27.07.2025 Aufrufe

Schwachhauser I Magazin für Bremen I Ausgabe 104

Liebe Leserin, lieber Leser, es startet bald wieder das Bremer Musikfest mit der großen Nachtmusik am 16.August! Haben Sie schon Tickets? Bei mir steigt wie jedes Jahr die Vorfreude auf eine schöne Zeit voller Geigen! Gerade im August und September findet in Bremen so viel Schönes statt. Shakespeare im Park und am Holler See immer am ersten Sonntag im September Musik und Licht mit schönem Feuerwerk. Wunderbar! Jede Fackel an diesem Abend eine Spende für unseren schönen Bürgerpark. Diese Ausgabe ist wie jedes Jahr sehr musikalisch, denn auch um Bremen herum ist viel los, und natürlich sind die Museen geöffnet. Toll ist immer auch ein Ausflug nach Worpswede, vier schöne Museen warten dort auf Ihren Besuch. Das Titelbild stammt aus der aktuellen Ausstellung in der Villa Sponte, ein zu wenig gesehener Ort, meine ich, der von sehr engagierten Menschen, die die lokale Kultur stärken, getragen wird. In diesem Magazin ist noch viel mehr Lesenswertes, viel Freude dabei, ich wünsche Ihnen eine schöne Zeit, und bleiben Sie zuversichtlich! Herzlichst, Susanne Lolk

Liebe Leserin, lieber Leser,

es startet bald wieder das Bremer Musikfest mit der großen Nachtmusik am 16.August! Haben Sie schon Tickets? Bei mir steigt wie jedes Jahr die Vorfreude auf eine schöne Zeit voller Geigen!

Gerade im August und September findet in Bremen so viel Schönes statt. Shakespeare im Park und am Holler See immer am ersten Sonntag im September Musik und Licht mit schönem Feuerwerk. Wunderbar!
Jede Fackel an diesem Abend eine Spende für unseren schönen Bürgerpark.

Diese Ausgabe ist wie jedes Jahr sehr musikalisch, denn auch um Bremen herum ist viel los, und natürlich sind die Museen geöffnet. Toll ist immer auch ein Ausflug nach Worpswede, vier schöne Museen warten dort auf Ihren Besuch. Das Titelbild stammt aus der aktuellen Ausstellung in der Villa Sponte, ein zu wenig gesehener Ort, meine ich, der von sehr engagierten Menschen, die die lokale Kultur stärken, getragen wird.

In diesem Magazin ist noch viel mehr Lesenswertes, viel Freude dabei, ich wünsche Ihnen eine schöne Zeit, und bleiben Sie zuversichtlich!

Herzlichst, Susanne Lolk

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KULTUR

Theater

Kino

Konzerte

Ausstellungen

KUNST

KULTUR_HAPPEN

PLAUDEREI

Marena Grotheer

SONDERTEIL

gesund Bremen

August / September 2025

4,50 €

1


03

09

ETERNAL HEAVEN

Mi 03. Sept 2025 / 19.30 Uhr

Die Glocke, Bremen

2025 | www.kleinerundbold.com | Bild: ChatGPT

Lea Desandre Mezzosopran, Ensemble Jupiter,

Thomas Dunford Laute und Leitung

Georg Friedrich Händel: Arien und Suiten aus

englischen Oratorien und Semioperas

Tickets: www.musikfest-bremen.de und www.nordwest-ticket.de

0421.33 66 99 und 36 36 36, in der Glocke und im Pressehaus


Editorial

Liebe Leserin,

lieber Leser,

es startet bald wieder das Bremer

Musikfest mit der großen Nachtmusik

am 16.August! Haben Sie schon Tickets? Bei

mir steigt wie jedes Jahr die Vorfreude auf eine

schöne Zeit voller Geigen!

Gerade im August und September findet in Bremen

so viel Schönes statt. Shakespeare im Park

und am Holler See immer am ersten Sonntag im

September Musik und Licht mit schönem Feuerwerk.

Wunderbar!

Jede Fackel an diesem Abend eine Spende für

unseren schönen Bürgerpark.

Diese Ausgabe ist wie jedes Jahr sehr musikalisch,

denn auch um Bremen herum ist viel los,

und natürlich sind die Museen geöffnet. Toll ist

immer auch ein Ausflug nach Worpswede, vier

schöne Museen warten dort auf Ihren Besuch.

Das Titelbild stammt aus der aktuellen Ausstellung

in der Villa Sponte, ein zu wenig gesehener

Ort, meine ich, der von sehr engagierten Menschen,

die die lokale Kultur stärken, getragen

wird.

In diesem Magazin ist noch viel mehr Lesenswertes,

viel Freude dabei, ich wünsche Ihnen

eine schöne Zeit, und bleiben Sie zuversichtlich!

Herzlichst,

Susanne Lolk

Mit dem QR-Code zuhause online

lesen und im Archiv stöbern!

3


Inhalt

104

06

PLAUDEREI

Marena Grotheer

34

MUSIK

GartenKultur

BQB

Singende Balkone

Musik und Licht

44

BÜHNE

Theater Bremen

Stadttheater BRV

shakespeare Company

Kleinkunstbühne

52

AUSSTELLUNGEN

Bremen

und umzu

4


Immobilienverkauf?

Dafür hab ich

jemanden!

20

KUNST

KULTUR_HAPPEN

22

MUSIK

Musikfest

Bremer Philharmoniker

Sendesaal

Seebühne

59

SONDERTEIL

gesund Bremen

70

UNTERHALTUNG

Buchbesprechungen

Cartoon

Kreuzworträtsel

Melanie Kritzer,

Haus & Grund-Mitglied seit 2013

· Verkauf

· Vermietung

· Verwaltung

· Bewertung

Haus & Grund Bremen GmbH

Am Dobben 1

28203 Bremen

0421 - 3 68 04-0

www.hug-bremen.de

5


Im Gespräch mit einer Bremerin

6

Marena Grotheer: Gesprächsbereit sein, Geheimnisse austauschen, aufeinander einlassen, Liebe hat viele Facetten, Fotos: Konstantin Zigmann


Das Universum von Marena Grotheer

Von Lena Häfermann

Von der Touristikerin zur Stimme eines der außergewöhnlichsten Museen der Stadt:

Seit fast 25 Jahren prägt Marena Grotheer das Universum ® Bremen. Ein Gespräch

über Neugier, Lieblingsmomente – und Kinder, die auf Brücken rennen müssen.

Am bislang heißesten Tag des Jahres treffe ich Marena

Grotheer zum Plaudern im Universum ® . Wir

öffnen das Fenster für ein wenig Durchzug und die

fröhlichen Kinderstimmen unten auf dem Open-Air-

Ausstellungsgelände schallen zu uns nach oben und

vermitteln ein Gefühl von Freibad. Da wären wir jetzt

gern, erklären wir uns verschmitzt. Aber auf unser Gespräch

freuen wir uns natürlich auch. Mit dabei: Grotheers

Kollege Bastian Bullwinkel, Referent für Öffentlichkeitsarbeit.

„Wir ergänzen uns gut. Wenn ich etwas

vergesse, fällt es Bastian bestimmt ein“, erklärt die Leiterin

der Unternehmenskommunikation und vermit-

telt damit gleich einen ersten Eindruck ihrer Werte: sie

muss nicht unbedingt alleine im Mittelpunkt stehen

(auch wenn sie es ist, die dem Universum ® seit knapp

25 Jahren Gesicht, Herz und Stimme verleiht); Teamarbeit

und ein vertrauensvolles Miteinander genießen

bei ihr allerhöchste Priorität. Das behaupten mitunter

viele, doch ich bin sicher: bei Marena Grotheer stimmt

es. Das verrät mir auch das zufriedene Lächeln ihres

Mitarbeiters. Außerdem schenkt Frau Grotheer mir

ein Lebkuchenherz der aktuellen Sonderausstellung

LIEBE. Wissenschaft trifft Herzklopfen“, und mit Süßigkeiten

lasse ich mich immer ködern.

making

places

remarkable

Form Vertriebs GmbH

Schwachhauser Heerstr. 1, 28203 Bremen

Tel. +49 421 347 953 5, info@form29.com, www.form29.com

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7


Blick in die neue Sonderausstellung „Liebe“, Foto: Universum ® Bremen

Nun aber zu Marena Grotheer: Wenn die Kommunikationsexpertin

über „ihr“ Universum ® Bremen spricht,

leuchten ihre Augen. Sie liebt ihre Arbeit, das gesamte

Drumherum und scheint sich mit dem Museum auf

eine Art verbunden zu fühlen, die über einen klassischen

9-to-5-Job hinausgeht. Seit Beginn des Jahres

2001 ist sie Teil des Teams, das das Science Center,

den silbern glänzenden Wal, dessen Silhouette weit

über Bremens Stadtgrenzen hinaus bekannt ist, mit Leben

füllt. Zunächst als Vertriebsleiterin, später als Assistentin

des Gesellschafters. Inzwischen ist sie Prokuristin

und Bereichsleiterin der Kommunikationsabteilung.

„Total verrückt: Wissen zum Anfassen!“

Und wie kam es dazu? „Manchmal sollen Dinge einfach

passieren “, findet Grotheer und erzählt. Mit dem

Museum verbindet sie schon vor der Eröffnung eine

eigene Geschichte, denn sie war als Vertriebsleiterin

bei einer Tochtergesellschaft der damaligen Bremer

Touristik-Zentrale in die Vorab-Maßnahmen involviert

und im Anschluss als Projektmanagerin für jene Werbeagentur

tätig, die unter anderem das Logo für das

Universum ® entwarf. Die Architektur des Gebäudes

faszinierte sie, ebenso das Konzept eines Mitmach-

Museums: „Das war ja total verrückt damals. Wissen

zum Anfassen! Dass wir das hier ins Leben rufen und

die Stadt den Mut hatte, das auf den Weg zu bringen,

hat mich stolz gemacht – auch als Bremerin.“

Eines Tages klingelte dann das Telefon. Am anderen

Ende: der damalige Direktor des Universum ® . „Er fragte,

ob ich nicht Lust hätte, auf einen Kaffee vorbeizukommen“,

erinnert sie sich. Beim Kaffeesieren erhielt

sie ein „wunderbares Jobangebot“, auf das sie richtig

Lust hatte und das sich so bunt und vielfältig entwickelte,

dass in knapp 25 Jahren (und mit 7,2 Millionen

Gästen!) niemals Langeweile aufkam.

8

Lena Häfermann im Gespräch mit Marena Grotheer

Foto: Konstantin Zigmann


Hinterher ist man immer schlauer

Heute verantwortet Marena Grotheer mit viel Liebe,

Einsatz und Verstand den gesamten Bereich der Unternehmenskommunikation

– von klassischer Pressearbeit

über digitale Kanäle bis hin zur Eventabteilung.

Doch Grotheers Einfluss reicht noch weiter: Als

Prokuristin wirkt sie an der strategischen Ausrichtung

des Hauses mit. Zudem ist sie bei der Entwicklung

neuer Ideen und Projekte an vorderster Front mit dabei.

Ihr Antrieb? „Es ist ein ganz großes Geschenk, an

einem Ort arbeiten zu dürfen, der Wissen vermehrt.

Ohne erhobenen Zeigefinger, sondern einfach mit

einem guten Gefühl.“ Wenn sie das sagt, scheint das

aus tiefstem Herzen zu kommen. Ich nehme es ihr sofort

ab.

Der erste Eindruck, dass sie sich nicht in den Vordergrund

drängt, bestätigt sich. Stattdessen hebt sie das

Team hervor, mit dem sie auf Augenhöhe und voller

Wertschätzung zusammenarbeitet. „Ich bin besonders

stolz auf den Umgang, den wir miteinander pflegen.

Ein Museum ist immer nur so gut wie die Menschen

dahinter“, ist sie sich sicher.

Dabei ist sie nicht nur auf Messen und Kongressen

unterwegs oder entwickelt gemeinsam mit dem Team

Geheimnisse austauschen, dem eigenen Freundeskreis öffnen, sich

aufeinander einlassen: An einer Spielstation erfahren die Gäste, wie sich

Liebessituationen in verschiedenen Taten und Worten manifestieren,

Foto: Universum ® Bremen

neue Formate wie das erste Bremer Podcast-Festival.

Sie gestaltet auch aktiv Ausstellungen mit – zuletzt die

Sonderausstellung „LIEBE. Wissenschaft trifft Herzklopfen“,

die sie zusammen mit der wissenschaftlichen

Leiterin initiierte. „Es war etwas ganz Besonderes,

die Ideen dann raumfüllend präsentiert zu sehen“,

sagt sie und strahlt.

In einer Zeit, in der digitale Medien überwiegen, bleibt

das Universum ® ein Ort der echten, haptischen Erfah-

Erleben, entdecken, genießen:

Das Mercedes-Benz Kundencenter Bremen

Alles außer gewöhnlich: Ob Sie Ihr neues Fahrzeug persönlich in Empfang nehmen, bei einer spannenden Werkbesichtigung

einen Blick hinter die Kulissen werfen oder sich in unserem Shop von exklusiven Accessoires inspirieren

lassen – bei uns wird Automobilbegeisterung lebendig. Genießen Sie kulinarische Highlights in unseren Restaurants,

erleben Sie unsere Events hautnah oder spüren Sie den puren Nervenkitzel mit einem unserer Fahrerlebnisse, wie

z.B. dem Offroad-Parcours „The Rock!“. Mehr Infos finden Sie unter www.mercedes-benz.de/kundencenterbremen.

Wir freuen uns darauf, Sie Im Holter Feld 10, 28309 Bremen, willkommen zu heißen!

9


Das Bremer Science Center Universum ® lockt mit spannenden Mitmachstationen in den drei Themenbereichen Technik, Mensch, Natur.

Foto: Universum ® Bremen

rung. Anfassen, Mitmachen, Staunen – das Prinzip ist

einfach, aber wirkungsvoll. „Ich glaube, das Berühren,

das Spüren, das wird immer eine besondere Bedeutung

behalten“, sagt Grotheer über die Zukunft von

Mitmach-Museen. Und gleichzeitig entwickelt sich das

Konzept weiter: mit immersiven Formaten, Kooperationen

mit Unternehmen und starken Bildungsangeboten.

„Wir machen uns immer bewusst, dass wir uns

bewegen müssen. Andere, neue Themen werden gesellschaftsrelevant.

In der Wissenschaft passiert natürlich

auch immer unglaublich viel. Da sind wir agil.“

Besonders ans Herz gewachsen ist ihr der „Wissenskiosk“.

Ein kunterbunt gestalteter Transporter voller

Experimente, der Schulen, Feste – und manchmal sogar

Pflegeeinrichtungen oder Kinderkliniken besucht.

„Das war in der Corona-Zeit unsere Antwort auf die

Frage: Was können wir tun, wenn Menschen nicht zu

uns kommen können?“ Der Wissenskiosk ist inzwischen

fester Bestandteil der Außendarstellung – und

ein Symbol für das, was Grotheer antreibt: Zugänglichkeit,

Teilhabe, Begeisterung.

Kinder, die rennen

Kinder sind eine wichtige Zielgruppe des Universum ® ,

aber auch eine tägliche Inspirationsquelle für Marena

Grotheer. Was sie von ihren kleinen Besuchern und

Besucherinnen gelernt hat, möchte ich nun von ihr

wissen. „Dass jede Frage erlaubt ist. Und dass man

nicht müde werden sollte, begeistert zu sein“, antwortet

Grotheer. Besonders rührend war es, als ein kleiner

Junge aus dem Museum stürmte, in die Arme seines

Vaters sprang und dabei rief: „Papa, das ist hier so

schön, ich möchte am liebsten hier wohnen.“ Für Grotheer

ein Gänsehautmoment: „Ich darf dafür arbeiten.

Was für ein schönes Kompliment.“

Auch außerhalb des Museums ist sie unternehmenslustig,

neugierig, aktiv, gern unter Menschen. Sie

kocht, reist, liebt Kultur und macht regelmäßig Sport.

Stadt oder Land, frage ich, weil ich schon weiß, dass

sie gebürtig aus Worpswede stammt. „Ich bin ein

Stadtei“, erklärt Grotheer diplomatisch und lacht. „Ich

war schon als Kind immer neugierig“, meint sie dann.

„Draußen unterwegs sein, mit Freunden und Freundinnen

„butschern gehen“, wie es in Bremen und

Umzu so schön heißt, und Fragen wie „Warum gibt es

Regenbögen“ und „Wieso funkeln Sterne so schön“

auf den Grund gehen – das war meine Welt.“ Sie wäre

auf jeden Fall eine Kandidatin für den Universum ® -

eigenen Podcast „Wunder dich schlau“ gewesen – die

Audio-Wissenschaftssendung, in der Kinder die Themen

vorgeben, indem sie ihre Fragen rund um unser

Universum einsenden. Wenn sie jungen Menschen

einen Rat mitgeben könnte, dann wäre es der: „Fragen

stellen. Wer verstehen will, wie die Welt funktioniert,

braucht Neugier und Lust an Naturwissenschaft.

Und die steckt in uns allen.“ Aber auch: „Alles daran

setzen, einen Job zu finden, der sich nicht nur wie Arbeit

anfühlt, sondern der einen insgesamt erfüllt.“

Darf man denn als Leiterin der Kommunikation ein

Lieblingsexponat haben oder muss man alle gleich

10


gern haben? „Trotz der langen Zeit, die ich schon hier

bin, habe ich immer wieder neue Lieblinge. Meist sind

dies Exponate, die Aha-Momente mit sich bringen

und die überraschen. Ich beobachte immer wieder

gerne, wie sich die Kugeln in unserer riesigen Kugelbahn

im Themenbereich Technik ihren Weg bahnen.

Im Bereich Mensch wird mir immer in Erinnerung bleiben,

wie ich mich das erste Mal durch das stockdunkle

Tastlabyrinth bewegt habe. Und im Themenbereich

Natur fasziniert mich die Seifenblasenwand mit ihrer

Ästhetik schon sehr.“ Im Großen und Ganzen sind

es viele, total unterschiedliche Exponate, die Marena

Grotheer im Universum ® begeistern. Nicht immer nur

die großen, sondern manchmal auch kleine. „Oft, weil

sie mich an etwas erinnern. Zum Beispiel an meine

Schulzeit oder an Erlebnisse aus dem Alltag“, sagt sie.

Das Universum ® Bremen feiert in diesem Jahr sein

25-jähriges Bestehen. Grotheer ist fast von Anfang

an mit dabei – und steckt trotzdem noch voller Ideen.

„Das fühlt sich nicht wie 25 Jahre an“, meint sie.

„Mit jeder neuen Sonderausstellung, jedem neuen

Kooperationsprojekt und jedem neuen Format erfindet

sich das Haus ein Stück weit neu.“ Wie geht es mit

dem Universum ® weiter, frage ich zum Schluss. „Mein

Wunsch ist es, dass wir noch mehr Tinkering-Momente

und -Möglichkeiten für unsere Gäste schaffen

Mit jeder Sonderausstellung erfindet sich das Museum neu, Marena

Grotheer in der Sonderausstellung LIEBE, Foto: Konstantin Zigmann

– Ecken, in denen sie tüfteln, bauen und experimentieren

können. Und immer wieder neue emotionale

Zugänge zu wissenschaftlichen Themen entwickeln!“

Dabei lächelt sie, als ob ihr gerade ein ziemlich guter

Einfall gekommen ist.

Tipp: Vom 1. bis 17. August 2025 steigt wieder die beliebte

„Sommersause“ im Universum ® – mit buntem

Programm, Musik und ganz viel Entdeckungsfreude.

Für Marena Grotheer ein weiteres Highlight in knapp

25 Jahren Universum ® .

Endlich gibt es Betten, die das Leben erleichtern und trotzdem schön aussehen.

Wir haben das

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Die Vorteile auf einem Blick:

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11


Sieben Künstlerinnen

für Kooperation und Vielfalt

von Karla Wagner

12

v.o.l. nach u.r.:

Beate C: Koehler, Katharina Melissa Chelmis, Anke Bär, Anna Lott, Sabine Chelmis,

Svenja Sisypha Wetzenstein, Raphaëlle Mellet


Was passiert, wenn sich sieben Künstlerinnen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen

zusammentun? Es entsteht ein kreativer Raum voller Neugier, Resonanz

und Gemeinschaft. Seit 2022 bereichert die interdisziplinäre Künstlerinnengruppe

KULTUR_HAPPEN die Bremer Kulturlandschaft – mit spartenübergreifenden Projekten,

literarischen Formaten, performativen Installationen, Ausstellungen und

einer klaren Mission: Kunst als Ort lebendiger Begegnung zu verstehen.

Kunst als Ort lebendiger Begegnung zu verstehen

Dabei stehen der Mensch und seine Beziehungen

im Zentrum – mit all den Facetten des Lebens: Vergänglichkeit,

Sehnsucht, Rollenbilder, Zugehörigkeit,

Scheitern und Wandlung. In Wort und Bild, Ton und

Bewegung finden diese Themen ihren Ausdruck – mal

poetisch, mal kritisch, mal humorvoll – aber immer unerwartet.

„Der Reiz liegt in der Unterschiedlichkeit“

Die sieben Künstlerinnen von KULTUR_HAPPEN kommen

aus verschiedenen künstlerischen Bereichen: Literatur,

Illustration, Theater, Fotografie, Soziologie,

Musik, Malerei. Ihre Positionen sind nicht nur individuell,

sondern manchmal konträr. „Genau darin besteht

der Reiz der Kooperation“, sagen die Gründerinnen.

Ihr Miteinander funktioniert nicht über Konsens, sondern

über Resonanz - jede bringt sich mit ihrem Medium,

ihrer Sichtweise, ihrer Handschrift ein. So ist ein

Netzwerk entstanden, das nicht nur Werke hervorbringt,

sondern auch Austausch, Weiterbildung und

gesellschaftliche Resonanz ermöglicht.

stützen Kinder in den Klassen, helfen ihnen aktiv dabei,

selbstständige Leser:innen zu werden, ermutigen, motivieren

und Lesen als etwas Lustvolles zu entdecken.

2023 erhält Anke Bär ein Autorenstipendium – für sie

ein Geschenk. „Es eröffnet mir die Freiheit jenseits des

ökonomischen Drucks literarisch zu agieren.“ Sie untersucht,

wie sie im Interview sagt, mögliche Verhältnisse

über Menschen und Tiere, widmet sich dieses

Themas betreffend philosophischen Gedanken und

entwickelt ein literarisch-künstlerisches „Alltagebuch“,

das Anfang 2026 erscheint.

Anke Bär

Zwischen Buchseiten und Leser:innenförderung

Anke Bär lebt und arbeitet als freiberufliche Autorin,

Illustratorin und Dozentin für Kulturwissenschaften.

Sie ist von ihrer Neugier geleitet, fasziniert von historischen

Universalgelehrten und der Vielfalt menschlicher

Themen. Besonders interessiert sie sich für intergenerationellen

Austausch und neue Kooperationen.

Als Mitglied der Weserautor:innen, engagiert sie sich

für mehr Sichtbarkeit regionaler Literatur, in ihrem Fokus

steht sich zu vernetzen, zu stärken, auszutauschen

und gegenseitig zu inspirieren.

Anke Bär ist als freiberufliche Kulturwissenschaftlerin

Schirmherrin der „Lesezeit“, ein Angebot der Bremer

„Freiwilligenagentur“, über die Lesehelfer und

Lesehelferinnen akquiriert und geschult werden. Sie

arbeiten ehrenamtlich in Bremer Grundschulen, unter-

13


Melissa Chelmis, My Body is my House

Rauminstallation KNOCHENGEFLÜSTER, 2025

Katharina Melissa Chelmis

Raum für Bühne und Bühnen für Raum

Katharina Melissa Chelmis ist studierte Theatermacherin,

Performancekünstlerin, Malerin und Kostümbildnerin,

beschäftigt sich intensiv mit Fragen menschlicher

Existenz zwischen Leben und Tod und schafft Räume,

die das Unsichtbare spürbar machen.

„Egal, ob in der Fläche, im Raum oder direkt am Menschen,

mich interessiert das pure“ Sein, ich möchte der

jeweiligen Wahrhaftigkeit ins Gesicht schauen, dem

Dahinter begegnen!“, sagt die Künstlerin im Interview.

Katharina Melissa Chelmis konzipiert immer wieder

interdisziplinäre Theaterprojekte. So realisiert sie das

spartenübergreifende Schulprojekt „Elephantastisch

lernen!“, ermöglicht in diesem Rahmen Grundschulkindern

den Besuch außerschulischer Lernorte, lädt sie

dazu ein Forscher:innen und Expert:innen zu werden,

Tiere zu beobachten, sich in deren Verhalten und Bewegungsmuster

einzufühlen, eigene Tiermasken zu

bauen, die Tiere lebendig werden zu lassen und das

Gelernte performativ umzusetzen. Dabei werden nicht

nur künstlerische Kompetenzen gefördert, sondern

auch Empathie, Naturwahrnehmung und Ausdruck.

Die Gruppe ist dabei das wichtigste Werkzeug. 2021

gewinnt das Projekt den Stiftungspreis der Stiftung

„Gib Bildung eine Chance“.

Zusammen mit Beate C. Koehler gründet Katharina

Melissa Chelmis 2020 das Kunstkollektiv METE CHEER,

aus dem sich der KULTUR_HAPPEN hervorgeht.

Sabine Chelmis

Die Kunst als Hommage an das Leben

Sabine Chelmis ist Texterin, Soziologin und Theaterwissenschaftlerin.

Bis heute ist die Künstlerin in ihrem

Leben in vielen beruflichen Rollen unterwegs, ist in

zwei deutschen Kulturen aufgewachsen. Sabine Chelmis

versteht sich als inspirierendes „Bindeglied“ innerhalb

des KULTUR_HAPPENS. Ihre Arbeit ist von kritischer

Reflexion und tiefem Lebensbezug geprägt, mit

dem Fokus auf Selbstwirksamkeit, Reife und kreativem

Dialog künstlerische Arbeiten unter gesellschaftlich relevanten

Bedeutsamkeiten zu beleuchten

Ihr Blick richtet sich auf die inneren Spannungen zwischen

individueller Erfahrung und gesellschaftlicher

Realität. Ihre Beiträge in der Gruppe KULTUR_HAP-

PEN definiert sie als Hommage an das Leben und sagt

dazu: „Die innere Präsenz der spannungsvollen Erfahrung

von Welt und individueller Selbstwirksamkeit

nimmt mehr Raum, wenn du älter wirst. Sie gewinnt an

Vielfalt und Leuchtkraft.“

Sabine Chelmis nutzt ihren erfahrungsgesättigten

Hintergrund, um Raum für konstruktive Diskussionen,

Unterhaltungen auf produzierender Ebene, fruchtbare

Dialoge und zukunftsgerichtete Inhalte der künstlerischen

Projekte zu verwirklichen. Ihre Perspektive ist

tiefgründig und trägt wesentlich zur inhaltlichen Ausrichtung

des Kollektivs bei.

14


HINFALLEN,

AUFSTEHEN,

Silikone richten

WEITERGEHEN

Zwiegespräch, Beate C. Koehler

Beate C. Koehler

Wasserportraits in Bild und Klang

Beate C. Koehler arbeitet als Fotografin und Medienkünstlerin.

Ihren Arbeitsschwerpunkt legt sie auf Fragen

der Identität und untersucht die Beziehung zwischen

Mensch und Umwelt. Immer wieder konzentriert

sich die Künstlerin auf das Element Wasser in all seinen

Erscheinungsformen und entwickelt Wasserportraits

aus Foto-, Film- wie auch Soundmaterial. Dabei realisiert

sie gern spartenübergreifende Konstellationen.

Beate C. Koehler ist Reisende und sammelt visuelle

und akustische Eindrücke an Flüssen, Seen und Meeren,

intensiv an den Bremer Seen und der Weser. Aber

auch an der Pazifikküste um San Francisco erfährt die

die Künstlerin zahlreiche Anregungen für ihr kreatives

Schaffen.

In Longyearbyen, größte Siedlung und Hauptstadt des

Archipels Svalbard in Norwegen, findet die Künstlerin

eine geradezu atemlose Schönheit, reiche Kultur und

arktische Oase vor, die sie für ihre auditiven Erlebnisse

in vielfältiger Weise nutzen kann. Vielschichtig sind

die Arbeiten der Künstlerin. Es gelingt ihr, verschiedene

Komponenten zu verschmelzen und für interessierte

Zuschauende und Hörende ein breites Spektrum an

Zugängen zu ihrem künstlerischen Wirken zu offerieren.

Vom 06.06.2025 bis zum 05.10.2025 ist Beate C.

Koehler gemeinsam mit Anke Bär auf der diesjährigen

NordArt in Büdelsdorf vertreten.

Anna Lott

Lyrik mit Humor und Tiefe

Anna Lott entwickelt mit großer Leidenschaft Geschichten

für Kinder und Erwachsene und gehört ebenso

wie Anke Bär zu den „Weserautor:innen“. Sie studiert

Theater-, Literatur – und Erziehungswissenschaften,

legt bereits früh den Schwerpunkt auf Kindermedien

und Geschlechterforschung, absolviert eine Ausbildung

als Drehbuchautorin, ist Fachfrau für Animationsfilme,

ist Clownin, spielt Improvisationstheater und

hat viele Jahre als Redakteurin bei Radio Bremen gearbeitet.

In diesem Kontext hat sie regelmäßig Bücher

für Kinder vorgestellt und den jungen Zuhörer:innen

dieses Medium, das unbegrenzte Phantasie anbietet

wie auch die Möglichkeit Realität weiterzuspinnen, nahegebracht.

Sie entwickelt ihre Texte nicht ausschließlich am

Schreibtisch, lässt sich gerne vor Ort inspirieren und

hält die Eindrücke auf ihrem Smartphone fest. Anna

Lott experimentiert mit Worten, tüftelt und reimt. Ganze

Serien von Kinderbüchern entstehen auf diese Weise

– so zum Beispiel kuriose Gedichte und Wortspielereien,

wie „Moppi und Möhre“.

Sie tritt regelmäßig bei Literaturveranstaltungen auf, so

etwa bei „Bremen liest“ am 05.09.2025 um 15:30 Uhr

im Wallsaal der Bremer Zentralbibliothek. Gemeinsam

mit den Bremer Philharmoniker:innen stellt sie das

Buch „Esel, Hund, Katze, Hahn – Geschichten, Gedichte

und Lieder von den Bremer Stadtmusikanten“ vor.

15


Raphaëlle Mellet, Performance

Svenja Sisypha Wetzenstein, neu1, 2014, oil on wood, 20x30cm

Raphaëlle Mellet

Stimme als sinnliches Portal zum Sein

Raphaëlle Mellet ist studierte Theaterpädagogin, absolviert

das Studium gemeinsam mit Melissa Katharina

Chelmis in Ottersberg. Als Chansonniere singt, erzählt,

spielt sie mit Hingabe an alle Facetten des Menschlichen.

Ihre Kunst ist ein Wechselspiel aus Humor, Melancholie

und Sinnlichkeit. Die Künstlerin begeistert sich

für Umwege, experimentiert mit ihrer Stimme, mal süß,

mal bitter, widmet sich den großen und kleinen Gefühlen

des Seins.

Raphaëlle Mellets künstlerisches Tun steht für subversiv

transformatorische Kraft, ansteckende Präsenz und

Lebensfreude – sehnen, suchen, scheitern, mal morbide,

mal humorvoll oder auch liebevoll und tiefgründig.

Mit ihrer Stimme möchte die Künstlerin in Präsenzräume

eintauchen, dabei Sinnlichkeit und Zwischenräume

in Klang bringen, jedem und jeder die Chance anbieten

die eigene Stimme erlebbar zu machen.

Dank eines Stipendiums beginnt sie 2022 sich ganz der

Ansteckungskraft von Präsenz zu widmen. „Ich öffne

klingende Präsenzräume, die das, was der normalen

Wahrnehmung verborgen bleibt, erfahrbar, fühlbar

und sichtbar macht. Jeder Mensch, der daran teilhat,

kann sich darin entspannen und selbst neu begegnen“,

erklärt die Künstlerin. Dabei sieht sie Kunst als Form der

Alchemie. Ihre Haltung ist klar. „Solange wir an Identitäten

festhalten, in die wir auch Meinungen und Bewertungen

gebastelt haben, gibt es keine echte Präsenz

und Lebensfreude, bleibt das Leuchten, das wir alle in

uns tragen, eine versteckte Funzel.“

Svenja Sisypha Wetzenstein

Malerei zwischen Licht und Leerstelle

Svenja Sisyphea Wetzenstein ist Malerin, lernt Melissa

Katharina Chelmis und Beate C. Koehler beim Aktzeichnen

kennen, ein erster Funke, der zu weiterer

Zusammenarbeitet führt. Svenja Sisypha Wetzenstein

arbeitet nach eigenen und fremden Fotos, projiziert

diese mittels Beamer auf Holzplatte. Sie überträgt die

Fotografien teilweise mit Ölfarbe auf den Untergrund

– detailreich, lichtdurchflutet und zersplittert. Matte

Farbsprengsel entstehen so, der Hintergrund wird

weggelassen, die Künstlerin konzentriert sich auf das

Wesentliche. Scharfe, detailreiche Bilder, aber auch

unscharfe Bruchstücke, Schleier, Lichter, Staubkörner,

Leerstellen entstehen auf die Weise, ein dynamisches

Gefüge verschiedener Ebenen von Realität, entwickelt

aus Handyfotos. Die Themen der Künstlerin sind Verwundbarkeit,

Vergänglichkeit, Schwellenzustände und

intime kleine Formate auf Holz, eingepasst in die Maserung.

Die Künstlerin ist zweite Vorsitzende des „Künstlerinnenverbandes

Bremen GEDOK“, gemeinnütziger

Verein für professionelle Künstlerinnen aus den Bereichen

Bildende Kunst, Multimedia, Musik, Performance

sowie Kunstwissenschaftlerinnen und Kunstfördende

aus Bremen und Umgebung – die GEDOK als Format

ein aktives Netzwerk zu ermöglichen wie auch die Arbeits-

und Lebensbedingungen von Künstlerinnen zu

verbessern, da Frauen im Kunstbetrieb im Vergleich zu

ihren männlichen Kollegen nach wie vor strukturell benachteiligt

und unterpräsentiert sind.

16


Echo, KULTUR_HAPPEN e.V.

Gemeinsame Projekte – Vielfalt und Austausch

Was den KULTUR_HAPPEN auszeichnet, ist das gemeinsame,

von gegenseitiger Empathie geprägte Arbeiten

– mit Neugier und Respekt vor den unterschiedlichen

künstlerischen Stimmen. Die sieben Frauen bereichern

sich gegenseitig, können Scheitern und Erfolg

mitfühlen, vor dem Hintergrund der jeweiligen eigenen

Biografien nachempfinden. Ihre Kunst: ein Füllhorn

an Aspekten und Herangehensweisen, spielerisch,

nachdenklich, ein Ausschöpfen künstlerischer Techniken,

alle Sinne ansprechend, immer wieder unter das

Brennglas der Transparenz und Wirksamkeit in Richtung

der an künstlerischem Schaffen interessierten

Zuschauenden und Hörenden gehalten.

Bei allen Projekten, die die sieben Künstlerinnen gemeinsam

planen und umsetzen, stehen der Mensch

und seine Beziehungen im Mittelpunkt ihres Interesses.

Themen wie Vergänglichkeit, Rollenbilder, Zugehörigkeit,

Sehnsüchte und das Schicksal begegnen

sich in ihren Arbeiten und werden auf unterschiedlichsten

Ebenen realisiert.

Sie arbeiten Hand in Hand, entwickeln im Rahmen

der „Miniaturfestivals im Theaterkontor Bremen“ im

Januar 2025 ein Gemeinschaftswerk im „Schneeballprinzip“.

Eine Künstlerin gibt einen Impuls weiter, die

nächste antwortet in ihrer eigenen Sprache. Die Performance,

Installation und Raumgestaltung wachsen

über acht Monate, erst am Ende sehen alle das fertige

Resultat. So entstehen temporäre, tiefgreifende Werke,

die sich nie wieder genauso wiederholen lassen. Auch

die Förderung jüngerer Künstlerinnen liegt dem Verein

am Herzen. Kooperationen mit Nachwuchskünstlerinnen

sind fester Bestandteil der Projektarbeit. Ziel ist es,

neue Perspektiven sichtbar zu machen und künstlerisches

Schaffen generationenübergreifend zu stärken.

MENSCHSEIN

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17


Beate Köhler, Le Rhône, 2022, Film Still

Ausblick: Kunst.Hafen.Walle im November

Aktuell bereiten die sieben Künstlerinnen ihre nächste

große gemeinsame Ausstellung – erweitert durch

Gastküntler:innen – vor, dieses Mal im Rahmen des

„Kunst.Hafen.Walle“ in Kooperation mit dem Theater

im Volkshaus/ Opus Einhundert. Am 22. und 23. November

2025 werden dort neue Arbeiten präsentiert,

wieder spartenübergreifend, wieder experimentierfreudig,

wieder mitten im Dialog mit dem Publikum.

Fotografie, Film, Malerei, Gesang, Wortkunst, Tuschezeichnung,

Fischdruck, Workshops und mehr erwarten

Besucher:innen im „Theater im Volkshaus (TiV)“ wie

auch in den nebenan liegenden Räumen des Amts für

Soziale Dienste – der neu entstehenden „Volksgalerie“.

Unter anderem wird die Rauminstallation ECHOS gezeigt.

Eine erste künstlerische Arbeit gab den Impuls

für eine weitere, die wiederum den Auftakt für die

nächste darstellte. Die sieben entstandenen Arbeiten

eröffnen für das Publikum verschiedene Facetten des

Erlebens. Daneben gibt es ein Bühnen- und Mitmachprogramm.

Details werden vorab auf Instagram unter

@kultur_happen gepostet.

Mehr erfahren und in Kontakt kommen

Mehr über die Künstlerinnen, ihre Arbeiten und aktuellen

Projekte findet sich auf ihren Websites und Social-

Media-Kanälen:

Anke Bär

ankebaer.de | Instagram: @abaerillustriert

Anna Lott

annalott.com | Instagram: @autorin_anna_lott

Beate C. Koehler

beate-koehler.name | Instagram: @p.h.o.t.o.art

Katharina Melissa Chelmis

chelmis.de | Instagram: @meli908sa

Svenja Sisypha Wetzenstein

svenja-wetzenstein.de

Instagram: @svenjawetzenstein

Raphaëlle Mellet

raphaelle-mellet.de

Instagram: @Raphaëlle G.Mellet

18


Katherina Gröschel und ihre Zauberliege

ZAUBERHAFT

Willkommen bei Zauberhaft Kosmetik – Ihrem Ort für

Schönheit, Entspannung und individueller Hautpflege.

Meine Leidenschaft für die Welt der Schönheit begann

schon früh – mit einer Ausbildung zur Friseurin, in der

ich erste wertvolle Erfahrungen im Bereich Hautpflege

und Kosmetik sammelte. Doch mein Weg führte mich

weiter: Nach einem Studium in Finanz- und Rechnungswesen

kehrte ich zurück zu dem, was mein Herz

wirklich erfüllt – der professionellen Kosmetik.

Heute bin ich ausgebildete Fachkosmetikerin mit besonderer

Hingabe für Kobido Massagen und Microneedling

– zwei Behandlungen, die nicht nur die Haut,

sondern auch die Seele berühren. Um Ihnen stets die

bestmögliche Behandlung zu bieten, bilde ich mich

kontinuierlich weiter und setze auf moderne Methoden

sowie hochwertige Produkte.

Ein perfekter Tag ist für mich dann gelungen, wenn

meine Kundinnen mit einem Lächeln im Gesicht, tiefenentspannt

und mit strahlender Haut nach Hause

gehen. Ob klassische Gesichtsbehandlungen, apparative

Methoden wie Microneedling, wohltuende Kobido

Massagen oder kleine Beauty-Extras wie Wimpernfärben

– bei mir stehen Sie und Ihre Haut im Mittelpunkt.

Ich arbeite mit den exklusiven Produkten von Beauty-

Med Cosmetic und kombiniere moderne Technik mit

bewährter Entspannung.

Herzlichkeit, die man spürt

Freundlichkeit und eine warme Atmosphäre der Wertschätzung

sind mir besonders wichtig. Mein Kosmetikstudio

soll ein Ort sein, an dem Sie sich rundum wohlfühlen

– fast wie zu Hause.

Moderne Kosmetik mit Wirkung

Ich arbeite mit innovativen Methoden und hochwertigen

Produkten, um Ihnen effektive Gesichtsbehandlungen

zu bieten, die Ihre Haut strahlen lassen. Ihre

Schönheit verdient das Beste – abgestimmt auf Ihre

individuellen Bedürfnisse.

Entspannung im stilvollen Ambiente

Gönnen Sie sich eine Auszeit in meinem stilvoll eingerichteten

Kosmetikstudio, das Ruhe, Entspannung und

Eleganz vereint. Hier können Sie durchatmen und dem

Alltag für einen Moment entfliehen.

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und genießen Sie eine Behandlung, die Körper und

Seele gut tut.

Bei Zauberhaft Kosmetik stehen Ihre Schönheit und Ihr

Wohlbefinden im Mittelpunkt. Jede Kundin ist einzigartig

– deshalb nehme ich mir Zeit für Sie und sorge dafür,

dass Sie sich in meinem Studio nicht nur gepflegt,

sondern auch willkommen und wertgeschätzt fühlen.

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19


Aber schön war es doch...

30 Jahre DIE SCHMIDT

Gabriele Schmidt, Foto: Kerstin Rolfes

Ich möchte mich ganz herzlich bei Ihnen für die

vielen Jahre und das entgegengebrachte Vertrauen

in meine Kochkünste bedanken.

Es gab schöne und manchmal auch traurige Anlässe

– immer mit sehr intensiven persönlichen

Momenten und Gesprächen. Mein Berufsleben

war sehr abwechslungsreich und erfüllend. Bei

mir war sozusagen die Pralinenschachtel des

menschlichen Lebens zu Gast.

Gleichzeitig möchte

ich den Anlass nutzen

um meinen Abschied

vom Herd am 1.6.2026

zu verkünden. Somit

bleibt Ihnen noch Zeit

für ein „Letztes Mal“

bei mir Gast zu sein.

Es wird im November & Januar einen Abend mit

Menü & begleitenden Weinen geben. Referent

ist Herr Dr. Giuseppe Sciurba mein langjähriger

Weinlieferant.

Weinseminar: Freitag 19:00 - 23:00 Uhr

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20


Ende August verwandelt sich Bremens gute Stube

in ein Paradies für Genießer: Vom 28. bis 31. August

2025 lädt das Bremer Weinfest zu vier Tagen voller

Genuss, Kultur und Lebensfreude ein. Zwischen

Roland, Rathaus und Domshof erwarten Sie edle

Tropfen, kulinarische Köstlichkeiten und ein stimmungsvolles

Rahmenprogramm – eingebettet in die

einzigartige historische Kulisse der Hansestadt.

Bremer Weinfest

28. bis 31. August 2025

Marktplatz & Domshof

bremen-weinfest.de

WEINMOMENTE, DIE BLEIBEN.

DORT, WO DAS HERZ DER STADT SCHLÄGT.

BREMEN-WEINFEST.DE

Do, 28.08., 16:00-22:00 Uhr

Fr, 29.08., 13:00- 23:00 Uhr

Sa, 30.08., 13:00-23:00 Uhr

So, 31.08., 11:00-20:00 Uhr

In stilvollen Pagoden präsentieren 25 Winzer und Bremer

Weinhändler erlesene Weine, feine Brände und

regionale Spezialitäten. Ob spritziger Weißwein, vollmundiger

Rotwein, Secco oder alkoholfreier Traubensaft

– hier finden alle ihr Lieblingsgetränk. Dazu gibt es

Live-Musik und spannende Einblicke in die Welt des

Weinbaus.

Das Weinfest knüpft an Bremens jahrhundertealte

Weinhandelstradition an – ein Erbe, das in den historischen

Kellern des Bremer Ratskellers bis heute lebendig

ist. Für ein Wochenende verschmelzen Geschichte,

Kultur und Genuss zu einem besonderen Erlebnis, das

die Sinne verführt und den Alltag vergessen lässt.

Das Weinfest ist eine Veranstaltung der CityInitiative

Bremen Werbung e. V. zur Belebung der Innenstadt,

zur Förderung des Tourismus und zur Sichtbarmachung

Bremens als Stadt mit Genuss- und Handelstradition.

Gefördert wird die Veranstaltung durch die

Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation

und außerdem unterstützt durch die WFB Wirtschaftsförderung

Bremen GmbH.

VOM 28. BIS 31.

AUGUST 2025

GENIESSEN

IN

BREMEN

CITY

21


Aug/Sep

Camille Delaforge, Foto: Emilie Brouchon

2025

22


36. Musikfest Bremen

16. August bis 6. September 2025

Drei Wochen voll magischer Klänge!

Das Festival startet am 16. August rund um den illuminierten Marktplatz

Der Spätsommer ist im jährlichen kulturellen Kalender der Hansestadt für eines der Großereignisse

reserviert: das Musikfest Bremen. Die Zutaten: Musik von der Renaissance bis zur

Gegenwart mit Opern, Klassikern der Orchesterliteratur, Kammermusik, Jazz und Crossover

– interpretiert von vielversprechenden jungen Talenten und gefeierten Stars.

Musikfest Eröffnung auf dem Marktplatz

Foto: fotoetage

23


Eröffnung in der Glocke, Foto: fotoetage

Dementsprechend verspricht auch das 36. Musikfest

wieder hochkarätige Darbietungen in exquisiter

Qualität von populären Meisterwerken wie erlesenen

Raritäten aus verschiedenen Epochen, Gattungen und

Kulturkreisen. In 51 Veranstaltungen in 38 Spielstätten

in Bremen, Bremerhaven sowie ausgewählten

Spielorten im gesamten Nordwesten steht vom 16.

August bis zum 6. September wieder alles im Zeichen

von verführerischen Klangwelten – live, authentisch

und hautnah!

Glanzvoller Auftakt ist traditionell die Eröffnung „Eine

große Nachtmusik“ rund um den stimmungsvoll illuminierten

Bremer Marktplatz. 18 Konzerte in drei

Zeitschienen an neun Spielstätten locken mit einem

breitgefächerten Spektrum von Repertoires und

Künstler*innen wie z.B. Marc Minkowski & Les Musi-

ciens du Louvre, der Estnische Philharmonische Kammerchor,

die Cappella Mariana, das Alfredo Rodriguez

Quintet oder Ida Nielsen & The Funkbots.

Der kontinuierlichen Philosophie des Musikfest Bremen

folgend, sind in den folgenden drei Wochen

auch wieder zahlreiche Klangkörper zu erleben, die zu

den wegweisenden „Independents“ zählen. Teodor

Currentzis stellt sich erstmals in Bremen mit seinem

Utopia Orchestra vor (20. August/Glocke), Nicholas

Collon reist mit dem Aurora Orchestra an (30. August/

Glocke), Robin Ticciati steht am Pult des Chamber

Orchestra of Europe (31. August/Glocke) und Maxim

Emelyanychev gestaltet mit dem Mahler Chamber

Orchestra das Schlusskonzert in der Glocke (5. September/Glocke).

Tarmo Peltokoski, der Principal Guest

Conductor der Deutschen Kammerphilharmonie Bre-

Alena Baeva, Foto: Marco Borggreve

Dhafer Youssef, Foto: Bechir Zayene

24


Boston Early Music Festival Ensemble: The Dragon of Wantley, Foto: Kathy Fay

men, versammelt für die gemeinsame Aufführung

von Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ zudem eine fulminante

junge Gesangsbesetzung, angeführt von Elsa

Dreisig, Mauro Peter und Kathryn Lewek (27. August/

Glocke). Die Liste renommierter Gesangsstars lässt

sich problemlos fortführen: Der österreichische Bariton

Georg Nigl wandelt in seinen Musikalischen Salons

auf den Spuren von Shakespeare und Schubert

(21. August/Rathaus), die finnische Sopranistin Camilla

Nylund feiert das 200-jährige Jubiläum der Bremer

Philharmoniker mit den Schlussgesängen von Brünnhilde

und Salome (28. August/Glocke), wohingegen

die südafrikanische Sopranistin Golda Schultz Songs

von Kurt Weill, Leonard Bernstein, George Gershwin

& Co. im Gepäck hat (31. August/Glocke). Während

sich die französisch-italienische Mezzosopranistin

Lea Desandre mit dem Ensemble Jupiter auf Händels

englische Oratorien und Semioperas konzentriert (3.

September/Glocke), gibt der aus Samoa stammende

Tenor Pene Pati sein Musikfest-Debüt mit neapolitanischen

Canzoni (4. September/Glocke).

Der aufgebotene Reigen an Klavier-Stars reicht von

Khatia Buniatishvili (17. August/Glocke) über Alexander

Melnikov (20. August/Glocke) und Francesco Tristano

(22. August/Glocke) bis zum jungen Shooting-

Star Lukas Sternath (29. August/Mercedes-Benz Kundencenter

Bremen). Violinistin Alena Baeva setzt mit

Beethovens Violinkonzert (30. August/Glocke) ebenso

auf einen Repertoire-Klassiker wie Cellistin Anastasia

25


Bühne im Landgericht, Foto: fotoetage

Konzertkarten

Nordwest-Ticket und Vorverkaufsstellen

T 0421 36 36 36 · nordwest-ticket.de

Ticket-Service in der Glocke,

T 0421 33 66 99

Mo-Fr 12-18 Uhr, Sa 11-14 Uhr

Bus-Shuttle

Das Musikfest bietet zu den Konzerten außerhalb

Bremens einen Bus-Shuttle ab Glocke an,

Buchung möglich beim Ticket-Service in der

Glocke, T 0421 33 66 99.

Für junge Menschen

Bis 18-Ticket (nach Verfügbarkeit):

Kinder und Jugendliche bis einschließlich

18 Jahre zahlen für jede Veranstaltung 6 Euro.

Last Minute (nach Verfügbarkeit)

Schüler, Studierende, Freiwilligendienstleistende

und Auszubildende bis 30 Jahre erhalten

ab 30 Minuten vor Konzertbeginn an

der Abendkasse Tickets zum Preis von 12 Euro.

Veranstaltungsplan und Informationen

musikfest-bremen.de

Kobekina mit Schostakowitschs Cellokonzert Nr. 1 (5.

September/Glocke), wohingegen Hervé Niquet und

Le Concert Spirituel einen pompösen Festgottesdienst

aus der prunkliebenden Zeit der Medici in Florenz rekonstruieren

(2. September/St. Petri Dom).

„Wege zu Bach“ ist der verbindende Leitfaden für das

diesjährige Arp-Schnitger-Festival (19.-24. August),

mit dem das Schaffen des Thomaskantors und seines

Umfelds sowie die prächtige Orgellandschaft rund um

Bremen gewürdigt wird. Neben einem Musikfest-Atelier,

das den Abschluss des Arp-Schnitger-Festivals

gestaltet, finden darüber hinaus zwei weitere Musikfest-Ateliers

als einwöchige Werkstätten für junge

Musiker*innen aus aller Welt unter der Leitung angesehener

Dozent*innen statt (17. August/Jever und 30.

August/Burg zu Hagen).

Daneben bleibt noch genügend Platz für Pfade abseits

rein klassischer Klänge mit Dhafer Youssef &

Band (21. August/Glocke), Kandace Springs & WDR

Big Band (23. August/Glocke) und Somi & Band (31.

August/Hapag-Hallen, Cuxhaven), bevor die Techno-

Marching-Band MEUTE zum großen, kostenlosen

Open Air-Finale lädt (6. September/Marktplatz).

Neben dem Arp-Schnitger-Festival im Orgelparadies

rund um Bremen gastiert das Musikfest mit weiteren

Konzerten im gesamten Nordwesten, so etwa in Apen,

Barßel, Lilienthal, Löningen, Meppen, Oldenburg, Papenburg,

Verden, Wilhelmshaven und Worpswede.

Meute, Foto: Wozniak

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Die Bremer

Philharmoniker

August / September 2025

Die Bremer Philharmoniker, Foto: Caspar Sessler

Stimmen des Aufbruchs

1. Philharmonisches Konzert

Die Glocke

So 21.9.2025

11 Uhr

Mo 22.9.2025 19:30 Uhr

Die neue Saison startet mit einem Paukenschlag: zwei

romantische Titanen und eine elektrisierende Uraufführung.

Die Bremer Philharmoniker setzen damit auf

einen Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne.

Für frischen Wind sorgt die mexikanische Komponistin

Diana Syrse. Von der Presse als Shootingstar gefeiert,

bringt sie eine unverwechselbare Handschrift in die

zeitgenössische Musikszene. Und da sie auch eine ausgezeichnete

Sängerin ist, übernimmt sie den Solopart

in ihrem neuen Werk gleich selbst. Hochromantisch

geht es in Schumanns Klavierkonzert zu. Der Weg zu

seiner Entstehung war alles andere als geradlinig, doch

das Ergebnis ist ein Meisterwerk bis zur letzten Note.

Und Brahms? Mit seiner bahnbrechenden ersten Symphonie

beginnt in dieser Spielzeit ein Zyklus mit allen

seinen Symphonien. Die Zeichen stehen auf Aufbruch

– in eine Saison voller Entdeckungen, voller Energie,

voller Überraschungen.

Diana Syrse (*1984)

Uraufführung

Robert Schumann (1810-1856)

Klavierkonzert a-Moll op. 54

Johannes Brahms (1833-1897)

Symphonie Nr. 1 c-Moll op. 68

Marko Letonja, Dirigat

Diana Syrse, Gesang

Rafał Blechacz, Klavier

Meine Playlist

Halle 1 im Tabakquartier

Fr. 5.9.2025 19 Uhr Til Mette, Cartoonist und Maler

So, 28.9.2025 19 Uhr Thomas Schaaf, Fußballtrainer

Thomas Schaaf, Foto: Privat

Ein großes Orchester, zwei Sessel, ein Gast und ein

Moderator! Das Gesprächskonzert „Meine Playlist“

stellt prominente Talkgäste, die Bremen geprägt haben

oder von Bremen geprägt wurden, anhand ihrer

Lieblingsmusik vor. Egal ob Klassik, Jazz, Rock oder

Pop – die Bremer Philharmoniker spielen die Lieblingslieder

der Talkgäste in großer Besetzung unter

dem Dirigat von Generalmusikdirektor Marko Letonja.

Im Gespräch mit Moderator Axel Brüggemann erzählen

die Talkgäste ihre Geschichten dazu.

„Meine Playlist“ – ein Gesprächskonzert mit spannenden

Menschen, bewegenden Biografien und einer

ganz persönlichen Playlist.

28


Von Heldinnen und Helden

Musikfestkonzert

Die Glocke

Do 28.8.25 19:30 Uhr

Camilla Nylund, Foto: Shirley Suarez Photography

Generalmusikdirektor Marko Letonja und die Bremer

Philharmoniker stellen beim diesjährigen Musikfestkonzert

mit Werken von Johannes Brahms, Richard

Wagner und Richard Strauss drei Helden ihres Repertoires

vor. Die international gefeierte Sopranistin

Camilla Nylund erweckt dabei zwei ihrer Heldinnen –

Brünnhilde und Salome – zum Leben.

Musikalischer Spaziergang

Bürgerpark Bremen

So 24.8.2025 14-16 Uhr

Musik im Laubengang des Bürgerparks, Foto: Frenz Jordt

Familienkonzerte

Konzertinchen

Hallo 1 im Tabakquartier

Jeweils 10 und 11 Uhr

So 31.8.2025 Louise Şen: „Harfentöne“

So 21.9.2025 Lynda Cortis: „Guten Morgen, Cello!“

Konzertinchen bietet Kindern zwischen 3 und 6 Jahren

mit einer fröhlichen Klanggeschichte Spaß und

Freude mit klassischer Musik.

PHIL BENEFIT

Die Bremer Philharmoniker erfüllen zum Saisonstart

2025/2026 den Bremer Bürgerpark mit klassischer

Musik. An verschiedenen idyllischen Plätzen verteilen

sich Kammerensembles sowie Solistinnen und Solisten

über den Park und laden zum Entdecken und Verweilen

ein. Mit dabei ist auch die Musikwerkstatt mit einem

interaktiven Familienkonzert. An allen Stationen spielen

die Musikerinnen und Musiker mit kleinen Pausen zwischen

den Werken durchgängig. Die Route durch den

Park kann somit individuell zusammengestellt werden.

Wirbelbruch und Seitenstechen

Halle 1 im Tabakquartier

Sa 27.9.2025 15 Uhr

Was ist bloß mit dem Orchester los? Die Piccoloflöte

will nicht wachsen, die Trompete ist verschnupft und

der Kontrabass hat einen Frosch im Bauch … da ist eine

gründliche Untersuchung aller Klänge von Streichern,

Bläsern und Schlagwerkern notwendig

Familienkonzert für Kinder ab 6 Jahren.

Zusätzlich zur ABO-Reihe mit Preisvorteilen bis zu 35%, Stammplatz und weiteren Extras bieten die Bremer Philharmoniker

ab der Spielzeit 25/26 Einzelticketkäufer:innen mit PHIL BENEFIT ein attraktives neues Angebot:

Der Kauf einer Eintrittskarte für ein Philharmonisches Konzert oder für ein Afterwork-Konzert aus der Reihe

5nachsechs gewährt einen Rabatt von 20% auf Eintrittskarten für weitere Konzerte. So lassen sich persönliche

Highlights zu einer individuellen Konzertreihe zusammenzustellen! Ob Brahms-Zyklus, Uraufführungen, internationale

Rising Stars oder renommierte Künstler:innen - Klassik-Fans haben die Wahl zwischen zwölf Philharmonischen

Konzerten und sechs Afterwork-Konzerten 5nachsechs, die frei kombinierbar sind.

Nähere Details und Karten unter:

bremerphilharmoniker.de

Ticket-Service in der Glocke

Domsheide 6-8 I 28195 Bremen

T 0421 33 66 99

Nordwest-Ticket in allen angeschlossenen

Vorverkaufsstellen

T 0421 36 36 36

29


sendesaal

bremen

August / September 2025

Shai Maestro, Foto: Jarasum Jazz Festival

Der Sendesaal startet mit einem Feuerwerk von acht hochkarätigen Konzerten in die Saison

2025-2026, die an musikalischen Highlights reich ist. Ab sofort ist der Ticketkauf für unsere

Konzerte noch kundenfreundlicher, denn neben dem Ticketshop des Sendesaals sind Konzertkarten

auch über alle Vorverkaufsstellen von NORDWEST Ticket (z.B. in der Glocke und

im Pressehaus oder über das NORDWEST Ticket-Callcenter unter 0421 – 36 36 36) erhältlich.

Als weitere Neuerung verändern wir unsere Anfangszeiten: Konzerte beginnen um 19:30 Uhr

und an Sonn- und Feiertagen um 18:00 Uhr. Dann also TÜREN AUF!

So, 14.09.25 // 18:00 Uhr

TÜREN AUF! SHAI MAESTRO

Der israelische Pianist Shai Maestro gilt nicht wenigen

Jazz-Fans als legitimer Erbe Keith Jarretts und seine

Weltkarriere führt in derzeit zu den renommiertesten

Festivals und zu den angesagtesten Jazz-Venues. Shai

war bereits mehrere Male zu Gast im Sendesaal und hat

mit seiner Improvisationskunst, die in ihrer Vielfarbigkeit

und Kreativität keine Grenzen zu kennen scheint, das

Publikum fasziniert und begeistert. Er präsentiert ein Solo-Programm,

das sicher ein Highlight im Kulturkalender

Bremens setzen wird.

Tickets 10 € (erm.) bis 40 €

Sa, 13.09.25 // 19:30 Uhr

NDR BIGBAND & TOY TOY

Eine der führenden deutschen Bigbands gastiert im

Sendesaal. Das Preopening der Spielzeit verspricht ein

wahrer Konzertknaller zu werden, denn die NDR Bigband

bringt mit dem Hamburger Jazz-Quartett TOY

TOY alte Freunde mit zu diesem besonderen Event.

Da sind hammermäßige Grooves vom ersten bis zum

letzten Ton, großartige Soli und viel gute Laune vorprogrammiert.

Die Arrangements von Geir Lysne und Marc

Doffey fügen beide Bands perfekt zusammen, ohne sie

in ihrer Eigenständigkeit zu beschneiden.

Tickets von 10 € (erm.) bis 40 €

Fr, 19.09.25 // 18:00 Uhr und 20:00 Uhr

CANDLELIGHT-KONZERT

Der Sendesaal getaucht in das Licht tausender Kerzen.

Bei stimmungsvoller Beleuchtung spielt ein Streichquartett

zunächst um 18:00 Uhr ein Konzert unter dem

Titel „Tribut an Adele“ mit großen Hits der britischen

Soul- und R&B-Diva Adele, bevor im zweiten Konzert

des Abends um 20:00 Uhr Filmmusik unter dem Titel

„Tribut an Hans Zimmer“ erklingen wird.

Tickets unter: feverup.com/de/bremen/candlelight

Candlelight Concert, Foto: feverup

30


Uli Beckerhoff, Foto: Frank Pusch

Sa, 20.09.25 // 19:30 Uhr

DAISY CHAPMAN TRIO

FEATURING CHOR „RHYTHM & JOY“

Die Sängerin, Songwriterin, Pianistin und Arrangeurin

Daisy Chapman ist eine weit gereiste Musikerin, die

ihre Einflüsse sowohl aus der Anti-Folk- als auch aus

der klassischen Musik bezieht. Jeder Song basiert auf

einer dunklen Geschichte von Liebe, Lust und Verlust,

die durch die Stimme von Daisy und Sue Lord an der

Violine facettenreich auserzählt wird.

Tickets von 10 € (erm.) bis 36 €

Do, 25.09.25 // 19:30 Uhr

KLAVIERRECITAL OLGA ZADO

„BIRD OF THE BLUE NIGHT“

Olga Zado ist zum ersten Mal zu Gast im Sendesaal, um

Ihr Album „Bird of the Blue Night“ aufzunehmen. Der Titel

spielt auf ein Werk an, das der ukainische Komponist

Maxim Kolomiiets 2025 für die aus Odessa stammende

Pianistin geschrieben hat. Mit ihrem Programm möchte

die Musikerin Brücken schlagen – zwischen Welten,

Zeiten und inneren Landschaften, denn die Werke dieses

Programms eint eine stille Tiefe, ein Sinn für das Unsagbare,

das durch Klang seinen Ausdruck findet.

Tickets von 10 € (erm.) bis 36 €

Fr, 26.09.25 // 19:30 Uhr

TORUN ERIKSEN QUARTETT

„FASTLANDET“

Torun präsentiert ihr neues Album „Fastlandet“ (=Festland)

im Sendesaal. Mit ihrer siebten Solo-Veröffentlichung

auf Jazzland Recordings wagt sich die bekannte

norwegische Sängerin auf neues Terrain: Die Texte sind

norwegisch, das Format ist triobasiert, die Klanglandschaft

elektroakustisch, und die Musik ist sowohl improvisiert

als auch sorgfältig durchkomponiert.

Tickets von 10 € (erm.) bis 36 €

Sa, 27.09.25 // 19:30 Uhr

ROLANDO LUNA

„KLAVIERZAUBER AUS KUBA“

Rolando Luna, Jazzpianist aus Havanna, steht für energiegeladenes,

improvisationsfreudiges Spiel zwischen

Rhythmus, Poesie und Virtuosität. Jahrelang an der

Seite der legendären Omara Portuondo und des Buena

Vista Social Clubs, kommt er im Rahmen der Reihe „Latin

Masters“ mit einem Solo-Programm zu uns.

Tickets von 10 € (erm.) bis 36 €

So, 28.09.25 // 18:00 Uhr

KONZERT IM DUNKELN

ULI BECKERHOFF UND GLAUCO VENIER

Klänge, gespielt und gehört in absoluter Dunkelheit,

entfalten ihre Magie umso intensiver, da sich die

Konzertbesucher:innen absolut auf den Hörsinn konzentrieren.

Die Konzerte im Dunkeln sind Kult, nun schon

seit 15 Jahren. So lang ist es her, dass der renommierte

Jazz-Trompeter Uli Beckerhoff und sein Klavierpartner

Glauco Venier sich auf das Wagnis eingelassen haben.

Anlässlich dieses Jubliläums kehren die beiden in den

Sendesaal für ein Revival zurück.

Tickets von 10 € (erm.) bis 36 €

Sendesaal Bremen

Bürgermeister-Spitta-Allee 45

28329 Bremen

Ticket Vorverkauf und Infos

sendesaal-bremen.de

oder an den Sendesaal-Abendkassen

ab 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn

31


SEEBÜHNE BREMEN

Das METROPOL THEATER, Foto: Christian Balle

Die Seebühne Bremen begeistert mit 5½ Wochen

gefeierten Top-Acts – so hochkarätig und international

wie nie zuvor.

Die Seebühne Bremen ist in die neue Spielzeit

gestartet – und wie! Gleich zum Auftakt entführte

SCHILLER mit einem exklusiven XXL-Konzert das

Publikum in seine sphärische Klangwelt. Nur wenige

Tage später folgte ein weiterer Höhepunkt: Weltstar-

Tenor PLÁCIDO DOMINGO stand gemeinsam mit den

BREMER PHILHARMONIKERN auf der Bühne und

begeisterte mit einem unvergesslichen Abend voller

musikalischer Brillanz.

Auch in den weiteren Wochen der Spielzeit folgte ein

Höhepunkt dem nächsten: Internationale Gäste wie

unter anderem Melissa Etheridge und Katie Melua

sorgten für emotionale Gänsehautmomente unter

freiem Himmel. Parov Stelar brachte mit seinem

einzigartigen Electro-Swing-Sound das Publikum

zum Tanzen, während die „Highland Saga“ mit ihrer

Celtic Night für magisch-mystische Atmosphäre

sorgte. Bei „Seebühne rockt“ kamen Rockfans mit

mehreren Stunden Live-Musik voll auf ihre Kosten.

Ob Pop, Rock, Swing, Folk, Klassik oder Schlager – die

Vielfalt der Genres traf den Geschmack aller Besucher.

Das Wetter zeigte sich dabei fast durchgehend von

seiner besten Seite – begleitet von malerischen

Sonnenuntergängen, wie man sie nur auf der

Seebühne erleben kann.

Und auch für 2026 gibt es schon Grund zur

Vorfreude: Erste Konzerte sind im Vorverkauf – mit

NENA, THE DARK TENOR und SCHILLER kehren

echte Publikumslieblinge zurück auf die Seebühne.

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Das war 2025 auf der Seebühne: u.a. mit Schiller, Placido Domingo, ABBA GOLD, Fury In The Slaughter House, KatieMelua, Fotos: Sascha Schroeder

SAVE THE DATE 2026

GREGORY PORTER

21.07.2026, 20:00 Uhr

Der gefeierte Sänger und Songwriter Gregory Porter

begann seine Karriere in kleinen Jazzclubs in San Diego.

In New York gelang. ihm mit den beiden Alben „Water“

und „Be Good“ der Druchbruch Porters Musik kennt

keine stilistisch oder emotionale Grenzen. Sein jüngstes

Werk spiegelt die kontinuierliche künstlerische und persönliche

Weiterentwicklung eines Musikers wider, der

das Publikum weltweit berührt.

BETH HART

29. 07.2026, 20:00 Uhr

Die US-amerikanische Künstlerin BETH HART hat nicht

erst mit ihrem neuen Studioalbum „You Still Got Me“

bewiesen, dass sie die gesamte emotionale Palette ihres

Seins in ihre Musik einbringt. Besonders auf der Bühne

lässt Beth Hart ihren Gefühlen freien Lauf, konfrontiert

ihr Publikum mit der gesamten Bandbreite ihrer Emotionen

ALPHAVILLE

31.07.2026, 20:00 Uhr

Mit ihrem Album „Eternally Yours“ sorgen Alphaville

2024 für ein großes Comeback. Vor damals genaus 40

Jahren erschien das Alphaville Debüt „Forever Young“!

Neben dem titelgebenden Track beinhaltet es mit „Big

In Japan“ und „Sounds Like A Melody“ zwei weitere

Welthits.. Alphaville feiern dieses Jubiläum auch 2026

noch gebührend mit einer großformatigen Live-Produktion

gemeinsam mit ihren Fans!

THE DARK TENOR

16.08.2026, 20:00 Uhr

Nach dem überwältigenden Erfolg des vergangenen

Jahres bringt der Rock meets Klassik Künstler, Billy Andrews,

jetzt eine neue Show mit frischen, innovativen

Konzepten und neuen Songs auf die Bühne. Die Show

kreiert eine elektrisierende Mischung aus klassischer

Musik und Rock, wobei sie Meisterwerke von Beethoven,

Mozart und Bach – die rebellischen Musikikonen

ihrer Zeit – in einem neuen Licht präsentiert.

NENA

23.08.2026, 19:30 Uhr

NENA muss man einfach live erlebt haben! Ihre energiegeladene

Bühnenpräsenz ist ebenso unverwechselbar

und mitreißend wie ihre Stimme. Jedes Live-

Konzert: ein einzigartiges Rock n` Roll-Erlebnis mit viel

Gefühl und Herz. Und ein Tourtitel, der mehr ist als nur

Motto. WIR GEHÖREN ZUSAMMEN beschreibt das tief

empfundene und gelebte Gefühl der Verbundenheit,

das jedes der Konzerte für Nena zu einer Herzensangelegenheit

macht.

Seebühne Bremen

AG-Weser-Straße

28237 Bremen

Das komplette Programm und

Tickets versandkostenfrei unter:

seebühne-bremen.de

33


Eröffnungskonzert 2024

Fotos: Roland Furtwängler

22.

Von Freitag, 1. August, bis einschließlich Sonnabend,

30. August, veranstaltet der Kommunalverbund

Niedersachsen/Bremen e.V. das 22. GartenKultur-

Musikfestival. Von Großenkneten im Westen bis Ottersberg

im Osten und von Hagen im Bremischen im

Norden bis Asendorf im Süden finden in 23 Städten

und Gemeinden insgesamt 40 Konzerte in privaten

sowie öffentlichen Gärten und Parks statt, darunter 5

Konzerte in Bremen.

Eröffnung des 21. GartenKultur-Musikfestivals

Von Pop und Swing über Rock, Skiffle und Jazz bis zu

klassischer Musik, von Blues und Tango über internationale

Folkmusik und Samba bis zu Klezmer und

Bossanova: Auch in diesem Jahr bietet das Garten-

Kultur-Musikfestival wieder eine große Bandbreite an

Musikrichtungen für jeden Geschmack. Parks, Burgen,

Mühlen, Museen, Höfe, Privatgärten, Schlösser und

Stadtgärten öffnen ihre Pforten und bieten dem Publikum

vielfältige Musik regionaler und überregionaler

Künstler:innen im Grünen. Unter dem Motto „Mit

dem Rad zum Konzert“ wird in diesem Jahr eine vom

ADFC geführte Radtour vom Bahnhof Bremen-Burg

zum Konzert der „Mojo Men“ im Haus am Walde und

zurück angeboten.

Das Eröffnungskonzert findet am Freitag, 1. August,

um 19 Uhr in der Museumsanlage Ströhe-Spreddig

in Hambergen statt. Das Bremer Trio Sax & Schmalz,

das aus Jan Fritsch, Penny Penski und David Jehn

besteht, läutet dort das GartenKultur-Musikfestival

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ist auch digital auf gartenkultur-musikfestival.de verfügbar.

Entspannte Atmosphäre

2025 mit seinem Repertoire aus Tango, Rock ´n´ Roll,

Swing und Bossanova ein. Zur Einstimmung auf das

Eröffnungskonzert wird auch in diesem Jahr ein Kulturspaziergang

angeboten, für den Tickets bei Nordwest

Ticket erworben werden können. Auf der Museumsanlage

beginnt eine geführte Entdeckungsreise

ins Niedersandhausener Moor. Alle Veranstaltungen

hat der Kommunalverbund wieder in einem übersichtlichen

Programmheft zusammengefasst, in dem die

teilnehmenden Künstler:innen und Gärten sowie das

Begleitprogramm und die Fahrradtour vorgestellt werden.

Das Programmheft liegt ab sofort in den Rathäusern

der Mitgliedskommunen des Kommunalverbunds

sowie an vielen weiteren öffentlichen Stellen aus und

Gut die Hälfte der Konzerte ist kostenlos, Karten für

kostenpflichtige Konzerte können bei den jeweiligen

Veranstaltenden und teilweise bei Nordwest Ticket

erworben werden. Das GartenKultur-Musikfestival ist

ein Gemeinschaftsprojekt verschiedener Kulturschaffender

aus Städten und Gemeinden unter dem Dach

des Kommunalverbunds. Zudem wirken auch private

Gartenbesitzende und Vereine sowie Fördernde

und Sponsernde am Festival mit. Bereits seit 2003

organisiert der Kommunalverbund das GartenKultur-

Musikfestival. Dank der Kombination aus vielfältigen

Musikrichtungen sowie unterschiedlichen Parks und

Gärten ist der vierwöchige Event immer wieder ein

großer Erfolg.

TERMIN

22. GartenKultur-Musikfestival

40 Konzerte

01. August bis 30. August 2024

23 Städten und Gemeinden

in der Region Bremen und umzu

gartenkultur-musikfestival.de

Sommerzeit

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BQB, Foto: Christian Palm

Boreas Quartett Bremen:

Elisabeth Champollion, Jin-Ju Baek, Julia Fritz, Luise Manske

Boreas – der Gott des Nordwindes – gab dem Boreas Quartett Bremen seinen Namen.

Wind, Luft, Atemluft bringt die Instrumente zum Klingen, auf denen die vier jungen

Musikerinnen Originalmusik für Blockflöte aus Renaissance und Moderne spielen. In

der Presse werden die vier Musikerinnen gelobt für ihre „klangsinnliche Meisterschaft“,

ihre „lebendige, große Ausdruckskraft, überragende Technik, perfekte Intonation und

unglaubliche Präzision im Zusammenspiel“.

„In diesem Stück Holz steckt so viel Leben!“ antwortet

die Bremer Musikerin Elisabeth Champollion, wenn

sie gefragt wird, was sie an der Blockflöte liebt. „Das

Instrument birgt so viel warmen Klang, wenn man ihn

nur richtig zu erzeugen weiß. Und mit meinen drei

Kolleginnen spreche ich die gleiche Klangsprache. Wir

können zu viert wie ein Körper, ein Gehirn, ein Herz

spielen, ohne dass wir uns groß absprechen müssen.“

36


Das Boreas Quartett Bremen existiert in gleicher Besetzung

seit 2009. Die vier Musikerinnen haben sich

als Studentinnen an der Hochschule für Künste Bremen

zusammengefunden: alle vier kamen nach Bremen,

um Blockflöte zu studieren. Warum Blockflöte?

Ein wundervolles Instrument, um menschliche Emotionen

auszudrücken, meint Elisabeth Champollion,

da das Instrument in Bau- und Spielweise so schlicht

sei, dass man die gesamte Bandbreite an Expressivität

selber erzeugen müsse - und dürfe.

Was das Boreas Quartett Bremen für sie als Musikerin

bedeutet und was es besonders Bremisch macht, darüber

gibt Elisabeth Champollion weiter Auskunft: „Wir

sind in über 15 gemeinsamen Jahren sehr zusammengewachsen

und verstehen uns wie Schwestern.

So eine starke musikalische Heimat zu haben, gibt mir

viel Sicherheit. Diesen Sommer waren wir zum zwei-

BQB in der Philharmonie Luxembourg, Foto: Privat

ten Mal in New York und Boston zum Konzertieren

und Unterrichten. Eine intensive und beglückende

Reise! Fürs kommende Jahr planen wir Konzerte mit

unserem Familienprogramm Die Bremer Stadtmusikanten

aus der Feder des Komponisten Mark Scheibe

und wollen damit unsere Heimatstadt durchs ganze

Land klingen lassen. Wir hoffen, dass wir es auch

noch einmal in Bremen spielen können.“

Das BQB spielt über 40 Blockflöten unterschiedlichster

Bauart und Größe: vom kleinen Sopranino bis

zur 1,80m großen Subbassblockflöte. Das Quartett

gewann ein Stipendium beim Deutschen Musikwettbewerb,

erhielt den Förderpreis Alte Musik des Saarländischen

Rundfunks und wurde 2021 mit dem International

Classical Music Award (ICMA) in der Kategorie

Early Music (Alte Musik) ausgezeichnet.

Das BQB konzertiert in Deutschland und international:

Letztes Jahr gastierten sie bei Festivals in Belgien und

Italien, dieses Frühjahr reisten sie ins Baltikum, und

gerade kommen sie von einer Konzertreise an die US-

Ostküste zurück.

BQB in New York, Foto: Privat

Familie Tielitz

und Mitarbeiter

in 5. Generation

Laura und Henrick Tielitz

Friedhofstraße 19

28213 Bremen

www.tielitz.de

Tag & Nacht

0421 - 20 22 30

37


Die Singenden Balkone, Fotos: Jörg Sarbach

Die Singenden Balkone

Weil uns alle mehr verbindet als uns trennt

Von Mark Scheibe

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Mark Scheibe mit Kammerensemble Konsonanz und vorne (v.l.n.r.)

Atilla Koçaş, Mervan Koçaş, Yilmaz Kamacı, Martin Elfert

Kristina Quater und Ilenia Marstaller

Osterholz-Tenever? Als Kind las ich „Asterix – die Trabantenstadt“: der römische Architekt

Quadratus lässt eine brutalistische Hochhaussiedlung bauen. Wenn ich mit meiner Mama

auf der Autobahn an Tenever vorbeikam, waren wir uns einig: bei der gespentisch wirkenden

Hochhaus-Silhouette kann es sich nur um jene Trabantenstadt handeln – das war 1974.

Jahrzehnte später erlebe ich die Trabantenstadt als Ort

der Begegnung. Seit 2015 geben Bewohner der Hochhäuser

um den Platz am OTe-Zentrum ihre Balkone

frei: An jedem ersten Donnerstag im September werden

ihre drei Quadratmeter Urlaubsraum zu Bühnen

im Licht der untergehenden Sonne. Ein junger Syrer

rappt von der Sehnsucht zu romantischen Geigen,

eine Buchhalterin mit Soul in der Kehle lässt die Luft

zwischen den Fassaden vibrieren, die Ukrainerin mit

der Gänsehautstimme lässt beim Odessa-Lied Tränen

fließen, der Singer-Songwriter aus der Nachbarschaft

erzählt vom Traum der Freiheit.

Was dem Balkonkonzert vorausgeht: Regelmäßig

treffe ich die Hobbybarden und Freizeitsänger, um mit

ihnen an ihren Songs zu arbeiten. Präsenz aufbauen,

an der Präzision feilen, um Poesie zu schaffen. In der

Hoffnung, den Akteuren auf dem Weg zur Bühne ein

stärkender, bereichernder Begleiter zu sein, lerne ich

selbst: Besonderheiten orientalischer Melodik und die

klanglichen Eigenheiten sehr fremder Sprachen blieben

mir ohne die Singenden Balkone verborgen.

Wenn ich in den Tagen vor dem Konzert die Musikarrangements

für die Streicher des Kammerensembles

Konsonanz komponiere, lächle ich – und weiß:

Die Welt ist viel größer als sie scheint, wenn man aus

dem fahrenden Auto auf die vermeintliche Trabantenstadt

blickt.

Musik ist die Sprache der Leidenschaft – und sie lügt

nicht. Beim weltumarmenden Konzert der 10. Singenden

Balkone feiert ein Stadtteil die Begegnung:

mit orientalischen Liebesliedern und Opernarien, mit

Volkslied, Soul und Chanson. 15 Sängerinnen und

Sänger, zwei Chöre. Mit Mark Scheibe und Streichern

des Kammerensemble Konsonanz – zwei Stunden

Urlaub vom Wahnsinn dieser Welt.

Singende Balkone der GEWOBA

04.09.2025, 19:15 bis 21:00 Uhr

Platz vor dem OTe Bad zwischen

Ludwigshafener und Koblenzer Straße,

Haltestelle: Tenever-Zentrum, Eintritt frei

Authentisch bleiben –

bis zuletzt.

Bestattungsvorsorge

Alles geregelt.

Familienbetrieb seit 1903

Tel. 0421 45 14 53

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Beeindruckendes Feuerwerk zur „Feuerwerksmusik“

Fotos: Konstantin Zigmann

und

am Hollersee

Sonntag, 07.09.2025

20 Uhr

Für viele Bremerinnen und Bremer stellt das Open Air

Konzert „Musik und Licht am Hollersee“ bereits eine

liebgewonnene Tradition dar. Mit Picknickdecken

und Campingstühlen strömen schon am Nachmittag

Zuschauer an den See, um die besten Plätze zu ergattern.

Die gesamte Belegschaft des Bürgerparks

hat in liebevoller Detailarbeit die Umgebung perfekt

vorbereitet, so dass jeder aus dem Publikum zufrieden

seinen Lieblingsplatz einnehmen kann.

Auch für das Jugendsinfonieorchester Bremen (JSO)

ist es immer wieder ein ganz besonderer Moment,

nach vielen Proben endlich die wunderbar beleuchtete

Bühne zu betreten und auf die zauberhafte Abendstimmung

des Hollersees zu schauen. Die Jugendlichen

legen alle diese Emotionen schon in die Anfangstakte

der Eröffnungsmusik, im vollen Bewusstsein

des ganz besonderen Privilegs, dieses Konzert

mitgestalten zu dürfen. Denn jeder dieser Abende am

40


„Der Mond ist aufgegangen“ wird gemeinsam gesungen.

Hollersee trägt auch eine große Bedeutung im Leben

der Orchestermitglieder. Nicht wenige haben einmal

mit dem Erlernen eines Instruments begonnen, weil

sie als Kind diesem Konzert beigewohnt haben und

sich dadurch motiviert fühlten. Das große Ziel, hier

einmal mit auf der Bühne dabei zu sein, begleitet die

jungen Musikerinnen und Musiker dann oft über Jahre.

Wenn der Weg bis ins JSO geschafft ist, spannt

sich der Bogen der gesamten Orchestermitgliedschaft

um dieses Konzert.

1989! Das Konzert wird unterstützt und ermöglicht

durch viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer,

das Parkhotel, viele Sponsoren und durch den Fackelverkauf.

Der Verkauf vor Ort erzeugt nicht nur

ein wunderschönes Lichtermeer, sondern ist eine

unverzichtbare finanzielle Voraussetzung für das

Stattfinden dieses Konzerts.

Informationen und Programm: musikundlicht.org

Neben Klassikern wie dem Strauß’schen „Kaiserwalzer“

oder dem „Walzer Nr. 2“ aus der Jazz-Suite von

Schostakowitsch stellt besonders Händels „Feuerwerksmusik“

einen Höhepunkt des Abends dar. Denn

diese Musik untermalt alljährlich ein vom Publikum mit

großer Spannung erwartetes wundervolles Barock-

Feuerwerk, das nicht nur den Himmel, sondern auch

das Publikum stets aufs Neue vollständig verzaubert.

Alle gemeinsam beenden den Abend traditionell mit

dem Singen und Spielen von „Der Mond ist aufgegangen“.

Das Verklingen der letzten Strophe ist ein

krönender Abschluss des Orchesterjahres.

Veranstaltet wird dieses größte Open-Air Klassik-

Konzert Bremens vom Bürgerparkverein Bremen in

Zusammenarbeit mit dem Jugendsinfonieorchester

Bremen-Mitte der Musikschule Bremen – und das seit

· ·

·

Viele ehrenamtliche Helfer verkaufen den gesamten Abend Fackeln

41


Jugendliches Feuer und

ausgereifte Musikalität

Das Jugend Sinfonieorchester Zürich und das

Percussion Ensemble TrioColores gastieren am

12. Oktober in der Bremer Glocke.

de Konzerte begeistert das Orchester sein Publikum

und leistet einen wertvollen Beitrag zur klassischen

Musikkultur.

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Das Jugend Sinfonieorchester Zürich

(JSOZ), 1987 vom renommierten

britischen Dirigenten Howard

Griffiths gegründet, gehört

heute zu den führenden Jugendorchestern

der Schweiz

und Europas. Die rund 90

jungen Musikerinnen und

Musikern im Alter von 14

bis 24 Jahren befinden sich

im Begabtenförderungsprogramm,

im Pre-College oder

bereits im Musikstudium. Unter

der Leitung von David Bruchez-

Lalli ist das Orchester regelmäßig

international auf Tournee.

Als offizieller Junior Music Partner des Tonhalle-

Orchesters Zürich arbeitet das JSOZ eng mit professionellen

Musikerinnen und Musikern zusammen und

stellt sich regelmäßig herausfordernden sinfonischen

Werken. Durch intensive Probenarbeit und mitreißen-

Percussion Ensemble TrioColores, Matthias Kessler, Luca

Staffelbach und Fabian Ziegler, Foto: ClaraEvens

Energiegeladen, facettenreich, innovativ

– so präsentiert sich das Percussion

Ensemble TrioColores. Die drei

Musiker aus der Schweiz und

Österreich pflegen ein breites

Spektrum perkussiver Literatur.

Neben klassischen und

zeitgenössischen Werken

hat das Trio sein Repertoire

um eigene Bearbeitungen

klassischer Musik erweitert –

mittlerweile sein Spezialgebiet.

Eigens für TrioColores hat Avner

Dorman „In Flux – Konzert für

Schlagzeugtrio und Orchester“ komponiert.

Außerdem auf dem Programm

stehen W.A. Mozarts Ouvertüre zu Die Zauberflöte

und J. Brahms’ Sinfonie Nr. 1.

JSOZ mit TrioColores

12 Oktober, 20:00 Uhr

Karten: 15€ / 10€ / 5€

DIE GLOCKE

Domsheide 6-8

linktr.ee/jsoz25


Die Kammervokalisten Bremen, Foto: Julia Baier

Solistenchor Konzert

Dieses Konzert nimmt uns mit auf eine klangliche

Reise zwischen existenzieller Bedrohung und hoffnungsvollem

Licht. Die Werke spiegeln die Extreme

unserer Erde wider – vom eisigen Schweigen der Polarregionen

bis zur Weite der Wüsten und tosendem

Meer. Im Zentrum steht ein dramatisches Chorstück

über den Untergang der Ostseefähre Estonia. Ergänzt

wird das Programm durch Werke von Mendelssohn,

Plakidis und einen von Jan Sandström vertonten Jojk

– ein psalmartiger Ruf der Sámi.

Gemeinsam erzählen die Stücke von den Urkräften

der Natur und den Stimmen des Menschen, die zwischen

Hoffnung und Licht ihren Platz suchen.

Solistenchor Bremen

Der Solistenchor Bremen wurde 2023 als Kammervokalisten

gegründet und besteht aus 14 professionellen

Sängern. Trotz seines jungen Alters erfreut er sich bereits

großer Wertschätzung in der Bremer Kulturszene.

Der Fokus liegt auf anspruchsvoller Vokalmusik des

20.- 21. Jahrhunderts und auf der Alten Musik. Ausdrucksstärke,

klangliche Differenzierung und stimmliche

Virtuosität prägen den Chor. Alle Mitglieder sind

ausgebildete Sänger, die solistisch und in renommierten

internationalen Ensembles tätig sind.

Künstlerischer Leiter ist Johannes Liedbergius, ein

gefragter Dirigent, der seit über zehn Jahren in

Schwachhausen ansässig ist. Mit der Gründung dieses

Ensembles strebt er an, die Klangvielfalt in Bremen zu

erweitern. Die Mitglieder des Solistenchors Bremen

erfüllen sich so den Wunsch nach einer musikalischen

Heimat – nach einer neuen Stimme Bremens.

Dirigent Johannes Liedbergius, Foto: Vladyslav Snadchuk

Solistenchor Konzert

8. August, 19:30 Uhr

Karten: 25€ / 10€ / 0€

Propstei St. Johann

Klosterkirchenstraße, Schnoor

Insta: @kammervokalisten

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MADAMA BUTTERFLY, Foto: Jörg Landsberg

AUGUST / SEPTEMBER 2025

MUSIKTHEATER

MADAMA BUTTERFLY

von Giacomo Puccini

Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica

In italienischer Sprache mit deutschem Übertext

Cio-Cio San wartet und hofft, jahrelang. Sie wartet darauf, den Mann wiederzusehen, der ihr ein Leben in Liebe

und Sicherheit versprach. US-Leutnant Pinkerton hingegen kaufte sich seine Braut und damit ihre Träume, gefesselt

von einem für ihn fremden Land, „in dem die Häuser so flexibel sind wie die Verträge“. Fasziniert warf Puccini

einen westlichen Blick auf die „japanische Tragödie“ und betrachtete sein Werk als sein liebstes und bestes. Mit

schönen Tönen und dramatischen Farben zeichnete er das Porträt einer Frau, die mehr Projektion denn Person

werden durfte. Diesem Abziehbild eines Menschen zwischen Hingabe und Hoffnung im Spannungsfeld verpasster

Lebens- und Liebeschancen widmet sich Regisseurin Ulrike Schwab, die für ihre dritte Arbeit ans Theater

Bremen kommt. Am Ende bleibt die Hoffnung, nicht auf Pinkertons Rückkehr, sondern auf Selbstermächtigung.

Und der Blick auf das Wesentliche: sich selbst.

Musikalische Leitung: Sasha Yankevych // Regie: Ulrike Schwab

Premiere: So 14. September um 18 Uhr im Theater am Goetheplatz

Weitere Termine: So 21. September um 18 Uhr im Theater am Goetheplatz

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Tag der offenen Tür

Offene Proben, offene Türen, Kostümverkauf, Kinderprogramm, Konzerte und vieles mehr:

Am Samstag, 6. September ist Tag der offenen Tür!

11.00 Uhr: Bremen Zwei Sommergäste

(Anmeldung und Informationen unter:

bremenzwei.de), noon / Foyer Kleines Haus

ab 14 Uhr: Musikalische Beiträge

Konzerte, Kinderprogramm, Tanzbattle

und vieles mehr

15 und 16:15 Uhr: Öffentliche Probe

„Madama Butterfly“, Theater am Goetheplatz

15 Uhr: Balletttraining „Sissy“

Ballettsaal

18 Uhr: Saisonpräsentation Musiktheater

Theater am Goetheplatz

15:30 und 16:30 Uhr: Probeneinblick

„Buddeln“ / 8+ im Brauhaus

ab 19 Uhr: Abschlussparty

auf dem Goetheplatz

Für einzelne Veranstaltungen werden kostenlose

Zählkarten vergeben, die am Tag der offenen Tür

ab 11 Uhr erhältlich sind (für Abonnent:innen und

TheaterCard-Inhaber:innen ab dem 18. August).

SCHAUSPIEL

FRAU YAMAMOTO IST NOCH DA

von Dea Loher

YAMAMOTO, Foto: J. Landsberg

Menschen kreuzen einander. Ihre Begegnungen sind zufällig

und doch bedeutungsvoll. Zwischen ihnen entspinnen sich

feine fragmentarische Szenen, kleine Dramen und humorvoll

abgründige Momentaufnahmen. Im Zentrum stehen zwei

Männer, ein Paar, und ihre junge Nichte, die mehr sieht, als

sie sagen kann. Und dann ist da noch Frau Yamamoto, die alte

Nachbarin, deren Anwesenheit sich wie eine leise Mahnung

durch ihren Alltag zieht. Dea Loher erzählt vom Leben und

vom nicht gelebten Leben, von der Sehnsucht nach Nähe bei

der gleichzeitigen Angst davor.

Regie: Alize Zandwijk // Musik: Matti Weber // Premiere: So 28. September um 18 Uhr im Theater am Goetheplatz

SCHAUSPIEL

THE BEAT GOES ON

Musiktheatrale und begehbare Jubiläumsgala mit den Bremer Philharmonikern

THE BEAT GOES ON, Foto: J. Landsberg

Zum 75. Jubiläum des Theater am Goetheplatz versammelt

sich die Stadtgesellschaft zur Parade. Sänger und Regisseur

Schorsch Kamerun und sein Team bejubeln mit Schauspiel,

Musiktheater, jungen Akteur:innen und vielen weiteren Profis

die bewegte Theater- und Stadtgeschichte. Wer war und wer

ist, wofür steht diese Stadt? Mit der Philharmonie im Ohr und

dem Focke-Museum als Partner streifen wir durch die einzigartigen

Bremer Storys, dann alle zusammen in den Beatclub!

Am laufenden Band tauchen manch Leichen aus Theaterfundus

und (Rats-)Keller auf. Happy Birthday!

Regie, Songs, Texte: Schorsch Kamerun // Komposition, Live-Elektronik, Klavier: PC Nackt

Musikalische Leitung: Yu Sugimoto // Premiere: So 24. August um 18 Uhr im Theater am Goetheplatz

Weitere Termine: Sa 30. August um 19 Uhr sowie So 31. August und So 7. September jeweils um 18 Uhr

Theater Bremen

Goetheplatz 1-3

28203 Bremen

Theaterkasse

Goetheplatz 1-3

Mo-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-14 Uhr

Termine und Karten unter

theaterbremen.de

T 0421 3653333

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DIE LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN, Foto: Anni Strauss

SPIELPLAN AUGUST / SEPTEMBER 2025

DIE LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN

Oper von Sergei Prokofjew / Libretto vom Komponisten und Vera Janacópulos nach Wsewolod Meyerholds

Adaption eines Stückes von Carlo Gozzi / deutsche Textfassung von Werner Hintze / reduzierte Orchestrierung

von Philipp Haag / in deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Der König ist verzweifelt, denn sein Sohn hat eine unheilbare

Krankheit: Er kann nicht lachen. Alles wird versucht, um

wieder Freude in sein Leben zu bringen. Ausgerechnet ein

Missgeschick der bösen Zauberin Fata Morgana lässt den

Prinzen schließlich aus vollem Herzen lachen – und bringt

Sa, 13.09., 19:30 Uhr, Großes Haus (Premiere)

So, 21.09., 18:00 Uhr, Großes Haus

Sa, 04.10., 19:30 Uhr, Großes Haus

weitere Termine: stadttheaterbremerhaven.de

ihm einen Fluch ein. Er soll sich in drei Orangen verlieben, in denen jeweils eine Prinzessin steckt. Auf seiner Reise

erwartet den Prinzen allerhand Kurioses, Magisches, Absurdes – und natürlich Komisches. Sergei Prokofjews

brillante und spritzige Musik entfaltet ein farbenfrohes Unterhaltungsspektakel, das Märchenhaftes mit Satire und

feinsinnigem Humor vereint.

Musikalische Leitung: Marc Niemann // Regie & Bühne: Julius Theodor Semmelmann //

Kostüme: Devin McDonough

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DIE BAGAGE

von Monika Helfer / Erstaufführung der Fassung

von Coco Plümer

Fr, 12.09., 19:30 Uhr, Kleines Haus (Premiere)

So, 21.09., 15:00 Uhr, Kleines Haus

Sa, 27.09., 19:30 Uhr, Kleines Haus

weitere Termine: stadttheaterbremerhaven.de

Am Rand der bewohnten Welt, ganz hinten im Tal, oben am Berg lebt die Bagage: Maria und Josef mit ihren vier

Kindern. Als der Erste Weltkrieg ausbricht, muss Josef einrücken und bittet den Bürgermeister, auf seine schöne

Frau aufzupassen, denn er kennt die Männer im Dorf. Bald darauf ist Maria schwanger. Josef könnte der Vater

sein, aber daran glaubt keiner. Georg aus Hannover kommt ebenso in Frage wie der Bürgermeister. Als das Kind

gesund auf die Welt kommt, könnte alles wieder gut werden. Doch Josef weigert sich, Grete auch nur zur Kenntnis

zu nehmen. Die Enkeltochter der beiden und Tochter von Grete erzählt in Monika Helfers SPIEGEL-Bestseller

von 2020 die Geschichte der Bagage, wie die Familie verächtlich genannt wird. Ohne jede Wehleidigkeit macht

Helfers klare und poetische Sprache greifbar, wie jeder von uns die Geschichte der eigenen Vorfahren als «Bagage»

mit sich herumträgt.

Regie: Ingrid Gündisch // Bühne & Kostüme: Ilka Meier

1. SINFONIEKONZERT «LIEBESZAUBER»

RICHARD WAGNER Vorspiel zu Tristan und Isolde WWV 90

RUDI STEPHAN Liebeszauber für Bariton und Orchester

RICHARD WAGNER Liebestod aus Tristan und Isolde

ANTON BRUCKNER Sinfonie Nr. 7 E-Dur WAB107

Mo, 25.08., 20:00 Uhr, Großes Haus // Di, 26.08., 19:30 Uhr, Großes Haus

Liebe in ihrer reinsten, unbedingten Form ist das Thema in Richard Wagners Tristan und Isolde. Seine Musik

zeichnet dies in bis heute kaum erreichter Intensität nach, wenn der berühmte «Tristan-Akkord» harmonische

Türen in alle Richtungen aufstößt. Auch der allzu früh verstorbene Rudi Stephan ist durch diese Türen gegangen,

dessen Liebende sich jedoch in seinem hochexpressiven Liebeszauber glücklich finden dürfen. Diese Ballade, frei

nach Friedrich Hebbel, reizte den Bariton Dietrich Henschel so sehr, dass der für seine außergewöhnliche Darstellungskraft

geschätzte Gast international renommierter Opern- und Konzerthäuser für unser Eröffnungskonzert

nach Bremerhaven kommt.

Mit seiner Siebten Sinfonie gelang Bruckner der internationale Durchbruch, 33 Aufführungen lassen sich zu seinen

Lebzeiten verzeichnen. Ihre dramaturgische Geschlossenheit macht sie bis heute zu einer seiner zugänglichsten

Sinfonien. Und Richard Wagner ist auch nicht weit, wenn Bruckner mit weihevollen Wagnertuben in der

Coda des langsamen Satzes den Trauergesang auf den Tod des von ihm Verehrten anstimmt.

Dirigent: Marc Niemann // Bariton: Dietrich Henschel // Philharmonisches Orchester Bremerhaven

SEIN ODER NICHTSEIN

Komödie von Nick Whitby / nach dem Film To Be or Not

To Be von Ernst Lubitsch, Drehbuch von Edwin Justus

Mayer und Melchior Lengyel

Sa, 20.09., 19:30 Uhr, Großes Haus (Premiere)

So, 28.09., 18:00 Uhr, Großes Haus

So, 05.10., 15:00 Uhr, Großes Haus

weitere Termine: stadttheaterbremerhaven.de

Das Ensemble des Polski Theaters in Warschau probt 1939 eine antifaschistische Komödie. Die Aufführung wird

jedoch von der polnischen Regierung aus Angst vor einem Konflikt mit dem Hitlerregime verboten. Stattdessen

kommt eine Hamlet-Inszenierung aus dem Repertoire auf den Spielplan. Das hält die Truppe aber nicht davon

ab, unter Einsatz ihrer schauspielerischen Stärken Widerstand zu leisten, indem sie die Pläne der Nazis sabotiert.

Eine politische Satire, die mit schwarzem Humor ein totalitäres System vorführt und künstlerische Mittel wie Persiflage,

Ironie, Spott und Sarkasmus als legitime Mittel zur Benennung von gesellschaftlichen Missständen in den

Fokus rückt. Eine Komödie, die aktuell mehr denn je ihren Platz auf der Bühne verdient.

Regie: Johanna Schall // Bühne: Sven Hansen // Kostüme: Jenny Schall

Stadttheater Bremerhaven

Theodor-Heuss-Platz

27568 Bremerhaven

Öffnungszeiten Theaterkasse

Di-Fr 12-18 Uhr, Sa 10-13 Uhr

T 0471 49001

Spielplan

und Online-Kartenverkauf

stadttheaterbremerhaven.de

47


Ensemble vor der Melchersbrücke, Foto: Marianne Menke

bremer shakespeare company

Juni / Juli 2025

ALLES OPEN AIR

30. SHAKESPEARE IM PARK

Theater unter freiem Himmel – wenn es das nicht schon

gäbe, müsste man es erfinden! Für Bremen hat es die

bremer shakespeare company vor 30 Jahren erfunden.

Damit hat sie – unterstützt von der Begeisterung des

damaligen Bürgerparkdirektors Werner Damke und

seit vielen Jahren auch von dessen Nachfolger im Amt,

Tim Großmann - eine wahre Sommer-Kultur-Institution

geschaffen, die jedes Jahr immer wieder Tausende in

das einmalige Ambiente von »Shakespeare im Park«

lockt. Die Kombination von mitreißendem Schauspiel

und entspannter Outdoor-Atmosphäre ist einfach unschlagbar

– kein Wunder, dass »Shakespeare im Park«

jetzt auch „Ableger“ bekommen hat…

TERMINE / TICKETS / INFOS:

shakespeare-company.com

THEATER IM GUT HODENBERG

ORLANDO

ORLANDO, Foto: Marianne Menke

Jung, schön, adlig: Orlando wird als Zeitgenosse William

Shakespeares geboren und reüssiert als Günstling

Elizabeths I., bis ihm eine mysteriöse russische Prinzessin

das Herz bricht. Gut 100 Jahre später hat er Karriere

als Gesandter in Konstantinopel gemacht, da geschieht

das Unvorhergesehene: über Nacht verwandelt er sich

in eine Frau! Mit Verwunderung und Amüsement begegnet

sie in den folgenden zwei Jahrhunderten den

Herausforderungen ihrer neuen Rolle - ein Abenteuer,

das die Chance auf eine neue Liebe birgt.

TERMIN: 7.9. um 17.00 Uhr

Park des Guts Hodenberg, Oberneuland.

48


THEATER IM SHAKESBIERGARTEN

Gemütliches Outdoor-Ambiente im Falstaff-Biergarten. Bei schlechtem Wetter im Falstaff.

DOKTOR FAUSTUS FÜR ZWEI

Er hat fast alles studiert und ist Magister aller bekannten

Wissenschaften, doch was liegt hinter deren engen

Grenzen? Die Magie soll Doktor Faustus endlich zu Erkenntnis,

Macht, Ruhm und Reichtum verhelfen, dafür

verpfändet er Mephisto seine Seele, an deren Existenz

eh‘ nicht glaubt. Der teuflische Pakt beschert ihm alles,

was er sich wünscht, viele Jahre lang, doch dann…?

DOKTOR FAUSTUS FÜR ZWEI, Foto: Marianne Menke

TERMIN: 12.9. um 19.00 Uhr

Falstaff Biergarten.

IN ALLER KÜRZE:

EIN SOMMERNACHTSHAMLET

Kurz und bündig und schlüssig – ob hochfliegende

Emotionen junger Liebender im Athener Wald oder

tiefschürfende Gedanken über den Sinn von Leben

und Tod in einem verfaulten Staatswesen. Die szenischen

Schlüssel-Highlight aus Shakespeares beliebtesten

Stücken, „Ein Sommernachtstraum“ und „Hamlet“,

erleben Sie halb gespielt und halb erzählt bei einem

gepflegten Getränk.

IN ALLER KÜRZE: EIN SOMMERNACHTSHAMLET

Foto: Marianne Menke

TERMIN: 13.9. um 19.00 Uhr

Falstaff Biergarten.

ANNE-MARIE DIE SCHÖNHEIT

Anne-Marie war nie eine Diva. Keine, die immer nur

die größten Rollen bekam und der die Männer zu Füßen

lagen. Sie hatte Träume und auch wenn sie sich

für sie nicht erfüllt haben – ihr Blick zurück ist ohne

Bitterkeit. Teil der Theaterwelt zu sein und ihr Leben

mit der Kunst zu verweben, war ihr größtes Glück. Mit

schonungsloser Offenheit, aber auch mit viel Humor

und Selbstbewusstsein erzählt Anne-Marie ihr Leben.

ANNE-MARIE DIE SCHÖNHEIT, Foto: Marianne Menke

TERMIN: 14.9. um 19.00 Uhr

Falstaff Biergarten.

bremer shakespeare company

Theater am Leibnizplatz

Schulstr. 26

28199 Bremen

Tickets

Vorverkauf: Stadtbibliothek am Wall

Di-Fr 15-18 Uhr, Sa 12-16 Uhr

T 0421 500 333 | Mo-Fr 15-18 Uhr

Spielplan

und Online-Kartenverkauf

shakespeare-company.com

49


3nach9 , Foto: Radio Bremen - Hendrik Lüders

JUBILÄUM

Seit 50 Jahren gibt es 3nach9 im Deutschen Fernsehen.

Damit ist sie die am längsten laufende Talk-Sendung

Deutschlands und deshalb gilt sie auch als die

Mutter aller Talkshows. Die Moderatorinnen Judith

Rakers und Giovanni di Lorenzo feiern ein halbes Jahrhundert

deutsche Fernsehgeschichte!

Am 19. November 1974 wurde 3nach9 erstmals bei

Radio Bremen ausgestrahlt. Damals schrieb „Der Spiegel“:

„Der Fernseher muss kein toter Briefkasten sein.

Denn wenn Talk-Show, dann so oder ähnlich: Kein feines

Posieren auf teuren Gestühlen, sondern Leben in

der Bude.“

Seit nunmehr fünf Jahrzehnten herrscht „Leben in der

Bude“ im Studio an der Weser. Denn noch immer präsentiert

Deutschlands dienstälteste Talkshow sehr erfolgreich

einmal im Monat Mit Menschen, die hier aus

ihrem Leben erzählen: Persönliches, Streitbares, Lustiges.

In der 120-minütigen Sendung, kommen erinnerungswürdige

und unvergessene Momente zum Vorschein

– einige davon haben sogar Fernsehgeschichte

geschrieben: Ex-Kommunarde Fritz Teufel, der auf einen

leibhaftigen Bundesminister mit einer Wasserpistole

schießt, eine Prostituierte, die sich handgreiflich

mit einer Feministin anlegt oder die britische Soul- und

Jazz-Sängerin Amy Winehouse, die bei 3nach9 ihren

ersten Auftritt in einer deutschen Fernsehsendung hatte.

Ein Blick in die Archive verrät: Kaum jemand, der nicht

bei 3nach9 zu Gast war von Angela Merkel bis Sting.

Und es gibt wohl kaum eine Sendung, die seit 1989

durchgehend einen Moderator als Gastgeber hat: Giovanni

di Lorenzo. Der profilierte Journalist hat bisher

keine einzige Sendung verpasst. Judith Rakers komplettiert

seit 2010 das beliebte Moderations-Duo.

Bisher verzeichnet 3nach9 fast 50 Moderierende: Die

allererste war Marianne Koch, die sich in dem Film

ebenso ausführlich an die Anfänge aus Bremen erinnert

wie die spätere Moderatorin Amelie Fried. Das

Publikum lernt außerdem Bendix Böttger kennen, den

Sohn des legendären 3nach9-Pianisten Gottfried Böttger.

Zahlreiche Prominente gratulieren der Freitagabendtalkshow

sehr persönlich und es gibt einen Ausblick

mit der Unterstützung künstlicher Intelligenz, wie

3nach9 in den nächsten 50 Jahren Fernsehgeschichte

schreiben wird.

„50 Jahre 3nach9 – Die Mutter aller Talkshows feiert

Geburtstag“ ist eine Produktion von Dokness im

Auftrag von Radio Bremen (Redaktion Andrea Kinne)

2025. Basis dieser 120-minütigen Dokumentation ist

eine 90-minütige Dokumentation, die anlässlich des

50. Geburtstags am 15. November 2024 erstausgestrahlt

wurde.

NDR/Radio Bremen Fernsehen

Freitag, 22. August 2025, 22 bis 0 Uhr

50 Jahre 3nach9 – Die Mutter aller Talkshows

feiert Geburtstag

50


SPIEGELBILD

SPIEGELBILD

Tanztheater für Menschen ab 12 Jahre

Was spiegelt und vermittelt den Menschen ihr Spiegelbild?

Welche Einflüsse übt die Gesellschaft auf

jede(n) einzelne(n) aus und welche Rolle spielen Mythen

in der heutigen Zeit?

Choreografin Natalie Baron und Regisseurin Varvara

Kuporova, die bereits erfolgreich die Produktion „Lebenslinien“

am Theater 11 entwickelten, zeigen mit

„Spiegelbild“ eine choreografische Inszenierung über

das eigene Ich. Die Jugendgruppe und das Team des

Theater 11 haben „Spiegelbild“ gemeinsam mit persönlicher

Auseinandersetzung, Kreativität und Mut zur

Selbsterforschung entwickelt. Entstanden ist ein Tanztheaterstück

für Menschen ab 12 Jahren.

TERMIN

„Spiegelbild“

Tanztheater für Menschen ab 12 Jahre

Premiere

Freitag, 23. August 2025, 18 Uhr

Theater 11

Faulenstraße 44-46 I 28195 Bremen

Karten: theater11.de

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Managen wir!

Nehmen Sie dauerhaft fünf oder mehr Medikamente ein. Keine Sorge –

durch unsere professionelle Beratung können wir dazu beitragen, dass

die Polymedikation wirksam und sicher verläuft.

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Ihre Gesundheit optimal im Blick zu behalten. Und das Beste daran:

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51


Sibylle Springer, Madonna, 2025, Acryl, Aquarell, Tempera und Tusche auf Leinwand, 70 x 60 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Foto: Frank Scheffka

Sibylle Springer

Ferne Spiegel

„Ferne Spiegel“ ist die erste Einzelausstellung der Malerin Sibylle Springer (*1975) in der Kunsthalle Bremen

und präsentiert überwiegend neue Arbeiten. In der Ausstellung richtet Springer den Blick auf Frauen der Gegenwart

und Vergangenheit. Ihre Gemälde und Textilarbeiten machen zum einen fast vergessene oder weitgehend

unbekannte Künstlerinnen sichtbar. Gleichzeitig reflektieren sie die Selbstdarstellung von Künstlerinnen

und Popikonen wie Madonna und Mariah Carey in den öffentlichen Medien und auf den Sozialen Medien.

52


Die Malerei von Sibylle Springer macht neugierig –

und verunsichert zugleich. Unter den vermeintlich klar

erkennbaren Bildmotiven verbirgt sich oft eine zweite

Bedeutungsebene, die sich erst durch genaueres

Hinsehen erschließt. Springer bringt Verborgenes ans

Licht und thematisiert Unbequemes, wobei sie häufig

die westliche Kunstgeschichte zitiert.

Im Zentrum von „Ferne Spiegel“ steht die Wahrnehmung

und Inszenierung von Frauen in unserer Gesellschaft.

Daraus ergeben sich Fragen nach Sichtbarkeit

und Repräsentation, nach Rollenzuschreibungen, Vergänglichkeit

und Identität. Dabei bezieht sich Springer

sowohl auf historische als auch auf zeitgenössische

Künstlerinnen.

Ihre Werke spannen einen Bogen von den Selbstinszenierungen

aktueller Künstlerinnen auf Plattformen

wie Instagram bis hin zu heute weitgehend unbekannten

Malerinnen vergangener Jahrhunderte.

Sibylle Springer, Thistle (Red), 2024, Öl auf Leinwand, 40 x 29 cm

© VG Bild-Kunst, Bonn 2025

Sibylle Springer, The very long story, 2025, Baumwolle, Leinen,

Mohair, Merino, Nylon, Polyacryl, Schurwolle, Seide, Draht, Holz,

Kupfer, Papier und Styropor, ca. 800 x 600 x 100 cm

© VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Foto: Tobias Hübel

WIR HABEN EINEN PLAN:

NEUES NETZ,

NEUE WEGE.

Indem Springer ihre Bildmotive in neue Kontexte überträgt,

macht sie blinde Flecken der Kunstgeschichte

sichtbar und verweist auf deren Nachwirkungen bis

heute. Ihre Arbeiten werfen dabei grundlegende Fragen

auf: Wen hat die Kunstgeschichtsschreibung vergessen

– und warum? Welche Erzählungen wurden

verdrängt? Und wie prägen diese Auslassungen noch

immer unseren Blick?

TERMIN

Ferne Spiegel

Sibylle Springer

30. August 2025 bis 11. Januar 202

Kunsthalle Bremen

Am Wall 207 | 28195 Bremen

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53


Paula Modersohn-Becker

und ihre Weggefährtinnen

Der unteilbare Himmel

Vier Museen würdigen Paula Modersohn-Becker

zum 150. Geburtstag mit einer Ausstellung über

künstlerische Selbstbestimmung von Frauen damals

und heute. Und zwar dort, wo alles begann:

im Künstlerdorf Worpswede im Kreis ihrer Weggefährtinnen.

Die Museen Barkenhoff, Große Kunstschau,

Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle

beleuchten die Lebenssituationen von Paula

Modersohn-Becker und anderer Künstlerinnen wie

Clara Rilke-Westhoff, Ottilie Reylaender oder Martha

Vogeler, denen sie in Worpswede begegnet.

Paula Modersohn-Beckers Ziel, Künstlerin zu werden,

teilt sie mit zahlreichen Frauen ihrer Generation.

In ganz Deutschland machen sich ab Mitte des 19.

Jahrhunderts Frauen auf den Weg und folgen ihrem

künstlerischen Ruf, darunter Käthe Kollwitz, Anna

Gerresheim, Julie Wolfthorn, Käte Lassen, Marie Bock

und andere.

»Ich bin Ich, und hoffe, es immer mehr

zu werden. Das ist wohl das Endziel

von allem unserem Ringen.«

Paula Modersohn-Becker in einem Brief

an Rainer Maria Rilke, 17. Februar 1906

Paula Modersohn-Becker, Selbstbildnis als stehender Akt, 1906

Leihgabe aus Privatbesitz im Albertinum

Foto: © Albertinum/Staatliche Kunstsammlungen Dresden,

Elke Estel/Hans-Peter Klut

Die Ausstellung bleibt nicht bei Paula Modersohn-

Becker und ihrer Zeit stehen. Sie schlägt den Bogen in

die Gegenwart. Werke von Annemirl Baur, Ellen Korth,

Wiebke Mertens, Cor-nelia Schleime und Ngozi Ajah

Schommers beleuchten die Lebenswirklichkeit von

Frauen heute: Was hat sich verändert? Wo stehen wir

in punkto Gleichberechtigung wirklich? Die Außenrauminstallation

NEUN WORTE/ هن NINE‏/هژاو WORDS

der deutsch-iranischen Künstlerin Anahita Razmi und

ihre Videoarbeit in der Großen Kunstschau zeigen die

Brisanz des Themas Selbstbestimmung in einer maßgeblich

von männlichen Wertevorstellungen geprägten

Gesellschaft heute.

54


Käte Lassen, Selbstbildnis, um 1912, Öl auf Leinwand, Privatbesitz

Foto: © Rechtsnachfolge Käte Lassen

Große Kunstschau Worpswede

Zukünftiges schaffen –

Zeitgenossinnen damals und heute

Die Ausstellung verfolgt verschiedene Lebenswege

von Künstlerinnen um 1900 und heute. Sie beleuchtet

das Spannungsverhältnis zwischen gesellschaftlichen

Rollenzuweisungen und individueller Selbstermächtigung.

Zeitgenössische Positionen reflektieren die

aktuelle Brisanz dieser Themen, darunter Anahita

Razmi, die Bezüge zum heutigen Kampf der Frauen

um Selbstbestimmung im Iran herstellt.

Lindenallee 5 · T 0 47 92 / 13 02

Täglich 10-18 Uhr, auch montags und feiertags!

Barkenhoff

Verwandte Seelen – Paula Becker und Clara Westhoff

1898 lernen sie sich als junge Malschülerinnen in der

Künstlerkolonie Worpswede kennen. Beide suchen

nach künstlerischer Selbstbestimmung und einer

eigenen Ausdrucksform – mutig, unabhängig und

experimentierfreudig. Paula Modersohn-Becker entwickelt

eine Malerei, die radikal mit Traditionen bricht.

Ihre Werke sind Meilensteine des frühen Expressionismus.

Clara Rilke-Westhoff findet ihren Ausdruck in

der Plastik.

Ostendorfer Straße 10 · T 0 47 92 / 39 68

Täglich 10-18 Uhr, auch montags und feiertags!

Ottilie Reylaender, Selbstbildnis in weißer Bluse, um 1930

Worpsweder Kunststiftung Friedrich Netzel

Foto: © Worpsweder Museumsverbund/Rüdiger Lubricht

Worpsweder Kunsthalle

Frei und unabhängig – Ottilie Reylaender

Ottilie Reylaender kommt wie Paula 1898 als Malschülerin

nach Worpswede. Beide verbindet der Ruf nach

Paris, ins Zentrum der Avantgarde. Anders als Paula

gelingt es ihr, mit ihrer Kunst ihren Lebensunterhalt zu

bestreiten. Getrieben von der Sehnsucht in die Ferne

zieht es sie bis nach Mexiko. Ihre Worpsweder Meisterwerke

und ihre Ausdrucksvielfalt sind eine Entdeckung.

Bergstraße 17 · T 0 47 92 / 12 77

Di -So 10-18 Uhr, montags geschlossen!

Haus im Schluh

Befreite Muse – Martha Vogeler

Martha Vogeler ist eine außergewöhnliche Frau, die

bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein selbstbestimmtes

Leben zwischen Kunst, Handwerk und Unternehmertum

verwirklicht. Die Verbindung zu Paula

Modersohn-Becker hilft ihr, eigene Wege zu gehen

– als Künstlerin, Unternehmerin und Mutter. Mit der

Gründung des Haus im Schluh in den 1920er-Jahren

erfüllt sich Martha ihren Traum von Freiheit und wirtschaftlicher

Eigenständigkeit.

Im Schluh 35-37 · Tel. 0 47 92 / 522

Di -Fr 14-18 Uhr, Sa und So 10-18 Uhr

worpswede-museen.de

55


KUNST IN DER

KAMMER

Sibylle und Fritz Haase zeigen im Rahmen der Ausstellungsreihe der

Arbeitnehmerkammer Bremen eine Auswahl ihrer Arbeiten auf einer

Ebene der Hauptgeschäftstelle. Die Ausstellung ist öffentlich zugänglich.

Reiseeindrücke von Sibylle Haase, Fotos: Fritz Haase

Kunst auf allen Ebenen! das gibt es in der Arbeitnehmerkammer

seit 2022: 14 wechselnde Künstler*innnen

präsentieren ihre Arbeiten im Foyer und den Fluren

der Hautgeschäftsstelle an der Bürgerstraße 1. Auf

vier Etagen verteilen sich Werke aus den Bereichen

Malerei, Fotografie, Mixed Media und Grafik. Beim

Kuratieren der Ausstellung steht die Vielfalt im Vordergrund.

Die ausgestellten Künstler*innen sind mit Bremen

verbunden - sie leben zum Beispiel in der Stadt,

haben hier studiert, oder auch beides. Die Auswahl der

Werke trifft eine interne Jury. Danach mietet die Arbeitnehmerkammer

die Arbeiten für ein Jahr von den

Künstler*innen.

Aktuell zu sehen sind Kunstwerke von Judith Lene Bartels,

Sarah Fischer, Elke Graalfs, Sibylle und Fritz Haase,

Leonie Nowotsch, Mi-el Kwak, Kay Michalak, Sabine

Schellhorn, Marina Schulze, Kate Schlüter-Read,

Marion Elsa Weigeldt sowie Helga Wiese. SIBYLLE

HAASE-KNELS, die wir in dieser Ausgabe zusammen

mit FRITZ HAASE, ihrem Mann, in diesem Magazin als

Künstlerpaar vorstellen möchten, verstarb im September

2024. Von Sibylle Haase-Knels werden Arbeiten

gezeigt, die überwiegend auf Reisen entstanden sind,

aber auch einige Blumenstillleben.

Der Querschnitt aus den Werken, die zu sehen sind,

führt weit zurück in das Jahr 1962. Damals noch

Studentin an der Staatlichen Kunstschule Bremen.

Gemeinsam mit dem Mitstudenten Fritz Haase bereisten

sie die Griechischen Inseln. In mehreren Wochen

auf Santorini entstanden Federzeichnungen, die auch

heute noch Gültigkeit haben. „Ich liebe das unterwegs

sein“, schreibt sie in ihrem Buch „Sibylles Reisen“. In

fremden Ländern, oder auch ganz in der Nähe verspüre

ich das Gefühl, einfach die Umgebung, in der

ich mich gerade befinde, zeichnerisch zu ergründen.

Es sind oft ganz einfache Situationen. Ein Stuhl im

Raum. Blicke aus dem Fenster. Gegenstände auf dem

Tisch. In unserem Zuhause steht immer eine Tasche

neben mir, in der sich alle Utensilien befinden, die ich

brauche. Mehrformatige Papierblöcke, Skizzenbücher

in verschiedenen Größen, Farbstifte, Zeichenfedern,

Aquarellfarben. Diese Tasche begleitet mich auch

ständig auf Reisen. Hotels mit möglichst langer Geschichte

und exotischem Flair sind absolute Lieblings-

56


plätze. Die Zimmer sind mein Atelier. Ich arbeite zum

Beispiel auf der Bettkante und die mit dem ornamentalen

Fliesenboden korrespondierende Überwurfdecke

wird zum Sujet. Arbeitsplätze sind auch der Stadtraum,

Balkons, Gärten oder die freie Landschaft. Natürlich

gibt es Länder, die mich mehr reizen als andere. Besonders

liebe ich die südlichen Länder bis hin nach

Südostasien wie Indien – ich war zehnmal dort – Nepal,

Sri Lanka, Bali eingeschlossen...“ Außer einigen

Fotos, die auf gemeinsamen Reisen mit Sibylle Haase

entstanden, führen die Arbeiten von Fritz Haase in

ganz andere Raumdimensionen.

ins Bild. Nicht als Illustration, sondern wesentlich abstrakter.

Aufbrechen von Bildmassen und Bildpartikeln

durchsetzt mit technischen Strukturen. Die Bremer

Kunsthalle ordnete die Arbeiten in der Sammlung des

Kupferstichkabinetts unter ‚informel‘ ein.

Durch die sich überschlagenden Ereignisse in den Pioniertagen

der Raumfahrt und deren mediale Begleitung

begann für mich eine künstlerische Neuorientierung.

Auf der Suche nach neuen Ausdrucksmitteln stieß ich

auf die Fotografie. Außer Pressebildern nutzte ich zum

Beispiel die erste Satelitenübertragung zwischen den

USA und Europa 1965. Diese Übertragung im Fernsehen

zeigte den ersten Ausflug des amerikanischen

Astronauten Edward H. White ins All. White blieb bei

Dunkelkammercollagen von Fritz Haase

THE RACE TO THE MOON – AUFBRUCH INS ALL,

Themen, die aktuell gerade wieder von großem Interesse

sind, waren Gegenstand künstlerischer Auseinandersetzung.

Die Arbeiten entstanden zwar in den 60er

und 70er Jahren, aber der Blick darauf lohnt sich.

Fritz Haase zu seinen Arbeiten: „In meinen früheren

Arbeiten, meistens Radierungen, beschäftigte mich der

Wunsch des Menschen, in den Himmel vorzustoßen.

Zuerst waren es Türme, später kamen Flugobjekte

Ausstellungswände auf 3 Etagen

dieser ‚Gemini 4 Mission‘ 23 Minuten außerhalb des

Raumschiffs. Die vielen Fotos, die ich vom Bildschirm

machte, waren Grundlagenmaterial für eine Reihe von

Arbeiten, die in der Ausstellung zu sehen sind.

Ich entwickelte einen neue Technik der Dunkelkammercollage

mit einem selbstgebauten Linsensystem

und einer partiellen Entwicklungstechnik. Das Bild entstand

oft in mehrstündiger Dunkelkammerarbeit unter

Verwendung vieler Einzelnegative. Das belichtete, total

matte Fotopapier – aus Vorkriegsbeständen – war

hervorragend geeignet als Untergrund für eine spätere

zeichnerische Bearbeitung. Die einzelnen Fotofragmente

wurden zeichnerisch zusammengeführt und

erweitert“.

Kunstinteressierte können die Kunst in der Arbeitnehmerkammer,

Bürgerstraße 1, zu folgenden Öffnungszeiten

anschauen:

Montag bis Donnerstag

8 bis 18:00 Uhr

Freitag

8 bis 13.00 Uhr

arbeitnehmerkammer.de/kammerkunst.html

57


Friederike K. Nicoloaides, Nest

GROSS |ART|IGE FRAUEN

Vom 31. August bis 5. Oktober 2025 feiert die Villa Sponte erneut Frauen,

Kunst und gesellschaftlichen Wandel. „GROSS |ART|IGE FRAUEN“ präsentiert

ein vielfältiges Programm aus Musik, Bildender Kunst, Tanz, Text und

Diskurs – mit Fokus auf weibliche Perspektiven und zentrale Themen wie

Gesundheit, Klima und Nachhaltigkeit.

Isabel Lange, Grandes Dames

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Tel. 0471 44012

Heizoel

Service-Ruf 0800 5667626 / 0-24 Uhr

Die Ausstellung mit Friederike Kahle-Nicolaides, Beate Kupka und Isabel

Lange widmet sich Natur, Klima und nachhaltigem Leben. Ergänzt wird sie

durch Workshops und Gespräche. Musikerinnen wie Lola Atkinson, Lynda

Cortis oder Mariska Nijhof begleiten Konzerte, Lesungen, Performances

und Talks – rund um Frauenrechte, Klima und Gemeinschaft. Upcycling-

Kostüme aus dem Sommer Salon 2024 treffen auf regionale Bio-Küche

– ein kreatives Statement für Ressourcenschonung.

Das Festival richtet sich an Frauen jeden Alters – und lädt alle ein, die sich

für Kunst, Gesellschaft und Zukunft interessieren. Hinter dem Festival stehen

vier Frauen mit einer klaren Vision: Ida Büssing (Initiatorin und Kuratorin),

Karin Mauelshagen (Programmentwicklung),

Corinna Reynolds

(musikalische Leitung) und Ilona

Tessmer (Redaktion & Gestaltung).

Sie bündeln ihre Expertisen, Erfahrungen

und Begeisterung, um einen

Raum zu schaffen, in dem weibliche

Perspektiven sichtbar, hörbar und

spürbar werden – künstlerisch, gesellschaftlich,

persönlich.

Beate Kupka, Der gedeckte Tisch

GROSS |ART|IGE FRAUEN 2025

Ein Festival von Frauen, für alle.

Kraftvoll, klug, kreativ.

31. August bis 5. Oktober 2025

Villa Sponte Zeitkultur e.V.

Osterdeich 59B I 28203 Bremen

T 0421 79 47 84 97

villa-sponte.de

58


gesund

Bremen

DIE GESUNDHEITSSEITEN

IM SCHWACHHAUSER

59


Entspannt und erfrischt aufwachen, das Ziel eines gesunden Schalfs

GESUND SCHLAFEN

Vertiefende Perspektiven

zur Therapie des OSAS

Das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) ist

eine ernstzunehmende Erkrankung, bei der nächtliche

Atemstillstände auftreten. Im Gesundheits-Artikel in

der Ausgabe Februar/März sind wir bereits auf die

grundsätzlichen Aspekte des OSAS eingegangen. In

diesem Artikel möchten wir nun den Fokus auf differenzierte

medizinische und chirurgische Therapieansätze

legen.

Ursachen – Zentrales vs. Peripheres OSAS

Das OSAS kann zentral oder peripher bedingt sein. Im

peripheren OSAS, der häufigeren Form, erschlafft die

Zungengrundmuskulatur im Schlaf und verengt die

Atemwege (posterior airway space). Ursachen dafür

sind oft Übergewicht oder anatomische Besonderheiten.

Dazu gehört insbesondere ein zurückliegender

Unter- und Oberkiefer, was oft auch mit einem zu

schmalen Oberkiefer verbunden ist. Mögliche Folgen

sind eine ebenfalls zurückliegende Zunge, was durch

einen schmalen Oberkiefer mit Einengung des Platzes

für die Zunge noch verstärkt wird. Gleichzeitig vermindert

diese Oberkieferanatomie den Luftstrom durch die

Nase.

Symptome und Diagnostik

Wer tagsüber häufig abgespannt ist, unter starker

Müdigkeit leidet oder gar zu Sekundenschlaf neigt,

sollte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Spezialisierte

Schlafmediziner nutzen Fragebögen und tragbare

Geräte für eine erste ambulante Diagnostik. Bei

Auffälligkeiten erfolgt eine detaillierte Untersuchung

im Schlaflabor. Der Schweregrad wird anhand des Apnoe/Hypopnoe-Index

(AHI) bestimmt und reicht von

leicht über mittel bis schwer.

60


Therapie – Von Schienen bis Chirurgie

Leichte bis mittelschwere OSAS-Fälle werden häufig

zunächst mit Unterkieferprotrusionsschienen behandelt,

welche den Unterkiefer im Schlaf „vorn halten“.

Langfristig kann diese Therapie jedoch eine Belastung

für die Kiefergelenke darstellen. Die bisherige Standardtherapie

für mittelschwere bis schwere Fälle, die

CPAP-Maske, sorgt zwar effektiv für freie Atemwege,

wird aber aufgrund von geringem Tragekomfort, gelegentlich

auftretenden Hautirritationen und folgender

„Maskenintoleranz“ häufig schlecht angenommen.

Hier bietet sich die ursächliche chirurgische Therapie,

das maxillo-mandibuläre Advancement (Rotation-Advancement),

an. Dabei werden Ober- und Unterkiefer

gemeinsam nach vorne verlagert und so rotiert, dass

die die Atemwege effektiv und dauerhaft erweitert

werden. Gleichzeitig können mögliche Fehlbisse mit

korrigiert werden. Zusätzlich verbessert sich oft auch

die ästhetische Gesichtskontur. Wichtig ist hierbei

immer die perioperative Zusammenarbeit mit einem

Kieferorthopäden.

Limitationen und Alternativen

Nicht alle Patienten profitieren gleichermaßen vom

Rotation-Advancement. Anatomische Voraussetzungen

müssen eine effektive Vorverlagerung der Kiefer

zulassen. Zahnlosigkeit oder andere medizinische

Kontraindikationen können die Therapie ausschließen.

In Fällen von leichtem bis mittelschwerem OSAS oder

wenn ein Rotation-Advancement nicht möglich ist,

stellt die Zungennervstimulation (Nervus hypoglossus)

eine innovative Alternative dar. Ähnlich wie ein Herzschrittmacher

sorgt sie für eine automatische Vorverlagerung

der Zunge im Schlaf.

Freie Atmung ist die Grundlage eines guten Schlafs

Fazit

OSAS sollte nicht ignoriert werden. Eine frühzeitige

fachliche Abklärung und individuelle Therapieplanung,

idealerweise in Kooperation von Schlafmedizinern,

erfahrenen Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen sowie Kieferorthopäden

erhöhen die Lebensqualität und reduzieren

langfristige Gesundheitsrisiken erheblich.

Besser Atmen.

Besser schlafen.

Nächtliche Atemaussetzer (auch obstruktives

Schlafapnoe-Syndrom, kurz OSAS genannt)

beeinträchtigen nicht nur Ihren Schlaf, sondern

langfristig auch Ihre Gesundheit. In unseren

MKG-Fachpraxen behandeln wir die Ursachen von

OSAS gezielt und nachhaltig – unter anderem

durch wirksame chirurgische Therapien, um die

Atemwege dauerhaft zu erweitern und Ihnen

erholsame Nächte zurückzugeben.

Sprechen Sie uns an:

0421 - 611 677

Mund. Kiefer. Gesicht. Bremen

IM ÄRZTEHAUS AM DIAKO

AM KLINIKUM NORD

IN DER STERNKLINIK

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61


Früherkennung

Früherkennung, Foto: David Todd Mccarty, unsplash

Die Früherkennung von Brustkrebs spielt eine entscheidende

Rolle, um die Heilungschancen deutlich

zu verbessern und die Behandlungsmöglichkeiten zu

erweitern. Brustkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen

bei Frauen, und obwohl die meisten Fälle

im höheren Alter auftreten, kann die Krankheit auch

schon in jüngeren Jahren entstehen. Deshalb ist es

wichtig, dass Frauen sich frühzeitig mit ihrer Brustgesundheit

beschäftigen und regelmäßig Vorsorgemaßnahmen

ergreifen.

Ein wichtiger Aspekt der Früherkennung ist die Selbstuntersuchung

der Brust. Frauen sollten lernen, ihre

Brüste regelmäßig selbst zu untersuchen, um Veränderungen

wie Knoten, Verhärtungen, Veränderungen

der Haut oder ungewöhnliche Einziehungen frühzeitig

zu bemerken. Diese Selbstuntersuchungen sollten

idealerweise einmal im Monat nach der Menstruation

erfolgen, da die Brüste in dieser Zeit weniger geschwollen

sind und Veränderungen leichter erkannt

werden können. Neben der Selbstuntersuchung ist die

62


ärztliche Untersuchung ein wichtiger Baustein. Frauen

sollten regelmäßig einen Termin bei ihrem Frauenarzt

wahrnehmen, um die Brust untersuchen zu lassen.

Besonders bei familiärer Vorbelastung, bekannten

Risikofaktoren oder bei auffälligen Veränderungen ist

eine frühzeitige Abklärung durch den Arzt unerlässlich.

Das Mammographiescreening, das in Deutschland ab

dem Alter von 50 Jahren alle zwei Jahre angeboten

wird, ist eine bewährte Methode zur Früherkennung.

Doch immer mehr Experten betonen, dass Frauen

auch schon vor dem 50. Lebensjahr auf ihre Brust

achten sollten. Bei bestimmten Risikogruppen, wie

Erst abtasten, dann screenen, Zeichnung: Konstantin Zigmann / KI

Frauen mit einer familiären Vorgeschichte von Brustkrebs

oder genetischer Veranlagung, kann eine frühere

Untersuchung sinnvoll sein. In solchen Fällen kann

eine individuelle Risikoabschätzung durch den Arzt

erfolgen, um die geeigneten Vorsorgemaßnahmen

festzulegen.

Wegschauen ist

keine Lösung

Die Bedeutung, bereits in jüngeren Jahren aktiv zu

werden, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Früherkennung bedeutet nicht nur, Knoten oder Veränderungen

frühzeitig zu entdecken, sondern auch,

das Bewusstsein für die eigene Gesundheit zu stärken.

Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto größer sind

die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung und

eine bessere Lebensqualität nach der Therapie.

Risikofaktoren und genetische Veranlagung

Ein wichtiger Aspekt bei der Früherkennung ist die

Kenntnis der eigenen Risikofaktoren. Dazu gehören

familiäre Vorbelastungen (z.B. Brustkrebs bei Mutter

oder Schwester), genetische

Mutationen (z.B. BRCA1 oder

BRCA2), frühe Menarche, späte

Menopause, Übergewicht,

Bewegungsmangel, Alkohol-

und Tabakkonsum sowie

hormonelle Einflüsse durch die

Einnahme von Hormonersatzpräparaten.

Frauen mit erhöhtem

Risiko sollten mit ihrem

Arzt über individuelle Vorsorgestrategien

sprechen, die

möglicherweise eine frühere

oder intensivere Überwachung

beinhalten.

Prävention und gesunder Lebensstil

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Frauen

nicht erst ab 50 Jahren auf ihre Brustgesundheit

achten sollten. Präventive Maßnahmen, regelmäßige

Selbstuntersuchungen und ärztliche Kontrollen sind

essenziell, um Brustkrebs frühzeitig zu erkennen und

Leben zu retten. Es lohnt sich, aktiv zu sein und auf

die eigene Gesundheit zu achten – denn Vorsorge ist

der beste Schutz!

Alle Frauen von 50 bis 75 Jahren können

kostenfrei am Mammographie Screening

teilnehmen. Nach der Statistik ist Brustkrebs

die häufigste Krebserkrankung in

dieser Altersgruppe. – Also nutzen Sie

die Chance, denn die Früherkennung von

Brustkrebs kann Leben retten.

Unsere Website informiert Sie über alles Wichtige

zum Thema Früherkennung von Brustkrebs und zur

Teilnahme am Screening sowie der Terminvergabe:

www.mammascreening-bremen.de

63


Ein starkes Team seit 30 Jahren, Fotos: Kay-Rafael Stemmer

30 Jahre vacances

Hauswirtschaft und Pflege in Bremen

Frau Hansen trägt Lippenstift und Ohrringe, seit sie

denken kann. Sie besucht gern die Bremer Kunsthalle

oder bummelt über die Obernstraße. Inzwischen allerdings

etwas seltener als früher. Ihr Alltag ist kleiner

geworden – ihre Ansprüche nicht. Sie legt Wert auf

Verlässlichkeit, einen gepflegten Umgangston, frische

Blumen auf dem Tisch. „Ich habe mein Leben lang gut

für mich und andere gesorgt“, erzählt sie. „Jetzt bin

ich es, die manchmal ein wenig Hilfe braucht.“

Seit sie mit dem Pflegedienst vacances zusammenarbeitet,

fühlt sie sich wieder freier. Sicherer. Die Pflegefachkraft

kennt ihre Lieblingsbluse, der Sozialdienst organisiert

Termine, die Haushaltshilfe bringt manchmal

ihr Lieblingsgebäck, Bremer Kaffeebrot, mit oder trägt

die Einkäufe nach dem Besuch beim Wochenmarkt

nach Hause. „Das ist nicht bloß eine Dienstleistung,

sondern echte Fürsorge“, findet Frau Hansen.

C

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K

So fing es an:

Studierende mit Herz und Unternehmergeist

vacances steht seit 30 Jahren für Unterstützung von

Bremer:innen für Bremer:innen. Neben dem Studium

beschlossen die Gründer:innen, hilfsbedürftigen Mitmenschen

unter die Arme zu greifen. Bald wurden

Ganz persönliche Unterstützung im Alltag

64


Mitarbeitende eingestellt, das Unternehmen wuchs

und wurde größer, doch der Grundgedanke ist derselbe

geblieben: „vacances“ bedeutet Ferien. Eine Auszeit

vom Alltag für die Kund:innen genauso wie für Angehörige.

„Menschlichkeit und Respekt stehen für uns an

erster Stelle“, erklärt Geschäftsführerin Anja Grebhan.

„Daran hat sich in 30 Jahren nichts geändert. Und das

wird es auch in den nächsten 30 Jahren nicht.“

C

M

Y

CM

MY

CY

CMY

K

Ob häusliche Versorgung, Tagespflege, Sozialberatung,

Alltagsbegleitung oder einfach ein gemütlicher

Schnack – das Team von vacances hört zu, erkennt

Bedarfe und findet individuelle Lösungen. Immer auf

Augenhöhe. Immer mit Blick auf den Menschen und

die Lebensumstände.

Vital und gut versorgt

vacances ist in Bremen verwurzelt und hat inzwischen

Standorte in der ganzen Stadt. Der mobile Pflege- und

Sozialdienst arbeitet mit modernen, gut organisierten

Strukturen, erreicht die Kund:innen beispielsweise

rasch mit dem E-Bike, und setzt auf ein interdisziplinäres

Team aus Pflege, Hauswirtschaft, Betreuung, Reinigung

und Sozialdienst. Neu ist das Vitalcoach-Angebot

zur Stärkung von Selbstständigkeit und Wohlbefinden.

Im Mai 2025 eröffnete die dritte Tagespflege

mit 20 Anzeige-Schwachhauser.pdf Plätzen in Bremen-Vegesack.

2 18.07.25 11:06

Anzeige-Schwachhauser.pdf 2 18.07.25 15:35

Lebenskunst

kennt kein Alter.

Lebenskunst

kennt kein Alter.

Der vacances Vital-Coach, für ein bewegtes Altern

Den Blick nach vorn und zu den Kund:innen gerichtet

Zum 30-jährigen Jubiläum blickt das Team nicht nur

zurück, sondern vor allem nach vorn. „Wir schauen

immer, welche Angebote wir sinnvoll entwickeln können

– ob medizinische Versorgung, besondere Unternehmungen

in den Einrichtungen oder digitale Tools

für die Verwaltung. Wir möchten unseren Kund:innen

nicht nur Pflege, sondern Wohlgefühl und Geborgenheit

bieten“, sagt die Firmengründerin.

vacances

Mobiler Sozial- und Pflegedienst

Hollerallee 13 · 28209 Bremen

T 04 21 / 70 60 77

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Pflegedienst und Vital Coach

in Pflegedienst Einem – verlässlich, und Vital Coach

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Mit Standorten in ganz Bremen

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65


Neues minimalinvasives

Verfahren bei Hallux Valgus

Fuß-Röntgenaufnahme, Foto: Tima Miroshnichenko, pexels

Die MICA-Methode im Rotes Kreuz Krankenhaus verspricht

eine schonende Behandlung und schnellere

Genesung für Betroffene.

66

Hallux valgus ist eine Fehlstellung der Großzehe. Wenn

das Gelenk des großen Zehs nach außen drängt, der

Zeh bzw. Mittelfußknochen selbst sich gleichzeitig

nach innen schiebt, entsteht das typische Bild der häufigsten

Zehenfehlstellung bei Erwachsenen. Rund 10

Millionen Menschen sind in Deutschland betroffen, die

Minimalinvasive Schnittführung bei Hallux Valgus,

Grafik: Konstantin Zigmann / KI


Das Rotes Kreuz Krankenhaus an der Kleinen Weser in der Bremer Neustadt, Foto: Achim Keiper Airvision

Mehrheit davon Frauen. Die genetische Veranlagung

und ein schwaches Bindegewebe sind Gründe für die

Entstehung. Andere Faktoren, die den so genannten

Ballenzeh begünstigen, sind Arthrose, falsches Schuhwerk,

jahrelange Überbelastung und Adipositas. Die

Fehlstellung entwickelt sich häufig aus einem Spreizfuß:

Das Fußgewölbe sinkt ein und das Grundgelenk

des großen Zehs schiebt sich aus seiner geraden Achse

nach außen.

Viele Menschen leben mit einem Hallux valgus (Hallux

im Lateinischen Großzehe, valgus krumm), ohne dass

sie Beschwerden haben. Je weiter die Fehlstellung unbehandelt

voranschreitet, desto unangenehmer kann

sie jedoch werden: Irgendwann scheuert der Großzehenballen

am Schuh, er wird gereizt und schmerzt. Die

benachbarten Zehen werden gestört und es entstehen

weitere Fehlstellungen. „Deshalb sollte man nicht zu

lange mit einer Operation warten“, sagt Dr. Ingo Arnold,

Orthopädie-Chefarzt im RKK.

Es gibt unterschiedliche OP-Methoden zur Behandlung

der dreidimensionalen Fehlstellung Hallux valgus - von

der Entfernung des Knochenvorsprungs über eine

Umstellung des Mittelfußknochens hin zu einer Versteifungsoperation.

Am RKK - als erste Klinik in Bremen

– haben die beiden zertifizierten Fußchirurgen Dr. Ingo

Arnold, Chefarzt, und Dr. Jakob Mann, Oberarzt in der

Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, jetzt eine ganz

neue, minimal-invasive Methode eingeführt (MICA Minimalinvasive

Chevron-/Akin-Osteotomie). Dr. Arnold

erklärt: „Mithilfe filigraner Werkzeuge, die wir durch

vier millimeterkleine „Schnitte“ einführen, durchtrennen

wir den Mittelfußknochen unterhalb des Großzehengelenks.

Wir verschieben das Köpfchen zur Mitte und

fixieren es mit zwei speziell für diese Verfahren hergestellten,

abgeschrägten Schrauben. Der überstehende

Knochen außen wird zum Schluss entfernt.“ All dies

geschieht unter Röntgensicht. Die Vorteile: „Man muss

das Gelenk nicht öffnen, benötigt keine größeren Hautschnitte

und die Rehabilitationszeit ist viel geringer als

mit einer herkömmlichen OP. Gleichzeitig gibt es weniger

Schmerzen, Narben und Wundheilungsprobleme“,

sagt der Fußexperte. Nach der OP tragen die Betroffenen

einen Spezialschuh - der Fuß muss nicht komplett

ruhiggestellt werden. Nach ca. sechs Wochen ist das

Laufen im eigenen Schuh in der Regel wieder möglich.

Termine in der orthopädischen Sprechstunde fragen

Sie bitte online an: www.roteskreuzkrankenhaus.de/

termine/ oder telefonisch in der Terminambulanz unter

0421/ 5599 -550. Bitte bringen Sie aktuelle Röntgenbilder

und eine Überweisung Ihres Orthopäden / Ihrer

Orthopädin mit zum Termin.

Rotes Kreuz Krankenhaus

St.-Pauli-Deich 24 I 28199 Bremen

roteskreuzkrankenhaus.de

Dr. Arnold (Chefarzt) Klinik für Orthopädie, RKK, Foto: Fotoetage

67


Dr. hc. Volker Diehl, Leiter Radiologische Bildgebung, Werder: Felix Agu, Foto: Werder Bremen

Neuer Spezialist für Hüftund

Kniegelenkersatz an der

Paracelsus Klinik Bremen

- Neuer Departmentleiter für Endoprothetik:

Mohammed Sulaiman verstärkt als erfahrener Facharzt

mit Schwerpunkt Endoprothetik das Team der

Paracelsus Klinik Bremen.

- Fokus auf moderne Operationsverfahren:

Sulaiman bringt Expertise in schonenden, minimalinvasiven

OP-Techniken sowie roboterassistierten

Verfahren mit.

- Stärkung des orthopädischen Angebots:

Mit seiner Berufung setzt die Klinik ihren Kurs der

medizinischen Weiterentwicklung und Spezialisierung

konsequent fort.

Die Paracelsus Klinik Bremen freut sich, Herrn Mohammed

Sulaiman als neuen Departmentleiter für

Endoprothetik in der Abteilung für Orthopädie willkommen

zu heißen. Mit seiner ausgewiesenen Expertise,

insbesondere auf dem Gebiet der Endoprothetik,

bereichert Herr Sulaiman das medizinische Kompetenzspektrum

der Klinik maßgeblich und setzt neue

Impulse für die Weiterentwicklung hochspezialisierter

Versorgungsangebote.

68


Herr Sulaiman war zuletzt am Nordwest-Krankenhaus

Sanderbusch tätig und verfügt über eine langjährige,

fundierte klinische Erfahrung in der Diagnostik und

Therapie komplexer Gelenkerkrankungen sowie in der

endoprothetischen Versorgung von Hüft- und Kniegelenken.

Besonderes Augenmerk seiner ärztlichen

Tätigkeit gilt dabei minimalinvasiven, gewebeschonenden

Operationsverfahren, die

eine rasche postoperative Mobilisation

und eine frühzeitige

Reintegration der Patienten

in ihren Alltag

ermöglichen.

„Wir freuen uns,

mit Herrn Sulaiman

einen

engagierten

und kompetenten

Kollegen im

Team begrüßen

zu

dürfen“, sagt

Chefarzt Dr.

Adrianus den

Hertog. „Mit seinem

Fachwissen

insbesondere in der

Endoprothetik können

wir unsere Patientenversorgung

weiter stärken und

das bestehende Leistungsspektrum

und vor allem die robotergestützte

Endoprothetik gezielt ergänzen.“

Die orthopädische Fachabteilung der Paracelsus Klinik

Bremen befindet sich seit Jahren in einem stetigen

Wachstums- und Innovationsprozess. Neben der

konservativen und operativen Therapie muskuloskelettaler

Erkrankungen liegt ein besonderer Schwerpunkt

auf der Endoprothetik großer Gelenke. Hier

wurden in den vergangenen Jahren nicht nur hochentwickelte

Implantatsysteme etabliert, sondern auch

innovative OP-Techniken und strukturierte Rehabilitationskonzepte

implementiert. Besonders hervorzuheben

ist der zunehmende Einsatz roboterassistierter

Operationsverfahren, deren Anwendung künftig unter

der fachlichen Leitung von Herrn Sulaiman weiter

ausgebaut werden soll.

Bild Mitte

Departmentleiter Mohammed Sulaiman

Facharzt mit Schwerpunkt Endoprothetik

Foto: Maike Grunenberg

Als langjähriger offizieller Medical Partner von Werder

Bremen hat das Paracelsus MVZ Sportmedizin und

Prävention eine eigene Praxis im Weserstadion mit

einem hochmodernen 3-Tesla-MRT. Durch die eigene

hochmoderne Bildgebung vor Ort ist eine schnelle

und präzise Diagnostik sichergestellt. So können wir

unseren Patienten eine ganzheitliche Versorgung

aus einer Hand, von der ersten

Untersuchung bis zur individuell

abgestimmten Therapie

gewährleisten

„Die Paracelsus Klinik

Bremen bietet

ein exzellent

organisiertes

und patientenzentriertes

Arbeitsumfeld“,

so Herr

Sulaiman.

„Ich sehe mit

großer Vorfreude

meiner

neuen Aufgabe

entgegen

und bin überzeugt,

gemeinsam

mit dem Team die orthopädische

Versorgung

weiter auf höchstem Niveau

mitgestalten zu können.“

Mit dem personellen Wechsel setzt die Paracelsus

Klinik Bremen ihren Weg der kontinuierlichen fachlichen

Weiterentwicklung fort – mit einem klaren Ziel:

beste orthopädische Versorgung für die Menschen in

der Region.

Termine können ab sofort bei Herrn Sulaiman unter

0421 / 4683 570 oder online unter: doctolib.de/

medizinisches-versorgungszentrum-mvz/bremen/

paracelsus-mvz-orthopaedie gebucht werden.

OFFIZIELLER MEDICAL-PARTNER

69


Eine Buchempfehlung

von Gretel Sattler

Wir sehen uns

wieder am Meer

Foto: Hamid Tajik, pexels.com

Trude Teige gelingt mit „Wir sehen uns wieder am

Meer“ ein bewegender Roman über Freundschaft,

Mut und die Schatten der Vergangenheit. Die norwegische

Erfolgsautorin verwebt meisterhaft historische

Fakten mit einer fesselnden Erzählung über drei Frauen,

deren Schicksale im Zweiten Weltkrieg untrennbar

miteinander verbunden werden.

Im Zentrum stehen Birgit, die norwegische Krankenschwester

und Widerstandskämpferin, Nadia, die

junge Ukrainerin, die zur Zwangsarbeit nach Norwegen

verschleppt wurde, und Tekla, die sich in einen

deutschen Soldaten verliebt, das sogenannte „Deutschenmädchen“.

Jede von ihnen bringt ihre eigene

Geschichte, ihre Ängste und Hoffnungen mit.

Besonders eindrucksvoll ist, wie Teige

die unterschiedlichen Lebenswelten und

Herausforderungen der Frauen beleuchtet

und dabei zeigt, wie Freundschaft und

Solidarität selbst in den dunkelsten Zeiten

Kraft geben können.Sie versteht es, die

Schrecken der deutschen Besatzung Norwegens

und das Leid der Zwangsarbeiterinnen

eindringlich darzustellen und setzt

dabei auf leise Töne und auf die kleinen

Gesten der Menschlichkeit, die inmitten von

Krieg und Verrat Hoffnung schenken.

Im Epilog betont die Autorin die Bedeutung des Erzählens

und Erinnerns, besonders aus weiblicher

Perspektive. Sie gibt den Frauen eine Stimme, die in

der Geschichtsschreibung oft übergangen wurden.

Das macht den Roman literarisch und gesellschaftlich

besonders.

„Wir sehen uns wieder am Meer“ ist ein eindrucksvoller,

feinfühliger Roman, der historische Fakten

mit emotionaler Tiefe verbindet. Die Geschichte der

drei Frauen bleibt lange im Gedächtnis und regt zum

Nachdenken an – über Freundschaft, Schuld, Vergebung

und die Kraft, gemeinsam für eine bessere

Zukunft zu kämpfen.

Wenn Sie historische Romane mögen,

empfehle ich Ihnen außerdem Trude Teiges

beiden Romane „Als Großmutter im

Regen tanzte“ und „Und Großvater atmete

mit den Wellen“. Die ganze Geschichte

von Tekla und ihrem Mann.

Trude Teige

Wir sehen uns wieder am Meer

S. Fischer Verlag

24,00 €

buchhandlungsattler.de

70


Cartoon von Til Mette

71


Ortsamt Schwachhausen/Vahr

Wilhelm-Leuschner-Str. 27 A, Block D, 28329 Bremen

(Straßenbahn Linie 1 Haltestelle Wilhelm-Leuschner-Str.)

T 0421 361-3063 oder -3064 oder -18039

office@oaschwachhausen.bremen.de

ORTSAMTSLEITER: Ralf Möller

ÖFFNUNGSZEITEN:

Mo-Do von 09:00 – 15:00 Uhr, Fr. von 09:00 - 13:30 Uhr

nur nach vorheriger Terminvereinbarung unter Tel. 361-3063

Für Pass-,Ausweis-, Meldeangelegenheiten u. ä. wenden Sie sich bitte an das Bürger-

ServiceCenter, Stresemannstr. 48, oder an das BürgerServiceCenter Mitte, Pelzerstr. 40

MITGLIEDER DES BEIRATES SCHWACHHAUSEN:

Beiratssprecherin: Gudrun Eickelberg, GRÜNE

Stellv. Beiratssprecher: Jörn H. Linnertz (CDU)

Dr. Christine Börner, CDU

Lukas Dietzel, CDU

Jörg Findeisen, CDU

Yvonne Funke, CDU

Jörn H. Linnertz; Fraktionssprecher, CDU

Robert Lippardt, CDU

Gudrun Eickelberg, Grüne

York Golinski , Grüne

Marek Helsner; Fraktionssprecher, Grüne

Antje Hoffmann-Land, Grüne

Klaus-Peter Land, Grüne

Jan Brockmann, SPD

Dr. Dagmar Burgdorf, SPD

Jörg Henschen; Fraktionssprecher, SPD

Ingeborg Mehser, SPD

Malte Lier, DIE LINKE

Tim Ruland; Fraktionssprecher, DIE LINKE

Jan Hannemann; Fraktionssprecher, FDP

Frank Köhler; Fraktionssprecher, BD

Beirat Schwachhausen - öffentliche Hybrid-Sitzung (Zoom)

Wann: 28.08.2025 und 25.09.2025 um jeweils 19:30 Uhr

Wo: Focke Museum, Schwachhauser Heerstraße 240, Vortragssaal

Impressum 104

Herausgeberin und Chefredakteurin

Verlag Susanne Lolk I T 0421 257 57 47

Schwachhauser Heerstraße 47

28211 Bremen

Online

schwachhauser.de

facebook.com/schwachhauser.de/

instagram.com/schwachhauser/

Redaktionelle Mitarbeiter

Lena Häfermann

Susanne Lolk

Mark Scheibe

Karla Wagner

Layout /Art Direction

Konstantin Zigmann

PR- und Anzeigenberatung

Susanne Lolk I T 0421 2575747

lolk@schwachhauser.de

Erscheinungsweise

Zweimonatlich

Ausgabe 105

Oktober / November 2025

Anzeigenschluss: 10. September 2025

Erhältlich und zu lesen

Erhältlich im Zeitschriftenhandel sowie

bei Anzeigenkunden und zu lesen an

über 1000 Auslegestellen in Arztpraxen,

bei Friseuren, in der Gastronomie und

in Vereinen und Institutionen.

Vertrieb

Lesezirkel Leserkreis Daheim,

Haferwende 29/a1, 28357 Bremen

Titelbild

Isabel Lange

Grandes Dames

72


Gipfel

des Kilimandscharo

Heldengedicht

franz.:

Gott

philipp.

Hafenstadt

(... City)

Bergstock

d.

Albula-

Alpen

greisenhaft

Altwarenhändler

antike

Stadt

auf

Sizilien

Versmaß

EDV:

Netzwerkrechner

(engl.)

männl.

Vorname

Ruf;

Gerücht

(lat.)

veraltet:

untätig,

schlaff,

träge

engl.

Adelstitel

Schabeisen

des

Kammmachers

29

35

Stadt

am

Neckar

6

15

Vorn. der

Künstl.

de Saint

Phalle †

Stadt östl.

von Gdansk

Kursunterschied

ausgestorb.

neuseel.

Vogel

27

Stadt

in Rumänien

23

weibl.

Vorname

männl.

Vorname

16

engl.

Schauspieler

(Roger) †

lat.:

siehe

da!

portug.

Weinbaugebiet

28

25

31

18

19

österr.:

Tabakladen

Impfstoffe

(lat.)

pfiffig

(engl.)

gummiartige

Kunststoffe

lebhaft,

beweglich

14

lateinisch:

vor

früherer

Flughafen

in Berlin

Wanderung

(engl.)

Epidemie

im 14. Jh.

Stadt

und Provinz

in

Spanien

13

Med.:

Veitstanz

21

36

34

eine der

Gesellschaftsinseln

Inseleuropäerin

unanständiger

Witz

kurze

Rockmode

(Kurzw.)

20

Stadt in

Mittelengland

ugs.:

Alte

arabisch:

Sohn

engl.:

Tränen

Gewürz

32

Erfinder

des

Telefons

† 1874

Buckelsteinmauer

8

israel.

Recht:

Scheidebrief

Schlaffheit

der

Muskeln

(Med.)

39

24

5

26

Name der

brit. Konservativen

(ugs.)

Kräuselgarn

(frz.)

dt. Name

der poln.

Stadt

Olawa

frz.: Bürgermeister

Abk.: Riesentorlauf

lat.:

zwischen

Zeitbegriff

französisch:

rot

Teil des

Herzens

alkal.

Bad

(Gerberei)

Bosheit,

Gehässigkeit

Kosten

anteilsmäßig

verteilen

niederl.

Flugzeugkonstrukteur

Staatsvermögen

Adlerstein

30

mex.

breitkrempiger

Hut

1

38

altes

Holzraummaß

Operettenkomponist

† 1948

2

tschech.

Name der

Stadt

Eger

früherer

Fracht-,

Küstensegler

Fluss in

Niederösterreich

37

Saale-

Zufluss

22

Strom

zum Balchaschsee

17

schweiz.,

westösterr.:

Felswand

7

ugs.: wissenschaftliche

Hilfskraft

(Kf.)

10

griech.

Vorsilbe

(Herz...)

11

tschechischer

Sänger

(Karel) †

9

südamerik.

Aufgussgetränk

4

12

Dichter

(Hartmann

von ...) †

33

deutsche

Schauspielerin

† 2002

früherer

Name

von Cheb

schweiz.

Rhein-

Zufluss

®

3

svd1719-32

Foto: Cottonbro von pexels.com

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73


KOLUMNE

Ehrenrettung der

Langeweile

Langeweile? Seit ich mein „Warum“ kenne, bin ich

ständig in Bewegung und habe keine Langeweile mehr

– mein Leben gleicht einer Dauerbaustelle, gegen die

die Sanierung der Weserbrücke ein Kindergartenprojekt

ist. Eigentlich ein erstrebenswerter Zustand für ein

produktives, selbstbestimmtes Leben, oder?

Vor ein paar Wochen aber war ich in Venedig. Auf

einer Piazza ließ ich mich nieder, bestellte einen Caffè

Lungo und wollte gerade mein Handy zücken, um

nachzuschauen, ob es in dem diabolischen Rechteck

irgendetwas Interessanteres zu erleben gibt als unter

den byzantinischen Rundbögen mit Blick auf den

Canale. Ich hatte es im Hotel vergessen, also: kein

Bildschirm, kein Plan. Nur ein Kaffee, ein Stuhl

am Straßenrand, ein paar Möwen. Erst fühlte

sich der Verzicht verboten an, dann nahm ich die

Symphonie der Stimmen wahr: Rufende Gondoliere,

tratschende Signoras, herumalbernde Bambini auf

dem Nachhauseweg, eingerahmt von Himmel und

Renaissance. Nachdem mich die Atmosphäre eine

Weile umarmt hat, spürte ich, wer ich eigentlich bin,

wenn ich gerade niemand sein muss.

In einer Zeit, in der selbst der Schlaf durch Trackingsensoren

optimiert wird, ist Müßiggang natürlich eine

Provokation. Wer sich heute einfach so auf eine Bank

setzt, ohne Schrittzählerziel, ohne Achtsamkeitsapp, ist

entweder obdachlos, betrunken – oder Philosoph.

Denn Passivität ist ineffizient. Dabei ist Langeweile das

Vorzimmer der Inspiration: nur wer nicht im Dienst ist,

erlebt, dass einem andere Dinge einfallen, wenn man

niemandem gefallen muss – man sollte eine offizielle

Stunde der gepflegten Untätigkeit einführen. So wie

früher die Teestunde in besseren Häusern oder die

Siesta in wärmeren Zonen. Heute aber gönnt man sich

höchstens bildschirmfreie Augenblicke, natürlich mit

Hashtag und Timer.

Die alten Griechen hatten ein Wort für das Nichtstun.

Es war dasselbe wie das für Bildung: „Schole“, der

Zustand der freien geistigen Entfaltung. Wie wenig

aber unsere Schulen mit dieser Idee zu tun haben, weiß

jeder, der sich erinnert – oder schulpflichtige Kinder hat.

Wie wäre es, wenn wir der freien geistigen Entfaltung

wieder einen Platz im Alltag gäben? Zeit für Wesentliches,

so selbstverständlich wie Abendessen. Wir

halten aus, dass wir ihre Relevanz nicht sofort nachmessen

können, denn: Sind es nicht oft die Momente

der scheinbaren Bedeutungslosigkeit, in denen die

bedeutsamsten Dinge geschehen? Wer ziellos durch

die Straßen geht, wird vom Leben geküsst. Wer in die

Luft schaut, erlebt mehr als der, der immer nur auf

seinem Bildschirm nach oben wischt.

Die Langeweile hebt uns raus aus dem Getriebe.

Sie schenkt uns Sicht auf das Ganze. Und wenn wir

wieder lernen, ihr einen Platz zu lassen, dann wird aus

der Pause eine Kunstform. Und aus dem Leerlauf ein

Aufbruch.

74


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