Regio Spezial Unterallgäu_4_2025
Der TT Verlag mit Sitz in Kempten veröffentlicht jedes Jahr 6 Ausgaben des Allgäuer Wirtschaftsmagazin plus Sonderausgaben. Pro Ausgabe erreicht die Publikation ca. 50.000 Leser aus dem bayerischen und württembergischen Allgäu. Der Schwerpunkt liegt auf regionale Themen und Unternehmen - ohne die große weite Welt außer Acht zu lassen.
Der TT Verlag mit Sitz in Kempten veröffentlicht jedes Jahr 6 Ausgaben des Allgäuer Wirtschaftsmagazin plus Sonderausgaben. Pro Ausgabe erreicht die Publikation ca. 50.000 Leser aus dem bayerischen und württembergischen Allgäu. Der Schwerpunkt liegt auf regionale Themen und Unternehmen - ohne die große weite Welt außer Acht zu lassen.
Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
Spezial | August 2025
UNTERALLGÄU
Wirtschaft | Branchen-News | Kultur | Soziales
BOCK Abbruch-Recycling GmbH I Seite 6
Spezialist für Abbruch, Recycling, Demontagen und Asbestsanierung
Flughafen Memmingen GmbH | Seite 32
Ausbau der Infrastruktur
Klinikverbund Allgäu gGmbH | Seite 34
Kardiologie in Mindelheim
BIHLER GmbH & Co.KG | Seite 40
Elektrofachgroßhandel
Gasthof Hartenthaler Hof I Seite 42
Ausflugslokal mit langer Tradition
ADE
OR
OUR
ISSION.
2 Unterallgäu
Unterallgäu | Editorial
Liebe Leserinnen und Leser
des Allgäuer Wirtschaftsmagazins,
Wirtschaft braucht Freiheit –
gestern wie heute
Das Jahr der Freiheitsrechte, das
Memmingen und das Unterallgäu in
die sem Jahr begehen, rückt einen Wert in
den Mittelpunkt, der nicht nur historisch,
sondern auch wirtschaftlich von grundlegender
Bedeutung ist: die Freiheit.
Deshalb ist dieses Jubiläumsjahr auch ein
Anlass, nach vorne zu blicken: Wie sichern
wir Freiheit, die Verantwortung ermöglicht?
Wie schaffen wir Raum für Ideen,
Investitionen und unternehmerische Initiative?
Und wie bekennen wir uns als
Gesellschaft, Verwaltung und Politik zu
einer Wirtschaft, die trägt, gestaltet und
sich einbringt?
TITELBILDER: BOCK ABBRUCH-RECYCLING GMBH, FLUGHAFEN MEMMINGEN, KLINIKVERBUND ALLGÄU, BIHLER GMBH, GASTHOF HARTENTHALER HOF
BILD: ANDREA THOMA-BÖCK
Andrea Thoma-Böck
Im Jahr 1525 forderten Menschen in
Memmingen Freiheitsrechte ein – als Ausdruck
ihres Strebens nach Selbstbestimmung
und Teilhabe. Was damals politisch
und gesellschaftlich verhandelt wurde, ist
auch heute im wirtschaftlichen Kontext
hochaktuell. Denn ohne Freiheit keine
Gestaltung. Ohne Verantwortung keine
Zukunft.
Unternehmerische Freiheit ist kein abstrakter
Wert, sondern die Grundlage dafür,
dass Menschen Verantwortung übernehmen,
Ideen realisieren und Unternehmen
über Generationen hinweg bestehen.
Gerade im Allgäu, wo der Mittelstand das
Rückgrat der Wirtschaft bildet, spüren wir
täglich, was freie Entfaltung leisten kann:
Unternehmen, die mit klugen Ideen
Märkte bewegen. Familienbetriebe, die in
Generationen denken. Gründerinnen und
Gründer, die den Mut haben, neue Wege
zu gehen.
Doch diese Freiheit ist kein Selbstläufer.
Sie braucht verlässliche Rahmenbedingungen,
Vertrauen in unternehmerisches
Können und den Mut, Bürokratie abzubauen,
statt weiter aufzubauen. Denn
wer wirtschaftliche Freiheit überreguliert,
erstickt Eigenverantwortung, verhindert
Innovation und gefährdet die Substanz
unseres Wohlstands.
Unternehmen sind weit mehr als Wertschöpfungseinheiten.
Sie schaffen Arbeitsplätze,
bilden aus, engagieren sich vor Ort
und stärken so sowohl den gesellschaftlichen
Zusammenhalt als auch die Lebensqualität
in unserer Region.
Die Freiheit, unternehmerisch zu gestalten,
ist ein Versprechen an die nächste Generation
für unsere Werte, unsere wirtschaftliche
Stärke und die Zukunft unseres
Standorts.
Lassen Sie uns gemeinsam daran arbei ten,
dass sie tragendes Prinzip unseres wirtschaftlichen
Handelns bleibt als Grund
lage für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit
und nachhaltigen gesellschaftlichen Erfolg
im Allgäu.
Denn dieses Versprechen erfüllt sich
nicht von selbst. Es braucht Haltung, Engagement
und eine starke Stimme aus der
Wirtschaft.
Herzliche Grüße
und viel Freude beim Lesen wünscht
Andrea Thoma-Böck,
Vorsitzende der IHK-Regionalversammlung
Memmingen / Unterallgäu
Unterallgäu
3
August | Inhalt
6 Abbruch und Recycling
Die BOCK Abbruch-Recycling GmbH
aus Babenhausen ist der Spezialist für
Abbruch, Recycling und Asbestsanierung.
10 Flächenentwicklung
Über mehrgeschossiges Bauen und
multifunktionale Nutzung lässt sich der
Flächenverbrauch reduzieren, wie zwei
Unterallgäuer Unternehmen zeigen.
14 Patentanwälte
Das Mindelheimer Büro der Patentanwaltskanzlei
Stolmár & Partner leitet
ab sofort Herr Dr. Wolfgang Bauer.
16 Attraktiver Wirtschaftsstandort
Mit einem Gewerbesteuer-Hebesatz
von 240 Prozent ist Bad Wörishofen für
Unternehmen, Gewerbetreibende und
Investoren gleichermaßen attraktiv.
16
18 Bauunternehmung
Die KUTTER-Gruppe aus Memmingen blickt
mit Ihrer „Strategie 2035“ wegweisend
in die Zukunft. Ganz nach dem Motto:
Zukunft passiert nicht von allein – sie
wird aktiv gestaltet.
22 Integrationsbetrieb
Das Dominikus-Ringeisen-Werk in
Pfaffenhausen verbindet industrielle
Fertigung mit seiner sozialen Verantwortung.
22
24 Kneippland Unterallgäu
Pfarrer Sebastian Kneipp war seinerzeit
im Unterallgäu tätig. Die Region denkt
Kneipp heute in zahlreichen Initiativen
weiter.
4 Unterallgäu
33 Unternehmensberatung
Der Verein „AktivSenioren Bayern“
bietet für das Unterallgäu kostenlose
Sprech tage sowie Beratung zu Existenzgründung
und Unternehmensführung.
34 Kardiologie
Seit Mai 2025 leitet PD Dr. Dr. Roland Wensel
die Kardiologie der Klinik Mindelheim.
Sein Anliegen: eine patienten- und
kollegenorientierte Herzmedizin.
50 Technikerschule Memmingen
Mehr als nur ein Anschauungsobjekt –
die Industrie-4.0-Anlage ist fester
Bestandteil der Techniker-Studiengänge
Elektrotechnik und Maschinenbau.
51 Schlusswort
Wenn beim Bezirksmusikfest Verein und
Dorf an einem Strang ziehen, entsteht
Beeindruckendes.
38 Stadt Mindelheim
Mindelheim ist nicht nur Kreisstadt und
Frundsbergstadt, sondern auch ein
bedeutender Wirtschaftsstandort in
der Region.
28 Standortfaktoren
31
Das Unterallgäu beweist sich als
wachstumsstarke Wirtschaftsregion
mit Raum für Innovation.
31 Hobel- und Keilzinkwerk
Die Lampart Holz GmbH hat in ihrem neuen
Aufenthaltsraum heimisches Holz aus
dem eigenen Hobel- und Keilzinkwerk
verwendet.
32 Flughafen Memmingen
Steigende Passagierzahlen veranlassen
die Flughafen Memmingen GmbH zu einem
weiteren Ausbau der Infrastruktur.
40 Elektrofachgroßhandel
Die BIHLER GmbH aus Babenhausen bietet
ein umfassendes Sortiment und maßgeschneiderte
Lösungen im Elektrofachgroßhandel.
42 Traditionsgasthof
Genießen mit Panoramablick: Im Gasthof
Hartenthaler Hof werden die Gäste mit
kulinarischen Köstlichkeiten und leckeren
Riesen-Windbeuteln verwöhnt.
44 Hochwasserschutz
Bis 2030 soll ein System aus fünf Rückhaltebecken
entlang der Günz für Hochwasserschutz
im Unterallgäu sorgen.
46 Kunststoffverarbeitung
Seit 55 Jahren fertigt die Franz Wolf
Kunststoffverarbeitung GmbH technische
Präzisionsteile im Spritzgussverfahren.
46
Unterallgäu
5
Babenhausen | Abbruch und Recycling
Platz für Neues
Hier rücken Profis mit schwerem Gerät an – die BOCK Abbruch-Recycling GmbH
aus Babenhausen ist der Spezialist in Sachen Abbruch, Recycling, Demontagen
und Asbestsanierung.
Wo Neues entstehen soll, muss erst Altes weichen. Vor 30 Jahren gründete Alexander Bock die BOCK AbbruchRecycling GmbH und
übernimmt zusammen mit seinen 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern alle Aufgaben rund um Abbruch, Entkernung, Entsorgung und
Recycling. Mit schwerem Gerät, jahrelanger Erfahrung und dem nötigen Fachwissen bekommen die Abbruch und RecyclingSpezialisten
jedes Gebäude klein und schaffen damit Platz für Neues.
Fährt man durch den Landkreis, sieht
man in fast jedem Ort diese alten, windschiefen,
meist schon lange leerstehenden
Gebäude. Schade, gerade in Zeiten
von zunehmender Flächenversiegelung
und akuter Wohnungsknappheit. Doch
immer öfter entsteht auf solchen Flächen
etwas Neues. Vorher muss jedoch das
Alte entkernt oder abgebrochen und
entsorgt werden. Hier kommt die BOCK
AbbruchRecycling GmbH aus dem
Fuggermarkt Babenhausen ins Spiel.
Schweres Gerät
Die AbbruchProfis verfügen über schweres
Gerät, um Bauwerke jeder Dimension
und Komplexität effizient und sicher
rückzubauen. Der moderne Maschinen
62 Unterallgäu
Rückbau Hochsilos Kalkwerk Blaustein
park umfasst Radlader, Bagger und einen
HighTechAbbruchroboter. Dank dieser
Ausstattung können Arbeiten präzise,
schnell und umweltfreundlich ausgeführt
werden.
Eine mobile BrechSiebAnlage zerkleinert
die anfallende Mineralik vor Ort auf
der Baustelle. Das aufbereitete Material
kann so direkt wieder verfüllt werden.
Ohnehin steht für das Unternehmen
Wiederverwertung vor Entsorgung. Alles,
was recycelt und dem Verwertungskreislauf
zugefügt werden kann, wird
genutzt. Eine lückenlose Dokumentierung
des Prozesses ist dabei selbstverständlich.
Demontage und Verwertung
Die BOCK AbbruchRecycling GmbH
baut auch Industrieanlagen komplett zurück.
Vom Rückbau des Maschinenparks
bis hin zum Abriss der Produktionshallen
kümmern sich die Experten um eine
fachgerechte Reinigung, Dekontaminierung
und Entsorgung. In den letzten
Jahren wurden zahlreiche Geschäftsund
Industriegebäude sowie Anlagen
verwertet, entkernt und abgerissen.
Nachdem die AbbruchExperten bereits
das alte Sudhaus auf dem Gelände des
Fuggerschlosses in Babenhausen fachgerecht
entsorgt und andere Gebäudeteile
entkernt haben, steht nun ein weiteres
„FuggerObjekt“ auf der Agenda: die
Entkernung des Fuggerschlosses in Boos.
Das Gebäude stand jahrelang leer. Nun
hat sich jedoch ein Investor gefunden
und nach der sorgfältigen Entkernung
durch die Firma BOCK sollen Wohnungen,
Geschäftsräume, ein Kindergarten
und eine Kapelle entstehen.
Zertifizierter Asbestfachbetrieb
Die AbbruchProfis sind Spezialisten bei
der Asbestsanierung und halten entsprechendes
Equipment bereit. Sie garantieren,
dass die Sanierungsmaßnahmen
zügig und sicher für Auftraggeber,
Unterallgäu
73
Mensch und Umwelt erfolgen. „Wir entsorgen
alle Arten von fest und schwachgebundenem
Asbest“, erklärt Geschäftsführerin
Claudia Kunze. Ob Spritzasbest,
Bromasbest, Asbestzement, asbesthaltige
Bodenbeläge oder Kleber – das Unternehmen
kümmert sich um Rückbau,
Transport, fachgerechte Entsorgung und
um die lückenlose Dokumentation. Doch
nicht nur beim Asbestrückbau sind Kunden
an der richtigen Stelle. Die Firma
BOCK ist sach und fachkundig im Rückbau
sämtlicher Schadstoffe.
Leistungen der BOCK
Abbruch-Recycling GmbH
• Abbruch & Rückbau
• Demontage & Verwertung
• Recycling & Baustoffgewinnung
• Asbest-Sanierung &
Dekontaminierung
• Wegeunterbau
• Abbruchkalkulator
Abriss Klinikum am Safranberg in Ulm
Abbruch ehemaliges Kies- und Betonwerk in Kellmünz Rückbau Gymnasium Mering, Bild 1
84 Unterallgäu
Rückbau Gymnasium Mering, Bild 2
Abbruch ehemaliges Sudhaus Fuggerschloss von Babenhausen
Der Recyclinghof ILLER RECYCLING in Illertissen gehört seit Kurzem ebenfalls zum Unternehmen.
Platz für Altes – Iller-Recycling
Der BOCK Abbruch-Kalkulator
BOCK Abbruch-Recycling GmbH
Zum Unternehmen in Babenhausen gehört
seit Kurzem auch die IllerRecycling
GmbH. Auf dem Recyclinghof in Illertissen
können Gewerbekunden und Privatpersonen
ihren Bauschutt, Holz, Bauabfälle
und Schrott anliefern. Auch Aushub
und Fliesen, Dachplatten oder Keramik
werden angenommen. Zudem ist Recyclingmaterial
in verschiedenen Größen
erhältlich, wie Beton und Ziegelbruch,
Sand oder Kies. Genaue Informationen
zur Anlieferung und den Öffnungszeiten
finden sich auf der Webseite.
Was kostet denn überhaupt so ein Abbruch?
Diese Frage kann mit Hilfe des
AbbruchKalkulators leicht und schnell
beantwortet werden. Alexander Bock hat
zusammen mit einem ITSpezialisten den
BOCK AbbruchKalkulator entwickelt.
Einfach Gebäudeart und Gebäudedaten
eingeben und ObjektBilder hochladen.
Schon berechnet das Programm die Abbruch
und Entsorgungskosten. Jetzt
heißt es nur noch, auf die Spezialisten mit
schwerem Gerät warten, die Platz für
Neues schaffen.
Claudia Horber
Auf der Wies 21
87727 Babenhausen
Telefon 08333 92520
info@bock-abbruch.de
www.bock-abbruch.de
Iller Recycling
Siemensstraße 19
89257 Illertissen
Telefon 08333 92520
info@iller-recycling.de
www.bock-abbruch.de/iller-recycling/
BILDER: BOCK ABBRUCH-RECYCLING GMBH
Unterallgäu
95
Unterallgäu | Flächenentwicklung
Runter mit dem Flächenverbrauch
Mit 120 Einwohnern pro Quadratkilometer liegt die Bevölkerungsdichte im Unterallgäu bei der Hälfte des bundesdeutschen Durchschnitts.
„Landwirtschaftlich geprägte Region“ heißt offiziell, was wir am häufigsten im Unterallgäu sehen: grüne Wiesen, Felder, Wälder, sanfte
Hügel. Vor allem entlang der Autobahnen A96 und A7 zeigt sich auch die andere Seite des Unterallgäus: Gewerbegebiete und industrielle
Anlagen.
Laut einer Unternehmensbefragung des
Landratsamtes Unterallgäu vom März
2025 bewerten Unterallgäuer Unternehmen
die Verfügbarkeit von Gewerbeflächen
auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 5
(sehr schlecht) mit durchschnittlich 3,09.
Gleichzeitig geben 29 Prozent der befragten
Betriebe einen Bedarf an zusätzlicher
Fläche an. Wohnflächen werden mit 3,69
als noch schlechter verfügbar bewertet,
mit 3,83 ergibt die Verfügbarkeit von qualifizierten
Arbeitskräften den schlechtesten
Wert bei der Abfrage wichtiger Standortfaktoren.
5 Hektar pro Tag
Um die begrenzt vorhandenen Flächen
konkurrieren Gewerbe, Wohnen, Verkehr,
Energie, Landwirtschaft und Natur
Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche in Bayern
nach Nutzungsart (2016–2023) in Prozent
12,4 % – Verkehrsfläche
4,1 % – Sport-, Freizeitund
Erholungsfläche
9,5 % – Sonstige Siedlungsund
Verkehrsfläche*
* Flächen gemischter Nutzung,
Flächen besonderer funktionaler
Prägung, Friedhof, Halde
14,1 % – Freiflächen-PV-Anlagen
18,6 % – Industireund
Gewerbefläche
ohne Freiflächen-PV
41,2 % – Wohnbaufläche
QUELLE: LFSTAT, EIGENE BERECHNUNG
schutz. Seit einigen Jahren strebt die
bayerische Regierung an, den Neuflächenverbrauch
für Siedlungs- und Verkehrsflächen
von 12,2 Hektar pro Tag in
2022 auf 5 Hektar pro Tag in 2030 zu reduzieren.
Gelingen könnte das vor allem
durch eine flächeneffizientere Gewerbeentwicklung
sowie Nachverdichtungen
in Städten und Gemeinden.
BILD: PESTER PAC AUTOMATION GMBH
Parkhaus (links) und Tiefgarage unter dem Neubau (rechts) von pester pac automation mit 340 Mitarbeiter-Parkplätzen
auf mehreren Etagen.
Gewerbegebiete – genau hinschauen
Dass kommunale Gewerbegebiete nicht
per se einen finanziellen Nutzen bring
en, darauf weist Dr. Florian Freund
hin, Flächensparmanager der Regierung
Schwaben: Rund 30 Prozent der Gewerbegebiete
haben eine negative fiskalische
Bilanz – erzeugen also mehr
10 Unterallgäu
BILD: GROB-WERKE GMBH & CO. KG
In Mindelheim bauen die Grob-Werke ein Parkhaus für ihre Mitarbeitenden mit insgesamt 1.556 Stellplätzen auf sechs Ebenen.
Folgekosten für Erschließung und Unterhalt
als sie Einnahmen über Gewerbesteuer,
Grundsteuer und Zuweisungen
liefern. Auch neue Wohngebiete können
Gemeinden finanziell stark belasten.
Hier hilft der FolgekostenSchätzer des
Bayerischen Landesamts für Umwelt
(LfU), die einmaligen Gestehungs- und
langfristigen Folgekosten bereits in der
frühen Planungsphase seriös abzuschätzen.
Ziel: Multifunktionalität
Unnötiger Flächenfraß lässt sich effizient
durch mehrgeschossige Gebäude und
multifunktionale Nutzungen für Parken,
Gewerbe, Energieerzeugung und Wohnen
reduzieren. Einige Unterallgäuer
Unternehmen setzen multifunktionale
Nutzung bereits um. So etwa pester pac
automation in Wolfertschwenden, deren
dreige schossiger Neubau über eine Dach-
PV-Anlage Strom erzeugen wird und in
einer Tiefgarage auf zwei Ebenen 156
Parkplätze für Mitarbeitende bietet. Bereits
im Mai 2022 hatte der Ma schi nenbauer
ein dreigeschossiges, ver tikal begrüntes
Mitarbeiter-Parkhaus mit 184
Stell plätzen eröffnet. In Mindelheim
haben im Juni 2024 die Grob-Werke
mit dem Bau eines sechsgeschossigen
Parkhauses begonnen, mit insgesamt
1.556 Stellplätzen sowie einer Fußgängerbrücke
über die Bundesstraße B16
auf das Grob Betriebsgelände.
Sigrid Leger
Wirtschaftsförderung
Unterallgäu
Michael Stoiber
Ansprechpartner
am Landratsamt Unterallgäu
Telefon 08261 995-641
wirtschaft@lra-unterallgaeu.de
BILD: LANDRATSAMT UNTERALLGÄU
Unterallgäu
11
Wirtschaft und Leben im Allgäu
Georgische Delegation informiert sich zu Milchwirtschaft
Besuchten gemeinsam die Hausmesse im Milchwirtschaftlichen Zentrum in Kempten : eine Delegation aus Georgien und Vertreter der bayerischen Milchwirtschaft.
BILD: MARTINA KEMPF FOTOGRAFIE
Allgäu // Praxisnahe Einblicke in die
Milchwirtschaft erhielten im Juli Führungs-
und Fachkräfte aus Georgien
bei Besuchen in Allgäuer Unternehmen,
der Bayerischen Landesanstalt
für Landwirtschaft und dem Fachzentrum
für Molkereiwirtschaft. Der
Austausch fand im Rahmen des Exportförderprogramms
„Bayern – Fit for Partnership“
statt. Im Mittelpunkt standen
die direkte fachliche Kommu nikation sowie
gezieltes Networking. Die Gäste aus
Georgien informierten sich unter anderem
in der Schaukäserei Wiggensbach,
beim Verpackungsspezialisten Multivac
und beim Abfüllanla genhersteller Miromatic.
Sie nutzten die Gelegenheit zu
intensiven Gesprächen mit Branchenvertretern
und zur Son dierung möglicher
Partnerschaften.
Work.
Life.
Benefit.
12 Unterallgäu
Mitarbeiter-Vorteile
für jede Lebenslage
Wähle bei MULTIVAC
die Benefits, die genau
zu dir passen:
– Jobrad
– Cash Card
– Fitness-Pass
– Deutschlandticket
– Zuschuss Kinderbetreuung
– Betriebliche Altersvorsorge
– Internetpauschale
– und mehr
Gemeinsam arbeiten
bei MULTIVAC!
Top Jobs @ BBG
IT-Systemadministrator Junior d/m/w
IT-Systemadministrator Senior d/m/w
BBG GmbH & Co. KG
Heimenegger Weg 12
87719 Mindelheim
www.bbg-mbh.com
Unterallgäu
13
Mindelheim | Patentanwälte
Personalwechsel bei
Stolmár & Partner
Nach einem Personalwechsel wird das
Mindelheimer Büro der Patentanwaltskanzlei
Stolmár & Partner, die im Jahr
2020 die Kanzlei des verstorbenen
Patentanwalts Josef Fiener in der Mindelgasse
7 über nommen hat, nun von
Dr. Wolfgang Bauer geleitet, der aus
der Region Landsberg stammt, Chemie
an der LMU München studiert hat und
seit 2013 bei Stolmár & Partner tätig ist.
„Durch Nähe und Kontakt vor Ort
kann das Büro in Mindelheim unseren
Man danten im Allgäuer Raum erstklassige
Betreuung – von der einzelnen
Markenan meldung bis hin zur ausgefeilten
globalen IPStrategie – bieten“,
Dr. Matthias Stolmár
berichtet Dr. Matthias Stolmár, Namensgeber
und Gründer der Kanzlei. „Wir
sind vor allem an langfristigen Beziehungen
zu einheimischen Mandanten
interessiert. Das erfordert eine andere
Art der Beratung, in der eine nachhaltige
IPStrategie im Vordergrund steht“, so
Matthias Stolmár.
Stolmár & Partner deckt alle Gebiete
des gewerblichen Rechtsschutzes ab und
bietet den Mandanten einen Rundum
Service an. Alle Anwälte verfügen über
ein technisches Studium und haben
einen speziellen Abschluss im deutschen
und europäischen Patent und Markenrecht.
Die technische Expertise reicht
von Maschinenbau und Elektro technik
über Chemie bis hin zu Life Science
und Medizintechnik.
Wann lohnt sich der Gang
zum Patentanwalt?
Generell sollten sich nicht nur Großunternehmen,
sondern auch KMUs
und sogar StartUps Gedanken über
ihre IPStrategie machen. Denn je kleiner
das Unternehmen, desto mehr liegt der
Wert im KnowHow. Die Zusammenarbeit
mit einem Patentanwalt vor Ort
kann helfen, vorhandene Ideen in einem
ersten Schritt zu bewerten, um dann
eine passende Strategie zu entwerfen.
Patente als Schutzrecht dienen nicht
nur der Sicherung der eigenen Monopolstellung,
sondern stellen auch ein
wichtiges Ar gument bei Verhandlungen
oder zur Lizensierung dar. Als Marken
können nicht nur Firmenbezeichnung
und Produktnamen geschützt werden,
Dr. Wolfgang Bauer
sondern auch Waren formen (sogenann
te 3DMarken) und Werbeslogans. Ein
Design schützt die Ausge staltung eines
bestimmten Produkts, in der tatsächlich
oft der wahre Wert vieler Konsumgüter
liegt.
„Der Allgäuer Raum verfügt über eine
hohe Dichte an KMUs mit erstaunlicher
Innovationskraft. Ich freue mich, diese
maßgeschneidert zu beraten, denn bei
Stolmár & Partner steht der einzelne
Mandant mit seinen individuellen Bedürfnissen
im Vordergrund“, so Wolfgang
Bauer.
Stolmár & Partner Patentanwälte
Mindelgasse 7
87719 Mindelheim
Telefon 08261 3027
info@stolmar-ip.com
www.stolmar-ip.com
BILDER: STOLMÁR & PARTNER
14 2 Unterallgäu
EIN GREAT PLACE TO WORK IM ALLGÄU
pester pac automation steht für Innovation und die Entwicklung intelligenter,
zukunftsweisender Maschinen-Technologie – von der Folienverpackung über die
Kartonverpackung bis hin zur Palettierung. Weltweit engagieren sich mehr als
1.000 Mitarbeitende, acht Tochterunternehmen und 35 Vertretungen in einem
dynamischen Netzwerk.
2025 wurde pester pac automation erneut als Great Place to Work® ausgezeichnet
und zählt zu den besten Arbeitgebern in Deutschland. Die offene und
wertschätzende Unternehmenskultur macht pester pac automation zu einem
attraktiven Arbeitgeber für Fachkräfte und Nachwuchstalente gleichermaßen.
Als bester Arbeitgeber im Allgäu zeigt sich, wie stark das tägliche Miteinander von
Vertrauen, Zusammenarbeit und regionaler Verbundenheit geprägt ist.
Mit Innovationskraft, Verantwortung und echter Teamkultur bietet pester pac
automation einen Arbeitsplatz mit Zukunft – im Allgäu und weltweit.
www.pester.com
Unterallgäu
15
Bad Wörishofen | Stadtportrait
Leben und Arbeiten
in Bad Wörishofen
Die Kneipp-Stadt ist nicht nur ein attraktives Ziel für Touristen aus dem In- und Ausland,
sondern auch für Unternehmen, Gewerbetreibende und Investoren.
Gewerbesteuer – mehr als attraktiv
Mit der Therme und dem SkylinePark
hat Bad Wörishofen gleich zwei BesucherMagnete
direkt vor der Haustür. Die
mit rund 18.000 Einwohnern größte und
wohl auch bekannteste Stadt im Unterallgäu
bietet nicht nur (Kur)Gästen beste
Bedingungen, sondern zieht mit einem
sehr attraktiven GewerbesteuerHebesatz
von 240 Prozent auch Unternehmen
und Investoren an.
Kneipp – mehr als Wasser
Der Tourismus ist nach wie vor die bedeutendste
Einnahmequelle. Mehr als
136.000 Gäste besuchten im Jahr 2023 die
Kurstadt, mit 581.948 Übernachtungen
nähern sich die Zahlen wieder der Vor
CoronaZeit. Pfarrer Sebastian Kneipp
hat hier seine berühmte Kneippkur mit
den „fünf Säulen der Gesundheit“ entwickelt.
24 öffentliche Kneippanlagen – die
weltweit meisten an einem Ort – laden
zum Wassertreten ein. Ein weitläufiges,
gut ausgeschildertes Rad und Wanderwegenetz
hilft dabei, Kneipps Säule „Bewegung“
umzusetzen und „Balance“ bzw.
Entspannung vom Alltagsstress findet
man garantiert beim Flanieren im Kurpark.
Die Rosen und Kräutergärten sind
ein Fest für alle Sinne, ganz im Sinne
Kneipps.
Gastronomie – mehr als Essen und Schlafen
Auch für die Säule „Ernährung“ ist in Bad
Wörishofen bestens gesorgt. Die Stadt
bietet alle Kategorien von Gasthöfen
und Hotels, von der kleinen Pension bis
zum 5SterneWellnessRessort. Dank
der guten Verkehrsanbindung über die
A96 und dem nur knapp 30 Minuten
entfernten Flughafen Memmingen finden
in Bad Wörishofen zunehmend
auch Tagungen und Konferenzen statt.
Zahlreiche Hotels bieten dafür Ausstattung
und Räumlichkeiten verschiedenster
Größenordnungen.
Für Unternehmen und Gewerbetreibende
ist Bad Wörishofen mit seiner
zentralen Lage im Allgäu und direkter
Autobahnanbindung gleichfalls attraktiv.
In knapp einer Stunde werden München
Claudius Casagrande,
Citymanager und Wirtschaftsförderer
Das im Jahr 1906 erbaute Kurtheater Bad Wörishofen wurde im Februar 2012 nach umfassender Generalsanierung
feierlich wiedereröffnet.
16 2 Unterallgäu
Pfarrer Sebastian Kneipp ist wohl die berühmteste Persönlichkeit, die im Dominikanerinnenkloster in Bad Wörishofen gelebt hat.
ebenso wie Augsburg, Ulm oder der
Grenzübergang bei Lindau erreicht. Ansprechpartner
für Unternehmer und
Investoren ist CityManager und Wirtschaftsförderer
Claudius Casagrande, der
sich über die zahlreichen Gewerbetreibenden
und die gute innerstädtische
Auslastung freut.
Wohnen – mehr als vier Wände
„Für private Investoren ist Bad Wörishofen
ein äußerst lohnender Standort“, so
Claudius Casagrande und er berichtet von
aktuellen Projekten: das Sebastianeum
wurde an die auf psychosomatische Medizin
und Psychotherapie spezialisierten
HeiligenfeldKliniken verkauft, die im
„Heilraum Allgäu“ ganzheitliche Therapien
anbieten und auf der Suche nach
medizinischem Personal sind.
Wo Arbeitsplätze entstehen, wird auch
bezahlbarer Wohnraum benötigt. Aktuell
entstehen auf dem SchwermerGelände
in Kurparknähe neue Wohnungen.
Und auch in der KneippStraße wird ein
zukunftsträchtiges PrestigeObjekt gebaut:
das STAMMHAUS. Es bietet Wohnungen
für Singles und Familien, Büros und Geschäftsräume
sowie CoWorkingSpaces.
Weitestgehend aus heimischem Holz gebaut
und klimaneutral verspricht das
STAMMHAUS eine ganz besondere
Wohlfühlatmosphäre mitten in der Stadt.
Somit vereint Bad Wörishofen als attraktiver
Standort alles: Arbeiten, Leben, Urlaub
machen und nebenher – dank Kneipp
– noch Gutes für die Gesundheit tun.
Claudia Horber
BILDER: KUR- UND TOURISMUSBETRIEB BAD WÖRISHOFEN
Das Sebastianeum wurde an die auf psychosomatische Medizin und Psychotherapie spezialisierten Heiligenfeld-Kliniken verkauft.
Unterallgäu
17 3
Memmingen | Bauunternehmung
Von der Strategie zum Spatenstich
KUTTER investiert entschlossen in eine starke Zukunft
Die KUTTERGruppe blickt mit klarer Vision und viel Tatkraft in die Zukunft. Mit der umfassenden „Strategie 2035“ wurde ein
wegweisender Plan entwickelt, der nicht nur auf dem Papier existiert, sondern durch konsequente Umsetzung in allen
Unternehmensbereichen lebendig werden soll. KUTTER beweist damit: Zukunft passiert nicht von allein – sie wird aktiv gestaltet.
Bereits beim jährlichen Gipfeltreffen der
gesamten Unternehmensgruppe fiel der
Startschuss für diese ambitionierte Ausrichtung.
59 Führungskräfte aus allen
Einheiten kamen zusammen, um gemeinsam
die nächsten Schritte zu definieren.
Der Fokus lag dabei auf nach
haltigem Wachstum, digitaler Transforma
tion, einer starken Teamkultur und
einer klaren ESGVerantwortung. Die
Themen, die dort diskutiert wurden,
haben direkten Einfluss auf das täg
liche Handeln – von der Baustelle bis
zur Geschäftsführung.
Die Strategie wurde bewusst nicht „von
oben herab“ vorgegeben, sondern nach
dem erfolgreichen BottomUpPrinzip
entwickelt. Die Erfahrungen und Perspektiven
der verschiedenen Bereiche
flossen aktiv in die Planung ein. Da
durch entsteht eine praxisnahe, an den
18 2 Unterallgäu
Bild links: Hauptzentrale von KUTTER in Memmingen
KUTTER an der Zugspitzarena
tatsächlichen Herausforderungen orientierte
Ausrichtung, die von allen mitgetragen
wird. Dieser Ansatz spiegelt
sich auch im Lenkungskreis wider, wo
regelmäßig bereichsübergreifend an
konkreten Projekten gearbeitet wird.
Das Motto dabei: weg vom reinen Konzept,
hin zum gemeinsamen Machen.
Im Zentrum der „Strategie 2035“ stehen
drei große Schwerpunkte, die KUTTER
zukunftsfähig machen:
1. Digitalisierung und technologische
Exzellenz
KUTTER investiert massiv in die Modernisierung
seiner Prozesse. CloudLösungen,
intelligente KIAnwendungen und
innovative Tools wie O365 und EdgeCopilot
unterstützen bereits heute den
Arbeitsalltag und steigern die Effizienz.
Mit einem klaren Fokus auf Digitalisierung
werden Abläufe verschlankt,
Ressourcen gezielt eingesetzt und die
Wettbewerbsfähigkeit gestärkt. Auch
der GreenTech Hub, der Startups und
nachhaltige Innovationen zusammenbringt,
unterstreicht den Anspruch,
technologisch führend zu bleiben.
2. Nachhaltigkeit als gelebte
Verantwortung
Der bewusste Umgang mit Rohstoffen,
Recycling auf der Baustelle und die
Förderung einer nachhaltigen Kreis
Unterallgäu
19 3
Workshop „Strategie 2035“
Der Lenkungskreis tagt beim FC Memmingen.
Strategie und Teambuilding
Vortrag „Projekt-Organisation“
laufwirtschaft gehören zum Selbstverständnis
von KUTTER. Nachhaltigkeit ist
dabei kein MarketingSchlagwort, sondern
integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie.
Die ESGZiele sind messbar
definiert, klare Prioritäten wurden
gesetzt, und jeder Bereich leistet seinen
Beitrag zu einer verantwortungsvollen
Zukunftsgestaltung.
3. Menschen im Mittelpunkt
Ein Unternehmen ist nur so stark wie
sein Team. Deshalb hat sich KUTTER
das Ziel gesetzt, die besten Köpfe zu
gewinnen und langfristig zu binden.
Qualifizierte Aus und Weiterbildung,
moderne Führungskultur und eine positive
Arbeitsumgebung sorgen dafür,
dass Mitarbeitende sich entfalten und
mit Begeisterung Teil von KUTTER
bleiben. Die bereichsübergreifende Zusammenarbeit
schafft zusätzlich Synergien
und sorgt dafür, dass Talente und
Ideen im ganzen Unternehmen wirken
können. Ob beim inspirierenden Austausch
im Rahmen des Lenkungskreises
oder bei der symbolträchtigen Gondel
20 4 Unterallgäu
Eindrücke des Strategie-Treffens auf der Zugspitze
fahrt zum Gipfel der Zugspitze – KUTTER
lebt Zusammenhalt, Offenheit und Fortschrittswillen.
Diese Werte prägen das
Unternehmen und treiben es an, nicht
nur über die Zukunft zu reden, sondern
sie aktiv zu bauen.
Mit klarem Blick auf messbare Ziele, dem
Mut zu Innovationen und einer klaren
sozialen Verantwortung setzt KUTTER
seinen Kurs fort. Und so werden aus
strategischen Zielen ganz konkrete
Spaten stiche auf Baustellen, Innovationspro
jekte und nachhaltige Initiativen. n
Daniela Moreau
KUTTER GmbH & Co.KG Bauunternehmung
Augsburger Straße 55
87700 Memmingen
Telefon 08331 85510
info@kutter.de
www.kutter.de
BILDER: KUTTER GMBH & CO.KG BAUUNTERNEHMUNG
Unterallgäu
21 5
Pfaffenhausen | Integrationsbetrieb
Mit Fingerspitzengefühl
neue Wege gehen
Das Dominikus-Ringeisen-Werk Pfaffenhausen:
Industrielle Fertigung und soziale Verantwortung clever verbinden
Wer an Industrie, Produktion und Verpackung denkt, dem kommen oft Maschinen, Fließbänder und Automatisierung in den Sinn.
In den Werkstätten des DominikusRingeisenWerks (DRW) in Pfaffenhausen sieht das anders aus. Hier stehen Menschen im
Mittelpunkt – Menschen mit besonderen Fähigkeiten, die in den Bereichen Montage, Verpackung und handwerkliche Fertigung
tagtäglich Beeindruckendes leisten. Für Unternehmen aus dem Allgäu bietet sich hier die Chance, nicht nur von hoher Qualität und
Zuverlässigkeit zu profitieren, sondern gleichzeitig gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.
Ein starkes Team für präzise Arbeit
In den Pfaffenhausener Werkstätten des
DominikusRingeisenWerks arbeiten rund
80 Menschen mit Assistenzbedarf, da von
65 im Bereich industrielle Fertigung,
Montage und Verpackung. Unter dem
Dach des traditionsreichen Trägers über
nehmen sie verschiedenste Aufgaben für
Industrie, Handwerks und Handelsunternehmen.
Von Montagearbeiten über das Kon fektionieren
von Sets bis hin zu komplexen
Verpackungslösungen: Mit großem Finger
Eva Mang, Einrichtungsleitung
spitzengefühl, ausgeprägter Motorik und
einer bemerkenswerten Liebe zum De
tail entstehen hier maßgeschneiderte
Lösungen für Kunden aus unterschiedlichsten
Branchen. „Unsere Beschäftigten
verfügen über Fähigkeiten, die man auf
dem freien Arbeitsmarkt oft vergeblich
sucht: Präzision, Ausdauer und ein Gespür
für filigrane Arbeiten“, beschreibt
Einrichtungsleiterin Eva Mang die Stär
ken ihres Unternehmens.
Bewährte Partnerschaften –
Qualität seit Jahrzehnten
Zahlreiche Unternehmen aus der Re
gion vertrauen seit vielen Jahren auf
die Werkstätten in Pfaffenhausen. Die
Gründe liegen auf der Hand: hohe Qualität,
Flexibilität, individuelle Produktionsmöglichkeiten
und eine partnerschaftliche
Zusammenarbeit auf Augenhöhe.
Dass diese Stärken nicht nur auf dem
Papier bestehen, zeigt die langjährige
Kooperation mit der Firma 4business
Werbemittel & Vertriebs GmbH aus
Mattsies.
Aktion „Schichtwechsel“
im Oktober 2025
Ziel dieses bundesweiten Aktionstags
ist es, Menschen mit und ohne
Behinderung einen Perspektivwechsel
zu ermöglichen.
Wechsel in die Werkstätten: Arbeiten
Sie für einen Tag in einem inklusiven
Team und gewinnen Sie Einblicke in die
Vielfalt der Tätigkeiten und Produkte.
Wechsel in den Betrieb: Beschäftigte
der Werkstätten schnuppern in
Berufsfeldern des allgemeinen
Arbeitsmarkts, lernen Ihr Unternehmen
kennen und bereichern mit ihrer
Perspektive das Betriebsklima.
Sie haben Interesse? Infos und Anmeldung
bei Frau Beate Till, Sozialdienst
der WfbM, unter: beate.till@drw.de
22 Unterallgäu
Industrielle Fertigung: Konfektions-, Montage- und Verpackungsarbeiten verschiedener Produkte
Fertigung eines „Wiener Stuhlgeflechts“
mithilfe einer Bildschirmvergößerung „DaVinci“
Fingerspitzengefühl ist gefragt beim
Einziehen des Bürsten- und Besenmaterials.
Vorteile einer Zusammenarbeit
auf einen Blick
Geschäftsführer Christian Diessenbacher
betont: „Was wir an diesem Partner schätzen,
ist die große Flexibili tät und eine
perfekte und transparente Abwicklung
aller Fertigungsaufträge. Zudem können
kurzfristige Termine mit hohen Stückzahlen
unkompliziert und zuver lässig
bearbeitet werden. Wir haben bei jedem
Auftrag ein gutes Gefühl und freuen uns
über jedes weitere Projekt, welches wir
mit dieser Einrichtung ab wickeln können.“
Sozial, wirtschaftlich und steuerlich sinnvoll
Besonders für Unternehmen mit mehr
als 20 Mitarbeitern lohnt sich eine
Kooperation auch aus einem weiteren
Grund: Man kann durch Auftragsvergabe
an die Werkstätten bis zu 50 Prozent
der Arbeitsleistung auf die gesetzliche
Ausgleichsabgabe anrechnen lassen. So
pro fitieren Unternehmen nicht nur von
qualitativ hochwertiger Arbeit, sondern
auch von handfesten finanziellen Vorteilen.
Zukunft gestalten –
gemeinsam mit dem DRW
Die Werkstätten des DominikusRingeisenWerks
Pfaffenhausen stehen für
Qualität, Präzision, Verlässlichkeit und
gelebte Inklusion. Wer sich für eine
Zusammenarbeit entscheidet, investiert
nicht nur in gute Produkte und
Dienstleistungen, sondern auch in die
Menschen und die Region. Ganz nach
dem Leitsatz: Mit Fingerspitzengefühl
neue Wege gehen.
Anna Keller
• Viele Hände für kleinteilige,
individuelle Arbeiten
• Jahrzehntelange Erfahrung und
zufriedene Kunden
• Soziale Verantwortung übernehmen
und Inklusion fördern
• Liefertreue und höchste
Zuverlässigkeit
• Hohe Qualität der Arbeiten
mit Leistungsversprechen
• Flexible und individuelle
Produktionsmöglichkeiten
Dominikus-Ringeisen-Werk
Regens-Rößle-Straße 2
87772 Pfaffenhausen
Telefon 08265 718-400
eva.mang@drw.de
www.drw.de
BILDER: DOMINIKUS-RINGEISEN-WERK
Unterallgäu
23
Unterallgäu | Kneippland Unterallgäu
Kneippen –
immaterielles Kulturerbe
Wasser als bekanntes Wirkprinzip | Unterallgäu denkt Kneipp in zahlreichen Initiativen weiter
Pfarrer Sebastian Kneipp lebte und wirkte als „Wasserdoktor“ im Unterallgäu. Geboren 1821 auf einem Bauernhof in Stephansried
bei Ottobeuren, heilte er sich in jungen Jahren durch Bäder in der eiskalten Donau selbst von Tuberkulose. Sein Gesundheitskonzept,
das Abwehrkräfte stärkt und Krankheiten vorbeugt, ist heute weltweit verbreitet. In seiner Heimat, dem Kneippland® Unterallgäu,
sind die Spuren seiner ganzheitlichen Wirkprinzipien besonders zahlreich.
Kneipp gilt als Mitbegründer der modernen
Naturheilkunde und des Präventionsgedankens.
So gibt es in Deutschland
Stand Juni 2025 insgesamt 53
anerkannte Kneipp-Kurorte. In Bad
Wörishofen, der „Wiege der Kneipp-
Therapie“, wirkte Sebastian Kneipp ab
1855, bis er 1897 verstarb.
Das Kneipp‘sche Naturheilverfahren betont
das dynamische Zusammenspiel
von Körper und Geist. Es basiert auf
fünf Wirkprinzipien: Wasser, Ernährung,
Kräuter, Bewegung, Balance.
Größte Anerkennung erfuhr die
Kneipp‘sche Idee im Jahr 2015: Die
UNESCO erklärte das Kneippen
zum immateriellen Kulturerbe. Präventionsmaßnahmen
wie Kneipp
Kuren, Kurse und individuelle Anwendungen
fördern nicht nur die
Gesundheit, sondern entlasten zu dem
das Gesundheitssystem, ist der Kneipp-
Bund überzeugt.
Sieben Erlebnisstationen
Spuren des zeitlosen Kneipp‘schen Gesundheitsansatzes
lassen sich im Unterallgäu
an sieben Erlebnisstationen hautnah
erleben: In Bad Wörishofen etwa
lädt der „Gesunde Dreiklang“ aus Kneippanlage,
Gradieranlage und OsteoWalk
zur Stärkung der Abwehr ein. Im Aktiv
Park Ottobeuren öffnet eine Himmelstreppe
den Blick nach oben, mit Calisthenics-Geräten
und einer Wasser-Anlage.
Im Benninger Ried fokussiert ein Heilkräutergarten
die Natur als Apotheke.
Der Schloss-Aktiv-Park Bad Grönenbach
und der Walderlebnispfad Buxheim bieten
Anspannung und Entspannung im
gesunden Wechsel. Im Sinnen-Park in
Die App „Kneipp-Anlagen“ listet bundesweit
Kneipp-Anlagen und gibt Infos zur richtigen Anwendung.
Erstellt wurde sie vom Kneipp-Bund gemeinsam mit
dem Bundesgesundheitsministerium.
24 Unterallgäu
Kneipp‘scher Espresso – ein kaltes Armbad wirkt erfrischend und anregend.
Wassertreten ist die bekannteste Kneipp-Anwendung. Der „Storchengang“ regt Durchblutung und
Kreislauf an und stärkt die Venen.
Kirchheim (Schwaben) lässt sich Ausgewogenheit
im täglichen Leben einüben.
Und die Natur-Therme Bedernau regt an,
die Kraft seines natürlich temperierten
Thermalwassers am eigenen Leib zu verspüren.
Kneipp heute
Öffentlich zugängliche Wasser-Anlagen
zum Kneippen werden inzwischen weltweit
angeboten – im Unterallgäu haben
Sie ihre Wurzeln und sind deutschlandweit
in höchster Dichte vertreten. Alleine
im Stadtgebiet Bad Wörishofen findet
man 22 Kneipp-Anlagen. Auch aus touristischer
Perspektive sind Kneipp-Anlagen
ein interessanter Standortfaktor.
Über 2.500 Mitglieder haben sich im
Unterallgäu in fünf Kneipp-Vereinen organisiert:
in Babenhausen, Bad Grönenbach,
Bad Wörishofen, Markt Rettenbach
und Ottobeuren. Regelmäßige Kursangebote,
Aktionstage und Kneipp-Führungen
beleben die Kneipp’sche Gesundheitsidee
mit konkreten präventiven
Tätigkeiten.
Wirtschaftsfaktor Kneipp
Sebastian Kneipp war nicht nur Pfarrer
und Buchautor, er sicherte seine Rezepturen
und Anwendungen auch langfristig
für die Menschen. 1891 übertrug er dem
befreundeten Apotheker Leonhard
Oberhäußer alle Rechte an der Herstellung
und dem Vertrieb pharmazeutischer
und kosmetischer Produkte unter dem
Namen Kneipp. Aus diesen Anfängen
entwickelte sich die global bekannte Marke
Kneipp. Sie ist nicht an den Kneipp-
Bund e.V. gebunden, sondern gehört der
Kneipp GmbH mit Hauptsitz in Würzburg,
seit 2008 eine 100prozentige Tochter
der Hartmann Gruppe. 2013 schloss
die Kneipp GmbH den Produktionsort
Bad Wörishofen mit seiner Fertigung von
Badesalzen.
Der Kneipp-Bund e.V. mit Sitz in Bad
Wörishofen wirkt als Dachverband der
deutschen Kneipp-Vereine. Als Träger
der einzigartigen Sebastian Kneipp Berufsfachschule
(SKS) sowie der Sebastian
Kneipp Akademie (SKA) kümmert sich
der Verein zudem um die Ausbildung von
Physiotherapeuten und Masseuren sowie
die Weiterbildung in den Bereichen Gesundheitsförderung
und Prävention.
Auch der Kneipp-Verlag sitzt in Bad Wörishofen.
Sigrid Leger
BILDER: KNEIPP BUND
Unternehmensverkauf
Immobilienverkauf
Wertgutachten
Rufen
Sie uns
jetzt an!
DIE WERTE-WAHRER FÜR
UNTERNEHMEN & IMMOBILIEN
Perfekt beraten von Daniel Benz und Petra Spaete – Ihren Profis aus Memmingen!
08331 9913390 87700 Memmingen www.innoverta.de
Unterallgäu
25
KOSTENLOSE
STELLEN-
ANZEIGE?
Draufhalten
26 Unterallgäu
Unterallgäu
27
Unterallgäu | Standortfaktoren
Unterallgäu –
Raum für Innovation
Zukunftstechnologien spielen eine gewichtige Rolle
Moderne, automatisierte Fertigung, Digitalisierung, erneuerbare
Energien – neben einer stabilen mittelständischen Basis prägen
Zukunftsthemen wie diese das Unternehmertum im Unterallgäu.
Zahlreiche Initiativen und Förderprojekte spiegeln das wider.
Bereits seit 1853 ist unser Fachgroßhandel fest mit der Region verwurzelt.
In den vergangenen Jahrhunderten haben wir uns von einem
kleinen Handwerksbetrieb zu einem mittelständischen Unternehmen
entwickelt, das heute über 500 engagierte Mitarbeitende beschäftigt.
Unser Stammsitz in Mindelheim bildet das Herzstück unseres Unternehmens,
ergänzt durch zwei weitere Filialen in Kempten und Kaufbeuren
sowie ein Verkaufsbüro in Ulm.
Mit unseren Sortimentsbereichen Bad & Fliesen, Bau & Handwerk, Wärme
& Energie sowie Beton- & Walzstahl bieten wir eine Vielfalt an Produkten,
die in Verbindung mit unserem umfangreichen Service- und Dienstleistungsangebot
auf die Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnitten sind.
KLEINER IM ÜBERBLICK
▪ Partner für Handwerk und Industrie mit Standorten in
Mindelheim, Kempten, Kaufbeuren und Ulm
▪ Fachgroßhandel für Bad & Fliesen, Bau & Handwerk,
Wärme & Energie sowie Beton- & Walzstahl
▪ Zukunftsorientiertes mittelständisches Unternehmen
▪ Über 500 Mitarbeitende
▪ Rund 10 Prozent der Belegschaft sind Auszubildende
▪ Einmalige Bad & Fliesen Ausstellungen mit über 300 Badezimmer-Einrichtungen
auf 3.500 m 2 Ausstellungsfläche
▪ Handwerker-Abholmärkte an den Standorten
Mindelheim, Kempten, Kaufbeuren
KONRAD KLEINER GmbH
Kurt-Kleiner-Straße 1 | 87719 Mindelheim
Telefon 08261 794-0 | www.kleiner.de
MIT KLEINER GROSSES BEWEGEN.
2025_07_24_KLEINER_ANZ_Allgaeuer_Wirtschaftsmagazin_Regio_Unterallgaeu_175 x 121.indd 1 28.07.2025 08:47:39
28 Unterallgäu
Top-Arbeitgeber Unterallgäu
nach Beschäftigten*
Galt das Unterallgäu lange als „rindviehreichster
Landkreis“ in Bayern, zeigen
Zahlen des Bayerischen Landesamtes für
Statistik vom November 2024, dass der
Landkreis mit aktuell 120.000 Tieren auf
Platz 3 abgerutscht ist. Überholt wurde er
vom Ostallgäu, gefolgt von Rosenheim.
Diese Tatsache belegt den Wandel der
bislang überwiegend landwirtschaftlich
geprägten Region Unterallgäu hin zu
einem Wirtschaftsstandort mit Zukunftspotential.
Innovationsstandorte
Mit seinen unternehmerischen Initiativen
schafft das Unterallgäu einen fruchtbaren
Boden für Innovation. Diese zielen
auf Start-ups ebenso wie auf etablierte
Unternehmen. Zum Beispiel gründeten
2024 nahe des Allgäu Airports in Memmingerberg
etablierte regionale Mittelstandsunternehmen
einen auf Digitalisierung
und Nachhaltigkeit spezialisierten
„Greentech Hub“ mit Platz für 30 Firmen.
Eröffnet im Juli 2025 soll sich dort ein
dynamisches System aus Start-ups, Mittelständlern,
Investoren und Forschungseinrichtungen
etablieren, mit Fokus auf
grüne Technologien.
Branchenstruktur Unterallgäu
nach Erwerbstätigen*
Produzierendes Gewerbe
47,2 % Unterallgäu
31,8 % Schwaben
Sonstige Dienstleistungen
28,4 % Unterallgäu
42,0 % Schwaben
Handel, Gastgewerbe, Verkehr,
Information, Kommunikation
20,6 % Unterallgäu
24,2 % Schwaben
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei
3,8 % Unterallgäu
2,0 % Schwaben
* Stand 2022
Bereits im Jahr 2009 hat sich der
Wolfertschwendener Innovations- und
Dienstleistungspark (WiNN) gegründet,
der sich zum dynamischen Stand
ort mit flexiblen Büro-, Produktionsund
Lagerflächen direkt an der A7 entwickelt
hat. Eigentümer und Betreiber
ist eine gemeindeeigene Gesellschaft.
Aktuell nutzen rund 30 vor allem junge
Unternehmen den WiNN-Park, unter
denen sich aufgrund des branchenübergreifendenden
Angebots häufig
enge Kooperationen und Synergieeffekte
ergeben, wie WiNN-Sprecherin
Margot Siedersberger erklärt. Die
1. GROB-WERKE, Mindelheim
6.000 Beschäftigte
2. MULTIVAC, Wolfertschwenden
2.486 Beschäftigte
3. pester pac, Wolfertschwenden
949 Beschäftigte
4. Klinikverbund Allgäu,
Mindelheim & Ottobeuren
867 Beschäftigte
5. Otto Christ, Benningen
848 Beschäftigte
6. Ehrmann, Oberschönegg
835 Beschäftigte
7. A. Berger, Ottobeuren
614 Beschäftigte
* Stand 2024 Landratsamt Unterallgäu
niedrige Gewerbesteuer, kostenlose
Parkplätze für Mitarbeitende und Besucher
sowie die gute Erreichbarkeit
seien für viele Unternehmen attraktiv.
Auf Landkreisebene bildet die Wirtschaftsförderung
am Landratsamt Unterallgäu
einen Knotenpunkt für alle Fragen
rund um das Thema Innovation und
Neugründung – von der Suche nach
einem geeigneten Grundstück über die
Fördermittelakquise bis hin zur Vernetzung
mit relevanten Akteuren.
Unterallgäu
29
Top-Lage in Bayern
Zentral gelegen zwischen den Wirtschaftszentren
München, Augsburg,
Stuttgart und Zürich ist das Unterallgäu
ausgezeichnet angebunden: an die Autobahnen
A7 und A96 als zentrale Nord-
Süd sowie Ost-West Achse, sowie
den Schienenverkehr auf den Strecken
München-Lindau sowie Ulm-Kempten.
Auch per Flugzeug ist das Unterallgäu
von zahlreichen internationalen Destinationen
aus über den Allgäu Airport
Memmingen gut erreichbar. 2024 wurden
am Flughafen Memmingen so viele Gäste
wie nie zuvor gezählt: 3,24 Millionen.
Standortfaktor Erneuerbare Energien
Der Ausbau erneuerbarer Energien
schreitet im Unterallgäu konsequent voran.
Nicht nur politisch Verantwortlichen
ist das wichtig, auch zahlreiche Unternehmen
nutzen PV-Dach- und Freiflächenanlagen,
um CO 2 zu reduzieren
und Energiekosten einzusparen. Von
1990 bis 2025 wurden im Unterallgäu
23.553 PV-Anlagen gebaut, mit einer
Gesamtkapazität von 614 Megawatt –
davon 30 Megawatt alleine die ersten
fünf Monate in 2025. Rund 80 Prozent
des Stromverbrauchs im Unterallgäu
stammen inzwischen aus erneuerbaren
Quellen. Bei der Wärmeerzeugung ist
noch Luft nach oben – dort beträgt
der Anteil an Erneuerbaren lediglich
22 Prozent. Mit 42 Prozent ist dabei
der Anteil an Abwärme aus Industrie &
Biogasanlagen am höchsten. n
Sigrid Leger
Energie für Stromverbrauch im Unterallgäu*
2 % Windkraftwerke
20% nicht-erneuerbare Energiequellen
80% erneuerbare Energiequellen –>
11 % Wasserkraft
16 % PV-Freiflächenanlagen
30 % PV-Dachanlagen
21 % Biomasse
Energie für Wärmebedarf im Unterallgäu*
1 % Luftthermie
78% nicht-erneuerbare Energiequellen
22% erneuerbare Energiequellen, davon –>
2% Geothermie
5% Solarthermie
12% Biomasse-Heizkraftwerke 42% Abwärme
38% Biomasse-Kleinfeuerungsanlagen
* Quelle: Landratsamt Unterallgäu -
Zahlen & Fakten zum Landkreis 2024
BILDER: LANDRATSAMT UNTERALLGÄU
30 Unterallgäu
Pleß/Iller | Hobel- und Keilzinkwerk
Neuer Aufenthaltsraum
aus heimischem Holz
Hier dreht sich alles um Holz: Im hochmodernen Hobel und
Keilzinkwerk wird der Naturrohstoff verarbeitet, im hauseigenen
Ausstellungsraum werden unzählige Ideen für die Gestaltung mit
Holz gezeigt und auch der neue Aufenthaltsraum für das Team der
Lampart Holz GmbH ist komplett aus heimischem Holz gestaltet.
Das Betriebsgelände in Pleß
Die Idee war schon länger da. Jetzt wurde
sie umgesetzt: Hell, offen, einladend und
mit einer großen Fensterfront – so sieht
der neu gestaltete Aufenthaltsraum für
die 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
der Lampart Holz GmbH aus. Decke, Böden
und auch die an den Wänden entlanglaufenden
Sitzbänke sind aus heimischem
Holz, das im eigenen Keilzinkwerk
gezinkt und anschließend gehobelt
wurde.
Der neue Aufenthaltsraum, entworfen von Architektin
Lisa Hempfer
„Unsere Tochter Lisa ist Architektin und
hat den Raum entworfen“, erzählt Geschäftsführerin
Inge Hempfer, die das
Hobel und Keilzinkwerk zusammen mit
ihrem Mann in vierter Generation führt.
Auch die fünfte Generation arbeitet bereits
seit Jahren im Betrieb mit. Der Aufenthaltsraum
ist ein schönes Beispiel dafür,
wie sich Räume mit dem Rohstoff
Holz gestalten lassen und wie die einzelnen
Holzelemente zusammenwirken, um
ein ganz besonderes Raumklima zu schaffen.
Im Zuge der Bauarbeiten wurden
auch die Sanitäranlagen für die Mitarbeitenden
komplett neu gestaltet.
Hochwertige Holzprodukte
Das Hobel und Keilzinkwerk setzt in der
Holzbearbeitung auf modernste Technologie
und handwerkliche Präzision. Verarbeitet
werden vor allem heimische
und nordische Fichte, Tanne und Lärche.
„Mit drei Trockenkammern für frisches
Schnittholz, drei Hobel, zwei Keilzinkanlagen
und einer Bandsäge decken wir
einen großen Teil der Wertschöpfungskette
ab“, erklärt Karl Hempfer.
Im hauseigenen Holzfachmarkt wird ein
breites Spektrum an hochwertigen Holzprodukten
angeboten. Ob Böden, Türen,
Fassaden oder Terrassenbeläge, die Ausstellung
bietet jede Menge Inspiration
fürs eigene Zuhause und das erfahrene
Team berät in allen Fragen zum Naturprodukt
Holz. Spielgeräte für die „kleinen
Kunden“ runden das Sortiment ab. Die
HolzProfis wissen nicht nur, wie man
den Aufenthaltsraum im Betrieb ansprechend
gestaltet, sondern auch, wie man
die vier Wände der Kundschaft in einen
Wohlfühlort verwandelt.
Claudia Horber
Arbeiten mit Holz?
Die Lampart Holz GmbH bietet
Ausbildungsplätze (m/w/d) zum
- Holzbearbeitungsmechaniker
- Groß- und Außenhandelskaufmann
Lampart Holz GmbH
Holzwerkstraße 3
87773 Pleß/Iller
Telefon 08335 98460
service@lampart-holz.de
www.lampart-holz.de
BILDER: LAMPART HOLZ GMBH
2 Unterallgäu
Unterallgäu
31
Memmingen | Luftfahrt
Masterplan für Flughafen
Steigende Passagierzahlen veranlassen die Flughafen Memmingen GmbH
zu einem weiteren Ausbau der Infrastruktur.
Weitere Gates, mehr Flächen für Ankunft, Parken, Polizei,
Zoll, und Vorfeldflächen mit Flugzeugparkpositionen –
die Flug hafen Memmingen GmbH baut die Infrastruktur des
höchstgelegenen deutschen Verkehrsflughafens bis 2032
weiter aus. „Bei den bisherigen Projekten haben wir vor allem
auf externe Dienstleister gesetzt. Jetzt ist eine Größe erreicht,
bei der eigenes Fachpersonal sinnvoller ist“, erklärt Director
of Infrastructure Dominik Stroick.
Gesucht:
Handwerker und
Techniker am
Memminger Airport
Dazu sucht er unter anderem Anlagenmechaniker,
Elektriker, Maler und
Steuerungstechniker, die Freude am
Umgang mit Flughafentechnik haben
und sich gerne mit deren sicherheitstechnischen
Aspekten auseinandersetzen.
„Die Arbeit hier am Flughafen
ist anders als in Produktions und
Handwerks betrieben. Wir leben einen
hohen Sicherheitsstandard, der konsequent
durch geführt und dokumen
tiert wird. Tablet, Laptop und sonstige
elektronische Ge räte gehören zur fes
ten Ausstattung unseres Infrastruktur
Teams“, betont Dominik Stroick.
„In unserem Team sorgt jeder
einzelne Mitarbeiter für sichere,
reibungslose Abläufe.“
Dominik Stroick, Director of Infrastructure
Mehrstufiger Ausbau
Zunächst wird noch in 2025 mit dem weiteren
Ausbau des bestehenden Ter minals
begonnen. Eine Zwischendecke ermöglicht
zwei weitere Gates sowie mehr
Flächen für Sanitär und Sozial räume.
Der südliche Balkon als Zugang der Gates
im Obergeschoss auf das Rollfeld wird
statisch ertüchtigt und über ein Dach
wetterfest gemacht. Im zweiten Schritt
wird ab 2026 der Ankunftsbe reich optimiert
und eine Ankunfts passage in Betrieb
genommen, um Querungen künftig
zu vermeiden. Darüber hinaus sieht die
Umsetzung des Masterplans bis 2032 ein
mehrgeschossiges Parkhaus vor und neue
Infrastrukturflächen und gebäude Richtung
Nordwesten.
Die Grenzen des Memminger Flughafens
schreibt der Planfeststellungsbescheid
aus dem Jahr 2015 fest. Die begrenzte
Fläche gelte es nun, optimal auf das
weiter steigende Passagieraufkommen
abzustimmen, erklärt Dominik Stroick.
Dabei seien auch Ideen der Infrastruktur
Teams gefragt. Schon bisher hätten Mitarbeitervorschläge
zur Anpassung der
Gepäckbandanlage oder zu der baulichen
Instandhaltung im Terminal den Ausschlag
bei Realisierungen gegeben. „Auf
dem Weg zum Smart und Green Airport
sind konstruktive Anregungen stets willkommen“,
so Dominik Stroick.
Sigrid Leger
Flughafen Memmingen GmbH
Bereich Infrastruktur
Am Flughafen 35
87766 Memmingerberg
Telefon 08331 9725-200
info@memmingen-airport.com
www.memmingen-airport.com
BILDER: FLUGHAFEN MEMMINGEN GMBH
32 2 Unterallgäu
Unterallgäu | Unternehmensberatung
AktivSenioren beraten
ehrenamtlich
Kostenlose Sprechtage für Existenzgründung und Fragen der Unternehmensführung
Der Verein „Aktivsenioren Bayern“ bietet
in Mindelheim und Memmingen monatlich
ein kostenloses und vertrauliches
Beratungsgespräch zu Unternehmensfragen
an. Nächster Termin am
Landratsamt Unterallgäu ist Donnerstag,
11.09.2025, von 9 bis 11 Uhr, am
Existenzgründerzentrum Memmingen
Montag, 08.09.2025, von 9 bis 11 Uhr.
Die kostenlose Einstiegsberatung der
AktivSenioren richtet sich an kleine und
mittlere Unternehmen im Unterallgäu.
Ehemalige Unternehmer und Unternehmerinnen
beantworten bei den Sprechtagen
Fragen zu Geschäftsmodellen der
Existenzgründung, Finanzierung und Zuschüssen
und beraten zu Themen wie
Führung, Krisenmanagement oder Unternehmensnachfolge.
Eine Anmeldung
ist nicht erforderlich.
Die Erstberatungen der AktivSenioren Bayern sind für
Unternehmen und Existenzgründer kostenlos.
Weitere
Sprechtage
Erfahrungsschatz nutzen
Über die Einstiegsberatung hinaus bieten
die AktivSenioren den Abschluss konkreter
Beratungsmandate über einen gewissen
Zeitraum an, etwa die Begleitung
bei der digitalen Transformation, eine
Geschäftsmodellanalyse oder das Coaching
in Krisenzeiten. „Da wir ehrenamtlich
und uneigennützig arbeiten, stellen
wir für unsere Beratungsleistungen lediglich
einen festen Kostendeckungsbeitrag
in niedriger dreistelliger Höhe in Rechnung“,
erklärt der Unterallgäuer Berater
Christoph Ernst. Nach der kostenlosen
Einstiegsberatung sucht er je nach Branche
und Erfahrung den passenden Beratungspartner
unter seinen Kolleginnen
und Kollegen für das angeforderte
Mandat aus.
Sigrid Leger
Link zum
Landratsamt
Unterallgäu mit
den jeweils
aktuellen Terminen
BILD: AKTIVSENIOREN BAYERN
Unterallgäu
33
Mindelheim | Kardiologie
Neuer Chefarzt setzt auf Netzwerke
Mit PD Dr. Dr. Roland Wensel leitet ein international erfahrener Spezialist die Kardiologie
der Klinik Mindelheim | Sein Anliegen: eine patienten- und kollegenorientierte Herzmedizin
HerzKreislaufErkrankungen sind nach wie vor die häufigste Todesursache in
Deutschland. Sie machen rund 40 Prozent aller Sterbefälle aus. Während in Ballungsräumen
bei akuten Herzproblemen schnelle Hilfe gewährleistet ist, müssen auf
dem Land meist längere Strecken bewältigt werden. Wie die Klinik Mindelheim ihre
Kompetenz als regionale Anlaufstelle für kardiologische Notfälle weiter ausbauen kann,
darüber sprachen wir mit dem neuen Chefarzt der Kardiologie, Privatdozent (PD)
Dr. Dr. med. Roland Wensel. Er trat im Mai 2025 die Nachfolge von PD Dr. med. Peter
Steinbigler an, der sich in den Ruhestand verabschiedete.
Dr. Wensel bei einer Herzkatheter-Untersuchung zur Diagnose von Verengungen und Blockaden von Herzkrankgefäßen und anderen Auffälligkeiten des Herzens.
34 2 Unterallgäu
Lungenhochdruck –
Pulmonale Hypertonie
AWM: Herr Dr. Wensel, Sie sind von
Berlin hierher nach Mindelheim gekommen.
Was hat Sie bewogen, ins Unterallgäu
zu ziehen?
Dr. Wensel: Meine Frau stammt aus
Friedrichshafen, daher kenne ich die Bodenseeregion
und das Allgäu schon etwas.
Vor allem aber arbeite ich gerne da,
wo ich gebraucht werde. Wo ich Impulse
setzen kann, zum Nutzen von Patienten
in Zusammenarbeit mit den niedergelassenen
Kollegen. Unser vergleichsweise
kleines Haus hier besitzt einen enormen
Stellenwert für die medizinische
Versorgung einer großen Fläche. Ist in
Berlin das eine Krankenhaus belegt, ist
ein anderes fast genauso schnell erreichbar.
Hier ist das anders – hier werden wir
gebraucht. Weil wir – gemeinsam mit
der Klinik Ottobeuren – die einzigen
sind.
AWM: Wie unterscheidet sich die Kardiologie
in Ottobeuren und Mindelheim?
Dr. Wensel: Wir haben beide ein anderes
Profil und ergänzen uns daher. Während
die Kernkompetenz in der Klinik
Ottobeuren die nichtinvasive Kardiologie
ist, ist es bei uns in Mindelheim
die invasive Kardiologie. Mit unserem
Herzkathederlabor, der Ultraschall
Ähnlich wie Blut-Hochdruck gehört
auch Lungen-Hochdruck zu den Herz-
Kreislauf-Erkrankungen. Dabei handelt
es sich um eine eher seltene, gerade
deswegen aber häufig übersehene
Erkrankung. Die Diagnose von Lungenhochdruck
gehört zu den Spezialgebieten
von Dr. Wensel. Ursache
kann eine Herz- oder eine Lungenerkrankung
sein. Je nachdem sind
unterschiedliche Behandlungskonzepte
erforderlich. Sie werden in spezialisierten
Zentren durchgeführt,
etwa den Herzzentren Augsburg und
München oder der Lungenklinik
Wangen im Allgäu.
Unterallgäu
35 3
Herzkatheterlabor in der Klinik Mindelheim
Vita
PD Dr. Dr. med. Roland Wensel
Privatdozent (PD) Dr. Dr. med. Roland
Wensel wurde zum Mai 2025 als
Chefarzt der Kardiologie an die Klinik
Mindelheim berufen. Nach seinem Studium
der Medizin an der Charité Berlin
und der University of Bristol promovierte
er 1998 an der Humboldt-
Universität zu Berlin, und 2004 am
Imperial College London mit einem
Doctorate of Philosophy (PhD). 2007
habilitierte Dr. Wensel zum Thema
Pulmonale Hypertonie an der Uni
Regensburg. Zuletzt war er als leitender
Oberarzt an den DRK Kliniken
Berlin Westend tätig, Akademisches
Lehrkrankenhaus der Charité.
Dr. Wensel: Nein, das nicht. Wenn es
gilt, das komplette Spektrum abzudecken,
kooperieren wir mit den Kliniken
unseres Klinikverbundes Allgäu sowie
den Herzzentren in Augsburg und Mündiagnostik
sowie HerzMRT und Herz
CT können wir im Akutfall schnell abklären,
was die Ursachen sind, ob und
welche Eingriffe, ob und welche Medikamente
erforderlich sind. Dass Kardiologie
und Radiologie in unsrem Haus direkt
nebeneinander liegen und so gut zusammenarbeiten,
ist ein echter Gewinn.
AWM: Ist Mindelheim denn ein Herzzentrum?
Herzultraschall – damit werden
zentrale Herzfunktionen wie die
Pumpleistung, Herzklappen oder
Blutflussverhalten analysiert.
36 4 Unterallgäu
Austausch unter Kollegen vor der Visite in der Kardiologie
chen. Über unsere StrokeUnit sind wir
zudem 24/7 über NEVAS – das Neurovaskuläre
Netzwerk Südwestbayern –
mit unseren Partnern LMU Großhadern
und Neurologie Günzburg eng vernetzt.
Anhand der EchtzeitBildübertragung
legen wir dann gemeinsam das weitere
Vorgehen fest.
AWM: Heißt, Sie können hier im Zweifelsfall
nicht jede Behandlung durchführen,
aber dafür sorgen, dass ihre Patienten
bestmöglich erstversorgt und dann
weiterversorgt werden?
Dr. Wensel: Ja. Ich sehe unsere Kardiologie,
gemeinsam mit Ottobeuren, als
wichtigen Mosaikstein einer funktionierenden
Flächenversorgung – von Patienten
mit akuten HerzKreislaufBeschwerden
ebenso wie von Patienten mit
Verdachtsdiagnosen, bei denen dann
schnell therapiert werden muss. Gerne
würde ich dafür auch noch enger mit
den niedergelassenen Kolleginnen und
Kollegen zusammenarbeiten.
AWM: Wie sähe diese Zusammenarbeit
idealerweise für Sie aus?
Dr. Wensel: Ich stelle mir vor, dass die
Arztpraxen in der Region uns in der Kardiologie
ganz unkompliziert über ein
Diensttelefon erreichen können. Einige
Praxen habe ich bereits besucht – ein
hier häufig genannter Kritikpunkt ist,
dass die Kommunikation mit uns
schwierig ist. So ein Dienst oder Nottelefon
bräuchte aber zunächst neues
Personal, und das ist gerade schwierig zu
finden. Wobei die Klinik Mindelheim
und die Region hier ein schöner Ort zum
Arbeiten und Leben sind.
AWM: Klingt, als würden Sie und Ihre
Familie sich hier wohlfühlen …
Dr. Wensel: Viele Ressourcen hier im
Unterallgäu sind naturgegeben. Man ist
ganz schnell draußen, kann wandern, segeln,
langlaufen. Und im Vergleich zu
Berlin ist in vielen Fällen die Infrastruktur
intakt. Das hat Lebensqualität.
AWM: Ein schönes Schlusswort, Herr
Dr. Wensel. Wir wünschen Ihnen gutes
Gelingen!
n
Klinikverbund Allgäu gGmbH
Klinik Mindelheim
Herz- und Gefäßzentrum
Bad Wörishofer Straße 44
87719 Mindelheim
Telefon 08261 797-0
innere-mn@klinikverbund-allgaeu.de
www.klinikverbund-allgaeu.de
Sigrid Leger
BILDER: KLINIKVERBUND ALLGÄU
Unterallgäu
37 5
Mindelheim | Wirtschaftsstandort
Regional und international –
Mindelheim kann beides
Von Mindelheim in die Welt – die Kreisstadt ist nicht nur Heimat des Landsknecht-Vaters
Georg von Frundsberg, sondern auch ein bedeutender Wirtschaftsstandort im Unterallgäu.
Wer sich einen Überblick über Mindelheim verschaffen möchte, steigt am besten hinauf zur Mindelburg, die hoch über der Stadt thront.
Von dort aus hat man einen herrlichen Blick über die Altstadt mit ihren vielen Türmen und Toren. Lässt man den Blick weiterschweifen,
entdeckt man im Norden der Stadt das Betriebsgelände der Firma Konrad Kleiner, im Osten glänzt das neue Bürogebäude des Bauunternehmens
Glass und im Süden runden die Produktionshallen der GrobWerke die Stadt ab.
Geprägt von Handel, Handwerk
und Industrie
Mindelheim ist mit seinen etwa 17.000
Einwohnern die zweitgrößte Stadt im
Unterallgäu und zugleich ein Wirtschaftsstandort,
zu dem täglich mehrere tau
send Menschen pendeln. Handel, Hand
werk, Industrie und Produktion sind
Mindelheims bedeutendste Wirtschaftsfaktoren.
Die Stadt zählt rund 1.500
gemeldete Gewerbe, Handels und
Dienstleistungsbetriebe. Alteingesessene
Familienunternehmen finden sich
in der FrundsbergStadt ebenso wie
ITDienstleister und innovative StartUps.
Die GrobWerke GmbH & Co. KG sind
mit etwa 6000 Beschäftigten nicht nur
der größte Arbeitgeber Mindelheims,
sondern auch des gesamten Landkreises
Un terallgäu. Von Mindelheim aus beliefert
Grob Kunden auf der ganzen
Welt. Im „Standortranking Deutschland“
belegt Mindelheim unter mehr als 4000
38 2 Unterallgäu
Der Marienplatz in Mindelheim
Maximilianstraße mit Blick aufs Obere Tor
Die Mindelburg und Mindelheims Nord-Osten
Die Mindelburg und Mindelheims Süd-Osten mit Blick auf die Grob-Werke
deutschen Städten Rang 350 und rangiert
damit unter den besten zehn Prozent des
Landes.
Zentrale Lage in Bayerisch-Schwaben
Mindelheim liegt verkehrsgünstig am
Knotenpunkt der Bundesstraßen B16
und B18. Ein eigener Autobahnanschluss
an der A96 macht den Standort zusätzlich
für Unternehmer attraktiv. Von
hier erreicht man Ballungszentren wie
München, Ulm, Augsburg oder Lindau
in etwa einer Stunde.
Mindelheims Innenstadt lädt zum
Bummeln und Verweilen ein. Zahlreiche
Einzelhandelsgeschäfte bieten ein abwechslungsreiches
Angebot, die vielen
Restaurants und Bars servieren vom
leckeren Frühstück über schwäbische
Hausmannskost bis hin zu exotischer
asiatischer Küche eine bunte kulinarische
Auswahl.
Interkommunaler Gewerbepark Unterallgäu
Wer sich für den Standort Mindelheim
interessiert, findet im Rathaus einen
RundumBeratungsService. Hier werden
alle relevanten Fragen zu den
Themen UnternehmensNeugründung,
Erweiterung oder Umsiedlung beantwortet.
Und wer auf der Suche nach
einem passenden Gewerbegrundstück
ist, kann sich im interkommunalen
Industrie und Gewerbepark Unterallgäu
umschauen. Das 75 ha große Gelände
direkt an der A96 ist ein Gemeinschaftsprojekt
der Stadt Mindelheim
mit den umliegenden Gemeinden Apfeltrach,
Kammlach, Stetten und Unteregg.
Frundsbergfest 2026
Wo fleißig gearbeitet wird, darf auch
ordentlich gefeiert werden. Im Sommer
2026 ist es wieder so weit: für zwei
Wochen kehrt Mindelheim ins späte
Mittelalter zurück und feiert Georg von
Frundsberg, den „Vater der Landsknechte“.
In den verwinkelten Gassen der Altstadt
reihen sich dann die Lager der Fähnlein
aneinander, Trommler und Fahnenschwinger
ziehen durch die Straßen
und mittelalterliche Klänge hallen von
der Stadtmauer wider. Höhepunkt des
Frundsbergfestes sind die beiden großen
historischen Umzüge, die tausende Besucher
aus nah und fern anziehen.
Mindelheim ist eben beides: regional und
international.
Claudia Horber
BILDER: STADT MINDELHEIM,
TOURIST INFORMATION MINDELHEIM,
FOTOGRAF DOMINIK BRECHTHOLD
Unterallgäu
39 3
Babenhausen | Elektrofachgroßhandel
Wir liefern Lösungen
Als zuverlässiger Elektrofachgroßhändler mit jahrzehntelanger Erfahrung bietet die
BIHLER GmbH & Co.KG ihren Kunden nicht nur ein riesiges Produktsortiment, sondern auch
maßgeschneiderte Lösungen in den Bereichen Elektro-, Solar- und Beleuchtungstechnik.
Seit über 100 Jahren ist der Name BIHLER in der Elektrobranche ein Begriff. Die Cousins Markus Ammann und Stephan Bihler leiten das
1925 von Arkad Bihler und Josef Reiber gegründete Familienunternehmen in dritter Generation. BIHLER liefert den Kunden aus Elektrohandwerk,
Industrie und dem Elektrofachhandel ein breites Warensortiment und sorgt mit seinen Produkten und Dienstleistungen dafür,
dass Strom und Energie ihren Weg in und durch die Gebäude finden und die Welt vernetzt werden kann.
„Alles, was bis 8.15 Uhr bestellt ist, wird
taggleich geliefert“, sagt Geschäftsführer
Markus Ammann und deutet auf die 15
Fahrzeuge der BIHLERLkwFlotte. Die
Fahrer beliefern Kunden von Ulm bis
Oberstdorf, von Biberach bis Starnberg,
von Augsburg bis zum Bodensee. BIHLER
ist Teil der FEGIME Marktgemeinschaft
und kann so auf ein großes Netzwerk
zurückgreifen. Neben den über 15.000
Artikeln im eigenen Lager, können die
Kunden online aus bis zu 4 Millionen
Produkten wählen. Davon sind 200.000
deutschlandweit innerhalb von 48 Stunden
verfügbar.
Das BIHLER-Gen
Rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
beschäftigt das mittelständische
Familienunternehmen aus dem Fuggermarkt
Babenhausen. Viele davon arbeiten
bereits seit Jahren oder sogar Jahrzehnten
für den Betrieb. Was genau macht also
BIHLER aus? Fragen wir doch die vier
Mitarbeiter, die vor 50 Jahren ihre Ausbildung
bei BIHLER begonnen haben und
nun jeweils auf ein halbes Jahrhundert
Betriebszugehörigkeit zurückblicken.
Werner Sutter,
Vertriebsgebietsleiter (2. von links)
„Nach der Ausbildung habe ich mich
selbst in den Außendienst eingearbeitet
und fahre seit 45 Jahren zu den Kunden.
Es war mir immer wichtig, in einem familiengeführten
Betrieb zu arbeiten. Ich
schätze die freundschaftliche Atmosphäre
im Team und dass wir alle an einem
Strang ziehen. Außerdem kann ich mich
zu 100 Prozent auf die hohe Fachkompe
Viermal 50 Jahre BIHLER-Kompetenz: Josef Sailer,
Werner Sutter, Rudolf Hackenberg, Rudolf Hacker (v.l.n.r.)
40 2 Unterallgäu
Werner Sutter (2. von rechts) mit seinem
flotten Außendienst-Nachwuchs
Über 15.000 Artikel werden im eigenen Lager
in Babenhausen vorgehalten.
tenz und Erfahrung meiner Innendienst
Kolleginnen und Kollegen verlassen.
BIHLER steht für Kontinuität und persönlichen
Kontakt, beim Handwerker
wie im Industriebetrieb. Ein Kunde nannte
mich kürzlich „das Gesicht der Firma
BIHLER im Allgäu“, das hat mich sehr
stolz gemacht.“
Rudolf Hackenberg, Bereichsleiter
Installationstechnik (2. von rechts)
Das „Installationslexikon auf zwei Beinen“,
wie er liebevoll genannt wird,
schätzt vor allem die Vielseitigkeit der
Aufgaben bei BIHLER. „Ich entwickle
gerne zusammen mit unseren Kunden
die besten Lösungen für ihre Projekte. Es
ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen,
ein produktives Miteinander. Ganz wichtig
ist mir das Kundenvertrauen und die
damit verbundene Würdigung und Wertschätzung
meiner Arbeit. Kundenzufriedenheit
hat für mich oberste Priorität,
denn nur zufriedene Kunden kommen
wieder.“
Rudolf Hacker, Bereichsleiter
Kabel/Leitungen (1. von rechts)
„Kurze Entscheidungswege,
eigenverantwortliches Handeln,
große Fachkompetenz und
gegenseitige Unterstützung – das
macht BIHLER aus.“
Markus Ammann, Geschäftsführer
„Mein Vater hat über 40 Jahre lang bei
BIHLER gearbeitet und ich habe ihn
schon als kleiner Bub begleitet. Mein Berufsweg
war quasi vorgezeichnet. Bereut
habe ich es nie. Für mich ist das freundschaftliche
Miteinander hier im Betrieb
besonders wichtig. Es gibt keine strikte
Trennung zwischen Einkauf und Verkauf.
Ich mag es, dass bei BIHLER eigenverantwortliches
Handeln gefragt ist. Die kurzen
Entscheidungswege verschaffen uns
oft Vorteile gegenüber Mitbewerbern.
Die Kunden schätzen unsere Schnelligkeit,
gerade in Zeiten, in denen Lieferengpässe
oft ganze Baustellen lahmlegen.“
Josef Sailer, Abteilungsleiter
Licht/Leuchten (1. von links)
„Teamarbeit ist mir sehr wichtig. Ich
glaube, dieses Miteinander macht das
BIHLERGen aus. Wir arbeiten Hand in
Hand und uns gegenseitig zu. Für mich
war es besonders schön, ein „Eigengewächs“,
das wie ich die Ausbildung bei
BIHLER gemacht hat, als meinen Nachfolger
aufzubauen. Obwohl ich offiziell in
Rente bin, komme ich noch an zwei Tagen
in der Woche zur Arbeit und freue
mich, weiterhin meine Expertise teilen
zu können, denn ‚Licht‘ ist und war schon
immer meine Leidenschaft.“
Bei BIHLER wird diese Expertise hochgeschätzt.
Sowohl das Unternehmen als
auch die Kunden profitieren davon. Die
Nachwuchskräfte lernen vom Erfahrungsschatz
ihrer Kollegen und bekommen
so das BIHLERGen quasi eingehaucht.
Von Anfang an sind die Azubis
Teil der BIHLERFamilie, einem Unternehmen,
das Zukunft hat und Lösungen
liefert.
Claudia Horber
Weitere Informationen
zur Ausbildung bei BIHLER
BIHLER GmbH & Co.KG
BIHLER GmbH & Co.KG
Schöneggweg 15
87727 Babenhausen
Telefon 08333 309-0
info@bihler-co.de
www.bihler-co.de
BILDER: BIHLER GMBH & CO.KG
Unterallgäu
41 3
Bad Wörishofen/Hartenthal | Gasthof
Wo schon Pfarrer
Kneipp gerne Gast war
Der Hartenthaler Hof – ein Ausflugslokal mit langer Tradition,
herrlichem Panoramablick und Wohlfühlatmosphäre
Auf einer kleinen Anhöhe knapp fünf Kilometer außerhalb
Bad Wörishofens gelegen, ist der Hartenthaler Hof ein beliebtes
Ausflugsziel für Naturliebhaber, Wanderer, Rad und Motorradfahrer.
Der schattige Biergarten mit seinem wunderschönen Panoramablick
auf die Alpen lädt zum Verweilen ein und Gastwirt Markus Schüll
verwöhnt seine Gäste mit schwäbischen Leckereien, hausgemachten
Kuchen und den traditionellen RiesenWindbeuteln, einer Spezialität,
für die viele Gäste immer wieder nach Hartenthal kommen.
Die traditionellen
Riesen-Windbeutel
„Die Natur ist die beste Apotheke.“
(Sebastian Kneipp)
Gemütliche Tische und Bänke unter
großen, schattenspendenden Bäumen.
Ein kleiner Kräutergarten, in dem es
blüht und herrlich duftet. Leckere Gerichte
aus der schwäbischen Küche,
frisch zubereitet auf einem großen, alten
Holzherd. Und dazu noch die wunderschöne
Aussicht auf die Alpen. Im
Gasthof Hartenthaler Hof kommen
Körper, Geist und Seele auf ihre Kosten.
„Ganz im Sinne Kneipps möchten wir unseren Gästen
nicht nur kulinarischen Genuss bieten,
sondern auch Erholung für Geist und Seele.“
Markus Schüll, Gastwirt und Koch im Hartenthaler Hof
„Mir ist wichtig, dass sich unsere Gäste
wohlfühlen“, sagt Markus Schüll, der
den 1873 von seiner UrUrgroßmutter
eröffneten Traditionsgasthof in fünfter
Generation führt. Mit viel Liebe, Herzblut
und Blick für Details hat er die
Räumlichkeiten renoviert und dabei
den urgemütlichen Charme des Gasthauses
erhalten. Eine riesige Aufgabe, die
allein kaum zu stemmen gewesen wäre.
Deshalb schickt er ein herzliches „Vergelt’s
Gott“ an alle Freunde, Nachbarn
und Gönner, die ihn unterstützt haben.
Platz bietet der Hartenthaler Hof in
Gaststube und Nebenzimmer für etwa
100 Personen. Ideal für Firmenfeiern
und stimmungsvolle Weihnachtsessen,
Fa milienfeiern wie Geburtstage, Taufen
oder Kommunion. Der Biergarten bietet
weitere 60 Plätze, die an schönen Sommertagen
schnell belegt sind. Wer also sicher
gehen möchte, dass er ein schattiges
Plätzchen bekommt, reserviert vor.
42 2 Unterallgäu
Ließen es sich schon damals im Hartenthaler Hof
gutgehen: Pfarrer Kneipp mit dem ehemaligen Kurdirektor
von Bad Wörishofen.
Die gemütliche Gaststube wurde liebevoll renoviert.
„Wer lange leben will, muss vernünftig essen.“
(Sebastian Kneipp)
Markus Schüll legt viel Wert auf saiso
nale und regionale Küche. Täglich gibt
es den „KneippTeller“. Mal ist es Tafelspitz,
mal sind es leckere Krautkrapfen
oder zartes Zanderfilet, immer frisch
zubereitet. Auch die Kuchen und Torten
bäckt der Wirt zusammen mit seiner
Mutter selbst und die RiesenWindbeutel,
gefüllt mit Sahne, Eis und Kirschen, sind
ein Gedicht.
Im schönen Biergarten haben circa 60 Gäste Platz.
Der Hartenthaler Hof hat von Samstag
bis Mittwoch jeweils von 12 bis 18 Uhr
geöffnet. Private Feierlichkeiten nimmt
der Gastwirt auch außerhalb der Öffnungszeiten
an. Außerdem plant der
gelernte Koch einen kleinen Kiosk, um
hungrige und durstige Wanderer oder
Radfahrer auch dann versorgen zu
können, wenn der Gasthof geschlossen
hat. „Wie so viele andere Betriebe
kämpfen auch wir mit Personalmangel“,
sagt er bedauernd.
„Erst nachdem man ihre Seele in Ordnung
gebracht hat, wurden auch ihre körperlichen
Leiden gebessert.“
(Sebastian Kneipp)
Nicht nur die herrliche Lage und der
Panoramablick machen den Hartenthaler
Hof besonders. Überrascht ist man
sicherlich, dass die schwäbischen
Schman kerln gelegentlich von einem
Pater serviert werden. „Immer wieder
kommen Menschen hierher, die in
schwierigen Lebenssituationen stecken,
wichtige Entscheidungen zu treffen
haben oder einfach eine kleine Auszeit
vom Alltag brauchen“, erzählt der
Gastwirt. „Hier in Hartenthal finden
sie Ruhe und neue Kraft.“
Während der leidenschaftliche Koch
den Gästen den Körper stärkt, hat Pater
Walter, wenn gewünscht, den ein oder
anderen Impuls für Geist und Seele.
Weil diese Ganzheitlichkeit nicht nur ein
Trend der heutigen Zeit ist, sondern
schon vor 200 Jahren von Sebastian Kneipp
erkannt und angewendet wurde, gründete
Markus Schüll den Verein „Pfarrer
Kneipp – Körper, Geist und Seele“,
um die Lehren Kneipps weiterleben zu
lassen.
Hartenthal ist hierfür der ideale Ort,
auch der „Wasserdoktor“ war selbst gerne
Gast bei Schülls UrUrgroßeltern im
Hartenthaler Hof. Wer sich also etwas
Gutes tun möchte, setzt sich einfach –
wie Sebastian Kneipp damals – in die
Gaststube, lehnt sich an den Kachelofen
und lässt bei leckerem Essen Geist und
Seele baumeln.
Claudia Horber
Gasthof Hartenthaler Hof
Familie Schüll
Hartenthal 2
86825 Bad Wörishofen
Telefon 08247 9979730
www.hartenthaler-hof.de
BILDER: LANDGASTHOF HARTENTHAL,
ANDREA SCHEUNGRAB
Unterallgäu
43
Unterallgäu | Hochwasserschutz
Wettlauf mit der Zeit
Bis 2030 soll das Gesamtsystem zum Hochwasserschutz im Unterallgäu stehen
Hochwasser-Rückhaltebecken Engetried im Juni 2024
© WASSERWIRTSCHAFTSAMT KEMPTEN, 2024
Die Schwelk überschwemmte am 1. Juni 2024 komplett
die Straße in Frechenrieden, die hinter dem gerade noch
sichtbaren Geländer liegt, und setzte Keller unter Wasser.
© VEVI BIRKENMEIER
Das Hochwasser Anfang Juni 2024 hat viele Menschen und Unternehmen im Unterallgäu schwer getroffen. Ein Blick auf die
Gewässerkarte zeigt: Im Unterallgäu bildet die Günz das bedeutendste Gewässer, zumal sie einschließlich ihrer Zuflüsse das längste
Bachsystem in Bayern formt. Bereits 2014 wurde das zuständige Wasserwirtschaftsamt Kempten mit dem Bau eines Schutzsystems aus
fünf Hochwasser-Rückhaltebecken und innerörtlichen Schutzbauwerken beauftragt. Bis 2030 sollen die maßgeblichen Rückhaltebecken
fertig sein, und dann Schutz vor einem 100-jährigen Hochwasser plus 15 Prozent Zuschlag für Folgen des Klimawandels geben.
Rückhaltebecken Frechenrieden
Fast ein Jahr nach dem Hochwasser ging
das Rückhaltebecken bei Frechenrieden
laut Wasserwirtschaftsamt Kempten im
Juli 2025 in den Betrieb. „Alle Maßnahmen
sind jetzt fertig, das Becken kann bei
Hochwasser nun auch von uns eingesetzt
werden“, erklärte Bernhard Simon, Leiter
des Wasserwirtschaftsamts. Beim Hochwasser
2024 hatte sich die Schwelk,
ein Zufluss zur östlichen Günz, binnen
Stunden von einem gemütlich dahinfließenden
Bach in einen reißenden
Strom verwandelt. In Frechenrieden
konnten sich am Samstagmorgen Helfer
nur noch per Boot bewegen, am nächs
ten Morgen war die Durchgangsstraße
wieder frei.
Rückhaltebecken Sontheim und Westerheim
Der Bau des vierten Beckens, das Rückhaltebecken
bei Sontheim, startete im
Juli 2025 – im Sommer 2027 soll es einsatzbereit
sein. Das Rückhaltebecken bei
Westerheim wartete bei Redaktionsschluss
im Juli 2025 auf die Genehmigung
seitens des Landratsamtes Unterallgäu.
Es soll 2027 in Bau gehen und das Hochwasser-Schutzsystem
bis 2030 komplettieren,
wie das Wasserwirtschaftsamt
Kempten mitteilt.
44 Unterallgäu
Hochwasser-Rückhaltebecken Eldern im Juni 2024
© WASSERWIRTSCHAFTSAMT KEMPTEN, 2024
Hochwasser-Rückhaltebecken
entlang der Günz*
1. Rückhaltebecken Eldern
Bauzeit: 2018–2020
Rückhaltevolumen: 1,6 Mio. m 3
Dammhöhe: 11 m
Kosten: ca. 16 Mio. €
Ursachenforschung
Laut Daten des Deutschen Wetterdienstes
ergossen sich beim Hochwasser
30. Mai/1. Juni 2024 Regenmengen über
das Unterallgäu, die statistisch deutlich
über einem 100-jährlichen Ereignis lagen.
Es habe sich um eine sogenannte Vb
(„Fünf Be“) Wetterlage gehandelt. Dabei
zieht ein Tiefdruckgebiet mit hohem
Extrempotenzial vom Golf von Genua
im westlichen Mittelmeer nordostwärts
über die Alpen bis nach Mitteleuropa.
An seinen Grenzflächen regnet es meist
ergiebig – umso heftiger, je langsamer
das Tief zieht. Bereits in den 30 Tagen
vor diesem anhaltenden Regen sei der
Boden durch Niederschläge vollständig
gesättigt gewesen und habe daher kein
Bau des Hochwasserrückhaltebeckens Frechenrieden
© WASSERWIRTSCHAFTSAMT KEMPTEN, 2025
Wasser mehr aufnehmen können, er
klärt zudem das Wasserwirtschaftsamt
Kempten. Deshalb seien die Niederschlags
mengen von bis zu 120 Millimeter
in 48 Stunden fast vollständig in die
Gewässer geflossen, was die großen Schäden
verursacht habe: In Baben hausen,
obwohl dort der ergänzende innerörtliche
Hochwasserschutz bereits vorgezogen
und 2022/23 mit 440.000 Euro Investitionskosten
realisiert worden war. Für
die am stärksten von den Überschwemmungen
betroffene Gemeinde erhöht
sich nun mit jedem weiteren Rückhaltebecken
der technische Hochwasserschutz.
Vollständig erreicht wird er erst
2030 mit dem Abschluss sämt licher
Rückhaltebecken entlang der Günz.
Sigrid Leger
2. Rückhaltebecken Engetried
Bauzeit: 2021–2024
Rückhaltevolumen: 1,5 Mio. m 3
Dammhöhe: 9 m
Kosten: ca. 13 Mio. €
3. Rückhaltebecken Frechenrieden
Bauzeit: 2023–2025
Rückhaltevolumen: 1,1 Mio. m 3
Dammhöhe: 7 m
Kosten: ca. 13 Mio. €
4. Rückhaltebecken Sontheim
Bauzeit: 2025–2027 (geplant)
Rückhaltevolumen: 1,4 Mio. m 3
Dammhöhe: 7 m
Kosten: ca. 12,5 Mio.€
5. Rückhaltebecken Westerheim
Bauzeit: 2027–2029 (geplant)
Rückhaltevolumen: 1,8 Mio. m 3
Dammhöhe: 8 m
Kosten: ca. 10 Mio. €
* lt. Wasserwirtschaftsamt Kempten
Unterallgäu
45
Kirchheim | Präzision in Kunststoff
Das Firmengebäude in exponierter Höhenlage von Kirchheim.
Kunststoff gestalten
– Zukunft formen
Von der Garagenfirma zum Global Player:
die Franz Wolf Kunststoffverarbeitung GmbH aus Kirchheim
Was vor 55 Jahren als kleiner Betrieb in einer Kirchheimer Garage begann, hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem führenden
Spezialisten in der Herstellung technischer Präzisionsteile im Spritzgussverfahren entwickelt. Die Franz Wolf Kunststoffverarbeitung GmbH
fertigt technische Kunststoffteile in höchster Präzision und beliefert Kunden auf der ganzen Welt.
Wachstum, Innovation und eine klare Vision
Die Geschichte des Familienbetriebs
beginnt bescheiden: 1970 gründeten
Franz und Elisabeth Wolf in der heimischen
Garage ein kleines Unternehmen
mit drei Spritzgussmaschinen für die
Herstellung von Kunststoffteilen. Zu
erst wurden lokale Aufträge bedient,
doch dank des Engagements der Gründer
und des stetig wachsenden Teams
sprach sich die Qualität der Produkte
schnell herum und bereits ein Jahr
später er folgte der Umzug an den jet
zigen Standort nordöstlich von Kirchheim.
Im Laufe der Jahre investierte das Unternehmen
kontinuierlich in modernste
Technologien und Fachwissen und hat
sich mit seinem klaren Bekenntnis für
46 2 Unterallgäu
Kleine Präzisionsteile mit großer Wirkung,
beispielsweise in der Automobiltechnik.
Der Knickarmroboter setzt die Kunststoffteile in Trays.
Präzision, Zuverlässigkeit und Innovation
einen festen Platz in der Branche
erarbeitet.
Herzstück des Familienbetriebs ist der
eigene Werkzeug- und Formenbau, der
es ermöglicht, maßgeschneiderte Lösungen
anzubieten und die Qualität der
Produkte immer weiter zu steigern. In
enger Zusammenarbeit mit Produktion
und Qualitätssicherung können so
selbst komplexe Projekte effizient umgesetzt
und auf Kundenwünsche flexibel
reagiert werden.
„Um unsere Wertschöpfung
zu erhöhen, setzen wir
auf Automation und Robotik
und können so immer mehr
nachgelagerte Prozesse integrieren.“
Moritz Kaiser, Geschäftsführer
Unterallgäu
47 3
Meilensteine des Unternehmens
Franz Wolf Kunststoffverarbeitung
GmbH
1970 Gründung durch Franz und
Elisabeth Wolf
1975 Bau der ersten
Produktionshalle
1986 Einrichtung des eigenen
Werkzeugbaus
1998 Zertifizierung ISO DIN EN ISO
9001/EMAS
2002 Zertifizierung
ISO TS 16949 / ISO 14001
2008 Einführung der ersten vollautomatisierten
Fertigungszelle
2011 Ernennung zum „Preferred
Supplier“ von Bosch
2018 Zertifizierung IATF 16949
2025 Anschaffung des ersten
Knickarmroboters
„Wir sind stolz darauf, seit
vielen Jahren „Preferred Supplier“
der Robert Bosch GmbH zu sein.“
Petra Kaiser, Geschäftsführerin
Qualität neu gedacht
Das inzwischen in dritter Generation
geführte Familienunternehmen legt seinen
Schwerpunkt auf ein Ziel, das für
den langfristigen Erfolg unerlässlich
ist: die Zufriedenheit seiner Kunden.
Die Geschäftsleitung mit Petra Kaiser,
Moritz Kaiser und Dr. Michael Hofmann
ist sich einig: „Qualität ist für uns
mehr, als ein technisch hochwertiges,
fehlerfreies Produkt zu liefern. Es bedeutet
für uns, dass wir uns ständig
weiterentwickeln und für unsere Kunden
wettbewerbsfähige Konzepte und
Lösungen für die Zukunft entwerfen.“
Das Engagement für Qualität und Kundenzufriedenheit
wird durch zahlreiche
Zertifizierungen bestätigt. Nicht umsonst
ist das Familienunternehmen seit
vielen Jahren „Preferred Supplier“ der
Robert Bosch GmbH, einem der weltweit
größten Automobilzulieferer. „Für
einen Betrieb unserer Größe ist das
schon von besonderer Bedeutung“, betont
Petra Kaiser. Um diese Partnerschaft
aufrechtzuerhalten, müssen die
Voraussetzungen kontinuierlich erfüllt
und in regelmäßigen Audits nachgewiesen
werden. Zertifizierungen wie
ISO 9001, ISO 14001 und die Automotivespezifische
IATF 16949 unterstreichen
die hohen Standards, die das
Unternehmen in Qualität und Nachhaltigkeit
setzt.
48 Unterallgäu
Werkzeugbau
Messlabor
Verwaltung Logistik Produktion
Globale Ausrichtung und neue Technologien
„Ein wesentlicher Grund für unseren
Erfolg sind unsere engagierten und langjährigen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“,
ist sich Petra Kaiser sicher. Das
36köpfige Team übernimmt für die
Kunden aus Automobilindustrie, Elektronik,
Elektrotechnik und vielen anderen
Branchen nicht nur Planung und
Produktion, sondern auch Disposition
und Logistik. Gerade in diesem Bereich
sieht das Unternehmen große Chancen
für die Zukunft.
„Wir setzen auf Automation und Robotik,
um nachgelagerte Prozesse zu integrieren
und so unsere Wertschöpfung
zu erhöhen“, erklärt Moritz Kaiser. Ein
aktuelles Beispiel dafür ist die Umstellung
bei der Verpackung: Bisher wurden
die Teile als Schüttgut geliefert, jetzt
sollen sie einzeln in Trays verpackt werden
– eine Aufgabe, die manuell kaum
zu bewältigen wäre. Deshalb wurde
der erste Knickarmroboter angeschafft
und erfolgreich in die Produktion in tegriert.
Denn das Unternehmen punk
tet nicht nur mit 55 Jahren Erfahrung
und einem klaren Bekenntnis zu Qualität,
sondern auch mit Innovations
geist und dem Mut, neue Wege zu beschreiten,
um auch in Zukunft für seine
Kunden ein zuverlässiger Partner für
technische Präzisionsteile im Spritzgussverfahren
zu sein.
n
Franz Wolf
Kunststoffverarbeitung GmbH
Senderweg 1
87757 Kirchheim
Telefon 08266 8605-0
info@franzwolf.de
www.franzwolf.de
BILDER: FRANZ WOLF KUNSTSTOFFVERARBEITUNG GMBH
Unterallgäu
49 5
Memmingen | Technikerschule für Elektro- & Maschinenbautechnik
Hand anlegen erwünscht!
Die Industrie-4.0-Anlage der Technikerschule Memmingen ist fest in den Lernalltag integriert
„Nur anschauen, nicht berühren“ – dieser Spruch gilt ausdrücklich NICHT für die
Industrie4.0Anlage der Technikerschule Memmingen. Im Rahmen des Studiums
der Elektrotechnik sowie des Maschinenbaus gehört es zum festen Bestandteil,
an der Anlage zu arbeiten und Arbeitsaufträge zu erfüllen.
Die modular aufgebaute Industrie4.0
Anlage stammt vom LernfabrikHersteller
Festo. Ausgestattet ist sie mit 14 Modulen
in zwei ringförmig angeordneten
Produktionsstraßen sowie einem mobilen
Robotersystem, dem autonom fahrenden
Robotino. Zusätzlich zur Festoeigenen
Steuerung wurde die Anlage mit
einer Siemens Logo Steuerung versehen,
die in der Industrie bei der Lösung zahlreicher
Automatisierungsaufgaben zum
Einsatz kommt. „Damit lehren wir eng
orientiert an den Bedürfnissen der Allgäuer
Industrieunternehmen, in denen
unsere Technikstudierenden später einmal
tätig werden“, erklären die Lehrkräfte
Reimar Franke, Marcus Wießner und
Manuel Fischer.
„Unsere Industrie-4.0-Anlage
bereitet unsere Studierenden
perfekt auf ihre späteren Aufgaben
als Techniker in der Elektrotechnik
und im Maschinenbau vor.“
Marcus Wießner, Manuel Fischer, Reimar Franke
Lehrerkräfte-Team Industrie 4.0
der Technikerschule Memmingen
Federführend, mit viel persönlichem En
gagement und unterstützt von der kompletten
Lehrerschaft, haben die drei das
ursprüngliche Anschauungsobjekt in eine
StateoftheArtAnlage für den praktischen
Einsatz umgewandelt. So gehören
etwa ein automatisiertes Hochregallager,
visuelle Prüfungen mit KIunterstützten
Kameras oder eine Einheit mit pneumatischem
Muskel zur Grundausstattung.
Palettenträger mit RFIDChip auf einem
Förderband bestimmen die individuellen
Eigenschaften eines jeden Produkts, das
auf der Anlage gebaut wird. Häufiges
Übungsobjekt: ein Smartphone.
Die Industrie-4.0-Anlage der Technikerschule Memmingen besteht
aus 14 Modulen sowie dem autonom fahrenden Robotino.
Beispiele für Arbeitsaufträge
• Fehlersuche bei Störungsmeldungen
• Umbau von Steuerungen
• Adaptionen einzelner Module
• Umbau von Antrieben
• Integration neuer Module
Das Video zeigt
Einblicke in den
Unterricht an der
4.0-Anlage:
Die Station „Wenden“ wird nach einer Adaption wieder in
Betrieb genommen.
Nicht nur für interne Lernprojekte, auch
für praktische FacharbeiterPrüfungen
wird die Anlage gerne von den Prüfungskommissionen
genutzt. Zuletzt etwa fand
hier die MechatronikerAbschlussprüfung
statt, bei der die angehenden Mechatroniker
eine Sicherheitseinrichtung in ein
Anlagenmodul integrieren mussten.
Sigrid Leger
Staatliche Technikerschule Memmingen
Bodenseestraße 45
87700 Memmingen
Telefon 08331 9790-0
verwaltung@ts-mm.de
www.ts-mm.de
BILDER: STAATLICHE TECHNIKERSCHULE MEMMINGEN
50 2 Unterallgäu
Schlusswort
Kleiner Verein,
großartiges Fest
Wenn Verein und Dorf an einem Strang ziehen …
Impressum
Verlag
TT VERLAG GmbH
St.-Mang-Platz 1
87435 Kempten
Telefon 0831 960151-0
Telefax 0831 960151-29
info@tt-verlag.de
www.tt-verlag.de
Geschäftsinhaber/-leitung
Thomas Tänzel (gesamtverantwortlich)
AWM-Redaktion
Claudia Horber, Sigrid Leger,
Anna Keller, Meike Winter
AWM-Medienberatung
BILD: STEPHAN HUBER PHOTOGRAPHY
Thomas Tänzel ......................... 0831 960151-10
Simone Kaneider ..................... 0831 960151-13
Andrea Scheungrab ................ 0831 960151-15
Simon Schmalholz .................. 0831 960151-16
Druckvorstufe und Druck
Zweimal musste der Musikverein
Frechenrieden im Unterallgäu das Bezirksmusikfest
in der Coronazeit verschieben.
Beim dritten Mal, im Mai
2025 klappte es, und das auch noch
pünktlich zum 150-Jahr-Jubiläum: 12.000
Besucher waren vier Tage lang zu Gast
in einem Dorf mit 600 Ein wohnern
beim Musikfest eines Vereins mit gerade
einmal 60 Mitgliedern.
Ich bin kein Vereinsmeier und zugegebenermaßen
kein echter Freund volkstümlicher
Musik. Zum Leidwesen
meines Vaters, Dirigent der Jugendkapelle
in meinem Heimatort, und so
mancher Freundinnen und Freunde. Ich
spielte und hörte halt lieber Cat Stevens,
Georg Danzer, Manfred Mann‘s Earth
Band.
Was der Musikverein Harmonie in
Frechenrieden mit der Organisation des
Bezirksmusikfestes aber auf die Beine
gestellt hat, beeindruckt mich schwer.
Ein viertägiges Fest, das mit Frühschoppen,
After-Work-Party, MusicActs und
Oktoberfeststimmung Jung und Alt abholte,
an dem sich beim Festumzug
mehr als 30 weitere Musikkapellen und
30 andere Gruppen beteiligten, ein imposanter
Gemeinschaftschor aus über
1.500 Musikerinnen und Musikern – es
ist unglaublich. Das spricht für die
Musik, das Miteinander im Verein und
das ganze Dorf. Und öffnet mir als
„Zuagroaste“ das Herz für das Unterallgäu
und seine Menschen.
Danke, ihr Frechenriedener! Vielleicht
hätte ich doch auf meinen Papa hören
sollen?
Sigrid Leger
Holzer Druck und Medien GmbH + Co. KG
88171 Weiler-Simmerberg
www.druckerei-holzer.de
Magazin-Layout
inallermunde GmbH
88299 Leutkirch im Allgäu
www.inallermunde.de
Bankverbindung
Sparkasse Allgäu
IBAN: DE94 7335 0000 0514 2694 06
BIC: BYLADEM1ALG
Urheber- und Verlagsrecht
© 2025 ............................................TT Verlag GmbH
© Layout und Konzept ...........TT Verlag GmbH
© für Logo .................................... TT Verlag GmbH
Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit Genehmigung
des Verlages. Für unverlangt eingesandte
Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Namentlich
gekennzeichnete Beiträge kennzeichnen
nicht die Ansicht der TT-Verlags-Redaktion.
Unterallgäu
51
Natürlich.
Nachhaltig.
Neu bei uns.
NEU IN
KEMPTEN
Großer Kornhausplatz 3 | 87439 Kempten | 0831 62031 | kontakt@moebel-boeck.de