07.08.2025 Aufrufe

FML 06/2025

Seit bald 70 Jahren stellt die Redaktion von FML — Der Fahrzeug- und Metall-Lackierer / Das Lackiererhandwerk im AUDIN Verlag das Erscheinen der 9x jährlich erscheinenden Fachzeitschrift für das Autoreparaturhandwerk sicher. So hat sich die Redaktion als unabhängiges Sprachrohr der Branche positioniert. Im Fokus der Berichterstattung jeder Ausgabe stehen thematische Schwerpunkte als Highlight für alle Aspekte der modernen Unfallreparatur- und Oberflächentechnik.

Seit bald 70 Jahren stellt die Redaktion von FML — Der Fahrzeug- und Metall-Lackierer / Das Lackiererhandwerk im AUDIN Verlag das Erscheinen der 9x jährlich erscheinenden Fachzeitschrift für das Autoreparaturhandwerk sicher. So hat sich die Redaktion als unabhängiges Sprachrohr der Branche positioniert. Im Fokus der Berichterstattung jeder Ausgabe stehen thematische Schwerpunkte als Highlight für alle Aspekte der modernen Unfallreparatur- und Oberflächentechnik.

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B 8503 E

FML

6

Juni 2025

69. Jahrgang

Der Fahrzeug- und Metall-Lackierer / Das Lackiererhandwerk

SCHWERPUNKT

Zauberformel:

Neue Technologien

STATEMENT

Gebrauchte

Ersatzteile

BRANCHE IM FOKUS

Daten und

Fakten


UNSER ZIEL IST ES SIE

ERFOLGREICHER ZU MACHEN!

Wir bieten Ihnen eine große Anzahl an

Bausteinen um Ihren Alltag zu erleichtern und

Sie von Ihren Wettbewerbern abzuheben.

Eine professionelle Außengestaltung

Eine Deutschland weit bekannte Marke

Ein Netzwerk zur Weiterbildung

Werkstattersatzfahrzeuge / -fahrrad

Betriebsberater und Prozessoptimierung


EDITORIAL

Wer ist

der Überbringer

der schlechten

Nachricht?

Die Kfz-Versicherungen finden stets

neue Stellschrauben. So werden einerseits

die Erlöse durch Prämienbeiträge

gesteigert. Andererseits werden

die ausführenden Werkstätten eher gemaßregelt

und zu Tode optimiert; die

Folterinstrumente im Einzelnen aufzuzählen,

erspare ich Ihnen. Sie wissen es

nicht nur besser, sondern auch

schmerzhafter als ich.

Den resultierenden Profit all der

Gängelei streichen die Versicherungskonzerne

ein.

Nun sollen also gebrauchte Ersatzteile

bei der Unfallschadenreparatur

berücksichtigt werden. Die – ich

kann’s nicht mehr hören – Nachhaltigkeit

wird wohl weniger Vater der ehrenwerten

Gedanken sein. Vielmehr befeuern

in den letzten Monaten die enormen

Preiserhöhungen bei neuen Karosserieteilen

die Bestrebungen der

Versicherer.

Den Fachleuten dürfen Zweifel erlaubt

sein, wie sich dies auf die

Abläufe bei den Bestellungen, die Qualität

der Ersatzteile und vor allem auf

die Dauer der Reparatur auswirkt.

Wir haben die WWU um eine unbeliebte,

aber offene und ehrliche

Stellungnahme dazu gebeten. Sie

wird nicht bei allen Beteiligten auf große

Zustimmung stoßen; aber um die

Fakten zu beschreiben, muss man nicht

beliebt sein.

Ach ja: Und was sagt der Kunde

dazu? Wird er gefragt? Hat er Einfluss

auf den Reparaturprozess und die

eingesetzten Materialien?

Wenn er nicht selbst ein Interesse

daran hat, dass die Reparatur so

günstig wie möglich ausgeführt wird,

so muss doch der Werkstattinhaber ein

gutes Stück Überzeugungsarbeit leisten,

warum man dem geliebten Fahrzeug

eben kein Neuteil verpassen

darf.

Diese Aufklärungsarbeit leistet folglich

nicht die Versicherung, sondern

ausschließlich die Führungsperson

des Handwerksbetriebes. Denken

Sie sich schon mal ein paar aufmunternde

Argumente aus.

Jetzt will ich Sie aber nicht mit einem

schlechten Gefühl in die Arbeitswoche

entlassen. Darum von mir ein Mutmacher:

In der Antike war es nicht ungewöhnlich,

den Überbringer schlechter

Nachrichten zu bestrafen oder gar zu

töten.

Einer Studie der Uni Mannheim zufolge

haben Sie derlei nicht zu erwarten;

es reicht aber immerhin zu negativen

Bewertungen.

Herzlich Ihr

Wolfgang Auer, Chefredakteur

FML 6/2025

3


FML

6/2025

AKTUELL

5 René Förster ist neuer Referent im Bundesverband

Fahrzeuglackierer

6 Alte Autos mit neuer Technik

8 Oldtimer-Preise steigen leicht an

9 Teiletypgenehmigung löst Teilegutachten ab

10 Deutsche Meisterschaft der Fahrzeuglackierer

10 Mehr alternative Antriebe

11 Koalitionsvertrag mit Licht und Schatten

12 Mitarbeiter finden Mitarbeiter

22

Zauberformel: Neue Technologien

Von Mischlacksystemen über Trocknungstechnik

bis zu den ultraschnellen Klarlacken – das verfügbare

Angebot wird immer umfangreicher! Wie sind

die nächsten Schritte?

STATEMENT

14 Gebrauchte Ersatzteile

TECHNIK + TREND

17 Roadshow für die nächste Generation

BRANCHE IM FOKUS

19 Daten und Kennzahlen

SCHWERPUNKT

22 Need for Speed – Fast-Cure-Low-Energy-Systems

24 Eine neue Dimension von Lackierpistolen

14

Gebrauchte Ersatzteile

Das Kernthema der diesjährigen Würzburger Karosserie-

und Schadentage waren die gebrauchten

Ersatzteile im Einsatz einer modernen Unfallschadenreparatur

an den komplexen Fahrzeugen des

gegenwärtigen Marktes. Mitglieder der Werkstatt-

Werte-Union waren ebenfalls vor Ort, um sich ein

Bild in den Fachvorträgen zu machen.

MANUFAKTUR

26 Taycan Turbo S Celestial Jade

BRANCHEN NEWS

29 Nachschlagewerk und Tipps für die

Caravan-Reparatur

31 Ergonomie, Langlebigkeit und Vielseitigkeit in

einem!

32 Bobbycar-Aktion 2025

34 Offizieller Sponsor des Fahrzeuglackierer

Nationalteams

35 Mehr als eine Million Reisemobile in Deutschland

36 Zulassungen – Leicht ins Minus

26

Taycan Turbo S Celestial Jade

Gemeinsam mit Porsche Asia Pacific haben die

Sonderwunsch-Experten der Porsche Exclusive Manufaktur

einen außergewöhnlichen Taycan Turbo S

realisiert. Ein spezieller Pigmentlack verleiht dem

vollelektrischen Sportwagen eine ganz besondere

Optik.

37 WER • WO • WAS

38 IMPRESSUM

Titelbildhinweis:

Das Titelbild stellte uns die Firma Stellantis Germany GmbH,

Rüsselsheim zur Verfügung.

4 FML 6/2025


AKTUELL

Personalie

René Förster ist neuer Referent

im Bundesverband Fahrzeuglackierer

René Förster (l.) und Torsten Schmidt

Foto: BFL

Seit dem 1. April 2025 verstärkt

René Förster als Referent

Fahrzeuglackierung das

Team rund um Torsten

Schmidt, Leiter Geschäftsbereich

Fahrzeuglackierung im

Bundesverband Fahrzeuglackierer.

In seiner neuen

Funktion wird Förster insbesondere

die technischen

Schriften des Verbands, die

Beratung der Mitgliedsbetriebe

sowie Bildungsprojekte

verantworten.

Förster bringt als Fahrzeuglackierer-Meister

und geprüfter

Betriebswirt (HwO) langjährige

Branchenerfahrung

sowie umfassendes technisches

und betriebswirtschaftliches

Know-how mit. Nach

Stationen in der Fahrzeuglackierung

arbeitete Förster zunächst

als Anwendungstechniker

in der Lackbranche.

Im Anschluss war er im technischen

sowie kaufmännischen

Außendienst für Handelspartner

der Lackindustrie

tätig.

Zuletzt brachte er seine Erfahrungen

als Redakteur bei

einem der führenden Fachmagazine

ein. Förster ist zudem

ehrenamtlich als Dozent

und Prüfer an der HWK

Chemnitz tätig.

„Mit René Förster gewinnen

wir einen Kollegen mit großem

Sach- und Fachverstand,

der mit den Herausforderungen

unserer Betriebe bestens

vertraut ist. Er verfügt zudem

über tiefgreifende Kenntnisse

der Lackindustrie. Mit seiner

fundierten Erfahrung und seinem

Engagement für unser

Handwerk wird er zur Weiterentwicklung

unserer Branche

beitragen können. Darauf

freue ich mich“, erklärt Torsten

Schmidt abschließend.

FML 6/2025 5


AKTUELL

Techno Classica

Alte Autos mit neuer Technik

insgesamt 36 Städte emissionsfreie

Zonen mit strikten

Einfahrtsbeschränkungen

umsetzen wollen. Auch wenn

viele Details wie die genaue

Spezifikation der Fahrzeugtypen

und eventuelle Ausnahmen

nach wie vor unklar

sind: Besitzer klassischer

Fahrzeuge, die sich bislang

weitestgehend uneingeschränkt

in urbanen Zentren

bewegen durften, müssen

künftig mit Fahrverboten

rechnen.

Quelle: Martin Westerhoff/SP-X

Parallel signalisiert auch die

Deutsche Umwelthilfe seit

2018, dass sie Oldtimer am

liebsten aus Innenstädten verbannen

will. Die Organisation

fordert klare Regelungen,

Mehr als 2.700 Oldtimer präsentierte

die Techno Classica

jetzt in Essen. Sorgen bereiten

deren Besitzern jedoch

drohende Fahrverbote. Deshalb

baut die Branche vor.

Wie keine andere Messe in

Deutschland steht die Techno

Classica für den Kult um

historische Fahrzeuge. Die

diesjährige Veranstaltung endete

nach fünf Tagen zum

35. und letzten Mal in Essen.

Bevor es 2026 an einem neuen

Standort weitergeht, zeigten

sich die Veranstalter zufrieden:

Es kamen über

1.250 Aussteller aus mehr als

30 Nationen und mehr als

500 der präsentierten Autos

wechselten den Besitzer auf

dem Messegelände am Grugapark.

Doch nicht nur die Techno

Classica verdeutlicht, dass

Old- und Youngtimer immer

beliebter werden. Nach aktuellen

Zahlen des Kraftfahrt-

Schemazeichnung Porsche 911 Plug-in-Hybrid

Bundesamtes (KBA) ist der

Bestand an klassischen Pkw

kontinuierlich gewachsen.

Waren 2016 noch 388.120

Oldtimer in Deutschland zugelassen,

sind es in diesem

Jahr mit 888.355 Exemplaren

mehr als doppelt so viele –

ein neuer Rekordwert. Dabei

schließt die Statistik sowohl

Fahrzeuge mit und ohne H-

Kennzeichen ein. Letztere

sind Fahrzeugen vorbehalten,

die mindestens 30 Jahre alt

sind und weitestgehend ihrem

Originalzustand entsprechen.

Doch während sich die Szene

eines starken Interesses erfreut,

bereiten europäische

Ballungsräume radikale

Emissionsschutz-Maßnahmen

vor – und den Besitzern von

Oldtimern entsprechende

Sorgen. Städte wie London,

Paris, Brüssel, Amsterdam,

Madrid und Barcelona haben

schon heute Verkehrszonen

festgelegt, in denen nur emissionsarme

Fahrzeuge verkehren

dürfen. Bereits Ende

2022 veröffentlichte die Strategieberatung

Berylls eine

Analyse, laut der bis 2030

um durch historisch gewachsene

Technologien bedingte

Schadstoffbelastungen dras -

tisch zu senken. Seit dem

Verbot von verbleitem Benzin

ab 1. Februar 1988 und der

schrittweisen Umstellung auf

bleifreie und schwefelarme

Kraftstoffe im Straßenverkehr

verursachen auch klassische

Fahrzeuge weniger Schadstoffemissionen.

Bei vielen Modellen, insbesondere

aus den 1970er und

1980er Jahren, ermöglicht zudem

der Einbau eines unge-

6

FML 6/2025


AKTUELL

regelten Katalysators, Kohlenmonoxid-

und unverbrannte

Kohlenwasserstoff-Emissionen

deutlich zu reduzieren.

Doch selbst damit erreichen

Oldtimer keinesfalls moderne

Abgas-Standards. Geschweige

denn solch strikte,

wie sie in Innenstädten gelten

sollen.

Deshalb sucht die Szene bereits

selbst nach radikaleren

Lösungen. Wie etwa das Düsseldorfer

Unternehmen Roland

Heidl Automobiltechnik.

Dessen Gründer Roland

Heidl ist vor allem Porsche-

Freunden seit Jahrzehnten

ein Begriff.

Denn bisher verbesserte und

veredelte er vor allem Sportwagen

aus Zuffenhausen.

Nach acht Jahren Entwicklungsarbeit

stellte Heidl auf

der Techno Classica nun gemeinsam

mit der urban clean

Oldtimer Bestandsentwicklung in Deutschland

drive Entwicklungs- und Vertriebsgesellschaft

eine serienreife

Nachrüstlösung vor, die

klassische Autos und Sportwagen

in Plug-in-Hybride verwandelt

– ADD on E-Engine

genannt.

„Mit dem ADD on E-Engine

helfen wir in erster Linie Besitzern

klassischer Fahrzeuge,

Null-Emissions-Zonen

künftig elektrisch und damit

lokal emissionsfrei befahren

zu können – wodurch sie

auch im urbanen Raum mobil

bleiben“, sagt Roland Heidl.

Umgerüstet hat das Konsortium

bereits einen Porsche 911

von 1972, den es in Essen zur

Schau stellte. Vielen Besuchern

ist der blaue Sportwagen

im Vorbeigehen wohlmöglich

gar nicht aufgefallen.

Denn von außen ist der

Umbau nicht erkennbar.

Das patentierte System ergänzt

dessen Verbrennungsmotor

um einen elektrischen

Permanent-Synchronmotor,

ein 400-Volt-Batteriepaket in

der Ersatzradmulde, einen

Umrichter sowie eine integrierte

Kühlung. Zu haben ist

das System für rund 30.000

bis 35.000 Euro – je nach

Fahrzeugtyp.

Heidls Demo-Umbau soll damit

mindestens 40 Kilometer

rein elektrisch fahren können.

Die Höchstgeschwindigkeit

ist dabei auf 80 km/h begrenzt.

Bis Ende des Jahres

will der Düsseldorfer damit

eine Kleinserie von 10 bis 20

Kundenfahrzeugen ausgerüs -

tet haben.

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AKTUELL

Deutscher Oldtimer-Index

Oldtimer-Preise steigen leicht an

(4,9 Prozent), dem Ferrari

328 GTS (3,7 Prozent) und

dem Triumph Spitfire 1500

(3,6 Prozent).

Deutscher Oldtimer-Index

(DOX) steigt um 1,85 Prozent

und stellt sich zum Stichtag

1. Januar stabil dar – Sonder-

Auswertung zum 25-jährigen

Jubiläum zeigt deutliche

Marktentwicklung

Die Oldtimer-Preise in

Deutschland sind im Jahr

2024 geringfügig gestiegen.

Der Deutsche Oldtimer-Index

(DOX), den der Verband der

Automobilindustrie (VDA)

jährlich veröffentlicht, erreichte

zum Stichtag 1. Januar

2025 einen Punktestand

von 2.985. Das entspricht einem

Zuwachs von 1,85 Prozent

gegenüber dem Vorjahr.

Er lag damit erneut unter der

Inflationsrate.

Der DOX dient dazu, eine

Trendaussage über die Wertentwicklung

von Oldtimern

in Deutschland zu geben. Die

Fahrzeugwerte ermittelt der

Bewertungsspezialist classicanalytics.

Die Fahrzeugauswahl

umfasst 88 Fahrzeuge

und stellt eine repräsentative

Auswahl dar. Regelmäßig

werden neue Fahrzeuge über

30 Jahre hinzugezogen. Fahrzeuge,

die aufgrund ihrer

Seltenheit oder ihrer Geschichte

besonders teuer gehandelt

werden, werden

nicht berücksichtigt. Der

DOX wird seit 1999 berechnet.

Ausgehend von einem

Basiswert von 1.000 Punkten

ist seither eine Wertsteigerung

in Deutschland von 198

Prozent zu verzeichnen.

Zum 25-jährigen DOX-Jubiläum

hat der VDA den Index in

drei Betrachtungszeiträumen

untersucht und ausgewertet.

2024: Oldtimer-Preise

leicht gestiegen

Zum Stichtag 1.1.2025 stellt

sich der DOX stabil und unanfällig

dar: Im Jahr 2024

sind die Preise im Mittel um

1,85 Prozent gegenüber dem

Vorjahr gestiegen. Die Top

10-Fahrzeuge haben sich im

Mittel mit einer Steigerung

um 18,5 Prozent deutlich entwickelt,

die zehn Fahrzeuge

mit der schlechtesten Entwicklung

sind im Mittel in

den Preisen um 4,4 Prozent

gesunken.

Bei Betrachtung der Top 10

fällt der überproportionale

Anteil der Fahrzeuge aus ausländischer

Produktion auf.

Ein Grund dafür ist die stabile

Entwicklung der Fahrzeuge

aus Deutschland auf hohem

Niveau. Demgegenüber

werden Fahrzeuge aus dem

Ausland selten und oft nicht

so hoch im Preis gehandelt

und gewinnen somit möglicherweise

an Attraktivität

und Erreichbarkeit.

In den Top 10 sind sechs

Fahrzeuge aus dem Ausland.

So sticht der Matra Bagheera

aus Frankreich mit 98,6 Prozent

Zuwachs ins Auge, gefolgt

vom Ford Taunus 20 M

(23,8 Prozent), dem Renault

R4 GTL (12 Prozent), dem

Opel Rekord C 1700 mit 11,4

Prozent und dem Ford Capri

I 2000 GT (11,1 Prozent). Mit

9,2 Prozent steht der Toyota

MR-2 auf Platz sechs, gefolgt

vom VW W181 Kübel (6,9

Prozent), dem Buick Riviera

Die zehn Fahrzeuge mit der

geringsten Wertentwicklung

führt der BMW 2002 an (–9,1

Prozent), gefolgt vom VW Käfer

1303 (–6,5 Prozent), der

neuen Klasse von BMW (–6,1

Prozent), dem VW-Porsche

914 2.0 (–5,4 Prozent) und

dem Porsche 356 1600 SC

(–4,8 Prozent). Weniger starken

Abrieb hatten – mit Ausnahme

des Opel Admiral

2800 (–1,7 Prozent) – Klassiker

aus ausländischer Fertigung:

der MGB MK III (UK,

–4,6 Prozent), der Austin

Healey MK III (UK, –3,1 Prozent),

Ford Thunderbird Cabrio

(USA, –2 Prozent) und

Chevrolet Corvette (USA,

–0,7 Prozent).

2019-2024: Steigerung

des DOX um 21,7 Prozent

In den letzten fünf Jahren,

die von Corona und Inflation

geprägt waren, hat sich der

Wert aller Fahrzeuge um 21,7

Prozent gesteigert, was in

etwa der Inflation entspricht.

Die Top 10 haben sich im

Mittel mit 84,2 Prozent entwickelt,

die zehn Fahrzeuge

mit der schlech testen Entwicklung

sind im Mittel in

den Preisen um 5,7 Prozent

gesunken.

In den Top 10 finden sich mit

dem Ford Capri 2000 GT

(+122,2 Prozent), dem Matra

Bagheera (+98,6 Prozent),

den Volkswagen K70 L

(+92,7 Prozent) und Passat I

LS (+92,7 Prozent) sowie

dem Ford 20 M (+85,7 Prozent)

bekannte Kandidaten.

Ihnen folgen der VW 412 L

8

FML 6/2025


AKTUELL

(+76,5 Prozent), der Trabant

P 601 (+75 Prozent), der Mercedes

W123 300 D (+73,5

Prozent), der Opel Rekord C

1700 (+62,5 Prozent) und der

Toyota MR-2 (+62,5 Prozent)

aus japanischer Fertigung.

Die 10 Fahrzeuge mit der geringsten

Wertentwicklung in

dem Fünfjahreszeitraum sind

der Porsche 356 1600 C Coupé

(–11,1 Prozent), der BMW

3,0 CSI (ebenfalls –11,1 Prozent),

der Austin Healey

3000 MK III (–7 Prozent), der

Jaguar XJ 6 4,2 (–5,6 Prozent),

sowie der Fiat 500 F

(–5,6 Prozent). Es folgen: der

VW-Porsche 914 2.0 (–5,4

Prozent), der Jaguar E-Type

V12 S3 Cabrio (–4,3 Prozent),

der Buick Riviera (–3,5

Prozent), das Ford Thunderbird

Cabrio (–2 Prozent) und

der Alfa Romeo 2000 GTV

(–1,3 Prozent).

Sonder-Auswertung zum

25-jährigen Jubiläum: Die

DOX-Entwicklung zwischen

1999 und 2024

Seit Erhebung des DOX hat

sich der Markt sehr deutlich

entwickelt. Ausgehend von

geringer Beachtung und Bewertung

sind starke, relative

Steigerungen zu messen.

So hat der Index im Mittel

jährlich rund 5,6 Prozent zugelegt.

Die Top 10-Fahrzeuge

über diese 25-jährige Laufzeit

sind verständlicherweise

andere als bei anderen Betrachtungszeiträumen.

Sie haben

mit 8,2 Prozent deutlicher

zugelegt als die schlechtesten

Fahrzeuge, die über

diesen Zeitraum eine jährliche

Steigerung von 2,1 Prozent

erreicht haben.

Die Top 10 werden angeführt

vom BMW 3er (E21, 320/6)

mit einem Zuwachs von 691

Prozent. Es folgen der Mercedes

W198 300 SL-Coupé

(+689,5 Prozent) und die

Volkswagen-Modelle VW Bus

T2 (+687,5 Prozent) und Käfer

1300 (681 Prozent). Dahinter:

der Mercedes W123

300 D (672,7 Prozent), der

Ford Escort 1100 S (580 Prozent),

der Citroen 2 CV (575

Prozent), der VW 412 L

(552,2 Prozent), der Ford

Capri 2000 GT (545,2 Prozent)

und der BMW 735 i

(E23), der um 527,6 Prozent

stieg.

Die zehn Fahrzeuge mit der

geringsten Wertentwicklung

im Betrachtungszeitraum

führt der Rolls Royce Silver

Shadow I mit 51,7 Prozent an.

Ihm folgen die offenen Fahrzeuge

Austin Healey 3000

MK III (52,7 Prozent), Ford

Thunderbird (56,3 Prozent),

MGB MK III (57,1 Prozent)

und Triumph TR6 (US- Version,

65,5 Prozent). Dahinter

folgen der Volvo P544 (71,7

Prozent), der Buick Riviera

(72,8 Prozent) und drei weitere

offene Modelle: der Fiat

124 Sport Spider (75,8 Prozent),

der Mazda MX5 (91,5

Prozent) und der Cadillac Eldorado

(100 Prozent).

Der DOX wird von Fahrzeugen

geprägt, die keine Rekordsummen

bei Versteigerungen

erzielen. Gleichwohl

ist deren Wertzuwachs zumindest

prozentual oftmals eindrucksvoll.

Gemessen an den

Kosten für etwa Versicherung,

Lagerung, Instandhaltung

oder Restaurierung relativiert

sich der Zuwachs jedoch

sehr deutlich.

Nach Angaben von classicanalytics

stellt sich die aktuelle

Marktsituation stabil dar.

Zu bedenken ist: Die Bewertungsveränderungen

können

nur eine Orientierung sein.

Der Einfluss der Menge gehandelter

Fahrzeuge eines

Modells und die Relation zur

langfristigen Preisentwicklung

sind prägende Faktoren.

Ein leichter Preisabrieb nach

überproportionaler Entwicklung

ist nachvollziehbar und

stellt nicht automatisch einen

Trend dar.

Entscheidend sind eine differenzierte

Betrachtung und

Bewertung des Fahrzeugzustandes

durch einen Experten

auf der einen Seite und

den Käufer auf der anderen

Seite, dem das Modell den

entsprechenden Wert darstellt.

KBA

Teiletypgenehmigung löst

Teilegutachten ab

Der 20. Juni 2025 bringt in

genehmigungsrechtlicher

Sicht für Hersteller von Fahrzeugteilen

eine erhebliche

Veränderung. Die bisherigen

Teilegutachten dürfen durch

die Technischen Dienste

nicht mehr ausgestellt werden.

Betroffene Hersteller

können stattdessen eine nationale

Teiletypgenehmigung

beim Kraftfahrt-Bundesamt

beantragen.

Sofern Hersteller statt eines

Teilegutachtens bisher bereits

über eine Allgemeine

Betriebserlaubnis (ABE) verfügten,

(fünfstellige Kennzeichnung

„KBA XXXXX“),

kann diese fortgeführt werden.

Mit einer nationalen Teiletypgenehmigung

genehmigte

Teile sind an der sechsstelligen

Kennzeichnung

„KBA XXXXXX“ erkennbar.

Nach einer Übergangsfrist

von drei Jahren dürfen Teilegutachten

ab dem 20. Juni

2028 ausschließlich auf Einzelabnahmen

nach § 21

StVZO beschränkt verwendet

werden. Teilegutachten für

bereits in Fahrzeuge eingebaute

Fahrzeugteile behalten

die Gültigkeit.

Die Änderungen im Bereich

der Teiletypgenehmigung

dienen der Verbesserung der

Verkehrssicherheit und Anpassung

der Qualitätsstandards.

Die Länder hatten bei

der Marktüberwachung eine

nicht tolerierbare Anzahl fehlerhafter

Teilegutachten festgestellt.

Das geht aus der Begründung

zur Änderung der

Straßenverkehrs-Zulassungs-

Ordnung (StVZO) vom 19.

Juni 2024 hervor.

Anders als bei Teilegutachten

ist das KBA bei der Teiletypgenehmigung

befugt, die

Konformität der Fahrzeugteile

nachzuprüfen und Genehmigungen

zu widerrufen. Das

Verfahren der nationalen Teiletypgenehmigung

räumt

dem KBA zur Verbesserung

der Verkehrssicherheit zusätzliche

Handlungsmöglichkeiten

ein.

FML 6/2025 9


AKTUELL

Neuer Partner

Deutsche Meisterschaft

der Fahrzeuglackierer

v.l: Renè Förster (BFL), Mariusz Dechnig (Bundestrainer FNT),

Torsten Schmidt (BFL), Simone Diehl (BVF), Heike Leufgen

und Dirk Czub (beide PPG)

Foto: BFL

Mit einem Auftakttreffen

beim Lackhersteller PPG in

Hilden fiel am 8. April der offizielle

Startschuss für die

Vorbereitungen zur Deutschen

Meisterschaft der Fahrzeuglackierer

im November.

Der Bundesverband Fahrzeuglackierer

(BFL) wird zusammen

mit seinem Partner

das wichtigste Nachwuchs -

event der Branche in den

kommenden zwei Jahren ausrichten.

Im Rahmen des Auftakttreffens

tauschten sich Heike

Leufgen, Sales Support Operation

Manager, und Dirk

Czub, Technical Training Manager,

auf Seiten des Lackherstellers

PPG mit dem Trainer

des Fahrzeuglackierer

Nationalteams Mariusz Dechnig

sowie Simone Diehl, Torsten

Schmidt und René Förster

vom BFL über die nächsten

Schritte in der Vorbereitungsphase

aus. Ziel soll es

sein, auch 2025 wieder einen

hochkarätigen Wettbewerb

zur Förderung des Lackierernachwuchs

auf die Beine zu

stellen.

„Wir sind sehr glücklich,

dass PPG mit uns die kommenden

zwei Wettbewerbe

ausrichtet. 2019 waren wir

zuletzt mit der Deutschen

Meisterschaft in Hilden zu

Gast. Umso mehr freuen wir

uns auf eine Neuauflage in

einem fantastischen Umfeld“,

so Torsten Schmidt, Leiter

Geschäftsbereich Fahrzeuglackierung.

Bei der Deutschen Meisterschaft

der Fahrzeuglackierer

treten die 16 besten Fahrzeuglackiererinnen

und Fahrzeuglackierer

eines Ausbildungsjahres

gegeneinander

an. Mit seinem Engagement

nimmt der neue Haupt -

sponsor PPG mit seinen Marken

PPG und NEXA AUTO-

COLOR eine zentrale Rolle

in der Förderung des Branchennachwuchses

ein. ☐

Zulassungen

Mehr alternative Antriebe

Mehr als die Hälfte der neu

zugelassenen Pkw im ersten

Quartal 2025 waren mit einem

alternativen Antrieb

ausgestattet.

Von insgesamt 664.571

Pkw-Neuzulassungen erreichten

die alternativen

Antriebe mit 371.918 Personenkraftwagen

(Pkw) im

Berichtszeitraum einen Anteil

von 56,0 Prozent.

Die Anzahl alternativ angetriebener

Neuwagen (Elektro

(BEV)*, Hybrid, Plug-in,

Brennstoffzelle, Gas, Wasserstoff)

überstieg das Niveau

des Vorjahreszeitraums mit

Ende des ersten Quartals des

Jahres 2025 somit um +22,1

Prozent.

Mit einem Elektroantrieb

(Elektro (BEV)*, Plug-in,

Brennstoffzelle) waren

176.775 Neuwagen, beziehungsweise

26,6 Prozent,

ausgestattet und damit +39,9

Prozent mehr als im Vergleichszeitraum

2024.

Bei den Elektro (BEV)* Pkw

zeigte sich mit 112.968 Neuzulassungen

im Berichtszeitraum

ein Zuwachs von +38,9

Prozent gegenüber dem Ergebnis

des ersten Quartals

2024. Ihr Anteil betrug 17,0

Prozent.

* BEV = Battery Electric Vehicle,

Fahrzeuge mit ausschließlich

elektrischer Energiequelle

10

FML 6/2025


AKTUELL

ZDK

Koalitionsvertrag

mit Licht und Schatten

ZDK-Präsident Arne Joswig

Union und SPD haben am 9.

April eine Koalitionsvereinbarung

vorgestellt, die den

Anliegen und Forderungen

des mittelständischen Kfz-

Gewerbes mit rund 40.000

Betrieben und 470.000 Beschäftigten

in Teilen Rechnung

trägt, aber auch wichtige

Aufgaben in die Zukunft

verschiebt.

ZDK-Präsident Arne Joswig

begrüßt die Pläne der künftigen

Koalitionäre für eine Einführung

von Sonderabschreibungen,

den geplanten umfassenden

Rückbau von Bürokratie

und Regulierung, Abschaffung

des nationalen Lieferkettengesetzes

und die

Maßnahmen zur Senkung

der Energiekosten.

Das Regierungsprogramm

für die neue Legislaturperiode

bis zum Jahr 2029 wurde

im Rahmen einer Pressekonferenz

in Berlin vorgestellt.

„Wir begrüßen diese Teile

des Koalitionsvertrages, das

sind gute Signale für die

Wirtschaft. Im Interesse unserer

Kfz-Betriebe im Autohandel

und Handwerk erwarten

wir aber, dass die neue Koalition

nun schnell ins Handeln

kommt und die vereinbarten

Maßnahmen zügig und konsequent

umsetzt“, erklärt

ZDK-Präsident Arne Joswig.

„Die wirtschaftliche Lage ist

mehr als bedenklich und die

Risiken nehmen weiter zu.

Das große Ziel für die neue

Legislatur muss lauten, den

Wirtschaftsstandort Deutschland

so schnell wie möglich

wieder wettbewerbsfähiger zu

machen und vor allem den

Mittelstand zu entlasten. Jetzt

geht es an die Umsetzung –

und da ist Tempo gefragt.“

Ganz wichtig dabei ist der

flächendeckende Rückbau

von Bürokratie und Dokumen-

tationspflichten, und eine mittelstandsgerechte

Vereinfachung

von Normen und Standards

sowie vereinfachte Regeln

für den Zugang zu Innovationsprogrammen.

„Für unsere Kfz-Betriebe hat

der Abbau von bürokratischen

Hemmnissen absolute

Priorität. Der Vorsatz ist da,

jetzt muss die Regierung liefern”,

so Joswig. „Dadurch

entstehen Wachstumsimpulse

für unsere Betriebe im Auto -

handel und Handwerk – ein

wichtiges Signal inmitten der

fortschreitenden Transformation

der Branche.”

Bei den für Investitionen und

Innovationen so wichtigen

Steuerfragen springen die

Koalitionäre von CDU/CSU

und SPD nach Einschätzung

des ZDK jedoch zu kurz.

Denn die Pläne für eine Absenkung

der Körperschaftssteuer

kommen den zahlreichen

als Personengesellschaften

geführten mittelständischen

Familienbetrieben

nicht zugute und sollen zudem

erst 2028 umgesetzt werden.

„Eine mittelstandsfreundliche

Steuerpolitik ist ein entscheidender

Faktor, um die Wettbewerbsfähigkeit

unserer Betriebe

zu stärken. Eine spürbare

und einfach umsetzbare

Entlastung brächte beispielsweise

die Abschaffung des

Solidaritätszuschlages. Es ist

bedauerlich, dass der Koalition

an dieser Stelle der Mut

gefehlt hat“, so Joswig.

Die Elektromobilität will die

neue Bundesregierung mit

Kaufanreizen fördern, lässt

jedoch die Details offen. Das

Kfz-Gewerbe erwartet schnell

Klarheit, damit die Kunden

wieder eine verlässliche Entscheidungsgrundlage

haben.

Und: Reine Elektrofahrzeuge

können derzeit jedoch noch

nicht alle Kundenbedürfnisse

abdecken, so dass regenerative

und CO2-neutrale Kraftstoffe

für die Dekarbonisierung

des Straßenverkehrs unerlässlich

sind. Der ZDK begrüßt

grundsätzlich das Bekenntnis

der Koalitionäre zur

Technologieoffenheit, insbesondere

zur Förderung und

zum Regulierungsrahmen für

erneuerbare Kraftstoffe. Zum

„Verbrenner-Aus“ schweigt

der Koalitionsvertrag aber

leider.

Positiv ist: die geplante Senkung

der Stromkosten um

mindestens 5 Cent pro kWh

für Unternehmen und Verbraucher

kann die Nachfrage

nach Elektrofahrzeugen befördern.

Positiv sind auch die

geplanten Sonderabschreibungen

für E-Fahrzeuge, ein

beschleunigter Ausbau eines

flächendeckenden und bedarfsgerechten

Ladenetzes

sowie eine Kfz-Steuerbefreiung

für E-Autos bis zum Jahr

2035.

„Der Hochlauf der Elektromobilität

verläuft nach wie

vor schleppend, was auf die

hohen Stromkosten, mangelnde

Ladeinfrastruktur und

hohe Anschaffungspreise zurückzuführen

ist“, so Joswig.

„Eine intelligente Förderpolitik

zusammen mit niedrigeren

Strompreisen kann den

Hochlauf dieser Technologie

auf ein breiteres, tragfähiges

Fundament heben.“ ☐

FML 6/2025 11


AKTUELL

Azubis

Mitarbeiter finden

Um Fachkräfte zu finden, bilden

viele Betriebe selbst aus.

Immer in der Hoffnung, künftige

gut ausgebildete, fleißige

und verantwortungsvolle

Mitarbeiter für das Unternehmen

quasi selbst heran zu

züchten. Das setzt natürlich

voraus, erstmal die Auszubildenden

zu finden, die schon

mit dem entsprechenden

„Mindset“ ausgestattet sind.

Wie soll das gehen? Schließlich

kann jeder einem Menschen

immer nur „bis vor die

Stirn gucken“.

In meiner betrieblichen Praxis

höre ich nicht selten, dass

es immer schwieriger wird

„ausbildungsfähige“ Schulabgänger

zu finden und für

einen Ausbildungsplatz zu

gewinnen. Natürlich möchte

trotzdem jeder gerne Kandidaten

finden die zumindest

mittelfristig, am allerliebsten

langfristig zielorientiert sind.

Der Mensch neigt dazu, kurzfristige

Ziele und Wünsche

bevorzugt zu erfüllen. Den

zweiten Urlaub im Jahr, noch

ein paar Schuhe der gleichen

Marke, nur in einer anderen

Farbe etc.p.p.. Daher finden

sich auch bei Ausbildungsplatzangeboten

schon zusätzliche

Anreize wie zum Beispiel

die Kostenübernahme

von Fitnessstudios, ein Job-

Rad oder Zuschüsse zum

bzw. die gesamte Kosten -

übernahme des Führerscheins.

Kann man machen, sollte

man auch tun. Dabei sich

aber bewusst sein, es sind

„Teaser“, die eine kurzfristige

Wunscherfüllung antriggern.

Daher biete ich Ihnen dazu

in Ergänzung ein Alleinstellungsmerkmal,

das auf die etwas

tiefere Ebene des lang -

fristigen Wunscherfüllens

bzw. ein etwas höheres

Selbstverantwortungsbe -

wusstein abstellt.

In der Sozialversicherung

gibt es eine Vielzahl an Wartezeiten

beziehungsweise

Voraussetzungen zu erfüllen,

um in den Genuss von Leis -

tungen kommen zu können.

So braucht man zum Beispiel

5 Jahre Wartezeitenerfüllung

für eine Regelaltersrente.

Für einen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente

benötigt

man in den letzten 60

Monaten (5 Jahre) mindes -

tens 36 Monate (3 Jahre) an

Pflichtbeiträgen. Für Auszubildende

bedeutet das ganz

einfach, dass sie erst gegen

Ende ihrer Ausbildung in

den Genuss dieses Schutzes

kommen können. Und wenn

sie es denn tun, dann sind

die Hürden, um in den Genuss

zu kommen, denkbar

hoch.

Anspruch auf volle Erwerbsminderungsrente

haben Sie

nur, wenn Sie zwischen null

und drei Stunden pro Tag

psychisch oder physisch

nicht mehr dazu in der Lage

sind, dem allgemeinen Arbeitsmarkt

zur Verfügung zu

stehen. Denken Sie gerne

darüber mal nach.

Ansonsten bleibt dem Azubi

nur der Schutz über die gesetzliche

Unfallversicherung

der Berufsgenossenschaften,

die immer verknüpft sind mit

einer betrieblichen Tätigkeit.

Unfälle oder Erkrankungen

also, die nicht in den betrieblichen

Bereich fallen, bleiben

da gänzlich außen vor.

Grenzbereiche fechten Sie

vor dem Sozialgericht aus.

Ein Umstand, der vielen nicht

bekannt sein dürfte.

Als cleverer Unternehmer

können Sie hier ansetzen:

Bieten Sie dem Auszubildenden

Versicherungsschutz gegen

Berufsunfähigkeit

und/oder gegen die Folgen

eines Unfalls an, zumindest

für die Dauer seiner Ausbildung.

Dieser Versicherungsschutz

gilt 24 Stunden/Tag

und 7 Tage in der Woche –

auf der ganzen Welt.

Der Schutz bei Berufsunfähigkeit

bezieht sich, wie der

Name sagt, auf den Beruf

und nicht ausschließlich auf

die Befähigung, überhaupt

arbeiten zu können. Das hebt

den Ausbildungsberuf in Ihrem

Unternehmen auch explizit

hervor.

Im Falle eines Unfalls und

daraus resultierender Berufs -

unfähigkeit erhält der Azubi

zudem Leistungen aus beiden

Versorgungsverträgen.

Private Risikoträger rechnen,

anders als Sozialversicherungen,

nicht gegeneinander

auf.

Sie zeigen damit auch den Eltern

von potentiellen, vielleicht

noch minderjährigen

Azubis, dass Sie diesen (den

Eltern!) ebenfalls einen

Dienst erweisen, denn wie

wir wissen: „Eltern haften für

ihre Kinder“. Solange diese

keine abgeschlossene Berufsausbildung

haben, sind die

Eltern immer erstmal unterhaltspflichtig.

Es muss kein Ersatz sondern

kann eine hervorragende Ergänzung

zu sonstigen Boni

sein. Denn, klug gestaltet, ist

der Aufwand dafür oft steuerund

sozialversicherungsfrei

und beträgt selten mehr als €

50,00 mtl.

Auf jeden Fall ist es ein Gradmesser

dahingehend, wie

langfristig die Bewerber beziehungsweise

deren Eltern

denken. Wer Ihr Engagement

in diesem Bereich zu schätzen

weiß, ist in der Regel

grundsätzlich (selbst-)verantwortungsvoll

und langfris tig

orientiert.

Ich finde, darüber kann man

sich schon mal Gedanken

machen Ich wünsche Ihnen

viel Erfolg.

Der Autor ist gelernter Versicherungskaufmann

und seit über 30

Jahren in verschiedenen Funktionen

tätig. Er ist Inhaber der

Generalagentur Kuon, Winkler

& Collegen des Münchener Verein.

Er unterrichtet außerdem als

freier Dozent an verschiedenen

Bildungseinrichtungen des bayerischen

Handwerks in Kursen

zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung.

Für Fragen ist er unter

0172 / 157 34 61 erreichbar.

12

FML 6/2025


CHRONOTECH H.E. HYBRID FÜR UNSERE ZUKUNFT

USI Deutschland GmbH

Am Heidacker 17 · 93309 Kelheim

Tel: +49 (0) 9441 1765300

Fax: +49 (0) 9441 1765320

Mail: info@usi-deutschland.de

Web: www.usi-deutschland.de


STATEMENT

Wirklich sinnvoll?

Gebrauchte

Ersatzteile

Das Kernthema der diesjährigen

Würzburger Karosserieund

Schadentage waren die

gebrauchten Ersatzteile im

Einsatz einer modernen Unfallschadenreparatur

an den

komplexen Fahrzeugen des gegenwärtigen

Marktes. Mitglieder

der Werkstatt-Werte-Union

waren ebenfalls vor Ort, um

sich ein Bild in den Fachvorträgen

zu machen.

Für alle Beteiligten sicherlich kein

brandneues Thema, aber bei den Vorträgen

der hochkarätigen Redner, kamen

bei den K+L-Fachleuten doch gewisse

Zweifel und teilweise auch Unverständnis

auf, wie die Abläufe der Bestellungen,

die Güte der Ersatzteile und

eben auch der zeitliche Rahmen dieser

Beschaffungen aussehen werden. Die

Gründe, das „Wie und Warum“ wurde

von der Seite der Versicherer oft genug

vorgetragen. In erster Linie stehen die

exorbitanten Preiserhöhungen der neuen

Karosserieteile durch die Fahrzeughersteller

im Vordergrund. Der Gedanke

zur Nachhaltigkeit beim Einsatz der

gebrauchten Karosserieteile ist noch

genauer zu prüfen.

Doch was bedeutet es für die Werkstätten,

gebrauchte Karosserie-Teile zur Instandsetzung

der gesteuerten Schäden

zu verwenden? In den Pilot-Projekten

sah die Teilewelt laut einigen Kollegen

wohl anders aus, als von der AZT-Abteilung/Allianz-Versicherung

vorgetragen

wurde. Die Marge bei den gebrauchten

Ersatzteilen liegt doch erheblich unter

14

FML 6/2025


STATEMENT

den Erwartungen. Die Ersparnis vom

Gebrauchtteil zum Neuteil ist ebenfalls

nicht exorbitant günstiger, die Reduzierung

der CO2-Werte lässt sich allerdings

durch den Einsatz der Gebrauchtteile

erreichen, weil der höchs -

te Wert bei der Herstellung der Neuteile

im Stahlbereich liegt.

Aus diesem Grund können gebrauchte

Kfz-Ersatzteile im Schadenfall aus einer

rationalen, sachorientierten Perspektive

sinnvoll sein, aber ihre Verwendung

hängt von mehreren Faktoren ab:

Die WWU hat sich hierzu ein paar

stichpunktartige Gedanken gemacht:

Vorteile gebrauchter

Ersatzteile:

1. Kosteneffizienz: Sie sind oft deutlich

günstiger als Neuteile, was insbesondere

bei älteren Fahrzeugen

wirtschaftlich sinnvoll sein kann.

2. Nachhaltigkeit: Die Wiederverwendung

reduziert Müll und Ressourcennutzung.

3. Verfügbarkeit: Manche Teile für ältere

Modelle sind nur noch gebraucht

erhältlich.

Mögliche Nachteile

oder Risiken:

1. Qualität & Sicherheit: Gebrauchte

Teile können verschlissen oder beschädigt

sein. Sicherheitsrelevante

Teile (z.B. Bremsanlagen, Airbags)

sollten in der Regel neu sein.

2. Garantie & Gewährleistung: Händler

bieten oft kürzere oder keine Garantien

auf gebrauchte Teile.

3. Rechtliche Fragen bei Versicherungsschäden:

Versicherer müssen

nur den wirtschaftlichen Schaden ersetzen.

Bei älteren Autos kann also

der Einbau gebrauchter Teile angemessen

sein. Bei neueren Fahrzeugen

kann der Anspruch auf Neuteile

bestehen (z.B. bei Haftpflichtfällen

oder wenn der Wiederbeschaffungswert

sonst überstiegen wird).

Fazit:

Die Verwendung gebrauchter Ersatzteile

ist oft eine sinnvolle Option – besonders

bei älteren Fahrzeugen oder bei

Bagatellschäden. Im Haftpflichtfall

muss die Versicherung allerdings für

eine „Wiederherstellung des vorherigen

Zustands“ sorgen, was im Einzelfall

auch Neuteile erfordern kann.

Betrachtet man den Einsatz der gebrauchten

Ersatzteile aus der juristischen

Sicht, so ergibt sich eine versicherungstechnische

und technische

Perspektive zur Verwendung gebrauchter

Kfz-Ersatzteile im Schadenfall, wie

folgt:

1. Juristische Perspektive

Zentrale Rechtsgrundlage:

Im Schadenfall gilt § 249 BGB (Bürgerliches

Gesetzbuch):

Wichtiges Prinzip:

• Der Geschädigte darf keinen wirtschaftlichen

Vorteil aus dem Schaden

ziehen (sog. „Bereicherungsverbot“).

• Aber auch kein Nachteil – der vorherige

Zustand muss wiederhergestellt

werden.

Anwendung auf

gebrauchte Ersatzteile:

• Bei Haftpflichtschäden (der Schädiger

haftet):

o

Neu- oder Gebrauchtteil? Hängt

vom Alter, Zustand und Marktwert

des Fahrzeugs ab.

• Neuwagen: Anspruch auf Neuteile.

• Älteres Fahrzeug (z.B. >5 Jahre):

Versicherer können den Einbau gebrauchter

Teile verlangen, wenn

diese gleichwertig und verfügbar

sind.

•Bei Kaskoschäden

(eigene Versicherung):

o Vertraglich kann geregelt sein, dass

gebrauchte Teile zulässig sind – das

ist oft der Fall bei Teil- oder Vollkasko-Tarifen

mit Einschränkungen zur

Kostenminimierung.

Gerichtsurteile:

• Es gibt mehrere Urteile, die besagen,

dass der Einbau gebrauchter

Teile zumutbar ist, wenn diese

gleichwertig und funktionsfähig

sind – z.B. LG Hamburg (Az. 323 S

22/04)

2. Versicherungstechnische

Perspektive

Haftpflichtversicherung

(Schaden Dritter):

• Die Versicherung muss „den Zustand

wie vor dem Unfall“ wiederherstellen

– wirtschaftlich gesehen.

• Bei älteren Fahrzeugen kann das

bedeuten:

o Verwendung gebrauchter Teile zulässig,

wenn dadurch kein Minderwert

entsteht.

• Bei neueren Fahrzeugen oder hochwertigen

Modellen:

o

Versicherer akzeptieren oft nur

FML 6/2025 15


STATEMENT

Neuteile, um Streitigkeiten über

den Wertverlust zu vermeiden.

Kaskoversicherung (eigener Schaden):

• Vertragsbedingungen entscheidend!

o Manche Policen erlauben ausdrücklich

den Einbau von geprüften

Gebrauchtteilen.

o Ziel: Schadenkosten minimieren.

• Teilweise werden Rabatte auf den

Versicherungsbeitrag gewährt,

wenn man der Verwendung gebrauchter

Teile zustimmt, ähnlich

der Werkstattbindungstarife.

3. Technische Perspektive

Sicherheitsaspekte:

• Unbedenklich bei:

o Karosserieteilen (Türen, Kotflügel,

Stoßstangen)

o

o

Innenausstattung

Elektronikkomponenten (z.B. Steuergeräte

– wenn geprüft und zur erneuten

Codierung freigeschaltet)

• Kritisch bei:

o Airbags, Sicherheitsgurten

o Bremsen und Fahrwerksteilen

o Reifen

o Diese müssen aus Sicherheitsgründen

neu sein.

Qualität:

• Gebrauchte Teile von zertifizierten

Verwertern (z.B. mit „Partslife“-

oder „TÜV-zertifiziert“-Siegel) bieten

meist eine ausreichende und

gute Qualität (Klasse A).

• Bei strukturellen Teilen (z.B. Rahmenteile)

kann eine neue TÜV-Abnahme

erforderlich werden.

• Zustand der angelieferten Teile, absolute

sogenannte „Abgarnierung“

der Anbauteile, solide Verpackungen

um Lieferschäden vorzubeugen.

Torsten Stüting, Vorstandsmitglied WWU Werkstatt-Werte-Union

Zusammenfassung & Empfehlung

• Juristisch und versicherungstechnisch

zulässig, aber abhängig vom

Alter des Fahrzeugs und Vertragsdetails.

• Technisch nicht immer ratsam – sicherheitsrelevante

Teile lieber neu

beschaffen.

• Bei Streitigkeiten lohnt sich oft ein

unabhängiges Gutachten oder

rechtliche Beratung.

Das Fazit der

Werkstatt-Werte-Union:

Die handwerkliche Arbeit mit einer Instandsetzung,

bietet auf alle Fälle mehr

Werterhalt und Nachhaltigkeit. Im Gegenzug

zur Erneuerung verbraucht diese

wesentlich weniger CO2 als der

Tausch mit neuen oder gebrauchten Ersatzteilen.

Wirtschaftlich muss es kein

Nachteil sein, da mehr Arbeitsstunden

verkauft werden und die Wertschöpfung

in den Betrieben verbleibt.

Den Vorträgen in Würzburg war deutlich

zu entnehmen, dass das Kostenthema

bei den Ersatzteilen, wie auch das

Instandsetzen neben dem Einsatz von

gebrauchten Teilen auch für die Versicherer

immer interessanter wird. Denn

in den Diskussionen um die Nachhaltigkeit

rückt nicht nur das Gebrauchtteil,

sondern auch die Instandsetzung

der Karosserieteile wieder in den Fokus.

Die Instandsetzung ist durch das Können

und dem handwerklichen Geschick

der reparierenden Betriebe, die

nachhaltigste Methode in dieser Branche.

Letztendlich muss der Kunde über

diese Möglichkeit der Reparaturen

Foto: Ingo Jagels

mehr informiert werden, damit die Instandsetzung

an den Karosserieteilen

stetig zunehmen kann. Die Werkzeuge

(z. B. Carbon/Miracle CBR) und die

notwendigen Schulungen stehen allen

K+L-Betrieben weitreichend zur Verfügung,

um diesen hohen Stand der Qualität

zu erreichen.

In eigener Sache verweist die Werkstatt-Werte-Union

noch einmal auf das

Statement der eigenen Webseite unter

https://www.wwunion.de/news/ auf

den folgenden Link:

https://storage.e.jimdo.com/file/955f2

6a1-365c-4140-9bc7-

59fc5788cc9a/WWU%20Standpunkt%202023%20IAM%20Gebraucht%20Teile.pdf

oder unter diesem QR-Code

In diesem Text steht der Einsatz der gebrauchten

Ersatzteile noch einmal im

Zusammenhang mit den IAM-Teilen

niedergeschrieben.

Torsten Stüting, Vorstandsmitglied

WWU Werkstatt-Werte-Union

16 FML 6/2025


TECHNIK + TREND

Roadshow für die

nächste Generation

AkzoNobel Vehicle Refinishes

kommt mit seiner spannenden

„European Productivity Drive

2025“ Roadshow nach

Deutschland. Bis zum 10. Juni

2025 stellt das Tour Event

„From Start to Refinish: Productivity

Drive 2025“ die

nächste Generation von Produkten

und Dienstleistungen

vor und bringt die Branchenexpertise

direkt zu Kunden,

Partnern und Interessenten.

Die Roadshow-Veranstaltung wird die

kürzlich eingeführten One-Stop-Anwendung

Wasserbasislacke – Sikkens Autowave

Optima und Lesonal Ultimate Ba -

secoat WB – neben anderen branchenführenden

Produkten, Tools und digitalen

Management- und Produktivitätslösungen

von AkzoNobel präsentieren.

Das Thema „From Start to Refinish –

Von Anfang bis Nachbearbeitung“ unterstreicht,

wie AkzoNobel mit seinem

Engagement für Innovationen die Anwender

in jeder Phase des Lackierprozesses

unterstützt, indem es die Qualität

der Reparaturen verbessert und seinen

Kunden in den Karosseriewerkstätten

hilft, die Produktivität und Prozess -

effizienz zu steigern, die Nachhaltigkeit

zu verbessern und letztlich den Gewinn

zu erhöhen.

Jede Veranstaltung bietet den Teilnehmern

eine praktische Erfahrung in den

hochmodernen Trucks mit Live-Demonstrationen,

Frage-und-Antwort-Runden

FML 6/2025 17


TECHNIK + TREND

Jeanette Ast-Leiner, Vertriebsleitung VR

Deutschland und Geschäftsführerin Akzo

Nobel Coatings GmbH

sowie „Do it Yourself“-Möglichkeiten.

Im Mittelpunkt stehen dabei die neuen

Basislacke Sikkens Autowave Optima

und Lesonal Ultimate Basecoat WB.

Diese bieten dank ihrer Eigenschaften

schnellere Prozesszeiten, geringeren

Materialverbrauch, höhere Haltbarkeit

und überlegene Lackierergebnisse für

Fahrzeugreparaturen. Die Teilnehmer

haben die Möglichkeit, diese Produkte

aus erster Hand zu erleben und zu tes -

ten. Darüber hinaus können sie auch

den Paint PerformAir und die Color-

Matchic von AkzoNobel kennenlernen.

Jeanette Ast-Leiner, Vertriebsleitung VR

Deutschland und Geschäftsführerin

Akzo Nobel Coatings GmbH, sagt:

„Diese Roadshow bietet eine fantastische

Gelegenheit, direkt mit den Fachleuten

der Karosserie- und Lackierbranche

in Deutschland in Kontakt zu

treten. Wir freuen uns, unsere innovativen

Marken Sikkens und Lesonal in

das Herz des lokalen Marktes zu bringen

und zu zeigen, wie unsere hochmodernen

Produkte die Reparaturqualität

und die Nachhaltigkeit erheblich verbessern

können sowie zur Rationalisierung

des Betriebs beitragen.“

Im Einklang mit den Nachhaltigkeits -

initiativen von AkzoNobel wurde die

Roadshow mit Blick auf Effizienz konzipiert.

Das Unternehmen hat sich mit

dem niederländischen Roadshow-Experten

Movico zusammengetan, um die

optimalste und nachhaltigste Route zu

planen und die Umweltauswirkungen

der Tour zu minimieren.

Die Roadshow „From Start to Refinish:

Productivity Drive 2025“ endet am

26. Juni 2025 in Großbritannien. ☐

18 FML 6/2025


BRANCHE IM FOKUS

Branchenanalyse

Daten und Kennzahlen

Der Zentralverband Karosserie-

und Fahrzeugtechnik

(ZKF) erstellt jährlich aussagefähiges,

branchenspezifisches

Datenmaterial für die

Betriebe, aber auch für

Dritte wie Kreditinstitute

und Behörden.

Dabei werden aus Befragungen seiner

Unternehmen durch den Berufs- und

Wirtschaftsverband ZKF Informationen

in Form von Auswertungen aus dem

herstellenden sowie dem reparierenden

Karosserie- und Fahrzeugbau in

Form des Branchenreports „ZKF-Branchenbericht“

veröffentlicht. Die Betriebe

des Karosserie- und Fahrzeugbauerhandwerks

aus dem Bereich Karosserie-Instandsetzung

und Lackierung sowie

herstellender Karosserie- und Fahrzeugbau

wurden ab Oktober 2024 zu

den Betriebsergebnissen 2023 befragt.

Eine Auswertung erfolgte ab Dezember

2024. Die Veröffentlichung des Branchenberichtes

erfolgte im April 2025.

Die veröffentlichten Daten sind Durchschnittswerte

der befragten Unternehmen.

Kennzahlen der Branche:

Karosserie-Instandsetzung und

Lackierung 2023

Der Bereich Karosserie-Instandsetzung

und Lackierung verbesserte das EBIT-

DA im Geschäftsjahr 2023 gegenüber

dem Vorjahr durch Produktivitäts- und

Umsatzsteigerungen bei der Betriebsleistung

Handwerk von 2.361.778 Euro

auf 2.412.630 Euro. Dadurch stieg das

operative Ergebnis (EBITDA) gegenüber

dem Vorjahr von 5,2 Prozent auf

7,7 Prozent der Gesamtbetriebsleistung

von 122.824 Euro auf 184.480 Euro an.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht jedoch

stellt dies im betriebswirtschaftlichen

Ergebnis nach Abzug vor Zinsen,

Steuern und Abschreibungen nur eine

„schwarze Null“ dar. Das operative Ergebnis

ist die Basis über die Wirtschaftlichkeit

eines Unternehmens, da nur

dort die Renditen erarbeitet werden,

um zukünftige Investitionen tätigen zu

können. Mit konstanter Beschäftigtenstruktur

des Vorjahres wurde erneut

eine Steigerung der Betriebsleistung

Handwerk je produktiv Beschäftigtem

von 2,2 Prozent auf 221.342 erzielt. Im

Ergebnis gemeinsam mit Kosteneinsparungen

beim sonstigen Aufwand hat

sich dies positiv ausgewirkt.

Der Anteil Kundendienst und Inspektion

ging von 4,8 Prozent auf 3,1 Prozent

zurück. Die Betriebe setzen vermehrt

den Schwerpunkt auf den Tätigkeitsschwerpunkt

Karosserieinstandsetzung

und Lackierung.

Umsatz- und

Produktivitätssteigerungen

Eine gute Auftragslage – bedingt durch

eine hohe Produktivität und steigenden

Umsatz in der Betriebsleistung Handwerk

– prägte das Geschäftsjahr 2023

der reparierenden Karosserie- und Lackierfachbetriebe.

Der durchschnittliche

Gesamtumsatz stieg von 2.370.042

Euro auf 2.426.318 Euro und das operative

Ergebnis (EBITDA) verbesserte

sich gegenüber dem Vorjahr auf 7,7

Prozent und 184.480 Euro.

Beschäftigtenstruktur:

Die Unternehmen beschäftigten durchschnittlich

17,9 Mitarbeiter je Betrieb.

Der Anteil der produktiv Beschäftigten

blieb konstant bei 10,9. Aufgrund der

weiterhin hohen Belastung durch Bürokratie

stieg der Anteil der übrigen Beschäftigten

um 0,2 auf 7,0 Mitarbeiter.

Die in etwa konstante Betriebsgröße

lässt sich mit dem Fachkräftemangel in

der Branche erklären. Im Jahr 2023 bildete

jeder Betrieb durchschnittlich 3

Auszubildende aus. Die Betriebe investierten

in die Ausbildung von Fachkräften

und in die Zukunft des Berufes.

Wirtschaftliche Entwicklung:

Das operative Ergebnis (EBITDA) verbesserte

sich zwar von 5,2 auf 7,7 Prozent

der Gesamtbetriebsleistung und

näherte sich den 10-Vorjahres-Ergebnissen

(Quelle: ZKF- Branchenbericht) an.

EBITDA bezeichnet das Ergebnis vor

Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf

Sachanlagen und Abschreibungen auf

immaterielle Vermögenswerte. Es beschreibt

die operative Leistungsfähigkeit,

stellt aber nicht den betriebswirtschaftlichen

Gewinn für das Unternehmen

dar.

Aufgrund der erfreulichen Steigerung

des EBITDA kann aber nur aus be-

FML 6/2025 19


BRANCHE IM FOKUS

triebswirtschaftlicher Sicht von einem

ausgeglichenen Ergebnis, was einer

„schwarzen Null“ entspricht, ausgegangen

werden. Betriebe benötigen einen

betriebswirtschaftlichen Gewinn, um

Investitionen, z. B. in die Digitalisierung,

Arbeiten an HV-Fahrzeugen und

Nachhaltigkeit in den Betrieben, tätigen

zu können.

Der Materialeinsatz sank leicht aufgrund

der höheren Wertschöpfung der

Betriebsleistung Handwerk um 0,2 Prozent

und auf 37,8 Prozent der Gesamtbetriebsleistung.

Trotz der konstanten

Mitarbeiteranzahl sank der Personalaufwand

in den Betrieben um 0,8 Prozent

auf 864.625 Euro. Das ist ausschließlich

auf den höheren Gesamtumsatz

zurückzuführen. Die Unternehmen

erreichten durch Kosteneinsparungen

in den Unternehmen beim sonstigen

Aufwand ein verbessertes Ergebnis um

0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr von

459.390 Euro.

Umsatzverteilung:

Die „Betriebsleistung Handwerk“ stieg

um 1,9 Prozent auf 2.412.630 Euro, der

Handelsumsatz auf 0,6 Prozent an der

Gesamtbetriebsleistung und spielt eine

unbedeutende Rolle. Autohäuser sind

in dieser Auswertung nicht enthalten,

weshalb das Verhältnis von Handwerk

und Handel differenziert betrachtet

werden muss: Bei Autohäusern und Kfz-

Betrieben sind die Umsatzanteile durch

den Verkauf von Neu- und Gebrauchtwagen

anders gelagert als in den reparierenden

K+L-Betrieben. Bei den Umsatzanteilen

dominiert weiterhin die

Pkw-Reparatur einschließlich der eingebauten

Ersatzteile. Der Anteil Pkw-

Kundendienst fiel von 4,8 Prozent des

Gesamtumsatzes gegenüber dem Vorjahr

auf 3,1 Prozent.

Umsatz je produktiv Beschäftigtem:

Die Betriebsleistung Handwerk stieg aufgrund

der höheren Wertschöpfung je

produktiv Beschäftigtem um 2,2 Prozent

von 216.677 Euro auf 221.342 Euro. Einfluss

auf die Rendite der Betriebe haben

neben den betrieblichen Kosten, die

Höhe der erzielten Stundenverrechnungssätze.

Diese können durch Umsatzversprechen

der Versicherer im Bereich

der Schadenlenkung, die mit Preiszugeständnissen

durch Betriebe verbunden

sind, sinken. Längere Vorlaufzeiten in

den Unternehmen verbessern die Verhandlungspositionen

der Betriebe.

Kalkulatorische Kosten:

Sie sind kein Bestandteil der Buchhaltung

und werden daher in diesem Branchenbericht

nicht ausgewiesen.

Stundenverrechnungssätze (SVS)

in der Karosserie-Instandsetzung

und Lackierung

Der ZKF-Branchenbericht ermittelte für

2023 im Bundesgebiet folgende durchschnittlich

„ausgehängten“ SVS – jeweils

ohne gesetzliche Mehrwertsteuer:

• Karosserie-Instandsetzung: 149,03

Euro pro Stunde

• Lackierung: 161,95 Euro (ohne Material)

pro Stunde

Bei diesen durchschnittlichen SVS gibt

es erhebliche Schwankungen. So liegen

die SVS in Großstädten deutlich

höher als in ländlichen Gebieten.

Darüber hinaus zeigt sich eine niedrigere

Tendenz in Nord- / Ost-Regionen

als in südlicheren Landesteilen. Die

„ausgehangenen“ SVS werden in der

Schadenlenkung i. d. R. selten erreicht,

da Sonderkonditionen mit dem Betrieb

bestehen.

Wettbewerbsposition und Ausblick

Künftige Herausforderungen: Das Karosserie-

und Fahrzeugbauerhandwerk

befindet sich in Zeiten des Umbruchs,

der veränderten Mobilität und des demographischen

Wandels sowie massiven

Preissteigerungen, z. B. bei den

Material- und Energiekosten.

Die Automobiltechnik und die Gesetzgebung

verändert sich in immer schnelleren

Zyklen und erfordert modernste

20 FML 6/2025


BRANCHE IM FOKUS

Elektronik in zukünftigen Fahrzeugen.

Investitionen in neue Mess- und Diagnosegeräte

mit aktueller Software, der

Umgang mit neuen Materialkombinationen

und modernen Fügeverfahren, die

Einrichtung eines Aluminiumarbeitsplatzes

oder die regelmäßige Schulung

der Fachkräfte im Umgang mit den

neuen Techniken, wie z. B. die Hochvolttechnik

oder Fahrerassistenzsystemen

sind notwendig. Aber auch die

stärker wachsende Zahl von Pkw und

Lkw mit alternativen Antrieben beeinflussen

Abläufe und Kosten in den Betrieben.

Der Fachkräfte- und Azubimangel verschärft

sich auch im Karosserie-Handwerk

und dies bleibt ein wichtiges Aufgabenfeld

der Branche. Betriebe müssen

in Ausbildung und Personal investieren.

Durch stark ansteigende Qualifizierung

und modernste Reparaturverfahren

sind höhere Vergütungen im Bereich

des Personals notwendig und

freie Ausbildungsplätze sind schwer zu

besetzen.

Aktuelle Weiterbildungsangebote:

Der ZKF bietet mit der Akademie Karosserie-

und Fahrzeugtechnik

www.zkf.de/lehrgaenge/kurse den Betrieben

umfassende Weiterbildungsangebote

an. So werden die hohen Anforderungen

der Fahrzeughersteller für

eine fach- und sachgerechte Reparatur

in den Betrieben gewährleistet.

Wettbewerbssituation

im Fahrzeugbau:

Im herstellenden Karosserie- und Fahrzeugbau

ist der Wettbewerb durch industrielle

Anbieter und werkseitige

Aufbauten der Lkw-Industrie groß, jedoch

punkten Unternehmen, die sich in

Nischen bewegen und individuelle

Kundenlösungen fertigen. Viele Unternehmen

sind ebenfalls in der Nutzfahrzeugreparatur

und dem Service tätig,

womit sie in der Lage sind, kurzfristig

auf äußere Veränderungen reagieren

zu können.

Wettbewerbssituation

in der Pkw-Instandsetzung:

Die Pkw-Karosserie-Fachbetriebe besitzen

ein erhebliches Absatz- und Kundenpotenzial

mit gleichzeitigem Wettbewerb

der Betriebe.

Schadenlenkung:

Der Trend zur Schadenlenkung unter

den Versicherern, Flottenbetreibern

und Leasinggesellschaften in Partnerwerkstätten

setzt sich nur leicht fort und

Versicherer müssen durch Auslastungsengpässe

in den Betrieben Stundenverrechnungssätze

anpassen. Konflikte

entstehen durch Kürzungen von Versicherern

vor allem in den Positionen der

Rechnungen.

Die Konsequenz:

Angesichts der sich immer weiterentwickelnden

Fahrzeugtechnik ist es für

die reparierenden Karosserie- und Lackierfachbetriebe

existenziell, dass sie

in Zukunft über alle fahrzeugtechnischen

Reparaturvorgaben der Hersteller

verfügen. Wirtschaftlich betrachtet

sollten Betriebe der Instandsetzung wie

auch des Fahrzeugbaus auf schlanke

Prozesse mit ausgehandelten Stundenverrechnungssätzen

achten, die Renditen

erzielen, um wachstumsorientiert

investieren zu können. Strategien für

Tätigkeitsfelder, die außerhalb der

Schadenlenkung Zusatzrenditen versprechen,

sind in die Angebotspalette

einzubeziehen, so z. B. des Managements

kleinerer Flotten.

Optionen werden auch für kleinere Betriebseinheiten

entstehen, um sich zukünftig

mehr auf Privatkunden und zusätzliche

Sondersegmente, wie z. B. die

Oldtimerrestaurierung, die Reparatur

von Caravans oder die Reparatur von

elektrisch betriebenen Fahrzeugen zu

spezialisieren. Für die Zukunft müssen

Pkw- und Lkw-Fachbetriebe bestmöglich

in technischen und organisatorischen

Bereichen sowie mit liquiden

Mitteln ausgestattet sein ☐

FML 6/2025 21


SCHWERPUNKT

Zauberformel:

Neue Technologien

Von Mischlacksystemen über Trocknungstechnik bis zu den

ultraschnellen Klarlacken – das verfügbare Angebot wird immer

umfangreicher! Wie sind die nächsten Schritte?

Need for Speed –

Fast-Cure-Low-Energy-Systems

Ende April gab Axalta die Einführung

der nächsten Generation

von Klarlack- und Füllerprodukten

seines patentierten

Fast-Cure-Low-Energy-Systems

(FCLE) bekannt.

22 FML 6/2025


SCHWERPUNKT

FCLE-Systems, wozu auch Reparaturen

im Rahmen der Herstellergarantie

gehören. Mischverhältnis und Applikation

des neuen Klarlacks entsprechen

exakt dem bisherigen FCLE-System

Klarlack, erfordern jedoch kein flexibles

Additiv für Kunststoffteile.

Der Klarlack der nächsten Generation

bietet einen kurzen Trocknungsvorgang

bei Niedrigtemperaturen sowie die

Möglichkeit der Lufttrocknung. Auf

diese Weise kann er die CO2-Bilanz

von Lackierwerkstätten weiter verbessern

und gleichzeitig zu einem höheren

Durchsatz beitragen.

Bart De Groof, Senior Director Marketing, Global Refinish bei Axalta

Die FCLE-Technologie vereint hervorragende

Lackierqualität mit gesteigerter

Produktivität. Dies ermöglicht Karosserie-

und Lackierfachbetrieben nicht nur

höhere Gewinne, sondern kann auch

den Energieverbrauch während des

Trocknungsprozesses potenziell reduzieren.

Bart De Groof, Senior Director Marketing,

Global Refinish bei Axalta, betont:

„Wir freuen uns sehr, dass unser Fast-

Cure-Low-Energy-Reparatursystem jetzt

noch besser ist. Es wird bereits als

schnelle und produktive Lacklösung

geschätzt; nun bietet es höhere Robustheit

während es weiterhin zur Förderung

der Nachhaltigkeit beiträgt.

Gleichzeitig erfüllt das System mehrere

Fahrzeughersteller-Vorgaben, wodurch

zukunftsorientierten Karosserie- und

Lackierfachbetrieben neue Möglichkeiten

eröffnet werden. Diese Produkteinführung

der nächsten Generation richtet

sich an anspruchsvolle und produktivitätsorientierte

Karosseriewerkstätten

in der gesamten Region, die höchste Effizienz

und maximalen Durchsatz anstreben.

Dieses System setzt neue Maßstäbe

in intelligenter Energieeffizienz.“

Axalta bietet das FCLE-System in drei

seinen führenden Premium-Reparaturlackmarken

an: Cromax – Ultra Performance

Energy System, Spies Hecker –

unter der Speed-TEC Produktfamilie sowie

Standox – Xtreme System.

Neuer Klarlack

Der neue Klarlack ist anwendungsfreundlicher,

da er keine Aktivierung

des Basislacks erfordert und somit die

Applikation schneller und einfacher

gestaltet. Er verfügt zur Erfüllung

von Fahrzeughersteller-Vorgaben über

kratz- und chemikalienbeständiges Finish

mit erhöhter Robustheit. Dies eröffnet

Karosseriewerkstätten noch vielfältigere

Einsatzmöglichkeiten des

Neuer Füller

Der Füller der nächsten Generation

überzeugt nicht nur durch die gleichbleibend

hohe Produktivität und ausgezeichnete

Leistung wie bei bisherigen

FCLE-Füllern. Er reduziert auch die

Komplexität in der Lackierwerkstatt –

durch die Kombination von Schleiffüller

und Nass-in-Nass-Füller in einem

Produkt. Reparaturlackierer müssen

sich nicht mehr zwischen einem

Schleif- oder Nass-in-Nass-Produkt entscheiden.

Ein weiterer Vorteil: Karosserie-

und Lackierfachbetriebe können

mit geringeren Lagerbeständen arbeiten,

was sowohl den Bestell- als auch

den Applikationsprozess vereinfacht.

„Unsere Produkte der nächsten Generation

sowie unser neues FCLE-System

bauen auf dem Erfolg ihrer Vorgänger

auf. Das verbesserte FCLE-System bietet

alle von Reparaturlackierern erwarteten

Vorteile – und noch mehr. Hierzu

gehören Einsparungen beim Energieverbrauch

von bis zu 50 Prozent bei

Gas und bis zu 48 Prozent bei Elektrizität,

die durch Trocknen bei Niedrigtemperaturen

bzw. Lufttrocknung erzielt

werden.

Das neue FCLE-System bietet Karosseriewerkstätten

die perfekte Balance

zwischen Geschwindigkeit und niedrigem

Energieverbrauch, ohne Abstriche

beim Erscheinungsbild machen zu müssen“,

stellt Bart De Groof abschließend

fest.

FML 6/2025 23


SCHWERPUNKT

Eine neue Dimension

von Lackierpistolen

Wenn SATA eine neue Lackierpistole

präsentiert, wird genau

hingeschaut. Vielleicht sogar

genauer als bei anderen

Herstellern.

SATA CEO/COO Florian

Kaiser sieht darin eher eine

Anerkennung als ein Problem.

Die jet X ist das wichtigste Neuprodukt

von SATA in den letzten fünf Jahren.

Das Unternehmen hat sich seinen guten

Ruf in eben diesem Segment erarbeitet

– hier liegt die Kernkompetenz der

Marke. Entsprechend groß ist die Aufmerksamkeit,

wenn es Neues gibt. Und

entsprechend hoch liegt die Messlatte.

Florian Kaiser, einer der beiden Geschäftsführer

von SATA, ist sich dessen

bewusst – und freut sich über die Herausforderung:

„Wenn SATA eine neue

Lackierpistole für Basis- und Klarlack

präsentiert, dann muss sie etwas Besonderes

sein. SATA kann nicht ‚nur‘ eine

gute Lackierpistole bringen. Das würde

unsere Kundinnen und Kunden enttäuschen,

weil sie mit dem Namen SATA

viel höhere Ansprüche verbinden. Und

das ist gut so, das muss so sein. Das haben

wir uns hart erarbeitet.“

Nun also die jet X. Was bringt sie mit,

um diese Ansprüche zu erfüllen? Wo lagen

die Spielräume, um gegenüber

dem Vorgängermodell Fortschritte zu

erzielen? Besagtes Modell, die SATAjet

X 5500, ist immerhin ein Meilenstein.

Ging es einfach darum, die Zerstäubung

noch weiter zu verfeinern?

„Das war natürlich ein wesentlicher

Punkt“, sagt Florian Kaiser. „Natürlich

haben wir versucht, in diesem Bereich

auf ein noch höheres Level zu kommen.

Und das ist uns, in aller Bescheidenheit,

auch gelungen. Aber das haben

wir getan, weil sich damit ein ganz konkreter

Nutzen für den Anwender verbindet.

Besser ist ein Werkzeug nur,

wenn der Lackierer damit besser arbeiten

kann. Leichter ein besseres Ergebnis

erzielt. Darum ging es uns mit

der jet X.“

24 FML 6/2025


SCHWERPUNKT

Die besagten Fortschritte bei der Zerstäubung

verdanken sich dem so genannten

Labyrinthluftstromsystem. Es

führt die Luft so zu den Bohrungen,

dass Turbulenzen und Pulsationen minimiert

werden. Die Zerstäubung ist feiner

und homogener. So lässt sich unter

anderem Wolkenbildung noch besser

vermeiden.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die

Ausgestaltung des Spritzstrahls. Dieser

ist bei der jet X besonders exakt definiert,

mit klaren Auslaufzonen – so ist

er für den Lackierer optimal zu beherrschen.

Er oder sie bekommt ein besseres

Gefühl für den Materialauftrag.

Auch ein ganz klares Plus im Alltag.

In diesem Sinn will Florian Kaiser auch

die auffälligste Neuerung verstanden

wissen, die die jet X in der Top-Version

mitbringt. Die jet X DIGITAL pro ist mit

dem adam X pro ausgestattet. Die neue

Digitaleinheit bringt eine verblüffende

Vielfalt an Funktionen mit, von der

Druckmessung über die Anzeige der

Temperatur bis zu genauen Informationen

über Betriebsstunden, Lackierdauer

und darüber, wie oft der Abzugsbügel

betätigt wurde. „Natürlich kann

man mit der jet X auch auf klassische

Weise perfekt arbeiten – anhand der

Verarbeitungsvorgaben, mit Erfahrung

und Gefühl. Wer es aber darüber hinaus

ganz genau wissen will und sich

auch systematisch verbessern möchte,

hat mit der jet X DIGITAL pro völlig

neue Möglichkeiten.“

In der Tat: Der Lackierer kann zum Beispiel

den gewünschten Soll-Druck voreinstellen.

Im Display zeigt der adam X

pro die Abweichung zum aktuellen Ist-

Druck – und warnt, wenn sie größer

wird als 0,2 bar. Ein ganz klarer Benefit

– denn diese Abweichungen können

Verlaufsstörungen und Wolkenbildung

verursachen. Außerdem hat der Anwender

die Möglichkeit, wichtige Daten an

ein persönliches digitales Dashboard

zu übertragen. So wird der Lackierprozess

exakt nachvollziehbar – und die

Ergebnisse reproduzierbar.

Florian Kaiser: „Ob man die neuen digitalen

Möglichkeiten nutzen möchte

oder nicht – die jet X ist eine außergewöhnliche

Lackierpistole. Denn sie

setzt auch in den klassischen Disziplinen

Bestmarken. Etwa bei der Ergonomie,

bei der Verarbeitungsqualität und

im Design. Und sie bringt ganz neue

Features mit – zum Beispiel den werkzeuglos

demontierbaren Abzugsbügel.

Kurz: Es lohnt sich, sie selbst in die

Hand zu nehmen und zu testen.“ ☐

FML 6/2025 25


MANUFAKTUR

Inspiriert vom kostbaren Jadestein:

Taycan Turbo S Celestial Jade

Gemeinsam mit Porsche Asia

Pacific haben die Sonderwunsch-Experten

der

Porsche Exclusive Manufaktur

einen außergewöhnlichen

Taycan Turbo S realisiert.

Ein spezieller Pigmentlack

verleiht dem vollelektrischen

Sportwagen eine ganz besondere

Optik. Je nach Lichteinfall

und Betrachtungswinkel

kann sich die Farbe deutlich

verändern.

Faszinierende Metamorphose: In den

Tiefen der Erde vollzieht sich eine wundersame

Verwandlung, die mit Jade einen

kostbaren Edelstein hervorbringt.

Über Jahrtausende erhitzen sich Mineralien

in der Erdkruste und stehen unter

großem Druck, bevor sie kristallisieren

und miteinander verschmelzen.

Kleinste Änderungen von Temperatur

oder Druck hinterlassen ihre Spuren im

Gestein und erzeugen Muster in Grün,

Gelb, Gold, Weiß und manchmal Blau.

Diese einzigartige Reise vom mineralischen

Ursprung zu den Kunsthandwerkern,

vom facettenreichen Naturstein

zum Schmuckstuck, begründet die Anziehungskraft

von Jade.

Inspiriert von diesem kostbaren Edelstein

ist im Rahmen des Sonderwunsch-

Programms mit dem Taycan Turbo S

Celestial Jade ein außergewöhnliches

Einzelstück entstanden. Gemeinsam

mit dem Team von Porsche Asia Pacific

haben die Designer und Lackexperten

der Porsche Exclusive Manufaktur versucht,

die Lebendigkeit und Innovationskraft

Südostasiens in ihrer eigenen

Handwerkskunst widerzuspiegeln. So

würdigen sie diese wichtige Region mit

maßgeschneiderten Akzenten und mythischen

Symbolen.

Der Taycan Turbo S Celestial Jade feiert

seine Weltpremiere bei der spektakulären

Einfuḧrungsveranstaltung des

Taycan am 5. September in Singapur.

Von dort aus wird das Einzelstück an

verschiedenen Orten in Südostasien zu

sehen sein, bevor es im ersten Quartal

2025 für einen guten Zweck versteigert

26 FML 6/2025


MANUFAKTUR

wird. Die Sonderwunsch-Anfertigung

basiert auf dem umfangreich aktualisierten

Taycan des Modelljahrgangs

2024. Die neuen Versionen haben mehr

Leistung, mehr Reichweite, beschleunigen

schneller und laden kürzer und robuster.

So verfügt der Turbo S über bis

zu 700 kW (952 PS; Taycan Turbo S:

Stromverbrauch* kombiniert (WLTP)

20,0 – 17,8 kWh/100 km, CO₂-Emissionen*

kombiniert (WLTP) 0 g/km, CO₂-

Klasse A) Peak-Leistung bei Launch

Control und sprintet in 2,4 Sekunden

von 0 auf 100 km/h. Damit ist er 0,4 Sekunden

schneller als sein Vorgänger.

Aufwendige Chromaflair-Lackierung

mit Farbverlauf

Zum ersten Mal hat Porsche beim Taycan

Turbo S Celestial Jade zwei Chromaflair-Effektlacke

ineinander übergehen

lassen. Entsprechend aufwendig

und zeitintensiv waren die Vorarbeiten

und die Umsetzung: Die Entwicklungsphase

hat rund ein Jahr gedauert. Für

die eigentliche Lackierung ausschließlich

von Hand waren rund 80 Arbeitsstunden

nötig.

Chromaflair-Pigmente beinhalten

hauchdünne „Schuppen“, die je nach

Blickwinkel des Betrachters in unterschiedlichen

Farben erscheinen. Diese

sogenannten Flakes bestehen aus einer

lichtundurchlässigen und spiegelnden

Kernschicht aus Aluminium, die wiederum

von einer glasartigen Schicht

umgeben ist. Je nach Dicke dieser

transparenten Schicht ergeben sich unterschiedliche

Farben.

Insgesamt sind die Flakes nur etwa

1µm flach. Zum Vergleich: Ein menschliches

Haar ist etwa 50-mal so dick. Neben

der Karosserie des Sonderwunsch

Taycan verfügen auch seine Modellbezeichnung

am Heck und der seitliche

„Electric“-Schriftzug sowie die

Schlüsselwangen über eine derartige

Verlaufslackierung.

„Urban Bamboo“, ein leuchtendes

Grün mit Gelb- und Goldtönen, und

„Shifting Carbon“, ein dunkles Grau

mit Schwarz- und Blautönen, wurden

als Farbkombination gewählt. Sie gipfelt

im transzendenten Namen des Fahrzeugs:

Celestial Jade. Speziell in Asien

ist Jade ein edles und kostbares Material,

das reich an Traditionen ist und mit

Glück und Langlebigkeit assoziiert

wird. Carbon hingegen symbolisiert

den Pioniergeist von Porsche. Diese innovative

und kraftvolle Farbe sieht man

oft in der Welt des Motorsports. Das

Material ist robust, leicht und langlebig.

Sichtcarbon-Bauteile

Neben dem spektakulären Chromaflair-

Exterieurlack trägt das Einzelstück an

mehreren Stellen ein eigens entworfenes

Logo. Das Logo ist inspiriert von

„LongMa“, einem mythischen Wesen

mit einem Drachenkopf („Long“) und

dem Körper eines Pferdes („Ma“). Diesem

Wesen werden große Macht und

Stärke nachgesagt, zugleich gilt es als

glücksbringendes Symbol. Das Motiv

fügt dem Taycan Turbo S Celestial Jade

eine weitere Ebene bedeutungsvoller

Symbolik hinzu, denn 2024 ist auch das

chinesische Tierkreisjahr des Drachen.

Zugleich ist das Pferd eine Referenz

zum Taycan, dessen Name im türkischen

Ursprung „Junges Pferd“ bedeutet.

Das „LongMa“-Logo ist an den Einstiegsblenden

der vorderen und hinteren

Türen, im Türprojektor sowie allen

Kopfstuẗzen zu sehen.

FML 6/2025 27


MANUFAKTUR

Ein weiteres, auf die Chromaflair-Lackierung

abgestimmtes Highlight sind

Sichtcarbon-Bauteile aus lasiertem Carbon.

Sie ersetzen die serienmäßigen

turbonit-farbenen Einleger im Bugunterteil,

in den Schwellerverkleidungen sowie

im Heckdiffusor. Auch die Aero-

Blades der Räder sind aus diesem besonderen

und von Hand verarbeiteten

Material gefertigt. Die Lasur lässt die

Carbonfasern durchscheinen. Je nach

Betrachtungswinkel schimmert die

Oberfläche in unterschiedlichen Farbnuancen.

„Leder nach Wahl“ jetzt auch

für Taycan verfügbar

Neben den zehn Leder- und den 15

Nahtfarben, die Porsche standardmäßig

für den Taycan anbietet, ist für diese

Modellreihe jetzt auch „Leder nach

Wahl“ über das Sonderwunsch-Programm

verfügbar. Seine Premiere feiert

diese weitere Individualisierungsmöglichkeit

beim Taycan Turbo S Celestial

Jade. Dort haben die Interieur-Spezia-

listen der Porsche Exclusive Manufaktur

die Serienfarbe „schiefergrau“ mit

der „Leder nach Wahl“-Option „englischgrün“

kombiniert. Dieses elegante,

dunkle Grün findet sich in den Türen,

der Mittelkonsole sowie den Sitzen

vorn und hinten. Neben „englischgrün“

umfasst das „Leder nach Wahl“-Programm

rund 150 Farben. Bei besonders

individuellen Wünschen geht Porsche

noch einen Schritt weiter: Bei „Leder

nach Wahl Plus“ kann die Farbe nahezu

völlig frei gewählt werden. Entsprechende

Anfragen können über die Porsche-Zentren

gestellt werden, die Experten

der Porsche AG überprüfen

dann die Realisierbarkeit.

Über das Sonderwunsch-Programm

Porsche interpretiert das legendäre

Sonderwunsch-Programm der späten

70er Jahre neu und ermöglicht personalisierte

Einzelstücke – vom Kunden mitkreiert,

von Porsche professionell umgesetzt.

Das Angebot wurde ausgeweitet.

Neben dem Werksverbau kundenindividueller

Farb- und Materialwünsche

direkt im Produktionsdurchlauf umfasst

es für bereits an Kunden ausgelieferte

Fahrzeuge den nachträglichen Werksumbau

und das Werksunikat.

Für die Veredelung von Neufahrzeugen

können Kunden ihr Porsche-Zentrum

vor Ort ansprechen. Geht der Wunsch

über das im Car Configurator kommunizierte

Angebot hinaus, beginnt der

Sonderwunsch-Prozess mit der Vermittlung

einer persönlichen Kundenberatung

in Zuffenhausen oder an einem

der internationalen Standorte wie Atlanta

oder Los Angeles. Hier bewerten

Experten des Herstellers individuelle

Kundenwünsche und kümmern sich um

die technische Freigabe des entsprechenden

werkseitigen Verbaus. Typische

Sonderwunsch-Umfänge reichen

von der Belederung des Kofferraumes

bis hin zu einer Komplettlackierung

des Exterieurs in mehreren Farben und

mithilfe verschiedener Lackoberflächentechnologien.

28 FML 6/2025


BRANCHEN NEWS

Broschüre

Nachschlagewerk und Tipps für die

Caravan-Reparatur

Die Reparatur von Reisemobilen

und Wohnwagen unterscheidet

sich wesentlich von

der Pkw-Reparatur. Das liegt

insbesondere daran, dass fast

alle Caravans über einen Aufbau

aus Sandwichplatten verfügen.

Diese miteinander verklebten

und verpressten Materialschichten

bestehen in

der Regel aus Aluminium, expandiertem

Polystyrol (EPS),

Polystyrol-Extruderschaumstoff

(XPS), Polyur ethan

(PU), Sperrholz und Glasfaserverstärktem

Kunststoff

GFK. Hinzu kommt, dass die

Stärken der Lackschichten

deutlich geringer sind als bei

normalen Autos. Der spezielle

Materialmix, die geringe

Blechstärke und die besondere

Oberflächenstruktur erfordern

fundierte Kenntnisse

bei der Reparatur. Die Axalta

Caravan-Broschüre „Wir machen

Sie fit für Ihr Caravan-

Business“ hilft beim Einstieg

in das Thema Caravanreparatur

und liefert Tipps, wie sich

Fehler vermeiden lassen.

Darüber hinaus gibt sie auch

Antworten auf die folgenden

Fragen: Wie können sich

Werkstätten und Lackierbetriebe

fit machen für den Bereich

Caravaning? Mit welchen

Kosten ist zu rechnen?

Wo lauern typische Fehler?

Bei den Caravan-Seminaren

von Axalta in der Axalta Refinish

Academy in Köln vermitteln

die beiden Technischen

Service Spezialisten David

Kukies und Harald Weckmann

Theorie und Praxis der

Caravan-Instandsetzung.

Selbst kleine Fehler bei der

Caravan-Reparatur können

große Schäden verursachen.

Damit sie erst gar nicht passieren,

stellt David Kukies in

der Broschüre seine acht

wichtigsten Tipps für die Caravan-Reparatur

vor.

Acht Tipps für

die Caravan-Reparatur

1. Lufttrocknende

Lacksys teme

Infrarotstrahler sind zwar

sehr gut für die Spot Reparatur

von Pkw geeignet. Bei

Reisemobilen und Wohnwagen

sollte man besser darauf

verzichten. „Punktuelle Hitze

sorgt dafür, dass sich die

Sandwichplatten verformen

und der dort verbaute Klebstoff

reißt. Stattdessen sollte

man zu lufttrocknenden Produkten

greifen.

Hier bietet Axalta das Fast-

Cure-Low-Energy-System“, so

David Kukies. „Die patentierte

Fast-Cure-Low-Energy

(FCLE)-Technologie von

Axalta, welche mittels Trocknung

durch Aufnahme von

Luftfeuchtigkeit die Materialien

schont und eine schnelle

Arbeitsabfolge ohne Trocknungsgeräte

ermöglicht, steht

durch die Premium-Reparaturlackmarken

Cromax,

Spies Hecker und Standox

zur Verfügung“, führt der Caravanexperte

weiter aus. Ergänzt

wird sie durch eine

Farbtondatenbank in Kombination

mit Axalta Irus Scan,

dem Farbtonmessgerät der

nächsten Generation für Reparaturlackkunden.

2. Versteckte Schäden

untersuchen

Es ist sehr verlockend, einfache

Dellen schnell oberflächlich

zu beheben. Mit einem

vorherigen Check des Sandwichplatteninneren

lässt sich

allerdings einiges an späterem

Ärger ersparen. Dort verlaufen

Leitungen und Rohre.

Deshalb sollte hier auf jeden

Fall zuerst gecheckt werden,

FML 6/2025 29


BRANCHEN NEWS

Fingerspitzengefühl gefragt,

so der Caravan-Experte. Diese

gilt sowohl bei Dachluken

und Fenstern als auch bei

der Befestigung von Satellitenschüsseln.

ob diese Schaden genommen

haben.

3. Schimmel vorbeugen

Auch bei Löchern muss immer

eine gründliche Prüfung

erfolgen. Dabei sollte die

Feuchtigkeit mithilfe eines

Feuchtigkeitssmessgerätes

untersucht werden. So kann

man einschätzen, ob sich

dort Schimmel gebildet hat.

„Erkundigen Sie sich am bes -

ten auch, ob die Schadstelle

Regen ausgesetzt war“, rät

der Caravan-Experte.

4. Dellen spachteln

Beim Auto ist es üblich, kleine

Dellen herauszuziehen.

Aufgrund der Sandwichbauweise

von Wohnwagen und

Reisemobilen ist dies dort

nicht möglich. Deshalb muss

man hier zur Spachtelmasse

greifen und den Schaden

„zuschmieren“. „Wenn man

Dellen herauszieht, reißt das

Blech vom Schaum. Die

Wand ist dann irreparabel

zerstört“, erläutert David Kukies.

5. Kleine Schäden

großflächig ausbessern

Beim Pkw geht es bei der Reparatur

von Kleinschäden

auch um das Einsparen von

Materialien. Bei Reisemobilen

und Wohnwagen jedoch

muss man größer denken, da

es vor allem bei Fahrzeugen

mit Effektlackierung schwierig

ist, den Originalfarbton

nachzustellen. Damit diese

Ausbesserung nachher nicht

zu sehen ist, muss sie möglichst

großflächig retuschiert

werden. Ein Meter in jede

Richtung gilt hier als Faustformel.

6. Kratzer nicht

wegpolieren

Reisemobile und Wohnwagen

sind empfindliche Riesen

– zumindest, was ihr Äußeres

angeht. Während die

Lacke bei Pkw üblicherweise

eine Schichtdicke zwischen

80 und 120 Mikrometern haben,

liegt die Lackdicke bei

Caravans lediglich bei ungefähr

30 bis 40 Mikrometern.

Darum sollten die Krater

nicht wegpoliert werden.

Sonst würde man den restlichen

Lack gleich mit wegpolieren.

7. Abdichten, statt kleben

Wer im Umgang mit Caravans

unerfahren ist, greift bei

der Montage von Dachluken

und Fenstern oft fälschlicherweise

zu Klebstoff. Hier sollte

man stattdessen dauerelas -

tische Dichtmasse auf Butylbasis

verwenden, da diese

bei Wärme immer wieder verfließen

und bei etwaigen späteren

Reparaturen besser zu

entfernen sind.

8. Fingerspitzengefühl

bei Klebereparaturen

Ein weiterer Fehler, der in Zusammenhang

mit Kleben auftritt,

ist der, dass die Klebestellen

bzw. die Klebenraupen

zu platt gedrückt werden.

Dazu sagt David Kukies

„Allerdings brauchen sowohl

Klebstoff als auch Dichtmasse

genug Platz, um Temperaturschwankungen

ausgleichen

zu können. Hier ist also

Caravan-Kompetenz von

Axalta seit mehr als drei

Jahrzehnten

Axalta hat eine umfassende

Caravan-Kompetenz aufgebaut,

die folgende Aktivitäten

umfasst:

• Axalta betreut gemeinsam

mit seinen Kunden die

OEM Hersteller der Branche

sowie die Zulieferer

für Kunststoffbauteile.

• Ständige Präsenz bei den

Herstellern und u. a. Training

von deren Mitarbeitern

• Seit 2017 ist Axalta im

CIVD (Herstellerverband)

Reparaturausschuss aktiv,

die Axalta Reparaturlack-

Marken sind im Reparaturhandbuch

gelistet. Das

bedeutet, dass es sich

durch renommierte Prüfgesellschaften

z. B. Allianz

Zentrum für Technik

(AZT) abgeprüfte Prozesse

und Produkte handelt.

• Axalta ist Partner des ZKF

und schult die Teilnehmer,

die das ZKF Caravan

Fachbetrieb Siegel erlangen

wollen.

• Seit Beginn des jährlich

stattfindenden ZKF Caravan-Tages

ist Axalta aktiv

als Partner dabei. Zuletzt

fand der 6. Caravan-Tag

am 29. Januar dieses Jahres

bei Axalta in Köln

statt.

• Mit dem ZKF war Axalta

im September letzten Jahres

gemeinsam das 3. Mal

auf der Automechanika

im ZKF Caravan Kompetenz

Zelt präsent. ☐

30 FML 6/2025


BRANCHEN NEWS

Werkstattausrüstung

Ergonomie, Langlebigkeit und

Vielseitigkeit in einem!

Der neue Werkstatthocker Spider Deluxe

Der neue Werkstatthocker Spider Deluxe mit Schublade

Colad, ein führender Innovator

für professionelle Werkstattlösungen,

bringt eine

neue Serie hochwertiger

Werkstattausrüstung auf den

Markt. Diese neue Produktreihe

wurde entwickelt, um

Komfort, Effizienz und Produktivität

zu steigern. Jedes

Produkt zeichnet sich durch

einen starken Fokus auf Ergonomie,

Langlebigkeit und

Vielseitigkeit aus. Der Werkstatthocker

Spider Deluxe,

der Werkstatthocker Deluxe

mit Schublade und die Werkzeugablage

Deluxe bieten

die perfekte Unterstützung

für jeden Profi.

tegrierte Aufbewahrungsmöglichkeiten

und Mobilität

steigern die Produktivität

und verbessern das gesamte

Arbeitserlebnis.

Colad setzt weiterhin auf Innovationen

und entwickelt

die besten Lösungen für eine

effiziente und ergonomische

Arbeitsumgebung. Entdecken

Sie noch heute die neue Colad-Werkstattserie

und erleben

Sie den Unterschied in

Komfort, Effizienz und Organisation!

Neue Produkte der Colad-

Werkstattserie:

Werkstatthocker Deluxe mit

Schublade

(Art.-Nr. 1230535)

Ein komfortabler Hocker mit

verstellbarer Sitzhöhe, geräumiger

Schublade und drei

Seitenfächern für die effiziente

Aufbewahrung von Werkzeugen

und Zubehör.

Werkzeugablage Deluxe

(Art.-Nr. 1230540)

Ein vielseitiger 2-in-1-Werkzeugwagen,

der sowohl als

höhenverstellbarer Arbeits -

tisch als auch als mobile Bodenablage

dient, mit Fächern

für Kleinteile und einer Metallplatte

für magnetisches

Zubehör.

Weitere Informationen unter:

https://www.colad.com/de_d

e/arbeitsbereich/werkstatt/w

erkstatt-unterstuetzung/

oder per Mail:

verkauf@emm.com

Ob optimaler Sitzkomfort,

clevere Aufbewahrungslösungen

oder ein multifunktionaler

Arbeitsplatz – die neues -

ten Colad-Produkte wurden

mit Blick auf die Bedürfnisse

der Anwender entwickelt.

Durchdachte Details wie höhenverstellbare

Elemente, in-

Werkstatthocker Spider

Deluxe (Art.-Nr. 1230530)

Ein ergonomischer, höhenverstellbarer

Werkstatt hocker

mit 360°-Schwenkrollen und

integriertem Werkzeugfach

für optimale Mobilität und Effizienz.

Die neue Werkzeugablage Deluxe

FML 6/2025 31


BRANCHEN NEWS

Nachwuchsförderung

Bobbycar-Aktion 2025

Glasurit Facebook) von Glasurit

melden.

Finale mit Showdown:

Der Abschluss der Bobbycar-

Aktion findet am 13. September

2025 in Barförde im Lackierbetrieb

von Michael

Ganser statt. Dort werden die

Gewinnerfahrzeuge präsentiert

und die Sieger offiziell

bekannt gegeben.

Bei der Siegerehrung 2024 (v. l.: Mike Püllen, Alexander Hagemann, Michael Ganser)

Die Förderung junger Talente

im Lackierhandwerk liegt

Glasurit, der Premium-Marke

für Autoreparaturlacke, besonders

am Herzen. Deshalb

unterstützt Glasurit in diesem

Jahr mit voller Überzeugung

die Bobbycar-Aktion 2025,

eine Initiative von Michael

Ganser – in den Sozialen Medien

auch bekannt als „Der

irre Lackierer“ – und seinem

Organisation-Team.

Von April bis zum 31. August

2025 werden kreativ gestaltete

Bobbycars zu echten Lackkunstwerken.

Die Aktion

richtet sich an Lackiererinnen

und Lackierer aus ganz

Deutschland, die mit handwerklichem

Können und

kreativer Leidenschaft kleine

Fahrzeuge in einzigartige

Unikate verwandeln.

Über Social Media berichten

Michael Ganser und Glasurit

gemeinsam über den Entstehungsprozess

der Designs

und begleiten die Aktion mit

spannenden Einblicken.

Ein besonderes

Highlight 2025:

Erstmals vergibt Glasurit einen

Sonderpreis für das Bobbycar

mit dem besten Bezug

zum Jubiläum „100 farbenprächtige

Jahre Glasurit Papagei“.

Der bunte Papagei ist

seit 1925 das Markenzeichen

der Marke – und genau das

soll im Jubiläumsjahr gebührend

gefeiert werden.

Glasurit wird selbst aktiv:

Für das eigene Bobbycar-Projekt

sucht Glasurit die Zusammenarbeit

mit einem talentierten

Lackierer oder einer

talentierten Lackiererin.

Gemeinsam soll ein einzigartiges

Bobbycar mit Produkten

der Glasurit Reihe 100 gestaltet

werden – ein kreatives

Aushängeschild für die Aktion

und ein starkes Symbol

für Teamgeist und Innovationsfreude

im Handwerk.

Interessierte können sich ab

sofort über die bekannten Social

Media Kanäle (Glasurit

Deutschland Instagram oder

Gemeinsam Gutes tun:

Der gesamte Erlös aus der

Aktion – etwa durch Spenden,

Versteigerungen oder

Sonderaktionen – kommt vollständig

dem Zentralverband

Karosserie- und Fahrzeugtechnik

(ZKF) zugute.

Dieser investiert die Mittel direkt

in Projekte zur Nachwuchsförderung,

um junge

Talente im Lackierhandwerk

gezielt zu fördern.

„Wir sind stolz, die Bobbycar-

Aktion von Michael Ganser

und seinem Team zu unterstützen.

Es ist großartig zu sehen,

wie viel Herzblut hier in

die Nachwuchsförderung

fließt. Besonders freut uns,

dass der Erlös der Aktion 1:1

in Projekte des ZKF investiert

wird“, erklärt Tina Allhoff,

Marketing Managerin

Deutschland.

Mitmachen, teilen,

unterstützen!

Glasurit ruft alle Unterstützerinnen

und Unterstützer des

#teamglasurit auf, die Aktion

aktiv zu begleiten – durch

Teilen in den sozialen Medien,

das Mitbieten auf die

einzigartigen Bobbycars oder

die Gestaltung eines eigenen

Modells.

32

FML 6/2025


NACHSCHLAG

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Wenn Print und Online eine Einheit sind.


BRANCHEN NEWS

Automechanika Frankfurt

Offizieller Sponsor des

Fahrzeuglackierer Nationalteams

Mit unserem Engagement

möchten wir nicht nur ihre

Fähigkeiten fördern, sondern

auch die Wahrnehmung und

Attraktivität des Fahrzeug -

lackiererberufs stärken. Ausund

Weiterbildung ist ein

wichtiger Schwerpunkt der

nächsten Automechanika

Frankfurt, auf der sich auch

die internationale K+L Community

trifft. Natürlich drücke

ich allen Kandidatinnen

und Kandidaten für die anstehenden

Wettbewerbe kräftig

die Daumen und würde mich

freuen, sie auf der Automechanika

im September 2026

begrüßen zu können.“

Das Fahrzeuglackierer-Nationalteam

Die Automechanika Frankfurt,

die internationale Leitmesse

für den Automotive Aftermarket,

engagiert sich ab

sofort als offizieller Sponsor

des deutschen Fahrzeuglackierer-Nationalteams.

Die

Partnerschaft soll junge Spitzenkräfte

fördern und den

Austausch zwischen Branche

und Nachwuchs intensivieren.

Das Fahrzeuglackierer-Nationalteam

besteht aus den vier

besten Fahrzeuglackiererinnen

und -lackierern des Landes.

Bei internationalen Wettbewerben,

wie der Weltmeis -

terschaft der Berufe World -

Skills, treten die jungen Talente

unter deutscher Flagge

an. Dort gewann zuletzt Jason

Scherer 2024 den VizeWeltmeistertitel

in der Fahrzeuglackierung.

Robert Forester Photography

„Als Veranstalter der weltweit

führenden Branchenplattform

für die Automobilindustrie

unterstützen wir sehr gerne

das deutsche Fahrzeuglackierer

Nationalteam“, sagt Olaf

Mußhoff, Director der Automechanika

Frankfurt. „Diese

jungen Profis stehen für die

Zukunft unseres Handwerks.

Olaf Mußhoff, Director der Automechanika Frankfurt

Foto: Messe Frankfurt Pietro Sutera

Auch das Nationalteam zeigt

sich erfreut über die Unterstützung

seines neuen Partners:

„Die Zusammenarbeit

mit einem so starken Partner

wie der Automechanika

Frankfurt ist ein wichtiges

Zeichen der Wertschätzung

für unsere Arbeit“, erklärt

der Präsident des Bundesverbandes

Fahrzeuglackierer

Steven Didssun. „Sie gibt unseren

Teilnehmenden zusätzliche

Motivation und Sichtbarkeit.“

Mit dieser Kooperation setzen

beide Partner ein deutliches

Signal für die Förderung

von Fachkräften im

Handwerk und für die Zukunftsfähigkeit

der Fahrzeuglackierer-Branche.

Das Fahrzeuglackierer Nationalteam

wird außerdem von

Carbon, DAT, Dräger Safety,

Fix Auto, Miracle und SchöffelPro

unterstützt. ☐

34

FML 6/2025


BRANCHEN NEWS

Historischer Meilenstein

Mehr als eine Million Reisemobile in

Deutschland

Erstmals überschreitet der

Bestand an Reisemobilen in

Deutschland die Marke von

einer Million registrierten

Fahrzeugen – ein weiterer Beleg

für die große gesellschaftliche

Relevanz des mobilen

Urlaubs. Auch Tourismus

und Wirtschaft profitieren

zunehmend vom langfris -

tigen Caravaning-Trend.

Im April 2025 wurde ein bedeutender

Meilenstein beim

Fahrzeugbestand erreicht:

Erstmals sind in Deutschland

über eine Million Reisemobile

registriert. Dieser Wert

steht exemplarisch für die

nachhaltige Etablierung der

Urlaubsform Caravaning und

verweist zugleich auf die tiefgreifenden

strukturellen Veränderungen

im Reiseverhalten

deutscher Urlauber. Die

wachsende Bedeutung des

mobilen Urlaubs spiegelt

sich aber nicht nur in den Zulassungszahlen

wider, sondern

auch in den positiven

Effekten auf Tourismus und

Foto: Caravaning Industrie Verband e.V. (CIVD).

Wirtschaft – insbesondere in

ländlichen und strukturschwächeren

Regionen.

Die Entwicklung der Bestandszahlen

bei Reisemobilen

zeigt seit Jahren eine klare

Tendenz: Allein seit 2015

haben sich die Neuzulassungen

von Reisemobilen pro

Jahr in Deutschland mehr als

verdoppelt. Getragen wird

diese Entwicklung von einem

Trend, der sich bereits vor

vielen Jahren abzeichnete

und seitdem kontinuierlich

anhält:

„Über eine Million zugelassene

Reisemobile sind ein

bedeutender Meilenstein für

unsere Branche und verdeutlichen

die anhaltende Attraktivität

des Caravanings“,

erklärt Daniel Onggowinarso,

Geschäftsführer des Caravaning

Industrie Verbandes

(CIVD). „Reisemobile

und Caravans ermöglichen

eine flexible, selbstbestimmte

Art des Reisens, die Naturerlebnis,

Individualität und

Erholung auf einzigartige

Weise miteinander verbindet.

Der mobile Urlaub erfüllt

damit zentrale Bedürfnisse

moderner Reisender –

und spiegelt die veränderten

Erwartungen an Mobilität

und Freizeit im aktuellen

Zeitgeist wider.“

Neben der großen Flexibilität

in der Reiseplanung überzeugt

Caravaning auch durch

die Langlebigkeit der Fahrzeuge.

Viele Reisemobile

bleiben über Jahrzehnte im

aktiven Bestand und werden

über mehrere Haltergenerationen

hinweg genutzt. „Die

langfristige Nutzung unterstreicht

die Langlebigkeit

und Qualität der Fahrzeuge –

ein Aspekt, der für viele Caravaning-Urlauber

von hoher

Relevanz ist“, so Daniel Onggowinarso.

Studien zeigen,

dass Nachhaltigkeit in dieser

Zielgruppe eine wichtige Rolle

spielen – sowohl im Alltag

als auch auf Reisen.

Die positiven Effekte des Caravanings

gehen dabei weit

über die Branche hinaus: Die

Urlaubsform stärkt den Tourismus

in Deutschland und

leistet einen erheblichen Beitrag

zur regionalen Wertschöpfung.

Laut einer Erhebung

des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen

Instituts

für Fremdenverkehr

(dwif) belief sich der durch

Caravaning generierte touristische

Gesamtumsatz im Jahr

2023 auf rund 19,5 Milliarden

Euro – ein Plus von

knapp acht Prozent gegenüber

dem Vorjahr (2022: 18,1

Milliarden Euro). Davon verblieben

etwa 6,4 Milliarden

Euro unmittelbar in den Regionen

und kamen vor allem

lokalen Betrieben, Dienstleis -

tern und Geschäften zugute.

Caravaning eröffnet Kommunen

konkrete Chancen zur

touristischen Weiterentwicklung

und zur nachhaltigen

Stärkung der regionalen

Wertschöpfung. Diese Potenziale

lassen sich häufig bereits

mit vergleichsweise geringen

Investitionen erschließen

– insbesondere durch

den gezielten Ausbau von

Stellplatzangeboten.

Diese Entwicklungen machen

deutlich: Caravaning ist

keine temporäre Erscheinung,

sondern ein fest etablierter

Bestandteil der deutschen

Reisekultur. Die gesellschaftliche

Akzeptanz und

Bedeutung der mobilen Urlaubsform

werden auch in Zukunft

weiter zunehmen – zum

Vorteil des Industriestandorts

Deutschland ebenso wie für

den Tourismus und die Wirtschaft

in den Regionen. ☐

FML 6/2025 35


BRANCHEN NEWS

Zulassungen

Leicht ins Minus

striert. 27,5 Prozent der Neuzulassungen

waren mit

66.814 Einheiten den Benzinern

zuzurechnen, deren Anzahl

im Vergleich zum Vorjahresmonat

um 26,4 Prozent

abnahm. Die Neuzulassungen

der 37.649 Diesel-Pkw

waren mit –18,7 Prozent

ebenfalls rückläufig, ihr Anteil

betrug 15,5 Prozent.

242.728 Personenkraftwagen

(Pkw) wurden im April 2025

neu zugelassen und damit 0,2

Prozent weniger als im Vergleichsmonat.

Die Anzahl der

gewerblichen Neuzulassungen

nahm um 0,7 Prozent ab,

ihr Anteil betrug 66,4 Prozent.

Die privaten Zulassungen

(33,6 %) legten im Berichtsmonat

um +1,1 Prozent

zu.

Unter den deutschen Marken

erreichten Opel (+20,7 %/4,7

%), Ford (+15,2 %/3,9 %),

Mini (+10,7 %/1,1 %) und

BMW (+4,2 %/9,3 %) Zulassungssteigerungen.

Die weiteren

deutschen Marken verbuchten

gegenüber dem Vergleichsmonat

Rückgänge, die

bei Smart (–82,4 %/0,1 %),

Porsche (–23,5 %/1,3 %) und

Audi (–16,7 %/6,4 %) am

deutlichsten ausfielen. VW

(–2,7 %/20,3 %), MAN (–2,3

%/0,1 %) und Mercedes (–1,6

%/9,1 %) büßten Rückgänge

im einstelligen Bereich ein.

Mit 20,3 Prozent war VW die

anteilsstärkste deutsche Marke.

Bei den Importmarken mit

mindestens fünfstelligen Neuzulassungszahlen

legte Skoda

mit +22,0 Prozent und einem

Anteil von 7,8 Prozent

gegenüber dem Vorjahresmonat

am deutlichsten zu, gefolgt

von Seat mit +12,0 Prozent

und einem Anteil von

5,6 Prozent. Skoda erwies

sich mit 7,8 Prozent als anteilsstärkste

Importmarke.

Mit mehr als 2.000 Neuzulassungen

konnten die volumenstärkeren

Importmarken Fiat

(+30,2 %/2,8 %), Suzuki

(+5,7 %/0,9 %) und Renault

(+3,6 %/1,7 %) ebenfalls einen

Zuwachs bei den Neuzulassungen

verbuchen. Rückgänge

in diesem Bereich verzeichneten

dagegen die Marken

Mazda (–24,8 %/1,2 %),

Toyota (–17,3 %/2,6 %), Citroen

(–13,5 %/1,9 %), Dacia

(–10,1 %/2,1 %), Hyundai

(–9,5 %/3,4 %), Kia (–8,3

%/2,5 %), Volvo (–8,1 %/2,1

%) und Peugeot (–2,9 %/2,1

%).

Mit einem Anteil von 31,7

Prozent waren die meisten

Neuwagen dem Segment der

SUVs zuzuordnen (+12,3 %).

Die Kompaktklasse erreichte

trotz eines Rückgangs von

14,5 Prozent einen Anteil von

16,8 Prozent und war damit

das zweitstärkste Segment

vor den Kleinwagen (11,3

%/–1,7 %) und den Geländewagen

(10,8 %/–2,1 %). Die

Obere Mittelklasse (+83,5

%/6,0 %) konnte abermals

die meisten Zugewinne verzeichnen,

gefolgt von den

Mini-Vans (+35,2 %/0,6 %)

und den Utilities (+21,0

%/4,9 %). Die Anzahl der

Wohnmobile (4,1 %) legte im

Berichtsmonat um +9,5 Prozent

zu. Die Segmente Sportwagen

(–32,9 %/1,0 %), Oberklasse

(–30,1 %/0,6 %), Mittelklasse

(–26,2 %/7,7 %), Minis

(–23,5 %/2,1 %) und

Großraum-Vans (–4,7 %/1,9

%) lagen demgegenüber hinter

dem Ergebnis des Vorjahresmonats.

Im April verfügten 91.696

Neuwagen über einen hybriden

Antrieb und erzielten einen

Anteil von 37,8 Prozent

(+22,0 %), darunter 24.317

Plug-in-Hybride (10,0

%/+60,7 %). 45.535 Neuwagen

waren den Elektro-Pkw

(BEV) zuzuordnen und erreichten

einen Anteil von

18,8 Prozent. Diese Antriebsart

lag mit +53,5 Prozent

über dem Ergebnis des Vorjahresmonats.

1.008 flüssiggasbetriebene

Pkw (–13,1 %)

waren mit einem Anteil von

0,4 Prozent und 2 erdgasangetriebene

Pkw mit 0,0 Prozent

vertreten. Für die Antriebsart

Wasserstoff wurden

keine Neuzulassungen regi-

Der durchschnittliche CO2-

Ausstoß der Pkw-Neuzulassungen

sank um 12,5 Prozent

und betrug 109,3 g/km.

Erneut wiesen einzig die

Kraftomnibusse (+22,0 %) Zuwächse

im Vergleich zum

Vorjahresmonat im Nutzfahrzeugbereich

auf. Bei allen anderen

waren Rückgänge zu

verzeichnen, welche bei den

Sattelzugmaschinen mit –31,8

Prozent am deutlichs ten ausfiel.

Die Neuzulassung der

Krafträder war mit –20,8 Prozent

ebenfalls rückläufig.

Insgesamt wurden 296.087

Kraftfahrzeuge (Kfz) (–4,2 %)

und 26.541 Kfz-Anhänger

(–7,7 %) erstmals in den Verkehr

gebracht.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt

wechselten insgesamt

690.102 Kfz (–0,4 %) und

41.416 Kfz-Anhänger (–0,6 %)

die Halterin beziehungsweise

den Halter. Eine positive

Bilanz zeigte sich bei den

Krafträdern (+10,6), Sattelzugmaschinen

(+3,3 %), Lastkraftwagen

(Lkw) (+2,7 %)

und den Zugmaschinen insgesamt

(+2,2 %). Die Sonstigen

Kfz (–3,5 %), Kraftomnibusse

(–2,5 %) und Pkw (–1,8

%) waren am Gebrauchtfahrzeugmarkt

hingegen weniger

gefragt.

36

FML 6/2025


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FML 6/2025 37


FML

Der Fahrzeug- und Metall-Lackierer / Das Lackiererhandwerk

Impressum

FML

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von Autos und Nutzfahrzeugen.

AUDIN Verlag GmbH

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80538 München

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Chefredakteur:

Wolfgang Auer (verantwortlich)

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Redaktion, Reportagen,

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Text & Idee Ulrich Diederichs, Wuppertal

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ist die Verlagsanschrift.

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wird keine Haftung übernommen. Zur Veröffentlichung

angenommene Originalbeiträge

gehen in den Besitz des Verlages

über. Alle Rechte, auch auszugsweisen

Nachdrucks, der fotomechanischen Wiedergabe

und der Übersetzung vorbehalten.

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