Umwelt-Journal 4/2025, E-Paper
Fachmagazin UMWELT JOURNAL 4/2025 ist erschienen mit den Themen: News, Energie, Veranstaltungen, Personalia, Ausbildungen, Seminare, Bibliothek.
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ABS.: UMWELT JOURNAL | RUDOLF-KASSNER-GASSE 3 | 1190 WIEN | AUSTRIA
EINZELAUSGABE: 8,00 €
Warten auf
Godot ElWG
Heft 4/2025
Ausbau der Energienetze
KEY 2025
The smarter E Europe
ECOMONDO
UMWELTjournal 4/2025 | S2
INHALT
4/2025
02 Inhalte
03 Editorial, Stories
04 Aktuelles: Personalia
06 Energie
06 Ausbau der Energienetze
10 COVER
10 ElWG für die Energiewende
14 Veranstaltungen
16 E-world 2025
18 KEY Energy Transition EXPO 2025
20 The smarter E Europe 2025
22 The smarter E AWARDs
28 All Energy 2025
30 ECOMONDO 2025
32 Ausbildungen, Seminare, Partner
Bibliothek
35 KODEX Energierecht 2025
10
ElWG in Progress
Die Energiewende braucht
dementsprechende gesetz-
liche Rahmenbedingungen.
Foto © Xxx
nächste Ausgabe: September 2025
06
Energienetze
Der Ausbau der Energienetze
ist eine der
zentralen Voraussetzungen
für das Gelingen
der Energiewende
und die Erreichung
der Klimaziele in
Europa und insbesondere
in Österreich.
Sehr geehrte Leserinnen und Leser!
Werte Kunden!
Wir warten nun doch bereits
lange auf das runderneuerte
Elektrizitätswirtschaftsgesetz, das uns bei der
dringend notwendigen Energiewende helfen soll
- diese erst ermöglichen.
16
Rückblick - Ausblick
Im ersten Halbjahr 2025 fanden
zahlreiche Großevents im Messebereich
statt. Wir geben einen
Rückblick auf einige sehr erfolgreiche
Veranstaltungen in Italien und
Deutschland. Diese konnten sich
allesamt über reges Besucherinteresse
freuen. Im Herbst geht
es mit den Messen weiter.
30
Ecomondo
Vom 4. bis 7. November 2025
findet im Rimini Expo Center in
Italien wieder die Ecomondo statt,
die Leitmesse der Italian Exhibition
Group (IEG) in Europa und im Mittelmeerraum
für die grüne, blaue
und Kreislaufwirtschaft.
Die Energiewende steht wie kaum ein
anderes Thema für den gesellschaftlichen,
wirtschaftlichen und ökologischen Wandel,
dem Österreich sich derzeit zu stellen hat. Dass
sie unausweichlich ist, steht außer Zweifel:
Die Notwendigkeit, fossile Energieträger
so rasch wie möglich durch erneuerbare
Alternativen zu ersetzen, ist angesichts der
Klimakrise, internationaler Abhängigkeiten und
des enormen Kapitalabflusses in Form von
Energieimporten heute ebenso evident wie noch
vor wenigen Jahren – und doch ist ihr Gelingen
alles andere als selbstverständlich.
Inputs aus der Industrie gibt es zur Genüge,
das zeigen unsere regelmäßigen Berichte von
Fachmessen und Kongressen. Allerdings müssen
auch die Rahmenbedingungen passen. Einen
Mix aus beidem finden Sie in der vorliegenden
Ausgabe unseres Fachmagazins mit dem
Schwerpunkt Energie.
Das UMWELT JOURNAL ist seit vielen Jahren ein
Wegbegleiter der Nachhaltigkeit – auch beim
Thema Energie. Wir zeigen regelmäßig auf, wer
nachhaltig arbeitet, welche Modelle angewendet
werden und welche Arbeitsweisen langfristig
sinnvoll sind.
Viel Lesevergnügen,
Ihr Peter R. Nestler
Herausgeber
UMWELTjournal 4/2025 | S4
PERSONALIA
Karl Gruber als Geschäftsführer von Wien Energie bestätigt
Bild: © Wiener Stadtwerke, Ian Ehm
Karl Gruber (55) bleibt Geschäftsführer von Wien Energie.
Der gebürtige Niederösterreicher wurde mit Wirkung ab März
2026 für eine weitere Funktionsperiode bestellt. Gruber ist
seit 2016 Mitglied der Geschäftsführung und verantwortet
unter anderem die Bereiche Asset Entwicklung, Dekarbonisierung,
Betrieb und Service, Personal- und Organisationsmanagement
sowie Recht. Er ist damit eine der zentralen Persönlichkeiten
bei der Umsetzung der Energiewende in Wien.
„Karl Gruber steht wie kaum ein anderer für den konsequenten
Ausbau erneuerbarer Energien - sowohl im Strom- als
auch im Wärmebereich“, betont Peter Weinelt, Generaldirektor
der Wiener Stadtwerke. „Mit Entschlossenheit treibt er innovative
Projekte voran und setzt dabei auf zukunftsweisende
Technologien. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung unserer
erfolgreichen Zusammenarbeit.“, sagt Weinelt anlässlich der
Verlängerung des Mandates von Karl Gruber.
Karl Gruber absolvierte das Studium des Wirtschaftsingenieurwesens
für Maschinenbau mit Schwerpunkt Energietechnik an
der TU Graz (Steiermark) und absolvierte danach ein Global
Executive MBA-Programm an der Wirtschaftsuniversität Wien
sowie an der University of Minnesota. Beruflich war er unter
anderem Vorstandsvorsitzender der Interessenvereinigung IG
Holzkraft sowie Technischer Direktor bei der Cycleenergy Beteiligungs-
und Management AG.
Seit dem Jahr 2011 ist Karl Gruber mittlerweile für die Wien
Energie tätig, zunächst war er dort Leiter der Abteilung Wasserkraft
und dann Geschäftsführer für internationale Beteiligungen.
Seit dem Jahr 2016 ist Karl Gruber als Geschäftsführer
des Unternehmens aktiv. In den vergangenen Jahren hat
er mit der Gründung der „Wien Energie International“ sowie
der Entwicklung der Joint Ventures „deeep“ mit OMV und
„Venergi“ mit Ramboll wichtige Meilensteine der Dekarbonisierung
Wiens gesetzt.
Der in St. Pölten (Niederösterreich) aufgewachsene Karl Gruber
ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Er engagiert
sich in mehreren Gremien, darunter fungiert er als Vizepräsident
des World Energy Council Austria und Vorstandsmitglied
des Österreichischen Verbands für Elektrotechnik.
Das Unternehmen Wien Energie ist Teil des Wiener Stadtwerke-Konzerns
und ist der größte regionale Energieversorger in
Österreich. Das Unternehmen versorgt rund zwei Millionen
Menschen im Großraum Wien mit Strom, Wärme, Kälte und diversen
Mobilitätslösungen.
Sandra Freudensprung wird Geschäftsführerin der GWSG
Sandra Freudensprung (38) übernimmt die Geschäftsführung der
Gemeinnützigen Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft (GWSG).
Ab 1. Mai 2025 wird sie gemeinsam mit Harald Grabmaier die Gesellschaft
führen, der bis zu seiner Pensionierung Ende 2026 in der
Geschäftsführung verbleibt. Freudensprung ist derzeit Prokuristin
und Bereichsleiterin für Hausbewirtschaftung der GWSG.
„„Mit Sandra Freudensprung setzen wir auf eine ausgewiesene
Kennerin des Unternehmens und der Konzernstruktur. Sie steht für
moderne Führungsprinzipien, hohe fachliche Kompetenz und ein
tiefes Verständnis für die Herausforderungen im gemeinnützigen
Wohnbau. Die Bestellung markiert einen wichtigen Generationswechsel
– ich freue mich sehr über diesen Schritt““, erklärt Roman
Fuchs, stellvertretender Generaldirektor der Wiener Stadtwerke.
Freudensprung verantwortet seit März 2023 die Leitung des Bereichs
Hausbewirtschaftung der GWSG. Sie ist seit Anfang 2024
auch Compliance Officer der Gesellschaft..
Hatef Madani wird
Principal Scientist am AIT
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Hatef Madani wurde mit 1. April 2025 zum Principal Scientist
im Center for Energy des AIT Austrian Institute of Technology
ernannt. In dieser Position zeichnet Madani künftig für die
wissenschaftliche Leitung und internationale Zusammenarbeit
eines ambitionierten interdisziplinären Forschungsprogramms
des AIT und des KTH Royal Institute of Technology
in Schweden verantwortlich.
Hatef Madani forscht an der Entwicklung der nächsten Generation
von nachhaltigen Heizsystemen für den Einsatz in
europäischen Stadtgebieten und ist zudem außerordentlicher
Professor und Leiter der Abteilung für angewandte
Thermodynamik, Fachbereich Energietechnik des KTH Royal
Institute of Technology.
Bild © AIT, Krischanz
Hatef Madani: „Die Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten
für innovative Energiesysteme. In meiner neuen Rolle als
Principal Scientist am AIT freue ich mich auf anwendungsorientierte
Forschungsprojekte mit hoher Wirkungskraft für die
Entwicklung und Erprobung von der nächsten Generation von
Wärmepumpensystemen, die einen bedeutenden Beitrag zu
Dekarbonisierung des Gebäudesektors beitragen werden.“
Hatef Madani leitet als Principal Scientist das PhD-Programm
HEAPNOSYS - HEAt Pumps as the driver of iNtelligent energy
SYStems, das sich auf Innovationen im Bereich der Gebäudeheizung
und -kühlung konzentriert.
UMWELTjournal 4/2025 | S6
GREEN FINANCE
Ausbau der
Energienetze: Motor
der Energiewende
Der Ausbau der Energienetze ist eine der zentralen
Voraussetzungen für das Gelingen der Energiewende
und die Erreichung der Klimaziele in Europa und insbesondere
in Österreich. Im Fokus stehen vor allem
Stromnetze, da der Anteil erneuerbarer Energien an
der Stromproduktion und der Gesamtenergieverbrauch
stetig steigt.
Der massive Ausbau und die Modernisierung
der Energienetze sind ein entscheidender
Hebel für das Gelingen der
Energiewende und die Versorgungssicherheit der
Zukunft. Damit das gelingt, sind Investitionen in
Milliardenhöhe, Digitalisierung, neue Technologien
sowie stabile gesetzliche und wirtschaftliche
Rahmenbedingungen nötig281. Netzbetreiber, Politik
und Industrie stehen hierbei vor der gemeinsamen
Aufgabe, das Netz der Zukunft zuverlässig,
flexibel und nachhaltig zu gestalten.
Aktuelle Projekte und Investitionen
In den kommenden Jahren investieren mehrere
Marktteilnehmer Milliarden in den Ausbau der
Energie-Infrastruktur in Österreich. Ein Großteil
dieser Investitionen fließt in den Netzausbau sowie
den Aufbau nachhaltiger Energieinfrastruktur
wie Wasserstoff & Co. Das bestehende dichte
Gasnetz in Österreich wird zum Teil für andere
Energieträger umgerüstet. Auch die Digitalisierung
wird weiter voranschreiten.
Bis 2030 sollen rund 18 Milliarden Euro in den Netzausbau
investiert und 200 neue oder verstärkte
Umspannwerke sowie 40.000 Kilometer neue
Stromleitungen realisiert werden, insbesondere
im Nieder- und Mittelspannungsnetz. Wesentliche
Treiber dieser Entwicklung sind die schnelle Zunahme
von Photovoltaik-Anlagen und der wachsende
Strombedarf durch E-Mobilität und Wärmepumpen.
Die Austrian Power Grid (APG) plant allein bis
2034 Investitionen in Höhe von 9 Milliarden Euro
in das österreichische Stromnetz. Parallel wird
das Gasnetz für die Aufnahme von Wasserstoff
vorbereitet.
In einzelnen Bundesländern wie der Steiermark
sind 2025 Investitionen von 265 Millionen Euro
geplant, um sowohl neue Anlagen einzubinden
als auch Netze zu modernisieren und zu digitalisieren.
Bis 2030 sollen dort beispielsweise 2.000
MW Photovoltaik und 800 MW Windkraft ins Netz
aufgenommen werden4.
Herausforderungen und Lösungsansätze
Bei allem Investitionswillen bestehen im aktuellen
Energiesystem – nicht nur in Österreich
– zahlreiche Herausforderungen. Denn die gegebene
Infrastruktur im ganzen Land wurde
über Jahrzehnte aufgebaut und kann nicht ohne
Weiteres umgebaut werden. Auch die geänderten
Methoden der Energieerzeugung bei den ereneuerbaren
Energien führen zur Notwendigkeit
geänderter Energienetze und -speichersysteme.
Nicht zuletzt kritisieren viele Markteilnehmer die
schwerfällige Administration von Energieprojekten
durch gesetzliche Barrieren und langwierige
Verfahren.
Kapazitätsengpässe: Durch die starke und oft
zeitgleich stattfindende Einspeisung erneuerba-
rer Energie – insbesondere Photovoltaik – stoßen
Verteilnetze an ihre Belastungsgrenzen.
Der Ausbau verlangt die Modernisierung der Netze
und die Integration von intelligenten Technologien
wie Smart Grids und digitalen Steuerungssystemen,
um fluktuierende Einspeisung besser
zu managen.
Langwierige und komplexe Genehmigungsprozesse
verzögern den Netzausbau und erhöhen
die Kosten. Eine Beschleunigung dieser Verfahren
und rechtliche Stabilität sind zentrale Forderungen
der Netzbetreiber.
Engpässe bei qualifizierten Arbeitskräften und
gestörte Lieferketten bremsen derzeit Projekte
spürbar aus.
Der erhebliche Investitionsbedarf erfordert verlässliche
politische Rahmenbedingungen und innovative
Finanzierungsmodelle, damit die Stromnetze
zur Klimaneutralität beitragen können.
Zukunftstrends bei Energienetzen
Die Anforderung an künftige Energienetze besteht
darin, sie smart zu gestalten, um den anstehenden
Anforderungen zu genügen, die „neuen“
Netze müssen flexibel sein. Auf der anderen Seite
ergeben sich aus diesen geänderten Rahmenbedingungen
auch einige neue Geschäftsmodelle.
Die Energienetze werden künftig von Digitalisierung,
Automatisierung und Künstlicher Intelligenz
geprägt. Prognosesysteme, intelligente Stromtarife
und regionale Steuerungen gewinnen an
Bedeutung.
Speichertechnologien und sektorenübergreifende
Kopplung (Strom – Wärme – Mobilität) werden
ausgebaut, um die Volatilität der Erneuerbaren
zu beherrschen und Versorgungssicherheit zu
gewährleisten.
Die Rolle des Endverbrauchers wandelt sich zunehmend
zum „Prosumer“, also zum aktiven Teil
des Energiesystems, indem er nicht nur Strom
verbraucht, sondern auch ins Netz einspeist.
Umfangreiche Investitionen
Die Investitionen in den Netzausbau in Österreich
in den kommenden Jahren fließen in eine
Vielzahl von Großprojekten, die sich auf unterschiedliche
Netzebenen und Regionen verteilen
werden. Dieser Ausbau verteilt sich auf ganz
Österreich – es wird sowohl eine Modernisierung
bestehender Anlagen erfolgen als auch ein
Ausbau durch zusätzliche und oder vergrößerte
Anlagen. Vor allem die wichtigen erneuerbaren
Energien (insbesondere Windenergie, Photovoltaik)
sorgen für die Notwendigkeit, die bestehenden
Netze auszubauen und darüber hinaus ausreichend
Stromspeicher zu errichten.
UMWELTjournal 4/2025 | S8
GREEN FINANCE
Der österreichische Energienetzbetreiber Austrian
Power Grid (APG) investiert bis 2034 rund 9
Milliarden Euro in den Um- und Ausbau der Strominfrastruktur.
Hierzu gehören:
• Bau neuer Hochspannungsleitungen (insgesamt
rund 400 Kilometer Neubau im Übertragungsnetz
bis 2032, Zusätzlich Aufrüstung von 110 Kilometer
bestehender Leitungen).
• Errichtung und Modernisierung von insgesamt
25 neuen bzw. bestehenden Umspannwerken zur
besseren Anbindung der Verteilernetze.
• Erweiterung der Netzkapazitäten zur Aufnahme
von Wind- und Solarstrom insbesondere im Osten
Österreichs zur Weiterleitung in Speicherkraftwerke
im Westen des Landes.
• Digitalisierung und Automatisierung für Netzsicherheit
und effizientes Engpassmanagement.
• Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur: Parallel
soll das Gasnetz bis zum Jahr 2050 für die Nutzung
von Wasserstoff für die Industrie umgerüstet
werden, mit geplanten zwei Milliarden Euro
bis 2050. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf
rund 200 Kilometer neuer Leitungen für die Einbindung
von grünem Wasserstoff.
• Verteilernetze und regionale Projekte: Insgesamt
beträgt das Investment in die gesamte Netzinfrastruktur
österreichweit bis 2030 rund 18 bis
24 Milliarden Euro; davon entfallen allein 9 Milliarden
Euro auf das Übertragungsnetz von APG
und der Rest zum großen Teil auf die Verteilnetze.
Wichtige regionale Projekte sind dabei:
• Steiermark: Integration von 2.000 Megawatt
Photovoltaik und 800 Megawatt Windkraft ins
Netz, Modernisierung und Digitalisierung der Infrastrukturen,
Investitionen von jährlich mehr als
150 Millionen Euro (2024: 316 Millionen Euro, fast
die Hälfte davon in Netze).
• Oberösterreich: Netz OÖ plant Investitionen
in der Höhe von 1,3 Milliarden Euro bis ins Jahr
2030 z. B. für neue Umspannwerke, Netzerweiterung
und Netzmodernisierung.
• Netzinfrastrukturplan (ÖNIP): Der integrierte österreichische
Netzinfrastrukturplan steuert und
koordiniert all diese Projekte und wird alle fünf
Jahre aktualisiert, um die Ziele der Energiewende
und der Versorgungssicherheit abzustimmen.
Die genannten Projekte sichern die Integration
wachsender Mengen erneuerbarer Energie, den
Transport von Strom quer durch Österreich und
eine langfristige Vorbereitung der Netze auf
neue Anforderungen wie zum Beispiel Wasserstoff.
Gleichzeitig bilden Digitalisierung, Modernisierung
und flexible Netzelemente die Schwerpunkte
der technischen Entwicklung und dazu
notwendiger Investitionen.
Wasserstof-Ausbau hat begonnen
Die Betreiber des Ausbaus der Wasserstoff-Infrastruktur
in Österreich sind ein Netzwerk aus
Fernleitungsnetzbetreibern, regionalen Energieversorgern
und spezialisierten Unternehmen.
Zu den wichtigsten Akteuren zählen:
• Gas Connect Austria: Sie entwickelt zentrale
Wasserstoff-Transportprojekte wie den „H2 Backbone
WAG + Penta-West“ sowie den „H2 Backbone
Murfeld“. Ihr Fokus liegt auf der Umrüstung
und dem Ausbau bestehender Gasleitungen für
den Wasserstoff-Transport und der Etablierung
grenzüberschreitender Korridore zu Nachbarstaaten
Österreichs.
• Trans Austria Gasleitung GmbH (TAG): Sie treibt
mit dem Projekt „H2 Readiness of the TAG Pipeline
System“ den Umbau einer ihrer Pipelines für
den Wasserstofftransport zwischen Italien und
Österreich voran. Die TAG ist auch Teil mehrerer
europäischer Initiativen wie dem SoutH2 Corridor,
der Wasserstoff-Importe aus Nordafrika ermöglichen
soll.
• AGGM (Austrian Gas Grid Management): Sie
ist als Koordinator zentral in der Infrastrukturplanung
und Umsetzung der österreichweiten
Wasserstoff-Roadmap eingebunden und arbeitet
eng mit anderen Netzbetreibern und Ministerien
zusammen.
• Regionale Netzbetreiber und Versorger: Dazu
gehören Unternehmen wie Netz Burgenland,
Netz Niederösterreich, Wiener Netze sowie EVN
und Verbund, die insbesondere Demonstrationsanlagen,
Pilotprojekte zur Einspeisung und Speicherung
sowie den Betrieb von Wasserstoffanlagen
in ihren Versorgungsgebieten umsetzen56.
• Wien Energie und weitere Industriepartner: Die
Wien Energie betreibt Infrastrukturprojekte und
Demonstrationsanlagen (z. B. H2REAL), weitere
innovative Partner wie Linde Gas, RAG, und Burgenland
Energie engagieren sich beim Aufbau
von Elektrolyseuren, Speicher und Betankungsanlagen.
• Initiativen & Plattformen: Die Plattform HyPA
(Hydrogen Partnership Austria), getragen vom
Bundesministerium für Klimaschutz und weiteren
öffentlichen Stellen, unterstützt den übergreifenden
Wasserstoffhochlauf sowohl kommerziell als
auch regulatorisch.
In Summe bilden diese Akteure das Rückgrat für
den strukturierten Ausbau der österreichischen
Wasserstoffinfrastruktur. Gleichzeitig werden die
meisten dieser Vorhaben mit europäischen Partnern
und aktuellen Förderprogrammen der EU
abgestimmt und koordiniert.
Der Netzausbau hat begonnen, die Energiewende
schreitet voran - zum Wohle der Umwelt!
UMWELTjournal 4/2025 | S10
Energiewirtschaft
Elektrizitätswirtschaftsgesetz:
Wohin die Reise gehen kann
Die Elektrizitätswirtschaft befindet sich in Österreich im Umbruch. Angesichts
der globalen Klimaziele, des beschleunigten Ausbaus erneuerbarer
Energiequellen und der Digitalisierung stellt das Elektrizitätswirtschaftsgesetz
(ElWOG) einen wesentlichen Rechtsrahmen dar, der den Wandel der
Branche maßgeblich beeinflusst.
Seit seiner Neufassung in den vergangenen
Jahren ist das Elektrizitätswirtschaftsgesetz
einerseits Garant für die Versorgungssicherheit
und Marktliberalisierung, andererseits auch Instrument
zur Erreichung der energiepolitischen Ziele
Österreichs. In diesem Beitrag skizzieren wir den aktuellen
Stand des ElWOG, diskutieren die geplanten
Weiterentwicklungen und beleuchten die Sichtweisen
der wichtigsten Akteure der heimischen Energiebranche.
Abschließend wagen wir einen Ausblick auf
mögliche Auswirkungen der Gesetzgebung, die maßgeblich
den zukünftigen Strommarkt prägen wird.
Der aktuelle Stand des ElWOG
Das ElWOG regelt in Österreich seit vielen Jahren
Rahmenbedingungen für Erzeugung, Übertragung,
Verteilung und Handel von elektrischer Energie.
Ziel des Gesetzes ist es, die Versorgungssicherheit
zu gewährleisten, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen
und gleichzeitig die Integration erneuerbarer
Energieträger sicherzustellen.
Die derzeit gültige Fassung des ElWOG basiert im
Wesentlichen auf EU-Richtlinien zur Liberalisierung
des Strommarktes, insbesondere der dritten Ener-
giebinnenmarktrichtlinie (2009/72/EG). Darin sind
Maßnahmen zur Marktöffnung, Netzregulierung
und Verbraucherschutz verankert. In Österreich
zeichnet sich seit der Reform vor allem eine stärkere
Kontrolle der Netzbetreiber, schrittweise Marktöffnung
für Kleinkunden und verstärkte Förderung
von Erneuerbaren ab. Ein bedeutender Punkt ist
auch der Ausbau von intelligenten Messsystemen
(„Smart Meter“), die Verbrauchern mehr Transparenz
und Steuerungsmöglichkeiten bieten.
Trotz dieser Fortschritte ist die Branche mit Herausforderungen
konfrontiert, die eine Anpassung des
ElWOG notwendig machen. In den vergangenen
Jahren gab es viel Ziehen und Zerren um das neue
ElWG. Im Frühjahr 2025 wurde von der österreichischen
Bundesregierung endlich ein erster Entwurf
dazu herausgegeben. Gesucht wird quasi die eierlegende
Wollmilchsau der Elektrizitätswirtschaft,
die unter anderem folgendes können soll:
• Die Integration fluktuierender erneuerbarer
Energien wie Wind und Solar in das bestehende
Stromnetz
• Der Ausbau der Netzinfrastruktur insbesondere
im Osten Österreichs
• Die Förderung neuer Speichertechnologien und
Power-to-X-Anwendungen
• Die Digitalisierung und zunehmende Dezentralisierung
der Erzeugung
• Die Sicherung von Investitionen im liberalisierten
Marktumfeld
Geplante Weiterentwicklungen
Aktuell laufen Konsultationen und Initiativen zur
Weiterentwicklung des Rechtsrahmens, die sich
maßgeblich an den jüngsten europäischen Vorgaben
orientieren, etwa dem „Fit for 55“-Paket
der EU-Kommission. Im Mittelpunkt steht die Forderung,
den österreichischen Strommarkt noch
stärker auf Flexibilität und Klimafreundlichkeit
auszurichten.
Flexibilisierung und Marktintegration
Der Gesetzgeber plant, Regelungen zu flexibilisierenden
Lasten, Speichern und Erzeugern zu
präzisieren und auszuweiten. Damit sollen Last-
UMWELTjournal 4/2025 | S12
verschiebungen mit marktbasierten Anreizen erleichtert
und die Systemdienste diversifiziert werden.
Auch sog. Virtuelle Kraftwerke könnten eine
größere Rolle erhalten. Das Ziel ist ein möglichst
effizienter Ausgleich von Angebot und Nachfrage.
Smart Meter und Digitalisierung
Der Rollout von Smart Metern wird vorangetrieben,
wobei neben Kostenfragen auch Datenschutz und
Datensicherheit adressiert werden. Zudem sind
weiterführende Regulierungen zur Datennutzung
und digitalen Plattformen im Gespräch, um den
Marktzugang für innovative Dienste zu verbessern.
„Das Elektrizitätswirtschaftsgesetz
bildet das Rückgrat unseres Energiesystems.
Mit den anstehenden
Anpassungen sehen wir die Chance,
den Netzbetrieb noch effizienter
und flexibler zu gestalten –
gerade im Hinblick auf den starken
Ausbau erneuerbarer Energien.
Wichtig ist dabei eine klare und
verlässliche Regulierung, die Investitionen
langfristig sichert.“
Prof. DI Dr. Markus Hoffmann, Leiter der
Energieabteilung bei Verbund AG
Netzausbau und Rechtsklarheit
Es wird erwartet, dass die Netzanschlussregeln
für neue Erzeugungsanlagen transparenter
werden, um Investitionshemmnisse zu
minimieren. Zudem nimmt das Thema Elektromobilität
als Lastfall und mögliche Einspeiser
eine immer größere Bedeutung ein.
Klimaziele und Nachhaltigkeit
Im Zuge der Klimastrategie Österreichs wird
das ElWOG zunehmend auch zur Steuerungsgröße
für den Ausstieg aus fossilen Energien
und den Ausbau von erneuerbaren Energien
sowie deren Direktvermarktung.
Stimmen der Marktteilnehmer
Der österreichische Strommarkt ist von unterschiedlichen
Akteuren geprägt – Energieversorger,
Netzbetreiber, Erzeuger erneuerbarer
Energie auf der einen Seite, als Konsumenten
die Industrieunternehmen und Konsumentenvertreter
auf der anderen Seite. Die Meinungen
zum ElWOG und seinen geplanten Änderungen
sind entsprechend divers.
Unter den Energieversorgern und Netzbetreibern
wird die angestrebte Weiterentwicklung,
insbesondere die stärkere Flexibilisierung
und Digitalisierung begrüßt. Die
vorgesehene Rechtssicherheit stärke die In-
vestitionsbereitschaft und erlaube, innovative
Netzdienstleistungen besser abzubilden, heißt
es. Auch die Netzbetreiber fordern aber eine
klare Kostenverteilung für Netzausbau und
Smart Meter-Rollout.
Einige Vertreter der Erneuerbaren-Branche fordern
eine konsequente Marktöffnung für neue
Erzeugungsanlagen und flexible Verbraucher.
Das ElWG müsse die Basis für 100 % erneuerbaren
Strom schaffen und Hemmnisse bei der
Direktvermarktung und beim Systembetrieb beseitigen,
so die Erneuerbaren unisono.
Verbraucherschützer fordern häufig, dass der
Nutzen eines neuen ElWG und dessen Auswirkungen
für Endverbraucher klar erkennbar sein
müsse – verbunden mit geringen Kosten, hoher
Transparenz im Markt und bei der Preisgestaltung
bei gleichzeitigem Schutz der Privatsphäre.
Für viele Kunden sei die Komplexität des Marktes
derzeit noch bei weitem zu unübersichtlich.
Mögliche Auswirkungen
Je nachdem, wie das ElWOG weiter ausgestaltet
wird, kann es verschiedene kurz- und langfristige
Auswirkungen geben.
Versorgungssicherheit und Netzstabilität
Ein klar geregelter Ausbau der Netzinfrastruktur
und neue Flexibilitätsmechanismen können dazu
beitragen, Engpässe zu vermeiden und die Sta-
Industrie und Großverbraucher wiederum achten
natürlich besonders auf stabile Energiepreise
und eine größtmögliche Versorgungssicherheit
zur ungehinderten Aufrechterhaltung ihrer Produktion.
Sie sehen gerade in der Digitalisierung
Chancen für ein verbessertes Lastmanagement.
Gleichzeitig warnen sie aber davor, dass zusätzliche
Regulierung wieder zu Marktverzerrungen
führen könnte.
„Wir brauchen ein ElWOG, das
Erneuerbare in den Mittelpunkt
stellt und ihre Marktintegration
beschleunigt. Nur wenn Flexibilität,
Speicher und erneuerbare
Erzeugung fair und transparent
am Markt partizipieren können,
gelingt die Energiewende wirklich.
Die geplanten Gesetzesanpassungen
müssen daher Hemmnisse
abbauen, nicht neue schaffen.“
Mag. Anna Leitner, Geschäftsführerin der
Erneuerbaren Energien Österreich (EEÖ)
UMWELTjournal 4/2025 | S14
bilität trotz steigendem Anteil erneuerbarer Energien
zu gewährleisten. Werden jedoch wichtige
Investitionen durch regulatorische Unsicherheiten
verzögert, könnte dies zu Nachteilen führen.
Marktdurchdringung erneuerbarer Energien
Eine stärkere Marktöffnung und bessere Integration
dezentraler Erzeuger fördert den Ausbau erneuerbarer
Energien und mindestens mittelfristig
eine deutliche Reduktion der CO2-Emissionen.
Werden dagegen regulatorische Barrieren nicht
beseitigt, droht ein schleppender Übergang.
Innovation und Digitalisierung
Mit einem modernen Rechtsrahmen können neue
„Netzausbau und Digitalisierung
sind unerlässlich für ein stabiles
Stromsystem. Im ElWOG muss
klar geregelt sein, wie Kosten für
neue Technologien gerecht verteilt
werden. Wir sehen im Smart-
Meter-Rollout eine große Chance
für mehr Verbraucherkomfort und
Systemeffizienz – das darf aber
nicht zu zusätzlichen Belastungen
für Endkunden führen.“
Dr. Peter Moser, Sprecher des Netzbetreiberverbandes
Österreich (VTÖ)
Technologien und Geschäftsmodelle im Energiesektor
schneller Fuß fassen – von Smart Metern
über virtuelle Kraftwerke bis hin zu Energie-Communities.
Einschränkungen oder eine zu langsame
Anpassung könnten den Innovationsstandort
Österreich schwächen.
Verbraucherrollen und Marktpreise
Die Legitimierung von mehr Eigenversorgung
und aktiver Laststeuerung stärkt Verbraucher
als Marktteilnehmer. Dadurch könnten sich die
Strompreise stabilisieren oder sinken. Andererseits
besteht die Gefahr sozialer Ungleichheiten,
wenn digitale Angebote nicht für alle zugänglich
sind.
Wettbewerb und Markttransparenz
Eine ausgewogene Regulierung kann Wettbewerb
fördern und Monopolstellungen abbauen.
Die klare Trennung von Netz und Handel verhindert
Interessenskonflikte. Zu umfangreiche Vorgaben
könnten aber die Marktteilnehmer belasten
und Wettbewerb einschränken.
Fazit
Das Elektrizitätswirtschaftsgesetz ist ein zentrales
Instrument für die Gestaltung der Energiezukunft
Österreichs. Derzeit befinden sich die Reformen in
einem wichtigen Zwischenstadium: Das Gesetz hat
bereits solide Grundlagen geschaffen, muss aber
zügig weiterentwickelt werden, um die Herausfor-
„Für die energieintensive Industrie
in Österreich sind verlässliche
Rahmenbedingungen und
wettbewerbsfähige Strompreise
entscheidend. Das ElWOG soll
Innovation und Flexibilität ermöglichen,
ohne den Markt
unnötig zu überregulieren. Der
Fokus muss auf Versorgungssicherheit
und fairen Wettbewerbsbedingungen
liegen.“
Ing. Sabine Gruber, Leiterin Energiepolitik
Industriellenvereinigung Österreich
derungen der Energiewende wirksam zu meistern.
Die unterschiedlichen Interessenlagen auf dem
Markt erfordern ein ausgewogenes Vorgehen, das
Versorgungssicherheit, Klimaschutz, Innovation und
Verbraucherschutz gleichermaßen berücksichtigt.
Photovoltaik mit
0 %
Risiko und
Aufwand.
Die weiteren Gesetzgebungsprozesse und Verordnungen
werden vor allem durch die europäischen
Vorgaben sowie den nationalen Klimaschutzplan
geprägt sein. Dabei kommt es darauf an, rasch
rechtliche Klarheit zu schaffen, die Investitionen
fördert, ohne die Marktkräfte auszubremsen. Nur
so lässt sich ein zukunftsfähiges, nachhaltiges und
bürgernahes Stromsystem in Österreich etablieren.
Für die Realisierung der Energiewende in Österreich
sieht der integrierte österreichische Netzinfrastrukturplan
einen Ausbau der PV-Leistung
auf 21 Gigawattpeak (GWp) bis 2030 und 41 GWp
bis 2040 vor (aktuell sind rund 9 Gigawatt (GW)
PV-Engpassleistung installiert). Diesen Ausbau
muss ein „Elektrizitätswirtschaftsgesetz neu“
jedenfalls ermmöglichen.
„Die Verbraucherinnen und Verbraucher
erwarten vom neuen
ElWOG mehr Transparenz, Schutz
ihrer Daten und echte Vorteile
durch intelligente Messsysteme.
Es darf nicht sein, dass Digitalisierung
ausschließlich Kosten
verursacht. Die Gesetzgebung
muss die Rechte der Haushalte
stärken und die Komplexität im
Strommarkt reduzieren.“
Johannes Klein, Bundesobmann der
Energieverbraucher-Plattform
Lenzing AG
und voestalpine
Tubulars
profitieren von
Sonnenenergie.
VERBUND errichtet und betreibt auf Ihren geeigneten Flächen eine
Photovoltaik-Anlage – ganz auf eigene Kosten und Risiko. Nutzen auch
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UMWELTjournal 4/2025 | S16
VERANSTALTUNGEN
E-world 2025
mit Bestmarken
Mehr Aussteller, mehr Besucher und beste Stimmung:
Eindrucksvoll hat die E-world energy & water
ihre Position als Europas Leitmesse der Energiewirtschaft
unter Beweis gestellt. Mit dem Rekordwert
von 980 Ausstellern aus 34 Nationen wurde
die bisher größte Messefläche belegt.
Insgesamt 33.000 Fachbesucher – ein Plus
von zehn Prozent – aus über 70 Nationen
sorgten in der Messe Essen vom 11. bis 13.
Februar 2025 für eine positive und dynamische
Atmosphäre. Besonders am zweiten Messetag
herrschte Hochbetrieb: Entscheider, Fachbesucher
und Branchenexperten nutzten die Gelegenheit
für intensiven Austausch zu aktuellen
Entwicklungen, Innovationen und Herausforderungen
rund um die Energiewende.
„Schon jetzt steht fest: Die E-world 2026 wird wachsen!
Das Interesse – insbesondere aus dem Ausland
– sich hier zu präsentieren, ist enorm. Dem kommen
wir nach und erweitern die Messe im nächsten Jahr
um noch eine Halle“, so Stefanie Hamm, Geschäftsführerin
der E-world GmbH. Sabina Großkreuz, ebenfalls
Geschäftsführerin der E-world GmbH, ergänzt:
„Es ist uns erneut gelungen, das Who-is-Who der
Energiewirtschaft in Essen zusammenzubringen. Die
Energiewirtschaft steht vor großen Herausforderungen,
die auf den Messeständen und Fachforen intensiv
diskutiert wurden.“
Einmal mehr zeigte sich, dass die E-world die Messe
der Entscheider ist. Über 80 Prozent der Fachbesucher
sind an Einkäufen in ihren Unternehmen
beteiligt. Die stärksten Besuchergruppen stellten
Energieversorger, Stadtwerke, Kommunen und
Dienstleister. Sie waren vor allem an den Bereichen
Energiehandel, Energieerzeugung, Speicher
und Energiedienstleistungen interessiert. Erneut
steigerte die E-world zudem ihre Internationalität.
Rund 30 Prozent des Fachpublikums reisten aus
dem Ausland nach Essen – besonders viele Besucher
kamen aus Großbritannien, den Niederlanden
und der Schweiz.
Carsten Poppinga, Chief Commercial Officer
von Uniper: „E-world bedeutet vor allem eines:
Dialog. Die E-world ist für uns eine einzigartige
Plattform für den direkten Austausch mit unseren
Kunden und Partnern. Deren klare Botschaft in
den vergangenen drei Tagen: Es braucht sichere
und bezahlbare Energie. Wir haben jahrzehntelange
Erfahrung im Betrieb kritischer Infrastruktur.
Wir haben globale Marktexpertise und ein breit
aufgestelltes Strom- und Gasportfolio. Und aus
diesen Gründen bieten wir unseren Kunden die
besten Lösungen und gestalten auch damit eine
klimaneutrale Energiewelt.“
Zahlreiche Innovationen für die Energiewende
Das Spannungsfeld zwischen Klimaneutralität und
Wettbewerbsfähigkeit war ein zentrales Thema auf
der E-world. Sie bildete als Leitmesse die gesamte
Wertschöpfungskette der Energiewirtschaft ab
– von der Energieerzeugung, ihrem Transport und
der Speicherung über Energiehandel und -Dienstleistungen
bis hin zu nachhaltiger Mobilität.
Aussteller zeigten vielfältige Innovationen im
Energiemarkt wie zum Beispiel digitale Zwillinge
für die effizientere Nutzung von Wärmenetzen,
Solar Carports, Systeme für die Photovoltaik-
Stromvermarktung von Unternehmen, automatisierte
Wärmepumpenplanung oder Smart Meter
für energiesparenden Stromverbrauch. Vor
Bild: Christian Deutscher / © E-world energy & water GmbH
allem die Digitalisierung dient Unternehmen als
wichtiger Hebel zur Erreichung ihrer Klimaziele
und zur Reduzierung der Kosten für Endverbraucher.
Eine wichtige Rolle kommt dabei auch
Flexibilitätsmanagement-Systemen und Energie-Speichern
zu, die ebenfalls auf der Messe
präsentiert wurden.
Viele führende Unternehmen der Energiewirtschaft
haben in Essen und Nordrhein-Westfalen
ihren Sitz. NRW-Wirtschafts- und Klimaschutzministerin
Mona Neubaur: „Die E-world zeigt,
wie Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen den
Wandel aktiv gestalten und welche Lösungen es
braucht, um unser Energiesystem fit für die Zukunft
zu machen. Hier zeigt sich, wie viel energiewirtschaftliche
Expertise bei uns zu Hause ist.“
Wichtige Impulse für die Energiewirtschaft
Die Finanzierung der Energie- und Wärmewende
war auch Thema in vielen Veranstaltungen
der E-world. Beim Führungstreffen Energie am
Vortag der Messe diskutierten die Hauptakteure
der Branche unter anderem über die Frage „Klimaneutralität
und Wettbewerbsfähigkeit für die
Industrie – ein Widerspruch?“. Kerstin Andreae,
Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des
BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft
e.V., und auch Dr. Christoph Müller,
CEO des Übertragungsnetzbetreibers Amprion,
wiesen in der Eröffnungspressekonferenz am
ersten Messetag darauf hin, dass Energie- und
Netzkosten sinken und bezahlbarer werden
müssten.
Fachforen gut besucht
Ebenfalls Raum für intensiven Austausch und
tolle Information aus erster Hand boten die vier
gut besuchten Fachforen direkt in den Messehallen.
Auf besonders starkes Interesse stießen
die Vorträge auf dem New Energy Systems Forum,
hier stand die Gestaltung der Transformation
der europäischen Energiesysteme hin zu
Erneuerbaren Energien im Mittelpunkt.
Auch für den Branchennachwuchs ist die E-world
attraktiv. Über 1.300 Anmeldungen gab es für den
Career Day. Am letzten Messetag nutzten Studierende
und Young Professionals die Gelegenheit
zum Networking mit Unternehmen, um hier mehr
über Karrierewege zu erfahren und wichtige Kontakte
zu knüpfen.
Starkes Interesse an der E-world 2026
Aussteller und Besucher waren mit ihrer Teilnahme
an der E-world 2025 sehr zufrieden. 94
Prozent der Fachbesucher empfehlen die Messe
weiter und planen einen erneuten Besuch. Ausstellerseitig
jetzt gibt es ebenfalls starkes Interesse
an der nächsten E-world, die vom 10. bis 12.
Februar 2026 in der Messe Essen stattfindet. 97
Prozent gaben an, wieder an der E-world teilnehmen
zu wollen.
Zahlreiche Aussteller haben bereits jetzt ihre Buchung
für das kommende Jahr bestätigt. Auch
neue Unternehmen haben bereits Interesse angemeldet
und wollen 2026 dabei sein. UMWELT
JOURNAL wird wieder ausführlich berichten.
UMWELTjournal 4/2025 | S18
VERANSTALTUNGEN
KEY 2025
war ein voller Erfolg
Die dritte eigenständige Ausgabe der Veranstaltung
KEY 2025 der Italian Exhibition Group zum Thema
Energiewende und Energieeffizienz ist im Rimini Expo
Centre zu Ende gegangen. Diesmal wurde die
Schwelle von 1.000 Ausstellern, davon über 30 Prozent
internationale, überschritten. 350 geladene Einkäufer
und Delegationen aus mehr als 50 Ländern
nahmen daran teil. Drei intensive Tage voller Geschäftstätigkeit,
Networking und Dialog, um anstehende
Dekarbonisierungsmaßnahmen zu beschleunigen
und eine nachhaltige Zukunft zu erreichen.
Die Energiewende gewinnt an Fahrt, und
die beeindruckenden Rekordzahlen der
KEY – The Energy Transition Expo, der
Leitmesse der IEG (Italian Exhibition Group) in
Europa, Afrika und im Mittelmeerraum, die heute
im Rimini Expo Centre zu Ende ging, sind der Beweis
dafür.
Mit einem Anstieg der Gesamtbesucherzahl um
plus 20 Prozent (davon alleine plus 40 Prozent
aus dem Ausland) im Vergleich zu 2024, über
1.000 Ausstellern, davon mehr als 30 Prozent
aus dem Ausland, 90.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche
in 20 Hallen und neuen Schwerpunkten,
einem zu Häfen und einem zu Wasserstoff,
in Zusammenarbeit mit der Hannover Fairs
International GmbH (HFI), der italienischen Niederlassung
der Deutschen Messe AG, und nicht
weniger als 400 akkreditierten Journalisten aus
Italien und der ganzen Welt war die gerade zu
Ende gegangene Ausgabe der KEY die größte
aller Zeiten.
Und sie war auch die internationalste, mit 350 geladenen
Einkäufern und Delegationen aus mehr
als 50 Ländern, die dank der Unterstützung des
Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten
und internationale Zusammenarbeit (MAECI) und
der italienischen Handelsagentur (ITA) sowie der
Zusammenarbeit mit führenden Branchenverbänden
an der Messe teilnahmen.
Drei Tage lang verwandelte KEY das Expo-Zentrum
in das pulsierende Zentrum der Energiewende
und Energieeffizienz: den Ort, an dem
die globale Gemeinschaft der Branche inmitten
innovativer Lösungen und modernster Technologien
begann, die Zukunft der Energie zu gestalten.
Mehr als 160 Veranstaltungen, Konferenzen und
Workshops mit der Teilnahme von Experten,
Wissenschaftlern, Forschern und Vertretern aus
Verbänden und Unternehmen boten Gelegenheit
zur Diskussion und eingehenden Analyse
aller Aspekte, Innovationen und Entwicklungen
des Energiemarktes.
Die KEY25 wurde am Mittwoch, dem 5. März,
von Minister Gilberto Pichetto Fratin eröffnet und
bot Unternehmen und Fachleuten der Branche
eine einzigartige Gelegenheit, sich über aktuelle
und zukünftige Lösungen zur Gewährleistung
der Energiesicherheit, zur Kontrolle der Energiekosten
und zur Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit
der Industrie zu informieren.
Darüber hinaus förderte sie Begegnungen und
den Dialog mit den Institutionen, um Effizienz als
Bild: © IEG
besten Weg zur Bewältigung der globalen Herausforderung
der Dekarbonisierung zu fördern.
Anwesend war auch Michele De Pascale, Präsident
der Region Emilia-Romagna.
Mit dem Innovationsviertel und der zweiten
Ausgabe des „Lorenzo Cagnoni“-Preises festigte
KEY25 sein Engagement für Innovation und
erweiterte es mit der Initiative „Green Jobs &
Skills“ sogar auf die neuen grünen und nachhaltigen
Kompetenzen, die in Unternehmen noch
sehr rar sind, in die jedoch zunehmend investiert
werden muss, um die Energiewende zu erreichen.
KEY CHOICE – Die Zukunft der PPAs erschließen
Die zweite Ausgabe von KEY CHOICE – Die
Zukunft der PPAs erschließen, der B2B-Veranstaltung
der KEY – The Energy Transition Expo,
befasste sich mit dem Thema Energiekosten
und PPAs als innovative Finanzlösung zur Kostenkontrolle
und legte einen Schwerpunkt auf
die neuen Rechenzentren, die für die technologische
Entwicklung unverzichtbar sind.
Die von der Italian Exhibition Group (IEG) in Zusammenarbeit
mit Elemens und mit Unterstützung
von SolarPlaza organisierte Veranstaltung
fand am Dienstag, dem 4. März, im Konferenzzentrum
Palacongressi in Rimini statt, um Treffen
zwischen Energieversorgern und energieintensiven
Unternehmen zu fördern und so den Abschluss
von PPA-Verträgen zu erleichtern.
Die KEY wird vom 4. bis 6. März 2026 wieder
im Messezentrum Rimini zu Gast sein. UMWELT
JOURNAL wird auch darüber wieder ausführlich
berichten.
Über die KEY 2025
Event: Internationale Messe
Organisation: Italian Exhibition Group S.p.A.
Frequenz: jährlich
Ausgabe: 3.
Daten: 5. - 7. März 2025
E-Mail: keyenergy@iegexpo.it
Website: http://www.key-expo.com
Facebook: www.facebook.com/keyexpo/
Instagram:
www.instagram.com/key_expo/
LinkedIn:
www.linkedin.com/company/keyenergy/
UMWELTjournal 4/2025 | S20
VERANSTALTUNGEN
The smarter E Europe 2025:
„Wir sind das Energiesystem“
The smarter E Europe 2025 ist am 9. Mai zu Ende gegangen.
Auch in diesem Jahr hat Europas größte Messeallianz
für die Energiewirtschaft die bayerische Landeshauptstadt
München zum Epizentrum der globalen Energiebranche
gemacht – und überzeugte erneut mit eindrucksvollen Erfolgszahlen:
Drei Tage lang präsentierten 2.737 Aussteller
aus 57 Ländern ihre Technologien, Geschäftsmodelle und
marktreifen Lösungen für ein intelligentes, vernetztes und
vollständig erneuerbares Energiesystem.
Rund 107.000 Fachbesucher aus 157 Ländern
nutzten die Gelegenheit, um sich im
Rahmen der E Europe 2025 auf der Messe
München gezielt zu vernetzen, Partnerschaften
zu initiieren und neue Projekte anzustoßen.
Auch die begleitenden Fachkonferenzen und Side-Events
stießen auf großes Interesse und zogen
mehr als 2.600 Teilnehmende an.
The smarter E Europe 2025 zeigte mit ihren vier
Fachmessen – Intersolar Europe, ees Europe,
Power2Drive Europe und EM-Power Europe –
eindrucksvoll: Die Energiewirtschaft ist bereit für
die nächste Phase. Denn während der weltweite
Ausbau erneuerbarer Energien in vollem Gange
ist, gilt es nun, das Energiesystem flexibel, digital
und integrativer zu gestalten.
Termin für 2026 steht fest
The smarter E Europe wird vom 23. bis 25. Juni
2026 nach München zurückkehren – erstmals
werden die Messetage dann Dienstag bis Donnerstag
lauten.
.
Einmal mehr wurde in der Ausgabe 2025 deutlich:
Die Energiesysteme werden immer komplexer,
vernetzter und integrierter. Sektoren und
Branchen sind längst nicht mehr nur gekoppelt.
Sie wachsen dezentral, digital und intelligent zusammen.
Was entsteht, ist ein dynamisches Gesamtsystem,
in dem sich die Energiewende real
und wirtschaftlich vollzieht.
Erneuerbare Energien sind dabei nicht länger
ein ergänzendes Element – sie sind in vielen
Märkten bereits zu einer relevanten Größe geworden
und bestimmen zunehmend, wie Energiesysteme
aufgebaut werden. Und sie wachsen
weltweit weiter im rasanten Tempo.
The smarter E AWARD Gewinner betonen
ganzheitliches Denken und Handeln
Diese ganzheitliche Perspektive wurde auch bei
der diesjährigen Verleihung der The smarter E
AWARDs deutlich. Samsung SDI wurde in diesem
Jahr gleich zweimal ausgezeichnet – in den
Kategorien Energy Storage und E-Mobility.
Hyunyoung Kwak, Vice President von Samsung
SDI, betonte: „Der holistische Ansatz der Messe
– mit der Integration von Speicherung, Erzeugung,
Digitalisierung und Netzlösungen –
entspricht genau unserer Vision einer sicheren
und nachhaltigen Zukunft. Es ist kein fernes Ziel
mehr, erneuerbare Energien jederzeit verfügbar
zu machen; es wird zunehmend Realität – besonders
in Europa, wo Politik, Technologie und
Marktkräfte immer mehr konvergieren, um die
Energiewende voranzutreiben. Wir sind stolz,
Teil dieser Bewegung zu sein und bleiben entschlossen,
saubere, zuverlässige und sichere
Energie rund um die Uhr zu ermöglichen.“
Einen der begehrten Branchenpreise konnte
sich auch das mittelständische spanische Unter-
Bild: © Messe München
nehmen Toscano mit „COMBI-PRO-MAX“, einer
kompakten Backup-Steuereinheit für Solar- und
Batteriesysteme, sichern. Der CEO und Managing
Director Carlos Toscano erklärte: „Unser
Erfolg spiegelt unseren festen Glauben an einen
integrierten Ansatz für erneuerbare Energien wider
– einen Ansatz, der über isolierte Lösungen
hinausgeht. Für uns geht es darum, intelligente,
integrierte Systeme zu entwickeln, die eine 24/7
Versorgung mit nachhaltiger Energie ermöglichen
– durch die Kombination von Solarenergie,
Energiespeicherung, intelligenter Netzsteuerung
und Echtzeit-Datenüberwachung. Es geht
nicht nur um die Erzeugung sauberer Energie,
sondern auch darum, Zuverlässigkeit, Resilienz
und Effizienz auf allen Ebenen sicherzustellen.“
Veranstalter ziehen positive Bilanz
Selbstbewusst blickt Markus Elsässer, Gründer
und Geschäftsführer der Solar Promotion
GmbH, die The smarter E Europe gemeinsam
mit der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe
GmbH & Co. KG (FWTM) veranstaltet, auf die
drei erfolgreichen Messetage zurück: „Unsere
vier Fachmessen decken die zentralen Themen
der Energiewende komplementär ab – sowohl
in thematischer Breite als auch inhaltlicher Tiefe.
The smarter E Europe war auch in diesem
Jahr wieder die Blaupause für die klimaneutrale
Energiewelt der Zukunft. Der Weg dorthin ist
klar, die Technologien und Lösungen sind vorhanden.
Jetzt geht es darum, diesen Weg konsequent
zu gehen. Denn wir sind das Energiesystem“,
so Elsässer.
Messe-Highlight bidirektionales Laden
Ein besonderes Highlight der diesjährigen Veranstaltung
hob Elsässer ebenfalls hervor: „Ich
freue mich sehr über die große Aufmerksamkeit
und die positive Resonanz, die unsere Sonderschau‚‘Bidirektionales
Laden‘ erfahren hat. Wir
haben damit eine unserer großen Stärken unter
Beweis gestellt: Wir sind am Puls der Zeit und
setzen mit der Branche zur richtigen Zeit die
richtigen Themen.“
Auch Jens Mohrmann, Geschäftsführer der
FWTM, sprach von einer ganz besonderen Atmosphäre
während der Messe: „Trotz der aktuellen
Herausforderungen in einigen Bereichen
der Branche war die Stimmung bei The smarter
E Europe durchweg äußerst positiv. Man konnte
bei den versammelten Denkern, Machern und
Entscheidungsträgern deutlich spüren, dass
sie voller Tatendrang und Zuversicht an der
Weiterentwicklung der Energiewende arbeiten.
Die Veranstaltung hat einmal mehr gezeigt, wie
stark die Branche zusammensteht und mit welcher
Leidenschaft und Innovationskraft sie die
Energiewende vorantreibt. Ich freue mich schon
jetzt auf die nächste Auflage von The smarter
E Europe, die vom Dienstag, 23. Juni, bis Donnerstag,
25. Juni 2026 auf dem Gelände der
Messe München stattfinden wird.“
UMWELTjournal 4/2025 | S22
VERANSTALTUNGEN
The smarter
E AWARDs 2025
Am Abend vor dem offiziellen Messestart von The
smarter E Europe – Europas größter Messeallianz
für die Energiewirtschaft – wurde im festlichen
Rahmen der renommierte „The smarter E AWARD“
verliehen. Ausgezeichnet wurden visionäre Produkte,
Lösungen und Projekte, die mit innovativen
Technologien und klugen Konzepten den Weg in
eine erneuerbare Energiewelt ebnen – mutig, relevant,
zukunftsweisend.
Die Preisverleihung im Rahmen der Fachmesse
„The smarter E Europe“ fanden
in diesem Jahr in den fünf Kategorien
Photovoltaics, Energy Storage, E-Mobility, Smart
Integrated Energy und Outstanding Projects statt.
Es wurden jeweils drei gleichrangige Gewinner
geehrt – ein kraftvolles Zeichen für die Innovationsbreite
und -tiefe der Branche.
Die Präsentation der prämierten Lösungen erfolgte
zwischen dem 7. bis 9. Mai 2025, also an
den Messetagen von „The smarter E Europe“ in
der Messe München. Mit ihren vier Fachmessen
Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive Europe
und EM-Power Europe bündelt The smarter
E Europe die zentralen Themen für eine erneuerbare
Energieversorgung 24/7 über die Sektoren
Strom, Wärme und Mobilität hinweg – und macht
München einmal mehr zum Epizentrum der Energiewende.
Die erneuerbare Energiewelt ist komplex, vielschichtig
– und in stetigem Wandel. Genau das
spiegelt sich in den 15 frisch gekürten Preisträgern
des The smarter E AWARDs 2025 wider.
Ihre ausgezeichneten Leistungen decken ein beeindruckendes
Spektrum ab – von cloudbasierter
Planungssoftware über optimierte Hardwarekomponenten
und neuartige Speichertechnologien
bis hin zu Projekten mit direkter sozialer und
ökologischer Wirkung – in unterschiedlichsten
Größenordnungen, lokal wie global. So verschieden
ihre Ansätze auch sind, eines eint alle Preisträger:
Sie denken Energie neu und nachhaltig,
bringen mit innovativen Produkten, Anwendungen
und Lösungen die Energiewende entscheidend
voran und beschreiten mutig neue Wege
hin zu einer klimaneutralen Zukunft.
Die Gewinner in der Kategorie „Photovoltaics“
7Secondsolar – AUTOPV
7Secondsolar ist ein Software-as-a-Service-Unternehmen
mit Hauptsitz in Kapstadt, Südafrika.
Die AUTOPV-Lösung reduziert den Zeit-, Kostenund
Arbeitsaufwand für die Planung von Photovoltaik
(PV)-Anlagen im Multi-Megawatt- Bereich
erheblich. Das cloudbasierte Engineering-Tool
automatisiert sämtliche technischen Aspekte
des Planungsprozesses und ermöglicht Echtzeitanpassungen
zur direkten Vergleichbarkeit
mehrerer Varianten. Es erstellt präzise Systemlayouts
mit optimierten Kabelwegen, Positionierungen
von Wechselrichtern und Anschlusskästen
sowie der Anordnung der Solarmodule.
Zudem generiert es detaillierte technische Dokumentationen,
CAD-Zeichnungen, Stücklisten
und Ertragsberechnungen.
7Secondsolar gibt an, dass die Software die Planungszeit
um bis zu 50 Prozent verkürzen kann
und bereits bei der Planung großer PV-Anlagen
mit einer Gesamtleistung von über 1,8 Gigawatt
zum Einsatz kam. Die Jury lobte den hohen
Innovationsgrad von AUTOPV, das attraktive
Bild: © Messe München
Preismodell sowie die Fähigkeit, Systemdesigns
schnell zu vergleichen und zu optimieren. Mit
dieser Software erhalten Solaranbieter eine intelligente
und kostengünstige Lösung für einen
wachsenden Bedarf auf dem Markt.
LONGi Solar Technology – Hi-MO X10
Das Solarmodul Hi-MO X10 von LONGi Solar
vereint einzigartige Innovationen mit einem
ansprechenden Design. Die Rückkontakt-
Zellarchitektur basiert auf firmeneigenen „Tai-
Ray“-Wafern und der 0 Busbar (0BB) Technologie.
Ein weiteres zentrales Merkmal ist die
bipolare Hybrid-Passivierung, die Stromverluste
an beiden Elektroden (positiv und negativ) reduziert
und Schutz vor UV-bedingtem Leistungsverlust
bietet.
Diese Innovationen ermöglichen eine Modulleistung
von bis zu 670 Watt bei einer beeindruckenden
Effizienz von 24,8 Prozent. Zudem
liefert das Hi-MO X10 durch fortschrittliche Verschattungsoptimierung
höhere Energieerträge.
Diese Technologie erlaubt es jeder Zelle,
als Bypass-Diode zu fungieren, was Verschattungsverluste
um bis zu 70 Prozent reduziert.
Gleichzeitig sinkt die lokale Temperatur um bis
zu 28 Prozent, was das Risiko von Hotspots und
Anlagenbränden verringert. Die Jury würdigte
LONGi für diese eindrucksvollen Produkteigenschaften,
die neue Maßstäbe in puncto Leistung,
Zuverlässigkeit und Sicherheit setzen.
Weidmüller Interface – PV Inline
PV Inline ist der Gewinnerbeitrag des deutschen
Familienunternehmens Weidmüller, das 1850
gegründet wurde. Dieser ultrakompakte Überspannungsschutz
bietet zuverlässigen Blitz- und
Überspannungsschutz für PV-Systeme auf Gebäuden.
Gerade an den Dachdurchführungen
von PV-Kabeln ist der Platz oft stark begrenzt.
PV Inline löst dieses Problem mit seiner minimalistischen
Bauform, die laut Weidmüller die
kleinste ihrer Art auf dem Markt ist. Er ist mit Typ-
I- oder Typ-II-Ableitern erhältlich und verfügt
über IP65-Schutz. Die Montage kann an Innenoder
Außenwänden, in Standard-Kabelkanälen
oder direkt hinter den Solarmodulen erfolgen.
Das Plug-and-Play-Design umfasst steckerfertige
PV-Kabel und hochwertige MC4-Steckverbinder.
Die Jury war beeindruckt vom praktischen
Design und den Funktionen des PV Inline, die
eine zunehmende technische Herausforderung
bei PV-Installationen effektiv lösen.
Die Gewinner in der Kategorie „Energy Storage“
CMBlu Energy – Organische SolidFlow-Batterie
Die organische SolidFlow-Batterie des deutschen
Unternehmens CMBlu Energy vereint
hohe Leistung mit geringer Umweltbelastung.
Die Serienproduktion ist für 2026 geplant. Das
Langzeitspeichersystem speichert 200 Kilowattstunden
Energie und liefert eine Leistung von 40
Kilowatt. Durch das modulare Design lässt sich
die Kapazität bis in den Gigawattstunden-Be-
UMWELTjournal 4/2025 | S24
VERANSTALTUNGEN
reich skalieren – mit mehreren Tagen Speicherdauer.
Im Sinne der Kreislaufwirtschaft enthält die
Batterie keine seltenen oder konfliktbelasteten
Materialien und besteht vollständig aus recycelbaren
Komponenten. Ihre einzigartige Chemie
kombiniert feste organische Polymere mit einem
organisch basierten, metallfreien Elektrolyten.
Diese Elektrolyte sind reichlich verfügbar und
wiederverwertbar – eine nachhaltige und
kostengünstige Lösung. Dank der hohen Sicherheit
des Systems entstehen keine giftigen Dämpfe;
es ist weder brennbar noch explosiv. Die Batterie
soll über 20.000 Ladezyklen bei einem DC-DC-
Wirkungsgrad von bis zu 90 Prozent ermöglichen.
Die Jury lobte die organische SolidFlow-Batterie
für ihre beeindruckende Energiedichte, innovative
chemische Zusammensetzung und die skalierbare,
wirtschaftliche Betriebsweise.
Hydrostor – A-Compressed Air Energy Storage
(A-CAES)
Hydrostor wurde 2010 in Kanada gegründet. Das
A-Compressed Air Energy Storage System (A-CA-
ES) ist eine emissionsfreie Druckluftspeicherlösung
für Energieversorger und Kommunen. Das
System nutzt eigens gebaute unterirdische Felshohlräume,
die mit Druckluft und Wasser gefüllt
werden. Es kann in Regionen mit hoher Netznachfrage
errichtet werden und ermöglicht eine
Speicherdauer von 8 bis 24 Stunden. Laut Hydrostor
benötigt das System bis zu zehnmal weniger
Fläche und zwanzigmal weniger Wasser als
Pumpspeicherkraftwerke.
Eine hohe Energiedichte wird durch hydrostatische
Kompensation erreicht – hierbei reguliert
eine Wassersäule den Luftdruck. Diese Technologie
unterscheidet sich maßgeblich von anderen
Druckluftspeichersystemen und reduziert
die notwendige Größe des unterirdischen Hohlraums
erheblich. Zudem nutzt das System ein
Wärmemanagement-System, das Abwärme aus
der Luftkompression auffängt und wiederverwendet
– ganz ohne fossile Brennstoffe. Das System
hat eine Lebensdauer von bis zu 50 Jahren ohne
Leistungsverlust und bietet eine sichere sowie
zuverlässige Energiespeicherung.
Lithium-Mangan-Oxid (LMO)-Batteriechemie
und ermöglicht schnelles Laden und Entladen
bei gleichzeitig hoher thermischer Stabilität. Es
kann 5 Minuten lang Strom mit einer Entladerate
von 8C und beeindruckenden 645 Ampere liefern
– ein Spitzenwert in der Branche.
Diese außergewöhnliche Leistung sowie die integrierten
Sicherheitsmerkmale des aktiven Materials
machen das System zur idealen Lösung
für stromkritische und brandsensible Umgebungen
wie Krankenhäuser, Rechenzentren oder
Kühlsysteme. Dank des kompakten Racks und
der angepassten Temperaturregelung liefert es
ein 1-Megawatt-USV-System auf nur 1,36 Quadratmetern
Fläche. Um Betriebs- und Austauschkosten
zu minimieren, bietet Samsung SDI eine
10-jährige Garantie sowie eine Batterielebensdauer
von 15 Jahren. Die Jury zeigte sich beeindruckt
von der Leistung, Zuverlässigkeit und
Sicherheit des U8A1, das langfristige Sicherheit
für kommerzielle USV-Systeme gewährleistet.
Die Gewinner in der Kategorie „E-Mobility“
Friedrich GmbH – URBANROOF
Das Urbanroof der deutschen Friedrich GmbH
ist ein Solar-Carport, das Einfachheit mit Nachhaltigkeit
verbindet. Sein Design maximiert die
PV-Abdeckung über der gesamten Parkfläche
und erzeugt bis zu 60 Prozent mehr Energie als
Yförmige Carports. Es bietet ganzjährigen Witterungsschutz,
ist leicht zu reinigen und zu warten
und lässt sich einfach mit Ladeinfrastruktur für
Elektrofahrzeuge kombinieren. Mit einer Durchfahrtshöhe
von 4,2 Metern eignet es sich auch
für höhere Transporter und LKWs. Der starke
Umweltfokus zeigt sich in der Holzkonstruktion,
die den Einsatz von Stahl minimiert, sowie in der
Möglichkeit, statt Beton Schraubfundamente zu
verwenden. Durch das vorgefertigte und modulare
Design lässt sich das Urbanroof schnell errichten,
bei Bedarf kostengünstig abbauen und
an einen anderen Standort versetzen. Es bietet
Platz für bis zu 40 Stellplätze und eine Solarkapazität
von 200 Kilowatt. Die Jury lobte das
Urbanroof für die gelungene Kombination aus
Solarenergie, E-Mobilität und hohem Nachhaltigkeitsanspruch.
SAMSUNG SDI – U8A1
(5-Minuten-Backup-Lösung für USV)
Das U8A1 von Samsung SDI ist ein ultra-leistungsstarkes
Batteriesystem für unterbrechungsfreie
Stromversorgungen (USV). Es basiert auf
SAMSUNG SDI – „No Thermal Propagation“-
Technologie
Die „No Thermal Propagation“-Technologie von
Samsung SDI aus Südkorea wurde einstimmig
ausgezeichnet. Diese Innovation senkt das Ri-
Bild: © Hydrostor
siko von thermischem Durchgehen („thermal
runaway“) und Bränden in EV-Batteriemodulen
erheblich. Die in einem Hartschalengehäuse
untergebrachten Batteriemodule verfügen über
Isolierungen zwischen den einzelnen Zellen, um
eine Wärmeweiterleitung bei beschädigten oder
überhitzten Zellen zu verhindern. Ein Überdruckventil
oberhalb der Zellen leitet heiße Gase über
Lüftungsöffnungen im ebenfalls isolierten Batteriegehäuse
nach außen ab und verhindert so
weitere Schäden. Wird ein thermischer Vorfall
erkannt, senkt zudem eine Kühlplatte unterhalb
der Batteriepacks sofort die Zelltemperatur. Die
Jury würdigte den Beitrag von Samsung SDI als
bedeutenden technologischen Fortschritt. Die
deutlich erhöhte Sicherheit und Zuverlässigkeit
von Traktionsbatterien kann maßgeblich zur
weltweiten Akzeptanz der Elektromobilität beitragen.
Shenzhen Kehua Hengsheng Technology
(Kehua Tech) – 40 kW SiC Hochleistungs-Lademodul
mit hoher Effizienz
Der Siegerbeitrag des chinesischen Unternehmens
Kehua Tech ist ein 40-Kilowatt-Lademodul
für Schnellladestationen von Elektrofahrzeugen.
Durch den Einsatz von Siliziumkarbid (SiC)-
Technologie erreicht es eine beeindruckende
Spitzenwirkungsrate von 97 Prozent und einen
Standby-Stromverbrauch von nur 7,5 Watt. Es
überzeugt durch stabile Leistung unter unterschiedlichsten
Bedingungen, mit einem Ausgangsspannungsbereich
von 150 bis 1.000 Volt
DC und einem Betriebstemperaturbereich von
-40°C bis +75°C.
Das Modul ist weltweit zertifiziert und verfügt
über einen intelligenten Lüfteralgorithmus zur
Geräuschreduzierung in städtischen Gebieten.
Die automatisierte Vergusstechnologie schützt
die Komponenten vor Staub, Feuchtigkeit und
Korrosion, was die Wartung minimiert und die
Lebensdauer erhöht. Mit attraktivem Preis-Leistungs-Verhältnis
und niedrigen Betriebskosten
bietet es eine wirtschaftliche Lösung für Integratoren
von Ladesystemen. Die Jury lobte Kehua
Tech für den Fortschritt im Bereich Hochleistungsladung
– ein wichtiger Schritt zur Förderung
elektrischer LKWs und der Schnellladung
zukünftiger E-Fahrzeuge.
FENECON – FENECON Energiemanagementsystem:
Zeitabhängiger Tarif & EV-Ladesteuerung
Seit 2011 entwickelt das deutsche Unternehmen
FENECON Innovationen für die effizientere Nutzung,
Erzeugung und Speicherung von Strom.
Der prämierte Beitrag ist das FENECON Energiemanagementsystem
(FEMS). Es visualisiert
und steuert Batteriespeicher, Solarwechselrichter,
Wärmepumpen und Ladestationen für Elektrofahrzeuge
vollständig autonom – für einen
energieeffizienten und netzdienlichen Betrieb.
Durch KI-gestützte Prognosen und Netzüberwachung
ermöglicht FEMS eine vorausschauende
Analyse von Energieverbrauchsmustern
sowie optimierte Lade- und Entladepläne. Dank
UMWELTjournal 4/2025 | S26
VERANSTALTUNGEN
Bild: © Phaesun
der einzigartigen modularen Architektur ist FEMS
schnell einsetzbar und lässt sich problemlos an
neue gesetzliche Anforderungen anpassen. FE-
NECON bietet zudem kostenlose lebenslange
Updates sowie Open-Source-Software an – das
unterstützt den nachhaltigen, langfristigen Betrieb
von Energiesystemen. Mit seiner FEMS-
Plattform fördert FENECON eine neue Generation
von Energie-Prosumern sowie grünere und
flexiblere Stromnetze.
Toscano – COMBI-PRO-MAX
Das spanische Unternehmen Toscano entwickelt
und produziert seit über 50 Jahren elektrische Sicherheitstechnik.
Die prämierte Innovation ist der
COMBI-PRO-MAX, eine kompakte Backup-Steuereinheit
für Solar- und Batteriesysteme – klein
genug, um in eine Hand zu passen. Bei einem
Stromausfall schaltet das Gerät das System automatisch
in den Backup- oder Inselbetrieb, um die
Versorgung kritischer Verbraucher sicherzustellen.
Das Gerät kann in ein Hutschienengehäuse
integriert werden und lässt sich somit leicht im
Zählerschrank installieren – alle notwendigen
Schalter sind in einem einzigen Modul vereint.
Dank seiner Miniaturbauweise reduziert der
COMBI-PRO-MAX den Aufwand für Hardware,
Verkabelung und Kosten herkömmlicher Backup-
Systeme erheblich. Er ist mit einer Vielzahl von
Solarwechselrichtern kompatibel und bietet so
eine praktische Lösung für Verbraucher, die ihre
Energieversorgung robuster gestalten möchten.
Utiligize – Forecast & Investment
Utiligize ist ein dänisches Software-as-a-Service-Unternehmen,
das 2018 gegründet wurde.
Seine Plattform Forecast & Investment optimiert
die Planung von Stromnetzen mit einer großen
Anzahl verteilter Energiequellen. Die cloudbasierte
Software unterstützt Netzbetreiber mit einem
verbesserten Asset Management und hilft
gleichzeitig, regulatorische Anforderungen zu
erfüllen. Mithilfe KI-basierter Prognosemodelle
werden Milliarden von Berechnungen durchgeführt,
die auf Daten aus Smart Metern und geografischen
Informationssystemen basieren.
Die Plattform kann lokale Kapazitäts- und Spannungsgrenzen
bis zum Jahr 2050 auf Stundenbasis
vorhersagen. Diese Daten ermöglichen
Netzbetreibern fundiertere Planungs- und Investitionsentscheidungen
und senken die Investitionskosten
(CAPEX) um bis zu 35 Prozent.
Die Plattform ist skalierbar und kann auch neue
Technologien wie Vehicle-to-Grid-Systeme integrieren.
Die Jury lobte Utiligize für den praktischen
Ansatz, die Innovationskraft und das breite
Marktpotenzial – ein wertvoller Beitrag zur
effizienten Umstellung auf saubere Energie.
Gewinner in der Kategorie „Outstanding Projects“
Phaesun – BeCool:
Saubere Kühlung für Märkte in Kenia
Das deutsche Unternehmen Phaesun ist auf die
Integration netzunabhängiger
PV-Systeme spezialisiert. Die
prämierte Lösung BeCool ist
ein nachhaltiges „Cooling-as-a-
Service“-Modell für Klein- und
Kleinsthändler von Frischwaren
in der Region um den Viktoriasee
in Kenia. In dieser Gegend
stellt der Mangel an konventionellen
Kühlsystemen ein
erhebliches soziales und wirtschaftliches
Problem dar, da Lebensmittel
schnell verderben.
Mit der Lösung von Phaesun
erhalten Händler Zugang zu
zuverlässiger Kühlung – ganz
ohne Anfangsinvestition.
Die solarbetriebenen Kältesysteme
bieten Kühlräume sowie
individuell nutzbare Kühlboxen,
die per App gemietet
Grafik: © artbox Bruchsal
werden können. Die beschatteten Kühlräume
wurden lokal in Kenia produziert, um Umweltbelastungen
zu minimieren.
Ihre PV-Dachanlagen betreiben interne Self-
Chill-Eiskühlsysteme. Die Kühleinheiten bestehen
aus recycelten und erneuerbaren Materialien
aus der Region und werden zusätzlich
durch Verdunstungskühlung mit Holzkohle und
Wasser vorkonditioniert. Durch die Bereitstellung
zuverlässiger und nachhaltiger Kühlung
trägt Phaesun zur Stärkung resilienter Gemeinschaften
im ländlichen Kenia bei.
LONGi Hydrogen – 3.000 Nm³/h-Elektrolyseur
im wasserstoffbasierten Hochofenprozess
LONGi Hydrogen wurde für ein grünes Wasserstoffprojekt
in Qinhuangdao, China, ausgezeichnet.
An diesem Stahlstandort werden
fossile Brennstoffe im Hochofenprozess durch
CO₂-freie Energie ersetzt. Das Projekt umfasst
zwei industrielle Elektrolyseure, die mit Rückgewinnungsgasen
sowie erneuerbarer Energie
betrieben werden. Jeder Elektrolyseur hat eine
Produktionskapazität von 3.000 Normkubikmetern
Wasserstoff pro Stunde – laut LONGi die
derzeit größte weltweit. Die Anlagen können
kostengünstig nachgerüstet werden und benötigen
nur minimale Anpassungen an bestehender
Infrastruktur. Das hocheffiziente System verbraucht
lediglich 4,2 Kilowattstunden pro Nm³
grünem Wasserstoff. Dadurch werden die CO₂-
Emissionen des Hochofens um 8 bis 11 Prozent
reduziert – mit sowohl ökologischen als auch
wirtschaftlichen Vorteilen. Die Jury lobte dieses
wegweisende Projekt, da es zeigt, wie schwer
zu dekarbonisierende Industrien auf grüne
Energie umstellen können.
Karlsruher Institut für Technologie – BiFlow
BiFlow ist ein innovatives Projekt des Karlsruher
Instituts für Technologie (KIT) in Kooperation mit
Fraunhofer ICT, 1st Flow Energy Solutions und
STAGE76. Es wurde in einem Studentenwohnheim
in Bruchsal installiert, um das bestehende
PV-System zu ergänzen. Das Projekt kombiniert
eine Lithium-Ionen-Batterie mit einer Vanadium-
Redox-Flow-Batterie, die sowohl Strom- als auch
Wärmespeicherung ermöglicht. Ein Energiemanagementsystem
schafft Synergien zwischen
beiden Batterietechnologien und optimiert die
Gesamtwirkungsgrade.
Eine zentrale Innovation ist das thermische
Kopplungsmodul: Es gewinnt Abwärme aus den
Elektrolyttanks der Redox-Flow-Batterie zurück,
die mit bis zu 50 °C (statt üblicher 40 °C) betrieben
werden. Diese Abwärme wird direkt in das
Heizungssystem des Gebäudes eingespeist,
wodurch herkömmliche Warmwasserspeicher
entfallen. Das BiFlow-System spart laut Prognosen
jährlich mehr als 18.000 Euro und bis zu
20 Tonnen CO₂. Dieses beeindruckende Projekt
senkt die Mietkosten für 150 Studierende und
bietet ein anschauliches Beispiel für die Energiewende
im Alltag.
UMWELTjournal 4/2025 | S28
VERANSTALTUNGEN
All-Energy 2025
breaks last year’s
record
Total attendance of more than 13,000 over two days makes All-
Energy 2025 a record breaker. The UK’s largest renewable end
low carbon energy exhibition and conference, owned and organised
by RX, was held 14-15 May at Glasgow’s SEC. Last year’s
corresponding figure was 11,736. The increase in attendance
was reflected by packed aisles, conference halls, show floor
theatres and academic posters (between them they boasted nearly
600 speakers during the two days) and smiles and congratulations
in plenty from over 300 exhibiting organisations, many
of whom have already re-booked for next year’s silver anniversary
event being held at SEC on 13 and 14 May.
Anan Khan, Event Manager for the All-
Energy 2025 in Glasgow, was satisfied:
“All-Energy 2025 has been our most ambitious
and inspiring edition yet,” said Event Manager,
Anam Khan. “For the first time, we expanded
into SEC’s Hall 3, reflecting the incredible
growth of the event, and even with the additional
space, the aisles were packed and buzzing with
energy from start to finish. From record-breaking
attendance to powerful discussions on the
future of clean energy, it’s clear that the appetite
for innovation and collaboration in the sector
has never been stronger.
“We’re incredibly proud to provide a platform
that brings together industry leaders, gamechanging
innovators, policymakers, and the next
generation of talent; all under one roof in Glasgow.
This event is a testament to what we can
achieve when we work together to drive the
energy transition forward and engineer a net-zero
future.
“Our exhibitors came from all over the UK and
Northern Ireland, and also from Canada, China,
the Czech Republic, Denmark, France, Finland,
Germany, Italy, Ireland, Netherlands, Poland,
Portugal, Spain, Sweden, Switzerland, Taiwan.
They included many of the big names such
as ScottishPower, SSEN Transmission, Hitachi
Energy UK, Vattenfall, Statkraft, RWE Generation,
Innovate UK and ABB.”.
Packed conference halls, rooms and show floor
theatres was very much the order of the day.
The programme comprised compelling plenary
sessions at the start of each day, and a further
54 sessions on all forms of renewable energy;
on decarbonisation of heat, transport, cities/
places, and industry; and ‘vital ingredients’
such as the expansion of the grid, hydrogen,
energy storage, skills and training, recruitment,
investment, PPAs, local energy ED&I, and mental
health in the main conference. The seven
show floor theatres saw an illuminating mix of
presentations and panel discussions; and academic
posters provided food for thought and
discussion.
Packed opening
On opening morning, the Lomond Auditorium
was packed to hear the Deputy First Minister
of Scotland, Kate Forbes MSP, give a keynote
address. The timing coincided with legislation
Grafik: © Reed Exhibitions Ltd., All-Energy, RX
to establish the publicly owned Great British
Energy company formally passing through the
UK parliament, meaning Michael Shanks MP,
the UK’s Energy Minister, had to remain in London
so he filmed a video of his inspiring keynote
speech, Professor Sir Jim Skea, Chair of the
IPCC also provided a thought-provoking video
– both are now on the All-Energy website.
Well attended panels
Keith Anderson, CEO of ScottishPower chaired
the session which included a panel - Juergen
Maier, Chair of Great British Energy, Councillor
Susan Aitken, The Leader of Glasgow City
Council; Andrew Lever, Director - Energy Transition
at the Carbon Trust and Adrian Gillespie
CEO of Scottish Enterprise. Over 620 were in
the hall to hear the session with a further 275
in the overflow room..
The Lomond Auditorium was packed again the
following day when Professor Sir Jim McDonald,
Principal and Vice Chancellor of Strathclyde
University chaired the session with a keynoter
address by Chris Stark CBE, Head of Mission
Control for Clean Power 2030, Department for
Energy Security and Net Zero , followed by a
panel discussion featuring Professor Keith Bell,
ScottishPower Chair in Smart Grid; Tom Glover,
UK Country Chair, RWE; Dhara Vyas, Chief Executive,
Energy UK; Rachel Fletcher, Group Director
of Regulation and Economics, Octopus
Energy; and Darren Davidson, Vice President
UK & Ireland, Siemens Energy.
Networking is key
Anam Khan explained: “Networking is key to
All-Energy and the Giant Networking Evening,
that has been held at the Glasgow Science
Centre since the show moved from Aberdeen
in 2015, provides a relaxed venue at which the
conversations started on stands or as the result
of conference sessions can be caried on as
well as providing a chance for meeting up with
old friends and making new acquaintances. We
are grateful to the Rt Hon the Lord Provost of
Glasgow for the Civic Reception which is an integral
part of an evening that continues to play
an important aspect of All-Energy.
Date for 2026 is set
All-Energy 2026 will be held 13 and 14 May at
Glasgow’s SEC. Further information is available
from www.all-energy.co.uk.
UMWELTjournal 4/2025 | S30
VERANSTALTUNGEN
ECOMONDO 2025
The Key Green
Technology Expo
Vom 4. bis 7. November findet im Rimini Expo Center wieder
die Ecomondo statt, die Leitmesse der Italian Exhibition
Group (IEG) in Europa und im Mittelmeerraum für die
grüne, blaue und Kreislaufwirtschaft. Die Verbindung von
Wirtschaftswachstum mit Umwelt- und Sozialschutz durch
die Einführung ethischer und integrativer Entwicklungsmodelle
ist eine Anforderung, bei der die Ecomondo als
Vermittler fungieren kann, indem sie den Dialog zwischen
Industrie, Institutionen und Forschung fördert.
DDie 28. Ausgabe der Ecomondo, die
ambitionierteste aller Zeiten, wird ihre
internationale Ausrichtung stärken und
ihre Rolle als globale Plattform und Drehscheibe
für Kreislaufwirtschaft und ökologischen Wandel
festigen. Die Zielländer für 2025 sind Deutschland,
Spanien, Polen, Serbien, die Türkei und die
Niederlande sowie die nordafrikanischen Länder
Ägypten, Marokko, Algerien, Tunesien und der
Nahe Osten.
Ecomondo wird 2025 durch SAL.VE ergänzt, die
alle zwei Jahre stattfindende Messe für ökologische
Fahrzeuge, die in Zusammenarbeit mit AN-
FIA organisiert wird.
Auch die Generalstände der grünen Wirtschaft,
die von der Stiftung für nachhaltige Entwicklung
organisiert und vom Nationalen Rat für grüne Wirtschaft
in Zusammenarbeit mit dem Ministerium
für Umwelt und Energiesicherheit und unter der
Schirmherrschaft der Europäischen Kommission
gefördert werden, werden wieder stattfinden.
„Die Ecomondo 2025“, erklärt Alessandra Astolfi,
Global Exhibition Director der Green & Technology
Division von IEG, „wird 30 Hallen mit einer
Ausstellungsfläche von 166.000 Quadratmetern
umfassen. Dank der Zusammenarbeit mit der italienischen
Handelsagentur und dem Ministerium
für auswärtige Angelegenheiten und internationale
Zusammenarbeit (MAECI) werden Delegationen
aus aller Welt in Zusammenarbeit mit 80
internationalen Branchenverbänden erwartet,
was die Rolle der Veranstaltung als Europas führender
Treffpunkt für die neuesten innovativen
Modelle der Kreislaufwirtschaft bestätigt.“
Um europäischen und internationalen Besuchern
die Teilnahme an der Veranstaltung zu erleichtern,
werden vom 4. bis 7. November neue
Direktflugverbindungen von München und Rom
nach Rimini angeboten, die von IEG organisiert
und von LuxWing durchgeführt werden. Dies begünstigt
die Teilnahme internationaler Akteure
in unserem Gebiet.
Die Veranstaltung bestätigt ihre globale Netzwerkfunktion
auch dank der kürzlich abgeschlossenen
Ausgaben von Ecomondo Mexico
und Ecomondo China – CDEPE sowie der bevorstehenden
Veranstaltung in Italien mit der Green
Med Expo & Symposium (Neapel, 28.-30. Mai
2025), die alle 2026 erneut stattfinden werden.
Themenbereiche, Schwerpunkte
Die Ecomondo umfasst sechs thematische Makrobereiche:
Abfall als Ressource, Wasserkreislauf
und blaue Wirtschaft, Standorte und Bodensanierung,
Bioenergie und Landwirtschaft,
Bilder (2): © IEG
Erdbeobachtung und Umweltüberwachung sowie
zirkuläre und regenerative Bioökonomie.
Weitere Schwerpunkte sind der Blue Economy
District für marine Ökosysteme, Circular Healthy
City für zirkuläre und gesunde Städte, der Paper
District für nachhaltiges Papierdesign, der Textile
District für ethische Mode und der Trenchless
District für No-Dig-Technologien. Der Innovation
District wird das Zentrum für Innovation sein,
mit einem erweiterten Start-Up & Scale-Up-Bereich
und einem Schwerpunkt auf Green Jobs &
Skills. Darüber hinaus werden mit dem Lorenzo
Cagnoni Award for Green Innovation die revolutionärsten
Technologien in den verschiedenen
Ausstellungsbereichen ausgezeichnet.
Fortschrittliches Recycling strategischer Rohstoffe,
Ökodesign und neue Verpackungslösungen
zur Verringerung der Auswirkungen entlang der
gesamten Lieferkette ohne Beeinträchtigung der
Funktionalität, künstliche Intelligenz und Digitalisierung
zur Beschleunigung des ökologischen
Wandels, neue Technologien für die Satellitenüberwachung
zur Bekämpfung der Auswirkungen
des Klimawandels und die Dekarbonisierung
der Industrie mit besonderem Schwerpunkt auf
Textilien, Energie, Elektro- und Elektronik-Altgeräten
und der Bauindustrie werden ebenfalls zu
den Themen der Ecomondo 2025 gehören.
Ein technologieintensives Konferenzprogramm
Ecomondo begleitet den Ausstellungsbereich
mit einem vollgepackten Kalender an Konferenzen,
Seminaren und Rundtischgesprächen, die
von seinem technisch-wissenschaftlichen Ausschuss
organisiert werden. Dabei werden eingehende
Gespräche über regulatorische Aspekte,
Richtlinien und Vorschriften geführt, auch im
Hinblick auf den Next Generation EU-Plan, sowie
über die Wiederherstellung von Ökosystemen,
die blaue Wirtschaft und die regenerative
Wirtschaft, KI, Digital Twin und neuen Technologien,
vorausschauendem Ressourcenmanagement,
Bioenergie und Satellitenüberwachung
von Umweltveränderungen und Landmanagement,
Finanzen, Kommunikation und Kreislaufwirtschaft
sowie ökologischem Wandel in Afrika
und im Mittelmeerraum, wobei unter anderem
der Mattei-Plan im Mittelpunkt steht.
Institutionelle Partner
Die Ecomondo 2025 wird von der Italian Exhibition
Group in Zusammenarbeit mit folgenden
Partnern organisiert: der Europäischen Kommission,
dem Ministerium für Umwelt und Energiesicherheit,
dem Ministerium für Unternehmen
und Made in Italy, der ITA – Italian Trade & Investment
Agency, der Region Emilia-Romagna,
der Gemeinde Rimini, ANCI (Nationaler Verband
italienischer Gemeinden), ANFIA (Nationaler Ver-
UMWELTjournal 4/2025 | S32
VERANSTALTUNGEN
band der Automobilindustrie), ART-ER; CIB (Italienisches
Biogas-Konsortium); CIC (Italienisches
Kompostierkonsortium); CONAI (Nationales Verpackungskonsortium);
ENEA; Assoambiente; Stiftung
für nachhaltige Entwicklung; ISPRA (Institut für
Umweltschutz und Forschung); Legambiente; UNI-
CIRCULAR (Sektion von Assoambiente); UNACEA
(Italienischer Handelsverband für Baumaschinen
und Zubehör); UTILITALIA; CIHEAM (Internationales
Zentrum für fortgeschrittene agronomische
Studien im Mittelmeerraum) CBE JU (Gemeinsames
Unternehmen für eine biobasierte Kreislaufwirtschaft
in Europa); EBA (Europäische Biogasvereinigung);
Europäische Umweltagentur; ISWA
(Internationale Vereinigung für feste Abfälle); WBA
(Weltbiogasverband); Water Europe.
Über die ECOMONDO 2025
Veranstaltung: Internationale Fachmesse
Veranstalter: Italian Exhibition Group S.p.A.
Häufigkeit: jährlich
Ausgabe: 28.
Termine: 4. bis 7. November 2025
E-Mail: ecomondo@iegexpo.it
Website: www.ecomondo.com
Facebook: www.facebook.com/EcomondoRimini
LinkedIn: www.linkedin.com/company/ecomondo-the-green-technologies-expo/
PLAS
TIK
TAK
TIK
TAK
Höchste Zeit für deine Stimme
gegen Wegwerf-PLASTIK.
* Mit Ihrer kostenlosen SMS erklären Sie sich einverstanden, dass Greenpeace Ihre Telefonnummer
zum Zweck der Kampagnenkommunikation erheben, speichern und verarbeiten
darf. Diese Einwilligung kann jederzeit per Nachricht an service@greenpeace.at oder
Greenpeace, Wiedner Hauptstraße 120, 1050 Wien widerrufen werden.
Greenpeace dankt für die kostenlose Schaltung dieses Inserats.
SMS * mit
PLASTIK an
0800 540 540
plastik.greenpeace.at
UMWELTjournal 4/2025 | S34
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Anmeldung
möglich
Fachhochschul-Bachelorstudiengang
Gebäudetechnik und Gebäudeautomation
Pinkafeld
FH Burgenland
mehrere
Termine
Ausbildung zum Umweltmanagementbeauftragten
nach ISO 14001 und EMAS
online
WIFI Wien
mehrere
Termine
Lehrgang Abfallbeauftragte:r
Linz, Steyr,
Gmunden
WIFI Oberösterreich
29.08.2025 -
29.05.2026
Recht für die Energiewirtschaft online imh
04.09.2025 Spezialtag ElWG-Umsetzung Wien imh
11.09.2025 Spezialtag Ladeinfrastruktur Wien imh
10.11. – 11.11.2025 ENERGIETAGE Wien imh
17.11. – 18.11.2025 Energielieferverträge: Contracting & PPA Wien imh
25.02. – 26.02.2026 FORUM VERKEHR Wien imh
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Unionsrecht, Landesgesetze, Energielenkungs-
und Energiekrisenrecht, Erneuerbaren- und
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IMPRESSUM
Medieninhaber: Peter Nestler, Markus Jaklitsch
Herausgeber: Peter Nestler
Redaktion: Peter Nestler, Mag. Manfred Kainz
Grafik: nes2web
Rudolf-Kassner-Gasse 3, 1190 Wien, Austria
E-Mail: redaktion@umwelt-journal.at
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wissen alles. Da gibt es
keinen Beratungsbedarf
mehr. Sie handeln wider
besseren Wissens.
Prof. Mojib Latif
Klimaforscher
GEOMAR Helmholtz Institut
Nächste Ausgabe: September 2025