Logaplus-Pakete und Katalogauszug Pelletheizkessel ... - Buderus

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Logaplus-Pakete und Katalogauszug Pelletheizkessel ... - Buderus

Biotech TopLight/PZ..RL

Boden · Pellets · Stahl · Heizwert · 9,2–35 kW

Pelletsaustragung

Die Biotech Pelletheizkessel sind serienmäßig

mit einem Saugsystem zur Pelletsaustragung

ausgestattet. Das System kann die Pellets

aus einem bauseits zur Verfügung stehenden

Pelletslagerraum oder direkt aus einem Sacksilo

entnehmen. Der Einsatz anderer, als im

Zubehör aufgeführten Sacksilos darf erst nach

Freigabe des entsprechenden Sacksilo-Herstellers

(Kompatibilität mit dem Biotech Austragsystem)

und durch Biotech erfolgen.

Betriebsablauf

Die Regelung der Heizungsanlage wird über

die Mikroprozessorregelung mit Erweiterungsmodul

HK12 zur witterungsgeführten

Betriebsweise des/der Heizkreise(s) durchgeführt.

Bei Wärmeanforderung wird der Zündvorgang

eingeleitet. Der Brenner wird gereinigt, die

Lambdasonde vorgeheizt und die Primärluft

über das Abgasgebläse mit Volllast gestartet.

Die Zündung gilt als erfolgreich, wenn innerhalb

einer bestimmen Zeit der Restsauerstoff

an der Lambdasonde einen definierten Wert

erreicht. Anschließend werden schrittweise

die festgelegten Luftwerte für Primär- und

Sekundärluft angesteuert und über die Luftmassensensoren

überwacht. Der Kessel

Planung

Anlagenaufbau und Betriebsablauf

Zur Erzielung optimaler Betriebsergebnisse ist

eine geeignete hydraulische Schaltung vorzusehen.

Beachtet werden müssen dabei u.a.

die einzuhaltenden Betriebsbedingungen. Ist

die Einbindung einer Solaranlage geplant, sind

spezielle Randbedingungen zu beachten, um

eine möglichst hohe Effektivität der Solaranlage

zu erzielen. Die Kesselsolltemperatur

beträgt 70°C (Werkseinstellung), so dass

lange Brennerlaufzeiten für einen schonenden

Pelletsbrennerbetrieb erzielt werden. Für den

Zeitraum längerer Abwesenheit in frostgefährdeten

Monaten sind entsprechende Vorkehrungen

zur Vermeidung von Frostschäden zu

treffen (Kontrolle der Feuerungsanlage seitens

Dritter, Sicherstellung der Frostfreiheit

durch elektrische Notbeheizung, Frostschutzmittel,

...).

Sicherheitstechnische Anforderungen

Die sicherheitstechnischen Anforderungen

der DIN EN 12828 sind zu beachten.

Regeltechnische Ausstattung

Die Mikroprozessorregelung übernimmt den

ordnungsgemäßen Betriebsablauf mit Steuerung

der Leistungsstufen und Brennerausschaltung.

Das Brenner-Ein-Signal wird durch

die Mikroprozessorregelung mit Standardmodul

HK12 erzeugt. Der darin integrierte STB

nimmt auch bei Ausfall aller anderen Regelorgane

die sicherheitstechnische Abschaltung

des Pelletbrenners vor.

Das Biotech Vacu-Trans-System, erzeugt

durch eine am Behälterboden montierte Turbine

einen Unterdruck im Saugschlauch (50 –

55mbar), und fördert dadurch die Pellets aus

diversen Lagervarianten bis zu 15 m in den

Tagesbehälter. Die verschiedenen Lagermöglichkeiten

sind: Erdtank, Pelletsilo, Raumaustragung

mittels Pellet-Maulwurf,

Rotationsschnecke, Retourluftsonde oder

Austragschnecke (Standardlängen 1500 –

4000mm, Sonderlängen bis 6000mm mög-

befindet sich nun im bestimmungsgemäßen

Betrieb. 10 Kelvin vor Erreichen der Kesselsolltemperatur

(Werkseinstellung 70°C)

beginnt die exakte Modulation der Brennerleistung.

Wird die Kesselsolltemperatur erreicht, arbeitet

der Brenner mit der kleinsten eingestellten

Brennerleistung weiter, bis die Kesselsolltemperatur

um 5 Kelvin überschritten wird. Die

Ausbrandphase wird gestartet Die Temperaturabsicherung

wird über den Sicherheitstemperaturbegrenzer

(STB) gewährleistet.

Der Brenner läuft wie zuvor beschrieben automatisch

sein Programm durch, so dass eine

möglicht lange Brennerlaufzeit für einen schonenden

Pellets-Brennerbetrieb erzielt werden

Vorteile mit Pufferspeicher

Der Pelletskessel kann bei bestmöglichen

Bedingungen betrieben werden. Die Wirtschaftlichkeit

der Anlage wird deutlich verbessert,

d. h. es wird Brennstoff eingespart. Der

Bedien- und Wartungsaufwand wird erheblich

gesenkt. Die Brennerlaufzeiten werden vergrößert

und der Brenner kann so wirtschaftlicher

betrieben werden. Bei Pelletsbetrieb ist

durch die Betriebsweise mit Pufferspeicher

und somit der Entfall eines sogenannten Taktbetriebes

ein deutlich höherer Wirkungsgrad

garantiert. Bei Anlagen mit sehr kleinem Wärmebedarf

im Verhältnis zur Kesselleistung

(kleiner ca. 1/2) ist daher der Einsatz eines

Pufferspeichers zwingend erforderlich!

Zugbedarf, Schornstein

Die Biotech Pelletheizkessel sind mit einem

modulierenden Abgasgebläse zur Überwindung

des heizgasseitigen Kesselwiderstandes

und einer Steuerung der Primärluftmenge

ausgerüstet.

Zur sicheren Ableitung der Abgase ist der

angegebene Förderdruck (Zugbedarf) unbedingt

eizuhalten.

Eine vorschriftsmäßige, der Kesselleistung

angepasste Abgasanlage ist Voraussetzung

für eine störungsfreie Betriebsweise und deshalb

entsprechend auszulegen und einzuplanen.

Der Heizkessel ist an eine für feste

Brennstoffe zugelassene Abgasanlage anzuschließen.

Die lichte Weite muss mindestens

lich). Die Verbindung zwischen Kessel und

Pellet Lager wird durch eine geeignete

Schlauchverbindung hergestellt.

Das Vacu-Trans-System besteht aus einem im

Tagesbehälter montierten Zyklonabscheider

mit frei schwingender Klappe, Klappensensor

und Turbine. Die Nachfüllzyklen werden über

die Mikroprozessorregelung eingeleitet, und

sind auch individuell an die Bedürfnisse der

Betreiber einstellbar (2 X täglich).

kann. Die Heizkreise sind als Mischerkreise

auszuführen, um die durch die EnEV geforderte

Betriebsweise zu erreichen. Zur Einhaltung

der Kesselbetriebsbedingung von min.

55°C Rücklauftemperatur ist der Einbau einer

Rücklaufanhebung erforderlich.

Für noch längere Brennerlaufzeiten, d.h.

wenige Brennerstarts, kann diese Betriebsweise

mit einem Pufferspeicher mit 500 l Volumen

kombiniert werden. Als Nebeneffekt

ergibt sich daraus, dass die Kombination mit

einer Solaranlage sehr einfach auch mit Heizungsunterstützung

zu realisieren ist.

130-140mm betragen. Ein Eignungsnachweis

gemäß EN 13384-1 ist zu erbringen. Da im

unteren Leistungsbereich Abgastemperaturen

unter 100 °C entstehen, ist die Abgasanlage

feuchtigkeitsunempfindlich auszuführen.

Ein Zugbegrenzer mit Überdruckklappe ist

zwingend vorzusehen. Der Zugbegrenzer ist

im Kamin unterhalb des Abgasrohreintritts zu

montieren. Wird der Zugbegrenzer direkt im

Abgasrohr (Verbindungsstück) montiert, ist

mit einer erhöhten Staubbelastung im Aufstellraum

zu rechnen.

Fußbodenheizungsanlage mit Kunststoffleitungen

In Fußbodenheizungsanlagen mit nicht sauerstoffdichtem

Kunststoffrohr (DIN 4726) ist

zwischen Heizkessel und Fußbodenheizung

ein Wärmetauscher einzubauen.

Erstinbetriebnahme

Eine Einregulierung und Einmessung ist für

einen einwandfreien Betrieb der Anlage durch

einen Biotech Servicetechniker (oder eine von

Biotech autorisierte Fachfirma) erforderlich.

Die Zusatzausstattung „Inbetriebnahme, Einweisung

und Einmessung“ ist daher zwingend

einzuplanen.

Logaplus-Pakete und Katalogauszug Pelletheizkessel Biotech – 2009 25

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