CLICK_STAGE_AUG25
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CLICKSTAGE
Das E-Magazin für Theater | Musik | Literatur | & +
SOMMER 25
HINWEIS:
Die Bildlegenden und
Copyrights zu den
verwendeten Fotos
finden Sie auf unserer
Website.
Cover: Der Glöckner von Notre Dame, Thuner Seespiele 2025
GRÜEZI
Felix Schenker, Chefredakor arttv.ch
Liebe CLICK STAGE
Leser:innen bisher hat der
versprochene Hitzesommer
sich noch nicht so wirklich
präsentiert. Macht nichts!
In dieser STAGE Ausgabe
stellen wir sieben Bücher
vor, die den Sommer so
oder so versüssen.
«Honig im Kopf»: Eine
zarte Reise durch das
Vergessen
Das See-Burgtheater zeigt
mit der Bühnenadaption
von «Honig im Kopf» eine
berührende Geschichte
über Alzheimer, Familie
und die Kraft der
Erinnerung.
Nach seiner viel beachteten Inszenierung
von «Lysistrata – Streik der Frauen» kehrt
Giuseppe Spina mit einer neuen
Handschrift zurück auf die Seebühne. In
«Honig im Kopf» entwirft er mit poetischer
Bildsprache und feinem Humor die fragile
Innenwelt eines Menschen mit Alzheimer.
Die Inszenierung verbindet heitere
Leichtigkeit mit tiefgründiger Melancholie
– und berührt durch ihre Nähe zum Leben.
Über das Stück
Darum geht es in «Honig im Kopf»: Tilda und ihr Opa Amandus haben eine
sehr enge Bindung. Als Amandus, der an Alzheimer erkrankt ist, nach dem
Tod seiner Frau
zusehends abbaut, holt
ihn sein Sohn Niko –
Tildas Papa – zu sich nach
Hause. Doch die
Krankheit stellt Niko und
seine Frau Sarah auf
manch harte Probe.
Zumal beide sehr mit
ihrer Arbeit beschäftigt
sind und auch in ihrer Ehe nicht alles rund läuft. Nur Tilda schafft es, ihrem
Opa mit Verständnis zu begegnen. Als Niko seinen Vater in einem Heim
anmelden will, entführt Tilda Amandus kurzerhand auf eine abenteuerliche
Reise nach Venedig – die Stadt, in der er einst so glücklich war …
VIDEO
Honig im Kopf | See-Burgtheater | bis 5.
August 2025
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05.07. 02.11. 2025
KANDINSKY,
PICASSO,
MIRÓ ET AL.
ZURÜCK IN LUZERN
Joan Miró, Peinture, 1925, Öl auf Leinwand, 116 × 89 cm (Detail), Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München – Pinakothek der Moderne, Foto: Sibylle Forster, Bayerische Staatsgemäldesammlungen
© Successió Miró / 2025, ProLitteris, Zurich
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Kulturkritik: «Der
Glöckner von Notre
Dame»
Wer ist ein
Monster und wer
ein Mensch?
Die Thunerseespiele präsentieren noch bis
am 23. August 2025 die Schweizer
Erstaufführung des international
erfolgreichen Disney-Musicals «Der
Glöckner von Notre Dame» vor der Kulisse
von Eiger, Mönch und Jungfrau in einer
herausragenden Inszenierung, mit einem
aussergewöhnlichen Bühnenbild und einem
grossen Ensemble. Ein rundum gelungenes
Ereignis, das einen unvergesslichen
Musicalabend garantiert.
Von Alain Ziehbrunner
REZENSION
Berührende Geschichte
Quasimodo, der Glöckner von Notre Dame, wurde als
missgebildetes Findelkind im 15. Jahrhundert in Paris vom als
Hexenmeister bekannten Dompropst von Notre Dame, Frollo,
aufgenommen und als Glöckner ausgebildet. Der arme Kerl fristet
ein einsames Dasein im Dom, sehnt sich aber nach dem Leben,
das sich draussen in Paris abspielt. Als er eines Tages den Schritt
wagt, und sich unter die Menschen mischt, wird er wegen seiner
merkwürdigen Gestalt vom Volk gedemütigt. Nur die schöne
Zigeunerin Esmeralda hat Mitleid mit ihm. Quasimodo verliebt
sich augenblicklich in die schöne Frau, welche ihr Herz jedoch an
den Hauptmann Phoebus verliert. Doch auch Dompropst Frollo
verliebt sich in die Fahrende und wird rasend eifersüchtig, weil sie
ihn nicht erhört: Er nimmt Esmeralda und Phoebus gefangen, da
sie sich angeblich ihm – und somit dem Staat – widersetzten. Nun
soll Esmeralda als Hexe verbrannt werden. Das lässt Quasimodo
jedoch nicht zu: Trotz der enttäuschten Liebe befreit er die
beiden und bringt seinen Meister um.
>> WEITERLESEN AUF ARTTV.CH, FILM
Der Glöckner von Notre Dame | Thuner
Seespiele | bis 23. August 2025
Märchenhaftes
Freilichttheater am
Walensee
Ein Stück über ein
verborgenes Geheimnis
– und einen See, der
tiefere Wahrheiten
verbirgt.
Diesen Sommer ist Murg Bühne eines
einzigartigen Theaterspektakels:
UNGEHEUERLICH – inspiriert von einem
vergessenen Grimm-Märchen, verwoben mit
der Geschichte der Spinnerei Murg. Eine 22-
köpfige Truppe bringt das Stück auf und im
Walensee zum Leben – geheimnisvoll,
bildgewaltig und voller überraschender
Wendungen.
Ein uraltes Geheimnis
Inspiriert vom einzigen, bisher unbekannten Märchen der Gebrüder
Grimm, entspinnt sich eine Geschichte voller Rätsel, Magie und
menschlicher Abgründe. Stimmungsvolle Musik, geschrieben vom
Filmmusikkomponisten Sami Hammi, untermalt das Kopfkino. Das
Geschehen auf der Bühne nimmt seinen Lauf, wird real. Der berühmte
Märchenforscher Professor Jacob Grimm betritt die Bühne, getrieben
vom Wunsch, die uralten Geheimnisse des Walensees zu entschlüsseln.
An seiner Seite: die kluge und mutige Anna von Quinten. Doch nicht nur
Menschen treiben das Geschehen voran – auch die Natur erhebt ihre
Stimme, und mit ihr Kräfte, die nicht alle kontrollierbar sind.
ARTTV
VIDEO
UNGEHEUERLICH wurde eigens für diesen besonderen Ort am und auf
dem Walensee geschrieben. Das Stück spielt im Jahr 1861, in der
Blütezeit der alten Spinnerei Murg. Einige der Figuren, etwa den
Fabrikbesitzer Othmar Blumer, hat es in der Textilindustrie der Region
wirklich gegeben. Der reale
geschichtliche Hintergrund
mitsamt seinen sozialen
Gegebenheiten vermischt
sich mit Sagen und Mythen
aus der Walensee-Region.
Regisseur Simon Burkhalter
inszeniert eine spannende
Geschichte mit viel
Lokalkolorit – verwoben mit
Fantasie, Atmosphäre und Emotionen. Das Stück verspricht einen
reizvollen Mix von Zeitgeschichte, realen Figuren und reiner Fiktion,
gespielt von einer 22-köpfigen Truppe, die schauspielerisch mit allen
Wassern gewaschen ist, es aber nicht immer einfach hat mit einem der
Hauptdarsteller, dem eigenwilligen Walensee!
UNGEHEUERLICH | Freilichttheater | bis 9.
August 2025
Vergangenheit
trifft auf
Gegenwart:
«Mein Bruder
Klaus»
Vom mittelalterlichen
Mystiker zum
modernen Manager:
eine zeitübergreifende
Geschichte über
Sinnsuche und
radikalen Neubeginn
Das Freilichtspiel «Mein Bruder Klaus» der Bühne
Thurtal erzählt von zwei Männern, die - zwar in
unterschiedlichen Epochen lebend - doch Ähnliches
erleben. Und in Zeiten persönlicher und
gesellschaftlicher Umbrüche nach innerer Klarheit
und Lebenssinn suchen. Gespielt wird an zwei
besonderen Orten: Bereits im Juli vor ausverkauften
Rängen im historischen Kloster Fischingen und nun
im August im Lido in Rapperswil. Im Zentrum stehen
Bruder Klaus, Mystiker und Friedensstifter, und
Matteo Eggimann, erfolgreicher Unternehmer der
Gegenwart.
Über das Stück
Als «Bruder Klaus» vom Krieg zurückkehrt, hat sich seine Sicht
auf die Welt durch das Erlebte verändert. Er wird ein wichtiges
Mitglied seiner Gemeinde, ein liebevoller Vater und ein
angesehener Richter. In der zweiten Hälfte seines Lebens will er
all das aufgeben, um seinem inneren Ruf zum «einig Wesen» zu
folgen. Auf dem Weg dorthin muss er sich nicht nur den kritischen
Fragen seiner Frau Dorothee Wyss, sondern auch der
Inquisition stellen. Matteo Eggimann, ein Familienmensch und
erfolgreicher Geschäftsmann im 21. Jahrhundert, erlebt ein
ähnliches Schicksal. Am Höhepunkt seiner Karriere verändern
Schicksalsschläge auch seine Sicht auf die Dinge. Während
eines Regenerationsaufenthaltes in einer Burnout-Klinik wächst
ihm die Person des Bruder Klaus ans Herz und dessen
Lebensweg wird ihm zum Vorbild. Aber kann ein erfolgreicher
Geschäftsmann des 21. Jahrhunderts diesen Rückzug aus der
Welt überhaupt stemmen, ohne dass alles um ihn herum
zusammenbricht? Ist der Weg des Bruder Klaus im 21.
Jahrhundert überhaupt noch möglich?
Historischer Hintergrund
Niklaus von Flüe, Nationalheiliger der Schweiz, im Volksmund
Bruder Klaus genannt, ist eine der herausragendsten
Persönlichkeiten weit über die Landesgrenzen hinaus. Seine
friedensstiftende Bedeutung im ausgehenden 15. Jahrhundert
war enorm, sein Ruf ist auch heute noch ungebrochen
legendär. Vielen Schweizern ist er ein Ratgeber! C. G. Jung
bezeichnet ihn als den grössten Mystiker der Schweiz.
Die Bühne Thurtal besteht seit 2010. Die bisherigen acht Inszenierungen wurden von
knapp 100 000 Zuschauer:innen besucht. Mit aktuellen, geschichtsträchtigen und
regional verankerten Theaterstücken bietet die Bühne Thurtal Laienspieler:innen die
Möglichkeit, unter professionellen Bedingungen hohen Ansprüchen zu genügen.
Bisher wurde an fünf verschiedenen Standorten inszeniert. Für die Verantwortlichen
ist wichtig, dass für die Aufführungen auch der Aufführungsort stimmt und deshalb ist
es am naheliegendsten, wenn immer möglich den Ort des Geschehens zu wählen.
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«Mein Bruder Klaus» | Bühne Thurtal | bis 30.
August 2025 | Freilichtspiel in Fischingen und
Rapperswil-Jona | Bernd Stromberger (Autor
und Liedtexte) und Balz Burch (Komponist)
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Eine Kooperation mit
DENISE
BERTSCHI
6.7.–
31.10.2025
COLORS
OF (COLONIAL)
CHEMISTRY
ÖFFNUNGSZEITEN
MÄRZ BIS OKTOBER
Dienstag bis Sonntag: 10 – 17 Uhr
Montag geschlossen
Freier Eintri-
Kulturhaus Obere Stube
Oberstadt 7
CH-.260 Stein am Rhein
kulturhaus-oberestube.ch
PAULA träumt
halt BIG und
HANNA sagt
GOODBYE
Zehn Tage lang feiert
St. Gallen die freie
Szene mit Theater,
Tanz, Zirkus und allem
dazwischen.
Im August 2025 zieht das Interfestival Paula
wieder durch St. Gallen. Die 250 Ausgabe soll
es bereits sein! Dabei merkt man schnell, dass
hinter dieser Behauptung viel Schalk, Ironie und
ganz schön viel Kreativität steckt. Grundlage
des Festivals soll die Sängerin und
Schauspielerin Paula sein, die 1775 in den
Weihern ob St. Gallen tragisch verstarb. Seither
pilgert alles, was Rang und Namen hat, in die
Gallusstadt. So auch Gardi Hutter, die zum
letzten Mal ihre Hanna aufleben lässt.
Paula was? Hanna wann?
Paula Interfestival bringt das künstlerische Potenzial der Region
und seiner freien Bühnenschaffenden zusammen und macht es
sichtbar. Theater, Tanz, Performance und zeitgenössischer Zirkus
füllen das Programm: Uraufführungen regionaler Darsteller:innen
und Gruppen, nationale Produktionen und Gastspiele aus der
internationalen Szene. Intercity? Intermezzo? Interfestival? Weil
die Festivalmacher:innen Inter im Sinne eines Zwischen- und
Miteinanders verstehen, ist Paula interdisziplinär, interagierend,
interkulturell – und ziemlich intergalaktisch. Das ganze Programm
findet ihr auf der Festivalwebsite. Ein Blick lohnt sich und macht
echt Spass. Und das Festival darf auch stolz sein: Gardi Hutter ist
eine bekannte Schweizer Clownin und Schauspielerin. Mit ihrer
Figur «Hanna» wurde sie weltberühmt. Ihre Arbeit bringt
Menschen überall zum Lachen – egal, welche Sprache sie
sprechen. Am Paula zeigt sie ihre vier berühmten Solo-Stücke DIE
TAPFERE HANNA, SO EIN KÄSE, DIE SOUFFLEUSE und DIE
SCHNEIDERIN zum allerletzten Mal in der Schweiz.
Zehn Tage und Nächte – bitte alles mit einem SMILE lesen!
Manchmal entstehen die bedeutendsten kulturellen Traditionen
aus den tragischsten Momenten der Geschichte. So erzählen es
uns mit viel Schalk zumal die Festivalmacher:innen Rebecca C.
Schnyder und Michael Finger. An einem lauen Sommerabend im
Jahr 1775 – die Kirchenglocken von St. Laurenzen sollen von
selbst aufgehört haben zu läuten – verlor die legendäre Sängerin
und Schauspielerin Paula Joy – weltbekannt als «Paula» – ihr
Leben in St. Gallen. Was folgte, ist längst zum Mythos geworden
und kann ohne weiteres als die Geburtsstunde eines
einzigartigen kulturellen Phänomens beschrieben werden,
welches nun seit 250 Jahren besteht und für welches St. Gallen
weltweit bewundert und ja, auch beneidet wird: das Paula
Interfestival.
Paula Joy, gewissermassen die erste Diva und eine der grossen
Romantikerinnen ihrer Zeit, gastierte damals zusammen mit ihrer
legendären Bühnentruppe The Paulistas bei ihrem einzigen
Schweizer Auftritt just in St. Gallen, als die Liebe wie auch das
unbarmherzige Schicksal zuschlug. Nach ihrem tragischen Tod
pilgerten Künstler:innen aus allen Ecken und Enden der Welt
nach St. Gallen, um Paula zu gedenken. Zehn Tage und Nächte
lang verwandelte sich die Stadt in einen magischen Ort, an dem
weinende Akrobat:innen durch die Luft flogen, Musiker:innen ihre
traurigsten Lieder spielten und schauspielende Dichter:innen
unter Tränen ihrer Muse Paula huldigten.
Dank KI wissen wir
heute ganz genau, wie
die 1775 verstorbene
legendäre Sängerin
und Schauspielerin
Paula Joy ausgesehen
haben muss. :-)
Paula als KI
Heute, 250 Jahre später, spüren wir noch immer diesen besonderen
Geist – wenn an lauen Sommerabenden der Wind von den Weihern
über das Festivalgelände auf der
Kreuzbleiche streicht und manche
meinen, Paulas melodische Stimme
zu hören. Doch in diesem
Jubiläumsjahr wollen die
Festivalverantwortlichen nicht nur
zurückblicken, sondern Paulas
Vermächtnis auch auf besondere
Weise ehren – mit einem
Programm, das Tradition und
Innovation vereint, das Musik,
Theater, Tanz und Zirkus
verschmelzen lässt. Das Paula
Interfestival soll ein Ort der
Begegnung, des Experiments und
der grenzüberschreitenden
Inspiration sein. Gemeinsam soll in
diesen zehn Tagen und Nächten
gefeiert werden: Paulas
grenzenlose Leidenschafft für die
Kunst, ihre Liebe zum Augenblick
und den Mut, das Leben in seiner
ganzen Intensität zu leben – und
wenn nötig, dafür zu sterben. Dank KI ist es den
Festivalmacher:innen sogar gelungen eine genaues Bild, wie Paula
ausgesehen haben muss, zu rekonstruieren. There is Joy at Paula!
Kampf um Spielstätte und Freiräume
Die freie Tanz- und Theaterszene kämpft seit Jahrzehnten um
eine feste Spielstätte und mehr Raum in der Stadt St. Gallen. Die
jüngste Initiative gegen den Raummangel nennt sich DAS HAUS
– Raum für Kultur. Es ist im Frühling 2023 entstanden im
(vergeblichen) Einsatz für den Erhalt des Theaterprovisorium UM-
BAU in St. Gallen, ist seit Herbst 2023 als Verein organisiert und
hat für die Spielzeit 2023/24 einen fiktiven Spielplan präsentiert.
Am Paula Interfestival 2025 wird der Spielplan temporär real.
Unter dem Titel DAS HAUS/ ®ostfrei kuratiert ein Team um DAS
HAUS zusammen mit der künstlerischen Leitung des Festivals ein
auf die freie Szene der Ostschweiz zugeschnittenes Programm.
Dazu gehören einerseits Gastspiele von Ensembles mit Bezug zur
Ostschweiz, andererseits eine Veranstaltungsreihe zu Aspekten
des Teilens als künstlerischer Praxis. Der Festivalauftritt verschafft
Kunstschaffenden aus Tanz, Theater, Performance, Figurentheater
usw. Sichtbarkeit in der Region und über sie hinaus. Und er zielt
auf Nachhaltigkeit – als Schritt hin zu dem im städtischen
Kulturkonzept und in der kantonalen Kulturstrategie verankerten
Haus für die freie Kulturszene in der Stadt St. Gallen.
ARTTV
VIDEO
Interfestival | Paula | 13. bis 23. August 2025
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YOUNG STAGE
2025 – Rekord an
Bewerbungen
Für das Grande Finale
des Internationalen
Circus Festivals
bewarben sich so viele
Talente wie noch nie.
22 Artist:innen aus 12 Nationen schafften es in
das Teilnehmerfeld und präsentieren vom 18.
bis 22. September 2025 in Basel ihre
Performances. Ein besonderer Höhepunkt des
diesjährigen Festivals ist zudem ein Fotobuch,
das die knapp 20-jährige Geschichte von
YOUNG STAGE dokumentiert. Mit der Ausgabe
2025 geht allerdings auch eine Ära zu Ende, auf
die Festivaldirektorin Nadja Berger stolz
zurückblicken darf.
Erfolgreiche Karrieren
Das Internationale Circus Festival YOUNG STAGE Basel hat die
Auswahl der Artist:innen für das Grande Finale abgeschlossen,
das im September 2025 in der Event Halle der Messe Basel
stattfindet. 640 Dossiers von 824 Bewerbenden aus 66 Ländern
gingen ein – ein absoluter Rekord. Im Vergleich: Letztes Jahr
waren es rund 460 Bewerbungen. Zehn Acts der 22
ausgewählten Artist:innen treten im Wettbewerb um die Preise
an. Zudem zeigen ehemalige Gewinner:innen von YOUNG
STAGE ihre preisgekrönten Acts und berichten von ihren
erfolgreichen Karrieren. Die Details zu den teilnehmenden Acts
liefert das Zirkusfestival Anfang August.
Fotobuch zur Geschichte von YOUNG STAGE
Eine Besonderheit des diesjährigen Festivals ist die
Veröffentlichung eines Fotobuchs, das die rund 20-jährige
Geschichte von YOUNG STAGE dokumentiert. Die Publikation
wird unterstützt von der Isaac Dreyfus-Bernheim Stiftung, der
Patronatspartnerin des Festivals. Die Schwarz-Weiss-Bilder
stammen vom Basler Fotografen Pablo Wünsch Blanco, der
YOUNG STAGE seit der ersten
Stunde begleitet. In
emotionalen und
ausdrucksstarken Aufnahmen
gewährt das Fotobuch einen
exklusiven Blick hinter die
Kulissen und fängt
unvergessliche Momente,
Emotionen und Erinnerungen
ein. Es erscheint zum
Festivalstart im September.
Hat das Festival geprägt; Nadja Berger
TRAILER
Circus Festival | YOUNG STAGE 2025 |
18. bis 22. September 2025
Rachmaninoffs
Villa - Rückzugsort
eines Weltstars
Das grosszügige
Anwesen direkt am
Vierwaldstättersee
kann neu besichtigt
werden.
Sergei Rachmaninoffs Villa im Bauhausstil mit
dem grosszügigen Grundstück, gelegen am
Vierwaldstättersee, war für den weltberühmten
Komponisten, Pianisten und Dirigenten ein
Paradies. In der Villa, die er in den 1930-er
Jahren erbaute, gibt es neu Konzerte und
Führungen. Wer das Anwesen besucht, hat das
Gefühl, Rachmaninoff könnte gleich ins
Studierzimmer kommen, sich an seinen Flügel
setzen und eines seiner Werke spielen, in
denen Moderne und Romantik
aufeinandertreffen.
Villa Senar
Sergei Rachmaninoff liess die Villa Senar im damals modernen Bauhausstil
errichten, schnörkellos und rationell. Der Name Senar steht für die Initialen
des Besitzerehepaars: «Se» steht für Sergei, «Na» für Natalia und «R» für
Rachmaninoff. Sie diente den beiden von 1933 bis 1939 als
Sommerresidenz. In den vergangenen Jahren wurde das Anwesen sukzessiv
renoviert und leuchtet nun wieder wie einst in Gelb durch das Grün der
Bäume. Das Haus kann über das öffentliche Bildungs- und Kulturprogramm
der Serge Rachmaninoff Foundation besucht werden. Tickets sind
erforderlich. Informationen unter www.rachmaninoff.ch. Auch den grossen
«Für Sergei Rachmaninoff
war dieser Ort am See das
Paradies im Exil. Er war
Komponist, Pianist,
Landschaftsarchitekt,
Familienmensch und wird
jetzt neu entdeckt. Das hier
ist kein Museum, sondern
wir sind hier vielmehr
einfach bei Rachmaninoff
zuhause.» – Andrea
Loetscher, Managing &
Artistic Director Serge
Rachmaninoff Foundation
Park mit Seeanstoss
gestaltete Sergei
Rachmaninoff selbst.
Der gesamte Komplex
erstreckt sich über rund
21’000 Quadratmeter
und ist
denkmalgeschützt. Der
Park ist zu bestimmten
Zeiten frei zugänglich.
Ein magischer Ort mit
Parkanlage, Gärtnerhaus und Bootshaus. Der originale Steinway-Flügel von
Sergei Rachmaninoff steht spielbereit im Studio. Sein Klang verleiht dem
Haus eine besondere Aura. Logisch nutzen auch Pianist:innen die
Gelegenheit, sich an den grossen Steinway-Flügel zu setzen, an dem der
weltberühmte Rachmaninoff sass, spielte und komponierte. Das Haus kann
über die «Serge Rachmaninoff Foundation» besucht werden. Diese bietet
aber auch eine App an, mit der man ortsunabhängig den Park der Villa
Senar erkunden und in das Leben des Jahrhundertpianisten eintauchen
kann.
ARTTV
VIDEO
Rachmaninoffs Villa Senar am
Vierwaldstättersee | Serge Rachmaninoff
Foundation | Weggis
Wie finanziert man
Klassik?
Das 7. Othmar
Schoeck Festival
in Brunnen punktet
mit einem
veritablen Star-
Aufgebot.
Unter dem Titel «Investment Culture»
widmet sich die 7. Ausgabe des Klassik-
Festivals der komplexen Thematik der
Finanzierung kompositorischen Schaffens in
der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten
Weltkrieg. Ein besonderer Fokus liegt dabei
auf dem Winterthurer Industriellen Werner
Reinhart, der als Mäzen das Schaffen
zahlreicher Komponisten – darunter Igor
Strawinsky, Alban Berg, Ernst Krenek und
insbesondere Othmar Schoeck –
massgeblich unterstützte.
Hochkarätiges Programm mit renommierten Interpreten
Das Festivalprogramm 2025 präsentiert ein veritables Star-
Aufgebot: Das Eröffnungskonzert am 19. September 2025 ist
denjenigen Komponisten gewidmet, deren Schaffen durch
Werner Reinharts Unterstützung ermöglicht wurde. Neben
Werken von Strawinsky, Berg und Krenek gelangen Schoecks
«Wandersprüche» op. 42 zur Aufführung, ergänzt durch eine
Uraufführung des amerikanischen Komponisten Jeremy Gill,
der 2023 im Rahmen einer Künstlerresidenz mehrere Monate in
der Villa Schoeck arbeitete. Den Höhepunkt bildet das
Abschlusskonzert am 21. September im Seehotel
Waldstätterhof mit Christian Gerhaher und dem
Kammerorchester Basel unter Heinz Holliger, die Schoecks
«Elegie» op. 36 interpretieren werden. Das traditionsreiche
Hotel hat eine besondere familiäre Verbindung zu Othmar
Schoeck: Seine Mutter Agathe war die Tochter der damaligen
Besitzer des Waldstätterhofs, wodurch der Veranstaltungsort
eine authentische biografische Dimension erhält. Gerhaher
gehört zu den derzeit international erfolgreichsten Sängern,
und Heinz Holliger ist ein weltberühmter Schweizer Oboist,
Komponist und Dirigent. Weitere Programmpunkte umfassen
eine Masterclass Liedduo in Zusammenarbeit mit der
Hochschule Luzern – Musik, einen Vortrag über Werner
Reinhart sowie ein neues Vermittlungsprojekt für Schulkinder.
Neue Finanzierungsstrategien für nachhaltige Festivalzukunft
Das Festival entwickelt angesichts der herausfordernden
Finanzierungslage neue Strategien zur Planungssicherheit.
Die Tantiemen aus Aufführungen von Schoecks Werken in den
Jahren 2025 bis 2027 werden von den beiden
Erbengemeinschaften von Schoecks Tochter Gisela (1932-2018)
in Deutschland und der Schweiz dem Festival zur Verfügung
gestellt. Zusätzlich wurde ein Programm konzipiert zum Aufbau
eines Gönnerkreises. Diese Massnahmen sind notwendig
geworden, da das Festival wesentlich auf die Unterstützung
durch private Stiftungen angewiesen ist. Deren finanzielle
Möglichkeiten hängen auch von der allgemeinen wirtschaftlichen
Entwicklung und den Aktienmärkten ab.
«Ich halte Othmar
Schoeck für eines
der grossen
musikalischen
Genies dieses
Jahrhunderts.» –
Gerd Albrecht (1935
– 2014), Dirigent
Brunnen | 7. Othmar Schoeck Festival | 19. bis
21. September 2025
Fünf Fragen an
Fortunat Frölich
Filmregisseurin
Bettina Oberli
tauscht am Luzerner
Theater das Filmset
gegen die
Opernbühne.
choR inteR kultuR
– Musik, die
Brücken baut!
Der Projektchor choR inteR kultuR bringt
Menschen über kulturelle und
sprachliche Unterschiede hinweg
zusammen. Seit über drei Jahrzehnten
entstehen dabei ungewöhnliche
Begegnungen, überraschende Reisen
und bewegende Klangräume zwischen
Tradition und Gegenwart. Im Interview
erzählt der künstlerische Leiter Fortunat
Frölich, wie alles begann – und warum
interkulturelle Chorarbeit mehr ist als ein
musikalisches Experiment.
Wie ist der «choR inteR kultuR» entstanden, und welche Idee steckt dahinter?
1991 rief der Schweizer Musikrat Kulturschaffende dazu auf, Projekte gegen
Fremdenangst zu entwickeln – als Reaktion auf gewalttätige Ausschreitungen
gegen Asylbewerber. Ich entwarf daraufhin ein Projekt für einheimische und
«fremde» Musiker:innen und Ensembles, das in zahlreichen Städten und Dörfern
der Schweiz und Deutschlands durchgeführt wurde – stets mit Mitwirkenden aus
dem jeweiligen Aufführungsort. Dabei entdeckte ich das kreative Potenzial von
Konflikten und die zentrale Bedeutung des Dialogs – beides echte
Herausforderungen, die sich in interkulturellen Chorprojekten eindrücklich
erleben und vermitteln lassen.
Welche Reisen oder Auftritte mit dem Projekt sind Ihnen besonders in
Erinnerung geblieben? Gab es dabei überraschende Begegnungen?
Unsere Reisen sind stets Abenteuer voller Überraschungen – angenehme und
herausfordernde. In den Begegnungen zeigt sich das Paradoxon, dass wir
Menschen uns zugleich vertraut und fremd sind, unabhängig von Herkunft oder
kultureller Prägung. Ich bin immer wieder fasziniert davon, wie ähnlich sich die
Inhalte der Lieder sind – und wie unterschiedlich ihre Ausdrucksformen.
Wer kann beim «choR inteR kultuR» mitsingen, und wie ist der Chor
organisatorisch aufgebaut?
Jedes Projekt von «choR inteR kultuR» wird öffentlich ausgeschrieben. Die
Teilnahme steht grundsätzlich allen offen, wobei das Anforderungsprofil je nach
Projekt variieren kann. In einer Informationsprobe können Interessierte
herausfinden, ob sie sich eine Teilnahme zutrauen. Im Zweifelsfall entscheidet der
Dirigent. Wir proben dezentral und nicht regelmässig, sondern in ganztägigen
Proben – etwa zwei Mal pro Monat.
Finanziert werden unsere Projekte durch Beiträge der Teilnehmenden sowie durch
Fundraising. Der Verein verfügt zudem über einen Solidaritätsfonds, sodass
niemand aus finanziellen Gründen ausgeschlossen werden muss. Für Jugendliche
bis zum 25. Lebensjahr ist die Teilnahme kostenlos.
Welche persönliche Bedeutung hat die Leitung des «choR inteR kultuR» für
Sie, und wie prägt Ihre Arbeit die Entwicklung des Projekts?
Als künstlerischer Leiter ist es mir wichtig, dass unsere Projekte einen Bezug zur
Gegenwart und zu aktuellen Themen haben. Sie sollen gesellschaftlich relevant
sein – sowohl für uns als auch für das Gastland. Unsere Konzertprogramme
enthalten fast immer auch zeitgenössische Werke. Mitunter beginnt der
interkulturelle Austausch bereits auf kompositorischer Ebene – etwa, wenn ich ein
Chorwerk entwickle, in dem sich das arabische Tonsystem mit europäischer
Polyphonie verbindet.
Sie möchten bei diesem
spannenden und
gesellschaftlich
wertvollen Projekt
mitmachen?
Anmeldung zur Teilnahme
unter:
www.chorinterkultur.com
Was wünschen Sie sich für die musikalische und gemeinschaftliche Zukunft
des «choR inteR kultuR»?
Ich wünsche mir, dass viele Menschen entdecken, wie bereichernd es ist, andere
Kulturen intensiv kennenzulernen. Manchmal beschämt es mich, wie wenig wir
Europäer über andere Kulturen wissen. Das zeigt sich schon daran, dass wir fast
ausschliesslich europäische Fremdsprachen lernen.
Die Projekte von «choR inteR kultuR» geben auch dem Reisen einen tieferen
Sinn. Wenn du in ein fremdes Land reist, dort mit den Menschen ihre Lieder
singst – und sie einlädst, deine zu singen –, dann bist du wirklich angekommen.
Solche Reisen vergisst man nicht.
Der bekannte Schweizer Komponist und
Dirigent Fortunat Frölich studierte
Violoncello, Gesang und Orchesterleitung an
den Musikhochschulen in Zürich, Neapel und
Leipzig. Er war Solocellist des Bündner
Kammerorchesters und Mitglied der Basler
Madrigalisten und des Schweizer
Kammerchors. Als Dirigent arbeitete Fortunat
Frölich u.a. mit dem Sinfonieorchester Basel,
den Hamburger Symphonikern und dem
Zürcher Kammerorchester zusammen.
Frölichs interkulturelle Projekte wurden an
namhafte Festivals eingeladen, wie das
MAWAZINE Festival in Marokko, das Zürcher
Theater Spektakel oder das Festival Mundial
de Coros in Mexiko.
choR inteR kultuR | Fünf Fragen an Fortunat Frölich |
Kommende Konzerte in Zürich und Chur:
Àramlàs - im Flow
Chorwerke aus Ungarn und der Schweiz
Freitag, 17. Oktober 2025, 19.30 Uhr, Grosse Kirche
Fluntern, Zürich
Samstag, 18.Oktober 2025, 17.00 Uhr, Martinskirche,
Chur
Leander Albin –
vom Bergfestival
über Theater bis
hin zur Popmusik
Filmregisseurin
Bettina Oberli
tauscht am Luzerner
Theater das Filmset
gegen die
Opernbühne.
Das Porträt eines
vielseitig
begabten und
rundum
engagierten
Musikers
Ursprünglich hat der 1992 in der Surselva
geborene Musiker Schreiner gelernt. Doch
seine Vielfältigkeit braucht Raum für noch
viel mehr. Er arbeitet in den Bereichen
Handwerk, Bildung, Musik, Theater und
Performance und schloss zu all dem auch
noch ein Studium der Grundschulpädagogik
an der Pädagogischen Hochschule Bern ab.
Sein erste Album «Fomaz» veröffentlichte er
bereits 2010 mit der Band «The Capoonz».
Seither ist viel passiert.
Kulturförderpreis Graubünden
Leander Albin spielte unter anderem bereits in Bands wie Taur,
Sunfazer und Lou Ees. Es folgten mehrere Kollaborationen zwischen
Literatur und Musik mit Asa Hendry «Detta en bucca» (2018) und
«Crappa Morta» (Zuoz, 2023). Für Asa Hendrys Stück «Sche la plievgia
vegn» in der Regie von Manfred Ferrari (Postremise Chur, 2021) hatte
er das musikalische Konzept entwickelt. Mit der Theatergruppe Pop-
Up Mountain Company erhielt er 2025 den Premio Schweiz
(Performance Young Talent Award). Seit 2018 arbeitet er an seinem
musikalischen Soloprojekt, aktuell entwickelt Leander Albin mit seiner
Band eine EP. Mit Jan Hermle, Jelena Moser und Dina Sennhauser
leitete er das Landmaschinentheater Ei vegnan a secalmar (2022–
2024). Er ist Mitinitiant und Teil des Organisationsteams des Buatsch
Festivals Tersnaus und engagiert sich als Projektleiter in der Residenza
der Fundaziun da cultura Lumnezia, einem Kunstresidenzprogramm in
Rumein, das sich mit sozialen und politischen Aspekten des Lebens in
der Bergregion auseinandersetzt. 2024 erhielt er den Kulturförderpreis
Graubünden.
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Leander Albin | Kommende Auftritte:
9. August 2025: RockSedrun, Sedrun, 16.
August 2025 «Mit Zuversicht muss
gerechnet werden», Skihütte Feldis, 17.
Oktober 2025 Cinema sil Plaz, Ilanz
Büchersommer 2025
Sieben
Empfehlungen, die
dir den Sommer
versüssen
Ist das Leben nicht
selbst eine Art
Seifenoper?
Die feine Kunst der
Gegenwartssatire:
Daily Soap
Zwischen Alltagsrassismus, Familienchaos
und Fernsehflucht: In «Daily Soap», einem
der erfolgreichsten Debüts des Jahres
und Platz 1 auf der SRF-Bestenliste,
erzählt die Zürcher Autorin Nora
Osagiobare mit bitterem Humor und
sprachlicher Präzision von Toni, deren
Realität langsam aus dem Gleichgewicht
gerät.
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Die Neuauflage
bringt ein
bedeutendes Werk
und eine
erschütternde
Wahrheit zurück ins
öffentliche
Bewusstsein.
Anna Göldin: Ihre
Geschichte lebt
weiter
Mit literarischer Feinfühligkeit und historischer
Genauigkeit erzählt Eveline Hasler das
Schicksal der Dienstmagd Anna Göldin, der
letzten Frau Europas, die als Hexe hingerichtet
wurde. Der Roman erschien erstmals 1982 und
sorgte für breite Aufmerksamkeit. Bis heute gilt
das Werk als wichtiger Beitrag zur literarischen
Aufarbeitung von Unrecht, Ausgrenzung und
weiblicher Stärke.
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Isabelle Flükiger erzählt in
ihrem Roman von den
unsichtbaren Leben der
Sans-Papiers.
Die dunklen Seite des
Glücks
Die Autorin nimmt uns mit auf eine emotionale
und lehrreiche Reise durch ein Schattenreich. Ihr
Roman «Gloria. Mohammed.» zeichnet das
Leben zweier Sans-Papiers in einer direkten und
klaren Sprache nach und enthüllt erschreckende
Widersprüche und Schlupflöcher in der
Schweizer Gesetzgebung. Erzählt wird das Leben
der beiden Hauptfiguren in einer Art und Weise,
in der Empathie und Empörung, Sarkasmus und
feiner Humor mitschwingen.
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Wie ein Traum uns
daran erinnern kann,
wer wir eigentlich sind
…
Santa Tereza – Die
Geschichte einer
Selbstfindung
Zwischen Alltag und Aufbruch: In «Santa
Tereza» erzählt Flurin Jecker von einer
Reise, die Traum und Wirklichkeit
verschwimmen lässt. Mit feinem Gespür
zeichnet er das Porträt eines Suchenden,
der sich fragt, wie wir Desillusionen hinter
uns lassen – und den Mut finden, neu zu
träumen und das Leben ganz zu leben.
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«Auf Papier eine
Welt» vereint
acht Geschichten
voller leiser
Fragen ans
Leben.
Geschichten von
Peter Bichsel für
junge Leser:innen
Diese Anthologie eröffnet jungen Leser:innen
einen sprachlich und visuell einzigartigen Zugang
zu Bichsels Welt. Die acht ausgewählten
Erzählungen kreisen dabei immer wieder implizit
um die Frage: Was wäre, wenn? In klarer Sprache
regen die tiefgründigen Texte dazu an, über die
eigene Wahrnehmung der Welt nachzudenken
und sie zu hinterfragen.
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Christian Krachts
neuer Roman
entführt in eine
mystische
Parallelwelt.
Zwischen Traum und
Wirklichkeit
Der gebürtige Zürcher Christian Kracht gehört
zu den bedeutendsten Stimmen der
deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. In
seinem neuen Roman «Air» verwebt er
gekonnt Realität und Fantasie, indem er die
Handlung von den schottischen Orkney-Inseln
bis nach Norwegen führt. Krachts Werk bleibt
dabei eine Reflexion über Identität,
Erinnerung und die Grenzen unserer
Wahrnehmung.
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«Müesli, Mord
und
Matterhorn»
versammelt
Krimikurzgeschichten
von 15
Autor:innen
aus der
ganzen
Schweiz.
Spannung zwischen
Alpen und Altstadt
Von Basel bis zum Aletschgletscher: Die
Anthologie führt mit 15 Krimikurzgeschichten
quer durch die Schweiz. In Städten, Dörfern
und Berglandschaften lauern Abgründe und
Geheimnisse. Herausgegeben von Barbara
Saladin und Paul Ott, bietet die Sammlung
packende Einblicke ins kriminelle Potenzial
der Eidgenossenschaft.
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arttv MITGLIEDER-EINLADUNG
KUNST
Kunstmuseum Luzern
Kandinsky, Picasso,
Miró et al.
Einen
ausführlichen
Beitrag findest
du auf unserer
Website
90 Jahre nach der legendären Schau von 1935 bringt das Kunstmuseum
Luzern die Moderne in all ihrer Radikalität und Vielfalt erneut zur
Geltung.
Mit «Kandinsky, Picasso, Miró et al. zurück in Luzern» rekonstruiert das
Kunstmuseum Luzern eine der bedeutendsten Ausstellungen seiner
Geschichte. Werke von Giacometti, Taeuber-Arp, Calder und vielen anderen
erzählen vom Aufbruch der Moderne – und von Ausgrenzung. Die Schau lädt
zur kritischen Reflexion historischer Narrative und bietet ein sinnlich
beeindruckendes Kunsterlebnis.
Als arttv Mitglied bekommst du ein Ticket an einem Tag deiner Wahl
(Anmeldung siehe separates Mail)
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Mitglied?
HIER GEHT ES ZUR ANMELDUNG
Freie Fahrt ins
Engadin
Filmregisseurin
Bettina Oberli
tauscht am Luzerner
Theater das Filmset
gegen die
Opernbühne.
Wie ein kantonales
Fahrverbot
Geschichte schrieb
und das Engadin sich
später durch das Auto
langfristig wandelte.
Vor 100 Jahren fiel im Kanton
Graubünden ein Entscheid mit Folgen:
Das Autofahrverbot wurde aufgehoben
– auch im Engadin begann das
Zeitalter der motorisierten Mobilität.
Die Ausstellung «Auto – 100 Jahre
mobil im Engadin» im Ausstellungsort
La Tuor in Samedan erzählt von
Widerstand und Wandel, von Technik,
Tourismus und Transformation – und
fragt, wie Mobilität in Zukunft aussehen
kann.
Ein Blick zurück und nach vorn
Die Ausstellung der Fundaziun La Tuor, einer kulturellen
Plattform für Südbünden, bietet einen Überblick über die
historischen, kulturellen und baulichen Entwicklungen des
motorisierten Verkehrs mit Fokus auf das Hochtal des Engadins.
Sie wirft Fragen auf, wo
die Grenzen des
Wachstums liegen – und
wie eine Zukunft mit mehr
oder weniger Verkehr
gestaltet werden könnte.
Mobilität im Wandel
Mit dem wachsenden Tourismus
mehrte sich jedoch der Druck: Gäste
wollten mit dem eigenen Wagen ins
Engadin reisen, Hoteliers und
Gastwirte engagierten sich gegen das
Verbot. Nach langem Ringen fiel
1925 der Entscheid zur Aufhebung –
der Wandel nahm Fahrt auf. Strassen
wurden gebaut, Alpenpässe
verbreitert und der neuen Mobilität
angepasst. Auch entlegene Täler und
Orte waren nun per Auto oder Postauto erreichbar. Die Fahrt
durch die Bündner Bergwelt wurde zum Erlebnis – der Blick
durch die Windschutzscheibe eröffnete eine neue Perspektive
auf die alpine Landschaft. Bereits in den 1930er- und 1940er-
Jahren planten Ingenieure Passstrassen bewusst so, dass sie ein
besonders eindrückliches Panoramaerlebnis boten. Mit dem
Auto kam auch die passende Infrastruktur: Strassenbau und
Kunstbauten auf der einen, Tankstellen und Parkplätze auf der
anderen Seite prägten zunehmend das Landschaftsbild und
gehörten bald zum Alltag. Heute, hundert Jahre später, ist das
Auto und die damit verbundene Infrastruktur weiterhin ein
zentrales Thema. Wie kann Mobilität in einem Hochgebirgstal
wie dem Engadin mit den Herausforderungen des Klimawandels
und einer ökologisch verantwortungsvollen Entwicklung in
Einklang gebracht werden?
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Auto – 100 Jahre mobil im Engadin |
Fundaziun La Tuor | bis 8. März 2026
Spurensuche:
Wandern gestern,
heute, morgen
In einer neuen
Ausstellung im Gelben
Haus Flims steht die
beliebteste Sportart der
Schweiz im Zentrum.
Einfach losgehen, ein Ziel vor Augen:
Nichts ist einfacher als Wandern. Die
Ausstellung im Gelben Haus Flims lädt
dazu ein, das Wandern aus verschiedenen
Perspektiven zu betrachten. Was muss ich
in meinen Rucksack packen, um unterwegs
auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein?
Was lehrt uns das Gehen über Wege und
Weiden? Welchen Einfluss hat der
Klimawandel auf meine Route?
Eine Ausstellung, die bewegt
Schon immer waren Menschen zu Fuss unterwegs. Einige, weil
es die einzige Möglichkeit war, sich fortzubewegen. Andere,
weil sie das Gehen in der Landschaft bewusst gewählt haben
– als Abenteuer, als Forschungsmethode oder aus reiner Lust,
die Natur im eigenen Tempo zu erleben. Bis heute erfreut sich
das Wandern wachsender Beliebtheit, besonders bei jungen
Erwachsenen. Grund genug, dieser traditionsreichen und
beliebten Kulturtechnik eine Ausstellung zu widmen, die im
Gelben Haus Flims das Wandern aus verschiedensten
Blickwinkeln beleuchtet. Mit einem Blick in die Zukunft
kommen Expert:innen zu Wort, die sich mit den
Herausforderungen der Gegenwart auseinandersetzen und
darüber nachdenken, wie Wandern auch in Zukunft möglich
sein wird.
Der aufmerksame Wanderer
Ein besonderer Fokus liegt auf dem in Flims ansässigen
Architekten Rudolf Olgiati (1910–1995). Er war ein pointierter
Beobachter und Kommentator seines Umfeldes. Auf seinen
Spaziergängen durch das Dorf und den Kanton kommentierte
er laufend die Landschaft, Siedlungsstrukturen und Bauten
sowie deren Zusammenspiel. Seine Beobachtungen können
als eine Sehschule verstanden werden. Beim Durchwandern
der baulichen Kulturlandschaft Graubündens kann man – mit
Rudolf Olgiati im Hinterkopf – bis heute vieles entdecken und
entschlüsseln.
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Wandern | Das Gelbe Haus Flims | Sommer:
bis 19. Oktober 2025 | Winter: 20. Dezember
2025 bis 6. April 2026
ENTDECKEN SIE ERNA SCHILLIG
www.ernaschillig.ch
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