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CLICKSTAGE

Das E-Magazin für Theater | Musik | Literatur | & +

SOMMER 25


HINWEIS:

Die Bildlegenden und

Copyrights zu den

verwendeten Fotos

finden Sie auf unserer

Website.

Cover: Der Glöckner von Notre Dame, Thuner Seespiele 2025


GRÜEZI

Felix Schenker, Chefredakor arttv.ch

Liebe CLICK STAGE

Leser:innen bisher hat der

versprochene Hitzesommer

sich noch nicht so wirklich

präsentiert. Macht nichts!

In dieser STAGE Ausgabe

stellen wir sieben Bücher

vor, die den Sommer so

oder so versüssen.


«Honig im Kopf»: Eine

zarte Reise durch das

Vergessen



Das See-Burgtheater zeigt

mit der Bühnenadaption

von «Honig im Kopf» eine

berührende Geschichte

über Alzheimer, Familie

und die Kraft der

Erinnerung.

Nach seiner viel beachteten Inszenierung

von «Lysistrata – Streik der Frauen» kehrt

Giuseppe Spina mit einer neuen

Handschrift zurück auf die Seebühne. In

«Honig im Kopf» entwirft er mit poetischer

Bildsprache und feinem Humor die fragile

Innenwelt eines Menschen mit Alzheimer.

Die Inszenierung verbindet heitere

Leichtigkeit mit tiefgründiger Melancholie

– und berührt durch ihre Nähe zum Leben.


Über das Stück

Darum geht es in «Honig im Kopf»: Tilda und ihr Opa Amandus haben eine

sehr enge Bindung. Als Amandus, der an Alzheimer erkrankt ist, nach dem

Tod seiner Frau

zusehends abbaut, holt

ihn sein Sohn Niko –

Tildas Papa – zu sich nach

Hause. Doch die

Krankheit stellt Niko und

seine Frau Sarah auf

manch harte Probe.

Zumal beide sehr mit

ihrer Arbeit beschäftigt

sind und auch in ihrer Ehe nicht alles rund läuft. Nur Tilda schafft es, ihrem

Opa mit Verständnis zu begegnen. Als Niko seinen Vater in einem Heim

anmelden will, entführt Tilda Amandus kurzerhand auf eine abenteuerliche

Reise nach Venedig – die Stadt, in der er einst so glücklich war …

VIDEO

Honig im Kopf | See-Burgtheater | bis 5.

August 2025


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05.07. 02.11. 2025

KANDINSKY,

PICASSO,

MIRÓ ET AL.

ZURÜCK IN LUZERN

Joan Miró, Peinture, 1925, Öl auf Leinwand, 116 × 89 cm (Detail), Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München – Pinakothek der Moderne, Foto: Sibylle Forster, Bayerische Staatsgemäldesammlungen

© Successió Miró / 2025, ProLitteris, Zurich


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Kulturkritik: «Der

Glöckner von Notre

Dame»


Wer ist ein

Monster und wer

ein Mensch?

Die Thunerseespiele präsentieren noch bis

am 23. August 2025 die Schweizer

Erstaufführung des international

erfolgreichen Disney-Musicals «Der

Glöckner von Notre Dame» vor der Kulisse

von Eiger, Mönch und Jungfrau in einer

herausragenden Inszenierung, mit einem

aussergewöhnlichen Bühnenbild und einem

grossen Ensemble. Ein rundum gelungenes

Ereignis, das einen unvergesslichen

Musicalabend garantiert.


Von Alain Ziehbrunner

REZENSION

Berührende Geschichte

Quasimodo, der Glöckner von Notre Dame, wurde als

missgebildetes Findelkind im 15. Jahrhundert in Paris vom als

Hexenmeister bekannten Dompropst von Notre Dame, Frollo,

aufgenommen und als Glöckner ausgebildet. Der arme Kerl fristet

ein einsames Dasein im Dom, sehnt sich aber nach dem Leben,

das sich draussen in Paris abspielt. Als er eines Tages den Schritt

wagt, und sich unter die Menschen mischt, wird er wegen seiner

merkwürdigen Gestalt vom Volk gedemütigt. Nur die schöne

Zigeunerin Esmeralda hat Mitleid mit ihm. Quasimodo verliebt

sich augenblicklich in die schöne Frau, welche ihr Herz jedoch an

den Hauptmann Phoebus verliert. Doch auch Dompropst Frollo

verliebt sich in die Fahrende und wird rasend eifersüchtig, weil sie

ihn nicht erhört: Er nimmt Esmeralda und Phoebus gefangen, da

sie sich angeblich ihm – und somit dem Staat – widersetzten. Nun

soll Esmeralda als Hexe verbrannt werden. Das lässt Quasimodo

jedoch nicht zu: Trotz der enttäuschten Liebe befreit er die

beiden und bringt seinen Meister um.

>> WEITERLESEN AUF ARTTV.CH, FILM

Der Glöckner von Notre Dame | Thuner

Seespiele | bis 23. August 2025



Märchenhaftes

Freilichttheater am

Walensee


Ein Stück über ein

verborgenes Geheimnis

– und einen See, der

tiefere Wahrheiten

verbirgt.

Diesen Sommer ist Murg Bühne eines

einzigartigen Theaterspektakels:

UNGEHEUERLICH – inspiriert von einem

vergessenen Grimm-Märchen, verwoben mit

der Geschichte der Spinnerei Murg. Eine 22-

köpfige Truppe bringt das Stück auf und im

Walensee zum Leben – geheimnisvoll,

bildgewaltig und voller überraschender

Wendungen.


Ein uraltes Geheimnis

Inspiriert vom einzigen, bisher unbekannten Märchen der Gebrüder

Grimm, entspinnt sich eine Geschichte voller Rätsel, Magie und

menschlicher Abgründe. Stimmungsvolle Musik, geschrieben vom

Filmmusikkomponisten Sami Hammi, untermalt das Kopfkino. Das

Geschehen auf der Bühne nimmt seinen Lauf, wird real. Der berühmte

Märchenforscher Professor Jacob Grimm betritt die Bühne, getrieben

vom Wunsch, die uralten Geheimnisse des Walensees zu entschlüsseln.

An seiner Seite: die kluge und mutige Anna von Quinten. Doch nicht nur

Menschen treiben das Geschehen voran – auch die Natur erhebt ihre

Stimme, und mit ihr Kräfte, die nicht alle kontrollierbar sind.

ARTTV

VIDEO


UNGEHEUERLICH wurde eigens für diesen besonderen Ort am und auf

dem Walensee geschrieben. Das Stück spielt im Jahr 1861, in der

Blütezeit der alten Spinnerei Murg. Einige der Figuren, etwa den

Fabrikbesitzer Othmar Blumer, hat es in der Textilindustrie der Region

wirklich gegeben. Der reale

geschichtliche Hintergrund

mitsamt seinen sozialen

Gegebenheiten vermischt

sich mit Sagen und Mythen

aus der Walensee-Region.

Regisseur Simon Burkhalter

inszeniert eine spannende

Geschichte mit viel

Lokalkolorit – verwoben mit

Fantasie, Atmosphäre und Emotionen. Das Stück verspricht einen

reizvollen Mix von Zeitgeschichte, realen Figuren und reiner Fiktion,

gespielt von einer 22-köpfigen Truppe, die schauspielerisch mit allen

Wassern gewaschen ist, es aber nicht immer einfach hat mit einem der

Hauptdarsteller, dem eigenwilligen Walensee!

UNGEHEUERLICH | Freilichttheater | bis 9.

August 2025


Vergangenheit

trifft auf

Gegenwart:

«Mein Bruder

Klaus»


Vom mittelalterlichen

Mystiker zum

modernen Manager:

eine zeitübergreifende

Geschichte über

Sinnsuche und

radikalen Neubeginn

Das Freilichtspiel «Mein Bruder Klaus» der Bühne

Thurtal erzählt von zwei Männern, die - zwar in

unterschiedlichen Epochen lebend - doch Ähnliches

erleben. Und in Zeiten persönlicher und

gesellschaftlicher Umbrüche nach innerer Klarheit

und Lebenssinn suchen. Gespielt wird an zwei

besonderen Orten: Bereits im Juli vor ausverkauften

Rängen im historischen Kloster Fischingen und nun

im August im Lido in Rapperswil. Im Zentrum stehen

Bruder Klaus, Mystiker und Friedensstifter, und

Matteo Eggimann, erfolgreicher Unternehmer der

Gegenwart.


Über das Stück

Als «Bruder Klaus» vom Krieg zurückkehrt, hat sich seine Sicht

auf die Welt durch das Erlebte verändert. Er wird ein wichtiges

Mitglied seiner Gemeinde, ein liebevoller Vater und ein

angesehener Richter. In der zweiten Hälfte seines Lebens will er

all das aufgeben, um seinem inneren Ruf zum «einig Wesen» zu

folgen. Auf dem Weg dorthin muss er sich nicht nur den kritischen

Fragen seiner Frau Dorothee Wyss, sondern auch der

Inquisition stellen. Matteo Eggimann, ein Familienmensch und

erfolgreicher Geschäftsmann im 21. Jahrhundert, erlebt ein

ähnliches Schicksal. Am Höhepunkt seiner Karriere verändern

Schicksalsschläge auch seine Sicht auf die Dinge. Während

eines Regenerationsaufenthaltes in einer Burnout-Klinik wächst

ihm die Person des Bruder Klaus ans Herz und dessen

Lebensweg wird ihm zum Vorbild. Aber kann ein erfolgreicher

Geschäftsmann des 21. Jahrhunderts diesen Rückzug aus der

Welt überhaupt stemmen, ohne dass alles um ihn herum

zusammenbricht? Ist der Weg des Bruder Klaus im 21.

Jahrhundert überhaupt noch möglich?

Historischer Hintergrund

Niklaus von Flüe, Nationalheiliger der Schweiz, im Volksmund

Bruder Klaus genannt, ist eine der herausragendsten

Persönlichkeiten weit über die Landesgrenzen hinaus. Seine

friedensstiftende Bedeutung im ausgehenden 15. Jahrhundert

war enorm, sein Ruf ist auch heute noch ungebrochen

legendär. Vielen Schweizern ist er ein Ratgeber! C. G. Jung

bezeichnet ihn als den grössten Mystiker der Schweiz.


Die Bühne Thurtal besteht seit 2010. Die bisherigen acht Inszenierungen wurden von

knapp 100 000 Zuschauer:innen besucht. Mit aktuellen, geschichtsträchtigen und

regional verankerten Theaterstücken bietet die Bühne Thurtal Laienspieler:innen die

Möglichkeit, unter professionellen Bedingungen hohen Ansprüchen zu genügen.

Bisher wurde an fünf verschiedenen Standorten inszeniert. Für die Verantwortlichen

ist wichtig, dass für die Aufführungen auch der Aufführungsort stimmt und deshalb ist

es am naheliegendsten, wenn immer möglich den Ort des Geschehens zu wählen.

ARTTV

VIDEO

«Mein Bruder Klaus» | Bühne Thurtal | bis 30.

August 2025 | Freilichtspiel in Fischingen und

Rapperswil-Jona | Bernd Stromberger (Autor

und Liedtexte) und Balz Burch (Komponist)


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31.10.2025

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PAULA träumt

halt BIG und

HANNA sagt

GOODBYE


Zehn Tage lang feiert

St. Gallen die freie

Szene mit Theater,

Tanz, Zirkus und allem

dazwischen.

Im August 2025 zieht das Interfestival Paula

wieder durch St. Gallen. Die 250 Ausgabe soll

es bereits sein! Dabei merkt man schnell, dass

hinter dieser Behauptung viel Schalk, Ironie und

ganz schön viel Kreativität steckt. Grundlage

des Festivals soll die Sängerin und

Schauspielerin Paula sein, die 1775 in den

Weihern ob St. Gallen tragisch verstarb. Seither

pilgert alles, was Rang und Namen hat, in die

Gallusstadt. So auch Gardi Hutter, die zum

letzten Mal ihre Hanna aufleben lässt.


Paula was? Hanna wann?

Paula Interfestival bringt das künstlerische Potenzial der Region

und seiner freien Bühnenschaffenden zusammen und macht es

sichtbar. Theater, Tanz, Performance und zeitgenössischer Zirkus

füllen das Programm: Uraufführungen regionaler Darsteller:innen

und Gruppen, nationale Produktionen und Gastspiele aus der

internationalen Szene. Intercity? Intermezzo? Interfestival? Weil

die Festivalmacher:innen Inter im Sinne eines Zwischen- und

Miteinanders verstehen, ist Paula interdisziplinär, interagierend,

interkulturell – und ziemlich intergalaktisch. Das ganze Programm

findet ihr auf der Festivalwebsite. Ein Blick lohnt sich und macht

echt Spass. Und das Festival darf auch stolz sein: Gardi Hutter ist

eine bekannte Schweizer Clownin und Schauspielerin. Mit ihrer

Figur «Hanna» wurde sie weltberühmt. Ihre Arbeit bringt

Menschen überall zum Lachen – egal, welche Sprache sie

sprechen. Am Paula zeigt sie ihre vier berühmten Solo-Stücke DIE

TAPFERE HANNA, SO EIN KÄSE, DIE SOUFFLEUSE und DIE

SCHNEIDERIN zum allerletzten Mal in der Schweiz.


Zehn Tage und Nächte – bitte alles mit einem SMILE lesen!

Manchmal entstehen die bedeutendsten kulturellen Traditionen

aus den tragischsten Momenten der Geschichte. So erzählen es

uns mit viel Schalk zumal die Festivalmacher:innen Rebecca C.

Schnyder und Michael Finger. An einem lauen Sommerabend im

Jahr 1775 – die Kirchenglocken von St. Laurenzen sollen von

selbst aufgehört haben zu läuten – verlor die legendäre Sängerin

und Schauspielerin Paula Joy – weltbekannt als «Paula» – ihr

Leben in St. Gallen. Was folgte, ist längst zum Mythos geworden

und kann ohne weiteres als die Geburtsstunde eines

einzigartigen kulturellen Phänomens beschrieben werden,

welches nun seit 250 Jahren besteht und für welches St. Gallen

weltweit bewundert und ja, auch beneidet wird: das Paula

Interfestival.

Paula Joy, gewissermassen die erste Diva und eine der grossen

Romantikerinnen ihrer Zeit, gastierte damals zusammen mit ihrer

legendären Bühnentruppe The Paulistas bei ihrem einzigen

Schweizer Auftritt just in St. Gallen, als die Liebe wie auch das

unbarmherzige Schicksal zuschlug. Nach ihrem tragischen Tod

pilgerten Künstler:innen aus allen Ecken und Enden der Welt

nach St. Gallen, um Paula zu gedenken. Zehn Tage und Nächte

lang verwandelte sich die Stadt in einen magischen Ort, an dem

weinende Akrobat:innen durch die Luft flogen, Musiker:innen ihre

traurigsten Lieder spielten und schauspielende Dichter:innen

unter Tränen ihrer Muse Paula huldigten.


Dank KI wissen wir

heute ganz genau, wie

die 1775 verstorbene

legendäre Sängerin

und Schauspielerin

Paula Joy ausgesehen

haben muss. :-)

Paula als KI

Heute, 250 Jahre später, spüren wir noch immer diesen besonderen

Geist – wenn an lauen Sommerabenden der Wind von den Weihern

über das Festivalgelände auf der

Kreuzbleiche streicht und manche

meinen, Paulas melodische Stimme

zu hören. Doch in diesem

Jubiläumsjahr wollen die

Festivalverantwortlichen nicht nur

zurückblicken, sondern Paulas

Vermächtnis auch auf besondere

Weise ehren – mit einem

Programm, das Tradition und

Innovation vereint, das Musik,

Theater, Tanz und Zirkus

verschmelzen lässt. Das Paula

Interfestival soll ein Ort der

Begegnung, des Experiments und

der grenzüberschreitenden

Inspiration sein. Gemeinsam soll in

diesen zehn Tagen und Nächten

gefeiert werden: Paulas

grenzenlose Leidenschafft für die

Kunst, ihre Liebe zum Augenblick

und den Mut, das Leben in seiner

ganzen Intensität zu leben – und

wenn nötig, dafür zu sterben. Dank KI ist es den

Festivalmacher:innen sogar gelungen eine genaues Bild, wie Paula

ausgesehen haben muss, zu rekonstruieren. There is Joy at Paula!



Kampf um Spielstätte und Freiräume

Die freie Tanz- und Theaterszene kämpft seit Jahrzehnten um

eine feste Spielstätte und mehr Raum in der Stadt St. Gallen. Die

jüngste Initiative gegen den Raummangel nennt sich DAS HAUS

– Raum für Kultur. Es ist im Frühling 2023 entstanden im

(vergeblichen) Einsatz für den Erhalt des Theaterprovisorium UM-

BAU in St. Gallen, ist seit Herbst 2023 als Verein organisiert und

hat für die Spielzeit 2023/24 einen fiktiven Spielplan präsentiert.

Am Paula Interfestival 2025 wird der Spielplan temporär real.

Unter dem Titel DAS HAUS/ ®ostfrei kuratiert ein Team um DAS

HAUS zusammen mit der künstlerischen Leitung des Festivals ein

auf die freie Szene der Ostschweiz zugeschnittenes Programm.

Dazu gehören einerseits Gastspiele von Ensembles mit Bezug zur

Ostschweiz, andererseits eine Veranstaltungsreihe zu Aspekten

des Teilens als künstlerischer Praxis. Der Festivalauftritt verschafft

Kunstschaffenden aus Tanz, Theater, Performance, Figurentheater

usw. Sichtbarkeit in der Region und über sie hinaus. Und er zielt

auf Nachhaltigkeit – als Schritt hin zu dem im städtischen

Kulturkonzept und in der kantonalen Kulturstrategie verankerten

Haus für die freie Kulturszene in der Stadt St. Gallen.


ARTTV

VIDEO

Interfestival | Paula | 13. bis 23. August 2025


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YOUNG STAGE

2025 – Rekord an

Bewerbungen



Für das Grande Finale

des Internationalen

Circus Festivals

bewarben sich so viele

Talente wie noch nie.

22 Artist:innen aus 12 Nationen schafften es in

das Teilnehmerfeld und präsentieren vom 18.

bis 22. September 2025 in Basel ihre

Performances. Ein besonderer Höhepunkt des

diesjährigen Festivals ist zudem ein Fotobuch,

das die knapp 20-jährige Geschichte von

YOUNG STAGE dokumentiert. Mit der Ausgabe

2025 geht allerdings auch eine Ära zu Ende, auf

die Festivaldirektorin Nadja Berger stolz

zurückblicken darf.


Erfolgreiche Karrieren

Das Internationale Circus Festival YOUNG STAGE Basel hat die

Auswahl der Artist:innen für das Grande Finale abgeschlossen,

das im September 2025 in der Event Halle der Messe Basel

stattfindet. 640 Dossiers von 824 Bewerbenden aus 66 Ländern

gingen ein – ein absoluter Rekord. Im Vergleich: Letztes Jahr

waren es rund 460 Bewerbungen. Zehn Acts der 22

ausgewählten Artist:innen treten im Wettbewerb um die Preise

an. Zudem zeigen ehemalige Gewinner:innen von YOUNG

STAGE ihre preisgekrönten Acts und berichten von ihren

erfolgreichen Karrieren. Die Details zu den teilnehmenden Acts

liefert das Zirkusfestival Anfang August.


Fotobuch zur Geschichte von YOUNG STAGE

Eine Besonderheit des diesjährigen Festivals ist die

Veröffentlichung eines Fotobuchs, das die rund 20-jährige

Geschichte von YOUNG STAGE dokumentiert. Die Publikation

wird unterstützt von der Isaac Dreyfus-Bernheim Stiftung, der

Patronatspartnerin des Festivals. Die Schwarz-Weiss-Bilder

stammen vom Basler Fotografen Pablo Wünsch Blanco, der

YOUNG STAGE seit der ersten

Stunde begleitet. In

emotionalen und

ausdrucksstarken Aufnahmen

gewährt das Fotobuch einen

exklusiven Blick hinter die

Kulissen und fängt

unvergessliche Momente,

Emotionen und Erinnerungen

ein. Es erscheint zum

Festivalstart im September.

Hat das Festival geprägt; Nadja Berger


TRAILER

Circus Festival | YOUNG STAGE 2025 |

18. bis 22. September 2025


Rachmaninoffs

Villa - Rückzugsort

eines Weltstars


Das grosszügige

Anwesen direkt am

Vierwaldstättersee

kann neu besichtigt

werden.

Sergei Rachmaninoffs Villa im Bauhausstil mit

dem grosszügigen Grundstück, gelegen am

Vierwaldstättersee, war für den weltberühmten

Komponisten, Pianisten und Dirigenten ein

Paradies. In der Villa, die er in den 1930-er

Jahren erbaute, gibt es neu Konzerte und

Führungen. Wer das Anwesen besucht, hat das

Gefühl, Rachmaninoff könnte gleich ins

Studierzimmer kommen, sich an seinen Flügel

setzen und eines seiner Werke spielen, in

denen Moderne und Romantik

aufeinandertreffen.


Villa Senar

Sergei Rachmaninoff liess die Villa Senar im damals modernen Bauhausstil

errichten, schnörkellos und rationell. Der Name Senar steht für die Initialen

des Besitzerehepaars: «Se» steht für Sergei, «Na» für Natalia und «R» für

Rachmaninoff. Sie diente den beiden von 1933 bis 1939 als

Sommerresidenz. In den vergangenen Jahren wurde das Anwesen sukzessiv

renoviert und leuchtet nun wieder wie einst in Gelb durch das Grün der

Bäume. Das Haus kann über das öffentliche Bildungs- und Kulturprogramm

der Serge Rachmaninoff Foundation besucht werden. Tickets sind

erforderlich. Informationen unter www.rachmaninoff.ch. Auch den grossen

«Für Sergei Rachmaninoff

war dieser Ort am See das

Paradies im Exil. Er war

Komponist, Pianist,

Landschaftsarchitekt,

Familienmensch und wird

jetzt neu entdeckt. Das hier

ist kein Museum, sondern

wir sind hier vielmehr

einfach bei Rachmaninoff

zuhause.» – Andrea

Loetscher, Managing &

Artistic Director Serge

Rachmaninoff Foundation

Park mit Seeanstoss

gestaltete Sergei

Rachmaninoff selbst.

Der gesamte Komplex

erstreckt sich über rund

21’000 Quadratmeter

und ist

denkmalgeschützt. Der

Park ist zu bestimmten

Zeiten frei zugänglich.

Ein magischer Ort mit

Parkanlage, Gärtnerhaus und Bootshaus. Der originale Steinway-Flügel von

Sergei Rachmaninoff steht spielbereit im Studio. Sein Klang verleiht dem

Haus eine besondere Aura. Logisch nutzen auch Pianist:innen die

Gelegenheit, sich an den grossen Steinway-Flügel zu setzen, an dem der

weltberühmte Rachmaninoff sass, spielte und komponierte. Das Haus kann

über die «Serge Rachmaninoff Foundation» besucht werden. Diese bietet

aber auch eine App an, mit der man ortsunabhängig den Park der Villa

Senar erkunden und in das Leben des Jahrhundertpianisten eintauchen

kann.


ARTTV

VIDEO

Rachmaninoffs Villa Senar am

Vierwaldstättersee | Serge Rachmaninoff

Foundation | Weggis


Wie finanziert man

Klassik?


Das 7. Othmar

Schoeck Festival

in Brunnen punktet

mit einem

veritablen Star-

Aufgebot.

Unter dem Titel «Investment Culture»

widmet sich die 7. Ausgabe des Klassik-

Festivals der komplexen Thematik der

Finanzierung kompositorischen Schaffens in

der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten

Weltkrieg. Ein besonderer Fokus liegt dabei

auf dem Winterthurer Industriellen Werner

Reinhart, der als Mäzen das Schaffen

zahlreicher Komponisten – darunter Igor

Strawinsky, Alban Berg, Ernst Krenek und

insbesondere Othmar Schoeck –

massgeblich unterstützte.


Hochkarätiges Programm mit renommierten Interpreten

Das Festivalprogramm 2025 präsentiert ein veritables Star-

Aufgebot: Das Eröffnungskonzert am 19. September 2025 ist

denjenigen Komponisten gewidmet, deren Schaffen durch

Werner Reinharts Unterstützung ermöglicht wurde. Neben

Werken von Strawinsky, Berg und Krenek gelangen Schoecks

«Wandersprüche» op. 42 zur Aufführung, ergänzt durch eine

Uraufführung des amerikanischen Komponisten Jeremy Gill,

der 2023 im Rahmen einer Künstlerresidenz mehrere Monate in

der Villa Schoeck arbeitete. Den Höhepunkt bildet das

Abschlusskonzert am 21. September im Seehotel

Waldstätterhof mit Christian Gerhaher und dem

Kammerorchester Basel unter Heinz Holliger, die Schoecks

«Elegie» op. 36 interpretieren werden. Das traditionsreiche

Hotel hat eine besondere familiäre Verbindung zu Othmar

Schoeck: Seine Mutter Agathe war die Tochter der damaligen

Besitzer des Waldstätterhofs, wodurch der Veranstaltungsort

eine authentische biografische Dimension erhält. Gerhaher

gehört zu den derzeit international erfolgreichsten Sängern,

und Heinz Holliger ist ein weltberühmter Schweizer Oboist,

Komponist und Dirigent. Weitere Programmpunkte umfassen

eine Masterclass Liedduo in Zusammenarbeit mit der

Hochschule Luzern – Musik, einen Vortrag über Werner

Reinhart sowie ein neues Vermittlungsprojekt für Schulkinder.


Neue Finanzierungsstrategien für nachhaltige Festivalzukunft

Das Festival entwickelt angesichts der herausfordernden

Finanzierungslage neue Strategien zur Planungssicherheit.

Die Tantiemen aus Aufführungen von Schoecks Werken in den

Jahren 2025 bis 2027 werden von den beiden

Erbengemeinschaften von Schoecks Tochter Gisela (1932-2018)

in Deutschland und der Schweiz dem Festival zur Verfügung

gestellt. Zusätzlich wurde ein Programm konzipiert zum Aufbau

eines Gönnerkreises. Diese Massnahmen sind notwendig

geworden, da das Festival wesentlich auf die Unterstützung

durch private Stiftungen angewiesen ist. Deren finanzielle

Möglichkeiten hängen auch von der allgemeinen wirtschaftlichen

Entwicklung und den Aktienmärkten ab.

«Ich halte Othmar

Schoeck für eines

der grossen

musikalischen

Genies dieses

Jahrhunderts.» –

Gerd Albrecht (1935

– 2014), Dirigent

Brunnen | 7. Othmar Schoeck Festival | 19. bis

21. September 2025


Fünf Fragen an

Fortunat Frölich


Filmregisseurin

Bettina Oberli

tauscht am Luzerner

Theater das Filmset

gegen die

Opernbühne.

choR inteR kultuR

– Musik, die

Brücken baut!

Der Projektchor choR inteR kultuR bringt

Menschen über kulturelle und

sprachliche Unterschiede hinweg

zusammen. Seit über drei Jahrzehnten

entstehen dabei ungewöhnliche

Begegnungen, überraschende Reisen

und bewegende Klangräume zwischen

Tradition und Gegenwart. Im Interview

erzählt der künstlerische Leiter Fortunat

Frölich, wie alles begann – und warum

interkulturelle Chorarbeit mehr ist als ein

musikalisches Experiment.



Wie ist der «choR inteR kultuR» entstanden, und welche Idee steckt dahinter?

1991 rief der Schweizer Musikrat Kulturschaffende dazu auf, Projekte gegen

Fremdenangst zu entwickeln – als Reaktion auf gewalttätige Ausschreitungen

gegen Asylbewerber. Ich entwarf daraufhin ein Projekt für einheimische und

«fremde» Musiker:innen und Ensembles, das in zahlreichen Städten und Dörfern

der Schweiz und Deutschlands durchgeführt wurde – stets mit Mitwirkenden aus

dem jeweiligen Aufführungsort. Dabei entdeckte ich das kreative Potenzial von

Konflikten und die zentrale Bedeutung des Dialogs – beides echte

Herausforderungen, die sich in interkulturellen Chorprojekten eindrücklich

erleben und vermitteln lassen.

Welche Reisen oder Auftritte mit dem Projekt sind Ihnen besonders in

Erinnerung geblieben? Gab es dabei überraschende Begegnungen?

Unsere Reisen sind stets Abenteuer voller Überraschungen – angenehme und

herausfordernde. In den Begegnungen zeigt sich das Paradoxon, dass wir

Menschen uns zugleich vertraut und fremd sind, unabhängig von Herkunft oder

kultureller Prägung. Ich bin immer wieder fasziniert davon, wie ähnlich sich die

Inhalte der Lieder sind – und wie unterschiedlich ihre Ausdrucksformen.

Wer kann beim «choR inteR kultuR» mitsingen, und wie ist der Chor

organisatorisch aufgebaut?

Jedes Projekt von «choR inteR kultuR» wird öffentlich ausgeschrieben. Die

Teilnahme steht grundsätzlich allen offen, wobei das Anforderungsprofil je nach

Projekt variieren kann. In einer Informationsprobe können Interessierte

herausfinden, ob sie sich eine Teilnahme zutrauen. Im Zweifelsfall entscheidet der

Dirigent. Wir proben dezentral und nicht regelmässig, sondern in ganztägigen

Proben – etwa zwei Mal pro Monat.

Finanziert werden unsere Projekte durch Beiträge der Teilnehmenden sowie durch

Fundraising. Der Verein verfügt zudem über einen Solidaritätsfonds, sodass

niemand aus finanziellen Gründen ausgeschlossen werden muss. Für Jugendliche

bis zum 25. Lebensjahr ist die Teilnahme kostenlos.

Welche persönliche Bedeutung hat die Leitung des «choR inteR kultuR» für

Sie, und wie prägt Ihre Arbeit die Entwicklung des Projekts?

Als künstlerischer Leiter ist es mir wichtig, dass unsere Projekte einen Bezug zur

Gegenwart und zu aktuellen Themen haben. Sie sollen gesellschaftlich relevant

sein – sowohl für uns als auch für das Gastland. Unsere Konzertprogramme

enthalten fast immer auch zeitgenössische Werke. Mitunter beginnt der

interkulturelle Austausch bereits auf kompositorischer Ebene – etwa, wenn ich ein

Chorwerk entwickle, in dem sich das arabische Tonsystem mit europäischer

Polyphonie verbindet.


Sie möchten bei diesem

spannenden und

gesellschaftlich

wertvollen Projekt

mitmachen?

Anmeldung zur Teilnahme

unter:

www.chorinterkultur.com


Was wünschen Sie sich für die musikalische und gemeinschaftliche Zukunft

des «choR inteR kultuR»?

Ich wünsche mir, dass viele Menschen entdecken, wie bereichernd es ist, andere

Kulturen intensiv kennenzulernen. Manchmal beschämt es mich, wie wenig wir

Europäer über andere Kulturen wissen. Das zeigt sich schon daran, dass wir fast

ausschliesslich europäische Fremdsprachen lernen.

Die Projekte von «choR inteR kultuR» geben auch dem Reisen einen tieferen

Sinn. Wenn du in ein fremdes Land reist, dort mit den Menschen ihre Lieder

singst – und sie einlädst, deine zu singen –, dann bist du wirklich angekommen.

Solche Reisen vergisst man nicht.

Der bekannte Schweizer Komponist und

Dirigent Fortunat Frölich studierte

Violoncello, Gesang und Orchesterleitung an

den Musikhochschulen in Zürich, Neapel und

Leipzig. Er war Solocellist des Bündner

Kammerorchesters und Mitglied der Basler

Madrigalisten und des Schweizer

Kammerchors. Als Dirigent arbeitete Fortunat

Frölich u.a. mit dem Sinfonieorchester Basel,

den Hamburger Symphonikern und dem

Zürcher Kammerorchester zusammen.

Frölichs interkulturelle Projekte wurden an

namhafte Festivals eingeladen, wie das

MAWAZINE Festival in Marokko, das Zürcher

Theater Spektakel oder das Festival Mundial

de Coros in Mexiko.

choR inteR kultuR | Fünf Fragen an Fortunat Frölich |

Kommende Konzerte in Zürich und Chur:

Àramlàs - im Flow

Chorwerke aus Ungarn und der Schweiz

Freitag, 17. Oktober 2025, 19.30 Uhr, Grosse Kirche

Fluntern, Zürich

Samstag, 18.Oktober 2025, 17.00 Uhr, Martinskirche,

Chur


Leander Albin –

vom Bergfestival

über Theater bis

hin zur Popmusik


Filmregisseurin

Bettina Oberli

tauscht am Luzerner

Theater das Filmset

gegen die

Opernbühne.

Das Porträt eines

vielseitig

begabten und

rundum

engagierten

Musikers

Ursprünglich hat der 1992 in der Surselva

geborene Musiker Schreiner gelernt. Doch

seine Vielfältigkeit braucht Raum für noch

viel mehr. Er arbeitet in den Bereichen

Handwerk, Bildung, Musik, Theater und

Performance und schloss zu all dem auch

noch ein Studium der Grundschulpädagogik

an der Pädagogischen Hochschule Bern ab.

Sein erste Album «Fomaz» veröffentlichte er

bereits 2010 mit der Band «The Capoonz».

Seither ist viel passiert.


Kulturförderpreis Graubünden

Leander Albin spielte unter anderem bereits in Bands wie Taur,

Sunfazer und Lou Ees. Es folgten mehrere Kollaborationen zwischen

Literatur und Musik mit Asa Hendry «Detta en bucca» (2018) und

«Crappa Morta» (Zuoz, 2023). Für Asa Hendrys Stück «Sche la plievgia

vegn» in der Regie von Manfred Ferrari (Postremise Chur, 2021) hatte

er das musikalische Konzept entwickelt. Mit der Theatergruppe Pop-

Up Mountain Company erhielt er 2025 den Premio Schweiz

(Performance Young Talent Award). Seit 2018 arbeitet er an seinem

musikalischen Soloprojekt, aktuell entwickelt Leander Albin mit seiner

Band eine EP. Mit Jan Hermle, Jelena Moser und Dina Sennhauser

leitete er das Landmaschinentheater Ei vegnan a secalmar (2022–

2024). Er ist Mitinitiant und Teil des Organisationsteams des Buatsch

Festivals Tersnaus und engagiert sich als Projektleiter in der Residenza

der Fundaziun da cultura Lumnezia, einem Kunstresidenzprogramm in

Rumein, das sich mit sozialen und politischen Aspekten des Lebens in

der Bergregion auseinandersetzt. 2024 erhielt er den Kulturförderpreis

Graubünden.


ARTTV

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Leander Albin | Kommende Auftritte:

9. August 2025: RockSedrun, Sedrun, 16.

August 2025 «Mit Zuversicht muss

gerechnet werden», Skihütte Feldis, 17.

Oktober 2025 Cinema sil Plaz, Ilanz


Büchersommer 2025

Sieben

Empfehlungen, die

dir den Sommer

versüssen


Ist das Leben nicht

selbst eine Art

Seifenoper?

Die feine Kunst der

Gegenwartssatire:

Daily Soap

Zwischen Alltagsrassismus, Familienchaos

und Fernsehflucht: In «Daily Soap», einem

der erfolgreichsten Debüts des Jahres

und Platz 1 auf der SRF-Bestenliste,

erzählt die Zürcher Autorin Nora

Osagiobare mit bitterem Humor und

sprachlicher Präzision von Toni, deren

Realität langsam aus dem Gleichgewicht

gerät.

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Die Neuauflage

bringt ein

bedeutendes Werk

und eine

erschütternde

Wahrheit zurück ins

öffentliche

Bewusstsein.

Anna Göldin: Ihre

Geschichte lebt

weiter

Mit literarischer Feinfühligkeit und historischer

Genauigkeit erzählt Eveline Hasler das

Schicksal der Dienstmagd Anna Göldin, der

letzten Frau Europas, die als Hexe hingerichtet

wurde. Der Roman erschien erstmals 1982 und

sorgte für breite Aufmerksamkeit. Bis heute gilt

das Werk als wichtiger Beitrag zur literarischen

Aufarbeitung von Unrecht, Ausgrenzung und

weiblicher Stärke.

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Isabelle Flükiger erzählt in

ihrem Roman von den

unsichtbaren Leben der

Sans-Papiers.

Die dunklen Seite des

Glücks

Die Autorin nimmt uns mit auf eine emotionale

und lehrreiche Reise durch ein Schattenreich. Ihr

Roman «Gloria. Mohammed.» zeichnet das

Leben zweier Sans-Papiers in einer direkten und

klaren Sprache nach und enthüllt erschreckende

Widersprüche und Schlupflöcher in der

Schweizer Gesetzgebung. Erzählt wird das Leben

der beiden Hauptfiguren in einer Art und Weise,

in der Empathie und Empörung, Sarkasmus und

feiner Humor mitschwingen.

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Wie ein Traum uns

daran erinnern kann,

wer wir eigentlich sind

Santa Tereza – Die

Geschichte einer

Selbstfindung

Zwischen Alltag und Aufbruch: In «Santa

Tereza» erzählt Flurin Jecker von einer

Reise, die Traum und Wirklichkeit

verschwimmen lässt. Mit feinem Gespür

zeichnet er das Porträt eines Suchenden,

der sich fragt, wie wir Desillusionen hinter

uns lassen – und den Mut finden, neu zu

träumen und das Leben ganz zu leben.

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«Auf Papier eine

Welt» vereint

acht Geschichten

voller leiser

Fragen ans

Leben.

Geschichten von

Peter Bichsel für

junge Leser:innen

Diese Anthologie eröffnet jungen Leser:innen

einen sprachlich und visuell einzigartigen Zugang

zu Bichsels Welt. Die acht ausgewählten

Erzählungen kreisen dabei immer wieder implizit

um die Frage: Was wäre, wenn? In klarer Sprache

regen die tiefgründigen Texte dazu an, über die

eigene Wahrnehmung der Welt nachzudenken

und sie zu hinterfragen.

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Christian Krachts

neuer Roman

entführt in eine

mystische

Parallelwelt.

Zwischen Traum und

Wirklichkeit

Der gebürtige Zürcher Christian Kracht gehört

zu den bedeutendsten Stimmen der

deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. In

seinem neuen Roman «Air» verwebt er

gekonnt Realität und Fantasie, indem er die

Handlung von den schottischen Orkney-Inseln

bis nach Norwegen führt. Krachts Werk bleibt

dabei eine Reflexion über Identität,

Erinnerung und die Grenzen unserer

Wahrnehmung.

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«Müesli, Mord

und

Matterhorn»

versammelt

Krimikurzgeschichten

von 15

Autor:innen

aus der

ganzen

Schweiz.

Spannung zwischen

Alpen und Altstadt

Von Basel bis zum Aletschgletscher: Die

Anthologie führt mit 15 Krimikurzgeschichten

quer durch die Schweiz. In Städten, Dörfern

und Berglandschaften lauern Abgründe und

Geheimnisse. Herausgegeben von Barbara

Saladin und Paul Ott, bietet die Sammlung

packende Einblicke ins kriminelle Potenzial

der Eidgenossenschaft.

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arttv MITGLIEDER-EINLADUNG

KUNST

Kunstmuseum Luzern

Kandinsky, Picasso,

Miró et al.

Einen

ausführlichen

Beitrag findest

du auf unserer

Website


90 Jahre nach der legendären Schau von 1935 bringt das Kunstmuseum

Luzern die Moderne in all ihrer Radikalität und Vielfalt erneut zur

Geltung.

Mit «Kandinsky, Picasso, Miró et al. zurück in Luzern» rekonstruiert das

Kunstmuseum Luzern eine der bedeutendsten Ausstellungen seiner

Geschichte. Werke von Giacometti, Taeuber-Arp, Calder und vielen anderen

erzählen vom Aufbruch der Moderne – und von Ausgrenzung. Die Schau lädt

zur kritischen Reflexion historischer Narrative und bietet ein sinnlich

beeindruckendes Kunsterlebnis.

Als arttv Mitglied bekommst du ein Ticket an einem Tag deiner Wahl

(Anmeldung siehe separates Mail)

Noch nicht

Mitglied?

HIER GEHT ES ZUR ANMELDUNG


Freie Fahrt ins

Engadin


Filmregisseurin

Bettina Oberli

tauscht am Luzerner

Theater das Filmset

gegen die

Opernbühne.

Wie ein kantonales

Fahrverbot

Geschichte schrieb

und das Engadin sich

später durch das Auto

langfristig wandelte.

Vor 100 Jahren fiel im Kanton

Graubünden ein Entscheid mit Folgen:

Das Autofahrverbot wurde aufgehoben

– auch im Engadin begann das

Zeitalter der motorisierten Mobilität.

Die Ausstellung «Auto – 100 Jahre

mobil im Engadin» im Ausstellungsort

La Tuor in Samedan erzählt von

Widerstand und Wandel, von Technik,

Tourismus und Transformation – und

fragt, wie Mobilität in Zukunft aussehen

kann.



Ein Blick zurück und nach vorn

Die Ausstellung der Fundaziun La Tuor, einer kulturellen

Plattform für Südbünden, bietet einen Überblick über die

historischen, kulturellen und baulichen Entwicklungen des

motorisierten Verkehrs mit Fokus auf das Hochtal des Engadins.

Sie wirft Fragen auf, wo

die Grenzen des

Wachstums liegen – und

wie eine Zukunft mit mehr

oder weniger Verkehr

gestaltet werden könnte.


Mobilität im Wandel

Mit dem wachsenden Tourismus

mehrte sich jedoch der Druck: Gäste

wollten mit dem eigenen Wagen ins

Engadin reisen, Hoteliers und

Gastwirte engagierten sich gegen das

Verbot. Nach langem Ringen fiel

1925 der Entscheid zur Aufhebung –

der Wandel nahm Fahrt auf. Strassen

wurden gebaut, Alpenpässe

verbreitert und der neuen Mobilität

angepasst. Auch entlegene Täler und

Orte waren nun per Auto oder Postauto erreichbar. Die Fahrt

durch die Bündner Bergwelt wurde zum Erlebnis – der Blick

durch die Windschutzscheibe eröffnete eine neue Perspektive

auf die alpine Landschaft. Bereits in den 1930er- und 1940er-

Jahren planten Ingenieure Passstrassen bewusst so, dass sie ein

besonders eindrückliches Panoramaerlebnis boten. Mit dem

Auto kam auch die passende Infrastruktur: Strassenbau und

Kunstbauten auf der einen, Tankstellen und Parkplätze auf der

anderen Seite prägten zunehmend das Landschaftsbild und

gehörten bald zum Alltag. Heute, hundert Jahre später, ist das

Auto und die damit verbundene Infrastruktur weiterhin ein

zentrales Thema. Wie kann Mobilität in einem Hochgebirgstal

wie dem Engadin mit den Herausforderungen des Klimawandels

und einer ökologisch verantwortungsvollen Entwicklung in

Einklang gebracht werden?


ARTTV

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Auto – 100 Jahre mobil im Engadin |

Fundaziun La Tuor | bis 8. März 2026


Spurensuche:

Wandern gestern,

heute, morgen


In einer neuen

Ausstellung im Gelben

Haus Flims steht die

beliebteste Sportart der

Schweiz im Zentrum.

Einfach losgehen, ein Ziel vor Augen:

Nichts ist einfacher als Wandern. Die

Ausstellung im Gelben Haus Flims lädt

dazu ein, das Wandern aus verschiedenen

Perspektiven zu betrachten. Was muss ich

in meinen Rucksack packen, um unterwegs

auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein?

Was lehrt uns das Gehen über Wege und

Weiden? Welchen Einfluss hat der

Klimawandel auf meine Route?


Eine Ausstellung, die bewegt

Schon immer waren Menschen zu Fuss unterwegs. Einige, weil

es die einzige Möglichkeit war, sich fortzubewegen. Andere,

weil sie das Gehen in der Landschaft bewusst gewählt haben

– als Abenteuer, als Forschungsmethode oder aus reiner Lust,

die Natur im eigenen Tempo zu erleben. Bis heute erfreut sich

das Wandern wachsender Beliebtheit, besonders bei jungen

Erwachsenen. Grund genug, dieser traditionsreichen und

beliebten Kulturtechnik eine Ausstellung zu widmen, die im

Gelben Haus Flims das Wandern aus verschiedensten

Blickwinkeln beleuchtet. Mit einem Blick in die Zukunft

kommen Expert:innen zu Wort, die sich mit den

Herausforderungen der Gegenwart auseinandersetzen und

darüber nachdenken, wie Wandern auch in Zukunft möglich

sein wird.

Der aufmerksame Wanderer

Ein besonderer Fokus liegt auf dem in Flims ansässigen

Architekten Rudolf Olgiati (1910–1995). Er war ein pointierter

Beobachter und Kommentator seines Umfeldes. Auf seinen

Spaziergängen durch das Dorf und den Kanton kommentierte

er laufend die Landschaft, Siedlungsstrukturen und Bauten

sowie deren Zusammenspiel. Seine Beobachtungen können

als eine Sehschule verstanden werden. Beim Durchwandern

der baulichen Kulturlandschaft Graubündens kann man – mit

Rudolf Olgiati im Hinterkopf – bis heute vieles entdecken und

entschlüsseln.


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Wandern | Das Gelbe Haus Flims | Sommer:

bis 19. Oktober 2025 | Winter: 20. Dezember

2025 bis 6. April 2026


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PRÄSIDIUM

Dr. Jean-Pierre Hoby

GESCHÄFTSLEITUNG

lic. phil Georg Kling

CHEFREDAKTION

lic. phil Felix Schenker

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