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MM_07_08.2025

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B 1785

07/08/2025

www.moebelmarkt.de

International Interior Business Magazine

GfMTrend

gestaltet Zukunft

Top 30 im Handel: Die Champions der Möbelwelt 2025

Interview zur Begros-Messe: Vom Konditionsclub zum Mehrwertverbund

House of Kabs: Was Robert Kabs in der früheren Wäscherei plant


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Abwrack-Turbo

Gerald Schultheiß

Chefredakteur

schultheiss@moebelmarkt.de

Die Zahlen unseres Verbundgruppen übergreifenden

ZR-Barometers in Kooperation

mit der Aktivbank deuten im Juni nochmals

nach oben. So stieg das Volumen der

über die Bank regulierten Möbelhandels-

Umsätze in Relation zum Vorjahresmonat

um 7,9 Prozent. Kumuliert fürs erste Halbjahr

lief fast eine schwarze Null auf.

Allerdings spiegeln die ZR-Zahlen von Juni

den Auftragseingang am POS in Richtung

April bis Anfang Mai. Daher ist die danach

weithin alles andere als gute Entwicklung

der Möbelkäufe noch nicht erfasst.

Dass Discounter und Großflächen 2024 mit

der nun seit über zwei Jahren anhaltenden

Konsum-Krise, verlorenen Eckpreisen und

der enormen Preissensibilität besonders zu

kämpfen haben, blättern unsere aktuellen

Top 30-Rankings für Deutschland, Europa

und die Welt auf – und dies, obwohl die

Angaben einzelner Händler deren Entwicklung

sicher beschönigen. Unsere Rankings

2025 liegen bei, unsere Analysen dazu lesen

Sie in der September-Ausgabe.

Die drastischen Umsatz-Einbrüche einiger

Volumenlieferanten um bis zu 30 Prozent

sprechen dafür, dass die Situation auf der

Großfläche in diesem Jahr nochmals deutlich

schlechter ist, als der obige ZR-Schnitt.

Wohingegen konträr dazu preisagressivere

Ware aus Asien bzw. China boomt.

So sind die Möbelimporte generell im ersten

Quartal laut VDM um 17 Prozent auf

ca. drei Milliarden Euro gestiegen. Die Einfuhren

aus China explodierten um 37 Prozent,

jene aus Vietnam um 23,5 Prozent.

Dahinter vermutete der VDM auch Umlenkungseffekte

wegen Trumps Zollpolitik.

Fakt ist, dass die Chinesen Polen von Platz

eins der Lieferländer verdrängt haben.

Der jüngste World Furniture Outlook von

CSIL legt nahe, dass Preisdruck und Preissensibilität

schon seit 2024 global die Import-Ströme

verändern. So waren damals

China und Vietnam von den Top 5 Möbelproduktions-Ländern

der Welt die einzigen

mit einem Wachstum der Exporte – welches

zudem noch kräftig ausfiel. Während

die Ausfuhren aus Polen, Deutschland und

Italien spürbar schrumpften.

Laut CSIL schaffte es China ab der ersten

Hälfte 2024 zudem, den kriselnden Möbelabsatz

im Inland anzukurbeln. Dazu trug

besonders auch die „Neu-für-Alt“-Strategie

für Möbel bei. Diese staatliche Geld-Prämie

forciert gezielt den Austausch älterer Möbel

und Einrichtungsartikel gegen neue, oft

hochwertigere Produkte.

Unsere deutsche Abwrack- bzw. Umwelt-

Prämie aus dem Jahr 2009 lässt grüßen. Sie

förderte den Kauf neuer Autos durch Verschrottung

alter Fahrzeuge, um die heimische

Industrie zu stützen und den Fahrzeugbestand

zu verjüngen. Damit entzündete

sie ein kurzzeitiges Absatzfeuer.

Zwar braucht unsere Möbelindustrie mit

zuletzt weniger als 20 Milliarden Euro

Produktionsvolumen nicht wie die Konkurrenz

aus China, die laut CSIL pro Jahr 170

Milliarden US-Dollar auf die Waage bringt,

auf eine staatliche Abwrack-Prämie zu hoffen.

Zumindest aber dürfte der Bau-Turbo

auf Sicht ihren Absatz ankurbeln.

Sicher fordert die Zeit auch nachhaltigere

neue Kaufimpulse für Möbel als staatliche

Prämien. Warum als Händler statt ewiger

Rabatte nicht dauerhaft monetäre Anreize

etablieren für die Rücknahme alter Möbel?

Und das aber eben nicht, um sie wie bisher

bei solchen Aktionen üblich zu verschrotten

– wie es jetzt auch die Chinesen tun.

Sondern um ihnen ein angemessenes neues,

zweites Leben zu verschaffen.

Pioniere wie Ikea oder Kabs gehen bereits

in diese Richtung. Ich bin überzeugt, dass

mehr und mehr die Händler das Rennen

um uns immer nachhaltiger gepolte Kunden

machen, die unseren alten Lieblings-

Möbeln ein neues Leben schenken.

Damit wir uns glücklich und mit gutem

Gefühl und Gewissen neu einrichten können.

Zumal uns dieses Neu-für-Alt-System

auch noch finanziell belohnt, obwohl wir

sonst für Nachhaltigkeit tiefer in die Tasche

greifen müssen: Der Kreislauf-Turbo also,

der überdies auch neue – und jüngere –

Second-hand-Zielgruppen anzieht.

Herzlichst grüßt Sie

MÖBELMARKT

07/08 / 2025

Editorial 3


Titel

12

GfMTrend: Inspirierendes Jubiläum

Mit einem vielseitigen Festprogramm und packenden

Keynotes und Grußworten feierte GfMTrend in Bremen

sein 50-jähriges Bestehen. Über 300 Gäste erlebten

unter dem Motto „Future Fifty!“ ein energiegeladenes

Event voller neuer Impulse und Perspektiven.

Titelstory ab Seite 28

Verleger Klaus Ritthammer feiert seinen 80. Geburtstag

Charmant, liebenswert, eigenwillig und einfach unverwechselbar: MÖBELMARKT-Verleger Klaus

Ritthammer ist 80 Jahre alt geworden. Am 21. Juli wurde er von seiner Familie, Verwandten,

vielen guten Freunden und dem MÖBELMARKT-Team herzlich gefeiert. Auf dem Foto oben ist er

mit seiner Frau Christine und seinen Töchtern Michelle und Ann-Kathrin (v.l.) zu sehen.

Porträt

3 Editorial

3 Abwrack-Turbo?

8 Gesprächspartner

10 Crossmedia

Porträt

11 höchstpersönlich

Josef Gerstl

12 Unser Verleger lebe hoch: Herzlichen

Glückwunsch, Klaus Ritthammer

16 Unternehmen

16 POS Service Group: Polstermöbel

professionell beurteilen

17 News aus Unternehmen

18 Kare: Heilige Marke

22 News aus Unternehmen

24 Raumplus:

Individuell und flexibel in die Zukunft

26 House of Kabs: Viel Platz für Visionen

28 50 Jahre GfMTrend:

Stark vereint für morgen

30 Markt

30 Konjunktur-Barometer: Impulse erhofft

31 Aktivbank-Barometer

www.moebelmarkt.de

International Interior Business Magazine

32 SHD Forum 2025: Digitale Trends hautnah

35 Markt-Mix

36 Jan Kurth: Der Bau-Turbo verheißt erste

Lichtblicke für den Wohnungsmarkt

38 Out of the Box

Kopenhagen gedeiht

39 Verbände-Special

40 Alliance: Mit unserem zentralen Netzwerk

schaffen wir regionale Stärke.

41 Der Küchenring: Die Gegenwart meistern.

Die Zukunft gestalten. Gemeinsam.

Persönlich. Zuverlässig.

42 Verbands-Profile Übersicht:

Seiten 42, 44, 46, 48 und 50

TOP 30

Homefurnishing Retailers

GERMANY | EUROPE | WORLD

Einrichtungshändler

2025

powered by

Die Top-30-Händler der Möbelwelt

Das Who is Who des Einrichtungshandels in

Deutschland, Europa und der Welt: Welche

Unternehmen genau wieviel umgesetzt haben,

steht im beiliegenden „Top 30“-Special. Die

umfassenden Marktanalysen dazu lesen Sie in

unserer September-Ausgabe.

TOP 30

4 Intro

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


18

Kare: Eine Marke für sich

Mit auffälligen Accessoires ist Kare groß geworden. Noch heute machen besondere

Designs wie das Wandbild „Fancy Blonde Lady“ mit LED-Effekt und ungewöhnliche

Inszenierungen, hier in einer ehemaligen Klosterkirche, den Kern der

Marke aus. Im Interview sprachen wir in großer Runde über das, was die Marke

bewegt, etwa Preisbildung, Social Media, Trends und Kooperationen.

Unternehmen

43 Einrichtungspartnerring VME: Eine starke

und zukunftsfähige Gemeinschaft

45 Garant: Ihr Partner auf Augenhöhe

49 KüchenTreff: Stark im Verbund

32

26

Kabs: Hier soll Design demokratisiert werden

Mit dem House of Kabs zieht am ehemaligen Wäscherei-Standort in

Hamburg neues Leben ein. Inhaber Robert A. Kabs hat viel vor: Er will

nicht nur Designmöbel für alle Altersgruppen und jeden Geldbeutel

anbieten, sondern mit Co-Working, Kunst und Gastronomie einen Ort

für Begegnung und Inspiration schaffen. MÖBELMARKT sprach mit

Kabs über seine Visionen für ein ganz neu gedachtes Möbelhaus.

Unternehmen

50 KSV – die Gemeinschaft für Küchenspezialisten

51 MHK: Mit Systemkompetenz Erfolg

für Partner sichern

52 Verbände-Mix

VERBANDS-PROFILE

Die Positionierung der

Einkaufsverbände

Serviceangebot

inkl. Digitalisierung

2025

Spezialisten

39

SHD Forum 2025: Blick in die digitale Zukunft

Das SHD Forum 2025 im historischen Industriedenkmal Sayn präsentierte aktuelle Digitalisierungstrends

von KI bis Cybersecurity für die Möbel- und Küchenbranche. Über

200 Gäste erlebten praxisnahe Lösungen, spannende Gespräche und Innovationen mitten

in der traditionsreichen Kulisse.

Markt

Großflächenverbände

Mittelstandsverbände

Küchenverbände

Das Who is Who der Möbel- und Küchenverbände 2025

Ein zukunftsorientierter und leistungsfähiger Verbund ist gerade in wirtschaftlich herausfordernden

Zeiten besonders wichtig. In unserem umfassenden Verbände-Special lesen Sie, wie genau

sich die einzelnen Einkaufsverbände für die Zukunft positionieren.

Verbände-Special

MÖBELMARKT

07/08 / 2025

Intro 5


Juli/August 2025 ∙ www.moebelmarkt.de

53

Bearaby: Gewichtsdecken

im Premium-Design

Hometex:

Rekordbesuch in Bad Salzuflen

Interzum:

Spannende Innovationen in Köln

MÖBELMARKT Sleep

Die Interzum und die Hometex

haben gezeigt, wieviel Innovationskraft

trotz angespannter

Marktlage im Bedding-Segment

steckt: smarte Technologien, digitale

Lösungen und kreislauffähige

Materialien. MÖBELMARKT

Sleep berichtet. Lesen Sie außerdem,

wie eine deutsche Start-

Up-Unternehmerin Gewichtsdecken

zum Millionenseller in den

USA machte – und nun in

Deutschland durchstartet.

MÖBELMARKT SLEEP

83

Interzum und Ligna 2025

Aufbruchstimmung auf den beiden Weltleitmessen: Die

Interzum in Köln und die Ligna in Hannover standen auch

in diesem Jahr für Innovationskraft und technologischen

Fortschritt. Ab Seite 83 finden Sie eine weitere Nachlese

mit spannenden Messehighlights.

material + technik möbel

53 MÖBELMARKT Sleep

54 Guter Schlaf ist harte Arbeit

55 Inhalt

56 Bearaby: Mit Gewichtsdecken an

die Spitze

58 Yatas: Erster Concept-Store in Frankfurt

59 „Schlaflos in...“: Infotainment für

Besserschläfer

60 Cramer: Schlafkultur auf hohem Niveau

61 Sleep-Mix

62 Interzum: Zukunftsthemen zum Anfassen

67 küche & bad forum

3 Editorial

4 Inhalt

5 Boulevard

6 Kurznachrichten

8 „Bad & Body“:

Badmodernisierung neu gedacht

10 Nolte Küchen: Zeitlose Farbvielfalt

trifft moderne Funktionalität

11 IFA 2025: Voll unter Strom

13 Liebherr:

Maximale Frische für mehr Genuss

14 Präzise bis in Detail

15 Frio: Für echte Genussmomente

15 Impressum / Inserentenverzeichnis

83 material + technik

83 Interzum und Ligna 2025:

Blick zurück nach vorn

84 Highlights der Ligna 2025:

Bedienkomfort und Effizienz

86 Showcase Ligna und Interzum

90 Messen

90 MTM Dresden: Inspiration und Teamgeist

64 Hometex Sommer:

Alles, was Rang und Namen hat

66 Showcase Sleep: Hahn Haustex

FACHMAGAZIN DER BRANCHE

AUGUST 8/2025

B 50899

93 Messe-Mix

94 Begros-Verbundmesse 2025:

Strategie „Zukunft“

küche & bad

forum

Die „BioFresh“ Technologie von Liebherr hält mit

präzise abgestimmter Temperatur und Luftfeuchtigkeit

verschiedene Lebensmittelgruppen im

Kühlschrank bis zu fünfmal länger frisch. So

bleiben nicht nur Vitamine und Aromen optimal

erhalten – auch ein bewusster und nachhaltiger

Lebensstil wird aktiv unterstützt. Foto: Liebherr

Badmodernisierung

neu interpretiert

So wird die IFA 2025

Weinmomente

der Extraklasse

ab Seite

67

Die heiße Messezeit startet im September. Wir werfen

bereits jetzt in der aktuellen Ausgabe des

küche&bad forum einen ersten Blick auf die IFA

2025, die auch nach der starken Jubiläumsausgabe

im vergangenen Jahr wieder vielversprechende Innovationen

im Gepäck hat. Außerdem im Heft: Das

neue Franchisekonzept „Bad & Body“ der MHK

Group und Neuheiten für den Weingenuss.

6 Intro

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


90

MTM Dresden: Vielfältige Inspirationen

Zum fünften Mal fand die Möbel-Trend-Messe in

Dresden statt. In der einzigartigen Kulisse der Alten

Börse präsentierten zwölf Aussteller spannende

Neuheiten aus der Polsterwelt und aus ergänzenden

Sortimenten. Am ersten Abend stimmte PM

Oelsa Geschäftsführer Heiko Langer (Foto) auf die

Messeparty ein.

Messen

98 Hülsta & Now! by Hülsta:

Die Rückkehr der Möbel-Legende

101 Messe-Mix

102 spoga+gafa 2025: Innovation trifft Erlebnis

104 Showcase Outdoor

105 Kind + Jugend 2025:

Trends für die Kleinsten

106 M.O.W. 2025: „Messe ist hier!“

108 Möbelmeile feiert 30-jähriges Jubiläum:

Menschen, Business, Tradition

110 Impressum / Inserentenverzeichnis

111 Branchenwerkstatt Möbel:

Konsequent Risiken managen

112 Köpfe

115 Look Out

115 Pilze, Algen, Hanf

Begros: Vom Konditionszum

Mehrwertverbund

Auf der Begros-Messe Ende

Juni sprach der MÖBELMARKT

mit Verbands-Chef Oliver Müther

über die Zukunft des Großflächenverbunds

zwischen XXXLutz-

Porta-Deal und Rieger-Beitritt.

Messen

spoga + gafa 2025:

Grüne Innovationen

Die spoga+gafa 2025 bestätigte

ihre Position als weltweit größte

Garten- und BBQ-Messe mit rund

26.000 Fachbesuchern und über

1.600 Ausstellern. Drei Tage lang

präsentierten Aussteller aus über

100 Ländern die neuesten Trends

und spannenden Innovationen für

das Leben im Grünen.

Messen

94

Hülsta: Comeback der Legende

Vor nicht mal einem Jahr wurde H & N

Designmöbel gegründet. In Rekordzeit

haben Andreas Bremmer und Sören

Höfer eine überzeugende Gesamtkollektion

für die Marken Hülsta und Now!

by Hülsta auf die Beine gestellt. Der

MÖBELMARKT war zur erstmaligen

Präsentation vor Ort.

Messen

98

102

106

M.O.W. und Möbelmeile in den Startlöchern

Ostwestfalen calling: Die Möbelmeile (Foto der Gemeinschaft) will

zum 30-jährigen Jubiläum eine außergewöhnliche Vielfalt bieten.

Die M.O.W. geht mit 500 Ausstellern aus über 40 Ländern an den

Start. Neu dabei: Hülsta, Kare und Schöner Wohnen. Beide Messen

finden vom 21. bis 25. September statt.

Messen

Intro 7


Gesprächspartner

Robert A. Kabs,

House of Kabs:

„Wir wollen Design

für jeden erlebbar

machen.“

Unternehmen | Seiten 26–27

Julia, Joy, Peter Schönhofen und Jürgen Reiter (v.l.), Kare:

„Was im Möbelhandel auch nicht so

common ist: Wir haben es

geschafft, eine Marke zu sein.“

Unternehmen | Seiten 18–21

Andreas Bremmer (l.) & Sören Höfer, Hülsta:

„Wir wollten ganzheitliche,

harmonische Wohnwelten entwickeln.“

Messen | Seiten 98–100

Oliver Müther, Begros:

„Unsere Aufgabe ist es, Orientierung

strategisch nach vorne zu bringen.

Deswegen braucht es als Impuls auch

eine Begros-Messe.“

Messen | Seiten 94–97

Bernd Schäfermeier (l.) und Maximilian Richter, M.O.W.:

„Wir decken die Bandbreite ab, die im

Möbelhandel aktuell gebraucht wird.

Und dies wie keine andere Messe.“

Messen | Seiten 106–107

MÖBELMARKT

8 Intro 07/08 / 2025


DAS MESSE-EVENT

IN OSTWESTFALEN

15 HERSTELLER

8 LOCATIONS

ALLE INFORMATIONEN

ZUR MÖBELMEILE AUF

MOEBEL-MEILE.COM


MÖBELMARKT.DE

EXPERTEN-

BEITRAG

IWOfurn: Strategische

Partnerschaft zur EUDR

Die Integrated Worlds (Marke: IWOfurn) und supplycanvas gehen eine strategische

Partnerschaft ein, um Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette

bei der Umsetzung der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR)

zu unterstützen. Ziel ist es, regulatorische Anforderungen effizient zu erfüllen

und gleichzeitig die digitale Integration zwischen Geschäftspartnern zu

beschleunigen. Mehr dazu im Expertenbeitrag auf moebelmarkt.de.

Foto: IWOfurn

Ifo Geschäftsklimaindex:

Stimmung hellt sich weiter auf

Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich etwas verbessert.

Der Geschäftsklimaindex des Münchner Ifo Instituts stieg im Juli

auf 88,6 Punkte, nach 88,4 Punkten im Vormonat. Die Unternehmen zeigten

sich etwas zufriedener mit den laufenden Geschäften. Im Handel hat das

Geschäftsklima jedoch etwas nachgegeben. Erfahren Sie mehr dazu auf

moebelmarkt.de.

Foto: Pexels

Business Forum: https://shorturl.at/fPZST

Märkte: https://shorturl.at/aaX0f

Vienna Interior Days: Neues

Messeformat feiert Premiere

Wien bekommt mit den Vienna Interior Days ein neues Messeformat. Die

Fachmesse findet erstmals vom 26. bis 27. Februar im MAK Museum für

angewandte Kunst Wien (Foto) und in der Innenstadt statt. Das Produktportfolio

umfasst Stoffe, Möbel, Dekoration, Bodenlösungen, Akustiksysteme,

Lichtkonzepte und mehr. Ziel sei es, ganzheitliche Raumlösungen zu

präsentieren und zu schaffen. Mehr dazu auf moebelmarkt.de.

Foto: Hertha Hurnaus / MAK

idd cologne 2025 setzt auf

rein urbanes Konzept

Die idd cologne 2025 entwickelt sich zu einem modernen „urban-only“-

Format, das Inspiration, Austausch und Markenpräsenz nicht in den Deutzer

Messehallen, sondern an ausgewählten Design-Locations im gesamten

Kölner Stadtgebiet erlebbar macht. Das Premium-Interior-Design-Event vereint

bei seiner Premiere vom 26. bis 29. Oktober viele Hochwert-Marken.

Mehr zu dem Messekonzept erfahren Sie auf moebelmarkt.de.

Foto: Koelnmesse

Messen: https://shorturl.at/FOFEq

Messen: https://shorturl.at/4O0nO

MÖBELMARKT

10 Crossmedia 07/08 / 2025


höchstpersönlich

Generation Babyboomer

Josef Gerstl

Von Kika/Leiner zu XXXL: Josef

Gerstl verbrachte einen Großteil

seines Berufslebens in führenden

Positionen im Möbelhandel

made in Austria. Als einer der

Chefeinkäufer bei XXXLutz und

Giga verantwortete er vor allem

den Schlafbereich und gestaltete

die enorme Expansion mit.

Für den „Bua“ vom Dorf ist gegenseitige

Wertschätzung das

oberste Credo. Mit 66 geht er am

30. September in Ruhestand und

tauscht Möbelmessen und Geschäftsreisen

gegen Oldtimer-

Traktoren und Landleben.

Herr Gerstl, wie begann Ihr Einstieg

ins Berufsleben?

Als Lehrling am 21. Juli 1975 im Möbelhaus

Leiner in St. Pölten am Rathausplatz.

Die Aufnahmeprüfung hatte ich

nicht bestanden, da ich im Diktat „Fauteuil“

nicht schreiben konnte und drei

Fehler gemacht hatte. Trotzdem hat

mich der Chef, Kommerzialrat Rudolf

Leiner, höchstpersönlich aufgenommen

und sagte zur Personalchefin: „Nimm

ihn auf, wir machen was aus ihm!“

Hat er sein Wort gehalten?

Ja, nach vierjähriger Ausbildung holte

er mich sehr jung als Einkaufsassistent

in die Geschäftsleitung. Den Aufbau

von Kika und die Expansion von Leiner

habe ich dort hautnah miterlebt. Mit 25

Jahren war ich dann als jüngster Einkäufer

für den Bereich Schlafen/Jugend

und Matratzen verantwortlich. Kika hat

dann in die CEE-Ländern expandiert

und in Russland, Israel und Saudi-Arabien

Franchise aufgebaut. Als Category

Manager verantwortete ich später 75

Filialen in zehn Ländern. 2009 wechselte

ich dann vom roten Sofa zum roten

Stuhl – und blieb bis heute dort.

Was hat Sie als Kind fasziniert?

Die Welt zu erobern und zu entdecken.

Ich bin in einem kleinen Dorf auf dem

Land aufgewachsen. Deshalb hat mich

das Reisen in andere Länder und Kulturen

immer sehr interessiert.

Mit welcher berühmten Persönlichkeit

würden Sie gern einen Tag

verbringen?

Mit dem leider verstorbenen Papst

Franziskus. Meine Frau und ich haben

seinen ersten Auftritt am Petersplatz

von der ersten Reihe aus miterlebt, das

war sehr emotional! An Franziskus fasziniert

mich die Einfachheit und sein Zugang

zu den Menschen. Eine Büste von

ihm steht nach wie vor in meiner Wohnung

in Würzburg am Nachtkästchen.

Sie erinnert mich an einen vorbildlichen

Menschen.

Was motiviert Sie?

Für Menschen zu arbeiten, von denen

Anerkennung und Wertschätzung zurückkommt.

Diese Frage wurde mir übrigens

bei XXXLutz oft gestellt – und ich

habe sie genauso beantwortet und dabei

auf meine Vorgesetzten und die Inhaber

bezogen.

Sie werden in der Branche und

Ihrem Team menschlich sehr geschätzt

und pflegen Freundschaften

auch mit Partnern aus der Industrie.

Wie gelingt diese Gratwanderung

als Einkäufer für Giga?

Mein Motto ist: Sich selbst treu bleiben

und das zusagen, was man auch einhalten

kann. Mit Ehrlichkeit und Klarheit

erreicht man nach wie vor am meisten.

Dies habe ich in unzähligen Seminaren,

manchmal auch im Rollentausch gelernt.

Die Vorgabe der Ausbildung war

stets: Keiner soll den Tisch als Verlierer

verlassen. Es gibt immer für beide Seiten

Lösungen, manchmal auch erst bei

weiteren Verhandlungsrunden.

Teamarbeit ist …

… für mich Grundvoraussetzung für

„50 Arbeitsjahre im Möbelhandel

– eine tolle Zeitreise!“

Foto: Gerstl

den Erfolg und hat sehr hohe Priorität.

Dazu zählt z. B. unser täglicher Eiskaffee

im Büro um 15 Uhr mit dem kompletten

Team der „Schlafingers“ – mittlerweile

schon eine Tradition, die Bestand hat.

Sie waren schon in rund 60 Ländern.

Wo würden Sie am liebsten

ein Jahr wohnen?

In Zukunft werde ich die meiste Zeit in

unserem Landhaus im Dorf verbringen.

Vor einigen Jahren haben wir das Haus

meiner Eltern bzw. Großeltern, in dem

ich aufgewachsen bin, übernommen.

Dieses wurde in mühevoller Renovierungsarbeit

vor dem Verfall gerettet und

in ein schmuckes „Ausnahmehäusl“

umgebaut. Ein besonderer Ort am

Berg, wo man Ruhe findet und die Welt

mit anderen Augen betrachten kann.

An welchen Designstil hielten Sie

sich beim Renovieren und Einrichten

des „Ausnahmehäusls“?

Wir haben den alten, stillgelegten Bauernhof

unter dem Motto „Modernität

trifft Tradition“ umgebaut. Ein Teil des

Grundstückes ist sehr modern bebaut

und möbliert. Beim anderen Teil handelt

es sich um ein seit 450 Jahren bestehendes

Steinhaus, das nun mit historischen

Baumaterialien renoviert und mit

antiken Fliesen verlegt wurde. Eingerichtet

ist es im Landhausstil, mit alten

und neuen Möbeln: einem Schrank, der

beim Öffnen quietscht, alten Holztüren

und Fenstern, einem offenen Kamin

und gemütlichen Sofas.

Wie verbringen Sie am liebsten

Ihre Freizeit?

Auf dem Land in diesem neuen Refugium:

in der Natur beim Schwammerlsuchen

oder beim Handwerken. Wir haben

fünf Traktoren, neue und Oldtimer, die

müssen gefahren und gewartet werden.

Ihr Zuhause in drei Adjektiven?

Gemütlich, einladend, gastfreundlich.

Was muss unbedingt bald Ihre vier

Wänder verlassen?

Nichts – im Gegenteil: Alles muss so

bleiben, wie es ist.

Es brennt: Welches Einrichtungsstück

würden Sie zuerst retten?

Die Betten! Als Betteneinkäufer habe

ich immer versucht, die beste Liegeeigenschaft

für zuhause zu schaffen.

Die Betten wurden auch nach Richtlinien

der Bauphysiologie gestellt und an

die Erdumdrehung Richtung Norden

angepasst. jp/kh

MÖBELMARKT

07/08 / 2025

Porträt 11


Unser Verleger lebe hoch:

Herzlichen Glückwunsch,

Klaus Ritthammer

Wenn man seinen Humor kennt, seine Art, sich zu kleiden oder mit Menschen

umzugehen, muss man schon mal kurz staunen: MÖBELMARKT-Verleger

Klaus Ritthammer ist tatsächlich schon 80 Jahre geworden. Am 21. Juli wurde

er von seiner Frau Christine, seinen Töchtern, Enkeln, Verwandten, vielen

guten Freunden und dem MÖBELMARKT-Team herzlich gefeiert.

In Dubai kurz vor dem Helikopterflug mit den Töchtern Ann-Kathrin und Michelle.

Mit Ehefrau Christine Ritthammer und den Töchtern Michelle und Ann-Kathrin.

12 Porträt

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


MÖBELMARKT

07/08 / 2025

Porträt 13


Klaus Ritthammer mit Franz Schäfer in Australien.

… mit Franz Hampel, ehemals Geschäftsführer Garant.

… mit Verleger Franz Schäfer.

„Ich hoffe, es geht euch allen so gut wie

mir mit 80 Jahren“, sagte Klaus Ritthammer

anlässlich der Geschenkübergabe

des MÖBELMARKT-Teams. Man

glaubt ihm gern, denn er vollendet das

achte Lebensjahrzehnt mit beruflicher

und privater Zufriedenheit.

Von Nürnberg auf die

weltweite Möbelbühne

Klaus Ritthammer ist ein Mann der ersten

Stunde. Auch historisch gesehen: Er wurde

am 21. Juli 1945 in Nürnberg geboren.

Bereits im Alter von 16 Jahren – damals

noch Realschüler – wurde er im elterlichen

Matthias Ritthammer Verlag aktiv und

sammelte erste berufliche Erfahrungen.

1968 verließ er das Familienunternehmen,

absolvierte eine Ausbildung zum

Werbekaufmann und übernahm anschließend

die Werbeabteilung eines

großen Lesezirkels. Doch seine unternehmerische

Vision ließ ihn schon bald

eigene Wege gehen: 1972 gründete er

eine eigene Werbeagentur. Nur ein Jahr

später folgte er dem Ruf seines Vaters,

und er kehrte in den Verlag zurück.

1974 übernahm er die Position des Verlagsleiters.

Gemeinsam mit Franz Schäfer

erwarb er 1983 den Verlag – ein Meilenstein

in der Geschichte des

Unternehmens. Von Anfang an arbeiteten

die beiden Verleger eng zusammen.

Klaus Ritthammer war in erster Linie

verantwortlich für den Anzeigenbereich

sowie Technik und Vertrieb, Franz

Schäfer für Redaktion, internationale

Kontakte zur Industrie und zu Messen

weltweit. Unter der Leitung des Duos

entwickelte sich der MÖBELMARKT zu

einer der international führenden Fachzeitschriften

der Möbelbranche und erlangte

weltweite Anerkennung.

Klaus Ritthammer – ein Mensch

mit Charakter, Humor und ganz viel Herz.

Die erste Maßnahme von Klaus Ritthammer

war es, den ehemaligen Mitarbeiter

Andreas Müller-Buck in den Verlag

zurückzuholen. Dies sieht er als

beste Entscheidung für den Verlag, weil

sie sich sehr positiv auswirkte, denn

Müller-Buck trug entscheidend zum Erfolg

des Verlages bei.

Gemeinsam konzipierten sie zudem

mehrere Supplements. Dazu gehören

bis heute material+technik möbel für

den Zulieferbereich, MÖBELMARKT

Sleep und das küche & bad forum.

Agil, modern, authentisch

ins neue Jahrtausend

Seit Anfang der 90er-Jahre hatte und

hat der MÖBELMARKT eine herausragende

Stellung in der internationalen

Möbelwelt – unter anderem bedingt

durch die Reisen von Klaus Ritthammer

und Franz Schäfer nach Nordamerika,

Südamerika, China, Singapur, Malaysia,

Japan, Taiwan, Thailand, auf die Philippinen

und nach Australien. Auch die nationalen

und europäischen Messen

wurden regelmäßig besucht, ebenso

wie die großen Veranstaltungen und

Jahreshauptversammlungen der Verbände

und Industrieunternehmen. Hier

war Klaus Ritthammer stets ein geschätzer

Gesprächspartner, der offene

Ohren und ebensolche Worte für die

Belange der Branche hatte.

Wie sehr Business und Medien von persönlichen

Kontakten leben, wusste der

Werbeprofi Klaus Ritthammer schon,

bevor man es Networking nannte. 1992

rief er gemeinsam mit Massivholzmöbelhersteller

Andreas Decker den Möbelcup

ins Leben – ein internationales

Fußballturnier, das immer beim SV Dalhausen

ausgetragen wurde.

Nach dem Rückzug von Franz Schäfer im

Jahr 2003 führte Klaus Ritthammer das

Unternehmen zusammen mit Andreas Müller-Buck.

Mit Blick auf die Veränderungen

in der Möbelbranche und auf die digitale

Disruption entwickelte er den MÖBEL-

MARKT zu einem agilen Unternehmen mit

wachsendem Teamgeist und starken, einzigartigen

redaktionellen Inhalten. Mit seinen

Ideen, beispielsweise auch mit dem

digitalen Videokanal MÖBELMARKT.TV

wurde Klaus Ritthammer oft zum Vorreiter

in der Branche. 2016 übergab er die Geschäftsführung

an seine Frau Christine

Ritthammer, die gemeinsam mit Andreas

Müller-Buck die operative Verantwortung

übernahm. Die Leitung der Ritthammer Publishing,

insbesondere der Fachzeitschrift

material+technik, behielt Klaus Ritthammer

noch bis ins Jahr 2024. Dem Verlag unter

der Führung von Christine Ritthammer

steht er bis heute als Gesellschafter beratend

zur Seite. Ein beeindruckender Lebensweg

– geprägt von Unternehmergeist,

Weitblick und Leidenschaft für das Verlagswesen

sowie die Branche.

Klaus Ritthammer: Ein echtes

Original, ein Familienmensch

Dass der Ritthammer-Verlag heute so

gut in die mittelständische Branche mit

ihren vielen Familienunternehmen

passt, hat nicht zuletzt mit dem Menschen

Klaus Ritthammer zu tun, einem

Original und einem echten Familienmenschen

– und natürlich mit seiner

Ehefrau und der heutigen Geschäftsführerin,

Christine Ritthammer.

Genauso wie mit seinem Team, seinen

Töchtern und seinen Enkeln, die ihn in allem

auf dem Laufenden halten. Und die

ihn in seiner liebenswerten Originalität

wohl am besten charakterisieren können.

Ann-Kathrin und Michelle Ritthammer, die

jüngeren Töchter von Klaus Ritthammer,

haben der MÖBELMARKT-Redaktion folgende

Bonmots hinübergeschickt: „Wenn

wir an unseren Papa denken, fällt uns sofort

ein: Er ist ein echtes Unikat. Schon

früher war er nicht nur unser Vater, sondern

auch unser Coach. An der Seitenlinie

des Jugendteams vom TSV Burghaslach

hat er uns mit leidenschaftlicher

Stimme, taktischem Ehrgeiz und einer ordentlichen

Portion Emotion durchs Spiel

geführt. Apropos Fußball, seine Liebe

zum 1. FCN war dabei nie zu überhören

– genauso wenig wie seine Begeisterung

für den Musiksender Bayern 1, ob man

das hören wollte oder nicht.“ Auch über

Klaus Ritthammers Lieblingslederjacke,

seinen Aktenkoffer und seine „heißgeliebte

Apple Watch“ hätten die Töchter

so einiges zu berichten, ebenso wie

über seine Hemden und Krawatten, die

sehr viel Lebensfreude ausstrahlen.

Klaus Ritthammer ist charmant, liebenswert,

eigenwillig und einfach unverwechselbar

– ein Mensch mit Charakter,

Humor und ganz viel Herz, aber auch

nicht immer ganz geschmeidig, man

kennt ihn durchaus auch mit seinem

typisch fränkischen „Grobcharme“.

Lieber Klaus Ritthammer, wir gratulieren

Ihnen von Herzen zum 80. Geburtstag!

Franz Schäfer, Sebastian Lehmann,

Karin Henjes

... mit Michael Egger, Egger Holzwerkstoffe.

… mit Ernst-Martin Schaible, Der Kreis.

… mit Dieter Ebert, ehemaliger Messedirektor

der Koelnmesse.


… mit Günther Härtl, ehemals BVDM-Präsident und

Ehefrau Annelie.

… mit Bernd Schäfermeier,

Geschäftsführer

M.O.W.

… mit Peter

Maffay am Stand

des MÖBEL-

MARKT auf der

imm cologne.

Auf dem Möbelcup 2008 in

Dalhausen mit Torschützenkönig

Michael Vielain (l.) und

Yildiz Süleyman.

… mit Heimo Lubetz,

ehemals Blum.

… mit Andreas Decker,

Möbelwerke A. Decker.

… mit Ehefrau Christine Ritthammer und

Joachim Herrmann, GfMTrend.

MÖBELMARKT

07/08 / 2025

Porträt 15


Polstermöbel

professionell beurteilen

Fotos: POS Service Group

Die POS Service Group bietet mit dem neuen digitalen Polsteratlas 2025 fundierte Grundlagen für Fachleute in Handel

und Industrie. | Neue Programme

Wenn es um Reklamationen an Polstermöbeln

geht, ist umfassende Expertise

gefragt. Mit dem überarbeiteten und

jetzt vollständig digitalisierten Polsteratlas

2025 stellt die POS Service

Group ein Nachschlagewerk bereit,

das für Kundendienstmitarbeiter, Verkaufsteams

und Sachverständige gleichermaßen

unverzichtbar ist.

Das Werk bietet fachlich fundierte Informationen

zur Beurteilung typischer

Beanstandungen an Polstermöbeln,

Matratzen, Boxspring- und Wasserbetten.

Der Polsteratlas enthält standardisierte

Prüfmethoden, praxisgerechte

Argumentationshilfen und eine klare Abgrenzung

zwischen warentypischen Eigenschaften

und berechtigten Beanstandungen.

dem neuesten Stand und kann ortsunabhängig

über jedes onlinefähige Gerät

genutzt werden.

Praxiswissen aus der

Branche für die Branche

Entwickelt wurde der Polsteratlas bereits

2005 in Zusammenarbeit mit dem

Sachverständigenrat des BVDM, dem

Verband der Deutschen Möbelindustrie

(VDM), dem LGA-Prüfinstitut sowie

Fachleuten der POS Service Group. Mit

der Neuauflage 2025 wurden die Inhalte

unter Leitung eines interdisziplinären

Gremiums aktualisiert. Vorsitzende sind

Alexander Laakes und Andreas Meyer.

Im Vorwort betonen sie: „Dieses Werk

richtet sich ausdrücklich an Fachleute

– nicht an Verbraucher ohne Fachgrundwissen.“

Zugriff über das POS

B2BPortal

Wie bereits in der Vergangenheit, ist

auch die Online-Version exklusiv über

POS erhältlich. Zugang erhalten interessierte

Nutzer der Möbelbranche über

das POS Partnerportal.

Fazit: Der digitale Polsteratlas 2025

hebt das Nachschlagewerk zur Reklamationsbeurteilung

auf einen neuen,

zeitgemäßen Stand. Wer heute Polstermöbel

professionell beurteilen möchte,

kommt laut POS an diesem Werkzeug

nicht vorbei – neutral, praxisnah und

branchenweit anerkannt.

Sie haben Fragen? Schreiben Sie an:

vertrieb@pos-sg.com

moebelmarkt.de PRODUKT

Schneller Zugriff mit

intuitiver Schlagwortsuche

Im Juni 2025 wurde das neue Online-

Nachschlagewerk offiziell vorgestellt.

Der Polsteratlas überzeugt mit klarer

Struktur, moderner Benutzeroberfläche

und einer intuitiven Suchfunktion.

Nutzer können gezielt nach Bauteilen,

Materialien oder Schadensbildern recherchieren

– übersichtlich gegliedert in

die Bereiche Polstermöbel, Polsterbetten

& Matratzen, Wasserbetten und

Boxspringbetten.

Jeder Abschnitt umfasst detaillierte

Fachinformationen zu Gestellen,

Polsterungen, Bezügen, Leder oder

Mechaniken.

Ein wesentlicher Vorteil der digitalen

Version: Der Polsteratlas ist immer auf

16 Unternehmen

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


Foto: Himolla

Himolla

Neuer Mehrheitsgesellschafter

an Bord

Die Welle Holding hat mit der Conzima Gruppe einen neuen Mehrheitsgesellschafter

für die Gesellschaft Himolla an Bord geholt. Mit der Maßnahme soll die

strategische Weiterentwicklung sowie die Fortsetzung der internationalen Expansion

des Unternehmens sichergestellt werden. Neuer Mehrheitsanteilseigner wird

die Conzima Wohnwelten, eine Tochtergesellschaft der Conzima Gruppe. Gemeinsam

mit der Welle-Familie, die Himolla durch ein signifikantes Investment weiterhin

langfristig verbunden bleiben wird, sind laut eigener Aussage die Weichen zur Fortführung

des eingeschlagenen Wachstumspfades sowie zur langfristigen Finanzierung

von Himolla gestellt. Die Conzima Gruppe ist ein Spezialist für operative

Umsetzungen, der Unternehmen aus verschiedenen Branchen auf deren Wachstumspfad

begleitet. Conzima unterstützt bei strategischer Neuausrichtung sowie

bei der Neupositionierung von Marken in globalen Märkten.

Flexa4dreams

Konkurs angemeldet

Der dänische Kindermöbelhersteller Flexa4dreams hat

nach anhaltenden finanziellen Problemen Konkurs angemeldet.

Das geht aus dem Bericht der Website Wood Supply

hervor. Diese Maßnahme folgt auf zwei Jahre mit erheblichen

Verlusten von umgerechnet 1,99 Mio. Euro (14,9

Mio. DKK) und 1,72 Mio. Euro (12,9 Mio. DKK). Gleichzeitig

ist der Umsatz deutlich von 41,14 Mio. Euro (307 Mio.

DKK) im Jahr 2019 auf 27,34 Mio. Euro (204 Mio. DKK) im

Jahr 2023 gesunken. Der Konkurs kommt nur sechs Monate

nach der Ablösung der CEO, Line Krogh Pedersen.

Sie übernahm das Unternehmen nach einem Turnaround,

der laut der früheren CEO Malene Gammelgaard Nielsen

das Unternehmen auf Wachstum vorbereitet hatte. Flexa

wurde 1972 gegründet und konzentriert sich auf die Produktion

von Kindermöbeln in nordischem Design.

Anzeige


Showroom mal anders:

In der ehemaligen

Klosterkirche St.

Theresia in Regensburg

zeigte Kare ausgewählte

Möbelstücke und

Accessoires, wie den

goldenen Gorilla, der auf

dem Altar thront.

18 Unternehmen

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


Kare

Heilige

Marke

Keine Selbstverständlichkeit im Möbelgeschäft: eine echte Marke zu sein. Mit ausgefallenen Designobjekten machte sich Kare von

Anfang an einen Namen. Die neueste Kollektion entstand gemeinsam mit Stardesigner Karim Rashid. Kare will auffallen, überraschen

und einer breiten Kundschaft Topdesign zugänglich machen. Am Firmensitz in Garching sprachen Karin Henjes und Julia Peters in

großer Runde über die aktuelle Bedeutung der Marke. Mit dabei: die beiden Gründer Peter Schönhofen und Jürgen Reiter, Julia und Joy

Schönhofen sowie Vertriebsleiter Alexander Pansow. Soviel vorweg: Mit Kare können Händler noch Geld verdienen.

MÖBELMARKT: Was zeichnet die

Marke Kare aus?

Peter Schönhofen: Wir haben stets

den Hang zum Außergewöhnlichen.

Den Durchschnitt wird man bei uns

nicht finden. Mit Kare können sich Kunden

individuell einrichten. Über herausragende

Centerpieces können sie sich

selbst und ihr Wohlfühlgefühl zuhause

definieren. Kare bringt frischen Wind in

die Bude, sorgt für Lebensfreude und

bietet jede Menge Inspiration.

„Wir helfen Menschen,

ihren persönlichen Style

durch unkonventionelles

Design auszudrücken.“

Julia Schönhofen

MM: Wie definieren Sie denn Ihre

Zielgruppe?

Joy Schönhofen: Im Rahmen intensiver

Zielgruppenstudien haben wir unsere

Kunden in vier unterschiedliche Personas

geclustert: Die stylische Frau, die

nach einem besonderen Piece von Kare

sucht. Sie ist im etwas gehobeneren Alter

und hat dadurch auch eine bessere

Kaufkraft. Die jüngere Frau, die sich ein

Design Piece dazuholen will, um den

Raum aufzupeppen. Der „classy stylish

male”, also der Mann, der Wert auf die

Einrichtung legt. Und die kreative jüngere

Person, die sehr viel selber macht,

aber bei Kare dazukauft. Im Marketing

gehen wir ganz unterschiedlich auf diese

Personas ein. Bei Männern konnten

wir zum Beispiel beobachten, dass sie

zu sehr loyalen Kunden werden, wenn

man diese Zielgruppe richtig anspricht.

Julia Schönhofen: Durch die unterschiedlichen

Stile, die wir abdecken,

sprechen wir generell eine sehr breite

Zielgruppe mit verschiedenen Personas

an. Genau das ist auch unser Vorteil gegenüber

anderen Händlern, die nur einen

Stil abbilden – und damit im Zweifel

auch nur eine Käufergruppe ansprechen.

Je nach Kanal gestalten wir die

Botschaft anders: auf Instagram machen

wir etwas anderes als auf Pinterest;

auf Google noch einmal etwas anderes

als in der Käfer-Zeitung – wirklich

ganz genau darauf abgezielt, wo wir

unsere Kunden treffen. Heutzutage

müssen Händler diversifizieren und den

Kunden persönlich adressieren. Das

schaffen wir durch unsere Produktvielfalt.

MM: Welche Rolle spielt dabei Social

Media?

Julia: Wir wollen natürlich dort

sein, wo der Kunde sich aufhält:

auf Social Media. Wenn der Kunde

nach Möbeln schaut, dann

sucht er nach Inspiration, Veränderung,

Freude und nach einem

bestimmten Lebensgefühl. Das

wollen wir über Social Media

rüberbringen. Wir setzen viel inhouse

um, arbeiten aber auch mit

Joy Schönhofen

(Marketing & Vertrieb),

Alexander Pansow

(Vertriebsleiter) und

Julia Schönhofen

(Franchise / Assistenz

CEO / Hr. Schönhofen)

(v.l.). Fotos: Kare

verschiedenen Experten zusammen.

Die Nutzer wollen zum Beispiel wissen:

„Mein Garten braucht ein Fresh-up, wie

kann ich ihn schöner machen?“ Vor allem

auf Instagram, Pinterest und Facebook

finden sie bei Kare Tipps und Inspiration.

Am Ende des Tages verkaufen

wir Emotionen und eine gewisse Situation,

die der Kunde erreichen will.

MM: Und auf welchen Kanälen

ist Kare unterwegs?

Joy: Vor allem auf Instagram, Pinterest

und Facebook. TikTok ist für uns nicht

so ein starker Kanal.

Peter: Dort hat man keinerlei Kundentreue.

Die TikTok-Nutzer sind alle noch

in einem Alter, in dem sie die Stammläden

häufiger wechseln als die Unterwäsche.

Wir wollen Kunden erreichen,

die wiederkommen und wiederkaufen.

MM: Sie haben gesagt, dass

Kare relativ breit aufgestellt

ist. Soll das Markenprofil

geschärft werden?

MÖBELMARKT

07/08 / 2025

Unternehmen 19


Der Generationenwechsel

wird

vorbereitet. Kare

steht als Familienbetrieb

zur Weiterführung

und Stärkung

der Marke: Julia und

Joy, die Töchter des

Gründers und

Geschäftsführers

Peter Schönhofen

(v.l.) sind ebenso in

die Firma eingetreten

wie Olivia Kellermann

(2.v.r.), Head of CSR

& Compliance, die

Nichte des Gründers

und Geschäftsführers

Jürgen Reiter (3.v.r.)

sowie dessen Mann

Gianni Di Franca

(rechts), Assistenz

CEO / Herr Reiter &

Produktentwicklung.

„Kare bringt frischen

Wind in die Bude.“

Peter Schönhofen

Alexander Pansow: Wir prüfen, in welchen

Warengruppen und Vertriebskanälen

es viele Endkunden gibt, die zu uns passen

– und investieren in diese. In dieser

Hinsicht waren wir schon immer wahnsinnig

flexibel. Wir haben zum Beispiel außergewöhnliche

Bettwäsche gemacht,

obwohl das gar nicht unser Kernthema

ist. Aber es gab eine große Nachfrage und

unsere Händler haben sich gewünscht,

dass unser Label dransteht, weil sie das

Produkt dank des Markennamens besser

an ihre Kunden verkaufen können.

Jürgen Reiter: Wir wissen, dass viele

Endkunden die Basics woanders kaufen,

aber für die Schmücker zu uns

kommen. Bei Möbeln geht es ja nicht

nur um die rein physischen Eigenschaften.

Sie transportieren viel mehr. Das ist

nicht zu unterschätzen. Eine wohlige

Atmosphäre im eigenen Zuhause hat

auch einen Einfluss auf die geistige und

körperliche Gesundheit. Viele Massenbetriebe

können darauf gar nicht im Detail

eingehen. Da braucht es Spezialisten

wie uns. Das sehen wir auch daran,

dass Mitbewerber der Branche uns mit

dazu einladen, wenn ein Laden aufgemacht

wird. Sie sehen uns auch als Ergänzung.

Und das ist unsere Stärke. Da

wollen wir weitermachen.

Peter: Wir haben unser Einzelhandelsdasein

nie als Verdrängung empfunden,

sonst wären wir bei Westwing oder bei

Segmüller auf ganz andere Widerstände

gestoßen, um dort mit ihnen als Marke

erfolgreich zu sein. Außerdem sind wir

auch dem Kundengeschmack gegenüber

immer offen. Denn er entscheidet

letztlich, was ihm am besten gefällt.

MM: Wie stärkt die Kooperation mit

Karim Rashid die Marke Kare?

Peter: Mit ihm haben wir einen weiteren

guten Gestalter, der einen zusätzlichen

Stern an die Kollektion bringt.

Julia: Expect the unexpected. Heutzutage,

in einer Welt, wo alle gleich sind

und jeder gefühlt immer das Gleiche

macht, muss man aus der Masse hervorstechen.

Deshalb versuchen wir immer

wieder, den Kunden mit Highlights,

mit dem Unerwarteten, zu überraschen.

Und das haben wir mit Karim Rashid

geschafft.

„Man kann das Feeling im

ganzen Möbelhaus

durch eine Kare-Ecke

aufwerten.“

Joy Schönhofen

MM: Welches Preisniveau assoziieren

die Kunden mit Kare, gerade

auch bei Kooperationen wie der mit

Karim Rashid?

Peter: Die Kernbotschaft lautet „Topdesign

available for the masses“. Wir

befinden uns in einem guten Mittelmaß,

wollen aber gerade designerisch an die

Oberklasse anschließen. Auch Karim

Rashid ist mit uns einer Meinung, dass

seine Möbel nicht alle teuer sein dürfen,

nur weil sein Name dran steht. Insofern

passt das wunderbar zu Kare. Pointierte,

ausgefallene Einrichtungen, die bezahlbar

sind. Das hat er auf eine wunderbare

Art und Weise mit uns

verwirklicht. Aktuell arbeiten wir an 14

weiteren Produkten, die die Kollektion

im kommenden Frühjahr ergänzen sollen.

Die Zusammenarbeit ist also eine

dauerhafte Einrichtung. Wir passen gut

zusammen.

MM: Spürt Kare die aktuelle Preissensibilität

der Kunden?

Jürgen: Wir merken das natürlich auch

schon, haben aber den Vorteil, dass wir

mit der Marke etwas besser geratet

werden. Der Preis eines Produktes setzt

sich zusammen aus der physischen Ei­

20 Unternehmen

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


Außergewöhnliche Inszenierung für

ausgefallenes Design: Dieser bunt

gestreifte Hase sitzt auf einem Podest

bei der Kare-Ausstellung in der

ehemaligen Klosterkirche St. Theresia

in Regensburg.

genschaft und dem transportierten

Image, letzteres sollte man nicht vernachlässigen.

Alexander: Wenn wir unsere Preise

festlegen, berücksichtigen wir, dass der

Händler damit Geld verdienen muss.

Das heißt, wenn wir eine Preiserhöhung

machen, dann geht die UVP auch nach

oben und der Händler behält seine gleiche

Marge.

Peter: Daneben geben wir unseren

Händlern die Möglichkeit, mit Sonderpreisen

zu Aktionen wie „Summer Sale“

oder „Back to School“ Warengruppen

zu rabattieren und entsprechend zu vermarkten.

Das ist derzeit heftiger als üblich,

weil viele Kunden ohne die Rabattverlockung

gar nicht erst in den Laden

kommen. Dann ist es wichtig, dass der

Händler die Ware auch da hat, zumindest

das Accessoire oder den Beistelltisch.

Darauf will der Kunde nicht warten.

Er muss das Produkt sofort

mitnehmen können. Dann passt das

Preis-Schnäppchen auch zum Einkaufserlebnis.

MM: Welche Vorteile ergeben sich für

Händler, die mit Kare zusammenarbeiten?

Alexander: Die Frequenzen in den Möbelhäusern

können wir nicht verändern.

Aber wir können dazu beitragen, für den

Endkunden einfach wieder interessanter

zu sein, weil Kare überrascht und

viele Kunden anspricht.

Peter: Händler führen die Marke, weil

sie wissen, dass sie durch entsprechen-

de Werbung automatisch Kunden anziehen,

die ohne den Zusatz „Marke

Kare“ nicht gekommen wären. Die

Händler platzieren uns und kriegen dadurch

unsere Fans ins Haus.

Jürgen: Wir wissen von den Händlern,

dass sie lieber eine Kare-Fläche gestalten,

als das 223. ähnliche Sofa im Preiskampf

zu stellen. Unsere Hauptaufgabe

sind die Schmücker. Sie sind in den

Häusern die designlichen Highlights.

„Der Händler soll mit uns

Geld verdienen.“

Alexander Pansow

Joy: Man kann das Feeling im ganzen

Möbelhaus durch eine Kare-Ecke aufwerten.

Die Assoziationen, die Leute

mit Kare haben, färben dann auch auf

den Händler ab.

Alexander: Die Händler brauchen weniger

unsere Produkte an sich, sondern

vor allem unsere Marke und unsere

Konzepte. Wir entwickeln die drei

Grundkomponenten Leuchten, Accessoires

und Möbel zu fertigen Produktgruppen.

So macht das in der

Branche sonst keiner.

Joy: Ein weiterer entscheidender Vorteil in

der Zusammenarbeit mit uns besteht darin,

dass wir selber Einzelhandelsgeschäfte

betreiben. Daher verkaufen wir nur

Expect the unexpected:

Die Stehleuchte „Flow

Figure“ von Karim Rashid

ist ein echter Hingucker. Die

Handschrift des Designers

stärkt die Marke Kare.

Konzepte, die auch bei uns funktionieren.

Wir stehen ja vor denselben Herausforderungen

wie unsere Kunden. Das macht

uns aber auch zu besseren Partnern.

MM: Laut einer aktuellen Studie der

Consors Finanz spielt der Einfluss

von Marken generell nur noch eine

untergeordnete Rolle. Zwei Drittel

der Europäer messen ihnen wenig

oder gar keine Bedeutung bei. Generell

ist immer wieder zu lesen, dass

vor allem die Generation Z kritischer

wird.

Julia: Das ist interessant, denn ich beobachte

das Gegenteil: Dass die GenZs

mit dem letzten Cent, den sie zusammenkratzen

können, den einen Gucci-

Gürtel kaufen. Diese Generation legt aus

meiner Sicht vor allem Wert auf Marken.

Jürgen: Ich glaube, dass es ganz natürliche

Wellenbewegungen gibt. Die aktuelle

Generation macht in der Regel das

Gegenteil von der vorherigen. Daneben

existieren immer soziale Milieus, die

sich Marken generell verschließen. Es

gibt aber einen Grund, weshalb Marken

immer funktionieren werden: das tiefe

menschliche Bedürfnis, sich zu individualisieren.

Julia: Marke ist teilweise so schlecht

konnotiert und die Leute geben in Umfragen

an „Ich kaufe keine Marken, weil

sie dann an importierte Coca-Cola-

Flaschen denken.” Aber sie kaufen Marken

am Ende schon. Ich glaube, wichtiger

ist, wofür die eigene Marke steht.

Wir haben langlebige Produkte, wir sind

gegen Fast Furniture. Die Leute sagen

immer, sie wollen keine Marken. Aber

dann kaufen sie die kleine, nachhaltige.

Das ist auch eine Marke, die der Kunde

kauft, weil er sich damit identifiziert und

individualisiert. Ich glaube, als Anbieter

muss man für etwas stehen und ein Gefühl

bei den Leuten auslösen – denn es

gibt heutzutage fast alles schon.

Joy: Das Gute ist, dass unsere Produkte

durch ihr besonderes Design aber

auch ohne die Marke stehen können.

Sie fallen auf, ziehen Leute an und sprechen

für sich selbst.

MM: Spielt der aktuelle Trend des

Quiet Luxury für Kare überhaupt eine

Rolle?

Joy: Klar, solche Produkte gibt es bei

uns natürlich auch. Nicht alles, was wir

haben, ist laut und bunt. Ein sehr gutes

Beispiel dafür ist unsere Serie „Grace“.

Die Produkte sind nicht nur leise, sondern

ein bisschen gediegener und haben

auf die Kare-Art und -Weise trotzdem

den besonderen Touch.

Julia: Das Interessante ist: Wir sind anders,

wir stehen für etwas. So nimmt

uns der Kunde wahr. Dennoch haben

wir auch viel Beige und Grau. Natürlich

achten wir darauf, auch die Kunden zu

erreichen, die sich für den „Quiet

Luxury“-Trend begeistern – aber mit einer

individuellen Ansprache und ohne

unseren Markenkern zu verlassen.

„Mitbewerber sehen uns

auch als Ergänzung.

Das ist unsere Stärke.“

Jürgen Reiter

Jürgen: Wir präsentieren uns so, dass

ein relativ branchenfester Mensch auch

ohne Schilder am Messestand erkennt:

„Das kann doch nur Kare sein!“

Julia: Denn die Produkte sprechen für

sich selbst und verkörpern die Marke.

MM: Und welche Produkte werden

letztlich gekauft, die zeitlosen oder

die schrägen?

Alexander: Ich glaube, beides. Wir machen

heute auch mit Standardprodukten

immer noch ganz tolle Umsätze. Es

ist ein Riesenvorteil, dass wir im Handel

Produkte oft besser präsentieren können.

Dadurch bekommen wir viel Aufmerksamkeit.

Wenn wir nur noch unauffällige,

zeitlose Produkte verkaufen

würden, dann wird irgendwann niemand

mehr erkennen, dass es sich dabei

um Kare handelt.

Julia Peters

MÖBELMARKT

07/08 / 2025

Unternehmen 21


Rivièra Maison:

„Deutschland bleibt sehr wichtig“

Seit 14. Juli führt die niederländische Firma Dutch Interior aus Barneveld die

Marke Rivièra Maison (RM). RM hatte zuvor Insolvenz angemeldet. Wie

Dutch-Interior-Sprecher Vincent van Grinsven dem MÖBELMARKT berichtet,

hat die Firma ausschließlich die Großhandelsaktivitäten von Rivièra

Maison übernommen. CEO ist Michael Schakel, welcher auch Dutch Interior

verantwortet. Vincent van Grinsven zum Kauf des Labels: „RM hat einen

sehr guten, starken Namen mit einem großen Händlernetzwerk. Die Übernahme

wird unsere Position auf dem Markt stärken.

Außerdem eröffnet sie uns einen neuen

Markt in einem anderen Segment.“ Wie van

Grinsven weiter informiert, habe man die Mitarbeiter

von Rivièra Maison nicht übernommen.

Die deutschen Rivièra-Maison-Filialen schließen

ebenso wie die niederländischen. „Alle eigenständigen

Händler sind für uns äußerst bedeutend.

Wir schließen den B2C-Webshop und unsere

eigenen Filialen gerade deshalb, weil wir

die Händler besser schützen wollen. Der deutsche Markt ist sehr wichtig für

uns, und wir werden ihn weiter fokussieren.“ Aktuell konzentriere man sich

darauf, die Lieferkette wieder zu gewährleisten.

Die niederländische Firma Dutch Interior geht aus dem Möbelimport Eleonora

hervor, der 1994 von Willem Schakel gegründet wurde. Seit 2017 sind

die Aktivitäten in Barneveld gebündelt, inzwischen unter dem Namen Dutch

Interior mit den Marken By-Boo, Sevn, Urban Cotton und jetzt auch RM.

Foto: Ceka

Ceka

Büromöbelhersteller

in vorläufiger Insolvenz

Der Büromöbelhersteller Ceka mit Sitz in Alsfeld befindet sich seit 2.

Juli in einem vorläufigen Insolvenzverfahren. Die aktuell ruhende Produktion

des Unternehmens soll ab August wieder komplett hochgefahren

werden. Das Amtsgericht Gießen hat Rechtsanwalt Dr. Michael

Lojowsky von der Kanzlei Brinkmann & Partner als vorläufigen Insolvenzverwalter

über das Vermögen des Herstellers bestellt. Die Gehälter

der rund 115 Mitarbeiter soll der vorläufige Insolvenzverwalter

über eine Insolvenzgeldvorfinanzierung für mindestens zwei Monate

gesichert haben. Es wurde zudem ein Investorenprozess in die Wege

geleitet. Ziel sei es, potenzielle strategische Investoren zu finden, so

dass der Produktionsstandort in Alsfeld mit möglichst vielen Arbeitsplätzen

erhalten werden kann. Der von Lojowsky eingesetzte Interimsmanager

Dominik Schiller steht laut eigener Aussage gemeinsam

mit dem Ceka-Einkaufs- und Vertriebsteam in engem Kontakt mit Lieferanten

und Kunden. „Unter anderem hat die Stadt Wuppertal einen

umfangreichen Auftrag platziert, außerdem wird Ceka im kommenden

Monat für ein großes, im Ruhrgebiet ansässiges Unternehmen die

Büroausstattung fertigen“, sagt Lojowsky.

Foto: XXXLutz Deutschland

XXXLutz

80-jähriges Jubiläum

mit Peter Maffay

XXXLutz hat sein 80-jähriges Jubiläum mit einem Konzert von Peter

Maffay in Würzburg gefeiert. Die Einnahmen aus dem Ticketverkauf

wurden an die Würzburger Initiative Regenbogen e.V. gespendet. Rund

3.000 Gäste nahmen am Open-Air-Konzert von Peter Maffay und seiner

Band im Weingut am Stein mitten in den Würzburger Weinbergen

teil. Passend zum 80. Geburtstag des Unternehmens handelte es sich

beim Auftritt von Maffay um die bereits 80. gemeinsame Veranstaltung

im Zeichen der Hilfe für Kinder. In den vergangenen 25 Jahren sind so

laut eigener Aussage Spendengelder in siebenstelliger Höhe zusammengekommen.

Sämtliche Einnahmen des Open Airs, das zugleich der Auftakt

für das „Wein & Music Festival“ war, werden gespendet: So sollten die

Eintrittsgelder je zur Hälfte an die Peter Maffay Stiftung und die Würzburger

Elterninitiative Regenbogen gehen. Maffay selbst beschloss spontan auf der

Veranstaltung, seine Hälfte an die Elterninitiative weiterzureichen.

Roche Bobois

Positive Entwicklung in der ersten Jahreshälfte

Der französische Hochwert-Möbelhändler Roche Bobois hat im ersten Halbjahr

2025 einen Umsatz von 206,6 Mio. Euro erwirtschaftet. Das entspricht

einem leichten Anstieg von 1,1%. Der Gesamtumsatz im Einzelhandel (alle

Marken zusammen, einschließlich Franchises) belief sich zum 30. Juni auf

293,2 Mio. Euro, was einen leichten Rückgang von 2,2% darstellt. Die Einzelhandelsumsätze

aus direkt betriebenen Geschäften (Bestellungen für Roche

Bobois und Cuir Center) kamen auf 183,1 Mio. Euro und stiegen damit leicht

um 0,2%. Roche Bobois France erzielte einen Umsatz von 58,0 Mio. Euro –

ein Rückgang von 4,3% im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024. Die Zone

Europa (ohne Frankreich) blieb im ersten Halbjahr 2025 mit 51,2 Mio. Euro

stabil, was einem Anstieg von 0,6% entspricht, wobei sich das zweite Quartal

gegenüber dem ersten Quartal leicht verbesserte, insbesondere in Deutschland,

Spanien und Italien. Der Umsatz für die Region USA/Kanada belief sich

auf 63,9 Mio. Euro. Das entspricht einem leichten Rückgang von 3,5%.

22 Unternehmen

MÖBELMARKT

07/08 / 2025



Raumplus verbuchte auf der diesjährigen Interzum einen

starken Messeauftritt und konnte zahlreiche Besucher am

Stand begrüßen. Fotos: Raumplus

Raumplus

Individuell und flexibel

in die Zukunft

Der Konsument von heute möchte individuell angepasste Möbelstücke mit Charakter: modular,

erweiterbar und wertig sollen sie sein. Raumplus sieht hierbei eine große Chance und setzt auf

maßgefertigte Lösungen mit größtmöglicher Freiheit und langfristiger Nachhaltigkeit.

„Der Wunsch nach Individualität ist

stärker als je zuvor – in seiner Ausprägung

aber anders“, beobachtet Christian

Grundler, Geschäftsführer Marketing

& Vertrieb beim Bremer Möbelhersteller.

„Unsere Kundinnen und Kunden

suchen Möbel, die sich ihren Bedürfnissen

anpassen, ohne an Qualität oder

Ästhetik zu verlieren.“ Als Spezialist für

maßgefertigte Schranksysteme, Gleittüren

und Raumlösungen verbindet das

Bremer Unternehmen jahrzehntelange

Erfahrung mit einem feinen Gespür für

neue Marktbedürfnisse. Für die zukünftigen

Herausforderungen sieht man sich

daher gut aufgestellt.

Mit dem Zeitgeist gehen

Planungssicherheit und durchdachte,

einfach umsetzbare Lösungen stehen

nämlich zunehmend im Mittelpunkt.

Auch größere Raumlösungen werden

dem Zeitgeist entsprechend zunehmend

als bewegliche Einrichtung gedacht,

die dennoch langlebig bleibt.

Gerade hier sieht Raumplus eine große

Chance: Maßgefertigte Lösungen, die

durch austauschbare Fronten und Türfüllungen,

flexible Innensysteme oder

zeitloses Design überzeugen, bieten

nicht nur mehr Freiheit, sondern auch

langfristige Nachhaltigkeit.

Fokus auf Gestaltungsfreiheit

Um diesen veränderten Bedürfnissen

gerecht zu werden, entwickelt Raumplus

kontinuierlich neue Konzepte, die

Flexibilität, Individualität und Designqualität

vereinen. Ein aktuelles Beispiel

dafür ist die neu vorgestellte „Summer

Edition“, mit der das Unternehmen gezielt

auf moderne Wohn- und Lebensstile

reagiert. Die limitierte Kollektion

aus Regalen, Kommoden und Lowboards

wurde von den Fachexperten

als bewusst kuratiertes Sortiment entwickelt.

„Mit der Summer Edition zeigen

wir erstmals, was wir im Bereich Solitärmöbel

gestalterisch leisten können“, erklärt

Grundler.

Handelspartner sollen dabei von geringer

Beratungsintensität, dem erleichterten

Bedienen vieler Kundeninteressen und

schnelleren Verkaufsabschlüssen profitieren,

ohne Abstriche bei Qualität, Funktion

oder Design machen zu müssen.

Die neue Sonderedition ergänzt das bestehende

Portfolio und soll neue Impulse

für den Verkauf schaffen. Zu der breiten

Produktpalette zählen etwa

individuelle Stauraumlösungen für Küche,

Flur, Wohn- und Schlafraum genauso

wie raumteilende Gleittüren, die

per Digitaldruck personalisiert, durch

24 Unternehmen

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


Die limitierte „Summer Edition“ bietet ausgewählte Modelle der Solitärmöbel, hier die

Gaderobe „Creo“, in gewohnter Qualität, aber mit festen Maßen und kuratierten

Farben zu besonderen Konditionen.

LED-Leuchten illuminiert oder mit integriertem

Bildschirm als „Sliding TV

Door“ konfiguriert werden. Kommoden,

Side- und Lowboards gestalten Räume,

die von Zimmertüren wie der „Swing

Door Slim Line“ – auch mit Oberlichtern

– exklusiv geöffnet werden.

Erfolgreiche Messeauftritte

Mit seinem umfangreichen Produkt-

Portfolio und innovativen Optimierungen

konnte das Familienunternehmen

auch auf der diesjährigen Interzum in

Köln überzeugen. Raumplus verbuchte

Raumplus zeigte auf der

Interzum praktische

Stauraumlösungen für

den Wohn- und

Schlafraum. Das neue

Ordnungssystem „Lio“,

hier in der Detailansicht,

sorgt zudem mit seinen

Schubkasten-Einsätzen

für Struktur im Kleiderschrank.

unter dem Motto „From components to

tailor-made“ mit einer klaren Markenbotschaft

einen erfolgreichen Messeauftritt,

der sowohl bei langjährigen

Partnern als auch bei neuen Kontakten

gut ankam.

So zeigte das Unternehmen etwa sein

neues Beleuchtungssystem. Dieses

konnte die Messebesucher mit seiner

Technologie ohne sichtbare Lichtpunkte

und der Möglichkeit, die Lichtfarbe

individuell anzupassen, überzeugen. Die

Pivottür S1200 und die Gleittür S1200 Air

sind zudem in der neuen Profilfarbe

„Champagner“ erhältlich und setzen damit

neue Akzente in der Raumgestaltung.

Für alle, die Wert auf Ordnung und Stil

legen, präsentierte Raumplus das neue

Ordnungssystem „Lio“. Dieses System

für Schmuck mit funktionellen Schubkasten-Einsätzen

bringt nicht nur Struktur

in den Kleiderschrank, sondern

punktet auch mit seiner Optik aus zertifiziertem

veganem Leder in Braun. Die

unterschiedlichen Ausführungen der offenen

Einsätze werden in den Schubkasten

gesetzt und können frei miteinander

kombiniert werden.

In die bekannte Glaskollektion in matt

und glänzend werden nun auch matte

Farben ins sogenannte Express-Programm

aufgenommen. Ergänzt werden

diese durch das neue Farbkonzept in

verschiedenen Oberflächen – glänzend,

matt und mit Struktur.

Die zahlreichen positiven Rückmeldungen

bestärken Raumplus in der eingeschlagenen

Internationalisierungsstrategie

und eröffnen weitere Perspektiven.

Im Herbst stehen mit der Nobilia Hausmesse

in Verl und der Premiere der idd

in Köln zwei weitere bedeutende Branchentermine

für das Bremer Unternehmen

an. Auch dort will Raumplus zeigen,

dass sich flexible Raumlösungen

und Maßfertigung nicht ausschließen,

sondern gerade im Zusammenspiel ihre

volle Stärke entfalten.

„Unsere Kunden suchen

Möbel, die sich ihren

Bedürfnissen anpassen.“

Christian Grundler, Raumplus

Strategisch

gut aufgestellt

Auch strukturell ist Raumplus gut

für die Zukunft aufgestellt. Die Unternehmensorganisation

wurde in

den vergangenen zwei Jahren gezielt

kundenorientiert ausgebaut,

um flexibel auf neue Anforderungen

reagieren zu können. Ziel ist es, in

einem volatilen Marktumfeld noch

schneller und vernetzter agieren zu

können. Die Geschäftsführung sieht

trotz aller Herausforderungen klare

Wachstumsperspektiven. Das betrifft

vor allem das internationale

Geschäft. Insbesondere außerhalb

Europas ergeben sich durch neue

wirtschaftliche Rahmenbedingungen

und vorbereitete Markteintritte

attraktive Chancen zur Gewinnung

weiterer Marktanteile. Großes

Wachstumspotenzial für die Lösungen

von Raumplus bieten aber neben

dem heimischen Markt in

Deutschland auch Frankreich und

die USA. Laut Grundler „werden wir

die vielversprechenden Anknüpfungspunkte

konsequent verfolgen“.

MÖBELMARKT

07/08 / 2025

Unternehmen 25


House of Kabs

Viel Platz für

Visionen

In den Räumen des früheren Kult-Möbelhauses Die Wäscherei will

Polster-Spezialist Kabs Hamburgs erstes Designhaus für alle schaffen.

Geplant ist ein multifunktionales Konzept, das Interior Design, Kunst,

Gastronomie und Lifestyle unter einem Dach vereint. Stefan Mielchen

sprach mit Inhaber Robert A. Kabs über seine ambitionierten Ziele und

die Idee, Design zu demokratisieren.

Von Grund auf neu: In

den Räumen der

ehemaligen „Wäscherei“

entsteht in Hamburg das

House of Kabs.

26 Unternehmen

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


„Design ist eine Frage des Geschmacks,

nicht des Geldbeutels.“

Geschäftsführer Robert Kabs

Aus dieser Baustelle soll mehr werden

als ein normales Möbelhaus. „Wir wollen

Design für jeden erlebbar machen“,

sagt Robert A. Kabs. „Denn Design ist

eine Frage des Geschmacks, nicht des

Geldbeutels.“ Am 29. August eröffnet

am Mexikoring 33 in Hamburgs City

Nord das House of Kabs – ein Ort, an

dem modernes Wohnen, kreatives Denken

und kultureller Austausch zusammenfinden

sollen.

Und das an prominenter Stelle: Die

8.000 Quadratmeter große Fläche war

bis vor einem Jahr die Heimat der legendären

„Wäscherei“. Nach dem

plötzlichen Tod ihres Gründers Michael

Eck musste das Unternehmen letztlich

schließen – nun folgt ein neues Kapitel

hinter der Waschbetonfassade. Noch

wird mit Hochdruck gearbeitet.

Viele Leute werden vielleicht danach

fragen, aber das war von Anfang an

nicht unser Anspruch“, sagt der Unternehmer.

„Für mich bedeutet Design

nicht das Etikett, das ich kaufe. Es geht

um den Geschmack.“ Schon heute

lässt Kabs viele Möbel im Sortiment exklusiv

für sich fertigen, teilweise selbst

designt. „Unsere Erfahrung, die wir mit

den Polstermöbeln haben, ist ein Vorteil,

denn wir haben ein sehr gutes

Netzwerk.“

Treffpunkt für Kunst- und

Designfreunde

Neben dem kuratierten Angebot an

Möbeln sollen die Besucherinnen und

Besucher aber noch weit mehr finden.

Das Haus of Kabs soll

ein Ort für Design- und

Kunstfreunde werden.

Robert Kabs schwebt

vor, dass sich hier eine

Community aus Designliebhabern

trifft und entwickelt.

So soll eine

Kunstgalerie in den Räumen

Platz finden, in der

regelmäßig wechselnde

Ausstellungen gezeigt

und Events stattfinden

können. „Das ist bei befreundeten

Künstlern

schon auf eine sehr große

Gegenliebe gestoßen“,

so Kabs.

Auf einem Teil der Fläche

Für jede Altersgruppe und

jeden Geldbeutel

Die Pläne sind ambitioniert. Das House

of Kabs will weit mehr sein als ein Verkaufsraum

für Möbel. Was auch an den

Ausmaßen der über drei Etagen verteilten,

etwas verwinkelten Räumlichkeiten

liegt. „Die größte Herausforderung ist,

diese riesige Fläche mit Leben zu füllen“,

sagt Kabs, den das aber zu inspirieren

scheint. Mit seinem Team ist der

Unternehmer im vergangenen Dezember

in die Planung seines dann 14.

Standortes eingestiegen, um das Thema

Möbelhaus neu zu denken – immer

aus der Perspektive des Kunden betrachtet.

„Mir fehlt in Hamburg ein komprimiertes

Angebot mit einem gewissen

Designanspruch und einer großen Auswahl,

das aber nicht elitär ist. Das wollen

wir hier schaffen.“ Und zwar für jede

Altersgruppe und möglichst jeden Geldbeutel.

Kabs kennt man eigentlich als Polsterspezialisten,

der mittlerweile auch Boxspringbetten

sowie Esstische und Stühle

führt. „Da sind wir richtig gut“,

unterstreicht der Inhaber. Interessant

wird’s, wenn im House of Kabs neue

Sortimente mit einziehen – geplant ist

alles außer Bad und Küche. Beispielsweise

Leuchten, ein Thema, mit dem

Kabs bislang keine Erfahrung hat: „Da

bin ich selbst gespannt, wie das ankommt.“

Denn Leuchten seien aufgrund

der hohen Vergleichbarkeit ein extrem

schwieriger Markt. „Und Vergleichbarkeit

schafft keine guten Margen“, so

Kabs. Da dürfte noch die ein oder andere

Lernkurve warten.

Auf bekannte Markennamen will er dabei

nicht setzen. „Wir haben uns ganz

bewusst nicht für Brands entschieden.

MÖBELMARKT

07/08 / 2025

Robert A. Kabs leitet das Familienunternehmen aus

Hamburg in zweiter Generation.

Der Standort in Hamburgs City Nord soll

schon bald wieder belebt werden.

sollen auch Workspaces für Kreative

entstehen – von Influencern über Inneneinrichter

bis zu Architekten. Sie sollen

sich kostenlos dort einbuchen können.

Ein Raum für Begegnung

und Inspiration

Mit den Workspaces möchte der Hausherr

die Begegnung und gegenseitige

Inspiration fördern, nicht das Verkaufen.

„Wenn dann jemand durch die

Ausstellung geht und sich etwas aussucht,

haben wir natürlich nichts dagegen,

aber das ist gar nicht unsere Intention“,

betont Kabs. Auch Raum für

Do-it-yourself-Workshops soll hier geschaffen

werden. Töpfern, Makramee,

Malen – da sind der Phantasie keine

Grenzen gesetzt. Dabei will das Unternehmen

mit Partnern zusammenarbeiten,

die solche Kurse anbieten.

Weiteres Highlight ist die Gastro-Fläche

mit einer rund 400 Quadratmeter großen

Außenterrasse. Auch sie soll Interessenten

als Ort für Events zur Verfügung gestellt

werden. So kann viel Leben ins

Haus kommen, wenn das Konzept aufgeht.

Robert Kabs hat es einmal so formuliert:

„Vergiss alles, was du bisher

über Möbelhäuser wusstest. Denn hier

entsteht etwas, das es so in Hamburg

noch nie gab: ein Ort für Menschen. Für

Ideen. Für Visionen.“ Den Mutigen gehört

schließlich die Welt.

Unternehmen 27


50 Jahre GfMTrend

Stark vereint für morgen

Auf einer bemerkenswert

energiegeladenen

Jahreshauptversammlung

feierten die

Gesellschafter von

GfMTrend 50 Jahre

Geschichte und die

Zukunft des Verbandes.

Mit einem bunten und abwechslungsreichen Festprogramm inklusive Keynotes von Unternehmer Florian Kaps und CDU-Politikerin

Caroline Bosbach, einem Casino-Abend, einer interaktiven Stadtrallye, zahlreichen Impulsen aus dem Verbandsleben und einer

legendären All-White-Party hat GfMTrend in der traditionsreichen Hansestadt Bremen sein 50-jähriges Bestehen gefeiert.

Über 300 Gesellschafter und zahlreiche Industriepartner folgten dem Ruf an die Weser – und erlebten unter dem Motto „Future Fifty!“

eine bemerkenswert energiegeladene Veranstaltung, die gleichermaßen inspirierte, elektrisierte und neue Perspektiven eröffnete.

Zum Auftakt in das Jubiläumsprogramm

animierte GfMTrend-Geschäftsführerin

Monika Simon mit einem Rückblick

auf 50 Jahre bewegte Geschichte

dazu, den Mut, die Leidenschaft und

die besondere Verbundenheit, die den

familiären Verband von Beginn an geprägt

haben, auch in Zukunft zu bewahren.

„Der besondere Zusammenhalt

wird uns auch in den nächsten 50 Jahren

tragen, wenn wir uns den Herausforderungen

gemeinsam und geschlossen

stellen.“

Neuer Marketingmotor

Ein wichtiger Baustein wird hierfür auch

die erfolgreiche Digitalisierung sein. Im

Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung

standen deshalb die Vorteile zukunftsorientierter

Werkzeuge für die Gesellschafter:

Ein besonderes Highlight

war der Rollout der lokalen Marketingplattform

M-Connect. Die cloudbasierte

Lösung soll den Mitgliedsunternehmen

der Einkaufs- und Marketinggemeinschaft

mehr Sichtbarkeit, höhere Effizienz

und praxisnahe Unterstützung im

Tagesgeschäft bieten. Das zusammen

mit Technologiepartner Marcapo entwickelte

Tool ist als zentrale Plattform

konzipiert, über die gezielt lokale

Marketingmaßnahmen umgesetzt werden

können – kanalübergreifend auf bis

zu 40 Medienformaten, darunter Digitalanzeigen,

Printwerbung, Social Media,

Außenwerbung und mehr. Ziel ist es, lokale

Aktivitäten zu stärken, Markenpräsenz

auszubauen und gleichzeitig Corporate-Design-Vorgaben

einzuhalten.

Monika Simon unterstreicht die strategische

Bedeutung der neuen Lösung:

„Mit M-Connect wollen wir unsere Mitglieder

dort unterstützen, wo sie täglich

im Wettbewerb stehen – direkt vor Ort

in ihren Regionen“, sagte sie. „Ob

Imagekampagne oder Aktionswerbung:

Die Plattform macht Werbung schneller

realisierbar und sorgt dafür, dass unsere

Häuser sichtbar bleiben.“

„Wir werden auch in Zukunft sehr

schlagkräftig sein.“

Monika Simon, Geschäftsführerin GfMTrend

Ein besonderer Vorteil der neuen Plattform

liegt in der einfachen Handhabung:

Mitglieder können auf eine

Vielzahl zentral vorbereiteter Werbevorlagen

und individualisierbarer Inhalte

zugreifen. Dadurch lassen sich professionelle

Kampagnen mit wenigen Klicks

anstoßen – ohne große Vorkenntnisse

oder lange Vorlaufzeiten. Auch der Zeitgewinn

sei nicht zu unterschätzen.

„Was früher Tage oder Wochen dauerte,

ist nun in wenigen Stunden live – das

verändert die Arbeitsweise im regionalen

Marketing grundlegend“, so Monika

Simon weiter.

Ein besonderes Highlight von M-Connect

ist der Social Media Posting Service:

Auf Wunsch werden die Social-

Media-Kanäle der Händler direkt und

aus der Zentrale gesteuert mit aktuellen

Inhalten bespielt.

Während der Veranstaltung registrierten

sich auch deshalb bereits über 40 Gesellschafter

zur aktiven Nutzung der

Plattform – ein deutliches Zeichen dafür,

dass Effizienz, Flexibilität und Digitalisierung

in der Branche zentral an Bedeutung

gewinnen. Die Resonanz auf

M-Connect war durchweg positiv: Neben

der schnellen Umsetzung wurden

insbesondere die Übersichtlichkeit, CI-

28 Unternehmen

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


Konformität und die flächendeckende

Bespielbarkeit digitaler Kanäle gelobt.

Zusätzlich zur Technologie bringt die

Plattform auch neue kreative Impulse

mit sich. „M-Connect ist mehr als nur

ein Tool – es ist ein echtes Ideenlabor

für lokale Werbung“, erklärt Monika

Simon. „Künftig können wir zentrale

Themenkampagnen starten und unseren

Mitgliedern direkt passgenaue Umsetzungen

mitliefern. Das spart Ressourcen

auf allen Seiten.“

GfMTrend sieht in M-Connect einen

wichtigen Baustein zur Stärkung der

Gemeinschaft – sowohl wirtschaftlich

als auch kommunikativ. Die Plattform

soll dazu beitragen, die lokale Marketingkraft

der Mitglieder zu bündeln, digitale

Sichtbarkeit zu erhöhen und damit

die Gesamtposition des Verbunds

im Wettbewerb zu festigen.

„Unser Anspruch ist, als starker Partner

im Hintergrund zu agieren und moderne,

praxisnahe Werkzeuge bereitzustellen“,

fasst Monika Simon zusammen.

„M-Connect ist genau das: eine Lösung

mit Mehrwert – für jedes Mitglied, für

den stationären Handel, für unsere gemeinsame

Zukunft.“

Solides Fundament

Diese Zukunft baut für die Gemeinschaft

von inzwischen 700 Gesellschaftern

auf einem soliden Zahlenfundament

auf: Im laufenden Jahr liegt der

Verband bis Mitte Juni mit einem Plus

von einem Prozent gut im Rennen. „Die

Trendwende ist geschafft“, erklärte Monika

Simon.

Besonders erfreulich ist aktuell die Entwicklung

im Küchensegment, das sich

als echter Wachstumstreiber innerhalb

des Gesamtverbands profiliert. Mit dem

Wechsel von Björn Huhnold zum 1. August

nach Neustadt an der Donau wird

diesem wichtigen Geschäftsbereich nun

zusätzlich neue Expertise verliehen.

Huhnold bringt 23 Jahre Branchenerfahrung

bei Segmüller mit, die er künftig

gezielt für die Weiterentwicklung und

strategische Ausrichtung des Küchensortiments

von GfMTrend – seit jeher

auch konditionell gut aufgestellt – einbringen

wird. Sein Fokus liegt dabei auf

der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit,

einer noch differenzierteren Sortimentsgestaltung

sowie dem Ausbau der Beratungskompetenz

im Küchenverkauf.

Ein zentrales Element der Neuausrichtung

wird in den kommenden Monaten

auch die Überarbeitung der erfolgreichen

Eigenmarke „Apéro“ sein. Hier ist ein

modernes, markenstrategisch geschärftes

Konzept geplant, das Design, Funktionalität

und Preis-Leistungs-Verhältnis

neu definieren soll. Ziel ist es, „Apéro“

künftig als unverwechselbare Küchenmarke

mit hohem Identifikationswert im

Markt zu positionieren – sowohl für die

Gesellschafter als auch für Endkunden.

Klare Vision

Für eine erfolgreiche Marktpositionierung

lohnt auch der Blick über den Tellerrand.

Diesen bot in Bremen u. a. Supersense-Gründer

Florian „Doc“ Kaps.

Er veranschaulichte eindrucksvoll, wie

jeder gesellschaftliche Trend unweigerlich

einen Gegentrend hervorbringt. In

einer zunehmend digitalisierten Welt

wächst die Sehnsucht nach dem Analogen

– nach Echtheit, Haptik und Unverwechselbarkeit.

Kaps’ Mission, das

Polaroid neu zu beleben, traf damit einen

Nerv – vor allem bei der jungen Generation.

Überraschend sei, wie stark

sich gerade 18- bis 39-Jährige von dieser

klassischen Fototechnik angezogen

fühlen. „Vertrauen Sie Ihrer Intuition und

tun Sie das, was Sie lieben“, so Kaps’

eindringlicher Appell ans Publikum.

Diese Leidenschaft und Klarheit im Handeln

zeigen auch die Nachwuchsunternehmer

der GfMTrend-Community. Maike

Leitzgen (Möbel Leitzgen), Lukas

Gärtner (Möbel Gärtner) und Sebastian

Veh (Möbel Veh) blickten stellvertretend

für die über 30 Mitglieder der GfMTrend-

Ys auf ein erfolgreiches erstes Jahr zurück:

Mit Workshops, Konferenzen,

Store-Checks und Exkursionen wurde

eine lebendige Plattform des Austauschs

geschaffen. „Jeder lernt von jedem, und

wir erleben große Unterstützung aus der

Zentrale – das gibt uns Rückenwind. Wir

haben noch viel vor und freuen uns auf

weitere Weggefährtinnen und -gefährten“,

so Maike Leitzgen.

Auch auf politischer Bühne zeigten Mitglieder

der jungen Generation klare Kante:

Caroline Bosbach (CDU), frisch gewählte

Bundestagsabgeordnete und

Tochter des bekannten Politikers Wolfgang

Bosbach, machte sich für eine

stärkere wirtschaftliche Orientierung der

Politik stark. „Politik ist Dienstleistung

am Volk“, betonte sie. Der Reformwille

sei nicht nur in jüngster Zeit zu kurz gekommen

– eine wirtschaftlich starke Basis

müsse das Fundament jeder sozialen

Gerechtigkeit bilden. Ihre Worte

trafen einen wunden Punkt – und gleichzeitig

das Herz vieler mittelständischer

Familienunternehmen im Verband.

Wertschätzung, Wandel

und Wir-Gefühl

Dass Wertschätzung und Kontinuität

zentrale Pfeiler der GfMTrend-Kultur

sind, zeigte sich auch bei der feierlichen

Verleihung der Ehrennadeln sowie den

persönlichen Grußworten. Ballerina-

Geschäftsführerin Heidrun Brinkmeyer,

Volker Irle, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft

Die Moderne Küche

(AMK) und Bosch Hausgeräte-

Geschäftsführer Andreas Diepold unterstrichen

unisono die Bedeutung des

Verbandes in der Branche. Emotional

wurde es schließlich beim Abschied von

In seiner Funktion

als langjähriger

Geschäftsführer

wurde Joachim

Herrmann in

Bremen emotional

verabschiedet.

Er bleibt dem

Verband jedoch als

Beiratsmitglied eng

verbunden. Fotos:

GfMTrend

Geschäftsführer Joachim Herrmann.

Mit bewegenden Videobotschaften und

einer würdigenden Rede von Branchenkenner

Jürgen Merkelbach wurde sein

jahrelanges Wirken gewürdigt. Ganz

verabschiedet hat sich Herrmann indes

nicht – in neuer Rolle beginnt für ihn ein

weiteres Kapitel im Verband: Er wurde

einstimmig in den Beirat gewählt.

So spiegelte das Jubiläumswochenende

den Geist des Verbandes wider:

Familiärer Zusammenhalt, Mut zur Innovation

und eine positive Energie zogen

sich durch Keynotes, Talkrunden, Netzwerkformate

und das bunte Festprogramm.

Für die GfMTrend-Händler ist

klar: Der Verband ist bestens aufgestellt,

um auch in den kommenden

Jahrzehnten Marktimpulse zu setzen

und die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben

– getragen von einer Gemeinschaft,

für die Fortschritt, Tradition und Zusammenhalt

untrennbar zusammengehören.

Monika Simon ist sich auch deshalb

sicher: „Wir werden auch in Zukunft

sehr schlagkräftig sein und können

noch viel erreichen, wenn wir zusammenhalten.“

Sebastian Lehmann

Ein inhaltliches Highlight der Veranstaltung war der Launch der

Marketingplattform M-Connect, von der nicht nur langjährige

Gesellschafter – hier bei der Verleihung der Ehrennadeln – profitieren.

MÖBELMARKT

07/08 / 2025

Unternehmen 29


Konjunktur

Impulse erhofft

Industrie:

-9,3%

Handel:

-6,6%

Die deutsche Möbelindustrie kommt

weiterhin nicht in Fahrt. Im April 2025

verzeichnete die Branche laut offiziellen

Daten des Statistischen Bundesamts

einen Umsatzrückgang von 9,3%

im Vergleich zum Vorjahresmonat. Insgesamt

wurden im Berichtsmonat über

1,3 Mrd. Euro umgesetzt.

Dabei verfehlten sämtliche Segmente

die Umsatzzahlen aus dem April 2024:

Büro- und Ladenmöbel verzeichneten

ein Minus von 13,4%, die Küchenmöbler

verringerten ihren Umsatz um 6,8%.

Die Hersteller von Matratzen erzielten

24,3% weniger Umsatz, Polstermöbel

14,8% und Hersteller von sonstigen

Möbeln, darunter Wohn- und Schlafzimmermöbel,

8,3% weniger.

Für die ersten vier Monate des Jahres,

in denen 401 Betriebe mit jeweils mehr

als 50 Beschäftigten statistisch erfasst

wurden, summiert sich das Umsatzminus

auf 5,9%.

Alle Segmente mussten im Berichtszeitraum

teils deutliche Umsatzrückgänge

hinnehmen: Büro- und Ladenmöbel

(minus 8,2%), Küchenmöbel (minus

3,2%), Matratzen (minus 19,8%), Polstermöbel

(minus 8,5%) sowie sonstige

Möbel (minus 4,9%). Im Inland erzielte

die Möbelbranche im bisher statistisch

erfassten Jahresverlauf mit einem Umsatz

von über 3,5 Mrd. Euro einen

Rückgang von 6,6%, während die Auslandsumsätze

um 4,4% auf mehr als

1,7 Mrd. Euro zurückgingen.

Grafik 1: Konjunktur-Barometer der deutschen Einrichtungsbranche bis April 2025 (in Prozent)

10

-30

5

0

-5

-10

-15

-20

-25

Möbelindustrie gesamt Inlandsumsatz Auslandsumsatz Einzelhandel mit Möbeln, Einrichtungsgegenständen und Hausrat

Grafik 2: Ifo-Geschäftsklima der deutschen Einrichtungsbranche bis Juli 2025

50

30

10

-10

-30

-50

-70

Feb. 2024 März 2024 April 2024 Mai 2024 Juni 2024 Juli 2024 Aug. 2024 Sept. 2024 Okt. 2024 Nov. 2024 Dez. 2024 Jan. 2025 Feb. 2025 März 2025 April 2025

Juli 2024

Aug. 2024

Sept. 2024

Okt. 2024

Nov.2024

Dez. 2024

Jan. 2025

Feb. 2025

März 2025

April 2025

Mai 2025

Geschäftsklima Industrie Geschäftsklima Handel Preiserwartung Industrie Preiserwartung Handel Produktionsentwicklung Industrie

Lagerbestände Handel Auftragsbestand Industrie Bestellungen Handel Quelle: Ifo-Institut

Quelle: Destatis, HDH

Juni 2025

Juli 2025

Verbraucherstimmung

verbessert

Der rückläufige Trend hält auch im Einzelhandel

mit Möbeln, Einrichtungsgegenständen

und Hausrat an. Im Berichtsmonat

April sank der Umsatz um

6,6% gegenüber dem Vorjahresmonat.

Vorsichtigen Optimismus versprüht

hingegen das aktuelle Konsumbarometer

des Handelsverbandes Deutschland

(HDE). Demnach hellte sich die

Verbraucherstimmung weiter auf. Zwar

legt der Index nur langsam zu, doch er

erreicht den höchsten Stand seit einem

Jahr. Es sei davon auszugehen, dass

die positive Entwicklung der Verbraucherstimmung

anhalten, allerdings

nicht deutlich an Dynamik gewinnen

werde. Bleiben die Verbraucher optimistisch,

sei mit einer Erholung in kleinen

Schritten zu rechnen.

Dass in nächster Zeit keine großen

Sprünge beim privaten Konsum zu erwarten

sind, liegt insbesondere an der

im Vergleich zum Vormonat verringerten

Anschaffungsneigung der Verbraucher.

Gleichzeitig planen sie, ihre Sparanstrengungen

in den kommenden Wochen

und Monaten eher zu reduzieren

und auf Ersparnisse zurückzugreifen.

Hintergrund dieser Entwicklung der

Konsum- und Sparaktivität der Verbraucher

ist vermutlich ihr pessimistischerer

Blick auf das eigene Einkommen.

Ihre Erwartungen zur weiteren

Entwicklung der eigenen Einkommenssituation

trüben sich gegenüber dem

Vormonat deutlich ein. Den noch im

Vormonat herrschenden finanziellen

Optimismus der Verbraucher könnten

die zwar angekündigten, aber bislang

nicht umgesetzten Entlastungsvorhaben

der Bundesregierung ausgebremst

haben. Auf die konjunkturelle Entwicklung

blicken die Verbraucher hingegen

weiterhin zuversichtlich.

HDE-Präsident Alexander von Preen

fordert zur Unterstützung dieser Entwicklung

auch politische Maßnahmen:

„Jetzt ist es an der Zeit, dass die Politik

Verantwortung übernimmt und Entlastungen

auf den Weg bringt, die auch

bei den Händlerinnen und Händlern

ankommen“, fordert von Preen. Dringender

Handlungsbedarf bestehe bei

den Lohnnebenkosten, die in den

nächsten Jahren auf 50 Prozent zu

steigen drohen. „Ein Bekenntnis der

Bundesregierung zu einer Senkung der

Sozialversicherungsbeiträge und zu einer

dauerhaften 40-Prozent-Obergrenze

ist überfällig“. sl

moebelmarkt.de MÄRKTE

30 Markt

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


AKTIVBANK BAROMETER

Entwicklung der über die Aktivbank regulierten ZR-Umsätze im deutschen Möbel- und Küchenhandel* (Veränderung in Prozent)

10

0

-10

-20

-30

+7,9%

-0,1%

Prozentuale Veränderungsrate im Juni 2025

im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Kumulierte Werte, 01 bis 06/25

im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

-40

Juni 2024

Juli 2024

Aug. 2024

Sep. 2024

Okt. 2024

Nov. 2024

Dez. 2024

Jan. 2025

Feb. 2025

März 2025

April 2025

Mai 2025

Juni 2025

im Vergleich zum Vorjahresmonat

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* Die Händler zahlreicher Möbelverbände regulieren ihre Einkäufe über die Aktivbank.

Grafik 4: Konjunktur-Barometer – Einrichtungshandels-Märkte in Europa und den USA

(Umsatzentwicklung Möbel und Einrichtungsgegenstände, Veränderung in Prozent)

5

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2

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0

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Mai 2024

Juni 2024

Juli 2024

Aug. 2024

Sept. 2024

Okt. 2024

Nov. 2024

Dez. 2024

Jan. 2025

Feb. 2025

März 2025

April 2025

Deutschland Frankreich Niederlande (Werte nur quartalsweise ermittelt) Österreich Italien (Konsumgüter ohne Lebensmittel) Großbritannien Tschechien (Möbel, Elektroartikel und Fachsortimente) USA

Quelle: Destatis (D), IPEA (F), CBW Mite (NL), Statistik Austria (A), Istat (I), Office for National Statistics (GB), Czech Statistical Office (CZ), U.S. Department of Commerce (USA)

Entwicklung des Umsatzes, der Zahl der Betriebe und der Beschäftigten in der

deutschen Möbelindustrie: April 2025 (Betriebe ab 50 Beschäftigte)

Umsatz April

(1.000 Euro)

% geg.

Vorjahr

Umsatz Jan. bis April

(1.000 Euro)

% geg.

Vorjahr

Betriebe

April

% geg.

Vorjahr

Beschäftigte

April

Büro- und Ladenmöbel 316.606 -13,4% 1.250.952 -8,2% 136 0,7% 21.507 2,6%

Küchenmöbel 490.685 -6,8% 1.849.981 -3,2% 46 0,0% 17.738 -2,5%

Matratzen 35.586 -24,3% 153.753 -19,8% 22 -15,4% 2.471 -10,1%

Polstermöbel 83.339 -4,8% 323.357 -8,5% 31 -3,1% 4.001 -7,8%

Sonstige Möbel * 406.034 -8,3% 1.662.265 -4,9% 167 -6,7% 23.027 -9,7%

Möbelindustrie insgesamt 1.332.249 -9,3% 5.240.308 -5,9% 402 -3,8% 68.744 -4,2%

% geg.

Vorjahr

* Sonstige Möbel: Wohn-, Ess-, Schlafzimmermöbel, Kleinmöbel, Sitzmöbel nicht gepolstert, Möbel aus anderen Materialien, Möbelteile | Quelle: VDM

MÖBELMARKT

07/08 / 2025

Markt 31


SHD Forum 2025

Digitale Trends hautnah

Von KI-Anwendungen in Vertrieb und Marketing über Cybersecurity bis hin zur Präsentation neuer SHD-Produkte – Zukunftsthemen in

historischen Mauern bot das SHD Forum 2025. Das Industriedenkmal Sayn nahe Koblenz verwandelte sich dafür am 8. und 9. Juli in

einen pulsierenden Hotspot für alle, die aktuelle Digitalisierungstrends mit konkreten Lösungen für die Möbel- und Küchenbranche

nicht nur diskutieren, sondern hautnah erleben wollten. Über 200 Gäste folgten der Einladung der SHD und erlebten eine Veranstaltung

voller Innovationen, Begegnungen und Branchendialoge. Sebastian Lehmann berichtet aus Bendorf.

32 Markt

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


Spannende Einblicke gewährte zum SHD Forum etwa E-Commerce-Experte Prof. Dr. Christian Stummeyer (l.) in seinem

Vortrag „Kunde der Zukunft“. Die Brisanz moderner IT-Security unterstrich hingegen Security-Spezialist Immanuel Bär.

Für SHD-CEO Dietmar Meding

steht außer Frage: „In den kommenden

fünf Jahren wird sich unsere

Branche tiefgreifender wandeln als

in den vergangenen fünf Jahrzehnten.

Die Spielregeln verändern sich grundlegend

– und wir müssen bereit sein, in

völlig neuen Dimensionen zu denken.“

Mit seinem Begriff vom Schub der

nächsten 1.000 Tage beschreibt Meding

die Phase, in der technologische

Weichenstellungen beginnen, sichtbar

zu wirken: „1.000 Tage – in diesem Zeitraum

werden Technologieprojekte Wirklichkeit,

strategische Entscheidungen

entfalten ihre Wirkung, neue Kundenbeziehungen

entstehen oder gehen verloren.

Es ist die kritische Etappe, in der

Ideen nicht mehr bloß diskutiert, sondern

verwirklicht werden. Wir legen

heute das Fundament für das Gesicht

unserer Branche von morgen.“

Einen vielschichtigen Blick in diese Zukunft

eröffnete das SHD Forum 2025 –

mit einem breit gefächerten Programm

aus Keynotes, Produktpräsentationen,

Panel-Talks und einer inspirierenden Ausstellung.

Die Veranstaltung schlug dabei

eine Brücke zwischen technologischem

Fortschritt und spürbarem Mehrwert für

Hersteller, Händler und Dienstleister.

Schon beim Betreten des Industriedenkmals

Sayn wurde spürbar: Dieses

Forum sprengt die Grenzen konventioneller

Branchentreffs. Statt steifem

Kongress wartet ein Erlebnisraum.

Austausch, Praxis und Innovation zum

Greifen nah, eingebettet in eine spannende

Messeatmosphäre. Meinungsführer,

Digitalisierungsexperten und Interessierte

aus dem In- und Ausland

testeten vor Ort zukunftsweisende

Technologien und IT-Lösungen. Das

Themenspektrum reichte von Cloud-IT

und Sicherheitskonzepten über KI-

Anwendungen bis hin zu Virtual Reality

im Handel.

Zukunft zum Anfassen

Das Bühnenprogramm bot ein wahres

Feuerwerk an Impulsen: E-Commerce-

Experte Prof. Dr. Christian Stummeyer

wagte in seinem Vortrag „Kunde der

Zukunft“ beispielsweise einen Blick in

die Glaskugel. Er analysierte, wie

Künstliche Intelligenz und Algorithmen

die Prozesse in Marketing und Vertrieb,

„Wir legen heute das Fundament für das

Gesicht unserer Branche von morgen.“

Dietmar Meding, CEO SHD

gerade in der Küchen- und Möbelbranche,

transformieren.

Anhand anschaulicher Beispiele zeigte

Stummeyer, wie Unternehmen mit KIgestützten

Vertriebslösungen ihre Ansprache

personalisierter, effizienter und

zukunftssicher gestalten können. Sein

Credo: Die Kunden von morgen wachsen

digital auf und erwarten schnellen,

kanalübergreifenden Service, der individuell

auf sie zugeschnitten ist. Unternehmen

müssen deshalb mutig neue

Vertriebskanäle erschließen, traditionelle

Modelle überdenken und ihre Strukturen

konsequent digitalisieren, um

wettbewerbsfähig zu bleiben.

Im Bereich Cybersecurity rief Riskworkers-Geschäftsführer

Oliver Schneider

zu pragmatischem, erfahrungsbasiertem

Krisenmanagement bei Cyberattacken

auf. Eindrucksvoll machte er

deutlich: Ransomware kann jedes

Unternehmen treffen, und die psychischen

Belastungen in Akutsituationen

sind enorm. Umso wichtiger sei es daher,

im Vorfeld gemeinsam mit Experten

Handlungsstrategien zu entwickeln und

eingespielte Krisenteams vorzuhalten.

Die Brisanz moderner IT-Security unterstrich

auch Security-Spezialist Immanuel

Bär. In seiner Keynote „Sicht eines

Hackers“ gewährte er dem Publikum

Live-Einblicke in Angriffsszenarien und

demonstrierte, wie rasch und simpel

sich Sicherheitslücken ausnutzen lassen.

Sein Appell an die Branche: Cyber-

Bedrohungen dürfen nicht unterschätzt

werden. Nur mit stetiger Wachsamkeit

und konsequenter Sensibilisierung auf

allen Ebenen bleibt ein Unternehmen

widerstandsfähig.

Im Gespräch mit Moderatorin Petra Bindl erläuterten CEO Dietmar Meding und CTO Ryan Bryers (l.) die Strategie „One SHD“.

MÖBELMARKT

07/08 / 2025

Klare Strategie

SHD selbst setzte ebenfalls nachhaltige

Akzente – etwa durch die Keynote von

CEO Dietmar Meding. So stellt sich das

Unternehmen neu auf und unterstreicht

diesen Wandel mit einer klaren Vision:

„One SHD“. Im Zentrum steht dabei der

Anspruch, bestehende Insellösungen

abzulösen und stattdessen eine durchgängig

integrierte Systemlandschaft

„aus einem Guss“ zu schaffen. Ziel ist

Markt 33


Im Ausstellungsbereich präsentierten sich SHD-Unternehmen und Partner mit 23 Ständen und zahlreichen

Fachsessions den Gästen. Frank Pohl (r.), Vice President Sales DACH, erläuterte hier MÖBELMARKT-Redakteur

Sebastian Lehmann auch die neuen Produkte des Unternehmens. Fotos: SHD

es, alle digitalen Bausteine – von Warenwirtschaft

über Planungssoftware bis hin

zu E-Commerce-Tools – so miteinander

zu vernetzen, dass sie nahtlos interagieren.

Durch diese tiefgreifende Integration

sollen Prozesse effizienter gestaltet,

Fehlerquellen reduziert und betriebliche

Ressourcen optimal genutzt werden.

Die Strategie „One SHD“ geht dabei

weit über die technische Integration

hinaus. Sie versteht sich als ganzheitlicher

Unternehmensansatz, der sämtliche

Geschäftsbereiche, Produkte und

Services miteinander vereint. Im Mittelpunkt

steht eine modulare Plattform-

Architektur, die standardisierte wie

individuelle Lösungen ermöglicht –

skalierbar, zukunftssicher und auf die

unterschiedlichen Bedürfnisse der

Branche zugeschnitten. Gleichzeitig ist

„One SHD“ auch eine kulturelle Leitlinie:

Internationale Teams sollen künftig eng

abgestimmt über Landes- und Standorte

hinweg an gemeinsamen Zielen

arbeiten, um Innovationskraft, Schnelligkeit

und Kundennähe zu vereinen.

Ein zentrales Element dieser Strategie

ist die konsequente Weiterentwicklung

über Co-Innovation – also die enge

Zusammenarbeit mit Kunden, Partnern

und Branchenexperten. Formate wie

der „SHD Innovation Circle“ geben Einblicke

in neue Trends, ermöglichen den

Austausch über kommende Anforderungen

und schaffen Raum für gemeinsames

Entwickeln. So werde sichergestellt,

dass neue Lösungen praxisnah,

marktgerecht und zukunftsfest sind.

Wie sich diese Strategie konkret auswirkt,

zeigte sich auch beim viel beachteten

Auftritt im Rahmen der Produktvorstellungen:

Gemeinsam mit

CTO Ryan Bryers gab Dietmar Meding

einen Ausblick auf die technologische

Roadmap der SHD-Gruppe. Dabei wurde

deutlich: Die Zukunft liegt in flexiblen,

cloudbasierten und intelligent vernetzten

Lösungen. Ein Meilenstein in

dieser Entwicklung ist die Premiere von

„SHD Connect“ – einer modernen ERP-

Cloudlösung, die speziell auf die Bedürfnisse

kleiner und mittelständischer

Küchen- und Möbelhändler zugeschnitten

ist. Unter dem Leitsatz „Mehr Effizienz,

weniger Komplexität“ präsentierte

Michael Christmann, Teamleiter Produktmanagement,

erste Einblicke in

das neue Produkt und machte deutlich,

wie stark SHD auf Anwenderfreundlichkeit,

Prozessvereinfachung und digitale

Skalierbarkeit setzt.

Vernetzen & Inspirieren

Parallel zur Mainstage präsentierten

sich in Bendorf auf der Demo-Bühne

und im Ausstellungsbereich SHD-

Unternehmen und Partner mit 23 Ständen

und zahlreichen Fachsessions. Von

E-Commerce-Strategien über innovative

Personalplanung bis zu Self-Checkout

und ESL-Technologien reichte die

Themenvielfalt. Die Demo-Area war

Showroom und Dialogforum zugleich –

mit praxisnahen Einblicken, von automatisierter

Compliance-Integration bis

hin zu smarten Vertriebslösungen.

So etablierte sich das neue SHD Forum

als inspirierender Treffpunkt für Praktiker

und Visionäre, Branchengrößen und

Newcomer gleichermaßen – zwei Tage

voller Impulse, die Köpfe und Unternehmen

in Bewegung versetzten. Wer wissen

wollte, wie Fortschritt in der Küchen-

Über 200 Gäste nutzten die Chance für den Austausch über digitale Herausforderungen.

und Möbelbranche Gestalt annimmt,

konnte ihn hier aus erster Hand erleben.

Ryan Bryers fasste es treffend zusammen:

„Für mich war es das erste SHD

Forum und ich bin beeindruckt von der

Energie und dem Gestaltungswillen unserer

Branche. Besonders die Gespräche

mit Kunden, Partnern und Kollegen

haben gezeigt, wie entscheidend es ist,

Technologie nicht nur zu entwickeln,

sondern erlebbar zu machen. Das ist

uns gelungen – wir haben Zukunft nicht

nur vorgestellt, sondern gemeinsam in

die Tat umgesetzt.“

Das nächste SHD Forum findet am

25. und 26. Februar 2026 in der

Pyramide Mainz statt.

34 Markt

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


Recht auf Reparatur: Komplikationen erwartet

Die Studie „Das Recht auf Reparatur: Anspruch, Umsetzung und

Wirkung aus Perspektive der wichtigsten Akteure“ des IFH Köln befragt

Verbraucher, Fachhändler und Hersteller sowie Ersatzteilwirtschaft

zu der EU-Richtlinie „Recht auf Reparatur“. Bis spätestens

31. Juli 2026 muss die Richtlinie in deutsches Recht umgesetzt

werden. Prinzipiell empfinden Fachhändler und Hersteller die Regelung

rund um das Recht auf Reparatur als Chance, um etwa Kontaktpunkte

zu Kunden zu erhöhen oder auch ihr Serviceangebot zu

erweitern. Allerdings überwiegen für einen Großteil der Befragten

die Herausforderungen: So bewerten die in der Richtlinie geforderte

Verlängerung der Gewährleistung nach erfolgter Reparatur 70%

der Fachhändler und knapp zwei Drittel der Hersteller (63%) als

schwierig. Über die Hälfte der Fachhändler (56%) und knapp ein

Drittel der Hersteller (32%) befürchten einen Mehraufwand durch

die engere Zusammenarbeit mit Reparaturpartnern. Entscheiden

sich Verbraucher dazu, ihr defektes Gerät reparieren zu lassen, gibt

knapp die Hälfte (44%) an, dafür den Kundendienst des Herstellers

zu nutzen und knapp ein Viertel (24%) den Fachhandel für Elektrogeräte.

In Folge der Richtlinie gehen mehr als die Hälfte der Hersteller

(56%) und des Fachhandels (52%) davon aus, dass ihr eigenes Reparaturvolumen steigen wird. Fast drei Viertel der befragten

Fachhändler (74%) und knapp die Hälfte der befragten Hersteller (40%) äußern jedoch, mit den aktuell vorhandenen Ressourcen

nicht oder nur teilweise auch ein größeres Reparaturvolumen umsetzen zu können. Im Rahmen der Umsetzung der Richtlinie gehen

68% der Fachhandelsunternehmen und 63% der Hersteller davon aus, dass die Kosten für eine Reparatur steigen werden.

Foto: Pixabay

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MÖBELMARKT

07/08 / 2025

Markt 35


Der Bau-Turbo verheißt erste

Lichtblicke für den Wohnungsmarkt

„Die Stimmung im Wohnungsbau hellte sich zuletzt

leicht auf. So kletterte der Ifo-Geschäftsklimaindex im

Juni von minus 31,4 auf minus 25,2 Punkte, den

höchsten Wert seit September 2022.“

Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der Deutschen

Möbelindustrie (VDM/VHK), über die Bedeutung des hiesigen

Wohnungsbau-Turbos für die deutsche Möbelindustrie …

„Drill, baby, drill“, hat Donald Trump im

Wahlkampf ebenso häufig wie politisch

unkorrekt gerufen und damit einer stärkeren

Erdölförderung das Wort geredet.

„Die Bagger müssen wieder rollen“

ist die deutsche – diesmal politisch

korrekte Antwort – unserer neuen Bundesbauministerin

Verena Hubertz auf

die hiesige Wohnungsbaumisere.

Foto: VDM

„Unsere Branche ist dringend darauf angewiesen,

dass der stockende Neubau endlich in Schwung

kommt und in der Folge auch die schleppende

Möbelnachfrage wieder anzieht.“

Wir als deutsche Möbelindustrie setzen

darauf, dass der Wohnungsbau-

Turbo schnell zündet und die Möglichkeit

für die Städte und Gemeinden,

künftig schneller und einfacher Bauland

auszuweisen, zu deutlich mehr

Wohnraum führen wird.

Unsere Branche ist dringend darauf

angewiesen, dass der stockende Neubau

endlich in Schwung kommt und in

der Folge auch die schleppende Möbelnachfrage

wieder anzieht.

Bei der neuen Bundesregierung haben

wir in den vergangenen Monaten intensiv

auf die notwendigen Impulse für

den Wohnungsbau gepocht. Sei es bei

unseren Parlamentarischen Abenden

in Berlin, bei Werksbesuchen von Politikern

oder jüngst unserem Treffen mit

der Mittelstandsbeauftragten der Bundesregierung.

Gemeinsam mit zahlreichen

Partnern aus den Bau-, Möbelund

Einrichtungsbranchen haben wir

unter dem Titel „Deutschlands heimische

Wirtschaftskraft“ eine politische

Initiative ins Leben gerufen, um auf die

dramatische Lage am Wohnungsmarkt

aufmerksam zu machen.

Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen

schrumpfte im vergangenen Jahr

um 14,4 Prozent auf 251.900. Das von

der Vorgängerregierung ausgegebene

Ziel von 400.000 neuen Wohnungen im

Jahr ist in weite Ferne gerückt.

Einen kleinen Lichtblick stellt die Nachricht

dar, dass von Januar bis Mai dieses

Jahres hierzulande 90.700 neue

Wohnungen genehmigt wurden, knapp

zwei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

„Einen kleinen Lichtblick stellt die Nachricht dar,

dass von Januar bis Mai dieses Jahres hierzulande

90.700 neue Wohnungen genehmigt wurden,

knapp 2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.“

Auch hellte sich die Stimmung im

Wohnungsbau zuletzt leicht auf. So

kletterte der Ifo-Geschäftsklimaindex

im Juni von minus 31,4 auf minus 25,2

Punkte, den höchsten Wert seit September

2022. Die Unternehmen im

Wohnungsbau schöpften weiter vorsichtig

Hoffnung, so das Ifo-Institut.

Bei der Auftragslage seien erste Anzeichen

für eine Entspannung sichtbar.

Zur Ankurbelung des Wohnungsbaus

braucht es gewiss noch weitergehende

Maßnahmen. So sollte die Politik etwa

den Bauüberhang von 800.000 Einheiten

mit gezielten Impulsen aktivieren.

Aber der Bau-Turbo ist ein erster

Schritt in die richtige Richtung.

Ihr Jan Kurth

36 Markt

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


Das Who is Who

des Einrichtungs-Handels

in Deutschland, Europa und der Welt

www.moebelmarkt.de

www.moebelmarkt.de

International Interior Business Magazine

WELTWEIT

EXKLUSIV

TOP 30

Homefurnishing Retailers

GERMANY | EUROPE | WORLD

Einrichtungshändler

2025

powered by

Die Marktanalysen dazu

lesen Sie im September.

Falls das dieser Ausgabe beiliegende „Top 30“-Special bereits entnommen wurde, senden wir

Ihnen gerne ein weiteres Exemplar zu. If the special “Top30” was already taken out on this

page, we will be pleased to send you another copy.

Kontakt Marketing & Kommunikation | Contact Marketing & Communication: Silvia Chesi,

Phone +49 (0)911 95578-33, chesi@ritthammer-verlag.de


Kopenhagen gedeiht

Oben: Muuto thematisierte die Neuroästhetik und machte im Außenbereich der

Ausstellung die körperliche Wirkung von Natur spürbar. Unten: Home from

Home – Visualisationskünstlerin Charlotte Taylor gestaltete Räume in der Noura

Residency, wo sie während der Designtage auch lebte. Fotos: 3daysofdesign

Schon in den letzten Jahren verzeichneten die 3daysofdesign in Kopenhagen

(18. bis 20. Juni 2025) beständig Wachstumszahlen hinsichtlich

der Aussteller und Gäste. Waren anfangs vor allem Fans des nordischen

Designs dort unterwegs, steht das Showroom-Event inzwischen auf internationalen

Beinen – auch mit deutschen Ausstellern wie Bretz, Bullfrog,

Dornbracht, Freifrau, Leicht Küchen, Walter Knoll oder Zeitraum. Insgesamt

469 Veranstaltungen und 60.000 registrierte Gäste verzeichnete

das 3daysofdesign Team, wobei die Gesamtzahlen der tatsächlichen Besucherinnen

und Besucher höher liegen.

„Keep it real“ war das Motto des Gesamtevents in insgesamt acht Distrikten

von Kopenhagen. Ein echtes Heimspiel hatte der Leuchtenhersteller

Louis Poulsen, der mit einem Dom aus roten Stoffpaneelen im Außengelände

(„Circle Dome Square“) eines der Messe-Highlights bot.

Montana machte mit neuen, aparten Farben und dem Sofa „Paradigm“

auf sich aufmerksam. Auch das neue „Rombe“-Regalsystem von &tradtition

wurde von Nordic-Fans gefeiert.

Wie bereits auf der Milan Design Week 2025 machte die britische Materialsammlung

Material Matters unter anderem mit neuen nachhaltigen

Materialien von sich reden. Im Showroom des erklärtermaßen postnationalen

Labels Man of Parts für globale Nomaden waren archaisch anmutende

Neuheiten von Sebastian Herkner (natürlich!) und Yabu Pushelberg

zu sehen.

Als Trends waren wie schon in Mailand unter anderem viele gedeckte

Farben, 80er Retro-Vibes, Illustrationen sowie bunte Muster und Stickereien

als Akzente zu sehen – ein Ineinanderfließen von Vergangenheit und

Zukunft. kh

MÖBELMARKT

38 Out of the Box 07/08 / 2025


VERBANDS-PROFILE

Die Positionierung der

Einkaufsverbände

2025

Serviceangebot

inkl. Digitalisierung

Spezialisten

Großflächenverbände

Mittelstandsverbände

Küchenverbände


UNSER ZENTRALES NETZWERK

ZUKUNFTSORIENTIERT.

ZEITGEMÄSS.

Mit unserem zentralen Netzwerk

schaffen wir regionale Stärke.

Alliance Möbel Marketing

GmbH & Co. KG

Marie-Curie-Straße 6

53359 Rheinbach

Telefon: +49 2226 904-0

www.alliance.de

info@alliance.de

Geschäftsführung:

Marko Steinmeier

Mitglieder, Verkaufsstellen

Über 500 Verkaufsstellen

im Inland und im europäischen

Ausland

Seit über 50 Jahren ist der Alliance-Verband in der deutschen Verbandslandschaft stark präsent.

Als serviceorientierter und umfassender Dienstleister verschafft der Verband seinen Gesellschafterinnen

und Gesellschaftern den nötigen Freiraum, um sich auf das Tagesgeschäft zu konzentrieren.

Der Geschäftsführer Marko Steinmeier setzt aktuell den Fokus besonders auf die digitale Transformation

der Anschlusshäuser. Dies spiegelt sich unter anderem in den Neuerungen des erfolgreichen

Alliance-Konfigurators wider und auch in der neuen KI-Assistentin Allice, die den Mitgliedern intelligente

Suche statt aufwendiger Recherche bietet. Auch die Option, über QR-Codes direkt auf

Preislisten zuzugreifen, vereinfacht den Arbeitsalltag von Unternehmen deutlich. Die ständige Weiterentwicklung

des verbandseigenen Markenportfolios sowie die stets anhaltende Vergrößerung und

zeitgemäße Anpassung der umfangreichen Serviceleistungen sind ebenfalls Bestandteile der zukunftsorientierten

Gesamtstrategie.

Gemeinsam mit dem Schwesterverband Der Küchenring und dem Kooperationsverband Küchen-

Treff sieht sich Alliance selbst als die Nummer 1 im Bereich Küche unter den Einkaufsverbänden

und als einzigen im SB-Segment überaus erfolgreichen Verband.

Für eine proaktive Kundenansprache bietet der Alliance-Verband seinen Gesellschafterinnen und

Gesellschaftern on- und offline eine umfassende Unterstützung an. Dazu gehören analoges und digitales

Marketing, SEO-optimierte Homepages, ein Newsletter mit allen aktuellen Themen sowie

Kampagnen für erhöhte Sichtbarkeit. Zusätzlich unterstützt der Verband eine Modernisierung des

POS und des zugehörigen Ladenbaukonzeptes der Küchenmarke Prisma. Gleichzeitig gilt es, wiederkehrende

Prozesse zu digitalisieren und zu automatisieren, wie durch die Einführung von EDI.

Unterjährige Boni ermöglichen hier die notwendige Liquidität.

Der angespannten Lage der Branche zum Trotz freut sich der Alliance-Verband, der gemeinsam mit

KüchenTreff und Küchenring die größte Kücheneinkaufskooperation in Deutschland bildet, über einen

Umsatz im Jahr 2024 von zusammen 1.032.502.432 Euro.

Marko Steinmeier

PREMIUM-PROFIL

40 Verbände

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


Die Gegenwart meistern. Die Zukunft gestalten.

Gemeinsam. Persönlich. Zuverlässig.

Der Küchenring aus Rheinbach hilft seinen mehr als 700 angeschlossenen Küchenprofis, ihre individuellen Ziele zu erreichen.

Als starke, stabile Gemeinschaft von wirtschaftlich autonomen Küchenhändlern, verbunden durch gemeinsame

Werte und Ziele, stehen die Gesellschafter im regelmäßigen, offenen Austausch miteinander. Neben den überragenden

Konditionen wird innerhalb des Verbands insbesondere der Faktor Mensch geschätzt – der persönliche Kontakt, das vertrauensvolle

Miteinander und der respektvolle Umgang auf Augenhöhe prägen die tägliche Zusammenarbeit. Dazu trägt

auch die schlanke Verbandsstruktur bei, durch die Prozesse besonders effizient und die Eigenkosten dauerhaft minimal

gehalten werden. Das sorgt jährlich für eine enorm hohe Bonusausschüttung. Das professionelle Leistungsspektrum, aus

dem sich die angeschlossenen Küchenprofis individuell bedienen können, ebenso wie das branchenweit einmalige Marketingportal,

ermöglichen maximale Flexibilität, sparen Zeit und reduzieren Aufwand. Mit den margenstarken Eigenmarken

Systhema, Linea und Inpura stellt Der Küchenring zudem drei perfekt konzipierte Küchenlinien zur Verfügung. Gemeinsam

mit dem Schwesterverband Alliance und dem Kooperationsverband KüchenTreff aus Wildeshausen erwirtschaftet Der

Küchenring knapp 1,03 Milliarden Euro* und vereint über 1.600 Händlerinnen und Händler im In- und Ausland. Mit dem

innovativen, für Mitglieder kostenfreien Marketingportal sowie dem webbasierten Intranet mein.kuechenring.de setzt Der

Küchenring digitale Maßstäbe innerhalb der Verbandslandschaft. Bewährte Marketingkonzepte greifen nahtlos ineinander,

lassen sich flexibel anpassen und bieten Gesellschafterinnen und Gesellschaftern echten Mehrwert – online wie offline.

• Zentrales Marketingportal zur einfachen Steuerung aller Maßnahmen – mit Schnittstellen zu Distributoren, crossmedialen

Strategien und spürbarer Zeitersparnis

• Webbasiertes Intranet mein.kuechenring.de – für schnellen Zugriff auf alle relevanten Informationen zu Lieferanten,

Artikeln und Konditionen

• Individuelle Konzeption, Programmierung und Umsetzung von SEO-optimierten Händler-Websites inklusive Text,

Videos, Grafik und Fotoproduktion

• Content-Marketing für ein abgestimmtes Zusammenspiel von Website und Social Media – für mehr Sichtbarkeit,

Reichweite und Kundenbindung

• Zielgerichtete Inhouse-Kommunikation und fundierte Zielgruppenanalysen zur besseren Ansprache und Marktpositionierung

DER KÜCHENRING

GmbH & Co. KG

Marie-Curie-Str. 6

53359 Rheinbach

Telefon +49 2226 904-0

www.kuechenring.de

info@kuechenring.de

Geschäftsführung

Marko Steinmeier

Mitglieder, Verkaufsstellen

734 Mitglieder mit weit über

800 Verkaufsstellen in Deutschland

und Österreich

ZR-Umsatz: Über 543 Mio. Euro*

* zentralregulierter Umsatz 2024

Marko Steinmeier

PREMIUM-PROFIL

MÖBELMARKT

07/08 / 2025 Verbände 41


VERBANDS-PROFILE

2025

A-Plus Küchenprofi GmbH

Donaustraße 15

93333 Neustadt a. d. Donau

Telefon +49 9445 204 0

Fax +49 9445 204 155

www.aplus-kuechenprofi.de

info@aplus-kuechenprofi.de

Gemeinschaft von Küchenhändlern, die ohne finanzielle Bindung, bei größtmöglicher

unternehmerischer Freiheit, ohne Pflichtwerbung und ohne gesellschaftsrechtliche

Verpflichtungen eine große Auswahl renditestarker Konditionen, Finanzdienstleistungen

und Verkaufsförderungen bietet. Die Ziele: Erträge maximieren,

Erfolge fördern, Freiheit sichern.

Das Modul „Apéro“ setzt dabei den Fokus auf hochwertige Küchen – exklusiv für

A-Plus entworfen und entwickelt. Unter „Topline“ sind exklusive Küchenkollektionen

zusammengefasst.

Geschäftsführerin

Monika Simon-Müller

Mitglieder

129 Mitglieder

(Inland 124, Ausland 5)

Verkaufsstellen

131 (In- und Ausland)

Außenumsatz/ZR-Umsatz

keine Angaben

Begros GmbH

Graf-Zeppelin-Straße 5

46149 Oberhausen

Telefon +49 208 994930

Fax +49 208 99493999

www.begros.de

begrosoffice@begros.de

Die Begros ist Deutschlands großer und starker Möbeleinkaufsverband mit Sitz in

Oberhausen. 14 Unternehmen mit ca. 150 Einrichtungshäusern und Fachmarktschienen

im In- und Ausland sind Gesellschafter der im Jahr 1957 gegründeten

Begros. Die Begros bietet den Mitgliedern ein abgestimmtes und umfangreiches

Portfolio aus verschiedensten Eigenmarken. Von hochwertigen Markenmöbeln wie

Mondo, preisbewussten Möbel-Sortimenten bis zu ideenreichen Wohnaccessoires

bietet die Begros das ganze Spektrum des Einrichtens. Mitglieder der Begros werden

außerdem im Bereich Qualitätsmanagement sowie Digitalisierung/Stammdatenmanagement

von der Zentrale in Oberhausen unterstützt.

Geschäftsführer

Oliver Müther

Mitglieder, Verkaufsstellen:

14 Mitglieder (Inland),

ca. 150 Verkaufsstellen

(D, CH, NL, CZ, SK)

Außenumsatz

2024 rd. 6,5 Mrd. Euro

ZR-Umsatz

keine Angaben

B | u | K GmbH – Bund unabhängiger

Küchenspezialisten

Dr.–Eugen-Schön-Straße 14

97332 Volkach

Telefon +49 9381 4393

Fax +49 9381 4349

sekretariat@buk-gmbh.info

Interessengemeinschaft für freie, unabhängige Küchenhändler, die eine optimale,

praxisorientierte Unterstützung im Marketing und Einkauf wünschen, um in ihrem

Markt maximal erfolgreich zu sein.

Dienstleistungen: z. B. Finanzdienstleistungen wie Endkundenfinanzierung, Anzahlungsbürgschaften,

Mikrofinanzierungen, 10-Jahres-Küchenschutzbrief, 5-Jahre-

Gerätegarantie, Montageservice, Messekonzepte, Betreuung von Existenzgründern

u. v. m. werden dem Anschlusshaus kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der

gelebte Slogan „Von Kollegen für Kollegen“ garantiert den optimalen Marktauftritt

von jedem einzelnen Mitglied.

Geschäftsführer

Werner Bäuerlein

Mitglieder, Verkaufsstellen

Inland: 150

Ausland: 17

Außenumsatz

keine Angaben

ZR-Umsatz

keine Angaben

42 Verbände

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


Einrichtungspartnerring VME

GmbH & Co. KG

An der Wesebreede 2

33699 Bielefeld

Telefon +49 521 20885-0

Fax +49 521 20885-111

www.einrichtungspartnerring.com

info@einrichtungspartnerring.com

Jahr der Gründung: 1964

Geschäftsführer

Frank Stratmann,

Hauptgeschäftsführer

Jens Westerwelle,

Einkaufsgeschäftsführer

Peter Wülfing,

Einkaufsgeschäftsführer

Messen:

Jährlich Möbel- und Fachsortimentsmesse

auf 12.000 qm im eigenen Ausstellungszentrum

in Bielefeld. Alle zwei

Jahre verbundübergreifend die VME

Digitale.

Gemeinsamer Einkauf:

Seit 2013 besteht die Zusammenarbeit

mit der MHK Group. Die gemeinsame

VME MHK Einkaufsgesellschaft verzeichnet

seit der Gründung ein kontinuierliches,

erfolgreiches Wachstum.

„Mit unserem Einkaufs-Know-how

stärken wir eines unserer Kerngeschäfte

weiter, um die Wettbewerbsfähigkeit der

Gesellschafter zu sichern.“

Peter Wülfing

„Uns verbinden freundschaftliche Partnerschaften

in unserer leistungsstarken

Gemeinschaft. Um unsere Verbundgruppe

noch stärker zu machen, freue ich mich

auf viele weitere interessante Gespräche.“

Frank Stratmann

„Mit dem richtigen Mix aus freier Ware

und exklusiven Modellen in unseren

Handelsmarken optimieren wir entlang

der Wertschöpfungskette die richtige

Ware zum besten Preis.“

Jens Westerwelle

Eine starke und zukunftsfähige Gemeinschaft

Die Einrichtungspartnerring VME GmbH & Co. KG ist eine der führenden Verbundgruppen für den mittelständischen Möbelhandel mit einer starken

Händlergemeinschaft. Um die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu sichern, setzt der VME auf den gemeinsamen Einkauf,

Spitzenkonditionen am Markt, starke Marken für den Handel, ein vielfältiges Leistungsportfolio, einen modernen Marketing-Mix und Digitalisierungsprojekte

mit agilen Arbeitsmethoden. Egal ob Marketing oder Datenmanagement, Facheinkauf oder Zentralregulierung, der Verbund

bündelt das fachliche Know-how für den Erfolg der Mitglieder und ist mehr als eine Einkaufsgemeinschaft. Mit klaren Zukunftsbildern, einer

enormen Innovationskraft und einem leidenschaftlichen Team unterstützt der Verbund die Gesellschafter im Tagesgeschäft. Die 400 zumeist

inhabergeführten Einrichtungshäuser und spezialisierten Fachmärkte vor Ort und der Kundennutzen stehen im Mittelpunkt jeglicher Aktivität.

Gemeinsam unter dem Motto „Fach-Know-how trifft Tech-Know-how“ entwickeln Teams aus Gesellschafts- und VME-Mitarbeitern neue Services,

probieren aus, lernen, prüfen, verändern, geben Feedback, so lange, bis am Ende der größte Mehrwert für die Unternehmen und Kunden

entsteht. So werden die Gesellschafter bestmöglich für die Herausforderungen der Zukunft gestärkt und der VME ist als partnerschaftliche Gemeinschaft

bestens aufgestellt, um künftig am Markt mithalten zu können. Das zeigen kontinuierliche Beitritte weiterer Gesellschafter und das

zentralregulierte Einkaufsvolumen von 1,35 Milliarden Euro.

Die Marken der Verbundgruppe

Eine Marke kann nur erfolgreich sein, wenn ihr Profil an allen relevanten Kontaktpunkten der Customer Journey ansetzt. Der Einrichtungspartnerring

VME steht für eine hervorragende Markenauswahl und konsequente Markenführung. Das Herzstück ist Interliving – die werthaltige, überzeugende

und in der Branche einzigartige Waren- und Unternehmermarke. Sie positioniert sich durch eine sortimentsübergreifende Möbelkollektion

mit hohem Qualitätsanspruch und eine besonders engagierte Gemeinschaft an Interliving Partnern, die zusammen mit großer

Schnelligkeit und Dynamik zukunftsweisende Projekte erarbeiten und umsetzen. Interliving wird von reichweitenstarken nationalen Kampagnen

mit großem Werbedruck begleitet, von dem alle beteiligten Händler profitieren. Das neue Testimonial – der deutsche Schauspieler Henning Baum

– sorgt mit seiner authentischen Art seit Herbst 2024 für frischen Wind auf allen Werbekanälen. Trendig, erfrischend anders und überzeugend

modern: Das ist Trendhopper, die Marke aus den Niederlanden. Die Konzeptflächen mit warenübergreifender Präsentation von Möbeln und

Accessoires geben Kunden inspirierende Einrichtungsideen für ihr eigenes Zuhause. Die 100-Stoffe-Kollektion und das Mix & Match-Konzept

lassen Freiraum für Individualisierung. Jüngstes Mitglied in der VME-Markenfamilie ist Roomio und wendet sich an eine junge, weibliche und online-affine

Zielgruppe, die auf der Suche nach Möbeln ist, die ihrem Lifestyle entsprechen. Die Marke mit Schwerpunkt Polster in Preiseinstiegslagen

orientiert sich an Trends und Farben aus der Modewelt. Bei der Vermarktung liegt der Fokus klar auf Social Media und Influencer-Marketing.

Handelsmarken wie Comfortmaster, Modulmaster, DeRoyce, Kawoo, Varianta, OrthoSedis, Wert-Küche und Culineo ergänzen das Portfolio. Mit

der starken Markenpräsentation und kontinuierlichen Weiterentwicklung wird die Attraktivität der Verbundgruppe nochmals gesteigert.

Mitglieder, Verkaufsstellen

Rund 200 Gesellschafterunternehmen

mit circa 400 Standorten

im In- und Ausland.

ZR-Umsatz

1,35 Mrd. Euro

PREMIUM-PROFIL

MÖBELMARKT

07/08 / 2025 Verbände 43


VERBANDS-PROFILE

2025

Geschäftsführer

Steffen Schmidt

Creative Inneneinrichter

GmbH & Co. KG

Spreestraße 3

64295 Darmstadt

Telefon +49 6151 391280

Fax +49 6151 39128 28

www.creative-inneneinrichter.de

info@creative-inneneinrichter.de

Die Creativen Inneneinrichter sind ein Netzwerk von nahezu 40 Einrichtungshäusern

für Wohn- und Bürodesign im Top-Segment in Deutschland, Schweiz und

Liechtenstein sowie Luxemburg mit hoher Planungs- und Beratungskompetenz.

Wir unterstützen unsere Händler mit verschiedenen Marketinginstrumenten,

Öffentlichkeitsarbeit, betriebswirtschaftlicher Beratung, Schulungen und vielem

mehr. Des Weiteren bieten wir ein gemeinsames Online-Portal mit Produkt- und

Content-Datenbank sowie die Zusammenarbeit im Bereich Social Media an.

Mitglieder, Verkaufsstellen

Inland: 33 / 35

Ausland: 3 / 4

Außenumsatz

keine Angaben

ZR-Umsatz

keine Angaben

Der Kreis Systemverbund

Holding GmbH & Co. KG

Mollenbachstraße 2

71229 Leonberg

Telefon +49 7152 609700

www.derkreis.com

derkreis@derkreis.de

Der Kreis stellt als international tätiger Fullservice-Verbund erstklassige Dienstleistungen zur

Verfügung, die präzise auf die unternehmerischen Herausforderungen der Küchenspezialisten,

Bad-, Heizungs- und Klimaspezialisten, Schreiner, Tischler, Fenster-, Laden- und Innenausbauspezialisten

zugeschnitten sind. Wir beraten aktiv bei Existenzgründung und unterstützen bei

Nachfolgeregelungen. Wir fördern den Nachwuchs und angehende Führungskräfte, u. a. mit

dem IHK-zertifizierten Akademie-Fortbildungsprogramm für Der Kreis Junioren und unserer

Jungunternehmer-ERFA. Mit kuechenspezialisten.de verfügen unsere Mitglieder über eine prämierte,

digitale Endverbraucher-Marke mit ausgefeilter Online-Strategie. Kuechenboerse24.de

bietet ein zeitgemäßes Abverkaufsportal für Ausstellungsküchen. Gemäß Leitmotto „Freiheit

durch Verbund“ entscheidet der Unternehmer selbst, in welchem Umfang er die Angebote in

Anspruch nehmen will. Die Dienstleistungen werden permanent in Arbeitskreisen und Erfa-

Gruppen gemeinsam mit unseren Mitgliedern („von Spezialisten für Spezialisten“) weiterentwickelt,

damit diese mit zukunftssichernden Lösungen ihre regionale Marktposition ausbauen

können. Konsequent geschieht dies etwa durch die Betriebsorganisations-Software „Küchen-

Desk 2.0“, eine moderne, cloud-basierte Lösung für die gesamte Betriebsorganisation des

Küchenstudios inklusive Warenwirtschaft, zahlreicher Schnittstellen und einer zentralen Datenbank.

Mit einer Vielzahl kostengünstiger Inhouse-Marketing-Dienstleistungen, wie etwa dem

Online-Marketing-Tool zur leichten Entwicklung und Umsetzung von Werbung im Netz oder

dem Update unseres KüchenLifting-Konzeptes zur Küchenmodernisierung, geben wir unseren

Mitgliedern erfolgversprechende Werkzeuge an die Hand. Unabhängig davon ist die persönliche,

intensive und professionelle Beratung der Mitglieder eine Kernaufgabe von Der Kreis.

Geschäftsführer

Ernst-Martin Schaible

(Geschäftsführender Gesellschafter)

Ralph Leimbach

(Geschäftsführer Der Kreis

Systemverbund Holding)

Donald Schieren

(Geschäftsführer Der Kreis

Systemverbund Holding)

Mitglieder, Verkaufsstellen

3.913 europaweit

Außenumsatz: keine Angaben

EK Retail

Elpke 109

33605 Bielefeld

Telefon +49 521 2092 0

www.ek-retail.com

info.de@ek-retail.com

EK – retail in motion

Einkaufsgemeinschaft, Marketingverbund, Kompetenznetzwerk: Die EK Retail

übernimmt für ihre rund 3.800 Handelspartner in Europa die unterschiedlichsten

Aufgaben. Als internationaler Dienstleister für den Einzelhandel unterstützt sie ihre

Handelspartner mit faszinierenden Warenwelten, effizienten Einkaufs- und Logistikprozessen

sowie innovativen Konzepten.

Als Mehrbranchen-Verbundgruppe ist EK Retail in den verschiedensten Branchen

aktiv. Das Geschäftsmodell ist auf sechs strategische Geschäftsfelder ausgerichtet:

EK Home, EK Fashion, EK Living, EK DIY, EK Sport und EK Books.

Ziel der EK Retail ist es, die Position aller Handelspartner – darunter selbstständige,

mittelständische Fachgeschäfte, Fachmärkte sowie Kauf- und Warenhäuser

– nachhaltig zu stärken, größtmögliche Wertschöpfung zu ermöglichen und eine

kontinuierliche Weiterentwicklung sicherzustellen. Dies geschieht stets im Einklang

mit den dynamischen Veränderungen im Einzelhandel.

Vorstände

Martin Richrath (CEO), Frank

Duijst (CFO), Jochen Pohle (CRO),

Gertjo Janssen (CRO)

Mitglieder, Verkaufsstellen:

3.800 / 7.800

Außenumsatz (2024)

4,1 Mrd. Euro

ZR-Umsatz (2024)

2,0 Mrd. Euro

MÖBELMARKT

44 Verbände 07/08 / 2025


Ihr Partner auf Augenhöhe

Über GARANT

Persönlich, fair und nah am Markt.

GARANT Holding GmbH

Hauptstraße 143

33378 Rheda-Wiedenbrück

Telefon +49 5242 409-0

Telefax +49 5242 409-399

www.garant-gruppe.de

info@garant-gruppe.de

Geschäftsführer

Dipl.-Kfm. Torsten Goldbecker (l.)

Dipl.-Kfm. Jens Hölper (r.)

Mitglieder, Verkaufsstellen

Rund 1.700 Partner im Fachhandel

und -handwerk mit über 2.000

Verkaufsstellen in Deutschland

und mehr als 2.500 international

(Stand: Januar 2025)

MÖBELMARKT

07/08 / 2025

Die Garant Gruppe bietet ihren Partnern klare Wettbewerbsvorteile: Branchenführende

Einkaufskonditionen, Zentralregulierung mit Delkredere, ein leistungsstarkes

Bonussystem, sechs exklusive Kollektionsmarken, effektives Marketing

und umfassende Dienstleistungen.

Marketing auf Agenturniveau

Mit individuellem Digital-Marketing erzielt Garant mehr lokale Reichweite und

Kundenfrequenz für seine Partner. Das Portfolio umfasst individuelle Websites,

Google Ads, Social Media sowie eine aktive Betreuung aller relevanten

Unternehmensprofile und Bewertungen im Web. Klassische Marketingleistungen

wie image- und absatzfördernde POS-Unterstützung sowie verkaufsstarke

Plakat- und Prospekt-Kampagnen ergänzen das Angebot.

Digitales Sortiment

Das Digitale Sortiment dient Garant Partnern als zentraler Service für die

Recherche und Präsentation im Verkaufsgespräch. Produktinformationen,

Preislisten, Medien und weitere Daten sind sofort verfügbar und eignen sich

zudem für die Verwendung in Prospekten und Katalogen sowie für Online-

Werbung, Online-Shops, Websites und Warenwirtschaftssysteme. Die Bereitstellung

der Daten erfolgt bedarfsorientiert entweder automatisiert via Schnittstelle

oder als Upload.

GARANT Akademie

Das breite Weiterbildungsangebot der Garant Akademie umfasst individuelle

Beratung und praxisnahe Trainings zur gezielten Rekrutierung und Weiterbildung

von Fachpersonal. Jährliche Verbandsmessen, Erfa-Gruppen und

regionale Angebote liefern starke Impulse und verknüpfen Gleichgesinnte aus

der Branche miteinander.

Strategische Kooperationen

Garant lebt den Kooperationsgedanken: Durch den verbandsübergreifenden

Einkauf im Rahmen der jeweils branchenführenden Einkaufs-Kooperationen –

der „Einkaufsgesellschaft mittelständischer Möbel- und Küchenhändler GmbH“

(EMMK) für die Möbel- und Küchenbranche einerseits sowie der „ZEV Zentrale

Einkaufsgesellschaft der Verbundgruppen des SHK-Handwerks und -Handels

GmbH“ für die SHK-Branche andererseits – können sich Garant Partner stets

auf Top-Einkaufspreise und -konditionen verlassen.

GARANT Spezialverbände

GARANT Küchen Areal

Verbandsleitung Jörg Böhler

GARANT Gutes Wohnen

GARANT Wohndesign

GARANT Pro Öko

Verbandsleitung Dominic Loy

GARANT Gutes Schlafen

Verbandsleitung Stefan Wieselhuber

GARANT Bad + Haus

Verbandsleitung Marc Kühn

GARANT Kollektionsmarken

AAMU

AERA

GARANT Collection

LIVA

MORGANA

ROYAL DREAM

PREMIUM-PROFIL

Verbände 45


VERBANDS-PROFILE

2025

EMV Europa Möbel-Verbund

GmbH & Co. KG

Ampertal 8

85777 Fahrenzhausen

Telefon +49 8133 89-0

Fax +49 8133 89-190

www.emverbund.de

info@emverbund.de

Der Europa Möbel-Verbund ist eine moderne Full-Service-Zentrale für den mittelständischen

Möbelhandel. Es werden Marketing- und Vertriebskonzepte für viele

Betriebstypen und unterschiedliche Flächenkategorien angeboten. Gemäß der

Aussage „Gemeinsam erfolgreich – selbstständig entscheiden“ nutzen die EMV-

Gesellschafter auf freiwilliger Basis die Verbandsdienstleistungen. Im Bereich der

freien Sortimente werden hervorragende Einkaufsbedingungen angeboten, und die

erfolgreichen Handelsmarken bieten darüber hinaus echte Differenzierungsmöglichkeiten.

Geschäftsführer

Knut Albert, Ulf Rebenschütz

Mitglieder

440

Verkaufsstellen

1.125 (In- und Ausland)

Außenumsatz

keine Angaben

ZR-Umsatz

1,43 Mrd. Euro

GfM Trend-Möbeleinkaufsverbund

Donaustraße 15

93333 Neustadt a. d. Donau

Telefon +49 9445 2040

Fax +49 9445 204155

www.gfm-trend.de

info@gfm-trend.de

GfMTrend: Gemeinschaft auf den Punkt gebracht – der liberale Möbeleinkaufsverbund

mit gut verhandelten Einkaufskonditionen, Top-Rückvergütung, höherer Rendite,

mehr Mitbestimmung, eigenen Handelsmarken, Exklusivmodellen, null Risiko,

kostenloser 5-Jahres-Garantie auf Elektrogeräte und einem Rundum-Service von

A-Z (Zentralregulierung) für mittelständische Familienunternehmen, vertreten durch

demokratisch gewählte Landesdelegierte. Das Sortiment deckt alle Bereiche des

Wohnens ab. Die eigenen Handelsmarken Marc Harris, Angelo Divani, La Natura,

WohnArt, MaxKomfort, Apéro, Topline, DreamArt ermöglichen eine bessere

Abgrenzung zum Wettbewerb. Jährliche Hausmessen für Wohnen und Küchen,

Schulungen, ERFA-Tagungen, Jungunternehmertagungen, Online-Händlertagungen,

E-Commerce, regionales Online-Marketing, Social Media, Newsletter, Homepage-Service

für Händler, Händlerportal www.zentiro.de u.v.m. Kooperationspartner

sind: APlus GmbH, Europa-Möbel Austria, EK/servicegroup, Demeter SAS,

Wir Tischler.

Geschäftsführerin

Monika Simon-Müller

Mitglieder

739 Mitglieder

(Inland 554,

Ausland 185)

Verkaufsstellen

790 (In- und Ausland)

Außenumsatz/ZR-Umsatz

keine Angaben

GIGA International GmbH & Co. KG

Mergentheimer Straße 59

97084 Würzburg

Telefon +49 (0) 931 800 808 80

Fax +49 (0) 0931 800 808 83

www.giga-verband.com

office@giga-verband.com

Giga International versteht sich als Europas größter Einkaufsverband für Möbel und

Wohnaccessoires. Unter diesem gemeinsamen Dach vereinen sich 20 starke Handelsmarken,

die in 18 Ländern mit über 1.850 Filialen vertreten sind. Die sieben

Sparten Giga International, Giga smart (SB), Giga online, Giga France, Giga Qualitätssicherung

und Logistik sowie Giga Sourcing Europa und Asien bieten unseren

Mitgliedern die Möglichkeit, noch individueller und flexibler auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse

eingehen zu können. Ein starkes Wachstum sowie unsere innovativen

Dienstleistungen, zu denen ausgezeichnete Einkaufsbedingungen, die Entwicklung

exklusiver Marken und Modelle, Direktimporte aus aller Welt und eine

effektive Logistik zählen, ergänzen dies optimal und garantieren unseren Mitgliedern

eine ausgezeichnete Wettbewerbsfähigkeit.

Geschäftsführer

Mag. Gerald Socher,

Erich Kugler, Andreas Mauz

Verkaufsstellen

Inland: 516

Ausland: 1.349

Außenumsatz

Ca. 15,0 Mrd. Euro

ZR-Umsatz

keine Angaben

MÖBELMARKT

46 Verbände 07/08 / 2025


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VERBANDS-PROFILE

2025

K3 Möbeleinkauf+Marketing GmbH

Birkenweg 15

74257 Untereisesheim

Telefon +49 7132 991880

Fax +49 7132 9918844

www.k3-moebel.de

info@k3-moebel.de

K3 ist Dienstleister für den Mittelstand. Der Schwerpunkt liegt in der Betreuung von

Online-Händlern. Diesen werden E-Commerce-Komplettlösungen für Online-

Shops inkl. Konzeptentwicklung, Sortimentsaufbau und Einkauf geboten. Die Mitglieder

haben eigene Shops (nicht zentral gelenkt), jedoch Unterstützung bei Suchmaschinenoptimierung

(SEO) durch Dienstleister.

An weiteren Dienstleistungen wird unseren Mitgliedern geboten: Intranet, Konditionen,

Sortimente, ZR, Möbelnews, Fulfillment-Dienstleistungen, Dropshipping

u.v.m.

Geschäftsführer

Dipl.-Kfm. Jörg Seidl

Mitglieder, Verkaufsstellen

Inland: 184

Ausland: 1

Außenumsatz

keine Angaben

ZR-Umsatz

keine Angaben

KMG Zumbrock GmbH

Im Gehaak 2

99887 Georgenthal

Telefon +49 36253 204999

Fax +49 36253 44810

service@kmg-zumbrock.de

www.kmg-zumbrock.de

Die KMG ist ein Verband für Küchenstudios und Handwerk, der Neugründer begleitet

und Bestandshändler fördert. Unsere Stärke liegt in persönlicher Betreuung und

Unterstützung. Mit ausgereiften Marketingkonzepten stärkt KMG Händler am POS,

investiert in potenzielle Kunden und sichert langfristigen Erfolg. Wir analysieren

Zahlen und Daten, um flexibel und individuell zu reagieren. Neuhändler unterstützen

wir bei der Zielsetzung, Bestandshändler bei der Prozessoptimierung. Das

„Atelier der Inspiration“ fördert Fachkompetenz und Kostenkontrolle bereits auf

kleinstem Raum. Unsere digitalen Tools wie KMG LocalBoost, ProduktNavi, Blockverrechner,

Datenpflege etc. optimieren den Point-of-Sale – unterstützt durch optional

buchbare Marketingkonzepte. Mit 447 Partnern und 25 Jahren Erfahrung bietet

KMG eine starke Einkaufsgemeinschaft als Basis für Verhandlungen – denn im

Einkauf liegt der Gewinn!

Geschäftsführer

Hans-Ulrich Zumbrock

Pia Zumbrock

Rudolf Siemens

Mitglieder: 447

Verkaufsstellen: mehr als 447

Außenumsatz

keine Angaben

ZR-Umsatz

keine Angaben

MZE

Möbel-Zentral-Einkauf GmbH

Lohweg 31

85375 Neufahrn

(Postfach 1240, 85370 Neufahrn)

Telefon: +49 (0) 8165 / 9526-0

Fax: +49 (0) 8165 / 6203-0

www.mze.de

info@mze.de

MZE Netzwerk – Vier Fachverbände unter einem Dach, ergänzt durch den

neuen Unternehmensbereich Werkraum

Das MZE Netzwerk vereint die Fachbereiche Küchenwelt, Wohnkultur, Schlafkultur

und RaumDesign und erweitert sich ab dem 1. Januar 2025 um den Bereich Werkraum

für Tischler und Schreiner. Die Fachverbände agieren autark, sind jedoch im

Netzwerk verbunden, um Fachhändlern flexible und zeitgemäße Beratungslösungen

zu bieten. Durchdachte Verkaufsförderungs- und Marketingmaßnahmen sowie

ein leistungsstarkes Intranet vereinfachen den Arbeitsalltag. Die MZE SmartLounge

erschließt das volle Potenzial der Digitalisierung am Point of Sale. MZE unterstützt

Fachhändler bei der Positionierung und Transformation in die digitale Welt und bietet

emotionale Marketingkonzepte für den POS und das Web.

Geschäftsführer

Rüdiger Gehse

Mitglieder

650

Außenumsatz

keine Angaben

ZR-Umsatz

keine Angaben

MÖBELMARKT

48 Verbände 07/08 / 2025


Die Geschäftsführer

Daniel Borgstedt und

Marko Steinmeier (v.l.).

Fotos: KüchenTreff

KüchenTreff: Stark im Verbund

Dieses Jahr feiert KüchenTreff sein 30-jähriges Jubiläum – drei Jahrzehnte voller Wachstum, Vertrauen und

gemeinsamer Erfolge. Doch KüchenTreff ruht sich nicht auf der Geschichte aus, sondern blickt nach vorne:

Der Markt ist in Bewegung und KüchenTreff auch. Durch die Kooperation mit der Verbundgruppe Der Küchenring

und Alliance hat KüchenTreff ein gemeinsames jährliches Umsatzvolumen von 1.032.502.432 Euro im Jahr 2024

– damit stehen sie an der Spitze der deutschen Verbandslandschaft im Bereich Küche. Für die Händler bedeutet

das: beste Einkaufskonditionen und eine sichere Zukunft.

Zuhause bei KüchenTreff

Die Serviceleistungen des genossenschaftlich organisierten Verbands sind in der Verbandslandschaft einzigartig

und unterstützen die Küchenstudios individuell von der Gründung bis zur Nachfolgeregelung. Bei KüchenTreff

entscheidet jedes Mitglied selbst, ob es unter dem starken Markendach von KüchenTreff agiert oder sich unter

eigenem Namen präsentieren möchte. Unter dem Motto „Alles kann, nichts muss“ können die Mitglieder aus

einem breiten Angebot von Leistungen wählen. Dazu zählen beispielsweise Einkauf, Zentralregulierung, betriebswirtschaftliche

Beratung, zentrale Pflege aller Lieferantenkataloge für die führenden Planungsprogramme,

Geschäftsausstattung, Grafik und Online-Marketing, Leadgenerierung, ein ZGV-zertifizierter Klimaprofi sowie

Shop- und Existenzgründerkonzepte.

Zahlreiche attraktive Services

KüchenTreff unterstützt seine Mitglieder konkret dabei, die

aktuellen Herausforderungen zu meistern und den Abverkauf zu

stärken. Im neuen Marketingportal, dessen Nutzung kostenlos ist,

können Google- und Social-Media-Ads, Großflächenplakate,

Fahrzeugbeschriftungen, TV-Kampagnen und Vereinsmarketing

ganz einfach mit nur einem Klick online gebucht werden – lokal,

kostentransparent und komplett individuell. Auch ein Website-

Baukasten und ein Social-Media-Posting-Service gehören zum

Angebot. Im KüchenTreff Campus und dem neu ausgebauten

Schulungszentrum stehen zudem Events zum Erfahrungsaustausch

sowie diverse Weiterbildungen zur Verfügung – von Social Media

bis zum Verkaufstraining.

KüchenTreff Einkauf &

Marketinggesellschaft für

Küche & Wohnen mbH

& Co. KG

Harpstedter Straße 60

27793 Wildeshausen

Telefon: +49 (0) 4431 7379-0

Telefax: +49 (0) 4431 7379-20

info@kuechentreff.de

www.erfolgreich-mitkuechentreff.de

Geschäftsführer

Daniel Borgstedt

Marko Steinmeier

Mitglieder in Europa: 636

Verkaufsstellen in Europa: 671

Außenumsatz/

ZR-Umsatz

keine Angaben

Teil der Familie werden

Und obwohl der Verband mit der Zeit geht und stetig wächst, bleibt

eins bestehen: KüchenTreff und seine Mitglieder sind eine große

Familie, die bei allen regionalen Unterschieden eines verbindet:

gemeinsame Werte, die Begeisterung für Küchen und das gegenseitige

Du. Das gefällt Dir? Dann werde auch Teil unserer Familie!

PREMIUM-PROFIL

MÖBELMARKT

07/08 / 2025

Verbände 49


VERBANDS-PROFILE

2025

KSV – die Gemeinschaft

für Küchenspezialisten

KSV-Geschäftsführer Leif Kania.

Der Küchen Spezial-Verbund (KSV) ist der Verband für

alle, die im Küchenhandel mehr erreichen wollen –

vom Studio bis zum Fachmarkt. Unsere Philosophie

ist klar: Spezialisierung statt Austauschbarkeit. Wir

glauben an die Stärke unserer Händler vor Ort – und

fördern sie gezielt mit individueller Beratung, professioneller

Unterstützung und maßgeschneiderten Konzepten.

Unsere Mitglieder profitieren nicht nur von exzellenten

Einkaufskonditionen durch unsere Nähe zur Europa

Möbel-Verbundgruppe, sondern auch von monatlicher

Bonusausschüttung – einzigartig im Verbandswesen.

Die KSV-Mitgliedschaft ist dabei kostenlos und basiert

auf dem Verursacherprinzip: Sie zahlen nur für das,

was Sie auch nutzen.

Ob Neugründung, Digitalisierung oder Markenbildung

– wir bieten umfassende Unterstützung: von der Website-Gestaltung

mit Social-Media-Anbindung über eine

exklusive Online-Akademie bis hin zu effektiven Marketingmaßnahmen

auf allen Kanälen. Unser Ziel ist es,

unsere Mitglieder regional stark und langfristig erfolgreich

zu machen. Mit über 500 aktiven Küchenhäusern

in Deutschland, Österreich und weiteren europäischen

Ländern ist der KSV eine Gemeinschaft, die bewegt.

Bei uns zählt Ihre unternehmerische Freiheit – verbunden

mit der Power eines starken Netzwerks.

KÜCHEN SPEZIAL

VERBUND

GmbH & Co. KG

Ampertal 8, 85777

Fahrenzhausen

Tel. +49 8133 89 260

info@ksverbund.de

www.ksverbund.de

Geschäftsführung

Knut Albert, Leif Kania,

Ulf Rebenschütz

Mitglieder,

Verkaufsstellen

498 Mitglieder mit 516

Verkaufsstellen

Gründungsjahr: 2008

Stilkoncil GmbH & Co. KG

Ampertal 8

85777 Fahrenzhausen

Telefon +49 8133 89-0

www.stilkoncil.de

info@stilkoncil.com

Der Verbund versteht sich als Förderer und Dienstleister des Premium-Einrichtungssegments.

Hierbei fungiert die Stilkoncil GmbH & Co. KG als Bindeglied und

Moderator zwischen Handel und Industrie, organisiert den optimalen gemeinsamen

Zugang zum Premium-Konsumenten und initiiert nutzenstiftende und gewinnbringende

Projekte und Maßnahmen durch synergetische Effekte.

Effizienz, kaufmännischer Nutzen und kommunikativer Austausch stehen im Vordergrund,

um sich den strukturellen Herausforderungen der Zukunft gemeinsam zu

stellen und gleichzeitig die besondere Bedeutung hochwertiger Design-Produkte

als gesellschaftliches Kulturgut zu fördern.

Vertriebsleiter

Michael Klessinger

MÖBELMARKT

50 Verbände 07/08 / 2025


Mit Systemkompetenz Erfolg für Partner sichern

MHK Group AG

Hans-Strothoff-Platz 1

63303 Dreieich

Telefon +49 6103 391-0

Fax +49 6103 391-119

info@mhk.de

www.mhk.de

Jahr der Gründung:

1980

Vorstand

Volker Klodwig

(Vorstandsvorsitzender),

Frank Bermbach,

Thorsten Hallermeier,

Carolin Kronenberg

Zahl der Gesellschafter:

4.310 (per 31.12.2024)

Umsatz der MHK Group:

9,19 Mrd. Euro

(per 31.12.2024)

Europäische

Landesgesellschaften:

MHK Deutschland,

MHK Nederland, MHK

Belgium, MHK Österreich,

MHK Schweiz,

MHK Ibérica, MHK UK,

MHK France

Die MHK Group ist eine der führenden europäischen Branchenplattformen für Küche und Wohnen. Mit 4.310 Anschlusshäusern

in den Landesgesellschaften MHK Deutschland, MHK Belgium, MHK France, MHK Ibérica, MHK

Nederland, MHK Österreich, MHK Schweiz und MHK UK und einem Umsatz von 9,197 Mrd. Euro (2024) gehört der

Full-Service-Verband zur Spitzengruppe der internationalen Einkaufskooperationen für den Küchenfachhandel und

das Fachhandwerk.

Hohe Systemkompetenz, ein einzigartiges Netzwerk und erfolgreiche Geschäftsmodelle

Die 1980 gegründete MHK Group zeichnet sich durch ihre hohe Systemkompetenz, ihre erfolgreichen Geschäftsmodelle

und ihre vertrauensvolle Partnerschaft mit mehr als 800 Herstellern und Lieferanten aus. Die Verbundgruppe

investiert kontinuierlich in die Stärkung ihrer Branchenkompetenz, digitale Lösungen sowie maßgeschneiderte Finanz-

und Beratungsleistungen. So befähigt sie ihre Gesellschafterinnen und Gesellschafter, ihre Zukunft in jedem

Marktumfeld erfolgreich zu gestalten und steht dabei als verantwortungsvoller Partner an ihrer Seite.

„Mit unserer Architektur zukunftsorientierter Geschäftsmodelle und einem umfassenden Serviceportfolio bieten wir

den Unternehmerinnen und Unternehmern in der MHK Group vielversprechende Vertriebs- und Wachstumschancen

für bestehende und neue Kundengruppen“, beschreibt Volker Klodwig, CEO der MHK Group, die Stärken des Verbunds.

Stark aufgestellt für die Zukunft

Mit exzellenten Dienstleistungen, innovativen Produkten und Technologien sowie fachspezifischen Aus- und Weiterbildungsangeboten

unterstützt die MHK Group ihre Gesellschafterinnen und Gesellschafter dabei, überdurchschnittlich

und nachhaltig erfolgreich zu sein. Sie profitieren von profilierten Brand- und Franchisekonzepten wie den bekannten

Marken musterhaus küchen und Reddy Küchen, dem urbanen Showroom-Konzept Ycon, fünf

Küchen-Eigenmarken sowie dem Franchisesystem Bad & Body.

Die MHK Group steht zudem für starke Verbände wie interdomus Haustechnik, die mitgliederstärkste deutsche Verbundgruppe

der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnikbranche, sowie Deutscher Wohnbau Verbund und Top Malermeister.

Zu den Systempartnern der MHK Group gehören darüber hinaus auch der Finanzdienstleister Cronbank und

der führende Anbieter für Küchenplanungssoftware, Carat.

MHK im Detail:

Expertise von

erfahrenen

Systempartnern:

u.a. Küchenplanungssoftware,

Finanzdienstleistungen,

Unternehmensberatung,

360°-Marketing,

Aus- und Weiterbildung,

Innovationsmanagement

Starke Franchiseund

Handelsmarken:

musterhaus küchen,

Reddy Küchen, Ycon,

Bad & Body

Etablierte Eigenmarken:

Designo, elementa,

neola, selectiv, xeno

Renommierte

Verbände:

Küche: Küchen Liga,

Küchen Partner,

Magnum, Nobel

Handwerk:

interdomus Haustechnik,

Top

Malermeister,

Deutscher Wohnbau

Verbund

PREMIUM-PROFIL

MÖBELMARKT

07/08 / 2025 Verbände 51


MZE: NexGeneration tagte auf Ibiza

Der Spirit vom MZE prägte die Juniorentagung NexGeneration auf Ibiza. Foto: MZE

Vom 22. bis 25. Mai fand die Juniorentagung NexGeneration

der Möbel-Zentral-Einkauf GmbH (MZE) auf Ibiza statt. An vier

intensiven Tagen erlebten Gründer und Nachfolger aus dem

Einrichtungsfachhandel interaktive Workshops und hatten die

Gelegenheit, sich über Herausforderungen, Leadership und die

Zukunft im inhabergeführten Fachhandel auszutauschen.

„Der Schwerpunkt lag auf Markenidentität, unternehmerischem

Selbstverständnis und zukunftsorientiertem Marketing. Allesamt

Bereiche, die unsere Gründer und Nachfolger intensiv umtreiben.

Mit einer interaktiven Session konnten wir alle involvieren

und neues Wissen gemeinsam weiterentwickeln und aus unterschiedlichen

Perspektiven betrachten. Durch dieses Miteinander

entsteht ein unverwechselbarer Spirit, der bewegt und Nex-

Generation prägt“, so MZE-Vertriebsleiter Helmut Stauner.

Mit der Keynote zum Thema „Persönlichkeitsentwicklung“

wusste die Leadership-Expertin Vivien Soppa zu überzeugen.

Das MZE-Marketingteam bot zudem Marketing-Wissen zum

Mitnehmen. Dabei wurden Marketing-Skills nicht nur theoretisch

erklärt, sondern in interaktiven Sessions greifbar gemacht.

MZE konnte zwei Top-Partner für NexGeneration 2025 gewinnen:

Rummel Matratzen und Spessarttraum wurden durch ihre

Geschäftsführer Klaus Neudecker und Michael Pflugbeil persönlich

vertreten. „Sie waren mittendrin in unserem Netzwerk

Wohnkultur und genau das ist die Essenz von NexGeneration –

gemeinsame Erlebnisse stärken Verbindungen, von denen alle

profitieren“, so Helmut Stauner.

EMV: Neuwahlen im Aufsichtsrat

Der Europa-Möbel-Verbund (EMV) hat am 1. Juli im

Rahmen seiner konstituierenden Beiratssitzung turnusgemäß

einen neuen Aufsichtsrat gewählt. Die Sitzung

markierte den offiziellen Start der neuen Amtsperiode

und stand ganz im Zeichen der strategischen Ausrichtung,

um zukünftige Herausforderungen bestmöglich

meistern und die sich bietenden Chancen umfassend

für den Verband nutzen zu können. Gemäß Satzung des

Verbandes wurde durch den Beirat der neue Aufsichtsrat

des EMV gewählt.

Dem Gremium gehören künftig folgende Mitglieder an:

Luise Brandl, Brandl Einrichtung GmbH, Kelheim; Pascal

Dick, Möbel Dick GmbH, Lauchringen; Katrin Fahnenbruck,

Wohnwelt Fahnenbruck GmbH, Voerde; Alex

Felske, Johann Brauckhoff GmbH, Datteln; Angela

Frankenberg, City-Polster Trier GmbH, Trier; Alexander

Kleemann, Die Einrichtung Kleemann KG, Kornwestheim;

Nils Kuiper, Kemner Home Company GmbH &

Co. KG, Geestland; Martin Stephan, Möbelhof Parsberg

GmbH, Parsberg; Thilo Wenig, Möbel-AS Handels-

GmbH, Elztal.

In seiner konstituierenden Sitzung wählte der Aufsichtsrat

erneut Martin Stephan zum Vorsitzenden und Nils

Kuiper zum stellvertretenden Vorsitzenden.

Der Küchenring: Marcus Roth wird Geschäftsführer

Der Küchenring hat die Berufung von Marcus Roth (Foto) in die Geschäftsführung

bekannt gegeben. Roth, bisher Vertriebsverantwortlicher bei Häcker Küchen, wird zum

1. Dezember als Geschäftsführer bei Der Küchenring

starten. Gemeinsam mit Marko Steinmeier und

Bernd Achleitner wird er den Küchenring

führen. Mit dieser Personalentscheidung

stärkt der Verband nach eigenen

Angaben seine Führungsmannschaft

und setzt ein

deutliches Signal für Kontinuität

und Vertriebskompetenz.

Marcus Roth bringt umfangreiche

Branchenerfahrung und

Vertriebsexpertise in seine

neue Position mit. Zu seiner

wichtigsten beruflichen Station

gehört seine seit 1998 bestehende

Tätigkeit bei Häcker Küchen.

Zuletzt verantwortete er

dort als Mitglied der Geschäftsleitung

den Vertrieb für Deutschland

und Österreich. Darüber hinaus

setzt sich Marcus Roth als Vorstandsmitglied

der Marketinggemeinschaft

„A30 Küchenmeile e.V.“ unternehmensübergreifend

für die Küchenbranche ein.

Foto: Der Küchenring

52 Verbände

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


Juli/August 2025 ∙ www.moebelmarkt.de

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Hometex:

Rekordbesuch in Bad Salzuflen

Interzum:

Spannende Innovationen in Köln


Guter Schlaf ist

harte Arbeit

Es gibt Geschichten, die so vielleicht nur in den USA möglich sind. Dr. Katrin Hamm

erzählte uns für diese Sleep-Ausgabe ihre Story, die so ungewöhnlich wie beeindruckend

ist. Als Mitarbeiterin der Weltbank reiste sie bis vor wenigen Jahren noch

rund um den Globus und kämpfte dabei häufig mit Schlafproblemen: Zeitverschiebung,

unbequeme Hotelbetten – Reisende kennen das.

Um wieder besser schlafen zu können, probierte die in den Staaten lebende Hamm

es mit einer Gewichtsdecke, fand aber kein Produkt, das sie zufriedenstellte – zu

warm, zu rutschig, zu unansehnlich. Also entwickelte sie in intensiver Tüftelarbeit

selbst eine solche Decke, mit der sie heute zweistellige Millionen-Umsätze erzielt.

Was Oprah Winfrey damit zu tun hat und welche Ziele sie sich nun für ihre Heimat

gesetzt hat, verrät die deutsche Unternehmerin aus New York in unserer Titelstory.

Sommerzeit ist Reisezeit – und damit für schlechteren Schlaf prädestiniert. Häufig

sind die Betten in den Urlaubsquartieren mäßig, eine andere Umgebung, ungewohnte

Hitze und weitere Faktoren tun ihr Übriges, um die Regeneration zu stören.

Die Fachhändler und Schlaftrainer Eva Bovet und Björn Steinbrink haben sich mit

der Hotelkette Premier Inn zusammengetan, um in ihrer neuen Infotainment-Reihe

„Schlaflos in…“ genau dort über erholsamen Schlaf zu reden, wo der ein zentrales

Thema sein sollte: im Hotel. Mehr verraten die beiden im Sleep-Interview.

Wieviel Vorarbeit für einen erholsamen Schlaf notwendig ist, ließ sich zuletzt auch

auf der Interzum erleben. Die Kölner Weltleitmesse für die Zulieferindustrie zeigte im

Bedding-Segment die kreative Innovationskraft vieler Hersteller von Vorprodukten,

die die Zeichen der Zeit erkannt haben: Smarte Technologien, digitale Lösungen,

kreislauffähige Materialien – allmählich bewegt sich etwas in Sachen Nachhaltigkeit.

Und die Zeit ist knapp: Schon in wenigen Jahren wird der Digitale Produktpass

auch für Matratzen eingeführt, es gibt also viel zu tun.

Derweil bleibt die Lage für Industrie und Handel vorerst angespannt, wie die Insolvenz

von Aquinos Bedding Germany zeigt, von der mit Schlaraffia eine der bekanntesten

deutschen Betten-Marken mit 115-jähriger Geschichte betroffen ist. Ob und

wie es künftig in Bochum weitergeht, ist offen. Was auch deshalb schmerzt, weil

sich das Unternehmen als Vorreiter beim Digitalen Produktpass sah und intensiv

am Thema Kreislauffähigkeit gearbeitet hat. Fleiß, der möglicherweise nicht belohnt

werden wird.

Herzlichst,

Ihr Stefan Mielchen

Stefan Mielchen

Stv. Chefredakteur MÖBELMARKT

mielchen@moebelmarkt.de

Impressum

Erschienen im MÖBELMARKT Juli/August 2025

Verlag Matthias Ritthammer GmbH

Emmericher Str. 10 · D-90411 Nürnberg

Telefon: +49 (0) 911 95578-0

Fax: +49 (0) 911 95578-11

Internet: www.moebelmarkt.de

E-Mail: media@ritthammer-verlag.de

Redaktion: Stefan Mielchen, Arnd Schwarze

54 MÖBELMARKTSleep

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


Hometex | Seiten 64-66

Inhalt

54 Guter Schlaf ist viel Arbeit

55 Inhalt

Titelbild: Bearaby

Gewichtsdecken in anspruchsvollem Design:

Dr. Kathrin Hamm hat ihre Marke

Bearaby in den USA zum Marktführer gemacht.

Nun will sie die DACH-Region erobern.

Lesen Sie mehr ab Seite 56.

56 Bearaby: Mit Gewichtsdecken

an die Spitze

58 Yatas: Erster Concept-Store

in Frankfurt

59 „Schlaflos in...“: Infotainment

zum Einschlafen

60 Cramer: Schlafkultur auf

hohem Niveau

61 Sleep-Mix

62 Interzum: Zukunftsthemen

zum Anfassen

64 Hometex Sommer: Alles,

was Rang und Namen hat

66 Showcase

Interzum | Seiten 62–63

Cramer | Seite 60

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Hometex Sommer 2025

Ein erfolgreicher Auftakt für die neuen Veranstalter

Michael Schmid blickt auf eine tolle Hometex-Messe in Bad Salzuflen zurück. Es gab zahlreiche

interessante Gespräche sowie aktuelle Informationen aus der Branche. Das Zusammenkommen

und der Austausch sind für Michael Schmid von großer Bedeutung.

Sehr gefreut hat sich Michael Schmid und sein Team auch über den Besuch von ehemaligen

Auftraggebern wie z.B. der Firma Betten Nägele aus Mindelheim (im Bild), Betten Stumpf aus

Aglasterhausen und Betten Block aus Obertshausen. Michael Schmid und sein Partner sind

mit vielen alten Auftraggebern noch in Kontakt. Mit einigen haben sich Freundschaften entwickelt,

die sehr wertvoll sind. Daher ist das Unternehmens-Motto „Wir kommen als Fremde

und gehen als Freunde“ nicht nur eine Floskel.

Die Firma Schmid ist nicht nur der Ansprechpartner bei Geschäftsaufgaben, sondern

auch bei Geschäftsübergaben, Generationswechsel oder Umbau.

www.schmid-auktionen.de

Schmid Handelsgesellschaft mbH · Neue Industriestraße 8 · 74934 Reichartshausen · Telefon: 0 62 62 / 880 99-00 · info@schmid-auktionen.de


Mit Gewichtsdecken an die Spitze

Schwere Decken gegen leichten Schlaf: Dr. Kathrin Hamm gelang mit ihrer Marke Bearaby in den USA der Sprung vom Start-up

zum Verkaufsschlager. Jetzt sollen ihre innovativen Produkte den DACH-Markt erobern. | Neue Konzepte

Südostasien, Indien, der Mittlere Osten:

Dr. Kathrin Hamm war beruflich

immer viel unterwegs – und der Jetlag

ihr ständiger Begleiter. Die damit

verbundenen Schlafprobleme mochte

die Ökonomin, die lange Jahre für

die Weltbank in Washington arbeitete,

aber nicht mit Tabletten oder ähnlichen

Hilfsmitteln lösen, so wie es fast jeder

dritte Deutsche versucht.

Eine Gewichtsdecke sollte Abhilfe

schaffen, doch die erhältlichen Produkte

überzeugten sie nicht - zu warm,

zu unhandlich – und auch optisch nicht

gerade ansprechend. „Obwohl es sie

schon mehr als 30 Jahre gibt und auch

viel Fachliteratur dazu vorhanden ist,

hat niemand am Design der Gewichtsdecken

etwas verändert“, so Hamm.

Dann kam sie.

Gefüllt werden die Kammern dieser

Decken in der Regel mit Glas-, Kunststoff

oder Edelstahlkügelchen, um auf

das Gewicht von bis zu zwölf Kilo zu

kommen. Dass es darunter unangenehm

warm werden kann, wusste die

Bearaby-Gründerin aus eigenem Erleben.

Als ihr Leidensdruck zu groß wurde,

gab die aus der Nähe von Stuttgart

stammende Unternehmerin ihren Weltbank-Job

auf und begann, gemeinsam

mit ihrer Mutter an einer Alternative zu

tüfteln.

In der elterlichen Küche wurde schließlich

eine Mini-Version erstellt – mit der

Erkenntnis, dass auch eine schwere

Decke weich, luftig und ästhetisch

ansprechend sein kann. Was einfach

klingt, erforderte eine mehrmonatige

Experimentierphase. Mit dem ersten,

gerade einmal 30 mal 30 Zentimeter

großen Prototyp ging Hamm bei zahlreichen

Herstellern hausieren – ohne

Erfolg. „Viele haben das Produkt nicht

verstanden oder verfügten nicht über

die notwendigen Maschinen.“

Am Ende entwickelte sie diese selbst

und startete mit einem fünfköpfigen

Team eine Garagen-Produktion. Dabei

half eine Crowdfunding-Kampagne,

die binnen eines Monats 250.000 US-

Dollar einbrachte. Das war neben den

eigenen Ersparnissen das Startkapital

sowie der Hinweis, dass ihr Produkt einen

Nerv traf, wenn so viele Menschen

bereit waren, Geld dafür zu geben.

Bio, fair und patentiert

Das erforderliche Gewicht erreicht die

Bearaby-Decke durch eine spezielle

Bio-Baumwolle. Alle Produkte werden

ressourcenschonend hergestellt und

sind Fairtrade-zertifiziert.

„Das wichtigste Thema in der Entwicklung

war aber, dass die Decken luftig

sind“, betont die Firmengründerin.

Man könne sie auch über eine vorhandene

Bettdecke legen, ohne dass es

darunter zu warm werde. Das Gewicht

wird gleichmäßig verteilt, die Decken

sind in der Maschine waschbar.

„Wir haben zu Beginn recht viel experimentiert,

am Ende ist auch ein Patent

daraus entstanden“, so Hamm, die

mittlerweile auch einen Red Dot Award

sowie einen German Design Award

eingeheimst hat. Denn das Design ist

ein weiterer, wesentlicher Erfolgsfaktor.

Die Decken sind ein echter Hingucker

und machen sich auch gut auf einem

schicken Sofa.

„Wir hatten von Beginn an sehr viele

Farboptionen, so dass sie auch in verschiedene

Interieurs passen.“ Für viele

ihrer US-Kunden war das ein wichtiges

Argument. Mehr als 70% der Käufer

im ersten Jahr hatten bereits eine Gewichtsdecke,

waren aber unzufrieden.

„Die sind dann zu uns geswitched.“

Erfolg in den USA

Die ersten 800 hergestellten Decken

sollten für ein Jahr reichen, waren aber

innerhalb von zwei Wochen in den USA

ausverkauft. Es gab schnell positives

Feedback und Weiterempfehlungen.

„Zu Beginn haben wir gar kein Marketing

gemacht“, so Hamm. Doch dem

Fotos: Bearaby

56 MÖBELMARKTSleep

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


Für den Retail-Bereich, der auch in den

USA ein wesentlicher Erfolgsfaktor für

Bearaby ist, wird aktuell ein Vertriebsteam

aufgebaut mit dem Ziel, bis Jahresende

möglichst einen Premium-Anbieter

zu gewinnen, zum Beispiel für

eine Pop-up-Fläche.

„Aber wenn ein Möbel- oder Bettenfachhändler

auf uns zukommt, sagen

wir natürlich auch nicht nein“, so

Hamm. Wichtig sei eine verlässliche

Beratungskompetenz. Partnerschaften

mit Wellness- und Yoga-Studios sowie

eine erste Hotel-Partnerschaft, wo die

Decke im Spa-Bereich eingesetzt wird,

gibt es bereits.

Breites Sortiment

Auf dem deutschsprachigen Markt

werden derzeit Decken aus reiner Bio-

Baumwolle angeboten, in den USA

auch Tencel-Decken, die einen noch

„ Wir wollen Erholung und Schlafgesundheit fördern

und in die Mitte der Gesellschaft rücken.“

Dr. Kathrin Hamm, Gründerin von Bearaby

Selfmade-Woman: Dr. Kathrin

Hamm will Bearaby jetzt in der

Heimat erfolgreich machen.

Start-up gelang es, das Interesse von

Medien und Schlafforschern zu wecken,

wichtigen Multiplikatoren.

Der Game Changer schließlich war,

dass es die Bearaby-Decke auf die

Weihnachts-Empfehlungsliste von US-

Star Oprah Winfrey schaffte. Stundenlang

hatte Hamm sich dafür in New

York in eine lange Schlange vor einem

Lagerhaus eingereiht. Nur zehn

bis zwölf Produkte von Tausenden, die

alljährlich eingereicht werden, schaffen

es auf die Liste der äußerst einflussreichen

Moderatorin. „Oprah fand die Decke

gut“, so Hamm. „Das war wie ein

Sechser im Lotto.“

Mittlerweile steht der Name Bearaby

für einen Umsatz im mittleren achtstelligen

Bereich sowie die Marktführerschaft

in den USA. Dort ist Hamm,

die heute 35 eigene Mitarbeiter hat und

deren Partnerbetriebe in Indien und Sri

Lanka weitere 200 Menschen beschäftigen,

sowohl über den Direktvertrieb

auf der eigenen Website aktiv, als auch

über viele große Retail-Partner. „Natürlich

spielt Glück auch immer eine Rolle.

Aber ich glaube, wir waren mit dem

richtigen Produkten zur richtigen Zeit

am richtigen Ort“, so Hamm. Jetzt sei

der passende Moment, die Expansion

in Angriff zu nehmen.

DACH-Markt im Blick

Seit Oktober 2024 ist Bearby im

deutschsprachigen Markt aktiv, derzeit

D2C mit einem Online-Angebot.

„Aber wir wissen natürlich, dass

es sehr gut funktioniert, wenn man in

den Geschäften das Produkt anfassen

und testen kann“, so Hamm. Denn viele

Menschen können sich unter einer

schweren Decke nach wie vor nicht allzu

viel vorstellen. „Da funktioniert der

stationäre Handel sehr gut.“ Hier hat

Hamm anspruchsvolle Kaufhäuser,

den Bettenfachhandel sowie hochwertige

Einrichter im Blick – Umgebungen

also, in denen ihr Produkt gut beraten

werden kann.

größeren Kühl-Effekt haben. Im Mai

wurden hierzulande Kinderdecken gelauncht.

„Das wird auch ein großes

Segment für uns werden“, ist Hamm

nach den ersten positiven Reaktionen

sicher.

Zum Angebot gehören außerdem eine

300 Gramm schwere Schlafmaske sowie

ein Nackenwärmer, beide mit Tonerde

gefüllt. Neu sind seit Juni auch

Körperkissen aus Naturkautschuk für

Seitenschläfer.

„Deutschland ist der erste Markt, in

den wir außerhalb der USA expandieren“,

sagt Hamm. „Es ist nicht nur ein

persönlicher Erfolg, unsere Produkte in

mein Heimatland zu bringen, sondern

auch ein bedeutender Schritt auf unserer

Mission, Erholung und Schlafgesundheit

zu fördern und in die Mitte

der Gesellschaft zu rücken.“

Denn fast jeder zweite Deutsche leide

unter Schlafproblemen, gleichzeitig

würden die Verbraucher hierzulande

die Bedeutung des guten Schlafs für

ihr Wohlbefinden zunehmend anerkennen.

„Hier sehen wir für uns ein enormes

Potenzial.“

Premium-Look: Die

Bearaby-Produkte

wurden bereits mit einem

Red Dot Award und

einem German Design

Award ausgezeichnet.

MÖBELMARKT

07/08 / 2025 SleepMÖBELMARKT 57


Yatas: Erster

Concept-Store

in Frankfurt

Sales&Marketing Director

Abdi Cetin mit Storemanagerin

Fatma Yildirim. Fotos: leo

Die Europa-Zentrale des türkischen Matratzen- und

Möbelherstellers Yatas Bedding hat Anfang Juni in

Frankfurt den ersten eigenen Store für Betten und Matratzen

in Europa eröffnet. Die Filiale im Nordwest Einkaufszentrum

bietet eine exklusive Auswahl an hochwertigen

Betten, innovativen Matratzen und maßgeschneiderten

Schlaflösungen.

Der Laden, den das Unternehmen von

einem Franchise-Partner übernommen

hat, ist in bester Lage – direkt zwischen

einem Media-Markt und einem Storee

von Olymp & Hades im Obergeschoss

des Einkaufszentrums. Das Team um

Sales- und Marketing-Director Abdi

Cetin hat ihn komplett an die weltweite

CI des Unternehmens angepasst. Etwa

25.000 Artikel sind jetzt in Frankfurt auf

320 Quadratmetern erhältlich.

„Wichtiger Meilenstein“

„Nach Jahren erfolgreicher Tätigkeit

mit Partner-Stores und im Online-Handel

markiert die eigene Store-Eröffnung

einen wichtigen Meilenstein in

der Unternehmensgeschichte“, so Cetin.

„Mit dem neuen Standort bringt

Yatas seine Kompetenz im Bereich

Schlafkomfort direkt vor Ort – mit persönlicher

Beratung, Anprobe-Möglichkeiten

und einem inspirierenden Showroom.“

Für das laufende Jahr erwartet

der Sales- und Marketing-Director einen

Umsatz von mindestens 600.000

bis 800.000 Euro.

„Unser Ziel ist es, den Menschen zu einem

besseren Schlaf zu verhelfen –

und das am besten dort, wo sie unsere

Produkte live erleben können“, erläutert

Store-Managerin Fatma Yildirim:

„Mit dem ersten Concept-Store in

Deutschland möchten wir unseren

Kundinnen und Kunden die Möglichkeit

geben, die Qualität unserer Produkte

hautnah zu erleben und individuell

beraten zu werden.“ Die gelernte

Sportlehrerin ist seit März bei Yatas

Bedding und bringt aus früheren Tätigkeiten

reichlich Vertriebs- und Verkaufserfahrung

mit. Sie ist Chefin von

drei Mitarbeitern in Frankfurt.

Zur Eröffnung kam Generalkonsulin Nagihan Ilknur Akdevelioglu. Sie durchschnitt

das rote Band.

Weitere Stores geplant

Sollte sich das Konzept bewähren,

plant Cetin weitere Stores unter eigener

Regie. Doch auch die Franchise-

Schiene soll forciert werden: „Die

Yatas International GmbH mit Sitz in

Nürnberg bietet für alle interessierten

Partner ein zugeschnittenes Businesskonzept

– ob mit Concept-Stores für

Enza Home oder Yatas Bedding oder

Shop-in-Shop-Systeme, Multichannel,

Fachhandel oder OEM-Business. Wir

sind der zuverlässige Partner für eine

erfolgreiche und nachhaltige Zusammenarbeit“,

sagt Abdi Cetin.

leo

Der Store befindet sich im NWZ in bester Lage.

58 MÖBELMARKTSleep

25.000 Artikel – Betten, Matratzen und

Heimtextilien sind in dem Store vorrätig.

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


Hellwach: Eva Bovet und Björn

Steinbrink vermitteln ihr Wissen

rund ums Schlafen einem

interessierten Publikum.

Infotainment für Besserschläfer

Mit ihrem Programm „Schlaflos in…“ bringen die Fachhändler und Schlaftrainer Eva Bovet und Björn Steinbrink das

Thema Schlaf ins Hotel. Mit ihrem Partner Premier Inn geht es im November weiter. Interessierte Bettenfachhändler

können sich an den Veranstaltungen kostenlos beteiligen.

MM: Frau Bovet, Herr Steinbrink, Sie

sind mit der Vortragsreihe „Schlaflos

in…“ in mehreren Hotels zu Gast gewesen.

Welche Resonanz gab es?

Eva Bovet: Wir waren im Mai an drei

Abenden in den Häusern von Premier

Inn in Wuppertal, Köln und Frankfurt.

Dort gab es jeweils ein Nachmittagsprogramm:

eine Zooführung in Wuppertal

mit dem Thema „So schlafen

Tiere“, einen Besuch bei Betten Sauer

in Köln, dem ältesten Bettenfachgeschäft

Deutschlands, sowie eine Stadtführung

in Frankfurt mit mysteriösen

Bettgeschichten und verrückten Schlafplätzen.

Die Resonanz war toll.

Björn Steinbrink: Zugegeben, in Wuppertal

und Frankfurt war jeweils ein

größeres Publikum als in Köln. Es war

einfach ganz wunderbar zu sehen,

dass sich Menschen so intensiv für

Schlaf interessieren. Es wurden nach

unserem Infotainment-Programm und

in der Pause viele tolle Fragen gestellt,

wie der eigene Schlaf verbessert werden

kann.

MM: Sind Hotels ein guter Ort, um

schlecht zu schlafen?

Steinbrink: Grundsätzlich kann man

an jedem Ort ziemlich schlecht oder

auch sehr gut schlafen. Viele Faktoren

beeinflussen die Schlafqualität. Sobald

man in einer ungewohnten Umgebung

schläft, kann es in der ersten Nacht

(selten in den ersten Nächten) zum

First-Night-Effekt kommen. Der Geruch

ist anders, das Bett ungewohnt,

das Zimmer, die Atmosphäre. Vielleicht

fehlt der Bettpartner oder die Bettpartnerin.

Da hilft es, Routinen oder tatsächlich

Dinge von zuhause mitzubringen,

etwa das eigene Kopfkissen. Das

schafft oft ein Gefühl von zuhause.

Bovet: Je besser ein Hotel versteht,

was guten Schlaf im Allgemeinen ausmacht,

und die Zimmer und Unterkünfte

entsprechend gestaltet, umso entspannter

kann dort auch geschlummert

werden.

MM: Jeder Gast bringt individuelle

Schlafbedürfnisse mit. Haben die

Hotelbetreiber da überhaupt eine realistische

Chance, möglichst vielen

Menschen eine erholsame Nacht zu

bereiten?

Bovet: Tatsächlich ist es so, dass viele

Menschen ja Herausforderungen mit

dem eigenen Schlaf haben. Und diese

Herausforderungen sind natürlich im

Hotel oft immer noch da – es sei denn,

es stellt sich eine Entspannung ein,

weil man dem Alltagsstress entgeht.

Das kann sich schon positiv auf den

Schlaf auswirken.

Steinbrink: Ich glaube schon, dass

Hotels eine Chance haben, möglichst

vielen Gästen einen guten Schlaf zu ermöglichen,

wenn sie ein paar Grundregeln

beachten: Die Möglichkeit, das

Zimmer sowohl dunkel als auch so leise

wie möglich zu halten, und ein bequemes

Bett. Ob man abends meditiert,

zum Einschlafen ein Buch liest

oder nochmal einen kurzen Spaziergang

macht – das alles sind Routinen,

„Es wäre schrecklich, der Bettausstattung

nicht genug Beachtung zu schenken.“

Björn Steinbrink

die man auch wunderbar während des

Hotelaufenthalts machen kann.

MM: Was sind die häufigsten Fehler

bei der Bettausstattung oder der

Gestaltung der Zimmer?

Bovet: Natürlich ist der Geschmack

bei einer Zimmereinrichtung unterschiedlich.

Nicht jeder Mensch mag

bestimmte Farben oder Stile. Aber ich

glaube, dass wir alle einen ähnlichen

Sinn für Gemütlichkeit und Atmosphäre

haben. Ein Zimmer muss mir Sicherheit,

Ruhe und Entspannung vermitteln.

Der Stress des Tages, wenn ich

zum Beispiel geschäftlich reise, muss

draußen bleiben können.

Steinbrink: Die Gäste sind im Hotel,

weil sie auf Reisen einen Ersatz fürs

Zuhause suchen. Üblicherweise sind

sie oft tagsüber unterwegs und nutzen

das Zimmer hauptsächlich zum Schlafen.

Deshalb halte ich das Bett für das

wichtigste Möbelstück im Hotelzimmer.

Es wäre schrecklich, der Bettausstattung

nicht genug Beachtung zu

schenken.

Bovet: Schlimm sind alte, durchgelegen

Matratze, zerschlissene Bettwäschen

oder Flecken auf dem Bett, aber

auch Materialien bei Decken, Kissen

und Bettwäsche, die zu warm, nicht atmungsaktiv

oder zu kalt sind. Die Möglichkeit,

andere Decken oder Kissen zu

nutzen oder anzufragen, zeugt von

Wertschätzung des Gastes und des

Schlafs.

MM: Wie geht es mit dem Format

„Schlaflos in…“ weiter?

Bovet: Anfang November geht es wieder

los. Dafür haben wir uns etwas Besonderes

vorgenommen: Bettenfachhändlerinnen

und -händler haben die

Möglichkeit, Teil von „Schlaflos in..“ zu

werden. Ob ein Interview während des

Abendprogramms bei Premier Inn oder

ein eigener Vortrag zum jeweiligen

Lieblings-Schlafthema – wir können

gemeinsam inhaltlich kreativ werden.

Die Teilnahme ist für alle daran Interessierten

kostenlos.

Steinbrink: Bewerbungen können aus

ganz Deutschland kommen, wir sind

auch örtlich frei. Wer Interesse hat: Einfach

eine e-Mail mit Angabe von Homepage,

Social-Media-Accounts und der

Antwort auf die Frage, warum man bei

„Schlaflos in...“ dabei sein möchte, an

hallo@schlaflosin.de senden.

Stefan Mielchen

MÖBELMARKT

07/08 / 2025 SleepMÖBELMARKT 59


Schlafkultur auf hohem Niveau

Die Cramergruppe hat ihr Bettenstudio im Hamburger Flagshipstore umgestaltet

Guter Schlaf in exklusiver Atmosphäre:

Der Hamburger Flagshipstore der Cramergruppe

bietet genau das in seinem neu

gestalteten Bettenstudio. Nach umfangreichen

Umbaumaßnahmen wurde das

neue Areal am Standort des Einrichtungshauses

in der Kieler Straße eröffnet, in

dem Betten, Nachttische, begehbare Kleiderschränke,

Beistellmöbel und Accessoires

auf hohem Niveau präsentiert werden.

Besonders stolz ist man bei Cramer

auf die neue Partnerschaft mit Schramm

Betten: Dem maßgefertigten Luxus aus

Winnweiler – jedes Schramm-Bett ist ein

Unikat – wird viel Platz im neuen Bettenstudio

eingeräumt. In der großzügig neu

gestalteten Bettenabteilung sind außerdem

luxuriöse Marken wie Treca, Harrison

Spinks, Möller Design oder Müller Möbelwerkstätten

zu erleben.

Fotos: Cramer

60 MÖBELMARKTSleep

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


Insolvenz:

Schlaraffia steht vor dem Aus

Es hatte sich schon länger angedeutet: Aquinos Bedding Germany mit

der bekannten Marke Schlaraffia hat Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht

Bochum leitete am 11. Juli ein vorläufiges Insolvenzverfahren ein

und bestellte Rechtsanwältin Frauke Heier aus Bochum zur vorläufigen

Insolvenzverwalterin. Betroffen sind rund 170 Beschäftigte. Schlaraffia

gehört seit März 2022 zur portugiesischen Aquinos-Guppe, die im Mai

bereits ihr belgisches Tochterunternehmen verkauft hatte. Ob es für

Schlaraffia eine Zukunft gibt, ist offen. Geschäftsführung und Insolvenzverwalterin

müssen die wirtschaftliche Situation prüfen und klären, ob

eine Sanierung in Bochum möglich ist. Offenbar wird dabei auch nach

einem möglichen Investor geschaut. Denn Schlaraffia ist eine der bekanntesten

Marken im Schlafsegment mit Boxspring-, Polster und Sofabetten,

Matratzen, Lattenrosten. Zuletzt wurde in Bochum mit viel Engagement

daran gearbeitet, die Produkte kreislauffähig zu machen

Matratzen, Polster- und Boxspringbetten: Schlaraffia ist eine der

bekanntesten deutschen Schlaf-Marken. Foto: Schlaraffia

Hasena:

Neues Logistikzentrum eröffnet

In Neuenburg am Rhein hat Bettenhersteller Hasena ein neues Logistikzentrum

eröffnet. Auf 20.000 Quadratmetern Fläche schaffte das Unternehmen aus der

Schweiz an dem deutschen Standort zwischen Freiburg und Basel eine hochmoderne

Logistikstruktur, die Prozesseffizienz, Lagerkapazität und digitale Transparenz

dank neuem WMS-System vereint. Ein separater Wareneingangs- und Warenausgangsbereich

mit je fünf Verladerampen sorgt für optimale Abläufe – bei

einem wöchentlichen Warendurchlauf von rund 8.000 Picks. Das Hauptlager bietet

auf 10.000 Quadratmetern Fläche Platz für 13.000 Paletten. Durch die fünf

Verladerampen wurden die Prozesse so optimiert, dass selbst bei hoher Auslastung

alles reibungslos läuft, wie man bei Hasena betont. Ein besonderes Augenmerk

lag dabei auf der intelligenten Flächenaufteilung und Lagerstruktur. Mit dem

neuen Lagerverwaltungssystem sieht sich das Unternehmen zudem digital bestens

aufgestellt: Rund 3 Millionen Scans jährlich sorgen für ein durchgängig verlässliches

Handling der Bestellungen und damit für zuverlässige, schnelle Lieferfähigkeit.

Neueste Lagerverwaltungs-Software sorgt für Transparenz und

Echtzeit-Tracking und dadurch weniger Fehllieferungen sowie eine direkte Ein-/

Auslagerung der Pakete.

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Das neue Logistikzentrum in Neuenburg am Rhein. Foto: Hasena

MÖBELMARKT

07/08 / 2025 SleepMÖBELMARKT 61


Kreislauffähig sowie aus recycelten

und biozirkulären Rohstoffen: Die

Advanced-Matratze der Vita Group.

Zukunftsthemen zum Anfassen

Die Interzum 2025 zeigte viele spannende Neuheiten im Bereich der Matratzenherstellung. Produkte und Entwicklungen

rund um Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft standen dabei im Mittelpunkt. Aus Köln berichtet Stefan Mielchen

Eine hohe Innovationsdichte darf man

der diesjährigen Interzum in Köln zweifellos

bescheinigen. Ihr Leitmotiv „Rethinking

Resources: Circular and Biobased

Solutions“ zog sich wie ein roter

Faden durch die Messehallen und war

auch bei vielen Zulieferern aus dem

Bedding-Segment ein zentrales Thema.

Denn auch die Herstellung von

Matratzen zahlt immer stärker auf das

Thema Nachhaltigkeit ein – und zwar

bei allen Komponenten, aus denen die

Produkte gefertigt werden.

Ausgezeichnete Hersteller

So wurde beispielsweise die englische

Vita Group für ihre kreislauffähige Advanced

Matratze aus recycelten und

biozirkulären Rohstoffen mit einem Interzum

Award in der Kategorie „Best of

the Best“ ausgezeichnet. Die Matratze

basiert auf einem modularen Aufbau,

bei dem jede Komponente austauschund

recycelbar ist. Durch die einfache

Zerlegbarkeit wird der Prozess des Recyclings

erleichtert und die Lebensdauer

deutlich verlängert.

Für die Latex-Matratzenserie

Moreganic erhielt Love Home Fabrics

einen Interzum Award.

Eine Best-of-the-Best-Auszeichnung

erhielt auch das belgische Unternehmen

Love Home Fabrics für sein Produkt

Moreganic Natural Latex: ein zertifiziertes

Naturmaterial, das höchsten

ökologischen und sozialen Standards

entspricht. Es stammt aus kontrolliertem,

nachhaltigem Anbau und wird unter

fairen Bedingungen verarbeitet.

Um natürliche Rohstoffe ging es auch

beim niederländischen Hersteller Innofa,

der mit zwei umweltfreundlichen

textilen Kühltechnologien eine Alternative

zu bislang petrochemisch basierten

Schäumen entwickelt hat. Orsa

Foam aus Italien wiederum stellte eine

neue Reihe von Polyurethan-Schaumstoffen

vor, die mit recycelten Polyolen

aus der Rückgewinnung von ausrangierten

Matratzen und PET-Kunststoff

hergestellt werden. Auch Innofa zählte

zu den „Best of the Best“, die von einer

Fachjury gekürt wurden und Stoff

für spannende Entdeckungen boten.

Kreislauffähiger Bettrahmen

Die gab es nicht nur bei den Award-

Preisträgern. Das belgische Start-up-

Unternehmen Neonest etwa, das zur

Revor-Gruppe gehört, hat den nach eigenen

Angaben weltweit ersten vollständig

kreislauffähigen Bettrahmen

auf den Markt gebracht. „Wir stellen

nicht nur Lattenroste her, wir bauen die

Zukunft der Möbel“, sagte Ilias Addarkaoui,

Geschäftsführer von Neonest, in

Köln. „Wir verwandeln Abfall in einen

langfristigen Wert.“ Der mit einem

Klicksystem modular konzipierte Neonest-Rahmen

wird zu hundert Prozent

aus recyceltem Polypropylen hergestellt

und kann ohne Verwendung neuer

Rohstoffe wieder zu einem neuen Rahmen

verarbeitet werden, auf den

Schaum- oder Federkernmatratzen gelegt

werden können. „Ein weiterer Vorteil

ist, dass unser Rahmen vollständig

den geltenden EU-Nachhaltigkeitsrichtlinien

entspricht“, so Addarkaoui.

Nach anderthalb Jahren Entwicklungsarbeit

will sich Neonest bei der Vermarktung

zunächst auf Europa konzentrieren.

Digitaler Produktpass

Trotz schwieriger Marktlage herrschte

so etwas wie Aufbruchstimmung in

Köln. Das ist auch notwendig, zumal

unter der Überschrift der Messe, denn

schon bald greifen nicht zuletzt für Matratzenhersteller

neue Vorschriften der

EU wie die zum Digitalen Produktpass.

Hier sind Lösungen gefragt – und das

62 MÖBELMARKTSleep

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


Oben: Neonest-Geschäftsführer Ilias

Addarkaoui präsentierte in Köln den ersten

vollständig kreislauffähigen Bettrahmen.

Unten: Smarter Schlafen:

Variowell-CEO Tobias Kirchhoff

präsentierte digitale Konzepte zur

Temperaturregelung von Matratzen.

Oben: Rik Holvoet, Co-Gründer von TripleR

aus Belgien, hat eine Plattform für Digitalen

Produktpass von Matratzen entwickelt.

Unten: Sales Manager Martin Lill zeigte am

Stand von Leggett & Platt Federkerne wie den

reaktionsfreudigen „Nano Coil“.

Oben: Markenfamilie neu geordnet: Pascal

Timmerman von Kabelwerk Eupen

präsentierte Matratzenschäume bis RG 85.

ebenfalls aus Belgien stammende Unternehmen

TripleR hatte eine im Gepäck:

eine Plattform für den digitalen

Zwilling, auf der alle erforderlichen Produktinformationen

gespeichert werden

und mittels QR-Code für den Endkunden

sowie RFID-Chip für Hersteller

und Recycler abrufbar sind.

Rik Holvoet, Co-Gründer von TripleR,

sieht die Branche noch am Beginn der

Entwicklung. Zwar wird das Thema

nicht zuletzt vom Fachverband der

Matratzenindustrie forciert, aber ein

belastbares System zur Sammlung

und Wiederverwertung von Matratzen

ist noch ein ehrgeiziges Ziel, von echter

Kreislauffähigkeit der Produkte sind

die meisten Hersteller auch noch weit

entfernt. Gleichwohl muss der Digitale

Produktpass bereits in wenigen Jahren

umgesetzt sein, „für Matratzen bis

2029, und das ist nicht mehr viel Zeit“,

wie Holvoet betont.

Zirkuläre Matratzenhülle

Auch abseits dessen waren auf der Interzum

Lösungen zu sehen, die Zeichen

in die richtige Richtung setzen,

wie etwa beim Bezugsstoffhersteller

BekaertDeslee. Die Belgier stellten in

Köln unter anderem „Infinity Cover“

vor, eine zirkuläre Matratzenhülle, die

vollständig recycelt und wiederverwendet

werden kann. Sie besteht aus einem

einzigen Materialtyp, wodurch sie

besonders einfach dem Recyclingkreislauf

zugeführt werden kann.

Beim türkischen Hersteller Boyteks

standen Nachhaltigkeitsthemen ebenfalls

ganz oben auf der Agenda, etwa

Bezugsstoffe auf Basis recycelter

Haushalts-Öle. Angesichts einer eher

verhaltenen Stimmung im Markt konstatierte

Bora Gögen, der Deutschland-

Repräsentant von Boyteks, allerdings:

„Viele Hersteller schauen nach dem

Standard.“

Nicht minder viele schauen auf die

Kosten. Auch in dieser Hinsicht hatte

die Interzum Innovationen zu bieten,

etwa beim spanischen Maschinenhersteller

Masias Maquinaria mit seiner

Neuentwicklung „Flexipad“: ein innovatives

Verbindungselement, das speziell

für die automatisierte Matratzenfertigung

entwickelt wurde. Durch die

flexible Struktur lassen sich Matratzenkomponenten

effizienter, schneller und

mit weniger Materialeinsatz zusammenfügen.

Dies reduziert Produktionskosten

und schont Ressourcen.

Komfortthemen gefragt

Auch in Sachen Komfort geht die Reise

weiter. Bei Kabelwerk Eupen etwa

stand die neu geordnete Markenfamilie

im Mittelpunkt, die bis Raumgewicht

85 höchsten Ansprüchen genügt. Die

Produktionshallen der Belgier waren

nach einer Flut zehn Monate komplett

offline, „doch jetzt geht es wieder aufwärts“,

wie Sales Manager Pascal Timmerman

in Köln erklärte. „Wir sind wieder

im Wachstum.“

Die Bedding-Sparte von Leggett &

Platt stellte eine ganze Reihe von Federkernen

und Schäumen vor, etwa

„Activ Edge“ als Federumrandungslösung,

die eine dauerhafte, dynamische

Kante bietet, „Nano Coil“, eine vielseitige,

reaktionsfreudige und flache Federkomfortschicht,

oder „Kayfoam“,

ein Spezialschaumstoff mit temperaturregulierenden

Zusätzen wie Gel,

Graphit und Kupfer, die überschüssige

Wärme schnell abgeben und das Thermomanagement

verbessern.

Spannende smarte Themen hatte Variowell

aus Münster im Gepäck. Etwa das

erstmals vorgestellte neue Schaumstoffkonzept

„Teccio“, dessen Festigkeit

sich in Echtzeit über eine digitale

Benutzeroberfläche per App zwischen

weichen und stützenden Einstellungen

verstellen lässt, oder die Temperaturregulierung

„Sway“, die gezielt Wärme

und Kühle digital steuert. CEO Tobias

Kirchhoff war mit dem Auftritt auf der

Interzum vollauf zufrieden: „Die Resonanz

auf unsere Innovationen zeigt,

dass der Markt bereit ist für intelligente

Schlaflösungen, die über Schaumstoff

und Stoff hinausgehen.“

Die nächste Interzum findet vom 11.

bis 14. Mai 2027 in Köln statt.

MÖBELMARKT

07/08 / 2025 SleepMÖBELMARKT 63


Mehr als 180 Aussteller

kamen zur Hometex

Sommer nach Bad

Salzuflen. Fotos: stm

Alles, was Rang und Namen hat

Die Sommer-Ausgabe der Hometex-Messe Ende Juni verzeichnete nach Veranstalterangaben einen

Besucherrekord. An den Ständen herrschte trotz allgemein schwieriger Rahmenbedingungen gute Stimmung.

Aus Bad Salzuflen berichtet Stefan Mielchen.

Mehr als 180 Aussteller zeigten auf der

Hometex ihre Neuheiten, wobei neben

den modisch orientierten Textilsortimenten

vor allem Matratzen und

Schlafsysteme im Fokus standen. Nahezu

alles, was in der Branche Rang

und Namen hat, war in Bad Salzuflen

vertreten. Erstmals fand die Messe in

drei Hallen statt, in denen über 20.000

Quadratmeter Ausstellungsfläche zur

Verfügung standen, wobei die Fläche

nicht komplett ausgenutzt wurde.

Es gibt also im bestehenden Konzept

noch Entwicklungsmöglichkeiten für

die Sommer-Messe, während der kommende

November-Termin deutlich kleiner

ausfallen wird. Denn Schlafsysteme

werden in der Winter-Ausgabe der

Messe aller Voraussicht nach nicht vertreten

sein. Wie zu hören war, sollen

die Textil-Anbieter dann mit gegebenenfalls

auch kleineren Ständen in einer

Halle konzentriert werden.

systemen wurde sehr positiv aufgenommen.

Unternehmen wie Dormiente

oder Meise Möbel haben bereits vor Ort

signalisiert, dass sie im kommenden

Jahr gerne wieder dort ausstellen

möchten“, erklärte Messe-Initiator Thomas

Fehr, der sich mit Projektleiterin Lisa

Brokbals auch unter der neuen Leitung

durch den SN-Verlag für die

Hometex engagiert. Die als offene Verbandsmesse

gestartete Veranstaltung

hat sich zu einem echten Branchenevent

entwickelt, zu dem Einkäufer aller

Vertriebsformen anreisen. Mit Garant

und MZE sind zwei Einkaufsverbände

mit großen Ausstellungsflächen vertreten,

auch viele Händler des Bettenrings

kamen nach Bad Salzuflen. Der

Anteil internationaler Besucher lag

nach Angaben der Veranstalter bei

knapp 20%, vorwiegend aus Benelux,

der Schweiz und Österreich.

„Wir hatten am ersten Tag konstant bis

18 Uhr Traffic am Stand, es war proppenvoll“,

bilanzierte Nico Sattler, Commercial

Director CEU bei Ekornes mit der

Marke Svane. Auch am zweiten Tag

wurden noch wichtige Kunden erwartet,

etwa aus den Niederlanden. Dass

der Stand gegenüber dem Vorjahr

deutlich vergrößert wurde, hat sich für

Svane ausgezahlt: „Wir haben auf der

Messe auch Neukunden gewonnen“,

so Sattler, der die Stimmung im Handel

so beschrieb: „Man merkt, es wird am

Sortiment gearbeitet, auch wenn es im

Einkauf noch eine gewisse Zurückhaltung

gibt.“

Premieren und Neuheiten

Mit dem neuen Tellerrahmen „Night

Flight“ präsentierte sich Rummel auf

der Hometex. „Das war unser Hauptgesprächsthema

hier auf der Messe

Alle Vertriebsformen vor Ort

„Die neu hinzugekommene Halle 22.1

mit zahlreichen Herstellern von Schlaf-

Auch der MZE war mit einer großen

Verbandsfläche und zahlreichen

Lieferanten vertreten.

64 MÖBELMARKTSleep

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


und wir haben den Rahmen auch

schon bei einem Verband platziert“,

berichtete Klaus Neudecker aus der

Rummel-Geschäftsleitung. Er sieht die

aktuelle Marktlage entspannt: „Wir profitieren

sehr von der Differenzierung,

aber auch von der Schwäche einiger

Wettbewerber.“

Premiere auf der Messe feierte Meise

Möbel mit seinem neuen, modular konzipierten

„Next Bed“. Inhaber Klaus

Bellingroth war guter Dinge: „Es ist uns

sehr bewusst, dass wir hier neu sind,

aber ich bin sicher, dass wir mit einem

guten Ergebnis vom Platz gehen.“ Mit

dem modularen Ansatz lag man bei

Meise Möbel voll im Trend. Auch andere

Hersteller bieten immer häufiger Matratzen

beziehungsweise Schlafsysteme

in Modulbauweise an, so dass sie

einerseits stärker individualisierbar sind,

andererseits aber auch im Prozess des

Recyclings leichter zu handhaben,

wenn die jeweiligen Komponenten nur

aus einem Material bestehen.

Neues hatte auch Hasena im Gepäck

und zeigte seinen „Dream Planner“: einen

Konfigurator mit Retail-Portal und

direkter Bestellmöglichkeit. Den Softstart

gab es auf der Messe, ab Ende

September soll er dann voll im Einsatz

sein. Bei Werkmeister fiel neben einem

besonders flachen Motorrahmen und

der neuen Hybrid-Matratze „Lania L“

mit Talaly-Latex, Taschenfederkern

und Schaum das komplett überarbeitete

Branding der Marke ins Auge. Unter

dem Claim „Deine Schlafmanufaktur“

wollen die Norddeutschen künftig

hochwertiger im Design auftreten.

Zufrieden mit dem Messeverlauf zeigte

sich auch Markus Stendebach. „Der

Handel hat gut platziert“, erklärte der

Geschäftsführer von Bettwaren Stendebach,

der mit der ebenfalls modular

aufgebauten Matratze „Iconmat“ ein

smartes Schlafsystem mit Massagefunktion

präsentierte. Vier Jahre Entwicklung

stecken darin, das Recycling

wurde dabei stets mitgedacht. „Der

nächste Schritt soll dann die Kreislauffähigkeit

sein“, so Stendebach.

Ein Thema, das bei den Matratzen des

niederländischen Herstellers Auping

bereits komplett umgesetzt ist. „Wir

stehen für Design im Schlafzimmer“,

betonte Deutschland-Geschäftsführer

Dirk Olefs mit Blick auf die von Auping

auf der Messe gezeigten Betten, die

hierzulande künftig anders vertrieben

werden. Von den ehemals sechs eigenen

Stores sind mittlerweile vier geschlossen,

am Ende soll nur die Filiale

in Berlin erhalten bleiben. „Unser voller

Fokus liegt jetzt auf der Neukundengewinnung

im Handel“, so Olefs, der

dabei sowohl den Bettenfachhandel als

auch schicke Einrichter im Visier hat.

Textile Sortimente stark

Auch die textilen Sortimente sind auf

der Hometex traditionell stark vertreten.

„Die Messe hat sich gut entwickelt.

Die Frequenz war richtig gut, wir hatten

am ersten Tag keine Minute Leerlauf“,

freute sich etwa Sebastian Hahn, Geschäftsführer

bei Hahn-Haustex. Ein

Highlight dort: Die Stonewashed-Bettwäsche

in Electric Fuchsia und Jelly

Mint, den kommenden Pantone-Trendfarben

für 2026. Auch das Cozy-Cotton-Spannbetttuch

aus 100% Baumwolle

in neun Farben kam gut an.

Produktmanagerin Manuela Lier präsentierte die neue

„Just B.“-Kollektion von Bettina Zimmermann für Musterring.

Oben: Mit einem neuen Tellerrahmen war Klaus Neudecker aus der

Geschäftsleitung von Rummel nach Bad Salzuflen gekommen.

Rechts: Bei Hasena zeigte

Verkaufsleiter Manuel Vaccaro

neben dem neu aufgelegten

Boxspring-Programm auch

einen neuen Konfigurator.

Oben: Am deutlich vergrößerten Svane-Stand

konnte Commercial Director CEU Nico Sattler

auch einige Neukunden begrüßen.

Links: Geschäftsführer Sebastian Hahn hat mit

dem Team von Hahn-Haustex die Pantone-

Farben des Jahres 2026 bereits umgesetzt.

MÖBELMARKT

07/08 / 2025 SleepMÖBELMARKT 65


Garant stellt neues Ü-60-Konzept vor

Verbandsleiter Stefan Wieselhuber stellte „Herzens.Lust“ vor,

das neue Vermarktungskonzept für die ältere Zielgruppe.

Im Rahmen der Hometex stellte die Garant Gruppe „Herzens.Lust“, vor, ihr neues Vermarktungskonzept

für den Verband Garant Gutes Schlafen, mit dem die Zielgruppe Ü 60 angesprochen wird.

Als Kooperationspartner sind mit Stiegelmeyer, Kirchner und Rummel drei Hersteller von Komfortbetten

sowie die Textil-Anbieter Walburga, Wülfing und B.Sensible mit im Boot. Im Mittelpunkt

steht aber die Endkundenansprache, betont Verbandsleiter Stefan Wieselhuber.

Dafür werden dem Handel POS-Material, Videos, Bilder sowie ein individualisierbares, 68-seitiges

Magazin für Endkunden bereitgestellt, das zielgruppenspezifische Themen von Reise über Kulinarik

bis zu Gesundheit und Wohlbefinden sowie Wissen rund um den gesunden Schlaf und andere

Wohnthemen bietet. Das Konzept reicht aber noch weiter. So wird eine Endkunden-Finanzierung

bis 75 Jahre angeboten, außerdem sind Vorträge, Pflegekurse und Aktionswochen sowie die Fortbildung

zum Medizinprodukte-Anbieter TÜV Rheinland Teil des Angebots.

Bis 2025 seien 7,5 Mio. Menschen in Deutschland von Pflegebedürftigkeit betroffen, so Wieselhuber,

der weit überwiegende Teil werde in häuslicher Umgebung versorgt. Hier will „Herzens.Lust“

ansetzen und das Thema platzieren, noch bevor es für Menschen über 60 akut wird. „Denn sie sind

die größte Kundengruppe, die wir haben“, so Wieselhuber. Der Fokus des Konzeptes liege dabei

auf Komfort, Ästhetik und Nutzen. „Der Pflege-Aspekt tritt in den Hintergrund, so dass Wohlbefinden

und das selbstbestimmte Leben des Kunden im Mittelpunkt stehen.“

Am Stand von Musterring dominierte die

neue „Just B.“-Kollektion von Bettina

Zimmermann – viele gedeckte Töne

mit gezielten farblichen Akzenten und

unzähligen Kombinationsmöglichkeiten.

Auch bei Pad Home Design Concept

ist die Kollektion ruhiger geworden.

„In unruhigen Zeiten suchen die

Kunden sanftere Töne“, erklärte Inhaber

Mick Rossmann. Umgesetzt wurde

das mit New-Romantic-Anklängen

oder wertigen Konzepten u.a. in Leder,

ergänzt mit farbigen oder witzigen Akzenten,

wie man sie von Pad gewohnt

ist. Gezeigt wurde auch die jüngst von

Rossmann erworbene Marke Proflax,

so dass sein Portfolio jetzt zweigeteilt

ist: Pad als mutig-poppige Kollektion

mit saisonalem Charakter und Proflax

mit viel Tischwäsche und klassischem

Heimtextilien-Charakter.

Die nächste Hometex findet am 19. und

20. November statt. Der Termin der

kommenden Sommer-Ausgabe steht

mit dem 24. und 25. Juni 2026 ebenfalls

fest. Projektleiterin Lisa Brokbals sieht

dem mit Freude entgegen: „Für den

Sommer 2026 haben über die derzeitigen

Aussteller hinaus bereits einige weitere

Hersteller aus den Bereichen

Schlafen und Wohnen ihr Interesse

angemeldet.“

SHOWCASE SLEEP

Hahn

Haustex:

Timeless

Basics

Eine neue, zeitlose Basic-

Perkal-Linie ist bei Hahn zu

finden: Organische Kreise,

stilisierte Blumen oder

Streifen mit Wendeoption

in drei ansprechenden

Farbvarianten begeistern in

jeder Jahreszeit. Designed

in Germany by Hahn-Haustextilien

GmbH.

www.hahn-haustex.de

66 MÖBELMARKTSleep

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


FACHMAGAZIN DER BRANCHE

AUGUST 8/2025

B 50899

Die „BioFresh“ Technologie von Liebherr hält mit

präzise abgestimmter Temperatur und Luftfeuchtigkeit

verschiedene Lebensmittelgruppen im

Kühlschrank bis zu fünfmal länger frisch. So

bleiben nicht nur Vitamine und Aromen optimal

erhalten – auch ein bewusster und nachhaltiger

Lebensstil wird aktiv unterstützt. Foto: Liebherr

Badmodernisierung

neu interpretiert

So wird die IFA 2025

Weinmomente

der Extraklasse


Alles Wissenswerte im Vorfeld des Küchenherbstes

lesen Sie in unserer September-Ausgabe.

Seien Sie dabei!

Anzeigenbuchung über Silvia Chesi:

chesi@ritthammer-verlag.de

FACHMAGAZIN DER BRANCHE


Faszination trifft

Skepsis

Stellen Sie sich vor: Ihr neuer Mitbewohner ist ein humanoider

Koch, der nie das Salz vergisst, nie meckert und sogar das Gemüse

freiwillig schneidet. Während andere noch darüber grübeln, ob

der Toast anbrennt, hat unser Roboterchef längst ein Drei-Gänge-

Menü gezaubert – dekoriert mit einem Petersilienblatt, das so

akkurat sitzt wie ein maßgeschneiderter Hut. Applaus? Braucht

er nicht. Stattdessen piepst er zufrieden und plant heimlich schon

das nächste Dessert. Die Küche verlässt er blitzeblank, seine

Geduld ist grenzenlos. Das Einzige, was ihm wirklich Sorgen

bereitet, ist ein leerer Akku.

Doch so charmant das klingt, so vielfältig sind die Meinungen

über diese Zukunft, wie die Studie „Hier sind die Roboter:

Konsumentenstudie zu Robotik im Haushalt“ der Branchenorganisation

GFU Home & Consumer Tech und der internationalen

Strategieberatung Oliver Wyman zeigt. Demnach lehnen es 36%

der über 1.300 befragten Personen ab, dass in den kommenden

fünf bis zehn Jahren ein Roboter ihre Türschwelle passiert. 37%

würden hingegen die maschinellen Helfer willkommen heißen.

Nicht jeder sieht also in einer Maschine, die das Familienrezept

der Oma mit Mikrochip nachkocht, den nächsten besten Sous-

Chef. Manche befürchten, dass mit dem Roboter nicht nur der

Kochlöffel, sondern auch ein Teil der Menschlichkeit aus der

Küche verschwindet.

Genau an dieser Schnittstelle zwischen Faszination und Skepsis

setzt die IFA 2025 an. Die Messe wird erneut zum Schaufenster

für Innovationen, die den Alltag in Küche und Bad nicht nur

komfortabler machen, sondern auch zeigen, wie Robotik und

intelligente Assistenzsysteme in greifbare Nähe rücken. Ein Aufbruch,

der den Pulsschlag der Branche bestimmt und zugleich

neue Impulse für Verbraucher bereithält.

Diese verspricht dann sicherlich auch wieder die nachfolgende

Küchenmeile mit ihren Begleitveranstaltungen. In und rund um

Löhne wird einmal mehr sichtbar werden, wie sich smarte Technologien

mit ästhetischem Design und nachhaltigen Materialien

verbinden, um das Kochen und Leben neu zu definieren.

„Technik ist die

Anstrengung,

Anstrengung

zu sparen.“

José Ortega y Gasset,

spanischer Philosoph

(1883 bis 1955)

Sebastian Lehmann

Chefredakteur

küche & bad forum

Editorial 3


Inhalt

3 Editorial

5 Boulevard

6 Kurznachrichten

8 Badmodernisierung

neu gedacht

10 Nolte Küchen: Zeitlose Farbvielfalt

trifft moderne Funktionalität

Das neue Franchisesystem

„Bad & Body“ | Seite 8

11 IFA 2025:

Voll unter Strom

Ein Plus an Weingenuss |

Seite 14

13 Liebherr: Maximale

Frische für mehr Genuss

14 Präzise bis in Detail

15 Frio: Für echte

Genussmomente

So wird die diesjährige

IFA | Seite 11

15 Impressum/

Inserentenverzeichnis

Was kann die „BioFresh“ Technologie von Liebherr? | Seite 13

Blum: Positive Entwicklung |

Seite 6

4 Inhalt


Nopper Küchen

Luxuriöse Küchen für

Mallorcas Osten

In Llucmajor hat Christian Nopper mit „Leicht Cocinas

de Nopper“ seine zweite mallorquinische Filiale und

den vierten Standort insgesamt eröffnet. Der Fokus auf

Hochwert, Präzision und Qualität spiegelt sich auch in

der Gestaltung der neuen Ausstellung des langjährigen

Partners von Garant Küchen Areal eindrucksvoll wider.

Dafür setzt der gelernte Schreiner auf starke Herstellernamen,

allen voran seinen langjährigen Partner Leicht

Küchen, aber auch Burn Outdoorkitchen, Leuchtenmanufaktur

Sattler und Koch Interieur. Zum Eröffnungstag,

der mit Schauküche und musikalischer

Begleitung die zahlreichen Besucher zu unterhalten

wusste, holte sich Christian Nopper Unterstützung

aus Deutschland: Tochter Selina Ringwald

und Sohn Elias Ringwald waren vor Ort

dabei. Beide sind bereits im Unternehmen

tätig, Selina als Interior Designerin – mit der

Neueröffnung zukünftig dann auch mit einem

größeren Schwerpunkt auf Mallorca – und

Elias als Schreiner in Deutschland. Denn die

Wurzeln des Familienunternehmens liegen im

Schwarzwald: Der Hauptstandort von Nopper

Küchen, inklusive eigener Schreinerei, liegt in

Gutach-Bleibach, eine weitere Zweigstelle ist das

Küchenstudio in Ettlingen.

Das neue Studio von Nopper

Küchen auf Mallorca. Zur Eröffnung

begrüßte Christian Nopper

(Mitte) mit Tochter Selina und

Sohn Elias zahlreiche Gäste.

Fotos: VA Creative Studio/ Pia

Schoening

„Die innovative Küche“

Trends neu erlebbar

Das erfolgreich geführte Küchenstudio „Die innovative

Küche“ von Der Kreis Mitglied Ralf Kling feiert in diesem

Jahr seinen 20. Firmengeburtstag. Seit der Gründung 2005

in Stuttgart und dem gelungenen Standortwechsel nach

Ludwigshafen im Jahr 2018 hat sich das inhabergeführte

Studio als feste Größe in der Region etabliert.

Ralf Kling, gelernter Schreiner, setzt zusammen mit Schreiner

und Küchenexperte Alexander Weiß auf maßgeschneiderte

Küchenlösungen und leistet sehr erfolgreich ganzheitlichen

Kundenservice. Das Motto „alles außer gewöhnlich“

prägt seinen Stil und seine Unternehmensphilosophie: Individuelle

Beratung und Planung, Koordination der Arbeiten

mit Gewerken und perfekte Montage bietet der Ludwigshafener

Küchenspezialist als Komplettservice – gerne

begleitet von kreativen Schreinerarbeiten aus eigener Hand.

Das Studio arbeitet dabei mit Markenherstellern wie AEG,

Constructa, Miele, Artego, Leicht, Nobilia, Bora und

Villeroy & Boch zusammen.

Am 4. Juli hatten die Inhaber Ralf und Beate Kling zur Jubiläums After-

Work-Party eingeladen. Zu den ersten Gratulanten gehörte Ralph

Leimbach, Geschäftsführer Der Kreis Systemverbund. Foto: Der Kreis

Boulevard 5


NEWS

Foto: Egger

Egger: Stabile Umsatzentwicklung

Die Tiroler Egger Gruppe hat zum Abschluss des Geschäftsjahres

2024/25 einen Umsatz von 4,13 Mrd. Euro erwirtschaftet.

Das entspricht einem leichten Minus von

0,1% im Vergleich zum Vorjahr. Weitere Details zum

Geschäftsjahr von Egger lesen Sie durch Scan des

nebenstehenden QR-Codes.

„Angesichts einer immer noch unsicheren, volatilen und von Konflikten

geprägten Welt sind wir mit dem abgeschlossenen Geschäftsjahr

2024/2025 zufrieden“, so die Blum-Geschäftsführer Philipp (l.) und

Martin Blum. Foto: Blum

Blum entwickelt sich positiv

Blum hat das Wirtschaftsjahr 2024/25 mit einem Umsatz

von 2,44 Mrd. Euro abgeschlossen. Das entspricht einem

Wachstum von 144 Mio. Euro beziehungsweise 6,3% im

Vergleich zum Vorjahr. Nach zwei Wirtschaftsjahren mit

leichten Umsatzrückgängen gelingt dem

Vorarlberger Beschlägehersteller damit

wieder ein Wachstum. Weitere Details zum

Wirtschaftsjahr von Blum lesen Sie durch

Scan des nebenstehenden QR-Codes.

GfMTrend verstärkt das Küchenteam

Zum 1. August hat GfMTrend mit Björn Huhnold

(Foto) einen ausgewiesenen Küchenexperten

als neuen Produktmanager begrüßt.

Der 44-Jährige bringt umfassende Erfahrung

aus dem Möbel- und Küchenhandel

mit und soll dem Verband im

Küchensegment neue Impulse verleihen.

„Bei Segmüller habe ich mehr als

zwei Jahrzehnte lang in unterschiedlichen

Funktionen die Ausrichtung mitgestaltet.

Jetzt freue ich mich auf ein

neues Kapitel, das ich schreiben möchte.

Es reizt mich, die Voraussetzungen dafür zu

schaffen, dass über 700 engagierte Unternehmerinnen

und Unternehmer ihr Geschäft im Verband

erfolgreich weiterentwickeln können“, sagt Huhnold.

Foto: GfMTrend

MHK Logistik:

Wechsel in der

Geschäftsleitung

Zum 1. August hat sich

Stefan Scheuermann aus

der Geschäftsleitung der

MHK Logistik, einem

Unternehmen der MHK

Group, verabschiedet.

Neben Carolin Kronenberg,

bestehende Geschäftsführerin der

MHK Logistik und CFO der MHK Group,

ist zum 1. August 2025 Simone Scheuermann

(Foto), die bereits seit mehreren Jahren Leitungsfunktionen

im MHK Küchenvertrieb

innehat, in die Geschäftsführung gerückt.

Falmec verstärkt Österreich-

Vertrieb

Falmec hat eine Zusammenarbeit mit der Agentur

Belada gestartet. Die neue Handelsvertretung übernimmt

das Verkaufsgebiet von Manfred Wacker und soll

damit die Präsenz von Falmec in Vorarlberg, Tirol, Salzburg,

Kärnten und Oberösterreich stärken.

Stefan Belada (r.) und Jaros Sahinovic von der Agentur Belada.

Foto: Agentur Belada

Foto: MHK Group

6 Kurznachrichten


area30: Umfangreiches Aussteller-Portfolio

Die diesjährige area30 bietet den Fachbesuchern erneut eine umfangreiche

Ausstellerliste. Zu den teilnehmenden Unternehmen gehören

unter anderem Amica, Avitana, Berbel, Bora, Falmec, Garantiemax,

Grohe, Hansgrohe, Horst Vogt, Just Naturstein, Küchenatlas,

Küchentreff, MCR, Meisterdesk, Naber, Oranier, Quooker,

Samsung, SHD und Systemceram. Seine Premiere in Löhne feiert in

diesem Jahr Häfele: Unter dem Leitmotiv „Maximising the value of

space. Together.“ soll nicht nur die intelligente Nutzung von Raum

im Fokus stehen, sondern auch das gemeinsame Gestalten mit

Partnern aus dem Küchenfachhandel.

Foto: Trendfairs

Foto: Suter

Architekturwerkstatt:

Suter neu dabei

Die Schweizer Edelstahl-Manufaktur

Suter zieht zur

diesjährigen

Küchenmeile als

fester Aussteller

in die Architekturwerkstatt

in

Löhne ein. Nach

zwei Jahren Präsenz

auf einer Sonderfläche

übernimmt

das Familienunternehmen

nun die bisher von Inalco genutzte Ausstellungsfläche

von rund 150 qm.

Foto: Lehmann

IDF34: Constructa zieht ein

Das IDF34 wächst weiter: Auch Constructa

präsentiert sich in diesem Jahr im

Ausstellungszentrum in Löhne mit einem

eigenen, 90 qm großen Showroom. Zuletzt

hatten bereits Dein-Konfigurator, Integrated

Worlds (Iwofurn) und Snag ihre Teilnahme

bekannt gegeben. Für den Hausgerätehersteller

ist es eine Premiere im

Rahmen der Küchenmeile. Unter dem

Motto „Wenig Platz. Viel Zuhause.“ öffnet

Constructa die Türen zu einem Micro-

Apartment. Auf kleinster Fläche macht

es die typische Wohnwelt junger, urbaner

Zielgruppen zum Thema.

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Auf der area30

VR live erleben.

– designed to help you sell

SHD bietet mit KPS.MAX vision eine

innovative Lösung, die virtuelle Erlebniswelten

in die Küchenplanung integriert.

Kunden können somit mittels einer

realistischen 3D-Darstellung in die Küche

eintauchen.

20. - 25. September 2025

in Löhne · Stand B41

www.kpsmax.de


Der „Bad & Body“-Showroom in Werl

dient aktuell als Pilotstandort und Vorbild

für künftige Franchisebetriebe bundesweit.

Badmodernisierung

neu gedacht

Mit dem klaren Fokus auf Bädermodernisierung hat die MHK Group mit

„Bad & Body“ ein neues Franchisesystem gelauncht. Jetzt hat im

nordrhein-westfälischen Werl der erste Showroom der neuen

Franchisemarke eröffnet.

„Wir haben ein klar ausgerichtetes

Konzept: eine schnelle und eingriffsarme

Bädermodernisierung sowie die barrierearme

Umgestaltung von Bädern für

Pflegebedürftige“, erklärt Sven Romberg,

Leiter Geschäftsentwicklung Franchise

„Bad & Body“, das Konzept. Das „Bad

& Body“-Konzept basiert dabei auf zwei

Säulen. Zum einen ermöglicht es eine

Modernisierung „vor der Wand“,

die bestehende Bäder optisch und

funktional aufwertet, ohne tief in

die vorhandene Gebäudestruktur

einzugreifen. Zum anderen bietet es

die Möglichkeit, Bäder im Rahmen der

von Pflegekassen gewährten Zuschüsse

bedarfsgerecht umzugestalten.

„Das Konzept ‚Bad & Body‘

ist als strategische

Ergänzung des bestehenden

Geschäfts sehr spannend.“

Sven Romberg, „Bad & Body“

Schnelle, eingriffsarme

Lösungen

Der demografische Wandel führt zu

einem rasch steigenden Bedarf an altersgerechtem

Wohnraum – besonders im

sensiblen Bereich Badumbau. Klassische

Komplettsanierungen sind oft zu teuer

oder zeitaufwendig. „Bad & Body“

setzt deshalb auf schnelle, eingriffsarme

Lösungen: barrierearm, modular und

zugleich modern. Das Konzept eignet

sich sowohl für pflegegerechte Anpassungen

als auch für die stilvolle Auffrischung

bestehender Bäder – ganz ohne

Großbaustelle. Gerade diese Kombination

aus ansprechendem und bezahlba-

8 Unternehmen


rem Baddesign mit außergewöhnlichen

Materialkompositionen und der eher praktischen

Ausrichtung auf pflegeorientierten

Badumbau macht das Konzept „Bad & Body“

so interessant.

Strategische

Geschäftsfeldergänzung

„Wir freuen uns über das große Interesse

potenzieller Franchisenehmerinnen und

-nehmer an unserem ‚Bad & Body‘-Konzept“,

fasst Romberg die vergangenen Wochen

zusammen. „Für viele ist das Konzept sehr

spannend, weil es eine strategische Ergänzung

ihres bestehenden Geschäfts darstellt.“

Küchenfachhändler, die ihre regionale Präsenz

ausbauen und ihren Kunden zusätzliche

Wohnraumgestaltungsmöglichkeiten

bieten möchten, ebenso wie Fachhandwerksbetriebe,

die das Potenzial des Zukunftsmarktes

erkennen, beschäftigen sich mit der Idee,

ihre Geschäftsaktivitäten mit „Bad & Body“

zu erweitern. „Darüber hinaus bietet ‚Bad

& Body‘ selbstverständlich auch klassischen

Existenzgründerinnen und -gründern ein

schlüsselfertiges Modell für die Selbstständigkeit.

Sie können mit starker Unterstützung,

klarem Markenauftritt, systematischer Schulung

und professionellen Prozessen in einem

echten Zukunftsmarkt durchstarten.“

Umfassendes Komplettangebot

Intensive Schulungsprogramme, umfassende

Marketingunterstützung sowie ein vollständiges

Finanzpaket – inklusive Showroom-Einrichtung

und Fahrzeugflotte – gehören zum

Angebot.

„Der ‚Bad & Body‘-Showroom in Werl dient

aktuell als Pilotstandort und Vorbild für künftige

Franchisebetriebe bundesweit. Die zentrale

Lage ist ideal, um Franchise-Interessenten

aus ganz Deutschland über das Konzept zu

informieren”, bestätigt Romberg. Im Showroom

können Interessenten die modular aufgebauten

Ausstellungseinheiten zur Badmodernisierung live

erleben. Besonders im Fokus stehen Lösungen für

eingriffs- und barrierearme Umbauten, die den

wachsenden Bedarf an altersgerechten und pflegegerechten

Wohnkonzepten sowie schnellen, einfachen

Makeovers adressieren. sl

Mehr dazu: https://franchise.badundbody.com

Warum das eigene

Geschäftsfeld erweitern?

• Neue Kundengruppen erschließen

… bedeutet Zugang zu wachsenden

Segmenten und

Zukunftsmärkten

… steigert die Marktpräsenz

• Wettbewerbsposition stärken

… über eine Differenzierung

vom Wettbewerb

… und den Aufbau eines

umfassenderen Leistungsund

Produktportfolios

• Synergien nutzen

… ermöglicht die Nutzung

bereits erfolgreicher Prozesse

… eröffnet Ansprachemöglichkeiten

bestehender Kundenkontakte

Im Showroom haben interessierte Besucher die Möglichkeit, die modular gestalteten Ausstellungseinheiten

zur Badmodernisierung hautnah zu erleben. Fotos: MHK Group

• Auf Marktveränderungen

vorbereiten

… sorgt für Unabhängigkeit

von einer einzigen

Marke oder Produkt

… federt Nachfrageschwankungen ab

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area30 – das herz der küchenbranche

20. bis 25. september 2025 in löhne

Mit den meisten Marktführern, der größten Neuheitendichte sowie der Vielfalt an Produkten und Leistungen

wird die area30 auch in 2025 ein Highlight der Küchenbranche. Sie ist das Top-Event für Küchenstudios, den

Küchenhandel, Verbundgruppen, die Großfläche sowie Schreiner, Projektanten und Architekten in Europa und

bietet Inspiration, Innovation und erfolgreiche Geschäfte.

Online-Anmeldung & kostenfreier Eintritt: www.area-30.de/checkin

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Die Anti-Fingerprint-

Front „Velluto“, hier

in der Ausführung

„Platingrau“, wertet

die eigene Küche

auf und erzeugt mit

ihren zeitlosen Farben

eine wohnliche Atmosphäre.

Fotos: Nolte

Küchen

Das Frontprogramm

„Velluto“ ist in sechs

stilvollen Farben

erhältlich: (v.l.) „Weiß“,

„Magnolia“, „Sahara“,

„Platingrau“, „Lava“

und „Graphit“.

Zeitlose Farbvielfalt trifft

moderne Funktionalität

Nolte Küchen hat die Farbpalette seiner hochwertigen Anti-Fingerprint-Front „Velluto“

um drei stilvolle Farbtöne erweitert.

Neue Programme

10 Unternehmen

Küchenoberflächen, insbesondere grifflose Schubkästen

und Türen, werden im Alltag stark beansprucht. Entstandene

Flecken oder andere Verunreinigungen erfordern eine regelmäßige

Reinigung. Spezielle Anti-Fingerprint-Fronten schaffen

hierbei Abhilfe und sorgen für eine stets saubere Optik in der

eigenen Küche. Mit dem Frontprogramm „Velluto“ bietet

Nolte Küchen eine Lackfront im Preiseinstiegsbereich, die mit

ihrem hochwertigen Design und pflegeleichten Eigenschaften

überzeugt.

Edel und höchst funktional

Das Programm „Velluto“ zeichnet sich durch eine elegante,

matte Lackoptik mit einer samtigen Haptik aus. Dank der

Anti-Fingerprint-Eigenschaft werden Fingerabdrücke darauf

nahezu unsichtbar. Die Front verlieh bisher mit den Farbtönen

„Weiß“, „Graphit“ und „Lava“ Küchen, Wohn- und

Essbereichen ein stilvolles und einheitliches Erscheinungsbild.

Nolte Küchen hat die Farbpalette nun um weitere drei Töne

erweitert und bietet damit noch mehr Möglichkeiten für eine

individuelle und zeitlose Küchengestaltung.

Harmonische Farben für jede Küche

Der helle Ton „Magnolia“ hebt sich dezent von klassisch weißen

Küchenplanungen ab. In Kombination mit einer Arbeitsplatte

in warmer Holzoptik entsteht ein ruhiges Erscheinungsbild.

Besonders elegant wirkt die Küche, wenn sie ganz monochrom

im Farbton „Sahara“ geplant wird.

In der Farbe „Platingrau“ harmonisiert die Front „Velluto“

mit dunklen Holzarbeitsplatten. Das Zusammenspiel erzeugt

einen warmen, wohnlichen Eindruck. Dadurch fügt sich die

Küche nahtlos in einen offenen Wohnraum ein und wird zum

stilvollen Mittelpunkt des Hauses.

Für eine stimmungsvolle Atmosphäre beim Kochen oder

Essen bietet Nolte Küchen verschiedene Beleuchtungselemente

an. Denn Licht kann die harmonische Farbwirkung

– nicht nur bei „Velluto“ – noch erhöhen. So lassen sich

gezielte Akzente und eine – im wahrsten Sinne des Wortes –

besondere Ausstrahlung gestalten.

kuecheundbadforum.de/PRODUKTE


IFA 2025

Voll unter Strom

Der Countdown für die IFA als weltweit führende Messe für Home &

Consumer Tech läuft und bereits jetzt senden die Organisatoren der

Veranstaltung starke Signale: Die am 5. September startende, fünftägige

Messe ist nahezu ausgebucht, alle wichtigen Fachhandelskooperationen

haben ihre Teilnahme zugesichert. Im 101. Jahr ihres

Bestehens setzt die IFA konsequent auf Innovation und unterstreicht

einmal mehr ihre Rolle als internationale Business-Plattform und

Treffpunkt für Industrie, Handel und technikbegeisterte Zukunftsgestalter.

Leif Lindner, CEO der IFA Management

GmbH, freut sich: „Unsere Top 30

Aussteller und dazu viele neue, innovative

Unternehmen haben ihre Teilnahme

für die IFA 2025 bereits zugesagt. Das

beweist uns, dass die IFA einen Mehrwert

liefert und dass wir dies mit der

erfolgreichen IFA100 unter Beweis

stellen und ausbauen konnten.“

Doch auf diesem Erfolg ruht sich die

IFA Management GmbH, ein gemeinsames

Unternehmen der Clarion Events

Group und der GFU Consumer &

Home Electronics GmbH, als Organisator

der IFA nicht aus. Für die diesjährige

Veranstaltung sind frische Akzente

geplant. So wird das Eventkonzept beispielsweise

neue Trends umsetzen,

besonders im Bereich der Zukunftstechnologien.

Mit AI, Software & Computing

Power sowie Sustainability rückt die

IFA 2025 drei Schlüsselthemen in den

Mittelpunkt, die den Markt transformieren.

Gleichzeitig stärkt sie ihre Kernsegmente

Home Entertainment und Home

Appliances – und entwickelt zukunftsorientierte

Bereiche wie Smart Home oder

Communication & Connectivity gezielt

weiter.

„Die IFA ist der einzige Ort, an dem das

vollständige Abbild des Elektronik- und

Techmarkts erlebbar wird – kompakt,

international und praxisnah. Hier können

sich Industrie und Handel strategisch

austauschen und vernetzen –

und mit Endkonsumenten in direkten

Dr. Sara Warneke,

Managing Director,

GFU – Home & Consumer

Tech, und Leif

Lindner, CEO der IFA

Management GmbH,

konnten Anfang Juni

im Futurium Berlin

zum IFA Kick-Off

einen positiven Ausblick

auf die kommende

IFA geben.

Das 100-jährige Jubiläum der IFA zog im vergangenen Jahr über

215.000 Besucher aus 138 Länder an.


AEG, Liebherr, Miele,

oder Siemens – das

who is who der Hausgerätebranche

ist

wieder auf der IFA

vertreten. Samsung

lädt alle Fachhandelspartner

wieder in den

zur Messe gehörenden

City Cube ein.

Auch hier können

sich die Besucher

über die neuesten

Hausgeräteinnovationen

informieren.

Kontakt treten. Genau das macht die

IFA einzigartig“, zeigt sich Lindner

überzeugt.

Starke Branchenpartner,

volles Commitment

Die Messe profitiert von einem starken

Rückhalt etablierter Branchenpartner.

Alle namhaften Handelskooperationen –

darunter EK Retail, ElectronicPartner,

Euronics, Expert und Telering – bekräftigen

auch 2025 ihr volles Commitment.

Zusammen mit prominenten Ausstellern

von AEG über Liebherr und Miele bis

hin zu Siemens unterstreicht dies die herausragende

Bedeutung der IFA als zentraler

Branchentreff und Plattform, auf

der Industrie und Handel auf Augenhöhe

gemeinsam die Zukunft gestalten.

Neue Formate

Mit neuen Erlebnisflächen und strategisch

erweiterten Segmenten unterstreicht

die IFA in diesem Jahr zudem

ihren Anspruch, Trends abzubilden und

aktiv zu gestalten. So entstehen Formate

mit echtem Mehrwert, wie der „IFA

Creator Hub“. Er ist der zentrale Treffpunkt

für Influencer, Content Creators

und ihre Communities – mit Creator

Stage, VIP-Bereich, Livestreaming-

Stations sowie Podcast- und Streaming-

Studios. Im Sommergarten entsteht mit

„IFA Outdoor Cooking & Gardening“

Mit AI, Software & Computing Power sowie

Sustainability rückt die IFA 2025 drei Schlüsselthemen

in den Mittelpunkt, die den Markt

transformieren. Fotos: IFA Management GmbH

zudem eine neue Erlebniswelt für

Outdoor-Enthusiasten – mit innovativen

Lösungen für Kochen, Grillen und

Gartenpflege. Live-Demos und interaktive

Produkterlebnisse machen den

Außenbereich zur Bühne für nachhaltigen

Lifestyle und neue Geschäftspotenziale

im wachsenden Outdoor-Segment.

Ebenfalls neu: der IFA Innovation

Award. „Damit zeigen wir das Beste der

IFA und würdigen die beeindruckenden

Fortschritte im Bereich Home &

Consumer Technology. Mit der Präsentation

der besten Produkte unserer über

1.800 Aussteller unterstützt die IFA Einzelhändler,

Einkäufer, Verbraucher sowie

Presse und Medien dabei, die Unternehmen

zu entdecken, die unser Leben,

Arbeit und Freizeit grundlegend verändern.

Wir freuen uns darauf, Unternehmen

ins Rampenlicht zu rücken,

die Künstliche Intelligenz einsetzen und

nachhaltige sowie barrierefreie Lösungen

für alle entwickeln“, sagt James

McGough, Managing Director bei

Clarion Events. Nach dem Meilenstein

des 100-jährigen Jubiläums der IFA im

Jahr 2024 – mit über 215.000 Besuchern

aus 138 Ländern und mehr als

1.800 Ausstellern – gibt die Einführung

der IFA Innovation Awards den Ton für

die neue Ära an. Die IFA Innovation

Awards zeichnen Produkte aus, die sich

durch außergewöhnliche Innovation,

herausragendes Design und Marktbedeutung

im Bereich von Home- und

Consumer- Tech auszeichnen. Die IFA

Innovation Awards werden Innovationen

aus allen Bereichen der Home und

Consumer Technologien ins Rampenlicht

rücken, darunter Smart Home und

IoT-Innovationen, nachhaltige Technologie,

Gesundheits- und Wellness-Technologie,

Gaming und Unterhaltung,

mobile Kommunikation, audiovisuelle

Exzellenz, Küchen- und Haushaltsgeräte

sowie neue Technologien.

Sebastian Lehmann

12 Messen


Maximale Frische

für mehr Genuss

Mit seiner „BioFresh“ Technologie schafft Liebherr in den Kühlschränken

optimierte Lagerbedingungen für verschiedenste Lebensmittel.

Verschiedene frische Lebensmittel von Obst und Gemüse

über Fleisch und Milchprodukte bis hin zu Fisch und Meeresfrüchten

benötigen unterschiedliche Lagerbedingungen.

Liebherr hat diese Herausforderung erkannt und schafft mit

der eigenen „BioFresh“ Technologie für jede Lebensmittelgruppe

in sogenannten Safes ein eigenes Mikroklima.

Diese sorgen unter anderem dafür, dass Blattgemüse nicht so

schnell welk wird, Milchprodukte ihren frischen Geschmack

behalten und besonders empfindliche Lebensmittel wie Fisch

und Fleisch optimal geschützt sind. So werden Geschmack,

Vitamine und Nährstoffe möglichst lange bewahrt.

Optimiertes Frischevergnügen

Liebherr hat die „BioFresh“ Technologie bereits vor über 30

Jahren eingeführt und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt.

Heute schaffen verschiedene „BioFresh“ Safes die perfekten

Bedingungen für alle Arten von Lebensmitteln und halten diese

so maximal lange frisch. So bleiben etwa Obst und Gemüse im

luftdichten „Fruit & Vegetable“ Safe bei hoher Luftfeuchtigkeit

und einer Temperatur knapp über 0 °C saftig-knackig. Im kühlen

und gleichzeitig trockenen „Meat & Dairy“ Safe werden Fleisch

und Milchprodukte optimal aufbewahrt. Der „Fish & Seafood“

Safe von „BioFresh Professional“, die High-End-Ausführung von

„BioFresh“, hält Fische und Meeresfrüchte dank niedriger Luftfeuchtigkeit

und einer eisigen Temperatur von -2 °C wie fangfrisch.

Die Professional-Variante des „Fruit & Vegetable“ Safe

beinhaltet zudem mit „HydroBreeze“ eine zusätzliche Frische-

Innovation von Liebherr: Öffnet man den Safe, wird ein frischer,

kühler Nebel versprüht, der Obst und Gemüse

schützend umhüllt. So bleibt dieses knackig und taufrisch.

Nachhaltig und kostenschonend

Aufgrund der angepassten Lagerbedingungen in „BioFresh“

Safes können Lebensmittel im eigenen Kühlschrank bis zu

fünfmal länger frisch gehalten werden. Das bestätigen unabhängige

Studien des Instituts für Nachhaltige Ernährung der

Fachhochschule Münster: Erdbeeren, zum Beispiel, bleiben

fünf Tage länger frisch. Salat bleibt 11 Tage länger knackig.

Und Birnen bringen es auf 34 zusätzliche Tage perfekte

Frische. Als Folge müssen Konsumenten seltener einkaufen

und weniger Lebensmittel wegwerfen. Das spart nicht nur

Zeit und Geld, sondern fördert einen nachhaltigen und

verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln.

kuecheundbadforum.de/PRODUKTE

Neue Programme

Die „BioFresh“

Technologie von

Liebherr erhält nicht

nur die Qualität

und den Geschmack

der Lebensmittel,

sondern fördert

einen nachhaltigen

Lebensstil.

Fotos: Liebherr

Produkt 13


Präzise bis ins Detail

Die richtige Lagerung ist entscheidend für die Qualität von Wein. Die aktuellen Weinkühlschränke zeichnen

sich durch individuelle Kühlzonen, stabile Temperaturkontrolle sowie innovative Feuchtigkeits- und

Lichtschutzfunktionen aus. Ob prämiertes Design, elegante Materialien oder kompakte Bauweise –

moderne Modelle verbinden technische Innovation mit ansprechender Optik.

Liebherr

Prämiertes

Design

Amica

Schwarze Eleganz

Foto: Amica

Passend zu den Kücheneinbaugeräten der Serie „Noir Design“

präsentiert Amica einen neuen Einbau-Weintemperier- und

Lagerschrank mit schwarzer Rauchglastür mit UV-Schutz. Das

Gerät hat zwei individuell einstellbare Temperaturzonen von fünf

bis 20 °C. Der großzügige Nutzinhalt von 63 Litern bietet Platz

für bis zu 26 Bordeauxflaschen. Mit Features wie der elektronischen

Steuerung, dem digitalen Display, der LED-Beleuchtung

und dem Tür-Offen-Alarm garantiert der „WK 341 800 V“ eine

zuverlässige und benutzerfreundliche Bedienung.

Die 2024 von Liebherr eingeführten

Unterbau-Weinkühlschränke

der Serie „Vinidor“ und „Vinidor

Selection“ stellen optimale Lagerbedingungen

für alle Weine dank

Ein- oder Zwei-Zonen-Kühlung.

Zusätzlich zu den bisherigen

Höhen 82 bis 88 Zentimetern

sind die neuen Weinmodelle in 86 bis 92 Zentimetern verfügbar. Die

Geräte erlauben eine gute Sicht auf die gelagerten Weine mittels beidseitiger

LED-Lichtleisten und dimmbare Präsentationsbeleuchtung.

Damit überzeugte Liebherr auch in der Disziplin Produkt, Kategorie

Küche, des renommierten iF Design Awards.

Foto: Liebherr

Miele

Ein Plus an Individualität

Zur Weinlagerung braucht es optimale Bedingungen. Diese schafft Miele

mit der jüngsten Generation freistehender Weinschränke. Highlight:

Ausnahmslos alle Miele-Weinschränke der neuen Generation sind mit

der Funktion „ActiveHumidity“ ausgestattet. Sie sorgt nicht nur für die

optimale Feuchte, sondern bietet auch die Möglichkeit, die relative Luftfeuchtigkeit

individuell stufenweise einzustellen.

Foto: V-Zug

V-Zug

Kompakter Luxus

Foto: Miele

Minimalistisches Design und innovative Kühlfunktionen bei

bodenständigen Dimensionen – so kommt der „WineCooler

V4000 45“ von V-Zug daher. Im Gerät können Weinliebhaber bis

zu 17 Flaschen lagern. Zur Auswahl einer Weinflasche lassen sich

die flexiblen Tablare aus Schweizer Buchenholz ausziehen. Das

untere Tablar kann in eine schräge Präsentationsposition gebracht

werden, um Gäste mit einem perfekten Weinservice zu beeindrucken.

Die zeitgesteuerte Beleuchtung erhellt subtil den Innenraum.

14 Produkt


Die neuen Weinklimaschränke der

Marke Avintage, hier links das

Einbaugerät „AVI6075 Platinum“

und unten das Unterbaugerät

„AVU41D82“, fügen sich mit ihrer

stilvollen Optik nahtlos in die

Küche ein. Fotos: Frio Gruppe

Für echte Genussmomente

Frio erweitert sein umfangreiches Programm für hochwertige

Ein- und Unterbau-Weinklimaschränke.

Mit zwei neuen Modellen der Marke Avintage bietet die französische

Frio Gruppe ihren Kunden noch mehr Möglichkeiten

zur optimalen Weinlagerung. Die Weinkühlschränke „AVI6075

Platinum“ und „AVU41D82“ präsentieren sich mit einer

schlichten Eleganz und bieten zusätzlich zur zeitlosen Optik

umfangreiche Funktionen für Sommeliers und Genießer.

Kühlen mit Klasse

Mit dem Einbaugerät „AVI6075 Platinum“ können bis zu

32 Flaschen Wein in zwei Klimazonen gelagert werden. Das

Gerät wurde speziell für die neue 75 cm breite Nische konzipiert.

Ausgestattet mit einem Frontbelüftungskonzept und

einer elektronischen Push-Pull-Türöffnung stören weder

Lüftungsgitter noch Griff die Ästhetik der Küchenplanung.

Der Türanschlag mit Pantograph ist reversibel. Das Modell

überzeugt zudem mit einem vielfältigen Beleuchtungskonzept,

das Kunden selbst über WiFi je nach gewünschter Atmosphäre

einstellen können. Weitere Highlights sind die leichtgängigen

Teleskopauszüge und die Alarmfunktion.

Der Unterbau-Weinkühlschrank „AVU41D82“ passt sich mit

seiner 72 cm Türhöhe elegant in die 40er-Nische ein und bietet

Raum für 29 Flaschen in zwei Klimazonen. Der dezente

Griff verbirgt sich unter der Arbeitsplatte, der Türanschlag ist

wechselbar. Das Modell ist so konzipiert, dass die Installation

vereinfacht wurde und die Weinflaschen mit der einstellbaren

weißen Beleuchtung gekonnt in Szene gesetzt werden können.

Wie alle Geräte ist auch dieses mit einem umfassenden

Beleuchtungskonzept und der Alarmfunktion ausgestattet.

kuecheundbadforum.de/PRODUKTE

Neue Programme

IMPRESSUM

Verlag Matthias Ritthammer GmbH

Emmericher Straße 10, 90411 Nürnberg

Postfach 190128, 90118 Nürnberg

Telefon +49 911 9 55 78-0

www.moebelmarkt.de

lehmann@moebelmarkt.de

Herausgeber und Verleger Klaus Ritthammer, Franz Schäfer

Geschäftsführerin Christine Ritthammer

Chefredaktion Sebastian Lehmann

Redaktion Arnd Schwarze, Philipp Gassner, Julia Peters

Anzeigen Silvia Chesi

Vertrieb Daniela Kollár

Verlagsbüro Süd Gerrith B. Horndasch M.A.,

Kastanienweg 9, 78713 Schramberg, Deutschland,

Telefon +49 7422 20 06 95-9,

Mobil +49 177 4 37 74 84,

horndasch@ritthammer-verlag.de

Anzeigenpreisliste Nr. 63/2025

Anzeigenschluss für Empfehlungsanzeigen jeweils sechs

Wochen vor Erscheinen; für Gelegenheits-, Vertretungs- und

Stellen anzeigen bis eine Woche vor Erscheinen,

später auf Anfrage.

Bezugspreise küche & bad forum

Jahresabonnement Print + Digital 96,00 Euro.

Zzgl. Porto und derzeit gültiger Mehrwertsteuer.

Kündigung 3 Monate vor Ablauf des Abschlussjahres.

Nachdruck (auch auszugsweise) und Vervielfältigungen jeder

Art bedürfen der schriftlichen Genehmigung des Verlages.

Fremdbeiträge, die mit Namen des Verfassers gezeichnet

sind, geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion

wieder.

Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung

übernommen.

„küche & bad forum“ ist Organträger für den Verband

der Deutschen Küchenmöbelindustrie e.V.

INSERENTENVERZEICHNIS

F

Fachschule des Möbelhandels, Köln

4. Umschlagseite

L

Liebherr Hausgeraete Vertriebs- und

Service GmbH, Ulm Titel, Seite 13

S

SHD Kreative Planungssysteme GmbH,

Andernach Seite 7

T

trendfairs GmbH, Fürth Seite 9

Diese Hülle wurde aus Polyethylen (PE) ohne Verwendung von Zusätzen hergestellt. Die verwendeten Druckfarben enthalten keine toxischen Schwermetalle wie

z. B. Blei, Cadmium oder Quecksilber. Auf der Mülldeponie verhält sich diese Hülle grundwasserneutral. Sie ist rückstandslos in der Müllverbrennung zu entsorgen, voll

recyclingfähig und deshalb besonders umweltverträglich.

Der Möbelmarkt wird auf 100% recyclingfähigem Papier aus nachwachsenden Rohstoffen der EU produziert.

Produkt 15


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Intro

Interzum und Ligna 2025

Blick zurück nach vorn

Zwei Leitmessen, eine Botschaft: Innovation. Die Interzum in Köln und die Ligna in Hannover wurden in diesem Jahr wieder zur

internationalen Bühne für Möbelzulieferer sowie die holzbe- und -verarbeitende Industrie. Intelligente Komponenten und smarte

Technologien, Innovationskraft und technologischer Fortschritt – es herrschte Aufbruchstimmung. Digitalisierung, Automatisierung

und KI, aber auch ressourcenschonende, zukunftsfähige Produkte wiesen auf beiden Messen den Weg in die Zukunft.

material + technik möbel blickt auf den folgenden Seiten noch einmal zurück auf Messehighlights der vergangenen Monate.

material + technik 83


Fokus

Mit Kojen und Farben informierte Biesse über die einzelnen Maschinentypen.

Bürkle stellte seine neue Generation vollelektrischer Walzenauftragsmaschinen vor.

Highlights der Ligna 2025

Bedienkomfort und Effizienz

Die Ligna 2025 wartete laut Angaben der Messeleitung mit über 900 Messepremieren auf. Traditionell richten die meisten Unternehmen

ihre Produktentwicklungen auf die Maschinenschau in Hannover aus, um sie dort der internationalen Fachwelt erstmals zu präsentieren.

Nachdem material+technik möbel in der vorangegangenen Ausgabe erste Highlights der Ligna vorgestellt hatte, werden nun weitere

innovative Neuentwicklungen bei Maschinen, Anlagen und Werkzeugen präsentiert.

Erleichterte Bedienung durch die digitale

Werkzeugverwaltungs-App „AKE tool

data“.

Zu den Highlights bei AKE zählte die digitale

Werkzeugverwaltungs-App „AKE

tool data“, die die Erfassung, Visualisierung

und Verwaltung von Werkzeugdaten

ermöglicht. Durch das Scannen eines

DataMatrix-Codes auf dem Werkzeug,

der bereits auf einigen Tools von AKE

verfügbar ist, kann der Anwender sich

die aktuellen Werkzeugdaten anzeigen

lassen sowie Soll-und Ist-Daten vergleichen.

Alternativ ist auch das Auslesen

per RFID möglich. Sie ist zudem kompatibel

mit dem neuen europäischen Datenstandard

ETML (European Tool Machine

Language).

Eine weitere Premiere feierte der Diamant-

Kompakt-Zerspaner „PowerFeed“, der für

die Verarbeitung von beschichteten

Spanplatten ausgelegt wurde und hier

zu geringeren Anschaffungs- und Servicekosten

führen soll. Beispielsweise

konnte in Kombination mit einer optimierten

Grundkörpergestaltung durch

eine neuartige Auslegung der Schneiden-Geometrie

die Anzahl der teuren Diamantzähne

reduziert werden. Als Vorteile

nennt AKE eine längere Standzeit

und eine bis zu 12-malige Erodierbarkeit.

HotCoating von Rolle-zu-Rolle

Neben neuen umweltfreundlichen

Schmelzklebstoffen auf Basis von Polyurethan

(PUR) zeigte Kleiberit in Zusammenarbeit

mit der Firma Huser erstmals

eine HotCoating-Beschichtungsanlage

mit einer Nutzbreite von bis zu 1.600 mm

im Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Messebesuchern

wurde dabei die Beschichtung

eines flexiblen Fußbodenmaterials

auf Basis von Lederfaser-Abfall sowie

Naturkautschuk vorgeführt. Auf der Anlage

können auch Papierbahnenware

oder thermoplastische Folien beschichtet

werden, was den Einsatz der Hot-

Coating-Technologie auf dreidimensionale

Elemente wie beispielsweise

Türblätter ermöglicht. Durch eine Anpassung

der Lack- und Trocknungstechnologie

beim HotCoating-Verfahren ist nun

auch eine sofortige Weiterverarbeitung

des PUR-beschichteten Oberflächenmaterials

möglich. Wie bei den Klebstofflösungen,

wo Kleiberit sein Produktportfolio

mit Anteilen aus nicht

petrostämmigen Rohstoffen ergänzt hat,

kommen auch beim HotCoating Qualitäten

zum Einsatz, deren Anteil an biobasierten,

nachwachsenden Rohstoffen bei

über 50% liegt und die in nicht kennzeichnungspflichtiger

ME-Qualität erhältlich

sind.

Auf dem Hauptstand von Henkel, die mit

einem weiteren Stand im Bereich Holzbau

vertreten waren, wurde die Nachhaltigkeit

der Klebstofflösungen in den Fokus

gerückt. Exemplarisch zeigte man

die nachhaltige Wertschöpfungskette eines

Klebstoffes für die Herstellung von

Metalltüren: von der Pflanze aus dessen

Samen der Rohstoff gewonnen wird,

über den Klebstoff bis zu der damit hergestellten

Tür.

Speziell für die Kantenanleimung stellte

Henkel seine neuen Micro-Emission(ME)-

Lösungen sowie Polypropylen-Klebstoffe

als auch den „Technomelt Cleaner Easyflow“

vor. Neu ist auch, dass es einen

PUR-Schmelzklebstoff in ME-Qualität

für die Kantenbearbeitung nun auch in

Granulatform gibt. Mit dem Schmelzklebstoff

„Technomelt KS 928“ wurde

zudem ein neuer Polypropylen-basierter

Klebstoff für die Kantenbearbeitung präsentiert,

der besonders hitzebeständig

ist. Darüber hinaus wurden für die 2D-

Kaschierung neue Lösungen mit einem

erhöhten Anteil an erneuerbarem Kohlenstoff

vorgestellt. Laut Anbieter wird

derzeit auch an ME-Produkten mit erneuerbarem

Kohlenstoff gearbeitet und

damit der Fokus noch stärker auf nachhaltige

Klebstofflösungen gelegt.

Quecksilberfreie Trocknung

Mit Blick auf das Verbot von Quecksilber-UV-Lampen

durch die EU im Jahr

2027 stellte Cefla Finishing seine Trocknungs/Härtungsanlage

„UV iCure“ vor.

Es handelt sich dabei um ein quecksilberfreies

Gerät, bei der laut Cefla die

gleiche Trocknungs-Performance durch

die Kombination von Excimer- sowie UV-

LED-Lampen mit angepassten Wellenlängen

in einer inerten Umgebung erzielt

wird. Da die Excimer-Lampen wassergekühlt

sind, kommt es nicht zu einer Hitzeübertragung

auf die Oberfläche und das

Substrat. Unter der Bezeichnung „Easy

FCS“ wurde zudem eine Lackiermaschine

ausgestellt, bei der der Farbwechsel

von drei Minuten auf 30 Sekunden reduziert

werden konnte. „Smartedge Agile“

wiederum ist eine neue Kantenanleimanlage,

bei der sich die Werkzeuge automatisch

an die Paneeldicke anpassen

und somit eine unterbrechnungsfreie

Fertigung ermöglichen. Der Roboterassistent

„T-Mate“ vereinfacht die Programmierung

komplexer Geometrien bei

der Lackierung mit einem Roboter.

Auf dem Stand von Bürkle wurde die

neue Generation an vollelektrischen Walzenauftragsmaschinen

präsentiert, die

durch innovative Antriebstechnik gepaart

mit sensorischer Erkennung einen

konstant präzisen Materialauftrag bei re-

84 material + technik


Fokus

Henkel zeigte die nachhaltige Wertschöpfungskette eines Klebstoffes.

Kleiberit präsentierte in Zusammenarbeit mit der Firma Huser eine HotCoating-

Beschichtungsanlage im Rolle-zu-Rolle-Verfahren.

duziertem Energie- und Wartungsaufwand

ermöglichen soll. Die neue Maschine

verzichtet vollständig auf

pneumatische Elemente. Zudem wurde

die neue Härtungstechnologie „easy-

Cure UV+“ vorgestellt, bei der es sich

um eine luftgekühlte UV-Härtungstechnik

handelt, die laut Bürkle eine bis zu

70-prozentige Energieeinsparung mit

sich bringt.

Unter der Bezeichnung „easy-Cure UV

Ultrafoil“ wurde auch eine Beschichtungstechnologie

für supermatte und

hochglänzende Oberflächen vorgestellt.

Sie ermöglicht derartige Oberflächen

auch ohne den Einsatz von Excimer-

Technologie oder Stickstoff. Die ausgewählte

Folie bestimmt die endgültigen

Eigenschaften der Oberfläche, so dass

sich durch Folienwechsel unterschiedliche

Effekte erzeugen lassen.

Lösungen für Engineered Wood

Statt Maschinen stellte Hymmen Muster

von Produkten vor, die mit Technologielösungen

des Unternehmens realisiert

wurden und informierte anhand von Bildschirmen

und Filmen von Anlagen im

Realbetrieb über die Performance seiner

Anlagen. Dabei spielte der verstärkte

Einsatz von Mehretagenpressen des Unternehmens

zur Herstellung von Engineered

Woods eine wichtige Rolle. Darüber

hinaus zeigte das Unternehmen

auch, wie über den Digitalen Zwilling

Produktionsanlagen noch vor der Installation

getestet werden und wie man sich

mit Hilfe einer AR-Brille sogar in die Produktionshalle

hineinversetzen lassen

kann. Ebenfalls vorgeführt wurde die

„smart2i“-Lösung, mit deren Hilfe sich

der komplette Produktionsprozess überwachen

und analysieren lässt.

Die Felder-Gruppe präsentierte auf ihrem

Stand neue und bewährte Maschinen

der Marken Felder, Hammer, Format

4 sowie Mayer und hatte insgesamt 40

Maschinen ausgestellt. Unter den Neuvorstellungen

fiel die „Format 4 tempora

F1000“-Kantenanleimmaschine ins Auge,

die Kantenstärken von 0,4 bis 12 mm

und Werkstückhöhen von 8 bis 60 mm

bearbeiten kann. Sie verfügt u. a. über

ein CNC-Eckenrundungsaggregat sowie

einen Oberdruckbalken mit Riemenantrieb.

Ebenfalls neu waren die Breitbandschleifmaschinen

„Felder FW 1352 classic“

und „1352 perform“, mit denen

Felder sein Portfolio um Maschinen mit

einer Arbeitsbreite von 1.350 mm ergänzt

hat.

Der italienische Maschinenbauer SCM

präsentierte seinen jüngsten Firmenerwerb,

die Firma Tecno Logica, auf einem

Nachbarstand. Das Unternehmen ist

spezialisiert auf integrierte Systeme und

Robotiklösungen mit hoher Produktionskapazität

und ein wichtiger Partner der

Automobilindustrie. Nachdem seit dem

vergangenen Jahr bereits bei einem

schwedischen Küchenbauer vollautomatisierte

Systeme von Tecno Logica

die komplette Fertigung von Küchenkorpussen

übernehmen, präsentierte das

Unternehmen auf der Ligna nun eine innovative

Lösung für die vollautomatische

Kantenbearbeitung, die zum Patent

angemeldet wurde und bis zu 1.400 Teile

inkl. Kante in Losgröße 1 pro Schicht

schafft. Die Anlage „RO-TEC X6“ basiert

auf einem multifunktionalen Drehtisch-

Bearbeitungszentrum mit einer innovativen

Mehrstations-Karussell-Konfiguration,

die eine vertikale Bearbeitung der

Werkstücke ermöglicht. Die Beschickung

und Entladung übernimmt ein Roboter,

wobei die Bearbeitung je nach

Konfiguration an vier, sechs oder acht

Stationen erfolgt und dies auf kleinstem

Raum (150 m2). Bei SCM debütierte mit

der „morbidelli fx 100“ eine neue Bohrmaschine,

die für die Bearbeitung von

Losgröße 1 entwickelt wurde. Sie kann

Bohr-, Gewindeschneid- und Fräsarbeiten

auf vier Seiten der Platte ausführen

und dies auch im Pendelbetrieb. Mit vier

Bohrköpfen bestückt, war sie auf dem

Messestand Teil einer automatisierten

Produktionszelle für die Möbelindustrie,

mit der sich bis zu 1.200 Möbelkomponenten

pro Schicht bearbeiten lassen

und die sich je nach Konfiguration für

Losgröße 1 oder für mittelgroße Lose

eignet. Eine weitere Neuheit beim Kantenanleimen

war die „stefani m“ mit bis

zu 25 m/min Vorschub zu einer laut Anbieter

überschaubaren Investition.

Portfolio-Neugliederung

Biesse hatte nur eine Anlage auf der

Messe ausgestellt, da das Unternehmen

seine neue Angebotsstrukturierung, die

entsprechenden Marken und die neuen

Bezeichnungen der Maschinentypen in

den Fokus rücken wollte. Statt einzelner

Maschinen bot der Stand mehrere Kojen

mit Bildschirmen, auf denen die Biesse-

Experten Besucher an Vorführungen der

Maschinen teilnehmen ließen. Mit der

ausgestellten Produktionslinie demonstrierte

das Unternehmen die Möglichkeit,

mit Biesse-Technologie unterschiedliche

Materialien zu bearbeiten. Diese Kompetenz

wird auch durch die neue farbliche

Gliederung der Materialien signalisiert,

bei der die Bereiche Holz (Ocker), Glas

(Blau), Stein (Rot), Kunststoff- und Verbundmaterialien

(Violett) und Metall

(Dunkelgrau) jeweils eigene Farben erhalten

hatten.

Ebenfalls neu auch die Gliederung der

Gruppe in die Marken Technic, Machinery

und Components. Dabei umfasst Biesse

Technic integrierte Produktionslinien

für die Bereiche Holz, Glas und Stein. In

Biesse Machinery sind Maschinen zusammengefasst,

die auf die Bedürfnisse

verschiedener Marktsegmente und für

alle fünf Materialbereiche zugeschnitten

sind. Biesse Components umfasst die

Werkzeugmarken Hsd und Diamut.

Richard Barth

SCM stellte die Firma Tecno Logica und ihre innovative, roboterbetriebene Kantenanleim-Technologie

vor.

Die „morbidelli fx100“ von SCM kann Bohr-, Gewindeschneid- und Fräsarbeiten

auf vier Seiten der Platte ausführen. Fotos: Barth


Produkte & Konzepte

SHOWCASE LIGNA+INTERZUM

Schuko

Auf der diesjährigen Ligna in Hannover präsentierte

sich Schuko mit einem neuen Markenauftritt

sowie mit einem echten Highlight – den

brandneuen Vacomaten der Baugrößen 250

und 300. Sie vereinen modernste Technologie

mit einem klaren Versprechen: maximale Effizienz

bei minimalem Energieverbrauch. Die weiterentwickelten

mobilen Entstauber Vacomat

250 und 300 Twin (Foto) sind fortan mit zwei

Ventilatoren ausgestattet, die im Betrieb für einen

optimalen Wirkungsgrad und geringsten

Energieverbrauch dank Kaskadenschaltung

sorgen. Ein weiteres Highlight ist ein aus der

Luftfahrt inspiriertes und strömungsoptimiertes

Ventilatorenlaufrad – ausgestattet mit neuer

Eulenflügel-Symmetrie ist es leiser und energieeffizienter

im Vergleich zu herkömmlichen

Laufrädern. Beide Geräte sind baugleich, sie

unterscheiden sich lediglich im Anschlussquerschnitt

und in der Ventilatorenleistung.

www.schuko.de

Hera

Licht soll Atmosphäre schaffen und Möbel

sowie Schrankinhalte in Szene setzen,

während die Technik im Idealfall

unsichtbar bleibt. Die Lösung von Hera:

das ultra-schlanke Einfräsprofil 9 mm

mit minimaler Aufbauhöhe von 0,6 mm.

Es lässt sich fast unsichtbar in die gewünschte

Einbausituation verarbeiten –

auch senkrecht im Schrank. Das Einfräsprofil

erzeugt homogenes Licht, das

symmetrische Abdeckprofil ist stark

mattiert, erhältlich in Edelstahloptik und

Schwarz. Licht smart steuern lässt sich

mit der kabellosen 3-Kanal H-iDrive

Funkfernbedienung, die ideale Wahl für

Nutzer, die ihre Räume mit einer dynamischen

Lichtgestaltung bereichern

möchten und Wert auf Ästhetik legen.

www.hera-shop.com

86 material + technik


Produkte & Konzepte

SHOWCASE INTERZUM

DTS Systemoberflächen

Keine Kratzer, keine Kompromisse – kratzfest bis 10 Newton: ELESGO scrambled von

der DTS Systemoberflächen GmbH ist mehr als nur eine optisch ansprechende Oberfläche

– sie ist ein echtes Kraftpaket. Mit einer geprüften Kratzfestigkeit von bis zu

10 Newton trotzt sie alltäglichen Belastungen und bleibt auch bei intensiver Nutzung

makellos. Das macht sie zur idealen Wahl für stark beanspruchte Bereiche im Möbelund

Innenausbau. Inspiriert von der unvollkommenen Perfektion der Natur überzeugt

scrambled durch eine organisch wirkende, unregelmäßige Struktur, die an Materialien

wie Stein, Holz oder Sand erinnert. Jede Fläche ist einzigartig – wie ein Blatt im

Wald. Die authentische Haptik begeistert nicht nur visuell, sondern auch beim Berühren.

Gefertigt mit moderner ESH-Technologie, ist die Oberfläche lösungsmittelfrei,

emissionsarm und energieeffizient gehärtet – für nachhaltige Qualität ohne Kompromisse.

www.laminate.de

material + technik 87


Produkte & Konzepte

Manoman

SHOWCASE INTERZUM

Unendliche Wandelbarkeit ist Trumpf: Das kreative

Start-up Manoman bietet runde Möbelgriffe

und Wandhaken in drei verschiedenen Größen

und über 500 Varianten. Bei den Griffen gibt es

zum Beispiel die Stile „Schwarz lackiert“, „Chrom

glänzend“ oder „Bronze eloxiert“ zur Auswahl.

Das Angebot umfasst standardmäßig Durchmesser

von 39, 49 und 59 mm. Die Materialien für die

Inlets dürfen bis 5 mm dick sein und reichen von

Tapeten über Bilder bis hin zu Fellen. Wer trotz

der großen Auswahl kein passendes Inlet findet,

kann es einfach selbst gestalten. So wird jeder

Griff bzw. Haken zu einem echten Unikat.

Die Handhabung ist simpel: Das Wunschinlet wird

auf den Griffsockel gelegt, darüber kommt als

Schutz eine robuste Plexiglasscheibe. Zum Schluss

wird der Gewindering daraufgeschraubt. Der Look

lässt sich schnell neu designen und das Inlet beliebig

oft und unkompliziert austauschen, etwa zum

Wechsel der Jahreszeiten.

www.manoman-handle.com

Elektra

Für eine Lösung, die Nischen einfach und filigran beleuchtet, bekommt Elektra den

begehrten Red Dot Award. Das LED-System LD8177 wurde in der Disziplin Product

Design ausgezeichnet – funktionell, minimalistisch und ein optisches Highlight für

Nischen. Ein Band mit kleinen, eng beieinander liegenden LEDs sorgt für eine homogene,

indirekte und blendfreie Beleuchtung. Das Besondere an dem äußerst filigranen

System: Der Kunde kann es ganz einfach mit zusätzlichen Elementen wie Ablagen

oder Haltern ergänzen. Verschiedene Varianten ermöglichen ein stimmungsvolles Ambiente,

das entweder nach oben, unten oder hinten Helligkeit ausstrahlt – dies verbindet

Nische und Küchenmöbel zu einer Einheit.

www.elektra.de

88 material + technik


Ob print, digital oder beides – erreichen Sie mit unserem

Netzwerk alle wichtigen Player der Branche!ende

Mehr Infos & Mediadaten

Ihre Mediaberaterin:

Silvia Chesi

chesi@ritthammer-verlag.de

Tel.: 0911-95578-33


Die Ausstellergemeinschaft der MTM 2025.

5. Möbel-Trend-Messe MTM in Dresden

Inspiration und Teamgeist

Die Möbel-Trend-Messe MTM lud zu ihrer fünften Ausgabe nach Dresden ein. Vom 4. bis 6. Juni

zeigten zwölf Aussteller ihre Neuheiten und Trends, jeder mit einer ganz eigenen Handschrift. So boten

sich den Handelspartnern frische Ideen und vielfältige Inspirationen aus der Polsterwelt und

ergänzender Sortimente. Als Kulisse dienten die besonderen Räumlichkeiten der Alten Börse mit ihrer

stilvollen Atmosphäre. Gerald Schultheiß, Michaela Höber und Julia Peters waren vor Ort.

Das einzigartige Messeformat der

Möbel-Trend-Messe MTM überzeugte

auch bei der fünften Auflage und sorgte

für ein zufriedenes und positives Fazit

bei der Ausstellergemeinschaft.

Die Messe, die von Beginn an in Eigeninitiative

durch die Aussteller selbst organisiert

und durchgeführt wird, begeistert

immer wieder aufs Neue. Das

angenehme und respektvolle Miteinander

der zwölf Aussteller trägt dabei

maßgeblich zur sehr guten Gesamtstimmung

während dieser Veranstaltung bei,

die sich auch auf die Besucher überträgt.

So konnten – trotz der aktuell verhaltenen

Stimmung im Handel generell

– doch auch positive Impulse gesetzt

werden, um mit Zuversicht und Optimismus

in den Möbelherbst zu starten.

Verteilt auf drei spannende Messetage

bot sich den Interessenten und Kunden

die Möglichkeit, alle Aussteller zu besuchen

und sich die Konzepte und alle Innovationen

im Detail anzuschauen. Und

es gab genügend Zeit für einen persönlichen

Austausch und konstruktive Gespräche

über zukünftige Projekte. Perfekt

umrahmt von einem genussvollen

Catering und einer fröhlichen Messeparty

zum Auftakt der Messetage wurde

der Besuch auch in diesem Jahr zu einem

ganz besonderen Erlebnis in stimmungsvoller

Atmosphäre.

Die Ausstellergemeinschaft bedankte

sich bei allen Besuchern und Interessenten.

Neben zahlreichen Einzelkunden

konnten auch nahezu alle Verbände und

Einkaufsgruppen in Dresden begrüßt

werden. Die Anreise lohnte sich auf jeden

Fall und ließ sich perfekt mit einem

Besuch der wunderschönen Elbmetropole

Dresden verbinden.

Das Rohleder-Messeteam: (v.l.) Ole Rossmanek, Lisa Burger-Hertrich,

Christoph Häußler, Bastian Meyer.

Mathias Lindauer (links) und Dennis Köhler (rechts) von LeuSwiss gut gelaunt

auf dem Messe-Highlight „Dustin“.


PM Oelsa Geschäftsführer Heiko Langer auf dem Modell „Brüssel“, einem

Planungsprogramm mit tollen Relaxfunktionen und zwei verschiedenen

Sitzhöhen.

Das Ponsel-Team auf der MTM: (v.l.) Detlef Ott, Sabine Faber, Dominik

Mergner, Moritz Faber, Stefanie Geßlein, (dahinter) Marcus Hopp, Axel Faber,

Steffen Schneider, Thomas Gnida.

Akante, die Designschmiede aus

Nordfrankfreich für erschwingliche,

zeitgenössische Möbel, zeigte funktionelle

Keramiktische mit raffinierter

Auszugstechnik. Das Modell „Milazzo“

lässt sich dank patentierter Mechanik

ganz einfach von 120 auf 180 Zentimeter

ausziehen. Daneben präsentierte

das französische Unternehmen ausgefallene

Couch- und Beistelltische sowie

moderne Stühle.

Dan-Form entwirft und produziert

hochwertige Sitzmöbel wie Sessel,

Barhocker, Ess- und Konferenz-Stühle.

Dank des innovativen Regalsystems

(Foto) lassen sich am Point of Sale viele

Stühle auf einmal präsentieren. Der

Designspezialist aus Dänemark fokussiert

sich auf italienisches und skandinavisches

Design und will in Deutschland

nun weiter Fuß fassen.

Dietsch legte den Fokus in diesem

Jahr auf sein Jubiläumsmodell anlässlich

des 35. Firmenjubiläums, das alle

bewährten Dietsch-Vorteile in sich vereint.

Das Modell „Gala“ ist ein klares

Bekenntnis zu ausgezeichneter Qualität,

Funktionalität und zeitgemäßem

Design. Dietsch erhielt viel positive

Resonanz auf die neuen Konzepte und

freute sich über intensive Gespräche

und neue Kontakte.

EMP zählte erstmals zu den Ausstellern

der MTM. „Für uns ergeben sich

hier ganz interessante neue Kontakte“,

freute sich Geschäftsführer Michael

Milich, der als „moralische Unterstützung“

seine Tochter Leonie mitgebracht

hatte. Der Fokus lag auf modernen,

multifunktionalen Sofaprogrammen

und Relaxsesseln mit Zero-

Gravity-Funktion für eine beinahe

schwerelose Liegeposition.

Gruber stellte unter anderem sein

IGR-zertifiziertes Konzept für gesundes

Sitzen vor: „Sano-Select“. Eines

der Messe-Highlights war der Relaxsessel

„PTV-Flex“, den es dank unterschiedlicher

Ausführungen – es stehen

ca. 150 verschiedene Bezüge zur Auswahl

– in 5.000 verschiedenen Varianten

gibt. „Die Frequenz war schon am

ersten Tag sehr gut“, zeigte sich Verkaufsleiter

Marco Langbein zufrieden.

LCK stellte sein breites Sortiment zur

Reinigung, Pflege und Reparatur von

Möbeloberflächen vor. Ingo Löffelmann

(LCK) berichtete zusammen mit

Peter Rommeswinkel, POS Service,

von der neuen gemeinsamen Kooperation.

Diese soll Kunden einen Rundumservice

von der Oberfläche bis in

die Tiefe bieten. Die beiden Partner

sind sehr zuversichtlich: „Wir haben

schon viel gutes Feedback von den

Herstellern und vom Handel erhalten.“

LeuSwiss, Polsterspezialist aus dem

schweizerischen Rothenturm, feiert in

diesem Jahr 70-jähriges Jubiläum. Auf

der Messe präsentierte er kleine grazile

35-jähriges Bestehen: Jörk Dietsch (links) und Christian Maurer (rechts)

sichtlich zufrieden auf dem Jubiläumsmodell „Gala“ von Dietsch.

Gruber-Verkaufsleiter Marco Langbein hat auf dem neuen Modell „Lugano“

Platz genommen, das alle Gruber-Vorzüge vorweist.

Ingo Löffelmann (LCK, links) und Peter Rommeswinkel (POS Service, rechts)

freuen sich über die neue Kooperation.

Erstmals in Dresden dabei: EMP-Geschäftsführer Michael Milich mit seiner

Tochter Leonie auf dem prämierten Modell „Lexxa 2.0“.


Garnituren, die für hochwertiges Sitzen

stehen. So etwa das Messe-Highlight

„Dustin“ mit fein abgesetztem Keder

(Foto). „Der erste Messetag hat gut gestartet.

Die Kunden haben Lust und

nehmen sich Zeit“, so Geschäftsführer

Mathias Lindauer.

PM Oelsa zeigte komfortable Sofas im

klassisch eleganten bis stylisch modernen

Design. Sie verfügen über unterschiedliche

Funktionen wie eine Infrarotheizung,

Aufstehhilfen, Kopf- und

Seitenteilverstellungen, USB-Ladeslots

oder verstellbare Sitz- und Beinauflagen.

Das neue Planungsprogramm

namens „Merapi“ im zeitlosen, organischen

Design weist eine umfassende

Typen- und Funktionsvielfalt auf.

PM Oelsa Geschäftsführer Heiko Langer bedankte sich bei der

Ausstellergemeinschaft und stimmte am Abend des ersten Messetages

auf die Messeparty mit Barbecue, Gesprächen und Musik ein.

Ponsel präsentierte in seinen beiden

Räumen ein breites Sortiment an Produktszenen,

die sowohl klassische

Polstermöbel als auch Dining-Sofas

umfassten. Das Foto zeigt das neue

Modell „Phoenix“, ein stylisches Funktionssofa

mit motorisch verstellbarem

Rückenteil. Eine Besonderheit bietet

das Sofa „Plano“: Hier lässt sich das

Rückenteil komplett versenken.

Rohleder war als wichtiger Lieferant

und Partner der Polsterindustrie auch

in diesem Jahr wieder auf der MTM

vertreten. Die Hitex-Manufaktur zeigte

ihr modulares Point-of-Sale-Konzept

rund um die Stoffmarke Q2. Im Mittelpunkt

standen dabei variable Aufsteller

in unterschiedlichen Größen, die eine

emotionale Präsentation auf den Handelsflächen

ermöglichen und die Beratung

mit den Markenstoffen erleichtern.

Wemafa & Frommholz präsentierte

seine exquisiten Polsterkollektionen

wieder im eleganten Festsaal der Alten

Börse. Das besondere Ambiente des

Raumes harmonierte wunderbar mit

den ausgestellten Modellen. Es wurde

eine große Vielfalt an Varianten und ansprechenden

Kombinationsmöglichkeiten

von Sofas und Sesseln gezeigt.

Der Fokus lag bei allen Modellen stets

auf gesundem, geradem Sitzen.

Wima präsentierte sich an einem neuen

Standort innerhalb der Alten Börse.

Auf der vergrößerten Ausstellungsfläche

wurden neben dem klassischen

Bereich auch moderne Funktionsmöbel

gezeigt. Zu den Highlights gehörte

das Sofa „Kansas“. Es verfügt über eine

versteckte motorische Fußstütze,

herausnehmbare Kopfstützen und einsteckbare

Rückenkissen, die lose wirken,

aber nicht verrutschen können.

Der Termin für die nächste MTM steht

bereits fest: Vom 10. bis 12. Juni 2026

werden die Aussteller wieder mit neuen

Ideen im vertrauten und imposanten

Ambiente der Alten Börse in Dresden

begeistern. Infos zur MTM Dresden

gibt es unter www.mtm-dresden.de

und auf Instagram @mtm_dresden.

Julia Peters

Hubert Icking (rechts) und Thomas Pichot (links) mit dem funktionellen

Esstisch „Milazzo“ von Akante.

Stilvoll sitzen auf Wemafa-Modellen im schönen Festsaal: Dirk Gieselmann

und MM-Redakteurin Michaela Höber.

Wima-Geschäftsführer Adam Mester zeigte unter anderem das moderne Sofa

„Kansas“ mit universell einsetzbaren Rückenkissen.

Verkaufsleiter Oliver Schönauer präsentierte die Stuhl-Kollektionen von

Dan-Form. Fotos: Höber, Peters, Schultheiß


TrendSet:

Gute Orderstimmung

Die Heimtextil präsentiert Lösungen für die ganzheitliche textile Innenraumgestaltung. Foto:

Messe Frankfurt

Heimtextil:

Ganzheitliche Raumgestaltung

Vom 13. bis 16. Januar 2026 findet in Frankfurt die Heimtexil in neuem Hallenlayout statt,

um Synergien für einen effizienten Messebesuch zu schaffen. Von Deko- und Möbelstoffen

über Tapeten, Bodenbeläge und Teppiche bis hin zu Matratzen, Bett- und Tischwäsche trifft

auf der Messe ein breites Angebotsspektrum für die ganzheitliche Innenraumgestaltung zusammen.

Objekteinrichter und Einkäufer für Hospitality und Handel finden an einem Ort die

neuesten textilen und non-textilen Materialinnovationen. Zudem feiern non-textile Bodenbeläge

2026 Premiere. Das Teppichsegment der Heimtextil wächst weiter. So widmen sich

die Hallen 11.0, 11.1 und 12.0 hand- und maschinengewebten Teppichen, Unikaten und

Fußmatten. Mit dem neuen Segment Flooring & Equipment ergänzen non-textile Bodenbeläge

das Angebot. Fertigprodukte für Objektausstattung, Hotellerie und Gastronomie

finden sich in den Hallen 5.0, 5.1, 6.0 und 6.1 im Bereich Bed, Bath & Living mit Bettwäsche,

Badtextilien, Tischwäsche, Decken und Wohnaccessoires. Bettwaren, Zudecken,

Kissen und Matratzen sind im Bereich Smart Bedding in Halle 4.0 positioniert.

Die diesjährige Sommer-Ausgabe der TrendSet,

die vom 12. bis 14. Juli stattfand, konnte insgesamt

17.139 Fachbesucher nach München locken.

Über 1.500 Aussteller und Marken präsentierten

auf der Messe für die Interior & Lifestyle-Branche

die neuesten Produkte für Herbst, Winter und die

kommende Festive Season. Händler und Einkäufer

trafen in sechs Messehallen mit einer Ausstellungsfläche

von 66.000 qm auf neue Ideen und

Produkte für die kommende Saison. Trotz einer

rückläufigen Besucherfrequenz wurde auf der

Messe laut Aussage der Veranstalter gut geordert.

In 15 „Interiors & Lifestyle Fair Areas“ aus den

Sparten Live & Give, Decorate & Create, Cook &

Eat sowie Work & Play konnten die Fachbesucher

Neues entdecken und direkt ordern. Neuheiten

aus Living & Giving zeigten die Topic Areas „Trend-

Set Newcomer“ und „TrendSet Bijoutex“.

Salone del Mobile:

Gast auf der

Expo 2025 Osaka

Vom 7. bis 20. September 2025 ist die Salone Satellite

Permanent Collection 1998-2025 auf der Expo 2025 Osaka

zu sehen. Sie bereichert das Angebot des italienischen Pavillons.

Eine Auswahl von 47 signierten Produkten aus der

Talentschmiede der Mailänder Möbelmesse zeugt vom

fruchtbaren Dialog zwischen internationaler Kreativität und

italienischem Know-how. Maria Porro, Präsidentin des

Salone del Mobile: „Osaka ist ein strategisches Ziel: Es ist

der Beginn eines neuen Kapitels in der internationalen

Roadshow, die den Salone del Mobile jedes Jahr über

nationale und europäische Grenzen hinaus auf die Suche

nach neuen Zielgruppen und neuen Visionen führt. Der

Start in Japan, auf der Expo 2025 Osaka, mit der Salone

Satellite Permanent Collection ist von großer Bedeutung.“

Der italienische Pavillion in Osaka. Foto: Salone del Mobile/ Courtesy of Italy Expo

2025 Osaka

Lichtwoche Sauerland:

Starke Markenpräsenz

Die nächste Ausgabe der Lichtwoche Sauerland, die vom 1. bis 5. März

2026 in Arnsberg stattfindet, präsentiert sich schon jetzt stark aufgestellt.

Mehr als 30 renommierte Marken aus der dekorativen Wohnraumbeleuchtung

haben bereits ihre Teilnahme zugesagt. Zu den Ausstellern gehören

unter anderem die Unternehmen Hell, Bankamp, Beacon, Brilliant, Briloner,

Eco-Light, Eglo Leuchten, Elstead, Fabas, FH Lighting, Fischer & Honsel,

MÖBELMARKT

07/08 / 2025

Knapstein, Herz Blut, Just Light, Ledvance, Müller Licht, Näve, Niermann,

Paul Neuhaus, Searchlight und Trio. Mit Alois Fischer von Fischer & Honsel

und Andreas Kuhrt von Eglo Leuchten übernehmen zwei profilierte Akteure

die Rolle als offizielle Sprecher der Veranstaltung. „Die Lichtwoche Sauerland

ist nicht einfach nur eine Produktschau – sie ist ein kreativer Marktplatz

für Ideen, Beziehungen und Weiterentwicklung“, so das Sprecher-Duo.

Messen 93


„Die Schwarmintelligenz

entscheidet, was wir in

unserer gleichartigen

Großflächenstruktur benötigen –

das ist unsere DNA.“

Oliver Müther

94 Messen

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


Begros-Verbundmesse 2025

Strategie „Zukunft“

Der vormals reine Konditions-Club setzt seinen Weg zum Mehrwertverbund fort: Neben der Neuausrichtung der Leuchtturm-Marke

Mondo präsentierte die Begros vom 30. Juni bis 1. Juli in Halle 1 der Koelnmesse Neuheiten, aktuelle Kollektionen sowie innovative

Dienstleistungen und Vermarktungskonzepte. Gerald Schultheiß war in Köln zu Gast und sprach mit Geschäftsführer Oliver Müther

über die Neuausrichtung des Verbunds zwischen XXXLutz-Porta-Deal und dem Beitritt von Möbel Rieger zum 1. Januar 2026.

Um Begehrlichkeit für Möbel und Einrichten

zu wecken und Kaufimpulse zu

geben, setzte die Begros auf ihrer Messe

diesmal verstärkt auf Austausch,

Vernetzung und Angebote für ein inspirierendes

und erfolgreiches Möbelbusiness

von morgen.

Damit unterstrich der Großflächen-Verbund,

dass er mittlerweile mehr bietet,

als optimale Einkaufs-Konditionen. Wie

Oliver Müther im Interview betonte, befindet

er sich vielmehr auf dem Weg von

der reinen Einkaufsgesellschaft hin zu

einem starken Verbund, der deutliche

Mehrwerte über den Einkauf hinaus bieten

kann.

Insgesamt 65 Industriepartner und 15

Dienstleister u. a. für Digitalisierung, Logistik

oder Marketing präsentierten sich

auf über 7.500 qm Ausstellungsfläche.

Wie etwa durch die stark wachsende

Begros-Tochter HPI sollen die Mitglieder

auch von Extraleistungen profitieren.

Die Import-Gesellschaft wickelt für

den Verbund den globalen Direkteinkauf

von Möbeln und Wohnaccessoires im

preissensitiven Bereich ab, Schwerpunkt

liegt auf Asien.

„Über 3.000 Container bewegt die HPI

pro Jahr. Weiteres Plus sind die geprüfte

Rechtssicherheit entlang der EU-

Normen und zertifizierte Produkte“, so

Müther. Zum 25-jährigen Jubiläum hatte

HPI die Standfläche verdoppelt. Den

stetig steigenden Importanteil wertete

Müther positiv. Alleine in diesem Jahr

wuchsen die Importe um ca. 30%.

Eine tragende Säule der Begros-Strategie

sind ihre Eigenmarken, allen voran

die strahlkräftige Marke Mondo. Zur

Messe wurde sie mit drei zielgruppenorientierten

Kollektionen – Mondo Natur,

Mondo Design und Mondo Comfort

– klarer und fokussierter neu ausgerichtet.

Diese neue Segmentierung soll

Kunden intuitiv mehr Orientierung bieten

und kann am POS mit passenden

Marketing-, Deko- und Farbkonzepten

inspirierend umgesetzt werden. „Alles,

was wir hier zeigen, kann von unseren

Mirgliedern 1:1 umgesetzt werden“, betonte

Müther.

„Wir können das Gleiche wie der Fachhandel – nur in viel

größerer Auswahl und viel größerer Preisrange.“

Oliver Müther

Für ihre Kollektionen und Eigenmarken

setzt die Begros auf einen qualitätsgetriebenen

360°-Einkauf, der u. a. moderne

Datentools nutzt, um fundierte

Entscheidungen zu treffen.

Seit Jahren setzt die Begros auf Digitalisierung.

So steht den Mitgliedern der

„Blazor“-Konfigurator von Diomex zur

Verfügung. Im Zeitalter von Onlinemarketing

und Social Media lag der Fokus

diesmal auf CGI. So präsentierte ODG

Scanner zur Generierung von 3D-Daten,

die kleine Artikel wie auch größere

Möbel scannen und so authentische,

fotorealistische 3D-Bilder liefern, die

beliebig in Milieus eingebunden werden

können.

Beim Get-Together am ersten Abend

konnten sich Inhaber, Einkäufer, Hersteller

und Dienstleister entspannt austauschen.

Eine „Live-Reportage“ aus

dem Möbelhandel von Sonja Krieger

läutete das Event humorvoll ein. Die Expertenvorträge

und Podiumsdiskussionen

zu Digitalisierung, Marketing und

Regulatorik am zweiten Messetag erfuhren

regen Zuspruch.

Wie gewohnt tätigten die Einkäufer laut

Verband einen Großteil ihres Ordervolumens

auf dieser Messe – weshalb sich

diese für Aussteller als lohnendes Investment

erweise.

Das Strategie-Interview lesen Sie auf

den folgenden Seiten.

Marketingleiter Thomas Brüll stellte für den kommenden Herbst die Neuauflage der

erfolgreichen Mondo-Herbstkampagne mit Annette Frier aus dem Jahr 2024 vor.

MÖBELMARKT

07/08 / 2025

25 Jahre Home Product Import GmbH (HPI): Die Direktimporte der Begros-Tochter

unter Führung von Carsten Hillers sind alleine in diesem Jahr um 30% gewachsen.

Messen 95


Strategie-Interview mit Verbands-Geschäftsführer Oliver Müther:

Im Begros-Style zum Mehrwert-Verbund

MM: Die ZR-Umsätze im Möbelhandel

sind kumuliert für die letzten

beiden Jahre 2023 und 2024 laut

Aktivbank im Branchenschnitt um

27% geschrumpft – auf der Großfläche

doch sicher noch stärker?

Müther: Die Zahl von 27% kann ich

nicht verifizieren. Auch die Höhe des

negativen Niveaus spiegelt sich bei

uns nicht wieder. Natürlich geht der

Markt an uns nicht spurlos vorbei. Wir

haben aber durch die Aktivitäten unserer

Mitglieder immer noch einen

kleinen Vorteil und sind sogar stets

noch einen Tick besser als der Markt.

MM: Seit dem XXXL-Porta-Deal ist

vieles im Umbruch: KHG ist jetzt

seit 1. Januar auch Gesellschafter

der Begros, im Markt redet jeder

mit jedem und zum 1. Januar 2026

stößt Möbel Rieger zur Begros.

Was kommt noch?

Oliver Müther: Dazu äußere ich mich

nicht. Zumindest fürs Ausland kann

ich aber verraten: Ja, wir führen Gespräche

– aber selbst für Österreich

oder die Schweiz gemeinsam einzukaufen,

ist in unserer Struktur eher

schwierig. Aber die Zukunft ist nicht

nur volatil, sondern unvorhersehbar.

MM: Wie richtet sich die Begros

jetzt strategisch für diese unvorhersehbare

Zukunft neu aus?

Müther: Wir sind anders strukturiert

als andere – bei uns sind die Mit-

„Die Strategie ist, immer

weitere Dienstleistungen zu

bieten. Die Anforderung dazu

kommt aus den Gremien.“

Oliver Müther

glieder der Verband. In unseren Gremien

sind die Spezialisten unserer

Mitglieder für Themen wie Einkauf,

Digitalisierung, Marketing oder Logistik

vertreten.

Wir moderieren das, was aus diesen

Gremien kommt. Daraus erwachsen

die Aufgaben für den Verband, um

den Mitgliedern vor Ort den Rücken

frei zu halten, damit sie sich um ihre

Kunden kümmern können.

Das ist unsere DNA: Die Schwarmintelligenz

entscheidet, was wir in unserer

gleichartigen Großflächenstruktur

benötigen. Daher hat Herr Rieger

auch betont, dass wir von den Themen

und der Struktur her unheimlich

gut zueinander passen.

Extern wird immer behauptet, wir seien

ein reiner Konditionenverband. Das

sind wir schon sehr lange nicht mehr!

Unsere Strategie zielt vielmehr darauf,

den Weg des Mehrwertverbundes weiterzugehen

und immer weitere Dienstleistungen

zu bieten.

Das muss allerdings von den Inhabern

gewünscht sein und aus unseren Gremien

kommen. Diese Dienstleistungen

nutzt jeder individuell unter seiner Marke

vor Ort. Unser Kern sind deshalb

die Local Heroes.

Wie jetzt mit dem digitalen Zwilling

wollen wir auf der Messe Zukunft greifbarer

machen. CGI ist nur ein Puzzleteilchen,

um Wohnen erlebbarer zu

machen. Nicht jeder geht noch in ein

Möbelhaus. Daher müssen wir für diese

Kunden neue Kanäle bespielen –

und zwar so realistisch, dass es sich

anfühlt, als stünde man vor dem echten

Möbelstück.

MM: Die Möbelpreise sind in den

letzten Jahren um 30 bis 40% gestiegen.

Großflächen-Kunden sind

aber sicher noch preissensibler als

jene im guten Mittelstand ...

Müther: Das ist, glaube ich, ein Märchen.

Deswegen Local Hero – wir können

das Gleiche wie der Fachhandel,

nur in viel größerer Auswahl und viel

größerer Preisrange bis hin zu Hochwert.

Deswegen auch Mondo Design.

Zudem bieten unsere Händler als Local

Heroes auch Premium-Marken an. Zumal

sich der Mittelstand konsolidiert

und weiter konsolidieren wird.

Dann haben Kunden die Chance, in die

Großfläche zu gehen. Allerdings müssen

wir ihnen Orientierung bieten. Daher

ist das ganze Thema Kollektionierung

eine weitere Säule unserer

Strategie „Zukunft“.

Und genau deswegen haben wir

Mondo als Dachmarke jetzt mit Mondo

Design, Mondo Natur und Mondo

„Es ist unsere Aufgabe,

schnelle Pferde noch schneller

zu machen, denn die Zukunft

wird noch unvorhersehbarer.“

Oliver Müther

Comfort fokussierter auf Zielgruppen

ausgerichtet. Jeder versteht nun intuitiv,

wofür beispielsweise Mondo Natur

steht. Es ist auch die größte Kollektion,

zumal das Thema Natur schon lange

ein absoluter Megatrend ist.

Orientierung ist sicher manchmal auf

der Großfläche die Herausforderung.

Daher gehen manche Kunden lieber in

den Fachhandel.

Als Dachmarke wurde Mondo mit den neuen zielgruppenorientierten Kollektionen

„Mondo Natur“, „Mondo Design“ und „Mondo Comfort“ spitzer ausgerichtet.

Verstärkt durch am POS 1:1 umsetzbare Inszenierungs-Konzepte sollen „Mondo

Natur“ und die beiden anderen neuen Kollektionen intuitiv Orientierung bieten.

96 Messen

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


Unsere Aufgabe ist es daher, Orientierung

strategisch nach vorne zu bringen

– die konkrete Umsetzung löst jedes

Haus individuell für sich.

Es gibt dazu vor Ort in den Möbelhäusern

unterschiedlichste Ansätze: Der

eine verkleinert Flächen, der andere erhält

sie und die nächsten gruppieren

sie neu. Deswegen braucht es als Impuls

eine Begros-Messe, um so etwas

auch zu diskutieren.

Und wir sind nicht diejenigen, die etwas

vorgeben, sondern wir setzen Impulse.

Und genau das ist die Strategie

der Begros: Ob wir etwas umsetzen

oder nicht, entscheiden die Mitglieder.

MM: Viele Lieferanten bieten Exklusivmodelle

für Verbände – wenn

die sich aber nicht mehr so oft drehen,

ist das doch wirtschaftlich immer

weniger darstellbar. Wie sehen

Sie denn die Zukunft von Exklusivmodellen

im Möbelhandel?

Müther: Genau deswegen ist es auch

unsere Aufgabe, schnelle Pferde immer

wieder noch schneller zu machen.

Die Zukunft wird noch unvorhersehbarer

sein. Daher ist das Risiko, immer

wieder etwas Neues zu machen, viel

größer, als ein bestehendes Modell zu

modernisieren.

Wir haben sehr viele Modelle, die wir

„Wir müssen Orientierung bieten.

Daher ist die Kollektionierung eine weitere Säule

unserer Strategie ,Zukunft‘.“

intern 2.0, 3.0 oder 4.0 nennen, die

Langläufer sind. Auch weil wir wissen,

dass sich der Verkäufer damit auskennt.

Sie müssen moderne Farben

und Optiken bekommen – aber der

Baukasten bleibt gleich.

Exklusivitäten sind und bleiben für

den Handel wichtig. Aber man muss

über Mechanismen reden, wie man

sie in einem veränderten Mengengerüst

für beide Seiten attraktiv macht

– und da gibt es Möglichkeiten.

Oliver Müther

Foto: Begros

MM: Der Import über HPI ist in diesem

Jahr 30% gestiegen – auch ein

Zeichen für mehr Preissensibilität.

Müther: Ja. Natürlich haben unsere

Mitglieder auch Vertriebsschienen für

das noch preissensiblere Mitnahme-

Segment. Dafür ist der Import natürlich

ideal. Wir haben es in der Hand,

dass diese Produkte die entsprechenden

gesetzlichen Regulatorien erfüllen.

Das ist ein großes Thema – gerade

für mittelständische Produzenten.

Wir müssen dafür sorgen, dass wir

noch entsprechende Angebote haben

– und das können wir leisten.

MM: Und wie lautet Ihre Bilanz der

diesjährigen Verbandsmesse?

Müther: Uns ist es wichtig, Impulse zu

setzen, mit den Leuten ins Gespräch

zu kommen und sich auszutauschen.

Denn keiner hat in diesen Zeiten das

Patentrezept für die Zukunft.

Daher braucht es einen solchen Impuls

und wir sind sehr zufrieden mit

diesem Format – aber das heißt nicht,

dass wir nicht auch über andere Dinge

nachdenken, denn es bewegt sich

einfach sehr viel.

Wir haben hier die gleiche Zahl an Ausstellern

wie im Vorjahr, haben aber

weniger Fläche, weil wir in unseren

Projekten mit der Industrie viel zielgerichteter

gearbeitet haben.

Wir haben uns gefragt, was hat eine

hohe Chance, dass wir es auf die Fläche

bringen? Daher sind die Stände

komprimierter, dafür aber zielgerichteter.

Was ich bis jetzt sagen kann, war

das sehr erfolgreich.

MM: Herr Müther, ganz herzlichen

Dank für die Einladung zur Messe

und für dieses Interview!

Wie hier bei der neuen Kollektion „Mondo Comfort“ können alle auf der Messe

gezeigten Flächen von den Mitgliedern am POS 1:1 umgesetzt werden.

MÖBELMARKT

07/08 / 2025

Sebastian Kuhn, CEO des Dienstleisters ODG, präsentierte Scanner zur Erstellung

ebenso authentischer wie fotorealistischer digitaler Zwillinge. Fotos: Schultheiß

Messen 97


Hülsta & Now! by Hülsta

Die Rückkehr der

Möbel-Legende

1.600 qm stimmungsvoll gestaltete Ausstellungsfläche in einer frischen, unverbrauchten Location gepaart mit ganz viel Emotionen – die

Präsentation im historischen Düsseldorfer Areal Böhler zum Neustart der legendären Möbelmarken Hülsta und Now! by Hülsta ist den

Machern Andreas Bremmer und Sören Höfer gelungen. Das zeigten auch die vielen bekannten Gesichter unter den Besuchern.

Den Design-Anspruch und die Markenpräsenz

aus der Vergangenheit von Hülsta will die

H & N Designmöbel GmbH in eine erfolgreiche

Zukunft übertragen. Fotos: Schwarze

98 Messen

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


Eine Präsenz in den wichtigsten Warengruppen und ein harmonisches Zusammenspiel

der Sortimente verschiedener Lieferanten war das Ziel für den Hülsta-Neustart.

Die junge Marke Now! by Hülsta spielt in den Plänen der Verantwortlichen ebenfalls

eine entscheidende Rolle für das Gesamtprojekt Hülsta-Neustart.

Andreas Bremmer und Sören Höfer

standen erkennbar unter Strom, als sie

Mitte Juli in Düsseldorf endlich ihre ersten

neuen Kollektionen von Hülsta und

Now! by Hülsta nach dem Neustart unter

dem Dach der H & N Designmöbel

GmbH präsentieren konnten. Wobei

man eigentlich eher „schon“ anstatt

„endlich“ sagen müsste, denn immerhin

ist das endgültige Aus der altehrwürdigen

Hülsta-Werke gerade mal etwas

mehr als ein Jahr her und die Neugründung

von H & N durch den langjährigen

Hülsta-Manager Bremmer sogar nur

knapp ein dreiviertel Jahr. In dieser kurzen

Zeit zwei komplette Kollektionen

über alle entscheidenden Warengruppen

hinweg mit teils sehr unterschiedlichen

Lieferanten auf die Beine zu stellen,

das haben viele in der Branche als

ambitioniert bis sportlich empfunden.

Umso wichtiger war es, dass dieser erste

Wurf wirklich saß. Und auch wenn es

immer noch Stellschrauben zu drehen

„Das ist die Geburtsstunde von

etwas ganz Tollem!“

und Details zu verbessern gibt, kann

man wirklich sagen, dass er saß. Der

Druck, den sich Bremmer und Höfer

selbst auferlegt hatten, hat sich gelohnt.

Ambitioniertes Ziel erreicht

Das war nicht nur der Eindruck, den

MÖBELMARKT-Redakteur Arnd

Schwarze selbst beim Rundgang durch

die Ausstellung im Areal Böhler, einer

stimmungsvollen, zur Event-Location

verwandelten Industrie-Anlage in Düsseldorf,

gewann. Vielmehr war es die

versammelte Handelsprominenz, die

zeitgleich sichtlich beeindruckt und mit

reichlich Zeit dem Ruf an diese für die

Andreas Bremmer

Möbelbranche eher unkonventionelle

Location gefolgt war. „Den Ort haben

wir bewusst gewählt, wir wollten eine

für unsere Branche neue und unverbrauchte

Location für unseren Neustart“,

so Andreas Bremmer, der zwischen

zwei Einkaufskomissionen Zeit

für ein Gespräch fand. Der rauhe

Charme der alten Backstein-Industrie-

Bauten bildete einen spürbaren, aber

keinesfalls störenden Kontrast zu den

gezeigten, eher modernen Designmöbeln.

Und die Tatsache, dass es tatsächlich

keines der in der Branche bekannten

Messezentren war, half dabei,

den Blick vor allem auf das Neue hinter

der Marke Hülsta zu lenken. Und neu

war genau genommen alles, was hier

gezeigt wurde. Denn ebenfalls ganz bewusst

hat man sich für den Neustart dazu

entschieden, komplett neue Kollektionen

zu entwickeln und nicht auf

bewährte Modelle zu setzen, auf deren

Rechte man größtenteils durchaus Zugriff

gehabt hätte.

Einheitliche Designsprache

Hülsta ist heute natürlich kein Möbelhersteller

mehr, sondern eine Lizenzmarke,

woraus auch kein Hehl gemacht

wird. Umso wichtiger ist es, mit den

verschiedenen beteiligten Herstellern

eine Kollektion zu entwickeln, die einer

gemeinsamen Idee und Designsprache

folgt: „Wir wollten ganzheitliche, harmonische

Wohnwelten entwickeln“, so der

Einkaufs-Profi Sören Höfer. Und das ist

ihm gemeinsam mit erfahrenen, externen

Designern und leistungsfähigen

Lieferanten wie Interlübke, Himolla, Fey,

Andreas Bremmer (links) und Sören Höfer haben geschafft, was nur wenige für möglich hielten: eine überzeugende Gesamtkollektion für die Marken Hülsta und Now! by

Hülsta in Rekordzeit auf die Beine zu stellen. Immerhin ist es noch nicht mal ein Jahr her, dass die H & N Designmöbel GmbH gegründet wurde.

MÖBELMARKT

07/08 / 2025

Messen 99


Geschäftsführer Sebastian Fischer (rechts) und

Vertriebsleiter Jens Ganzenmüller steuern mit

Nova Via die Polstermöbel zu Now! by Hülsta bei.

Himolla-Vertriebsleiter Kim Oliver Christmann blickt

zufrieden auf die Hülsta-Design-Days zurück. Das

Zusammenspiel mit den anderen Marken hat funktioniert.

Claudius Gansbühler und Thomas Wälde von

Quadrato haben für Now! by Hülsta ein kompaktes

Stauraum-Programm entwickelt.

Decker, Hasse, Bert Plantagie und

Wagner bei Hülsta sowie Rauch, MCA,

Quadrato und Nova Via bei Now! by

Hülsta auch gelungen. Herstellerübergreifende

Dekore für Tischplatten, einheitliche

Lack-Farben und Stoff-Kollektionen

sowie Gestellformen ergaben ein

harmonisches Gesamtbild. Und der

Neuaufbau der beiden Marken erlaubt

es auch, diese wieder klarer voneinander

abzugrenzen. Hülsta ist eine hochwertige

Premium-Kollektion, die aber,

das lassen die ersten kolportierten

UVPs erwarten, preislich längst nicht

mehr so abgehoben sein wird, wie es

zuletzt viele Modelle der alten Hülsta-

Werke waren. Und Now! by Hülsta wird

wieder eine online- und versandfähige

Zerlegt-Kollektion, die zu sehr vernünftigen

Preisen vermarktet werden soll.

Wobei man den Online-Verkauf den

Handelspartnern überlässt, einen eigenen

Online-Shop soll es nicht geben.

Nächster Auftritt M.O.W.

Die Hülsta-Kollektion soll nicht nur durch

ihren bekannten Markennamen leben,

vielmehr sollen Designanspruch und eine

sichtbare Handwerklichkeit erkennbare

Teile des Markenkerns sein. So

setzt Fey bei den neuen Hülsta-Boxspringbetten

auf komplette Massivholz-

Boxen ohne Span-, Hartfaser- oder

MDF-Platten. Die sieben komplett eigenständigen

Kopfteile werden zudem immer

mit Keder gearbeitet, um die Handwerklichkeit

auch sichtbar zu machen.

Zudem bieten sie stufenlose Verstellmechaniken

zum entspannten Anlehnen

und die Betten werden mit einer exklusiven

Stoff-Kollektion gefertigt. Ein ähnliches

Bild ergibt sich im Wohnen, wo die

Polstermöbel von Himolla, die Polsterstühle

für den Essplatz von Bert Plantagie

sowie die Home-Office-Lösung von

Wagner nicht nur durch die einheitlichen

Stoffe, sondern auch durch die gemeinsame

Formensprache ein stimmiges Gesamtbild

ergeben. Davon kann man sich

auch auf der M.O.W. überzeugen, wo

Hülsta ebenfalls ausstellt.

Dank einer 19-Grad-Schäftung an den markanten Design-Elementen macht Decker

im Hülsta-Wohnprogramm die Jahresringe des Massivholzes sichtbar.

Mit Hochdruck in den Handel

Das hohe Tempo, mit dem sie gestartet

sind, wollen Bremmer und Höfer beibehalten

– auch auf Wunsch etlicher

Händler, die gerne noch das Weihnachtsgeschäft

mit Hülsta mitnehmen

würden, weswegen Bremmer eine Auslieferung

im vierten Quartal 2025 anpeilt.

Gezeigt wurde in Düsseldorf übrigens

auch ein sehr eigenständiges Wohnprogramm,

für das noch der passende Produktionspartner

gesucht wird – die Kollektion

soll also schnell wachsen.

Und damit die Vermarktung auch gut

funktioniert, wird es Studio-Konzepte

mit Dekorations-Leitfaden sowie Farbcodes

für die Wandgestaltung geben,

um einen einheitlichen Look in den Ausstellungen

und im Marketing zu gewährleisten.

Die Tatsache, dass es Flächenbausteine

für Betriebsgrößen unterhalb

und oberhalb von 20.000 Quadratmetern

gibt, zeigt, dass man sich vertrieblich

künftig breiter aufstellen will. Marken wie

Hülsta und Now! by Hülsta brauchen die

Großfläche – für die Marktpräsenz, aber

auch, um für die beteiligten Hersteller

den nötigen Umschlag zu gewährleisten.

Aber auch der Mittelstand soll nicht vernachlässigt

werden, was auch durch unverbindliche

Preisempfehlungen zu den

Möbeln gewährleistet werden soll.

Arnd Schwarze

Wohnen und Speisen rücken immer enger zusammen, erkennbar auch an den

Hülsta-Massivholz-Wohnmöbeln von Decker und den Essplätzen von Bert Plantagie.

Mit Boxspringbetten von Fey, Schranksystemen von Interlübke und Beimöbeln

von Hasse ergibt sich auch im Schlafzimmer ein ganzheitlicher Look.

100 Messen

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


Ebay Open:

Event mit vielfältigen Inspirationen

Ebay lädt seine Händler im Rahmen des 30-jährigen Firmenjubiläums am 25. September zur Ebay

Open 2025 nach Berlin ein. Im Fokus des Community-Events stehen Themen wie Künstliche Intelligenz

(KI), Marktentwicklungen, Gen Z, praxisnahe Masterclasses und Einblicke in neue Ebay-

Strategien. Ebay Deutschland Geschäftsführerin Saskia Meier-Andrae wird in einer Keynote exklusive

Einblicke in die zukünftige Ausrichtung von Ebay geben. Im Vortrag „Embrace the Future“

erfahren die anwesenden Händler, wie KI ihr Business vorantreiben und effizient für die Zukunft

aufstellen kann. Zudem werden Vorträge auf die aktuellen Markttrends eingehen und über die

wachsende Bedeutung der Gen Z informieren. Eine Übersicht über die teilnehmenden Speaker

und Tickets finden Sie hier: https://pages.ebay.de/events/ebay-open/#ac-1

Cadeaux:

Treffpunkt für Genussexperten

Die diesjährige Herbst-Ausgabe der Cadeaux, die vom 6. bis 8.

September in Leipzig stattfindet, wird zum Treffpunkt für Genuss-

Experten. Über 100 Aussteller und Marken aus den Bereichen Genuss,

Gedeckter Tisch und Küche präsentieren ihre kulinarischen Sortimentserweiterungen.

So führt der sächsische Bier-Sommelier Jens Zimmermann

in seinen Workshops im „Genuss-Village“ in die Welt der

internationalen Braukunst ein und gibt Tipps für die Sortimentserweiterung

im Facheinzelhandel. Profi-Koch Philipp Anders zeigt, wie

Künstliche Intelligenz im Küchenalltag unterstützen kann. Konditormeisterin

und Schokoladen-Sommelière Julia Moser weiß, wie Tastings

das Sortiment im Facheinzelhandel sinnvoll bereichern. Gewürz-Sommelier

Andreas Ständike verrät, wie man mit dem richtigen Salz das

volle Aromenspektrum von Speisen zur Geltung bringt.

Nordstil:

Frische Ideen für

den Handel

Die diesjährige Sommer-Ausgabe der Nordstil hat vom 26. bis 28.

Juli insgesamt 8.300 Fachbesucher nach Hamburg gelockt. Mehr als

550 Aussteller präsentierten ihre Neuheiten und Trends für die

kommende Saison. Auf der Nordstil konnten die Besucher die

neuesten Produkte aus den Bereichen Geschenke und Papeterie, Haus

und Garten, Küche und Genuss, Schmuck und Mode sowie Stil und

Design direkt vor Ort ordern. Das Areal „Anleger“ rückte den Fokus

auf junge Marken und innovative Produktideen, während „Nordlichter“

aufstrebenden Gestaltern und Manufakturen eine Bühne bot.

„Die Nordstil hat erneut gezeigt, dass sie der entscheidende

und impulsgebende Baustein im Ordergeschehen des

zweiten Halbjahres ist. Hier finden Händler Produkte,

die den Unterschied machen,“ sagt Julia Uherek,

Bereichsleiterin Consumer Goods Fairs bei

der Messe Frankfurt.

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spoga+gafa 2025

Innovation trifft Erlebnis

Mit einem starken Auftritt hat die spoga+gafa 2025 als größte

Garten- und BBQ-Messe der Welt ihre Rolle als Impulsgeberin der

Grünen Branche erneut unter Beweis gestellt. Drei intensive

Messetage lang trafen Ende Juni rund 26.000 Fachbesucher aus

über 100 Ländern in den Kölner Messehallen auf mehr als 1.600

Aussteller, um sich über die neuesten Trends, Produkte und Innovationen

rund um das Leben im Grünen zu informieren.

Aus Köln berichtet Sebastian Lehmann.

Der Wunsch nach emotionaler Relevanz,

strategischer Orientierung und

marktnahen Innovationen stand im

Fokus der diesjährigen spoga+gafa.

„In einem Jahr, das derzeit noch von

wirtschaftlicher Zurückhaltung geprägt

ist, hat die spoga+gafa gezeigt, welche

Schlüsselrolle sie als internationaler

Branchentreffpunkt spielt“, so Oliver

Frese, Geschäftsführer der Koelnmesse.

„Dieser Erfolg untermauert nicht nur

die internationale Relevanz der Veranstaltung,

sondern steht auch für einen

sichtbaren Wandel, den wir mit der

spoga+gafa in den kommenden Jahren

konsequent gestalten werden. Denn

Fortschritt ist ohne Veränderung nicht

möglich.“

Zeitlose Formensprache &

funktionales Design

Kern der spoga+gafa 2025 war folgerichtig

das Leitthema „Design Gardens“,

das zeitlose Formensprache,

funktionales Design und nachhaltige

Gestaltungsansätze in den Mittelpunkt

rückte. Outdoor wird indoor – und umgekehrt:

Der Garten, die Terrasse oder

der Balkon avancieren zur stilvollen

Wohlfühlzone und verschmelzen mit

dem Wohnraum. Ins Auge fielen insbesondere

Outdoormöbel, die mit organischen

Linien, warmen, gedeckten Farben

und hochwertigen Materialien wie

Naturholz oder recyceltem Metall punkten.

Modularität und Vielseitigkeit standen

dabei hoch im Kurs: Wandelbare

Loungemodule und multifunktionale

Accessoires adressieren die wachsenden

Wünsche nach Individualisierung

und Flexibilität in der Nutzung.

Akzente setzte in dieser Hinsicht auch

Stern mit modularem Design, hochwertigen

Materialien und stimmigen Living

Concepts. Herzstück der Neuheiten für

2026 ist dabei die Lounge „Enya“. Verschiedene

Arm- und Rückenlehnen,

modulare Verbindungsmöglichkeiten

und eine Auswahl an Tischelementen

eröffnen eine Vielzahl individueller Gestaltungsmöglichkeiten.

Ob klar und minimalistisch

oder gemütlich mit wohnlichem

Flair – „Enya“ passt sich den

Bedürfnissen des Nutzers ebenso an

102 Messen

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


Die spoga+gafa besuchten vom 24. bis 26. Juni

rund 26.000 Fachbesucher aus über 100 Ländern.

Fotos: Lehmann

wie den architektonischen Gegebenheiten

von Balkon, Terrasse oder Garten.

Im BBQ-Bereich setzte hingegen u. a.

Rösle Akzente. Im Fokus stand dabei

die neue, erst kürzlich mit dem Red Dot

Award ausgezeichnete Gasgrill-Serie

„Allflame“. Sie überzeugt mit einem innovativen

Brennersystem, das Maßstäbe

bei Leistung und Nachhaltigkeit verspricht.

Aspekte, die auch bei Niehoff Garden

groß geschrieben werden. Die Produkte

des Unternehmens bieten dabei ein

Höchstmaß an Individualität und Flexibilität

(siehe auch Bericht auf Seite

104). Sie lassen sich dank zahlreicher

Konfigurationsmöglichkeiten exakt an

die Bedürfnisse und Stile der Kunden

anpassen – ob sommerlich hell oder

elegant dunkel. „Die für Niehoff Garden

typische Symbiose aus edlem Teakholz

und robustem Metall verleiht unseren

Gartenmöbeln zeitlose Eleganz, die sich

harmonisch in die Umgebung einfügt“,

so Vertriebsleiter Burkhard Temme.

Weitere Outdoor-Materialien wie HPL,

Geflecht oder haptisch angenehme,

wasserabweisende Bezugsstoffe runden

das individuelle Angebot ab und

versprechen eine lange Lebensdauer

der Möbel. „Mit klaren Formen und

durchdachten Funktionen schaffen wir

den perfekte Rückzugsort“, ist Temme

überzeugt.

Diesen Anspruch hat auch Kettler. Tim

Dargel, Geschäftsleitung Marketing und

Vertrieb bei Kettler Home & Garden,

äußerte sich nach „drei intensiven und

produktiven Messetagen“ zuversichtlich:

„Mit Blick auf die weitere Saison

und die anlaufende Vororderphase für

das kommende Jahr, sind wir optimistisch

und hoffen nach den beiden letzten,

eher verhaltenen Jahren, auf eine

bessere Stimmung und eine positive

Marktdynamik. Die spoga 2025 stimmt

uns vorsichtig optimistisch. Mit unseren

vielseitigen Produkten (siehe auch Bericht

auf Seite 102), den unterschiedlichen

Themen und unserem ausgezeichneten

Service starten wir motiviert

in die neue Saison.“

Neues Messe-Konzept für 2026

In dieser neuen Saison wird die

spoga+gafa mit einem überarbeiteten

Konzept stattfinden. Sie folgt damit den

vielfach geäußerten Erwartungen der

Branche nach einer klareren Strukturierung,

stärkerer Zielgruppenorientierung

und einer gezielten Reaktion auf neue

Freizeit- und Konsumgewohnheiten. Ab

2026 ergänzt der Bereich „Outdoor Adventure“

mit einer eigenen Halle die

etablierten Themenbereiche „Living“,

„Creation & Care“ und „BBQ“. Hier treffen

Erlebnis, Aktivität und Outdoor-Lifestyle

auf Produktinnovation und Community

Building. Die dahinterstehende

Idee: Der Außenbereich wird zum Erlebnisraum

für Bewegung, Balance und

Abenteuer. Damit erweitert die

spoga+gafa gezielt ihre Zielgruppen um

Outdoor-Händler, Content Creators sowie

Marken, die das Thema Outdoor

Adventure emotional inszenieren und

differenziert erzählen wollen.

Der Bereich der Outdoor-Möbel wird im

Zuge des Konzepts neu strukturiert. In

Halle 9 entsteht eine kuratierte Ausstellungsfläche,

exklusiv für europäische

Über eine erfreulich hohe Besucherfrequenz – sowohl aus dem internationalen

Umfeld als auch seitens der Publikums- und Fachpresse – und eine Kontaktdichte

über dem Vorjahresniveau freuten sich Miriam Klein, Marketing Kettler,

und Tim Dargel, Geschäftsleitung Marketing und Vertrieb bei Kettler

Home & Garden.

Outdoor-Möbelhersteller, die mit nachhaltiger

Produktion, kurzen Lieferwegen

und hoher Designqualität überzeugen

soll. Diese Fokussierung auf Herkunft,

Qualität und Stil stärke nicht nur den

europäischen Markt, sondern schaffe

auch ein unverwechselbares Profil im

internationalen Messegeschehen.

Die spoga+gafa 2026 findet von Montag,

22. Juni bis Mittwoch, 24. Juni in

Köln statt. Diese Tagefolge wird künftig

in geraden Jahren zur Regel. In ungeraden

Jahren startet die Messe weiterhin

an einem Dienstag. Diese Flexibilität in

der Tagefolge gewährleistet laut Koelnmesse

eine hohe internationale Beteiligung,

optimale Reiseplanung und die

bestmögliche Terminierung im Wettbewerb

mit anderen Messen.

sl

Von einer stabilen, marktgerechten Entwicklung wusste Stern-Marketingleiter

Tim Schöllkopf auf der Messe zu berichten.

MÖBELMARKT

07/08 / 2025

Sommerlich hell ging es auf dem Messestand von Niehoff Garden um

Vertriebsleiter Burkhard Temme zu.

Messen 103


SHOWCASE OUTDOOR

Zebra

Reduziert, modern und stilvoll kommt

„Flix Dining Rope“ aus der Serie

„greenline by Zebra“ daher. Für

Leichtigkeit und Stabilität sorgt beim

Outdoorsessel das elegante Kufengestell

aus pulverbeschichtetem Aluminium

in Graphite. In der doppellagigen

Rope-Flechtung steckt enorme

Spannkraft – es gibt beim Sitzen

leicht nach und bietet mit den gewölbten

Armlehnen und der angenehm

hohen Rückenlehne ergonomischen

Sitzkomfort. Die lose im Sessel

liegenden Sitz- und Rückenkissen

runden den Komfort ab. Sie bestehen

aus wasserdichtem Sunny-Guard-

Carrion-Gewebe in Snake Grey, das

weder in der Sonne ausbleicht noch

Regen etwas anhaben kann. Die Pulverbeschichtung

des Aluminiumgestells

und Farbgebung der Kissen

harmonieren mit der handgefertigten

Rope-Flechtung in Truffel.

www.zebra-moebel.de

Niehoff Garden

Das Design-Tischprogramm „Acore“ von Niehoff Garden besticht durch

seine luftige und leichte Bauweise und verleiht der Terrasse ein sommerliches

Flair in anspruchsvoller Eleganz. Das Lamellen-Gestell aus pulverbeschichtetem

Aluminium in frischem Ivory trägt eine Tischplatte aus

massivem Teakholz, deren warmer Farbton harmonisch mit dem Gestell

korrespondiert. Passend zur Ivory-Gestellvariante bietet Niehoff eine Auswahl

an Gartenstühlen mit hellen Füßen, Geflecht und Bezügen an.

Zusammen bilden sie ansprechende Essgruppen, die den Außenbereich

in eine stilvolle Atmosphäre für entspannte Stunden verwandeln.

www.niehoff-garden.com

Kettler

Kettler Home & Garden bietet in Zusammenarbeit mit der Bergischen Universität Wuppertal

Designstudierenden die Möglichkeit, sie von der Idee bis hin zum fertigen Produkt in

Verbindung mit Vertrieb und Marketing zu begleiten. Unter der Leitung von Produktmanagerin

Britta Neumann wurden aus den Entwürfen nun markttaugliche Produkte entwickelt,

die auf der spoga+gafa vorgestellt wurden. Darunter auch „Tribe“ von Finn Ole

Sommerhoff. Entstanden ist ein modulares System aus Bouclé, einem zeitlosen, beinahe

schlicht wirkenden, eleganten Material, das in der Möbelbranche als „ewiger Klassiker“

bereits seit geraumer Zeit eingesetzt, für den Outdoorbereich jedoch eine neue und frische

Optik verspricht. Das Material ist unempfindlich, knittert kaum und lässt sich leicht

verarbeiten. Diese positiven Eigenschaften und die kompromisslos elegante Optik hat sich

Sommerhoff zunutze gemacht und für seine Loungemöbel eingesetzt.

„Aus der Zusammenarbeit mit Kettler habe ich gelernt, dass auch die Idee eines

jungen Gestalters von einem großen Unternehmen nicht nur gehört, sondern ernsthaft

gefördert und unterstützt wird. Ich habe mich als Designer wahrgenommen

und geschätzt gefühlt, und es erfüllt mich mit Stolz, dass mein Produkt nun tatsächlich

in Produktion geht. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass Kettler wirklich

Produkte mit Menschen für Menschen gestaltet – ein Ansatz, den das Unternehmen

aktiv lebt und der mich nachhaltig inspiriert hat. Diese Anerkennung hat mich motiviert.

Mir liegt besonders am Herzen, dass dieses Projekt tatsächlich Einzug in den

Familienalltag findet“, so Sommerhof.

www.kettler-garden.com

MÖBELMARKT

104 Messen 07/08 / 2025


Fotos: Koelnmesse GmbH, Harald Fleissner

Kind + Jugend 2025

Trends für die Kleinsten

Auf der Kind + Jugend dreht sich vom 9. bis 11. September in Köln alles um Produkte für die Möbelkäufer von morgen. Die Leitmesse für

Baby- und Kleinkindausstattung ist auch im Interior-Bereich sehr gut aufgestellt. Direktor der Kind + Jugend Jörg Schmale erklärt, warum

sich der Messebesuch lohnt. Außerdem bringt er die wichtigsten Trends für Möbel und Heimtextilien im Kinderzimmer auf den Punkt.

MÖBELMARKT: Herr Schmale, was

erwartet die Fachbesucher auf der

diesjährigen Messe?

Jörg Schmale: Die Kind + Jugend 2025

bietet zahlreiche Highlights – sowohl für

den klassischen Fachhandel als auch

für Interior-Profis mit einem Fokus auf

hochwertige Möbel, Ausstattung und

Design. Hervorzuheben ist zum Beispiel

der New Product Trail in Halle 10.2, der

die wichtigsten Neuheiten für Fachbesucher

auf einen Blick sichtbar macht.

Ein weiteres Highlight stellt die Preisverleihung

des Innovation Award dar. Er

prämiert innovative Produktneuheiten

und Weiterentwicklungen aus der Babyund

Kleinkindausstattung, auch in der

Kategorie Furniture & Facility.

Besonders erfreulich ist auch, dass sich

die internationale Beteiligung 2025 weiter

verstärkt: Nach mehrjähriger Pause

sind mit dem britischen Pavillon und einem

dänischen Gemeinschaftsstand

wieder zwei starke europäische Länderauftritte

mit dabei. Das ist ein klares Signal

für das Vertrauen der Branche in

die Relevanz der Kind + Jugend – und

ein schönes Zeichen für die wachsende

europäische Präsenz.

MM: Wie können Fachbesucher vom

neuen „Trend Space“ profitieren?

Schmale: Damit bieten wir noch mehr

Raum für Austausch, Wissenstransfer

und Innovation – alles an einem Ort in

Halle 11.2. Fachbesucher erwartet ein

hochwertiges Programm mit Vorträgen

und Panel-Diskussionen, ergänzt durch

individuelle Beratungsangebote. Der integrierte

Gastronomie- und der Lounge-

Bereich bieten zahlreiche Möglichkeiten

zum Netzwerken. Im Trend Space werden

zudem die Gewinnerprodukte und

Nominees des Innovation Awards 2025

anschaulich präsentiert.

MM: Wie hat sich denn die Messe im

Möbelbereich entwickelt?

Schmale: Mit rund 200 Ausstellern, die

ganz oder teilweise Baby- und Kindermöbel

zeigen, liegt die Zahl ungefähr

auf gleichem Niveau wie zur Vorveranstaltung.

Ein paar Aussteller sind zwar

nicht mehr dabei, dafür sind aber andere,

etwa aus England, hinzugekommen.

MM: Welche Trends finden Sie derzeit

im Bereich der Möbel für Babys,

Kinder und Jugendliche spannend?

Schmale: Ein klarer Trend ist die Verschmelzung

von Funktionalität, Design

und Nachhaltigkeit. Besonders gefragt

sind Produkte, die langlebig sind und mitwachsen:

etwa Hochstühle, Betten oder

Wickelkommoden, die sich modular umbauen

lassen, viele Jahre genutzt werden

und so kosteneffizient sind. Auch Multifunktionalität

spielt mit Blick auf Platzersparnis

und Alltagstauglichkeit eine große

Rolle. Ein Beispiel sind Etagenbetten mit

integriertem Schreibtisch und Stauraum,

die Form, Funktion und Flexibilität intelligent

vereinen. Nachhaltigkeit ist und

bleibt dabei ein zentraler Faktor: Langlebigkeit,

verantwortungsvolle Materialwahl

und clevere, ressourcenschonende Produktion

sind gefragter denn je. Außerdem

achten Eltern zunehmend auf Ästhetik

und Individualität: Möbel sollen in moderne

Wohnwelten passen und den Charakter

der Familie widerspiegeln.

MM: Und welche Trends sind in dem

Bereich Heimtextilien und Dekoration

besonders relevant?

Schmale: Auch hier sehen wir eine klare

Entwicklung hin zu mehr Nachhaltigkeit

und Individualität. Gleichzeitig

spielt die Ästhetik eine wichtige Rolle.

Natürliche Materialien wie Leinen, Bio-

Baumwolle oder recycelte Stoffe werden

verstärkt nachgefragt. Dabei legen

Eltern Wert auf schadstofffreie, nachhaltige

Stoffe und intelligente Funktionstextilien,

die etwa die Temperatur regulieren

oder sehr pflegeleicht sind.

„Die Kind + Jugend ist ein

Ort, an dem Menschen

mit echter Leidenschaft

zusammenkommen.“

Jörg Schmale,

Direktor der Kind + Jugend

MM: Worauf freuen Sie sich persönlich

am meisten?

Schmale: Auf die Begegnungen. Die

Kind + Jugend ist ein Ort, an dem Menschen

mit echter Leidenschaft zusammenkommen.

Diese Energie, dieser

Austausch und das gemeinsame Nachvorne-Denken

machen den besonderen

Reiz der Messe aus. jp

MÖBELMARKT

07/08 / 2025

Messen 105


M.O.W. 2025 vom 21. bis 25. September:

„Messe ist hier!“

Schöner Wohnen, Hülsta, Kare und Stern erstmals auf der M.O.W. – mehr denn je sieht sich die Möbelmesse in Bad Salzuflen als

Drehscheibe des europäischen Möbelhandels. Rund 500 Aussteller aus über 40 Ländern bringen laut M.O.W. diesmal alles mit, was der

Handel aktuell braucht – vom SB-Angebot über neue konventionelle Eckpreislagen bis zur gehobenen Mitte sowie einem umfangreichen

Auftritt im Bereich „Outdoor Living“. Gerald Schultheiß sprach mit Messe-Chef Bernd Schäfermeier und Maximilian Richter.

MM: Schöner Wohnen, Hülsta, Kare

und Stern erstmals auf der M.O.W.

– wie kommentieren Sie den Ritterschlag

durch diese Marken?

Bernd Schäfermeier: Wir freuen uns

sehr über den Zuwachs – denn diese

Marken bereichern das bestehende

Profil der M.O.W. erheblich. Sie stehen

für Design, Qualität und Strahlkraft

und machen die Messe damit noch

attraktiver und vielseitiger. Wenn bekannte

Unternehmen wie diese sagen:

„Wir gehen dorthin, wo unsere Kunden

sind“, dann ist ihre Entscheidung für

die M.O.W. ein klares Zeichen: Hier ist

der Markt. Hier ist das Geschäft.

Die M.O.W. ist längst mehr als ein Treffpunkt

für das volumenstarke Konsumsegment

– sie bildet auch die gehobene

Mitte des Marktes ab.

Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis

konsequenter Weiterentwicklung:

mit klarer Strategie, zuverlässiger Struktur,

einer starken Basis an leistungsfähigen

Stammlieferanten und einem hohen

Maß an Planungssicherheit für

Aussteller und Besucher.

Darauf aufbauend konnten wir nicht nur

die von Ihnen genannten Marken gewinnen,

sondern auch weitere renommierte

Neuaussteller wie Jan Kurtz, Ronald

Schmitt, Bizzotto, Gealux, Moods

Collection, Sitting Vision, Stern, Hartman

oder Zuiver – um nur einige zu

nennen.

Maximilian Richter: Diese Zugänge

bestätigen, dass die M.O.W. auch für

profilierte Marken aus dem designorientierten

und markenbewussten Umfeld

die richtige Bühne ist – und genau

das unterstreicht den hohen

Stellenwert der Messe im europäischen

Markt.

MM: Spiegeln sich die Umbrüche im

Markt und die Suche der Großfläche

wie auch des Mittelstands nach neuen

Eckpreislagen gerade auch fürs

konventionelle Segment also auch

in einem weiteren Umbruch der gesamten

M.O.W. – von der SB/Mitnahme

bis ins gehobene konventionelle

Segment hinein?

Schäfermeier: Ganz klar: Ja. Die

M.O.W. ist Messe der Branche für die

Branche. Sie spiegelt nicht nur den Ist-

Zustand des Marktes, sondern ist aktiver

Teil des Wandels. Wir beobachten

die Entwicklungen genau, hören hin,

analysieren – und reagieren mit konkreten

Angeboten und gezielter Ausstellerstruktur.

Dabei setzen wir auf ein hohes Maß

an Flexibilität, auf Qualität in der Sortimentslogik

und auf eine enge Partnerschaft

mit unseren Ausstellern. Die

Anforderungen des Handels – ob Mittelstand

oder Großfläche – sind für uns

der Maßstab.

Unser Ziel ist es, die 85.000 m² Aus-

Bernd Schäfermeier:

„Die M.O.W. ist Messe der Branche für die Branche.

Sie spiegelt nicht nur den Ist-Zustand des Marktes,

sondern ist aktiver Teil des Wandels.“

106 Messen

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


Maximilian Richter:

„Viele Händler arbeiten

an ihrer Positionierung –

genau dafür braucht es

eine Plattform, die alle

Angebote abbildet.“

stellungsfläche optimal auf die aktuelle

Markterwartung hin auszurichten. So

bleibt die M.O.W. verlässlich, aber zugleich

offen für Veränderung.

Richter: Die Suche nach neuen Eckpreislagen,

insbesondere im konventionellen

Bereich, ist eine direkte Folge

der angespannten wirtschaftlichen

Lage. Wir sehen, dass viele Händler

derzeit an ihrer Positionierung arbeiten

– und genau dafür braucht es eine

Plattform, die alle Angebote zwischen

Maximilian Richter:

„Der Outdoor-Bereich ist

nicht nur eine logische

Ergänzung, sondern auch ein

Wachstumsfeld mit klarer

Perspektive.“

SB und gehobener Mitte abbildet.

Die M.O.W. hat sich in den letzten Jahren

Schritt für Schritt dorthin entwickelt.

Und ja – wir werden auch künftig

dynamisch, marktnah und in jeder

Richtung flexibel bleiben.

MM: Verschiebt bzw. verändert sich

dadurch auch die Bedeutung, der

Charakter und die Positionierung

der Messe in der Mitte des Marktes

und damit letzten Endes auch Ihre

Zielgruppen-Struktur?

Schäfermeier: Wir decken die Bandbreite

ab, die im Möbelhandel aktuell

gebraucht wird. Und dies wie keine

andere Messe. Gleichzeitig führt

die wachsende Angebotsvielfalt dazu,

dass sich neue Zielgruppen erschließen

– national wie international.

Im Segment SB/Junges Wohnen haben

wir zuletzt das Angebot deutlich ausgebaut,

u. a. mit führenden Anbietern aus

Frankreich wie Alsapan, Demeyere, Gami

oder Parisot. Ein weiteres Beispiel ist

der wachsende Bereich Einzelsessel –

mit Marken wie Ekornes, Conform, Sitting

Vision, Gealux oder Modulax, die

mit ihren spezifischen Produkten ganz

gezielt Händlerprofile und Sortimentsnischen

qualifizieren.

All das zeigt: Die M.O.W. entwickelt sich

in der Tiefe wie in der Breite – bleibt

aber im Kern das, was sie immer war:

eine verlässliche Plattform für das Kerngeschäft

des Möbelhandels.

Richter: Unsere Zielgruppenstruktur

bleibt im Wesentlichen stabil – aber sie

weitet sich aus. Neue Aussteller bringen

neue Kontakte und damit neue

Besuchergruppen.

Wir sehen also keine grundsätzliche

Verschiebung, sondern eine konsequente

Erweiterung – und genau darin

liegt die Stärke der M.O.W.

MM: Nimmt mit Blick auf Stern &

Co. auch das Thema Outdoor Living

jetzt und künftig gezielt Fahrt auf –

und wenn ja, warum?

Schäfermeier: Absolut. „Outdoor Living“

ist auf der M.O.W. ab 2025 eine

eigenständige Sortimentskategorie –

und das aus gutem Grund: Was früher

Bernd Schäfermeier:

„Die Branche steht seit

Monaten unter Druck. Wir

setzen deshalb bewusst

positive Zeichen.“

als saisonale Randerscheinung galt,

ist heute ein zentrales Thema moderner

Wohnkultur. Balkon und Terrasse

sind längst zum zweiten Wohnzimmer

geworden. Design, Funktion und Komfort

machen draußen das, was drinnen

längst Standard ist.

Mit der Erweiterung unseres Angebots

reagieren wir gezielt auf diese Entwicklung

und bieten der Branche eine Plattform,

sich im Outdoor-Segment konzeptionell

wie gestalterisch zu

positionieren.

Bereits zur M.O.W. 2025 feiert der Bereich

„Outdoor“ Premiere – mit über 20

internationalen Ausstellern. Für die

M.O.W. 2026 ist dann ein neu angelegter,

zentraler Ausstellungsbereich geplant

– als starkes, dauerhaftes Signal

an die Branche.

Richter: Drinnen und draußen wachsen

zusammen. Die Grenzen verschwimmen

– und genau das greift die

M.O.W. aktiv auf. Mit dem neuen Konzept

schaffen wir den fließenden Übergang

von Indoor zu Outdoor. Im Fokus

stehen nachhaltige Materialien, kurze

Lieferwege und ein hoher Anspruch

an die Optik. Der Outdoor-Bereich der

M.O.W. ist somit nicht nur eine logische

Ergänzung, sondern auch ein

Wachstumsfeld mit klarer Perspektive.

Und er wird überraschen.

MM: Was sind weitere Hardfacts und

Insights rund um die 41. M.O.W.?

Richter: Die Ware, das Geschäft und

die Menschen, die die Branche bewegen.

2025 stärken wir alle Sortimentsbereiche

– mit zahlreichen Innovationen,

Weiterentwicklungen und

Exklusivitäten. Damit kann sich der

Handel profilieren und differenzieren.

Insgesamt stellen im Messezentrum

Bad Salzuflen über 500 Aussteller aus

über 40 Ländern aus.

After Work laden wir am Montag- und

Dienstagabend von 18 bis 22 Uhr zum

Get-together zwischen den Hallen 19

und 20 ein. In lockerer Atmosphäre mit

Snacks, kühlen Getränken und Musik

bietet sich die ideale Gelegenheit zum

Netzwerken.

Schäfermeier: Die Branche steht seit

Monaten unter Druck. Wir setzen deshalb

bewusst positive Zeichen: mit

neuen Ausstellern, innovativen Sortimenten,

frischen Ideen, guten Kontakten

und viel persönlichem Austausch.

Deshalb erstrahlt unser diesjähriges

Messe-Motto auch in leuchtendem

Gelb: Optimistisch nach vorn schauen.

Positive Assoziationen – die brauchen

wir. Die M.O.W. ist der richtige Ort dafür.

Messe ist hier!

MM: Herzlichen Dank!

MÖBELMARKT

07/08 / 2025

Messen 107


Möbelmeile feiert 30-jähriges Jubiläum

Menschen, Business,

Die Möbelmeile feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Ein runder Anlass, den die Partnerunternehmen mit viel Elan und kreativer

Energie vorbereiten: In den Showrooms laufen die Vorbereitungen für die Messeauftritte im Herbst bereits auf Hochtouren. Ziel ist es, den

Besuchern zur Jubiläumsmesse vom 21. bis 25. September eine außergewöhnliche Vielfalt zu präsentieren – mit frischen Impulsen für

das konventionelle wie auch das gehobene Segment im Möbelhandel.

Die heiße Phase des Jubiläumsjahres der Möbelmeile

hat begonnen: Die Kampagnen-Elemente zur diesjährigen

Herbstmessewoche vom 21. bis 25. September

sind ausgearbeitet und werden nun breit auf den verschiedenen

Kanälen ausgerollt, um möglichst viele

Fachbesucher zu erreichen. Ziel ist es, noch mehr Profis

aus dem Möbelbusiness für die Möbelmeile zu begeistern

– und sie dazu zu animieren, an möglichst vielen

Stationen entlang der Route mit dem Dreiklang

„Menschen – Business – Tradition“ Stopp zu machen.

Das 30. Jahr der Möbelmeile ist bereits mit erfolgreichen

Formaten gestartet: Mit dem gemeinsamen Workshop

Möbelmeile Lab im März, der Frühjahrsmesse im April

und dem Sommerfest der Partner im Juni sind in der

ersten Jahreshälfte wichtige Treffpunkte entstanden.

Bühne für Innovationen

Nun steigt die Vorfreude auf die Hauptveranstaltung

im September, die nach wie vor das Leitevent im

Möbelmeile-Jahr darstellt. In der Herbstmessewoche

präsentieren in diesem Herbst 15 Marken an acht

Standorten ihre Neuheiten und Trends. Die Veranstaltung

fungiert als Taktgeber und Innovationsbühne für

das Möbeljahr 2026. Gezeigt werden neue Produkte,

technologische Weiterentwicklungen, fein abgestimmte

Flächenkonzepte und wirkungsvolle Marketingmaßnahmen.

Zudem gibt es in diesem Jahr noch weitere

große Jubiläen zu feiern: Venjakob blickt auf 90 Jahre,

Lonsberg sogar auf 140 Jahre Unternehmensgeschichte

zurück.

„Unsere Möbelmeile ist seit dem Start 1995 zu einem

Fixpunkt im Branchenkalender geworden. Dabei ha-

Der Startschuss ins Jubiläumsjahr fiel im Frühjahr in einem interaktiven Workshop –

dem Möbelmeile LAB an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Detmold. Foto: Möbelmeile.

108 Messen

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


Tradition

ben wir viele Veränderungen durchlebt und uns immer

wieder neu erfunden, um den Anforderungen des

Marktes gerecht zu werden – bis hin zum heutigen

Multitouchpoint für Händler und Verbände“, erklärt

Möbelmeile-Geschäftsführer Michael Laukötter.

Der Begriff Multitouchpoint bringt es auf den Punkt:

Die Herbstmesse bildet zwar den Höhepunkt des Veranstaltungsjahres,

DAS MESSEVENT doch die Showrooms der Möbelmeile

stehen IN ganzjährig OSTWESTFALEN offen – für Austausch, Schulungen,

Abstimmung, 15 HERSTELLER Weiterentwicklung und persönliche

Begegnungen. 8 LOCATIONS Sie sind zu dauerhaften Orten

der Kollaboration und Vernetzung geworden.

Zielgruppen im Fokus

MESSEGUIDE

Die Einladung zur Möbelmeile richtet sich an alle, die

im Möbelbusiness tätig sind – in erster Linie an Handelspartner

aller Formate, Großhändler und Verbände,

aber auch an Innenarchitekten, Projektentwickler und

Einrichter. Für sie bietet die Möbelmeile eine ideale

Plattform für Inspiration, Austausch und Weiterentwicklung.

„Für die Partner der Möbelmeile steht fest: Die diesjährige

Jubiläumsmesse hat eine besondere Strahlkraft

– gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten“,

betont Geschäftsführer Michael Laukötter. „Das

größte Jubiläumsgeschenk machen Sie uns mit Ihrem

Besuch. Ich verspreche Ihnen: Es lohnt sich, denn in

allen Showrooms werden wichtige Impulse gegeben

HIER FINDEN SIE ALLE

SIE FINDEN UNS AUCH

– und das in der INFORMATIONEN einzigartigen ZUR ANREISE Atmosphäre, die die

UND ÜBERNACHTUNGSBUCHUNG MEDIA-PLATTFORMEN:

Möbelmeile ausmacht.“

MOEBEL-MEILE.COM/ANREISE

Alle wichtigen Infos zur Herbstmesse sowie einen ersten

Ausblick auf ausgewählte Neuheiten bietet der

Bildnachweise: S. 2/3, 4/5, 20/21: ©Vogelsänger Studios / S.10 ©iStock.com/yuriz / S. 11 ©Adobe Stock/Agave Studio · Druck: Meo Media

druckfrische Möbelmeile Guide 2025. Er kann ab sofort

per E-Mail an info@moebel-meile.com angefordert

werden.

AUF FOLGENDEN SOCIAL-

IMPRESSUM Herausgeber: MÖBEL-MEILE GbR · Am Jägerheim 1c · 33378 Rheda-Wiedenbrück · T: +49 (0) 5251 966 80 40 · info@moebel-meile.com

www.moebel-meile.com · Ust.IdNr.: DE 275 542 329 · Verantwortlich: Michael Laukötter · Konzeption und Art-Direktion: www.studioherrklausen.de

Redaktion: Michael Laukötter, Sascha Tapken - www.homemadestorys.de · Lektorat: Kristina Tapken · Übersetzung: NATIVES GmbH & Co. KG

4

5

DAS MESSE-EVENT

MESSEVENT

IN OSTWESTFALEN

15 HERSTELLER

8 LOCATIONS

30 JAHRE

MÖBELMEILE

„Multimedia“ war 1995 das Wort des Jahres.

Damals verschickte ich als Auszubildender

bei Wellemöbel die Protokolle noch per

Hauspostbote quer durch das Unternehmen.

Das ist lange her. Langsam aber sicher setzte

das digitale Zeitalter ein, und mit KI hat

jüngst die nächste technische Revolution

begonnen. Vernetzt haben sich 1995 schon

sehr früh die ersten fünf Unternehmen der

Möbelregion Westfalen, um als MÖBELMEILE

erstmalig eine gemeinsame Hausmesse zu

veranstalten.

Unsere MÖBELMEILE ist seitdem zu einem

Fixpunkt im Branchenkalender geworden.

Dabei haben wir viele Veränderungen durchlebt

und uns immer wieder neu erfunden, um

den Anforderungen des Marktes gerecht zu

werden – bis hin zum heutigen „Multitouchpoint“

für Händler und Verbände.

Mit unserem Messe-Guide nehmen wir Sie

mit auf eine Reise durch unser Jubiläumsjahr.

Viel Freude und viele gute Ideen für die

Sortimentsgestaltung wünschen wir Ihnen

bei der Lektüre. Das größte Jubiläumsgeschenk

machen Sie uns mit Ihrem Besuch

vom 21. bis 25. September. Ich verspreche

Ihnen: Es lohnt sich!

Herzlichst

Ihr Michael Laukötter

MESSEGUIDE

Messe-Guide anfordern unter info@moebel-meile.com

IM

w

Re

Bil

Einen Eindruck vom Möbelmeile

LAB vermittelt das Video mit den

Highlights des ereignisreichen

Tages. Einfach den QR-Code

einscannen!

MÖBELMARKT

07/08 / 2025

Messen 109


Verlag Matthias Ritthammer GmbH

Emmericher Straße 10,

90411 Nürnberg

Postfach 190128, 90118 Nürnberg

Telefon 0911 95578-0

Telefax 0911 95578-11/22

ISSN 09‐49-65‐21

Internet:

www.ritthammer-verlag.de

E-Mail:

media@ritthammer-verlag.de

Gründer: Matthias Ritthammer †

Herausgeber und Verleger:

Klaus Ritthammer,

Franz Schäfer

Geschäftsführerin:

Christine Ritthammer

Chefredakteur:

Gerald Schultheiß

Stellvertretender Chefredakteur:

Stefan Mielchen

Redaktion:

Sebastian Lehmann

(Chefredakteur küche & bad),

Philipp Gassner,

Karin Henjes,

Michaela Höber,

Julia Peters,

Arnd Schwarze,

Richard Barth,

Alexandra Bewermeier-Helms (FM),

Klaus Leonhard

Ständige Mitarbeiter:

Siegfried Kellerer, Kellerer.com

Jochen Winning, DGM

Wilfried Gatzke, Sachverständiger

Anzeigen:

Birgit Kunze

Online:

Silvia Chesi

In der Verlagsgruppe Ritthammer erscheinen auch:

Vertrieb:

Daniela Kollár

Verlagsbüro Bad Salzuflen:

Arnd Schwarze

Heldmannstraße 139,

32108 Bad Salzuflen

Telefon +49 (0)5222 23908-07

Fax +49 (0)5222 23908-08

Mobil +49 (0)163 3160974

schwarze@ritthammer-verlag.de

www.ritthammer-verlag.de

Verlagsbüro Süd:

Gerrith B. Horndasch M.A.

Kastanienweg 9, 78713 Schramberg

Telefon +49 (0)7422 200695-9

Fax +49 (0)7422 200695-8

Mobil +49 (0)177 4377484

horndasch@ritthammer-verlag.de

www.ritthammer-verlag.de

Holland:

Publicitas B.V.

1101 CN Amsterdam-Zuidoost

China, Hongkong:

Oceania Publishing & Media Co. Ltd.

200030 Shanghai, Volksrepublik China

Organträger für:

FENA

(Féderation Européenne du Negoce

de l’Ameublement/Europäischer

Verband des Möbelhandels)

Deutsche

Gütegemeinschaft Möbel

Anzeigenpreisliste:

Gültig Nr. 64/2025

Anzeigenschluss

für Empfehlungsanzeigen jeweils

sechs Wochen vor Erscheinen;

für Gelegenheits-, Vertretungs- und

Stellen anzeigen bis eine Woche vor

Erscheinen (später auf Anfrage).

Bezugspreise:

Möbelmarkt Jahresabonnement

Print + Digital 148,00 Euro.

Zzgl. Porto und derzeit

gültiger Mehrwertsteuer.

Kündigung 3 Monate vor

Ablauf des Abschlussjahres.

Nachdruck (auch auszugsweise),

Vervielfältigungen jed er Art be dürfen

der schriftlichen Genehmi gung des

Verlages. Fremd beiträge, die mit

Namen des Ver fassers gezeichnet sind,

geben nicht unbedingt die Meinung

der Redaktion wieder. Für unverlangt

ein ge sandte Manuskripte wird keine

Haftung übernommen.

German member of international

Alliance of Furniture Publications

Diese Hülle wurde aus Polyethylen (PE) ohne Verwendung von Zusätzen hergestellt. Die verwendeten

Druckfarben enthalten keine toxischen Schwermetalle wie z. B. Blei, Cadmium oder Quecksilber.

Auf der Mülldeponie verhält sich diese Hülle grundwasserneutral. Sie ist rückstandslos in der Müllverbrennung

zu entsorgen, voll recyclingfähig und deshalb besonders umweltverträglich.

Der Möbelmarkt wird auf 100% recyclingfähigem Papier aus nachwachsenden Rohstoffen der

EU produziert.

INSERENTENVERZEICHNIS

A

Aktivbank AG, Rheinbach Seite 17

G

GfM mbH & Co Betriebs KG,

Neustad/DonauTitel, Seite 28+29

H

himolla Polstermöbel GmbH,

Taufkirchen

4. Umschlagseite

M

MHK Group Marketing Handel

Kooperation GmbH & Co.,

Dreieich

2. Umschlagseite

Möbel-Meile GbR, Rheda-Wiedenbrück Seite 9

Messen

Koelnmesse GmbH, Kind+Jugend, Köln Seite 101

Messe Ostwestfalen GmbH,

Bad Salzuflen Seite 23

V

Voglauer Möbelwerk Gschwandtner &

Zwilling GmbH, AbtenauSeite 35

Verbände

C

CARAT Gesellschaft für Organisation

und Softwareentwicklung mbH, Dreieich Seite 47

Sleep

B

Bearaby, New York Titel, Seite 56+57

R

RUMMELMatratzen GmbH & Co.KG,

Neustadt a. d. Aisch Seite 61

S

Schmid Handelsgesellschaft mbH,

Reichartshausen Seite 55

MÖBELMARKT Beilage Top 30

C

Corporate Service GmbH, Düsseldorf Seite 17

E

Einrichtungspartnerring

VME GmbH & Co. KG, Bielefeld Seite 9

H

Hettich Marketing- und Vertriebs

GmbH & Co. KG, Kirchlengern Seite 36

M

MHK Marketing Handel

Kooperation GmbH & Co., Dreieich Seite 7

O

Ostermann GmbH & Co. KG,

Witten

2. Umschlagseite

P

Polipol Holding GmbH & Co. KG, Diepenau Seite 27

küche&bad forum

F

Fachschule des Möbelhandels,

Köln

4. Umschlagseite

L

Liebherr Hausgeraete Vertriebsund

Service GmbH, Ulm Titel, Seite 13

S

SHD Kreative Planungssysteme

GmbH, Andernach Seite 7

T

trendfairs GmbH, Fürth Seite 9

110 Impressum / Inserentenverzeichnis

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


Branchenwerkstatt Möbel:

Konsequent Risiken managen

Endet die Krise in der Möbelbranche

in absehbarer Zeit?

Sind Hersteller und Handel

bereit für den Aufschwung?

Diese Fragen thematisierte die

Branchenwerkstatt Möbel von

Dr. Wieselhuber & Partner

(W&P) am 26. Juni zusammen

mit dem Verband der Deutschen

Möbelindustrie (VDM)

und Hettich in Kirchlengern.

Das Fazit: Die Zukunft bleibt

unsicher, aber wir können uns

darauf vorbereiten.

Dr. Andreas Hettich, Vorsitzender des

Beirats der Hettich Gruppe, betonte in

seiner Begrüßung, wie wertvoll es sei,

in wirtschaftlich fordernden Zeiten

Raum für echten Austausch zu schaffen

– in einer Branche, die seit Jahren

unter Druck steht. Er freute sich, die

Gäste auch zu dieser 13. Branchenwerkstatt

im Hettich Forum willkommen

heißen zu dürfen.

„Wo steht die Branche heute – ist sie

bereit für das, was kommt?“ Mit dieser

Frage eröffnete W&P Managing Partner

Dr. Timo Renz das jährliche „Gettogether“

der Möbler. Seine Beobachtung:

Zahlreiche Unternehmen bewegen

sich zwischen Ergebnis- und Liquiditätskrise,

während sich gleichzeitig

neue Chancen eröffnen – für jene, die

ihre Tragfähigkeit sichern und strategisch

vorgebaut haben.

Jan Kurth, Hauptgeschäftsführer des

VDM, begrüßte die steigende Nachfrage

nach Baukrediten, die Konsumentwicklung

und die hohen Sparquoten als

Indikatoren für eine „vorsichtig positive

Entwicklung“.

Zukunft bedeutet Unsicherheit

Prof. Dr. Thomas Berger von der Future

Value Group wiederum machte

deutlich: „Zukunft bedeutet Unsicherheit

– und verlangt konsequentes Risikomanagement.“

Unternehmerische

Robustheit erlange man mit finanzieller

Nachhaltigkeit, einer belastbare Strategie

und Kompetenzen im Umgang mit

Unsicherheit.

W&P Partner Daniel Emmrich und Ole

Brauer von Anchor Rechtsanwälte

zeigten, wie Sanierung zum Gestaltungsinstrument

werden kann – vorausgesetzt,

es herrscht Transparenz über

Liquidität, Ertrag und Krisenstadium.

„Wer seine Handlungsoptionen kennt,

bleibt entscheidungsfähig“, so Emmrich.

Brauer: „Wenn die Optionen Eigenverwaltung

oder Regelinsolvenz heißen,

braucht es Mut, sich diese anzusehen

– je früher, desto besser.“ Ein unvorbereitetes

Verfahren sei dagegen der

Super-GAU für alle Beteiligten.

Digitale Prozesse optimieren

Wie Erfolg langfristig gesichert werden

kann, zeigte Dr. Benjamin Pfeifer, CFO

der Garant Gruppe, die im Rahmen eines

Strategieprojekts einen Zukunfts-

Kompass geschaffen hat. Die Verbundgruppe

will ihre Mitglieder und Partner

aus Handel und Industrie in einem dynamischen

Marktumfeld mit Dienstleistungen,

digitalen Lösungen und Vernetzung

stärken. Pfeifer: „Zukunftsfähigkeit

muss aktiv gestaltet werden!“

Rüdiger Schliekmann, Geschäftsführer,

Nolte Küchen GmbH & Co. KG

stimmt zu. Die Ausgangssituation sei

denkbar schwierig, da helfe es nur,

sich wetterfest aufzustellen. Seine

Strategie basiert auf einer klaren Positionierung

im Markt, Automatisierung

und Digitalisierung sowie Resilienz

durch finanzielle Transparenz,

Krisenresistenz und gezielte Nachwuchsförderung.

Konsumenten im Mittelpunkt

Die Werkstattdiskussion mit Dr. Benjamin

Pfeifer und Rüdiger Schliekmann,

moderiert von Dr. Timo Renz und Jan

Kurth, verdeutlichte: Traditionell gewachsene

Strukturen in der Möbelbranche

brauchen ein Facelift. Prozesse

müssen künftig Endkunden in den Mittelpunkt

stellen, Industrie und Handel

enger kollaborieren und durchdachte

Effizienzmaßnahmen umgesetzt werden.

In seiner abschließenden Keynote

betonte Hannes Mitterweissacher,

CTO, Egger Gruppe, dass es für die

Möbelbranche weniger um einen „Restart“

als eine kontinuierliche Optimierung

von Prozessen gehe. Dazu müssten

in der Wertschöpfungskette klare

Prioritäten auf Kernkompetenzen gesetzt

und vom Silo-Denken hin zu einer

ganzheitlichen Betrachtung des Produktlebenszyklus

gewechselt werden.

„Dann steht einem gemeinsamen Weg

in die Zukunft – agil, flexibel, mutig und

optimistisch – nichts mehr im Weg.“

MÖBELMARKT

07/08 / 2025

Die Referenten v. l.: Prof. Dr. Thomas Berger, Hannes Mitterwessacher, Rüdiger Schliekmann,

Dr. Andreas Hettich, Dr. Timo Renz, Ole Brauer, Dr. Benjamin Pfeifer, Jan Kurth

Messen 111


Dietsch:

Verstärkt

Geschäftsführung

Christoph Minow hat beim thüringischen Polstermöbelhersteller

Dietsch den Bereich Finanzen, Produktion und

Einkauf übernommen. Damit ist das Geschäftsführer-

Duo wieder komplett. Gemeinsam mit Christian Maurer,

der bereits seit März 2024 Vertrieb und Marketing verantwortet,

wollen die beiden die Unternehmensgruppe in

den kommenden Jahren strategisch weiterentwickeln.

Minow bringt umfassende Expertise aus den ihm übertragenen

Geschäftsbereichen mit und folgt auf Konstantin

Gatti, der Dietsch in den vergangenen vier Jahren erfolgreich

mitgestaltet hat und das Unternehmen aus

persönlichen Gründen verlässt.

Die Dietsch-Geschäftsführer Christoph Minow (l.) und

Christian Maurer. Foto: Dietsch Polstermöbel

ADA:

Verändung im Vertrieb, Kontinuität im Vorstand

ADA-Key Accounts Mario Kainer (l.) und Torsten

Schickling. Foto: ADA

Die ADA Möbelwerke haben sich mit neu geschaffenen Key

Account-Positionen im Vertrieb neu aufgestellt. Mario Kainer

und Torsten Schickling übernehmen zentrale Kundenverantwortung

und wichtige Schnittstellenfunktionen innerhalb

des Vertriebs. Ziel der neuen Struktur sei es, die

Kommunikation mit den ADA-Händlern effizienter und

transparenter zu gestalten und die Produktmanager stärker

in vertriebliche Prozesse einzubinden. Kainer verfügt über

zwei Jahrzehnte ADA-Erfahrung mit Schwerpunkt auf Entwicklung,

Prototyping und Sonderanfertigungen für das

Seating-Segment. Schickling bringt mehr als 25 Jahre Führungserfahrung

mit. Zuletzt war er als Head of Customer

Service sowie als Leiter des Außendienstes in Deutschland

und Österreich bei Rauch Möbelwerke tätig. Um in einer

herausfordernden Marktumgebung bewusst auf Beständigkeit

und verlässliche Expertise zu setzen, haben die ADA

Möbelwerke zudem den Vertrag ihres CFO Michael Wibmer

bis inklusive 2028 verlängert. Der erfahrene Finanzexperte

bleibt damit fester Bestandteil der strategischen Unternehmensführung.

Wibmer ist seit über 15 Jahren im Unternehmen

tätig. Er hat die Entwicklung von ADA in verschiedenen

Schlüsselpositionen begleitet. Seit 2019 ist er Mitglied

des Vorstands.

Michael Wibmer. Foto: ADA

Rohleder:

Vertriebsteam ergänzt

Domenico Bloise, ein ausgewiesener Branchenexperte mit langjähriger Erfahrung

im gehobenen Interior-Segment, verstärkt seit dem 1. Juni 2025

das Vertriebsteam der oberfränkischen Möbelstoffweberei Rohleder. Er

übernimmt eine ergänzende Rolle in der Vermarktung der Home Collection

sowie im Handelsmarketing der Marke Q2, mit dem Ziel, neue Impulse zu

setzen und die bestehenden Aktivitäten strategisch weiterzuentwickeln.

112 Köpfe

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


Thielemeyer:

Görk übernimmt Vertrieb

Hannes Görk (Foto) ist seit 1. Juli neuer Vertriebsleiter beim Massivholzmöbelhersteller

Thielemeyer. Er folgt damit auf Heiko Böcker. Görk bringt über zwei

Jahrzehnte Vertriebserfahrung in der Möbelindustrie mit. Seine bisherigen Stationen

umfassen Unternehmen wie Rauch, Dunlopillo, Staud und Disselkamp. Der

Branchenkenner soll künftig gemeinsam mit dem bestehenden Vertriebsteam die

Aktivitäten in den Bereichen Schlafen, Bad und Wohnen weiterentwickeln.

Foto: Thielemeyer

Moroso:

Turchet wird CEO

Fabrizio Turchet (Foto) hat am 1. Juli die Position des Geschäftsführers

beim italienischen Designmöbelhersteller Moroso übernommen. Er

folgt damit auf Damir Eškerica. Turchet war von 1993 bis 2024 CEO &

CFO EMEA bei Jacuzzi Europe S.p.A.. Er verfügt über umfangreiche

Erfahrungen in den Bereichen Management, Verwaltung, Finanzen und

Controlling, so das Unternehmen. Turchet ist zudem Mitglied des

Ordens der Wirtschaftsprüfer und Rechnungsprüfer von Pordenone.

Lisa Sachau (l.), Geschäftsleitung Kibek, und Manuel Colpo (r.), Vertriebsleiter

Kibek. Foto: Kibek

Kibek: Colpo für den Vertrieb

Foto: Eye-Studio / Moroso

Als neuer Vertriebsleiter bei Teppich-Kibek verstärkt Manuel Colpo seit

dem 1. Juni das Familienunternehmen. Der Einzelhandelsprofi mit jahrzehntelanger

Erfahrung war zuletzt Vertriebschef bei Depot und davor viele

Jahre als Vertriebsleitung bei Lidl zuständig. „Mit der Geschäftsleitung legen

wir aktuell den Grundstein für die Zukunft von Kibeks Einzelhandelserlebnis“,

so Colpo. Dazu gehört auch die Umsetzung des neuen Store-Konzepts

in allen Filialen. Als Vorbild dient das Haus in Hanau, das im März

wiedereröffnet wurde. Derzeit befindet sich das Stammhaus in Elmshorn im

Umbau während des laufenden Betriebs.

Flamant:

Neuer Sales Manager

Jeroen Mettepenningen (Foto) verstärkt seit Anfang Juli das Team

der belgischen Lifestyle-Marke Flamant als neuer International Sales

Manager für die Bereiche Wholesale, Retail und Online. Mit über 15

Jahren internationaler Erfahrung bringt Mettepenningen wertvolle

Impulse für die Marktentwicklung mit, so das Unternehmen. In enger

Zusammenarbeit mit Markus Neuffer, Sales Manager DACH, der die

Entwicklung in der Region DACH maßgeblich gestaltet, soll er die internationale

Expansion der Marke weiter vorantreiben.

Foto: Flamant

MÖBELMARKT

07/08 / 2025

Köpfe 113


Schattdecor:

Änderungen im Aufsichtsrat

Nach über vier Jahrzehnten engagierter Tätigkeit hat sich Reiner Schulz Ende Juni aus

dem aktiven Berufsleben verabschiedet. Seit 2017 hatte er den Vorsitz des Aufsichtsrats

bei Schattdecor inne, zuvor war er von 2007 bis 2017 als CEO tätig. Auch Bruno Walt,

der dem Aufsichtsrat seit 2013 angehörte, ist nach zwölf intensiven Jahren ebenfalls aus

dem Gremium ausgeschieden. Die Nachfolge im Aufsichtsratsvorsitz trat Dr. Karsten

Schween an. Er ist bereits seit einigen Jahren als Berater eng mit der Unternehmerfamilie

verbunden. Neu als Mitglied in den Aufsichtsrat aufgenommen wurde zudem Angelique

Renkhoff-Mücke. Sie ist seit 1998 in der Warema-Gruppe tätig und seit 2001 Vorstandsvorsitzende

der Warema Renkhoff. Die Gründerfamilie bleibt durch Anja

Schatt-Steiner als 1. stellvertretende Vorsitzende und Sonja Schatt-Fritsch als 2. stellvertretende

Vorsitzende wie bisher im Aufsichtsrat vertreten.

Dr. Karsten Schween, Sonja Schatt-Fritsch, Anja Schatt-Steiner und Reiner

Schulz (v.l.). Foto: Schattdecor

Foto: Renner Consulting GmbH

Möbel- & Küchen-Akademie:

Renner verstärkt Team

Foto: Koziol

Michael Renner (Foto), Geschäftsführer der Renner

Consulting GmbH und anerkannter Spezialist

für Vertriebswirksamkeit im beratungsintensiven

Küchen- und Möbelhandel, ist in das Expertennetzwerk

der Möbel- & Küchen-Akademie berufen

worden. Es besteht aus einem interdisziplinären

Team, das Händler, Verbände und Hersteller durch

Seminare, Coachings und Beratungsprojekte unterstützt.

Mit über 25 Jahren Vertriebserfahrung,

einem Studium der Wirtschaftspsychologie und

einer nachweislichen Erfolgsbilanz bei Umsatzund

Ergebnissteigerungen gilt Renner als einer

der führenden Experten für psychologisch fundierte

Verkaufstrainings und nachhaltige Führungskräfteentwicklung.

Seine Workshops zeichnen

sich durch Live-Coachings auf der Fläche,

klare KPI-Orientierung und praxisfähige Tools aus.

Lemm Werbeagentur:

neue Doppelspitze

Foto: Lemm Werbeagentur

Martin Herden (Foto) kehrt zur Lemm Werbeagentur zurück

und übernimmt ab dem 1. September die Position

des Geschäftsführers. Er bildet damit gemeinsam mit

Gründer Theo Lemm die neue Doppelspitze des Unternehmens.

Herden war zuvor bereits über viele Jahre in

leitender Funktion für die Agentur tätig. Die Neuausrichtung

der Geschäftsführung sei Teil einer langfristigen

Strategie, mit der sich die Lemm Werbeagentur breiter

aufstellen und neue Branchen erschließen will.

Koziol:

Präsenz auf der Expo

Als Nachhaltigkeitsbotschafter ist die Firma Koziol noch bis 13. Oktober im

Deutschen Pavillon auf der Expo 2025 in Osaka vertreten. Geschäftsführer

Stephan Koziol (Foto) reiste nach Japan, um sich persönlich ein Bild von der

Präsentation zu machen. Koziol wurde als eines von nur 35 Unternehmen

vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz ausgewählt, um

Deutschland auf der Weltausstellung zu repräsentieren. Die Kreislaufwirtschaft

ist das Thema des Deutschen Pavillons. Dort wird ein Lunchbox-Set

der Nachhaltigkeitsmarke Koziol gezeigt, das aus biozirkulärem Kunststoff

besteht, klimaneutral produziert wird und zu hundert Prozent recycelbar ist.

114 Köpfe

MÖBELMARKT

07/08 / 2025


Pilze, Algen, Hanf

Von Pilzen und ihrem grenzsprengenden gestalterischen Potenzial wird seit Jahren geschwärmt.

Im Zentrum steht dabei das Myzel, dieses weitverzweigte Fasernetzwerk

der Pilze mit seinen besonderen Wachstumseigenschaften. Auf den 3daysofdesign im

dänischen Kopenhagen (10. bis 12. Juni) stellte das neu gegründete niederländische

Unternehmen Aifunghi jetzt Designmöbel jenseits des Prototypenstatus vor. Den Rahmen

der Show bot die Materialplattform Material Matters aus UK.

Entwickelt wurden die Dining und Lounge Chairs sowie die Leuchten und Couchtische

der ersten Kollektion von Bart und Marije Schilder zusammen mit Michiel Geluk und

Mo Aouraghé. Alle vier arbeiteten bereits für das namhafte niederländische Unternehmen

Moooi, was den gestalterischen Anspruch des Teams untermauert.

Die Basis der Möbel besteht aus einer Verbindung von Hanf und Mycelium, entwickelt

von der Schwesterfirma Growmolding. Der algenbasierte Schaum stammt von Agoprene

(Norwegen), das pflanzliche Bezugsmaterial „Savian“ von BioFluff (Frankreich/

USA). kh Foto: Aifunghi

Look Out


COMING SOON

26.09. − 02.10.2025

HIMOLLA HAUSMESSE

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