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/ jul–aug 2019
GENIESSEN WEIN ESSEN REISEN
TOP 100
ÖSTERREICHS
BESTE WEINE
BEST OF BOWLE
ERFRISCHENDE
KREATIONEN
ALABAMA & CO
WUNDERBARE
SÜDSTAATEN
ÖSTERREICHISCHE POST AG, MZ 02Z030053 M, FALSTAFF VERLAGS-GMBH, FÜHRICHGASSE 8, 1010 WIEN
05
Der Duft des Sommers
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ÖSTERREICH-AUSGABE 05/2019
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05
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LIEBE FEINSCHMECKER!
Nach einem untypischen Mai und einem tropischen
Juni freuen wir uns auf den Sommer. Diese Zeit
bedeutet für viele Urlaub, Sommerfrische und
– damit verbunden – natürlich jede Menge kulinarische
und inspirierende Getränke.
Unser Falstaff-Sommerheft läuft daher unter dem Titel
»Der Duft des Sommers«. Unsere Ernährungswissenschaftlerin
untersuchte und erläutert, wie wichtig der Duft beim
Schmecken ist – wer jemals mit Schnupfen versucht hat, eine
Weindegustation zu überstehen, weiß, wovon wir reden.
Über 500 Weingüter aus Österreich und Südtirol haben
sich mit mehr als 4000 Weinen dem härtesten und umfassendsten
Weinguide Österreichs und Südtirols gestellt.
Unsere »Weinnase« Peter Moser hat sich mit seinem Team
wochenlang durchgekostet. Der neue Falstaff Weinguide ist
für alle Weinliebhaber die jährliche Bibel. Wir stellen Ihnen
die 100 Top-Weine aus dem Weinguide vor, und – dies sei
gleich verraten – die Dichte an der Spitze ist enorm.
Der Winzer des Jahres 2019 kommt aus dem Vulkanland
Steiermark: Christoph Neumeister aus Straden. Ein großartiger
Weinkenner des önologischen Fachs – kreativ und
unglaublich traditionell in der Qualität. Sympathisch, innovativ,
bodenständig. Für die Weinmacher ist diese Auszeichnung
schlichtweg der Oscar! Und: Der Trend zur alkoholfreien
Speisenbegleitung in der Spitzengastronomie beschleunigt
sich, wir haben die unglaublichen Kreationen aus
Früchten und Gemüse, Tees und Essig (!) für Sie erforscht.
In unserem Gourmet-Reiseteil haben wir zwei kulinarische
Ziele für Sie ausgewählt: Wen es in die Ferne zieht, der
wird mit der Reise durch die Südstaaten der USA viel Freude
haben. Wer schnell über das Wochenende an die Adria
möchte, wird seine Sehnsucht aus Kindheitstagen in Grado
befriedigen können. Das Adria-Städtchen hat sich – viel
mehr als alle benachbarten Bademetropolen – seinen Charme
erhalten und bietet auch kulinarisch unglaublich viel.
Wir wünschen Ihnen einen wunderschönen Sommer!
Genießen Sie die Freizeit, das Leben und die kulinarische
Vielfalt in dieser Zeit.
Herzlich Ihre
Wolfgang und Angelika Rosam
Herausgeber Falstaff
Wir stellen Ihnen
die 100 Top-Weine
aus unserem
Weinguide vor –
die Dichte an der
Spitze ist enorm!
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WOLFGANG M. ROSAM
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05
JULI
46
Endlich ist der Sommer da! Und mit
den warmen Temperaturen steigt
auch die Lust auf Abkühlung.
Genießen Sie die heißen Tagen mit
leichten Sommerweinen, fruchtigen
Bowlen und einer Reise zu den
kultigsten Eissalons Europas.
/ jul–aug 2019
TOP 100
ÖSTERREICHS
BESTE WEINE
GENIESSEN WEIN ESSEN REISEN
BEST OF BOWLE
ERFRISCHENDE
KREATIONEN
ALABAMA & CO
WUNDERBARE
SÜDSTAATEN
COVER
FOTO: STOCKFOOD /
EISING STUDIO
ÖSTERREICHISCHE POST AG, MZ 02Z030053 M, FALSTAFF VERLAGS-GMBH, FÜHRICHGASSE 8, 1010 WIEN
Der Duft des Sommers
GOURMET-HIGHLIGHTS FÜR DIE SCHÖNSTE JAHRESZEIT
ÖSTERREICH-AUSGABE 05/2019 € 9,50 WWW.FALSTAFF.COM
36
Christoph Neumeister aus Straden
ist »Winzer des Jahres 2019«.
52
Die Rhône zählt zu den bedeutendsten
Weinflüssen der Welt.
COVER: DER DUFT
DES SOMMERS
46 IMMER DER NASE NACH
Was passiert beim Schmecken?
62 SOMMERWEINE
Fruchtige Weingenüsse aus aller Welt
72 ES MUSS NICHT IMMER WEIN SEIN
Der Trend zu alkoholfreier Speisenbegleitung
ist auf dem Vormarsch
94 SUPERBOWL
Erfrischende Bowlen für die perfekte
Sommerparty
126 DA HABEN WIR DEN SALAT
Die berühmtesten Klassiker und ihre
Geschichten
136 DRESS TO IMPRESS
So gelingt das perfekte Dressing
140 HEISS AUF EIS
Die coolsten Geschmackskreationen in
den besten Eissalons Europas
146 DIE BELIEBTESTEN EISSALONS
Die Falstaff-Community hat gewählt
148 SERIE: CORTIS KÜCHENZETTEL
Geh, leck!
150 SOMMERFRISCHE IN DER KÜCHE
Die besten Tools für selbst gemachtes Eis
9 HERAUSGEBERBRIEF
160 BUCHTIPPS
162 LESERBRIEFE
164 IMPRESSUM
250 TISCHGESPRÄCH
14
Der neue Weinguide
ist da und mit ihm die
100 besten Weine
Österreichs.
Fotos: Maskot, Konrad Limbeck, Rafaela Pröll, mauritius Images, APRESVINO.at
10 falstaff jul–aug 2019
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116
Köstliche
Rezepte aus der
kreolischen Küche.
AUGUST
DAS OHR ISST MIT.
Akustik für Restaurants
Fotos: Maskot, Konrad Limbeck, Rafaela Pröll, mauritius Images, APRESVINO.at
WEIN & MEHR
12 WEIN-NOTIZEN
Wein-Chefredakteur Peter Moser
präsentiert seine Neuigkeiten aus
der Welt des Weins
14 TOP 100 WEINE ÖSTERREICHS
Die besten Weine aus dem
neuen Guide
30 DIAMANTEN AUS DEN ALPEN
Südtirols Weine stehen so gut
da wie nie zuvor
36 WINZER DES JAHRES
Christoph Neumeister begeistert
mit ausdrucksstarken Weißweinen
52 SERIE: AM STROME
Weinkultur an der Rhône
84 SERIE: WORLD CHAMPIONS
Sacha Lichine ist der Weltmeister
der Pastelltöne
104 SIEGER DER SPIRITS TROPHY
Die Besten aus der vielfältigen
Brennerszene Österreichs
GOURMET
114 GOURMET-NOTIZEN
Chefredakteurin Ursula Macher
präsentiert das Neueste aus der
Welt des Genusses
116 DIE WÜRZE DES SÜDENS
Drei Top-Rezepte aus der
kreolischen Küche
124 ESSLUST UND
LIEBESHUNGER
Essay von Michael Dangl
153 SIXPACK
Sechs Restaurants im Test
157 INTERNATIONAL HOTSPOT
Schloss Schauenstein, Fürstenau
158 KALT – WARM
Erlebnisse der Gourmetclub-
Mitglieder
166 ELDORADO
Stylishe Tischkultur-Accessoires
REISE
168 TRAVEL-NOTIZEN
Online-Chefredakteur
Bernhard Degen präsentiert
seine Reise-Highlights
170 DURCH DEN TIEFSTEN SÜDEN
Von den Sümpfen Louisianas bis
an die Küste South Carolinas
186 LONG WEEKEND GRADO
Tipps für ein perfektes
Wochenende
JOURNAL
206 GUT ZU GAST
238 EVENTS
TASTING
212 PINOT GRIGIO TROPHY
216 GRÜNER VELTLINER
GRAND PRIX
226 RHÔNE-WEINE
232 SPIRITS TROPHY
DIE NÄCHSTE FALSTAFF-AUSGABE ERSCHEINT AM 30. 08. 2019
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jul–aug 2019
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Wein-Chefredakteur
PETER MOSER
WEIN
NEUER ÖWM-
CHEF GEKÜRT
Mit Spannung wurde diese
für den heimischen
Wein richtungsweisende
Personalentscheidung
erwartet. Nun ist sie da: Der
nächste Mann an der Spitze
der Österreichischen Weinmarketinggesellschaft
kommt
aus Großbritannien und heißt
Chris Yorke. Yorke war bisher höchst
erfolgreich als Marketingchef des neuseeländischen
Weinwunders im Einsatz. Nachdem der amtierende
ÖWM-Geschäftsführer Mag. Wilhelm Klinger im
Dezember vergangenen Jahres seinen Rückzug
ankündigte, wurde nun sein Nachfolger gewählt.
Chris Yorke wird die Geschicke der Servicegesellschaft
für die österreichische Weinwirtschaft ab
2020 leiten. Yorke war von 2004 Global Marketing
Director der New Zealand Winegrowers mit Sitz in
Auckland. Seine Aufgabe war die Förderung der
weltweiten Vermarktung neuseeländischen Weins bei
der Dachmarketingorganisation der neuseeländischen
Weinerzeuger. Mit ihm hat der österreichische
Wein einen Top-Profi in Sachen Vermarktungsstrategie
gewonnen, von dem man sich zu Recht entsprechende
Impulse für den Export erhofft. Österreich
setzt nun große Hoffnungen in den neuen Geschäftsführer
der ÖWM – zum Wohl der gesamten heimischen
Weinwirtschaft. oesterreichwein.at
ABSCHIED VON ERICH WAGNER
Am 23. Mai ist der bekannte oberösterreichische
Weinhändler Erich Wagner im Alter
von nur 62 Jahren nach geduldig ertragener
Krankheit verstorben. Erich Wagner stieg im
Jahr 1984 in die Geschäftsleitung des elterlichen
Getränkefachhandelsunternehmens
ein. Seinen Fokus richtete er sehr bald auf
das Segment Qualitätswein, im Jahr 1993
wurde die Vinothek Wagner eröffnet. Schritt
für Schritt wurde Erich Wagner mit dem
Weinhandel kompetenter Partner der Gastronomie
und für Privatkunden, das Sortiment
wurde mit zahlreichen Exklusivimporten
zu einem unverzichtbaren Bestandteil
des heimischen Qualitätsangebots. Im Jahr
2010 wurde das Unternehmen samt
Getränkegroßhandel und Vinothek
von Gmunden nach
Laakirchen verlegt. Erich
Wagner war stets innovativ
und offen für Neues. Sein kritischer
Geist machte ihn zu
einem lohnenden Gesprächspartner,
sein freundliches Wesen
zum angenehmen Gegenüber.
Erichs Faible galt zunehmend dem
Thema Spanien, er forcierte als erster großer
Weinhändler des Landes den biologischen oder
biodynamischen Wein, was sich im Sortiment
entsprechend niederschlug und Österreich eine
Vielzahl an spannenden Weinen bescherte. In
den letzten Jahren entwickelte sich Barcelona
in Katalonien zunehmend zu
seiner Wahlheimat. Erst im
Jahr 2018 wurden durch
eine konsequente Betriebsgliederung
die Bereiche der
Firma Wagner aufgeteilt und
die Weichen für die Zukunft
der nächsten Generation
gestellt, wobei Tochter Kathrin
die Produktgruppe Wein übernommen
hat. Sohn Georg ist ebenfalls im
Bereich Wein ausgebildet, sein Spezialgebiet
ist aber das Bierbrauen. Der Verstorbene wurde
unter reger Anteilnahme am Stadtfriedhof
von Gmunden zur letzten Ruhe geleitet. Unser
tief empfundenes Mitgefühl gilt der Familie.
12 falstaff jul–aug 2019
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NOTIZEN
»Mit Teilen des Erlöses unterstützt
meine Familie den Wiederaufbau
von Notre-Dame.«
PHILIPPE DE SEREYS Mouton-Rothschild
Fotos: Anna Stoecher/ÖWM, Alain Benoit, JEAN-PIERRE MULLER/AFP/picturedesk.com, Johan Berglund, beigestellt
VERSAILLES-KISTEN
Château Mouton-Rothschild bot über das
Auktionshaus Sotheby’s eine limitierte Zahl von
Sonderkisten mit je fünf Jahrgängen des Grand
Vin an, um Restaurierungsarbeiten am Schloss
Versailles zu finanzieren, Nun entschied man
kurzfristig, einen Teil der Erlöse für den Wiederaufbau
der Pariser Kathedrale zu verwenden.
sothebys.com
OTT: 30 JAHRE FASS 4
ANDRÉ LURTON
(1924–2019)
Im Alter von 94 Jahren
verstarb Ende Mai einer
der Doyens des Bordelaiser
Weinbaus auf seinem Weingut
Château Bonnet. 20
Jahre lang war Lurton
Direktor des Conseil Interprofessionnel
von Bordeaux,
er gründete die
Appellation Pessac-
Leognan, wo er Château
La Louvière und Couhins-
Lurton besaß.
andrelurton.com
Es gibt kaum eine heimische Wein-Marke, die drei Jahrzehnte
Erfolgsgeschichte hinter sich hat. Der leichtfüßige Grüne Veltliner
Fass 4 von Bernhard Ott ist aber so eine. Bei einer historischen Vertikalverkostung
in der Wiener Galerie Westlicht Ende Mai zeigte sich
die unglaubliche Langlebigkeit des Grünen Veltliner. Der Winzer vom
Wagram hatte Weinfachleute eingeladen, sich davon zu überzeugen,
welches Reifepotenzial diesem Wein innewohnt. Hier geht es zu den
Notizen: falstaff.com/fass4
ES HAT SICH AUSGEPARKERT:
DAS ENDE EINER ÄRA
Der berühmteste und einflussreichste
Weinkritiker aller Zeit hat den Rotstift
endgültig an den Nagel gehängt. Der
72-jährige gelernte Rechtsanwalt Robert
Parker hat sich in Etappen aus dem
Tagesgeschäft der von ihm gegründeten
Medienplattform »The Wine Advocate«
zurückgezogen, vor wenigen Wochen hat
er nun offiziell seinen Abschied genommen.
Mit dem Verkauf seiner Publikation
an einen asiatischen Investor hatte er
bereits vor einigen Jahren die Weichen in
Richtung Ruhestand gestellt, so ganz
abrupt wollte er schließlich doch nicht
von Bord gehen. Die neuen Eigentümer
haben mit Lisa Perrotti-Brown MW eine
Nachfolgerin zur Chefredakteurin
bestimmt, die nun in den riesigen Fußstapfen
von Parker wandeln soll. Im Laufe
seiner langen und erfolgreichen Karriere,
die Parker mit dem Postulat des
Bordeaux-Jahrgangs 1982 in den USA
begründete, hat er aus einem kleinen
Weinfachblättchen ohne jegliche Reklame
das wichtigste Bewertungsorgan der
globalen Weinwelt gemacht. Seine
»100 Punkte« waren der ultimative Ritterschlag
für ein Weingut, zahlreiche
Betriebe hat er im Alleingang auf die
Weltweinbühne gehievt. In den vergangenen
Jahren wurde mehrfach der Versuch
unternommen, einen Nachfolger für Parker
aufzubauen, Pierre Antoine Rovani
verließ »The Wine Advocate« ebenso
vorzeitig wie Antonio Galloni und zuletzt
Neal Martin. Zwar kann die neue Chefin
auf einen breiten Mitarbeiterstab zurückgreifen,
aber den Parker-Punkten wird es
in Zukunft wohl etwas an Glanz und Zugkraft
fehlen. robertparker.com
jul–aug 2019
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wein / ÖSTERREICHS TOP 100
TOP
WEINE ÖSTERREICHS
In der malerischen Südsteiermark
freut man sich mit 2018 über
einen weiteren tollen Jahrgang
mit zahllosen Spitzenweinen.
14 falstaff feb–mär jul–aug 2019
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Der neue Falstaff Weinguide präsentiert in seiner nunmehr 22. Auflage eine Vielzahl an
herausragenden Weißweinen aus dem Jahr 2018 und zahlreiche Reserven aus 2017,
außerdem eine große Zahl exzellenter Rotweine sowie die besten Süßweine und Sekte.
Hier finden Sie die zehn besten Weine aus zehn Kategorien im Überblick.
TEXT PETER MOSER
Foto: herbert Lehmann/picturedesk
Die große Falstaff-Weißwein-
Gala in der Wiener Hofburg
war die glanzvolle Bühne für
die Premiere der 22. Ausgabe
des großen Falstaff Weinguides,
dessen Ergebnisse von den teilnehmenden
Weingütern – es waren wieder mehr als
500 in Österreich und Südtirol –, aber auch
von Weinfreunden mit Spannung erwartet
wurde. Rund 4000 Weine wurden für die
jüngste Edition kritisch unter die Lupe
genommen und auf 900 Seiten dokumentiert.
Im Zentrum der Degustationen stand
die Bewertung der Weine des neuen Jahrgangs
2018, der aufgrund des Witterungsverlaufs
als ganz spezieller in die heimische
Weinbaugeschichte eingehen wird. Das Jahr
war geprägt von enormer Hitze und Trockenheit,
selten gab es eine derart frühe
Ernte mit so guter Qualität und großer
Menge. Mit besonders erfreulichen Ergebnissen
kann die Steiermark aufwarten, die
nun von Mutter Natur mit herausragenden
Lagen- und Reserveweinen aus 2017 und
einem tollen Jahrgang 2018 für das frostige
Schreckensjahr 2016 entschädigt wurde.
Das heiße, trockene Wetter verhinderte
auch das Auftreten von Pilzkrankheiten in
den Weingärten und erleichterte den heimischen
Bio-Winzern ihre Arbeit. Und so ist
es kein Wunder, dass im neuen Falstaff
Weinguide so viele empfehlenswerte biologisch
oder biodynamisch erzeugte Weine
enthalten sind wie nie zuvor. Auch die
Anzahl der prickelnden Weine hat diesmal
ein neues Rekordniveau erreicht.
FACTS
WIE WIR DIE BESTENLISTEN
ERSTELLEN
In den zehn ausgewählten Kategorien
wurden die Weine anhand der Ergebnisse
des neuen Wein guides nach Punkten gereiht.
Bei Punkte gleichstand wurden die Weine
alphabetisch bzw. nach den von den
Betrieben kommunizierten Verkaufspreisen
ab Hof gereiht und, wo nötig, nochmals nach
der Rangziffermethode in Blindprobe
beurteilt. Es gibt im neuen Weinguide
zusätzlich zu den hier explizit angeführten
natürlich noch eine große Zahl weiterer
Spitzenweine zu entdecken.
jul–aug feb–mär 2019
falstaff
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wein / ÖSTERREICHS TOP 100
WEIN-
GUIDE
2019/20
ÖSTERREICHS UMFANGREICHSTER
WEGBEGLEITER FÜR WEINFANS
Tements Sauvignon Blanc Ried Zieregg IZ
ist bereits nah an der Perfektion.
Den Kern der 22. Ausgabe des Falstaff
Weinguides bilden der Jahrgang 2018
sowie all jene Reserve-Weine, die im
Lauf des Jahres 2019 auf den Markt
kommen und noch präsentiert werden.
Rund 470 Weingüter aus Österreich, darunter
wieder einige neue Namen, haben
ihre Weine zur Bewertung vorgelegt.
3650 Weine waren es, die Chefredakteur
Peter Moser im Zeitraum von
vier Monaten beurteilte und in den
Guide aufnahm. Auch 354 Weine von
53 Weingütern aus Südtirol wurden von
Falstaffs Italien-Redaktion verkostet.
Umfangreiche ergänzende Daten zu
den vorgestellten Weingütern sowie Bezugsquellen
für deren Weine, aber auch
kulinarische Empfehlungen in den einzelnen
Herkunftsregionen runden den
Inhalt ab.
SAUVIGNON
BLANC
99 Sauvignon Blanc
Ried Zieregg IZ® Reserve 2015
Weingut Tement, Berghausen, Südsteiermark, € 80,–
98 Sauvignon Blanc Privat 2015
Weingut Sattlerhof, Gamlitz, Südsteiermark, € 111,–
97 Sauvignon Blanc Ried Pössnitzberg
Alte Reben G STK 2017
Weingut Erwin Sabathi, Leutschach
Südsteiermark, € 48,–
97 Sauvignon Blanc
Witscheiner Herrenberg 2017
Weingut Gross, Ratsch, Südsteiermark, € 120,–
96 Sauvignon Blanc Ried
Hochgrassnitzberg G STK Reserve 2017
Weingut Erich & Walter Polz, Spielfeld
Südsteiermark, € 35,60
96 Sauvignon Blanc Ried Moarfeitl G STK 2017
Weingut Neumeister, Straden
Vulkanland Steiermark, € 37,–
96 Sauvignon Blanc Ried Welles G STK 2017
Weingut Lackner-Tinnacher, Gamlitz
Südsteiermark, € 40,–
Fotos: matthiashaslauer.com, martinsommer.at
Falstaff Weinguide 2019/120
930 Seiten, erhältlich im Buch- und
Zeitschriftenhandel sowie bestellbar
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Alle Impressionen
und alle Sieger unter
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96 Sauvignon Blanc
Ried Edelschuh 2017
Weingut Wohlmuth, Kitzeck im Sausal
Südsteiermark, € 42,–
96 Sauvignon Blanc Heaven’s Door 2017
Ewald Zweytick, Ratsch,
Südsteiermark, € 138,–
95 Wilhelmshöhe Sauvignon Blanc 2017
Weingut Warga-Hack, Kitzeck,
Südsteiermark, € 21,–
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falstaff jul–aug 2019
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Fotos: matthiashaslauer.com, martinsommer.at
93 Riesling vom Urgestein 2018
Winzerhof Stift, Röschitz, Weinviertel, € 8,70
93 Tegel & Mergel 2017
Weingut Pröglhöf, Retz-Obernalb, Weinviertel, € 8,70
93 Riesling Ried Zöbinger Heiligenstein
Bergjuwel 2018
Weingut Retzl, Zöbing, Kamptal, € 9,30
93 Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark DAC
Ried Kratzer 2018 Weingut Frühwirth, Klöch,
Vulkanland Steiermark, € 9,50
92 Weinviertel DAC Himmelreich 2018
Respiz-Hof Kölbl, Röschitz, Weinviertel, € 7,–
92 Grüner Veltliner Eisenhut 2018
Weingut Karl Diwald, Großriedenthal, Wagram, € 7,50
92 Grüner Veltliner Ried Königsberg 2018
Weingut Schneider, Röschitz, Weinviertel, € 7,50
92 Grüner Veltliner Traisental DAC
Ried Rosengarten 2018 Weingut Herwald Hauleitner,
Wagram ob der Traisen, Traisental, € 7,50
92 Grüner Veltliner Kremstal DAC
Lössterrassen 2018
Weingut Berger, Gedersdorf, Kremstal, € 7,90
92 Riesling Kremstal DAC Krems Schotter 2018
Weingut Meinhard Forstreiter, Hollenburg,
Kremstal, € 8,–
WEISSWEIN
unter 10 €
Spitzenpreis beim Weißen:
Urgesteins-Riesling vom
Winzerhof Stift in Röschitz.
jul–aug 2019 falstaff 17
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wein / ÖSTERREICHS TOP 100
99 Riesling Smaragd Ried Singerriedel 2018
Weingut Franz Hirtzberger, Spitz, Wachau, ca. € 90,–
RIESLING
98 Riesling Smaragd Ried Kellerberg 2018
Weingut F.X. Pichler, Dürnstein, Wachau, ca. € 75,–
97 Riesling Smaragd Ried Klaus 2018
Weingut Prager, Weißenkirchen, Wachau, € 39,–
97 Loibner Riesling Smaragd
Vinothekfüllung 2018
Weingut Knoll, Dürnstein, Wachau, € 45,–
97 Riesling Kamptal DAC Reserve Ried
Zöbinger Heiligenstein Alte Reben 1 ÖTW 2018
Weingut Bründlmayer, Langenlois, Kamptal, € 49,–
96 Riesling Kremstal DAC
Ried Hochäcker Privat 1 ÖTW 2018
Weingut Nigl, Senftenberg, Kremstal, ca. € 27,–
96 Riesling Kremstal DAC
Ried Steiner Schreck 2018
Weingut Stadt Krems, Kremstal, € 29,90
96 Riesling Smaragd Ried Steinertal 2018
Weingut Alzinger, Dürnstein, Wachau, ca. € 30,–
96 Riesling Nussberg Weißer Marmor 2018
Weingut Mayer am Pfarrplatz, Wien, € 40,–
96 Riesling Smaragd Ried Achleithen 2018
Weingut Rudi Pichler, Wösendorf, Wachau, € 42,–
GRÜNER
VELTLINER
Führt einmal mehr
das Riesling-Feld an:
Franz Hirtzbergers
Ried Singerriedel.
100 Grüner Veltliner Unendlich 2017
Weingut F.X. Pichler, Dürnstein, Wachau, € 115,–
98 Grüner Veltliner Smaragd Ried
Zwerithaler Kammergut 2018
Weingut Prager, Weißenkirchen, Wachau, € 55,–
96 Loibner Grüner Veltliner Smaragd
Vinothekfüllung 2018
Weingut Knoll, Dürnstein, Wachau, € 40,–
96 Grüner Veltliner Smaragd Ried
Achleithen 2018
Weingut Rudi Pichler, Wösendorf, Wachau, € 42,–
96 Grüner Veltliner Smaragd Honivogl 2018
Weingut Franz Hirtzberger, Spitz an der Donau,
Wachau, ca. € 70,–
95 Grüner Veltliner Kamptal DAC
Reserve Tabor 2018
Weingut Forstreiter, Hollenburg, Kremstal, € 21,–
95 Grüner Veltliner Kamptal DAC
Ried Gaisberg 1 ÖTW 2018
Weingut Allram, Strass im Strassertal,
Kamptal, € 21,50
Der Grüne Veltliner
Unendlich von
F.X. Pichler hält,
was sein Name
verspricht.
95 Grüner Veltliner Kremstal DAC Reserve
Ried Ehrenfels 1 ÖTW 2017
Weingut Proidl, Senftenberg, Kremstal, € 22,50
95 Grüner Veltliner Kremstal DAC Reserve
Ried Frechau Elitär 2018
Weingut Aigner, Krems-Weinzierl, Kremstal, € 24,80
95 Grüner Veltliner Smaragd
Ried Kellerberg 2018
Domäne Wachau, Dürnstein, Wachau, € 38,26
Fotos: raphael Gabauer, Chris Singer
18
falstaff jul–aug 2019
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Der neue Ford Ranger.
Österreichs meistverkaufter Pick-up. *
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Energisch. Beeindruckend. Kraftvoll. Performance – gepaart mit unübertroffener
Geländetauglichkeit und modernsten Technologien – sorgt für perfekte
Fahrdynamik. Für alle Offroad-Enthusiasten ist der Ford Ranger nun auch in seiner
leistungsstärksten und robustesten Version als Ford Ranger Raptor verfügbar.
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Ford Ranger (Prüfverfahren: WLTP **): Kraftstoffverbrauch innerorts 7,5 – 10,6 l /außerorts 6,3 – 8,0 l / kombiniert 6,9 – 8,9 l / CO 2-Emission kombiniert 178 – 233 g / km
Symbolfoto. 1) Unverbindlich empfohlener nicht kartellierter Aktionspreis (beinhaltet Importeurs- und Händlerbeteiligung sowie Ford Bank Bonus) inkl. USt., inkl. 2 Jahre Ford-Neuwagengarantie (ohne
Kilometerbegrenzung) und zusätzlich 1 Jahr Ford Extra Garantie für das 3. Jahr (begrenzt bis 100.000 km), gültig bei Ford Bank Leasing. Leasingrate € 129 zzgl. € 200 Bearbeitungsgebühr und 1,17 % gesetzlicher
Vertragsgebühr, Laufzeit 36 Monate, 30 % Anzahlung, 30.000 km Gesamtfahrleistung, Fixzinssatz 5,4 %. Gesamtbelastung € 29.954,47, gültig bis auf Widerruf, vorbehaltlich Bonitätsprüfung der Ford Bank Austria. Aktion
gültig bei Ihrem teilnehmenden Ford-Händler, so lange der Vorrat reicht. Nähere Informationen auf www.ford.at. Freibleibendes Angebot. * Ford Ranger, meistverkaufter Pick-up in Österreich in den Jahren 2017 und 2018
(Quelle: Statistik Austria) ** Werte nach dem Prüfverfahren WLTP ermittelt und zurückgerechnet auf NEFZ. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen
CO2-Emissionen neuer Fahrzeuge können dem Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der bei allen Ford Vertragspartnern
unentgeltlich erhältlich ist und unter http://www.autoverbrauch.at/ heruntergeladen werden kann.
wein / ÖSTERREICHS TOP 100
ROTWEIN
Der Zweigelt 2017
vom Weingut
Kerschbaum aus
Horitschon liegt
auf Platz eins.
unter 10 €
92 Blauer Zweigelt 2017
Weingut Paul Kerschbaum, Horitschon,
Mittelburgenland, € 7,90
92 Churchbutton Red 2017
Weingut Kirchknopf, Kleinhöflein, Leithaberg, € 8,20
92 Blauer Zweigelt Goldberg 2018
Weingut Werner Achs, Gols, Neusiedlersee, € 8,90
92 Premium Cuvée 2018
Weingut Scheiblhofer, Andau, Neusiedlersee, € 9,90
91 Blaufränkisch Exclusiv 2017
Rotweingut Prickler, Lutzmannsburg,
Mittelburgenland, € 7,50
91 St. Laurent 2017
Weingut Erich Sattler, Tadten, Neusiedlersee, € 7,–
91 Eisenberg DAC 2017
Weingut Kopfensteiner, Deutsch Schützen,
Eisenberg, € 7,50
91 Eisenberg DAC 2018
Weingut Jalits, Badersdorf, Eisenberg, € 7,50
91 Blauer Zweigelt 2018
Weingut Günter + Regina Triebaumer, Rust, € 8,50
91 Neusiedlersee DAC 2017
Bioweingut Anita und Richard Goldenits, Tadten,
Neusiedlersee, € 8,50
98 Chardonnay Ried Pössnitzberg
Alte Reben G STK 2017
Weingut Erwin Sabathi, Leutschach an der
Weinstraße, Südsteiermark, € 48,–
96 Morillon Ried Moarfeitl G STK 2017
Weingut Neumeister, Straden, Vulkanland
Steiermark, € 37,–
WEISSER
BURGUNDER
96 Morillon Ried Pfarrweingarten G STK 2017
Weingut Sattlerhof, Gamlitz, Südsteiermark, € 42,–
96 Morillon Ried Zieregg G STK 2017
Weingut Tement, Berghausen, Südsteiermark, € 42,–
96 Chardonnay Grand Select 2017
Weingut Wieninger, Wien, Wien, € 50,–
96 Chardonnay Gloria 2017
Weingut Kollwentz, Großhöflein, Neusiedlersee-
Hügelland/Leithaberg, € 52,–
95 NATURal Grauburgunder 2016
Weingut Warga-Hack, Sankt Andrä im Sausal,
Südsteiermark, € 29,–
95 Weißburgunder
Ried Nussberg – Stauder G STK 2017
Weingut Gross, Ratsch, Südsteiermark, € 35,–
95 Chardonnay Ried Obegg G STK 2017
Weingut Erich und Walter Polz, Spielfeld,
Südsteiermark, € 39,90
Die drei Sabathi-
Brüder brillieren
mit der Ried
Pössnitzberger
Kapelle.
95 Chardonnay Tiglat 2017
Weingut Velich, Apetlon, Neusiedlersee, € 43,–
20
falstaff jul–aug 2019
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98 Blaufränkisch hochberc Stockkultur 2015
Weingut Gesellmann, Deutschkreutz,
Mittelburgenland, Preis: k. A.
97 Leithaberg DAC Ried Joiser Jungenberg 2015
Weingut Anita & Hans Nittnaus, Gols, g, € 49,–
97 Blaufränkisch Reihburg »r2« 2012
Weingut schiefer.pur, Welgersdorf, Eisenberg, € 82,–
96 Eisenberg DAC Reserve Diabas 2016
Weingut Jalits, Badersdorf, Eisenberg, € 28,–
96 Blaufränkisch Bühl 2016
Weingut Claus Preisinger, Gols, Neusiedlersee, € 35,–
96 Blaufränkisch Perwolff 2017
Weingut Krutzler, Deutsch Schützen, Eisenberg, € 45,–
96 Blaufränkisch Patriot 2015
Weingut Josef Tesch, Neckenmarkt,
Mittelburgenland, € 65,–
95 Eisenberg DAC Reserve Ried Reihburg 2017
Weingut Kopfensteiner, Deutsch Schützen, Eisenberg, € 28,–
95 Leithaberg DAC
Ried St. Georgener Schildten 2016
Weingut Esterházy, Trausdorf, Leithaberg, € 34,–
95 Blaufränkisch Ried Oberer Wald 2015
Weingut Günter + Regina Triebaumer, Rust, € 37,–
Albert Gesellmanns
außergewöhnlicher
Blaufränkisch aus
Stockkultur.
BLAUFRÄNKISCH
97 Rêve de Jeunesse 38 2017
Weingut Pöckl, Mönchhof, Neusiedlersee, € 50,–
96 Comondor 2017
Weingut Anita und Hans Nittnaus, Gols,
Neusiedlersee, € 54,–
René Pöckls
»Jugendtraum«
wurde einmal
mehr zur
kostbaren
Realität.
96 G 2015
Weingut Gesellmann, Deutschkreutz,
Mittelburgenland, Preis: k. A.
95 XUR 2017
Weingut Werner Achs, Gols,
Neusiedlersee, € 28,–
Fotos: Julius Hirtzberger, foto Stuhlhofer-wolf gmbh, Faber & partner Düsseldorf
CUVÉE ROT
95 Cuvée Impresario 2017
Weingut Paul Kerschbaum, Horitschon
Mittelburgenland, € 29,–
95 Solitaire 2016
Weingut Feiler-Artinger, Rust, € 33,50
95 massive a. [rot] 2016
Weingut Artner, Höflein, Carnuntum, € 55,–
95 M1 2016
Weingut Gerhard Markowitsch, Göttlesbrunn
Carnuntum, € 61,40
95 Salzberg 2016
Weingut Gernot und Heike Heinrich, Gols
Neusiedlersee, € 67,–
95 Steinzeiler 2016
Weingut Kollwentz, Großhöflein, Leithaberg, Preis: k. A.
feb–mär jul–aug 2019 2019 falstaff falstaff21
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wein / ÖSTERREICHS TOP 100
95 Riesling Ried Heiligenstein brut Sekt g.U.
Große Reserve 2015
Weingut Steininger, Langenlois, Kamptal, € 38,–
Karl Steininger
steht für kraftvolle,
ausdrucksstarke
Sorten-Sekte.
95 10/84 Brut Mature 2010 Magnum
Weingut Hannes Harkamp, Leibnitz
Südsteiermark, € 119,–
94 Blanc de Blancs Sekt g.U. Reserve
Niederösterreich extra brut NV
Weingut Bründlmayer, Langenlois, Kamptal, € 35,50
94 Schlumberger Chardonnay Brut
Große Reserve Brut Sekt g.U. Reserve 2015
Wein- und Sektkellerei Schlumberger, Wien, € 37,90
94 Blanc de Blancs Sekt g.U. Große Reserve
Furth bei Göttweig Brut Nature 2012
Weingut Malat, Palt, Kremstal, € 55,–
93 Chardonnay brut 2013
Weingut Erwin Sabathi, Leutschach, Südsteiermark,
€ 20,80
93 Blanc de Blancs brut 2012
Weingut Regele, Ehrenhausen, Südsteiermark,
€ 22,90
93 Mathäi Sekt g.U. Große Reserve brut 2013
Weingut Stift Klosterneuburg, Wagram, € 23,90–
98 Sauvignon Blanc TBA 2017
Weingut Sattlerhof, Gamlitz, Südsteiermark, € 49,–
SCHAUMWEINE
Der punktehöchste Süßwein
kommt vom Sattlerhof in
Gamlitz in der Südsteiermark.
93 Pinot Noir Blanc de Noirs Sekt g.U.
Große Reserve Fels am Wagram Brut 2014
Weingut Leth, Fels am Wagram, Kremstal, € 25,20
93 Loimer Sekt g.U. Große Reserve Langenlois
Extra Brut 2013
Weingut Loimer, Langenlois, Kamptal, € 35,–
97 Sauvignon Blanc TBA Ried Kranachberg 2017
Hannes Sabathi, Gamlitz, Südsteiermark, € 19,–
97 Chardonnay TBA Ried Buch 2017
Weingut Frauwallner, Straden, Vulkanland
Steiermark, € 21,–
97 Grüner Veltliner TBA 2017
Weingut Schloss Gobelsburg, Gobelsburg,
Kamptal, € 35,–
97 Riesling Beerenauslese Ried Klaus 2017
Weingut Jamek, Joching, Wachau, € 45,–
96 Chardonnay TBA 2017
Weingut PMC Münzenrieder, Apetlon,
Neusiedlersee, € 17,–
96 Sauvignon Blanc TBA 2017
Weingut Peter Skoff – Domäne Kranachberg, Gamlitz,
Südsteiermark, € 18,50
96 Sauvignon Blanc TBA Ried Pössnitzberg 2017
Weingut Erwin Sabathi, Leutschach,
Südsteiermark, € 19,80
96 Neuburger TBA Therese 2017
Weingut Leopold Müller, Krustetten, Kremstal, € 26,–
96 Sämling TBA 2017
Tschida – Angerhof, Illmitz, Neusiedlersee, € 28,–
SÜSSWEINE
Fotos: Robert Herbst, beigestellt
22
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Manzenreiter präsentiert:
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Italien! Kreativität ohne Konventionen resultierend in
herausragender Funktionalität und Design.
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FLÜSSIGES GLÜCK
Österreichs Winzer haben viel zu bieten – mit Leidenschaft und
Know-how produzieren sie Weine von bester Qualität.
Für Alois Zimmermann, Watson und Jürgen
Klob (v. l.) braucht guter Wein vor allem Zeit.
GÖTTLESBRUNN
UNVERGLEICHBAR &
EINMALIG
In elfter Generation auf seinem
Winzerhof, liebt Franz Oppelmayer
Wein, Malerei und seine Heimat
Carnuntum – und das hat er eindrucksvoll
verbunden. Er malt die
Bilder auf seinen Wein etiketten
selbst, so hat jeder Wein sein unverkennbares
Label und seine eigene
Geschichte!
Der Winzer hat ein außergewöhnliches
Gespür für die Farbe Rot.
Dies kann man an seinen Rotweinen
sehen, riechen und schmecken,
wenn der Rubin, Mythos, Haidacker,
Hirschensprung und Matador
strukturvoll über den Gaumen
fließen. Neun »Rotschattierungen«
stehen im unvergleichlichen
Ambiente des Kostraums aus dem
18. Jahr-hun dert zur Verkostung
bereit. Hier kann jeder seine
Feste zelebrieren!
WEINGUT OPPELMAYER
Kirchenstraße 9
2464 Göttlesbrunn
weingut@oppelmayer.at
oppelmayer.at
THEISS
VEREDELTE WEIN-
GARTENSCHÄTZE
Das Weingut Zimmermann befindet
sich unweit der Weinstadt
Krems. Die Arbeiten im Weingarten
und das Begleiten des Weins
im Keller, bis das Werk eines Jahres
zu einem erlebbaren Genuss
reift – das ist ein Prozess, der
Alois Zimmermann fasziniert.
Grüner Veltliner und Riesling
sind die Stars im Kremstal – und
auch für ihn. Die südlich ausgerichteten
Weingärten liefern vollreife
Trauben, während kühle Winde
ihre frische Säurestruktur erhalten.
Die Böden unterscheiden sich
stark – eine Diversität, die besonders
der Vielseitigkeit des Grünen
Veltliners entgegenkommt. Bei der
Vinifika tion ist man entspannt. Gut
Ding braucht eben Weile. Abgefüllt
werden die Weine deshalb erst,
wenn die Zeit reif ist.
WEINGUT ALOIS ZIMMERMANN
Obere Hauptstraße 20
3494 Theiß
T: +43 2735 8209
weingut-zimmermann.at
24 falstaff jul–aug 2019
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TOP WINZER / promotion
WEINGUT TONI HARTL
LEIDENSCHAFT,
DIE MAN FÜHLT
Uns ist es wichtig, mit unseren
Böden und der Natur sorgsam
umzugehen. Daher arbeiten wir
seit 2005 nur mehr biologisch
und versuchen, Gebiet und Terroir
eindeutig und unverwechselbar
im Wein einzufangen.
Unser ständiges Streben nach
»Qualität vor Quantität«, unsere
sorgfältige Arbeit im Keller und in
den Weingärten, die ausgezeichneten
Lagen unserer Rebflächen am
Leithaberg und in der Thermenregion
geben unseren Weinen eine
eigene Handschrift. Authentisch,
ehrlich, mine ralisch, mit Rückgrat
und Struktur. Weine, die mit 20 und
mehr Jahren Reife immer noch
nicht am Ende ihres Potenzials angekommen
sind.
Toni Hartl & Moni Eder
WEINGUT TONI HARTL
Florianigasse 7
2440 Reisenberg
T: +432234 80636
wine@toni-hartl.at
toni-hartl.at
FELS AM WAGRAM
WEINGENUSS – TRINK-
SPASS – LEBENSFREUDE
Der Weinhof Grill beschäftigt sich
sehr intensiv mit dem Grünen Veltliner,
der am Wagram hervorragende
Voraussetzungen findet. Die Palette
reicht vom leichten, fruchtigen bis
hin zum kräftigen, gereiften Wein.
WEINHOF GRILL
Untere Marktstraße 19
3481 Fels am Wagram
T: +43 2738 2239
weinhofgrill.at
TRAISKIRCHEN
WEINGUT ALPHART
Wir folgen keinen Trends, wir machen
unseren Wein. Auf etwa 30
Hektar Weingärten werden um die
Sorten Rotgipfler und Chardonnay
viele Spezialitäten kultiviert. »Das
Ziel ist das Optimum – und es ist
schön, dem Optimum nachzujagen«,
so das Credo von Familie Alphart.
WEINGUT ALPHART GNBR
Wiener Straße 46, 2514 Traiskirchen
T: +43 2252 52328
weingut@alphart.com, alphart.com
Wein von Ihrem Spitzenwinzer,
prämiert mit der Goldmedaille
der NÖ Weinprämierung 2019
Weingut Schloss Fels bewirtschaftet über 100 Hektar eigene Weingärten in den drei Weinbaugebieten
Wagram, Kremstal und Kamptal. 30% unserer Weingärten sind mit der autochton österreichischen Rebsorte
Grüner Veltliner bestockt. Auf den tiefgründigen Lössböden am Wagram gedeiht der Grüne
Veltliner besonders feinnervig und elegant mit der typisch pfeffrigen Note. In den besten Lagen der größten
Weinstadt Österreichs, in Langenlois, reifen auf Urgestein besonders fruchtige, mineralische Veltliner.
Vier international erfahrene Önologen sorgen für die optimale Bearbeitung der Weingärten und
Vinifizierung in den weitläufigen Kellern in Fels am Wagram.
Unser breites Sortiment zeigt die Vielfalt typisch österreichischer Top-Weine, Spezialitäten und
Raritäten mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis erhältlich bei
Fotos: beigestellta
und online auf www.interspar.at/shop/weinwelt/
jul–aug 2019
falstaff
25
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MÖNCHHOF
5-STERNE-WEINGUT
Seit dem Jahr 2010 freut sich das
Weingut Pöckl über die Höchstbewertung
von 5 Falstaff-Sternen
und strebt Jahrgang für Jahrgang
nach außergewöhnlicher Qualität.
Das Ziel des Familienweinguts ist,
den bestmöglichen Pöckl-Wein zu
erzeugen.
Arbeitsweise gearbeitet. Neben
den normalen Öffnungszeiten besteht
die Möglichkeit, am 25. und
26. 10. 2019 die Jahrgangspräsentation
des Weingut Pöckls zu besuchen,
zu der es immer ausgewählte
Vertikalen zu verkosten gibt –
Anmeldung erbeten. Details auf
der Website.
STRASS IM STRASSERTALE
NEXT GENERATION
Nicht nur Grünen Veltliner und Riesling
findet man hier, sondern auch
Weißburgunder, der Stoff aus dem
des Jungwinzers Edwin Schreibeis
Träume gemacht sind. Mit der Linie
NEXT GENERATION sind der Fantasie
keine Grenzen gesetzt.
NEUDÖRFL
WEINGUT & HEURIGER
PIRIBAUER
Leidenschaft macht gute Weine:
An den Hängen des neu ernannten
Rosalia-DAC-Gebiets gilt das Weingut
– bekannt für fruchtige Weißweine
& charaktervolle Rotweine –
als wohlgehüteter Geheimtipp für
Weinliebhaber des Burgenlands.
Damit die Qualität der Weine
immer weiter gesteigert werden
kann, wird im Weingarten und im
Keller aus einem Zusammenspiel
von innovativer und traditioneller
WEINGUT PÖCKL
Zwergäcker 1
7123 Mönchhof
T: +43 2173 80258
info@poeckl.com, poeckl.at
WEINGUT SCHREIBEIS –
KELLER AM GAISBERG
Josef-Schuh-Straße 344
3491 Strass, T: +43 2735 5823
weingut-schreibeis.at
WEINGUT & HEURIGER
PIRIBAUER
Hauptstraße 71, 7201 Neudörfl
T: +43 2622 77291
office@piribauer.net, piribauer.net
© Elke Wolfbeisser
JOIS
SINNESFREUDEN
AM SCHMECKEN
Hier entstehen verführerische,
muskulöse Rotweine und herrliche
frisch-fruchtige Weißweine. Jedes
Jahr darf sich der Winzerhof über
Top-Bewertungen freuen. Gerne
könne die Weine vor Ort verkostet
werden.
WINZERHOF KISS
Josef-Haydn-Gasse 1
7093 Jois, T: +43 2160 8256
winzerhof-kiss.at
GAMLITZ
WEINGUT ELSNEGG
Beim Verkosten der Weine wird eines
sofort klar: Der Ehrgeiz der Familie
ist groß, eine klare hochwertige
Betriebslinie ist markant erkennbar.
Ob klassisch-frisch, fruchtig
oder tiefgründig und charakterstark
– die edlen Tropfen zählen zu
den Top-Weinen Österreichs.
WEINGUT ELSNEGG
Eckberg 26, 8462 Gamlitz
T: +43 3453 4812
elsnegg.at
MAILBERG
WEINGUT PUHWEIN
Egon Puhwein ist ein begeisterter
Winzer der traditionellen österreichischen
Rebsorten wie dem Grünen
Veltliner. Dieser reicht von
leicht über spritzig bis zum typischen
Weinviertel DAC mit seinem
pfeffrigen Bukett (Grüner Veltliner
Grand Prix Falstaff****).
WEINGUT PUHWEIN
Mailberg 78, 2024 Mailberg
T: +43 676 5696051
info@puhwein.at
RÜHRSDORF
WEINGUT POLZ
Mitten in der wunderschönen Wachau
besteht unser Weinbau bereits
seit 1893. Seit 1986 bewirtschaften
Erich und Brigitte Polz den Familienbetrieb,
seit September 2018
auch tatkräftig unterstützt durch
Nachwuchswinzer Herbert Polz.
WEINGUT UND HEURIGEN POLZ
3602 Rührsdorf 22
T: +43 2714 6326
weingut@polzwachau.at
polzwachau.at
26 falstaff jul–aug 2019
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TOP WINZER / promotion
PIMPEL
Ob Weißburgunder oder
Zweigelt – das Weingut
Lager weiß mit feinen
Weinen zu überzeugen.
GÖTTLESBRUNN
WEINGUT PIMPEL
Das Weinbaugebiet Carnuntum
verfügt über kräftige Löss- und
Schotter-Kalkböden sowie das
kontinental-pannonische Mikroklima
mit den kühlen Einflüssen
der Donau. Gerhard Pimpel versteht
die Kunst, ein auf lebendigem
Boden gewachsenes Naturprodukt
von der Traube bis zum Wein zu
begleiten.
Er kreiert dichte und zugleich
elegante Weine mit Harmonie
und Finesse. Man gewinnt den
Eindruck, dass er jeden einzelnen
Rebstock persönlich kennt. Mit
den Lagen Rosenberg, Schüttenberg,
Haid acker und Bärnreiser
zählen die Rieden von GP zu den
besten im gesamten Weinbaugebiet.
Gerhard Pimpel ist ein ruhiger
Winzer, der seine eigenen Wege
geht, gerad linig und zielstrebig
begleitet er die Arbeit der Natur.
WEINGUT GERHARD PIMPEL
Kirchenstraße 19
2464 Göttlesbrunn
T: +43 2162 20049
gerhardpimpel.at
GÖTTLESBRUNN
WEINE MIT RICHTIGEM
FEINGEFÜHL
Eingebettet im Arbesthaler Hügelland
liegt das Göttlesbrunner
Weingut von Markus und Ernst
Lager. Hier werden Tradition und
Qualität mit Feingefühl zu großem
Trinkspaß vereint. Leicht zu überprüfen
in der hauseigenen
Buschenschank.
LAGER
Kiragstett’n 8, 2464 Göttlesbrunn
T: +43 2162 8452
lager-weinbau.at
STETTELDORF AM WAGRAM
EIN WEINHOF –
ZWEI WEINBAUGEBIETE
Die idyllischen, sanft wogenden
Hänge des Wagrams lassen weit
hinein in zwei qualitätsorientierte
Weinbaugebiete blicken: Wagram –
Weinviertel. Hier sind wir und unsere
Weine zu Hause, hier freuen wir
uns auf Ihren Besuch.
WEINHOF SCHAUERHUBER
Herrengasse 12
3463 Stetteldorf am Wagram
T: +43 664 4569097
weinhof-schauerhuber.at
NEUSTIFT AM WALDE
WEINGUT
FUHRGASSL-HUBER
ZÖBING
WEINGUT PETER
SCHWEIGER
Fotos: beigestellt
Leichte Gebietsweine und tiefgründige
Lagenweine. Seit 2014 ist das
Weingut Fuhrgassl-Huber Mitglied
der Wien Wein Gruppe und seit 2018
auch der Österreichischen Traditionsweingüter
und stellt mit dem
Jahrgang 2017 3 ÖTW 1. Lagen.
WEINGUT & BUSCHENSCHANK
FUHRGASSL-HUBER
Neustift am Walde 68, 1190 Wien
fuhrgassl-huber.at
Peter Schweiger und sein Sohn legen
großen Wert auf umweltfreundlichen
und nachhaltigen Weinbau. In den
besten Weingärten am Heiligenstein
reifen vor allem Grüner Veltliner und
Riesling zu großen terroirbestimmten
Weinen mit sortentypischen
Fruchtaromen und Mineralik heran.
WEINGUT PETER SCHWEIGER
Im Grübl 25, 3561 Zöbing
T: +43 2734 4512
schweiger-wein.at
jul–aug 2019
falstaff
27
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4,65/Liter
vinothek.hofer.at
Facebook “f” Logo CMYK / .ai Facebook “f” Logo CMYK / .ai
wein / SÜDTIROL IM WEINGUIDE 2019
DIAMANTEN AUS
DEN ALPEN
Südtirols Weine stehen so gut da wie noch nie. Bei den Weißen
strahlen Weißburgunder und Sauvignon Blanc – der hochwertige
Chardonnay wird gerade wieder neu entdeckt. Bei den Rotweinen
glänzen Blauburgunder, Lagrein, Merlot und der lokale Vernatsch.
TEXT OTHMAR KIEM
Optimale Bedingungen:
In der Südtiroler
Gemeinde Eppan wird
seit über 2000 Jahren
Wein angebaut.
30 falstaff jul–aug 2019
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Die Kellerei Girlan ist in einem Bauernhof
aus dem 16. Jahrhundert beheimatet.
Hinter historischen Mauern verbirgt
sich moderne Kellertechnologie.
100 Punkte, zum ersten Mal in Südtirol,
zum ersten Mal für einen
Weißwein aus Italien: der Terlaner
Primo 2016, ein großer Wein aus
einem großen Jahrgang. Der Primo
ist aber kein Einzelfall. Es gibt noch viele
andere Spitzenweine aus dem traditionellen
Weinbaugebiet am Südhang der Alpen.
Hier trifft sich das kühle und raue alpine
Klima mit dem milden und warmen mediterranen
Klima und schafft so ideale Vor-
aussetzungen für Weinbau. Diese Südtiroler
Spitzenweine sind Ausdruck eines neuen
Selbstverständnisses. In erster Linie sind es
Weißweine. Dann erst kommen Lagrein,
Blauburgunder, Cabernet und Merlot. Das
neue Selbstverständnis kommt auch in den
Preisen zum Ausdruck. Für die Weine der
neuen Super-Südtiroler-Klasse wie Primo
von Terlan, Appius der Kellerei St. Michael-Eppan,
LR von Schreckbichl, Ganger
von Kellerei Girlan, Klosteranger von Muri
Gries, Au und Toren von Tiefenbrunner
oder Kressfeld von Kornell muss man deutlich
über 50 Euro hinlegen. Gut und günstig
war einmal. Weinbau in Südtirol ist aufwendig,
ist Bergweinbau. Es sind überwiegend
Steillagen, in denen ohne viel Handarbeit
nichts geht. Trotzdem findet man
auch in der Klasse bis 15 Euro viele tolle
Weine, knackige Weißburgunder und saftige
Vernatsch. Südtirols Weine sind
zum Genießen!
>
BEST OF
VERNATSCH
BEST OF
BLAUBURGUNDER
BEST OF
LAGREIN
Fotos: St. Michael-Eppan, www.meraner-hauser.com, Kellerei Girlan, beigestellt
93 CASTEL SALLEGG
Bischofsleiten Kalterersee Auslese
Klassisch Superiore Südtirol
DOC 2018
93 WEINGUT LOACKER
Morit St. Magdalener Südtirol
DOC 2017
92 WEINGUT DONÀ
Vernatsch Südtirol
DOC 2018
92 WEINGUT SCHLOSS ENGLAR
Vernatsch -R- Südtirol
DOC 2016
92 KELLEREI GIRLAN
Gschleier Alte Reben Vernatsch Südtirol
DOC 2017
92 PFANNENSTIELHOF
St. Magdalener Classico Südtirol
DOC 2018
92 ANSITZ WALDGRIES
Antheos St. Magdalener Classico Südtirol
DOC 2018
91 WEINGUT PITZNER
Malanders St. Magdalener Südtirol
DOC 2018
91 BERGMANNHOF
Huberfeld Vernatsch Südtirol
DOC 2018
97 KELLEREI GIRLAN
Vigna Ganger Pinot Noir Riserva Südtirol
DOC 2016
95 KELLEREI ST. MICHAEL-EPPAN
Pinot Noir Riserva The Wine Collection
Südtirol DOC 2015
95 MANINCOR
Mason di Mason Pinot Nero Südtirol
DOC 2016
94 BRUNNENHOF MAZZON
Vigna Zis Blauburgunder Riserva Südtirol
DOC 2016
94 CASTELFEDER
Burgum Novum Pinot Nero Südtirol DOC 2016
94 KELLEREI GIRLAN
Trattmann Pinot Noir Riserva Südtirol
DOC 2016
94 KRÄNZELHOF
Kunstwerk der Natur Blauburgunder IGT 2015
94 PLONERHOF
Exclusiv Blauburgunder Riserva Südtirol
DOC 2016
94 ELENA WALCH
Ludwig Blauburgunder Südtirol DOC 2016
93 WEINGUT PFITSCHER
Matan Blauburgunder Riserva Südtirol
DOC 2016
96 KLOSTERKELLEREI MURI-GRIES
Weingarten Klosteranger Lagrein Riserva
Südtirol DOC 2015
95 KELLEREI BOZEN
Taber Lagrein Riserva Südtirol DOC 2016
95 ANSITZ WALDGRIES
Mirell Lagrein Südtirol DOC 2016
94 KELLEREI TERLAN
Porphyr Lagrein Riserva Südtirol DOC 2016
94 TIEFENBRUNNER
Linticlarus Lagrein Riserva Südtirol
DOC 2016
94 ANSITZ WALDGRIES
Roblinus de Waldgries Lagrein Südtirol
DOC 2016
93 TENUTA KORNELL
Staffes Lagrein Riserva Südtirol DOC 2016
93 LANDESWEINGUT LAIMBURG
Barbagòl Lagrein Riserva Südtirol DOC 2016
93 WEINGUT LOACKER
Gran Lareyn Lagrein IGT 2017
93 MALOJER GUMMERHOF
Lagrein Riserva Südtirol DOC 2016
93 MARTINI & SOHN
Maturum Lagrein Riserva Südtirol
DOC 2016
jul–aug 2019 falstaff 31
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wein / SÜDTIROL IM WEINGUIDE 2019
BEST OF WEISSWEIN
CUVÉES & CHARDONNAY
100 KELLEREI TERLAN
Terlaner Primo Grande Cuvée Südtirol
DOC 2016
98 KELLEREI ST. MICHAEL-EPPAN
Appius Weiß Südtirol DOC 2014
96 TIEFENBRUNNER
Vigna Au Chardonnay Riserva Südtirol
DOC 2016
96 KELLEREI TRAMIN
Troy Chardonnay Riserva Südtirol DOC 2015
95 ALOIS LAGEDER
Löwengang Chardonnay Südtirol DOC 2016
95 SCHRECKBICHL-COLTERENZIO
Lafóa Chardonnay Südtirol DOC 2017
95 SCHRECKBICHL-COLTERENZIO
LR Riserva Weiß Südtirol DOC 2016
95 KELLEREI TERLAN
Nova Domus Terlaner Riserva Südtirol
DOC 2016
94 WEINGUT EICHENSTEIN
Seppelaia Fass 66 Chardonnay (Magnum)
Südtirol DOC 2014
94 TENUTA KORNELL
Aichberg Weiß Südtirol DOC 2017
94 NALS-MARGREID
Baron Salvadori Chardonnay Riserva
Südtirol DOC 2016
94 KELLEREI ST. MICHAEL-EPPAN
Sanct Valentin Chardonnay Südtirol
DOC 2017
94 KELLEREI TRAMIN
Stoan Weiß Südtirol DOC 2017
Die Kellerei St. Michael-Eppan
thront inmitten der wichtigsten
Weinbaugemeinde Südtirols.
BEST OF ROTWEIN
INTERNATIONAL CABERNET & MERLOT
96 TENUTA KORNELL
Vigna Kressfeld Merlot Riserva Südtirol
DOC 2015
95 MANINCOR
Castel Campan IGT 2016
95 TIEFENBRUNNER
Toren Cabernet Sauvignon Riserva Südtirol
DOC 2015
94 KELLEREI KALTERN
kunst.stück Cabernet Sauvignon Riserva
Südtirol DOC 2015
94 KELLEREI KURTATSCH
Freienfeld Cabernet Sauvignon Riserva
Südtirol DOC 2015
94 ALOIS LAGEDER
Löwengang Cabernet Südtirol DOC 2015
94 SCHRECKBICHL-COLTERENZIO
Lafóa Cabernet Sauvignon Südtirol
DOC 2016
94 WEINGUT PETER SÖLVA
Amistar Edizione Rossa Gran Riserva I
GT 2015
BEST OF
WEISSBURGUNDER
97 KELLEREI TERLAN
Rarity 2006 Weißburgunder Südtirol
DOC 2006
94 GUMP HOF
Renaissance Weißburgunder Riserva
Südtirol DOC 2015
94 KELLEREI KALTERN
Quintessenz Weißburgunder Südtirol
DOC 2017
94 NALS-MARGREID
Sirmian Pinot Bianco Südtirol DOC 2018
94 KELLEREI MERAN BURGGRÄFLER
V Years Weißburgunder Riserva Südtirol
DOC 2012
94 KLOSTERKELLEREI MURI-GRIES
Abtei Muri Weißburgunder Riserva Südtirol
DOC 2016
94 KELLEREI TERLAN
Vorberg Weißburgunder Riserva Südtirol
DOC 2016
93 KRÄNZELHOF
Helios Weißburgunder IGT 2015
93 MANINCOR
Eichhorn Pinot Bianco Südtirol DOC 2017
Foto: St. Michael-Eppan, Sebastian Stocker, Weingut Tieferbrunner, Manuela Prossliner
32 falstaff jul–aug 2019
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BEST OF
SAUVIGNON BLANC
Foto: St. Michael-Eppan, Sebastian Stocker, Weingut Tieferbrunner, Manuela Prossliner
96 KELLEREI ST. MICHAEL-EPPAN
Sauvignon The Wine Collection Südtirol
DOC 2016
96 TIEFENBRUNNER
Rachtl Sauvignon Blanc Riserva Südtirol
DOC 2016
95 KELLEREI TERLAN
Quarz Sauvignon Blanc Südtirol
DOC 2017
94 CASTELFEDER
Burgum Novum Sauvignon Riserva
Südtirol DOC 2016
94 KELLEREI KALTERN
Quintessenz Sauvignon Südtirol
DOC 2017
94 TENUTA KORNELL
Oberberg Sauvignon Südtirol DOC 2017
93 KELLEREI ANDRIAN
Andrius Sauvignon Blanc Südtirol
DOC 2017
93 MANINCOR
Lieben Aich Sauvignon Südtirol DOC 2017
93 NALS-MARGREID
Mantele Sauvignon Südtirol DOC 2018
93 WEINGUT PFITSCHER
Mathias Sauvignon Blanc Riserva Südtirol
DOC 2017
BEST OF
SÜSSWEIN
96 KELLEREI TRAMIN
Terminum Gewürztraminer Vendemmia
Tardiva Südtirol DOC 2017
95 MANINCOR
Le Petit Petit Manseng 216
94 KELLEREI GIRLAN
Pasithea Oro Gewürztraminer Spätlese
Südtirol DOC 2017
93 KELLEREI ANDRIAN
Juvelo Gewürztraminer Passito Südtirol
DOC 2017
93 BARON DI PAULI
Exilissi Sell Gewürztraminer Vendemmia
Tardiva Südtirol DOC 2015
93 FRANZ HAAS
Moscato Rosa Südtirol
DOC 2018
93 KELLEREI RITTERHOF
Sonus Gewürztraminer IGP 2016
Die Jausenstation des Weinguts Tiefenbrunner.
BEST OF
GEWÜRZTRAMINER
97 KELLEREI TRAMIN
Epokale Gewürztraminer Vendemmia
Tardiva Südtirol DOC 2013
94 KELLEREI TRAMIN
Nussbaumer Gewürztraminer Südtirol
DOC 2017
93 ALOIS LAGEDER
Am Sand Gewürztraminer Südtirol
DOC 2017
93 WEINGUT PFITSCHER
Rutter Gewürztraminer Riserva Südtirol
DOC 2017
93 KELLEREI RITTERHOF
Auratus Gewürztraminer Südtirol
DOP 2018
93 KELLEREI TERLAN
Lunare Gewürztraminer Südtirol
DOC 2017
92 KELLEREI KURTATSCH
Brenntal Gewürztraminer Riserva Südtirol
DOC 2017
92 NALS-MARGREID
Lyra Gewürztraminer Südtirol DOC 2018
92 SCHRECKBICHL-COLTERENZIO
Lafòa Gewürztraminer Südtirol DOC 2017
Die Kellerei
Muri-Gries
verfügt über
35 Hektar
Weinberge in
und um Bozen.
Die Kellerei Terlan zählt heute zu den
führenden Produzenten Italiens.
jul–aug 2019 falstaff 33
document2657344147399041954.indd 33 19.06.19 13:07
promotion / ERLESENE WEINE AUS ITALIENS NORDEN
SONNIGE
GEMÜTER
NEUMARKT AN DER ETSCH
BARON LONGO GRAND
CRU FURORE
Das biologisch bewirtschaftete
Familien-Weingut BARON LONGO
überzeugt mit wunderbar feinen
und doch komplexen Weinen, und
das beileibe nicht nur mit dem weißen
Flaggschiff LIEBENSTEIN!
Gesunde Rebstöcke mit über
40 Jahren Alter sind hier neben
dem ganz besonders geschärften
Qualitätsverständnis das Grundka-
pital für diesen Erfolg. Der feinwürzige
Grauburgunder MEAN-
BERG ist die neueste Kreation des
33-jährigen Anton Baron Longo. Er
wurde ganz natürlich im Holz ausgebaut,
der Jahrgang 2017 ist auf
jeweils 2000 Flaschen limitiert.
BARON LONGO
Fleimstaler Straße 30
39044 I-Neumarkt (BZ)
T: +39 0471 820007
tentua@baronlongo.com
baronlongo.com
KELLEREI SCHRECKBICHL
DIE MAGISCHE 300
Die Zahl 300 scheint bei Schreckbichl
gleichsam magische Qualität
zu besitzen, denn unter dem Label
sind 300 Weinbauer-Familien vereint,
die zusammengerechnet
300 Hektar der besten Anbauflächen
der Region bewirtschaften und
dabei auf durchschnittlich 300 Sonnentage
pro Jahr zählen können.
Die Weinberge liegen zwischen
230 und 650 Metern über dem
Meeresspiegel und befinden sich in
verschiedenen Ortschaften. Das
Kerngebiet liegt in Girlan und im
restlichen Gemeindegebiet von Eppan.
Weitere Weinberge befinden sich
in Bozen, in Siebeneich bei Terlan
und im Süden Südtirols, in Salurn.
Insgesamt werden zwölf Sorten angebaut,
wovon 35 Prozent der Weine
Rotweine, 65 Prozent Weißweine
sind. Rebellen waren die 28 Weinbauern,
die im Jahr 1960 die Kellerei
Schreckbichl gründeten, um von
den damaligen Weinhändlern unabhängiger
zu sein. Sie benannten die
Genossenschaft nach ihrer Heimat,
dem kleinen Weiler Schreckbichl.
Pioniere waren die Schreckbichler
aber auch, denn nach der Gründung
begannen sie konsequent an der
Qualitätsspirale zu drehen: weniger
Ertrag für hochwertigere Trauben
und hochwertigeren Wein. Auf dem
Pilotweinberg Lafóa startete dieses
Erfolgsprojekt. Heute arbeiten die
Mitglieder und die Mitarbeiter der
Kellerei nach diesem Vorbild konsequent
weiter – auf dem gesamten
Weinbaugebiet der Kellerei und
bei allen Weinen. Im Jahr 2019 kamen
gleich zwei Neuheiten auf den
Markt: der Weißburgunder Berg
2017, erster Lagenwein der Kellerei
Schreckbichl, und im Frühling wurde
der neue Jahrgang 2015 des
Spitzenweins LR präsentiert.
KELLEREI SCHRECKBICHL
COLTERENZIO
Weinstraße 8, I-39057 Girlan/Eppan
T: +39 471 664246
info@colterenzio.it, schreckbichl.it
Fotos: beigestellt
34
falstaff jul–aug 2019
jul–aug 2019 falstaff 34
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wein / WINZER DES JAHRES 2019
WINZER
DES
JAHRES
CHRISTOPH NEUMEISTER
aus Straden im Vulkanland Steiermark begeistert Weinkenner im
In- und Ausland mit seinen ausdrucksstarken und unverwechselbaren
Weißweinen. Falstaff zeichnet ihn als »Winzer des Jahres 2019« aus.
TEXT PETER MOSER
FOTOS RAFAELA PROELL
PRODUKTION THOMAS HOPFERWIESER
STYLING SIMON WINKELMÜLLER
GROOMING MARTINA FASCHING
Rollkragenpullover FALCONERI
36 falstaff
jul–aug 2019
document7118678594966319076.indd 36 18.06.19 14:06
Christoph Neumeister
hat im Jahr 2008 die
Verantwortung am
Weingut zur Gänze
übernommen, heute
ist der Betrieb voll
biozertifiziert.
jul–aug 2019 falstaff 37
document7118678594966319076.indd 37 18.06.19 14:06
wein / WINZER DES JAHRES 2019
Das moderne Weingut
Neumeister ist so gebaut, dass man die
Gesetze der Schwerkraft optimal einsetzen
kann. Auf unspektakuläre Weise wurde es
in einen Hang integriert, und der Besucher
betritt es von oben und arbeitet sich zum
fertigen Wein nach unten durch, geht damit
den gleichen Weg wie die Trauben. Es erwarten
ihn ebenso außergewöhnliche Weine
wie ein ungewöhnliches Interieur. Innenarchitekt
Andreas Burghardt bereicherte den
Hangbau von Werner Schüttmayer mit einer
Atmosphäre, die den Wein selbst ins
Zentrum des kommunikativen Geschehens
rückt. Denn die Trennwände in Verkaufsund
Verkostungsräumen sind aus Abertausenden
– leeren, versteht sich – grünen
Weinflaschen komponiert.
Im Jahr 1998 wurde der Neubau des
Kellers konzipiert, das war auch das Jahr,
in dem Christoph Neumeister nach Hause
zurückkehrte, um an der Seite seines Vaters
Albert in den Weinbau einzusteigen. »Ich
hatte zehn Jahre lang neben meinem Vater
die Gelegenheit, unsere Rebflächen in und
rund um Straden kennenzulernen. Wir bewirtschaften
seither in etwa die gleich groß
bleibende Fläche von rund 30 Hektar, der
Großteil der Böden ist karg, schottrig und
kalkhaltig, insgesamt ist es ein ziemlicher
Fleckerlteppich«, erzählt Christoph Neumeister,
ehe wir die Verkostung der jüngsten
Jahrgänge seiner Weine beginnen. Er
hatte die Zeit, sich in den Betrieb einzufühlen
und sich einen Plan zur langfristigen
Entwicklung des Weinguts zurecht zulegen.
Im Gespräch mit dem Winzer wird schnell
klar, dass man einen Menschen mit intellektuellem
Tiefgang vor sich hat, der eine Vielzahl
an Interessen wie Politik, Musik oder
Literatur hat, die eine komplexe Persönlichkeit
ausmachen. Er ist ebenso regional verwurzelt
– beispielsweise als Obmann der
Winzer im Vulkanland – wie weit gereist.
Was seine Weine betrifft, so bezeichnet er
diese als konservativ: »Meine Weinlinie ist
stark von der Gegend hier inspiriert, ich
würde sagen, wir sind relativ stur beim Abbilden
der Gegebenheiten und immun gegen
moderne Stilistik.« Eine abgeklärte Einstellung
in einer Welt, in der gerade junge
Winzer denken, sie müssten das Rad täglich
neu erfinden.
FAN VON TRANSPARENZ
Und natürlich hat auch Christoph Neumeister
immer wieder neue Wege beschritten. So
hat er Mitte der 2000er-Jahre die Etikettenlinie
runderneuert. Als er 2008 das Weingut
offiziell übernahm, stellte er den Betrieb auf
Bio um, heute ist das Weingut Neumeister
längst zur Gänze zertifiziert biologisch.
»Mir ist wichtig, dass die gesamte Palette
der Weine vom Einstieg bis zur Spitze ehrlich
und nachvollziehbar ist. Was ich im
Keller mache, ist schnell erklärt: Ich wünsche
mir vollreife Trauben, aus denen ich
Weine mit moderatem Alkohol erzeugen
kann. Ich bin erklärter Befürworter von
Maischestandzeiten, ein Fan von Spontangärung
und Transparenz und lasse die Weine
lange auf der Grobhefe. Im Idealfall entstehen
Weine mit guter Säurestruktur und
Balance.« Gefragt, wie er seine Weine in
eine Definition packen würde, kommt spontan
die Antwort: »Es sind schüchterne Weine
mit gutem Schwung nach oben.« Und
das trifft zu, denn die Neumeister-Weine
zählen zu den Vertretern der ruhigen Art,
alles Vorlaute ist ihnen fremd. Was sich für
den Kellermeister einfach erklärt: »Wir sind
eben Trinker und keine Riecher. Und daher
spielt es sich bei uns am Gaumen und nicht
so sehr in der Nase ab.«
Die Lage, die die Familie Neumeister am
längsten besitzt, trägt den einprägsamen
Namen Moarfeitl; sie liegt auf einem einige
Kilometer im Nordwesten Stradens gelegenen
Hochplateau oberhalb der Ried Augenweide
auf rund 340 Metern Seehöhe mit
südsüdwestlicher Exposition und ist an drei
Seiten mit Wald umgeben. Der Boden des
Moarfeitl, klassifiziert als Große STK Ried,
besteht aus Silt auf Sarmatschotter und
setzt sich aus Kalk, Sand und lehmigem
Schluff zusammen. Hier wurden 1990 auf
rund 2,2 Hektar die Rebsorten Sauvignon
Blanc und Morillon gepflanzt, die hier gewonnenen
Weinen ruhen ins sich und reifen
langsam zu jener Tiefgründigkeit, Komplexität
und Mineralität, die große Weine auszeichnen.
Während der Sauvignon Blanc stets in
größeren Holzgebinden spontan vergoren
und dann für eineinhalb Jahre auf der Feinhefe
im Edelstahl ausgebaut wird, gärt der
Morillon in kleinen Fässern und wird anschließend
18 Monate im großen Holzfass
geschult. Die zweite Große STK Ried der
Familie ist der Saziani. Dieser frei liegende
Schotterkegel erhebt sich direkt hinter der
»Saziani Stub’n« auf bis zu 380 Meter Seehöhe
und bietet nach West und Süd orientierte
warme Steillagen. Auf dem kalkhaltigen
Boden wurde von 1971 bis 1998 auf
4,3 Hektar der für die Stradener Zone so
typische Grauburgunder ausgepflanzt, der
hier tief eingewurzelt Weine von enormer
Konzentration und mit großem Reifepotenzial
hervorbringt.
Etwa drei Kilometer südwestlich von
Straden in der Gemarkung Wieden liegt die
Erste STK Ried Klausen, eine rund sieben
Hektar große Lage auf einem Höhenrücken
mit Ausrichtung gegen Ost und Südost.
Hier herrschen Sandstein und stark kalkhaltige
Sedimente vor, die Hangneigung erreicht
bis zu 65 Prozent. Die Ried Klausen
ist Heimat für Rebstöcke der Sorten Sauvignon
Blanc und Weißburgunder, die für ein
Jahr in alten großen Holzfässern gereift >
38 falstaff
jul–aug 2019
document7118678594966319076.indd 38 18.06.19 14:06
Rollkragenpullover FALCONERI
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Peek&Cloppenburg
Im Gespräch
mit dem Winzer
wird schnell klar,
dass man einen
Menschen mit
intellektuellem
Tiefgang vor sich
hat, der eine
Vielzahl an
Interessen wie
Politik, Musik oder
Literatur hat, die
seine komplexe
Persönlichkeit
ausmachen.
jul–aug 2019
falstaff
39
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wein / WINZER DES JAHRES 2019
Das Abbilden der näheren
Heimat, der Region rund um
Straden im südoststeirischen
Vulkanland, ist das Ziel von
Christoph Neumeister.
40 falstaff
jul–aug 2019
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»Wir sind eben mehr Trinker und keine Riecher.
Daher spielt es sich bei unseren Weinen am Gaumen
ab und nicht so sehr in der Nase.«
CHRISTOPH NEUMEISTER Winzer des Jahres 2019
Gestreiftes Hemd CLUB OF GENTS
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jul–aug 2019 falstaff
41
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wein / WINZER DES JAHRES 2019
Neumeister erzeugt nach
seiner Eigendefinition
schüchterne Weine mit
gutem Schwung nach oben.
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Schuhe CONVERSE
>
werden. Auch eine kleine Menge Pinot
Noir wird hier erzeugt.
URALTE REBEN AUS STOCKKULTUR
Die Erste STK Ried Steintal befindet sich
direkt am Stradener Himmelsberg auf
360 Metern Seehöhe. Hier wächst in stei -
ler Südlage auf leicht kalkhaltigen Böden
auf eineinhalb Hektar der rare Rote Traminer,
der 1971 ausgepflanzt wurde. Etwas
weiter östlich ist der Boden stärker kalkhaltig,
und hier steht in der Ried Buchberg
eine echte Rarität. Hier verfügt die Familie
Neumeister über den wahrscheinlich ältesten
Weingarten mit Sauvignon-Blanc-Reben
österreichweit, ursprünglich eine Stockkultur,
die 1937 angelegt wurde. Nur händisch
bearbeitbar, wird in diesem Weingartenjuwel
eine sehr kleine Menge an Topmaterial
gelesen, die zum Sauvignon Blanc Alte Reben
verarbeitet wird. Der zweitälteste Sauvignon-Blanc-Garten
stammt aus 1967 und
befindet sich in der Ried Klausen. Die Alten
Reben werden ganz traditionell im großen
Der limitierte Sauvignon
Blanc Alte Reben
ist ein Ausnahmewein und
kommt aus der vielleicht
ältesten Anlage dieser Sorte
in Österreich.
Holzfass vergoren und frühestens nach drei
Jahren Reife auf die Flasche gebracht. Seit
dem Jahrgang 2018 bilden die Gebietsweine
mit der Herkunftsbezeichnung Vulkanland
Steiermark DAC die Sortimentsbasis.
Als Nachfolger der Kategorie »Steirische
Klassik« präsentieren sich hier lebendigelegante
Sortenweine aus Welschriesling,
Gelbem Muskateller und Weißburgunder –
geprägt von einem durchwegs ernsthaften,
kulinarisch intendierten Ansatz. Als Ortsweine
aus Straden werden Sauvignon Blanc,
Morillon und Grauburgunder angeboten,
dazu gesellt sich noch ein Gemischter Satz
aus einem uralten Weingartenbestand.
Darüber residieren die facettenreichen und
lagerfähigen Sortenweine aus den bereits
vorgestellten Ersten und Großen STK Rieden.
Die Rotweinauswahl geht vom klassischen
Zweigelt über die samtige Cuvée de
Merin aus Zweigelt und Merlot bis zum Pinot
Noir Ried Klausen. In geeigneten Jahren
wie zuletzt 2010, 2013 oder 2017 werden
in der Ried Saziani kleine Mengen von
ausgezeichneten Trockenbeerenauslesen geerntet,
die auch international mit Lobeshymnen
bedacht werden. Vielfältig ist das
Angebot weiterer Produkte, das sich aus
Trauben gewinnen lässt: der Saziani Brut
Rosé Sekt, Tresterbrände, aber auch Verjus
und im kleinen Eichenfass gereifter Altsteirischer
Weinessig werden angeboten, vielleicht
demnächst auch des Seniorchefs Albert
Neumeister feiner Wermut, den man
bislang nur im Restaurant »Saziani Stub’n«
bekommt. Und hier, begleitet von der finessenreich
reduzierten Küche von Harald
Irka, kann man die Neumeister in ihrem
eigenen Habitat optimal genießen.
>
42 falstaff jul–aug 2019
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wein / WINZER DES JAHRES 2019
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Weingut Neumeister
8345 Straden 42
T: +43 3473 8308
weingut@neumeister.cc
neumeister.cc
BEST OF NEUMEISTER
97
96
95
2015 SAUVIGNON BLANC
ALTE REBEN
Mittleres Grüngelb, Silberreflexe.
Dunkle Beerenfrucht frische Wiesenkräuter,
feines Cassis und reife Stachelbeeren,
zitroniger Touch, mineralischer
Nachhall. Pikant, weißer Pfirsich,
feine Extraktsüße, finessenreiche
Struktur, schwarze Beeren, feine,
seidige Textur, dezente gelbe Frucht,
ein Hauch von Extrakt-Honigtouch,
salzige Mineralität, delikat.
neumeister.cc, € 60,–
2017 SAUVIGNON BLANC RIED
MOARFEITL G STK
Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.
Feine Nuancen von Stachelbeeren
und Guaven, zarte Kräuterwürze,
ein Hauch von Cassis, kühle Stilistik.
Saftig, eleganter Körper, feine gelbe
Frucht, dunkle Würze, fest geknüpft,
feiner Säurebogen, zitronig, stoffig im
Abgang, feine saline, mineralische
Nuancen im Nachhall, großes Reifepotenzial.
neumeister.cc, € 37,–
2017 GRAUBURGUNDER RIED
SAZIANI G STK
Mittleres Grüngelb, Silberreflexe.
Feine reife Birnenfrucht, ein Hauch
von Apfel und Feige, feine Mineralität,
facettenreiches Bukett. Stoffig,
elegant, feine Fruchtsüße, saftig
und seidig, angenehme Säurestruktur,
dezenter Nougat im Abgang, sehr
gute Länge, zeigt bereits große Harmonie,
tolles Entwicklungspotenzial
für viele Jahre.
neumeister.cc, € 37,–
96
96
94
2010 TBA SAZIANI ESSENZ
Leuchtendes helles Bernstein,
Goldreflexe. Frische Dörrzwetschgen,
dunkler Honig, kandierte Orangenzesten,
facettenreiches Bukett. Komplex,
stoffig, zart nach Rosinen, sehr gut
eingebettete Honigsüße, finessenreich
strukturiert, salzig-mineralisch
unterlegter Abgang, extraktreich
und lange anhaltend, großes
Zukunftspotenzial für einige
Jahrzehnte.
neumeister.cc, € 37,– (0,375 l)
2017 MORILLON RIED MOARFEITL
G STK
Mittleres Grüngelb, Silberreflexe.
Zarte Holzwürze, einladende gelbe
Fruchtnuancen, ein Hauch von Feigen,
dezente Kräuterwürze, ein Hauch von
kandierten Orangenzesten. Stoffig,
sehr elegant, engmaschig und mit feiner
Extraktsüße ausstaffiert, wirkt
bei aller Komplexität sehr leichtfüßig,
bleibt haften, noch sehr unterentwickelt,
saftiges Finale.
neumeister.cc, € 37,–
2018 ROTER TRAMINER RIED
STEINTAL 1 STK
Helles Grüngelb, Silberreflexe.
Rauchige Würze, Nuancen von
Eibischteig unterlegt mit etwas
Wiesenkräutern, mineralischer
Anklang, ein Hauch von Pfefferminze,
feine Rosenblütennuancen. Saftig,
elegant, dunkle Mineralität, mit guter
Frische strukturiert, präzise Kernobstnoten
im Abgang, Williamsbirnen
im Nachhall, bleibt lange haften.
neumeister.cc, € 22,–
Foto: Neumeister
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falstaff
jul–aug 2018
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WEINGUT HARETER THOMAS / promotion
PURER
WEINGENUSS
»Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen
Bestand.« Was Darwin einst damit meinte, wird am
Weingut Hareter aus tiefster Überzeugung gelebt.
Fotos: © Alex Lang, © Weingenuss Neusiedler See | Matthias Heisler
Etwas mit Bestand schaffen, etwas
Nachhaltiges vollbringen, die
Traube im Glas, natürlich, ungekünstelt,
unverfälscht, ehrlich.
Es war immer schon der Weg zum pursten
Wein, der den leidenschaftlichen Winzer
Thomas Hareter angetrieben hat.
Gemeinsam mit Claudia, die so wie er das
richtige Gespür und sensible Händchen für
Boden, Rebe und Traube hat, strebt der bodenständige
»Naturbursch« mit Herz und
Hingabe nach den ganz besonderen, unverwechselbaren
Naturweinen, die nach minimalen
Eingriffen im Keller mit maximaler
Echtheit in der Flasche landen, um fortan im
Glas Weinliebhaber aus aller Welt zu berühren,
zu erfreuen, zu begeistern. (»Naturbursch«
heißt übrigens auch die Weißweincuvée
der Hareters.)
Idealer Erntezeitpunkt, sorgfältigste Selektion
im Weingarten, Lese von Hand, Spontangärung
mit Naturhefen, optimale Maischestandzeiten,
schonende Pressung, langsamer
Ausbau in Edelstahl oder im großen
Holz, um Frucht und Boden zu betonen.
All das sind wichtige Stationen von der
hoffnungsvollen Weinbeere zum herrlichen
Rebensaft, durch die jeder einzelne der Weine
seinen größtmöglichen Charakter und sein
volles Lagerpotenzial ausschöpfen kann.
Dem Wein den nötigen Freiraum geben,
um in Ruhe werden zu können, die Hareter-
Philosophie im Wein verwirklicht sehen,
auch einmal loslassen können.
Als Höhepunkt seiner Bemühungen wird
Thomas mit balancierten, feingliedrigen,
strukturierten und bekömmlichen Tropfen
belohnt, delikat einfach – einfach delikat,
die je nach Kategorie ein frisch-fruchtiges,
leichtes, unkompliziertes aber dennoch anspruchsvolles
Trinkvergnügen bieten, oder
mit ihrer schwerelos anmutenden Kraft und
vielschichtigen Eleganz zum Nachdenken
und Träumen animieren und ihre Größe bis
»Was heißt hier ›Naturwein‹? Das
bedeutet ›ohne‹ bei den Hareters.«
THOMAS HARETER, WINZER
ins gereifte Alter voll Harmonie und Finesse
erlebbar machen.
»Bei unseren Naturweinen – den ›Ohne‹-
Weinen – haben wir unseren Einfluss auf ein
absolutes Minimum reduziert: ohne Hefe,
ohne Schönungsmittel, ohne Filtration und
ohne Schnickschnack: unfiltriert, unverfälscht,
ungeschönt, unkonventionell!«, so
Thomas Hareter.
INFO
Weingut Hareter Thomas
Untere Hauptstraße 73, 7121 Weiden am See
T: +43 2167 7612
weingut@hareter.at
hareter.at
jul–aug 2019 falstaff 45
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cover / WISSENSCHAFT
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IMMER DER
NASE NACH...
Was passiert beim Schmecken und wie sehr ist die Nase beteiligt? Jeder, der sich
an den letzten Schnupfen erinnert, weiß: sehr! Denn der Geschmack ist eine
komplexe Sache und die Verarbeitung der Riechsignale erst recht. Daher fehlen
uns auch oft die Worte.
TEXT MARLIES GRUBER ILLUSTRATION GINA MÜLLER
jul–aug jul-aug 2019
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47
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R
eden wir vom Geschmack,
egal ob von Nüssen, Tomaten,
Erdbeeren, Steinpilzen
oder Käse, ist meistens doch
nicht nur der Geschmack
gemeint. Denn der ist auf die fünf Grundgeschmacksarten
süß, sauer, salzig, bitter und
umami reduziert, die die Geschmacksknospen
auf der Zunge erkennen. Wie wir aber
Geschmack in seiner vollen Komplexität
wahrnehmen, ist neben der Temperatur, der
Textur und dem Empfinden von zum Beispiel
scharf oder prickelnd wesentlich von
den Aromen abhängig. Und zwar nicht nur
durch die Nase, sondern beim Essen und
Trinken über das sogenannte retronasale
Riechen – das Riechen von hinten. Dabei
gelangen die Duftstoffe des gekauten, eingespeichelten
Speise breis vor allem nach
dem Schlucken beim Ausatmen von der
Mundhöhle über den Rachen bis zur Riechschleimhaut.
Dort werden sie beim Riechen
von hinten allerdings anders bewertet als
beim Riechen durch die Nasenlöcher, nämlich
nicht so streng. Das wird auch als das
Limburger-Cheese-Phänomen bezeichnet:
Käse, der über die Nase beschnüffelt unangenehm
riecht, kann retronasal als ganz gut
wahrgenommen werden. Ein Grund dafür
ist, dass das Erwärmen im Mund, das Zerkauen
und Einspeicheln die Aromastoffzusammensetzung
im Vergleich verändert.
Außerdem lässt sich das retronasale
Riechen durch intensive Mund- und Kaubewegungen
wie beim Weinbeißen und durch
mehrfaches Schlucken kleiner Mengen
deutlich verstärken. Die flüchtigen Duftstoffe
vermitteln über den retronasalen Weg
also einen »gustatorischen Geruch«. Dessen
Wahrnehmung kann auch von der Speisentemperatur
beeinflusst werden: Ist etwas
extrem heiß oder kalt, wird alles andere
rundherum vergessen. So schmecken wir
bei einem Eis zu Beginn das Aroma nicht,
wir spüren nur tiefgekühlt kalt. Mit zunehmender
Erwärmung im Mund erschließt
sich dann das Aroma. Daher lassen sich mit
Eis weitere »Geschmäcker« vorerst blockieren.
Unterschiedlich temperierte Komponenten
eines Gerichts erzielen also spielerische
Effekte beim Essen, und üblicherweise
verwechseln wir den Geruch mit dem
Geschmack. Wie relevant das Riechen
von hinten ist, lässt sich auch leicht bewusst
testen. Man braucht sich nur die Nase
zuhalten und beispielsweise ein Mentholcover
/ WISSENSCHAFT
48 falstaff jul–aug 2019
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w
BEVOR EIN AROMA BENANNT WERDEN KANN, IST
DER GEFÜHLSGEHALT LÄNGST KLAR. UND AUCH, IN
WELCHER SITUATION EIN ÄHNLICHER GERUCH SCHON
EINMAL WAHRGENOMMEN WURDE. EBENSO WERDEN
POTENZIELLE GEFAHRENDÜFTE UND EKELHAFTIGKEIT
SOFORT BEWERTET.
Bonbon lutschen oder eine Nuss kauen.
Man wird nicht viel schmecken. Öffnet
man dann die Nase, wird man nach dem
Schlucken und Ein- und Ausatmen die
eigentlichen Aromen registrieren. Es
kommt eben erst mit dem Riechen der
volle »Geschmack« zur Geltung. Denn
die gemeinsame Bewertung aller Reize im
Gehirn führt zur Illusion, dass sowohl
Duftstoffe als auch gustatorische Komponenten
von Zunge und Gaumen erfasst
werden.
SCHMECKEN KÖNNEN WIR VIEL –
ALLEIN, UNS FEHLEN DIE WORTE
Im Gegensatz zum Geschmack detektiert
der Geruchssinn nicht wasserlösliche, sondern
flüchtige chemische Stoffe. Die in der
Atemluft vorkommenden Substanzen gelangen
über die Nasenhöhle zum Nasendach.
Die dort vereinten Sinneszellen schicken ein
elektrisches Signal zum Riechkolben, einem
Nervengeflecht hinter der Stirnhöhle. Von
dort werden die olfaktorischen Informationen
in unterschiedliche Gehirnareale verteilt.
Erste Verarbeitungsschritte erfolgen im
limbischen System, das für die emotionale
und hedonische Einfärbung, die Sprachferne
und den Erlebnisbezug von Gerüchen
verantwortlich ist. Bevor ein Aroma
benannt werden kann, ist der Gefühlsgehalt
längst klar und auch, in welcher Situation
ein ähnlicher Geruch schon einmal wahrgenommen
wurde. Auch werden potenzielle
Gefahrendüfte und Ekelhaftigkeit sofort
bewertet. Nicht umsonst heißt es »den (faulen)
Braten riechen«, also einen Verdacht
haben oder Gefahr wittern. Die Redewendung
bezog sich früher darauf, dass verdorbenes
Fleisch verkocht wurde. Schnelle,
leistungsstarke und unbewusste Verarbeitungsmechanismen
kommen beim Riechen
zum Zug, weil es unmittelbar mit dem
Atmen verbunden ist. Müssten wir jeden
der 15.000–30.000 Atemzüge bewusst verarbeiten
und verbal beurteilen, wäre unser
Gehirn massiv überfordert. Deswegen fällt
es schwer, Geruchswahrnehmungen treffend
zu beschreiben.
MEHR SÜSSGESCHMACK
Der Geruch von Speisen kann auch die
Wahrnehmung des Grundgeschmacks
beeinflussen. Gut dokumentiert ist das zum
Beispiel für die empfundene Süße. So verstärkt
der Geruch von Erdbeeren, Pfirsich,
Zitronen, Orangen, Himbeeren oder Kirschen
die süße Geschmackswahrnehmung
von Saccharose, dem normalen Haushaltszucker.
Beim Duft von Mango, Litschi oder
Pflaumen lässt sich dagegen kein Zucker
einsparen.
OPTISCHE GERUCHSERWARTUNG
Weil die Riechinformationen im Gehirn
weit verbreitet werden, kommt es auch zur
Verknüpfung mit anderen Sinnesempfindungen
und Erinnerungen. So spricht man
vom visuellen Flavour – dem Umstand, dass
Farben mit Geschmacksarten und Gerüchen
verbunden werden. Fast selbstverständlich
gehen wir davon aus, dass etwa
rosarote Lebensmittel süß schmecken und
süßlich riechen und gelbe Produkte sauer
schmecken und nach Zitrone duften. Wir
erwarten zu »schmecken«, was wir sehen.
Und lassen uns doch auch gerne überraschen,
wenn sich die vermeintlich süße
Haselnusskugel als Gänseleberpraline
entpuppt.
Weitere Food-Facts
aus der Welt der
Wissenschaft:
falstaff.com/science
<
49
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promotion / INTERSPAR WEINWELT.AT
Die Winzer Josef Dockner,
Erich Scheiblhofer und
Stefan Krispel (v. l.) beim
genussvollen Treffen am
Kärntner Wörthersee.
SOMMERWEINE 2019
Es ist Zeit für die Kür der INTERSPAR-Sommerweine. Heuer hat man sich zum Wörthersee
aufgemacht und auf neutralem Boden Rat in Sachen »perfekte Sommerweine« von einem
Steirer, einem Burgenländer und einem Niederösterreicher geholt. Geplaudert wurde dabei
auch über das Leben, den Sommer und den Genuss.
W
as als Genuss empfunden
wird, ist subjektiv. Der
eine mag’s bunt, reichhaltig
und vielfältig, der
andere will vom Guten möglichst viel abbekommen.
Ein Glaserl Wein, die Frau im
Arm, ein wenig Zeit zu zweit: Das ist für
Erich Scheiblhofer aus dem burgenländischen
Andau Genuss und Lebensqualität.
Die Zweisamkeit genießt der Winzer gerne
auf seiner Terrasse, wo er den Blick gemeinsam
mit seiner Frau über rund 100 Windrä
der schweifen lassen kann. »Für mich ist
das Energiepolitik auf höchstem Niveau!«
Während sich Erich Scheiblhofer die
Nachhaltigkeit auf die Fahnen geheftet hat,
steht im Stammbuch des Burgenländers eine
weitere Tugend als Auftrag: Mensch, ärgere
dich nicht mehr. »Wenn du gelassen bleibst,
dann bist du auch genussbereit ohne Ende.«
Immer würde das zwar nicht funktionieren,
mit 41 Jahren (»Okay, das ist jetzt kein biblisches
Alter«) sei er aber entspannter als
früher. »Im Körper darf sich nichts verklumpen,
da musst du gelöst bleiben, dein
eigenes Tempo wählen.« Ein ziemliches
Tempo erfordert die Verkostung der Weine,
die in den Scheiblhofer’schen Barriquefässern
schlummern. Spucken statt schlucken
ist hier das Motto, andernfalls würde der
retronasale Alkoholdampf die Ergebnisse
verfälschen. »Es gibt Tage, da verkoste ich
in Rekordzeit über 100 Fässer. Die ersten
paar Male hast du einen Brummschädel.
Aber nicht vom Trinken, sondern von der
Konzentration.« Größte Aufmerksamkeit
Fotos: INTERSPAR/Helge Kirchberger, Text: Angi Huber
50
falstaff jul–aug 2019
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89 von 100 Falstaff-Punkten
Rosé Zweigelt-Pinot Noir 2018
Winzerhof Dockner, Höbenbach
11,5 Vol.-%, DV. Helles Lachsrosa, zarte
Silberreflexe. Ein Hauch von roten Kirschen und
frischem Waldbeerkonfit, zart nach Blütenhonig.
Saftig, Noten von frischen Erdbeeren, lebendig
strukturiert, elegant im Finale, ein vielseitiger
Sommerwein.
0,75-Liter-Flasche, € 5,49
Fotos: INTERSPAR/Helge Kirchberger, Text: Angi Huber
sollte man Erich Scheiblhofers Sommerwein
2019 schenken. Spätestens dann, wenn die
Sonne untergeht, ist die Zeit reif für seinen
Cabernet Sauvignon. »Das ist kein ausgepowerter
Tanninbomber. Er hat eine wunderschöne
Johannisbeernote und eine trinkanimierende
Struktur.«
PUSZTASEE & SOMMERSPRITZER
Während Erich Scheiblhofer vom Pusztasee
erzählt, in den er abends gerne köpfelt, öffnet
der Himmel über dem Wörthersee eine
Schleuse. Der guten Laune tut das keinen
Abbruch – zumal der Regenguss das nächste
Thema einleitet: Sommerspritzer. Dass
der zahlreiche Vorzüge hat, findet vor allem
Josef Dockner. Man könne damit einen
erschöpfenden Arbeitstag wunderbar beschließen
und dabei auch »das Gehirn herunterfahren«.
Der dafür verwendete Wein
möge aber bitte schön ein guter sein! »Aus
einem schlechten Wein wird kein guter
Spritzer, sondern ein abartig grausiger. Das
multipliziert sich.« Dockners Sommerwein
– ein Rosé aus Zweigelt und Pinot Noir –
verdient ganz andere Attribute. In der Nase
offenbart er ein volles, intensives Bukett
nach Erdbeeren, Himbeeren und ein bisschen
Kirsche, dem Gaumen spendiert er
eine ausgesprochen schöne Frucht. Zum
Verlängern ist der rosa Trunk fast zu schade,
man genießt ihn am besten pur.
ORDENTLICH RADAU
»Als ich in den Betrieb eingestiegen bin,
war ich 18. Ich habe neue Flächen bepflanzt
und war der festen Überzeugung, dass alle
auf unsere Weine warten und wir nur noch
liefern müssen.« Falsch gedacht. Die Bestellungen
blieben aus, stattdessen erschütterte
ein Krach mit dem Vater das Haus.
»Die Nachbarn haben angeläutet und
gefragt, ob bei uns alles in Ordnung ist.«
Mittlerweile kann Stefan Krispel, 30, darüber
lachen. Damals war es für ihn Anlass,
seine vier Buchstaben in die Höhe zu stemmen
und »wie ein Narrischer« auf Messen
und bei (potenziellen) Kunden vorstellig zu
werden. Weine, Wollschweine, Buschenschank
und Gästezimmer: Heute gilt das
Weingut als eine der interessantesten Genussadressen
Österreichs. Ein Genuss ist
auch der Muskateller Vulkanland Steiermark
DAC 2018, den Stefan Krispel als
Sommerwein empfiehlt.
»Er ist leicht, fruchtig, hat ein schönes
Muskataroma und funktioniert auch als
Spritzer hervorragend.« Am Teller platziere
man dazu idealerweise Fisch, gerne auch
ein steirisches Backhendl.
90 von 100 Falstaff-Punkten
Gelber Muskateller Klassik 2018
Genussgut Krispel, Hof bei Straden
11,5 Vol.-%, DV. Helles Grün, Silberreflexe.
Attraktiver Duft nach Holunderblüten, zart nach
Muskatnuss und weißem Apfel. Knackig, zart nach
frischer Litschi und Limette, rassiger Säurebogen,
mineralisch-zitronig, macht Lust auf ein
zweites Glas.
0,75-Liter-Flasche, € 10,99
91 von 100 Falstaff-Punkten
Cabernet Sauvignon Selection 2018
Weingut Scheiblhofer, Andau
13,5 Vol.-%, DV. Dunkles Rubingranat, violette
Reflexe, zarte Randaufhellung. Nuancen von
Nougat, Tabak, dezente Brombeernote, zart nach
Cassis, einladende Frucht. Saftig, dunkle Beeren,
schwarze Kirschen, gute Frische, eingebundene
Tannine, extraktsüßer Nachhall, schokoladiger
Nachhall, ein würziger Speisenbegleiter.
0,75-Liter-Flasche, € 9,99
weinwelt.at
INFO
Individuelle Weinberatung unter
0800 190 150
Mo bis Do 8–17 Uhr
Fr 8–14 Uhr
kundenservice@interspar.at
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wein / DIE RHÔNE UND DER WEIN
WASSERWEG ..
NACH SUDEN
»Sur le pont d’Avignon on y danse, on y danse …« So lautet das bekannte
Volkslied aus dem 15. Jahrhundert. La douce France, das auf liebenswürdige
Weise provinzielle Frankreich, belebt unsere Fantasie kaum sonst wo
so stimmungsvoll wie im Rhônetal.
TEXT BENJAMIN HERZOG, ULRICH SAUTTER, DOMINIK VOMBACH
Fotos: mauritius Images
52 falstaff jul–aug 2019
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Fotos: mauritius Images
SERIE
EUROPAS WEIN-FLÜSSE
IM PORTRÄT
TEIL 1: DONAU
TEIL 2: RHEIN
TEIL 3: RHÔNE
Atemberaubend: der Blick von
Tournon-sur-Rhône auf die
Amphitheater des Hermitage-
Felsens, der berühmtesten
Lage des Rhônetals.
jul–aug 2019
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wein / DIE RHÔNE UND DER WEIN
Ob das am Wein liegt? Kaum ein
Fluss hat Mittel- und Südeuropa
kulturell so zusammengeschweißt
wie die Rhône. Schon
in der Bronzezeit existierte eine
Hochkultur, deren Einfluss entlang der Rhône
von den Alpen bis zum Mittelmeer reichte.
Im vierten Jahrhundert vor Christus
brachten die Griechen den Weinbau nach
Marseille. Von der südlichen Rhône aus verbreiteten
sich die Reben im ganzen heutigen
Frankreich. Doch auch ganz im Norden des
Rhônetals liegt eine Keimzelle des europäischen
Weinbaus: Die Kelten bauten schon im
achten Jahrhundert vor Christus Wein im
Wallis an. Hier, am nördlichsten Flussabschnitt
der Rhône und in seinen alpinen
Nachbargebieten, liegt zudem einer der
bedeutendsten Gen-Pools der europäischen
Weinrebe. Sorten wie Mondeuse und Syrah
stammen aus dem benachbarten Savoyen, und
das Wallis ist berühmt für Lokalsorten wie
Petite Arvine, Cornalin oder Humagne.
Der »Rotten«, wie die Oberwalliser die
Rhône nennen, hat seinen Ursprung im
äußersten Nordosten des größten Schweizer
Weinbaukantons. Hier liegt der beeindruckende
Rhônegletscher, an dessen Rückgang
sich die Folgen des Klimawandels unmissverständlich
erkennen lassen. Seit Mitte des
19. Jahrhunderts schmilzt er kontinuierlich,
fast 10 Zentimeter pro Tag. Sein Schmelzwasser
sammelt sich derzeit in einem See
auf 2208 Metern Seehöhe. Von dort aus
fließt die Rhône hinab ins Tal, von Visp aus
auf 72 Kilometern überwiegend westwärts,
bis sie bei Martigny, am Rhôneknie, einen
markanten 90-Grad-Bogen nimmt, um
Richtung Norden in den Genfersee zu fließen.
Oberhalb von Visp in Visperterminen
liegt der höchste Weinberg Europas und das
Epizentrum des Heida, wie die französische
Sorte Savagnin im Wallis genannt wird. Die
dichten, konzentrierten Weißweine sind von
den hohen Temperaturen der Sommermonate
geprägt. Hier in der Region gedeihen aber
auch fast vergessene Sorten wie der Eyholzer
Rote oder Lafnetscha, die trotz der Hitze
federleichte Weine hervorbringen. Die für
das Rhônetal so typische Sorte Syrah
gelangte im Jahr 1926 ins Wallis und führt
trotz perfekter klimatischer Bedingungen
noch immer ein Schattendasein. Wie überall
in der Schweiz dominiert beim Rotwein der
Pinot Noir, der im Walliser Klima jedoch
wenig von seiner eigentlichen Finesse ausspielen
kann. Syrah wie der Cayas von Jean-
René Germanier verdeutlichen auf eindrucksvolle
Weise, zu welcher Strahlkraft
diese Sorte in der Schweiz fähig ist.
AB LYON GERADEAUS NACH SÜDEN
Nach der Passage des Genfersees mäandert
die Rhône zunächst durch den kargen,
schroffen Teil des Juragebirges, ohne von
Alpiner Weinbau bei Visp und Visperterminen: Reben gesäumt zu werden – die Weinbaugebiete
des Jura liegen allesamt weiter Die Steilhänge reichen bis auf 1150 Meter Höhe. >
Karte: Stefanie Hilgarth, Fotos: Shutterstock, Nicolas de Neve, Château Lichten, beigestellt
54 falstaff jul–aug 2019
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Jean-René Germanier (r.) und
sein Önologe Gilles Besse
gehören zu den Größen im
Walliser Weinbau.
Karte: Stefanie Hilgarth, Fotos: Shutterstock, Nicolas de Neve, Château Lichten, beigestellt
Atemberaubender
Ausblick mit Rhône im
Hintergrund: Das
Château Lichten
bei Leuk gehört zum
Hause Rouvinez.
jul–aug 2019
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55
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wein / DIE RHÔNE UND DER WEIN
Seit dem Jahr 2011 gehört Château-Grillet (mit 76 Rebterrassen auf 3,5 Hektar)
François Pinault – und ist damit ein Schwester-Gut von Château Latour.
>
nördlich. Ab Lyon beginnt die Rhône
jener Strom zu werden, den man gemeinhin
vor Augen hat. Von dort fließt er geradewegs
nach Süden, dem Mittelmeer zu.
Dabei ist dieser Teil des Rhônetals ein
Zwilling zum Rheingraben, beide Absenkungen
entstanden durch die Auffaltung
der Alpen und bilden (gemeinsam mit dem
sie verbindenden Tal der Saône) ein zusammengehörendes
Grabensystem, das Mitteleuropa
quer von Norden nach Süden teilt.
HERMITAGE, STAR DER NORDRHÔNE
Schon wenige Flusskilometer nach Lyon
beginnt sich die weinbauliche Pracht der
nördlichen Rhône zu zeigen: Die ersten
Appellationen flussabwärts gelten den
Syrah-Weinen der Côte-Rôtie sowie den
Viognier-Weißweinen von Condrieu und
Château-Grillet. Die teils terrassierten Steilhänge
liegen hier am rechten Ufer des
Rhônetals auf alten Gesteinen des Zentralmassivs:
Granit, Gneis und Glimmerschiefer.
Im Zusammenwirken mit der Exposition
in Südost- bis Ostrichtung entstehen
Wein-Legenden von packender Mineralität
und Langlebigkeit.
Noch etwas weiter flussabwärts wachsen
bei St. Joseph einige der kernigsten und
mineralischsten Syrah-Rotweine. Auch
Weißwein wird hier in kleinerer Menge
angebaut – und zwar in jener klassischen
Nordrhône-Assemblage aus Marsanne und
Roussanne, die auch den majestätischsten
Weißwein des Rhônetals, den weißen Hermitage,
kennzeichnet. Der Hermitage-Berg
zieht sich beim Ort Tain-l’Hermitage über
eine Länge von etwa drei Kilometern parallel
zum Verlauf des Flusses, wobei die meisten
Weinberge geradewegs nach Süden ausgerichtet
sind oder kleine Amphitheater mit
überwiegend südlicher Ausrichtung bilden.
Zudem beginnt sich in diesem Abschnitt
des Flussverlaufs der mediterrane Klimaeinfluss
bereits etwas stärker zu zeigen. Die
Böden bestehen hier aus derselben
Mischung aus Granit, Glimmerschiefer und
Gneis wie andernorts an der nördlichen
Rhône, doch an manchen Orten finden sich
auch Kalkgeröll und Löss am Hang sowie
Alluvialböden am Hangfuß.
Der rote Hermitage stellt die Klimax all
dessen dar, was Syrah bringen kann: Frucht,
Würze, unbändige Kraft, mineralischen Tiefgang,
Langlebigkeit. Der Eremit Gaspard de
Sterimberg, der den Hang im frühen
13. Jahrhundert (wieder-)bestockt haben soll,
gab der Appellation ihren Namen, und die
legendäre Kapelle, die er errichtete, steht heute
Pate für einen der besten und beständigsten
Weine. Noch im 18. Jahrhundert hatte
der Hermitage an den Höfen des Ancien
Régime nur einen einzigen Rivalen: roten
Burgunder. Und als die Pariser Aristokratie
im 19. Jahrhundert Bordeaux zu trinken
begann, verschnitt der Weinhandel Her-
Zu Sand oder Grus verwitterter Granit, Einzelpfahlerziehung und ein Blick auf den Strom
– das sind die Zutaten für die großen Weiß- und Rotweine der nördlichen Rhône.
>
Karte: Stefanie Hilgarth, Fotos: Chateau Grillet- Photo Vinexia.fr, mauritius Images
56 falstaff jul–aug 2019
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Timeless by
Tradition
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wein / DIE RHÔNE UND DER WEIN
>
mitage in seine Médocs, um ihnen mehr
Struktur und Farbe zu geben. Eine Verbesserungsmethode,
die sogar ein zugehöriges
Verb hervorbrachte: »hermitager«.
Weiter flussabwärts endet der nördliche
Flussabschnitt der Rhône mit den Weinbergen
von Cornas und sehr mineralischen
Rotweinen sowie jenen von Saint-Péray –
einer reinen Weißwein-Appellation. Zwischen
Valence und Montélimar wird nur
wenig Weinbau betrieben, allerdings ist das
Tal der Drôme, die südlich von Valence in
die Rhône mündet, für die Erzeugung des
Schaumweins Clairette de Die bekannt.
DIE VIELFALT DES SÜDENS
Kult an der südlichen Rhône: der rare Wein von Château
Rayas, ein Châteauneuf-du-Pape aus 100 Prozent Grenache.
Direkt am Fluss übernimmt der Weinbau
erst zwischen Orange und Avignon wieder
die Herrschaft über die Ufer. Die berühmten
Böden mit Rollkies (»Galets roulés«)
bringen in Châteauneuf-du-Pape ein weiteres
Original hervor: Die an der nördlichen
Rhône sortenrein gekelterte Syrah ist hier
ein Juniorpartner, historisch werden bis zu
13 Rebsorten für roten Châteauneuf verwendet,
darunter auch mehrere weiße Trauben.
In den Zeiten ohne technische Hilfsmittel
half deren Zusatz, die Farbe zu stabilisieren
und der Wucht der Weine etwas
mehr Nerv und Fassung zu verleihen.
Gerade mit Blick auf die Sortenwahl variieren
die stilistischen Ideen beim Châteauneuf-du-Pape
sehr stark. Einer der Kultweine
der Region, der schwer zu findende Château
Rayas, besteht zu 100 Prozent aus
Grenache. Seine Feingliedrigkeit unterscheidet
ihn stark von der ungezähmten Stoffigkeit,
die Châteauneufs auf Basis von Mourvèdre,
Syrah oder Carignan aufweisen.
Die Vielfalt der Stile ist auch Ausdruck
einer Vielfalt von Böden: Neben den Galets
roules, die meist von einer Matrix aus rötlichem
Lehm umgeben sind, existieren in
Châteauneuf auch Böden auf Kalk und auf
verschiedenfarbigem Sand. Schaut man ein
wenig in die Nachbarschaft, etwa in die
Appellationen Gigondas und Vacqueyras,
dann erweitert sich das Spektrum noch,
denn auch die nahe Felsenkette der Dentelles
de Montmirail schuf mit ihrem Geröll
Weinbergsböden der Ausnahmeklasse.
Inmitten dieses Paradieses wuchtiger Rotweine
hält sich auch eine Insel des edelsüßen
Weins: Der Muscat de Beaumes-de-
Venise wächst auf schmalen Weinbergsterrassen,
es soll Papst Clemens V. gewesen
sein, der im 14. Jahrhundert den Anstoß
zur Produktion dieser edelsüßen Köstlichkeit
gegeben hat.
Darüber hinaus werden an der ganzen
südlichen Rhône auch Weißweine und
Rosés erzeugt. Die namhafteste Rosé-Herkunft
ist Tavel am rechten Rhône-Ufer,
praktisch direkt vis-à-vis von Châteauneuf
gelegen. Für ihre Weißweine nützen die
Winzer an der südlichen Rhône eine Vielzahl
an Sorten: Picpoul, Clairette und Bourboulenc,
Picardan und Grenache Blanc, aber
auch die aus dem Norden importierten
Marsanne, Roussanne und Viognier. Fast
jede Appellation erzeugt auch in kleinen
Mengen Weißwein – und gerade der weiße
Châteauneuf-du-Pape hat sich in den letzten
Jahren zum Geheimtipp entwickelt.
Mit einer winzigen Weißwein-Appellation
findet der Weinbau an der Rhône auch
seinen südlichen Abschluss: Nur noch acht
Hektar Reben wachsen in der AOC Clairette
de Bellegarde, die westlich von Arles und
am Nordrand der Camargue liegt, während
am linken Rhône-Ufer aus der Ferne bereits
die Weinberge der Provence herübergrüßen.
Wenige Kilometer weiter mündet die Rhône
ins Mittelmeer – und damit in jenes Gewässer,
dank dem vor über 2000 Jahren die
Weinkultur nach Frankreich kam.
Tavel, vis-à-vis von Châteauneuf am rechten Rhôneufer
gelegen, produziert ausschließlich Rosé-Weine.
>
Karte: Stefanie Hilgarth, Fotos: Château Rayas, beigestellt
58 falstaff jul–aug 2019
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A-NOBIS / promotion
AMOUR FOU
Eine leidenschaftliche, rasende Liebe bringt manche an den
Rand der Verzweiflung. Andere macht sie glücklich.
Norbert Szigeti zum Beispiel.
Etwas zu lieben, bedeutet, stets darum
kämpfen zu müssen. Es gibt keinen
Status quo in der Leidenschaft. Sie
macht dich entweder stärker, oder du
verglühst am unerwiderten Begehren. Ein bisschen
lieben geht nicht, zumindest nicht im echten
Leben (dort, wo der Gaumen berührt wird).
Besonders perfid dabei ist: Der Grund für deinen
erhöhten Puls ist vergänglich und so gut wie immer
nicht unbegrenzt lieferbar. Für Norbert Szigeti
ist das eine seit 35 Jahren gelebte Selbstverständlichkeit.
Damals versank er erstmals in einem
Glas Champagner und stellte fest:
WENN SCHON ERTRINKEN,
DANN DARIN
beeindruckenden Franzosen zum anerkennenden
»Compliment!« gereicht. Norbert Szigeti ist
einer der ganz wenigen, die von renommierten
französischen Kollegen immer wieder zur Präsentation
seiner Sekte in die Champagne geladen
werden – in diesem Herbst bereits zum fünften
Mal. Seit er Ende 2018 mit seiner Frau Birgit die
ausschließlich traditionell flaschenvergorenen A-
NOBIS Sekte auf den Markt gebracht hat, reiht
sich ein Erfolg an den nächsten – ohne dass Größenwahn
um sich greift. Denn genau darum geht
es eben nicht. Selbstbeweihräucherung oder
Selbstgefälligkeit sind gleichermaßen entbehrlich
wie kontraproduktiv. Man ist sich nicht nur
der Herkunft der Sekte bewusst, sondern auch
der eigenen. Also feiern Norbert und Birgit lieber
mit befreundeten Winzern, Nachbarn und
Gastronomen am Golser Anger entspannt den
Sommer. Wer einmal bei deren schamlos untertrieben
als »Frühstück« tituliertem, bis in den
frühen Abend währenden Gaumenjubel eingeladen
war, der hat es im wahrsten Sinne verinnerlicht:
Es geht um die Freude am Leben oder anders
gesagt – Jetzt leben.
Gegen Jahresende übersiedelt die Produktion
in die modernste Sektkellerei Österreichs nach
Zurndorf.
Kaufen und verkosten kann man bis dahin am
Golser Anger 31. Die Sekte können unter anderem
auch im A-NOBIS Webshop bestellt werden.
Fotos: beigestellt
Seitdem hat sich zu der Liebe seines Lebens die
Liebe seines Gaumens hinzugesellt. Seine Leidenschaft
pendelte fröhlich zwischen der Champagne
und dem burgenländischen Gols. Das,
was er im Mutterland des Champagners von
Kollegen lernen durfte, trug maßgeblich dazu
bei, dass er eine originäre Handschrift entwickelte,
die mittlerweile auch den nicht leicht zu
INFO
A-NOBIS Sektkellerei
Norbert Szigeti
T: +43 2173 20899
a-nobis.at
jul–aug 2019 falstaff
59
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wein / RHÔ NE
TASTING
INFO
WEITERE BEWERTUNGEN
UND BESCHREIBUNGEN
FINDEN SIE SIE AB
AB SEITE 226. 148.
BEST OF
RHÔNE
98
97
96
2011 HERMITAGE BLANC,
DOMAINE JEAN-LOUIS CHAVE
Zunächst zurückhaltend mit floralen,
nussigen und buttrigen Tönen. Mit Luftkontakt
reifer Pfirsich, Süßkirsche,
Brombeere. Cremiger Ansatz – viskos,
von feinstem Stoff erfüllt, mineralisch
durchdrungen, eine Säure, die fast gar
nicht isoliert wahrnehmbar ist, so sehr
ist sie physiologisch mit Körper und
Mineralität verschmolzen. Ein großer
Weißwein, mächtig in seiner Statur und
dennoch auch fein besaitet. Große Länge,
zuletzt auch mit würzigen Aromen
(Sternanis und Kümmel).
alpinawein.de, € 218,–
2015 HOMMAGE À JACQUES
PERRIN CHÂTEAUNEUF-DU-PAPE
CHÂTEAU DE BEAUCASTEL
Kräuterwürze, rauchige Mineralität,
feine Trockengewürznoten, mit Thymian
und Salbei unterlegte schwarze
Beerenfrucht, ein Hauch von Sattelleder
und Unterholz. Kraftvoll, komplex,
Extraktsüße, Heidelbeerkonfit
und schwarze Kirschen klingen an,
getragen von reifen, runden Tanninen,
kandierte Veilchen, schwarze Trüffel,
straffer und langer Abgang, zart animalische
Würze im Rückgeschmack.
wagners-weinshop.com
ca. € 535,–
2016 CORNALIN, DENIS
MERCIER, WALLIS (CH)
In der Nase klare, präzise Beerenaromatik,
die man so von einem
Cornalin nicht erwarten würde. Vor
allem Brombeere und Schwarzkirsche,
dazu eine dezente Röstaromatik
aus dem Holz, Zartbitterschokolade
und würzige Anklänge. Am
Gaumen konzentriert und dennoch
auch elegant, mit intensiver Frucht,
fein gewobenem, reifem Gerbstoff
und enormer Länge. Großes
Lagerpotenzial.
mercier-vins.ch
ca. € 42,80
97
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2008 HERMITAGE ROUGE
DOMAINE JEAN-LOUIS CHAVE
Ätherisch-kräuterwürzig, Süßkirsche,
Menthol, grüner Pfeffer, komplex und
betörend. Am Gaumen sandiges Tannin
in erster Reife, hat noch Spannung,
aber keine Adstringenz mehr, die ätherische
Würze ist unmittelbar präsent
am Gaumen, trotz 14 Volumenprozent
hat der Wein kein Gramm Fett zu viel,
wirkt gebündelt, sehnig und puristisch,
und dennoch verschmelzen im Abgang
alle Komponenten nahtlos rund und
geschmeidig.
meinlamgraben.at, € 219,90
2015 DOMAINE DES TOURETTES
HERMITAGE ROUGE, DELAS
Noch verschlossen im Duft, Brombeerkonfitüre,
Andeutungen balsamischer
Würze. Cremiger Auftakt,
unmittelbar präsente Mineralität,
ex trem hohe Dichte mit feinem, aber
nicht zu seidigem Tannin. Elegant,
gemessen am Maximum dessen, was
an Extrakt und Inhalt in 14 Volumenprozent
passt, mineralisch gewürzt,
alle Komponenten nahtlos integriert,
reife, gut tragende Säure, pointierter
Wein mit allerbestem Reifepotenzial.
kateandkon.com, ca. € 75,–
2016 »CUVÉE DE MON AÏEUL«
CHÂTEAUNEUF-DU-PAPE
PIERRE USSÉGLIO & FILS
Dezentes Boisée, mineralische Noten,
Eisen, Süßkirsche, Garrigue – ein komplexes,
aber noch jugendlich zurückhaltendes
Duftbild. Am Gaumen ein
Wein voll zartem Nuancenreichtum,
fast burgunderhaft diskret in seinem
Stoff und trotz 16 Volumenprozent
Alkohol elegant und fast schon feingliedrig
wirkend. Hat dabei Ladungen
von Gerbstoff und eine sehr präsente
Frucht, alles hoch aufgelöst bei intensiv
mineralischer Grundierung. Lang.
finewineshop.com, ca. € 80,–
97
96+
96
2016 CÔTE RÔTIE
DOMAINE JAMET
Zu Beginn ein Fruchtverweigerer im
Duft, ganz aufs Steinig-Mineralische
gehend, mit nur einer Spur von Süßkirsche
dabei. Am Gaumen dann aber
prall kirschfruchtig, zum Kauen dicht,
große Mengen feinsten Gerbstoffkorns,
reife Säure, mineralisch durchdrungen,
ein völlig in sich ruhender Wein, alles ist
an seinem Platz, nachgerade unscheinbar
in diesem jugendlichen Zustand,
aber welch ein Potenzial!
pubklemo.at, € 180,–
(streng limitiert)
2014 ERMITAGE BLANC LE
REVERDY, FERRATON PERE E FILS
Gesteinsmehl, Feuerstein, ein Hauch
von Vanille und zarten floralen Noten.
Butterzart am Gaumen, fein aufgelöster
Extrakt, ungemein kultivierte Säure,
alle Komponenten sind dicht miteinander
verwoben und verschmolzen, alles
erscheint aus einem Guss, Mineralität,
Schmelz und Saftigkeit. Dabei ist der
Wein erst am Beginn seiner Öffnung.
Der Körper ist weit, aber ohne Schwere.
Frucht ist weniger das Thema, das
ist sinnlich gewordenes Terroir.
gute-weine.de, € 77,–
2012 CLOS DE BEAUVENIR
CHÂTEAUNEUF-DU-PAPE BLANC
CHATEAU LA NERTHE
Nougat de Montélimar, kandierter Pfirsich,
Cassata, würzig: Minze, Kardamom.
Eröffnet mit Schmelz und Cremigkeit,
spannt ein großes Volumen
auf, bleibt in seiner Extraktfüllung fein
und differenziert, deutlich mineralisch,
nachgerade zum Kauen einladend,
ganz nahtlos mit dem Körper verschmolzene
Säure, eine Opulenz ohne
Schwere. Idealer Speisenbegleiter für
die Liga »getrüffeltes Kalbsbries«.
alpinawein.de, € 81,50
Fotos: beigestellt
60 falstaff jul–aug 2019
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WEINGUT SCHEIBLHOFER / promotion
Frizzante weiß
Gelber Muskateller und Muskat Ottonel
11,5 Vol.-%, DV. Helles Goldgelb, erfrischende,
lang anhaltende Muskatnote, feine Perlage,
zarte Tropenfruchtnuancen, fruchtig-duftiger
Abgang, feine Restsüße.
scheiblhofer.at/shop, € 7,90
Frizzante rosé
Blauer Zweigelt und Merlot
11,5 Vol.-%, DV. Leuchtendes Lachsrosa, intensive
Frucht mit prickelndem Mousseux, etwas Biskuit,
cremige Textur, lang anhaltender Abgang, trockenes
Finish.
scheiblhofer.at/shop, € 7,90
FRIZZANTE MIT
TRAPPE
Gerade rechtzeitig zu den brütend heißen Temperaturen ist
der aktuelle Frizzante von Erich Scheiblhofer wieder am
Markt, und heuer gesellt sich auch noch ein Frizzante Rosé
dazu. Wenn das nicht für Abkühlung sorgt!
Als knochentrockenes Pendant gibt es
ganz neu nun auch einen Frizzante Rosé
für Freunde perlender Weine, die es aber
lieber etwas herber haben. Zweigelt und
Merlot bringen genügend fruchtige Aromen
mit, und die weichen Tannine der beiden
Sorten sind geradezu prädestiniert für
den Ausbau eines gaumenumschmeichelnden
Schaumweins. Wenn Gäste kommen,
sollte man deshalb unbedingt beide Varianten
einkühlen, um für alle Vorlieben
gerüstet zu sein.
Die Umstellung auf Direktdruck des
Etiketts wie inzwischen schon beim gesamten
Scheiblhofer-Sortiment vollzogen,
macht die beiden Frizzante auch zu einem
edlen Geschenk. Die Trappe, das Markenzeichen
des Weinguts, wurde freigestellt,
und ein eigener Frizzante-Schriftzug lässt
beschwingt auf den Inhalt schließen. Ein
Element vereint die beiden Perlweine mit
dem Rest des Sortiments: Scheiblhofer –
The Wine! Ob im Doppelpack oder solo,
Genuss für heiße Tage und laue Nächte
ist garantiert.
Fotos: beigestellt
Den Frizzante in Weiß gibt es
schon länger, und bis 2018
war der für sein traubiges Aroma
bekannte Muskat Ottonel
Hauptdarsteller, ein etwas höherer Restzuckerwert
machte ihn besonders bei der
Damenwelt zu einem regelrechten Bestseller.
Seit heuer sorgt eine geniale Mischung
aus Muskat Ottonel und Gelbem Muskateller
dafür, dass eine Flasche nicht nur im
Handumdrehen geöffnet, sondern ebenso
schnell ausgetrunken ist. Auch der Restzuckeranteil
wurde reduziert, um dem Wein
dadurch noch mehr Finesse, Spritzigkeit
und Frische zu verleihen. Für den Sommer
also ideal geeignet.
INFO
Weingut Scheiblhofer
Halbturner Straße 1a
7163 Andau
T: +43 2176 2610
office@scheiblhofer.at
scheiblhofer.at
jul–aug 2019 falstaff
61
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cover / SOMMER IM GLAS
SOMMER-
WEINE
BLUMIG-FRUCHTIGE WEINGENÜSSE
AUS ALLER WELT
Die Falstaff-Weinredakteure aus Österreich, Deutschland, Italien
und der Schweiz verraten Ihnen, welche Weine in diesem herrlichen
Sommer 2019 ihre Favoriten für Garten und Terrasse sind.
TEXT OTHMAR KIEM, PETER MOSER, ULRICH SAUTTER, DOMINIK VOMBACH
Der Sommer bietet viele
Gelegenheiten, ein gutes
Gläschen duftigen Weins mit
seinen Freunden zu genießen.
Fotos: Mascot – Getty Images
62 falstaff jul–aug 2019
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Fotos: Mascot – Getty Images
Die Gläser füllen sich mit
Nuancen von Blüten und
Früchten, den ätherischen
Ölen von Rosen und Zitruszesten,
Noten exotischer
Gewürze wie der Muskatnuss liegen animierend
in der Luft. Der Sommer beschert
uns Körbe voll frischer Beeren, vollreifer
Kirschen, tropische Früchte, saftiges Steinobst,
eine nicht enden wollende Symphonie
von Aromen und Düften. Es ist die Zeit des
unbeschwerten Genießens, sei es das erfri-
schende kühle Glas am Pool oder der
leichtfüßige Begleiter bei Tisch im Garten
oder auf der Terrasse. Liebhaber des frischen
Weißweins erfreut der Pfirsichton
des knackigen Rieslings, rotbeerige Roséweine
stehen bereit, ein lebendiger
Schaumwein à la Moscato verbindet alle
Facetten der Lebensfreude in einem Glas.
Falstaff hat das mondiale Angebot durchforstet,
und hier sind nun jene duftigen
Flaschen, die man im Sommer 2019 nicht
verpassen sollte. >
jul–aug 2019
falstaff
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cover / SOMMER IM GLAS
92
2018 GELBER MUSKATELLER SÜDSTEIERMARK DAC KITZECK-SAUSAL
Weingut Wohlmuth, Fresing-Kitzeck, Österreich
Helles Gelbgrün, Silberreflexe. Zart nach Ananas, floral unterlegte gelbe Tropenfrucht, zarte Muskatnuss,
mineralischer Touch. Saftig, rund und frisch, weißer Apfel, salziger Touch, ein Hauch von Limetten im
Abgang, Schieferwürze im Nachhall, ein facettenreicher Sommerwein.
wohlmuth.at, € 13,–
92
MÜLLER-THURGAU KLETTGAU 2018
Markus Ruch, Klettgau, Schweiz
In der Nase reifes Kernobst sowie intensive
Zitrusaromatik. Dazu ein Hauch von
weißen Blüten. Am Gaumen besticht
dieser Müller-Thurgau mit seinem ausgewogenen
Süße-Säure-Spiel, das ihn
unglaublich trinkig macht. Spritziger, frischer
Sommerwein, da freut man sich
auf ein zweites Glas.
wagners-weinshop.at
€ 23,–
92
2018 PERFECT DAY
Weingut Pittnauer, Gols
Neusiedler See
Mittleres Goldgelb, getrübt, Silberreflexe.
Einladender Duft nach frischen
Marillen, etwas Apfel, zarter Blütenhonig,
dezente Kräuterwürze, floraler
Touch. Saftig, zart nach Nashi-Birnen,
feiner Säurebogen, ein Hauch von Muskat
im Nachhall, Cuvée aus vier duftigen
Weißweinsorten, in der Amphore
mineralisiert.
pittnauer.com, € 15,–
92
FORSTER RIESLING KABINETT
TROCKEN 2018
Heinrich Spindler, Pfalz, Deutschland
Weißer Pfirsich, Zitronenmelisse, etwas
feuchter Sand, feuchter Kalk, straffer,
saftiger Säurezug, spielende Süße,
frisch und dabei intensiv taktil-mineralisch,
pikant in den Aromen und ungemein
lang in der Struktur, dabei leichtfüßig
und elegant, ein Durstlöscher
auf höchstem Niveau.
weingutheinrichspindler.de, € 8,80
92
»PURE« SCHEUREBE TROCKEN
2018
Brüder Dr. Becker, Rheinhessen
Deutschland
Ohne Schwefelzusatz. Blumig, keine
Oxidation, ein Hauch Apfelschalentee.
Am Gaumen straff, hefig, sehr mineralisch,
leicht phenolisch, würziger
Abklang, hintergründiger Schmelz,
deutliche Salzigkeit. Ein intellektuelles
Sommervergnügen.
brueder-dr-becker.de, € 8,–
91
SAUVIGNON BLANC 2017
Hervé Villemade, Loire, Frankreich
In der Nase frische Zitrusfrüchte,
reifes Kern- und Steinobst sowie
Honig. Am Gaumen frische, saftige
Säure, viel Schmelz und schöne
Birnen- sowie Apfelfrucht. Wirkt
leichtfüßig und besitzt eine schöne
Cremigkeit und Würze im Abgang.
weinskandal.at
€ 12,–
90
DU NEUF EN GASCOGNE 2018
Plaimont Producteurs, Gascogne
Frankreich
Der Name ist ein Wortspiel: »Neuigkeiten«
aus der Gascogne, aber das
Wort »neuf« deutet gleichzeitig auch
auf die neun Volumenprozent Alkohol
hin. Floraler und zitrischer, sehr klarer
Duft, Grapefruit, Cassis und Flieder.
Knackige Säure, forsch dagegen
gesetzte Restsüße, ein Kabinett-Typ
aus 100 Prozent Colombard.
wein-und-mehr.de, € 5,95
Fotos: StockFood / Arras, Klaus, beigestellt
64 falstaff jul–aug 2019
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Fotos: StockFood / Arras, Klaus, beigestellt
WEISS
DUFTIG &
FRISCH
jul–aug 2019
falstaff
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cover / SOMMER IM GLAS
ROSIG-FRUCHTIG
93
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BLAUFRÄNKISCH ROSÉ »DER ELEFANT IM
PORZELLANLADEN« 2018
Weingut Strehn, Deutschkreutz
Mittelburgenland, Österreich
Helles Kupferrot, Orangereflexe. Attraktives
Beerenkonfit, kandierte Orangenzesten, ein
Hauch von Blütenhonig und Himbeermark. Saftig,
zart nach Honigmelone, seidige Textur, rote Kirschen,
frisch strukturiert, Erdbeeren, ein Hauch
von Vanille, sehr gute Länge, mineralischer
Nachhall, ein eleganter Speisenbegleiter.
strehn.at, € 15,–
92
ROSÉ CORAIL 2018
Château de Roquefort, Provence
Frankreich
In der Nase Aromen von Ribisel, Kirsche,
kräuterwürzige Noten und florale
Anklänge. Komplexes Bukett.
Am Gaumen ist er frisch, straff und
saftig. Etwas Tannin im Abgang. Ein
Rosé, der leichtfüßig wirkt und Lust
auf das nächste
Glas bereitet.
wagners-weinshop.at, € 12,90
SCHILCHER WESTSTEIERMARK
DAC RIED LANGEGG 2018
Friedrich Schilcher, St. Stefan ob
Stainz, Weststeiermark, Österreich
Helles Zwiebelrosa, Silberreflexe. Einladendes
frisches rotes Beerenkonfit,
ein Hauch von Mandarinenzesten,
dunkle Mineralität unterlegt, facettenreiches
Bukett. Saftig, elegant, feine
reife Ribiselnote, frischer Säurebogen,
Limetten im Abgang, gut anhaltend,
verfügt über Reifepotenzial.
friedrich-schilcher.at, € 8,50
92
SPÄTBURGUNDER ROSÉ 2018
Meyer-Näkel, Ahr, Deutschland
Korallenrosa in der Farbe. Noch sehr
verschlossen im Duft. Am Gaumen
intensiv kohlensäurefrisch, eine
griffige, stoffige Textur, elegantes
Säuregerüst, kein Rosé der lieblichen
Fraktion, sehr gut in Dichte und
Länge, rotbeerige Abgangsfrucht.
In seinem Extrakt fast schon ein
heller Rotwein.
belvini.de, € 9,85
PINOT NOIR BLANC DE NOIR 2018
J. Neus, Rheinhessen
Deutschland
Cremefarben. Zurückhaltender Duft,
etwas Hefe, Hagebutte und Wildrose.
Am Gaumen frisch und mineralisch,
eine Spur Kohlensäure, ein Jahrgangstyp
in Kraft und Dichte, aber
dennoch spannungsreich und deutlich
vom Kalk geprägt. Ein sehr hochwertiger
Trinkspaß für jede
sommerliche Terrasse.
nurgutes.de, € 8,80
91
DÔLE DE SIERRE 2016
Domaine Rouvinez, Wallis
Schweiz
Helles Himbeerrot. In der Nase offenbaren
sich frische rote Beeren, dazu
Kirsche, ein Hauch von Pflaume und
würzige Anklänge. Am Gaumen von
schlanker Statur, mit angenehmer
Säure und Beerenfrucht. Lebendiger,
frischer Tropfen aus Pinot Noir und
Gamay.
vicampo.at, € 18,50
Fotos: StockFood / Winkelmann, Bernhard, StockFood / Rob Fiocca Photography, beigestellt
66 falstaff
jul–aug 2019
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VIGNETO GIARDINO ASCIUTTO DRY
RIVE DI COLBERTALDO CONEGLIANO
VALDOBBIADENE
Prosecco Superiore DOCG 2018
Adami, Venetien, Italien
Helles Silber mit anhaltender, konsistenter
Perlage. Elegante Nase mit filigraner Frucht
und zart-mineralischen Nuancen. Ausgewogen
und feingliedrig im Mund, entpuppt sich
toll dosiert, feines Spiel, nicht überladen,
leichtfüßig, knackig im Trunk.
vinissimo.de, € 16,–
92
ATMOSPHÈRES
Domaine Jo Landron, Loire,
Frankreich
Anregendes Bukett mit Noten
von Zitrusfrucht, Kernobst und
Melone. Am Gaumen feine Perlage,
rassige, zitrusartige Säure, Pfirsich,
Marille und eine prägnante Mineralität.
Pendelt zwischen sommer
licher Frucht und frischer
Meeresgischt.
weinskandal.at, € 15,–
92
MOSCATO D’ASTI VIGNAIOLI DI S.
STEFANO DOCG 2017
Ceretto, Piemont, Italien
Helles Gelbgrün, Silberreflexe, zartes
Mousseux. Zarte Wiesenkräuter, feine
Birnennoten, traubige Nuancen, ein
Hauch von Blütenhonig. Saftig-elegant,
Restsüße nach Mango und reifer
Honigmelone, bleibt sehr gut haften,
leicht mineralisch im Nachhall,
facettenreicher Sommerwein.
kateandkon.com, € 17,50
SCHAUMIG-
DUFTIG
92
BRUTROSSO METODO CLASSICO
LAMBRUSCO DI SORBARA SPU-
MANTE DOC BRUT
Cantina della Volta, Emilia
Romagna, Italien
Intensives, leuchtendes Kirschrosa.
In der Nase deutlich süß nach
Zuckerkirschen, Honig und leicht
balsamischen Tönen. Am Gaumen
fruchtbetont und trocken,
ausgewogen, filigranes Spiel zwischen
Frucht und Säure, mittlerer
Körper, frischer Trunk.
cantinadellavolta.com, € 14,90
Fotos: StockFood / Winkelmann, Bernhard, StockFood / Rob Fiocca Photography, beigestellt
Fotos: beigestellt
91
CRÉMANT DE LOIRE AOC BRUT
Bouvet Ladubay, Loire
Frankreich
Duftig-frisches Bukett mit Noten
von Birne, Quitte sowie weißer Ribisel
und Holunderblüte. Am Gaumen feine
Perlage, cremig und balanciert. Besticht
durch eine tänzerische zitrusartige
Säure, leichte Süße und
dezente Brioche-Noten.
moevenpick-wein.de, € 13,90
90
BRACCHETTO D’ACQUI DOCG 2018
Braida, Piemont, Italien
Frisches Rubinrot mit feiner
Perlage. Duftige und ansprechende
Nase, frisch, nach Himbeeren und
Erdbeere. Saftig, feine, klare Frucht
im Mund, angenehm moussierend,
erfrischend und erheiternd,
spritzig-süß.
vinorama.at, € 13,14
jul–aug 2019
falstaff
67
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cover / SOMMER IM GLAS
LEBENDIGE
ROTE MIT FRUCHT
93
93
91
BISCHOFSLEITEN KALTERERSEE AUSLESE
KLASSISCH SUPERIORE SÜDTIROL DOC 2018
Castel Sallegg, Südtirol, Italien
Leuchtendes, funkelndes Kirschrot mit brillantem
Kern. In der Nase feinwürzig und einladend, saftige
Kirschen, geröstete Mandeln, leicht vegetal.
Am Gaumen sehr knackig und klar, öffnet sich
herzhaft, betont saftiger Mittelteil, zeigt frische
Frucht, minimaler Gerbstoff, zieht einen langen
Bogen bis ins Finale.
castelsallegg.it
€ 9,90
93
COUME DE L’OLLA ROUGE 2017
Matassa, Roussillon, Frankreich
In der Nase frisch aufgeschnittener
Pfirsich, Zitrusnoten und Sauerkirsche.
Dazu Pflaume und ein Hauch
Gewürznelke sowie Zimt. Am Gaumen
geradlinige Säure, äußerst lebendig
mit wunderbarer frischer Frucht und
Trinkfluss, der kaum zu überbieten
ist. Perfekter Sommerwein.
hawesko.de
€ 24,–
FRAPPATO TERRE SICILIANE
IGT 2016
Azienda Agricola Arianna
Occhipinti, Sizilien, Italien
Funkelndes, mitteldichtes Kirschrot.
Ansprechende Nase mit Noten nach
Kardamom und Gewürznelken, dann
frische Himbeere. Am Gaumen saftige,
frische Frucht, entfaltet sich dann
mit griffigem, erstaunlich präsentem
Tannin, frisch und salzig.
weinskandal.at, € 26,50
92
PINOT NOIR ELFIGEN RÜEGET
2014
Tom Litwan, Aargau, Schweiz
Duftiges Bukett mit Noten von
hellen roten Beeren, dazu florale
Anklänge, Orange und kräuterwürzige
Anklänge sowie feine Rauchnoten.
Am Gaumen seidene Textur, frisch,
mit saftiger Säure, viel Beerenfrucht
und fein geschliffenem Tannin.
Finessenreicher, eleganter Pinot.
linke-weine.de, € 35,90
»GABA DO XIL« MENCIA 2016
Telmo Rodriguez, Valdeorras
Spanien
Kräftiges Rubingranat, violette Reflexe,
dezente Randaufhellung. Frische
rote Beerenfrucht und Kirschen,
mineralisch geprägtes Bukett, ein
Hauch von Würzkräutern. Am Gaumen
stoffig und ausgewogen, kühler, eleganter
Stil, feine Extraktsüße, feiner
Sortenausdruck, salziger Nachhall.
vinos.de, € 9,50
91
ZWEIGELT KIESELSTEIN 2018
Claus Preisinger, Gols
Neusiedler See
Dunkles Rubingranat, violette
Reflexe, zarte Randaufhellung. Feine
Zwetschgenfrucht, reife Herzkirschen,
kandierte Orangenzesten, Saftig,
elegant, feine Frucht, frisch strukturiert,
mineralisch, eingelegte Kirschen
im Abgang, zitroniger Nachhall,
vielseitig einsetzbar.
clauspreisinger.at, € 10,–
Fotos: StockFood / Jalag / Szczepaniak, Olaf, beigestellt
68 falstaff jul–aug 2019
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ELEKTRABREGENZ / promotion
Kühl- und Weinschrank in
einem – der SBSQ 47060 X
von elektrabregenz.
Fotos: Elektra Bregenz AG; Abdruck honorarfrei
PLATZ FÜR
EDLE TROPFEN
Für viele ist der Weinkühlschrank ein Muss. Doch oft hat
man einfach zu wenig Platz in der Küche. elektrabregenz bietet
dafür die optimale Lösung: ein Kühl- und Weinschrank in einem.
Gerade die Weinlagerzone ist für
Weinliebhaber ideal: Hier können
die Weine stilvoll präsentiert
und dabei optimal gelagert werden.
Im viertürigen Modell SBSQ 47060 X
ist der rechte untere Teil ein eigener Weinschrank.
In vier Echtholzablagefächern bietet
er Platz für 28 Weinflaschen. Zwei dieser
Fächer können zusätzlich mittels Teleskopschienen
ausgefahren werden. Edles
dunkles Innenraumdesign und eine Innenbeleuchtung
sind weitere Highlights des
Weinkühlteils. Für den optimal temperierten
Weingenuss ist gesorgt, denn die Weinlagerzone
des Side-by-side-Kühlschranks
verfügt über eine regulierbare Temperaturzone
von 5 °C bis 20 °C.
BLAUE ZONE UND SUPERFRESH
Auch der Kühlschrank hat einiges zu bieten:
Insgesamt passen 446 Liter in ihn hinein. Alleine
in der Superfresh-Zone haben 30 Liter
Platz. Bei einer Temperatur von 0 °C bis 3 °C
ist diese Lade optimal für die Lagerung von
Milchprodukten, Fleisch und Fisch. Für Gemüse
und Obst gibt es die Blaue Zone: Die
zwei transparenten Gemüseladen sind speziell
mit blauem Licht illuminiert. Dadurch
wird die Photosynthese in Früchten und Gemüse
im Kühlschrank fortgesetzt, wodurch
diese auch länger frisch und saftig bleiben.
GEFRIERTEIL MIT AUTOMATISCHEM
EISWÜRFELERZEUGER
Durch den Direktwasseranschluss bietet der
Gefrierteil einen automatischen Eiswürfelerzeuger.
Daneben haben in drei transparenten
Laden 73 Liter Platz, wobei die erste
Lade mit einer Beleuchtung ausgestattet ist.
Weiters verfügt der Side-by-side-Kühlschrank
über eine NoFrost-Technologie
und ein LED-Display mit Touchbedienung.
Wer etwa für eine Party kühle Getränke
benötigt, für den ist die Schnellkühlfunktion
genau das Richtige.
Der Side-by-Side von elektrabregenz ist
außerdem mit der Funktion Hygiene+ ausgestattet:
Ein antibakterieller Photo-Katalysator-Karbonfilter
sorgt in Verbindung mit
NoFrost für optimale Hygiene und schützt
so vor unangenehmen Gerüchen.
»elektrabregenz bietet genau die perfekte
Kombination: einen hochwertigen Weinschrank
für Sommeliers, der gleichzeitig
Kühlschrank mit Gefrierteil ist und auch
noch durch sein edles Design besticht«, so
Philipp Breitenecker, Head of Marketing
bei elektrabregenz.
Der Kühlschrank SBSQ 47060 X ist um
2.689 Euro im Handel erhältlich (unverbindliche
Preisempfehlung).
Über elektrabregenz
elektrabregenz ist die österreichische Traditionsmarke
in Sachen Haushaltsgeräte und zählt
seit über 120 Jahren zu den Top-Marken am
heimischen Markt. elektrabregenz bietet über
300 hochqualitative Haushaltsprodukte in neun
Kategorien. Die Produkte wurden dabei für ihre
technischen Innovationen, ihr herausragendes
Design sowie für ihre Umweltfreundlichkeit
mehrfach anerkannt und ausgezeichnet.
INFO
Weitere Infos zu elektrabregenz unter:
elektrabregenz.com
jul–aug 2019 falstaff 69
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Mit Weingutsleiter Roman
Horvath MW (l.) und Kellermeister
Heinz Frischengruber verfolgt die
Domäne Wachau einen
kompromisslosen Qualitätsweg.
HIGHLIGHTS DER
DOMÄNE WACHAU
Auf den Wachauer Terrassen bläst seit einigen Jahren keine sanfte Brise, sondern ein geradezu
stürmischer Wind. Durch den hohen Qualitätsanspruch von Weingutsleiter Roman Horvath und
Kellermeister Heinz Frischengruber zählt die Domäne Wachau heute zu den führenden
Weingütern des Landes. Das wurde heuer im Falstaff-Weinguide mit dem vierten Stern belohnt.
Die große Aufmerksamkeit gilt
der Vielfalt der Wachauer Rieden
– Handwerk, Typizität und
Herkunftscharakter stehen dabei
stets im Vordergrund. Bekannte Rieden wie
Singerriedel, Achleiten oder Kellerberg stehen
nur stellvertretend für die Fülle an
Top-Lagen, die die Domäne Wachau kultiviert.
Teamarbeit ist dabei die Essenz. Mit
viel Leidenschaft und Erfahrung und nach
strengen Qualitätskriterien bewirtschaften
die Winzerfamilien der Domäne Wachau
ihre Weingärten. Dabei setzt man auf Biodiversität
und nachhaltige Entwicklung.
Zwischen den Rebstöcken wird begrünt,
die Artenvielfalt gefördert und die Laubwandarbeit
sorgfältig den alljährlichen
Wetterbedingungen angepasst. Der physische
Aufwand ist enorm: Die steilen Rieden
lassen meist nur Handarbeit zu, und
auch die über Generationen in die Landschaft
gesetzten Trockensteinmauern
bedürfen fortwährender Pflege.
Im Keller der Domäne Wachau in Dürnstein
vinifiziert man puristisch und behutsam.
Resultat ist ein einmaliges Spektrum
an eleganten und authentischen Weinen, die
der Vielfalt des Terroirs und der großen
Wachauer Rieden gerecht werden und die in
nationalen und internationalen Verkostungen
für Furore sorgen. Auch im aktuellen
Falstaff-Weinguide wurde die Domäne
Wachau mit hohen Punktezahlen geradezu
Fotos: beigestellt
70
falstaff jul–aug 2019
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DOMÄNE WACHAU / promotion
überschüttet. 31 Weine des umfangreichen
Sortiments erzielten 90 bis 95 Punkte, eine
echte Höchstleistung. Zudem gibt man mit
den »Domäne Wachau Backstage«-Weinen
alten Rebsorten eine neue Chance, selektiert
kleinste Parzellen, arbeitet ohne Schwefel,
baut in Amphoren, Betoneiern und Marmorfässern
aus und widmet sich den vielen
Facetten der Wachau – und auch diese Weine
gelingen mehr als nur ansprechend.
Die Domäne Wachau trägt seit Kurzem
das vom Österreichischen Weinbauverband
Die Winzerfamilien der Domäne Wachau
bewirtschaften ihre Weingärten nach
strengen Qualitätskriterien sowie
mit Leidenschaft und Erfahrung.
entwickelte Gütesiegel »Nachhaltig Austria«.
Mit der »Nachhaltig Austria«-Zertifizierung
der Domäne Wachau wurde auf
einen Schlag ein Drittel der Wachauer Rebflächen
zertifiziert. Die Wachau hat damit
eine Vorreiterrolle eingenommen und weist
den höchsten Anteil an zertifizierten Flächen
in Österreich auf. Als eines von rund
80 Weingütern ist die Domäne Wachau der
bisher größte Weinbaubetrieb, der das
»Nachhaltig Austria«-Gütesiegel trägt.
Unter Roman Horvath hat sich die
Domäne Wachau aber nicht nur zu einem
der führenden Weingüter Österreichs entwickelt,
sondern ist auch einer der wichtigsten
Player im Wein-Tourismus. Die Domäne
Wachau hat sich in den letzten Jahren
zunehmend als Spezialist für Veranstaltungen
positioniert und hat mit dem Kellerschlössel
zudem ein architektonisches Juwel
zu bieten. Der barocke Prunkbau am Fuße
des Kellerbergs bietet eine immer größer
werdende Anzahl spannender Verkostungen
und öffnet seine Pforten auch für Hochzeiten
und Feiern. Die Vielfältigkeit der Veranstaltungen
kennt keine Grenzen, und an
neuen Event-Konzepten wird ständig getüftelt.
Im Juni gab es zum ersten Mal auch
einen »Kellerschlössel-Heurigen«, bei dem
großer Wert auf regionale und authentische
Produkte gelegt wurde. Die Zutaten für die
gereichten Speisen stammen fast alle aus
der näheren Umgebung. Es werden kalte
Speisen angeboten, Klassiker wie Schweinsbraten,
Hausgeselchtes, Waldviertler Schafkäse
und Besonderheiten wie geräucherter
Saibling oder Saumaise peppen das Ganze
auf. Dass dazu das gesamte Spektrum an
Toplagen der Wachau kredenzt wird, versteht
sich von selbst. Den nächsten Termin
von 4. bis 9. September 2019 sollte man
sich auf keinen Fall entgehen lassen.
INFO
Fotos: beigestellt
Domäne Wachau
3601 Dürnstein 107
T: +43 2711 371
domaene-wachau.at
jul–aug 2019 falstaff 71
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cover / FRUCHTIGE BEGLEITER
SÄFTE & CO:
ES MUSS
NICHT IMMER
WEIN SEIN
Foto: StockFood
72 falstaff jul–aug 2019
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Alkoholfreie Getränke spielen
in der gehobenen Gastronomie
eine stetig wachsende Rolle,
seien es Sirup, Frucht- und
Gemüsesäfte oder Tees.
Foto: StockFood
Der Trend zu alkoholfreier
Speisenbegleitung ist in der
Spitzengastronomie deutlich
auf dem Vormarsch. Es ist ein
buntes, weites Feld, das sich
da auftut: von Frucht- und
Gemüsesäften, Tees und
Auszügen über Trinkessige
und Fermentiertes bis hin
zu Eigenkreationen von
Sommeliers und Köchen.
TEXT JULIA KOSPACH
jul–aug 2019
falstaff
73
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cover / FRUCHTIGE BEGLEITER
Fragt man Alexander Koblinger,
ob Säfte und andere alkoholfreie
Getränke in der Spitzengastronomie
boomen, fällt seine Antwort
eindeutig aus: »Absolut!
Ich würde fast sagen, wer den Trend noch
nicht mitgekriegt hat, hat geschlafen.« Alexander
Koblinger muss es wissen. Als Master
Sommelier und Wein-Qualitätsmanager
von Döllerers Weinhandelshaus und dem
»Genießerrestaurant« im Salzburger Golling
hat er alle Entwicklungen in der gehobenen
Gastronomie genau im Blick. Alkoholfreie
Getränke, und zwar gleich eine
ganze bunte Palette, spielen da seit einiger
Zeit eine stetig wachsende Rolle: »Seien das
jetzt selbst gemachte Sirupe oder Säfte,
reinsortige oder gemischte Frucht- und
Gemüsesäfte, Tees, Kräuteressenzen und
Auszüge, Trinkessige, Extrakte, Bio-Limonaden
und alkoholfreie Biere, Molke oder
auch Buttermilch, jeweils mit oder ohne
Kohlensäure«, zählt Alexander Koblinger
auf und fügt hinzu: »Man kann sich da
richtig austoben.« Und dann stellt der Master
Sommelier, den seine Kollegen gern als
»wandelndes Weinlexikon« bezeichnen,
eine Frage, die vor noch gar nicht allzu langer
Zeit aus dem Mund eines Sommeliers
geradezu blasphemisch geklungen hätte:
»Wo steht geschrieben, dass flüssiger
Genuss immer mit Alkohol verbunden sein
muss? Alkoholfreies gehört auch zum
Genusserlebnis. Außerdem macht es den
Sommelier-Beruf aufregender.«
Und so kommt es, dass Alexander Koblinger
all jenen Restaurantgästen, die auf
Alkohol verzichten wollen, zum Beispiel zu
Andreas Döllerers Signature Dish »Alpine
Jakobsmuschel« – Ochsenmark mit Dashi-
Saft, fermentiertem Knoblauch, geflämmtem
Spitzkraut und Eidottercreme – den
prickelnden alkoholfreien PriSecco Weißduftig
von Jörg Geiger auf der Basis von
unvergorenen Obstsäften, Holunderblüte
und Kräutern wie Zitronenverbene oder
Eberraute serviert.
Jörg Geigers Palette an PriSeccos, die in
seiner Manufaktur im Baden-Württembergischen
entstehen und nicht minder
geschmacksfacettenreich sind als feine
Schaumweine oder Weine, kommen so gut
wie immer zur Sprache, wenn man sich in
Sommelier-Kreisen nach Empfehlungen für
exzellente alkoholfreie Getränke erkundigt.
»Wo steht geschrieben,
dass flüssiger Genuss immer
mit Alkohol verbunden sein
muss? Alkoholfreies gehört
auch zum Genusserlebnis.
Außerdem macht es den
Sommelier-Beruf
aufregender.«
ALEXANDER KOBLINGER
Master Sommelier und Wein-Qualitätsmanager von
Döllerers Weinhandelshaus
Jörg Geiger aus
Baden-
Württemberg
bietet eine breite
Palette an herrlich
erfrischenden
PriSeccos.
Andere hochgeschätzte Produkte sind Thomas
Kohls reinsortige Bergapfelsäfte vom
Südtiroler Ritten, Erwin Gegenbauers
»Edelsaure« Trinkessige oder die Doktorenhof-Trinkessige
aus dem rheinland-pfälzischen
Venningen, Müllers Malzbier aus
Münster, Frucht-Seccos und Direktsäfte von
van Nahmen oder das breite Repertoire des
Pöllauer Obsthofs Retter, das von reinen
Frucht- und Beerensäften über Verjus und
Fruchtessenzen bis zu Birkensaft und Wurzelelixieren
reicht.
Es versteht sich von selbst, dass Sommeliers
und Spitzenköche die meisten dieser
Getränke nicht pur, sondern als Basis für
alkoholfreie Eigenkreationen einsetzen.
»Die Krux bei Säften ist immer die Süße«,
sagt Ursula Heinzelmann, Gastro- und
Weinautorin, Mitbegründerin der Cheese
Berlin und Direktorin des Oxford Symposium
on Food and Cookery, »daher kann es
nicht ausschließlich bei reinen Fruchtsäften
bleiben.« Zu sättigend (und gelegentlich
auch abführend) wären diese ebenfalls.
Daher braucht es Ergänzungen, Erweiterungen,
Kombinationen, neue Einfälle.
DIE NACHFRAGE NIMMT ZU
»Selbsterzeugtes aus erstklassigen Grundprodukten«,
nennt es »Heimlichwirt« Peter
H. Müller. Der kochende Sommelier, der
vor allem für seine »Gutsbesetzungen«,
sprich für seine kulinarischen Bespielungen
der Locations von befreundeten Winzern
bekannt ist, beschäftigt sich schon seit fast
einem Jahrzehnt mit alkoholfreien Speisenbegleitungen.
Zwei von Müllers Klassikern
aus den letzten Jahren: Zweigeltsaft mit
Lapsang Souchong – geräuchertem
Schwarztee –, verfeinert mit Zweigeltessig,
Meersalz und schwarzem Pfeffer, zu Alain
Weissgerbers Taube mit Brennnesselspinat
sowie Moosbeerensaft, verfeinert mit Zimtblüte,
Nana-Minze und Scheurebensaft, zu
Nils Henkels Gewürzente mit Entenleber.
Was Müller an alkoholfreier Speisenbegleitung
so spannend findet? »Sie bietet
schlichtweg eine andersartige Wechselwirkung
mit der jeweiligen Speise«, sagt er.
Dazu habe er festgestellt, dass im Gegensatz
zum gesetzten Thema Wein in der gehobenen
Gastronomie viele Gäste »bei alkoholfreien
Speisenbegleitungen oft neugieriger
sind und Gabel und Glas abwechselnd
>
Fotos: neumayr.cc, Lorena Weinmann, StockFood, beigestellt
74 falstaff jul–aug 2019
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Fotos: neumayr.cc, Lorena Weinmann, StockFood, beigestellt
Alkoholfreie Speisenbegleiter bieten schlicht eine
andersartige Wechselwirkung mit der jeweiligen
Speise. Und sie erwecken die Neugier der Gäste.
feb–mär jul–aug 2019
falstaff
75
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cover / FRUCHTIGE BEGLEITER
»Die Krux
bei Säften ist
immer die Süße, daher kann
es nicht ausschließlich bei
reinen Fruchtsäften bleiben.«
URSULA HEINZELMANN Gastro- und Weinautorin,
Mitbegründerin der Cheese Berlin und Direktorin des
Oxford Symposium on Food and Cookery
>
zum Mund führen.« Man spüre förmlich,
so Müller, »dass die unvergorene
Begleitung die Sinne der Gäste schärft«.
Nachfrage und Interesse, so beobachtet
»Heimlichwirt« Müller, nehmen zu: »Wenn
man sich Gedanken macht und das Ergebnis
überzeugend präsentiert, ist die Resonanz
großartig. Viele Gäste bitten bei
einem Menü mit acht Gängen zum Beispiel
um vier Gläser Wein und vier alkoholfreie
Getränke im Wechsel.«
GESUNDHEITSTREND IM GLAS
»Wir sind alle in den letzten Jahren
ein bisschen experimentierfreudiger
und innovativer geworden«, stellt
auch Sindy Kretschmar, Sommelière des
Hotelrestaurants im »The Ritz-Carlton,
Vienna« und Falstaff-Sommelière 2018,
fest. In den USA, Großbritannien oder Asien,
so Kretschmar, werde insgesamt weniger
Alkohol getrunken als bei uns und
schon länger mit besonderen Säften, fermentierten
Tees oder Essig zum Trinken
experimentiert. »Da diese Gäste auch
immer mehr unsere Gäste in Österreich,
Deutschland und der Schweiz werden, ist es
eine logische Konsequenz, dass wir uns
zunehmend damit beschäftigen«, glaubt sie.
Der Trend zu gesundheitsbewusster Naturküche,
»zu Klarheit und Purismus auf dem
Teller« verstärkt die Entwicklung ebenso
wie strenge Promillegrenzen oder gesundheitliche
Überlegungen. Nicht zu vergessen:
In so gut wie jeder Runde, bei der es sich
nicht um Hotelgäste handelt, gibt es mindestens
eine Person, die nach dem Restaurant-Abend
noch ein Auto lenkt und deshalb
auf Alkohol verzichtet.
Früher wurden die Nicht-Alkoholtrinker
im Gegensatz zu den Weintrinkern weitgehend
ignoriert – auch und gerade in der
Spitzengastronomie. Inzwischen hat man
vielerorts verstanden, dass das auch anders
geht: »Bevor ich diese Gäste mit einem
Mineralwasser schier negiere oder ihnen
eine stark überzuckerte Limonade wohlbekannter
Großkonzerne vorsetze, kann ich
sie ebenso auf eine spannende alkoholfreie
Reise im Glas mitnehmen – und zudem aus
Unternehmersicht auch noch neuen Umsatz
generieren«, sagt Peter H. Müller.
Denn darum geht es beim Trend zu alkoholfreien
Getränken natürlich auch: Sie
eröffnen eine neue Geschmackswelt und
stellen zugleich eine zusätzliche Einnahmequelle
dar. »Es passiert
viel Umsatz
über die
>
»Viele Gäste
bitten bei einem
Menü mit acht
Gängen zum
Beispiel um vier
Gläser Wein und
vier alkoholfreie
Getränke im
Wechsel.«
»HEIMLICHWIRT«
PETER H. MÜLLER
Fotos: Shutterstock, StockFood/Benary, Katrin, beigestellt
76 falstaff jul–aug 2019
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IM WAHRSTEN
SINNE DES ORTES.
Hier liegt die Kraft der reinen Natur und der langen Tradition,
die Produkte wie den Vorarlberger Bergkäse g.U. oder den
Tiroler Bergkäse g.U. zu einzigartigen Spezialitäten macht –
dafür steht die geschützte Ursprungsbezeichnung.
Der Inhalt dieser Veröffentlichung gibt allein die Meinung des Autors wieder, der allein für den Inhalt verantwortlich ist.
Die Europäische Kommission haftet nicht für die etwaige Verwendung der darin enthaltenen Informationen.
DIE EUROPÄISCHE UNION UNTERSTÜTZT
KAMPAGNEN ZUR FÖRDERUNG DES ABSATZES
LANDWIRTSCHAFTLICHER QUALITÄTSERZEUGNISSE.
Unbenannt-1 1 07.06.19 14:28
cover / FRUCHTIGE BEGLEITER
Rezept von Sommelière Sindy
Kretschmar für einen erstklassigen
alkoholfreien Aperitif:
»BELLINI AUS
DEM WALD«
Ein selbst gemachtes Sirup-Mus aus
weißem Pfirsich, Fichtennadelsprossen
(Maiwipferl) und weißem Pfeffer,
aufgegossen mit dem Traubensecco
aus dem Sekthaus Raumland.
>
Die Schweizer
Naturköchin Rebecca
Clopath setzt auf
alkoholfreie Speisenbegleitungen
von
Jennifer Kiessling.
Getränke. Wenn man da keine Alternative
zu Alkohol bietet, ist man eigentlich selber
schuld«, sagt die Wahl-Schweizerin Jennifer
Kiessling, die sich derzeit mit ihrem Unternehmen
_pairing_is_caring_ als freie Gastro-Beraterin
und Entwicklerin von maßgeschneiderten
Getränkebegleitungen mit
und ohne Alkohol einen hervorragenden
Namen in der gehobenen Gastronomie
macht. Sie zeigt eindrucksvoll, wie sehr
man auch die Gäste, die auf Alkohol
verzichten, ins Zen trum des Geschehens
rücken kann, wenn man nur will. Sie hat
besonders intensiv mit der jungen Bündner
Naturköchin Rebecca Clopath zusammengearbeitet,
die inzwischen als eine der
innovativsten und besten Köchinnen der
Schweiz gilt. Zu Clopaths konfierter Forelle
mit Lärchensamensenf und Rucola
entwickelte Jennifer Kiessling etwa einen
fermentierten Kartoffel-Fenchelsaft mit
Zichorie. »Für ein bisschen Abwechslung
am Tisch« hat Jennifer Kiessling bei Clopaths
Menü-Abenden auch in puncto Präsentation
gesorgt: Sie hat dort nicht nur
ihren Auszug aus Wildem Hopfen als
Getränk serviert, sondern »die Gläser
direkt am Tisch zusätzlich mit einem
Wilder-Hopfen-Hydrolat parfümiert«.
Das, so Jennifer Kiessling, habe »stets zu
großen Augen bei den Gästen geführt«.
Das Fazit der innovativen Gastrounternehmerin,
die auch Spezial-Workshops für
Fachleute und Laien anbietet: »Ich glaube
und hoffe, dass die alkoholfreie Speisenbegleitung
von der Spitzengastronomie in die
breite Gastronomie diffundieren wird.«
Schöne, neue Getränke-Welt!
<
Fotos: Claudia Link, Stephan Gawlik, Ian Ehm, beigestellt
78 falstaff jul–aug 2019
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Rund zwei Drittel der
Rebfläche von Markus
Altenburger sind mit
Blaufränkisch bestockt und
bilden daher den klaren
Schwerpunkt.
ALTENBURGER . AM PUNKT.
Markus Altenburger ist ein Repräsentant der neuen Winzergeneration, die zeigt, dass
Lagenweine alles andere als langweilig sind. Bereits in jungen Jahren hat er sich dieser
spannenden Thematik verschrieben. 2018 hat er gemeinsam mit seiner Frau Bernadette das
Familienweingut renoviert und umgebaut – ein guter Zeitpunkt für eine Zwischenbilanz.
Seit 2006 baut Markus Altenburger
einen Chardonnay aus der historischen
Riede Jungenberg lagenrein
aus. Beginnend mit dem Jahrgang
2007 vermarktet er auch Lagen-Blaufränkische
– eben vom schieferreichen Jungenberg
und der Kalklage Gritschenberg, die
er im Alleingang vor bereits über zehn
Jahren ins Rampenlicht gerückt hat.
IN JEDER LAGE BLAUFRÄNKISCH
Als Markus Altenburger 2006 in den Familienbetrieb
zurückkehrte, sah es dort noch
gänzlich anders aus. Der damals 27-Jährige
stellte den Rebsortenspiegel des vormaligen
Weißweinbetriebs innerhalb kürzester Zeit
um. Er veredelte einen Teil der Weingärten,
tauschte Flächen, rodete und pflanzte neu
aus. Nur die besten Weißweinanlagen blieben
bestehen. Bekannt ist das Weingut für
seine Einzellagen-Weine aus Chardonnay
und natürlich Blaufränkisch, der Hauptrebsorte.
Die Weingärten des Betriebes liegen
alle in Jois am nördlichsten Punkt des Leithabergs.
Mittlerweile werden 17,5 Hektar
bewirtschaftet, seit 2017 ist der Betrieb
biozertifiziert.
WENIGER IST MEHR
Markus Altenburger lebt seine Vorliebe für
tiefgründige Blaufränkische und versteht
sich heute mehr denn je als Landwirt. Diese
Einstellung brachte die Umstellung auf biologische
Bewirtschaftung mit sich. »Wenn
man die eingetretenen Pfade verlassen
möchte, verbringt man am besten mehr
Zeit im Weingarten«, so der Winzer. Das
Experimentieren mit Begrünungen und
das Fördern einer größeren Biodiversität
machen ihm zudem mehr Spaß, als sich um
eine gepflegte Optik seiner Weingärten zu
Fotos: Weingut Markus Altenburger | Dieter Steinbach
80
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WEINGUT MARKUS ALTENBURGER / promotion
Gemeinsam mit seiner
Frau Bernadette befasst
sich Markus in Sachen
Weißwein vor allem mit
den Rebsorten Chardonnay
und Neuburger.
Der »Neuburger betont. 2018« wurde im aktuellen
Falstaff Weinguide mit 95 Punkten ausgezeichnet
und ist damit der beste österreichische Natural Wine.
Fotos: Weingut Markus Altenburger | Dieter Steinbach
kümmern. Auch im Keller steht das Echte
im Vordergrund. Kellertechnische Hilfsmittel
wie Reinzuchthefen oder Enzyme waren
noch nie nötig – Schlagwort »low intervention«
–, und auf übermäßigen Holzeinsatz
wird ohnehin zugunsten der weineigenen
Aromen verzichtet. Altenburgers Fokus
auf interventionsarme Vinifikation und die
ausdrucksstarken Trauben der Schieferund
Leithakalkböden machen seinen Stil
unverwechselbar.
ARBEITSWELT UND LEBENSRAUM
Die Weine werden in den Gewölbekellern
des kürzlich renovierten Familienweinguts
direkt in Jois vinifiziert. Das Winzerpaar
Altenburger hat viel Zeit in die Planung der
baulichen Zukunft des Weinguts gesteckt.
Besonderes Augenmerk wurde auf nachhaltige
Energie gelegt. Eine bewusst überdimensionierte
– »Man weiß ja nie, was noch
kommen kann« – Fotovoltaikanlage speist
die Luftwärmepumpe, Klimaanlagen und
Elektrofahrzeuge. Ein Nutzwassertank im
Innenhof sammelt Regenwasser zum Blumengießen
und für die Spritzen-Fahrten
(Pflanzenschutz). Zentrales Element ist der
lichtdurchflutete Eingangsbereich in der
Mitte des typischen Streckhofs, der Gästebereich,
Keller und privaten Wohnbereich
verbindet. Des Weiteren wurden die alten
Kellergewölbe renoviert und die Verarbeitungshalle
saniert.
ZEIT FÜR EINE ZWISCHENBILANZ
»Im Keller sind keine Steigerungen mehr
möglich. Man muss raus in die Weingär ten,
diese besser verstehen lernen und dann
Schritt für Schritt feinere Weine kreieren.«
Diese Denkweise zeigt sich am besten an
den Weinen aus beiden Toplagen des Hauses:
am vom Schiefer geprägtem geschichtsträchtigem
Jungenberg (erstmals 1214 urkundlich
erwähnt), wo sowohl Chardonnay
als auch Blaufränkisch wachsen, und am
Gritschenberg, wo der Blaufränkisch auf
purem Leithakalk wurzelt. 2007 wurden
die ersten Lagenweine in kleinen Mengen
vinifiziert, seither wurde manches versucht,
einiges wieder verworfen. Vergleicht man
die stilistische Entwicklung der Weine über
die Jahre, so kann man sehen, wie die Komponente
Holz sowohl bei Weiß- als auch bei
Rotwein immer weiter in den Hintergrund
rückt und der spezielle Ausdruck des jeweiligen
Bodens klarer zum Vorschein kommt.
Markus Altenburger ist ein Purist: »Im
Prinzip machen wir heute Wein wie zu Beginn
meiner Winzerkarriere. Die wenigen
Experimente in Richtung Mainstream haben
gezeigt, dass es für uns keinen Sinn
macht, den Stil zu verwässern und von dem
abzuweichen, was wir am besten können.«
Das Ergebnis sind sehr eigenständige, finessenreiche
und lagerfähige Weine, die sehr
viel von ihrer Herkunft erzählen können:
vom Kalk, vom Schiefer, aber auch von den
Menschen, die sie so haben werden lassen.
INFO
Weingut Markus Altenburger
Untere Hauptstraße 62, 7093 Jois
T: +43 2160 71089
contact@markusaltenburger.com
markusaltenburger.com
jul–aug 2019 falstaff 81
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promotion / WEINGUT MARKUS ALTENBURGER
BEST OF
Letzten Herbst wurden sämtliche Lagenweine,
die bisher am Weingut Altenburger
erzeugt wurden, verkostet. Darunter auch
der Vollständigkeit halber ein Wein, der nie
auf den Markt gekommen ist. Die jeweils
drei jüngsten Lagenweine findet man hier.
Die Probe wurde nicht chronologisch nach
Jahrgängen geordnet durchgeführt, sondern
exakt so, wie sie der Winzer gruppiert hat.
Markus Altenburger hat die 4er-Flights auch
nach speziellen Eigenschaften betitelt, die
aus seiner Sicht auf diese Jahrgänge zutreffen.
Das gesamte Tasting gibt es unter falstaff.at/MarkusAltenburger.
Die Verkostung
und Bewertung erfolgte durch Peter Moser.
94
95
94
LEITHABERG DAC RIED JOISER JUNGENBERG
CHARDONNAY 2017
Glimmerschiefer durchsetzt mit kalkhaltigem
Lehm, Ausbau im großen Stockinger-Holzfass +
Betonei + 500-Liter-Holzfass
13,5 Vol.-%, NK. Mittleres Grüngelb, Silberreflexe.
Reife Ananasfrucht, ein Hauch von Mango, zart
nussige Nuancen, aber floraler Touch, attraktives
Bukett. Saftig, gute Komplexität, weißes Steinobst,
mineralisch, eine Andeutung von Rancio im Finale,
sehr gute Länge, zart nach Babybanane im Finish.
93
BLAUFRÄNKISCH LEITHABERG DAC RIED
JOISER JUNGENBERG 2016
Glimmerschiefer durchsetzt mit kalkhaltigem
Lehm, Ausbau im Barrique
13 Vol.-%, NK. Kräftiges Rubingranat, violette Reflexe,
dezente Randaufhellung. Zart nach Weichseln,
Morellokirschen, eher rotbeerige Nuancen, floraler
Touch, etwas Hibiskus, dunkle Schiefer-Mineralität.
Straff, rotbeerig, engmaschig, finessenreiche Säurestruktur,
salzige Mineralität, eher mittlere Länge,
zitroniger Touch im Rückgeschmack.
95
BLAUFRÄNKISCH LEITHABERG DAC RIED
JOISER GRITSCHENBERG 2016
Purer Leithakalk, Ausbau im 700-Liter-
Holzfass
13,1 Vol.-%, NK. Dunkles Rubingranat, violette Reflexe,
zarte Randaufhellung. Sehr verhalten, schwarze
Kirschenfrucht, frische Orangenzesten, steinige Mineralität,
feine Kalknoten. Straff, knackig, reife Weichselfrucht,
dezente Extraktsüße, wieder sehr mineralisch,
bleibt lange haften, lang anhaftend, etwas Nougat im
Nachhall.
95
LEITHABERG DAC RIED JOISER JUNGENBERG
CHARDONNAY 2016
Glimmerschiefer durchsetzt mit kalkhaltigem
Lehm, Ausbau im 500-Liter-Holzfass + Betonei
13 Vol.-%, NK. Mittleres Gelbgold, Silberreflexe. Zart
nach kandierten Mandarinenzesten, feine rotbeerige
Nuancen, floraler Touch, ein Hauch von Limetten und
weißen Blüten im Hintergrund. Ausgewogen, elegante
Textur, dezente Fruchtsüße, markante nussige Rancio-Note
im Abgang, wirkt im Finale eher leichtfüßig
und gut entwickelt, salziger Nachhall.
BLAUFRÄNKISCH LEITHABERG DAC RIED
JOISER JUNGENBERG 2015
Glimmerschiefer durchsetzt mit kalkhaltigem
Lehm, Ausbau im 500-Liter-Holzfass
12,5 Vol.-%, NK. Kräftiges Rubingranat, violette Reflexe,
dezente Randaufhellung. Nuancen von Hagebuttenmarmelade,
rotbeeriges Konfit, zart nach Mandarinenzesten.
Saftig, rotfruchtiger Körper, straff und
anhaltend, feine Kirschenfrucht im Abgang, mineralisch
auch im Finale, kann bereits angetrunken werden,
verfügt über sicheres Reifepotenzial.
BLAUFRÄNKISCH GRITSCHENBERG 2013
Purer Leithakalk, Ausbau im 500-Liter-
Holzfass 2-jährig
13 Vol.-%, NK. Dunkles Rubingranat, violette
Reflexe, zarte Randaufhellung. Zart rauchig,
leicht reduktiv, ein Hauch von Schießpulver,
noch unzugänglich. Am Gaumen straff,
salzig, rotbeerige Nuancen, die Frucht ist
noch ziemlich abgedeckt, braucht noch einige
Jahre mehr, verfügt fraglos über großes
Potenzial.
94
94
95
LEITHABERG DAC RIED JOISER JUNGENBERG
CHARDONNAY 2013
Glimmerschiefer durchsetzt mit kalkhaltigem
Lehm, Ausbau im 500-Liter-Holzfass
13,5 Vol.-%, NK. Mittleres Grüngelb, Silberreflexe.
Frische gelbe Tropenfrucht, ein Hauch von Akazienhonig,
weißer Pfirsich, feine Kräuterwürze, facettenreiches
Bukett. Saftig, elegant, straffe Textur, angenehme
Extraktsüße, frisch strukturiert, bleibt gut haften,
ein eleganter Speisenbegleiter mit Reifepotenzial.
BLAUFRÄNKISCH JUNGENBERG 2013
Glimmerschiefer durchsetzt mit kalkhaltigem
Lehm, Ausbau im 500-Liter-Holzfass 2-jährig
13 Vol.-%, NK. Kräftiges Rubingranat, violette Reflexe,
dezente Randaufhellung. Dezent balsamisch unterlegte
Brombeernuancen, zart nussig, ein Hauch von
Stangensellerie, mineralischer Touch. Frisch und elegant,
rote Herzkirschen, straffe Mineralität, lebendig
strukturiert, bleibt sehr gut haften, femininer als 2012,
finessenreich und mit guter Zukunft ausgestattet.
BLAUFRÄNKISCH GRITSCHENBERG 2012
Purer Leithakalk, Ausbau im 500-Liter-
Holzfass neu
14,5 Vol.-%, NK. Dunkles Rubingranat, violette
Reflexe, zarte Randaufhellung. Reife schwarze
Beerenfrucht, etwas Lakritze, Nougat, sehr vielschichtiges
Bukett, zart nach Karamell. Saftig,
komplex, extraktsüß, feine, runde Tannine, sehr
gute Länge, frisch und straff, schokoladiger
Abgang, ein Herrenwein, bereits gut antrinkbar.
Fotos: beigestellt
82
falstaff jul–aug 2019
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wein / WORLD CHAMPION
..
WELTMEISTER DER
PASTELLTO
Sacha Lichine trägt den Namen
einer Familie, die über Dekaden mit
Bordeaux verbunden war. Doch seit
dem Jahr 2006 macht Lichine nur
noch Wein in der Provence – und
fast ausschließlich Rosé.
TEXT ULRICH SAUTTER
Fotos: Sara Matthews, MOUlAL, beigestellt
84 falstaff jul–aug 2019
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NE
Fotos: Sara Matthews, MOUlAL, beigestellt
Château d’Esclans
spielt auch im äußeren
Erscheinungsbild
mit den Blau- und
Violetttönen der
Provence und mit
dem Orangerosa der
Rosé-Weine.
jul–aug 2019
falstaff
85
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wein / WORLD CHAMPION
Die Geschichte von
Alexis Lichine, Vater
von Sacha Lichine, ist
eine dieser Geschichten,
wie sie das 20. Jahrhundert
des Öfteren schrieb: Als die
Oktoberrevolution ausbricht, hält es
Sacha Lichines Großvater für besser, Sankt
Petersburg zu verlassen. Der vermögende
Bankier gelangt mit seiner Frau und dem
vierjährigen Sohn Alexis über Sibirien nach
Tokio, von da nach San Francisco und
schließlich nach New York. Dort bleibt die
Familie einige Jahre, ehe sie weiterzieht:
nach Paris. Dieser Zweiklang der
Zufluchtsorte USA und Frankreich sollte
Alexis Lichines Leben prägen und später
ebenso dasjenige seines Sohnes Sacha.
EIN BRÜCKENSCHLAG VON
FRANKREICH ZU DEN USA
Bordeauxliebhaber kennen den Namen
Lichine vor allem als den Bestandteil eines
4ème Cru Classé aus Margaux: Prieuré-
Lichine. Es war 1951, als Alexis Lichine das
heruntergekommene Château Prieuré-Cantenac
erwarb – angeblich um 11.000 Pfund
Sterling, einen Betrag fernab der heute üblichen
Summen. Anschließend baute er das
Was könnte das Farbenspiel eines Rosés
schöner zur Geltung bringen als eine
Weißglasflasche? Dieser Optik sind auch
die Weine von Sacha Lichine verpflichtet.
Gut, das beim Kauf nur noch über vier
Hektar Reben verfügte, langsam wieder auf
und benannte es mit dem Segen der Behörden
um. Das Kapitel Prieuré-Lichine ist
jedoch weder Lichines einzige noch seine
bedeutendste Leistung. Denn der in Bordeaux
hoch Angesehene verstand sich selbst
vor allem als Autor und Kommunikator. So
schrieb er ein umfassendes Kompendium
über Frankreichs Weine (erschienen ebenfalls
1951) und versuchte sich zweimal –
1962 und 1978 – als Reformator der Bordeaux-Klassifikation.
Vor allem aber öffnete
Alexis Lichine dem französischen Wein den
Weg in die USA. Schon als 1933 die Prohibition
in den USA endete, hatte
der gerade 20-Jährige für die
»New York Herald Tribune«e in
Frankreich Anzeigen verkauft –
vor allem an Cognac- und Champagnermarken.
Als Lichine 1955 »Alexis
Lichine Negociants« mit Basis in
New York gründete, stieg er in den USA
zum bedeutendsten Importeur feiner und
rarer Weine aus Frankreich auf.
Nach Alexis Lichines Tod im Jahre 1989
musste sein Sohn Sacha jedoch feststellen,
dass die Kapitaldecke in den Unternehmen
seines Vaters dünner war als gewünscht.
1999 sah er sich gezwungen, das Weingut
der Familie in Margaux zu verkaufen. Zeit
für einen Schnitt. Und einen Neuanfang.
NEUE HEIMAT PROVENCE
In der Provence fand Sacha Lichine im Jahr
2006 ein neues Zuhause – und den idealen
Ort für seine eigenen, ungewöhnlichen Pläne:
»Die Provence ist die spirituelle Heimat
des Rosés«, so Lichine. »Hier lässt sich die
ganze Finesse der französischen Weinbereitungstradition
mit Storytelling verbinden.«
Der Erfolg bestätigt diese Einschätzung
Lichines. Und mehr noch: Mit seiner Entscheidung,
in die Provence zu gehen, bewies
Lichine auch ein exzellentes Gespür fürs
>
Fotos: Sara Matthews, beigestellt
86 falstaff jul–aug 2019
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Fotos: Sara Matthews, beigestellt
Für erstklassigen Rosé ist
Handarbeit unerlässlich – ganz
besonders bei der Lese (o.).
Unten: Barriqueausbau.
Als die Oktoberrevolution ausbricht, verlässt Sacha Lichines Großvater St. Petersburg. Der
Zweiklang der Fluchtziele Frankreich und USA prägt auch die kommenden Generationen.
jul–aug 2019
falstaff
87
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wein / WORLD CHAMPION
Sacha Lichine hat
nur selten Muße,
ein Glas Rosé im
Park von Château
d’Esclans zu trinken
– er ist auf der
ganzen Welt
unterwegs, vor
allem in die USA.
>
Timing. Denn gerade, als er die Weine
seines Château d’Esclans zu lancieren
begann, begann sich auch eine Rosé-Mode
aufzubauen, deren Ende auch heute nicht
absehbar ist: Weltweit zeigen Rosé-Verkäufe
noch immer zweistellige Wachstumsraten. In
den USA wurden im aktuell erfassten Jahr
2017 laut Zahlen von Business France
24 Millionen Flaschen Rosé de Provence
verkauft, ein Plus von 14 Prozent zum Vorjahr
und eine Verfünffachung seit 2010. Ein
guter Anteil dieses Booms – die Rede ist von
etwa fünf Millionen Flaschen – geht auf das
Konto von Sacha Lichine. Auch hier zeigt
sich wieder die Stärke der Familie, dies- und
jenseits des Atlantik präsent sein und Brücken
bauen zu können.
Dabei war es anfangs vielleicht vor allem
Lichines Provokation, für die Top-Cuvée
Garrus einen dreistelligen Euro-, Dollarbzw.
Pound-Sterling-Preis pro Flasche aufzurufen,
der auch den Einstiegsweinen
Whispering Angel und Rock Angel Aufmerksamkeit
garantierte. Inzwischen haben
jedoch beide Etiketten auch für sich allein
einen ausgezeichneten qualitativen Ruf: der
Whispering Angel durch eine Zugänglichkeit
ohne jeden Kitsch und durch eine in
dieser Preisklasse sehr beachtliche Verfeinerung.
Der Rock Angel als eine kulinarische
und mineralische Zuspitzung dessen, was
man früher schon als das High End des
provenzalischen Rosé-Schaffens angesehen
hätte: frisch und fein nuanciert auf der
einen Seite, stoffig mit durchaus fordernder
Die Provence hat das Zeug
dazu, beim Rosé den
Goldstandard zu setzen –
wie die Champagne beim
Schaumwein.
Ein starkes Quartett – und eine Treppe zu immer
größerem Rosé-Genuss: Whispering Angel, Rock
Angel, Les Clans, Garrus.
Struktur und ausgezeichneter Länge auf der
anderen.
Die beiden preislich höher angesiedelten
Rosés sind beide vom Barriqueausbau
geprägt. Dabei ist der etwas weichere und
cremigere Les Clans vielleicht der gewöhnungsbedürftigere.
Ob dieser Wein als Wein
wirklich vom Holz profitiert, darüber kann
man durchaus geteilter Meinung sein.
Sicher ist jedoch, dass die Art des Ausbaus
die kulinarische Einsatzmöglichkeit dieses
Rosés in Bereiche erweitert, für die man
sonst eher zu einem getragenen, gewichtigen
Weißwein gegriffen hätte.
Garrus wiederum, der Schlussstein des
Lichine’schen Rosé-Schaffens, gekeltert aus
80-jährigen Grenache-Reben, die auf einer
windoffenen Anhöhe stehen, ist ein Rosé
komplett eigener Art: mit einer rotweinartigen
Tiefe, mit einer weißweinartigen
Unbeschwertheit und mit einer Frucht, die
in ihrer Verbindung aus delikater Feinheit
und intensivster Präsenz den Inbegriff dessen
ins Glas bringt, was man sich in seinen
kühnsten Träumen unter einem hellen
Wein aus dunklen Trauben vorstellt. Ein
Kulturprodukt, in dem sehr viel Reflexion
und sehr viel Erfahrung stecken, und auch
der unternehmerische Wille, die Grenzen
des Machbaren immer weiter auszuloten.
In der Vergangenheit, das wird in den
letzten Jahren immer deutlicher, wurden
diese Grenzen in der Provence vielleicht
viel zu bescheiden abgesteckt. »Die
Provence hat das Zeug dazu«, so Lichines
Credo, »beim Rosé den Goldstandard zu
setzen, wie die Champagne beim Schaumwein.«
Der Rosé als Weinkategorie eigenen
Rechts – mit eigenen Kultweinen, eigenen
Stildifferenzen und eigenen Geschichten:
Für diese Botschaft hat die Weinwelt gerade
keinen eloquenteren Fürsprecher als
Sacha Lichine.
<
Fotos: beigestellt
88 falstaff
jul–aug 2019
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Auch beim Rosé bringt der Ertrag
alter Reben den besten, weil
extraktreichsten Wein.
Nachlesen
Alle Teile aus der Serie
»World Champions« unter
falstaff.com/champ
BEST OF LICHINE
96
93
91
2017 GARRUS CÔTES DE
PROVENCE ROSÉ
Château d’Esclans
La Motte en Provence
Hefe, Holz. Rote Ribisel. Kreuzkümmel.
Seidenweich und zart
fließend, eine Schicht Cremigkeit,
eine Schicht phenolisches Velours,
dann unmittelbar taktil-mineralisch,
beeindruckend, wie schwerelos
und frisch Extrakt und Alkohol
trotz hoher Dichte wirken. Delikater
Abgang mit Minze und Wacholder.
Ein Rosé-Grand Cru.
weinco.at
€ 119,–
2018 ROCK ANGEL CÔTES DE
PROVENCE ROSÉ
Château d’Esclans
La Motte en Provence
Pastellfarben. Walderdbeere,
Süßkirsche, rote Ribisel. Am Gaumen
saftig und feinnervig, mineralisch
grundiert, eine Schicht seidiger
Phenole, ungekünstelte Frische,
dicht und lang, fast schon
zum Kauen, ein animierender, faszinierend
vielschichtiger und kompletter
Wein in Pink. Guter Speisenbegleiter.
weinco.at
€ 34,95
2018 WHISPERING ANGEL
CÔTES DE PROVENCE ROSÉ
Château d’Esclans
La Motte en Provence
Nicht zu hell in der Farbe. Himbeerbonbon
im Duft, Hefe, noch
sehr jugendlich und primärfruchtig.
Am Gaumen mit gezügelter
Wucht, geschmeidig gebaut mit
milder Säure und straffer Dichte,
gut strukturiert, leicht phenolisch
in der Gaumenmitte, beerig im
Abklang. Ein hochwertiger Sommer-Rosé
für Pool und Terrasse.
weinco.at
€ 23,95
95
93
2016 GARRUS CÔTES DE
PROVENCE ROSÉ
Château d’Esclans
La Motte en Provence
Hintergrund, ein Hauch von Orangenblüten,
ungemein vielschichtig
und anziehend, verführerisches
Bukett. Saftig, engmaschig, reife
weiße Fruchtnuancen nach Apfel
und Melone, feiner Säurebogen,
salzig-mineralisch im Finish,
dezente Süße im Abgang, tolle
Länge, verfügt über Reifepotenzial,
viel besser geht Rosé wohl nicht.
vinello.at, € 124,99
2017 LES CLANS CÔTES DE
PROVENCE ROSÉ
Château d’Esclans
La Motte en Provence
Deutlich holzgeprägt im Duft.
Verschlossene Frucht, eher balsamisch
als beerig. Am Gaumen
mit cremigem Ansatz, rund und
füllig, ganz schmeichelhaft und
rund, mit nahtlos inte grierter
Säure und süßer Abgangsfrucht.
Ein Textur-Wunder, das auch zu
Grilladen bestehen kann.
belvini.de
€ 49,90
INFO
KONTAKT WEINGUT:
Château d’Esclans, 4005 route de Callas
F–83920 La Motte en Provence
Öffnungszeiten der Boutique: von 1. Mai bis
30. September täglich 10–19 Uhr; von 1. Oktober
bis 30. April Mo–Do 10–18 Uhr, Fr/Sa 10–19 Uhr,
So geschlossen. esclans.com
Fotos: Sara Matthews, beigestellt
90 falstaff jul–aug 2019
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PERRIER-JOUËT / promotion
DAS JUWEL
ÜBER WIEN
In der Wiener Innenstadt bezaubert seit Juni ein Pop-up
auf einer exklusiven Dachterrasse mit edlen Perrier-Jouët-
Champagnerdrinks und traumhaftem Ausblick.
Fotos: © Tim Walker, Jenni Koller
W
ie sagte der amerikanische
Schriftsteller Mark Twain
so treffend: »Champagner
ist wohl die glückhafteste
Inspirationsquelle.« Die »Spelunke«-Gründer
und der Boutique-Champagner Perrier-
Jouët machen Wien um einen Hotspot reicher.
Unvergessliche Nächte über den Dächern
Wiens sind so vorprogrammiert.
Ein wahres »Juwel«, farbenfroh, rar und
exklusiv zugleich, das bis zum 27. September
über der Stadt funkeln wird, befindet sich
zurzeit im 15. Stock in der Wiener Taborstraße
1–3 im zweiten Wiener Gemeindebezirk.
Mit wild-floralen und exotischen Mustern,
chic und modern, wird hier ganz im Perrier-
Jouët Champagner-Stil ein wahrer »Eden
Garden« erschaffen.
Das »Juwel«, der Sommer-Hotspot 2019,
verspricht unvergessliche Abende mit prickelnden
Drinks in den unterschiedlichsten
Champagner-Qualitäten sowie -Jahrgängen.
Und das alles bei einem atemberaubenden
Ausblick über die Wiener Innenstadt direkt
von der wunderschönen »Juwel«-Terrasse.
Sowohl indoor als auch outdoor, bei Schönund
Schlechtwetter, ist der Sommer-Hotspot
ein Highlight für alle Sinne.
Eine Registrierung ist online oder direkt
vor Ort möglich. In diesem Sinne steht der
»Eden Garden« Rooftop-Hoppern bis
27. September als Place-to-be offen.
PERRIER-JOUËT CHAMPAGNER
Das 1811 gegründete Champagnerhaus Perrier-Jouët
in Épernay, der Hauptstadt der
Côte des Blancs, setzt auf Perfektion und
höchste Qualität. Die Weingärten erstrecken
sich über 78 Hektar und sind in den besten
Lagen, zum Großteil Grand Crus, zu finden.
Mehr als 200 Jahre verkörpert der Perrier-
Jouët-Stil Anmut und Eleganz.
Der Name des Champagners geht auf den
Nachnamen seines Gründers, des Korkfabrikanten
Pierre Nicolas Perrier, und den Mädchennamen
seiner Frau, Adele Jouët, zurück.
Die beiden heirateten im Zeichen der Anemonen
– und so sind die Blumen ihres Hochzeitsstraußes
bis heute das Emblem auf jeder
Flasche. Und mit den besten Lagen in der
Champagne erlangte das charakterstarke
Champagnerhaus Perrier-Jouët innerhalb
kurzer Zeit ein ausgezeichnetes Prestige, das
bis heute währt.
INFO
Öffnungszeiten
Di bis Do 18 bis 2 Uhr
Fr und Sa 18 bis 4 Uhr
T: +43 1 2124737
E-Mail: office@juwel.wien
juwel.wien
jul–aug 2019 falstaff 91
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promotion / PENNY MARKT
WEINVIELFALT AUS
ÖSTERREICH
Penny Markt garantiert ein ausgewogenes Sortiment und österreichische Weine
in Top-Qualität zum attraktiven Diskontpreis.
Herbert Toifl, Geschäftsführer
Weinkellerei Wegenstein.
Penny Markt arbeitet
mit namhaften Weinkellereien
und Winzern
in Österreich intensiv
zusammen und garantiert so eine
breite Sortenvielfalt für individuelle
Ansprüche. Dank dieser
Partnerschaften auf höchstem
Qualitätsniveau kann Penny
Markt seinen Kundinnen und
Kunden in allen Weinsegmenten
attraktive Angebote machen, die
immer wieder aufs Neue überzeugen.
Die Palette reicht vom
frisch-fruchtigen Weingenuss für
den Abend auf der Terrasse bis
hin zu gehaltvollen Weinen, die
beim Dinner mit Freunden beste
Figur machen.
Der »Zehn« etwa ist mit seinen
zehn Prozent Alkohol als
leicht gewichtiger Wein besonders
beliebt an lauen Sommerabenden
oder auch bei gesundheitsbewussten
Genießerinnen und Genießern.
Erfrischend und wohlschmeckend
reiht sich auch der
»Well« dazu, ein Welschriesling
mit Charakter. »Echt Guat« in
Rot und Weiß sind aktuelle Neukreationen
mit viel Frucht und
Tiefgang – für junge Leute und
Partylaune. Ein Trendsetter ist
auch der »Gemischte Satz« für
Kenner und Weinliebhaber, der
sehr gut zu Speisen der traditionellen
heimischen Küche passt.
Für das große Weinvergnügen
sorgt schließlich die Serie »Feinstein«,
die eine selektierte Auswahl
an exzellenten reifen Weinen
für höhere Ansprüche und
besondere Gelegenheiten bietet.
Alle genannten Weine produziert
die Weinkellerei Wegenstein exklusiv
für Penny Markt. Die
Weinkellerei Wegenstein arbeitet
mit mehr als 600 Partnerwinzern
in Österreich zusammen und
sorgt konsequent für anspruchsvolle
Qualität.
QUALITÄT ZUM KLEINEN
PREIS
Besonderen Wert legt man bei
Wegenstein auf Partnerschaften
mit Winzern: »Wir sind unseren
Partnern langfristig verbunden
und sehen uns als Team im
Dien ste unserer Kundinnen und
Kunden«, erläutert Geschäftsführer
Herbert Toifl, dem auch
Ressourcenschonung ein besonders
großes Anliegen ist: Mit der
aktiven Teilnahme der Handelsfirma
Penny Markt an »Blühendes
Österreich« hat Wegenstein
eine Vorreiterrolle für die Wein
branche im österreichischen Lebensmittelhandel
eingenommen,
bei der die Erhaltung und die
Entwicklung bedrohter Lebensräume
gefördert und geschützt
wird. »Mit dem Beitrag von einem
Cent pro verkaufter Flasche
unterstützt Wegenstein
konsequent die Erhaltung ursprünglicher
Naturlandschaften
und Artenvielfalt«, freut sich
Herbert Toifl über die zukunftsweisende
Initiative.
INFO
Die Weinkellerei Wegenstein produziert
exklusiv für Penny Markt Topweine.
Fotos: beigestellt, © Michael Reidinger, Steve Haider
92
falstaff jul–aug 2019
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Erhältlich bei:
Fotos: beigestellt, © Michael Reidinger, Steve Haider
88 von 100 Falstaff-Punkten
Zehn 2018
10 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.
Etwas Kräuterwürze, feine Apfelfrucht,
ein Hauch von Zitrus. Feine Struktur, zartes
weißes Kernobst, bereits gut antrinkbar,
unkompliziertes Trinkvergnügen.
UVP € 2,79
87 von 100 Falstaff-Punkten
Well Welschriesling NV
12 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.
Feine Würze, weiße Tropenfrucht, tabakig,
ein Hauch von Grapefruit. Mittlerer
Körper, frische Struktur, Apfelnoten im Abgang,
salzig im Nachhall, individuell einsetzbar.
UVP € 1,99
90 von 100 Falstaff-Punkten
Zweigelt Marie Luise 2018
11,5 Vol.-%, DV. Zartes Lachsrosa, Orangereflexe.
Etwas Kräuternoten unterlegen Walderdbeeren,
floraler Touch, zart nach Papaya.
Mittlerer Körper, lebendige Säurestruktur,
mineralisch, feine Kirschenfrucht im Abgang,
frischer Sommerwein.
UVP € 3,79
89 von 100 Falstaff-Punkten
Echt Guat Weißer 2018
12 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.
Weiße Apfelfrucht, etwas Guave, zart
nach Wiesenkräutern. Frische Struktur, extraktsüß
nach Pfirsich, feinwürzig im Nachhall,
lebendiger Speisenbegleiter.
UVP € 2,99
88 von 100 Falstaff-Punkten
Echt Guat Roter 2018
13 Vol.-%, DV. Kräftiges Rubingranat, violette
Reflexe, zarte Randaufhellung. Zart nach
Herzkirschen, etwas Tabakwürze, feine Zitruszesten,
Wiesenkräuter. Mittlerer Körper,
rundes Tannin, frische rote Beerenfrucht,
unkompliziert anzutrinken. UVP € 2,99
87 von 100 Falstaff-Punkten
Gemischter Satz 2018
12 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.
Zarte Kräuternuancen, etwas Apfelfrucht, tabakig,
Orangenzesten. Salzig, eingebundene
Säurestruktur, zart mineralisch, weiße Fruchtnoten,
unkompliziertes Trinkvergnügen.
UVP € 2,49
89 von 100 Falstaff-Punkten
Feinstein Grüner Veltliner 2018
12 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.
Zart nach Kräuterwürze, etwas gelbe Fruchtnuancen,
Blütenhonig klingt an. Mittlerer Körper,
balancierte Struktur, extraktsüß nach
Mango im Abgang, bereits gut antrinkbar,
guter Speisenbegleiter. UVP € 3,99
88 von 100 Falstaff-Punkten
Feinstein Riesling 2018
12 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.
Feiner Zitrustouch, etwas weißes Steinobst,
Kräuternoten klingen an. Mittlerer Körper,
feinwürzig, balancierte Säurestruktur, mineralisch,
etwas adstringierend im Nachhall,
bereits gut antrinkbar. UVP € 3,99
89 von 100 Falstaff-Punkten
Feinstein Zweigelt 2018
13,5 Vol.-%, DV. Mittleres Rubingranat, violette
Reflexe, breitere Randaufhellung. Etwas
Kräuterwürze, rotes Waldbeerenkonfit, ein
Hauch von Kirschen. Tabakig, fruchtsüß, eingebundene
Tannine, etwas zerfließend im Abgang,
Zwetschge im Nachhall, bereits gut antrinkbar.
UVP € 3,99
87 von 100 Falstaff-Punkten
Feinstein Blaufränkisch 2017
13,5 Vol.-%, DV. Kräftiges Rubingranat, violette
Reflexe, zarte Randaufhellung. Etwas Brombeere
unterlegt mit Kräuternuancen, feiner
Cassistouch, Holzwürze klingt an, Orangenzesten.
Mittlerer Körper, präsentes Tannin, etwas
vegetal, dunkle Beerenfrucht im Abgang,
bereits gut antrinkbar. UVP € 3,99
jul–aug 2019
falstaff 93
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cover / SOMMERBOWLEN
SUPER
BOWL
Kein Getränk peppt eine Sommerparty besser auf als eine herrlich kühle,
farbenfrohe Bowle. Also feiern wir das Comeback des Klassikers und
servieren Ihnen sechs Rezepte, die Lust auf mehr machen.
TEXT URSULA MACHER FOTOS JULIA STIX ASSISTENZ KATHARINA WOSCHNY
94 falstaff jul–aug 2019
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SCHÜSSEL STAMM.AT
GLÄSER LEONARDO.DE
SANGRIA
DE LUXE
ZUTATEN
0,5 l Brandy
0,7 l Cava (bzw. Prosecco oder Sekt)
0,1 l frischer Zitronensaft
0,3 l frischer Orangensaft
0,7 l Frucade
diverse Beeren (nach Belieben)
diverse Zitrusfrüchte (nach Belieben)
ALLGEMEINE INFO
– Alle Zutaten im Bowlengefäß vermischen und sanft umrühren.
– 20 Eiswürfel hinzufügen, um etwas Schmelzwasser und Kälte
zu gewinnen.
– Danach immer auf frischem Eis servieren.
– Sämtliche Angaben sind keine Vorschriften, sondern Richtlinien
(nach Belieben mit Zucker oder Säure nachbessern und
ausbalancieren).
95
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cover / SOMMERBOWLEN
BASIL
BRASIL
ZUTATEN
0,5 l Cachaça
0,7 l Cava (bzw. Prosecco/Sekt)
0,5 l frischer Limettensaft
0,3 l Monin Rohrzucker
0,5 l Balis (Basilikum-Limonade)
1 Bund frisches Basilikum
20 Stk Limequat
SCHÜSSEL & GLÄSER STAMM.AT
Wolfgang Amadeus
Mozart war ein Fan –
im 18. Jahrhundert zählte
das Schlürfen am Bowle-
Glas nämlich zum guten Ton.
David Schober ließ seiner Kreativität freien Lauf und
mixte für Falstaff im »Kleinod Stadtgarten«
herrlich-sommerliche Bowlen.
Oft werden englische Seefahrer
als Erfinder der Bowle gehandelt
– vielmehr waren es
jedoch die Inder, die britischen
Offizieren im Osten des
Landes den Drink mixten: fünf Zutaten in
einer Schüssel (»pantsch« steht für fünf) –
fertig. Der »Punch«, gemeinhin als Bowle
geläufig, begeisterte die Briten jedenfalls so
sehr, dass sie ihn im 17. Jahrhundert gleich
mit nach Europa brachten. Seither hat die
Bowle einige Ups & Downs erlebt, zu ihren
Fans zählte etwa Wolfgang Amadeus
Mozart – im 18. Jahrhundert gehörte das
Schlürfen am Bowle-Glas nämlich zum
guten Ton. Noch in den 1960er- und
1970er-Jahren lag der Punch voll im Trend,
ehe er über diverse Partykeller endgültig
den Weg in die Versenkung fand.
ERLAUBT IST, WAS SCHMECKT
Höchste Zeit also, dieses Getränk wieder
aufleben zu lassen – und das hat gleich mehrere
Gründe. Zum einen sind die hübsch
gefüllten Schüsseln bei jedem Grill- oder
Partybuffet ein Hingucker, zum anderen
gibt es inzwischen allerhand Möglichkeiten,
Bowlen richtig aufzupeppen, wie auch
David Schober, Mastermind des »Kleinod
Cocktail Salon«, weiß: »Man kann sich bei
Bowlen inzwischen richtig austoben. Wichtig
ist eine Balance aus Süße und Säure,
auch das Verhältnis zu den restlichen Zutaten
muss passen.« Und auch diese sind
inzwischen erwachsen geworden: Statt wie
ursprünglich Wein dürfen heute auch Spirits
wie Wodka oder Rum in die Schüssel, aufgegossen
wird mit Prosecco oder Champagner.
Und statt ewig in Alkohol eingelegter
Früchte springen heute frische in die Schüssel.
Aber Achtung: die Früchte in mundgerechte
Stücke schneiden, auch mit dem Eis
in der Bowle eher sparsam umgehen. Schober:
»Wasser ist zwar eine wichtige Zutat,
aber es ist besser, man gibt weniger in die
Schüssel, dafür mehr davon ins Glas. Sonst
verwässert es die Bowle.«
Für Falstaff hat der kreative Barchef
sechs brandneue Varianten aus dem Hut
gezaubert, die auf aktuellen Trend-Drinks
basieren und perfekt in den Sommer passen
(Infos zu Workshops unter cocktailsalon@
kleinod.wien). Wohl bekomm’s!
>
96 falstaff jul–aug 2019
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Meine Donau
ist auf meiner
Wellenlänge.
Was mir an meiner Donau so gefällt? Meine Donau weiß worauf es mir ankommt und dass ich für meine
Gesundheit nur das Beste will. Mit der Donau Krankenversicherung werden mir Spitalsaufenthalte so
angenehm wie möglich gemacht. Bei ambulanten Behandlungen kann ich den Arzt frei wählen und die
beste Hilfe in Anspruch nehmen. So stell ich mir das vor. Mehr auf donauversicherung.at
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cover / SOMMERBOWLEN
SCHÜSSEL & GLÄSER LEONARDO.DE
Auch bei Bowlen kommt
es auf die Mischung an:
Die Balance zwischen süß
und sauer muss stimmen,
ebenso das Verhältnis zu
den restlichen Zutaten.
LA LA LAND
CHAMPAGNE
ZUTATEN
0,5 l Wodka
0,7 l Champagner
0,3 l Licor 43
0,3 l frischer Limettensaft
0,5 l Passionsfruchtsaft
1 Bund frische Minze
0,5 l Ginger Beer
98 falstaff jul–aug 2019
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cover / SOMMERBOWLEN
SCHÜSSEL & GLÄSER CUISINARUM.AT
ITALIAN
SPRITZ
PUNCH
ZUTATEN
0,5 l Aperol
0,7 l Prosecco
0,3 l frischer Zitronensaft
0,3 l Blutorangensaft
0,1 l Monin Rohrzucker
0,7 l Soda
diverse Zitrusfrüchte
(nach Belieben)
Rhabarberwürfel
(nach Belieben)
PIMM’S
PUNCH
NO. 1
ZUTATEN
0,7 l Pimm’s No. 1
0,5 l Prosecco
0,1 l Himbeeressig
0,1 l Monin Rohrzucker
1 Ginger Ale oder Zitronenlimo
Fruchtsalat (nach Belieben)
(Zitrusfrüchte, Beeren, Gurke
nach Belieben)
SCHÜSSEL & GLÄSER LEONARDO.DE
100 falstaff jul–aug 2019
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UNSER
TIPP!
Ein Rosmarinzweig,
Salbeiblatt oder eine
Zitronenzeste im
Glas intensiviert
das Aroma!
Enjoy responsibly.
@Averna_Austria
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cover / SOMMERBOWLEN
MANGO
TANGO
ZUTATEN
0,6 l dunkler Rum
0,3 l frischer Limettensaft
0,5 l Mango-Tee
0,2 l Monin Rohrzucker
0,7 l Prosecco
diverse tropische Früchte
SCHÜSSEL LEONARDO.DE
GLÄSER LOBMEYR.AT
102 falstaff jul–aug 2019
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LILLET / promotion
SO SCHMECKT DER
SOMMER
Ein genussvoller Abend beginnt mit einem Aperitif.
Der Aperitif ist der erste Drink
des Abends – er weckt die Freude
auf alles, was noch folgt, und
stimmt auf eine großartige Sommernacht
ein. Ob bitter, fruchtig-süß oder
prickelnd – jeder Drink hat dabei seine
ganz individuelle Note und Kultur. Besonders
in der französischen und italienischen
Küche hat der Aperitif eine lange Tradition,
die die ÖsterreicherInnen längst für sich
entdeckt haben.
Ob pur, als leichter Aperitif-Drink oder
als genussvolle Cocktailzutat: Lillet schmeckt
aufgrund seiner Vielfalt in jeder Variation
einfach köstlich. Der unverkennbar frische
Geschmack des beliebten Weinaperitifs setzt
der geschmacklichen Fantasie keine Grenzen
und kann nach individuellen Wünschen gemischt
werden.
FRISCH, FRUCHTIG, FRANZÖSISCH
Einerseits besteht Lillet aus erlesenen Weinen
aus dem weltbekannten Anbaugebiet rund
um Bordeaux, andererseits aus natürlichen
Mazeraten exotischer Zitrusfrüchte. Lillet
wird übrigens bis heute ausschließlich in
Podensac hergestellt – nach einem al ten
Familienrezept aus dem 19. Jahrhundert.
Die diesjährigen Sommervariationen von
Lillet tragen klingende Namen wie »Lillet
Citrosé«, »Lillet Balis« oder »Lillet Jolie«.
Je nach Mixtur entfaltet Lillet seinen einzigartigen
Charakter anders und lädt neben den
traditionellen Rezepten dazu ein, intuitiv immer
neu »erfunden« zu werden. Lillet bringt
den Sommer ins Glas. Mais oui!
INFO
Weitere Rezepte gibt es unter:
pernod-ricard.at/marken/lillet
oder
facebook.com/lillet.austria
Mit diesen Lillet-Drinks begrüßen wir den Sommer
Fotos: © Pernod Ricard Austria
LILLET CITROSÉ
5 cl Lillet Rosé
10 cl Zitronenlimonade
oder alternativ
Bitter Lemon
Eiswürfel
GARNITUR
Minze &
Zitrone
LILLET BALIS
5 cl Lillet Blanc
10 cl Balis
Basilikum
Ingwer-Drink
1 Schuss
Sodawasser
Eiswürfel
GARNITUR
Basilikum &
Limette
LILLET JOLIE
5 cl Lillet Rosé
10 cl Grapefruit-
Limonade
Eiswürfel
GARNITUR
Limette
jul–aug 2019 falstaff 103
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spirits / SPIRITS TROPHY 2019
BESTES
SORTIMENT
HANS REISETBAUER
Einen Destillateur zu finden, der in so gut
wie allen Disziplinen Außergewöhnliches
herzustellen imstande ist, ist oft nicht
leicht. Vielfalt und Qualität stehen für die Familie
Reisetbauer nach wie vor an vorderster
Stelle. Großmeister Hans Reisetbauer, der seit
einiger Zeit auf die Unterstützung seines Sohnes
Hans jr. bauen kann, stellt das auch dieses Jahr
wieder eindrucksvoll unter Beweis. Acht Brände
wurden mit 93 oder mehr Punkten ausgezeichnet,
wobei die Rote Williamsbirne (98 Punkte)
und der Brand aus den Trestern des berühmten
Weinguts Olivier Bernstein, der einige der besten
Lagen der Burgund – in diesem Fall Clos de
Bèze – bewirtschaftet, mit 97 Punkten besonders
hoch bewertet wurden.
104 falstaff jul–aug 2019
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Foto: beigestellt
SPIRITS
TROPHY
SIEGER
Alle Sieger
im Überblick unter
falstaff.com/spirits-trophy-19
Gesucht und gefunden:
Falstaff suchte auch heuer
wieder nach den besten
Edelbränden Österreichs.
Voilà!
TEXT ERHARD RUTHNER
Österreich kann sich zu Recht
als Nation der Edelbrenner
bezeichnen, sowohl was Vielfalt
als auch Innovationskraft
und nicht zuletzt Qualität
angeht. Heimische Destillateure sind
immer bestrebt, Traditionen zu wahren
und durch neue Kreationen weitere Varianten
in ihre Produktpalette einzubringen.
Gerade diese Vielfalt macht es der Verkostungsjury
einerseits nicht allzu leicht,
die Typizitäten seltener Pflanzen herauszuarbeiten,
andererseits ist es umso spannender,
einen Überblick über die Vielzahl an
Bränden zu bekommen. Klassiker wie Birne
und Quitte auf sehr hohem Niveau zu kosten,
ist ein wahres Vergnügen, allerdings
waren auch dieses Jahr wieder viele Kategorien
bemerkenswert. Bei Beerenfrüchten
ist neben der zahlreich vertretenen klassischen
Vogelbeere ein Trend zu speziellen
Sorten wie Aronia und Wildsammlungen
auszumachen. Daneben sind Brombeeren
sehr beliebt, wohingegen wenig Himbeerbrände
im Bewerb waren. Die Gemüsebrände,
die in den letzten Jahren eher verstärkt
zu beobachten waren, sind in diesem
Jahr nicht so häufig vertreten, dafür sind
exotische Früchte wie Orangen oder Bananen
wieder vermehrt aufgetreten. Viele
Tresterbrände, teils aus internationalen
Rohmaterialien, fielen mit besonders hohen
Punktezahlen auf, hierbei sind es wiederum
fassgelagerte Spezialitäten, die zu Höhenflügen
angesetzt haben. Besonders bei den
gereiften Apfelbränden könnte man, um es
mit einer Sportmetapher auszudrücken,
von einem Fotofinish sprechen. Dass heimische
Brenner sich auch mit internationalen
Spirituosenkategorien auseinandersetzen,
ist seit vielen Jahren kein Einzelfall mehr.
Diese Kreationen, seien es Whisk(e)y, Gin,
Rum oder dergleichen, werden hier nicht
abgebildet, sie sind in eigenen Verkostungsreihen
dabei und werden zusammen mit
internationalen Vertretern verkostet.
jul–aug 2019
falstaff
105
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spirits / SPIRITS TROPHY 2019
BRENNER DES JAHRES
SCHOSSER
Bei vielen Liebhabern von Edelbränden
gilt er als Fixpunkt in der Sammlung,
und auch für Gastronomen sind die Edelbrände
der Familie Schosser aus ihrem Sortiment
nicht wegzudenken. Die enorme Vielfalt
der Produkte und die fantastische Qualität der
Brände sorgten einmal mehr für viele lobende
Worte der Verkoster. Besonders die als schwierig
geltende Erdbeere ist mit 93 Punkten sehr
hoch bewertet worden, Brombeere (98 Punkte)
und Holunder (95 Punkte) sind ebenso gelungen.
Das Bestreben, einigen Bränden interessante
Fassnoten zu verleihen, ist auf dem Erbhof
Wöristergut ebenfalls auf eine besondere
Stufe gestellt worden (Apfel im Kastanienfass
mit 97 Punkten, Zwetschge im Rumfass mit
94 Punkten). So geht die Auszeichnung auch
dieses Mal wieder nach Oberösterreich.
Fotos: beigestellt
106 falstaff jul–aug 2019
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WILDSHUTER ERKENNTNIS
UNSERE WICHTIGSTE ZUTAT
BEIM BIERBRAUEN? VIEL ZEIT
Boden gut. Getreide gut. Bier gut.
W
as macht Wildshut zum Biergut? Die einzigartige Kombination
aus Gutshof und Brauerei sowie seine ganz besondere
Philosophie. Als Privatunternehmen verfolgt Stiegl
konsequent seine eigene Überzeugung: Alles selbst und im Einklang
mit der Natur zu machen.
Mit dem Stiegl-Gut Wildshut, Österreichs 1. Biergut, hat die Salzburger
Privatbrauerei eine Vorreiterrolle eingenommen. Und
während sich andere Brauereien zusammenschlossen, ist Stiegl
bis heute in Familienbesitz und macht die Dinge anders als andere.
IN EIGENER HAND
In Wildshut wird der gesamte Brauprozess – vom Boden bis ins
Glas – in die eigene Hand genommen. „Wir haben hier die Möglichkeit,
hochwertige Rohstoffe selbst zu kultivieren. Für beste
Qualität nehmen wir höhere Produktionskosten in Kauf“,
nennt Stiegl-Eigentümer Heinrich Dieter Kiener ein Beispiel
für den eingeschlagenen Weg. Seine Ausnahmestellung verdankt
das Gut auch seiner Funktion als Ideenschmiede – ein
Thinktank rund um Bier und neue Biersorten. „Wir pflegen
Traditionen und verbinden diese mit unserer Freude an Innovationen“,
erklärt Stiegl-Chefbraumeister Christian Pöpperl.
Deshalb gedeihen auf den Wildshuter Feldern in Vergessenheit
geratene Urgetreidesorten in achtjähriger Fruchtfolge, die zu
außergewöhn lichen Bierspezialitäten veredelt werden.
BRAUFAKTOR ZEIT
Schon ein altes Sprichwort sagt „Gut Ding braucht Weile“ – und das
gilt natürlich auch für gutes Bier! Denn die Zeit spielt beim Bierbrauen
eine wesentliche Rolle und so gibt man bei Stiegl den Bieren
exakt die Zeit, die sie brauchen, um zu reifen. Das ist eine klare und
kompromisslose Entscheidung für Qualität und Geschmack. Neben
dem Faktor Zeit geht es bei Stiegl aber auch um achtsamen und
nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen. So hat jeder
die Gewissheit, mit einem Glas Stiegl die Philosophie des Familienunternehmens
im Hinblick auf Qualität und Nachhaltigkeit zu
unterstützen. Ein schöner Anlass, gemeinsam anzustoßen – oder
wie man in Wildshut sagt: Boden gut, Bier gut, alles gut.
WILDSHUTER SORTENSPIEL
In der gutseigenen Vollholzbrauerei entstehen die Wildshuter
Bierspezialitäten. Eines dieser unverkennbaren Biere
ist das „Wildshuter Sortenspiel“, eine hell-honigfarbene,
obergärige Spezialität – gebraut aus feinstem „Wildshuter
Urgetreide“, ausgewogen vollmundig und mild im Geschmack.
Samtig weich auf der Zunge und harmonisch im Ausklang
hinterlässt das „Wildshuter Sortenspiel“ einen bleibenden
Eindruck.
Weitere Informationen zum Produkt sowie zu
Bodengesundheit auf www.bodengutbiergut.at
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spirits / SPIRITS TROPHY 2019
BESTE SPEZIALITÄTEN
GRANITDESTILLERIE MAYER
Manche Brennerkarrieren sind auf den
ersten Blick nicht unbedingt vorgezeichnet.
So auch die von Günther
Mayer, der eigentlich Haustechniker eines
Pflegeheims ist.
Das Vorhandensein eines großen Grundstücks
mit 80 Obstbäumen führte dazu, dass
ab 1995 die ersten Destillate in Eigenregie entstanden.
Was quasi als Hobby begann, wurde
immer mehr zur Leidenschaft, und so wuchs
nicht nur das Sortiment zusehends an, auch die
Technik des mittlerweile professionellen Familienbetriebs
wurde immer ausgefeilter. Schon
2006 wurde der erste Whisky hergestellt, aber
auch die Obstbrände nehmen nach wie vor einen
hohen Stellenwert ein. Bei dieser Verkostung
überzeugten die Tresterbrände der Granitdestillerie
(Gelber Muskateller 96 Punkte, Gewürztraminer
95 Punkte) sowie die Exoten
Mandarine mit 94 Punkten und Banane mit
92 Punkten.
NEWCOMER DES JAHRES
DESTILLERIE MÜLLER
Die vielfach ausgezeichnete Edelbrand-Destillerie
Müller aus dem
schönen Radstadt als Newcomer zu
bezeichnen und auszuzeichnen, klingt fast
etwas verwegen, immerhin wird auf dem
Pichlgut seit mehr als 40 Jahren feiner Edelbrand
hergestellt. Diese Tradition ist beachtlich
und eine Familienangelegenheit. Vater
und Edelbrand-Sommelier Helmut Müller
hat seit vielen Jahren den Ruf der Brennerei
aufgebaut und das Feuer der Begeisterung an
seine Tochter Julia übertragen. Nach ihrem
Studium in Wien ist die ebenfalls geprüfte
Edelbrandsommelière in den Betrieb eingestiegen
und vergrößert mit eigenen Kreationen
die Produktpalette. Dass die beiden auch mit
Fass einsatz hervorragend umgehen können,
bewiesen in der Verkostung der Apfelbrand im
Sherryfass und die Zwetschge im Eichenfass
(beide 96 Punkte).
Fotos: beigestellt
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spirits / BEST OF
BEST OF
SPIRITS TROPHY
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97
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REISETBAUER ROTE WILLIAMS
BRAND 2017
Reisetbauer Qualitätsbrand
41,5 Vol.-%
Idealtypisches Spiel mit engmaschiger
Frucht und einnehmender
Frische. Am Gaumen feinherb
durchsetzte Birnennoten von
bester Komplexität. Im Finish
bestechen die dichte Struktur
und die extreme Länge.
weisshaus.at
€ 41,90 (0,35 l)
SCHOSSER APFEL
KASTANIENFASS 2012
Destillerie Schosser
40 Vol.-%
Die saftige Frucht im Geruch
wird vom dezenten Holzton
perfekt unterstützt. Dieses Spiel
setzt sich am Gaumen unmittelbar
und elegant fort. Im vielschichtigen
Finish sind weiche Fassaromen
lange präsent.
schosser.com
€ 22,45 (0,35 l)
STEINER QUITTE 2017
Edelbrand Steiner
40,5 Vol.-%
Zu Beginn fast filigran, dann
immer schöner werdende
Komplexität mit viel Frucht
und Einsprengseln von zestiger
Herbe. Am Gaumen engmaschig
und elegant und gleichzeitig
stoffig. Weißer Pfeffer
im Nachhall.
edelbrandsteiner.at
€ 19,– (0,35 l)
98
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SCHOSSER »MAX RESERVE« –
BROMBEERE 21 JAHRE 1998
Destillerie Schosser
40 Vol.-%
Geradezu klassisch wirkt die
füllige Frucht in der Nase, eine
würzige Unternote unterstützt
die Komplexität. Am Gaumen
wirkt er dicht und druckvoll.
Feine Kräuternoten unterstützen
den langen Abgang.
schosser.com
€ 79,– (0,35 l)
REISETBAUER TRESTER EDITION
OLIVIER BERNSTEIN – PREMIERS
GRAND CRUS & CAMBERTIN
CLOS-DE-BÉZE GRAND CRU 2015
Reisetbauer Qualitätsbrand
41,5 Vol.-%
Klassischer Trester im besten Sinn.
Die feinherben Noten und die leichte
Fruchtigkeit verbinden sich zu einer
harmonischen Duftstruktur. Am Gaumen
dicht und engmaschig mit eleganter
Würze und stoffigem Abtrunk.
reisetbauer.at, Preis auf Anfrage
SCHNEEBERGER KRIACHERL
Schneeberger Destillate
43,5 Vol.-%
Geradezu klassische Typizität
in der Nase. Neben enormer
Frucht etwas Hagebutte, Rose
und Ingwer. Der elegante Steinton
unterstützt den Gesamteindruck.
Am Gaumen hohe Komplexität
mit klarer Linie und viel Potenzial
im nuancenreichen Finish.
weingut-schneeberger.at
€ 21,50 (0,5 l)
98
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96
ZÖCHMEISTER
SCHLEHENBRAND 2018
Manufaktur Zöchmeister
43 Vol.-%
Ein großartige Duftnote nahezu
perfekter Typizität mit feiner
Rauchigkeit, Würze und feingliedrigen
Steintönen. Am
Gaumen extrem engmaschig
mit viel Finesse und feinen Kakaonuancen
im anhaltenden Finish.
zoechmeister.at
€ 38,– (0,35 l)
MÜLLER APFELBRAND IM
SHERRYFASS
Müller Edelbrand-Destillerie
43 Vol.-%
Sehr feinfruchtig mit ideal inszenierten
Sherryfassnoten, die Nase
wirkt sehr anregend. Am Gaumen
zunächst überwiegend Frucht, die
Raffinesse des Holzes kommt dann
stärker und führt zu einem komplexen
Finish.
edelbrand-destillerie.at
€ 35,– (0,35 l)
MAYER GRANIT DESTILLERIE
TRESTER GELBER
MUSKATELLER 2016
Günther Mayer Wald4tler Granit
Destillerie, 41 Vol.-%
Ein harmonischer Trester mit typischem
Muskatellerton. Am Gaumen
finden sich eine klare und präzise
Textur und eine dichte Würzigkeit.
Das Finish ist top mit langem
Nachklang.
granitdestillerie.at
€ 28,– (0,35 l)
Fotos: beigestellt
110 falstaff jul–aug 2019
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Feine Tropfen
Egal, ob Whisk(e)y, Liköre, Fruchtsäfte oder edle Brände –
Falstaff präsentiert die Top-Adressen für Genießer!
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dreier Ginliebhaber. Mit persönlichem Einsatz in allen Fertigungsschritten entsteht
der Sauguate Gin – ein echter London Dry Gin! Eine behutsam durchgeführte
Mazeration mit erlesenen Zutaten, professionell gebrannt und nach einer
verdienten Ruhepause speziell filtriert, machen ihn so identisch und vielseitig.
Das Besondere am Sauguaten Gin ist der wahre und ursprüngliche Gin-Geschmack,
der sich sowohl pur als auch klassisch mit Tonic genießen lässt.
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Inspiriert durch die einzigartige Natur der Tiroler Berge und die Reinheit des
Quellwassers der Tuxer Alpen kreierte die Eagles Future Destillerie einen exklusiven
New Western Style Gin. Alpine Wurzeln, vornehmlich Meisterwurz (Radix
Imperatoria), Kräuter und verschiedene Beeren verleihen diesem Alpinen Gin
eine unvergleichliche Vielschichtigkeit an Aromen. Mit 48 Vol.-% ist dieser Gin
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Dreifach destilliert unter Verwendung feinster Zutaten wie Wacholder, Biozitronen,
Engelwurz und Koriander. Gemixt mit Tonic Water, Eis und einer Scheibe
Limette oder einer Pfefferoni, entfaltet sich ein herrlicher Geschmack.
SAMMERHOF EDELBRÄNDE
SAMMERHOF
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Mehr als 80 verschiedene Früchte und Botanicals werden am Sammerhof zu
Spezialdestillaten veredelt. Die Palette reicht von den ganz klassischen Kernund
Steinobstsorten über Beeren, Südfrüchte bis hin zu Gemüse und Kräutern.
Natürlich dürfen auch Whisk(e)y, Gin und Rum nicht fehlen. Allen gemein ist die
Liebe zum Detail, ob nun die Fruchtigkeit reifer Birnen oder die Intensität von
frischem Ingwer, die es in jedem einzelnen Destillat aufs Neue zum
Ausdruck zu bringen gilt.
MANUFAKTUR ZÖCHMEISTER
MANUFAKTUR ZÖCHMEISTER
Hauptstraße 107
7051 Großhöflein
T: +43 676 880708404
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Leidenschaft und Wissen tragen Früchte, und durch die Zeit wird Kleines ganz
groß. Unsere Brände sind manchmal wild, lebendig und frisch, mit toller Nase
und konzentriert am Gaumen. Manchmal zart und elegant, dann wieder fruchtig
und duftig. Mancher hat seine Balance schon gefunden, andere wiederum
sind kühl oder dezent. Dicht, würzig, wild, finessenreich, tief und klar können
sie sein. Unikate, die den absoluten Hochgenuss versprechen, erlangen wir
durch schonende Destillation und sorgsame Lagerung.
jul–aug 2019 falstaff 111
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WEIN AUS DEM
GRANITSTEINFASS
DIE REVOLUTION IN DER NATÜRLICHEN WEINHERSTELLUNG
Das sagen Early Adopters über GRANBARREL ® NATURSTEINWEIN ® :
„Die komplexen und harmonischen Weine überraschen mit purem und lebendigen Geschmack.“
„Die Weine sind äußerst zugänglich und trinkfreudig aufgrund der Glättung von Säurespitzen.“
„Von der Traube ins Glas.“
Unser Sommelier beantwortet gerne Ihre Fragen auf www.granbarrel.com
CREATED BY NATURE,
PERFECTED IN GRANITE.
WWW.GRANBARREL.COM
Chefredakteurin
URSULA
MACHER
GOURMET
TREND AUS SCHWEDEN
STERNEKÜCHE
IM WALD
Viele jener Produkte, die tagtäglich
auf unseren Tellern landen,
kommen aus dem Wald. Warum
also nicht gleich dort kochen? Eben.
Inzwischen haben sich vier schwedische
Sterneköche rund um die erste weibliche,
Titti Qvarnström (Bild), zusammengetan
und bieten Interessierten an, sich
mit ihnen auf die Suche nach Kräutern,
Beeren & Co. zu machen und im
Anschluss daran gemeinsam über offenem
Feuer zu kochen. Lediglich einige
wenige Grundnahrungsmittel (etwa Eier
oder Fisch aus der jeweiligen Gegend)
werden beigestellt, alles Weitere kommt
aus dem Wald. Niklas Ekstedt, Sternekoch
aus Stockholm, ist auch mit an
Bord: »Für mich ist die schwedische
Natur schon immer die wichtigste
Inspirationsquelle in der Küche
gewesen. Die Stunden, die ich
im Wald verbracht habe,
haben mir gezeigt, was das
Herz der schwedischen
Kochkunst ist: im Freien zu
kochen, mit den Zutaten, die
vor meiner Nase wachsen.«
visitsweden.de
DIE NEUE S-KLASSE
Olivenöle, die nach der Frische des Meeres
schmecken? Ja, die gibt es! Genau solche
Zaubertränke haben nämlich die Ölmagier
und Olivenölpioniere vom Monte d’Oro bei
Triest in besonders hübsche Flaschen
gezaubert. Vitjan, Devan und Alen Sancin
bringen mit ihren neuen Cuvées den Sommer
und südliche Geschmäcker zu uns. Mit
dem S2 zum Beispiel, einer perfekten Kombination
der Sorten Buga und Leccino, das
mit seiner grünen Frische die Meeresbrise
auf die Teller wehen lässt. Es ist eine wunderbare
Ergänzung zu bunten Salaten, Grillfleisch
und Fischen. Das S3 ist die zweite
neue Cuvée aus dem Hause Sancin und eine
ausgewogene Mischung aus Bianchera- und
Perfekte Begleiter
für den Sommer:
Sancins S2 und S3.
Pendolino-Oliven. Sehr frisch und leicht
pfeffrig ist es der ideale Begleiter zu allen
Gerichten im Sommer, vor allem auch zu
Süßwasserfischen. Aber auch einfach pur
mit ein wenig Fleur de Sel genossen, sind
die Öle ein sonniger Geschmacksurlaub,
den man auch in Österreich ordern kann.
herwig-ertl.at
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NOTIZEN
SCHOKO-FRÜCHTCHEN
Fotos: August Dellert, DENNIS SAVINI , Ernst Peter Prokop, FERDINAND NEUMUELLER, Shutterstock, beigestellt
Sie essen zu wenig Obst? Aber zu oft
Schokolade? Dann ist die Schwarze
Sapote die perfekte Lösung: Die
sogenannte Schokoladenpudding-
Frucht kommt aus Süd- und Mittelamerika,
schmeckt nach Schokolade,
ist kalorienarm und voller
Vitamine. Die Sapote wird wie eine
Kiwi aus der Schale gelöffelt, man
kann sie wie Nutella aufs Brot streichen
oder zu Saft pressen. Sie ist die
Trendfrucht 2019, und wir freuen uns darauf,
sie bald in jedem Supermarkt zu finden.
Derzeit muss man sie noch in speziellen Obstund
Feinkostgeschäften suchen. Aber es lohnt sich!
EIN FEST FÜR GOURMETS
JUNG, MODERN, SPRITZIG!
Vom 25. bis 28. Juli erobert die Kulinarik den
Hauptplatz von Bad St. Leonhard. Im Rahmen des 7.
Genuss-Festivals werden von vier Gastronomen
und fünf foodaffinen Vereinen regionale Köstlichkeiten,
Klassiker aus der französischen
und italienischen Küche sowie
verführerische Mehlspeisen angeboten.
Der Eintritt ist frei.
genussfestival.info
Als Aperitivo haben Bitter in Italien eine lange Tradition. Um den Bitter
etwas zu entstauben und jung und modern zu machen, hat der Sizilianer
Giuseppe Librizzi ein Hybrid kreiert, das aus Bitter und Wermut besteht.
Die aromatischen Ingredienzien stammen alle aus der Region um den
Ätna (ital. Etna), der sich auch eine Erwähnung im Namen des Aperitivos
verdient hat – deshalb Etna Bitter. Er besteht aus einer ausgewogenen
Melange von Blutorangenschale, Grapefruitwein, Kräuterextrakten
und Mandel – alle Zutaten kommen aus Sizilien. Den süßen Schliff
bekommt der Etna Bitter durch den Honig braver Bienen, die in den
Orangenfeldern ihren Nektar sammeln. Etna Bitter eignet sich für neue
Spritzer-Varianten, macht sich gut in Negroni und Americano oder einfach
pur auf Eis. sussitz.eu
»SO GRILLT ÖSTERREICH«
Das Spiel mit dem Feuer, Quality-Time
mit Familie und Freunden, die Atmosphäre
und natürlich der einzigartige Genuss
– das sind die wesentlichen
Faktoren, warum die
(überwiegend männlichen)
Österreicher
das Grillen so lieben.
Das besagt die
soeben veröffentlichte
Grillstudie von
Petra Postl (diegrillerin.at,
Foto), laut der wir
gleich mehrmals monatlich,
wetterunabhängig und sogar außerhalb
der warmen Saison den Griller anwerfen.
Bei der Ausstattung fällt die Wahl auf
Holzkohlegriller mit Deckel, gefolgt von
Gasgriller und Elektrogriller. Draufgelegt
wird vor allem Rindfleisch und Gemüse,
aber auch »Special Cuts« wie Flank-
Steak oder Hanging Tender sind immer
mehr gefragt – wichtig dabei sind den
Befragten Regionalität und Qualität der
Produkte.
BRANDHEISS & KURZ NOTIERT
Günther Jauch geht unter die Restaurantbesitzer:
Der deutsche TV-Moderator
und Winzer erwarb in Potsdam die
»Villa Kellermann« am Heiligen See
und will das denkmalgeschützte Gebäude
bis Herbst in ein Restaurant verwandeln.
Für das kulinarische Konzept holte
Jauch seinen Freund, Spitzenkoch Tim
Raue, an Bord.. +++ Jürgen Kleinhappl,
einst jüngster Sternekoch Österreichs,
übernahm mit Ende Juni das Restaurant
»Neuwirt« in Kitzbühel.
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gourmet / REZEPTE
DIE WÜRZE
DES SÜDENS
Die kreolische Küche steht für eine kunterbunte Mischung
unterschiedlicher Kochtraditionen, die europäische Einwanderer
über Jahrhunderte in die Region mitbrachten.
FOTOS KONRAD LIMBECK
KONZEPT & PRODUKTION THOMAS HOPFERWIESER
FOODSTYLIST BENJAMIN WILKE
AUSSTATTUNG HABARI DESIGN STORE
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gourmet / REZEPTE
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CREOLE SPICY FISH
(FÜR 4 PERSONEN)
ZUTATEN
200 g weiße Zwiebel, gewürfelt
Olivenöl
40 g frischer Ingwer, gerieben
8 Safranfäden
1 rote Paprika, geschält und gewürfelt
4 Limonenblätter
40 g frische Kurkuma, geschält und fein
geschnitten
10 g Koriandersamen, im Mörser zerstoßen
2 Kardamomkerne, zerstoßen
15 g Kreuzkümmel
10 g Curry Masala
2 frische Scotch-Bonnet-Chilis (alternativ
Habaneros), fein geschnitten
2 Limonen (Zesten abreiben, Saft pressen)
200 ml Weißwein
Saft einer Kokosnuss
350 ml Geflügelbrühe
2 reife Tomaten, enthäutet und fein geschnitten
½ reife Mango, geschält und fein gewürfelt
600 g Seeteufelfilet, in 3 cm große Stücke
geschnitten
1 Bund frischer Koriander, gezupft
schwarzer Pfeffer, Salz
ZUBEREITUNG
– Zwiebeln mit Olivenöl leicht anschwitzen. Ingwer,
Safran, Paprika, Limonenblätter, Kurkuma,
Koriandersamen, Kardamom, Kreuzkümmel,
Curry Masala und Chilis zugeben. Limonensaft
dazu, dann die Zesten. Mit Weißwein ablöschen.
Gute 10 Minuten köcheln lassen.
– Kokossaft zugeben. Weitere 10 Minuten köcheln
lassen. Geflügelbrühe zugeben, dann Tomaten
und Mango. Das Ganze mindestens 45 Minuten
köcheln lassen. Seeteufel in Olivenöl anbraten
und zum Curry geben. Koriandergrün dazugeben
und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
FALSTAFF-WEINEMPFEHLUNG
2018 Minuty M Rosé de Provence
Château Minuty, Provence, Frankreich
Schon die zarte lachsrosa Farbe passt optisch
zum Fisch, seine feinen Fruchtnuancen, die milde
Säurestruktur und seine feine Mineralität runden
das scharfe Gericht optimal ab.
vinexus.at, € 16,13
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gourmet / REZEPTE
LANGUSTEN-CARI
(FÜR 4 PERSONEN)
ZUTATEN
2 rote Zwiebeln
4 Tomaten
2 Knoblauchzehen
4 Langusten
Olivenöl
1 TL Kurkuma
1 TL Ingwer, gerieben
Safran
1 Lorbeerblatt
schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
Thymian
1 Chilischote bei Bedarf
Petersilie
Salz
ZUBEREITUNG
– Zwiebel schälen und in Scheiben schneiden,
Tomaten in Würfel schneiden und Knoblauch
klein schneiden.
– Langusten der Länge nach halbieren, in Olivenöl
hellbraun anbraten und anschließend beiseitelegen.
Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch in der
Pfanne hellbraun rösten, die Langustenschwänze
dazugeben und mit Kurkuma, Ingwer, Safran,
Lorbeer, Pfeffer, Thymian und evtl. Chili würzen.
Mit einem halben Liter Wasser ablöschen und für
ca. 15 Minuten leicht köcheln lassen. Nach Bedarf
mit Wasser aufgießen. Mit Salz würzen und
mit gehackter Petersilie bestreuen und servieren.
FALSTAFF-WEINEMPFEHLUNG
2016 Von Winning Chardonnay I
Weingut Von Winning, Pfalz, Deutschland
Ein cremiger Stil, geprägt vom Ausbau im Holz,
bringt eine zart exotische Frucht und dezent
buttrige Nuancen. Elegant am Gaumen, mit
dezenter Salzigkeit ausgestattet und Nuancen
von weißem Pfirsich im Nachhall.
gute-weine.de, € 28,–
Falstaff Rezept-Newsletter
Rezeptideen kostenlos
via E-Mail erhalten:
falstaff.com/rezept-newsletter
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gourmet / REZEPTE
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JAMBALAYA
(FÜR 4 PERSONEN)
ZUTATEN
2 EL Olivenöl
6 Hühnerschenkelfilets ohne Haut und Knochen,
klein geschnitten
200 g Chorizo, gekocht und in Scheiben geschnitten
2 Zwiebeln, fein geschnitten
4 Knoblauchzehen, zerdrückt
2 rote Paprikaschoten, in Scheiben geschnitten
2 Selleriestangen, gehackt
1 TL Thymianblätter, frisch
1 TL Oregano, getrocknet
½ TL Knoblauchsalz
1 TL Paprikapulver, geräuchert
1 TL Cayennepfeffer
½ TL Senfpulver
eine Prise weißer Pfeffer
300 g langkörniger Reis
400 g Kirschtomaten
300 ml Hühnerbrühe
12 große rohe Tigergarnelen (ganz, in den Schalen)
12 Muscheln (nach Wahl), gereinigt und bartlos
24 Miesmuscheln
ZUBEREITUNG
– Olivenöl in einem ofenfesten Kochgeschirr mittelstark
erhitzen. Die Hühnerschenkel würzen,
in das Öl legen und ca. 4 Minuten lang kochen.
Gelegentlich umrühren, damit das Fleisch nicht
festklebt. Die Chorizo hinzufügen und weitere
4 Minuten lang kochen, bis sie knusprig ist. Anschließend
nur das Fleisch herausnehmen und
beiseitestellen.
– Die Hitze etwas reduzieren, die Zwiebeln zu der
Chorizo geben und ca. 8 Minuten weichkochen.
– Knoblauch, Paprika, Sellerie, Thymian und Oregano
unterrühren und weitere 2 Minuten kochen
lassen. Das Fleisch wieder dazugeben, Knoblauchsalz,
Paprikapulver, Cayennepfeffer, Senfpulver
und weißen Pfeffer hinzufügen und erneut
2 Minuten kochen lassen. Reis und dann die Tomaten
unterrühren. Die Brühe dazugeben und alles
gut umrühren. Zum Kochen bringen. Dann mit
einem gut sitzenden Deckel abdecken und 20 Minuten
in den auf 200 °C vorgeheizten Backofen
stellen (180 °C bei Heißluft).
– Aus dem Ofen nehmen und mit einer Gabel
auflockern. Die Garnelen einmischen und die
Muscheln darauflegen. Mit Deckel für weitere
10 Minuten in den Ofen geben.
– Anschließend herausnehmen und gut umrühren.
ZUTATEN FÜR DAS ANRICHTEN
½ Bund Petersilie, gehackt
4 Frühlingszwiebeln, diagonal geschnitten
ANRICHTEN
– Zum Servieren mit der Petersilie und den Frühlingszwiebeln
bestreuen.
FALSTAFF-WEINEMPFEHLUNG
2016 Weinbach Pinot Gris Réserve Alsace AOC
Domaine F. E. Trimbach, Elsass, Frankreich
Der stoffige Weißweinklassiker mit angenehmer
Mineralität und kräftigem Körper nimmt es mit
der Würze des Gerichts in idealer Weise auf –
seine feine Extraktsüße sorgt für die richtige
Balance.
kateandkon.com, € 20,–
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gourmet / ESSAY
ESSLUST UND
LIEBESHUNGER
Vielen wurde beim Film »Das große Fressen« übel. Ich rief vor dem Kino:
»Wo ist der nächste Würstelstand?!« Und erlebte danach eine grandiose
Liebesnacht. Maßlosigkeit hat mich schon immer beflügelt.
K
eine Sauce passt besser zu
Austern als der Speichel einer
Geliebten.« Alfons Schuhbeck?
Falsch. Giacomo Casanova.
Der Abenteurer, Dichter,
Spion und notorische Liebhaber liebte
auch gutes Essen, mehr noch: Die kulinarische
Sinnlichkeit war für ihn untrennbar
von der erotischen. Viele Dutzend Speisen
und Weine aus ganz Europa nennt der rastlos
Reisende in seinen Memoiren, und die
Erregung, die ihm das »möglichst kräftige
Schwitzen« einer »duftenden Schönen«
bereitete, in einem lüsternen Atemzug mit
dem Genuss von Käse »im höchsten Stadium
seiner Reife, wenn die kleinen Tierchen
in ihm sichtbar werden«. Eine Liebesnacht
begann mit einem Liebesmahl, und Austern
als sexuell aufgeladene Leckerei (im wahrsten
Sinn) hat meines Wissens er erfunden,
indem er ausführlich deren Weg von seinem
Mund in ihren, von seiner auf ihre
Zunge beschreibt, von dort in ihr Dekolleté,
auf seinen schlürfenden Lippen tiefer,
und tiefer, zwischen ihre bebenden Schenkel
(vom Kleid hatte er sie schon zuvor –
»Der Hitze wegen!« – befreit). Da war der
Übergang von Ernährung zu Begattung
(wieder im wahrsten Sinn) gleitend. Ein
anderes Rendezvous eröffnete er mit der
Warnung, »vor Leidenschaft zu explodieren«,
weil er eben Trinkschokolade und
das Weiß von sechs Eiern genossen habe,
was ebenso viele Höhepunkte in Aussicht
stelle.
Casanova ist in der letzten Blüte der
großen venezianischen Kochkunst groß
geworden, am Drehpunkt der Handelswege
und Gewürzrouten. Seine Pasta
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MICHAEL DANGL
Der Schauspieler und Autor
arbeitet am Theater in der
Josefstadt (Wien), am
Staatstheater am Gärtnerplatz
(München) und für Film
und TV. Sein Buch »Grado
abseits der Pfade« kommt
in die sechste Auflage, sein
jüngster Roman heißt
»Im Rausch« (beide
Braumüller Verlag).
Illustration: Gina Mueller, Foto: Shutterstock, Maria Frodl
bestreute er mit Zimt und Zucker, ein
Gruß aus dem Mittelalter und den exotischen
Weltregionen, deren Produkte und
Gebräuche den Weg in die einstmals mächtigste
Seemetropole gefunden hatten. Asien
war in der Verbindung von Essen und Erotik
schon immer ein Lehrmeister. Ich rede
weniger von »Body Sushi« (obwohl das
heutige Überbleibsel aus der Samurai-Zeit
Casanova gefallen hätte), Lokale, in denen
die kalten Fischköstlichkeiten von reglos
nackt daliegenden (lebenden) Körpern
genascht werden; auch nicht vom »Peking-
Penis-Restaurant«, wo gekochte, gebratene,
gegrillte Gemächte von (toten) Stieren,
Lämmern und Hunden gegessen werden.
Ich rede vom Zelebrieren der Sinnlichkeit,
der Verlängerung des Liebesspiels auf viele
Stunden, wie etwa im Kamasutra (das
mehr ist als ein Liebesstellungsführer), zu
dessen Vorspiel gemeinsames Wasserpfeiferauchen
und Feigenessen ebenso gehören
kann wie Beißen, Kratzen und Schläge auf
den Po … Und natürlich vom Einsatz aphrodisierender
Gewürze wie Chili, Kardamom,
Nelken, Muskat, Ginseng, Knoblauch,
Koriander, Süßholz oder Vanille …
Und Speisen, als deren »schärfste« die
Durian-Frucht gilt (»When the durians
fall, the sarongs go up«). Ich reise seit Jahren
mit meinem Freund Ingwer, weil ich
ihn morgens in meinem Tee haben will.
Casanova reiste mit eigenem Kochgeschirr
und Ofen. Sein Landsmann Pavarotti zweihundert
Jahre später mit eigenem Koch.
Auf seine legendäre Esslust angesprochen,
sagte der Tenor, dem das Hohe C kein
Vi taminsaft war, dass er mit der Nahrung
andere Fleischeslüste kompensiere. Sex
KUNST KENNT
KEINE VERNUNFT.
LIEBE, SEX UND
ESSEN FANGEN
ERST DORT AN, WO
MAN SICH FALLEN
UND TREIBEN
LÄSST.
nehme dem Sänger den Schmelz in der
Stimme.
Ich tat früher alles (ich bin kein Tenor)
ziemlich exzessiv und hemmungslos. Ich
hatte das Glück, zu einer Zeit jung zu sein,
als die Angst vor Allergenen noch nicht
den Appetit und die vor Ansteckung nicht
die Lust an Promiskuität verdarb. Ich
musste ein paar Vokabeln in der mir recht
fremden Weltsprache der Vernunft lernen –
Appetit und Lust habe ich mir herübergerettet.
Vernunft ist sinnvoll. Aber oft halte
ich sie für ein zutiefst bürgerliches Vehikel,
das uns klein und bescheiden halten will.
Wer sich keinen Genuss versagt, der
dadurch ausgeglichenere, »freie« Mensch,
der ist – so paradox es klingt – kein gutes
Geschäft. Weil er keine Ersatzbefriedigung
braucht, aus der unsere Konsumwelt zum
Großteil besteht. Die wirklich wertvollen
Dinge im Leben kennen keine Vernunft.
Kunst kennt keine, Liebe, Sex und Essen
fangen erst dort an, wo man sich fallen
und treiben lässt. Absurd, dass eine Gesellschaft,
die sich so viel an Genuss leisten
kann, dessen äußere Auswirkungen so verbissen
bekämpft und vor allem dünn sein
will. So wie beim Sex gilt, besser mit
Schutz als gar nicht, meine ich beim
Schlemmen: besser Pausen einlegen als das
Leben zur Pause erklären.
Zink kurbelt die Spermatogenese an, das
muss Casanova gespürt haben, als er fünfzig
Austern am Tag aß. Hätte, um endlich
auch eine Frau zu Wort kommen zu lassen,
Alma Mahler ihn gekannt, sie hätte wohl
ihren berühmten Satz – einen der schönsten,
der zum Thema Sex und Nahrung
gesagt wurde – nicht revidiert: »Nichts
schmeckt so gut wie das Sperma eines
Genies.«
PS: Der Liebesgöttin Aphrodite (von
ihrem Namen leitet sich »aphrodisierend«
ab) hat man in Griechenland den Rosmarin
geweiht. Und der wurde zum Symbol
für Liebe. Und auch – das sei nach so vielen
Stellungs- und Partnerwechselgedanken
angemerkt – für Treue. Wie es die gute
Ophelia ihrem Hamlet verspricht.
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xxxxxxxxxx cover / SALATE / XXXXXXXX MIT GESCHICHTE
DA HABEN
WIR DEN
Foto: TED CAVANAUGH
126 falstaff jul–aug 2019
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Foto: TED CAVANAUGH
SALAT!
Man begegnet ihm nach
wie vor mit gemischten
Gefühlen. Dabei ist Salat
weit besser als sein Ruf
und verlangt neben
erstklassigen Zutaten
auch ein hohes Maß an
Kreativität. Wie sonst
wären diese fünf zu
absoluten Klassikern
geworden?
TEXT URSULA MACHER
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cover / SALATE MIT GESCHICHTE
USA: CAESAR SALAD
Seinen Namen verdankt er weder dem römischen Kaiser
noch dem legendären Casino-Hotel in Las Vegas.
Vielmehr erfand der italienische Immigrant Cesare
Cardini am 4. Juli 1924 in der Grenzstadt Tijuana
(Mexiko) den Caesar Salad, der zu den beliebtesten
Speisen in den Vereinigten Staaten zählt. Weil es
damals noch keine Kühlkette gab, mischte Cardini
frische rohe Eier ins Dressing – ein Novum. Im Laufe
der Zeit wurde das Rezept mehrfach adaptiert und
auch – hollywoodkonform – abgespeckt. Wie die
meisten Salate lebt auch der Caesar Salad von der Frische
und Qualität seiner Zutaten. Wer diesen Klassiker
als Hauptspeise wählt, kann ihn je nach Belieben
mit gegrilltem Huhn oder Garnelen erweitern.
FÜR 6 PERSONEN
ZUTATEN
Für den Salat
3 Romana-Salatherzen
Parmesanspäne zum Garnieren
Für das Dressing
6 Anchovis
1 Knoblauchzehe
Salz
2 Eigelb
2 TL Zitronensaft
1 TL scharfer Senf
2 TL Olivenöl
100 ml Maiskeimöl
3 EL geriebener Parmesan
Pfeffer
Zitronensaft
Für die Croûtons
3 Scheiben Weißbrot
3 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer
ZUBEREITUNG
- Für das Dressing Anchovis, Knoblauch und Salz
mit dem Stabmixer zu einer Paste verrühren. In
eine Schüssel geben, Eigelb, Zitronensaft, Senf
und Olivenöl hinzufügen. Pflanzenöl langsam
dazugießen, dabei rühren, bis das Dressing zu
einer mayonnaiseartigen Creme wird. Geriebenen
Parmesan dazugeben, mit Salz, Pfeffer und
Zitronensaft abschmecken.
- Für die Croûtons Weißbrot in ungefähr 2 cm
große Stücke reißen. Mit Olivenöl, Salz und Pfeffer
vermengen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes
Blech legen, bei 190 °C 10 bis 15 Minuten lang
backen, bis das Brot goldbraun ist.
- Das Dressing über den Salat geben.
- Croûtons und Parmesanspäne darüberstreuen.
Fotos: StockFood, Shutterstock
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ITALIEN: PANZANELLA
Über die Entstehungsgeschichte des kalt servierten Brotsalats
gehen die Meinungen auseinander. Während die
einen meinen, er sei von Fischern aus der Not heraus
erfunden worden, weil Kombüsen nur überschaubare
Möglichkeiten zur Zubereitung eines herzhaften Gerichts
boten, glauben andere zu wissen, dass es Gründe der
Sparsamkeit waren, altbackene Brote bestmöglich zu
verwerten. Wie auch immer: Der Panzanella-Salat zählt
zu den großen Klassikern der italienischen Küche. Die
Kombination aus nicht mehr ganz reschem Brot, das sich
in Gesellschaft von köstlichem Olivenöl, Paradeisern,
Gurken, Zwiebeln und Salz langsam erweicht, ist
geschmacklich einzigartig. Übrigens: Jede Art von Brot
und Gemüse kann in die Panzanella (so bezeichnet man
die Resteverwertung von altem Brot und Gemüse) gegeben
werden. Im Sommer schmeckt der Salat am besten
mit vielen bunten Tomatensorten.
FÜR 2 PERSONEN
ZUTATEN
250 g altbackenes Brot
Olivenöl
2 Knoblauchzehen (mit Schale)
4 Rispentomaten
2 kleine Gurken
1 rote Tropea-Zwiebel
Salz
½ Glas Rotweinessig
1 kleines Glas Wasser
brauner Zucker
Pfeffer
Basilikum
ZUBEREITUNG
- Das Brot in 2cm große Würfel schneiden, das
Backrohr auf 140 °C vorheizen. Die Brotwürfel
auf einem Blech verteilen und mit etwas Olivenöl
beträufeln. Die Knoblauchzehen andrücken und
mit aufs Blech geben. Die Brotwürfel rösten, bis
sie goldbraun sind.
- Währenddessen die Tomaten waschen und
halbieren und die Gurken würfelig schneiden. Die
rote Zwiebel fein schneiden und in eine Schüssel
geben, salzen und etwa 10 Minuten stehen
lassen (nimmt der Zwiebel die Schärfe). Die
Tomaten und Gurken zugeben und mit Olivenöl,
Rotweinessig, Wasser, braunem Zucker, Salz und
Pfeffer abschmecken. Zuletzt Basilikumblätter
und Brotwürfel zugeben, gut vermischen und
noch etwa 10 Minuten ziehen lassen.
Fotos: StockFood, Shutterstock
Fotos: beigestellt
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cover / SALATE MIT GESCHICHTE
FRANKREICH:
SALADE NIÇOISE
Im Paris des späten 19. Jahrhunderts hatte man sehr
präzise Vorstellungen, wie das Leben an der CÔte
d’Azur so sein könnte. Man warf Thunfisch, hart
gekochte Eier, knackige grüne Fisolen und Sardinen
in eine Schüssel und taufte das gesunde Wunder
Salade niçoise – Nizzasalat. Das erste Rezept stammt
vom Pariser Küchenchef Auguste Escoffier aus dem
Jahre 1903: In seinem »Guide Culinaire« gab er
neben den klassischen Zutaten auch Kapern an.
Zuweilen wird der Klassiker auch gern mit Artischocken
angereichert und am liebsten mit einem Glas
gut gekühltem Rosé genossen.
FÜR 2 PERSONEN
ZUTATEN
200 g frisches Thunfischfilet
etwas Öl
1 Handvoll Fisolen
4 neue Kartoffeln
4 kleine Tomaten
2 hart gekochte Eier
4 Sardellen
schwarze Oliven nach Belieben
ein paar Basilikumblätter
Für das Dressing
4 EL Olivenöl
1 EL Essig
etwas Zitronensaft
1 TL Dijon-Senf
Salz, Pfeffer
3 Frühlingszwiebeln
Für die Croûtons
1 kleines Weißbrot
3 EL Olivenöl
ZUBEREITUNG:
- Thunfisch kurz in etwas Öl in der Pfanne
anbraten (er sollte innen noch fast roh sein).
- Fisolen blanchieren, Kartoffeln schälen,
kochen und vierteln.
– Die Zutaten für das Dressing verrühren,
zuletzt die in feine Ringe geschnittene
Frühlings zwiebel dazugeben.
- Zubereitung Croûtons: siehe Seite 128
- Tomaten und Eier vierteln und das Gemüse
rund um den Thunfisch anrichten. Sardellen
und eventuell schwarze Oliven dazugeben.
- Dressing über den Salat verteilen, mit
Basilikum und Croûtons garnieren.
Fotos: StockFood / Gräfe Unzer Verlag / Hoersch, Julia
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Für alle, die für die Pariser Klimaziele sind, aber nicht auf Reichweite, Technik und Komfort
verzichten wollen: Ein Erdgasauto spart bis zu 24 % CO 2 , 75 % Stickoxide und 98 % Feinstaub
im Vergleich zu anderen Verbrennungsmotoren. Dabei ist es genauso schnell betankt – und
zwar zum halben Preis, an 160 Tankstellen in Österreich.
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cover / SALATE MIT GESCHICHTE
RUSSLAND: OLIVIERSALAT
Als der französische Koch Lucien Olivier Mitte des 19. Jahrhunderts
ein Spezialitätenrestaurant namens »Ermitage« in Moskau eröffnete,
ahnte er wohl nicht, dass ihm just ein Salat zu Weltruhm verhelfen
würde. Vor allem die Sauce des Oliviersalats – gemeinhin als Russischer
Salat bekannt – hatte es seinen Gästen angetan: Sie erinnert in
ihren Grundzutaten an Mayonnaise. Ursprünglich wurde der deftige
Salat mit dem Fleisch wilder Haselhühner, Kalbszunge, schwarzem
Kaviar, Blattsalat, gekochten Flusskrebsen, kleinen Cornichons,
Kapern sowie fein zerkleinerten, hart gekochten Eiern zubereitet, im
Laufe der Jahre wurde das Rezept jedoch stetig verändert.
FÜR 4 PERSONEN
ZUTATEN
5 Kartoffeln
3 Karotten
4 Eier
450 g gekochtes Fleisch
2−3 saure Gurken (alternativ
frische Gurken)
225 g Erbsen
Salz nach Geschmack
225 g Mayonnaise
ZUBEREITUNG
- Kartoffeln und Karotten kochen,
abkühlen lassen und schälen.
- Eier hart kochen und Fleisch garen.
- Kartoffeln, Karotten, Eier, Fleisch und
Gurken in kleine Würfel schneiden,
Erbsen und Salz hinzufügen.
- Mayonnaise unterrühren, Salat
umrühren und kühl stellen.
Fotos: Shutterstock
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Tage der Alpen-Adria Küche 2019
20. – 29. September 2019
Alpen-Adria Genussmeile 20. – 22. September: Alter Platz und Innenhöfe mit über 40 Top-Produzenten
Matinee am 22. September im Sandwirth
Talk mit Ana Roš, Emanuele Scarello, Lojze Wieser. Es moderiert Cornelia Vospernik, anschl. Brunch
Ab 21. September kochen die Top-Chefs
zwischen Altstadt und See:
SLOWENIEN:
Ana Roš (Hiša Franco),
Janez Bratovž (JB Restaurant), Luka Košir
(Gostišče Grič), Uroš Facuč (Restaurant Dam)
ITALIEN:
Emanuele Scarello (Agli Amici),
Ilija Pejič (Ristorante Ilija), Fabrizia Meroi (Laite),
Gunter Piccolruaz, Roberto Franzin
ÖSTERREICH:
Bernd Thaller (Oscar),
Christian Cabalier (Kochwerkstatt),
Stephan Vadnjal (Dolce Vita),
Enzo Corso (Osteria Veneta),
Thomas Kropfitsch (Wispelhof)
23 Restaurants in Klagenfurt bieten spezielle
Köstlichkeiten aus dem Alpen-Adria Raum
täglich auf ihren Speisekarten zwischen
20. und 29. September an.
visitklagenfurt.at/alpenadria
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cover / SALATE MIT GESCHICHTE
USA: WALDORFSALAT
Dass Oscar Tschirky seine Goldene Hochzeit 1937 mit 1200
Gästen im »Waldorf Astoria« feiern durfte, hatte einen guten
Grund: Der gebürtige Schweizer hatte nämlich den Salat
erfunden, der das New Yorker Hotel noch berühmter machte
und von Staatschefs, Königen und Filmstars regelrecht verschlungen
wurde. Dabei hatte Tschirkys Karriere eher mau
begonnen: 1883 kam er in den Big Apple und schlug sich die
ersten Jahre als Kofferträger im »Hoffman House« am
Broadway durch. Vom Ehrgeiz gepackt, reüssierte er bald als
Partyveranstalter und erhielt 1887 eine Anstellung als Kellner
im legendären »Delmonico’s« – wo neben den Rothschilds
und den Vanderbilts auch die Astors zu den Stammgästen
zählten. Letztere erbauten das später weltberühmte »Waldorf
Astoria«, das 1893 eröffnet wurde – mit Tschirky als Restaurant-
und Küchenchef. Beim Opening kredenzte der damals
27-jährige »Oscar of the Waldorf« erstmals seine Eigenkreation
»Waldorf salad«, eine Komposition aus Weintrauben,
blättrig geschnittenen Äpfeln, Walnüssen und Stangensellerie,
serviert auf grünem Salat.
FÜR 2 PERSONEN
ZUTATEN
200 g Walnusskerne
1 mittelgroße Knollensellerie
3 EL Weißweinessig oder
Zitronensaft
2 Boskop-Äpfel
3 EL Mayonnaise
Salz aus der Mühle
frisch gemahlener Pfeffer
ZUBEREITUNG
- Zunächst die Walnüsse hacken.
- Sellerie schälen, anschließend mit einer Reibe in
eine Schüssel in feine Streifen (Julienne) reiben
und mit der Hälfte des Essigs oder dem
Zitronensaft vermengen.
- Äpfel schälen, vom Kerngehäuse befreien, mit
der Reibe in eine Schüssel in feine Streifen reiben
und mit der restlichen Säure vermengen.
- Alle Zutaten zuammen mit der Mayonnaise in
eine Schüssel geben, würzen und erneut gut
miteinander vermischen.
- Den Salat nochmals mit Zitronensaft oder Essig
abschmecken und eventuell nachwürzen.
- Mit Frischhaltefolie abdecken und gut eine
Stunde lang durchziehen lassen.
Fotos: Shutterstock
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Nr.3
Der Genussvolle
WWW.BERGER-SCHINKEN.AT
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gourmet / SALAT-MARINADEN
DRESS TO
IMPRESS
Der Geschmack eines
Salats steht und fällt mit
dem Dressing. Deshalb
servieren wir Ihnen hier
sechs Rezepte und fünf
wertvolle Tipps zum Thema.
TEXT URSULA MACHER
136 falstaff jul–aug 2019
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J
ean Anthelme Brillat-Savarin hat
sich bereits im 18. Jahrhundert
so seine Gedanken zur perfekten
Marinade gemacht: »Fünf Köpfe«,
so der bekannte Gastronom
und Schriftsteller, »bringen einen guten
Salat zustande: ein Geizhals, der den Essig
träufelt; ein Verschwender, der das Öl gibt;
ein Weiser, der die Kräuter sammelt; ein
Narr, der sie durcheinanderrüttelt; ein
Künst ler, der den Salat serviert.« In der
Tat hat sich die Zubereitung eines Salats
und der dazu passenden Marinade inzwischen
zur Wissenschaft entwickelt. Wir
haben Starkoch Thomas Dorfer (»Landhaus
Bacher«, NÖ) gebeten, uns sechs
unterschiedliche Rezepte sowie die fünf
entscheidenden Kriterien für den perfekten
Salat zu verraten.
BALSAMICO DUNKEL
ZUTATEN
140 g Balsamico-Essig
40 g Rotweinessig
10 g alter Balsamico
15 g Rotwein
300 g Wasser
45 g Zucker
20 g Salz
1 g Xanthan
280 ml Olivenöl
ZUBEREITUNG
Zutaten verrühren, einige Basilikumblätter
eine Stunde lang darin ziehen
lassen, nicht mixen.
GEEIGNET FÜR: italienische Salate
wie Rucola, Radicchio, Puntarelle beziehungsweise
gegrilltes Gemüse
JAPANISCH
ZUTATEN
60 g Reisessig
20 g Honig
15 g helle Sojasauce
30 g heißer Geflügelfond
15 g passierte Chicken-Chili-Sauce
120 g Sonnenblumenöl
ZUBEREITUNG
Alle Zutaten verrühren und das Öl zum
Schluss zügig einrühren.
GEEIGNET FÜR: fein geschnittene
Gemüsesalate, zum Beispiel Erbsenschoten,
Avocado, Sojasprossen etc.
l Qualität als oberstes Gebot: »Zum einen
ist es wichtig, hochwertige Öle zu verwenden
(egal ob Olivenöl, Nussöl etc.) und diese
richtig zu lagern. Ich kühle sie alle, somit
ist eine Topqualität gewährleistet und es
gibt keine bösen Überraschungen bei Ölen,
die seltener verwendet werden.«
l Die richtige Kombination: »Erlaubt ist,
was schmeckt, wobei klassische Varianten
wie Balsamico & Olivenöl, Hesperiden -
essig & Sonnenblumenöl, Himbeeressig &
Haselnussöl immer funktionieren. Ich kombiniere
immer gerne Gemüse mit dem passenden
Essig, also Spargel mit Spargelessig,
Tomaten mit Tomatenessig und so weiter.«
PARADEISER
ZUTATEN
100 g frisch gemixter Tomatensaft
18 g Sherryessig 7 %
38 g Tomatenessig Gegenbauer
40 g Staubzucker
10 g Salz
10 g Ketchup
150 g Olivenöl
ZUBEREITUNG
WICHTIG: Öl nur mit dem Schneebesen
einschlagen, nicht mixen.
Basilikumblätter auflegen und ziehen
lassen.
In ein Einmachglas füllen und vor
Gebrauch gut schütteln.
GEEIGNET FÜR: mediterrane Gemüsevorspeisen
(gekochte Artischocken,
Frischkäse, Ricotta, Mozzarella)
Fotos: Luzia Ellert, StockFood / Great Stock!, Markus Rohrbacher, Shutterstock
l Kräuterkunde: »Sehr gut passen leichte,
weiche Kräuter wie Petersilie, Brunnenkresse,
Basilikum, Schnittlauch oder Estragon.
Thymian, Rosmarin, Salbei sind in gehacktem
Zustand eher zu vermeiden, besser ist
es, die Marinade damit zu aromatisieren.«
l Eine Frage der Reihenfolge: »Salat
immer mit Essig, Salz und eventuell Zucker
zuerst marinieren, das Öl kommt erst zum
Schluss – so haftet die Marinade besser.«
Der Experte: Thomas Dorfer, Küchenchef im
»Landhaus Bacher« in Mautern, ist einer der
Top-Köche des Landes.
l Perfektes Timing: »Kartoffelsalat sollte
immer rund eine Stunde vor dem Essen
mariniert werden. Dann gut durchziehen
lassen und vielleicht nochmals abschmecken,
weil hier der Geschmack immer etwas
nachlässt. Gemüsesalate mit grünen Komponenten
sollten hingegen nicht zu lange
vorher mariniert werden, da durch die Säure
des Essigs die Erbsenschoten, grüner
Spargel, Zucchini oder grüne Bohnen ihre
Farbe verlieren. Deshalb das Gemüse besser
erst rund fünf Minuten vor dem Servieren
durch die Marinade schwenken und kurz
ziehen lassen. Blattsalate immer erst kurz
vor dem Servieren marinieren, da die Blätter
sonst weich und lasch werden.«
>
jul–aug 2019
falstaff
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gourmet / SALAT-MARINADEN
PETERSILIE
ZUTATEN
30 g Zucker
100 g Bouillon
1 EL Senf
0,5 l Sonnenblumenöl
120 g weißer Balsamessig
55 g grob gehackte Petersilie
Salz, Pfeffer, evtl. Worcestershiresauce
ZUBEREITUNG
Alle Zutaten bis auf das Öl mischen
und mixen, danach mit Öl wie Mayonnaise
hochziehen.
GEEIGNET FÜR: gekochten Spargel,
sommerliche Gemüse wie junge Karotten,
Radieschen etc.
BALSAMICO WEISS
ZUTATEN
150 g weißer Balsamessig
300 g Wasser
50 g Staubzucker
20 g Salz
evtl. 1,2 g Xanthan
100 g Olivenöl
50 g neutrales Maiskeimöl
GEEIGNET ALS: Basis für Joghurtdressing
oder Krenmarinade. Dazu einfach
mit Joghurt oder Kren verrühren.
Gilt als Allroundtalent für die Zubereitung
einfacher Blattsalate.
Zu Salaten passen leichte, » weiche« Kräuter
wie Petersilie, Estragon, Schnittlauch,
Brunnenkresse oder Basilikum.
138 falstaff jul–aug 2019
ZITRUSFRÜCHTE
ZUTATEN
12 g Zucker
300 g Mandarinensaft, frisch gepresst
200 g Orangensaft, frisch gepresst
1 Stange Zitronengras, klein geschnitten
2 EL Saft von Kaffirlimetten
5 Limettenblätter
1 Msp. Currypulver
1 Msp. Kurkuma
1 Msp. Xanthan
1 EL Mangopüree
2 EL Passionsfruchtmark
100 ml Sonnenblumenöl
1 Prise Sanshopfeffer
Salz
ZUBEREITUNG
Zucker karamellisieren und mit Mandarinen- und
Orangensaft ablöschen, klein geschnittenes Zitronengras
und Limettenblätter auflegen, Curry, Kurkuma
und Xanthan dazugeben und auf 200 ml einkochen,
überkühlen lassen und das Öl langsam einrühren,
mit Mangopüree, Kaffirlimettensaft
Salz und Sanshopfeffer abschmecken.
GEEIGNET FÜR: Krustentiere in Kombination mit
Chicorée, Avocados oder geschmorten Rübchen.
Fotos: StockFood / Jalag / Neubauer, Mathias, Shutterstock
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cover / EIS-KULT
HEISS
AUF
EIS!
Das Mutterland in Sachen Eis ist Italien. Dort ist Gelato schon lange eine Art
Nationalheiligtum. Doch inzwischen entstehen in den besten Eissalons in ganz
Europa die coolsten und abenteuerlichsten Geschmackskreationen. Ein Überblick.
TEXT HERBERT HACKER, URSULA MACHER
Fotos: StockFood / Pizzi, Alessandra
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Fotos: StockFood / Pizzi, Alessandra
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cover / EIS-KULT
GROM
ITALIEN | FLORENZ
Eigentlich stammt die Firma Grom ja aus
Turin, aber die eisverliebten Toskaner
haben die Marke mit der edlen
Verpackung längst »adoptiert«. Grom ist
das Kulteis schlechthin. Für die verschiedenen
Eissorten werden wenig Zucker
und nur die besten Zutaten aus der jeweiligen
Region verwendet (beispielsweise
Haselnüsse aus dem Piemont oder Pistazien
aus Sizilien) und feinste Schokolade
aus Südamerika (Ecuador, Peru). Auch in
New York, Paris und hierzulande sind die
verschiedenen Geschmacksrichtungen
der Eismanufaktur bereits ein Renner.
gromgelato.at
142 falstaff jul-aug jul–aug 2019
CREMERIA CAVOUR
ITALIEN | BOLOGNA
Dass Bologna bei 390.000 Einwohnern 300 Gelaterien zählt, kommt nicht von ungefähr.
Schließlich gilt die Universitätsstadt als italienische Eis-Metropole – und die »Cremeria
Cavour« als die Top-Adresse der Stadt: Neben zahlreichen (fruchtigen) Klassikern finden
hier auch Eis-Gourmets feinste Kreationen, das »Il Gigante« (Pinienkerneis mit gerösteten
Kernen) oder das »Cavour« (Ricotta mit dem Saft von Amalfi-Zitronen) sind allemal
eine Sünde wert. Da ist es auch gut, dass Eis in Italien nicht in Kugeln serviert wird,
sondern mit einer Spachtel. Da hat man mehr davon. cremeriacavour.it
Fotos: mauritius Images, seasons.agency / Koschel, Philip, beigestellt
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Fotos: mauritius Images, seasons.agency / Koschel, Philip, beigestellt
I
n welchem Land wird am meisten Eis
gegessen? Richtig, in Italien, wo
sonst? Für Italiener ist Speiseeis weit
mehr als nur eine kulinarische Erfrischung,
»gelato artigianale«, wie
Qualitätseis in Italien genannt wird, ist eine
echte Wissenschaft. Und das ist gar nicht
übertrieben, denn in der Nähe von Bologna
gibt es tatsächlich eine »Gelato University«.
Sie wurde 2003 vom Inhaber der Firma Carpigiani,
Italiens ältestem Eismaschinenhersteller,
gegründet und wird seither Jahr für
Jahr von Interessenten und Gasthörern aus
aller Welt gestürmt. Inzwischen gibt es von
der sagenhaften Eisuni auf der ganzen Welt
Ableger oder zumindest Kurse – auch in
Deutschland und Österreich.
Bologna ist überhaupt die Eismetropole
Italiens – mit über 300 einschlägigen Lokalitäten,
in denen hochwertiges Gelato
verkauft wird. Gelato – das Wort bedeutet
einfach »Gefrorenes« – ist in Italien eine
Art nationales Kulturgut und rangiert von
der Bedeutung her irgendwo zwischen
Pizza und Pasta. Etwa zwölf Kilo »gelato
artigianale« verdrückt ein Italiener im
Durchschnitt pro Jahr, weit mehr als alle
anderen Europäer. Und da ist noch gar
nicht von industrieller Eiscreme aus dem
Supermarkt die Rede, denn zwischen
Industrie-Eis und handwerklich anspruchsvoll
hergestelltem Eis ist der Unterschied
ungefähr so groß wie zwischen Mineralwasser
und Champagner.
Gelato enthält im Unterschied zu herkömmlicher
Eiscreme weit weniger Luft und
ist somit stärker verdichtet, aber dennoch
sehr weich und fein schmelzend-cremig.
Geht es nach der reinen Lehre, werden für
ein Gelato nur hochwertige Naturprodukte
wie Milch, Obers, Zucker, Nüsse, Früchte
oder andere Lebensmittel verwendet. Der
Fantasie und der Kreativität sind dabei
keine Grenzen gesetzt: In den Gelaterien
Italiens gibt es inzwischen auch Gelati
mit Gorgonzola-, Trüffel-, Tomaten-,
Rotwein-, Basilikum-, Thymian- oder
Lavendel-Geschmack. In der »Cremeria
Cavour« in Bologna, in Sachen Eis eine der
Top-Adressen der Stadt, ist man unter anderem
besonders stolz auf eine Kombination
aus Ricotta und dem Saft von Amalfi-Zitronen.
Aber auch Quantität kann beeindrucken:
Im »Fenocchio«, einem Familienbetrieb
in Nizza, werden immerhin fast
<
FRÄULEIN FROST
DEUTSCHLAND | BERLIN
Der Basis-Salon in Berlin-Neukölln ist ein Dorado
für Experimentierfreudige: Sorten wie Erdbeer-
Basilikum, Schokolade-Ingwer oder Gurke-Zitrone-
Minze bekommt man bekanntlich nicht an jeder Ecke.
Aber das Inhaber-Ehepaar Charlotte Pauly und Carsten
Andörfer hat natürlich auch die Klassiker im Repertoire und
damit eine derartig große Fangemeinde, dass man im Sommer die
Schlange schon von Weitem sieht.
POZZETTO
GELATO
FRANKREICH | PARIS
Das angeblich beste Eis von Paris gibt es im
vierten Arrondissement in der Rue du Roi de
Sicile. Es ist von herrlich cremiger Konsistenz
und versetzt einen mit dem köstlichen Geschmack
quasi direkt in den Urlaub nach Italien. Auch wenn die
Auswahl bei »Pozzetto Gelato« eine eher überschaubare
ist – alle Sorten sind handgerührt und beinhalten feinste Ingredienzien.
Besonderes Suchtpotenzial wird den Sorten Pistazie und Caffè
nachgesagt. pozzetto.biz
jul-aug 2019
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cover / EIS-KULT
FENOCCHIO
FRANKREICH | NIZZA
Ein Familienbetrieb im Herzen der Stadt, der
bei jedem Ausflug an die Côte d’Azur auf der
To-do-Liste stehen sollte: Die 98 (!) verschiedenen
Sorten – von Lavendel über Rose und
Mojito bis Zimt – werden im Hinterland in einer
Art Laboratorium unter strengsten hygienischen
Vorkehrungen hergestellt und täglich
ins Geschäft am Place Rossetti transportiert.
Die Früchte fürs Eis pressen die Fenocchios
übrigens selbst und frieren sie danach ein –
nur so sei gewährleistet, dass nichts beigemischt
wird.
fenocchio.fr
AL SETTIMO GELO
ITALIEN | ROM
Gutes Eis gibt es in Rom in Hülle und Fülle. Zu den
Betrieben mit alter Tradition gehört das »Al Settimo
Gelo« etwas nördlich der Vatikanseite. Berühmt ist
der Betrieb vor allem für eigene Kreationen wie etwa
Eis aus Cassata mit frischem Büffelricotta oder
Fruchteis aus Kaki, Birne, Kastanie, Zitronen aus Sizilien
oder Hibiskusblüten. Das Eis hat keine künstlichen
Aromen und beim Fruchteis einen hohen Fruchtanteil.
alsettimogelo.it
GELARTO
ROSA
UNGARN | BUDAPEST
Das »Gelarto Rosa« gilt als die beste Eis-
Adresse der Stadt. Viele Sorten werden in
Rosenform angeboten, dem Markenzeichen
des Hauses. Zu den interessantesten Sorten
zählen das Eis aus weißer Schokolade
mit Lavendel und Erdbeer-Holunder. Keine
Zusatzstoffe und viel Fruchtgeschmack. Im
Sommer muss man wegen des Andrangs
jedoch mit längeren Wartezeiten rechnen.
gelartorosa.com
100 verschiedene Sorten angeboten, hergestellt
in einem Labor im Hinterland, darunter
Eis-Kreationen mit Lavendel, Blumen
oder exotischen Gewürzen. Nie war die Vielfalt
der Eissorten so groß wie heute. »Man
kann praktisch aus allem ein Eis machen«,
sagt Ramiz Huseynov, der in Wien jahrelang
für die Eisherstellung in einem der besten Eis-
Lokale verantwortlich war und gerade seine
eigene Eisdiele »Ramele« eröffnet hat. Dort
gibt es auch ein Mohn-Eis, für Huseynov
eine besondere Herausforderung: »Mohn im
Eis ist ganz besonders schwierig und aufwendig
herzustellen, aber es geht.«
Welcher Geschmack auch immer, für viele
Eisliebhaber macht erst die verlockende Cremigkeit
den Genuss aus. Die Grundlage
dafür legten italienische Konditoren im
16. Jahrhundert. Sie platzierten eine Metallschüssel
in eine tiefkalte Mischung aus
Schnee, Wasser und Salpetersalzen, um darin
eine Creme aus Ei und Obers unter ständigem
Rühren erkalten zu lassen. So entstand
ein thermostabiler Schaum – und damit das
klassische Milchspeiseeis.
Das Eis zum Mitnehmen wiederum geht in
Europa der Überlieferung nach auf italienische
Immigranten in Großbritannien zurück,
die dort in den Großstädten ab Mitte des
19. Jahrhunderts auf den Straßen Eiscreme
an kleinen fahrbaren Ständen verkauften.
Doch was ist nun der Unterschied zwischen
einem wirklich guten und einem eher
durchschnittlichen Eis? Ramiz Huseynov
gibt darauf eine einfache Antwort: »Je weniger
Zusatzstoffe und je reiner der
Geschmack, desto besser das Eis.«
Tatsächlich werden vor allem bei industrieller
Produktion häufig noch Hilfsstoffe wie
Bindemittel, Emulgatoren, Stabilisatoren,
pflanzliche Fette sowie Aroma- und Farbstoffe
zugesetzt oder fertig gemischte Eisgrundmassen
aufgeschlagen und gefroren. Handwerklich
produziertes Eis besteht hingegen
aus nur wenigen Zutaten. Gesetzlich ist etwa
vorgegeben, dass Milcheis – beispielsweise
Schokoladeneis – mindestens 70 Prozent
Milch enthalten muss und Fruchteis (bis auf
Zitrone) mindestens 20 Prozent Frucht. Gute
Eisdielen stellen ihre Ware mehrmals täglich
aus frischen Zutaten her. Dafür wird die Eismasse
zunächst erhitzt, dann gekühlt,
geschlagen und zweimal gefroren.
»Der Rest«, sagt Ramiz Huseynov, »ist
dann nur noch eine Frage der Fantasie.«
<
<
Fotos: Shutterstock, beigestellt
144 falstaff jul-aug 2019
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FÜNFZIG
UNSERER WICHTIGSTEN
MITARBEITER
1.
3.
8.
2.
7.
9.
4.
6.
12.
24.
5.
11.
26.
22.
21.
25.
10.
10.
23.
20.
14.
19.
13.
17.
18.
15. 27.
16.
1. Honigbiene bestäubt Obstbäume 2. Schwalbenschwanz ist ein Indikator für Naturwiesen 3. Gottesanbeterin sorgt für Gleichgewicht
unter den Insekten 4. Jakobskrautbär frisst das giftige Jakobskraut 5. Admiral und 7. Tagpfauenauge bestäuben Wiesenblumen bei der
Nektaraufnahme 6. Feuerwanze dient größeren Insekten als Nahrung 8. Hirschkäferlarven verarbeiten Totholz zu Humus 9. Zitronenfalter
(siehe 5.) 10. Marienkäfer frisst Schädlinge 11. Gartenkreuzspinne fängt lästige Fliegen und Gelsen 12. Kleine Pechlibelle und
26. Mosaikjungfer (siehe 11.) 13. Regenwurm produziert wertvollen Kompost 14. Bänderschnecke erfreut durch ihren Anblick, weil
auch selten 15. Lauchheuschrecke (wie 2.) 16. Feuersalamander (wie 14.) 17. Feldgrille erfreut uns
mit ihrem Trillern 18. Holzameise macht aus Baumstümpfen Humus 19. Grünes Heupferd (wie 2.)
20. Rosenkäfer und 21. Junikäfer, die Larven erzeugen aus Pflanzenresten Humus 22. Wespe
entsorgt Fallobst 23. Frostspannerraupe dient als Farbmuster für Lindenblätter 24. Seefrosch wiegt uns mit
seinem Quaken in den Schlaf 25. Gelbe Wiesenameise arbeitet fleissig mit 27. Die restlichen Helferlein sind
in der Erde und meist so klein, dass man sie gar nicht sieht.
Gibts nur bei:
janatuerlich.at #BIOBoden #natürlichdabei
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cover / EISSALONS
DIE BELIEBTESTEN
EISSALONS
Sommerzeit ist Eiszeit. Und so hat die Falstaff-Community auch in diesem Jahr
wieder entschieden, in welchen Salons das Eis am besten schmeckt. Wir stellen die
Top 3 für jedes Bundesland vor und verraten, welche Eissorten bei den
Österreicherinnen und Österreichern am beliebtesten sind.
Über 50 verschiedene Sorten
hat die »Gelateria Tomaselli« in
Innsbruck im Angebot.
Alle Voting-Ergebnisse
der Falstaff-Community
falstaff.com/eissalons19
Fotos: ANDRE SCHOENHERR, GABRIELEPAAR, Shutterstock
146 falstaff jul–aug 2019
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Judith Jahoda vom Eissalon
»Isola Bella« in Groß-Enzersdorf hat das
Eismacher-Handwerk in Italien gelernt.
Das Eis von »Veganista« in
Wien enthält nur Zutaten auf
rein pflanzlicher Basis.
WIEN
GELATI DA SALVO
Obkirchergasse 26, 1190 Wien
T: +43 1 3286346
VEGANISTA
Amerlingstraße 19, 1060 Wien
veganista.at
TICHY
Reumannplatz 13, 1100 Wien
T: +43 1 6044446, tichy-eis.at
BURGENLAND
KAFFEE-KONDITOREI GUMHALTER
Marktstraße 87, 7532 Litzelsdorf
T: +43 3358 2411, konditorei-gumhalter.at
EISCAFÉ SAN MARCO
Untere Hauptstraße 27, 7100 Neusiedl am See
T: +43 2167 3782, pizzeria-sanmarco.com
EISSALON STATZINGER
Oggauer Straße 11, 7071 Rust
T: +43 680 3309773
STEIERMARK
DIE EISPERLE
Kaiserfeldgasse 22, 8010 Graz
eisperle.at
DIE TORTENKOMPONISTEN
Packerstraße 183, 8561 Söding
T: +43 664 5235598, dietortenkomponisten.at
EIS GREISSLER
Sporgasse 10, 8010 Graz
eis-greissler.at/unsere-laeden/graz
KÄRNTEN
EISSALON TUTTI FRUTTI – DER EISDEALER
Burggasse 23, 9020 Klagenfurt am Wörthersee
T: +43 650 3430045, tuttifruttieis.eu
EIS GREISSLER
Wiener Gasse 5, 9020 Klagenfurt am Wörthersee
eis-greissler.at/unsere-laeden/klagenfurt
GELATERIA ARCOBALENO
Wiener Gasse 11, 9020 Klagenfurt am Wörthersee
T: +43 463 504680, arcobaleno-eis.at
EISGROTTE
Burggraben 23, 6020 Innsbruck
T: +43 512 584956, eisgrotte.com
VORARLBERG
EISMANUFAKTUR KOLIBRI
Kreuzstraße 7, 6922 Wolfurt
T: +43 5574 66575, eismanufaktur-kolibri.at
DOLCE VITA EISMANUFAKTUR
Bahnhofstraße 2, 6845 Hohenems
T: +43 5576 77808, eismanufaktur-dolcevita.com
CAFÉ KÖNIG
Pontenstraße 25, 6890 Lustenau
T: +43 5577 62520, cafekoenig.at
DIE BELIEBTESTEN
EISSORTEN
ÖSTERREICHS
Fotos: ANDRE SCHOENHERR, GABRIELEPAAR, Shutterstock
NIEDERÖSTERREICH
EISSALON ISOLA BELLA
Kaiser-Franz-Josef-Straße 4, 2301 Groß-Enzersdorf
T: +43 2249 7380, isolabella.at
KAFFEE KONDITOREI KADLEC
Karl-Berger-Platz 3, 3443 Sieghartskirchen
T: +43 2274 6910
CAFÉ-KONDITOREI KARL BACHINGER
Marktplatz 3, 3071 Böheimkirchen
T: +43 2743 2251, bachinger-eis.at
OBERÖSTERREICH
BUBURUZA EIS
Enge Gasse 16, 4400 Steyr
T: +43 660 6636185, buburuzaeis.com
EISWERKSTATT
Franz-Josef-Platz, 4810 Gmunden
T: +43 7612 62062
EIS GREISSLER
Spittelwiese 2, 4020 Linz
eis-greissler.at/unsere-laeden/linz
SALZBURG
ICEZEIT
Chiemseegasse 1, 5020 Salzburg
T: +43 662 833313, icezeit.at
EISL-EIS
Getreidegasse 22, 5020 Salzburg
T: +43 670 6086212, shop.eisl-eis.at
EISGROTTE
Getreidegasse 40, 5020 Salzburg
T: +43 662 843157
Rainerstraße 3, 5020 Salzburg
T: +43 662 876619
eisgrotte.at
TIROL
TOMASELLI GELATERIA
Maria-Theresien-Straße 31, 6020 Innsbruck
T: +43 512 58233011, gelateria-tomaselli.at
EISMANUFAKTUR KEISER
Söllnerweg 7, 6353 Going am Wilden Kaiser
T: +43 664 4464797, keiser.at
1.
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8.
9.
10.
HASELNUSS/NOUGAT
SCHOKOLADE
MANGO
PISTAZIE
STRACCIATELLA
VANILLE
ERDBEERE
ZITRONE
COOKIES
BANANE
jul–aug 2019
falstaff
147
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KÜCHENZETTEL
Gourmet-Autor
SEVERIN CORTI
GEH, LECK!
Wer nicht an Emulgatoren, künstlichen Aromastoffen und anderem
Kunst-Zeugs schlecken will, der macht sich seine Eislutscher selber.
Schmeckt auch viel besser!
Manchmal gibt’s Abkürzungen
zum Glück und zu
den Freuden der Erinnerung.
Wenn man zum Beispiel
an einem Eislutscher
leckt und ganz vorsichtig mit den Schneidezähnen
die Schokoschicht vom Fruchteis
löst, dann tauen dabei ganz automatisch
auch Kindheitserinnerungen auf: an
die Sommer von früher, an erste Abenteuer
im Freibad, die in der Rückschau meist
überbelichtet, aber auch zart vergilbt
erscheinen. Helle, flirrende Hitze, türkisblaues
Wasser, der Duft von Piz-Buin-
Creme und Pommes frites. Herrlich!
Eislutscher sind so ziemlich die bescheidenste
der großen Freuden, die die Konsumgesellschaft
bereithält. Erfunden wurden
sie vom Kalifornier Frank Epperson,
der 1924 ein Patent für Wassereislutscher
anmeldete. Der Doppellutscher folgte
wenig später, er geht angeblich auf die
große Krise im Amerika der 1930er-Jahre
zurück: Für einen Nickel (fünf Cent),
damals der Preis für einen Eislutscher,
konnte man nunmehr zwei Kinder glücklich
machen.
Was zunächst als soziale Idee verkauft
wurde, verselbstständigte sich bald, mit
immer aufwendigeren Eisformen, die
Comic-Charaktere darstellten, Raketen,
irgendwann auch Plattfüße. Man darf sich
schon wundern, woran die Leute mit Lust
herumlutschen. Mindestens so erstaunlich
ist aber die Zutatenliste, die für manche
dieser Hervorbringungen notwendig ist.
Farbstoffe und künstliche Aromastoffe
mit allen erdenklichen E-Nummern sowieso,
aber auch Stabilisatoren, Emulgatoren
und andere Wundermittel, mittels derer
sich der gefrorene Zuckersirup als kindliches
Entertainment aufzuzwirbeln weiß.
Da können selbst gemachte Eislutscher
natürlich nicht mit, die haben nur die
Kraft frisch geernteter Früchte und allerbester
Schokolade zu bieten – plus die
liebevolle Hingabe der Köchin oder des
Kochs. Alles, was es dafür braucht, sind
Eislutscherformen. Die gibt es in gewissen
Möbelhäusern, aber auch im Internet zu
kaufen. Erdbeeren sind dieser Tage natürlich
erste Wahl, Heidelbeeren (die echten
aus dem Wald natürlich!) sind aber mindestens
so cool. Und zwar buchstäblich:
Jenseits der 30 Grad wirkt die fruchtige
Säure der dunkelvioletten Kullerbeeren
fast so gut wie eine Klimaanlage. Limette
und Minze ist auch so eine Killerkombination
– wobei: Manch groß gewordener
Eisfreund soll da angeblich schon auf die
Idee gekommen sein, sich diese an sich
unschuldigen Eislollis mit einem Schlenker
vom kubanischen Rum in Mojitoschlecker
zu verwandeln.
Was man beim Abschmecken bedenken
sollte: Tiefgefroren hat Zucker bei Weitem
nicht dieselbe Süßkraft – es schadet also
nicht, sich eher am oberen Ende der
Süß-Verträglichkeit zu orientieren.
Einmal durchgefroren, wird man im
Zweifelsfall nämlich draufkommen,
dass ein zusätzlicher Löffel vom weißen
Gift in diesem Fall ganz okay gewesen
wäre.
FRISCHE ERDBEEREN
ALS STECKERLEIS MIT
BITTERSCHOKOLADE
(Reicht für 4 bis 8 Eislutscher, je nach Größe
der Formen)
ZUTATEN
500 g frische, vollreife Freilanderdbeeren
3–4 EL Staubzucker
Eislutscherformen und -steckerl
1 Tafel gute Bitterschokolade
ZUBEREITUNG
– Die Erdbeeren kurz in eine Schüssel mit kaltem
Wasser tauchen, um etwaige Verunreinigungen
abzuspülen. Danach den Stielansatz entfernen
und die Erdbeeren mit dem Zucker im Mixer pürieren.
Abschmecken und dabei bedenken, dass
die Masse gefroren weniger süß schmecken wird.
– Die Eislutscherformen mit dem Püree füllen und
die Steckerl darin platzieren.
– Die Eislutscher für mindestens sechs Stunden
im Tiefkühler durchfrieren lassen.
– Die Bitterschokolade in Stücke brechen, in ein
passendes Gefäß geben und über einem Wasserbad
zum Schmelzen bringen.
– Die Eislutscher aus dem Tiefkühler holen, die
Formen kurz in lauwarmes Wasser halten und die
Eislutscher aus den Formen lösen. Mit dem Kopf
nach unten in die flüssige Schokolade tauchen
und bei Bedarf mit einem Löffel zusätzlich über
die Eislutscher träufeln. Die Schokolade sollte
sofort fest werden. Gleich servieren oder in
entsprechenden Sackerln gut verschlossen im
Tiefkühler aufbewahren.
Fotos: Bettina Hastoft, Ian Ehm
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Fotos: Bettina Hastoft, Ian Ehm
Gesammelte Rezepttipps
von Severin Corti unter
falstaff.com/corti
jul–aug 2019
falstaff
149
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cover / KÜCHENHILFE
SOMMERFRISCHE
IN DER KÜCHE
Wenig Zutaten, große
Vielfalt: Wer seine Küche in
ein Eislabor verwandelt,
kann seiner Kreativität
freien Lauf lassen.
Der »Eissalon Statzinger«
ist im ganzen Burgenland
für sein spitzenmäßiges
Eis bekannt.
Ein Mangel an guten Salons ist es
wohl nicht, der das Experiment
»Selbst gemachtes Eis« ins Rollen
bringt. Vielleicht eher die
Sehnsucht nach Abwechslung
zum Fruchtsaft-Staberleis oder die schiere
Ungeduld auf erfrischende Süße, die sich an
Sommertagen ein Wettrennen mit dem Thermometer
liefert. Denn während man beim
Staberleis schon ein paar Stunden auf das
Gefrorene warten muss, ist das Cremeeis im
Handumdrehen fertig. Und die Zutatenliste
ist auch überschaubar, der Variantenreichtum
dafür umso größer. Erdbeere, Avocado,
Mango oder Schokolade – reinkommen
darf, was schmeckt.
»Nach welchem Rezept das Eis
hergestellt wird, obliegt dem eigenen
Geschmack. Am wichtigsten aber
ist, dass die Qualität der Zutaten
stimmt«, sagt Ursula Statzinger, die
mit ihren Salons in Rust und Neufeld
in den letzten 30 Jahren eine Institution
geschaffen hat. Mit klaren Sorten
ohne Schnickschnack aus natürlichen,
regionalen Zutaten ist der »Eissalon Statzinger«
erste Anlaufstelle für Eisliebhaber
rund um den Neusiedler See – heuer übrigens
mit dem besonders begehrten Holunder
eis. Für Anfänger unter den Eis-Selbermachern
empfiehlt Statzinger allerdings die Einsteiger-Sorten
aus Beeren oder Vanille, »sie
lassen sich am einfachsten verarbeiten und
man bekommt schnell ein gutes Ergebnis«.
Bevor man sich aber nun in der eigenen
Küche ans Werk macht, kann ein wenig
Grundwissen nicht schaden. Denn das perfekte
Eis ist auch eine kleine Wissenschaft für
sich und lädt zum Experimentieren ein.
In der Regel wird Speiseeis aus den Grundzutaten
Milch, Schlagobers und Zucker hergestellt.
Was die Konsistenz betrifft, gilt:
je kleiner die Kristalle, umso cremiger und
intensiver das Eis. Hierbei hilft Zucker, der
verhindert, dass das Wasser in den Milchprodukten
zu stark kristallisiert. Zusätzlich kann
Eigelb oder Butter verwendet werden, um
das Eis fülliger zu machen. Für ein besonders
cremiges Endprodukt sorgt die in die kalte
Masse eingearbeitete Luft, wodurch auch das
Volumen der Eiscreme verdoppelt werden
kann. Wem das Luft-Unterschlagen per Hand
zu schweißtreibend ist, kann sich eine Eismaschine
zu Hilfe holen.
GRUNDREZEPT
EISCREME
ZUTATEN
250 g Schlagobers
250 ml Milch
90 g Zucker
4 Eigelb
ZUBEREITUNG
– Schlagobers und Milch in einen Topf geben, kurz
aufkochen lassen und abkühlen lassen. Anschließend
in einem zweiten Topf Wasser für ein Wasserbad
erhitzen.
– Zucker und Eigelb mit einem Schneebesen in einer
Schüssel verquirlen, das abgekühlte Schlagobers-
Milch-Gemisch dazugeben und gut verrühren.
– Die Schüssel samt Inhalt auf den Topf mit dem heißen
Wasser stellen. Die Schüssel darf das Wasser
dabei nicht berühren. Die Masse circa 10 Minuten mit
dem Schneebesen rühren, bis sie schön cremig ist.
– Die Schüssel mit der fertigen Grundmasse zum
Abkühlen in Eiswasser oder in ein sehr kaltes
Wasserbad stellen und abkühlen lassen. Anschließend
für circa 8 Minuten rühren und danach für
rund 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
TIPP
Das Grundrezept kann nach Belieben mit Früchten
und anderen Zutaten verfeinert werden.
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Küchenmaschinen besteht aus einem
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Back einstellungen und
elek tronischer Temperaturüberwachung
gelingen auch hauchdünne
Eiswaffeln.
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Eismaschine Profi
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Für Ungeduldige: Die Eismaschine
schafft bis zu zwei Liter Eis in nur
30 Minuten – vorausgesetzt, alle
Zutaten wurden vorgekühlt.
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Eisportionierer PRIMELINE
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Der Eisportionierer bringt die Kugeln in
Topform – von feinem Cremeeis über
erfrischendes Sorbet bis hin zu
Schokoladen-Mousse.
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7. KLARSTEIN
Vanilla Sky
Eiscreme-
Maschine
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Kompressor bringt
die gewünschten
Zutaten in kürzester
Zeit auf erfrischende
Temperaturen und kreiert
frisches Eis in 30 Minuten. klarstein.at
Fotos: Shutterstock, beigestellt
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Im antihaftbeschichteten 1,5-Liter-Behälter
aus Edelstahl ist Platz für bis zu 14 Kugeln
der Lieblingssorte – inklusive Nachkühlfunktion
bis zu einer Stunde.
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SIXPACK
ALEXANDER BACHL
ist einer der profiliertesten
Gourmetjournalisten Österreichs.
In seinem »Sixpack« stellt er Neues
aus der Restaurantszene vor.
alexander.bachl@falstaff.com
1
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5
6
MAYER & FREUNDE
Jasomirgottstraße 4
1010 Wien
SCHNEIDEREI
Hauptplatz 14
2443 Leithaprodersdorf
ZIEGELWERK
Ziegelofengasse 28
2485 Wimpassing an der Leitha
SEVEN NORTH
Schottenfeldgasse 74
1070 Wien
EUGEN21
Arsenalstraße 10
1100 Wien
NGUYEN’S
Große Pfarrgasse 5
1020 Wien
Lachs im Rhabarbersud. Intensive
Küche von Walter Leidenfrost in
der »Schneiderei«.
NEU EINGEDECKT
Fotos: Ingo Perftramer, beigestellt
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GUIDE APP
Ein Topkoch steht in einem Feinkostladen an der Budel. In einem neuen
Wiener Luxushotel wird auf Gasthaus gemacht. Israel hat eine neue
kulinarische Botschaft. Im Burgenland machen zwei Gasthäuser von sich
reden. Und ein vietnamesischer Clan sperrt wieder ein neues Lokal auf.
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gourmet / SIXPACK
MAYER & FREUNDE
Innere Stadt, Wien
Weine und Delikatessen im
Regal, exzellentes Essen am
verkachelten Chef’s Table.
1»Wer ist Mayer?«, könnten sich mit
der Kochszene weniger Vertraute fragen,
so sie auf das Schild »Mayer &
Freunde« stoßen. Kundige wissen: Alexander
Mayer war in den letzten Jahrzehnten
an wechselnden Adressen zugange (u. a.
»Theatercafe«, »Diverso«, »Vincent«, »Blue
Mustard«). Und die ihm stets folgende Gemeinde
würde jederzeit beeiden, er sei einer
der allerbesten Köche der Nation. Die
»Freunde«, mit denen er nun endlich sein eigenes
Ding verwirklichen konnte, sind seine
Partnerin Natalie, der Anwalt Daniel Gahleitner
und dessen Frau. Wichtig zu wissen:
Das Lokal ist ein Mix aus Feinkosthandel
und Gastronomie. Die Unzahl an französischen
(speziell bretonischen), spanischen
und sonstigen Delikatessen zu nennen, würde
eine Seite benötigen. Insbesondere Wurstwaren
aller Art und bester Güte haben es
Mayer & Co. angetan. Dazu kommt eine
Selektion ungewöhnlicher Weine. Jenen, die
nun auf das aktuelle Best-of aus Mayers Küche
warten, sei gesagt: Essen gibt’s hier nur
tagsüber, der späte Nachmittag ist die letzte
Chance zum Check-in für eine Genussreise
ins Mayer-Universum. Da gibt’s dann ein
genial subtiles Ceviche vom Neusiedler-See-
Zander mit Radieschen, Zwiebeln, Asia-
Aromaten und auslöffelpflichtigem Fischfond.
Wie überhaupt der Löffel Mayers
Lieblingsbesteck ist. Dekoratives Gebastel
überlässt er anderen, seine Teller sind voll
mit nichts außer Geschmack. Siehe auch
winzige Mangalitza-Grammelknödel mit
Spitzkraut und Kohlrabi im steirischen Sto-
Fond. Oder sensationelles Huhn in Estragonsauce.
Oder Hochrippe vom Txogitxu-
Rind mit Anchovis-Tomatensalsa. Einziger
Ausweg aus dem Nachmittagsdilemma:
mindestens acht Gleichgesinnte finden, dann
kocht Mayer am Chef’s Table auch abends.
BEWERTUNG
Alexander Bachl
Essen
Service
Weinkarte
Ambiente
GESAMT
47 von 50
16 von 20
17 von 20
8 von 10
88 von 100
Für dieses Lokal liegt im
Falstaff Restaurantguide
noch keine Bewertung vor.
MAYER & FREUNDE
Jasomirgottstraße 4
1010 Wien
T: +43 1 5323276
SCHNEIDEREI
Leithaprodersdorf, Burgenland
2Kurios ist das schon: Erst gab es im
niederösterreichisch-burgenländischen
Grenzgebiet an der Leitha
gar keine Gaststätten, die einen Umweg
lohnten. Nun sind es, sechs Kilometer entfernt,
gleich zwei – siehe auch Sixpack Nr.
3. Die »Schneiderei« von Tamara und Egon
Blümel gibt’s schon seit vier Jahren. Biegt
man im Haus links ab, landet man bei
Egon im Friseursalon. Geradeaus geht’s in
Tamaras Gastraum, dessen farbenfrohes
Interieur an ein Lokal in Meeresnähe gemahnt.
Aber schließlich ist der Neusiedler
See nicht gar so weit weg. Als Neuzugang
in der Küche ist Walter Leidenfrost zu vermelden,
der zuletzt im Wiener »Ludwig
van« von sich reden machte und einst bei
Richard Rauch zugange war. Den jungen
Koch darf man getrost als Produktfanatiker
titulieren, daher gibt’s hier auch Extravagantes
wie ein Tatar vom X.O.Beef aus
der Zucht des Oberösterreichers Robert
Weishuber, gar köstlich mit Gurke, Kren
und Senfkörnern angerichtet. Das Grammelknöderl
mit Kraut und »Saftl« spielt in
der Liga der besten Gasthofklassiker mit,
dann kommt wieder ein hocheleganter
Gang: roh marinierte Lachsforelle in betörendem
Sud aus Orangenblütenwasser, Angostura,
Ahornsirup und Rhabarber plus
Baumkleeblätter. Wer den Mann einfach
kochen lässt, könnte auch mit leicht geräuchertem
Schweinshirn mit Kapuzinerkresse
und Buchweizen konfrontiert werden. Und
im gleichen Ofen garen vielleicht gerade
Rehhaxen. Schlichtes Gulasch wäre Leidenfrost
einen Deut zu banal, ergo schmort
er eine Spielart mit Wiener Schnecken und
legt fluffige Topfenserviettenknödel dazu.
In Sachen Wein bleibt man bei Österreich
und bietet neben Klassik auch allerlei
Quergebürstetes. Ein Ort, der alles Mögliche
bietet – außer Durchschnitt.
BEWERTUNG
Alexander Bachl
Essen
Service
Weinkarte
Ambiente
GESAMT
46 von 50
17 von 20
16 von 20
8 von 10
87 von 100
Falstaff Restaurantguide 2019
Essen
Service
Weinkarte
Ambiente
GESAMT
Walter Leidenfrost sorgt
in der »Schneiderei« für
außergewöhnliche Küche.
43 von 50
17 von 20
15 von 20
8 von 10
83 von 100
SCHNEIDEREI
Hauptplatz 14
2443 Leithaprodersdorf
T: +43 2255 737620
schneiderei-te.at
Fotos: Bernd Grega, Andreas Hafenscher, beigestellt
154 falstaff jul–aug 2019
document6668530206154208118.indd 154 19.06.19 14:12
ZIEGELWERK
Wimpassing/Leitha, Burgenland
3Es ist natürlich von Vorteil, wenn
eine Familie geschichtsträchtige Ländereien
besitzt. Werner Tschiedels Urgroßvater
betrieb hier einst ein Kalk- und
Ziegelwerk, heute weist der Schornstein eines
renovierten Kalkofens den Weg zu dem,
was seine Nachfahren jetzt machen. Vor der
Rückkehr ins heimatliche Wimpassing an
der Leitha werkte Tschiedel als Koch und
Patissier in New York, wo er Julia Weber
kennenlernte. Nach der Rückkehr tingelten
sie durch die Wiener Gastronomie, führten
das Bistro »Coté Sud«. Und tauchen nun mit
einem nagelneuen Gasthaus auf, das man
besser kaum planen kann. Optisch ist das
»Ziegelwerk« eine stimmige Mixtur aus
Holz, Terrazzoboden, feschem Licht und –
alten Ziegeln. Inhaltlich ist es ein zeitgenössisches
Gasthaus mit Anspruch, aber ohne
Allüren. Als Gedeck werden im hauseigenen
Holzofen gebackene exzellente Brote und
ein kleiner Rindfleischsalat gereicht – eine in
Sekunden verschlungene Köstlichkeit. So
wie die Bio-Hühnerleberpaté mit Essigkirschen
und Brioche. Einziger Ausreißer – ein
sperrig abgeschmecktes Potpourri aus diversen
Rüben, Ziegenkäse und Karamell-Walnüssen,
bei dem ein heftiger Essig sehr laut
aufträgt. Sehr klassisch Wirtshaus: kleine
Grammelknödel mit überaus dichtem Kümmelsafterl
und lauwarmem Krautsalat. Oder
die gebackene Kalbsfledermaus mit schon
sämigem Erdäpfel-Rahmgurkensalat. Im feineren
Fach fällt das saftige Perlhuhn mit
Spargel-Kerbelrisotto und Kräuterseitlingen
auf. Und die Zitronentarte sticht den braven
Apfelstreusel um Längen aus. Nervös dürften
Weinconnaisseurs angesichts der spannenden
und günstigen Weinkarte mit Naturwein-Schwerpunkt
werden – vor allem,
weil man von hier ja irgendwie wieder wegkommen
muss.
Ein Prachtstück von einem Wirtshaus:
das neue »Ziegelwerk«.
BEWERTUNG
Alexander Bachl
Essen
Service
Weinkarte
Ambiente
GESAMT
45 von 50
16 von 20
17 von 20
9 von 10
87 von 100
Für dieses Lokal liegt im
Falstaff Restaurantguide
noch keine Bewertung vor.
ZIEGELWERK
Ziegelofengasse 28
2485 Wimpassing an der Leitha
T: +43 2623 73796
ziegelwerk-gasthaus.at
Fotos: Bernd Grega, Andreas Hafenscher, beigestellt
SEVEN NORTH
Neubau, Wien
4
Nina Simone: »Here Comes the
Sun«. James Brown: »Sunny«. Vollpegel.
Schlechte Laune ausgeschlossen.
Auch wegen der – bei aller Eröffnungswirrnis
– unfassbaren Freundlichkeit
aller, die umherwuseln. Der israelische
Top-Koch Eyal Shani sperrte in Neubau
sein zweites Lokal in Wien auf. Das erste –
»Miznon« – ist ein Ableger seines globalen
und schlichten Streetfood-Konzepts. Das
im Parterre des neuen niederländischen
»Max Brown«-Hotels gelegene Restaurant
mit Shabby-Chic-Styling ist nach der Lage
im Norden des siebenten Bezirks benannt
und wirkt wie eine exterritoriale Enklave
Israels. Englisch ist für Kartenstudium und
Kommunikation mit dem Personal obligatorisch.
In der Küche hört man auch Hebräisch,
der Großteil des Start-Personals
scheint eingeflogen worden zu sein. Das Essen
macht schlichtweg Spaß. Relativ einfache
Rezepturen werden mit aromatischen
Tricks zu spannenden Kombis. So gibt zartes
Minzaroma den Limabohnen mit grünem
Chili und roten Zwiebeln eine animierende
Note. So erinnert der »Melting Arabic
Cabbage Cake« an die Idee des weltbekannten
Karfiols – selbstredend auch zu haben
–, einem Gemüse im Ganzen eine neue
Dimension des Genusses zu verpassen. Ein
Krautkopf wird gegart, bis man in tortenartig
anschneiden kann. Köstlich. Seebarsch
kommt – »Hraime« – in einer mit
nordafrikanischen Aromaten unterlegten
sämigen Tomatensauce, die gefälligst mit
Brot aufzutunken ist – da ist das Personal
dahinter. Die Riesenkarte und die witzigen
Benamsungen der Gerichte animieren zum
baldigen Wiederkommen. Interessant:
Sämtliche Weine der kleinen Liste gibt’s im
Offenausschank, bis hin zu Premier-Cru-
Burgundern. Und die Gäste? Die haben die
Riesenbude in Beschlag genommen.
BEWERTUNG
Alexander Bachl
Essen
Service
Weinkarte
Ambiente
GESAMT
45 von 50
17 von 20
16 von 20
8 von 10
86 von 100
Für dieses Lokal liegt im
Falstaff Restaurantguide
noch keine Bewertung vor.
Laut, nett, gut. Spitzenkoch Eyal
Shani sperrte in Wien-Neubau
das »Seven North« auf.
SEVEN NORTH
Schottenfeldgasse 74
1070 Wien
T: +43 1 3761077
sevennorthrestaurant.com
95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte
jul–aug 2019
falstaff
155
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gourmet / SIXPACK
EUGEN21
Favoriten, Wien
5Die Hotels rund um den Wiener
Westbahnhof kann man getrost als
zweckdienlich titulieren. Dass der
neue Hauptbahnhof für Investoren in einer
anderen Liga spielt, zeigen die chicen und
hippen Häuser der Gegend. »Daniel« machte
den Anfang, »Mooons« folgt heuer. Und
soeben hat unter der »Hyatt«-Marke
»Andaz« gegenüber vom Museum Belvedere
21 das mit Abstand luxuriöseste Haus eröffnet.
Dessen Restaurant »Eugen21« wird
internationalen Gästen als »modern Austrian
tavern« angepriesen und präsentiert sich
optisch als etwas wirrer Crossover aus
Design-Bistro, Café und Nobelpub. Die viel
klarere Küchenlinie stammt von Richard
Leitner, der vom »Park Hyatt« in Richtung
Bahnhof wechselte. In der Liste »Klein &
fein« finden sich Vorspeisen mit Raffinement.
Der Kühlvitrinen-Klassiker »Gabelbissen«
wurde zu einem originellen Potpourri
aus Seesaibling, Saiblingskaviar, Rauchmuscheln
und Sauerrahm transformiert. Besonders
gelungen: Kalbskopf, Hummer, hauchdünner
Kohlrabi und Estragon. Und die mit
Blunze von der großartigen Weinviertler
BOA-Farm gefüllten Calamari in Kapern-
Rosinensauce wären auch innenstadttauglich.
Sehr viel klassisch-wienerischer geben
sich die Hauptgerichte. Das Kalbsbeuschel
mit Rieslingsauce ist am cremigen Ende der
Skala angesiedelt, wiewohl animierend abgeschmeckt.
Als Signature Dish kommt ein
saftiger Schweinsbraten vom Wagen, dazu
intensives Kraut mit Wacholderbier – hier als
Sonderabfüllung von Ottakringer gezapft –
und Semmeltarte nach oberösterreichischem
Hausfrauenrezept. Liebhaber klassischer
Kreszenzen könnten sich mit der Weinkarte
schwertun – progressive und weniger
bekannte Winzer sind hier in der Überzahl.
Auch da gibt man sich »modern«.
Das neue »Andaz«-Hotel
setzt auf eine »modern
Austrian tavern«.
BEWERTUNG
Alexander Bachl
Essen
Service
Weinkarte
Ambiente
GESAMT
45 von 50
17 von 20
16 von 20
8 von 10
86 von 100
Für dieses Lokal liegt im
Falstaff Restaurantguide
noch keine Bewertung vor.
EUGEN 21
Arsenalstraße 10
1100 Wien
T: +43 1 20577441234
hyatt.com
NGUYEN’S
Leopoldstadt, Wien
6Die Verbreitung asiatischer Nationalküchen
in Österreich steht in keiner
Korrelation zur Reisefrequenz
unserer Landsleute. In China waren die wenigsten,
beim Chinesen alle. Angesichts der
Beliebtheit von Thailand müsste es vor
Thailokalen nur so wimmeln – tut es mangels
Thai-Community aber nicht. Die überproportionale
Verbreitung an vietnamesischen
Restaurants ist eher Zufällen geschuldet
– so zum Beispiel der Größe der
Familie Nguyen, die nach dem schlichten,
aber sehr guten »Viet Thao« und dem Suppenlokal
»Pho House« nun mit dem
»Ngyuen’s« ihre adretteste Niederlassung
aufgesperrt hat. Die fesche Optik mit
Pracht-Schank und goldenem Boden verdankt
man noch Una Abrahams »Engel«,
zuletzt firmierte das Lokal unter »Marktlücke«.
Dass man hier nun vietnamesische
Küche »at its best« bekommt, hat sich herumgesprochen.
Und die sieben Seiten Spei-
sekarte machen es ratsam, nicht allein zu
speisen. Mit landesüblich dezenter Schärfe
kommt Papayasalat mit hauchdünn geschnippelten
Shrimps. Die beliebten kräuterreichen
Sommerrollen gibt es gleich in
fünf Spielarten, noch spannender: knusprige
Kurkumaflade mit Schwein, Garnelen
und einem Riesenberg Kräutern. Ohne Nudeln
geht gar nichts – »Bun Bo La Lot« ist
eine komplexe Kombi aus säuerlich marinierten
Reisnudeln und Faschiertem, das in
feinwürzige La-Lot-Blätter gewickelt wird.
Und hinter dem schlichten Namen »Rindfleisch-Melanzani«
verbirgt sich zartes geschnetzeltes
Rindfleisch mit in hauchdünnem
Teig frittierten Melanzani-Stücken –
absolut köstlich. Weinkarte gibt’s (noch)
keine, ein Blick in die zwei Kühlschränke
offenbart neben Üblichem auch allerlei Spezielles
von Winzern wie Preisinger, Tschida
& Co. Reservierung dringend geraten.
BEWERTUNG
Alexander Bachl
Essen
Service
Weinkarte
Ambiente
GESAMT
44 von 50
15 von 20
15 von 20
8 von 10
82 von 100
Für dieses Lokal liegt im
Falstaff Restaurantguide
noch keine Bewertung vor.
Die jüngste Niederlassung
der Familie Nguyen liegt in
der Wiener Leopoldstadt.
NGUYEN’S
Große Pfarrgasse 5
1020 Wien
T: +43 1 8909855
Fotos: Gregor Titze, beigestellt
156
falstaff jul–aug 2019
document6668530206154208118.indd 156 19.06.19 14:12
INTERNATIONAL HOTSPOT / gourmet
ALPINKÜCHE OHNE
FOLKLORE
Feinmechaniker und Alchimist, Traditionshüter und Vorreiter – das alles ist
Andreas Caminada, und zwar auf höchstem Niveau. Seit seiner Auszeit erst recht.
TEXT HANS THEO STAMP
Fotos: VERONIQUE HOEGGER WWW.VER.CH, Oriani Oreggoni
Der Bergadler Andreas Caminada
zieht weiter einsam seine Kreise.
Ihn zu rühmen hieße, Wasser in den
nahen Rhein zu gießen. »Schloss Schauenstein«
ist einer jener Spots, wo der wahre
Gourmet einmal jährlich hinfährt, um zu
schauen, was der Tausendsassa wieder ausgetüftelt
hat. Seit seiner mehrmonatigen
Auszeit, die auch schon wieder ein Weilchen
zurückliegt, kocht er noch präziser,
noch geraffter, noch geradliniger. Gags wie
auf Tablets servierte Gänge sind da nicht
mehr nötig. Im Gegenteil, man kriegt hier
exemplarisch gezeigt, dass für eine große
Küche keine Luxusprodukte notwendig
sind. Ebenso mustergültig demonstriert
Caminada, wie man regionale Produkte
ohne Folklorismus einsetzt. Schon die
Apérohäppchen sind überragend, namentlich
die als Mandeln verkleidete Entenleber
mit Roter Rübe und das in faszinierenden
Grüntönen gehaltene Kopfsalat-Cornet.
Aus den Amuse-Bouches ragt der fulminante
Geschmacksakkord aus Roter Rübe und
Rind heraus. Später adelt Caminada die
bodenständig klingende Kombination aus
Schwein, Dörrbirne und Röstzwiebel zu
höchster Finesse. Als optionalen Zusatzgang
bekommen wir einen »historischen«
Teller, nämlich »Makrele Rettich Radieschen«
aus dem Jahr 2012 - auch aus heutiger
Sicht ein Wurf und ein Meilenstein in
Caminadas Fischküche. Um einen Tick
klassischer, aber in seiner Art schwer zu
übertreffen dann der Hirsch mit Schwarzwurzel.
Dazu kommt wieder Rote Rübe, die
im aktuellen Menü eine hohe Präsenz zeigt.
Das Dessert, stilvollendet präsentiert, stellt
mit Quitte und Sanddorn erneut als rustikal
geltende Produkte ins Licht. Über den herrschaftlichen
Rahmen von »Schloss Schauenstein«
müssen keine Worte mehr verloren
werden. Die Kompetenz und der Innovationsgeist
von Sommelière Anna Junge dürften
sich ebenfalls herumgesprochen haben.
BEWERTUNG
Essen
Service
Weinkarte
Ambiente
GESAMT
SCHLOSS SCHAUENSTEIN
Schlossgass 77
7414 Fürstenau, Schweiz
T: +41 81 6321080
schauenstein.ch
47 von 50
19 von 20
19 von 20
10 von 10
95 von 100
Purismus bei den Aromen wie bei
den Präsentationen: Andreas
Caminada, wie er leibt und lebt.
FAZIT: Andreas Caminada muss niemandem
mehr etwas beweisen. Die (gelegentlichen) früheren
Gags sind verschwunden. Geblieben sind das glasklare
Konzept, der kompromisslose Fokus auf den Geschmack
und die Perfektion der Präsentation. Das dürfte in dieser
Form nicht mehr leicht zu steigern sein.
95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte
jul–aug 2019
falstaff
157
document4642666089894972381.indd 157 21.06.19 11:52
KRITIK AUS
ERSTER HAND
HIER SPRICHT
KALT
20.000 Gourmetclubmit glieder testen für den
Falstaff Res tau rantguide 1800 Restaurants und senden
uns ihre positiven und negativen Erleb nisberichte.
Hier ein kleiner Auszug.
UNFREUNDLICHES SERVICE
Batzenhäusl, 5340 St. Gilgen:
Frustration im »Batzenhäusl«.
Startschwierigkeiten: »Gasthaus Tscheppe«.
AUSBAUFÄHIGE KÜCHE
Gasthaus Tscheppe, 8461 Sulztal:
Ein kulinarisch enttäuschender Besuch im
»Gasthaus Tscheppe«.
»Wir haben für Ostersonntag reserviert, mit
dem ausdrücklichem Wunsch, wegen zweier
Kinder im Innenraum sitzen zu wollen. Beim
Eintreffen wurden wir jedoch vom Kellner
darüber informiert, dass aufgrund von Personalmangel
nur draußen gegessen werden könne.
Die zwei Kleinkinder sollten bei starkem
Sonnenschein direkt an der stark befahrenen
Straße sitzen. Erst nachdem wir einen möglichen
Verzicht in den Raum stellten, durften
wir hinein. Der Kellner ließ aber keine Ruhe.
Er argumentierte mit dem Hausrecht, wonach
der Gastronom entscheide, wo gegessen werden
darf, und begegnete uns mit einer fast
unerträglichen, aufgesetzten Freundlichkeit
und schnippischem Verhalten – und keinem
Wort der Entschuldigung.«
»Batzenhäusl«: Stress durch Personalmangel.
REAKTION
Das »Batzenhäusl« bezieht zu dem
Vorfall Stellung:
»Auch zwei Jahre nach der Übernahme gibt’s
in dem Gasthaus noch Probleme. Denn leider
kann die grandiose Terrasse die deutlichen
Schwächen in der Küche nicht wettmachen.
Das Backhendl war zwar knusprig, hatte aber,
wie auch der Kartoffelsalat, nicht wirklich
viel Geschmack. Auch der geräucherte Saibling
war sehr lieblos angerichtet und wurde in
einer Eier-Kren-Mayonnaise regelrecht
ertränkt. Die Weinkarte präsentiert sich mit
80 Positionen von Winzern der Region zwar
recht vielfältig. Glasweise ausgeschenkt werden
aber nur vier Weine. Trotz höflicher
Nachfrage zeigte man sich auch nicht dazu
bereit, einen anderen Wein glasweise einzuschenken.
Sehr schade.«
Reservierungsschwierigkeiten im »Batzenhäusl«.
»In der Vorsaison ist es wirtschaftlich
gesehen leider nicht möglich, die erforderlichen
Mitarbeiter für solche Tage einzustellen.
Es war ein herrlicher Tag mit
20 °C – also keinesfalls eine Zumutung,
im Freien zu sitzen. Der Gastgarten ist
durch eine sehr hohe Lärmschutzwand
geschützt, und dass die Kinder unmittelbar
von dort auf die Straße laufen, ist
nahezu unmöglich. Auch von einer Innenreservierung
war bis zu diesem Zeitpunkt
nie die Rede. Es gibt keine Kritik an Speisen
oder Getränken, sondern nur an einem
etwas überforderten Mitarbeiter, der die
Betriebsphilosophie erklären wollte und
dann versucht hat, höflich zu sein.«
Fotos: Shutterstock, beigestellt
158 falstaff jul–aug 2019
document5619283734735346866.indd 158 18.06.19 15:16
DER GAST
REDAKTION@FALSTAFF.AT
Haben auch Sie ein bemerkenswertes
Restauranterlebnis, das Sie uns schildern
möchten? Dann schreiben Sie uns an
redaktion@falstaff.at.
WARM
GUTES SUSHI IN GRAZ
Memori, 8054 Graz:
Das »Memori« überzeugt mit kreativem
Sushi und ausgezeichnetem Service.
TRADITION MIT WEITBLICK
Theuerwang, 4655 Vorchdorf:
Bodenständigkeit auf höchsten Niveau im
»Schauflinger’s Gasthaus Theuerwang«.
»Das Sushi war für Grazer Verhältnisse überdurchschnittlich
gut! Es gibt unterschiedlichste
Kreationen, auch das Sashimi war hervorragend.
Die Vorspeise – ein gegrillter Oktopus
– war kreativ umgesetzt und ebenfalls köstlich.
Auch das Service konnte überzeugen:
Der Chef des Hauses war sehr bemüht und
hatte wirklich zu jedem Gang eine exzellente
Weinempfehlung parat. Unmittelbar neben
einem Asia-Supermarkt ist das Lokal zwar
etwas eigenartig gelegen, dafür ist das Ambiente
im Restaurant selbst gelungen. Wer nicht
so gerne Sushi isst, wird übrigens wenige
Alternativen auf der Speisekarte finden. Für
Fans von rohem Fisch und Co. lässt sich das
Lokal aber uneingeschränkt empfehlen!«
Spannende Küche im »Mraz & Sohn«.
GRANDIOSE KÜCHE
Mraz & Sohn, 1200 Wien:
Ein kulinarisch hervorragender Abend im
»Mraz & Sohn«.
»Was für eine tolle Überraschung! Selten
haben wir eine so gute Kombination aus traditionellem
Ambiente und einem derart hohen
kulinarischen Niveau erlebt. Sowohl die Klassiker
wie Rindssuppe, geröstete Leber oder
Rinderbacken als auch die vegetarischen
Gerichte in Form von hausgemachten Nudeln
unter einem regelrechten Trüffel-Berg waren
schlichtweg großartig. Trotz Tradition scheut
die Küche nicht davor zurück, über den Tellerrand
zu blicken. Auch die Auswahl an
österreichischen Weinen ist top. Die sympathische
familiäre Atmosphäre entsteht aber vor
allem durch die Wirtsleute, deren Hingabe für
Qualität mehr als spürbar ist.«
Fotos: Shutterstock, beigestellt
Kreatives Sushi und guter Service im »Memori«.
»Was soll man dazu sagen: Es war einfach
himmlisch. Wir hatten außerdem das Glück,
in unmittelbarer Nähe zu der offenen Küche
zu sitzen und haben die Atmosphäre dort
hautnah miterleben können. Das war natürlich
sehr spannend, aber auch ganz allgemein
waren das Ambiente und die Stimmung hervorragend.
So auch das Essen: sowohl vom
Geschmack als auch von der Präsentation
einfach grandios. Das Service war sehr aufmerksam
und freundlich. Einzig die Weinauswahl
war nicht umwerfend – aber das ist
schon Jammern auf sehr hohem Niveau.«
Die Redaktion behält sich vor, dem Falstaff
zugesandte Berichte aus Platzgründen für die
Veröffentlichung zu kürzen.
Top-Küche: »Schauflinger’s Gasthaus Theuerwang«.
jul–aug 2019
falstaff
159
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bücher
GENIESSEN IN SLOWENIEN
Die besten Adressen
Elisabeth Tschernitz-Berger
Kleines Land – große Vielfalt:
Slowenien ist mit seinen kulturellen
Highlights sowie seiner
atemberaubenden Natur immer
einen Besuch wert. Auch Feinschmecker
kommen dort auf
ihre Kosten. Mit »Genießen in
Slowenien« lässt Autorin Elisabeth
Tschernitz-Berger ihrer
großen Leidenschaft für den
Alpe-Adria-Raum freien Lauf
und nimmt den Leser mit auf
eine fantastische kulinarische
Reise. Von der Fischküche an
der Küste bis zu den Speisen
aus den Bergen ist für jeden
Geschmack und jedes Budget
etwas dabei. Über 300 Adressen
mit Insidertipps sowie Reportagen
etc. lassen keine Wünsche
offen.
Umfang: 192 Seiten
Verlag/Jahr: Styria Verlag, 2019
ISBN: 978-3-222-13626-9
Preis: € 25,–
PIDAPIPÓ
Eistoll & dessertverliebt
DIE NEUE TRINKKULTUR
Speisen perfekt begleiten ohne Alkohol
Nicole Klauß
WILDE WIESE
Sandra Schumann,
Anne Schmidt-Luchmann
DAS NOMA-HANDBUCH
FERMENTATION
René Redzepi, David Zilber, Evan Sung
Lisa Valmorbida
In diesem Buch geht es nicht
einfach nur um Eiscreme.
Vielmehr sind es wahre Kunstwerke,
die Lisa Valmorbida
hier vorstellt. In ihrem Eiscafé
»Pidapipó« in Melbourne zaubert
sie aus frischen Zutaten
und mit einer gehörigen Portion
Fantasie Kreationen wie
Feigen-Mascarpone-Pies, Avocado-Limetten-Sorbet
oder
ihre Himbeer-Rosen-Alaska-
Eisbombe.
Für viele Genießer ist ein Essen
ohne ein passendes Glas Wein
oder Bier kaum vorstellbar.
Doch es geht auch anders.
Autorin Nicole Klauß entführt
in ihrem Buch auf eine kulinarische
Entdeckungsreise mit
zahlreichen alkoholfreien Alternativen,
die ihren hochprozentigen
Kollegen leicht das Wasser
reichen können. So haben
Sie Wasser, Tee oder Saft noch
nie getrunken!
Meist schenkt man den kleinen
Pflänzchen, die so am Wegesrand
wachsen, wenig bis gar
keine Beachtung. Das sollte
sich ändern: Brennnessel,
Löwenzahn, Giersch & Co.
sind nämlich weit mehr als
Unkraut. 50 schmackhafte
Rezepte von Suppen und Salaten
über Dips bis hin zu Desserts
warten in »Wilde Wiese«
darauf, entdeckt und ausprobiert
zu werden.
Fermentieren ist zweifellos
einer der großen Trends der
Kochwelt. In ihrem einzigartigen
Handbuch gewähren
»Noma«-Chefkoch René Redzepi
und sein Fermentation-
Lab-Leiter David Zilber Zugang
zu ihren jahrelang erforschten
Techniken. Mit
Schritt-für-Schritt-Anleitungen
und über 500 Fotografien ist
Fermentieren selbst für Hobbyköche
kein Mysterium mehr.
Umfang: 192 Seiten
Verlag/Jahr: Sieveking, 2019
ISBN: 978-3-944874-96-8
Preis: € 29,80
Umfang: 272 Seiten
Verlag/Jahr: Westend, 2017
ISBN: 978-3-86489-164-9
Preis: € 26,80
Umfang: 144 Seiten
Verlag/Jahr: Callwey, 2019
ISBN: 978-3-7667-2408-3
Preis: € 20,60
Umfang: 456 Seiten
Verlag/Jahr: Kunstmann, 2019
ISBN: 978-3-95614-293-2
Preis: € 41,20
Fotos: beigestellt
160 falstaff jul–aug 2019
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leserbriefe
Lesermeinung ist uns wichtig, egal
ob Lob oder Tadel. Schreiben Sie uns einfach an
redaktion@falstaff.at oder posten Sie auf
falstaff.com bzw. unserer Facebook-Seite.
»Jedes Mal, wenn
die neue Falstaff-
Ausgabe im Briefkasten
steckt, reiße
ich sofort die Folie ab,
weil ich es kaum
erwarten kann, im
Heft zu blättern.«
HANS-JOACHIM HEUEL
FACHLICHE INFORMATION,
TOLLE FOTOS UND REZEPTE
Das, was Ihnen mit der Ausgabe
zum Thema Grillen gelungen ist,
verdient einen absoluten Sonder-
Applaus. Ohne Klischee, mit viel
fachlicher Information, die wichtigen
Dinge beim Namen
genannt, mit tollen Fotos und
Rezepten. Ein Rundum-Bericht,
der wahrscheinlich so nicht
mehr zu toppen ist – große
GRATULATION!
Johann Stabauer, E-Mail
VON AUSGABE ZU
AUSGABE BESSER!
Ich darf Ihnen heute einmal ein
kleines Kompliment machen. Mir
scheint, dass Falstaff von Ausgabe
zu Ausgabe redaktionell besser
wird. Die Artikel sind spannend,
die Auswahl der Themen ist sehr
abwechslungsreich. Einzig fällt
mir auf, dass die Berichte über die
Bundesländer etwas schwach ausfallen.
So ist in der aktuellen Ausgabe
kein Wort über das zwar
kleine, aber kulinarisch hervorragende
Vorarlberg enthalten.
Franz Abbrederis, Rankweil,
LOB FÜR SERIE »EUROPAS
WEIN-FLÜSSE«
Mit großem Interesse verfolge
ich derzeit Ihre Serie zu Europas
Wein-Flüssen. Der Bericht über
die Donau hat mir besonders
gefallen, aber auch die Geschichte
zum Rhein war sehr ansprechend.
Ich bin schon gespannt,
welcher Fluss mich im kommenden
Heft erwartet!
Oliver Yeh, Wien, E-Mail
VORFREUDE AUFS NEUE
MAGAZIN
Jedes Mal, wenn die neue Falstaff-Ausgabe
im Briefkasten
steckt, reiße ich sofort die Folie
ab, weil ich es kaum erwarten
kann, im Heft zu blättern. In
vielen Ausgaben konnte ich
wichtige Hinweise und Adressen
für meine jährlichen Österreich-
Aufenthalte mit der Familie
entdecken.
Hans-Joachim Heuel, Bielefeld,
Sagen Sie uns Ihre
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Brut, zur Verfügung
gestellt von
kateandkon.com
Die Redaktion behält sich vor, dem
Falstaff zugesandte Leserbriefe
aus Platzgründen für die Ver öf fent
lichung zu kürzen.
Fotos: beigestellt
162 falstaff jul–aug 2019
document243251517330062122.indd 162 01.07.19 20:07
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JULI–AUGUST
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Die in dieser Ausgabe veröffentlichten Beiträge sind
urheberrechtlich geschützt. Übersetzung, Nachdruck,
Vervielfältigung und Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen
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MEDIENINHABER
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Gegenstand des Unternehmens ist die Herausgabe,
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Wolfgang M. Rosam, Angelika Rosam
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Wolfgang M. Rosam
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SENIOR EDITOR Herbert Hacker
CHEFIN VOM DIENST Catharina Gruidl
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CVD NEW MEDIA Marion Topitschnig
REDAKTION WESTÖSTERREICH
Ilse Fischer, Hellbrunnerstraße 65, 5081 Anif-Salzburg
T: +43 664 5455437, i.fischer@kulturdesign.at
REDAKTION ITALIEN Dr. Othmar Kiem
MITARBEITER DIESER AUSGABE
AUTOREN Alexander Bachl, Severin Corti, Michael Dangl,
Ilse Fischer, Dr. Marlies Gruber, Benjamin Herzog, Julia
Kospach, Sascha Rettig, An gelika Rosam, Erhard Ruthner,
Dr. Ulrich Sautter, Simon Staffler, Hans Theo Stamp,
Dominik Vombach
FOTOGRAFEN Bettina Hastoft, Konrad Limbeck,
Rafaela Pröll, Julia Stix
ILLUSTRATOREN Stefanie Hilgarth, Gina Mueller
LEKTOREN Mag. Mario Palaschke, Mag. Sabine Schmidt,
Mag. Petra Schwaiger, Marjeta Wakounig
GESCHÄFTSFÜHRUNG
Mag. Elisabeth Kamper, Wolfgang M. Rosam,
Mag. Michaela Cholewa
ANZEIGEN- & PROMOTIONKONTAKT
Mag. Michaela Cholewa (Anzeigenleitung), Christiane
Ceccarelli (Anzeigenkoordination), Eva Bohuslav (Lebensmittel,
Getränke, Tourismus), Kinga Mohrent (Stv. Anzeigenleitung
– Auto, Reisen, Lebensmittel), Olivia Zazzarra (Immobilien,
Banken), Ricarda Posch-Steinacher (Life style, Kultur,
Versicherungen), Claudia Schindlmaißer/Weintextur (Wein,
Wein handel), Dr. Günter Kaindl (Tirol), Mag. Sara Zager (Verkauf
Kärnten/Steiermark, Kultur), Theresa Mader (Mode,
Kosmetik, Uhren, Schmuck, Italien), Ursula Steiner (Banken,
Versicherungen, Interieur), Carola Imre (Reise, Hightech,
Interieur), Angela Kindermann Projektagentur (Immobilien)
anzeigen@falstaff.at
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Timotheus Lamberg (Leitung)
Violeta Stokic (Gastronomie)
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T: +32 2 3434371, j.mineur@mediacontact.net
DEUTSCHLAND: Claudia Roman Navarro
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FRANKREICH: Affinity MEDIA
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ITALIEN: Wineline International
Via Industria 1–5, Eurocenter, I-39011 Lana (BZ)
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SPANIEN: AIM, About International Media
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Laura Bretschneider, Katharina Bruck, Carmen Hickl,
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Daria Startseva (Artdirection)
Isabella Gröller (Praktikantin)
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Falstaff Österreich: 47.750 Exemplare
(ÖAK 2. Halbjahr 2018)
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Falstaff Schweiz: 28.000 Exemplare
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ANGELIKA ROSAM
TRENDY, AKTUELL, CHIC
J’ADORE DIOR
HÜBSCH SERVIERT
Egal, ob kleine Schüsseln für
Saucen und Dressings oder das
passende Tablett: In der heurigen
Saison wird für kulinarische
Outdoor-Momente immer mehr
auf traditionelles Steingut gesetzt.
Passt immer, sieht chic aus.
justslate.co.uk
Neben den trendigen Fashion-
Kreationen ist das französische
Luxus-Haus Dior schon längst
in den Homedecor-Olymp aufgestiegen.
Immer mehr Stores
präsentieren die facettenreichen
Serien, bestehend aus Vasen, Interior-Accessoires
und Geschirr.
Im Bild: die Service-Serie »Toile
de Jouy« – fraglos ein Eyecatcher
für kulinarische und dekorative
Sinne. Das Set ist auch in
Blau erhältlich. € 130,–/Stück
dior.com
GRILL-STIMMUNG
Damit ein Grill-Nachmittag perfekt
funktioniert, sollte er bereits
vorab gut organisiert sein. Das
Tranchierbesteck samt Holzplatte
von Tramontina wurde speziell
fürs Barbecue entwickelt und
darf als perfektes Grill-Accessoire
gesehen werden.
Ab € 220,–
tramontina.com.au/churrasco
MUST-INVITE FÜR PARTYS
Wollen Sie es auch für Ihre Cocktail-Party originell gestylt? Dann
sind sie bei Jonathan Adler an der richtigen Adresse. Die erfrischenden
Lippen-Designs auf den Cocktail-Servietten laden zu amüsanten
Stunden im Garten und bei jeder anderen Einladung ein.
Ca. € 50,–/Stück; jonathanadler.com
CAFFÈ NACH MASS
Nicht ohne meinen Espresso!
Die »Dedica Style« besticht mit
ihrem schlanken Design (ideal
für die kleinste Küche) und verfügt
dazu noch über einen
Milchschäumer. Für Gourmet-
Puristen, die nicht auf Qualität
verzichten wollen.
delonghi.com
Fotos: Rafaela Proell, beigestellt
166 falstaff jul–aug 2019
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eldorado
LIFESTYLE
CHIC AM TISCH
Die richtige Wahl für das stilsichere
Öl- und Essig-Set ist immer
eine Herausforderung – glamourös
oder doch eher von der
schlichten Sorte? LSA International
hat sich für die zweite Variante
entschieden und liegt damit in
der heutigen Zeit sicher richtig.
amara.com
GUT GERIEBEN
Setting ist alles! Freilich nur mit
der dazugehörigen Tischkultur.
Dieser raffinierte Mörser aus
Marmor wurde von Jessika Källeskog
designt und mahlt Pfeffer
und Salz zu feinen, gut dosierten
Gewürzprodukten. P. a. A.
designhousestockholm.com
Kolumnistin ANGELIKA ROSAM
ist Herausgeberin und Miteigentümerin
des Falstaff-Verlags. Mit einem großen
Faible für die schönen Dinge des Lebens
präsentiert sie ihre Lieblings-Items aus
der Gourmetwelt.
GRILL-WERKZEUG
Grillen will gelernt sein. Wir haben
für Sie die wichtigsten Accessoires
dafür recherchiert. So
kommt der Barbecue-Basket von
Amara nicht nur handlich daher,
sondern inkludiert alles an Werkzeug,
was zum Grillen notwendig
ist. Danach kann alles wieder im
chicen Korb verstaut werden.
amara.com
Fotos: Rafaela Proell, beigestellt
TIERISCH GUT
Dschungel- und Tiermotive
sind noch immer – oder schon
wieder – en vogue. Die deko -
rativen Safari-Schalen können
im Viererpack bestellt werden –
dazu gibt es das passende
Geschirr-Service.
Ca. € 40,–/4er-Set
klevering.nl
Die Grill-Saison steht
vor der Tür – wir
haben für Sie
die wichtigsten
Accesssoires sowie
chices Table-Decor
recherchiert, mit dem
Sie fraglos bei jeder
Einladung punkten.
FARBENFROH GESCHLIFFEN
Venini darf mit ungemein dekorativem Decor in seinem Repertoire
aufwarten. Die Vasen »Tiara« sind in der traditionellen Balloton-
Technik mundgeblasen und mit einem chicen Ring veredelt. Die edlen
Preziosen wurden von Francesco Lucchese für die bekannte italienische
Marke designt. € 645,38/Stück; artedona.com
jul–aug 2019
falstaff
167
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Online-
Chefredakteur
BERNHARD
DEGEN
REISE
ITALIEN, ROM
HOTEL DE LA VILLE MIT WEITBLICK
Besser kann ein Hotel in Rom nicht liegen: Das in einem historischen
Palazzo untergebrachte »Hotel de la Ville« befindet sich direkt an der
Spanischen Treppe und bietet einen unvergleichlichen Blick auf die
Ewige Stadt. Das Haus der Rocco-Forte-Gruppe wurde nach umfangreicher
Renovierung im Frühjahr wiedereröffnet und lockt mit sechs Restaurants
und Bars. Die Rooftop-Bar »Cielo« sollte man sich nicht entgehen lassen.
roccofortehotels.com
ITALIEN, MAILAND
HYATT MIT AUSSICHT
In unmittelbarer Nachbarschaft des historischen
Hauptbahnhofs von Mailand eröffnete
das neue »Hyatt Centric Milan Centrale«.
Das vom deutschen Hotelexperten Feuring
entwickelte Haus verfügt über 141 Zimmer
und Suiten, die zum Teil mit privaten türkischen
Bädern und eigenen Terrassen locken.
Das Highlight für Mailand-Besucher ist wohl
die bevorzugt gelegene Rooftop-Bar, von der
man die Wolkenkratzer des modernen Viertels
Porta Nuova ebenso bewundern kann
wie das historische Stadtzentrum. Zeitgleich
wurde übrigens das »Hyatt Centric Murano
Venice« auf der Glasbläser-Insel eröffnet.
hyatt.com
ITALIEN, SAN PELLEGRINO TERME
SOMMERFRISCHE
An der Quelle des berühmten Mineralwassers
liegt die bei den Mailändern beliebte
Therme. Das historische Casino – in der
österreichischen Monarchie als Kursaal
eröffnet – bekommt ein neues Restaurant.
qcterme.com
168 falstaff jul–aug 2019
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NOTIZEN
SPANIEN, BARCELONA
HARD ROCK
IN BARCELONA
200 Millionen Euro soll das
neue »Hard Rock Hotel« in
Barcelona kosten. Geplant sind
über 500 Zimmer, zwei Restaurants,
eine Lobby-Bar sowie
eine Music-Bar. Mit dem Bau
soll Ende des Jahres begonnen
werden, die Eröffnung ist für
das Jahr 2022 angesetzt.
hardrockhotels.com
PRINCE CHARLES ALS
BED-&- BREAKFAST-VERMIETER
Ab 170 Euro sind die Zimmer in »The
Granary Lodge« zu haben. Das Bed &
Breakfast liegt auf dem Gelände des
Castle of Mey, dem ehemaligen Wohnsitz
der verstorbenen Queen Mum. Die Unterkunft
besteht aus zehn Zimmern, zwei
Suiten und einem Salon.
castleofmey.org.uk
Fotos: Hyatt Centric Milan Centrale, JUGOSLAV BELADA PHOTOGRAPHY, Stefen Turner 2013, Getty Images, beigestellt
GRIECHENLAND, KORFU
ERSTES BANYAN TREE IN EUROPA
Wer schon einmal den Luxus eines »Banyan Tree Hotels« erleben durfte, freut sich besonders
über das »Angsana Corfu«, das im Oktober eröffnen soll. Das Luxushotel geizt nicht mit Superlativen
und wirbt mit den größten Zimmern in der Einstiegskategorie, dem größten Infinity-Pool
und dem größten Hotel-Spa auf Korfu.
angsana.com
MONTENEGRO, BEČIĆI
NEUES FALKENSTEINER
Montenegro ist nach wie vor eine der gefragtesten
Trend-Destinationen Europas. Ein neuer Player im
Adria-Staat ist die Falkensteiner-Gruppe, die das
ehemalige Hotel »Queen of Montenegro« in der
malerischen Bucht von Bečići nach vollständiger
Renovierung Anfang Mai wiedereröffnet hat.
falkensteiner.com
100 JAHRE OHEKA-HERRENHAUS
AUF LONG ISLAND
125 Zimmer und ein riesiges Grundstück –
das Oheka Castle ist das zweitgrößte
Herrenhaus der USA. Es wurde Anfang
des 20. Jahrhunderts vom Deutschen
Otto Herrmann Kahn erbaut. Zum
100. Geburtstag erstrahlt es heute in
neuem Glanz und dient als Luxushotel.
discoverlongisland.com
STÄDTEREISE-RANKING 2019
Die beliebtesten Städte müssen laut Travelcircus
nicht die besten sein (überlaufen,
teuer …). Die Reise-Experten sehen
Kiew vor Palermo auf Platz 1. Antwerpen
gilt als beste Shopping-Destination,
Monaco hat die beste Instagrammability.
travelcircus.de
jul–aug 2019
falstaff
169
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reise / SÜDSTAATEN
DURCH DEN
TIEFSTEN
SÜDEN
Von den Sümpfen Louisianas bis an die
Atlantikküste South Carolinas: eine
Entdeckungstour zu vielen Köchinnen und
Köchen, die gerade die herzhafte Küche
des Deep South modernisieren.
TEXT SASCHA RETTIG
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Fotos: Shutterstock
Bunt geschmückt und
mit vielen Pflanzen:
ein typisches Haus
im French Quarter
von New Orleans.
Mehr Travelguides
von Falstaff auf
falstaff.com/travelguides
jul–aug 2019
falstaff
171
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reise / SÜDSTAATEN
Im »Gunshow« von Kevin Gilles pie
preisen die Köche an den Tischen
Köstlichkeiten wie Enten-Pâté mit
Foie gras, Pistazien, Karamell
und Entenfett-Aioli an.
»Bacchanalia«,
eines der
besten
Restaurants
von Atlanta:
Modern
American
Cuisine
in frischer
Bioqualität.
ATLANTA
Immer wieder legen die Köche und Köchinnen
einen Zwischenstopp am Tisch ein, stellen
kurz ihre Köstlichkeiten vor, und dann
hat man die Wahl: Ja oder nein? Jede Chance
gibt es nur einmal. Je länger der Abend und
je voller der Magen, desto schwieriger die
Antwort. Eigentlich will man nur jedes Mal
schwach werden: bei der Kürbis-Zwiebel-
Tarte mit Trüffeln und Herbsttrompeten
genauso wie bei der Enten-Pâté en croûte mit
Foie gras, Pistazien, Karamell und Entenfett-
Aioli. Es ist ein ungewöhnliches Konzept,
das sich der gefeierte Koch Kevin Gillespie,
erfolgreicher »Top Chef«-Kandidat
mit einem Faible für Schweinefleischkreationen,
für sein Restaurant
ausgedacht hat: Vor den Augen
der Gäste kreiert das Team in den
offenen Küchenreihen mehr als ein
Dutzend kleine Gerichte. Southern
Dim Sum mit regionalen Zutaten und internationalen
Einflüssen, wenn man so will,
die die Teammitglieder persönlich am Tisch
erklären und servieren – eine kommunikative
Genuss-Show sozusagen.
»Gunshow« liegt in Atlanta in der Glenwood
Park Neighborhood und damit etwas
abseits von Downtown mit den Touristenattraktionen
von der Coca-Cola World über
das Aquarium bis zum Civil Rights Museum.
Doch wer entdecken will, was die in
den vergangenen Jahren rasant gewachsene
Hauptstadt Georgias kulinarisch zu bieten
hat, muss ohnehin auch in die umliegenden
Bezirke der uferlos ausgebreiteten Metropol-
Aarea fahren. In die Westside etwa, wo mit
dem »Bacchanalia« eines der besten Restaurants
der Stadt feine, saisonale Modern
American Cuisine in frischer Bioqualität
bietet. Mit dem »Atlas« hingegen wartet im
Hotel »St. Regis« in Buckhead ein Klassiker,
in dem man wie in einem Museum mit teurer
Kunstkollektion speist. Trotz unterschiedlichster
Einflüsse und internationaler
Restaurants sind beim Fine Dining in den
Südstaaten die Gerichte mitunter geprägt
von Soul Food und Southern Cooking, von
Shrimp ’n’ Grits bis zum BBQ. Das ausgezeichnete
»Miller Union« gehört zu den Restaurants,
das der bodenständigen, schweren
und frittierfreudigen Küche des tiefen Südens
einen modernen Twist verpasst.
NEW ORLEANS
Atlanta markiert ungefähr die Halbzeit des
Roadtrips durch die Südstaaten der USA,
bei dem sich die Küche mit den Landschaften,
die an der Windschutzscheibe vorbeiziehen,
verändert. 1800 Kilometer lang ist
dieser kulinarische Entdeckungstrip, der an
der Ostküste in Savannah enden soll – und
in Louisiana begann: in New Orleans, dem
Big Easy mit der feierwütigen Bourbon
Fotos: Sascha Rettig, andrew thomas lee, sara essex bradley, beigestellt
172 falstaff
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Fotos: Sascha Rettig, andrew thomas lee, sara essex bradley, beigestellt
Street, der Stadt des Jazz und des Genusses,
die 2004 durch Hurrikan Katrina stark zerstört
wurde. Wenn man zwischen den Häusern
im kolonialen Stil durch das berühmte
French Quarter schlendert, merkt man sehr
schnell, dass das Angebot an erlesenen Restaurants
heutzutage schier uferlos ist: ein
aufregender Mix und Schmelztiegel kulinarischer
Kreativität.
Promi-Köche betreiben hier Restaurants,
so etwa Emeril Lagasse das »NOLA«. Es
gibt Newcomer wie das »Coquette« mit
moderner Southern Cuisine und Institutionen
wie das »Commander’s Palace« im
beschaulichen Garden District, wo Tory
McPhail – 2013 »Best Chef of the South«
– seine feine Haute Creole Cuisine kreiert.
Von Shrimp-Creole über Crawfish étouffée
bis Jambalaya sind die typischen New-
Orleans-Gerichte dabei ein Spiegel der bewegten
Stadthistorie. »Hier gab es Fusionsküche,
bevor der Begriff überhaupt
existierte«, sagt Köchin Amy Cyrex Sins
von der Kochschule Langlois. Die kreolische
Küche, die sich stark an der französischen
orientiert, hat sich im Laufe der
Jahrhunderte schließlich konstant weiterentwickelt:
durch Einflüsse der afrikanischen
Sklaven, die in den Plantagenküchen
kochten. Doch auch von den deutschen
Siedlern, aus Spanien, der späteren
>
»Commander’s
Palace«: eine
Institution im
beschaulichen
Garden District
mit Haute Creole
Cuisine.
»Coquette«: moderne Southern Cuisine in
einem Newcomer-Restaurant, in dem die typische
Küche der Gegend neu interpretiert wird.
jul–aug 2019
falstaff
173
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reise / SÜDSTAATEN
»The French Press«: Hier bietet der
James-Beard-nominierte Justin
Girouard seine Cajun-Version mit
internationalen Ideen.
>
Kolonialmacht, aus Italien und der Karibik
gibt es Einflüsse. Alles strömte zusammen
in den variierten Traditionen und
trug zur Entwicklung einer unverwechselbaren
Regionalküche bei.
Hier im ländlichen
Louisiana, rund
um Lafayette, liegt
der Ursprung der
Cajun-Küche der
Akadier, die einst aus
Nova Scotia in Kanada
vertrieben wurden.
LAFAYETTE
Auch die Grenzen zur rustikalen Küche
von Cajun Country vor den Toren von
New Orleans sind fließend. Macht man
einen Abstecher raus aus der Stadt nach
Westen, fährt man irgendwann durch die
Sümpfe. Die Luft ist heiß und schwül.
Alligatoren treiben langsam durch die
Gewässer, und von den Lebenseichen und
Sumpfzypressen hängt das zottelige Spanische
Moos. Hier im ländlichen Louisiana,
rund um Lafayette, liegt der Ursprung
der Cajun- Küche der Akadier, die einst aus
Nova Scotia in Kanada vertrieben wurden
und sich in Louisiana ansiedelten. Die Gerichte
sind zwar rustikaler und einfacher,
doch auch hier verfeinern Köche die Traditionen.
Im Zentrum von Lafayette lohnt
das »The French Press« allein schon wegen
dem hervorragenden Cajun Benedict einen
Frühstücksabstecher. Auch bei seinen anderen
Gerichten bietet der James-Beardnominierte
Justin Girouard seine Cajun-
Version mit internationalen Ideen.
>
Fotos: Sascha Rettig, beigestellt
174 falstaff
jul–aug 2019
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reise / SÜDSTAATEN
BILOXI & OCEAN
SPRINGS
Fährt man zurück Richtung Osten und
über New Orleans hinaus, steuert man
geradewegs auf die Golfküste von Mississippi
zu. Im hübschen Ort Pass Christian
kollidieren entlang der Straße zwei Welten:
links Südstaaten-Flair mit weißen Villen
und Lebenseichen. Rechts erstreckt sich
ein breiter weißer Sandstrand, ganz so, als
wäre man plötzlich in Florida unterwegs.
Vom »Thirty-Two«-Restaurant in Biloxi
hat man einen fantastischen Blick über
die Bucht der Stadt, denn dort wird im
32. Stock des IP diniert, einem der großen
Casinos im Las-Vegas-Stil, die viele der
Touristen anziehen und in der Regel auch
gehobene Restaurant-Optionen im Ange -
bot haben.
»Fine Dining hier im Deep South ist noch
relativ neu, vor allem in den Kleinstädten«,
erklärt Food-Journalist Julian Brunt beim
köstlichen Biscuit-Frühstück im »Greenhouse«
in Ocean Springs. Nur eine Brücke
weiter sind die Entertainmentwelten der
Glücksspielpaläste von Biloxi denkbar
weit entfernt. Stattdessen stößt
man auf einen idyllischen US-
Kleinstadt-Kosmos. Mitten in
den gemütlichen Straßenzügen
Downtowns betreibt Alex Perry,
auch James-Beard-nominiert,
sein Restaurant »Ves tige«. Für
seine feine Modern-American-
Küche sucht er sich global Inspirationen.
Vor allem aber gilt das
Trendmantra: saisonal, nachhaltig,
lokal. Vom Louisiana-Wagyu-Beef über
Black-Eyed-Pea-Spätzle bis zum »Delta
Blues« mit Schweinefleisch, Rice-Grits und
Kohlrabi-Kimchi.
Entlang der Küste merkt man bei den
Gerichten und Zutaten zwar noch die
Nähe zu Southern Cooking und der Küche
Louisianas, aber auch Seafood ist hier
König: Shrimps, Fisch, Austern überall.
In den Häfen der kleinen Städte schaukeln
überall die Shrimp- und Fischkutter dicht
an dicht im Hafen. »Der Küstenabschnitt
gehört zu einer kulinarischen Tradition, die
zwar nur ein paar Meilen nördlich des
Golfs, in der Breite aber von westlich von
New Orleans bis nach Mobile in Alabama
reicht«, sagt Experte Brunt.
>
»Thirty-Two«: fantastischer
Blick über die Bucht von
Biloxi, dort wird im 32. Stock
des IP diniert, einem der
großen Casinos im
Las-Vegas-Stil.
»Greenhouse« in Ocean
Springs: Fine Dining im Deep
South ist noch relativ neu, vor
allem in den Kleinstädten.
Fotos: Sascha Rettig, beigestellt
176 falstaff
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reise / SÜDSTAATEN
»Wintzell’s Oyster
House«: Tablett
gefüllt mit
typisch herzhaft
überbackenen
Austern in
urigem Flair.
MOBILE
Mobile war einst die erste Hauptstadt der
Franzosen in Louisiana. Heute erinnert die
Stadt an der großen Mobile Bay zumindest
um die zentrale Dauphin Street an eine
ruhigere Version der Bourbon Street in
New Orleans. Für ein Tablett gefüllt mit
typisch herzhaft überbackenen Austern in
urigem Flair lohnt dort ein Zwischenstopp
im Traditionslokal »Wintzell’s Oyster
House«. Eine elegantere Option hingegen
ist das »Noja« mit mediterran-asiatischem
Menü, das sich in einem Townhouse aus
dem 19. Jahrhundert mit grün bewachsenem
Innenhof befindet. Erst vor zwei Jahren
öffnete das »Southern National«, das
mit seinen einfallsreichen Global-Southern-
Gerichten der Restaurant-Szene einen
neuen, starken Impuls gab.
»Highlands Bar & Grill«: Frank Stitt hat dieses Lokal bereits
in den frühen 80er-Jahren eröffnet und zelebriert hier die
Klassiker der Südstaaten – auf ganz persönliche Weise.
BIRMINGHAM
Von der Mobile Bay führt der Roadtrip
wieder weg von der Küste ins Inland bis
nach Birmingham. Die Industriestadt, einst
ein wichtiger Schauplatz teils tragischer
Geschichte der Bürgerrechtsbewegung,
befand sich in den 70er- und 80er-Jahren
im Niedergang. Seit einigen Jahren befin -
det sie sich aber im Aufbruch, auch kulinarisch.
Erst kürzlich wurde in einem der
wiederbelebten historischen Gebäude in
Downtown das elegante »Elyton Hotel«
(wieder-)eröffnet – mit Bar auf dem Dach
und dem Restaurant »The Yard«. Nur ein
paar Blocks weiter bescherte Koch Brandon
Cain der Stadt vor zwei Jahren einen
weiteren spannenden Neuzugang: »Roots
& Revelry« heißt sein Restaurant, das
ebenfalls die Küche des Südens mit globalen
Einflüssen modernisieren will. Die
Resultate sind köstliche Augenweiden vom
Beete-Carpaccio mit Burrata bis zu den
Jakobsmuscheln mit Salbei-Risotto.
Der Pionier der Birminghamer Gourmetküche
ist allerdings im Viertel Five Points
South zu finden, das eine kleine Stadt für
sich ist – mit zahlreichen Ausgehmöglichkeiten
und Restaurants. Dort hat Frank
Stitt seinen »Highlands Bar & Grill« bereits
in den frühen 80er-Jahren eröffnet
>
Fotos: ANNAELISEPOCHE, Shuttertstock, beigestellt
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Jeden Moment
auskosten.
Ausgezeichnetes Essen. Ein gutes Glas Wein.
Und an den schönsten Orten der Welt ankommen.
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reise / SÜDSTAATEN
Restaurant »Husk« im Foodie-Hotspot Charleston:
kreativer Umgang mit den Zutaten des Südens
und aus dem Meer.
>
und zelebriert die Gerichte der Südstaaten
auf seine Weise. »Wir verbinden meine
Liebe zur klassischen französischen Küche,
besonders zur Provence, mit Zutaten und
Traditionen hier aus dem Süden«, erklärt
der Koch, der in Birmingham mehrere Restaurants
betreibt. »Die gebackenen Grits
mit Landschinken, Pilzen, frischem Thymian
und Parmesan-Buttersauce sind ein gutes
Beispiel dafür – das Gericht steht seit
unserer Eröffnung auf der Karte.« Nicht
nur Stitt hat in den vergangenen Jahrzehnten
viele Auszeichnungen erhalten – auch
Mitglieder seines Teams. Dolester Miles
etwa bekam im vergangenen Jahr einen
James-Beard-Award als »Best Pastry Chef
of the Year«.
Herrliches
Savannah: Die
farbenfrohen
Häuser im
Kolonialstil
sind längst
Wahrzeichen
der Stadt.
CHARLESTON
Birmingham ist der letzte Stopp in Alabama,
bevor der Roadtrip schließlich quer
durch Georgia bis an die Küste von South
Carolina führt – erst über Atlanta bis nach
Charleston, einer der malerischsten Städte
des Bundesstaates, die fast 400 Jahre alt ist.
Während wunderschöne Sandstrände wie
auf der Barriereninsel Sullivan’s Island nur
einen Katzensprung entfernt sind, steckt
in den zahlreichen alten Herrenhäusern
und historischen Gebäuden, die die vielen
prachtvollen Straßen im Zentrum säumen,
eine reiche Geschichte: von Sklaverei, Plantagen,
Bürgerkrieg. Obwohl Charleston
eine eher kleine Stadt ist, zählt sie doch zu
den Foodie-Hotspots des Südens. Die Southern-Gerichte
des »Husk« zeigen genauso
wie das Farm-to-Table-Restaurant »FIG«,
wie kreativ man mit Zutaten des Südens
und aus dem Meer umgehen kann. Passend
zum Flair der Stadt gibt es zahlreiche Möglichkeiten,
im Ambiente der Vergangenheit
zu speisen: im »Circa 1886« etwa in einem
ehemaligen Kutschenhaus, wo das Menü
einen Streifzug durch die kulinarischen
Traditionen South Carolinas anbietet.
SAVANNAH
Auch das Zentrum Savannahs, eine letzte
Autofahrt Richtung Süden und ebenfalls
direkt an der Küste, ist geprägt von Bilderbuch-Südstaaten-Kulissen.
Dabei ist die
Stadt doch ganz eigen. Hier flaniert man
zwischen historischen Häusern, die ebenfalls
teils Jahrhunderte alt sind, durch die
Straßen und die vielen charakteristischen,
von den Ästen der Lebenseichen überwucherten
Plätze. Zum Abschluss gibt es mittendrin
die letzten kulinarischen Höhepunkte
der Reise zu entdecken: mal im
historischen Anwesen von »Elizabeth’s on
37 th «, mal in einer ehemaligen Greyhound-
Station im stylishen Art-déco von »The
Grey«. Nach all den köstlichen Highlights
endet unser abwechslungsreicher Südstaaten-Trip
aber schließlich doch ganz einfach:
bei einem ausgedehnten Spaziergang unter
den knorrigen Eichen mit einer Portion
Tutti Frutti vom berühmten »Leopold’s
Ice Cream«.
<
180 falstaff jul–aug 2019
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DAS ORIGINAL
FOTOGRAFIE: ANDREAS REICHLIN
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reise / SÜDSTAATEN
TIPPS &
ADRESSEN
NEW ORLEANS
HOTELS
WINDSOR COURT*****
Luxushotel mit Ausblick auf den Mississippi.
Der elegante Rückzugsort mit französischen
Dekor elementen ist nur wenige Schritte vom
French Quarter entfernt. DZ ab 304 Euro.
300 Gravier Street, 70130 New Orleans
T: +1 888 590955, windsorcourthotel.com
THE ROOSEVELT****
Besticht durch modernen Luxus und die zentrale
Lage. Das 116 Jahre alte Hotel wurde 2009 wiedereröffnet,
nachdem der Hurrikan Katrina die Küste
von Louisiana verwüstet hatte. DZ ab 224 Euro.
130 Roosevelt Way, 70112 New Orleans
T: +1 504 6481200, therooseveltneworleans.com
RESTAURANTS
COMMANDER’S PALACE
Diese Ikone von einem Restaurant ist bereits von
Weitem erkennbar. Im viktorianischen blaugrünen
Herrenhaus mit weiß gestreifter Markise werden
seit über 120 Jahren kreolische Gerichte serviert.
1403 Washington Avenue, 70130 New Orleans
T: +1 504 899 8221, commanderspalace.com
GAUTREAU’S RESTAURANT
Das gehobene Restaurant im Herzen von Uptown
New Orleans wartet mit einer hervorragenden
französisch-zeitgenössischen Küche und einer
laufend wechselnden Weinauswahl auf.
1728 Soniat Street, 70115 New Orleans
T: +1 504 8997397, gautreausrestaurant.com
COQUETTE
Im Garden District von New Orleans verortet, bietet
das Restaurant eine innovative Südstaatenküche mit
Schwerpunkt auf lokalen Produkten. Dazu gibt’s
klassische und kreative New-Orleans-Cocktails.
2800 Magazine Street, 70115 New Orleans
T: +1 504 2650421, coquettenola.com
NOLA
Emeril Lagasses Restaurant verbindet traditionelle
kreolische und südländische Küche mit globalen
Einflüssen. Das dreistöckige Restaurant verfügt
außerdem über eine »Open Action«-Küche.
534 St. Louis Street, 70130 New Orleans
T: +1 504 5226652, emerilsrestaurants.com/nola
LOA BAR
Die Bar im »International House Hotel« besticht
durch ihr gemütliches Ambiente und stimmiges
Kerzenlicht. Für die Cocktails werden unter anderem
hausgemachte Sirupe sowie Kräuter aus der
Landschaft Louisianas verwendet.
221 Camp Street, 70130 New Orleans
T: +1 504 5539550, ihhotel.com/loa-bar
IN UND UM LAFAYETTE
RESTAURANTS
THE FRENCH PRESS
In der Innenstadt von Lafayette werden in »The
French Press« tagsüber Brunch und abends gehobene,
moderne Gerichte mit Einflüssen der Cajun-
Küche serviert. Für die kreativen Interpretationen
zeichnet Chefkoch Justin Girouard verantwortlich.
214 E Vermilion Street, 70501 Lafayette
T: +1 337 2339449
thefrenchpresslafayette.com
CAFE SYDNIE MAE
Das Restaurant in der historischen Hauptstraße
von Breaux Bridge trumpft kulinarisch mit ausgezeichneten
Cajun-Klassikern, Meeresfrüchtegerichten
und Steaks vom Angus-Rind auf.
140 East Bridge Street, 70517 Breaux Bridge
T: +1 337 9092377, cafesydniemae.com
BILOXI/GOLFKÜSTE
HOTELS
THE ROOST OCEAN SPRINGS****
Das Boutique-Hotel in einem restaurierten historischen
Gebäude ist nur wenige Gehminuten von
Strand und Innenstadt entfernt. Eichenbäume
und diverse Holzakzente sorgen für ein besonders
heimeliges Flair. DZ ab 105 Euro.
604 Porter Avenue, 39564 Ocean Springs
T: +1 228 2857989, roostoceansprings.com
BEAU RIVAGE RESORT & CASINO****
Unterhaltungs-Hotspot an der Golfküste: Neben
1740 Gästezimmern und Suiten sowie zehn Restaurants
stellt die Hauptattraktion des glamourösen
Hotels natürlich das eigene Casino dar.
DZ ab 109 Euro.
875 Beach Boulevard, 39530 Biloxi
T: +1 888 5676667
beaurivage.mgmresorts.com
RESTAURANTS & CAFÉS
VESTIGE
Modernes amerikanisches Restaurant in der historischen
Innenstadt von Ocean Springs. Bei minimalistischem
Ambiente steht das Gericht klar im
Vordergrund. Die Küche ist saisonal und regional.
715 Washington Avenue, 39564 Ocean Springs
T: +1 228 8189699, vestigerestaurant.com
THIRTY-TWO
Das Restaurant im »IP Casino Resort Spa« bietet
eine spektakuläre Aussicht, köstliche Steak- und
Fischgerichte sowie eine hervorragende Auswahl
an Weinen der Küste.
850 Bayview Avenue, 39530 Biloxi, T: +1 228 4363000
ipbiloxi.com/dine/fine-dining/thirty-two
THE GREENHOUSE ON PORTER
Was auf den ersten Blick wie ein ganz normales Café
aussieht, ist aber auch ein Treffpunkt für regionale
Künstler. Neben den Kunstveranstaltungen gibt es
auch wöchentlich Abende mit Live-Musik.
404 Porter Avenue, 39564 Ocean Springs
T: +1 228 2385680, biscuitsprings.com
MOBILE/GOLFKÜSTE
HOTELS
THE BATTLE HOUSE RENAISSANCE
MOBILE****
Das Renaissance-Hotel beherbergt neben einem
Pool auf dem Dach auch ein Spitzenrestaurant.
Durch die hervorragende Innenstadtlage sind der
Bienville Square sowie der Cooper Riverside Park
bequem zu Fuß erreichbar. DZ ab 169 Euro.
26 North Royal Street, 36602 Mobile
T: +1 251 3382000, renaissance-hotels.marriott.com
RESTAURANTS
NOJA
Im Herzen des historischen Unterhaltungs- und
Karte: Stefanie Hilgarth
182 falstaff jul–aug 2019
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Kunstviertels von Downtown Mobile gelegen, findet
sich hier ein kulinarisches Erlebnis samt romantischem
Innenhof.
6 North Jackson Street, 36602 Mobile
T: +1 251 4330377, nojamobile.com
SOUTHERN NATIONAL
Die Küche ist spezialisiert auf die moderne Interpretation
klassischer südländischer Gerichte mit Meeresfrüchten
aus dem Golf. Wegen der spannenden
Cocktails auch am Abend einen Besuch wert.
360 Dauphin Street, 36602 Mobile
T: +1 251 3082387, southernational.com
THE NOBLE SOUTH
Feines Restaurant, in dem kleine, frische Gerichte der
südlichen Küche mit modernem Touch serviert werden.
Der Fokus liegt dabei auf regionalen Zutaten.
203 Dauphin Street, 36602 Mobile
T: +1 251 6906824, thenoblesouthrestaurant.com
WINTZELL’S OYSTER HOUSE
Begann als kleine Austernbar und feiert heute
bereits 80-jähriges Bestehen. Die berühmten Austern
gibt es auch an sechs weiteren Standorten
von der Golfküste bis in den Norden Alabamas.
605 Dauphin Street, 36602 Mobile
T: +1 251 4324605, wintzellsoysterhouse.com
BIRMINGHAM
HOTELS
RENAISSANCE BIRMINGHAM ROSS BRIDGE
GOLF RESORT & SPA****
Der ideale Ausgangspunkt, um Birmingham zu entdecken.
Von den Balkonen hat man einen herrlichen
Blick auf die historische Stadt. Hier befindet sich der
drittlängste Golfplatz der Welt. DZ ab 178 Euro.
4000 Grand Avenue, 35226 Birmingham
T: +1 205 9167677
renaissance-hotels.marriott.com
HIGHLANDS BAR & GRILL IN BIRMINGHAM
Pardis und Frank Stitt haben erst vergangenes Jahr
mit ihrer hervorragenden französisch verwurzelten
Küche einen James Beard Award für das beste
Restaurant der USA erhalten.
2011 Eleventh Avenue South, 35205 Birmingham
T: +1 205 9391400, highlandsbarandgrill.com
THE ATOMIC LOUNGE
Die etwas schrullige, aber auch charmant-hippe Bar
zeichnet sich neben den Drinks durch allerlei Kuriositäten
aus: Mobiliar und Deko-Elemente aus den
1960er-Jahren und tierische Ganzkörperkostüme für
mutige Gäste.
2113 First Avenue North, 35203 Birmingham
T: +1 205 9837887, theatomiclounge.com
QUEEN’S PARK
Klassische Cocktailbar im historischen Loft District
von Birmingham, benannt nach dem Cocktail
»Queen’s Park Swizzle«.
112 24 th Street North, 35203 Birmingham
queensparkbham.com
ATLANTA
HOTELS
THE ST. REGIS ATLANTA*****
Luxushotel in Buckhead, das südländische Eleganz
und Moderne vereint. Mit exklusiven Suiten und einer
40.000 Quadratmeter großen Pool-Piazza lässt es
sich hier definitiv gut aushalten. DZ ab 531 Euro.
88 West Paces Ferry Road, 30305 Atlanta
T: +1 404 5637900, marriott.com
STONEHURST PLACE****
Das liebevoll gestaltete Hotel hat sich ganz der
zurückhaltenden Eleganz verschrieben. Es besticht
mit Mahagonimöbeln, Kunstwerken, Marmorbädern
und einzigartigen Suiten. DZ ab 160 Euro.
923 Piedmont Avenue Northeast, 30309 Atlanta
T: +1 404 8810722, stonehurstplace.com
BANSHEE
Restaurant und Bar in einem. Bei dem offenen und
trendigen Design des Gastraums inklusive blauen
Samtbezügen und -vorhängen findet man über
Stunden hinweg immer wieder neue Details.
1271 Glenwood Avenue Southeast, 30316 Atlanta
T: +1 470 4282034, banshee-atl.com
TICONDEROGA CLUB
Überzeugt mit absolut herzlicher und lockerer
Gastfreundschaft. Die Kombination aus Restaurant
und Bar sieht sich dabei selbst als Ort der Begegnung
und als Zuhause für Freunde und Fremde.
Krog Street Market, 99 Krog Street NE, 30307 Atlanta
T: +1 404 4584534, ticonderogaclub.com
CHARLESTON
RESTAURANTS
BALAO
Hier gibt es die wohl besten Meeresfrüchte in
Charleston: Die Produkte werden von lokal
ansässigen Fischereien bezogen und gekonnt
veredelt.
16 North Market Street, 29401 Charleston
T: +1 843 7378703, balaoseafood.com
THE DARLING OYSTER BAR
In der hippen Austernbar verbindet man die
klassische Zubereitung mit neuen Aromen. Auf
nachhaltige Fischerei wird großer Wert gelegt.
513 King Street, 29403 Charleston
T: +1 843 6410821, thedarling.com
WORKSHOP CHARLESTON
Das spannende Konzept lässt den Gast aus den
verschiedensten Gerichten von sechs laufend
wechselnden Küchen wählen.
1503 King Street, 29405 Charleston
T: +1 843 9964500, workshopcharleston.com
Karte: Stefanie Hilgarth
ELYTON HOTEL
Das 1909 erbaute, gehobene Hotel mit künstlerischer
Geschichte gilt als Symbol für die goldene
Ära Birminghams und liegt inmitten von Restaurants
und Kunstgalerien. DZ ab ca. 180 Euro.
1928 1 st Avenue North, 35203 Birmingham
T: +1 205 7313600, elytonhotel.com
RESTAURANTS
ROOTS & REVELRY
Aus saisonalen Produkten von Bauernhöfen aus
ganz Alabama werden hier verspielte Gerichte mit
südländischen Einflüssen kreiert. Den Speisesaal
ziert ein runder Kristallluster.
1623 Second Avenue North, 35203 Birmingham
T: +1 205 7301907, roots-revelry.com
CHEZ FONFON
Gemütliches Bistro mit klassischen Gerichten der
französischen Küche. Ausgeschenkt werden außerdem
Weine von der Loire, der Rhône und aus dem
Languedoc.
2007 Eleventh Avenue South, 35205 Birmingham
T: +1 205 9393221, fonfonbham.com
RESTAURANTS
GUNSHOW
Die Gerichte werden hier auf Rollwagen und Tabletts
an den Tischen präsentiert. Neben diesem alternativen
kulinarischen Erlebnis ist auch das transparente
Interieur des Restaurants einzigartig.
924 Garrett Street, 30316 Atlanta
T: +1 404 3801886, gunshowatl.com
BACCHANALIA
Eines von Atlantas Top-Restaurants. Die moderne
amerikanische Küche wartet mit saisonalen, leichten
und kreativen Gerichten aus Bio-Zutaten auf.
1460 Ellsworth Industrial Boulevard Suite A
30318 Atlanta, T: +1 404 3650410
starprovisions.com/bacchanalia
MILLER UNION
Chefkoch Steven Satterfield pflegt in seinem Restaurant
eine authentische Herangehensweise an eine
einfachere, bäuerlich inspirierte Küche und überrascht
dabei mit seinen raffinierten Kreationen.
999 Brady Avenue Northwest, 30318 Atlanta
T: +1 678 7338550, millerunion.com
SAVANNAH
RESTAURANTS
HUSK
Bei zutatenorientierter Herangehensweise werden
unter der Leitung von Chefkoch Chris Hathcock
herrlich südliche Speisen aufgetischt.
12 W. Oglethorpe Avenue, 31401 Savannah
T: +1 912 3492600, husksavannah.com
THE GREY
In der historischen Innenstadt von Savannah gelegen,
wurde hier einem alten Busbahnhof zu neuem
Glanz verholfen. Die gehobene Küche setzt dabei
auf regionale Produkte.
109 Martin Luther King Jr Boulevard, 31401 Savannah
T: +1 912 6625999, thegreyrestaurant.com
ELIZABETH’S ON 37 TH
Ein kulinarisches Erlebnis, das das reiche Erbe
des Südens widerspiegelt. Bei elegantem Ambiente
werden frische Meeresfrüchte und Co. serviert.
105 East 37 th Street, 31401 Savannah
T: +1 912 2365547, elizabethon37th.net
jul–aug 2019
falstaff
183
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Erleben Sie bei der Wein- und
Genussreise das idyllische Moseltal.
WEIN- UND
GENUSSREISEN MIT
WEIN- UND
GENUSSREISEN MIT
WEIN- UND
GENUSSREISEN
Zusammen mit Falstaff hat nicko cruises drei genussreiche
Flusskreuzfahrten konzipiert: Auf Mosel, Main und Rhein
entdecken die Gäste neben herrlichen Landschaften auch das
Beste aus edlen Reben und kulinarische Gaumenfreuden.
F
eine Lebensart am Fluss: Weinanbaugebiete
zählen in aller Welt zu
den landschaftlich besonders reizvollen
Regionen. Flusstäler rechts
und links, gesäumt von rebenbewachsenen
Hügeln, verströmen eine anmutende Idylle.
Eine Weinregion mit dem Schiff zu erkunden,
ist immer ein besonderes Reiseerlebnis.
Umso mehr, wenn die Kreuzfahrt mit vielzähligen
Genuss-Elementen gespickt ist.
Denn wo man den Wein liebt, ist die Kulinarik
nicht weit. Die Wein- und Genussreisen
in Kooperation mit Falstaff kombinieren
die besondere Reiseform der Flusskreuzfahrt
mit all ihren touristischen Höhe-
punkten mit exklusiven kulinarischen
Erlebnissen in der jeweiligen Region. Als
führender Anbieter für Kreuzfahrten
blickt nicko cruises auf mehr als 25 Jahre
Erfahrung zurück.
FLUSSGENUSS FÜR WEINLIEBHABER
AUF MAIN, RHEIN & MOSEL
Auf dem »schwimmenden Hotel«, dem
Schiffsneubau nickoSPIRIT auf 5-Sterne-
Niveau, lassen sich alle Annehmlichkeiten
genießen. Mit seinem innovativen Design
vereint der Flusskreuzer alles, was der
moderne Kreuzfahrer begehrt. Drei Res-
Fotos: beigestellt
184
taurants mit flexibler Tischwahl und flexiblen
Essenszeiten warten am Morgen mit
reichhaltigen Frühstückbuffets und zu Mittag
und Abend mit mehrgängigen kulinarischen
Köstlichkeiten auf. Die lichtdurchfluteten,
geräumigen Außenkabinen verfügen
im Mittel- und Oberdeck über absenkbare
Pa noramafronten, die sich zu einer Balkonbrüstung
umwandeln lassen. Der mit großen
Panoramafenstern verkleidete Salon
und das Sonnendeck laden zu herrlichem
»Flusskino« ein. Auch Entspannung und
Wohlfühlen kommen nicht zu kurz im großzügigen
Wellness- und Fitness-Bereich mit
Sauna und Whirlpool. Ein besonderes Weinund
Genussprogramm an Bord und an
Land rundet das Reiseerlebnis durch die
reizvollen Weinregionen ab.
Neben den attraktiven Ausflugszielen der
jeweiligen Region kann man sich außerdem
auf die Besuche bei Deutschlands besten
Winzern, Führungen durch Falstaff-präfalstaff
jul–aug 2019
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NICKO CRUISES / promotion
Kulinarische Gaumenfreuden
an Bord der nickoSPIRIT.
Wein mit einem von Falstaff ausgezeichneten
Spitzen-Winzer aus dem Rheingau.
11 TAGE FRANKFURT–TRIER–
KOBLENZ–FRANKFURT
Fotos: beigestellt
mierte Weingüter, Weindegustationen sowie
den Blick hinter die Kulissen eines Sterne-
Restaurants freuen.
9 TAGE PASSAU–NÜRNBERG–
WÜRZBURG–FRANKFURT
Diese Wein- und Genussreise startet in der
Dreiflüsse-Stadt Passau. nickoSPIRIT macht
sich stromaufwärts der Donau auf den Weg
ins mittelalterliches Nürnberg, mit einem
Zwischenstopp im bayrischen Regensburg.
Am Abend werden von einem weinkundigen
Falstaff-Redakteur die »Besten Weine
der Donau« präsentiert. Nach einem Themenrundgang
in Bamberg kann man den
Abend mit einer Bierverkostung an Bord
ausklingen lassen. Im fränkischen Würzburg
kann die barocke Residenz besucht werden
– mit anschließenden Einblicken in den Alltag
der Sterne-Gastronomie in einem von
Falstaff ausgezeichneten Spitzenrestaurant.
Den Inbegriff einer romantischen Stadt lernen
die Gäste am nächsten Tag bei einem
Ausflug ins nahe gelegene Rothenburg ob
der Tauber kennen. Im idyllischen Wertheim
steht neben einem kulinarischen Rundgang
auch eine Verkostung von Falstaff-prämierten
Edelobstbränden aus der Region auf
dem Programm. Auf den Besuch des Maintowers
in Frankfurt folgt ein schöner Reiseausklang
mit Geschichten rund um den
Die Reise beginnt und endet im hessischen
Frankfurt am Main. Zum Auftakt
der Reise gibt ein Falstaff-Experte bei einer
Winzersektverkostung Einblicke in
die Welt der edlen Perlen. Nach einem
thematischen Rundgang durch Bingen
passiert die nickoSPIRIT die Loreley
und nimmt Kurs auf die Mosel. Nächster
Halt: das weinträchtige Bernkastel.
Die Römerstadt Trier ist berühmt für
seine Porta Nigra und neuerdings auch
für eine aufstrebende Weinmanufaktur
in der Region. Auch ein Besuch in Luxemburg
steht auf dem Programm. Naturliebhaber
kommen in der Eifel und
beim Besuch des Geysirs in Andernach
auf ihre Kosten. Ausgewählte Rheingau-
Weine kann man beim Besuch eines von
Falstaff ausgezeichneten Weinguts mitten
in Rüdesheim kennenlernen. Das
ehemalige Zisterzienserkloster in Eberbach
ist nicht nur als Drehort für den
Film »Der Name der Rose« bekannt,
sondern auch für seinen Weinkeller, der
begeistert.
Der Schiffsneubau
nickoSPIRIT bietet
alles, was der moderne
Kreuzfahrer begehrt.
INFO
Weitere Informationen zu den Wein- und Genussreisen
in Kooperation mit Falstaff erhalten Sie unter
nicko-cruises.info/falstaff oder
T: +49 711 24898044
sowie in jedem guten Reisebüro.
jul–aug 2019 falstaff 185
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reise / LONG WEEKEND – GRADO
SEHNSUCHT
Grado ist ein Ort, der Antwort gibt auf die Sehnsucht des Nordeuropäers nach
Meer, Sonne, guter Küche, feinen Spaziergängen und der Leichtigkeit des
Dolce Vita. Und das zu jeder Jahreszeit.
TEXT ILSE FISCHER
186 falstaff jul–aug 2019
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Grado: Fischerdorf mit viel
Charme, Authentizität
und einer ganz
besonderen Küche.
NACH MEER …
Fotos: mauritius Images
jul–aug 2019
falstaff
187
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reise / LONG WEEKEND – GRADO
Grado ist eingebettet in ein
Insellabyrinth und die Lagune. Mit
dem Festland verbindet es ein
schmaler Streifen Land.
FREITAG
Fischkultur: Feinschmecker sind hier bestens
aufgehoben – dank der typischen, nach
überlieferten Rezepten gekochten Gerichte.
Sonne, Strand, Meer, Kultur und Genuss.
All das ist Grado – und noch viel mehr.
Denn der Ort in der Lagune ist immer
noch ein Fischerdorf, und das macht auch
seinen unvergleichlichen Charme aus. Man
liebt Grado, weil es lebendig ist und vom
Hafen mit den bunten Fischerbooten bis zu
endlosen Stränden mit flachem Wasser genau
das verkörpert, was der Mensch aus dem
Norden mit einer entspannten Zeit im Süden
so verbindet. Man erreicht die goldene Insel
über die zauberhafte Lagune, und ein wunderbar
altmodisches Schild verweist auf »La
Spiaggia della Mitteleuropa« (Der Strand
Mitteleuropas). Allein dieser Satz ist beredter
Zeuge der Geschichte des Ortes. Enge, pittoreske
Gassen, verwinkelte kleine Plätze, die
Campielli, schöne Campanile, der stolze Dom
Sant’Eufemia oder seine kleine Schwester
Santa Maria delle Grazie – alles auf engstem,
einst dem Meer abgetrotztem Raum erbaut.
Einen Tag sollte man auf jeden Fall der Altstadt
widmen, die natürlich nicht nur mit
schöner Architektur und immer wieder
besonderen Einblicken punktet, sondern mit
ihrer Tradition und Kultur auch ein magischer
Ort ist, an dem man so viel entdecken
kann. Immer jedoch ist es auch ein köstlicher
Platz der außergewöhnlichen Genüsse, vor
allem der authentischen Gradeser Küche, die
geprägt ist von maritimer Kultur und der langen
Tradition der Sonneninsel im Fischfang.
Die einstige Abgeschiedenheit mitten im Meer
hat eine Fischküche entstehen lassen, wie sie
besser nicht sein könnte. Und nicht nur im
berühmten Boreto tummelt sich feinstes, frisches
Meeresgetier. Sagen Sie aber niemals
Fischsuppe zum Boreto, das ist ein absolutes
No-Go. Versuchen sollten Sie ihn aber unbedingt
– und vielleicht nicht nur einmal, denn
jedes Restaurant gibt »seinem« Boreto eine
eigene Note und besondere Zutat. Und eines
ist sicher: Das einstige Arme-Leute-Gericht
hat sich zu einer köstlichen Verbindung dessen
gemausert, was das Meer hergibt. Zum
Beispiel im »Agli Artisti«, wo Alessandro
Corazza nicht nur den Boreto, sondern generell
Fischküche vom Feinsten zubereitet.
Ganz besonders: Cannolicchi, ein Mini-
Boreto aus Tintenfisch mit Polenta; danach
wäre ein köstliches Fritto misto eine Idee.
Der Fischreichtum der Lagune spiegelt sich
auch auf der Speisekarte der »Tavernetta
all’Androna« wider. Passera (Flunder) aus
dem Meer, Bisato (Aal), Poratto (eine Variante
der Seezunge) oder Cucco (Steinbutt) werden
hier zu göttlichen und sehr eigenständigen
Gerichten, denn nicht nur die Fischnamen
sind in Grado ein wenig anders. >
»Agli Artisti«: Fisch-Klassiker geben
den Ton an. Tintenfische und Scampi
sind in vielen Variationen und in
Bestform zu haben.
>
Fotos: Ecoplane, Dean Dubokovic, Alessandro Castiglioni, beigestellt
188 falstaff jul–aug 2019
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Das historische Zentrum hat seinen
venezianischen Charme mit pittoresken
Gassen und schönen Plätzen bewahrt.
Fotos: Ecoplane, Dean Dubokovic, Alessandro Castiglioni, beigestellt
»Tavernetta all’Androna«: kreative
Fischküche mit tagesfrischen
Produkten und von Meisterhand
zubereitet an einem schönen
Ort in der Altstadt.
jul–aug 2019
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189
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reise / LONG WEEKEND – GRADO
Casoni heißen die Fischerhütten aus
Schilfgeflecht, wo manchmal nur der
Wellenschlag des Meeres zu hören ist.
SAMSTAG
Lagunen-Genuss: Das Spiel der Gezeiten, der
Wechsel von Ebbe und Flut ist hier spürbarer
als an anderen Orten der Oberen Adria. Das
gefällt auch den vielen Fischarten.
»Zero Miglia«: Fischgenuss mit Stil und Frische. Die
Ware kommt direkt von den Fischern vor der Tür.
Die Gradeser Küche
lebt von Fischen
und Meeresfrüchten,
die bei »de Toni«
meisterlich
zubereitet werden.
Audrey Hepburn, Kaiserin Elisabeth
und Ernest Hemingway haben eines
gemeinsam: Sie liebten Grado. Heute
tun das Prominente und Normalbürger gleichermaßen
– und verwandeln den Ort, vor
allem im Sommer, zu einer quirlig-sommerlichen
Oase der Lebensfreude. Wer aber Einsamkeit,
Stille und unberührte Natur sucht,
der kann hinaus in die Lagune schippern und
eine einmalige Landschaft und die Casoni
(Fischerhütten) entdecken. Ideal für Lagunen-
Romantiker: Man reist per Ausflugsschiff,
Taxiboot oder mit einem privaten Mietboot
stressfrei auf eine Laguneninsel und isst dort
authentische Fischgerichte. Auf der Isola di
Anfora im »Ai Ciodi« etwa gibt es nur, was
frisch aus der Lagune kommt, und das wird
von der Familie Tognon seit vielen Jahren zu
köstlichen Sarde in saor oder zu fantastischen
Spaghetti al nero di seppia verarbeitet. Piero
Pasolini drehte hier 1969 seinen berühmten
Film »Medea«, und seither ist die Faszination
ungebrochen. Die Lagune besteht aus vielen
hundert Inseln, und die Vielfalt an Muschelund
Fischarten ist groß: Venusmuscheln, viele
Garnelenarten, Seezungen, Barsche, Sprotten,
Glatthaie, die hier dann Sardela beziehungsweise
Can heißen. Grado hat eine alte kulinarische
Tradition, in der Fisch gemeinsam mit
einfachen und geschmackvollen Zubereitungen,
zum Beispiel bei Sepe sofegae, dem
gedämpften Tintenfisch, oder Peverasse al
baso, einem exquisiten Muschelgericht, die
Hauptrolle spielt. In der Altstadt von Grado
und in der Lagune warten die Wirtsleute mit
diesen Gradeser Besonderheiten auf: Zum
Beispiel im »Zero Miglia« und im »Ristorante
al Pellegrino« auf der Isola Barbana. Typische
Fischküche findet man auch im »Alla
Borsa« und in der »Trattoria de Toni«. Tage
in Grado, das heißt Sonne, Strand und vor
allem immer auch Zeiten des Schlemmens.
Vor oder nach einem köstlichen Mahl kann
man als südlicher Flaneur am Lungomare
Nazario Sauro die Weite des Meeres und den
Sonnenuntergang genießen. Vor den nächsten
Köstlichkeiten sollte man unbedingt in der
»Bar al Porto« am Alten Hafen einen Apero-
Klassiker zum Einstimmen auf das (nächste)
Dolce Vita probieren. >
Fotos: Gianluca Baronchelli, Nico Gaddi, beigestellt
190 falstaff
jul–aug 2019
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reise / LONG WEEKEND – GRADO
SONNTAG
Über das Meer fliegen: Sportliche Überflieger
genießen atemberaubende Blicke über die
Lagune und das schimmernde Wasser.
Auch das kann Grado: Kitesurfen? Ballonfahren? Es
gibt viele Optionen, sich alles von oben anzuschauen.
Sportlichkeit ist angesagt, bevor man
zum genussvollen Abschluss vielleicht
noch ein weiteres der schönen Lokale
besucht. Wer sich nicht besonders anstrengen
will und eine herrliche Aussicht von
oben bevorzugt, der kann mit einem Ballon
über Grado aufsteigen oder mit dem Flugzeug
über die Naturschutzgebiete der Stella-
Flussmündung und das Valle Canal Novo,
Marano Lagunare oder die UNESCO-Städte
Palmanova und Aquileia fliegen und
dabei einen exklusiven Aperitif schlürfen.
Kite- und Windsurfer kommen in der Marina
Julia auf ihre Kosten. Die besondere
Küstenformation und sehr oft auch der
berühmte Wind Bora machen den Platz zur
einzigen offiziellen Abflugbahn für klassische
Kitesurfer oder das gerade angesagte
Hydrofoil-Surfen in diesem Küstenabschnitt.
Grado bietet für Surfer oder Segler
auch spezielle Fahrten vom Strand zu den
Laguneninseln an. Was man bei einem
Pa no ramaflug von oben gesehen hat, sollte
man auf dem Heimweg dann unbedingt
besuchen: Aquileia. Die romanische Basilika
Santa Maria Assunta gehört zum UNESCO-
Weltkulturerbe und ist vor allem wegen der
grandiosen Bodenmosaike ein Must. Es sind
dies größten Mosaike der westlichen christlichen
Welt, die zudem außergewöhnlich gut
erhalten und restauriert sind. Gleich neben
dieser großartigen kulturellen Sehenswürdigkeit
wartet die »Pasticceria Mosaico
Aquileia« mit köstlichen Dolce auf, die sich
hervorragend zum Mitnehmen eignen. Das
Dolce Aqvileia zum Beispiel ist ein »Reisedessert«
aus Zutaten wie im alten Rom:
Nüsse, Feigen, Honig, ummantelt mit einem
knusprigen Teig. Und wenn man schon auf
dem Weg ist, dann lohnt sich ein Abstecher
ins »1883 Restaurant«, wo man die beste
Mischung aus Tradition und Moderne auf
den Tellern, in den Gaststuben und wunderschönen
Zimmern vorfindet. Ein Ort zum
Einkehren, Bleiben, vor allem aber zum
Immer-wieder-Kommen. Auch, aber nicht
nur, auf dem Weg zur goldenen Insel in der
Lagune Grado. <
»1883«: lokal,
authentisch,
delikat. Die
Zimmer sind
schlicht, farblich
schön und sehr
einladend.
Sehnsuchtsort: Das Farbenspiel zur
»blauen Stunde« ist eindrucksvoll
und weckt Sehnsüchte.
Fotos: 1883, Roberto Camuffo, beigestellt
192 falstaff jul–aug 2019
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REISETERMIN: 15.09. – 21.09.19 (mind. 6 / max. 8 Personen)
INFOS & BUCHUNGEN: 0800 560 080 ODER FALSTAFF@GOURMET-REISE.CLUB . WEITERE GOURMETREISEN: WWW.FALSTAFF.AT/LESERREISEN
Veranstalter: Robin Tours GmbH, Unterer Stadtplatz 11, 6330 Kufstein, GISA-Zahl 29305292. Anzahlung 20% (frühestens 11 Monate vor Reiseende), Restzahlung 20 Tage vor Reiseantritt. Insolvenzversicherung: Zürich Insurance plc Niederlassung Deutschland, Abwickler: Cover-Direct, Tel.: +43 1 969 08 40. Ansprüche sind
innerhalb von 8 Wochen beim Abwickler geltend zu machen. Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen (ARB 1992) des Fachverbandes der Reisebüros idgF unter Berücksichtigung des Pauschalreisegesetzes (PRG; sollten einzelne Klauseln der ARB mit dem PRG in Widerspruch stehen, so gehen jene des PRG vor) sowie
unsere unter www.robin-tours.at/datenschutz abrufbare Datenschutzerklärung. Druck- und Satzfehler vorbehalten. Fotos: shutterstock, istock.
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reise / LONG WEEKEND – GRADO
TIPPS &
ADRESSEN
HOTELS
HOTEL VILLE BIANCHI**** (1)
Stilvolles und geschichtsträchtiges Villendorf, schön
restauriert. Eine wirkliche Oase der Ruhe und ein
schöner Rückzugsort zwischen Strand und Meer im
Schatten alter Pinien. DZ ab 99 Euro.
Viale Dante Alighieri 50, 34073 Grado
T: +39 0431 80169, de.villebianchi.com
LES 7 SUITES ERICA**** (2)
Die Suiten gehören zur »Villa Erica« und sind ein
kleines Jugendstiljuwel in unmittelbarer Nähe zu
Strand und Altstadt. Anders und besonders wohnen
in Grado? Hier ist es möglich. DZ ab 183 Euro.
Via Giosuè Carducci 32, 34073 Grado
T: +39 0431 84444, les7suiteserica.com
CASONI
Das ist Romantik und Lagune pur: Für ein Wochenende
oder länger können die alten, restaurierten
Casoni gemietet werden. Die traditionellen Fischerhütten
gibt es auf Valle Ghebo Vacche, Casoni Turlavo
oder Valle Tirelli, auch inklusive Boot. Preis
variiert je nach Unterkunft. grado-adria.com
RESTAURANTS
AGLI ARTISTI (1)
Kleines, feines Restaurant im historischen Zentrum,
in dem Alessandro Corazza beste Gradeser Fischküche
mit vielen Ideen kocht. Natürlich bestimmt der
Fang des Tages den Speisezettel. Tolle Weinkarte.
Campiello Porta Grande 2, 34073 Grado
T: +39 0431 83081, ristoranteagliartisti.it
ALLA BORSA (2)
Das Meer bestimmt die Karte, die Tradition die
Rezepte und der Koch die Qualität. Seit vielen Jahren
ein perfekter Ort, um gute Gradeser Küche zu
genießen, wie auch sehr gute Fleischgerichte.
Via Conte di Grado 1, 34073 Grado
T: +39 0431 80126, trattorialaborsa.com
TAVERNETTA ALL’ANDRONA (3)
Die alte Gradeser Küche wird hier neu interpretiert.
Der feinsinnige, innovative Küchenchef und die Wirtin
zeigen, dass die Küche der Lagune mehr kann
als gemischte Muschelplatte oder Grillteller.
Calle Porta Piccola 6, 34073 Grado
T: +39 0431 80950, androna.it
RISTORANTE AL PELLEGRINO ISOLA
SAN BARBANA (4)
Eine Genussinsel im Paradies. Die einstige Mensa
ist nun ein Restaurant, man sitzt an großen Tischen
und genießt gemeinsam beste, frische, großartige
Fischküche. Anreise per Boot.
34073 Santuario di Barbana, 34073 Grado
T: +39 0431 80115
TRATTORIA DE TONI (5)
Traditionsreiche Gradeser Spezialitäten aus besten
Zutaten aus dem Meer, feine Pasta und sündige
Desserts. Seit Jahren ein guter Ort zum Genießen.
Piazza Duca D’Aosta 37, 34073 Grado
T: +39 0431 80104, trattoriadetoni.it
ZERO MIGLIA (6)
Super Fischküche, sehr authentisch. Viele einheimische
Gäste bezeugen die Qualität, der Fischmarkt
daneben garantiert die Frische.
Riva Enrico Dandolo 22, 34073 Grado
T: +39 0431 80287, ristorantezeromiglia.it
TRATTORIA AI CIODI (7)
Mit dem Meer vor der Haustür sind Fisch und Krustentiere
die Stars vor der Traumkulisse des Restaurants
mit sechs Zimmern. Unbedingt den Kräuterlikör
mit magischen Kräften zum Abschluss kosten.
(Oktober bis Ostern geschlossen.)
Isola di Anfora, 34073 Grado
T: +39 335 7522209, portobusoaiciodi.it
1883 RESTAURANT & ROOMS (8)
Im ehemaligen Kloster aus dem 17. Jahrhundert
befindet sich seit 1883 ein Gasthaus. Heute ist
es eines, das man unbedingt besuchen sollte:
Ambiente, Weingut, Küche vom Feinsten.
Via Mercato 3, 33052 Cervignano del Friuli
T: +39 0431 33217, 1883restaurant.com
BARS & CAFÉS
BAR AL PORTO (1)
Ursprüngliche Fischerbar mit viel Atmosphäre.
Man sitzt auf einfachen Stühlen, genießt und
schaut den Booten beim Ein- und Auslaufen im
alten Hafen zu.
Piazza Marinai d’Italia 2, 34073 Grado
T: +39 0431 85154
PASTICCERIA MOSAICO AQUILEIA (2)
In der traditionsreichen Konditorei sind viele tolle
Süßspeisen und feine Marmeladen im Angebot,
alles auch zum Mitnehmen.
Piazza Capitolo 17, 33051 Aquileia
T: +39 0431 919592, pasticceriamosaico.com
Mehr Städtereise-Tipps
für lange Wochenenden:
falstaff.com/longweekend
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Karte: Stefanie Hilgarth
194 falstaff jul–aug 2019
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Ein Sommer Hotspot in den Bergen!
HOTEL POST ISCHGL
Ischgl, Österreich
Umgeben von gigantischer Bergwelt, mitten im international bekannten Sportort Ischgl,
liegt das Vier-Sterne-Superior »Hotel Post Ischgl« wo Gäste mit charmanter Gastlichkeit
und persönlichem Service begrüßt werden. Die Zimmer, Suiten und Appartements
bieten ein stilvolles Ambiente mit dezentem Luxus und alpinem Chic. Die Gäste erwartet
im Postillion Spa exquisite Entspannung auf 1.500 Quadratmeter. Ausgezeichnete
Küche, interationale Spitzen-Weine sowie die »Hotelbar 67«, die im Falstaff Bar- &
Spirits-Guide zum Spitzenreiter gekürt wurde, runden den perfekten Aufenthalt ab.
DZ ab € 250.- / Nacht
Ein Boutique Hotel der Extraklasse!
GIARDINO MARLING
Marling bei Meran, Südtirol-Italien
Ihre private Spa Villa!
Das Giardino Marling. Eine mediterrane Schönheit. Ein Hideaway auf hohem
Niveau. Das familiengeführtes Hotel in Marling ist ein Ort des Seins, statt
des Müssens. Lassen Sie es einfach zu und entdecken Sie, wie wunderbar
entspannend es sich anfühlt.
DZ ab € 260.- / Nacht
GEINBERG5 PRIVATE
SPA VILLAS
Geinberg, Österreich
Das Geinberg5 Private Spa Villas ist ein
einzigartiges, von der Welt völlig abgeschiedenes
Luxus-Wellness-Resort.
Eingebettet in die malerische Hügellandschaft
des In nviertels, genießen Sie
Ihren eigenen Whirlpool auf der Terrasse,
Butlerservice, den privaten Badesee und
mindestens 114 m² für Sie ganz alleine
zu zweit.
DZ ab € 580.- / Nacht
Glamour & Dolce Vita!
VILLA EDEN
LUXURY RESORT
Gardone Riviera, Italien
Ein exklusives Hideaway das Design,
Komfort und Exklusivität auf kunstvolle
Weise vereint. Mit maßgeschneidertem
Service, wohltuenden SPA Behandlungen
und einem Gourmet Restaurant der Spitzenklasse
werden neue Maßstäbe gesetzt.
DZ ab € 320.- / Nacht
promotion / TIROL
SOMMERFRISCHE
IN TIROL
Traumhafte Landschaften, kulinarische
Highlights, entspannende Wohlfühl-Oasen – ein Aufenthalt im
Herzen der Alpen lässt keine Wünsche offen.
198 falstaff jul–aug 2019
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Foto: Shutterstock
jul–aug 2019 falstaff 199
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promotion / TIROL
LERMOOS/TIROL
WELLNESS & GENUSS
AM GIPFEL DES
ERLEBENS
Alpiner Spirit, luxuriöser Genuss
und exklusive Entspannung – dafür
steht das »Hotel Post****S Lermoos«.
Durch herzliche Tiroler
Gastfreundschaft sowie ein erstklassiges
Verwöhn- und Serviceangebot
schafft das Luxushotel inmitten
des Naturparadieses Tiroler
Zugspitz Arena in Lermoos ganzjährig
einen Wohlfühlort der Superlative.
Nicht umsonst zählten Lermoos
und die Tiroler Zugspitz
Arena mit den beeindruckenden
Bergwelten rund um die Zugspitze
zu den Lieblingsjagdgebieten von
Kaiser Maximilian I.. Die Kombination
aus herrlicher Natur und wohltuenden
Urlauben erlaubt es, neue
Kraft für den Alltag zu tanken.
Im Post Alpin Spa finden Gäste auf
3000 m 2 Ruhe und Entspannung,
mit Innen- und Außenpool, verschiedenen
Saunen und Dampfbädern,
Ruhezonen sowie dem großzügigen
Zirben-Panorama-Saunahaus mit
Sole-Außenpool und Infrarotkabine
im Garten. Erholung und Regeneration
versprechen auch die insgesamt
59 Suiten, ein Luxus-Penthouse
und das nur 70 m entfernte
historische »Postschlössl« mit 16
weiteren Suiten. Facettenreich, sonnenverwöhnt
und reizvoll – dies beschreibt
eine Wohlfühlauszeit in der
Tiroler Zugspitz Arena am besten.
Egal, ob beim Skifahren auf Panoramapisten
oder beim Wandern auf
imposanten Bergrücken, Biken, Golfen
- im »Hotel Post« urlaubt man
ganz nach eigenen Ansprüchen und
kann ganzjährig die alpine Szenerie
genießen. Das Hotel verwöhnt mit
Alpen- und Wellnessküche in Kombination
mit internationalen Gourmettrends.
Die Auszeichnungen
von A la Carte mit 92 Punkten und
4 Sternen, von Falstaff mit 93 Punkten
und 3 Gabeln sowie mit 2 Hauben
von Gault&Millau sprechen dabei
für sich. Auch das 1000 Positionen
starke Repertoire an Weinen
rundet das Gourmeterlebnis ab.
HOTEL POST LERMOOS****S
Familie Dengg
Kirchplatz 6, 6631 Lermoos
T: + 43 56 722 810
welcome@post-lermoos.at
post-lermoos.at
MASSA MARITTIMA
CASA MORANDI OLIO
D’OLIVA EXTRAVERGINE
– OLIVENÖL MIT HERZ +
VERSTAND
Unser Olivenöl »Casa Morandi
extra vergine« wird mit Herz und
Verstand produziert: Auf ca. 350
Metern über dem Meer wachsen
unsere Oliven an den Hängen des
Monte Arsenti in der Nähe von
Massa Marittima. Die Pflege
unseres alten Olivenhains erfolgt
im Einklang mit der Natur und mit
großem Respekt vor der toskani-
schen Biodiversität unter Verzicht
jeglicher chemischer Dünge- oder
Spritzmittel. Die händische Ernte
garantiert, dass sowohl Bäume als
auch Oliven unbeschadet bleiben.
Die gesunden, unverletzten Oliven
werden noch am selben Tag in
einer modernen Presse unter
Ausschluss von Sauerstoff weiterverarbeitet
– wir verbinden also die
Vorteile der traditionellen toskanischen
Olivenkultur mit den Vorteilen
moderner Technologien und
erzielen auf diese Weise ein Produkt
reich an Geschmack und gesundheitsfördernden
Inhaltsstoffen.
Unser Olivenöl wird aus 100 %
Moraiolo-Oliven gepresst – eine
für die Toskana typische Sorte,
die dem Öl die tiefgrüne Farbe
sowie die fruchtige Note mit einer
leichten Schärfe und Bitterkeit verleiht,
die als Merkmale eines Produkts
höchster Qualität gelten.
Wir lieben unsere Oliven – und das
schmeckt man! Sollten Sie auf den
Geschmack gekommen sein und
wollen Sie Ihre Kenntnisse über
unsere Produktion vertiefen und
dies mit einem erholsamen Urlaub
in der Maremma verbinden, so stehen
Ihnen in der »Casa Morandi«
zwei Ferienwohnungen zur
Verfügung. Das teilweise aus
dem 17. Jahrhundert stammende
Bauernhaus wurde mit viel Liebe
restauriert und komfortabel ausgestattet.
Genießen Sie die einzigartige
Atmosphäre der toskanischen
Landschaft.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
PODERE CASA MORANDI
Località Cicalino
I-58024 Massa Marittima (GR)
T: +39 366 8943245
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Fotos: beigestellt
200 falstaff jul–aug 2019
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The art
of outdoor
cooking
WÄRME, GENUSS UND HARMONIE -
STILVOLL VEREINT
OFYR verzaubert durch seine einzigartige Vielseitigkeit! Hobbyköche sind vom kultigen Design-Grill
ebenso begeistert wie Chefköche beim Zubereiten von mehrgängigen Menüs. Außerdem ist der
OFYR mit seinem archaisch lodernden Feuer auch in der kalten Jahreszeit ein absoluter Garant
für Partystimmung auf Hütten oder auch harmonischer Kommunikationsmittelpunkt an Ihrem
individuellen Platz im Freien - und das das ganze Jahr über!
OFYR ÖSTERREICH
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promotion / SIX SENSES
LUXUS IM ZEITALTER
DES (KLIMA)WANDELS
Six Senses, die einzige Marke der Luxushotellerie, die sich
komplett nachhaltig präsentiert, eröffnet 2021 ein
alpines Dorf mit privaten Residenzen.
An nehmlichkeiten und Serviceleistungen
eine erweiterte Bedeutung hat. Der wahre
Luxus ist das komplette und uneingeschränkte
Wohlbefinden von Körper und
Geist und das Gefühl, Teil der Natur zu
sein, die uns nährt. Die reinste Luft zu
atmen, das klarste Wasser zu trinken,
direkten Zugang zu biologischen Lebensmitteln
und Naturprodukten höchster
Qualität zu haben. Ein unverfälschtes
Leben mit unbegrenzten Möglichkeiten
und Genuss zu führen – mit dem Wissen,
dass der eigene Lebensstil nicht nur Freude
und Gesundheit bereitet, sondern gleichzeitig
eine positive Auswirkung auf die
Zukunft unseres Planeten hat.
Die Marke Six Senses bietet ein neues
Lebensgefühl im Einzugsgebiet Kitzbühel –
nachhaltiges Wohnen, nachhaltige Ernährung
und nachhaltige Fortbewegung.
»Six Senses Kitzbuehel Alps« in strategischer
Partnerschaft mit Porsche eröffnet
in der Wintersaison 2021. Die unter
strengsten Auflagen und nur mit Naturmaterialien
errichteten Six Senses Private
Residences sind ab sofort im Eigentum
mit Zweitwohnsitz-Widmung zu erwerben.
Alle Chalets werden schlüsselfertig
inklusive neuem vollelektrischen Porsche
Taycan übergeben.
Oberhalb von Jochberg bei Kitzbühel,
in einem naturgeschützten
Gebiet, wo inmitten einer
märchenhaften Wald- und
Mooslandschaft wilde Orchideen blühen,
entsteht ein Dorf, das mit seinem Konzept
nicht nur die Grenzen des Konventionellen
sprengt, sondern dabei auch Verantwortung
für unsere Zukunft übernehmen will.
Viele von uns wurden in eine unbeschwerte
Zeit des jahrzehntelangen Friedens
und Wachstums hineingeboren. Unser
Drang nach grenzenlosem Fortschritt hat
einen schlafenden Giganten geweckt. Klimawandel,
Luftverschmutzung, prozessierte
Nahrungsmittel – eine schleichende Infizierung
unseres Planeten und der Bewohner.
Laut einem jüngsten Bericht der Vereinten
Nationen sind etwa eine Million
Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben
bedroht. Ein noch nie da gewesener Verlust
unserer Biodiversität.
Wir befinden uns an einem Wendepunkt.
Es liegt in unserer Hand, wie wir uns in
die Geschichtsbücher eintragen wollen –
als die Generation, die den Grundstein für
eine nachhaltige Zukunft legt, oder diejenige,
die sich durch konsequentes Wegschauen
der Verantwortung entzieht.
In manchen wachsenden Metropolen
dieser Welt dürfen Kinder nicht mehr an
der frischen Luft spielen, Jakarta ist gar
vom Untergang bedroht. Millionen Menschen
haben keinen Zugang zu sauberem
Wasser mehr. Naturkatastrophen stehen
an der Tagesordnung.
Wir haben die Technologien und das
Wissen, diesen Trend zu reversieren – der
erste Schritt ist allerdings ein Umdenken in
unserer Lebensweise.
Das »Six Senses Kitzbuehel Alps Resort«
mit Hotel, privaten Residenzen und einem
Six Senses Spa wird für all jene gebaut, die
erkennen, dass Luxus neben allen
INFO
sales@kitzbuehelalps.com
kitzbuehelalps.com
sixsenses.com
Fotos: beigestellt
202
falstaff
jul–aug 2019
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ARCHITEKTUR
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SPIRITS
FESTIVAL
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28. OKTOBER 2019
WIENER HOFBURG
VERKOSTEN SIE DIE
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Für einen Tag wird die Wiener Hofburg zur grössten
Bar der Welt. Die besten Bartender aus Österreich,
Deutschland und der Schweiz, Gin & Tonic Bar,
über 300 verschiedene Whisk(e)ys, edle Spirituosen
wie Rum, Wodka, Tequila und mehr!
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Wiener Hofburg • 1010 Wien
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promotion / GASTRONOMIE
Die 20.000 Mitglieder des Falstaff
Gourmetclubs besuchen und
bewerten die besten Restaurants
Österreichs. In dieser Rubrik
stellen wir Restaurants aus
unserem Guide vor, die wir Ihnen
wärmstens empfehlen wollen.
Alle 1800 Restaurants dieses
Guides finden Sie auf
falstaff.com.
MIT BESTER
EMPFEHLUNG
206 falstaff jul–aug 2019
95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte
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STEIERMARK
DER TRADITIONS-
GASTHOF IM ZENTRUM
DER ALTSTADT
Beherbergt ist der »Gasthof zum
Türkenloch« in einem der schönsten
historischen Gebäude der Altstadt
von Bad Radkersburg. Hier verweilt
der Gast in gemütlicher Atmosphäre,
um sich von Gastgeberin und Köchin
Ingeborg Kraus kulinarisch verwöhnen
zu lassen. Die Speisekarte
bietet vorwiegend regionale und saisonale
Gerichte und Klassiker aus
der österreichischen Küche. Neben
einer großen Bandbreite an steirischen
Weinen gibt es auch Raritäten
von österreichischen Spitzenwinzern,
die den kulinarischen Genuss
abrunden. Die über 500 Jahre
alten Gewölbe laden zum Genießen
ein und eignen sich ausgezeichnet
für Feierlich keiten aller Art.
GASTHOF
ZUM TÜRKENLOCH
81 PUNKTE im Falstaff
Restaurantguide 2019
Langgasse 10, 8490 Bad Radkersburg
T: +43 3476 20389
tuerkenloch.at
SALZBURG
GAUMENFREUDEN IM
STIMMUNGSVOLLEN
GASTGARTEN
Das Restaurant »Huber’s im Fischerwirt«
ist schon lange für seine
regionalen Spezialitäten berühmt.
Mittlerweile ist es auch weit über die
Landesgrenzen hinaus als eine der
Salzburger Top-Adressen für kulinarische
Höhenflüge bekannt. Zur
Festspielzeit hat das »Huber’s im
Fischerwirt« die ganze Woche über
geöffnet. Der schöne und gemütliche
Gastgarten lädt zu kulinarischen
Sommerabenden ein, nach
Reser vierung wird auch noch nach
den Aufführungen gekocht. Service
wird großgeschrieben. Andrea und
Harald Huber heißen ihre Gäste
herzlich willkommen und bieten
zusammen mit ihrem eingespielten
Team einen unvergesslichen Abend.
HUBER’S IM FISCHER-
WIRT 90 Punkte im Falstaff
Restaurantguide 2019
Peter-Pfenninger-Straße 8
5020 Salzburg, T: +43 662 424059
M: +43 664 88514113
fischerwirt-liefering.at
Imposant:
die Seeterrasse mit Blick
auf den Hallstätter See.
Fotos: beigestellt
SALZBURG
HIER KOMMT JEDER
AUF DEN GESCHMACK!
Auf eleganten Teakholzmöbeln
unter lauschigen Kastanien sitzen,
den Blick auf die Berge genießen
und dazu kulinarisch verwöhnt werden:
Beim »Ammerhauser«, nur
wenige Fahrminuten von Salzburg
entfernt, findet man genau diese
Idylle. Zu Sommerbeginn locken
besonders die fast schon legendären
Ammerhauser Marillenknödel!
Schon lange ist hier selbstverständlich,
dass auf die Teller nur
regionale Produkte von allerhöchster
Güte kommen. So auch der frische
Fisch vom Obertrumer See,
wie die Reinanke, der Waller oder
die Schleie. Weitere Highlights der
kreativen, anspruchsvollen Küche
sind die vegetarischen und veganen
Köstlichkeiten sowie die österreichweit
einzigartigen »Moorgerichte«.
RESTAURANT UND GAST-
GARTEN AMMERHAUSER
83 Punkte im Falstaff
Restaurantguide 2019
Dorfstraße 1, 5102 Anthering
T: +43 6223 2204, ammerhauser.at
OBERÖSTERREICH
DAS EINZIG WAHRE
ORIGINAL
Kopierkunst kann durchaus großes
Kino sein, wie sich in der südchinesischen
Provinz Guangdong zeigt. Dort
gibt es ein 1:1-Replikat der oberösterreichischen
Marktgemeinde Hallstatt
samt dem legendären »Seehotel
Grüner Baum«. Das einzig wahre
Original aber befindet sich inmitten
des Salzkammerguts. Ein imposantes
Weltkulturerbe mit dem majestätischen
Hallstätter See direkt vor
der Haustür. Erstmalig urkundlich
erwähnt wurde das Hotel im Jahr
1700. Neben der Optik punktet das
Boutique-Hotel mit seiner exquisiten
Küche. Kulinarischer Mittelpunkt sind
das Restaurant »Zum Salzbaron«,
das »Kaiserstüberl« sowie die Seeterrasse
und als Highlight die Seelounge.
Verantwortlich für Küche und Keller
ist Kochgenie Jörg Wörther.
SEEHOTEL GRÜNER
BAUM 81 PUNKTE im Falstaff
Restaurantguide 2019
Marktplatz 104, 4830 Hallstatt
T: +43 6134 82630
gruenerbaum.cc
95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte
jul–aug 2019 falstaff 207
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promotion / GASTRONOMIE
bar restaurant
bar • restaurant
bar • restaurant
4020 Linz, Landstr. 13
0732
4020 Linz, 94
Landstr.
40 80
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0732 . 94 40 80
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WIEN
FERNÖSTLICHE
GENÜSSE
Spannende und fordernde Zutaten,
Innereien, scharfe Gewürze – authentische
chinesische Küche vom
Feinsten in dem in der Hütteldorfer
Straße angesiedelten Lokal (nicht
zu verwechseln mit dem gleichnamigen
Restaurant in der Kettenbrückengasse).
Zum Niederknien die
gedämpften Tascherln mit vier verschiedenen
Füllungen. Ideal auch
zum Mitnehmen für zu Hause. Die
Küche der chinesischen Provinz
Sichuan ist für den beherzten Einsatz
ganzer Chili schoten ebenso
berühmt wie für den gleichnamigen
Pfeffer. Sie gilt überhaupt als eine
der variantenreichsten Ostasiens,
wobei Stern anis, Knoblauch und
Ingwer oft zum Einsatz kommen.
Exquisite Sommerkarte ab April.
FEINE SICHUAN-KÜCHE
81 Punkte im Falstaff
Restaurantguide 2019
Hütteldorfer Straße 215, 1140 Wien
T: +43 1 9572691
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feinesichuankueche14.at
WIEN
BESTES AUS DEM MEER
Am Viktor-Adler-Markt gelegen,
werden die Gäste im »Sezai Fisch-
(t)raum« mit Fischspezialitäten
und Meeresfrüchten verwöhnt.
Köstlichkeiten wie gegrillte Goldbrassen
und Oktopoden sowie
Außergewöhnliches wie Hummer
Thermidor landen auf den Tellern.
Auch Austern-Liebhaber kommen
hier voll auf ihre Kosten. Die spezielle
Atmosphäre im »Sezai« spiegelt
gekonnt den Markt sowie modernes
Design wider. Im Sommer
lädt der schattige Gastgarten
direkt vor dem Lokal zum gemütlichen
Verweilen ein. Auch für
Fei ern jeder Art ist das »Sezai«
der passende Ort. »Bei ›Sezai‹
kommt man als Gast und geht als
Freund!«, lautet die Philosophie.
SEZAI FISCH(T)RAUM
82 Punkte im Falstaff
Restaurantguide 2018
Viktor-Adler-Markt, Stand 53–54
1100 Wien, T: +43 1 6067467
fischtraum@sezai.at, sezai.at
WIEN
HERZLICH WILLKOM-
MEN IM NAUTILUS!
Auf den Tellern die sieben Weltmeere,
das Ambiente nautischmediterran,
der Wein österreichisch
und inter national, der Service zuvorkommend
und kompetent. Wohl
kaum an einem anderen Platz in
Wien zelebriert man das Essen rund
um die Themen Fisch und Meeresfrüchte
so schmackhaft wie mitten
auf dem Naschmarkt im Restaurant
»Nautilus«. Mittags locken köstliche
und preiswerte Menüs in den
schattigen Schani garten, den geschützten
Wintergarten oder das
stilvolle Restaurant. Täglich stehen
zwischen 11 und 15 Uhr zwei verschiedene
Mittagsmenüs zur Auswahl.
Öffnungszeiten: Montag bis
Samstag 11–23 Uhr, feiertags geschlossen.
Am 24. Dezember bis
18 Uhr geöffnet!
NAUTILUS
FISCHRESTAURANT
83 Punkte im Falstaff
Restaurantguide 2019
Am Naschmarkt 673, 1040 Wien
T: +43 660 7766633
nautilus-fischrestaurant.at
208 falstaff jul–aug 2019
95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte
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VORARLBERG
DOGANA
»Vom Augenschmaus zur Gaumenfreude«,
heißt die Devise des himmelblauen
Hauses im Herzen der Feldkircher
Altstadt und direkt zu Füßen der
Schattenburg. Modern und edel zeigt
sich das Ambiente hinter der historischen
Fassade, in der seit nunmehr
40 Jahren Familie Gallaun und ihre
Mitarbeiter um das Wohl der Gäste
bemüht sind. Als Familienbetrieb in
dritter Generation lebt das »Dogana«
echte Vorarlberger Gastfreundschaft
vor. Regionale Produzenten, Partner
und Lieferanten sind für das Erfolgskonzept
unumgänglich. Unter dem
Leitspruch »Innovation durch Tradition«
sind auch seit geraumer Zeit
neue Projekte und Konzepte in Planung.
Die Gallauns und das »Dogana«-Team
freuen sich schon, diese
mit ihren Gästen zu teilen.
DOGANA
85 Punkte im Falstaff
Restaurantguide 2019
Neustadt 20, 6800 Feldkirch
T: +43 5522 75126
dogana@dogana.com
dogana.com
VORARLBERG
DIE NATUR IST
DER ARCHITEKT
UNSERER KÜCHE
Was Thorsten Probost, Patron der
Kulinarik, und Küchenchef Dominic
Baumann in der Edelstube des Resorts
zaubern, ist schlicht genial.
Die Kreationen aus Oberlecher
Kräutern und hochwertigen regionalen
Produkten begeistern die
Gäste mit täglich neuen Überraschungsmenüs
in Abstimmung
mit deren persönlichen Vorlieben.
»Ausnahmekoch Thorsten Probost
bleibt der kreative Maßstab, wenn
es um heimische Produkt- und Aromenvielfalt
geht. Mit einer Wahnsinnsweinkarte
im Background ein
echtes Erlebnis«, so die Bewertung
im Falstaff Restaurantguide.
GRIGGELER STUBA
97 Punkte im Falstaff
Restaurantguide 2019
Oberlech 568, 6764 Lech am Arlberg
T: +43 5583 3140
Winter: So–Fr 19–21.30 Uhr
Sommer: variabel
burgvitalresort.com
Fotos: beigestellt
© Michaela Seidl
TIROL
GENUSS AUF
HÖCHSTEM NIVEAU
Der »Kaiserhof Ellmau« ist eines
von Österreichs führenden Gourmet
hotels. Konzipiert als Kontrapunkt
zu herkömmlichem Gourmetvergnügen,
durchbricht Günter
Lampert mit seiner leichten, eleganten
Nuance überlebte Sichtweisen
und eröffnet Ausblicke in eine
neue Welt der kulinarischen Verführung.
Es ist eine Ein ladung, erst das
Unerwartete als Momentum der
Neugier zu begreifen, um dann staunend
höchsten Genuss zu erleben.
Im À-la-carte-Restaurant »Kulinarium«
trifft Grande Cuisine der Spitzenklasse
auf edles Ambiente. Der
vielfach ausgezeichnete Hausherr
und Küchenchef Günter Lampert
zaubert mit Meisterhand lukullische
Highlights der Extraklasse.
KULINARIUM IM
HOTEL KAISERHOF
93 Punkte im Falstaff
Restaurantguide 2019
Harmstätt 8, 6352 Ellmau
T: +43 5358 2022, F: DW 600
kaiserhof-ellmau.at
TIROL
MODERNE TIROLER
WIRTSHAUSKULTUR:
WILLKOMMEN IM
GASTHOF SCHOPPER!
Der »Gasthof Schopper« blickt auf
eine lange Tradition zurück und zählt
zu den beliebtesten Restaurants im
Tiroler Unterland. Bernhard Kammerlander
und sein Team setzen auf
lokale und frische Produkte in bester
Qualität. Die Zutaten stammen von
heimischen Lieferanten und Bauern.
Denn nur aus guten und wertvollen
Produkten können traumhafte Gerichte
ent stehen. Auch Weinliebhaber
werden fündig, nicht umsonst
wurde der »Gasthof Schopper« 2017
zum Tiroler »Weinwirt des Jahres«
gekürt. Ein großer Speisesaal, zwei
gemüt lichen Stuben, eine herrliche
große Terrasse und neun modern
aus gestattete Zimmer laden zu einer
kleinen Auszeit in Breitenbach ein.
RESTAURANT SCHOPPER
86 Punkte im Falstaff
Restaurantguide 2019
Ausserdorf 2, 6252 Breitenbach
T: +43 5338 8179
schopper.breitenbach.at
95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte
jul–aug 2019 falstaff 209
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promotion / GASTRONOMIE
Küchenchef
Thomas Pugel
interpretiert die
pannonische
Küche neu.
BURGENLAND
FOSSIL – GEHOBENE
KÜCHE IM REVITALI-
SIERTEN WEINKELLER
Direkt am historischen Kellerplatz
von Purbach befindet sich das Restaurant
»Fossil« von Küchenchef
Thomas Pugel. Im Muschelkalkgewölbe
verzaubert der Haubenkoch
seine Gäste mit einer Neuinterpretation
von Klassikern der pannonischen
sowie österreichischen Küche.
Besonderen Wert legt er dabei
auf beste Zutaten. Fisch vom Neusiedler
See und Wildkräuter vom
Leithagebirge sind nur einige Highlights
des Konzepts namens »Vom
See zum Berg«, das das Restaurant
»Fossil« zu einer der Top-Adressen
am Neusiedler See macht.
Rechtzeitige Reservierung empfohlen.
In den Sommer monaten Oleander-Gastgarten
mit mediterranem
Flair!
RESTAURANT FOSSIL
87 Punkte im Falstaff
Restaurantguide 2019
Kellergasse 6K, 7083 Purbach
T: +43 2683 21025
restaurant-fossil.at
KÄRNTEN
DIREKT AM WÖRTHER-
SEE – CASUAL FINE
DINING @JILLY_BEACH
Direkt am Wasser erwartet Sie
im »JILLY_BEACH« Casual Fine
Dining auf höchstem Kulinarik-
Niveau. Im modernen Design einer
einzigartigen Location genießen Sie
perfekt zubereitete Zutaten in entspannter
Atmosphäre. Die mediterrane
Küche gepaart mit saisonalen
Gerichten führt Sie in eine kulinarische
Zauberwelt. Egal ob Geschäftsessen,
private Veranstaltungen,
Workshops oder Hochzeiten –
das »JILLY_BEACH« ist der ideale
Ort. Der Bereich »BRÜCKE« ist nur
von niedrigen Glaswänden zum See
hin begrenzt. Der erste Stock ist
rundum verglast – luftig im Hochsommer
und kuschelig warm für
die seltenen Regentagen am See.
JILLY_BEACH
87 Punkte im Falstaff
Restaurantguide 2019
Alfredweg 5–7
9210 Pörtschach am Wörthersee
T: +43 4272 23 91
jilly.at, gastronomie@jilly.at
Gz
Gut
zu Gast
Feine Küche, guter Service, tolles Weinangebot,
komfortables Wohnen sowie attraktive saisonale Angebote
und kulinarische Veranstaltungen: Die Restaurants,
Hotels und Betriebe in dieser Rubrik werden bestimmt
auch Sie überzeugen.
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210
falstaff jul–aug 2019
95–100 Punkte 90–94 Punkte 85–89 Punkte 80–84 Punkte
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SALZBURG/MATTSEE
SCHLOSSHOTEL
IGLHAUSER AM SEE
Das Festspielhaus am See bietet
Festspielküche bis zwei Uhr früh! Im
»Glaspalast am See« kann man in
neuen Traumsuiten logieren, Feste
feiern, Firmenevents veranstalten
und die hervor ragende Küche genießen.
Der »Iglhauser« verarbeitet
ausschließlich Naturprodukte: das
Bes te aus Wald, Feld und Flur, aus
den Stallungen des Nachbar bauern
und dem hauseigenen Fischwasser.
Das gewisse Bodenständige, Gemütliche
und Leichtfüßige spiegelt
sich auch in der Einrichtung der Zimmer
und Suiten wider. Man lebt in
dieser ehemaligen Schlossbrauerei
zwischen massiven mittelalterlichen
Mau ern, deren Bausubstanz
noch von einem im Jahr 1200
errichteten Fronhaus stammt.
IGLHAUSERS
SCHLOSSHOTEL
Schlossbergweg 4, 5163 Mattsee
T: +43 6217 5205
F: +43 6217 520533
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Potpourri
Nur das Beste für Genießer!
Falstaff gibt Ihnen hier einen Überblick
über aktuelle Top-Produkte
höchster Qualität sowie
Einkaufs- und Eventtipps.
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tasting / PINOT GRIGIO TROPHY
DOLCE VITA
IM GLAS
Pinot Grigio ist ein italienischer Exportschlager. Erzeugt wird der duftige, vollmundige Weißwein
vorwiegend in den norditalienischen Regionen Venetien, Friaul, Trentino und Südtirol.
TEXT OTHMAR KIEM NOTIZEN OTHMAR KIEM, SIMON STAFFLER
Fotos: beigestellt
Fotos: Shutterstock, beigestellt
212 falstaff jul–aug 2019
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Fotos: Shutterstock, beigestellt
Fotos: beigestellt
PLATZ
NALS MARGREID
PUNGGL PINOT GRIGIO SÜDTIROL
DOC 2017
Floral-fruchtige Nase nach
Rosen, Ananas und Banane.
P
inot Grigio ist ein Wein mit
vielen Gesichtern und vielen Namen.
In Frankreich heißt die
Traube Pinot Gris, in Deutschland
und Österreich ist sie als
Ruländer oder auch als Grauburgunder bekannt.
In Italien eben als Pinot Grigio.
Das Besondere an Pinot Grigio ist die Farbe
der Beeren, die nicht grün oder gelb, sondern
rötlich-blau bis grau sind. Bei Laien kann das
im Weinberg schon mal zu Verwechslungen
mit roten Traubensorten führen. Die Traube
ist ein guter Zuckersammler, die Weine hatten
daher stets etwas höheren Alkoholgehalt, waren
dadurch aber mitunter auch zu füllig und
recht behäbig. In den 1980er-Jahren entstand
in Venetien eine neue Stilistik. Um mehr Frische
zu erhalten, wurden die Trauben früher
gelesen und der Most gleich nach der Pressung
von jedem rötlichen Farbanteil befreit.
Frisch und duftig wurde er zum Inbegriff des
italienischen Weißweins und zuerst in den
USA und Großbritannien, schließlich auch in
Deutschland zu einem regelrechten Verkaufsschlager.
Italien erzeugt heute 40 Prozent des
Pinot Grigio weltweit. Konzen triert ist der
Anbau in den nordöstlichen Regionen Venetien,
Friaul, Trentino und Südtirol. Unter der
Bezeichnung »Pinot Grigio delle Venezie«
wurde 2018 eine neue Bezeichnung für alle
Pinot-Grigio-Weine aus Venetien, Friaul und
dem Trentino geschaffen.
Nals Margreid ist eine erfolgreiche Südtiroler
Winzergenossenschaft, deren Weinbauern
Lagen von Meran bis an die Grenze zum
Trentino bei Salurn bearbeiten. In der Lage
Punggl bei Margreid stehen die besten Pinot-
Grigio-Stöcke, über 80 Jahre alte Reben.
Der Wein wird für acht Monate im großen
Holzfass ausgebaut und erhält dadurch Geschmeidigkeit
und Fülle. Der Pinot Grigio
Punggl von Nals Margreid belegte den ersten
Platz in unserer Verkostung. Gleich dahinter
folgt ein Wein aus dem Friaul, der
Gris von Lis Neris. Alvaro Pecorari bewirtschaftet
sein Weingut in der Nähe von Gorizia
in fünfter Generation. Weißweine gedeihen
in diesem Gebiet hervorragend. Sein
Gris zeigt mustergültig, was alles in dieser
Sorte steckt. Der drittplatzierte Wein kommt
aus dem Trentino, der Rulendis von Cavit,
der wichtigsten Winzergenossenschaft der
Region. Die Trauben stammen aus Höhenlagen
von 400 bis 600 Metern. Der Ausbau
im Stahltank verleiht dem Wein feinen Duft
und gute Spannung. >
Die Hügel Venetiens und
des Friaul sind bestes
Pinot-Grigio-Land.
jul–aug 2019
falstaff
213
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tasting / PINOT GRIGIO TROPHY
93
LEGENDE
•
Weißwein, trocken
95 – 100 Klassiker
93 – 94 ausgezeichnet
91 – 92 exzellent
88 – 90 sehr gut
85 – 87 empfehlenswert
DIAM
NK
Verschluss aus
gepresstem
Korkgranulat
Naturkork
1. Platz
•
Punggl Pinot Grigio Südtirol DOC
2017, Nals Margreid
14 Vol.-%, NK, extratrocken. Intensives,
strahlendes Strohgelb. Offenherzige
und floreal-fruchtige Nase nach frischen
weißen Rosen, Ananas, Banane, zartem
Feuerstein, leichtem Wachs, vielschichtig.
Am Gaumen mineralisch und satt,
zeigt tänzelndes Spiel auf der Zunge,
kompakter und zielstrebiger Körper,
voller Trunk, spannungsvoll.
kellerei.it, € 17,75
•
Praepositus Pinot Grigio Südtirol
DOC 2018, Stiftskellerei Neustift
14 Vol.-%, NK, extratrocken. Leuchtendes,
strahlend-intensives Grüngelb. Elegante
und satte Nase nach reifem Pfirsich, dann
Mirabellen, etwas Vanille, satte Birne. Am
Gaumen sehr dicht und voller Schmelz,
breitet sich cremig über die Zunge, großer
Körper, druckvoll und lang.
Meraner, Innsbruck; Palorino, Neumarkt;
Sacripanti, Wettingen, € 16,10
•
Unterebner Pinot Grigio Südtirol
DOC 2017, Kellerei Tramin
14 Vol.-%, NK. Helles, brillantes Strohgelb.
Gelbfruchtige und einladende Nase nach
Kamille, Wiesenkräutern, dann satte gelbe
Frucht, zarte Mineralität, im Nachhall
etwas Karamell und Bienenwaben. Satt
und ausgewogen am Gaumen, zeigt kühlen
Körper mit ansprechendem Honig im
Mittelteil, saftig und klar, zieht sich lange
über die Zunge, druckvoll im Finale.
Fischer & Trezza, Stuttgart; Cultivino,
Liebefeld, € 25,–
92
•
Hill Pinot Grigio Südtirol DOC 2018
Nals Margreid
14,2 Vol.-%, DIAM. Helles, leuchtendes
Strohgelb. Offenherzige und einladende
Nase nach Pfirsich und Banane, reifer
Birne, weißen Rosen, auch nach weißer
Schokolade. Am Gaumen elegante Säure
mit feinem Schmelz, öffnet sich knackig
und saftig, spannt ein schönes Kleid auf,
tolle Geradlinigkeit und Länge.
kellerei.it, € 10,75
•
15 Pinot Grigio Südtirol DOC 2018
Castelfeder
13,5 Vol.-%, DIAM. Strahlendes, helles Zitronengelb
mit leicht hellrosa Touch. In
der Nase nach Feuerstein und zitronigen
Nuancen, muss belüftet werden. Am
Gaumen sehr frisch, öffnet sich auf eleganten
Noten von Pink Grapefruit, saftig
und salzig, mit Biss, im Finale durch
mittlere Struktur unterstützt.
castelfeder.it
€ 10,90
•
Anger Pinot Grigio Südtirol DOC
2018, Kellerei St. Michael-Eppan
14 Vol.-%, DIAM. Helles, leuchtendes
Strohgelb. In der Nase nach gelben
Früchten, satte Birne und Banane, etwas
Apfel, im Nachhall dezente Würze. Ausgewogen
und stimmig, am Gaumen getragen
von feinem Schmelz, öffnet sich auf
fruchtigem Kern, feines, langes Finale.
Gottardi, Innsbruck; Wagner, Laakirchen;
Susanne Herold, Burgkunstadt
€ 11,70
•
Pinot Grigio Südtirol DOC 2018
Castel Sallegg
14 Vol.-%, NK. Helles Goldgelb. Intensive
und fruchtig-würzige Nase nach reifer
Grapefruit und Zitrone, etwas Limette,
dann zarter Feuerstein und weißer Pfeffer.
Am Gaumen ausgewogen und klar,
zeigt leichten Schmelz mit griffiger Säure,
breitet sich gut aus, im hinteren Teil
cremig mit langem Abgang. Bevanda,
Dornbirn; Nagel & Hoffbaur, Aachen;
Vino Donino, Kempen; Lisas Lieblingsweine,
Gebenstorf; Florians Weine,
Savognin, € 12,–
•
Colle Ara Pinot Grigio Valdadige
Terradeiforti DOC 2018, Albino Armani
13 Vol.-%, DIAM, extratrocken. Hellstes
Lachsrosa mit brillantem Touch. Komplexe
und vielschichtige Nase nach jungem
Pfirsich, weißen Rosen, Salz, etwas Feuerstein,
dann versteckte Waldbeeren und
Banane. Im Trunk sehr ausgewogen und
cremig, breitet sich samtig über die Zunge
aus, elegant, zeigt gute Struktur, im
Finale zarter Druck mit langem Abgang.
Rieger Weine, Salzburg; Dettling &
Marmot, Dietlikon; Raffele Giordano,
Münster, € 14,–
•
Turmhof Pinot Grigio Südtirol DOC
2017, Weingut Tiefenbrunner
13,5 Vol.-%, DIAM. Intensives, satt leuch-
In den Weinbergen im Nordosten
Italiens findet Pinot Grigio
ideale Voraussetzungen.
2. Platz
•
Gris Pinot Grigio Friuli Isonzo DOC
2017, Lis Neris
13,5 Vol.-%, DIAM. Intensives Strohgelb
mit goldenen Reflexen. Einprägsame
Nase nach Pfirsichkompott, dann saftige
Birne, im Hintergrund etwas Gewürznelke,
Feuerstein. Breitet sich am Gaumen
satt aus, viel reife gelbe Frucht, dazu
salzig und mit guter Spannung, sehr
langer Nachhall.
lisneris.it, € 22,50
3. Platz
•
Rulendis Pinot Grigio Trentino
Superiore DOC 2017, Cavit
13 Vol.-%, DIAM. Leuchtendes Strohgelb.
Intensive und duftende Nase nach weißen
Blüten, grünem Apfel, zarter Bienenwabe,
dann kandierte Zitronenzeste, Blutorange,
Ananas. Am Gaumen ausgewogen
und tänzelnd, getragen von spannendem
Säurenerv, kristallin-alpin mit viel
Energie, pfeilspitz mit langem Nachhall.
Meraner, Innsbruck; Saffer, München;
Borgovecchio, Balerna, € 11,–
Fotos: beigestellt Shutterstock, beigestellt
214 falstaff jul–aug 2019
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Fotos: beigestellt Shutterstock, beigestellt
PLATZ
LIS NERIS
GRIS PINOT GRIGIO FRIULI
ISONZO DOC 2017
Reife gelbe Frucht, salzig
und mit guter Spannung.
tendes Strohgelb. Offenherzige und knackige
Nase nach kandierter Zitrone, grüner
Apfel, etwas Birne, weiße Blüten, zarter
Rauch. Am Gaumen sehr harmonisch
mit ausgeprägtem Säure-Frucht-Spiel,
saftig im Trunk, gute Länge mit leicht
salzigem Finale.
Meraner, Innsbruck; Global Wine,
Zürich, € 14,–
•
Pinot Grigio Riserva Trentino DOC
2017, Castel Firmian
13 Vol.-%, DIAM, extratrocken. Intensives,
strahlendes Goldgelb. Duftet in der Nase
feinwürzig, offenherzig, nach weißen Rosen,
kandierter Ananas, Zitrone, dann zarter
Rauch, Blutorange. Zeigt im Mund
satte Creme, breitet sich spannungsvoll
aus, leicht salzig, feingliedriges und ausgewogenes
Spiel, in sich stimmig und
harmonisch in Ansatz und Verlauf.
Morandell, Wörgl; CWD, Hamburg;
Wedl, Innsbruck; South Wines, Orbe
€ 15,–
•
Grauburgunder Pinot Grigio
Südtirol DOC 2017, Wassererhof
13 Vol.-%, NK. Helles Goldgelb. Eröffnet
sich in der Nase zunächst rauchig und
von edler Holzwürze geprägt, dann Salzzitrone
und kandierte gelbe Früchte, hat
was Mineralisches, vielschichtig. Am Gaumen
geschmeidig und rund, öffnet sich
prächtig und edel, nimmt den Mund voll
ein, gekonnter Holzeinsatz mit keckem
Spiel im Nachhall.
wassererhof.com, € 15,50
•
BIO Porer Pinot Grigio Südtirol
DOC 2017, Weingut Alois Lageder
12,5 Vol.-%, NK, extratrocken. Leuchtendes,
helles Goldgelb mit leicht rosafarbenem
Stich. In der Nase deutliche Zitrusfrucht,
zarter Essig, im Nachhall nach
Klebstoff, öffnet sich nur sehr langsam
auf gelbfruchtigen Tönen. Am Gaumen
frisch und saftig, knackig, spannt sich
leichtfüßig über die Zunge, trinkt sich
fein, kristallin bis ins Finale, ein Querschläger.
Morandell, Wörgl; Wagner,
Laakirchen; Bindella, Zürich; Vinothek
Oberding, Oberding, € 16,–
•
Pinot Grigio Collio DOC 2018, Tiare
13,5 Vol.-%, DIAM. Leuchtendes Strohgelb.
Einladende, saftig wirkende Nase, nach
Zitrone und Orange, hat leichte weiße
Blüten im Nachhall. Am Gaumen ausgewogen
und mit feinem Schmelz, zeigt
eleganten Pfirsich, geschmeidig, spannt
sich schön auf, langes und sattes Finale.
Kastner, Wien; Grottoria Weine AG,
Kreuzlingen; Belvino AG, Silvaplana
€ 19,50
•
St. Valentin Pinot Grigio Südtirol
DOC 2017, Kellerei St. Michael-Eppan
14 Vol.-%, NK. Leuchtendes, helles Strohgelb
mit funkelndem Kern. Öffnet sich in
PLATZ
CAVIT
RULENDIS PINOT GRIGIO TRENTINO
SUPERIORE DOC 2017
Grüner Apfel, Bienenwabe,
kandierte Zitronenzeste.
der Nase zunächst auf zarten rauchigen
Noten, dann feine Holzwürze, satte Banane,
weißer Pfirsich, kandierte Zitrone,
braucht Luft. Spannt einen schönen Bogen
am Gaumen, cremig in Ansatz und
Verlauf, körperreich, im mittleren Teil
ausgewogen und satt, im Finale druckvoll
und mit Noten nach Karamell.
Gottardi, Innsbruck; Wagner, Laakirchen;
Susanne Herold, Burgkunstadt
€ 22,70
•
Giatl Pinot Grigio Riserva Südtirol
DOC 2017, Weingut Peter Zemmer
14,5 Vol.-%, NK. Leuchtend-strahlendes
Goldgelb. In der Nase einladend und satt,
sahnige Töne folgend auf gelbe Früchte,
ein Hint Safran, Butter, leichter Feuerstein.
Am Gaumen sehr satt und füllig
mit gut eingebundenem Holz, öffnet sich
breit und sahnig, cremig, sanfter Druck,
sehr langer Abgang.
Pellegrini GmbH, Landau; Riegger AG,
Birrhard; Weinturm, Linz, € 28,90
•
Giatl Pinot Grigio Riserva Südtirol
DOC 2016, Weingut Peter Zemmer
14,5 Vol.-%, NK. Leuchtend-strahlendes
Goldgelb. In der Nase zunächst nach kandierter
Ananas, gelbe Früchte, Mango,
weißer Pfirsich, Salzzitrone. Am Gaumen
rund und klar, zeigt eleganten Schmelz
mit gut eingebautem Holzeinsatz,
schmiegt sich toll an die Zunge, druckvoll
und satt im Finale.
Pellegrini GmbH, Landau; Riegger AG,
Birrhard; Weinturm, Linz, € 28,90
•
Pinot Grigio Ramato Metodo
Solera IGT, Specogna
13,5 Vol.-%, NK, extratrocken. Intensives,
strahlendes Hellorange. In der Nase nach
Harz, Datteln, Orangenzesten, Hagebuttentee,
Malz. Am Gaumen sehr satt, breitet
sich auf Noten von Früchtetee aus,
stimmig und rund, saftig mit gewisser
Salzigkeit, in seiner Art und Weise harmonisch.
Etwas für Liebhaber.
Hawesko, Tornesch; Scala Vini,
Leissingen; Herwig Ertl, Kötschach-
Mauthen, € 40,–
•
Toy Pinot Grigio Collio DOC 2018
Castello di Spessa
13,5 Vol.-%, NK, extratrocken. Helles Kupfer.
In der Nase nach kandierten Orangen,
Chinarinde, feinwürzig, Pfeffer, etwas Marille,
leichter Klebstoff. Am Gaumen ausgewogen
und stimmig, breitet sich schön
aus, saftig und zupackend, gute Länge
mit feinwürzigem Finale.
castellodispessa.it, Preis: k. A.
Weitere aktuell
verkostete Pinot Grigio unter
falstaff.com/pinot-grigio
jul–aug 2019
falstaff
215
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tasting / GRÜNER VELTLINER GRAND PRIX 2019
GRÜNER
VELTLINER
FRISCHENGRUBER
1. PLATZ
2019
GRÜNER
VELTLINER
FAMILIE VEIT
3. PLATZ
2019
GRÜNER
VELTLINER
URBAN
2. PLATZ
2019
216
falstaff jul–aug 2019
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GRÜNER
VELTLINER
GR AND PRIX
Den Grünen Veltliner in seiner klassischen Form zu präsentieren
ist Aufgabe des Falstaff Grüner Veltliner Grand Prix:
Dieses Jahr fand der Traditionsbewerb zum 25. Mal statt.
TEXT PETER MOSER
Fotos: Lukas Kutschera, beigestellt
D
ank der langjährigen Kooperation
mit den Partnern Niederösterreichische
Versicherung
und Landwirtschaftskammer
Niederösterreich
konnte Falstaff dieses Jahr
zum nunmehr 25. Mal die besten Grünen
Veltliner des Landes in Blindprobe auszeichnen.
Im Jahr 1994 – also vor 25 Jahren –
durfte sich erstmals ein Winzer über den
Grand-Prix-Sieg freuen. Es war damals übrigens
kein Geringerer als Franz Hirtzberger
aus Spitz mit dem Honivogl Smaragd 1993.
Die Aussagekraft des Bewerbs wird allein
schon von der Vielzahl der Kandidaten unterstrichen,
die sich um den Titel eines »Falstaff
Grand Prix Siegers« 2019 beworben haben.
Und weil das Jahr der »niederösterreichischen
Nationalsorte« sehr entgegengekommen
ist, war die Menge und Qualität diesmal
auch besonders hoch. In den Grunddurchgängen
waren nicht weniger als 1017 Weine
angetreten, die den Weg der NÖ-Wein-Prämierung
durchliefen und der Kategorie für
den Grünen Veltliner Grand Prix entsprachen.
Dafür darf der Alkoholgehalt die Grenze
von 13 Volumenprozent nicht übersteigen
und maximal 4 Gramm Restzucker aufweisen
– diese Werte werden mittels amtlichem
Prüfzeugnis belegt. Insgesamt waren heuer
für NÖ-Wein-Prämierung 1759 Weine der
Sorte Grüner Veltliner eingereicht, was die
enorme Bedeutung unterstreicht. Neben den
technischen Voraussetzungen müssen die
Weine dem stilistischen Vorbild eines klassischen
Grünen Veltliners so nahe kommen wie
möglich. Denn gesucht ist nicht nur guter
Wein, sondern ein optimaler Sortenausdruck.
Gefragt sind Würze und straffe Textur, gute
Frucht und eingebundene Säure. Für die Jubiläumsausgabe
des Grand Prix verkostete eine
Fachjury in Blindprobe und ermittelte so die
drei diesjährigen Preisträger.
LEGENDE
DV
KK
NK
VL
Drehverschluss
Kunststoffkork
Naturkork
VinoLok
ausgezeichnet
exzellent
sehr gut
gut
empfehlenswert
ordentlich mit kleinen
Einschränkungen
noch trinkbar
1. Grand-Prix-Sieger 2019
•
2018 Federspiel
Ried Frauenweingärten
Weingut Georg Frischengruber, Rossatz, Wachau
12,5 Vol.-%, DV, mittleres Gelbgrün, Silberreflexe. Reife
Ananas, zart nach Papaya, einladende Tropenfrucht,
Nuancen von Honigmelone, feine Kräuterwürze unterlegt.
Saftig, feine Apfelfrucht, dezente Süße, finessenreiche
Struktur, salzig-mineralischer Touch im Abgang,
harmonisch und gut anhaltend.
frischengruber.at, € 9,–
2. Grand-Prix-Sieger 2019
•
2018 Urban Days
Weingut Urban, Wullersdorf, Weinviertel
12,3 Vol.-%, DV, helles Gelbgrün, Silberreflexe. Feine
gelbe Apfelfrucht, ein Hauch von reifer Mango, zart
nach Wiesenkräutern, angenehme Würze. Saftig, lebendig,
schwungvoller Stil, mineralisch-zitronig, reife Frucht
im Nachhall, bereits gut antrinkbar. Leichtfüßiger Stil.
weinbau-urban.com, Preis: k. A.
3. Grand-Prix-Sieger 2019
•
2018 Veit-liner
Weingut Veit, Ollersdorf, Weinviertel
12 Vol.-%, DV, helles Gelbgrün, Silberreflexe. Zarte Kräuterwürze,
ein Hauch von Apfel, Nuancen von Mango, mineralischer
Touch. Saftig, elegant, feine Fruchtsüße, dezente
Säurestruktur, harmonisch und gut anhaftend, ein
eleganter Speisenbegleiter mit Entwicklungspotenzial.
weingut-veit.at, Preis: k. A.
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tasting / GRÜNER VELTLINER GRAND PRIX 2019
2018 Der Ott® Feuersbrunn
Weingut Bernhard Ott
Feuersbrunn, Wagram
13 Vol.-%, DV. Mit einem Hauch von Blütenhonig
unterlegte Nuancen von Ananas,
frische Orangenzesten, einladendes
Bukett. Komplex, weiße Apfelfrucht, finessenreicher
Säurebogen, mineralischsalziger
Nachhall, bereits gut antrinkbar.
ott.at, € 19,50
2018 Exklusiv
Weingut Blaha
Röschitz, Weinviertel
13 Vol.-%, DV. Feine gelbe Tropenfrucht,
ein Hauch von Ananas und Mango, einladendes
Bukett mit floralen Aspekten.
Saftig, elegant, dezente Fruchtsüße, feiner
Säurebogen, ein Hauch von Honig im
Abgang, gute Länge, vielseitiger Speisenbegleiter.
weingut-blaha.at, Preis: k. A.
2018 Federspiel Ried Kaiserberg
Domäne Wachau, Dürnstein, Wachau
12,5 Vol.-%, DV. Zart nach frischen Orangenzesten,
ein Hauch von weißer Tropenfrucht,
Nuancen von Litschi, angenehme
Kräuterwürze. Saftig, elegant,
feine Fruchtsüße, gut integrierter Säurebogen,
gelber Apfel, mineralisch-salziger
Nachhall.
domaene-wachau.at, € 11,50
2018 Weinviertel DAC Groovee
Weingut Gschweicher
Röschitz, Weinviertel
12,5 Vol.-%, DV. Mit frischer Kräuterwürze
unterlegte feine gelbe Tropenfrucht,
etwas Mango, florale, einladende Nuancen.
Saftig, lebendige weiße Frucht,
frisch strukturiert, mineralischer
Abgang, zitroniger Touch im Rückgeschmack.
gschweicher.at, € 6,50
2018 Weinviertel DAC
KalkSteinBoden, Wine Reitmayer
Herrnbaumgarten, Weinviertel
12 Vol.-%, DV. Feiner gelber Apfel, zart
nach Marille, ein Hauch von Wiesenkräutern,
Limettenzesten im Hintergrund.
Weiße Frucht am Gaumen, feine Fruchtsüße,
lebendig strukturiert, zitronig-mineralisch,
verfügt über gute Länge und
Entwicklungspotenzial
wine-reitmayer.at, Preis: k. A.
2018 Classic
Weingut Jungmayr
Ebersbrunn, Weinviertel
12 Vol.-%, DV. Mit einem Hauch von Blütenhonig
und kandierten Orangenzesten
unterlegte Apfelfrucht, einladendes
Bukett. Saftig, frische Frucht, lebendig
strukturiert, salziger Abgang, ein harmonisch-animierender
Speisenbegleiter.
jungmayr.at, Preis: k. A.
2018 Federspiel Ried Axpoint
FJ Gritsch – Mauritiushof
Spitz an der Donau, Wachau
12,5 Vol.-%, DV. Feinwürzig unterlegte
gelbe Apfelfrucht, Nuancen von Mango,
zart nach Anis, mineralischer Touch.
Komplex, engmaschig, feine weiße Kernobstnuancen,
frischer Apfel, straffe
Säurestruktur, salziger Touch im Abgang,
gutes Potenzial. gritsch.at, € 13,–
2018 Federspiel Ried Kreuzberg
Weingut Erich und Brigitte Polz
Rossatz, Wachau
12,5 Vol.-%, DV. Zart nach Blütenhonig,
feine Würze, reife gelbe Fruchtnuancen.
Saftige Marillenfrucht, dezenter Säurebogen,
mineralischer Touch, zart nach
Honigmelone im Abgang, bietet unkompliziertes
Trinkvergnügen.
polzwachau.at, Preis: k. A.
2018 Kamptal DAC Kammern
Weingut Hirsch, Kammern, Kamptal
12,5 Vol.-%, DV. Reife Apfelnoten, ein
Hauch von Birne, etwas Passionsfrucht,
Kräuternuancen klingen an, mit Orangenzesten
unterlegt. Elegant, extraktsüß
nach Steinobst, saftige Struktur, balancierter
Säurebogen, bleibt gut haften,
vielseitig einsetzbar.
weingut-hirsch.at, € 12,50
2018 Kamptal DAC
Ried Strasser Hasel, Weingut Allram
Straß im Straßertale, Kamptal
12,5 Vol.-%, DV. Zarte gelbe Tropenfrucht,
etwas Honigmelone, ein Hauch von Kräuterwürze,
einladendes Bukett. Saftig, elegant,
balancierter Säurebogen, Maracuja
im Abgang, salzig im Nachhall, bereits
gut antrinkbar, vielseitig einsetzbar.
allram.at, € 9,50
2018 Klassik
Weinhof Schauerhuber
Stetteldorf am Wagram, Wagram
12,5 Vol.-%, DV. Mit frischen Wiesenkräutern
unterlegte feine Orangenzesten,
weiße Apfelfrucht, mineralischer Touch,
tabakige Noten. Komplex, saftig, feine
Fruchtsüße, finessenreich strukturiert,
elegant, zarter Blütenhonig im Nachhall,
zitroniger Touch im Rückgeschmack.
weinhof-schauerhuber.at, Preis: k. A.
2018 Kremstal DAC
Kremser Weinberge
Weingut Türk, Stratzing, Kremstal
12,5 Vol.-%, DV. Zart tabakig unterlegte
gelbe Tropenfrucht, dezenter Blütenhonig,
frische Wiesenkräuter. Saftig,
elegant, dezente Fruchtsüße, feine
Säurestruktur, weißer Apfel, salzige
Mineralität, vielseitiger Speisenbegleiter.
weinguttuerk.at, Preis: k. A.
2018 Kremstal DAC
Ried Kremser Kogl
Weingut Meinhard Forstreiter
Krems-Hollenburg, Kremstal
13 Vol.-%, DV. Zart nach Blütenhonig und
gelber Tropenfrucht, feine tabakige Wür-
WEINGUT GEORG FRISCHENGRUBER
Rossatz, Wachau, frischengruber.at
Die rechte Donauseite der Wachau mag heute noch nicht ganz so bekannt
sein wie ihr gegenüberliegendes Pendant, doch gerade das macht die dort
befindlichen Weingüter bisweilen zu richtigen Geheimtipps, wie das Weingut
von Georg Frischengruber, der eine Weinlinie zeigt, die man in aller
Ruhe von A bis Z durchprobieren sollte. Die Rieden Steiger, Kreuzberg,
Kirnberg und Goldberg sind im Hause Frischengruber das Herzstück, wo
man akribisch die unterschiedlichen Terroirs herausarbeitet.
ze, Nuancen von Anis, einladendes Bukett.
Saftig, elegante Textur, frischer Säurebogen,
mineralisch-salzig unterlegt, Limettentouch
im Nachhall, ein lebendiger
Sommerwein. forstreiter.at, € 7,50
2018 N° 11
Weingut Pass
Etzmannsdorf, Weinviertel
12,5 Vol.-%, DV. Zarte gelbe Tropenfrucht,
ein Hauch von Ananas, Blütenhonig, weißer
Pfirsch, einladendes Bukett. Saftig,
elegant, feinwürzige Textur, frischer Säurebogen,
weiße Frucht im Nachhall, feine
Fruchtsüße, ein eleganter Begleiter
bei Tisch. weingut-pass.at, Preis: k. A.
2018 Ried Bürsting
Weingut Hirtl, Poysdorf, Weinviertel
13 Vol.-%, DV. Feiner Blütenhonig, etwas
Guave und Golden Delicious, zarte Kräuternuancen.
Saftig, straff, eingebundene
Säurestruktur, extraktsüß nach weißem
Steinobst, mineralisch, elegantes Finish,
vielseitiger Speisenbegleiter.
weingut-hirtl.at, Preis: k. A.
2018 Ried Hundschupfen
Weingut Hagn, Mailberg, Weinviertel
13 Vol.-%, DV. Feiner gelber Apfelduft, ein
Hauch von Papaya, zart nach Blütenhonig,
florales, attraktives Bukett. Mittlere
Komplexität, saftig, elegant, extraktsüß
nach reifem Apfel, bleibt gut haften,
vielseitig einsetzbar.
hagn-weingut.at, € 8,20
2018 Weinviertel DAC Ried Altenberg,
Weingut Kurt und Beatrix Hummel,
Niederschleinz, Weinviertel
12,5 Vol.-%, DV. Zart floral unterlegte
gelbe Apfelfrucht, frische Orangenzesten,
Nuancen von Blütenhonig. Saftig,
elegant, feine Fruchtsüße, ausgewogen,
eingebundener Säurebogen, bleibt
haften, zarter Honig im Nachhall.
hummel-kurt.at, € 6,80
2018 Weinviertel DAC
Ried Johannesbergen
Weinbau K. u. K. Tagwerker
Herrenbaumgarten, Weinviertel
12,5 Vol.-%, DV. Etwas verhalten, zarte
gelbe Apfelfrucht, ein Hauch von Orangenzesten,
ein Hauch von Kräuterwürze.
Saftig, elegant, angenehme Extraktsüße,
dezenter Säurebogen, Noten von Marille.
weingut-tagwerker.at, Preis: k. A.
2018 Weinviertel DAC vom
Urgestein, Winzerhof Stift
Röschitz, Weinviertel
13 Vol.-%, DV. Feiner Blütenhonig unterlegt,
Mango, zart nach Wiesenkräutern,
Pfirsichtouch unterlegt, attraktives Bukett.
Saftig, elegant, balancierte Säurestruktur,
leichtfüßig, weiße Apfelfrucht
im Abgang, salzig im Nachhall.
winzerhof-stift.at, € 7,60
Fotos: beigestellt
218 falstaff jul–aug 2019
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Wahre Männer gehen
zur Prostatavorsorge.
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gelockerten Krawatte an
diesen wichtigen Termin.
Mitmachen,
ein Zeichen setzen
und vor allem:
hingehen.
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tasting / GRÜNER VELTLINER GRAND PRIX 2019
2018 Federspiel Ried Steinwand
Weingut Familie Schmelz
Joching, Wachau
12,5 Vol.-%, DV. Zart tabakig unterlegte
frische Nuancen von Ananasfrucht, ein
Hauch von Marille, mineralischer Touch.
Straff, engmaschige Textur, feine Fruchtsüße,
gelber Apfel, feine Säurestruktur,
bleibt gut haften, zarter Zitrustouch, mineralisch
im Abgang, ein schlanker Speisenbegleiter.
schmelzweine.at, € 9,30
2018 Federspiel Ried Süssenberg
Weingut Hutter Silberbichlerhof
Mautern an der Donau, Wachau
12,5 Vol.-%, DV. Zart tabakig, Nuancen
von Babybanane, frische Orangenzesten,
gelbe Tropenfrucht im Hintergrund. Saftig,
elegant, feine Fruchtsüße, frisch
strukturiert, gelber Apfel im Abgang,
mineralisch und anhaltend.
hutter-wachau.at, € 9,20
2018 FUNdament
Die Weinwurms –
Weingut Georg Weinwurm
Dobermannsdorf, Weinviertel
12 Vol.-%, DV. Ein Hauch von Wiesenkräutern,
zarte gelbe Fruchtanklänge, tabakige
Nuancen, Orangenzesten. Saftig, elegant,
zart nach Honigmelone, frischer
Säurebogen, bleibt haften, salziger
Touch, ein guter Speisenbegleiter.
weinwurms.at, Preis: k. A.
2018 Grüner Veltliner
Weingut Gerhard Markowitsch
Göttlesbrunn, Carnuntum
13 Vol.-%, DV. Zarte gelbe Tropenfrucht,
ein Hauch von Mango und Ananas, feine
Kräuterwürze, ein Hauch von Orangenzesten.
Mittlerer Körper, straff, feine weiße
Apfelfrucht, frisch strukturiert, bleibt
gut haften, leichtfüßig und vielseitig einsetzbar.
markowitsch.at, Preis: k. A.
2018 Kamptal DAC Ried Geppling
Weingut Buchegger, Droß, Kremstal
12,5 Vol.-%, DV. Gelber Apfel unterlegt
mit feiner Würze, etwas Orangenzesten,
ein Hauch von Maracuja, zart nach Melisse.
Saftig, salzig-mineralisch, feine Säurestruktur,
weiße Tropenfrucht im Abgang,
Zitrusnuancen im Nachhall, bereits
gut antrinkbar. buchegger.at, € 9,50
2018 Kamptal DAC Ried Stangl
Weingut Weixelbaum
Straß im Straßertale, Kamptal
13 Vol.-%, DV. Feine Wiesenkräuter unterlegen
gelben Apfel, zarte Orangenzesten,
etwas nach Mango und Melisse. Mittlerer
Körper, extraktsüß, eingebundener Säurebogen,
ein Hauch von Maracuja im Abgang,
bleibt gut haften, vielseitig einsetzbar.
vinoweix.at, € 7,50
WEINGUT URBAN
Wullersdorf, Weinviertel, weinbau-urban.com
Als Andreas Urban im Jahr 2002 den elterlichen Betrieb übernahm,
hatte er eine klare Vorstellung, wie seine Weine schmecken sollten. Auf
alle Fälle sollten sie die höchste Qualitätsstufe haben, die ein Jahrgang
zulässt. Jede Sorte soll sortentypisch, so wie die Natur sie uns schenkt,
in die Flasche gelangen. Auf 22 Hektar Rebfläche werden die Sorten
Grüner Veltliner, Riesling, Gelber Muskateller, Sauvignon Blanc, Roter
Traminer, Rivaner, Roesler, Pinot Noir, Zweigelt und Merlot gekeltert.
2018 Kamptal DAC
Ried Strasser Wechselberg
Weingut Birgit Eichinger
Straß im Straßertale, Kamptal
12,5 Vol.-%, DV. Feiner Duft nach Golden
Delicious, etwas Papaya, dunkle Mineralität,
Mandarinenzesten klingen an. Mittlere
Komplexität, saftig, feine Struktur,
Kräuterwürze, weißes Kernobst im Abgang,
salzig, bleibt gut haften, würzig.
weingut-eichinger.at, € 12,–
2018 Kamptal DAC Terrassen
Weingut Bründlmayer
Langenlois, Kamptal
12,5 Vol.-%, DV. Feine gelbe Tropenfrucht,
feinwürzig, ein Hauch von Wiesenkräutern,
etwas Mango. Saftig, straff, zart
nach Ananas, eingebundene Säurestruktur,
gelber Apfel im Nachhall, bleibt gut
haften, trinkanimierender Stil.
bruendlmayer.at, € 11,40
2018 Kremstal DAC Kaiserstiege
Weingut Hermann Moser
Rohrendorf, Kremstal
13 Vol.-%, DV. Mit frischen Wiesenkräutern
unterlegte gelbe Kernobstanklänge,
zart nach Honigmelone, feine tabakige
Nuancen, ein Hauch von Anis. Saftig, elegant,
feine Extraktsüße, integrierter Säurebogen,
ein Hauch von Honig im Abgang,
bleibt gut haften, verfügt über
Entwicklungspotenzial.
moser-hermann.at, Preis: k. A.
2018 Kremstal DAC Piri
Wein-Gut Nigl, Senftenberg, Kremstal
13 Vol.-%, DV. Feine Kräuterwürze, reife
Apfelfrucht, zart nach Ananas und Blütenhonig.
Saftig, elegant, feine Fruchtsüße,
integrierte Säurestruktur, salziger
Touch, bleibt haften, bereits gut entwickelt,
ein vielseitiger Speisenbegleiter.
weingutnigl.at, Preis: k. A.
2018 Kremstal DAC Point
Weingut Vorspannhof – Mayr
Dross, Kremstal
12,5 Vol.-%, DV. Frischer weißer Apfel, tabakige
Nuancen, ein Hauch von Wiesenkräutern,
frische Orangenzesten. Saftig,
elegant, frischer gelber Apfel, finessenreiche
Säurestruktur, bleibt gut haften,
mineralisch, mit gutem Reifepotenzial.
vorspannhof-mayr.at, € 7,50
2018 Kremstal DAC
Ried Gedersdorfer Reisenthal
Wein und Obsthof Haiderer
Theiss, Kremstal
12,5 Vol.-%, DV. Feine gelbe Kernobstnuancen,
ein Hauch von Apfel und frischen
Ringlotten, zart nach Wiesenkräutern, Noten
von Orangenzesten. Saftig, elegant,
angenehme Extraktsüße, feiner Säurebogen,
ein Hauch von frischen Birnen im
Nachhall, stoffiger Speisenbegleiter.
wein-obst-haiderer.at, Preis: k. A.
2018 Kremstal DAC Ried Neuberg
Weingut Müller, Krustetten, Kremstal
13 Vol.-%, DV. Anklänge von Blütenhonig
und gelber Tropenfrucht, zart nach Papaya,
einladendes Bukett. Saftig, gute
Komplexität, feine Fruchtsüße, harmonischer
Säurebogen, mineralisch, elegant,
bereits gut antrinkbar.
weingutmueller.at, Preis: k. A.
2018 Langenloiser Kamptal DAC
Weingut Fred Loimer
Langenlois, Kamptal
12,5 Vol.-%, DV. Feine gelbe Apfelfrucht,
ein Hauch von Wiesenkräutern, etwas
Blutorangenzesten. Saftig, elegant, gute
Säurestruktur, leicht salzig, Tropenfrucht
im Abgang, bleibt gut haften, guter
Speisenbegleiter.
loimer-shop.at, € 15,–
2018 Leicht
Weingut Ruttenstock
Röschitz, Weinviertel
11,5 Vol.-%, DV. Etwas verhalten, feine
Apfelfrucht, ein Hauch von Mango und
Blütenhonig. Saftig, feine Fruchtsüße,
angenehmer Säurebogen, zitronig, leichtfüßig
und doch anhaftend.
ruttenstock.at, Preis: k. A.
2018 Ried Galgenberg
Weingut Blaha, Röschitz, Weinviertel
13 Vol.-%, DV. Reife gelbe Apfelnuancen,
ein Hauch von Blütenhonig, mineralisch
unterlegt, feinwürziges Bukett. Saftig, etwas
Honigmelone, frischer Säurebogen,
extraktsüßer Abgang, ein eleganter Speisenbegleiter.
weingut-blaha.at, Preis: k. A.
2018 Ried Nussberg
Weinbau Mörwald
Feuersbrunn, Wagram
12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.
Frischer Apfel, zart nach Mandarinenzesten,
ein Hauch von Wiesenkräutern,
mineralischer Touch. Saftig, engmaschig,
weiße Kernobstnuancen, frisch
strukturiert, zitronig-mineralisch im Abgang,
salziger Nachhall.
weinbau-moerwald.com, Preis: k. A.
2018 Traisental DAC
Nussdorfer Obere Steigen
Weingut Markus Huber
Reichersdorf, Traisental
12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.
Mit frischen Wiesenkräutern
unterlegte gelbe Tropenfrucht, zart nach
Ananas und Mango, florale Nuancen, ein
Hauch von Marille. Gute Komplexität,
saftig, reife gelbe Apfelfrucht, lebendige
Säurestruktur, stoffig und gut anhaltend,
mineralisch, bereits zugänglich, verfügt
über Reifepotenzial.
weingut-huber.at, € 11,–
2018 Wagramlöss
Weingut Nimmervoll
Engelmannsbrunn, Wagram
13 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.
Einladender Duft nach gelbem
Apfel, etwas Blütenhonig, zart nach
Mango, feine Mandarinenzesten. Saftig,
elegant, facettenreiche Säurestruktur,
mineralisch-salzig, Pfirsichnoten im Abgang,
Zitrus im Nachhall, vielseitig einsetzbar.
nimmervoll.cc, € 9,50
2018 Weinviertel DAC
Puhwein, Mailberg, Weinviertel
12,8 Vol.-%, DV. Mittleres Grüngelb, Silberreflexe.
Zart nach Anis, reife gelbe
Apfelfrucht, feine tabakige Nuancen un-
Fotos: Martin Lifka Photography
220 falstaff jul–aug 2019
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tasting / GRÜNER VELTLINER GRAND PRIX 2018
terlegt. Am Gaumen saftig, gelbe Birnenfrucht,
zart nach Feigen, gut integrierter
Säurebogen, mineralisch im Abgang,
bleibt haften, balancierter Speisenbegleiter.
Preis: k. A.
2018 Weinviertel DAC Alte Reben
Weingut Dürnberg
Falkenstein, Weinviertel
12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.
Mit etwas Blütenhonig unterlegte
Mangonoten, zarte Würze, ein Hauch
von Melisse. Saftig, feine, balancierte
Säurestruktur, weiße Tropenfrucht im
Abgang, straff, bereits gut antrinkbar.
duernberg.at, € 9,50
2018 Weinviertel DAC Ausstich
Weingut Setzer
Hohenwarth, Weinviertel
12 Vol.-%, NK. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.
Feine gelbe Apfelfrucht, etwas
Melisse, ein Hauch von Ananas, Mandarinenzesten,
Wiesenkräuter unterlegt. Saftig,
elegant, eingebundene Säurestruktur,
weißer Pfirisch im Abgang, bereits
gut antrinkbar.
weingut-setzer.at, € 7,50
2018 Weinviertel DAC Classic
Weingut Heger, Poysdorf, Weinviertel
12,2 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.
Feine weiße Kernobstnuancen,
zart nach Mango, frische Orangenzesten,
tabakige Nuancen. Mittlerer Körper,
weiße Tropenfrucht, frisch strukturiert,
feine Frcuhtsüße im Abgang, bleibt
gut haften, ein facettenreicher Speisenbegleiter.
heger-weingut.at, Preis: k. A.
2018 Weinviertel DAC Classic
Anton Steineder
Maustrenk, Weinviertel
12 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.
Zarte Anklänge von Honigmelone,
ein Hauch von Mango, frische Wiesenkräuter,
Limettenzesten. Am Gaumen lebendig,
angenehme Fruchtsüße, zart
nach Ananas, zitroniger Touch, bleibt
haften, harmonischer Gesamteindruck.
steineder-wein.at, Preis: k. A.
2018 Weinviertel DAC Klassik
Weingut Ruttenstock
Röschitz, Weinviertel
12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.
Frische Nuancen von Golden-
Delicious-Apfel, mineralisch, zitroniger
Anklang, ein Hauch von Mandarinenzesten.
Mittlerer Körper, süße Textur, etwas
Ananas, dezenter Säurebogen, unkomplizierter
Speisenbegleiter.
ruttenstock.at, Preis: k. A.
2018 Weinviertel DAC Reserve
WeinGut Ehm, Zistersdorf
Weinviertel
13 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.
Feine Kräuterwürze, zart nach
WEINGUT VEIT
Ollersdorf, Weinviertel, weingut-veit.at
Im südlichen Weinviertel liegt der kleine Ort Ollersdorf, wo das Weingut
Veit schon seit Generationen verwurzelt ist. Günter Veit, der mit
seiner Frau Gerlinde und seinem Sohn Roland das Weingut bewirtschaftet,
kann auf die Erfahrung mehrerer Generationen zurückgreifen.
Mit dem Wissen der Gegenwart wird der Wein von heute gemacht.
Das Weingut verfügt über eine Weingartenfläche von ca. 12 Hektar,
wobei bei den Weißweinen der Grüne Veltliner die Leitsorte ist.
Mango, frischer Apfel, tabakige Nuancen.
Straff, engmaschig, angenehme Mineralität,
feine Fruchtsüße im Nachhall, bleibt
gut haften, verfügt über Reifepotenzial.
weingut-ehm.at, Preis: k. A.
2018 Weinviertel DAC
Ried Galgenberg, Weinhof Hannes
Edlinger, Röschitz, Weinviertel
13 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.
Zart nach Wiesenkräutern, feine
Mango-Birnenfrucht, tabakige Würze unterlegt.
Mittlerer Körper, weiße Apfelfrucht,
frischer Säurebogen, mineralischzitroniger
Touch, ein lebendiger Speisenwein.
edlinger-wein.at, Preis: k. A.
2018 Weinviertel DAC Ried Kirchberg
Weingut Hirtl
Poysdorf, Weinviertel
13 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.
Feine Wiesenkräuter, etwas weißer
Apfel, ein Hauch von Grapefruitzesten.
Mittlerer Körper, balancierte Säurestruktur,
leicht mineralisch, Kernobst im
Abgang, würzig im Nachhall, bereits gut
antrinkbar. weingut-hirtl.at, Preis: k. A.
2018 Weinviertel DAC
Ried Reipersberg, Weingut Ruttenstock,
Röschitz, Weinviertel
12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün. Feine
Kräuternuancen, etwas grüner Apfel,
zart nach Guave, Melisse unterlegt, einladendes
Bukett. Saftig, elegant, frische
Säurestruktur, gelbes Kernobst im Abgang,
extraktsüß im Nachhall, bereits gut
antrinkbar. ruttenstock.at, Preis: k. A.
flexe. Zart nach Blütenhonig, ein Hauch
von frischen Quitten, gelber Apfel, ein
Hauch von Akazienblüten. Saftig, weiße
Apfelfrucht, frisch strukturiert, mineralisch,
zitroniger Touch, gelbe Tropenfruchtaromen
im Nachhall, bereits gut
antrinkbar. wabererwein.at, € 7,–
2018 Weinviertel DAC
Ried Weißer Berg, Weingut Taubenschuss,
Poysdorf, Weinviertel
12,5 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.
Feine weiße Tropenfrucht, ein
Hauch von Apfel, zart nach Stachelbeeren,
feine Nuancen von Orangenzesten.
Saftig, frisch strukturiert, zitronig-mineralischer
Touch im Abgang, ein lebendiger
Speisenbegleiter.
taubenschuss.at, € 9,–
2018 Berg
Weingut Schulz, Dobermannsdorf
Weinviertel
12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.
Mit feinen Wiesenkräutern unterlegte
zarte Kernobstnuancen, gelber Apfel,
ein Hauch von Blütenhonig. Saftig, elegant,
feine Fruchtsüße, integrierter Säurebogen,
harmonisch und bereits gut antrinkbar.
weingut-schulz.at, Preis: k. A.
2018 Federspiel Peunt
Weingut Johann Donabaum
Spitz an der Donau, Wachau
12,6 Vol.-%, DV. Mittleres Grüngelb, Silberreflexe.
Einladende Nuancen von Ananas
und Marille, zart nach Blütenhonig, mit
frischen Wiesenkräutern unterlegt. Mittlerer
Körper, feine Fruchtsüße im Kern, dezente
Säurestruktur, etwas Honigmelone,
2018 Weinviertel DAC
Ried Schneiderberg, Weingut Waberer
Mistelbach, Weinviertel
12 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberrebietet
unkompliziertes Trinkvergnügen.
weingut-donabaum.at, € 11,–
2018 Federspiel Ried Steinporz
Weingut Hofstätter
Spitz an der Donau, Wachau
13 Vol.-%, DV. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.
Einladende gelbe Fruchtnuancen,
zart nach Wiesenkräutern, mineralischer
Touch, ein Hauch von Orangenzesten.
Saftig, gute Balance, feine Fruchtsüße,
harmonisch eingebundene Säurestruktur,
wirkt leichtfüßig, feiner Speisenbegleiter.
weingut-hofstaetter.at, € 9,–
2018 Federspiel Ried Weitenberg
Weingut Jäger
Weißenkirchen, Wachau
12,5 Vol.-%, DV. Helles Gelbgrün, Silberreflexe.
Zart rauchig-kräuterwürzig unterlegte
weiße Apfelfrucht, ein Hauch von
Orangenzesten, tabakiger Touch. Mittlerer
Körper, weißes Kernobst, frisch strukturiert,
zitronig-mineralischer Nachhall,
bietet unkompliziertes Trinkvergnügen.
weingut-jaeger.at, € 9,50
2018 Kamptal DAC
Winzerhof Sax, Langenlois, Kamptal
12,5 Vol.-%, DV. Ein Hauch von Lindenblättern
und Akazienhonig, reifer gelber
Apfel, tabakige Nuancen. Mittlerer Körper,
dezente Süße, reife Birnen, Honig im Rückgeschmack.
winzersax.at, Preis: k. A.
2018 Kamptal DAC Langenlois
Weingut Rudolf Rabl
Langenlois, Kamptal
12,5 Vol.-%, DV. Mit etwas Wiesenkräutern
unterlegte gelbe Apfelfrucht, ein
Hauch von weißem Steinobst, Limettenzesten.
Mittlerer Körper, saftig, eingebundene
Säurestruktur, gelbe Fruchtnuancen
im Abgang, bereits gut antrinkbar.
weingut-rabl.at, € 6,90
2018 Kamptal DAC Langenlois
Weingut Hiedler, Langenlois, Kamptal
12,5 Vol.-%, DV. Weiße Steinobstnuancen,
etwas Wiesenkräuter, zarte Apfelnoten,
tabakig, Melisse. Saftig, elegant, frischer
Säurebogen, straff, Apfel auch im Abgang,
mineralisch im Nachhall, bereits
gut antrinkbar. hiedler.at, € 10,–
2018 Kamptal DAC Langenlois
Weingut Jurtschitsch
Langenlois, Kamptal
12,5 Vol.-%, DV. Feine Tabakwürze unterlegt
gelben Apfel, ein Hauch von Ananas,
Wiesenkräuter und Mandarinenzesten
klingen an. Saftig, elegant, integrierter
Säurebogen, mineralisch, Tropenfruchtnoten
im Abgang, trinkanimierender Stil.
jurtschitsch.com, € 12,90
2018 Kamptal DAC Ried Heiligenstein,
Weingut Baumgartner
Gobelsburg, Kamptal
Fotos: beigestellt
222 falstaff jul–aug 2019
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Fotos: beigestellt
12,5 Vol.-%, DV. Frische Kräuterwürze,
mit dunkler Mineralität unterlegte feine
Apfelfrucht, zart nach Orangenzesten.
Komplex, straff, engmaschiger Stil, feiner
Säurebogen, salzig-würziger Nachhall.
baumgartner-weine.at, Preis: k. A.
2018 Kamptal DAC Ried
Kirchgraben, Weingut Karl Haimerl
Gobelsburg, Kamptal
12,5 Vol.-%, DV. Zart nach Wiesenkräutern,
ein Hauch von frischer Birne und gelbem
Apfel, tabakige Nuancen. Mittlere Komplexität,
dunkle Würze, eingebundene
Säurestruktur, weißer Apfel und etwas Zitrus
im Abgang. haimerl.at, € 6,50
2018 Kamptal DAC Ried Wechselberg,
Weingut Johann Topf
Straß im Straßertale, Kamptal
12,5 Vol.-%, DV. Dezente Kräuterwürze,
ein Hauch von gelbem Apfel, etwas tabakig,
feine Zitrusnuancen, dunkle Mineralität.
Mittlerer Körper, saftig, elegant,
weißes Kernobst im Abgang, balancierte
Säuresturktur, trinkanimierender Stil.
weingut-topf.at, € 12,20
2018 Klassik
Weingut Josef Fritz
Zaußenberg, Wagram
13 Vol.-%, DV. Einladende gelbe Fruchtnuancen,
ein Hauch von Apfel und Ananas,
zart nach Orangenzesten, facettenreiches
Bukett. Mittlerer Körper, feine
Fruchtsüße, dezenter Säurebogen, mineralischer
Abgang, bereits gut antrinkbar.
weingut-fritz.at, € 5,–
2018 Kremstal DAC
Weingut Stadt Krems,
Krems, Kremstal
12,5 Vol.-%, DV. Feine Nuancen von Wiesenkräutern,
ein Hauch von gelbem Apfel
und Orangenzesten, mineralisch unterlegt.
Mittlerer Körper, weiße Kernobstnuancen,
frisch strukturiert,
feine Fruchtsüße, ein leichtfüßiger
Speisenbegleiter.
weingutstadtkrems.at, € 8,90
2018 Kremstal DAC Furth
Weingut Stift Göttweig
Furth bei Göttweig, Kremstal
12,5 Vol.-%, DV. Zart floral unterlegte frische
Apfelfrucht, ein Hauch von Wiesenkräutern,
nussiger Touch. Saftig, elegant,
reife Frucht, dezente Extraktsüße, feiner
Säurebogen, harmonisch und gut anhaftend,
zeigt Länge, ein Hauch von Blütenhonig
im Nachhall, bereits zugänglich.
weingutstiftgoettweig.at, € 10,90
2018 Kremstal DAC Ried Höhlgraben,
Weingut Josef Edlinger
Furth/Palt, Kremstal
12,9 Vol.-%, DV. Frische Wiesenkräuter,
ein Hauch von gelber Tropenfrucht, zart
nach Blütenhonig, einladende Aromatik.
Saftig, gute Komplexität, reifer gelber
Apfel, zart nach Birne, integrierter Säurebogen,
feine Mineralität im Nachhall.
edlingerwein.at, € 6,–
2018 Kremstal DAC
Ried Kremser Frauengrund
Winzerhof Familie Dockner
Höbenbach, Kremstal
12,8 Vol.-%, DV. Zart nach Apfel und Blütenhonig,
dezente Nuancen von Wiesenkräutern,
Steinobst und Ananas unterlegt.
Mittlerer Körper, weißer Apfel, frischer
Säurebogen, zarte Fruchtsüße im
Abgang, ein vielseitiger, unkomplizierter
Speisenbegleiter.
dockner.at, € 7,50
2018 Kremstal DAC Ried Ziesel
Edlinger & Unger GmbH
Furth/Palt, Kremstal
12,9 Vol.-%, DV. Zart gewürzig unterlegte
gelbe Apfelfrucht, etwas Mango und
Ananas, unterlegt mit Wiesenkräutern.
Saftig, frische Fruchtnote, angenehmer
Säurebogen, zarte Süße im Abgang,
bleibt gut haften, elegant.
ungerwein.at, Preis: k. A.
2018 Kremstal DAC Stratzing
Weingut Josef Schmid
Stratzing, Kremstal
12,6 Vol.-%, DV. Reifer gelber Golden-Delicious-Apfel,
zart nach Mango und Ananas,
feiner Blütenhonig. Mittlerer Körper,
weiße Kernobstnuancen, frischer Säurebogen,
ausgewogen, trinkanimierend.
j-schmid.at, € 7,20
2018 Messwein
Weingut Schloss Gobelsburg
Gobelsburg, Kamptal
12,5 Vol.-%, DV. Feine gelbe Tropenfruchtnuancen
, ein Hauch von Mango und Papaya,
zarte Kräuterwürze, ein Hauch von
Rosmarin im Hintergrund. Mittlerer Körper,
weißer Apfel, frisch strukturiert, zitronig-mineralischer
Touch im Abgang.
gobelsburg.at, € 8,90
2018 Neuland
Weingut Herbert Zillinger
Ebenthal, Weinviertel
11,5 Vol.-%, DV. Feine gelbe Apfelfrucht,
zart nach Mango, tabakige Würze, ein
Hauch von Wiesenkräutern. Mittlerer Körper,
weiße Fruchtnuancen, angenehmer
Säurebogen, balanciert, zarte Frucht süße
im Abgang, vielseitig einsetzbar.
radikal.bio, € 8,50
2018 Ried Hermanschachern
Weingut Ebner-Ebenauer
Poysdorf, Weinviertel
13 Vol.-%, DV. Feine Kräuterwürze, etwas
Apfelfrucht, rauchiger Touch, Orangenzesten,
zart nach Birne. Mittlerer
Körper, feine Struktur, leichtfüßig, salzig,
weiße Fruchtnuancen im Abgang,
bereits gut antrinkbar.
ebner-ebenauer.at, € 15,–
2018 Ried Rosenberg
Weingut Anton Bauer
Feuersbrunn, Wagram
12,5 Vol.-%, DV. Zarte Kräuternuancen
unterlegen weißes Kernobst, feinwürzig.
Saftig, eingebundene Säurestruktur, zart
nach Pfirsich im Abgang, salzig im Nachhall,
bereits gut antrinkbar.
antonbauer.at, € 12,30
2018 Ried Schafflerberg
Weingut Leth
Fels am Wagram, Wagram
12,5 Vol.-%, DV. Feine Tropenfrucht, ein
Hauch von Ananas, Nuancen von frischer
Marille. Saftig, frische weiße Apfelfrucht,
lebendiger Säurebogen, feine Fruchtsüße
im Abgang, ein harmonischer Begleiter
bei Tisch. weingut-leth.at, € 10,80
2018 Ripe Mike
Weinbau Josef Hartl
Rohrbach, Weinviertel
12,2 Vol.-%, DV. Mittleres Grüngelb,
Silberreflexe. Ein Hauch von Blütenhonig,
frische Apfelnuancen, zart nach Mango
und Orangenzesten, reifes Bukett. Mittlerer
Körper, etwas weitmaschig, dezente
Süße, Honig im Nachhall, bereits
entwickelt. hartlwein.at, Preis: k. A.
2018 Traisental DAC Inzersdorf Zwiri,
Weingut Ludwig Neumayer
Inzersdorf ob der Traisen, Traisental
12,8 Vol.-%, DV. Feiner grüner Apfel unterlegt
mit etwas Ananas, zart nach
Orangenzesten, ein Hauch von Birnen,
Wiesenkräuter klingen an. Saftig, feiner
Säurebogen, einladendes Bukett, weiße
Tropenfrucht im Abgang, extraktsüß.
weinvomstein.at, € 14,–
2018 vom Schotter
Weingut Ecker – Eckhof
Kirchberg am Wagram, Wagram
DV. Frische Wiesenkräuter, zart nach gelbem
Apfel und Honigmelone, tabakig unterlegt.
Mittlerer Körper, gelbe Kernobstnoten,
dezente Säurestruktur, mineralisch,
bereits antrinkbar, bietet unkompliziertes
Trinkvergnügen. eckhof.at, € 8,–
2018 Weinviertel DAC
Weingut Gruber Röschitz
Röschitz, Weinviertel
12,8 Vol.-%, DV. Feine Apfelnuancen, ein
Hauch von Wiesenkräutern, Birnenfruchtnoten,
etwas Orangenzesten. Mittlerer
Körper, extraktsüß nach Ananas, balancierter
Säurebogen, bleibt gut haften.
gruber-roeschitz.at, € 7,20
2018 Weinviertel DAC
Weingut Ruttenstock
Röschitz, Weinviertel
12,4 Vol.-%, DV. Frische Birnenfrucht, ein
Hauch von Kräuterwürze, Nuancen von
Orangenzesten, mineralischer Touch.
Schlank, weißer Apfel, frischer Säurebogen,
zitronig im Abgang, zart vegetal.
ruttenstock.at, Preis: k. A.
2018 Weinviertel DAC
Weingut Epp, Waidendorf, Weinviertel
12,5 Vol.-%, DV. Reife Orangenzesten, ein
Hauch von Blütenhonig und gelben Tropenfruchtnuancen,
zarte Kräuterwürze.
Süße Fruchtnoten, feiner Säurebogen,
zarter Honigtouch im Abgang.
weingut-epp.at, Preis: k. A.
2018 Weinviertel DAC Classic
Weingut Prechtl, Zellerndorf
Weinviertel
12,5 Vol.-%, DV. Zart nach gelbem Apfel,
dezente Kräuterwürze, mineralischer
Touch, frische Orangenzesten. Mittlerer
Körper, feiner Pfirsichtouch, angenehmer
Säurebogen, bleibt gut haften, ein feinwürziger
Speisenbegleiter.
prechtl.at, € 6,50
2018 Weinviertel DAC Classic
Winzerhof Stift, Röschitz, Weinviertel
12,5 Vol.-%, DV. Mit einem zarten Touch
von Anis unterlegte frische gelbe Apfelfrucht,
ein Hauch von Wiesenkräutern.
Mittlerer Körper, weiße Fruchtnoten, frischer
Säurebogen, leichtfüßig, salzig.
winzerhof-stift.at, € 6,50
•
2018 Weinviertel DAC Falkenstein
Weingut Pesau, Falkenstein
Weinviertel
12,5 Vol.-%, DV. Attraktive gelbe Tropenfruchtanklänge
nach Papaya und Mango,
feiner Blütenhonig, kandierte Orangenzesten.
Am Gaumen leichtfüßig, frischer
Säurebogen, zitroniger Touch im Abgang.
pesau.at, € 8,20
2018 Weinviertel DAC Strassler
Weinbau Dürr, Jedenspeigen
Weinviertel
13 Vol.-%, DV. Zart nach Orangenzesten,
Anklänge von gelbem Apfel, feine tabakige
Nuancen. Mittlerer Körper, weißer Apfel,
dezenter Säurebogen, etwas Honigmelone
im Abgang, feine Würze.
weinbau-duerr.at, Preis: k. A.
Alle Verkostungsnotizen
finden Sie unter
falstaff.com/gv-gp-19
jul–aug 2019
falstaff
223
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tasting / SALON-SIEGER 2019
Anlässlich der großen
SALON-Gala im Wiener
Palais Coburg wurden
den Siegern die
Urkunden verliehen.
Der SALON Österreich Wein gilt als härtester Weinwettbe -
werb des Landes und zugleich als Staatsmeisterschaft des
heimischen Weins. In einem mehrstufigen Prozess werden
in Blindverkostungen jene insgesamt 270 besten Weine ermittelt, die
dann ein Jahr lang als Botschafter der österreichischen Weinkultur
fungieren dürfen. 2017 feierte der SALON bereits sein 30-jähriges
Bestehen, und im Laufe der Jahre konnte er als wichtigste Bühne des
österreichischen Weinwunders sowohl an Attraktivität als auch an
Verkaufswirksamkeit stetig zulegen. So wird ambitionierten Winzern
die Möglichkeit geboten, sich mit den besten Kollegen des Landes zu
SALON-SIEGER 2019
messen und durch die erwiesen hohe Qualität ihrer Weine jene Aufmerksamkeit
zu erreichen, die sie verdienen. Das SALON-Etikett auf
den prämierten Flaschen stellt längst sowohl für die Konsumenten als
auch für den Fachhandel ein verlässliches Qualitätsgütesiegel dar.
Für die 32. Ausgabe des SALON haben sich mehr als 8000 Weine beworben,
aus denen die strenge Fachjury nun neben den 270 SALON-
Vertretern auch die 17 Bundessieger gewählt hat. Diese wurden im
Rahmen der eleganten SALON-Gala Mitte Juni im Wiener Palais
Coburg würdig gefeiert und der Öffentlichkeit präsentiert. Und das
sind die Sieger 2019. NOTIZEN PETER MOSER
Welschriesling
Grüner Veltliner kräftig
Burgunder klassisch
Alt-Österreich
•
2018 Welschriesling Klassik
Allacher Vinum Pannonia
Gols, Neusiedlersee
12 Vol.-%, DV, helles Grüngelb, Silberreflexe.
Zart nach Honigmelone und Birne, kandierte
Orangenzesten, mineralischer Touch. Lebendig
und leichtfüßig, frischer Säurebogen, Nuancen
von grünem Apfel, macht Lust auf ein
zweites Glas, feiner Sommerwein.
allacher.com
Grüner Veltliner
klassisch
•
2018 Grüner Veltiner FUNdament
Weinwurms
Dobermanndorf, Weinviertel
12,5 Vol.-%, DV, helles Gelbgrün, Silberreflexe.
Ein Hauch von Wiesenkräutern, zarte gelbe
Fruchtanklänge, tabakige Nuancen, Orangenzesten.
Saftig, elegant, zart nach Honigmelone,
frischer Säurebogen, bleibt haften, salziger
Touch, ein facettenreicher Speisenbegleiter.
weinwurms.at
•
2017 Grüner Veltliner Kremstal DAC
Reserve Ried Oberfeld 1ÖTW
Petra Unger, Furth , Kremstal
14,5 Vol.-%, DV, mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.
Zart rauchig-tabakig unterlegte gelbe
Kernobstnuancen, frische Wiesenkräuter, etwas
Honigmelone. Mittlerer Körper, elegant,
feine Extraktsüße, integrierter Säurebogen,
dunkle Mineralität, feinwürziger, anhaltender
Speisenbegleiter.
ungerwein.at
•
2018 Riesling
Riesling
Weingut Zuckriegl
Unterretzbach, Weinviertel
13 Vol.-%, DV, mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.
Mit frischen Orangenzesten unterlegte
Nuancen von reifem weißem Pfirsich und Honigmelone,
feiner floraler Touch. Saftig, elegant,
dezente Fruchtsüße, angenehmer Säurebogen,
harmonisch, mineralischer Nachhall,
vielseitig einsetzbar.
zuckriegl.at
•
2018 Chardonnay Karberg
Weinhof Deutsch
Weiz-Untergreith, Steiermark
13 Vol.-%, DV, helles Grüngelb, Silberreflexe.
Nuancen von gelbem Apfel, zart nach Mango,
feine Wiesenkräuter, eher scheues Bukett.
Mittlere Komplexität, feine Extraktsüße,
dezenter Säurebogen, mineralisch und
ausgewogen, bereits gut antrinkbar.
weinhof-deutsch.at
Burgunder kräftig
•
2017 Chardonnay L Reseserve
Lorenz Alphart am Mühlbach
Traiskirchen, Thermenregion
14,5 Vol.-%, DV, mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.
Zart gewürzig unterlegte frische gelbe
Tropenfrucht, zart nach Mango und Pfirsich,
ein Hauch von Vanille und Blütenhonig.
Saftig, reife Ananas, zarte Holzanklänge,
elegant, dezente Extraktsüße im Abgang,
mineralisch, gute Frische, salziger Nachhall,
verfügt über Reifepotenzial.
alphart.at
•
2017 Roter Veltliner Ried Mordthal
Weingut Josef Fritz
Zaussenberg, Wagram
13,5 Vol.-%, DV, mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.
Zart rauchig unterlegte gelbe Tropenfrucht,
ein Hauch von reifen Quitten, etwas
Blütenhonig, mineralischer Touch. Komplex,
saftig, reife Marille, angenehmer Säurebogen,
extraktsüßer Nachhall, gute Länge,
verfügt über Zukunft.
weingut-fritz.at
Sauvignon Blanc
•
2018 Sauvignon Blanc Steiermark
Weinhof Pfeifer
Plesch- St. Anna am Aigen, Steiermark
12,5 Vol.-%, DV, helles Grüngelb, Silberreflexe.
Intensives Bukett von Stachelbeergelee, Cassis
und Guaven. Straff, weiße Tropenfrucht,
rassige Struktur, Holundersirup im Abgang,
mineralisch und anhaftend, aromatischer
Sortencharakter.
weinhof-pfeifer.at
Fotos: ÖWM/Anna Stöcher, Claudia Schindlmaisser, (17)
224
falstaff jul–aug 2019
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Schmeckerte
•
2017 Traminer Ried Fuxberg
Weingut Nimmervoll
Engelmannsbrunn, Wagram
13,5 Vol.-%, DV, mittleres Gelbgrün, Silberreflexe.
Halbtrocken. Frische Zitrusnuancen
unterlegen weißes Steinobst, etwas
Eibischteig, zart nach Guave, floraler
Touch. Saftig, elegant, gut integrierte Säurestruktur,
salzig, extraktsüß, kandierte
Zitrusnuancen im Abgang, bleibt gut
haften, viel-seitiger Speisenbegleiter.
nimmervoll.cc
Fruchtige Rotweine
•
2017 Cuvée Füstenberg
Weinbau Haller, Enzersfeld, Weinviertel
13,5 Vol.-%, DV, dunkles Rubingranat, violette
Reflexe, zarte Randaufhellung. Zartwürziges
Aroma, Brombeeren, schwarze Kirschen,
ein Hauch von Nougat, dezent nach
Orangenzesten. Stoffig, dunkle Waldbeeren,
angenehme Frische, harmonisch und saftig,
Herzkirschen im Abgang, ein zugänglicher
Speisenbegleiter. weinbau-haller.at
Cuvées
•
2016 Cabernet Sauvignon Exklusiv
Familie Hahn,
Hohenruppersdorf, Weinviertel
14 Vol.-%, NK, dunkles Rubingranat, violette
Reflexe. Zart kräuterwürzig, frisches Cassis
und Brombeeren, tabakige Würze. Mittlere
Komplexität, Nuancen von Kirschen, reife
Tannine, feiner Säurebogen, harmonisch und
anhaftend, facettenreicher Speisenbegleiter.
weinguthahn.at
Fruchtsüße
Weine
•
2018 Gewürztraminer Auslese süß –
Gut Altenberg
NÖ Landesweingut Retz, Weinviertel
12,5 Vol.-%, helles Grüngelb, Silberreflexe.
Zarte Nuancen von Rosenöl, ein Hauch von
gelber Pfirsichfrucht und Eibischteig. Saftig,
feiner Honigtouch, elegante Textur, dezenter
Säurebogen, süße Tropenfrucht, gutes
Reifepotenzial.
lwg-retz.at
Fotos: ÖWM/Anna Stöcher, Claudia Schindlmaisser, (17)
Zweigelt
•
2017 Neusiedlersee DAC Reserve
Zweigelt 100 Days
Keringer massive wine’s, Mönchhof
14,5 Vol.-%, DV, dunkles Rubingranat, violette
Reflexe, dezente Randaufhellung. Zart nach
Edelholz und Karamell, reife Kirschen,
Zwetschgen und Nougat. Saftig, feine Würze
und Süße, harmonisch, schokoladiger Nachhall,
vielseitig einsetzbar. keringer.at
St. Laurent/Pinot Noir
•
2017 The Pinot Noir
Erich Scheiblhofer, Andau
14 Vol.-%, NK, tiefdunkles Rubingranat,
opaker Kern, violette Reflexe, zarte Randaufhellung.
Intensives schwarzes Beerenkonfit,
feine Kräuterwürze, etwas Dörrfeigen und
Nougat. Komplex, fruchtsüß, reife Textur,
runde, tragende Tannine, schokoladiger
Nachhall, stoffiger Rotwein, ein vielseitiger
Speisenbegleiter. scheiblhofer.at
Blaufränkisch
•
2015 Blaufränkisch
Ried Neugebirge »Absalon«
Markus Schuller, Oggau, Burgenland
15 Vol.-%, NK, tiefdunkles opakes Rubingranat,
violette Reflexe. Schwarze Kirschen,
Brombeeren, dezente Kräuterwürze. Sehr
kraftvoll, dunkles Beerenkonfit, runde Tannine,
dezente Extraktsüße im Nachhall, bereits
zugänglich. schullerwein.at
Edelsüße
Weine
•
2017 Sämling 88 TBA
Angerhof Tschida, Illmitz, Neusiedlersee
7,5 Vol.-%, VL, leuchtendes Gelbgold, Silberreflexe.
Feiner Blütenduft, zart nach Holunder,
Mandarinen, Nuancen von Honig, facettenreiches
Bukett. Saftig, elegant, weiße Tropenfrucht,
lebendige Säurestruktur, mineralisch-zitroniger
Touch, reife gelbe Fruchtnuancen
im Nachhall.
angerhof-tschida.at
Sekt
klassisch
•
2014 Harkamp Brut Reserve g.U.
Hannes Harkamp, Leibnitz, Steiermark
12,5 Vol.-%, NK, helles Grüngelb, Silberreflexe,
feines, anhaltendes Mousseux. Zart floral
unterlegte Nuancen von frischen Feigen, ein
Hauch von Nougat, einladendes Bukett. Mittlerer
Körper, feine weiße Apfelfrucht, frisch
strukturiert, zitroniger Touch im Abgang.
harkamp.at
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tasting / RHÔNE
DER
WEIN-STROM
Die Rhône steht in ihrem Prestige immer wieder im Schatten von Burgund und Bordeaux.
Doch die besten Weine, die an ihren Ufern wachsen, müssen sich weder in ihrem
Reifevermögen noch in ihrer Komplexität vor anderen Herkünften verstecken.
TEXT & NOTIZEN ULRICH SAUTTER
Es ist knifflig: Schnell ist man
geneigt, die nördliche Rhône
für das »bessere« Teilstück des
Flussverlaufs zu halten. Und in
der Tat haben die großen Syrah-
Weine der Côte-Rôtie und vom Hermitage-
Felsen ja auch einen packend mineralischen
Stil, den man in dieser Zuspitzung nur an
wenigen Orten findet. Ähnliches gilt auch
für die Rotweine noch weiter flussaufwärts
im Wallis, seien sie nun aus lokalen Sorten
oder ebenfalls aus Syrah bereitet.
Geht man an die südliche Rhône, nach
Châteauneuf-du-Pape und Gigondas, dann
steigen naturgemäß die Alkoholgehalte und
die Weine gewinnen an Opulenz. Aber:
Auch die Südrhône ist – zumindest dort,
wo sie auf höchstem Niveau Wein hervorbringt
– kein Anbaugebiet der ungezähmten
Power. Die besten Châteauneufs erstrahlen
in einer Feinheit, die gerade angesichts des
etwas molligeren und weicheren Zuschnitts
der Weine eine besondere Faszination und
eine ganz eigene Spannung besitzt.
Zudem vergisst man an allen Flussabschnitten
häufig die Weißweine, die für Kenner
zu den großen Originalen der Weinwelt
gehören, ganz gleich, ob sie die Würze in
den Vordergrund stellen wie die Condrieus,
ob Fülle und mineralische Textur wie die
Weißen auf Basis von Marsanne oder ob es
das Spiel mit einer Kühle in der Wärme ist,
das die Weißweine aus Châteauneuf-du-
Pape auszeichnet. In all ihren Abschnitten
hat die Rhône sehr viel Entdeckenswertes
z u bieten – und zwar in jeder Preisklasse.
Fotos: Shutterstock
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Fotos: Shutterstock
In all ihren Flussabschnitten
hat die Rhône etliche
entdeckenswerte Weine
zu bieten.
jul–aug 2019
falstaff
227
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tasting / RHÔNE
98
•
LEGENDE
L’Hermitage Hermitage Blanc 2011
MR/RS, Jean Louis Chave, Mauves
Zunächst sehr zurückhaltend im Duft,
mit floralen, nussigen und buttrigen
Tönen. Mit Luftkontakt reifer Pfirsich,
Brombeere, Süßkirsche. Cremiger Ansatz
– viskos, aber nicht glatt, sondern von
feinstem Stoff erfüllt, mineralisch durchdrungen,
eine Säure, die fast gar nicht
isoliert wahrnehmbar ist, so physiologisch
ist sie mit Körper und Mineralität
verschmolzen, ein großer Weißwein,
mächtig in seiner Statur und dennoch
fein besaitet. Große Länge, zuletzt auch
mit würzigen Aromen (Sternanis und
Kümmel). alpinawein.de, € 218,–
97
•
Côte-Rôtie 2016
Weißwein, trocken
•
Rotwein, trocken
95 – 100 Klassiker
93 – 94 ausgezeichnet
91 – 92 exzellent
88 – 90 sehr gut
85 – 87 empfehlenswert
Domaine Jamet, Ampuis
Zunächst fast schon ein Fruchtverweigerer
im Duft, ganz aufs Steinig-Mineralische
gehend mit einer Spur von Süßkirsche
dabei. Am Gaumen zum Kauen
dicht, feines Gerbstoffkorn, dabei unbeschwerlich,
reife Säure, mineralisch
durchdrungen, aber nun auch prall
kirschfruchtig, völlig in sich ruhender
Wein, alles an seinem Platz, fast unscheinbar
in diesem jugendlichen Zustand,
aber welch ein Potenzial.
wein-kreis.de, € 89,–
•
Hermitage Rouge 2008
Jean Louis Chave, Mauves
Ätherisch kräuterwürzig, Süßkirsche,
Menthol, grüner Pfeffer, komplex und betörend.
Am Gaumen sandiges Tannin in
erster Reife, hat noch Spannung, aber
keine Adstringenz mehr, die ätherische
Würze ist unmittelbar präsent am Gaumen,
trotz 14 Volumenprozent hat der
Wein kein Gramm Fett zu viel, wirkt gebündelt,
sehnig und puristisch, und dennoch
verschmelzen im Abgang alle Komponenten
nahtlos rund und geschmeidig
ineinander. alpinawein.de, € 270,–
•
Château de Beaucastel Hommage
à Jacques Perrin 2015 MV/SY/GN
Famille Perrin, Orange
Dunkles Rubingranat, violette Reflexe, dezente
Randaufhellung. Nuancen von
Kräuterwürze, rauchige Mineralität, feine
Trockengewürznoten, mit Thymian und
Salbei unterlegte schwarze Beerenfrucht,
ein Hauch von Sattelleder und Unterholz.
Kraftvoll, komplex, Nuancen von Extraktsüße,
Heidelbeerkonfit und schwarze Kirschen
klingen an, getragen von reifen,
runden Tanninen, ein Hauch von kandierten
Veilchen, schwarze Trüffel, straffer
und langer Abgang, zart animalische
Würze im Rückgeschmack, sicheres Reifepotenzial.
(Lagern +40)
bacchus-vinothek.de, gute-weine.de
€ 400,–
96+
•
Hermitage Domaine des
Tourettes 2015
Delas Frères, Saint-Jean-de-Muzols
Sehr verschlossen, Brombeerkonfitüre,
Andeutungen balsamischer Würze. Cremiger
Auftakt, unmittelbar präsente Mineralität,
extrem hohe Dichte mit feinem,
aber nicht zu seidigem Tannin, eine Eleganz,
gemessen am Maximum dessen,
was in 14 Volumenprozent passt, mineralisch
gewürzt, alle Komponenten nahtlos
integriert, reife, gut tragende Säure, sehr
pointiert. bremer-weinkolleg.de, € 72,–
•
Ermitage blanc Le Reverdy 2014
RS/MR
Ferraton Père & Fils, Tain l’Hermitage
Hellgolden. Gesteinsmehl, Feuerstein, ein
Hauch von Vanille und zarte florale Noten.
Butterzart am Gaumen, fein aufgelöster
Extrakt, ungemein kultivierte Säure,
alle Komponenten sind dicht miteinander
verwoben und verschmolzen, alles
erscheint aus einem Guss, Mineralität,
Schmelz und Saftigkeit. Dabei ist der
Wein erst am Beginn seiner Öffnung. Der
Körper ist weit, aber völlig ohne Schwere.
Frucht ist kaum das Thema, das ist sinnliches
Terroir. gute-weine.de, € 77,–
96
•
Cornalin 2016
Denis Mercier, Wallis (CH)
In der Nase klare, präzise Beerenaromatik
die man so von einem Cornalin nicht erwarten
würde. Brombeere und Schwarzkirsche,
dazu dezente Röstaromatik, Zartbitterschokolade
und würzige Anklänge.
Am Gaumen konzentriert und doch elegant,
mit intensiver Frucht, fein gewobenem
Tannin und enormer Länge. Großes
Lagerpotenzial.
mercier-vins.ch, CHF 48,–
•
BIO Châteauneuf-Du-Pape Clos de
Beauvenir blanc 2012 RS/CL3/GB
Château la Nerthe
Châteauneuf-du-Pape
Golden mit grünlichen Reflexen. Nougat
de Montélimar, kandierter Pfirsich, Cassata,
dazu würzige Untertöne: Minze, Kardamom.
Eröffnet mit Schmelz und Cremigkeit,
spannt ein großes, aber nicht massives
Volumen auf, bleibt in seiner Extraktfüllung
fein und differenziert, deutlich
mineralisch und dadurch nachgerade
zum Kauen einladend, ganz nahtlos mit
dem Körper verschmolzene Säure, eine
Opulenz ohne Schwere. Idealer Speisenbegleiter,
wenn man das Richtige hat: getrüffeltes
Kalbsbries. Im Reifezustand
noch deutlich auf dem aufsteigenden
Ast. alpinawein.de, € 81,50
•
Cuvée de mon Aïeul Châteauneuf-
Du-Pape 2016, Domaine Pierre Usseglio,
Châteauneuf-du-Pape
Dezentes Boisée, mineralische Noten, Eisen,
Süßkirsche, Garrigue – ein sehr komplexes,
wenngleich noch jugendlich zurückhaltendes
Duftbild. Am Gaumen ein
Wein voll zarten Nuancenreichtums, fast
burgunderhaft diskret in seinem Extrakt
und trotz 16 Volumenprozent Alkohol elegant
und fast schon feingliedrig wirkend.
Hat dabei Ladungen von Gerbstoff, aber
alles hoch aufgelöst und schwerelos bei
intensiv mineralischer Grundierung. Lang.
weinfaul.de, Preis: k. A.
95+
•
Côte-Rôtie Coteaux de Tupin 2016
Domaine Jean-Michel Stephan
Tupin-et-Semons
Sehr fein und nuanciert im Duft: Süßkir-
sche, Rose, Tannenharz, aber auch Anorganisches:
Gesteinsmehl. Am Gaumen
mit Saftigkeit und sehr feinem Tannin,
vor allem aber mit einer unmittelbar präsenten,
taktilen Mineralität, die den Gaumen
unter Strom setzt. Fester Säurefaden,
gut integrierter Alkohol, ein Wein
von größter mineralischer Subtilität.
100 Prozent Serine (Massenselektion der
lokalen Syrah) auf Gneis. pubklemo.at,
unserweinladen.de, ca. € 85,–
95
•
Cayas Syrah 2016
Jean-René Germanier, Wallis (CH)
In der Nase schöne Syraharomatik mit
Lorbeer und strahlender Kirschfrucht.
Dazu Pflaume und ein Hauch Pfeffer. Am
Gaumen kraftvoll und von großer Eleganz.
Tragende reife Säure, geschliffenes
Tannin und langer, saftiger Abgang. Zeigt,
was Syrah in weniger heißem Klima
kann. jgermanier.ch, CHF 42,–
•
Cornas 2016
Domaine Guillaume Gilles, Cornas
Brombeerkonfitüre, Schieferstaub, Rose,
leicht teerig, seidenweich und weit gefasst,
etwas dezente Säure, etwas Öligkeit
im Hintergrund, guter mineralischer
Extrakt, und das ganz mollig in Szene gesetzt,
zeigt viel Wärme, ohne darüber hitzig
zu werden, die Frucht ist in ihrer komplexen
Reife eine Wucht.
wein-kreis.de, € 47,10
94+
•
Côte-Rôtie Ampodium 2010
Domaine René Rostaing, Ampuis
Wildkirsche, Schlehe, sehr reife dunkelrote
Himbeere, etwas Karamell, Wacholder,
Eisen. Am Gaumen voller Delikatesse,
nachgerade feingliedrig fließend, mit unmittelbar
präsenten »wilden« Aromen,
viel Saftigkeit, zartem Säurefaden und
mineralischer Grundierung. Ein Côte-
Rôtie mit burgunderhafter Finesse, bereits
in einem ersten Stadium der Zugänglichkeit.
Ermangelt aber nicht an
Kraft und Substanz: Potenzial für weitere
15 Jahre. alpinawein.de, € 63,50
•
Viognier Condrieu La Bonnette
2016, Domaine René Rostaing, Ampuis
Minze, Kardamom, Chili unter rotem
Kampotpfeffer, weich und breit am Gaumen,
ausladend, mit feiner mineralischer
Substanz hinter einer schmeichelhaften
Viskosität, alles im Zeichen von Klarheit
und Ebenmaß, terpenige Schichten im
Übergang zum Abgang wie bei einem
großen Riesling, aromatisch und würzig
ohne vorlaute Töne, trockener, puristischer
Stil. Zuletzt bleibt der pure Granit
auf der Zunge. alpinawein.de, € 67,–
Fotos: beigestellt
228 falstaff jul–aug 2019
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Fotos: beigestellt
RHÔNE UM
EINEN ZEHNER
Die Rhône ist nicht nur für Spitzenweine
berühmt, sondern auch für sehr gute Qualitäten
zu moderatem Preis. Hier drei Beispiele
aus der generischen Appellation Côtes du
Rhône, die hohes Niveau ins Glas bringen.
91
•
2018 Brunel de la Gardine Côtes du
Rhône Blanc, Brunel Père & Fils
Honigbonbon und Apfel, am Gaumen stoffig geprägt,
gut integrierte Säure, sehr gut in seiner mineralischen
Definition. Vielschichtig und lang.
vinea.de, € 10,20
•
2016 Côtes du Rhône Secret de Famille
Jaboulet Père & Fils
Schattenmorelle und schwarzer Pfeffer, frisches
Tannin, fester Säurenerv, saftige Gaumenfrucht,
homogen und lang, hohe Präzision, mineralisch
gefärbter Abklang. hawesko.de, € 7,95
•
2017 Côtes du Rhône Sélection Visentin
Saint Cosme
Brombeere und Holunder, Geschmeidigkeit und Frische
– hat den Charme der Südrhône und die mineralische
Art des Nordens. Ein Teil der Trauben
kommt aus direkter Nachbarschaft der Côte-Rôtie.
passion-vin.de, € 9,90
•
Condrieu La Doriane 2017
E. Guigal, Ampuis
Hochreife Marille, brenzlig-mineralische Noten, Kokosnuss,
druckvoller Gaumen, festes Säuregerüst, stoffige
Gaumenmitte, deutliche Holzprägung im Nachhall, hohe
Dichte, kräftiger Alkohol, ein mächtiger Wein mit Wucht
und Schmelz, aber auch mit Tiefe und Länge. Sehr lange
würzig und taktil-mineralisch nachhallend. Braucht ein
paar Jahre Reife und dann eine kulinarische Marriage
erster Kategorie (z. B. Hummer). gute-weine.de, € 77,50
94
•
BIO Entre Ciel et Terre 2012
Domaine les Bruyères
Beaumont-Monteux
Zunächst Nougat, gerösteter Sesam und Haselnuss, dann
kräuterwürzig. Menthol. Am Gaumen saftig und nervig,
fast schon kantig, ein Hauch Grünes, von Mineralität verstärkte
Spannung, eine packende Struktur, mit seiner
hemdsärmligen Rustikalität ein Wein für Powertrinker,
doch grob eben auch nicht. Und vor allem noch nicht
am Ende seines Lebenswegs.
pubklemo.at, unserweinladen.de, ca. € 40,–
•
Les Terrasses du Palat Condrieu 2017
Domaine François Villard, Saint Michel sur Rhône
Sehr duftig und dabei ganz klar und präzise. Minze, roter
Apfel, Mandarine, Blutorange, Guave, ein Hauch Kümmel.
Saftig, geradeaus am Gaumen, elegantes Säurespiel,
gute Dichte, salzige Noten in der Gaumenmitte, raffinierter
Wein, wirkt trotz des sortentypischen Volumens doch
auch irgendwie schlank und elegant, unaufdringlich und
hat einen sehr pointierten mineralischen Abklang.
wein-kreis.de, € 39,50
•
Châteauneuf-Du-Pape 2016 GN/MV/SY/CN/CL3
Château de Saint Cosme, Gigondas
Kirschwasser und Milchschokolade, wuchtiger Ansatz,
trockenes, mehliges Tannin in hoher Menge, mineralisch
grundierter Gaumen, gut integrierte, physiologisch zum
Wein passende Säure, süßer rotbeeriger Abklang, stilvoller
und kulinarisch gut einsetzbarer Châteauneuf, dessen
hoher Alkohol (15,5) nicht in Erscheinung tritt.
passion-vin.com, € 39,90
•
BIO Châteauneuf-Du-Pape Blanc Vieilles Vigne
2017 GB/RS/CL3/BU2
Maison Tardieu-Laurent, Lourmarin
Sehr verschlossen im Duft. Frisch geschnittene Hecke. Zitronengras.
Lakritze. Geht im Glas dann aber schnell in
die würzige Richtung. Zimt und Assampfeffer. Am Gaumen
gewichtig, unmittelbar präsent mineralisch, leicht
holzbeeinflusst, festes Säurerückgrat, viel Saftigkeit in einer
letztlich ganz und gar vertikalen Anlage, gute Dichte
und noch eine immens kompakte Jugendlichkeit.
gute-weine.de, € 39,95
•
BIO La Dame Voyageuse Châteauneuf-du-Pape
2015 GN/MV/SY/CN2, Domaine de la Mordoree, Tavel
Altersadäquat verschlossen, Bitterschokolade und Blaubeere,
am Gaumen wird ein großer Extrakt ins Feinste
aufgelöst, das Tannin hat bei aller Feinheit Frische und
Spannkraft, entfaltet intensive Präsenz und lässt genug
Platz für saftige Zwischentöne. Intensiver mineralischer
Untergrund. Ein Châteaneuf ohne Effekthascherei, gemacht
für ein langes Leben. vinea.de, € 42,–
•
Hermitage rouge Farconnet 2011
Jean Louis Chave, Mauves
Präzis reife Kirsche, schwarzer Pfeffer und ein Hauch von
Karamell. Himbeere. Weich ansetzend, aber nicht strukturarm,
reifes Tannin gewinnt nach und nach an Grip.
Frucht und Mineralität füllen das große Volumen, nahtlos
integrierte Säure, zuletzt ein Hauch von Süße, ein
sehr charmanter, nahezu trinkreifer Hermitage.
alpinawein.de, € 45,90
•
Le Berceau Saint-Joseph Blanc 2017
Domaine Bernard Gripa, Mauves
Noch verschlossen im Duft, dabei leicht floral und mit einer
Ahnung von Gelbfrucht (Weinbergpfirsich), erst nach
längerer Standzeit im Glas auch mineralisch-pfeffrig. Am
Gaumen weit und geschmeidig, geradezu viskoser Fond,
mit unaufdringlich präsenter Säurestütze und mittlerem
mineralischem Extrakt. Schmelz und Fülle domineren,
ohne dass es plump wird. wein-kreis.de, € 47,–
•
Hermitage Blanc Blanche 2012 MR/RS
Jean Louis Chave, Mauves
Weinbergpfirsich, eine Nuance Holz, ganz leicht buttrige
Töne. Marzipan. Am Gaumen weich und weit, die Struktur
kommt spät auf und bleibt phenolisch sehr fein und zurückhaltend,
doch die Substanz ist ausgezeichnet, reife
Säure, viskose Schichten, mineralischer Stoff – der recht
stattliche Alkoholrahmen ist perfekt mit Inhalt gefüllt.
Sehr gute Länge und noch weiteres Potenzial.
alpinawein.de, € 47,50
Genuss hat bei uns Tradition. Schon
seit 1849 keltern unsere Kellermeister
aus besten österreichischen Trauben
feinste Weine für höchste Trinkfreude.
Da sind sich Weinkenner einig:
„Lenz Moser ist Österreichs Wein!“
jul–aug 2019
falstaff
229
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tasting / RHÔNE
Alte Reben sind auch an
der Rhône Garanten für
höchste Weinqualität.
Sehr kräuterwürzig, auch mineralisch.
Pfeffrig, Granit. Nach Standzeit im Glas
Marille. Am Gaumen cremig, voll, nicht zu
knapp in der Säure, viskos geschichtet,
dicht, sehr mineralisch, recht konzentriert
in der Gaumenfrucht, nur ganz diskret
holzbeeinflusst, bereits zugänglich und
mit sehr großem weiterem Potenzial.
bremer-weinkolleg.de
Preis: k. A.
•
Condrieu 2017
Château de Saint Cosme, Gigondas
Mispel, Kumquat, dezent röstiges Holz,
Aprikose. Viel Schmelz am Gaumen, reife,
gut eingebundene Säure, ein getragener,
voller Gaumen mit zart mineralischer
Tönung. Hat Charme und Tiefgang, und
bleibt recht lange homogen in Frucht
wie Struktur.
passion-vin.com, € 53,50
•
Saint-Joseph Rouge 2011
Jean Louis Chave, Mauves
Kirsche und Chili, echter roter Pfeffer, ein
Hauch von Neuholz (Karamell), seidiger
Ansatz, dann sich steigerndes Gerbstoffkorn,
natürliche Harmonie, eher milde
Säure, Körper und Struktur sind dennoch
makellos in Balance, würziger und dezent
mineralisch flankierter Abgang. Gute und
homogene Länge.
alpinawein.de, € 63,60
•
BIO La Calade 2018 MV/GN
Mas de Libian, Saint-Marcel-d'Ardèche
Wildpflaume, Griottes, nur wenig Holz.
Strammer Extrakt am Gaumen, straff,
großer Spannungsbogen, packende Säure,
mineralisch oszillierend, immens
dicht, pointiert saftig abklingend. Großes
Potenzial. masdelibian.com, Preis: k. A.
•
Hermitage rouge Le Méal 2016
Ferraton Père & Fils, Tain l’Hermitage
Im Duft brenzlig, Funkenschlag, Bitterschokolade,
Kräuter, Karamellbonbon, am
Gaumen seidig, mächtiger Druck, aber alles
fein aufgelöst, kräftiger Alkohol, milde
Säure, in der Gaumenstruktur weniger
mineralisch als im Duft, endet rund und
harmonisch und wirkt alles in allem fast
etwas brav.
gute-weine.de, Preis: k. A.
•
Réserve des 2 Frères Châteauneuf-Du-Pape
2016
Domaine Pierre Usseglio
Châteauneuf-du-Pape
Amaroneartig konzentrierte Kirschfrucht,
dazu Konditorei-Aromen: Vanillecreme,
Buttercreme. Am Gaumen seidig, wuchtig,
sehr feines Tannin in hoher Menge,
der Alkohol (16,5) ist komplett mit Extrakt
und süßer Frucht abgedeckt, der
Wein bleibt sehr lange und sehr homogen
am Gaumen. Moderner Stil,
gekonnt gemacht.
weinfaul.de, Preis: k. A.
•
Hermitage Blanc Domaine des
Tourettes 2016 MR/RS
Delas Frères, Saint-Jean-de-Muzols
1924 gepflanzte Marsanne am Hangfuß.
•
BIO Hermitage Le Chevalier de
Sterimberg 2015 MR/RS
Paul Jaboulet Aîné, Tain l’Hermitage
Die archetypische Würze weißen Hermitages
in all ihrer Pracht: Anis, Lakritze,
reifer Apfel, ein Hauch Sommertrüffel,
etwas Holz. Am Gaumen unmittelbar salzig,
eine feine Stoffigkeit in einem weit
gefassten, aber in seiner Viskosität eher
zurückhaltenden Körper. Lang und homogen,
am Gaumen ein athletischer, kein
opulenter Hermitage.
cwdwein.de, Preis: k. A.
93+
•
Lieu dit Montmain 2015
Ferraton Père & Fils, Tain l’Hermitage
Lebkuchen, Leder, Halbbitterschokolade,
Menthol und Bouquet garni. Auch Alkoholkirsche
und erste unterschwellige Reifetöne.
Geschmeidiger Ansatz, sehr weich
grundiert und dann mit einer satten Dosis
sandigen Gerbstoffs auf dem molligen
Hintergrund. Hat einige Wucht bei eher
dezenter (aber ausreichend tragender)
Säure, wird aber von der Mineralität zusammengehalten.
Erste Würze im Abklang,
wird zu großer Komplexität reifen.
gute-weine.de, € 65,–
Weitere aktuell verkostete
Rhône-Weine finden Sie unter
falstaff.com/rhone
Fotos: Shutterstock, beigestellt
230 falstaff jul–aug 2019
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Gemeinsam
schmeckt’s am
besten
Veranda im Sans Souci
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„Die Presse“
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tasting / SPIRITS TROPHY 2019
SPIRITS
»Sliwowitz hat keine Farbe,
fassgelagerter Apfelbrand
aber schon!« Vielleicht
nicht farbenfroh, aber
vielfätig und hochqualitativ –
so zeigte sich die
österreichische
Brennerszene dieses
Jahr bei der Falstaff
Spirituosenverkostung.
TEXT UND NOTIZEN ERHARD RUTHNER
Tutti Frutti, Pyrus Pyraster,
Roafhoazer: Wie bei den
Eigennamen der Edelbrände
verhielt es sich auch mit der
Verkostungsjury. Bestehend
aus Erhard Ruthner, Hermann Botolen,
Roland Graf und erstmals Christian
Haydn hatte diese heuer wieder einiges an
Diskussionsbedarf: 130 Blindproben wollten
an zwei Verkostungstagen im »Restaurant
Fuhrmann« bewertet und beschrieben
werden – dass dabei nicht sofort Konsens
herrscht, liegt in der Natur der Dinge und
in der Kompetenz der Experten. Während
sich die Analysen bei einigen fantastischen
Destillaten (19 Brände, die 95 oder mehr
Punkte erreichten) schnell annäherten,
fand manch vorgelegte Probe mit eigenwilligem
Charakter (Mohnbrand, Riesentanne)
unterschiedlichen Anklang.
Wenig Weinbrand, dafür viele hochqualitative
Tresterbrände wurden dieses Jahr
eingereicht. Während die Jury letztes Jahr
drei Karottenbrände überraschten, konnten
heuer zwei Bananenbrände mit ihrer
Exotik glänzen. Zitrusfrüchte bleiben die
heimliche Leidenschaft der österreichischen
Brenner, als zöge es sie in den Süden
– passend zu unserer Sommerausgabe.
Foto: Robert Kalb / picturedesk.com
232 falstaff jul–aug 2019
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TROPHY
Edelbrand: in
Österreich so
populär und
vielfältig wie in
kaum einem
anderen Land.
Foto: Robert Kalb / picturedesk.com
Weitere aktuell
verkostete Spirituosen unter
falstaff.com/spirits-trophy-19
jul–aug 2019
falstaff
233
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tasting / SPIRITS TROPHY 2019
90
Apfel
Brunner Erbachhofer Weinapfel 2017
Ein fleischiger Duft enthüllt die Sorte
unmittelbar mit sehr reifer Fruchtfülle.
Am Gaumen zunächst mild, aber breit
angelegt, zum Finish hin übernimmt
rassige Würze das Geschmacksbild.
41,8 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €
Privatbrennerei Egon Brunner
egonbrunner.at
Liebminger Winterkalvill 2018
Die klassische Frucht kommt unmittelbar
zum Vorschein. Am Gaumen wirkt
der Brand fleischig und zugleich mild.
Eine pikante Note mit etwas Melisse ist
im Finish vorhanden.
41,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€
Edelbrände Andreas Liebminger
paasdorf-oldstyle.jimdo.com
98
LEGENDE
95–100 Punkte: absolute Weltklasse
90–94 Punkte: ausgezeichnet
85–89 Punkte: gute bis sehr gute Qualität
Das Preisklassesegment:
€: bis 30 Euro
€€: bis 50 Euro
€€€: ab 50 Euro
Birne
Reisetbauer Rote Williamsbrand 2017
Idealtypisches Spiel mit engmaschiger
Frucht und einnehmender Frische. Am
Gaumen feinherb durchsetzte Birnennoten
von bester Komplexität. Im Finish bestechen
die dichte Struktur und die extreme
Länge.
41,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche
Reisetbauer Qualitätsbrand
reisetbauer.at
95
Reisetbauer Williamsbrand 2017
Die eher süßlich wirkende Birne ist
schon in der Nase sehr stoffig und komplex.
Am Gaumen geben sich typische
Würze und feine Frucht ein vielseitiges
Wechselspiel. Reife Birne im Abgang.
41,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche
Reisetbauer Qualitätsbrand
reisetbauer.at
Sammerhof Williamsbirne 2017
Die vollreife Frucht steht beeindruckend
mit feiner Süße in der Nase. Die enorme
Viskosität am Gaumen verdeutlicht das
dicht strukturierte Würze-Frucht-Verhältnis.
Feine Noten von weißem Pfeffer machen
das Finish ungemein spannend.
41 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €
Sammerhof Edelbrände
sammerhof.at
93
Paasdorf Old Style Wildbirne Pyrus
Pyraster 2018
Die rauchige, würzige Note der vollreifen
Birnenfrucht gibt eine kraftvolle Nase. Am
Gaumen erfreut die dichte, intensive Würze
Liebhaber der »guten, alten Schule«.
Im langen Abgang sind Kräuter evident.
41,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€
Edelbrände Andreas Liebminger
paasdorf-oldstyle.jimdo.com
92
Schosser Rote Williams 2018
Zu Beginn ist ein feiner Birnenmix spürbar,
mit etwas Luft kommen spannende Noten
von Gewürzen wie Ingwer und Kardamom
dazu. Im Mund füllig und kräftig mit
komplexer Würze. Lange im Nachklang.
40 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €€
Destillerie Schosser
schosser.com
91
Günther Mayer Wald4tler Granit
Destillerie Wildbirne 2018
Die Birnennase ist typisch und wirkt erfrischend
mit einem dropsigen Unterton,
mit Luft gewinnt sie zusätzlich. Charmantes
Mundgefühl, zum Finish hin
kommt herbe Kräuterwürze durch.
40,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €
Günther Mayer Wald4tler
Granit Destillerie
granitdestillerie.at
98
Brombeere
Schosser »Max Reserve« – Brombeere
21 Jahre 1998
Geradezu klassisch wirkt die füllige
Frucht in der Nase, eine würzige Unternote
unterstützt die Komplexität. Am Gaumen
dicht und druckvoll. Feine Kräuternoten
unterstützen den langen Abgang.
40 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€€
Destillerie Schosser
schosser.com
91
Elsbeere
Reisetbauer Elsbeerbrand 2017
Viel Marzipan mit einer Spur von Kräutern
und einem nussigen Buttertouch macht
einen starken Dufteindruck. Am Gaumen
feingliedrig bis verhalten, zum Finish hin
duftiger werdend. Zarter Nachklang.
41,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche. Reisetbauer
Qualitätsbrand, reisetbauer.at
93
Erdbeere
Schosser »Max Reserve« –
Erdbeere 21 Jahre 1998
Stark fruchtig mit einem leicht karamelligen
Hintergrund. Im cremigen Mundgefühl
findet sich erneut dichte Frucht mit
gut integrierter Würze. Das Finish hat
eine gute Länge.
41 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€€
Destillerie Schosser, schosser.com
91
Heidelbeere
Schosser »Max Reserve« –
Heidelbeere 21 Jahre 1998
Zunächst wirkt die Nase etwas brav, mit
mehr Luft kommt die Frucht gut durch.
Ein wenig milde Würze startet am Gaumen,
ehe markantere Töne durchschlagen.
Eleganter Nachklang.
40 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€€
Destillerie Schosser, schosser.com
95
Holunder
Schosser »Max Reserve« – Holunder
23 Jahre 1996
Im Duft finden sich ganz frische Hollerblüten,
die extrem duftig und frisch wirken.
Am Gaumen wirkt der Brand duftig,
reintönig, saftig und dicht. Die Würze ist
gut integriert, ein elegantes Finish ist die
logische Folge.
39,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€€
Destillerie Schosser, schosser.com
90
Reisetbauer Holunderbrand 2016
Holunderbeeren und ein Hauch von Ap-
feltrester finden sich in der Nase, die mit
mehr Luft duftiger wird. Am Gaumen
kommen kräftig-würzige Noten, die im
Abgang und im Nachklang bleiben.
41,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche
Reisetbauer Qualitätsbrand
reisetbauer.at
92
Kirsche
Liebminger Weichselbrand 2017
Viel Kirsche gepaart mit einer feinen Kakaonote
und gut integrierten Marzipanaromen
ergibt einen komplexen Duft. Der
Geschmack ist feingliedrig, etwas Würze
kommt im Finish mit höherer Intensität.
41 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€
Edelbrände Andreas Liebminger
paasdorf-oldstyle.jimdo.com
Hämmerle Herzstück Traubenkirsche
Die geradezu idealtypische Nase enthält
herbfruchtige Anteile und Steintöne in
der feinen Struktur. Am Gaumen druckvoll,
fast wuchtig mit feinem Ausklang
und guter Länge.
42 Vol.-%, 0,5-l-Flasche
Wilhelm Hämmerle Freihof Destillerie
haemmerle.com
91
Wurm & Wurm Weichsel 2008
Der Duft zeugt von hoher Eleganz und
wirkt gleichzeitig frisch durch feine Kräuternoten.
Am Gaumen sind dichte Aromen
vielschichtig vorhanden. Das Finish
ist würzig und eher trocken.
43 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€
Wurm & Wurm, wurm-wurm.at
96
Kriecherl
Schneeberger Kriacherl
Geradezu klassische Typizität in der Nase.
Neben enormer Frucht etwas Hagebutte,
Rose und Ingwer. Der elegante Steinton
un terstützt den Gesamteindruck. Am
Gaumen hohe Komplexität mit klarer Linie
und viel Potenzial im nuancenreichen
Finish. 43,5 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €
Schneeberger Destillate
weingut-schneeberger.at
Müller Kriecherlbrand
Der Duft kann als Paradebeispiel der Sorte
bezeichnet werden. Feinfruchtigkeit
und herbe Noten ergeben ein vielseitiges
Wechselspiel. Ein dezenter Steinton
schließt sich nahtlos in die Fruchtigkeit
Fotos: Shutterstock, beigestellt
234 falstaff jul–aug 2019
document6702655469664598261.indd 234 28.06.19 15:12
Fotos: Shutterstock, beigestellt
des Gaumens ein. Sehr lange anhaltend.
41 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €
Müller, edelbrand-destillerie.at
90
Günther Mayer Wald4tler Granit Destillerie
Waldviertler Kriecherl 2018
Zunächst dezent, dann duftige, feinherbe
Würzigkeit in der Nase, ein schöner Steinton
gibt ein feines Gesamtbild. Am Gaumen
ein Anflug von Lebkuchengewürz.
Im Finish wieder fruchtiger.
41 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €
Günther Mayer Wald4tler
Granit Destillerie
granitdestillerie.at
94
Marille
Reisetbauer Marillenbrand 2016
Feingliedrig mit reifer Frucht und kaum
merkbarem Steinton. Am Gaumen überwiegt
eine dunkle Würze, die Frucht
kommt fleischig zum Finish hin. Im Nachklang
erneut pfeffrige Noten.
42 Vol.-%, 0,35-l-Flasche
Reisetbauer Qualitätsbrand
reisetbauer.at
91
Schosser Marille Akazienfass 2016
Die feinfruchtige Vanille wirkt als süßlicher
Gegenpol zu den Noten des Fasses.
Der Geschmack beginnt wuchtig mit dem
Gefühl eingekochter Früchte, die Holzaromatik
wird zum Finish hin kräftiger.
40 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €€
Destillerie Schosser, schosser.com
90
Schosser Marille 2016
Im Duft findet sich neben der typischen
Marille ein Hauch von Kokos und Nuss.
Fein und elegant bis filigran wirkt die
Struktur mit dezenter Würze im Mund.
Im Finish kommt erneut Frucht.
40 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €€
Destillerie Schosser, schosser.com
93
Mispel
Hämmerle Herzstück Mispel
Die Nase ist von deutlichen Marzipannoten
getragen, die wirken, als wäre ein
dunkler Schokoladenüberzug mit dabei.
Mit Luft apfelartige Nebennoten. Fruchtig
und engmaschig am Gaumen, Mandelnoten
wiederum im Abgang.
42 Vol.-%, 0,5-l-Flasche
Wilhelm Hämmerle Freihof Destillerie
haemmerle.com
95
Obstler
Brunn Tutti Frutti 2018
Die Frische der kernobstlastigen, sehr
dichten und stoffigen Nase überzeugt
und lässt an frisch gepressten Fruchtsaft
denken. Knackig in der Gaumenstruktur.
Rassiger, guter Abgang, der lange anhält.
42 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €€
Elmar Brunn
6942 Krumbach
96
Quitte
Steiner Quitte 2017
Zu Beginn fast filigran, dann immer schöner
werdende Komplexität mit viel Frucht
und Einsprengseln von zestiger Herbe.
Am Gaumen engmaschig und elegant
und gleichzeitig stoffig. Weißer Pfeffer im
Nachhall. 40,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €
Edelbrand Steiner
edelbrandsteiner.at
Reisetbauer Quittenbrand 2016
Der frische, dicht verwobene Duft verspricht
Großes mit leichtem Zitrus und
sortentypischem Kernobstfeeling. Am
Gaumen druckvoll und von kerniger
Struktur mit kraftvoller Würze, die ein
endloses Finish einläutet.
41,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche
Reisetbauer Qualitätsbrand
reisetbauer.at
94
Kronthaler Quitten Brand 2016
Sehr klassisches Spiel von Frucht und
herber Ätherik, zusätzlich gibt es zitrusartige
Nuancen. Am Gaumen saftig und extraktreich
mit dem richtigen Maß an Würze.
Langer Nachklang.
40 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €, Brennerei
Kronthaler, brennerei-kronthaler.at
91
Wurm & Wurm Quitte 2005
Ein gutes Verhältnis von Fruchtigkeit und
Bitterstoffen lässt an Zitronengras und
sogar Jasmintee denken. Im Mund
kommt eine dichte Struktur zur Geltung,
erdige Würze bringt weitere Nuancen.
Engmaschiges, dichtes Finish.
43 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€
Wurm & Wurm, wurm-wurm.at
98
Schlehe
Zöchmeister Schlehenbrand 2018
Großartige Duftnote nahezu perfekter Typizität
mit feiner Rauchigkeit, Würze und
feingliedrigen Steintönen. Am Gaumen
extrem engmaschig mit viel Finesse und
feinen Kakaonuancen im anhaltenden Finish.
43 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€
Manufaktur Zöchmeister
zoechmeister.at
91
Mayer Granit Destillerie Schlehdorn ’17
Nach dezentem Beginn weist der Duft
peu à peu fruchtig-würzige Noten auf.
Am Gaumen ruhig mit herben Steinan-
klängen und einem würzigen, trockenen
Finish. 40,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€
Günther Mayer Wald4tler
Granit Destillerie, granitdestillerie.at
96
Vogelbeere
Reisetbauer Vogelbeerbrand 2017
Supertypische feinherbe Nase mit viel
Marzipan und einer Spur von feinem
Schichtnougat. Am Gaumen intensiv und
kraftvoll, feinherbe Noten sind eingearbeitet.
Aromatisch im Abgang.
41,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche
Reisetbauer Qualitätsbrand
reisetbauer.at
90
Wiederstein Vogelbeere 2016
Im Duft finden sich würzige Steintöne
und Kräuternoten, die an wilden Thymian
erinnern. Am Gaumen ist er würzig, fast
wie Enzian mit herb-eleganter Stilistik.
Die Würzigkeit erhält sich im Abgang.
39,6 Vol.-%, 0,2-l-Flasche, €€
Weiberwirtschaft Wiederstein
wiederstein.at
95
Zwetschge
Schosser Zwetschge 2018
Eine äußerst klare, feinwürzige und duftige
Nase begeistert unmittelbar. Am Gaumen
ergeben Würze und rassige Frucht
eine tolle Aromatik wie »frisch vom
Baum«. Langes, elegantes Finish mit
leichtem Zitruston.
40 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €
Destillerie Schosser, schosser.com
93
Brunner Zwetschgenbrand 2018
Sehr typisch mit einem toll herausgearbeiteten
Steinton, dennoch kommt die
würzige Frucht zur Geltung. Dichte Textur
im Mund mit reintöniger Zwetschge,
im Abgang setzt würzige Finesse ein.
42,4 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €
Privatbrennerei Egon Brunner
egonbrunner.at
90
Schilger Zwetschgenbrand 2018
Im typischen, hellen Zwetschgenduft sind
jul–aug 2019
falstaff
235
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tasting / SPIRITS TROPHY 2019
klassische Steinnoten solide eingearbeitet.
Am Gaumen erfreut die fruchtige Intensität,
klare Reintönigkeit wirkt überzeugend.
Das mittlere Finish ist ein wenig
rustikal. 38,7 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €
Brennerei Johann Schilger
brennerei-schilger.at
92
Wurzeln
Sammerhof Ingwer 2017
Die Analyse der mentholisch frischen
Nase führt unweigerlich zu eingelegtem
Ingwer und frischem Zitronengras. Am
Gaumen analog, die über die vollmundige
Struktur bis ins Finish ungebremst erhalten
bleiben. 41 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€
Sammerhof Edelbrände
sammerhof.at
90
Mayer Granit Destillerie Enzian 2017
Neben den durchaus typischen Enziannoten
kommen auch Anklänge an Rote Rüben
und Wurzelwerk im Duft durch. Am
Gaumen erdig mit Pastinake und erneut
Roter Rübe. Die typisch dumpfen Noten
sind bis in den Nachklang evident.
41 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €
Günther Mayer Wald4tler Granit
Destillerie
granitdestillerie.at
92
Exoten
Mayer Granit Destillerie Banane 2017
Vollreife Bananen, die im engmaschigen
Duft eingefangen wurden. Am Gaumen
wirkt die Frucht fast überreif, die würzige
Intensität am Ende tut dem Gesamtbild
sehr gut. Exotik bleibt im Nachklang erhalten.
40,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €
Günther Mayer Wald4tler
Granit Destillerie
granitdestillerie.at
91
Reisetbauer Karottenbrand 2016
Die frische Karotte erscheint unmittelbar
im Geruchsbild und vermittelt eine süßliche
Grundnote. Am Gaumen kommen
engmaschige Komponenten von Karotte,
Erde und grünlichen Tönen abwechselnd
zum Tragen. Feiner Abgang.
41,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche
Reisetbauer Qualitätsbrand
reisetbauer.at
90
Kronthaler Zirbe mit Waldhonig 2018
Die Zirbe setzt sich im Duft typisch
durch, süßliche Untertöne unterstützen.
Menthol und Honigsüße liefern sich einen
spannenden Wettstreit am Gaumen,
den die Süße im Abgang für sich entscheidet.
30 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €
Brennerei Kronthaler
brennerei-kronthaler.at
Schosser »Max Reserve« –
Banane, 23 Jahre 1996
Frische Bananen, die mit warmer Schokolade
überzogen im Duft serviert werden.
Am Gaumen fruchtig und füllig mit erneut
schöner Frucht, ein wenig Würze
kommt erst im Abgang hervor.
40 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€
Destillerie Schosser
schosser.com
Reisetbauer Aroniabrand 2017
Die Nase erinnert an gute Vogelbeerbrände,
feinherbes Menthol und eine Spur Bittermandel
sind da. Am Gaumen beerenartiger
mit komplexer Grundstruktur und
langem Abgang.
41,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche
Reisetbauer Qualitätsbrand
reisetbauer.at
94
Zitrusfrüchte
Mayer Granit Destillerie Mandarinenedelbrand
2016
Vielseitige ätherische Noten von Mandarinenschalen
und süßlichen Orangen sind
vielschichtig abgebildet. Am Gaumen sind
feingliedrige und leichtfüßige Noten vorhanden,
die eine elegante Struktur zutage
fördern. 41 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€
Günther Mayer Wald4tler
Granit Destillerie, granitdestillerie.at
93
Brunner Arangino 2016
Orangen und Bitterorangen sind sowohl
mit Frucht als auch mit Zestennoten gut
im Duft evident. Am Gaumen füllig mit
intensiv präsenten Fruchttönen. Der abgang
wird von feinminzigen Anklängen
begleitet. 40,8 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €
Privatbrennerei Egon Brunner
egonbrunner.at
Reisetbauer Orangenbrand 2012
Eine Mischung aus Bisquitkeks mit Orangengelee
und Schokoüberzug und britischer
Orangenmarmelade kommen im
Geruch voll durch. Würzige Bergamotte
und kandierte Orangenschalen bilden ein
spannendes Geschmackserlebnis.
48 Vol.-%, 0,35-l-Flasche
Reisetbauer Qualitätsbrand
reisetbauer.at
91
Bierbrand
Müller Zigarrenbrand Bockbier
Eine duftige Biernote mit feiner Tabakunterlegung
steht intensiv in der Nase. Saftige,
hopfige und auch fruchtige Noten
sind geschmacklich gut zu erkennen. Ein
feiner, typischer Bierbrand.
43 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€
Edelbrand-Destillerie Müller
edelbrand-destillerie.at
90
Getreide
Schosser »Max Reserve« –
Dinkel, 21 Jahre 1998
Mild und mit einem leichten Hefeton
ausgestattet beginnt der Duft des Brandes,
ehe mit etwas Luft mehr Intensität
auftritt. Am Gaumen fällt die sehr milde
Textur auf, dezente Getreidenoten kommen
im Abang durch.
40 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€
Destillerie Schosser, schosser.com
97
Tresterbrand
Reisetbauer Trester Edition Olivier
Bern stein – Premiers Grand Crus &
Cambertin, Clos-de-Béze Grand Cru ’15
Klassischer Trester im besten Sinn. Die
feinherben Noten und die leichte Fruchtigkeit
verbinden sich zu einer harmonischen
Duftstruktur. Am Gaumen dicht
und engmaschig mit eleganter Würze
und stoffigem Abtrunk.
41,5 Vol.-%, 0,7-l-Flasche, Reisetbauer
Qualitätsbrand, reisetbauer.at
96
Mayer Granit Destillerie Trester
Gelber Muskateller 2016
Ein harmonischer Trester mit typischem
Muskatellerton. Am Gaumen finden sich
eine klare und präzise Textur und eine
dichte Würzigkeit. Das Finish ist top mit
langem Nachklang.
41 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €
Günther Mayer Wald4tler
Granit Destillerie, granitdestillerie.at
95
Günther Mayer Wald4tler Granit Destillerie
Trester Gewürztraminer 2016
Frisch und mentholisch kommt die Aromasorte
Gewürztraminer sehr gut zur
Geltung. Die massive, gute Würze ergibt
eine pikante Struktur und endet in einem
lange anhaltenden Nachhall.
41 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €
Günther Mayer Wald4tler
Granit Destillerie, granitdestillerie.at
93
Reisetbauer Trester Edtion Dönnhoff –
Oberhäuser Brücke
Riesling Eiswein 2014
Die dezent gehaltene Tresternote wird
vom fruchtig-süßlichen Duftton überstrahlt.
Am Gaumen wirkt der Brand sehr
aromatisch und füllig. Das würzige Finish
zeigt deutlichere Tresternoten.
41,5 Vol.-%, 0,7-l-Flasche
Reisetbauer Qualitätsbrand
reisetbauer.at
91
Schosser »Max Reserve« –
Trester TBA 21 Jahre 1998
Sowohl duftige Frucht als auch rauchiger
Trester, dazu eine kleine Portion Honig
machen ein interessantes Wechselspiel
im Duft aus. Am Gaumen kommen Fassnoten
kräftig zum Vorschein, der Trester
übernimmt. 42 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€
Destillerie Schosser, schosser.com
Apfel fassgelagert
97
Schosser Apfel Kastanienfass 2012
Die saftige Frucht im Geruch wird vom
dezenten Holzton perfekt unterstützt.
Fotos: beigestellt
236 falstaff jul–aug 2019
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Fotos: beigestellt
Dieses Spiel setzt sich am Gaumen unmittelbar
und elegant fort. Im vielschichtigen
Finish sind weiche Fassaromen lange
präsent. 40 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €€
Destillerie Schosser, schosser.com
96
Müller Apfelbrand im Sherryfass
Sehr feinfruchtig, mit ideal inszenierten
Sherryfassnoten wirkt die Nase sehr anregend.
Am Gaumen zunächst überwiegend
Frucht, die Raffinesse des Holzes
kommt dann stärker und führt zu einem
komplexen Finish. 43 Vol.-%, 0,35-l-Flasche,
€€, Edelbrand-Destillerie Müller
edelbrand-destillerie.at
92
Schneeberger Apfel
Die anfangs filigrane Nase lässt an Bratäpfel
und Vanillemark denken. Die Geschmacksnoten
sind füllig und reichhaltig,
neben der Frucht kommt zum Ende
hin deutlicher werdend jugendliches Holz
hinzu. 43,5 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €
Schneeberger Destillate
weingut-schneeberger.at
Traube fassgelagert
92
Brunn Traubenbrand Reserve Cuveé
Leopold + Johann
In dem quasi klassischen Traubenbrand
gibt es ein gutes Süße-Holzspiel im Duft.
Das Fass ist auch am Gaumen gut eingebunden,
feine rauchige Noten geben zusätzliche
Tiefe. Harmonischer Nachklang.
42 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €€
Elmar Brunn, 6942 Krumbach
90
Brunn Traubenbrand Gelber Muskateller
Reserve 2015
In der Nase eine an duftigen Pisco erinnernde
Note. Dazu kommen Pfeffer und
ein gute Portion Fassnoten. Am Gaumen
recht elegant mit vanilliger Süße, würziges
Finish. 43 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €€
Elmar Brunn, 6942 Krumbach
Zwetschge fassgelagert
96
Müller Zwetschgenbrand im
Eichenfass gelagert
Eine saftig-duftige Frucht steht toll in
der Nase, dazu kommen engmaschige
Holznoten mit feiner Vanille. Am Gaumen
stoffig, erneut mit feinen Lagen von reifer
Zwetschge und feinem Holz. Sehr
gute Länge. 42 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €€
Edelbrand-Destillerie Müller
edelbrand-destillerie.at
94
Schosser Alte Zwetschge
6 Jahre Rumfass 2009
Die Zwetschge ist in voller Reife in der
Nase, dazu kommt eine feine Holznote,
die an Zigarrenkisten erinnert. Dichte Eleganz
prägt das Mundgefühl, im Abgang
wird die Holzaromatik kräftiger.
40 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €€
Destillerie Schosser
schosser.com
93
Schilger Zwetschgenbrand im
Eichenfass 2016
Die Nase ist komplex mit eng übereinandergelegten
Lagen von reifer Zwetschge,
feinem Steinton und eingebundenem
Holz. Zu dieser Finesse kommen dezente
Kakaonoten und fruchtige Einsprengsel
im Finish. 40,8 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €€
Brennerei Johann Schilger
brennerei-schilger.at
Trester fassgelagert
92
Wiederstein Eau de vie de Vin Tresterbrand
aus BF/ME im Maulbeerfass
gereift 2015
Die typische Tresternoten und die
feinen Fasstöne wechseln einander
in einem interessanten Spiel ab.
Am Gaumen finden sich dicht
gewobene Strukturen mit einem
eher trockenen Finish.
41,8 Vol.-%, 0,5-l-Flasche, €€
Weiberwirtschaft Wiederstein
wiederstein.at
90
Martins Edelbrände Trester EFG
im Eichenfass gelagert 2016
Die Tresternoten sind typisch und
gut ausgeprägt in der Nase vorhanden.
Der vielseitige Holzton
und die an Muskat erinnernde Frucht
ergeben ein klassisches Grappa-
Mundgefühl. Feinherb im Abgang.
43,5 Vol.-%, 0,35-l-Flasche, €
Martins Edelbrände
genussland.at
WEITERE BRÄNDE DER
SPIRITS TROPHY 2019
89
Gruberhof Williams Birne 2017
Gruberhof, gruberhof.tirol, €
Schosser Williams 2016
Destillerie Schosser, schosser.com, €€
Wurm & Wurm Brombeere 2010
Wurm & Wurm, wurm-wurm.at, €€
Müller Weichselbrand, Edelbrand-Destillerie Müller
edelbrand-destillerie.at, €
Sammerhof Kirschlorbeere 2017
Sammerhof Edelbrände, sammerhof.at, €
Wurm & Wurm Traubenkirsche 2005,
Wurm & Wurm, wurm-wurm.at, €€
Hämmerle Kriecherl, Wilhelm Hämmerle
Freihof Destillerie, haemmerle.com
Sammerhof Riesentanne2017
Sammerhof Edelbrände, sammerhof.at, €
Hämmerle Herzstück Aronia, Wilhelm Hämmerle
Freihof Destillerie, haemmerle.com, €
Reisetbauer Trester Edition Weingut Gesellmann –
Hochberc 2008, Reisetbauer Qualitätsbrand
reisetbauer.at
Reisetbauer Trester Edition Trester Edition Domaine
Roulot – Meursault Charmes 2014, Reisetbauer
Qualitätsbrand, reisetbauer.at
Reisetbauer Apfelbrand im Eichenfass 2016
Reisetbauer Qualitätsbrand, reisetbauer.at
Schilger Marillenbrand im Maulbeerfass 2018
Brennerei Johann Schilger, brennerei-schilger.at, €
Wiederstein Old Stone KA RUM 2017
Weiberwirtschaft Wiederstein, wiederstein.at, €€
88
Sammerhof Apfelbrand Rubinette 2014
Sammerhof Edelbrände, sammerhof.at, €
Sammerhof Steirische Mostbirne 2015
Sammerhof Edelbrände, sammerhof.at, €
Martins Edelbrände Himbeere 2018
Martins Edelbrände, genussland.at, €
Reisetbauer Himbeerbrand 2017
Reisetbauer Qualitätsbrand, reisetbauer.at
Mayer Granit Destillerie Quitte 2017, Günther Mayer
Wald4tler Granit Destillerie Wildkirsche
granitdestillerie.at, €
Brunner Schlehenbrand 2018
Privatbrennerei Egon Brunner, egonbrunner.at, €
Sammerhof Vogelbeere 2016
Sammerhof Edelbrände, sammerhof.at, €€€
Schosser Vogelbeere 2013
Destillerie Schosser, schosser.com, €€€
Müller Hauszwetschgenbrand, Edelbrand-Destillerie
Müller, edelbrand-destillerie.at, €
Flunger Spänling, Bernhard Flunger, 6423 Mölz, €
Müller Apfel-Meisterwurzbrand, Edelbrand-Destillerie
Müller, edelbrand-destillerie.at, €
Sammerhof Limette 2016
Sammerhof Edelbrände, sammerhof.at, €€
Mayer Granit Destillerie Schremser Weihnachtsbier
2016, Günther Mayer Wald4tler Granit Destillerie
granitdestillerie.at, €
Wurm & Wurm Zwetschge vom Fass
Wurm & Wurm, wurm-wurm.at
Wiederstein Grandma’s Choice Katharina Cigar
2011,Weiberwirtschaft Wiederstein
wiederstein.at, €€€
Brunn Bio Kakao Geist im Rumfass ausgebaut
(Fassprobe) 2019, Elmar Brunn, 6942 Krumbach, €€
87
Müller Roter Williamsbirnenbrand
Edelbrand-Destillerie Müller
edelbrand-destillerie.at, €
Hämmerle Subirer, Wilhelm Hämmerle Freihof
Destillerie, haemmerle.com, €
Hämmerle Herzstück Brombeere Wilhelm
Hämmerle Freihof Destillerie, haemmerle.com, €
Brunn Himbeerbrand 2018,
Elmar Brunn, 6942 Krumbach, €€€
Mayer Granit Destillerie Wildkirsche 2018
Günther Mayer Wald4tler Granit Destillerie
granitdestillerie.at, €
Liebminger Kirschwasser 2017, Edelbrände Andreas
Liebminger, paasdorf-oldstyle.jimdo.com
Schosser Weichsel 2011
Destillerie Schosser, schosser.com, €€
Mayer Granit Destillerie Marille 2014, Günther Mayer
Wald4tler Granit Destillerie, granitdestillerie.at, €
Müller Roter Marillenbrand, Edelbrand-Destillerie
Müller, edelbrand-destillerie.at, €
Müller Salzburger Gebirgsvogelbeerbrand, Edelbrand-Destillerie
Müller, edelbrand-destillerie.at, €€
Schosser Alter Apfel 8 Jahre Eichenfass 2017
Destillerie Schosser, schosser.com, €€
86
Müller Quittenbrand, Edelbrand-Destillerie Müller
edelbrand-destillerie.at, €
Kronthaler Marillen Brand 2018,
Brennerei Kronthaler, brennerei-kronthaler.com, €
Reisetbauer Rosenmarillenbrand 2015, Reisetbauer
Qualitätsbrand, reisetbauer.at
Sammerhof Dirndl 2017
Sammerhof Edelbrände, sammerhof.at, €€
Schosser »Max Reserve« – Bockbier – 24 Jahre 1995
Destillerie Schosser, schosser.com, €€
Steiner Apfel im Eichenfass 2015
Edelbrand Steiner, edelbrandsteiner.at, €
Thaler Apfel im Eichenfass 2018
Gästehaus Thaler, gaestehausthaler.at, €
Zöchmeister Weinbrand »Roafhoazer« 2004
Manufaktur Zöchmeister zoechmeister.at, €€
85
Steiner Birne Rote Williams 2016
Edelbrand Steiner, edelbrandsteiner.at, €
Müller Schwarzbeerbrand Wildsammlung
Edelbrand-Destillerie Müller
edelbrand-destillerie.at, €€
Schilger Weichselbrand 2018
Brennerei Johann Schilger, brennerei-schilger.at, €
Steiner Marille 2017
Edelbrand Steiner, edelbrandsteiner.at, €
Hämmerle Quitte, Wilhelm Hämmerle Freihof
Destillerie, haemmerle.com
Steiner Muskat-Traube
Edelbrand Steiner, edelbrandsteiner.at, €
Mayer Granit Destillerie Mohnschnaps 2018
Günther Mayer Wald4tler Granit Destillerie
granitdestillerie.at, €
jul–aug 2019
falstaff
237
document6702655469664598261.indd 237 28.06.19 15:12
POP-UP-HEURIGER 238
DOLCE VITA BEI POLIFORM WIEN &
PASSIONE ABARTH 240
UNA SERATA SICILIANA 242
CEO-DINNER AM WÖRTHERSEE 244
ST-ONE-GALA-DINNER IM »STEIRERECK« 246
WETSCHER TOUR DE GOURMET &
APERITIVO LUNGO 248
MOTOREN & MENÜS &
JAHRGANGSPRÄSENTATION KRACHER 249
Der »Kursalon Hübner« wurde zum
Großheurigen mit rund 1000 Gästen.
POP-UP-HEURIGER
Bei Wienerliedern
von Zuckergoscherl (o.) konnten
köstliche Schmankerl u. a. vom
»Heurigen Musser« (r.) genossen werden.
Familie Wieninger
mit Sigi Machatschek.
Für die Präsentation des neuen
Falstaff Heurigen &
Buschenschankguides, der
heuer erstmals in Kooperation
mit Almdudler erschien, verwandelte
sich der Wiener »Kursalon
Hübner« am 23. Mai zum stimmungsvollen
Großheurigen. Zwischen
besten Weinen, köstlichen
Schmankerln und kreativen
Spritzer-Variationen genossen
rund 1000 Gäste in einer der
wohl schönsten Locations der
Stadt den Falstaff-Pop-up-Heurigen
2019. Die Gäste feierten die
besten Heurigen und Buschenschanken
des Landes bei Live-
Musik bis in die späten Abendstunden
– darunter Klassiker aus
Wien wie beispielsweise »Mayer
am Pfarrplatz«, »Heuriger Edlmoser«,
»Wieninger am Nussberg«
sowie aus den Bundesländern,
wie etwa das Weingut
Krispel aus der Steiermark, der
»Winzerhof Familie Dockner«
aus Niederösterreich und die
»Podersdorfer Weinstube« aus
dem Burgenland. Mit über
25.000 Votings aus der Community
wurden die besten Betriebe
ermittelt.
Fotos: Colin Cyruz // www.colincyruz.com
238 falstaff jul–aug 2019
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NACHBERICHT
V. l. n. r.: Almdudler-Chef Thomas Klein, Falstaff-Herausgeber
Wolfgang Rosam, »Heurigen-Wirtinnen des Jahres« Sigrid und Kerstin
Schwertführer, Falstaff-Online-Chefredakteur Bernhard Degen.
Unter den
Gästen waren
Johanna
Gebeshuber
(M., »Heuriger
Spaetrot«) und
Harald Brunner
(»Das
Spittelberg«).
Weinbau-
Präsident Otto
Auer umringt von
Mostbauern aus
Niederösterreich
vor der Leica-
Fotowand.
Barkeeper-Pärchen Philipp
Ernst und Andrea Hörzer von
der Cocktailbar »Josef«.
Fotos: Colin Cyruz // www.colincyruz.com
Michael Edlmoser vom »Weingut
und Heurigen Edlmoser« erhielt die
Auszeichnung »Bester Heuriger Wiens«.
In Feierlaune: Familie Dockner vom »Winzerhof Dockner«.
Alles Impressionen
vom Event unter
falstaff.com/popupheuriger2019
jul–aug 2019
falstaff
239
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NACHBERICHT
DOLCE VITA BEI POLIFORM WIEN
Der Poliform Monobrand Store am Franz-Josefs-Kai
in Wien erstrahlt in neuem Glanz.
Alles Impressionen
vom Event unter
falstaff.com/bottega
Campari Soda, Campari Spritz & Co. –
an der Campari-Kofferbar mixte Stefano
Trabison die Aperitifs des Abends.
Gleich ein ganzes
Parmesanrad
brachte Gastronom
Barbaro mit, das
vor Ort für die Gäste
aufgebrochen wurde.
Unter dem Motto »Design &
Dolce Vita« feierte der seit
zwölf Jahren bestehende
Monobrand Shop der italienischen
Designmarke Poliform am 8. Mai
2019 in Wien nach großem Umbau
ein tolles Eröffnungsfest. Bei italienischen
Köstlichkeiten wurden die
stilvollen Designerprodukte der
neuen Kollektion präsentiert. Vor
Ort war, neben den Inhabern von
Poliform wie etwa Gaia Spinelli
und der Familie Spätauf, auch der
Shootingstar unter den Designern
im Haus Poliform, Emmanuel Gallina.
Für den Aperitivo sorgte Campari,
während Prosciutto aus dem
Haus Barbaro hauchdünn von der
Berkel-Maschine aufgeschnitten
wurde. Den süßen Abschluss machten
die beliebten Baci-Pralinen.
PASSIONE ABARTH
Ganz im Zeichen des 70. Geburtstages
von Abarth
stand der Wachauring am
18. Mai. Falstaff und Abarth luden
zum exklusiven Event und
boten die einmalige Gelegenheit,
die PS-starken Sportwagen auf
der Rennstrecke zu testen. Die
Teilnehmer erwarteten spannen -
de Übungen am Infield und eine
Umlandfahrt am Nachmittag.
Für das kulinarische Rahmenprogramm
sorgte Falstaff gemeinsam
mit exklusiven Kulinarik-Partnern
wie etwa den Grillexperten
von Weber Grill, die köstliche
Wiesbauer-Spezialitäten zubereiteten.
Erfrischungen gab es von
Saftgarten, Weine vom Weingut
Schaller vom See und Cocktails
an der »Moody Monkey«-Bar.
An der »Moody Monkey«-Bar gab es
erfrischende alkoholfreie Cocktails.
Mini-Burger der Weber-Grillexperten mit
feinstem Fleisch von Wiesbauer.
Alles Impressionen
vom Event unter
falstaff.com/passione-abarth
Abarth wurde
1949 von Karl
»Carlo« Abarth
gegründet.
Anneliese Abarth,
Filmproduzentin
und Präsidentin
der Carlo Abarth
Foundation.
Fotos: Philipp Lipiarski / www.goodlifecrew.at, Colin Cyruz // www.colincyruz.com, beigestellt
240 falstaff jul–aug 2019
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die noch Mitglied werden möchten, zur
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sind, informieren wir Sie gerne! Als Mitglied
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MANGOLD
Vertraute Rezepte, zeitgemäße Leichtigkeit und
sicheres Küchenhandwerk bringen harmonische
Gerichte mit oft auch mediterranem Touch hervor.
Grundlage dafür sind immer Topprodukte, ob
Bodensee-Fisch, Biogemüse aus Koblach oder
heimisches Wild. Mit den verschiedenen Stuben und
dem lichtdurchfluteten Wintergarten öffnet sich für
jeden Bedarf das richtige Ambiente. Im Sommer
bevorzugen die Gäste den romantischen Innenhof
mit einem riesigen Baldachin aus Weinreben.
INFO
Foto: beigestellt
MANGOLD
94 PUNKTE im Falstaff
Restaurantguide 2019
Pfänderstraße 3
6911 Lochau
T: +43 5574 42431
restaurant-mangold.at
Der romantische Garten im Innenhof mit dem Baldachin aus Weinreben lädt zum entspannten Verweilen ein.
jul–aug 2019 falstaff 241
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NACHBERICHT
UNA SERATA SICILIANA –
EIN ABEND DER GROSSEN GENÜSSE
Mit der Zusammenarbeit
des Hotels »The Ritz-
Carlton, Vienna« und
des sizilianischen Spitzenkochs
Ciccio Sultano wurde eine kulinarische
Brücke nach Sizilien geschlagen.
Der charismatische
Herdvirtuose installierte gemeinsam
mit Mastermind und Hoteldirektor
Christian Zandonella die
mittlerweile populär gewordene
Restaurant-Bar »Pastamara«.
Nun luden die beiden in Kooperation
mit dem Falstaff-Verlag
herausragende sizilianische Weingüter
nach Wien ein und feierten
ein lukullisches Fest. Auf drei
Etagen präsentierten Winzer-
Ikonen wie Planeta oder Donnafugata
ihre großartigen Weine.
Hunderte interessierte Besucher
ließen sich diese ebenso wenig
entgehen wie feine Schmankerl
aus dem Süden.
In einer Masterclass konnte
das Wein-Wissen um die vielfältigen
Terroirs der Insel vertieft
werden. Abgerundet wurde der
genussvolle Abend mit einem sizilianischen
Dinner von Meister
Sultano persönlich. Sein Menü
umfasste unter anderem seinen
berühmten Insalata di mare, eine
Lasagnetta di ricotta e limone
con salsa alle sarde sowie ein
Nebrodi-Schwein nach Chiaramontana-Art
mit Topinambur-
Püree, Kerbel und gebratenen
Linsen. Als krönenden Abschluss
servierte der Zwei-Sterne-Koch
aus Ragusa die berühmteste
Nachspeise der Mittelmeerinsel:
Cannoli siciliani,
mit Ricotta gefüllte
Teigrollen an Mandelsorbet.
Edle Tropfen
wurden von Vito
Catania (Azienda
Agricola Gulfi)
serviert.
V. l. n. r.: Nikolas von Haugwitz
(Ex-Vorstand Hawesko), Mariangela Cambria
(Weingut Cottanera), Christian Zandonella
(General Manager, The Ritz-Carlton, Vienna).
Alessandra
Pagliaro (Weingut
Pietradolce).
Alles Impressionen
vom Event unter
falstaff.com/serata-siciliana
Sorgten für das leibliche Wohl: Zwei-Sterne-Koch Ciccio Sultano und das Team des »Pastamara«.
Fotos: Colin Cyruz // www.colincyruz.com
242 falstaff jul–aug 2019
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PARTY RENT / promotion
TABLE TOP FÜR
JEDEN ANLASS
Der Eventausstatter Party Rent hat neben hochwertigem
Mobiliar auch ein breites Sortiment im Bereich Table Top.
Mit einer neuen Porzellan-Serie erweitert er nun sein Angebot.
Fotos: Steffen Sinzinger
Schon immer zeigte sich Party Rent
trendbewusst in Sachen Tischkultur.
Dafür unterhält der Eventausstatter
ein eigenes Produktentwicklungsteam
im Bereich Cateringequipment, das sich mit neuen
Trends beschäftigt und zusammen mit Partnern
und Lieferanten auch neue Produkte kreiert.
Gemeinsam mit dem portugiesischen Hersteller
Vista Alegre wurde nun die Stoneware
Collection MYSA entwickelt, die für das angenehm
Unperfekte steht, das den nordischen
Trend der Saison wunderbar aufgreift. »Mysa«
bedeutet aus dem Schwedischen abgeleitet so
viel wie »es sich gemütlich machen«. Und dieses
Versprechen hält die Kollektion: Organische
Strukturen erzeugen eine ungezwungene Atmosphäre
und sorgen dafür, dass sich jeder sofort
zu Hause fühlt. Erhältlich in insgesamt sechs
verschiedenen natürlichen Farbwelten in harmonisch
abgestimmten Nuancen – unter anderem
Deep Ocean und Sand Grey – sowie in neun
unterschiedlichen Formaten, ergeben sich unzählige
Kombinationsmöglichkeiten. So ist es
Party Rent in enger Zusammenarbeit mit dem
Hersteller gelungen, das nordische Lebensgefühl
in die Veranstaltungswelt zu transportieren.
Sämtliche Farben, Glasuren und Strukturen
wurden exklusiv für Party Rent entwickelt. Die
Verarbeitung der Produkte erfolgt handwerklich
in Manufaktur-Kleinserienfertigung, die das
ursprüngliche Gefühl, den Charakter und die
Wertigkeit des Materials erhält. MYSA steht für
simples nordisches Design, echtes Handwerk
und qualitativ hochwertige Produkte.
INFO
Weitere Informationen unter
partyrent.com
jul–aug 2019 falstaff
243
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NACHBERICHT
Das »See Restaurant Saag«
bietet einen wunderschönen Ausblick
auf den Wörthersee.
CEO-DINNER
AM WÖRTHERSEE
Eingebettet in die malerische
Landschaft bot das »See
Restaurant Saag« am
Wörthersee den idealen Rahmen
für ein exklusives CEO-Dinner.
Als Genussbotschafter seiner Bundesland-Heimat
Kärnten lud Falstaff-Herausgeber
Wolfgang Rosam
am 8. Mai 2019 gemeinsam
mit Co-Gastgebern der Kärntner
Sparkasse, Erste Bank, T-Mobile
und Austrian Airlines und begleitet
von ORF Kärnten sowie
Kleiner Zeitung zu einem unvergesslichen
Abend in Kärntens
Hotspot für gehobene Esskultur.
Topmanager und Führungskräfte
kamen in den Genuss eines fantastischen
Menüs mit dem charmanten
Namen »Seefahrt mit
sechs Stationen« – zubereitet von
Hubert Wallner. Für die Gastgeber
öffnete der Starkoch die Pforten
seines Heiligtums und bot ihnen
die einmalige Gelegenheit, die
Zubereitung seiner fantastischen
Kreationen live zu erleben.
Die Gäste zeigten sich von den
exquisiten Köstlichkeiten wie
»Hiramasa Kingfish« oder
»Zweierlei Lammrücken aus der
Genussregion Kärnten« ebenso
begeistert wie von der Vorstellung
der erlesenen Weine.
Falstaff-
Herausgeber
Wolfgang Rosam
mit Spitzenkoch
Hubert Wallner
und Wiener-
Städtische-
Landesdirektor
Erich Obertautsch.
Starkoch Hubert Wallner kreierte
für die Gäste ein herausragendes
Sechs-Gänge-Menü.
Wolfgang Rosam mit den Co-Gastgebern: Kärntner-Sparkasse-
Vorstandsdirektorin Dr. Gabriele Semmelrock-Werzer, Erste-Bank-Vorstand
Thomas Schaufler, Vice President Business Sales T-Mobile Austria
Jens Radszuweit.
Fotos: Daniel Waschnig
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Alle Impressionen
vom Event unter
falstaff.com/strasser
NACHBERICHT
ST-ONE-GALA DINNER IM STEIRERECK
Strasser Steine und Falstaff
luden am 22. Mai 2019
zum exklusiven Dinner ins
Wiener »Steirereck«, wo sich
alles um Granit und Steinzeit
drehte. Bei kulinarischen Köstlichkeiten
konnten die geladenen
Gäste die »ST-ONE Naturstein-
Kücheninsel« von Strasser Steine
bewundern – ein Modell, das
auch als XL-Version bei Johann
Unternehmer
Hans Jörg
Schelling (l.)
und
Gastgeber
Johannes
Artmayr
genossen
den Abend
in vollen
Zügen.
Lafer in der Kochschule steht.
Das einzigartige Menü von
Heinz Reitbauer unterstrich den
edlen Naturstein der Kücheninsel.
So servierte Reitbauer
im Anschluss an den Aperitif
Cesario, einen Winzersekt vom
Weingut K+K Kirnbauer, eine Tigerforelle
mit Rüben-Vielfalt und
Eukalyptus, gefolgt von Grünspargel
mit Steinhonigklee-Schafkäse,
Hopfensprossen und Bergamotte.
Im Anschluss gab es Waller-Gulasch
mit Mispel und Kamut
sowie Reh mit marmorierter
Karotte, schwarzer Nuss und
Stachelbeere. Den krönenden Abschluss
machte das Steinobst mit
Granitbock, Pistazie und Malz
als Dessert.
Als Begleitung zu den hervorragenden
Gängen wurden Weine
der Weingüter Van Volxem
und Kirnbauer gereicht.
Roman
Niewodniczanski (u.)
vom deutschen
Weingut Van
Volxem.
Die »ST-ONE
Kücheninsel« von
Strasser Steine (o.)
wurde auf der
Terrasse des
»Steirerecks«
präsentiert.
V. l. n. r.: »Steirereck«-Koch Heinz Reitbauer, Strasser-Steine-
Geschäftsführer Johannes Artmayr und Starkoch Johann Lafer.
Fotos: Colin Cyruz // www.colincyruz.com
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WIENER STÄDTISCHE / promotion
Lachend starten Kapitän Ulmer und
sein Team in die Saison 2019/2020.
Erneut im Visier: Meisterschaft,
Cup und Champions League.
GENUSS VERBINDET.
SPORT AUCH.
Andreas Ulmer, Kapitän des FC Red Bull Salzburg über Ziele,
Hunger und Lebensqualität.
»Mein wichtigster Rückzugsort
ist meine Familie. Dort komme ich
zur Ruhe und kann Energie und
Kraft tanken.«
ANDREAS ULMER,
KAPITÄN DES FC RED BULL SALZBURG
Fotos: FC Red Bull Salzburg
Herr Ulmer, Sie sind bereits seit zehn Jahren
Stammspieler beim FC Red Bull Salzburg, und
seit der vergangenen Saison führen Sie das Team
als Kapitän an. Was bedeutet das für Sie, und inwiefern
hat sich Ihr Arbeitsalltag verändert?
ANDREAS ULMER Natürlich bin ich sehr
stolz, die Kapitänsschleife bei so einem erfolgreichen
Klub tragen zu dürfen. Vom Aufwand her
hat sich dadurch aber nicht viel verändert. Vielleicht
gibt es den einen oder anderen Medientermin
mehr, aber auch das macht mir meist Spaß.
Sie haben mit dem FC Red Bull Salzburg in über
zehn Jahren bereits mehr als 400 Pflichtspiele
absolviert und haben nun Ihren Vertrag vorzeitig
verlängert. Was macht diesen Verein für Sie
so besonders?
Das Gesamtpaket beim FC Red Bull Salzburg
passt für mich einfach perfekt. Ich habe hier
sportlich alle Möglichkeiten, und wir spielen jedes
Jahr um Titel mit. Auch international sind
wir meist gut unterwegs, erreichen jetzt sogar
die Gruppenphase der Champions League.
Darauf freuen wir uns alle sehr. Und natürlich
ist auch die Lebensqualität hier in Salzburg fantastisch,
ich fühle mich sehr wohl.
In der Spielsaison 2018/2019 haben Sie mit
Ihrem Team das Double geschafft und auch die
Champions League erreicht. Ist das noch zu
toppen? Welche Ziele setzen Sie sich?
Unser Ziel ist es, diese Titel wieder zu verteidigen.
Viele meinen, das wäre kein Problem –
in Wirklichkeit ist es jedes Jahr aufs Neue ein
hartes Stück Arbeit. Und dann möchten wir uns
auch in der Champions League gut präsentieren.
Auf Ihrer persönlichen Erfolgsliste sind bereits
zehn Meistertitel und sechs Cupsiege verbucht.
Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Wichtig ist es, hungrig zu bleiben und sich immer
weiterzuentwickeln. In jeder Saison und
unter jedem Trainer gab es viel Neues, ich
konnte stets lernen. Nur so kann man das Beste
für sich selbst und den Klub rausholen.
Wie entspannen Sie während und wie nach der
Saison? Was gibt Ihnen Kraft?
Mein wichtigster Rückzugsort ist meine Familie.
Dort komme ich zur Ruhe und kann Energie
und Kraft tanken. Um runterzuschalten, bin ich
auch sehr gern mit meinem Hund in der Natur
unterwegs. In den Spielpausen reise ich viel,
genieße dabei gern gutes Essen und hier und da
ein feines Glas Rotwein.
INFO
Nur wer gut versichert ist, kann im Sport alles
geben. Die Wiener Städtische ist offizieller
Partner des FC Red Bull Salzburg und
steht mit maßgeschneiderten Unfall- und
Gesundheitsvorsorgelösungen auch Ihnen bei
sportlichen Aktivitäten verlässlich zur Seite.
Mehr unter:
wienerstaedtische.at
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NACHBERICHT
WETSCHER TOUR DE
GOURMET PREMIERE
Barista
Cem Korkmaz
liebt und lebt
Kaffee.
Kuchen mit »Stiel«: Cakepops
aus Silvia Strombergers
Kuchenmanufaktur.
Dass Genuss und Stil beim
Wohnen und Essen eine
geschmackvolle Symbiose
eingehen, konnten die Gäste bei der
ersten Wetscher Tour de Gourmet
am 25. Mai 2019 im Zillertal eindrucksvoll
erleben. In allen Bereichen
der Wetscher Wohngalerien
wurde ein Fest aus Kulinarik und
Küchendesign mit vielfältigen Genuss-Stationen
inszeniert. Im Erdgeschoß
drehte sich alles um Kaffeekultur
bei Coffeekult-Barista
Cem Korkmaz und der Zuckerbäckerei
von Meister-Patissier Phillip
Sigwart; im Planungsatelier Sinnreich
konnten die Gäste eine
Wohnstilanalyse durchführen,
während Innenarchitekt und Verkaufsleiter
Helmut Niederlechner
im zweiten Stock Impulsvorträge
über »die sieben goldenen Regeln
der perfekten Küchenplanung« mit
italienischem Küchendesign von
Poliform und einer Spezialitätenverkostung
unter dem Motto »La
Dolce Vita« hielt. Eine Etage höher
bot Silvia Stromberger süße Cakepops
an. Ein Highlight war die
»Rick Gin-Bar«, an der Barkeeper
Robert Pölzl individuelle Gin-Cocktails
kreierte. Im Penthouse präsentierte
Nadine Tschiderer von der
Falstaff Hotel Collection noble Hotels
und exquisite Hideaways. Die
Wetscher Tour de Gourmet brachte
kulinarische Mannigfaltigkeit
und italienisches Flair nach Fügen.
Die schönsten Küchen, feine Kulinarik und ein entspanntes Lebensgefühl – das
gesamte Gebäude des Zillertaler Einrichtungshauses wurde kulinarisch bespielt.
APERITIVO LUNGO MIT PROSECCO BOTTEGA
Prosecco-Bottega-Chef Sandro Bottega
begrüßte die Gäste im »Palais Hansen
Kempinski Wien«.
Stars des Abends: die Schaumweine
von Prosecco Bottega.
David Penker, Bar-Chef der »26°EAST Bar«
(Falstaff Hotelbar des Jahres 2018),
servierte köstliche Bottega-Cocktails.
Am 6. Juni lud Falstaff zur
Aperitivo Lungo & Party
mit Prosecco Bottega im
»Palais Hansen Kempinski Wien«
ein. Unter der Leitung von Italien-
Wein-Chefredakteur Othmar
Kiem und Sandro Bottega konnten
die Schaumweine von Prosecco
über Valpolicella bis Montalcino
unter die Lupe genommen
werden, darunter auch Bottegas
erster Natural Prosecco »Il Vino
dei Poeti Ancestral Brut Natur«,
von dem bis dato erst 5000 Flaschen
abgefüllt wurden. Begleitet
wurde das Tasting von einem
köstlichen Flying Dinner, italienischen
Klängen und spannenden
Cocktail-Kreationen von David
Penker, Chef-Barkeeper der »Falstaff
Hotelbar des Jahres 2018«.
Fotos: martin@wetscher.com. Colin Cyruz // www.colincyruz.com
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ANKÜNDIGUNG
MOTOREN & MENÜS
Heiße Motoren, kulinarischer
Genuss und
glänzendes Silber können
einen Tag perfekt machen –
so etwa bei den Erlebnistagen
von Robbe & Berking. Gestartet
wird mit einem Mittagessen im
»Mesnerhaus«, ehe eine BMW-
Spritztour auf dem Programm
steht. Highlight: ein herrliches
Sechs-Gänge-Dinner, zubereitet
von Starkoch Thorsten Probost
und »Mesnerhaus«-Chef Josef
Steffner.
Feiern Sie den Abend mit
Champagner aus dem Robbe-
&-Berking-Silberkelch (Wert:
270 Euro) und nehmen Sie diesen
als glänzende Erinnerung an
einen unvergesslichen Tag mit
nach Hause!
Starkoch
Thorsten
Probost.
INFO
TERMIN:
Fr, 4. 10. 2019 und
Sa, 5. 10. 2019
BEGINN: jeweils ab 10 Uhr
PROGRAMM: Erlebnistag mit
Mittagessen, BMW-Spritztour,
Sechs-Gänge-Menü inklusive
Weinbegleitung und Champagner,
Robbe-&-Berking-Silberkelch
im Wert von € 270,–
INFOS UND
ANMELDUNG: Pro Person
€ 579,–, für Abonnenten und
GC-Mitglieder gilt ein Rabatt
von 15 Prozent.
Gastgeber: Maria und Josef Steffner vom »Mesnerhaus«.
Fotos: EDDIE_WOLFL, photoshelter.com, beigestellt
Über 100 Weine aus dem
internationalen Portfolio von
finewineshop.com können
verkostet werden.
falstaff
KRACHER LÄDT ZUM
FINE WINE EVENT
Dieses Event wird ein
echter Kracher für Weinliebhaber
und Genussmenschen:
Am 7. und 8. September
2019 lädt das Weingut Kracher
zur Jahrgangspräsentation
und zu einem Fine Wine Event
nach Illmitz. Gleichzeitig wird
auch das 60-jährige Jubiläum des
INFO
TERMIN: Sa, 7. 9. 2019 und
So, 8. 9. 2019, 10–19 Uhr
ORT: Weinlaubenhof Kracher, Apetloner
Straße 37, 7142 Illmitz
EINTRITT: € 50,–
(Anmeldungen bis zum
15. August unter kracher.at)
Weinlaubenhofs gefeiert. Neben
der Kollektion 2017 und allen
Weinen des Hauses sind auch
heuer wieder internationale Edelwinzer
zu Gast, die exklusiv ihre
Weine präsentieren. Aber nicht
nur der (Weinwissens-)Durst soll
gestillt werden, sondern auch der
Hunger: So erwarten die Gäste
eine kulinarische Überraschung
der Wiener Haubenküche, ein
auf regionale Produkte spezialisierter
Foodtruck mit Mangalitza-Burgern,
Käsevariationen aus
aller Welt (kredenzt von Naschmarkt-Ikone
Christian Pöhl) und
vieles mehr. Auch Weingartentouren
und Pferdekutschenfahrten
werden angeboten.
jul–aug 2019
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TISCHGESPRÄCH MIT ANDRÉ HELLER ÜBER ...
… DILLSAUCE, SAFRANRISOTTO
& KRÄUTERTEE
INTERVIEW JULIA KOSPACH
FALSTAFF Düfte und Aromen spielen
in Ihrem Leben und Ihrer Arbeit eine
wesentliche Rolle. Welche Speisedüfte rufen
besonders reiche Assoziationen und Erinnerungen
in Ihnen wach?
ANDRÉ HELLER Meine erste Geruchserinnerung
überhaupt sind Vanillekipferln in unserem tiefverschneiten
Gutensteiner Waldrandhaus. Dann in Wien
die eindrucksvoll miachtelnde Speis mit den dort gehorteten
Äpfeln, in einer Zeit, bevor es bei uns Eiskästen
gab. Später im Jesuiteninternat der penetrante
Kohlgeruch in den trostlosen Gängen.
Olfaktorische Glückseindrücke bieten mir eigentlich
nicht Speisen, sondern vor allem Gärten.
Wien und Marokko sind jene beiden Orte, an
denen Sie die meiste Zeit verbringen, wenn Sie
nicht auf Reisen sind. Da treffen zwei große
Küchentraditionen aufeinander. Welche Gerichte
aus diesen Küchen mögen Sie
besonders?
Aus beiden die schlafwandlerisch qualitätsvolle
Hausmannskost. Kein Getue. Keine Kunstwerksversuche,
sondern wohlschmeckendes,
nahrhaftes und frisch gekochtes Essen.
Bitte kein ungebetener Gruß aus der Küche
(Nicht grüßen, sondern kochen!). Höfliche
Kellner, die sich nicht als Anlageberater gerieren.
Ich will in einem Speiselokal vom Personal weder
unterhalten noch belehrt werden, auch die
Erwartung, dass Köche Künstler sein sollten,
ist mir radikal fremd. Eine geröstete Leber
kann zwar im Idealfall ein Glück sein,
aber sie den Bach’schen Goldberg-Variationen
ebenbürtig zur Seite zu stellen scheint
mir doch blasphemisch. In Wien bin ich
dankbar zufrieden bei »Plachutta«-Rindfleisch
mit seinen exzellenten Zutaten. Auch im
»Gasthaus Huth« bei Kalbsrahmgulasch mit
Nockerln und selbstverständlich allen Speisen mit
Dillsauce. Meeresfisch stets auf dem
Naschmarkt. In Marokko erfüllt beinahe
jede Speise meine Kriterien. Vor
ANDRÉ HELLER
1947 in Wien geboren, zählt zu den einflussreichsten
und erfolgreichsten Multimediakünstlern der Welt. Seine
Projekte umfassen Shows, Zirkusprogramme und
Operninszenierungen, Gartenkunstwerke und Wunderkammern,
Varietés, Feuerspektakel, fliegende und
schwimmende Skulpturen, Filme und Theaterstücke,
Romane und Erzählungen. Als Chansonnier
eigener Lieder hat er Millionen Tonträger
verkauft. André Heller, der sich auch politisch
engagiert, lebt in Wien und Marrakesch,
wo er 2016 seinen Garten Anima eröffnete.
allem die genialen Gewürzmischungen, die alles
Einfache zum Gaumenwunder adeln.
Anima, Ihr großer »afrikanischer Garten Eden«
bei Marrakesch, wurde vor drei Jahren eröffnet
und hat sich zu einem wesentlichen Ziel für
Marokko-Reisende entwickelt. Was serviert denn
Ihr dortiges »Café Paul Bowles« seinen Gästen?
Safranrisotto, die Bauernsuppe Harira, herrliche
Blüten- und Blättersalate, alles inklusive Safran
aus eigenem Anbau. Dazu erlesene, frische Fruchtsäfte,
Anima-Kräutertees und einen Kaffee wie in
den Autobahnraststätten in Italien. Dort ist er
nämlich weitaus besser als in 80 % der Wiener
Kaffeehäuser.
Sie stehen im Ruf, ein besonders guter Gastgeber
zu sein. Was bedeuten Ihnen Gastfreundschaft
und das gemeinsame Essen mit anderen?
Meine Gäste sollen vom Wohnen bis zum Essen
die gleiche Sorgfalt und genussgeladene Verwöhnqualität
erleben, die ich für mich selbst einfordere.
Sollte ich noch einmal zur Wiedergeburt gezwungen
werden, möchte ich gerne bei mir Gast sein.
Sie sind viel unterwegs, unter anderem führen Sie
demnächst Regie bei Richard Strauss’ »Rosenkavalier«
an der Berliner Staatsoper Unter den Linden
oder gestalten in Brixen den Hofburggarten
neu. Wo essen Sie unterwegs?
Ich halte mich eigentlich überall an die bereits
geschilderten Regeln zur Vermeidung von Ärger
bezüglich kulinarischen Erlebnissen. Das ist an
Orten wie Rom, Bombay und Hongkong leichter
als in Frankfurt oder New York.
Foto: Suzy Stöckl
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