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INDUSTRIELLE AUTOMATION 4/2025

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19239

SMARTE LÖSUNGEN FÜR DIE INDUSTRIE

04

August 2025

€ 13,00

TITEL

Automatisierung bei Rivella:

10 Alles aus einer Hand

Antreiben, Steuern, Regeln:

14 Effizienz im Brauprozess

Software: KI-basierte

44 Lösungen sinnvoll einsetzen

industrielle-automation.net


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den Tellerand blicken – von Branchenexperten!

Nur die wirklich relevanten Trends

Keine oberflächlichen News, sondern faktenbasierende

Inhalte, die Ihnen echte Wettbewerbsvorteile verschaffen!

Für Macher. Von Machern.

Wer hier nicht liest, bleibt zurück!

Während andere noch rätseln, wissen Sie bereits,

was die Branche als Nächstes bewegt.


EDITORIAL

MITEINANDER

MEHR ERREICHEN

Befehls- & Meldegeräte

vom Weltmarktführer

Wenn wir heute über Robotik sprechen, geht es längst nicht mehr nur

um greifende Arme hinter Sicherheitsschleusen. Es geht um feinfühlige

Cobots, lernfähige Algorithmen und Systeme, die mit uns interagieren

statt uns zu ersetzen. Doch um diese komplexen Technologien aus dem

Labor in die Fertigungshallen und Logistikzentren zu bringen, braucht es

mehr als Innovation – es braucht Zusammenarbeit. Denn Industrie und

Forschung bewegen sich oft auf unterschiedlichen Zeitschienen: Die

eine will schnelle Lösungen, die andere gräbt tief nach Erkenntnis. Doch

gerade im Feld der Robotik – mit seinen wachsenden Anforderungen

an Sensorik, Aktuatorik, Datenkommunikation und Systemintegration –

wird deutlich: Nur gemeinsam gelingt der nächste Produktivitätssprung.

Ein gutes Beispiel: Während Prof. Katharina Hölzle von der Notwendigkeit

offener Plattformen und interoperabler Systeme spricht, entwickelt

Lapp bereits hochspezialisierte Verbindungslösungen, die millionenfache

Torsionsbewegungen aushalten. Beide Seiten arbeiten am selben

Ziel – aus verschiedenen Perspektiven, aber idealerweise im Dialog.

Ein weiteres Beispiel für gelebte Kooperation findet sich am Forschungscampus

Open Hybrid LabFactory in Wolfsburg. Hier arbeiten Industrie

und Wissenschaft Hand in Hand an nachhaltigen Materialien für die

Mobilität von morgen. Technologiepartner bringen ihre Prüftechnik und

Anwendungserfahrung ein – und schaffen so die Basis für recyclingfähige

Werkstoffe und Komponenten mit geringerem ökologischem

Fußabdruck. In diesem Sinne: Lassen Sie uns gemeinsam an der Zukunft

bauen. Diese Ausgabe liefert Impulse dafür.

› Robust und millionenfach

in Anwendungen bewährt

› Durchgängiges System für jeden Bedarf

in Metall- und Kunststoffausführung

› Hängetaster zur Bedienung von Kranund

Hebevorrichtungen

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mit anderen Rabattaktionen.

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XVB-Produktlinie

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Eine inspirierende Lektüre

wünscht Ihnen

› Verbesserte Helligkeit

› Modernes Design

› Energieeffiziente LEDs

Nicole Steinicke

Chefredakteurin

INDUSTRIELLE AUTOMATION

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Automatisierungstechnik

0800 24 2011 24

automation24.de


26

EDITORIAL

03 Miteinander mehr erreichenSZENE

06 News, Trends und Personalien

08 Messe EMO 2025: KI als Gamechanger

FOKUS FOOD & BEVERAGE

10 TITELSTORY

Prozesse reibungslos optimieren

14 Effizienter brauen mit der passenden

Antriebs- und Steuerungstechnik

SENSORIK UND MESSTECHNIK

16 Berührungslose Temperaturmessung: wann

ist sie sinnvoll und welche Rolle spielen

Infrarot-Pyrometer?

20 Intelligente Sensorik für die dynamische

Lagerautomatisierung

24 Update: Produkte, Technologien, Trends

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BEILAGE

Ein Teil dieser Ausgabe enthält eine

Beilage der MEORGA GmbH, Dillingen.

TITEL

10

Julian Kümmerling, Head of Product

Sales Automation Cells bei Schunk

STEUERN UND ANTREIBEN

26 5 FRAGEN AN Julian Kümmerling,

Head of Product Sales Automation Cells

bei Schunk

28 Pick-to-Light-System bringt Dynamik in die

Kommissionierung

30 Update: Produkte, Technologien, Trends

INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION

32 IO-Link: Mehr Tempo, mehr Präzision,

weniger Aufwand

34 INTERVIEW Wird Robotik unsere Welt

von morgen verändern? Im Gespräch mit

Prof. Dr. Hölzle, IAT Universität Stuttgart/

Fraunhofer IAO und Hubertus Breier, Lapp

37 Update: Produkte, Technologien, Trends

Anzeige: Igus GmbH

kennenlernen

Das neue B2B-Online-Magazin bietet fundiertes Technikwissen.

Aktuell geht es um Automatisierung. Eine

Vorschau und Links zu allen Beiträgen finden Sie unter

bit.ly/4fafFbn sowie am Ende dieses E-Papers.

Lesen Sie, wie im laufenden Betrieb eines

Getränkeherstellers verschiedene Prozesse mithilfe

eines Getriebebaukastens optimiert wurden

4 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 www.industrielle-automation.net


KOMPONENTEN UND SOFTWARE

38 Passive PC-Kühlung sichert die Lebensdauer

von Machine-Vision-Systemen

SPECIAL COMPONENTS & SOFTWARE

40 Datenbasierte Plattform-Lösung für die

Smart Industry

41 Update: Produkte, Technologien, Trends

42 Mit Entwicklerlizenzen zur flexiblen PC-SPS-

Kommunikation in der Automatisierung

44 KI-basierte Software macht die Lebensmittelproduktion

smarter

DENKANSTOSS

49 Technischer Fortschritt und seine ökologische

Schattenseite

48 Impressum

50 Vorschau 05/2025

34

DIE REDAKTION EMPFIEHLT

Präzise Temperatursensoren ermöglichen das

exakte Steuern von Fertigungsprozessen in

industriellen Automations- und Prozessanwendungen.

Am Beispiel der

Batterieproduktion zeigen

wir ab Seite 16, warum es

dabei auf berührungslose

Mess technik ankommt

und welche Vorteile sich

daraus ergeben.


NEWS & TRENDS

Personalien

RALF KLEIN

Ein bedeutender Führungswechsel

markiert den Beginn

eines neuen Kapitels bei der

PTR Hartmann GmbH: Zum

1. Mai 2025 hat Ralf Klein die

Geschäftsführung des Unternehmens

übernommen. Er folgt auf Peter Scherer,

der nach über 20 Jahren Unternehmensführung

in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet

wurde. Ralf Klein war zuvor Geschäftsführer bei

der Harting Technologiegruppe in Espelkamp.

www.ptr-hartmann.com

KISTLER UND KELLER VERTIEFEN

PARTNERSCHAFT IN CHINA

Der führende Her steller piezo resistiver Drucksensoren,

Keller Pressure, intensiviert seine langjährige Zusammenarbeit

mit der Kistler Gruppe, Weltmarktführer für

dynamische Messtechnik. Mit der Unterzeichnung des

Vertrags bekräftigen die Unternehmen, die strategische

Partnerschaft weiter auszubauen und den chinesischen

Markt gezielt weiterzuentwickeln. Der Ausbau der

intelligenten Fertigung, die steigenden Anforderungen

an die Automatisierung sowie der wachsende Bedarf

an Messlösungen treiben die Nachfrage. Dabei bringt

Kistler ein umfassendes

Vertriebs- und Servicenetzwerk

sowie Marktkenntnisse

mit. Keller ergänzt das

Portfolio von Kistler mit

hoch präzisen, piezoresistiven

Drucksensoren. Im Bild:

Marc Schaad, CEO Kistler (li.),

Tobias Keller, CEO Keller (re.).

www.keller-pressure.com

MSR-SPEZIALMESSE IN LUDWIGSHAFEN

Meorga veranstaltet am

10. Sep tem ber 2025 in

der Friedrich-Ebert-Halle

in Ludwigshafen eine

Fachmesse für Mess-,

Steuerungs- und

Regeltechnik, Prozessleitsysteme

und Automatisierungstechnik. Etwa 150

Unternehmen zeigen ihr Leistungsspektrum, Geräte und

Systeme, Engineering- und Serviceleistungen sowie neue

Trends im Bereich der Automatisierung. Ergänzt wird die

Veranstaltung um praxisnahe Fachvorträge rund um den

aktuellen Stand der MSR-Technik. Die Messe richtet sich

an Experten und Entscheidungsträger, die in ihren

Unternehmen für die Optimie rung der Geschäfts- und

Produktionsprozesse verantwortlich sind. Der Eintritt zur

Messe und die Teilnahme an den Fachvorträgen sind für

Besucher kostenfrei. Eine Registrierung ist möglich über:

www.meorga.de/besucher-anmeldung/ludwigshafen

www.meorga.de

NEUER AUFSICHTSRAT

BEI HANSA-FLEX

Nach mehr als 15 Jahren prägender

Mitgestaltung tritt Gisbert

Loosen im Juni 2025 altersbedingt

aus dem Aufsichtsrat der

Hansa-Flex AG zurück. Loosen hat

die strategische Entwicklung des

Unternehmens maßgeblich begleitet und mitgestaltet.

Für die Zukunft des Unternehmens wird der Aufsichtsrat

durch das neu berufene Mitglied Patrick Grabowski

gestärkt. Grabowski, Steuerberater und ehemaliger

Partner einer führenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

in Bremen, bringt fundierte Expertise in Steuer- und

Unternehmensfragen sowie langjährige Erfahrung in

der Führung von Unternehmen mit.

www.hansa-flex.com

CRA-KONFERENZ – ORIENTIERUNG FÜR ENTSCHEIDER

IM MASCHINENBAU

Mit dem Cyber Resilience Act (CRA) stellt die EU neue Anforderungen an die

IT- oder OT-Sicherheit vernetzter Produkte – und viele Hersteller stehen vor

offenen Fragen. Die CRA-Konferenz am 6. November 2025 bietet genau jetzt

Orientierung. Als kompakte und rein digitale Plattform beleuchten Experten

den Cyber Resilience Act branchenübergreifend, auf den Punkt gebracht und

auf nur einen Tag fokussiert. Dieses effiziente Format ermöglicht es Fach- und

Führungskräften, hochkarätige Vorträge und praxisrelevante Inhalte direkt vom

Arbeitsplatz oder Homeoffice aus zu verfolgen – ganz ohne Reiseaufwand. Branchenexperten, Juristen und

Praktiker erläutern den CRA aus verschiedenen Perspektiven und zeigen praxisnahe Wege zur Umsetzung.

Thematisiert werden unter anderem juristische und organisatorische Pflichten von Cybersicherheit als

Produktanforderung. So erhalten die Teil nehmenden Orientierung und Handlungssicherheit für eine

widerstandsfähige, digitale Zukunft.

Jetzt anmelden: www.cra-konferenz.com/anmeldung. Mehr unter: www.cra-konferenz.com

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6 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 www.industrielle-automation.net


NEWS & TRENDS

MASCHINENBAU TRITT AUF DER STELLE

Die Stimmung im Maschinen- und Anlagenbau bleibt weiterhin

gedrückt. Rund ein Viertel (26 Prozent) der 936 Unternehmen, die der

VDMA Ende Juni befragt hat, bewertet die aktuelle Lage als sehr gut

oder gut. Etwas mehr Unternehmen (32 Prozent) geben dagegen das

Urteil „schlecht“ oder „sehr schlecht“ ab. Auch die Aussichten haben

sich nur unwesentlich verändert. Mit Blick auf das nächste halbe Jahr

erwartet die Mehrzahl der Unternehmen keine großen Veränderungen.

Europa schneidet noch am besten ab. So sehen 31 Prozent eine

Verbesserung der Absatzchancen in der Europäischen Union und in

Deutschland als realistisch an, in Nordamerika sind es 27 Prozent. Die

asiatischen Regionen werden schlechter bewertet. Unter dem Strich

dürfte das laufende Jahr für die Mehrheit der Unternehmen durchwachsen

verlaufen, so der VDMA. Bild: carballo – stock.adobe.com

www.vdma.org

WEIDMÜLLER GRUPPE

EXPANDIERT IN USA

Mit einer zusätzlichen Fläche

von 2.300 m 2 eröffnete Weid -

müller im Juni seine neue

Engineering- und Produktionsstätte

in Richmond /USA. Das

neue Werk dient der Montage

und Fertigung komplexer

Systeme – unter anderem

fortschrittliche Lösungen wie

Photovoltaik-Geräteanschlusskästen

mit Echtzeit-String-

Überwachung, vormontierte

Edelstahlschränke für anspruchsvolle

Umgebungen

sowie drahtlose Lösungen zur

Digitalisierung im Industrieumfeld.

„Seit 50 Jahren ist

Richmond die Heimat von

Weidmüller USA. Mit dem

neuen Werk schlagen wir dort

nun in ein neues Kapitel auf.

Wir entwickeln und fertigen

direkt für den amerikanischen

Markt, jetzt mit noch um fangreicherem

Portfolio. Damit

fügt sich das Projekt nahtlos

in unsere Regionalisierungsstrategie

ein, mit der wir näher

an unsere Kunden rücken“, sagt

Dr. Sebastian Durst, CEO der

Weidmüller-Gruppe.

www.weidmueller.com

MEHR VERBINDUNG

MEHR-VERBINDUNG.DE

MEHR-VERBINDUNG.DE

WENIGER STECKER

DURCH AS-INTERFACE

DURCH AS-INTERFACE

Gebäudetechnik Tour

26.08.2025

Fraport Conference Center, Frankfurt/Main

10.09.2025 - 11.09.2025

Wetzlar

Buderus Arena / Stand E0-331

17.09.2025 - 18.09.2025

Düsseldorf

Areal Böhler / Halle 1, Stand 701

23.09.2025 - 25.09.2025

Nürnberg Messe

Halle 7, Stand 569


NEWS UND TRENDS

EMO 2025

KI ALS GAMECHANGER

Metallbearbeitung

international: Auf der

EMO Preview zählte der

VDW 150 Teilnehmer

aus 24 Ländern, davon

rund 70 Journalisten

Auf der EMO 2025 in Hannover, der Weltleitmesse

für Produktionstechnik, wird Künstliche

Intelligenz (KI) eines der Fokusthemen sein.

Weltweit wird darüber diskutiert, ob KI der

Gamechanger für die Produktion von morgen

sei und welche vielversprechenden Einsatzmöglichkeiten

es gebe, so VDW-Geschäftsführer

Dr. Markus Heering anlässlich der EMO

Preview, zu der der VDW im Juli Journalisten

nach Frankfurt am Main eingeladen hatte.

Die Medienveranstaltung stieß auf großes

internationales Interesse.

Ist Künstliche Intelligenz (KI) entscheidend für die künftige

Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und ihre große Chance?

Eine aktuelle Bitkom-Umfrage ergab: Acht von zehn Unternehmen

sehen das so. 42 Prozent setzen demnach KI bereits in der

Produktion ein, zur Überwachung von Maschinen, zur intelligenten

Steuerung von Robotern oder zur Optimierung des Energieverbrauchs.

Der AI Hub @EMO2025 soll Antworten und Diskussionsstoff

für den Einsatz von KI in der Produktion bieten. Ein Sonderstand

(Halle 6, Stand A22) wird den Besuchern das Thema zugänglich

machen. Die EMO kooperiert hierfür mit dem Demonstrationsund

Transfernetzwerk für KI in der Produktion, ProKI Netz, unter

der Ägide der WGP (Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktionstechnik).

„Auf dem AI Hub werden Anwendungsszenarien und prototypische

Lösungen für KI in der Metallbearbeitung mit Hilfe von Demonstratoren

gezeigt“, so beschreibt Markus Heering, Geschäftsführer

des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken, das

Konzept. Fachleute aus der Forschung stehen zur Verfügung, um

allgemein zu informieren oder in Detailfragen einzusteigen.

PROZESSGETRIEBENER ANSATZ

„Wir verfolgen erstmals einen nicht datengetriebenen, sondern

einen prozessgetriebenen Ansatz. Und das macht einen großen

Unterschied“, sagt Prof. Jürgen Krüger. Er ist KI-Experte der WGP

und einer der Hauptautoren des WGP-Positionspapiers „KI in der

Produktion“. „In aller Regel schauen Unternehmen nämlich nach

den Daten, die sie gesammelt haben und versuchen daraus, neue

Erkenntnisse und damit neue Wertschöpfung zu erzielen. Wir

hingegen schauen uns die Prozesse an, die wir sehr genau kennen.

Und daraus leiten wir ab, wo wir gezielt Daten erfassen müssen

und wo KI gezielt eingesetzt werden kann, um Prozesse zu

optimieren. Damit wird die Integration von KI in die Produktion

deutlich effizienter.“

Der AI Hub@EMO 2025 greift noch weiter und vernetzt die Angebote

der EMO-Aussteller in ihrem jeweiligen Lösungsportfolio.

Die Anforderungen und passende Lösungen sind in der Metallbearbeitung

und im Werkzeugmaschinenbau sehr unterschiedlich.

Wo für einen Anbieter die KI-gestützte Bildverarbeitung zur

flexibleren Automatisierung beiträgt, setzt ein anderer auf KI zur

Optimierung des Fertigungsprozesses, um zum Beispiel eine höhere

Energieeffizienz, bessere Oberflächen oder kürzere Bearbeitungszeiten

zu erreichen. Wieder andere nutzen KI für die

Mensch-Maschine-Schnittstelle, um Fehlermeldungen und

Handbücher gezielter zugänglich zu machen. Diese Vielfalt wird

der AI Hub@EMO 2025 aufgreifen.

„Die gute Nachricht ist, dass bei industrieller AI verschiedene

Herstellernationen, auch Deutschland und andere Europäer,

ganz vorne mitspielen. Uns kommt die Ingenieurexpertise im

Hinblick auf industriespezifische Modelle und die tiefe Kenntnis

der Lieferketten zugute. Da bewegt sich in der gesamten Indus trie

unglaublich viel und das wird die EMO zeigen“, meint Heering.

„KI MACHT FEHLER“

Mit den Perspektiven Künstlicher Intelligenz in der Fertigung befasste

sich bei der EMO-Preview auch eine Podiumsdiskussion

mit Sebastian Heinz, Gründer und CEO von Statworx, und

Prof. Dr.-Ing. Michael Zäh vom Lehrstuhl für Werkzeugmaschinen

und Fertigungstechnik an der TU München. Ihrer Meinung

nach müssten europäische Unternehmen das Innovationstempo

bei KI deutlich steigern, um den Anschluss an asiatische und USamerikanische

Anbieter nicht zu verlieren. Das gelte vor allem

für kleine und mittelständische Unternehmen, die sich bislang

sehr abwartend zeigten. Gute Perspektiven dürfte es vor allem in

der Qualitätssicherung und bei der vorausschauenden Wartung

geben. Für beide Experten ist unstrittig, dass KI den Menschen in

der Fertigung nicht überflüssig mache. „KI macht Fehler“, stellte

Zäh fest. Dies zu erkennen, sei eine Fähigkeit, die dringend benötigt

und geschult werden müsse. Dass in Zukunft kein Weg an KI

vorbeiführe, da waren sich die beiden Experten einig. „Es ist keine

Option, KI nicht zu nutzen“, so Zäh. „Andere nutzen KI bereits

und wer es nicht tut, verliert.“

Bild: VDW

https://emo-hannover.de

8 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 www.industrielle-automation.net


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NEWS & TRENDS

INDUSTRIEMESSEN ALS KATALYSATOREN FÜR DEN WANDEL

Messen haben eine große Bedeutung für die Anbahnung von Geschäftskontakten in neuen

Märkten. Saudi-Arabien ist ein Markt mit enormen Entwicklungspotenzial und einer Fülle

von Marktchancen für internationale Unternehmen. Messen spielen dabei eine wichtige

Rolle bei der Überbrückung von Nachfrage und Angebot. Deutschland ist einer der führenden

Messestandorte, und Saudi-Arabien entdeckt derzeit das Potenzial von Messen zur Förderung

der wirtschaftlichen Entwicklung und setzt auf das Know-how renommierter deutscher

Messeveranstalter. Die Deutsche Messe AG, Hannover wird gemeinsam mit ihrem saudischen Partner Riyadh Exhibitions Company

eine internationale Fachmesse in Riad organisieren. Die „Industrial Transformation Saudi Arabia“ findet vom 1. bis 3. Dezember

2025 statt und unterstützt Saudi-Arabiens Ziel, seine Wirtschaft vom Öl zu diversifizieren und eine moderne Industrie aufzubauen.

Die Messe zeigt Neuheiten aus den Bereichen Automatisierung, Digitalisierung und Intralogistik. Parallel zur Messe findet eine

begleitende Konferenz statt, auf der neuste Trends mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft diskutiert und erörtert werden.

Kontakt: Christiane Hlawatsch, Tel.: +49 511 89-31410, E-Mail: christiane.hlawatsch@messe.de

Quelle: Deutsche Messe

www.saudiindustrialtransformation.com

MANAGEMENT-

WECHSEL BEI

BIHL+WIEDEMANN

Bei der Bihl+Wiedemann

GmbH, einem führenden

Anbieter von Automatisierungslösungen

für Maschinen

und Anlagen, vollzieht sich ein

personeller Wechsel: Bernhard

Wiedemann (li.), Mitgründer,

Geschäftsführer und langjähriger

Entwicklungsleiter, zieht

sich nach über 30 Jahren

erfolgreicher Tätigkeit aus dem

operativen Geschäft zurück und

beginnt einen neuen Abschnitt

im Privatleben. Die alleinige

Geschäftsführung übernimmt

fortan Mitgründer Jochen Bihl

(re.) – er steht für Kontinuität

in der Führung und wird das

Unternehmen auch weiterhin

mit voller Tatkraft leiten.

„Bernhard hat mit seinem

technischen Know-how, seiner

Weitsicht und seinem Engagement

maßgeblich dazu

beigetragen, dass wir heute als

Technologieführer im Bereich

AS-Interface gelten“, sagt

Jochen Bihl.

www.bihl-wiedemann.de

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FOOD & BEVERAGE

PROZESSE REIBUNGSLOS OPTIMIEREN

AUTOMATISIEREN

LEICHT GEMACHT

Die Rivella AG ist die größte Unternehmensgruppe

für Erfrischungsgetränke schweizerischer

Herkunft. Abgefüllt werden die Getränke

in Rothrist im Kanton Aargau – unterstützt

durch Lösungen auf Basis von schmierfreier

Linear- und Antriebstechnik sowie einfach

programmierbarer Steuerungstechnik von Igus.

Welche Verbesserungen und Optimierungen im

laufenden Betrieb möglich sind, zeigt das Kölner

Unternehmen an ausgewählten Anwendungen

wie der Verstellung von Inkjet-Druckköpfen für

die Inline-Beschriftung oder der Verstellung von

Transportgassen von der Abfüllanlage zur

Verpackungsanlage.

Gegründet wurde Rivella im Jahr 1952 von Robert Barth in

Stäfa (Kanton Zürich). Heute ist das Familienunternehmen

in Rothrist daheim und gehört zu den wenigen noch

unabhängigen Schweizer Getränkeproduzenten. Das

Unternehmen beschäftigt derzeit rund 240 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter und hat im Jahr 2023 einen Umsatz von 138 Millionen

Franken erzielt. Seit Jahren zählt Rivella zu den beliebtesten und

bekanntesten Marken der Schweiz. Das gleichnamige Erfrischungsgetränk

ist sogar offiziell im Inventar des kulinarischen

FLEXIBLER GETRIEBEBAUKASTEN

ERMÖGLICHT VIELFÄLTIGE UND

PLATZSPARENDE LÖSUNGEN

Erbes des Landes aufgeführt. Alle Produkte werden lokal hergestellt

und jährlich verlassen knapp 100 Millionen Liter Erfrischungs-

und Fruchtsaftgetränke die Produktionsstätte.

Die Gassenumstellung

funktioniert jetzt

bequem über ein Handrad,

das im nächsten Schritt

noch durch einen Motor

ersetzt werden könnte

MODERNISIEREN UND AUTOMATISIEREN

IM LAUFENDEN BETRIEB

Wo Getränke produziert werden, sind die Anforderungen an die

Maschinen und Anlagen hoch. Hygienevorschriften müssen eingehalten

werden, präzise Formatverstellungen und schnelle Bewegungen

sollen reibungslos ablaufen. Die Anforderungen an die

Flexibilität moderner Produktionsanlagen steigen ständig. Der

Grund dafür liegt insbesondere in der wachsenden Produktvielfalt.

Hersteller sind neben einer hohen Anlagenverfügbarkeit auch auf

verkürzte Rüstzeiten an den unterschiedlichsten Stationen ihrer

Maschinen angewiesen. Auch am Rivella Produktionsstandort in

Rothrist wird der Maschinenpark laufend modernisiert und auf

www.industrielle-automation.net INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 11


FOOD & BEVERAGE

01 02

03

den neuesten Stand gebracht oder wenn möglich auch automatisiert,

wie die im Folgenden vorgestellten Beispiele zeigen.

PROJEKT 1: AUTOMATISIERUNG DER

DRUCKKOPFVERSTELLUNG

„Die Bediener der Verpackungsstation kamen mit der Bitte auf

mich zu, den Umrüstungsvorgang für das Drucken des Datums

zu vereinfachen“, erzählt Ismail Ibraimi, Projektleitung Instandhaltung

bei Rivella. Wird bei der Verpackungsstation das Produkt

geändert, müssen auch die Inkjet-Druckköpfe für das Datum sowohl

in der Höhe als auch in der Position verändert werden. Dies

passiert händisch mit Stellschrauben und dauerte bislang bis zu

einer Stunde – je nach Produkt und Anzahl der Pakete. Eine

solche Umstellung erfolgt oft dreimal täglich. Hier suchten die

Verantwortlichen nach einer Automatisierungslösung, um den

Mitarbeitern den Rüstvorgang zu erleichtern und weniger Zeit für

Unsere Bediener sind von dem System

wirklich begeistert. Es ist einfach, preiswert,

bedienerfreundlich und läuft seit der ersten

Minute problemlos.

Ismail Ibraimi, Projektleitung Instandhaltung

bei Rivella

die Umrüstung zu benötigen. Fündig wurde der Projektleiter bei

der Igus Schweiz GmbH, dem bekannten Hersteller schmierfreier

Gleitlager- und Lineartechnik mit Hauptsitz in Köln.

„Nachdem mir Ismail Ibraimi am Telefon die Problematik geschildert

hat, bin ich gemeinsam mit meinem Kollegen André

Kirchhofer nach Rothrist gefahren, um uns vor Ort einen Überblick

zu verschaffen. Nach Besichtigung der Anlage konkretisierten

wir auch gleich die ersten Ideen, in welche Richtung es gehen

könnte“, erzählt Axel Ebert, Key Account Manager bei Igus

Schweiz. André Kirchhofer, Produktmanager Low-Cost-Automation,

ergänzt: „Wir erstellten kurze Zeit später einen ersten Konzeptvorschlag

und haben dann gemeinsam mit dem Projektleiter

eine – wie ich meine – perfekte Lösung ausgearbeitet.“

IN UNTER EINER MINUTE VERSTELLT

Die Lösung für die Druckkopfverstellung besteht aus zwei

schmierfreien Drylin SLW-Spindeleinheiten, welche jeweils mit

einem Apiro Getriebe verbunden sind. „Mit den Apiro Getrieben

können wir eine stabile Verbindung der beiden Drylin Spindeleinheiten

herstellen und so eine synchrone parallele Verstellung

beider Achsen gewährleisten“, erklärt Kirchhofer. Vervollständigt

wird die Lösung durch den motorisierten Antrieb in Verbindung

mit einer Dryve D1-Motorsteuerung, der herstellereigenen Motorsteuerung.

Durch die einfache Bedienbarkeit der Steuerung

konnte das System innerhalb kürzester Zeit eingerichtet werden.

„Wir haben drei Positionen programmiert, und zwar einmal für

die 0,2-Liter-, dann für die 0,5-Liter- und die 1-Liter-Verpackungen.

Der Bediener muss jetzt nur noch das Programm wählen,

einen Knopf betätigen und das System stellt die Druckköpfe automatisch

auf die gewünschte Höhe und Position ein“, sagt Ibraimi.

„Für die Produktumstellung beim Datum brauchen wir jetzt nicht

einmal eine Minute gegenüber früher von bis zu einer Stunde.“

Die Lösung ist zudem zuverlässig, wartungs- und schmierfrei.

PROJEKT 2: AUTOMATISIERUNG DER

GASSENVERSTELLUNG

Bei den Anlagen für die Rivella Produkte müssen die Transportgassen

von der Abfüllanlage zur Verpackungsanlage aufgrund

unterschiedlicher Flaschengrößen (0,2- bis 1,5-Liter) mehrmals

täglich verstellt werden. So laufen die Flaschen einerseits mittig

auf dem Band und werden andererseits sicher von A nach B

transportiert. „Dies war immer sehr aufwendig, denn der Bediener

musste mit einer Klemmschraube von Hand alle 50 Zentimeter

die Breite der Gasse verstellen“, berichtet Ibraimi. Bei einer

Gassenlänge von zwölf Metern plus 90-Grad-Kurve am Schluss

sind dies 48 Verstellungen (24 Stationen, jeweils links und rechts),

und dies zum Teil auch über Kopf. Dies sollte automatisiert

12 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 www.industrielle-automation.net


FOOD & BEVERAGE

04 05

werden. „Das Apiro System hat sich bei der Datumsumrüstung

bewährt und ich finde das Produkt wirklich sensationell“, so

Ibraimi. Es sei einfach zu montieren, preislich sehr interessant

und aufgrund der beengten Platzverhältnisse zwischen der Gasse

und der Maschine die ideale Lösung.

„,Apiro‘ ist griechisch und bedeutet ,unendlich‘. Und genauso

viele Lösungsmöglichkeiten gibt es“, erläutert Kirchhofer. „Wir

können mit diesem System modular und flexibel verschiedenste

Kinematiken aufbauen, wie zum Beispiel bei Rivella eine Gassenverstellung

oder eben als Verbindungselement zwei Linearsysteme.“

Durch den modularen Getriebebaukasten lassen sich

Gassenverstellungen, Kurvenverstellungen sowie Seitenführungen

von Fördersystemen einfach und platzsparend in bestehende

Anlagen integrieren.

Die einfache Montage kann größtenteils bei laufender Produktion

vorgenommen werden, sodass sich die Ausfallzeiten minimieren.

Der Drygear Apiro-Baukasten bietet dabei verschiedene

Übersetzungen, aber auch Längenvarianten an, die besagte Kombinations-

und Anwendungsmöglichkeiten ermöglichen. Neben

Gassenverstellungen können Anwender beispielweise Pusher-

Anwendungen, Drehtische oder auch kartesische Roboter aufbauen.

HANDKURBEL SPART ZEIT

Bei der Transportgasse kommen 40 Apiro Getriebe im Abstand

von einem Meter zum Einsatz, in den Kurven alle 50 cm. Für den

Bediener bedeutet dies, dass er jetzt gegenüber vorher 48 Verstellungen

an lediglich zwei Stellen die Gassenverstellung mit einer

Handkurbel vornehmen wird und folglich nur noch ein paar Minuten

benötigt.

„Die Verstellung mit der Handkurbel funktioniert super und

spart enorm viel Zeit ein“, so Ibraimi. Das sei jedoch nur vorübergehend,

denn ein weiterer Vorteil dieses Systems ist das Baukastenprinzip

und so könnten sie zu einem späteren Zeitpunkt

relativ einfach die Handkurbel durch einen Motor ersetzen. Die

dafür notwendigen Produkte seien schon bei ihnen im Haus und

er warte nur, bis ihr Steuerungstechniker freie Kapazitäten für die

Umstellung habe. „Dann funktioniert die Gassenverstellung wie

bei der Datumsumrüstung einfach, sicher und schnell per Knopfdruck“,

sagt der Projektleiter.

EINFACH, HYGIENISCH UND WARTUNGSFREI

01 Automatische Druckkopfverstellung: Die drei Inkjet-Druckköpfe

für das Datum werden nun mithilfe des Apiro Getriebes, des Drylin

SLW-Linearsystems und eines Motors exakt in der Höhe positioniert

02 Sämtliche Igus Führungselemente, Gleitlager, Linearführungen

und Apiro Getriebe für die innovative Druckkopfverstellung

funktionieren absolut schmier- und wartungsfrei

03 Es herrschten sehr beengte Platzverhältnisse – kein Problem

für die Igus Lösung mit Apiro Getrieben

Durch die Automatisierungslösung von Igus lassen sich Gassenverstellungen,

Kurvenverstellungen oder auch Druckkopfumrüstungen

einfach und platzsparend in bestehende Anlagen integrieren.

„Sowohl die Igus Führungselemente, die Gleitlager, die

Linearführungen wie auch das gesamten Apiro System funktionieren

absolut schmier- und wartungsfrei, was natürlich bei den

Hygienevorschriften von Abfüllanlagen ein weiterer Pluspunkt

ist“, erläutert Ebert.

Weiterer Vorteil: Die komplette Automatisierung kommt von

Igus. Sie umfasst alles von den mechanischen Komponenten bis

hin zum Motor und der Steuerung. „Das heißt, ich habe nur

einen Lieferanten, einen Ansprechpartner. Das macht die Sache

relativ unkompliziert und angenehm“, meint Ibraimi und berichtet

weiter über die hohe Akzeptanz für die Lösungen beim Personal:

„Das System kommt so gut bei den Maschinenbedienern an,

dass ich zwischenzeitlich schon von mehreren Abteilungen

Anfragen bekommen habe, wann denn endlich auch sie so ein

tolles System bekommen.“

Bilder: Igus

04 Vor der Automatisierung der Gassenverstellung

durch Igus mussten die Bediener bei jedem Produktwechsel

48 Stellschrauben von Hand betätigen

05 Rivella gehört zu den bekanntesten Marken in der Schweiz

www.igus.de

UNTERNEHMEN

Igus GmbH

Spicher Str. 1a, 51147 Köln

Tel. 02203 9649 0

E-Mail: de-info@igus.net

AUTOR

Bastian Mehr, Sales Manager

Packaging Industry bei Igus

www.industrielle-automation.net INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 13


FOOD & BEVERAGE

ANTREIBEN UND STEUERN

EFFIZIENTER

BRAUEN

Steigende Strompreise gefährden die Profitabilität von Brauereien. Energie ist

für die Brauereibranche ein erheblicher Kostenfaktor, macht doch der Sektor rund

4,8 Prozent des Strom- und Treibstoffverbrauchs der gesamten Lebensmittel- und

Getränkeindustrie aus. Zusätzlich gilt es, den CO 2

-Fußabdruck zu verkleinern und

klimaschonender zu produzieren. Die gute Nachricht: Die Energieeffizienz lässt

sich ebenso einfach wie wirkungsvoll steigern – mithilfe hocheffizienter Motoren,

Frequenzumrichter und intelligenter Steuerungssoftware.

Wenn es um die Verbesserung der Energieeffizienz in

Brauereien geht, bieten sich in einem ersten Schritt

Elektromotoren an. Diese gehören in Industrieanlagen

zu den energieintensivsten Geräten. In der

Lebensmittel- und Getränkeindustrie machen motorbetriebene

Systeme etwa 17 Prozent des gesamten Stromverbrauchs aus.

Von der Rohstoffannahme bis zur Verpackung: Jeder Schritt des

Brauprozesses, an dem Motoren beteiligt sind, bietet Potenzial

zur Verbesserung der Energieeffizienz. Elektromotoren sind wichtige

Bestandteile von Förderanlagen, Mischern, Pumpen, Mühlen,

Dekantern, Gebläsen, Kompressoren sowie weiteren Geräten.

Mit der Umrüstung auf effizientere Motoren lassen sich deutliche

Energieeinsparungen erzielen. Die höchste derzeit am Markt

für Elektromotoren verfügbare Effizienzklasse haben Synchronreluktanzmotoren

(SynRM). Sie erreichen den Ultra-Premium-

Wirkungsgrad IE5. Werden in einem Werk ältere IE2-Motoren

durch SynRM-Modelle ersetzt, können die Energieverluste um

bis zu 50 Prozent sinken.

POTENZIAL DURCH DREHZAHLREGELUNG

Diese herausragende Effizienz erreichen SynRM unter anderem

durch die Verwendung von Frequenzumrichtern. Auch andere

Motoren können mit Umrichtern kombiniert werden, um die

Effizienz zu erhöhen. Ohne sie wird die Motordrehzahl durch

Drosselung geregelt, wobei unnötig Energie verbraucht wird.

Betreibt man einen Pumpen-, Lüfter- oder Kompressormotor

per Umrichter, kann dies den Stromverbrauch um 25 Prozent

oder mehr reduzieren. Trotzdem sind in der gesamten Industrie

schätzungsweise nur 23 Prozent aller Elektromotoren weltweit

mit Frequenzumrichtern ausgestattet. Auch speicherprogrammierbare

Steuerungen können die Effizienz erhöhen, indem sie

Steuerungssysteme optimieren und Prozesse automatisieren.

Dies verringert Energieverluste zusätzlich und verbessert die allgemeine

Betriebseffizienz.

Ein mögliches Problem bei Kreiselpumpen ist zum Beispiel die

Kavitation. Dabei bilden sich in einer Flüssigkeit Hohlräume oder

Blasen, wenn der lokale statische Druck sich plötzlich ändert. Kavitation

kann die Lebensdauer der verbauten Produkte halbieren,

und der entstehende Schaum kann die Bierqualität beeinträchtigen.

Schäden an Pumpen können zudem kostspielige Leckagen

verursachen.

Frequenzumrichter mit Antikavitations-Software an Bord bieten

hier eine kostengünstige Lösung. Sie überwachen kontinuierlich

Drehmoment und Drehzahl des Pumpenmotors, ohne das

zusätzliche Sensoren erforderlich sind. Die Software passt die

Motordrehzahl an, um Kavitation zu verhindern. Nach Stabilisierung

der Bedingungen kehrt der Umrichter in den Normalbetrieb

zurück. Diese Funktion ist besonders hilfreich, um Druckabfälle

in sich leerenden Behältern zu beherrschen.

SANFTER ANLAUF UND RÜCKSPEISUNG

Ein vorhersehbarer, präziser Maschinenbetrieb ist für erfolgreiches

Brauen unerlässlich. In der Phase der Bierklärung beispielsweise

ist es von zentraler Bedeutung, den Separator schnell

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FOOD & BEVERAGE

01 Tröegs Independent Brewing in Pennsylvania, USA,

produziert jährlich mehr als 100.000 Fässer Bier

02 Wiederholbare Abläufe: Der neue Umrichter von ABB

ermöglicht bei Tröegs eine bessere Regelung der Hefegabe und

überzeugt durch eine einfache visuelle Ablaufprogrammierung

hochzufahren, eine hohe Drehzahl aufrechtzuerhalten und Vibrationen

zu minimieren. Bei diesen Anwendungen ermöglichen

Frequenzumrichter mittels Drehmomentregelung einen sanften

Anlauf, was eine Auslegung mit einer zu hohen Leistung verhindert.

Überdimensionierte Ausrüstung ist nicht nur teurer in der

Anschaffung, sondern verursacht auch höhere Betriebskosten

und verbraucht unnötig Energie.

Sofern gewünscht, können Frequenzumrichter auch automatisch

auf maximales Drehmoment umstellen, sobald der Motor

eine bestimmte Drehzahl überschreitet. Wenn die Anwendung

beendet werden soll, bringt der Frequenzumrichter die Schnecke

sanft zum Stehen und kann die kinetische Bremsenergie aufnehmen

und in das System zurückspeisen. Auch diese Maßnahme

senkt die Energiekosten.

SICHERHEIT ERHÖHEN

Zu den potenziellen Gefahrenquellen in Brauereien gehören

Schwermaschinen, Staub und heiße Flüssigkeiten. Moderne

Technologien bieten erhebliche Sicherheitsvorteile. So verfügen

Frequenzumrichter über verschiedene integrierte Sicherheitsfunktionen

wie „Sicher abgeschaltetes Drehmoment“ (STO). Für

Anwendungen in staubbelasteten Umgebungen, wie etwa in Verbindung

mit Malzstaub, stehen Motor-Umrichter-Pakete mit

Staubexplosionsschutz zur Verfügung.

Motoren für Lebensmittel- und Getränkeanwendungen sind

mit hohen Schutzarten und glatten Gehäusen verfügbar, was eine

einfache Reinigung und Wartung gewährleistet und die Gefahr

UMRICHTER-SOFTWARE SORGT

FÜR EINE DYNAMISCHE UND

PRÄZISE MOTORSTEUERUNG

der Bakterienbildung oder Verunreinigung von Inhaltsstoffen begrenzt.

Hervorragend geeignet sind wassergeschützte Motoren,

da sie in Washdown-Umgebungen bis zu fünfmal länger halten.

WARTUNGSKOSTEN MINIMIEREN

Motoren, Frequenzumrichter und SPSen können Reinigungsund

Wartungsprozesse erheblich straffen. SynRM laufen bei

niedrigeren Temperaturen, was sowohl die Wartungsintervalle

als auch die Lebensdauer verlängert. Der magnetfreie Rotor vereinfacht

die Wartung zusätzlich.

Außerplanmäßige Stillstandszeiten wirken sich nachteilig auf

die Profitabilität aus. Sensoren, Überwachungsgeräte, Motoren,

Frequenzumrichter und SPS können dazu beitragen, ungeplante

Wartungseinsätze zu minimieren. Beispielsweise vermeiden

ABB-Frequenzumrichter mit der Funktion „sanfte Rohrfüllung“

eine ungewollte Belastung von Rohren, Sensoren und Ventilen,

da die Leitungen auf kontrollierte Weise schrittweise gefüllt werden.

Darüber hinaus bieten die Umrichter einen Unter- und

Überspannungsschutz, temperatur- und lastbezogene Warnungen

sowie weitere Funktionalitäten, die das Risiko eines Ausfalls

verringern. SPSen machen es möglich, wichtige Variablen in

Echtzeit zu überwachen.

BESSERES BIER BRAUEN

01

Was diese Vorzüge in der Praxis bedeuten, zeigen Anwendungen

der beiden Unternehmen Tröegs Independent Brewing aus

Pennsylvania, USA, und Bairds Malt aus Großbritannien.

Tröegs produziert mehr als 100.000 Fässer Bier jährlich. Das

Unternehmen hatte Probleme mit dem Frequenzumrichter, der

die Hefegabe steuert. Die Betreiber beschlossen daher, das Gerät

durch einen ABB-Umrichter zu ersetzen. Der neue Umrichter ermöglicht

eine erheblich bessere Regelung als der Vorgänger,

auch durch einfache visuelle Ablaufprogrammierung. Tröegs

nutzt jetzt die wiederholbaren Abläufe des Umrichters, um eine

durchgängig einheitliche Hefegabe sicherzustellen.

Und Bairds Malt hatte an seinem englischen Standort Witham

einen Motor mit fester Drehzahl verbaut, um die Gerste beim

Keimen zu wenden. Das führte zu Klumpenbildung, Verstopfungen

und unnötigem Verschleiß der Maschinen. In einigen Fällen

blieb der Wender stecken und „sprang“ zurück, wodurch Arbeiter

gefährdet wurden. Um das Problem zu lösen, stellte man auf

vier Motoren um, die von ABB-Frequenzumrichtern geregelt

werden. Die Umrichter können Blockaden erkennen und dem

Wender helfen, das Hindernis zu beseitigen.

Das System wird von einer SPS gesteuert, die in einem Edelstahlgehäuse

neben den Umrichtern montiert ist. Die SPS identifiziert

Stromspitzen, die auf eine potenzielle Blockade hindeuten,

und regelt die Motordrehzahl herunter. Ist das Problem nach drei

Versuchen nicht behoben, setzt die SPS einen Warnhinweis an

das Bedienpersonal ab. Bairds installiert derzeit ähnliche Systeme

auch an anderen Standorten.

Bilder: Aufmacherbild: industrieblick – stock.adobe.com,

Schmuckbild: bluedesign – stock.adobe.com, sonstige: Tröegs

www.abb.de

AUTORIN

Beate Höger, Senior Communication

Manager, ABB AG, Mannheim

02

www.industrielle-automation.net INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 15


BERÜHRUNGSLOSE PROZESSÜBERWACHUNG

NEUE MÖGLICHKEITEN DER TEMPERATUR-

MESSUNG FÜR HÖCHSTE PRÄZISION

Temperaturmessgeräte sind essenziell, um industrielle Prozesse zu überwachen

und damit eine hohe Produktqualität sicherzustellen. Präzise Temperatursensoren

ermöglichen das exakte Steuern von Fertigungsprozessen in industriellen

Automations- und Prozessanwendungen wie der Batterieproduktion.

Die berührungslose Prozessüberwachung moderner Sensoren sorgt zudem für

eine frühe Fehlererfassung, wodurch sich Material einsparen lässt und Ausfälle

vermieden werden. All das vereinen berührungslose Infrarot-Pyrometer.

Das Messen von Temperaturen ist – neben der Messung

von Zeit – eine der ältesten Messdisziplinen überhaupt.

Die Anfänge reichen von der Antike, über das Mittelalter

bis hin zu den ersten vorindustriellen Thermometern

der Erfinder Fahrenheit, Celsius oder Kelvin. Im 20. Jahrhundert

entwickelten sich daraus unterschiedliche Messprinzipien wie

Thermoelemente, Widerstandsthermometer oder Infrarotsensoren.

Heute misst man berührungslos Temperaturen mit schnellen,

hochpräzisen Infrarot-Pyrometern. Diese kommen in nahezu

allen Branchen und Lebensbereichen zum Einsatz. Sie messen

Temperaturen in industriellen Anwendungen, der Automation,

Kunststoff-, Lebensmittel- sowie Pharmaindustrie, in der

Halbleiterproduktion und an Prüfständen.

Für industrielle Messaufgaben sind langlebige, robuste und wartungsfreundliche

Temperatursensoren gefragt. Auch eine hohe

Genauigkeit der Messgeräte ist entscheidend, damit Messfehler

nicht zu Anlagenstillständen oder unvorhergesehenen Aktionen

führen.

INFRAROTSTRAHLUNG ALS BASIS

Zur berührungslosen Temperaturmessung zieht Micro- Epsilon

bei seinen Sensoren die Infrarotstrahlung eines Körpers heran.

Sie setzt sich aus der Emission des Objekts, der Transmission sowie

der Reflexion zusammen. Zum Ermitteln der tatsächlichen

Objekttemperatur wird lediglich die Emission betrachtet. Durch

16 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 www.industrielle-automation.net


SENSORIK UND MESSTECHNIK

01

02

03

Eingabe eines Emissionsgrads werden die zuvor beschriebenen

Materialeigenschaften abgebildet und hierauf basierend der korrekte

Temperaturwert auf Basis der gemessenen Infrarotenergie

berührungslos, sehr schnell und ohne Einfluss auf das Messobjekt

berechnet.

Infrarot-Pyrometer bestehen im Wesentlichen aus einem Sensor

und einem Controller für die Signalverarbeitung und Ausgabe.

Diese Komponenten können in einem gemeinsamen Gehäuse

oder voneinander getrennt als Sensor und Controller aufgebaut

sein. Micro-Epsilon bietet sowohl integrierte Systeme als

auch Sensoren mit abgesetztem Controller an. So tragen je nach

Applikation die verschiedenen Vorteile einer Systemvariante zur

optimalen Gesamtlösung bei. Das Unternehmen bietet seinen

Kunden ein neues, komplett überarbeitetes Portfolio an berührungslosen

Temperatursensoren an.

BERÜHRUNGSLOSE TEMPERATURMESSUNG

BIS 1.100 °C

Die neuen Serien der Temperatursensoren thermometer UC, SE

und FI erfassen berührungslos und präzise sehr hohe Temperaturen

von - 50 bis + 1.100 °C. Das Edelstahlgehäuse sorgt dafür,

dass die Sensoren auch bei rauen Umgebungsbedingungen

stabil und präzise messen, bei gleichzeitig hoher Signalqualität

und -stabilität. Ein kompaktes Gehäuse mit hoher Schutzart, Industrieschnittstellen

und die einfache Montage mit M12-Standard

Kabeln prädestinieren die Sensoren für den Einsatz in Automation

sowie Prozesstechnik. Alle Modelle sind werkseitig

voreingestellt und können schnell und einfach ohne PC in Betrieb

genommen werden. Optional lässt sich bei jedem Modell

eine Verbindung zur Micro-Epsilon Software sensortool herstellen,

welche umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten und eine

einfache Inbetriebnahme ermöglicht. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal

der Serien UC, SE und FI liegt im Aufbau

der Sensoren.

01 Micro-Epsilon bedient den Markt an Temperatursensoren mit den

drei neu entwickelten Baureihen thermometer UC, SE und FI

02 Das thermometer UC (Universal Controller) trennt Sensor und

Controller voneinander – verbunden durch ein Kabel von 1 bis 15 m

Länge – ideal für hohe Umgebungstemperaturen

03 Fertig vorkonfektioniert und damit eine Einheit aus Sensor,

Controller und Kabel bildet die Serie thermometer SE, mit einem

einfachen und direkten Anschluss über offene Kabelenden

ABGESETZTER CONTROLLER FÜR HOHE

UMGEBUNGSTEMPERATUREN

Die Variante UC (Universal Controller) trennt Sensor und Controller

voneinander – verbunden durch ein Kabel von 1 bis 15 m

Länge – ideal für hohe Umgebungstemperaturen, ohne dabei die

Controllereinheit zu gefährden. Somit kann der Sensor auch bei

höheren Temperaturen bis zu 180 °C eingesetzt werden. Der

Temperaturmessbereich umfasst dabei - 50 bis + 1.000 °C, mit einer

Genauigkeit von ± 1 °C und einer Auflösung von 50 mK. Aufgrund

der abgesetzten Controllereinheit bietet sich die UC-Variante

insbesondere an, wenn ohne Einsatz eines PCs der Sensor

konfiguriert werden soll. Zusätzlich können die Messwerte digital,

beispielsweise über industrielle Schnittstellen wie RS485 weiterverarbeitet

werden. Mit seinen vier Eingabetasten auf der

Frontseite und dem integrierten LCD-Display und der RGB-Hintergrundbeleuchtung

ist der Sensor schnell und einfach zu bedienen.

Optional lässt er sich über ein M12-USB-Kabel an einen

PC anschließen und mit der Software sensortool parametrieren.

Aufgrund der Inline- und Prozessfähigkeit eignet sich das thermometer

UC ideal für den OEM- oder Serieneinsatz, zum Beispiel

im Bereich der Prozessüberwachung, Automation oder Anlagen-

und Maschinenintegration.

www.industrielle-automation.net INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 17


SENSORIK UND MESSTECHNIK

04 05

FERTIG VORKONFEKTIONIERT, READY-TO-USE

Fertig vorkonfektioniert und damit eine Einheit aus Sensor, Controller

und Kabel bildet die Serie thermometer SE (Separate Electronic),

mit einem einfachen und direkten Anschluss über offene

Kabelenden. Die kleinste Sensor- und Controllerbauform im fertigen

Messkanal misst berührungslos Temperaturen von - 40 bis

+ 1.100 °C bei einer maximalen Umgebungstemperatur des Sensors

von 120 °C. Das inline- und prozessfähige Pyrometer ist auf

Strom- oder Spannungsausgang (Plug & Play) voreingestellt und

wird ready-to-use ausgeliefert. Auch bei dieser Baureihe können

Anwender über einen optionalen USB-Konverter Voreinstellungen

mit dem sensortool verändern sowie individuelle Konfigurationen

vornehmen wie zum Beispiel eine Skalierung oder Umschaltung

des Analogausgangs von Strom auf Spannung. Die Industrietauglichkeit

wird durch die Schutzart IP65 sowie das

minia turisierte Design erreicht. Dadurch ist der Sensor für den

Serieneinsatz in industriellen Umgebungen prädestiniert.

Unsere neu entwickelten Temperatursensoren

sorgen für eine hohe Qualität, Effizienz und

Nachhaltigkeit in modernen industriellen

Prozessen. OEM profitieren von einer zuverlässigen,

berührungslosen Messung mit modernen

Schnittstellen, um Daten stets schnell in

höchster Präzision bereitstellen zu können.

Dipl.-Ing. Manfred Pfadt, Micro-Epsilon

04 Die Thermometer der Serien UC und SE messen berührungslos

und in Echtzeit die Temperatur beim Nassprozess zur Batteriefolienherstellung

und sorgen mit einer exakten Inline-Messung für ein

direktes und genaues Regeln des Trocknungsprozesses

05 In Trocknungsanlagen für Lackierstraßen in der Automobilproduktion

ist eine kontinuierliche Temperaturüberwachung

essenziell, um eine gleichmäßige Aushärtung der Lackschichten

sicherzustellen und Lackfehler zu vermeiden

KONTAKTLOSE TEMPERATURERFASSUNG

Noch kompakter als die SE-Variante ist das thermometer FI (Fully

Integrated). Als vollintegriertes Kompaktpyrometer eignet es sich

zur kontaktlosen Infrarot-Temperaturmessung von Objekten von

- 40 bis + 1.100 °C bei einer Umgebungstemperatur von bis zu

+ 80 °C. Weil Sensor und Controller in einem robusten Edelstahlgehäuse

mit integriertem M12-Gewinde vereint sind, eignet sich

der Sensor ideal für den Einbau in beengten Bauräumen. Eine

herausragende Temperaturkompensation sowie die hohe EMV-

Störfestigkeit prädestinieren den Sensor für den Serieneinsatz in

der Industrie. Im Kabelabgang integrierte Status-LED‘s dienen

der Funktionsüberprüfung und zugleich als Ausrichthilfe für die

Inbetriebnahme. Bei Auslieferung ist das Pyrometer voreingestellt

und muss lediglich angeschlossen werden. Für eine maximale

Flexibilität lässt sich das Pyrometer via USB-Adapter mit

der Software sensortool verbinden und individuell konfigurieren.

EINFACH KONFIGURIERT UND VERNETZT

Mit der kostenfreien Software sensortool können Anwender neben

der gesamten Micro-Epsilon-Produktpalette auch die thermometer

einfach konfigurieren und parametrieren. So lassen

sich beispielsweise bei der Inbetriebnahme einfach und bequem

über einen Simulationsmodus die Schleifenimpedanz der Verkabelung

prüfen sowie per Offset oder Gain ein Finetuning im

Feld durchführen. Ein frei skalierbarer Analogausgang, die automatische

Emissionsgradberechnung sowie eine intelligente Mittelwertbildung

sind weitere Features, die einen flexiblen Einsatz

ermöglichen. Zudem profitieren Anwender von einem Collector-

Alarm sowie beim Modell UC von zwei Alarm-Ausgängen.

Da in modernen Industrieanlagen Temperaturwerte in Echtzeit

überwacht werden und Anwender gleichzeitig die Messwerte

in digitale Steuerungssysteme implementieren müssen, kann die

Serie thermometer UC über das Schnittstellenmodul IF 2035 in

EtherCAT-, EthernetIP- sowie Profinet-Umgebungen eingebunden

werden. Hiermit lassen sich alle Anforderungen an moderne

Feldbussysteme wie sehr hohe Übertragungsraten in Echtzeit,

eine hohe Flexibilität sowie verschiedene Netzwerktopographien

abdecken. Dies kommt unter anderem modernen Automatisierungssystemen

mit hohen Geschwindigkeitsanforderungen, SPS-

Steuerungen sowie HMI- und Scada-Systemen zugute.

18 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 www.industrielle-automation.net


SENSORIK UND MESSTECHNIK

TEMPERATURMESSUNG VON BATTERIEFOLIEN

Eine zentrale Rolle spielen industrielle Temperaturmessungen

beim Herstellen von modernen Batteriemodulen für Elektrofahrzeuge,

Stromspeicher oder Smartphones. Um dem steigenden

Bedarf an Batterien gerecht zu werden, sind eine hohe Qualität

bei der Herstellung sowie ein wirtschaftlicher Output unerlässlich.

Beim Nassprozess zur Batteriefolienherstellung wird ein sogenannter

Slurry über eine Schlitzdüse auf das Bandmaterial aufgetragen

und anschließend in einem Trockenofen ausgehärtet.

Um eine stets gleichmäßige Qualität der Folien sicherzustellen,

ist die exakte Temperaturerfassung zur indirekten Bestimmung

des Trocknungsgrades entscheidend. Micro-Epsilon thermometer

der Serien UC, SE und FI messen berührungslos und in Echtzeit

die Temperatur des Slurry und sorgen mit einer exakten

Inline-Messung für ein direktes und genaues Regeln des Trocknungsprozesses.

Ein besonderer Vorteil ist dabei die hohe Temperaturstabilität

der Sensoren, da bei der Trocknung hohe

Umgebungstemperaturen auftreten können. Hiermit ermöglicht

Micro-Epsilon eine hohe Qualität des Endproduktes.

TROCKNUNGSPROZESSE IN LACKIERKABINEN

Dank der exzellenten Temperaturkompensation, der sehr guten

EMV-Störfestigkeit und hohen Schutzart IP65 sind die Sensoren

für den industriellen Einsatz und auch für schwer zugängliche

Stellen mit extremen Umgebungsbedingungen bestens geeignet –

beispielsweise in Trocknungsanlagen für Lackierstraßen in der

Automobilproduktion. Hier ist eine kontinuierliche Temperaturüberwachung

essenziell, um eine gleichmäßige Aushärtung der

Lackschichten sicherzustellen und Lackfehler zu vermeiden.

Eine hohe Qualität des Lackes reduziert außerdem kostenintensive

Nacharbeit und Ausschuss. Micro-Epsilon thermometer UC

messen schnell, berührungslos und zuverlässig die Oberflächentemperaturen

des Lacks und geben die Messergebnisse an übergeordnete

Steuerungen weiter. Zudem messen sie die Temperatur

gleichmäßig über die komplette Oberfläche der Karosserie,

ohne einzelne Bauteile auszusparen. Auch die hohen Umgebungstemperaturen

sind für thermometer UC kein Problem, da

der Controller abgesetzt vom Sensor montierbar ist. Somit sorgen

die Sensoren für einen hohen Output der Trocknungsanlage

bei gleichzeitig stets hoher Qualität der Lackschicht – OEM freuen

sich über geringe Nacharbeit und Ausschuss und verringern

damit die Gesamtkosten der Produktion.

Bilder: Micro-Epsilon

www.micro-epsilon.de

UNTERNEHMEN

Micro-Epsilon Messtechnik GmbH & Co. KG

Königbacher Str. 15, 94496 Ortenburg

E-Mail: info@micro-epsilon.de

AUTOR

Dipl.-Ing. Manfred Pfadt ist

Produktmanager bei Micro-Epsilon

in Ortenburg

Made

for Metalworking

Willkommen zur Weltleitmesse

der Produktionstechnologie.


INTELLIGENTE SENSORIK FÜR DIE DYNAMISCHE LAGERAUTOMATISIERUNG

UNSICHTBARE DIRIGENTEN

Für dynamische Anwendungen mit fahrerlosen Transportsystemen ist eine

schnelle und präzise Distanzmessung essenziell. Doch gerade in kompakten

Fahrzeugen ist der Platz für Sensorik oft begrenzt. Genau hier setzen die

optoelektronischen Sensoren mit Pulse Ranging Technology (PRT) an.

Sie sind kompakt und ermöglichen eine präzise Distanzmessung von

bis zu 60 m, selbst bei dynamischen Bewegungen.

20 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 www.industrielle-automation.net


SENSORIK UND MESSTECHNIK

01 Die Pulse Raging Technology arbeitet

mit kurzen, hochintensiven Laserpulsen

und erlaubt dadurch eine äußerst schnelle

und präzise Distanzmessung

ZUVERLÄSSIGE DISTANZMESSUNG MIT

PULSE RANGING TECHNOLOGY

Im Herzen der R200-Sensoren arbeitet die Pulse Ranging Technology

– eine Messtechnik, die die Entfernung zu einem Objekt

durch die Laufzeit eines ausgesendeten und vom Zielobjekt reflektierten

Lichtpulses bestimmt. Anders als klassische Triangulationssensoren

oder modulierte ToF-Verfahren, arbeitet PRT mit

kurzen, hochintensiven Laserpulsen und erlaubt dadurch eine

äußerst schnelle und präzise Abstandserfassung – unabhängig

von Umgebungseinflüssen.

Durch die hohe Sendeleistung, gepaart mit hochempfindlichen

Empfangselementen, können R200-Sensoren stabile und

rauschfreie Signale auch unter schwierigen Bedingungen liefern.

Selbst bei wechselnden Lichtverhältnissen, glänzenden oder

ÜBER IO-LINK LASSEN SICH DIE

SENSOREN NAHTLOS IN AUTOMA-

TISIERUNGSSYSTEME EINBINDEN

Neben klassischen Regalbediengeräten (RBG) übernehmen

in zeitgemäßen Lagersystemen zunehmend kompakte,

autonome Lagerfahrzeuge – sogenannte Shuttles –

die automatische Warenbewegung. Diese agilen Einheiten

sind in der Lage, Lagerprozesse effizient, platzsparend und

mit hoher Taktung durchzuführen. In großen Anlagen sind oft

Dutzende, wenn nicht Hunderte dieser Shuttles gleichzeitig unterwegs.

Ihre Aufgaben sind vielfältig: Sie müssen freie Lagerfächer

erkennen, Ladungsträger exakt positionieren, den sicheren

Transport gewährleisten und gleichzeitig Kollisionen mit anderen

Fahrzeugen oder Hindernissen vermeiden. Für diese Anforderungen

ist eine hochpräzise, zuverlässige und kompakte

Sensorlösung erforderlich.

Die von Pepperl+Fuchs entwickelte und kontinuierlich optimierte

Pulse Ranging Technology (PRT) macht die Sensoren der

R200-Serie zu einer idealen Lösung für diese anspruchsvollen

Aufgaben in der Intralogistik. Durch eine Kombination aus hoher

Messpräzision, robustem Design, kompakten Abmessungen und

umfangreichen Kommunikationsschnittstellen eignen sie sich

hervorragend für den Einsatz in automatisierten Lagersystemen.

Das Spektrum reicht dabei von Smart Warehouses bis hin zu temperaturgeführten

Hochregallagern.

dunklen Oberflächen bleibt die Signalqualität konstant hoch. Die

interne Signalverarbeitung nutzt leistungsfähige Algorithmen zur

Trennung von Nutzsignal und Störungen, was zu einer herausragenden

Wiederholgenauigkeit von ≤ 3 mm führt.

KOMPAKT, ROBUST UND LEISTUNGSSTARK

Ein zentraler Vorteil der R200-Serie ist ihre außergewöhnlich

kompakte Bauform: Mit Abmessungen von nur 15 x 41,7 x

50,6 mm lassen sich die Sensoren problemlos auch in beengte

Einbauräume integrieren. Gleichzeitig ermöglichen sie Messbereiche

von 30 mm bis 10 m ohne Reflektor sowie bis zu 60 m mit

Reflektor – Werte, die sonst nur von deutlich größeren Sensoren

erreicht werden.

Ein zusätzlicher Pluspunkt: Die Sensoren arbeiten zuverlässig

in einem erweiterten Temperaturbereich von -30 bis +60 °C und

sind somit auch für anspruchsvolle Umgebungen wie Tiefkühllager

geeignet. Ihr robustes Gehäuse und die hohe Schutzart erlauben

zudem den Einsatz in Bereichen mit Staub, Feuchtigkeit

oder mechanischer Beanspruchung.

Darüber hinaus macht die hohe Pulsenergie des PRT-Verfahrens

die Sensoren weitgehend unempfindlich gegenüber Fremdlicht,

Reflexionen oder Streulicht. Dadurch wird ein sicherer Betrieb

auch bei offenen Lagerstrukturen oder direkter Sonneneinstrahlung

gewährleistet.

www.industrielle-automation.net INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 21


02

03

STANDARDISIERTE INTEGRATION FÜR

MODERNE AUTOMATISIERUNG

Die R200-Serie unterstützt die IO-Link-Schnittstelle (Version 1.1)

mit Smart Sensor Profil, wodurch sich die Sensoren nahtlos in

moderne Automatisierungssysteme integrieren lassen. Neben

der einfachen Parametrierung während der Inbetriebnahme ermöglicht

IO-Link auch die zyklische Übertragung von Diagnosedaten,

wie Signalqualität, Gerätetemperatur oder Verschmutzungsgrad

– essenziell für vorausschauende Wartung (Predictive

Maintenance) und minimale Stillstandszeiten.

Zusätzlich sind Varianten mit analogen Ausgängen (Strom

oder Spannung) erhältlich, was den Einsatz auch in bestehenden

Anlagen ohne digitale Infrastruktur erleichtert.

Ein einheitliches Design- und Bedienkonzept, kompatibel mit

anderen Serien wie R10x und R20x, erlaubt einen unkomplizierten

Wechsel zwischen verschiedenen Technologien (zum Beispiel

LED- oder Laser-Sensorik) innerhalb derselben Plattform.

Das spart Aufwand bei Planung, Schulung und Ersatzteilhaltung.

TYPISCHE ANWENDUNGEN IN DER

INTRALOGISTIK

Ob Shuttle oder Regalbediengerät – die R200-Sensoren sind optimal

für hochdynamische, platzbeschränkte Einsätze geeignet:

Anwesenheits- und Positionskontrolle: Sicherstellung der

korrekten Palettenposition durch zuverlässige Detektion an mehreren

Messpunkten – auch bei Störeinflüssen.

Auffahrsicherung: Früherkennung von Hindernissen oder anderen

Fahrzeugen im Fahrweg dank großer Reichweite, um Kollisionen

zu vermeiden.

Überstand- und Überhangkontrolle: Überprüfung, ob die Ladung

vollständig aufgenommen oder abgeladen wurde, um Schäden

durch Überstände zu verhindern.

IN GROSSEN ANLAGEN SIND

OFT HUNDERTE SHUTTLES

GLEICHZEITIG UNTERWEGS

Fachbelegtkontrolle: Erkennung der Belegung von Lagerfächern

vor Einlagerung, unabhängig von optischen Eigenschaften des

Objekts.

Behälterpositionierung: Präzise Positionsbestimmung kleiner

Ladungen auf der Ladefläche durch Messdaten mehrerer

Sensoren.

Shuttlepositionierung und Referenzierung: Feineinstellung

anhand von Referenzpunkten und Lochmarkierungen, kombiniert

mit großer Reichweite zur präzisen Positionierung im gesamten

Gang.

22 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 www.industrielle-automation.net


SENSORIK UND MESSTECHNIK

Die Sensoren

arbeiten zuverlässig

in einem Temperatur -

bereich von -30 bis

+60 °C und sind

unempfindlich

gegenüber Staub

04

WEITERE EINSATZMÖGLICHKEITEN

ÜBER DIE INTRALOGISTIK HINAUS

02 Die R200-Sensoren stellen die korrekte Palettenposition durch

zuverlässige Detektion an mehreren Messpunkten sicher

03 Shuttles übernehmen viele Aufgaben in einem Lager, wie die

Positionierung der Palette und Überstandkontrolle

04 Durch das kompakte Gehäusedesign lassen sich die Sensoren

selbst unter engen Einbaubedingungen problemlos integrieren, wie die

Montagepositionen für verschiedene Anwendungen am Shuttle zeigen

Die Flexibilität und Leistungsfähigkeit der R200-Sensoren ermöglichen

eine Vielzahl weiterer industrieller Anwendungen.

Dazu zählt zum einen die Roboterführung und Kollisionsvermeidung.

Hier unterstützen sie mobile Roboter oder Cobots bei der

sicheren Navigation durch präzise Abstandsmessung zu Hindernissen

und Personen. Auch bei Verpackungs- und Palettierautomaten

spielen sie ihre Stärken aus. Sie erlauben die Kontrolle

von Ladehöhen, Abständen und korrekter Positionierung von

Verpackungen oder Paletten für eine fehlerfreie Weiterverarbeitung.

Darüber hinaus lassen sie sich in der automatisierten Fahrzeugmontage

einsetzen, beispielsweise in der Abstandsmessung

in Montageprozessen, um Bauteile exakt zu positionieren oder

bewegliche Elemente zu überwachen. Perfekt sind sie auch in automatisierten

Sortieranlagen, in denen sie Objekte unterschiedlicher

Größe und Position zur Steuerung von Sortierprozessen erkennen.

Auch die Automatisierung in der Landwirtschaft kann

modernisiert werden: Einsatz in autonomen Fahrzeugen oder

Erntemaschinen zur Abstandsmessung und Hindernisvermeidung.

Und zu guter Letzt ermöglichen sie im Bereich der Füllstandserfassung

die berührungslose, präzise Messung in Behältern

und Silos, unabhängig von Material oder Farbe.

Bilder: Pepperl+Fuchs

AUF EINEN BLICK

Präzise Distanzmessung bis 10 m – mit Reflektor

sogar bis zu 60 m Reichweite

Kompaktes Gehäusedesign für flexible Integration

auf engstem Raum

Pulse Ranging Technology mit hoher Wiederholgenauigkeit

von ≤ 3 mm

Objekterkennung bereits ab 30 mm Messdistanz

Standardisierte IO-Link-Kommunikation mit

integriertem Smart-Sensor-Profil

www.pepperl-fuchs.com

UNTERNEHMEN

Pepperl+Fuchs SE

Lilienthalstraße 200, 68307 Mannheim

Tel. 0621 776-0

AUTOR

David Schipior, Pepperl+Fuchs SE

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SENSORIK UND MESSTECHNIK

SENSORMODUL FÜR BILDSENSOR:

SCHNELL ZUM SYSTEM-PROTOTYPING

Framos kündigt ein Bildsensormodul für Sonys

IMX811 mit 247 Mpx mitsamt eines Development

Kits an. Das Set umfasst Hardware, Dokumentation

und ein validiertes Referenzdesign, das AMDs

Entwicklungsboard unterstützt. Das System ermöglicht

Bild-Streaming über SLVS-EC 3.0 und HDMI-

Display-Ausgabe. Das vereinfacht den Bring-up-

Prozess für Anwender und bietet einen schnelleren

Weg zum System-Prototyping.

Nutzer profitieren von einem

frühen Zugang und können

damit Anwendungen realisieren,

die früher nicht oder nur unter

schwierigen Bedingungen umsetzbar

waren. Neben Detail-

Inspektionen von Produkten wie

Wafern lassen sich auch Stitching-

Anwendungen mit nur einem Sensor bauen. „Die

Sensorplatine bietet Kunden einen direkten Weg zur

skalierbaren Massenproduktion – optimiert, effizient

und ohne die Notwendigkeit einer vollständigen

kundenspezifischen Kameraentwicklung“, sagt

Frederik Schönebeck, Director of Growth bei Framos.

www.framos.com

CONDITION-MONITORING-SENSOR MIT

IO-LINK SCHNITTSTELLE

Der Condition Monitoring

Sensor CMSVT38 von

Kübler erfasst zuverlässige

Informationen über

Vibrationen oder Schwingungen

in 3-Achsen sowie

Temperaturen. Über eine

IO-Link Schnittstelle

werden die Messdaten zur

Verarbeitung mit der

Steuerung ausgetauscht.

Alternativ können im

SIO-Modus zwei PNP/NPN Schaltausgänge individuell

eingesetzt und über IO-Link parametriert werden. Der Sensor

lässt sich in unterschiedliche Condition Monitoring Konzepte

einbinden oder als Stand-alone-Lösung in Kombination mit

Signalleuchten des Herstellers einsetzen. Neben der Zustandsüberwachung

können mit den Sensoren auch Prozessschritte

erfasst werden. Im IO-Link-Modus kann der Vibrationssensor

über einen IO-Link-Master in ein Ethernet-Netzwerk eingebunden

werden. Durch die Kommunikation mit der Steuerung

kann somit zum Beispiel die IO-Link Signalsäule ST40 die

erfassten Zustände vor Ort signalisieren.

www.kuebler.com

ZUKUNFTSSICHERE KOMMUNIKATION FÜR DIE INDUSTRIE 4.0

Profinet hat sich als Schlüsseltechnologie in der industriellen Kommunikation etabliert. Besonders europäische Hersteller

setzen auf das leistungsfähige Protokoll, um Maschinen und Anlagen effizient zu vernetzen. Die Delphin Technology AG

unterstützt diese Entwicklung mit ihren Expert- und ProfiMessage D-Geräten und bietet damit zuverlässige, schnelle und

flexible Lösungen für Profinet-Umgebungen. Dank hoher Bandbreite ermöglicht Profinet die Echtzeitübertragung von Daten

– ein entscheidender Faktor für reaktionskritische

Anwendungen. In Kombination mit

Delphin-Lösungen lassen sich neue Sensoren

einfach integrieren und bestehende Systeme

nahtlos erweitern. Die robuste Hardware

sichert einen störungsfreien Betrieb – auch

unter rauen Bedingungen. Ein weiteres Plus:

Die präzise Datenerfassung und -analyse

durch Delphin-Geräte erlaubt eine fundierte

Prozessoptimierung. Zentrale Datenverarbeitung

im Profinet-Netzwerk beschleunigt

Entscheidungen, senkt Kosten und steigert

die Effizienz. Vorausschauende Wartung hilft

zudem, Ausfallzeiten zu vermeiden.

www.delphin.de

24 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 www.industrielle-automation.net


FLUIDEIGENSCHAFTEN PRÄZISE ERKENNEN

EBE erweitert mit der Sensor generation

QCRC die corTEC-Produktfamilie um

eine kompakte und leistungsfähige

Lösung zur berührungs losen Erkennung

von Fluideigenschaften für OEM- und

Prozessanwendungen. Die Sensoren

lassen erstmals eine vollständige

Medienerkennung durch Behälter- oder

Schlauchwände hindurch zu – ohne

jeglichen Kontakt mit dem Medium.

Die Sensoren erfassen kapazitive und

konduktive Messwerte gleichzeitig sowie in Echtzeit. Bei der QCRC-Serie sind

sämtliche Messelektroden vollständig auf dem Sensor integriert. Dies ermöglicht

Sensoren in sehr kompakter Ausführung von nur 30 x 30 mm ohne zusätzliche

Komponenten. Der Sensor liefert direkt nach der Installation I²C-Messwerte und

eignet sich daher für den wirtschaftlichen Einsatz in Serienanwendungen.

www.ebe.de

ultrawendig

360°

NEUER PARAMETRIERBARER STRÖMUNGSSENSOR FÜR

WASSERSTOFF-ANWENDUNGEN

Wasserstoff ist eine der zentralen Energiequellen der Zukunft. Daher ergeben sich

in der Praxis immer mehr Applikationen für dieses Medium. Ein Beispiel unter

vielen ist etwa die Erfassung des Wasserstoffvolumens. Dazu hat der Experte rund

um Sensorik IPF, seinen parametrierbaren Strömungssensor SY98F002 mit frei

skalierbarem Analogausgang (4…20mA), Impulsausgang und Modbus TCP zur

Verbrauchsmessung verschiedener Gase entwickelt, der bereits ab Werk gemäß

Kundenwunsch auf das Medium Wasserstoff kalibriert ist. Die Funktionsweise

basiert auf dem kalorimetrischen

Prinzip. Somit liefert dieses Gerät

hochpräzise Werte zu Volumen,

Durchfluss, Geschwindigkeit und

Temperatur von gasförmigen

Medien. Der SY98F002 ist druckfest

bis 16 bar. Als Datenschnittstellen

stehen unter anderem MBus,

RS485, Ethernet oder Ethernet mit

PoE zur Verfügung.

www.ipf-electronic.de

PRÜFTECHNOLOGIE AM FORSCHUNGSCAMPUS OHLF

Am Forschungscampus Open Hybrid LabFactory (OHLF) in Wolfsburg arbeiten

Wissenschaft und Industrie gemeinsam an Werkstoffen für die Kreislaufwirtschaft

der Zukunft. Ein Schwerpunkt liegt auf der mechanischen Prüfung von Metallen,

Kunststoffen und Klebverbindungen – unter realitätsnahen Bedingungen und mit

höchsten Anforderungen an Präzision und Reproduzierbarkeit. Für diese Aufgaben

nutzt das OHLF verschiedene Prüfsysteme von ZwickRoell. Zum Einsatz kommen

unter anderem mehrere AllroundLine-

Prüfmaschinen mit einem Kraftbereich

von 50 kN bis 250 kN, ausgestattet mit

unterschiedlichen Prüfwerkzeugen und

Längenänderungsaufnehmern. Die enge

Zusammenarbeit von Industrie und

Wissenschaft leistet damit einen Beitrag

zur nachhaltigen Transformation der

Industrie. Mehr unter: bit.ly/3H2JRbC

www.zwickroell.com

cube

Neuer, ultrawendiger Ultraschallsensor:

in 5 Abstrahlrichtungen montierbar

dank drehbarem Sensorkopf und

QuickLock-Montagehalterung!

› 3 Tastweiten: von 65 mm bis 5 m

› Komfortable QuickLock-

Montagehalterung

› IO-Link-Schnittstelle

› Ausgangsstufen:

› 1 Push-Pull-Schaltausgang

› 1 Analogausgang + 2 Push-Pull-

Schaltausgänge (umschaltbar)

microsonic.de/cube


5FRAGEN AN...

… Julian Kümmerling,

Head of Product Sales Automation

Cells bei Schunk

Automatisieren ja – aber wie? Viele

kleine und mittlere Unternehmen

wollen ihre Prozesse effizienter

gestalten, doch Komplexität und

Kosten schrecken sie ab. Dabei braucht

es nicht gleich eine Millionensumme

oder eine komplett neue Produktionslinie.

Auch einfache manuelle

Tätigkeiten lassen sich automatisieren.

Der Schlüssel liegt in einem strukturierten

Vorgehen. Nur wie?

01 AUTOMATISIERUNG IN DER

PRAXIS HAT SEINE TÜCKEN, WARUM?

Fachkräftemangel, demografischer Wandel, Nachhaltigkeitsziele

und wachsender Wettbewerbsdruck: Immer

mehr kleine und mittlere Unternehmen stehen unter

Zugzwang, ihre Fertigungsprozesse effizienter zu

gestalten. Die Automatisierung bietet dabei nicht nur

eine Antwort auf fehlende Arbeitskräfte, sondern

ermöglicht auch Produktivitätssteigerungen und eine

höhere Prozesssicherheit. Wer einfache manuelle

Tätigkeiten wie das Palettieren, Montieren oder

Sortieren automatisiert, kann wertvolle Personalressourcen

entlasten und zugleich die Qualität steigern.

Doch so groß das Interesse ist, so häufig fehlt es an

Orientierung: Viele Unternehmen wissen nicht genau,

wo sie anfangen sollen. Sie haben erste Ideen – etwa,

einen manuellen Handhabungsschritt zu automatisieren

– sind sich aber unsicher, ob sich dieser überhaupt

eignet. Andere wiederum erkennen zwar den Handlungsdruck,

haben aber keine konkrete Vorstellung,

welcher Prozess automatisiert werden könnte. Genau

an diesem Punkt setzt ein strukturierter Dreischritt an,

der Betrieben den Einstieg erleichtert.

02 GEHT ES IN DER AUTOMATISIERUNG

UM DAS „OB“, ODER UM DAS „WIE“?

Der erste Schritt beginnt mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme:

Welche manuellen Tätigkeiten fallen im Betrieb an? Wo

liegen wiederkehrende, monotone oder körperlich belastende

Prozesse? Und welche davon lassen sich potenziell durch

Automatisierung effizienter gestalten? In der Praxis zeigt sich:

Unternehmen orientieren sich häufig zunächst an sichtbaren

Problemen – etwa daran, dass ein Mitarbeitender in naher

Zukunft in Rente geht oder dass eine Tätigkeit als wenig

ergonomisch empfunden wird. Hier ist es hilfreich, den Blick zu

weiten und den gesamten Prozess mit seinen vor- und nachgelagerten

Prozessschritten zu betrachten, anstatt nur den

einzelnen Arbeitsschritt. So kann es sinnvoll sein, nicht nur das

Entnehmen eines Bauteils aus einer Maschine zu automatisieren,

sondern direkt auch eine Sichtkontrolle per Kamera zu

integrieren oder sogar den nächsten Fertigungsschritt – etwa

das Entgraten – mit einzubeziehen. In der Bedarfsanalyse geht

es also nicht nur um das „Ob“, sondern auch um das „Wie“.

Welche Bauteile sollen automatisiert bearbeitet werden?

Welche Qualitätsanforderungen bestehen? Wie viele Teile sollen

pro Tag gefertigt werden – und wie viel darf die Lösung kosten,

um wirtschaftlich zu sein? Unternehmen, die hier strukturiert

vorgehen, erkennen häufig mehr Potenzial als zunächst gedacht.

Und sie vermeiden Fehlinvestitionen, weil sie sich nicht auf

ungeeignete oder zu komplexe Prozesse stürzen.

26 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 www.industrielle-automation.net


03 DIE VALIDIERUNG: RISKANT?

Viele Unternehmen verbinden die Validierung mit einem

hohen Risiko: Denn um die Automatisierung in der Praxis zu

testen, müssten sie zuvor z. B. den Roboter kaufen. Was,

wenn sich dann herausstellt, dass es doch nicht so funktioniert

wie gedacht? Dabei ist genau das Gegenteil der Fall.

Zuerst wird ein geeigneter Prozess identifiziert, und die

Frage beantwortet: Lässt er sich technisch überhaupt

automatisieren? Die sogenannte Validierungsphase dient

dazu, genau das herauszufinden – idealerweise bevor hohe

Investitionen getätigt werden. Im Zentrum steht dabei der

Kernprozess: Also jener Schritt, der den eigentlichen

Mehrwert erzeugt – etwa das Schrauben oder Sortieren:

Funktioniert das Greifen des Bauteils? Erkennt das Vision-

System die richtige Position? Ist das gewünschte Resultat

zuverlässig reproduzierbar? Erst wenn klar ist, dass der

zentrale Automatisierungsschritt sicher funktioniert, wird

über die weiteren Prozessdetails nachgedacht.

04 TECHNISCHE MACHBARKEIT

TESTEN, OHNE INVESTITIONSRISIKO?

Es gibt Möglichkeiten, die Hardware zu testen, ohne sie

vorher kaufen zu müssen. Zum Beispiel in einem der

weltweit 15 Schunk CoLabs, zwei davon in Deutschland,

eines in Österreich. Hier wird – wenn gewollt – gemeinsam

mit dem Kunden die technische Machbarkeit des Kernprozesses

geprüft. Wir testen mit echten Bauteilen, ob zum

Beispiel Greifer, Vision-Systeme oder Prozesse wie Laserbeschriften

zuverlässig funktionieren. Das minimiert das

technische Risiko – ganz ohne Vorabinvestitionen beim

Kunden. Für Endkunden mit konkretem Projektinteresse

erfolgt die Validierung im CoLab kostenfrei.

DIE FRAGEN STELLTE NICOLE STEINICKE,

CHEFREDAKTEURIN INDUSTRIELLE AUTOMATION

05 WAS ERLEICHTERT UNTER -

NEHMEN DIE UMSETZUNG UND WIE

ERZIELT MAN SCHNELL ERFOLGE?

Statt eine Sondermaschine von Grund auf zu konstruieren,

können Unternehmen auf vorgefertigte, standardisierte

Lösungen zurückgreifen. Diese sind konfigurierbar, schnell

einsatzbereit und wirtschaftlich. Für einfachere Prozesse

wie Sortieren, Laserbeschriften oder Montieren reicht das

in vielen Fällen vollkommen aus. Wir unterstützen bei der

Implementierung von Standardkomponenten und Baugruppen

bis hin zu umfassenden Komplettlösungen. Gerade

die als modulare Baukastensysteme konzipierten Komplettlösungen

eignen sich ideal zur Automatisierung einfacher

Prozesse wie Laserbeschriften oder Vereinzelung. Sie decken

damit die typischerweise von kleinen und mittleren

Unternehmen nachgefragten Automatisierungsaufgaben

ab. So werden Arbeitsabläufe vereinfacht und effizienter

gestaltet, um schnell einen spürbaren Mehrwert zu bieten

und die Produktivität zu steigern.

Bilder: Schunk

www.schunk.com

Kurz erklärt

Automatisierung ist für viele Unternehmen

eine Herausforderung. Wo und wie

fängt man an, ohne gleich viel zu

investieren? Einfach wird der Einstieg

durch eine strukturierte Bedarfsanalyse,

Validierung und Implementierung und

einen Partner, der weitereichende

Expertise und Unterstützung liefert.

www.industrielle-automation.net INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 27


PICK-TO-LIGHT-SYSTEM BRINGT DYNAMIK

IN DIE KOMMISSIONIERUNG

LICHTBLICK

Moderne Kommissionierungsprozesse stehen vor der Herausforderung,

hohe Geschwindigkeit mit größtmöglicher Fehlerfreiheit zu vereinen.

Wie aber lässt sich eine effiziente Automatisierung komfortabel realisieren?

Ein belgischer Hersteller von Lichtkuppeln und Dachfenstern demonstriert,

wie dies gelingt: Zum Einsatz kommt ein Komplettsystem aus Leuchttastern,

Signalleuchten und I/O-Modulen mit integrierter Steuerungslogik, das eine

einfache und effektive Prozessoptimierung ermöglicht.

Das Familienunternehmen Skylux aus dem belgischen

Stasegem ist bekannt für seine Lichtkuppeln und Flachdachfenster,

setzt mittlerweile aber auch auf ein zweites

Standbein: „Outdoor Living“. „Mit unseren Aluminium-

Wintergartensystemen holen wir den Zauber der Natur auch

nach drinnen“, beschreibt Veronique Mattheeuws, Chief Commercial

Officer bei Skylux und ergänzt: „Wir glauben, dass wir

uns ständig verbessern können, und zwar in allen Bereichen.

Deshalb streben wir kontinuierlich nach besseren Lösungen,

Dienstleistungen und Produkten – für unsere Kunden, aber auch

für unsere Mitarbeiter.“

01

„Die TBEN-S-Blockmodule

übersetzen die Daten aus dem

ERP-System in Befehle an die

Leuchten und das dazugehörige

Display, ohne dass dazu eine

SPS erforderlich wäre; darum

kümmert sich die Argee-

Software auf den Modulen“,

sagt Tsjelle Stevens, Gründer

und Geschäftsführer des

Integrationspartners Code Care

PICK-TO-LIGHT-LÖSUNG

Bei einem kürzlich durchgeführten Projekt in der Kommissionierabteilung

für den Bereich Outdoor Living hat Skylux diese

Ambition konkretisiert. Skylux ist ein B2B-Anbieter, der seine

Produkte an Installateure liefert. Diese sind für eine einwandfreie

Installation und Verarbeitung beim Endkunden verantwortlich.

Jede Bestellung enthält zahlreiche Kleinteile: Schrauben und

Muttern, Handbücher, Endkappen, Gummis, Kabel und mehr.

Diese werden von Mitarbeitern kommissioniert und im Anschluss

einer umfassenden Qualitätskontrolle unterzogen, bevor

die Bestellung das Lager verlässt. „Die Kommissionierung war

sehr zeitaufwändig und fehleranfällig, wie Kontrollen gezeigt haben.

Daher wollte Skylux in eine Pick-to-Light-Lösung investieren“,

erklärt Tsjelle Stevens, Gründer und Geschäftsführer des Integrationspartners

Code Care.

LAMPEN GESUCHT, GESAMTLÖSUNG

GEFUNDEN

Code Care unterstützt Fertigungsunternehmen bei ihren digitalen

Transformationsprojekten. Der Intergrationspartner zählt

Skylux zu seinen wichtigsten Kunden und war auch für die Umsetzung

dieses Pick-to-Light-Projekts verantwortlich. Stevens

hatte bereits gute Erfahrungen mit den robusten und vielseitigen

Signalleuchten von Banner Engineering gemacht und sie daher

auch für diese Lösung eingeplant. Die Systemingenieure von

Turck Multiprox stellten für Code Care und Skylux eine Komplettlösung

zusammen. Diese besteht neben den TL50-Signalleuchten

aus den kaskadierbaren Pick-to-Light-Leuchttastern PTL110

mit Display, Touch-Button und optischem Sensor sowie den intelligenten

Turck-I/O-Modulen TBEN-S2-2COM-4DXP mit der

28 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 www.industrielle-automation.net


STEUERN UND ANTREIBEN

02

03 04

standardmäßig integrierten Logik-Steuerungssoftware Argee. Die

Lösung konnte Code Care problemlos an das ERP-System von

Skylux anbinden.

SCHLUSS MIT LANGER SUCHE NACH ARTIKELN

„Alles beginnt damit, dass der Bediener mit seinem Tablet einen

QR-Code auf einem dieser blauen Behälter scannt“, erklärt

Stevens. „Der entsprechende Kommissionierauftrag erscheint auf

seinem Tablet. Dann geht er mit dem Laufwagen, auf dem sich

der Behälter befindet, an den Regalen entlang. Insgesamt gibt es

750 Picking Locations im Lager. Die Bediener arbeiten jeweils pro

Gang. Auf seinem Tablet sieht er ein Bild des zu entnehmenden

Artikels. Zusätzlich leuchtet am entsprechenden Behälter die

PTL110-Leuchte grün. Der Kommissionierer wird so visuell geführt,

ohne lange suchen zu müssen.“ Die Kommissionierung ist

mit dem neuen System heute fehlersicher. Nimmt ein Mitarbeiter

einen Artikel aus einem falschen Fach, gibt eine der fünfzehn

TL50-Signallampen einen Warnton aus und leuchtet rot. „Ein optisches

Signal, das zusätzliche Sicherheit bietet“, sagt Stevens.

Wir glauben, dass wir uns ständig verbessern

können, für unsere Kunden, aber auch für

unsere Mitarbeiter. Aus diesem Grund haben

wir unseren Kommissionierprozess auf den

Prüfstand gestellt, der heute deutlich schneller,

komfortabler und fehlerfreier abläuft.

Veronique Mattheeuws, Chief Commercial Officer

bei Skylux

02 Insgesamt 750 PTL110-Leuchttaster leiten die Mitarbeiter durch

den Kommissionierprozess bei Skylux und halbieren die benötigte Zeit

03 Die Steuerungslogik Argee auf den TBEN-S-2COM-Blockmodulen

übersetzt ERP-Daten in Leuchtsignale für die PTL110-Leuchten – ohne

externe SPS

04 Die TL50 Tower Lights mit Hupenmodul (oben links) warnen den

Bediener bei einem Fehlgriff

KOMMISSIONIEREN IN DER HÄLFTE DER ZEIT

Nach der Entnahme eines Artikels drückt der Bediener die Taste

der PTL110, um das grüne Licht auszuschalten und zum nächsten

Artikel zu gelangen. Der kapazitive Taster der PTL ist robust,

erfordert aber keine große Druckkraft. So arbeitet der Bediener

die gesamte Bestellung Position für Position ab. „Früher konnte

das leicht eineinhalb Stunden dauern, jetzt dauert es nur noch

halb so lang“, so Stevens. In der Hochsaison, wenn viele Aushilfskräfte

zum Einsatz kommen, ist die Zeitersparnis noch höher.

„Wo wir früher jede Aushilfskraft vier Stunden schulen mussten,

um das ganze Lager und alle Artikel kennenzulernen, kommissionieren

die neuen Kollegen jetzt schon nach einer halben Stunde.“

Die PTL110-Leuchten zeigen über ihr numerisches Display zudem

genau an, wieviele Teile entnommen werden müssen.

DYNAMISCHE UND FLEXIBLE ANPASSUNG

Die Signale der Leuchten werden von Turcks I/O-Modulen

TBEN-S2-2COM-4DXP gesteuert. „Sie sind in IP67 ausgeführt,

sodass sie in jeder Umgebung reibungslos funktionieren. Die

TBEN-S-Blockmodule übersetzen die Daten aus dem ERP-System

in Befehle an die Leuchten und das dazugehörige Display, ohne

dass dazu eine SPS erforderlich wäre. Darum kümmert sich die

Argee-Software auf den Modulen“, erklärt Stevens. Die Leuchten

werden kaskadiert angeschlossen. So ist nur ein Port auf dem

TBEN-S-2COM notwendig, um 64 oder mehr PTL in Reihe anzuschließen.

Die Kommunikation zwischen I/O-Modul und PTL-

Leuchten läuft über Modbus RTU. „Die Kombination macht es zu

einem besonders dynamischen und flexibel anpassbaren System.

Kommen Kommissionierplätze hinzu oder zeigt die Fehleranalyse,

dass es besser ist, bestimmte Artikel weiter auseinander zu

platzieren, lässt sich das sehr einfach und flexibel realisieren.“

Bilder: Aufmacher Skylux, sonstige Turck

www.turck.com

AUTOR

Bart Baert ist Sales Manager

Turck Multiprox in Belgien

www.industrielle-automation.net INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 29


STEUERN UND ANTREIBEN

KRAFTSPANNFUTTER FÜR DIE

DIGITALE FABRIK

SMW-Autoblok ermöglicht jetzt auch für Kraftspannfutter

einen automatischen Backenschnellwechsel.

Das KNCS-matic lässt sich mithilfe eines Ausklinkpins

durch einen Beladeroboter schnell und präzise umrüsten.

Das Spannfutter ermöglicht somit einen

automatischen Backenschnellwechsel durch einen konventionellen

Industrieroboter. Dieser löst mit einem

Ausklinkpin die Grundbacken, wechselt sie aus und

fixiert die nächsten Backen wieder mit dem Pin. Durch

das Zusammenspiel mit Industrierobotern ermöglicht

das Spannfutter kurze Rüstzeiten und gewährleistet

eine sichere Werkstückspannung mit hoher Zentrierund

Wiederholgenauigkeit. Das 3-Backen-Kraftspannfutter

ist in sechs Baugrößen verfügbar und erzielt eine

Gesamtspannkraft von 100 bis 250 kN. Es lässt sich für

ein breites Bearbeitungsspektrum einsetzen, da seine

Backen versetzt oder gewendet werden können und je

Backe einen Hub von 7 bis 10 mm ermöglichen.

Darüber hinaus verfügt es über einen

großen Durchgang von 52 bis 165 mm. Mit

Drehzahlen von 1.700 bis

6.000 U/min sorgt es dabei

für hohe Bearbeitungsgeschwindigkeiten

bei gleichbleibender

Präzision.

www.smw-autoblok.com

SOURCING: EMBEDDED

BIS MESSEN IM IOT

Von Bauelementen und Modulen

über Hardware und Zubehör bis hin

zur Mess- und Regeltechnik: Mit

ihrem Portfolio bietet die Conrad

Sourcing Platform ein breit gefächertes

Angebot an Marken für industrielle

Anwendungen im Embedded-

Bereich. Damit das System nicht ins

Stocken gerät, ermöglicht die Plattform Unternehmen eine

reibungslose Beschaffung aus einer Hand – insbesondere,

wenn es um ungeplante Bedarfe geht. Dabei helfen unter

anderem auch maßgeschneiderte E-Procurement-Lösungen,

welche den Beschaffungsprozess noch effizienter machen. Ein

Schwerpunkt am Stand des Unternehmens auf der Embedded

World war die Integration von Mess- und Prüftechnik in

vernetzte Systeme. Das spielt insbesondere in IoT-Umgebungen

und Industrie 4.0-Anwendungen eine wichtige Rolle.

Automatisierte Anwendungen können die Effizienz steigern,

indem sie manuelle Eingriffe reduzieren und so die Genauigkeit

erhöhen. Obendrein erhöht die Integration von Mess- und

Prüftechnik die Sicherheit: Sie überwacht kritische Parameter

und minimiert damit Risiken. Conrad präsentierte in Nürnberg

Temperaturlogger, Strom zangen, ein Handmultimeter mit

Datenlogger und ein programmierbares lineares Labornetzteil

mit umfangreichen Modulierungsmöglichkeiten.

www.conrad.de

KI-FÄHIGE SERVOANTRIEBE

Panasonic Industry stellte die neue kompakte Servoantriebsfamilie

Minas A7 vor. Sie ist nach eigenen

Angaben das erste kommerzielle Servosystem der

Branche, welches Künstliche Intelligenz (KI) nutzt. Die

Geräte verwenden das

von Panasonic Industry

unabhängig entwickelte

PrecAIse-Tuning, das

durch den Einsatz von

KI eine hochpräzise

und automatische

Geräteeinstellung

ermöglicht – ohne Mitwirken eines Ingenieurs. Die

Minas A7 Motoren und Antriebe verbessern die

Geräteleistung und vereinfachen gleichzeitig die

Installation und den Betrieb. Dank integrierter KI kann

das Servo system Aufgaben in Bereichen automatisieren,

in denen Experten aktuell viel Zeit für die manuelle

Feineinstellung von Maschinen aufwenden müssen,

da herkömmliche automatische Feineinstellungsfunktionen

bislang keine akzeptablen Ergebnisse liefern.

Das Produkt überzeugt durch eine herausragende

Bewegungsleistung mit einer Encoderauflösung des

Servomotors von 27 Bit und 134.217.728 Impulsen/U.

Die Drehzahlantwortfrequenz, welche die Steuerungsleistung

von Servoverstärkern angibt, liegt bei 4,0 kHz

oder mehr. Darüber hinaus erreicht der Servomotor

eine maximale Drehzahl von 7.150 U/min.

https://industry.panasonic.eu

EINE STEUERUNG FÜR ALLE ROBOTER

Durch die intuitive Steuerungssoftware von Igus lassen sich

auf dem Online-Robotik-Marktplatz RBTX erhältliche Roboter

unabhängig vom Hersteller einheitlich bedienen und Zubehör

integrieren. Damit reduziert RobotCtrl die Bedienungskomplexität

und den Integrationsaufwand für Einsteiger und Profis

erheblich. Neu hinzugekommen ist die Unterstützung der

Robotikhersteller: Lebai, Hitbot und Lynx Motion. Als Marktplatz

für Robotik und Automatisierung vereint RBTX über 175

Anbieter und mehr als 850 Roboter und Komponenten an

einem Ort, zum Beispiel Greifer, Sensoren oder komplette

Robotersysteme. Mit

der von Igus entwickelten

Steuerungssoftware

soll die

Integration und

Steuerung von

Low-Cost-Automatisierung

flexibler und

einfacher werden. Auf

RBTX erhältliche

Roboter lassen sich mit der Software einheitlich programmieren

und steuern. Nutzer profitieren von einer verringerten

Einarbeitungszeit, da sie nur eine einzige Software beherrschen

müssen. Außerdem wird dadurch eine herstellerunabhängige

Automatisierungsstrategie möglich. Dank des

modularen Aufbaus unterstützt RobotCtrl verschiedene

Roboterkinematiken unterschiedlicher Hersteller, darunter

Igus, Fanuc, Kuka und viele mehr.

www.igus.de

30 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 www.industrielle-automation.net


STEUERN UND ANTREIBEN

FUNKTIONELL: STECKERVERSTÄRKER

STEUERT ZWEI MAGNETSPULEN AN

Mit dem neuen Steckerverstärker PAM-392-P für die Ansteuerung

von zwei Magnetspulen bietet W.E.St. Elektronik die

komplette Funktion eines digitalen Leistungsverstärkers im

äußerst kompakten Ventilstecker. Das Gerät lässt sich direkt

auf die Proportionalmagnete von Wegeventilen aufbauen und

übernimmt die Ansteuerung

beider Magnetspulen

für eine exakte Betätigung

in beiden Richtungen.

Durch die flexible Leitung

ist ein problemloser

Anschluss auch bei

beengten Einbauverhältnissen

möglich. Dadurch verringert sich der Platzbedarf für

den Ventilaufbau. Die Kabellänge des Satellitenanschlusses

für den zweiten Magneten ist ausreichend, sodass keine

Einschränkung bei der Auswahl der Ventilgröße besteht. Die

enthaltenen Funktionen sind sowohl für einfache als auch

anspruchsvollere Fälle geeignet und lassen sich leicht über die

integrierte USB-Schnittstelle und das kostenlose Parametrierprogramm

anpassen. Ein Gerät reicht daher, um alle gängigen

Proportional-Wegeventile mit Ventilsteckern des Typs A

anzusteuern. Eine Standardisierung der Elektronik ist für

alle Anwender möglich, ohne sich dabei auf einen Ventillieferanten

festzulegen.

www.w-e-st.de

HOCHGENAUE

ZAHNSTANGENGETRIEBE

Leantechnik stellt eine neue

Baureihe seiner hochgenauen

Zahnstangengetriebe vor. In

Baugröße 5.2 bietet dieses

Konstrukteuren ein hohes Maß an

Flexibilität und hilft ihnen, die

Entwicklungskosten zu senken. Die

Lifgo- und Lean-SL-Zahnstangengetriebe können in einem

Belastungsbereich bis 1.030 kg eingesetzt werden. Sie

schließen damit die Lücke zwischen den bestehenden

Baugrößen 5.1 (bis ca. 400 kg) und 5.3 (bis ca. 1.600 kg).

Konstrukteure haben deshalb künftig noch mehr Freiheiten

bei der Auslegung ihrer Maschine oder Anlage. Darüber

hinaus können mit den 5.2-Getrieben auch die Fertigungskosten

für Hub- und Positioniersysteme im Lastbereich bis

1000 kg gesenkt werden, da die neue Baureihe exakt auf diese

Anwendungen zugeschnitten ist. Neben der Baugröße 5.2

werden auch alle anderen Lifgo- und Lean-SL-Zahnstangengetriebe

auf der Hannover Messe zu sehen sein – darunter

das sehr präzise Lifgo-hp mit einer Positioniergenauigkeit

von bis zu 2 µm. Einbaufertige Komplettsysteme bilden einen

weiteren Schwerpunkt am Messe-Stand. Unter dem Namen

Leantechnik Systems fertigt das Unternehmen beispielsweise

kundenspezifische Hub- und Positioniersysteme in den

verschiedenen Ausführungen an.

www.leantechnik.com

NEW TRADE FAIR

1 – 3 DECEMBER 2025 IN RIYADH

INDUSTRIAL

TRANSFORMATION

SAUDI ARABIA

Products and solutions for smart manufacturing.

Automation/Industry 4.0

Additive manufacturing

Digitalization/Innovation

www.SaudiIndustrialTransformation.com

Wireless and 5G technology

Energy solutions

I ntralogistics and material handling


INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION

IO-LINK: MEHR TEMPO, MEHR PRÄZISION, WENIGER AUFWAND

AUF DAS GESAMTPAKET

KOMMT ES AN

Durch hohe Übertragungsgeschwindigkeiten,

Zusatzdaten, vereinfachte

Verdrahtung und leichte

Integration bietet IO-Link

entscheidende Vorteile für

Automatisierungsprozesse

IO-Link hat sich längst als zuverlässige

Kommunikationsschnittstelle etabliert und

bietet darüber hinaus weniger Verdrahtungsaufwand,

keine Signalverluste und

zusätzliche Diagnosedaten. Spannend wird

es im Zusammenspiel mit intelligenten

Sensoren, leistungsstarken Mastern und

einem Konfigurationstool. Der Beitrag

beschreibt anhand von Praxisbeispielen,

wie sich Prozesse weiter optimieren lassen.

IO-Link erreicht heute Geschwindigkeiten auf dem Niveau konventioneller

Signale. Durch Zusatzdaten, vereinfachte Verdrahtung

und leichte Integration bietet IO-Link entscheidende Vorteile

für Automatisierungsprozesse. Doch mit diesen Vorzügen

ist das Potenzial der digitalen Schnittstelle noch lange nicht ausgereizt.

Erst das intelligente Zusammenspiel von Sensoren, leistungsstarken

Mastern und einem herstellerunabhängigen Konfigurationstool

hievt die Maschinenperformance auf ein neues Level:

durch höhere Geschwindigkeit und Genauigkeit. Konkret gesagt:

Die Genauigkeit – beispielsweise beim Positionieren – erhöht

02 Die neuste Generation IO-Link Master ermöglicht schnelle

Zykluszeiten von bis zu 400 µs und Echtzeitfähigkeit

sich, wenn die Kommunikation zwischen den Positionssensoren

und der Steuerung schneller abläuft. Außerdem gibt es bei der digitalen

Schnittstelle IO-Link generell keine Signalverluste wie bei

Analogsignalen wie 4...20mA. Zwei Praxisbeispiele sollen das veranschaulichen.

BEISPIEL ROBOTIK: EXAKTE ÜBERWACHUNG

VON POSITION UND NACHSCHWINGEN

Ein Unternehmen verfolgte die Idee, mit modernen Antrieben

seine eigenen Handling-Systeme und Roboter zu bauen und direkt

von der Maschinensteuerung zu kontrollieren. Hierzu mussten

die Entwickler allerdings die Positioniergenauigkeit und das

Nachschwingen in den Griff bekommen. Sie suchten ein einfach

zu nutzendes System, das den Roboter im Idealfall optisch in verschiedenen

Positionen hochgenau überwachen kann und dabei

auch das Nachschwingen bis 40 Hz zuverlässig erfasst. Nach kurzer

Analyse stand fest. Die ideale Kombination sind zwei Baumer

Laserdistanzsensoren OM30, die mit dem neuen IO-Link Master

CM50I direkt in die EtherCAT Steuerung integriert werden.

32 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 www.industrielle-automation.net


INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION

Die Vorteile dieses Aufbaus: Erstens konnten so die vollen 1 kHz

Messfrequenz des Sensors voll ausgeschöpft werden, was für die

Frequenzanalyse sogar noch zusätzlichen Puffer mitbrachte.

Zweitens ließen sich so die gemessenen Istwerte und die über die

Antriebe gesteuerten Sollwerte direkt und zeitsynchron übereinanderlegen,

was zusätzliche Einblicke in das komplexe Zusammenspiel

der Antriebe mit der Mechanik brachte. Dritter Vorteil:

Die Sensoren konnten sowohl für die Entwicklung als auch für

die Serienmaschine ohne weitere Änderungen genutzt werden,

da auch der Roboter direkt anhand der seriennahen Maschine

entwickelt wurde. Ein aufwändiger Prototyp mit Laborequipment,

der dann nochmals aufwändig zu einer Serienmaschine weiterentwickelt

werden musste, entfiel so komplett.

BEISPIEL EINPRESSVORGANG: INTELLIGENTE

ÜBERWACHUNG DER SERIENFERTIGUNG

Eine Standardaufgabe in Fertigungsprozessen ist das Einpressen

von Komponenten. Vor allem bei hohem Durchsatz kommt es darauf

an, die maximale Fertigungsgeschwindigkeit zu ermitteln,

bei der die geforderte Qualität noch gewährleistet ist. Hier bringt

der schnelle Austausch von Sensordaten, die das Baumer IO-Link

Gesamtpaket aus smarten Sensoren, Mastern und Kabeln bietet,

messbaren Mehrwert. Kraftsensoren messen den Einpressdruck,

hochpräzise Laserdistanzsensoren überwachen die Position des

einzupressenden Teils. Aus der Kombination der beiden ergibt

sich ein Kraft-Weg-Diagramm mit markanten Kraftpunkten während

des Einpressens. Hier kann man dann gut erkennen ob die

IO-LINK: DER SCHNELLE

AUSTAUSCH VON SENSORDATEN

BIETET REALE MEHRWERTE

entstandenen Kräfte innerhalb der Toleranz sind oder zu groß

werden. Auch lässt sich später in der Serie erkennen, wenn ein

Teil beim Einpressen verkantet, da dann die Kräfte sprunghaft

ansteigen – vor allem an Weg-Positionen, bei denen kaum Kraft

entstehen sollte.

ZEITERSPARNIS: ENTWICKLUNGSAUFBAU

ENTSPRICHT DEM SERIENAUFBAU

Durch die Datenübertragung in nahezu Echtzeit können sich die

Entwickler sehr einfach und schnell an die optimalen Maschineneinstellungen

herantasten. Für den einfachen Überblick über

alle Sensordaten sorgt die Software Baumer Sensor Suite. Sie

zeigt mit ihrer intuitiven Oberfläche an, was der Sensor sieht,

und erlaubt die einfache Parametrierung der angeschlossenen

Sensoren und Aktoren. Der eigentliche Clou des schnellen IO-

Link Gesamtpakets von Baumer liegt auch bei diesem Beispiel in

der Zeitersparnis zwischen Testen und Implementierung in die

Serienfertigung. Der Entwicklungsaufbau entspricht dem Serienaufbau.

Und weil die abgespeicherten Sensor- und Aktoreneinstellungen

aus dem Testaufbau eins zu eins in die Produktion

übernommen werden können, verliert das Unternehmen keine

weitere Zeit.

IO-LINK MASTER FÜR SCHNELLE UND

HOCHGENAUE POSITIONIERAUFGABEN

Ein Kernelement des Baumer IO-Link-Gesamtpakets für ungeahnte

Geschwindigkeiten ist der IO-Link Master. Die neuste

Master-Generation ermöglicht schnellste Zykluszeiten, auch mit

01 Das Zusammenspiel von Sensoren, Mastern und einem

herstellerunabhängigen Konfigurationstool erlaubt

eine gesteigerte Maschinen-Performance

echtzeitfähigen Feldbus-Systemen wie Profinet IRT und Ether-

CAT. Bisher haben viele IO-Link Master zur Steuerung nur eine

Zykluszeit von 10 ms erreicht. Das macht Baumer Laserdistanzsensoren

wie den OM30 oder Messverstärker zur Kraftmessung

wie den DAB10 mit je 1 ms Zykluszeit um Faktor 10 langsamer.

Der neue Master kann IO-Link seitig sogar bis 400 µs Zykluszeit

erreichen, und selbst via Profinet auf Siemens-Steuerungen werden

1 ms Zykluszeit erreicht. Hier lassen sich die oben genannten

IO-Link Sensoren also mit voller Performance nutzen. Damit gelingen

präzise Kraft-Weg Kurven und Positionieraufgaben laufen

erheblich genauer oder schneller ab. Außerdem kann wie oben

beschrieben ein Abschalten bei Verkanten sehr schnell und

direkt via IO-Link erfolgen und damit das Werkstück und die Maschine

vor Beschädigung schützen.

Fazit: Mit dem neuen IO-Link Master CM50I können schnelle

IO-Link-Sensoren und Aktoren ihr Potenzial voll ausschöpfen –

für schnelle und hochgenaue Positionieraufgaben.

Bilder: Baumer

www.baumer.com

UNTERNEHMEN

Baumer

Hummelstrasse 17, CH-8501 Frauenfeld

E-Mail: info@baumer.com

AUTOR

Thomas Langer, Produktmanager

Connectivity, Baumer

ZUSATZINHALTE IM NETZ

Mehr zum Thema

IO-Link Kommunikation unter:

bit.ly/3Iuz5vf

www.industrielle-automation.net INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 33


Im Gespräch:

Prof. Dr. Katharina Hölzle,

Institutsleiterin IAT der Universität

Stuttgart, geschäftsführende

Institutsleiterin Fraunhofer IAO

und Technologiebeauftragte der

Ministerin für Wirtschaft,

Arbeit und Tourismus BW

und Hubertus Breier,

Vorstand Technologie

und Innovation

bei Lapp

EXPERTEN IM DIALOG: INDUSTRIE IM WANDEL

WIRD ROBOTIK UNSERE WELT

VON MORGEN VERÄNDERN?

Kaum ein Bereich der industriellen Produktion steht derzeit so im Fokus wie

die Robotik. Was aber steckt hinter diesem Trend, wie gestalten Forschung

und Industrie gemeinsam die Entwicklung, und wo liegen die größten

Chancen und Herausforderungen? Zwei Experten nehmen uns mit auf eine

Reise in das faszinierende Spannungsfeld der Robotik.

Frau Prof. Hölzle, wenn wir von Robotik oder Robotern

sprechen – wovon sprechen wir genau?

Katharina Hölzle: Ein Roboter ist per Definition ein programmierbares

Gerät, das aus elektronischen, elektrischen und

mechanischen Komponenten besteht. Robotik umfasst dabei

nicht nur die Konstruktion und Programmierung von Robotern,

sondern auch ihren Einsatz im Gesamtsystem – also auch die

benötigten Umgebungsinstrumente und Infrastruktur.

Besonders spannend wird es, wenn wir die Zusammenarbeit

von Mensch und Roboter betrachten: Cobots, humanoide

Roboter oder andere kollaborative Systeme werden heute und

in Zukunft immer wichtiger.

Hat sich die Definition über die Jahrzehnte verändert?

Katharina Hölzle: Die grundlegende Definition ist im Kern über

die letzten 50 Jahre unverändert geblieben, da die wesentlichen

Bestandteile eines Roboters stabil sind. Was sich allerdings

deutlich verändert hat, ist die Art und Weise, wie Mensch und

Roboter interagieren. Nach einer längeren Phase des Stillstands

erleben wir aktuell durch große Fortschritte in Künstlicher

Intelligenz und moderner Sensorik einen dynamischen Aufschwung

in der kollaborativen Robotik.

Robotik gilt als Schlüsseltechnologie der Industrie 4.0. Wie

bewerten Sie den aktuellen Reifegrad robotischer Systeme

und welche spielt KI?

Katharina Hölzle: Wie gerade gesagt, befinden wir uns auf

einem Aufschwung nach einer Plateauphase. Die Digitalisierung

und der Einsatz von KI treiben die Integration robotischer

Systeme voran. Wichtig dabei ist, dass wir zukünftig eine

gemeinsame Plattform schaffen, auf der Sensorik, Aktuatorik

und Algorithmen zusammenarbeiten. Dazu brauchen wir offene

Datenräume und interoperable Systeme, um den nächsten

Produktivitätssprung zu erreichen.

Herr Breier, wenn Sie das hören: Was bedeutet Robotik

konkret für das breite Feld möglicher Verbindungslösungen?

Denn ohne die passende Connectivity ist keine Datenkommunikation,

keine Energieversorgung möglich. Was also bewegt

Lapp, wo liegen die Herausforderungen, wo Potenziale?

Hubertus Breier: Robotik ist eines der anspruchsvollsten Anwendungsfelder

für unsere Verbindungslösungen. Durch die

dreidimensionale freie Raumbewegung wirken auf die verbauten

Kabel gleichzeitig Biege- und Torsionskräfte, die eine

extreme Belastung darstellen. Das erfordert hochentwickelte

34 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 www.industrielle-automation.net


INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION

Kabelkonstruktionen, etwa bei der Art der Verseilung der einzelnen

Adern und deren Abschirmung. Für diese Herausforderungen

haben wir spezielle Kabel, Steckverbindungen und Schleppketten

entwickelt. Unser gesamtes Portfolio und alle unsere acht

Produktmarken finden Anwendung – von Datenkabeln über

Steuerleitungen bis zu Kennzeichnungslösungen. Namhafte

Roboterhersteller wie Stäubli, Comau oder Dürr gehören zu

unseren Kunden. Besonders bei Cobots sehen wir eine wachsende

Nachfrage nach miniaturisierten, flexiblen Verbindungslösungen

und Retrofit-Produkten, um zusätzliche Sensorik oder

Greifer am Roboterarm mit Energie und Daten zu versorgen.

Wo steht Lapp bei der Robotik heute, und wohin will das

Unternehmen sich entwickeln?

Hubertus Breier: Durch den Zukauf von Muller et Landais

(heute Lapp Muller), einem Unternehmen, welches sich auf

Kabel für Industrieroboter spezialisiert hat, hat Lapp bereits

Anfang der 2000er Jahre auf den Trend Robotik reagiert. Aktuell

sehen wir jedoch eher ein moderates Wachstum im Bereich der

klassischen Industrieroboter, ein starkes Wachstum hingegen

bei Servicerobotern, etwa in der Pflege oder Logistik. Der asiatische

Markt wächst rasant, weshalb wir dort unsere Produktion

und Präsenz deutlich ausbauen. Zudem investieren wir gezielt in

die Bereiche Industrial Communications und Harnessing Solutions

– also zum Beispiel bereits konfektionierte Dresspacks, die

für Robotik-Verkabelungen entscheidend sind. Ein Beispiel aus

der Praxis: Wir entwickeln Kabel, die auf einem Meter Länge bis

zu zwei Drehungen um deren eigene Achse aushalten und davon

zehn Millionen Zyklen überstehen. Außerdem arbeiten wir global

mit unseren Landesgesellschaften an verschiedenen Spezialprojekten,

wie Kabel für Tauchroboter, wie sie beispielsweise bei

der Erforschung des Titanic-Wracks zum Einsatz kamen.

Wird die zunehmende Zusammenarbeit von Mensch und

Roboter unsere Arbeitswelt weiter verändern?

Katharina Hölzle: Die Vorstellung, dass ein Roboter einfach

alle Arbeit übernimmt und der Mensch nur noch einen Knopf

drücken muss, ist falsch. Vielmehr ist es ein permanentes Aushandeln:

Wo kann der Roboter sinnvoll unterstützen, wo bleibt

der Mensch in der führenden Position? Besonders im Bereich

der Servicerobotik, zum Beispiel in der Pflege oder Forschung,

entstehen aktuell spannende Anwendungsfelder. Hier ist auch

das Thema Mensch-Roboter-Interaktion entscheidend – wie

nehmen Menschen Roboter wahr, wie reagieren sie auf deren

Bewegungen? Standardisierung und Sicherheitsaspekte sind

Innovationen im Bereich Robotik umfassen

die Entwicklung torsionsoptimierter Kabel

mit neuen Schirmungstechnologien. Des

Weiteren bauen wir bei Lapp auf Hybridkabel.

Von Hybridkabeln spricht man, wenn man

beispielsweise Anschluss- und Steuerleitungen

mit Datenkabeln in einem Kabel realisiert.

Dies bringt eine massive Platzeinsparung mit

sich, was für alle Arten von Robotern von

großer Bedeutung ist.

Hubertus Breier, Lapp

dabei wichtig, etwa die Frage, wie ein Roboter dem Menschen

signalisiert, dass er ihn „gesehen“ hat. Zugleich erleben wir,

dass Menschen zunehmend eine emotionale Bindung zu KI

aufbauen, die sie als „besseres Teammitglied“ wahrnehmen.

Diese Akzeptanz möchten wir auch in der Robotik erreichen.

Frau Hölzle, welche Erwartungen haben Sie als Vertreterin der

industrienahen Forschung an Industrieunternehmen?

Katharina Hölzle: Wir schätzen eine enge Zusammenarbeit

mit der Industrie, die uns Impulse gibt, welche Fragestellungen

gerade relevant sind und wo Forschungsbedarf besteht. Ebenso

wichtig ist, dass Unternehmen auf unsere Erkenntnisse reagieren

und wir gemeinsam Lösungen entwickeln. Nur so können wir

zusammen die richtigen Fragen stellen und Antworten finden.

INNOVATION

GESTALTEN

Das Beispiel aus der

Robotik, Automation

und Verbindungstechnik

zeigt, wie wichtig die

enge Zusammenarbeit

zwischen Forschung und

Industrie ist und wie sich

Fragestellungen praxisnah

beantworten lassen.

NICOLE STEINICKE,

Chefredakteurin

01 Die beiden Experten sehen die Zukunft in der

individualisierten, hochwertigen Fertigung, die sich flexibel für

verschiedene Anwendungsfälle anpassen lässt – ein „atmendes“

Produktionssystem, gesteuert durch KI und Robotik

www.industrielle-automation.net INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 35


INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION

Herr Breier, was braucht Lapp wiederum, um diesen

Erwartungen gerecht zu werden? Welche Handlungsfelder

sehen Sie für Politik und Wissenschaft?

Hubertus Breier: Der Zugang zu geförderten Forschungsprojekten

muss einfacher und weniger bürokratisch werden,

besonders für mittelständische Unternehmen. Zwar unterstützt

uns unser wissenschaftlich besetzter Technologiebeirat tatkräftig

bei der Identifikation von förderfähigen Projekten, dennoch

ist die Antragstellung und das Berichtswesen oft aufwendig. Wir

wünschen uns hier mehr Entbürokratisierung, damit wir mehr

Ressourcen in Forschung und Entwicklung investieren können.

Welche Innovationen verfolgt Lapp konkret im Bereich

Robotik?

Hubertus Breier: Innovationen im Produktbereich umfassen

unter anderem die Entwicklung torsionsoptimierter Kabel mit

neuen Schirmungstechnologien. Des Weiteren bauen wir auf

Hybridkabel. Von Hybridkabeln spricht man, wenn man beispielsweise

Anschluss- und Steuerleitungen mit Datenkabeln in

einem Kabel realisiert. Dies bringt eine massive Platzeinsparung

mit sich, was für alle Arten von Robotern von großer Bedeutung

ist. Speziell bei Cobots, wenn Kabel vorzugsweise im Inneren

geführt werden, ist dieser Schritt essenziell. Außerdem bauen

wir die Eigenständigkeit unserer Standorte in APAC aus, um dort

schneller auf Marktbedürfnisse zu reagieren. Zudem prüfen wir

Partnerschaften im Bereich humanoider Robotik, um frühzeitig

Teil dieser zukunftsweisenden Entwicklung zu sein.

Blick in die Zukunft – wie sieht ein typischer Produktionsstandort

in zehn Jahren aus, und welche Rolle spielt Robotik?

Katharina Hölzle: Zehn Jahre sind in diesem Feld eine wirklich

lange Zeit, aber ich will mal mutig sein und der Einfachheit

halber mal einen Blick nur auf Deutschland werfen: In Deutschland

haben wir es geschafft, eine sehr individuelle und sehr

hochwertige Fertigung aufzubauen. Gleichzeitig setzen wir in

Wir erleben, dass Menschen zunehmend eine

emotionale Bindung zu KI aufbauen, die sie als

‚besseres Teammitglied‘ wahrnehmen. Diese

Akzeptanz möchten wir auch in der Robotik

erreichen.

Prof. Dr. Katharine Hölzle, IAT Universität Stuttgart/

Fraunhofer IAO

Europa durchaus auch auf Massenfertigung und entwickeln und

produzieren Produkte, die sich anschließend sehr schnell für

verschiedene Use Cases individualisieren lassen. Das erfordert

ein Produktionsparadigma, über das wir aktuell nicht verfügen.

In zehn Jahren sehen wir in Deutschland eine individualisierte,

hochwertige Fertigung, die sich flexibel für verschiedene

Anwendungsfälle anpassen lässt – ein „atmendes“ Produktionssystem,

gesteuert durch KI und Robotik. Massenfertigung wird

regionalisiert und stärker automatisiert.

Hubertus Breier: Die Globalisierung ist rückläufig, die Spezialisierung

bleibt jedoch wichtig und damit gewinnt die lokale

Wertschöpfung wieder an Bedeutung. Servicerobotik wird stark

zunehmen, fahrerlose Transportsysteme werden die menschliche

Arbeitskraft bei Routineaufgaben in manchen Bereichen

ablösen. Humanoide Roboter werden Montagearbeiten übernehmen,

Menschen werden bei körperlich belastenden Aufgaben

entlastet – Exoskelette sind hier ein erster Schritt. Angesichts

des demographischen Wandels ist diese Entwicklung

essenziell für die Wettbewerbsfähigkeit. Wir müssen uns ständig

die Frage stellen, wie wir den Menschen nachhaltig in der Wertschöpfung

erhalten, denn nicht jeder kann Data Scientist oder

Programmierer sein.

Bilder: Lapp

www.lapp.com

02 Durch die dreidimensionale freie Raumbewegung wirken

auf die verbauten Kabel gleichzeitig Biege- und Torsionskräfte,

die eine extreme Belastung darstellen – das erfordert

hochentwickelte Kabelkonstruktionen

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U.I. Lapp GmbH

Schulze-Delitzsch-Straße 25

70565 Stuttgart

Tel. 0711 78 38 - 01

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36 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 www.industrielle-automation.net


INDUSTRIELLE KOMMUNIKATION

STAND-ALONE-GATEWAY VERBINDET

ETHERCAT MIT CAN FD

Mit dem CAN-

EtherCAT/2-FD stellt

ESD Electronics ein

Stand-Alone-Gateway

vor, das eine

direkte Anbindung

von CAN FD an

EtherCAT erlaubt.

Das Modul ermöglicht eine nahtlose Integration.

Anwender können damit die CAN FD-Kommunikation

ohne Abhängigkeit von proprietären I/O-Plattformen

oder Steuerungssystemen in Echtzeit-EtherCAT-Systeme

einbinden, etwa im Maschinen- und Anlagenbau

oder in der Prüfstandtechnik. Ein typisches Anwendungsfeld

ist der automatisierte Komponententest

von CAN-FD-fähigen Steuergeräten und Sensoren im

Automotive-Sektor. Das Gateway lässt sich direkt in

EtherCAT-basierte Testsysteme integrieren und es

überträgt CAN FD-Nachrichten mit bis zu 64 Byte

Nutzdaten nahezu latenzfrei in die EtherCAT-Kommunikation

des Prüfstands, und zwar ohne zusätzliche

Software-Gateways oder dedizierte PC-Systeme. Dank

der standardisierten SubDevice-Funktionalität nach

ETG.5001 (Modulprofil 5000) lässt sich das Gateway

dabei über gängige EtherCAT-Mastertools konfigurieren

und ansteuern. Dies vereinfacht die Teststandautomati

sierung erheblich, da Prüfsequenzen und

Echtzeitdaten synchron im EtherCAT-Netz verarbeitet

werden können.

www.esd.eu

APP ERLAUBT EFFIZIENTE DIAGNOSE

UND WARTUNG

Die neue Bihl+Wiedemann-App

wurde für die Nutzung auf

Smartphones und Tablets entwickelt,

um das Servicepersonal an

Maschinen und Anlagen zu unterstützen.

Ob bei der Diagnose,

Wartung oder Instandhaltung von

Maschinen – die App bietet einen

schnellen Zugriff auf alle notwendigen

Informationen und Funktionen rund um das

Lösungs- und Produkt-Portfolio des Herstellers.

Sie ermöglicht einen intuitiven Sofortzugriff

auf technische Dokumente, Datenblätter und

Diagnosedaten. Das Servicepersonal kann über die App

nach den relevanten Geräten im ASi-Netzwerk suchen

und sich einfach mit diesen verbinden. Ob es sich dabei

um kleinere Maschinen oder komplexe Anlagen

handelt, spielt keine Rolle. Der Zugriff über die App auf

den Webserver der Geräte ermöglicht es, Diagnosen

durchzuführen und Einstellungen vorzunehmen.

Detailliertere Produktinformationen werden über die

Website des Herstellers bereitgestellt und können über

die App zur Offline-Nutzung heruntergeladen werden.

www.bihl-wiedemann.de

LATENZFREIE ETHERNET-

KOPPLER BIS 50 W

Mit dem induktiven Ethernet-

Multiprotokoll-Koppler NIC-Q86-

ETH erschließt Turck weitere

Anwendungsfelder für die

kontaktlose Übertragung von

Energie und Daten. Der Koppler

überträgt bis zu 50 W Leistung sowie Daten mit 100 Mbit/s

vollduplex und latenzfrei (<1 µs) in allen Ethernet-Protokollen.

Damit ist das System bei besonders hohen Anforderungen an

Echtzeit, Leistung oder Datenrate eine geeignete Schnittstelle

zwischen beweglichen Komponenten oder mobilen Applikationen

und Maschinenteilen, vor allem, wenn sie über Turcks

Multiprotokoll- und EtherCAT-I/O-Module und Steuerungen

verbunden werden, die automatisch in Profinet-, Ethernet/IP-,

Modbus-TCP- und EtherCAT-Netzen arbeiten. Dank der

Hochlaufzeit von 450 ms lässt sich der Koppler sehr gut etwa

bei schnell getakteten Fertigungsprozessen einsetzen.

www.turck.com

HYBRIDES SAFETY-MODUL

Die hybriden MVK-Fusion-Feldbusmodule von Murrelektronik

vereinen drei Funktionen: digitale Standard-Sensorik und

-Aktorik, digitale sicherheitsgerichtete Sensorik und Aktorik

sowie IO-Link. Das Unternehmen hat jetzt auch ein Hybridmodul

für EtherNet I/P Applikationen der 3-in-1-Lösung im

Programm, basierend auf dem Common Industrial Protocol

Safety (CIP Safety): Das neue MVK-Fusion-CIP-Safety. Das

Protokoll ermöglicht das Übertragen sicherheitsrelevanter

Daten in Echtzeit (bis SIL 3). Als Erweiterung des CIP-Protokolls

dient es dazu, Sicherheitsfunktionen in neue oder

bestehende Automatisierungssysteme zu integrieren.

www.murrelektronik.de

ZUKUNFTSSICHERE PC-LEISTUNG

Der Automation PC 3200 von B&R bietet Intel Core i Processing

der 13. Generation, nahtlose Systemintegration und eine

robuste Grundlage für Updates. Sein modulares und anpassbares

Design sorgt für Flexibilität bei maschinenspezifischen

Anforderungen, zukunftssichere Leistung und erweiterte

Sicherheitsfunktionen. Skalierbar bis 64 GB DRAM eignet er

sich für vielfältige Anwendungen, vom einfachen HMI bis hin

zu datenintensiven Echtzeitanalysen oder komplexen

KI-Aufgaben. Die hohe Prozessorleistung gewährleistet eine

langfristige Softwareverfügbarkeit. Neben seiner hohen

Leistungsfähigkeit trägt der Industrie-PC durch seine lange

Lebensdauer, den geringen Wartungsaufwand und den

konsistenten Software-

Support zur Senkung der

Gesamtbetriebskosten bei.

Das lüfterlose Design und

robuste Komponenten

verlängern die Lebensdauer

und reduzieren das

Risiko von Ausfallzeiten.

www.br-automation.com

www.industrielle-automation.net INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 37


Vision Box mit passgenauer

passiver Gehäusekühlung

PASSIVE PC-KÜHLUNG SICHERT LEBENSDAUER

DAMIT SCHNELLE MACHINE VISION-

SYSTEME IMMER COOL BLEIBEN

Jede Erwärmung verkürzt die Lebensdauer elektronischer Bauteile. Das stellt

eine besondere Herausforderung für industrielle Inspektionssysteme dar.

Machine-Vision-Systeme nutzen sehr schnelle Prozessoren, um in Echtzeit

immer größere Mengen an Bilddaten zu verarbeiten. Eine effektive Kühlung

ist entscheidend für die Langlebigkeit der Elektronik. Ein Hersteller von

Embedded-Vision-Komponenten setzt bei seinem neuen Echtzeit-Vision-Box-

PC daher auf die Expertise eines erfahrenen Partners für individuelle

Elektronik-Kühllösungen. Ergebnis: Der leistungsstarke Prozessor wird passiv

über ein geripptes Alu-Gehäuse mit einer Verlustleistung von 65 W gekühlt.

Frequenzen von bis zu 3,7 GHz bedeuten 3,7 Mrd. bewältigte

Takte in der Sekunde: Mit dieser Prozessorleistung erledigt

die Vision Box AGE-X5.1 von Imago Technologies Machine-

Vision-Aufgaben in der industriellen Fertigungsüberwachung

und Qualitätskontrolle. Die PCs der Plattform steuern die

Kommunikation zwischen Kamera, Beleuchtung, Auswertungssoftware

und dem Bus-System. Damit realisiert die Vision Box

eine synchrone Blitzbeleuchtung und Belichtung. Dadurch erzielt

sie eine verlässliche Bildqualität und ermöglicht eine sichere

Echtzeit-Fehlererkennung, auch in schnell ablaufenden Prozessen.

Die hohe Rechenleistung ist nötig. Die Sensoren zur Bilderfassung

werden immer schneller, während die Auflösung der

übermittelten Bilddaten immer höher wird. Dadurch wachsen

die zu verarbeitenden Datenmengen enorm. Die Vision Box kann

über eine 5GBase-T-Schnittstelle die fünffache Menge an Bilddaten

im Vergleich zum 1-Gigabit-Ethernet übertragen. Mehr

Leistung bedeutet mehr Qualität. Sie bedeutet jedoch auch mehr

Wärme. Und die gilt es in den Griff zu kriegen, um die Lebensdauer

der Elektronik zu erhalten.

LEBENSDAUER VON ZEHN JAHREN UND LÄNGER

„Die Langlebigkeit ist das wichtigste Kriterium, das die Komponentenauswahl

bestimmt“, sagt Christoph Siemon, Sales Mana-

ger bei Imago. „Aufgrund des großen Umrüstaufwands werden

elektronische Geräte in der Industrie etwa nur alle zehn Jahre

ausgetauscht. Je nach Kundenanforderung kann es auch mal

mehr sein.“ Eine effiziente Kühllösung ist damit ein entscheidender

Faktor für einen Industrie-PC. Schon früh in der Entwicklungsphase

werden die Anforderungen dafür festgelegt.

Imago Technologies ist spezialisiert auf die Entwicklung und

Fertigung von Embedded-Vision-Komponenten. Seit mehreren

Jahren arbeitet das Unternehmen mit dem Nettetaler Spezialisten

für Kühllösungen CTX Thermal Solutions zusammen. Von

ihm bezieht Imago Kühlkörper, Heatspreader, Heatpipes und andere

Produkte für den Wärmeabtransport. „Wir schätzen die vertrauensvolle,

konstruktive Zusammenarbeit“, sagt Siemon. „CTX

ist sehr flexibel und kann individuell auf jede Kundenanforderung

eingehen.“ Jüngstes Beispiel ist die Vision Box AGE-X5.1.

PASSIVE KÜHLUNG

Die Produktfamilie der Bildverarbeitungs-PCs ist speziell für den

Einsatz in industriellen Anwendungen konzipiert. Ihre notwendige

Integrationsfähigkeit definiert die Anforderungen an die Konstruktion:

Zum einen bedingt sie eine kompakte Bauweise. Zum

anderen erfordert sie eine passive Kühlung. Der Verzicht auf einen

Lüfter macht das System zudem wartungsarm, erhöht seine

38 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 www.industrielle-automation.net


KOMPONENTEN UND SOFTWARE

01 Passiv kühlendes Alu-Gehäuse: Die Rippenstruktur

vergrößert die Oberfläche und damit die Kühlleistung

01

02 Auswahl an kundenspezifischen Kühllösungen, von

Profil- und Embedded-Kühlkörpern über Heatpipes und

LED-Kühlkörpern bis zu Flüssigkeits-Kühlkörpern

Ausfallsicherheit und ist auch in staubigen oder rauen thermischen

Umgebungen leistungsfähig. Schnell war damit klar: Die

Kühlung der Vision Box muss über das Gehäuse erfolgen.

Gehäusetechnik ist Bestandteil des CTX-Portfolios. Dazu gehören

Elektronikgehäuse genauso wie Frontplatten und technische

Aluminiumteile. Sie kommen neben Embedded-PCs auch

in der Mess- oder der Steuerungstechnik zum Einsatz. „Unser

Schwerpunkt in der Gehäusetechnik sind kundenspezifische

Sonderlösungen, die wir in den formwerkzeugbasierten Verfahren

Druckguss und Extrusion herstellen“, sagt Ulf-Guido Held,

Vertriebsleiter bei CTX. „Unsere Bandbreite reicht von Gehäusen

in der Größe eines Mobiltelefons bis hin zu kleinen Hand gepäck-

Reisekoffern. Es gilt, die Anforderungen an Design und Funktion

zu vereinen.“

VON DER IDEE ZUM OPTIMALEN GEHÄUSE

Die Konstruktion der Vision Box sollte so wenig komplex wie

möglich werden, um damit auch für Anwender Kostenvorteile zu

erzielen. Daraus ergab sich eine Idee zum Gehäuse, die der Hersteller

zur Machbarkeitsprüfung an CTX übermittelte. „Wir unterstützen

unsere Kunden mit einer intensiven Beratung darin,

die für seine Applikation bestmögliche Gehäuseform zu finden“,

so Held.

Der Kühlkörperspezialist bespricht dafür mit dem Anwender

typische Fragestellungen. Dazu gehören zum Beispiel: Soll das

Gehäuse eine Schutzfunktion bieten oder auch Wärme abführen?

Welchen Platzbedarf hat die zu verbauende Elektronik? Ist eine

Befestigungsvorrichtung vorzusehen, zum Beispiel mittels Gewinde-Domen

oder Einpresselementen? Handelt es sich um ein

PASSGENAUE KÜHLLÖSUNGEN

SIND ENTSCHEIDEND FÜR DIE

LANGLEBIGKEIT UND SICHERHEIT

VON EMBEDDED-PC-SYSTEMEN

geschlossenes System, das eine bestimmte IP-Schutzklasse erfüllen

muss? Oder soll es ein offenes Gehäuse sein, mit dem ein

Luftaustausch mit der Umgebung möglich wird?

Wenn die zu erwartende Verlustwärme bereits bekannt ist,

wird auf dieser Basis die erforderliche Fertigungstechnologie

festgelegt. In dieser Phase erfolgt auch die Abstimmung individueller

Farbwünsche mit Farb- oder Referenzmustern. Nach einer

Erstbemusterung und der Freigabe des Prototyps startete dann

die Serienfertigung.

Das Gehäuse der Vision Box wird im Extrusionsverfahren gefertigt.

Dabei wird zähflüssiges Metall – in diesem Fall Aluminium

– unter hohem Druck durch eine Matrize gedrückt und der so

entstehende Profilstrang nach dem Abkühlen auf Länge zugeschnitten.

Die individuelle Gestaltung des Extrusionswerkzeugs

gibt das Kühlkörperdesign und damit auch dessen Kühlleistung

vor. Einmal angefertigt, können mit einer Matrize beliebig viele

Kühlkörper produziert werden, was hohe Stückzahlen zu wirtschaftlichen

Produktions- und Stückkosten ermöglicht. Auch die

Pulverbeschichtung und Beschriftung der Vision-Box-Gehäuse

übernimmt der Hersteller.

KOMPAKT UND PASSGENAU

Die Vision Box misst kompakte 230 x 164 x 77 mm und wiegt

2.400 g. Das Gehäuseteil von CTX verfügt über ein geripptes Profil,

wodurch es eine große Oberfläche zur Wärmeabfuhr durch

natürliche Konvektion erhält. Es ermöglicht einen Abtransport

der thermischen Verlustleistung von 65 W. Der Kunde zeigt sich

zufrieden. „Neben der Kühlleistung ist ein passgenaues Kühlkonzept

auch wichtig, um die Komponente klein zu halten“, sagt

Christoph Siemon von Imago Technologies. „Je nach CPU-Leistung

kann der notwendige Kühlkörper schließlich schnell die

Hälfte des Gewichts ausmachen.“

Die Anforderungen an Embedded-PC-Systeme werden sich

weiterhin schnell ändern. Die Komponenten werden noch mehr

Funktionen übernehmen und schneller umsetzen können. Und

auch wenn die Prozessoren, wie Christoph Siemon von Imago

Technologies es sieht, effizienter werden und mit weniger Verlustleistung

mehr Rechnerleistung aufbringen können, wird eine

Anforderung bestehen bleiben: die der Langlebigkeit und damit

der passgenauen Kühllösungen.

Bilder: Aufmacherbild (KI-generiertes Symbolbild): Mobasser – stock.adobe.com,

Einklinker: Imago Technologies, sonstige: CTX Thermal Solutions

www.ctx.eu

AUTOR

Thomas Windeck, Leiter Vertrieb,

CTX Thermal Solutions GmbH, Nettetal

02

www.industrielle-automation.net INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 39


SPECIAL COMPONENTS & SOFTWARE

SOFTWARE-LÖSUNG FÜR DIE SMART INDUSTRY

WIE FERTIGUNGSEXPERTEN

INTELLIGENTE UND

EFFIZIENTE PROZESSE

ERREICHEN

Fernüberwachung, Monitoring, Fehleridentifikation,

Visualisierung und Optimierung

von Roboterflotten: Das alles lässt sich

komfortabel und effizient realisieren mit

einer daten-basierten Plattformlösung.

01

Vernetzung und Konnektivität sind zentrale Themen in

der industriellen Produktion und es ist nur folgerichtig,

dass dieser Trend auch in der Robotik möglichst umfassend

und effizient umgesetzt wird. Wie das praxisgerecht

funktioniert und welche Vorteile das vernetzte Monitoring

von Robotern bietet, beweist Stäubli mit der Scope-Plattform.

Das Akronym steht für „Smart, Connect, Optimize, Prevent and

Enable“ und beschreibt präzise die Aufgaben der Plattform für

das Monitoring von Roboterflotten. Auf der on-site Plattform

werden die roboterspezifischen Daten aggregiert, aufbereitet,

analysiert und visualisiert. Anwender der Plattform können auf

einem zentralen Dashboard eine Vielzahl von relevanten Betriebsdaten

jedes einzelnen Robotersystems einsehen. Das

schafft unter anderem die Voraussetzung dafür, Unregelmäßigkeiten

oder schleichende Änderungen im Prozess zu erkennen

und entsprechend gegenzusteuern, noch bevor die Produktionsqualität

sinkt, Komponenten Schaden nehmen oder gar Ausfälle

drohen.

Die in Scope gesammelten Echtzeitdaten können – Stichwort

Vernetzung – auch an übergeordnete Systeme oder Datenbanken

und Analyse-Tools weitergegeben werden. Damit ist die Plattform

in der Lage, Daten über MQTT, http und Websocket zu

übermitteln. Somit ist auch die Ankopplung an ERP-, SCM-, MES-

Systeme und Data Warehouses des Anwenders möglich.

SO BEHALTEN SIE DEN ÜBERBLICK

Der Nutzen von Scope ist offensichtlich: Die Betreiber von Roboterflotten

haben zu jeder Zeit den Überblick über den Status

sämtlicher Roboter. Mit dem Update 2025 ist die Lösung nun

noch leistungsfähiger: So lassen sich jetzt VAL3-Programmvariablen

und E/As überwachen, um noch mehr Trends und produktionsbezogene

Daten zu visualisieren. Dadurch bietet sich auch

die Möglichkeit, Grenzwerte für benutzerdefinierte Warnschwellen

einzurichten. Werden diese Grenzwerte überschritten, erfolgt

eine sofortige Benachrichtigung über die Abweichung von den

Sollwerten. So kann der Anlagenbetreiber auf Trends frühzeitig

02

01 Die Scope-Plattform erlaubt die einfache Verwaltung

von Roboterflotten

02 Die on-site Plattform sammelt, verarbeitet, analysiert und

visualisiert nicht nur Roboterdaten, sondern auch Daten von

Anwendung und Equipment

reagieren und Ausschuss vermeiden. Dank der Möglichkeit der

Fernauswertung von Protokolldateien, können Fehler von überall

aus analysiert und behoben werden.

Mit Scope haben Anwender von Stäubli Robotern in allen Fällen

das geeignete Werkzeug an der Hand, um Ausfallzeiten zu minimieren,

die Produktivität ihrer automatisierten Fertigung zu

optimieren und die Lebenszyklen der Produktionsanlagen zu

verlängern. Diese Plattformlösung stellt den ersten Schritt auf

dem Weg hin zu KI-gesteuerten Optimierungsprozessen dar.

Bilder: Stäubli

www.staubli.com

40 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 www.industrielle-automation.net


KOMPONENTEN UND SOFTWARE

ZEHNSTELLIGE KLEMME MIT HEBELN

Platz- und zeitsparend, kompakt und vielseitig einsetzbar:

die neue Verbindungsklemme 221-420 von Wago.

Mit ihr gehen im Unterschied zu Brückungen keine

Anschlüsse verloren. Bis zu zehn Leiter des gleichen

Potenzials passen in die Klemme (420) der Serie 221 und

lassen sich werkzeuglos und intuitiv anschließen. Dabei

kann der Anwender feindrähtige Leiter von 0,14 bis

4 mm² sowie mehrdrähtige Leiter von 0,2 bis 4 mm²

einsetzen. Dank der kompakten, doppelstöckigen

Bauform findet die Klemme auch in beengten Verhältnissen

Platz. Bemessungsspannung und -strom liegen

bei 450 V und 32 A. Dadurch eröffnen sich zahlreiche

Einsatzbereiche und Anwendungsmöglichkeiten für die

Verdrahtung von Verteilern, beispielsweise in der

Gebäudeinstallation. Bei der Komponente kommt die

Cage-Clamp-Technologie zum Einsatz – eine zuverlässige

und wartungsfreie Anschlusstechnik, um Leiter mithilfe

einer Käfigzugfeder anzuschließen. Dadurch werden

aufwendige Vorbehandlungen wie das Aufcrimpen von

Aderendhülsen

überflüssig. Das

vereinfacht und

beschleunigt die

Arbeit. Das

transparente

Gehäuse ermöglicht

die sofortige

Sichtkontrolle zur

Überprüfung des normativ korrekten Kontakts. Auch im

eingebauten Zustand ist die technische Prüfung über

Öffnungen auf der Vorder- und Rückseite möglich.

www.conrad.de

WIDERSTANDSFÄHIGE VERSCHLUSS-

SYSTEME FÜR RAUE UMGEBUNGEN

Verschlusssysteme von Ilme erfüllen die Schutzanforderungen

für das Eindringen fester und flüssiger Körper in

elektrische und elektronische Produkte nach DIN EN

60529. Die Schutzart IP66 wird mit dem wirtschaftlichen

IL-Brid-Verschlussbügel

aus verstärktem

Kunststoff mit

Edelstahlfeder

erreicht. Dieser

bietet Schutz gegen

starkes Strahlwasser

und ist vollständig

staubdicht. Der

robuste und vertikal schließenden V-Type-Verschlussbügel

aus Edelstahl bietet die Schutzart IP67. Er schützt

gegen zeitweiliges Untertauchen in einer Tiefe bis zu

maximal 1 m für 30 min und ist vollständig staubdicht.

Die Schutzart IP68 wird dabei mit widerstandsfähigen

Gehäusen in der Schraub- oder Bajonett Ausführung

erreicht. Sie schützen elektrische Komponenten gegen

andauerndes Untertauchen und sind vollständig

staubdicht.

www.ilme.de

MODULARE KABELSCHELLE

Die Kabelschelle MSMC ist ein flexibles Befestigungssystem

für Kabel, Rohre und zylindrische Bauteile mit einem

Leitungsdurchmesser von 10 bis 55 mm. Dank ihres modularen

Designs ermöglicht sie eine einfache und schnelle

Erweiterung durch Anreihen oder Stapelung. Mit diesem

Prinzip können mehrere

Schellen kombiniert

werden. Dank dem CMC30-

Verbinder lassen sich auch

Schellen mit unterschiedlichen

Klemmbereichen

gleicher Baugrößen

verbinden. Sowohl die

Schellen als auch die

Schrauben, bestehend aus

Zink/Nickel-passiviertem

Material, bieten einen

hohen Schutz gegen Korrosion. Längs- und Querrippen auf

der Auflagefläche sorgen für eine hohe Stabilität und

reduzieren Torsion. Ein Langloch als zentraler Anschraubpunkt

ermöglicht flexible Befestigungsmöglichkeiten auf

verschiedenen Untergründen. Die Schelle besteht aus einem

Ober- und Unterteil sowie Sechskantschrauben. Der Verbinder

erlaubt das Anreihen mehrerer Schellen. Um die Stabilität

und Verdrehsicherheit zu erhöhen, können zwei lange

Schrauben zur Befestigung eingesetzt werden. Zur Befestigung

auf der C-Schiene wird die Kabelschelle mit einer

Gleitmutter kombiniert, was zusätzliche Flexibilität bietet.

www.icotek.com

WRONG-WAY-SENSOR LEITET FLURFÖRDER-

ZEUGE SICHER DURCH HOCHREGALLAGER

Der neue Wrong-Way-Sensor (WWS) von Microsonic leitet

Flurförderzeuge sicher durch das Hochregallager. Der

Ultraschallsensor hat eine Grenztastweite von 3,5 m. In

diesem Messbereich erkennt der WWS Flurförderzeuge in

der Logistikhalle, die in Regalgassen einfahren. Dabei

unterscheidet er zwischen ein- und ausfahrenden Flurförderzeugen.

Fährt ein Flurförderzeug bei einer Einbahnstraßenregelung

in die falsche

Richtung, soll der Fahrer

akustisch und optisch

gewarnt werden. Dazu ist

der Wrong-Way-Sensor

mit einem Blitzlicht und

einer Hupe ausgestattet.

So sollen unnötig falsche

Einfahrten und Kollisionen

mit entgegenkommenden

Flurförderzeugen vermieden

werden. Der WWS

verbraucht wenig Strom

und lässt sich über eine Powerbank versorgen. Dank der

Magnethalterung erfolgt die Montage an Stahlmasten

schnell und ohne Bohrungen. Eine optionale Befestigung mit

Schraube am Langloch ist jederzeit möglich. Der Sensor ist

voreingestellt und sofort einsatzbereit.

www.microsonic.de

www.industrielle-automation.net INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 41


SPECIAL COMPONENTS & SOFTWARE

DER SCHLÜSSEL ZUR FLEXIBLEN PC-SPS-KOMMUNIKATION IN DER AUTOMATISIERUNG

MIT ENTWICKLERLIZENZEN PUNKTEN

Als Jürgen Schneider 2008 das Unternehmen Industrialsoft

ins Leben ruft, hat er zunächst ein kleines, aber feines

Ingenieurbüro im Sinn. Der gelernte Elektrotechnikingenieur

will mit zwei bis drei Mitarbeitern Software

schreiben, mit Schwerpunkt Automatisierung – sein Fachgebiet

während des Studiums an der FH. Schnell macht sich

Industrialsoft einen Namen. Heute beschäftigen sich Schneider

und sein Team mit der Erstellung industrieller Software und

Projektierungen von Steuerungen, Roboter und Messtechnik für

Industrie und den Sondermaschinenbau. Dazu zählen auch die

Projektierung sowie der Bau und die Lieferung von Schaltschränken

und Steuerungen vor Ort. Dabei kommen die Kunden vor

allem aus Deutschland. Die fertigen Anlagen allerdings gehen

anschließend an Endkunden in alle Welt: nach Osteuropa, Nordafrika,

Asien, in die USA und bis nach Fernost.

VOM INGENIEURBÜRO ZUM GANZHEITLICHEN

AUTOMATISIERUNGSEXPERTEN

Der Firmengründer erhielt immer mehr Anfragen nach Schaltschränken,

die zunächst externe Partner lieferten. Nach einigen

Jahren beschloss er jedoch, das Unternehmen zu vergrößern und

die Leistungen zu erweitern. Heute hat das Unternehmen sechs

Mitarbeitende, und die Schaltschränke wie auch die Maschineninstallation

führen die Spezialisten von Industrialsoft vor Ort

selbst aus.

Jürgen Schneider fasst zusammen: „Bei Industrialsoft erstellen

wir Automatisierungslösungen, vorwiegend im Maschinen- beziehungsweise

Sondermaschinenbau. Dazu gehört die Erstellung

von Schaltplänen in EPlan und WSCad, wir bauen die Schaltanlagen,

führen die elektrische Maschinenmontage aus und schreiben

Programme für SPSen oder auch Roboter.“ Neben SPSen von

Siemens programmieren die Fachleute auch Steuerungen anderer

Hersteller wie Wago, Beckhoff, Mitsubishi und weitere. Bei

den Robotern sind es Modelle von Kuka, Epson, Mitsubishi und

Yaskawa; bei der Erstellung von PC-Programmen verwendet

Industrialsoft Embarcadero C++.

01

Nur durch eine reibungslose Kommunikation

zwischen PC und SPS lassen sich Automatisierungsanwendungen

zukunftsfähig realisieren.

Doch wie gelingt der Datenaustausch zwischen

Anwendungen und Steuerungen, wenn jede

Plattform ihre eigene „Sprache“ spricht?

Die Lösung liefern flexible Kommunikationsbibliotheken.

Welche Möglichkeiten sie für die

maßgeschneiderte Automatisierung bieten,

beispielsweise für Prüfstände, lesen Sie hier.

KOMMUNIKATIONSBIBLIOTHEK FÜR

REIBUNGSLOSEN PC-SPS-DATENAUSTAUSCH

Praktisch seit Firmengründung nutzt Industrialsoft auch die

„Schwabenware“ von Delta Logic, hier vor allem die umfangreiche

Softwarebibliothek Accon-AGLink. Die leistungsstarke Bibliothek

für die industrielle Kommunikation kommt seit vielen

Jahren in zahlreichen Anwendungen und in den verschiedensten

Branchen zum Einsatz. Ihre große Stärke: Sie unterstützt unter

anderem alle Steuerungstypen in Siemens-S7-Umgebungen und

ermöglicht den Datenaustausch in einer hohen Geschwindigkeit,

unabhängig von Programmiersprachen und Betriebssystemen.

Bei Industrialsoft kommt Accon-AGLink unter anderem für ein

PC-Programm zum Einsatz, das Jürgen Schneider für einen Dichtigkeitsprüfstand

entwickelt hat. Hier werden die Prüfergebnisse

in eine Datenbank geschrieben; darüber hinaus können in einer

Rezeptverwaltung Prüfparameter, Abläufe und auch Bilder für

Abdichtzylinder und Prüfventile parametriert werden. „Ich kannte

Delta Logic und ihre Softwarelösungen bereits aus der Zeit vor

meiner Selbstständigkeit und wusste, dass zum Beispiel

Accon-AGLink zuverlässig und schnell läuft, außerdem ist es

wirklich einfach im Handling“, erzählt Jürgen Schneider.

WANN RECHNET SICH EINE

ENTWICKLERLIZENZ?

Einzellizenzen lohnen sich für Maschinenbauer immer dann,

wenn es um kleine Stückzahlen geht. Denn hier sind sie Teil der

Produktkalkulation. Steigt die Nachfrage, wird eine Entwicklerlizenz

trotz höherer Anfangskosten wirtschaftlicher, da sie mehrere

Anwendungen abdeckt.

So auch bei Industrialsoft: Waren es zu Beginn noch Einzellizenzen

von Delta Logic, ist das Unternehmen nach der steigen­

42 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 www.industrielle-automation.net


SPECIAL COMPONENTS & SOFTWARE

den Nachfrage seiner Produkte auf Entwicklerlizenzen umgestiegen,

inklusive Premium-Support und Software Update Service

(SUS). Jürgen Schneider: „Damit konnten nicht nur wir wirtschaftlicher

agieren, sondern auch für Kunden wurde das Endprodukt

unter Umständen sogar günstiger. Ein eventuell für die

Softwarebenutzung nötiger Kopierschutzstecker, ein Dongle,

wird überflüssig – und was nicht da ist, kann auch nicht verloren

gehen oder veralten. Vor allem bleibt dank des Wartungsvertrags

die Software immer auf dem aktuellen Stand, Versionsupdates

und Fixes inklusive.“

PROGRAMMIEREN NACH DEM

BAUKASTEN-PRINZIP

Auf Entwicklerseite eröffnen sich mit der entsprechenden Lizenz

eine Fülle weiterer Möglichkeiten, die eine Einzellizenz nicht bietet.

Beispielsweise lässt sich die Kommunikationsbibliothek wie

ein Baukasten nutzen und die vielfältigen Funktionen nach individuellen

Anforderungen in ein Softwareprojekt einfügen. So

können die gewünschten bzw. geforderten Kommunikationswege

(S5-ISO(H1), S7-Profibus, S7-TCP/IP, S7-TCP/IP TIA und

weitere) individuell zusammengestellt werden. Auch lassen sich

mit einer Entwicklerlizenz von Delta Logic’s Accon-AGLink beliebig

viele Endprodukte mit beliebig vielen Runtimes erstellen.

Mit der Kommunikationsbibliothek, aktuell in Version 6.0 erhältlich,

sieht sich Jürgen Schneider nach wie vor weit vorn:

„ Accon-AGLink hat sich bei unseren Sonderentwicklungen bewährt,

und zwar immer dann, wenn der Hersteller einer SPS mit

seinen Produkten beim Datentransfer zwischen SPS und Datenbank

und umgekehrt an die Leistungsgrenzen gerät.“

01 Die Bibliothek Accon-AGLink

kommt in einem eigens

entwickelten PC-Programm zum

Einsatz, das zur Steuerung eines

Dichtigkeits- und End-of-Line-

Prüfstands dient

02 Die Kommunikationsbibliothek

enthält Beispielprogramme

für die meisten

Programmiersprachen sowie den

API-Guide; mit dieser Software

können Entwickler nicht nur jede

Funktion ausführen und testen,

sondern sich auch den Quellcode

dazu in C#, VB.net, C++, Delphi

und Java anzeigen lassen

SICHERE PERIPHERIE

02

Neben der Kommunikationsbibliothek nutzt Industrialsoft den

Datenlogger Accon-EasyLog sowie den Kommunikationsadapter

Accon-NetLink-PRO compact. Der Datenlogger erfasst vor allem

in Siemens-Umgebungen Daten aus allen aktuellen und verfügbaren

S7-SPSsen, dokumentiert und visualisiert sie, je nach gewähltem

Funktionsumfang. Die aktuelle Version 2.6 ist für die

Betriebssysteme Windows 11 und Windows Server 2022 freigegeben,

bietet Support für alle aktuellen Siemens-Standards und ein

hohes Maß an Datensicherheit. Der Kommunikationsadapter ermöglicht

die Kommunikation zwischen PC und S7-Steuerungen,

mit ihm lassen sich auch ältere Maschinen mit Schnittstellen wie

MPI- und Profibus mit der PC-Ethernet-Welt vernetzen.

WACHSTUM MIT AUGENMASS

Auf den zurückgelegten Weg und die Erfolge seiner Firma kann

Jürgen Schneider zu Recht stolz sein, und er weiß um die Stärken

von Industrialsoft: „Wir sind klein und flexibel. Wo findet man

schon eine so kleine Firma, die all das leistet, was wir können?“

Dabei verliert er aber nicht den Blick für das Machbare. Sehr viel

größer soll das Unternehmen in absehbarer Zeit nicht mehr

werden, denn Jürgen Schneider hat noch einen zweiten Job, als

Geschäftsführer der KPM Sondermaschinen und Prüftechnik

GmbH, ebenfalls mit Sitz in Iserlohn und mit aktuell circa 20

Mitarbeitern.

Bilder: 01 + Statement Inosoft, 02 Delta Logic

www.deltalogic.de

Bei der Entwicklung unseres Programms zur

Dichtigkeitsmessung setzen wir mit der

Softwarebibliothek Accon-AGLink inzwischen

auf eine Entwicklerlizenz. Denn sie ist einsetzbar

mit verschiedensten Steuerungen

und Kommunikationswegen, auf diversen

Betriebssystemen und mit unterschiedlichen

Programmiersprachen und bietet somit die

Flexibilität, die Entwickler benötigen.

Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Schneider ist Gründer und

Geschäftsführer von Industrialsoft in Iserlohn

UNTERNEHMEN

Delta Logic

Automatisierungstechnik GmbH

Stuttgarter Straße 3

73525 Schwäbisch Gmünd

Tel. 07171 916-120

E-Mail: info@deltalogic.de

AUTORIN

Barbara Hönle, Delta Logic

Automatisierungstechnik

www.industrielle-automation.net INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 43


Wie steigert man die

Produktivität von modernen

verketteten Anlagen der

Lebensmittelproduktion:

KI-gestützte, maschinenübergreifende

Software

bietet eine Lösung

EFFIZIENZ NEU GEDACHT

KI-BASIERTE SOFTWARE MACHT DIE

LEBENSMITTELPRODUKTION SMARTER

Welche Stellschrauben gibt es noch für die Produktivitätssteigerung in der Nahrungsmittelindustrie?

In den meisten Betrieben sind die Produktions- und Verpackungsprozesse

schon hoch automatisiert und vielfach optimiert. Aber es gibt noch Potenzial,

und es steckt in der Software. Ein neues Tool für die KI-gestützte Fernüberwachung

ermöglicht nachweisbare Effizienzgewinne von bis zu 15 Prozent – ohne Änderungen

an der „Hardware“ der Maschinen und Anlagen vornehmen zu müssen.

Hoher Automationsgrad, 24/7-Produktion, sehr hoher

Durchsatz, verkettete Anlagen von der Herstellung über

die Abfüllung bis zur Endverpackung: Das sind typische

Kennzeichen der Lebensmittelproduktion. Hinzu

kommt – auf der kommerziellen Ebene – der extreme Preisdruck,

der seinen Grund auch in der starken Marktposition der Einzelhandelsketten

hat. Außerdem sehen sich die Hersteller in der

Pflicht, die stark steigenden Kosten für Energie und Rohstoffe zumindest

teilweise zu kompensieren und ihre Prozesse weiter zu

optimieren.

OPTIMIERUNG: DAS ENDE DER FAHNENSTANGE?

Allerdings scheinen die Potenziale hier oft ausgereizt. Die meisten

Anlagen sind schon hoch produktiv und verkettet, Kennzahlen

werden erfasst, die Produktqualität wird inline ermittelt und

die Maschinensteuerungen sind auf dem neuesten Stand. Ihre

Software steuert und koordiniert im besten Fall nicht nur die einzelnen

Prozessschritte, sondern übernimmt auch weitere Aufgaben

zum Beispiel der vorbeugenden Instandhaltung oder der

energetischen Optimierung.

MASCHINENÜBERGREIFENDE SOFTWARE

BIETET NOCH LUFT NACH OBEN

Potenzial gibt es hingegen häufig bei übergreifenden Software-

Lösungen, die mehrere Maschinen in einer Produktionslinie

(und natürlich deren Verkettung, das heißt die Fördertechnik sowie

die Peripheriegeräte) in den Blick nehmen. Hier steckt die

Entwicklung in vielen Betrieben nicht nur der Nahrungsmittelindustrie

noch am Anfang.

Eben dieses Thema adressiert die von Ishida entwickelte Sentinel-Software,

die jetzt in einer neuen und grundlegend überarbeiteten

Version 5.0 vorgestellt wird. „Sentinel“ heißt Wächter,

44 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 www.industrielle-automation.net


SPECIAL COMPONENTS & SOFTWARE

01 Das Sammeln und zentrale Auswerten von Maschinendaten hebt

Potenziale zur Erhöhung von Produktivität und Verfügbarkeit

01

02 Auf einen Blick kann der Anwender von Sentinel 5.0 die für ihn

relevanten Daten einsehen; das Dashboard lässt sich flexibel an seine

Anforderungen anpassen

und das beschreibt treffend die Grundaufgabe der Software.

Zahlreiche Parameter aus verschiedenen Anlagen werden überwacht,

aufbereitet und zueinander in Beziehung gesetzt. Aus den

so generierten Daten kann der Anwender eine konsolidierte und

umfassende Analyse des Maschinenparks einer Linie gewinnen

DURCH DIE PRODUKTIONSÜBER-

WACHUNG KONNTE DER DURCH-

SATZ VON 30.000 AUF 35.000

PRODUKTE / H ERHÖHT WERDEN

und zum Beispiel „bottlenecks“ oder instabile Prozessschritte erkennen

– als wertvolle Basis für die Optimierung der Prozesse.

Wirklich durchgängig wird diese Optimierung dadurch, dass

Sentinel nicht nur die Daten von Ishida-Anlagen auswertet, sondern

herstellerunabhängig eingesetzt werden kann. Möglich wird

das durch die Nutzung von gängigen Schnittstellen und Protokollen,

über die sich die Software-Plattform in die IT-Infrastruktur des

Anwenders integrieren lässt: OPC-UA, MQTT, SQL RESTful APIs….

PROZESSVERBESSERUNG „GANZ VON

SELBST“ – DANK KI UND ML

Bei der neuesten Sentinel-Version kommen erstmals leistungsfähige

Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen (ML) zum

Einsatz – und führen zu einem ganz erheblichen Zuwachs an

Funktionen mit deutlich größerem Nutzwert. Die Software „lernt“

während des Betriebs, wie die Maschine oder die komplette Produktionslinie

arbeitet. Sie kann dann datengetriebene Leistungsverbesserungen

empfehlen, indem sie beispielsweise den Bediener

auf Maschinen hinweist, die nicht mit ihrer maximalen Leistung

arbeiten, und die Gründe dafür angeben.

Die maschinenübergreifende Sicht führt zu einer gesamthaften

Betrachtungsweise der Produktion, und die integrierte KI kann

quasi „von selbst“ die Leistung der Maschinen optimieren, ohne

dass die Bediener die Einstellungen ändern müssten. Zu den Ergebnissen

gehören ein verbesserter Durchsatz, verringertes Potenzial

für Produktverluste und -abfälle und, insgesamt betrachtet,

eine effizientere Produktion – ohne dass der Anwender tief in

BOTTLENECKS

ENTDECKEN

Durchgängige Software-

Lösungen erschließen

bislang ungenutzte

Potenziale, indem sie

Produktionsprozesse

analysieren und gezielt

verbessern.

NICOLE STEINICKE,

Chefredakteurin

02

die Datenauswertung eintauchen oder die gegenseitigen Abhängigkeiten

der Prozessparameter ermitteln und justieren muss.

Das erledigt die Software für ihn.

DEN CHATBOT BEFRAGEN UND

UNREGELMÄSSIGKEITEN ERKENNEN

Neben der kontinuierlichen Überwachung der Produktion können

die Anwender ihre Wäge-, Verpackungs- und Inspektionssysteme

auch über den KI-Chatbot von Sentinel 5.0 befragen, Unregelmäßigkeiten

erkennen und auf diese Weise kleinere Störungen

beseitigen. Die hinterlegten Maschinenhandbücher und eine

aufgrund des maschinellen Lernens ständig wachsende Datenbasis

schaffen die Voraussetzung dafür, dass Probleme an den

Anlagen einfach und aus der Ferne diagnostiziert und gegebenenfalls

behoben werden können – als präventive Wartung in

Echtzeit.

Sentinel 5.0 ist in drei Lizenzvarianten erhältlich: Standard,

Premium und Premium Plus. Die KI- und ML-Funktionen sind

in den beiden letztgenannten enthalten, und bei allen neuen

Ishida-Maschinen ist die Software vorinstalliert. So kann der Anwender

den vollumfänglichen Nutzen erproben und einschätzen,

ob er die Software dauerhaft zur Optimierung der Prozesse einsetzen

möchte.

AKTUALISIERUNG DER SOFTWARE „ON AIR“,

ANPASSBARES DASHBOARD

Die Anwender von Sentinel 5.0 profitieren auch von einer Vielzahl

weiterer Funktionen. Dazu gehören automatische E-Mail-

Berichte, anpassbare Dashboards und direkter Zugriff auf die

www.industrielle-automation.net INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 45


SPECIAL COMPONENTS & SOFTWARE

03 Die Smartphonegerechte

Darstellung

erlaubt den Abruf der

Daten vor Ort sowie

von unterwegs

Software von angeschlossenen Ishida-Maschinen aus – oder über

Computer und andere intelligente Geräte. „On air“-Updates ermöglichen

die einfache Aktualisierung der Software, und das

Dashboard lässt sich auf unterschiedlichen und mobilen Endgeräten

nutzen (PC, Laptop, Tablet, Smartphone),

BEISPIEL AUS DER SÜSSWARENPRODUKTION:

15 PROZENT EFFIZIENZSTEIGERUNG

Soweit die Theorie und die Funktionsbeschreibung. Ein erstes

Beispiel aus der Süßwarenindustrie zeigt den quantifizierbaren

Nutzen der neuen Software. Das Unternehmen hatte häufiger mit

Produktstauungen zu tun, deren Ursache(n) weder das Personal

noch die vorhandene Datenlage ermitteln konnten. Daraufhin

DATEN-GESTÜTZTE ENTSCHEI-

DUNGEN ERMÖGLICHEN EINE

EFFIZIENTERE PRODUKTION

wurde Sentinel 5.0 im Verpackungsbereich installiert und 16 Maschinen

von mehreren Produktionslinien daran angebunden.

Bei einer Mehrkopfwaage, in der es regelmäßig zu Produktstauungen

kam, wurde mithilfe der Zeitplandaten von Sentinel 5.0.

das Problem identifiziert und behoben und eine Effizienzsteigerung

von 15 Prozent erreicht – mit dem (realistischen) Ziel einer

Steigerung um weitere 15 Prozent. Bei einer anderen Anlage

konnte der Durchsatz aufgrund der Daten, die Sentinel 5.0 bereitstellt,

von 30.000 auf 35.000 Produkte pro Stunde erhöht werden.

Eine weitere Erhöhung auf 40.000 Produkte ist geplant.

Das Unternehmen nutzt jetzt Sentinel 5.0 kontinuierlich als

Produktionsüberwachungs-Software und hat an den Produktionslinien

Bildschirme installiert, die Live-Daten unter anderem

für die Parameter Ausschuss, Maschinendurchsatz, Wirkungsgrad

und Auslastungsdiagramme anzeigen. Durch die eingehendere

Analyse der Daten lässt sich die Produktionsleistung am gesamten

Standort optimieren.

POTENZIAL VOLL AUSSCHÖPFEN

Das Beispiel zeigt: In der (übergeordneten), KI-gestützten Software

steckt großes Optimierungspotenzial. Weil Ishida eine weltweit

installierte Basis von weit mehr als 100.000 Maschinen und

Anlagen vorweisen kann, haben viele Anwender die Möglichkeit,

die neueste Sentinel 5.0-Software zu nutzen – unter anderem in

Mehrkopfwaagen (hier ist Ishida Weltmarkführer), „Bagmaker“-

Maschinen für Snackverpackungen, Röntgeninspektionssystemen,

Kontrollwaagen, Sortiermaschinen, Traysealern und Leckdetektoren.

Sie können die Software nicht nur dort einsetzen,

sondern auch in den Maschinen anderer Hersteller – und die hier

beschriebenen KI-gestützten Funktionen zur Optimierung der

Produktivität in ihrer Produktion nutzen. So wird die industrielle

Automation in der Nahrungsmittelindustrie um neue Funktionen

erweitert. Bemerkenswert ist dabei, dass die in der Praxis bereits

erzielten Produktivitätssteigerungen einzig durch den Einsatz

der Software erreicht werden.

Bilder: Ishida

www.ishidaeurope.com

UNTERNEHMEN

Ishida Europe Ltd, 11 Kettles Wood Drive,

Woodgate Business Park , Birmingham, UK

AUTOR

Ian Hodgson, Systems General Manager,

Ishida Europe

ZUSATZINHALTE IM NETZ

Die Welt des Produktions monitoring:

bit.ly/4mfxiJd

46 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 www.industrielle-automation.net


SPECIAL

ENERGIEDATEN ERFASSEN

Bei der CO2-Bilanzierung spielen Energiedaten die

entscheidende Rolle. Nur so kann ein Unternehmen

nachvollziehen, wohin die großen Energiemengen

fließen, und entsprechend gegensteuern.

Neben elektrischer Energie, ihrem eigentlichen Medium,

können die Geräte von Janitza mit einer Erweiterung

Energieträger wie Gas, Druckluft und weitere Prozessmedien

wie Wasser und Stickstoff erfassen. Die Netzvisualisierungssoftware

GridVis sammelt und analysiert

die Daten und stellt sie in übersichtlichen Dashboards

dar. So entsteht ein umfassendes Bild aller Energieverbräuche.

Janitza ist ISO 50001 zertifiziert, erstellt

jährlich den sogenannten Corporate Carbon Footprint

(CCF) und bestimmt die Treibhausgasemissionen nach

dem Greenhouse Gas Protocol (GHG). Das bedeutet

Aufwand: Die Energie-Spezialisten analysieren die Daten

von 120 Messgeräten, 1.500 Dienstreisen, 26.600

NEUES ASI-5 SAFETY EINGANGSMODUL

Bihl+Wiedemann erweitert sein

Sortiment an ASi-5 Safety Eingangsmodulen.

Bisher gab es Varianten

im großen IP67-Gehäuse und in

IP20 mit je zwölf Standardsignalen

sowie zwei sicheren Eingängen für

potentialfreie Kontakte, für OSSDs

und für die Kombination potentialfreier

Kontakt/OSSD.

Jetzt kommt mit dem ASi-5 Safety

Eingangsmodul BWU4393 eine

Lösung für potentialfreie Kontakte

im kleinen IP-67 Gehäuse dazu. Das Modul verfügt über

zwei sichere zweikanalige Eingänge und vier selbstkonfigurierende

E/As, welche abhängig von der Konfiguration als

Ein- oder Ausgänge verwendet werden können. Da ASi-5

Safety parallel auf demselben Profilkabel läuft und damit

viele sichere Signale oder eine Kombination aus sicheren

Signalen und Standardsignalen unter einer einzigen Adresse

genutzt werden können, lässt sich ASi Safety at Work damit

hervorragend ergänzen.

www.bihl-wiedemann.de

eingekauften und verkauften Artikeln und von 21 Abfallarten.

Der Aufwand lohnt sich. Im Jahr 2023 hat das

Unternehmen mehr als 400 t CO2 eingespart. Das sind

59 Prozent mehr als im Vorjahr.

www.janitza.de

UMRICHTER FÜR DEN WACHSENDEN

BATTERIESPEICHERMARKT

CG Drives & Automation hat die neuen Emotron Power

Conversion Systems (PCS) vorgestellt, die speziell auf den

wachsenden Batteriespeichermarkt zugeschnitten sind.

Die flexiblen Hochleistungsumrichter erschließen das

volle Potenzial der Energiespeichersysteme. Produziert

werden die Wandler in Schweden. Sie unterstützen Peak

Shaving, Lastverschiebung und einen bidirek tionalen

Leistungsfluss. Die Technologie bietet außerdem

Schwarzstart-Funktionen sowie volle Netzkonformität

und ermöglichen so eine hohe Flexibilität beim Energiemana

gement. Anwender profitieren damit von Lösungen

nach Industriestandard mit einer breiten Palette an

Wandleroptionen (AC-DC, DC-DC,

DC-AC) für hohe Flexibilität. Die

Komponenten erlauben den Aufbau

und die Überwachung lokaler Netze

mit Anti-Islanding-Erkennung, was

einen kontinuierlichen Betrieb

sicherstellt. Die Emotron Power

Conversion Systems (PCS) sind

modular aufgebaut, beinhalten

anpassbare Optionen und lassen

sich vollständig skalieren.

www.emotron.de

OFFENER STANDARD FÜR NAHTLOSE

ORTUNG IN DER INDUSTRIE

In einem aktuellen

Whitepaper positioniert

das globale Marktforschungsunternehmen

ABI

Research den offenen

Standard Omlox als

entscheidenden Baustein

für nahtlose Ortungslösungen

in industriellen

Umgebungen. Als Initiative

von PI (Profibus &

Profinet International)

setzt Omlox dabei neue Maßstäbe für Interoperabilität und

Offenheit in der Standortbestimmung. Der Standard vereint

unterschiedlichste Technologien wie UWB, BLE, RFID, 5G

und GNSS unter einem interoperablen Dach. Er ermöglicht

damit echte Multivendor-Implementierungen und eine

nahtlose Ortung – in Gebäuden, zwischen Gebäuden und

für Güter in Transit. Besonders hervorzuheben ist das

interoperable UWB-System, das herstellerübergreifend eine

gemeinsame Lokalisierungszone für die präzise Echtzeitortung

in dynamischen Umgebungen schafft. Unternehmen

profitieren von höherer Effizienz, besserer Skalierbarkeit

und geringeren Kosten, da Omlox Technologiefragmentierung,

Vendor-Lock-in und Integrationshürden beseitigt.

Zahlreiche Praxisbeispiele, ein wachsendes Partnernetzwerk

und eine klare Roadmap zeigen, dass Omlox eine

zentrale Rolle beim Aufbau eines offenen, interoperablen

RTLS-Ökosystems (RTLS: Realtime Location System) einnimmt.

Das Whitepaper steht auf der Website von ABI

Research unter: http://bit.ly/4l0Sq4J kostenfrei zum

Download zur Verfügung.

www.profibus.com

www.industrielle-automation.net INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 47


SPECIAL

BELASTBARKEIT VON ETHERNET-APL

BEWIESEN

Mit Ethernet-APL entwickelt sich die digitale Prozesssteuerung

zum neuen Standard in der Prozessindustrie. Die Field

Switches von Pepperl+Fuchs haben jetzt in einem vierten

Skalierungstest ihre

Standhaftigkeit

bewiesen. Bei dem

Test ging es vor

allem um die

Zuverlässigkeit von

Ethernet-APL in

Extremsituationen.

Es ging aber auch

um das problemlose

Zusammenspiel von Infrastruktur-Komponenten unterschiedlicher

Hersteller. Damit wurde ein realistisches Szenario

durchgespielt. Die Anforderungen für den Skalierungstest

wurden vom Chemieunternehmen BASF definiert, und zwar

entsprechen einem für die Branche typischen Anwendungsprofil.

Insgesamt waren nahezu 240 Messgeräte in das

Testumfeld eingebunden. Die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit

der Switches kannten während des gesamten

Prozessablaufs keinerlei Einschränkungen. Wichtige Performance-Merkmale,

wie Redundanz-Umschaltzeiten und die

generelle Netzlast unter den Testbedingen wurden jederzeit

erfüllt oder sogar übertroffen. Die zyklische Kommunikation –

also die Übertragung von Mess- und Sollwerten zwischen der

Steuerung und den Feldgeräten – blieb selbst in dieser

simulierten Stresssituation stabil.

www.pepperl-fuchs.com

BRÜCKENSCHLAG ZWISCHEN APPS

UND CLOUD

Weidmüller bringt die App Procon-Connect auf den Markt.

Das Softwaretool ermöglicht es Anwendern, Maschinendaten

einfach zu akquirieren, zu verarbeiten und anderen Applikationen

zur Verfügung zu stellen. Immer mehr Unternehmen

setzen offene Software in der Automatisierung ein, um

flexibel auf die Anforderungen des Marktes reagieren zu

können. Sie sammeln Daten an der Maschine, damit sie

Energiemanagement, Predictive Maintenance oder Fernwartung

umsetzen können. Um diese Anwendungen zu verwirklichen,

müssen Nutzer die Automatisierungssoftware in der

OT und die Anwendersoftware der IT miteinander verknüpfen.

Bisher waren aufwendiges Engineering und kostenpflichtige

Erweiterungen nötig, welche die unterschiedlichen Software-

Tools verbinden.

Procon-Connect

vereinfacht diesen

Prozess. Es wirkt

als Bindeglied

zwischen den

unterschiedlichen

Domänen und

erleichtert den

Datenaustausch. Die App ist als Docker-Container für Linux

und Windows sowie für das Betriebssystem u-OS des Herstellers

verfügbar. Die Software erfordert keine Programmierkenntnisse.

Durch einfaches Konfigurieren verbinden Nutzer

die verschiedenen Anwendungen – web-basiert im Browser.

Ein separates Engineering-Tool ist damit nicht notwendig.

www.weidmueller.de

IMPRESSUM

erscheint 2025 im 37. Jahrgang,

ISSN: 2194-1157 / ISSN E-Paper: 2747-8017

REDAKTION

Chefredakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Nicole Steinicke (ni),

Tel.: 06131/992-350, E-Mail: n.steinicke@vfmz.de

(verantwortlich i.S.d. $ 18 Abs. 2 MStV / i.S.d. Presserechts)

Redakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Inga Ronsdorf (iro),

Tel.: 06131/992-259, E-Mail: i.ronsdorf@vfmz.de

Redaktionsassistenz:

Melanie Lerch, Tel.: 06131/992-261,

Petra Weidt, Tel.: 06131/992-371,

E-Mail: redaktionsassistenz_vfv@vfmz.de,

(Redaktionsadresse siehe Verlag)

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48 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 www.industrielle-automation.net


DENKANSTOSS

TECHNISCHER FORTSCHRITT UND

SEINE ÖKOLOGISCHE SCHATTENSEITE

Während die Faszination für Künstliche Intelligenz

weltweit Forscher, Unternehmer und Gesellschaft

in ihren Bann zieht, bleibt ein Schlüsselfaktor der

modernen Technik meist unsichtbar: das erstaunliche

Volumen an Wasser, das von den Grundlagen der Chip-

Herstellung bis zum Betrieb gigantischer Datenzentren benötigt

wird. Was bedeutet es, wenn hinter jedem digitalen Fortschritt

buchstäblich eine verborgene Wasserleitung verläuft? Und wie

könnte dieser Faktor die globale Innovationslandschaft entscheidend

prägen?

Alle neuen Technologien die uns umgeben, verwenden Halbleiter

bei der Herstellung von Mikrochips, integrierten Schaltkreisen

und Dioden. Bei der Herstellung von Halbleitern verbraucht

eine mittelgroße Fabrik so viel Wasser wie eine Stadt mit 58.000

Einwohnern (Quelle: CWR). Wasser ist der am meisten „gehandelte“

Rohstoff der Welt und der „virtuelle Wasserhandel“ ist

sogar 400 mal größer als der von Öl. Hätten Sie gedacht, dass

ChatGPT pro 20 Befehle umgerechnet einen halben Liter Wasser

benötigt? Rechenzentren verbrauchen Wasser hauptsächlich für

die Kühlung, während in einer Halbleiterfabrik Wasser ein wichtiger

Bestandteil fast aller Teile des Herstellungsprozesses ist.

DER BEDARF AN HALBLEITERN STEIGT,

DOCH SIE BELASTEN DIE ÖKOBILANZ

Die enge Verbindung zwischen Digitalisierung und dem Rohstoff

Wasser verlangt also nach einem neuen Blickwinkel. Im

boomenden Halbleitermarkt ist Wasser nicht nur ein Risikofaktor,

sondern eröffnet auch Chancen für Anbieter von Wasseraufbereitungslösungen.

Während sich der Bau neuer Chipfabriken

auf Investitionen in Milliardenhöhe stützt, fließen bis zu 180

Milliarden US-Dollar allein in wasserbezogene Infrastruktur.

Wie kann innovative Wasseraufbereitung dazu beitragen, den

steigenden Bedarf der Digitalindustrie nachhaltig zu decken

und wie lässt sie sich ökologisch sinnvoll gestalten?

Denn ein fortschrittlicher Chip durchläuft immens viele Prozessschritte

und kommt dabei mit zahllosen unterschiedlichen

Gasen und Chemikalien in Berührung. Zwischen den Prozessschritten

müssen die Waver, also jene Scheiben, aus denen

Halbleiter entstehen, gereinigt werden. Dafür benötige

Hersteller spezielles Wasser, sogenanntes Reinstwasser.

Um das zu erzeugen, muss das Leitungswasser aufwendig

gereinigt werden. Ein Reinstwasseraufbereitungssystem

in einer neuen Fabrik macht 1-6 % der gesamten

Kapitalkosten aus.

WASSERRECYCLING, ABER SINNVOLL

Wasserfiltrationstechnik: Im Rahmen der Wasseraufbereitung

in Halbleiterfabriken wird das Wasser in mehreren

Filtrationsrunden recycelt. Dies trägt dazu bei,

den Wasserverbrauch zu senken. Zu den Arten der Filtrationsbehandlung

gehören Mikrofiltration, Ultrafiltration,

Nanofiltration und Umkehrosmose.

Weitere Möglichkeit ist die Entsalzung und Wiederverwendung

von Wasser, die zu einem wichtigen politischen

WASSERVERBRAUCH UND DIGITALI-

SIERUNG – EINE VERBINDUNG,

DIE ERST EINMAL ÜBERRASCHT

Schwerpunkt in Gebieten geworden ist, in denen die Halbleiterindustrie

allmählich von Wasserknappheit betroffen ist. Quellen

dafür können Abwässer aus Haushalten und Kommunen sein.

Die Meerwasserentsalzung etabliert sich zunehmend als vielversprechende

Alternative, insbesondere dort, wo bereits mehrere

Entsalzungsanlagen in der Nähe von Halbleiterfabriken errichtet

wurden. Sie kann helfen, Versorgungsengpässen während

Dürren entgegenzuwirken, die gerade in vielen Regionen mit

hoher Chipproduktion ein drängendes Problem darstellen.

Die Industrie sowie Anlagen-Experten im Bereich Wasseraufbereitung

sind also aufgefordet, neue Wassermanagement-Konzepte

zu entwickeln, zu implementieren und abzuwägen, inwiefern

das Wasserrecycling ökologisch sinnvoll ist. Denn Nachteil

der Wiederaufbereitung ist der hohe Energiebedarf. Dabei reicht

Strom aus erneuerbaren Energiequellen, beispielsweise aus

Solaranlagen auf den Dächern der Fabriken, bei Weitem nicht.

Bild: DNB Asset Management

https://dnbam.com

MIKKEL NYHOLT-SMEDSENG

Portfoliomanager DNB Fund Future Waves

bei DNB Asset Management

www.industrielle-automation.net INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/xx 49


VORSCHAU

IM NÄCHSTEN HEFT: 05/2025

ERSCHEINUNGSTERMIN: 25. 09. 2025 • ANZEIGENSCHLUSS: 10. 09. 2025

01

02

04

03

01 Modulare Messwerterfassung als intelligente Brücke

zwischen Industrie 4.0 und Präzisionsmesstechnik

Bild: Delphin

02 Warum bei der Weiterentwicklung von Elektrofahrzeugen

und ihrer Batterien der Einsatz industrieller

Bildverarbeitung und KI unverzichtbar ist

Bild: Teledyne DALSA/Shutterstock 2236944433

03 Integrierte Maschinensicherheit liefert Mitarbeitern

Daten, Diagnosen und Steuerungsmöglichkeiten, um

schnell zu reagieren und die Produktion zu sichern

Bild: Omron

DER DIREKTE WEG

Internet:

www.industrielle-automation.net

E-Paper:

digital.industrielle-automation.net

Redaktion:

Redaktion@industrielle-automation.net

WORLD OF INDUSTRIES:

www.world-of-industries.com

04 Durch die Integration anspruchsvoller

Auto matisierung und einer Softwareschutzlösung

beschleunigt PlantStream technische Arbeitsabläufe

und schützt gleichzeitig das geistige Eigentum

Bild: Wibu/PlantStream

(Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten)

50 INDUSTRIELLE AUTOMATION 2025/04 www.industrielle-automation.net


SMARTE LÖSUNGEN FÜR DIE INDUSTRIE

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der Sensorik über

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KELLER Pressure wurde 1974 gegründet und ist

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in Winterthur. Alle Produkte tragen das Gütesiegel

«Swiss Made» und verkörpern das schweizerische

Verständnis von Qualität, Funktionalität und

Zuverlässigkeit.

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AUTOMATISIERUNG

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WENN MESSDATEN den

Unterschied machen

IN KOOPERATION MIT

OBERFLÄCHENVERMESSUNG?

Am besten mit 3D-Sensoren

Quo vadis

CYBER RESILIANCE ACT?

GREEN MATERIALS

in der Kabelbranche

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VORAUSSCHAUENDE WARTUNG

sichert Umsatz und Erfolg

ZUKUNFTSFÄHIGE Lackierprozesse

im Maschinenbau

IN ZUSAMMENARBEIT MIT


AUTOMATISIERUNG

Smarte Technologien,starke Industrie:

AUTOMATISIERUNG HEUTE!

Stellen Sie sich eine Produktion vor, in der Maschinen nicht nur arbeiten,

sondern denken. Eine Welt, in der Prozesse sich selbst optimieren und Anlagen

vorhersagen, wann sie eine Wartung benötigen. Klingt nach Science-Fiction?

In vielen Industriebereichen ist das längst Realität. Möglich ist das unter

anderem durch die zunehmende Vernetzung und den Einsatz von KI. Sie macht

Sensoren und Messsysteme heute so smart, dass sie nicht nur Daten erfassen,

sondern diese in Echtzeit analysieren und Entscheidungen ableiten können.

Automatisierung geht jedoch weit über smarte Maschinen hinaus. Bio-basierte

Produkte finden inzwischen selbst in technisch anspruchsvollen Anwendungen

ihren Platz. Auch die Qualitätssicherung profitiert: 3D-Sensorik setzt neue

Maßstäbe bei der Geometrie-, Form- und Oberflächenprüfung und ermöglicht

eine nahtlose Inline-Qualitätskontrolle. Doch Automatisierung bringt auch

Herausforderungen mit sich, beispielsweise im Bereich Cybersicherheit.

Unternehmen müssen daher ihre Strategien überdenken, um in einer zunehmend

vernetzten Welt geschützt zu bleiben.

Wie gestalten wir diesen Wandel? Welche Technologien bringen echten Mehrwert?

Und was bedeutet das für den Faktor Mensch in der Industrie?

Antworten auf diese Fragen finden Sie auf unserer neuen B2B-Online-Plattform.

. Lassen Sie uns die Zukunft gemeinsam gestalten!

ist Ihre neue und kostenfrei

verfügbare Online-Plattform für wertvolles Wissen.

Sie richtet sich an Konstrukteure und Entwickler

sowie an Systemintegratoren, die nach vorne

blicken. Werden Sie Teil der Zukunft der

Industrie und entdecken Sie mit uns die

vielfältige Welt der Automatisierung!

Nicole Steinicke

Chefredakteurin

Industrielle Automation


AUTOMATISIERUNG

Wer hat`s

gemacht?

In unserem redaktionellen Komplettpaket

erwarten Sie folgende interessante Inhalte:

AUTOMATISIERUNG

WENN MESSDATEN DEN

UNTERSCHIED MACHEN

Auf Dauer werden nur Unternehmen am Markt

bestehen, denen es gelingt, ihre Prozesse zu

optimieren, die Anlagenverfügbarkeit zu

maximieren und ihre Wirtschaftlichkeit zu

sichern. Doch wie kann das funktionieren,

wenn es angesichts zunehmend begrenzter

Kapazitäten schon zur Herausforderung wird,

die alltäglichen Aufgabenstellungen und

Probleme an Anlagen, Maschinen oder

Prüfständen zu bewältigen? Eine Möglichkeit

ist ein zentralisiertes Messdatenmanagement.

Wir berichten über die Vorteile und die

praktische Umsetzung anhand von Use Cases.

n Warum brauchen wir Messtechnik?

n Welche Herausforderungen sind bei Messund

Überwachungsaufgaben zu meistern?

n Wie finde ich die passenden Mess- und

Prüfgeräte für die jeweilige Applikation?

n Welche Fortschritte gibt es in der

Integration von IoT und KI?

n Whitepaper mit Lösungen, Branchen und

Tipps

Weiterlesen >>


AUTOMATISIERUNG

Wer hat`s

gemacht?

In unserem redaktionellen Komplettpaket

erwarten Sie folgende interessante Inhalte:

QUALITÄTSSICHERUNG

OBERFLÄCHENMESSUNG?

NATÜRLICH MIT

3D-SENSOREN!

Die genaue Form und Beschaffenheit

von Oberflächen spielt in vielen

Applikationen eine wichtige Rolle. Typisches

Beispiel ist die Überprüfung der Ebenheit

einer Oberfläche, die für die Bauteil-Qualität

entscheidend sein kann. 3D-Sensorik

ermöglicht in diesen Anwendungen eine

Inline-Qualitätskontrolle mit hoher

Genauigkeit. Profitieren auch Sie in Ihrem

Prozess von den optischen Verfahren!

n Welche Vorteile bringt berührungslose

Messtechnik im Vergleich zu taktilen

Messmethoden?

n Geometrie-, Form- und Oberfläche: Wie

lassen sie sich am besten prüfen?

n Die Integration in ein System zur Qualitätssicherung

– einfach oder kompliziert?

n Wie sehen typische Anwendungen aus?

n Video über den Einsatz modernster

3D-Oberflächenmesstechnik

Weiterlesen >>


AUTOMATISIERUNG

Wer hat`s

gemacht?

SOFTWARE

CYBERSICHERHEIT IN

EINER DIGITALEN WELT

In einer zunehmend vernetzten Welt, in der

Cyberbedrohungen allgegenwärtig sind,

müssen Unternehmen ihre Cybersicherheitsstrategie

grundlegend überdenken. Der Cyber

Resiliance Act ist ein Wendepunkt – er fordert

von allen Beteiligten ein Umdenken und

proaktives Handeln. Erfahren Sie, warum

Sie aktiv werden sollten, und wie Sie Ihr

Unternehmen widerstandsfähig gegenüber den

neuen Herausforderungen machen können.

In unserem redaktionellen Komplettpaket

erwarten Sie folgende interessante Inhalte:

n Was bedeutet der EU Cyber Resilience Act?

n Welche Unternehmen müssen handeln und

welche Produkte sind davon betroffen?

n Welche Tools zur Verschlüsselung und

Lizenzierung unterstützen die in der

Regulierung geforderte Produktsicherheit

und Compliance?

n Webinar über Handlungsfelder und

Maßnahmen für eine erfolgreiche

Umsetzung von Schutzmaßnahmen

Weiterlesen >>


AUTOMATISIERUNG

Wer hat`s

gemacht?

GREEN MATERIALS

AUF DEM WEG ZU MEHR

NACHHALTIGKEIT IN

DER KABELBRANCHE

Kunststoffe sind heute in vielen Bereichen

unverzichtbar. Sie werden zu Formteilen,

Fasern oder Folien weiterverarbeitet und

dienen als Verpackungsmaterial, Klebstoff

oder Textilfaser und sind in vielen Industrien

beliebter Werkstoff. Bei Kabeln- und

Leitungen ist der Einsatz von Kunststoffen

funktionsrelevant. Doch wie lässt sich die

Verwendung des Werkstoffs nachhaltiger

gestalten und warum ist das sinnvoll? Lesen

Sie das Interview mit Dr. Silvia Lajewski,

Expertin im Bereich Kunststofftechnik bei

Lapp, über die Entwicklung und den Einsatz

umweltfreundlicher Kunststoffe.

In unserem redaktionellen Komplettpaket

erwarten Sie folgende interessante Inhalte:

n Was sind Compounds - ein Leitfaden

n Was macht bio-basierte Materialien

so besonders?

n Biokunststoff bedeutet nicht automatisch,

dass er nachhaltig ist. Warum?

n Welche Fortschritte wurden im Bereich

der Verbindungstechnik auf Bio-Basis

bisher erreicht?

n Welche Produkte gibt es bereits am Markt

und könnten sie für meine Applikation

interessant sein?

Weiterlesen >>


AUTOMATISIERUNG

Wer hat`s

gemacht?

PREDICTIVE MAINTENANCE

WENN DIE MASCHINE

STILL STEHT

Die Produktion läuft auf Hochtouren, das Team

arbeitet am Limit, Deadlines nahen – und plötzlich

steht die Anlage still. Unvorhergesehene

Situationen wie diese bringen alle Beteiligten

unter Druck. Die Frage lautet also: Wie lässt

sich ungeplanten Bedarfen vorbeugen und im

Fall der Fälle schnell reagieren? Eine Möglichkeit

ist die vorausschauende Wartung. Sie hilft

Maschinenausfälle zu vermeiden, und spart

nicht nur Kosten, sondern auch Nerven.

In unserem redaktionellen Komplettpaket

erwarten Sie folgende interessante Inhalte:

n Ursachen und Ansätze für mehr Kontrolle

im Anlagenbetrieb

n Checkliste: Sind Ihre Prozesse gut

aufgestellt, wenn es darauf ankommt?

n Was sind ungeplante Bedarfe?

n Whitepaper: »Vorausschauende Wartung«

n Ursachen, Prozess-Check, innovative

Instandhaltungsstrategien

Weiterlesen >>


AUTOMATISIERUNG

LACKIERTECHNIK

WESHALB DER MASCHINENBAU

ZUKUNFTSFÄHIGE ANLAGEN

BRAUCHT

Mit industrieller Lackiertechnik lassen sich

nicht nur verschiedenste Komponenten,

beispielsweise zuverlässig vor Korrosion

schützen. Sie ermöglicht auch die Gestaltung

individueller Oberflächen. Dennoch wird

dieser letzte Fertigungsschritt häufig

vernachlässigt. Und das obwohl enorme

Mengen an Energie und Material benötigt

werden. Gefragt sind also innovative Ansätze,

die Lackierprozesse speziell im Maschinenbau

effizienter und umweltfreundlicher gestalten.

In unserem redaktionellen Komplettpaket

erwarten Sie folgende interessante Inhalte:

n Weshalb der Maschinenbau zukunftsfähige

Lackieranlagen braucht.

n Applikationsbeispiel LHY Powertrain,

vormals bekannt als Linde Hydraulics

n Warum fundiertes Wissen besser ist,

statt dem Bauchgefühl zu folgen.

n Whitepaper »Zukunftsfähig Lackieren

im Maschinenbau«

Weiterlesen >>

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