkenner des önologischen Fachs – kreativ und

unglaublich traditionell in der Qualität. Sympathisch, innovativ,

bodenständig. Für die Weinmacher ist diese Auszeichnung

schlichtweg der Oscar! Und: Der Trend zur alkoholfreien

Speisenbegleitung in der Spitzengastronomie beschleunigt

sich, wir haben die unglaublichen Kreationen aus

Früchten und Gemüse, Tees und Essig (!) für Sie erforscht.

In unserem Gourmet-Reiseteil haben wir zwei kulinarische

Ziele für Sie ausgewählt: Wen es in die Ferne zieht, der

wird mit der Reise durch die Südstaaten der USA viel Freude

haben. Wer schnell über das Wochenende an die Adria

möchte, wird seine Sehnsucht aus Kindheitstagen in Grado

befriedigen können. Das Adria-Städtchen hat sich – viel

mehr als alle benachbarten Bademetropolen – seinen Charme

erhalten und bietet auch kulinarisch unglaublich viel.

Wir wünschen Ihnen einen wunderschönen Sommer!

Genießen Sie die Freizeit, das Leben und die kulinarische

Vielfalt in dieser Zeit.

Herzlich Ihre

Wolfgang und Angelika Rosam

Herausgeber Falstaff

Wir stellen Ihnen

die 100 Top-Weine

aus unserem

Weinguide vor –

die Dichte an der

Spitze ist enorm!

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a FRESH

SMILE from

Nature

Neu!

Foto: Ingo Pertramer

WOLFGANG M. ROSAM

wolfgang.rosam@falstaff.com

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jul–aug 2019

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05

JULI

46

Endlich ist der Sommer da! Und mit

den warmen Temperaturen steigt

auch die Lust auf Abkühlung.

Genießen Sie die heißen Tagen mit

leichten Sommerweinen, fruchtigen

Bowlen und einer Reise zu den

kultigsten Eissalons Europas.

/ jul–aug 2019

TOP 100

ÖSTERREICHS

BESTE WEINE

GENIESSEN WEIN ESSEN REISEN

BEST OF BOWLE

ERFRISCHENDE

KREATIONEN

ALABAMA & CO

WUNDERBARE

SÜDSTAATEN

COVER

FOTO: STOCKFOOD /

EISING STUDIO

ÖSTERREICHISCHE POST AG, MZ 02Z030053 M, FALSTAFF VERLAGS-GMBH, FÜHRICHGASSE 8, 1010 WIEN

Der Duft des Sommers

GOURMET-HIGHLIGHTS FÜR DIE SCHÖNSTE JAHRESZEIT

ÖSTERREICH-AUSGABE 05/2019 € 9,50 WWW.FALSTAFF.COM

36

Christoph Neumeister aus Straden

ist »Winzer des Jahres 2019«.

52

Die Rhône zählt zu den bedeutendsten

Weinflüssen der Welt.

COVER: DER DUFT

DES SOMMERS

46 IMMER DER NASE NACH

Was passiert beim Schmecken?

62 SOMMERWEINE

Fruchtige Weingenüsse aus aller Welt

72 ES MUSS NICHT IMMER WEIN SEIN

Der Trend zu alkoholfreier Speisenbegleitung

ist auf dem Vormarsch

94 SUPERBOWL

Erfrischende Bowlen für die perfekte

Sommerparty

126 DA HABEN WIR DEN SALAT

Die berühmtesten Klassiker und ihre

Geschichten

136 DRESS TO IMPRESS

So gelingt das perfekte Dressing

140 HEISS AUF EIS

Die coolsten Geschmackskreationen in

den besten Eissalons Europas

146 DIE BELIEBTESTEN EISSALONS

Die Falstaff-Community hat gewählt

148 SERIE: CORTIS KÜCHENZETTEL

Geh, leck!

150 SOMMERFRISCHE IN DER KÜCHE

Die besten Tools für selbst gemachtes Eis

9 HERAUSGEBERBRIEF

160 BUCHTIPPS

162 LESERBRIEFE

164 IMPRESSUM

250 TISCHGESPRÄCH

14

Der neue Weinguide

ist da und mit ihm die

100 besten Weine

Österreichs.

Fotos: Maskot, Konrad Limbeck, Rafaela Pröll, mauritius Images, APRESVINO.at

10 falstaff jul–aug 2019

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116

Köstliche

Rezepte aus der

kreolischen Küche.

AUGUST

DAS OHR ISST MIT.

Akustik für Restaurants

Fotos: Maskot, Konrad Limbeck, Rafaela Pröll, mauritius Images, APRESVINO.at

WEIN & MEHR

12 WEIN-NOTIZEN

Wein-Chefredakteur Peter Moser

präsentiert seine Neuigkeiten aus

der Welt des Weins

14 TOP 100 WEINE ÖSTERREICHS

Die besten Weine aus dem

neuen Guide

30 DIAMANTEN AUS DEN ALPEN

Südtirols Weine stehen so gut

da wie nie zuvor

36 WINZER DES JAHRES

Christoph Neumeister begeistert

mit ausdrucksstarken Weißweinen

52 SERIE: AM STROME

Weinkultur an der Rhône

84 SERIE: WORLD CHAMPIONS

Sacha Lichine ist der Weltmeister

der Pastelltöne

104 SIEGER DER SPIRITS TROPHY

Die Besten aus der vielfältigen

Brennerszene Österreichs

GOURMET

114 GOURMET-NOTIZEN

Chefredakteurin Ursula Macher

präsentiert das Neueste aus der

Welt des Genusses

116 DIE WÜRZE DES SÜDENS

Drei Top-Rezepte aus der

kreolischen Küche

124 ESSLUST UND

LIEBESHUNGER

Essay von Michael Dangl

153 SIXPACK

Sechs Restaurants im Test

157 INTERNATIONAL HOTSPOT

Schloss Schauenstein, Fürstenau

158 KALT – WARM

Erlebnisse der Gourmetclub-

Mitglieder

166 ELDORADO

Stylishe Tischkultur-Accessoires

REISE

168 TRAVEL-NOTIZEN

Online-Chefredakteur

Bernhard Degen präsentiert

seine Reise-Highlights

170 DURCH DEN TIEFSTEN SÜDEN

Von den Sümpfen Louisianas bis

an die Küste South Carolinas

186 LONG WEEKEND GRADO

Tipps für ein perfektes

Wochenende

JOURNAL

206 GUT ZU GAST

238 EVENTS

TASTING

212 PINOT GRIGIO TROPHY

216 GRÜNER VELTLINER

GRAND PRIX

226 RHÔNE-WEINE

232 SPIRITS TROPHY

DIE NÄCHSTE FALSTAFF-AUSGABE ERSCHEINT AM 30. 08. 2019

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jul–aug 2019

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Wein-Chefredakteur

PETER MOSER

WEIN

NEUER ÖWM-

CHEF GEKÜRT

Mit Spannung wurde diese

für den heimischen

Wein richtungsweisende

Personalentscheidung

erwartet. Nun ist sie da: Der

nächste Mann an der Spitze

der Österreichischen Weinmarketinggesellschaft

kommt

aus Großbritannien und heißt

Chris Yorke. Yorke war bisher höchst

erfolgreich als Marketingchef des neuseeländischen

Weinwunders im Einsatz. Nachdem der amtierende

ÖWM-Geschäftsführer Mag. Wilhelm Klinger im

Dezember vergangenen Jahres seinen Rückzug

ankündigte, wurde nun sein Nachfolger gewählt.

Chris Yorke wird die Geschicke der Servicegesellschaft

für die österreichische Weinwirtschaft ab

2020 leiten. Yorke war von 2004 Global Marketing

Director der New Zealand Winegrowers mit Sitz in

Auckland. Seine Aufgabe war die Förderung der

weltweiten Vermarktung neuseeländischen Weins bei

der Dachmarketingorganisation der neuseeländischen

Weinerzeuger. Mit ihm hat der österreichische

Wein einen Top-Profi in Sachen Vermarktungsstrategie

gewonnen, von dem man sich zu Recht entsprechende

Impulse für den Export erhofft. Österreich

setzt nun große Hoffnungen in den neuen Geschäftsführer

der ÖWM – zum Wohl der gesamten heimischen

Weinwirtschaft. oesterreichwein.at

ABSCHIED VON ERICH WAGNER

Am 23. Mai ist der bekannte oberösterreichische

Weinhändler Erich Wagner im Alter

von nur 62 Jahren nach geduldig ertragener

Krankheit verstorben. Erich Wagner stieg im

Jahr 1984 in die Geschäftsleitung des elterlichen

Getränkefachhandelsunternehmens

ein. Seinen Fokus richtete er sehr bald auf

das Segment Qualitätswein, im Jahr 1993

wurde die Vinothek Wagner eröffnet. Schritt

für Schritt wurde Erich Wagner mit dem

Weinhandel kompetenter Partner der Gastronomie

und für Privatkunden, das Sortiment

wurde mit zahlreichen Exklusivimporten

zu einem unverzichtbaren Bestandteil

des heimischen Qualitätsangebots. Im Jahr

2010 wurde das Unternehmen samt

Getränkegroßhandel und Vinothek

von Gmunden nach

Laakirchen verlegt. Erich

Wagner war stets innovativ

und offen für Neues. Sein kritischer

Geist machte ihn zu

einem lohnenden Gesprächspartner,

sein freundliches Wesen

zum angenehmen Gegenüber.

Erichs Faible galt zunehmend dem

Thema Spanien, er forcierte als erster großer

Weinhändler des Landes den biologischen oder

biodynamischen Wein, was sich im Sortiment

entsprechend niederschlug und Österreich eine

Vielzahl an spannenden Weinen bescherte. In

den letzten Jahren entwickelte sich Barcelona

in Katalonien zunehmend zu

seiner Wahlheimat. Erst im

Jahr 2018 wurden durch

eine konsequente Betriebsgliederung

die Bereiche der

Firma Wagner aufgeteilt und

die Weichen für die Zukunft

der nächsten Generation

gestellt, wobei Tochter Kathrin

die Produktgruppe Wein übernommen

hat. Sohn Georg ist ebenfalls im

Bereich Wein ausgebildet, sein Spezialgebiet

ist aber das Bierbrauen. Der Verstorbene wurde

unter reger Anteilnahme am Stadtfriedhof

von Gmunden zur letzten Ruhe geleitet. Unser

tief empfundenes Mitgefühl gilt der Familie.

12 falstaff jul–aug 2019

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NOTIZEN

»Mit Teilen des Erlöses unterstützt

meine Familie den Wiederaufbau

von Notre-Dame.«

PHILIPPE DE SEREYS Mouton-Rothschild

Fotos: Anna Stoecher/ÖWM, Alain Benoit, JEAN-PIERRE MULLER/AFP/picturedesk.com, Johan Berglund, beigestellt

VERSAILLES-KISTEN

Château Mouton-Rothschild bot über das

Auktionshaus Sotheby’s eine limitierte Zahl von

Sonderkisten mit je fünf Jahrgängen des Grand

Vin an, um Restaurierungsarbeiten am Schloss

Versailles zu finanzieren, Nun entschied man

kurzfristig, einen Teil der Erlöse für den Wiederaufbau

der Pariser Kathedrale zu verwenden.

sothebys.com

OTT: 30 JAHRE FASS 4

ANDRÉ LURTON

(1924–2019)

Im Alter von 94 Jahren

verstarb Ende Mai einer

der Doyens des Bordelaiser

Weinbaus auf seinem Weingut

Château Bonnet. 20

Jahre lang war Lurton

Direktor des Conseil Interprofessionnel

von Bordeaux,

er gründete die

Appellation Pessac-

Leognan, wo er Château

La Louvière und Couhins-

Lurton besaß.

andrelurton.com

Es gibt kaum eine heimische Wein-Marke, die drei Jahrzehnte

Erfolgsgeschichte hinter sich hat. Der leichtfüßige Grüne Veltliner

Fass 4 von Bernhard Ott ist aber so eine. Bei einer historischen Vertikalverkostung

in der Wiener Galerie Westlicht Ende Mai zeigte sich

die unglaubliche Langlebigkeit des Grünen Veltliner. Der Winzer vom

Wagram hatte Weinfachleute eingeladen, sich davon zu überzeugen,

welches Reifepotenzial diesem Wein innewohnt. Hier geht es zu den

Notizen: falstaff.com/fass4

ES HAT SICH AUSGEPARKERT:

DAS ENDE EINER ÄRA

Der berühmteste und einflussreichste

Weinkritiker aller Zeit hat den Rotstift

endgültig an den Nagel gehängt. Der

72-jährige gelernte Rechtsanwalt Robert

Parker hat sich in Etappen aus dem

Tagesgeschäft der von ihm gegründeten

Medienplattform »The Wine Advocate«

zurückgezogen, vor wenigen Wochen hat

er nun offiziell seinen Abschied genommen.

Mit dem Verkauf seiner Publikation

an einen asiatischen Investor hatte er

bereits vor einigen Jahren die Weichen in

Richtung Ruhestand gestellt, so ganz

abrupt wollte er schließlich doch nicht

von Bord gehen. Die neuen Eigentümer

haben mit Lisa Perrotti-Brown MW eine

Nachfolgerin zur Chefredakteurin

bestimmt, die nun in den riesigen Fußstapfen

von Parker wandeln soll. Im Laufe

seiner langen und erfolgreichen Karriere,

die Parker mit dem Postulat des

Bordeaux-Jahrgangs 1982 in den USA

begründete, hat er aus einem kleinen

Weinfachblättchen ohne jegliche Reklame

das wichtigste Bewertungsorgan der

globalen Weinwelt gemacht. Seine

»100 Punkte« waren der ultimative Ritterschlag

für ein Weingut, zahlreiche

Betriebe hat er im Alleingang auf die

Weltweinbühne gehievt. In den vergangenen

Jahren wurde mehrfach der Versuch

unternommen, einen Nachfolger für Parker

aufzubauen, Pierre Antoine Rovani

verließ »The Wine Advocate« ebenso

vorzeitig wie Antonio Galloni und zuletzt

Neal Martin. Zwar kann die neue Chefin

auf einen breiten Mitarbeiterstab zurückgreifen,

aber den Parker-Punkten wird es

in Zukunft wohl etwas an Glanz und Zugkraft

fehlen. robertparker.com

jul–aug 2019

falstaff

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wein / ÖSTERREICHS TOP 100

TOP

WEINE ÖSTERREICHS

In der malerischen Südsteiermark

freut man sich mit 2018 über

einen weiteren tollen Jahrgang

mit zahllosen Spitzenweinen.

14 falstaff feb–mär jul–aug 2019

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Der neue Falstaff Weinguide präsentiert in seiner nunmehr 22. Auflage eine Vielzahl an

herausragenden Weißweinen aus dem Jahr 2018 und zahlreiche Reserven aus 2017,

außerdem eine große Zahl exzellenter Rotweine sowie die besten Süßweine und Sekte.

Hier finden Sie die zehn besten Weine aus zehn Kategorien im Überblick.

TEXT PETER MOSER

Foto: herbert Lehmann/picturedesk

Die große Falstaff-Weißwein-

Gala in der Wiener Hofburg

war die glanzvolle Bühne für

die Premiere der 22. Ausgabe

des großen Falstaff Weinguides,

dessen Ergebnisse von den teilnehmenden

Weingütern – es waren wieder mehr als

500 in Österreich und Südtirol –, aber auch

von Weinfreunden mit Spannung erwartet

wurde. Rund 4000 Weine wurden für die

jüngste Edition kritisch unter die Lupe

genommen und auf 900 Seiten dokumentiert.

Im Zentrum der Degustationen stand

die Bewertung der Weine des neuen Jahrgangs

2018, der aufgrund des Witterungsverlaufs

als ganz spezieller in die heimische

Weinbaugeschichte eingehen wird. Das Jahr

war geprägt von enormer Hitze und Trockenheit,

selten gab es eine derart frühe

Ernte mit so guter Qualität und großer

Menge. Mit besonders erfreulichen Ergebnissen

kann die Steiermark aufwarten, die

nun von Mutter Natur mit herausragenden

Lagen- und Reserveweinen aus 2017 und

einem tollen Jahrgang 2018 für das frostige

Schreckensjahr 2016 entschädigt wurde.

Das heiße, trockene Wetter verhinderte

auch das Auftreten von Pilzkrankheiten in

den Weingärten und erleichterte den heimischen

Bio-Winzern ihre Arbeit. Und so ist

es kein Wunder, dass im neuen Falstaff

Weinguide so viele empfehlenswerte biologisch

oder biodynamisch erzeugte Weine

enthalten sind wie nie zuvor. Auch die

Anzahl der prickelnden Weine hat diesmal

ein neues Rekordniveau erreicht.

FACTS

WIE WIR DIE BESTENLISTEN

ERSTELLEN

In den zehn ausgewählten Kategorien

wurden die Weine anhand der Ergebnisse

des neuen Wein guides nach Punkten gereiht.

Bei Punkte gleichstand wurden die Weine

alphabetisch bzw. nach den von den

Betrieben kommunizierten Verkaufspreisen

ab Hof gereiht und, wo nötig, nochmals nach

der Rangziffermethode in Blindprobe

beurteilt. Es gibt im neuen Weinguide

zusätzlich zu den hier explizit angeführten

natürlich noch eine große Zahl weiterer

Spitzenweine zu entdecken.

jul–aug feb–mär 2019

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wein / ÖSTERREICHS TOP 100

WEIN-

GUIDE

2019/20

ÖSTERREICHS UMFANGREICHSTER

WEGBEGLEITER FÜR WEINFANS

Tements Sauvignon Blanc Ried Zieregg IZ

ist bereits nah an der Perfektion.

Den Kern der 22. Ausgabe des Falstaff

Weinguides bilden der Jahrgang 2018

sowie all jene Reserve-Weine, die im

Lauf des Jahres 2019 auf den Markt

kommen und noch präsentiert werden.

Rund 470 Weingüter aus Österreich, darunter

wieder einige neue Namen, haben

ihre Weine zur Bewertung vorgelegt.

3650 Weine waren es, die Chefredakteur

Peter Moser im Zeitraum von

vier Monaten beurteilte und in den

Guide aufnahm. Auch 354 Weine von

53 Weingütern aus Südtirol wurden von

Falstaffs Italien-Redaktion verkostet.

Umfangreiche ergänzende Daten zu

den vorgestellten Weingütern sowie Bezugsquellen

für deren Weine, aber auch

kulinarische Empfehlungen in den einzelnen

Herkunftsregionen runden den

Inhalt ab.

SAUVIGNON

BLANC

99 Sauvignon Blanc

Ried Zieregg IZ® Reserve 2015

Weingut Tement, Berghausen, Südsteiermark, € 80,–

98 Sauvignon Blanc Privat 2015

Weingut Sattlerhof, Gamlitz, Südsteiermark, € 111,–

97 Sauvignon Blanc Ried Pössnitzberg

Alte Reben G STK 2017

Weingut Erwin Sabathi, Leutschach

Südsteiermark, € 48,–

97 Sauvignon Blanc

Witscheiner Herrenberg 2017

Weingut Gross, Ratsch, Südsteiermark, € 120,–

96 Sauvignon Blanc Ried

Hochgrassnitzberg G STK Reserve 2017

Weingut Erich & Walter Polz, Spielfeld

Südsteiermark, € 35,60

96 Sauvignon Blanc Ried Moarfeitl G STK 2017

Weingut Neumeister, Straden

Vulkanland Steiermark, € 37,–

96 Sauvignon Blanc Ried Welles G STK 2017

Weingut Lackner-Tinnacher, Gamlitz

Südsteiermark, € 40,–

Fotos: matthiashaslauer.com, martinsommer.at

Falstaff Weinguide 2019/120

930 Seiten, erhältlich im Buch- und

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Alle Impressionen

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96 Sauvignon Blanc

Ried Edelschuh 2017

Weingut Wohlmuth, Kitzeck im Sausal

Südsteiermark, € 42,–

96 Sauvignon Blanc Heaven’s Door 2017

Ewald Zweytick, Ratsch,

Südsteiermark, € 138,–

95 Wilhelmshöhe Sauvignon Blanc 2017

Weingut Warga-Hack, Kitzeck,

Südsteiermark, € 21,–

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Fotos: matthiashaslauer.com, martinsommer.at

93 Riesling vom Urgestein 2018

Winzerhof Stift, Röschitz, Weinviertel, € 8,70

93 Tegel & Mergel 2017

Weingut Pröglhöf, Retz-Obernalb, Weinviertel, € 8,70

93 Riesling Ried Zöbinger Heiligenstein

Bergjuwel 2018

Weingut Retzl, Zöbing, Kamptal, € 9,30

93 Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark DAC

Ried Kratzer 2018 Weingut Frühwirth, Klöch,

Vulkanland Steiermark, € 9,50

92 Weinviertel DAC Himmelreich 2018

Respiz-Hof Kölbl, Röschitz, Weinviertel, € 7,–

92 Grüner Veltliner Eisenhut 2018

Weingut Karl Diwald, Großriedenthal, Wagram, € 7,50

92 Grüner Veltliner Ried Königsberg 2018

Weingut Schneider, Röschitz, Weinviertel, € 7,50

92 Grüner Veltliner Traisental DAC

Ried Rosengarten 2018 Weingut Herwald Hauleitner,

Wagram ob der Traisen, Traisental, € 7,50

92 Grüner Veltliner Kremstal DAC

Lössterrassen 2018

Weingut Berger, Gedersdorf, Kremstal, € 7,90

92 Riesling Kremstal DAC Krems Schotter 2018

Weingut Meinhard Forstreiter, Hollenburg,

Kremstal, € 8,–

WEISSWEIN

unter 10 €

Spitzenpreis beim Weißen:

Urgesteins-Riesling vom

Winzerhof Stift in Röschitz.

jul–aug 2019 falstaff 17

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wein / ÖSTERREICHS TOP 100

99 Riesling Smaragd Ried Singerriedel 2018

Weingut Franz Hirtzberger, Spitz, Wachau, ca. € 90,–

RIESLING

98 Riesling Smaragd Ried Kellerberg 2018

Weingut F.X. Pichler, Dürnstein, Wachau, ca. € 75,–

97 Riesling Smaragd Ried Klaus 2018

Weingut Prager, Weißenkirchen, Wachau, € 39,–

97 Loibner Riesling Smaragd

Vinothekfüllung 2018

Weingut Knoll, Dürnstein, Wachau, € 45,–

97 Riesling Kamptal DAC Reserve Ried

Zöbinger Heiligenstein Alte Reben 1 ÖTW 2018

Weingut Bründlmayer, Langenlois, Kamptal, € 49,–

96 Riesling Kremstal DAC

Ried Hochäcker Privat 1 ÖTW 2018

Weingut Nigl, Senftenberg, Kremstal, ca. € 27,–

96 Riesling Kremstal DAC

Ried Steiner Schreck 2018

Weingut Stadt Krems, Kremstal, € 29,90

96 Riesling Smaragd Ried Steinertal 2018

Weingut Alzinger, Dürnstein, Wachau, ca. € 30,–

96 Riesling Nussberg Weißer Marmor 2018

Weingut Mayer am Pfarrplatz, Wien, € 40,–

96 Riesling Smaragd Ried Achleithen 2018

Weingut Rudi Pichler, Wösendorf, Wachau, € 42,–

GRÜNER

VELTLINER

Führt einmal mehr

das Riesling-Feld an:

Franz Hirtzbergers

Ried Singerriedel.

100 Grüner Veltliner Unendlich 2017

Weingut F.X. Pichler, Dürnstein, Wachau, € 115,–

98 Grüner Veltliner Smaragd Ried

Zwerithaler Kammergut 2018

Weingut Prager, Weißenkirchen, Wachau, € 55,–

96 Loibner Grüner Veltliner Smaragd

Vinothekfüllung 2018

Weingut Knoll, Dürnstein, Wachau, € 40,–

96 Grüner Veltliner Smaragd Ried

Achleithen 2018

Weingut Rudi Pichler, Wösendorf, Wachau, € 42,–

96 Grüner Veltliner Smaragd Honivogl 2018

Weingut Franz Hirtzberger, Spitz an der Donau,

Wachau, ca. € 70,–

95 Grüner Veltliner Kamptal DAC

Reserve Tabor 2018

Weingut Forstreiter, Hollenburg, Kremstal, € 21,–

95 Grüner Veltliner Kamptal DAC

Ried Gaisberg 1 ÖTW 2018

Weingut Allram, Strass im Strassertal,

Kamptal, € 21,50

Der Grüne Veltliner

Unendlich von

F.X. Pichler hält,

was sein Name

verspricht.

95 Grüner Veltliner Kremstal DAC Reserve

Ried Ehrenfels 1 ÖTW 2017

Weingut Proidl, Senftenberg, Kremstal, € 22,50

95 Grüner Veltliner Kremstal DAC Reserve

Ried Frechau Elitär 2018

Weingut Aigner, Krems-Weinzierl, Kremstal, € 24,80

95 Grüner Veltliner Smaragd

Ried Kellerberg 2018

Domäne Wachau, Dürnstein, Wachau, € 38,26

Fotos: raphael Gabauer, Chris Singer

18

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Der neue Ford Ranger.

Österreichs meistverkaufter Pick-up. *

Jetzt ab € 25.790,– 1) bei Leasing.

Energisch. Beeindruckend. Kraftvoll. Performance – gepaart mit unübertroffener

Geländetauglichkeit und modernsten Technologien – sorgt für perfekte

Fahrdynamik. Für alle Offroad-Enthusiasten ist der Ford Ranger nun auch in seiner

leistungsstärksten und robustesten Version als Ford Ranger Raptor verfügbar.

Weitere Infos auf ford.at

MOBILITÄTS-APP VON FORD

Ford Ranger (Prüfverfahren: WLTP **): Kraftstoffverbrauch innerorts 7,5 – 10,6 l /außerorts 6,3 – 8,0 l / kombiniert 6,9 – 8,9 l / CO 2-Emission kombiniert 178 – 233 g / km

Symbolfoto. 1) Unverbindlich empfohlener nicht kartellierter Aktionspreis (beinhaltet Importeurs- und Händlerbeteiligung sowie Ford Bank Bonus) inkl. USt., inkl. 2 Jahre Ford-Neuwagengarantie (ohne

Kilometerbegrenzung) und zusätzlich 1 Jahr Ford Extra Garantie für das 3. Jahr (begrenzt bis 100.000 km), gültig bei Ford Bank Leasing. Leasingrate € 129 zzgl. € 200 Bearbeitungsgebühr und 1,17 % gesetzlicher

Vertragsgebühr, Laufzeit 36 Monate, 30 % Anzahlung, 30.000 km Gesamtfahrleistung, Fixzinssatz 5,4 %. Gesamtbelastung € 29.954,47, gültig bis auf Widerruf, vorbehaltlich Bonitätsprüfung der Ford Bank Austria. Aktion

gültig bei Ihrem teilnehmenden Ford-Händler, so lange der Vorrat reicht. Nähere Informationen auf www.ford.at. Freibleibendes Angebot. * Ford Ranger, meistverkaufter Pick-up in Österreich in den Jahren 2017 und 2018

(Quelle: Statistik Austria) ** Werte nach dem Prüfverfahren WLTP ermittelt und zurückgerechnet auf NEFZ. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen

CO2-Emissionen neuer Fahrzeuge können dem Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der bei allen Ford Vertragspartnern

unentgeltlich erhältlich ist und unter http://www.autoverbrauch.at/ heruntergeladen werden kann.


wein / ÖSTERREICHS TOP 100

ROTWEIN

Der Zweigelt 2017

vom Weingut

Kerschbaum aus

Horitschon liegt

auf Platz eins.

unter 10 €

92 Blauer Zweigelt 2017

Weingut Paul Kerschbaum, Horitschon,

Mittelburgenland, € 7,90

92 Churchbutton Red 2017

Weingut Kirchknopf, Kleinhöflein, Leithaberg, € 8,20

92 Blauer Zweigelt Goldberg 2018

Weingut Werner Achs, Gols, Neusiedlersee, € 8,90

92 Premium Cuvée 2018

Weingut Scheiblhofer, Andau, Neusiedlersee, € 9,90

91 Blaufränkisch Exclusiv 2017

Rotweingut Prickler, Lutzmannsburg,

Mittelburgenland, € 7,50

91 St. Laurent 2017

Weingut Erich Sattler, Tadten, Neusiedlersee, € 7,–

91 Eisenberg DAC 2017

Weingut Kopfensteiner, Deutsch Schützen,

Eisenberg, € 7,50

91 Eisenberg DAC 2018

Weingut Jalits, Badersdorf, Eisenberg, € 7,50

91 Blauer Zweigelt 2018

Weingut Günter + Regina Triebaumer, Rust, € 8,50

91 Neusiedlersee DAC 2017

Bioweingut Anita und Richard Goldenits, Tadten,

Neusiedlersee, € 8,50

98 Chardonnay Ried Pössnitzberg

Alte Reben G STK 2017

Weingut Erwin Sabathi, Leutschach an der

Weinstraße, Südsteiermark, € 48,–

96 Morillon Ried Moarfeitl G STK 2017

Weingut Neumeister, Straden, Vulkanland

Steiermark, € 37,–

WEISSER

BURGUNDER

96 Morillon Ried Pfarrweingarten G STK 2017

Weingut Sattlerhof, Gamlitz, Südsteiermark, € 42,–

96 Morillon Ried Zieregg G STK 2017

Weingut Tement, Berghausen, Südsteiermark, € 42,–

96 Chardonnay Grand Select 2017

Weingut Wieninger, Wien, Wien, € 50,–

96 Chardonnay Gloria 2017

Weingut Kollwentz, Großhöflein, Neusiedlersee-

Hügelland/Leithaberg, € 52,–

95 NATURal Grauburgunder 2016

Weingut Warga-Hack, Sankt Andrä im Sausal,

Südsteiermark, € 29,–

95 Weißburgunder

Ried Nussberg – Stauder G STK 2017

Weingut Gross, Ratsch, Südsteiermark, € 35,–

95 Chardonnay Ried Obegg G STK 2017

Weingut Erich und Walter Polz, Spielfeld,

Südsteiermark, € 39,90

Die drei Sabathi-

Brüder brillieren

mit der Ried

Pössnitzberger

Kapelle.

95 Chardonnay Tiglat 2017

Weingut Velich, Apetlon, Neusiedlersee, € 43,–

20

falstaff jul–aug 2019

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98 Blaufränkisch hochberc Stockkultur 2015

Weingut Gesellmann, Deutschkreutz,

Mittelburgenland, Preis: k. A.

97 Leithaberg DAC Ried Joiser Jungenberg 2015

Weingut Anita & Hans Nittnaus, Gols, g, € 49,–

97 Blaufränkisch Reihburg »r2« 2012

Weingut schiefer.pur, Welgersdorf, Eisenberg, € 82,–

96 Eisenberg DAC Reserve Diabas 2016

Weingut Jalits, Badersdorf, Eisenberg, € 28,–

96 Blaufränkisch Bühl 2016

Weingut Claus Preisinger, Gols, Neusiedlersee, € 35,–

96 Blaufränkisch Perwolff 2017

Weingut Krutzler, Deutsch Schützen, Eisenberg, € 45,–

96 Blaufränkisch Patriot 2015

Weingut Josef Tesch, Neckenmarkt,

Mittelburgenland, € 65,–

95 Eisenberg DAC Reserve Ried Reihburg 2017

Weingut Kopfensteiner, Deutsch Schützen, Eisenberg, € 28,–

95 Leithaberg DAC

Ried St. Georgener Schildten 2016

Weingut Esterházy, Trausdorf, Leithaberg, € 34,–

95 Blaufränkisch Ried Oberer Wald 2015

Weingut Günter + Regina Triebaumer, Rust, € 37,–

Albert Gesellmanns

außergewöhnlicher

Blaufränkisch aus

Stockkultur.

BLAUFRÄNKISCH

97 Rêve de Jeunesse 38 2017

Weingut Pöckl, Mönchhof, Neusiedlersee, € 50,–

96 Comondor 2017

Weingut Anita und Hans Nittnaus, Gols,

Neusiedlersee, € 54,–

René Pöckls

»Jugendtraum«

wurde einmal

mehr zur

kostbaren

Realität.

96 G 2015

Weingut Gesellmann, Deutschkreutz,

Mittelburgenland, Preis: k. A.

95 XUR 2017

Weingut Werner Achs, Gols,

Neusiedlersee, € 28,–

Fotos: Julius Hirtzberger, foto Stuhlhofer-wolf gmbh, Faber & partner Düsseldorf

CUVÉE ROT

95 Cuvée Impresario 2017

Weingut Paul Kerschbaum, Horitschon

Mittelburgenland, € 29,–

95 Solitaire 2016

Weingut Feiler-Artinger, Rust, € 33,50

95 massive a. [rot] 2016

Weingut Artner, Höflein, Carnuntum, € 55,–

95 M1 2016

Weingut Gerhard Markowitsch, Göttlesbrunn

Carnuntum, € 61,40

95 Salzberg 2016

Weingut Gernot und Heike Heinrich, Gols

Neusiedlersee, € 67,–

95 Steinzeiler 2016

Weingut Kollwentz, Großhöflein, Leithaberg, Preis: k. A.

feb–mär jul–aug 2019 2019 falstaff falstaff21

21

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wein / ÖSTERREICHS TOP 100

95 Riesling Ried Heiligenstein brut Sekt g.U.

Große Reserve 2015

Weingut Steininger, Langenlois, Kamptal, € 38,–

Karl Steininger

steht für kraftvolle,

ausdrucksstarke

Sorten-Sekte.

95 10/84 Brut Mature 2010 Magnum

Weingut Hannes Harkamp, Leibnitz

Südsteiermark, € 119,–

94 Blanc de Blancs Sekt g.U. Reserve

Niederösterreich extra brut NV

Weingut Bründlmayer, Langenlois, Kamptal, € 35,50

94 Schlumberger Chardonnay Brut

Große Reserve Brut Sekt g.U. Reserve 2015

Wein- und Sektkellerei Schlumberger, Wien, € 37,90

94 Blanc de Blancs Sekt g.U. Große Reserve

Furth bei Göttweig Brut Nature 2012

Weingut Malat, Palt, Kremstal, € 55,–

93 Chardonnay brut 2013

Weingut Erwin Sabathi, Leutschach, Südsteiermark,

€ 20,80

93 Blanc de Blancs brut 2012

Weingut Regele, Ehrenhausen, Südsteiermark,

€ 22,90

93 Mathäi Sekt g.U. Große Reserve brut 2013

Weingut Stift Klosterneuburg, Wagram, € 23,90–

98 Sauvignon Blanc TBA 2017

Weingut Sattlerhof, Gamlitz, Südsteiermark, € 49,–

SCHAUMWEINE

Der punktehöchste Süßwein

kommt vom Sattlerhof in

Gamlitz in der Südsteiermark.

93 Pinot Noir Blanc de Noirs Sekt g.U.

Große Reserve Fels am Wagram Brut 2014

Weingut Leth, Fels am Wagram, Kremstal, € 25,20

93 Loimer Sekt g.U. Große Reserve Langenlois

Extra Brut 2013

Weingut Loimer, Langenlois, Kamptal, € 35,–

97 Sauvignon Blanc TBA Ried Kranachberg 2017

Hannes Sabathi, Gamlitz, Südsteiermark, € 19,–

97 Chardonnay TBA Ried Buch 2017

Weingut Frauwallner, Straden, Vulkanland

Steiermark, € 21,–

97 Grüner Veltliner TBA 2017

Weingut Schloss Gobelsburg, Gobelsburg,

Kamptal, € 35,–

97 Riesling Beerenauslese Ried Klaus 2017

Weingut Jamek, Joching, Wachau, € 45,–

96 Chardonnay TBA 2017

Weingut PMC Münzenrieder, Apetlon,

Neusiedlersee, € 17,–

96 Sauvignon Blanc TBA 2017

Weingut Peter Skoff – Domäne Kranachberg, Gamlitz,

Südsteiermark, € 18,50

96 Sauvignon Blanc TBA Ried Pössnitzberg 2017

Weingut Erwin Sabathi, Leutschach,

Südsteiermark, € 19,80

96 Neuburger TBA Therese 2017

Weingut Leopold Müller, Krustetten, Kremstal, € 26,–

96 Sämling TBA 2017

Tschida – Angerhof, Illmitz, Neusiedlersee, € 28,–

SÜSSWEINE

Fotos: Robert Herbst, beigestellt

22

falstaff jul–aug 2019

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Manzenreiter präsentiert:

MODULNOVA - Evolution des modularen Wohnstils aus

Italien! Kreativität ohne Konventionen resultierend in

herausragender Funktionalität und Design.

www.manzenreiter.at

Foto: © Modulnova

Einrichtungshaus Linz/Dornach | Freistädterstraße 334, A-4040 Linz/Urfahr

Einrichtungshaus Freistadt | Etrichstraße 1, A-4240 Freistadt

Großtischlerei | Ringstraße 6, A-4193 Reichenthal

www.manzenreiter.at | office@manzenreiter.at

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FLÜSSIGES GLÜCK

Österreichs Winzer haben viel zu bieten – mit Leidenschaft und

Know-how produzieren sie Weine von bester Qualität.

Für Alois Zimmermann, Watson und Jürgen

Klob (v. l.) braucht guter Wein vor allem Zeit.

GÖTTLESBRUNN

UNVERGLEICHBAR &

EINMALIG

In elfter Generation auf seinem

Winzerhof, liebt Franz Oppelmayer

Wein, Malerei und seine Heimat

Carnuntum – und das hat er eindrucksvoll

verbunden. Er malt die

Bilder auf seinen Wein etiketten

selbst, so hat jeder Wein sein unverkennbares

Label und seine eigene

Geschichte!

Der Winzer hat ein außergewöhnliches

Gespür für die Farbe Rot.

Dies kann man an seinen Rotweinen

sehen, riechen und schmecken,

wenn der Rubin, Mythos, Haidacker,

Hirschensprung und Matador

strukturvoll über den Gaumen

fließen. Neun »Rotschattierungen«

stehen im unvergleichlichen

Ambiente des Kostraums aus dem

18. Jahr-hun dert zur Verkostung

bereit. Hier kann jeder seine

Feste zelebrieren!

WEINGUT OPPELMAYER

Kirchenstraße 9

2464 Göttlesbrunn

weingut@oppelmayer.at

oppelmayer.at

THEISS

VEREDELTE WEIN-

GARTENSCHÄTZE

Das Weingut Zimmermann befindet

sich unweit der Weinstadt

Krems. Die Arbeiten im Weingarten

und das Begleiten des Weins

im Keller, bis das Werk eines Jahres

zu einem erlebbaren Genuss

reift – das ist ein Prozess, der

Alois Zimmermann fasziniert.

Grüner Veltliner und Riesling

sind die Stars im Kremstal – und

auch für ihn. Die südlich ausgerichteten

Weingärten liefern vollreife

Trauben, während kühle Winde

ihre frische Säurestruktur erhalten.

Die Böden unterscheiden sich

stark – eine Diversität, die besonders

der Vielseitigkeit des Grünen

Veltliners entgegenkommt. Bei der

Vinifika tion ist man entspannt. Gut

Ding braucht eben Weile. Abgefüllt

werden die Weine deshalb erst,

wenn die Zeit reif ist.

WEINGUT ALOIS ZIMMERMANN

Obere Hauptstraße 20

3494 Theiß

T: +43 2735 8209

weingut-zimmermann.at

24 falstaff jul–aug 2019

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TOP WINZER / promotion

WEINGUT TONI HARTL

LEIDENSCHAFT,

DIE MAN FÜHLT

Uns ist es wichtig, mit unseren

Böden und der Natur sorgsam

umzugehen. Daher arbeiten wir

seit 2005 nur mehr biologisch

und versuchen, Gebiet und Terroir

eindeutig und unverwechselbar

im Wein einzufangen.

Unser ständiges Streben nach

»Qualität vor Quantität«, unsere

sorgfältige Arbeit im Keller und in

den Weingärten, die ausgezeichneten

Lagen unserer Rebflächen am

Leithaberg und in der Thermenregion

geben unseren Weinen eine

eigene Handschrift. Authentisch,

ehrlich, mine ralisch, mit Rückgrat

und Struktur. Weine, die mit 20 und

mehr Jahren Reife immer noch

nicht am Ende ihres Potenzials angekommen

sind.

Toni Hartl & Moni Eder

WEINGUT TONI HARTL

Florianigasse 7

2440 Reisenberg

T: +432234 80636

wine@toni-hartl.at

toni-hartl.at

FELS AM WAGRAM

WEINGENUSS – TRINK-

SPASS – LEBENSFREUDE

Der Weinhof Grill beschäftigt sich

sehr intensiv mit dem Grünen Veltliner,

der am Wagram hervorragende

Voraussetzungen findet. Die Palette

reicht vom leichten, fruchtigen bis

hin zum kräftigen, gereiften Wein.

WEINHOF GRILL

Untere Marktstraße 19

3481 Fels am Wagram

T: +43 2738 2239

weinhofgrill.at

TRAISKIRCHEN

WEINGUT ALPHART

Wir folgen keinen Trends, wir machen

unseren Wein. Auf etwa 30

Hektar Weingärten werden um die

Sorten Rotgipfler und Chardonnay

viele Spezialitäten kultiviert. »Das

Ziel ist das Optimum – und es ist

schön, dem Optimum nachzujagen«,

so das Credo von Familie Alphart.

WEINGUT ALPHART GNBR

Wiener Straße 46, 2514 Traiskirchen

T: +43 2252 52328

weingut@alphart.com, alphart.com

Wein von Ihrem Spitzenwinzer,

prämiert mit der Goldmedaille

der NÖ Weinprämierung 2019

Weingut Schloss Fels bewirtschaftet über 100 Hektar eigene Weingärten in den drei Weinbaugebieten

Wagram, Kremstal und Kamptal. 30% unserer Weingärten sind mit der autochton österreichischen Rebsorte

Grüner Veltliner bestockt. Auf den tiefgründigen Lössböden am Wagram gedeiht der Grüne

Veltliner besonders feinnervig und elegant mit der typisch pfeffrigen Note. In den besten Lagen der größten

Weinstadt Österreichs, in Langenlois, reifen auf Urgestein besonders fruchtige, mineralische Veltliner.

Vier international erfahrene Önologen sorgen für die optimale Bearbeitung der Weingärten und

Vinifizierung in den weitläufigen Kellern in Fels am Wagram.

Unser breites Sortiment zeigt die Vielfalt typisch österreichischer Top-Weine, Spezialitäten und

Raritäten mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis erhältlich bei

Fotos: beigestellta

und online auf www.interspar.at/shop/weinwelt/

jul–aug 2019

falstaff

25

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MÖNCHHOF

5-STERNE-WEINGUT

Seit dem Jahr 2010 freut sich das

Weingut Pöckl über die Höchstbewertung

von 5 Falstaff-Sternen

und strebt Jahrgang für Jahrgang

nach außergewöhnlicher Qualität.

Das Ziel des Familienweinguts ist,

den bestmöglichen Pöckl-Wein zu

erzeugen.

Arbeitsweise gearbeitet. Neben

den normalen Öffnungszeiten besteht

die Möglichkeit, am 25. und

26. 10. 2019 die Jahrgangspräsentation

des Weingut Pöckls zu besuchen,

zu der es immer ausgewählte

Vertikalen zu verkosten gibt –

Anmeldung erbeten. Details auf

der Website.

STRASS IM STRASSERTALE

NEXT GENERATION

Nicht nur Grünen Veltliner und Riesling

findet man hier, sondern auch

Weißburgunder, der Stoff aus dem

des Jungwinzers Edwin Schreibeis

Träume gemacht sind. Mit der Linie

NEXT GENERATION sind der Fantasie

keine Grenzen gesetzt.

NEUDÖRFL

WEINGUT & HEURIGER

PIRIBAUER

Leidenschaft macht gute Weine:

An den Hängen des neu ernannten

Rosalia-DAC-Gebiets gilt das Weingut

– bekannt für fruchtige Weißweine

& charaktervolle Rotweine –

als wohlgehüteter Geheimtipp für

Weinliebhaber des Burgenlands.

Damit die Qualität der Weine

immer weiter gesteigert werden

kann, wird im Weingarten und im

Keller aus einem Zusammenspiel

von innovativer und traditioneller

WEINGUT PÖCKL

Zwergäcker 1

7123 Mönchhof

T: +43 2173 80258

info@poeckl.com, poeckl.at

WEINGUT SCHREIBEIS –

KELLER AM GAISBERG

Josef-Schuh-Straße 344

3491 Strass, T: +43 2735 5823

weingut-schreibeis.at

WEINGUT & HEURIGER

PIRIBAUER

Hauptstraße 71, 7201 Neudörfl

T: +43 2622 77291

office@piribauer.net, piribauer.net

© Elke Wolfbeisser

JOIS

SINNESFREUDEN

AM SCHMECKEN

Hier entstehen verführerische,

muskulöse Rotweine und herrliche

frisch-fruchtige Weißweine. Jedes

Jahr darf sich der Winzerhof über

Top-Bewertungen freuen. Gerne

könne die Weine vor Ort verkostet

werden.

WINZERHOF KISS

Josef-Haydn-Gasse 1

7093 Jois, T: +43 2160 8256

winzerhof-kiss.at

GAMLITZ

WEINGUT ELSNEGG

Beim Verkosten der Weine wird eines

sofort klar: Der Ehrgeiz der Familie

ist groß, eine klare hochwertige

Betriebslinie ist markant erkennbar.

Ob klassisch-frisch, fruchtig

oder tiefgründig und charakterstark

– die edlen Tropfen zählen zu

den Top-Weinen Österreichs.

WEINGUT ELSNEGG

Eckberg 26, 8462 Gamlitz

T: +43 3453 4812

elsnegg.at

MAILBERG

WEINGUT PUHWEIN

Egon Puhwein ist ein begeisterter

Winzer der traditionellen österreichischen

Rebsorten wie dem Grünen

Veltliner. Dieser reicht von

leicht über spritzig bis zum typischen

Weinviertel DAC mit seinem

pfeffrigen Bukett (Grüner Veltliner

Grand Prix Falstaff****).

WEINGUT PUHWEIN

Mailberg 78, 2024 Mailberg

T: +43 676 5696051

info@puhwein.at

RÜHRSDORF

WEINGUT POLZ

Mitten in der wunderschönen Wachau

besteht unser Weinbau bereits

seit 1893. Seit 1986 bewirtschaften

Erich und Brigitte Polz den Familienbetrieb,

seit September 2018

auch tatkräftig unterstützt durch

Nachwuchswinzer Herbert Polz.

WEINGUT UND HEURIGEN POLZ

3602 Rührsdorf 22

T: +43 2714 6326

weingut@polzwachau.at

polzwachau.at

26 falstaff jul–aug 2019

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TOP WINZER / promotion

PIMPEL

Ob Weißburgunder oder

Zweigelt – das Weingut

Lager weiß mit feinen

Weinen zu überzeugen.

GÖTTLESBRUNN

WEINGUT PIMPEL

Das Weinbaugebiet Carnuntum

verfügt über kräftige Löss- und

Schotter-Kalkböden sowie das

kontinental-pannonische Mikroklima

mit den kühlen Einflüssen

der Donau. Gerhard Pimpel versteht

die Kunst, ein auf lebendigem

Boden gewachsenes Naturprodukt

von der Traube bis zum Wein zu

begleiten.

Er kreiert dichte und zugleich

elegante Weine mit Harmonie

und Finesse. Man gewinnt den

Eindruck, dass er jeden einzelnen

Rebstock persönlich kennt. Mit

den Lagen Rosenberg, Schüttenberg,

Haid acker und Bärnreiser

zählen die Rieden von GP zu den

besten im gesamten Weinbaugebiet.

Gerhard Pimpel ist ein ruhiger

Winzer, der seine eigenen Wege

geht, gerad linig und zielstrebig

begleitet er die Arbeit der Natur.

WEINGUT GERHARD PIMPEL

Kirchenstraße 19

2464 Göttlesbrunn

T: +43 2162 20049

gerhardpimpel.at

GÖTTLESBRUNN

WEINE MIT RICHTIGEM

FEINGEFÜHL

Eingebettet im Arbesthaler Hügelland

liegt das Göttlesbrunner

Weingut von Markus und Ernst

Lager. Hier werden Tradition und

Qualität mit Feingefühl zu großem

Trinkspaß vereint. Leicht zu überprüfen

in der hauseigenen

Buschenschank.

LAGER

Kiragstett’n 8, 2464 Göttlesbrunn

T: +43 2162 8452

lager-weinbau.at

STETTELDORF AM WAGRAM

EIN WEINHOF –

ZWEI WEINBAUGEBIETE

Die idyllischen, sanft wogenden

Hänge des Wagrams lassen weit

hinein in zwei qualitätsorientierte

Weinbaugebiete blicken: Wagram –

Weinviertel. Hier sind wir und unsere

Weine zu Hause, hier freuen wir

uns auf Ihren Besuch.

WEINHOF SCHAUERHUBER

Herrengasse 12

3463 Stetteldorf am Wagram

T: +43 664 4569097

weinhof-schauerhuber.at

NEUSTIFT AM WALDE

WEINGUT

FUHRGASSL-HUBER

ZÖBING

WEINGUT PETER

SCHWEIGER

Fotos: beigestellt

Leichte Gebietsweine und tiefgründige

Lagenweine. Seit 2014 ist das

Weingut Fuhrgassl-Huber Mitglied

der Wien Wein Gruppe und seit 2018

auch der Österreichischen Traditionsweingüter

und stellt mit dem

Jahrgang 2017 3 ÖTW 1. Lagen.

WEINGUT & BUSCHENSCHANK

FUHRGASSL-HUBER

Neustift am Walde 68, 1190 Wien

fuhrgassl-huber.at

Peter Schweiger und sein Sohn legen

großen Wert auf umweltfreundlichen

und nachhaltigen Weinbau. In den

besten Weingärten am Heiligenstein

reifen vor allem Grüner Veltliner und

Riesling zu großen terroirbestimmten

Weinen mit sortentypischen

Fruchtaromen und Mineralik heran.

WEINGUT PETER SCHWEIGER

Im Grübl 25, 3561 Zöbing

T: +43 2734 4512

schweiger-wein.at

jul–aug 2019

falstaff

27

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4,65/Liter


vinothek.hofer.at

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wein / SÜDTIROL IM WEINGUIDE 2019

DIAMANTEN AUS

DEN ALPEN

Südtirols Weine stehen so gut da wie noch nie. Bei den Weißen

strahlen Weißburgunder und Sauvignon Blanc – der hochwertige

Chardonnay wird gerade wieder neu entdeckt. Bei den Rotweinen

glänzen Blauburgunder, Lagrein, Merlot und der lokale Vernatsch.

TEXT OTHMAR KIEM

Optimale Bedingungen:

In der Südtiroler

Gemeinde Eppan wird

seit über 2000 Jahren

Wein angebaut.

30 falstaff jul–aug 2019

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Die Kellerei Girlan ist in einem Bauernhof

aus dem 16. Jahrhundert beheimatet.

Hinter historischen Mauern verbirgt

sich moderne Kellertechnologie.

100 Punkte, zum ersten Mal in Südtirol,

zum ersten Mal für einen

Weißwein aus Italien: der Terlaner

Primo 2016, ein großer Wein aus

einem großen Jahrgang. Der Primo

ist aber kein Einzelfall. Es gibt noch viele

andere Spitzenweine aus dem traditionellen

Weinbaugebiet am Südhang der Alpen.

Hier trifft sich das kühle und raue alpine

Klima mit dem milden und warmen mediterranen

Klima und schafft so ideale Vor-

aussetzungen für Weinbau. Diese Südtiroler

Spitzenweine sind Ausdruck eines neuen

Selbstverständnisses. In erster Linie sind es

Weißweine. Dann erst kommen Lagrein,

Blauburgunder, Cabernet und Merlot. Das

neue Selbstverständnis kommt auch in den

Preisen zum Ausdruck. Für die Weine der

neuen Super-Südtiroler-Klasse wie Primo

von Terlan, Appius der Kellerei St. Michael-Eppan,

LR von Schreckbichl, Ganger

von Kellerei Girlan, Klosteranger von Muri

Gries, Au und Toren von Tiefenbrunner

oder Kressfeld von Kornell muss man deutlich

über 50 Euro hinlegen. Gut und günstig

war einmal. Weinbau in Südtirol ist aufwendig,

ist Bergweinbau. Es sind überwiegend

Steillagen, in denen ohne viel Handarbeit

nichts geht. Trotzdem findet man

auch in der Klasse bis 15 Euro viele tolle

Weine, knackige Weißburgunder und saftige

Vernatsch. Südtirols Weine sind

zum Genießen!

>

BEST OF

VERNATSCH

BEST OF

BLAUBURGUNDER

BEST OF

LAGREIN

Fotos: St. Michael-Eppan, www.meraner-hauser.com, Kellerei Girlan, beigestellt

93 CASTEL SALLEGG

Bischofsleiten Kalterersee Auslese

Klassisch Superiore Südtirol

DOC 2018

93 WEINGUT LOACKER

Morit St. Magdalener Südtirol

DOC 2017

92 WEINGUT DONÀ

Vernatsch Südtirol

DOC 2018

92 WEINGUT SCHLOSS ENGLAR

Vernatsch -R- Südtirol

DOC 2016

92 KELLEREI GIRLAN

Gschleier Alte Reben Vernatsch Südtirol

DOC 2017

92 PFANNENSTIELHOF

St. Magdalener Classico Südtirol

DOC 2018

92 ANSITZ WALDGRIES

Antheos St. Magdalener Classico Südtirol

DOC 2018

91 WEINGUT PITZNER

Malanders St. Magdalener Südtirol

DOC 2018

91 BERGMANNHOF

Huberfeld Vernatsch Südtirol

DOC 2018

97 KELLEREI GIRLAN

Vigna Ganger Pinot Noir Riserva Südtirol

DOC 2016

95 KELLEREI ST. MICHAEL-EPPAN

Pinot Noir Riserva The Wine Collection

Südtirol DOC 2015

95 MANINCOR

Mason di Mason Pinot Nero Südtirol

DOC 2016

94 BRUNNENHOF MAZZON

Vigna Zis Blauburgunder Riserva Südtirol

DOC 2016

94 CASTELFEDER

Burgum Novum Pinot Nero Südtirol DOC 2016

94 KELLEREI GIRLAN

Trattmann Pinot Noir Riserva Südtirol

DOC 2016

94 KRÄNZELHOF

Kunstwerk der Natur Blauburgunder IGT 2015

94 PLONERHOF

Exclusiv Blauburgunder Riserva Südtirol

DOC 2016

94 ELENA WALCH

Ludwig Blauburgunder Südtirol DOC 2016

93 WEINGUT PFITSCHER

Matan Blauburgunder Riserva Südtirol

DOC 2016

96 KLOSTERKELLEREI MURI-GRIES

Weingarten Klosteranger Lagrein Riserva

Südtirol DOC 2015

95 KELLEREI BOZEN

Taber Lagrein Riserva Südtirol DOC 2016

95 ANSITZ WALDGRIES

Mirell Lagrein Südtirol DOC 2016

94 KELLEREI TERLAN

Porphyr Lagrein Riserva Südtirol DOC 2016

94 TIEFENBRUNNER

Linticlarus Lagrein Riserva Südtirol

DOC 2016

94 ANSITZ WALDGRIES

Roblinus de Waldgries Lagrein Südtirol

DOC 2016

93 TENUTA KORNELL

Staffes Lagrein Riserva Südtirol DOC 2016

93 LANDESWEINGUT LAIMBURG

Barbagòl Lagrein Riserva Südtirol DOC 2016

93 WEINGUT LOACKER

Gran Lareyn Lagrein IGT 2017

93 MALOJER GUMMERHOF

Lagrein Riserva Südtirol DOC 2016

93 MARTINI & SOHN

Maturum Lagrein Riserva Südtirol

DOC 2016

jul–aug 2019 falstaff 31

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wein / SÜDTIROL IM WEINGUIDE 2019

BEST OF WEISSWEIN

CUVÉES & CHARDONNAY

100 KELLEREI TERLAN

Terlaner Primo Grande Cuvée Südtirol

DOC 2016

98 KELLEREI ST. MICHAEL-EPPAN

Appius Weiß Südtirol DOC 2014

96 TIEFENBRUNNER

Vigna Au Chardonnay Riserva Südtirol

DOC 2016

96 KELLEREI TRAMIN

Troy Chardonnay Riserva Südtirol DOC 2015

95 ALOIS LAGEDER

Löwengang Chardonnay Südtirol DOC 2016

95 SCHRECKBICHL-COLTERENZIO

Lafóa Chardonnay Südtirol DOC 2017

95 SCHRECKBICHL-COLTERENZIO

LR Riserva Weiß Südtirol DOC 2016

95 KELLEREI TERLAN

Nova Domus Terlaner Riserva Südtirol

DOC 2016

94 WEINGUT EICHENSTEIN

Seppelaia Fass 66 Chardonnay (Magnum)

Südtirol DOC 2014

94 TENUTA KORNELL

Aichberg Weiß Südtirol DOC 2017

94 NALS-MARGREID

Baron Salvadori Chardonnay Riserva

Südtirol DOC 2016

94 KELLEREI ST. MICHAEL-EPPAN

Sanct Valentin Chardonnay Südtirol

DOC 2017

94 KELLEREI TRAMIN

Stoan Weiß Südtirol DOC 2017

Die Kellerei St. Michael-Eppan

thront inmitten der wichtigsten

Weinbaugemeinde Südtirols.

BEST OF ROTWEIN

INTERNATIONAL CABERNET & MERLOT

96 TENUTA KORNELL

Vigna Kressfeld Merlot Riserva Südtirol

DOC 2015

95 MANINCOR

Castel Campan IGT 2016

95 TIEFENBRUNNER

Toren Cabernet Sauvignon Riserva Südtirol

DOC 2015

94 KELLEREI KALTERN

kunst.stück Cabernet Sauvignon Riserva

Südtirol DOC 2015

94 KELLEREI KURTATSCH

Freienfeld Cabernet Sauvignon Riserva

Südtirol DOC 2015

94 ALOIS LAGEDER

Löwengang Cabernet Südtirol DOC 2015

94 SCHRECKBICHL-COLTERENZIO

Lafóa Cabernet Sauvignon Südtirol

DOC 2016

94 WEINGUT PETER SÖLVA

Amistar Edizione Rossa Gran Riserva I

GT 2015

BEST OF

WEISSBURGUNDER

97 KELLEREI TERLAN

Rarity 2006 Weißburgunder Südtirol

DOC 2006

94 GUMP HOF

Renaissance Weißburgunder Riserva

Südtirol DOC 2015

94 KELLEREI KALTERN

Quintessenz Weißburgunder Südtirol

DOC 2017

94 NALS-MARGREID

Sirmian Pinot Bianco Südtirol DOC 2018

94 KELLEREI MERAN BURGGRÄFLER

V Years Weißburgunder Riserva Südtirol

DOC 2012

94 KLOSTERKELLEREI MURI-GRIES

Abtei Muri Weißburgunder Riserva Südtirol

DOC 2016

94 KELLEREI TERLAN

Vorberg Weißburgunder Riserva Südtirol

DOC 2016

93 KRÄNZELHOF

Helios Weißburgunder IGT 2015

93 MANINCOR

Eichhorn Pinot Bianco Südtirol DOC 2017

Foto: St. Michael-Eppan, Sebastian Stocker, Weingut Tieferbrunner, Manuela Prossliner

32 falstaff jul–aug 2019

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BEST OF

SAUVIGNON BLANC

Foto: St. Michael-Eppan, Sebastian Stocker, Weingut Tieferbrunner, Manuela Prossliner

96 KELLEREI ST. MICHAEL-EPPAN

Sauvignon The Wine Collection Südtirol

DOC 2016

96 TIEFENBRUNNER

Rachtl Sauvignon Blanc Riserva Südtirol

DOC 2016

95 KELLEREI TERLAN

Quarz Sauvignon Blanc Südtirol

DOC 2017

94 CASTELFEDER

Burgum Novum Sauvignon Riserva

Südtirol DOC 2016

94 KELLEREI KALTERN

Quintessenz Sauvignon Südtirol

DOC 2017

94 TENUTA KORNELL

Oberberg Sauvignon Südtirol DOC 2017

93 KELLEREI ANDRIAN

Andrius Sauvignon Blanc Südtirol

DOC 2017

93 MANINCOR

Lieben Aich Sauvignon Südtirol DOC 2017

93 NALS-MARGREID

Mantele Sauvignon Südtirol DOC 2018

93 WEINGUT PFITSCHER

Mathias Sauvignon Blanc Riserva Südtirol

DOC 2017

BEST OF

SÜSSWEIN

96 KELLEREI TRAMIN

Terminum Gewürztraminer Vendemmia

Tardiva Südtirol DOC 2017

95 MANINCOR

Le Petit Petit Manseng 216

94 KELLEREI GIRLAN

Pasithea Oro Gewürztraminer Spätlese

Südtirol DOC 2017

93 KELLEREI ANDRIAN

Juvelo Gewürztraminer Passito Südtirol

DOC 2017

93 BARON DI PAULI

Exilissi Sell Gewürztraminer Vendemmia

Tardiva Südtirol DOC 2015

93 FRANZ HAAS

Moscato Rosa Südtirol

DOC 2018

93 KELLEREI RITTERHOF

Sonus Gewürztraminer IGP 2016

Die Jausenstation des Weinguts Tiefenbrunner.

BEST OF

GEWÜRZTRAMINER

97 KELLEREI TRAMIN

Epokale Gewürztraminer Vendemmia

Tardiva Südtirol DOC 2013

94 KELLEREI TRAMIN

Nussbaumer Gewürztraminer Südtirol

DOC 2017

93 ALOIS LAGEDER

Am Sand Gewürztraminer Südtirol

DOC 2017

93 WEINGUT PFITSCHER

Rutter Gewürztraminer Riserva Südtirol

DOC 2017

93 KELLEREI RITTERHOF

Auratus Gewürztraminer Südtirol

DOP 2018

93 KELLEREI TERLAN

Lunare Gewürztraminer Südtirol

DOC 2017

92 KELLEREI KURTATSCH

Brenntal Gewürztraminer Riserva Südtirol

DOC 2017

92 NALS-MARGREID

Lyra Gewürztraminer Südtirol DOC 2018

92 SCHRECKBICHL-COLTERENZIO

Lafòa Gewürztraminer Südtirol DOC 2017

Die Kellerei

Muri-Gries

verfügt über

35 Hektar

Weinberge in

und um Bozen.

Die Kellerei Terlan zählt heute zu den

führenden Produzenten Italiens.

jul–aug 2019 falstaff 33

document2657344147399041954.indd 33 19.06.19 13:07


promotion / ERLESENE WEINE AUS ITALIENS NORDEN

SONNIGE

GEMÜTER

NEUMARKT AN DER ETSCH

BARON LONGO GRAND

CRU FURORE

Das biologisch bewirtschaftete

Familien-Weingut BARON LONGO

überzeugt mit wunderbar feinen

und doch komplexen Weinen, und

das beileibe nicht nur mit dem weißen

Flaggschiff LIEBENSTEIN!

Gesunde Rebstöcke mit über

40 Jahren Alter sind hier neben

dem ganz besonders geschärften

Qualitätsverständnis das Grundka-

pital für diesen Erfolg. Der feinwürzige

Grauburgunder MEAN-

BERG ist die neueste Kreation des

33-jährigen Anton Baron Longo. Er

wurde ganz natürlich im Holz ausgebaut,

der Jahrgang 2017 ist auf

jeweils 2000 Flaschen limitiert.

BARON LONGO

Fleimstaler Straße 30

39044 I-Neumarkt (BZ)

T: +39 0471 820007

tentua@baronlongo.com

baronlongo.com

KELLEREI SCHRECKBICHL

DIE MAGISCHE 300

Die Zahl 300 scheint bei Schreckbichl

gleichsam magische Qualität

zu besitzen, denn unter dem Label

sind 300 Weinbauer-Familien vereint,

die zusammengerechnet

300 Hektar der besten Anbauflächen

der Region bewirtschaften und

dabei auf durchschnittlich 300 Sonnentage

pro Jahr zählen können.

Die Weinberge liegen zwischen

230 und 650 Metern über dem

Meeresspiegel und befinden sich in

verschiedenen Ortschaften. Das

Kerngebiet liegt in Girlan und im

restlichen Gemeindegebiet von Eppan.

Weitere Weinberge befinden sich

in Bozen, in Siebeneich bei Terlan

und im Süden Südtirols, in Salurn.

Insgesamt werden zwölf Sorten angebaut,

wovon 35 Prozent der Weine

Rotweine, 65 Prozent Weißweine

sind. Rebellen waren die 28 Weinbauern,

die im Jahr 1960 die Kellerei

Schreckbichl gründeten, um von

den damaligen Weinhändlern unabhängiger

zu sein. Sie benannten die

Genossenschaft nach ihrer Heimat,

dem kleinen Weiler Schreckbichl.

Pioniere waren die Schreckbichler

aber auch, denn nach der Gründung

begannen sie konsequent an der

Qualitätsspirale zu drehen: weniger

Ertrag für hochwertigere Trauben

und hochwertigeren Wein. Auf dem

Pilotweinberg Lafóa startete dieses

Erfolgsprojekt. Heute arbeiten die

Mitglieder und die Mitarbeiter der

Kellerei nach diesem Vorbild konsequent

weiter – auf dem gesamten

Weinbaugebiet der Kellerei und

bei allen Weinen. Im Jahr 2019 kamen

gleich zwei Neuheiten auf den

Markt: der Weißburgunder Berg

2017, erster Lagenwein der Kellerei

Schreckbichl, und im Frühling wurde

der neue Jahrgang 2015 des

Spitzenweins LR präsentiert.

KELLEREI SCHRECKBICHL

COLTERENZIO

Weinstraße 8, I-39057 Girlan/Eppan

T: +39 471 664246

info@colterenzio.it, schreckbichl.it

Fotos: beigestellt

34

falstaff jul–aug 2019

jul–aug 2019 falstaff 34

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wein / WINZER DES JAHRES 2019

WINZER

DES

JAHRES

CHRISTOPH NEUMEISTER

aus Straden im Vulkanland Steiermark begeistert Weinkenner im

In- und Ausland mit seinen ausdrucksstarken und unverwechselbaren

Weißweinen. Falstaff zeichnet ihn als »Winzer des Jahres 2019« aus.

TEXT PETER MOSER

FOTOS RAFAELA PROELL

PRODUKTION THOMAS HOPFERWIESER

STYLING SIMON WINKELMÜLLER

GROOMING MARTINA FASCHING

Rollkragenpullover FALCONERI

36 falstaff

jul–aug 2019

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Christoph Neumeister

hat im Jahr 2008 die

Verantwortung am

Weingut zur Gänze

übernommen, heute

ist der Betrieb voll

biozertifiziert.

jul–aug 2019 falstaff 37

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wein / WINZER DES JAHRES 2019

Das moderne Weingut

Neumeister ist so gebaut, dass man die

Gesetze der Schwerkraft optimal einsetzen

kann. Auf unspektakuläre Weise wurde es

in einen Hang integriert, und der Besucher

betritt es von oben und arbeitet sich zum

fertigen Wein nach unten durch, geht damit

den gleichen Weg wie die Trauben. Es erwarten

ihn ebenso außergewöhnliche Weine

wie ein ungewöhnliches Interieur. Innenarchitekt

Andreas Burghardt bereicherte den

Hangbau von Werner Schüttmayer mit einer

Atmosphäre, die den Wein selbst ins

Zentrum des kommunikativen Geschehens

rückt. Denn die Trennwände in Verkaufsund

Verkostungsräumen sind aus Abertausenden

– leeren, versteht sich – grünen

Weinflaschen komponiert.

Im Jahr 1998 wurde der Neubau des

Kellers konzipiert, das war auch das Jahr,

in dem Christoph Neumeister nach Hause

zurückkehrte, um an der Seite seines Vaters

Albert in den Weinbau einzusteigen. »Ich

hatte zehn Jahre lang neben meinem Vater

die Gelegenheit, unsere Rebflächen in und

rund um Straden kennenzulernen. Wir bewirtschaften

seither in etwa die gleich groß

bleibende Fläche von rund 30 Hektar, der

Großteil der Böden ist karg, schottrig und

kalkhaltig, insgesamt ist es ein ziemlicher

Fleckerlteppich«, erzählt Christoph Neumeister,

ehe wir die Verkostung der jüngsten

Jahrgänge seiner Weine beginnen. Er

hatte die Zeit, sich in den Betrieb einzufühlen

und sich einen Plan zur langfristigen

Entwicklung des Weinguts zurecht zulegen.

Im Gespräch mit dem Winzer wird schnell

klar, dass man einen Menschen mit intellektuellem

Tiefgang vor sich hat, der eine Vielzahl

an Interessen wie Politik, Musik oder

Literatur hat, die eine komplexe Persönlichkeit

ausmachen. Er ist ebenso regional verwurzelt

– beispielsweise als Obmann der

Winzer im Vulkanland – wie weit gereist.

Was seine Weine betrifft, so bezeichnet er

diese als konservativ: »Meine Weinlinie ist

stark von der Gegend hier inspiriert, ich

würde sagen, wir sind relativ stur beim Abbilden

der Gegebenheiten und immun gegen

moderne Stilistik.« Eine abgeklärte Einstellung

in einer Welt, in der gerade junge

Winzer denken, sie müssten das Rad täglich

neu erfinden.

FAN VON TRANSPARENZ

Und natürlich hat auch Christoph Neumeister

immer wieder neue Wege beschritten. So

hat er Mitte der 2000er-Jahre die Etikettenlinie

runderneuert. Als er 2008 das Weingut

offiziell übernahm, stellte er den Betrieb auf

Bio um, heute ist das Weingut Neumeister

längst zur Gänze zertifiziert biologisch.

»Mir ist wichtig, dass die gesamte Palette

der Weine vom Einstieg bis zur Spitze ehrlich

und nachvollziehbar ist. Was ich im

Keller mache, ist schnell erklärt: Ich wünsche

mir vollreife Trauben, aus denen ich

Weine mit moderatem Alkohol erzeugen

kann. Ich bin erklärter Befürworter von

Maischestandzeiten, ein Fan von Spontangärung

und Transparenz und lasse die Weine

lange auf der Grobhefe. Im Idealfall entstehen

Weine mit guter Säurestruktur und

Balance.« Gefragt, wie er seine Weine in

eine Definition packen würde, kommt spontan

die Antwort: »Es sind schüchterne Weine

mit gutem Schwung nach oben.« Und

das trifft zu, denn die Neumeister-Weine

zählen zu den Vertretern der ruhigen Art,

alles Vorlaute ist ihnen fremd. Was sich für

den Kellermeister einfach erklärt: »Wir sind

eben Trinker und keine Riecher. Und daher

spielt es sich bei uns am Gaumen und nicht

so sehr in der Nase ab.«

Die Lage, die die Familie Neumeister am

längsten besitzt, trägt den einprägsamen

Namen Moarfeitl; sie liegt auf einem einige

Kilometer im Nordwesten Stradens gelegenen

Hochplateau oberhalb der Ried Augenweide

auf rund 340 Metern Seehöhe mit

südsüdwestlicher Exposition und ist an drei

Seiten mit Wald umgeben. Der Boden des

Moarfeitl, klassifiziert als Große STK Ried,

besteht aus Silt auf Sarmatschotter und

setzt sich aus Kalk, Sand und lehmigem

Schluff zusammen. Hier wurden 1990 auf

rund 2,2 Hektar die Rebsorten Sauvignon

Blanc und Morillon gepflanzt, die hier gewonnenen

Weinen ruhen ins sich und reifen

langsam zu jener Tiefgründigkeit, Komplexität

und Mineralität, die große Weine auszeichnen.

Während der Sauvignon Blanc stets in

größeren Holzgebinden spontan vergoren

und dann für eineinhalb Jahre auf der Feinhefe

im Edelstahl ausgebaut wird, gärt der

Morillon in kleinen Fässern und wird anschließend

18 Monate im großen Holzfass

geschult. Die zweite Große STK Ried der

Familie ist der Saziani. Dieser frei liegende

Schotterkegel erhebt sich direkt hinter der

»Saziani Stub’n« auf bis zu 380 Meter Seehöhe

und bietet nach West und Süd orientierte

warme Steillagen. Auf dem kalkhaltigen

Boden wurde von 1971 bis 1998 auf

4,3 Hektar der für die Stradener Zone so

typische Grauburgunder ausgepflanzt, der

hier tief eingewurzelt Weine von enormer

Konzentration und mit großem Reifepotenzial

hervorbringt.

Etwa drei Kilometer südwestlich von

Straden in der Gemarkung Wieden liegt die

Erste STK Ried Klausen, eine rund sieben

Hektar große Lage auf einem Höhenrücken

mit Ausrichtung gegen Ost und Südost.

Hier herrschen Sandstein und stark kalkhaltige

Sedimente vor, die Hangneigung erreicht

bis zu 65 Prozent. Die Ried Klausen

ist Heimat für Rebstöcke der Sorten Sauvignon

Blanc und Weißburgunder, die für ein

Jahr in alten großen Holzfässern gereift >

38 falstaff

jul–aug 2019

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Rollkragenpullover FALCONERI

Blazer VINTAGE YOHJI YAMAMOTO

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Peek&Cloppenburg

Im Gespräch

mit dem Winzer

wird schnell klar,

dass man einen

Menschen mit

intellektuellem

Tiefgang vor sich

hat, der eine

Vielzahl an

Interessen wie

Politik, Musik oder

Literatur hat, die

seine komplexe

Persönlichkeit

ausmachen.

jul–aug 2019

falstaff

39

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wein / WINZER DES JAHRES 2019

Das Abbilden der näheren

Heimat, der Region rund um

Straden im südoststeirischen

Vulkanland, ist das Ziel von

Christoph Neumeister.

40 falstaff

jul–aug 2019

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»Wir sind eben mehr Trinker und keine Riecher.

Daher spielt es sich bei unseren Weinen am Gaumen

ab und nicht so sehr in der Nase.«

CHRISTOPH NEUMEISTER Winzer des Jahres 2019

Gestreiftes Hemd CLUB OF GENTS

über Peek&Cloppenburg

Klein karierte Hose Vintage über wolfmich

Sneakers ECCO über Humanic

jul–aug 2019 falstaff

41

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wein / WINZER DES JAHRES 2019

Neumeister erzeugt nach

seiner Eigendefinition

schüchterne Weine mit

gutem Schwung nach oben.

Rollkragenpullover FALCONERI

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Peek&Cloppenburg

Schuhe CONVERSE

>

werden. Auch eine kleine Menge Pinot

Noir wird hier erzeugt.

URALTE REBEN AUS STOCKKULTUR

Die Erste STK Ried Steintal befindet sich

direkt am Stradener Himmelsberg auf

360 Metern Seehöhe. Hier wächst in stei -

ler Südlage auf leicht kalkhaltigen Böden

auf eineinhalb Hektar der rare Rote Traminer,

der 1971 ausgepflanzt wurde. Etwas

weiter östlich ist der Boden stärker kalkhaltig,

und hier steht in der Ried Buchberg

eine echte Rarität. Hier verfügt die Familie

Neumeister über den wahrscheinlich ältesten

Weingarten mit Sauvignon-Blanc-Reben

österreichweit, ursprünglich eine Stockkultur,

die 1937 angelegt wurde. Nur händisch

bearbeitbar, wird in diesem Weingartenjuwel

eine sehr kleine Menge an Topmaterial

gelesen, die zum Sauvignon Blanc Alte Reben

verarbeitet wird. Der zweitälteste Sauvignon-Blanc-Garten

stammt aus 1967 und

befindet sich in der Ried Klausen. Die Alten

Reben werden ganz traditionell im großen

Der limitierte Sauvignon

Blanc Alte Reben

ist ein Ausnahmewein und

kommt aus der vielleicht

ältesten Anlage dieser Sorte

in Österreich.

Holzfass vergoren und frühestens nach drei

Jahren Reife auf die Flasche gebracht. Seit

dem Jahrgang 2018 bilden die Gebietsweine

mit der Herkunftsbezeichnung Vulkanland

Steiermark DAC die Sortimentsbasis.

Als Nachfolger der Kategorie »Steirische

Klassik« präsentieren sich hier lebendigelegante

Sortenweine aus Welschriesling,

Gelbem Muskateller und Weißburgunder –

geprägt von einem durchwegs ernsthaften,

kulinarisch intendierten Ansatz. Als Ortsweine

aus Straden werden Sauvignon Blanc,

Morillon und Grauburgunder angeboten,

dazu gesellt sich noch ein Gemischter Satz

aus einem uralten Weingartenbestand.

Darüber residieren die facettenreichen und

lagerfähigen Sortenweine aus den bereits

vorgestellten Ersten und Großen STK Rieden.

Die Rotweinauswahl geht vom klassischen

Zweigelt über die samtige Cuvée de

Merin aus Zweigelt und Merlot bis zum Pinot

Noir Ried Klausen. In geeigneten Jahren

wie zuletzt 2010, 2013 oder 2017 werden

in der Ried Saziani kleine Mengen von

ausgezeichneten Trockenbeerenauslesen geerntet,

die auch international mit Lobeshymnen

bedacht werden. Vielfältig ist das

Angebot weiterer Produkte, das sich aus

Trauben gewinnen lässt: der Saziani Brut

Rosé Sekt, Tresterbrände, aber auch Verjus

und im kleinen Eichenfass gereifter Altsteirischer

Weinessig werden angeboten, vielleicht

demnächst auch des Seniorchefs Albert

Neumeister feiner Wermut, den man

bislang nur im Restaurant »Saziani Stub’n«

bekommt. Und hier, begleitet von der finessenreich

reduzierten Küche von Harald

Irka, kann man die Neumeister in ihrem

eigenen Habitat optimal genießen.

>

42 falstaff jul–aug 2019

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Grill

&

Party

Wasser

&

Wein

Mehr braucht es nicht.

Wasser & Wein aus Österreich.


wein / WINZER DES JAHRES 2019

INFO

Weingut Neumeister

8345 Straden 42

T: +43 3473 8308

weingut@neumeister.cc

neumeister.cc

BEST OF NEUMEISTER

97

96

95

2015 SAUVIGNON BLANC

ALTE REBEN

Mittleres Grüngelb, Silberreflexe.

Dunkle Beerenfrucht frische Wiesenkräuter,

feines Cassis und reife Stachelbeeren,

zitroniger Touch, mineralischer

Nachhall. Pikant, weißer Pfirsich,

feine Extraktsüße, finessenreiche

Struktur, schwarze Beeren, feine,

seidige Textur, dezente gelbe Frucht,

ein Hauch von Extrakt-Honigtouch,

salzige Mineralität, delikat.

neumeister.cc, € 60,–

2017 SAUVIGNON BLANC RIED

MOARFEITL G STK

Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.

Feine Nuancen von Stachelbeeren

und Guaven, zarte Kräuterwürze,

ein Hauch von Cassis, kühle Stilistik.

Saftig, eleganter Körper, feine gelbe

Frucht, dunkle Würze, fest geknüpft,

feiner Säurebogen, zitronig, stoffig im

Abgang, feine saline, mineralische

Nuancen im Nachhall, großes Reifepotenzial.

neumeister.cc, € 37,–

2017 GRAUBURGUNDER RIED

SAZIANI G STK

Mittleres Grüngelb, Silberreflexe.

Feine reife Birnenfrucht, ein Hauch

von Apfel und Feige, feine Mineralität,

facettenreiches Bukett. Stoffig,

elegant, feine Fruchtsüße, saftig

und seidig, angenehme Säurestruktur,

dezenter Nougat im Abgang, sehr

gute Länge, zeigt bereits große Harmonie,

tolles Entwicklungspotenzial

für viele Jahre.

neumeister.cc, € 37,–

96

96

94

2010 TBA SAZIANI ESSENZ

Leuchtendes helles Bernstein,

Goldreflexe. Frische Dörrzwetschgen,

dunkler Honig, kandierte Orangenzesten,

facettenreiches Bukett. Komplex,

stoffig, zart nach Rosinen, sehr gut

eingebettete Honigsüße, finessenreich

strukturiert, salzig-mineralisch

unterlegter Abgang, extraktreich

und lange anhaltend, großes

Zukunftspotenzial für einige

Jahrzehnte.

neumeister.cc, € 37,– (0,375 l)

2017 MORILLON RIED MOARFEITL

G STK

Mittleres Grüngelb, Silberreflexe.

Zarte Holzwürze, einladende gelbe

Fruchtnuancen, ein Hauch von Feigen,

dezente Kräuterwürze, ein Hauch von

kandierten Orangenzesten. Stoffig,

sehr elegant, engmaschig und mit feiner

Extraktsüße ausstaffiert, wirkt

bei aller Komplexität sehr leichtfüßig,

bleibt haften, noch sehr unterentwickelt,

saftiges Finale.

neumeister.cc, € 37,–

2018 ROTER TRAMINER RIED

STEINTAL 1 STK

Helles Grüngelb, Silberreflexe.

Rauchige Würze, Nuancen von

Eibischteig unterlegt mit etwas

Wiesenkräutern, mineralischer

Anklang, ein Hauch von Pfefferminze,

feine Rosenblütennuancen. Saftig,

elegant, dunkle Mineralität, mit guter

Frische strukturiert, präzise Kernobstnoten

im Abgang, Williamsbirnen

im Nachhall, bleibt lange haften.

neumeister.cc, € 22,–

Foto: Neumeister

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falstaff

jul–aug 2018

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WEINGUT HARETER THOMAS / promotion

PURER

WEINGENUSS

»Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen

Bestand.« Was Darwin einst damit meinte, wird am

Weingut Hareter aus tiefster Überzeugung gelebt.

Fotos: © Alex Lang, © Weingenuss Neusiedler See | Matthias Heisler

Etwas mit Bestand schaffen, etwas

Nachhaltiges vollbringen, die

Traube im Glas, natürlich, ungekünstelt,

unverfälscht, ehrlich.

Es war immer schon der Weg zum pursten

Wein, der den leidenschaftlichen Winzer

Thomas Hareter angetrieben hat.

Gemeinsam mit Claudia, die so wie er das

richtige Gespür und sensible Händchen für

Boden, Rebe und Traube hat, strebt der bodenständige

»Naturbursch« mit Herz und

Hingabe nach den ganz besonderen, unverwechselbaren

Naturweinen, die nach minimalen

Eingriffen im Keller mit maximaler

Echtheit in der Flasche landen, um fortan im

Glas Weinliebhaber aus aller Welt zu berühren,

zu erfreuen, zu begeistern. (»Naturbursch«

heißt übrigens auch die Weißweincuvée

der Hareters.)

Idealer Erntezeitpunkt, sorgfältigste Selektion

im Weingarten, Lese von Hand, Spontangärung

mit Naturhefen, optimale Maischestandzeiten,

schonende Pressung, langsamer

Ausbau in Edelstahl oder im großen

Holz, um Frucht und Boden zu betonen.

All das sind wichtige Stationen von der

hoffnungsvollen Weinbeere zum herrlichen

Rebensaft, durch die jeder einzelne der Weine

seinen größtmöglichen Charakter und sein

volles Lagerpotenzial ausschöpfen kann.

Dem Wein den nötigen Freiraum geben,

um in Ruhe werden zu können, die Hareter-

Philosophie im Wein verwirklicht sehen,

auch einmal loslassen können.

Als Höhepunkt seiner Bemühungen wird

Thomas mit balancierten, feingliedrigen,

strukturierten und bekömmlichen Tropfen

belohnt, delikat einfach – einfach delikat,

die je nach Kategorie ein frisch-fruchtiges,

leichtes, unkompliziertes aber dennoch anspruchsvolles

Trinkvergnügen bieten, oder

mit ihrer schwerelos anmutenden Kraft und

vielschichtigen Eleganz zum Nachdenken

und Träumen animieren und ihre Größe bis

»Was heißt hier ›Naturwein‹? Das

bedeutet ›ohne‹ bei den Hareters.«

THOMAS HARETER, WINZER

ins gereifte Alter voll Harmonie und Finesse

erlebbar machen.

»Bei unseren Naturweinen – den ›Ohne‹-

Weinen – haben wir unseren Einfluss auf ein

absolutes Minimum reduziert: ohne Hefe,

ohne Schönungsmittel, ohne Filtration und

ohne Schnickschnack: unfiltriert, unverfälscht,

ungeschönt, unkonventionell!«, so

Thomas Hareter.

INFO

Weingut Hareter Thomas

Untere Hauptstraße 73, 7121 Weiden am See

T: +43 2167 7612

weingut@hareter.at

hareter.at

jul–aug 2019 falstaff 45

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cover / WISSENSCHAFT

46 falstaff jul-aug jul–aug 2019

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IMMER DER

NASE NACH...

Was passiert beim Schmecken und wie sehr ist die Nase beteiligt? Jeder, der sich

an den letzten Schnupfen erinnert, weiß: sehr! Denn der Geschmack ist eine

komplexe Sache und die Verarbeitung der Riechsignale erst recht. Daher fehlen

uns auch oft die Worte.

TEXT MARLIES GRUBER ILLUSTRATION GINA MÜLLER

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falstaff

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R

eden wir vom Geschmack,

egal ob von Nüssen, Tomaten,

Erdbeeren, Steinpilzen

oder Käse, ist meistens doch

nicht nur der Geschmack

gemeint. Denn der ist auf die fünf Grundgeschmacksarten

süß, sauer, salzig, bitter und

umami reduziert, die die Geschmacksknospen

auf der Zunge erkennen. Wie wir aber

Geschmack in seiner vollen Komplexität

wahrnehmen, ist neben der Temperatur, der

Textur und dem Empfinden von zum Beispiel

scharf oder prickelnd wesentlich von

den Aromen abhängig. Und zwar nicht nur

durch die Nase, sondern beim Essen und

Trinken über das sogenannte retronasale

Riechen – das Riechen von hinten. Dabei

gelangen die Duftstoffe des gekauten, eingespeichelten

Speise breis vor allem nach

dem Schlucken beim Ausatmen von der

Mundhöhle über den Rachen bis zur Riechschleimhaut.

Dort werden sie beim Riechen

von hinten allerdings anders bewertet als

beim Riechen durch die Nasenlöcher, nämlich

nicht so streng. Das wird auch als das

Limburger-Cheese-Phänomen bezeichnet:

Käse, der über die Nase beschnüffelt unangenehm

riecht, kann retronasal als ganz gut

wahrgenommen werden. Ein Grund dafür

ist, dass das Erwärmen im Mund, das Zerkauen

und Einspeicheln die Aromastoffzusammensetzung

im Vergleich verändert.

Außerdem lässt sich das retronasale

Riechen durch intensive Mund- und Kaubewegungen

wie beim Weinbeißen und durch

mehrfaches Schlucken kleiner Mengen

deutlich verstärken. Die flüchtigen Duftstoffe

vermitteln über den retronasalen Weg

also einen »gustatorischen Geruch«. Dessen

Wahrnehmung kann auch von der Speisentemperatur

beeinflusst werden: Ist etwas

extrem heiß oder kalt, wird alles andere

rundherum vergessen. So schmecken wir

bei einem Eis zu Beginn das Aroma nicht,

wir spüren nur tiefgekühlt kalt. Mit zunehmender

Erwärmung im Mund erschließt

sich dann das Aroma. Daher lassen sich mit

Eis weitere »Geschmäcker« vorerst blockieren.

Unterschiedlich temperierte Komponenten

eines Gerichts erzielen also spielerische

Effekte beim Essen, und üblicherweise

verwechseln wir den Geruch mit dem

Geschmack. Wie relevant das Riechen

von hinten ist, lässt sich auch leicht bewusst

testen. Man braucht sich nur die Nase

zuhalten und beispielsweise ein Mentholcover

/ WISSENSCHAFT

48 falstaff jul–aug 2019

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w

BEVOR EIN AROMA BENANNT WERDEN KANN, IST

DER GEFÜHLSGEHALT LÄNGST KLAR. UND AUCH, IN

WELCHER SITUATION EIN ÄHNLICHER GERUCH SCHON

EINMAL WAHRGENOMMEN WURDE. EBENSO WERDEN

POTENZIELLE GEFAHRENDÜFTE UND EKELHAFTIGKEIT

SOFORT BEWERTET.

Bonbon lutschen oder eine Nuss kauen.

Man wird nicht viel schmecken. Öffnet

man dann die Nase, wird man nach dem

Schlucken und Ein- und Ausatmen die

eigentlichen Aromen registrieren. Es

kommt eben erst mit dem Riechen der

volle »Geschmack« zur Geltung. Denn

die gemeinsame Bewertung aller Reize im

Gehirn führt zur Illusion, dass sowohl

Duftstoffe als auch gustatorische Komponenten

von Zunge und Gaumen erfasst

werden.

SCHMECKEN KÖNNEN WIR VIEL –

ALLEIN, UNS FEHLEN DIE WORTE

Im Gegensatz zum Geschmack detektiert

der Geruchssinn nicht wasserlösliche, sondern

flüchtige chemische Stoffe. Die in der

Atemluft vorkommenden Substanzen gelangen

über die Nasenhöhle zum Nasendach.

Die dort vereinten Sinneszellen schicken ein

elektrisches Signal zum Riechkolben, einem

Nervengeflecht hinter der Stirnhöhle. Von

dort werden die olfaktorischen Informationen

in unterschiedliche Gehirnareale verteilt.

Erste Verarbeitungsschritte erfolgen im

limbischen System, das für die emotionale

und hedonische Einfärbung, die Sprachferne

und den Erlebnisbezug von Gerüchen

verantwortlich ist. Bevor ein Aroma

benannt werden kann, ist der Gefühlsgehalt

längst klar und auch, in welcher Situation

ein ähnlicher Geruch schon einmal wahrgenommen

wurde. Auch werden potenzielle

Gefahrendüfte und Ekelhaftigkeit sofort

bewertet. Nicht umsonst heißt es »den (faulen)

Braten riechen«, also einen Verdacht

haben oder Gefahr wittern. Die Redewendung

bezog sich früher darauf, dass verdorbenes

Fleisch verkocht wurde. Schnelle,

leistungsstarke und unbewusste Verarbeitungsmechanismen

kommen beim Riechen

zum Zug, weil es unmittelbar mit dem

Atmen verbunden ist. Müssten wir jeden

der 15.000–30.000 Atemzüge bewusst verarbeiten

und verbal beurteilen, wäre unser

Gehirn massiv überfordert. Deswegen fällt

es schwer, Geruchswahrnehmungen treffend

zu beschreiben.

MEHR SÜSSGESCHMACK

Der Geruch von Speisen kann auch die

Wahrnehmung des Grundgeschmacks

beeinflussen. Gut dokumentiert ist das zum

Beispiel für die empfundene Süße. So verstärkt

der Geruch von Erdbeeren, Pfirsich,

Zitronen, Orangen, Himbeeren oder Kirschen

die süße Geschmackswahrnehmung

von Saccharose, dem normalen Haushaltszucker.

Beim Duft von Mango, Litschi oder

Pflaumen lässt sich dagegen kein Zucker

einsparen.

OPTISCHE GERUCHSERWARTUNG

Weil die Riechinformationen im Gehirn

weit verbreitet werden, kommt es auch zur

Verknüpfung mit anderen Sinnesempfindungen

und Erinnerungen. So spricht man

vom visuellen Flavour – dem Umstand, dass

Farben mit Geschmacksarten und Gerüchen

verbunden werden. Fast selbstverständlich

gehen wir davon aus, dass etwa

rosarote Lebensmittel süß schmecken und

süßlich riechen und gelbe Produkte sauer

schmecken und nach Zitrone duften. Wir

erwarten zu »schmecken«, was wir sehen.

Und lassen uns doch auch gerne überraschen,

wenn sich die vermeintlich süße

Haselnusskugel als Gänseleberpraline

entpuppt.

Weitere Food-Facts

aus der Welt der

Wissenschaft:

falstaff.com/science

<

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promotion / INTERSPAR WEINWELT.AT

Die Winzer Josef Dockner,

Erich Scheiblhofer und

Stefan Krispel (v. l.) beim

genussvollen Treffen am

Kärntner Wörthersee.

SOMMERWEINE 2019

Es ist Zeit für die Kür der INTERSPAR-Sommerweine. Heuer hat man sich zum Wörthersee

aufgemacht und auf neutralem Boden Rat in Sachen »perfekte Sommerweine« von einem

Steirer, einem Burgenländer und einem Niederösterreicher geholt. Geplaudert wurde dabei

auch über das Leben, den Sommer und den Genuss.

W

as als Genuss empfunden

wird, ist subjektiv. Der

eine mag’s bunt, reichhaltig

und vielfältig, der

andere will vom Guten möglichst viel abbekommen.

Ein Glaserl Wein, die Frau im

Arm, ein wenig Zeit zu zweit: Das ist für

Erich Scheiblhofer aus dem burgenländischen

Andau Genuss und Lebensqualität.

Die Zweisamkeit genießt der Winzer gerne

auf seiner Terrasse, wo er den Blick gemeinsam

mit seiner Frau über rund 100 Windrä­

der schweifen lassen kann. »Für mich ist

das Energiepolitik auf höchstem Niveau!«

Während sich Erich Scheiblhofer die

Nachhaltigkeit auf die Fahnen geheftet hat,

steht im Stammbuch des Burgenländers eine

weitere Tugend als Auftrag: Mensch, ärgere

dich nicht mehr. »Wenn du gelassen bleibst,

dann bist du auch genussbereit ohne Ende.«

Immer würde das zwar nicht funktionieren,

mit 41 Jahren (»Okay, das ist jetzt kein biblisches

Alter«) sei er aber entspannter als

früher. »Im Körper darf sich nichts verklumpen,

da musst du gelöst bleiben, dein

eigenes Tempo wählen.« Ein ziemliches

Tempo erfordert die Verkostung der Weine,

die in den Scheiblhofer’schen Barriquefässern

schlummern. Spucken statt schlucken

ist hier das Motto, andernfalls würde der

retronasale Alkoholdampf die Ergebnisse

verfälschen. »Es gibt Tage, da verkoste ich

in Rekordzeit über 100 Fässer. Die ersten

paar Male hast du einen Brummschädel.

Aber nicht vom Trinken, sondern von der

Konzentration.« Größte Aufmerksamkeit

Fotos: INTERSPAR/Helge Kirchberger, Text: Angi Huber

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89 von 100 Falstaff-Punkten

Rosé Zweigelt-Pinot Noir 2018

Winzerhof Dockner, Höbenbach

11,5 Vol.-%, DV. Helles Lachsrosa, zarte

Silberreflexe. Ein Hauch von roten Kirschen und

frischem Waldbeerkonfit, zart nach Blütenhonig.

Saftig, Noten von frischen Erdbeeren, lebendig

strukturiert, elegant im Finale, ein vielseitiger

Sommerwein.

0,75-Liter-Flasche, € 5,49

Fotos: INTERSPAR/Helge Kirchberger, Text: Angi Huber

sollte man Erich Scheiblhofers Sommerwein

2019 schenken. Spätestens dann, wenn die

Sonne untergeht, ist die Zeit reif für seinen

Cabernet Sauvignon. »Das ist kein ausgepowerter

Tanninbomber. Er hat eine wunderschöne

Johannisbeernote und eine trinkanimierende

Struktur.«

PUSZTASEE & SOMMERSPRITZER

Während Erich Scheiblhofer vom Pusztasee

erzählt, in den er abends gerne köpfelt, öffnet

der Himmel über dem Wörthersee eine

Schleuse. Der guten Laune tut das keinen

Abbruch – zumal der Regenguss das nächste

Thema einleitet: Sommerspritzer. Dass

der zahlreiche Vorzüge hat, findet vor allem

Josef Dockner. Man könne damit einen

erschöpfenden Arbeitstag wunderbar beschließen

und dabei auch »das Gehirn herunterfahren«.

Der dafür verwendete Wein

möge aber bitte schön ein guter sein! »Aus

einem schlechten Wein wird kein guter

Spritzer, sondern ein abartig grausiger. Das

multipliziert sich.« Dockners Sommerwein

– ein Rosé aus Zweigelt und Pinot Noir –

verdient ganz andere Attribute. In der Nase

offenbart er ein volles, intensives Bukett

nach Erdbeeren, Himbeeren und ein bisschen

Kirsche, dem Gaumen spendiert er

eine ausgesprochen schöne Frucht. Zum

Verlängern ist der rosa Trunk fast zu schade,

man genießt ihn am besten pur.

ORDENTLICH RADAU

»Als ich in den Betrieb eingestiegen bin,

war ich 18. Ich habe neue Flächen bepflanzt

und war der festen Überzeugung, dass alle

auf unsere Weine warten und wir nur noch

liefern müssen.« Falsch gedacht. Die Bestellungen

blieben aus, stattdessen erschütterte

ein Krach mit dem Vater das Haus.

»Die Nachbarn haben angeläutet und

gefragt, ob bei uns alles in Ordnung ist.«

Mittlerweile kann Stefan Krispel, 30, darüber

lachen. Damals war es für ihn Anlass,

seine vier Buchstaben in die Höhe zu stemmen

und »wie ein Narrischer« auf Messen

und bei (potenziellen) Kunden vorstellig zu

werden. Weine, Wollschweine, Buschenschank

und Gästezimmer: Heute gilt das

Weingut als eine der interessantesten Genussadressen

Österreichs. Ein Genuss ist

auch der Muskateller Vulkanland Steiermark

DAC 2018, den Stefan Krispel als

Sommerwein empfiehlt.

»Er ist leicht, fruchtig, hat ein schönes

Muskataroma und funktioniert auch als

Spritzer hervorragend.« Am Teller platziere

man dazu idealerweise Fisch, gerne auch

ein steirisches Backhendl.

90 von 100 Falstaff-Punkten

Gelber Muskateller Klassik 2018

Genussgut Krispel, Hof bei Straden

11,5 Vol.-%, DV. Helles Grün, Silberreflexe.

Attraktiver Duft nach Holunderblüten, zart nach

Muskatnuss und weißem Apfel. Knackig, zart nach

frischer Litschi und Limette, rassiger Säurebogen,

mineralisch-zitronig, macht Lust auf ein

zweites Glas.

0,75-Liter-Flasche, € 10,99

91 von 100 Falstaff-Punkten

Cabernet Sauvignon Selection 2018

Weingut Scheiblhofer, Andau

13,5 Vol.-%, DV. Dunkles Rubingranat, violette

Reflexe, zarte Randaufhellung. Nuancen von

Nougat, Tabak, dezente Brombeernote, zart nach

Cassis, einladende Frucht. Saftig, dunkle Beeren,

schwarze Kirschen, gute Frische, eingebundene

Tannine, extraktsüßer Nachhall, schokoladiger

Nachhall, ein würziger Speisenbegleiter.

0,75-Liter-Flasche, € 9,99

weinwelt.at

INFO

Individuelle Weinberatung unter

0800 190 150

Mo bis Do 8–17 Uhr

Fr 8–14 Uhr

kundenservice@interspar.at

jul–aug 2019 falstaff 51

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wein / DIE RHÔNE UND DER WEIN

WASSERWEG ..

NACH SUDEN

»Sur le pont d’Avignon on y danse, on y danse …« So lautet das bekannte

Volkslied aus dem 15. Jahrhundert. La douce France, das auf liebenswürdige

Weise provinzielle Frankreich, belebt unsere Fantasie kaum sonst wo

so stimmungsvoll wie im Rhônetal.

TEXT BENJAMIN HERZOG, ULRICH SAUTTER, DOMINIK VOMBACH

Fotos: mauritius Images

52 falstaff jul–aug 2019

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Fotos: mauritius Images

SERIE

EUROPAS WEIN-FLÜSSE

IM PORTRÄT

TEIL 1: DONAU

TEIL 2: RHEIN

TEIL 3: RHÔNE

Atemberaubend: der Blick von

Tournon-sur-Rhône auf die

Amphitheater des Hermitage-

Felsens, der berühmtesten

Lage des Rhônetals.

jul–aug 2019

falstaff

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wein / DIE RHÔNE UND DER WEIN

Ob das am Wein liegt? Kaum ein

Fluss hat Mittel- und Südeuropa

kulturell so zusammengeschweißt

wie die Rhône. Schon

in der Bronzezeit existierte eine

Hochkultur, deren Einfluss entlang der Rhône

von den Alpen bis zum Mittelmeer reichte.

Im vierten Jahrhundert vor Christus

brachten die Griechen den Weinbau nach

Marseille. Von der südlichen Rhône aus verbreiteten

sich die Reben im ganzen heutigen

Frankreich. Doch auch ganz im Norden des

Rhônetals liegt eine Keimzelle des europäischen

Weinbaus: Die Kelten bauten schon im

achten Jahrhundert vor Christus Wein im

Wallis an. Hier, am nördlichsten Flussabschnitt

der Rhône und in seinen alpinen

Nachbargebieten, liegt zudem einer der

bedeutendsten Gen-Pools der europäischen

Weinrebe. Sorten wie Mondeuse und Syrah

stammen aus dem benachbarten Savoyen, und

das Wallis ist berühmt für Lokalsorten wie

Petite Arvine, Cornalin oder Humagne.

Der »Rotten«, wie die Oberwalliser die

Rhône nennen, hat seinen Ursprung im

äußersten Nordosten des größten Schweizer

Weinbaukantons. Hier liegt der beeindruckende

Rhônegletscher, an dessen Rückgang

sich die Folgen des Klimawandels unmissverständlich

erkennen lassen. Seit Mitte des

19. Jahrhunderts schmilzt er kontinuierlich,

fast 10 Zentimeter pro Tag. Sein Schmelzwasser

sammelt sich derzeit in einem See

auf 2208 Metern Seehöhe. Von dort aus

fließt die Rhône hinab ins Tal, von Visp aus

auf 72 Kilometern überwiegend westwärts,

bis sie bei Martigny, am Rhôneknie, einen

markanten 90-Grad-Bogen nimmt, um

Richtung Norden in den Genfersee zu fließen.

Oberhalb von Visp in Visperterminen

liegt der höchste Weinberg Europas und das

Epizentrum des Heida, wie die französische

Sorte Savagnin im Wallis genannt wird. Die

dichten, konzentrierten Weißweine sind von

den hohen Temperaturen der Sommermonate

geprägt. Hier in der Region gedeihen aber

auch fast vergessene Sorten wie der Eyholzer

Rote oder Lafnetscha, die trotz der Hitze

federleichte Weine hervorbringen. Die für

das Rhônetal so typische Sorte Syrah

gelangte im Jahr 1926 ins Wallis und führt

trotz perfekter klimatischer Bedingungen

noch immer ein Schattendasein. Wie überall

in der Schweiz dominiert beim Rotwein der

Pinot Noir, der im Walliser Klima jedoch

wenig von seiner eigentlichen Finesse ausspielen

kann. Syrah wie der Cayas von Jean-

René Germanier verdeutlichen auf eindrucksvolle

Weise, zu welcher Strahlkraft

diese Sorte in der Schweiz fähig ist.

AB LYON GERADEAUS NACH SÜDEN

Nach der Passage des Genfersees mäandert

die Rhône zunächst durch den kargen,

schroffen Teil des Juragebirges, ohne von

Alpiner Weinbau bei Visp und Visperterminen: Reben gesäumt zu werden – die Weinbaugebiete

des Jura liegen allesamt weiter Die Steilhänge reichen bis auf 1150 Meter Höhe. >

Karte: Stefanie Hilgarth, Fotos: Shutterstock, Nicolas de Neve, Château Lichten, beigestellt

54 falstaff jul–aug 2019

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Jean-René Germanier (r.) und

sein Önologe Gilles Besse

gehören zu den Größen im

Walliser Weinbau.

Karte: Stefanie Hilgarth, Fotos: Shutterstock, Nicolas de Neve, Château Lichten, beigestellt

Atemberaubender

Ausblick mit Rhône im

Hintergrund: Das

Château Lichten

bei Leuk gehört zum

Hause Rouvinez.

jul–aug 2019

falstaff

55

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wein / DIE RHÔNE UND DER WEIN

Seit dem Jahr 2011 gehört Château-Grillet (mit 76 Rebterrassen auf 3,5 Hektar)

François Pinault – und ist damit ein Schwester-Gut von Château Latour.

>

nördlich. Ab Lyon beginnt die Rhône

jener Strom zu werden, den man gemeinhin

vor Augen hat. Von dort fließt er geradewegs

nach Süden, dem Mittelmeer zu.

Dabei ist dieser Teil des Rhônetals ein

Zwilling zum Rheingraben, beide Absenkungen

entstanden durch die Auffaltung

der Alpen und bilden (gemeinsam mit dem

sie verbindenden Tal der Saône) ein zusammengehörendes

Grabensystem, das Mitteleuropa

quer von Norden nach Süden teilt.

HERMITAGE, STAR DER NORDRHÔNE

Schon wenige Flusskilometer nach Lyon

beginnt sich die weinbauliche Pracht der

nördlichen Rhône zu zeigen: Die ersten

Appellationen flussabwärts gelten den

Syrah-Weinen der Côte-Rôtie sowie den

Viognier-Weißweinen von Condrieu und

Château-Grillet. Die teils terrassierten Steilhänge

liegen hier am rechten Ufer des

Rhônetals auf alten Gesteinen des Zentralmassivs:

Granit, Gneis und Glimmerschiefer.

Im Zusammenwirken mit der Exposition

in Südost- bis Ostrichtung entstehen

Wein-Legenden von packender Mineralität

und Langlebigkeit.

Noch etwas weiter flussabwärts wachsen

bei St. Joseph einige der kernigsten und

mineralischsten Syrah-Rotweine. Auch

Weißwein wird hier in kleinerer Menge

angebaut – und zwar in jener klassischen

Nordrhône-Assemblage aus Marsanne und

Roussanne, die auch den majestätischsten

Weißwein des Rhônetals, den weißen Hermitage,

kennzeichnet. Der Hermitage-Berg

zieht sich beim Ort Tain-l’Hermitage über

eine Länge von etwa drei Kilometern parallel

zum Verlauf des Flusses, wobei die meisten

Weinberge geradewegs nach Süden ausgerichtet

sind oder kleine Amphitheater mit

überwiegend südlicher Ausrichtung bilden.

Zudem beginnt sich in diesem Abschnitt

des Flussverlaufs der mediterrane Klimaeinfluss

bereits etwas stärker zu zeigen. Die

Böden bestehen hier aus derselben

Mischung aus Granit, Glimmerschiefer und

Gneis wie andernorts an der nördlichen

Rhône, doch an manchen Orten finden sich

auch Kalkgeröll und Löss am Hang sowie

Alluvialböden am Hangfuß.

Der rote Hermitage stellt die Klimax all

dessen dar, was Syrah bringen kann: Frucht,

Würze, unbändige Kraft, mineralischen Tiefgang,

Langlebigkeit. Der Eremit Gaspard de

Sterimberg, der den Hang im frühen

13. Jahrhundert (wieder-)bestockt haben soll,

gab der Appellation ihren Namen, und die

legendäre Kapelle, die er errichtete, steht heute

Pate für einen der besten und beständigsten

Weine. Noch im 18. Jahrhundert hatte

der Hermitage an den Höfen des Ancien

Régime nur einen einzigen Rivalen: roten

Burgunder. Und als die Pariser Aristokratie

im 19. Jahrhundert Bordeaux zu trinken

begann, verschnitt der Weinhandel Her-

Zu Sand oder Grus verwitterter Granit, Einzelpfahlerziehung und ein Blick auf den Strom

– das sind die Zutaten für die großen Weiß- und Rotweine der nördlichen Rhône.

>

Karte: Stefanie Hilgarth, Fotos: Chateau Grillet- Photo Vinexia.fr, mauritius Images

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wein / DIE RHÔNE UND DER WEIN

>

mitage in seine Médocs, um ihnen mehr

Struktur und Farbe zu geben. Eine Verbesserungsmethode,

die sogar ein zugehöriges

Verb hervorbrachte: »hermitager«.

Weiter flussabwärts endet der nördliche

Flussabschnitt der Rhône mit den Weinbergen

von Cornas und sehr mineralischen

Rotweinen sowie jenen von Saint-Péray –

einer reinen Weißwein-Appellation. Zwischen

Valence und Montélimar wird nur

wenig Weinbau betrieben, allerdings ist das

Tal der Drôme, die südlich von Valence in

die Rhône mündet, für die Erzeugung des

Schaumweins Clairette de Die bekannt.

DIE VIELFALT DES SÜDENS

Kult an der südlichen Rhône: der rare Wein von Château

Rayas, ein Châteauneuf-du-Pape aus 100 Prozent Grenache.

Direkt am Fluss übernimmt der Weinbau

erst zwischen Orange und Avignon wieder

die Herrschaft über die Ufer. Die berühmten

Böden mit Rollkies (»Galets roulés«)

bringen in Châteauneuf-du-Pape ein weiteres

Original hervor: Die an der nördlichen

Rhône sortenrein gekelterte Syrah ist hier

ein Juniorpartner, historisch werden bis zu

13 Rebsorten für roten Châteauneuf verwendet,

darunter auch mehrere weiße Trauben.

In den Zeiten ohne technische Hilfsmittel

half deren Zusatz, die Farbe zu stabilisieren

und der Wucht der Weine etwas

mehr Nerv und Fassung zu verleihen.

Gerade mit Blick auf die Sortenwahl variieren

die stilistischen Ideen beim Châteauneuf-du-Pape

sehr stark. Einer der Kultweine

der Region, der schwer zu findende Château

Rayas, besteht zu 100 Prozent aus

Grenache. Seine Feingliedrigkeit unterscheidet

ihn stark von der ungezähmten Stoffigkeit,

die Châteauneufs auf Basis von Mourvèdre,

Syrah oder Carignan aufweisen.

Die Vielfalt der Stile ist auch Ausdruck

einer Vielfalt von Böden: Neben den Galets

roules, die meist von einer Matrix aus rötlichem

Lehm umgeben sind, existieren in

Châteauneuf auch Böden auf Kalk und auf

verschiedenfarbigem Sand. Schaut man ein

wenig in die Nachbarschaft, etwa in die

Appellationen Gigondas und Vacqueyras,

dann erweitert sich das Spektrum noch,

denn auch die nahe Felsenkette der Dentelles

de Montmirail schuf mit ihrem Geröll

Weinbergsböden der Ausnahmeklasse.

Inmitten dieses Paradieses wuchtiger Rotweine

hält sich auch eine Insel des edelsüßen

Weins: Der Muscat de Beaumes-de-

Venise wächst auf schmalen Weinbergsterrassen,

es soll Papst Clemens V. gewesen

sein, der im 14. Jahrhundert den Anstoß

zur Produktion dieser edelsüßen Köstlichkeit

gegeben hat.

Darüber hinaus werden an der ganzen

südlichen Rhône auch Weißweine und

Rosés erzeugt. Die namhafteste Rosé-Herkunft

ist Tavel am rechten Rhône-Ufer,

praktisch direkt vis-à-vis von Châteauneuf

gelegen. Für ihre Weißweine nützen die

Winzer an der südlichen Rhône eine Vielzahl

an Sorten: Picpoul, Clairette und Bourboulenc,

Picardan und Grenache Blanc, aber

auch die aus dem Norden importierten

Marsanne, Roussanne und Viognier. Fast

jede Appellation erzeugt auch in kleinen

Mengen Weißwein – und gerade der weiße

Châteauneuf-du-Pape hat sich in den letzten

Jahren zum Geheimtipp entwickelt.

Mit einer winzigen Weißwein-Appellation

findet der Weinbau an der Rhône auch

seinen südlichen Abschluss: Nur noch acht

Hektar Reben wachsen in der AOC Clairette

de Bellegarde, die westlich von Arles und

am Nordrand der Camargue liegt, während

am linken Rhône-Ufer aus der Ferne bereits

die Weinberge der Provence herübergrüßen.

Wenige Kilometer weiter mündet die Rhône

ins Mittelmeer – und damit in jenes Gewässer,

dank dem vor über 2000 Jahren die

Weinkultur nach Frankreich kam.

Tavel, vis-à-vis von Châteauneuf am rechten Rhôneufer

gelegen, produziert ausschließlich Rosé-Weine.

>

Karte: Stefanie Hilgarth, Fotos: Château Rayas, beigestellt

58 falstaff jul–aug 2019

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A-NOBIS / promotion

AMOUR FOU

Eine leidenschaftliche, rasende Liebe bringt manche an den

Rand der Verzweiflung. Andere macht sie glücklich.

Norbert Szigeti zum Beispiel.

Etwas zu lieben, bedeutet, stets darum

kämpfen zu müssen. Es gibt keinen

Status quo in der Leidenschaft. Sie

macht dich entweder stärker, oder du

verglühst am unerwiderten Begehren. Ein bisschen

lieben geht nicht, zumindest nicht im echten

Leben (dort, wo der Gaumen berührt wird).

Besonders perfid dabei ist: Der Grund für deinen

erhöhten Puls ist vergänglich und so gut wie immer

nicht unbegrenzt lieferbar. Für Norbert Szigeti

ist das eine seit 35 Jahren gelebte Selbstverständlichkeit.

Damals versank er erstmals in einem

Glas Champagner und stellte fest:

WENN SCHON ERTRINKEN,

DANN DARIN

beeindruckenden Franzosen zum anerkennenden

»Compliment!« gereicht. Norbert Szigeti ist

einer der ganz wenigen, die von renommierten

französischen Kollegen immer wieder zur Präsentation

seiner Sekte in die Champagne geladen

werden – in diesem Herbst bereits zum fünften

Mal. Seit er Ende 2018 mit seiner Frau Birgit die

ausschließlich traditionell flaschenvergorenen A-

NOBIS Sekte auf den Markt gebracht hat, reiht

sich ein Erfolg an den nächsten – ohne dass Größenwahn

um sich greift. Denn genau darum geht

es eben nicht. Selbstbeweihräucherung oder

Selbstgefälligkeit sind gleichermaßen entbehrlich

wie kontraproduktiv. Man ist sich nicht nur

der Herkunft der Sekte bewusst, sondern auch

der eigenen. Also feiern Norbert und Birgit lieber

mit befreundeten Winzern, Nachbarn und

Gastronomen am Golser Anger entspannt den

Sommer. Wer einmal bei deren schamlos untertrieben

als »Frühstück« tituliertem, bis in den

frühen Abend währenden Gaumenjubel eingeladen

war, der hat es im wahrsten Sinne verinnerlicht:

Es geht um die Freude am Leben oder anders

gesagt – Jetzt leben.

Gegen Jahresende übersiedelt die Produktion

in die modernste Sektkellerei Österreichs nach

Zurndorf.

Kaufen und verkosten kann man bis dahin am

Golser Anger 31. Die Sekte können unter anderem

auch im A-NOBIS Webshop bestellt werden.

Fotos: beigestellt

Seitdem hat sich zu der Liebe seines Lebens die

Liebe seines Gaumens hinzugesellt. Seine Leidenschaft

pendelte fröhlich zwischen der Champagne

und dem burgenländischen Gols. Das,

was er im Mutterland des Champagners von

Kollegen lernen durfte, trug maßgeblich dazu

bei, dass er eine originäre Handschrift entwickelte,

die mittlerweile auch den nicht leicht zu

INFO

A-NOBIS Sektkellerei

Norbert Szigeti

T: +43 2173 20899

a-nobis.at

jul–aug 2019 falstaff

59

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wein / RHÔ NE

TASTING

INFO

WEITERE BEWERTUNGEN

UND BESCHREIBUNGEN

FINDEN SIE SIE AB

AB SEITE 226. 148.

BEST OF

RHÔNE

98

97

96

2011 HERMITAGE BLANC,

DOMAINE JEAN-LOUIS CHAVE

Zunächst zurückhaltend mit floralen,

nussigen und buttrigen Tönen. Mit Luftkontakt

reifer Pfirsich, Süßkirsche,

Brombeere. Cremiger Ansatz – viskos,

von feinstem Stoff erfüllt, mineralisch

durchdrungen, eine Säure, die fast gar

nicht isoliert wahrnehmbar ist, so sehr

ist sie physiologisch mit Körper und

Mineralität verschmolzen. Ein großer

Weißwein, mächtig in seiner Statur und

dennoch auch fein besaitet. Große Länge,

zuletzt auch mit würzigen Aromen

(Sternanis und Kümmel).

alpinawein.de, € 218,–

2015 HOMMAGE À JACQUES

PERRIN CHÂTEAUNEUF-DU-PAPE

CHÂTEAU DE BEAUCASTEL

Kräuterwürze, rauchige Mineralität,

feine Trockengewürznoten, mit Thymian

und Salbei unterlegte schwarze

Beerenfrucht, ein Hauch von Sattelleder

und Unterholz. Kraftvoll, komplex,

Extraktsüße, Heidelbeerkonfit

und schwarze Kirschen klingen an,

getragen von reifen, runden Tanninen,

kandierte Veilchen, schwarze Trüffel,

straffer und langer Abgang, zart animalische

Würze im Rückgeschmack.

wagners-weinshop.com

ca. € 535,–

2016 CORNALIN, DENIS

MERCIER, WALLIS (CH)

In der Nase klare, präzise Beerenaromatik,

die man so von einem

Cornalin nicht erwarten würde. Vor

allem Brombeere und Schwarzkirsche,

dazu eine dezente Röstaromatik

aus dem Holz, Zartbitterschokolade

und würzige Anklänge. Am

Gaumen konzentriert und dennoch

auch elegant, mit intensiver Frucht,

fein gewobenem, reifem Gerbstoff

und enormer Länge. Großes

Lagerpotenzial.

mercier-vins.ch

ca. € 42,80

97

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2008 HERMITAGE ROUGE

DOMAINE JEAN-LOUIS CHAVE

Ätherisch-kräuterwürzig, Süßkirsche,

Menthol, grüner Pfeffer, komplex und

betörend. Am Gaumen sandiges Tannin

in erster Reife, hat noch Spannung,

aber keine Adstringenz mehr, die ätherische

Würze ist unmittelbar präsent

am Gaumen, trotz 14 Volumenprozent

hat der Wein kein Gramm Fett zu viel,

wirkt gebündelt, sehnig und puristisch,

und dennoch verschmelzen im Abgang

alle Komponenten nahtlos rund und

geschmeidig.

meinlamgraben.at, € 219,90

2015 DOMAINE DES TOURETTES

HERMITAGE ROUGE, DELAS

Noch verschlossen im Duft, Brombeerkonfitüre,

Andeutungen balsamischer

Würze. Cremiger Auftakt,

unmittelbar präsente Mineralität,

ex trem hohe Dichte mit feinem, aber

nicht zu seidigem Tannin. Elegant,

gemessen am Maximum dessen, was

an Extrakt und Inhalt in 14 Volumenprozent

passt, mineralisch gewürzt,

alle Komponenten nahtlos integriert,

reife, gut tragende Säure, pointierter

Wein mit allerbestem Reifepotenzial.

kateandkon.com, ca. € 75,–

2016 »CUVÉE DE MON AÏEUL«

CHÂTEAUNEUF-DU-PAPE

PIERRE USSÉGLIO & FILS

Dezentes Boisée, mineralische Noten,

Eisen, Süßkirsche, Garrigue – ein komplexes,

aber noch jugendlich zurückhaltendes

Duftbild. Am Gaumen ein

Wein voll zartem Nuancenreichtum,

fast burgunderhaft diskret in seinem

Stoff und trotz 16 Volumenprozent

Alkohol elegant und fast schon feingliedrig

wirkend. Hat dabei Ladungen

von Gerbstoff und eine sehr präsente

Frucht, alles hoch aufgelöst bei intensiv

mineralischer Grundierung. Lang.

finewineshop.com, ca. € 80,–

97

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96

2016 CÔTE RÔTIE

DOMAINE JAMET

Zu Beginn ein Fruchtverweigerer im

Duft, ganz aufs Steinig-Mineralische

gehend, mit nur einer Spur von Süßkirsche

dabei. Am Gaumen dann aber

prall kirschfruchtig, zum Kauen dicht,

große Mengen feinsten Gerbstoffkorns,

reife Säure, mineralisch durchdrungen,

ein völlig in sich ruhender Wein, alles ist

an seinem Platz, nachgerade unscheinbar

in diesem jugendlichen Zustand,

aber welch ein Potenzial!

pubklemo.at, € 180,–

(streng limitiert)

2014 ERMITAGE BLANC LE

REVERDY, FERRATON PERE E FILS

Gesteinsmehl, Feuerstein, ein Hauch

von Vanille und zarten floralen Noten.

Butterzart am Gaumen, fein aufgelöster

Extrakt, ungemein kultivierte Säure,

alle Komponenten sind dicht miteinander

verwoben und verschmolzen, alles

erscheint aus einem Guss, Mineralität,

Schmelz und Saftigkeit. Dabei ist der

Wein erst am Beginn seiner Öffnung.

Der Körper ist weit, aber ohne Schwere.

Frucht ist weniger das Thema, das

ist sinnlich gewordenes Terroir.

gute-weine.de, € 77,–

2012 CLOS DE BEAUVENIR

CHÂTEAUNEUF-DU-PAPE BLANC

CHATEAU LA NERTHE

Nougat de Montélimar, kandierter Pfirsich,

Cassata, würzig: Minze, Kardamom.

Eröffnet mit Schmelz und Cremigkeit,

spannt ein großes Volumen

auf, bleibt in seiner Extraktfüllung fein

und differenziert, deutlich mineralisch,

nachgerade zum Kauen einladend,

ganz nahtlos mit dem Körper verschmolzene

Säure, eine Opulenz ohne

Schwere. Idealer Speisenbegleiter für

die Liga »getrüffeltes Kalbsbries«.

alpinawein.de, € 81,50

Fotos: beigestellt

60 falstaff jul–aug 2019

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WEINGUT SCHEIBLHOFER / promotion

Frizzante weiß

Gelber Muskateller und Muskat Ottonel

11,5 Vol.-%, DV. Helles Goldgelb, erfrischende,

lang anhaltende Muskatnote, feine Perlage,

zarte Tropenfruchtnuancen, fruchtig-duftiger

Abgang, feine Restsüße.

scheiblhofer.at/shop, € 7,90

Frizzante rosé

Blauer Zweigelt und Merlot

11,5 Vol.-%, DV. Leuchtendes Lachsrosa, intensive

Frucht mit prickelndem Mousseux, etwas Biskuit,

cremige Textur, lang anhaltender Abgang, trockenes

Finish.

scheiblhofer.at/shop, € 7,90

FRIZZANTE MIT

TRAPPE

Gerade rechtzeitig zu den brütend heißen Temperaturen ist

der aktuelle Frizzante von Erich Scheiblhofer wieder am

Markt, und heuer gesellt sich auch noch ein Frizzante Rosé

dazu. Wenn das nicht für Abkühlung sorgt!

Als knochentrockenes Pendant gibt es

ganz neu nun auch einen Frizzante Rosé

für Freunde perlender Weine, die es aber

lieber etwas herber haben. Zweigelt und

Merlot bringen genügend fruchtige Aromen

mit, und die weichen Tannine der beiden

Sorten sind geradezu prädestiniert für

den Ausbau eines gaumenumschmeichelnden

Schaumweins. Wenn Gäste kommen,

sollte man deshalb unbedingt beide Varianten

einkühlen, um für alle Vorlieben

gerüstet zu sein.

Die Umstellung auf Direktdruck des

Etiketts wie inzwischen schon beim gesamten

Scheiblhofer-Sortiment vollzogen,

macht die beiden Frizzante auch zu einem

edlen Geschenk. Die Trappe, das Markenzeichen

des Weinguts, wurde freigestellt,

und ein eigener Frizzante-Schriftzug lässt

beschwingt auf den Inhalt schließen. Ein

Element vereint die beiden Perlweine mit

dem Rest des Sortiments: Scheiblhofer –

The Wine! Ob im Doppelpack oder solo,

Genuss für heiße Tage und laue Nächte

ist garantiert.

Fotos: beigestellt

Den Frizzante in Weiß gibt es

schon länger, und bis 2018

war der für sein traubiges Aroma

bekannte Muskat Ottonel

Hauptdarsteller, ein etwas höherer Restzuckerwert

machte ihn besonders bei der

Damenwelt zu einem regelrechten Bestseller.

Seit heuer sorgt eine geniale Mischung

aus Muskat Ottonel und Gelbem Muskateller

dafür, dass eine Flasche nicht nur im

Handumdrehen geöffnet, sondern ebenso

schnell ausgetrunken ist. Auch der Restzuckeranteil

wurde reduziert, um dem Wein

dadurch noch mehr Finesse, Spritzigkeit

und Frische zu verleihen. Für den Sommer

also ideal geeignet.

INFO

Weingut Scheiblhofer

Halbturner Straße 1a

7163 Andau

T: +43 2176 2610

office@scheiblhofer.at

scheiblhofer.at

jul–aug 2019 falstaff

61

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cover / SOMMER IM GLAS

SOMMER-

WEINE

BLUMIG-FRUCHTIGE WEINGENÜSSE

AUS ALLER WELT

Die Falstaff-Weinredakteure aus Österreich, Deutschland, Italien

und der Schweiz verraten Ihnen, welche Weine in diesem herrlichen

Sommer 2019 ihre Favoriten für Garten und Terrasse sind.

TEXT OTHMAR KIEM, PETER MOSER, ULRICH SAUTTER, DOMINIK VOMBACH

Der Sommer bietet viele

Gelegenheiten, ein gutes

Gläschen duftigen Weins mit

seinen Freunden zu genießen.

Fotos: Mascot – Getty Images

62 falstaff jul–aug 2019

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Fotos: Mascot – Getty Images

Die Gläser füllen sich mit

Nuancen von Blüten und

Früchten, den ätherischen

Ölen von Rosen und Zitruszesten,

Noten exotischer

Gewürze wie der Muskatnuss liegen animierend

in der Luft. Der Sommer beschert

uns Körbe voll frischer Beeren, vollreifer

Kirschen, tropische Früchte, saftiges Steinobst,

eine nicht enden wollende Symphonie

von Aromen und Düften. Es ist die Zeit des

unbeschwerten Genießens, sei es das erfri-

schende kühle Glas am Pool oder der

leichtfüßige Begleiter bei Tisch im Garten

oder auf der Terrasse. Liebhaber des frischen

Weißweins erfreut der Pfirsichton

des knackigen Rieslings, rotbeerige Roséweine

stehen bereit, ein lebendiger

Schaumwein à la Moscato verbindet alle

Facetten der Lebensfreude in einem Glas.

Falstaff hat das mondiale Angebot durchforstet,

und hier sind nun jene duftigen

Flaschen, die man im Sommer 2019 nicht

verpassen sollte. >

jul–aug 2019

falstaff

63

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cover / SOMMER IM GLAS

92

2018 GELBER MUSKATELLER SÜDSTEIERMARK DAC KITZECK-SAUSAL

Weingut Wohlmuth, Fresing-Kitzeck, Österreich

Helles Gelbgrün, Silberreflexe. Zart nach Ananas, floral unterlegte gelbe Tropenfrucht, zarte Muskatnuss,

mineralischer Touch. Saftig, rund und frisch, weißer Apfel, salziger Touch, ein Hauch von Limetten im

Abgang, Schieferwürze im Nachhall, ein facettenreicher Sommerwein.

wohlmuth.at, € 13,–

92

MÜLLER-THURGAU KLETTGAU 2018

Markus Ruch, Klettgau, Schweiz

In der Nase reifes Kernobst sowie intensive

Zitrusaromatik. Dazu ein Hauch von

weißen Blüten. Am Gaumen besticht

dieser Müller-Thurgau mit seinem ausgewogenen

Süße-Säure-Spiel, das ihn

unglaublich trinkig macht. Spritziger, frischer

Sommerwein, da freut man sich

auf ein zweites Glas.

wagners-weinshop.at

€ 23,–

92

2018 PERFECT DAY

Weingut Pittnauer, Gols

Neusiedler See

Mittleres Goldgelb, getrübt, Silberreflexe.

Einladender Duft nach frischen

Marillen, etwas Apfel, zarter Blütenhonig,

dezente Kräuterwürze, floraler

Touch. Saftig, zart nach Nashi-Birnen,

feiner Säurebogen, ein Hauch von Muskat

im Nachhall, Cuvée aus vier duftigen

Weißweinsorten, in der Amphore

mineralisiert.

pittnauer.com, € 15,–

92

FORSTER RIESLING KABINETT

TROCKEN 2018

Heinrich Spindler, Pfalz, Deutschland

Weißer Pfirsich, Zitronenmelisse, etwas

feuchter Sand, feuchter Kalk, straffer,

saftiger Säurezug, spielende Süße,

frisch und dabei intensiv taktil-mineralisch,

pikant in den Aromen und ungemein

lang in der Struktur, dabei leichtfüßig

und elegant, ein Durstlöscher

auf höchstem Niveau.

weingutheinrichspindler.de, € 8,80

92

»PURE« SCHEUREBE TROCKEN

2018

Brüder Dr. Becker, Rheinhessen

Deutschland

Ohne Schwefelzusatz. Blumig, keine

Oxidation, ein Hauch Apfelschalentee.

Am Gaumen straff, hefig, sehr mineralisch,

leicht phenolisch, würziger

Abklang, hintergründiger Schmelz,

deutliche Salzigkeit. Ein intellektuelles

Sommervergnügen.

brueder-dr-becker.de, € 8,–

91

SAUVIGNON BLANC 2017

Hervé Villemade, Loire, Frankreich

In der Nase frische Zitrusfrüchte,

reifes Kern- und Steinobst sowie

Honig. Am Gaumen frische, saftige

Säure, viel Schmelz und schöne

Birnen- sowie Apfelfrucht. Wirkt

leichtfüßig und besitzt eine schöne

Cremigkeit und Würze im Abgang.

weinskandal.at

€ 12,–

90

DU NEUF EN GASCOGNE 2018

Plaimont Producteurs, Gascogne

Frankreich

Der Name ist ein Wortspiel: »Neuigkeiten«

aus der Gascogne, aber das

Wort »neuf« deutet gleichzeitig auch

auf die neun Volumenprozent Alkohol

hin. Floraler und zitrischer, sehr klarer

Duft, Grapefruit, Cassis und Flieder.

Knackige Säure, forsch dagegen

gesetzte Restsüße, ein Kabinett-Typ

aus 100 Prozent Colombard.

wein-und-mehr.de, € 5,95

Fotos: StockFood / Arras, Klaus, beigestellt

64 falstaff jul–aug 2019

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Fotos: StockFood / Arras, Klaus, beigestellt

WEISS

DUFTIG &

FRISCH

jul–aug 2019

falstaff

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cover / SOMMER IM GLAS

ROSIG-FRUCHTIG

93

92

92

BLAUFRÄNKISCH ROSÉ »DER ELEFANT IM

PORZELLANLADEN« 2018

Weingut Strehn, Deutschkreutz

Mittelburgenland, Österreich

Helles Kupferrot, Orangereflexe. Attraktives

Beerenkonfit, kandierte Orangenzesten, ein

Hauch von Blütenhonig und Himbeermark. Saftig,

zart nach Honigmelone, seidige Textur, rote Kirschen,

frisch strukturiert, Erdbeeren, ein Hauch

von Vanille, sehr gute Länge, mineralischer

Nachhall, ein eleganter Speisenbegleiter.

strehn.at, € 15,–

92

ROSÉ CORAIL 2018

Château de Roquefort, Provence

Frankreich

In der Nase Aromen von Ribisel, Kirsche,

kräuterwürzige Noten und florale

Anklänge. Komplexes Bukett.

Am Gaumen ist er frisch, straff und

saftig. Etwas Tannin im Abgang. Ein

Rosé, der leichtfüßig wirkt und Lust

auf das nächste

Glas bereitet.

wagners-weinshop.at, € 12,90

SCHILCHER WESTSTEIERMARK

DAC RIED LANGEGG 2018

Friedrich Schilcher, St. Stefan ob

Stainz, Weststeiermark, Österreich

Helles Zwiebelrosa, Silberreflexe. Einladendes

frisches rotes Beerenkonfit,

ein Hauch von Mandarinenzesten,

dunkle Mineralität unterlegt, facettenreiches

Bukett. Saftig, elegant, feine

reife Ribiselnote, frischer Säurebogen,

Limetten im Abgang, gut anhaltend,

verfügt über Reifepotenzial.

friedrich-schilcher.at, € 8,50

92

SPÄTBURGUNDER ROSÉ 2018

Meyer-Näkel, Ahr, Deutschland

Korallenrosa in der Farbe. Noch sehr

verschlossen im Duft. Am Gaumen

intensiv kohlensäurefrisch, eine

griffige, stoffige Textur, elegantes

Säuregerüst, kein Rosé der lieblichen

Fraktion, sehr gut in Dichte und

Länge, rotbeerige Abgangsfrucht.

In seinem Extrakt fast schon ein

heller Rotwein.

belvini.de, € 9,85

PINOT NOIR BLANC DE NOIR 2018

J. Neus, Rheinhessen

Deutschland

Cremefarben. Zurückhaltender Duft,

etwas Hefe, Hagebutte und Wildrose.

Am Gaumen frisch und mineralisch,

eine Spur Kohlensäure, ein Jahrgangstyp

in Kraft und Dichte, aber

dennoch spannungsreich und deutlich

vom Kalk geprägt. Ein sehr hochwertiger

Trinkspaß für jede

sommerliche Terrasse.

nurgutes.de, € 8,80

91

DÔLE DE SIERRE 2016

Domaine Rouvinez, Wallis

Schweiz

Helles Himbeerrot. In der Nase offenbaren

sich frische rote Beeren, dazu

Kirsche, ein Hauch von Pflaume und

würzige Anklänge. Am Gaumen von

schlanker Statur, mit angenehmer

Säure und Beerenfrucht. Lebendiger,

frischer Tropfen aus Pinot Noir und

Gamay.

vicampo.at, € 18,50

Fotos: StockFood / Winkelmann, Bernhard, StockFood / Rob Fiocca Photography, beigestellt

66 falstaff

jul–aug 2019

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VIGNETO GIARDINO ASCIUTTO DRY

RIVE DI COLBERTALDO CONEGLIANO

VALDOBBIADENE

Prosecco Superiore DOCG 2018

Adami, Venetien, Italien

Helles Silber mit anhaltender, konsistenter

Perlage. Elegante Nase mit filigraner Frucht

und zart-mineralischen Nuancen. Ausgewogen

und feingliedrig im Mund, entpuppt sich

toll dosiert, feines Spiel, nicht überladen,

leichtfüßig, knackig im Trunk.

vinissimo.de, € 16,–

92

ATMOSPHÈRES

Domaine Jo Landron, Loire,

Frankreich

Anregendes Bukett mit Noten

von Zitrusfrucht, Kernobst und

Melone. Am Gaumen feine Perlage,

rassige, zitrusartige Säure, Pfirsich,

Marille und eine prägnante Mineralität.

Pendelt zwischen sommer ­

licher Frucht und frischer

Meeresgischt.

weinskandal.at, € 15,–

92

MOSCATO D’ASTI VIGNAIOLI DI S.

STEFANO DOCG 2017

Ceretto, Piemont, Italien

Helles Gelbgrün, Silberreflexe, zartes

Mousseux. Zarte Wiesenkräuter, feine

Birnennoten, traubige Nuancen, ein

Hauch von Blütenhonig. Saftig-elegant,

Restsüße nach Mango und reifer

Honigmelone, bleibt sehr gut haften,

leicht mineralisch im Nachhall,

facettenreicher Sommerwein.

kateandkon.com, € 17,50

SCHAUMIG-

DUFTIG

92

BRUTROSSO METODO CLASSICO

LAMBRUSCO DI SORBARA SPU-

MANTE DOC BRUT

Cantina della Volta, Emilia

Romagna, Italien

Intensives, leuchtendes Kirschrosa.

In der Nase deutlich süß nach

Zuckerkirschen, Honig und leicht

balsamischen Tönen. Am Gaumen

fruchtbetont und trocken,

ausgewogen, filigranes Spiel zwischen

Frucht und Säure, mittlerer

Körper, frischer Trunk.

cantinadellavolta.com, € 14,90

Fotos: StockFood / Winkelmann, Bernhard, StockFood / Rob Fiocca Photography, beigestellt

Fotos: beigestellt

91

CRÉMANT DE LOIRE AOC BRUT

Bouvet Ladubay, Loire

Frankreich

Duftig-frisches Bukett mit Noten

von Birne, Quitte sowie weißer Ribisel

und Holunderblüte. Am Gaumen feine

Perlage, cremig und balanciert. Besticht

durch eine tänzerische zitrusartige

Säure, leichte Süße und

dezente Brioche-Noten.

moevenpick-wein.de, € 13,90

90

BRACCHETTO D’ACQUI DOCG 2018

Braida, Piemont, Italien

Frisches Rubinrot mit feiner

Perlage. Duftige und ansprechende

Nase, frisch, nach Himbeeren und

Erdbeere. Saftig, feine, klare Frucht

im Mund, angenehm moussierend,

erfrischend und erheiternd,

spritzig-süß.

vinorama.at, € 13,14

jul–aug 2019

falstaff

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cover / SOMMER IM GLAS

LEBENDIGE

ROTE MIT FRUCHT

93

93

91

BISCHOFSLEITEN KALTERERSEE AUSLESE

KLASSISCH SUPERIORE SÜDTIROL DOC 2018

Castel Sallegg, Südtirol, Italien

Leuchtendes, funkelndes Kirschrot mit brillantem

Kern. In der Nase feinwürzig und einladend, saftige

Kirschen, geröstete Mandeln, leicht vegetal.

Am Gaumen sehr knackig und klar, öffnet sich

herzhaft, betont saftiger Mittelteil, zeigt frische

Frucht, minimaler Gerbstoff, zieht einen langen

Bogen bis ins Finale.

castelsallegg.it

€ 9,90

93

COUME DE L’OLLA ROUGE 2017

Matassa, Roussillon, Frankreich

In der Nase frisch aufgeschnittener

Pfirsich, Zitrusnoten und Sauerkirsche.

Dazu Pflaume und ein Hauch

Gewürznelke sowie Zimt. Am Gaumen

geradlinige Säure, äußerst lebendig

mit wunderbarer frischer Frucht und

Trinkfluss, der kaum zu überbieten

ist. Perfekter Sommerwein.

hawesko.de

€ 24,–

FRAPPATO TERRE SICILIANE

IGT 2016

Azienda Agricola Arianna

Occhipinti, Sizilien, Italien

Funkelndes, mitteldichtes Kirschrot.

Ansprechende Nase mit Noten nach

Kardamom und Gewürznelken, dann

frische Himbeere. Am Gaumen saftige,

frische Frucht, entfaltet sich dann

mit griffigem, erstaunlich präsentem

Tannin, frisch und salzig.

weinskandal.at, € 26,50

92

PINOT NOIR ELFIGEN RÜEGET

2014

Tom Litwan, Aargau, Schweiz

Duftiges Bukett mit Noten von

hellen roten Beeren, dazu florale

Anklänge, Orange und kräuterwürzige

Anklänge sowie feine Rauchnoten.

Am Gaumen seidene Textur, frisch,

mit saftiger Säure, viel Beerenfrucht

und fein geschliffenem Tannin.

Finessenreicher, eleganter Pinot.

linke-weine.de, € 35,90

»GABA DO XIL« MENCIA 2016

Telmo Rodriguez, Valdeorras

Spanien

Kräftiges Rubingranat, violette Reflexe,

dezente Randaufhellung. Frische

rote Beerenfrucht und Kirschen,

mineralisch geprägtes Bukett, ein

Hauch von Würzkräutern. Am Gaumen

stoffig und ausgewogen, kühler, eleganter

Stil, feine Extraktsüße, feiner

Sortenausdruck, salziger Nachhall.

vinos.de, € 9,50

91

ZWEIGELT KIESELSTEIN 2018

Claus Preisinger, Gols

Neusiedler See

Dunkles Rubingranat, violette

Reflexe, zarte Randaufhellung. Feine

Zwetschgenfrucht, reife Herzkirschen,

kandierte Orangenzesten, Saftig,

elegant, feine Frucht, frisch strukturiert,

mineralisch, eingelegte Kirschen

im Abgang, zitroniger Nachhall,

vielseitig einsetzbar.

clauspreisinger.at, € 10,–

Fotos: StockFood / Jalag / Szczepaniak, Olaf, beigestellt

68 falstaff jul–aug 2019

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ELEKTRABREGENZ / promotion

Kühl- und Weinschrank in

einem – der SBSQ 47060 X

von elektrabregenz.

Fotos: Elektra Bregenz AG; Abdruck honorarfrei

PLATZ FÜR

EDLE TROPFEN

Für viele ist der Weinkühlschrank ein Muss. Doch oft hat

man einfach zu wenig Platz in der Küche. elektrabregenz bietet

dafür die optimale Lösung: ein Kühl- und Weinschrank in einem.

Gerade die Weinlagerzone ist für

Weinliebhaber ideal: Hier können

die Weine stilvoll präsentiert

und dabei optimal gelagert werden.

Im viertürigen Modell SBSQ 47060 X

ist der rechte untere Teil ein eigener Weinschrank.

In vier Echtholzablagefächern bietet

er Platz für 28 Weinflaschen. Zwei dieser

Fächer können zusätzlich mittels Teleskopschienen

ausgefahren werden. Edles

dunkles Innenraumdesign und eine Innenbeleuchtung

sind weitere Highlights des

Weinkühlteils. Für den optimal temperierten

Weingenuss ist gesorgt, denn die Weinlagerzone

des Side-by-side-Kühlschranks

verfügt über eine regulierbare Temperaturzone

von 5 °C bis 20 °C.

BLAUE ZONE UND SUPERFRESH

Auch der Kühlschrank hat einiges zu bieten:

Insgesamt passen 446 Liter in ihn hinein. Alleine

in der Superfresh-Zone haben 30 Liter

Platz. Bei einer Temperatur von 0 °C bis 3 °C

ist diese Lade optimal für die Lagerung von

Milchprodukten, Fleisch und Fisch. Für Gemüse

und Obst gibt es die Blaue Zone: Die

zwei transparenten Gemüseladen sind speziell

mit blauem Licht illuminiert. Dadurch

wird die Photosynthese in Früchten und Gemüse

im Kühlschrank fortgesetzt, wodurch

diese auch länger frisch und saftig bleiben.

GEFRIERTEIL MIT AUTOMATISCHEM

EISWÜRFELERZEUGER

Durch den Direktwasseranschluss bietet der

Gefrierteil einen automatischen Eiswürfelerzeuger.

Daneben haben in drei transparenten

Laden 73 Liter Platz, wobei die erste

Lade mit einer Beleuchtung ausgestattet ist.

Weiters verfügt der Side-by-side-Kühlschrank

über eine NoFrost-Technologie

und ein LED-Display mit Touchbedienung.

Wer etwa für eine Party kühle Getränke

benötigt, für den ist die Schnellkühlfunktion

genau das Richtige.

Der Side-by-Side von elektrabregenz ist

außerdem mit der Funktion Hygiene+ ausgestattet:

Ein antibakterieller Photo-Katalysator-Karbonfilter

sorgt in Verbindung mit

NoFrost für optimale Hygiene und schützt

so vor unangenehmen Gerüchen.

»elektrabregenz bietet genau die perfekte

Kombination: einen hochwertigen Weinschrank

für Sommeliers, der gleichzeitig

Kühlschrank mit Gefrierteil ist und auch

noch durch sein edles Design besticht«, so

Philipp Breitenecker, Head of Marketing

bei elektrabregenz.

Der Kühlschrank SBSQ 47060 X ist um

2.689 Euro im Handel erhältlich (unverbindliche

Preisempfehlung).

Über elektrabregenz

elektrabregenz ist die österreichische Traditionsmarke

in Sachen Haushaltsgeräte und zählt

seit über 120 Jahren zu den Top-Marken am

heimischen Markt. elektrabregenz bietet über

300 hochqualitative Haushaltsprodukte in neun

Kategorien. Die Produkte wurden dabei für ihre

technischen Innovationen, ihr herausragendes

Design sowie für ihre Umweltfreundlichkeit

mehrfach anerkannt und ausgezeichnet.

INFO

Weitere Infos zu elektrabregenz unter:

elektrabregenz.com

jul–aug 2019 falstaff 69

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Mit Weingutsleiter Roman

Horvath MW (l.) und Kellermeister

Heinz Frischengruber verfolgt die

Domäne Wachau einen

kompromisslosen Qualitätsweg.

HIGHLIGHTS DER

DOMÄNE WACHAU

Auf den Wachauer Terrassen bläst seit einigen Jahren keine sanfte Brise, sondern ein geradezu

stürmischer Wind. Durch den hohen Qualitätsanspruch von Weingutsleiter Roman Horvath und

Kellermeister Heinz Frischengruber zählt die Domäne Wachau heute zu den führenden

Weingütern des Landes. Das wurde heuer im Falstaff-Weinguide mit dem vierten Stern belohnt.

Die große Aufmerksamkeit gilt

der Vielfalt der Wachauer Rieden

– Handwerk, Typizität und

Herkunftscharakter stehen dabei

stets im Vordergrund. Bekannte Rieden wie

Singerriedel, Achleiten oder Kellerberg stehen

nur stellvertretend für die Fülle an

Top-Lagen, die die Domäne Wachau kultiviert.

Teamarbeit ist dabei die Essenz. Mit

viel Leidenschaft und Erfahrung und nach

strengen Qualitätskriterien bewirtschaften

die Winzerfamilien der Domäne Wachau

ihre Weingärten. Dabei setzt man auf Biodiversität

und nachhaltige Entwicklung.

Zwischen den Rebstöcken wird begrünt,

die Artenvielfalt gefördert und die Laubwandarbeit

sorgfältig den alljährlichen

Wetterbedingungen angepasst. Der physische

Aufwand ist enorm: Die steilen Rieden

lassen meist nur Handarbeit zu, und

auch die über Generationen in die Landschaft

gesetzten Trockensteinmauern

bedürfen fortwährender Pflege.

Im Keller der Domäne Wachau in Dürnstein

vinifiziert man puristisch und behutsam.

Resultat ist ein einmaliges Spektrum

an eleganten und authentischen Weinen, die

der Vielfalt des Terroirs und der großen

Wachauer Rieden gerecht werden und die in

nationalen und internationalen Verkostungen

für Furore sorgen. Auch im aktuellen

Falstaff-Weinguide wurde die Domäne

Wachau mit hohen Punktezahlen geradezu

Fotos: beigestellt

70

falstaff jul–aug 2019

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DOMÄNE WACHAU / promotion

überschüttet. 31 Weine des umfangreichen

Sortiments erzielten 90 bis 95 Punkte, eine

echte Höchstleistung. Zudem gibt man mit

den »Domäne Wachau Backstage«-Weinen

alten Rebsorten eine neue Chance, selektiert

kleinste Parzellen, arbeitet ohne Schwefel,

baut in Amphoren, Betoneiern und Marmorfässern

aus und widmet sich den vielen

Facetten der Wachau – und auch diese Weine

gelingen mehr als nur ansprechend.

Die Domäne Wachau trägt seit Kurzem

das vom Österreichischen Weinbauverband

Die Winzerfamilien der Domäne Wachau

bewirtschaften ihre Weingärten nach

strengen Qualitätskriterien sowie

mit Leidenschaft und Erfahrung.

entwickelte Gütesiegel »Nachhaltig Austria«.

Mit der »Nachhaltig Austria«-Zertifizierung

der Domäne Wachau wurde auf

einen Schlag ein Drittel der Wachauer Rebflächen

zertifiziert. Die Wachau hat damit

eine Vorreiterrolle eingenommen und weist

den höchsten Anteil an zertifizierten Flächen

in Österreich auf. Als eines von rund

80 Weingütern ist die Domäne Wachau der

bisher größte Weinbaubetrieb, der das

»Nachhaltig Austria«-Gütesiegel trägt.

Unter Roman Horvath hat sich die

Domäne Wachau aber nicht nur zu einem

der führenden Weingüter Österreichs entwickelt,

sondern ist auch einer der wichtigsten

Player im Wein-Tourismus. Die Domäne

Wachau hat sich in den letzten Jahren

zunehmend als Spezialist für Veranstaltungen

positioniert und hat mit dem Kellerschlössel

zudem ein architektonisches Juwel

zu bieten. Der barocke Prunkbau am Fuße

des Kellerbergs bietet eine immer größer

werdende Anzahl spannender Verkostungen

und öffnet seine Pforten auch für Hochzeiten

und Feiern. Die Vielfältigkeit der Veranstaltungen

kennt keine Grenzen, und an

neuen Event-Konzepten wird ständig getüftelt.

Im Juni gab es zum ersten Mal auch

einen »Kellerschlössel-Heurigen«, bei dem

großer Wert auf regionale und authentische

Produkte gelegt wurde. Die Zutaten für die

gereichten Speisen stammen fast alle aus

der näheren Umgebung. Es werden kalte

Speisen angeboten, Klassiker wie Schweinsbraten,

Hausgeselchtes, Waldviertler Schafkäse

und Besonderheiten wie geräucherter

Saibling oder Saumaise peppen das Ganze

auf. Dass dazu das gesamte Spektrum an

Toplagen der Wachau kredenzt wird, versteht

sich von selbst. Den nächsten Termin

von 4. bis 9. September 2019 sollte man

sich auf keinen Fall entgehen lassen.

INFO

Fotos: beigestellt

Domäne Wachau

3601 Dürnstein 107

T: +43 2711 371

domaene-wachau.at

jul–aug 2019 falstaff 71

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cover / FRUCHTIGE BEGLEITER

SÄFTE & CO:

ES MUSS

NICHT IMMER

WEIN SEIN

Foto: StockFood

72 falstaff jul–aug 2019

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Alkoholfreie Getränke spielen

in der gehobenen Gastronomie

eine stetig wachsende Rolle,

seien es Sirup, Frucht- und

Gemüsesäfte oder Tees.

Foto: StockFood

Der Trend zu alkoholfreier

Speisenbegleitung ist in der

Spitzengastronomie deutlich

auf dem Vormarsch. Es ist ein

buntes, weites Feld, das sich

da auftut: von Frucht- und

Gemüsesäften, Tees und

Auszügen über Trinkessige

und Fermentiertes bis hin

zu Eigenkreationen von

Sommeliers und Köchen.

TEXT JULIA KOSPACH

jul–aug 2019

falstaff

73

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cover / FRUCHTIGE BEGLEITER

Fragt man Alexander Koblinger,

ob Säfte und andere alkoholfreie

Getränke in der Spitzengastronomie

boomen, fällt seine Antwort

eindeutig aus: »Absolut!

Ich würde fast sagen, wer den Trend noch

nicht mitgekriegt hat, hat geschlafen.« Alexander

Koblinger muss es wissen. Als Master

Sommelier und Wein-Qualitätsmanager

von Döllerers Weinhandelshaus und dem

»Genießerrestaurant« im Salzburger Golling

hat er alle Entwicklungen in der gehobenen

Gastronomie genau im Blick. Alkoholfreie

Getränke, und zwar gleich eine

ganze bunte Palette, spielen da seit einiger

Zeit eine stetig wachsende Rolle: »Seien das

jetzt selbst gemachte Sirupe oder Säfte,

reinsortige oder gemischte Frucht- und

Gemüsesäfte, Tees, Kräuteressenzen und

Auszüge, Trinkessige, Extrakte, Bio-Limonaden

und alkoholfreie Biere, Molke oder

auch Buttermilch, jeweils mit oder ohne

Kohlensäure«, zählt Alexander Koblinger

auf und fügt hinzu: »Man kann sich da

richtig austoben.« Und dann stellt der Master

Sommelier, den seine Kollegen gern als

»wandelndes Weinlexikon« bezeichnen,

eine Frage, die vor noch gar nicht allzu langer

Zeit aus dem Mund eines Sommeliers

geradezu blasphemisch geklungen hätte:

»Wo steht geschrieben, dass flüssiger

Genuss immer mit Alkohol verbunden sein

muss? Alkoholfreies gehört auch zum

Genusserlebnis. Außerdem macht es den

Sommelier-Beruf aufregender.«

Und so kommt es, dass Alexander Koblinger

all jenen Restaurantgästen, die auf

Alkohol verzichten wollen, zum Beispiel zu

Andreas Döllerers Signature Dish »Alpine

Jakobsmuschel« – Ochsenmark mit Dashi-

Saft, fermentiertem Knoblauch, geflämmtem

Spitzkraut und Eidottercreme – den

prickelnden alkoholfreien PriSecco Weißduftig

von Jörg Geiger auf der Basis von

unvergorenen Obstsäften, Holunderblüte

und Kräutern wie Zitronenverbene oder

Eberraute serviert.

Jörg Geigers Palette an PriSeccos, die in

seiner Manufaktur im Baden-Württembergischen

entstehen und nicht minder

geschmacksfacettenreich sind als feine

Schaumweine oder Weine, kommen so gut

wie immer zur Sprache, wenn man sich in

Sommelier-Kreisen nach Empfehlungen für

exzellente alkoholfreie Getränke erkundigt.

»Wo steht geschrieben,

dass flüssiger Genuss immer

mit Alkohol verbunden sein

muss? Alkoholfreies gehört

auch zum Genusserlebnis.

Außerdem macht es den

Sommelier-Beruf

aufregender.«

ALEXANDER KOBLINGER

Master Sommelier und Wein-Qualitätsmanager von

Döllerers Weinhandelshaus

Jörg Geiger aus

Baden-

Württemberg

bietet eine breite

Palette an herrlich

erfrischenden

PriSeccos.

Andere hochgeschätzte Produkte sind Thomas

Kohls reinsortige Bergapfelsäfte vom

Südtiroler Ritten, Erwin Gegenbauers

»Edelsaure« Trinkessige oder die Doktorenhof-Trinkessige

aus dem rheinland-pfälzischen

Venningen, Müllers Malzbier aus

Münster, Frucht-Seccos und Direktsäfte von

van Nahmen oder das breite Repertoire des

Pöllauer Obsthofs Retter, das von reinen

Frucht- und Beerensäften über Verjus und

Fruchtessenzen bis zu Birkensaft und Wurzelelixieren

reicht.

Es versteht sich von selbst, dass Sommeliers

und Spitzenköche die meisten dieser

Getränke nicht pur, sondern als Basis für

alkoholfreie Eigenkreationen einsetzen.

»Die Krux bei Säften ist immer die Süße«,

sagt Ursula Heinzelmann, Gastro- und

Weinautorin, Mitbegründerin der Cheese

Berlin und Direktorin des Oxford Symposium

on Food and Cookery, »daher kann es

nicht ausschließlich bei reinen Fruchtsäften

bleiben.« Zu sättigend (und gelegentlich

auch abführend) wären diese ebenfalls.

Daher braucht es Ergänzungen, Erweiterungen,

Kombinationen, neue Einfälle.

DIE NACHFRAGE NIMMT ZU

»Selbsterzeugtes aus erstklassigen Grundprodukten«,

nennt es »Heimlichwirt« Peter

H. Müller. Der kochende Sommelier, der

vor allem für seine »Gutsbesetzungen«,

sprich für seine kulinarischen Bespielungen

der Locations von befreundeten Winzern

bekannt ist, beschäftigt sich schon seit fast

einem Jahrzehnt mit alkoholfreien Speisenbegleitungen.

Zwei von Müllers Klassikern

aus den letzten Jahren: Zweigeltsaft mit

Lapsang Souchong – geräuchertem

Schwarztee –, verfeinert mit Zweigeltessig,

Meersalz und schwarzem Pfeffer, zu Alain

Weissgerbers Taube mit Brennnesselspinat

sowie Moosbeerensaft, verfeinert mit Zimtblüte,

Nana-Minze und Scheurebensaft, zu

Nils Henkels Gewürzente mit Entenleber.

Was Müller an alkoholfreier Speisenbegleitung

so spannend findet? »Sie bietet

schlichtweg eine andersartige Wechselwirkung

mit der jeweiligen Speise«, sagt er.

Dazu habe er festgestellt, dass im Gegensatz

zum gesetzten Thema Wein in der gehobenen

Gastronomie viele Gäste »bei alkoholfreien

Speisenbegleitungen oft neugieriger

sind und Gabel und Glas abwechselnd

>

Fotos: neumayr.cc, Lorena Weinmann, StockFood, beigestellt

74 falstaff jul–aug 2019

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Fotos: neumayr.cc, Lorena Weinmann, StockFood, beigestellt

Alkoholfreie Speisenbegleiter bieten schlicht eine

andersartige Wechselwirkung mit der jeweiligen

Speise. Und sie erwecken die Neugier der Gäste.

feb–mär jul–aug 2019

falstaff

75

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cover / FRUCHTIGE BEGLEITER

»Die Krux

bei Säften ist

immer die Süße, daher kann

es nicht ausschließlich bei

reinen Fruchtsäften bleiben.«

URSULA HEINZELMANN Gastro- und Weinautorin,

Mitbegründerin der Cheese Berlin und Direktorin des

Oxford Symposium on Food and Cookery

>

zum Mund führen.« Man spüre förmlich,

so Müller, »dass die unvergorene

Begleitung die Sinne der Gäste schärft«.

Nachfrage und Interesse, so beobachtet

»Heimlichwirt« Müller, nehmen zu: »Wenn

man sich Gedanken macht und das Ergebnis

überzeugend präsentiert, ist die Resonanz

großartig. Viele Gäste bitten bei

einem Menü mit acht Gängen zum Beispiel

um vier Gläser Wein und vier alkoholfreie

Getränke im Wechsel.«

GESUNDHEITSTREND IM GLAS

»Wir sind alle in den letzten Jahren

ein bisschen experimentierfreudiger

und innovativer geworden«, stellt

auch Sindy Kretschmar, Sommelière des

Hotelrestaurants im »The Ritz-Carlton,

Vienna« und Falstaff-Sommelière 2018,

fest. In den USA, Großbritannien oder Asien,

so Kretschmar, werde insgesamt weniger

Alkohol getrunken als bei uns und

schon länger mit besonderen Säften, fermentierten

Tees oder Essig zum Trinken

experimentiert. »Da diese Gäste auch

immer mehr unsere Gäste in Österreich,

Deutschland und der Schweiz werden, ist es

eine logische Konsequenz, dass wir uns

zunehmend damit beschäftigen«, glaubt sie.

Der Trend zu gesundheitsbewusster Naturküche,

»zu Klarheit und Purismus auf dem

Teller« verstärkt die Entwicklung ebenso

wie strenge Promillegrenzen oder gesundheitliche

Überlegungen. Nicht zu vergessen:

In so gut wie jeder Runde, bei der es sich

nicht um Hotelgäste handelt, gibt es mindestens

eine Person, die nach dem Restaurant-Abend

noch ein Auto lenkt und deshalb

auf Alkohol verzichtet.

Früher wurden die Nicht-Alkoholtrinker

im Gegensatz zu den Weintrinkern weitgehend

ignoriert – auch und gerade in der

Spitzengastronomie. Inzwischen hat man

vielerorts verstanden, dass das auch anders

geht: »Bevor ich diese Gäste mit einem

Mineralwasser schier negiere oder ihnen

eine stark überzuckerte Limonade wohlbekannter

Großkonzerne vorsetze, kann ich

sie ebenso auf eine spannende alkoholfreie

Reise im Glas mitnehmen – und zudem aus

Unternehmersicht auch noch neuen Umsatz

generieren«, sagt Peter H. Müller.

Denn darum geht es beim Trend zu alkoholfreien

Getränken natürlich auch: Sie

eröffnen eine neue Geschmackswelt und

stellen zugleich eine zusätzliche Einnahmequelle

dar. »Es passiert

viel Umsatz

über die

>

»Viele Gäste

bitten bei einem

Menü mit acht

Gängen zum

Beispiel um vier

Gläser Wein und

vier alkoholfreie

Getränke im

Wechsel.«

»HEIMLICHWIRT«

PETER H. MÜLLER

Fotos: Shutterstock, StockFood/Benary, Katrin, beigestellt

76 falstaff jul–aug 2019

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IM WAHRSTEN

SINNE DES ORTES.

Hier liegt die Kraft der reinen Natur und der langen Tradition,

die Produkte wie den Vorarlberger Bergkäse g.U. oder den

Tiroler Bergkäse g.U. zu einzigartigen Spezialitäten macht –

dafür steht die geschützte Ursprungsbezeichnung.

Der Inhalt dieser Veröffentlichung gibt allein die Meinung des Autors wieder, der allein für den Inhalt verantwortlich ist.

Die Europäische Kommission haftet nicht für die etwaige Verwendung der darin enthaltenen Informationen.

DIE EUROPÄISCHE UNION UNTERSTÜTZT

KAMPAGNEN ZUR FÖRDERUNG DES ABSATZES

LANDWIRTSCHAFTLICHER QUALITÄTSERZEUGNISSE.

Unbenannt-1 1 07.06.19 14:28


cover / FRUCHTIGE BEGLEITER

Rezept von Sommelière Sindy

Kretschmar für einen erstklassigen

alkoholfreien Aperitif:

»BELLINI AUS

DEM WALD«

Ein selbst gemachtes Sirup-Mus aus

weißem Pfirsich, Fichtennadelsprossen

(Maiwipferl) und weißem Pfeffer,

aufgegossen mit dem Traubensecco

aus dem Sekthaus Raumland.

>

Die Schweizer

Naturköchin Rebecca

Clopath setzt auf

alkoholfreie Speisenbegleitungen

von

Jennifer Kiessling.

Getränke. Wenn man da keine Alternative

zu Alkohol bietet, ist man eigentlich selber

schuld«, sagt die Wahl-Schweizerin Jennifer

Kiessling, die sich derzeit mit ihrem Unternehmen

_pairing_is_caring_ als freie Gastro-Beraterin

und Entwicklerin von maßgeschneiderten

Getränkebegleitungen mit

und ohne Alkohol einen hervorragenden

Namen in der gehobenen Gastronomie

macht. Sie zeigt eindrucksvoll, wie sehr

man auch die Gäste, die auf Alkohol

verzichten, ins Zen trum des Geschehens

rücken kann, wenn man nur will. Sie hat

besonders intensiv mit der jungen Bündner

Naturköchin Rebecca Clopath zusammengearbeitet,

die inzwischen als eine der

innovativsten und besten Köchinnen der

Schweiz gilt. Zu Clopaths konfierter Forelle

mit Lärchensamensenf und Rucola

entwickelte Jennifer Kiessling etwa einen

fermentierten Kartoffel-Fenchelsaft mit

Zichorie. »Für ein bisschen Abwechslung

am Tisch« hat Jennifer Kiessling bei Clopaths

Menü-Abenden auch in puncto Präsentation

gesorgt: Sie hat dort nicht nur

ihren Auszug aus Wildem Hopfen als

Getränk serviert, sondern »die Gläser

direkt am Tisch zusätzlich mit einem

Wilder-Hopfen-Hydrolat parfümiert«.

Das, so Jennifer Kiessling, habe »stets zu

großen Augen bei den Gästen geführt«.

Das Fazit der innovativen Gastrounternehmerin,

die auch Spezial-Workshops für

Fachleute und Laien anbietet: »Ich glaube

und hoffe, dass die alkoholfreie Speisenbegleitung

von der Spitzengastronomie in die

breite Gastronomie diffundieren wird.«

Schöne, neue Getränke-Welt!

<

Fotos: Claudia Link, Stephan Gawlik, Ian Ehm, beigestellt

78 falstaff jul–aug 2019

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Rund zwei Drittel der

Rebfläche von Markus

Altenburger sind mit

Blaufränkisch bestockt und

bilden daher den klaren

Schwerpunkt.

ALTENBURGER . AM PUNKT.

Markus Altenburger ist ein Repräsentant der neuen Winzergeneration, die zeigt, dass

Lagenweine alles andere als langweilig sind. Bereits in jungen Jahren hat er sich dieser

spannenden Thematik verschrieben. 2018 hat er gemeinsam mit seiner Frau Bernadette das

Familienweingut renoviert und umgebaut – ein guter Zeitpunkt für eine Zwischenbilanz.

Seit 2006 baut Markus Altenburger

einen Chardonnay aus der historischen

Riede Jungenberg lagenrein

aus. Beginnend mit dem Jahrgang

2007 vermarktet er auch Lagen-Blaufränkische

– eben vom schieferreichen Jungenberg

und der Kalklage Gritschenberg, die

er im Alleingang vor bereits über zehn

Jahren ins Rampenlicht gerückt hat.

IN JEDER LAGE BLAUFRÄNKISCH

Als Markus Altenburger 2006 in den Familienbetrieb

zurückkehrte, sah es dort noch

gänzlich anders aus. Der damals 27-Jährige

stellte den Rebsortenspiegel des vormaligen

Weißweinbetriebs innerhalb kürzester Zeit

um. Er veredelte einen Teil der Weingärten,

tauschte Flächen, rodete und pflanzte neu

aus. Nur die besten Weißweinanlagen blieben

bestehen. Bekannt ist das Weingut für

seine Einzellagen-Weine aus Chardonnay

und natürlich Blaufränkisch, der Hauptrebsorte.

Die Weingärten des Betriebes liegen

alle in Jois am nördlichsten Punkt des Leithabergs.

Mittlerweile werden 17,5 Hektar

bewirtschaftet, seit 2017 ist der Betrieb

biozertifiziert.

WENIGER IST MEHR

Markus Altenburger lebt seine Vorliebe für

tiefgründige Blaufränkische und versteht

sich heute mehr denn je als Landwirt. Diese

Einstellung brachte die Umstellung auf biologische

Bewirtschaftung mit sich. »Wenn

man die eingetretenen Pfade verlassen

möchte, verbringt man am besten mehr

Zeit im Weingarten«, so der Winzer. Das

Experimentieren mit Begrünungen und

das Fördern einer größeren Biodiversität

machen ihm zudem mehr Spaß, als sich um

eine gepflegte Optik seiner Weingärten zu

Fotos: Weingut Markus Altenburger | Dieter Steinbach

80

falstaff jul–aug 2019

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WEINGUT MARKUS ALTENBURGER / promotion

Gemeinsam mit seiner

Frau Bernadette befasst

sich Markus in Sachen

Weißwein vor allem mit

den Rebsorten Chardonnay

und Neuburger.

Der »Neuburger betont. 2018« wurde im aktuellen

Falstaff Weinguide mit 95 Punkten ausgezeichnet

und ist damit der beste österreichische Natural Wine.

Fotos: Weingut Markus Altenburger | Dieter Steinbach

kümmern. Auch im Keller steht das Echte

im Vordergrund. Kellertechnische Hilfsmittel

wie Reinzuchthefen oder Enzyme waren

noch nie nötig – Schlagwort »low intervention«

–, und auf übermäßigen Holzeinsatz

wird ohnehin zugunsten der weineigenen

Aromen verzichtet. Altenburgers Fokus

auf interventionsarme Vinifikation und die

ausdrucksstarken Trauben der Schieferund

Leithakalkböden machen seinen Stil

unverwechselbar.

ARBEITSWELT UND LEBENSRAUM

Die Weine werden in den Gewölbekellern

des kürzlich renovierten Familienweinguts

direkt in Jois vinifiziert. Das Winzerpaar

Altenburger hat viel Zeit in die Planung der

baulichen Zukunft des Weinguts gesteckt.

Besonderes Augenmerk wurde auf nachhaltige

Energie gelegt. Eine bewusst überdimensionierte

– »Man weiß ja nie, was noch

kommen kann« – Fotovoltaikanlage speist

die Luftwärmepumpe, Klimaanlagen und

Elektrofahrzeuge. Ein Nutzwassertank im

Innenhof sammelt Regenwasser zum Blumengießen

und für die Spritzen-Fahrten

(Pflanzenschutz). Zentrales Element ist der

lichtdurchflutete Eingangsbereich in der

Mitte des typischen Streckhofs, der Gästebereich,

Keller und privaten Wohnbereich

verbindet. Des Weiteren wurden die alten

Kellergewölbe renoviert und die Verarbeitungshalle

saniert.

ZEIT FÜR EINE ZWISCHENBILANZ

»Im Keller sind keine Steigerungen mehr

möglich. Man muss raus in die Weingär ten,

diese besser verstehen lernen und dann

Schritt für Schritt feinere Weine kreieren.«

Diese Denkweise zeigt sich am besten an

den Weinen aus beiden Toplagen des Hauses:

am vom Schiefer geprägtem geschichtsträchtigem

Jungenberg (erstmals 1214 urkundlich

erwähnt), wo sowohl Chardonnay

als auch Blaufränkisch wachsen, und am

Gritschenberg, wo der Blaufränkisch auf

purem Leithakalk wurzelt. 2007 wurden

die ersten Lagenweine in kleinen Mengen

vinifiziert, seither wurde manches versucht,

einiges wieder verworfen. Vergleicht man

die stilistische Entwicklung der Weine über

die Jahre, so kann man sehen, wie die Komponente

Holz sowohl bei Weiß- als auch bei

Rotwein immer weiter in den Hintergrund

rückt und der spezielle Ausdruck des jeweiligen

Bodens klarer zum Vorschein kommt.

Markus Altenburger ist ein Purist: »Im

Prinzip machen wir heute Wein wie zu Beginn

meiner Winzerkarriere. Die wenigen

Experimente in Richtung Mainstream haben

gezeigt, dass es für uns keinen Sinn

macht, den Stil zu verwässern und von dem

abzuweichen, was wir am besten können.«

Das Ergebnis sind sehr eigenständige, finessenreiche

und lagerfähige Weine, die sehr

viel von ihrer Herkunft erzählen können:

vom Kalk, vom Schiefer, aber auch von den

Menschen, die sie so haben werden lassen.

INFO

Weingut Markus Altenburger

Untere Hauptstraße 62, 7093 Jois

T: +43 2160 71089

contact@markusaltenburger.com

markusaltenburger.com

jul–aug 2019 falstaff 81

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promotion / WEINGUT MARKUS ALTENBURGER

BEST OF

Letzten Herbst wurden sämtliche Lagenweine,

die bisher am Weingut Altenburger

erzeugt wurden, verkostet. Darunter auch

der Vollständigkeit halber ein Wein, der nie

auf den Markt gekommen ist. Die jeweils

drei jüngsten Lagenweine findet man hier.

Die Probe wurde nicht chronologisch nach

Jahrgängen geordnet durchgeführt, sondern

exakt so, wie sie der Winzer gruppiert hat.

Markus Altenburger hat die 4er-Flights auch

nach speziellen Eigenschaften betitelt, die

aus seiner Sicht auf diese Jahrgänge zutreffen.

Das gesamte Tasting gibt es unter falstaff.at/MarkusAltenburger.

Die Verkostung

und Bewertung erfolgte durch Peter Moser.

94

95

94

LEITHABERG DAC RIED JOISER JUNGENBERG

CHARDONNAY 2017

Glimmerschiefer durchsetzt mit kalkhaltigem

Lehm, Ausbau im großen Stockinger-Holzfass +

Betonei + 500-Liter-Holzfass

13,5 Vol.-%, NK. Mittleres Grüngelb, Silberreflexe.

Reife Ananasfrucht, ein Hauch von Mango, zart

nussige Nuancen, aber floraler Touch, attraktives

Bukett. Saftig, gute Komplexität, weißes Steinobst,

mineralisch, eine Andeutung von Rancio im Finale,

sehr gute Länge, zart nach Babybanane im Finish.

93

BLAUFRÄNKISCH LEITHABERG DAC RIED

JOISER JUNGENBERG 2016

Glimmerschiefer durchsetzt mit kalkhaltigem

Lehm, Ausbau im Barrique

13 Vol.-%, NK. Kräftiges Rubingranat, violette Reflexe,

dezente Randaufhellung. Zart nach Weichseln,

Morellokirschen, eher rotbeerige Nuancen, floraler

Touch, etwas Hibiskus, dunkle Schiefer-Mineralität.

Straff, rotbeerig, engmaschig, finessenreiche Säurestruktur,

salzige Mineralität, eher mittlere Länge,

zitroniger Touch im Rückgeschmack.

95

BLAUFRÄNKISCH LEITHABERG DAC RIED

JOISER GRITSCHENBERG 2016

Purer Leithakalk, Ausbau im 700-Liter-

Holzfass

13,1 Vol.-%, NK. Dunkles Rubingranat, violette Reflexe,

zarte Randaufhellung. Sehr verhalten, schwarze

Kirschenfrucht, frische Orangenzesten, steinige Mineralität,

feine Kalknoten. Straff, knackig, reife Weichselfrucht,

dezente Extraktsüße, wieder sehr mineralisch,

bleibt lange haften, lang anhaftend, etwas Nougat im

Nachhall.

95

LEITHABERG DAC RIED JOISER JUNGENBERG

CHARDONNAY 2016

Glimmerschiefer durchsetzt mit kalkhaltigem

Lehm, Ausbau im 500-Liter-Holzfass + Betonei

13 Vol.-%, NK. Mittleres Gelbgold, Silberreflexe. Zart

nach kandierten Mandarinenzesten, feine rotbeerige

Nuancen, floraler Touch, ein Hauch von Limetten und

weißen Blüten im Hintergrund. Ausgewogen, elegante

Textur, dezente Fruchtsüße, markante nussige Rancio-Note

im Abgang, wirkt im Finale eher leichtfüßig

und gut entwickelt, salziger Nachhall.

BLAUFRÄNKISCH LEITHABERG DAC RIED

JOISER JUNGENBERG 2015

Glimmerschiefer durchsetzt mit kalkhaltigem

Lehm, Ausbau im 500-Liter-Holzfass

12,5 Vol.-%, NK. Kräftiges Rubingranat, violette Reflexe,

dezente Randaufhellung. Nuancen von Hagebuttenmarmelade,

rotbeeriges Konfit, zart nach Mandarinenzesten.

Saftig, rotfruchtiger Körper, straff und

anhaltend, feine Kirschenfrucht im Abgang, mineralisch

auch im Finale, kann bereits angetrunken werden,

verfügt über sicheres Reifepotenzial.

BLAUFRÄNKISCH GRITSCHENBERG 2013

Purer Leithakalk, Ausbau im 500-Liter-

Holzfass 2-jährig

13 Vol.-%, NK. Dunkles Rubingranat, violette

Reflexe, zarte Randaufhellung. Zart rauchig,

leicht reduktiv, ein Hauch von Schießpulver,

noch unzugänglich. Am Gaumen straff,

salzig, rotbeerige Nuancen, die Frucht ist

noch ziemlich abgedeckt, braucht noch einige

Jahre mehr, verfügt fraglos über großes

Potenzial.

94

94

95

LEITHABERG DAC RIED JOISER JUNGENBERG

CHARDONNAY 2013

Glimmerschiefer durchsetzt mit kalkhaltigem

Lehm, Ausbau im 500-Liter-Holzfass

13,5 Vol.-%, NK. Mittleres Grüngelb, Silberreflexe.

Frische gelbe Tropenfrucht, ein Hauch von Akazienhonig,

weißer Pfirsich, feine Kräuterwürze, facettenreiches

Bukett. Saftig, elegant, straffe Textur, angenehme

Extraktsüße, frisch strukturiert, bleibt gut haften,

ein eleganter Speisenbegleiter mit Reifepotenzial.

BLAUFRÄNKISCH JUNGENBERG 2013

Glimmerschiefer durchsetzt mit kalkhaltigem

Lehm, Ausbau im 500-Liter-Holzfass 2-jährig

13 Vol.-%, NK. Kräftiges Rubingranat, violette Reflexe,

dezente Randaufhellung. Dezent balsamisch unterlegte

Brombeernuancen, zart nussig, ein Hauch von

Stangensellerie, mineralischer Touch. Frisch und elegant,

rote Herzkirschen, straffe Mineralität, lebendig

strukturiert, bleibt sehr gut haften, femininer als 2012,

finessenreich und mit guter Zukunft ausgestattet.

BLAUFRÄNKISCH GRITSCHENBERG 2012

Purer Leithakalk, Ausbau im 500-Liter-

Holzfass neu

14,5 Vol.-%, NK. Dunkles Rubingranat, violette

Reflexe, zarte Randaufhellung. Reife schwarze

Beerenfrucht, etwas Lakritze, Nougat, sehr vielschichtiges

Bukett, zart nach Karamell. Saftig,

komplex, extraktsüß, feine, runde Tannine, sehr

gute Länge, frisch und straff, schokoladiger

Abgang, ein Herrenwein, bereits gut antrinkbar.

Fotos: beigestellt

82

falstaff jul–aug 2019

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wein / WORLD CHAMPION

..

WELTMEISTER DER

PASTELLTO

Sacha Lichine trägt den Namen

einer Familie, die über Dekaden mit

Bordeaux verbunden war. Doch seit

dem Jahr 2006 macht Lichine nur

noch Wein in der Provence – und

fast ausschließlich Rosé.

TEXT ULRICH SAUTTER

Fotos: Sara Matthews, MOUlAL, beigestellt

84 falstaff jul–aug 2019

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NE

Fotos: Sara Matthews, MOUlAL, beigestellt

Château d’Esclans

spielt auch im äußeren

Erscheinungsbild

mit den Blau- und

Violetttönen der

Provence und mit

dem Orangerosa der

Rosé-Weine.

jul–aug 2019

falstaff

85

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wein / WORLD CHAMPION

Die Geschichte von

Alexis Lichine, Vater

von Sacha Lichine, ist

eine dieser Geschichten,

wie sie das 20. Jahrhundert

des Öfteren schrieb: Als die

Oktoberrevolution ausbricht, hält es

Sacha Lichines Großvater für besser, Sankt

Petersburg zu verlassen. Der vermögende

Bankier gelangt mit seiner Frau und dem

vierjährigen Sohn Alexis über Sibirien nach

Tokio, von da nach San Francisco und

schließlich nach New York. Dort bleibt die

Familie einige Jahre, ehe sie weiterzieht:

nach Paris. Dieser Zweiklang der

Zufluchtsorte USA und Frankreich sollte

Alexis Lichines Leben prägen und später

ebenso dasjenige seines Sohnes Sacha.

EIN BRÜCKENSCHLAG VON

FRANKREICH ZU DEN USA

Bordeauxliebhaber kennen den Namen

Lichine vor allem als den Bestandteil eines

4ème Cru Classé aus Margaux: Prieuré-

Lichine. Es war 1951, als Alexis Lichine das

heruntergekommene Château Prieuré-Cantenac

erwarb – angeblich um 11.000 Pfund

Sterling, einen Betrag fernab der heute üblichen

Summen. Anschließend baute er das

Was könnte das Farbenspiel eines Rosés

schöner zur Geltung bringen als eine

Weißglasflasche? Dieser Optik sind auch

die Weine von Sacha Lichine verpflichtet.

Gut, das beim Kauf nur noch über vier

Hektar Reben verfügte, langsam wieder auf

und benannte es mit dem Segen der Behörden

um. Das Kapitel Prieuré-Lichine ist

jedoch weder Lichines einzige noch seine

bedeutendste Leistung. Denn der in Bordeaux

hoch Angesehene verstand sich selbst

vor allem als Autor und Kommunikator. So

schrieb er ein umfassendes Kompendium

über Frankreichs Weine (erschienen ebenfalls

1951) und versuchte sich zweimal –

1962 und 1978 – als Reformator der Bordeaux-Klassifikation.

Vor allem aber öffnete

Alexis Lichine dem französischen Wein den

Weg in die USA. Schon als 1933 die Prohibition

in den USA endete, hatte

der gerade 20-Jährige für die

»New York Herald Tribune«e in

Frankreich Anzeigen verkauft –

vor allem an Cognac- und Champagnermarken.

Als Lichine 1955 »Alexis

Lichine Negociants« mit Basis in

New York gründete, stieg er in den USA

zum bedeutendsten Importeur feiner und

rarer Weine aus Frankreich auf.

Nach Alexis Lichines Tod im Jahre 1989

musste sein Sohn Sacha jedoch feststellen,

dass die Kapitaldecke in den Unternehmen

seines Vaters dünner war als gewünscht.

1999 sah er sich gezwungen, das Weingut

der Familie in Margaux zu verkaufen. Zeit

für einen Schnitt. Und einen Neuanfang.

NEUE HEIMAT PROVENCE

In der Provence fand Sacha Lichine im Jahr

2006 ein neues Zuhause – und den idealen

Ort für seine eigenen, ungewöhnlichen Pläne:

»Die Provence ist die spirituelle Heimat

des Rosés«, so Lichine. »Hier lässt sich die

ganze Finesse der französischen Weinbereitungstradition

mit Storytelling verbinden.«

Der Erfolg bestätigt diese Einschätzung

Lichines. Und mehr noch: Mit seiner Entscheidung,

in die Provence zu gehen, bewies

Lichine auch ein exzellentes Gespür fürs

>

Fotos: Sara Matthews, beigestellt

86 falstaff jul–aug 2019

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Fotos: Sara Matthews, beigestellt

Für erstklassigen Rosé ist

Handarbeit unerlässlich – ganz

besonders bei der Lese (o.).

Unten: Barriqueausbau.

Als die Oktoberrevolution ausbricht, verlässt Sacha Lichines Großvater St. Petersburg. Der

Zweiklang der Fluchtziele Frankreich und USA prägt auch die kommenden Generationen.

jul–aug 2019

falstaff

87

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wein / WORLD CHAMPION

Sacha Lichine hat

nur selten Muße,

ein Glas Rosé im

Park von Château

d’Esclans zu trinken

– er ist auf der

ganzen Welt

unterwegs, vor

allem in die USA.

>

Timing. Denn gerade, als er die Weine

seines Château d’Esclans zu lancieren

begann, begann sich auch eine Rosé-Mode

aufzubauen, deren Ende auch heute nicht

absehbar ist: Weltweit zeigen Rosé-Verkäufe

noch immer zweistellige Wachstumsraten. In

den USA wurden im aktuell erfassten Jahr

2017 laut Zahlen von Business France

24 Millionen Flaschen Rosé de Provence

verkauft, ein Plus von 14 Prozent zum Vorjahr

und eine Verfünffachung seit 2010. Ein

guter Anteil dieses Booms – die Rede ist von

etwa fünf Millionen Flaschen – geht auf das

Konto von Sacha Lichine. Auch hier zeigt

sich wieder die Stärke der Familie, dies- und

jenseits des Atlantik präsent sein und Brücken

bauen zu können.

Dabei war es anfangs vielleicht vor allem

Lichines Provokation, für die Top-Cuvée

Garrus einen dreistelligen Euro-, Dollarbzw.

Pound-Sterling-Preis pro Flasche aufzurufen,

der auch den Einstiegsweinen

Whispering Angel und Rock Angel Aufmerksamkeit

garantierte. Inzwischen haben

jedoch beide Etiketten auch für sich allein

einen ausgezeichneten qualitativen Ruf: der

Whispering Angel durch eine Zugänglichkeit

ohne jeden Kitsch und durch eine in

dieser Preisklasse sehr beachtliche Verfeinerung.

Der Rock Angel als eine kulinarische

und mineralische Zuspitzung dessen, was

man früher schon als das High End des

provenzalischen Rosé-Schaffens angesehen

hätte: frisch und fein nuanciert auf der

einen Seite, stoffig mit durchaus fordernder

Die Provence hat das Zeug

dazu, beim Rosé den

Goldstandard zu setzen –

wie die Champagne beim

Schaumwein.

Ein starkes Quartett – und eine Treppe zu immer

größerem Rosé-Genuss: Whispering Angel, Rock

Angel, Les Clans, Garrus.

Struktur und ausgezeichneter Länge auf der

anderen.

Die beiden preislich höher angesiedelten

Rosés sind beide vom Barriqueausbau

geprägt. Dabei ist der etwas weichere und

cremigere Les Clans vielleicht der gewöhnungsbedürftigere.

Ob dieser Wein als Wein

wirklich vom Holz profitiert, darüber kann

man durchaus geteilter Meinung sein.

Sicher ist jedoch, dass die Art des Ausbaus

die kulinarische Einsatzmöglichkeit dieses

Rosés in Bereiche erweitert, für die man

sonst eher zu einem getragenen, gewichtigen

Weißwein gegriffen hätte.

Garrus wiederum, der Schlussstein des

Lichine’schen Rosé-Schaffens, gekeltert aus

80-jährigen Grenache-Reben, die auf einer

windoffenen Anhöhe stehen, ist ein Rosé

komplett eigener Art: mit einer rotweinartigen

Tiefe, mit einer weißweinartigen

Unbeschwertheit und mit einer Frucht, die

in ihrer Verbindung aus delikater Feinheit

und intensivster Präsenz den Inbegriff dessen

ins Glas bringt, was man sich in seinen

kühnsten Träumen unter einem hellen

Wein aus dunklen Trauben vorstellt. Ein

Kulturprodukt, in dem sehr viel Reflexion

und sehr viel Erfahrung stecken, und auch

der unternehmerische Wille, die Grenzen

des Machbaren immer weiter auszuloten.

In der Vergangenheit, das wird in den

letzten Jahren immer deutlicher, wurden

diese Grenzen in der Provence vielleicht

viel zu bescheiden abgesteckt. »Die

Provence hat das Zeug dazu«, so Lichines

Credo, »beim Rosé den Goldstandard zu

setzen, wie die Champagne beim Schaumwein.«

Der Rosé als Weinkategorie eigenen

Rechts – mit eigenen Kultweinen, eigenen

Stildifferenzen und eigenen Geschichten:

Für diese Botschaft hat die Weinwelt gerade

keinen eloquenteren Fürsprecher als

Sacha Lichine.

<

Fotos: beigestellt

88 falstaff

jul–aug 2019

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zur Anwendung. Details zu den Konditionen entnehmen Sie dem Aushang oder der Website Ihrer Erste Bank oder Sparkasse.

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Auch beim Rosé bringt der Ertrag

alter Reben den besten, weil

extraktreichsten Wein.

Nachlesen

Alle Teile aus der Serie

»World Champions« unter

falstaff.com/champ

BEST OF LICHINE

96

93

91

2017 GARRUS CÔTES DE

PROVENCE ROSÉ

Château d’Esclans

La Motte en Provence

Hefe, Holz. Rote Ribisel. Kreuzkümmel.

Seidenweich und zart

fließend, eine Schicht Cremigkeit,

eine Schicht phenolisches Velours,

dann unmittelbar taktil-mineralisch,

beeindruckend, wie schwerelos

und frisch Extrakt und Alkohol

trotz hoher Dichte wirken. Delikater

Abgang mit Minze und Wacholder.

Ein Rosé-Grand Cru.

weinco.at

€ 119,–

2018 ROCK ANGEL CÔTES DE

PROVENCE ROSÉ

Château d’Esclans

La Motte en Provence

Pastellfarben. Walderdbeere,

Süßkirsche, rote Ribisel. Am Gaumen

saftig und feinnervig, mineralisch

grundiert, eine Schicht seidiger

Phenole, ungekünstelte Frische,

dicht und lang, fast schon

zum Kauen, ein animierender, faszinierend

vielschichtiger und kompletter

Wein in Pink. Guter Speisenbegleiter.

weinco.at

€ 34,95

2018 WHISPERING ANGEL

CÔTES DE PROVENCE ROSÉ

Château d’Esclans

La Motte en Provence

Nicht zu hell in der Farbe. Himbeerbonbon

im Duft, Hefe, noch

sehr jugendlich und primärfruchtig.

Am Gaumen mit gezügelter

Wucht, geschmeidig gebaut mit

milder Säure und straffer Dichte,

gut strukturiert, leicht phenolisch

in der Gaumenmitte, beerig im

Abklang. Ein hochwertiger Sommer-Rosé

für Pool und Terrasse.

weinco.at

€ 23,95

95

93

2016 GARRUS CÔTES DE

PROVENCE ROSÉ

Château d’Esclans

La Motte en Provence

Hintergrund, ein Hauch von Orangenblüten,

ungemein vielschichtig

und anziehend, verführerisches

Bukett. Saftig, engmaschig, reife

weiße Fruchtnuancen nach Apfel

und Melone, feiner Säurebogen,

salzig-mineralisch im Finish,

dezente Süße im Abgang, tolle

Länge, verfügt über Reifepotenzial,

viel besser geht Rosé wohl nicht.

vinello.at, € 124,99

2017 LES CLANS CÔTES DE

PROVENCE ROSÉ

Château d’Esclans

La Motte en Provence

Deutlich holzgeprägt im Duft.

Verschlossene Frucht, eher balsamisch

als beerig. Am Gaumen

mit cremigem Ansatz, rund und

füllig, ganz schmeichelhaft und

rund, mit nahtlos inte grierter

Säure und süßer Abgangsfrucht.

Ein Textur-Wunder, das auch zu

Grilladen bestehen kann.

belvini.de

€ 49,90

INFO

KONTAKT WEINGUT:

Château d’Esclans, 4005 route de Callas

F–83920 La Motte en Provence

Öffnungszeiten der Boutique: von 1. Mai bis

30. September täglich 10–19 Uhr; von 1. Oktober

bis 30. April Mo–Do 10–18 Uhr, Fr/Sa 10–19 Uhr,

So geschlossen. esclans.com

Fotos: Sara Matthews, beigestellt

90 falstaff jul–aug 2019

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PERRIER-JOUËT / promotion

DAS JUWEL

ÜBER WIEN

In der Wiener Innenstadt bezaubert seit Juni ein Pop-up

auf einer exklusiven Dachterrasse mit edlen Perrier-Jouët-

Champagnerdrinks und traumhaftem Ausblick.

Fotos: © Tim Walker, Jenni Koller

W

ie sagte der amerikanische

Schriftsteller Mark Twain

so treffend: »Champagner

ist wohl die glückhafteste

Inspirationsquelle.« Die »Spelunke«-Gründer

und der Boutique-Champagner Perrier-

Jouët machen Wien um einen Hotspot reicher.

Unvergessliche Nächte über den Dächern

Wiens sind so vorprogrammiert.

Ein wahres »Juwel«, farbenfroh, rar und

exklusiv zugleich, das bis zum 27. September

über der Stadt funkeln wird, befindet sich

zurzeit im 15. Stock in der Wiener Taborstraße

1–3 im zweiten Wiener Gemeindebezirk.

Mit wild-floralen und exotischen Mustern,

chic und modern, wird hier ganz im Perrier-

Jouët Champagner-Stil ein wahrer »Eden

Garden« erschaffen.

Das »Juwel«, der Sommer-Hotspot 2019,

verspricht unvergessliche Abende mit prickelnden

Drinks in den unterschiedlichsten

Champagner-Qualitäten sowie -Jahrgängen.

Und das alles bei einem atemberaubenden

Ausblick über die Wiener Innenstadt direkt

von der wunderschönen »Juwel«-Terrasse.

Sowohl indoor als auch outdoor, bei Schönund

Schlechtwetter, ist der Sommer-Hotspot

ein Highlight für alle Sinne.

Eine Registrierung ist online oder direkt

vor Ort möglich. In diesem Sinne steht der

»Eden Garden« Rooftop-Hoppern bis

27. September als Place-to-be offen.

PERRIER-JOUËT CHAMPAGNER

Das 1811 gegründete Champagnerhaus Perrier-Jouët

in Épernay, der Hauptstadt der

Côte des Blancs, setzt auf Perfektion und

höchste Qualität. Die Weingärten erstrecken

sich über 78 Hektar und sind in den besten

Lagen, zum Großteil Grand Crus, zu finden.

Mehr als 200 Jahre verkörpert der Perrier-

Jouët-Stil Anmut und Eleganz.

Der Name des Champagners geht auf den

Nachnamen seines Gründers, des Korkfabrikanten

Pierre Nicolas Perrier, und den Mädchennamen

seiner Frau, Adele Jouët, zurück.

Die beiden heirateten im Zeichen der Anemonen

– und so sind die Blumen ihres Hochzeitsstraußes

bis heute das Emblem auf jeder

Flasche. Und mit den besten Lagen in der

Champagne erlangte das charakterstarke

Champagnerhaus Perrier-Jouët innerhalb

kurzer Zeit ein ausgezeichnetes Prestige, das

bis heute währt.

INFO

Öffnungszeiten

Di bis Do 18 bis 2 Uhr

Fr und Sa 18 bis 4 Uhr

T: +43 1 2124737

E-Mail: office@juwel.wien

juwel.wien

jul–aug 2019 falstaff 91

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promotion / PENNY MARKT

WEINVIELFALT AUS

ÖSTERREICH

Penny Markt garantiert ein ausgewogenes Sortiment und österreichische Weine

in Top-Qualität zum attraktiven Diskontpreis.

Herbert Toifl, Geschäftsführer

Weinkellerei Wegenstein.

Penny Markt arbeitet

mit namhaften Weinkellereien

und Winzern

in Österreich intensiv

zusammen und garantiert so eine

breite Sortenvielfalt für individuelle

Ansprüche. Dank dieser

Partnerschaften auf höchstem

Qualitätsniveau kann Penny

Markt seinen Kundinnen und

Kunden in allen Weinsegmenten

attraktive Angebote machen, die

immer wieder aufs Neue überzeugen.

Die Palette reicht vom

frisch-fruchtigen Weingenuss für

den Abend auf der Terrasse bis

hin zu gehaltvollen Weinen, die

beim Dinner mit Freunden beste

Figur machen.

Der »Zehn« etwa ist mit seinen

zehn Prozent Alkohol als

leicht gewichtiger Wein besonders

beliebt an lauen Sommerabenden

oder auch bei gesundheitsbewussten

Genießerinnen und Genießern.

Erfrischend und wohlschmeckend

reiht sich auch der

»Well« dazu, ein Welschriesling

mit Charakter. »Echt Guat« in

Rot und Weiß sind aktuelle Neukreationen

mit viel Frucht und

Tiefgang – für junge Leute und

Partylaune. Ein Trendsetter ist

auch der »Gemischte Satz« für

Kenner und Weinliebhaber, der

sehr gut zu Speisen der traditionellen

heimischen Küche passt.

Für das große Weinvergnügen

sorgt schließlich die Serie »Feinstein«,

die eine selektierte Auswahl

an exzellenten reifen Weinen

für höhere Ansprüche und

besondere Gelegenheiten bietet.

Alle genannten Weine produziert

die Weinkellerei Wegenstein exklusiv

für Penny Markt. Die

Weinkellerei Wegenstein arbeitet

mit mehr als 600 Partnerwinzern

in Österreich zusammen und

sorgt konsequent für anspruchsvolle

Qualität.

QUALITÄT ZUM KLEINEN

PREIS

Besonderen Wert legt man bei

Wegenstein auf Partnerschaften

mit Winzern: »Wir sind unseren

Partnern langfristig verbunden

und sehen uns als Team im

Dien ste unserer Kundinnen und

Kunden«, erläutert Geschäftsführer

Herbert Toifl, dem auch

Ressourcenschonung ein besonders

großes Anliegen ist: Mit der

aktiven Teilnahme der Handelsfirma

Penny Markt an »Blühendes

Österreich« hat Wegenstein

eine Vorreiterrolle für die Wein­

branche im österreichischen Lebensmittelhandel

eingenommen,

bei der die Erhaltung und die

Entwicklung bedrohter Lebensräume

gefördert und geschützt

wird. »Mit dem Beitrag von einem

Cent pro verkaufter Flasche

unterstützt Wegenstein

konsequent die Erhaltung ursprünglicher

Naturlandschaften

und Artenvielfalt«, freut sich

Herbert Toifl über die zukunftsweisende

Initiative.

INFO

Die Weinkellerei Wegenstein produziert

exklusiv für Penny Markt Topweine.

Fotos: beigestellt, © Michael Reidinger, Steve Haider

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falstaff jul–aug 2019

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Erhältlich bei:

Fotos: beigestellt, © Michael Reidinger, Steve Haider

88 von 100 Falstaff-Punkten

Zehn 2018

10 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.

Etwas Kräuterwürze, feine Apfelfrucht,

ein Hauch von Zitrus. Feine Struktur, zartes

weißes Kernobst, bereits gut antrinkbar,

unkompliziertes Trinkvergnügen.

UVP € 2,79

87 von 100 Falstaff-Punkten

Well Welschriesling NV

12 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.

Feine Würze, weiße Tropenfrucht, tabakig,

ein Hauch von Grapefruit. Mittlerer

Körper, frische Struktur, Apfelnoten im Abgang,

salzig im Nachhall, individuell einsetzbar.

UVP € 1,99

90 von 100 Falstaff-Punkten

Zweigelt Marie Luise 2018

11,5 Vol.-%, DV. Zartes Lachsrosa, Orangereflexe.

Etwas Kräuternoten unterlegen Walderdbeeren,

floraler Touch, zart nach Papaya.

Mittlerer Körper, lebendige Säurestruktur,

mineralisch, feine Kirschenfrucht im Abgang,

frischer Sommerwein.

UVP € 3,79

89 von 100 Falstaff-Punkten

Echt Guat Weißer 2018

12 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.

Weiße Apfelfrucht, etwas Guave, zart

nach Wiesenkräutern. Frische Struktur, extraktsüß

nach Pfirsich, feinwürzig im Nachhall,

lebendiger Speisenbegleiter.

UVP € 2,99

88 von 100 Falstaff-Punkten

Echt Guat Roter 2018

13 Vol.-%, DV. Kräftiges Rubingranat, violette

Reflexe, zarte Randaufhellung. Zart nach

Herzkirschen, etwas Tabakwürze, feine Zitruszesten,

Wiesenkräuter. Mittlerer Körper,

rundes Tannin, frische rote Beerenfrucht,

unkompliziert anzutrinken. UVP € 2,99

87 von 100 Falstaff-Punkten

Gemischter Satz 2018

12 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.

Zarte Kräuternuancen, etwas Apfelfrucht, tabakig,

Orangenzesten. Salzig, eingebundene

Säurestruktur, zart mineralisch, weiße Fruchtnoten,

unkompliziertes Trinkvergnügen.

UVP € 2,49

89 von 100 Falstaff-Punkten

Feinstein Grüner Veltliner 2018

12 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.

Zart nach Kräuterwürze, etwas gelbe Fruchtnuancen,

Blütenhonig klingt an. Mittlerer Körper,

balancierte Struktur, extraktsüß nach

Mango im Abgang, bereits gut antrinkbar,

guter Speisenbegleiter. UVP € 3,99

88 von 100 Falstaff-Punkten

Feinstein Riesling 2018

12 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.

Feiner Zitrustouch, etwas weißes Steinobst,

Kräuternoten klingen an. Mittlerer Körper,

feinwürzig, balancierte Säurestruktur, mineralisch,

etwas adstringierend im Nachhall,

bereits gut antrinkbar. UVP € 3,99

89 von 100 Falstaff-Punkten

Feinstein Zweigelt 2018

13,5 Vol.-%, DV. Mittleres Rubingranat, violette

Reflexe, breitere Randaufhellung. Etwas

Kräuterwürze, rotes Waldbeerenkonfit, ein

Hauch von Kirschen. Tabakig, fruchtsüß, eingebundene

Tannine, etwas zerfließend im Abgang,

Zwetschge im Nachhall, bereits gut antrinkbar.

UVP € 3,99

87 von 100 Falstaff-Punkten

Feinstein Blaufränkisch 2017

13,5 Vol.-%, DV. Kräftiges Rubingranat, violette

Reflexe, zarte Randaufhellung. Etwas Brombeere

unterlegt mit Kräuternuancen, feiner

Cassistouch, Holzwürze klingt an, Orangenzesten.

Mittlerer Körper, präsentes Tannin, etwas

vegetal, dunkle Beerenfrucht im Abgang,

bereits gut antrinkbar. UVP € 3,99

jul–aug 2019

falstaff 93

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cover / SOMMERBOWLEN

SUPER

BOWL

Kein Getränk peppt eine Sommerparty besser auf als eine herrlich kühle,

farbenfrohe Bowle. Also feiern wir das Comeback des Klassikers und

servieren Ihnen sechs Rezepte, die Lust auf mehr machen.

TEXT URSULA MACHER FOTOS JULIA STIX ASSISTENZ KATHARINA WOSCHNY

94 falstaff jul–aug 2019

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SCHÜSSEL STAMM.AT

GLÄSER LEONARDO.DE

SANGRIA

DE LUXE

ZUTATEN

0,5 l Brandy

0,7 l Cava (bzw. Prosecco oder Sekt)

0,1 l frischer Zitronensaft

0,3 l frischer Orangensaft

0,7 l Frucade

diverse Beeren (nach Belieben)

diverse Zitrusfrüchte (nach Belieben)

ALLGEMEINE INFO

– Alle Zutaten im Bowlengefäß vermischen und sanft umrühren.

– 20 Eiswürfel hinzufügen, um etwas Schmelzwasser und Kälte

zu gewinnen.

– Danach immer auf frischem Eis servieren.

– Sämtliche Angaben sind keine Vorschriften, sondern Richtlinien

(nach Belieben mit Zucker oder Säure nachbessern und

ausbalancieren).

95

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cover / SOMMERBOWLEN

BASIL

BRASIL

ZUTATEN

0,5 l Cachaça

0,7 l Cava (bzw. Prosecco/Sekt)

0,5 l frischer Limettensaft

0,3 l Monin Rohrzucker

0,5 l Balis (Basilikum-Limonade)

1 Bund frisches Basilikum

20 Stk Limequat

SCHÜSSEL & GLÄSER STAMM.AT

Wolfgang Amadeus

Mozart war ein Fan –

im 18. Jahrhundert zählte

das Schlürfen am Bowle-

Glas nämlich zum guten Ton.

David Schober ließ seiner Kreativität freien Lauf und

mixte für Falstaff im »Kleinod Stadtgarten«

herrlich-sommerliche Bowlen.

Oft werden englische Seefahrer

als Erfinder der Bowle gehandelt

– vielmehr waren es

jedoch die Inder, die britischen

Offizieren im Osten des

Landes den Drink mixten: fünf Zutaten in

einer Schüssel (»pantsch« steht für fünf) –

fertig. Der »Punch«, gemeinhin als Bowle

geläufig, begeisterte die Briten jedenfalls so

sehr, dass sie ihn im 17. Jahrhundert gleich

mit nach Europa brachten. Seither hat die

Bowle einige Ups & Downs erlebt, zu ihren

Fans zählte etwa Wolfgang Amadeus

Mozart – im 18. Jahrhundert gehörte das

Schlürfen am Bowle-Glas nämlich zum

guten Ton. Noch in den 1960er- und

1970er-Jahren lag der Punch voll im Trend,

ehe er über diverse Partykeller endgültig

den Weg in die Versenkung fand.

ERLAUBT IST, WAS SCHMECKT

Höchste Zeit also, dieses Getränk wieder

aufleben zu lassen – und das hat gleich mehrere

Gründe. Zum einen sind die hübsch

gefüllten Schüsseln bei jedem Grill- oder

Partybuffet ein Hingucker, zum anderen

gibt es inzwischen allerhand Möglichkeiten,

Bowlen richtig aufzupeppen, wie auch

David Schober, Mastermind des »Kleinod

Cocktail Salon«, weiß: »Man kann sich bei

Bowlen inzwischen richtig austoben. Wichtig

ist eine Balance aus Süße und Säure,

auch das Verhältnis zu den restlichen Zutaten

muss passen.« Und auch diese sind

inzwischen erwachsen geworden: Statt wie

ursprünglich Wein dürfen heute auch Spirits

wie Wodka oder Rum in die Schüssel, aufgegossen

wird mit Prosecco oder Champagner.

Und statt ewig in Alkohol eingelegter

Früchte springen heute frische in die Schüssel.

Aber Achtung: die Früchte in mundgerechte

Stücke schneiden, auch mit dem Eis

in der Bowle eher sparsam umgehen. Schober:

»Wasser ist zwar eine wichtige Zutat,

aber es ist besser, man gibt weniger in die

Schüssel, dafür mehr davon ins Glas. Sonst

verwässert es die Bowle.«

Für Falstaff hat der kreative Barchef

sechs brandneue Varianten aus dem Hut

gezaubert, die auf aktuellen Trend-Drinks

basieren und perfekt in den Sommer passen

(Infos zu Workshops unter cocktailsalon@

kleinod.wien). Wohl bekomm’s!

>

96 falstaff jul–aug 2019

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Meine Donau

ist auf meiner

Wellenlänge.

Was mir an meiner Donau so gefällt? Meine Donau weiß worauf es mir ankommt und dass ich für meine

Gesundheit nur das Beste will. Mit der Donau Krankenversicherung werden mir Spitalsaufenthalte so

angenehm wie möglich gemacht. Bei ambulanten Behandlungen kann ich den Arzt frei wählen und die

beste Hilfe in Anspruch nehmen. So stell ich mir das vor. Mehr auf donauversicherung.at

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cover / SOMMERBOWLEN

SCHÜSSEL & GLÄSER LEONARDO.DE

Auch bei Bowlen kommt

es auf die Mischung an:

Die Balance zwischen süß

und sauer muss stimmen,

ebenso das Verhältnis zu

den restlichen Zutaten.

LA LA LAND

CHAMPAGNE

ZUTATEN

0,5 l Wodka

0,7 l Champagner

0,3 l Licor 43

0,3 l frischer Limettensaft

0,5 l Passionsfruchtsaft

1 Bund frische Minze

0,5 l Ginger Beer

98 falstaff jul–aug 2019

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mionetto_233x300+5.indd 1 18.06.19 10:50

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cover / SOMMERBOWLEN

SCHÜSSEL & GLÄSER CUISINARUM.AT

ITALIAN

SPRITZ

PUNCH

ZUTATEN

0,5 l Aperol

0,7 l Prosecco

0,3 l frischer Zitronensaft

0,3 l Blutorangensaft

0,1 l Monin Rohrzucker

0,7 l Soda

diverse Zitrusfrüchte

(nach Belieben)

Rhabarberwürfel

(nach Belieben)

PIMM’S

PUNCH

NO. 1

ZUTATEN

0,7 l Pimm’s No. 1

0,5 l Prosecco

0,1 l Himbeeressig

0,1 l Monin Rohrzucker

1 Ginger Ale oder Zitronenlimo

Fruchtsalat (nach Belieben)

(Zitrusfrüchte, Beeren, Gurke

nach Belieben)

SCHÜSSEL & GLÄSER LEONARDO.DE

100 falstaff jul–aug 2019

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UNSER

TIPP!

Ein Rosmarinzweig,

Salbeiblatt oder eine

Zitronenzeste im

Glas intensiviert

das Aroma!

Enjoy responsibly.

@Averna_Austria

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cover / SOMMERBOWLEN

MANGO

TANGO

ZUTATEN

0,6 l dunkler Rum

0,3 l frischer Limettensaft

0,5 l Mango-Tee

0,2 l Monin Rohrzucker

0,7 l Prosecco

diverse tropische Früchte

SCHÜSSEL LEONARDO.DE

GLÄSER LOBMEYR.AT

102 falstaff jul–aug 2019

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LILLET / promotion

SO SCHMECKT DER

SOMMER

Ein genussvoller Abend beginnt mit einem Aperitif.

Der Aperitif ist der erste Drink

des Abends – er weckt die Freude

auf alles, was noch folgt, und

stimmt auf eine großartige Sommernacht

ein. Ob bitter, fruchtig-süß oder

prickelnd – jeder Drink hat dabei seine

ganz individuelle Note und Kultur. Besonders

in der französischen und italienischen

Küche hat der Aperitif eine lange Tradition,

die die ÖsterreicherInnen längst für sich

entdeckt haben.

Ob pur, als leichter Aperitif-Drink oder

als genussvolle Cocktailzutat: Lillet schmeckt

aufgrund seiner Vielfalt in jeder Variation

einfach köstlich. Der unverkennbar frische

Geschmack des beliebten Weinaperitifs setzt

der geschmacklichen Fantasie keine Grenzen

und kann nach individuellen Wünschen gemischt

werden.

FRISCH, FRUCHTIG, FRANZÖSISCH

Einerseits besteht Lillet aus erlesenen Weinen

aus dem weltbekannten Anbaugebiet rund

um Bordeaux, andererseits aus natürlichen

Mazeraten exotischer Zitrusfrüchte. Lillet

wird übrigens bis heute ausschließlich in

Podensac hergestellt – nach einem al ten

Familienrezept aus dem 19. Jahrhundert.

Die diesjährigen Sommervariationen von

Lillet tragen klingende Namen wie »Lillet

Citrosé«, »Lillet Balis« oder »Lillet Jolie«.

Je nach Mixtur entfaltet Lillet seinen einzigartigen

Charakter anders und lädt neben den

traditionellen Rezepten dazu ein, intuitiv immer

neu »erfunden« zu werden. Lillet bringt

den Sommer ins Glas. Mais oui!

INFO

Weitere Rezepte gibt es unter:

pernod-ricard.at/marken/lillet

oder

facebook.com/lillet.austria

Mit diesen Lillet-Drinks begrüßen wir den Sommer

Fotos: © Pernod Ricard Austria

LILLET CITROSÉ

5 cl Lillet Rosé

10 cl Zitronenlimonade

oder alternativ

Bitter Lemon

Eiswürfel

GARNITUR

Minze &

Zitrone

LILLET BALIS

5 cl Lillet Blanc

10 cl Balis

Basilikum

Ingwer-Drink

1 Schuss

Sodawasser

Eiswürfel

GARNITUR

Basilikum &

Limette

LILLET JOLIE

5 cl Lillet Rosé

10 cl Grapefruit-

Limonade

Eiswürfel

GARNITUR

Limette

jul–aug 2019 falstaff 103

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spirits / SPIRITS TROPHY 2019

BESTES

SORTIMENT

HANS REISETBAUER

Einen Destillateur zu finden, der in so gut

wie allen Disziplinen Außergewöhnliches

herzustellen imstande ist, ist oft nicht

leicht. Vielfalt und Qualität stehen für die Familie

Reisetbauer nach wie vor an vorderster

Stelle. Großmeister Hans Reisetbauer, der seit

einiger Zeit auf die Unterstützung seines Sohnes

Hans jr. bauen kann, stellt das auch dieses Jahr

wieder eindrucksvoll unter Beweis. Acht Brände

wurden mit 93 oder mehr Punkten ausgezeichnet,

wobei die Rote Williamsbirne (98 Punkte)

und der Brand aus den Trestern des berühmten

Weinguts Olivier Bernstein, der einige der besten

Lagen der Burgund – in diesem Fall Clos de

Bèze – bewirtschaftet, mit 97 Punkten besonders

hoch bewertet wurden.

104 falstaff jul–aug 2019

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Foto: beigestellt

SPIRITS

TROPHY

SIEGER

Alle Sieger

im Überblick unter

falstaff.com/spirits-trophy-19

Gesucht und gefunden:

Falstaff suchte auch heuer

wieder nach den besten

Edelbränden Österreichs.

Voilà!

TEXT ERHARD RUTHNER

Österreich kann sich zu Recht

als Nation der Edelbrenner

bezeichnen, sowohl was Vielfalt

als auch Innovationskraft

und nicht zuletzt Qualität

angeht. Heimische Destillateure sind

immer bestrebt, Traditionen zu wahren

und durch neue Kreationen weitere Varianten

in ihre Produktpalette einzubringen.

Gerade diese Vielfalt macht es der Verkostungsjury

einerseits nicht allzu leicht,

die Typizitäten seltener Pflanzen herauszuarbeiten,

andererseits ist es umso spannender,

einen Überblick über die Vielzahl an

Bränden zu bekommen. Klassiker wie Birne

und Quitte auf sehr hohem Niveau zu kosten,

ist ein wahres Vergnügen, allerdings

waren auch dieses Jahr wieder viele Kategorien

bemerkenswert. Bei Beerenfrüchten

ist neben der zahlreich vertretenen klassischen

Vogelbeere ein Trend zu speziellen

Sorten wie Aronia und Wildsammlungen

auszumachen. Daneben sind Brombeeren

sehr beliebt, wohingegen wenig Himbeerbrände

im Bewerb waren. Die Gemüsebrände,

die in den letzten Jahren eher verstärkt

zu beobachten waren, sind in diesem

Jahr nicht so häufig vertreten, dafür sind

exotische Früchte wie Orangen oder Bananen

wieder vermehrt aufgetreten. Viele

Tresterbrände, teils aus internationalen

Rohmaterialien, fielen mit besonders hohen

Punktezahlen auf, hierbei sind es wiederum

fassgelagerte Spezialitäten, die zu Höhenflügen

angesetzt haben. Besonders bei den

gereiften Apfelbränden könnte man, um es

mit einer Sportmetapher auszudrücken,

von einem Fotofinish sprechen. Dass heimische

Brenner sich auch mit internationalen

Spirituosenkategorien auseinandersetzen,

ist seit vielen Jahren kein Einzelfall mehr.

Diese Kreationen, seien es Whisk(e)y, Gin,

Rum oder dergleichen, werden hier nicht

abgebildet, sie sind in eigenen Verkostungsreihen

dabei und werden zusammen mit

internationalen Vertretern verkostet.

jul–aug 2019

falstaff

105

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spirits / SPIRITS TROPHY 2019

BRENNER DES JAHRES

SCHOSSER

Bei vielen Liebhabern von Edelbränden

gilt er als Fixpunkt in der Sammlung,

und auch für Gastronomen sind die Edelbrände

der Familie Schosser aus ihrem Sortiment

nicht wegzudenken. Die enorme Vielfalt

der Produkte und die fantastische Qualität der

Brände sorgten einmal mehr für viele lobende

Worte der Verkoster. Besonders die als schwierig

geltende Erdbeere ist mit 93 Punkten sehr

hoch bewertet worden, Brombeere (98 Punkte)

und Holunder (95 Punkte) sind ebenso gelungen.

Das Bestreben, einigen Bränden interessante

Fassnoten zu verleihen, ist auf dem Erbhof

Wöristergut ebenfalls auf eine besondere

Stufe gestellt worden (Apfel im Kastanienfass

mit 97 Punkten, Zwetschge im Rumfass mit

94 Punkten). So geht die Auszeichnung auch

dieses Mal wieder nach Oberösterreich.

Fotos: beigestellt

106 falstaff jul–aug 2019

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WILDSHUTER ERKENNTNIS

UNSERE WICHTIGSTE ZUTAT

BEIM BIERBRAUEN? VIEL ZEIT

Boden gut. Getreide gut. Bier gut.

W

as macht Wildshut zum Biergut? Die einzigartige Kombination

aus Gutshof und Brauerei sowie seine ganz besondere

Philosophie. Als Privatunternehmen verfolgt Stiegl

konsequent seine eigene Überzeugung: Alles selbst und im Einklang

mit der Natur zu machen.

Mit dem Stiegl-Gut Wildshut, Österreichs 1. Biergut, hat die Salzburger

Privatbrauerei eine Vorreiterrolle eingenommen. Und

während sich andere Brauereien zusammenschlossen, ist Stiegl

bis heute in Familienbesitz und macht die Dinge anders als andere.

IN EIGENER HAND

In Wildshut wird der gesamte Brauprozess – vom Boden bis ins

Glas – in die eigene Hand genommen. „Wir haben hier die Möglichkeit,

hochwertige Rohstoffe selbst zu kultivieren. Für beste

Qualität nehmen wir höhere Produktionskosten in Kauf“,

nennt Stiegl-Eigentümer Heinrich Dieter Kiener ein Beispiel

für den eingeschlagenen Weg. Seine Ausnahmestellung verdankt

das Gut auch seiner Funktion als Ideenschmiede – ein

Thinktank rund um Bier und neue Biersorten. „Wir pflegen

Traditionen und verbinden diese mit unserer Freude an Innovationen“,

erklärt Stiegl-Chefbraumeister Christian Pöpperl.

Deshalb gedeihen auf den Wildshuter Feldern in Vergessenheit

geratene Urgetreidesorten in achtjähriger Fruchtfolge, die zu

außergewöhn lichen Bierspezialitäten veredelt werden.

BRAUFAKTOR ZEIT

Schon ein altes Sprichwort sagt „Gut Ding braucht Weile“ – und das

gilt natürlich auch für gutes Bier! Denn die Zeit spielt beim Bierbrauen

eine wesentliche Rolle und so gibt man bei Stiegl den Bieren

exakt die Zeit, die sie brauchen, um zu reifen. Das ist eine klare und

kompromisslose Entscheidung für Qualität und Geschmack. Neben

dem Faktor Zeit geht es bei Stiegl aber auch um achtsamen und

nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen. So hat jeder

die Gewissheit, mit einem Glas Stiegl die Philosophie des Familienunternehmens

im Hinblick auf Qualität und Nachhaltigkeit zu

unterstützen. Ein schöner Anlass, gemeinsam anzustoßen – oder

wie man in Wildshut sagt: Boden gut, Bier gut, alles gut.

WILDSHUTER SORTENSPIEL

In der gutseigenen Vollholzbrauerei entstehen die Wildshuter

Bierspezialitäten. Eines dieser unverkennbaren Biere

ist das „Wildshuter Sortenspiel“, eine hell-honigfarbene,

obergärige Spezialität – gebraut aus feinstem „Wildshuter

Urgetreide“, ausgewogen vollmundig und mild im Geschmack.

Samtig weich auf der Zunge und harmonisch im Ausklang

hinterlässt das „Wildshuter Sortenspiel“ einen bleibenden

Eindruck.

Weitere Informationen zum Produkt sowie zu

Bodengesundheit auf www.bodengutbiergut.at

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spirits / SPIRITS TROPHY 2019

BESTE SPEZIALITÄTEN

GRANITDESTILLERIE MAYER

Manche Brennerkarrieren sind auf den

ersten Blick nicht unbedingt vorgezeichnet.

So auch die von Günther

Mayer, der eigentlich Haustechniker eines

Pflegeheims ist.

Das Vorhandensein eines großen Grundstücks

mit 80 Obstbäumen führte dazu, dass

ab 1995 die ersten Destillate in Eigenregie entstanden.

Was quasi als Hobby begann, wurde

immer mehr zur Leidenschaft, und so wuchs

nicht nur das Sortiment zusehends an, auch die

Technik des mittlerweile professionellen Familienbetriebs

wurde immer ausgefeilter. Schon

2006 wurde der erste Whisky hergestellt, aber

auch die Obstbrände nehmen nach wie vor einen

hohen Stellenwert ein. Bei dieser Verkostung

überzeugten die Tresterbrände der Granitdestillerie

(Gelber Muskateller 96 Punkte, Gewürztraminer

95 Punkte) sowie die Exoten

Mandarine mit 94 Punkten und Banane mit

92 Punkten.

NEWCOMER DES JAHRES

DESTILLERIE MÜLLER

Die vielfach ausgezeichnete Edelbrand-Destillerie

Müller aus dem

schönen Radstadt als Newcomer zu

bezeichnen und auszuzeichnen, klingt fast

etwas verwegen, immerhin wird auf dem

Pichlgut seit mehr als 40 Jahren feiner Edelbrand

hergestellt. Diese Tradition ist beachtlich

und eine Familienangelegenheit. Vater

und Edelbrand-Sommelier Helmut Müller

hat seit vielen Jahren den Ruf der Brennerei

aufgebaut und das Feuer der Begeisterung an

seine Tochter Julia übertragen. Nach ihrem

Studium in Wien ist die ebenfalls geprüfte

Edelbrandsommelière in den Betrieb eingestiegen

und vergrößert mit eigenen Kreationen

die Produktpalette. Dass die beiden auch mit

Fass einsatz hervorragend umgehen können,

bewiesen in der Verkostung der Apfelbrand im

Sherryfass und die Zwetschge im Eichenfass

(beide 96 Punkte).

Fotos: beigestellt

108 falstaff jul–aug 2019

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spirits / BEST OF

BEST OF

SPIRITS TROPHY

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97

96

REISETBAUER ROTE WILLIAMS

BRAND 2017

Reisetbauer Qualitätsbrand

41,5 Vol.-%

Idealtypisches Spiel mit engmaschiger

Frucht und einnehmender

Frische. Am Gaumen feinherb

durchsetzte Birnennoten von

bester Komplexität. Im Finish

bestechen die dichte Struktur

und die extreme Länge.

weisshaus.at

€ 41,90 (0,35 l)

SCHOSSER APFEL

KASTANIENFASS 2012

Destillerie Schosser

40 Vol.-%

Die saftige Frucht im Geruch

wird vom dezenten Holzton

perfekt unterstützt. Dieses Spiel

setzt sich am Gaumen unmittelbar

und elegant fort. Im vielschichtigen

Finish sind weiche Fassaromen

lange präsent.

schosser.com

€ 22,45 (0,35 l)

STEINER QUITTE 2017

Edelbrand Steiner

40,5 Vol.-%

Zu Beginn fast filigran, dann

immer schöner werdende

Komplexität mit viel Frucht

und Einsprengseln von zestiger

Herbe. Am Gaumen engmaschig

und elegant und gleichzeitig

stoffig. Weißer Pfeffer

im Nachhall.

edelbrandsteiner.at

€ 19,– (0,35 l)

98

97

96

SCHOSSER »MAX RESERVE« –

BROMBEERE 21 JAHRE 1998

Destillerie Schosser

40 Vol.-%

Geradezu klassisch wirkt die

füllige Frucht in der Nase, eine

würzige Unternote unterstützt

die Komplexität. Am Gaumen

wirkt er dicht und druckvoll.

Feine Kräuternoten unterstützen

den langen Abgang.

schosser.com

€ 79,– (0,35 l)

REISETBAUER TRESTER EDITION

OLIVIER BERNSTEIN – PREMIERS

GRAND CRUS & CAMBERTIN

CLOS-DE-BÉZE GRAND CRU 2015

Reisetbauer Qualitätsbrand

41,5 Vol.-%

Klassischer Trester im besten Sinn.

Die feinherben Noten und die leichte

Fruchtigkeit verbinden sich zu einer

harmonischen Duftstruktur. Am Gaumen

dicht und engmaschig mit eleganter

Würze und stoffigem Abtrunk.

reisetbauer.at, Preis auf Anfrage

SCHNEEBERGER KRIACHERL

Schneeberger Destillate

43,5 Vol.-%

Geradezu klassische Typizität

in der Nase. Neben enormer

Frucht etwas Hagebutte, Rose

und Ingwer. Der elegante Steinton

unterstützt den Gesamteindruck.

Am Gaumen hohe Komplexität

mit klarer Linie und viel Potenzial

im nuancenreichen Finish.

weingut-schneeberger.at

€ 21,50 (0,5 l)

98

97

96

ZÖCHMEISTER

SCHLEHENBRAND 2018

Manufaktur Zöchmeister

43 Vol.-%

Ein großartige Duftnote nahezu

perfekter Typizität mit feiner

Rauchigkeit, Würze und feingliedrigen

Steintönen. Am

Gaumen extrem engmaschig

mit viel Finesse und feinen Kakaonuancen

im anhaltenden Finish.

zoechmeister.at

€ 38,– (0,35 l)

MÜLLER APFELBRAND IM

SHERRYFASS

Müller Edelbrand-Destillerie

43 Vol.-%

Sehr feinfruchtig mit ideal inszenierten

Sherryfassnoten, die Nase

wirkt sehr anregend. Am Gaumen

zunächst überwiegend Frucht, die

Raffinesse des Holzes kommt dann

stärker und führt zu einem komplexen

Finish.

edelbrand-destillerie.at

€ 35,– (0,35 l)

MAYER GRANIT DESTILLERIE

TRESTER GELBER

MUSKATELLER 2016

Günther Mayer Wald4tler Granit

Destillerie, 41 Vol.-%

Ein harmonischer Trester mit typischem

Muskatellerton. Am Gaumen

finden sich eine klare und präzise

Textur und eine dichte Würzigkeit.

Das Finish ist top mit langem

Nachklang.

granitdestillerie.at

€ 28,– (0,35 l)

Fotos: beigestellt

110 falstaff jul–aug 2019

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Feine Tropfen

Egal, ob Whisk(e)y, Liköre, Fruchtsäfte oder edle Brände –

Falstaff präsentiert die Top-Adressen für Genießer!

FEINE ADRESSEN / promotion

EIN SAUGUATA GIN FÜR SAUGUATE ZEITEN MIT SAUGUATEN LEUTEN

RBS SPIRITUOSENERZEUGUNGS OG

Laudongasse 10/5

1080 Wien

T: +43 1 361108036

sauguatagin.com

Der Wunsch nach einem »sauguaten Gin« war 2018 der Gründungsgedanke

dreier Ginliebhaber. Mit persönlichem Einsatz in allen Fertigungsschritten entsteht

der Sauguate Gin – ein echter London Dry Gin! Eine behutsam durchgeführte

Mazeration mit erlesenen Zutaten, professionell gebrannt und nach einer

verdienten Ruhepause speziell filtriert, machen ihn so identisch und vielseitig.

Das Besondere am Sauguaten Gin ist der wahre und ursprüngliche Gin-Geschmack,

der sich sowohl pur als auch klassisch mit Tonic genießen lässt.

ALPERITIF® ALPINE GIN

EAGLES FUTURE DISTILLERY

Lanser Straße 12

6080 Innsbruck-Igls

T: +43 512 377030

alperitif@eagles.at

alperitif.com

Inspiriert durch die einzigartige Natur der Tiroler Berge und die Reinheit des

Quellwassers der Tuxer Alpen kreierte die Eagles Future Destillerie einen exklusiven

New Western Style Gin. Alpine Wurzeln, vornehmlich Meisterwurz (Radix

Imperatoria), Kräuter und verschiedene Beeren verleihen diesem Alpinen Gin

eine unvergleichliche Vielschichtigkeit an Aromen. Mit 48 Vol.-% ist dieser Gin

speziell für die Zubereitung von Gin Tonic konzipiert und dafür international

ausgezeichnet. Besuchen Sie auch unseren Web-Shop.

GIN K 01 MIT NACHHALTIGEM GENUSS

WEINGUT

REINHARD & DIETLINDE KOCH

Mitterbergweg

7471 Rechnitz

T: +43 664 4215308

koch-weine.at

Neben dem Weinbau wurden aus unseren eigenen, nachhaltig gepflegten

Früchten immer schon Edelbrände und Liköre wie Marillenbrand und Tresterbrand

erzeugt. Als Nischenprodukt gibt es seit Anfang 2019 den GIN K 01 Limited

Edition mit seinem typischen Wacholdergeschmack und der Zitrusnote.

Dreifach destilliert unter Verwendung feinster Zutaten wie Wacholder, Biozitronen,

Engelwurz und Koriander. Gemixt mit Tonic Water, Eis und einer Scheibe

Limette oder einer Pfefferoni, entfaltet sich ein herrlicher Geschmack.

SAMMERHOF EDELBRÄNDE

SAMMERHOF

Kampesberg 37

4656 Kirchham

T: +43 7619 80538

sammerhof.at

Mehr als 80 verschiedene Früchte und Botanicals werden am Sammerhof zu

Spezialdestillaten veredelt. Die Palette reicht von den ganz klassischen Kernund

Steinobstsorten über Beeren, Südfrüchte bis hin zu Gemüse und Kräutern.

Natürlich dürfen auch Whisk(e)y, Gin und Rum nicht fehlen. Allen gemein ist die

Liebe zum Detail, ob nun die Fruchtigkeit reifer Birnen oder die Intensität von

frischem Ingwer, die es in jedem einzelnen Destillat aufs Neue zum

Ausdruck zu bringen gilt.

MANUFAKTUR ZÖCHMEISTER

MANUFAKTUR ZÖCHMEISTER

Hauptstraße 107

7051 Großhöflein

T: +43 676 880708404

zoechmeister.at

Leidenschaft und Wissen tragen Früchte, und durch die Zeit wird Kleines ganz

groß. Unsere Brände sind manchmal wild, lebendig und frisch, mit toller Nase

und konzentriert am Gaumen. Manchmal zart und elegant, dann wieder fruchtig

und duftig. Mancher hat seine Balance schon gefunden, andere wiederum

sind kühl oder dezent. Dicht, würzig, wild, finessenreich, tief und klar können

sie sein. Unikate, die den absoluten Hochgenuss versprechen, erlangen wir

durch schonende Destillation und sorgsame Lagerung.

jul–aug 2019 falstaff 111

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WEIN AUS DEM

GRANITSTEINFASS

DIE REVOLUTION IN DER NATÜRLICHEN WEINHERSTELLUNG

Das sagen Early Adopters über GRANBARREL ® NATURSTEINWEIN ® :

„Die komplexen und harmonischen Weine überraschen mit purem und lebendigen Geschmack.“

„Die Weine sind äußerst zugänglich und trinkfreudig aufgrund der Glättung von Säurespitzen.“

„Von der Traube ins Glas.“

Unser Sommelier beantwortet gerne Ihre Fragen auf www.granbarrel.com


CREATED BY NATURE,

PERFECTED IN GRANITE.

WWW.GRANBARREL.COM


Chefredakteurin

URSULA

MACHER

GOURMET

TREND AUS SCHWEDEN

STERNEKÜCHE

IM WALD

Viele jener Produkte, die tagtäglich

auf unseren Tellern landen,

kommen aus dem Wald. Warum

also nicht gleich dort kochen? Eben.

Inzwischen haben sich vier schwedische

Sterneköche rund um die erste weibliche,

Titti Qvarnström (Bild), zusammengetan

und bieten Interessierten an, sich

mit ihnen auf die Suche nach Kräutern,

Beeren & Co. zu machen und im

Anschluss daran gemeinsam über offenem

Feuer zu kochen. Lediglich einige

wenige Grundnahrungsmittel (etwa Eier

oder Fisch aus der jeweiligen Gegend)

werden beigestellt, alles Weitere kommt

aus dem Wald. Niklas Ekstedt, Sternekoch

aus Stockholm, ist auch mit an

Bord: »Für mich ist die schwedische

Natur schon immer die wichtigste

Inspirationsquelle in der Küche

gewesen. Die Stunden, die ich

im Wald verbracht habe,

haben mir gezeigt, was das

Herz der schwedischen

Kochkunst ist: im Freien zu

kochen, mit den Zutaten, die

vor meiner Nase wachsen.«

visitsweden.de

DIE NEUE S-KLASSE

Olivenöle, die nach der Frische des Meeres

schmecken? Ja, die gibt es! Genau solche

Zaubertränke haben nämlich die Ölmagier

und Olivenölpioniere vom Monte d’Oro bei

Triest in besonders hübsche Flaschen

gezaubert. Vitjan, Devan und Alen Sancin

bringen mit ihren neuen Cuvées den Sommer

und südliche Geschmäcker zu uns. Mit

dem S2 zum Beispiel, einer perfekten Kombination

der Sorten Buga und Leccino, das

mit seiner grünen Frische die Meeresbrise

auf die Teller wehen lässt. Es ist eine wunderbare

Ergänzung zu bunten Salaten, Grillfleisch

und Fischen. Das S3 ist die zweite

neue Cuvée aus dem Hause Sancin und eine

ausgewogene Mischung aus Bianchera- und

Perfekte Begleiter

für den Sommer:

Sancins S2 und S3.

Pendolino-Oliven. Sehr frisch und leicht

pfeffrig ist es der ideale Begleiter zu allen

Gerichten im Sommer, vor allem auch zu

Süßwasserfischen. Aber auch einfach pur

mit ein wenig Fleur de Sel genossen, sind

die Öle ein sonniger Geschmacksurlaub,

den man auch in Österreich ordern kann.

herwig-ertl.at

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NOTIZEN

SCHOKO-FRÜCHTCHEN

Fotos: August Dellert, DENNIS SAVINI , Ernst Peter Prokop, FERDINAND NEUMUELLER, Shutterstock, beigestellt

Sie essen zu wenig Obst? Aber zu oft

Schokolade? Dann ist die Schwarze

Sapote die perfekte Lösung: Die

sogenannte Schokoladenpudding-

Frucht kommt aus Süd- und Mittelamerika,

schmeckt nach Schokolade,

ist kalorienarm und voller

Vitamine. Die Sapote wird wie eine

Kiwi aus der Schale gelöffelt, man

kann sie wie Nutella aufs Brot streichen

oder zu Saft pressen. Sie ist die

Trendfrucht 2019, und wir freuen uns darauf,

sie bald in jedem Supermarkt zu finden.

Derzeit muss man sie noch in speziellen Obstund

Feinkostgeschäften suchen. Aber es lohnt sich!

EIN FEST FÜR GOURMETS

JUNG, MODERN, SPRITZIG!

Vom 25. bis 28. Juli erobert die Kulinarik den

Hauptplatz von Bad St. Leonhard. Im Rahmen des 7.

Genuss-Festivals werden von vier Gastronomen

und fünf foodaffinen Vereinen regionale Köstlichkeiten,

Klassiker aus der französischen

und italienischen Küche sowie

verführerische Mehlspeisen angeboten.

Der Eintritt ist frei.

genussfestival.info

Als Aperitivo haben Bitter in Italien eine lange Tradition. Um den Bitter

etwas zu entstauben und jung und modern zu machen, hat der Sizilianer

Giuseppe Librizzi ein Hybrid kreiert, das aus Bitter und Wermut besteht.

Die aromatischen Ingredienzien stammen alle aus der Region um den

Ätna (ital. Etna), der sich auch eine Erwähnung im Namen des Aperitivos

verdient hat – deshalb Etna Bitter. Er besteht aus einer ausgewogenen

Melange von Blutorangenschale, Grapefruitwein, Kräuterextrakten

und Mandel – alle Zutaten kommen aus Sizilien. Den süßen Schliff

bekommt der Etna Bitter durch den Honig braver Bienen, die in den

Orangenfeldern ihren Nektar sammeln. Etna Bitter eignet sich für neue

Spritzer-Varianten, macht sich gut in Negroni und Americano oder einfach

pur auf Eis. sussitz.eu

»SO GRILLT ÖSTERREICH«

Das Spiel mit dem Feuer, Quality-Time

mit Familie und Freunden, die Atmosphäre

und natürlich der einzigartige Genuss

– das sind die wesentlichen

Faktoren, warum die

(überwiegend männlichen)

Österreicher

das Grillen so lieben.

Das besagt die

soeben veröffentlichte

Grillstudie von

Petra Postl (diegrillerin.at,

Foto), laut der wir

gleich mehrmals monatlich,

wetterunabhängig und sogar außerhalb

der warmen Saison den Griller anwerfen.

Bei der Ausstattung fällt die Wahl auf

Holzkohlegriller mit Deckel, gefolgt von

Gasgriller und Elektrogriller. Draufgelegt

wird vor allem Rindfleisch und Gemüse,

aber auch »Special Cuts« wie Flank-

Steak oder Hanging Tender sind immer

mehr gefragt – wichtig dabei sind den

Befragten Regionalität und Qualität der

Produkte.

BRANDHEISS & KURZ NOTIERT

Günther Jauch geht unter die Restaurantbesitzer:

Der deutsche TV-Moderator

und Winzer erwarb in Potsdam die

»Villa Kellermann« am Heiligen See

und will das denkmalgeschützte Gebäude

bis Herbst in ein Restaurant verwandeln.

Für das kulinarische Konzept holte

Jauch seinen Freund, Spitzenkoch Tim

Raue, an Bord.. +++ Jürgen Kleinhappl,

einst jüngster Sternekoch Österreichs,

übernahm mit Ende Juni das Restaurant

»Neuwirt« in Kitzbühel.

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gourmet / REZEPTE

DIE WÜRZE

DES SÜDENS

Die kreolische Küche steht für eine kunterbunte Mischung

unterschiedlicher Kochtraditionen, die europäische Einwanderer

über Jahrhunderte in die Region mitbrachten.

FOTOS KONRAD LIMBECK

KONZEPT & PRODUKTION THOMAS HOPFERWIESER

FOODSTYLIST BENJAMIN WILKE

AUSSTATTUNG HABARI DESIGN STORE

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gourmet / REZEPTE

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CREOLE SPICY FISH

(FÜR 4 PERSONEN)

ZUTATEN

200 g weiße Zwiebel, gewürfelt

Olivenöl

40 g frischer Ingwer, gerieben

8 Safranfäden

1 rote Paprika, geschält und gewürfelt

4 Limonenblätter

40 g frische Kurkuma, geschält und fein

geschnitten

10 g Koriandersamen, im Mörser zerstoßen

2 Kardamomkerne, zerstoßen

15 g Kreuzkümmel

10 g Curry Masala

2 frische Scotch-Bonnet-Chilis (alternativ

Habaneros), fein geschnitten

2 Limonen (Zesten abreiben, Saft pressen)

200 ml Weißwein

Saft einer Kokosnuss

350 ml Geflügelbrühe

2 reife Tomaten, enthäutet und fein geschnitten

½ reife Mango, geschält und fein gewürfelt

600 g Seeteufelfilet, in 3 cm große Stücke

geschnitten

1 Bund frischer Koriander, gezupft

schwarzer Pfeffer, Salz

ZUBEREITUNG

– Zwiebeln mit Olivenöl leicht anschwitzen. Ingwer,

Safran, Paprika, Limonenblätter, Kurkuma,

Koriandersamen, Kardamom, Kreuzkümmel,

Curry Masala und Chilis zugeben. Limonensaft

dazu, dann die Zesten. Mit Weißwein ablöschen.

Gute 10 Minuten köcheln lassen.

– Kokossaft zugeben. Weitere 10 Minuten köcheln

lassen. Geflügelbrühe zugeben, dann Tomaten

und Mango. Das Ganze mindestens 45 Minuten

köcheln lassen. Seeteufel in Olivenöl anbraten

und zum Curry geben. Koriandergrün dazugeben

und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

FALSTAFF-WEINEMPFEHLUNG

2018 Minuty M Rosé de Provence

Château Minuty, Provence, Frankreich

Schon die zarte lachsrosa Farbe passt optisch

zum Fisch, seine feinen Fruchtnuancen, die milde

Säurestruktur und seine feine Mineralität runden

das scharfe Gericht optimal ab.

vinexus.at, € 16,13

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gourmet / REZEPTE

LANGUSTEN-CARI

(FÜR 4 PERSONEN)

ZUTATEN

2 rote Zwiebeln

4 Tomaten

2 Knoblauchzehen

4 Langusten

Olivenöl

1 TL Kurkuma

1 TL Ingwer, gerieben

Safran

1 Lorbeerblatt

schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

Thymian

1 Chilischote bei Bedarf

Petersilie

Salz

ZUBEREITUNG

– Zwiebel schälen und in Scheiben schneiden,

Tomaten in Würfel schneiden und Knoblauch

klein schneiden.

– Langusten der Länge nach halbieren, in Olivenöl

hellbraun anbraten und anschließend beiseitelegen.

Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch in der

Pfanne hellbraun rösten, die Langustenschwänze

dazugeben und mit Kurkuma, Ingwer, Safran,

Lorbeer, Pfeffer, Thymian und evtl. Chili würzen.

Mit einem halben Liter Wasser ablöschen und für

ca. 15 Minuten leicht köcheln lassen. Nach Bedarf

mit Wasser aufgießen. Mit Salz würzen und

mit gehackter Petersilie bestreuen und servieren.

FALSTAFF-WEINEMPFEHLUNG

2016 Von Winning Chardonnay I

Weingut Von Winning, Pfalz, Deutschland

Ein cremiger Stil, geprägt vom Ausbau im Holz,

bringt eine zart exotische Frucht und dezent

buttrige Nuancen. Elegant am Gaumen, mit

dezenter Salzigkeit ausgestattet und Nuancen

von weißem Pfirsich im Nachhall.

gute-weine.de, € 28,–

Falstaff Rezept-Newsletter

Rezeptideen kostenlos

via E-Mail erhalten:

falstaff.com/rezept-newsletter

120 falstaff jul–aug 2019

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gourmet / REZEPTE

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JAMBALAYA

(FÜR 4 PERSONEN)

ZUTATEN

2 EL Olivenöl

6 Hühnerschenkelfilets ohne Haut und Knochen,

klein geschnitten

200 g Chorizo, gekocht und in Scheiben geschnitten

2 Zwiebeln, fein geschnitten

4 Knoblauchzehen, zerdrückt

2 rote Paprikaschoten, in Scheiben geschnitten

2 Selleriestangen, gehackt

1 TL Thymianblätter, frisch

1 TL Oregano, getrocknet

½ TL Knoblauchsalz

1 TL Paprikapulver, geräuchert

1 TL Cayennepfeffer

½ TL Senfpulver

eine Prise weißer Pfeffer

300 g langkörniger Reis

400 g Kirschtomaten

300 ml Hühnerbrühe

12 große rohe Tigergarnelen (ganz, in den Schalen)

12 Muscheln (nach Wahl), gereinigt und bartlos

24 Miesmuscheln

ZUBEREITUNG

– Olivenöl in einem ofenfesten Kochgeschirr mittelstark

erhitzen. Die Hühnerschenkel würzen,

in das Öl legen und ca. 4 Minuten lang kochen.

Gelegentlich umrühren, damit das Fleisch nicht

festklebt. Die Chorizo hinzufügen und weitere

4 Minuten lang kochen, bis sie knusprig ist. Anschließend

nur das Fleisch herausnehmen und

beiseitestellen.

– Die Hitze etwas reduzieren, die Zwiebeln zu der

Chorizo geben und ca. 8 Minuten weichkochen.

– Knoblauch, Paprika, Sellerie, Thymian und Oregano

unterrühren und weitere 2 Minuten kochen

lassen. Das Fleisch wieder dazugeben, Knoblauchsalz,

Paprikapulver, Cayennepfeffer, Senfpulver

und weißen Pfeffer hinzufügen und erneut

2 Minuten kochen lassen. Reis und dann die Tomaten

unterrühren. Die Brühe dazugeben und alles

gut umrühren. Zum Kochen bringen. Dann mit

einem gut sitzenden Deckel abdecken und 20 Minuten

in den auf 200 °C vorgeheizten Backofen

stellen (180 °C bei Heißluft).

– Aus dem Ofen nehmen und mit einer Gabel

auflockern. Die Garnelen einmischen und die

Muscheln darauflegen. Mit Deckel für weitere

10 Minuten in den Ofen geben.

– Anschließend herausnehmen und gut umrühren.

ZUTATEN FÜR DAS ANRICHTEN

½ Bund Petersilie, gehackt

4 Frühlingszwiebeln, diagonal geschnitten

ANRICHTEN

– Zum Servieren mit der Petersilie und den Frühlingszwiebeln

bestreuen.

FALSTAFF-WEINEMPFEHLUNG

2016 Weinbach Pinot Gris Réserve Alsace AOC

Domaine F. E. Trimbach, Elsass, Frankreich

Der stoffige Weißweinklassiker mit angenehmer

Mineralität und kräftigem Körper nimmt es mit

der Würze des Gerichts in idealer Weise auf –

seine feine Extraktsüße sorgt für die richtige

Balance.

kateandkon.com, € 20,–

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gourmet / ESSAY

ESSLUST UND

LIEBESHUNGER

Vielen wurde beim Film »Das große Fressen« übel. Ich rief vor dem Kino:

»Wo ist der nächste Würstelstand?!« Und erlebte danach eine grandiose

Liebesnacht. Maßlosigkeit hat mich schon immer beflügelt.

K

eine Sauce passt besser zu

Austern als der Speichel einer

Geliebten.« Alfons Schuhbeck?

Falsch. Giacomo Casanova.

Der Abenteurer, Dichter,

Spion und notorische Liebhaber liebte

auch gutes Essen, mehr noch: Die kulinarische

Sinnlichkeit war für ihn untrennbar

von der erotischen. Viele Dutzend Speisen

und Weine aus ganz Europa nennt der rastlos

Reisende in seinen Memoiren, und die

Erregung, die ihm das »möglichst kräftige

Schwitzen« einer »duftenden Schönen«

bereitete, in einem lüsternen Atemzug mit

dem Genuss von Käse »im höchsten Stadium

seiner Reife, wenn die kleinen Tierchen

in ihm sichtbar werden«. Eine Liebesnacht

begann mit einem Liebesmahl, und Austern

als sexuell aufgeladene Leckerei (im wahrsten

Sinn) hat meines Wissens er erfunden,

indem er ausführlich deren Weg von seinem

Mund in ihren, von seiner auf ihre

Zunge beschreibt, von dort in ihr Dekolleté,

auf seinen schlürfenden Lippen tiefer,

und tiefer, zwischen ihre bebenden Schenkel

(vom Kleid hatte er sie schon zuvor –

»Der Hitze wegen!« – befreit). Da war der

Übergang von Ernährung zu Begattung

(wieder im wahrsten Sinn) gleitend. Ein

anderes Rendezvous eröffnete er mit der

Warnung, »vor Leidenschaft zu explodieren«,

weil er eben Trinkschokolade und

das Weiß von sechs Eiern genossen habe,

was ebenso viele Höhepunkte in Aussicht

stelle.

Casanova ist in der letzten Blüte der

großen venezianischen Kochkunst groß

geworden, am Drehpunkt der Handelswege

und Gewürzrouten. Seine Pasta

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MICHAEL DANGL

Der Schauspieler und Autor

arbeitet am Theater in der

Josefstadt (Wien), am

Staatstheater am Gärtnerplatz

(München) und für Film

und TV. Sein Buch »Grado

abseits der Pfade« kommt

in die sechste Auflage, sein

jüngster Roman heißt

»Im Rausch« (beide

Braumüller Verlag).

Illustration: Gina Mueller, Foto: Shutterstock, Maria Frodl

bestreute er mit Zimt und Zucker, ein

Gruß aus dem Mittelalter und den exotischen

Weltregionen, deren Produkte und

Gebräuche den Weg in die einstmals mächtigste

Seemetropole gefunden hatten. Asien

war in der Verbindung von Essen und Erotik

schon immer ein Lehrmeister. Ich rede

weniger von »Body Sushi« (obwohl das

heutige Überbleibsel aus der Samurai-Zeit

Casanova gefallen hätte), Lokale, in denen

die kalten Fischköstlichkeiten von reglos

nackt daliegenden (lebenden) Körpern

genascht werden; auch nicht vom »Peking-

Penis-Restaurant«, wo gekochte, gebratene,

gegrillte Gemächte von (toten) Stieren,

Lämmern und Hunden gegessen werden.

Ich rede vom Zelebrieren der Sinnlichkeit,

der Verlängerung des Liebesspiels auf viele

Stunden, wie etwa im Kamasutra (das

mehr ist als ein Liebesstellungsführer), zu

dessen Vorspiel gemeinsames Wasserpfeiferauchen

und Feigenessen ebenso gehören

kann wie Beißen, Kratzen und Schläge auf

den Po … Und natürlich vom Einsatz aphrodisierender

Gewürze wie Chili, Kardamom,

Nelken, Muskat, Ginseng, Knoblauch,

Koriander, Süßholz oder Vanille …

Und Speisen, als deren »schärfste« die

Durian-Frucht gilt (»When the durians

fall, the sarongs go up«). Ich reise seit Jahren

mit meinem Freund Ingwer, weil ich

ihn morgens in meinem Tee haben will.

Casanova reiste mit eigenem Kochgeschirr

und Ofen. Sein Landsmann Pavarotti zweihundert

Jahre später mit eigenem Koch.

Auf seine legendäre Esslust angesprochen,

sagte der Tenor, dem das Hohe C kein

Vi taminsaft war, dass er mit der Nahrung

andere Fleischeslüste kompensiere. Sex

KUNST KENNT

KEINE VERNUNFT.

LIEBE, SEX UND

ESSEN FANGEN

ERST DORT AN, WO

MAN SICH FALLEN

UND TREIBEN

LÄSST.

nehme dem Sänger den Schmelz in der

Stimme.

Ich tat früher alles (ich bin kein Tenor)

ziemlich exzessiv und hemmungslos. Ich

hatte das Glück, zu einer Zeit jung zu sein,

als die Angst vor Allergenen noch nicht

den Appetit und die vor Ansteckung nicht

die Lust an Promiskuität verdarb. Ich

musste ein paar Vokabeln in der mir recht

fremden Weltsprache der Vernunft lernen –

Appetit und Lust habe ich mir herübergerettet.

Vernunft ist sinnvoll. Aber oft halte

ich sie für ein zutiefst bürgerliches Vehikel,

das uns klein und bescheiden halten will.

Wer sich keinen Genuss versagt, der

dadurch ausgeglichenere, »freie« Mensch,

der ist – so paradox es klingt – kein gutes

Geschäft. Weil er keine Ersatzbefriedigung

braucht, aus der unsere Konsumwelt zum

Großteil besteht. Die wirklich wertvollen

Dinge im Leben kennen keine Vernunft.

Kunst kennt keine, Liebe, Sex und Essen

fangen erst dort an, wo man sich fallen

und treiben lässt. Absurd, dass eine Gesellschaft,

die sich so viel an Genuss leisten

kann, dessen äußere Auswirkungen so verbissen

bekämpft und vor allem dünn sein

will. So wie beim Sex gilt, besser mit

Schutz als gar nicht, meine ich beim

Schlemmen: besser Pausen einlegen als das

Leben zur Pause erklären.

Zink kurbelt die Spermatogenese an, das

muss Casanova gespürt haben, als er fünfzig

Austern am Tag aß. Hätte, um endlich

auch eine Frau zu Wort kommen zu lassen,

Alma Mahler ihn gekannt, sie hätte wohl

ihren berühmten Satz – einen der schönsten,

der zum Thema Sex und Nahrung

gesagt wurde – nicht revidiert: »Nichts

schmeckt so gut wie das Sperma eines

Genies.«

PS: Der Liebesgöttin Aphrodite (von

ihrem Namen leitet sich »aphrodisierend«

ab) hat man in Griechenland den Rosmarin

geweiht. Und der wurde zum Symbol

für Liebe. Und auch – das sei nach so vielen

Stellungs- und Partnerwechselgedanken

angemerkt – für Treue. Wie es die gute

Ophelia ihrem Hamlet verspricht.

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falstaff

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xxxxxxxxxx cover / SALATE / XXXXXXXX MIT GESCHICHTE

DA HABEN

WIR DEN

Foto: TED CAVANAUGH

126 falstaff jul–aug 2019

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Foto: TED CAVANAUGH

SALAT!

Man begegnet ihm nach

wie vor mit gemischten

Gefühlen. Dabei ist Salat

weit besser als sein Ruf

und verlangt neben

erstklassigen Zutaten

auch ein hohes Maß an

Kreativität. Wie sonst

wären diese fünf zu

absoluten Klassikern

geworden?

TEXT URSULA MACHER

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cover / SALATE MIT GESCHICHTE

USA: CAESAR SALAD

Seinen Namen verdankt er weder dem römischen Kaiser

noch dem legendären Casino-Hotel in Las Vegas.

Vielmehr erfand der italienische Immigrant Cesare

Cardini am 4. Juli 1924 in der Grenzstadt Tijuana

(Mexiko) den Caesar Salad, der zu den beliebtesten

Speisen in den Vereinigten Staaten zählt. Weil es

damals noch keine Kühlkette gab, mischte Cardini

frische rohe Eier ins Dressing – ein Novum. Im Laufe

der Zeit wurde das Rezept mehrfach adaptiert und

auch – hollywoodkonform – abgespeckt. Wie die

meisten Salate lebt auch der Caesar Salad von der Frische

und Qualität seiner Zutaten. Wer diesen Klassiker

als Hauptspeise wählt, kann ihn je nach Belieben

mit gegrilltem Huhn oder Garnelen erweitern.

FÜR 6 PERSONEN

ZUTATEN

Für den Salat

3 Romana-Salatherzen

Parmesanspäne zum Garnieren

Für das Dressing

6 Anchovis

1 Knoblauchzehe

Salz

2 Eigelb

2 TL Zitronensaft

1 TL scharfer Senf

2 TL Olivenöl

100 ml Maiskeimöl

3 EL geriebener Parmesan

Pfeffer

Zitronensaft

Für die Croûtons

3 Scheiben Weißbrot

3 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer

ZUBEREITUNG

- Für das Dressing Anchovis, Knoblauch und Salz

mit dem Stabmixer zu einer Paste verrühren. In

eine Schüssel geben, Eigelb, Zitronensaft, Senf

und Olivenöl hinzufügen. Pflanzenöl langsam

dazugießen, dabei rühren, bis das Dressing zu

einer mayonnaiseartigen Creme wird. Geriebenen

Parmesan dazugeben, mit Salz, Pfeffer und

Zitronensaft abschmecken.

- Für die Croûtons Weißbrot in ungefähr 2 cm

große Stücke reißen. Mit Olivenöl, Salz und Pfeffer

vermengen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes

Blech legen, bei 190 °C 10 bis 15 Minuten lang

backen, bis das Brot goldbraun ist.

- Das Dressing über den Salat geben.

- Croûtons und Parmesanspäne darüberstreuen.

Fotos: StockFood, Shutterstock

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ITALIEN: PANZANELLA

Über die Entstehungsgeschichte des kalt servierten Brotsalats

gehen die Meinungen auseinander. Während die

einen meinen, er sei von Fischern aus der Not heraus

erfunden worden, weil Kombüsen nur überschaubare

Möglichkeiten zur Zubereitung eines herzhaften Gerichts

boten, glauben andere zu wissen, dass es Gründe der

Sparsamkeit waren, altbackene Brote bestmöglich zu

verwerten. Wie auch immer: Der Panzanella-Salat zählt

zu den großen Klassikern der italienischen Küche. Die

Kombination aus nicht mehr ganz reschem Brot, das sich

in Gesellschaft von köstlichem Olivenöl, Paradeisern,

Gurken, Zwiebeln und Salz langsam erweicht, ist

geschmacklich einzigartig. Übrigens: Jede Art von Brot

und Gemüse kann in die Panzanella (so bezeichnet man

die Resteverwertung von altem Brot und Gemüse) gegeben

werden. Im Sommer schmeckt der Salat am besten

mit vielen bunten Tomatensorten.

FÜR 2 PERSONEN

ZUTATEN

250 g altbackenes Brot

Olivenöl

2 Knoblauchzehen (mit Schale)

4 Rispentomaten

2 kleine Gurken

1 rote Tropea-Zwiebel

Salz

½ Glas Rotweinessig

1 kleines Glas Wasser

brauner Zucker

Pfeffer

Basilikum

ZUBEREITUNG

- Das Brot in 2cm große Würfel schneiden, das

Backrohr auf 140 °C vorheizen. Die Brotwürfel

auf einem Blech verteilen und mit etwas Olivenöl

beträufeln. Die Knoblauchzehen andrücken und

mit aufs Blech geben. Die Brotwürfel rösten, bis

sie goldbraun sind.

- Währenddessen die Tomaten waschen und

halbieren und die Gurken würfelig schneiden. Die

rote Zwiebel fein schneiden und in eine Schüssel

geben, salzen und etwa 10 Minuten stehen

lassen (nimmt der Zwiebel die Schärfe). Die

Tomaten und Gurken zugeben und mit Olivenöl,

Rotweinessig, Wasser, braunem Zucker, Salz und

Pfeffer abschmecken. Zuletzt Basilikumblätter

und Brotwürfel zugeben, gut vermischen und

noch etwa 10 Minuten ziehen lassen.

Fotos: StockFood, Shutterstock

Fotos: beigestellt

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cover / SALATE MIT GESCHICHTE

FRANKREICH:

SALADE NIÇOISE

Im Paris des späten 19. Jahrhunderts hatte man sehr

präzise Vorstellungen, wie das Leben an der CÔte

d’Azur so sein könnte. Man warf Thunfisch, hart

gekochte Eier, knackige grüne Fisolen und Sardinen

in eine Schüssel und taufte das gesunde Wunder

Salade niçoise – Nizzasalat. Das erste Rezept stammt

vom Pariser Küchenchef Auguste Escoffier aus dem

Jahre 1903: In seinem »Guide Culinaire« gab er

neben den klassischen Zutaten auch Kapern an.

Zuweilen wird der Klassiker auch gern mit Artischocken

angereichert und am liebsten mit einem Glas

gut gekühltem Rosé genossen.

FÜR 2 PERSONEN

ZUTATEN

200 g frisches Thunfischfilet

etwas Öl

1 Handvoll Fisolen

4 neue Kartoffeln

4 kleine Tomaten

2 hart gekochte Eier

4 Sardellen

schwarze Oliven nach Belieben

ein paar Basilikumblätter

Für das Dressing

4 EL Olivenöl

1 EL Essig

etwas Zitronensaft

1 TL Dijon-Senf

Salz, Pfeffer

3 Frühlingszwiebeln

Für die Croûtons

1 kleines Weißbrot

3 EL Olivenöl

ZUBEREITUNG:

- Thunfisch kurz in etwas Öl in der Pfanne

anbraten (er sollte innen noch fast roh sein).

- Fisolen blanchieren, Kartoffeln schälen,

kochen und vierteln.

– Die Zutaten für das Dressing verrühren,

zuletzt die in feine Ringe geschnittene

Frühlings zwiebel dazugeben.

- Zubereitung Croûtons: siehe Seite 128

- Tomaten und Eier vierteln und das Gemüse

rund um den Thunfisch anrichten. Sardellen

und eventuell schwarze Oliven dazugeben.

- Dressing über den Salat verteilen, mit

Basilikum und Croûtons garnieren.

Fotos: StockFood / Gräfe Unzer Verlag / Hoersch, Julia

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Für alle, die für die Pariser Klimaziele sind, aber nicht auf Reichweite, Technik und Komfort

verzichten wollen: Ein Erdgasauto spart bis zu 24 % CO 2 , 75 % Stickoxide und 98 % Feinstaub

im Vergleich zu anderen Verbrennungsmotoren. Dabei ist es genauso schnell betankt – und

zwar zum halben Preis, an 160 Tankstellen in Österreich.

Jetzt mehr erfahren auf www.omv.com


cover / SALATE MIT GESCHICHTE

RUSSLAND: OLIVIERSALAT

Als der französische Koch Lucien Olivier Mitte des 19. Jahrhunderts

ein Spezialitätenrestaurant namens »Ermitage« in Moskau eröffnete,

ahnte er wohl nicht, dass ihm just ein Salat zu Weltruhm verhelfen

würde. Vor allem die Sauce des Oliviersalats – gemeinhin als Russischer

Salat bekannt – hatte es seinen Gästen angetan: Sie erinnert in

ihren Grundzutaten an Mayonnaise. Ursprünglich wurde der deftige

Salat mit dem Fleisch wilder Haselhühner, Kalbszunge, schwarzem

Kaviar, Blattsalat, gekochten Flusskrebsen, kleinen Cornichons,

Kapern sowie fein zerkleinerten, hart gekochten Eiern zubereitet, im

Laufe der Jahre wurde das Rezept jedoch stetig verändert.

FÜR 4 PERSONEN

ZUTATEN

5 Kartoffeln

3 Karotten

4 Eier

450 g gekochtes Fleisch

2−3 saure Gurken (alternativ

frische Gurken)

225 g Erbsen

Salz nach Geschmack

225 g Mayonnaise

ZUBEREITUNG

- Kartoffeln und Karotten kochen,

abkühlen lassen und schälen.

- Eier hart kochen und Fleisch garen.

- Kartoffeln, Karotten, Eier, Fleisch und

Gurken in kleine Würfel schneiden,

Erbsen und Salz hinzufügen.

- Mayonnaise unterrühren, Salat

umrühren und kühl stellen.

Fotos: Shutterstock

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Tage der Alpen-Adria Küche 2019

20. – 29. September 2019

Alpen-Adria Genussmeile 20. – 22. September: Alter Platz und Innenhöfe mit über 40 Top-Produzenten

Matinee am 22. September im Sandwirth

Talk mit Ana Roš, Emanuele Scarello, Lojze Wieser. Es moderiert Cornelia Vospernik, anschl. Brunch

Ab 21. September kochen die Top-Chefs

zwischen Altstadt und See:

SLOWENIEN:

Ana Roš (Hiša Franco),

Janez Bratovž (JB Restaurant), Luka Košir

(Gostišče Grič), Uroš Facuč (Restaurant Dam)

ITALIEN:

Emanuele Scarello (Agli Amici),

Ilija Pejič (Ristorante Ilija), Fabrizia Meroi (Laite),

Gunter Piccolruaz, Roberto Franzin

ÖSTERREICH:

Bernd Thaller (Oscar),

Christian Cabalier (Kochwerkstatt),

Stephan Vadnjal (Dolce Vita),

Enzo Corso (Osteria Veneta),

Thomas Kropfitsch (Wispelhof)

23 Restaurants in Klagenfurt bieten spezielle

Köstlichkeiten aus dem Alpen-Adria Raum

täglich auf ihren Speisekarten zwischen

20. und 29. September an.

visitklagenfurt.at/alpenadria

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cover / SALATE MIT GESCHICHTE

USA: WALDORFSALAT

Dass Oscar Tschirky seine Goldene Hochzeit 1937 mit 1200

Gästen im »Waldorf Astoria« feiern durfte, hatte einen guten

Grund: Der gebürtige Schweizer hatte nämlich den Salat

erfunden, der das New Yorker Hotel noch berühmter machte

und von Staatschefs, Königen und Filmstars regelrecht verschlungen

wurde. Dabei hatte Tschirkys Karriere eher mau

begonnen: 1883 kam er in den Big Apple und schlug sich die

ersten Jahre als Kofferträger im »Hoffman House« am

Broadway durch. Vom Ehrgeiz gepackt, reüssierte er bald als

Partyveranstalter und erhielt 1887 eine Anstellung als Kellner

im legendären »Delmonico’s« – wo neben den Rothschilds

und den Vanderbilts auch die Astors zu den Stammgästen

zählten. Letztere erbauten das später weltberühmte »Waldorf

Astoria«, das 1893 eröffnet wurde – mit Tschirky als Restaurant-

und Küchenchef. Beim Opening kredenzte der damals

27-jährige »Oscar of the Waldorf« erstmals seine Eigenkreation

»Waldorf salad«, eine Komposition aus Weintrauben,

blättrig geschnittenen Äpfeln, Walnüssen und Stangensellerie,

serviert auf grünem Salat.

FÜR 2 PERSONEN

ZUTATEN

200 g Walnusskerne

1 mittelgroße Knollensellerie

3 EL Weißweinessig oder

Zitronensaft

2 Boskop-Äpfel

3 EL Mayonnaise

Salz aus der Mühle

frisch gemahlener Pfeffer

ZUBEREITUNG

- Zunächst die Walnüsse hacken.

- Sellerie schälen, anschließend mit einer Reibe in

eine Schüssel in feine Streifen (Julienne) reiben

und mit der Hälfte des Essigs oder dem

Zitronensaft vermengen.

- Äpfel schälen, vom Kerngehäuse befreien, mit

der Reibe in eine Schüssel in feine Streifen reiben

und mit der restlichen Säure vermengen.

- Alle Zutaten zuammen mit der Mayonnaise in

eine Schüssel geben, würzen und erneut gut

miteinander vermischen.

- Den Salat nochmals mit Zitronensaft oder Essig

abschmecken und eventuell nachwürzen.

- Mit Frischhaltefolie abdecken und gut eine

Stunde lang durchziehen lassen.

Fotos: Shutterstock

134 falstaff jul–aug 2019

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Nr.3

Der Genussvolle

WWW.BERGER-SCHINKEN.AT

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gourmet / SALAT-MARINADEN

DRESS TO

IMPRESS

Der Geschmack eines

Salats steht und fällt mit

dem Dressing. Deshalb

servieren wir Ihnen hier

sechs Rezepte und fünf

wertvolle Tipps zum Thema.

TEXT URSULA MACHER

136 falstaff jul–aug 2019

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J

ean Anthelme Brillat-Savarin hat

sich bereits im 18. Jahrhundert

so seine Gedanken zur perfekten

Marinade gemacht: »Fünf Köpfe«,

so der bekannte Gastronom

und Schriftsteller, »bringen einen guten

Salat zustande: ein Geizhals, der den Essig

träufelt; ein Verschwender, der das Öl gibt;

ein Weiser, der die Kräuter sammelt; ein

Narr, der sie durcheinanderrüttelt; ein

Künst ler, der den Salat serviert.« In der

Tat hat sich die Zubereitung eines Salats

und der dazu passenden Marinade inzwischen

zur Wissenschaft entwickelt. Wir

haben Starkoch Thomas Dorfer (»Landhaus

Bacher«, NÖ) gebeten, uns sechs

unterschiedliche Rezepte sowie die fünf

entscheidenden Kriterien für den perfekten

Salat zu verraten.

BALSAMICO DUNKEL

ZUTATEN

140 g Balsamico-Essig

40 g Rotweinessig

10 g alter Balsamico

15 g Rotwein

300 g Wasser

45 g Zucker

20 g Salz

1 g Xanthan

280 ml Olivenöl

ZUBEREITUNG

Zutaten verrühren, einige Basilikumblätter

eine Stunde lang darin ziehen

lassen, nicht mixen.

GEEIGNET FÜR: italienische Salate

wie Rucola, Radicchio, Puntarelle beziehungsweise

gegrilltes Gemüse

JAPANISCH

ZUTATEN

60 g Reisessig

20 g Honig

15 g helle Sojasauce

30 g heißer Geflügelfond

15 g passierte Chicken-Chili-Sauce

120 g Sonnenblumenöl

ZUBEREITUNG

Alle Zutaten verrühren und das Öl zum

Schluss zügig einrühren.

GEEIGNET FÜR: fein geschnittene

Gemüsesalate, zum Beispiel Erbsenschoten,

Avocado, Sojasprossen etc.

l Qualität als oberstes Gebot: »Zum einen

ist es wichtig, hochwertige Öle zu verwenden

(egal ob Olivenöl, Nussöl etc.) und diese

richtig zu lagern. Ich kühle sie alle, somit

ist eine Topqualität gewährleistet und es

gibt keine bösen Überraschungen bei Ölen,

die seltener verwendet werden.«

l Die richtige Kombination: »Erlaubt ist,

was schmeckt, wobei klassische Varianten

wie Balsamico & Olivenöl, Hesperiden -

essig & Sonnenblumenöl, Himbeeressig &

Haselnussöl immer funktionieren. Ich kombiniere

immer gerne Gemüse mit dem passenden

Essig, also Spargel mit Spargelessig,

Tomaten mit Tomatenessig und so weiter.«

PARADEISER

ZUTATEN

100 g frisch gemixter Tomatensaft

18 g Sherryessig 7 %

38 g Tomatenessig Gegenbauer

40 g Staubzucker

10 g Salz

10 g Ketchup

150 g Olivenöl

ZUBEREITUNG

WICHTIG: Öl nur mit dem Schneebesen

einschlagen, nicht mixen.

Basilikumblätter auflegen und ziehen

lassen.

In ein Einmachglas füllen und vor

Gebrauch gut schütteln.

GEEIGNET FÜR: mediterrane Gemüsevorspeisen

(gekochte Artischocken,

Frischkäse, Ricotta, Mozzarella)

Fotos: Luzia Ellert, StockFood / Great Stock!, Markus Rohrbacher, Shutterstock

l Kräuterkunde: »Sehr gut passen leichte,

weiche Kräuter wie Petersilie, Brunnenkresse,

Basilikum, Schnittlauch oder Estragon.

Thymian, Rosmarin, Salbei sind in gehacktem

Zustand eher zu vermeiden, besser ist

es, die Marinade damit zu aromatisieren.«

l Eine Frage der Reihenfolge: »Salat

immer mit Essig, Salz und eventuell Zucker

zuerst marinieren, das Öl kommt erst zum

Schluss – so haftet die Marinade besser.«

Der Experte: Thomas Dorfer, Küchenchef im

»Landhaus Bacher« in Mautern, ist einer der

Top-Köche des Landes.

l Perfektes Timing: »Kartoffelsalat sollte

immer rund eine Stunde vor dem Essen

mariniert werden. Dann gut durchziehen

lassen und vielleicht nochmals abschmecken,

weil hier der Geschmack immer etwas

nachlässt. Gemüsesalate mit grünen Komponenten

sollten hingegen nicht zu lange

vorher mariniert werden, da durch die Säure

des Essigs die Erbsenschoten, grüner

Spargel, Zucchini oder grüne Bohnen ihre

Farbe verlieren. Deshalb das Gemüse besser

erst rund fünf Minuten vor dem Servieren

durch die Marinade schwenken und kurz

ziehen lassen. Blattsalate immer erst kurz

vor dem Servieren marinieren, da die Blätter

sonst weich und lasch werden.«

>

jul–aug 2019

falstaff

137

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gourmet / SALAT-MARINADEN

PETERSILIE

ZUTATEN

30 g Zucker

100 g Bouillon

1 EL Senf

0,5 l Sonnenblumenöl

120 g weißer Balsamessig

55 g grob gehackte Petersilie

Salz, Pfeffer, evtl. Worcestershiresauce

ZUBEREITUNG

Alle Zutaten bis auf das Öl mischen

und mixen, danach mit Öl wie Mayonnaise

hochziehen.

GEEIGNET FÜR: gekochten Spargel,

sommerliche Gemüse wie junge Karotten,

Radieschen etc.

BALSAMICO WEISS

ZUTATEN

150 g weißer Balsamessig

300 g Wasser

50 g Staubzucker

20 g Salz

evtl. 1,2 g Xanthan

100 g Olivenöl

50 g neutrales Maiskeimöl

GEEIGNET ALS: Basis für Joghurtdressing

oder Krenmarinade. Dazu einfach

mit Joghurt oder Kren verrühren.

Gilt als Allroundtalent für die Zubereitung

einfacher Blattsalate.

Zu Salaten passen leichte, » weiche« Kräuter

wie Petersilie, Estragon, Schnittlauch,

Brunnenkresse oder Basilikum.

138 falstaff jul–aug 2019

ZITRUSFRÜCHTE

ZUTATEN

12 g Zucker

300 g Mandarinensaft, frisch gepresst

200 g Orangensaft, frisch gepresst

1 Stange Zitronengras, klein geschnitten

2 EL Saft von Kaffirlimetten

5 Limettenblätter

1 Msp. Currypulver

1 Msp. Kurkuma

1 Msp. Xanthan

1 EL Mangopüree

2 EL Passionsfruchtmark

100 ml Sonnenblumenöl

1 Prise Sanshopfeffer

Salz

ZUBEREITUNG

Zucker karamellisieren und mit Mandarinen- und

Orangensaft ablöschen, klein geschnittenes Zitronengras

und Limettenblätter auflegen, Curry, Kurkuma

und Xanthan dazugeben und auf 200 ml einkochen,

überkühlen lassen und das Öl langsam einrühren,

mit Mangopüree, Kaffirlimettensaft

Salz und Sanshopfeffer abschmecken.

GEEIGNET FÜR: Krustentiere in Kombination mit

Chicorée, Avocados oder geschmorten Rübchen.

Fotos: StockFood / Jalag / Neubauer, Mathias, Shutterstock

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6 0 J a h r e

WAS DIE BESTEN KÖCHE UND UNSERE TISCHLER VERBINDET?

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cover / EIS-KULT

HEISS

AUF

EIS!

Das Mutterland in Sachen Eis ist Italien. Dort ist Gelato schon lange eine Art

Nationalheiligtum. Doch inzwischen entstehen in den besten Eissalons in ganz

Europa die coolsten und abenteuerlichsten Geschmackskreationen. Ein Überblick.

TEXT HERBERT HACKER, URSULA MACHER

Fotos: StockFood / Pizzi, Alessandra

140 falstaff jul-aug jul–aug 2019

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Fotos: StockFood / Pizzi, Alessandra

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falstaff

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cover / EIS-KULT

GROM

ITALIEN | FLORENZ

Eigentlich stammt die Firma Grom ja aus

Turin, aber die eisverliebten Toskaner

haben die Marke mit der edlen

Verpackung längst »adoptiert«. Grom ist

das Kulteis schlechthin. Für die verschiedenen

Eissorten werden wenig Zucker

und nur die besten Zutaten aus der jeweiligen

Region verwendet (beispielsweise

Haselnüsse aus dem Piemont oder Pistazien

aus Sizilien) und feinste Schokolade

aus Südamerika (Ecuador, Peru). Auch in

New York, Paris und hierzulande sind die

verschiedenen Geschmacksrichtungen

der Eismanufaktur bereits ein Renner.

gromgelato.at

142 falstaff jul-aug jul–aug 2019

CREMERIA CAVOUR

ITALIEN | BOLOGNA

Dass Bologna bei 390.000 Einwohnern 300 Gelaterien zählt, kommt nicht von ungefähr.

Schließlich gilt die Universitätsstadt als italienische Eis-Metropole – und die »Cremeria

Cavour« als die Top-Adresse der Stadt: Neben zahlreichen (fruchtigen) Klassikern finden

hier auch Eis-Gourmets feinste Kreationen, das »Il Gigante« (Pinienkerneis mit gerösteten

Kernen) oder das »Cavour« (Ricotta mit dem Saft von Amalfi-Zitronen) sind allemal

eine Sünde wert. Da ist es auch gut, dass Eis in Italien nicht in Kugeln serviert wird,

sondern mit einer Spachtel. Da hat man mehr davon. cremeriacavour.it

Fotos: mauritius Images, seasons.agency / Koschel, Philip, beigestellt

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Fotos: mauritius Images, seasons.agency / Koschel, Philip, beigestellt

I

n welchem Land wird am meisten Eis

gegessen? Richtig, in Italien, wo

sonst? Für Italiener ist Speiseeis weit

mehr als nur eine kulinarische Erfrischung,

»gelato artigianale«, wie

Qualitätseis in Italien genannt wird, ist eine

echte Wissenschaft. Und das ist gar nicht

übertrieben, denn in der Nähe von Bologna

gibt es tatsächlich eine »Gelato University«.

Sie wurde 2003 vom Inhaber der Firma Carpigiani,

Italiens ältestem Eismaschinenhersteller,

gegründet und wird seither Jahr für

Jahr von Interessenten und Gasthörern aus

aller Welt gestürmt. Inzwischen gibt es von

der sagenhaften Eisuni auf der ganzen Welt

Ableger oder zumindest Kurse – auch in

Deutschland und Österreich.

Bologna ist überhaupt die Eismetropole

Italiens – mit über 300 einschlägigen Lokalitäten,

in denen hochwertiges Gelato

verkauft wird. Gelato – das Wort bedeutet

einfach »Gefrorenes« – ist in Italien eine

Art nationales Kulturgut und rangiert von

der Bedeutung her irgendwo zwischen

Pizza und Pasta. Etwa zwölf Kilo »gelato

artigianale« verdrückt ein Italiener im

Durchschnitt pro Jahr, weit mehr als alle

anderen Europäer. Und da ist noch gar

nicht von industrieller Eiscreme aus dem

Supermarkt die Rede, denn zwischen

Industrie-Eis und handwerklich anspruchsvoll

hergestelltem Eis ist der Unterschied

ungefähr so groß wie zwischen Mineralwasser

und Champagner.

Gelato enthält im Unterschied zu herkömmlicher

Eiscreme weit weniger Luft und

ist somit stärker verdichtet, aber dennoch

sehr weich und fein schmelzend-cremig.

Geht es nach der reinen Lehre, werden für

ein Gelato nur hochwertige Naturprodukte

wie Milch, Obers, Zucker, Nüsse, Früchte

oder andere Lebensmittel verwendet. Der

Fantasie und der Kreativität sind dabei

keine Grenzen gesetzt: In den Gelaterien

Italiens gibt es inzwischen auch Gelati

mit Gorgonzola-, Trüffel-, Tomaten-,

Rotwein-, Basilikum-, Thymian- oder

Lavendel-Geschmack. In der »Cremeria

Cavour« in Bologna, in Sachen Eis eine der

Top-Adressen der Stadt, ist man unter anderem

besonders stolz auf eine Kombination

aus Ricotta und dem Saft von Amalfi-Zitronen.

Aber auch Quantität kann beeindrucken:

Im »Fenocchio«, einem Familienbetrieb

in Nizza, werden immerhin fast

<

FRÄULEIN FROST

DEUTSCHLAND | BERLIN

Der Basis-Salon in Berlin-Neukölln ist ein Dorado

für Experimentierfreudige: Sorten wie Erdbeer-

Basilikum, Schokolade-Ingwer oder Gurke-Zitrone-

Minze bekommt man bekanntlich nicht an jeder Ecke.

Aber das Inhaber-Ehepaar Charlotte Pauly und Carsten

Andörfer hat natürlich auch die Klassiker im Repertoire und

damit eine derartig große Fangemeinde, dass man im Sommer die

Schlange schon von Weitem sieht.

POZZETTO

GELATO

FRANKREICH | PARIS

Das angeblich beste Eis von Paris gibt es im

vierten Arrondissement in der Rue du Roi de

Sicile. Es ist von herrlich cremiger Konsistenz

und versetzt einen mit dem köstlichen Geschmack

quasi direkt in den Urlaub nach Italien. Auch wenn die

Auswahl bei »Pozzetto Gelato« eine eher überschaubare

ist – alle Sorten sind handgerührt und beinhalten feinste Ingredienzien.

Besonderes Suchtpotenzial wird den Sorten Pistazie und Caffè

nachgesagt. pozzetto.biz

jul-aug 2019

falstaff

143

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cover / EIS-KULT

FENOCCHIO

FRANKREICH | NIZZA

Ein Familienbetrieb im Herzen der Stadt, der

bei jedem Ausflug an die Côte d’Azur auf der

To-do-Liste stehen sollte: Die 98 (!) verschiedenen

Sorten – von Lavendel über Rose und

Mojito bis Zimt – werden im Hinterland in einer

Art Laboratorium unter strengsten hygienischen

Vorkehrungen hergestellt und täglich

ins Geschäft am Place Rossetti transportiert.

Die Früchte fürs Eis pressen die Fenocchios

übrigens selbst und frieren sie danach ein –

nur so sei gewährleistet, dass nichts beigemischt

wird.

fenocchio.fr

AL SETTIMO GELO

ITALIEN | ROM

Gutes Eis gibt es in Rom in Hülle und Fülle. Zu den

Betrieben mit alter Tradition gehört das »Al Settimo

Gelo« etwas nördlich der Vatikanseite. Berühmt ist

der Betrieb vor allem für eigene Kreationen wie etwa

Eis aus Cassata mit frischem Büffelricotta oder

Fruchteis aus Kaki, Birne, Kastanie, Zitronen aus Sizilien

oder Hibiskusblüten. Das Eis hat keine künstlichen

Aromen und beim Fruchteis einen hohen Fruchtanteil.

alsettimogelo.it

GELARTO

ROSA

UNGARN | BUDAPEST

Das »Gelarto Rosa« gilt als die beste Eis-

Adresse der Stadt. Viele Sorten werden in

Rosenform angeboten, dem Markenzeichen

des Hauses. Zu den interessantesten Sorten

zählen das Eis aus weißer Schokolade

mit Lavendel und Erdbeer-Holunder. Keine

Zusatzstoffe und viel Fruchtgeschmack. Im

Sommer muss man wegen des Andrangs

jedoch mit längeren Wartezeiten rechnen.

gelartorosa.com

100 verschiedene Sorten angeboten, hergestellt

in einem Labor im Hinterland, darunter

Eis-Kreationen mit Lavendel, Blumen

oder exotischen Gewürzen. Nie war die Vielfalt

der Eissorten so groß wie heute. »Man

kann praktisch aus allem ein Eis machen«,

sagt Ramiz Huseynov, der in Wien jahrelang

für die Eisherstellung in einem der besten Eis-

Lokale verantwortlich war und gerade seine

eigene Eisdiele »Ramele« eröffnet hat. Dort

gibt es auch ein Mohn-Eis, für Huseynov

eine besondere Herausforderung: »Mohn im

Eis ist ganz besonders schwierig und aufwendig

herzustellen, aber es geht.«

Welcher Geschmack auch immer, für viele

Eisliebhaber macht erst die verlockende Cremigkeit

den Genuss aus. Die Grundlage

dafür legten italienische Konditoren im

16. Jahrhundert. Sie platzierten eine Metallschüssel

in eine tiefkalte Mischung aus

Schnee, Wasser und Salpetersalzen, um darin

eine Creme aus Ei und Obers unter ständigem

Rühren erkalten zu lassen. So entstand

ein thermostabiler Schaum – und damit das

klassische Milchspeiseeis.

Das Eis zum Mitnehmen wiederum geht in

Europa der Überlieferung nach auf italienische

Immigranten in Großbritannien zurück,

die dort in den Großstädten ab Mitte des

19. Jahrhunderts auf den Straßen Eiscreme

an kleinen fahrbaren Ständen verkauften.

Doch was ist nun der Unterschied zwischen

einem wirklich guten und einem eher

durchschnittlichen Eis? Ramiz Huseynov

gibt darauf eine einfache Antwort: »Je weniger

Zusatzstoffe und je reiner der

Geschmack, desto besser das Eis.«

Tatsächlich werden vor allem bei industrieller

Produktion häufig noch Hilfsstoffe wie

Bindemittel, Emulgatoren, Stabilisatoren,

pflanzliche Fette sowie Aroma- und Farbstoffe

zugesetzt oder fertig gemischte Eisgrundmassen

aufgeschlagen und gefroren. Handwerklich

produziertes Eis besteht hingegen

aus nur wenigen Zutaten. Gesetzlich ist etwa

vorgegeben, dass Milcheis – beispielsweise

Schokoladeneis – mindestens 70 Prozent

Milch enthalten muss und Fruchteis (bis auf

Zitrone) mindestens 20 Prozent Frucht. Gute

Eisdielen stellen ihre Ware mehrmals täglich

aus frischen Zutaten her. Dafür wird die Eismasse

zunächst erhitzt, dann gekühlt,

geschlagen und zweimal gefroren.

»Der Rest«, sagt Ramiz Huseynov, »ist

dann nur noch eine Frage der Fantasie.«

<

<

Fotos: Shutterstock, beigestellt

144 falstaff jul-aug 2019

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FÜNFZIG

UNSERER WICHTIGSTEN

MITARBEITER

1.

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15. 27.

16.

1. Honigbiene bestäubt Obstbäume 2. Schwalbenschwanz ist ein Indikator für Naturwiesen 3. Gottesanbeterin sorgt für Gleichgewicht

unter den Insekten 4. Jakobskrautbär frisst das giftige Jakobskraut 5. Admiral und 7. Tagpfauenauge bestäuben Wiesenblumen bei der

Nektaraufnahme 6. Feuerwanze dient größeren Insekten als Nahrung 8. Hirschkäferlarven verarbeiten Totholz zu Humus 9. Zitronenfalter

(siehe 5.) 10. Marienkäfer frisst Schädlinge 11. Gartenkreuzspinne fängt lästige Fliegen und Gelsen 12. Kleine Pechlibelle und

26. Mosaikjungfer (siehe 11.) 13. Regenwurm produziert wertvollen Kompost 14. Bänderschnecke erfreut durch ihren Anblick, weil

auch selten 15. Lauchheuschrecke (wie 2.) 16. Feuersalamander (wie 14.) 17. Feldgrille erfreut uns

mit ihrem Trillern 18. Holzameise macht aus Baumstümpfen Humus 19. Grünes Heupferd (wie 2.)

20. Rosenkäfer und 21. Junikäfer, die Larven erzeugen aus Pflanzenresten Humus 22. Wespe

entsorgt Fallobst 23. Frostspannerraupe dient als Farbmuster für Lindenblätter 24. Seefrosch wiegt uns mit

seinem Quaken in den Schlaf 25. Gelbe Wiesenameise arbeitet fleissig mit 27. Die restlichen Helferlein sind

in der Erde und meist so klein, dass man sie gar nicht sieht.

Gibts nur bei:

janatuerlich.at #BIOBoden #natürlichdabei

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cover / EISSALONS

DIE BELIEBTESTEN

EISSALONS

Sommerzeit ist Eiszeit. Und so hat die Falstaff-Community auch in diesem Jahr

wieder entschieden, in welchen Salons das Eis am besten schmeckt. Wir stellen die

Top 3 für jedes Bundesland vor und verraten, welche Eissorten bei den

Österreicherinnen und Österreichern am beliebtesten sind.

Über 50 verschiedene Sorten

hat die »Gelateria Tomaselli« in

Innsbruck im Angebot.

Alle Voting-Ergebnisse

der Falstaff-Community

falstaff.com/eissalons19

Fotos: ANDRE SCHOENHERR, GABRIELEPAAR, Shutterstock

146 falstaff jul–aug 2019

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Judith Jahoda vom Eissalon

»Isola Bella« in Groß-Enzersdorf hat das

Eismacher-Handwerk in Italien gelernt.

Das Eis von »Veganista« in

Wien enthält nur Zutaten auf

rein pflanzlicher Basis.

WIEN

GELATI DA SALVO

Obkirchergasse 26, 1190 Wien

T: +43 1 3286346

VEGANISTA

Amerlingstraße 19, 1060 Wien

veganista.at

TICHY

Reumannplatz 13, 1100 Wien

T: +43 1 6044446, tichy-eis.at

BURGENLAND

KAFFEE-KONDITOREI GUMHALTER

Marktstraße 87, 7532 Litzelsdorf

T: +43 3358 2411, konditorei-gumhalter.at

EISCAFÉ SAN MARCO

Untere Hauptstraße 27, 7100 Neusiedl am See

T: +43 2167 3782, pizzeria-sanmarco.com

EISSALON STATZINGER

Oggauer Straße 11, 7071 Rust

T: +43 680 3309773

STEIERMARK

DIE EISPERLE

Kaiserfeldgasse 22, 8010 Graz

eisperle.at

DIE TORTENKOMPONISTEN

Packerstraße 183, 8561 Söding

T: +43 664 5235598, dietortenkomponisten.at

EIS GREISSLER

Sporgasse 10, 8010 Graz

eis-greissler.at/unsere-laeden/graz

KÄRNTEN

EISSALON TUTTI FRUTTI – DER EISDEALER

Burggasse 23, 9020 Klagenfurt am Wörthersee

T: +43 650 3430045, tuttifruttieis.eu

EIS GREISSLER

Wiener Gasse 5, 9020 Klagenfurt am Wörthersee

eis-greissler.at/unsere-laeden/klagenfurt

GELATERIA ARCOBALENO

Wiener Gasse 11, 9020 Klagenfurt am Wörthersee

T: +43 463 504680, arcobaleno-eis.at

EISGROTTE

Burggraben 23, 6020 Innsbruck

T: +43 512 584956, eisgrotte.com

VORARLBERG

EISMANUFAKTUR KOLIBRI

Kreuzstraße 7, 6922 Wolfurt

T: +43 5574 66575, eismanufaktur-kolibri.at

DOLCE VITA EISMANUFAKTUR

Bahnhofstraße 2, 6845 Hohenems

T: +43 5576 77808, eismanufaktur-dolcevita.com

CAFÉ KÖNIG

Pontenstraße 25, 6890 Lustenau

T: +43 5577 62520, cafekoenig.at

DIE BELIEBTESTEN

EISSORTEN

ÖSTERREICHS

Fotos: ANDRE SCHOENHERR, GABRIELEPAAR, Shutterstock

NIEDERÖSTERREICH

EISSALON ISOLA BELLA

Kaiser-Franz-Josef-Straße 4, 2301 Groß-Enzersdorf

T: +43 2249 7380, isolabella.at

KAFFEE KONDITOREI KADLEC

Karl-Berger-Platz 3, 3443 Sieghartskirchen

T: +43 2274 6910

CAFÉ-KONDITOREI KARL BACHINGER

Marktplatz 3, 3071 Böheimkirchen

T: +43 2743 2251, bachinger-eis.at

OBERÖSTERREICH

BUBURUZA EIS

Enge Gasse 16, 4400 Steyr

T: +43 660 6636185, buburuzaeis.com

EISWERKSTATT

Franz-Josef-Platz, 4810 Gmunden

T: +43 7612 62062

EIS GREISSLER

Spittelwiese 2, 4020 Linz

eis-greissler.at/unsere-laeden/linz

SALZBURG

ICEZEIT

Chiemseegasse 1, 5020 Salzburg

T: +43 662 833313, icezeit.at

EISL-EIS

Getreidegasse 22, 5020 Salzburg

T: +43 670 6086212, shop.eisl-eis.at

EISGROTTE

Getreidegasse 40, 5020 Salzburg

T: +43 662 843157

Rainerstraße 3, 5020 Salzburg

T: +43 662 876619

eisgrotte.at

TIROL

TOMASELLI GELATERIA

Maria-Theresien-Straße 31, 6020 Innsbruck

T: +43 512 58233011, gelateria-tomaselli.at

EISMANUFAKTUR KEISER

Söllnerweg 7, 6353 Going am Wilden Kaiser

T: +43 664 4464797, keiser.at

1.

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10.

HASELNUSS/NOUGAT

SCHOKOLADE

MANGO

PISTAZIE

STRACCIATELLA

VANILLE

ERDBEERE

ZITRONE

COOKIES

BANANE

jul–aug 2019

falstaff

147

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KÜCHENZETTEL

Gourmet-Autor

SEVERIN CORTI

GEH, LECK!

Wer nicht an Emulgatoren, künstlichen Aromastoffen und anderem

Kunst-Zeugs schlecken will, der macht sich seine Eislutscher selber.

Schmeckt auch viel besser!

Manchmal gibt’s Abkürzungen

zum Glück und zu

den Freuden der Erinnerung.

Wenn man zum Beispiel

an einem Eislutscher

leckt und ganz vorsichtig mit den Schneidezähnen

die Schokoschicht vom Fruchteis

löst, dann tauen dabei ganz automatisch

auch Kindheitserinnerungen auf: an

die Sommer von früher, an erste Abenteuer

im Freibad, die in der Rückschau meist

überbelichtet, aber auch zart vergilbt

erscheinen. Helle, flirrende Hitze, türkisblaues

Wasser, der Duft von Piz-Buin-

Creme und Pommes frites. Herrlich!

Eislutscher sind so ziemlich die bescheidenste

der großen Freuden, die die Konsumgesellschaft

bereithält. Erfunden wurden

sie vom Kalifornier Frank Epperson,

der 1924 ein Patent für Wassereislutscher

anmeldete. Der Doppellutscher folgte

wenig später, er geht angeblich auf die

große Krise im Amerika der 1930er-Jahre

zurück: Für einen Nickel (fünf Cent),

damals der Preis für einen Eislutscher,

konnte man nunmehr zwei Kinder glücklich

machen.

Was zunächst als soziale Idee verkauft

wurde, verselbstständigte sich bald, mit

immer aufwendigeren Eisformen, die

Comic-Charaktere darstellten, Raketen,

irgendwann auch Plattfüße. Man darf sich

schon wundern, woran die Leute mit Lust

herumlutschen. Mindestens so erstaunlich

ist aber die Zutatenliste, die für manche

dieser Hervorbringungen notwendig ist.

Farbstoffe und künstliche Aromastoffe

mit allen erdenklichen E-Nummern sowieso,

aber auch Stabilisatoren, Emulgatoren

und andere Wundermittel, mittels derer

sich der gefrorene Zuckersirup als kindliches

Entertainment aufzuzwirbeln weiß.

Da können selbst gemachte Eislutscher

natürlich nicht mit, die haben nur die

Kraft frisch geernteter Früchte und allerbester

Schokolade zu bieten – plus die

liebevolle Hingabe der Köchin oder des

Kochs. Alles, was es dafür braucht, sind

Eislutscherformen. Die gibt es in gewissen

Möbelhäusern, aber auch im Internet zu

kaufen. Erdbeeren sind dieser Tage natürlich

erste Wahl, Heidelbeeren (die echten

aus dem Wald natürlich!) sind aber mindestens

so cool. Und zwar buchstäblich:

Jenseits der 30 Grad wirkt die fruchtige

Säure der dunkelvioletten Kullerbeeren

fast so gut wie eine Klimaanlage. Limette

und Minze ist auch so eine Killerkombination

– wobei: Manch groß gewordener

Eisfreund soll da angeblich schon auf die

Idee gekommen sein, sich diese an sich

unschuldigen Eislollis mit einem Schlenker

vom kubanischen Rum in Mojitoschlecker

zu verwandeln.

Was man beim Abschmecken bedenken

sollte: Tiefgefroren hat Zucker bei Weitem

nicht dieselbe Süßkraft – es schadet also

nicht, sich eher am oberen Ende der

Süß-Verträglichkeit zu orientieren.

Einmal durchgefroren, wird man im

Zweifelsfall nämlich draufkommen,

dass ein zusätzlicher Löffel vom weißen

Gift in diesem Fall ganz okay gewesen

wäre.

FRISCHE ERDBEEREN

ALS STECKERLEIS MIT

BITTERSCHOKOLADE

(Reicht für 4 bis 8 Eislutscher, je nach Größe

der Formen)

ZUTATEN

500 g frische, vollreife Freilanderdbeeren

3–4 EL Staubzucker

Eislutscherformen und -steckerl

1 Tafel gute Bitterschokolade

ZUBEREITUNG

– Die Erdbeeren kurz in eine Schüssel mit kaltem

Wasser tauchen, um etwaige Verunreinigungen

abzuspülen. Danach den Stielansatz entfernen

und die Erdbeeren mit dem Zucker im Mixer pürieren.

Abschmecken und dabei bedenken, dass

die Masse gefroren weniger süß schmecken wird.

– Die Eislutscherformen mit dem Püree füllen und

die Steckerl darin platzieren.

– Die Eislutscher für mindestens sechs Stunden

im Tiefkühler durchfrieren lassen.

– Die Bitterschokolade in Stücke brechen, in ein

passendes Gefäß geben und über einem Wasserbad

zum Schmelzen bringen.

– Die Eislutscher aus dem Tiefkühler holen, die

Formen kurz in lauwarmes Wasser halten und die

Eislutscher aus den Formen lösen. Mit dem Kopf

nach unten in die flüssige Schokolade tauchen

und bei Bedarf mit einem Löffel zusätzlich über

die Eislutscher träufeln. Die Schokolade sollte

sofort fest werden. Gleich servieren oder in

entsprechenden Sackerln gut verschlossen im

Tiefkühler aufbewahren.

Fotos: Bettina Hastoft, Ian Ehm

148 falstaff jul–aug 2019

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Fotos: Bettina Hastoft, Ian Ehm

Gesammelte Rezepttipps

von Severin Corti unter

falstaff.com/corti

jul–aug 2019

falstaff

149

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cover / KÜCHENHILFE

SOMMERFRISCHE

IN DER KÜCHE

Wenig Zutaten, große

Vielfalt: Wer seine Küche in

ein Eislabor verwandelt,

kann seiner Kreativität

freien Lauf lassen.

Der »Eissalon Statzinger«

ist im ganzen Burgenland

für sein spitzenmäßiges

Eis bekannt.

Ein Mangel an guten Salons ist es

wohl nicht, der das Experiment

»Selbst gemachtes Eis« ins Rollen

bringt. Vielleicht eher die

Sehnsucht nach Abwechslung

zum Fruchtsaft-Staberleis oder die schiere

Ungeduld auf erfrischende Süße, die sich an

Sommertagen ein Wettrennen mit dem Thermometer

liefert. Denn während man beim

Staberleis schon ein paar Stunden auf das

Gefrorene warten muss, ist das Cremeeis im

Handumdrehen fertig. Und die Zutatenliste

ist auch überschaubar, der Variantenreichtum

dafür umso größer. Erdbeere, Avocado,

Mango oder Schokolade – reinkommen

darf, was schmeckt.

»Nach welchem Rezept das Eis

hergestellt wird, obliegt dem eigenen

Geschmack. Am wichtigsten aber

ist, dass die Qualität der Zutaten

stimmt«, sagt Ursula Statzinger, die

mit ihren Salons in Rust und Neufeld

in den letzten 30 Jahren eine Institution

geschaffen hat. Mit klaren Sorten

ohne Schnickschnack aus natürlichen,

regionalen Zutaten ist der »Eissalon Statzinger«

erste Anlaufstelle für Eisliebhaber

rund um den Neusiedler See – heuer übrigens

mit dem besonders begehrten Holunder

eis. Für Anfänger unter den Eis-Selbermachern

empfiehlt Statzinger allerdings die Einsteiger-Sorten

aus Beeren oder Vanille, »sie

lassen sich am einfachsten verarbeiten und

man bekommt schnell ein gutes Ergebnis«.

Bevor man sich aber nun in der eigenen

Küche ans Werk macht, kann ein wenig

Grundwissen nicht schaden. Denn das perfekte

Eis ist auch eine kleine Wissenschaft für

sich und lädt zum Experimentieren ein.

In der Regel wird Speiseeis aus den Grundzutaten

Milch, Schlagobers und Zucker hergestellt.

Was die Konsistenz betrifft, gilt:

je kleiner die Kristalle, umso cremiger und

intensiver das Eis. Hierbei hilft Zucker, der

verhindert, dass das Wasser in den Milchprodukten

zu stark kristallisiert. Zusätzlich kann

Eigelb oder Butter verwendet werden, um

das Eis fülliger zu machen. Für ein besonders

cremiges Endprodukt sorgt die in die kalte

Masse eingearbeitete Luft, wodurch auch das

Volumen der Eiscreme verdoppelt werden

kann. Wem das Luft-Unterschlagen per Hand

zu schweißtreibend ist, kann sich eine Eismaschine

zu Hilfe holen.

GRUNDREZEPT

EISCREME

ZUTATEN

250 g Schlagobers

250 ml Milch

90 g Zucker

4 Eigelb

ZUBEREITUNG

– Schlagobers und Milch in einen Topf geben, kurz

aufkochen lassen und abkühlen lassen. Anschließend

in einem zweiten Topf Wasser für ein Wasserbad

erhitzen.

– Zucker und Eigelb mit einem Schneebesen in einer

Schüssel verquirlen, das abgekühlte Schlagobers-

Milch-Gemisch dazugeben und gut verrühren.

– Die Schüssel samt Inhalt auf den Topf mit dem heißen

Wasser stellen. Die Schüssel darf das Wasser

dabei nicht berühren. Die Masse circa 10 Minuten mit

dem Schneebesen rühren, bis sie schön cremig ist.

– Die Schüssel mit der fertigen Grundmasse zum

Abkühlen in Eiswasser oder in ein sehr kaltes

Wasserbad stellen und abkühlen lassen. Anschließend

für circa 8 Minuten rühren und danach für

rund 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

TIPP

Das Grundrezept kann nach Belieben mit Früchten

und anderen Zutaten verfeinert werden.

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5. WMF

KÜCHENminis Eismaschine 3in1

Gesehen um: € 49,99

Die platzsparende Eismaschine

von WMF bereitet gleich dreierlei

Köstliches zu: Frozen Yoghurt,

Sorbet und natürlich Eiscreme.

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1. KENWOOD

Eiscremebereiter AT956

Gesehen um: € 80,99

Der Eiscremebereiter für die »Chef«­

Küchenmaschinen besteht aus einem

Rührwerk und einer Gefrierschüssel.

kenwoodworld.com

2. GRAEF

Hörncheneisen HE 80

Gesehen um: € 83,–

Dank unterschiedlicher

Back einstellungen und

elek tronischer Temperaturüberwachung

gelingen auch hauchdünne

Eiswaffeln.

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6. UNOLD

Eismaschine Profi

Gesehen um: € 309,90

Für Ungeduldige: Die Eismaschine

schafft bis zu zwei Liter Eis in nur

30 Minuten – vorausgesetzt, alle

Zutaten wurden vorgekühlt.

mediamarkt.at

3. GEFU

Eisportionierer PRIMELINE

Gesehen um: € 14,95

Der Eisportionierer bringt die Kugeln in

Topform – von feinem Cremeeis über

erfrischendes Sorbet bis hin zu

Schokoladen-Mousse.

gefu.com

7. KLARSTEIN

Vanilla Sky

Eiscreme-

Maschine

Gesehen um:

€ 284,99

Der 180 Watt starke

Kompressor bringt

die gewünschten

Zutaten in kürzester

Zeit auf erfrischende

Temperaturen und kreiert

frisches Eis in 30 Minuten. klarstein.at

Fotos: Shutterstock, beigestellt

4. KITCHENCRAFT

Waffelkegelroller

Gesehen um: € 13,57

Mit dem kleinen Waffelkegelroller aus

hochwertigem Buchenholz lassen sich

frisch gebackene Waffeln zu hübschen

Eisstanitzeln formen.

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8.

SPRINGLANE

Eismaschine

Emma

Gesehen um: € 219,–

Im antihaftbeschichteten 1,5-Liter-Behälter

aus Edelstahl ist Platz für bis zu 14 Kugeln

der Lieblingssorte – inklusive Nachkühlfunktion

bis zu einer Stunde.

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jul–aug 2019

falstaff

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GARTENGESTALTUNG

MIT NATURSTEIN

TIPP FÜR DIE OUTDOOR SAISON 2019

Kein Baustoff ist so nachhaltig wie Naturstein, denn dieser ist eines der

umweltfreundlichsten und -schonendsten Materialien. Im Einklang mit Pflanzen

und Wasser stilvoll arrangiert in Szene gesetzt, praktisch und langlebig zugleich,

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SIXPACK

ALEXANDER BACHL

ist einer der profiliertesten

Gourmetjournalisten Österreichs.

In seinem »Sixpack« stellt er Neues

aus der Restaurantszene vor.

alexander.bachl@falstaff.com

1

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3

4

5

6

MAYER & FREUNDE

Jasomirgottstraße 4

1010 Wien

SCHNEIDEREI

Hauptplatz 14

2443 Leithaprodersdorf

ZIEGELWERK

Ziegelofengasse 28

2485 Wimpassing an der Leitha

SEVEN NORTH

Schottenfeldgasse 74

1070 Wien

EUGEN21

Arsenalstraße 10

1100 Wien

NGUYEN’S

Große Pfarrgasse 5

1020 Wien

Lachs im Rhabarbersud. Intensive

Küche von Walter Leidenfrost in

der »Schneiderei«.

NEU EINGEDECKT

Fotos: Ingo Perftramer, beigestellt

JETZT

GRATIS

RESTAURANT-

GUIDE APP

Ein Topkoch steht in einem Feinkostladen an der Budel. In einem neuen

Wiener Luxushotel wird auf Gasthaus gemacht. Israel hat eine neue

kulinarische Botschaft. Im Burgenland machen zwei Gasthäuser von sich

reden. Und ein vietnamesischer Clan sperrt wieder ein neues Lokal auf.

jul–aug 2019

falstaff

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gourmet / SIXPACK

MAYER & FREUNDE

Innere Stadt, Wien

Weine und Delikatessen im

Regal, exzellentes Essen am

verkachelten Chef’s Table.

1»Wer ist Mayer?«, könnten sich mit

der Kochszene weniger Vertraute fragen,

so sie auf das Schild »Mayer &

Freunde« stoßen. Kundige wissen: Alexander

Mayer war in den letzten Jahrzehnten

an wechselnden Adressen zugange (u. a.

»Theatercafe«, »Diverso«, »Vincent«, »Blue

Mustard«). Und die ihm stets folgende Gemeinde

würde jederzeit beeiden, er sei einer

der allerbesten Köche der Nation. Die

»Freunde«, mit denen er nun endlich sein eigenes

Ding verwirklichen konnte, sind seine

Partnerin Natalie, der Anwalt Daniel Gahleitner

und dessen Frau. Wichtig zu wissen:

Das Lokal ist ein Mix aus Feinkosthandel

und Gastronomie. Die Unzahl an französischen

(speziell bretonischen), spanischen

und sonstigen Delikatessen zu nennen, würde

eine Seite benötigen. Insbesondere Wurstwaren

aller Art und bester Güte haben es

Mayer & Co. angetan. Dazu kommt eine

Selektion ungewöhnlicher Weine. Jenen, die

nun auf das aktuelle Best-of aus Mayers Küche

warten, sei gesagt: Essen gibt’s hier nur

tagsüber, der späte Nachmittag ist die letzte

Chance zum Check-in für eine Genussreise

ins Mayer-Universum. Da gibt’s dann ein

genial subtiles Ceviche vom Neusiedler-See-

Zander mit Radieschen, Zwiebeln, Asia-

Aromaten und auslöffelpflichtigem Fischfond.

Wie überhaupt der Löffel Mayers

Lieblingsbesteck ist. Dekoratives Gebastel

überlässt er anderen, seine Teller sind voll

mit nichts außer Geschmack. Siehe auch

winzige Mangalitza-Grammelknödel mit

Spitzkraut und Kohlrabi im steirischen Sto-

Fond. Oder sensationelles Huhn in Estragonsauce.

Oder Hochrippe vom Txogitxu-

Rind mit Anchovis-Tomatensalsa. Einziger

Ausweg aus dem Nachmittagsdilemma:

mindestens acht Gleichgesinnte finden, dann

kocht Mayer am Chef’s Table auch abends.

BEWERTUNG

Alexander Bachl

Essen

Service

Weinkarte

Ambiente

GESAMT

47 von 50

16 von 20

17 von 20

8 von 10

88 von 100

Für dieses Lokal liegt im

Falstaff Restaurantguide

noch keine Bewertung vor.

MAYER & FREUNDE

Jasomirgottstraße 4

1010 Wien

T: +43 1 5323276

SCHNEIDEREI

Leithaprodersdorf, Burgenland

2Kurios ist das schon: Erst gab es im

niederösterreichisch-burgenländischen

Grenzgebiet an der Leitha

gar keine Gaststätten, die einen Umweg

lohnten. Nun sind es, sechs Kilometer entfernt,

gleich zwei – siehe auch Sixpack Nr.

3. Die »Schneiderei« von Tamara und Egon

Blümel gibt’s schon seit vier Jahren. Biegt

man im Haus links ab, landet man bei

Egon im Friseursalon. Geradeaus geht’s in

Tamaras Gastraum, dessen farbenfrohes

Interieur an ein Lokal in Meeresnähe gemahnt.

Aber schließlich ist der Neusiedler

See nicht gar so weit weg. Als Neuzugang

in der Küche ist Walter Leidenfrost zu vermelden,

der zuletzt im Wiener »Ludwig

van« von sich reden machte und einst bei

Richard Rauch zugange war. Den jungen

Koch darf man getrost als Produktfanatiker

titulieren, daher gibt’s hier auch Extravagantes

wie ein Tatar vom X.O.Beef aus

der Zucht des Oberösterreichers Robert

Weishuber, gar köstlich mit Gurke, Kren

und Senfkörnern angerichtet. Das Grammelknöderl

mit Kraut und »Saftl« spielt in

der Liga der besten Gasthofklassiker mit,

dann kommt wieder ein hocheleganter

Gang: roh marinierte Lachsforelle in betörendem

Sud aus Orangenblütenwasser, Angostura,

Ahornsirup und Rhabarber plus

Baumkleeblätter. Wer den Mann einfach

kochen lässt, könnte auch mit leicht geräuchertem

Schweinshirn mit Kapuzinerkresse

und Buchweizen konfrontiert werden. Und

im gleichen Ofen garen vielleicht gerade

Rehhaxen. Schlichtes Gulasch wäre Leidenfrost

einen Deut zu banal, ergo schmort

er eine Spielart mit Wiener Schnecken und

legt fluffige Topfenserviettenknödel dazu.

In Sachen Wein bleibt man bei Österreich

und bietet neben Klassik auch allerlei

Quergebürstetes. Ein Ort, der alles Mögliche

bietet – außer Durchschnitt.

BEWERTUNG

Alexander Bachl

Essen

Service

Weinkarte

Ambiente

GESAMT

46 von 50

17 von 20

16 von 20

8 von 10

87 von 100

Falstaff Restaurantguide 2019

Essen

Service

Weinkarte

Ambiente

GESAMT

Walter Leidenfrost sorgt

in der »Schneiderei« für

außergewöhnliche Küche.

43 von 50

17 von 20

15 von 20

8 von 10

83 von 100

SCHNEIDEREI

Hauptplatz 14

2443 Leithaprodersdorf

T: +43 2255 737620

schneiderei-te.at

Fotos: Bernd Grega, Andreas Hafenscher, beigestellt

154 falstaff jul–aug 2019

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ZIEGELWERK

Wimpassing/Leitha, Burgenland

3Es ist natürlich von Vorteil, wenn

eine Familie geschichtsträchtige Ländereien

besitzt. Werner Tschiedels Urgroßvater

betrieb hier einst ein Kalk- und

Ziegelwerk, heute weist der Schornstein eines

renovierten Kalkofens den Weg zu dem,

was seine Nachfahren jetzt machen. Vor der

Rückkehr ins heimatliche Wimpassing an

der Leitha werkte Tschiedel als Koch und

Patissier in New York, wo er Julia Weber

kennenlernte. Nach der Rückkehr tingelten

sie durch die Wiener Gastronomie, führten

das Bistro »Coté Sud«. Und tauchen nun mit

einem nagelneuen Gasthaus auf, das man

besser kaum planen kann. Optisch ist das

»Ziegelwerk« eine stimmige Mixtur aus

Holz, Terrazzoboden, feschem Licht und –

alten Ziegeln. Inhaltlich ist es ein zeitgenössisches

Gasthaus mit Anspruch, aber ohne

Allüren. Als Gedeck werden im hauseigenen

Holzofen gebackene exzellente Brote und

ein kleiner Rindfleischsalat gereicht – eine in

Sekunden verschlungene Köstlichkeit. So

wie die Bio-Hühnerleberpaté mit Essigkirschen

und Brioche. Einziger Ausreißer – ein

sperrig abgeschmecktes Potpourri aus diversen

Rüben, Ziegenkäse und Karamell-Walnüssen,

bei dem ein heftiger Essig sehr laut

aufträgt. Sehr klassisch Wirtshaus: kleine

Grammelknödel mit überaus dichtem Kümmelsafterl

und lauwarmem Krautsalat. Oder

die gebackene Kalbsfledermaus mit schon

sämigem Erdäpfel-Rahmgurkensalat. Im feineren

Fach fällt das saftige Perlhuhn mit

Spargel-Kerbelrisotto und Kräuterseitlingen

auf. Und die Zitronentarte sticht den braven

Apfelstreusel um Längen aus. Nervös dürften

Weinconnaisseurs angesichts der spannenden

und günstigen Weinkarte mit Naturwein-Schwerpunkt

werden – vor allem,

weil man von hier ja irgendwie wieder wegkommen

muss.

Ein Prachtstück von einem Wirtshaus:

das neue »Ziegelwerk«.

BEWERTUNG

Alexander Bachl

Essen

Service

Weinkarte

Ambiente

GESAMT

45 von 50

16 von 20

17 von 20

9 von 10

87 von 100

Für dieses Lokal liegt im

Falstaff Restaurantguide

noch keine Bewertung vor.

ZIEGELWERK

Ziegelofengasse 28

2485 Wimpassing an der Leitha

T: +43 2623 73796

ziegelwerk-gasthaus.at

Fotos: Bernd Grega, Andreas Hafenscher, beigestellt

SEVEN NORTH

Neubau, Wien

4

Nina Simone: »Here Comes the

Sun«. James Brown: »Sunny«. Vollpegel.

Schlechte Laune ausgeschlossen.

Auch wegen der – bei aller Eröffnungswirrnis

– unfassbaren Freundlichkeit

aller, die umherwuseln. Der israelische

Top-Koch Eyal Shani sperrte in Neubau

sein zweites Lokal in Wien auf. Das erste –

»Miznon« – ist ein Ableger seines globalen

und schlichten Streetfood-Konzepts. Das

im Parterre des neuen niederländischen

»Max Brown«-Hotels gelegene Restaurant

mit Shabby-Chic-Styling ist nach der Lage

im Norden des siebenten Bezirks benannt

und wirkt wie eine exterritoriale Enklave

Israels. Englisch ist für Kartenstudium und

Kommunikation mit dem Personal obligatorisch.

In der Küche hört man auch Hebräisch,

der Großteil des Start-Personals

scheint eingeflogen worden zu sein. Das Essen

macht schlichtweg Spaß. Relativ einfache

Rezepturen werden mit aromatischen

Tricks zu spannenden Kombis. So gibt zartes

Minzaroma den Limabohnen mit grünem

Chili und roten Zwiebeln eine animierende

Note. So erinnert der »Melting Arabic

Cabbage Cake« an die Idee des weltbekannten

Karfiols – selbstredend auch zu haben

–, einem Gemüse im Ganzen eine neue

Dimension des Genusses zu verpassen. Ein

Krautkopf wird gegart, bis man in tortenartig

anschneiden kann. Köstlich. Seebarsch

kommt – »Hraime« – in einer mit

nordafrikanischen Aromaten unterlegten

sämigen Tomatensauce, die gefälligst mit

Brot aufzutunken ist – da ist das Personal

dahinter. Die Riesenkarte und die witzigen

Benamsungen der Gerichte animieren zum

baldigen Wiederkommen. Interessant:

Sämtliche Weine der kleinen Liste gibt’s im

Offenausschank, bis hin zu Premier-Cru-

Burgundern. Und die Gäste? Die haben die

Riesenbude in Beschlag genommen.

BEWERTUNG

Alexander Bachl

Essen

Service

Weinkarte

Ambiente

GESAMT

45 von 50

17 von 20

16 von 20

8 von 10

86 von 100

Für dieses Lokal liegt im

Falstaff Restaurantguide

noch keine Bewertung vor.

Laut, nett, gut. Spitzenkoch Eyal

Shani sperrte in Wien-Neubau

das »Seven North« auf.

SEVEN NORTH

Schottenfeldgasse 74

1070 Wien

T: +43 1 3761077

sevennorthrestaurant.com

95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte

jul–aug 2019

falstaff

155

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gourmet / SIXPACK

EUGEN21

Favoriten, Wien

5Die Hotels rund um den Wiener

Westbahnhof kann man getrost als

zweckdienlich titulieren. Dass der

neue Hauptbahnhof für Investoren in einer

anderen Liga spielt, zeigen die chicen und

hippen Häuser der Gegend. »Daniel« machte

den Anfang, »Mooons« folgt heuer. Und

soeben hat unter der »Hyatt«-Marke

»Andaz« gegenüber vom Museum Belvedere

21 das mit Abstand luxuriöseste Haus eröffnet.

Dessen Restaurant »Eugen21« wird

internationalen Gästen als »modern Austrian

tavern« angepriesen und präsentiert sich

optisch als etwas wirrer Crossover aus

Design-Bistro, Café und Nobelpub. Die viel

klarere Küchenlinie stammt von Richard

Leitner, der vom »Park Hyatt« in Richtung

Bahnhof wechselte. In der Liste »Klein &

fein« finden sich Vorspeisen mit Raffinement.

Der Kühlvitrinen-Klassiker »Gabelbissen«

wurde zu einem originellen Potpourri

aus Seesaibling, Saiblingskaviar, Rauchmuscheln

und Sauerrahm transformiert. Besonders

gelungen: Kalbskopf, Hummer, hauchdünner

Kohlrabi und Estragon. Und die mit

Blunze von der großartigen Weinviertler

BOA-Farm gefüllten Calamari in Kapern-

Rosinensauce wären auch innenstadttauglich.

Sehr viel klassisch-wienerischer geben

sich die Hauptgerichte. Das Kalbsbeuschel

mit Rieslingsauce ist am cremigen Ende der

Skala angesiedelt, wiewohl animierend abgeschmeckt.

Als Signature Dish kommt ein

saftiger Schweinsbraten vom Wagen, dazu

intensives Kraut mit Wacholderbier – hier als

Sonderabfüllung von Ottakringer gezapft –

und Semmeltarte nach oberösterreichischem

Hausfrauenrezept. Liebhaber klassischer

Kreszenzen könnten sich mit der Weinkarte

schwertun – progressive und weniger

bekannte Winzer sind hier in der Überzahl.

Auch da gibt man sich »modern«.

Das neue »Andaz«-Hotel

setzt auf eine »modern

Austrian tavern«.

BEWERTUNG

Alexander Bachl

Essen

Service

Weinkarte

Ambiente

GESAMT

45 von 50

17 von 20

16 von 20

8 von 10

86 von 100

Für dieses Lokal liegt im

Falstaff Restaurantguide

noch keine Bewertung vor.

EUGEN 21

Arsenalstraße 10

1100 Wien

T: +43 1 20577441234

hyatt.com

NGUYEN’S

Leopoldstadt, Wien

6Die Verbreitung asiatischer Nationalküchen

in Österreich steht in keiner

Korrelation zur Reisefrequenz

unserer Landsleute. In China waren die wenigsten,

beim Chinesen alle. Angesichts der

Beliebtheit von Thailand müsste es vor

Thailokalen nur so wimmeln – tut es mangels

Thai-Community aber nicht. Die überproportionale

Verbreitung an vietnamesischen

Restaurants ist eher Zufällen geschuldet

– so zum Beispiel der Größe der

Familie Nguyen, die nach dem schlichten,

aber sehr guten »Viet Thao« und dem Suppenlokal

»Pho House« nun mit dem

»Ngyuen’s« ihre adretteste Niederlassung

aufgesperrt hat. Die fesche Optik mit

Pracht-Schank und goldenem Boden verdankt

man noch Una Abrahams »Engel«,

zuletzt firmierte das Lokal unter »Marktlücke«.

Dass man hier nun vietnamesische

Küche »at its best« bekommt, hat sich herumgesprochen.

Und die sieben Seiten Spei-

sekarte machen es ratsam, nicht allein zu

speisen. Mit landesüblich dezenter Schärfe

kommt Papayasalat mit hauchdünn geschnippelten

Shrimps. Die beliebten kräuterreichen

Sommerrollen gibt es gleich in

fünf Spielarten, noch spannender: knusprige

Kurkumaflade mit Schwein, Garnelen

und einem Riesenberg Kräutern. Ohne Nudeln

geht gar nichts – »Bun Bo La Lot« ist

eine komplexe Kombi aus säuerlich marinierten

Reisnudeln und Faschiertem, das in

feinwürzige La-Lot-Blätter gewickelt wird.

Und hinter dem schlichten Namen »Rindfleisch-Melanzani«

verbirgt sich zartes geschnetzeltes

Rindfleisch mit in hauchdünnem

Teig frittierten Melanzani-Stücken –

absolut köstlich. Weinkarte gibt’s (noch)

keine, ein Blick in die zwei Kühlschränke

offenbart neben Üblichem auch allerlei Spezielles

von Winzern wie Preisinger, Tschida

& Co. Reservierung dringend geraten.

BEWERTUNG

Alexander Bachl

Essen

Service

Weinkarte

Ambiente

GESAMT

44 von 50

15 von 20

15 von 20

8 von 10

82 von 100

Für dieses Lokal liegt im

Falstaff Restaurantguide

noch keine Bewertung vor.

Die jüngste Niederlassung

der Familie Nguyen liegt in

der Wiener Leopoldstadt.

NGUYEN’S

Große Pfarrgasse 5

1020 Wien

T: +43 1 8909855

Fotos: Gregor Titze, beigestellt

156

falstaff jul–aug 2019

document6668530206154208118.indd 156 19.06.19 14:12


INTERNATIONAL HOTSPOT / gourmet

ALPINKÜCHE OHNE

FOLKLORE

Feinmechaniker und Alchimist, Traditionshüter und Vorreiter – das alles ist

Andreas Caminada, und zwar auf höchstem Niveau. Seit seiner Auszeit erst recht.

TEXT HANS THEO STAMP

Fotos: VERONIQUE HOEGGER WWW.VER.CH, Oriani Oreggoni

Der Bergadler Andreas Caminada

zieht weiter einsam seine Kreise.

Ihn zu rühmen hieße, Wasser in den

nahen Rhein zu gießen. »Schloss Schauenstein«

ist einer jener Spots, wo der wahre

Gourmet einmal jährlich hinfährt, um zu

schauen, was der Tausendsassa wieder ausgetüftelt

hat. Seit seiner mehrmonatigen

Auszeit, die auch schon wieder ein Weilchen

zurückliegt, kocht er noch präziser,

noch geraffter, noch geradliniger. Gags wie

auf Tablets servierte Gänge sind da nicht

mehr nötig. Im Gegenteil, man kriegt hier

exemplarisch gezeigt, dass für eine große

Küche keine Luxusprodukte notwendig

sind. Ebenso mustergültig demonstriert

Caminada, wie man regionale Produkte

ohne Folklorismus einsetzt. Schon die

Apérohäppchen sind überragend, namentlich

die als Mandeln verkleidete Entenleber

mit Roter Rübe und das in faszinierenden

Grüntönen gehaltene Kopfsalat-Cornet.

Aus den Amuse-Bouches ragt der fulminante

Geschmacksakkord aus Roter Rübe und

Rind heraus. Später adelt Caminada die

bodenständig klingende Kombination aus

Schwein, Dörrbirne und Röstzwiebel zu

höchster Finesse. Als optionalen Zusatzgang

bekommen wir einen »historischen«

Teller, nämlich »Makrele Rettich Radieschen«

aus dem Jahr 2012 - auch aus heutiger

Sicht ein Wurf und ein Meilenstein in

Caminadas Fischküche. Um einen Tick

klassischer, aber in seiner Art schwer zu

übertreffen dann der Hirsch mit Schwarzwurzel.

Dazu kommt wieder Rote Rübe, die

im aktuellen Menü eine hohe Präsenz zeigt.

Das Dessert, stilvollendet präsentiert, stellt

mit Quitte und Sanddorn erneut als rustikal

geltende Produkte ins Licht. Über den herrschaftlichen

Rahmen von »Schloss Schauenstein«

müssen keine Worte mehr verloren

werden. Die Kompetenz und der Innovationsgeist

von Sommelière Anna Junge dürften

sich ebenfalls herumgesprochen haben.

BEWERTUNG

Essen

Service

Weinkarte

Ambiente

GESAMT

SCHLOSS SCHAUENSTEIN

Schlossgass 77

7414 Fürstenau, Schweiz

T: +41 81 6321080

schauenstein.ch

47 von 50

19 von 20

19 von 20

10 von 10

95 von 100

Purismus bei den Aromen wie bei

den Präsentationen: Andreas

Caminada, wie er leibt und lebt.

FAZIT: Andreas Caminada muss niemandem

mehr etwas beweisen. Die (gelegentlichen) früheren

Gags sind verschwunden. Geblieben sind das glasklare

Konzept, der kompromisslose Fokus auf den Geschmack

und die Perfektion der Präsentation. Das dürfte in dieser

Form nicht mehr leicht zu steigern sein.

95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte

jul–aug 2019

falstaff

157

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KRITIK AUS

ERSTER HAND

HIER SPRICHT

KALT

20.000 Gourmetclubmit glieder testen für den

Falstaff Res tau rantguide 1800 Restaurants und senden

uns ihre positiven und negativen Erleb nisberichte.

Hier ein kleiner Auszug.

UNFREUNDLICHES SERVICE

Batzenhäusl, 5340 St. Gilgen:

Frustration im »Batzenhäusl«.

Startschwierigkeiten: »Gasthaus Tscheppe«.

AUSBAUFÄHIGE KÜCHE

Gasthaus Tscheppe, 8461 Sulztal:

Ein kulinarisch enttäuschender Besuch im

»Gasthaus Tscheppe«.

»Wir haben für Ostersonntag reserviert, mit

dem ausdrücklichem Wunsch, wegen zweier

Kinder im Innenraum sitzen zu wollen. Beim

Eintreffen wurden wir jedoch vom Kellner

darüber informiert, dass aufgrund von Personalmangel

nur draußen gegessen werden könne.

Die zwei Kleinkinder sollten bei starkem

Sonnenschein direkt an der stark befahrenen

Straße sitzen. Erst nachdem wir einen möglichen

Verzicht in den Raum stellten, durften

wir hinein. Der Kellner ließ aber keine Ruhe.

Er argumentierte mit dem Hausrecht, wonach

der Gastronom entscheide, wo gegessen werden

darf, und begegnete uns mit einer fast

unerträglichen, aufgesetzten Freundlichkeit

und schnippischem Verhalten – und keinem

Wort der Entschuldigung.«

»Batzenhäusl«: Stress durch Personalmangel.

REAKTION

Das »Batzenhäusl« bezieht zu dem

Vorfall Stellung:

»Auch zwei Jahre nach der Übernahme gibt’s

in dem Gasthaus noch Probleme. Denn leider

kann die grandiose Terrasse die deutlichen

Schwächen in der Küche nicht wettmachen.

Das Backhendl war zwar knusprig, hatte aber,

wie auch der Kartoffelsalat, nicht wirklich

viel Geschmack. Auch der geräucherte Saibling

war sehr lieblos angerichtet und wurde in

einer Eier-Kren-Mayonnaise regelrecht

ertränkt. Die Weinkarte präsentiert sich mit

80 Positionen von Winzern der Region zwar

recht vielfältig. Glasweise ausgeschenkt werden

aber nur vier Weine. Trotz höflicher

Nachfrage zeigte man sich auch nicht dazu

bereit, einen anderen Wein glasweise einzuschenken.

Sehr schade.«

Reservierungsschwierigkeiten im »Batzenhäusl«.

»In der Vorsaison ist es wirtschaftlich

gesehen leider nicht möglich, die erforderlichen

Mitarbeiter für solche Tage einzustellen.

Es war ein herrlicher Tag mit

20 °C – also keinesfalls eine Zumutung,

im Freien zu sitzen. Der Gastgarten ist

durch eine sehr hohe Lärmschutzwand

geschützt, und dass die Kinder unmittelbar

von dort auf die Straße laufen, ist

nahezu unmöglich. Auch von einer Innenreservierung

war bis zu diesem Zeitpunkt

nie die Rede. Es gibt keine Kritik an Speisen

oder Getränken, sondern nur an einem

etwas überforderten Mitarbeiter, der die

Betriebsphilosophie erklären wollte und

dann versucht hat, höflich zu sein.«

Fotos: Shutterstock, beigestellt

158 falstaff jul–aug 2019

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DER GAST

REDAKTION@FALSTAFF.AT

Haben auch Sie ein bemerkenswertes

Restauranterlebnis, das Sie uns schildern

möchten? Dann schreiben Sie uns an

redaktion@falstaff.at.

WARM

GUTES SUSHI IN GRAZ

Memori, 8054 Graz:

Das »Memori« überzeugt mit kreativem

Sushi und ausgezeichnetem Service.

TRADITION MIT WEITBLICK

Theuerwang, 4655 Vorchdorf:

Bodenständigkeit auf höchsten Niveau im

»Schauflinger’s Gasthaus Theuerwang«.

»Das Sushi war für Grazer Verhältnisse überdurchschnittlich

gut! Es gibt unterschiedlichste

Kreationen, auch das Sashimi war hervorragend.

Die Vorspeise – ein gegrillter Oktopus

– war kreativ umgesetzt und ebenfalls köstlich.

Auch das Service konnte überzeugen:

Der Chef des Hauses war sehr bemüht und

hatte wirklich zu jedem Gang eine exzellente

Weinempfehlung parat. Unmittelbar neben

einem Asia-Supermarkt ist das Lokal zwar

etwas eigenartig gelegen, dafür ist das Ambiente

im Restaurant selbst gelungen. Wer nicht

so gerne Sushi isst, wird übrigens wenige

Alternativen auf der Speisekarte finden. Für

Fans von rohem Fisch und Co. lässt sich das

Lokal aber uneingeschränkt empfehlen!«

Spannende Küche im »Mraz & Sohn«.

GRANDIOSE KÜCHE

Mraz & Sohn, 1200 Wien:

Ein kulinarisch hervorragender Abend im

»Mraz & Sohn«.

»Was für eine tolle Überraschung! Selten

haben wir eine so gute Kombination aus traditionellem

Ambiente und einem derart hohen

kulinarischen Niveau erlebt. Sowohl die Klassiker

wie Rindssuppe, geröstete Leber oder

Rinderbacken als auch die vegetarischen

Gerichte in Form von hausgemachten Nudeln

unter einem regelrechten Trüffel-Berg waren

schlichtweg großartig. Trotz Tradition scheut

die Küche nicht davor zurück, über den Tellerrand

zu blicken. Auch die Auswahl an

österreichischen Weinen ist top. Die sympathische

familiäre Atmosphäre entsteht aber vor

allem durch die Wirtsleute, deren Hingabe für

Qualität mehr als spürbar ist.«

Fotos: Shutterstock, beigestellt

Kreatives Sushi und guter Service im »Memori«.

»Was soll man dazu sagen: Es war einfach

himmlisch. Wir hatten außerdem das Glück,

in unmittelbarer Nähe zu der offenen Küche

zu sitzen und haben die Atmosphäre dort

hautnah miterleben können. Das war natürlich

sehr spannend, aber auch ganz allgemein

waren das Ambiente und die Stimmung hervorragend.

So auch das Essen: sowohl vom

Geschmack als auch von der Präsentation

einfach grandios. Das Service war sehr aufmerksam

und freundlich. Einzig die Weinauswahl

war nicht umwerfend – aber das ist

schon Jammern auf sehr hohem Niveau.«

Die Redaktion behält sich vor, dem Falstaff

zugesandte Berichte aus Platzgründen für die

Veröffentlichung zu kürzen.

Top-Küche: »Schauflinger’s Gasthaus Theuerwang«.

jul–aug 2019

falstaff

159

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bücher

GENIESSEN IN SLOWENIEN

Die besten Adressen

Elisabeth Tschernitz-Berger

Kleines Land – große Vielfalt:

Slowenien ist mit seinen kulturellen

Highlights sowie seiner

atemberaubenden Natur immer

einen Besuch wert. Auch Feinschmecker

kommen dort auf

ihre Kosten. Mit »Genießen in

Slowenien« lässt Autorin Elisabeth

Tschernitz-Berger ihrer

großen Leidenschaft für den

Alpe-Adria-Raum freien Lauf

und nimmt den Leser mit auf

eine fantastische kulinarische

Reise. Von der Fischküche an

der Küste bis zu den Speisen

aus den Bergen ist für jeden

Geschmack und jedes Budget

etwas dabei. Über 300 Adressen

mit Insidertipps sowie Reportagen

etc. lassen keine Wünsche

offen.

Umfang: 192 Seiten

Verlag/Jahr: Styria Verlag, 2019

ISBN: 978-3-222-13626-9

Preis: € 25,–

PIDAPIPÓ

Eistoll & dessertverliebt

DIE NEUE TRINKKULTUR

Speisen perfekt begleiten ohne Alkohol

Nicole Klauß

WILDE WIESE

Sandra Schumann,

Anne Schmidt-Luchmann

DAS NOMA-HANDBUCH

FERMENTATION

René Redzepi, David Zilber, Evan Sung

Lisa Valmorbida

In diesem Buch geht es nicht

einfach nur um Eiscreme.

Vielmehr sind es wahre Kunstwerke,

die Lisa Valmorbida

hier vorstellt. In ihrem Eiscafé

»Pidapipó« in Melbourne zaubert

sie aus frischen Zutaten

und mit einer gehörigen Portion

Fantasie Kreationen wie

Feigen-Mascarpone-Pies, Avocado-Limetten-Sorbet

oder

ihre Himbeer-Rosen-Alaska-

Eisbombe.

Für viele Genießer ist ein Essen

ohne ein passendes Glas Wein

oder Bier kaum vorstellbar.

Doch es geht auch anders.

Autorin Nicole Klauß entführt

in ihrem Buch auf eine kulinarische

Entdeckungsreise mit

zahlreichen alkoholfreien Alternativen,

die ihren hochprozentigen

Kollegen leicht das Wasser

reichen können. So haben

Sie Wasser, Tee oder Saft noch

nie getrunken!

Meist schenkt man den kleinen

Pflänzchen, die so am Wegesrand

wachsen, wenig bis gar

keine Beachtung. Das sollte

sich ändern: Brennnessel,

Löwenzahn, Giersch & Co.

sind nämlich weit mehr als

Unkraut. 50 schmackhafte

Rezepte von Suppen und Salaten

über Dips bis hin zu Desserts

warten in »Wilde Wiese«

darauf, entdeckt und ausprobiert

zu werden.

Fermentieren ist zweifellos

einer der großen Trends der

Kochwelt. In ihrem einzigartigen

Handbuch gewähren

»Noma«-Chefkoch René Redzepi

und sein Fermentation-

Lab-Leiter David Zilber Zugang

zu ihren jahrelang erforschten

Techniken. Mit

Schritt-für-Schritt-Anleitungen

und über 500 Fotografien ist

Fermentieren selbst für Hobbyköche

kein Mysterium mehr.

Umfang: 192 Seiten

Verlag/Jahr: Sieveking, 2019

ISBN: 978-3-944874-96-8

Preis: € 29,80

Umfang: 272 Seiten

Verlag/Jahr: Westend, 2017

ISBN: 978-3-86489-164-9

Preis: € 26,80

Umfang: 144 Seiten

Verlag/Jahr: Callwey, 2019

ISBN: 978-3-7667-2408-3

Preis: € 20,60

Umfang: 456 Seiten

Verlag/Jahr: Kunstmann, 2019

ISBN: 978-3-95614-293-2

Preis: € 41,20

Fotos: beigestellt

160 falstaff jul–aug 2019

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000_000_INSERAT_MUSTERa3.indd 3 13.06.19 15:27

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Energie

bewusst

einsetzen.

Das ist:

Mein Antrieb.

Meine Energie.

Christian Redl

Zehnfacher Weltrekordhalter

im Freitauchen

Mit dem auskommen, was von Natur aus da ist.

Das ist nachhaltig leben. Das ist nachhaltige Energie:

100 % Wasserkraft aus Österreich.

verbund.com/MeinAntrieb


leserbriefe

Lesermeinung ist uns wichtig, egal

ob Lob oder Tadel. Schreiben Sie uns einfach an

redaktion@falstaff.at oder posten Sie auf

falstaff.com bzw. unserer Facebook-Seite.

»Jedes Mal, wenn

die neue Falstaff-

Ausgabe im Briefkasten

steckt, reiße

ich sofort die Folie ab,

weil ich es kaum

erwarten kann, im

Heft zu blättern.«

HANS-JOACHIM HEUEL

FACHLICHE INFORMATION,

TOLLE FOTOS UND REZEPTE

Das, was Ihnen mit der Ausgabe

zum Thema Grillen gelungen ist,

verdient einen absoluten Sonder-

Applaus. Ohne Klischee, mit viel

fachlicher Information, die wichtigen

Dinge beim Namen

genannt, mit tollen Fotos und

Rezepten. Ein Rundum-Bericht,

der wahrscheinlich so nicht

mehr zu toppen ist – große

GRATULATION!

Johann Stabauer, E-Mail

VON AUSGABE ZU

AUSGABE BESSER!

Ich darf Ihnen heute einmal ein

kleines Kompliment machen. Mir

scheint, dass Falstaff von Ausgabe

zu Ausgabe redaktionell besser

wird. Die Artikel sind spannend,

die Auswahl der Themen ist sehr

abwechslungsreich. Einzig fällt

mir auf, dass die Berichte über die

Bundesländer etwas schwach ausfallen.

So ist in der aktuellen Ausgabe

kein Wort über das zwar

kleine, aber kulinarisch hervorragende

Vorarlberg enthalten.

Franz Abbrederis, Rankweil,

E-Mail

LOB FÜR SERIE »EUROPAS

WEIN-FLÜSSE«

Mit großem Interesse verfolge

ich derzeit Ihre Serie zu Europas

Wein-Flüssen. Der Bericht über

die Donau hat mir besonders

gefallen, aber auch die Geschichte

zum Rhein war sehr ansprechend.

Ich bin schon gespannt,

welcher Fluss mich im kommenden

Heft erwartet!

Oliver Yeh, Wien, E-Mail

VORFREUDE AUFS NEUE

MAGAZIN

Jedes Mal, wenn die neue Falstaff-Ausgabe

im Briefkasten

steckt, reiße ich sofort die Folie

ab, weil ich es kaum erwarten

kann, im Heft zu blättern. In

vielen Ausgaben konnte ich

wichtige Hinweise und Adressen

für meine jährlichen Österreich-

Aufenthalte mit der Familie

entdecken.

Hans-Joachim Heuel, Bielefeld,

E-Mail

Sagen Sie uns Ihre

Meinung und gewinnen

Sie eine Magnumflasche

des edlen Champagners

Bollinger Special Cuvée

Brut, zur Verfügung

gestellt von

kateandkon.com

Die Redaktion behält sich vor, dem

Falstaff zugesandte Leserbriefe

aus Platzgründen für die Ver öf fent ­

lichung zu kürzen.

Fotos: beigestellt

162 falstaff jul–aug 2019

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JULI–AUGUST

IMPRESSUM

INTERNATIONALE ZEITSCHRIFT

FÜR ESSEN, TRINKEN UND REISEN

Die in dieser Ausgabe veröffentlichten Beiträge sind

urheberrechtlich geschützt. Übersetzung, Nachdruck,

Vervielfältigung und Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen

nur mit ausdrücklicher Genehmigung

des Verlags. Zitate aus Beiträgen dieser Ausgabe sind

ausschließlich mit Angabe der Quelle gestattet.

MEDIENINHABER

Falstaff Verlags-GmbH

REDAKTIONSORT DES MEDIENINHABERS

Führichgasse 8, 1010 Wien

T: +43 1 9042141, F: +43 1 9042141-450

redaktion@falstaff.at

www.falstaff.com

Gegenstand des Unternehmens ist die Herausgabe,

der Verlag und der Vertrieb von Zeitschriften

und Druckwerken aller Art unter der

Bezeichnung »Falstaff«.

Mitglied der Österreichischen

Auflagenkontrolle

Mitglied des Verbands

Österreichischer Zeitungen

HERAUSGEBER

Wolfgang M. Rosam, Angelika Rosam

CHEFREDAKTION

Ursula Macher, Peter Moser (Wein),

Wolfgang M. Rosam

STV. CHEFREDAKTEURIN Julia Vacca, B. A.

SENIOR EDITOR Herbert Hacker

CHEFIN VOM DIENST Catharina Gruidl

REDAKTIONSASSISTENTEN

Dipl.-Ing. Florian Bartmann, Anja Kleinschuster, B. A.

CREATIVE DIRECTOR Wolfgang Lackinger (alaki-design)

ARTDIRECTION Michèle Gapp

GRAFIK Milena Hammerschmied

PHOTO DIRECTOR Thomas Hopferwieser

FOTOASSISTENZ Katharina Woschny, B. A.

PRODUKTION/LITHO Konstantin Riemerschmid

HEAD OF DIGITAL BUSINESS Georg Grawatsch

ONLINE-CHEFREDAKTION Mag. Bernhard Degen

CVD NEW MEDIA Marion Topitschnig

REDAKTION WESTÖSTERREICH

Ilse Fischer, Hellbrunnerstraße 65, 5081 Anif-Salzburg

T: +43 664 5455437, i.fischer@kulturdesign.at

REDAKTION ITALIEN Dr. Othmar Kiem

MITARBEITER DIESER AUSGABE

AUTOREN Alexander Bachl, Severin Corti, Michael Dangl,

Ilse Fischer, Dr. Marlies Gruber, Benjamin Herzog, Julia

Kospach, Sascha Rettig, An gelika Rosam, Erhard Ruthner,

Dr. Ulrich Sautter, Simon Staffler, Hans Theo Stamp,

Dominik Vombach

FOTOGRAFEN Bettina Hastoft, Konrad Limbeck,

Rafaela Pröll, Julia Stix

ILLUSTRATOREN Stefanie Hilgarth, Gina Mueller

LEKTOREN Mag. Mario Palaschke, Mag. Sabine Schmidt,

Mag. Petra Schwaiger, Marjeta Wakounig

GESCHÄFTSFÜHRUNG

Mag. Elisabeth Kamper, Wolfgang M. Rosam,

Mag. Michaela Cholewa

ANZEIGEN- & PROMOTIONKONTAKT

Mag. Michaela Cholewa (Anzeigenleitung), Christiane

Ceccarelli (Anzeigenkoordination), Eva Bohuslav (Lebensmittel,

Getränke, Tourismus), Kinga Mohrent (Stv. Anzeigenleitung

– Auto, Reisen, Lebensmittel), Olivia Zazzarra (Immobilien,

Banken), Ricarda Posch-Steinacher (Life style, Kultur,

Versicherungen), Claudia Schindlmaißer/Weintextur (Wein,

Wein handel), Dr. Günter Kaindl (Tirol), Mag. Sara Zager (Verkauf

Kärnten/Steiermark, Kultur), Theresa Mader (Mode,

Kosmetik, Uhren, Schmuck, Italien), Ursula Steiner (Banken,

Versicherungen, Interieur), Carola Imre (Reise, Hightech,

Interieur), Angela Kindermann Projektagentur (Immobilien)

anzeigen@falstaff.at

DIRECT SALES

Timotheus Lamberg (Leitung)

Violeta Stokic (Gastronomie)

ANZEIGENKONTAKT INTERNATIONAL

BENELUX: Mediacontact International

T: +32 2 3434371, j.mineur@mediacontact.net

DEUTSCHLAND: Claudia Roman Navarro

T: +49 211 9666299-3, claudia.roman-navarro@falstaff.com

FRANKREICH: Affinity MEDIA

T: +33 1 53059401, f.lahalle@affinity-media.fr

ITALIEN: Wineline International

Via Industria 1–5, Eurocenter, I-39011 Lana (BZ)

T: +39 0473 292370, M: +39 329 0977299, info@wineline.it

SCHWEIZ: Daniel Pauletto (Leitung Anzeigen)

T: +41 79 6406443, Daniel.Pauletto@falstaff.com

Camille Husson Stengel (Romandie)

Mag. Martina Kummer, T: +41 71 6727766

M: +41 78 720 6670, martina.kummer@falstaff.com

Therese Kramarz, T: +41 79 8303826

therese.kramarz@falstaff.com

SPANIEN: AIM, About International Media

T: +34 91 3203770, olga.martinez@aboutim.es

LEITUNG LESER- UND ABOSERVICE

Birgit Niedl, DW 419, abo@falstaff.at

GOURMETCLUB UND EVENTS

Johanna Grabmer, M. A. (Leitung Gourmetclub),

Laura Bretschneider, Katharina Bruck, Carmen Hickl,

Laura Strauss, B.A.

MARKETING & SALES

Margit Ortner, B. A. (Koordination)

Daria Startseva (Artdirection)

Isabella Gröller (Praktikantin)

HERSTELLER

Druckerei Berger, Wiener Straße 80, 3580 Horn

VERTRIEB

Presse Großvertrieb Austria Trunk GmbH

St. Leonharder Straße 10, 5081 Anif

www.pgvaustria.at

Nicht gekündigte Abonnements gelten automatisch als

verlängert. Einzelverkaufspreis: € 9,50

Jahresabonnement (8 Hefte): € 62,–

AUFLAGE

Falstaff Österreich: 47.750 Exemplare

(ÖAK 2. Halbjahr 2018)

Falstaff Deutschland: 68.885 Exemplare (IVW I/2019)

Falstaff Schweiz: 28.000 Exemplare

GESELLSCHAFTER DER FALSTAFF

VERLAGS-GMBH

67 % Wolfgang Rosam Privatstiftung

23 % CK Sàrl, Baar (CH), 10 % Angelika Rosam

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ANGELIKA ROSAM

TRENDY, AKTUELL, CHIC

J’ADORE DIOR

HÜBSCH SERVIERT

Egal, ob kleine Schüsseln für

Saucen und Dressings oder das

passende Tablett: In der heurigen

Saison wird für kulinarische

Outdoor-Momente immer mehr

auf traditionelles Steingut gesetzt.

Passt immer, sieht chic aus.

justslate.co.uk

Neben den trendigen Fashion-

Kreationen ist das französische

Luxus-Haus Dior schon längst

in den Homedecor-Olymp aufgestiegen.

Immer mehr Stores

präsentieren die facettenreichen

Serien, bestehend aus Vasen, Interior-Accessoires

und Geschirr.

Im Bild: die Service-Serie »Toile

de Jouy« – fraglos ein Eyecatcher

für kulinarische und dekorative

Sinne. Das Set ist auch in

Blau erhältlich. € 130,–/Stück

dior.com

GRILL-STIMMUNG

Damit ein Grill-Nachmittag perfekt

funktioniert, sollte er bereits

vorab gut organisiert sein. Das

Tranchierbesteck samt Holzplatte

von Tramontina wurde speziell

fürs Barbecue entwickelt und

darf als perfektes Grill-Accessoire

gesehen werden.

Ab € 220,–

tramontina.com.au/churrasco

MUST-INVITE FÜR PARTYS

Wollen Sie es auch für Ihre Cocktail-Party originell gestylt? Dann

sind sie bei Jonathan Adler an der richtigen Adresse. Die erfrischenden

Lippen-Designs auf den Cocktail-Servietten laden zu amüsanten

Stunden im Garten und bei jeder anderen Einladung ein.

Ca. € 50,–/Stück; jonathanadler.com

CAFFÈ NACH MASS

Nicht ohne meinen Espresso!

Die »Dedica Style« besticht mit

ihrem schlanken Design (ideal

für die kleinste Küche) und verfügt

dazu noch über einen

Milchschäumer. Für Gourmet-

Puristen, die nicht auf Qualität

verzichten wollen.

delonghi.com

Fotos: Rafaela Proell, beigestellt

166 falstaff jul–aug 2019

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eldorado

LIFESTYLE

CHIC AM TISCH

Die richtige Wahl für das stilsichere

Öl- und Essig-Set ist immer

eine Herausforderung – glamourös

oder doch eher von der

schlichten Sorte? LSA International

hat sich für die zweite Variante

entschieden und liegt damit in

der heutigen Zeit sicher richtig.

amara.com

GUT GERIEBEN

Setting ist alles! Freilich nur mit

der dazugehörigen Tischkultur.

Dieser raffinierte Mörser aus

Marmor wurde von Jessika Källeskog

designt und mahlt Pfeffer

und Salz zu feinen, gut dosierten

Gewürzprodukten. P. a. A.

designhousestockholm.com

Kolumnistin ANGELIKA ROSAM

ist Herausgeberin und Miteigentümerin

des Falstaff-Verlags. Mit einem großen

Faible für die schönen Dinge des Lebens

präsentiert sie ihre Lieblings-Items aus

der Gourmetwelt.

GRILL-WERKZEUG

Grillen will gelernt sein. Wir haben

für Sie die wichtigsten Accessoires

dafür recherchiert. So

kommt der Barbecue-Basket von

Amara nicht nur handlich daher,

sondern inkludiert alles an Werkzeug,

was zum Grillen notwendig

ist. Danach kann alles wieder im

chicen Korb verstaut werden.

amara.com

Fotos: Rafaela Proell, beigestellt

TIERISCH GUT

Dschungel- und Tiermotive

sind noch immer – oder schon

wieder – en vogue. Die deko -

rativen Safari-Schalen können

im Viererpack bestellt werden –

dazu gibt es das passende

Geschirr-Service.

Ca. € 40,–/4er-Set

klevering.nl

Die Grill-Saison steht

vor der Tür – wir

haben für Sie

die wichtigsten

Accesssoires sowie

chices Table-Decor

recherchiert, mit dem

Sie fraglos bei jeder

Einladung punkten.

FARBENFROH GESCHLIFFEN

Venini darf mit ungemein dekorativem Decor in seinem Repertoire

aufwarten. Die Vasen »Tiara« sind in der traditionellen Balloton-

Technik mundgeblasen und mit einem chicen Ring veredelt. Die edlen

Preziosen wurden von Francesco Lucchese für die bekannte italienische

Marke designt. € 645,38/Stück; artedona.com

jul–aug 2019

falstaff

167

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Online-

Chefredakteur

BERNHARD

DEGEN

REISE

ITALIEN, ROM

HOTEL DE LA VILLE MIT WEITBLICK

Besser kann ein Hotel in Rom nicht liegen: Das in einem historischen

Palazzo untergebrachte »Hotel de la Ville« befindet sich direkt an der

Spanischen Treppe und bietet einen unvergleichlichen Blick auf die

Ewige Stadt. Das Haus der Rocco-Forte-Gruppe wurde nach umfangreicher

Renovierung im Frühjahr wiedereröffnet und lockt mit sechs Restaurants

und Bars. Die Rooftop-Bar »Cielo« sollte man sich nicht entgehen lassen.

roccofortehotels.com

ITALIEN, MAILAND

HYATT MIT AUSSICHT

In unmittelbarer Nachbarschaft des historischen

Hauptbahnhofs von Mailand eröffnete

das neue »Hyatt Centric Milan Centrale«.

Das vom deutschen Hotelexperten Feuring

entwickelte Haus verfügt über 141 Zimmer

und Suiten, die zum Teil mit privaten türkischen

Bädern und eigenen Terrassen locken.

Das Highlight für Mailand-Besucher ist wohl

die bevorzugt gelegene Rooftop-Bar, von der

man die Wolkenkratzer des modernen Viertels

Porta Nuova ebenso bewundern kann

wie das historische Stadtzentrum. Zeitgleich

wurde übrigens das »Hyatt Centric Murano

Venice« auf der Glasbläser-Insel eröffnet.

hyatt.com

ITALIEN, SAN PELLEGRINO TERME

SOMMERFRISCHE

An der Quelle des berühmten Mineralwassers

liegt die bei den Mailändern beliebte

Therme. Das historische Casino – in der

österreichischen Monarchie als Kursaal

eröffnet – bekommt ein neues Restaurant.

qcterme.com

168 falstaff jul–aug 2019

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NOTIZEN

SPANIEN, BARCELONA

HARD ROCK

IN BARCELONA

200 Millionen Euro soll das

neue »Hard Rock Hotel« in

Barcelona kosten. Geplant sind

über 500 Zimmer, zwei Restaurants,

eine Lobby-Bar sowie

eine Music-Bar. Mit dem Bau

soll Ende des Jahres begonnen

werden, die Eröffnung ist für

das Jahr 2022 angesetzt.

hardrockhotels.com

PRINCE CHARLES ALS

BED-&- BREAKFAST-VERMIETER

Ab 170 Euro sind die Zimmer in »The

Granary Lodge« zu haben. Das Bed &

Breakfast liegt auf dem Gelände des

Castle of Mey, dem ehemaligen Wohnsitz

der verstorbenen Queen Mum. Die Unterkunft

besteht aus zehn Zimmern, zwei

Suiten und einem Salon.

castleofmey.org.uk

Fotos: Hyatt Centric Milan Centrale, JUGOSLAV BELADA PHOTOGRAPHY, Stefen Turner 2013, Getty Images, beigestellt

GRIECHENLAND, KORFU

ERSTES BANYAN TREE IN EUROPA

Wer schon einmal den Luxus eines »Banyan Tree Hotels« erleben durfte, freut sich besonders

über das »Angsana Corfu«, das im Oktober eröffnen soll. Das Luxushotel geizt nicht mit Superlativen

und wirbt mit den größten Zimmern in der Einstiegskategorie, dem größten Infinity-Pool

und dem größten Hotel-Spa auf Korfu.

angsana.com

MONTENEGRO, BEČIĆI

NEUES FALKENSTEINER

Montenegro ist nach wie vor eine der gefragtesten

Trend-Destinationen Europas. Ein neuer Player im

Adria-Staat ist die Falkensteiner-Gruppe, die das

ehemalige Hotel »Queen of Montenegro« in der

malerischen Bucht von Bečići nach vollständiger

Renovierung Anfang Mai wiedereröffnet hat.

falkensteiner.com

100 JAHRE OHEKA-HERRENHAUS

AUF LONG ISLAND

125 Zimmer und ein riesiges Grundstück –

das Oheka Castle ist das zweitgrößte

Herrenhaus der USA. Es wurde Anfang

des 20. Jahrhunderts vom Deutschen

Otto Herrmann Kahn erbaut. Zum

100. Geburtstag erstrahlt es heute in

neuem Glanz und dient als Luxushotel.

discoverlongisland.com

STÄDTEREISE-RANKING 2019

Die beliebtesten Städte müssen laut Travelcircus

nicht die besten sein (überlaufen,

teuer …). Die Reise-Experten sehen

Kiew vor Palermo auf Platz 1. Antwerpen

gilt als beste Shopping-Destination,

Monaco hat die beste Instagrammability.

travelcircus.de

jul–aug 2019

falstaff

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reise / SÜDSTAATEN

DURCH DEN

TIEFSTEN

SÜDEN

Von den Sümpfen Louisianas bis an die

Atlantikküste South Carolinas: eine

Entdeckungstour zu vielen Köchinnen und

Köchen, die gerade die herzhafte Küche

des Deep South modernisieren.

TEXT SASCHA RETTIG

170 falstaff jul–aug 2019

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Fotos: Shutterstock

Bunt geschmückt und

mit vielen Pflanzen:

ein typisches Haus

im French Quarter

von New Orleans.

Mehr Travelguides

von Falstaff auf

falstaff.com/travelguides

jul–aug 2019

falstaff

171

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reise / SÜDSTAATEN

Im »Gunshow« von Kevin Gilles pie

preisen die Köche an den Tischen

Köstlichkeiten wie Enten-Pâté mit

Foie gras, Pistazien, Karamell

und Entenfett-Aioli an.

»Bacchanalia«,

eines der

besten

Restaurants

von Atlanta:

Modern

American

Cuisine

in frischer

Bioqualität.

ATLANTA

Immer wieder legen die Köche und Köchinnen

einen Zwischenstopp am Tisch ein, stellen

kurz ihre Köstlichkeiten vor, und dann

hat man die Wahl: Ja oder nein? Jede Chance

gibt es nur einmal. Je länger der Abend und

je voller der Magen, desto schwieriger die

Antwort. Eigentlich will man nur jedes Mal

schwach werden: bei der Kürbis-Zwiebel-

Tarte mit Trüffeln und Herbsttrompeten

genauso wie bei der Enten-Pâté en croûte mit

Foie gras, Pistazien, Karamell und Entenfett-

Aioli. Es ist ein ungewöhnliches Konzept,

das sich der gefeierte Koch Kevin Gillespie,

erfolgreicher »Top Chef«-Kandidat

mit einem Faible für Schweinefleischkreationen,

für sein Restaurant

ausgedacht hat: Vor den Augen

der Gäste kreiert das Team in den

offenen Küchenreihen mehr als ein

Dutzend kleine Gerichte. Southern

Dim Sum mit regionalen Zutaten und internationalen

Einflüssen, wenn man so will,

die die Teammitglieder persönlich am Tisch

erklären und servieren – eine kommunikative

Genuss-Show sozusagen.

»Gunshow« liegt in Atlanta in der Glenwood

Park Neighborhood und damit etwas

abseits von Downtown mit den Touristenattraktionen

von der Coca-Cola World über

das Aquarium bis zum Civil Rights Museum.

Doch wer entdecken will, was die in

den vergangenen Jahren rasant gewachsene

Hauptstadt Georgias kulinarisch zu bieten

hat, muss ohnehin auch in die umliegenden

Bezirke der uferlos ausgebreiteten Metropol-

Aarea fahren. In die Westside etwa, wo mit

dem »Bacchanalia« eines der besten Restaurants

der Stadt feine, saisonale Modern

American Cuisine in frischer Bioqualität

bietet. Mit dem »Atlas« hingegen wartet im

Hotel »St. Regis« in Buckhead ein Klassiker,

in dem man wie in einem Museum mit teurer

Kunstkollektion speist. Trotz unterschiedlichster

Einflüsse und internationaler

Restaurants sind beim Fine Dining in den

Südstaaten die Gerichte mitunter geprägt

von Soul Food und Southern Cooking, von

Shrimp ’n’ Grits bis zum BBQ. Das ausgezeichnete

»Miller Union« gehört zu den Restaurants,

das der bodenständigen, schweren

und frittierfreudigen Küche des tiefen Südens

einen modernen Twist verpasst.

NEW ORLEANS

Atlanta markiert ungefähr die Halbzeit des

Roadtrips durch die Südstaaten der USA,

bei dem sich die Küche mit den Landschaften,

die an der Windschutzscheibe vorbeiziehen,

verändert. 1800 Kilometer lang ist

dieser kulinarische Entdeckungstrip, der an

der Ostküste in Savannah enden soll – und

in Louisiana begann: in New Orleans, dem

Big Easy mit der feierwütigen Bourbon

Fotos: Sascha Rettig, andrew thomas lee, sara essex bradley, beigestellt

172 falstaff

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Fotos: Sascha Rettig, andrew thomas lee, sara essex bradley, beigestellt

Street, der Stadt des Jazz und des Genusses,

die 2004 durch Hurrikan Katrina stark zerstört

wurde. Wenn man zwischen den Häusern

im kolonialen Stil durch das berühmte

French Quarter schlendert, merkt man sehr

schnell, dass das Angebot an erlesenen Restaurants

heutzutage schier uferlos ist: ein

aufregender Mix und Schmelztiegel kulinarischer

Kreativität.

Promi-Köche betreiben hier Restaurants,

so etwa Emeril Lagasse das »NOLA«. Es

gibt Newcomer wie das »Coquette« mit

moderner Southern Cuisine und Institutionen

wie das »Commander’s Palace« im

beschaulichen Garden District, wo Tory

McPhail – 2013 »Best Chef of the South«

– seine feine Haute Creole Cuisine kreiert.

Von Shrimp-Creole über Crawfish étouffée

bis Jambalaya sind die typischen New-

Orleans-Gerichte dabei ein Spiegel der bewegten

Stadthistorie. »Hier gab es Fusionsküche,

bevor der Begriff überhaupt

existierte«, sagt Köchin Amy Cyrex Sins

von der Kochschule Langlois. Die kreolische

Küche, die sich stark an der französischen

orientiert, hat sich im Laufe der

Jahrhunderte schließlich konstant weiterentwickelt:

durch Einflüsse der afrikanischen

Sklaven, die in den Plantagenküchen

kochten. Doch auch von den deutschen

Siedlern, aus Spanien, der späteren

>

»Commander’s

Palace«: eine

Institution im

beschaulichen

Garden District

mit Haute Creole

Cuisine.

»Coquette«: moderne Southern Cuisine in

einem Newcomer-Restaurant, in dem die typische

Küche der Gegend neu interpretiert wird.

jul–aug 2019

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reise / SÜDSTAATEN

»The French Press«: Hier bietet der

James-Beard-nominierte Justin

Girouard seine Cajun-Version mit

internationalen Ideen.

>

Kolonialmacht, aus Italien und der Karibik

gibt es Einflüsse. Alles strömte zusammen

in den variierten Traditionen und

trug zur Entwicklung einer unverwechselbaren

Regionalküche bei.

Hier im ländlichen

Louisiana, rund

um Lafayette, liegt

der Ursprung der

Cajun-Küche der

Akadier, die einst aus

Nova Scotia in Kanada

vertrieben wurden.

LAFAYETTE

Auch die Grenzen zur rustikalen Küche

von Cajun Country vor den Toren von

New Orleans sind fließend. Macht man

einen Abstecher raus aus der Stadt nach

Westen, fährt man irgendwann durch die

Sümpfe. Die Luft ist heiß und schwül.

Alligatoren treiben langsam durch die

Gewässer, und von den Lebenseichen und

Sumpfzypressen hängt das zottelige Spanische

Moos. Hier im ländlichen Louisiana,

rund um Lafayette, liegt der Ursprung

der Cajun- Küche der Akadier, die einst aus

Nova Scotia in Kanada vertrieben wurden

und sich in Louisiana ansiedelten. Die Gerichte

sind zwar rustikaler und einfacher,

doch auch hier verfeinern Köche die Traditionen.

Im Zentrum von Lafayette lohnt

das »The French Press« allein schon wegen

dem hervorragenden Cajun Benedict einen

Frühstücksabstecher. Auch bei seinen anderen

Gerichten bietet der James-Beardnominierte

Justin Girouard seine Cajun-

Version mit internationalen Ideen.

>

Fotos: Sascha Rettig, beigestellt

174 falstaff

jul–aug 2019

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reise / SÜDSTAATEN

BILOXI & OCEAN

SPRINGS

Fährt man zurück Richtung Osten und

über New Orleans hinaus, steuert man

geradewegs auf die Golfküste von Mississippi

zu. Im hübschen Ort Pass Christian

kollidieren entlang der Straße zwei Welten:

links Südstaaten-Flair mit weißen Villen

und Lebenseichen. Rechts erstreckt sich

ein breiter weißer Sandstrand, ganz so, als

wäre man plötzlich in Florida unterwegs.

Vom »Thirty-Two«-Restaurant in Biloxi

hat man einen fantastischen Blick über

die Bucht der Stadt, denn dort wird im

32. Stock des IP diniert, einem der großen

Casinos im Las-Vegas-Stil, die viele der

Touristen anziehen und in der Regel auch

gehobene Restaurant-Optionen im Ange -

bot haben.

»Fine Dining hier im Deep South ist noch

relativ neu, vor allem in den Kleinstädten«,

erklärt Food-Journalist Julian Brunt beim

köstlichen Biscuit-Frühstück im »Greenhouse«

in Ocean Springs. Nur eine Brücke

weiter sind die Entertainmentwelten der

Glücksspielpaläste von Biloxi denkbar

weit entfernt. Stattdessen stößt

man auf einen idyllischen US-

Kleinstadt-Kosmos. Mitten in

den gemütlichen Straßenzügen

Downtowns betreibt Alex Perry,

auch James-Beard-nominiert,

sein Restaurant »Ves tige«. Für

seine feine Modern-American-

Küche sucht er sich global Inspirationen.

Vor allem aber gilt das

Trendmantra: saisonal, nachhaltig,

lokal. Vom Louisiana-Wagyu-Beef über

Black-Eyed-Pea-Spätzle bis zum »Delta

Blues« mit Schweinefleisch, Rice-Grits und

Kohlrabi-Kimchi.

Entlang der Küste merkt man bei den

Gerichten und Zutaten zwar noch die

Nähe zu Southern Cooking und der Küche

Louisianas, aber auch Seafood ist hier

König: Shrimps, Fisch, Austern überall.

In den Häfen der kleinen Städte schaukeln

überall die Shrimp- und Fischkutter dicht

an dicht im Hafen. »Der Küstenabschnitt

gehört zu einer kulinarischen Tradition, die

zwar nur ein paar Meilen nördlich des

Golfs, in der Breite aber von westlich von

New Orleans bis nach Mobile in Alabama

reicht«, sagt Experte Brunt.

>

»Thirty-Two«: fantastischer

Blick über die Bucht von

Biloxi, dort wird im 32. Stock

des IP diniert, einem der

großen Casinos im

Las-Vegas-Stil.

»Greenhouse« in Ocean

Springs: Fine Dining im Deep

South ist noch relativ neu, vor

allem in den Kleinstädten.

Fotos: Sascha Rettig, beigestellt

176 falstaff

jul–aug 2019

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Von Ihnen

die Geschäftsidee.

Von uns

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ARCHITEKTUR

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reise / SÜDSTAATEN

»Wintzell’s Oyster

House«: Tablett

gefüllt mit

typisch herzhaft

überbackenen

Austern in

urigem Flair.

MOBILE

Mobile war einst die erste Hauptstadt der

Franzosen in Louisiana. Heute erinnert die

Stadt an der großen Mobile Bay zumindest

um die zentrale Dauphin Street an eine

ruhigere Version der Bourbon Street in

New Orleans. Für ein Tablett gefüllt mit

typisch herzhaft überbackenen Austern in

urigem Flair lohnt dort ein Zwischenstopp

im Traditionslokal »Wintzell’s Oyster

House«. Eine elegantere Option hingegen

ist das »Noja« mit mediterran-asiatischem

Menü, das sich in einem Townhouse aus

dem 19. Jahrhundert mit grün bewachsenem

Innenhof befindet. Erst vor zwei Jahren

öffnete das »Southern National«, das

mit seinen einfallsreichen Global-Southern-

Gerichten der Restaurant-Szene einen

neuen, starken Impuls gab.

»Highlands Bar & Grill«: Frank Stitt hat dieses Lokal bereits

in den frühen 80er-Jahren eröffnet und zelebriert hier die

Klassiker der Südstaaten – auf ganz persönliche Weise.

BIRMINGHAM

Von der Mobile Bay führt der Roadtrip

wieder weg von der Küste ins Inland bis

nach Birmingham. Die Industriestadt, einst

ein wichtiger Schauplatz teils tragischer

Geschichte der Bürgerrechtsbewegung,

befand sich in den 70er- und 80er-Jahren

im Niedergang. Seit einigen Jahren befin -

det sie sich aber im Aufbruch, auch kulinarisch.

Erst kürzlich wurde in einem der

wiederbelebten historischen Gebäude in

Downtown das elegante »Elyton Hotel«

(wieder-)eröffnet – mit Bar auf dem Dach

und dem Restaurant »The Yard«. Nur ein

paar Blocks weiter bescherte Koch Brandon

Cain der Stadt vor zwei Jahren einen

weiteren spannenden Neuzugang: »Roots

& Revelry« heißt sein Restaurant, das

ebenfalls die Küche des Südens mit globalen

Einflüssen modernisieren will. Die

Resultate sind köstliche Augenweiden vom

Beete-Carpaccio mit Burrata bis zu den

Jakobsmuscheln mit Salbei-Risotto.

Der Pionier der Birminghamer Gourmetküche

ist allerdings im Viertel Five Points

South zu finden, das eine kleine Stadt für

sich ist – mit zahlreichen Ausgehmöglichkeiten

und Restaurants. Dort hat Frank

Stitt seinen »Highlands Bar & Grill« bereits

in den frühen 80er-Jahren eröffnet

>

Fotos: ANNAELISEPOCHE, Shuttertstock, beigestellt

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Jeden Moment

auskosten.

Ausgezeichnetes Essen. Ein gutes Glas Wein.

Und an den schönsten Orten der Welt ankommen.

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reise / SÜDSTAATEN

Restaurant »Husk« im Foodie-Hotspot Charleston:

kreativer Umgang mit den Zutaten des Südens

und aus dem Meer.

>

und zelebriert die Gerichte der Südstaaten

auf seine Weise. »Wir verbinden meine

Liebe zur klassischen französischen Küche,

besonders zur Provence, mit Zutaten und

Traditionen hier aus dem Süden«, erklärt

der Koch, der in Birmingham mehrere Restaurants

betreibt. »Die gebackenen Grits

mit Landschinken, Pilzen, frischem Thymian

und Parmesan-Buttersauce sind ein gutes

Beispiel dafür – das Gericht steht seit

unserer Eröffnung auf der Karte.« Nicht

nur Stitt hat in den vergangenen Jahrzehnten

viele Auszeichnungen erhalten – auch

Mitglieder seines Teams. Dolester Miles

etwa bekam im vergangenen Jahr einen

James-Beard-Award als »Best Pastry Chef

of the Year«.

Herrliches

Savannah: Die

farbenfrohen

Häuser im

Kolonialstil

sind längst

Wahrzeichen

der Stadt.

CHARLESTON

Birmingham ist der letzte Stopp in Alabama,

bevor der Roadtrip schließlich quer

durch Georgia bis an die Küste von South

Carolina führt – erst über Atlanta bis nach

Charleston, einer der malerischsten Städte

des Bundesstaates, die fast 400 Jahre alt ist.

Während wunderschöne Sandstrände wie

auf der Barriereninsel Sullivan’s Island nur

einen Katzensprung entfernt sind, steckt

in den zahlreichen alten Herrenhäusern

und historischen Gebäuden, die die vielen

prachtvollen Straßen im Zentrum säumen,

eine reiche Geschichte: von Sklaverei, Plantagen,

Bürgerkrieg. Obwohl Charleston

eine eher kleine Stadt ist, zählt sie doch zu

den Foodie-Hotspots des Südens. Die Southern-Gerichte

des »Husk« zeigen genauso

wie das Farm-to-Table-Restaurant »FIG«,

wie kreativ man mit Zutaten des Südens

und aus dem Meer umgehen kann. Passend

zum Flair der Stadt gibt es zahlreiche Möglichkeiten,

im Ambiente der Vergangenheit

zu speisen: im »Circa 1886« etwa in einem

ehemaligen Kutschenhaus, wo das Menü

einen Streifzug durch die kulinarischen

Traditionen South Carolinas anbietet.

SAVANNAH

Auch das Zentrum Savannahs, eine letzte

Autofahrt Richtung Süden und ebenfalls

direkt an der Küste, ist geprägt von Bilderbuch-Südstaaten-Kulissen.

Dabei ist die

Stadt doch ganz eigen. Hier flaniert man

zwischen historischen Häusern, die ebenfalls

teils Jahrhunderte alt sind, durch die

Straßen und die vielen charakteristischen,

von den Ästen der Lebenseichen überwucherten

Plätze. Zum Abschluss gibt es mittendrin

die letzten kulinarischen Höhepunkte

der Reise zu entdecken: mal im

historischen Anwesen von »Elizabeth’s on

37 th «, mal in einer ehemaligen Greyhound-

Station im stylishen Art-déco von »The

Grey«. Nach all den köstlichen Highlights

endet unser abwechslungsreicher Südstaaten-Trip

aber schließlich doch ganz einfach:

bei einem ausgedehnten Spaziergang unter

den knorrigen Eichen mit einer Portion

Tutti Frutti vom berühmten »Leopold’s

Ice Cream«.

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180 falstaff jul–aug 2019

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DAS ORIGINAL

FOTOGRAFIE: ANDREAS REICHLIN

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reise / SÜDSTAATEN

TIPPS &

ADRESSEN

NEW ORLEANS

HOTELS

WINDSOR COURT*****

Luxushotel mit Ausblick auf den Mississippi.

Der elegante Rückzugsort mit französischen

Dekor elementen ist nur wenige Schritte vom

French Quarter entfernt. DZ ab 304 Euro.

300 Gravier Street, 70130 New Orleans

T: +1 888 590955, windsorcourthotel.com

THE ROOSEVELT****

Besticht durch modernen Luxus und die zentrale

Lage. Das 116 Jahre alte Hotel wurde 2009 wiedereröffnet,

nachdem der Hurrikan Katrina die Küste

von Louisiana verwüstet hatte. DZ ab 224 Euro.

130 Roosevelt Way, 70112 New Orleans

T: +1 504 6481200, therooseveltneworleans.com

RESTAURANTS

COMMANDER’S PALACE

Diese Ikone von einem Restaurant ist bereits von

Weitem erkennbar. Im viktorianischen blaugrünen

Herrenhaus mit weiß gestreifter Markise werden

seit über 120 Jahren kreolische Gerichte serviert.

1403 Washington Avenue, 70130 New Orleans

T: +1 504 899 8221, commanderspalace.com

GAUTREAU’S RESTAURANT

Das gehobene Restaurant im Herzen von Uptown

New Orleans wartet mit einer hervorragenden

französisch-zeitgenössischen Küche und einer

laufend wechselnden Weinauswahl auf.

1728 Soniat Street, 70115 New Orleans

T: +1 504 8997397, gautreausrestaurant.com

COQUETTE

Im Garden District von New Orleans verortet, bietet

das Restaurant eine innovative Südstaatenküche mit

Schwerpunkt auf lokalen Produkten. Dazu gibt’s

klassische und kreative New-Orleans-Cocktails.

2800 Magazine Street, 70115 New Orleans

T: +1 504 2650421, coquettenola.com

NOLA

Emeril Lagasses Restaurant verbindet traditionelle

kreolische und südländische Küche mit globalen

Einflüssen. Das dreistöckige Restaurant verfügt

außerdem über eine »Open Action«-Küche.

534 St. Louis Street, 70130 New Orleans

T: +1 504 5226652, emerilsrestaurants.com/nola

LOA BAR

Die Bar im »International House Hotel« besticht

durch ihr gemütliches Ambiente und stimmiges

Kerzenlicht. Für die Cocktails werden unter anderem

hausgemachte Sirupe sowie Kräuter aus der

Landschaft Louisianas verwendet.

221 Camp Street, 70130 New Orleans

T: +1 504 5539550, ihhotel.com/loa-bar

IN UND UM LAFAYETTE

RESTAURANTS

THE FRENCH PRESS

In der Innenstadt von Lafayette werden in »The

French Press« tagsüber Brunch und abends gehobene,

moderne Gerichte mit Einflüssen der Cajun-

Küche serviert. Für die kreativen Interpretationen

zeichnet Chefkoch Justin Girouard verantwortlich.

214 E Vermilion Street, 70501 Lafayette

T: +1 337 2339449

thefrenchpresslafayette.com

CAFE SYDNIE MAE

Das Restaurant in der historischen Hauptstraße

von Breaux Bridge trumpft kulinarisch mit ausgezeichneten

Cajun-Klassikern, Meeresfrüchtegerichten

und Steaks vom Angus-Rind auf.

140 East Bridge Street, 70517 Breaux Bridge

T: +1 337 9092377, cafesydniemae.com

BILOXI/GOLFKÜSTE

HOTELS

THE ROOST OCEAN SPRINGS****

Das Boutique-Hotel in einem restaurierten historischen

Gebäude ist nur wenige Gehminuten von

Strand und Innenstadt entfernt. Eichenbäume

und diverse Holzakzente sorgen für ein besonders

heimeliges Flair. DZ ab 105 Euro.

604 Porter Avenue, 39564 Ocean Springs

T: +1 228 2857989, roostoceansprings.com

BEAU RIVAGE RESORT & CASINO****

Unterhaltungs-Hotspot an der Golfküste: Neben

1740 Gästezimmern und Suiten sowie zehn Restaurants

stellt die Hauptattraktion des glamourösen

Hotels natürlich das eigene Casino dar.

DZ ab 109 Euro.

875 Beach Boulevard, 39530 Biloxi

T: +1 888 5676667

beaurivage.mgmresorts.com

RESTAURANTS & CAFÉS

VESTIGE

Modernes amerikanisches Restaurant in der historischen

Innenstadt von Ocean Springs. Bei minimalistischem

Ambiente steht das Gericht klar im

Vordergrund. Die Küche ist saisonal und regional.

715 Washington Avenue, 39564 Ocean Springs

T: +1 228 8189699, vestigerestaurant.com

THIRTY-TWO

Das Restaurant im »IP Casino Resort Spa« bietet

eine spektakuläre Aussicht, köstliche Steak- und

Fischgerichte sowie eine hervorragende Auswahl

an Weinen der Küste.

850 Bayview Avenue, 39530 Biloxi, T: +1 228 4363000

ipbiloxi.com/dine/fine-dining/thirty-two

THE GREENHOUSE ON PORTER

Was auf den ersten Blick wie ein ganz normales Café

aussieht, ist aber auch ein Treffpunkt für regionale

Künstler. Neben den Kunstveranstaltungen gibt es

auch wöchentlich Abende mit Live-Musik.

404 Porter Avenue, 39564 Ocean Springs

T: +1 228 2385680, biscuitsprings.com

MOBILE/GOLFKÜSTE

HOTELS

THE BATTLE HOUSE RENAISSANCE

MOBILE****

Das Renaissance-Hotel beherbergt neben einem

Pool auf dem Dach auch ein Spitzenrestaurant.

Durch die hervorragende Innenstadtlage sind der

Bienville Square sowie der Cooper Riverside Park

bequem zu Fuß erreichbar. DZ ab 169 Euro.

26 North Royal Street, 36602 Mobile

T: +1 251 3382000, renaissance-hotels.marriott.com

RESTAURANTS

NOJA

Im Herzen des historischen Unterhaltungs- und

Karte: Stefanie Hilgarth

182 falstaff jul–aug 2019

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Kunstviertels von Downtown Mobile gelegen, findet

sich hier ein kulinarisches Erlebnis samt romantischem

Innenhof.

6 North Jackson Street, 36602 Mobile

T: +1 251 4330377, nojamobile.com

SOUTHERN NATIONAL

Die Küche ist spezialisiert auf die moderne Interpretation

klassischer südländischer Gerichte mit Meeresfrüchten

aus dem Golf. Wegen der spannenden

Cocktails auch am Abend einen Besuch wert.

360 Dauphin Street, 36602 Mobile

T: +1 251 3082387, southernational.com

THE NOBLE SOUTH

Feines Restaurant, in dem kleine, frische Gerichte der

südlichen Küche mit modernem Touch serviert werden.

Der Fokus liegt dabei auf regionalen Zutaten.

203 Dauphin Street, 36602 Mobile

T: +1 251 6906824, thenoblesouthrestaurant.com

WINTZELL’S OYSTER HOUSE

Begann als kleine Austernbar und feiert heute

bereits 80-jähriges Bestehen. Die berühmten Austern

gibt es auch an sechs weiteren Standorten

von der Golfküste bis in den Norden Alabamas.

605 Dauphin Street, 36602 Mobile

T: +1 251 4324605, wintzellsoysterhouse.com

BIRMINGHAM

HOTELS

RENAISSANCE BIRMINGHAM ROSS BRIDGE

GOLF RESORT & SPA****

Der ideale Ausgangspunkt, um Birmingham zu entdecken.

Von den Balkonen hat man einen herrlichen

Blick auf die historische Stadt. Hier befindet sich der

drittlängste Golfplatz der Welt. DZ ab 178 Euro.

4000 Grand Avenue, 35226 Birmingham

T: +1 205 9167677

renaissance-hotels.marriott.com

HIGHLANDS BAR & GRILL IN BIRMINGHAM

Pardis und Frank Stitt haben erst vergangenes Jahr

mit ihrer hervorragenden französisch verwurzelten

Küche einen James Beard Award für das beste

Restaurant der USA erhalten.

2011 Eleventh Avenue South, 35205 Birmingham

T: +1 205 9391400, highlandsbarandgrill.com

THE ATOMIC LOUNGE

Die etwas schrullige, aber auch charmant-hippe Bar

zeichnet sich neben den Drinks durch allerlei Kuriositäten

aus: Mobiliar und Deko-Elemente aus den

1960er-Jahren und tierische Ganzkörperkostüme für

mutige Gäste.

2113 First Avenue North, 35203 Birmingham

T: +1 205 9837887, theatomiclounge.com

QUEEN’S PARK

Klassische Cocktailbar im historischen Loft District

von Birmingham, benannt nach dem Cocktail

»Queen’s Park Swizzle«.

112 24 th Street North, 35203 Birmingham

queensparkbham.com

ATLANTA

HOTELS

THE ST. REGIS ATLANTA*****

Luxushotel in Buckhead, das südländische Eleganz

und Moderne vereint. Mit exklusiven Suiten und einer

40.000 Quadratmeter großen Pool-Piazza lässt es

sich hier definitiv gut aushalten. DZ ab 531 Euro.

88 West Paces Ferry Road, 30305 Atlanta

T: +1 404 5637900, marriott.com

STONEHURST PLACE****

Das liebevoll gestaltete Hotel hat sich ganz der

zurückhaltenden Eleganz verschrieben. Es besticht

mit Mahagonimöbeln, Kunstwerken, Marmorbädern

und einzigartigen Suiten. DZ ab 160 Euro.

923 Piedmont Avenue Northeast, 30309 Atlanta

T: +1 404 8810722, stonehurstplace.com

BANSHEE

Restaurant und Bar in einem. Bei dem offenen und

trendigen Design des Gastraums inklusive blauen

Samtbezügen und -vorhängen findet man über

Stunden hinweg immer wieder neue Details.

1271 Glenwood Avenue Southeast, 30316 Atlanta

T: +1 470 4282034, banshee-atl.com

TICONDEROGA CLUB

Überzeugt mit absolut herzlicher und lockerer

Gastfreundschaft. Die Kombination aus Restaurant

und Bar sieht sich dabei selbst als Ort der Begegnung

und als Zuhause für Freunde und Fremde.

Krog Street Market, 99 Krog Street NE, 30307 Atlanta

T: +1 404 4584534, ticonderogaclub.com

CHARLESTON

RESTAURANTS

BALAO

Hier gibt es die wohl besten Meeresfrüchte in

Charleston: Die Produkte werden von lokal

ansässigen Fischereien bezogen und gekonnt

veredelt.

16 North Market Street, 29401 Charleston

T: +1 843 7378703, balaoseafood.com

THE DARLING OYSTER BAR

In der hippen Austernbar verbindet man die

klassische Zubereitung mit neuen Aromen. Auf

nachhaltige Fischerei wird großer Wert gelegt.

513 King Street, 29403 Charleston

T: +1 843 6410821, thedarling.com

WORKSHOP CHARLESTON

Das spannende Konzept lässt den Gast aus den

verschiedensten Gerichten von sechs laufend

wechselnden Küchen wählen.

1503 King Street, 29405 Charleston

T: +1 843 9964500, workshopcharleston.com

Karte: Stefanie Hilgarth

ELYTON HOTEL

Das 1909 erbaute, gehobene Hotel mit künstlerischer

Geschichte gilt als Symbol für die goldene

Ära Birminghams und liegt inmitten von Restaurants

und Kunstgalerien. DZ ab ca. 180 Euro.

1928 1 st Avenue North, 35203 Birmingham

T: +1 205 7313600, elytonhotel.com

RESTAURANTS

ROOTS & REVELRY

Aus saisonalen Produkten von Bauernhöfen aus

ganz Alabama werden hier verspielte Gerichte mit

südländischen Einflüssen kreiert. Den Speisesaal

ziert ein runder Kristallluster.

1623 Second Avenue North, 35203 Birmingham

T: +1 205 7301907, roots-revelry.com

CHEZ FONFON

Gemütliches Bistro mit klassischen Gerichten der

französischen Küche. Ausgeschenkt werden außerdem

Weine von der Loire, der Rhône und aus dem

Languedoc.

2007 Eleventh Avenue South, 35205 Birmingham

T: +1 205 9393221, fonfonbham.com

RESTAURANTS

GUNSHOW

Die Gerichte werden hier auf Rollwagen und Tabletts

an den Tischen präsentiert. Neben diesem alternativen

kulinarischen Erlebnis ist auch das transparente

Interieur des Restaurants einzigartig.

924 Garrett Street, 30316 Atlanta

T: +1 404 3801886, gunshowatl.com

BACCHANALIA

Eines von Atlantas Top-Restaurants. Die moderne

amerikanische Küche wartet mit saisonalen, leichten

und kreativen Gerichten aus Bio-Zutaten auf.

1460 Ellsworth Industrial Boulevard Suite A

30318 Atlanta, T: +1 404 3650410

starprovisions.com/bacchanalia

MILLER UNION

Chefkoch Steven Satterfield pflegt in seinem Restaurant

eine authentische Herangehensweise an eine

einfachere, bäuerlich inspirierte Küche und überrascht

dabei mit seinen raffinierten Kreationen.

999 Brady Avenue Northwest, 30318 Atlanta

T: +1 678 7338550, millerunion.com

SAVANNAH

RESTAURANTS

HUSK

Bei zutatenorientierter Herangehensweise werden

unter der Leitung von Chefkoch Chris Hathcock

herrlich südliche Speisen aufgetischt.

12 W. Oglethorpe Avenue, 31401 Savannah

T: +1 912 3492600, husksavannah.com

THE GREY

In der historischen Innenstadt von Savannah gelegen,

wurde hier einem alten Busbahnhof zu neuem

Glanz verholfen. Die gehobene Küche setzt dabei

auf regionale Produkte.

109 Martin Luther King Jr Boulevard, 31401 Savannah

T: +1 912 6625999, thegreyrestaurant.com

ELIZABETH’S ON 37 TH

Ein kulinarisches Erlebnis, das das reiche Erbe

des Südens widerspiegelt. Bei elegantem Ambiente

werden frische Meeresfrüchte und Co. serviert.

105 East 37 th Street, 31401 Savannah

T: +1 912 2365547, elizabethon37th.net

jul–aug 2019

falstaff

183

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Erleben Sie bei der Wein- und

Genussreise das idyllische Moseltal.

WEIN- UND

GENUSSREISEN MIT

WEIN- UND

GENUSSREISEN MIT

WEIN- UND

GENUSSREISEN

Zusammen mit Falstaff hat nicko cruises drei genussreiche

Flusskreuzfahrten konzipiert: Auf Mosel, Main und Rhein

entdecken die Gäste neben herrlichen Landschaften auch das

Beste aus edlen Reben und kulinarische Gaumenfreuden.

F

eine Lebensart am Fluss: Weinanbaugebiete

zählen in aller Welt zu

den landschaftlich besonders reizvollen

Regionen. Flusstäler rechts

und links, gesäumt von rebenbewachsenen

Hügeln, verströmen eine anmutende Idylle.

Eine Weinregion mit dem Schiff zu erkunden,

ist immer ein besonderes Reiseerlebnis.

Umso mehr, wenn die Kreuzfahrt mit vielzähligen

Genuss-Elementen gespickt ist.

Denn wo man den Wein liebt, ist die Kulinarik

nicht weit. Die Wein- und Genussreisen

in Kooperation mit Falstaff kombinieren

die besondere Reiseform der Flusskreuzfahrt

mit all ihren touristischen Höhe-

punkten mit exklusiven kulinarischen

Erlebnissen in der jeweiligen Region. Als

führender Anbieter für Kreuzfahrten

blickt nicko cruises auf mehr als 25 Jahre

Erfahrung zurück.

FLUSSGENUSS FÜR WEINLIEBHABER

AUF MAIN, RHEIN & MOSEL

Auf dem »schwimmenden Hotel«, dem

Schiffsneubau nickoSPIRIT auf 5-Sterne-

Niveau, lassen sich alle Annehmlichkeiten

genießen. Mit seinem innovativen Design

vereint der Flusskreuzer alles, was der

moderne Kreuzfahrer begehrt. Drei Res-

Fotos: beigestellt

184

taurants mit flexibler Tischwahl und flexiblen

Essenszeiten warten am Morgen mit

reichhaltigen Frühstückbuffets und zu Mittag

und Abend mit mehrgängigen kulinarischen

Köstlichkeiten auf. Die lichtdurchfluteten,

geräumigen Außenkabinen verfügen

im Mittel- und Oberdeck über absenkbare

Pa noramafronten, die sich zu einer Balkonbrüstung

umwandeln lassen. Der mit großen

Panoramafenstern verkleidete Salon

und das Sonnendeck laden zu herrlichem

»Flusskino« ein. Auch Entspannung und

Wohlfühlen kommen nicht zu kurz im großzügigen

Wellness- und Fitness-Bereich mit

Sauna und Whirlpool. Ein besonderes Weinund

Genussprogramm an Bord und an

Land rundet das Reiseerlebnis durch die

reizvollen Weinregionen ab.

Neben den attraktiven Ausflugszielen der

jeweiligen Region kann man sich außerdem

auf die Besuche bei Deutschlands besten

Winzern, Führungen durch Falstaff-präfalstaff

jul–aug 2019

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NICKO CRUISES / promotion

Kulinarische Gaumenfreuden

an Bord der nickoSPIRIT.

Wein mit einem von Falstaff ausgezeichneten

Spitzen-Winzer aus dem Rheingau.

11 TAGE FRANKFURT–TRIER–

KOBLENZ–FRANKFURT

Fotos: beigestellt

mierte Weingüter, Weindegustationen sowie

den Blick hinter die Kulissen eines Sterne-

Restaurants freuen.

9 TAGE PASSAU–NÜRNBERG–

WÜRZBURG–FRANKFURT

Diese Wein- und Genussreise startet in der

Dreiflüsse-Stadt Passau. nickoSPIRIT macht

sich stromaufwärts der Donau auf den Weg

ins mittelalterliches Nürnberg, mit einem

Zwischenstopp im bayrischen Regensburg.

Am Abend werden von einem weinkundigen

Falstaff-Redakteur die »Besten Weine

der Donau« präsentiert. Nach einem Themenrundgang

in Bamberg kann man den

Abend mit einer Bierverkostung an Bord

ausklingen lassen. Im fränkischen Würzburg

kann die barocke Residenz besucht werden

– mit anschließenden Einblicken in den Alltag

der Sterne-Gastronomie in einem von

Falstaff ausgezeichneten Spitzenrestaurant.

Den Inbegriff einer romantischen Stadt lernen

die Gäste am nächsten Tag bei einem

Ausflug ins nahe gelegene Rothenburg ob

der Tauber kennen. Im idyllischen Wertheim

steht neben einem kulinarischen Rundgang

auch eine Verkostung von Falstaff-prämierten

Edelobstbränden aus der Region auf

dem Programm. Auf den Besuch des Maintowers

in Frankfurt folgt ein schöner Reiseausklang

mit Geschichten rund um den

Die Reise beginnt und endet im hessischen

Frankfurt am Main. Zum Auftakt

der Reise gibt ein Falstaff-Experte bei einer

Winzersektverkostung Einblicke in

die Welt der edlen Perlen. Nach einem

thematischen Rundgang durch Bingen

passiert die nickoSPIRIT die Loreley

und nimmt Kurs auf die Mosel. Nächster

Halt: das weinträchtige Bernkastel.

Die Römerstadt Trier ist berühmt für

seine Porta Nigra und neuerdings auch

für eine aufstrebende Weinmanufaktur

in der Region. Auch ein Besuch in Luxemburg

steht auf dem Programm. Naturliebhaber

kommen in der Eifel und

beim Besuch des Geysirs in Andernach

auf ihre Kosten. Ausgewählte Rheingau-

Weine kann man beim Besuch eines von

Falstaff ausgezeichneten Weinguts mitten

in Rüdesheim kennenlernen. Das

ehemalige Zisterzienserkloster in Eberbach

ist nicht nur als Drehort für den

Film »Der Name der Rose« bekannt,

sondern auch für seinen Weinkeller, der

begeistert.

Der Schiffsneubau

nickoSPIRIT bietet

alles, was der moderne

Kreuzfahrer begehrt.

INFO

Weitere Informationen zu den Wein- und Genussreisen

in Kooperation mit Falstaff erhalten Sie unter

nicko-cruises.info/falstaff oder

T: +49 711 24898044

sowie in jedem guten Reisebüro.

jul–aug 2019 falstaff 185

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reise / LONG WEEKEND – GRADO

SEHNSUCHT

Grado ist ein Ort, der Antwort gibt auf die Sehnsucht des Nordeuropäers nach

Meer, Sonne, guter Küche, feinen Spaziergängen und der Leichtigkeit des

Dolce Vita. Und das zu jeder Jahreszeit.

TEXT ILSE FISCHER

186 falstaff jul–aug 2019

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Grado: Fischerdorf mit viel

Charme, Authentizität

und einer ganz

besonderen Küche.

NACH MEER …

Fotos: mauritius Images

jul–aug 2019

falstaff

187

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reise / LONG WEEKEND – GRADO

Grado ist eingebettet in ein

Insellabyrinth und die Lagune. Mit

dem Festland verbindet es ein

schmaler Streifen Land.

FREITAG

Fischkultur: Feinschmecker sind hier bestens

aufgehoben – dank der typischen, nach

überlieferten Rezepten gekochten Gerichte.

Sonne, Strand, Meer, Kultur und Genuss.

All das ist Grado – und noch viel mehr.

Denn der Ort in der Lagune ist immer

noch ein Fischerdorf, und das macht auch

seinen unvergleichlichen Charme aus. Man

liebt Grado, weil es lebendig ist und vom

Hafen mit den bunten Fischerbooten bis zu

endlosen Stränden mit flachem Wasser genau

das verkörpert, was der Mensch aus dem

Norden mit einer entspannten Zeit im Süden

so verbindet. Man erreicht die goldene Insel

über die zauberhafte Lagune, und ein wunderbar

altmodisches Schild verweist auf »La

Spiaggia della Mitteleuropa« (Der Strand

Mitteleuropas). Allein dieser Satz ist beredter

Zeuge der Geschichte des Ortes. Enge, pittoreske

Gassen, verwinkelte kleine Plätze, die

Campielli, schöne Campanile, der stolze Dom

Sant’Eufemia oder seine kleine Schwester

Santa Maria delle Grazie – alles auf engstem,

einst dem Meer abgetrotztem Raum erbaut.

Einen Tag sollte man auf jeden Fall der Altstadt

widmen, die natürlich nicht nur mit

schöner Architektur und immer wieder

besonderen Einblicken punktet, sondern mit

ihrer Tradition und Kultur auch ein magischer

Ort ist, an dem man so viel entdecken

kann. Immer jedoch ist es auch ein köstlicher

Platz der außergewöhnlichen Genüsse, vor

allem der authentischen Gradeser Küche, die

geprägt ist von maritimer Kultur und der langen

Tradition der Sonneninsel im Fischfang.

Die einstige Abgeschiedenheit mitten im Meer

hat eine Fischküche entstehen lassen, wie sie

besser nicht sein könnte. Und nicht nur im

berühmten Boreto tummelt sich feinstes, frisches

Meeresgetier. Sagen Sie aber niemals

Fischsuppe zum Boreto, das ist ein absolutes

No-Go. Versuchen sollten Sie ihn aber unbedingt

– und vielleicht nicht nur einmal, denn

jedes Restaurant gibt »seinem« Boreto eine

eigene Note und besondere Zutat. Und eines

ist sicher: Das einstige Arme-Leute-Gericht

hat sich zu einer köstlichen Verbindung dessen

gemausert, was das Meer hergibt. Zum

Beispiel im »Agli Artisti«, wo Alessandro

Corazza nicht nur den Boreto, sondern generell

Fischküche vom Feinsten zubereitet.

Ganz besonders: Cannolicchi, ein Mini-

Boreto aus Tintenfisch mit Polenta; danach

wäre ein köstliches Fritto misto eine Idee.

Der Fischreichtum der Lagune spiegelt sich

auch auf der Speisekarte der »Tavernetta

all’Androna« wider. Passera (Flunder) aus

dem Meer, Bisato (Aal), Poratto (eine Variante

der Seezunge) oder Cucco (Steinbutt) werden

hier zu göttlichen und sehr eigenständigen

Gerichten, denn nicht nur die Fischnamen

sind in Grado ein wenig anders. >

»Agli Artisti«: Fisch-Klassiker geben

den Ton an. Tintenfische und Scampi

sind in vielen Variationen und in

Bestform zu haben.

>

Fotos: Ecoplane, Dean Dubokovic, Alessandro Castiglioni, beigestellt

188 falstaff jul–aug 2019

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Das historische Zentrum hat seinen

venezianischen Charme mit pittoresken

Gassen und schönen Plätzen bewahrt.

Fotos: Ecoplane, Dean Dubokovic, Alessandro Castiglioni, beigestellt

»Tavernetta all’Androna«: kreative

Fischküche mit tagesfrischen

Produkten und von Meisterhand

zubereitet an einem schönen

Ort in der Altstadt.

jul–aug 2019

falstaff

189

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reise / LONG WEEKEND – GRADO

Casoni heißen die Fischerhütten aus

Schilfgeflecht, wo manchmal nur der

Wellenschlag des Meeres zu hören ist.

SAMSTAG

Lagunen-Genuss: Das Spiel der Gezeiten, der

Wechsel von Ebbe und Flut ist hier spürbarer

als an anderen Orten der Oberen Adria. Das

gefällt auch den vielen Fischarten.

»Zero Miglia«: Fischgenuss mit Stil und Frische. Die

Ware kommt direkt von den Fischern vor der Tür.

Die Gradeser Küche

lebt von Fischen

und Meeresfrüchten,

die bei »de Toni«

meisterlich

zubereitet werden.

Audrey Hepburn, Kaiserin Elisabeth

und Ernest Hemingway haben eines

gemeinsam: Sie liebten Grado. Heute

tun das Prominente und Normalbürger gleichermaßen

– und verwandeln den Ort, vor

allem im Sommer, zu einer quirlig-sommerlichen

Oase der Lebensfreude. Wer aber Einsamkeit,

Stille und unberührte Natur sucht,

der kann hinaus in die Lagune schippern und

eine einmalige Landschaft und die Casoni

(Fischerhütten) entdecken. Ideal für Lagunen-

Romantiker: Man reist per Ausflugsschiff,

Taxiboot oder mit einem privaten Mietboot

stressfrei auf eine Laguneninsel und isst dort

authentische Fischgerichte. Auf der Isola di

Anfora im »Ai Ciodi« etwa gibt es nur, was

frisch aus der Lagune kommt, und das wird

von der Familie Tognon seit vielen Jahren zu

köstlichen Sarde in saor oder zu fantastischen

Spaghetti al nero di seppia verarbeitet. Piero

Pasolini drehte hier 1969 seinen berühmten

Film »Medea«, und seither ist die Faszination

ungebrochen. Die Lagune besteht aus vielen

hundert Inseln, und die Vielfalt an Muschelund

Fischarten ist groß: Venusmuscheln, viele

Garnelenarten, Seezungen, Barsche, Sprotten,

Glatthaie, die hier dann Sardela beziehungsweise

Can heißen. Grado hat eine alte kulinarische

Tradition, in der Fisch gemeinsam mit

einfachen und geschmackvollen Zubereitungen,

zum Beispiel bei Sepe sofegae, dem

gedämpften Tintenfisch, oder Peverasse al

baso, einem exquisiten Muschelgericht, die

Hauptrolle spielt. In der Altstadt von Grado

und in der Lagune warten die Wirtsleute mit

diesen Gradeser Besonderheiten auf: Zum

Beispiel im »Zero Miglia« und im »Ristorante

al Pellegrino« auf der Isola Barbana. Typische

Fischküche findet man auch im »Alla

Borsa« und in der »Trattoria de Toni«. Tage

in Grado, das heißt Sonne, Strand und vor

allem immer auch Zeiten des Schlemmens.

Vor oder nach einem köstlichen Mahl kann

man als südlicher Flaneur am Lungomare

Nazario Sauro die Weite des Meeres und den

Sonnenuntergang genießen. Vor den nächsten

Köstlichkeiten sollte man unbedingt in der

»Bar al Porto« am Alten Hafen einen Apero-

Klassiker zum Einstimmen auf das (nächste)

Dolce Vita probieren. >

Fotos: Gianluca Baronchelli, Nico Gaddi, beigestellt

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jul–aug 2019

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reise / LONG WEEKEND – GRADO

SONNTAG

Über das Meer fliegen: Sportliche Überflieger

genießen atemberaubende Blicke über die

Lagune und das schimmernde Wasser.

Auch das kann Grado: Kitesurfen? Ballonfahren? Es

gibt viele Optionen, sich alles von oben anzuschauen.

Sportlichkeit ist angesagt, bevor man

zum genussvollen Abschluss vielleicht

noch ein weiteres der schönen Lokale

besucht. Wer sich nicht besonders anstrengen

will und eine herrliche Aussicht von

oben bevorzugt, der kann mit einem Ballon

über Grado aufsteigen oder mit dem Flugzeug

über die Naturschutzgebiete der Stella-

Flussmündung und das Valle Canal Novo,

Marano Lagunare oder die UNESCO-Städte

Palmanova und Aquileia fliegen und

dabei einen exklusiven Aperitif schlürfen.

Kite- und Windsurfer kommen in der Marina

Julia auf ihre Kosten. Die besondere

Küstenformation und sehr oft auch der

berühmte Wind Bora machen den Platz zur

einzigen offiziellen Abflugbahn für klassische

Kitesurfer oder das gerade angesagte

Hydrofoil-Surfen in diesem Küstenabschnitt.

Grado bietet für Surfer oder Segler

auch spezielle Fahrten vom Strand zu den

Laguneninseln an. Was man bei einem

Pa no ramaflug von oben gesehen hat, sollte

man auf dem Heimweg dann unbedingt

besuchen: Aquileia. Die romanische Basilika

Santa Maria Assunta gehört zum UNESCO-

Weltkulturerbe und ist vor allem wegen der

grandiosen Bodenmosaike ein Must. Es sind

dies größten Mosaike der westlichen christlichen

Welt, die zudem außergewöhnlich gut

erhalten und restauriert sind. Gleich neben

dieser großartigen kulturellen Sehenswürdigkeit

wartet die »Pasticceria Mosaico

Aquileia« mit köstlichen Dolce auf, die sich

hervorragend zum Mitnehmen eignen. Das

Dolce Aqvileia zum Beispiel ist ein »Reisedessert«

aus Zutaten wie im alten Rom:

Nüsse, Feigen, Honig, ummantelt mit einem

knusprigen Teig. Und wenn man schon auf

dem Weg ist, dann lohnt sich ein Abstecher

ins »1883 Restaurant«, wo man die beste

Mischung aus Tradition und Moderne auf

den Tellern, in den Gaststuben und wunderschönen

Zimmern vorfindet. Ein Ort zum

Einkehren, Bleiben, vor allem aber zum

Immer-wieder-Kommen. Auch, aber nicht

nur, auf dem Weg zur goldenen Insel in der

Lagune Grado. <

»1883«: lokal,

authentisch,

delikat. Die

Zimmer sind

schlicht, farblich

schön und sehr

einladend.

Sehnsuchtsort: Das Farbenspiel zur

»blauen Stunde« ist eindrucksvoll

und weckt Sehnsüchte.

Fotos: 1883, Roberto Camuffo, beigestellt

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ANDALUSIEN – EIN FEST FÜR ALLE SINNE

8 Tage inkl. Flug ab € 3.690 p.P.

HIGHLIGHTS IHRER REISE:

• Direktflüge ab/bis Wien nach Malaga • 7 Nächte in gehobenen 4* und 5* Hotels inkl. Frühstück

u.a. Hotel Miramar Malaga • Feinschmecker Mittag- und Abendessen in Spitzenrestaurants u.a.

im 1* Restaurant Noor in Còrdoba & Restaurant Espacio Eslava in Sevilla (z.T. mit Weinbegleitung)

•Rundreise in kleiner Gruppe: Granada, Córdoba, Sevilla, Jerez de la Frontera, Ronda & Malaga • etc.

REISETERMIN: 14.10. – 21.10.19 (mind. 10 / max. 16 Personen)

ISTRIEN TRÜFFELREISE MIT FAHRTWIND

7 Tage inkl. Morgan-Mietwagen ab € 2.790 p.P.

HIGHLIGHTS IHRER REISE:

• Morgan Mietwagen ab/bis Trumau für 7 Tage • Exklusive Morgan Tour in kleiner Gruppe

mit max. 8 Personen • Reiseleitung durch Marlies Kössler von Morgan Austria • Wohnen in

herrschaftlichen Häusern und gemütlichen, familiär geführten Hotels • Kulinarik auf höchstem

Niveau • Trüffelverkostung & Trüffelsuche in Groznjan • etc.

REISETERMIN: 15.09. – 21.09.19 (mind. 6 / max. 8 Personen)

INFOS & BUCHUNGEN: 0800 560 080 ODER FALSTAFF@GOURMET-REISE.CLUB . WEITERE GOURMETREISEN: WWW.FALSTAFF.AT/LESERREISEN

Veranstalter: Robin Tours GmbH, Unterer Stadtplatz 11, 6330 Kufstein, GISA-Zahl 29305292. Anzahlung 20% (frühestens 11 Monate vor Reiseende), Restzahlung 20 Tage vor Reiseantritt. Insolvenzversicherung: Zürich Insurance plc Niederlassung Deutschland, Abwickler: Cover-Direct, Tel.: +43 1 969 08 40. Ansprüche sind

innerhalb von 8 Wochen beim Abwickler geltend zu machen. Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen (ARB 1992) des Fachverbandes der Reisebüros idgF unter Berücksichtigung des Pauschalreisegesetzes (PRG; sollten einzelne Klauseln der ARB mit dem PRG in Widerspruch stehen, so gehen jene des PRG vor) sowie

unsere unter www.robin-tours.at/datenschutz abrufbare Datenschutzerklärung. Druck- und Satzfehler vorbehalten. Fotos: shutterstock, istock.

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reise / LONG WEEKEND – GRADO

TIPPS &

ADRESSEN

HOTELS

HOTEL VILLE BIANCHI**** (1)

Stilvolles und geschichtsträchtiges Villendorf, schön

restauriert. Eine wirkliche Oase der Ruhe und ein

schöner Rückzugsort zwischen Strand und Meer im

Schatten alter Pinien. DZ ab 99 Euro.

Viale Dante Alighieri 50, 34073 Grado

T: +39 0431 80169, de.villebianchi.com

LES 7 SUITES ERICA**** (2)

Die Suiten gehören zur »Villa Erica« und sind ein

kleines Jugendstiljuwel in unmittelbarer Nähe zu

Strand und Altstadt. Anders und besonders wohnen

in Grado? Hier ist es möglich. DZ ab 183 Euro.

Via Giosuè Carducci 32, 34073 Grado

T: +39 0431 84444, les7suiteserica.com

CASONI

Das ist Romantik und Lagune pur: Für ein Wochenende

oder länger können die alten, restaurierten

Casoni gemietet werden. Die traditionellen Fischerhütten

gibt es auf Valle Ghebo Vacche, Casoni Turlavo

oder Valle Tirelli, auch inklusive Boot. Preis

variiert je nach Unterkunft. grado-adria.com

RESTAURANTS

AGLI ARTISTI (1)

Kleines, feines Restaurant im historischen Zentrum,

in dem Alessandro Corazza beste Gradeser Fischküche

mit vielen Ideen kocht. Natürlich bestimmt der

Fang des Tages den Speisezettel. Tolle Weinkarte.

Campiello Porta Grande 2, 34073 Grado

T: +39 0431 83081, ristoranteagliartisti.it

ALLA BORSA (2)

Das Meer bestimmt die Karte, die Tradition die

Rezepte und der Koch die Qualität. Seit vielen Jahren

ein perfekter Ort, um gute Gradeser Küche zu

genießen, wie auch sehr gute Fleischgerichte.

Via Conte di Grado 1, 34073 Grado

T: +39 0431 80126, trattorialaborsa.com

TAVERNETTA ALL’ANDRONA (3)

Die alte Gradeser Küche wird hier neu interpretiert.

Der feinsinnige, innovative Küchenchef und die Wirtin

zeigen, dass die Küche der Lagune mehr kann

als gemischte Muschelplatte oder Grillteller.

Calle Porta Piccola 6, 34073 Grado

T: +39 0431 80950, androna.it

RISTORANTE AL PELLEGRINO ISOLA

SAN BARBANA (4)

Eine Genussinsel im Paradies. Die einstige Mensa

ist nun ein Restaurant, man sitzt an großen Tischen

und genießt gemeinsam beste, frische, großartige

Fischküche. Anreise per Boot.

34073 Santuario di Barbana, 34073 Grado

T: +39 0431 80115

TRATTORIA DE TONI (5)

Traditionsreiche Gradeser Spezialitäten aus besten

Zutaten aus dem Meer, feine Pasta und sündige

Desserts. Seit Jahren ein guter Ort zum Genießen.

Piazza Duca D’Aosta 37, 34073 Grado

T: +39 0431 80104, trattoriadetoni.it

ZERO MIGLIA (6)

Super Fischküche, sehr authentisch. Viele einheimische

Gäste bezeugen die Qualität, der Fischmarkt

daneben garantiert die Frische.

Riva Enrico Dandolo 22, 34073 Grado

T: +39 0431 80287, ristorantezeromiglia.it

TRATTORIA AI CIODI (7)

Mit dem Meer vor der Haustür sind Fisch und Krustentiere

die Stars vor der Traumkulisse des Restaurants

mit sechs Zimmern. Unbedingt den Kräuterlikör

mit magischen Kräften zum Abschluss kosten.

(Oktober bis Ostern geschlossen.)

Isola di Anfora, 34073 Grado

T: +39 335 7522209, portobusoaiciodi.it

1883 RESTAURANT & ROOMS (8)

Im ehemaligen Kloster aus dem 17. Jahrhundert

befindet sich seit 1883 ein Gasthaus. Heute ist

es eines, das man unbedingt besuchen sollte:

Ambiente, Weingut, Küche vom Feinsten.

Via Mercato 3, 33052 Cervignano del Friuli

T: +39 0431 33217, 1883restaurant.com

BARS & CAFÉS

BAR AL PORTO (1)

Ursprüngliche Fischerbar mit viel Atmosphäre.

Man sitzt auf einfachen Stühlen, genießt und

schaut den Booten beim Ein- und Auslaufen im

alten Hafen zu.

Piazza Marinai d’Italia 2, 34073 Grado

T: +39 0431 85154

PASTICCERIA MOSAICO AQUILEIA (2)

In der traditionsreichen Konditorei sind viele tolle

Süßspeisen und feine Marmeladen im Angebot,

alles auch zum Mitnehmen.

Piazza Capitolo 17, 33051 Aquileia

T: +39 0431 919592, pasticceriamosaico.com

Mehr Städtereise-Tipps

für lange Wochenenden:

falstaff.com/longweekend

EASY

PARKING

FLUGHAFEN WIEN

PARKSERVICE

Wir parken Ihr Auto für Sie.

Direkt am Terminal 3.

viennaairport.com/easyparking

Karte: Stefanie Hilgarth

194 falstaff jul–aug 2019

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Ein Sommer Hotspot in den Bergen!

HOTEL POST ISCHGL

Ischgl, Österreich

Umgeben von gigantischer Bergwelt, mitten im international bekannten Sportort Ischgl,

liegt das Vier-Sterne-Superior »Hotel Post Ischgl« wo Gäste mit charmanter Gastlichkeit

und persönlichem Service begrüßt werden. Die Zimmer, Suiten und Appartements

bieten ein stilvolles Ambiente mit dezentem Luxus und alpinem Chic. Die Gäste erwartet

im Postillion Spa exquisite Entspannung auf 1.500 Quadratmeter. Ausgezeichnete

Küche, interationale Spitzen-Weine sowie die »Hotelbar 67«, die im Falstaff Bar- &

Spirits-Guide zum Spitzenreiter gekürt wurde, runden den perfekten Aufenthalt ab.

DZ ab € 250.- / Nacht


Ein Boutique Hotel der Extraklasse!

GIARDINO MARLING

Marling bei Meran, Südtirol-Italien

Ihre private Spa Villa!

Das Giardino Marling. Eine mediterrane Schönheit. Ein Hideaway auf hohem

Niveau. Das familiengeführtes Hotel in Marling ist ein Ort des Seins, statt

des Müssens. Lassen Sie es einfach zu und entdecken Sie, wie wunderbar

entspannend es sich anfühlt.

DZ ab € 260.- / Nacht

GEINBERG5 PRIVATE

SPA VILLAS

Geinberg, Österreich

Das Geinberg5 Private Spa Villas ist ein

einzigartiges, von der Welt völlig abgeschiedenes

Luxus-Wellness-Resort.

Eingebettet in die malerische Hügellandschaft

des In nviertels, genießen Sie

Ihren eigenen Whirlpool auf der Terrasse,

Butlerservice, den privaten Badesee und

mindestens 114 m² für Sie ganz alleine

zu zweit.

DZ ab € 580.- / Nacht

Glamour & Dolce Vita!

VILLA EDEN

LUXURY RESORT

Gardone Riviera, Italien

Ein exklusives Hideaway das Design,

Komfort und Exklusivität auf kunstvolle

Weise vereint. Mit maßgeschneidertem

Service, wohltuenden SPA Behandlungen

und einem Gourmet Restaurant der Spitzenklasse

werden neue Maßstäbe gesetzt.

DZ ab € 320.- / Nacht


promotion / TIROL

SOMMERFRISCHE

IN TIROL

Traumhafte Landschaften, kulinarische

Highlights, entspannende Wohlfühl-Oasen – ein Aufenthalt im

Herzen der Alpen lässt keine Wünsche offen.

198 falstaff jul–aug 2019

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Foto: Shutterstock

jul–aug 2019 falstaff 199

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promotion / TIROL

LERMOOS/TIROL

WELLNESS & GENUSS

AM GIPFEL DES

ERLEBENS

Alpiner Spirit, luxuriöser Genuss

und exklusive Entspannung – dafür

steht das »Hotel Post****S Lermoos«.

Durch herzliche Tiroler

Gastfreundschaft sowie ein erstklassiges

Verwöhn- und Serviceangebot

schafft das Luxushotel inmitten

des Naturparadieses Tiroler

Zugspitz Arena in Lermoos ganzjährig

einen Wohlfühlort der Superlative.

Nicht umsonst zählten Lermoos

und die Tiroler Zugspitz

Arena mit den beeindruckenden

Bergwelten rund um die Zugspitze

zu den Lieblingsjagdgebieten von

Kaiser Maximilian I.. Die Kombination

aus herrlicher Natur und wohltuenden

Urlauben erlaubt es, neue

Kraft für den Alltag zu tanken.

Im Post Alpin Spa finden Gäste auf

3000 m 2 Ruhe und Entspannung,

mit Innen- und Außenpool, verschiedenen

Saunen und Dampfbädern,

Ruhezonen sowie dem großzügigen

Zirben-Panorama-Saunahaus mit

Sole-Außenpool und Infrarotkabine

im Garten. Erholung und Regeneration

versprechen auch die insgesamt

59 Suiten, ein Luxus-Penthouse

und das nur 70 m entfernte

historische »Postschlössl« mit 16

weiteren Suiten. Facettenreich, sonnenverwöhnt

und reizvoll – dies beschreibt

eine Wohlfühlauszeit in der

Tiroler Zugspitz Arena am besten.

Egal, ob beim Skifahren auf Panoramapisten

oder beim Wandern auf

imposanten Bergrücken, Biken, Golfen

- im »Hotel Post« urlaubt man

ganz nach eigenen Ansprüchen und

kann ganzjährig die alpine Szenerie

genießen. Das Hotel verwöhnt mit

Alpen- und Wellnessküche in Kombination

mit internationalen Gourmettrends.

Die Auszeichnungen

von A la Carte mit 92 Punkten und

4 Sternen, von Falstaff mit 93 Punkten

und 3 Gabeln sowie mit 2 Hauben

von Gault&Millau sprechen dabei

für sich. Auch das 1000 Positionen

starke Repertoire an Weinen

rundet das Gourmeterlebnis ab.

HOTEL POST LERMOOS****S

Familie Dengg

Kirchplatz 6, 6631 Lermoos

T: + 43 56 722 810

welcome@post-lermoos.at

post-lermoos.at

MASSA MARITTIMA

CASA MORANDI OLIO

D’OLIVA EXTRAVERGINE

– OLIVENÖL MIT HERZ +

VERSTAND

Unser Olivenöl »Casa Morandi

extra vergine« wird mit Herz und

Verstand produziert: Auf ca. 350

Metern über dem Meer wachsen

unsere Oliven an den Hängen des

Monte Arsenti in der Nähe von

Massa Marittima. Die Pflege

unseres alten Olivenhains erfolgt

im Einklang mit der Natur und mit

großem Respekt vor der toskani-

schen Biodiversität unter Verzicht

jeglicher chemischer Dünge- oder

Spritzmittel. Die händische Ernte

garantiert, dass sowohl Bäume als

auch Oliven unbeschadet bleiben.

Die gesunden, unverletzten Oliven

werden noch am selben Tag in

einer modernen Presse unter

Ausschluss von Sauerstoff weiterverarbeitet

– wir verbinden also die

Vorteile der traditionellen toskanischen

Olivenkultur mit den Vorteilen

moderner Technologien und

erzielen auf diese Weise ein Produkt

reich an Geschmack und gesundheitsfördernden

Inhaltsstoffen.

Unser Olivenöl wird aus 100 %

Moraiolo-Oliven gepresst – eine

für die Toskana typische Sorte,

die dem Öl die tiefgrüne Farbe

sowie die fruchtige Note mit einer

leichten Schärfe und Bitterkeit verleiht,

die als Merkmale eines Produkts

höchster Qualität gelten.

Wir lieben unsere Oliven – und das

schmeckt man! Sollten Sie auf den

Geschmack gekommen sein und

wollen Sie Ihre Kenntnisse über

unsere Produktion vertiefen und

dies mit einem erholsamen Urlaub

in der Maremma verbinden, so stehen

Ihnen in der »Casa Morandi«

zwei Ferienwohnungen zur

Verfügung. Das teilweise aus

dem 17. Jahrhundert stammende

Bauernhaus wurde mit viel Liebe

restauriert und komfortabel ausgestattet.

Genießen Sie die einzigartige

Atmosphäre der toskanischen

Landschaft.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

PODERE CASA MORANDI

Località Cicalino

I-58024 Massa Marittima (GR)

T: +39 366 8943245

info@casamorandi.eu

casamorandi.eu

Fotos: beigestellt

200 falstaff jul–aug 2019

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The art

of outdoor

cooking

WÄRME, GENUSS UND HARMONIE -

STILVOLL VEREINT

OFYR verzaubert durch seine einzigartige Vielseitigkeit! Hobbyköche sind vom kultigen Design-Grill

ebenso begeistert wie Chefköche beim Zubereiten von mehrgängigen Menüs. Außerdem ist der

OFYR mit seinem archaisch lodernden Feuer auch in der kalten Jahreszeit ein absoluter Garant

für Partystimmung auf Hütten oder auch harmonischer Kommunikationsmittelpunkt an Ihrem

individuellen Platz im Freien - und das das ganze Jahr über!

OFYR ÖSTERREICH

Farm-Fill Umweltinnovationsund

Vertriebs GmbH

Fladnitzer Straße 4, A-8162 Passail

Tel.: +43 (0)3179 277 270

E-Mail: info@ofyr.at

www.facebook.com/ofyraustria/

WWW.OFYR.AT

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promotion / SIX SENSES

LUXUS IM ZEITALTER

DES (KLIMA)WANDELS

Six Senses, die einzige Marke der Luxushotellerie, die sich

komplett nachhaltig präsentiert, eröffnet 2021 ein

alpines Dorf mit privaten Residenzen.

An nehmlichkeiten und Serviceleistungen

eine erweiterte Bedeutung hat. Der wahre

Luxus ist das komplette und uneingeschränkte

Wohlbefinden von Körper und

Geist und das Gefühl, Teil der Natur zu

sein, die uns nährt. Die reinste Luft zu

atmen, das klarste Wasser zu trinken,

direkten Zugang zu biologischen Lebensmitteln

und Naturprodukten höchster

Qualität zu haben. Ein unverfälschtes

Leben mit unbegrenzten Möglichkeiten

und Genuss zu führen – mit dem Wissen,

dass der eigene Lebensstil nicht nur Freude

und Gesundheit bereitet, sondern gleichzeitig

eine positive Auswirkung auf die

Zukunft unseres Planeten hat.

Die Marke Six Senses bietet ein neues

Lebensgefühl im Einzugsgebiet Kitzbühel –

nachhaltiges Wohnen, nachhaltige Ernährung

und nachhaltige Fortbewegung.

»Six Senses Kitzbuehel Alps« in strategischer

Partnerschaft mit Porsche eröffnet

in der Wintersaison 2021. Die unter

strengsten Auflagen und nur mit Naturmaterialien

errichteten Six Senses Private

Residences sind ab sofort im Eigentum

mit Zweitwohnsitz-Widmung zu erwerben.

Alle Chalets werden schlüsselfertig

inklusive neuem vollelektrischen Porsche

Taycan übergeben.

Oberhalb von Jochberg bei Kitzbühel,

in einem naturgeschützten

Gebiet, wo inmitten einer

märchenhaften Wald- und

Mooslandschaft wilde Orchideen blühen,

entsteht ein Dorf, das mit seinem Konzept

nicht nur die Grenzen des Konventionellen

sprengt, sondern dabei auch Verantwortung

für unsere Zukunft übernehmen will.

Viele von uns wurden in eine unbeschwerte

Zeit des jahrzehntelangen Friedens

und Wachstums hineingeboren. Unser

Drang nach grenzenlosem Fortschritt hat

einen schlafenden Giganten geweckt. Klimawandel,

Luftverschmutzung, prozessierte

Nahrungsmittel – eine schleichende Infizierung

unseres Planeten und der Bewohner.

Laut einem jüngsten Bericht der Vereinten

Nationen sind etwa eine Million

Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben

bedroht. Ein noch nie da gewesener Verlust

unserer Biodiversität.

Wir befinden uns an einem Wendepunkt.

Es liegt in unserer Hand, wie wir uns in

die Geschichtsbücher eintragen wollen –

als die Generation, die den Grundstein für

eine nachhaltige Zukunft legt, oder diejenige,

die sich durch konsequentes Wegschauen

der Verantwortung entzieht.

In manchen wachsenden Metropolen

dieser Welt dürfen Kinder nicht mehr an

der frischen Luft spielen, Jakarta ist gar

vom Untergang bedroht. Millionen Menschen

haben keinen Zugang zu sauberem

Wasser mehr. Naturkatastrophen stehen

an der Tagesordnung.

Wir haben die Technologien und das

Wissen, diesen Trend zu reversieren – der

erste Schritt ist allerdings ein Umdenken in

unserer Lebensweise.

Das »Six Senses Kitzbuehel Alps Resort«

mit Hotel, privaten Residenzen und einem

Six Senses Spa wird für all jene gebaut, die

erkennen, dass Luxus neben allen

INFO

sales@kitzbuehelalps.com

kitzbuehelalps.com

sixsenses.com

Fotos: beigestellt

202

falstaff

jul–aug 2019

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INTERNATIONALE

ARCHITEKTUR

W ERKSTATT

IAW

DÜSSELDORF TURIN MOSKAU

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BAR- &

SPIRITS

FESTIVAL

VIENNA 2019

28. OKTOBER 2019

WIENER HOFBURG

VERKOSTEN SIE DIE

BESTEN SPIRITS & COCKTAILS!

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Für einen Tag wird die Wiener Hofburg zur grössten

Bar der Welt. Die besten Bartender aus Österreich,

Deutschland und der Schweiz, Gin & Tonic Bar,

über 300 verschiedene Whisk(e)ys, edle Spirituosen

wie Rum, Wodka, Tequila und mehr!

28. Oktober 2019 • 16.30 bis 21 Uhr

Wiener Hofburg • 1010 Wien

Tickets unter: falstaff.com/vbsf19

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promotion / GASTRONOMIE

Die 20.000 Mitglieder des Falstaff

Gourmetclubs besuchen und

bewerten die besten Restaurants

Österreichs. In dieser Rubrik

stellen wir Restaurants aus

unserem Guide vor, die wir Ihnen

wärmstens empfehlen wollen.

Alle 1800 Restaurants dieses

Guides finden Sie auf

falstaff.com.

MIT BESTER

EMPFEHLUNG

206 falstaff jul–aug 2019

95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte

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STEIERMARK

DER TRADITIONS-

GASTHOF IM ZENTRUM

DER ALTSTADT

Beherbergt ist der »Gasthof zum

Türkenloch« in einem der schönsten

historischen Gebäude der Altstadt

von Bad Radkersburg. Hier verweilt

der Gast in gemütlicher Atmosphäre,

um sich von Gastgeberin und Köchin

Ingeborg Kraus kulinarisch verwöhnen

zu lassen. Die Speisekarte

bietet vorwiegend regionale und saisonale

Gerichte und Klassiker aus

der österreichischen Küche. Neben

einer großen Bandbreite an steirischen

Weinen gibt es auch Raritäten

von österreichischen Spitzenwinzern,

die den kulinarischen Genuss

abrunden. Die über 500 Jahre

alten Gewölbe laden zum Genießen

ein und eignen sich ausgezeichnet

für Feierlich keiten aller Art.

GASTHOF

ZUM TÜRKENLOCH

81 PUNKTE im Falstaff

Restaurantguide 2019

Langgasse 10, 8490 Bad Radkersburg

T: +43 3476 20389

tuerkenloch.at

SALZBURG

GAUMENFREUDEN IM

STIMMUNGSVOLLEN

GASTGARTEN

Das Restaurant »Huber’s im Fischerwirt«

ist schon lange für seine

regionalen Spezialitäten berühmt.

Mittlerweile ist es auch weit über die

Landesgrenzen hinaus als eine der

Salzburger Top-Adressen für kulinarische

Höhenflüge bekannt. Zur

Festspielzeit hat das »Huber’s im

Fischerwirt« die ganze Woche über

geöffnet. Der schöne und gemütliche

Gastgarten lädt zu kulinarischen

Sommerabenden ein, nach

Reser vierung wird auch noch nach

den Aufführungen gekocht. Service

wird großgeschrieben. Andrea und

Harald Huber heißen ihre Gäste

herzlich willkommen und bieten

zusammen mit ihrem eingespielten

Team einen unvergesslichen Abend.

HUBER’S IM FISCHER-

WIRT 90 Punkte im Falstaff

Restaurantguide 2019

Peter-Pfenninger-Straße 8

5020 Salzburg, T: +43 662 424059

M: +43 664 88514113

fischerwirt-liefering.at

Imposant:

die Seeterrasse mit Blick

auf den Hallstätter See.

Fotos: beigestellt

SALZBURG

HIER KOMMT JEDER

AUF DEN GESCHMACK!

Auf eleganten Teakholzmöbeln

unter lauschigen Kastanien sitzen,

den Blick auf die Berge genießen

und dazu kulinarisch verwöhnt werden:

Beim »Ammerhauser«, nur

wenige Fahrminuten von Salzburg

entfernt, findet man genau diese

Idylle. Zu Sommerbeginn locken

besonders die fast schon legendären

Ammerhauser Marillenknödel!

Schon lange ist hier selbstverständlich,

dass auf die Teller nur

regionale Produkte von allerhöchster

Güte kommen. So auch der frische

Fisch vom Obertrumer See,

wie die Reinanke, der Waller oder

die Schleie. Weitere Highlights der

kreativen, anspruchsvollen Küche

sind die vegetarischen und veganen

Köstlichkeiten sowie die österreichweit

einzigartigen »Moorgerichte«.

RESTAURANT UND GAST-

GARTEN AMMERHAUSER

83 Punkte im Falstaff

Restaurantguide 2019

Dorfstraße 1, 5102 Anthering

T: +43 6223 2204, ammerhauser.at

OBERÖSTERREICH

DAS EINZIG WAHRE

ORIGINAL

Kopierkunst kann durchaus großes

Kino sein, wie sich in der südchinesischen

Provinz Guangdong zeigt. Dort

gibt es ein 1:1-Replikat der oberösterreichischen

Marktgemeinde Hallstatt

samt dem legendären »Seehotel

Grüner Baum«. Das einzig wahre

Original aber befindet sich inmitten

des Salzkammerguts. Ein imposantes

Weltkulturerbe mit dem majestätischen

Hallstätter See direkt vor

der Haustür. Erstmalig urkundlich

erwähnt wurde das Hotel im Jahr

1700. Neben der Optik punktet das

Boutique-Hotel mit seiner exquisiten

Küche. Kulinarischer Mittelpunkt sind

das Restaurant »Zum Salzbaron«,

das »Kaiserstüberl« sowie die Seeterrasse

und als Highlight die Seelounge.

Verantwortlich für Küche und Keller

ist Kochgenie Jörg Wörther.

SEEHOTEL GRÜNER

BAUM 81 PUNKTE im Falstaff

Restaurantguide 2019

Marktplatz 104, 4830 Hallstatt

T: +43 6134 82630

gruenerbaum.cc

95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte

jul–aug 2019 falstaff 207

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promotion / GASTRONOMIE

bar restaurant

bar • restaurant

bar • restaurant

4020 Linz, Landstr. 13

0732

4020 Linz, 94

Landstr.

40 80

13

0732 . 94 40 80

Mo Sa 11 00 03 00

4020 Mo - Sa Linz, 11 00 Landstr. - 03 00

13

0732 . 94 40 80

Mo - Sa 11 00 - 03 00

www.pianino.at

www.pianino.at

www.pianino.at

WIEN

FERNÖSTLICHE

GENÜSSE

Spannende und fordernde Zutaten,

Innereien, scharfe Gewürze – authentische

chinesische Küche vom

Feinsten in dem in der Hütteldorfer

Straße angesiedelten Lokal (nicht

zu verwechseln mit dem gleichnamigen

Restaurant in der Kettenbrückengasse).

Zum Niederknien die

gedämpften Tascherln mit vier verschiedenen

Füllungen. Ideal auch

zum Mitnehmen für zu Hause. Die

Küche der chinesischen Provinz

Sichuan ist für den beherzten Einsatz

ganzer Chili schoten ebenso

berühmt wie für den gleichnamigen

Pfeffer. Sie gilt überhaupt als eine

der variantenreichsten Ostasiens,

wobei Stern anis, Knoblauch und

Ingwer oft zum Einsatz kommen.

Exquisite Sommerkarte ab April.

FEINE SICHUAN-KÜCHE

81 Punkte im Falstaff

Restaurantguide 2019

Hütteldorfer Straße 215, 1140 Wien

T: +43 1 9572691

office@feinesichuankueche14.at

feinesichuankueche14.at

WIEN

BESTES AUS DEM MEER

Am Viktor-Adler-Markt gelegen,

werden die Gäste im »Sezai Fisch-

(t)raum« mit Fischspezialitäten

und Meeresfrüchten verwöhnt.

Köstlichkeiten wie gegrillte Goldbrassen

und Oktopoden sowie

Außergewöhnliches wie Hummer

Thermidor landen auf den Tellern.

Auch Austern-Liebhaber kommen

hier voll auf ihre Kosten. Die spezielle

Atmosphäre im »Sezai« spiegelt

gekonnt den Markt sowie modernes

Design wider. Im Sommer

lädt der schattige Gastgarten

direkt vor dem Lokal zum gemütlichen

Verweilen ein. Auch für

Fei ern jeder Art ist das »Sezai«

der passende Ort. »Bei ›Sezai‹

kommt man als Gast und geht als

Freund!«, lautet die Philosophie.

SEZAI FISCH(T)RAUM

82 Punkte im Falstaff

Restaurantguide 2018

Viktor-Adler-Markt, Stand 53–54

1100 Wien, T: +43 1 6067467

fischtraum@sezai.at, sezai.at

WIEN

HERZLICH WILLKOM-

MEN IM NAUTILUS!

Auf den Tellern die sieben Weltmeere,

das Ambiente nautischmediterran,

der Wein österreichisch

und inter national, der Service zuvorkommend

und kompetent. Wohl

kaum an einem anderen Platz in

Wien zelebriert man das Essen rund

um die Themen Fisch und Meeresfrüchte

so schmackhaft wie mitten

auf dem Naschmarkt im Restaurant

»Nautilus«. Mittags locken köstliche

und preiswerte Menüs in den

schattigen Schani garten, den geschützten

Wintergarten oder das

stilvolle Restaurant. Täglich stehen

zwischen 11 und 15 Uhr zwei verschiedene

Mittagsmenüs zur Auswahl.

Öffnungszeiten: Montag bis

Samstag 11–23 Uhr, feiertags geschlossen.

Am 24. Dezember bis

18 Uhr geöffnet!

NAUTILUS

FISCHRESTAURANT

83 Punkte im Falstaff

Restaurantguide 2019

Am Naschmarkt 673, 1040 Wien

T: +43 660 7766633

nautilus-fischrestaurant.at

208 falstaff jul–aug 2019

95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte

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VORARLBERG

DOGANA

»Vom Augenschmaus zur Gaumenfreude«,

heißt die Devise des himmelblauen

Hauses im Herzen der Feldkircher

Altstadt und direkt zu Füßen der

Schattenburg. Modern und edel zeigt

sich das Ambiente hinter der historischen

Fassade, in der seit nunmehr

40 Jahren Familie Gallaun und ihre

Mitarbeiter um das Wohl der Gäste

bemüht sind. Als Familienbetrieb in

dritter Generation lebt das »Dogana«

echte Vorarlberger Gastfreundschaft

vor. Regionale Produzenten, Partner

und Lieferanten sind für das Erfolgskonzept

unumgänglich. Unter dem

Leitspruch »Innovation durch Tradition«

sind auch seit geraumer Zeit

neue Projekte und Konzepte in Planung.

Die Gallauns und das »Dogana«-Team

freuen sich schon, diese

mit ihren Gästen zu teilen.

DOGANA

85 Punkte im Falstaff

Restaurantguide 2019

Neustadt 20, 6800 Feldkirch

T: +43 5522 75126

dogana@dogana.com

dogana.com

VORARLBERG

DIE NATUR IST

DER ARCHITEKT

UNSERER KÜCHE

Was Thorsten Probost, Patron der

Kulinarik, und Küchenchef Dominic

Baumann in der Edelstube des Resorts

zaubern, ist schlicht genial.

Die Kreationen aus Oberlecher

Kräutern und hochwertigen regionalen

Produkten begeistern die

Gäste mit täglich neuen Überraschungsmenüs

in Abstimmung

mit deren persönlichen Vorlieben.

»Ausnahmekoch Thorsten Probost

bleibt der kreative Maßstab, wenn

es um heimische Produkt- und Aromenvielfalt

geht. Mit einer Wahnsinnsweinkarte

im Background ein

echtes Erlebnis«, so die Bewertung

im Falstaff Restaurantguide.

GRIGGELER STUBA

97 Punkte im Falstaff

Restaurantguide 2019

Oberlech 568, 6764 Lech am Arlberg

T: +43 5583 3140

Winter: So–Fr 19–21.30 Uhr

Sommer: variabel

burgvitalresort.com

Fotos: beigestellt

© Michaela Seidl

TIROL

GENUSS AUF

HÖCHSTEM NIVEAU

Der »Kaiserhof Ellmau« ist eines

von Österreichs führenden Gourmet

hotels. Konzipiert als Kontrapunkt

zu herkömmlichem Gourmetvergnügen,

durchbricht Günter

Lampert mit seiner leichten, eleganten

Nuance überlebte Sichtweisen

und eröffnet Ausblicke in eine

neue Welt der kulinarischen Verführung.

Es ist eine Ein ladung, erst das

Unerwartete als Momentum der

Neugier zu begreifen, um dann staunend

höchsten Genuss zu erleben.

Im À-la-carte-Restaurant »Kulinarium«

trifft Grande Cuisine der Spitzenklasse

auf edles Ambiente. Der

vielfach ausgezeichnete Hausherr

und Küchenchef Günter Lampert

zaubert mit Meisterhand lukullische

Highlights der Extraklasse.

KULINARIUM IM

HOTEL KAISERHOF

93 Punkte im Falstaff

Restaurantguide 2019

Harmstätt 8, 6352 Ellmau

T: +43 5358 2022, F: DW 600

kaiserhof-ellmau.at

TIROL

MODERNE TIROLER

WIRTSHAUSKULTUR:

WILLKOMMEN IM

GASTHOF SCHOPPER!

Der »Gasthof Schopper« blickt auf

eine lange Tradition zurück und zählt

zu den beliebtesten Restaurants im

Tiroler Unterland. Bernhard Kammerlander

und sein Team setzen auf

lokale und frische Produkte in bester

Qualität. Die Zutaten stammen von

heimischen Lieferanten und Bauern.

Denn nur aus guten und wertvollen

Produkten können traumhafte Gerichte

ent stehen. Auch Weinliebhaber

werden fündig, nicht umsonst

wurde der »Gasthof Schopper« 2017

zum Tiroler »Weinwirt des Jahres«

gekürt. Ein großer Speisesaal, zwei

gemüt lichen Stuben, eine herrliche

große Terrasse und neun modern

aus gestattete Zimmer laden zu einer

kleinen Auszeit in Breitenbach ein.

RESTAURANT SCHOPPER

86 Punkte im Falstaff

Restaurantguide 2019

Ausserdorf 2, 6252 Breitenbach

T: +43 5338 8179

schopper.breitenbach.at

95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte

jul–aug 2019 falstaff 209

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promotion / GASTRONOMIE

Küchenchef

Thomas Pugel

interpretiert die

pannonische

Küche neu.

BURGENLAND

FOSSIL – GEHOBENE

KÜCHE IM REVITALI-

SIERTEN WEINKELLER

Direkt am historischen Kellerplatz

von Purbach befindet sich das Restaurant

»Fossil« von Küchenchef

Thomas Pugel. Im Muschelkalkgewölbe

verzaubert der Haubenkoch

seine Gäste mit einer Neuinterpretation

von Klassikern der pannonischen

sowie österreichischen Küche.

Besonderen Wert legt er dabei

auf beste Zutaten. Fisch vom Neusiedler

See und Wildkräuter vom

Leithagebirge sind nur einige Highlights

des Konzepts namens »Vom

See zum Berg«, das das Restaurant

»Fossil« zu einer der Top-Adressen

am Neusiedler See macht.

Rechtzeitige Reservierung empfohlen.

In den Sommer monaten Oleander-Gastgarten

mit mediterranem

Flair!

RESTAURANT FOSSIL

87 Punkte im Falstaff

Restaurantguide 2019

Kellergasse 6K, 7083 Purbach

T: +43 2683 21025

restaurant-fossil.at

KÄRNTEN

DIREKT AM WÖRTHER-

SEE – CASUAL FINE

DINING @JILLY_BEACH

Direkt am Wasser erwartet Sie

im »JILLY_BEACH« Casual Fine

Dining auf höchstem Kulinarik-

Niveau. Im modernen Design einer

einzigartigen Location genießen Sie

perfekt zubereitete Zutaten in entspannter

Atmosphäre. Die mediterrane

Küche gepaart mit saisonalen

Gerichten führt Sie in eine kulinarische

Zauberwelt. Egal ob Geschäftsessen,

private Veranstaltungen,

Workshops oder Hochzeiten –

das »JILLY_BEACH« ist der ideale

Ort. Der Bereich »BRÜCKE« ist nur

von niedrigen Glaswänden zum See

hin begrenzt. Der erste Stock ist

rundum verglast – luftig im Hochsommer

und kuschelig warm für

die seltenen Regentagen am See.

JILLY_BEACH

87 Punkte im Falstaff

Restaurantguide 2019

Alfredweg 5–7

9210 Pörtschach am Wörthersee

T: +43 4272 23 91

jilly.at, gastronomie@jilly.at

Gz

Gut

zu Gast

Feine Küche, guter Service, tolles Weinangebot,

komfortables Wohnen sowie attraktive saisonale Angebote

und kulinarische Veranstaltungen: Die Restaurants,

Hotels und Betriebe in dieser Rubrik werden bestimmt

auch Sie überzeugen.

Buchungsinfos zu dieser Rubrik erhalten Sie

telefonisch unter +43 1 9042141-472 oder

per E-Mail an sales@falstaff.at.

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210

falstaff jul–aug 2019

95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte

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SALZBURG/MATTSEE

SCHLOSSHOTEL

IGLHAUSER AM SEE

Das Festspielhaus am See bietet

Festspielküche bis zwei Uhr früh! Im

»Glaspalast am See« kann man in

neuen Traumsuiten logieren, Feste

feiern, Firmenevents veranstalten

und die hervor ragende Küche genießen.

Der »Iglhauser« verarbeitet

ausschließlich Naturprodukte: das

Bes te aus Wald, Feld und Flur, aus

den Stallungen des Nachbar bauern

und dem hauseigenen Fischwasser.

Das gewisse Bodenständige, Gemütliche

und Leichtfüßige spiegelt

sich auch in der Einrichtung der Zimmer

und Suiten wider. Man lebt in

dieser ehemaligen Schlossbrauerei

zwischen massiven mittelalterlichen

Mau ern, deren Bausubstanz

noch von einem im Jahr 1200

errichteten Fronhaus stammt.

IGLHAUSERS

SCHLOSSHOTEL

Schlossbergweg 4, 5163 Mattsee

T: +43 6217 5205

F: +43 6217 520533

schlosshotel@iglhauser.at

schlosshotel-igl.at

Potpourri

Nur das Beste für Genießer!

Falstaff gibt Ihnen hier einen Überblick

über aktuelle Top-Produkte

höchster Qualität sowie

Einkaufs- und Eventtipps.

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Rubrik erhalten Sie telefonisch

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VINOTHEK ST. STEPHAN

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UND FAIRE PREISE

Neben einer tollen Weinauswahl

findet man auch hochwertige Single

Malts und Rum bei hervorragendem

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tasting / PINOT GRIGIO TROPHY

DOLCE VITA

IM GLAS

Pinot Grigio ist ein italienischer Exportschlager. Erzeugt wird der duftige, vollmundige Weißwein

vorwiegend in den norditalienischen Regionen Venetien, Friaul, Trentino und Südtirol.

TEXT OTHMAR KIEM NOTIZEN OTHMAR KIEM, SIMON STAFFLER

Fotos: beigestellt

Fotos: Shutterstock, beigestellt

212 falstaff jul–aug 2019

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Fotos: Shutterstock, beigestellt

Fotos: beigestellt

PLATZ

NALS MARGREID

PUNGGL PINOT GRIGIO SÜDTIROL

DOC 2017

Floral-fruchtige Nase nach

Rosen, Ananas und Banane.

P

inot Grigio ist ein Wein mit

vielen Gesichtern und vielen Namen.

In Frankreich heißt die

Traube Pinot Gris, in Deutschland

und Österreich ist sie als

Ruländer oder auch als Grauburgunder bekannt.

In Italien eben als Pinot Grigio.

Das Besondere an Pinot Grigio ist die Farbe

der Beeren, die nicht grün oder gelb, sondern

rötlich-blau bis grau sind. Bei Laien kann das

im Weinberg schon mal zu Verwechslungen

mit roten Traubensorten führen. Die Traube

ist ein guter Zuckersammler, die Weine hatten

daher stets etwas höheren Alkoholgehalt, waren

dadurch aber mitunter auch zu füllig und

recht behäbig. In den 1980er-Jahren entstand

in Venetien eine neue Stilistik. Um mehr Frische

zu erhalten, wurden die Trauben früher

gelesen und der Most gleich nach der Pressung

von jedem rötlichen Farbanteil befreit.

Frisch und duftig wurde er zum Inbegriff des

italienischen Weißweins und zuerst in den

USA und Großbritannien, schließlich auch in

Deutschland zu einem regelrechten Verkaufsschlager.

Italien erzeugt heute 40 Prozent des

Pinot Grigio weltweit. Konzen triert ist der

Anbau in den nordöstlichen Regionen Venetien,

Friaul, Trentino und Südtirol. Unter der

Bezeichnung »Pinot Grigio delle Venezie«

wurde 2018 eine neue Bezeichnung für alle

Pinot-Grigio-Weine aus Venetien, Friaul und

dem Trentino geschaffen.

Nals Margreid ist eine erfolgreiche Südtiroler

Winzergenossenschaft, deren Weinbauern

Lagen von Meran bis an die Grenze zum

Trentino bei Salurn bearbeiten. In der Lage

Punggl bei Margreid stehen die besten Pinot-

Grigio-Stöcke, über 80 Jahre alte Reben.

Der Wein wird für acht Monate im großen

Holzfass ausgebaut und erhält dadurch Geschmeidigkeit

und Fülle. Der Pinot Grigio

Punggl von Nals Margreid belegte den ersten

Platz in unserer Verkostung. Gleich dahinter

folgt ein Wein aus dem Friaul, der

Gris von Lis Neris. Alvaro Pecorari bewirtschaftet

sein Weingut in der Nähe von Gorizia

in fünfter Generation. Weißweine gedeihen

in diesem Gebiet hervorragend. Sein

Gris zeigt mustergültig, was alles in dieser

Sorte steckt. Der drittplatzierte Wein kommt

aus dem Trentino, der Rulendis von Cavit,

der wichtigsten Winzergenossenschaft der

Region. Die Trauben stammen aus Höhenlagen

von 400 bis 600 Metern. Der Ausbau

im Stahltank verleiht dem Wein feinen Duft

und gute Spannung. >

Die Hügel Venetiens und

des Friaul sind bestes

Pinot-Grigio-Land.

jul–aug 2019

falstaff

213

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tasting / PINOT GRIGIO TROPHY

93

LEGENDE

Weißwein, trocken

95 – 100 Klassiker

93 – 94 ausgezeichnet

91 – 92 exzellent

88 – 90 sehr gut

85 – 87 empfehlenswert

DIAM

NK

Verschluss aus

gepresstem

Korkgranulat

Naturkork

1. Platz

Punggl Pinot Grigio Südtirol DOC

2017, Nals Margreid

14 Vol.-%, NK, extratrocken. Intensives,

strahlendes Strohgelb. Offenherzige

und floreal-fruchtige Nase nach frischen

weißen Rosen, Ananas, Banane, zartem

Feuerstein, leichtem Wachs, vielschichtig.

Am Gaumen mineralisch und satt,

zeigt tänzelndes Spiel auf der Zunge,

kompakter und zielstrebiger Körper,

voller Trunk, spannungsvoll.

kellerei.it, € 17,75

Praepositus Pinot Grigio Südtirol

DOC 2018, Stiftskellerei Neustift

14 Vol.-%, NK, extratrocken. Leuchtendes,

strahlend-intensives Grüngelb. Elegante

und satte Nase nach reifem Pfirsich, dann

Mirabellen, etwas Vanille, satte Birne. Am

Gaumen sehr dicht und voller Schmelz,

breitet sich cremig über die Zunge, großer

Körper, druckvoll und lang.

Meraner, Innsbruck; Palorino, Neumarkt;

Sacripanti, Wettingen, € 16,10

Unterebner Pinot Grigio Südtirol

DOC 2017, Kellerei Tramin

14 Vol.-%, NK. Helles, brillantes Strohgelb.

Gelbfruchtige und einladende Nase nach

Kamille, Wiesenkräutern, dann satte gelbe

Frucht, zarte Mineralität, im Nachhall

etwas Karamell und Bienenwaben. Satt

und ausgewogen am Gaumen, zeigt kühlen

Körper mit ansprechendem Honig im

Mittelteil, saftig und klar, zieht sich lange

über die Zunge, druckvoll im Finale.

Fischer & Trezza, Stuttgart; Cultivino,

Liebefeld, € 25,–

92

Hill Pinot Grigio Südtirol DOC 2018

Nals Margreid

14,2 Vol.-%, DIAM. Helles, leuchtendes

Strohgelb. Offenherzige und einladende

Nase nach Pfirsich und Banane, reifer

Birne, weißen Rosen, auch nach weißer

Schokolade. Am Gaumen elegante Säure

mit feinem Schmelz, öffnet sich knackig

und saftig, spannt ein schönes Kleid auf,

tolle Geradlinigkeit und Länge.

kellerei.it, € 10,75

15 Pinot Grigio Südtirol DOC 2018

Castelfeder

13,5 Vol.-%, DIAM. Strahlendes, helles Zitronengelb

mit leicht hellrosa Touch. In

der Nase nach Feuerstein und zitronigen

Nuancen, muss belüftet werden. Am

Gaumen sehr frisch, öffnet sich auf eleganten

Noten von Pink Grapefruit, saftig

und salzig, mit Biss, im Finale durch

mittlere Struktur unterstützt.

castelfeder.it

€ 10,90

Anger Pinot Grigio Südtirol DOC

2018, Kellerei St. Michael-Eppan

14 Vol.-%, DIAM. Helles, leuchtendes

Strohgelb. In der Nase nach gelben

Früchten, satte Birne und Banane, etwas

Apfel, im Nachhall dezente Würze. Ausgewogen

und stimmig, am Gaumen getragen

von feinem Schmelz, öffnet sich auf

fruchtigem Kern, feines, langes Finale.

Gottardi, Innsbruck; Wagner, Laakirchen;

Susanne Herold, Burgkunstadt

€ 11,70

Pinot Grigio Südtirol DOC 2018

Castel Sallegg

14 Vol.-%, NK. Helles Goldgelb. Intensive

und fruchtig-würzige Nase nach reifer

Grapefruit und Zitrone, etwas Limette,

dann zarter Feuerstein und weißer Pfeffer.

Am Gaumen ausgewogen und klar,

zeigt leichten Schmelz mit griffiger Säure,

breitet sich gut aus, im hinteren Teil

cremig mit langem Abgang. Bevanda,

Dornbirn; Nagel & Hoffbaur, Aachen;

Vino Donino, Kempen; Lisas Lieblingsweine,

Gebenstorf; Florians Weine,

Savognin, € 12,–

Colle Ara Pinot Grigio Valdadige

Terradeiforti DOC 2018, Albino Armani

13 Vol.-%, DIAM, extratrocken. Hellstes

Lachsrosa mit brillantem Touch. Komplexe

und vielschichtige Nase nach jungem

Pfirsich, weißen Rosen, Salz, etwas Feuerstein,

dann versteckte Waldbeeren und

Banane. Im Trunk sehr ausgewogen und

cremig, breitet sich samtig über die Zunge

aus, elegant, zeigt gute Struktur, im

Finale zarter Druck mit langem Abgang.

Rieger Weine, Salzburg; Dettling &

Marmot, Dietlikon; Raffele Giordano,

Münster, € 14,–

Turmhof Pinot Grigio Südtirol DOC

2017, Weingut Tiefenbrunner

13,5 Vol.-%, DIAM. Intensives, satt leuch-

In den Weinbergen im Nordosten

Italiens findet Pinot Grigio

ideale Voraussetzungen.

2. Platz

Gris Pinot Grigio Friuli Isonzo DOC

2017, Lis Neris

13,5 Vol.-%, DIAM. Intensives Strohgelb

mit goldenen Reflexen. Einprägsame

Nase nach Pfirsichkompott, dann saftige

Birne, im Hintergrund etwas Gewürznelke,

Feuerstein. Breitet sich am Gaumen

satt aus, viel reife gelbe Frucht, dazu

salzig und mit guter Spannung, sehr

langer Nachhall.

lisneris.it, € 22,50

3. Platz

Rulendis Pinot Grigio Trentino

Superiore DOC 2017, Cavit

13 Vol.-%, DIAM. Leuchtendes Strohgelb.

Intensive und duftende Nase nach weißen

Blüten, grünem Apfel, zarter Bienenwabe,

dann kandierte Zitronenzeste, Blutorange,

Ananas. Am Gaumen ausgewogen

und tänzelnd, getragen von spannendem

Säurenerv, kristallin-alpin mit viel

Energie, pfeilspitz mit langem Nachhall.

Meraner, Innsbruck; Saffer, München;

Borgovecchio, Balerna, € 11,–

Fotos: beigestellt Shutterstock, beigestellt

214 falstaff jul–aug 2019

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Fotos: beigestellt Shutterstock, beigestellt

PLATZ

LIS NERIS

GRIS PINOT GRIGIO FRIULI

ISONZO DOC 2017

Reife gelbe Frucht, salzig

und mit guter Spannung.

tendes Strohgelb. Offenherzige und knackige

Nase nach kandierter Zitrone, grüner

Apfel, etwas Birne, weiße Blüten, zarter

Rauch. Am Gaumen sehr harmonisch

mit ausgeprägtem Säure-Frucht-Spiel,

saftig im Trunk, gute Länge mit leicht

salzigem Finale.

Meraner, Innsbruck; Global Wine,

Zürich, € 14,–

Pinot Grigio Riserva Trentino DOC

2017, Castel Firmian

13 Vol.-%, DIAM, extratrocken. Intensives,

strahlendes Goldgelb. Duftet in der Nase

feinwürzig, offenherzig, nach weißen Rosen,

kandierter Ananas, Zitrone, dann zarter

Rauch, Blutorange. Zeigt im Mund

satte Creme, breitet sich spannungsvoll

aus, leicht salzig, feingliedriges und ausgewogenes

Spiel, in sich stimmig und

harmonisch in Ansatz und Verlauf.

Morandell, Wörgl; CWD, Hamburg;

Wedl, Innsbruck; South Wines, Orbe

€ 15,–

Grauburgunder Pinot Grigio

Südtirol DOC 2017, Wassererhof

13 Vol.-%, NK. Helles Goldgelb. Eröffnet

sich in der Nase zunächst rauchig und

von edler Holzwürze geprägt, dann Salzzitrone

und kandierte gelbe Früchte, hat

was Mineralisches, vielschichtig. Am Gaumen

geschmeidig und rund, öffnet sich

prächtig und edel, nimmt den Mund voll

ein, gekonnter Holzeinsatz mit keckem

Spiel im Nachhall.

wassererhof.com, € 15,50

BIO Porer Pinot Grigio Südtirol

DOC 2017, Weingut Alois Lageder

12,5 Vol.-%, NK, extratrocken. Leuchtendes,

helles Goldgelb mit leicht rosafarbenem

Stich. In der Nase deutliche Zitrusfrucht,

zarter Essig, im Nachhall nach

Klebstoff, öffnet sich nur sehr langsam

auf gelbfruchtigen Tönen. Am Gaumen

frisch und saftig, knackig, spannt sich

leichtfüßig über die Zunge, trinkt sich

fein, kristallin bis ins Finale, ein Querschläger.

Morandell, Wörgl; Wagner,

Laakirchen; Bindella, Zürich; Vinothek

Oberding, Oberding, € 16,–

Pinot Grigio Collio DOC 2018, Tiare

13,5 Vol.-%, DIAM. Leuchtendes Strohgelb.

Einladende, saftig wirkende Nase, nach

Zitrone und Orange, hat leichte weiße

Blüten im Nachhall. Am Gaumen ausgewogen

und mit feinem Schmelz, zeigt

eleganten Pfirsich, geschmeidig, spannt

sich schön auf, langes und sattes Finale.

Kastner, Wien; Grottoria Weine AG,

Kreuzlingen; Belvino AG, Silvaplana

€ 19,50

St. Valentin Pinot Grigio Südtirol

DOC 2017, Kellerei St. Michael-Eppan

14 Vol.-%, NK. Leuchtendes, helles Strohgelb

mit funkelndem Kern. Öffnet sich in

PLATZ

CAVIT

RULENDIS PINOT GRIGIO TRENTINO

SUPERIORE DOC 2017

Grüner Apfel, Bienenwabe,

kandierte Zitronenzeste.

der Nase zunächst auf zarten rauchigen

Noten, dann feine Holzwürze, satte Banane,

weißer Pfirsich, kandierte Zitrone,

braucht Luft. Spannt einen schönen Bogen

am Gaumen, cremig in Ansatz und

Verlauf, körperreich, im mittleren Teil

ausgewogen und satt, im Finale druckvoll

und mit Noten nach Karamell.

Gottardi, Innsbruck; Wagner, Laakirchen;

Susanne Herold, Burgkunstadt

€ 22,70

Giatl Pinot Grigio Riserva Südtirol

DOC 2017, Weingut Peter Zemmer

14,5 Vol.-%, NK. Leuchtend-strahlendes

Goldgelb. In der Nase einladend und satt,

sahnige Töne folgend auf gelbe Früchte,

ein Hint Safran, Butter, leichter Feuerstein.

Am Gaumen sehr satt und füllig

mit gut eingebundenem Holz, öffnet sich

breit und sahnig, cremig, sanfter Druck,

sehr langer Abgang.

Pellegrini GmbH, Landau; Riegger AG,

Birrhard; Weinturm, Linz, € 28,90

Giatl Pinot Grigio Riserva Südtirol

DOC 2016, Weingut Peter Zemmer

14,5 Vol.-%, NK. Leuchtend-strahlendes

Goldgelb. In der Nase zunächst nach kandierter

Ananas, gelbe Früchte, Mango,

weißer Pfirsich, Salzzitrone. Am Gaumen

rund und klar, zeigt eleganten Schmelz

mit gut eingebautem Holzeinsatz,

schmiegt sich toll an die Zunge, druckvoll

und satt im Finale.

Pellegrini GmbH, Landau; Riegger AG,

Birrhard; Weinturm, Linz, € 28,90

Pinot Grigio Ramato Metodo

Solera IGT, Specogna

13,5 Vol.-%, NK, extratrocken. Intensives,

strahlendes Hellorange. In der Nase nach

Harz, Datteln, Orangenzesten, Hagebuttentee,

Malz. Am Gaumen sehr satt, breitet

sich auf Noten von Früchtetee aus,

stimmig und rund, saftig mit gewisser

Salzigkeit, in seiner Art und Weise harmonisch.

Etwas für Liebhaber.

Hawesko, Tornesch; Scala Vini,

Leissingen; Herwig Ertl, Kötschach-

Mauthen, € 40,–

Toy Pinot Grigio Collio DOC 2018

Castello di Spessa

13,5 Vol.-%, NK, extratrocken. Helles Kupfer.

In der Nase nach kandierten Orangen,

Chinarinde, feinwürzig, Pfeffer, etwas Marille,

leichter Klebstoff. Am Gaumen ausgewogen

und stimmig, breitet sich schön

aus, saftig und zupackend, gute Länge

mit feinwürzigem Finale.

castellodispessa.it, Preis: k. A.

Weitere aktuell

verkostete Pinot Grigio unter

falstaff.com/pinot-grigio

jul–aug 2019

falstaff

215

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tasting / GRÜNER VELTLINER GRAND PRIX 2019

GRÜNER

VELTLINER

FRISCHENGRUBER

1. PLATZ

2019

GRÜNER

VELTLINER

FAMILIE VEIT

3. PLATZ

2019

GRÜNER

VELTLINER

URBAN

2. PLATZ

2019

216

falstaff jul–aug 2019

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GRÜNER

VELTLINER

GR AND PRIX

Den Grünen Veltliner in seiner klassischen Form zu präsentieren

ist Aufgabe des Falstaff Grüner Veltliner Grand Prix:

Dieses Jahr fand der Traditionsbewerb zum 25. Mal statt.

TEXT PETER MOSER

Fotos: Lukas Kutschera, beigestellt

D

ank der langjährigen Kooperation

mit den Partnern Niederösterreichische

Versicherung

und Landwirtschaftskammer

Niederösterreich

konnte Falstaff dieses Jahr

zum nunmehr 25. Mal die besten Grünen

Veltliner des Landes in Blindprobe auszeichnen.

Im Jahr 1994 – also vor 25 Jahren –

durfte sich erstmals ein Winzer über den

Grand-Prix-Sieg freuen. Es war damals übrigens

kein Geringerer als Franz Hirtzberger

aus Spitz mit dem Honivogl Smaragd 1993.

Die Aussagekraft des Bewerbs wird allein

schon von der Vielzahl der Kandidaten unterstrichen,

die sich um den Titel eines »Falstaff

Grand Prix Siegers« 2019 beworben haben.

Und weil das Jahr der »niederösterreichischen

Nationalsorte« sehr entgegengekommen

ist, war die Menge und Qualität diesmal

auch besonders hoch. In den Grunddurchgängen

waren nicht weniger als 1017 Weine

angetreten, die den Weg der NÖ-Wein-Prämierung

durchliefen und der Kategorie für

den Grünen Veltliner Grand Prix entsprachen.

Dafür darf der Alkoholgehalt die Grenze

von 13 Volumenprozent nicht übersteigen

und maximal 4 Gramm Restzucker aufweisen

– diese Werte werden mittels amtlichem

Prüfzeugnis belegt. Insgesamt waren heuer

für NÖ-Wein-Prämierung 1759 Weine der

Sorte Grüner Veltliner eingereicht, was die

enorme Bedeutung unterstreicht. Neben den

technischen Voraussetzungen müssen die

Weine dem stilistischen Vorbild eines klassischen

Grünen Veltliners so nahe kommen wie

möglich. Denn gesucht ist nicht nur guter

Wein, sondern ein optimaler Sortenausdruck.

Gefragt sind Würze und straffe Textur, gute

Frucht und eingebundene Säure. Für die Jubiläumsausgabe

des Grand Prix verkostete eine

Fachjury in Blindprobe und ermittelte so die

drei diesjährigen Preisträger.

LEGENDE

DV

KK

NK

VL

Drehverschluss

Kunststoffkork

Naturkork

VinoLok

ausgezeichnet

exzellent

sehr gut

gut

empfehlenswert

ordentlich mit kleinen

Einschränkungen

noch trinkbar

1. Grand-Prix-Sieger 2019

2018 Federspiel

Ried Frauenweingärten

Weingut Georg Frischengruber, Rossatz, Wachau

12,5 Vol.-%, DV, mittleres Gelbgrün, Silberreflexe. Reife

Ananas, zart nach Papaya, einladende Tropenfrucht,

Nuancen von Honigmelone, feine Kräuterwürze unterlegt.

Saftig, feine Apfelfrucht, dezente Süße, finessenreiche

Struktur, salzig-mineralischer Touch im Abgang,

harmonisch und gut anhaltend.

frischengruber.at, € 9,–

2. Grand-Prix-Sieger 2019

2018 Urban Days

Weingut Urban, Wullersdorf, Weinviertel

12,3 Vol.-%, DV, helles Gelbgrün, Silberreflexe. Feine

gelbe Apfelfrucht, ein Hauch von reifer Mango, zart

nach Wiesenkräutern, angenehme Würze. Saftig, lebendig,

schwungvoller Stil, mineralisch-zitronig, reife Frucht

im Nachhall, bereits gut antrinkbar. Leichtfüßiger Stil.

weinbau-urban.com, Preis: k. A.

3. Grand-Prix-Sieger 2019

2018 Veit-liner

Weingut Veit, Ollersdorf, Weinviertel

12 Vol.-%, DV, helles Gelbgrün, Silberreflexe. Zarte Kräuterwürze,

ein Hauch von Apfel, Nuancen von Mango, mineralischer

Touch. Saftig, elegant, feine Fruchtsüße, dezente

Säurestruktur, harmonisch und gut anhaftend, ein

eleganter Speisenbegleiter mit Entwicklungspotenzial.

weingut-veit.at, Preis: k. A.

jul–aug 2019 falstaff 217

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tasting / GRÜNER VELTLINER GRAND PRIX 2019

2018 Der Ott® Feuersbrunn

Weingut Bernhard Ott

Feuersbrunn, Wagram

13 Vol.-%, DV. Mit einem Hauch von Blütenhonig

unterlegte Nuancen von Ananas,

frische Orangenzesten, einladendes

Bukett. Komplex, weiße Apfelfrucht, finessenreicher

Säurebogen, mineralischsalziger

Nachhall, bereits gut antrinkbar.

ott.at, € 19,50

2018 Exklusiv

Weingut Blaha

Röschitz, Weinviertel

13 Vol.-%, DV. Feine gelbe Tropenfrucht,

ein Hauch von Ananas und Mango, einladendes

Bukett mit floralen Aspekten.

Saftig, elegant, dezente Fruchtsüße, feiner

Säurebogen, ein Hauch von Honig im

Abgang, gute Länge, vielseitiger Speisenbegleiter.

weingut-blaha.at, Preis: k. A.

2018 Federspiel Ried Kaiserberg

Domäne Wachau, Dürnstein, Wachau

12,5 Vol.-%, DV. Zart nach frischen Orangenzesten,

ein Hauch von weißer Tropenfrucht,

Nuancen von Litschi, angenehme

Kräuterwürze. Saftig, elegant,

feine Fruchtsüße, gut integrierter Säurebogen,

gelber Apfel, mineralisch-salziger

Nachhall.

domaene-wachau.at, € 11,50

2018 Weinviertel DAC Groovee

Weingut Gschweicher

Röschitz, Weinviertel

12,5 Vol.-%, DV. Mit frischer Kräuterwürze

unterlegte feine gelbe Tropenfrucht,

etwas Mango, florale, einladende Nuancen.

Saftig, lebendige weiße Frucht,

frisch strukturiert, mineralischer

Abgang, zitroniger Touch im Rückgeschmack.

gschweicher.at, € 6,50

2018 Weinviertel DAC

KalkSteinBoden, Wine Reitmayer

Herrnbaumgarten, Weinviertel

12 Vol.-%, DV. Feiner gelber Apfel, zart

nach Marille, ein Hauch von Wiesenkräutern,

Limettenzesten im Hintergrund.

Weiße Frucht am Gaumen, feine Fruchtsüße,

lebendig strukturiert, zitronig-mineralisch,

verfügt über gute Länge und

Entwicklungspotenzial

wine-reitmayer.at, Preis: k. A.

2018 Classic

Weingut Jungmayr

Ebersbrunn, Weinviertel

12 Vol.-%, DV. Mit einem Hauch von Blütenhonig

und kandierten Orangenzesten

unterlegte Apfelfrucht, einladendes

Bukett. Saftig, frische Frucht, lebendig

strukturiert, salziger Abgang, ein harmonisch-animierender

Speisenbegleiter.

jungmayr.at, Preis: k. A.

2018 Federspiel Ried Axpoint

FJ Gritsch – Mauritiushof

Spitz an der Donau, Wachau

12,5 Vol.-%, DV. Feinwürzig unterlegte

gelbe Apfelfrucht, Nuancen von Mango,

zart nach Anis, mineralischer Touch.

Komplex, engmaschig, feine weiße Kernobstnuancen,

frischer Apfel, straffe

Säurestruktur, salziger Touch im Abgang,

gutes Potenzial. gritsch.at, € 13,–

2018 Federspiel Ried Kreuzberg

Weingut Erich und Brigitte Polz

Rossatz, Wachau

12,5 Vol.-%, DV. Zart nach Blütenhonig,

feine Würze, reife gelbe Fruchtnuancen.

Saftige Marillenfrucht, dezenter Säurebogen,

mineralischer Touch, zart nach

Honigmelone im Abgang, bietet unkompliziertes

Trinkvergnügen.

polzwachau.at, Preis: k. A.

2018 Kamptal DAC Kammern

Weingut Hirsch, Kammern, Kamptal

12,5 Vol.-%, DV. Reife Apfelnoten, ein

Hauch von Birne, etwas Passionsfrucht,

Kräuternuancen klingen an, mit Orangenzesten

unterlegt. Elegant, extraktsüß

nach Steinobst, saftige Struktur, balancierter

Säurebogen, bleibt gut haften,

vielseitig einsetzbar.

weingut-hirsch.at, € 12,50

2018 Kamptal DAC

Ried Strasser Hasel, Weingut Allram

Straß im Straßertale, Kamptal

12,5 Vol.-%, DV. Zarte gelbe Tropenfrucht,

etwas Honigmelone, ein Hauch von Kräuterwürze,

einladendes Bukett. Saftig, elegant,

balancierter Säurebogen, Maracuja

im Abgang, salzig im Nachhall, bereits

gut antrinkbar, vielseitig einsetzbar.

allram.at, € 9,50

2018 Klassik

Weinhof Schauerhuber

Stetteldorf am Wagram, Wagram

12,5 Vol.-%, DV. Mit frischen Wiesenkräutern

unterlegte feine Orangenzesten,

weiße Apfelfrucht, mineralischer Touch,

tabakige Noten. Komplex, saftig, feine

Fruchtsüße, finessenreich strukturiert,

elegant, zarter Blütenhonig im Nachhall,

zitroniger Touch im Rückgeschmack.

weinhof-schauerhuber.at, Preis: k. A.

2018 Kremstal DAC

Kremser Weinberge

Weingut Türk, Stratzing, Kremstal

12,5 Vol.-%, DV. Zart tabakig unterlegte

gelbe Tropenfrucht, dezenter Blütenhonig,

frische Wiesenkräuter. Saftig,

elegant, dezente Fruchtsüße, feine

Säurestruktur, weißer Apfel, salzige

Mineralität, vielseitiger Speisenbegleiter.

weinguttuerk.at, Preis: k. A.

2018 Kremstal DAC

Ried Kremser Kogl

Weingut Meinhard Forstreiter

Krems-Hollenburg, Kremstal

13 Vol.-%, DV. Zart nach Blütenhonig und

gelber Tropenfrucht, feine tabakige Wür-

WEINGUT GEORG FRISCHENGRUBER

Rossatz, Wachau, frischengruber.at

Die rechte Donauseite der Wachau mag heute noch nicht ganz so bekannt

sein wie ihr gegenüberliegendes Pendant, doch gerade das macht die dort

befindlichen Weingüter bisweilen zu richtigen Geheimtipps, wie das Weingut

von Georg Frischengruber, der eine Weinlinie zeigt, die man in aller

Ruhe von A bis Z durchprobieren sollte. Die Rieden Steiger, Kreuzberg,

Kirnberg und Goldberg sind im Hause Frischengruber das Herzstück, wo

man akribisch die unterschiedlichen Terroirs herausarbeitet.

ze, Nuancen von Anis, einladendes Bukett.

Saftig, elegante Textur, frischer Säurebogen,

mineralisch-salzig unterlegt, Limettentouch

im Nachhall, ein lebendiger

Sommerwein. forstreiter.at, € 7,50

2018 N° 11

Weingut Pass

Etzmannsdorf, Weinviertel

12,5 Vol.-%, DV. Zarte gelbe Tropenfrucht,

ein Hauch von Ananas, Blütenhonig, weißer

Pfirsch, einladendes Bukett. Saftig,

elegant, feinwürzige Textur, frischer Säurebogen,

weiße Frucht im Nachhall, feine

Fruchtsüße, ein eleganter Begleiter

bei Tisch. weingut-pass.at, Preis: k. A.

2018 Ried Bürsting

Weingut Hirtl, Poysdorf, Weinviertel

13 Vol.-%, DV. Feiner Blütenhonig, etwas

Guave und Golden Delicious, zarte Kräuternuancen.

Saftig, straff, eingebundene

Säurestruktur, extraktsüß nach weißem

Steinobst, mineralisch, elegantes Finish,

vielseitiger Speisenbegleiter.

weingut-hirtl.at, Preis: k. A.

2018 Ried Hundschupfen

Weingut Hagn, Mailberg, Weinviertel

13 Vol.-%, DV. Feiner gelber Apfelduft, ein

Hauch von Papaya, zart nach Blütenhonig,

florales, attraktives Bukett. Mittlere

Komplexität, saftig, elegant, extraktsüß

nach reifem Apfel, bleibt gut haften,

vielseitig einsetzbar.

hagn-weingut.at, € 8,20

2018 Weinviertel DAC Ried Altenberg,

Weingut Kurt und Beatrix Hummel,

Niederschleinz, Weinviertel

12,5 Vol.-%, DV. Zart floral unterlegte

gelbe Apfelfrucht, frische Orangenzesten,

Nuancen von Blütenhonig. Saftig,

elegant, feine Fruchtsüße, ausgewogen,

eingebundener Säurebogen, bleibt

haften, zarter Honig im Nachhall.

hummel-kurt.at, € 6,80

2018 Weinviertel DAC

Ried Johannesbergen

Weinbau K. u. K. Tagwerker

Herrenbaumgarten, Weinviertel

12,5 Vol.-%, DV. Etwas verhalten, zarte

gelbe Apfelfrucht, ein Hauch von Orangenzesten,

ein Hauch von Kräuterwürze.

Saftig, elegant, angenehme Extraktsüße,

dezenter Säurebogen, Noten von Marille.

weingut-tagwerker.at, Preis: k. A.

2018 Weinviertel DAC vom

Urgestein, Winzerhof Stift

Röschitz, Weinviertel

13 Vol.-%, DV. Feiner Blütenhonig unterlegt,

Mango, zart nach Wiesenkräutern,

Pfirsichtouch unterlegt, attraktives Bukett.

Saftig, elegant, balancierte Säurestruktur,

leichtfüßig, weiße Apfelfrucht

im Abgang, salzig im Nachhall.

winzerhof-stift.at, € 7,60

Fotos: beigestellt

218 falstaff jul–aug 2019

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Wahre Männer gehen

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diesen wichtigen Termin.

Mitmachen,

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tasting / GRÜNER VELTLINER GRAND PRIX 2019

2018 Federspiel Ried Steinwand

Weingut Familie Schmelz

Joching, Wachau

12,5 Vol.-%, DV. Zart tabakig unterlegte

frische Nuancen von Ananasfrucht, ein

Hauch von Marille, mineralischer Touch.

Straff, engmaschige Textur, feine Fruchtsüße,

gelber Apfel, feine Säurestruktur,

bleibt gut haften, zarter Zitrustouch, mineralisch

im Abgang, ein schlanker Speisenbegleiter.

schmelzweine.at, € 9,30

2018 Federspiel Ried Süssenberg

Weingut Hutter Silberbichlerhof

Mautern an der Donau, Wachau

12,5 Vol.-%, DV. Zart tabakig, Nuancen

von Babybanane, frische Orangenzesten,

gelbe Tropenfrucht im Hintergrund. Saftig,

elegant, feine Fruchtsüße, frisch

strukturiert, gelber Apfel im Abgang,

mineralisch und anhaltend.

hutter-wachau.at, € 9,20

2018 FUNdament

Die Weinwurms –

Weingut Georg Weinwurm

Dobermannsdorf, Weinviertel

12 Vol.-%, DV. Ein Hauch von Wiesenkräutern,

zarte gelbe Fruchtanklänge, tabakige

Nuancen, Orangenzesten. Saftig, elegant,

zart nach Honigmelone, frischer

Säurebogen, bleibt haften, salziger

Touch, ein guter Speisenbegleiter.

weinwurms.at, Preis: k. A.

2018 Grüner Veltliner

Weingut Gerhard Markowitsch

Göttlesbrunn, Carnuntum

13 Vol.-%, DV. Zarte gelbe Tropenfrucht,

ein Hauch von Mango und Ananas, feine

Kräuterwürze, ein Hauch von Orangenzesten.

Mittlerer Körper, straff, feine weiße

Apfelfrucht, frisch strukturiert, bleibt

gut haften, leichtfüßig und vielseitig einsetzbar.

markowitsch.at, Preis: k. A.

2018 Kamptal DAC Ried Geppling

Weingut Buchegger, Droß, Kremstal

12,5 Vol.-%, DV. Gelber Apfel unterlegt

mit feiner Würze, etwas Orangenzesten,

ein Hauch von Maracuja, zart nach Melisse.

Saftig, salzig-mineralisch, feine Säurestruktur,

weiße Tropenfrucht im Abgang,

Zitrusnuancen im Nachhall, bereits

gut antrinkbar. buchegger.at, € 9,50

2018 Kamptal DAC Ried Stangl

Weingut Weixelbaum

Straß im Straßertale, Kamptal

13 Vol.-%, DV. Feine Wiesenkräuter unterlegen

gelben Apfel, zarte Orangenzesten,

etwas nach Mango und Melisse. Mittlerer

Körper, extraktsüß, eingebundener Säurebogen,

ein Hauch von Maracuja im Abgang,

bleibt gut haften, vielseitig einsetzbar.

vinoweix.at, € 7,50

WEINGUT URBAN

Wullersdorf, Weinviertel, weinbau-urban.com

Als Andreas Urban im Jahr 2002 den elterlichen Betrieb übernahm,

hatte er eine klare Vorstellung, wie seine Weine schmecken sollten. Auf

alle Fälle sollten sie die höchste Qualitätsstufe haben, die ein Jahrgang

zulässt. Jede Sorte soll sortentypisch, so wie die Natur sie uns schenkt,

in die Flasche gelangen. Auf 22 Hektar Rebfläche werden die Sorten

Grüner Veltliner, Riesling, Gelber Muskateller, Sauvignon Blanc, Roter

Traminer, Rivaner, Roesler, Pinot Noir, Zweigelt und Merlot gekeltert.

2018 Kamptal DAC

Ried Strasser Wechselberg

Weingut Birgit Eichinger

Straß im Straßertale, Kamptal

12,5 Vol.-%, DV. Feiner Duft nach Golden

Delicious, etwas Papaya, dunkle Mineralität,

Mandarinenzesten klingen an. Mittlere

Komplexität, saftig, feine Struktur,

Kräuterwürze, weißes Kernobst im Abgang,

salzig, bleibt gut haften, würzig.

weingut-eichinger.at, € 12,–

2018 Kamptal DAC Terrassen

Weingut Bründlmayer

Langenlois, Kamptal

12,5 Vol.-%, DV. Feine gelbe Tropenfrucht,

feinwürzig, ein Hauch von Wiesenkräutern,

etwas Mango. Saftig, straff, zart

nach Ananas, eingebundene Säurestruktur,

gelber Apfel im Nachhall, bleibt gut

haften, trinkanimierender Stil.

bruendlmayer.at, € 11,40

2018 Kremstal DAC Kaiserstiege

Weingut Hermann Moser

Rohrendorf, Kremstal

13 Vol.-%, DV. Mit frischen Wiesenkräutern

unterlegte gelbe Kernobstanklänge,

zart nach Honigmelone, feine tabakige

Nuancen, ein Hauch von Anis. Saftig, elegant,

feine Extraktsüße, integrierter Säurebogen,

ein Hauch von Honig im Abgang,

bleibt gut haften, verfügt über

Entwicklungspotenzial.

moser-hermann.at, Preis: k. A.

2018 Kremstal DAC Piri

Wein-Gut Nigl, Senftenberg, Kremstal

13 Vol.-%, DV. Feine Kräuterwürze, reife

Apfelfrucht, zart nach Ananas und Blütenhonig.

Saftig, elegant, feine Fruchtsüße,

integrierte Säurestruktur, salziger

Touch, bleibt haften, bereits gut entwickelt,

ein vielseitiger Speisenbegleiter.

weingutnigl.at, Preis: k. A.

2018 Kremstal DAC Point

Weingut Vorspannhof – Mayr

Dross, Kremstal

12,5 Vol.-%, DV. Frischer weißer Apfel, tabakige

Nuancen, ein Hauch von Wiesenkräutern,

frische Orangenzesten. Saftig,

elegant, frischer gelber Apfel, finessenreiche

Säurestruktur, bleibt gut haften,

mineralisch, mit gutem Reifepotenzial.

vorspannhof-mayr.at, € 7,50

2018 Kremstal DAC

Ried Gedersdorfer Reisenthal

Wein und Obsthof Haiderer

Theiss, Kremstal

12,5 Vol.-%, DV. Feine gelbe Kernobstnuancen,

ein Hauch von Apfel und frischen

Ringlotten, zart nach Wiesenkräutern, Noten

von Orangenzesten. Saftig, elegant,

angenehme Extraktsüße, feiner Säurebogen,

ein Hauch von frischen Birnen im

Nachhall, stoffiger Speisenbegleiter.

wein-obst-haiderer.at, Preis: k. A.

2018 Kremstal DAC Ried Neuberg

Weingut Müller, Krustetten, Kremstal

13 Vol.-%, DV. Anklänge von Blütenhonig

und gelber Tropenfrucht, zart nach Papaya,

einladendes Bukett. Saftig, gute

Komplexität, feine Fruchtsüße, harmonischer

Säurebogen, mineralisch, elegant,

bereits gut antrinkbar.

weingutmueller.at, Preis: k. A.

2018 Langenloiser Kamptal DAC

Weingut Fred Loimer

Langenlois, Kamptal

12,5 Vol.-%, DV. Feine gelbe Apfelfrucht,

ein Hauch von Wiesenkräutern, etwas

Blutorangenzesten. Saftig, elegant, gute

Säurestruktur, leicht salzig, Tropenfrucht

im Abgang, bleibt gut haften, guter

Speisenbegleiter.

loimer-shop.at, € 15,–

2018 Leicht

Weingut Ruttenstock

Röschitz, Weinviertel

11,5 Vol.-%, DV. Etwas verhalten, feine

Apfelfrucht, ein Hauch von Mango und

Blütenhonig. Saftig, feine Fruchtsüße,

angenehmer Säurebogen, zitronig, leichtfüßig

und doch anhaftend.

ruttenstock.at, Preis: k. A.

2018 Ried Galgenberg

Weingut Blaha, Röschitz, Weinviertel

13 Vol.-%, DV. Reife gelbe Apfelnuancen,

ein Hauch von Blütenhonig, mineralisch

unterlegt, feinwürziges Bukett. Saftig, etwas

Honigmelone, frischer Säurebogen,

extraktsüßer Abgang, ein eleganter Speisenbegleiter.

weingut-blaha.at, Preis: k. A.

2018 Ried Nussberg

Weinbau Mörwald

Feuersbrunn, Wagram

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.

Frischer Apfel, zart nach Mandarinenzesten,

ein Hauch von Wiesenkräutern,

mineralischer Touch. Saftig, engmaschig,

weiße Kernobstnuancen, frisch

strukturiert, zitronig-mineralisch im Abgang,

salziger Nachhall.

weinbau-moerwald.com, Preis: k. A.

2018 Traisental DAC

Nussdorfer Obere Steigen

Weingut Markus Huber

Reichersdorf, Traisental

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.

Mit frischen Wiesenkräutern

unterlegte gelbe Tropenfrucht, zart nach

Ananas und Mango, florale Nuancen, ein

Hauch von Marille. Gute Komplexität,

saftig, reife gelbe Apfelfrucht, lebendige

Säurestruktur, stoffig und gut anhaltend,

mineralisch, bereits zugänglich, verfügt

über Reifepotenzial.

weingut-huber.at, € 11,–

2018 Wagramlöss

Weingut Nimmervoll

Engelmannsbrunn, Wagram

13 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.

Einladender Duft nach gelbem

Apfel, etwas Blütenhonig, zart nach

Mango, feine Mandarinenzesten. Saftig,

elegant, facettenreiche Säurestruktur,

mineralisch-salzig, Pfirsichnoten im Abgang,

Zitrus im Nachhall, vielseitig einsetzbar.

nimmervoll.cc, € 9,50

2018 Weinviertel DAC

Puhwein, Mailberg, Weinviertel

12,8 Vol.-%, DV. Mittleres Grüngelb, Silberreflexe.

Zart nach Anis, reife gelbe

Apfelfrucht, feine tabakige Nuancen un-

Fotos: Martin Lifka Photography

220 falstaff jul–aug 2019

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tasting / GRÜNER VELTLINER GRAND PRIX 2018

terlegt. Am Gaumen saftig, gelbe Birnenfrucht,

zart nach Feigen, gut integrierter

Säurebogen, mineralisch im Abgang,

bleibt haften, balancierter Speisenbegleiter.

Preis: k. A.

2018 Weinviertel DAC Alte Reben

Weingut Dürnberg

Falkenstein, Weinviertel

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.

Mit etwas Blütenhonig unterlegte

Mangonoten, zarte Würze, ein Hauch

von Melisse. Saftig, feine, balancierte

Säurestruktur, weiße Tropenfrucht im

Abgang, straff, bereits gut antrinkbar.

duernberg.at, € 9,50

2018 Weinviertel DAC Ausstich

Weingut Setzer

Hohenwarth, Weinviertel

12 Vol.-%, NK. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.

Feine gelbe Apfelfrucht, etwas

Melisse, ein Hauch von Ananas, Mandarinenzesten,

Wiesenkräuter unterlegt. Saftig,

elegant, eingebundene Säurestruktur,

weißer Pfirisch im Abgang, bereits

gut antrinkbar.

weingut-setzer.at, € 7,50

2018 Weinviertel DAC Classic

Weingut Heger, Poysdorf, Weinviertel

12,2 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.

Feine weiße Kernobstnuancen,

zart nach Mango, frische Orangenzesten,

tabakige Nuancen. Mittlerer Körper,

weiße Tropenfrucht, frisch strukturiert,

feine Frcuhtsüße im Abgang, bleibt

gut haften, ein facettenreicher Speisenbegleiter.

heger-weingut.at, Preis: k. A.

2018 Weinviertel DAC Classic

Anton Steineder

Maustrenk, Weinviertel

12 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.

Zarte Anklänge von Honigmelone,

ein Hauch von Mango, frische Wiesenkräuter,

Limettenzesten. Am Gaumen lebendig,

angenehme Fruchtsüße, zart

nach Ananas, zitroniger Touch, bleibt

haften, harmonischer Gesamteindruck.

steineder-wein.at, Preis: k. A.

2018 Weinviertel DAC Klassik

Weingut Ruttenstock

Röschitz, Weinviertel

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.

Frische Nuancen von Golden-

Delicious-Apfel, mineralisch, zitroniger

Anklang, ein Hauch von Mandarinenzesten.

Mittlerer Körper, süße Textur, etwas

Ananas, dezenter Säurebogen, unkomplizierter

Speisenbegleiter.

ruttenstock.at, Preis: k. A.

2018 Weinviertel DAC Reserve

WeinGut Ehm, Zistersdorf

Weinviertel

13 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.

Feine Kräuterwürze, zart nach

WEINGUT VEIT

Ollersdorf, Weinviertel, weingut-veit.at

Im südlichen Weinviertel liegt der kleine Ort Ollersdorf, wo das Weingut

Veit schon seit Generationen verwurzelt ist. Günter Veit, der mit

seiner Frau Gerlinde und seinem Sohn Roland das Weingut bewirtschaftet,

kann auf die Erfahrung mehrerer Generationen zurückgreifen.

Mit dem Wissen der Gegenwart wird der Wein von heute gemacht.

Das Weingut verfügt über eine Weingartenfläche von ca. 12 Hektar,

wobei bei den Weißweinen der Grüne Veltliner die Leitsorte ist.

Mango, frischer Apfel, tabakige Nuancen.

Straff, engmaschig, angenehme Mineralität,

feine Fruchtsüße im Nachhall, bleibt

gut haften, verfügt über Reifepotenzial.

weingut-ehm.at, Preis: k. A.

2018 Weinviertel DAC

Ried Galgenberg, Weinhof Hannes

Edlinger, Röschitz, Weinviertel

13 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.

Zart nach Wiesenkräutern, feine

Mango-Birnenfrucht, tabakige Würze unterlegt.

Mittlerer Körper, weiße Apfelfrucht,

frischer Säurebogen, mineralischzitroniger

Touch, ein lebendiger Speisenwein.

edlinger-wein.at, Preis: k. A.

2018 Weinviertel DAC Ried Kirchberg

Weingut Hirtl

Poysdorf, Weinviertel

13 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.

Feine Wiesenkräuter, etwas weißer

Apfel, ein Hauch von Grapefruitzesten.

Mittlerer Körper, balancierte Säurestruktur,

leicht mineralisch, Kernobst im

Abgang, würzig im Nachhall, bereits gut

antrinkbar. weingut-hirtl.at, Preis: k. A.

2018 Weinviertel DAC

Ried Reipersberg, Weingut Ruttenstock,

Röschitz, Weinviertel

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün. Feine

Kräuternuancen, etwas grüner Apfel,

zart nach Guave, Melisse unterlegt, einladendes

Bukett. Saftig, elegant, frische

Säurestruktur, gelbes Kernobst im Abgang,

extraktsüß im Nachhall, bereits gut

antrinkbar. ruttenstock.at, Preis: k. A.

flexe. Zart nach Blütenhonig, ein Hauch

von frischen Quitten, gelber Apfel, ein

Hauch von Akazienblüten. Saftig, weiße

Apfelfrucht, frisch strukturiert, mineralisch,

zitroniger Touch, gelbe Tropenfruchtaromen

im Nachhall, bereits gut

antrinkbar. wabererwein.at, € 7,–

2018 Weinviertel DAC

Ried Weißer Berg, Weingut Taubenschuss,

Poysdorf, Weinviertel

12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.

Feine weiße Tropenfrucht, ein

Hauch von Apfel, zart nach Stachelbeeren,

feine Nuancen von Orangenzesten.

Saftig, frisch strukturiert, zitronig-mineralischer

Touch im Abgang, ein lebendiger

Speisenbegleiter.

taubenschuss.at, € 9,–

2018 Berg

Weingut Schulz, Dobermannsdorf

Weinviertel

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.

Mit feinen Wiesenkräutern unterlegte

zarte Kernobstnuancen, gelber Apfel,

ein Hauch von Blütenhonig. Saftig, elegant,

feine Fruchtsüße, integrierter Säurebogen,

harmonisch und bereits gut antrinkbar.

weingut-schulz.at, Preis: k. A.

2018 Federspiel Peunt

Weingut Johann Donabaum

Spitz an der Donau, Wachau

12,6 Vol.-%, DV. Mittleres Grüngelb, Silberreflexe.

Einladende Nuancen von Ananas

und Marille, zart nach Blütenhonig, mit

frischen Wiesenkräutern unterlegt. Mittlerer

Körper, feine Fruchtsüße im Kern, dezente

Säurestruktur, etwas Honigmelone,

2018 Weinviertel DAC

Ried Schneiderberg, Weingut Waberer

Mistelbach, Weinviertel

12 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberrebietet

unkompliziertes Trinkvergnügen.

weingut-donabaum.at, € 11,–

2018 Federspiel Ried Steinporz

Weingut Hofstätter

Spitz an der Donau, Wachau

13 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.

Einladende gelbe Fruchtnuancen,

zart nach Wiesenkräutern, mineralischer

Touch, ein Hauch von Orangenzesten.

Saftig, gute Balance, feine Fruchtsüße,

harmonisch eingebundene Säurestruktur,

wirkt leichtfüßig, feiner Speisenbegleiter.

weingut-hofstaetter.at, € 9,–

2018 Federspiel Ried Weitenberg

Weingut Jäger

Weißenkirchen, Wachau

12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.

Zart rauchig-kräuterwürzig unterlegte

weiße Apfelfrucht, ein Hauch von

Orangenzesten, tabakiger Touch. Mittlerer

Körper, weißes Kernobst, frisch strukturiert,

zitronig-mineralischer Nachhall,

bietet unkompliziertes Trinkvergnügen.

weingut-jaeger.at, € 9,50

2018 Kamptal DAC

Winzerhof Sax, Langenlois, Kamptal

12,5 Vol.-%, DV. Ein Hauch von Lindenblättern

und Akazienhonig, reifer gelber

Apfel, tabakige Nuancen. Mittlerer Körper,

dezente Süße, reife Birnen, Honig im Rückgeschmack.

winzersax.at, Preis: k. A.

2018 Kamptal DAC Langenlois

Weingut Rudolf Rabl

Langenlois, Kamptal

12,5 Vol.-%, DV. Mit etwas Wiesenkräutern

unterlegte gelbe Apfelfrucht, ein

Hauch von weißem Steinobst, Limettenzesten.

Mittlerer Körper, saftig, eingebundene

Säurestruktur, gelbe Fruchtnuancen

im Abgang, bereits gut antrinkbar.

weingut-rabl.at, € 6,90

2018 Kamptal DAC Langenlois

Weingut Hiedler, Langenlois, Kamptal

12,5 Vol.-%, DV. Weiße Steinobstnuancen,

etwas Wiesenkräuter, zarte Apfelnoten,

tabakig, Melisse. Saftig, elegant, frischer

Säurebogen, straff, Apfel auch im Abgang,

mineralisch im Nachhall, bereits

gut antrinkbar. hiedler.at, € 10,–

2018 Kamptal DAC Langenlois

Weingut Jurtschitsch

Langenlois, Kamptal

12,5 Vol.-%, DV. Feine Tabakwürze unterlegt

gelben Apfel, ein Hauch von Ananas,

Wiesenkräuter und Mandarinenzesten

klingen an. Saftig, elegant, integrierter

Säurebogen, mineralisch, Tropenfruchtnoten

im Abgang, trinkanimierender Stil.

jurtschitsch.com, € 12,90

2018 Kamptal DAC Ried Heiligenstein,

Weingut Baumgartner

Gobelsburg, Kamptal

Fotos: beigestellt

222 falstaff jul–aug 2019

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Fotos: beigestellt

12,5 Vol.-%, DV. Frische Kräuterwürze,

mit dunkler Mineralität unterlegte feine

Apfelfrucht, zart nach Orangenzesten.

Komplex, straff, engmaschiger Stil, feiner

Säurebogen, salzig-würziger Nachhall.

baumgartner-weine.at, Preis: k. A.

2018 Kamptal DAC Ried

Kirchgraben, Weingut Karl Haimerl

Gobelsburg, Kamptal

12,5 Vol.-%, DV. Zart nach Wiesenkräutern,

ein Hauch von frischer Birne und gelbem

Apfel, tabakige Nuancen. Mittlere Komplexität,

dunkle Würze, eingebundene

Säurestruktur, weißer Apfel und etwas Zitrus

im Abgang. haimerl.at, € 6,50

2018 Kamptal DAC Ried Wechselberg,

Weingut Johann Topf

Straß im Straßertale, Kamptal

12,5 Vol.-%, DV. Dezente Kräuterwürze,

ein Hauch von gelbem Apfel, etwas tabakig,

feine Zitrusnuancen, dunkle Mineralität.

Mittlerer Körper, saftig, elegant,

weißes Kernobst im Abgang, balancierte

Säuresturktur, trinkanimierender Stil.

weingut-topf.at, € 12,20

2018 Klassik

Weingut Josef Fritz

Zaußenberg, Wagram

13 Vol.-%, DV. Einladende gelbe Fruchtnuancen,

ein Hauch von Apfel und Ananas,

zart nach Orangenzesten, facettenreiches

Bukett. Mittlerer Körper, feine

Fruchtsüße, dezenter Säurebogen, mineralischer

Abgang, bereits gut antrinkbar.

weingut-fritz.at, € 5,–

2018 Kremstal DAC

Weingut Stadt Krems,

Krems, Kremstal

12,5 Vol.-%, DV. Feine Nuancen von Wiesenkräutern,

ein Hauch von gelbem Apfel

und Orangenzesten, mineralisch unterlegt.

Mittlerer Körper, weiße Kernobstnuancen,

frisch strukturiert,

feine Fruchtsüße, ein leichtfüßiger

Speisenbegleiter.

weingutstadtkrems.at, € 8,90

2018 Kremstal DAC Furth

Weingut Stift Göttweig

Furth bei Göttweig, Kremstal

12,5 Vol.-%, DV. Zart floral unterlegte frische

Apfelfrucht, ein Hauch von Wiesenkräutern,

nussiger Touch. Saftig, elegant,

reife Frucht, dezente Extraktsüße, feiner

Säurebogen, harmonisch und gut anhaftend,

zeigt Länge, ein Hauch von Blütenhonig

im Nachhall, bereits zugänglich.

weingutstiftgoettweig.at, € 10,90

2018 Kremstal DAC Ried Höhlgraben,

Weingut Josef Edlinger

Furth/Palt, Kremstal

12,9 Vol.-%, DV. Frische Wiesenkräuter,

ein Hauch von gelber Tropenfrucht, zart

nach Blütenhonig, einladende Aromatik.

Saftig, gute Komplexität, reifer gelber

Apfel, zart nach Birne, integrierter Säurebogen,

feine Mineralität im Nachhall.

edlingerwein.at, € 6,–

2018 Kremstal DAC

Ried Kremser Frauengrund

Winzerhof Familie Dockner

Höbenbach, Kremstal

12,8 Vol.-%, DV. Zart nach Apfel und Blütenhonig,

dezente Nuancen von Wiesenkräutern,

Steinobst und Ananas unterlegt.

Mittlerer Körper, weißer Apfel, frischer

Säurebogen, zarte Fruchtsüße im

Abgang, ein vielseitiger, unkomplizierter

Speisenbegleiter.

dockner.at, € 7,50

2018 Kremstal DAC Ried Ziesel

Edlinger & Unger GmbH

Furth/Palt, Kremstal

12,9 Vol.-%, DV. Zart gewürzig unterlegte

gelbe Apfelfrucht, etwas Mango und

Ananas, unterlegt mit Wiesenkräutern.

Saftig, frische Fruchtnote, angenehmer

Säurebogen, zarte Süße im Abgang,

bleibt gut haften, elegant.

ungerwein.at, Preis: k. A.

2018 Kremstal DAC Stratzing

Weingut Josef Schmid

Stratzing, Kremstal

12,6 Vol.-%, DV. Reifer gelber Golden-Delicious-Apfel,

zart nach Mango und Ananas,

feiner Blütenhonig. Mittlerer Körper,

weiße Kernobstnuancen, frischer Säurebogen,

ausgewogen, trinkanimierend.

j-schmid.at, € 7,20

2018 Messwein

Weingut Schloss Gobelsburg

Gobelsburg, Kamptal

12,5 Vol.-%, DV. Feine gelbe Tropenfruchtnuancen

, ein Hauch von Mango und Papaya,

zarte Kräuterwürze, ein Hauch von

Rosmarin im Hintergrund. Mittlerer Körper,

weißer Apfel, frisch strukturiert, zitronig-mineralischer

Touch im Abgang.

gobelsburg.at, € 8,90

2018 Neuland

Weingut Herbert Zillinger

Ebenthal, Weinviertel

11,5 Vol.-%, DV. Feine gelbe Apfelfrucht,

zart nach Mango, tabakige Würze, ein

Hauch von Wiesenkräutern. Mittlerer Körper,

weiße Fruchtnuancen, angenehmer

Säurebogen, balanciert, zarte Frucht süße

im Abgang, vielseitig einsetzbar.

radikal.bio, € 8,50

2018 Ried Hermanschachern

Weingut Ebner-Ebenauer

Poysdorf, Weinviertel

13 Vol.-%, DV. Feine Kräuterwürze, etwas

Apfelfrucht, rauchiger Touch, Orangenzesten,

zart nach Birne. Mittlerer

Körper, feine Struktur, leichtfüßig, salzig,

weiße Fruchtnuancen im Abgang,

bereits gut antrinkbar.

ebner-ebenauer.at, € 15,–

2018 Ried Rosenberg

Weingut Anton Bauer

Feuersbrunn, Wagram

12,5 Vol.-%, DV. Zarte Kräuternuancen

unterlegen weißes Kernobst, feinwürzig.

Saftig, eingebundene Säurestruktur, zart

nach Pfirsich im Abgang, salzig im Nachhall,

bereits gut antrinkbar.

antonbauer.at, € 12,30

2018 Ried Schafflerberg

Weingut Leth

Fels am Wagram, Wagram

12,5 Vol.-%, DV. Feine Tropenfrucht, ein

Hauch von Ananas, Nuancen von frischer

Marille. Saftig, frische weiße Apfelfrucht,

lebendiger Säurebogen, feine Fruchtsüße

im Abgang, ein harmonischer Begleiter

bei Tisch. weingut-leth.at, € 10,80

2018 Ripe Mike

Weinbau Josef Hartl

Rohrbach, Weinviertel

12,2 Vol.-%, DV. Mittleres Grüngelb,

Silberreflexe. Ein Hauch von Blütenhonig,

frische Apfelnuancen, zart nach Mango

und Orangenzesten, reifes Bukett. Mittlerer

Körper, etwas weitmaschig, dezente

Süße, Honig im Nachhall, bereits

entwickelt. hartlwein.at, Preis: k. A.

2018 Traisental DAC Inzersdorf Zwiri,

Weingut Ludwig Neumayer

Inzersdorf ob der Traisen, Traisental

12,8 Vol.-%, DV. Feiner grüner Apfel unterlegt

mit etwas Ananas, zart nach

Orangenzesten, ein Hauch von Birnen,

Wiesenkräuter klingen an. Saftig, feiner

Säurebogen, einladendes Bukett, weiße

Tropenfrucht im Abgang, extraktsüß.

weinvomstein.at, € 14,–

2018 vom Schotter

Weingut Ecker – Eckhof

Kirchberg am Wagram, Wagram

DV. Frische Wiesenkräuter, zart nach gelbem

Apfel und Honigmelone, tabakig unterlegt.

Mittlerer Körper, gelbe Kernobstnoten,

dezente Säurestruktur, mineralisch,

bereits antrinkbar, bietet unkompliziertes

Trinkvergnügen. eckhof.at, € 8,–

2018 Weinviertel DAC

Weingut Gruber Röschitz

Röschitz, Weinviertel

12,8 Vol.-%, DV. Feine Apfelnuancen, ein

Hauch von Wiesenkräutern, Birnenfruchtnoten,

etwas Orangenzesten. Mittlerer

Körper, extraktsüß nach Ananas, balancierter

Säurebogen, bleibt gut haften.

gruber-roeschitz.at, € 7,20

2018 Weinviertel DAC

Weingut Ruttenstock

Röschitz, Weinviertel

12,4 Vol.-%, DV. Frische Birnenfrucht, ein

Hauch von Kräuterwürze, Nuancen von

Orangenzesten, mineralischer Touch.

Schlank, weißer Apfel, frischer Säurebogen,

zitronig im Abgang, zart vegetal.

ruttenstock.at, Preis: k. A.

2018 Weinviertel DAC

Weingut Epp, Waidendorf, Weinviertel

12,5 Vol.-%, DV. Reife Orangenzesten, ein

Hauch von Blütenhonig und gelben Tropenfruchtnuancen,

zarte Kräuterwürze.

Süße Fruchtnoten, feiner Säurebogen,

zarter Honigtouch im Abgang.

weingut-epp.at, Preis: k. A.

2018 Weinviertel DAC Classic

Weingut Prechtl, Zellerndorf

Weinviertel

12,5 Vol.-%, DV. Zart nach gelbem Apfel,

dezente Kräuterwürze, mineralischer

Touch, frische Orangenzesten. Mittlerer

Körper, feiner Pfirsichtouch, angenehmer

Säurebogen, bleibt gut haften, ein feinwürziger

Speisenbegleiter.

prechtl.at, € 6,50

2018 Weinviertel DAC Classic

Winzerhof Stift, Röschitz, Weinviertel

12,5 Vol.-%, DV. Mit einem zarten Touch

von Anis unterlegte frische gelbe Apfelfrucht,

ein Hauch von Wiesenkräutern.

Mittlerer Körper, weiße Fruchtnoten, frischer

Säurebogen, leichtfüßig, salzig.

winzerhof-stift.at, € 6,50

2018 Weinviertel DAC Falkenstein

Weingut Pesau, Falkenstein

Weinviertel

12,5 Vol.-%, DV. Attraktive gelbe Tropenfruchtanklänge

nach Papaya und Mango,

feiner Blütenhonig, kandierte Orangenzesten.

Am Gaumen leichtfüßig, frischer

Säurebogen, zitroniger Touch im Abgang.

pesau.at, € 8,20

2018 Weinviertel DAC Strassler

Weinbau Dürr, Jedenspeigen

Weinviertel

13 Vol.-%, DV. Zart nach Orangenzesten,

Anklänge von gelbem Apfel, feine tabakige

Nuancen. Mittlerer Körper, weißer Apfel,

dezenter Säurebogen, etwas Honigmelone

im Abgang, feine Würze.

weinbau-duerr.at, Preis: k. A.

Alle Verkostungsnotizen

finden Sie unter

falstaff.com/gv-gp-19

jul–aug 2019

falstaff

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tasting / SALON-SIEGER 2019

Anlässlich der großen

SALON-Gala im Wiener

Palais Coburg wurden

den Siegern die

Urkunden verliehen.

Der SALON Österreich Wein gilt als härtester Weinwettbe -

werb des Landes und zugleich als Staatsmeisterschaft des

heimischen Weins. In einem mehrstufigen Prozess werden

in Blindverkostungen jene insgesamt 270 besten Weine ermittelt, die

dann ein Jahr lang als Botschafter der österreichischen Weinkultur

fungieren dürfen. 2017 feierte der SALON bereits sein 30-jähriges

Bestehen, und im Laufe der Jahre konnte er als wichtigste Bühne des

österreichischen Weinwunders sowohl an Attraktivität als auch an

Verkaufswirksamkeit stetig zulegen. So wird ambitionierten Winzern

die Möglichkeit geboten, sich mit den besten Kollegen des Landes zu

SALON-SIEGER 2019

messen und durch die erwiesen hohe Qualität ihrer Weine jene Aufmerksamkeit

zu erreichen, die sie verdienen. Das SALON-Etikett auf

den prämierten Flaschen stellt längst sowohl für die Konsumenten als

auch für den Fachhandel ein verlässliches Qualitätsgütesiegel dar.

Für die 32. Ausgabe des SALON haben sich mehr als 8000 Weine beworben,

aus denen die strenge Fachjury nun neben den 270 SALON-

Vertretern auch die 17 Bundessieger gewählt hat. Diese wurden im

Rahmen der eleganten SALON-Gala Mitte Juni im Wiener Palais

Coburg würdig gefeiert und der Öffentlichkeit präsentiert. Und das

sind die Sieger 2019. NOTIZEN PETER MOSER

Welschriesling

Grüner Veltliner kräftig

Burgunder klassisch

Alt-Österreich

2018 Welschriesling Klassik

Allacher Vinum Pannonia

Gols, Neusiedlersee

12 Vol.-%, DV, helles Grüngelb, Silberreflexe.

Zart nach Honigmelone und Birne, kandierte

Orangenzesten, mineralischer Touch. Lebendig

und leichtfüßig, frischer Säurebogen, Nuancen

von grünem Apfel, macht Lust auf ein

zweites Glas, feiner Sommerwein.

allacher.com

Grüner Veltliner

klassisch

2018 Grüner Veltiner FUNdament

Weinwurms

Dobermanndorf, Weinviertel

12,5 Vol.-%, DV, helles Gelbgrün, Silberreflexe.

Ein Hauch von Wiesenkräutern, zarte gelbe

Fruchtanklänge, tabakige Nuancen, Orangenzesten.

Saftig, elegant, zart nach Honigmelone,

frischer Säurebogen, bleibt haften, salziger

Touch, ein facettenreicher Speisenbegleiter.

weinwurms.at

2017 Grüner Veltliner Kremstal DAC

Reserve Ried Oberfeld 1ÖTW

Petra Unger, Furth , Kremstal

14,5 Vol.-%, DV, mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.

Zart rauchig-tabakig unterlegte gelbe

Kernobstnuancen, frische Wiesenkräuter, etwas

Honigmelone. Mittlerer Körper, elegant,

feine Extraktsüße, integrierter Säurebogen,

dunkle Mineralität, feinwürziger, anhaltender

Speisenbegleiter.

ungerwein.at

2018 Riesling

Riesling

Weingut Zuckriegl

Unterretzbach, Weinviertel

13 Vol.-%, DV, mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.

Mit frischen Orangenzesten unterlegte

Nuancen von reifem weißem Pfirsich und Honigmelone,

feiner floraler Touch. Saftig, elegant,

dezente Fruchtsüße, angenehmer Säurebogen,

harmonisch, mineralischer Nachhall,

vielseitig einsetzbar.

zuckriegl.at

2018 Chardonnay Karberg

Weinhof Deutsch

Weiz-Untergreith, Steiermark

13 Vol.-%, DV, helles Grüngelb, Silberreflexe.

Nuancen von gelbem Apfel, zart nach Mango,

feine Wiesenkräuter, eher scheues Bukett.

Mittlere Komplexität, feine Extraktsüße,

dezenter Säurebogen, mineralisch und

ausgewogen, bereits gut antrinkbar.

weinhof-deutsch.at

Burgunder kräftig

2017 Chardonnay L Reseserve

Lorenz Alphart am Mühlbach

Traiskirchen, Thermenregion

14,5 Vol.-%, DV, mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.

Zart gewürzig unterlegte frische gelbe

Tropenfrucht, zart nach Mango und Pfirsich,

ein Hauch von Vanille und Blütenhonig.

Saftig, reife Ananas, zarte Holzanklänge,

elegant, dezente Extraktsüße im Abgang,

mineralisch, gute Frische, salziger Nachhall,

verfügt über Reifepotenzial.

alphart.at

2017 Roter Veltliner Ried Mordthal

Weingut Josef Fritz

Zaussenberg, Wagram

13,5 Vol.-%, DV, mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.

Zart rauchig unterlegte gelbe Tropenfrucht,

ein Hauch von reifen Quitten, etwas

Blütenhonig, mineralischer Touch. Komplex,

saftig, reife Marille, angenehmer Säurebogen,

extraktsüßer Nachhall, gute Länge,

verfügt über Zukunft.

weingut-fritz.at

Sauvignon Blanc

2018 Sauvignon Blanc Steiermark

Weinhof Pfeifer

Plesch- St. Anna am Aigen, Steiermark

12,5 Vol.-%, DV, helles Grüngelb, Silberreflexe.

Intensives Bukett von Stachelbeergelee, Cassis

und Guaven. Straff, weiße Tropenfrucht,

rassige Struktur, Holundersirup im Abgang,

mineralisch und anhaftend, aromatischer

Sortencharakter.

weinhof-pfeifer.at

Fotos: ÖWM/Anna Stöcher, Claudia Schindlmaisser, (17)

224

falstaff jul–aug 2019

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Schmeckerte

2017 Traminer Ried Fuxberg

Weingut Nimmervoll

Engelmannsbrunn, Wagram

13,5 Vol.-%, DV, mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.

Halbtrocken. Frische Zitrusnuancen

unterlegen weißes Steinobst, etwas

Eibischteig, zart nach Guave, floraler

Touch. Saftig, elegant, gut integrierte Säurestruktur,

salzig, extraktsüß, kandierte

Zitrusnuancen im Abgang, bleibt gut

haften, viel-seitiger Speisenbegleiter.

nimmervoll.cc

Fruchtige Rotweine

2017 Cuvée Füstenberg

Weinbau Haller, Enzersfeld, Weinviertel

13,5 Vol.-%, DV, dunkles Rubingranat, violette

Reflexe, zarte Randaufhellung. Zartwürziges

Aroma, Brombeeren, schwarze Kirschen,

ein Hauch von Nougat, dezent nach

Orangenzesten. Stoffig, dunkle Waldbeeren,

angenehme Frische, harmonisch und saftig,

Herzkirschen im Abgang, ein zugänglicher

Speisenbegleiter. weinbau-haller.at

Cuvées

2016 Cabernet Sauvignon Exklusiv

Familie Hahn,

Hohenruppersdorf, Weinviertel

14 Vol.-%, NK, dunkles Rubingranat, violette

Reflexe. Zart kräuterwürzig, frisches Cassis

und Brombeeren, tabakige Würze. Mittlere

Komplexität, Nuancen von Kirschen, reife

Tannine, feiner Säurebogen, harmonisch und

anhaftend, facettenreicher Speisenbegleiter.

weinguthahn.at

Fruchtsüße

Weine

2018 Gewürztraminer Auslese süß –

Gut Altenberg

NÖ Landesweingut Retz, Weinviertel

12,5 Vol.-%, helles Grüngelb, Silberreflexe.

Zarte Nuancen von Rosenöl, ein Hauch von

gelber Pfirsichfrucht und Eibischteig. Saftig,

feiner Honigtouch, elegante Textur, dezenter

Säurebogen, süße Tropenfrucht, gutes

Reifepotenzial.

lwg-retz.at

Fotos: ÖWM/Anna Stöcher, Claudia Schindlmaisser, (17)

Zweigelt

2017 Neusiedlersee DAC Reserve

Zweigelt 100 Days

Keringer massive wine’s, Mönchhof

14,5 Vol.-%, DV, dunkles Rubingranat, violette

Reflexe, dezente Randaufhellung. Zart nach

Edelholz und Karamell, reife Kirschen,

Zwetschgen und Nougat. Saftig, feine Würze

und Süße, harmonisch, schokoladiger Nachhall,

vielseitig einsetzbar. keringer.at

St. Laurent/Pinot Noir

2017 The Pinot Noir

Erich Scheiblhofer, Andau

14 Vol.-%, NK, tiefdunkles Rubingranat,

opaker Kern, violette Reflexe, zarte Randaufhellung.

Intensives schwarzes Beerenkonfit,

feine Kräuterwürze, etwas Dörrfeigen und

Nougat. Komplex, fruchtsüß, reife Textur,

runde, tragende Tannine, schokoladiger

Nachhall, stoffiger Rotwein, ein vielseitiger

Speisenbegleiter. scheiblhofer.at

Blaufränkisch

2015 Blaufränkisch

Ried Neugebirge »Absalon«

Markus Schuller, Oggau, Burgenland

15 Vol.-%, NK, tiefdunkles opakes Rubingranat,

violette Reflexe. Schwarze Kirschen,

Brombeeren, dezente Kräuterwürze. Sehr

kraftvoll, dunkles Beerenkonfit, runde Tannine,

dezente Extraktsüße im Nachhall, bereits

zugänglich. schullerwein.at

Edelsüße

Weine

2017 Sämling 88 TBA

Angerhof Tschida, Illmitz, Neusiedlersee

7,5 Vol.-%, VL, leuchtendes Gelbgold, Silberreflexe.

Feiner Blütenduft, zart nach Holunder,

Mandarinen, Nuancen von Honig, facettenreiches

Bukett. Saftig, elegant, weiße Tropenfrucht,

lebendige Säurestruktur, mineralisch-zitroniger

Touch, reife gelbe Fruchtnuancen

im Nachhall.

angerhof-tschida.at

Sekt

klassisch

2014 Harkamp Brut Reserve g.U.

Hannes Harkamp, Leibnitz, Steiermark

12,5 Vol.-%, NK, helles Grüngelb, Silberreflexe,

feines, anhaltendes Mousseux. Zart floral

unterlegte Nuancen von frischen Feigen, ein

Hauch von Nougat, einladendes Bukett. Mittlerer

Körper, feine weiße Apfelfrucht, frisch

strukturiert, zitroniger Touch im Abgang.

harkamp.at

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tasting / RHÔNE

DER

WEIN-STROM

Die Rhône steht in ihrem Prestige immer wieder im Schatten von Burgund und Bordeaux.

Doch die besten Weine, die an ihren Ufern wachsen, müssen sich weder in ihrem

Reifevermögen noch in ihrer Komplexität vor anderen Herkünften verstecken.

TEXT & NOTIZEN ULRICH SAUTTER

Es ist knifflig: Schnell ist man

geneigt, die nördliche Rhône

für das »bessere« Teilstück des

Flussverlaufs zu halten. Und in

der Tat haben die großen Syrah-

Weine der Côte-Rôtie und vom Hermitage-

Felsen ja auch einen packend mineralischen

Stil, den man in dieser Zuspitzung nur an

wenigen Orten findet. Ähnliches gilt auch

für die Rotweine noch weiter flussaufwärts

im Wallis, seien sie nun aus lokalen Sorten

oder ebenfalls aus Syrah bereitet.

Geht man an die südliche Rhône, nach

Châteauneuf-du-Pape und Gigondas, dann

steigen naturgemäß die Alkoholgehalte und

die Weine gewinnen an Opulenz. Aber:

Auch die Südrhône ist – zumindest dort,

wo sie auf höchstem Niveau Wein hervorbringt

– kein Anbaugebiet der ungezähmten

Power. Die besten Châteauneufs erstrahlen

in einer Feinheit, die gerade angesichts des

etwas molligeren und weicheren Zuschnitts

der Weine eine besondere Faszination und

eine ganz eigene Spannung besitzt.

Zudem vergisst man an allen Flussabschnitten

häufig die Weißweine, die für Kenner

zu den großen Originalen der Weinwelt

gehören, ganz gleich, ob sie die Würze in

den Vordergrund stellen wie die Condrieus,

ob Fülle und mineralische Textur wie die

Weißen auf Basis von Marsanne oder ob es

das Spiel mit einer Kühle in der Wärme ist,

das die Weißweine aus Châteauneuf-du-

Pape auszeichnet. In all ihren Abschnitten

hat die Rhône sehr viel Entdeckenswertes

z u bieten – und zwar in jeder Preisklasse.

Fotos: Shutterstock

226 falstaff jul–aug 2019

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Fotos: Shutterstock

In all ihren Flussabschnitten

hat die Rhône etliche

entdeckenswerte Weine

zu bieten.

jul–aug 2019

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227

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tasting / RHÔNE

98

LEGENDE

L’Hermitage Hermitage Blanc 2011

MR/RS, Jean Louis Chave, Mauves

Zunächst sehr zurückhaltend im Duft,

mit floralen, nussigen und buttrigen

Tönen. Mit Luftkontakt reifer Pfirsich,

Brombeere, Süßkirsche. Cremiger Ansatz

– viskos, aber nicht glatt, sondern von

feinstem Stoff erfüllt, mineralisch durchdrungen,

eine Säure, die fast gar nicht

isoliert wahrnehmbar ist, so physiologisch

ist sie mit Körper und Mineralität

verschmolzen, ein großer Weißwein,

mächtig in seiner Statur und dennoch

fein besaitet. Große Länge, zuletzt auch

mit würzigen Aromen (Sternanis und

Kümmel). alpinawein.de, € 218,–

97

Côte-Rôtie 2016

Weißwein, trocken

Rotwein, trocken

95 – 100 Klassiker

93 – 94 ausgezeichnet

91 – 92 exzellent

88 – 90 sehr gut

85 – 87 empfehlenswert

Domaine Jamet, Ampuis

Zunächst fast schon ein Fruchtverweigerer

im Duft, ganz aufs Steinig-Mineralische

gehend mit einer Spur von Süßkirsche

dabei. Am Gaumen zum Kauen

dicht, feines Gerbstoffkorn, dabei unbeschwerlich,

reife Säure, mineralisch

durchdrungen, aber nun auch prall

kirschfruchtig, völlig in sich ruhender

Wein, alles an seinem Platz, fast unscheinbar

in diesem jugendlichen Zustand,

aber welch ein Potenzial.

wein-kreis.de, € 89,–

Hermitage Rouge 2008

Jean Louis Chave, Mauves

Ätherisch kräuterwürzig, Süßkirsche,

Menthol, grüner Pfeffer, komplex und betörend.

Am Gaumen sandiges Tannin in

erster Reife, hat noch Spannung, aber

keine Adstringenz mehr, die ätherische

Würze ist unmittelbar präsent am Gaumen,

trotz 14 Volumenprozent hat der

Wein kein Gramm Fett zu viel, wirkt gebündelt,

sehnig und puristisch, und dennoch

verschmelzen im Abgang alle Komponenten

nahtlos rund und geschmeidig

ineinander. alpinawein.de, € 270,–

Château de Beaucastel Hommage

à Jacques Perrin 2015 MV/SY/GN

Famille Perrin, Orange

Dunkles Rubingranat, violette Reflexe, dezente

Randaufhellung. Nuancen von

Kräuterwürze, rauchige Mineralität, feine

Trockengewürznoten, mit Thymian und

Salbei unterlegte schwarze Beerenfrucht,

ein Hauch von Sattelleder und Unterholz.

Kraftvoll, komplex, Nuancen von Extraktsüße,

Heidelbeerkonfit und schwarze Kirschen

klingen an, getragen von reifen,

runden Tanninen, ein Hauch von kandierten

Veilchen, schwarze Trüffel, straffer

und langer Abgang, zart animalische

Würze im Rückgeschmack, sicheres Reifepotenzial.

(Lagern +40)

bacchus-vinothek.de, gute-weine.de

€ 400,–

96+

Hermitage Domaine des

Tourettes 2015

Delas Frères, Saint-Jean-de-Muzols

Sehr verschlossen, Brombeerkonfitüre,

Andeutungen balsamischer Würze. Cremiger

Auftakt, unmittelbar präsente Mineralität,

extrem hohe Dichte mit feinem,

aber nicht zu seidigem Tannin, eine Eleganz,

gemessen am Maximum dessen,

was in 14 Volumenprozent passt, mineralisch

gewürzt, alle Komponenten nahtlos

integriert, reife, gut tragende Säure, sehr

pointiert. bremer-weinkolleg.de, € 72,–

Ermitage blanc Le Reverdy 2014

RS/MR

Ferraton Père & Fils, Tain l’Hermitage

Hellgolden. Gesteinsmehl, Feuerstein, ein

Hauch von Vanille und zarte florale Noten.

Butterzart am Gaumen, fein aufgelöster

Extrakt, ungemein kultivierte Säure,

alle Komponenten sind dicht miteinander

verwoben und verschmolzen, alles

erscheint aus einem Guss, Mineralität,

Schmelz und Saftigkeit. Dabei ist der

Wein erst am Beginn seiner Öffnung. Der

Körper ist weit, aber völlig ohne Schwere.

Frucht ist kaum das Thema, das ist sinnliches

Terroir. gute-weine.de, € 77,–

96

Cornalin 2016

Denis Mercier, Wallis (CH)

In der Nase klare, präzise Beerenaromatik

die man so von einem Cornalin nicht erwarten

würde. Brombeere und Schwarzkirsche,

dazu dezente Röstaromatik, Zartbitterschokolade

und würzige Anklänge.

Am Gaumen konzentriert und doch elegant,

mit intensiver Frucht, fein gewobenem

Tannin und enormer Länge. Großes

Lagerpotenzial.

mercier-vins.ch, CHF 48,–

BIO Châteauneuf-Du-Pape Clos de

Beauvenir blanc 2012 RS/CL3/GB

Château la Nerthe

Châteauneuf-du-Pape

Golden mit grünlichen Reflexen. Nougat

de Montélimar, kandierter Pfirsich, Cassata,

dazu würzige Untertöne: Minze, Kardamom.

Eröffnet mit Schmelz und Cremigkeit,

spannt ein großes, aber nicht massives

Volumen auf, bleibt in seiner Extraktfüllung

fein und differenziert, deutlich

mineralisch und dadurch nachgerade

zum Kauen einladend, ganz nahtlos mit

dem Körper verschmolzene Säure, eine

Opulenz ohne Schwere. Idealer Speisenbegleiter,

wenn man das Richtige hat: getrüffeltes

Kalbsbries. Im Reifezustand

noch deutlich auf dem aufsteigenden

Ast. alpinawein.de, € 81,50

Cuvée de mon Aïeul Châteauneuf-

Du-Pape 2016, Domaine Pierre Usseglio,

Châteauneuf-du-Pape

Dezentes Boisée, mineralische Noten, Eisen,

Süßkirsche, Garrigue – ein sehr komplexes,

wenngleich noch jugendlich zurückhaltendes

Duftbild. Am Gaumen ein

Wein voll zarten Nuancenreichtums, fast

burgunderhaft diskret in seinem Extrakt

und trotz 16 Volumenprozent Alkohol elegant

und fast schon feingliedrig wirkend.

Hat dabei Ladungen von Gerbstoff, aber

alles hoch aufgelöst und schwerelos bei

intensiv mineralischer Grundierung. Lang.

weinfaul.de, Preis: k. A.

95+

Côte-Rôtie Coteaux de Tupin 2016

Domaine Jean-Michel Stephan

Tupin-et-Semons

Sehr fein und nuanciert im Duft: Süßkir-

sche, Rose, Tannenharz, aber auch Anorganisches:

Gesteinsmehl. Am Gaumen

mit Saftigkeit und sehr feinem Tannin,

vor allem aber mit einer unmittelbar präsenten,

taktilen Mineralität, die den Gaumen

unter Strom setzt. Fester Säurefaden,

gut integrierter Alkohol, ein Wein

von größter mineralischer Subtilität.

100 Prozent Serine (Massenselektion der

lokalen Syrah) auf Gneis. pubklemo.at,

unserweinladen.de, ca. € 85,–

95

Cayas Syrah 2016

Jean-René Germanier, Wallis (CH)

In der Nase schöne Syraharomatik mit

Lorbeer und strahlender Kirschfrucht.

Dazu Pflaume und ein Hauch Pfeffer. Am

Gaumen kraftvoll und von großer Eleganz.

Tragende reife Säure, geschliffenes

Tannin und langer, saftiger Abgang. Zeigt,

was Syrah in weniger heißem Klima

kann. jgermanier.ch, CHF 42,–

Cornas 2016

Domaine Guillaume Gilles, Cornas

Brombeerkonfitüre, Schieferstaub, Rose,

leicht teerig, seidenweich und weit gefasst,

etwas dezente Säure, etwas Öligkeit

im Hintergrund, guter mineralischer

Extrakt, und das ganz mollig in Szene gesetzt,

zeigt viel Wärme, ohne darüber hitzig

zu werden, die Frucht ist in ihrer komplexen

Reife eine Wucht.

wein-kreis.de, € 47,10

94+

Côte-Rôtie Ampodium 2010

Domaine René Rostaing, Ampuis

Wildkirsche, Schlehe, sehr reife dunkelrote

Himbeere, etwas Karamell, Wacholder,

Eisen. Am Gaumen voller Delikatesse,

nachgerade feingliedrig fließend, mit unmittelbar

präsenten »wilden« Aromen,

viel Saftigkeit, zartem Säurefaden und

mineralischer Grundierung. Ein Côte-

Rôtie mit burgunderhafter Finesse, bereits

in einem ersten Stadium der Zugänglichkeit.

Ermangelt aber nicht an

Kraft und Substanz: Potenzial für weitere

15 Jahre. alpinawein.de, € 63,50

Viognier Condrieu La Bonnette

2016, Domaine René Rostaing, Ampuis

Minze, Kardamom, Chili unter rotem

Kampotpfeffer, weich und breit am Gaumen,

ausladend, mit feiner mineralischer

Substanz hinter einer schmeichelhaften

Viskosität, alles im Zeichen von Klarheit

und Ebenmaß, terpenige Schichten im

Übergang zum Abgang wie bei einem

großen Riesling, aromatisch und würzig

ohne vorlaute Töne, trockener, puristischer

Stil. Zuletzt bleibt der pure Granit

auf der Zunge. alpinawein.de, € 67,–

Fotos: beigestellt

228 falstaff jul–aug 2019

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Fotos: beigestellt

RHÔNE UM

EINEN ZEHNER

Die Rhône ist nicht nur für Spitzenweine

berühmt, sondern auch für sehr gute Qualitäten

zu moderatem Preis. Hier drei Beispiele

aus der generischen Appellation Côtes du

Rhône, die hohes Niveau ins Glas bringen.

91

2018 Brunel de la Gardine Côtes du

Rhône Blanc, Brunel Père & Fils

Honigbonbon und Apfel, am Gaumen stoffig geprägt,

gut integrierte Säure, sehr gut in seiner mineralischen

Definition. Vielschichtig und lang.

vinea.de, € 10,20

2016 Côtes du Rhône Secret de Famille

Jaboulet Père & Fils

Schattenmorelle und schwarzer Pfeffer, frisches

Tannin, fester Säurenerv, saftige Gaumenfrucht,

homogen und lang, hohe Präzision, mineralisch

gefärbter Abklang. hawesko.de, € 7,95

2017 Côtes du Rhône Sélection Visentin

Saint Cosme

Brombeere und Holunder, Geschmeidigkeit und Frische

– hat den Charme der Südrhône und die mineralische

Art des Nordens. Ein Teil der Trauben

kommt aus direkter Nachbarschaft der Côte-Rôtie.

passion-vin.de, € 9,90

Condrieu La Doriane 2017

E. Guigal, Ampuis

Hochreife Marille, brenzlig-mineralische Noten, Kokosnuss,

druckvoller Gaumen, festes Säuregerüst, stoffige

Gaumenmitte, deutliche Holzprägung im Nachhall, hohe

Dichte, kräftiger Alkohol, ein mächtiger Wein mit Wucht

und Schmelz, aber auch mit Tiefe und Länge. Sehr lange

würzig und taktil-mineralisch nachhallend. Braucht ein

paar Jahre Reife und dann eine kulinarische Marriage

erster Kategorie (z. B. Hummer). gute-weine.de, € 77,50

94

BIO Entre Ciel et Terre 2012

Domaine les Bruyères

Beaumont-Monteux

Zunächst Nougat, gerösteter Sesam und Haselnuss, dann

kräuterwürzig. Menthol. Am Gaumen saftig und nervig,

fast schon kantig, ein Hauch Grünes, von Mineralität verstärkte

Spannung, eine packende Struktur, mit seiner

hemdsärmligen Rustikalität ein Wein für Powertrinker,

doch grob eben auch nicht. Und vor allem noch nicht

am Ende seines Lebenswegs.

pubklemo.at, unserweinladen.de, ca. € 40,–

Les Terrasses du Palat Condrieu 2017

Domaine François Villard, Saint Michel sur Rhône

Sehr duftig und dabei ganz klar und präzise. Minze, roter

Apfel, Mandarine, Blutorange, Guave, ein Hauch Kümmel.

Saftig, geradeaus am Gaumen, elegantes Säurespiel,

gute Dichte, salzige Noten in der Gaumenmitte, raffinierter

Wein, wirkt trotz des sortentypischen Volumens doch

auch irgendwie schlank und elegant, unaufdringlich und

hat einen sehr pointierten mineralischen Abklang.

wein-kreis.de, € 39,50

Châteauneuf-Du-Pape 2016 GN/MV/SY/CN/CL3

Château de Saint Cosme, Gigondas

Kirschwasser und Milchschokolade, wuchtiger Ansatz,

trockenes, mehliges Tannin in hoher Menge, mineralisch

grundierter Gaumen, gut integrierte, physiologisch zum

Wein passende Säure, süßer rotbeeriger Abklang, stilvoller

und kulinarisch gut einsetzbarer Châteauneuf, dessen

hoher Alkohol (15,5) nicht in Erscheinung tritt.

passion-vin.com, € 39,90

BIO Châteauneuf-Du-Pape Blanc Vieilles Vigne

2017 GB/RS/CL3/BU2

Maison Tardieu-Laurent, Lourmarin

Sehr verschlossen im Duft. Frisch geschnittene Hecke. Zitronengras.

Lakritze. Geht im Glas dann aber schnell in

die würzige Richtung. Zimt und Assampfeffer. Am Gaumen

gewichtig, unmittelbar präsent mineralisch, leicht

holzbeeinflusst, festes Säurerückgrat, viel Saftigkeit in einer

letztlich ganz und gar vertikalen Anlage, gute Dichte

und noch eine immens kompakte Jugendlichkeit.

gute-weine.de, € 39,95

BIO La Dame Voyageuse Châteauneuf-du-Pape

2015 GN/MV/SY/CN2, Domaine de la Mordoree, Tavel

Altersadäquat verschlossen, Bitterschokolade und Blaubeere,

am Gaumen wird ein großer Extrakt ins Feinste

aufgelöst, das Tannin hat bei aller Feinheit Frische und

Spannkraft, entfaltet intensive Präsenz und lässt genug

Platz für saftige Zwischentöne. Intensiver mineralischer

Untergrund. Ein Châteaneuf ohne Effekthascherei, gemacht

für ein langes Leben. vinea.de, € 42,–

Hermitage rouge Farconnet 2011

Jean Louis Chave, Mauves

Präzis reife Kirsche, schwarzer Pfeffer und ein Hauch von

Karamell. Himbeere. Weich ansetzend, aber nicht strukturarm,

reifes Tannin gewinnt nach und nach an Grip.

Frucht und Mineralität füllen das große Volumen, nahtlos

integrierte Säure, zuletzt ein Hauch von Süße, ein

sehr charmanter, nahezu trinkreifer Hermitage.

alpinawein.de, € 45,90

Le Berceau Saint-Joseph Blanc 2017

Domaine Bernard Gripa, Mauves

Noch verschlossen im Duft, dabei leicht floral und mit einer

Ahnung von Gelbfrucht (Weinbergpfirsich), erst nach

längerer Standzeit im Glas auch mineralisch-pfeffrig. Am

Gaumen weit und geschmeidig, geradezu viskoser Fond,

mit unaufdringlich präsenter Säurestütze und mittlerem

mineralischem Extrakt. Schmelz und Fülle domineren,

ohne dass es plump wird. wein-kreis.de, € 47,–

Hermitage Blanc Blanche 2012 MR/RS

Jean Louis Chave, Mauves

Weinbergpfirsich, eine Nuance Holz, ganz leicht buttrige

Töne. Marzipan. Am Gaumen weich und weit, die Struktur

kommt spät auf und bleibt phenolisch sehr fein und zurückhaltend,

doch die Substanz ist ausgezeichnet, reife

Säure, viskose Schichten, mineralischer Stoff – der recht

stattliche Alkoholrahmen ist perfekt mit Inhalt gefüllt.

Sehr gute Länge und noch weiteres Potenzial.

alpinawein.de, € 47,50

Genuss hat bei uns Tradition. Schon

seit 1849 keltern unsere Kellermeister

aus besten österreichischen Trauben

feinste Weine für höchste Trinkfreude.

Da sind sich Weinkenner einig:

„Lenz Moser ist Österreichs Wein!“

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falstaff

229

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tasting / RHÔNE

Alte Reben sind auch an

der Rhône Garanten für

höchste Weinqualität.

Sehr kräuterwürzig, auch mineralisch.

Pfeffrig, Granit. Nach Standzeit im Glas

Marille. Am Gaumen cremig, voll, nicht zu

knapp in der Säure, viskos geschichtet,

dicht, sehr mineralisch, recht konzentriert

in der Gaumenfrucht, nur ganz diskret

holzbeeinflusst, bereits zugänglich und

mit sehr großem weiterem Potenzial.

bremer-weinkolleg.de

Preis: k. A.

Condrieu 2017

Château de Saint Cosme, Gigondas

Mispel, Kumquat, dezent röstiges Holz,

Aprikose. Viel Schmelz am Gaumen, reife,

gut eingebundene Säure, ein getragener,

voller Gaumen mit zart mineralischer

Tönung. Hat Charme und Tiefgang, und

bleibt recht lange homogen in Frucht

wie Struktur.

passion-vin.com, € 53,50

Saint-Joseph Rouge 2011

Jean Louis Chave, Mauves

Kirsche und Chili, echter roter Pfeffer, ein

Hauch von Neuholz (Karamell), seidiger

Ansatz, dann sich steigerndes Gerbstoffkorn,

natürliche Harmonie, eher milde

Säure, Körper und Struktur sind dennoch

makellos in Balance, würziger und dezent

mineralisch flankierter Abgang. Gute und

homogene Länge.

alpinawein.de, € 63,60

BIO La Calade 2018 MV/GN

Mas de Libian, Saint-Marcel-d'Ardèche

Wildpflaume, Griottes, nur wenig Holz.

Strammer Extrakt am Gaumen, straff,

großer Spannungsbogen, packende Säure,

mineralisch oszillierend, immens

dicht, pointiert saftig abklingend. Großes

Potenzial. masdelibian.com, Preis: k. A.

Hermitage rouge Le Méal 2016

Ferraton Père & Fils, Tain l’Hermitage

Im Duft brenzlig, Funkenschlag, Bitterschokolade,

Kräuter, Karamellbonbon, am

Gaumen seidig, mächtiger Druck, aber alles

fein aufgelöst, kräftiger Alkohol, milde

Säure, in der Gaumenstruktur weniger

mineralisch als im Duft, endet rund und

harmonisch und wirkt alles in allem fast

etwas brav.

gute-weine.de, Preis: k. A.

Réserve des 2 Frères Châteauneuf-Du-Pape

2016

Domaine Pierre Usseglio

Châteauneuf-du-Pape

Amaroneartig konzentrierte Kirschfrucht,

dazu Konditorei-Aromen: Vanillecreme,

Buttercreme. Am Gaumen seidig, wuchtig,

sehr feines Tannin in hoher Menge,

der Alkohol (16,5) ist komplett mit Extrakt

und süßer Frucht abgedeckt, der

Wein bleibt sehr lange und sehr homogen

am Gaumen. Moderner Stil,

gekonnt gemacht.

weinfaul.de, Preis: k. A.

Hermitage Blanc Domaine des

Tourettes 2016 MR/RS

Delas Frères, Saint-Jean-de-Muzols

1924 gepflanzte Marsanne am Hangfuß.

BIO Hermitage Le Chevalier de

Sterimberg 2015 MR/RS

Paul Jaboulet Aîné, Tain l’Hermitage

Die archetypische Würze weißen Hermitages

in all ihrer Pracht: Anis, Lakritze,

reifer Apfel, ein Hauch Sommertrüffel,

etwas Holz. Am Gaumen unmittelbar salzig,

eine feine Stoffigkeit in einem weit

gefassten, aber in seiner Viskosität eher

zurückhaltenden Körper. Lang und homogen,

am Gaumen ein athletischer, kein

opulenter Hermitage.

cwdwein.de, Preis: k. A.

93+

Lieu dit Montmain 2015

Ferraton Père & Fils, Tain l’Hermitage

Lebkuchen, Leder, Halbbitterschokolade,

Menthol und Bouquet garni. Auch Alkoholkirsche

und erste unterschwellige Reifetöne.

Geschmeidiger Ansatz, sehr weich

grundiert und dann mit einer satten Dosis

sandigen Gerbstoffs auf dem molligen

Hintergrund. Hat einige Wucht bei eher

dezenter (aber ausreichend tragender)

Säure, wird aber von der Mineralität zusammengehalten.

Erste Würze im Abklang,

wird zu großer Komplexität reifen.

gute-weine.de, € 65,–

Weitere aktuell verkostete

Rhône-Weine finden Sie unter

falstaff.com/rhone

Fotos: Shutterstock, beigestellt

230 falstaff jul–aug 2019

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Gemeinsam

schmeckt’s am

besten

Veranda im Sans Souci

Parkhotel Schönbrunn

Café Schubert

Hollerkoch

Karma Food

Henrici

„Die Presse“

Brunch-Scheck 2018/19

zusammen essen

Zu zweit brunchen, nur einmal bezahlen. Bis zu zwanzig Mal. Einlösbar jeweils einmal

in 20 ausgewählten Lokalen in Wien, Niederösterreich und im Burgenland.

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tasting / SPIRITS TROPHY 2019

SPIRITS

»Sliwowitz hat keine Farbe,

fassgelagerter Apfelbrand

aber schon!« Vielleicht

nicht farbenfroh, aber

vielfätig und hochqualitativ –

so zeigte sich die

österreichische

Brennerszene dieses

Jahr bei der Falstaff

Spirituosenverkostung.

TEXT UND NOTIZEN ERHARD RUTHNER

Tutti Frutti, Pyrus Pyraster,

Roafhoazer: Wie bei den

Eigennamen der Edelbrände

verhielt es sich auch mit der

Verkostungsjury. Bestehend

aus Erhard Ruthner, Hermann Botolen,

Roland Graf und erstmals Christian

Haydn hatte diese heuer wieder einiges an

Diskussionsbedarf: 130 Blindproben wollten

an zwei Verkostungstagen im »Restaurant

Fuhrmann« bewertet und beschrieben

werden – dass dabei nicht sofort Konsens

herrscht, liegt in der Natur der Dinge und

in der Kompetenz der Experten. Während

sich die Analysen bei einigen fantastischen

Destillaten (19 Brände, die 95 oder mehr

Punkte erreichten) schnell annäherten,

fand manch vorgelegte Probe mit eigenwilligem

Charakter (Mohnbrand, Riesentanne)

unterschiedlichen Anklang.

Wenig Weinbrand, dafür viele hochqualitative

Tresterbrände wurden dieses Jahr

eingereicht. Während die Jury letztes Jahr

drei Karottenbrände überraschten, konnten

heuer zwei Bananenbrände mit ihrer

Exotik glänzen. Zitrusfrüchte bleiben die

heimliche Leidenschaft der österreichischen

Brenner, als zöge es sie in den Süden

– passend zu unserer Sommerausgabe.

Foto: Robert Kalb / picturedesk.com

232 falstaff jul–aug 2019

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TROPHY

Edelbrand: in

Österreich so

populär und

vielfältig wie in

kaum einem

anderen Land.

Foto: Robert Kalb / picturedesk.com

Weitere aktuell

verkostete Spirituosen unter

falstaff.com/spirits-trophy-19

jul–aug 2019

falstaff

233

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tasting / SPIRITS TROPHY 2019

90

Apfel

Brunner Erbachhofer Weinapfel 2017

Ein fleischiger Duft enthüllt die Sorte

unmittelbar mit sehr reifer Fruchtfülle.

Am Gaumen zunächst mild, aber breit

angelegt, zum Finish hin übernimmt

rassige Würze das Geschmacksbild.

41,8 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €

Privatbrennerei Egon Brunner

egonbrunner.at

Liebminger Winterkalvill 2018

Die klassische Frucht kommt unmittelbar

zum Vorschein. Am Gaumen wirkt

der Brand fleischig und zugleich mild.

Eine pikante Note mit etwas Melisse ist

im Finish vorhanden.

41,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€

Edelbrände Andreas Liebminger

paasdorf-oldstyle.jimdo.com

98

LEGENDE

95–100 Punkte: absolute Weltklasse

90–94 Punkte: ausgezeichnet

85–89 Punkte: gute bis sehr gute Qualität

Das Preisklassesegment:

€: bis 30 Euro

€€: bis 50 Euro

€€€: ab 50 Euro

Birne

Reisetbauer Rote Williamsbrand 2017

Idealtypisches Spiel mit engmaschiger

Frucht und einnehmender Frische. Am

Gaumen feinherb durchsetzte Birnennoten

von bester Komplexität. Im Finish bestechen

die dichte Struktur und die extreme

Länge.

41,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche

Reisetbauer Qualitätsbrand

reisetbauer.at

95

Reisetbauer Williamsbrand 2017

Die eher süßlich wirkende Birne ist

schon in der Nase sehr stoffig und komplex.

Am Gaumen geben sich typische

Würze und feine Frucht ein vielseitiges

Wechselspiel. Reife Birne im Abgang.

41,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche

Reisetbauer Qualitätsbrand

reisetbauer.at

Sammerhof Williamsbirne 2017

Die vollreife Frucht steht beeindruckend

mit feiner Süße in der Nase. Die enorme

Viskosität am Gaumen verdeutlicht das

dicht strukturierte Würze-Frucht-Verhältnis.

Feine Noten von weißem Pfeffer machen

das Finish ungemein spannend.

41 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €

Sammerhof Edelbrände

sammerhof.at

93

Paasdorf Old Style Wildbirne Pyrus

Pyraster 2018

Die rauchige, würzige Note der vollreifen

Birnenfrucht gibt eine kraftvolle Nase. Am

Gaumen erfreut die dichte, intensive Würze

Liebhaber der »guten, alten Schule«.

Im langen Abgang sind Kräuter evident.

41,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€

Edelbrände Andreas Liebminger

paasdorf-oldstyle.jimdo.com

92

Schosser Rote Williams 2018

Zu Beginn ist ein feiner Birnenmix spürbar,

mit etwas Luft kommen spannende Noten

von Gewürzen wie Ingwer und Kardamom

dazu. Im Mund füllig und kräftig mit

komplexer Würze. Lange im Nachklang.

40 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €€

Destillerie Schosser

schosser.com

91

Günther Mayer Wald4tler Granit

Destillerie Wildbirne 2018

Die Birnennase ist typisch und wirkt erfrischend

mit einem dropsigen Unterton,

mit Luft gewinnt sie zusätzlich. Charmantes

Mundgefühl, zum Finish hin

kommt herbe Kräuterwürze durch.

40,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €

Günther Mayer Wald4tler

Granit Destillerie

granitdestillerie.at

98

Brombeere

Schosser »Max Reserve« – Brombeere

21 Jahre 1998

Geradezu klassisch wirkt die füllige

Frucht in der Nase, eine würzige Unternote

unterstützt die Komplexität. Am Gaumen

dicht und druckvoll. Feine Kräuternoten

unterstützen den langen Abgang.

40 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€€

Destillerie Schosser

schosser.com

91

Elsbeere

Reisetbauer Elsbeerbrand 2017

Viel Marzipan mit einer Spur von Kräutern

und einem nussigen Buttertouch macht

einen starken Dufteindruck. Am Gaumen

feingliedrig bis verhalten, zum Finish hin

duftiger werdend. Zarter Nachklang.

41,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche. Reisetbauer

Qualitätsbrand, reisetbauer.at

93

Erdbeere

Schosser »Max Reserve« –

Erdbeere 21 Jahre 1998

Stark fruchtig mit einem leicht karamelligen

Hintergrund. Im cremigen Mundgefühl

findet sich erneut dichte Frucht mit

gut integrierter Würze. Das Finish hat

eine gute Länge.

41 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€€

Destillerie Schosser, schosser.com

91

Heidelbeere

Schosser »Max Reserve« –

Heidelbeere 21 Jahre 1998

Zunächst wirkt die Nase etwas brav, mit

mehr Luft kommt die Frucht gut durch.

Ein wenig milde Würze startet am Gaumen,

ehe markantere Töne durchschlagen.

Eleganter Nachklang.

40 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€€

Destillerie Schosser, schosser.com

95

Holunder

Schosser »Max Reserve« – Holunder

23 Jahre 1996

Im Duft finden sich ganz frische Hollerblüten,

die extrem duftig und frisch wirken.

Am Gaumen wirkt der Brand duftig,

reintönig, saftig und dicht. Die Würze ist

gut integriert, ein elegantes Finish ist die

logische Folge.

39,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€€

Destillerie Schosser, schosser.com

90

Reisetbauer Holunderbrand 2016

Holunderbeeren und ein Hauch von Ap-

feltrester finden sich in der Nase, die mit

mehr Luft duftiger wird. Am Gaumen

kommen kräftig-würzige Noten, die im

Abgang und im Nachklang bleiben.

41,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche

Reisetbauer Qualitätsbrand

reisetbauer.at

92

Kirsche

Liebminger Weichselbrand 2017

Viel Kirsche gepaart mit einer feinen Kakaonote

und gut integrierten Marzipanaromen

ergibt einen komplexen Duft. Der

Geschmack ist feingliedrig, etwas Würze

kommt im Finish mit höherer Intensität.

41 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€

Edelbrände Andreas Liebminger

paasdorf-oldstyle.jimdo.com

Hämmerle Herzstück Traubenkirsche

Die geradezu idealtypische Nase enthält

herbfruchtige Anteile und Steintöne in

der feinen Struktur. Am Gaumen druckvoll,

fast wuchtig mit feinem Ausklang

und guter Länge.

42 Vol.-%, 0,5-l-Flasche

Wilhelm Hämmerle Freihof Destillerie

haemmerle.com

91

Wurm & Wurm Weichsel 2008

Der Duft zeugt von hoher Eleganz und

wirkt gleichzeitig frisch durch feine Kräuternoten.

Am Gaumen sind dichte Aromen

vielschichtig vorhanden. Das Finish

ist würzig und eher trocken.

43 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€

Wurm & Wurm, wurm-wurm.at

96

Kriecherl

Schneeberger Kriacherl

Geradezu klassische Typizität in der Nase.

Neben enormer Frucht etwas Hagebutte,

Rose und Ingwer. Der elegante Steinton

un terstützt den Gesamteindruck. Am

Gaumen hohe Komplexität mit klarer Linie

und viel Potenzial im nuancenreichen

Finish. 43,5 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €

Schneeberger Destillate

weingut-schneeberger.at

Müller Kriecherlbrand

Der Duft kann als Paradebeispiel der Sorte

bezeichnet werden. Feinfruchtigkeit

und herbe Noten ergeben ein vielseitiges

Wechselspiel. Ein dezenter Steinton

schließt sich nahtlos in die Fruchtigkeit

Fotos: Shutterstock, beigestellt

234 falstaff jul–aug 2019

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Fotos: Shutterstock, beigestellt

des Gaumens ein. Sehr lange anhaltend.

41 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €

Müller, edelbrand-destillerie.at

90

Günther Mayer Wald4tler Granit Destillerie

Waldviertler Kriecherl 2018

Zunächst dezent, dann duftige, feinherbe

Würzigkeit in der Nase, ein schöner Steinton

gibt ein feines Gesamtbild. Am Gaumen

ein Anflug von Lebkuchengewürz.

Im Finish wieder fruchtiger.

41 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €

Günther Mayer Wald4tler

Granit Destillerie

granitdestillerie.at

94

Marille

Reisetbauer Marillenbrand 2016

Feingliedrig mit reifer Frucht und kaum

merkbarem Steinton. Am Gaumen überwiegt

eine dunkle Würze, die Frucht

kommt fleischig zum Finish hin. Im Nachklang

erneut pfeffrige Noten.

42 Vol.-%, 0,35-l-Flasche

Reisetbauer Qualitätsbrand

reisetbauer.at

91

Schosser Marille Akazienfass 2016

Die feinfruchtige Vanille wirkt als süßlicher

Gegenpol zu den Noten des Fasses.

Der Geschmack beginnt wuchtig mit dem

Gefühl eingekochter Früchte, die Holzaromatik

wird zum Finish hin kräftiger.

40 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €€

Destillerie Schosser, schosser.com

90

Schosser Marille 2016

Im Duft findet sich neben der typischen

Marille ein Hauch von Kokos und Nuss.

Fein und elegant bis filigran wirkt die

Struktur mit dezenter Würze im Mund.

Im Finish kommt erneut Frucht.

40 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €€

Destillerie Schosser, schosser.com

93

Mispel

Hämmerle Herzstück Mispel

Die Nase ist von deutlichen Marzipannoten

getragen, die wirken, als wäre ein

dunkler Schokoladenüberzug mit dabei.

Mit Luft apfelartige Nebennoten. Fruchtig

und engmaschig am Gaumen, Mandelnoten

wiederum im Abgang.

42 Vol.-%, 0,5-l-Flasche

Wilhelm Hämmerle Freihof Destillerie

haemmerle.com

95

Obstler

Brunn Tutti Frutti 2018

Die Frische der kernobstlastigen, sehr

dichten und stoffigen Nase überzeugt

und lässt an frisch gepressten Fruchtsaft

denken. Knackig in der Gaumenstruktur.

Rassiger, guter Abgang, der lange anhält.

42 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €€

Elmar Brunn

6942 Krumbach

96

Quitte

Steiner Quitte 2017

Zu Beginn fast filigran, dann immer schöner

werdende Komplexität mit viel Frucht

und Einsprengseln von zestiger Herbe.

Am Gaumen engmaschig und elegant

und gleichzeitig stoffig. Weißer Pfeffer im

Nachhall. 40,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €

Edelbrand Steiner

edelbrandsteiner.at

Reisetbauer Quittenbrand 2016

Der frische, dicht verwobene Duft verspricht

Großes mit leichtem Zitrus und

sortentypischem Kernobstfeeling. Am

Gaumen druckvoll und von kerniger

Struktur mit kraftvoller Würze, die ein

endloses Finish einläutet.

41,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche

Reisetbauer Qualitätsbrand

reisetbauer.at

94

Kronthaler Quitten Brand 2016

Sehr klassisches Spiel von Frucht und

herber Ätherik, zusätzlich gibt es zitrusartige

Nuancen. Am Gaumen saftig und extraktreich

mit dem richtigen Maß an Würze.

Langer Nachklang.

40 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €, Brennerei

Kronthaler, brennerei-kronthaler.at

91

Wurm & Wurm Quitte 2005

Ein gutes Verhältnis von Fruchtigkeit und

Bitterstoffen lässt an Zitronengras und

sogar Jasmintee denken. Im Mund

kommt eine dichte Struktur zur Geltung,

erdige Würze bringt weitere Nuancen.

Engmaschiges, dichtes Finish.

43 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€

Wurm & Wurm, wurm-wurm.at

98

Schlehe

Zöchmeister Schlehenbrand 2018

Großartige Duftnote nahezu perfekter Typizität

mit feiner Rauchigkeit, Würze und

feingliedrigen Steintönen. Am Gaumen

extrem engmaschig mit viel Finesse und

feinen Kakaonuancen im anhaltenden Finish.

43 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€

Manufaktur Zöchmeister

zoechmeister.at

91

Mayer Granit Destillerie Schlehdorn ’17

Nach dezentem Beginn weist der Duft

peu à peu fruchtig-würzige Noten auf.

Am Gaumen ruhig mit herben Steinan-

klängen und einem würzigen, trockenen

Finish. 40,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€

Günther Mayer Wald4tler

Granit Destillerie, granitdestillerie.at

96

Vogelbeere

Reisetbauer Vogelbeerbrand 2017

Supertypische feinherbe Nase mit viel

Marzipan und einer Spur von feinem

Schichtnougat. Am Gaumen intensiv und

kraftvoll, feinherbe Noten sind eingearbeitet.

Aromatisch im Abgang.

41,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche

Reisetbauer Qualitätsbrand

reisetbauer.at

90

Wiederstein Vogelbeere 2016

Im Duft finden sich würzige Steintöne

und Kräuternoten, die an wilden Thymian

erinnern. Am Gaumen ist er würzig, fast

wie Enzian mit herb-eleganter Stilistik.

Die Würzigkeit erhält sich im Abgang.

39,6 Vol.-%, 0,2-l-Flasche, €€

Weiberwirtschaft Wiederstein

wiederstein.at

95

Zwetschge

Schosser Zwetschge 2018

Eine äußerst klare, feinwürzige und duftige

Nase begeistert unmittelbar. Am Gaumen

ergeben Würze und rassige Frucht

eine tolle Aromatik wie »frisch vom

Baum«. Langes, elegantes Finish mit

leichtem Zitruston.

40 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €

Destillerie Schosser, schosser.com

93

Brunner Zwetschgenbrand 2018

Sehr typisch mit einem toll herausgearbeiteten

Steinton, dennoch kommt die

würzige Frucht zur Geltung. Dichte Textur

im Mund mit reintöniger Zwetschge,

im Abgang setzt würzige Finesse ein.

42,4 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €

Privatbrennerei Egon Brunner

egonbrunner.at

90

Schilger Zwetschgenbrand 2018

Im typischen, hellen Zwetschgenduft sind

jul–aug 2019

falstaff

235

document6702655469664598261.indd 235 28.06.19 15:12


tasting / SPIRITS TROPHY 2019

klassische Steinnoten solide eingearbeitet.

Am Gaumen erfreut die fruchtige Intensität,

klare Reintönigkeit wirkt überzeugend.

Das mittlere Finish ist ein wenig

rustikal. 38,7 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €

Brennerei Johann Schilger

brennerei-schilger.at

92

Wurzeln

Sammerhof Ingwer 2017

Die Analyse der mentholisch frischen

Nase führt unweigerlich zu eingelegtem

Ingwer und frischem Zitronengras. Am

Gaumen analog, die über die vollmundige

Struktur bis ins Finish ungebremst erhalten

bleiben. 41 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€

Sammerhof Edelbrände

sammerhof.at

90

Mayer Granit Destillerie Enzian 2017

Neben den durchaus typischen Enziannoten

kommen auch Anklänge an Rote Rüben

und Wurzelwerk im Duft durch. Am

Gaumen erdig mit Pastinake und erneut

Roter Rübe. Die typisch dumpfen Noten

sind bis in den Nachklang evident.

41 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €

Günther Mayer Wald4tler Granit

Destillerie

granitdestillerie.at

92

Exoten

Mayer Granit Destillerie Banane 2017

Vollreife Bananen, die im engmaschigen

Duft eingefangen wurden. Am Gaumen

wirkt die Frucht fast überreif, die würzige

Intensität am Ende tut dem Gesamtbild

sehr gut. Exotik bleibt im Nachklang erhalten.

40,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €

Günther Mayer Wald4tler

Granit Destillerie

granitdestillerie.at

91

Reisetbauer Karottenbrand 2016

Die frische Karotte erscheint unmittelbar

im Geruchsbild und vermittelt eine süßliche

Grundnote. Am Gaumen kommen

engmaschige Komponenten von Karotte,

Erde und grünlichen Tönen abwechselnd

zum Tragen. Feiner Abgang.

41,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche

Reisetbauer Qualitätsbrand

reisetbauer.at

90

Kronthaler Zirbe mit Waldhonig 2018

Die Zirbe setzt sich im Duft typisch

durch, süßliche Untertöne unterstützen.

Menthol und Honigsüße liefern sich einen

spannenden Wettstreit am Gaumen,

den die Süße im Abgang für sich entscheidet.

30 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €

Brennerei Kronthaler

brennerei-kronthaler.at

Schosser »Max Reserve« –

Banane, 23 Jahre 1996

Frische Bananen, die mit warmer Schokolade

überzogen im Duft serviert werden.

Am Gaumen fruchtig und füllig mit erneut

schöner Frucht, ein wenig Würze

kommt erst im Abgang hervor.

40 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€

Destillerie Schosser

schosser.com

Reisetbauer Aroniabrand 2017

Die Nase erinnert an gute Vogelbeerbrände,

feinherbes Menthol und eine Spur Bittermandel

sind da. Am Gaumen beerenartiger

mit komplexer Grundstruktur und

langem Abgang.

41,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche

Reisetbauer Qualitätsbrand

reisetbauer.at

94

Zitrusfrüchte

Mayer Granit Destillerie Mandarinenedelbrand

2016

Vielseitige ätherische Noten von Mandarinenschalen

und süßlichen Orangen sind

vielschichtig abgebildet. Am Gaumen sind

feingliedrige und leichtfüßige Noten vorhanden,

die eine elegante Struktur zutage

fördern. 41 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€

Günther Mayer Wald4tler

Granit Destillerie, granitdestillerie.at

93

Brunner Arangino 2016

Orangen und Bitterorangen sind sowohl

mit Frucht als auch mit Zestennoten gut

im Duft evident. Am Gaumen füllig mit

intensiv präsenten Fruchttönen. Der abgang

wird von feinminzigen Anklängen

begleitet. 40,8 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €

Privatbrennerei Egon Brunner

egonbrunner.at

Reisetbauer Orangenbrand 2012

Eine Mischung aus Bisquitkeks mit Orangengelee

und Schokoüberzug und britischer

Orangenmarmelade kommen im

Geruch voll durch. Würzige Bergamotte

und kandierte Orangenschalen bilden ein

spannendes Geschmackserlebnis.

48 Vol.-%, 0,35-l-Flasche

Reisetbauer Qualitätsbrand

reisetbauer.at

91

Bierbrand

Müller Zigarrenbrand Bockbier

Eine duftige Biernote mit feiner Tabakunterlegung

steht intensiv in der Nase. Saftige,

hopfige und auch fruchtige Noten

sind geschmacklich gut zu erkennen. Ein

feiner, typischer Bierbrand.

43 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€

Edelbrand-Destillerie Müller

edelbrand-destillerie.at

90

Getreide

Schosser »Max Reserve« –

Dinkel, 21 Jahre 1998

Mild und mit einem leichten Hefeton

ausgestattet beginnt der Duft des Brandes,

ehe mit etwas Luft mehr Intensität

auftritt. Am Gaumen fällt die sehr milde

Textur auf, dezente Getreidenoten kommen

im Abang durch.

40 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€

Destillerie Schosser, schosser.com

97

Tresterbrand

Reisetbauer Trester Edition Olivier

Bern stein – Premiers Grand Crus &

Cambertin, Clos-de-Béze Grand Cru ’15

Klassischer Trester im besten Sinn. Die

feinherben Noten und die leichte Fruchtigkeit

verbinden sich zu einer harmonischen

Duftstruktur. Am Gaumen dicht

und engmaschig mit eleganter Würze

und stoffigem Abtrunk.

41,5 Vol.-%, 0,7-l-Flasche, Reisetbauer

Qualitätsbrand, reisetbauer.at

96

Mayer Granit Destillerie Trester

Gelber Muskateller 2016

Ein harmonischer Trester mit typischem

Muskatellerton. Am Gaumen finden sich

eine klare und präzise Textur und eine

dichte Würzigkeit. Das Finish ist top mit

langem Nachklang.

41 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €

Günther Mayer Wald4tler

Granit Destillerie, granitdestillerie.at

95

Günther Mayer Wald4tler Granit Destillerie

Trester Gewürztraminer 2016

Frisch und mentholisch kommt die Aromasorte

Gewürztraminer sehr gut zur

Geltung. Die massive, gute Würze ergibt

eine pikante Struktur und endet in einem

lange anhaltenden Nachhall.

41 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €

Günther Mayer Wald4tler

Granit Destillerie, granitdestillerie.at

93

Reisetbauer Trester Edtion Dönnhoff –

Oberhäuser Brücke

Riesling Eiswein 2014

Die dezent gehaltene Tresternote wird

vom fruchtig-süßlichen Duftton überstrahlt.

Am Gaumen wirkt der Brand sehr

aromatisch und füllig. Das würzige Finish

zeigt deutlichere Tresternoten.

41,5 Vol.-%, 0,7-l-Flasche

Reisetbauer Qualitätsbrand

reisetbauer.at

91

Schosser »Max Reserve« –

Trester TBA 21 Jahre 1998

Sowohl duftige Frucht als auch rauchiger

Trester, dazu eine kleine Portion Honig

machen ein interessantes Wechselspiel

im Duft aus. Am Gaumen kommen Fassnoten

kräftig zum Vorschein, der Trester

übernimmt. 42 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€

Destillerie Schosser, schosser.com

Apfel fassgelagert

97

Schosser Apfel Kastanienfass 2012

Die saftige Frucht im Geruch wird vom

dezenten Holzton perfekt unterstützt.

Fotos: beigestellt

236 falstaff jul–aug 2019

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Fotos: beigestellt

Dieses Spiel setzt sich am Gaumen unmittelbar

und elegant fort. Im vielschichtigen

Finish sind weiche Fassaromen lange

präsent. 40 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €€

Destillerie Schosser, schosser.com

96

Müller Apfelbrand im Sherryfass

Sehr feinfruchtig, mit ideal inszenierten

Sherryfassnoten wirkt die Nase sehr anregend.

Am Gaumen zunächst überwiegend

Frucht, die Raffinesse des Holzes

kommt dann stärker und führt zu einem

komplexen Finish. 43 Vol.-%, 0,35-l-Flasche,

€€, Edelbrand-Destillerie Müller

edelbrand-destillerie.at

92

Schneeberger Apfel

Die anfangs filigrane Nase lässt an Bratäpfel

und Vanillemark denken. Die Geschmacksnoten

sind füllig und reichhaltig,

neben der Frucht kommt zum Ende

hin deutlicher werdend jugendliches Holz

hinzu. 43,5 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €

Schneeberger Destillate

weingut-schneeberger.at

Traube fassgelagert

92

Brunn Traubenbrand Reserve Cuveé

Leopold + Johann

In dem quasi klassischen Traubenbrand

gibt es ein gutes Süße-Holzspiel im Duft.

Das Fass ist auch am Gaumen gut eingebunden,

feine rauchige Noten geben zusätzliche

Tiefe. Harmonischer Nachklang.

42 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €€

Elmar Brunn, 6942 Krumbach

90

Brunn Traubenbrand Gelber Muskateller

Reserve 2015

In der Nase eine an duftigen Pisco erinnernde

Note. Dazu kommen Pfeffer und

ein gute Portion Fassnoten. Am Gaumen

recht elegant mit vanilliger Süße, würziges

Finish. 43 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €€

Elmar Brunn, 6942 Krumbach

Zwetschge fassgelagert

96

Müller Zwetschgenbrand im

Eichenfass gelagert

Eine saftig-duftige Frucht steht toll in

der Nase, dazu kommen engmaschige

Holznoten mit feiner Vanille. Am Gaumen

stoffig, erneut mit feinen Lagen von reifer

Zwetschge und feinem Holz. Sehr

gute Länge. 42 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€

Edelbrand-Destillerie Müller

edelbrand-destillerie.at

94

Schosser Alte Zwetschge

6 Jahre Rumfass 2009

Die Zwetschge ist in voller Reife in der

Nase, dazu kommt eine feine Holznote,

die an Zigarrenkisten erinnert. Dichte Eleganz

prägt das Mundgefühl, im Abgang

wird die Holzaromatik kräftiger.

40 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €€

Destillerie Schosser

schosser.com

93

Schilger Zwetschgenbrand im

Eichenfass 2016

Die Nase ist komplex mit eng übereinandergelegten

Lagen von reifer Zwetschge,

feinem Steinton und eingebundenem

Holz. Zu dieser Finesse kommen dezente

Kakaonoten und fruchtige Einsprengsel

im Finish. 40,8 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €€

Brennerei Johann Schilger

brennerei-schilger.at

Trester fassgelagert

92

Wiederstein Eau de vie de Vin Tresterbrand

aus BF/ME im Maulbeerfass

gereift 2015

Die typische Tresternoten und die

feinen Fasstöne wechseln einander

in einem interessanten Spiel ab.

Am Gaumen finden sich dicht

gewobene Strukturen mit einem

eher trockenen Finish.

41,8 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €€

Weiberwirtschaft Wiederstein

wiederstein.at

90

Martins Edelbrände Trester EFG

im Eichenfass gelagert 2016

Die Tresternoten sind typisch und

gut ausgeprägt in der Nase vorhanden.

Der vielseitige Holzton

und die an Muskat erinnernde Frucht

ergeben ein klassisches Grappa-

Mundgefühl. Feinherb im Abgang.

43,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €

Martins Edelbrände

genussland.at

WEITERE BRÄNDE DER

SPIRITS TROPHY 2019

89

Gruberhof Williams Birne 2017

Gruberhof, gruberhof.tirol, €

Schosser Williams 2016

Destillerie Schosser, schosser.com, €€

Wurm & Wurm Brombeere 2010

Wurm & Wurm, wurm-wurm.at, €€

Müller Weichselbrand, Edelbrand-Destillerie Müller

edelbrand-destillerie.at, €

Sammerhof Kirschlorbeere 2017

Sammerhof Edelbrände, sammerhof.at, €

Wurm & Wurm Traubenkirsche 2005,

Wurm & Wurm, wurm-wurm.at, €€

Hämmerle Kriecherl, Wilhelm Hämmerle

Freihof Destillerie, haemmerle.com

Sammerhof Riesentanne2017

Sammerhof Edelbrände, sammerhof.at, €

Hämmerle Herzstück Aronia, Wilhelm Hämmerle

Freihof Destillerie, haemmerle.com, €

Reisetbauer Trester Edition Weingut Gesellmann –

Hochberc 2008, Reisetbauer Qualitätsbrand

reisetbauer.at

Reisetbauer Trester Edition Trester Edition Domaine

Roulot – Meursault Charmes 2014, Reisetbauer

Qualitätsbrand, reisetbauer.at

Reisetbauer Apfelbrand im Eichenfass 2016

Reisetbauer Qualitätsbrand, reisetbauer.at

Schilger Marillenbrand im Maulbeerfass 2018

Brennerei Johann Schilger, brennerei-schilger.at, €

Wiederstein Old Stone KA RUM 2017

Weiberwirtschaft Wiederstein, wiederstein.at, €€

88

Sammerhof Apfelbrand Rubinette 2014

Sammerhof Edelbrände, sammerhof.at, €

Sammerhof Steirische Mostbirne 2015

Sammerhof Edelbrände, sammerhof.at, €

Martins Edelbrände Himbeere 2018

Martins Edelbrände, genussland.at, €

Reisetbauer Himbeerbrand 2017

Reisetbauer Qualitätsbrand, reisetbauer.at

Mayer Granit Destillerie Quitte 2017, Günther Mayer

Wald4tler Granit Destillerie Wildkirsche

granitdestillerie.at, €

Brunner Schlehenbrand 2018

Privatbrennerei Egon Brunner, egonbrunner.at, €

Sammerhof Vogelbeere 2016

Sammerhof Edelbrände, sammerhof.at, €€€

Schosser Vogelbeere 2013

Destillerie Schosser, schosser.com, €€€

Müller Hauszwetschgenbrand, Edelbrand-Destillerie

Müller, edelbrand-destillerie.at, €

Flunger Spänling, Bernhard Flunger, 6423 Mölz, €

Müller Apfel-Meisterwurzbrand, Edelbrand-Destillerie

Müller, edelbrand-destillerie.at, €

Sammerhof Limette 2016

Sammerhof Edelbrände, sammerhof.at, €€

Mayer Granit Destillerie Schremser Weihnachtsbier

2016, Günther Mayer Wald4tler Granit Destillerie

granitdestillerie.at, €

Wurm & Wurm Zwetschge vom Fass

Wurm & Wurm, wurm-wurm.at

Wiederstein Grandma’s Choice Katharina Cigar

2011,Weiberwirtschaft Wiederstein

wiederstein.at, €€€

Brunn Bio Kakao Geist im Rumfass ausgebaut

(Fassprobe) 2019, Elmar Brunn, 6942 Krumbach, €€

87

Müller Roter Williamsbirnenbrand

Edelbrand-Destillerie Müller

edelbrand-destillerie.at, €

Hämmerle Subirer, Wilhelm Hämmerle Freihof

Destillerie, haemmerle.com, €

Hämmerle Herzstück Brombeere Wilhelm

Hämmerle Freihof Destillerie, haemmerle.com, €

Brunn Himbeerbrand 2018,

Elmar Brunn, 6942 Krumbach, €€€

Mayer Granit Destillerie Wildkirsche 2018

Günther Mayer Wald4tler Granit Destillerie

granitdestillerie.at, €

Liebminger Kirschwasser 2017, Edelbrände Andreas

Liebminger, paasdorf-oldstyle.jimdo.com

Schosser Weichsel 2011

Destillerie Schosser, schosser.com, €€

Mayer Granit Destillerie Marille 2014, Günther Mayer

Wald4tler Granit Destillerie, granitdestillerie.at, €

Müller Roter Marillenbrand, Edelbrand-Destillerie

Müller, edelbrand-destillerie.at, €

Müller Salzburger Gebirgsvogelbeerbrand, Edelbrand-Destillerie

Müller, edelbrand-destillerie.at, €€

Schosser Alter Apfel 8 Jahre Eichenfass 2017

Destillerie Schosser, schosser.com, €€

86

Müller Quittenbrand, Edelbrand-Destillerie Müller

edelbrand-destillerie.at, €

Kronthaler Marillen Brand 2018,

Brennerei Kronthaler, brennerei-kronthaler.com, €

Reisetbauer Rosenmarillenbrand 2015, Reisetbauer

Qualitätsbrand, reisetbauer.at

Sammerhof Dirndl 2017

Sammerhof Edelbrände, sammerhof.at, €€

Schosser »Max Reserve« – Bockbier – 24 Jahre 1995

Destillerie Schosser, schosser.com, €€

Steiner Apfel im Eichenfass 2015

Edelbrand Steiner, edelbrandsteiner.at, €

Thaler Apfel im Eichenfass 2018

Gästehaus Thaler, gaestehausthaler.at, €

Zöchmeister Weinbrand »Roafhoazer« 2004

Manufaktur Zöchmeister zoechmeister.at, €€

85

Steiner Birne Rote Williams 2016

Edelbrand Steiner, edelbrandsteiner.at, €

Müller Schwarzbeerbrand Wildsammlung

Edelbrand-Destillerie Müller

edelbrand-destillerie.at, €€

Schilger Weichselbrand 2018

Brennerei Johann Schilger, brennerei-schilger.at, €

Steiner Marille 2017

Edelbrand Steiner, edelbrandsteiner.at, €

Hämmerle Quitte, Wilhelm Hämmerle Freihof

Destillerie, haemmerle.com

Steiner Muskat-Traube

Edelbrand Steiner, edelbrandsteiner.at, €

Mayer Granit Destillerie Mohnschnaps 2018

Günther Mayer Wald4tler Granit Destillerie

granitdestillerie.at, €

jul–aug 2019

falstaff

237

document6702655469664598261.indd 237 28.06.19 15:12


POP-UP-HEURIGER 238

DOLCE VITA BEI POLIFORM WIEN &

PASSIONE ABARTH 240

UNA SERATA SICILIANA 242

CEO-DINNER AM WÖRTHERSEE 244

ST-ONE-GALA-DINNER IM »STEIRERECK« 246

WETSCHER TOUR DE GOURMET &

APERITIVO LUNGO 248

MOTOREN & MENÜS &

JAHRGANGSPRÄSENTATION KRACHER 249

Der »Kursalon Hübner« wurde zum

Großheurigen mit rund 1000 Gästen.

POP-UP-HEURIGER

Bei Wienerliedern

von Zuckergoscherl (o.) konnten

köstliche Schmankerl u. a. vom

»Heurigen Musser« (r.) genossen werden.

Familie Wieninger

mit Sigi Machatschek.

Für die Präsentation des neuen

Falstaff Heurigen &

Buschenschankguides, der

heuer erstmals in Kooperation

mit Almdudler erschien, verwandelte

sich der Wiener »Kursalon

Hübner« am 23. Mai zum stimmungsvollen

Großheurigen. Zwischen

besten Weinen, köstlichen

Schmankerln und kreativen

Spritzer-Variationen genossen

rund 1000 Gäste in einer der

wohl schönsten Locations der

Stadt den Falstaff-Pop-up-Heurigen

2019. Die Gäste feierten die

besten Heurigen und Buschenschanken

des Landes bei Live-

Musik bis in die späten Abendstunden

– darunter Klassiker aus

Wien wie beispielsweise »Mayer

am Pfarrplatz«, »Heuriger Edlmoser«,

»Wieninger am Nussberg«

sowie aus den Bundesländern,

wie etwa das Weingut

Krispel aus der Steiermark, der

»Winzerhof Familie Dockner«

aus Niederösterreich und die

»Podersdorfer Weinstube« aus

dem Burgenland. Mit über

25.000 Votings aus der Community

wurden die besten Betriebe

ermittelt.

Fotos: Colin Cyruz // www.colincyruz.com

238 falstaff jul–aug 2019

document8337331530594119940.indd 238 28.06.19 15:12


NACHBERICHT

V. l. n. r.: Almdudler-Chef Thomas Klein, Falstaff-Herausgeber

Wolfgang Rosam, »Heurigen-Wirtinnen des Jahres« Sigrid und Kerstin

Schwertführer, Falstaff-Online-Chefredakteur Bernhard Degen.

Unter den

Gästen waren

Johanna

Gebeshuber

(M., »Heuriger

Spaetrot«) und

Harald Brunner

(»Das

Spittelberg«).

Weinbau-

Präsident Otto

Auer umringt von

Mostbauern aus

Niederösterreich

vor der Leica-

Fotowand.

Barkeeper-Pärchen Philipp

Ernst und Andrea Hörzer von

der Cocktailbar »Josef«.

Fotos: Colin Cyruz // www.colincyruz.com

Michael Edlmoser vom »Weingut

und Heurigen Edlmoser« erhielt die

Auszeichnung »Bester Heuriger Wiens«.

In Feierlaune: Familie Dockner vom »Winzerhof Dockner«.

Alles Impressionen

vom Event unter

falstaff.com/popupheuriger2019

jul–aug 2019

falstaff

239

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NACHBERICHT

DOLCE VITA BEI POLIFORM WIEN

Der Poliform Monobrand Store am Franz-Josefs-Kai

in Wien erstrahlt in neuem Glanz.

Alles Impressionen

vom Event unter

falstaff.com/bottega

Campari Soda, Campari Spritz & Co. –

an der Campari-Kofferbar mixte Stefano

Trabison die Aperitifs des Abends.

Gleich ein ganzes

Parmesanrad

brachte Gastronom

Barbaro mit, das

vor Ort für die Gäste

aufgebrochen wurde.

Unter dem Motto »Design &

Dolce Vita« feierte der seit

zwölf Jahren bestehende

Monobrand Shop der italienischen

Designmarke Poliform am 8. Mai

2019 in Wien nach großem Umbau

ein tolles Eröffnungsfest. Bei italienischen

Köstlichkeiten wurden die

stilvollen Designerprodukte der

neuen Kollektion präsentiert. Vor

Ort war, neben den Inhabern von

Poliform wie etwa Gaia Spinelli

und der Familie Spätauf, auch der

Shootingstar unter den Designern

im Haus Poliform, Emmanuel Gallina.

Für den Aperitivo sorgte Campari,

während Prosciutto aus dem

Haus Barbaro hauchdünn von der

Berkel-Maschine aufgeschnitten

wurde. Den süßen Abschluss machten

die beliebten Baci-Pralinen.

PASSIONE ABARTH

Ganz im Zeichen des 70. Geburtstages

von Abarth

stand der Wachauring am

18. Mai. Falstaff und Abarth luden

zum exklusiven Event und

boten die einmalige Gelegenheit,

die PS-starken Sportwagen auf

der Rennstrecke zu testen. Die

Teilnehmer erwarteten spannen -

de Übungen am Infield und eine

Umlandfahrt am Nachmittag.

Für das kulinarische Rahmenprogramm

sorgte Falstaff gemeinsam

mit exklusiven Kulinarik-Partnern

wie etwa den Grillexperten

von Weber Grill, die köstliche

Wiesbauer-Spezialitäten zubereiteten.

Erfrischungen gab es von

Saftgarten, Weine vom Weingut

Schaller vom See und Cocktails

an der »Moody Monkey«-Bar.

An der »Moody Monkey«-Bar gab es

erfrischende alkoholfreie Cocktails.

Mini-Burger der Weber-Grillexperten mit

feinstem Fleisch von Wiesbauer.

Alles Impressionen

vom Event unter

falstaff.com/passione-abarth

Abarth wurde

1949 von Karl

»Carlo« Abarth

gegründet.

Anneliese Abarth,

Filmproduzentin

und Präsidentin

der Carlo Abarth

Foundation.

Fotos: Philipp Lipiarski / www.goodlifecrew.at, Colin Cyruz // www.colincyruz.com, beigestellt

240 falstaff jul–aug 2019

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Sie das ganze Jahr über Gourmetpunkte.

Ab 7500 Euro Jahresumsatz ist die Karte

gratis, ab 10.000 Euro erhalten Karteninhaber

ausge wählte Wein- oder Champagnerprämien

und ab 20.000 Euro exklusive

Gourmetgutscheine für ausgewählte Restaurants

– wie zum Beispiel für das Restaurant

»Mangold« (siehe unten).

Als Zusatzservice werden die Reservierungen

im Rahmen des Prämienprogramms

direkt über das Gourmetclub­

Office abgewickelt. Profitieren auch Sie

von den umfangreichen Leistungen und

Vorteilen der weltweit ersten und einzigen

Gourmet-Kreditkarte. Dieses Angebot

gilt bis einschließlich 31. Dezember 2019.

Die neue »s Visa Card Falstaff Gourmet«

steht jedem Falstaff-Gourmetclub-Mitglied

und allen Erste-Bank-, Wiener-Städtische-,

Austrian-Airlines- und T-Mobile-Kunden,

die noch Mitglied werden möchten, zur

Verfügung. Wenn Sie noch kein Mitglied

sind, informieren wir Sie gerne! Als Mitglied

im Falstaff Gourmetclub können Sie

Österreichs Top-Gastronomie testen und

online oder via App bewerten. Und einmal

im Jahr erhalten Sie den aktuellen Falstaff

Restaurantguide mit den gesammelten

Be urtei lungen unserer Feinschmecker-

Community.

Außerdem beziehen Sie ein kostenloses

Abonnement des Falstaff-Magazins (acht

Ausgaben pro Jahr) und erhalten je ein

Exemplar des Falstaff Wein- und Restaurantguides

sowie zahlreiche Ermäßigungen

für sämtliche Falstaff-Gourmetclub-Events.

INFO

Angebot gültig bis 31. 12. 2019.

Wir informieren Sie gerne und eröffnen Ihre

»s Visa Card Falstaff Gourmet«.

Den Kartenantrag finden Sie als Download unter

falstaff.at/gourmet-club/visa

Mehr Infos unter:

T: +43 1 9042141400

erstebank@ falstaffgourmetclub.at, erstebank.at

Das »Mangold« steht für ein Gesamtgefüge

aus Überlieferung und Innovation.

MANGOLD

Vertraute Rezepte, zeitgemäße Leichtigkeit und

sicheres Küchenhandwerk bringen harmonische

Gerichte mit oft auch mediterranem Touch hervor.

Grundlage dafür sind immer Topprodukte, ob

Bodensee-Fisch, Biogemüse aus Koblach oder

heimisches Wild. Mit den verschiedenen Stuben und

dem lichtdurchfluteten Wintergarten öffnet sich für

jeden Bedarf das richtige Ambiente. Im Sommer

bevorzugen die Gäste den romantischen Innenhof

mit einem riesigen Baldachin aus Weinreben.

INFO

Foto: beigestellt

MANGOLD

94 PUNKTE im Falstaff

Restaurantguide 2019

Pfänderstraße 3

6911 Lochau

T: +43 5574 42431

restaurant-mangold.at

Der romantische Garten im Innenhof mit dem Baldachin aus Weinreben lädt zum entspannten Verweilen ein.

jul–aug 2019 falstaff 241

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NACHBERICHT

UNA SERATA SICILIANA –

EIN ABEND DER GROSSEN GENÜSSE

Mit der Zusammenarbeit

des Hotels »The Ritz-

Carlton, Vienna« und

des sizilianischen Spitzenkochs

Ciccio Sultano wurde eine kulinarische

Brücke nach Sizilien geschlagen.

Der charismatische

Herdvirtuose installierte gemeinsam

mit Mastermind und Hoteldirektor

Christian Zandonella die

mittlerweile populär gewordene

Restaurant-Bar »Pastamara«.

Nun luden die beiden in Kooperation

mit dem Falstaff-Verlag

herausragende sizilianische Weingüter

nach Wien ein und feierten

ein lukullisches Fest. Auf drei

Etagen präsentierten Winzer-

Ikonen wie Planeta oder Donnafugata

ihre großartigen Weine.

Hunderte interessierte Besucher

ließen sich diese ebenso wenig

entgehen wie feine Schmankerl

aus dem Süden.

In einer Masterclass konnte

das Wein-Wissen um die vielfältigen

Terroirs der Insel vertieft

werden. Abgerundet wurde der

genussvolle Abend mit einem sizilianischen

Dinner von Meister

Sultano persönlich. Sein Menü

umfasste unter anderem seinen

berühmten Insalata di mare, eine

Lasagnetta di ricotta e limone

con salsa alle sarde sowie ein

Nebrodi-Schwein nach Chiaramontana-Art

mit Topinambur-

Püree, Kerbel und gebratenen

Linsen. Als krönenden Abschluss

servierte der Zwei-Sterne-Koch

aus Ragusa die berühmteste

Nachspeise der Mittelmeerinsel:

Cannoli siciliani,

mit Ricotta gefüllte

Teigrollen an Mandelsorbet.

Edle Tropfen

wurden von Vito

Catania (Azienda

Agricola Gulfi)

serviert.

V. l. n. r.: Nikolas von Haugwitz

(Ex-Vorstand Hawesko), Mariangela Cambria

(Weingut Cottanera), Christian Zandonella

(General Manager, The Ritz-Carlton, Vienna).

Alessandra

Pagliaro (Weingut

Pietradolce).

Alles Impressionen

vom Event unter

falstaff.com/serata-siciliana

Sorgten für das leibliche Wohl: Zwei-Sterne-Koch Ciccio Sultano und das Team des »Pastamara«.

Fotos: Colin Cyruz // www.colincyruz.com

242 falstaff jul–aug 2019

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PARTY RENT / promotion

TABLE TOP FÜR

JEDEN ANLASS

Der Eventausstatter Party Rent hat neben hochwertigem

Mobiliar auch ein breites Sortiment im Bereich Table Top.

Mit einer neuen Porzellan-Serie erweitert er nun sein Angebot.

Fotos: Steffen Sinzinger

Schon immer zeigte sich Party Rent

trendbewusst in Sachen Tischkultur.

Dafür unterhält der Eventausstatter

ein eigenes Produktentwicklungsteam

im Bereich Cateringequipment, das sich mit neuen

Trends beschäftigt und zusammen mit Partnern

und Lieferanten auch neue Produkte kreiert.

Gemeinsam mit dem portugiesischen Hersteller

Vista Alegre wurde nun die Stoneware

Collection MYSA entwickelt, die für das angenehm

Unperfekte steht, das den nordischen

Trend der Saison wunderbar aufgreift. »Mysa«

bedeutet aus dem Schwedischen abgeleitet so

viel wie »es sich gemütlich machen«. Und dieses

Versprechen hält die Kollektion: Organische

Strukturen erzeugen eine ungezwungene Atmosphäre

und sorgen dafür, dass sich jeder sofort

zu Hause fühlt. Erhältlich in insgesamt sechs

verschiedenen natürlichen Farbwelten in harmonisch

abgestimmten Nuancen – unter anderem

Deep Ocean und Sand Grey – sowie in neun

unterschiedlichen Formaten, ergeben sich unzählige

Kombinationsmöglichkeiten. So ist es

Party Rent in enger Zusammenarbeit mit dem

Hersteller gelungen, das nordische Lebensgefühl

in die Veranstaltungswelt zu transportieren.

Sämtliche Farben, Glasuren und Strukturen

wurden exklusiv für Party Rent entwickelt. Die

Verarbeitung der Produkte erfolgt handwerklich

in Manufaktur-Kleinserienfertigung, die das

ursprüngliche Gefühl, den Charakter und die

Wertigkeit des Materials erhält. MYSA steht für

simples nordisches Design, echtes Handwerk

und qualitativ hochwertige Produkte.

INFO

Weitere Informationen unter

partyrent.com

jul–aug 2019 falstaff

243

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NACHBERICHT

Das »See Restaurant Saag«

bietet einen wunderschönen Ausblick

auf den Wörthersee.

CEO-DINNER

AM WÖRTHERSEE

Eingebettet in die malerische

Landschaft bot das »See

Restaurant Saag« am

Wörthersee den idealen Rahmen

für ein exklusives CEO-Dinner.

Als Genussbotschafter seiner Bundesland-Heimat

Kärnten lud Falstaff-Herausgeber

Wolfgang Rosam

am 8. Mai 2019 gemeinsam

mit Co-Gastgebern der Kärntner

Sparkasse, Erste Bank, T-Mobile

und Austrian Airlines und begleitet

von ORF Kärnten sowie

Kleiner Zeitung zu einem unvergesslichen

Abend in Kärntens

Hotspot für gehobene Esskultur.

Topmanager und Führungskräfte

kamen in den Genuss eines fantastischen

Menüs mit dem charmanten

Namen »Seefahrt mit

sechs Stationen« – zubereitet von

Hubert Wallner. Für die Gastgeber

öffnete der Starkoch die Pforten

seines Heiligtums und bot ihnen

die einmalige Gelegenheit, die

Zubereitung seiner fantastischen

Kreationen live zu erleben.

Die Gäste zeigten sich von den

exquisiten Köstlichkeiten wie

»Hiramasa Kingfish« oder

»Zweierlei Lammrücken aus der

Genussregion Kärnten« ebenso

begeistert wie von der Vorstellung

der erlesenen Weine.

Falstaff-

Herausgeber

Wolfgang Rosam

mit Spitzenkoch

Hubert Wallner

und Wiener-

Städtische-

Landesdirektor

Erich Obertautsch.

Starkoch Hubert Wallner kreierte

für die Gäste ein herausragendes

Sechs-Gänge-Menü.

Wolfgang Rosam mit den Co-Gastgebern: Kärntner-Sparkasse-

Vorstandsdirektorin Dr. Gabriele Semmelrock-Werzer, Erste-Bank-Vorstand

Thomas Schaufler, Vice President Business Sales T-Mobile Austria

Jens Radszuweit.

Fotos: Daniel Waschnig

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Entdecken Sie im neuen Heurigen- & Buschenschankguide 2019 die besten Lokale

in Wien, Niederösterreich, dem Burgenland und der Steiermark –

getestet und bewertet von der Falstaff Community.

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Alle Impressionen

vom Event unter

falstaff.com/strasser

NACHBERICHT

ST-ONE-GALA DINNER IM STEIRERECK

Strasser Steine und Falstaff

luden am 22. Mai 2019

zum exklusiven Dinner ins

Wiener »Steirereck«, wo sich

alles um Granit und Steinzeit

drehte. Bei kulinarischen Köstlichkeiten

konnten die geladenen

Gäste die »ST-ONE Naturstein-

Kücheninsel« von Strasser Steine

bewundern – ein Modell, das

auch als XL-Version bei Johann

Unternehmer

Hans Jörg

Schelling (l.)

und

Gastgeber

Johannes

Artmayr

genossen

den Abend

in vollen

Zügen.

Lafer in der Kochschule steht.

Das einzigartige Menü von

Heinz Reitbauer unterstrich den

edlen Naturstein der Kücheninsel.

So servierte Reitbauer

im Anschluss an den Aperitif

Cesario, einen Winzersekt vom

Weingut K+K Kirnbauer, eine Tigerforelle

mit Rüben-Vielfalt und

Eukalyptus, gefolgt von Grünspargel

mit Steinhonigklee-Schafkäse,

Hopfensprossen und Bergamotte.

Im Anschluss gab es Waller-Gulasch

mit Mispel und Kamut

sowie Reh mit marmorierter

Karotte, schwarzer Nuss und

Stachelbeere. Den krönenden Abschluss

machte das Steinobst mit

Granitbock, Pistazie und Malz

als Dessert.

Als Begleitung zu den hervorragenden

Gängen wurden Weine

der Weingüter Van Volxem

und Kirnbauer gereicht.

Roman

Niewodniczanski (u.)

vom deutschen

Weingut Van

Volxem.

Die »ST-ONE

Kücheninsel« von

Strasser Steine (o.)

wurde auf der

Terrasse des

»Steirerecks«

präsentiert.

V. l. n. r.: »Steirereck«-Koch Heinz Reitbauer, Strasser-Steine-

Geschäftsführer Johannes Artmayr und Starkoch Johann Lafer.

Fotos: Colin Cyruz // www.colincyruz.com

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WIENER STÄDTISCHE / promotion

Lachend starten Kapitän Ulmer und

sein Team in die Saison 2019/2020.

Erneut im Visier: Meisterschaft,

Cup und Champions League.

GENUSS VERBINDET.

SPORT AUCH.

Andreas Ulmer, Kapitän des FC Red Bull Salzburg über Ziele,

Hunger und Lebensqualität.

»Mein wichtigster Rückzugsort

ist meine Familie. Dort komme ich

zur Ruhe und kann Energie und

Kraft tanken.«

ANDREAS ULMER,

KAPITÄN DES FC RED BULL SALZBURG

Fotos: FC Red Bull Salzburg

Herr Ulmer, Sie sind bereits seit zehn Jahren

Stammspieler beim FC Red Bull Salzburg, und

seit der vergangenen Saison führen Sie das Team

als Kapitän an. Was bedeutet das für Sie, und inwiefern

hat sich Ihr Arbeitsalltag verändert?

ANDREAS ULMER Natürlich bin ich sehr

stolz, die Kapitänsschleife bei so einem erfolgreichen

Klub tragen zu dürfen. Vom Aufwand her

hat sich dadurch aber nicht viel verändert. Vielleicht

gibt es den einen oder anderen Medientermin

mehr, aber auch das macht mir meist Spaß.

Sie haben mit dem FC Red Bull Salzburg in über

zehn Jahren bereits mehr als 400 Pflichtspiele

absolviert und haben nun Ihren Vertrag vorzeitig

verlängert. Was macht diesen Verein für Sie

so besonders?

Das Gesamtpaket beim FC Red Bull Salzburg

passt für mich einfach perfekt. Ich habe hier

sportlich alle Möglichkeiten, und wir spielen jedes

Jahr um Titel mit. Auch international sind

wir meist gut unterwegs, erreichen jetzt sogar

die Gruppenphase der Champions League.

Darauf freuen wir uns alle sehr. Und natürlich

ist auch die Lebensqualität hier in Salzburg fantastisch,

ich fühle mich sehr wohl.

In der Spielsaison 2018/2019 haben Sie mit

Ihrem Team das Double geschafft und auch die

Champions League erreicht. Ist das noch zu

toppen? Welche Ziele setzen Sie sich?

Unser Ziel ist es, diese Titel wieder zu verteidigen.

Viele meinen, das wäre kein Problem –

in Wirklichkeit ist es jedes Jahr aufs Neue ein

hartes Stück Arbeit. Und dann möchten wir uns

auch in der Champions League gut präsentieren.

Auf Ihrer persönlichen Erfolgsliste sind bereits

zehn Meistertitel und sechs Cupsiege verbucht.

Was ist Ihr Erfolgsrezept?

Wichtig ist es, hungrig zu bleiben und sich immer

weiterzuentwickeln. In jeder Saison und

unter jedem Trainer gab es viel Neues, ich

konnte stets lernen. Nur so kann man das Beste

für sich selbst und den Klub rausholen.

Wie entspannen Sie während und wie nach der

Saison? Was gibt Ihnen Kraft?

Mein wichtigster Rückzugsort ist meine Familie.

Dort komme ich zur Ruhe und kann Energie

und Kraft tanken. Um runterzuschalten, bin ich

auch sehr gern mit meinem Hund in der Natur

unterwegs. In den Spielpausen reise ich viel,

genieße dabei gern gutes Essen und hier und da

ein feines Glas Rotwein.

INFO

Nur wer gut versichert ist, kann im Sport alles

geben. Die Wiener Städtische ist offizieller

Partner des FC Red Bull Salzburg und

steht mit maßgeschneiderten Unfall- und

Gesundheitsvorsorgelösungen auch Ihnen bei

sportlichen Aktivitäten verlässlich zur Seite.

Mehr unter:

wienerstaedtische.at

jul–aug 2019 falstaff

247

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NACHBERICHT

WETSCHER TOUR DE

GOURMET PREMIERE

Barista

Cem Korkmaz

liebt und lebt

Kaffee.

Kuchen mit »Stiel«: Cakepops

aus Silvia Strombergers

Kuchenmanufaktur.

Dass Genuss und Stil beim

Wohnen und Essen eine

geschmackvolle Symbiose

eingehen, konnten die Gäste bei der

ersten Wetscher Tour de Gourmet

am 25. Mai 2019 im Zillertal eindrucksvoll

erleben. In allen Bereichen

der Wetscher Wohngalerien

wurde ein Fest aus Kulinarik und

Küchendesign mit vielfältigen Genuss-Stationen

inszeniert. Im Erdgeschoß

drehte sich alles um Kaffeekultur

bei Coffeekult-Barista

Cem Korkmaz und der Zuckerbäckerei

von Meister-Patissier Phillip

Sigwart; im Planungsatelier Sinnreich

konnten die Gäste eine

Wohnstilanalyse durchführen,

während Innenarchitekt und Verkaufsleiter

Helmut Niederlechner

im zweiten Stock Impulsvorträge

über »die sieben goldenen Regeln

der perfekten Küchenplanung« mit

italienischem Küchendesign von

Poliform und einer Spezialitätenverkostung

unter dem Motto »La

Dolce Vita« hielt. Eine Etage höher

bot Silvia Stromberger süße Cakepops

an. Ein Highlight war die

»Rick Gin-Bar«, an der Barkeeper

Robert Pölzl individuelle Gin-Cocktails

kreierte. Im Penthouse präsentierte

Nadine Tschiderer von der

Falstaff Hotel Collection noble Hotels

und exquisite Hideaways. Die

Wetscher Tour de Gourmet brachte

kulinarische Mannigfaltigkeit

und italienisches Flair nach Fügen.

Die schönsten Küchen, feine Kulinarik und ein entspanntes Lebensgefühl – das

gesamte Gebäude des Zillertaler Einrichtungshauses wurde kulinarisch bespielt.

APERITIVO LUNGO MIT PROSECCO BOTTEGA

Prosecco-Bottega-Chef Sandro Bottega

begrüßte die Gäste im »Palais Hansen

Kempinski Wien«.

Stars des Abends: die Schaumweine

von Prosecco Bottega.

David Penker, Bar-Chef der »26°EAST Bar«

(Falstaff Hotelbar des Jahres 2018),

servierte köstliche Bottega-Cocktails.

Am 6. Juni lud Falstaff zur

Aperitivo Lungo & Party

mit Prosecco Bottega im

»Palais Hansen Kempinski Wien«

ein. Unter der Leitung von Italien-

Wein-Chefredakteur Othmar

Kiem und Sandro Bottega konnten

die Schaumweine von Prosecco

über Valpolicella bis Montalcino

unter die Lupe genommen

werden, darunter auch Bottegas

erster Natural Prosecco »Il Vino

dei Poeti Ancestral Brut Natur«,

von dem bis dato erst 5000 Flaschen

abgefüllt wurden. Begleitet

wurde das Tasting von einem

köstlichen Flying Dinner, italienischen

Klängen und spannenden

Cocktail-Kreationen von David

Penker, Chef-Barkeeper der »Falstaff

Hotelbar des Jahres 2018«.

Fotos: martin@wetscher.com. Colin Cyruz // www.colincyruz.com

248 falstaff jul–aug 2019

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ANKÜNDIGUNG

MOTOREN & MENÜS

Heiße Motoren, kulinarischer

Genuss und

glänzendes Silber können

einen Tag perfekt machen –

so etwa bei den Erlebnistagen

von Robbe & Berking. Gestartet

wird mit einem Mittagessen im

»Mesnerhaus«, ehe eine BMW-

Spritztour auf dem Programm

steht. Highlight: ein herrliches

Sechs-Gänge-Dinner, zubereitet

von Starkoch Thorsten Probost

und »Mesnerhaus«-Chef Josef

Steffner.

Feiern Sie den Abend mit

Champagner aus dem Robbe-

&-Berking-Silberkelch (Wert:

270 Euro) und nehmen Sie diesen

als glänzende Erinnerung an

einen unvergesslichen Tag mit

nach Hause!

Starkoch

Thorsten

Probost.

INFO

TERMIN:

Fr, 4. 10. 2019 und

Sa, 5. 10. 2019

BEGINN: jeweils ab 10 Uhr

PROGRAMM: Erlebnistag mit

Mittagessen, BMW-Spritztour,

Sechs-Gänge-Menü inklusive

Weinbegleitung und Champagner,

Robbe-&-Berking-Silberkelch

im Wert von € 270,–

INFOS UND

ANMELDUNG: Pro Person

€ 579,–, für Abonnenten und

GC-Mitglieder gilt ein Rabatt

von 15 Prozent.

Gastgeber: Maria und Josef Steffner vom »Mesnerhaus«.

Fotos: EDDIE_WOLFL, photoshelter.com, beigestellt

Über 100 Weine aus dem

internationalen Portfolio von

finewineshop.com können

verkostet werden.

falstaff

KRACHER LÄDT ZUM

FINE WINE EVENT

Dieses Event wird ein

echter Kracher für Weinliebhaber

und Genussmenschen:

Am 7. und 8. September

2019 lädt das Weingut Kracher

zur Jahrgangspräsentation

und zu einem Fine Wine Event

nach Illmitz. Gleichzeitig wird

auch das 60-jährige Jubiläum des

INFO

TERMIN: Sa, 7. 9. 2019 und

So, 8. 9. 2019, 10–19 Uhr

ORT: Weinlaubenhof Kracher, Apetloner

Straße 37, 7142 Illmitz

EINTRITT: € 50,–

(Anmeldungen bis zum

15. August unter kracher.at)

Weinlaubenhofs gefeiert. Neben

der Kollektion 2017 und allen

Weinen des Hauses sind auch

heuer wieder internationale Edelwinzer

zu Gast, die exklusiv ihre

Weine präsentieren. Aber nicht

nur der (Weinwissens-)Durst soll

gestillt werden, sondern auch der

Hunger: So erwarten die Gäste

eine kulinarische Überraschung

der Wiener Haubenküche, ein

auf regionale Produkte spezialisierter

Foodtruck mit Mangalitza-Burgern,

Käsevariationen aus

aller Welt (kredenzt von Naschmarkt-Ikone

Christian Pöhl) und

vieles mehr. Auch Weingartentouren

und Pferdekutschenfahrten

werden angeboten.

jul–aug 2019

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249

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TISCHGESPRÄCH MIT ANDRÉ HELLER ÜBER ...

… DILLSAUCE, SAFRANRISOTTO

& KRÄUTERTEE

INTERVIEW JULIA KOSPACH

FALSTAFF Düfte und Aromen spielen

in Ihrem Leben und Ihrer Arbeit eine

wesentliche Rolle. Welche Speisedüfte rufen

besonders reiche Assoziationen und Erinnerungen

in Ihnen wach?

ANDRÉ HELLER Meine erste Geruchserinnerung

überhaupt sind Vanillekipferln in unserem tiefverschneiten

Gutensteiner Waldrandhaus. Dann in Wien

die eindrucksvoll miachtelnde Speis mit den dort gehorteten

Äpfeln, in einer Zeit, bevor es bei uns Eiskästen

gab. Später im Jesuiteninternat der penetrante

Kohlgeruch in den trostlosen Gängen.

Olfaktorische Glückseindrücke bieten mir eigentlich

nicht Speisen, sondern vor allem Gärten.

Wien und Marokko sind jene beiden Orte, an

denen Sie die meiste Zeit verbringen, wenn Sie

nicht auf Reisen sind. Da treffen zwei große

Küchentraditionen aufeinander. Welche Gerichte

aus diesen Küchen mögen Sie

besonders?

Aus beiden die schlafwandlerisch qualitätsvolle

Hausmannskost. Kein Getue. Keine Kunstwerksversuche,

sondern wohlschmeckendes,

nahrhaftes und frisch gekochtes Essen.

Bitte kein ungebetener Gruß aus der Küche

(Nicht grüßen, sondern kochen!). Höfliche

Kellner, die sich nicht als Anlageberater gerieren.

Ich will in einem Speiselokal vom Personal weder

unterhalten noch belehrt werden, auch die

Erwartung, dass Köche Künstler sein sollten,

ist mir radikal fremd. Eine geröstete Leber

kann zwar im Idealfall ein Glück sein,

aber sie den Bach’schen Goldberg-Variationen

ebenbürtig zur Seite zu stellen scheint

mir doch blasphemisch. In Wien bin ich

dankbar zufrieden bei »Plachutta«-Rindfleisch

mit seinen exzellenten Zutaten. Auch im

»Gasthaus Huth« bei Kalbsrahmgulasch mit

Nockerln und selbstverständlich allen Speisen mit

Dillsauce. Meeresfisch stets auf dem

Naschmarkt. In Marokko erfüllt beinahe

jede Speise meine Kriterien. Vor

ANDRÉ HELLER

1947 in Wien geboren, zählt zu den einflussreichsten

und erfolgreichsten Multimediakünstlern der Welt. Seine

Projekte umfassen Shows, Zirkusprogramme und

Operninszenierungen, Gartenkunstwerke und Wunderkammern,

Varietés, Feuerspektakel, fliegende und

schwimmende Skulpturen, Filme und Theaterstücke,

Romane und Erzählungen. Als Chansonnier

eigener Lieder hat er Millionen Tonträger

verkauft. André Heller, der sich auch politisch

engagiert, lebt in Wien und Marrakesch,

wo er 2016 seinen Garten Anima eröffnete.

allem die genialen Gewürzmischungen, die alles

Einfache zum Gaumenwunder adeln.

Anima, Ihr großer »afrikanischer Garten Eden«

bei Marrakesch, wurde vor drei Jahren eröffnet

und hat sich zu einem wesentlichen Ziel für

Marokko-Reisende entwickelt. Was serviert denn

Ihr dortiges »Café Paul Bowles« seinen Gästen?

Safranrisotto, die Bauernsuppe Harira, herrliche

Blüten- und Blättersalate, alles inklusive Safran

aus eigenem Anbau. Dazu erlesene, frische Fruchtsäfte,

Anima-Kräutertees und einen Kaffee wie in

den Autobahnraststätten in Italien. Dort ist er

nämlich weitaus besser als in 80 % der Wiener

Kaffeehäuser.

Sie stehen im Ruf, ein besonders guter Gastgeber

zu sein. Was bedeuten Ihnen Gastfreundschaft

und das gemeinsame Essen mit anderen?

Meine Gäste sollen vom Wohnen bis zum Essen

die gleiche Sorgfalt und genussgeladene Verwöhnqualität

erleben, die ich für mich selbst einfordere.

Sollte ich noch einmal zur Wiedergeburt gezwungen

werden, möchte ich gerne bei mir Gast sein.

Sie sind viel unterwegs, unter anderem führen Sie

demnächst Regie bei Richard Strauss’ »Rosenkavalier«

an der Berliner Staatsoper Unter den Linden

oder gestalten in Brixen den Hofburggarten

neu. Wo essen Sie unterwegs?

Ich halte mich eigentlich überall an die bereits

geschilderten Regeln zur Vermeidung von Ärger

bezüglich kulinarischen Erlebnissen. Das ist an

Orten wie Rom, Bombay und Hongkong leichter

als in Frankfurt oder New York.

Foto: Suzy Stöckl

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AD Beatrice Rossetti - Photo Federico Cedrone

GROUNDPIECE ANBAUSOFA

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