Kinder und Eltern 3/25
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Kinder und Eltern
DIE ZEITSCHRIFT DER WIENER KINDERFREUNDE
Nr. 3 / August 2025
www.wien.kinderfreunde.at
www.wienerkinderfreunde-aktiv.at
100 Jahre
Rote Falken
Seite 25
Beratung:
Wie Kinder mit Krisen
zurechtkommen
Seite 14 & 15
Foto: Philipp Tomsich
Wir feiern den Welttag des Kindes
23 Festplätze in der ganzen Stadt
Seite 3
EDITORIAL
AKTUELL
Welttag des Kindes 2025...................................3
Das war die Landeskonferenz 2025....................4
Tag der Kinderrechte.........................................4
Das Kinderfreunde-Musical 2025.......................5
Ferien vom Krieg...............................................5
Voneinander lernen: Die Praxiswoche 2025.......7
ELEMENTARBILDUNG
Wissensakademie............................................. 7
Leuchtturmkindergarten...................................8
Geschichten aus den Kindergärten............. 9–13
BERATUNG
Wie Kinder Krisen besser
bewältigen können................................. 14 & 15
Unsere Eltern-Kind-Cafés................................16
Vom Kindergarten in die Schule...................... 17
FREIZEIT
Ein barrierefreier Sommer...............................18
Das Computer-Clubhouse 3 wird 25................. 19
Fahrradtraining & mehr aus der Parkbetreuung...23
Rote Falken......................................................25
Unsere Spielplätze im Herbst...........................26
Familienzeit....................................................27
Impressum......................................................28
Im Sinne des Kinderschutzes und unserer
Verantwortung gegenüber Kindern und
Jugendlichen finden Sie in dieser Zeitung keine
Namen von auf Fotos abgebildeten Kindern und
Jugendlichen.
Mitte Juni wurde bei der Landeskonferenz des Vereins
Wiener Kinderfreunde ein neues Vorstandsteam
gewählt (Seite 4). Dabei haben sich einige engagierte
Kinderfreund:innen aus dem Vorstand zurückgezogen.
Auch wenn wir wissen, dass sie unserer Bewegung weiterhin
eng verbunden bleiben werden, möchte ich ihnen
an dieser Stelle von ganzem Kinderfreundeherzen
für ihr bisheriges Engagement danken!
Die Kinderfreunde in Wien wachsen nicht nur, sie haben
sich in den letzten Jahren auch stark verjüngt – wobei
auch die „Jungen“ teilweise schon seit ihrer Kindheit bei
den Roten Falken Teil unserer Bewegung sind. Warum,
liegt auf der Hand. Weil die Idee der Kinderfreunde-Bewegung
sinnstiftend ist und die gemeinsame Arbeit für
Kinder eine starke Gemeinschaft begründet hat. Daher
freue ich mich sehr, dass ich mit 95 % der Stimmen wieder
zum Wiener Landesvorsitzenden der Kinderfreunde
gewählt wurde. Ich freue mich sehr darauf, mit einem
großartigen, vielfältigen und engagierten Team auch
die nächsten vier Jahre der Wiener Kinderfreunde für
Kinder und Familien gestalten zu dürfen.
Abg. z. NR Christian Oxonitsch,
Vorsitzender
der Wiener Kinderfreunde
Wir starten gleich durch mit der Einladung von 6.000
Kindern zum kostenlosen Kinderfreunde-Musical 2025.
Heuer wird es auf den im Verlag Jungbrunnen erschienenen
Büchern „Die drei Stanisläuse“ basieren (Seite 5).
Dass in unseren Kindergärten Nachhaltigkeit großgeschrieben
wird, ist ebenfalls in dieser Kinder und Eltern
nachzulesen (Seite 10–13). Wie Kinder möglichst gut
durch Trennungs-Krisen ihrer Eltern kommen können
und was das Team der Kinderfreunde-Erziehungsberatung
und -Entwicklungsförderung sowie unsere sechs
Familienberatungsstellen und auch der Kindergarten
dazu beitragen können, erfährt man auf den Seiten
14– 16. Eines unserer Freizeitangebote für Kinder und
Jugendliche wird nun schon 25 Jahre alt: Das Computer-
Clubhouse Vienna (kurz CCV) im 3. Bezirk (Seite 19). Wir
laden alle herzlich ein, diesen Geburtstag mitzufeiern!
Christian Oxonitsch
Foto: Martin Votava
„Im Schatten der Werkstätten“ – das neueste Buch von Prof. Heinz Weiss
Prof. Heinz Weiss, vormaliger Landessekretär der Wiener Kinderfreunde und ausgewiesener Kenner der
Geschichte der Kinderfreunde und der Sozialdemokratie hat mit „Im Schatten der Werkstätten“ sein
neuestes Buch vorgelegt. Mit diesem Band halten wir die Neuveröffentlichung eines Textes des Politikers,
Pädagogen und Autors Otto Felix Kanitz in Händen, der 1932 erstmals erschien: Die Geschichte des Franzl
Lechner. Es ist ein wichtiges Zeitdokument, das uns Prof. Heinz Weiss hier wieder zugänglich macht,
erzählt es doch von den schwierigen Verhältnisse, in denen junge Menschen aus der Arbeiter:innenschaft
vor dem Ersten Weltkrieg ihre Ausbildung machen mussten. Kanitz,
der jüdischer Abstammung war, wurde im November 1938 verhaftet
und 1940 im KZ Buchenwald ermordet. Tatsächlich ist „Im Schatten
der Werkstätten“ aber nicht nur eine Neuauflage des Kanitz-Textes. Es
ist vielmehr ein Wendebuch, sprich, man muss es nur umdrehen, um
die Erläuterungen von Prof. Heinz Weiss zu lesen. Große Empfehlung!
Heinz Weiss: Im Schatten der Werkstätten
Illustrationen von Walter Langhammer
Verlag Echo Media
€ 20,00
ISBN: 978-3-903989-89-4
2
WIEN
AKTUELL
Foto: Philipp Tomsich
Feiert mit uns in ganz Wien:
Welttag des Kindes am 7. September
Wenn die Sommerferien langsam zu Ende gehen,
wissen die Kinder in Wien Bescheid: Es ist wieder Zeit
für den Welttag des Kindes und damit für 23 kunterbunte
Familienfeste in allen Bezirken der Stadt.
Illustration: Katharina Bauer
EINE STADT #FÜRALLEKINDER
Am Sonntag, dem 7. September 2025, wird heuer wieder gefeiert, und
alle Familien Wiens sind herzlich eingeladen! Das diesjährige Motto
der Feste, die von den ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen der Kinderfreunde-Bezirksorganisationen
gestaltet werden, ist: „Eine Stadt
#Für alle Kinder“. Damit wollen wir auch ein klares Statement setzen
– denn jedes Kind hat das Recht, alle Chancen und Möglichkeiten
wahrnehmen und ergreifen zu können, die sich in Wien bieten!
Das ist heute noch so aktuell wie schon vor gut einem Jahrhundert,
als sich die Kinderfreunde mit ihrer Gründung im Jahr 1908 das Ziel
setzten, wirklich jedem Kind Chancen auf ein gutes Leben zu ermöglichen
– und dabei auch Eltern auf vielfältigste Art und Weise zu
unterstützen.
Diesen Auftrag erfüllen die Kinderfreunde seitdem in Kindergärten
und Hortgruppen, bei zahlreichen Freizeitaktivitäten, in den Wiener
Parks und Wohnanlagen, in Beratungsstellen und mit einem vielseitigen
Ferienangebot für Kinder und Jugendliche mit und ohne
Behinderungen. Und das immer auch mit dem Ziel, alle sozialen,
kulturellen und sprachlichen Grenzen abzubauen – denn nur so kann
es sie geben, die Stadt für alle Kinder!
Alle Feste finden im Freien – und daher nur bei trockenem Wetter –
statt und bieten Programm für einen schönen Familiennachmittag:
Spiel- und Kreativstationen, Musik, Mitmachspiele, Speis und Trank
und vieles mehr. Der Eintritt ist frei.
Familienfeste in
allen 23 Bezirken
Wann und wo in eurem Bezirk die Familienfeste zum
Welttag des Kindes stattfinden, findet ihr hier:
wien.kinderfreunde.at
WIEN
3
AKTUELL
Fotos: Philipp Tomsich
Gemeinsam stark #fürallekinder
Mit dabei auf der Landeskonferenz waren nicht nur unsere
Geschäftsführung – Daniel Bohmann und Alexandra Fischer
(ganz links und ganz rechts auf dem Foto) –, sondern auch
der wiedergewählte Vorsitzende der Wiener Kinderfreunde
Christian Oxonitsch (2. v. l.) und die Ehrenvorsitzende
Erni Graßberger (6. v. re.). Den Hans-Mandl-Preis für ihr
jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement erhielten:
Prof. Heinz Weiss, Marcus Dohnal, Friedl Grundei, Reinhold
Eckhardt, Christian Morawek, Sepp Eichinger, Regina
Prechtl und Andrea Krischke-Bischof.
Alle vier Jahre kommen 150 Funktionär:innen der Wiener Kinderfreunde zusammen,
die aus allen Kinderfreunde-Bezirksorganisationen und anderen Teilen des
Vereins delegiert wurden. Sie schauen auf die letzten Jahre zurück, beraten über
die Zukunft der Organisation, wählen ihren neuen Vorstand und verabschieden
langjährige Funktionär:innen. All das geschah im Juni in besonderem Setting in
der Arena Wien: Ein Vorstand mit vielen neuen Gesichtern wurde gewählt und
gleichzeitig die altbewährte Spitze bestätigt – Christian Oxonitsch als Vorsitzender
und sein Präsidiumsteam leiten für weitere vier Jahre die Geschicke der Wiener
Kinderfreunde. Die Delegierten behandelten außerdem eine Vielzahl an thematischen
Anträgen, unter anderem zu den Themen Burschenarbeit in der Pädagogik,
für mehr Vielfalt in der Organisation oder einem Waffenverbot in Privathaushalten.
Im Zentrum stand ein mehrteiliger Leitantrag mit dem Titel „Wien. Die Stadt
#fürallekinder“, in dem Impulse der Kinderfreunde für die unterschiedlichsten
Bereiche der Stadtpolitik formuliert wurden und die inhaltliche Richtung für die
nächsten vier Jahre festgehalten wurde. Eins, zwei, drei, vier –
Kinderrechte wollen wir!
Der 20. November steht für alle Kinderfreunde-Gruppen in Österreich
wieder im Zeichen der Kinderrechte. Unter dem Aktionsmotto „1, 2,
3, 4 – Kinderrechte wollen wir!“ wollen wir noch mehr Bewusstsein
für das Thema schaffen. Denn: Auch 36 Jahre nach der Verabschiedung
der UN-Kinderrechtskonvention herrscht leider immer noch
Aufklärungsbedarf, was genau sich hinter dem Begriff verbirgt! Unser
Fokus liegt daher auf Aktionen im öffentlichen Raum. Vom Hissen der
Kinderrechte-Fahne bis zu einem selbst organisierten Kinderrechte-
Umzug oder einer Demo – auf welche Art ein deutliches oder sogar
lautes Zeichen gesetzt wird, möchten wir den Gruppen – vom Kindergarten
oder Hort über die Roten Falken bis hin zur Parkbetreuung
– selbst überlassen. Im September wird es dazu eine Info-Aussendung
an alle Gruppen und Einrichtungen geben – um sie zu animieren, ihre
eigenen Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Wir sind sehr gespannt
auf die Ergebnisse – überall im Land, am 20. November!
4
WIEN
AKTUELL
Das Kinderfreunde-Musical 2025:
Die drei Stanisläuse
Das Geheimnis ist endlich gelüftet … das heurige Kinderfreunde-Musical heißt:
DIE DREI STANISLÄUSE! Das Musical basiert auf dem Text von Vera Ferra-Mikura,
erschienen im Verlag Jungbrunnen. Es erzählt die gemeinsamen Abenteuer von
drei Generationen der Familie und thematisiert dabei familiäre Bindungen und den
Zusammenhalt der Generationen. Wie im Vorjahr zeichnet Caroline Richards für die
Regie verantwortlich, die Bühnenbearbeitung stammt von Stephan C. Lack, Michael
Hecht sorgt für die musikalische Umsetzung. „Die drei Stanisläuse“ als Musical
live zu erleben – dazu laden die Wiener Kinderfreunde 2025 und das Theater des
Kindes auch in diesem Jahr mehrere tausend Kinder kostenlos ins Wiener Raimund
Theater ein.
TERMINE: Am Montag, den 8. Dezember (Feiertag), gibt es zwei Vorstellungen:
Um 11.00 Uhr feiern wir die Welturaufführung des Kinderfreunde-Musicals
Die drei Stanisläuse im Raimund Theater, eine zweite
Aufführung gibt es um 14.00 Uhr. Die weiteren Vorstellungen sind am
Donnerstag, 11. Dezember, Mittwoch, 17. Dezember, und Samstag,
20. Dezember, immer um 14.00 Uhr. Kostenlose Zählkarten nur für
Kinder von 6 bis 12 Jahren gibt es ab Anfang November ausschließlich
bei den Wiener Kinderfreunden über www.kinderfreunde.at.
Wir danken der Wiener Städtischen für die Unterstützung
Illustration von Romulus Candea aus:
Der alte und der junge und der kleine Stanislaus
© 1962 Verlag Jungbrunnen Wien
Foto: Philipp Tomsich
Ferien vom Krieg
Schon oft hat unser Vorsitzender Christian Oxonitsch als Nationalratsabgeordneter
Menschen durchs Parlament geführt, doch dieser Rundgang lag ihm besonders
am Herzen. War er doch ein Teil des Besuches von 40 Kindern und ihren Müttern
aus der Kriegsregion der Ukraine, in dessen Rahmen sie auch den Tiergarten
Schönbrunn und den Prater besuchten und von Bürgermeister Dr. Michael Ludwig
ins Rathaus eingeladen wurden. Als Initiator der Aktion betont Oxonitsch: „Wir
haben in Österreich das Glück, dass ein Leben im Krieg schier unvorstellbar ist, für
Familien in der Ukraine ist das jedoch der Alltag. Wir wollen einen kleinen Beitrag
leisten, dass unsere Gäste für ein paar Tage diese schreckliche Realität vergessen
können!“ Bereits zum zweiten Mal organisierten die Österreichischen Kinderfreunde
die Aktion „Ferien vom Krieg“. Von Wien ging es für die Gruppe ins Kinderfreunde-Feriencamp
Döbriach am Millstätter See in Kärnten, um ein paar Tage Erholung
genießen zu können.
WIEN
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Arbeit im öffentlichen Raum
AKTUELL ⁄ ELEMENTARBILDUNG
Kurze Pause für die Kinderfreunde-Parkbetreuung
Ottakring
mit den beiden „Praktikant:innen“
(4. u. 5. v. l.)
FAIR – PLAY – TEAM
Voneinander lernen – das wird bei den Kinderfreunden großgeschrieben.
Das gilt auch für unsere Geschäftsführer:innen
Alexandra Fischer und Daniel Bohmann, die jeden Sommer
eine Praxiswoche in einem unserer Arbeitsbereiche absolvieren.
Heuer waren sie gemeinsam mit den Fair-Play-Teams und
der Parkbetreuung unterwegs und konnten dabei wertvolle
Einblicke in die sozialpädagogische Arbeit gewinnen. Ob im
Stillfriedpark oder am Yppenplatz, überall trafen und unterstützten
sie engagierte Mitarbeiter:innen, die mit viel Herz
und Haltung und pädagogischem Feingefühl arbeiten.
Mit den Fair-Play-Teams und der Parkbetreuung der Wiener Kinderfreunde
aktiv erlebten die beiden, was es heißt, für Kinder, Jugendliche
und auch Erwachsene im öffentlichen Raum da zu sein. Die
Fair-Play-Teams schaffen durch Zuhören und Präsenz Vertrauen und
gleichen unterschiedliche Interessen der Nutzer:innen des öffentlichen
Raums aus. Die Parkbetreuung bietet Kindern kreative und
sichere Räume für ihre Freizeitgestaltung und setzt Anreize. Was
Alexandra Fischer und Daniel Bohmann besonders berührt hat: Vielfalt
wird nicht nur akzeptiert, sondern gelebt und gefeiert. Danke
an alle unsere Teams für eure wichtige Arbeit im öffentlichen Raum!
Unsere Wissensakademie:
Spielerisch Talente entdecken!
Die Kinderfreunde-Wissensakademie, kurz WIAK, die 2010 mit einer wunderbaren
Idee begann, ist zu einer echten Erfolgsgeschichte geworden: Über 20.000 Kinder
zwischen 3 und 10 Jahren hatten bislang bei den Lernwerkstatt-Kursen der WIAK
die Chance, ihre Talente und Interessen zu entdecken … und diese zu entfalten.
Externe Expert:innen und Partnerinstitutionen wecken die Neugier für verschiedene
Themenfelder wie Naturwissenschaft, Mathematik, Physik, Technik, Kunst,
Musik, Sprachen und Tanz. Um jedem Kind diese wichtige Bildungschance zu
ermöglichen, gibt es Fördermaßnahmen (Individualstipendien), für deren Finanzierung
wir uns bei unserem langjährigen Partner, der Wirtschaftskammer Wien,
herzlich bedanken möchten. Welche Kurse für ihre Einrichtung am besten geeignet
sind, entscheiden die Kindergartenleitungen aufgrund unterschiedlicher Kriterien,
wie zum Beispiel der Interessen der Kinder oder der räumlichen Situation. Die
gebuchten Kurse werden dann stets beim Elternabend im September vorgestellt.
Das gesamte WIAK-Angebot und
weitere Infos gibt’s hier: kinderfreunde.at/wissensakademie
Fotos: Philipp Tomsich
WIEN
7
LEUCHTTURMKINDERGARTEN
„Wir beide sind glücklicher jetzt …“
Foto: Tamina Fischer
Illustration: Karin Blum
Kinder und Eltern berichtet regelmäßig
von Held:innengeschichten der Kinder
aus unserem Leuchtturm-Kindergarten.
Dieses Mal kommen die Eltern der
Held:innen zu Wort.
Frau Vasic, was beobachten Sie bei
ihre Tochter Helena (5), seitdem sie im
Leuchtturm-Kindergarten ist?
Helena ist viel selbstbewusster, das war sie
früher gar nicht. Jetzt hat sie auch endlich
richtige Freundschaften geschlossen. Wenn
ich sie vergleiche mit der Zeit von vor zwei,
drei Jahren, ist sie jetzt ein ganz normales
Regel-Kindergarten-Kind. Sie hat zwar
mit den Gefühlen teilweise noch immer
Probleme, aber das wird sich
auch rauswachsen, denn sie hat
sich sehr gut entwickelt, seitdem
sie im Leuchtturm-Kindergarten
ist. Sie passt sich wirklich an,
das hat ja früher gar nicht funktioniert.
Und mit fremden Kindern
oder so, das ging gar nicht.
Das ist jetzt alles überhaupt kein
Problem mehr. Sie ist viel ruhiger
geworden, nicht so stressig
wie früher. Ich kann wieder
arbeiten gehen, was für mich
auch sehr gut ist. Ich glaube,
wir sind beide glücklicher
jetzt, nicht mehr so frustriert.
Herr Greilinger, warum ist der Leuchtturm-Kindergarten
so wichtig für ihren
Sohn Phil (4)?
Ich glaube, dass es für die Kinder eine tolle
Sache ist, weil die unterschiedlichen Bedürfnisse
einfach noch mehr Berechtigung
bekommen. Und dass diese auch im Alltag
unter Anführungszeichen „üblicher“ sind
und dadurch gar nicht mehr so auffallen.
Der eine braucht die Berührung an der
Schulter, der andere braucht seine Ruhe
oder muss einen Kopfhörer aufsetzen oder
was auch immer. Und das geht hier halt
auch. Ich glaube das ist eine Erfahrung, die
gut ist für die Kinder. So beobachte ich das
auch bei Phil. Ich hoffe daher, dass das
Projekt weiter bestehen oder größer
werden kann.
Frau Nabil, was hat sich bei Ihrer
Tochter Jana* (4) verändert, seitdem
sie den Leuchtturm-Kindergarten
besucht?
Sie ist offener, viel sozialer als früher.
Früher hatte sie mehr Angst …
vor Kindern, Erwachsenen und der
Schaukel. Schritt für Schritt geht
es Jana* besser damit. Insgesamt
hat sich der Alltag verändert, zum
Beispiel die Sprache. Sie hatte
eine Verzögerung, sie spricht nun
mehr, auch Deutsch. Ich rede
Kinder im Leuchtturm-Kindergarten machen
merkbare Fortschritte, das erleben
Eltern wie Michael Greilinger, Elizabeta
Vasic und Saly Nabil sowie Leuchtturm-
Kindergarten-Leiterin Andrea Köhler und
Sozialarbeiterin Melissa Pomberger (v. l. n. r.)
mit Jana* arabisch, weil wir aus Ägypten
sind. Blau heißt „azraq“ …, aber wenn sie
vom Kindergarten kommt, sagt sie „blau“.
Sie spricht gerne. Daheim Arabisch und
im Kindergarten auch Deutsch. Das ist
mir wichtig. Und wenn ich frage „Jana,
wie geht es dir?“, dann sagt sie „gut“ und
zeigt mir die Gebärde dazu. Ergänzend
zum Leuchtturm-Kindergarten machen
wir auch viel zu Hause. Wir sprechen und
ich lasse sie zählen oder nachsprechen. Ich
habe bemerkt, es ist eine gute Kombination.
Kindergarten und Eltern zu Hause
gemeinsam. Wenn du zuhause alles alleine
machst, ist es sehr schwer. Der Kindergarten
ist eine gute Abwechslung und wichtige
Ergänzung.
Die Gespräche wurden von Andrea Köhler,
Leiterin der Einrichtung, und Melissa
Pomberger, Sozialarbeiterin im Leuchtturmkindergarten,
geführt.
* Der Name des Kindes wurde zu seinem
Schutz geändert.
8
WIEN
ELEMENTARBILDUNG
Foto: Philipp Tomsich
Die MAKER-Box fördert
Kreativität und Sprachentwicklung
Der „Stift“ erinnert ein wenig an eine
Heißklebepistole. Nur wird er mit bunten
Farben „geladen“, um z. B. Fensterbilder
zu gestalten, womit einige Kinder
am großen Basteltisch gerade beschäftigt
sind. „Wir machen auch Armbänder
und kleine Möbel und so!“, erzählen die
Kinder. Dann sind sie wieder voll konzentriert
bei der Sache.
Der 3D-Printing-Pen ist Teil der MAKER-
Box, die seit Ostern zur Ausstattung des
Betriebskindergartens der Wiener Städtischen
Versicherung gehört, der von den
Kinderfreunden am Salzgries im 1. Bezirk
geführt wird. Und diese MAKER-Box hat
es wortwörtlich in sich: In ihr finden sich
verschiedenste Geräte und Utensilien zum
kreativen Arbeiten, Tüfteln und Gestalten.
Von Kichererbsen und Zahnstochern, aus
denen 3D-Welten entstehen, bis hin zu
Elektrobausätzen wie dem „Wirbelwind“,
einer Bürste, die per kleinem E-Motor
durch den Raum vibrieren kann. Alle Inhalte
der MAKER-Box haben gemeinsam:
Sie bringen die Kinder dazu, vollkommen
Neues auszuprobieren, selbst aktiv und
kreativ zu werden.
„Daher lässt sich der Begriff ‚Maker‘ am
besten mit ‚Tüftler‘ übersetzen“, erklärt
Claudia Grabensberger. Sie gehört zu unserem
eTOM-Team, über das wir schon
berichtet haben. „eTOM – education for
tomorrow“ ist ein gemeinschaftliches Bildungskonzept,
für das wir mit Partnern in
anderen europäischen Ländern in einem
INTERREG-Projekt eng zusammenwirken.
Und so wurden die MAKER-Boxen
auch durch eTOM AT-HU finanziert –
und werden derzeit in neun Kinderfreunde-Einrichtungen
getestet.
Und das mit großem Erfolg, berichtet Iren
Komenda, Leiterin der Kindergärten Salzgries
und Schottenring – ebenfalls ein MA-
KER-Kindergarten, den die Kinderfreunde
für die Wiener Städtische führen: „Die Kinder
nehmen das Angebot begeistert an. Auch,
weil die Angebote die Kinder auf gleich zwei
Ebenen zusammenbringen: die älteren mit
den jüngeren – und auch sprachlich!“
Um das zu erläutern, zeigt sie uns den „Tellimero“:
einen elektronischen Stift, mit dem
die Kinder selbst Sprachaufnahmen machen
können – die abgespielt werden, wenn die
Stiftspitze auf den dazugehörigen Klebepunkt
gerichtet wird. Das hat die Hortkinder
inspiriert, ein Kinderbuch „einzusprechen“
und so mit Klebepunkten auszustatten, dass
die Kleineren die Geschichte selbst erkunden
können.
Der „Tellimero“ kann aber noch mehr: Die
Kinder zeigen uns das Bild einer Blume, das
umrandet ist von mehreren Klebepunkten.
Jeder Punkt steht für das Wort „Blume“ in
einer der Sprachen, die die Kinder mit in
den Kindergarten gebracht haben. So wird
auf spielerische Weise die Sprache und die
Kommunikation zwischen den Kindern
gefördert – ein elementares Ziel von eTOM
und den Wiener Kinderfreunden.
Michael Elsner
Mag. a Zwetelina Ortega ist eine unserer langjährigen
Partner:innen, wenn es um Sprachbildung
in den Kinderfreunde-Kindergärten geht.
In ihrer LIMU Academy bietet Zwetelina Ortega
Deutschkurse für Kinder von 2 bis 10 Jahren
an, in denen Kinder mit kreativen Methoden die
deutsche Sprache lernen, üben und anwenden.
Fixe Bestandteile der Kurse sind: Festigung und Erweiterung
von Wortschatz und Grammatik, beste
Vorbereitung für den Schuleinstieg und MIKA-D-
Test, Aufbau von Erzählkompetenzen und das Üben
von freiem Sprechen und Erzählen. Schnuppern
und Einzelunterricht ist jederzeit möglich.
Kursort: Koppstraße 103, 1160 Wien
Telefon: +43 676 9669775
E-Mail: academy@linguamulti.at
Web: www.limu.academy.at
WIEN
9
ELEMENTARBILDUNG
Hurra, wir haben
mehr Platz!
Großer Umzugstrubel im AK-Betriebskindergarten der Wiener
Kinderfreunde in der Plößlgasse auf der Wieden: Mit Hilfe der Kinder
wurden fleißig Umzugskartons gepackt und vom alten Gebäude in
die neue Heimat des Kindergartens gebracht – in die Container, bei
deren Aufstellung die Kinder vorher sogar zuschauen konnten. Als
letzter Schritt trug jedes Kind die eigene Portfoliomappe hinüber in
die Container – in Turnbeuteln, die von der Arbeiterkammer aus den
Vorhängen des alten Turnsaales genäht wurden. Die Kinder haben
sich sehr schnell eingelebt und fühlen sich wohl – nicht nur, weil
die Kinder der Kleinkindgruppe jetzt wesentlich mehr Platz haben,
was sich sehr positiv auf ihre Entwicklung auswirkt. Und auch die
Pädagog:innen waren positiv überrascht, wie hell und freundlich die
Container außen und innen sind. Wenn man drinnen ist, vergisst man
schnell, dass man sich in einem Containerbau befindet … zumal für
eine gute Belüftung und angenehme Wärme gesorgt ist.
Fotos: Philipp Tomsich
Happy Birthday,
Sir David Attenborough!
Welch herzerwärmende Überraschung für die jungen Umweltschutzheld:innen
unseres klimafit-Kindergartens Maschlgasse in der Donaustadt: Nachdem
die Kinder gemeinsam Ausschnitte aus den Dokumentationen von Sir Richard
Attenborough geschaut hatten, beschlossen sie, dem berühmten Naturfilmer zu
seinem 99. Geburtstag zu gratulieren. Sie schickten ihm ein verziertes Kuvert mit
Zeichnungen, einer Geburtstagskarte und einem Brief, in dem sie über ihre Aktivitäten
berichten. Der berühmte britische Naturfilmer hat sich tatsächlich mit einem
handschriftlichen Brief bedankt! „Attenborough ist den Kindern auf Augenhöhe
begegnet und hat sie sehr wertschätzend als das wahrgenommen, was sie sind:
interessierte Menschen. Die Kinder können noch nicht im vollen Umfang erfassen,
wer ihnen da geantwortet hat. Die maximal wertschätzende Geste spüren sie
allerdings schon jetzt“, berichtet Andreas Kirchner, der als Pädagoge in der
Maschlgasse immer wieder Projekte umsetzt, um die Kinder für den Arten- und
Umweltschutz zu sensibilisieren,
und fügt augenzwinkernd
hinzu: „Zu seinem 100.
Geburtstag laden wir ihn in
den Kindergarten ein!“
10
WIEN
ELEMENTARBILDUNG
Die kleine Meerjungfrau Ella
rettet ihren Großvater
Die kleine Meerjungfrau Ella lebt glücklich im
großen, weiten Meer – bis ihr Großvater eines Tages
schlimme Halsschmerzen bekommt. Und so muss Ella
den Schatz des Atlantis finden, denn der enthält das
Heilmittel. Diese spannende Geschichte haben sich
die Mädchen Josefine und Anna aus dem Kindergarten
Susanne-Schmida-Gasse 6 in der Donaustadt
ausgedacht. Gemeinsam mit den anderen Kindern
wurde sie nun auf ganz besondere Weise visualisiert:
mittels eines Schachtelbuchs. Im Atelier des Kindergartens
haben die Kinder, begleitet von Atelierleiterin
Julia Blümel, die Story in einer Schachtel Bild für Bild
nachgestellt und abfotografiert. Das Ergebnis: ein
wunderbares Bilderbuch. „Mit diesem Literacy-Projekt
fördern wir aktiv die Freude unserer Kinder an
Sprache, Kunst und Büchern“, betont Julia Blümel. In
der Elementarpädagogik steht Literacy für „das Heranführen
der Kinder an Literatur im Vorschulalter“.
Findet uns auch auf Social Media:
/KinderfreundeWien
@KinderfreundeWien
/WienerKinderfreundeAktiv
Müll trennen und vermeiden
Wie funktionieren eigentlich Mülltrennung und Müllvermeidung? Mit diesen Fragen
haben sich die Kinder unseres Kindergartens Polgarstraße in der Donaustadt
intensiv auseinandergesetzt. Betreut wurde das Projekt von Daniel Nittmann. „Uns
war wichtig, das Thema erlebbar und greifbar zu machen“, betont der Pädagoge.
„Wir haben uns spielerisch damit beschäftigt, welche
Müllsorten es gibt und in welche Mülltonnen sie
gehören.“ Höhepunkt war der gemeinsame Einkauf
fürs Projektabschlussfest: Die Gruppe des letzten
Kindergartenjahres besuchte dazu einen Unverpackt-Laden!
Und ist das Projekt wirklich nachhaltig?
„Ganz sicher“, so Daniel Nittmann: „Eltern
haben uns erzählt, dass die Kinder sie ‚zwingen‘,
den Müll endlich konsequent zu trennen!“
WIEN
11
Mit Riesenschritten
zum Sparziel.
Mit 4 % Smart Sparen Sparefroh
für Kinder bis 10 * .
* Aktion bis zum 10. Geburtstag des Kindes. Guthabenverzinsung: bis 4.000 Euro 4 % p. a. fix, darüber
hinaus 0,010 % p. a. fix. Maximale Einlagenhöhe 15.000 Euro. Nach dem 10. Geburtstag wird das
gesamte Guthaben mit 0,010 % p. a. fix verzinst. Pro Kind kann das 4 % Smart Sparen Sparefroh nur
einmal abgeschlossen werden, und zwar ausschließlich von der gesetzlichen Vertreter:in.
erstebank.at
ELEMENTARBILDUNG
Aus alt wird neu!
Kinder aus dem letzten Kindergartenjahr unseres Hauses am Rennbahnweg
27 in der Donaustadt haben ein besonderes Upcycling-Projekt ins Leben
gerufen: Mit großer Begeisterung haben sie aus alten Jeans und bunten Stoffresten,
die von den Eltern gespendet wurden, kleine Modekunstwerke geschaffen.
Mit etwas Unterstützung wurde aus ersten Skizzen echte Kleidung,
die beim Sommerfest auf dem Laufsteg präsentiert wurde, berichtet Claudia
Tovar, Leiterin des Kindergartens. Ein unvergesslicher Moment für Groß und
Klein und ein wichtiges Signal gegen die gegenwärtige Wegwerfkultur!
Was sind bitte Wildbienen?
Es gibt viel zu entdecken im Garten des Kinderfreunde-Kindergartens Ausstellungsstraße
in der Leopoldstadt – blühende Pflanzen, aber auch zahlreiche
Tiere tummeln sich dort. Besonders spannend sind die Wildbienen, denn
einige haben unter der Terrasse ein Zuhause gefunden. Grund genug, sich mit
den so nützlichen Insekten genauer zu beschäftigen. Die Jüngsten spielen
mit Bienen-Kuscheltieren und lauschen Sachbüchern, ältere Kinder haben
beim Bienen-Workshop im Augarten viel Wissenswertes über den Lebenszyklus
der so gut organisierten Tiere erfahren. „Aktionen wie unser Bienenprojekt
fördern das Verständnis für Natur und Umwelt, es hat bei den Kindern
definitiv das Bewusstsein für die Bedeutung von Bienen für unser Ökosystem
gestärkt“, betont Pädagogin Maxi Adorján, die das Projekt umgesetzt hat.
WIEN
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BERATUNG
Foto: Andrey Kuzmin – stock.adobe.com
Elterntrennung:
Konfliktfreie Zone Kindergarten
Wenn Eltern sich trennen, leiden sie
ebenso wie ihre Kinder. Sie alle erleben
einen großen, schmerzvollen Bruch, das
Leben ist plötzlich ein völlig anderes.
Das Auseinanderbrechen der Familie ist
eng verbunden mit starken Emotionen,
Ängsten, Sorgen, Wut und Trauer. Die
neue Situation, der neue Alltag muss
verarbeitet und bewältigt werden – vor
allem emotional.
Leider ist es schlicht unvermeidlich, dass
die Trennung der Eltern beim Kind durchaus
heftige Gefühle auslöst, auch wenn sich
alle Eltern wünschen, ihren Kindern diese
schwierigen Emotionen ersparen zu können.
Die Reaktionen der Kinder sind so unterschiedlich
wie deren Charaktere und Lebenswelten;
einige werden in der Folge
aggressiv und laut, andere Kinder ruhiger
und angepasster. Alle Kinder haben jedoch
eines gemein: Sie leiden unter der Trennung.
Daher ist eine feinfühlige Auseinandersetzung
mit ihnen wichtig, auch wenn
das Verhalten der Kinder mitunter sehr herausfordernd
sein kann. Und da kommt natürlich
auch der Kindergarten als wichtiger
Teil der Lebenswelt der Kinder ins Spiel …
Welche Unterstützung kann der
Kindergarten für Kinder in familiären
Krisen bieten?
• Stabilität & Routine: Während sich zu
Hause gerade alles verändert, bleibt der
Kindergartenalltag konstant. Das Erleben
des gewohnten Kindergartenalltags
samt seiner Rituale gibt dem Kind Sicherheit,
Orientierung und Halt.
• Emotionale Unterstützung: Wenn Pädagog:innen
die Reaktionen des Kindes
als Ausdruck innerer Not auf die familiäre
Krise verstehen, können sie das
Kind bestmöglich im Umgang mit den
starken Emotionen, die zu schwierigen
Verhaltensweisen führen können, sensibel
und feinfühlig begleiten. Selbstverständlich
können sie sich dabei
Unterstützung vom mobilen Team der
Kinderfreunde-Erziehungsberatung
und -Entwicklungsförderung holen.
• Gefühle wahrnehmen und benennen:
Im Kindergarten kann das Kind
erleben, dass die Pädagog:innen ein
offenes Ohr für die Sorgen und Ängste
der Kinder haben – und für das, was
sie beschäftigt: „Ich weiß, dass Mama
und Papa sich getrennt haben. Das ist
Daniela Gasser-Pranter,
Erziehungsberaterin bei den
Wiener Kinderfreunden
traurig und tut mir sehr leid. Wir können
jederzeit darüber reden, wenn du
magst.“
• Platz für verschiedene Familienmodelle:
Kinder können im Kindergarten
erleben, dass es viele verschiedene
Familienmodelle gibt. Sie können die
Erfahrung machen, dass es die „normale“
bzw. „einzig richtige“ Familie nicht
gibt und die eigene Familie somit auch
nicht unnormal ist. Diese Erfahrung
und dieses Wissen hilft den Kindern in
ihrer Identitätsentwicklung.
• Soziale Kontakte: Der Kontakt zu
anderen Kindern hilft dabei, dass sich
das Kind von oft vorhandenen belasten-
Foto: Philipp Tomsich
14
WIEN
BERATUNG
den Gedanken ablenken kann. Das gemeinsame
Spielen mit anderen Kindern
wirkt auf mehreren Ebenen unterstützend:
In Rollenspielen können die Kinder
Trennungserfahrungen symbolisch
verarbeiten, im Spiel erleben Kinder
Selbstwirksamkeit und Erfolgserlebnisse
stärken das Selbstvertrauen. Spielen
hilft außerdem dabei, Stress abzubauen
und schafft Momente der Leichtigkeit.
• Veränderung begleiten: Menschen
erleben im Laufe ihres Lebens immer
wieder Trennungen und Veränderungen,
so auch im Kindergarten, wenn
z. B. eine Bezugsperson die Einrichtung
verlässt. Eine gute Begleitung im
Kindergarten kann dazu führen, dass
Kinder eben Veränderung und Trennung
als etwas erleben, das vielleicht
zwar traurig macht – aber das mich
nicht verzweifeln lässt, mir keine Angst
macht, mich nicht hilflos macht … und
damit bewältigbar ist.
• Kooperation mit Eltern: Der Kindergarten
bzw. der:die jeweilige Erziehungsberater:in
kann Hilfestellung bei
der Suche nach Beratungsstellen anbieten
sowie einen neutralen Ort für die
gesamte Familie darstellen.
Wie können die Eltern den
Kindergarten dabei unterstützen?
Damit der Kindergarten die Kinder während
einer Trennung stärken und unterstützen
kann, braucht er die Hilfe und die
Unterstützung der Eltern, vor allem durch:
• Offene Kommunikation: Infomieren
Sie den Kindergarten frühzeitig über
familiäre Belastungen. Nur wenn der
Kindergarten informiert ist, kann das
pädagogische Team sensibel reagieren
und Ihr Kind begleiten.
• Neutraler Ort: Der Kindergarten muss
ein neutraler Ort und eine konfliktfreie
Zone sein. Daher ist es notwendig, dass
zwischen den Eltern im oder vor dem
Kindergarten keine Streitigkeiten stattfinden.
Der Kindergarten muss für ihr
Kind ein sicherer Ort sein, an dem es
sich ggf. auch von der spannungsvollen
Atmosphäre zu Hause ein Stück weit erholen
kann.
• Vertrauen in den Kindergarten:
Wenn Eltern die Sicherheit und das
Vertrauen haben, dass ihr Kind im Kindergarten
gut aufgehoben ist, können
sie sich besser auf die eigene Neuorientierung
konzentrieren. Das wiederum
wirkt sich positiv auf das Kind aus.
• Keine bösen Worte: Sprechen Sie
am besten gar nicht vor Ihrem Kind,
aber auf keinen Fall im Kindergarten
schlecht über den anderen Elternteil.
Auch wenn jeder gut verstehen kann,
dass man in diesen äußerst schwierigen
Zeiten ein offenes Ohr braucht, so ist
der Kindergarten ein Ort, der von Ihrem
Kind als konfliktfreie Zone erlebt
werden soll.
• Externe Hilfe annehmen: Die Trennung
ist eine familiäre Krise, die es
erfordert, die Kinder gut durch diese
stürmische Zeit zu begleiten und ihnen
die Unterstützung zukommen zu
lassen, die sie brauchen. Dafür dürfen
und sollen sich Eltern sehr gerne alle
Unterstützung holen, die sie hierfür benötigen.
Der Kindergarten kann behilflich
sein, die passenden Adressen und
Unterstützungsangebote zur Verfügung
zu stellen.
Unsere Expertin Daniela Gasser-Pranter
ist Erziehungsberaterin bei den Wiener
Kinderfreunden.
Die Familienberatungsstellen der Wiener Kinderfreunde
An insgesamt sechs barrierefreien Standorten bieten die Wiener Kinderfreunde
kostenfrei – und auf Wunsch auch anonym – Beratung in allen Lebenslagen
an. Bei Problemen in der Schule, Krisen durch Verlust oder Scheidung kann eine
unserer Beratungsstellen ebenso aufgesucht werden wie bei Belastungen durch
Krankheit, bei Fragen zu rechtlichen Themen oder Fragen zum Umgang mit den
sozialen Medien.
Um Wartezeiten zu vermeiden, bitten wir um telefonische Terminvereinbarung
unter den jeweiligen Telefonnummern. Hinterlassen Sie bitte eine Nachricht,
Sie werden so rasch wie möglich zurückge rufen.
1100 Wien, Maria-Rekker-Gasse 3–5
im Kindergarten der Wiener Kinderfreunde (WKF)
Tel.: +43 1/401 25-51001 oder +43 664 88455329
Beratungszeit: Dienstag jeweils von 18.00 bis 20.00 Uhr
1110 Wien, Simmeringer Hauptstraße 34/1/R06
Tel.: +43 1/40125-511010
Beratungszeit: Dienstag jeweils von 17.00 bis 19.00 Uhr
1140 Wien, Käthe-Dorsch-Gasse 17/Stiege 1
mit Rechtsberatung
Tel.: +43 1/40125-51401 oder +43 664 88461586
Beratungszeit: Mittwoch jeweils von 10.00 bis 12.00 Uhr
1160 Wien, Neulerchenfelder Str. 83
im Treffpunkt der WKF mit Rechtsberatung
Tel.: +43 1/40125-51601 oder +43 664 88455332
Beratungszeit: Montag jeweils von 17.00 bis 19.00 Uhr
1210 Wien, Dattlergasse 8, bei Stiege 11
im Kindergarten der WKF
Tel.: +43 1/40125-52101 oder +43 664 8304540
Beratungszeit: Dienstag jeweils von 17.00 bis 19.00 Uhr
1220 Wien, Wulzendorferstraße 87
im Kindergarten der WKF mit Rechtsberatung
Tel.: +43 1/40125-52201 oder +43 680 6705468
Beratungszeit: Mittwoch
jeweils von 17.00 bis 19.00 Uhr
WIEN
15
BERATUNG
Unsere Eltern-Kind-Cafés im Herbst
An aktuell 8 Standorten über ganz Wien verteilt bieten die Wiener Kinderfreunde
auch diesen Herbst ihre beliebten Eltern-Kind-Cafés an, wo sich frischgebackene
Eltern unter fachlicher und zertifizierter Leitung mehrsprachig austauschen
können. Denn wir alle wissen: Auch wenn es wunderbar ist – gerade am Anfang ist
es nicht immer einfach, Eltern zu sein.
Selbstverständlich können die teilnehmenden Eltern ihre Babys und Kleinkinder an
allen Standorten sehr gerne mitbringen. Hier finden Sie weitere Infos zu unseren
Eltern-Kind-Cafés:
gefördert von:
Illustration: Karin Blum
kinderfreunde.at/eltern-kind-cafes
Eine Teilnahme ist jederzeit möglich!
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CLUB
Der moreFAMILY Club ist für ALLE,
vom abenteuerlustigen Individualisten
bis hin zur Großfamilie!
Was euch erwartet?
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WIEN
BERATUNG
Foto: congerdesign – pixabay
Wie erleben Kinder den Übergang
vom Kindergarten zur Schule?
MEIN KIND BESSER VERSTEHEN – UNSERE SERIE – TEIL 27
Im September beginnt für Kinder im
letzten Kindergartenjahr eine spannende
Phase. Sie sind nun im Kindergarten
die „Großen“ und werden behutsam auf
das Abenteuer Schulstart vorbereitet.
Wenn es um den Übergang vom Kindergarten
in die Schule geht, wird oft auf
sprachliche, mathematische und motorische
Fähigkeiten fokussiert, die etwa
im Schuleingangsscreening erfasst werden.
Diese Entwicklungsbeobachtungen
sind wichtig, um einen eventuellen
Förderbedarf rechtzeitig zu erkennen.
Weniger oft wird dann aber die Frage
gestellt: Wie geht es Kindern beim
Übergang in diese neue Lebensphase?
Forschung zur frühkindlichen Bindung
zeigt, dass die frühen Beziehungen zu
Bezugspersonen sowohl die Gehirnentwicklung
beeinflussen als auch die spätere
Sprachentwicklung und die intellektuellen
Fähigkeiten. Eine sichere Bindung zu den
Eltern trägt dazu bei, dass Kinder besser in
der Lage sind, mit ihren Emotionen umzugehen,
und dadurch auch in der Schule besser
zurechtkommen. Bisher konzentrierte
sich die Forschung stark auf die Rolle der
Eltern sowie auf mögliche Probleme. Es ist
aber noch kaum wissenschaftlich belegt, wie
sich positive Beziehungen im Kindergarten
und erste Freundschaften auswirken. Hier
könnten wertvolle Ressourcen liegen, um
Kindern den Schulstart zu erleichtern.
Um dies zu erforschen, starten wir in diesem
Herbst eine große internationale Studie
mit dem Titel „Soziales Wohlbefinden
beim Übergang zur Schule fördern“. Der
Schwerpunkt liegt dabei nicht auf den akademischen
Fähigkeiten der Kinder, sondern
auf der Frage, wie ihr Wohlbefinden
durch den Schuleintritt beeinflusst wird.
Zudem interessiert uns, welchen Einfluss
das kindliche Wohlbefinden umgekehrt
auf den erfolgreichen Schulstart hat.
VERÄNDERUNG DES ALLTAGS
Da sich mit dem Schuleintritt der Alltag
und die sozialen Beziehungen von Kindern
schlagartig ändern, beschäftigen wir uns
vor allem mit dem sogenannten sozialen
Wohlbefinden. Wir möchten herausfinden,
wie es Kindern in ihren sozialen Beziehungen
geht, wie verbunden sie sich zu
Menschen in ihrem Umfeld fühlen, ob sie
Aufmerksamkeit erhalten und schöne Erlebnisse
haben. Dabei umfasst das soziale
Wohlbefinden die Beziehungen von Kindern
sowohl innerhalb der Familie als auch
im Kindergarten mit Gleichaltrigen und
Betreuungspersonen.
Univ.-Prof. in Dr. in Stefanie Höhl,
Leiterin des Arbeitsbereichs
Entwicklungspsychologie an der
Fakultät für Psychologie
der Universität Wien
Unsere Studie findet zeitgleich in vier
europäischen Ländern statt, um besser zu
verstehen, wie sich verschiedene Rahmenbedingungen
auswirken, beispielsweise
das Alter bei der Einschulung. Neben Österreich
werden daher auch Familien in
Deutschland, England und Schweden teilnehmen.
Falls Ihr Kind 2026 eingeschult
wird, würden wir uns sehr freuen, wenn Sie
auch mitmachen. Unter dem unten angeführten
Link gelangen Sie zur Studie, auch
ein Online-Fragebogen findet sich hier, der
uns in der ersten Studienphase wichtige
Informationen liefern wird. Mit Ihrer Teilnahme
leisten Sie einen wertvollen Beitrag
dazu, Kinder in dieser Phase besser zu verstehen
und zu unterstützen. Geben Sie den
Link zur Studie auch gerne an interessierte
Eltern weiter!
Hier geht es direkt
zur Studie:
schuleinstieg.univie.ac.at
Wir freuen uns auf Ihre
Teilnahme!
Foto: Kerstin Flake
WIEN
17
FREIZEIT
Barrierefreier Sommer:
Intensive Vorbereitung
bis Plan C
Fotos: Philipp Tomsich
Auch in diesem Sommer genießen die Kinder und Jugendlichen wieder das
vielfältige Ferienbetreuungsprogramm der Wiener Kinderfreunde, vom Kinderfreunde-Robinsonspielplatz
über das Zoom Kindermuseum bis zum Schwimmbad.
Bevor das bunte Angebot voller Bewegung, Kreativität, Natur und Gemeinschaft
realisiert werden kann, sind intensive Vorbereitungen nötig, weiß Sabine
Raab, Leiterin der Abteilung „Freizeitpädagogik barrierefrei“: „Am Anfang steht
unsere umfangreiche Ideensammlung, die jedes Jahr erweitert wird, wir lassen
uns immer neu inspirieren. Die Detailplanung erfolgt dann aber am jeweiligen
Standort – wo genau eingeschätzt werden kann, was die Gruppe braucht, was
deren Interessen entspricht, was umsetzbar ist.“ Doch selbst, wenn alles genau
vorbereitet ist – Flexibilität ist bis zum Tag der Aktion gefragt: wenn z. B. das
Wetter nicht mitspielt. „Ein Plan B und C muss immer parat sein – auch, um die
Betreuungssicherheit für die Eltern sicherzustellen“, ergänzt Sabine Raab.
Wer auf das Programm und die Angebote der Abteilung
„Freizeitpädagogik barrierefrei“ neugierig geworden ist,
findet hier alle Infos – auch zum „Wintercamp für Kinder
und Jugendliche mit Behinderungen“ in Klaffer am Hochficht
(1. Februar bis 6. Februar 2026, 6–18 Jahre). Weitere
Infos gibt es hier: kinderfreunde.at/barrierefrei
18
WIEN
FREIZEIT
Wir feiern 25 Jahre
Computer-Clubhouse Vienna!
Illustration: Karin Blum
Foto: Ewald Hauft
DIE HAPPY-BIRTHDAY-
CCV3-PARTY
Das CCV3 feiert seine Erfolgsgeschichte mit einer
Geburtstagsparty, zu der alle eingeladen sind:
Am Montag, 6. Oktober 2025, von 15.00 bis
17.00 Uhr im CCV3 (Lechnerstraße 2–4, Stiege
4). Auf dem Programm stehen u. a. der Wunderwuzzi-Workshop
„Roboter bauen“ (die kleinen
Roboter können die Kinder mitnehmen!), Spiele
mit der VR-Brille und die Möglichkeit, mit KI-Hilfe
eigene Bilder zu erschaffen und zu verändern.
Dazu warten eine gesunde Jause, der Spielbus
und eine Luftburg!
Wir schreiben das Jahr 2000 – und so
unwirklich sich das anhört: Viele Kinder
und Jugendliche hatten weder Handy
noch Computer oder Spielkonsole. Viele
Familien konnten sich schlicht nicht leisten,
was heute völlig normal erscheint.
Vor diesem Hintergrund wurde vor 25
Jahren das Computer-Clubhouse Vienna
(CCV3) im 3. Bezirk gegründet. Seitdem
bietet diese medienpädagogische Einrichtung
der Wiener Kinderfreunde aktiv allen
Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit,
ungezwungen und gemeinsam das
Internet, PCs, Digital- und Videokameras
und Spielekonsolen kennenzulernen und
zu nutzen. „Und tatsächlich wird das Angebot
heute noch so genutzt wie damals!“,
beobachtet Ewald Hauft, Koordinator der
Einrichtung im 3. Bezirk und der später
hinzugekommenen im 16. Bezirk. „Bis zu
15 Kinder und Jugendliche sind immer
montags und mittwochs vor Ort!“ Betreut
werden sie von CCV3-Teamleiter Florian
Mayer und seinem Team – wobei die Kids
ihre Zeit vor Ort eigenverantwortlich gestalten.
Im Mittelpunkt steht der Spaß, spielerisch
geht es aber auch um die verantwortungsvolle
Nutzung neuer Medien, das passiert
in Kooperation mit dem Verein SAFER
INTERNET. Es gibt u. a. HTML-Kurse,
Musik- und Grafikworkshops, die Kids
können Folien für T-Shirts gestalten und
drucken … und lernen die sinnvolle Recherche
u. a. für Referate – merke: Der erste
Treffer ist nicht der beste!
Aufgrund des großen Erfolges 2009 wurde
die Schwestereinrichtung im 16. Bezirk gegründet,
das CCV16. Mehr Infos gibt es
unter kinderfreunde.at/ccv3 bzw. kinderfreunde.at/ccv16.
Das Minimath-Team sucht Verstärkung!
Unser Kooperationspartner Minimath, mit dem wir
schon lange vertrauensvoll zusammenarbeiten,
verstärkt sein Trainer:innen-Team. Gesucht werden
Pädagog:innen, die einer kleinen Gruppe mit
max. zehn Kindern die Freude an Mathematik und
selbständigem Denken vermitteln. Die minimath-
Kurse fördern und trainieren anhand von Themen
wie Geometrie, Symmetrie, Zahlen oder Winkeln
u. a. Konzentration, Abstrahieren, Schnelligkeit im
Denken oder Orientierung im Raum. Details auch
zu unseren berufsbegleitenden Kursen gibt es hier:
www.minimath.at. Start der nächsten Ausbildung
ist im September 2025. Bei Interesse senden Sie
bitte Ihr Motivationsschreiben und Ihren Lebenslauf
an daniela.mairinger@gmx.at.
WIEN
19
Foto: Freepik
DEN SPASS AM
LESEN WECKEN
Tolle Nachrichten für alle, die gerne und viel lesen:
Wissenschaftler:innen der US-amerikanischen Yale
Universität haben herausgefunden, dass häufiges Lesen
das Leben verlängern soll. 1 In dieser Studie aus
dem Jahr 2016 wurden über zwölf Jahre hinweg die
Daten von mehr als 3.600 Teilnehmer:innen im Alter
von über 50 Jahren ausgewertet. Das Ergebnis: Die
Lebenserwartung jener Menschen, die pro Woche
bis zu 3½ Stunden lasen, lag um 17 % höher als die
der Nichtleser:innen; bei Vielleser:innen (mehr als 3½
Stunden) waren es sogar 23 %; und das gilt auch nach
dem Herausrechnen von Faktoren wie Einkommen
und Lebensstandard.
29 % DER ÖSTERREICHER:INNEN SIND
MIT LÄNGEREN TEXTEN ÜBERFORDERT
Umso erschreckender ist das Ergebnis der PIAAC 2 -
Studie 2022/2023 der Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD): 29 %
der Österreicher:innen in der Altersgruppe von 16 bis
65 Jahren haben große oder größte Schwierigkeiten,
Texte sinnerfassend zu verstehen, und das betrifft
nicht eine Bildungsschicht, sondern alle.
Dieser sogenannte „funktionale Analphabetismus“
bedeutet, dass eine Person zwar einzelne Buchstaben,
Wörter oder einfache Sätze lesen und schreiben
kann, aber Schwierigkeiten hat, längere Texte zu verstehen
oder zu nutzen, die fürs Alltagsleben oder den
Beruf erforderlich sind. Zehn Jahre zuvor waren es
noch rund 12 % weniger.
1 Quelle: A chapter a day: Association of book reading with longevity
– ScienceDirect (www.sciencedirect.com/science/article/abs/
pii/S0277953616303689)
2 PIAAC steht für “Programme for the International Assessment of
Adult Competencies”
KINDERN DEN SPASS AM LESEN VERMITTELN
Diesem Trend können wir gemeinsam entgegenwirken.
„Die Ursachen von funktionalem Analphabetismus
sind vielfältig. Wir wissen aber, dass bereits
im Kindesalter der Grundstein für die späteren
Lese- und Schreibkompetenzen gelegt wird“, betont
Sandra Geisler von den Wiener Kinderfreunden. Deshalb
sollte bereits in der frühen Kindheit die sprachliche
Entwicklung gefördert werden.
UNSERE TIPPS: SO MOTIVIERT
MAN KINDER ZUM LESEN!
• Vorlesen ist wichtig – am besten von Geburt an, vor
allem aber weiterhin, wenn das Kind mit dem Lesen
beginnt. So fördert man nicht nur die Sprachentwicklung,
das Kind lernt auch die Magie von Büchern
kennen und Lesetechniken: Erzeugen Sie durch Betonungen
Spannung und fügen Sie Geräusche ein,
die die Geschichte noch lebendiger machen.
„Sprechen Sie viel mit Ihrem Kind, erzählen Sie Geschichten,
lesen Sie Bilderbücher vor. Dies fördert die
Fantasie, die Konzentration und weckt das Interesse,
selbst lesen und schreiben lernen zu wollen“, rät
Geisler, Abteilungsleiterin der Erziehungsberatung
& Entwicklungsbegleitung sowie der Familienberatungsstellen
der Wiener Kinderfreunde.
Entgeltliche Einschaltung des Vereins Schulbuch
• Lesen als gemeinsame Zeit: Schaffen Sie gemeinsame
Lese-Rituale; es muss nicht viel Zeit einnehmen,
entscheidend ist die Regelmäßigkeit. Lesen Sie z. B.
jeden Abend vor dem Schlafengehen 15 Minuten
gemeinsam, das hilft Ihrem Kind, sich zu entspannen
und vom Tag abzuschalten; wahlweise eine
Stunde am Sonntagnachmittag oder Ähnliches.
Foto: Freepik
• Schaffen Sie eine gemütliche Atmosphäre: Eine kuschelige
Leseecke, in die sich Ihr Kind zum Lesen zurückziehen
kann, lädt es dazu ein, das Lesen als etwas
Entspannendes, Wohltuendes wahrzunehmen.
Eine weiche Decke, ein paar Kissen, eine Kerze oder
Lampe mit warmem Licht machen es gemütlich.
• Seien Sie ein Vorbild für Ihr Kind, indem Sie selbst
lesen. Zeigen Sie ihm durch Ihr Verhalten, wie
schön es sein kann. Lesen kann entspannend sein,
Sie inspirieren, dabei helfen, mit Gefühlen umzugehen,
und so viel mehr.
• Die freie Wahl: Der vielleicht wichtigste Faktor, um
Ihr Kind zum Lesen zu motivieren, ist die Wahl des
Buches. Lassen Sie das Kind selbst die Entscheidung
treffen, was es lesen möchte. Dafür könnten
Sie zum Beispiel in eine Buchhandlung gehen oder
in eine Bibliothek, und die Empfehlungen auf den
Tischen ansehen. Welche Art von Geschichten mag
Ihr Kind? Es muss nicht Ihnen gefallen, sondern
dem Kind!
• Leseaufgaben im Alltag sind eine gute Gelegenheit,
um das Lesen spielerisch zu üben. Das klappt
z. B. mit Schriftzügen an Häusern, Menükarten im
Restaurant oder auf dem Busfahrplan. Schaffen
Sie kleine Leseaufgaben und fragen Sie Dinge wie:
„Kannst du mir helfen, das Schild da zu lesen?“
• Lesen ist cool: Lesen ist cool, und zwar für alle. Aber
vor allem bei Jungs kann es manchmal schwer sein,
das zu vermitteln. Hier kann Papa einspringen: Er
kann seinem Sohn zeigen, dass starke Männer wie
er lesen. Dadurch versteht Ihr Kind: Lesen ist nicht
nur Mädchensache, sondern cool für alle!
• Lob und Anerkennung: Vor allem, wenn sich Ihr
Kind mit dem Lesen schwertut, können lobende
Worte wie Balsam für die Seele der jungen Leser:innen
wirken. Wichtig ist allerdings, Anerkennung
gezielt einzusetzen. So können Sie kleine Kommentare
machen, wie: „Heute hast du schon flüssiger
gelesen“, oder: „Die Seite hast du besonders
schnell geschafft.“ Wichtig: Jedes Lob sollte ernst
gemeint sein!
• Geschichten erzählen: Für viele Kinder sind mündliche
Erzählungen der beste Einstieg. Wenn sie
erfahren, welche Bücher besonders spannende
Geschichten enthalten, sind sie eher motiviert,
sich weiter am Lesen auszuprobieren. So können
Sie von der starken Pippi Langstrumpf und ihrem
bunten Haus erzählen. Ihr Kind wird neugierig und
fragt, wie es weitergeht. Um das zu erfahren, können
Sie gemeinsam das Buch lesen.
Die Zukunft
wird mega.
Jetzt gratis MegaCard-Jugendkonto der Bank Austria
eröffnen und 40 € Willkommensgutschein sichern.
Für alle von 10-20 Jahren.
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megacard.at. Diese Marketingmitteilung wurde von der UniCredit Bank Austria AG, Rothschildplatz 1, 1020 Wien, erstellt. Irrtum und Druckfehler vorbehalten.
Stand: April 2025
FREIZEIT
Fit und gesund
durch den Hitzesommer
Foto: Philipp Tomsich
Auch dieser Sommer hat uns alle wieder mächtig ins Schwitzen
gebracht. Sich an kühle, dunkle Orte zu verkriechen und die Sonne
auszusperren ist aber nicht ganz einfach, wenn der Job vor allem
draußen stattfindet – das haben auch die beiden Geschäftsführer:innen
der Wiener Kinderfreunde und der Wiener Kinderfreunde
aktiv, Alexandra Fischer und Daniel Bohmann (beide in
den roten Shirts), im Rahmen ihres jährlichen Sommerpraktikums
im FAIR-PLAY-TEAM festgestellt. Das Projekt FAIR-PLAY-TEAMs
der Stadt Wien, zu dem auch die Wiener Kinderfreunde aktiv in
vier Bezirken beitragen (mehr dazu auf Seite 7), bei dem durch
Gespräche und Konfliktvermittlung ein respektvolles Miteinander
im öffentlichen Raum gefördert wird, feiert übrigens dieses Jahr
seinen 15. Geburtstag – herzlichen Glückwunsch! Um die Sommerhitze
erträglicher zu machen, achteten wir nicht nur darauf,
dass die Kinder und Jugendlichen Ruhe, Schatten und Getränke
bekommen – auch für unsere freizeitpädagogischen Mitarbeiter:innen
der FAIR-PLAY-TEAMs und der Parkbetreuung wurde bei der
Hitze gesorgt: Neben den brandneuen Kinderfreunde-Sommerhüten
sind sie auch mit Sonnencreme und -brillen ausstaffiert.
All das geschieht auf Grundlage des Hitze-Aktionsplans der Stadt
Wien, wo auch Eltern viele nützliche Infos zum Umgang mit
der Hitze finden: wien.gv.at/spezial/hitzeaktionsplan/
FAIR – PLAY – TEAM
Fotos: © Mobilitätsagentur/C. Fürthner
Auf die Räder, fertig, sicher los!
Das Fahrrad – es bedeutet für unsere Kinder ein Stück mehr Freiheit und Selbständigkeit,
sie können Ziele erreichen, die zu Fuß unendlich weit entfernt scheinen.
Im dichten Großstadtverkehr ist jedoch Vorsicht geboten – und die Kinder sollen
sicher auf ihren Gefährten unterwegs sein. Dafür setzen sich die Wiener Kinderfreunde
aktiv zusammen mit der Mobilitätsagentur Wien ein und bieten noch
bis November offene Radfahr-Trainings für Kinder zwischen drei und
12 Jahren an – kostenlos und mehrsprachig. Sogar Rad und Helm werden
bei Bedarf zur Verfügung gestellt. Die Kurse mit zwei erfahrenen Trainer:innen
finden bis 2. November 2025 jeden Sonntag von 09:00 bis 15:00 Uhr auf dem
Radübungsplatz Am Schöpfwerk und im Radmotorikpark Kaisermühlen statt;
eine Voranmeldung ist nicht notwendig, einfach hinkommen und radeln lernen!
Alle Infos findet ihr hier:
kinderfreunde.at/news/wien-alle-news/
gratis-radfahr-trainings-fuer-kinder-1
WIEN
23
SUMMER
IN THE CITY
STADT FÜR ALLE
Vom 20. August bis 26. September 2025 in ganz Wien
Gratis Events für Kleine und Große
Alle Termine, Standorte & Highlights:
wien.arbeiterkammer.at/summerinthecity
Die AK bringt den Sommer dorthin, wo Sie sind!
usik am Markt
ommerfest
pen-Air-Kino
amilienfest
piel & Spaß
eatboxen
irkusschule
Foto: Philipp Tomsich
Foto: Manuela Schauer
Das Falkenfestival 2025: Gemeinschaft erleben
Am 20. September 2025 feiern die Roten
Falken ihren 100. Geburtstag mit dem
großen Falkenfestival im Wiener WUK.
Kinder und Eltern hat bei Laurin Pfundner,
Landesvorsitzender Rote Falken
Wien, nachgefragt, was es mit dem Fest
so auf sich hat.
Warum sollten wir das Falkenfestival auf
keinen Fall verpassen?
Alle Infos zum Falkenfestival
gibt’s hier: rotefalken.at
Dazu der Tipp: Am 25. Oktober 2025 gibt es in
Steyr den Festakt „100 Jahre Rote Falken“, hier
startet auch die große Falken-Ausstellung.
Alle Infos inkl. Anmeldelink: rotefalken.at/
news/100-jahre-rote-falken/festakt-ausstellungseroeffnung
Die Roten Falken werden 2025 ganze 100
Jahre alt – und das feiern wir. Es wird ein
bunter Tag, bei dem für alle etwas dabei ist.
Am Nachmittag gibt es Spiel-, Bastel- und
Aktivstationen für Kinder. Später gibt es
Programm für Jugendliche, bei dem sie diskutieren
und über unsere Geschichte lernen
können. Am Abend wird es offiziell, mit
Gästen, Reden und einem Rückblick auf
den langen Weg, der hinter uns liegt. Zum
Abschluss treten Live-Bands auf. An diesem
Tag kommen die Roten Falken Wien
zusammen, um gemeinsam zu feiern: Kinder,
Jugendliche und die Erwachsenen, die
in ihrer Freizeit ehrenamtlich Falkenarbeit
machen. Alle, die uns noch nicht kennen,
sind natürlich auch herzlich eingeladen.
Gemeinschaft erleben ist ein Grundsatz
für euch – was ist euch noch wichtig?
Ganz wichtig ist, dass jedes Kind und jeder
Mensch bei uns einen Platz hat. Egal,
woher du kommst, welches Geschlecht du
hast oder wie viel Geld deine Eltern haben
– diese Dinge machen für uns keinen
Unterschied. Unser Ziel ist, Kinder und
Jugendliche auf ihrem Weg zu begleiten, zu
selbständigen und kritischen Menschen zu
werden. Wir wollen ihnen die Möglichkeit
geben, sich auszuprobieren, Fehler zu machen
und daraus zu lernen. Bei uns haben
sie einen Raum, sich zu entfalten und weiterzuentwickeln.
Wie lebt ihr diese Werte?
Wenn wir unsere Gruppenstunde haben
oder auf ein Zeltlager fahren, versuchen
wir, unsere ideale Welt einfach selbst zu
erschaffen. Wir achten darauf, dass alle
gehört werden und niemand ausgegrenzt
wird. Wir behandeln alle Menschen und
Kinder mit Respekt und nehmen sie ernst.
Wir sprechen gemeinsam über verschiedene
politische Themen und überlegen, wie
wir die Welt ein bisschen besser machen
können. Und wir nehmen uns selbst an der
Nase und schauen, wo wir selber vielleicht
noch Probleme haben und Dinge falsch
machen.
Warum ist das für die jungen Leute und
die Gesellschaft insgesamt wichtig?
Unsere Gesellschaft wird immer individualistischer.
Wer alleine ist, muss sich um
niemanden kümmern, muss nichts teilen.
Man hat aber auch niemandem, der einem
bei Problemen hilft oder da ist, wenn es
einem einmal schlecht geht. Zudem sehen
junge Menschen für ihre Zukunft viele
Probleme: Auf der ganzen Welt werden
rechtsextreme Parteien stärker, die Demokratie
beginnt zu bröckeln und die Klimakrise
schwebt wie ein riesiges Unheil über
allem. Um da nicht die Hoffnung zu verlieren,
brauchen wir Gemeinschaften … wie
eben die Roten Falken!
Das Interview führte Michael Elsner.
Illustrationen: Karin Blum
WIEN
25
FREIZEIT
GEWINNSPIEL:
DAS HOCHBEET VON SCHA-
LOTTENBURG VON PIATNIK
Auf geht’s zum jährlichen Gemüseschaukampf!
In der erdigen Hochbeet-Arena im
beschaulichen Örtchen Schalottenburg treten
bis zu fünf Personen gegeneinander an.
Erklärtes Ziel: möglichst große Formationen
gleicher Gemüsesorten bilden, um damit ordentlich
zu punkten. Das Spiel verläuft über
mehrere Runden, wobei jede Runde aus zwei
Phasen besteht: Hochbeet-Gerangel und Gemüse-Wertung.
Wer hat Auberginen, Champignons und Co
clever platziert? Punkte gibt es bei diesem
spannenden Spiel nur für Plättchen gleicher
Gemüsesorten, die senkrecht oder waagrecht
miteinander verbunden sind.
Alter: ab 7 Jahren
Spieler:innen: 2–5
Sevi und Robi im Herbst
Für alle Kinder, die lieber drinnen als draußen
spielen, ist unser Ottakringer Indoorspielplatz
Seversaal die erste Adresse. Im Herbst,
wenn es draußen nicht mehr so einladend
ist, spielt es sich im Indoorspielplatz noch
viel besser. Weil man aber im Sevi nicht
nur spielen kann, hier ein paar Tipps für die
kommenden Herbstmonate: Am Sonntag,
dem 5. Oktober, gibt es wieder von 10.00
bis 12.30 Uhr die allseits beliebte Sevi-Disco!
An diesem Vormittag lautet das Motto für
alle Tanzmäuse von 0 bis 7 Jahren: Märchen.
Taucht ein in die bunte Welt voller Musik, Tänze
und Fantasie! Kommt verkleidet und habt
Spaß mit den Sevi-Betreuer:innen. Egal ob
Baby, Kleinkind, Schulkind oder Erwachsene –
bei uns tanzen oder klatschen alle mit.
Am Sonntag, dem 2. November, steigt im
Sevi von 14.00 bis 17.00 Uhr eine Gruselparty
mit vielen Mitmachstationen für kleine
und große Geister! Außerdem erwarten euch
geheimnisvolle
Zaubertränke,
gruselige Musik
und Schminkstationen.
Überall gibt es tolle Überraschungen
zu entdecken. Um
16.00 Uhr gibt es ein spannendes
Mitmachmusical mit Conny Boes
und Reinwald Kranner. Da tauchen wir
in die geheimnisvolle Welt der Vampire
und Geister ein.
Für beide Veranstaltungen gilt: Infos
und Tickets nur auf unserer Website
(kinderfreunde.at/seversaal)
Achtung: Die Plätze sind begrenzt!
Adresse: 1160 Wien, Schuhmeierplatz 17–18
(Zugang Thaliastraße)
Illustrationen: Katharina Bauer
TEILNAHMESCHEIN:
„DAS HOCHBEET VON SCHALOTTEN-
BURG“ VON PIATNIK
Name d. Kindes: _________________
Alter d. Kindes:__________________
Straße:_______________________
Postleitzahl:____________________
Ort: _________________________
Tel./E-Mail: ____________________
Foto: Philipp Tomsich
Seit mehr als 8 Jahren arbeiten
der Kinderfreunde-Robinsonspielplatz
und Jugend
am Werk Sozial:Raum GmbH
erfolgreich zusammen. Jetzt
wurde das Robi-Team für
diese starke Partnerschaft
ausgezeichnet! Wir gratulieren
herzlich!
Die angegebenen Daten werden für Abwicklungszwecke
von den Österreichischen Kinderfreunden
– Landesorganisation Wien aufbewahrt. Nähere
Infos unter: kinderfreunde.at/datenschutz/landesorganisation-wien
Ich bin damit einverstanden,
dass die Österreichischen Kinderfreunde – LO Wien
meine Daten für eine eventuelle Zusendung des
Gewinns verwenden.
Teilnahmescheine sind an die Wiener Kinderfreunde
„Redaktion Kinder und Eltern“, Kennwort
„Das Hochbeet von Schalottenburg von Piatnik“,
Albertgasse 23, 1080 Wien, zu senden. Teilnahme
per E-Mail: redaktion@wien.kinderfreunde.at.
Einsendeschluss ist der 26. September 2025. Der
Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barablöse des
Gewinns ist nicht möglich. Die Gewinner:innen
werden schriftlich verständigt.
Für alle, die lieber draußen spielen, hat unser Robinsonspielplatz in Döbling für den Herbst ein
großartiges Programm vorbereitet. Ein Mal im Monat, an einem Samstag gibt es hier das WIEN-
XTRA-Spezialprogramm. Am Samstag, den 27. September, feiern wir das Apfelfest von 14.00
bis 18.00 Uhr und am 4. Oktober heißt es ganz offiziell „Robi im Herbst“. In den Herbstferien hat
der Robi von 27. bis 31.Oktober jeweils von 14.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Heuer findet ein kleines
Halloweenfest am 31. Oktober von 14.00 bis 18.00 Uhr im Rahmen des öffentlichen Betriebs
statt. Anmeldungen für das Halloweenfest bitte unbedingt auf unserer Website: kinderfreunde.at/robinson.
Übrigens: Ab September hat der Robi wieder jeden Mittwoch, Samstag
und Sonntag von 14.00 bis 18.00 Uhr für euch geöffnet!
Weitere Infos zu Veranstaltungen und Öffnungszeiten auf unserem Abenteuerspielplatz findet ihr
wie immer aktuell auf: kinderfreunde.at/robinson
Adresse: 1190 Wien, Greinergasse 7
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WIEN
FAMILIENZEIT
GEWINNSPIEL:
WIR VERLOSEN 3x FAMILIEN-
EINTRITTSKARTEN FÜR DAS
HAUS DES MEERES
Natur-Bingo: Die Umgebung
mit wachen Augen entdecken
Habt ihr Lust auf einen gemeinsamen Spaziergang
und wollt dabei die Natur mit wachen Augen entdecken?
Mit dieser einfach vorzubereitenden Draußen-
Aktivität wird jeder Ausflug zum kleinen Abenteuer
– das den Kindern viel Spaß macht. Und natürlich
sollen auch die Eltern mitmachen!
DIE VORBEREITUNG
Benötigt werden ein festes Stück Papier pro Person,
bunte Stifte und ein bisschen Fantasie! Zeichnet auf
jedes Blatt eine große Tabelle mit 9, 12 oder 16 Kästchen.
Diese werden nun gemeinsam mit gemalten
Bildern von Dingen aus der Natur gefüllt. Das kann
– je nach Jahreszeit – eine Ameise, ein Vogel, ein
Pilz oder eine Kastanie sein. Alle füllen ihre Blätter
mit Dingen, die ihnen so in den Sinn kommen! Dann
geht’s auch schon ab ins Freie!
SO FUNKTIONIERT
DAS NATUR-BINGO
Gespielt werden kann das Natur-Bingo im Wald,
auf einer Wiese und im Park! Sobald ihr einen der
abgebildeten Schätze findet, markiert ihr das entsprechende
Kästchen auf dem Bingo-Blatt. Ziel ist,
möglichst viele Reihen voll zu bekommen, das heißt
möglichst alles zu finden. Je nach Umgebung und
gewünschtem Schwierigkeitsgrad kann aber auch
versucht werden, nur zwei Reihen voll zu bekommen
(waagerecht, senkrecht oder diagonal).
Dieses Natur-Bingo widmen euch Emil und Philipp.
Fotos: Philipp Tomsich
Wer kennt es nicht, das abenteuerliche Haus
des Meeres mitten im 6. Wiener Gemeindebezirk
am Fritz-Grünbaum-Platz 1? Wir dürfen
3 Eintritte für Familien (jeweils Tickets für
2 Erwachsene und 2 Kinder) verlosen. Viele
Menschen in der Stadt kennen das Haus des
Meeres auch schon von innen, vielleicht waren
aber einige unserer Leser:innen noch nie
dort, um Meeresschildkröten, Hammerhaie
oder Rochen zu bewundern und auch das angeschlossene
Tropenhaus und die Terrarienabteilung
zu besuchen. Auf die Gewinner:innen
wartet ein unvergesslicher Besuch!
TEILNAHMESCHEIN:
HAUS DES MEERES
Name d. Kindes: _________________
Alter d. Kindes:__________________
Straße:_______________________
Postleitzahl:____________________
Ort: _________________________
Tel./E-Mail: ____________________
Die angegebenen Daten werden für Abwicklungszwecke
von den Österreichischen Kinderfreunden –
Landesorganisation Wien aufbewahrt. Nähere Infos
unter kinderfreunde.at/datenschutz/landesorganisation-wien
Ich bin damit einverstanden, dass die
Österreichischen Kinderfreunde – LO Wien meine
Daten für eine eventuelle Zusendung des Gewinns
verwenden.
Teilnahmeschein ausfüllen und an die Wiener Kinderfreunde
„Redaktion Kinder und Eltern“, Albertgasse
23, 1080 Wien senden. Kennwort „Haus des
Meeres”; Teilnahme auch per E-Mail: redaktion@
wien.kinderfreunde.at möglich. Einsendeschluss
ist der 26. September 2025. Der Rechtsweg ist
ausgeschlossen. Eine Barablöse des Gewinns
ist nicht möglich. Die Gewinner:innen werden
schriftlich verständigt.
WIEN
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JETZT TICKETS BUCHEN
DAS FAMILIENERLEBNIS
HABSBURGERGASSE 10, 1010 WIEN
immersium.com
Österreichische Post AG, MZ 02Z032251 M Verlagspostamt 1080 Wien, Erscheinungsort Wien
Impressum:
Verleger und Herausgeber: Österreichische Kinderfreunde, Landesorganisation Wien,
Albertgasse 23, 1080 Wien, Tel.: 01/401 25, ZVR: 493711481. Geschäftsführung: Alexandra
Fischer, Daniel Bohmann, Chefredaktion: Michaela Müller-Wenzel, CvD: Evelyn
Steinthaler, Anzeigen: Marion Pregesbauer, Redaktion: Michael Elsner, Fotoredaktion
und Familienzeit: Philipp Tomsich, Layout und Satz: Ronny Günl; Fotos (sofern nicht
anders angegeben): Wiener Kinderfreunde. Druck: Gutenberg-Werbering GmbH, Anastasius-Grün-Straße
6, 4021 Linz.
Erscheinungsdatum: August 2025
Offenlegung nach § 25 Mediengesetz unter:
https://kinderfreunde.at/presse/publikationen/kinder-und-eltern-die-zeitschrift-derwiener-kinderfreunde
Datenschutzerklärung unter:
https://kinderfreunde.at/datenschutz/landesorganisation-wien
Liebe:r Empfänger:in,
Sollten Sie die Zusendung unserer Zeitschrift nicht mehr wünschen, teilen Sie uns dies jederzeit und ohne Angaben
von Gründen mit: per Post an die Wiener Kinderfreunde, Red. Kinder & Eltern, Albertgasse 23, 1080 Wien,
per Telefon: 01/40125-20060 oder per E-Mail: redaktion@wien.kinderfreunde.at