Download - Berglandmilch

berglandmilch.at

Download - Berglandmilch

Der

Schärdinger

DIE BERGLANDMILCH INFORMATION

FÜR MITGLIEDER

Winter 2011

WEICHEN-

STELLUNG

Die Bauern der Stainzer Milch

haben in der Berglandmilch

ihren Wunschpartner gefunden

Seite 4

EXPORT

Käse von Schärdinger findet man mittlerweile

rund um den Globus, so auch in Brasilien

Seite 12

KÄSE-KAISER

Schärdinger und Tirol Milch waren beim

diesjährigen Käse-Wettstreit unschlagbar

Seite 16

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

Foto: Elmar Gubisch

www.schaerdinger.at


VORWORT

Sehr geehrte Bäuerinnen und Bauern,

liebe Mitglieder der Berglandmilch!

In den vergangenen Wochen wurden in verschiedenen Regionen der

Berglandmilch wieder Funktionärs- und Delegiertengespräche abgehalten.

Information bewirkt in hohem Maß Identifikation. Daher sind

uns solche Dialoge sehr wichtig, geben sie uns doch immer wieder

Anregungen und Rückmeldung, um unser Unternehmen weiterzuentwickeln.

Heuer kreisten die Themen im Wesentlichen um das Ende

der Milchquoten 2015, die Entwicklung des Milchpreises, die zu erwartende

Zusatzabgabe, die Frage, ob Quotenkauf ja oder nein, Änderungen

von Abholtouren und die GVO-freie Fütterung. Bei den in

einigen Muttergenossenschaften anstehenden Mitglieder- und Generalversammlungen

gab es ähnliche Diskussionen und Interessenlagen.

Trotz aller angeführten Herausforderungen ist die Stimmungslage unter

unseren Milchbauen derzeit gut. Nachhaltiges Wirtschaften und

langfristiges Denken gewinnen deutlich an Wert und schaffen Vertrauen.

2011 konnte von der Berglandmilch wieder einiges bewegt werden,

allen voran gestiegene Anlieferungsmengen und damit ein wachsender

Verarbeitungsumfang. Trotz mancher Rückschläge gab es auch im

Bereich Qualität, bei Produktentwicklungen und Innovationen

Verbesserungen. Nach der kartellrechtlichen Zustimmung unserer

Zusammenschlüsse mit der Tirol Milch im Februar und mit Stainzer

Milch im September mit Auflagen war 2011 massiv geprägt von der

Zusammenführung und Umstellungen unserer Molkereien. Für

weitere interne Strukturveränderungen und Optimierungen benötigen

wir nun eine Phase der Konsolidierung. Nach wie vor gilt es, alle

Entscheidungs- und Arbeitsabläufe so anzupassen, dass wir entsprechend

rationell arbeiten können.

Unsere hoch veredelte Milch, egal ob von „Schärdinger“, „Tirol

Milch“ oder „Stainzer Milch“, war 2011 gefragt – dank Regionalität,

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

Qualität und natürlich gezielter Werbung. Sonstige „Marktschreierei“

ist dagegen absolut nicht unser Stil. Im Gegensatz zu anderen müssen

wir auch nicht mit „Erfolgsmeldungen“ potenzielle Investoren ansprechen.

Andere Eigentümer als unsere Bauern wird es in der Berglandmilch

auch in Zukunft nicht geben.

Am Ende eines Kalenderjahres soll man auch die Gelegenheit nutzen,

sich zu bedanken: allen voran bei unseren Milchlieferanten für die geleistete

Qualitätsarbeit. Nur mit einem Spitzenrohstoff können qualitativ

hochwertige Lebensmittel hergestellt werden. Danke aber auch

an alle „Werbeträger“ für eigenen Konsum oder Öffentlichkeits arbeit,

Geschenksideen, Hofplakate und vieles mehr.

Viele Räder müssen im Laufe eines Jahres auch in unseren Betrieben

ineinander greifen, damit alles so gut läuft, wie es läuft. Allen, die

dazu einen Beitrag leisten – Mitarbeiter, Betriebsräte, Geschäftsführung

und Funktionäre –, danke ich ausdrücklich. Denn nur gemeinsam

sind wir stark.

Euch allen wünsche ich ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute

für das Jahr 2012, verbunden mit der Bitte um ein weiterhin „gedeihliches

Miteinander“.

Euer

Johann Schneeberger, Obmann


Das Jahr geht zu Ende und trotz eines fast überall mengenmäßig nur

schwachen ersten Aufwuchses war es für viele von uns ein sehr ertragreiches.

Das 2011wieder höhere Milchgeld konnte allerdings

kaum die gestiegenen Kosten bei Energie und Zukauffutter in der

Produktion wettmachen. Mit Kostensteigerungen in vielen Bereichen

konfrontiert war auch unserer Verarbeitungsunternehmen, die Berglandmilch.

Als Vorsitzender des Aufsichtsrates war es mein erstes volles Arbeitsjahr.

Ich denke, es ist uns gemeinsam gelungen, die Kontrolltätigkeit

weiter auszubauen. Schwerpunktmäßig im Kontrollausschuss des

Aufsichtsrates geprüft wurden etwa der Bereich Rohstoffmanagement

von der Milchsammlung bis hin zur zentral gesteuerten Produktionsplanung

oder das Weichkäsekonzept der Berglandmilch unter besonderer

Berücksichtigung des Werkes Lienz.

Detailliert beleuchtet wurden weiters das Finanz- und Rechnungswesen

sowie das implementierte Interne Kontrollsystem. Und auch dem

Thema Marketing und Vertrieb widmete sich der Kontrollausschuss

in einer eigenen Sitzung.

Als Genossenschaft haben wir die Herausforderung, die Balance

zwischen wirtschaftlicher Stärkung sowie Gesunderhaltung unseres

Unternehmens einerseits und der Auszahlung eines zumindest

wettbewerbsfähigen Milchpreises andererseits zu finden. Zudem

erfordern es steigende Milchmengen, entsprechende Maßnahmen

zu setzen. Unsere Mitglieder haben heuer um vier Prozent mehr

Milch abgeliefert, Prognosen gehen von einer weiteren Steigerung

der Anlieferung in Österreich um bis zu 20 Prozent bis 2015 aus.

Wir müssen jetzt Vorbereitungen treffen, um diese Mengen

übernehmen und veredeln zu können.

ZUM JAHRESWECHSEL

Geschätzte Bäuerinnen und -Bauern!

Die Vorbereitungen betreffen aber nicht nur die Produktion, wir sind

auch im Marktaufbau gefordert. Die starke Konzentration der Milchwirtschaft

in Europa soll uns dabei nicht abschrecken. Wir mögen

zwar trotz unserer Zusammenschlüsse international ein „Zwerg“ sein.

Aber gerade als solcher werden wir auf den europäischen Märkten

Chancen finden. Mit unserer kompromisslosen Qualitätsstrategie, mit

unseren engagierten Mitarbeitern und mit unserer vorausschauenden

Geschäftsführung werden wir die anstehenden Aufgaben meistern.

Gefordert sind aber auch wir Milchbauern, unsere Produkte bei jeder

sich bietenden Gelegenheit ins rechte Licht zu rücken. Gemeinsam

mit unseren Familien können wir ganz wesentlich zur Stärkung unserer

beliebten Marken Schärdinger, Tirol Milch, Stainzer Milch oder

Desserta beitragen.

Danke Ihnen allen – den Mitarbeitern, der Geschäftsführung, den

Milchbauern, meinen Funktionärskollegen – für Ihren Einsatz, für

Ihre verantwortungsvolle Arbeit und für die gute Zusammenarbeit!

Friedvolle und besinnliche Festtage sowie für 2012 viel Glück und

Gesundheit!

Ihr

ÖR Josef Pomper

Vorsitzender des Aufsichtsrates

Mit Schärdinger lässt sich's leben.


DANKSAGUNG

Sehr geehrte Mitglieder

der Berglandmilch!

Das Jahr 2011 geht ebenso so herausfordernd zu Ende, wie es begonnen

hat. Zu Jahresbeginn 2011 ging die kartellrechtliche Prüfung des

Zusammenschlusses der Berglandmilch mit der Tirol Milch in die

Endphase. Strukturveränderungen machen auch vor der österreichischen

Milchwirtschaft nicht halt. Wenngleich wir nicht die Größenordnungen

von europäischen Großmolkereien erreichen können,

ist es ein Gebot der Stunde, alle Anstrengungen zu unternehmen, um

die Kostenentwicklung auch weiterhin im Griff zu haben.

Die Krise der Finanzmärkte schien lange Zeit die Erholung der Realwirtschaft

nicht zu beeinträchtigen. Seit einigen Wochen müssen wir

aber zur Kenntnis nehmen, dass die Schuldenkrise auch auf die Realwirtschaft

durchschlägt. Wichtige Exportmärkte der Berglandmilch in

Südeuropa wie Italien, Griechenland, Spanien oder Portugal kämpfen

zunehmend mit ihrer schon traditionell hohen Staatsverschuldung.

Diese südeuropäischen Länder gelten seit jeher als wichtige Milch-

Importländer. Es ist zu hoffen, dass sich die Konsumenten dort in

ihrer Kauflust auf gesunde Milch- und Molkereiprodukte nicht zu

sehr einschüchtern lassen.

Trotz all dieser Unsicherheiten werden wir in der Berglandmilch von

einer langfristig ausgerichteten Strategie der qualitativ hochwertigen

Milchveredelung unter starken Marken nicht abweichen. Mit den

Marken Schärdinger, Tirol Milch und Stainzer Milch verfügen wir

nicht nur über starke nationale Erkennungszeichen, diese haben auch

einen klaren regionalen Bezug: Tirol Milch ist DIE Marke in Tirol,

Stainzer Milch ist DIE Marke in der Steiermark und Schärdinger ist

DIE Milchmarke Österreichs (und zusätzlich DIE regionale Milchmarke

Oberösterreichs).

Die Weiterentwicklung und Stärkung unserer Marken ist auch im

Hinblick auf den zunehmend härter werdenden Wettbewerb mit

anderen Herstellermarken und vor allem mit Handelseigenmarken

wichtig. Die Erweiterung des Markensortiments der Tirol Milch um

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

Tiroler Käsescheiben, eine Tiroler Joghurtbutter, ein Tiroler Rahmjoghurt

und um das meiTirolerMüsli ist ein wichtiger Schritt in diese

Richtung. Schärdinger Quargel, Schärdinger Bio Bärenhunger,

Schärdinger Mozzarella, Schärdinger Pastakäse und – jetzt ganz

neu – Sirius Weichkäsestangerl runden unsere aktuellen erfolgreichen

Produktinnovationen bestmöglich ab.

Die operative Zusammenführung mit der Tirol Milch und der Stainzer

Milch ist weitestgehend abgeschlossen. Es geht jetzt darum, die gemeinsamen

Prozesse bestmöglich abzustimmen und weiter zu optimieren.

Abschließend möchte ich allen unseren Milchbauern für ihre

wichtige Qualitätsarbeit auch im Jahr 2011 danken. Beste und sorgsam

hergestellte Milch ist die beste Basis für hochwertige Produkte

und somit für unseren gemeinsamen Erfolg am Markt. Die vier Käse-

Kaiser-Auszeichnungen, die wir heuer wieder gewonnen haben, sind

nur mit bester Rohmilchqualität erzielbar! Ich möchte mich aber auch

bei all jenen bedanken, welche durch ihr Engagement unsere Marken

und Produkte unterstützen. Das Anbringen von Hofplakaten, das

Organisieren von Veranstaltungen und Verkostungen, aber auch die

Empfehlung und der Hinweis auf unsere Produkte im Freundes- und

Bekanntenkreis helfen uns, unsere Produkte und somit das Unternehmen

Berglandmilch zu stärken. Danke für Ihr Engagement!

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein besinnliches Weihnachtsfest,

erholsame Tage im Kreise Ihrer Familien und alles Gute für das

Jahr 2012!

Ihr

DI Josef Braunshofer,

Geschäftsführer


REPORTAGE

„Haben uns Wunschpartner

selbst ausgesucht“

STAINZER MILCH STELLT WEICHEN FÜR DIE ZUKUNFT

Zur größten Molkereigruppe Österreichs in Bauernhand, Berglandmilch,

gehört nun auch die Stainzer Milch. Federführend eingefädelt

hat die neue Verbindung deren bisheriger Obmann Hans Loibner.

DER SCHÄRDINGER hat ihn in der Weststeiermark besucht.

Seit Mitte September ist die Erweiterung der

Berglandmilch eGen“ um die Stainzer

Milch rückwirkend mit 1. Jänner 2011 beschlossene

Sache. Auch die Wettbewerbsbehörden

haben der Aufnahme der kleinen,

aber feinen Milchgenossenschaft in den Molkereiverbund

zugestimmt – dank einer „steirischen

Lösung“: Alle rund 400 Stainzer

Milchlieferanten wurden mit ihren 2.200

Kollegen der Berglandmilch-Gründungsgenossenschaft

„Desserta“ in der „Steirermilch

Molkerei eGen" vereint. Die Stainzer Mol -

kerei verarbeitet mehr als 30.000 Tonnen

Milch jährlich und erwirtschaftete zuletzt

einen Umsatz von knapp 22 Millionen Euro.

Hans Loibner, 43, Milchbauer aus Hasreith

bei Groß St. Florian, Bezirk Deutschlandsberg,

ist doppelt zufrieden. Seit 1994 Funktionär

im Vorstand seiner Molkerei und von

2004 bis 2011 Stainzer-Obmann, hat er anstrengende

Monate hinter sich. Neben der

zeit- und arbeitsintensiven Aufgabe, die

künf tige Richtung der klassischen Kleinmolkerei

vorzugeben, galt es für ihn auch am eigenen

Hof, die Weichen für die Zukunft zu

stellen. Nahezu zeitgleich in die Vorbereitungs-

und Entscheidungsphase der Milchehe

mit der Berglandmilch fielen auch die Planung

und Errichtung eines neuen Freilauf-

Kaltstalles samt Aufstockung seiner Fleckvieh-Kuhherde.

In beiden Fällen hat er die Entscheidung

nicht bereut. Mittlerweile ist beides erfolgreich

über die Bühne gegangen. Die Verbindung

mit der Schärdinger-Gruppe ist in

trockenen Tüchern und im neuen Stallgebäude

in Hasreith tummeln sich seit Anfang

Stainzer Milch – die stärkste Milchmarke der Steiermark.

November drei Dutzend sichtlich glückliche

Milchkühe. Die tägliche Stallarbeit machen

Hans Loibner und seine Frau Maria gemeinsam,

am Wochenende und in den Ferien helfen

auch die Kinder – zwei Söhne, eine

Tochter – mit. Unter der Woche besuchen die

drei Jugendlichen höhere Schulen. Mit dem

Stallneubau hat Loibner ein eindeutiges Zeichen

für die Zeit nach 2015 gesetzt.

Auch wenn dann die Quoten wegfallen, wird

am „Rachholz“-Hof weiterhin Milch produziert

werden. Denn Loibner ist ein von seiner

Arbeit überzeugter, naturnah wirtschaftender

Milchbauer „mit Leib und Seele“. Einmal

pro Woche fährt er in die 15 km entfernte

Molkerei und informiert sich dort über aktu-

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

Fotos: Elmar Gubisch

5


elle Geschehnisse im Betrieb oder in der

Molkereiszene. Neu hinzu kommen die Besprechungen

und Sitzungen aller Schärdinger-Spitzenfunktionäre

in (nahezu) ganz

Österreich – Loibner ist in den Vorstand der

Berglandmilch eingezogen. Da bleibt für

seine Hobbys – Tischtennis, Radfahren und

Singen – nur noch wenig Zeit. Im Büro der

Stainzer Milch hat der engagierte Genossenschafter

dem SCHÄRDINGER folgendes

Interview gegeben:

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Mit Schärdinger lässt sich's leben.

DER SCHÄRDINGER: Wie profitieren die

knapp 450 Stainzer-Bauern vom Zusammengang

ihrer Molkereigenossenschaft mit der

Berglandmilch?

Loibner: Durch die weiterhin gesicherte

Abnahme ihrer Milch, einen vergleichbaren,

marktgerechten Milchpreis und den Fortbestand

der Organisationsform Genossenschaft,

eingebettet in ein Unternehmen, das wirtschaftlich

auf gesunden Beinen steht. Damit

ist gewährleistet, dass wir Bauern in strategischen

Fragen weiterhin die Richtung vorgeben.

Für das Tagesgeschäft gibt es die Profis,

unsere Geschäftsführer. Mir ist wichtig, dass

der an uns Bauern ausbezahlte Milchpreis am

Markt verdient wurde. Alles andere wäre

langfristig ein Schaden.

Wo liegen die größten Stärken der Stainzer

Milch und ihrer Lieferanten?

Das ist zweifelsohne unsere Marke „Stainzer“,

die in den vergangenen 15 Jahren unter

unserem Geschäftsführer Otto Leitgeb aufgebaut

wurde. Sie ist mittlerweile die stärkste

Milchmarke der Steiermark

Warum haben die Stainzer Bauern der Milch -

ehe mit Berglandmilch mit so deutlicher

Mehrheit zugestimmt?

Ausschlaggebend waren sicherlich die angebotene

Lösung mit geringer Anteilszeichnung

in der neuen, eingetragenen Genossenschaft

sowie die Flexibilität der Berglandmilch

nicht nur in dieser Frage. Fest steht: Der

Milchpreis wird in Zukunft noch mehr

schwanken als bisher. Dazu kommt: Die

Berglandmilch „spielt auf einem so breiten

Klavier“, wie Geschäftsführer Josef Braunshofer

immer wieder betont, dass sie eben die

Schwankungen in der Milchanlieferung gut

ausgleichen kann. Das wiederum ist speziell

für die Stainzer als reiner Frischmilchbetrieb

wichtig, weil das ein zunehmend großes

Problem dargestellt hat.

Wo konkret sehen Sie Synergien?

Etwa bei der Milchanfuhr. Unser Einzugsgebiet

ist ja quasi bis auf die Grenze zu

Slowenien von der Berglandmilch umgeben.

Und natürlich in der Verwaltung: Das geht

von der gemeinsamen Milchgeldabrechnung

über die Buchführung und Hofberatung bis

zu Ein - und Verkauf. Vor dem EU-Beitritt

1995 durfte die Stainzer Milch nur im

Bezirk Deutschlandsberg verkauft werden.

Damals hat man der Genossenschaft geraten

aufzugeben. Dann ging es aber plötzlich

steil bergauf.

Noch vor wenigen Jahren war die Stainzer

Milch eine Vorzeigegenossenschaft mit einem

Eigenkapitalanteil von 65 Prozent. Es gab

keine Bankschulden, alle Investitionen

wurden aus dem „Cash Flow“ finanziert.

Was waren die Gründe, dass man sich nun

in die Berglandmilchgruppe eingereiht hat?

Die Marktverhältnisse haben sich speziell

seit den Jahren 2007 und 2008 zu Ungunsten

der Molkereien verändert. Der Handel

wurde immer stärker und anders als zum

Beispiel der Käse hat die Trinkmilch an

Marktwert verloren. Wir hatten wohl

einfach das falsche Produkt – Frischmilch –

zur falschen Zeit.


Wie dramatisch war die Situation?

Es bestand noch keine Gefahr. Für uns war es

aber absehbar, dass wir in den nächsten Jahren

an unsere Bauern wohl keinen Milchpreis

mehr über dem Österreich-Durchschnitt wer -

den auszahlen können. Daher war es uns ein

Anliegen, rechtzeitig zu handeln, um uns

unseren Wunschpartner selbst aussuchen zu

kön nen. Alles andere wäre verantwortungslos

gewesen.

Wie groß war die Zustimmung der Bauern?

Im Funktionärskreis – also Vorstand und Aufsichtsrat

– einstimmig, bei der Generalversammlung

der 40 Delegierten in unserer

Molkerei gab es eine Gegenstimme.

Bislang hatte die Stainzer Milch acht Bauern

im Aufsichtsrat und einen Vorstand mit zwölf

Landwirten, die den Obmann gewählt haben.

Wie sieht künftig die Vertretung der Stainzer

Bauern im Schärdinger-Reich aus?

Wie haben uns als kleine Genossenschaft ja

nicht direkt beteiligt, sondern uns gemeinsam

mit allen steirischen Lieferanten, die an die

Berglandmilch liefern, in der neu gegründeten

„Steirermilch Molkerei eGen“ zusam -

men gefunden. Künftig vertreten mein Ob -

mannkollege Hans Pretterhofer und ich unse -

re Bauern im Vorstand und Norbert Riegelnegg

im Aufsichtsrat der Berglandmilch.

Di rektor Leitgeb wird Anfang Dezember

übrigens dritter Geschäftsführer in der Berg -

land milch, zuständig für Marketing und

Verkauf.

Was wäre die Alternative zur Schärdinger-

Gruppe gewesen?

Es gab intensivere Gespräche mit der

Ober steirischen Molkerei, aber auch mit

anderen.

Gab es auch Kritik?

Ja, aber weniger was die Verbindung mit

Schär dinger betrifft, sondern bezüglich der

Entscheidungsfindung. Wir haben die Ansicht

vertreten, dass das vor allem eine Angelegenheit

der Stainzer Bauern war. Daher

hat der Vorstand alle wichtigen Punkte bis

zur Entscheidungsreife vorbereitet. Dann

sind wir damit zu den Mitgliedern gegangen,

um sie darüber abstimmen zu lassen.

Wir wollten die wichtige Entscheidung einfach

ohne zu frühe Zurufe und Emotionen in

Ruhe planen.

Welche Erwartungen haben Sie als Milchbauer

an die größer gewordene Milchgenossenschaft?

Ich erwarte mir mehr Sicherheit auch im

Hinblick auf das Jahr 2015 und das definitive

Ende der Milchquoten. Die Berglandmilch

garantiert uns auch bei steigenden Milchmengen

dank ihrer Größe und Möglichkeiten

die Abnahmen zu einem in Österreich marktüblichen

Preis.

Es heißt, die von Stainzer Milch erzeugte Palette

wird gleichbleiben – auch der Markenname?

Ja, das ist uns ganz wichtig und auch im

Sinne aller. Als stärkste Milchmarke der Steiermark

haben wir ja auch einen der modernsten

Abfüllbetriebe im Land zum Beispiel mit

Tetra-top-Kartonflaschen. Diese Technologie

gibt es bei der Berglandmilch noch nicht,

wird aber immer stärker gefordert. Und wo

Stainzer Milch draufsteht, kommt das Produkt

auch weiterhin aus Stainz. Wie es mit

unserer Handelsmarkenproduktion weitergeht,

ist Sache der neuen Geschäftsführung.

Kurz für jene, denen Stainzer Milch bislang

kaum ein Begriff war: Welche Produkte sind

Ihre Aushängeschilder?

Stainzer Trinkmilch, Stainzer Butter, allen

voran unsere Sonntagsbutter und einige Nischenprodukte.

In welche Bereiche wurden in den vergangenen

Jahren Geld und Know-how investiert?

In die erwähnte Abfüllanlage in einer neuen

Halle sowie in mehr Kühlhauskapazität.

Wie viele Mitarbeiter hat die Stainzer

Milch – und wie haben diese auf die Verschmelzung

mit Berglandmilch reagiert?

Die Molkerei hat 45 Mitarbeiter, die auf die

Zustimmung der Kartellbehörde mit Erleichterung

reagiert haben. Zehn Mitarbeiter aus

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SMS-INFO ZU

MILCHPROBEN

Seit 1. November bekommen alle Berglandmilch-Bauern

ihre Milchproben -

ergebnisse auch per SMS, und zwar

unmittelbar nach Auswertung der Proben

durch den Milchprüfring direkt auf

das Handy. Die Kosten dafür trägt die

Berglandmilch. Der Versand erfolgt

über den zentralen Datenserver der

Berglandmilch. Dazu Schärdinger-Obmann

Johann Schneeberger: „Nutzen

Sie diese kostenlose und schnelle Möglichkeit

der Information!

Sie brauchen

nur im Lieferanten-

Online-System Ihre

Handy-Nummer

einzugeben. Sollten

Sie noch nicht im

Lieferanten-Online-

System registriert

sein, können Sie

auch direkt mit

Ihrem Lieferantenbetreuer

Kontakt

aufnehmen. Dieser

nimmt Ihre Handy -

nummer entgegen

und meldet Sie direkt

für das SMS-Service an.“

Berglandmilch-Mitarbeiter Josef Anderl

über das „Milknet“: „Die Registrierung

in unserem Lieferanten-Online-System

bietet viele Vorteile, wie Anlieferungsstatistiken,

Qualitätsinformationen zu

Ihrer Rohmilch, Webshop, Milchgeldabrechnung,

Quoteninformation und vieles

mehr. Um das Milknet-Service nutzen

zu können, muss man auf unserer

Homepage einfach nur auf den Button

milknet klicken. Geben Sie dann Ihre

Betriebsnummer ein, lassen das Passwortfeld

leer und klicken Sie auf Registrierung.

Nachdem Sie das dann

aufscheinende Anmeldeformular ausgefüllt

und abgesendet haben, wird das

Passwort per Post zugesandt.“

Noch Fragen?

E-Mail: sepp.anderl@berglandmilch.at

Internet: www.berglandmilch.at

8 Mit Schärdinger lässt sich's leben.

Hans Loibner: „Mein Motto: Nicht jammern, lieber nach vorwärts blicken.“

der Verwaltung haben den Betrieb verlassen,

alle anderen wurden übernommen.

Wie sehen Sie das Ende der Milchquoten -

regelung in der EU?

Das ist ein fließender Prozess. Schon heuer

hat sich gezeigt, dass das Jahr 2015 ja schon

vorweggenommen wurde, was die Milchanlieferung

betrifft. Die Milchmenge wird dann

stark über den Preis geregelt.

Wie reagieren Sie daheim am Hof darauf?

Dank des zuletzt guten Milchpreisniveaus

habe ich jetzt einmal den Stall auf den neuesten

Stand gebracht und die Herde aufgestockt.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich bei

sinkenden Milchpreisen automatisch die Zahl

der Kühe sofort verringern werde. Wichtig in

der Milchwirtschaft wird es sein, die Kosten

im Griff zu haben. Da kann man dann auch

schon mal eine absehbare Zeitspanne mit

niedrigeren Preisen übertauchen.

Worauf legen Sie auf Ihrem Hof besonderen

Wert?

Neben der Langlebigkeit der Tiere auf die naturnahe

Bewirtschaftung meiner Wiesen mit

Handelsdünger- und Pflanzenschutzmittelverzicht.

Ich würde auch sofort auf Bio umsteigen,

wenn man diese Milch bei uns auch

abholen würde.

Was raten Sie als Obmann einem jungen

Weststeirer, wenn er Sie fragt, ob er den

elterlichen Hof übernehmen soll?

Wenn er uneingeschränkt Freude an der

Milchwirtschaft empfindet, rate ich ihm zu.

Wenn er zweifelt, ob das die richtige Arbeit

für ihn ist, rate ich ihm ab.

Gibt es ein Motto, an das Sie sich

stets gehalten haben?

Nicht jammern, lieber nach vorwärts

schauen.

Sie sind seit 1994 Molkereifunktionär, seit

2004 in führender Position. Haben Sie

dieses Ehrenamt schon einmal bereut?

Nein.

Was bereitet Ihnen Sorge, was stimmt Sie

optimistisch?

Sorgen bereiten mir die allgemeine

wirtschaftliche Entwicklung und die

Politikverdrossenheit der Leute. Auch

sehe ich die Gefahr eines rapiden Ver -

lustes unserer Grundwerte. Optimistisch

macht mich, dass wir Landwirte die

Grundbedürfnisse der Menschen abdecken

dürfen und damit eigentlich unersetzlich

sind.

Wo würden Sie sich von der Politik mehr

Unterstützung erwarten?

Ich will hier keine Forderungen aufstellen.

Für mich gilt: Wenn man sich nicht aktiv einbringt,

muss man mit dem zufrieden sein,

was andere für uns tun.

Was man gerne macht, macht man gut,

lautet das Motto von Schärdinger.

Was machen Sie gerne?

Meine Landwirtschaft. Außerdem sind mir

meine Familie und alle familiären Werte

heilig.

Ihr liebstes Schärdinger-Produkt?

Mir schmecken alle „Träume“

ausgezeichnet.


In fast jedem Kühlschrank

65 PROZENT DER ÖSTERREICHER KONSUMIEREN TÄGLICH MILCHPRODUKTE

Milch haben Herr und Frau Österreicher nahezu immer zu Hause,

ebenso wie Butter. Kinder im Haushalt steigern den Verbrauch. Und

am Land wird mehr Butter gegessen als in städtischen Haushalten.

Das ergab eine aktuelle, repräsentative Umfrage,

die anlässlich des jüngsten AMA-

Milchforums in Wien präsentierte wurde.

„90 Prozent haben Milch fast immer im

Kühlschrank“, freut sich AMA-Marketing-

Geschäftsführer Stephan Mikinovich.

Der durchschnittliche Milchverbrauch liegt

hierzulande bei 3,1 Litern pro Woche, mit

Kindern im Haushalt sind es im Schnitt 4,2

Liter. 178 Gramm Butter verspeisen die

Österreicher durchschnittlich pro Woche,

Kinder sind auch besondere Butter-Liebhaber.

Besonders beliebt ist Butter als Brotauf-

strich, nur knapp die Hälfte der Butter wird

zum Kochen und Backen verwendet. Auch

Joghurt ist gefragt, wobei Frauen eher Naturjoghurt

bevorzugen und Männer lieber zu

Fruchtjoghurts greifen. Kalorien werden

dabei eher selten gezählt, sechs von zehn Befragten

gaben an, Low-Fat-Produkte nur selten

oder überhaupt nie zu konsumieren.

Kinder im Haushalt führen zu einem höheren

Milch- und Butterverbrauch. Interessantes

Detail: Menschen in ländlichen Regionen

konsumieren mehr Butter als in städtischen

Haushalten. Während in Orten bis 2.000 Ein-

„MILCH IST NACH WIE VOR GÜNSTIG“

Berglandmilch-Geschäftsführer Josef

Braunshofer, zugleich Vizepräsident der

Vereinigung österreichischer Milchverarbeiter,

VÖM, berichtete beim Milchforum,

dass sich der Strukturwandel innerhalb der

heimischen Milchwirtschaft weiter fortgesetzt

hat: „Seit 1994 hat sich die Zahl der

Milchbauern von rund 81.900 auf 36.600

im Jahr 2010 verringert. Gleichzeitig hat

die Anlieferung an die Molkereien pro

Betrieb von durchschnittlich 27.000 kg auf

76.000 kg zugenommen.“ Dennoch zählen

die Milchbetriebe der Alpenrepublik zu

den Schlusslichtern in Europa, was die Betriebsgröße

angeht. Dazu kommt: Ein gro-

ßer Teil der heimischen Milchproduktion

kommt aus dem Berggebiet, mit weit höheren

Produktionskosten. Wenn man dann noch

den Qualitätsvorsprung und die Gentechnikfreiheit

österreichischer Milchprodukte in

Betracht ziehe, werde klar, dass der höhere

Aufwand auch einen höheren Preis rechtfertige,

so Braunshofer. Er appellierte an die

Konsumentenschutz-Organisationen, „nicht

Äpfel mit Birnen zu vergleichen“, wenn man

heimischen Molkereiprodukten die Preise

von ausländischen Erzeugnissen gegenüberstelle.

Braunshofer: „Generell sind Milchprodukte

in Österreich nach wie vor günstig,

weil sie in den vergangenen Jahren im Preis

MILCH & BUTTER

wohner fast ein ganzes Butterpackerl in der

Woche benötigt wird, liegt etwa der Pro-

Kopf-Konsum in Wien bei 127 Gramm.

24 Prozent der Milch werden im Kaffee getrunken,

20 Prozent als Kakao oder als

Milchmischgetränk. 18 Prozent der Milch

werden am liebsten pur aus dem Packerl genossen.

Auch Müsli oder andere Cerealien

sind ohne den weißen Begleiter nicht vorstellbar.

Immer beliebter wird die länger frische

ESL-Milch. Der Anteil der Frischmilch

sank dagegen in jüngster Zeit Jahren kontinuierlich

auf 43,7 Prozent im Jahr 2011. ESL-

Milch liegt bereits bei 37,3 Prozent. Die

Halt barmilch hält sich konstant bei rund 18

Prozent. Und Käse gehört zur klassischen

Jause. Der Pro-Kopf-Verbrauch stieg seit

1995 um 26 Prozent auf 19,4 kg.

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

Fotos: AMA

deutlich weniger gestiegen sind als andere

Waren des täglichen Bedarfs oder der

Verbraucherpreisindex insgesamt.“ Die

Molkereiprodukte hätten somit inflations -

dämpfend gewirkt.

Mikinovic, Braunshofer

9


BERGLANDMILCH eGEN

Schärdinger auf einen Blick

ÖSTERREICHS MIT ABSTAND GRÖSSTE BAUERNMOLKEREI

Berglandmilch wurde 1995 durch den Zusammenschluss von sechs

österreichischen Molkereigenossenschaften gegründet. Die Wurzeln

des Unternehmens reichen aber viel weiter zurück – genau um 111

Jahre, als im Jahr 1900 in Schärding die „Erste Central-Theebutter-

Verkaufs-Genossenschaft“ aus der Taufe gehoben wurde.

1999 trat die bayrische Genossenschaft „Rottaler

Milchwerke“ der Berglandmilch bei.

2009 schloss sich die Landfrisch Molkerei

Wels und mit 1. Jänner 2010 die Tirol Milch

der Berglandmilch an, 2011 auch die Stainzer

Milch. Somit ist Berglandmilch heute die –

mit Abstand – größte Bauernmolkerei Österreichs.

Nachfolgend ein Überblick über eines

der wichtigsten Unternehmen der heimischen

Lebensmittelwirtschaft.

Die Marken der Berglandmilch gehören zu

den stärksten Lebensmittelmarken im österreichischen

Handel: Schärdinger, Tirol

Milch, Lattella, Stainzer, Schärdinger die

Schlanke Linie, Desserta, Jogurella, Landfrisch,

sowie Rottaler Milchquell.

Die Werke Die Berglandmilch zählt seit kurzem

genau ein Dutzend Molkerei- und Käsereibetriebe

in den Bundesländern Nieder -

österreich, Oberösterreich, Steiermark,

Kärnten und Tirol. Das Werk Aschbach im

Mostviertel, Niederösterreich, ist Berglandmilchs

größte Molkerei. Produkte: Butter,

Frischkäse, Joghurt, Trinkmilch, H-Milch

und Topfen. In Aschbach befindet sich ein

vollautomatisches Hochregallager mit 8.800

Palettenstellplätzen.

10 Mit Schärdinger lässt sich's leben.

Das Werk Feldkirchen im Innviertel, Oberösterreich,

ist Österreichs größte Käserei.

Hier reifen der Bergbaron, die Baronesse,

Traungold und viele andere mehr. Das vollautomatische

Hochregallager umfasst 4.000

Palettenstellplätze.

Das Werk Garsten bei Steyr ist eine

Spezialitätenkäserei für paraffinierten Käse:

der Produktionsstandort für Geheimratskäse,

Grieskirchner oder Joghurtkäse.

Das Werk Geinberg in Oberösterreich ist der

zentrale Käseabpackbetrieb der Berglandmilch

(Käsescheiben, Käsekleinstücke, Reibkäse).

Das Werk Karpfham im Osten Bayerns ist

Standort der UHT-Produktion. Das vollautomatische

Hochregallager dort hat 4.700 Palettenstellplätze.

DIE ZAHLEN

Rechtsform: 100 % Genossenschaft

Umsatz 2010: 770 Mio. Euro

Exportquote 2010: 38 %

1.400 Mitarbeiter

Lieferanten: 16.000

Milchverarbeitung: 1,2 Mrd. kg

Das Werk Klagenfurt, Kärnten, ist die Molkerei

für Milchmischgetränke und H-Milch-

Produktion.

Das Werk Voitsberg in der Steiermark ist die

Spezialitätenkäserei für oberflächengereiften

Käse.

Das Werk Wels in Oberösterreich hat sich auf

die Herstellung von Frischkäse spezialisierter

und ist mittlerweile europaweit einer der

größten Produktionsstandorte für Cottage-

Cheese.

Die Spezialitätenkäserei Rohrbach im Mühlviertel

ist seit einem Jahr die Heimat des

Schärdinger Quargels.

Das Werk Wörgl im Inntal erzeugt Frischmilchprodukte

und Käse und ist Sitz der

Tirol-Milch-Markenprodukte.

Das Werk Lienz in Osttirol ist eine kleine,

aber feine Spezialitätenkäserei.

Zu guter Letzt: Erst heuer dazu gestoßen ist

die Molkerei Stainz in der Weststeiermark.

Kontakt:

Berglandmilch eGen,

Schubertstraße 30, 4600 Wels

Tel.: 07242/469 96-0

Schärdinger im Internet:

www.berglandmilch.at

www.schaerdinger.at

www.tirolmilch.at

www.stainzer.at

www.desserta.at

www.lattella.at

www.jogurella.at

www.rottaler-milchquell.de

www.sirius-kaese.at


ALLE UNSERE NEUHEITEN 2011

Als innovativer Milchverarbeiter offeriert

die Berglandmilch jedes Jahr –

meist prompt ausgezeichnete – neue

Produkte im Milchregal.

2011 waren das:

„Schärdinger Scheiben Hauchdünn“,

Moosbacher und Bergkäse: Als Marktführer

im Käsescheiben-Segment präsentiert

Schärdinger mit den hauchdünnen Käsescheiben

eine zart-feine Käseneuheit.

Hauchdünn sorgen die zwei Käsescheibensorten

Bergkäse und Moosbacher für einzigartigen

Käsegenuss. Während die

Bergkäse-Scheiben durch ihren kräftigwürzigen

Geschmack überzeugen, garantieren

die Moosbacher-Scheiben feinen,

g’schmackigen Genuss. Dabei sind beide

Varianten laktosefrei, vollkommen gentechnikfrei

und stammen zu 100 Prozent

aus bester österreichischer Milch. Herrlich

aromatisch und vielfältig einsetzbar, setzen

die neuen Käsescheiben Hauchdünn geschmackvolle

Akzente. Erhältlich sind

beide Sorten in der praktischen, wiederverschließbaren

150-g-Packung mit je 15 Käsescheiben

im österreichischen Handel.

„Tirol Milch-Käsespezialitäten in Scheiben“,

Kitzbüheler Bergtilsiter, Kufsteiner

Jausenkäse, Zillertaler Bergkäse und Tiroler

Scheibentrio: Seit dem Sommer bedient

auch Tirol Milch den stetig wachsenden

Markt der Käsescheiben in der praktischen,

wiederverschließbaren Frischeverpackung.

Mit besten regionalen Käsestücken, feinst

geschnitten und portioniert, erobern die

Sorten Kitzbüheler Bergtilsiter, Kufsteiner

Jausenkäse, Zillertaler Bergkäse und Tiroler

Scheibentrio die heimischen

Käseregale. Erhältlich in der wieder -

verschließbaren Tiefziehschale zu 150 g.

„Schärdinger Bärenhunger Milchcreme“:

Österreichs erstes Bio-Milchprodukt für

Kinder am heimischen Markt. Die Rezeptur

verbindet milde Milchcreme aus bester,

österreichischer, zu 100 Prozent gentechnikfreier

Milch mit feinem Fruchtpüree

ohne Stückchen und ist dabei absolut frei

von künstlichen Farbstoffen und Konservierungsmitteln.

Die praktischen 4er-Packungen

– je zwei Sorten à 120 g – mit

kindgerechten Einzelportionen vertreiben

den kleinen Hunger schnell und bärig. Erhältlich

in den Sorten Erdbeere/Banane

sowie Himbeere/Tropic.

„Mei TirolerMüsli“: Fruchtig kerniger Müsligenuss

aus 100 Prozent frischem Tiroler Joghurt

mit ausgewählten Müslimischungen

aus Früchten, Getreide und Haselnüssen. Die

Produkte sind im 150-g-Becher der ideale

und gehaltvolle Snack am Morgen oder für

zwischendurch, sie sind erhältlich in vier Variationen:

Zwetschke, Apfel/Banane, Waldbeer

und Bircher.

„Schärdinger Heidelbeer Topfennockerl mit

Vanille-Sauce“: Eine fruchtig-köstliche

Kombination, einfach zu portionieren und

somit eine köstliche und dabei gewohnt praktische

Dessert-Alternative für zu Hause.

Erhältlich in der praktischen, wiederver -

schließ baren 500-g-Packung, die „Dessert-

Sauce“ im 125-g-Becher.

„Schärdinger Raffinesse“: Diese neue

Weichkäsespezialität überzeugt sowohl durch

eine zart-cremige Konsistenz als auch durch

das herrlich g’schmackige und dennoch

milde Rotkulturaroma. Diese Kombination

aus mild und aromatisch macht die Raffinesse

zum vielfältigen Begleiter. Hergestellt

aus bester österreichischer Milch und zudem

laktosefrei, kommt die praktische 125-g-Packung

auch dem Wunsch vieler Konsumenten

nach Kleinstücken entgegen.

„Schärdinger Mozzarella“: Österreichs erster

Mozzarella aus 100 Prozent österreichischer,

gentechnikfreier Milch und mit dem

AMA-Gütesiegel. Besonders mild im Geschmack

und zart-schmelzend eignet sich

dieser rotweißrote Mozzarella hervorragend

sowohl für die kalte als auch die warme

Küche. Nach bewährtem italienischem Produktionsverfahren

hergestellt, dafür aber mit

100 Prozent österreichischer Qualität.

„Schärdinger Quargel“, Natur und Paprika:

Der einzige österreichische Quargel aus 100

Prozent bester heimischer Milch und mit dem

AMA-Gütesiegel kommt von Schärdinger.

Mit nur 0,3 Prozent Fett garantiert Schärdinger

Quargel in den Sorten Natur und Paprika

natürlich fettarmen Käsegenuss mit hohem

Eiweißanteil. Außerdem punktet der würzige

Sauermilchkäse durch seine Laktosefreiheit.

Erhältlich ist Schärdinger Quargel in der

praktischen, wiederverschließbaren 150-g-

Schalenpackung.

„Schärdinger Butterkäse Scheiben“ und

„Drei-Käse-Aufschnitt“: Schärdinger ist

österreichischer Marktführer im Käsescheiben-Segment.

Neu sind die feinen

Butterkäse-Scheiben mit mild-buttrigem,

leicht säuerlichem Geschmack im typischen

Butterkäsestangen-Format. In der

praktischen, wiederverschließbaren 150-g-

Packung erhältlich.

„Schärdinger Schlanke Linie Frühstücksjoghurt“,

Banane-Cerealien: Die Sorte

bringt eine neue Variante der beliebten

Frühstücksjoghurts ins Spiel. Banane deshalb,

weil sie durch eine ideale Mischung

aus Kohlenhydraten und Mineralstoffen

wie Magnesium fit hält und auch noch gute

Laune bringt. Extragroße Bananen-Fruchtstücke

bieten noch mehr Geschmack und

die Cerealien geben mit ihren Vitaminen

und Ballaststoffen den ganz besonderen

Kick am Morgen. Und das alles bei nur 0,1

Prozent Fett.

„Schärdinger Träume“ Bratapfel, Eierlikör,

Kokosbusserl: Das Schärdinger Wintertraum-Trio

beliebter Sorten aus bester

frischer Milch aus Österreich. Erlesene Zutaten

und sorgfältige Zubereitung sorgen

für ein cremig-feines Geschmackserlebnis

vom ersten bis zum letzten Schluck. Erhältlich

in der praktischen, wiederverschließbaren

750-g-Flasche.

„Schärdinger Joghurtträume“, Mango mit

Papaya: Der herrlich cremige Sommertraum

Mango mit Papaya erweitert seit

April das fruchtige Sortiment der Schärdinger

Joghurtträume. Und weil die fruchtig-sommerliche

Sorte innerhalb kürzester

Zeit zahlreiche Fans in ihren Bann gezogen

hat, wird sie zukünftig als Ganzjahressorte

im 400-g-Becher in den Kühlregalen erhältlich

sein.

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

11


SCHÄRDINGER GOES BRAZIL

Bergbaron nicht nur

für Carriocas

AUCH BRASILIEN IST EIN ABSATZMARKT FÜR DIE BERGLANDMILCH

Der stetig wachsende brasilianische Milchmarkt ist mittlerweile fest

in ausländischer Hand. Auch Österreich spielt dort eine kleine, aber

feine Rolle: Die Fleckviehzüchter liefern Samen und Embryonen

über den Atlantik, die Berglandmilch Käse.

Der Milchmarkt in Brasilien boomt. Im Jahr

2010 wurden mit rund 21 Milliarden Litern

sieben Prozent mehr Milch angeliefert als

im Vorjahr. Das größte Molkereiunternehmen,

Dairy Partners Americas mit 2,1 Milliarden

Liter – rund zehn Prozent Markt -

anteil –, ist ein Joint-Venture von Nestlé und

Fonterra. 1999 war noch die italienische

Parmalat die Nr. 2 im Land. Dabei ist der

Milchmarkt in dem Riesenland (flächen-

Milchproduktion in Brasilien mit Tiroler Wurzeln.

12 Mit Schärdinger lässt sich's leben.

mäßig über 100-mal größer als Österreich,

etwa 200 Mio. Einwohner) extrem aufgesplittert.

Die zwölf größten Molkereiunternehmen

erfassen nicht einmal 40 Prozent der

Milchmenge.

Auch eine „Tirol Milch“ gibt es in Brasilien.

Die „Lacticínios Tirol Ltda/Molkerei

Tirol“ in Treze Tílias im Bundesstaat Santa

Catarina, hierzulande besser bekannt als

„Dreizehnlinden“, verarbeitet täglich etwa

1,7 Millionen Liter Milch von 12.000 Bauern

im Umkreis von 600 Kilometern, das sind

700 Millionen Liter pro Jahr. Der Gründer

von Dreizehnlinden war der aus der Wildschönau

stammende Andreas Thaler. Ehemals

Landwirtschaftsminister in Österreich

(1925–1933), wanderte er 1933 mit anderen

Tirolern aus. Bis Ende der 1950er Jahre folgten

ihnen weitere Landsleute. An die Tradition

der alten Heimat erinnern dort bis heute

neben vielen Häusern im Tiroler Baustil, dem

Kunsthandwerk der Holzbildhauer, der Musikkapelle,

der Volkstanzgruppe oder einer

„Edelweiß-Bar“ auch die schmackhaften

Milchprodukte.

Milch wird in Brasilien hauptsächlich in den

südlichen Bundesstaaten Goias, Rio Grande

do Sul, São Paulo und Minas Gerais produziert.

Das Land ist weltweit der sechstgrößte

Milchproduzent. Den wenigen großen, spezialisierten

Milchfarmen mit oft mehreren

Tausend Tieren stehen zahllose Kleinbauern


gegenüber. Während die meist holländischstämmigen

Milchfarmen vorwiegend auf

„Gado Holandês“, also Holstein Friesen, Jersey

und Braunvieh aus europäischer Zucht

setzen, ist Milch für die Kleinbauern eher ein

Nebenprodukt von Rindfleisch. Sie halten

„Girolanda“, Kreuzungen aus indischem

Zebu (Gir) und Holandês.

Aber auch Fleckvieh hat einen traditionell

hohen Stellenwert, etwa als Kreuzungspartner

der tropen- und klimaresistenten Zebus,

woraus sich etwa die synthetische Rasse

„Simbrasil“ entwickelt hat. An der Versorgung

mit bewährter Genetik aus Europa hatte

Österreichs Fleckviehzucht seit Jahrzehnten

einen wichtigen Anteil. Wurden früher auch

Zuchttiere geliefert, so konzentriert sich heutzutage

das kommerzielle Geschäft auf Samen

und Embryonen. Mittlerweile stehen viele

Nachkommen

alter

Fleckvieh

linien wie Maurer,

Streif, Morello, Malf oder

Horb, aber auch von jüngeren Vererbern

wie Halling, Rolo oder Weinold auf

brasilianischen Bauernhöfen.

Seit nunmehr 15 Jahren können

Brasilianer aber auch rotweißrote

Käsespezialitäten von Schärdinger

einkaufen. Firmensitz des Distributeurs

ist die Megalopolis São Paulo,

dessen Vertriebsnetz deckt zudem die

wichtigsten Städte wie Rio de Janeiro, Belo

Horizonte, Brasilia und Curitiba ab.

Im Angebot: Baronesse, Raclette, Alpidamer,

Moosbacher und Bergbaron, wobei Letztgenannter

den Brasilianern am meisten mundet.

„Insgesamt werden heuer allein sieben Tonnen

Bergbaron nach Brasilien verschifft“,

weiß Berglandmilch-Mitarbeiterin Karin

Kernegger. Um Produkte nach Brasilien liefern

zu können, ist übrigens ein aufwendiges

Registrierungsverfahren beim brasilianischen

Handelsministerium erforderlich, welches regelmäßig

erneuert werden muss.

Hier sind Landwirte bestens beraten und für jede Reparatur optimal versorgt.

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Mit Schärdinger lässt sich's leben.

13


BUCHTIPP

Kultur & Geschichte(n)

rund um die Kuh

WAS SIE SCHON IMMER ÜBER KÜHE WISSEN WOLLTEN

Mehr Wissenswertes über Kühe hat vor ihm wohl noch keiner zusammengetragen.

In seinem Buch „Die Kuh – Leben, Werk, Wirkung“

belegt Florian Werner auf amüsante Weise, welch enorme und

weithin völlig unterschätzte Rolle die Kuh seit jeher in der Kulturgeschichte

des Menschen spielt.

Der Autor hat sein Herz bereits in der Kindheit

an Kühe verloren. Damals verbrachte

Florian Werner seine Ferien oft auf dem Bauernhof

und erlebte dort im Alter von zehn

Jahren die Geburt eines Kalbes mit. Als er

Jahre später auf einen Text zur Bedeutung

der Kuh stieß, hatte er ein Buchthema

gefunden.

Die Kuh hat das Leben der gesamten

Menschheit bedeutend geprägt, schreibt der

promovierte Autor und Musiker aus Berlin.

„Sie hat es dem Menschen ermöglicht, sesshaft

zu werden. Durch die Domestizierung

der Kuh brauchte er sich nicht mehr auf die

gefährliche Jagd zu begeben.“ Sie gab

Fleisch, Milch und Haut, also Leder. Auch

für den Ackerbau hatte die Kuh eine entscheidende

Bedeutung: Sie konnte schwere

Lasten ziehen und die Felder pflügen. Werner:

„Letztendlich haben wir es ihr zu verdanken,

dass wir Hochkulturen bilden

konnten.“ Erst durch den züchterischen Einfluss

des Menschen entstand aus dem in der

Die Kuh in der Kunst: Robert Joyner, Abstract Cow Art. Franz Marc, Die gelbe Kuh.

14

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

Jungsteinzeit domestizierten „Bos primigenius

primigenius“, umgangssprachlich als Ur

bezeichnet, das breit gefächerte Spektrum

von ungefähr 600 verschiedenen Rinderrassen,

das es heute gibt. Das Ur war übrigens

fast so groß wie ein Elefant, was es allerdings

nicht vor der Ausrottung durch den Menschen

bewahrte. Das letzte Exemplar starb

1627 in Polen. Eine zweite Form des Urs war

in Indien beheimatet, der asiatische Auerochse.

Aus ihm entwickelten sich die Zebus.

Mit den Kolonisatoren aus Europa eroberten

die ursprünglich aus Persien stammenden

Tiere den gesamten Globus. Als Christoph

Kolumbus 1494 zum zweiten Mal nach Amerika

segelte, brachte er die ersten Kühe in die

Neue Welt. Später breiteten sie sich im Gefolge

der spanischen Konquistadoren und

Missionare über ganz Amerika aus. Der Eng-


Zebu-Kuh, Hochzeit am Land: Kühe sind nicht nur im Leben von Milchbauern in aller Welt allgegenwärtig.

länder Robert Bakewell und die Gebrüder

Collins begründeten im 18. Jahrhundert die

moderne Rinderzucht, im 19. Jahrhundert

wurden Australien und Neuseeland als Weideländer

für den stetig wachsenden Rindfleischhunger

des britischen Imperiums

erschlossen.

Gemeinsam mit dem Menschen formten die

Kühe maßgeblich auch das Antlitz der Erde:

Nicht nur die Kulturlandschaft Mitteleuropas

mit ihrem Wechsel von Äckern, Weiden und

Wäldern, auch die Prärien Nordamerikas

sowie die riesigen, von Erosion bedrohten

Kahlschlaggebiete in Mittel- und Südamerika,

wo Millionen Hektar Regenwald Platz

für Viehweiden machen mussten, sind Resultate

der Rinderhaltung.

Knapp 1,3 Milliarden Rinder grasen heutzutage

auf der Erde. Kein anderes Nutztier

nimmt so viel Platz auf der Welt ein wie die

Kuh. Rinder sind somit die zahlenmäßig

stärkste Großsäugerart der Erdgeschichte. Ihr

Gesamtgewicht übersteigt das der menschlichen

Erdbevölkerung um mehr als das Doppelte.

Die Versorgung der Wiederkäuer mit

Gras und Futtergetreide beansprucht fast ein

Viertel der landwirtschaftlichen Nutzfläche,

hat der Autor recherchiert. Der Philosoph

Vilém Flusser (1920–1991) bezeichnete

Kühe daher als „effiziente Maschinen zum

Verwandeln von Gras in Milch“. Denn Hochleistungskühe

geben heute innerhalb von

zwei Wochen mehr Milch als ein deutsches

Rind Anfang des 19. Jahrhunderts im Lauf

eines ganzen Jahres. Ausgedient hat auch der

Dorfstier. Die Vermehrung der Rinder

geschieht mittlerweile vorwiegend durch

künstliche Besamung oder durch Embryonentransfer.

Besonders ertragreiche Spitzenexemplare

werden in manchen Ländern auch

teuer geklont, also exakt kopiert.

Kühe sind aber nicht nur im Leben von

Milchbauern allgegenwärtig. Sie begegnen

den Menschen heutzutage abseits von Stall

und Weide als Werbeträgerin für Schokolade,

Butter, Pudding oder Land-Urlaube, als Gegenstand

der Forschung und der Dichtung,

als bunt bemalte Kunstobjekte, Glücksbringer

und Spielzeug. Sie werden in Indien als

heilig verehrt oder von manchen Europäern

für blöd befunden, aber wirklich gleichgültig

ist sie den meisten Menschen nur selten. Im

Gegenteil: Nach bald 10.000 Jahren Zusammenleben

ist vielen das geheimnisvolle Rindvieh

noch immer ein Rätsel.

Anhand von Anekdoten, Kuriositäten sowie

überraschenden Zahlen und Funden präsentiert

Florian Werner die Kulturgeschichte der

Kuh, mit Bildern und vielen Literaturhinweisen.

Werner ist dem Einfluss der Kuh auf die

unterschiedlichen Vorstellungen von der

Schöpfungsgeschichte ebenso nachgegangen

wie den Fragen über ihren Nutzwert, ihre Eigenschaften

und ihren Niederschlag in der

menschlichen Terminologie. Dazu wertete er

eine Fülle von Material aus Religion und Geschichte,

Film und Literatur, Sagen und Märchen,

Gebräuchen oder Redensarten aus.

So ist die Sprache des Menschen reich an

Metaphern und Redewendungen, die auf

seine Erfahrungen mit dem lieben Vieh verweisen.

Ist jemand an einem undurchsichtigen

Geschäft beteiligt, so treibt er einen

„Kuhhandel“, Wenn er sich mehr zuschulden

kommen lässt als allgemein üblich, so gehen

seine Missetaten „auf keine Kuhhaut“. Da

Kühe Wohlstand symbolisierten und eine der

ersten Naturalwährungen darstellten, verdanken

sich zudem die wichtigsten Grundbegriffe

des Kapitalismus der Viehhaltung –

nicht zuletzt das Wort „Kapitalismus“ selbst:

Es hat denselben Ursprung wie der englische

Ausdruck für Kühe, „cattle“. Beide Wörter

kommen von dem lateinischen „caput“ oder

Kopf. Wer zu römischen Zeiten viele Köpfe

sein Eigen nannte, also eine große Anzahl

von Kühen besaß, der war im ursprünglichsten

Sinn des Wortes ein Kapitalist.

Fazit Werner lässt keine Facette aus, löst

auch „das Geheimnis des Kuhblicks“ und

erzählt ebenso klug wie sympathisch enorm

viel über das Wesen Mensch und die Kuh als

seine „ewige Begleiterin“. Der hier auch eine

„Ehrenrettung“ zuteil wird: Denn im Gegensatz

zum landläufigen Klischee ist sie ein

hochintelligentes und differenziertes Lebewesen.

„Die Kuh – Leben,

Werk und Wirkung“,

von Florian Werner,

erschienen als Goldmann-Taschenbuch,

256 Seiten, 9,30 Euro;

ISBN:

978-3-442-47305-2

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

15


KÄSE-KAISER 2012

Schärdinger unschlagbar

UNANGEFOCHTENE KÄSE-MARKTFÜHRERSCHAFT ERNEUT BESTÄTIGT

Bei der diesjährigen Käse-Kaiser-Gala der Agrarmarkt Austria Marketing

heimsten Schärdinger und Tirol Milch mit zwölf Nominierungen

einmal mehr vier Käse-Kaiser ein.

Bereits zum sechzehnten Mal wurden die

mittlerweile zur Tradition gewordenen goldenen

Käse-Kaiser-Trophäen verliehen – heuer

Anfang November auf besonders kaiserlichem

Boden, nämlich in der Orangerie von

Schloss Schönbrunn. Dabei punkteten Schärdinger

und Tirol Milch wieder in vier verschiedenen

Käse-Kategorien. Schärdinger

konnte seine Position als Marktführer durch

Auszeichnungen in den Kategorien „Frischkäse“

mit dem „Schärdinger Bojar Schnittlauch“,

in der Kategorie „Schnittkäse“

mild-fein mit dem „Schärdinger Bergbaron“

sowie in der Kategorie „Innovation“ für den

„Schärdinger Austria Blu“ festigen. Der

„Graf Görz“ der Tirol Milch holte in der Kategorie

„Weichkäse“ die begehrte Trophäe.

Ausgezeichnet: Ulf Schöttl, Hans Keitzinger. Gekrönt: Josef Stiendl.

16 Mit Schärdinger lässt sich's leben.

Mit zwölf Nominierungen in acht Kategorien

demonstrieren Schärdinger und Tirol Milch

ihre überragende Kompetenz im Bereich

Käse. Überragend dabei der Bergbaron, der

bereits zum siebenten (!) Mal prämiert wurde.

Heuer wurde erstmals eine ganz besondere

Auszeichnung vergeben: Die goldene „Käse-

Kaiser Krone“ für seinen außergewöhnlichen

Einsatz um die heimische Käsekultur ging an

Fotos: AMA Marketing

Diplom-Käsesommelier Josef Stiendl.

Der Berglandmilch-Mitarbeiter leitet seit

1997 erfolgreich die Schärdinger-Käseakademie.

Neben seinem herausragenden Fachwissen

und der Liebe zum Produkt Käse

zeichnen den Agraringenieur auch sein unermessliches

Engagement als Käsebotschafter

und seine Verdienste als unschätzbarer Mentor

in der Weiterentwicklung des österreichischen

Käses aus.

Stolze Leistung Berglandmilch-Marketingleiter

Ulf Schöttl zum Erfolg von Schärdinger

bei der diesjährigen Käse-Kaiser-

Ver leihung: „Es ist heuer ein ganz spezieller

Erfolg, gleich vier Mal die begehrte Trophäe

verliehen zu bekommen. Das ist etwas ganz

Besonderes. Die vier Auszeichnungen für unsere

Frisch-, Weich- und Schnittkäse sowie

für die Käseinnovation bestätigen unser

Be streben, am Markt die Besten zu sein.

Besonders stolz sind wir zudem auf die über -

ragende Auszeichnung für Josef Stiendl.

Dem Berglandmilch-Motto ‚Was man gern

macht, macht man gut‘ wurden wir somit

wieder einmal mehr als gerecht.“

Die Auszeichnung für die besten heimischen

Käse in verschiedenen Kategorien wird seit

1996 vergeben. Weitere Prämierungen gehen

an die schönsten Käsevitrinen im Lebensmittelhandel

sowie den Käsesommelier des Jahres.

In jeder Kategorie gibt es drei

Nominierte. Neben der begehrten Trophäe

samt Zertifikat dürfen die Sieger das Symbol

des Käse-Kaisers ein Jahr lang für Werbezwecke

nutzen.


DLG-PRÄMIERUNGEN

Goldregen

für Schärdinger

SENSATIONELL: 18 X GOLD UND 10 X SILBER FÜR TOP-QUALITÄT

Milchprodukte von Berglandmilch sind top. Gleich neun Produkte

von Schärdinger wurden heuer von der Deutschen Landwirtschafts-

Gesellschaft, DLG, mit Gold ausgezeichnet. Für weitere fünf Schärdinger-Milchprodukte

gab es Silber. Weitere Medaillen heimste man

auch für mehrere Handelsmarkenprodukte für den Export ein.

Der Marketingleiter von Schärdinger, Ulf

Schöttl, zeigte sich angesichts des dichten

Goldregens mehr als zufrieden: „Das ist ein

großartiger Erfolg für Schärdinger bei der

diesjährigen DLG-Verleihung 2011, und das

quer durch alle unsere Produktgruppen. Es ist

eine tolle Auszeichnung für die hohe Qualität

von Schärdinger-Produkten und bestätigt uns

darin, auch weiterhin hochwertige Milchprodukte

mit bestem Geschmack und einer klaren

Österreich-Positionierung am Markt

anzubieten.“

Sensationell: 9 x Gold

für Schärdinger-Produkte.

Die Goldmedaillen Unter den mit Gold ausgezeichneten

Produkten sind der Schärdinger

Vanilletraum sowie drei frühere „Käse-Kaiser“,

nämlich der Schärdinger Kaisertaler, der

Schärdinger Dachsteiner und der Schärdinger

Moosbacher. Auch Österreichs Käseklassiker,

der Schärdinger Bergbaron, wurde mit

Gold prämiert. Für das Frühstücksjoghurt

Ananas/Cerealien aus dem Sortiment der

Schlanken Linie von Schärdinger gab’s ebenfalls

eine Goldmedaille. Bei den Schärdinger

Landfrischkäsen wurde die Sorte „Schnittlauch

20 %“ mit Gold ausgezeichnet. Die

Bestnote verliehen bekamen weiters der Rol-

SUPERGOLD FÜR

FELSENKELLER

Fotos: DLG

lino Kräuter sowie die Sorte Classic von

Schärdinger Landfrisch Streichgenuss.

Zudem wurde die Top-Qualität von 14 von

der Berglandmilch für den Export erzeugten

Handelsmarkenprodukten mit Gold- und Silbermedaillen

belohnt.

Die Silbermedaillen gingen an die Schärdinger

Heidelbeer Topfennockerl, den Schärdinger

Jerome und den Schärdinger Österkron.

Auch der neue Schärdinger Pastakäse wurde

mit Silber prämiert. Ebenfalls mit Silber ausgezeichnet

wurde Sirius Camembert – Österreichs

beliebtester Camembert, der heuer

getreu dem Motto „unverändert gut seit

1911“ seinen 100. Geburstag feiert.

Zuletzt gemeldet wurden zwei

Riesenerfolge für Tirol Milch bei

den diesjährigen World Cheese

Awards in Birmingham.

Der „Tiroler

Adler“ wurde mit einer

Silbermedaille, der

„Tiroler Felsenkeller“

gar mit „Supergold“

(quasi die Besten der

Besten) ausgezeichnet.

Die Jury beurteilte wieder mehr als

2.500 Käse von über 200 Käsespezialisten

aus zwei Dutzend Ländern.

www.finefoodworld.co.uk/wca

Mit Schärdinger lässt sich's leben. 17


PROMOTION MIT HERZ

Auch heuer möchte die Berglandmilch als Österreichs größte Bauernmolkerei

die österreichischen SOS-Kinderdörfer wieder mit Hilfe

ihrer treuen Kunden unterstützen. Im November und Dezember gehen

daher pro verkauften Trinktraum 5 Cent an die Kinderhilfseinrichtung.

Die „Promotion mit Herz“ startet in der Vorweihnachtszeit. Besonders

diese Zeit des Jahres erinnert daran, wie wichtig es in unserer

schnellen, leistungsorientierten Zeit ist, an all jene zu denken, die oftmals

nicht so können, wie sie gerne möchten. Ganz einfach können

durch den Kauf von Schärdinger-Trinkträumen Kinderaugen zum

Leuchten gebracht werden – 5 Cent gehen als echte Spende an die

heimhischen SOS-Kinderdörfer, ohne dass der Verkaufspreis erhöht

wird. Berglandmilch-Geschäftsführer Josef Braunshofer: „Schärdin-

18

TIROLER

WINTERTRAUM

Der Winter ist längst da – zur Freude

aller Liebhaber der winterlichen, vollmundigen

Joghurtgenüsse. Tirol Milch

brachte bereits Anfang Oktober drei

neue Sorten des beliebten Tiroler

Fruchtjoghurts „Wintertraum“ in die

heimischen Kühlregale.

Tirol Milch setzt schon seit vielen Jahren

auf den regelmäßigen Wechsel

zwischen den Tiroler Fruchtjoghurt-

Sommersorten „Sonnenparadies“ und

den Wintersorten „Wintertraum“.

Die Winterträume 2011/12 sind „Bratapfel

Vanille“ (ein cremiges Joghurt mit

feinem Bratapfel und einem Hauch

Vanille), „Nuss Karamell“ (beide

Geschmäcker harmonieren vorzüglich

und tragen dem Konsumentenwunsch

nach einer „nussigen“ Joghurt-Variante

Rechnung) sowie „Birne Nougat“ (eine

köstliche Verbindung aus frischer Birne

und zartem Nougat). Da wird jeder Löffel

zu einer wahren Gaumenfreude. Im

180-g-Becher erhältlich.

Alle Tirol-Milch-Erzeugnisse werden

aus bester Tiroler Alpenmilch hergestellt.

Dieser einzigartige Rohstoff wird

von knapp 4.000 Tiroler Bäuerinnen

und Bauern täglich bereitgestellt.

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

Ein traumhaft winterliches Trinkvergnügen

garantieren wie jedes Jahr die Schärdinger

Winterträume, die auch heuer wieder rechtzeitig

zum Kälteeinbruch Lust auf den Winter

machen. Mit den beliebten Geschmacksrichtungen

„Bratapfel“, „Eier likör“und „Kokosbusserl“

wird die kalte Jahreszeit für alle

Winter(träume)-Liebhaber zur reinen Ge-

ger unterstützt damit gerne einmal mehr das Anliegen der Stiftung

Kindertraum, Kindern eine Freude zu bereiten. Mit unserer Promotion

kann jeder Konsument ganz einfach ein Kinderlächeln schenken

und schwer kranken oder behinderten Kindern ihren Herzenswunsch

erfüllen. Einfach mit Schärdinger genießen und Kinderherzen höher

schlagen lassen!“

DEN WINTER GENIESSEN

nusszeit. Ob kalt oder auch warm – jeder

Schluck ein Genuss! Bereits seit einigen Jahren

gibt es bei Schärdinger einen erfolgreichen

Saisonwechsel und die Schärdinger

Winterträume kehren in die Kühlregale zurück.

Die Wintertraum-Sorten bieten auf

Basis frischer Milch veredelt mit erlesenen

Zutaten winterlich köstlichen Trinkgenuss.


Die alle zwei Jahre im Oktober in der Rhein-

Metropole Köln abgehaltene Anuga steht für

neue Märkte und Zielgruppen. Für alle

Trends und Themen. Und vor allem für Geschäfte

und Kontakte auf höchstem Niveau.

Zur Anuga 2011 kamen über 155.000 Fachbesucher

aus 180 Ländern. Die Berglandmilch

präsentiert sich auf der Anuga Dairy

erstmals gemeinsam mit der Tirol Milch und

zeigte zudem ein Dutzend Produktinnovationen,

allen voran auf die Schärdinger Käsescheiben

„Hauchdünn“ in den Sorten

Bergkäse und Moosbacher sowie die neuen

Schärdinger Butterkäsescheiben.

Ein Dutzend Neuheiten

BERGLANDMILCH WAR WIEDER AUF DER LEBENSMITTEL-LEITMESSE

Die Anuga in Köln ist die größte Messe für Nahrungs- und Genussmittel

der Welt. Unter den knapp 6.600 Unternehmen aus 100 Ländern

war auch heuer wieder die Berglandmilch mit dabei.

Von Tirol Milch gab es die Käsescheiben der

Sorten Jausenkäse, Bergkäse, Bergtilsiter

sowie das Scheibentrio; dazu Tirol Milch

„mei Müsli“ in den Geschmäckern Apfel-

Banane, Zwetschke, Waldbeere und Müsli.

Für Furore sorgten auch Schärdinger Österreichischer

Mozzarella, Schärdinger Quargel

Natur und Paprika, die Schärdinger Raffinesse

sowie Schärdinger „Die schlanke

Linie“ Banane/Cerealien.

Vor zwei Jahren noch als besondere Innovation

ausgezeichnet: die Schärdinger Topfennockerl,

neu in der Geschmacksrichtung

Heidelbeer mit Vanillesauce. Das Dutzend

Neuheiten voll gemacht

haben das neue

Bio-Kinderjoghurt

Schärdinger Bärenhunger,

der köstliche

Schärdinger Mangotraum,

die Schärdinger

Sommerträume sowie

die neuen Desserta

„Coffee to go“-Drinks.

Die Export-Mannschaft

von Vertrieb und

Marketing konnte

neben oft langjährigen

Kunden auch potenzielle

Neukunden aus

Der Schärdinger-Stand auf der Anuga. Branchentreff Anuga Dairy.

ANUGA 2011

Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten

bis Amerika und Australien begrüßen. Auch

zahlreiche Journalisten – von „Regal“ und

„Cash“ über die deutsche „Lebensmittel Zeitung“

bis hin zu internationalen Fachmedien

– zeigten Interesse an den Innovationen

aus dem Hause Schärdinger/Tirol Milch.

Übrigens: Österreichs Agrarexporte konnten

im ersten Halbjahr 2011 um 21,2 Prozent zulegen

und haben damit einen Umsatz von 4,5

Milliarden Euro erreicht. Exportschlager sind

seit Jahren Milchprodukte und Käse, wertmäßig

die wichtigste Warengruppe, die Österreich

nach Deutschland exportiert (+ 15 %).

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

Fotos: Messe Köln

19


FELSENKELLER NEU

IM AFFINEUR-KARTON

Vor kurzem wurde der große Schärdinger

„Affineur“-Karton um eine erfolgreiche

Sorte erweitert, nämlich um die aromatisch

würzig-kräftige Hartkäsespezialität Affineur

„Tiroler Felsenkeller“ mit 45 % F. i. T. im

280-g-Stück aus dem Tiroler Unterland. Den

äußerst geschmeidigen Teig und seinen voll -

aromatischen Geschmack erhält der Käse

durch seine Reifung und Pflege in zwei Tiroler

Felsenkellern. Diese Käsespezialität wird

ausschließlich aus silofreier Rohmilch

hergestellt und sorgfältig per Hand

mit Rotkultur gepflegt. Dazu

Schärdinger-Geschäftsführer

Josef Braunshofer: „Die Sortierung

des bestehenden erfolgreichen

Affineur-Kartons wird

durch den Neuzugang aus dem Hause Tirol

Milch optimal ergänzt und gewinnt somit zusätzlich

an Attraktivität.“ Bis Jahresende wird

dem Affineur-Karton ein Infoblatt über den

Tiroler Felsenkeller beiliegen. Ebenso wird

am Karton ein Aufkleber auf die Sortierungsänderung

hinweisen. Damit der Karton das

Gesamtgewicht von 5 kg nicht übersteigt,

wird der „Le Rosé“ im 500-g-Stück einsortiert.

Das Gesamtgewicht liegt somit bei 4,87

kg. Das Affineur-Sortiment umfasst somit 2 x

Rollino, 1 x Camembert, 1 x Weinkäse, 1 x

Kaisertaler, 1 x St. Patron und 1 x Rosso (alle

je 250g); dazu 1 x Mondseer 500 g, 1x 2

Mönche und 2 x St. Severin (je 150 g); 2 x

Roter Mönch mit Birne 180 g; 1 x Alpzirler

und 1 x Le Rose (je 500 g), 1 x Dolce Bianca

(180 g), 1 x Österkron (300 g), 2 x Weißer

Ziegett (100 g) und neu den Tiroler Felsenkeller.

VON BEGINN AN EIN ERFOLG

Österreichs erstes Bio-Milchprodukt für Kinder, der

„Schärdinger Bärenhunger“, hat eingeschlagen:

Jetzt gibt es für alle kleinen und großen Fans der

Milchcreme zwei neue, fruchtig-frische Sorten –

Himbeere und Tropic – im Kühlregal.

Seitdem Schärdinger im Juni die Bärenhunger

Milchcreme auf den Markt brachte, sind Eltern wie

Kids begeistert von dem mild-fruchtigen

Milchprodukt. Grund genug für Berglandmilch,

noch zwei neue Fruchtsorten in der einzigartigen

Rezeptur anzubieten: Himbeer und Tropic mit dem

20 Mit Schärdinger lässt sich's leben.

TIROL MILCH

Tiroler Kraftpakete

MEI TIROLER MÜSLI IN VIER SORTEN

Ein heißer Tipp fürs Frühstück: Seit September stehen vier knackigfruchtige,

kernige Gaumenfreuden in den heimischen Kühlregalen.

Müsli ist gesund und gehört zu einer ausgewogenen

und modernen Ernährung dazu. Es

macht satt und enthält Ballaststoffe, Vitamine

und Mineralien. Die in Müsli enthaltenen

Kohlenhydrate versorgen den Körper reichlich

mit Energie, welche der Organismus gerade

am Morgen dringend braucht. Das neue

meiTirolerMüsli ist feinstes Tiroler Naturjoghurt

aus wertvoller Tiroler Alpenmilch mit

ausgewählten Müslimischungen aus verschiedenen

Getreidesorten, Früchten und

Nüssen. Es ist reich an natürlichen Nährstoffen

und bietet sich auch als kleine, gesunde

Zwischenmahlzeit optimal an. Die Sorte

„Zwetschke“ enthält viel reife Frucht (8,5 %)

mit Gerste, Hafer und Weizen (3,8 %).

Zwetschken bringen die Verdauung in

Schwung und stärken durch die Spurenele-

feinen Fruchtpüree ganz ohne Stückchen, im 4er-

Multipack mit zwei Bechern pro Sorte und natürlich

ebenso in Bio-Qualität und absolut frei von künstlichen

Farbstoffen und Konservierungsmitteln. Die

bunt gestaltete Verpackung mit dem Bären und die

Malvorlage auf der Rückseite des Kartons sind der

Hit für coole Kids. Mit den kindgerechten Einzelportionen

zu 120 g lässt sich der kleine Hunger

schnell und bärig vertreiben. Tolle Minigames rund

um den Bärenhunger findet man auch im Internet:

www.baerenhunger.at

mente Zink und Kupfer das Nerven- und Immunsystem.

„Apfel-Banane“ enthält die beliebten

Fruchtsorten (7,5 %) mit Gerste,

Hafer, Weizen und Haselnüssen. „Waldbeer“

ist ein Beerenmix aus Erdbeeren, Heidelbeeren,

Brombeeren und Himbeeren kombiniert

mit Gerste, Hafer und Weizen. Und „Bircher“

überzeugt mit Pfirsich, Orangen, Rosinen,

Äpfel und einer 3,9 %igen Mischung aus

Gerste, Hafer, Weizen und Haselnüssen.

Die neuen meiTirolerMüslis sind im 150-g-

Becher erhältlich und tragen das AMA-Gütesiegel.

Zur Produkteinführung gab es neben

einer klassischen Inseraten- und Plakat-Kampagne

auch Platzierungen im Frühstücksfernsehen

sowie umfangreiche Verkostrunden in

den Monaten Oktober und November.


HETWIN FÜTTERUNGSROBOTER: „SCHWEBENDER SATTMACHER“

Das Tiroler Unternehmen Hetwin Fütterungstechnik

aus Langkampfen bietet

innovative Automatisierungslösungen für

Die Kompakte Bauweise ermöglicht den Einsatz

auch auf schmalen Futtertischen.

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den Fütterungsbereich. Die größte Nachfrage

ist im Moment bei den Fütterungs robotern zu

verzeichnen, da die Vorzüge einer automatischen

Fütterung von Hetwin überzeugend

sind. Mittlerweile erleichtern in den verschiedensten

Ländern Fütterungsroboter von Hetwin

den Landwirten die tägliche Arbeit. Der

Roboter verarbeitet problemlos Ladewagensilage

oder Ballensilage. Durch die mehrmals

täglich stattfindende Fütterung wird das Futter

jedes Mal frisch von den Silageblöcken

oder Silageballen, die in den Vorratsbehältern

für mehrere Tage vorgelagert werden, abgefräst.

Kein Nährstoffabbau: Durch die kurze Zeit,

in der die frische Mischration im Futterbarren

liegt, ist gewährleistet, dass kein Nährstoffabbau

im Grundfutter durch Nacherwärmung

stattfindet. Weiters sorgt der

Roboter für mehr Aktivität in der Herde, das

sich wiederum mit einer höheren Grundfutteraufnahme

bemerkbar macht.

Energie Klagenfurt

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Abfräsen, Einwiegen, Schneiden, Mischen,

Ausdosieren und Futteranschieben. Die

freie Zeiteinteilung zum Befüllen der

Boxen bringt eine Flexibilität für den Betrieb.

Durch die kompakte Bauweise kann das

Gerät auf schmalen Futtertischen arbeiten,

was bei Neubauten Baumasseneinsparungen

bringt. Hetwin Automation Systems

GmbH, Mitterweg 15, 6336 Langkampfen;

Sofortinfo unter Tel.: 0664/841 88 08,

www.fuetterungsroboter.at

Multitalent mit 6 Funktionen: Der Fütterungsroboter

von Hetwin ist ein Multitalent,

das standardmäßig sechs Funktionen vereint: Das Futter kann in Vorratsbehältern für

mehrere Tage vorgelagert werden.

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Firmenmitteilung


22 Mit Schärdinger lässt sich's leben.

STALLBAU

„Daylight“

auch für Kühe

WICHTIGES THEMA: BELEUCHTUNG IM KUHSTALL

Kühe haben ein elementares Bedürfnis nach Licht. Aus diesem

Grunde ist es von großer Bedeutung, dass vor allem in der dunklen

Jahreszeit Leuchtmittel und Leuchten in Ordnung sind. Auch wenn

sich der Bauer selber nicht im Stall aufhält, sollte das Licht brennen.

Durch die Einführung von Beleuchtungsprogrammen

mit einem Intervall von 16 Stunden

Licht und acht Stunden Dunkelheit bei einer

Lichtintensität von 150 Lux wird die Milchleistung

durch die Wirkungen auf die Hormone

Serotonin und Melatonin im Blut

positiv beeinflusst. Berücksichtigt man

allerdings die Investitionskosten und die Unterhaltungskosten

für ein Beleuchtungsprogramm

in Bezug auf Energie und Material,

geht diese Rechnung nicht zwingend auf. Die

Kühe erreichen zwar eine höhere Leistung,

aber diese Mehrleistung ist nur bei den

Kühen zu erwarten, die in den Monaten mit

kurzen Tagen, also in der Zeit von Dezember

bis März abkalben. Bei einer gleichmäßig

verteilten Abkalberate könnte die nachgewiesene

Leistungssteigerung bei gut einem Viertel

der Kühe (27 %) kalkuliert werden,

ergaben Untersuchungen in Deutschland.

Aber auch ohne Beleuchtungsprogramm

wird durch das Licht mit ca. 100 Lux die Aktivität

der Kühe positiv beeinflusst, sodass

auch schon allein hierdurch zusätzliche Leistungseffekte

durch eine höhere Futteraufnahme

zu erwarten sind.

Aus ökonomischen Gründen sollte die Beleuchtung

so ausgerichtet werden, dass die

Helligkeit im Stall mindestens 130 Lux beträgt

und die Leuchten morgens von 5:30 Uhr

Foto: agrar-press.de

bis 8 Uhr und abends von 16 Uhr bis 22 Uhr

per Zeitschaltuhr eingeschaltet sein sollten.

Da Leuchtstoffröhren temperaturabhängig

sind und vor allem bei niedrigen Temperaturen

nicht in der Lage sind, ihr ganzes Lichtpotenzial

zu nutzen, sollte man bei der

Neuinstallation auf Hochdruckdampflampen

setzen. Die Lichtausbeute und die Verteilung

des Lichtes dieser Leuchten sind aus physiologischer

Sicht ideal.

Mit Abstand die höchste Energieeffizienz

haben gelb leuchtende Natriumdampfleuchten.

Mit über 130 Lumen je Watt und einer

Lebenserwartung von rund 20.000 Stunden

sind sie anderen Hochdruckdampflampen

deutlich überlegen. Einen besonderen Einfluss

auf die Wirtschaftlichkeit haben auch

die Lampenarmaturen mit ihrer Abstrahlcharakteristik

sowie die Positionierung der

Leuchten, denn mit jedem Meter, den die

Leuchten höher gehängt werden, reduziert

sich die Lichtausbeute am Tier deutlich.

Für die richtige Lichtausbeute in den Wintermonaten

sollte man Folgendes beachten:

Armaturen stets sauber halten, defekte und

flimmernde Birnen oder Leuchtstoffröhren

sofort austauschen und beim Ersatz von

Leuchtstoffröhren auf die richtige „Lichtfarbe“

achten: Für den Stall am besten geeignet

ist „daylight“.


Foto: Elmar Gubisch

VOR DEN VORHANG

Beim Heimatherbst Wolfsberg Ende September

am Weihermarkt der Kärntner

Bezirksstadt gab es heuer auch einen auffälligen

Schärdinger-Kiosk, an dem verschiedenste

Berglandmilch-Produkte zu

verkosten waren. Der Obmann der Molkereigenossenschaft

Wolfsberg und Auf-

STECKBRIEF ZUM TITELBILD

Betrieb: Hans und Maria Loibner, vulgo

„Rachholz“, Hasreith 21,

8522 Groß St. Florian.

Drei Kinder: Johannes, 17;

Anna, 16; Peter, 15.

Grünland-Milchviehbetrieb, 20 Hektar landwirtschaftliche

Nutzfläche + 4 Hektar Pacht

im benachteiligten Gebiet.

Herde: 36 Fleckvieh-Kühe im modernen

sichtsrat der Berglandmilch Elmar Vallant

aus Kamp bei St. Gertraud hatte den Stand

organisiert und freute sich über den großen

Besucherandrang bei schönstem Herbst -

wetter.

Produkte von Schärdinger gab es dank Schärdinger-Bauer

Gerhard Kaser aus Wilding

auch am Zivilschutztag in Geboltskirchen,

Oberösterreich, zu verkosten. Auch er hatte

für den 1. Oktober einen Berglandmilch-

Pavillon in markant blauer Farbe bestellt und

mit Berufskollegen aufgestellt. Die freiwilligen

Helfer und ihre vielen Gäste bei der

Veranstaltung zeigten sich auch an den

Milcherzeugnissen interessiert.

Freilauf-Kaltstall, 7.500 kg Stalldurchschnitt,

133.000 kg Milch kontingent.

Jungviehaufzucht ausgelagert.

„Der Stainzer-Vorstand hat alle wichtigen

Punkte bis zur Entscheidungsreife vorbereitet.

Dann sind wir zu den Mitgliedern gegangen,

um sie darüber abstimmen zu

lassen. Wir wollten die wichtige Entscheidung

einfach ohne zu frühe Zurufe und

Emotionen in Ruhe planen.“

DER SCHÄRDINGER will auch über die

Aktivitäten anderer Funktionäre bzw.

Primärgenossenschaften der Berglandmilch

berichten, die sich engagieren und

Werbung und Aufklärungsarbeit für Schärdinger

und Tirol Milch leisten. Einfach ein

oder zwei Digi-Fotos (jpg-Dateien, mindestens

300 dpi Auflösung) mit einem kurzen

Text sowie Tel.-Nr. senden an: Georg

Lehner, E-Mail: georg.lehner@berglandmilch.at.

Alle Einsender von bestechenden

Sponsoring-Aktionen und Veranstaltungsideen,

die in dieser Rubrik „vor den Vorhang

gebeten“ werden, erhalten einen

Schärdinger-Korb mit frischen Produkten

sowie Schärdinger-Fanartikel wie Kappen

und T-Shirts.

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

23

Impressum: Medieninhaber und Herausgeber: Berglandmilch eGen, Schubertstraße 30, 4600 Wels, www.schaerdinger.at


mseiss@roullier.com

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