MM_07_08.2025
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B 1785
07/08/2025
www.moebelmarkt.de
International Interior Business Magazine
GfMTrend
gestaltet Zukunft
Top 30 im Handel: Die Champions der Möbelwelt 2025
Interview zur Begros-Messe: Vom Konditionsclub zum Mehrwertverbund
House of Kabs: Was Robert Kabs in der früheren Wäscherei plant
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Abwrack-Turbo
Gerald Schultheiß
Chefredakteur
schultheiss@moebelmarkt.de
Die Zahlen unseres Verbundgruppen übergreifenden
ZR-Barometers in Kooperation
mit der Aktivbank deuten im Juni nochmals
nach oben. So stieg das Volumen der
über die Bank regulierten Möbelhandels-
Umsätze in Relation zum Vorjahresmonat
um 7,9 Prozent. Kumuliert fürs erste Halbjahr
lief fast eine schwarze Null auf.
Allerdings spiegeln die ZR-Zahlen von Juni
den Auftragseingang am POS in Richtung
April bis Anfang Mai. Daher ist die danach
weithin alles andere als gute Entwicklung
der Möbelkäufe noch nicht erfasst.
Dass Discounter und Großflächen 2024 mit
der nun seit über zwei Jahren anhaltenden
Konsum-Krise, verlorenen Eckpreisen und
der enormen Preissensibilität besonders zu
kämpfen haben, blättern unsere aktuellen
Top 30-Rankings für Deutschland, Europa
und die Welt auf – und dies, obwohl die
Angaben einzelner Händler deren Entwicklung
sicher beschönigen. Unsere Rankings
2025 liegen bei, unsere Analysen dazu lesen
Sie in der September-Ausgabe.
Die drastischen Umsatz-Einbrüche einiger
Volumenlieferanten um bis zu 30 Prozent
sprechen dafür, dass die Situation auf der
Großfläche in diesem Jahr nochmals deutlich
schlechter ist, als der obige ZR-Schnitt.
Wohingegen konträr dazu preisagressivere
Ware aus Asien bzw. China boomt.
So sind die Möbelimporte generell im ersten
Quartal laut VDM um 17 Prozent auf
ca. drei Milliarden Euro gestiegen. Die Einfuhren
aus China explodierten um 37 Prozent,
jene aus Vietnam um 23,5 Prozent.
Dahinter vermutete der VDM auch Umlenkungseffekte
wegen Trumps Zollpolitik.
Fakt ist, dass die Chinesen Polen von Platz
eins der Lieferländer verdrängt haben.
Der jüngste World Furniture Outlook von
CSIL legt nahe, dass Preisdruck und Preissensibilität
schon seit 2024 global die Import-Ströme
verändern. So waren damals
China und Vietnam von den Top 5 Möbelproduktions-Ländern
der Welt die einzigen
mit einem Wachstum der Exporte – welches
zudem noch kräftig ausfiel. Während
die Ausfuhren aus Polen, Deutschland und
Italien spürbar schrumpften.
Laut CSIL schaffte es China ab der ersten
Hälfte 2024 zudem, den kriselnden Möbelabsatz
im Inland anzukurbeln. Dazu trug
besonders auch die „Neu-für-Alt“-Strategie
für Möbel bei. Diese staatliche Geld-Prämie
forciert gezielt den Austausch älterer Möbel
und Einrichtungsartikel gegen neue, oft
hochwertigere Produkte.
Unsere deutsche Abwrack- bzw. Umwelt-
Prämie aus dem Jahr 2009 lässt grüßen. Sie
förderte den Kauf neuer Autos durch Verschrottung
alter Fahrzeuge, um die heimische
Industrie zu stützen und den Fahrzeugbestand
zu verjüngen. Damit entzündete
sie ein kurzzeitiges Absatzfeuer.
Zwar braucht unsere Möbelindustrie mit
zuletzt weniger als 20 Milliarden Euro
Produktionsvolumen nicht wie die Konkurrenz
aus China, die laut CSIL pro Jahr 170
Milliarden US-Dollar auf die Waage bringt,
auf eine staatliche Abwrack-Prämie zu hoffen.
Zumindest aber dürfte der Bau-Turbo
auf Sicht ihren Absatz ankurbeln.
Sicher fordert die Zeit auch nachhaltigere
neue Kaufimpulse für Möbel als staatliche
Prämien. Warum als Händler statt ewiger
Rabatte nicht dauerhaft monetäre Anreize
etablieren für die Rücknahme alter Möbel?
Und das aber eben nicht, um sie wie bisher
bei solchen Aktionen üblich zu verschrotten
– wie es jetzt auch die Chinesen tun.
Sondern um ihnen ein angemessenes neues,
zweites Leben zu verschaffen.
Pioniere wie Ikea oder Kabs gehen bereits
in diese Richtung. Ich bin überzeugt, dass
mehr und mehr die Händler das Rennen
um uns immer nachhaltiger gepolte Kunden
machen, die unseren alten Lieblings-
Möbeln ein neues Leben schenken.
Damit wir uns glücklich und mit gutem
Gefühl und Gewissen neu einrichten können.
Zumal uns dieses Neu-für-Alt-System
auch noch finanziell belohnt, obwohl wir
sonst für Nachhaltigkeit tiefer in die Tasche
greifen müssen: Der Kreislauf-Turbo also,
der überdies auch neue – und jüngere –
Second-hand-Zielgruppen anzieht.
Herzlichst grüßt Sie
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Editorial 3
Titel
12
GfMTrend: Inspirierendes Jubiläum
Mit einem vielseitigen Festprogramm und packenden
Keynotes und Grußworten feierte GfMTrend in Bremen
sein 50-jähriges Bestehen. Über 300 Gäste erlebten
unter dem Motto „Future Fifty!“ ein energiegeladenes
Event voller neuer Impulse und Perspektiven.
Titelstory ab Seite 28
Verleger Klaus Ritthammer feiert seinen 80. Geburtstag
Charmant, liebenswert, eigenwillig und einfach unverwechselbar: MÖBELMARKT-Verleger Klaus
Ritthammer ist 80 Jahre alt geworden. Am 21. Juli wurde er von seiner Familie, Verwandten,
vielen guten Freunden und dem MÖBELMARKT-Team herzlich gefeiert. Auf dem Foto oben ist er
mit seiner Frau Christine und seinen Töchtern Michelle und Ann-Kathrin (v.l.) zu sehen.
Porträt
3 Editorial
3 Abwrack-Turbo?
8 Gesprächspartner
10 Crossmedia
Porträt
11 höchstpersönlich
Josef Gerstl
12 Unser Verleger lebe hoch: Herzlichen
Glückwunsch, Klaus Ritthammer
16 Unternehmen
16 POS Service Group: Polstermöbel
professionell beurteilen
17 News aus Unternehmen
18 Kare: Heilige Marke
22 News aus Unternehmen
24 Raumplus:
Individuell und flexibel in die Zukunft
26 House of Kabs: Viel Platz für Visionen
28 50 Jahre GfMTrend:
Stark vereint für morgen
30 Markt
30 Konjunktur-Barometer: Impulse erhofft
31 Aktivbank-Barometer
www.moebelmarkt.de
International Interior Business Magazine
32 SHD Forum 2025: Digitale Trends hautnah
35 Markt-Mix
36 Jan Kurth: Der Bau-Turbo verheißt erste
Lichtblicke für den Wohnungsmarkt
38 Out of the Box
Kopenhagen gedeiht
39 Verbände-Special
40 Alliance: Mit unserem zentralen Netzwerk
schaffen wir regionale Stärke.
41 Der Küchenring: Die Gegenwart meistern.
Die Zukunft gestalten. Gemeinsam.
Persönlich. Zuverlässig.
42 Verbands-Profile Übersicht:
Seiten 42, 44, 46, 48 und 50
TOP 30
Homefurnishing Retailers
GERMANY | EUROPE | WORLD
Einrichtungshändler
2025
powered by
Die Top-30-Händler der Möbelwelt
Das Who is Who des Einrichtungshandels in
Deutschland, Europa und der Welt: Welche
Unternehmen genau wieviel umgesetzt haben,
steht im beiliegenden „Top 30“-Special. Die
umfassenden Marktanalysen dazu lesen Sie in
unserer September-Ausgabe.
TOP 30
4 Intro
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
18
Kare: Eine Marke für sich
Mit auffälligen Accessoires ist Kare groß geworden. Noch heute machen besondere
Designs wie das Wandbild „Fancy Blonde Lady“ mit LED-Effekt und ungewöhnliche
Inszenierungen, hier in einer ehemaligen Klosterkirche, den Kern der
Marke aus. Im Interview sprachen wir in großer Runde über das, was die Marke
bewegt, etwa Preisbildung, Social Media, Trends und Kooperationen.
Unternehmen
43 Einrichtungspartnerring VME: Eine starke
und zukunftsfähige Gemeinschaft
45 Garant: Ihr Partner auf Augenhöhe
49 KüchenTreff: Stark im Verbund
32
26
Kabs: Hier soll Design demokratisiert werden
Mit dem House of Kabs zieht am ehemaligen Wäscherei-Standort in
Hamburg neues Leben ein. Inhaber Robert A. Kabs hat viel vor: Er will
nicht nur Designmöbel für alle Altersgruppen und jeden Geldbeutel
anbieten, sondern mit Co-Working, Kunst und Gastronomie einen Ort
für Begegnung und Inspiration schaffen. MÖBELMARKT sprach mit
Kabs über seine Visionen für ein ganz neu gedachtes Möbelhaus.
Unternehmen
50 KSV – die Gemeinschaft für Küchenspezialisten
51 MHK: Mit Systemkompetenz Erfolg
für Partner sichern
52 Verbände-Mix
VERBANDS-PROFILE
Die Positionierung der
Einkaufsverbände
Serviceangebot
inkl. Digitalisierung
2025
Spezialisten
39
SHD Forum 2025: Blick in die digitale Zukunft
Das SHD Forum 2025 im historischen Industriedenkmal Sayn präsentierte aktuelle Digitalisierungstrends
von KI bis Cybersecurity für die Möbel- und Küchenbranche. Über
200 Gäste erlebten praxisnahe Lösungen, spannende Gespräche und Innovationen mitten
in der traditionsreichen Kulisse.
Markt
Großflächenverbände
Mittelstandsverbände
Küchenverbände
Das Who is Who der Möbel- und Küchenverbände 2025
Ein zukunftsorientierter und leistungsfähiger Verbund ist gerade in wirtschaftlich herausfordernden
Zeiten besonders wichtig. In unserem umfassenden Verbände-Special lesen Sie, wie genau
sich die einzelnen Einkaufsverbände für die Zukunft positionieren.
Verbände-Special
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Intro 5
Juli/August 2025 ∙ www.moebelmarkt.de
53
Bearaby: Gewichtsdecken
im Premium-Design
Hometex:
Rekordbesuch in Bad Salzuflen
Interzum:
Spannende Innovationen in Köln
MÖBELMARKT Sleep
Die Interzum und die Hometex
haben gezeigt, wieviel Innovationskraft
trotz angespannter
Marktlage im Bedding-Segment
steckt: smarte Technologien, digitale
Lösungen und kreislauffähige
Materialien. MÖBELMARKT
Sleep berichtet. Lesen Sie außerdem,
wie eine deutsche Start-
Up-Unternehmerin Gewichtsdecken
zum Millionenseller in den
USA machte – und nun in
Deutschland durchstartet.
MÖBELMARKT SLEEP
83
Interzum und Ligna 2025
Aufbruchstimmung auf den beiden Weltleitmessen: Die
Interzum in Köln und die Ligna in Hannover standen auch
in diesem Jahr für Innovationskraft und technologischen
Fortschritt. Ab Seite 83 finden Sie eine weitere Nachlese
mit spannenden Messehighlights.
material + technik möbel
53 MÖBELMARKT Sleep
54 Guter Schlaf ist harte Arbeit
55 Inhalt
56 Bearaby: Mit Gewichtsdecken an
die Spitze
58 Yatas: Erster Concept-Store in Frankfurt
59 „Schlaflos in...“: Infotainment für
Besserschläfer
60 Cramer: Schlafkultur auf hohem Niveau
61 Sleep-Mix
62 Interzum: Zukunftsthemen zum Anfassen
67 küche & bad forum
3 Editorial
4 Inhalt
5 Boulevard
6 Kurznachrichten
8 „Bad & Body“:
Badmodernisierung neu gedacht
10 Nolte Küchen: Zeitlose Farbvielfalt
trifft moderne Funktionalität
11 IFA 2025: Voll unter Strom
13 Liebherr:
Maximale Frische für mehr Genuss
14 Präzise bis in Detail
15 Frio: Für echte Genussmomente
15 Impressum / Inserentenverzeichnis
83 material + technik
83 Interzum und Ligna 2025:
Blick zurück nach vorn
84 Highlights der Ligna 2025:
Bedienkomfort und Effizienz
86 Showcase Ligna und Interzum
90 Messen
90 MTM Dresden: Inspiration und Teamgeist
64 Hometex Sommer:
Alles, was Rang und Namen hat
66 Showcase Sleep: Hahn Haustex
FACHMAGAZIN DER BRANCHE
AUGUST 8/2025
B 50899
93 Messe-Mix
94 Begros-Verbundmesse 2025:
Strategie „Zukunft“
küche & bad
forum
Die „BioFresh“ Technologie von Liebherr hält mit
präzise abgestimmter Temperatur und Luftfeuchtigkeit
verschiedene Lebensmittelgruppen im
Kühlschrank bis zu fünfmal länger frisch. So
bleiben nicht nur Vitamine und Aromen optimal
erhalten – auch ein bewusster und nachhaltiger
Lebensstil wird aktiv unterstützt. Foto: Liebherr
Badmodernisierung
neu interpretiert
So wird die IFA 2025
Weinmomente
der Extraklasse
ab Seite
67
Die heiße Messezeit startet im September. Wir werfen
bereits jetzt in der aktuellen Ausgabe des
küche&bad forum einen ersten Blick auf die IFA
2025, die auch nach der starken Jubiläumsausgabe
im vergangenen Jahr wieder vielversprechende Innovationen
im Gepäck hat. Außerdem im Heft: Das
neue Franchisekonzept „Bad & Body“ der MHK
Group und Neuheiten für den Weingenuss.
6 Intro
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
90
MTM Dresden: Vielfältige Inspirationen
Zum fünften Mal fand die Möbel-Trend-Messe in
Dresden statt. In der einzigartigen Kulisse der Alten
Börse präsentierten zwölf Aussteller spannende
Neuheiten aus der Polsterwelt und aus ergänzenden
Sortimenten. Am ersten Abend stimmte PM
Oelsa Geschäftsführer Heiko Langer (Foto) auf die
Messeparty ein.
Messen
98 Hülsta & Now! by Hülsta:
Die Rückkehr der Möbel-Legende
101 Messe-Mix
102 spoga+gafa 2025: Innovation trifft Erlebnis
104 Showcase Outdoor
105 Kind + Jugend 2025:
Trends für die Kleinsten
106 M.O.W. 2025: „Messe ist hier!“
108 Möbelmeile feiert 30-jähriges Jubiläum:
Menschen, Business, Tradition
110 Impressum / Inserentenverzeichnis
111 Branchenwerkstatt Möbel:
Konsequent Risiken managen
112 Köpfe
115 Look Out
115 Pilze, Algen, Hanf
Begros: Vom Konditionszum
Mehrwertverbund
Auf der Begros-Messe Ende
Juni sprach der MÖBELMARKT
mit Verbands-Chef Oliver Müther
über die Zukunft des Großflächenverbunds
zwischen XXXLutz-
Porta-Deal und Rieger-Beitritt.
Messen
spoga + gafa 2025:
Grüne Innovationen
Die spoga+gafa 2025 bestätigte
ihre Position als weltweit größte
Garten- und BBQ-Messe mit rund
26.000 Fachbesuchern und über
1.600 Ausstellern. Drei Tage lang
präsentierten Aussteller aus über
100 Ländern die neuesten Trends
und spannenden Innovationen für
das Leben im Grünen.
Messen
94
Hülsta: Comeback der Legende
Vor nicht mal einem Jahr wurde H & N
Designmöbel gegründet. In Rekordzeit
haben Andreas Bremmer und Sören
Höfer eine überzeugende Gesamtkollektion
für die Marken Hülsta und Now!
by Hülsta auf die Beine gestellt. Der
MÖBELMARKT war zur erstmaligen
Präsentation vor Ort.
Messen
98
102
106
M.O.W. und Möbelmeile in den Startlöchern
Ostwestfalen calling: Die Möbelmeile (Foto der Gemeinschaft) will
zum 30-jährigen Jubiläum eine außergewöhnliche Vielfalt bieten.
Die M.O.W. geht mit 500 Ausstellern aus über 40 Ländern an den
Start. Neu dabei: Hülsta, Kare und Schöner Wohnen. Beide Messen
finden vom 21. bis 25. September statt.
Messen
Intro 7
Gesprächspartner
Robert A. Kabs,
House of Kabs:
„Wir wollen Design
für jeden erlebbar
machen.“
Unternehmen | Seiten 26–27
Julia, Joy, Peter Schönhofen und Jürgen Reiter (v.l.), Kare:
„Was im Möbelhandel auch nicht so
common ist: Wir haben es
geschafft, eine Marke zu sein.“
Unternehmen | Seiten 18–21
Andreas Bremmer (l.) & Sören Höfer, Hülsta:
„Wir wollten ganzheitliche,
harmonische Wohnwelten entwickeln.“
Messen | Seiten 98–100
Oliver Müther, Begros:
„Unsere Aufgabe ist es, Orientierung
strategisch nach vorne zu bringen.
Deswegen braucht es als Impuls auch
eine Begros-Messe.“
Messen | Seiten 94–97
Bernd Schäfermeier (l.) und Maximilian Richter, M.O.W.:
„Wir decken die Bandbreite ab, die im
Möbelhandel aktuell gebraucht wird.
Und dies wie keine andere Messe.“
Messen | Seiten 106–107
MÖBELMARKT
8 Intro 07/08 / 2025
DAS MESSE-EVENT
IN OSTWESTFALEN
15 HERSTELLER
8 LOCATIONS
ALLE INFORMATIONEN
ZUR MÖBELMEILE AUF
MOEBEL-MEILE.COM
MÖBELMARKT.DE
EXPERTEN-
BEITRAG
IWOfurn: Strategische
Partnerschaft zur EUDR
Die Integrated Worlds (Marke: IWOfurn) und supplycanvas gehen eine strategische
Partnerschaft ein, um Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette
bei der Umsetzung der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR)
zu unterstützen. Ziel ist es, regulatorische Anforderungen effizient zu erfüllen
und gleichzeitig die digitale Integration zwischen Geschäftspartnern zu
beschleunigen. Mehr dazu im Expertenbeitrag auf moebelmarkt.de.
Foto: IWOfurn
Ifo Geschäftsklimaindex:
Stimmung hellt sich weiter auf
Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich etwas verbessert.
Der Geschäftsklimaindex des Münchner Ifo Instituts stieg im Juli
auf 88,6 Punkte, nach 88,4 Punkten im Vormonat. Die Unternehmen zeigten
sich etwas zufriedener mit den laufenden Geschäften. Im Handel hat das
Geschäftsklima jedoch etwas nachgegeben. Erfahren Sie mehr dazu auf
moebelmarkt.de.
Foto: Pexels
Business Forum: https://shorturl.at/fPZST
Märkte: https://shorturl.at/aaX0f
Vienna Interior Days: Neues
Messeformat feiert Premiere
Wien bekommt mit den Vienna Interior Days ein neues Messeformat. Die
Fachmesse findet erstmals vom 26. bis 27. Februar im MAK Museum für
angewandte Kunst Wien (Foto) und in der Innenstadt statt. Das Produktportfolio
umfasst Stoffe, Möbel, Dekoration, Bodenlösungen, Akustiksysteme,
Lichtkonzepte und mehr. Ziel sei es, ganzheitliche Raumlösungen zu
präsentieren und zu schaffen. Mehr dazu auf moebelmarkt.de.
Foto: Hertha Hurnaus / MAK
idd cologne 2025 setzt auf
rein urbanes Konzept
Die idd cologne 2025 entwickelt sich zu einem modernen „urban-only“-
Format, das Inspiration, Austausch und Markenpräsenz nicht in den Deutzer
Messehallen, sondern an ausgewählten Design-Locations im gesamten
Kölner Stadtgebiet erlebbar macht. Das Premium-Interior-Design-Event vereint
bei seiner Premiere vom 26. bis 29. Oktober viele Hochwert-Marken.
Mehr zu dem Messekonzept erfahren Sie auf moebelmarkt.de.
Foto: Koelnmesse
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Messen: https://shorturl.at/4O0nO
MÖBELMARKT
10 Crossmedia 07/08 / 2025
höchstpersönlich
Generation Babyboomer
Josef Gerstl
Von Kika/Leiner zu XXXL: Josef
Gerstl verbrachte einen Großteil
seines Berufslebens in führenden
Positionen im Möbelhandel
made in Austria. Als einer der
Chefeinkäufer bei XXXLutz und
Giga verantwortete er vor allem
den Schlafbereich und gestaltete
die enorme Expansion mit.
Für den „Bua“ vom Dorf ist gegenseitige
Wertschätzung das
oberste Credo. Mit 66 geht er am
30. September in Ruhestand und
tauscht Möbelmessen und Geschäftsreisen
gegen Oldtimer-
Traktoren und Landleben.
Herr Gerstl, wie begann Ihr Einstieg
ins Berufsleben?
Als Lehrling am 21. Juli 1975 im Möbelhaus
Leiner in St. Pölten am Rathausplatz.
Die Aufnahmeprüfung hatte ich
nicht bestanden, da ich im Diktat „Fauteuil“
nicht schreiben konnte und drei
Fehler gemacht hatte. Trotzdem hat
mich der Chef, Kommerzialrat Rudolf
Leiner, höchstpersönlich aufgenommen
und sagte zur Personalchefin: „Nimm
ihn auf, wir machen was aus ihm!“
Hat er sein Wort gehalten?
Ja, nach vierjähriger Ausbildung holte
er mich sehr jung als Einkaufsassistent
in die Geschäftsleitung. Den Aufbau
von Kika und die Expansion von Leiner
habe ich dort hautnah miterlebt. Mit 25
Jahren war ich dann als jüngster Einkäufer
für den Bereich Schlafen/Jugend
und Matratzen verantwortlich. Kika hat
dann in die CEE-Ländern expandiert
und in Russland, Israel und Saudi-Arabien
Franchise aufgebaut. Als Category
Manager verantwortete ich später 75
Filialen in zehn Ländern. 2009 wechselte
ich dann vom roten Sofa zum roten
Stuhl – und blieb bis heute dort.
Was hat Sie als Kind fasziniert?
Die Welt zu erobern und zu entdecken.
Ich bin in einem kleinen Dorf auf dem
Land aufgewachsen. Deshalb hat mich
das Reisen in andere Länder und Kulturen
immer sehr interessiert.
Mit welcher berühmten Persönlichkeit
würden Sie gern einen Tag
verbringen?
Mit dem leider verstorbenen Papst
Franziskus. Meine Frau und ich haben
seinen ersten Auftritt am Petersplatz
von der ersten Reihe aus miterlebt, das
war sehr emotional! An Franziskus fasziniert
mich die Einfachheit und sein Zugang
zu den Menschen. Eine Büste von
ihm steht nach wie vor in meiner Wohnung
in Würzburg am Nachtkästchen.
Sie erinnert mich an einen vorbildlichen
Menschen.
Was motiviert Sie?
Für Menschen zu arbeiten, von denen
Anerkennung und Wertschätzung zurückkommt.
Diese Frage wurde mir übrigens
bei XXXLutz oft gestellt – und ich
habe sie genauso beantwortet und dabei
auf meine Vorgesetzten und die Inhaber
bezogen.
Sie werden in der Branche und
Ihrem Team menschlich sehr geschätzt
und pflegen Freundschaften
auch mit Partnern aus der Industrie.
Wie gelingt diese Gratwanderung
als Einkäufer für Giga?
Mein Motto ist: Sich selbst treu bleiben
und das zusagen, was man auch einhalten
kann. Mit Ehrlichkeit und Klarheit
erreicht man nach wie vor am meisten.
Dies habe ich in unzähligen Seminaren,
manchmal auch im Rollentausch gelernt.
Die Vorgabe der Ausbildung war
stets: Keiner soll den Tisch als Verlierer
verlassen. Es gibt immer für beide Seiten
Lösungen, manchmal auch erst bei
weiteren Verhandlungsrunden.
Teamarbeit ist …
… für mich Grundvoraussetzung für
„50 Arbeitsjahre im Möbelhandel
– eine tolle Zeitreise!“
Foto: Gerstl
den Erfolg und hat sehr hohe Priorität.
Dazu zählt z. B. unser täglicher Eiskaffee
im Büro um 15 Uhr mit dem kompletten
Team der „Schlafingers“ – mittlerweile
schon eine Tradition, die Bestand hat.
Sie waren schon in rund 60 Ländern.
Wo würden Sie am liebsten
ein Jahr wohnen?
In Zukunft werde ich die meiste Zeit in
unserem Landhaus im Dorf verbringen.
Vor einigen Jahren haben wir das Haus
meiner Eltern bzw. Großeltern, in dem
ich aufgewachsen bin, übernommen.
Dieses wurde in mühevoller Renovierungsarbeit
vor dem Verfall gerettet und
in ein schmuckes „Ausnahmehäusl“
umgebaut. Ein besonderer Ort am
Berg, wo man Ruhe findet und die Welt
mit anderen Augen betrachten kann.
An welchen Designstil hielten Sie
sich beim Renovieren und Einrichten
des „Ausnahmehäusls“?
Wir haben den alten, stillgelegten Bauernhof
unter dem Motto „Modernität
trifft Tradition“ umgebaut. Ein Teil des
Grundstückes ist sehr modern bebaut
und möbliert. Beim anderen Teil handelt
es sich um ein seit 450 Jahren bestehendes
Steinhaus, das nun mit historischen
Baumaterialien renoviert und mit
antiken Fliesen verlegt wurde. Eingerichtet
ist es im Landhausstil, mit alten
und neuen Möbeln: einem Schrank, der
beim Öffnen quietscht, alten Holztüren
und Fenstern, einem offenen Kamin
und gemütlichen Sofas.
Wie verbringen Sie am liebsten
Ihre Freizeit?
Auf dem Land in diesem neuen Refugium:
in der Natur beim Schwammerlsuchen
oder beim Handwerken. Wir haben
fünf Traktoren, neue und Oldtimer, die
müssen gefahren und gewartet werden.
Ihr Zuhause in drei Adjektiven?
Gemütlich, einladend, gastfreundlich.
Was muss unbedingt bald Ihre vier
Wänder verlassen?
Nichts – im Gegenteil: Alles muss so
bleiben, wie es ist.
Es brennt: Welches Einrichtungsstück
würden Sie zuerst retten?
Die Betten! Als Betteneinkäufer habe
ich immer versucht, die beste Liegeeigenschaft
für zuhause zu schaffen.
Die Betten wurden auch nach Richtlinien
der Bauphysiologie gestellt und an
die Erdumdrehung Richtung Norden
angepasst. jp/kh
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Porträt 11
Unser Verleger lebe hoch:
Herzlichen Glückwunsch,
Klaus Ritthammer
Wenn man seinen Humor kennt, seine Art, sich zu kleiden oder mit Menschen
umzugehen, muss man schon mal kurz staunen: MÖBELMARKT-Verleger
Klaus Ritthammer ist tatsächlich schon 80 Jahre geworden. Am 21. Juli wurde
er von seiner Frau Christine, seinen Töchtern, Enkeln, Verwandten, vielen
guten Freunden und dem MÖBELMARKT-Team herzlich gefeiert.
In Dubai kurz vor dem Helikopterflug mit den Töchtern Ann-Kathrin und Michelle.
Mit Ehefrau Christine Ritthammer und den Töchtern Michelle und Ann-Kathrin.
12 Porträt
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Porträt 13
Klaus Ritthammer mit Franz Schäfer in Australien.
… mit Franz Hampel, ehemals Geschäftsführer Garant.
… mit Verleger Franz Schäfer.
„Ich hoffe, es geht euch allen so gut wie
mir mit 80 Jahren“, sagte Klaus Ritthammer
anlässlich der Geschenkübergabe
des MÖBELMARKT-Teams. Man
glaubt ihm gern, denn er vollendet das
achte Lebensjahrzehnt mit beruflicher
und privater Zufriedenheit.
Von Nürnberg auf die
weltweite Möbelbühne
Klaus Ritthammer ist ein Mann der ersten
Stunde. Auch historisch gesehen: Er wurde
am 21. Juli 1945 in Nürnberg geboren.
Bereits im Alter von 16 Jahren – damals
noch Realschüler – wurde er im elterlichen
Matthias Ritthammer Verlag aktiv und
sammelte erste berufliche Erfahrungen.
1968 verließ er das Familienunternehmen,
absolvierte eine Ausbildung zum
Werbekaufmann und übernahm anschließend
die Werbeabteilung eines
großen Lesezirkels. Doch seine unternehmerische
Vision ließ ihn schon bald
eigene Wege gehen: 1972 gründete er
eine eigene Werbeagentur. Nur ein Jahr
später folgte er dem Ruf seines Vaters,
und er kehrte in den Verlag zurück.
1974 übernahm er die Position des Verlagsleiters.
Gemeinsam mit Franz Schäfer
erwarb er 1983 den Verlag – ein Meilenstein
in der Geschichte des
Unternehmens. Von Anfang an arbeiteten
die beiden Verleger eng zusammen.
Klaus Ritthammer war in erster Linie
verantwortlich für den Anzeigenbereich
sowie Technik und Vertrieb, Franz
Schäfer für Redaktion, internationale
Kontakte zur Industrie und zu Messen
weltweit. Unter der Leitung des Duos
entwickelte sich der MÖBELMARKT zu
einer der international führenden Fachzeitschriften
der Möbelbranche und erlangte
weltweite Anerkennung.
Klaus Ritthammer – ein Mensch
mit Charakter, Humor und ganz viel Herz.
Die erste Maßnahme von Klaus Ritthammer
war es, den ehemaligen Mitarbeiter
Andreas Müller-Buck in den Verlag
zurückzuholen. Dies sieht er als
beste Entscheidung für den Verlag, weil
sie sich sehr positiv auswirkte, denn
Müller-Buck trug entscheidend zum Erfolg
des Verlages bei.
Gemeinsam konzipierten sie zudem
mehrere Supplements. Dazu gehören
bis heute material+technik möbel für
den Zulieferbereich, MÖBELMARKT
Sleep und das küche & bad forum.
Agil, modern, authentisch
ins neue Jahrtausend
Seit Anfang der 90er-Jahre hatte und
hat der MÖBELMARKT eine herausragende
Stellung in der internationalen
Möbelwelt – unter anderem bedingt
durch die Reisen von Klaus Ritthammer
und Franz Schäfer nach Nordamerika,
Südamerika, China, Singapur, Malaysia,
Japan, Taiwan, Thailand, auf die Philippinen
und nach Australien. Auch die nationalen
und europäischen Messen
wurden regelmäßig besucht, ebenso
wie die großen Veranstaltungen und
Jahreshauptversammlungen der Verbände
und Industrieunternehmen. Hier
war Klaus Ritthammer stets ein geschätzer
Gesprächspartner, der offene
Ohren und ebensolche Worte für die
Belange der Branche hatte.
Wie sehr Business und Medien von persönlichen
Kontakten leben, wusste der
Werbeprofi Klaus Ritthammer schon,
bevor man es Networking nannte. 1992
rief er gemeinsam mit Massivholzmöbelhersteller
Andreas Decker den Möbelcup
ins Leben – ein internationales
Fußballturnier, das immer beim SV Dalhausen
ausgetragen wurde.
Nach dem Rückzug von Franz Schäfer im
Jahr 2003 führte Klaus Ritthammer das
Unternehmen zusammen mit Andreas Müller-Buck.
Mit Blick auf die Veränderungen
in der Möbelbranche und auf die digitale
Disruption entwickelte er den MÖBEL-
MARKT zu einem agilen Unternehmen mit
wachsendem Teamgeist und starken, einzigartigen
redaktionellen Inhalten. Mit seinen
Ideen, beispielsweise auch mit dem
digitalen Videokanal MÖBELMARKT.TV
wurde Klaus Ritthammer oft zum Vorreiter
in der Branche. 2016 übergab er die Geschäftsführung
an seine Frau Christine
Ritthammer, die gemeinsam mit Andreas
Müller-Buck die operative Verantwortung
übernahm. Die Leitung der Ritthammer Publishing,
insbesondere der Fachzeitschrift
material+technik, behielt Klaus Ritthammer
noch bis ins Jahr 2024. Dem Verlag unter
der Führung von Christine Ritthammer
steht er bis heute als Gesellschafter beratend
zur Seite. Ein beeindruckender Lebensweg
– geprägt von Unternehmergeist,
Weitblick und Leidenschaft für das Verlagswesen
sowie die Branche.
Klaus Ritthammer: Ein echtes
Original, ein Familienmensch
Dass der Ritthammer-Verlag heute so
gut in die mittelständische Branche mit
ihren vielen Familienunternehmen
passt, hat nicht zuletzt mit dem Menschen
Klaus Ritthammer zu tun, einem
Original und einem echten Familienmenschen
– und natürlich mit seiner
Ehefrau und der heutigen Geschäftsführerin,
Christine Ritthammer.
Genauso wie mit seinem Team, seinen
Töchtern und seinen Enkeln, die ihn in allem
auf dem Laufenden halten. Und die
ihn in seiner liebenswerten Originalität
wohl am besten charakterisieren können.
Ann-Kathrin und Michelle Ritthammer, die
jüngeren Töchter von Klaus Ritthammer,
haben der MÖBELMARKT-Redaktion folgende
Bonmots hinübergeschickt: „Wenn
wir an unseren Papa denken, fällt uns sofort
ein: Er ist ein echtes Unikat. Schon
früher war er nicht nur unser Vater, sondern
auch unser Coach. An der Seitenlinie
des Jugendteams vom TSV Burghaslach
hat er uns mit leidenschaftlicher
Stimme, taktischem Ehrgeiz und einer ordentlichen
Portion Emotion durchs Spiel
geführt. Apropos Fußball, seine Liebe
zum 1. FCN war dabei nie zu überhören
– genauso wenig wie seine Begeisterung
für den Musiksender Bayern 1, ob man
das hören wollte oder nicht.“ Auch über
Klaus Ritthammers Lieblingslederjacke,
seinen Aktenkoffer und seine „heißgeliebte
Apple Watch“ hätten die Töchter
so einiges zu berichten, ebenso wie
über seine Hemden und Krawatten, die
sehr viel Lebensfreude ausstrahlen.
Klaus Ritthammer ist charmant, liebenswert,
eigenwillig und einfach unverwechselbar
– ein Mensch mit Charakter,
Humor und ganz viel Herz, aber auch
nicht immer ganz geschmeidig, man
kennt ihn durchaus auch mit seinem
typisch fränkischen „Grobcharme“.
Lieber Klaus Ritthammer, wir gratulieren
Ihnen von Herzen zum 80. Geburtstag!
Franz Schäfer, Sebastian Lehmann,
Karin Henjes
... mit Michael Egger, Egger Holzwerkstoffe.
… mit Ernst-Martin Schaible, Der Kreis.
… mit Dieter Ebert, ehemaliger Messedirektor
der Koelnmesse.
… mit Günther Härtl, ehemals BVDM-Präsident und
Ehefrau Annelie.
… mit Bernd Schäfermeier,
Geschäftsführer
M.O.W.
… mit Peter
Maffay am Stand
des MÖBEL-
MARKT auf der
imm cologne.
Auf dem Möbelcup 2008 in
Dalhausen mit Torschützenkönig
Michael Vielain (l.) und
Yildiz Süleyman.
… mit Heimo Lubetz,
ehemals Blum.
… mit Andreas Decker,
Möbelwerke A. Decker.
… mit Ehefrau Christine Ritthammer und
Joachim Herrmann, GfMTrend.
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Porträt 15
Polstermöbel
professionell beurteilen
Fotos: POS Service Group
Die POS Service Group bietet mit dem neuen digitalen Polsteratlas 2025 fundierte Grundlagen für Fachleute in Handel
und Industrie. | Neue Programme
Wenn es um Reklamationen an Polstermöbeln
geht, ist umfassende Expertise
gefragt. Mit dem überarbeiteten und
jetzt vollständig digitalisierten Polsteratlas
2025 stellt die POS Service
Group ein Nachschlagewerk bereit,
das für Kundendienstmitarbeiter, Verkaufsteams
und Sachverständige gleichermaßen
unverzichtbar ist.
Das Werk bietet fachlich fundierte Informationen
zur Beurteilung typischer
Beanstandungen an Polstermöbeln,
Matratzen, Boxspring- und Wasserbetten.
Der Polsteratlas enthält standardisierte
Prüfmethoden, praxisgerechte
Argumentationshilfen und eine klare Abgrenzung
zwischen warentypischen Eigenschaften
und berechtigten Beanstandungen.
dem neuesten Stand und kann ortsunabhängig
über jedes onlinefähige Gerät
genutzt werden.
Praxiswissen aus der
Branche für die Branche
Entwickelt wurde der Polsteratlas bereits
2005 in Zusammenarbeit mit dem
Sachverständigenrat des BVDM, dem
Verband der Deutschen Möbelindustrie
(VDM), dem LGA-Prüfinstitut sowie
Fachleuten der POS Service Group. Mit
der Neuauflage 2025 wurden die Inhalte
unter Leitung eines interdisziplinären
Gremiums aktualisiert. Vorsitzende sind
Alexander Laakes und Andreas Meyer.
Im Vorwort betonen sie: „Dieses Werk
richtet sich ausdrücklich an Fachleute
– nicht an Verbraucher ohne Fachgrundwissen.“
Zugriff über das POS
B2BPortal
Wie bereits in der Vergangenheit, ist
auch die Online-Version exklusiv über
POS erhältlich. Zugang erhalten interessierte
Nutzer der Möbelbranche über
das POS Partnerportal.
Fazit: Der digitale Polsteratlas 2025
hebt das Nachschlagewerk zur Reklamationsbeurteilung
auf einen neuen,
zeitgemäßen Stand. Wer heute Polstermöbel
professionell beurteilen möchte,
kommt laut POS an diesem Werkzeug
nicht vorbei – neutral, praxisnah und
branchenweit anerkannt.
Sie haben Fragen? Schreiben Sie an:
vertrieb@pos-sg.com
moebelmarkt.de PRODUKT
Schneller Zugriff mit
intuitiver Schlagwortsuche
Im Juni 2025 wurde das neue Online-
Nachschlagewerk offiziell vorgestellt.
Der Polsteratlas überzeugt mit klarer
Struktur, moderner Benutzeroberfläche
und einer intuitiven Suchfunktion.
Nutzer können gezielt nach Bauteilen,
Materialien oder Schadensbildern recherchieren
– übersichtlich gegliedert in
die Bereiche Polstermöbel, Polsterbetten
& Matratzen, Wasserbetten und
Boxspringbetten.
Jeder Abschnitt umfasst detaillierte
Fachinformationen zu Gestellen,
Polsterungen, Bezügen, Leder oder
Mechaniken.
Ein wesentlicher Vorteil der digitalen
Version: Der Polsteratlas ist immer auf
16 Unternehmen
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Foto: Himolla
Himolla
Neuer Mehrheitsgesellschafter
an Bord
Die Welle Holding hat mit der Conzima Gruppe einen neuen Mehrheitsgesellschafter
für die Gesellschaft Himolla an Bord geholt. Mit der Maßnahme soll die
strategische Weiterentwicklung sowie die Fortsetzung der internationalen Expansion
des Unternehmens sichergestellt werden. Neuer Mehrheitsanteilseigner wird
die Conzima Wohnwelten, eine Tochtergesellschaft der Conzima Gruppe. Gemeinsam
mit der Welle-Familie, die Himolla durch ein signifikantes Investment weiterhin
langfristig verbunden bleiben wird, sind laut eigener Aussage die Weichen zur Fortführung
des eingeschlagenen Wachstumspfades sowie zur langfristigen Finanzierung
von Himolla gestellt. Die Conzima Gruppe ist ein Spezialist für operative
Umsetzungen, der Unternehmen aus verschiedenen Branchen auf deren Wachstumspfad
begleitet. Conzima unterstützt bei strategischer Neuausrichtung sowie
bei der Neupositionierung von Marken in globalen Märkten.
Flexa4dreams
Konkurs angemeldet
Der dänische Kindermöbelhersteller Flexa4dreams hat
nach anhaltenden finanziellen Problemen Konkurs angemeldet.
Das geht aus dem Bericht der Website Wood Supply
hervor. Diese Maßnahme folgt auf zwei Jahre mit erheblichen
Verlusten von umgerechnet 1,99 Mio. Euro (14,9
Mio. DKK) und 1,72 Mio. Euro (12,9 Mio. DKK). Gleichzeitig
ist der Umsatz deutlich von 41,14 Mio. Euro (307 Mio.
DKK) im Jahr 2019 auf 27,34 Mio. Euro (204 Mio. DKK) im
Jahr 2023 gesunken. Der Konkurs kommt nur sechs Monate
nach der Ablösung der CEO, Line Krogh Pedersen.
Sie übernahm das Unternehmen nach einem Turnaround,
der laut der früheren CEO Malene Gammelgaard Nielsen
das Unternehmen auf Wachstum vorbereitet hatte. Flexa
wurde 1972 gegründet und konzentriert sich auf die Produktion
von Kindermöbeln in nordischem Design.
Anzeige
Showroom mal anders:
In der ehemaligen
Klosterkirche St.
Theresia in Regensburg
zeigte Kare ausgewählte
Möbelstücke und
Accessoires, wie den
goldenen Gorilla, der auf
dem Altar thront.
18 Unternehmen
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Kare
Heilige
Marke
Keine Selbstverständlichkeit im Möbelgeschäft: eine echte Marke zu sein. Mit ausgefallenen Designobjekten machte sich Kare von
Anfang an einen Namen. Die neueste Kollektion entstand gemeinsam mit Stardesigner Karim Rashid. Kare will auffallen, überraschen
und einer breiten Kundschaft Topdesign zugänglich machen. Am Firmensitz in Garching sprachen Karin Henjes und Julia Peters in
großer Runde über die aktuelle Bedeutung der Marke. Mit dabei: die beiden Gründer Peter Schönhofen und Jürgen Reiter, Julia und Joy
Schönhofen sowie Vertriebsleiter Alexander Pansow. Soviel vorweg: Mit Kare können Händler noch Geld verdienen.
MÖBELMARKT: Was zeichnet die
Marke Kare aus?
Peter Schönhofen: Wir haben stets
den Hang zum Außergewöhnlichen.
Den Durchschnitt wird man bei uns
nicht finden. Mit Kare können sich Kunden
individuell einrichten. Über herausragende
Centerpieces können sie sich
selbst und ihr Wohlfühlgefühl zuhause
definieren. Kare bringt frischen Wind in
die Bude, sorgt für Lebensfreude und
bietet jede Menge Inspiration.
„Wir helfen Menschen,
ihren persönlichen Style
durch unkonventionelles
Design auszudrücken.“
Julia Schönhofen
MM: Wie definieren Sie denn Ihre
Zielgruppe?
Joy Schönhofen: Im Rahmen intensiver
Zielgruppenstudien haben wir unsere
Kunden in vier unterschiedliche Personas
geclustert: Die stylische Frau, die
nach einem besonderen Piece von Kare
sucht. Sie ist im etwas gehobeneren Alter
und hat dadurch auch eine bessere
Kaufkraft. Die jüngere Frau, die sich ein
Design Piece dazuholen will, um den
Raum aufzupeppen. Der „classy stylish
male”, also der Mann, der Wert auf die
Einrichtung legt. Und die kreative jüngere
Person, die sehr viel selber macht,
aber bei Kare dazukauft. Im Marketing
gehen wir ganz unterschiedlich auf diese
Personas ein. Bei Männern konnten
wir zum Beispiel beobachten, dass sie
zu sehr loyalen Kunden werden, wenn
man diese Zielgruppe richtig anspricht.
Julia Schönhofen: Durch die unterschiedlichen
Stile, die wir abdecken,
sprechen wir generell eine sehr breite
Zielgruppe mit verschiedenen Personas
an. Genau das ist auch unser Vorteil gegenüber
anderen Händlern, die nur einen
Stil abbilden – und damit im Zweifel
auch nur eine Käufergruppe ansprechen.
Je nach Kanal gestalten wir die
Botschaft anders: auf Instagram machen
wir etwas anderes als auf Pinterest;
auf Google noch einmal etwas anderes
als in der Käfer-Zeitung – wirklich
ganz genau darauf abgezielt, wo wir
unsere Kunden treffen. Heutzutage
müssen Händler diversifizieren und den
Kunden persönlich adressieren. Das
schaffen wir durch unsere Produktvielfalt.
MM: Welche Rolle spielt dabei Social
Media?
Julia: Wir wollen natürlich dort
sein, wo der Kunde sich aufhält:
auf Social Media. Wenn der Kunde
nach Möbeln schaut, dann
sucht er nach Inspiration, Veränderung,
Freude und nach einem
bestimmten Lebensgefühl. Das
wollen wir über Social Media
rüberbringen. Wir setzen viel inhouse
um, arbeiten aber auch mit
Joy Schönhofen
(Marketing & Vertrieb),
Alexander Pansow
(Vertriebsleiter) und
Julia Schönhofen
(Franchise / Assistenz
CEO / Hr. Schönhofen)
(v.l.). Fotos: Kare
verschiedenen Experten zusammen.
Die Nutzer wollen zum Beispiel wissen:
„Mein Garten braucht ein Fresh-up, wie
kann ich ihn schöner machen?“ Vor allem
auf Instagram, Pinterest und Facebook
finden sie bei Kare Tipps und Inspiration.
Am Ende des Tages verkaufen
wir Emotionen und eine gewisse Situation,
die der Kunde erreichen will.
MM: Und auf welchen Kanälen
ist Kare unterwegs?
Joy: Vor allem auf Instagram, Pinterest
und Facebook. TikTok ist für uns nicht
so ein starker Kanal.
Peter: Dort hat man keinerlei Kundentreue.
Die TikTok-Nutzer sind alle noch
in einem Alter, in dem sie die Stammläden
häufiger wechseln als die Unterwäsche.
Wir wollen Kunden erreichen,
die wiederkommen und wiederkaufen.
MM: Sie haben gesagt, dass
Kare relativ breit aufgestellt
ist. Soll das Markenprofil
geschärft werden?
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Unternehmen 19
Der Generationenwechsel
wird
vorbereitet. Kare
steht als Familienbetrieb
zur Weiterführung
und Stärkung
der Marke: Julia und
Joy, die Töchter des
Gründers und
Geschäftsführers
Peter Schönhofen
(v.l.) sind ebenso in
die Firma eingetreten
wie Olivia Kellermann
(2.v.r.), Head of CSR
& Compliance, die
Nichte des Gründers
und Geschäftsführers
Jürgen Reiter (3.v.r.)
sowie dessen Mann
Gianni Di Franca
(rechts), Assistenz
CEO / Herr Reiter &
Produktentwicklung.
„Kare bringt frischen
Wind in die Bude.“
Peter Schönhofen
Alexander Pansow: Wir prüfen, in welchen
Warengruppen und Vertriebskanälen
es viele Endkunden gibt, die zu uns passen
– und investieren in diese. In dieser
Hinsicht waren wir schon immer wahnsinnig
flexibel. Wir haben zum Beispiel außergewöhnliche
Bettwäsche gemacht,
obwohl das gar nicht unser Kernthema
ist. Aber es gab eine große Nachfrage und
unsere Händler haben sich gewünscht,
dass unser Label dransteht, weil sie das
Produkt dank des Markennamens besser
an ihre Kunden verkaufen können.
Jürgen Reiter: Wir wissen, dass viele
Endkunden die Basics woanders kaufen,
aber für die Schmücker zu uns
kommen. Bei Möbeln geht es ja nicht
nur um die rein physischen Eigenschaften.
Sie transportieren viel mehr. Das ist
nicht zu unterschätzen. Eine wohlige
Atmosphäre im eigenen Zuhause hat
auch einen Einfluss auf die geistige und
körperliche Gesundheit. Viele Massenbetriebe
können darauf gar nicht im Detail
eingehen. Da braucht es Spezialisten
wie uns. Das sehen wir auch daran,
dass Mitbewerber der Branche uns mit
dazu einladen, wenn ein Laden aufgemacht
wird. Sie sehen uns auch als Ergänzung.
Und das ist unsere Stärke. Da
wollen wir weitermachen.
Peter: Wir haben unser Einzelhandelsdasein
nie als Verdrängung empfunden,
sonst wären wir bei Westwing oder bei
Segmüller auf ganz andere Widerstände
gestoßen, um dort mit ihnen als Marke
erfolgreich zu sein. Außerdem sind wir
auch dem Kundengeschmack gegenüber
immer offen. Denn er entscheidet
letztlich, was ihm am besten gefällt.
MM: Wie stärkt die Kooperation mit
Karim Rashid die Marke Kare?
Peter: Mit ihm haben wir einen weiteren
guten Gestalter, der einen zusätzlichen
Stern an die Kollektion bringt.
Julia: Expect the unexpected. Heutzutage,
in einer Welt, wo alle gleich sind
und jeder gefühlt immer das Gleiche
macht, muss man aus der Masse hervorstechen.
Deshalb versuchen wir immer
wieder, den Kunden mit Highlights,
mit dem Unerwarteten, zu überraschen.
Und das haben wir mit Karim Rashid
geschafft.
„Man kann das Feeling im
ganzen Möbelhaus
durch eine Kare-Ecke
aufwerten.“
Joy Schönhofen
MM: Welches Preisniveau assoziieren
die Kunden mit Kare, gerade
auch bei Kooperationen wie der mit
Karim Rashid?
Peter: Die Kernbotschaft lautet „Topdesign
available for the masses“. Wir
befinden uns in einem guten Mittelmaß,
wollen aber gerade designerisch an die
Oberklasse anschließen. Auch Karim
Rashid ist mit uns einer Meinung, dass
seine Möbel nicht alle teuer sein dürfen,
nur weil sein Name dran steht. Insofern
passt das wunderbar zu Kare. Pointierte,
ausgefallene Einrichtungen, die bezahlbar
sind. Das hat er auf eine wunderbare
Art und Weise mit uns
verwirklicht. Aktuell arbeiten wir an 14
weiteren Produkten, die die Kollektion
im kommenden Frühjahr ergänzen sollen.
Die Zusammenarbeit ist also eine
dauerhafte Einrichtung. Wir passen gut
zusammen.
MM: Spürt Kare die aktuelle Preissensibilität
der Kunden?
Jürgen: Wir merken das natürlich auch
schon, haben aber den Vorteil, dass wir
mit der Marke etwas besser geratet
werden. Der Preis eines Produktes setzt
sich zusammen aus der physischen Ei
20 Unternehmen
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Außergewöhnliche Inszenierung für
ausgefallenes Design: Dieser bunt
gestreifte Hase sitzt auf einem Podest
bei der Kare-Ausstellung in der
ehemaligen Klosterkirche St. Theresia
in Regensburg.
genschaft und dem transportierten
Image, letzteres sollte man nicht vernachlässigen.
Alexander: Wenn wir unsere Preise
festlegen, berücksichtigen wir, dass der
Händler damit Geld verdienen muss.
Das heißt, wenn wir eine Preiserhöhung
machen, dann geht die UVP auch nach
oben und der Händler behält seine gleiche
Marge.
Peter: Daneben geben wir unseren
Händlern die Möglichkeit, mit Sonderpreisen
zu Aktionen wie „Summer Sale“
oder „Back to School“ Warengruppen
zu rabattieren und entsprechend zu vermarkten.
Das ist derzeit heftiger als üblich,
weil viele Kunden ohne die Rabattverlockung
gar nicht erst in den Laden
kommen. Dann ist es wichtig, dass der
Händler die Ware auch da hat, zumindest
das Accessoire oder den Beistelltisch.
Darauf will der Kunde nicht warten.
Er muss das Produkt sofort
mitnehmen können. Dann passt das
Preis-Schnäppchen auch zum Einkaufserlebnis.
MM: Welche Vorteile ergeben sich für
Händler, die mit Kare zusammenarbeiten?
Alexander: Die Frequenzen in den Möbelhäusern
können wir nicht verändern.
Aber wir können dazu beitragen, für den
Endkunden einfach wieder interessanter
zu sein, weil Kare überrascht und
viele Kunden anspricht.
Peter: Händler führen die Marke, weil
sie wissen, dass sie durch entsprechen-
de Werbung automatisch Kunden anziehen,
die ohne den Zusatz „Marke
Kare“ nicht gekommen wären. Die
Händler platzieren uns und kriegen dadurch
unsere Fans ins Haus.
Jürgen: Wir wissen von den Händlern,
dass sie lieber eine Kare-Fläche gestalten,
als das 223. ähnliche Sofa im Preiskampf
zu stellen. Unsere Hauptaufgabe
sind die Schmücker. Sie sind in den
Häusern die designlichen Highlights.
„Der Händler soll mit uns
Geld verdienen.“
Alexander Pansow
Joy: Man kann das Feeling im ganzen
Möbelhaus durch eine Kare-Ecke aufwerten.
Die Assoziationen, die Leute
mit Kare haben, färben dann auch auf
den Händler ab.
Alexander: Die Händler brauchen weniger
unsere Produkte an sich, sondern
vor allem unsere Marke und unsere
Konzepte. Wir entwickeln die drei
Grundkomponenten Leuchten, Accessoires
und Möbel zu fertigen Produktgruppen.
So macht das in der
Branche sonst keiner.
Joy: Ein weiterer entscheidender Vorteil in
der Zusammenarbeit mit uns besteht darin,
dass wir selber Einzelhandelsgeschäfte
betreiben. Daher verkaufen wir nur
Expect the unexpected:
Die Stehleuchte „Flow
Figure“ von Karim Rashid
ist ein echter Hingucker. Die
Handschrift des Designers
stärkt die Marke Kare.
Konzepte, die auch bei uns funktionieren.
Wir stehen ja vor denselben Herausforderungen
wie unsere Kunden. Das macht
uns aber auch zu besseren Partnern.
MM: Laut einer aktuellen Studie der
Consors Finanz spielt der Einfluss
von Marken generell nur noch eine
untergeordnete Rolle. Zwei Drittel
der Europäer messen ihnen wenig
oder gar keine Bedeutung bei. Generell
ist immer wieder zu lesen, dass
vor allem die Generation Z kritischer
wird.
Julia: Das ist interessant, denn ich beobachte
das Gegenteil: Dass die GenZs
mit dem letzten Cent, den sie zusammenkratzen
können, den einen Gucci-
Gürtel kaufen. Diese Generation legt aus
meiner Sicht vor allem Wert auf Marken.
Jürgen: Ich glaube, dass es ganz natürliche
Wellenbewegungen gibt. Die aktuelle
Generation macht in der Regel das
Gegenteil von der vorherigen. Daneben
existieren immer soziale Milieus, die
sich Marken generell verschließen. Es
gibt aber einen Grund, weshalb Marken
immer funktionieren werden: das tiefe
menschliche Bedürfnis, sich zu individualisieren.
Julia: Marke ist teilweise so schlecht
konnotiert und die Leute geben in Umfragen
an „Ich kaufe keine Marken, weil
sie dann an importierte Coca-Cola-
Flaschen denken.” Aber sie kaufen Marken
am Ende schon. Ich glaube, wichtiger
ist, wofür die eigene Marke steht.
Wir haben langlebige Produkte, wir sind
gegen Fast Furniture. Die Leute sagen
immer, sie wollen keine Marken. Aber
dann kaufen sie die kleine, nachhaltige.
Das ist auch eine Marke, die der Kunde
kauft, weil er sich damit identifiziert und
individualisiert. Ich glaube, als Anbieter
muss man für etwas stehen und ein Gefühl
bei den Leuten auslösen – denn es
gibt heutzutage fast alles schon.
Joy: Das Gute ist, dass unsere Produkte
durch ihr besonderes Design aber
auch ohne die Marke stehen können.
Sie fallen auf, ziehen Leute an und sprechen
für sich selbst.
MM: Spielt der aktuelle Trend des
Quiet Luxury für Kare überhaupt eine
Rolle?
Joy: Klar, solche Produkte gibt es bei
uns natürlich auch. Nicht alles, was wir
haben, ist laut und bunt. Ein sehr gutes
Beispiel dafür ist unsere Serie „Grace“.
Die Produkte sind nicht nur leise, sondern
ein bisschen gediegener und haben
auf die Kare-Art und -Weise trotzdem
den besonderen Touch.
Julia: Das Interessante ist: Wir sind anders,
wir stehen für etwas. So nimmt
uns der Kunde wahr. Dennoch haben
wir auch viel Beige und Grau. Natürlich
achten wir darauf, auch die Kunden zu
erreichen, die sich für den „Quiet
Luxury“-Trend begeistern – aber mit einer
individuellen Ansprache und ohne
unseren Markenkern zu verlassen.
„Mitbewerber sehen uns
auch als Ergänzung.
Das ist unsere Stärke.“
Jürgen Reiter
Jürgen: Wir präsentieren uns so, dass
ein relativ branchenfester Mensch auch
ohne Schilder am Messestand erkennt:
„Das kann doch nur Kare sein!“
Julia: Denn die Produkte sprechen für
sich selbst und verkörpern die Marke.
MM: Und welche Produkte werden
letztlich gekauft, die zeitlosen oder
die schrägen?
Alexander: Ich glaube, beides. Wir machen
heute auch mit Standardprodukten
immer noch ganz tolle Umsätze. Es
ist ein Riesenvorteil, dass wir im Handel
Produkte oft besser präsentieren können.
Dadurch bekommen wir viel Aufmerksamkeit.
Wenn wir nur noch unauffällige,
zeitlose Produkte verkaufen
würden, dann wird irgendwann niemand
mehr erkennen, dass es sich dabei
um Kare handelt.
Julia Peters
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Unternehmen 21
Rivièra Maison:
„Deutschland bleibt sehr wichtig“
Seit 14. Juli führt die niederländische Firma Dutch Interior aus Barneveld die
Marke Rivièra Maison (RM). RM hatte zuvor Insolvenz angemeldet. Wie
Dutch-Interior-Sprecher Vincent van Grinsven dem MÖBELMARKT berichtet,
hat die Firma ausschließlich die Großhandelsaktivitäten von Rivièra
Maison übernommen. CEO ist Michael Schakel, welcher auch Dutch Interior
verantwortet. Vincent van Grinsven zum Kauf des Labels: „RM hat einen
sehr guten, starken Namen mit einem großen Händlernetzwerk. Die Übernahme
wird unsere Position auf dem Markt stärken.
Außerdem eröffnet sie uns einen neuen
Markt in einem anderen Segment.“ Wie van
Grinsven weiter informiert, habe man die Mitarbeiter
von Rivièra Maison nicht übernommen.
Die deutschen Rivièra-Maison-Filialen schließen
ebenso wie die niederländischen. „Alle eigenständigen
Händler sind für uns äußerst bedeutend.
Wir schließen den B2C-Webshop und unsere
eigenen Filialen gerade deshalb, weil wir
die Händler besser schützen wollen. Der deutsche Markt ist sehr wichtig für
uns, und wir werden ihn weiter fokussieren.“ Aktuell konzentriere man sich
darauf, die Lieferkette wieder zu gewährleisten.
Die niederländische Firma Dutch Interior geht aus dem Möbelimport Eleonora
hervor, der 1994 von Willem Schakel gegründet wurde. Seit 2017 sind
die Aktivitäten in Barneveld gebündelt, inzwischen unter dem Namen Dutch
Interior mit den Marken By-Boo, Sevn, Urban Cotton und jetzt auch RM.
Foto: Ceka
Ceka
Büromöbelhersteller
in vorläufiger Insolvenz
Der Büromöbelhersteller Ceka mit Sitz in Alsfeld befindet sich seit 2.
Juli in einem vorläufigen Insolvenzverfahren. Die aktuell ruhende Produktion
des Unternehmens soll ab August wieder komplett hochgefahren
werden. Das Amtsgericht Gießen hat Rechtsanwalt Dr. Michael
Lojowsky von der Kanzlei Brinkmann & Partner als vorläufigen Insolvenzverwalter
über das Vermögen des Herstellers bestellt. Die Gehälter
der rund 115 Mitarbeiter soll der vorläufige Insolvenzverwalter
über eine Insolvenzgeldvorfinanzierung für mindestens zwei Monate
gesichert haben. Es wurde zudem ein Investorenprozess in die Wege
geleitet. Ziel sei es, potenzielle strategische Investoren zu finden, so
dass der Produktionsstandort in Alsfeld mit möglichst vielen Arbeitsplätzen
erhalten werden kann. Der von Lojowsky eingesetzte Interimsmanager
Dominik Schiller steht laut eigener Aussage gemeinsam
mit dem Ceka-Einkaufs- und Vertriebsteam in engem Kontakt mit Lieferanten
und Kunden. „Unter anderem hat die Stadt Wuppertal einen
umfangreichen Auftrag platziert, außerdem wird Ceka im kommenden
Monat für ein großes, im Ruhrgebiet ansässiges Unternehmen die
Büroausstattung fertigen“, sagt Lojowsky.
Foto: XXXLutz Deutschland
XXXLutz
80-jähriges Jubiläum
mit Peter Maffay
XXXLutz hat sein 80-jähriges Jubiläum mit einem Konzert von Peter
Maffay in Würzburg gefeiert. Die Einnahmen aus dem Ticketverkauf
wurden an die Würzburger Initiative Regenbogen e.V. gespendet. Rund
3.000 Gäste nahmen am Open-Air-Konzert von Peter Maffay und seiner
Band im Weingut am Stein mitten in den Würzburger Weinbergen
teil. Passend zum 80. Geburtstag des Unternehmens handelte es sich
beim Auftritt von Maffay um die bereits 80. gemeinsame Veranstaltung
im Zeichen der Hilfe für Kinder. In den vergangenen 25 Jahren sind so
laut eigener Aussage Spendengelder in siebenstelliger Höhe zusammengekommen.
Sämtliche Einnahmen des Open Airs, das zugleich der Auftakt
für das „Wein & Music Festival“ war, werden gespendet: So sollten die
Eintrittsgelder je zur Hälfte an die Peter Maffay Stiftung und die Würzburger
Elterninitiative Regenbogen gehen. Maffay selbst beschloss spontan auf der
Veranstaltung, seine Hälfte an die Elterninitiative weiterzureichen.
Roche Bobois
Positive Entwicklung in der ersten Jahreshälfte
Der französische Hochwert-Möbelhändler Roche Bobois hat im ersten Halbjahr
2025 einen Umsatz von 206,6 Mio. Euro erwirtschaftet. Das entspricht
einem leichten Anstieg von 1,1%. Der Gesamtumsatz im Einzelhandel (alle
Marken zusammen, einschließlich Franchises) belief sich zum 30. Juni auf
293,2 Mio. Euro, was einen leichten Rückgang von 2,2% darstellt. Die Einzelhandelsumsätze
aus direkt betriebenen Geschäften (Bestellungen für Roche
Bobois und Cuir Center) kamen auf 183,1 Mio. Euro und stiegen damit leicht
um 0,2%. Roche Bobois France erzielte einen Umsatz von 58,0 Mio. Euro –
ein Rückgang von 4,3% im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024. Die Zone
Europa (ohne Frankreich) blieb im ersten Halbjahr 2025 mit 51,2 Mio. Euro
stabil, was einem Anstieg von 0,6% entspricht, wobei sich das zweite Quartal
gegenüber dem ersten Quartal leicht verbesserte, insbesondere in Deutschland,
Spanien und Italien. Der Umsatz für die Region USA/Kanada belief sich
auf 63,9 Mio. Euro. Das entspricht einem leichten Rückgang von 3,5%.
22 Unternehmen
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Raumplus verbuchte auf der diesjährigen Interzum einen
starken Messeauftritt und konnte zahlreiche Besucher am
Stand begrüßen. Fotos: Raumplus
Raumplus
Individuell und flexibel
in die Zukunft
Der Konsument von heute möchte individuell angepasste Möbelstücke mit Charakter: modular,
erweiterbar und wertig sollen sie sein. Raumplus sieht hierbei eine große Chance und setzt auf
maßgefertigte Lösungen mit größtmöglicher Freiheit und langfristiger Nachhaltigkeit.
„Der Wunsch nach Individualität ist
stärker als je zuvor – in seiner Ausprägung
aber anders“, beobachtet Christian
Grundler, Geschäftsführer Marketing
& Vertrieb beim Bremer Möbelhersteller.
„Unsere Kundinnen und Kunden
suchen Möbel, die sich ihren Bedürfnissen
anpassen, ohne an Qualität oder
Ästhetik zu verlieren.“ Als Spezialist für
maßgefertigte Schranksysteme, Gleittüren
und Raumlösungen verbindet das
Bremer Unternehmen jahrzehntelange
Erfahrung mit einem feinen Gespür für
neue Marktbedürfnisse. Für die zukünftigen
Herausforderungen sieht man sich
daher gut aufgestellt.
Mit dem Zeitgeist gehen
Planungssicherheit und durchdachte,
einfach umsetzbare Lösungen stehen
nämlich zunehmend im Mittelpunkt.
Auch größere Raumlösungen werden
dem Zeitgeist entsprechend zunehmend
als bewegliche Einrichtung gedacht,
die dennoch langlebig bleibt.
Gerade hier sieht Raumplus eine große
Chance: Maßgefertigte Lösungen, die
durch austauschbare Fronten und Türfüllungen,
flexible Innensysteme oder
zeitloses Design überzeugen, bieten
nicht nur mehr Freiheit, sondern auch
langfristige Nachhaltigkeit.
Fokus auf Gestaltungsfreiheit
Um diesen veränderten Bedürfnissen
gerecht zu werden, entwickelt Raumplus
kontinuierlich neue Konzepte, die
Flexibilität, Individualität und Designqualität
vereinen. Ein aktuelles Beispiel
dafür ist die neu vorgestellte „Summer
Edition“, mit der das Unternehmen gezielt
auf moderne Wohn- und Lebensstile
reagiert. Die limitierte Kollektion
aus Regalen, Kommoden und Lowboards
wurde von den Fachexperten
als bewusst kuratiertes Sortiment entwickelt.
„Mit der Summer Edition zeigen
wir erstmals, was wir im Bereich Solitärmöbel
gestalterisch leisten können“, erklärt
Grundler.
Handelspartner sollen dabei von geringer
Beratungsintensität, dem erleichterten
Bedienen vieler Kundeninteressen und
schnelleren Verkaufsabschlüssen profitieren,
ohne Abstriche bei Qualität, Funktion
oder Design machen zu müssen.
Die neue Sonderedition ergänzt das bestehende
Portfolio und soll neue Impulse
für den Verkauf schaffen. Zu der breiten
Produktpalette zählen etwa
individuelle Stauraumlösungen für Küche,
Flur, Wohn- und Schlafraum genauso
wie raumteilende Gleittüren, die
per Digitaldruck personalisiert, durch
24 Unternehmen
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Die limitierte „Summer Edition“ bietet ausgewählte Modelle der Solitärmöbel, hier die
Gaderobe „Creo“, in gewohnter Qualität, aber mit festen Maßen und kuratierten
Farben zu besonderen Konditionen.
LED-Leuchten illuminiert oder mit integriertem
Bildschirm als „Sliding TV
Door“ konfiguriert werden. Kommoden,
Side- und Lowboards gestalten Räume,
die von Zimmertüren wie der „Swing
Door Slim Line“ – auch mit Oberlichtern
– exklusiv geöffnet werden.
Erfolgreiche Messeauftritte
Mit seinem umfangreichen Produkt-
Portfolio und innovativen Optimierungen
konnte das Familienunternehmen
auch auf der diesjährigen Interzum in
Köln überzeugen. Raumplus verbuchte
Raumplus zeigte auf der
Interzum praktische
Stauraumlösungen für
den Wohn- und
Schlafraum. Das neue
Ordnungssystem „Lio“,
hier in der Detailansicht,
sorgt zudem mit seinen
Schubkasten-Einsätzen
für Struktur im Kleiderschrank.
unter dem Motto „From components to
tailor-made“ mit einer klaren Markenbotschaft
einen erfolgreichen Messeauftritt,
der sowohl bei langjährigen
Partnern als auch bei neuen Kontakten
gut ankam.
So zeigte das Unternehmen etwa sein
neues Beleuchtungssystem. Dieses
konnte die Messebesucher mit seiner
Technologie ohne sichtbare Lichtpunkte
und der Möglichkeit, die Lichtfarbe
individuell anzupassen, überzeugen. Die
Pivottür S1200 und die Gleittür S1200 Air
sind zudem in der neuen Profilfarbe
„Champagner“ erhältlich und setzen damit
neue Akzente in der Raumgestaltung.
Für alle, die Wert auf Ordnung und Stil
legen, präsentierte Raumplus das neue
Ordnungssystem „Lio“. Dieses System
für Schmuck mit funktionellen Schubkasten-Einsätzen
bringt nicht nur Struktur
in den Kleiderschrank, sondern
punktet auch mit seiner Optik aus zertifiziertem
veganem Leder in Braun. Die
unterschiedlichen Ausführungen der offenen
Einsätze werden in den Schubkasten
gesetzt und können frei miteinander
kombiniert werden.
In die bekannte Glaskollektion in matt
und glänzend werden nun auch matte
Farben ins sogenannte Express-Programm
aufgenommen. Ergänzt werden
diese durch das neue Farbkonzept in
verschiedenen Oberflächen – glänzend,
matt und mit Struktur.
Die zahlreichen positiven Rückmeldungen
bestärken Raumplus in der eingeschlagenen
Internationalisierungsstrategie
und eröffnen weitere Perspektiven.
Im Herbst stehen mit der Nobilia Hausmesse
in Verl und der Premiere der idd
in Köln zwei weitere bedeutende Branchentermine
für das Bremer Unternehmen
an. Auch dort will Raumplus zeigen,
dass sich flexible Raumlösungen
und Maßfertigung nicht ausschließen,
sondern gerade im Zusammenspiel ihre
volle Stärke entfalten.
„Unsere Kunden suchen
Möbel, die sich ihren
Bedürfnissen anpassen.“
Christian Grundler, Raumplus
Strategisch
gut aufgestellt
Auch strukturell ist Raumplus gut
für die Zukunft aufgestellt. Die Unternehmensorganisation
wurde in
den vergangenen zwei Jahren gezielt
kundenorientiert ausgebaut,
um flexibel auf neue Anforderungen
reagieren zu können. Ziel ist es, in
einem volatilen Marktumfeld noch
schneller und vernetzter agieren zu
können. Die Geschäftsführung sieht
trotz aller Herausforderungen klare
Wachstumsperspektiven. Das betrifft
vor allem das internationale
Geschäft. Insbesondere außerhalb
Europas ergeben sich durch neue
wirtschaftliche Rahmenbedingungen
und vorbereitete Markteintritte
attraktive Chancen zur Gewinnung
weiterer Marktanteile. Großes
Wachstumspotenzial für die Lösungen
von Raumplus bieten aber neben
dem heimischen Markt in
Deutschland auch Frankreich und
die USA. Laut Grundler „werden wir
die vielversprechenden Anknüpfungspunkte
konsequent verfolgen“.
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Unternehmen 25
House of Kabs
Viel Platz für
Visionen
In den Räumen des früheren Kult-Möbelhauses Die Wäscherei will
Polster-Spezialist Kabs Hamburgs erstes Designhaus für alle schaffen.
Geplant ist ein multifunktionales Konzept, das Interior Design, Kunst,
Gastronomie und Lifestyle unter einem Dach vereint. Stefan Mielchen
sprach mit Inhaber Robert A. Kabs über seine ambitionierten Ziele und
die Idee, Design zu demokratisieren.
Von Grund auf neu: In
den Räumen der
ehemaligen „Wäscherei“
entsteht in Hamburg das
House of Kabs.
26 Unternehmen
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
„Design ist eine Frage des Geschmacks,
nicht des Geldbeutels.“
Geschäftsführer Robert Kabs
Aus dieser Baustelle soll mehr werden
als ein normales Möbelhaus. „Wir wollen
Design für jeden erlebbar machen“,
sagt Robert A. Kabs. „Denn Design ist
eine Frage des Geschmacks, nicht des
Geldbeutels.“ Am 29. August eröffnet
am Mexikoring 33 in Hamburgs City
Nord das House of Kabs – ein Ort, an
dem modernes Wohnen, kreatives Denken
und kultureller Austausch zusammenfinden
sollen.
Und das an prominenter Stelle: Die
8.000 Quadratmeter große Fläche war
bis vor einem Jahr die Heimat der legendären
„Wäscherei“. Nach dem
plötzlichen Tod ihres Gründers Michael
Eck musste das Unternehmen letztlich
schließen – nun folgt ein neues Kapitel
hinter der Waschbetonfassade. Noch
wird mit Hochdruck gearbeitet.
Viele Leute werden vielleicht danach
fragen, aber das war von Anfang an
nicht unser Anspruch“, sagt der Unternehmer.
„Für mich bedeutet Design
nicht das Etikett, das ich kaufe. Es geht
um den Geschmack.“ Schon heute
lässt Kabs viele Möbel im Sortiment exklusiv
für sich fertigen, teilweise selbst
designt. „Unsere Erfahrung, die wir mit
den Polstermöbeln haben, ist ein Vorteil,
denn wir haben ein sehr gutes
Netzwerk.“
Treffpunkt für Kunst- und
Designfreunde
Neben dem kuratierten Angebot an
Möbeln sollen die Besucherinnen und
Besucher aber noch weit mehr finden.
Das Haus of Kabs soll
ein Ort für Design- und
Kunstfreunde werden.
Robert Kabs schwebt
vor, dass sich hier eine
Community aus Designliebhabern
trifft und entwickelt.
So soll eine
Kunstgalerie in den Räumen
Platz finden, in der
regelmäßig wechselnde
Ausstellungen gezeigt
und Events stattfinden
können. „Das ist bei befreundeten
Künstlern
schon auf eine sehr große
Gegenliebe gestoßen“,
so Kabs.
Auf einem Teil der Fläche
Für jede Altersgruppe und
jeden Geldbeutel
Die Pläne sind ambitioniert. Das House
of Kabs will weit mehr sein als ein Verkaufsraum
für Möbel. Was auch an den
Ausmaßen der über drei Etagen verteilten,
etwas verwinkelten Räumlichkeiten
liegt. „Die größte Herausforderung ist,
diese riesige Fläche mit Leben zu füllen“,
sagt Kabs, den das aber zu inspirieren
scheint. Mit seinem Team ist der
Unternehmer im vergangenen Dezember
in die Planung seines dann 14.
Standortes eingestiegen, um das Thema
Möbelhaus neu zu denken – immer
aus der Perspektive des Kunden betrachtet.
„Mir fehlt in Hamburg ein komprimiertes
Angebot mit einem gewissen
Designanspruch und einer großen Auswahl,
das aber nicht elitär ist. Das wollen
wir hier schaffen.“ Und zwar für jede
Altersgruppe und möglichst jeden Geldbeutel.
Kabs kennt man eigentlich als Polsterspezialisten,
der mittlerweile auch Boxspringbetten
sowie Esstische und Stühle
führt. „Da sind wir richtig gut“,
unterstreicht der Inhaber. Interessant
wird’s, wenn im House of Kabs neue
Sortimente mit einziehen – geplant ist
alles außer Bad und Küche. Beispielsweise
Leuchten, ein Thema, mit dem
Kabs bislang keine Erfahrung hat: „Da
bin ich selbst gespannt, wie das ankommt.“
Denn Leuchten seien aufgrund
der hohen Vergleichbarkeit ein extrem
schwieriger Markt. „Und Vergleichbarkeit
schafft keine guten Margen“, so
Kabs. Da dürfte noch die ein oder andere
Lernkurve warten.
Auf bekannte Markennamen will er dabei
nicht setzen. „Wir haben uns ganz
bewusst nicht für Brands entschieden.
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Robert A. Kabs leitet das Familienunternehmen aus
Hamburg in zweiter Generation.
Der Standort in Hamburgs City Nord soll
schon bald wieder belebt werden.
sollen auch Workspaces für Kreative
entstehen – von Influencern über Inneneinrichter
bis zu Architekten. Sie sollen
sich kostenlos dort einbuchen können.
Ein Raum für Begegnung
und Inspiration
Mit den Workspaces möchte der Hausherr
die Begegnung und gegenseitige
Inspiration fördern, nicht das Verkaufen.
„Wenn dann jemand durch die
Ausstellung geht und sich etwas aussucht,
haben wir natürlich nichts dagegen,
aber das ist gar nicht unsere Intention“,
betont Kabs. Auch Raum für
Do-it-yourself-Workshops soll hier geschaffen
werden. Töpfern, Makramee,
Malen – da sind der Phantasie keine
Grenzen gesetzt. Dabei will das Unternehmen
mit Partnern zusammenarbeiten,
die solche Kurse anbieten.
Weiteres Highlight ist die Gastro-Fläche
mit einer rund 400 Quadratmeter großen
Außenterrasse. Auch sie soll Interessenten
als Ort für Events zur Verfügung gestellt
werden. So kann viel Leben ins
Haus kommen, wenn das Konzept aufgeht.
Robert Kabs hat es einmal so formuliert:
„Vergiss alles, was du bisher
über Möbelhäuser wusstest. Denn hier
entsteht etwas, das es so in Hamburg
noch nie gab: ein Ort für Menschen. Für
Ideen. Für Visionen.“ Den Mutigen gehört
schließlich die Welt.
Unternehmen 27
50 Jahre GfMTrend
Stark vereint für morgen
Auf einer bemerkenswert
energiegeladenen
Jahreshauptversammlung
feierten die
Gesellschafter von
GfMTrend 50 Jahre
Geschichte und die
Zukunft des Verbandes.
Mit einem bunten und abwechslungsreichen Festprogramm inklusive Keynotes von Unternehmer Florian Kaps und CDU-Politikerin
Caroline Bosbach, einem Casino-Abend, einer interaktiven Stadtrallye, zahlreichen Impulsen aus dem Verbandsleben und einer
legendären All-White-Party hat GfMTrend in der traditionsreichen Hansestadt Bremen sein 50-jähriges Bestehen gefeiert.
Über 300 Gesellschafter und zahlreiche Industriepartner folgten dem Ruf an die Weser – und erlebten unter dem Motto „Future Fifty!“
eine bemerkenswert energiegeladene Veranstaltung, die gleichermaßen inspirierte, elektrisierte und neue Perspektiven eröffnete.
Zum Auftakt in das Jubiläumsprogramm
animierte GfMTrend-Geschäftsführerin
Monika Simon mit einem Rückblick
auf 50 Jahre bewegte Geschichte
dazu, den Mut, die Leidenschaft und
die besondere Verbundenheit, die den
familiären Verband von Beginn an geprägt
haben, auch in Zukunft zu bewahren.
„Der besondere Zusammenhalt
wird uns auch in den nächsten 50 Jahren
tragen, wenn wir uns den Herausforderungen
gemeinsam und geschlossen
stellen.“
Neuer Marketingmotor
Ein wichtiger Baustein wird hierfür auch
die erfolgreiche Digitalisierung sein. Im
Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung
standen deshalb die Vorteile zukunftsorientierter
Werkzeuge für die Gesellschafter:
Ein besonderes Highlight
war der Rollout der lokalen Marketingplattform
M-Connect. Die cloudbasierte
Lösung soll den Mitgliedsunternehmen
der Einkaufs- und Marketinggemeinschaft
mehr Sichtbarkeit, höhere Effizienz
und praxisnahe Unterstützung im
Tagesgeschäft bieten. Das zusammen
mit Technologiepartner Marcapo entwickelte
Tool ist als zentrale Plattform
konzipiert, über die gezielt lokale
Marketingmaßnahmen umgesetzt werden
können – kanalübergreifend auf bis
zu 40 Medienformaten, darunter Digitalanzeigen,
Printwerbung, Social Media,
Außenwerbung und mehr. Ziel ist es, lokale
Aktivitäten zu stärken, Markenpräsenz
auszubauen und gleichzeitig Corporate-Design-Vorgaben
einzuhalten.
Monika Simon unterstreicht die strategische
Bedeutung der neuen Lösung:
„Mit M-Connect wollen wir unsere Mitglieder
dort unterstützen, wo sie täglich
im Wettbewerb stehen – direkt vor Ort
in ihren Regionen“, sagte sie. „Ob
Imagekampagne oder Aktionswerbung:
Die Plattform macht Werbung schneller
realisierbar und sorgt dafür, dass unsere
Häuser sichtbar bleiben.“
„Wir werden auch in Zukunft sehr
schlagkräftig sein.“
Monika Simon, Geschäftsführerin GfMTrend
Ein besonderer Vorteil der neuen Plattform
liegt in der einfachen Handhabung:
Mitglieder können auf eine
Vielzahl zentral vorbereiteter Werbevorlagen
und individualisierbarer Inhalte
zugreifen. Dadurch lassen sich professionelle
Kampagnen mit wenigen Klicks
anstoßen – ohne große Vorkenntnisse
oder lange Vorlaufzeiten. Auch der Zeitgewinn
sei nicht zu unterschätzen.
„Was früher Tage oder Wochen dauerte,
ist nun in wenigen Stunden live – das
verändert die Arbeitsweise im regionalen
Marketing grundlegend“, so Monika
Simon weiter.
Ein besonderes Highlight von M-Connect
ist der Social Media Posting Service:
Auf Wunsch werden die Social-
Media-Kanäle der Händler direkt und
aus der Zentrale gesteuert mit aktuellen
Inhalten bespielt.
Während der Veranstaltung registrierten
sich auch deshalb bereits über 40 Gesellschafter
zur aktiven Nutzung der
Plattform – ein deutliches Zeichen dafür,
dass Effizienz, Flexibilität und Digitalisierung
in der Branche zentral an Bedeutung
gewinnen. Die Resonanz auf
M-Connect war durchweg positiv: Neben
der schnellen Umsetzung wurden
insbesondere die Übersichtlichkeit, CI-
28 Unternehmen
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Konformität und die flächendeckende
Bespielbarkeit digitaler Kanäle gelobt.
Zusätzlich zur Technologie bringt die
Plattform auch neue kreative Impulse
mit sich. „M-Connect ist mehr als nur
ein Tool – es ist ein echtes Ideenlabor
für lokale Werbung“, erklärt Monika
Simon. „Künftig können wir zentrale
Themenkampagnen starten und unseren
Mitgliedern direkt passgenaue Umsetzungen
mitliefern. Das spart Ressourcen
auf allen Seiten.“
GfMTrend sieht in M-Connect einen
wichtigen Baustein zur Stärkung der
Gemeinschaft – sowohl wirtschaftlich
als auch kommunikativ. Die Plattform
soll dazu beitragen, die lokale Marketingkraft
der Mitglieder zu bündeln, digitale
Sichtbarkeit zu erhöhen und damit
die Gesamtposition des Verbunds
im Wettbewerb zu festigen.
„Unser Anspruch ist, als starker Partner
im Hintergrund zu agieren und moderne,
praxisnahe Werkzeuge bereitzustellen“,
fasst Monika Simon zusammen.
„M-Connect ist genau das: eine Lösung
mit Mehrwert – für jedes Mitglied, für
den stationären Handel, für unsere gemeinsame
Zukunft.“
Solides Fundament
Diese Zukunft baut für die Gemeinschaft
von inzwischen 700 Gesellschaftern
auf einem soliden Zahlenfundament
auf: Im laufenden Jahr liegt der
Verband bis Mitte Juni mit einem Plus
von einem Prozent gut im Rennen. „Die
Trendwende ist geschafft“, erklärte Monika
Simon.
Besonders erfreulich ist aktuell die Entwicklung
im Küchensegment, das sich
als echter Wachstumstreiber innerhalb
des Gesamtverbands profiliert. Mit dem
Wechsel von Björn Huhnold zum 1. August
nach Neustadt an der Donau wird
diesem wichtigen Geschäftsbereich nun
zusätzlich neue Expertise verliehen.
Huhnold bringt 23 Jahre Branchenerfahrung
bei Segmüller mit, die er künftig
gezielt für die Weiterentwicklung und
strategische Ausrichtung des Küchensortiments
von GfMTrend – seit jeher
auch konditionell gut aufgestellt – einbringen
wird. Sein Fokus liegt dabei auf
der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit,
einer noch differenzierteren Sortimentsgestaltung
sowie dem Ausbau der Beratungskompetenz
im Küchenverkauf.
Ein zentrales Element der Neuausrichtung
wird in den kommenden Monaten
auch die Überarbeitung der erfolgreichen
Eigenmarke „Apéro“ sein. Hier ist ein
modernes, markenstrategisch geschärftes
Konzept geplant, das Design, Funktionalität
und Preis-Leistungs-Verhältnis
neu definieren soll. Ziel ist es, „Apéro“
künftig als unverwechselbare Küchenmarke
mit hohem Identifikationswert im
Markt zu positionieren – sowohl für die
Gesellschafter als auch für Endkunden.
Klare Vision
Für eine erfolgreiche Marktpositionierung
lohnt auch der Blick über den Tellerrand.
Diesen bot in Bremen u. a. Supersense-Gründer
Florian „Doc“ Kaps.
Er veranschaulichte eindrucksvoll, wie
jeder gesellschaftliche Trend unweigerlich
einen Gegentrend hervorbringt. In
einer zunehmend digitalisierten Welt
wächst die Sehnsucht nach dem Analogen
– nach Echtheit, Haptik und Unverwechselbarkeit.
Kaps’ Mission, das
Polaroid neu zu beleben, traf damit einen
Nerv – vor allem bei der jungen Generation.
Überraschend sei, wie stark
sich gerade 18- bis 39-Jährige von dieser
klassischen Fototechnik angezogen
fühlen. „Vertrauen Sie Ihrer Intuition und
tun Sie das, was Sie lieben“, so Kaps’
eindringlicher Appell ans Publikum.
Diese Leidenschaft und Klarheit im Handeln
zeigen auch die Nachwuchsunternehmer
der GfMTrend-Community. Maike
Leitzgen (Möbel Leitzgen), Lukas
Gärtner (Möbel Gärtner) und Sebastian
Veh (Möbel Veh) blickten stellvertretend
für die über 30 Mitglieder der GfMTrend-
Ys auf ein erfolgreiches erstes Jahr zurück:
Mit Workshops, Konferenzen,
Store-Checks und Exkursionen wurde
eine lebendige Plattform des Austauschs
geschaffen. „Jeder lernt von jedem, und
wir erleben große Unterstützung aus der
Zentrale – das gibt uns Rückenwind. Wir
haben noch viel vor und freuen uns auf
weitere Weggefährtinnen und -gefährten“,
so Maike Leitzgen.
Auch auf politischer Bühne zeigten Mitglieder
der jungen Generation klare Kante:
Caroline Bosbach (CDU), frisch gewählte
Bundestagsabgeordnete und
Tochter des bekannten Politikers Wolfgang
Bosbach, machte sich für eine
stärkere wirtschaftliche Orientierung der
Politik stark. „Politik ist Dienstleistung
am Volk“, betonte sie. Der Reformwille
sei nicht nur in jüngster Zeit zu kurz gekommen
– eine wirtschaftlich starke Basis
müsse das Fundament jeder sozialen
Gerechtigkeit bilden. Ihre Worte
trafen einen wunden Punkt – und gleichzeitig
das Herz vieler mittelständischer
Familienunternehmen im Verband.
Wertschätzung, Wandel
und Wir-Gefühl
Dass Wertschätzung und Kontinuität
zentrale Pfeiler der GfMTrend-Kultur
sind, zeigte sich auch bei der feierlichen
Verleihung der Ehrennadeln sowie den
persönlichen Grußworten. Ballerina-
Geschäftsführerin Heidrun Brinkmeyer,
Volker Irle, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft
Die Moderne Küche
(AMK) und Bosch Hausgeräte-
Geschäftsführer Andreas Diepold unterstrichen
unisono die Bedeutung des
Verbandes in der Branche. Emotional
wurde es schließlich beim Abschied von
In seiner Funktion
als langjähriger
Geschäftsführer
wurde Joachim
Herrmann in
Bremen emotional
verabschiedet.
Er bleibt dem
Verband jedoch als
Beiratsmitglied eng
verbunden. Fotos:
GfMTrend
Geschäftsführer Joachim Herrmann.
Mit bewegenden Videobotschaften und
einer würdigenden Rede von Branchenkenner
Jürgen Merkelbach wurde sein
jahrelanges Wirken gewürdigt. Ganz
verabschiedet hat sich Herrmann indes
nicht – in neuer Rolle beginnt für ihn ein
weiteres Kapitel im Verband: Er wurde
einstimmig in den Beirat gewählt.
So spiegelte das Jubiläumswochenende
den Geist des Verbandes wider:
Familiärer Zusammenhalt, Mut zur Innovation
und eine positive Energie zogen
sich durch Keynotes, Talkrunden, Netzwerkformate
und das bunte Festprogramm.
Für die GfMTrend-Händler ist
klar: Der Verband ist bestens aufgestellt,
um auch in den kommenden
Jahrzehnten Marktimpulse zu setzen
und die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben
– getragen von einer Gemeinschaft,
für die Fortschritt, Tradition und Zusammenhalt
untrennbar zusammengehören.
Monika Simon ist sich auch deshalb
sicher: „Wir werden auch in Zukunft
sehr schlagkräftig sein und können
noch viel erreichen, wenn wir zusammenhalten.“
Sebastian Lehmann
Ein inhaltliches Highlight der Veranstaltung war der Launch der
Marketingplattform M-Connect, von der nicht nur langjährige
Gesellschafter – hier bei der Verleihung der Ehrennadeln – profitieren.
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Unternehmen 29
Konjunktur
Impulse erhofft
Industrie:
-9,3%
Handel:
-6,6%
Die deutsche Möbelindustrie kommt
weiterhin nicht in Fahrt. Im April 2025
verzeichnete die Branche laut offiziellen
Daten des Statistischen Bundesamts
einen Umsatzrückgang von 9,3%
im Vergleich zum Vorjahresmonat. Insgesamt
wurden im Berichtsmonat über
1,3 Mrd. Euro umgesetzt.
Dabei verfehlten sämtliche Segmente
die Umsatzzahlen aus dem April 2024:
Büro- und Ladenmöbel verzeichneten
ein Minus von 13,4%, die Küchenmöbler
verringerten ihren Umsatz um 6,8%.
Die Hersteller von Matratzen erzielten
24,3% weniger Umsatz, Polstermöbel
14,8% und Hersteller von sonstigen
Möbeln, darunter Wohn- und Schlafzimmermöbel,
8,3% weniger.
Für die ersten vier Monate des Jahres,
in denen 401 Betriebe mit jeweils mehr
als 50 Beschäftigten statistisch erfasst
wurden, summiert sich das Umsatzminus
auf 5,9%.
Alle Segmente mussten im Berichtszeitraum
teils deutliche Umsatzrückgänge
hinnehmen: Büro- und Ladenmöbel
(minus 8,2%), Küchenmöbel (minus
3,2%), Matratzen (minus 19,8%), Polstermöbel
(minus 8,5%) sowie sonstige
Möbel (minus 4,9%). Im Inland erzielte
die Möbelbranche im bisher statistisch
erfassten Jahresverlauf mit einem Umsatz
von über 3,5 Mrd. Euro einen
Rückgang von 6,6%, während die Auslandsumsätze
um 4,4% auf mehr als
1,7 Mrd. Euro zurückgingen.
Grafik 1: Konjunktur-Barometer der deutschen Einrichtungsbranche bis April 2025 (in Prozent)
10
-30
5
0
-5
-10
-15
-20
-25
Möbelindustrie gesamt Inlandsumsatz Auslandsumsatz Einzelhandel mit Möbeln, Einrichtungsgegenständen und Hausrat
Grafik 2: Ifo-Geschäftsklima der deutschen Einrichtungsbranche bis Juli 2025
50
30
10
-10
-30
-50
-70
Feb. 2024 März 2024 April 2024 Mai 2024 Juni 2024 Juli 2024 Aug. 2024 Sept. 2024 Okt. 2024 Nov. 2024 Dez. 2024 Jan. 2025 Feb. 2025 März 2025 April 2025
Juli 2024
Aug. 2024
Sept. 2024
Okt. 2024
Nov.2024
Dez. 2024
Jan. 2025
Feb. 2025
März 2025
April 2025
Mai 2025
Geschäftsklima Industrie Geschäftsklima Handel Preiserwartung Industrie Preiserwartung Handel Produktionsentwicklung Industrie
Lagerbestände Handel Auftragsbestand Industrie Bestellungen Handel Quelle: Ifo-Institut
Quelle: Destatis, HDH
Juni 2025
Juli 2025
Verbraucherstimmung
verbessert
Der rückläufige Trend hält auch im Einzelhandel
mit Möbeln, Einrichtungsgegenständen
und Hausrat an. Im Berichtsmonat
April sank der Umsatz um
6,6% gegenüber dem Vorjahresmonat.
Vorsichtigen Optimismus versprüht
hingegen das aktuelle Konsumbarometer
des Handelsverbandes Deutschland
(HDE). Demnach hellte sich die
Verbraucherstimmung weiter auf. Zwar
legt der Index nur langsam zu, doch er
erreicht den höchsten Stand seit einem
Jahr. Es sei davon auszugehen, dass
die positive Entwicklung der Verbraucherstimmung
anhalten, allerdings
nicht deutlich an Dynamik gewinnen
werde. Bleiben die Verbraucher optimistisch,
sei mit einer Erholung in kleinen
Schritten zu rechnen.
Dass in nächster Zeit keine großen
Sprünge beim privaten Konsum zu erwarten
sind, liegt insbesondere an der
im Vergleich zum Vormonat verringerten
Anschaffungsneigung der Verbraucher.
Gleichzeitig planen sie, ihre Sparanstrengungen
in den kommenden Wochen
und Monaten eher zu reduzieren
und auf Ersparnisse zurückzugreifen.
Hintergrund dieser Entwicklung der
Konsum- und Sparaktivität der Verbraucher
ist vermutlich ihr pessimistischerer
Blick auf das eigene Einkommen.
Ihre Erwartungen zur weiteren
Entwicklung der eigenen Einkommenssituation
trüben sich gegenüber dem
Vormonat deutlich ein. Den noch im
Vormonat herrschenden finanziellen
Optimismus der Verbraucher könnten
die zwar angekündigten, aber bislang
nicht umgesetzten Entlastungsvorhaben
der Bundesregierung ausgebremst
haben. Auf die konjunkturelle Entwicklung
blicken die Verbraucher hingegen
weiterhin zuversichtlich.
HDE-Präsident Alexander von Preen
fordert zur Unterstützung dieser Entwicklung
auch politische Maßnahmen:
„Jetzt ist es an der Zeit, dass die Politik
Verantwortung übernimmt und Entlastungen
auf den Weg bringt, die auch
bei den Händlerinnen und Händlern
ankommen“, fordert von Preen. Dringender
Handlungsbedarf bestehe bei
den Lohnnebenkosten, die in den
nächsten Jahren auf 50 Prozent zu
steigen drohen. „Ein Bekenntnis der
Bundesregierung zu einer Senkung der
Sozialversicherungsbeiträge und zu einer
dauerhaften 40-Prozent-Obergrenze
ist überfällig“. sl
moebelmarkt.de MÄRKTE
30 Markt
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
AKTIVBANK BAROMETER
Entwicklung der über die Aktivbank regulierten ZR-Umsätze im deutschen Möbel- und Küchenhandel* (Veränderung in Prozent)
10
0
-10
-20
-30
+7,9%
-0,1%
Prozentuale Veränderungsrate im Juni 2025
im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Kumulierte Werte, 01 bis 06/25
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
-40
Juni 2024
Juli 2024
Aug. 2024
Sep. 2024
Okt. 2024
Nov. 2024
Dez. 2024
Jan. 2025
Feb. 2025
März 2025
April 2025
Mai 2025
Juni 2025
im Vergleich zum Vorjahresmonat
powered by
* Die Händler zahlreicher Möbelverbände regulieren ihre Einkäufe über die Aktivbank.
Grafik 4: Konjunktur-Barometer – Einrichtungshandels-Märkte in Europa und den USA
(Umsatzentwicklung Möbel und Einrichtungsgegenstände, Veränderung in Prozent)
5
4
3
2
1
0
-1
-2
-3
-4
-5
-6
-7
-8
-9
-10
-11
-12
-13
-14
-15
Mai 2024
Juni 2024
Juli 2024
Aug. 2024
Sept. 2024
Okt. 2024
Nov. 2024
Dez. 2024
Jan. 2025
Feb. 2025
März 2025
April 2025
Deutschland Frankreich Niederlande (Werte nur quartalsweise ermittelt) Österreich Italien (Konsumgüter ohne Lebensmittel) Großbritannien Tschechien (Möbel, Elektroartikel und Fachsortimente) USA
Quelle: Destatis (D), IPEA (F), CBW Mite (NL), Statistik Austria (A), Istat (I), Office for National Statistics (GB), Czech Statistical Office (CZ), U.S. Department of Commerce (USA)
Entwicklung des Umsatzes, der Zahl der Betriebe und der Beschäftigten in der
deutschen Möbelindustrie: April 2025 (Betriebe ab 50 Beschäftigte)
Umsatz April
(1.000 Euro)
% geg.
Vorjahr
Umsatz Jan. bis April
(1.000 Euro)
% geg.
Vorjahr
Betriebe
April
% geg.
Vorjahr
Beschäftigte
April
Büro- und Ladenmöbel 316.606 -13,4% 1.250.952 -8,2% 136 0,7% 21.507 2,6%
Küchenmöbel 490.685 -6,8% 1.849.981 -3,2% 46 0,0% 17.738 -2,5%
Matratzen 35.586 -24,3% 153.753 -19,8% 22 -15,4% 2.471 -10,1%
Polstermöbel 83.339 -4,8% 323.357 -8,5% 31 -3,1% 4.001 -7,8%
Sonstige Möbel * 406.034 -8,3% 1.662.265 -4,9% 167 -6,7% 23.027 -9,7%
Möbelindustrie insgesamt 1.332.249 -9,3% 5.240.308 -5,9% 402 -3,8% 68.744 -4,2%
% geg.
Vorjahr
* Sonstige Möbel: Wohn-, Ess-, Schlafzimmermöbel, Kleinmöbel, Sitzmöbel nicht gepolstert, Möbel aus anderen Materialien, Möbelteile | Quelle: VDM
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Markt 31
SHD Forum 2025
Digitale Trends hautnah
Von KI-Anwendungen in Vertrieb und Marketing über Cybersecurity bis hin zur Präsentation neuer SHD-Produkte – Zukunftsthemen in
historischen Mauern bot das SHD Forum 2025. Das Industriedenkmal Sayn nahe Koblenz verwandelte sich dafür am 8. und 9. Juli in
einen pulsierenden Hotspot für alle, die aktuelle Digitalisierungstrends mit konkreten Lösungen für die Möbel- und Küchenbranche
nicht nur diskutieren, sondern hautnah erleben wollten. Über 200 Gäste folgten der Einladung der SHD und erlebten eine Veranstaltung
voller Innovationen, Begegnungen und Branchendialoge. Sebastian Lehmann berichtet aus Bendorf.
32 Markt
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Spannende Einblicke gewährte zum SHD Forum etwa E-Commerce-Experte Prof. Dr. Christian Stummeyer (l.) in seinem
Vortrag „Kunde der Zukunft“. Die Brisanz moderner IT-Security unterstrich hingegen Security-Spezialist Immanuel Bär.
Für SHD-CEO Dietmar Meding
steht außer Frage: „In den kommenden
fünf Jahren wird sich unsere
Branche tiefgreifender wandeln als
in den vergangenen fünf Jahrzehnten.
Die Spielregeln verändern sich grundlegend
– und wir müssen bereit sein, in
völlig neuen Dimensionen zu denken.“
Mit seinem Begriff vom Schub der
nächsten 1.000 Tage beschreibt Meding
die Phase, in der technologische
Weichenstellungen beginnen, sichtbar
zu wirken: „1.000 Tage – in diesem Zeitraum
werden Technologieprojekte Wirklichkeit,
strategische Entscheidungen
entfalten ihre Wirkung, neue Kundenbeziehungen
entstehen oder gehen verloren.
Es ist die kritische Etappe, in der
Ideen nicht mehr bloß diskutiert, sondern
verwirklicht werden. Wir legen
heute das Fundament für das Gesicht
unserer Branche von morgen.“
Einen vielschichtigen Blick in diese Zukunft
eröffnete das SHD Forum 2025 –
mit einem breit gefächerten Programm
aus Keynotes, Produktpräsentationen,
Panel-Talks und einer inspirierenden Ausstellung.
Die Veranstaltung schlug dabei
eine Brücke zwischen technologischem
Fortschritt und spürbarem Mehrwert für
Hersteller, Händler und Dienstleister.
Schon beim Betreten des Industriedenkmals
Sayn wurde spürbar: Dieses
Forum sprengt die Grenzen konventioneller
Branchentreffs. Statt steifem
Kongress wartet ein Erlebnisraum.
Austausch, Praxis und Innovation zum
Greifen nah, eingebettet in eine spannende
Messeatmosphäre. Meinungsführer,
Digitalisierungsexperten und Interessierte
aus dem In- und Ausland
testeten vor Ort zukunftsweisende
Technologien und IT-Lösungen. Das
Themenspektrum reichte von Cloud-IT
und Sicherheitskonzepten über KI-
Anwendungen bis hin zu Virtual Reality
im Handel.
Zukunft zum Anfassen
Das Bühnenprogramm bot ein wahres
Feuerwerk an Impulsen: E-Commerce-
Experte Prof. Dr. Christian Stummeyer
wagte in seinem Vortrag „Kunde der
Zukunft“ beispielsweise einen Blick in
die Glaskugel. Er analysierte, wie
Künstliche Intelligenz und Algorithmen
die Prozesse in Marketing und Vertrieb,
„Wir legen heute das Fundament für das
Gesicht unserer Branche von morgen.“
Dietmar Meding, CEO SHD
gerade in der Küchen- und Möbelbranche,
transformieren.
Anhand anschaulicher Beispiele zeigte
Stummeyer, wie Unternehmen mit KIgestützten
Vertriebslösungen ihre Ansprache
personalisierter, effizienter und
zukunftssicher gestalten können. Sein
Credo: Die Kunden von morgen wachsen
digital auf und erwarten schnellen,
kanalübergreifenden Service, der individuell
auf sie zugeschnitten ist. Unternehmen
müssen deshalb mutig neue
Vertriebskanäle erschließen, traditionelle
Modelle überdenken und ihre Strukturen
konsequent digitalisieren, um
wettbewerbsfähig zu bleiben.
Im Bereich Cybersecurity rief Riskworkers-Geschäftsführer
Oliver Schneider
zu pragmatischem, erfahrungsbasiertem
Krisenmanagement bei Cyberattacken
auf. Eindrucksvoll machte er
deutlich: Ransomware kann jedes
Unternehmen treffen, und die psychischen
Belastungen in Akutsituationen
sind enorm. Umso wichtiger sei es daher,
im Vorfeld gemeinsam mit Experten
Handlungsstrategien zu entwickeln und
eingespielte Krisenteams vorzuhalten.
Die Brisanz moderner IT-Security unterstrich
auch Security-Spezialist Immanuel
Bär. In seiner Keynote „Sicht eines
Hackers“ gewährte er dem Publikum
Live-Einblicke in Angriffsszenarien und
demonstrierte, wie rasch und simpel
sich Sicherheitslücken ausnutzen lassen.
Sein Appell an die Branche: Cyber-
Bedrohungen dürfen nicht unterschätzt
werden. Nur mit stetiger Wachsamkeit
und konsequenter Sensibilisierung auf
allen Ebenen bleibt ein Unternehmen
widerstandsfähig.
Im Gespräch mit Moderatorin Petra Bindl erläuterten CEO Dietmar Meding und CTO Ryan Bryers (l.) die Strategie „One SHD“.
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Klare Strategie
SHD selbst setzte ebenfalls nachhaltige
Akzente – etwa durch die Keynote von
CEO Dietmar Meding. So stellt sich das
Unternehmen neu auf und unterstreicht
diesen Wandel mit einer klaren Vision:
„One SHD“. Im Zentrum steht dabei der
Anspruch, bestehende Insellösungen
abzulösen und stattdessen eine durchgängig
integrierte Systemlandschaft
„aus einem Guss“ zu schaffen. Ziel ist
Markt 33
Im Ausstellungsbereich präsentierten sich SHD-Unternehmen und Partner mit 23 Ständen und zahlreichen
Fachsessions den Gästen. Frank Pohl (r.), Vice President Sales DACH, erläuterte hier MÖBELMARKT-Redakteur
Sebastian Lehmann auch die neuen Produkte des Unternehmens. Fotos: SHD
es, alle digitalen Bausteine – von Warenwirtschaft
über Planungssoftware bis hin
zu E-Commerce-Tools – so miteinander
zu vernetzen, dass sie nahtlos interagieren.
Durch diese tiefgreifende Integration
sollen Prozesse effizienter gestaltet,
Fehlerquellen reduziert und betriebliche
Ressourcen optimal genutzt werden.
Die Strategie „One SHD“ geht dabei
weit über die technische Integration
hinaus. Sie versteht sich als ganzheitlicher
Unternehmensansatz, der sämtliche
Geschäftsbereiche, Produkte und
Services miteinander vereint. Im Mittelpunkt
steht eine modulare Plattform-
Architektur, die standardisierte wie
individuelle Lösungen ermöglicht –
skalierbar, zukunftssicher und auf die
unterschiedlichen Bedürfnisse der
Branche zugeschnitten. Gleichzeitig ist
„One SHD“ auch eine kulturelle Leitlinie:
Internationale Teams sollen künftig eng
abgestimmt über Landes- und Standorte
hinweg an gemeinsamen Zielen
arbeiten, um Innovationskraft, Schnelligkeit
und Kundennähe zu vereinen.
Ein zentrales Element dieser Strategie
ist die konsequente Weiterentwicklung
über Co-Innovation – also die enge
Zusammenarbeit mit Kunden, Partnern
und Branchenexperten. Formate wie
der „SHD Innovation Circle“ geben Einblicke
in neue Trends, ermöglichen den
Austausch über kommende Anforderungen
und schaffen Raum für gemeinsames
Entwickeln. So werde sichergestellt,
dass neue Lösungen praxisnah,
marktgerecht und zukunftsfest sind.
Wie sich diese Strategie konkret auswirkt,
zeigte sich auch beim viel beachteten
Auftritt im Rahmen der Produktvorstellungen:
Gemeinsam mit
CTO Ryan Bryers gab Dietmar Meding
einen Ausblick auf die technologische
Roadmap der SHD-Gruppe. Dabei wurde
deutlich: Die Zukunft liegt in flexiblen,
cloudbasierten und intelligent vernetzten
Lösungen. Ein Meilenstein in
dieser Entwicklung ist die Premiere von
„SHD Connect“ – einer modernen ERP-
Cloudlösung, die speziell auf die Bedürfnisse
kleiner und mittelständischer
Küchen- und Möbelhändler zugeschnitten
ist. Unter dem Leitsatz „Mehr Effizienz,
weniger Komplexität“ präsentierte
Michael Christmann, Teamleiter Produktmanagement,
erste Einblicke in
das neue Produkt und machte deutlich,
wie stark SHD auf Anwenderfreundlichkeit,
Prozessvereinfachung und digitale
Skalierbarkeit setzt.
Vernetzen & Inspirieren
Parallel zur Mainstage präsentierten
sich in Bendorf auf der Demo-Bühne
und im Ausstellungsbereich SHD-
Unternehmen und Partner mit 23 Ständen
und zahlreichen Fachsessions. Von
E-Commerce-Strategien über innovative
Personalplanung bis zu Self-Checkout
und ESL-Technologien reichte die
Themenvielfalt. Die Demo-Area war
Showroom und Dialogforum zugleich –
mit praxisnahen Einblicken, von automatisierter
Compliance-Integration bis
hin zu smarten Vertriebslösungen.
So etablierte sich das neue SHD Forum
als inspirierender Treffpunkt für Praktiker
und Visionäre, Branchengrößen und
Newcomer gleichermaßen – zwei Tage
voller Impulse, die Köpfe und Unternehmen
in Bewegung versetzten. Wer wissen
wollte, wie Fortschritt in der Küchen-
Über 200 Gäste nutzten die Chance für den Austausch über digitale Herausforderungen.
und Möbelbranche Gestalt annimmt,
konnte ihn hier aus erster Hand erleben.
Ryan Bryers fasste es treffend zusammen:
„Für mich war es das erste SHD
Forum und ich bin beeindruckt von der
Energie und dem Gestaltungswillen unserer
Branche. Besonders die Gespräche
mit Kunden, Partnern und Kollegen
haben gezeigt, wie entscheidend es ist,
Technologie nicht nur zu entwickeln,
sondern erlebbar zu machen. Das ist
uns gelungen – wir haben Zukunft nicht
nur vorgestellt, sondern gemeinsam in
die Tat umgesetzt.“
Das nächste SHD Forum findet am
25. und 26. Februar 2026 in der
Pyramide Mainz statt.
34 Markt
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Recht auf Reparatur: Komplikationen erwartet
Die Studie „Das Recht auf Reparatur: Anspruch, Umsetzung und
Wirkung aus Perspektive der wichtigsten Akteure“ des IFH Köln befragt
Verbraucher, Fachhändler und Hersteller sowie Ersatzteilwirtschaft
zu der EU-Richtlinie „Recht auf Reparatur“. Bis spätestens
31. Juli 2026 muss die Richtlinie in deutsches Recht umgesetzt
werden. Prinzipiell empfinden Fachhändler und Hersteller die Regelung
rund um das Recht auf Reparatur als Chance, um etwa Kontaktpunkte
zu Kunden zu erhöhen oder auch ihr Serviceangebot zu
erweitern. Allerdings überwiegen für einen Großteil der Befragten
die Herausforderungen: So bewerten die in der Richtlinie geforderte
Verlängerung der Gewährleistung nach erfolgter Reparatur 70%
der Fachhändler und knapp zwei Drittel der Hersteller (63%) als
schwierig. Über die Hälfte der Fachhändler (56%) und knapp ein
Drittel der Hersteller (32%) befürchten einen Mehraufwand durch
die engere Zusammenarbeit mit Reparaturpartnern. Entscheiden
sich Verbraucher dazu, ihr defektes Gerät reparieren zu lassen, gibt
knapp die Hälfte (44%) an, dafür den Kundendienst des Herstellers
zu nutzen und knapp ein Viertel (24%) den Fachhandel für Elektrogeräte.
In Folge der Richtlinie gehen mehr als die Hälfte der Hersteller
(56%) und des Fachhandels (52%) davon aus, dass ihr eigenes Reparaturvolumen steigen wird. Fast drei Viertel der befragten
Fachhändler (74%) und knapp die Hälfte der befragten Hersteller (40%) äußern jedoch, mit den aktuell vorhandenen Ressourcen
nicht oder nur teilweise auch ein größeres Reparaturvolumen umsetzen zu können. Im Rahmen der Umsetzung der Richtlinie gehen
68% der Fachhandelsunternehmen und 63% der Hersteller davon aus, dass die Kosten für eine Reparatur steigen werden.
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MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Markt 35
Der Bau-Turbo verheißt erste
Lichtblicke für den Wohnungsmarkt
„Die Stimmung im Wohnungsbau hellte sich zuletzt
leicht auf. So kletterte der Ifo-Geschäftsklimaindex im
Juni von minus 31,4 auf minus 25,2 Punkte, den
höchsten Wert seit September 2022.“
Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der Deutschen
Möbelindustrie (VDM/VHK), über die Bedeutung des hiesigen
Wohnungsbau-Turbos für die deutsche Möbelindustrie …
„Drill, baby, drill“, hat Donald Trump im
Wahlkampf ebenso häufig wie politisch
unkorrekt gerufen und damit einer stärkeren
Erdölförderung das Wort geredet.
„Die Bagger müssen wieder rollen“
ist die deutsche – diesmal politisch
korrekte Antwort – unserer neuen Bundesbauministerin
Verena Hubertz auf
die hiesige Wohnungsbaumisere.
Foto: VDM
„Unsere Branche ist dringend darauf angewiesen,
dass der stockende Neubau endlich in Schwung
kommt und in der Folge auch die schleppende
Möbelnachfrage wieder anzieht.“
Wir als deutsche Möbelindustrie setzen
darauf, dass der Wohnungsbau-
Turbo schnell zündet und die Möglichkeit
für die Städte und Gemeinden,
künftig schneller und einfacher Bauland
auszuweisen, zu deutlich mehr
Wohnraum führen wird.
Unsere Branche ist dringend darauf
angewiesen, dass der stockende Neubau
endlich in Schwung kommt und in
der Folge auch die schleppende Möbelnachfrage
wieder anzieht.
Bei der neuen Bundesregierung haben
wir in den vergangenen Monaten intensiv
auf die notwendigen Impulse für
den Wohnungsbau gepocht. Sei es bei
unseren Parlamentarischen Abenden
in Berlin, bei Werksbesuchen von Politikern
oder jüngst unserem Treffen mit
der Mittelstandsbeauftragten der Bundesregierung.
Gemeinsam mit zahlreichen
Partnern aus den Bau-, Möbelund
Einrichtungsbranchen haben wir
unter dem Titel „Deutschlands heimische
Wirtschaftskraft“ eine politische
Initiative ins Leben gerufen, um auf die
dramatische Lage am Wohnungsmarkt
aufmerksam zu machen.
Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen
schrumpfte im vergangenen Jahr
um 14,4 Prozent auf 251.900. Das von
der Vorgängerregierung ausgegebene
Ziel von 400.000 neuen Wohnungen im
Jahr ist in weite Ferne gerückt.
Einen kleinen Lichtblick stellt die Nachricht
dar, dass von Januar bis Mai dieses
Jahres hierzulande 90.700 neue
Wohnungen genehmigt wurden, knapp
zwei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
„Einen kleinen Lichtblick stellt die Nachricht dar,
dass von Januar bis Mai dieses Jahres hierzulande
90.700 neue Wohnungen genehmigt wurden,
knapp 2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.“
Auch hellte sich die Stimmung im
Wohnungsbau zuletzt leicht auf. So
kletterte der Ifo-Geschäftsklimaindex
im Juni von minus 31,4 auf minus 25,2
Punkte, den höchsten Wert seit September
2022. Die Unternehmen im
Wohnungsbau schöpften weiter vorsichtig
Hoffnung, so das Ifo-Institut.
Bei der Auftragslage seien erste Anzeichen
für eine Entspannung sichtbar.
Zur Ankurbelung des Wohnungsbaus
braucht es gewiss noch weitergehende
Maßnahmen. So sollte die Politik etwa
den Bauüberhang von 800.000 Einheiten
mit gezielten Impulsen aktivieren.
Aber der Bau-Turbo ist ein erster
Schritt in die richtige Richtung.
Ihr Jan Kurth
36 Markt
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Das Who is Who
des Einrichtungs-Handels
in Deutschland, Europa und der Welt
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International Interior Business Magazine
WELTWEIT
EXKLUSIV
TOP 30
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GERMANY | EUROPE | WORLD
Einrichtungshändler
2025
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Die Marktanalysen dazu
lesen Sie im September.
Falls das dieser Ausgabe beiliegende „Top 30“-Special bereits entnommen wurde, senden wir
Ihnen gerne ein weiteres Exemplar zu. If the special “Top30” was already taken out on this
page, we will be pleased to send you another copy.
Kontakt Marketing & Kommunikation | Contact Marketing & Communication: Silvia Chesi,
Phone +49 (0)911 95578-33, chesi@ritthammer-verlag.de
Kopenhagen gedeiht
Oben: Muuto thematisierte die Neuroästhetik und machte im Außenbereich der
Ausstellung die körperliche Wirkung von Natur spürbar. Unten: Home from
Home – Visualisationskünstlerin Charlotte Taylor gestaltete Räume in der Noura
Residency, wo sie während der Designtage auch lebte. Fotos: 3daysofdesign
Schon in den letzten Jahren verzeichneten die 3daysofdesign in Kopenhagen
(18. bis 20. Juni 2025) beständig Wachstumszahlen hinsichtlich
der Aussteller und Gäste. Waren anfangs vor allem Fans des nordischen
Designs dort unterwegs, steht das Showroom-Event inzwischen auf internationalen
Beinen – auch mit deutschen Ausstellern wie Bretz, Bullfrog,
Dornbracht, Freifrau, Leicht Küchen, Walter Knoll oder Zeitraum. Insgesamt
469 Veranstaltungen und 60.000 registrierte Gäste verzeichnete
das 3daysofdesign Team, wobei die Gesamtzahlen der tatsächlichen Besucherinnen
und Besucher höher liegen.
„Keep it real“ war das Motto des Gesamtevents in insgesamt acht Distrikten
von Kopenhagen. Ein echtes Heimspiel hatte der Leuchtenhersteller
Louis Poulsen, der mit einem Dom aus roten Stoffpaneelen im Außengelände
(„Circle Dome Square“) eines der Messe-Highlights bot.
Montana machte mit neuen, aparten Farben und dem Sofa „Paradigm“
auf sich aufmerksam. Auch das neue „Rombe“-Regalsystem von &tradtition
wurde von Nordic-Fans gefeiert.
Wie bereits auf der Milan Design Week 2025 machte die britische Materialsammlung
Material Matters unter anderem mit neuen nachhaltigen
Materialien von sich reden. Im Showroom des erklärtermaßen postnationalen
Labels Man of Parts für globale Nomaden waren archaisch anmutende
Neuheiten von Sebastian Herkner (natürlich!) und Yabu Pushelberg
zu sehen.
Als Trends waren wie schon in Mailand unter anderem viele gedeckte
Farben, 80er Retro-Vibes, Illustrationen sowie bunte Muster und Stickereien
als Akzente zu sehen – ein Ineinanderfließen von Vergangenheit und
Zukunft. kh
MÖBELMARKT
38 Out of the Box 07/08 / 2025
VERBANDS-PROFILE
Die Positionierung der
Einkaufsverbände
2025
Serviceangebot
inkl. Digitalisierung
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Großflächenverbände
Mittelstandsverbände
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UNSER ZENTRALES NETZWERK
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Mit unserem zentralen Netzwerk
schaffen wir regionale Stärke.
Alliance Möbel Marketing
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Marie-Curie-Straße 6
53359 Rheinbach
Telefon: +49 2226 904-0
www.alliance.de
info@alliance.de
Geschäftsführung:
Marko Steinmeier
Mitglieder, Verkaufsstellen
Über 500 Verkaufsstellen
im Inland und im europäischen
Ausland
Seit über 50 Jahren ist der Alliance-Verband in der deutschen Verbandslandschaft stark präsent.
Als serviceorientierter und umfassender Dienstleister verschafft der Verband seinen Gesellschafterinnen
und Gesellschaftern den nötigen Freiraum, um sich auf das Tagesgeschäft zu konzentrieren.
Der Geschäftsführer Marko Steinmeier setzt aktuell den Fokus besonders auf die digitale Transformation
der Anschlusshäuser. Dies spiegelt sich unter anderem in den Neuerungen des erfolgreichen
Alliance-Konfigurators wider und auch in der neuen KI-Assistentin Allice, die den Mitgliedern intelligente
Suche statt aufwendiger Recherche bietet. Auch die Option, über QR-Codes direkt auf
Preislisten zuzugreifen, vereinfacht den Arbeitsalltag von Unternehmen deutlich. Die ständige Weiterentwicklung
des verbandseigenen Markenportfolios sowie die stets anhaltende Vergrößerung und
zeitgemäße Anpassung der umfangreichen Serviceleistungen sind ebenfalls Bestandteile der zukunftsorientierten
Gesamtstrategie.
Gemeinsam mit dem Schwesterverband Der Küchenring und dem Kooperationsverband Küchen-
Treff sieht sich Alliance selbst als die Nummer 1 im Bereich Küche unter den Einkaufsverbänden
und als einzigen im SB-Segment überaus erfolgreichen Verband.
Für eine proaktive Kundenansprache bietet der Alliance-Verband seinen Gesellschafterinnen und
Gesellschaftern on- und offline eine umfassende Unterstützung an. Dazu gehören analoges und digitales
Marketing, SEO-optimierte Homepages, ein Newsletter mit allen aktuellen Themen sowie
Kampagnen für erhöhte Sichtbarkeit. Zusätzlich unterstützt der Verband eine Modernisierung des
POS und des zugehörigen Ladenbaukonzeptes der Küchenmarke Prisma. Gleichzeitig gilt es, wiederkehrende
Prozesse zu digitalisieren und zu automatisieren, wie durch die Einführung von EDI.
Unterjährige Boni ermöglichen hier die notwendige Liquidität.
Der angespannten Lage der Branche zum Trotz freut sich der Alliance-Verband, der gemeinsam mit
KüchenTreff und Küchenring die größte Kücheneinkaufskooperation in Deutschland bildet, über einen
Umsatz im Jahr 2024 von zusammen 1.032.502.432 Euro.
Marko Steinmeier
PREMIUM-PROFIL
40 Verbände
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Die Gegenwart meistern. Die Zukunft gestalten.
Gemeinsam. Persönlich. Zuverlässig.
Der Küchenring aus Rheinbach hilft seinen mehr als 700 angeschlossenen Küchenprofis, ihre individuellen Ziele zu erreichen.
Als starke, stabile Gemeinschaft von wirtschaftlich autonomen Küchenhändlern, verbunden durch gemeinsame
Werte und Ziele, stehen die Gesellschafter im regelmäßigen, offenen Austausch miteinander. Neben den überragenden
Konditionen wird innerhalb des Verbands insbesondere der Faktor Mensch geschätzt – der persönliche Kontakt, das vertrauensvolle
Miteinander und der respektvolle Umgang auf Augenhöhe prägen die tägliche Zusammenarbeit. Dazu trägt
auch die schlanke Verbandsstruktur bei, durch die Prozesse besonders effizient und die Eigenkosten dauerhaft minimal
gehalten werden. Das sorgt jährlich für eine enorm hohe Bonusausschüttung. Das professionelle Leistungsspektrum, aus
dem sich die angeschlossenen Küchenprofis individuell bedienen können, ebenso wie das branchenweit einmalige Marketingportal,
ermöglichen maximale Flexibilität, sparen Zeit und reduzieren Aufwand. Mit den margenstarken Eigenmarken
Systhema, Linea und Inpura stellt Der Küchenring zudem drei perfekt konzipierte Küchenlinien zur Verfügung. Gemeinsam
mit dem Schwesterverband Alliance und dem Kooperationsverband KüchenTreff aus Wildeshausen erwirtschaftet Der
Küchenring knapp 1,03 Milliarden Euro* und vereint über 1.600 Händlerinnen und Händler im In- und Ausland. Mit dem
innovativen, für Mitglieder kostenfreien Marketingportal sowie dem webbasierten Intranet mein.kuechenring.de setzt Der
Küchenring digitale Maßstäbe innerhalb der Verbandslandschaft. Bewährte Marketingkonzepte greifen nahtlos ineinander,
lassen sich flexibel anpassen und bieten Gesellschafterinnen und Gesellschaftern echten Mehrwert – online wie offline.
• Zentrales Marketingportal zur einfachen Steuerung aller Maßnahmen – mit Schnittstellen zu Distributoren, crossmedialen
Strategien und spürbarer Zeitersparnis
• Webbasiertes Intranet mein.kuechenring.de – für schnellen Zugriff auf alle relevanten Informationen zu Lieferanten,
Artikeln und Konditionen
• Individuelle Konzeption, Programmierung und Umsetzung von SEO-optimierten Händler-Websites inklusive Text,
Videos, Grafik und Fotoproduktion
• Content-Marketing für ein abgestimmtes Zusammenspiel von Website und Social Media – für mehr Sichtbarkeit,
Reichweite und Kundenbindung
• Zielgerichtete Inhouse-Kommunikation und fundierte Zielgruppenanalysen zur besseren Ansprache und Marktpositionierung
DER KÜCHENRING
GmbH & Co. KG
Marie-Curie-Str. 6
53359 Rheinbach
Telefon +49 2226 904-0
www.kuechenring.de
info@kuechenring.de
Geschäftsführung
Marko Steinmeier
Mitglieder, Verkaufsstellen
734 Mitglieder mit weit über
800 Verkaufsstellen in Deutschland
und Österreich
ZR-Umsatz: Über 543 Mio. Euro*
* zentralregulierter Umsatz 2024
Marko Steinmeier
PREMIUM-PROFIL
MÖBELMARKT
07/08 / 2025 Verbände 41
VERBANDS-PROFILE
2025
A-Plus Küchenprofi GmbH
Donaustraße 15
93333 Neustadt a. d. Donau
Telefon +49 9445 204 0
Fax +49 9445 204 155
www.aplus-kuechenprofi.de
info@aplus-kuechenprofi.de
Gemeinschaft von Küchenhändlern, die ohne finanzielle Bindung, bei größtmöglicher
unternehmerischer Freiheit, ohne Pflichtwerbung und ohne gesellschaftsrechtliche
Verpflichtungen eine große Auswahl renditestarker Konditionen, Finanzdienstleistungen
und Verkaufsförderungen bietet. Die Ziele: Erträge maximieren,
Erfolge fördern, Freiheit sichern.
Das Modul „Apéro“ setzt dabei den Fokus auf hochwertige Küchen – exklusiv für
A-Plus entworfen und entwickelt. Unter „Topline“ sind exklusive Küchenkollektionen
zusammengefasst.
Geschäftsführerin
Monika Simon-Müller
Mitglieder
129 Mitglieder
(Inland 124, Ausland 5)
Verkaufsstellen
131 (In- und Ausland)
Außenumsatz/ZR-Umsatz
keine Angaben
Begros GmbH
Graf-Zeppelin-Straße 5
46149 Oberhausen
Telefon +49 208 994930
Fax +49 208 99493999
www.begros.de
begrosoffice@begros.de
Die Begros ist Deutschlands großer und starker Möbeleinkaufsverband mit Sitz in
Oberhausen. 14 Unternehmen mit ca. 150 Einrichtungshäusern und Fachmarktschienen
im In- und Ausland sind Gesellschafter der im Jahr 1957 gegründeten
Begros. Die Begros bietet den Mitgliedern ein abgestimmtes und umfangreiches
Portfolio aus verschiedensten Eigenmarken. Von hochwertigen Markenmöbeln wie
Mondo, preisbewussten Möbel-Sortimenten bis zu ideenreichen Wohnaccessoires
bietet die Begros das ganze Spektrum des Einrichtens. Mitglieder der Begros werden
außerdem im Bereich Qualitätsmanagement sowie Digitalisierung/Stammdatenmanagement
von der Zentrale in Oberhausen unterstützt.
Geschäftsführer
Oliver Müther
Mitglieder, Verkaufsstellen:
14 Mitglieder (Inland),
ca. 150 Verkaufsstellen
(D, CH, NL, CZ, SK)
Außenumsatz
2024 rd. 6,5 Mrd. Euro
ZR-Umsatz
keine Angaben
B | u | K GmbH – Bund unabhängiger
Küchenspezialisten
Dr.–Eugen-Schön-Straße 14
97332 Volkach
Telefon +49 9381 4393
Fax +49 9381 4349
sekretariat@buk-gmbh.info
Interessengemeinschaft für freie, unabhängige Küchenhändler, die eine optimale,
praxisorientierte Unterstützung im Marketing und Einkauf wünschen, um in ihrem
Markt maximal erfolgreich zu sein.
Dienstleistungen: z. B. Finanzdienstleistungen wie Endkundenfinanzierung, Anzahlungsbürgschaften,
Mikrofinanzierungen, 10-Jahres-Küchenschutzbrief, 5-Jahre-
Gerätegarantie, Montageservice, Messekonzepte, Betreuung von Existenzgründern
u. v. m. werden dem Anschlusshaus kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der
gelebte Slogan „Von Kollegen für Kollegen“ garantiert den optimalen Marktauftritt
von jedem einzelnen Mitglied.
Geschäftsführer
Werner Bäuerlein
Mitglieder, Verkaufsstellen
Inland: 150
Ausland: 17
Außenumsatz
keine Angaben
ZR-Umsatz
keine Angaben
42 Verbände
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Einrichtungspartnerring VME
GmbH & Co. KG
An der Wesebreede 2
33699 Bielefeld
Telefon +49 521 20885-0
Fax +49 521 20885-111
www.einrichtungspartnerring.com
info@einrichtungspartnerring.com
Jahr der Gründung: 1964
Geschäftsführer
Frank Stratmann,
Hauptgeschäftsführer
Jens Westerwelle,
Einkaufsgeschäftsführer
Peter Wülfing,
Einkaufsgeschäftsführer
Messen:
Jährlich Möbel- und Fachsortimentsmesse
auf 12.000 qm im eigenen Ausstellungszentrum
in Bielefeld. Alle zwei
Jahre verbundübergreifend die VME
Digitale.
Gemeinsamer Einkauf:
Seit 2013 besteht die Zusammenarbeit
mit der MHK Group. Die gemeinsame
VME MHK Einkaufsgesellschaft verzeichnet
seit der Gründung ein kontinuierliches,
erfolgreiches Wachstum.
„Mit unserem Einkaufs-Know-how
stärken wir eines unserer Kerngeschäfte
weiter, um die Wettbewerbsfähigkeit der
Gesellschafter zu sichern.“
Peter Wülfing
„Uns verbinden freundschaftliche Partnerschaften
in unserer leistungsstarken
Gemeinschaft. Um unsere Verbundgruppe
noch stärker zu machen, freue ich mich
auf viele weitere interessante Gespräche.“
Frank Stratmann
„Mit dem richtigen Mix aus freier Ware
und exklusiven Modellen in unseren
Handelsmarken optimieren wir entlang
der Wertschöpfungskette die richtige
Ware zum besten Preis.“
Jens Westerwelle
Eine starke und zukunftsfähige Gemeinschaft
Die Einrichtungspartnerring VME GmbH & Co. KG ist eine der führenden Verbundgruppen für den mittelständischen Möbelhandel mit einer starken
Händlergemeinschaft. Um die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu sichern, setzt der VME auf den gemeinsamen Einkauf,
Spitzenkonditionen am Markt, starke Marken für den Handel, ein vielfältiges Leistungsportfolio, einen modernen Marketing-Mix und Digitalisierungsprojekte
mit agilen Arbeitsmethoden. Egal ob Marketing oder Datenmanagement, Facheinkauf oder Zentralregulierung, der Verbund
bündelt das fachliche Know-how für den Erfolg der Mitglieder und ist mehr als eine Einkaufsgemeinschaft. Mit klaren Zukunftsbildern, einer
enormen Innovationskraft und einem leidenschaftlichen Team unterstützt der Verbund die Gesellschafter im Tagesgeschäft. Die 400 zumeist
inhabergeführten Einrichtungshäuser und spezialisierten Fachmärkte vor Ort und der Kundennutzen stehen im Mittelpunkt jeglicher Aktivität.
Gemeinsam unter dem Motto „Fach-Know-how trifft Tech-Know-how“ entwickeln Teams aus Gesellschafts- und VME-Mitarbeitern neue Services,
probieren aus, lernen, prüfen, verändern, geben Feedback, so lange, bis am Ende der größte Mehrwert für die Unternehmen und Kunden
entsteht. So werden die Gesellschafter bestmöglich für die Herausforderungen der Zukunft gestärkt und der VME ist als partnerschaftliche Gemeinschaft
bestens aufgestellt, um künftig am Markt mithalten zu können. Das zeigen kontinuierliche Beitritte weiterer Gesellschafter und das
zentralregulierte Einkaufsvolumen von 1,35 Milliarden Euro.
Die Marken der Verbundgruppe
Eine Marke kann nur erfolgreich sein, wenn ihr Profil an allen relevanten Kontaktpunkten der Customer Journey ansetzt. Der Einrichtungspartnerring
VME steht für eine hervorragende Markenauswahl und konsequente Markenführung. Das Herzstück ist Interliving – die werthaltige, überzeugende
und in der Branche einzigartige Waren- und Unternehmermarke. Sie positioniert sich durch eine sortimentsübergreifende Möbelkollektion
mit hohem Qualitätsanspruch und eine besonders engagierte Gemeinschaft an Interliving Partnern, die zusammen mit großer
Schnelligkeit und Dynamik zukunftsweisende Projekte erarbeiten und umsetzen. Interliving wird von reichweitenstarken nationalen Kampagnen
mit großem Werbedruck begleitet, von dem alle beteiligten Händler profitieren. Das neue Testimonial – der deutsche Schauspieler Henning Baum
– sorgt mit seiner authentischen Art seit Herbst 2024 für frischen Wind auf allen Werbekanälen. Trendig, erfrischend anders und überzeugend
modern: Das ist Trendhopper, die Marke aus den Niederlanden. Die Konzeptflächen mit warenübergreifender Präsentation von Möbeln und
Accessoires geben Kunden inspirierende Einrichtungsideen für ihr eigenes Zuhause. Die 100-Stoffe-Kollektion und das Mix & Match-Konzept
lassen Freiraum für Individualisierung. Jüngstes Mitglied in der VME-Markenfamilie ist Roomio und wendet sich an eine junge, weibliche und online-affine
Zielgruppe, die auf der Suche nach Möbeln ist, die ihrem Lifestyle entsprechen. Die Marke mit Schwerpunkt Polster in Preiseinstiegslagen
orientiert sich an Trends und Farben aus der Modewelt. Bei der Vermarktung liegt der Fokus klar auf Social Media und Influencer-Marketing.
Handelsmarken wie Comfortmaster, Modulmaster, DeRoyce, Kawoo, Varianta, OrthoSedis, Wert-Küche und Culineo ergänzen das Portfolio. Mit
der starken Markenpräsentation und kontinuierlichen Weiterentwicklung wird die Attraktivität der Verbundgruppe nochmals gesteigert.
Mitglieder, Verkaufsstellen
Rund 200 Gesellschafterunternehmen
mit circa 400 Standorten
im In- und Ausland.
ZR-Umsatz
1,35 Mrd. Euro
PREMIUM-PROFIL
MÖBELMARKT
07/08 / 2025 Verbände 43
VERBANDS-PROFILE
2025
Geschäftsführer
Steffen Schmidt
Creative Inneneinrichter
GmbH & Co. KG
Spreestraße 3
64295 Darmstadt
Telefon +49 6151 391280
Fax +49 6151 39128 28
www.creative-inneneinrichter.de
info@creative-inneneinrichter.de
Die Creativen Inneneinrichter sind ein Netzwerk von nahezu 40 Einrichtungshäusern
für Wohn- und Bürodesign im Top-Segment in Deutschland, Schweiz und
Liechtenstein sowie Luxemburg mit hoher Planungs- und Beratungskompetenz.
Wir unterstützen unsere Händler mit verschiedenen Marketinginstrumenten,
Öffentlichkeitsarbeit, betriebswirtschaftlicher Beratung, Schulungen und vielem
mehr. Des Weiteren bieten wir ein gemeinsames Online-Portal mit Produkt- und
Content-Datenbank sowie die Zusammenarbeit im Bereich Social Media an.
Mitglieder, Verkaufsstellen
Inland: 33 / 35
Ausland: 3 / 4
Außenumsatz
keine Angaben
ZR-Umsatz
keine Angaben
Der Kreis Systemverbund
Holding GmbH & Co. KG
Mollenbachstraße 2
71229 Leonberg
Telefon +49 7152 609700
www.derkreis.com
derkreis@derkreis.de
Der Kreis stellt als international tätiger Fullservice-Verbund erstklassige Dienstleistungen zur
Verfügung, die präzise auf die unternehmerischen Herausforderungen der Küchenspezialisten,
Bad-, Heizungs- und Klimaspezialisten, Schreiner, Tischler, Fenster-, Laden- und Innenausbauspezialisten
zugeschnitten sind. Wir beraten aktiv bei Existenzgründung und unterstützen bei
Nachfolgeregelungen. Wir fördern den Nachwuchs und angehende Führungskräfte, u. a. mit
dem IHK-zertifizierten Akademie-Fortbildungsprogramm für Der Kreis Junioren und unserer
Jungunternehmer-ERFA. Mit kuechenspezialisten.de verfügen unsere Mitglieder über eine prämierte,
digitale Endverbraucher-Marke mit ausgefeilter Online-Strategie. Kuechenboerse24.de
bietet ein zeitgemäßes Abverkaufsportal für Ausstellungsküchen. Gemäß Leitmotto „Freiheit
durch Verbund“ entscheidet der Unternehmer selbst, in welchem Umfang er die Angebote in
Anspruch nehmen will. Die Dienstleistungen werden permanent in Arbeitskreisen und Erfa-
Gruppen gemeinsam mit unseren Mitgliedern („von Spezialisten für Spezialisten“) weiterentwickelt,
damit diese mit zukunftssichernden Lösungen ihre regionale Marktposition ausbauen
können. Konsequent geschieht dies etwa durch die Betriebsorganisations-Software „Küchen-
Desk 2.0“, eine moderne, cloud-basierte Lösung für die gesamte Betriebsorganisation des
Küchenstudios inklusive Warenwirtschaft, zahlreicher Schnittstellen und einer zentralen Datenbank.
Mit einer Vielzahl kostengünstiger Inhouse-Marketing-Dienstleistungen, wie etwa dem
Online-Marketing-Tool zur leichten Entwicklung und Umsetzung von Werbung im Netz oder
dem Update unseres KüchenLifting-Konzeptes zur Küchenmodernisierung, geben wir unseren
Mitgliedern erfolgversprechende Werkzeuge an die Hand. Unabhängig davon ist die persönliche,
intensive und professionelle Beratung der Mitglieder eine Kernaufgabe von Der Kreis.
Geschäftsführer
Ernst-Martin Schaible
(Geschäftsführender Gesellschafter)
Ralph Leimbach
(Geschäftsführer Der Kreis
Systemverbund Holding)
Donald Schieren
(Geschäftsführer Der Kreis
Systemverbund Holding)
Mitglieder, Verkaufsstellen
3.913 europaweit
Außenumsatz: keine Angaben
EK Retail
Elpke 109
33605 Bielefeld
Telefon +49 521 2092 0
www.ek-retail.com
info.de@ek-retail.com
EK – retail in motion
Einkaufsgemeinschaft, Marketingverbund, Kompetenznetzwerk: Die EK Retail
übernimmt für ihre rund 3.800 Handelspartner in Europa die unterschiedlichsten
Aufgaben. Als internationaler Dienstleister für den Einzelhandel unterstützt sie ihre
Handelspartner mit faszinierenden Warenwelten, effizienten Einkaufs- und Logistikprozessen
sowie innovativen Konzepten.
Als Mehrbranchen-Verbundgruppe ist EK Retail in den verschiedensten Branchen
aktiv. Das Geschäftsmodell ist auf sechs strategische Geschäftsfelder ausgerichtet:
EK Home, EK Fashion, EK Living, EK DIY, EK Sport und EK Books.
Ziel der EK Retail ist es, die Position aller Handelspartner – darunter selbstständige,
mittelständische Fachgeschäfte, Fachmärkte sowie Kauf- und Warenhäuser
– nachhaltig zu stärken, größtmögliche Wertschöpfung zu ermöglichen und eine
kontinuierliche Weiterentwicklung sicherzustellen. Dies geschieht stets im Einklang
mit den dynamischen Veränderungen im Einzelhandel.
Vorstände
Martin Richrath (CEO), Frank
Duijst (CFO), Jochen Pohle (CRO),
Gertjo Janssen (CRO)
Mitglieder, Verkaufsstellen:
3.800 / 7.800
Außenumsatz (2024)
4,1 Mrd. Euro
ZR-Umsatz (2024)
2,0 Mrd. Euro
MÖBELMARKT
44 Verbände 07/08 / 2025
Ihr Partner auf Augenhöhe
Über GARANT
Persönlich, fair und nah am Markt.
GARANT Holding GmbH
Hauptstraße 143
33378 Rheda-Wiedenbrück
Telefon +49 5242 409-0
Telefax +49 5242 409-399
www.garant-gruppe.de
info@garant-gruppe.de
Geschäftsführer
Dipl.-Kfm. Torsten Goldbecker (l.)
Dipl.-Kfm. Jens Hölper (r.)
Mitglieder, Verkaufsstellen
Rund 1.700 Partner im Fachhandel
und -handwerk mit über 2.000
Verkaufsstellen in Deutschland
und mehr als 2.500 international
(Stand: Januar 2025)
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Die Garant Gruppe bietet ihren Partnern klare Wettbewerbsvorteile: Branchenführende
Einkaufskonditionen, Zentralregulierung mit Delkredere, ein leistungsstarkes
Bonussystem, sechs exklusive Kollektionsmarken, effektives Marketing
und umfassende Dienstleistungen.
Marketing auf Agenturniveau
Mit individuellem Digital-Marketing erzielt Garant mehr lokale Reichweite und
Kundenfrequenz für seine Partner. Das Portfolio umfasst individuelle Websites,
Google Ads, Social Media sowie eine aktive Betreuung aller relevanten
Unternehmensprofile und Bewertungen im Web. Klassische Marketingleistungen
wie image- und absatzfördernde POS-Unterstützung sowie verkaufsstarke
Plakat- und Prospekt-Kampagnen ergänzen das Angebot.
Digitales Sortiment
Das Digitale Sortiment dient Garant Partnern als zentraler Service für die
Recherche und Präsentation im Verkaufsgespräch. Produktinformationen,
Preislisten, Medien und weitere Daten sind sofort verfügbar und eignen sich
zudem für die Verwendung in Prospekten und Katalogen sowie für Online-
Werbung, Online-Shops, Websites und Warenwirtschaftssysteme. Die Bereitstellung
der Daten erfolgt bedarfsorientiert entweder automatisiert via Schnittstelle
oder als Upload.
GARANT Akademie
Das breite Weiterbildungsangebot der Garant Akademie umfasst individuelle
Beratung und praxisnahe Trainings zur gezielten Rekrutierung und Weiterbildung
von Fachpersonal. Jährliche Verbandsmessen, Erfa-Gruppen und
regionale Angebote liefern starke Impulse und verknüpfen Gleichgesinnte aus
der Branche miteinander.
Strategische Kooperationen
Garant lebt den Kooperationsgedanken: Durch den verbandsübergreifenden
Einkauf im Rahmen der jeweils branchenführenden Einkaufs-Kooperationen –
der „Einkaufsgesellschaft mittelständischer Möbel- und Küchenhändler GmbH“
(EMMK) für die Möbel- und Küchenbranche einerseits sowie der „ZEV Zentrale
Einkaufsgesellschaft der Verbundgruppen des SHK-Handwerks und -Handels
GmbH“ für die SHK-Branche andererseits – können sich Garant Partner stets
auf Top-Einkaufspreise und -konditionen verlassen.
GARANT Spezialverbände
GARANT Küchen Areal
Verbandsleitung Jörg Böhler
GARANT Gutes Wohnen
GARANT Wohndesign
GARANT Pro Öko
Verbandsleitung Dominic Loy
GARANT Gutes Schlafen
Verbandsleitung Stefan Wieselhuber
GARANT Bad + Haus
Verbandsleitung Marc Kühn
GARANT Kollektionsmarken
AAMU
AERA
GARANT Collection
LIVA
MORGANA
ROYAL DREAM
PREMIUM-PROFIL
Verbände 45
VERBANDS-PROFILE
2025
EMV Europa Möbel-Verbund
GmbH & Co. KG
Ampertal 8
85777 Fahrenzhausen
Telefon +49 8133 89-0
Fax +49 8133 89-190
www.emverbund.de
info@emverbund.de
Der Europa Möbel-Verbund ist eine moderne Full-Service-Zentrale für den mittelständischen
Möbelhandel. Es werden Marketing- und Vertriebskonzepte für viele
Betriebstypen und unterschiedliche Flächenkategorien angeboten. Gemäß der
Aussage „Gemeinsam erfolgreich – selbstständig entscheiden“ nutzen die EMV-
Gesellschafter auf freiwilliger Basis die Verbandsdienstleistungen. Im Bereich der
freien Sortimente werden hervorragende Einkaufsbedingungen angeboten, und die
erfolgreichen Handelsmarken bieten darüber hinaus echte Differenzierungsmöglichkeiten.
Geschäftsführer
Knut Albert, Ulf Rebenschütz
Mitglieder
440
Verkaufsstellen
1.125 (In- und Ausland)
Außenumsatz
keine Angaben
ZR-Umsatz
1,43 Mrd. Euro
GfM Trend-Möbeleinkaufsverbund
Donaustraße 15
93333 Neustadt a. d. Donau
Telefon +49 9445 2040
Fax +49 9445 204155
www.gfm-trend.de
info@gfm-trend.de
GfMTrend: Gemeinschaft auf den Punkt gebracht – der liberale Möbeleinkaufsverbund
mit gut verhandelten Einkaufskonditionen, Top-Rückvergütung, höherer Rendite,
mehr Mitbestimmung, eigenen Handelsmarken, Exklusivmodellen, null Risiko,
kostenloser 5-Jahres-Garantie auf Elektrogeräte und einem Rundum-Service von
A-Z (Zentralregulierung) für mittelständische Familienunternehmen, vertreten durch
demokratisch gewählte Landesdelegierte. Das Sortiment deckt alle Bereiche des
Wohnens ab. Die eigenen Handelsmarken Marc Harris, Angelo Divani, La Natura,
WohnArt, MaxKomfort, Apéro, Topline, DreamArt ermöglichen eine bessere
Abgrenzung zum Wettbewerb. Jährliche Hausmessen für Wohnen und Küchen,
Schulungen, ERFA-Tagungen, Jungunternehmertagungen, Online-Händlertagungen,
E-Commerce, regionales Online-Marketing, Social Media, Newsletter, Homepage-Service
für Händler, Händlerportal www.zentiro.de u.v.m. Kooperationspartner
sind: APlus GmbH, Europa-Möbel Austria, EK/servicegroup, Demeter SAS,
Wir Tischler.
Geschäftsführerin
Monika Simon-Müller
Mitglieder
739 Mitglieder
(Inland 554,
Ausland 185)
Verkaufsstellen
790 (In- und Ausland)
Außenumsatz/ZR-Umsatz
keine Angaben
GIGA International GmbH & Co. KG
Mergentheimer Straße 59
97084 Würzburg
Telefon +49 (0) 931 800 808 80
Fax +49 (0) 0931 800 808 83
www.giga-verband.com
office@giga-verband.com
Giga International versteht sich als Europas größter Einkaufsverband für Möbel und
Wohnaccessoires. Unter diesem gemeinsamen Dach vereinen sich 20 starke Handelsmarken,
die in 18 Ländern mit über 1.850 Filialen vertreten sind. Die sieben
Sparten Giga International, Giga smart (SB), Giga online, Giga France, Giga Qualitätssicherung
und Logistik sowie Giga Sourcing Europa und Asien bieten unseren
Mitgliedern die Möglichkeit, noch individueller und flexibler auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse
eingehen zu können. Ein starkes Wachstum sowie unsere innovativen
Dienstleistungen, zu denen ausgezeichnete Einkaufsbedingungen, die Entwicklung
exklusiver Marken und Modelle, Direktimporte aus aller Welt und eine
effektive Logistik zählen, ergänzen dies optimal und garantieren unseren Mitgliedern
eine ausgezeichnete Wettbewerbsfähigkeit.
Geschäftsführer
Mag. Gerald Socher,
Erich Kugler, Andreas Mauz
Verkaufsstellen
Inland: 516
Ausland: 1.349
Außenumsatz
Ca. 15,0 Mrd. Euro
ZR-Umsatz
keine Angaben
MÖBELMARKT
46 Verbände 07/08 / 2025
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CARAT GmbH | Hans-Strothoff-Platz 1 | 63303 Dreieich | www.carat.de
VERBANDS-PROFILE
2025
K3 Möbeleinkauf+Marketing GmbH
Birkenweg 15
74257 Untereisesheim
Telefon +49 7132 991880
Fax +49 7132 9918844
www.k3-moebel.de
info@k3-moebel.de
K3 ist Dienstleister für den Mittelstand. Der Schwerpunkt liegt in der Betreuung von
Online-Händlern. Diesen werden E-Commerce-Komplettlösungen für Online-
Shops inkl. Konzeptentwicklung, Sortimentsaufbau und Einkauf geboten. Die Mitglieder
haben eigene Shops (nicht zentral gelenkt), jedoch Unterstützung bei Suchmaschinenoptimierung
(SEO) durch Dienstleister.
An weiteren Dienstleistungen wird unseren Mitgliedern geboten: Intranet, Konditionen,
Sortimente, ZR, Möbelnews, Fulfillment-Dienstleistungen, Dropshipping
u.v.m.
Geschäftsführer
Dipl.-Kfm. Jörg Seidl
Mitglieder, Verkaufsstellen
Inland: 184
Ausland: 1
Außenumsatz
keine Angaben
ZR-Umsatz
keine Angaben
KMG Zumbrock GmbH
Im Gehaak 2
99887 Georgenthal
Telefon +49 36253 204999
Fax +49 36253 44810
service@kmg-zumbrock.de
www.kmg-zumbrock.de
Die KMG ist ein Verband für Küchenstudios und Handwerk, der Neugründer begleitet
und Bestandshändler fördert. Unsere Stärke liegt in persönlicher Betreuung und
Unterstützung. Mit ausgereiften Marketingkonzepten stärkt KMG Händler am POS,
investiert in potenzielle Kunden und sichert langfristigen Erfolg. Wir analysieren
Zahlen und Daten, um flexibel und individuell zu reagieren. Neuhändler unterstützen
wir bei der Zielsetzung, Bestandshändler bei der Prozessoptimierung. Das
„Atelier der Inspiration“ fördert Fachkompetenz und Kostenkontrolle bereits auf
kleinstem Raum. Unsere digitalen Tools wie KMG LocalBoost, ProduktNavi, Blockverrechner,
Datenpflege etc. optimieren den Point-of-Sale – unterstützt durch optional
buchbare Marketingkonzepte. Mit 447 Partnern und 25 Jahren Erfahrung bietet
KMG eine starke Einkaufsgemeinschaft als Basis für Verhandlungen – denn im
Einkauf liegt der Gewinn!
Geschäftsführer
Hans-Ulrich Zumbrock
Pia Zumbrock
Rudolf Siemens
Mitglieder: 447
Verkaufsstellen: mehr als 447
Außenumsatz
keine Angaben
ZR-Umsatz
keine Angaben
MZE
Möbel-Zentral-Einkauf GmbH
Lohweg 31
85375 Neufahrn
(Postfach 1240, 85370 Neufahrn)
Telefon: +49 (0) 8165 / 9526-0
Fax: +49 (0) 8165 / 6203-0
www.mze.de
info@mze.de
MZE Netzwerk – Vier Fachverbände unter einem Dach, ergänzt durch den
neuen Unternehmensbereich Werkraum
Das MZE Netzwerk vereint die Fachbereiche Küchenwelt, Wohnkultur, Schlafkultur
und RaumDesign und erweitert sich ab dem 1. Januar 2025 um den Bereich Werkraum
für Tischler und Schreiner. Die Fachverbände agieren autark, sind jedoch im
Netzwerk verbunden, um Fachhändlern flexible und zeitgemäße Beratungslösungen
zu bieten. Durchdachte Verkaufsförderungs- und Marketingmaßnahmen sowie
ein leistungsstarkes Intranet vereinfachen den Arbeitsalltag. Die MZE SmartLounge
erschließt das volle Potenzial der Digitalisierung am Point of Sale. MZE unterstützt
Fachhändler bei der Positionierung und Transformation in die digitale Welt und bietet
emotionale Marketingkonzepte für den POS und das Web.
Geschäftsführer
Rüdiger Gehse
Mitglieder
650
Außenumsatz
keine Angaben
ZR-Umsatz
keine Angaben
MÖBELMARKT
48 Verbände 07/08 / 2025
Die Geschäftsführer
Daniel Borgstedt und
Marko Steinmeier (v.l.).
Fotos: KüchenTreff
KüchenTreff: Stark im Verbund
Dieses Jahr feiert KüchenTreff sein 30-jähriges Jubiläum – drei Jahrzehnte voller Wachstum, Vertrauen und
gemeinsamer Erfolge. Doch KüchenTreff ruht sich nicht auf der Geschichte aus, sondern blickt nach vorne:
Der Markt ist in Bewegung und KüchenTreff auch. Durch die Kooperation mit der Verbundgruppe Der Küchenring
und Alliance hat KüchenTreff ein gemeinsames jährliches Umsatzvolumen von 1.032.502.432 Euro im Jahr 2024
– damit stehen sie an der Spitze der deutschen Verbandslandschaft im Bereich Küche. Für die Händler bedeutet
das: beste Einkaufskonditionen und eine sichere Zukunft.
Zuhause bei KüchenTreff
Die Serviceleistungen des genossenschaftlich organisierten Verbands sind in der Verbandslandschaft einzigartig
und unterstützen die Küchenstudios individuell von der Gründung bis zur Nachfolgeregelung. Bei KüchenTreff
entscheidet jedes Mitglied selbst, ob es unter dem starken Markendach von KüchenTreff agiert oder sich unter
eigenem Namen präsentieren möchte. Unter dem Motto „Alles kann, nichts muss“ können die Mitglieder aus
einem breiten Angebot von Leistungen wählen. Dazu zählen beispielsweise Einkauf, Zentralregulierung, betriebswirtschaftliche
Beratung, zentrale Pflege aller Lieferantenkataloge für die führenden Planungsprogramme,
Geschäftsausstattung, Grafik und Online-Marketing, Leadgenerierung, ein ZGV-zertifizierter Klimaprofi sowie
Shop- und Existenzgründerkonzepte.
Zahlreiche attraktive Services
KüchenTreff unterstützt seine Mitglieder konkret dabei, die
aktuellen Herausforderungen zu meistern und den Abverkauf zu
stärken. Im neuen Marketingportal, dessen Nutzung kostenlos ist,
können Google- und Social-Media-Ads, Großflächenplakate,
Fahrzeugbeschriftungen, TV-Kampagnen und Vereinsmarketing
ganz einfach mit nur einem Klick online gebucht werden – lokal,
kostentransparent und komplett individuell. Auch ein Website-
Baukasten und ein Social-Media-Posting-Service gehören zum
Angebot. Im KüchenTreff Campus und dem neu ausgebauten
Schulungszentrum stehen zudem Events zum Erfahrungsaustausch
sowie diverse Weiterbildungen zur Verfügung – von Social Media
bis zum Verkaufstraining.
KüchenTreff Einkauf &
Marketinggesellschaft für
Küche & Wohnen mbH
& Co. KG
Harpstedter Straße 60
27793 Wildeshausen
Telefon: +49 (0) 4431 7379-0
Telefax: +49 (0) 4431 7379-20
info@kuechentreff.de
www.erfolgreich-mitkuechentreff.de
Geschäftsführer
Daniel Borgstedt
Marko Steinmeier
Mitglieder in Europa: 636
Verkaufsstellen in Europa: 671
Außenumsatz/
ZR-Umsatz
keine Angaben
Teil der Familie werden
Und obwohl der Verband mit der Zeit geht und stetig wächst, bleibt
eins bestehen: KüchenTreff und seine Mitglieder sind eine große
Familie, die bei allen regionalen Unterschieden eines verbindet:
gemeinsame Werte, die Begeisterung für Küchen und das gegenseitige
Du. Das gefällt Dir? Dann werde auch Teil unserer Familie!
PREMIUM-PROFIL
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Verbände 49
VERBANDS-PROFILE
2025
KSV – die Gemeinschaft
für Küchenspezialisten
KSV-Geschäftsführer Leif Kania.
Der Küchen Spezial-Verbund (KSV) ist der Verband für
alle, die im Küchenhandel mehr erreichen wollen –
vom Studio bis zum Fachmarkt. Unsere Philosophie
ist klar: Spezialisierung statt Austauschbarkeit. Wir
glauben an die Stärke unserer Händler vor Ort – und
fördern sie gezielt mit individueller Beratung, professioneller
Unterstützung und maßgeschneiderten Konzepten.
Unsere Mitglieder profitieren nicht nur von exzellenten
Einkaufskonditionen durch unsere Nähe zur Europa
Möbel-Verbundgruppe, sondern auch von monatlicher
Bonusausschüttung – einzigartig im Verbandswesen.
Die KSV-Mitgliedschaft ist dabei kostenlos und basiert
auf dem Verursacherprinzip: Sie zahlen nur für das,
was Sie auch nutzen.
Ob Neugründung, Digitalisierung oder Markenbildung
– wir bieten umfassende Unterstützung: von der Website-Gestaltung
mit Social-Media-Anbindung über eine
exklusive Online-Akademie bis hin zu effektiven Marketingmaßnahmen
auf allen Kanälen. Unser Ziel ist es,
unsere Mitglieder regional stark und langfristig erfolgreich
zu machen. Mit über 500 aktiven Küchenhäusern
in Deutschland, Österreich und weiteren europäischen
Ländern ist der KSV eine Gemeinschaft, die bewegt.
Bei uns zählt Ihre unternehmerische Freiheit – verbunden
mit der Power eines starken Netzwerks.
KÜCHEN SPEZIAL
VERBUND
GmbH & Co. KG
Ampertal 8, 85777
Fahrenzhausen
Tel. +49 8133 89 260
info@ksverbund.de
www.ksverbund.de
Geschäftsführung
Knut Albert, Leif Kania,
Ulf Rebenschütz
Mitglieder,
Verkaufsstellen
498 Mitglieder mit 516
Verkaufsstellen
Gründungsjahr: 2008
Stilkoncil GmbH & Co. KG
Ampertal 8
85777 Fahrenzhausen
Telefon +49 8133 89-0
www.stilkoncil.de
info@stilkoncil.com
Der Verbund versteht sich als Förderer und Dienstleister des Premium-Einrichtungssegments.
Hierbei fungiert die Stilkoncil GmbH & Co. KG als Bindeglied und
Moderator zwischen Handel und Industrie, organisiert den optimalen gemeinsamen
Zugang zum Premium-Konsumenten und initiiert nutzenstiftende und gewinnbringende
Projekte und Maßnahmen durch synergetische Effekte.
Effizienz, kaufmännischer Nutzen und kommunikativer Austausch stehen im Vordergrund,
um sich den strukturellen Herausforderungen der Zukunft gemeinsam zu
stellen und gleichzeitig die besondere Bedeutung hochwertiger Design-Produkte
als gesellschaftliches Kulturgut zu fördern.
Vertriebsleiter
Michael Klessinger
MÖBELMARKT
50 Verbände 07/08 / 2025
Mit Systemkompetenz Erfolg für Partner sichern
MHK Group AG
Hans-Strothoff-Platz 1
63303 Dreieich
Telefon +49 6103 391-0
Fax +49 6103 391-119
info@mhk.de
www.mhk.de
Jahr der Gründung:
1980
Vorstand
Volker Klodwig
(Vorstandsvorsitzender),
Frank Bermbach,
Thorsten Hallermeier,
Carolin Kronenberg
Zahl der Gesellschafter:
4.310 (per 31.12.2024)
Umsatz der MHK Group:
9,19 Mrd. Euro
(per 31.12.2024)
Europäische
Landesgesellschaften:
MHK Deutschland,
MHK Nederland, MHK
Belgium, MHK Österreich,
MHK Schweiz,
MHK Ibérica, MHK UK,
MHK France
Die MHK Group ist eine der führenden europäischen Branchenplattformen für Küche und Wohnen. Mit 4.310 Anschlusshäusern
in den Landesgesellschaften MHK Deutschland, MHK Belgium, MHK France, MHK Ibérica, MHK
Nederland, MHK Österreich, MHK Schweiz und MHK UK und einem Umsatz von 9,197 Mrd. Euro (2024) gehört der
Full-Service-Verband zur Spitzengruppe der internationalen Einkaufskooperationen für den Küchenfachhandel und
das Fachhandwerk.
Hohe Systemkompetenz, ein einzigartiges Netzwerk und erfolgreiche Geschäftsmodelle
Die 1980 gegründete MHK Group zeichnet sich durch ihre hohe Systemkompetenz, ihre erfolgreichen Geschäftsmodelle
und ihre vertrauensvolle Partnerschaft mit mehr als 800 Herstellern und Lieferanten aus. Die Verbundgruppe
investiert kontinuierlich in die Stärkung ihrer Branchenkompetenz, digitale Lösungen sowie maßgeschneiderte Finanz-
und Beratungsleistungen. So befähigt sie ihre Gesellschafterinnen und Gesellschafter, ihre Zukunft in jedem
Marktumfeld erfolgreich zu gestalten und steht dabei als verantwortungsvoller Partner an ihrer Seite.
„Mit unserer Architektur zukunftsorientierter Geschäftsmodelle und einem umfassenden Serviceportfolio bieten wir
den Unternehmerinnen und Unternehmern in der MHK Group vielversprechende Vertriebs- und Wachstumschancen
für bestehende und neue Kundengruppen“, beschreibt Volker Klodwig, CEO der MHK Group, die Stärken des Verbunds.
Stark aufgestellt für die Zukunft
Mit exzellenten Dienstleistungen, innovativen Produkten und Technologien sowie fachspezifischen Aus- und Weiterbildungsangeboten
unterstützt die MHK Group ihre Gesellschafterinnen und Gesellschafter dabei, überdurchschnittlich
und nachhaltig erfolgreich zu sein. Sie profitieren von profilierten Brand- und Franchisekonzepten wie den bekannten
Marken musterhaus küchen und Reddy Küchen, dem urbanen Showroom-Konzept Ycon, fünf
Küchen-Eigenmarken sowie dem Franchisesystem Bad & Body.
Die MHK Group steht zudem für starke Verbände wie interdomus Haustechnik, die mitgliederstärkste deutsche Verbundgruppe
der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnikbranche, sowie Deutscher Wohnbau Verbund und Top Malermeister.
Zu den Systempartnern der MHK Group gehören darüber hinaus auch der Finanzdienstleister Cronbank und
der führende Anbieter für Küchenplanungssoftware, Carat.
MHK im Detail:
Expertise von
erfahrenen
Systempartnern:
u.a. Küchenplanungssoftware,
Finanzdienstleistungen,
Unternehmensberatung,
360°-Marketing,
Aus- und Weiterbildung,
Innovationsmanagement
Starke Franchiseund
Handelsmarken:
musterhaus küchen,
Reddy Küchen, Ycon,
Bad & Body
Etablierte Eigenmarken:
Designo, elementa,
neola, selectiv, xeno
Renommierte
Verbände:
Küche: Küchen Liga,
Küchen Partner,
Magnum, Nobel
Handwerk:
interdomus Haustechnik,
Top
Malermeister,
Deutscher Wohnbau
Verbund
PREMIUM-PROFIL
MÖBELMARKT
07/08 / 2025 Verbände 51
MZE: NexGeneration tagte auf Ibiza
Der Spirit vom MZE prägte die Juniorentagung NexGeneration auf Ibiza. Foto: MZE
Vom 22. bis 25. Mai fand die Juniorentagung NexGeneration
der Möbel-Zentral-Einkauf GmbH (MZE) auf Ibiza statt. An vier
intensiven Tagen erlebten Gründer und Nachfolger aus dem
Einrichtungsfachhandel interaktive Workshops und hatten die
Gelegenheit, sich über Herausforderungen, Leadership und die
Zukunft im inhabergeführten Fachhandel auszutauschen.
„Der Schwerpunkt lag auf Markenidentität, unternehmerischem
Selbstverständnis und zukunftsorientiertem Marketing. Allesamt
Bereiche, die unsere Gründer und Nachfolger intensiv umtreiben.
Mit einer interaktiven Session konnten wir alle involvieren
und neues Wissen gemeinsam weiterentwickeln und aus unterschiedlichen
Perspektiven betrachten. Durch dieses Miteinander
entsteht ein unverwechselbarer Spirit, der bewegt und Nex-
Generation prägt“, so MZE-Vertriebsleiter Helmut Stauner.
Mit der Keynote zum Thema „Persönlichkeitsentwicklung“
wusste die Leadership-Expertin Vivien Soppa zu überzeugen.
Das MZE-Marketingteam bot zudem Marketing-Wissen zum
Mitnehmen. Dabei wurden Marketing-Skills nicht nur theoretisch
erklärt, sondern in interaktiven Sessions greifbar gemacht.
MZE konnte zwei Top-Partner für NexGeneration 2025 gewinnen:
Rummel Matratzen und Spessarttraum wurden durch ihre
Geschäftsführer Klaus Neudecker und Michael Pflugbeil persönlich
vertreten. „Sie waren mittendrin in unserem Netzwerk
Wohnkultur und genau das ist die Essenz von NexGeneration –
gemeinsame Erlebnisse stärken Verbindungen, von denen alle
profitieren“, so Helmut Stauner.
EMV: Neuwahlen im Aufsichtsrat
Der Europa-Möbel-Verbund (EMV) hat am 1. Juli im
Rahmen seiner konstituierenden Beiratssitzung turnusgemäß
einen neuen Aufsichtsrat gewählt. Die Sitzung
markierte den offiziellen Start der neuen Amtsperiode
und stand ganz im Zeichen der strategischen Ausrichtung,
um zukünftige Herausforderungen bestmöglich
meistern und die sich bietenden Chancen umfassend
für den Verband nutzen zu können. Gemäß Satzung des
Verbandes wurde durch den Beirat der neue Aufsichtsrat
des EMV gewählt.
Dem Gremium gehören künftig folgende Mitglieder an:
Luise Brandl, Brandl Einrichtung GmbH, Kelheim; Pascal
Dick, Möbel Dick GmbH, Lauchringen; Katrin Fahnenbruck,
Wohnwelt Fahnenbruck GmbH, Voerde; Alex
Felske, Johann Brauckhoff GmbH, Datteln; Angela
Frankenberg, City-Polster Trier GmbH, Trier; Alexander
Kleemann, Die Einrichtung Kleemann KG, Kornwestheim;
Nils Kuiper, Kemner Home Company GmbH &
Co. KG, Geestland; Martin Stephan, Möbelhof Parsberg
GmbH, Parsberg; Thilo Wenig, Möbel-AS Handels-
GmbH, Elztal.
In seiner konstituierenden Sitzung wählte der Aufsichtsrat
erneut Martin Stephan zum Vorsitzenden und Nils
Kuiper zum stellvertretenden Vorsitzenden.
Der Küchenring: Marcus Roth wird Geschäftsführer
Der Küchenring hat die Berufung von Marcus Roth (Foto) in die Geschäftsführung
bekannt gegeben. Roth, bisher Vertriebsverantwortlicher bei Häcker Küchen, wird zum
1. Dezember als Geschäftsführer bei Der Küchenring
starten. Gemeinsam mit Marko Steinmeier und
Bernd Achleitner wird er den Küchenring
führen. Mit dieser Personalentscheidung
stärkt der Verband nach eigenen
Angaben seine Führungsmannschaft
und setzt ein
deutliches Signal für Kontinuität
und Vertriebskompetenz.
Marcus Roth bringt umfangreiche
Branchenerfahrung und
Vertriebsexpertise in seine
neue Position mit. Zu seiner
wichtigsten beruflichen Station
gehört seine seit 1998 bestehende
Tätigkeit bei Häcker Küchen.
Zuletzt verantwortete er
dort als Mitglied der Geschäftsleitung
den Vertrieb für Deutschland
und Österreich. Darüber hinaus
setzt sich Marcus Roth als Vorstandsmitglied
der Marketinggemeinschaft
„A30 Küchenmeile e.V.“ unternehmensübergreifend
für die Küchenbranche ein.
Foto: Der Küchenring
52 Verbände
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Juli/August 2025 ∙ www.moebelmarkt.de
Bearaby: Gewichtsdecken
im Premium-Design
Hometex:
Rekordbesuch in Bad Salzuflen
Interzum:
Spannende Innovationen in Köln
Guter Schlaf ist
harte Arbeit
Es gibt Geschichten, die so vielleicht nur in den USA möglich sind. Dr. Katrin Hamm
erzählte uns für diese Sleep-Ausgabe ihre Story, die so ungewöhnlich wie beeindruckend
ist. Als Mitarbeiterin der Weltbank reiste sie bis vor wenigen Jahren noch
rund um den Globus und kämpfte dabei häufig mit Schlafproblemen: Zeitverschiebung,
unbequeme Hotelbetten – Reisende kennen das.
Um wieder besser schlafen zu können, probierte die in den Staaten lebende Hamm
es mit einer Gewichtsdecke, fand aber kein Produkt, das sie zufriedenstellte – zu
warm, zu rutschig, zu unansehnlich. Also entwickelte sie in intensiver Tüftelarbeit
selbst eine solche Decke, mit der sie heute zweistellige Millionen-Umsätze erzielt.
Was Oprah Winfrey damit zu tun hat und welche Ziele sie sich nun für ihre Heimat
gesetzt hat, verrät die deutsche Unternehmerin aus New York in unserer Titelstory.
Sommerzeit ist Reisezeit – und damit für schlechteren Schlaf prädestiniert. Häufig
sind die Betten in den Urlaubsquartieren mäßig, eine andere Umgebung, ungewohnte
Hitze und weitere Faktoren tun ihr Übriges, um die Regeneration zu stören.
Die Fachhändler und Schlaftrainer Eva Bovet und Björn Steinbrink haben sich mit
der Hotelkette Premier Inn zusammengetan, um in ihrer neuen Infotainment-Reihe
„Schlaflos in…“ genau dort über erholsamen Schlaf zu reden, wo der ein zentrales
Thema sein sollte: im Hotel. Mehr verraten die beiden im Sleep-Interview.
Wieviel Vorarbeit für einen erholsamen Schlaf notwendig ist, ließ sich zuletzt auch
auf der Interzum erleben. Die Kölner Weltleitmesse für die Zulieferindustrie zeigte im
Bedding-Segment die kreative Innovationskraft vieler Hersteller von Vorprodukten,
die die Zeichen der Zeit erkannt haben: Smarte Technologien, digitale Lösungen,
kreislauffähige Materialien – allmählich bewegt sich etwas in Sachen Nachhaltigkeit.
Und die Zeit ist knapp: Schon in wenigen Jahren wird der Digitale Produktpass
auch für Matratzen eingeführt, es gibt also viel zu tun.
Derweil bleibt die Lage für Industrie und Handel vorerst angespannt, wie die Insolvenz
von Aquinos Bedding Germany zeigt, von der mit Schlaraffia eine der bekanntesten
deutschen Betten-Marken mit 115-jähriger Geschichte betroffen ist. Ob und
wie es künftig in Bochum weitergeht, ist offen. Was auch deshalb schmerzt, weil
sich das Unternehmen als Vorreiter beim Digitalen Produktpass sah und intensiv
am Thema Kreislauffähigkeit gearbeitet hat. Fleiß, der möglicherweise nicht belohnt
werden wird.
Herzlichst,
Ihr Stefan Mielchen
Stefan Mielchen
Stv. Chefredakteur MÖBELMARKT
mielchen@moebelmarkt.de
Impressum
Erschienen im MÖBELMARKT Juli/August 2025
Verlag Matthias Ritthammer GmbH
Emmericher Str. 10 · D-90411 Nürnberg
Telefon: +49 (0) 911 95578-0
Fax: +49 (0) 911 95578-11
Internet: www.moebelmarkt.de
E-Mail: media@ritthammer-verlag.de
Redaktion: Stefan Mielchen, Arnd Schwarze
54 MÖBELMARKTSleep
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Hometex | Seiten 64-66
Inhalt
54 Guter Schlaf ist viel Arbeit
55 Inhalt
Titelbild: Bearaby
Gewichtsdecken in anspruchsvollem Design:
Dr. Kathrin Hamm hat ihre Marke
Bearaby in den USA zum Marktführer gemacht.
Nun will sie die DACH-Region erobern.
Lesen Sie mehr ab Seite 56.
56 Bearaby: Mit Gewichtsdecken
an die Spitze
58 Yatas: Erster Concept-Store
in Frankfurt
59 „Schlaflos in...“: Infotainment
zum Einschlafen
60 Cramer: Schlafkultur auf
hohem Niveau
61 Sleep-Mix
62 Interzum: Zukunftsthemen
zum Anfassen
64 Hometex Sommer: Alles,
was Rang und Namen hat
66 Showcase
Interzum | Seiten 62–63
Cramer | Seite 60
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Hometex Sommer 2025
Ein erfolgreicher Auftakt für die neuen Veranstalter
Michael Schmid blickt auf eine tolle Hometex-Messe in Bad Salzuflen zurück. Es gab zahlreiche
interessante Gespräche sowie aktuelle Informationen aus der Branche. Das Zusammenkommen
und der Austausch sind für Michael Schmid von großer Bedeutung.
Sehr gefreut hat sich Michael Schmid und sein Team auch über den Besuch von ehemaligen
Auftraggebern wie z.B. der Firma Betten Nägele aus Mindelheim (im Bild), Betten Stumpf aus
Aglasterhausen und Betten Block aus Obertshausen. Michael Schmid und sein Partner sind
mit vielen alten Auftraggebern noch in Kontakt. Mit einigen haben sich Freundschaften entwickelt,
die sehr wertvoll sind. Daher ist das Unternehmens-Motto „Wir kommen als Fremde
und gehen als Freunde“ nicht nur eine Floskel.
Die Firma Schmid ist nicht nur der Ansprechpartner bei Geschäftsaufgaben, sondern
auch bei Geschäftsübergaben, Generationswechsel oder Umbau.
www.schmid-auktionen.de
Schmid Handelsgesellschaft mbH · Neue Industriestraße 8 · 74934 Reichartshausen · Telefon: 0 62 62 / 880 99-00 · info@schmid-auktionen.de
Mit Gewichtsdecken an die Spitze
Schwere Decken gegen leichten Schlaf: Dr. Kathrin Hamm gelang mit ihrer Marke Bearaby in den USA der Sprung vom Start-up
zum Verkaufsschlager. Jetzt sollen ihre innovativen Produkte den DACH-Markt erobern. | Neue Konzepte
Südostasien, Indien, der Mittlere Osten:
Dr. Kathrin Hamm war beruflich
immer viel unterwegs – und der Jetlag
ihr ständiger Begleiter. Die damit
verbundenen Schlafprobleme mochte
die Ökonomin, die lange Jahre für
die Weltbank in Washington arbeitete,
aber nicht mit Tabletten oder ähnlichen
Hilfsmitteln lösen, so wie es fast jeder
dritte Deutsche versucht.
Eine Gewichtsdecke sollte Abhilfe
schaffen, doch die erhältlichen Produkte
überzeugten sie nicht - zu warm,
zu unhandlich – und auch optisch nicht
gerade ansprechend. „Obwohl es sie
schon mehr als 30 Jahre gibt und auch
viel Fachliteratur dazu vorhanden ist,
hat niemand am Design der Gewichtsdecken
etwas verändert“, so Hamm.
Dann kam sie.
Gefüllt werden die Kammern dieser
Decken in der Regel mit Glas-, Kunststoff
oder Edelstahlkügelchen, um auf
das Gewicht von bis zu zwölf Kilo zu
kommen. Dass es darunter unangenehm
warm werden kann, wusste die
Bearaby-Gründerin aus eigenem Erleben.
Als ihr Leidensdruck zu groß wurde,
gab die aus der Nähe von Stuttgart
stammende Unternehmerin ihren Weltbank-Job
auf und begann, gemeinsam
mit ihrer Mutter an einer Alternative zu
tüfteln.
In der elterlichen Küche wurde schließlich
eine Mini-Version erstellt – mit der
Erkenntnis, dass auch eine schwere
Decke weich, luftig und ästhetisch
ansprechend sein kann. Was einfach
klingt, erforderte eine mehrmonatige
Experimentierphase. Mit dem ersten,
gerade einmal 30 mal 30 Zentimeter
großen Prototyp ging Hamm bei zahlreichen
Herstellern hausieren – ohne
Erfolg. „Viele haben das Produkt nicht
verstanden oder verfügten nicht über
die notwendigen Maschinen.“
Am Ende entwickelte sie diese selbst
und startete mit einem fünfköpfigen
Team eine Garagen-Produktion. Dabei
half eine Crowdfunding-Kampagne,
die binnen eines Monats 250.000 US-
Dollar einbrachte. Das war neben den
eigenen Ersparnissen das Startkapital
sowie der Hinweis, dass ihr Produkt einen
Nerv traf, wenn so viele Menschen
bereit waren, Geld dafür zu geben.
Bio, fair und patentiert
Das erforderliche Gewicht erreicht die
Bearaby-Decke durch eine spezielle
Bio-Baumwolle. Alle Produkte werden
ressourcenschonend hergestellt und
sind Fairtrade-zertifiziert.
„Das wichtigste Thema in der Entwicklung
war aber, dass die Decken luftig
sind“, betont die Firmengründerin.
Man könne sie auch über eine vorhandene
Bettdecke legen, ohne dass es
darunter zu warm werde. Das Gewicht
wird gleichmäßig verteilt, die Decken
sind in der Maschine waschbar.
„Wir haben zu Beginn recht viel experimentiert,
am Ende ist auch ein Patent
daraus entstanden“, so Hamm, die
mittlerweile auch einen Red Dot Award
sowie einen German Design Award
eingeheimst hat. Denn das Design ist
ein weiterer, wesentlicher Erfolgsfaktor.
Die Decken sind ein echter Hingucker
und machen sich auch gut auf einem
schicken Sofa.
„Wir hatten von Beginn an sehr viele
Farboptionen, so dass sie auch in verschiedene
Interieurs passen.“ Für viele
ihrer US-Kunden war das ein wichtiges
Argument. Mehr als 70% der Käufer
im ersten Jahr hatten bereits eine Gewichtsdecke,
waren aber unzufrieden.
„Die sind dann zu uns geswitched.“
Erfolg in den USA
Die ersten 800 hergestellten Decken
sollten für ein Jahr reichen, waren aber
innerhalb von zwei Wochen in den USA
ausverkauft. Es gab schnell positives
Feedback und Weiterempfehlungen.
„Zu Beginn haben wir gar kein Marketing
gemacht“, so Hamm. Doch dem
Fotos: Bearaby
56 MÖBELMARKTSleep
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Für den Retail-Bereich, der auch in den
USA ein wesentlicher Erfolgsfaktor für
Bearaby ist, wird aktuell ein Vertriebsteam
aufgebaut mit dem Ziel, bis Jahresende
möglichst einen Premium-Anbieter
zu gewinnen, zum Beispiel für
eine Pop-up-Fläche.
„Aber wenn ein Möbel- oder Bettenfachhändler
auf uns zukommt, sagen
wir natürlich auch nicht nein“, so
Hamm. Wichtig sei eine verlässliche
Beratungskompetenz. Partnerschaften
mit Wellness- und Yoga-Studios sowie
eine erste Hotel-Partnerschaft, wo die
Decke im Spa-Bereich eingesetzt wird,
gibt es bereits.
Breites Sortiment
Auf dem deutschsprachigen Markt
werden derzeit Decken aus reiner Bio-
Baumwolle angeboten, in den USA
auch Tencel-Decken, die einen noch
„ Wir wollen Erholung und Schlafgesundheit fördern
und in die Mitte der Gesellschaft rücken.“
Dr. Kathrin Hamm, Gründerin von Bearaby
Selfmade-Woman: Dr. Kathrin
Hamm will Bearaby jetzt in der
Heimat erfolgreich machen.
Start-up gelang es, das Interesse von
Medien und Schlafforschern zu wecken,
wichtigen Multiplikatoren.
Der Game Changer schließlich war,
dass es die Bearaby-Decke auf die
Weihnachts-Empfehlungsliste von US-
Star Oprah Winfrey schaffte. Stundenlang
hatte Hamm sich dafür in New
York in eine lange Schlange vor einem
Lagerhaus eingereiht. Nur zehn
bis zwölf Produkte von Tausenden, die
alljährlich eingereicht werden, schaffen
es auf die Liste der äußerst einflussreichen
Moderatorin. „Oprah fand die Decke
gut“, so Hamm. „Das war wie ein
Sechser im Lotto.“
Mittlerweile steht der Name Bearaby
für einen Umsatz im mittleren achtstelligen
Bereich sowie die Marktführerschaft
in den USA. Dort ist Hamm,
die heute 35 eigene Mitarbeiter hat und
deren Partnerbetriebe in Indien und Sri
Lanka weitere 200 Menschen beschäftigen,
sowohl über den Direktvertrieb
auf der eigenen Website aktiv, als auch
über viele große Retail-Partner. „Natürlich
spielt Glück auch immer eine Rolle.
Aber ich glaube, wir waren mit dem
richtigen Produkten zur richtigen Zeit
am richtigen Ort“, so Hamm. Jetzt sei
der passende Moment, die Expansion
in Angriff zu nehmen.
DACH-Markt im Blick
Seit Oktober 2024 ist Bearby im
deutschsprachigen Markt aktiv, derzeit
D2C mit einem Online-Angebot.
„Aber wir wissen natürlich, dass
es sehr gut funktioniert, wenn man in
den Geschäften das Produkt anfassen
und testen kann“, so Hamm. Denn viele
Menschen können sich unter einer
schweren Decke nach wie vor nicht allzu
viel vorstellen. „Da funktioniert der
stationäre Handel sehr gut.“ Hier hat
Hamm anspruchsvolle Kaufhäuser,
den Bettenfachhandel sowie hochwertige
Einrichter im Blick – Umgebungen
also, in denen ihr Produkt gut beraten
werden kann.
größeren Kühl-Effekt haben. Im Mai
wurden hierzulande Kinderdecken gelauncht.
„Das wird auch ein großes
Segment für uns werden“, ist Hamm
nach den ersten positiven Reaktionen
sicher.
Zum Angebot gehören außerdem eine
300 Gramm schwere Schlafmaske sowie
ein Nackenwärmer, beide mit Tonerde
gefüllt. Neu sind seit Juni auch
Körperkissen aus Naturkautschuk für
Seitenschläfer.
„Deutschland ist der erste Markt, in
den wir außerhalb der USA expandieren“,
sagt Hamm. „Es ist nicht nur ein
persönlicher Erfolg, unsere Produkte in
mein Heimatland zu bringen, sondern
auch ein bedeutender Schritt auf unserer
Mission, Erholung und Schlafgesundheit
zu fördern und in die Mitte
der Gesellschaft zu rücken.“
Denn fast jeder zweite Deutsche leide
unter Schlafproblemen, gleichzeitig
würden die Verbraucher hierzulande
die Bedeutung des guten Schlafs für
ihr Wohlbefinden zunehmend anerkennen.
„Hier sehen wir für uns ein enormes
Potenzial.“
Premium-Look: Die
Bearaby-Produkte
wurden bereits mit einem
Red Dot Award und
einem German Design
Award ausgezeichnet.
MÖBELMARKT
07/08 / 2025 SleepMÖBELMARKT 57
Yatas: Erster
Concept-Store
in Frankfurt
Sales&Marketing Director
Abdi Cetin mit Storemanagerin
Fatma Yildirim. Fotos: leo
Die Europa-Zentrale des türkischen Matratzen- und
Möbelherstellers Yatas Bedding hat Anfang Juni in
Frankfurt den ersten eigenen Store für Betten und Matratzen
in Europa eröffnet. Die Filiale im Nordwest Einkaufszentrum
bietet eine exklusive Auswahl an hochwertigen
Betten, innovativen Matratzen und maßgeschneiderten
Schlaflösungen.
Der Laden, den das Unternehmen von
einem Franchise-Partner übernommen
hat, ist in bester Lage – direkt zwischen
einem Media-Markt und einem Storee
von Olymp & Hades im Obergeschoss
des Einkaufszentrums. Das Team um
Sales- und Marketing-Director Abdi
Cetin hat ihn komplett an die weltweite
CI des Unternehmens angepasst. Etwa
25.000 Artikel sind jetzt in Frankfurt auf
320 Quadratmetern erhältlich.
„Wichtiger Meilenstein“
„Nach Jahren erfolgreicher Tätigkeit
mit Partner-Stores und im Online-Handel
markiert die eigene Store-Eröffnung
einen wichtigen Meilenstein in
der Unternehmensgeschichte“, so Cetin.
„Mit dem neuen Standort bringt
Yatas seine Kompetenz im Bereich
Schlafkomfort direkt vor Ort – mit persönlicher
Beratung, Anprobe-Möglichkeiten
und einem inspirierenden Showroom.“
Für das laufende Jahr erwartet
der Sales- und Marketing-Director einen
Umsatz von mindestens 600.000
bis 800.000 Euro.
„Unser Ziel ist es, den Menschen zu einem
besseren Schlaf zu verhelfen –
und das am besten dort, wo sie unsere
Produkte live erleben können“, erläutert
Store-Managerin Fatma Yildirim:
„Mit dem ersten Concept-Store in
Deutschland möchten wir unseren
Kundinnen und Kunden die Möglichkeit
geben, die Qualität unserer Produkte
hautnah zu erleben und individuell
beraten zu werden.“ Die gelernte
Sportlehrerin ist seit März bei Yatas
Bedding und bringt aus früheren Tätigkeiten
reichlich Vertriebs- und Verkaufserfahrung
mit. Sie ist Chefin von
drei Mitarbeitern in Frankfurt.
Zur Eröffnung kam Generalkonsulin Nagihan Ilknur Akdevelioglu. Sie durchschnitt
das rote Band.
Weitere Stores geplant
Sollte sich das Konzept bewähren,
plant Cetin weitere Stores unter eigener
Regie. Doch auch die Franchise-
Schiene soll forciert werden: „Die
Yatas International GmbH mit Sitz in
Nürnberg bietet für alle interessierten
Partner ein zugeschnittenes Businesskonzept
– ob mit Concept-Stores für
Enza Home oder Yatas Bedding oder
Shop-in-Shop-Systeme, Multichannel,
Fachhandel oder OEM-Business. Wir
sind der zuverlässige Partner für eine
erfolgreiche und nachhaltige Zusammenarbeit“,
sagt Abdi Cetin.
leo
Der Store befindet sich im NWZ in bester Lage.
58 MÖBELMARKTSleep
25.000 Artikel – Betten, Matratzen und
Heimtextilien sind in dem Store vorrätig.
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Hellwach: Eva Bovet und Björn
Steinbrink vermitteln ihr Wissen
rund ums Schlafen einem
interessierten Publikum.
Infotainment für Besserschläfer
Mit ihrem Programm „Schlaflos in…“ bringen die Fachhändler und Schlaftrainer Eva Bovet und Björn Steinbrink das
Thema Schlaf ins Hotel. Mit ihrem Partner Premier Inn geht es im November weiter. Interessierte Bettenfachhändler
können sich an den Veranstaltungen kostenlos beteiligen.
MM: Frau Bovet, Herr Steinbrink, Sie
sind mit der Vortragsreihe „Schlaflos
in…“ in mehreren Hotels zu Gast gewesen.
Welche Resonanz gab es?
Eva Bovet: Wir waren im Mai an drei
Abenden in den Häusern von Premier
Inn in Wuppertal, Köln und Frankfurt.
Dort gab es jeweils ein Nachmittagsprogramm:
eine Zooführung in Wuppertal
mit dem Thema „So schlafen
Tiere“, einen Besuch bei Betten Sauer
in Köln, dem ältesten Bettenfachgeschäft
Deutschlands, sowie eine Stadtführung
in Frankfurt mit mysteriösen
Bettgeschichten und verrückten Schlafplätzen.
Die Resonanz war toll.
Björn Steinbrink: Zugegeben, in Wuppertal
und Frankfurt war jeweils ein
größeres Publikum als in Köln. Es war
einfach ganz wunderbar zu sehen,
dass sich Menschen so intensiv für
Schlaf interessieren. Es wurden nach
unserem Infotainment-Programm und
in der Pause viele tolle Fragen gestellt,
wie der eigene Schlaf verbessert werden
kann.
MM: Sind Hotels ein guter Ort, um
schlecht zu schlafen?
Steinbrink: Grundsätzlich kann man
an jedem Ort ziemlich schlecht oder
auch sehr gut schlafen. Viele Faktoren
beeinflussen die Schlafqualität. Sobald
man in einer ungewohnten Umgebung
schläft, kann es in der ersten Nacht
(selten in den ersten Nächten) zum
First-Night-Effekt kommen. Der Geruch
ist anders, das Bett ungewohnt,
das Zimmer, die Atmosphäre. Vielleicht
fehlt der Bettpartner oder die Bettpartnerin.
Da hilft es, Routinen oder tatsächlich
Dinge von zuhause mitzubringen,
etwa das eigene Kopfkissen. Das
schafft oft ein Gefühl von zuhause.
Bovet: Je besser ein Hotel versteht,
was guten Schlaf im Allgemeinen ausmacht,
und die Zimmer und Unterkünfte
entsprechend gestaltet, umso entspannter
kann dort auch geschlummert
werden.
MM: Jeder Gast bringt individuelle
Schlafbedürfnisse mit. Haben die
Hotelbetreiber da überhaupt eine realistische
Chance, möglichst vielen
Menschen eine erholsame Nacht zu
bereiten?
Bovet: Tatsächlich ist es so, dass viele
Menschen ja Herausforderungen mit
dem eigenen Schlaf haben. Und diese
Herausforderungen sind natürlich im
Hotel oft immer noch da – es sei denn,
es stellt sich eine Entspannung ein,
weil man dem Alltagsstress entgeht.
Das kann sich schon positiv auf den
Schlaf auswirken.
Steinbrink: Ich glaube schon, dass
Hotels eine Chance haben, möglichst
vielen Gästen einen guten Schlaf zu ermöglichen,
wenn sie ein paar Grundregeln
beachten: Die Möglichkeit, das
Zimmer sowohl dunkel als auch so leise
wie möglich zu halten, und ein bequemes
Bett. Ob man abends meditiert,
zum Einschlafen ein Buch liest
oder nochmal einen kurzen Spaziergang
macht – das alles sind Routinen,
„Es wäre schrecklich, der Bettausstattung
nicht genug Beachtung zu schenken.“
Björn Steinbrink
die man auch wunderbar während des
Hotelaufenthalts machen kann.
MM: Was sind die häufigsten Fehler
bei der Bettausstattung oder der
Gestaltung der Zimmer?
Bovet: Natürlich ist der Geschmack
bei einer Zimmereinrichtung unterschiedlich.
Nicht jeder Mensch mag
bestimmte Farben oder Stile. Aber ich
glaube, dass wir alle einen ähnlichen
Sinn für Gemütlichkeit und Atmosphäre
haben. Ein Zimmer muss mir Sicherheit,
Ruhe und Entspannung vermitteln.
Der Stress des Tages, wenn ich
zum Beispiel geschäftlich reise, muss
draußen bleiben können.
Steinbrink: Die Gäste sind im Hotel,
weil sie auf Reisen einen Ersatz fürs
Zuhause suchen. Üblicherweise sind
sie oft tagsüber unterwegs und nutzen
das Zimmer hauptsächlich zum Schlafen.
Deshalb halte ich das Bett für das
wichtigste Möbelstück im Hotelzimmer.
Es wäre schrecklich, der Bettausstattung
nicht genug Beachtung zu
schenken.
Bovet: Schlimm sind alte, durchgelegen
Matratze, zerschlissene Bettwäschen
oder Flecken auf dem Bett, aber
auch Materialien bei Decken, Kissen
und Bettwäsche, die zu warm, nicht atmungsaktiv
oder zu kalt sind. Die Möglichkeit,
andere Decken oder Kissen zu
nutzen oder anzufragen, zeugt von
Wertschätzung des Gastes und des
Schlafs.
MM: Wie geht es mit dem Format
„Schlaflos in…“ weiter?
Bovet: Anfang November geht es wieder
los. Dafür haben wir uns etwas Besonderes
vorgenommen: Bettenfachhändlerinnen
und -händler haben die
Möglichkeit, Teil von „Schlaflos in..“ zu
werden. Ob ein Interview während des
Abendprogramms bei Premier Inn oder
ein eigener Vortrag zum jeweiligen
Lieblings-Schlafthema – wir können
gemeinsam inhaltlich kreativ werden.
Die Teilnahme ist für alle daran Interessierten
kostenlos.
Steinbrink: Bewerbungen können aus
ganz Deutschland kommen, wir sind
auch örtlich frei. Wer Interesse hat: Einfach
eine e-Mail mit Angabe von Homepage,
Social-Media-Accounts und der
Antwort auf die Frage, warum man bei
„Schlaflos in...“ dabei sein möchte, an
hallo@schlaflosin.de senden.
Stefan Mielchen
MÖBELMARKT
07/08 / 2025 SleepMÖBELMARKT 59
Schlafkultur auf hohem Niveau
Die Cramergruppe hat ihr Bettenstudio im Hamburger Flagshipstore umgestaltet
Guter Schlaf in exklusiver Atmosphäre:
Der Hamburger Flagshipstore der Cramergruppe
bietet genau das in seinem neu
gestalteten Bettenstudio. Nach umfangreichen
Umbaumaßnahmen wurde das
neue Areal am Standort des Einrichtungshauses
in der Kieler Straße eröffnet, in
dem Betten, Nachttische, begehbare Kleiderschränke,
Beistellmöbel und Accessoires
auf hohem Niveau präsentiert werden.
Besonders stolz ist man bei Cramer
auf die neue Partnerschaft mit Schramm
Betten: Dem maßgefertigten Luxus aus
Winnweiler – jedes Schramm-Bett ist ein
Unikat – wird viel Platz im neuen Bettenstudio
eingeräumt. In der großzügig neu
gestalteten Bettenabteilung sind außerdem
luxuriöse Marken wie Treca, Harrison
Spinks, Möller Design oder Müller Möbelwerkstätten
zu erleben.
Fotos: Cramer
60 MÖBELMARKTSleep
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Insolvenz:
Schlaraffia steht vor dem Aus
Es hatte sich schon länger angedeutet: Aquinos Bedding Germany mit
der bekannten Marke Schlaraffia hat Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht
Bochum leitete am 11. Juli ein vorläufiges Insolvenzverfahren ein
und bestellte Rechtsanwältin Frauke Heier aus Bochum zur vorläufigen
Insolvenzverwalterin. Betroffen sind rund 170 Beschäftigte. Schlaraffia
gehört seit März 2022 zur portugiesischen Aquinos-Guppe, die im Mai
bereits ihr belgisches Tochterunternehmen verkauft hatte. Ob es für
Schlaraffia eine Zukunft gibt, ist offen. Geschäftsführung und Insolvenzverwalterin
müssen die wirtschaftliche Situation prüfen und klären, ob
eine Sanierung in Bochum möglich ist. Offenbar wird dabei auch nach
einem möglichen Investor geschaut. Denn Schlaraffia ist eine der bekanntesten
Marken im Schlafsegment mit Boxspring-, Polster und Sofabetten,
Matratzen, Lattenrosten. Zuletzt wurde in Bochum mit viel Engagement
daran gearbeitet, die Produkte kreislauffähig zu machen
Matratzen, Polster- und Boxspringbetten: Schlaraffia ist eine der
bekanntesten deutschen Schlaf-Marken. Foto: Schlaraffia
Hasena:
Neues Logistikzentrum eröffnet
In Neuenburg am Rhein hat Bettenhersteller Hasena ein neues Logistikzentrum
eröffnet. Auf 20.000 Quadratmetern Fläche schaffte das Unternehmen aus der
Schweiz an dem deutschen Standort zwischen Freiburg und Basel eine hochmoderne
Logistikstruktur, die Prozesseffizienz, Lagerkapazität und digitale Transparenz
dank neuem WMS-System vereint. Ein separater Wareneingangs- und Warenausgangsbereich
mit je fünf Verladerampen sorgt für optimale Abläufe – bei
einem wöchentlichen Warendurchlauf von rund 8.000 Picks. Das Hauptlager bietet
auf 10.000 Quadratmetern Fläche Platz für 13.000 Paletten. Durch die fünf
Verladerampen wurden die Prozesse so optimiert, dass selbst bei hoher Auslastung
alles reibungslos läuft, wie man bei Hasena betont. Ein besonderes Augenmerk
lag dabei auf der intelligenten Flächenaufteilung und Lagerstruktur. Mit dem
neuen Lagerverwaltungssystem sieht sich das Unternehmen zudem digital bestens
aufgestellt: Rund 3 Millionen Scans jährlich sorgen für ein durchgängig verlässliches
Handling der Bestellungen und damit für zuverlässige, schnelle Lieferfähigkeit.
Neueste Lagerverwaltungs-Software sorgt für Transparenz und
Echtzeit-Tracking und dadurch weniger Fehllieferungen sowie eine direkte Ein-/
Auslagerung der Pakete.
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Das neue Logistikzentrum in Neuenburg am Rhein. Foto: Hasena
MÖBELMARKT
07/08 / 2025 SleepMÖBELMARKT 61
Kreislauffähig sowie aus recycelten
und biozirkulären Rohstoffen: Die
Advanced-Matratze der Vita Group.
Zukunftsthemen zum Anfassen
Die Interzum 2025 zeigte viele spannende Neuheiten im Bereich der Matratzenherstellung. Produkte und Entwicklungen
rund um Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft standen dabei im Mittelpunkt. Aus Köln berichtet Stefan Mielchen
Eine hohe Innovationsdichte darf man
der diesjährigen Interzum in Köln zweifellos
bescheinigen. Ihr Leitmotiv „Rethinking
Resources: Circular and Biobased
Solutions“ zog sich wie ein roter
Faden durch die Messehallen und war
auch bei vielen Zulieferern aus dem
Bedding-Segment ein zentrales Thema.
Denn auch die Herstellung von
Matratzen zahlt immer stärker auf das
Thema Nachhaltigkeit ein – und zwar
bei allen Komponenten, aus denen die
Produkte gefertigt werden.
Ausgezeichnete Hersteller
So wurde beispielsweise die englische
Vita Group für ihre kreislauffähige Advanced
Matratze aus recycelten und
biozirkulären Rohstoffen mit einem Interzum
Award in der Kategorie „Best of
the Best“ ausgezeichnet. Die Matratze
basiert auf einem modularen Aufbau,
bei dem jede Komponente austauschund
recycelbar ist. Durch die einfache
Zerlegbarkeit wird der Prozess des Recyclings
erleichtert und die Lebensdauer
deutlich verlängert.
Für die Latex-Matratzenserie
Moreganic erhielt Love Home Fabrics
einen Interzum Award.
Eine Best-of-the-Best-Auszeichnung
erhielt auch das belgische Unternehmen
Love Home Fabrics für sein Produkt
Moreganic Natural Latex: ein zertifiziertes
Naturmaterial, das höchsten
ökologischen und sozialen Standards
entspricht. Es stammt aus kontrolliertem,
nachhaltigem Anbau und wird unter
fairen Bedingungen verarbeitet.
Um natürliche Rohstoffe ging es auch
beim niederländischen Hersteller Innofa,
der mit zwei umweltfreundlichen
textilen Kühltechnologien eine Alternative
zu bislang petrochemisch basierten
Schäumen entwickelt hat. Orsa
Foam aus Italien wiederum stellte eine
neue Reihe von Polyurethan-Schaumstoffen
vor, die mit recycelten Polyolen
aus der Rückgewinnung von ausrangierten
Matratzen und PET-Kunststoff
hergestellt werden. Auch Innofa zählte
zu den „Best of the Best“, die von einer
Fachjury gekürt wurden und Stoff
für spannende Entdeckungen boten.
Kreislauffähiger Bettrahmen
Die gab es nicht nur bei den Award-
Preisträgern. Das belgische Start-up-
Unternehmen Neonest etwa, das zur
Revor-Gruppe gehört, hat den nach eigenen
Angaben weltweit ersten vollständig
kreislauffähigen Bettrahmen
auf den Markt gebracht. „Wir stellen
nicht nur Lattenroste her, wir bauen die
Zukunft der Möbel“, sagte Ilias Addarkaoui,
Geschäftsführer von Neonest, in
Köln. „Wir verwandeln Abfall in einen
langfristigen Wert.“ Der mit einem
Klicksystem modular konzipierte Neonest-Rahmen
wird zu hundert Prozent
aus recyceltem Polypropylen hergestellt
und kann ohne Verwendung neuer
Rohstoffe wieder zu einem neuen Rahmen
verarbeitet werden, auf den
Schaum- oder Federkernmatratzen gelegt
werden können. „Ein weiterer Vorteil
ist, dass unser Rahmen vollständig
den geltenden EU-Nachhaltigkeitsrichtlinien
entspricht“, so Addarkaoui.
Nach anderthalb Jahren Entwicklungsarbeit
will sich Neonest bei der Vermarktung
zunächst auf Europa konzentrieren.
Digitaler Produktpass
Trotz schwieriger Marktlage herrschte
so etwas wie Aufbruchstimmung in
Köln. Das ist auch notwendig, zumal
unter der Überschrift der Messe, denn
schon bald greifen nicht zuletzt für Matratzenhersteller
neue Vorschriften der
EU wie die zum Digitalen Produktpass.
Hier sind Lösungen gefragt – und das
62 MÖBELMARKTSleep
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Oben: Neonest-Geschäftsführer Ilias
Addarkaoui präsentierte in Köln den ersten
vollständig kreislauffähigen Bettrahmen.
Unten: Smarter Schlafen:
Variowell-CEO Tobias Kirchhoff
präsentierte digitale Konzepte zur
Temperaturregelung von Matratzen.
Oben: Rik Holvoet, Co-Gründer von TripleR
aus Belgien, hat eine Plattform für Digitalen
Produktpass von Matratzen entwickelt.
Unten: Sales Manager Martin Lill zeigte am
Stand von Leggett & Platt Federkerne wie den
reaktionsfreudigen „Nano Coil“.
Oben: Markenfamilie neu geordnet: Pascal
Timmerman von Kabelwerk Eupen
präsentierte Matratzenschäume bis RG 85.
ebenfalls aus Belgien stammende Unternehmen
TripleR hatte eine im Gepäck:
eine Plattform für den digitalen
Zwilling, auf der alle erforderlichen Produktinformationen
gespeichert werden
und mittels QR-Code für den Endkunden
sowie RFID-Chip für Hersteller
und Recycler abrufbar sind.
Rik Holvoet, Co-Gründer von TripleR,
sieht die Branche noch am Beginn der
Entwicklung. Zwar wird das Thema
nicht zuletzt vom Fachverband der
Matratzenindustrie forciert, aber ein
belastbares System zur Sammlung
und Wiederverwertung von Matratzen
ist noch ein ehrgeiziges Ziel, von echter
Kreislauffähigkeit der Produkte sind
die meisten Hersteller auch noch weit
entfernt. Gleichwohl muss der Digitale
Produktpass bereits in wenigen Jahren
umgesetzt sein, „für Matratzen bis
2029, und das ist nicht mehr viel Zeit“,
wie Holvoet betont.
Zirkuläre Matratzenhülle
Auch abseits dessen waren auf der Interzum
Lösungen zu sehen, die Zeichen
in die richtige Richtung setzen,
wie etwa beim Bezugsstoffhersteller
BekaertDeslee. Die Belgier stellten in
Köln unter anderem „Infinity Cover“
vor, eine zirkuläre Matratzenhülle, die
vollständig recycelt und wiederverwendet
werden kann. Sie besteht aus einem
einzigen Materialtyp, wodurch sie
besonders einfach dem Recyclingkreislauf
zugeführt werden kann.
Beim türkischen Hersteller Boyteks
standen Nachhaltigkeitsthemen ebenfalls
ganz oben auf der Agenda, etwa
Bezugsstoffe auf Basis recycelter
Haushalts-Öle. Angesichts einer eher
verhaltenen Stimmung im Markt konstatierte
Bora Gögen, der Deutschland-
Repräsentant von Boyteks, allerdings:
„Viele Hersteller schauen nach dem
Standard.“
Nicht minder viele schauen auf die
Kosten. Auch in dieser Hinsicht hatte
die Interzum Innovationen zu bieten,
etwa beim spanischen Maschinenhersteller
Masias Maquinaria mit seiner
Neuentwicklung „Flexipad“: ein innovatives
Verbindungselement, das speziell
für die automatisierte Matratzenfertigung
entwickelt wurde. Durch die
flexible Struktur lassen sich Matratzenkomponenten
effizienter, schneller und
mit weniger Materialeinsatz zusammenfügen.
Dies reduziert Produktionskosten
und schont Ressourcen.
Komfortthemen gefragt
Auch in Sachen Komfort geht die Reise
weiter. Bei Kabelwerk Eupen etwa
stand die neu geordnete Markenfamilie
im Mittelpunkt, die bis Raumgewicht
85 höchsten Ansprüchen genügt. Die
Produktionshallen der Belgier waren
nach einer Flut zehn Monate komplett
offline, „doch jetzt geht es wieder aufwärts“,
wie Sales Manager Pascal Timmerman
in Köln erklärte. „Wir sind wieder
im Wachstum.“
Die Bedding-Sparte von Leggett &
Platt stellte eine ganze Reihe von Federkernen
und Schäumen vor, etwa
„Activ Edge“ als Federumrandungslösung,
die eine dauerhafte, dynamische
Kante bietet, „Nano Coil“, eine vielseitige,
reaktionsfreudige und flache Federkomfortschicht,
oder „Kayfoam“,
ein Spezialschaumstoff mit temperaturregulierenden
Zusätzen wie Gel,
Graphit und Kupfer, die überschüssige
Wärme schnell abgeben und das Thermomanagement
verbessern.
Spannende smarte Themen hatte Variowell
aus Münster im Gepäck. Etwa das
erstmals vorgestellte neue Schaumstoffkonzept
„Teccio“, dessen Festigkeit
sich in Echtzeit über eine digitale
Benutzeroberfläche per App zwischen
weichen und stützenden Einstellungen
verstellen lässt, oder die Temperaturregulierung
„Sway“, die gezielt Wärme
und Kühle digital steuert. CEO Tobias
Kirchhoff war mit dem Auftritt auf der
Interzum vollauf zufrieden: „Die Resonanz
auf unsere Innovationen zeigt,
dass der Markt bereit ist für intelligente
Schlaflösungen, die über Schaumstoff
und Stoff hinausgehen.“
Die nächste Interzum findet vom 11.
bis 14. Mai 2027 in Köln statt.
MÖBELMARKT
07/08 / 2025 SleepMÖBELMARKT 63
Mehr als 180 Aussteller
kamen zur Hometex
Sommer nach Bad
Salzuflen. Fotos: stm
Alles, was Rang und Namen hat
Die Sommer-Ausgabe der Hometex-Messe Ende Juni verzeichnete nach Veranstalterangaben einen
Besucherrekord. An den Ständen herrschte trotz allgemein schwieriger Rahmenbedingungen gute Stimmung.
Aus Bad Salzuflen berichtet Stefan Mielchen.
Mehr als 180 Aussteller zeigten auf der
Hometex ihre Neuheiten, wobei neben
den modisch orientierten Textilsortimenten
vor allem Matratzen und
Schlafsysteme im Fokus standen. Nahezu
alles, was in der Branche Rang
und Namen hat, war in Bad Salzuflen
vertreten. Erstmals fand die Messe in
drei Hallen statt, in denen über 20.000
Quadratmeter Ausstellungsfläche zur
Verfügung standen, wobei die Fläche
nicht komplett ausgenutzt wurde.
Es gibt also im bestehenden Konzept
noch Entwicklungsmöglichkeiten für
die Sommer-Messe, während der kommende
November-Termin deutlich kleiner
ausfallen wird. Denn Schlafsysteme
werden in der Winter-Ausgabe der
Messe aller Voraussicht nach nicht vertreten
sein. Wie zu hören war, sollen
die Textil-Anbieter dann mit gegebenenfalls
auch kleineren Ständen in einer
Halle konzentriert werden.
systemen wurde sehr positiv aufgenommen.
Unternehmen wie Dormiente
oder Meise Möbel haben bereits vor Ort
signalisiert, dass sie im kommenden
Jahr gerne wieder dort ausstellen
möchten“, erklärte Messe-Initiator Thomas
Fehr, der sich mit Projektleiterin Lisa
Brokbals auch unter der neuen Leitung
durch den SN-Verlag für die
Hometex engagiert. Die als offene Verbandsmesse
gestartete Veranstaltung
hat sich zu einem echten Branchenevent
entwickelt, zu dem Einkäufer aller
Vertriebsformen anreisen. Mit Garant
und MZE sind zwei Einkaufsverbände
mit großen Ausstellungsflächen vertreten,
auch viele Händler des Bettenrings
kamen nach Bad Salzuflen. Der
Anteil internationaler Besucher lag
nach Angaben der Veranstalter bei
knapp 20%, vorwiegend aus Benelux,
der Schweiz und Österreich.
„Wir hatten am ersten Tag konstant bis
18 Uhr Traffic am Stand, es war proppenvoll“,
bilanzierte Nico Sattler, Commercial
Director CEU bei Ekornes mit der
Marke Svane. Auch am zweiten Tag
wurden noch wichtige Kunden erwartet,
etwa aus den Niederlanden. Dass
der Stand gegenüber dem Vorjahr
deutlich vergrößert wurde, hat sich für
Svane ausgezahlt: „Wir haben auf der
Messe auch Neukunden gewonnen“,
so Sattler, der die Stimmung im Handel
so beschrieb: „Man merkt, es wird am
Sortiment gearbeitet, auch wenn es im
Einkauf noch eine gewisse Zurückhaltung
gibt.“
Premieren und Neuheiten
Mit dem neuen Tellerrahmen „Night
Flight“ präsentierte sich Rummel auf
der Hometex. „Das war unser Hauptgesprächsthema
hier auf der Messe
Alle Vertriebsformen vor Ort
„Die neu hinzugekommene Halle 22.1
mit zahlreichen Herstellern von Schlaf-
Auch der MZE war mit einer großen
Verbandsfläche und zahlreichen
Lieferanten vertreten.
64 MÖBELMARKTSleep
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
und wir haben den Rahmen auch
schon bei einem Verband platziert“,
berichtete Klaus Neudecker aus der
Rummel-Geschäftsleitung. Er sieht die
aktuelle Marktlage entspannt: „Wir profitieren
sehr von der Differenzierung,
aber auch von der Schwäche einiger
Wettbewerber.“
Premiere auf der Messe feierte Meise
Möbel mit seinem neuen, modular konzipierten
„Next Bed“. Inhaber Klaus
Bellingroth war guter Dinge: „Es ist uns
sehr bewusst, dass wir hier neu sind,
aber ich bin sicher, dass wir mit einem
guten Ergebnis vom Platz gehen.“ Mit
dem modularen Ansatz lag man bei
Meise Möbel voll im Trend. Auch andere
Hersteller bieten immer häufiger Matratzen
beziehungsweise Schlafsysteme
in Modulbauweise an, so dass sie
einerseits stärker individualisierbar sind,
andererseits aber auch im Prozess des
Recyclings leichter zu handhaben,
wenn die jeweiligen Komponenten nur
aus einem Material bestehen.
Neues hatte auch Hasena im Gepäck
und zeigte seinen „Dream Planner“: einen
Konfigurator mit Retail-Portal und
direkter Bestellmöglichkeit. Den Softstart
gab es auf der Messe, ab Ende
September soll er dann voll im Einsatz
sein. Bei Werkmeister fiel neben einem
besonders flachen Motorrahmen und
der neuen Hybrid-Matratze „Lania L“
mit Talaly-Latex, Taschenfederkern
und Schaum das komplett überarbeitete
Branding der Marke ins Auge. Unter
dem Claim „Deine Schlafmanufaktur“
wollen die Norddeutschen künftig
hochwertiger im Design auftreten.
Zufrieden mit dem Messeverlauf zeigte
sich auch Markus Stendebach. „Der
Handel hat gut platziert“, erklärte der
Geschäftsführer von Bettwaren Stendebach,
der mit der ebenfalls modular
aufgebauten Matratze „Iconmat“ ein
smartes Schlafsystem mit Massagefunktion
präsentierte. Vier Jahre Entwicklung
stecken darin, das Recycling
wurde dabei stets mitgedacht. „Der
nächste Schritt soll dann die Kreislauffähigkeit
sein“, so Stendebach.
Ein Thema, das bei den Matratzen des
niederländischen Herstellers Auping
bereits komplett umgesetzt ist. „Wir
stehen für Design im Schlafzimmer“,
betonte Deutschland-Geschäftsführer
Dirk Olefs mit Blick auf die von Auping
auf der Messe gezeigten Betten, die
hierzulande künftig anders vertrieben
werden. Von den ehemals sechs eigenen
Stores sind mittlerweile vier geschlossen,
am Ende soll nur die Filiale
in Berlin erhalten bleiben. „Unser voller
Fokus liegt jetzt auf der Neukundengewinnung
im Handel“, so Olefs, der
dabei sowohl den Bettenfachhandel als
auch schicke Einrichter im Visier hat.
Textile Sortimente stark
Auch die textilen Sortimente sind auf
der Hometex traditionell stark vertreten.
„Die Messe hat sich gut entwickelt.
Die Frequenz war richtig gut, wir hatten
am ersten Tag keine Minute Leerlauf“,
freute sich etwa Sebastian Hahn, Geschäftsführer
bei Hahn-Haustex. Ein
Highlight dort: Die Stonewashed-Bettwäsche
in Electric Fuchsia und Jelly
Mint, den kommenden Pantone-Trendfarben
für 2026. Auch das Cozy-Cotton-Spannbetttuch
aus 100% Baumwolle
in neun Farben kam gut an.
Produktmanagerin Manuela Lier präsentierte die neue
„Just B.“-Kollektion von Bettina Zimmermann für Musterring.
Oben: Mit einem neuen Tellerrahmen war Klaus Neudecker aus der
Geschäftsleitung von Rummel nach Bad Salzuflen gekommen.
Rechts: Bei Hasena zeigte
Verkaufsleiter Manuel Vaccaro
neben dem neu aufgelegten
Boxspring-Programm auch
einen neuen Konfigurator.
Oben: Am deutlich vergrößerten Svane-Stand
konnte Commercial Director CEU Nico Sattler
auch einige Neukunden begrüßen.
Links: Geschäftsführer Sebastian Hahn hat mit
dem Team von Hahn-Haustex die Pantone-
Farben des Jahres 2026 bereits umgesetzt.
MÖBELMARKT
07/08 / 2025 SleepMÖBELMARKT 65
Garant stellt neues Ü-60-Konzept vor
Verbandsleiter Stefan Wieselhuber stellte „Herzens.Lust“ vor,
das neue Vermarktungskonzept für die ältere Zielgruppe.
Im Rahmen der Hometex stellte die Garant Gruppe „Herzens.Lust“, vor, ihr neues Vermarktungskonzept
für den Verband Garant Gutes Schlafen, mit dem die Zielgruppe Ü 60 angesprochen wird.
Als Kooperationspartner sind mit Stiegelmeyer, Kirchner und Rummel drei Hersteller von Komfortbetten
sowie die Textil-Anbieter Walburga, Wülfing und B.Sensible mit im Boot. Im Mittelpunkt
steht aber die Endkundenansprache, betont Verbandsleiter Stefan Wieselhuber.
Dafür werden dem Handel POS-Material, Videos, Bilder sowie ein individualisierbares, 68-seitiges
Magazin für Endkunden bereitgestellt, das zielgruppenspezifische Themen von Reise über Kulinarik
bis zu Gesundheit und Wohlbefinden sowie Wissen rund um den gesunden Schlaf und andere
Wohnthemen bietet. Das Konzept reicht aber noch weiter. So wird eine Endkunden-Finanzierung
bis 75 Jahre angeboten, außerdem sind Vorträge, Pflegekurse und Aktionswochen sowie die Fortbildung
zum Medizinprodukte-Anbieter TÜV Rheinland Teil des Angebots.
Bis 2025 seien 7,5 Mio. Menschen in Deutschland von Pflegebedürftigkeit betroffen, so Wieselhuber,
der weit überwiegende Teil werde in häuslicher Umgebung versorgt. Hier will „Herzens.Lust“
ansetzen und das Thema platzieren, noch bevor es für Menschen über 60 akut wird. „Denn sie sind
die größte Kundengruppe, die wir haben“, so Wieselhuber. Der Fokus des Konzeptes liege dabei
auf Komfort, Ästhetik und Nutzen. „Der Pflege-Aspekt tritt in den Hintergrund, so dass Wohlbefinden
und das selbstbestimmte Leben des Kunden im Mittelpunkt stehen.“
Am Stand von Musterring dominierte die
neue „Just B.“-Kollektion von Bettina
Zimmermann – viele gedeckte Töne
mit gezielten farblichen Akzenten und
unzähligen Kombinationsmöglichkeiten.
Auch bei Pad Home Design Concept
ist die Kollektion ruhiger geworden.
„In unruhigen Zeiten suchen die
Kunden sanftere Töne“, erklärte Inhaber
Mick Rossmann. Umgesetzt wurde
das mit New-Romantic-Anklängen
oder wertigen Konzepten u.a. in Leder,
ergänzt mit farbigen oder witzigen Akzenten,
wie man sie von Pad gewohnt
ist. Gezeigt wurde auch die jüngst von
Rossmann erworbene Marke Proflax,
so dass sein Portfolio jetzt zweigeteilt
ist: Pad als mutig-poppige Kollektion
mit saisonalem Charakter und Proflax
mit viel Tischwäsche und klassischem
Heimtextilien-Charakter.
Die nächste Hometex findet am 19. und
20. November statt. Der Termin der
kommenden Sommer-Ausgabe steht
mit dem 24. und 25. Juni 2026 ebenfalls
fest. Projektleiterin Lisa Brokbals sieht
dem mit Freude entgegen: „Für den
Sommer 2026 haben über die derzeitigen
Aussteller hinaus bereits einige weitere
Hersteller aus den Bereichen
Schlafen und Wohnen ihr Interesse
angemeldet.“
SHOWCASE SLEEP
Hahn
Haustex:
Timeless
Basics
Eine neue, zeitlose Basic-
Perkal-Linie ist bei Hahn zu
finden: Organische Kreise,
stilisierte Blumen oder
Streifen mit Wendeoption
in drei ansprechenden
Farbvarianten begeistern in
jeder Jahreszeit. Designed
in Germany by Hahn-Haustextilien
GmbH.
www.hahn-haustex.de
66 MÖBELMARKTSleep
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
FACHMAGAZIN DER BRANCHE
AUGUST 8/2025
B 50899
Die „BioFresh“ Technologie von Liebherr hält mit
präzise abgestimmter Temperatur und Luftfeuchtigkeit
verschiedene Lebensmittelgruppen im
Kühlschrank bis zu fünfmal länger frisch. So
bleiben nicht nur Vitamine und Aromen optimal
erhalten – auch ein bewusster und nachhaltiger
Lebensstil wird aktiv unterstützt. Foto: Liebherr
Badmodernisierung
neu interpretiert
So wird die IFA 2025
Weinmomente
der Extraklasse
Alles Wissenswerte im Vorfeld des Küchenherbstes
lesen Sie in unserer September-Ausgabe.
Seien Sie dabei!
Anzeigenbuchung über Silvia Chesi:
chesi@ritthammer-verlag.de
FACHMAGAZIN DER BRANCHE
Faszination trifft
Skepsis
Stellen Sie sich vor: Ihr neuer Mitbewohner ist ein humanoider
Koch, der nie das Salz vergisst, nie meckert und sogar das Gemüse
freiwillig schneidet. Während andere noch darüber grübeln, ob
der Toast anbrennt, hat unser Roboterchef längst ein Drei-Gänge-
Menü gezaubert – dekoriert mit einem Petersilienblatt, das so
akkurat sitzt wie ein maßgeschneiderter Hut. Applaus? Braucht
er nicht. Stattdessen piepst er zufrieden und plant heimlich schon
das nächste Dessert. Die Küche verlässt er blitzeblank, seine
Geduld ist grenzenlos. Das Einzige, was ihm wirklich Sorgen
bereitet, ist ein leerer Akku.
Doch so charmant das klingt, so vielfältig sind die Meinungen
über diese Zukunft, wie die Studie „Hier sind die Roboter:
Konsumentenstudie zu Robotik im Haushalt“ der Branchenorganisation
GFU Home & Consumer Tech und der internationalen
Strategieberatung Oliver Wyman zeigt. Demnach lehnen es 36%
der über 1.300 befragten Personen ab, dass in den kommenden
fünf bis zehn Jahren ein Roboter ihre Türschwelle passiert. 37%
würden hingegen die maschinellen Helfer willkommen heißen.
Nicht jeder sieht also in einer Maschine, die das Familienrezept
der Oma mit Mikrochip nachkocht, den nächsten besten Sous-
Chef. Manche befürchten, dass mit dem Roboter nicht nur der
Kochlöffel, sondern auch ein Teil der Menschlichkeit aus der
Küche verschwindet.
Genau an dieser Schnittstelle zwischen Faszination und Skepsis
setzt die IFA 2025 an. Die Messe wird erneut zum Schaufenster
für Innovationen, die den Alltag in Küche und Bad nicht nur
komfortabler machen, sondern auch zeigen, wie Robotik und
intelligente Assistenzsysteme in greifbare Nähe rücken. Ein Aufbruch,
der den Pulsschlag der Branche bestimmt und zugleich
neue Impulse für Verbraucher bereithält.
Diese verspricht dann sicherlich auch wieder die nachfolgende
Küchenmeile mit ihren Begleitveranstaltungen. In und rund um
Löhne wird einmal mehr sichtbar werden, wie sich smarte Technologien
mit ästhetischem Design und nachhaltigen Materialien
verbinden, um das Kochen und Leben neu zu definieren.
„Technik ist die
Anstrengung,
Anstrengung
zu sparen.“
José Ortega y Gasset,
spanischer Philosoph
(1883 bis 1955)
Sebastian Lehmann
Chefredakteur
küche & bad forum
Editorial 3
Inhalt
3 Editorial
5 Boulevard
6 Kurznachrichten
8 Badmodernisierung
neu gedacht
10 Nolte Küchen: Zeitlose Farbvielfalt
trifft moderne Funktionalität
Das neue Franchisesystem
„Bad & Body“ | Seite 8
11 IFA 2025:
Voll unter Strom
Ein Plus an Weingenuss |
Seite 14
13 Liebherr: Maximale
Frische für mehr Genuss
14 Präzise bis in Detail
15 Frio: Für echte
Genussmomente
So wird die diesjährige
IFA | Seite 11
15 Impressum/
Inserentenverzeichnis
Was kann die „BioFresh“ Technologie von Liebherr? | Seite 13
Blum: Positive Entwicklung |
Seite 6
4 Inhalt
Nopper Küchen
Luxuriöse Küchen für
Mallorcas Osten
In Llucmajor hat Christian Nopper mit „Leicht Cocinas
de Nopper“ seine zweite mallorquinische Filiale und
den vierten Standort insgesamt eröffnet. Der Fokus auf
Hochwert, Präzision und Qualität spiegelt sich auch in
der Gestaltung der neuen Ausstellung des langjährigen
Partners von Garant Küchen Areal eindrucksvoll wider.
Dafür setzt der gelernte Schreiner auf starke Herstellernamen,
allen voran seinen langjährigen Partner Leicht
Küchen, aber auch Burn Outdoorkitchen, Leuchtenmanufaktur
Sattler und Koch Interieur. Zum Eröffnungstag,
der mit Schauküche und musikalischer
Begleitung die zahlreichen Besucher zu unterhalten
wusste, holte sich Christian Nopper Unterstützung
aus Deutschland: Tochter Selina Ringwald
und Sohn Elias Ringwald waren vor Ort
dabei. Beide sind bereits im Unternehmen
tätig, Selina als Interior Designerin – mit der
Neueröffnung zukünftig dann auch mit einem
größeren Schwerpunkt auf Mallorca – und
Elias als Schreiner in Deutschland. Denn die
Wurzeln des Familienunternehmens liegen im
Schwarzwald: Der Hauptstandort von Nopper
Küchen, inklusive eigener Schreinerei, liegt in
Gutach-Bleibach, eine weitere Zweigstelle ist das
Küchenstudio in Ettlingen.
Das neue Studio von Nopper
Küchen auf Mallorca. Zur Eröffnung
begrüßte Christian Nopper
(Mitte) mit Tochter Selina und
Sohn Elias zahlreiche Gäste.
Fotos: VA Creative Studio/ Pia
Schoening
„Die innovative Küche“
Trends neu erlebbar
Das erfolgreich geführte Küchenstudio „Die innovative
Küche“ von Der Kreis Mitglied Ralf Kling feiert in diesem
Jahr seinen 20. Firmengeburtstag. Seit der Gründung 2005
in Stuttgart und dem gelungenen Standortwechsel nach
Ludwigshafen im Jahr 2018 hat sich das inhabergeführte
Studio als feste Größe in der Region etabliert.
Ralf Kling, gelernter Schreiner, setzt zusammen mit Schreiner
und Küchenexperte Alexander Weiß auf maßgeschneiderte
Küchenlösungen und leistet sehr erfolgreich ganzheitlichen
Kundenservice. Das Motto „alles außer gewöhnlich“
prägt seinen Stil und seine Unternehmensphilosophie: Individuelle
Beratung und Planung, Koordination der Arbeiten
mit Gewerken und perfekte Montage bietet der Ludwigshafener
Küchenspezialist als Komplettservice – gerne
begleitet von kreativen Schreinerarbeiten aus eigener Hand.
Das Studio arbeitet dabei mit Markenherstellern wie AEG,
Constructa, Miele, Artego, Leicht, Nobilia, Bora und
Villeroy & Boch zusammen.
Am 4. Juli hatten die Inhaber Ralf und Beate Kling zur Jubiläums After-
Work-Party eingeladen. Zu den ersten Gratulanten gehörte Ralph
Leimbach, Geschäftsführer Der Kreis Systemverbund. Foto: Der Kreis
Boulevard 5
NEWS
Foto: Egger
Egger: Stabile Umsatzentwicklung
Die Tiroler Egger Gruppe hat zum Abschluss des Geschäftsjahres
2024/25 einen Umsatz von 4,13 Mrd. Euro erwirtschaftet.
Das entspricht einem leichten Minus von
0,1% im Vergleich zum Vorjahr. Weitere Details zum
Geschäftsjahr von Egger lesen Sie durch Scan des
nebenstehenden QR-Codes.
„Angesichts einer immer noch unsicheren, volatilen und von Konflikten
geprägten Welt sind wir mit dem abgeschlossenen Geschäftsjahr
2024/2025 zufrieden“, so die Blum-Geschäftsführer Philipp (l.) und
Martin Blum. Foto: Blum
Blum entwickelt sich positiv
Blum hat das Wirtschaftsjahr 2024/25 mit einem Umsatz
von 2,44 Mrd. Euro abgeschlossen. Das entspricht einem
Wachstum von 144 Mio. Euro beziehungsweise 6,3% im
Vergleich zum Vorjahr. Nach zwei Wirtschaftsjahren mit
leichten Umsatzrückgängen gelingt dem
Vorarlberger Beschlägehersteller damit
wieder ein Wachstum. Weitere Details zum
Wirtschaftsjahr von Blum lesen Sie durch
Scan des nebenstehenden QR-Codes.
GfMTrend verstärkt das Küchenteam
Zum 1. August hat GfMTrend mit Björn Huhnold
(Foto) einen ausgewiesenen Küchenexperten
als neuen Produktmanager begrüßt.
Der 44-Jährige bringt umfassende Erfahrung
aus dem Möbel- und Küchenhandel
mit und soll dem Verband im
Küchensegment neue Impulse verleihen.
„Bei Segmüller habe ich mehr als
zwei Jahrzehnte lang in unterschiedlichen
Funktionen die Ausrichtung mitgestaltet.
Jetzt freue ich mich auf ein
neues Kapitel, das ich schreiben möchte.
Es reizt mich, die Voraussetzungen dafür zu
schaffen, dass über 700 engagierte Unternehmerinnen
und Unternehmer ihr Geschäft im Verband
erfolgreich weiterentwickeln können“, sagt Huhnold.
Foto: GfMTrend
MHK Logistik:
Wechsel in der
Geschäftsleitung
Zum 1. August hat sich
Stefan Scheuermann aus
der Geschäftsleitung der
MHK Logistik, einem
Unternehmen der MHK
Group, verabschiedet.
Neben Carolin Kronenberg,
bestehende Geschäftsführerin der
MHK Logistik und CFO der MHK Group,
ist zum 1. August 2025 Simone Scheuermann
(Foto), die bereits seit mehreren Jahren Leitungsfunktionen
im MHK Küchenvertrieb
innehat, in die Geschäftsführung gerückt.
Falmec verstärkt Österreich-
Vertrieb
Falmec hat eine Zusammenarbeit mit der Agentur
Belada gestartet. Die neue Handelsvertretung übernimmt
das Verkaufsgebiet von Manfred Wacker und soll
damit die Präsenz von Falmec in Vorarlberg, Tirol, Salzburg,
Kärnten und Oberösterreich stärken.
Stefan Belada (r.) und Jaros Sahinovic von der Agentur Belada.
Foto: Agentur Belada
Foto: MHK Group
6 Kurznachrichten
area30: Umfangreiches Aussteller-Portfolio
Die diesjährige area30 bietet den Fachbesuchern erneut eine umfangreiche
Ausstellerliste. Zu den teilnehmenden Unternehmen gehören
unter anderem Amica, Avitana, Berbel, Bora, Falmec, Garantiemax,
Grohe, Hansgrohe, Horst Vogt, Just Naturstein, Küchenatlas,
Küchentreff, MCR, Meisterdesk, Naber, Oranier, Quooker,
Samsung, SHD und Systemceram. Seine Premiere in Löhne feiert in
diesem Jahr Häfele: Unter dem Leitmotiv „Maximising the value of
space. Together.“ soll nicht nur die intelligente Nutzung von Raum
im Fokus stehen, sondern auch das gemeinsame Gestalten mit
Partnern aus dem Küchenfachhandel.
Foto: Trendfairs
Foto: Suter
Architekturwerkstatt:
Suter neu dabei
Die Schweizer Edelstahl-Manufaktur
Suter zieht zur
diesjährigen
Küchenmeile als
fester Aussteller
in die Architekturwerkstatt
in
Löhne ein. Nach
zwei Jahren Präsenz
auf einer Sonderfläche
übernimmt
das Familienunternehmen
nun die bisher von Inalco genutzte Ausstellungsfläche
von rund 150 qm.
Foto: Lehmann
IDF34: Constructa zieht ein
Das IDF34 wächst weiter: Auch Constructa
präsentiert sich in diesem Jahr im
Ausstellungszentrum in Löhne mit einem
eigenen, 90 qm großen Showroom. Zuletzt
hatten bereits Dein-Konfigurator, Integrated
Worlds (Iwofurn) und Snag ihre Teilnahme
bekannt gegeben. Für den Hausgerätehersteller
ist es eine Premiere im
Rahmen der Küchenmeile. Unter dem
Motto „Wenig Platz. Viel Zuhause.“ öffnet
Constructa die Türen zu einem Micro-
Apartment. Auf kleinster Fläche macht
es die typische Wohnwelt junger, urbaner
Zielgruppen zum Thema.
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Auf der area30
VR live erleben.
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SHD bietet mit KPS.MAX vision eine
innovative Lösung, die virtuelle Erlebniswelten
in die Küchenplanung integriert.
Kunden können somit mittels einer
realistischen 3D-Darstellung in die Küche
eintauchen.
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Der „Bad & Body“-Showroom in Werl
dient aktuell als Pilotstandort und Vorbild
für künftige Franchisebetriebe bundesweit.
Badmodernisierung
neu gedacht
Mit dem klaren Fokus auf Bädermodernisierung hat die MHK Group mit
„Bad & Body“ ein neues Franchisesystem gelauncht. Jetzt hat im
nordrhein-westfälischen Werl der erste Showroom der neuen
Franchisemarke eröffnet.
„Wir haben ein klar ausgerichtetes
Konzept: eine schnelle und eingriffsarme
Bädermodernisierung sowie die barrierearme
Umgestaltung von Bädern für
Pflegebedürftige“, erklärt Sven Romberg,
Leiter Geschäftsentwicklung Franchise
„Bad & Body“, das Konzept. Das „Bad
& Body“-Konzept basiert dabei auf zwei
Säulen. Zum einen ermöglicht es eine
Modernisierung „vor der Wand“,
die bestehende Bäder optisch und
funktional aufwertet, ohne tief in
die vorhandene Gebäudestruktur
einzugreifen. Zum anderen bietet es
die Möglichkeit, Bäder im Rahmen der
von Pflegekassen gewährten Zuschüsse
bedarfsgerecht umzugestalten.
„Das Konzept ‚Bad & Body‘
ist als strategische
Ergänzung des bestehenden
Geschäfts sehr spannend.“
Sven Romberg, „Bad & Body“
Schnelle, eingriffsarme
Lösungen
Der demografische Wandel führt zu
einem rasch steigenden Bedarf an altersgerechtem
Wohnraum – besonders im
sensiblen Bereich Badumbau. Klassische
Komplettsanierungen sind oft zu teuer
oder zeitaufwendig. „Bad & Body“
setzt deshalb auf schnelle, eingriffsarme
Lösungen: barrierearm, modular und
zugleich modern. Das Konzept eignet
sich sowohl für pflegegerechte Anpassungen
als auch für die stilvolle Auffrischung
bestehender Bäder – ganz ohne
Großbaustelle. Gerade diese Kombination
aus ansprechendem und bezahlba-
8 Unternehmen
rem Baddesign mit außergewöhnlichen
Materialkompositionen und der eher praktischen
Ausrichtung auf pflegeorientierten
Badumbau macht das Konzept „Bad & Body“
so interessant.
Strategische
Geschäftsfeldergänzung
„Wir freuen uns über das große Interesse
potenzieller Franchisenehmerinnen und
-nehmer an unserem ‚Bad & Body‘-Konzept“,
fasst Romberg die vergangenen Wochen
zusammen. „Für viele ist das Konzept sehr
spannend, weil es eine strategische Ergänzung
ihres bestehenden Geschäfts darstellt.“
Küchenfachhändler, die ihre regionale Präsenz
ausbauen und ihren Kunden zusätzliche
Wohnraumgestaltungsmöglichkeiten
bieten möchten, ebenso wie Fachhandwerksbetriebe,
die das Potenzial des Zukunftsmarktes
erkennen, beschäftigen sich mit der Idee,
ihre Geschäftsaktivitäten mit „Bad & Body“
zu erweitern. „Darüber hinaus bietet ‚Bad
& Body‘ selbstverständlich auch klassischen
Existenzgründerinnen und -gründern ein
schlüsselfertiges Modell für die Selbstständigkeit.
Sie können mit starker Unterstützung,
klarem Markenauftritt, systematischer Schulung
und professionellen Prozessen in einem
echten Zukunftsmarkt durchstarten.“
Umfassendes Komplettangebot
Intensive Schulungsprogramme, umfassende
Marketingunterstützung sowie ein vollständiges
Finanzpaket – inklusive Showroom-Einrichtung
und Fahrzeugflotte – gehören zum
Angebot.
„Der ‚Bad & Body‘-Showroom in Werl dient
aktuell als Pilotstandort und Vorbild für künftige
Franchisebetriebe bundesweit. Die zentrale
Lage ist ideal, um Franchise-Interessenten
aus ganz Deutschland über das Konzept zu
informieren”, bestätigt Romberg. Im Showroom
können Interessenten die modular aufgebauten
Ausstellungseinheiten zur Badmodernisierung live
erleben. Besonders im Fokus stehen Lösungen für
eingriffs- und barrierearme Umbauten, die den
wachsenden Bedarf an altersgerechten und pflegegerechten
Wohnkonzepten sowie schnellen, einfachen
Makeovers adressieren. sl
Mehr dazu: https://franchise.badundbody.com
Warum das eigene
Geschäftsfeld erweitern?
• Neue Kundengruppen erschließen
… bedeutet Zugang zu wachsenden
Segmenten und
Zukunftsmärkten
… steigert die Marktpräsenz
• Wettbewerbsposition stärken
… über eine Differenzierung
vom Wettbewerb
… und den Aufbau eines
umfassenderen Leistungsund
Produktportfolios
• Synergien nutzen
… ermöglicht die Nutzung
bereits erfolgreicher Prozesse
… eröffnet Ansprachemöglichkeiten
bestehender Kundenkontakte
Im Showroom haben interessierte Besucher die Möglichkeit, die modular gestalteten Ausstellungseinheiten
zur Badmodernisierung hautnah zu erleben. Fotos: MHK Group
• Auf Marktveränderungen
vorbereiten
… sorgt für Unabhängigkeit
von einer einzigen
Marke oder Produkt
… federt Nachfrageschwankungen ab
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area30 – das herz der küchenbranche
20. bis 25. september 2025 in löhne
Mit den meisten Marktführern, der größten Neuheitendichte sowie der Vielfalt an Produkten und Leistungen
wird die area30 auch in 2025 ein Highlight der Küchenbranche. Sie ist das Top-Event für Küchenstudios, den
Küchenhandel, Verbundgruppen, die Großfläche sowie Schreiner, Projektanten und Architekten in Europa und
bietet Inspiration, Innovation und erfolgreiche Geschäfte.
Online-Anmeldung & kostenfreier Eintritt: www.area-30.de/checkin
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Die Anti-Fingerprint-
Front „Velluto“, hier
in der Ausführung
„Platingrau“, wertet
die eigene Küche
auf und erzeugt mit
ihren zeitlosen Farben
eine wohnliche Atmosphäre.
Fotos: Nolte
Küchen
Das Frontprogramm
„Velluto“ ist in sechs
stilvollen Farben
erhältlich: (v.l.) „Weiß“,
„Magnolia“, „Sahara“,
„Platingrau“, „Lava“
und „Graphit“.
Zeitlose Farbvielfalt trifft
moderne Funktionalität
Nolte Küchen hat die Farbpalette seiner hochwertigen Anti-Fingerprint-Front „Velluto“
um drei stilvolle Farbtöne erweitert.
Neue Programme
10 Unternehmen
Küchenoberflächen, insbesondere grifflose Schubkästen
und Türen, werden im Alltag stark beansprucht. Entstandene
Flecken oder andere Verunreinigungen erfordern eine regelmäßige
Reinigung. Spezielle Anti-Fingerprint-Fronten schaffen
hierbei Abhilfe und sorgen für eine stets saubere Optik in der
eigenen Küche. Mit dem Frontprogramm „Velluto“ bietet
Nolte Küchen eine Lackfront im Preiseinstiegsbereich, die mit
ihrem hochwertigen Design und pflegeleichten Eigenschaften
überzeugt.
Edel und höchst funktional
Das Programm „Velluto“ zeichnet sich durch eine elegante,
matte Lackoptik mit einer samtigen Haptik aus. Dank der
Anti-Fingerprint-Eigenschaft werden Fingerabdrücke darauf
nahezu unsichtbar. Die Front verlieh bisher mit den Farbtönen
„Weiß“, „Graphit“ und „Lava“ Küchen, Wohn- und
Essbereichen ein stilvolles und einheitliches Erscheinungsbild.
Nolte Küchen hat die Farbpalette nun um weitere drei Töne
erweitert und bietet damit noch mehr Möglichkeiten für eine
individuelle und zeitlose Küchengestaltung.
Harmonische Farben für jede Küche
Der helle Ton „Magnolia“ hebt sich dezent von klassisch weißen
Küchenplanungen ab. In Kombination mit einer Arbeitsplatte
in warmer Holzoptik entsteht ein ruhiges Erscheinungsbild.
Besonders elegant wirkt die Küche, wenn sie ganz monochrom
im Farbton „Sahara“ geplant wird.
In der Farbe „Platingrau“ harmonisiert die Front „Velluto“
mit dunklen Holzarbeitsplatten. Das Zusammenspiel erzeugt
einen warmen, wohnlichen Eindruck. Dadurch fügt sich die
Küche nahtlos in einen offenen Wohnraum ein und wird zum
stilvollen Mittelpunkt des Hauses.
Für eine stimmungsvolle Atmosphäre beim Kochen oder
Essen bietet Nolte Küchen verschiedene Beleuchtungselemente
an. Denn Licht kann die harmonische Farbwirkung
– nicht nur bei „Velluto“ – noch erhöhen. So lassen sich
gezielte Akzente und eine – im wahrsten Sinne des Wortes –
besondere Ausstrahlung gestalten.
kuecheundbadforum.de/PRODUKTE
IFA 2025
Voll unter Strom
Der Countdown für die IFA als weltweit führende Messe für Home &
Consumer Tech läuft und bereits jetzt senden die Organisatoren der
Veranstaltung starke Signale: Die am 5. September startende, fünftägige
Messe ist nahezu ausgebucht, alle wichtigen Fachhandelskooperationen
haben ihre Teilnahme zugesichert. Im 101. Jahr ihres
Bestehens setzt die IFA konsequent auf Innovation und unterstreicht
einmal mehr ihre Rolle als internationale Business-Plattform und
Treffpunkt für Industrie, Handel und technikbegeisterte Zukunftsgestalter.
Leif Lindner, CEO der IFA Management
GmbH, freut sich: „Unsere Top 30
Aussteller und dazu viele neue, innovative
Unternehmen haben ihre Teilnahme
für die IFA 2025 bereits zugesagt. Das
beweist uns, dass die IFA einen Mehrwert
liefert und dass wir dies mit der
erfolgreichen IFA100 unter Beweis
stellen und ausbauen konnten.“
Doch auf diesem Erfolg ruht sich die
IFA Management GmbH, ein gemeinsames
Unternehmen der Clarion Events
Group und der GFU Consumer &
Home Electronics GmbH, als Organisator
der IFA nicht aus. Für die diesjährige
Veranstaltung sind frische Akzente
geplant. So wird das Eventkonzept beispielsweise
neue Trends umsetzen,
besonders im Bereich der Zukunftstechnologien.
Mit AI, Software & Computing
Power sowie Sustainability rückt die
IFA 2025 drei Schlüsselthemen in den
Mittelpunkt, die den Markt transformieren.
Gleichzeitig stärkt sie ihre Kernsegmente
Home Entertainment und Home
Appliances – und entwickelt zukunftsorientierte
Bereiche wie Smart Home oder
Communication & Connectivity gezielt
weiter.
„Die IFA ist der einzige Ort, an dem das
vollständige Abbild des Elektronik- und
Techmarkts erlebbar wird – kompakt,
international und praxisnah. Hier können
sich Industrie und Handel strategisch
austauschen und vernetzen –
und mit Endkonsumenten in direkten
Dr. Sara Warneke,
Managing Director,
GFU – Home & Consumer
Tech, und Leif
Lindner, CEO der IFA
Management GmbH,
konnten Anfang Juni
im Futurium Berlin
zum IFA Kick-Off
einen positiven Ausblick
auf die kommende
IFA geben.
Das 100-jährige Jubiläum der IFA zog im vergangenen Jahr über
215.000 Besucher aus 138 Länder an.
AEG, Liebherr, Miele,
oder Siemens – das
who is who der Hausgerätebranche
ist
wieder auf der IFA
vertreten. Samsung
lädt alle Fachhandelspartner
wieder in den
zur Messe gehörenden
City Cube ein.
Auch hier können
sich die Besucher
über die neuesten
Hausgeräteinnovationen
informieren.
Kontakt treten. Genau das macht die
IFA einzigartig“, zeigt sich Lindner
überzeugt.
Starke Branchenpartner,
volles Commitment
Die Messe profitiert von einem starken
Rückhalt etablierter Branchenpartner.
Alle namhaften Handelskooperationen –
darunter EK Retail, ElectronicPartner,
Euronics, Expert und Telering – bekräftigen
auch 2025 ihr volles Commitment.
Zusammen mit prominenten Ausstellern
von AEG über Liebherr und Miele bis
hin zu Siemens unterstreicht dies die herausragende
Bedeutung der IFA als zentraler
Branchentreff und Plattform, auf
der Industrie und Handel auf Augenhöhe
gemeinsam die Zukunft gestalten.
Neue Formate
Mit neuen Erlebnisflächen und strategisch
erweiterten Segmenten unterstreicht
die IFA in diesem Jahr zudem
ihren Anspruch, Trends abzubilden und
aktiv zu gestalten. So entstehen Formate
mit echtem Mehrwert, wie der „IFA
Creator Hub“. Er ist der zentrale Treffpunkt
für Influencer, Content Creators
und ihre Communities – mit Creator
Stage, VIP-Bereich, Livestreaming-
Stations sowie Podcast- und Streaming-
Studios. Im Sommergarten entsteht mit
„IFA Outdoor Cooking & Gardening“
Mit AI, Software & Computing Power sowie
Sustainability rückt die IFA 2025 drei Schlüsselthemen
in den Mittelpunkt, die den Markt
transformieren. Fotos: IFA Management GmbH
zudem eine neue Erlebniswelt für
Outdoor-Enthusiasten – mit innovativen
Lösungen für Kochen, Grillen und
Gartenpflege. Live-Demos und interaktive
Produkterlebnisse machen den
Außenbereich zur Bühne für nachhaltigen
Lifestyle und neue Geschäftspotenziale
im wachsenden Outdoor-Segment.
Ebenfalls neu: der IFA Innovation
Award. „Damit zeigen wir das Beste der
IFA und würdigen die beeindruckenden
Fortschritte im Bereich Home &
Consumer Technology. Mit der Präsentation
der besten Produkte unserer über
1.800 Aussteller unterstützt die IFA Einzelhändler,
Einkäufer, Verbraucher sowie
Presse und Medien dabei, die Unternehmen
zu entdecken, die unser Leben,
Arbeit und Freizeit grundlegend verändern.
Wir freuen uns darauf, Unternehmen
ins Rampenlicht zu rücken,
die Künstliche Intelligenz einsetzen und
nachhaltige sowie barrierefreie Lösungen
für alle entwickeln“, sagt James
McGough, Managing Director bei
Clarion Events. Nach dem Meilenstein
des 100-jährigen Jubiläums der IFA im
Jahr 2024 – mit über 215.000 Besuchern
aus 138 Ländern und mehr als
1.800 Ausstellern – gibt die Einführung
der IFA Innovation Awards den Ton für
die neue Ära an. Die IFA Innovation
Awards zeichnen Produkte aus, die sich
durch außergewöhnliche Innovation,
herausragendes Design und Marktbedeutung
im Bereich von Home- und
Consumer- Tech auszeichnen. Die IFA
Innovation Awards werden Innovationen
aus allen Bereichen der Home und
Consumer Technologien ins Rampenlicht
rücken, darunter Smart Home und
IoT-Innovationen, nachhaltige Technologie,
Gesundheits- und Wellness-Technologie,
Gaming und Unterhaltung,
mobile Kommunikation, audiovisuelle
Exzellenz, Küchen- und Haushaltsgeräte
sowie neue Technologien.
Sebastian Lehmann
12 Messen
Maximale Frische
für mehr Genuss
Mit seiner „BioFresh“ Technologie schafft Liebherr in den Kühlschränken
optimierte Lagerbedingungen für verschiedenste Lebensmittel.
Verschiedene frische Lebensmittel von Obst und Gemüse
über Fleisch und Milchprodukte bis hin zu Fisch und Meeresfrüchten
benötigen unterschiedliche Lagerbedingungen.
Liebherr hat diese Herausforderung erkannt und schafft mit
der eigenen „BioFresh“ Technologie für jede Lebensmittelgruppe
in sogenannten Safes ein eigenes Mikroklima.
Diese sorgen unter anderem dafür, dass Blattgemüse nicht so
schnell welk wird, Milchprodukte ihren frischen Geschmack
behalten und besonders empfindliche Lebensmittel wie Fisch
und Fleisch optimal geschützt sind. So werden Geschmack,
Vitamine und Nährstoffe möglichst lange bewahrt.
Optimiertes Frischevergnügen
Liebherr hat die „BioFresh“ Technologie bereits vor über 30
Jahren eingeführt und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt.
Heute schaffen verschiedene „BioFresh“ Safes die perfekten
Bedingungen für alle Arten von Lebensmitteln und halten diese
so maximal lange frisch. So bleiben etwa Obst und Gemüse im
luftdichten „Fruit & Vegetable“ Safe bei hoher Luftfeuchtigkeit
und einer Temperatur knapp über 0 °C saftig-knackig. Im kühlen
und gleichzeitig trockenen „Meat & Dairy“ Safe werden Fleisch
und Milchprodukte optimal aufbewahrt. Der „Fish & Seafood“
Safe von „BioFresh Professional“, die High-End-Ausführung von
„BioFresh“, hält Fische und Meeresfrüchte dank niedriger Luftfeuchtigkeit
und einer eisigen Temperatur von -2 °C wie fangfrisch.
Die Professional-Variante des „Fruit & Vegetable“ Safe
beinhaltet zudem mit „HydroBreeze“ eine zusätzliche Frische-
Innovation von Liebherr: Öffnet man den Safe, wird ein frischer,
kühler Nebel versprüht, der Obst und Gemüse
schützend umhüllt. So bleibt dieses knackig und taufrisch.
Nachhaltig und kostenschonend
Aufgrund der angepassten Lagerbedingungen in „BioFresh“
Safes können Lebensmittel im eigenen Kühlschrank bis zu
fünfmal länger frisch gehalten werden. Das bestätigen unabhängige
Studien des Instituts für Nachhaltige Ernährung der
Fachhochschule Münster: Erdbeeren, zum Beispiel, bleiben
fünf Tage länger frisch. Salat bleibt 11 Tage länger knackig.
Und Birnen bringen es auf 34 zusätzliche Tage perfekte
Frische. Als Folge müssen Konsumenten seltener einkaufen
und weniger Lebensmittel wegwerfen. Das spart nicht nur
Zeit und Geld, sondern fördert einen nachhaltigen und
verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln.
kuecheundbadforum.de/PRODUKTE
Neue Programme
Die „BioFresh“
Technologie von
Liebherr erhält nicht
nur die Qualität
und den Geschmack
der Lebensmittel,
sondern fördert
einen nachhaltigen
Lebensstil.
Fotos: Liebherr
Produkt 13
Präzise bis ins Detail
Die richtige Lagerung ist entscheidend für die Qualität von Wein. Die aktuellen Weinkühlschränke zeichnen
sich durch individuelle Kühlzonen, stabile Temperaturkontrolle sowie innovative Feuchtigkeits- und
Lichtschutzfunktionen aus. Ob prämiertes Design, elegante Materialien oder kompakte Bauweise –
moderne Modelle verbinden technische Innovation mit ansprechender Optik.
Liebherr
Prämiertes
Design
Amica
Schwarze Eleganz
Foto: Amica
Passend zu den Kücheneinbaugeräten der Serie „Noir Design“
präsentiert Amica einen neuen Einbau-Weintemperier- und
Lagerschrank mit schwarzer Rauchglastür mit UV-Schutz. Das
Gerät hat zwei individuell einstellbare Temperaturzonen von fünf
bis 20 °C. Der großzügige Nutzinhalt von 63 Litern bietet Platz
für bis zu 26 Bordeauxflaschen. Mit Features wie der elektronischen
Steuerung, dem digitalen Display, der LED-Beleuchtung
und dem Tür-Offen-Alarm garantiert der „WK 341 800 V“ eine
zuverlässige und benutzerfreundliche Bedienung.
Die 2024 von Liebherr eingeführten
Unterbau-Weinkühlschränke
der Serie „Vinidor“ und „Vinidor
Selection“ stellen optimale Lagerbedingungen
für alle Weine dank
Ein- oder Zwei-Zonen-Kühlung.
Zusätzlich zu den bisherigen
Höhen 82 bis 88 Zentimetern
sind die neuen Weinmodelle in 86 bis 92 Zentimetern verfügbar. Die
Geräte erlauben eine gute Sicht auf die gelagerten Weine mittels beidseitiger
LED-Lichtleisten und dimmbare Präsentationsbeleuchtung.
Damit überzeugte Liebherr auch in der Disziplin Produkt, Kategorie
Küche, des renommierten iF Design Awards.
Foto: Liebherr
Miele
Ein Plus an Individualität
Zur Weinlagerung braucht es optimale Bedingungen. Diese schafft Miele
mit der jüngsten Generation freistehender Weinschränke. Highlight:
Ausnahmslos alle Miele-Weinschränke der neuen Generation sind mit
der Funktion „ActiveHumidity“ ausgestattet. Sie sorgt nicht nur für die
optimale Feuchte, sondern bietet auch die Möglichkeit, die relative Luftfeuchtigkeit
individuell stufenweise einzustellen.
Foto: V-Zug
V-Zug
Kompakter Luxus
Foto: Miele
Minimalistisches Design und innovative Kühlfunktionen bei
bodenständigen Dimensionen – so kommt der „WineCooler
V4000 45“ von V-Zug daher. Im Gerät können Weinliebhaber bis
zu 17 Flaschen lagern. Zur Auswahl einer Weinflasche lassen sich
die flexiblen Tablare aus Schweizer Buchenholz ausziehen. Das
untere Tablar kann in eine schräge Präsentationsposition gebracht
werden, um Gäste mit einem perfekten Weinservice zu beeindrucken.
Die zeitgesteuerte Beleuchtung erhellt subtil den Innenraum.
14 Produkt
Die neuen Weinklimaschränke der
Marke Avintage, hier links das
Einbaugerät „AVI6075 Platinum“
und unten das Unterbaugerät
„AVU41D82“, fügen sich mit ihrer
stilvollen Optik nahtlos in die
Küche ein. Fotos: Frio Gruppe
Für echte Genussmomente
Frio erweitert sein umfangreiches Programm für hochwertige
Ein- und Unterbau-Weinklimaschränke.
Mit zwei neuen Modellen der Marke Avintage bietet die französische
Frio Gruppe ihren Kunden noch mehr Möglichkeiten
zur optimalen Weinlagerung. Die Weinkühlschränke „AVI6075
Platinum“ und „AVU41D82“ präsentieren sich mit einer
schlichten Eleganz und bieten zusätzlich zur zeitlosen Optik
umfangreiche Funktionen für Sommeliers und Genießer.
Kühlen mit Klasse
Mit dem Einbaugerät „AVI6075 Platinum“ können bis zu
32 Flaschen Wein in zwei Klimazonen gelagert werden. Das
Gerät wurde speziell für die neue 75 cm breite Nische konzipiert.
Ausgestattet mit einem Frontbelüftungskonzept und
einer elektronischen Push-Pull-Türöffnung stören weder
Lüftungsgitter noch Griff die Ästhetik der Küchenplanung.
Der Türanschlag mit Pantograph ist reversibel. Das Modell
überzeugt zudem mit einem vielfältigen Beleuchtungskonzept,
das Kunden selbst über WiFi je nach gewünschter Atmosphäre
einstellen können. Weitere Highlights sind die leichtgängigen
Teleskopauszüge und die Alarmfunktion.
Der Unterbau-Weinkühlschrank „AVU41D82“ passt sich mit
seiner 72 cm Türhöhe elegant in die 40er-Nische ein und bietet
Raum für 29 Flaschen in zwei Klimazonen. Der dezente
Griff verbirgt sich unter der Arbeitsplatte, der Türanschlag ist
wechselbar. Das Modell ist so konzipiert, dass die Installation
vereinfacht wurde und die Weinflaschen mit der einstellbaren
weißen Beleuchtung gekonnt in Szene gesetzt werden können.
Wie alle Geräte ist auch dieses mit einem umfassenden
Beleuchtungskonzept und der Alarmfunktion ausgestattet.
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Neue Programme
IMPRESSUM
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der Deutschen Küchenmöbelindustrie e.V.
INSERENTENVERZEICHNIS
F
Fachschule des Möbelhandels, Köln
4. Umschlagseite
L
Liebherr Hausgeraete Vertriebs- und
Service GmbH, Ulm Titel, Seite 13
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Andernach Seite 7
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Intro
Interzum und Ligna 2025
Blick zurück nach vorn
Zwei Leitmessen, eine Botschaft: Innovation. Die Interzum in Köln und die Ligna in Hannover wurden in diesem Jahr wieder zur
internationalen Bühne für Möbelzulieferer sowie die holzbe- und -verarbeitende Industrie. Intelligente Komponenten und smarte
Technologien, Innovationskraft und technologischer Fortschritt – es herrschte Aufbruchstimmung. Digitalisierung, Automatisierung
und KI, aber auch ressourcenschonende, zukunftsfähige Produkte wiesen auf beiden Messen den Weg in die Zukunft.
material + technik möbel blickt auf den folgenden Seiten noch einmal zurück auf Messehighlights der vergangenen Monate.
material + technik 83
Fokus
Mit Kojen und Farben informierte Biesse über die einzelnen Maschinentypen.
Bürkle stellte seine neue Generation vollelektrischer Walzenauftragsmaschinen vor.
Highlights der Ligna 2025
Bedienkomfort und Effizienz
Die Ligna 2025 wartete laut Angaben der Messeleitung mit über 900 Messepremieren auf. Traditionell richten die meisten Unternehmen
ihre Produktentwicklungen auf die Maschinenschau in Hannover aus, um sie dort der internationalen Fachwelt erstmals zu präsentieren.
Nachdem material+technik möbel in der vorangegangenen Ausgabe erste Highlights der Ligna vorgestellt hatte, werden nun weitere
innovative Neuentwicklungen bei Maschinen, Anlagen und Werkzeugen präsentiert.
Erleichterte Bedienung durch die digitale
Werkzeugverwaltungs-App „AKE tool
data“.
Zu den Highlights bei AKE zählte die digitale
Werkzeugverwaltungs-App „AKE
tool data“, die die Erfassung, Visualisierung
und Verwaltung von Werkzeugdaten
ermöglicht. Durch das Scannen eines
DataMatrix-Codes auf dem Werkzeug,
der bereits auf einigen Tools von AKE
verfügbar ist, kann der Anwender sich
die aktuellen Werkzeugdaten anzeigen
lassen sowie Soll-und Ist-Daten vergleichen.
Alternativ ist auch das Auslesen
per RFID möglich. Sie ist zudem kompatibel
mit dem neuen europäischen Datenstandard
ETML (European Tool Machine
Language).
Eine weitere Premiere feierte der Diamant-
Kompakt-Zerspaner „PowerFeed“, der für
die Verarbeitung von beschichteten
Spanplatten ausgelegt wurde und hier
zu geringeren Anschaffungs- und Servicekosten
führen soll. Beispielsweise
konnte in Kombination mit einer optimierten
Grundkörpergestaltung durch
eine neuartige Auslegung der Schneiden-Geometrie
die Anzahl der teuren Diamantzähne
reduziert werden. Als Vorteile
nennt AKE eine längere Standzeit
und eine bis zu 12-malige Erodierbarkeit.
HotCoating von Rolle-zu-Rolle
Neben neuen umweltfreundlichen
Schmelzklebstoffen auf Basis von Polyurethan
(PUR) zeigte Kleiberit in Zusammenarbeit
mit der Firma Huser erstmals
eine HotCoating-Beschichtungsanlage
mit einer Nutzbreite von bis zu 1.600 mm
im Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Messebesuchern
wurde dabei die Beschichtung
eines flexiblen Fußbodenmaterials
auf Basis von Lederfaser-Abfall sowie
Naturkautschuk vorgeführt. Auf der Anlage
können auch Papierbahnenware
oder thermoplastische Folien beschichtet
werden, was den Einsatz der Hot-
Coating-Technologie auf dreidimensionale
Elemente wie beispielsweise
Türblätter ermöglicht. Durch eine Anpassung
der Lack- und Trocknungstechnologie
beim HotCoating-Verfahren ist nun
auch eine sofortige Weiterverarbeitung
des PUR-beschichteten Oberflächenmaterials
möglich. Wie bei den Klebstofflösungen,
wo Kleiberit sein Produktportfolio
mit Anteilen aus nicht
petrostämmigen Rohstoffen ergänzt hat,
kommen auch beim HotCoating Qualitäten
zum Einsatz, deren Anteil an biobasierten,
nachwachsenden Rohstoffen bei
über 50% liegt und die in nicht kennzeichnungspflichtiger
ME-Qualität erhältlich
sind.
Auf dem Hauptstand von Henkel, die mit
einem weiteren Stand im Bereich Holzbau
vertreten waren, wurde die Nachhaltigkeit
der Klebstofflösungen in den Fokus
gerückt. Exemplarisch zeigte man
die nachhaltige Wertschöpfungskette eines
Klebstoffes für die Herstellung von
Metalltüren: von der Pflanze aus dessen
Samen der Rohstoff gewonnen wird,
über den Klebstoff bis zu der damit hergestellten
Tür.
Speziell für die Kantenanleimung stellte
Henkel seine neuen Micro-Emission(ME)-
Lösungen sowie Polypropylen-Klebstoffe
als auch den „Technomelt Cleaner Easyflow“
vor. Neu ist auch, dass es einen
PUR-Schmelzklebstoff in ME-Qualität
für die Kantenbearbeitung nun auch in
Granulatform gibt. Mit dem Schmelzklebstoff
„Technomelt KS 928“ wurde
zudem ein neuer Polypropylen-basierter
Klebstoff für die Kantenbearbeitung präsentiert,
der besonders hitzebeständig
ist. Darüber hinaus wurden für die 2D-
Kaschierung neue Lösungen mit einem
erhöhten Anteil an erneuerbarem Kohlenstoff
vorgestellt. Laut Anbieter wird
derzeit auch an ME-Produkten mit erneuerbarem
Kohlenstoff gearbeitet und
damit der Fokus noch stärker auf nachhaltige
Klebstofflösungen gelegt.
Quecksilberfreie Trocknung
Mit Blick auf das Verbot von Quecksilber-UV-Lampen
durch die EU im Jahr
2027 stellte Cefla Finishing seine Trocknungs/Härtungsanlage
„UV iCure“ vor.
Es handelt sich dabei um ein quecksilberfreies
Gerät, bei der laut Cefla die
gleiche Trocknungs-Performance durch
die Kombination von Excimer- sowie UV-
LED-Lampen mit angepassten Wellenlängen
in einer inerten Umgebung erzielt
wird. Da die Excimer-Lampen wassergekühlt
sind, kommt es nicht zu einer Hitzeübertragung
auf die Oberfläche und das
Substrat. Unter der Bezeichnung „Easy
FCS“ wurde zudem eine Lackiermaschine
ausgestellt, bei der der Farbwechsel
von drei Minuten auf 30 Sekunden reduziert
werden konnte. „Smartedge Agile“
wiederum ist eine neue Kantenanleimanlage,
bei der sich die Werkzeuge automatisch
an die Paneeldicke anpassen
und somit eine unterbrechnungsfreie
Fertigung ermöglichen. Der Roboterassistent
„T-Mate“ vereinfacht die Programmierung
komplexer Geometrien bei
der Lackierung mit einem Roboter.
Auf dem Stand von Bürkle wurde die
neue Generation an vollelektrischen Walzenauftragsmaschinen
präsentiert, die
durch innovative Antriebstechnik gepaart
mit sensorischer Erkennung einen
konstant präzisen Materialauftrag bei re-
84 material + technik
Fokus
Henkel zeigte die nachhaltige Wertschöpfungskette eines Klebstoffes.
Kleiberit präsentierte in Zusammenarbeit mit der Firma Huser eine HotCoating-
Beschichtungsanlage im Rolle-zu-Rolle-Verfahren.
duziertem Energie- und Wartungsaufwand
ermöglichen soll. Die neue Maschine
verzichtet vollständig auf
pneumatische Elemente. Zudem wurde
die neue Härtungstechnologie „easy-
Cure UV+“ vorgestellt, bei der es sich
um eine luftgekühlte UV-Härtungstechnik
handelt, die laut Bürkle eine bis zu
70-prozentige Energieeinsparung mit
sich bringt.
Unter der Bezeichnung „easy-Cure UV
Ultrafoil“ wurde auch eine Beschichtungstechnologie
für supermatte und
hochglänzende Oberflächen vorgestellt.
Sie ermöglicht derartige Oberflächen
auch ohne den Einsatz von Excimer-
Technologie oder Stickstoff. Die ausgewählte
Folie bestimmt die endgültigen
Eigenschaften der Oberfläche, so dass
sich durch Folienwechsel unterschiedliche
Effekte erzeugen lassen.
Lösungen für Engineered Wood
Statt Maschinen stellte Hymmen Muster
von Produkten vor, die mit Technologielösungen
des Unternehmens realisiert
wurden und informierte anhand von Bildschirmen
und Filmen von Anlagen im
Realbetrieb über die Performance seiner
Anlagen. Dabei spielte der verstärkte
Einsatz von Mehretagenpressen des Unternehmens
zur Herstellung von Engineered
Woods eine wichtige Rolle. Darüber
hinaus zeigte das Unternehmen
auch, wie über den Digitalen Zwilling
Produktionsanlagen noch vor der Installation
getestet werden und wie man sich
mit Hilfe einer AR-Brille sogar in die Produktionshalle
hineinversetzen lassen
kann. Ebenfalls vorgeführt wurde die
„smart2i“-Lösung, mit deren Hilfe sich
der komplette Produktionsprozess überwachen
und analysieren lässt.
Die Felder-Gruppe präsentierte auf ihrem
Stand neue und bewährte Maschinen
der Marken Felder, Hammer, Format
4 sowie Mayer und hatte insgesamt 40
Maschinen ausgestellt. Unter den Neuvorstellungen
fiel die „Format 4 tempora
F1000“-Kantenanleimmaschine ins Auge,
die Kantenstärken von 0,4 bis 12 mm
und Werkstückhöhen von 8 bis 60 mm
bearbeiten kann. Sie verfügt u. a. über
ein CNC-Eckenrundungsaggregat sowie
einen Oberdruckbalken mit Riemenantrieb.
Ebenfalls neu waren die Breitbandschleifmaschinen
„Felder FW 1352 classic“
und „1352 perform“, mit denen
Felder sein Portfolio um Maschinen mit
einer Arbeitsbreite von 1.350 mm ergänzt
hat.
Der italienische Maschinenbauer SCM
präsentierte seinen jüngsten Firmenerwerb,
die Firma Tecno Logica, auf einem
Nachbarstand. Das Unternehmen ist
spezialisiert auf integrierte Systeme und
Robotiklösungen mit hoher Produktionskapazität
und ein wichtiger Partner der
Automobilindustrie. Nachdem seit dem
vergangenen Jahr bereits bei einem
schwedischen Küchenbauer vollautomatisierte
Systeme von Tecno Logica
die komplette Fertigung von Küchenkorpussen
übernehmen, präsentierte das
Unternehmen auf der Ligna nun eine innovative
Lösung für die vollautomatische
Kantenbearbeitung, die zum Patent
angemeldet wurde und bis zu 1.400 Teile
inkl. Kante in Losgröße 1 pro Schicht
schafft. Die Anlage „RO-TEC X6“ basiert
auf einem multifunktionalen Drehtisch-
Bearbeitungszentrum mit einer innovativen
Mehrstations-Karussell-Konfiguration,
die eine vertikale Bearbeitung der
Werkstücke ermöglicht. Die Beschickung
und Entladung übernimmt ein Roboter,
wobei die Bearbeitung je nach
Konfiguration an vier, sechs oder acht
Stationen erfolgt und dies auf kleinstem
Raum (150 m2). Bei SCM debütierte mit
der „morbidelli fx 100“ eine neue Bohrmaschine,
die für die Bearbeitung von
Losgröße 1 entwickelt wurde. Sie kann
Bohr-, Gewindeschneid- und Fräsarbeiten
auf vier Seiten der Platte ausführen
und dies auch im Pendelbetrieb. Mit vier
Bohrköpfen bestückt, war sie auf dem
Messestand Teil einer automatisierten
Produktionszelle für die Möbelindustrie,
mit der sich bis zu 1.200 Möbelkomponenten
pro Schicht bearbeiten lassen
und die sich je nach Konfiguration für
Losgröße 1 oder für mittelgroße Lose
eignet. Eine weitere Neuheit beim Kantenanleimen
war die „stefani m“ mit bis
zu 25 m/min Vorschub zu einer laut Anbieter
überschaubaren Investition.
Portfolio-Neugliederung
Biesse hatte nur eine Anlage auf der
Messe ausgestellt, da das Unternehmen
seine neue Angebotsstrukturierung, die
entsprechenden Marken und die neuen
Bezeichnungen der Maschinentypen in
den Fokus rücken wollte. Statt einzelner
Maschinen bot der Stand mehrere Kojen
mit Bildschirmen, auf denen die Biesse-
Experten Besucher an Vorführungen der
Maschinen teilnehmen ließen. Mit der
ausgestellten Produktionslinie demonstrierte
das Unternehmen die Möglichkeit,
mit Biesse-Technologie unterschiedliche
Materialien zu bearbeiten. Diese Kompetenz
wird auch durch die neue farbliche
Gliederung der Materialien signalisiert,
bei der die Bereiche Holz (Ocker), Glas
(Blau), Stein (Rot), Kunststoff- und Verbundmaterialien
(Violett) und Metall
(Dunkelgrau) jeweils eigene Farben erhalten
hatten.
Ebenfalls neu auch die Gliederung der
Gruppe in die Marken Technic, Machinery
und Components. Dabei umfasst Biesse
Technic integrierte Produktionslinien
für die Bereiche Holz, Glas und Stein. In
Biesse Machinery sind Maschinen zusammengefasst,
die auf die Bedürfnisse
verschiedener Marktsegmente und für
alle fünf Materialbereiche zugeschnitten
sind. Biesse Components umfasst die
Werkzeugmarken Hsd und Diamut.
Richard Barth
SCM stellte die Firma Tecno Logica und ihre innovative, roboterbetriebene Kantenanleim-Technologie
vor.
Die „morbidelli fx100“ von SCM kann Bohr-, Gewindeschneid- und Fräsarbeiten
auf vier Seiten der Platte ausführen. Fotos: Barth
Produkte & Konzepte
SHOWCASE LIGNA+INTERZUM
Schuko
Auf der diesjährigen Ligna in Hannover präsentierte
sich Schuko mit einem neuen Markenauftritt
sowie mit einem echten Highlight – den
brandneuen Vacomaten der Baugrößen 250
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mit einem klaren Versprechen: maximale Effizienz
bei minimalem Energieverbrauch. Die weiterentwickelten
mobilen Entstauber Vacomat
250 und 300 Twin (Foto) sind fortan mit zwei
Ventilatoren ausgestattet, die im Betrieb für einen
optimalen Wirkungsgrad und geringsten
Energieverbrauch dank Kaskadenschaltung
sorgen. Ein weiteres Highlight ist ein aus der
Luftfahrt inspiriertes und strömungsoptimiertes
Ventilatorenlaufrad – ausgestattet mit neuer
Eulenflügel-Symmetrie ist es leiser und energieeffizienter
im Vergleich zu herkömmlichen
Laufrädern. Beide Geräte sind baugleich, sie
unterscheiden sich lediglich im Anschlussquerschnitt
und in der Ventilatorenleistung.
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Licht soll Atmosphäre schaffen und Möbel
sowie Schrankinhalte in Szene setzen,
während die Technik im Idealfall
unsichtbar bleibt. Die Lösung von Hera:
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mit minimaler Aufbauhöhe von 0,6 mm.
Es lässt sich fast unsichtbar in die gewünschte
Einbausituation verarbeiten –
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erzeugt homogenes Licht, das
symmetrische Abdeckprofil ist stark
mattiert, erhältlich in Edelstahloptik und
Schwarz. Licht smart steuern lässt sich
mit der kabellosen 3-Kanal H-iDrive
Funkfernbedienung, die ideale Wahl für
Nutzer, die ihre Räume mit einer dynamischen
Lichtgestaltung bereichern
möchten und Wert auf Ästhetik legen.
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– sie ist ein echtes Kraftpaket. Mit einer geprüften Kratzfestigkeit von bis zu
10 Newton trotzt sie alltäglichen Belastungen und bleibt auch bei intensiver Nutzung
makellos. Das macht sie zur idealen Wahl für stark beanspruchte Bereiche im Möbelund
Innenausbau. Inspiriert von der unvollkommenen Perfektion der Natur überzeugt
scrambled durch eine organisch wirkende, unregelmäßige Struktur, die an Materialien
wie Stein, Holz oder Sand erinnert. Jede Fläche ist einzigartig – wie ein Blatt im
Wald. Die authentische Haptik begeistert nicht nur visuell, sondern auch beim Berühren.
Gefertigt mit moderner ESH-Technologie, ist die Oberfläche lösungsmittelfrei,
emissionsarm und energieeffizient gehärtet – für nachhaltige Qualität ohne Kompromisse.
www.laminate.de
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Produkte & Konzepte
Manoman
SHOWCASE INTERZUM
Unendliche Wandelbarkeit ist Trumpf: Das kreative
Start-up Manoman bietet runde Möbelgriffe
und Wandhaken in drei verschiedenen Größen
und über 500 Varianten. Bei den Griffen gibt es
zum Beispiel die Stile „Schwarz lackiert“, „Chrom
glänzend“ oder „Bronze eloxiert“ zur Auswahl.
Das Angebot umfasst standardmäßig Durchmesser
von 39, 49 und 59 mm. Die Materialien für die
Inlets dürfen bis 5 mm dick sein und reichen von
Tapeten über Bilder bis hin zu Fellen. Wer trotz
der großen Auswahl kein passendes Inlet findet,
kann es einfach selbst gestalten. So wird jeder
Griff bzw. Haken zu einem echten Unikat.
Die Handhabung ist simpel: Das Wunschinlet wird
auf den Griffsockel gelegt, darüber kommt als
Schutz eine robuste Plexiglasscheibe. Zum Schluss
wird der Gewindering daraufgeschraubt. Der Look
lässt sich schnell neu designen und das Inlet beliebig
oft und unkompliziert austauschen, etwa zum
Wechsel der Jahreszeiten.
www.manoman-handle.com
Elektra
Für eine Lösung, die Nischen einfach und filigran beleuchtet, bekommt Elektra den
begehrten Red Dot Award. Das LED-System LD8177 wurde in der Disziplin Product
Design ausgezeichnet – funktionell, minimalistisch und ein optisches Highlight für
Nischen. Ein Band mit kleinen, eng beieinander liegenden LEDs sorgt für eine homogene,
indirekte und blendfreie Beleuchtung. Das Besondere an dem äußerst filigranen
System: Der Kunde kann es ganz einfach mit zusätzlichen Elementen wie Ablagen
oder Haltern ergänzen. Verschiedene Varianten ermöglichen ein stimmungsvolles Ambiente,
das entweder nach oben, unten oder hinten Helligkeit ausstrahlt – dies verbindet
Nische und Küchenmöbel zu einer Einheit.
www.elektra.de
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Ob print, digital oder beides – erreichen Sie mit unserem
Netzwerk alle wichtigen Player der Branche!ende
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Silvia Chesi
chesi@ritthammer-verlag.de
Tel.: 0911-95578-33
Die Ausstellergemeinschaft der MTM 2025.
5. Möbel-Trend-Messe MTM in Dresden
Inspiration und Teamgeist
Die Möbel-Trend-Messe MTM lud zu ihrer fünften Ausgabe nach Dresden ein. Vom 4. bis 6. Juni
zeigten zwölf Aussteller ihre Neuheiten und Trends, jeder mit einer ganz eigenen Handschrift. So boten
sich den Handelspartnern frische Ideen und vielfältige Inspirationen aus der Polsterwelt und
ergänzender Sortimente. Als Kulisse dienten die besonderen Räumlichkeiten der Alten Börse mit ihrer
stilvollen Atmosphäre. Gerald Schultheiß, Michaela Höber und Julia Peters waren vor Ort.
Das einzigartige Messeformat der
Möbel-Trend-Messe MTM überzeugte
auch bei der fünften Auflage und sorgte
für ein zufriedenes und positives Fazit
bei der Ausstellergemeinschaft.
Die Messe, die von Beginn an in Eigeninitiative
durch die Aussteller selbst organisiert
und durchgeführt wird, begeistert
immer wieder aufs Neue. Das
angenehme und respektvolle Miteinander
der zwölf Aussteller trägt dabei
maßgeblich zur sehr guten Gesamtstimmung
während dieser Veranstaltung bei,
die sich auch auf die Besucher überträgt.
So konnten – trotz der aktuell verhaltenen
Stimmung im Handel generell
– doch auch positive Impulse gesetzt
werden, um mit Zuversicht und Optimismus
in den Möbelherbst zu starten.
Verteilt auf drei spannende Messetage
bot sich den Interessenten und Kunden
die Möglichkeit, alle Aussteller zu besuchen
und sich die Konzepte und alle Innovationen
im Detail anzuschauen. Und
es gab genügend Zeit für einen persönlichen
Austausch und konstruktive Gespräche
über zukünftige Projekte. Perfekt
umrahmt von einem genussvollen
Catering und einer fröhlichen Messeparty
zum Auftakt der Messetage wurde
der Besuch auch in diesem Jahr zu einem
ganz besonderen Erlebnis in stimmungsvoller
Atmosphäre.
Die Ausstellergemeinschaft bedankte
sich bei allen Besuchern und Interessenten.
Neben zahlreichen Einzelkunden
konnten auch nahezu alle Verbände und
Einkaufsgruppen in Dresden begrüßt
werden. Die Anreise lohnte sich auf jeden
Fall und ließ sich perfekt mit einem
Besuch der wunderschönen Elbmetropole
Dresden verbinden.
Das Rohleder-Messeteam: (v.l.) Ole Rossmanek, Lisa Burger-Hertrich,
Christoph Häußler, Bastian Meyer.
Mathias Lindauer (links) und Dennis Köhler (rechts) von LeuSwiss gut gelaunt
auf dem Messe-Highlight „Dustin“.
PM Oelsa Geschäftsführer Heiko Langer auf dem Modell „Brüssel“, einem
Planungsprogramm mit tollen Relaxfunktionen und zwei verschiedenen
Sitzhöhen.
Das Ponsel-Team auf der MTM: (v.l.) Detlef Ott, Sabine Faber, Dominik
Mergner, Moritz Faber, Stefanie Geßlein, (dahinter) Marcus Hopp, Axel Faber,
Steffen Schneider, Thomas Gnida.
Akante, die Designschmiede aus
Nordfrankfreich für erschwingliche,
zeitgenössische Möbel, zeigte funktionelle
Keramiktische mit raffinierter
Auszugstechnik. Das Modell „Milazzo“
lässt sich dank patentierter Mechanik
ganz einfach von 120 auf 180 Zentimeter
ausziehen. Daneben präsentierte
das französische Unternehmen ausgefallene
Couch- und Beistelltische sowie
moderne Stühle.
Dan-Form entwirft und produziert
hochwertige Sitzmöbel wie Sessel,
Barhocker, Ess- und Konferenz-Stühle.
Dank des innovativen Regalsystems
(Foto) lassen sich am Point of Sale viele
Stühle auf einmal präsentieren. Der
Designspezialist aus Dänemark fokussiert
sich auf italienisches und skandinavisches
Design und will in Deutschland
nun weiter Fuß fassen.
Dietsch legte den Fokus in diesem
Jahr auf sein Jubiläumsmodell anlässlich
des 35. Firmenjubiläums, das alle
bewährten Dietsch-Vorteile in sich vereint.
Das Modell „Gala“ ist ein klares
Bekenntnis zu ausgezeichneter Qualität,
Funktionalität und zeitgemäßem
Design. Dietsch erhielt viel positive
Resonanz auf die neuen Konzepte und
freute sich über intensive Gespräche
und neue Kontakte.
EMP zählte erstmals zu den Ausstellern
der MTM. „Für uns ergeben sich
hier ganz interessante neue Kontakte“,
freute sich Geschäftsführer Michael
Milich, der als „moralische Unterstützung“
seine Tochter Leonie mitgebracht
hatte. Der Fokus lag auf modernen,
multifunktionalen Sofaprogrammen
und Relaxsesseln mit Zero-
Gravity-Funktion für eine beinahe
schwerelose Liegeposition.
Gruber stellte unter anderem sein
IGR-zertifiziertes Konzept für gesundes
Sitzen vor: „Sano-Select“. Eines
der Messe-Highlights war der Relaxsessel
„PTV-Flex“, den es dank unterschiedlicher
Ausführungen – es stehen
ca. 150 verschiedene Bezüge zur Auswahl
– in 5.000 verschiedenen Varianten
gibt. „Die Frequenz war schon am
ersten Tag sehr gut“, zeigte sich Verkaufsleiter
Marco Langbein zufrieden.
LCK stellte sein breites Sortiment zur
Reinigung, Pflege und Reparatur von
Möbeloberflächen vor. Ingo Löffelmann
(LCK) berichtete zusammen mit
Peter Rommeswinkel, POS Service,
von der neuen gemeinsamen Kooperation.
Diese soll Kunden einen Rundumservice
von der Oberfläche bis in
die Tiefe bieten. Die beiden Partner
sind sehr zuversichtlich: „Wir haben
schon viel gutes Feedback von den
Herstellern und vom Handel erhalten.“
LeuSwiss, Polsterspezialist aus dem
schweizerischen Rothenturm, feiert in
diesem Jahr 70-jähriges Jubiläum. Auf
der Messe präsentierte er kleine grazile
35-jähriges Bestehen: Jörk Dietsch (links) und Christian Maurer (rechts)
sichtlich zufrieden auf dem Jubiläumsmodell „Gala“ von Dietsch.
Gruber-Verkaufsleiter Marco Langbein hat auf dem neuen Modell „Lugano“
Platz genommen, das alle Gruber-Vorzüge vorweist.
Ingo Löffelmann (LCK, links) und Peter Rommeswinkel (POS Service, rechts)
freuen sich über die neue Kooperation.
Erstmals in Dresden dabei: EMP-Geschäftsführer Michael Milich mit seiner
Tochter Leonie auf dem prämierten Modell „Lexxa 2.0“.
Garnituren, die für hochwertiges Sitzen
stehen. So etwa das Messe-Highlight
„Dustin“ mit fein abgesetztem Keder
(Foto). „Der erste Messetag hat gut gestartet.
Die Kunden haben Lust und
nehmen sich Zeit“, so Geschäftsführer
Mathias Lindauer.
PM Oelsa zeigte komfortable Sofas im
klassisch eleganten bis stylisch modernen
Design. Sie verfügen über unterschiedliche
Funktionen wie eine Infrarotheizung,
Aufstehhilfen, Kopf- und
Seitenteilverstellungen, USB-Ladeslots
oder verstellbare Sitz- und Beinauflagen.
Das neue Planungsprogramm
namens „Merapi“ im zeitlosen, organischen
Design weist eine umfassende
Typen- und Funktionsvielfalt auf.
PM Oelsa Geschäftsführer Heiko Langer bedankte sich bei der
Ausstellergemeinschaft und stimmte am Abend des ersten Messetages
auf die Messeparty mit Barbecue, Gesprächen und Musik ein.
Ponsel präsentierte in seinen beiden
Räumen ein breites Sortiment an Produktszenen,
die sowohl klassische
Polstermöbel als auch Dining-Sofas
umfassten. Das Foto zeigt das neue
Modell „Phoenix“, ein stylisches Funktionssofa
mit motorisch verstellbarem
Rückenteil. Eine Besonderheit bietet
das Sofa „Plano“: Hier lässt sich das
Rückenteil komplett versenken.
Rohleder war als wichtiger Lieferant
und Partner der Polsterindustrie auch
in diesem Jahr wieder auf der MTM
vertreten. Die Hitex-Manufaktur zeigte
ihr modulares Point-of-Sale-Konzept
rund um die Stoffmarke Q2. Im Mittelpunkt
standen dabei variable Aufsteller
in unterschiedlichen Größen, die eine
emotionale Präsentation auf den Handelsflächen
ermöglichen und die Beratung
mit den Markenstoffen erleichtern.
Wemafa & Frommholz präsentierte
seine exquisiten Polsterkollektionen
wieder im eleganten Festsaal der Alten
Börse. Das besondere Ambiente des
Raumes harmonierte wunderbar mit
den ausgestellten Modellen. Es wurde
eine große Vielfalt an Varianten und ansprechenden
Kombinationsmöglichkeiten
von Sofas und Sesseln gezeigt.
Der Fokus lag bei allen Modellen stets
auf gesundem, geradem Sitzen.
Wima präsentierte sich an einem neuen
Standort innerhalb der Alten Börse.
Auf der vergrößerten Ausstellungsfläche
wurden neben dem klassischen
Bereich auch moderne Funktionsmöbel
gezeigt. Zu den Highlights gehörte
das Sofa „Kansas“. Es verfügt über eine
versteckte motorische Fußstütze,
herausnehmbare Kopfstützen und einsteckbare
Rückenkissen, die lose wirken,
aber nicht verrutschen können.
Der Termin für die nächste MTM steht
bereits fest: Vom 10. bis 12. Juni 2026
werden die Aussteller wieder mit neuen
Ideen im vertrauten und imposanten
Ambiente der Alten Börse in Dresden
begeistern. Infos zur MTM Dresden
gibt es unter www.mtm-dresden.de
und auf Instagram @mtm_dresden.
Julia Peters
Hubert Icking (rechts) und Thomas Pichot (links) mit dem funktionellen
Esstisch „Milazzo“ von Akante.
Stilvoll sitzen auf Wemafa-Modellen im schönen Festsaal: Dirk Gieselmann
und MM-Redakteurin Michaela Höber.
Wima-Geschäftsführer Adam Mester zeigte unter anderem das moderne Sofa
„Kansas“ mit universell einsetzbaren Rückenkissen.
Verkaufsleiter Oliver Schönauer präsentierte die Stuhl-Kollektionen von
Dan-Form. Fotos: Höber, Peters, Schultheiß
TrendSet:
Gute Orderstimmung
Die Heimtextil präsentiert Lösungen für die ganzheitliche textile Innenraumgestaltung. Foto:
Messe Frankfurt
Heimtextil:
Ganzheitliche Raumgestaltung
Vom 13. bis 16. Januar 2026 findet in Frankfurt die Heimtexil in neuem Hallenlayout statt,
um Synergien für einen effizienten Messebesuch zu schaffen. Von Deko- und Möbelstoffen
über Tapeten, Bodenbeläge und Teppiche bis hin zu Matratzen, Bett- und Tischwäsche trifft
auf der Messe ein breites Angebotsspektrum für die ganzheitliche Innenraumgestaltung zusammen.
Objekteinrichter und Einkäufer für Hospitality und Handel finden an einem Ort die
neuesten textilen und non-textilen Materialinnovationen. Zudem feiern non-textile Bodenbeläge
2026 Premiere. Das Teppichsegment der Heimtextil wächst weiter. So widmen sich
die Hallen 11.0, 11.1 und 12.0 hand- und maschinengewebten Teppichen, Unikaten und
Fußmatten. Mit dem neuen Segment Flooring & Equipment ergänzen non-textile Bodenbeläge
das Angebot. Fertigprodukte für Objektausstattung, Hotellerie und Gastronomie
finden sich in den Hallen 5.0, 5.1, 6.0 und 6.1 im Bereich Bed, Bath & Living mit Bettwäsche,
Badtextilien, Tischwäsche, Decken und Wohnaccessoires. Bettwaren, Zudecken,
Kissen und Matratzen sind im Bereich Smart Bedding in Halle 4.0 positioniert.
Die diesjährige Sommer-Ausgabe der TrendSet,
die vom 12. bis 14. Juli stattfand, konnte insgesamt
17.139 Fachbesucher nach München locken.
Über 1.500 Aussteller und Marken präsentierten
auf der Messe für die Interior & Lifestyle-Branche
die neuesten Produkte für Herbst, Winter und die
kommende Festive Season. Händler und Einkäufer
trafen in sechs Messehallen mit einer Ausstellungsfläche
von 66.000 qm auf neue Ideen und
Produkte für die kommende Saison. Trotz einer
rückläufigen Besucherfrequenz wurde auf der
Messe laut Aussage der Veranstalter gut geordert.
In 15 „Interiors & Lifestyle Fair Areas“ aus den
Sparten Live & Give, Decorate & Create, Cook &
Eat sowie Work & Play konnten die Fachbesucher
Neues entdecken und direkt ordern. Neuheiten
aus Living & Giving zeigten die Topic Areas „Trend-
Set Newcomer“ und „TrendSet Bijoutex“.
Salone del Mobile:
Gast auf der
Expo 2025 Osaka
Vom 7. bis 20. September 2025 ist die Salone Satellite
Permanent Collection 1998-2025 auf der Expo 2025 Osaka
zu sehen. Sie bereichert das Angebot des italienischen Pavillons.
Eine Auswahl von 47 signierten Produkten aus der
Talentschmiede der Mailänder Möbelmesse zeugt vom
fruchtbaren Dialog zwischen internationaler Kreativität und
italienischem Know-how. Maria Porro, Präsidentin des
Salone del Mobile: „Osaka ist ein strategisches Ziel: Es ist
der Beginn eines neuen Kapitels in der internationalen
Roadshow, die den Salone del Mobile jedes Jahr über
nationale und europäische Grenzen hinaus auf die Suche
nach neuen Zielgruppen und neuen Visionen führt. Der
Start in Japan, auf der Expo 2025 Osaka, mit der Salone
Satellite Permanent Collection ist von großer Bedeutung.“
Der italienische Pavillion in Osaka. Foto: Salone del Mobile/ Courtesy of Italy Expo
2025 Osaka
Lichtwoche Sauerland:
Starke Markenpräsenz
Die nächste Ausgabe der Lichtwoche Sauerland, die vom 1. bis 5. März
2026 in Arnsberg stattfindet, präsentiert sich schon jetzt stark aufgestellt.
Mehr als 30 renommierte Marken aus der dekorativen Wohnraumbeleuchtung
haben bereits ihre Teilnahme zugesagt. Zu den Ausstellern gehören
unter anderem die Unternehmen Hell, Bankamp, Beacon, Brilliant, Briloner,
Eco-Light, Eglo Leuchten, Elstead, Fabas, FH Lighting, Fischer & Honsel,
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Knapstein, Herz Blut, Just Light, Ledvance, Müller Licht, Näve, Niermann,
Paul Neuhaus, Searchlight und Trio. Mit Alois Fischer von Fischer & Honsel
und Andreas Kuhrt von Eglo Leuchten übernehmen zwei profilierte Akteure
die Rolle als offizielle Sprecher der Veranstaltung. „Die Lichtwoche Sauerland
ist nicht einfach nur eine Produktschau – sie ist ein kreativer Marktplatz
für Ideen, Beziehungen und Weiterentwicklung“, so das Sprecher-Duo.
Messen 93
„Die Schwarmintelligenz
entscheidet, was wir in
unserer gleichartigen
Großflächenstruktur benötigen –
das ist unsere DNA.“
Oliver Müther
94 Messen
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Begros-Verbundmesse 2025
Strategie „Zukunft“
Der vormals reine Konditions-Club setzt seinen Weg zum Mehrwertverbund fort: Neben der Neuausrichtung der Leuchtturm-Marke
Mondo präsentierte die Begros vom 30. Juni bis 1. Juli in Halle 1 der Koelnmesse Neuheiten, aktuelle Kollektionen sowie innovative
Dienstleistungen und Vermarktungskonzepte. Gerald Schultheiß war in Köln zu Gast und sprach mit Geschäftsführer Oliver Müther
über die Neuausrichtung des Verbunds zwischen XXXLutz-Porta-Deal und dem Beitritt von Möbel Rieger zum 1. Januar 2026.
Um Begehrlichkeit für Möbel und Einrichten
zu wecken und Kaufimpulse zu
geben, setzte die Begros auf ihrer Messe
diesmal verstärkt auf Austausch,
Vernetzung und Angebote für ein inspirierendes
und erfolgreiches Möbelbusiness
von morgen.
Damit unterstrich der Großflächen-Verbund,
dass er mittlerweile mehr bietet,
als optimale Einkaufs-Konditionen. Wie
Oliver Müther im Interview betonte, befindet
er sich vielmehr auf dem Weg von
der reinen Einkaufsgesellschaft hin zu
einem starken Verbund, der deutliche
Mehrwerte über den Einkauf hinaus bieten
kann.
Insgesamt 65 Industriepartner und 15
Dienstleister u. a. für Digitalisierung, Logistik
oder Marketing präsentierten sich
auf über 7.500 qm Ausstellungsfläche.
Wie etwa durch die stark wachsende
Begros-Tochter HPI sollen die Mitglieder
auch von Extraleistungen profitieren.
Die Import-Gesellschaft wickelt für
den Verbund den globalen Direkteinkauf
von Möbeln und Wohnaccessoires im
preissensitiven Bereich ab, Schwerpunkt
liegt auf Asien.
„Über 3.000 Container bewegt die HPI
pro Jahr. Weiteres Plus sind die geprüfte
Rechtssicherheit entlang der EU-
Normen und zertifizierte Produkte“, so
Müther. Zum 25-jährigen Jubiläum hatte
HPI die Standfläche verdoppelt. Den
stetig steigenden Importanteil wertete
Müther positiv. Alleine in diesem Jahr
wuchsen die Importe um ca. 30%.
Eine tragende Säule der Begros-Strategie
sind ihre Eigenmarken, allen voran
die strahlkräftige Marke Mondo. Zur
Messe wurde sie mit drei zielgruppenorientierten
Kollektionen – Mondo Natur,
Mondo Design und Mondo Comfort
– klarer und fokussierter neu ausgerichtet.
Diese neue Segmentierung soll
Kunden intuitiv mehr Orientierung bieten
und kann am POS mit passenden
Marketing-, Deko- und Farbkonzepten
inspirierend umgesetzt werden. „Alles,
was wir hier zeigen, kann von unseren
Mirgliedern 1:1 umgesetzt werden“, betonte
Müther.
„Wir können das Gleiche wie der Fachhandel – nur in viel
größerer Auswahl und viel größerer Preisrange.“
Oliver Müther
Für ihre Kollektionen und Eigenmarken
setzt die Begros auf einen qualitätsgetriebenen
360°-Einkauf, der u. a. moderne
Datentools nutzt, um fundierte
Entscheidungen zu treffen.
Seit Jahren setzt die Begros auf Digitalisierung.
So steht den Mitgliedern der
„Blazor“-Konfigurator von Diomex zur
Verfügung. Im Zeitalter von Onlinemarketing
und Social Media lag der Fokus
diesmal auf CGI. So präsentierte ODG
Scanner zur Generierung von 3D-Daten,
die kleine Artikel wie auch größere
Möbel scannen und so authentische,
fotorealistische 3D-Bilder liefern, die
beliebig in Milieus eingebunden werden
können.
Beim Get-Together am ersten Abend
konnten sich Inhaber, Einkäufer, Hersteller
und Dienstleister entspannt austauschen.
Eine „Live-Reportage“ aus
dem Möbelhandel von Sonja Krieger
läutete das Event humorvoll ein. Die Expertenvorträge
und Podiumsdiskussionen
zu Digitalisierung, Marketing und
Regulatorik am zweiten Messetag erfuhren
regen Zuspruch.
Wie gewohnt tätigten die Einkäufer laut
Verband einen Großteil ihres Ordervolumens
auf dieser Messe – weshalb sich
diese für Aussteller als lohnendes Investment
erweise.
Das Strategie-Interview lesen Sie auf
den folgenden Seiten.
Marketingleiter Thomas Brüll stellte für den kommenden Herbst die Neuauflage der
erfolgreichen Mondo-Herbstkampagne mit Annette Frier aus dem Jahr 2024 vor.
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
25 Jahre Home Product Import GmbH (HPI): Die Direktimporte der Begros-Tochter
unter Führung von Carsten Hillers sind alleine in diesem Jahr um 30% gewachsen.
Messen 95
Strategie-Interview mit Verbands-Geschäftsführer Oliver Müther:
Im Begros-Style zum Mehrwert-Verbund
MM: Die ZR-Umsätze im Möbelhandel
sind kumuliert für die letzten
beiden Jahre 2023 und 2024 laut
Aktivbank im Branchenschnitt um
27% geschrumpft – auf der Großfläche
doch sicher noch stärker?
Müther: Die Zahl von 27% kann ich
nicht verifizieren. Auch die Höhe des
negativen Niveaus spiegelt sich bei
uns nicht wieder. Natürlich geht der
Markt an uns nicht spurlos vorbei. Wir
haben aber durch die Aktivitäten unserer
Mitglieder immer noch einen
kleinen Vorteil und sind sogar stets
noch einen Tick besser als der Markt.
MM: Seit dem XXXL-Porta-Deal ist
vieles im Umbruch: KHG ist jetzt
seit 1. Januar auch Gesellschafter
der Begros, im Markt redet jeder
mit jedem und zum 1. Januar 2026
stößt Möbel Rieger zur Begros.
Was kommt noch?
Oliver Müther: Dazu äußere ich mich
nicht. Zumindest fürs Ausland kann
ich aber verraten: Ja, wir führen Gespräche
– aber selbst für Österreich
oder die Schweiz gemeinsam einzukaufen,
ist in unserer Struktur eher
schwierig. Aber die Zukunft ist nicht
nur volatil, sondern unvorhersehbar.
MM: Wie richtet sich die Begros
jetzt strategisch für diese unvorhersehbare
Zukunft neu aus?
Müther: Wir sind anders strukturiert
als andere – bei uns sind die Mit-
„Die Strategie ist, immer
weitere Dienstleistungen zu
bieten. Die Anforderung dazu
kommt aus den Gremien.“
Oliver Müther
glieder der Verband. In unseren Gremien
sind die Spezialisten unserer
Mitglieder für Themen wie Einkauf,
Digitalisierung, Marketing oder Logistik
vertreten.
Wir moderieren das, was aus diesen
Gremien kommt. Daraus erwachsen
die Aufgaben für den Verband, um
den Mitgliedern vor Ort den Rücken
frei zu halten, damit sie sich um ihre
Kunden kümmern können.
Das ist unsere DNA: Die Schwarmintelligenz
entscheidet, was wir in unserer
gleichartigen Großflächenstruktur
benötigen. Daher hat Herr Rieger
auch betont, dass wir von den Themen
und der Struktur her unheimlich
gut zueinander passen.
Extern wird immer behauptet, wir seien
ein reiner Konditionenverband. Das
sind wir schon sehr lange nicht mehr!
Unsere Strategie zielt vielmehr darauf,
den Weg des Mehrwertverbundes weiterzugehen
und immer weitere Dienstleistungen
zu bieten.
Das muss allerdings von den Inhabern
gewünscht sein und aus unseren Gremien
kommen. Diese Dienstleistungen
nutzt jeder individuell unter seiner Marke
vor Ort. Unser Kern sind deshalb
die Local Heroes.
Wie jetzt mit dem digitalen Zwilling
wollen wir auf der Messe Zukunft greifbarer
machen. CGI ist nur ein Puzzleteilchen,
um Wohnen erlebbarer zu
machen. Nicht jeder geht noch in ein
Möbelhaus. Daher müssen wir für diese
Kunden neue Kanäle bespielen –
und zwar so realistisch, dass es sich
anfühlt, als stünde man vor dem echten
Möbelstück.
MM: Die Möbelpreise sind in den
letzten Jahren um 30 bis 40% gestiegen.
Großflächen-Kunden sind
aber sicher noch preissensibler als
jene im guten Mittelstand ...
Müther: Das ist, glaube ich, ein Märchen.
Deswegen Local Hero – wir können
das Gleiche wie der Fachhandel,
nur in viel größerer Auswahl und viel
größerer Preisrange bis hin zu Hochwert.
Deswegen auch Mondo Design.
Zudem bieten unsere Händler als Local
Heroes auch Premium-Marken an. Zumal
sich der Mittelstand konsolidiert
und weiter konsolidieren wird.
Dann haben Kunden die Chance, in die
Großfläche zu gehen. Allerdings müssen
wir ihnen Orientierung bieten. Daher
ist das ganze Thema Kollektionierung
eine weitere Säule unserer
Strategie „Zukunft“.
Und genau deswegen haben wir
Mondo als Dachmarke jetzt mit Mondo
Design, Mondo Natur und Mondo
„Es ist unsere Aufgabe,
schnelle Pferde noch schneller
zu machen, denn die Zukunft
wird noch unvorhersehbarer.“
Oliver Müther
Comfort fokussierter auf Zielgruppen
ausgerichtet. Jeder versteht nun intuitiv,
wofür beispielsweise Mondo Natur
steht. Es ist auch die größte Kollektion,
zumal das Thema Natur schon lange
ein absoluter Megatrend ist.
Orientierung ist sicher manchmal auf
der Großfläche die Herausforderung.
Daher gehen manche Kunden lieber in
den Fachhandel.
Als Dachmarke wurde Mondo mit den neuen zielgruppenorientierten Kollektionen
„Mondo Natur“, „Mondo Design“ und „Mondo Comfort“ spitzer ausgerichtet.
Verstärkt durch am POS 1:1 umsetzbare Inszenierungs-Konzepte sollen „Mondo
Natur“ und die beiden anderen neuen Kollektionen intuitiv Orientierung bieten.
96 Messen
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Unsere Aufgabe ist es daher, Orientierung
strategisch nach vorne zu bringen
– die konkrete Umsetzung löst jedes
Haus individuell für sich.
Es gibt dazu vor Ort in den Möbelhäusern
unterschiedlichste Ansätze: Der
eine verkleinert Flächen, der andere erhält
sie und die nächsten gruppieren
sie neu. Deswegen braucht es als Impuls
eine Begros-Messe, um so etwas
auch zu diskutieren.
Und wir sind nicht diejenigen, die etwas
vorgeben, sondern wir setzen Impulse.
Und genau das ist die Strategie
der Begros: Ob wir etwas umsetzen
oder nicht, entscheiden die Mitglieder.
MM: Viele Lieferanten bieten Exklusivmodelle
für Verbände – wenn
die sich aber nicht mehr so oft drehen,
ist das doch wirtschaftlich immer
weniger darstellbar. Wie sehen
Sie denn die Zukunft von Exklusivmodellen
im Möbelhandel?
Müther: Genau deswegen ist es auch
unsere Aufgabe, schnelle Pferde immer
wieder noch schneller zu machen.
Die Zukunft wird noch unvorhersehbarer
sein. Daher ist das Risiko, immer
wieder etwas Neues zu machen, viel
größer, als ein bestehendes Modell zu
modernisieren.
Wir haben sehr viele Modelle, die wir
„Wir müssen Orientierung bieten.
Daher ist die Kollektionierung eine weitere Säule
unserer Strategie ,Zukunft‘.“
intern 2.0, 3.0 oder 4.0 nennen, die
Langläufer sind. Auch weil wir wissen,
dass sich der Verkäufer damit auskennt.
Sie müssen moderne Farben
und Optiken bekommen – aber der
Baukasten bleibt gleich.
Exklusivitäten sind und bleiben für
den Handel wichtig. Aber man muss
über Mechanismen reden, wie man
sie in einem veränderten Mengengerüst
für beide Seiten attraktiv macht
– und da gibt es Möglichkeiten.
Oliver Müther
Foto: Begros
MM: Der Import über HPI ist in diesem
Jahr 30% gestiegen – auch ein
Zeichen für mehr Preissensibilität.
Müther: Ja. Natürlich haben unsere
Mitglieder auch Vertriebsschienen für
das noch preissensiblere Mitnahme-
Segment. Dafür ist der Import natürlich
ideal. Wir haben es in der Hand,
dass diese Produkte die entsprechenden
gesetzlichen Regulatorien erfüllen.
Das ist ein großes Thema – gerade
für mittelständische Produzenten.
Wir müssen dafür sorgen, dass wir
noch entsprechende Angebote haben
– und das können wir leisten.
MM: Und wie lautet Ihre Bilanz der
diesjährigen Verbandsmesse?
Müther: Uns ist es wichtig, Impulse zu
setzen, mit den Leuten ins Gespräch
zu kommen und sich auszutauschen.
Denn keiner hat in diesen Zeiten das
Patentrezept für die Zukunft.
Daher braucht es einen solchen Impuls
und wir sind sehr zufrieden mit
diesem Format – aber das heißt nicht,
dass wir nicht auch über andere Dinge
nachdenken, denn es bewegt sich
einfach sehr viel.
Wir haben hier die gleiche Zahl an Ausstellern
wie im Vorjahr, haben aber
weniger Fläche, weil wir in unseren
Projekten mit der Industrie viel zielgerichteter
gearbeitet haben.
Wir haben uns gefragt, was hat eine
hohe Chance, dass wir es auf die Fläche
bringen? Daher sind die Stände
komprimierter, dafür aber zielgerichteter.
Was ich bis jetzt sagen kann, war
das sehr erfolgreich.
MM: Herr Müther, ganz herzlichen
Dank für die Einladung zur Messe
und für dieses Interview!
Wie hier bei der neuen Kollektion „Mondo Comfort“ können alle auf der Messe
gezeigten Flächen von den Mitgliedern am POS 1:1 umgesetzt werden.
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Sebastian Kuhn, CEO des Dienstleisters ODG, präsentierte Scanner zur Erstellung
ebenso authentischer wie fotorealistischer digitaler Zwillinge. Fotos: Schultheiß
Messen 97
Hülsta & Now! by Hülsta
Die Rückkehr der
Möbel-Legende
1.600 qm stimmungsvoll gestaltete Ausstellungsfläche in einer frischen, unverbrauchten Location gepaart mit ganz viel Emotionen – die
Präsentation im historischen Düsseldorfer Areal Böhler zum Neustart der legendären Möbelmarken Hülsta und Now! by Hülsta ist den
Machern Andreas Bremmer und Sören Höfer gelungen. Das zeigten auch die vielen bekannten Gesichter unter den Besuchern.
Den Design-Anspruch und die Markenpräsenz
aus der Vergangenheit von Hülsta will die
H & N Designmöbel GmbH in eine erfolgreiche
Zukunft übertragen. Fotos: Schwarze
98 Messen
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Eine Präsenz in den wichtigsten Warengruppen und ein harmonisches Zusammenspiel
der Sortimente verschiedener Lieferanten war das Ziel für den Hülsta-Neustart.
Die junge Marke Now! by Hülsta spielt in den Plänen der Verantwortlichen ebenfalls
eine entscheidende Rolle für das Gesamtprojekt Hülsta-Neustart.
Andreas Bremmer und Sören Höfer
standen erkennbar unter Strom, als sie
Mitte Juli in Düsseldorf endlich ihre ersten
neuen Kollektionen von Hülsta und
Now! by Hülsta nach dem Neustart unter
dem Dach der H & N Designmöbel
GmbH präsentieren konnten. Wobei
man eigentlich eher „schon“ anstatt
„endlich“ sagen müsste, denn immerhin
ist das endgültige Aus der altehrwürdigen
Hülsta-Werke gerade mal etwas
mehr als ein Jahr her und die Neugründung
von H & N durch den langjährigen
Hülsta-Manager Bremmer sogar nur
knapp ein dreiviertel Jahr. In dieser kurzen
Zeit zwei komplette Kollektionen
über alle entscheidenden Warengruppen
hinweg mit teils sehr unterschiedlichen
Lieferanten auf die Beine zu stellen,
das haben viele in der Branche als
ambitioniert bis sportlich empfunden.
Umso wichtiger war es, dass dieser erste
Wurf wirklich saß. Und auch wenn es
immer noch Stellschrauben zu drehen
„Das ist die Geburtsstunde von
etwas ganz Tollem!“
und Details zu verbessern gibt, kann
man wirklich sagen, dass er saß. Der
Druck, den sich Bremmer und Höfer
selbst auferlegt hatten, hat sich gelohnt.
Ambitioniertes Ziel erreicht
Das war nicht nur der Eindruck, den
MÖBELMARKT-Redakteur Arnd
Schwarze selbst beim Rundgang durch
die Ausstellung im Areal Böhler, einer
stimmungsvollen, zur Event-Location
verwandelten Industrie-Anlage in Düsseldorf,
gewann. Vielmehr war es die
versammelte Handelsprominenz, die
zeitgleich sichtlich beeindruckt und mit
reichlich Zeit dem Ruf an diese für die
Andreas Bremmer
Möbelbranche eher unkonventionelle
Location gefolgt war. „Den Ort haben
wir bewusst gewählt, wir wollten eine
für unsere Branche neue und unverbrauchte
Location für unseren Neustart“,
so Andreas Bremmer, der zwischen
zwei Einkaufskomissionen Zeit
für ein Gespräch fand. Der rauhe
Charme der alten Backstein-Industrie-
Bauten bildete einen spürbaren, aber
keinesfalls störenden Kontrast zu den
gezeigten, eher modernen Designmöbeln.
Und die Tatsache, dass es tatsächlich
keines der in der Branche bekannten
Messezentren war, half dabei,
den Blick vor allem auf das Neue hinter
der Marke Hülsta zu lenken. Und neu
war genau genommen alles, was hier
gezeigt wurde. Denn ebenfalls ganz bewusst
hat man sich für den Neustart dazu
entschieden, komplett neue Kollektionen
zu entwickeln und nicht auf
bewährte Modelle zu setzen, auf deren
Rechte man größtenteils durchaus Zugriff
gehabt hätte.
Einheitliche Designsprache
Hülsta ist heute natürlich kein Möbelhersteller
mehr, sondern eine Lizenzmarke,
woraus auch kein Hehl gemacht
wird. Umso wichtiger ist es, mit den
verschiedenen beteiligten Herstellern
eine Kollektion zu entwickeln, die einer
gemeinsamen Idee und Designsprache
folgt: „Wir wollten ganzheitliche, harmonische
Wohnwelten entwickeln“, so der
Einkaufs-Profi Sören Höfer. Und das ist
ihm gemeinsam mit erfahrenen, externen
Designern und leistungsfähigen
Lieferanten wie Interlübke, Himolla, Fey,
Andreas Bremmer (links) und Sören Höfer haben geschafft, was nur wenige für möglich hielten: eine überzeugende Gesamtkollektion für die Marken Hülsta und Now! by
Hülsta in Rekordzeit auf die Beine zu stellen. Immerhin ist es noch nicht mal ein Jahr her, dass die H & N Designmöbel GmbH gegründet wurde.
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Messen 99
Geschäftsführer Sebastian Fischer (rechts) und
Vertriebsleiter Jens Ganzenmüller steuern mit
Nova Via die Polstermöbel zu Now! by Hülsta bei.
Himolla-Vertriebsleiter Kim Oliver Christmann blickt
zufrieden auf die Hülsta-Design-Days zurück. Das
Zusammenspiel mit den anderen Marken hat funktioniert.
Claudius Gansbühler und Thomas Wälde von
Quadrato haben für Now! by Hülsta ein kompaktes
Stauraum-Programm entwickelt.
Decker, Hasse, Bert Plantagie und
Wagner bei Hülsta sowie Rauch, MCA,
Quadrato und Nova Via bei Now! by
Hülsta auch gelungen. Herstellerübergreifende
Dekore für Tischplatten, einheitliche
Lack-Farben und Stoff-Kollektionen
sowie Gestellformen ergaben ein
harmonisches Gesamtbild. Und der
Neuaufbau der beiden Marken erlaubt
es auch, diese wieder klarer voneinander
abzugrenzen. Hülsta ist eine hochwertige
Premium-Kollektion, die aber,
das lassen die ersten kolportierten
UVPs erwarten, preislich längst nicht
mehr so abgehoben sein wird, wie es
zuletzt viele Modelle der alten Hülsta-
Werke waren. Und Now! by Hülsta wird
wieder eine online- und versandfähige
Zerlegt-Kollektion, die zu sehr vernünftigen
Preisen vermarktet werden soll.
Wobei man den Online-Verkauf den
Handelspartnern überlässt, einen eigenen
Online-Shop soll es nicht geben.
Nächster Auftritt M.O.W.
Die Hülsta-Kollektion soll nicht nur durch
ihren bekannten Markennamen leben,
vielmehr sollen Designanspruch und eine
sichtbare Handwerklichkeit erkennbare
Teile des Markenkerns sein. So
setzt Fey bei den neuen Hülsta-Boxspringbetten
auf komplette Massivholz-
Boxen ohne Span-, Hartfaser- oder
MDF-Platten. Die sieben komplett eigenständigen
Kopfteile werden zudem immer
mit Keder gearbeitet, um die Handwerklichkeit
auch sichtbar zu machen.
Zudem bieten sie stufenlose Verstellmechaniken
zum entspannten Anlehnen
und die Betten werden mit einer exklusiven
Stoff-Kollektion gefertigt. Ein ähnliches
Bild ergibt sich im Wohnen, wo die
Polstermöbel von Himolla, die Polsterstühle
für den Essplatz von Bert Plantagie
sowie die Home-Office-Lösung von
Wagner nicht nur durch die einheitlichen
Stoffe, sondern auch durch die gemeinsame
Formensprache ein stimmiges Gesamtbild
ergeben. Davon kann man sich
auch auf der M.O.W. überzeugen, wo
Hülsta ebenfalls ausstellt.
Dank einer 19-Grad-Schäftung an den markanten Design-Elementen macht Decker
im Hülsta-Wohnprogramm die Jahresringe des Massivholzes sichtbar.
Mit Hochdruck in den Handel
Das hohe Tempo, mit dem sie gestartet
sind, wollen Bremmer und Höfer beibehalten
– auch auf Wunsch etlicher
Händler, die gerne noch das Weihnachtsgeschäft
mit Hülsta mitnehmen
würden, weswegen Bremmer eine Auslieferung
im vierten Quartal 2025 anpeilt.
Gezeigt wurde in Düsseldorf übrigens
auch ein sehr eigenständiges Wohnprogramm,
für das noch der passende Produktionspartner
gesucht wird – die Kollektion
soll also schnell wachsen.
Und damit die Vermarktung auch gut
funktioniert, wird es Studio-Konzepte
mit Dekorations-Leitfaden sowie Farbcodes
für die Wandgestaltung geben,
um einen einheitlichen Look in den Ausstellungen
und im Marketing zu gewährleisten.
Die Tatsache, dass es Flächenbausteine
für Betriebsgrößen unterhalb
und oberhalb von 20.000 Quadratmetern
gibt, zeigt, dass man sich vertrieblich
künftig breiter aufstellen will. Marken wie
Hülsta und Now! by Hülsta brauchen die
Großfläche – für die Marktpräsenz, aber
auch, um für die beteiligten Hersteller
den nötigen Umschlag zu gewährleisten.
Aber auch der Mittelstand soll nicht vernachlässigt
werden, was auch durch unverbindliche
Preisempfehlungen zu den
Möbeln gewährleistet werden soll.
Arnd Schwarze
Wohnen und Speisen rücken immer enger zusammen, erkennbar auch an den
Hülsta-Massivholz-Wohnmöbeln von Decker und den Essplätzen von Bert Plantagie.
Mit Boxspringbetten von Fey, Schranksystemen von Interlübke und Beimöbeln
von Hasse ergibt sich auch im Schlafzimmer ein ganzheitlicher Look.
100 Messen
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Ebay Open:
Event mit vielfältigen Inspirationen
Ebay lädt seine Händler im Rahmen des 30-jährigen Firmenjubiläums am 25. September zur Ebay
Open 2025 nach Berlin ein. Im Fokus des Community-Events stehen Themen wie Künstliche Intelligenz
(KI), Marktentwicklungen, Gen Z, praxisnahe Masterclasses und Einblicke in neue Ebay-
Strategien. Ebay Deutschland Geschäftsführerin Saskia Meier-Andrae wird in einer Keynote exklusive
Einblicke in die zukünftige Ausrichtung von Ebay geben. Im Vortrag „Embrace the Future“
erfahren die anwesenden Händler, wie KI ihr Business vorantreiben und effizient für die Zukunft
aufstellen kann. Zudem werden Vorträge auf die aktuellen Markttrends eingehen und über die
wachsende Bedeutung der Gen Z informieren. Eine Übersicht über die teilnehmenden Speaker
und Tickets finden Sie hier: https://pages.ebay.de/events/ebay-open/#ac-1
Cadeaux:
Treffpunkt für Genussexperten
Die diesjährige Herbst-Ausgabe der Cadeaux, die vom 6. bis 8.
September in Leipzig stattfindet, wird zum Treffpunkt für Genuss-
Experten. Über 100 Aussteller und Marken aus den Bereichen Genuss,
Gedeckter Tisch und Küche präsentieren ihre kulinarischen Sortimentserweiterungen.
So führt der sächsische Bier-Sommelier Jens Zimmermann
in seinen Workshops im „Genuss-Village“ in die Welt der
internationalen Braukunst ein und gibt Tipps für die Sortimentserweiterung
im Facheinzelhandel. Profi-Koch Philipp Anders zeigt, wie
Künstliche Intelligenz im Küchenalltag unterstützen kann. Konditormeisterin
und Schokoladen-Sommelière Julia Moser weiß, wie Tastings
das Sortiment im Facheinzelhandel sinnvoll bereichern. Gewürz-Sommelier
Andreas Ständike verrät, wie man mit dem richtigen Salz das
volle Aromenspektrum von Speisen zur Geltung bringt.
Nordstil:
Frische Ideen für
den Handel
Die diesjährige Sommer-Ausgabe der Nordstil hat vom 26. bis 28.
Juli insgesamt 8.300 Fachbesucher nach Hamburg gelockt. Mehr als
550 Aussteller präsentierten ihre Neuheiten und Trends für die
kommende Saison. Auf der Nordstil konnten die Besucher die
neuesten Produkte aus den Bereichen Geschenke und Papeterie, Haus
und Garten, Küche und Genuss, Schmuck und Mode sowie Stil und
Design direkt vor Ort ordern. Das Areal „Anleger“ rückte den Fokus
auf junge Marken und innovative Produktideen, während „Nordlichter“
aufstrebenden Gestaltern und Manufakturen eine Bühne bot.
„Die Nordstil hat erneut gezeigt, dass sie der entscheidende
und impulsgebende Baustein im Ordergeschehen des
zweiten Halbjahres ist. Hier finden Händler Produkte,
die den Unterschied machen,“ sagt Julia Uherek,
Bereichsleiterin Consumer Goods Fairs bei
der Messe Frankfurt.
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spoga+gafa 2025
Innovation trifft Erlebnis
Mit einem starken Auftritt hat die spoga+gafa 2025 als größte
Garten- und BBQ-Messe der Welt ihre Rolle als Impulsgeberin der
Grünen Branche erneut unter Beweis gestellt. Drei intensive
Messetage lang trafen Ende Juni rund 26.000 Fachbesucher aus
über 100 Ländern in den Kölner Messehallen auf mehr als 1.600
Aussteller, um sich über die neuesten Trends, Produkte und Innovationen
rund um das Leben im Grünen zu informieren.
Aus Köln berichtet Sebastian Lehmann.
Der Wunsch nach emotionaler Relevanz,
strategischer Orientierung und
marktnahen Innovationen stand im
Fokus der diesjährigen spoga+gafa.
„In einem Jahr, das derzeit noch von
wirtschaftlicher Zurückhaltung geprägt
ist, hat die spoga+gafa gezeigt, welche
Schlüsselrolle sie als internationaler
Branchentreffpunkt spielt“, so Oliver
Frese, Geschäftsführer der Koelnmesse.
„Dieser Erfolg untermauert nicht nur
die internationale Relevanz der Veranstaltung,
sondern steht auch für einen
sichtbaren Wandel, den wir mit der
spoga+gafa in den kommenden Jahren
konsequent gestalten werden. Denn
Fortschritt ist ohne Veränderung nicht
möglich.“
Zeitlose Formensprache &
funktionales Design
Kern der spoga+gafa 2025 war folgerichtig
das Leitthema „Design Gardens“,
das zeitlose Formensprache,
funktionales Design und nachhaltige
Gestaltungsansätze in den Mittelpunkt
rückte. Outdoor wird indoor – und umgekehrt:
Der Garten, die Terrasse oder
der Balkon avancieren zur stilvollen
Wohlfühlzone und verschmelzen mit
dem Wohnraum. Ins Auge fielen insbesondere
Outdoormöbel, die mit organischen
Linien, warmen, gedeckten Farben
und hochwertigen Materialien wie
Naturholz oder recyceltem Metall punkten.
Modularität und Vielseitigkeit standen
dabei hoch im Kurs: Wandelbare
Loungemodule und multifunktionale
Accessoires adressieren die wachsenden
Wünsche nach Individualisierung
und Flexibilität in der Nutzung.
Akzente setzte in dieser Hinsicht auch
Stern mit modularem Design, hochwertigen
Materialien und stimmigen Living
Concepts. Herzstück der Neuheiten für
2026 ist dabei die Lounge „Enya“. Verschiedene
Arm- und Rückenlehnen,
modulare Verbindungsmöglichkeiten
und eine Auswahl an Tischelementen
eröffnen eine Vielzahl individueller Gestaltungsmöglichkeiten.
Ob klar und minimalistisch
oder gemütlich mit wohnlichem
Flair – „Enya“ passt sich den
Bedürfnissen des Nutzers ebenso an
102 Messen
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Die spoga+gafa besuchten vom 24. bis 26. Juni
rund 26.000 Fachbesucher aus über 100 Ländern.
Fotos: Lehmann
wie den architektonischen Gegebenheiten
von Balkon, Terrasse oder Garten.
Im BBQ-Bereich setzte hingegen u. a.
Rösle Akzente. Im Fokus stand dabei
die neue, erst kürzlich mit dem Red Dot
Award ausgezeichnete Gasgrill-Serie
„Allflame“. Sie überzeugt mit einem innovativen
Brennersystem, das Maßstäbe
bei Leistung und Nachhaltigkeit verspricht.
Aspekte, die auch bei Niehoff Garden
groß geschrieben werden. Die Produkte
des Unternehmens bieten dabei ein
Höchstmaß an Individualität und Flexibilität
(siehe auch Bericht auf Seite
104). Sie lassen sich dank zahlreicher
Konfigurationsmöglichkeiten exakt an
die Bedürfnisse und Stile der Kunden
anpassen – ob sommerlich hell oder
elegant dunkel. „Die für Niehoff Garden
typische Symbiose aus edlem Teakholz
und robustem Metall verleiht unseren
Gartenmöbeln zeitlose Eleganz, die sich
harmonisch in die Umgebung einfügt“,
so Vertriebsleiter Burkhard Temme.
Weitere Outdoor-Materialien wie HPL,
Geflecht oder haptisch angenehme,
wasserabweisende Bezugsstoffe runden
das individuelle Angebot ab und
versprechen eine lange Lebensdauer
der Möbel. „Mit klaren Formen und
durchdachten Funktionen schaffen wir
den perfekte Rückzugsort“, ist Temme
überzeugt.
Diesen Anspruch hat auch Kettler. Tim
Dargel, Geschäftsleitung Marketing und
Vertrieb bei Kettler Home & Garden,
äußerte sich nach „drei intensiven und
produktiven Messetagen“ zuversichtlich:
„Mit Blick auf die weitere Saison
und die anlaufende Vororderphase für
das kommende Jahr, sind wir optimistisch
und hoffen nach den beiden letzten,
eher verhaltenen Jahren, auf eine
bessere Stimmung und eine positive
Marktdynamik. Die spoga 2025 stimmt
uns vorsichtig optimistisch. Mit unseren
vielseitigen Produkten (siehe auch Bericht
auf Seite 102), den unterschiedlichen
Themen und unserem ausgezeichneten
Service starten wir motiviert
in die neue Saison.“
Neues Messe-Konzept für 2026
In dieser neuen Saison wird die
spoga+gafa mit einem überarbeiteten
Konzept stattfinden. Sie folgt damit den
vielfach geäußerten Erwartungen der
Branche nach einer klareren Strukturierung,
stärkerer Zielgruppenorientierung
und einer gezielten Reaktion auf neue
Freizeit- und Konsumgewohnheiten. Ab
2026 ergänzt der Bereich „Outdoor Adventure“
mit einer eigenen Halle die
etablierten Themenbereiche „Living“,
„Creation & Care“ und „BBQ“. Hier treffen
Erlebnis, Aktivität und Outdoor-Lifestyle
auf Produktinnovation und Community
Building. Die dahinterstehende
Idee: Der Außenbereich wird zum Erlebnisraum
für Bewegung, Balance und
Abenteuer. Damit erweitert die
spoga+gafa gezielt ihre Zielgruppen um
Outdoor-Händler, Content Creators sowie
Marken, die das Thema Outdoor
Adventure emotional inszenieren und
differenziert erzählen wollen.
Der Bereich der Outdoor-Möbel wird im
Zuge des Konzepts neu strukturiert. In
Halle 9 entsteht eine kuratierte Ausstellungsfläche,
exklusiv für europäische
Über eine erfreulich hohe Besucherfrequenz – sowohl aus dem internationalen
Umfeld als auch seitens der Publikums- und Fachpresse – und eine Kontaktdichte
über dem Vorjahresniveau freuten sich Miriam Klein, Marketing Kettler,
und Tim Dargel, Geschäftsleitung Marketing und Vertrieb bei Kettler
Home & Garden.
Outdoor-Möbelhersteller, die mit nachhaltiger
Produktion, kurzen Lieferwegen
und hoher Designqualität überzeugen
soll. Diese Fokussierung auf Herkunft,
Qualität und Stil stärke nicht nur den
europäischen Markt, sondern schaffe
auch ein unverwechselbares Profil im
internationalen Messegeschehen.
Die spoga+gafa 2026 findet von Montag,
22. Juni bis Mittwoch, 24. Juni in
Köln statt. Diese Tagefolge wird künftig
in geraden Jahren zur Regel. In ungeraden
Jahren startet die Messe weiterhin
an einem Dienstag. Diese Flexibilität in
der Tagefolge gewährleistet laut Koelnmesse
eine hohe internationale Beteiligung,
optimale Reiseplanung und die
bestmögliche Terminierung im Wettbewerb
mit anderen Messen.
sl
Von einer stabilen, marktgerechten Entwicklung wusste Stern-Marketingleiter
Tim Schöllkopf auf der Messe zu berichten.
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Sommerlich hell ging es auf dem Messestand von Niehoff Garden um
Vertriebsleiter Burkhard Temme zu.
Messen 103
SHOWCASE OUTDOOR
Zebra
Reduziert, modern und stilvoll kommt
„Flix Dining Rope“ aus der Serie
„greenline by Zebra“ daher. Für
Leichtigkeit und Stabilität sorgt beim
Outdoorsessel das elegante Kufengestell
aus pulverbeschichtetem Aluminium
in Graphite. In der doppellagigen
Rope-Flechtung steckt enorme
Spannkraft – es gibt beim Sitzen
leicht nach und bietet mit den gewölbten
Armlehnen und der angenehm
hohen Rückenlehne ergonomischen
Sitzkomfort. Die lose im Sessel
liegenden Sitz- und Rückenkissen
runden den Komfort ab. Sie bestehen
aus wasserdichtem Sunny-Guard-
Carrion-Gewebe in Snake Grey, das
weder in der Sonne ausbleicht noch
Regen etwas anhaben kann. Die Pulverbeschichtung
des Aluminiumgestells
und Farbgebung der Kissen
harmonieren mit der handgefertigten
Rope-Flechtung in Truffel.
www.zebra-moebel.de
Niehoff Garden
Das Design-Tischprogramm „Acore“ von Niehoff Garden besticht durch
seine luftige und leichte Bauweise und verleiht der Terrasse ein sommerliches
Flair in anspruchsvoller Eleganz. Das Lamellen-Gestell aus pulverbeschichtetem
Aluminium in frischem Ivory trägt eine Tischplatte aus
massivem Teakholz, deren warmer Farbton harmonisch mit dem Gestell
korrespondiert. Passend zur Ivory-Gestellvariante bietet Niehoff eine Auswahl
an Gartenstühlen mit hellen Füßen, Geflecht und Bezügen an.
Zusammen bilden sie ansprechende Essgruppen, die den Außenbereich
in eine stilvolle Atmosphäre für entspannte Stunden verwandeln.
www.niehoff-garden.com
Kettler
Kettler Home & Garden bietet in Zusammenarbeit mit der Bergischen Universität Wuppertal
Designstudierenden die Möglichkeit, sie von der Idee bis hin zum fertigen Produkt in
Verbindung mit Vertrieb und Marketing zu begleiten. Unter der Leitung von Produktmanagerin
Britta Neumann wurden aus den Entwürfen nun markttaugliche Produkte entwickelt,
die auf der spoga+gafa vorgestellt wurden. Darunter auch „Tribe“ von Finn Ole
Sommerhoff. Entstanden ist ein modulares System aus Bouclé, einem zeitlosen, beinahe
schlicht wirkenden, eleganten Material, das in der Möbelbranche als „ewiger Klassiker“
bereits seit geraumer Zeit eingesetzt, für den Outdoorbereich jedoch eine neue und frische
Optik verspricht. Das Material ist unempfindlich, knittert kaum und lässt sich leicht
verarbeiten. Diese positiven Eigenschaften und die kompromisslos elegante Optik hat sich
Sommerhoff zunutze gemacht und für seine Loungemöbel eingesetzt.
„Aus der Zusammenarbeit mit Kettler habe ich gelernt, dass auch die Idee eines
jungen Gestalters von einem großen Unternehmen nicht nur gehört, sondern ernsthaft
gefördert und unterstützt wird. Ich habe mich als Designer wahrgenommen
und geschätzt gefühlt, und es erfüllt mich mit Stolz, dass mein Produkt nun tatsächlich
in Produktion geht. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass Kettler wirklich
Produkte mit Menschen für Menschen gestaltet – ein Ansatz, den das Unternehmen
aktiv lebt und der mich nachhaltig inspiriert hat. Diese Anerkennung hat mich motiviert.
Mir liegt besonders am Herzen, dass dieses Projekt tatsächlich Einzug in den
Familienalltag findet“, so Sommerhof.
www.kettler-garden.com
MÖBELMARKT
104 Messen 07/08 / 2025
Fotos: Koelnmesse GmbH, Harald Fleissner
Kind + Jugend 2025
Trends für die Kleinsten
Auf der Kind + Jugend dreht sich vom 9. bis 11. September in Köln alles um Produkte für die Möbelkäufer von morgen. Die Leitmesse für
Baby- und Kleinkindausstattung ist auch im Interior-Bereich sehr gut aufgestellt. Direktor der Kind + Jugend Jörg Schmale erklärt, warum
sich der Messebesuch lohnt. Außerdem bringt er die wichtigsten Trends für Möbel und Heimtextilien im Kinderzimmer auf den Punkt.
MÖBELMARKT: Herr Schmale, was
erwartet die Fachbesucher auf der
diesjährigen Messe?
Jörg Schmale: Die Kind + Jugend 2025
bietet zahlreiche Highlights – sowohl für
den klassischen Fachhandel als auch
für Interior-Profis mit einem Fokus auf
hochwertige Möbel, Ausstattung und
Design. Hervorzuheben ist zum Beispiel
der New Product Trail in Halle 10.2, der
die wichtigsten Neuheiten für Fachbesucher
auf einen Blick sichtbar macht.
Ein weiteres Highlight stellt die Preisverleihung
des Innovation Award dar. Er
prämiert innovative Produktneuheiten
und Weiterentwicklungen aus der Babyund
Kleinkindausstattung, auch in der
Kategorie Furniture & Facility.
Besonders erfreulich ist auch, dass sich
die internationale Beteiligung 2025 weiter
verstärkt: Nach mehrjähriger Pause
sind mit dem britischen Pavillon und einem
dänischen Gemeinschaftsstand
wieder zwei starke europäische Länderauftritte
mit dabei. Das ist ein klares Signal
für das Vertrauen der Branche in
die Relevanz der Kind + Jugend – und
ein schönes Zeichen für die wachsende
europäische Präsenz.
MM: Wie können Fachbesucher vom
neuen „Trend Space“ profitieren?
Schmale: Damit bieten wir noch mehr
Raum für Austausch, Wissenstransfer
und Innovation – alles an einem Ort in
Halle 11.2. Fachbesucher erwartet ein
hochwertiges Programm mit Vorträgen
und Panel-Diskussionen, ergänzt durch
individuelle Beratungsangebote. Der integrierte
Gastronomie- und der Lounge-
Bereich bieten zahlreiche Möglichkeiten
zum Netzwerken. Im Trend Space werden
zudem die Gewinnerprodukte und
Nominees des Innovation Awards 2025
anschaulich präsentiert.
MM: Wie hat sich denn die Messe im
Möbelbereich entwickelt?
Schmale: Mit rund 200 Ausstellern, die
ganz oder teilweise Baby- und Kindermöbel
zeigen, liegt die Zahl ungefähr
auf gleichem Niveau wie zur Vorveranstaltung.
Ein paar Aussteller sind zwar
nicht mehr dabei, dafür sind aber andere,
etwa aus England, hinzugekommen.
MM: Welche Trends finden Sie derzeit
im Bereich der Möbel für Babys,
Kinder und Jugendliche spannend?
Schmale: Ein klarer Trend ist die Verschmelzung
von Funktionalität, Design
und Nachhaltigkeit. Besonders gefragt
sind Produkte, die langlebig sind und mitwachsen:
etwa Hochstühle, Betten oder
Wickelkommoden, die sich modular umbauen
lassen, viele Jahre genutzt werden
und so kosteneffizient sind. Auch Multifunktionalität
spielt mit Blick auf Platzersparnis
und Alltagstauglichkeit eine große
Rolle. Ein Beispiel sind Etagenbetten mit
integriertem Schreibtisch und Stauraum,
die Form, Funktion und Flexibilität intelligent
vereinen. Nachhaltigkeit ist und
bleibt dabei ein zentraler Faktor: Langlebigkeit,
verantwortungsvolle Materialwahl
und clevere, ressourcenschonende Produktion
sind gefragter denn je. Außerdem
achten Eltern zunehmend auf Ästhetik
und Individualität: Möbel sollen in moderne
Wohnwelten passen und den Charakter
der Familie widerspiegeln.
MM: Und welche Trends sind in dem
Bereich Heimtextilien und Dekoration
besonders relevant?
Schmale: Auch hier sehen wir eine klare
Entwicklung hin zu mehr Nachhaltigkeit
und Individualität. Gleichzeitig
spielt die Ästhetik eine wichtige Rolle.
Natürliche Materialien wie Leinen, Bio-
Baumwolle oder recycelte Stoffe werden
verstärkt nachgefragt. Dabei legen
Eltern Wert auf schadstofffreie, nachhaltige
Stoffe und intelligente Funktionstextilien,
die etwa die Temperatur regulieren
oder sehr pflegeleicht sind.
„Die Kind + Jugend ist ein
Ort, an dem Menschen
mit echter Leidenschaft
zusammenkommen.“
Jörg Schmale,
Direktor der Kind + Jugend
MM: Worauf freuen Sie sich persönlich
am meisten?
Schmale: Auf die Begegnungen. Die
Kind + Jugend ist ein Ort, an dem Menschen
mit echter Leidenschaft zusammenkommen.
Diese Energie, dieser
Austausch und das gemeinsame Nachvorne-Denken
machen den besonderen
Reiz der Messe aus. jp
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Messen 105
M.O.W. 2025 vom 21. bis 25. September:
„Messe ist hier!“
Schöner Wohnen, Hülsta, Kare und Stern erstmals auf der M.O.W. – mehr denn je sieht sich die Möbelmesse in Bad Salzuflen als
Drehscheibe des europäischen Möbelhandels. Rund 500 Aussteller aus über 40 Ländern bringen laut M.O.W. diesmal alles mit, was der
Handel aktuell braucht – vom SB-Angebot über neue konventionelle Eckpreislagen bis zur gehobenen Mitte sowie einem umfangreichen
Auftritt im Bereich „Outdoor Living“. Gerald Schultheiß sprach mit Messe-Chef Bernd Schäfermeier und Maximilian Richter.
MM: Schöner Wohnen, Hülsta, Kare
und Stern erstmals auf der M.O.W.
– wie kommentieren Sie den Ritterschlag
durch diese Marken?
Bernd Schäfermeier: Wir freuen uns
sehr über den Zuwachs – denn diese
Marken bereichern das bestehende
Profil der M.O.W. erheblich. Sie stehen
für Design, Qualität und Strahlkraft
und machen die Messe damit noch
attraktiver und vielseitiger. Wenn bekannte
Unternehmen wie diese sagen:
„Wir gehen dorthin, wo unsere Kunden
sind“, dann ist ihre Entscheidung für
die M.O.W. ein klares Zeichen: Hier ist
der Markt. Hier ist das Geschäft.
Die M.O.W. ist längst mehr als ein Treffpunkt
für das volumenstarke Konsumsegment
– sie bildet auch die gehobene
Mitte des Marktes ab.
Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis
konsequenter Weiterentwicklung:
mit klarer Strategie, zuverlässiger Struktur,
einer starken Basis an leistungsfähigen
Stammlieferanten und einem hohen
Maß an Planungssicherheit für
Aussteller und Besucher.
Darauf aufbauend konnten wir nicht nur
die von Ihnen genannten Marken gewinnen,
sondern auch weitere renommierte
Neuaussteller wie Jan Kurtz, Ronald
Schmitt, Bizzotto, Gealux, Moods
Collection, Sitting Vision, Stern, Hartman
oder Zuiver – um nur einige zu
nennen.
Maximilian Richter: Diese Zugänge
bestätigen, dass die M.O.W. auch für
profilierte Marken aus dem designorientierten
und markenbewussten Umfeld
die richtige Bühne ist – und genau
das unterstreicht den hohen
Stellenwert der Messe im europäischen
Markt.
MM: Spiegeln sich die Umbrüche im
Markt und die Suche der Großfläche
wie auch des Mittelstands nach neuen
Eckpreislagen gerade auch fürs
konventionelle Segment also auch
in einem weiteren Umbruch der gesamten
M.O.W. – von der SB/Mitnahme
bis ins gehobene konventionelle
Segment hinein?
Schäfermeier: Ganz klar: Ja. Die
M.O.W. ist Messe der Branche für die
Branche. Sie spiegelt nicht nur den Ist-
Zustand des Marktes, sondern ist aktiver
Teil des Wandels. Wir beobachten
die Entwicklungen genau, hören hin,
analysieren – und reagieren mit konkreten
Angeboten und gezielter Ausstellerstruktur.
Dabei setzen wir auf ein hohes Maß
an Flexibilität, auf Qualität in der Sortimentslogik
und auf eine enge Partnerschaft
mit unseren Ausstellern. Die
Anforderungen des Handels – ob Mittelstand
oder Großfläche – sind für uns
der Maßstab.
Unser Ziel ist es, die 85.000 m² Aus-
Bernd Schäfermeier:
„Die M.O.W. ist Messe der Branche für die Branche.
Sie spiegelt nicht nur den Ist-Zustand des Marktes,
sondern ist aktiver Teil des Wandels.“
106 Messen
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Maximilian Richter:
„Viele Händler arbeiten
an ihrer Positionierung –
genau dafür braucht es
eine Plattform, die alle
Angebote abbildet.“
stellungsfläche optimal auf die aktuelle
Markterwartung hin auszurichten. So
bleibt die M.O.W. verlässlich, aber zugleich
offen für Veränderung.
Richter: Die Suche nach neuen Eckpreislagen,
insbesondere im konventionellen
Bereich, ist eine direkte Folge
der angespannten wirtschaftlichen
Lage. Wir sehen, dass viele Händler
derzeit an ihrer Positionierung arbeiten
– und genau dafür braucht es eine
Plattform, die alle Angebote zwischen
Maximilian Richter:
„Der Outdoor-Bereich ist
nicht nur eine logische
Ergänzung, sondern auch ein
Wachstumsfeld mit klarer
Perspektive.“
SB und gehobener Mitte abbildet.
Die M.O.W. hat sich in den letzten Jahren
Schritt für Schritt dorthin entwickelt.
Und ja – wir werden auch künftig
dynamisch, marktnah und in jeder
Richtung flexibel bleiben.
MM: Verschiebt bzw. verändert sich
dadurch auch die Bedeutung, der
Charakter und die Positionierung
der Messe in der Mitte des Marktes
und damit letzten Endes auch Ihre
Zielgruppen-Struktur?
Schäfermeier: Wir decken die Bandbreite
ab, die im Möbelhandel aktuell
gebraucht wird. Und dies wie keine
andere Messe. Gleichzeitig führt
die wachsende Angebotsvielfalt dazu,
dass sich neue Zielgruppen erschließen
– national wie international.
Im Segment SB/Junges Wohnen haben
wir zuletzt das Angebot deutlich ausgebaut,
u. a. mit führenden Anbietern aus
Frankreich wie Alsapan, Demeyere, Gami
oder Parisot. Ein weiteres Beispiel ist
der wachsende Bereich Einzelsessel –
mit Marken wie Ekornes, Conform, Sitting
Vision, Gealux oder Modulax, die
mit ihren spezifischen Produkten ganz
gezielt Händlerprofile und Sortimentsnischen
qualifizieren.
All das zeigt: Die M.O.W. entwickelt sich
in der Tiefe wie in der Breite – bleibt
aber im Kern das, was sie immer war:
eine verlässliche Plattform für das Kerngeschäft
des Möbelhandels.
Richter: Unsere Zielgruppenstruktur
bleibt im Wesentlichen stabil – aber sie
weitet sich aus. Neue Aussteller bringen
neue Kontakte und damit neue
Besuchergruppen.
Wir sehen also keine grundsätzliche
Verschiebung, sondern eine konsequente
Erweiterung – und genau darin
liegt die Stärke der M.O.W.
MM: Nimmt mit Blick auf Stern &
Co. auch das Thema Outdoor Living
jetzt und künftig gezielt Fahrt auf –
und wenn ja, warum?
Schäfermeier: Absolut. „Outdoor Living“
ist auf der M.O.W. ab 2025 eine
eigenständige Sortimentskategorie –
und das aus gutem Grund: Was früher
Bernd Schäfermeier:
„Die Branche steht seit
Monaten unter Druck. Wir
setzen deshalb bewusst
positive Zeichen.“
als saisonale Randerscheinung galt,
ist heute ein zentrales Thema moderner
Wohnkultur. Balkon und Terrasse
sind längst zum zweiten Wohnzimmer
geworden. Design, Funktion und Komfort
machen draußen das, was drinnen
längst Standard ist.
Mit der Erweiterung unseres Angebots
reagieren wir gezielt auf diese Entwicklung
und bieten der Branche eine Plattform,
sich im Outdoor-Segment konzeptionell
wie gestalterisch zu
positionieren.
Bereits zur M.O.W. 2025 feiert der Bereich
„Outdoor“ Premiere – mit über 20
internationalen Ausstellern. Für die
M.O.W. 2026 ist dann ein neu angelegter,
zentraler Ausstellungsbereich geplant
– als starkes, dauerhaftes Signal
an die Branche.
Richter: Drinnen und draußen wachsen
zusammen. Die Grenzen verschwimmen
– und genau das greift die
M.O.W. aktiv auf. Mit dem neuen Konzept
schaffen wir den fließenden Übergang
von Indoor zu Outdoor. Im Fokus
stehen nachhaltige Materialien, kurze
Lieferwege und ein hoher Anspruch
an die Optik. Der Outdoor-Bereich der
M.O.W. ist somit nicht nur eine logische
Ergänzung, sondern auch ein
Wachstumsfeld mit klarer Perspektive.
Und er wird überraschen.
MM: Was sind weitere Hardfacts und
Insights rund um die 41. M.O.W.?
Richter: Die Ware, das Geschäft und
die Menschen, die die Branche bewegen.
2025 stärken wir alle Sortimentsbereiche
– mit zahlreichen Innovationen,
Weiterentwicklungen und
Exklusivitäten. Damit kann sich der
Handel profilieren und differenzieren.
Insgesamt stellen im Messezentrum
Bad Salzuflen über 500 Aussteller aus
über 40 Ländern aus.
After Work laden wir am Montag- und
Dienstagabend von 18 bis 22 Uhr zum
Get-together zwischen den Hallen 19
und 20 ein. In lockerer Atmosphäre mit
Snacks, kühlen Getränken und Musik
bietet sich die ideale Gelegenheit zum
Netzwerken.
Schäfermeier: Die Branche steht seit
Monaten unter Druck. Wir setzen deshalb
bewusst positive Zeichen: mit
neuen Ausstellern, innovativen Sortimenten,
frischen Ideen, guten Kontakten
und viel persönlichem Austausch.
Deshalb erstrahlt unser diesjähriges
Messe-Motto auch in leuchtendem
Gelb: Optimistisch nach vorn schauen.
Positive Assoziationen – die brauchen
wir. Die M.O.W. ist der richtige Ort dafür.
Messe ist hier!
MM: Herzlichen Dank!
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Messen 107
Möbelmeile feiert 30-jähriges Jubiläum
Menschen, Business,
Die Möbelmeile feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Ein runder Anlass, den die Partnerunternehmen mit viel Elan und kreativer
Energie vorbereiten: In den Showrooms laufen die Vorbereitungen für die Messeauftritte im Herbst bereits auf Hochtouren. Ziel ist es, den
Besuchern zur Jubiläumsmesse vom 21. bis 25. September eine außergewöhnliche Vielfalt zu präsentieren – mit frischen Impulsen für
das konventionelle wie auch das gehobene Segment im Möbelhandel.
Die heiße Phase des Jubiläumsjahres der Möbelmeile
hat begonnen: Die Kampagnen-Elemente zur diesjährigen
Herbstmessewoche vom 21. bis 25. September
sind ausgearbeitet und werden nun breit auf den verschiedenen
Kanälen ausgerollt, um möglichst viele
Fachbesucher zu erreichen. Ziel ist es, noch mehr Profis
aus dem Möbelbusiness für die Möbelmeile zu begeistern
– und sie dazu zu animieren, an möglichst vielen
Stationen entlang der Route mit dem Dreiklang
„Menschen – Business – Tradition“ Stopp zu machen.
Das 30. Jahr der Möbelmeile ist bereits mit erfolgreichen
Formaten gestartet: Mit dem gemeinsamen Workshop
Möbelmeile Lab im März, der Frühjahrsmesse im April
und dem Sommerfest der Partner im Juni sind in der
ersten Jahreshälfte wichtige Treffpunkte entstanden.
Bühne für Innovationen
Nun steigt die Vorfreude auf die Hauptveranstaltung
im September, die nach wie vor das Leitevent im
Möbelmeile-Jahr darstellt. In der Herbstmessewoche
präsentieren in diesem Herbst 15 Marken an acht
Standorten ihre Neuheiten und Trends. Die Veranstaltung
fungiert als Taktgeber und Innovationsbühne für
das Möbeljahr 2026. Gezeigt werden neue Produkte,
technologische Weiterentwicklungen, fein abgestimmte
Flächenkonzepte und wirkungsvolle Marketingmaßnahmen.
Zudem gibt es in diesem Jahr noch weitere
große Jubiläen zu feiern: Venjakob blickt auf 90 Jahre,
Lonsberg sogar auf 140 Jahre Unternehmensgeschichte
zurück.
„Unsere Möbelmeile ist seit dem Start 1995 zu einem
Fixpunkt im Branchenkalender geworden. Dabei ha-
Der Startschuss ins Jubiläumsjahr fiel im Frühjahr in einem interaktiven Workshop –
dem Möbelmeile LAB an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Detmold. Foto: Möbelmeile.
108 Messen
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Tradition
ben wir viele Veränderungen durchlebt und uns immer
wieder neu erfunden, um den Anforderungen des
Marktes gerecht zu werden – bis hin zum heutigen
Multitouchpoint für Händler und Verbände“, erklärt
Möbelmeile-Geschäftsführer Michael Laukötter.
Der Begriff Multitouchpoint bringt es auf den Punkt:
Die Herbstmesse bildet zwar den Höhepunkt des Veranstaltungsjahres,
DAS MESSEVENT doch die Showrooms der Möbelmeile
stehen IN ganzjährig OSTWESTFALEN offen – für Austausch, Schulungen,
Abstimmung, 15 HERSTELLER Weiterentwicklung und persönliche
Begegnungen. 8 LOCATIONS Sie sind zu dauerhaften Orten
der Kollaboration und Vernetzung geworden.
Zielgruppen im Fokus
MESSEGUIDE
Die Einladung zur Möbelmeile richtet sich an alle, die
im Möbelbusiness tätig sind – in erster Linie an Handelspartner
aller Formate, Großhändler und Verbände,
aber auch an Innenarchitekten, Projektentwickler und
Einrichter. Für sie bietet die Möbelmeile eine ideale
Plattform für Inspiration, Austausch und Weiterentwicklung.
„Für die Partner der Möbelmeile steht fest: Die diesjährige
Jubiläumsmesse hat eine besondere Strahlkraft
– gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten“,
betont Geschäftsführer Michael Laukötter. „Das
größte Jubiläumsgeschenk machen Sie uns mit Ihrem
Besuch. Ich verspreche Ihnen: Es lohnt sich, denn in
allen Showrooms werden wichtige Impulse gegeben
HIER FINDEN SIE ALLE
SIE FINDEN UNS AUCH
– und das in der INFORMATIONEN einzigartigen ZUR ANREISE Atmosphäre, die die
UND ÜBERNACHTUNGSBUCHUNG MEDIA-PLATTFORMEN:
Möbelmeile ausmacht.“
MOEBEL-MEILE.COM/ANREISE
Alle wichtigen Infos zur Herbstmesse sowie einen ersten
Ausblick auf ausgewählte Neuheiten bietet der
Bildnachweise: S. 2/3, 4/5, 20/21: ©Vogelsänger Studios / S.10 ©iStock.com/yuriz / S. 11 ©Adobe Stock/Agave Studio · Druck: Meo Media
druckfrische Möbelmeile Guide 2025. Er kann ab sofort
per E-Mail an info@moebel-meile.com angefordert
werden.
AUF FOLGENDEN SOCIAL-
IMPRESSUM Herausgeber: MÖBEL-MEILE GbR · Am Jägerheim 1c · 33378 Rheda-Wiedenbrück · T: +49 (0) 5251 966 80 40 · info@moebel-meile.com
www.moebel-meile.com · Ust.IdNr.: DE 275 542 329 · Verantwortlich: Michael Laukötter · Konzeption und Art-Direktion: www.studioherrklausen.de
Redaktion: Michael Laukötter, Sascha Tapken - www.homemadestorys.de · Lektorat: Kristina Tapken · Übersetzung: NATIVES GmbH & Co. KG
4
5
DAS MESSE-EVENT
MESSEVENT
IN OSTWESTFALEN
15 HERSTELLER
8 LOCATIONS
30 JAHRE
MÖBELMEILE
„Multimedia“ war 1995 das Wort des Jahres.
Damals verschickte ich als Auszubildender
bei Wellemöbel die Protokolle noch per
Hauspostbote quer durch das Unternehmen.
Das ist lange her. Langsam aber sicher setzte
das digitale Zeitalter ein, und mit KI hat
jüngst die nächste technische Revolution
begonnen. Vernetzt haben sich 1995 schon
sehr früh die ersten fünf Unternehmen der
Möbelregion Westfalen, um als MÖBELMEILE
erstmalig eine gemeinsame Hausmesse zu
veranstalten.
Unsere MÖBELMEILE ist seitdem zu einem
Fixpunkt im Branchenkalender geworden.
Dabei haben wir viele Veränderungen durchlebt
und uns immer wieder neu erfunden, um
den Anforderungen des Marktes gerecht zu
werden – bis hin zum heutigen „Multitouchpoint“
für Händler und Verbände.
Mit unserem Messe-Guide nehmen wir Sie
mit auf eine Reise durch unser Jubiläumsjahr.
Viel Freude und viele gute Ideen für die
Sortimentsgestaltung wünschen wir Ihnen
bei der Lektüre. Das größte Jubiläumsgeschenk
machen Sie uns mit Ihrem Besuch
vom 21. bis 25. September. Ich verspreche
Ihnen: Es lohnt sich!
Herzlichst
Ihr Michael Laukötter
MESSEGUIDE
Messe-Guide anfordern unter info@moebel-meile.com
IM
w
Re
Bil
Einen Eindruck vom Möbelmeile
LAB vermittelt das Video mit den
Highlights des ereignisreichen
Tages. Einfach den QR-Code
einscannen!
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Messen 109
Verlag Matthias Ritthammer GmbH
Emmericher Straße 10,
90411 Nürnberg
Postfach 190128, 90118 Nürnberg
Telefon 0911 95578-0
Telefax 0911 95578-11/22
ISSN 09‐49-65‐21
Internet:
www.ritthammer-verlag.de
E-Mail:
media@ritthammer-verlag.de
Gründer: Matthias Ritthammer †
Herausgeber und Verleger:
Klaus Ritthammer,
Franz Schäfer
Geschäftsführerin:
Christine Ritthammer
Chefredakteur:
Gerald Schultheiß
Stellvertretender Chefredakteur:
Stefan Mielchen
Redaktion:
Sebastian Lehmann
(Chefredakteur küche & bad),
Philipp Gassner,
Karin Henjes,
Michaela Höber,
Julia Peters,
Arnd Schwarze,
Richard Barth,
Alexandra Bewermeier-Helms (FM),
Klaus Leonhard
Ständige Mitarbeiter:
Siegfried Kellerer, Kellerer.com
Jochen Winning, DGM
Wilfried Gatzke, Sachverständiger
Anzeigen:
Birgit Kunze
Online:
Silvia Chesi
In der Verlagsgruppe Ritthammer erscheinen auch:
Vertrieb:
Daniela Kollár
Verlagsbüro Bad Salzuflen:
Arnd Schwarze
Heldmannstraße 139,
32108 Bad Salzuflen
Telefon +49 (0)5222 23908-07
Fax +49 (0)5222 23908-08
Mobil +49 (0)163 3160974
schwarze@ritthammer-verlag.de
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Verlagsbüro Süd:
Gerrith B. Horndasch M.A.
Kastanienweg 9, 78713 Schramberg
Telefon +49 (0)7422 200695-9
Fax +49 (0)7422 200695-8
Mobil +49 (0)177 4377484
horndasch@ritthammer-verlag.de
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Holland:
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China, Hongkong:
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FENA
(Féderation Européenne du Negoce
de l’Ameublement/Europäischer
Verband des Möbelhandels)
Deutsche
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für Empfehlungsanzeigen jeweils
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für Gelegenheits-, Vertretungs- und
Stellen anzeigen bis eine Woche vor
Erscheinen (später auf Anfrage).
Bezugspreise:
Möbelmarkt Jahresabonnement
Print + Digital 148,00 Euro.
Zzgl. Porto und derzeit
gültiger Mehrwertsteuer.
Kündigung 3 Monate vor
Ablauf des Abschlussjahres.
Nachdruck (auch auszugsweise),
Vervielfältigungen jed er Art be dürfen
der schriftlichen Genehmi gung des
Verlages. Fremd beiträge, die mit
Namen des Ver fassers gezeichnet sind,
geben nicht unbedingt die Meinung
der Redaktion wieder. Für unverlangt
ein ge sandte Manuskripte wird keine
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German member of international
Alliance of Furniture Publications
Diese Hülle wurde aus Polyethylen (PE) ohne Verwendung von Zusätzen hergestellt. Die verwendeten
Druckfarben enthalten keine toxischen Schwermetalle wie z. B. Blei, Cadmium oder Quecksilber.
Auf der Mülldeponie verhält sich diese Hülle grundwasserneutral. Sie ist rückstandslos in der Müllverbrennung
zu entsorgen, voll recyclingfähig und deshalb besonders umweltverträglich.
Der Möbelmarkt wird auf 100% recyclingfähigem Papier aus nachwachsenden Rohstoffen der
EU produziert.
INSERENTENVERZEICHNIS
A
Aktivbank AG, Rheinbach Seite 17
G
GfM mbH & Co Betriebs KG,
Neustad/DonauTitel, Seite 28+29
H
himolla Polstermöbel GmbH,
Taufkirchen
4. Umschlagseite
M
MHK Group Marketing Handel
Kooperation GmbH & Co.,
Dreieich
2. Umschlagseite
Möbel-Meile GbR, Rheda-Wiedenbrück Seite 9
Messen
Koelnmesse GmbH, Kind+Jugend, Köln Seite 101
Messe Ostwestfalen GmbH,
Bad Salzuflen Seite 23
V
Voglauer Möbelwerk Gschwandtner &
Zwilling GmbH, AbtenauSeite 35
Verbände
C
CARAT Gesellschaft für Organisation
und Softwareentwicklung mbH, Dreieich Seite 47
Sleep
B
Bearaby, New York Titel, Seite 56+57
R
RUMMELMatratzen GmbH & Co.KG,
Neustadt a. d. Aisch Seite 61
S
Schmid Handelsgesellschaft mbH,
Reichartshausen Seite 55
MÖBELMARKT Beilage Top 30
C
Corporate Service GmbH, Düsseldorf Seite 17
E
Einrichtungspartnerring
VME GmbH & Co. KG, Bielefeld Seite 9
H
Hettich Marketing- und Vertriebs
GmbH & Co. KG, Kirchlengern Seite 36
M
MHK Marketing Handel
Kooperation GmbH & Co., Dreieich Seite 7
O
Ostermann GmbH & Co. KG,
Witten
2. Umschlagseite
P
Polipol Holding GmbH & Co. KG, Diepenau Seite 27
küche&bad forum
F
Fachschule des Möbelhandels,
Köln
4. Umschlagseite
L
Liebherr Hausgeraete Vertriebsund
Service GmbH, Ulm Titel, Seite 13
S
SHD Kreative Planungssysteme
GmbH, Andernach Seite 7
T
trendfairs GmbH, Fürth Seite 9
110 Impressum / Inserentenverzeichnis
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Branchenwerkstatt Möbel:
Konsequent Risiken managen
Endet die Krise in der Möbelbranche
in absehbarer Zeit?
Sind Hersteller und Handel
bereit für den Aufschwung?
Diese Fragen thematisierte die
Branchenwerkstatt Möbel von
Dr. Wieselhuber & Partner
(W&P) am 26. Juni zusammen
mit dem Verband der Deutschen
Möbelindustrie (VDM)
und Hettich in Kirchlengern.
Das Fazit: Die Zukunft bleibt
unsicher, aber wir können uns
darauf vorbereiten.
Dr. Andreas Hettich, Vorsitzender des
Beirats der Hettich Gruppe, betonte in
seiner Begrüßung, wie wertvoll es sei,
in wirtschaftlich fordernden Zeiten
Raum für echten Austausch zu schaffen
– in einer Branche, die seit Jahren
unter Druck steht. Er freute sich, die
Gäste auch zu dieser 13. Branchenwerkstatt
im Hettich Forum willkommen
heißen zu dürfen.
„Wo steht die Branche heute – ist sie
bereit für das, was kommt?“ Mit dieser
Frage eröffnete W&P Managing Partner
Dr. Timo Renz das jährliche „Gettogether“
der Möbler. Seine Beobachtung:
Zahlreiche Unternehmen bewegen
sich zwischen Ergebnis- und Liquiditätskrise,
während sich gleichzeitig
neue Chancen eröffnen – für jene, die
ihre Tragfähigkeit sichern und strategisch
vorgebaut haben.
Jan Kurth, Hauptgeschäftsführer des
VDM, begrüßte die steigende Nachfrage
nach Baukrediten, die Konsumentwicklung
und die hohen Sparquoten als
Indikatoren für eine „vorsichtig positive
Entwicklung“.
Zukunft bedeutet Unsicherheit
Prof. Dr. Thomas Berger von der Future
Value Group wiederum machte
deutlich: „Zukunft bedeutet Unsicherheit
– und verlangt konsequentes Risikomanagement.“
Unternehmerische
Robustheit erlange man mit finanzieller
Nachhaltigkeit, einer belastbare Strategie
und Kompetenzen im Umgang mit
Unsicherheit.
W&P Partner Daniel Emmrich und Ole
Brauer von Anchor Rechtsanwälte
zeigten, wie Sanierung zum Gestaltungsinstrument
werden kann – vorausgesetzt,
es herrscht Transparenz über
Liquidität, Ertrag und Krisenstadium.
„Wer seine Handlungsoptionen kennt,
bleibt entscheidungsfähig“, so Emmrich.
Brauer: „Wenn die Optionen Eigenverwaltung
oder Regelinsolvenz heißen,
braucht es Mut, sich diese anzusehen
– je früher, desto besser.“ Ein unvorbereitetes
Verfahren sei dagegen der
Super-GAU für alle Beteiligten.
Digitale Prozesse optimieren
Wie Erfolg langfristig gesichert werden
kann, zeigte Dr. Benjamin Pfeifer, CFO
der Garant Gruppe, die im Rahmen eines
Strategieprojekts einen Zukunfts-
Kompass geschaffen hat. Die Verbundgruppe
will ihre Mitglieder und Partner
aus Handel und Industrie in einem dynamischen
Marktumfeld mit Dienstleistungen,
digitalen Lösungen und Vernetzung
stärken. Pfeifer: „Zukunftsfähigkeit
muss aktiv gestaltet werden!“
Rüdiger Schliekmann, Geschäftsführer,
Nolte Küchen GmbH & Co. KG
stimmt zu. Die Ausgangssituation sei
denkbar schwierig, da helfe es nur,
sich wetterfest aufzustellen. Seine
Strategie basiert auf einer klaren Positionierung
im Markt, Automatisierung
und Digitalisierung sowie Resilienz
durch finanzielle Transparenz,
Krisenresistenz und gezielte Nachwuchsförderung.
Konsumenten im Mittelpunkt
Die Werkstattdiskussion mit Dr. Benjamin
Pfeifer und Rüdiger Schliekmann,
moderiert von Dr. Timo Renz und Jan
Kurth, verdeutlichte: Traditionell gewachsene
Strukturen in der Möbelbranche
brauchen ein Facelift. Prozesse
müssen künftig Endkunden in den Mittelpunkt
stellen, Industrie und Handel
enger kollaborieren und durchdachte
Effizienzmaßnahmen umgesetzt werden.
In seiner abschließenden Keynote
betonte Hannes Mitterweissacher,
CTO, Egger Gruppe, dass es für die
Möbelbranche weniger um einen „Restart“
als eine kontinuierliche Optimierung
von Prozessen gehe. Dazu müssten
in der Wertschöpfungskette klare
Prioritäten auf Kernkompetenzen gesetzt
und vom Silo-Denken hin zu einer
ganzheitlichen Betrachtung des Produktlebenszyklus
gewechselt werden.
„Dann steht einem gemeinsamen Weg
in die Zukunft – agil, flexibel, mutig und
optimistisch – nichts mehr im Weg.“
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Die Referenten v. l.: Prof. Dr. Thomas Berger, Hannes Mitterwessacher, Rüdiger Schliekmann,
Dr. Andreas Hettich, Dr. Timo Renz, Ole Brauer, Dr. Benjamin Pfeifer, Jan Kurth
Messen 111
Dietsch:
Verstärkt
Geschäftsführung
Christoph Minow hat beim thüringischen Polstermöbelhersteller
Dietsch den Bereich Finanzen, Produktion und
Einkauf übernommen. Damit ist das Geschäftsführer-
Duo wieder komplett. Gemeinsam mit Christian Maurer,
der bereits seit März 2024 Vertrieb und Marketing verantwortet,
wollen die beiden die Unternehmensgruppe in
den kommenden Jahren strategisch weiterentwickeln.
Minow bringt umfassende Expertise aus den ihm übertragenen
Geschäftsbereichen mit und folgt auf Konstantin
Gatti, der Dietsch in den vergangenen vier Jahren erfolgreich
mitgestaltet hat und das Unternehmen aus
persönlichen Gründen verlässt.
Die Dietsch-Geschäftsführer Christoph Minow (l.) und
Christian Maurer. Foto: Dietsch Polstermöbel
ADA:
Verändung im Vertrieb, Kontinuität im Vorstand
ADA-Key Accounts Mario Kainer (l.) und Torsten
Schickling. Foto: ADA
Die ADA Möbelwerke haben sich mit neu geschaffenen Key
Account-Positionen im Vertrieb neu aufgestellt. Mario Kainer
und Torsten Schickling übernehmen zentrale Kundenverantwortung
und wichtige Schnittstellenfunktionen innerhalb
des Vertriebs. Ziel der neuen Struktur sei es, die
Kommunikation mit den ADA-Händlern effizienter und
transparenter zu gestalten und die Produktmanager stärker
in vertriebliche Prozesse einzubinden. Kainer verfügt über
zwei Jahrzehnte ADA-Erfahrung mit Schwerpunkt auf Entwicklung,
Prototyping und Sonderanfertigungen für das
Seating-Segment. Schickling bringt mehr als 25 Jahre Führungserfahrung
mit. Zuletzt war er als Head of Customer
Service sowie als Leiter des Außendienstes in Deutschland
und Österreich bei Rauch Möbelwerke tätig. Um in einer
herausfordernden Marktumgebung bewusst auf Beständigkeit
und verlässliche Expertise zu setzen, haben die ADA
Möbelwerke zudem den Vertrag ihres CFO Michael Wibmer
bis inklusive 2028 verlängert. Der erfahrene Finanzexperte
bleibt damit fester Bestandteil der strategischen Unternehmensführung.
Wibmer ist seit über 15 Jahren im Unternehmen
tätig. Er hat die Entwicklung von ADA in verschiedenen
Schlüsselpositionen begleitet. Seit 2019 ist er Mitglied
des Vorstands.
Michael Wibmer. Foto: ADA
Rohleder:
Vertriebsteam ergänzt
Domenico Bloise, ein ausgewiesener Branchenexperte mit langjähriger Erfahrung
im gehobenen Interior-Segment, verstärkt seit dem 1. Juni 2025
das Vertriebsteam der oberfränkischen Möbelstoffweberei Rohleder. Er
übernimmt eine ergänzende Rolle in der Vermarktung der Home Collection
sowie im Handelsmarketing der Marke Q2, mit dem Ziel, neue Impulse zu
setzen und die bestehenden Aktivitäten strategisch weiterzuentwickeln.
112 Köpfe
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Thielemeyer:
Görk übernimmt Vertrieb
Hannes Görk (Foto) ist seit 1. Juli neuer Vertriebsleiter beim Massivholzmöbelhersteller
Thielemeyer. Er folgt damit auf Heiko Böcker. Görk bringt über zwei
Jahrzehnte Vertriebserfahrung in der Möbelindustrie mit. Seine bisherigen Stationen
umfassen Unternehmen wie Rauch, Dunlopillo, Staud und Disselkamp. Der
Branchenkenner soll künftig gemeinsam mit dem bestehenden Vertriebsteam die
Aktivitäten in den Bereichen Schlafen, Bad und Wohnen weiterentwickeln.
Foto: Thielemeyer
Moroso:
Turchet wird CEO
Fabrizio Turchet (Foto) hat am 1. Juli die Position des Geschäftsführers
beim italienischen Designmöbelhersteller Moroso übernommen. Er
folgt damit auf Damir Eškerica. Turchet war von 1993 bis 2024 CEO &
CFO EMEA bei Jacuzzi Europe S.p.A.. Er verfügt über umfangreiche
Erfahrungen in den Bereichen Management, Verwaltung, Finanzen und
Controlling, so das Unternehmen. Turchet ist zudem Mitglied des
Ordens der Wirtschaftsprüfer und Rechnungsprüfer von Pordenone.
Lisa Sachau (l.), Geschäftsleitung Kibek, und Manuel Colpo (r.), Vertriebsleiter
Kibek. Foto: Kibek
Kibek: Colpo für den Vertrieb
Foto: Eye-Studio / Moroso
Als neuer Vertriebsleiter bei Teppich-Kibek verstärkt Manuel Colpo seit
dem 1. Juni das Familienunternehmen. Der Einzelhandelsprofi mit jahrzehntelanger
Erfahrung war zuletzt Vertriebschef bei Depot und davor viele
Jahre als Vertriebsleitung bei Lidl zuständig. „Mit der Geschäftsleitung legen
wir aktuell den Grundstein für die Zukunft von Kibeks Einzelhandelserlebnis“,
so Colpo. Dazu gehört auch die Umsetzung des neuen Store-Konzepts
in allen Filialen. Als Vorbild dient das Haus in Hanau, das im März
wiedereröffnet wurde. Derzeit befindet sich das Stammhaus in Elmshorn im
Umbau während des laufenden Betriebs.
Flamant:
Neuer Sales Manager
Jeroen Mettepenningen (Foto) verstärkt seit Anfang Juli das Team
der belgischen Lifestyle-Marke Flamant als neuer International Sales
Manager für die Bereiche Wholesale, Retail und Online. Mit über 15
Jahren internationaler Erfahrung bringt Mettepenningen wertvolle
Impulse für die Marktentwicklung mit, so das Unternehmen. In enger
Zusammenarbeit mit Markus Neuffer, Sales Manager DACH, der die
Entwicklung in der Region DACH maßgeblich gestaltet, soll er die internationale
Expansion der Marke weiter vorantreiben.
Foto: Flamant
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Köpfe 113
Schattdecor:
Änderungen im Aufsichtsrat
Nach über vier Jahrzehnten engagierter Tätigkeit hat sich Reiner Schulz Ende Juni aus
dem aktiven Berufsleben verabschiedet. Seit 2017 hatte er den Vorsitz des Aufsichtsrats
bei Schattdecor inne, zuvor war er von 2007 bis 2017 als CEO tätig. Auch Bruno Walt,
der dem Aufsichtsrat seit 2013 angehörte, ist nach zwölf intensiven Jahren ebenfalls aus
dem Gremium ausgeschieden. Die Nachfolge im Aufsichtsratsvorsitz trat Dr. Karsten
Schween an. Er ist bereits seit einigen Jahren als Berater eng mit der Unternehmerfamilie
verbunden. Neu als Mitglied in den Aufsichtsrat aufgenommen wurde zudem Angelique
Renkhoff-Mücke. Sie ist seit 1998 in der Warema-Gruppe tätig und seit 2001 Vorstandsvorsitzende
der Warema Renkhoff. Die Gründerfamilie bleibt durch Anja
Schatt-Steiner als 1. stellvertretende Vorsitzende und Sonja Schatt-Fritsch als 2. stellvertretende
Vorsitzende wie bisher im Aufsichtsrat vertreten.
Dr. Karsten Schween, Sonja Schatt-Fritsch, Anja Schatt-Steiner und Reiner
Schulz (v.l.). Foto: Schattdecor
Foto: Renner Consulting GmbH
Möbel- & Küchen-Akademie:
Renner verstärkt Team
Foto: Koziol
Michael Renner (Foto), Geschäftsführer der Renner
Consulting GmbH und anerkannter Spezialist
für Vertriebswirksamkeit im beratungsintensiven
Küchen- und Möbelhandel, ist in das Expertennetzwerk
der Möbel- & Küchen-Akademie berufen
worden. Es besteht aus einem interdisziplinären
Team, das Händler, Verbände und Hersteller durch
Seminare, Coachings und Beratungsprojekte unterstützt.
Mit über 25 Jahren Vertriebserfahrung,
einem Studium der Wirtschaftspsychologie und
einer nachweislichen Erfolgsbilanz bei Umsatzund
Ergebnissteigerungen gilt Renner als einer
der führenden Experten für psychologisch fundierte
Verkaufstrainings und nachhaltige Führungskräfteentwicklung.
Seine Workshops zeichnen
sich durch Live-Coachings auf der Fläche,
klare KPI-Orientierung und praxisfähige Tools aus.
Lemm Werbeagentur:
neue Doppelspitze
Foto: Lemm Werbeagentur
Martin Herden (Foto) kehrt zur Lemm Werbeagentur zurück
und übernimmt ab dem 1. September die Position
des Geschäftsführers. Er bildet damit gemeinsam mit
Gründer Theo Lemm die neue Doppelspitze des Unternehmens.
Herden war zuvor bereits über viele Jahre in
leitender Funktion für die Agentur tätig. Die Neuausrichtung
der Geschäftsführung sei Teil einer langfristigen
Strategie, mit der sich die Lemm Werbeagentur breiter
aufstellen und neue Branchen erschließen will.
Koziol:
Präsenz auf der Expo
Als Nachhaltigkeitsbotschafter ist die Firma Koziol noch bis 13. Oktober im
Deutschen Pavillon auf der Expo 2025 in Osaka vertreten. Geschäftsführer
Stephan Koziol (Foto) reiste nach Japan, um sich persönlich ein Bild von der
Präsentation zu machen. Koziol wurde als eines von nur 35 Unternehmen
vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz ausgewählt, um
Deutschland auf der Weltausstellung zu repräsentieren. Die Kreislaufwirtschaft
ist das Thema des Deutschen Pavillons. Dort wird ein Lunchbox-Set
der Nachhaltigkeitsmarke Koziol gezeigt, das aus biozirkulärem Kunststoff
besteht, klimaneutral produziert wird und zu hundert Prozent recycelbar ist.
114 Köpfe
MÖBELMARKT
07/08 / 2025
Pilze, Algen, Hanf
Von Pilzen und ihrem grenzsprengenden gestalterischen Potenzial wird seit Jahren geschwärmt.
Im Zentrum steht dabei das Myzel, dieses weitverzweigte Fasernetzwerk
der Pilze mit seinen besonderen Wachstumseigenschaften. Auf den 3daysofdesign im
dänischen Kopenhagen (10. bis 12. Juni) stellte das neu gegründete niederländische
Unternehmen Aifunghi jetzt Designmöbel jenseits des Prototypenstatus vor. Den Rahmen
der Show bot die Materialplattform Material Matters aus UK.
Entwickelt wurden die Dining und Lounge Chairs sowie die Leuchten und Couchtische
der ersten Kollektion von Bart und Marije Schilder zusammen mit Michiel Geluk und
Mo Aouraghé. Alle vier arbeiteten bereits für das namhafte niederländische Unternehmen
Moooi, was den gestalterischen Anspruch des Teams untermauert.
Die Basis der Möbel besteht aus einer Verbindung von Hanf und Mycelium, entwickelt
von der Schwesterfirma Growmolding. Der algenbasierte Schaum stammt von Agoprene
(Norwegen), das pflanzliche Bezugsmaterial „Savian“ von BioFluff (Frankreich/
USA). kh Foto: Aifunghi
Look Out
COMING SOON
26.09. − 02.10.2025
HIMOLLA HAUSMESSE