Baublatt Magazin September 2024
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www.baublatt.at
NR. 9 | 2024
ein magazin der
specialmediacom
DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK
12 | St. Pauli Elbtunnel
Aktueller Stand der Sanierung
des Hamburger Baudenkmals
40 | Lehrlingsprojekt
Die Firma Leithäusl organisierte erneut
eine übergreifende Weiterbildung
76 | Messe-Nachlese
Rückblick auf die Neuheiten
der Holzmesse in Klagenfurt
Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Retouren an PF 100, 1350 Wien | Einzelpreis 12,00 € | September 2024 | www.baublatt.at
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Durchflussmenge und Druck am Display einstellbar
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Display und Jog-Dial-Steuerung intuitiv bedienbar
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EDITORIAL
Gemeinsam stark
Gewissermaßen über Nacht endete Mitte
September der Spät-Sommer. Was folgte
war ein extremer Wintereinbruch auf
den Bergen und nie dagewesene Regenmengen,
die in weiten Teilen Österreichs zu einer
Flutkatastrophe führten. Jetzt gilt es, die
richtigen Lehren aus dem jüngsten Ereignis zu
ziehen und den Ausbau des Hochwasserschutzes
weiter voranzutreiben!
Als Österreicher kann man
wirklich stolz darauf sein, wie
vorbildlich und effizient unser
Katastrophenschutz funktioniert.
Er sucht weltweit seinesgleichen.
Allen voran die Feuerwehren, die
über mehrere Tage wirklich
übermenschliche Leistungen
erbrachten. Aber auch die
anderen Blaulichtorganisationen
und das Bundesheer bemühten
sich mit großem Einsatz, für die
betroffenen Bewohnerinnen und
Bewohner das Schlimmste
abzuwenden. Nicht zu vergessen
die vielen freiwilligen Helfer, die ebenfalls ein
wichtiger Teil von unserem Gemeinwesen sind.
Betont wurde aber auch die beeindruckende
Solidarität von Seiten der Bauwirtschaft.
Zahlreiche Baufirmen stellten rasch und
unbürokratisch die benötigten Geräte zur
Verfügung. An dieser Stelle bedankt sich daher
auch das Team von Baublatt.Österreich bei
allen Beteiligten. Die nächsten Wochen werden
ganz im Zeichen der Aufräumarbeiten stehen
und alle zur Ver fügung stehenden Kräfte
werden gebraucht.
Karl Englert
Verlagsleiter und Herausgeber
BAUBLATT.ÖSTERREICH
Doch es gibt auch erfreuliche Nachrichten,
beispielsweise den Erfolg für Österreichs
Bau-Fachkräfte bei den Berufs-Weltmeisterschaften
in Lyon in Frankreich. So darf sich die
heimische Bauwirtschaft über eine Goldmedaille
sowie eine Top-Platzierung bei der
Berufs-WM freuen. Nach vier anstrengenden
Tagen jubelte das Betonbau-Team Stefan
Huber und Christoph Kurz am
Ende über Platz eins und setzte
damit eine beeindruckende
Tradition fort, denn seit der
Einführung der Kategorie
Betonbau holten die rot-weißroten
Teilnehmer jedes Mal Platz
eins. Hochbauer Jonas Lev
schrammt mit Platz 4 nur knapp
am Podest vorbei und sichert sich
mit einer außergewöhnlichen
Leistung ein „Medallion for
Excellence“. Auch Fabian
Reisinger konnte in der Landund
Baumaschinentechnik eine
der 22 Medallions for Excellence
erobern, die für außergewöhnliche Leistungen
nach den Podestplätzen vergeben werden.
SkillsAustria-Präsident Josef Herk betont:
„Dieser Erfolg ist nicht nur eine Inspiration für
angehende Generationen, sondern für uns alle.
Vielmehr ist er aber auch ein Zeichen dafür,
dass harte Arbeit, Leidenschaft und Leistung
immer belohnt werden. Ihr seid wahre Champions!“
Eine Aussage, die ich auf jeden Fall
unterschreibe.
Meint herzlichst
Ihr Karl Englert
DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK
Hitachi ZX300-7: der
ultimative Geräteträger
Hitachi-Raupenbagger stehen für
Leistung, Produktivität, Komfort,
Robustheit und Zuverlässigkeit. Durch
die beeindruckende Hydraulikleistung,
serienmäßige Pumpenzusammenschaltung
sowie eine Vollausstattung
für hydraulische Anbaugeräte, wird
der ZX300-7 zum ultimativ flexiblen
Geräteträger. Hinzukommen zahlreiche
Anbaugeräte: mit dem Allu
Schaufelseparator kann z.B. deutlich
Zeit eingespart, die Produktivität
gesteigert und die Entsorgungs- und
Beschaffungskosten drastisch gesenkt
werden. „Kiesel – Mein Systempartner“
steht für Kundenorientierung,
modernste Technologien, höchste
Qualität und Serviceorientierung im
Bau-, Umschlag- und Kompaktbereich.
4 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH
www.baublatt.at
NR. 9 | 2024
12 | St. Pauli Elbtunnel
Aktueller Stand der Sanierung
des Hamburger Baudenkmals
40 | Lehrlingsprojekt
Die Firma Leithäusl organisierte erneut
eine übergreifende Weiterbildung
IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe September 2024, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Tel.: +43/1/3100700-100, Fax: +43/1/3100700-600, E-Mail: office@specialmedia.com, Firma des Herstellers: Bauer Medien Produktion- und Handels GmbH,
Verlagsort: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Herstellungsort: Baumannstraße 3/19, 1030 Wien, Anschrift der Redaktion: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Name des Herausgebers: Karl Englert, Anschrift des Herausgebers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Geschäftsführung: Prof. Hans-Jörgen Manstein und Prof. Ing. Mag. Michael Grabner Verlagsleitung: Karl Englert (KE), karl.englert@ specialmedia.com, DW 800,
Office Management, Anzeigenverrechnung und Redaktionsassistenz: Katja Böhmer (KB), katja.boehmer@specialmedia.com, DW 100,
Chefredakteur: Alexander Riell (AR) alexander.riell@specialmedia.com, DW 840, Grafik: Manfred Fürst
Grundlegende Richtung: BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin für die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung
über Baumaschinen, -geräte und –technik, Web: www.baublatt.at.
BAUBLATT.ÖSTERREICH: erscheint monatlich, 10x jährlich mit zwei Doppelnummern, Auflage: 10.500 Exemplare, Einzelpreis Inland € 12,– Jahresabonnement (10 Hefte) € 72,–
(alle Preise inkl. 10% MwSt.), Auslandsabonnements auf Anfrage, Bankver bindung: Erste Bank, BLZ: 20111, Konto: 291 2145 2900, IBAN: AT85 2011 1291 2145 2900,
BIC: GIBAATWW, FN 309377t, UID ATU 64333304, Gerichtsstand ist Wien. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit von elektronisch übertragenen Dokumenten oder Anzeigen kann
keine Verantwortung übernommen werden. Bei nicht ausgewiesenen Bild- und Fotorechten handelt es sich um von den Unternehmen beigestelltes und zum Abdruck
freigegebenes Fotomaterial. Impressum gemäß § 25 Mediengesetz unter www.baublatt.at abrufbar.
76 | Messe-Nachlese
Rückblick auf die Neuheiten
der Holzmesse in Klagenfurt
CAT HYDRAULIKBAGGER
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HOHE LEISTUNG UND PRODUKTIVITÄT
Der Cat 315 zeichnet sich durch eine hervorragende Leistung und sein kompaktes Design aus. Mithilfe der leicht
anzuwendenden, serienmäßig zur Ausstattung gehörenden Cat-Technologien können Fahrer effizienter arbeiten
und eine bessere Produktivität am Einsatzort erreichen. Vor allem das Cat Grade mit 2D zeigt eine Echtzeitdarstellung
der Lage- und Höhenvorgaben des Anbaugerätes, das Cat Payload, welches präzise Lastziele für Löffel
oder Greifer definiert und sofortige Wägevorgänge übermittelt sowie das Cat Grade Assist, dessen Einhebelsteuerung
automatisiert die Bewegungen von Ausleger und Löffel steuert und dadurch Fehler und Ermüdung verhindern, sind
einzigartige Innovationen in dieser Klasse.
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ab 15.08.2024 bis 30.09.2024 oder bis auf Widerruf. Lieferung und Faktura bis 31.12.2024. Gültig nur für gewerbliche Kunden mit Sitz in Österreich, vorbehaltlich Verfügbarkeit und Bonitätsprüfung. Für die Finanzierung gelten die Allgemeinen Finanzierungsbedingungen
des ausgewählten Finanzierungspartners. Für Kauf und Serviceleistungen gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Zeppelin Österreich GmbH. Bilder können Sonderausrüstungen zeigen, die nicht zum Lieferumfang gehören.
INHALT
INHALT
Einen starken Auftritt lieferte das Team Austria
bei den Berufsweltmeisterschaften in Lyon und 52holte unter anderem Gold im Betonbau.
Foto: SkillsAustria/Florian Wieser
MENSCHEN + SZENE
8 Aktuelles bei Semmering Basistunnel,
Wienerberger, Lkw Walter, i+r Gruppe,
Mawev, Construction Equipment Forum
und Leube.
PROJEKTE + PLANUNG
12 Hamburg: Der St. Pauli-Elbtunnel wurde
1911 eröffnet. Nach der Sanierung der
Schachtgebäude wurde vor fünf Jahren
auch die Sanierung der Oströhre beendet.
Kurz nach deren Eröffnung startete die
Sanierung der Weströhre. Wir berichten
über den aktuellen Baufortschritt.
MASCHINEN + TECHNIK
20 Zeppelin: Stephan Bothen, Vorsitzender der
Geschäftsführung der Zeppelin Österreich
GmbH, im Interview über die wirtschaftliche
Entwicklung, Neuerungen in der Produktpalette
und bei den Zeppelin Standorten sowie über
den Einsatz von KI bei Baumaschinen.
24 Pipelife: Trinkwasserleitung als Pilotprojekt.
24 Boels Rental: Mitte September wurde der
neue Standort in Salzburg eröffnet.
26 GeoLanes: Die Dreihans GmbH setzt auf
GPS-gesteuerte Baggersteuerungen sowie
eine Vermessungsdrohne von GeoLanes.
28 Partnerschaft: Mittendorfer Beton kooperiert
mit Salzburger Sand- und Kieswerke.
30 Makineo: Wir sprachen mit Geschäftsführer
Jan Hakert über die digitale Baustelle und
wie er die Kunden befähigen will, Projekte
in Zukunft selbst durchzuführen.
34 Wien Kanal: Für einen neuen Regenwasserkanal
wird unter drei Brücken und zwei Hochspannungsleitungen
ein Tunnel gebohrt.
36 Wasserstoff: Strabag hat mit den Partnern
Liebherr und Energie Steiermark im Steinbruch
Gratkorn ein Pilotprojekt mit einem
wasserstoffbetriebenen Radlader gestartet.
38 AAB Eisterer bietet ein umfassendes
Sortiment an hochleistungsfähigen Abbruchwerkzeugen
zur Miete und zum Verkauf.
40 Leithäusl veranstaltete bereits zum zweiten
Mal das betriebsübergreifende Baumaschinentechnik-Camp
mit 14 Lehrlingen.
43 Prangl errichtete im Brenner Basistunnel
ein hydraulisches Hubportal für die Montage
einer High-Tech Tunnelbohrmaschine.
44 Wolffkran: Ein Wolff 8060.25 Cross bewährt
sich bei einer Speicherbecken-Reinigung.
46 Kuhn: Im Rahmen einer jahrzehntelangen
Zusammenarbeit verstärkte sich die Firma
Alfred Neuberger aus Ehrwald mit einem
neuen Komatsu WA475-10 Radlader.
47 Epiroc stellte die neuesten Ergänzungen
seiner Abbruchpulverisierer-Reihe vor.
48 Dewalt: Neuheiten und Aktionen.
48 Dorn Lift: Übergabe einer neuen Multitel
Arbeitsbühne an die Stadtwerke Judenburg.
49 Mörtlbauer: Terra-Mix setzt bei der Impulsverdichtung
auf Bagger von HD Hyundai.
50 MWT: Mobile Bandwaagen ermöglichen
auch im rauen Einsatz präzise Messungen.
52 WorldSkills: Österreich zählte bei den
Weltmeisterschaften der Berufe in Frankreich
erneut zu den besten Nationen der Welt.
54 Bosch: Profi-Zubehör zur Staubabsaugung.
54 Fliegl hat einen sehr kurzen Trailer gebaut,
der 10.500 kg Nutzlast transportieren kann.
55 Mauch: In Schladming werden im Rahmen
von Demotagen Neuerungen präsentiert.
56 Granit Parts: In der Messe Kassel bietet die
Parts & Service World 2024 drei Tage lang
ein spannendes Programm.
58 Heinrich-Bau: Für Projekte im Hoch-, Tiefund
Kraftwerksbau setzt die Fürstenfelder
Baufirma auf Kobelco Bagger mit Ausrüstung
der Firma Baumaschinentechnik.
61 Metabo: Starker Akku für Profi-Anwender.
SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG
62 Rockster: Der R1000 bewährt sich als
leistungsfähiger All-in-One Prallbrecher.
64 Sandvik: Da der Abbau in Mittersill in immer
größeren Tiefen erfolgt, wurde von der Firma
Wolfram in einer Kaverne eine neue Sandvik
Aufbereitungsanlage errichtet.
67 BRV: Neue Anforderungen an den Abbruch
durch die Europäische Kommission.
68 Rubble Master: Der Aufbereitungsspezialist
reduziert mit einer Photovoltaik-Anlage und
einer leistungsfähigen Speicherlösung
seine betriebsbedingten CO2-Emissionen.
70 Avesco: Der erste Sandvik Ranger DX800i
Silencer Österreichs ersetzt in Vorarlberg
bei der Firma Keckeis drei Bohrgeräte und
erbringt bei reduziertem Verbrauch eine
höhere Bohrleistung.
74 Kleemann: Zahlreiche Argumente sprechen
für den vollelektrischen Betrieb von mobilen
Brech- und Siebanlagen.
87 Mercedes-Benz Trucks: Kerschner Umwelttechnik
setzt auf Mercedes-Benz eActros 300.
88 Baublatt.Österreich Test:
BYD Seal
Mazda CX-30 2.0L E-Skyactive X
Ford Bronco 2.7 Ecoboost
04 Editorial
90 Service
Literatur
HOLZMESSE
Ascendum – S.84
Bulmor – S.77
Dunst – S.83
Glock Ecotech – S.86
Hartner – S.86
Kiesel – S.78
FUHRPARK
STANDARDS
Konrad – S.86
Kuhn – S.80
Kuhn Ladetechnik – S.85
Mercedes-Benz Trucks – S.82
Stapla – S.81
Web-Stapler – S.86
MERLO ROTO
DER DREHBARE
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6 SEPTEMBER 2024
BAUBLATT.ÖSTERREICH
BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2024 7
MENSCHEN + SZENE
MENSCHEN + SZENE
SEMMERING-BASISTUNNEL
Durchschlag der ersten Röhre
Zwei Röhren mit je 27,3 km sind für den Semmering-Basistunnel zu
graben. Die ersten Tunnelbauarbeiten haben 2014 begonnen. Am 11.
September 2024 ist in der Streckenröhre 1 im Bauabschnitt Gloggnitz
der letzte Durchschlag gelungen, somit ist Gloggnitz mit Mürzzuschlag
unterirdisch fertig verbunden. In der zweiten Röhre ist mit
einem Abschluss der Arbeiten im ersten Quartal 2025 zu rechnen,
dann sind die Vortriebe komplett beendet. Trotz der schwierigen
Geologie im Abschnitt Gloggnitz haben die Mineure in den letzten
Monaten unter gewaltigem Einsatz große Fortschritte verzeichnen
können und jetzt diesen Meilenstein erreicht. Mehr als 27 km der
insgesamt 27,3 km des zweiröhrigen Tunnels sind bereits gegraben.
Der Tunnel wurde von fünf Stellen und insgesamt 14 Vortrieben aus
gleichzeitig gebaut, zwölf der 14 Vortriebe (vier im Fröschnitzgraben,
vier in Grautschenhof, drei in Göstritz und einer von Gloggnitz aus)
sind bereits abgeschlossen. Mehr als 40 km – von insgesamt 55 km in
zwei Röhren – sind bereits mit einer Betoninnenschale ausgekleidet.
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WIENERBERGER
Ziegelwerk Pinkafeld feiert Doppel-Jubiläum
Am 07. September 2024 wurde das
100-jährige Bestehen des Wienerberger-
Werks in Pinkafeld bei einem „Tag der
offenen Tür“ gefeiert. 350 Gäste, das
nationale Top-Management von Wienerberger
sowie der burgenländische Wirtschaftslandesrat
Leonhard Schneemann
waren vor Ort und erhielten exklusive
Einblicke in die Ziegelproduktion.
Das Dachziegelwerk Pinkafeld wurde
1924 eröffnet. Bisher produzierten rund
50 Mitarbeiter rund um Werksleiter Felix
Weinhandl im heurigen Jahr ca. 1 Mio.
Dachziegel. Umgerechnet können damit
rund 4.650 Hausdächer gedeckt werden.
Der dafür verwendete Rohstoff Ton wird
mobile u. stationäre
tankanlagen
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unmittelbar neben dem Werk abgebaut.
Nachhaltigkeit spielt aber nicht nur bei
der regionalen Gewinnung des Tons eine
wichtige Rolle, sondern auch in der
Produktion: So wurde am Standort unter
anderem die Materialmischung in den
Ziegelprodukten verändert – diese enthält
nun 76% weniger CO2 als noch vor ein
paar Jahren und ist somit deutlich
klimaschonender. Zudem wurden Stückgewichte
und Bruch reduziert, wodurch das
Werk seinen CO2-Ausstoß ebenfalls
nachhaltig reduzieren kann.
Im Bild von links: Wilfried Lechner
(Country Head of Marketing & Communication
Wienerberger-Österreich), Johann
Marchner (Wienerberger-Österreich
Geschäftsführer), Felix Weinhandl
(Werksleiter Pinkafeld), Dr. Leonhard
Schneemann (Wirtschaftslandesrat),
Carina Laschober-Luif (Landtagsabgeordnete),
Wilfried Bruckner (Bürgermeister
von Riedlingsdorf) und Gülnaz Atila (COO
Wienerberger) im Rahmen der Feierlichkeiten
von 100 Jahre Pinkafeld.
www.wienerberger.at
Im Rahmen der 100-Jahr-Feier wurde der 500 Mio. Tondachziegel, der seit der Gründung des
Werks produziert wurde, feierlich an Landesrat Schneemann übergeben.
8 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Foto: ÖBB/Grafebner
Foto: wienerberger / Andi Bruckner
Foto: Walter Group
LKW WALTER
100-jähriges Jubiläum im Zeichen
von Innovation und Nachhaltigkeit
Lkw Walter, eine Tochtergesellschaft
der österreichischen
Walter Group mit Standorten in
Wiener Neudorf und Kufstein,
zählt mit mehr als 8.000
Komplettladungen (FTL)
täglich auf der Straße und im
Kombinierten Verkehr zu den
führenden Unternehmen der
europäischen Transportbranche.
Der Schwerpunkt liegt dabei
auf dem Transport von Gütern
aus der Konsumgüter-, Holzund
Papier-, Chemie-, Metall-,
Automobil- und Elektronikindustrie.
Lkw Walter verbindet
Europas wichtigste Wirtschaftszentren
miteinander und
gewährleistet somit die intrakontinentale
Versorgung.
Was 1924 als kleines Ein-Mann-
Speditionsbüro in Wien begann,
hat sich zu einem Unternehmen
mit über 1.650 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern aus über
MAWEV
Von links: Die vier Vorstände Alois Höfler, Alexander Sobota,
Michael Krainthaler und Herbert Traxler verantworten
federführend die Zukunft von Lkw Walter.
40 Nationen entwickelt. Von der
kulturellen Diversität profitieren
nicht nur die Kunden,
sondern auch die offene,
dynamische Unternehmenskultur,
die unter anderem von
Great Place to Work ausgezeichnet
wurde. „Unser Erfolg
basiert auf kontinuierlicher
Innovation und einem klaren
Bekenntnis zur Nachhaltigkeit“,
sagt Herbert Traxler, Vorstandsvorsitzender
bei Lkw Walter.
„Lkw Walter wurde bereits im
Jahr 1986 aufgrund seiner
Leistungen für die heimische
Wirtschaft das österreichische
Staatswappen verliehen. Wir
sind sehr stolz darauf, als
Familienunternehmen in
Österreich eine bedeutende
Rolle für die Wirtschaft und
letztlich die Bevölkerung
spielen zu dürfen.“
www.lkw-walter.com
Neues Mitglied
Der Österreichische Baumaschinen-Verband freut sich, mit der
Crane Now GmbH ein neues Mitglied begrüßen zu dürfen. Geschäftsführer
Peter Kriston: „Wir sind fest davon überzeugt, dass wir durch
unser bestehendes Netzwerk und unsere modernen Vertriebskanäle
Crane Now von einem vielversprechenden Startup-Unternehmen in
Österreich zu Europas erstem und größtem Marktplatz für Kran- und
Gerätevermietung im internationalen Umfeld machen können.“
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VON GRUND
AUF BESSER
Mit der Trimble ® Roadworks Steuerungsplattform für den Straßenbau
I+R GRUPPE
38 neue Lehrlinge in der i+R Gruppe
Ende August wurden von der i+R
Geschäftsführung 38 neue Lehrlinge
willkommen geheißen. In fünf verschiedenen
Unternehmen der Gruppe werden sie
in den nächsten Jahren ihr berufliches
Rüstzeug mitbekommen. 12 Berufe sind
vertreten, darunter drei neue. Für die i+R
Gruppe – mit 104 Lehrlingen einer der
größten Ausbilder in Vorarlberg – ist die
Lehre ein wichtiges Instrument, um dem
Facharbeitermangel entgegenzuwirken.
21 Lehrlinge haben beim Baumaschinen-
Spezialisten Huppenkothen angefangen.
An den 18 Standorten in Österreich und
der Schweiz werden nun 59 Lehrlinge
ausgebildet. Überwiegend sind es angehende
Baumaschinentechniker und -innen.
Beim Spezialisten für Baggeranbaugeräte
Martin in Ludesch beginnen 5 neue
Lehrlinge. Damit werden 14 junge Menschen
in verschiedenen Berufen ausgebildet.
Bei den in Lauterach ansässigen
Tochtergesellschaften i+R Holzbau, i+R
Bau und i+R Business Partner starten
weitere 12 Nachwuchsfachkräfte ihre
Karriere. Neben der Unterstützung beim
Die i+R Gruppe ist mit 104 Lehrlingen einer
der größten Ausbilder in Vorarlberg.
Lernen bietet die i+R Gruppe den Lehrlingen
unter anderem ein attraktives
Prämiensystem, Personal Coaches oder die
Unterstützung durch die Offene Jugendarbeit
Dornbirn (OJAD). „Unser Ursprung
liegt im Handwerk und somit hat die Lehre
bei uns Tradition. Je nach Unternehmen
übernehmen wir zwischen 75 und 100%
der ausgebildeten Fachkräfte. Damit ist die
duale Ausbildung eine wichtige Säule
unserer Personalentwicklung“, betonten
Reinhard Schertler und Joachim Alge.
www.ir-gruppe.com/lehre
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10
TERMINE
Rechtssicherer Umgang mit Aushubmaterialien
und Baurestmassen
02.10.2024, Wien www.brv.at
Gebäuderisse - Schäden
erkennen, beurteilen & sanieren
07.10.2024, Wien und Virtual Classroom
www.ars.at
VDBUM Branchentreff Spezialtiefbau
08.-09.10.2024, Nenzing www.vdbum.de
14. Österreichische Tunneltag
09.10.2024, Salzburg www.oegg.at
73. Geomechanik Kolloquium
10.-11.10.2024, Salzburg www.oegg.at
Ausbildung zum zertifizierten
Experten für Örtliche Bauaufsicht
10.10.-22.11.2024,
Wien und Virtual Classroom www.ars.at
Konfliktmanagement im Bauwesen
17.10.2024, Wien www.ars.at
Baumangel - Versicherungsvs.
Bau-Sachverständige
21.10.2024, Wien und Virtual Classroom
www.ars.at
Klimawandel – Auswirkungen
auf die alpine Geotechnik
24.10.2024, Bauakademie BWZ OÖ
www.voebu.at
Bauvorhaben erfolgreich managen
13.11.2024, Wien und Virtual Classroom
www.ars.at
SEPTEMBER 2024
CONSTRUCTION EQUIPMENT FORUM
Die Zukunft der Baumaschinen
Vom 08. bis 09. Oktober 2024 findet im JCB
Event Center in Frechen das nächste Construction
Equipment Forum statt. Das Konferenzprogramm
steht unter dem Motto „Die Zukunft
der Baumaschinen: nachhaltig, intelligent,
vernetzt“. Ein komplexes Thema, dem sich
Vortragende von JCB, Schaeffler, Volvo, Swecon
Baumaschinen, Goldbeck, Liebherr, Bredenoord,
Zeppelin Baumaschinen, u.v.m. widmen
werden. Vier strategische Säulen werden an
den beiden Konferenztagen von den Beiträgen
der Referierenden beleuchtet: Nachhaltigkeit,
Elektrifizierung und alternative Antriebe;
LEUBE
Leube Gruppe übernimmt Marolt Beton
Politik, Markt und Umwelt; Automatisierung,
Robotik und IoT sowie Digitalisierung.
Ergänzend dazu laden organisierte Werkstouren
zu einer gemeinsamen Begehung der
Produktionshallen der Firmen Deutz und
Ammann ein. In der Outdoor Area bietet das
Construction Equipment Forum aber auch
Baumaschinen und Zubehör hautnah zum
Anfassen. Nicht zuletzt lädt der „Women in
Construction Summit“ Frauen in der Baubranche
zu einem gemeinsamen Austausch ein.
Weitere Informationen und Anmeldung unter
www.constructionforum.de
Die Leube Gruppe übernahm per 06. September 2024 die slowenische Marolt Beton d.o.o. aus Vrhnika bei Laibach
zu 100%. Damit setzt die Baustoffgruppe im Zuge der Wachstumsstrategie, nach Deutschland und Tschechien,
einen weiteren Schritt in das benachbarte Ausland. Der Antrag zur Übernahme wurde bei der zuständigen
Behörde genehmigt. Marolt Beton ist ein Familienunternehmen und Marktführer im slowenischen Transportbeton-
und Kiesgeschäft. Unter der Führung von Mirko Marolt operiert das Unternehmen seit 30 Jahren
erfolgreich auf dem slowenischen Markt und erzielte im Jahr 2023 mit zehn Standorten und 66 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern einen Umsatz von rund 16 Mio. Euro. www.leube.eu | www.maroltbeton.si
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Der Alte Elbtunnel ist nicht nur ein wichtiger Touristen-Magnet im Hamburger Hafen, er ist auch ein Meisterwerk der Ingenieurbaukunst.
Die Bilder zeigen die Tübbing-Sanierung (1), die Sanierung der Bleiabdichtung (2) und die Aufbringung des Spritzbetons (3).
1
2 3
Fotos: HPA / Andreas Schmidt-Wiethoff; Claudia Wutzke; Jan Sieg
HAMBURG
St. Pauli Elbtunnel: Sanierung der
Weströhre schreitet zügig voran
Der im September 1911 eröffnete St. Pauli Elbtunnel verbindet in Hamburg die
Landungsbrücken im Stadtteil St. Pauli mit dem Hafengebiet in Steinwerder.
Seit 1995 wird der Alte Elbtunnel – die Bezeichnung dient als Abgrenzung zu
dem 1975 eröffneten Neuen Elbtunnel – durch die Hafenverwaltung Hamburg
Port Authority (HPA) instandgesetzt. Nachdem zunächst auf beiden Seiten die
Schachtgebäude komplett restauriert wurden, erfolgte von 2011 bis 2019 die
Sanierung der Oströhre. Kurz nach deren Eröffnung startete die Sanierung der
Weströhre, deren Fertigstellung im Jahr 2026 geplant ist.
D
ie ersten Überlegungen für den
St. Pauli Elbtunnel liegen rund
150 Jahre zurück. Mit dem Wachstum des
Hafens auf der Südseite der Elbe stieg seit
den 1870er Jahren auch die Zahl der
Werft- und Industriearbeiter, die täglich
zweimal die Elbe überqueren mussten. Als
der witterungsabhängige Fährverkehr an
seine Kapazitätsgrenzen stieß, begann die
Stadtverwaltung über Alternativen
nachzudenken. Geprüft wurden unter
anderem eine Schwebefähre und eine
Hochbrücke. Beide Lösungen wurden aus
Kostengründen verworfen. So fiel 1902 die
Entscheidung für den Bau eines Tunnels.
Inspiriert wurde das Projekt von ähnlichen
Tunneln in London und Glasgow
sowie dem Straßenbahntunnel unter der
Spree bei Berlin.
Aufgrund der beengten Verhältnisse
war ein Tunnel mit senkrechten Zugängen
die einzig sinnvolle Lösung. Das Konzept
von Architekt Otto Wöhlecke sah auf jeder
Seite nicht nur zwei Treppen mit je 132
Stufen vor, sondern auch sechs Aufzüge –
davon vier Aufzüge für Fahrzeuge und
zwei kleinere Personenaufzüge. In 24 m
Tiefe sollten dann zwei hell geflieste
Röhren die Querung unter der Elbe
ermöglichen. Nachdem der Senat im März
1907 die notwendigen finanziellen Mittel
bewilligte, begannen die Arbeiten im Juli
1907 mit der Errichtung der Schachtgebäude
an den Tunnelenden in Steinwerder
und St. Pauli.
Anspruchsvoller Tunnelbau mit
den Mitteln der damaligen Zeit
Beim Bau der beiden stählernen Tunnelröhren
kam das Schildvortriebsverfahren
zum Einsatz. Der äußere Durchmesser der
Tunnelröhren beträgt 5,92 m, die Oberkante
der beiden Röhren liegt 12 m unter
der damaligen Höhe des mittleren
Hochwasserspiegels. Die daraus resultierenden
Druckverhältnisse und der
schwierige Untergrund stellten nicht nur
die ausführende Firma Philipp Holzmann
vor große Herausforderungen, sondern
auch die rund 4.400 Arbeiter, die die
beiden Röhren in vier Jahren unter
schwierigsten Bedingungen errichteten.
Mit Schaufeln schafften sie vor dem
Seit der Sanierung erstrahlt die Oströhre
des St. Pauli Elbtunnels im neuen Glanz.
Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter
Tschentscher (links) und Jens Meier (CEO
der Hamburg Port Authority, rechts) bei
der Wiedereröffnung im Juni 2019.
Die Sanierung des Alten Elbtunnels ist
für Projektleiterin Nele Tewis von der
Hamburg Port Authority und ihr Team
eine Herzensangelegenheit.
großen, hydraulisch angetriebenen
Bohrschild das Erdreich aus dem Weg.
Danach stützten sie den so entstandenen
Tunnel mit Stahl-Tübbingen. Die zu einem
Ring zusammengesetzten Stahlelemente
wurden anschließend vernietet, mit Blei
abgedichtet, verputzt und zusätzlich mit
Beton gegen das Aufschwimmen gesichert.
12 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2024 13
PROJEKTE + PLANUNG
PROJEKTE + PLANUNG
1 2
3 4 5
6 7
Um das Eindringen von Wasser zu
verhindern, wurden die Arbeiten bei
Überdruck ausgeführt. Da trotz des
Einsatzes von Druckschleusen die ersten
Krankheits- und Todesfälle auftraten,
wurde 1909 das Ärzteehepaar Arthur und
Olga Bornstein hinzugezogen, das bereits
über Erfahrungen mit der Caissonkrankheit
verfügte. Sie bewahrten viele Arbeitskräfte
vor der Gefahr einer Embolie.
Wie ging es mit dem St. Pauli Elbtunnel
nach seiner Fertigstellung weiter? Nun,
ursprünglich sah das Schachtgebäude in
Steinwerder genauso aus, wie das in St.
Pauli. Nach der Zerstörung im Zweiten
Weltkrieg wurde das Gebäude bis 1952
jedoch als reiner Zweckbau wiedererrichtet.
Weiters wurde 1959 im Rahmen einer
Modernisierung auf jeder Seite eine der
beiden Treppen durch die damals längsten
freitragenden Rolltreppen Deutschlands
ersetzt. Nachdem diese 1991 das Ende
ihrer Lebenszeit erreicht hatten, wurden
sie 1993 auf jeder Seite durch einen
zusätzlichen Personenaufzug ersetzt.
Zusätzlich erneuerte man den bereits
vorhandenen Personenaufzug.
Anspruchsvolle Sanierung
der beiden Tunnelröhren
Um den Alten Elbtunnel als wichtiges
Hamburger Wahrzeichen möglichst
langfristig zu erhalten, war es notwendig,
beide Tunnelröhren umfassend zu
sanieren. Aufgrund des Alters und der
Komplexität des Tunnels stellt diese
Sanierung eine große bautechnische
Herausforderung für die HPA dar. Wie die
bereits fertiggestellte Oströhre zeigt, hat
sich der große Aufwand aber durchaus
gelohnt. Historische Liebe zum Detail
verbindet sich hier mit höchster handwerklicher
Präzision. Die Wände sind nach
historischem Vorbild frisch gefliest und
mit Reliefs versehen. Die Leuchten
wurden nach historischem Vorbild neu
hergestellt und mit LED-Technik
versehen.
Für die aktuell laufende Grundinstandsetzung
der Weströhre beauftragte die
HPA die Arbeitsgemeinschaft St. Pauli
Elbtunnel, bestehend aus den Firmen HC
Hagemann und Züblin. Die ARGE hat
bereits die Oströhre saniert und erhielt
nach einer europaweiten Ausschreibung
auch den Zuschlag für die Weströhre.
Getrennt davon erhielt die Firma Otto
Anbringung der Abdichtung in der Weströhre.
Schatte, Spezialist für technische Gebäudeausstattung,
nach der Oströhre auch für
die Weströhre den Zuschlag zur Installation
sämtlicher technischer Elemente.
Projektleiterin Nele Tewis von der
Hamburg Port Authority erklärt: „Bei der
Oströhre lag der Fokus zunächst auf einer
optischen Sanierung. Wir haben aber
rasch festgestellt, dass eine Grundinstandsetzung
der Röhre notwendig ist. In die
Planung der Weströhre ist daher alles
eingeflossen, was man aus der Oströhre
gelernt hat.“
Im Gespräch mit Baublatt.Österreich
erläutert Projektleiterin Tewis die
einzelnen Sanierungsschritte, wobei die
Arbeiten in der Weströhre denen in der
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und bringt somit noch mehr Effizienz und nahtlose Planung
auf Ihre Baustelle.
Die historischen Aufnahmen zeigen: (1) Errichtung des Schachtgebäudes Steinwerder,
(2) den Bemessungswagen für den Tunnelquerschnitt, (3) Versetzen der Nieten, (4) Blick in
eine Druckausgleichskammer, (5) Arbeiten mit dem Schildvortriebsverfahren, (6) Zugang
zum fertigen Tunnel auf der Seite St. Pauli und (7) Vertikalschnitt durch den Fahrschacht.
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im Vergleich zum Vorgängermodell
Im Anschluss an das Einschalen
und Betonieren der Wände wurde im
oberen Tunnelabschnitt die Bewehrung
angebracht und mit dem Schalwagen das
Gewölbe betoniert.
Komatsu WA475-10
bereits fertiggestellten Oströhre im
Wesentlichen gleichen. So konzentrierten
sich die Abbrucharbeiten zunächst auf den
oberen Tunnelbereich und nicht auf die
Fahrbahn. Dadurch sollte verhindert
werden, dass zu viel Material entfernt und
der Tunnel zu leicht wird. Ein weiterer
Vorteil besteht darin, dass auch in
späteren Bauphasen eine Straße für die
Baugeräte zur Verfügung steht.
Nach der inzwischen abgeschlossenen
Entkernung präsentierte sich die Metallkonstruktion
in einem überraschend guten
Zustand. Alle vorhandenen Fugendichtungen
und Nieten wurden detailliert
überprüft. Die Stahloberfläche wurde im
Sandstrahlverfahren vom Rost befreit,
stark verrostete Stellen wurden händisch
nachbearbeitet. Danach wurden beschädigte
Nieten, an denen es zu Wassereintritt
kam, durch Schrauben ersetzt. Bei
den Bleiabdichtungen erwies sich der
überwiegende Teil als funktionstüchtig.
Beschädigte Stellen wurden wie zuvor mit
Blei saniert. Als Schutz vor giftigem
Bleistaub trugen die Arbeiter Schutzanzüge
und spezielle Atemschutzgeräte.
Mit einer Motorleistung von 217 kW / 295 PS und dem
leistungsverzweigten Komatsu-Getriebe (K-HMT), das
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die grünen Sockelfliesen. Im Juli wurden
bereits die Betonagen im unteren Tunnelquerschnitt
abgeschlossen. Hier müssen
noch die Fahrbahn und der Oberflächenbelag
aus Asphalt hergestellt werden.
Auch nach über 100 Jahren ist der St.
Pauli Elbtunnel, der seit 2003 unter
Denkmalschutz steht, eine beliebte
Sehenswürdigkeit für Touristen. Er ist
aber auch immer noch ein wichtiger
Verkehrsweg im Hamburger Hafen, der
pro Jahr von fast zwei Millionen Menschen
genutzt wird. Vom Tunnelzugang in St.
Pauli ist es nur ein kurzer Fußweg zur
Reeperbahn oder zur Speicherstadt samt
HafenCity.
Projektleiterin Tewis über den noch
bevorstehenden Abschnitt des Sanierungsprojekts:
„Ein Teil des Bauvorhabens ist
die Erneuerung einer Treppe auf der St.
Pauli Seite. Von den beiden Treppen im
Süden und im Norden wurde jeweils eine
Treppe ausgebaut, um eine Rolltreppe
einzubauen. Nachdem die Rolltreppen
entfernt wurden, hat man im Zuge der
Sanierung der Oströhre die zweite Treppe
im Süden bereits erneuert. Nun fehlt noch
die zweite Treppe in St. Pauli. Das ist
hinsichtlich der Planung und der Ausarbeitung
der Logistik ein durchaus
anspruchsvolles Bauvorhaben. Grundsätzlich
sind wir mit der Sanierung der
Weströhre im Zeitplan. Die Eröffnung des
Tunnels im Jahr 2026 wird für Hamburg
ganz sicher ein großes Fest!“
Das Team der HPA Baustellenmannschaft
arbeitet mit vollem Einsatz an der Sanierung
der Weströhre des Alten Elbtunnels. Die
Arbeiten liegen voll im Zeitplan, die
Eröffnung ist für 2026 geplant.
Damit die belasteten Stäube nicht ins
Freie gelangen, wurden Materialschleusen
mit zwei Schleusentoren eingerichtet. Da
auch die eingesetzten Kompaktgeräte den
Tunnel nicht verlassen durften, erfolgte in
DATEN & FAKTEN
Eröffnung: 1911
Tunnellänge: 426 m
Fahrbahnbreite: 1,92 m
Innendurchmesser Tübbingring: 5,64 m
Die Stahlkonstruktion der bereits
fertiggestellten Oströhre besteht aus
1.682 Stahl-Tübbingen. Diese sind mittels
200.000 Nieten verbunden. Während der
Sanierung der Oströhre wurden rund
3.600 t Schwerbeton eingebaut und rund
360.000 Fliesen neu verlegt.
Der Tunnel ist 24 Stunden am Tag für
Fußgänger und Radfahrer kostenlos
nutzbar.
Damit der Tunnel nicht zu leicht wird, erfolgte der Rückbau der bestehenden Fahrbahn erst nach Fertigstellung
der Wand- und Gewölbeschale. Nach den maschinellen und händischen Abbrucharbeiten wurde die Bewehrung
für die neue Fahrbahn hergestellt. Im Finale der Betonierarbeiten erfolgte der Lückenschluss händisch.
diesen Schleusen die Übergabe des
Abbruchmaterials in kleinen Containern
an saubere Fahrzeuge, die für den
Abtransport an die Oberfläche sorgten.
Für die Baustellen-Logistik können nur
die vorhandenen Lasten- bzw. Personenaufzüge
genutzt werden, wobei die Hälfte
für den Großteil der Bauzeit dem öffentlichen
Verkehr zur Verfügung steht. Für die
Ver- und Entsorgung der Arbeiten wird
überwiegend das Schachtgebäude Steinwerder
genutzt.
Nach der Ertüchtigung der Metallkonstruktion
wurde im Gewölbe im Pilgerschrittverfahren
eine Spritzbetonschicht
eingebracht, die auch als Korrosionsschutz
für die Tübbinge dient. Darauf wurden
zunächst das Drainageflies und anschließend
die Abdichtungsbahnen befestigt. In
weiterer Folge wurden abschnittsweise die
Bewehrung und der Stahlbeton eingebracht.
Da die Fliesen direkt auf den
Beton geklebt werden, wurde von Beginn
an darauf geachtet, dass die Herstellung
der Betonoberflächen möglichst exakt
erfolgt.
Bei den Fliesen handelt es sich aus
Gründen der Frostsicherheit und Haltbarkeit
um Feinsteinzeug. Sie werden für die
Tunnelsanierung nach alter Handwerkskunst
in Boizenburg produziert. Aus
Gründen des Denkmalschutzes spielen bei
den Fliesen aber nicht nur die schmalen
Fugen eine wichtige Rolle. Aufgrund der
damaligen Produktionsmethoden weisen
die Original-Wandfliesen auch leicht
abweichende Farbschattierungen auf. Ein
Effekt, der nun mit modernster Technik
nachempfunden wird.
Spezielle Schmuckreliefs und die für
den St Pauli Elbtunnel so typischen
Tunneltiere wurden nach Möglichkeit
erhalten. Sie werden restauriert und zum
größten Teil im Original wieder eingebaut.
Mit Stand September 2024 schreitet die
Verlegung der Fliesen zügig voran, wobei
die Arbeiten zuerst am Gewölbe erfolgen,
danach folgen die hellen Wandfliesen und
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KI wird auch die Arbeit mit
der Baumaschine verändern
Österreichs Bauwirtschaft steht in vielen Bereichen vor großen Herausforderungen. Wir
sprachen mit Stephan Bothen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Zeppelin Österreich
GmbH, über seine Einschätzung hinsichtlich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung
sowie über aktuelle Neuerungen in der Produktpalette und die Fortschritte im
Modernisierungsprogramm der Zeppelin Standorte.
D
Stephan Bothen
(Vorsitzender der
Geschäftsführung der
Zeppelin Österreich GmbH)
blickt optimistisch in die
Zukunft und hat hinsichtlich
des Einsatzes von künstlicher
Intelligenz in der Baumaschinenbranche
hohe Erwartungen.
ie Zeppelin Österreich GmbH ist seit
1947 in Österreich der exklusive
Vertriebs- und Servicepartner von
Caterpillar Inc., dem weltgrößten Hersteller
von Baumaschinen. Die Zeppelin
Österreich GmbH ist eine Gesellschaft des
Zeppelin Konzerns mit über 270 Mitarbeitern
und einem 2022 erwirtschafteten
Umsatz von 151 Mio. Euro. Zum Produktportfolio
zählen neben dem Vertrieb der
neuen und gebrauchten Caterpillar
Baumaschinen, Dieselmotoren und
Stromaggregate, die Produktpalette der
Thwaites Raddumper, die Weber MT
Verdichtungstechnik und die Vermietung
der Geräte durch die Zeppelin Rental
Österreich GmbH. Verkauf und Service,
sowie Beratung und Finanzierung werden
österreichweit flächendeckend in fünf
Niederlassungen angeboten. Die Zentrale
der Zeppelin Österreich GmbH befindet
sich in Fischamend bei Wien.
Herr Bothen, der starke wirtschaftliche
Einbruch im Wohnungs- und Siedlungsbau
und die Zurückstellung
verschiedenster Projekte stellt auch
die Baumaschinenbranche vor große
Probleme. Wie sehen Sie die aktuelle
Stimmung?
Bothen: Angespannt. Ich denke, dieses
Wort trifft es am besten. Der Markt bewegt
sich in der Regel in einer Sinuskurve und
wir verzeichnen zurzeit in unseren
Segmenten einen rückläufigen Markt. Eine
Entwicklung, die wir nicht zum ersten Mal
erleben. Dazu gehört auch, dass die
Wettbewerbslandschaft intensiver wird.
Wenn man die Situation weltweit betrachtet,
dann sieht man, dass es keine einfachen
Märkte mehr gibt. Unsere Kunden-
Beziehungen sind immer stärker durch ein
hohes Tempo geprägt, in dem die Maschinen-Verfügbarkeit
oft in wenigen Stunden
geklärt werden muss. Um hier am Puls der
Zeit zu bleiben, muss man sich als Unternehmen
immer wieder ein Stück weit neu
erfinden. Natürlich muss man auch die
Funktionen der Führung reflektieren und
analysieren: Wo steht man gerade und in
welche Richtung wird es gehen?
Welche Erwartungen haben Sie für
das Jahr 2025?
Bothen: Ich gehe davon aus, dass die
weitere Entwicklung in etwa auf demselben
Niveau verläuft, wie in diesem Jahr.
Es zeichnet sich keine dramatische
Bewegung der Märkte nach oben oder
nach unten ab. Wir erwarten keine
Rekordjahre, aber wir sind auf einem
stabilen Niveau unterwegs.
Wird sich das von der Regierung
beschlossene Wohn- und Baupaket
auf die Baumaschinenbranche positiv
auswirken?
Bothen: Grundsätzlich ist jedes Konjunkturpaket
gut für die Wirtschaft und damit auch
für unsere Branche. Allerdings muss man
sehr genau darauf achten, wo die im Raum
stehende Milliarde tatsächlich investiert
wird. Das Paket ist ein begrüßenswertes und
positives Signal, aber ich erwarte mir für
Zeppelin oder generell für den Markt keine
exorbitante Veränderung. Gleiches gilt für die
Zinssenkungen, die in einer überschaubaren
Größenordnung erfolgen. Sie werden in
Summe hinsichtlich der volkswirtschaftlichen
Auswirkungen sicher etwas bewirken, ich
kann mir aber nicht vorstellen, dass deshalb
der Wohnungsbau oder der Hochbau drastisch
ansteigen wird.
Wie zufrieden waren Sie mit der
MAWEV-Show?
Bothen: Es war ja meine erste MAWEV-Show,
daher fehlt mir der direkte Vergleich mit
früheren Veranstaltungen. Ich kann aber
sagen, dass die MAWEV-Show meine Erwartungen
erfüllt hat. Für uns war es eine gute
Messe, denn wir haben nicht nur mit bestehenden
Kunden sehr gute Gespräche geführt,
sondern auch mit vielen Neu-Kunden. Auch
konnten wir sehr schöne Abschlüsse tätigen,
insofern kann ich die positiven Aussagen
vieler anderer Aussteller durchaus bestätigen.
Natürlich ist für uns in erster Linie das
Fachpublikum wichtig, aber es war auch sehr
schön, ab und zu eine Schulklasse begrüßen
zu dürfen. Grundsätzlich würde ich mich in
Zukunft über etwas mehr Publikum freuen.
Das können durchaus auch Personen sein, die
nicht unmittelbar mit unserer Branche zu tun
haben, die sich aber dafür interessieren, was
auf einer MAWEV-Show alles gezeigt wird. So
20 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
wie eine Party ist eine Messe erst dann gut,
wenn viele Leute da sind. Mit dem Standort
und dem Gelände waren sowohl die Kunden
als auch Kolleginnen und Kollegen zufrieden.
In einigen infrastrukturellen Bereichen sehen
wir Potenzial für Verbesserungen und sind
dabei auch bereits in Gesprächen mit den
Organisatoren.
Zu den aktuellen Neuheiten im Zeppelin
Programm zählen Radlader unter 6 t.
Wie sind diese Maschinen bei den
Kunden auf der MAWEV-Show angekommen?
Bothen: Wir sprechen hier von den vier neuen
Zeppelin Radladern ZL25, ZL35, ZL45 und
ZL60T. Bei diesen Modellen handelt es sich
um spezielle Zeppelin Konfigurationen, die in
Kooperation mit Atlas Weyhausen in Wildeshausen
im Zeppelin Layout hergestellt
werden und die Produktpalette nach unten
abrunden. Die ersten Maschinen haben wir
kurz vor der MAWEV-Show nach Österreich
bekommen. Zwei Modelle, darunter der
Teleskopradlader ZL60T, der mit einem
Teleskoparm ausgestattet ist, waren auf der
MAWEV-Show zu sehen. Die Maschinen
stießen auf großes Interesse und wir bekamen
ein sehr positives Feedback. Wir haben damit
unser Produktportfolio bei den Radladern
erweitert und können nun auch im kleineren
Segment leistungsfähige Geräte anbieten.
Unsere Aufgabe besteht jetzt darin, diese
Maschinen im Markt zu etablieren. Einerseits
wollen wir sie natürlich unseren Bestandskunden
näherbringen, andererseits erwarten
wir uns dadurch auch den Kontakt zu neuen
Kundensegmenten. Die Geräte eignen sich
beispielsweise auch ideal für den Einsatz in
Mit dem Auftritt von Zeppelin Österreich auf der MAWEV-
Show zeigt sich Stephan Bothen sehr zufrieden.
Condecta Schnelleinsatzkrane
sind zu 100 % feuerverzinkt.
Ausladung von 24 m bis 45 m,
Hakenhöhe bis 30 m.
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Um das Produktangebot unterhalb der 5,5 t Klasse zu erweitern, wurden drei Radlader
mit 2,5 bis 4,9 und ein Teleradlader mit 6 t Einsatzgewicht in das Lieferprogramm aufgenommen.
Im Bild von links die Modelle ZL25, ZL35, ZL45 und ZL60T.
den Maschinen sehr viele Assistenzsysteme
an, die den Maschinisten bei seiner
täglichen Arbeit unterstützen. Dadurch
kann die Arbeit einfacher, effizienter und
genauer erledigt werden. Dazu kommen
digitale Lösungen, die außerhalb der
Maschine stattfinden. Beispielsweise
informiert unser VisionLink über das
aktuelle Einsatzprofil der Maschine. Wie
viele Stunden ist die Maschine gelaufen?
Wie viel Diesel hat sie verbraucht? Bei den
Radladern oder anderen Geräten ist der
Betreiber über die gefahrenen Wegstrecken
ebenso informiert, wie über die
Servicehistorie. Damit verfügt er über eine
optimale Basis für seine betriebswirtschaftlichen
Entscheidungen.
Wie sehen Sie die Zukunft der KI, also
der künstlichen Intelligenz, in der
Baumaschinenbranche?
Bothen: KI ist ein Thema, das in den
letzten Jahren immer stärker an Bedeutung
gewonnen hat. Die Grundsatz-Diskussion
über den Einsatz von KI brauchen
wir aus meiner Sicht nicht mehr zu
führen. KI wird eine immer größere Rolle
spielen und auch die digitale Landschaft
signifikant verändern. Ich bin
überzeugt, dass es eine positive
Veränderung sein wird, denn mit
dem Einsatz der KI können viele
Prozesse gestaltet werden. Die KI
wird auch für den Anwender
enorm hilfreich sein, denn er
wird davon profitieren. Auch
die Arbeitsweise wird sich stark
verändern und geprägt sein durch
ein digitales Ökosystem, in dem sehr viele
nützliche Applikationen über eine Oberfläche
zur Verfügung stehen. Denken Sie
zurück an Ihren ersten Kontakt mit einem
Smartphone. Heute nutzen wir diese
Technik ganz selbstverständlich. Ähnlich
einfach wird sich in Zukunft die Verknüpfung
zwischen Mensch, Maschine und
Einsatz gestalten. Diese Entwicklung wird
viele Abläufe vereinfachen und wir werden
auch in unseren Arbeitsprozessen stark
davon profitieren.
Wir danken für das Gespräch!
Stephan Bothen (Vorsitzender der Geschäftsführung
der Zeppelin Österreich GmbH) im Gespräch mit
Herausgeber Karl Englert (Baublatt.Österreich).
Der Zeppelin Standort in Villach wurde 2023 umfassend modernisiert und die Freiflächen
erweitert. Die neue PV-Anlage am Dach liefert in der Spitzenleistung 51,8 kWp.
Noch heuer starten die Arbeiten für die Modernisierung der Niederlassung Graz.
MOBILE BRECHER-, SIEB- und FÖRDERANLAGEN
PERFORMANCE IN EVERY DETAIL
der Landwirtschaft und sind in Verbindung
mit der professionellen Zeppelin
Betreuung sicherlich eine attraktive
Lösung.
Zeppelin modernisiert seine Filialstruktur.
Wie ist hier der aktuelle
Stand?
Bothen: Mit der Erneuerung bzw. Modernisierung
unserer Niederlassungen setzen
wir konsequent die Nachhaltigkeitsstrategie
von Zeppelin um. Dazu zählt auch,
dass wir an unseren Standorten CO2
neutral werden wollen. In diesem Sinne
haben wir vor einigen Jahren bereits den
Standort Linz komplett neu in St. Florian
errichtet. Ein Schritt, der von den Kunden
in Oberösterreich sehr begrüßt wurde. Im
letzten Jahr haben wir die Niederlassung
in Villach umfassend modernisiert und die
zur Verfügung stehende Freifläche
erweitert. Auch hier profitieren das Team
und die Kunden von den deutlich verbesserten
Rahmenbedingungen. Als nächsten
Standort werden wir die Niederlassung in
Graz modernisieren. Wir starten mit den
Arbeiten noch in diesem Jahr. Die Niederlassung
in Innsbruck ist relativ neu, aber
auch hier setzen wir im Zuge der Nachhaltigkeitsstrategie
mit Solarpaneelen
verstärkt auf erneuerbare Energie. Dazu
kommen Dämm-Maßnahmen, um die CO2
Bilanz weiter zu verbessern. Das Wachstum,
das wir in den letzten Jahren erzielt
haben, soll sich auch in unserer modernen
Infrastruktur widerspiegeln.
70 Jahre Händlervertrag in Deutschland
mit Caterpillar und 77 Jahre in
Österreich. Wie hat sich die wohl
bekannteste Marke im Baumaschinenbereich
entwickelt und wie sehen
sie ihre Schwerpunkte für die
Zukunft, etwa im Bereich Digitalisierung?
Bothen: Die Zusammenarbeit mit Zeppelin
ist eine der längsten Partnerschaften im
ganzen Caterpillar Universum. Es ist
daher verständlich, dass Zeppelin und
Caterpillar in der Wahrnehmung von
vielen unserer Kunden eine Einheit
bilden. Wir sind auf diese lange Partnerschaft
und die enge Kooperation mit
Caterpillar sehr stolz. Das Jubiläum
wurde in Friedrichshafen am Bodensee
daher auch entsprechend gefeiert. In
diesem Rahmen haben einige unserer
Kunden erklärt, was für sie wichtig ist und
warum sie auf die Zusammenarbeit mit
Zeppelin und Caterpillar bauen.
In diesen sieben Jahrzehnten hat sich
Caterpillar als einer der Weltmarktführer
für Maschinen und Motoren enorm
entwickelt. Einerseits ist natürlich die
Produktvielfalt enorm angewachsen.
Caterpillar ist einer der wenigen Full-
Liner und kann seinen Kunden im
Bagger-Bereich vom 900 kg Bagger bis
zum Großgerät mit mehreren 100 t für
Mineneinsätze alles anbieten. Das gilt
auch für die Radlader oder andere
Segmente. Wir können in fast jedem
Bereich Maschinen anbieten – das kann
nicht jeder Mitbewerber.
Aber nicht nur im Produktportfolio ist
Caterpillar enorm gewachsen. Auch die
Digitalisierung ist für alle Hersteller ein
Riesenthema. Ich bin überzeugt, dass
Caterpillar auch hier in vielen Bereichen
die Nase ganz weit vorne hat, denn
Caterpillar investiert enorme Summen.
Eine ganz konkrete Folge der Digitalisierung
ist die Verschmelzung von Mensch
und Maschine. Mittlerweile bieten wir in
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PIPELIFE
Trinkwasserleitung als nachhaltiges Pilotprojekt
Ein aktuelles Pilotprojekt in Wien zeigt, wie gelebte Nachhaltigkeit als Ergebnis einer
gesamtösterreichischen Wertschöpfungskette funktionieren kann: Auf einer Baustelle in
Wien-Margareten wird erstmals eine Trinkwasserleitung mit PE-Druckrohren erneuert, für
deren Herstellung in Zusammenarbeit zwischen Pipelife Austria und Borealis ein
chemisch recycelter Rohstoff zum Einsatz kommt. Im Pipelife-Werk in Wiener Neudorf
hergestellt, eignen sich die Rohre besonders für herausfordernde Verlegesituationen und
sind im hygienisch sensiblen Bereich Trinkwasser ein Garant für Top-Qualität und Langlebigkeit.
Konkret werden im Zuge einer Trinkwasserleitungserneuerung von Juni bis
Oktober 2024 hochwertige Aqualine RC Robust Trinkwasserdruckrohre von Pipelife
Austria eingesetzt, die aus chemisch recyceltem Ethylen hergestellt wurden. Dank ihres
additiven Schutzmantels eignen sich die Rohre besonders für herausfordernde Verlegesituationen
wie beispielsweise Berstlining oder Spülbohrverfahren. Letzteres kam auch
abschnittsweise bei der Verlegung in Wien-Margareten zum Einsatz. www.pipelife.at
Foto: image industry
Bohranlage XXL
BOELS
Boels Rental eröffnet neuen Standort in Salzburg
Mit einem großen Fest eröffnete Boels Rental am 12. und 13. September 2024
den neuen Standort in der Bergerbräuhofstraße in Salzburg.
N
ach knapp einjähriger Bauzeit
präsentiert sich der neue Standort auf
dem neuesten technischen Stand. Hier
stehen dem zehnköpfigen Team alle
modernen Hilfsmittel zur Verfügung, um
die Kunden in Salzburg, Oberösterreich,
Tirol und Bayern optimal zu betreuen. Es
ist bereits der 21. Standort von Boels
Rental in Österreich. Die Nähe zum
Autobahnknoten Salzburg Nord der
Ein Teil des Teams von Boels Rental am neuen Standort in der Bergerbräuhofstraße in
Salzburg. Langjährige Erfahrung und ein moderner Mietpark sorgen für zufriedene Kunden.
Westautobahn sorgt für eine erstklassige
Verkehrsanbindung.
Neben einer großen Bandbreite an
verschiedensten Kleingeräten umfasst der
Mietpark auch Arbeitsbühnen, Roto
Teleskopstapler bis 30 m Hubhöhe und
Straßenfertiger. Bei den Baggern erstreckt
sich die Gerätepalette vom Minibagger bis
zum 10 t Gerät. Auf Wunsch werden die
Maschinen auch direkt auf die Baustelle
geliefert. Zu den Kunden zählen nicht nur
Baufirmen jeder Größe, sondern auch
private Bauherren. Die Dienstleistungen
werden aber auch von der Stadt Salzburg
in Anspruch genommen, etwa in den
Bereichen Erdbewegung und Straßenbau.
Spezialisiert ist die neue Salzburger
Niederlassung von Boels Rental auf den
Bereich Betonbearbeitung. Für Flächen
jeder Größe sind spezielle Schleifgeräte
verfügbar, darunter auch ferngesteuerte
Geräte. Auf Wunsch werden die Kunden
von den erfahrenen Mitarbeitern auch auf
das jeweilige Gerät eingeschult.
Unmittelbar nach der Eröffnung
begann an dem neuen Standort der erste
Lehrling von Boels Rental in Österreich
seine zertifizierte Lehrlingsausbildung.
Ein Bereich, den das Unternehmen in den
nächsten Jahren verstärkt und so den
Nachwuchs für die Bereiche Verkauf und
Werkstatt im eigenen Betrieb ausbildet.
www.boels.com
Der neue Standort verfügt über
großzügige Freiflächen und eine
optimale Verkehrsanbindung zum
Autobahnknoten Salzburg Nord.
24 BAUBLATT.ÖSTERREICH
■ Drehmoment max. 12200 Nm
■ Lafettenlänge ca. 5365 – 6065 mm
■ Rückzugkraft Bohrhammer / Drehantrieb 57 kN
■ Kombinierte Rausziehkraft 117 kN (Rückzugkraft + Zylinder)
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MASCHINEN + TECHNIK
GEOLANES
Dreihans: GPS-Baggersteuerung und
Vermessungsdrohne sorgen für Präzision
Die Dreihans GmbH, ein innovatives Bauunternehmen mit Sitz im Bezirk
Rohrbach im Mühlviertel und fünf Standorten, hat sich durch den Einsatz
modernster digitaler Technologien einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil
im Bauwesen gesichert. Seit Frühjahr 2024 setzt das Unternehmen
erfolgreich auf eine Vermessungsdrohne sowie GPS-gesteuerte Baggersteuerungen
von GeoLanes, die sowohl die Effizienz als auch die
Präzision auf Baustellen erheblich steigern.
D
ie Dreihans GmbH hat zwei ihrer
Bagger mit hochmodernen GPS-Baggersteuerungen
ausgestattet, die den
Aushub von Baugruben und Fundamenten
auf ein neues Genauigkeitsniveau heben.
Durch das Hochladen der Baupläne in das
System wird sichergestellt, dass der
Bagger ausschließlich in den vorgegebenen
Bereichen arbeitet. Diese Technologie
verhindert Abweichungen und sorgt dafür,
dass Erdarbeiten präzise nach Plan
ausgeführt werden.
„Mit der GPS-Baggersteuerung von
GeoLanes können wir sicherstellen, dass
unsere Arbeiten stets millimetergenau
erfolgen“, erklärt Bereichsleiter Albin
Ruttmann. „Dies erhöht nicht nur die
Effizienz, sondern reduziert auch das
Risiko von Fehlern und Nachbesserungen,
was letztlich unseren Kunden zugutekommt.“
Vermessungsdrohne: eine neue
Dimension der Baustellenplanung
Seit Frühjahr 2024 nutzt die Dreihans
GmbH eine Vermessungsdrohne, die den
gesamten Bauprozess von der Kalkulation
bis zur Abrechnung revolutioniert. In der
Mit iDig bietet
GeoLanes innovative
2D- und
3D-Baggersteuerungen
für alle
Baggertypen.
iDig ist schnell
und einfach
montiert bzw.
eingerichtet und
kann auch
projektbezogen
gemietet
werden.
Planungsphase fliegt die Drohne über die
Bauflächen und erstellt genaue Vermessungsdaten,
die direkt in CAD-Programme
integriert werden können. Diese Daten
ermöglichen es, die erforderlichen Erdbewegungen
präzise zu planen und bieten
eine fundierte Grundlage für die Angebotserstellung.
Präzision im Erd- und Tiefbau
durch GPS-Baggersteuerung:
Die Dreihans GmbH setzt in
Zusammenarbeit mit GeoLanes
auf digitale Innovationen.
Geschäftsführer
Georg Altendorfer:
„Die digitale Transformation
ist ein
unverzichtbarer
Bestandteil unserer
Unternehmensstrategie.“
„Unsere Vermessungsdrohne bietet uns
völlig neue Möglichkeiten, bereits in der
Kalkulationsphase genaue und verlässliche
Daten zu erhalten“, erläutert Geschäftsführer
Georg Altendorfer. „So können wir
nicht nur unsere Angebote präziser
gestalten, sondern auch in der Bauausführung
Zeit und Ressourcen sparen.“
Die Drohne wird auch für die Dokumentation
und Planung bei bestehenden
Gebäuden eingesetzt. So wurde beispielsweise
die Aussichtswarte Ameisberg
vollständig vermessen und in eine
Punktewolke umgewandelt, die anschließend
in CAD weiterverarbeitet wurde.
Auch bei der Sanierung alter Gebäude, wie
etwa dem Einbau eines neuen Dachstuhls,
ermöglicht die Drohne eine genaue
Bestandsaufnahme, die die Planung und
Angebotserstellung erheblich erleichtert.
Effizienz im Erdbau: Vorher,
währenddessen und nachher
Die Drohnentechnologie kommt ebenfalls
im Erdbau zum Einsatz. Vor Beginn der
Arbeiten wird das Gelände vermessen, um
eine präzise Planung der Erdarbeiten zu
ermöglichen. Während der Bauphase
werden die Baggerarbeiten durch die
GPS-Steuerung unterstützt, und nach
Abschluss der Arbeiten misst die Drohne
die tatsächlich bewegten Massen. Diese
Daten werden für die Abrechnung
verwendet, was eine punktgenaue und
zeitsparende Abwicklung ermöglicht.
„Früher waren aufwändige Messungen
vor Ort notwendig, die viel Zeit in
Anspruch nahmen. Jetzt übernimmt die
Drohne diese Aufgaben mit einer Genauigkeit,
die manuell kaum erreichbar wäre“,
ergänzt Michael Wimmer, technischer
Mitarbeiter bei der Dreihans GmbH. „Das
spart uns nicht nur Zeit, sondern auch
Kosten und führt zu einer wesentlich
höheren Kundenzufriedenheit.“
Fazit: Digitale Zukunft im Bauwesen
Mit der Investition in die GPS-Baggersteuerung
und die Vermessungsdrohne
von GeoLanes hat die Dreihans GmbH
einen entscheidenden Schritt in Richtung
digitale Baustelle gemacht. Diese Technologien
ermöglichen es dem Unternehmen,
Projekte effizienter, genauer und wirt-
Made in Germany
Dank der Drohne
gehören aufwändige
Messungen
vor Ort der Vergangenheit
an.
Erste Reihe von
links: Michael
Wimmer, Martin
Mager und Lisa
Panholzer (alle
Dreihans). Zweite
Reihe von links:
Andrea Ruttmann
(Dreihans) und
Armin
Wakolbinger
(GeoLanes).
Die Drohnendaten
ermöglichen ein
3D-Modell,
welches zur
Massenermittlung
bzw. für die
Inventarisierung
dient.
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schaftlicher durchzuführen, was die
Wettbewerbsfähigkeit im hart umkämpften
Bausektor stärkt.
„Die digitale Transformation ist ein
unverzichtbarer Bestandteil unserer
Unternehmensstrategie“, resümiert
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Geschäftsführer Georg Altendorfer. „Sie
hilft uns, unsere Position am Markt weiter
auszubauen und unseren Kunden stets die
beste Qualität zu bieten.“
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SEPTEMBER 2024 27
Die Partnerschaft setzt auf eine langfristige, wertschöpfende Zusammenarbeit, die beiden Unternehmen
ermöglicht, ihre jeweiligen Stärken optimal auszuschöpfen (von links): Alois Mittendorfer sen., Alois Mittendorfer
jun. (Mittendorfer) sowie Josef Eder und Hannes Hofer (Salzburger Sand- und Kieswerke).
SSK / MITTENDORFER
Mittendorfer Beton kooperiert mit
Salzburger Sand- und Kieswerke
Die Mittendorfer Beton GmbH & Co KG, Teil der Mittendorfer Firmengruppe mit Sitz in
Ebensee, setzt einen bedeutsamen Schritt in Richtung Zukunft in der Sparte Beton und
gibt die Partnerschaft mit dem traditionsreichen Familienunternehmen Salzburger
Sand- und Kieswerke GmbH (SSK) im Geschäftsbereich Beton bekannt.
D
ie Kräfte und Erfahrung beider
Unternehmen in diesem Bereich
werden für nachhaltiges Wachstum und
Innovation gebündelt. Durch die Übernahme
von 70% der Anteile an der
Mittendorfer Beton GmbH & Co KG durch
die Salzburger Sand- und Kieswerke
GmbH schaffen Mittendorfer und SSK
eine solide Grundlage für die Bewältigung
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zukünftiger Herausforderungen, die
sowohl technologische als auch ökologische
Fortschritte in der Branche mit sich
bringen. Diese Entscheidung, die auf einer
gemeinsamen Vision basiert, eröffnet
beiden Unternehmen weitreichende
Möglichkeiten, ihre Position als führende
Anbieter in diesem Geschäftsbereich
weiter auszubauen.
Der Zusammenschluss
der beiden
Familienunternehmen
im Geschäftsbereich
Beton steht im Zeichen
eines bewussten
Strebens nach Fortschritt
und Nachhaltigkeit,
welches sowohl die
technologischen als auch
die ökologischen
Dimensionen der
Betonproduktion
umfasst. Durch die
strategische Verbindung
der Kompetenzen und
Ressourcen entsteht eine
Plattform, die es erlaubt,
Aufträge mit höherer
Sofortangebot
Effizienz und Präzision
Staubbindung
Demucking
abzuwickeln, während gleichzeitig die
Weichen für eine umweltfreundlichere
Zukunft gestellt werden.
Alois Mittendorfer jun., Geschäftsführer
der Mittendorfer Gruppe, betont die
Tragweite dieser Partnerschaft: „Mit der
Salzburger Sand- und Kieswerke GmbH
haben wir einen Partner gefunden, der
nicht nur unsere Werte teilt, sondern auch
unsere Vision einer zukunftsorientierten
und nachhaltigen Betonproduktion
vorantreibt. Diese Allianz ist ein bedeutender
Schritt, um unsere Position in der
Branche zu festigen und unsere Leistungsfähigkeit
zu erweitern.“
Auch Josef Eder, Geschäftsführer
Salzburger Sand- und Kieswerke GmbH,
unterstreicht die strategische Bedeutung
dieser Übernahme: „Die Partnerschaft mit
der Mittendorfer Beton GmbH & Co KG
ermöglicht es uns, unser Know-how und
unsere Innovationskraft im Bereich Beton
weiter auszubauen. Gemeinsam werden
wir in der Lage sein, neue Standards zu
setzen und sowohl technologisch als auch
ökologisch weiter der Vorreiter in der
Branche zu sein.“
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Foto: Andreas Kolarik
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der Baustelle und erhöht zugleich die Produk tivität.
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Abbruch
28 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Jan Hakert (Geschäftsführer
der Makineo GmbH; rechts im
Bild) erklärt bei einer
Kundenveranstaltung
Produkte und Leistungen
der Makineo GmbH.
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Aus den Stärken der Kunden langfristig
nachhaltige Wettbewerbsvorteile erzielen
Die deutsche Makineo GmbH hat sich nach ihrer Gründung 2021 schnell einen Namen
in der Branche gemacht. Letztes Jahr wagte Makineo den Sprung nach Österreich. Wir
sprachen mit Makineo-Geschäftsführer Jan Hakert über die digitale Baustelle, und weshalb
es sein Ziel ist, die Kunden zu befähigen, Projekte in Zukunft selbst durchzuführen.
Installation und
Kalibrierung einer
3D Leica Maschinensteuerung
direkt
beim Kunden vor
Ort auf dem Bauhof
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geschulte Serviceund
Installationspersonal
der
Makineo GmbH.
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Herr Hakert, wer ist Makineo?
Hakert: Wir haben Makineo vor drei
Jahren gegründet, weil wir der Überzeugung
sind, dass die Zukunft der Baubranche
digital ist. Mit unseren Produkten,
Dienstleistungen, Services und Schulungen
optimieren unsere Kunden ihre Bauprozesse
im Hoch- und Tiefbau und realisieren
Schritt für Schritt die digitale Baustelle.
Was zeichnet Makineo
denn genau aus?
Hakert: Wir wollen, dass unsere Kunden
durch den Einsatz neuester Technologien
effizienter und produktiver werden. Das
geht aber viel weiter, als Produkte zu
verkaufen: Es geht darum, Kompetenzen
beim Kunden aufzubauen. Unser langfristiges
Ziel ist, dass sein Team zukünftige
Projekte mit spezialisiertem Wissen selbst
durchführen kann.
Ist das nicht kontraproduktiv?
Hakert: Nein, ganz im Gegenteil. Die
Digitalisierung verändert die Baubranche,
und wir wollen, dass unsere Kunden
langfristig und nachhaltig erfolgreich sind
in dieser Veränderung.
Wie gehen Sie das an?
Hakert: Aus drei Richtungen. Da sind
einmal unsere Produkte – das gesamte
Portfolio von Leica für die vernetzte
Baustelle, von der Bauvermessung bis zu
2D/3D-Maschinensteuerungen, und die
Dokumentations- und Scanning-Lösungen
von Sodex Innovations. Damit optimieren
wir die Baustelle und die Baumaschinen,
die der Kunde bereits im Einsatz hat. Sein
bestehender Maschinenpark wird sofort
produktiver, effizienter und flexibler. Die
modularen Produkte passen sich jederzeit
geänderten Bedürfnissen oder einem
größeren Maschinenpark an. Zudem
optimieren wir die internen Prozesse und
den Workflow zwischen Baustelle und Büro.
Nehmen wir den Leica MC1: Das ist eine
All-in-One-Maschinensteuerung, die auf
allen Maschinen eingesetzt werden kann,
egal ob Standard-Raupe oder Sondermaschine.
Daten werden nahtlos zwischen den
Maschinen, der Vermessung und dem Büro
ausgetauscht und laufend verglichen.
Projekte werden so schneller, mit weniger
Personal und genauer umgesetzt. Auch die
Fahrer profitieren: Sie müssen sich nicht
umgewöhnen und können sogar die
Bedieneinheit von einer zur anderen
Maschine mitnehmen.
Setzen Sie dabei auf
Standardlösungen?
Hakert: Ja, auch. Aber es geht noch viel
weiter: Wir nehmen bestehende Lösungen
im Markt, entwickeln diese mit den Herstellern
weiter und integrieren sie in eine
Systemlösung, die genau zum Kunden passt.
Haben Sie ein konkretes Beispiel
dafür?
Hakert: Ein gutes Beispiel ist die KTEG
HARTNER Aggregate & Industrietechnik GmbH
Emesbergstraße 33, 4643 Pettenbach
www.erich-hartner.at
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30 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2024 31
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Die Sandvik 800i-Brecherserie mit dem neuen ACS-c 5 hat sich weiterentwickelt. Mit neuen mechanischen
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Kegelbrecher auf maximale Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit ausgelegt.
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Erste 3D Tachymeter Asphaltbaustelle in Österreich zum exakten Einbau des Materials und zur
Teilautomatisierung des Fertigers. Durchgeführt wurden die Arbeiten durch die AsphaltRing Bau GmbH.
P-Line von Kiesel, mit AutoDoku-Installation
von Sodex – eine exklusive Weltneuheit,
die wir vor kurzem vorgestellt haben.
Damit wird der Bagger zum Scanner und
die Vermessung und Dokumentation
erfolgt direkt während der Baggerarbeiten.
Das spart Zeit und Personal, auf der
Baustelle und im Büro. Der Bauleiter
weiss jederzeit, wo schon gearbeitet wurde,
was noch zu bearbeiten ist und wo wie viel
von welchem Material gelagert wird –
ohne aufwändige und vielleicht falsche
Zwischeninventuren! Solche High-Performance-Maschinen
sind auch im Mietpark
von Kiesel verfügbar.
Sie sprachen vorhin von
drei Richtungen…
Hakert: Ja genau. Die zweite ist unser
Dienstleistungs- und Service-Bereich:
Dank eigenem Lager in Wals, mit komplett
ausgestatteten Service-Fahrzeugen und
eigenen Service-Trucks können wir 80%
der Service-Fälle direkt vor Ort bearbeiten
und nötige Ersatzteile gleich einbauen.
Bei der dritten „Richtung“ dreht sich alles
um die Mitarbeiter der Kunden. Die
machen wir fit für die neuen digitalen
Abläufe. Denn in Zeiten von Fachkräftemangel
müssen immer weniger Leute
immer mehr Aufgaben übernehmen. Und
das geht nur mit Digitalisierung und
Mitarbeitern, die deren Vorteile zu nutzen
wissen!
Makineo ist Mitglied der
K iesel-Familie. Trotzdem sagen Sie,
dass Sie Ihre Kunden Herstellerunabhängig
beraten.
Hakert: Ja, alle unsere Produkte sind auf
und mit allen Maschinen einsetzbar. Wir
entwickeln und implementieren für jeden
Kunden ein maßgeschneidertes und
herstellerunabhängiges Konzept, das auch
Flexibilität bei Kooperationen oder in
einer ARGE bietet.
Arbeiten Sie auch mit weiteren
Partnern zusammen?
Hakert: Ja, speziell in Österreich haben
wir neben Kiesel strategische Kooperationen
mit Trigonos und UTB. Das ergänzt
unser Angebot um Maschinensteuerung
für Alpin-Maschinen, 3D-Daten-Aufbereitung,
Hochbau-Vermessung und einen
Reparaturservice.
Geben Sie uns einen Ausblick auf die
Zukunft?
Hakert: Mit der KTEG P-Line inklusive
AutoDoku waren wir im September auf
der GaLaBau. Im November sind wir mit
der Leica-Tour in ganz Österreich unterwegs.
Und bis Ende 2024 wollen wir um
weitere drei Mitarbeiter in Österreich
wachsen.
Wir danken für das Gespräch!
FACTBOX
n Gegründet 2021 in
Stockstadt am Rhein (D)
n Vertretung für Leica Geosystems, Sodex
Innovation und SharpGrade
n Seit Dezember 2023 in Österreich
n Niederlassung in Wöllersdorf bei Wien,
Lager in Wals bei Salzburg
www.makineo.de
32 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH
rockprocessing.sandvik/smartcrushing
MASCHINEN + TECHNIK
WIEN KANAL
Präzisionsarbeit: Wien Kanal bohrt Tunnel unter
drei Brücken und zwei Hochspannungsleitungen
Als Voraussetzung für die Renaturierung des Liesingbaches errichtet Wien Kanal derzeit
einen neuen Regenwasserkanal unter dem Bachbett. Im Bereich der Südeinfahrt Wiens
kommt in einem 100 m langen Abschnitt aufgrund der besonderen Herausforderungen
eine geschlossene Vollschnittmaschine zum Einsatz.
D
ort, wo die Liesing den Autobahnknoten
Inzersdorf quert, fließt der Bach
auf einer Strecke von 100 m unter den
Brücken der achtspurigen Triester Straße
(B17), die in die A2 mündet. Zudem wird
eine Brücke für die beiden Gleise der
Badner Bahn und mit dem Hermannsteg
eine Fußgängerbrücke unterquert.
Besondere Aufmerksamkeit gilt zwei
Hochspannungsleitungen, die in einem
Abstand von nur 25 cm gequert werden
müssen. Deshalb wird in diesem Bereich
nicht offen gegraben, sondern mit einer
Spezialmaschine gebohrt. Der Regenwasserkanal
ist Teil des 9 km langen Renaturierungs-
und Hochwasserschutzprojektes
am Liesingbach, einem Gemeinschaftsprojekt
von MA45-Wiener Gewässer und
Wien Kanal mit Förderung des Bundesministeriums
für Land- und Forstwirtschaft,
Regionen und Wasserwirtschaft.
Mit einem Durchmesser von 800 mm
schützt der Kanal unter dem Bach vor
Verunreinigungen aus dem Regenwassersystem
im 23. Bezirk. Der aktuelle 100 m
lange Abschnitt wird dabei als Doppelrohr
ausgeführt. Mittels modernster Tunnelbohrtechnik
wird ein Bohrloch und
Stahlbeton-Schutzrohr mit 1.500 mm
Außendurchmesser (1.200 mm Innendurchmesser)
unter den Brücken vorgetrieben.
In dieses Rohr wird später das
800 mm (Innendurchmesser) Abwasserrohr
aus glasfaserverstärktem Kunststoff
eingezogen. Die Abwasserprofis rechnen, je
nach Beschaffenheit des Erdreichs, täglich
15 bis 20 m im Untergrund zu schaffen.
Präzise Bohrung für
exakte Trassenführung
Die eingesetzte Maschine ist eine geschlossene
Vollschnittmaschine mit hydraulischem
Förderkreislauf. Der anstehende
Boden wird mit einem auf die Geologie
angepassten Bohrkopf abgetragen,
zerkleinert und mit Bentonit, einer
Am 9. September 2024 wurde die 13 t
schwere Vollschnittmaschine in den
Startschacht eingehoben.
Mischung aus verschiedenen Tonmineralien
verflüssigt. Diese Suspension wird
über Druckschläuche an die Oberfläche
gefördert und dort über Siebe und Zyklone
in Flüssig- und Feststoffe getrennt. Die
Bohrflüssigkeit wird wieder in den
Abbaukreislauf eingebracht und zum
Bohrkopf zurückgepumpt. Der in sich
geschlossene Kreislauf sorgt für eine
Minimierung zusätzlicher Entsorgungswege.
Übrig bleibt das abgebaute Erdmaterial
aus dem Tunnel. Die Suspension
übernimmt aber nicht nur die Transportund
Schmierfunktion, sondern mit einem
Druckluftpolster auch die Stützfunktion
an der Ortsbrust, der vordersten Abbaustelle
im Tunnel. Gleichzeitig mit dem
Abbau des Erdmaterials werden mit vier
Pressen und einem Druck von 500 bar die
jeweils 3 m langen und 4,6 t schweren
Kanalrohre aus Stahlbeton in den Untergrund
geschoben. In Summe müssen bis
zur Fertigstellung des Tunnels 33 dieser
34 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Rohre mit einem Gesamtgewicht von
152 t verbaut werden.
„Technik-Fans dürfen dabei ins
Schwärmen kommen“, zeigt sich Wien
Kanal Bauleiterin Marlies Greußing
begeistert. „Der eingesetzte 3,75 m lange
und 13 t schwere Bohrkopf zermalmt mit
sechs Umdrehungen pro Minute (U/min)
und 258 kNm Drehmoment das Erdreich
am Bohrkopf. Das entspricht der Kraft
von ca. 5.000 handelsüblichen Bohrmaschinen.“
Die Rohrvortriebsstrecke startet als
Gerade mit einer Länge von 10 m gefolgt
von einer 90 m langen Rechtskurve mit
einem Radius von 500 m. Die gesamte
Strecke hat dabei eine Steigung von 2,8
Promille (2,8 mm pro m). Aufgrund der
Krümmung der Trasse ist kein direkter
Sichtkontakt von der Startgrube zur
Vortriebsmaschine möglich.
Um bei dieser dreidimensionalen
Kurvenfahrt die Brückenfundamente und
Hochspannungsleitungen nicht zu
beschädigen, und das Ziel in 100 m
Entfernung exakt zu erreichen, liegt ein
besonderes Augenmerk auf dem Vermessungssystem.
Eine elektronische Schlauchwaage
und ein Kreiselkompass (Gyroskop)
ermöglichen die genaue Ausrichtung des
Bohrkopfes. Die Schlauchwaage misst den
Flüssigkeitsspiegel an zwei Stellen über
Drucksensoren, die untereinander mit
einem Schlauch verbunden sind. Sie
bestimmt die vertikale Lage der Maschine.
Der Kreiselkompass (Nordsucher) kann
die horizontale Lage kontinuierlich ohne
Messpausen während des Vortriebs
bestimmen. „Mit solchen Sensoren kann
auch die Dreh- und Neigebewegung eines
Flugkörpers bestimmt werden, selbst
wenn das GPS ausfällt“, erklärt Bauleiterin
Greußing die Präzision der Vermessung.
Beide Werte werden in Abhängigkeit
zur geplanten Vortriebsachse berechnet
und daraus stetig die exakte Position der
Vortriebsmaschine bestimmt.
Mit insgesamt 30 km ist der Liesingbach
der längste Wienerwaldbach. Bis
2027 wird das Gewässer von der Fachabteilung
Wiener Gewässer im Rahmen des
Großprojekts „Integrativer Hochwasserschutz
Liesingbach“ auf einer Länge von
9,2 km naturnahe rückgebaut. Im Zuge
dessen werden von Wien Kanal rund 9
km Kanal errichtet, 5,5 km davon werden
im Bachbett verlegt. Für den Betrieb und
die Wartung werden entlang der Strecke
16 Trennbauwerke, 7 Abfallschächte und
29 Putzschächte errichtet.
Die Regenwasserkanäle, die bisher in
die Liesing mündeten, werden an den
neuen Kanal angeschlossen. Bei Regen
kann so der erste Schwall mit verunreinigtem
Regenwasser von den umliegenden
Verkehrsflächen im neuen Kanal
abgefangen und zur Reinigung in die
Kläranlage nach Simmering geleitet
werden. Auch Störfälle, wo gefährliche
Stoffe über die Regenwasserkanalisation
in den Bach gelangen könnten, sichert
der neue Kanal zukünftig ab. Das
verbessert die Wasserqualität. Besonders
umweltschonend: Die alten Pflastersteine
werden vor Ort zerkleinert und in die
Sohle des Liesingbaches eingebracht.
Dieses Recycling ersetzt den aufwendigen
Abtransport der Steine und die damit
verbundenen Lkw-Fahrten.
Die Gesamtkosten des Großprojekts
inklusive Baus des Speicherbeckens
Gelbe Haide belaufen sich auf ca. 83 Mio.
Euro. Der Anteil der Stadt Wien für das
Gesamtprojekt beträgt ca. 65 Mio. Euro.
Das gesamte Projekt wird durch das
Bundesministerium für Land- und
Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft
mit rund 18 Mio. Euro
gefördert.
www.wien.gv.at
Gleichzeitig mit
dem Abbau des
Erdmaterials
werden mit vier
Pressen und einem
Druck von 500 bar
die jeweils 3 m
langen und 4,6 t
schweren Kanalrohre
aus Stahlbeton
in den Untergrund
geschoben.
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MASCHINEN + TECHNIK
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LIEBHERR / STRABAG
Pilotprojekt zum Einsatz eines
wasserstoffbetriebenen Radladers
Im Beisein von Klimaschutzministerin Leonore Gewessler hat Strabag mit seinen Partnern
Liebherr und Energie Steiermark ein Pilotprojekt zum Einsatz eines wasserstoffbetriebenen
Radladers im Steinbruch Gratkorn gestartet. Erstmals ersetzt grüner Wasserstoff
konventionellen Diesel beim Einsatz von Großradladern im Praxisbetrieb. Dadurch können
bis zu 37.500 l Diesel oder rund 100 t CO2 pro Jahr eingespart werden.
D
er Bausektor ist weltweit für 38% der
Emissionen verantwortlich. Strabag
übernimmt deshalb Verantwortung und
arbeitet daran, entlang der gesamten
Wertschöpfungskette Treibhausgase zu
reduzieren. „Wir wollen bis 2040 klimaneutral
werden. Das erreichen wir nur,
wenn wir ganzheitlich und konsequent
CO2 einsparen. Beispielsweise beim
Betrieb von Baumaschinen. Wir freuen
Von links: Klemens Haselsteiner (CEO Strabag), Leonore Gewessler (Bundesministerin
für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und
Technologie), Jan Liebherr (Präsident des Verwaltungsrats der Liebherr-
International AG) und Martin Graf (Vorstandsdirektor Energie Steiermark).
Strabag und Liebherr werden
den Radlader in einem mehrjährigen
Testbetrieb im täglichen Einsatz erproben. Die
Technologie des Wasserstoffmotors erlaubt es,
auch große Fahrzeuge, die aufgrund hoher
Energiebedarfe schwer zu elektrifizieren
sind, CO2 frei zu betreiben.
Fotos: Strabag
uns sehr, dass wir mit Liebherr und der
Energie Steiermark zwei Partner an
unserer Seite haben, die mit ihrem
Know-how dazu beitragen, innovative
Antriebslösungen zu entwickeln und zu
testen. Gemeinsam loten wir das
Zukunftspotenzial von Wasserstoffantrieben
hier in der Steiermark aus“, erklärt
Strabag CEO Klemens Haselsteiner. Dr.
Marco Xaver Bornschlegl, Zentralbereichsleiter
Strabag Innovation & Digitalisation,
ergänzt: „Treibstoffe sind bei uns im
Unternehmen der größte CO2-Verursacher.
Ein großer Teil des Verbrauchs entfällt auf
Baumaschinen. Neue, emissionsarme
Kraftstofflösungen sind deshalb ein
zentraler Hebel, Emissionen wirksam zu
senken. Wir werden die Erkenntnisse aus
dem Pilotprojekt auch für andere Anwendungsfälle
nutzen und unsere Vorreiterrolle
in diesem Bereich unterstreichen.“
Das Pilotprojekt wurde im Beisein von
Leonore Gewessler gestartet. Bei einem
Rundgang durch den Steinbruch ließ sich
die Ministerin den Radlader im Betrieb
vorführen. Auch für Gewessler sind
Innovationen ein klarer Wettbewerbsvorteil.
„Grüner Wasserstoff ist ein unverzichtbares
Element unserer Energiezukunft.
Er ermöglicht Teilen der Industrie
erst den Umstieg auf eine klimafreundliche
Produktion und damit die Sicherung
und Schaffung von Arbeitsplätzen. Als
wichtiger und wertvoller Energieträger
hilft er – gerade in der Industrie –, fossiles
Erdgas aus Russland und darüber hinaus
zu ersetzen. Ich freue mich, dass innovative
Firmen Pilotprojekte vorantreiben,
insbesondere in der schwer zu elektrifizierenden
Mobilität wie im Bausektor“, so
Klimaschutzministerin Leonore Gewessler.
Neuartiger Wasserstoffmotor
von Liebherr treibt Radlader an
Bei der Antriebstechnologie setzt Strabag
auf den erfahrenen Partner Liebherr. Der
Baumaschinenhersteller hat kürzlich
einen Radlader mit Wasserstoffmotor
vorgestellt. „Die Technologie des Wasserstoffmotors
erlaubt es, auch große Fahrzeuge,
die aufgrund hoher Energiebedarfe
schwer zu elektrifizieren sind, CO2 frei zu
betreiben“, erklärt Dr.-Ing. Herbert Pfab,
technischer Geschäftsführer der Liebherr-
Werk Bischofshofen GmbH. Die dafür
benötigten Wasserstoffmotoren werden im
eigenen Motorenwerk des Liebherr-Produktsegments
Komponenten in Bulle
(Schweiz) hergestellt. Sie ermöglichen
zukünftig die Zero-Emission-Zertifizierung
der Maschinen hinsichtlich CO2 und
werden auch die in Vorbereitung befindlichen
Grenzwerte für Nullemission bei
Stickoxiden erfüllen. Strabag und Liebherr
werden den Radlader in einem mehrjährigen
Testbetrieb im täglichen Einsatz
erproben. Durch die Errichtung der dafür
benötigten Infrastruktur hat die Strabag
im Kanzelsteinbruch in Gratkorn die
Rahmenbedingungen dafür geschaffen.
Nicht nur die Entwicklung des Radladers
stellt eine große Herausforderung dar,
sondern auch die zuverlässige Versorgung
des Steinbruchs mit grünem Wasserstoff
ist eine anspruchsvolle Aufgabe für die
Beteiligten. Strabag konnte mit der
Energie Steiermark einen Partner
gewinnen, der über die notwendige
Wasserstoff-Kompetenz verfügt und die
Wasserstoffversorgung für die Betankungsinfrastruktur
im Steinbruch
aufbaut. „Wasserstoff ist ein wesentlicher
Baustein der Energiewende. Mit unserer
Produktionsanlage für grünen Wasserstoff
in Gabersdorf haben wir die Grundlage
geschaffen, um regionale Industriekunden
beliefern zu können. Gemeinsam mit
Strabag und Liebherr dieses wegweisende
Projekt umzusetzen, stärkt nicht nur
unsere Position als Nachhaltigkeits-Partner
vor Ort, sondern auch die Steiermark
als Standort“, so Energie Steiermark
Vorstand Martin Graf.
Die klimaneutrale Gewinnung von
Rohstoffen hat viele Facetten. Der
emissionsarme Betrieb der Baumaschinenflotte
ist ein Teil davon. Auf dem Weg
zum nachhaltigen Steinbruch setzt
Strabag CEO Klemens Haselsteiner im Wasserstoff-Radlader.
Strabag noch weitere Maßnahmen um. In
Saalfelden wurden schrittweise einige
dieselbetriebene Mobilgeräte durch
elektrische Förderbänder ersetzt, wobei
eines davon über das Gewicht der Steine
Strom für den Eigenverbrauch erzeugt.
Durch die Masse des Rohsteins auf dem
Förderband zieht eine große Kraft nach
unten – dadurch wird ein Generator
angetrieben, der das Förderband bremst
und Strom produziert. Im Steinbruch
Eigenrieden (Thüringen) sollen zudem
zeitnah und erstmals in Deutschland
autonome akkubetriebene Elektromuldenkipper
zum Einsatz kommen. In einem
stillgelegten Teil des Steinbruchs Gaaden
hat Strabag der Natur wieder das Feld
überlassen – heute ist dieser Bereich ein
vielfältiges Biotop, das unzähligen
Vogel- und Insektenarten ein neues
Zuhause bietet.
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www.strabag.com
36 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2024 37
MASCHINEN + TECHNIK
AAB EISTERER
Effiziente Abbrucharbeiten mit
Mietmaschinen von AAB Eisterer
In der Abbruchbranche sind Effizienz und Präzision entscheidend. AAB Eisterer
bietet seit vielen Jahren eine umfangreiche Auswahl an hochleistungsfähigen
Baugeräten. So können Unternehmen mit Spezialmaschinen ihre Arbeitsabläufe
einmalig oder dauerhaft optimieren.
A
AB Eisterer bietet ein umfassendes
Sortiment an hochleistungsfähigen
Abbruchwerkzeugen zur Miete und zum
Verkauf. Der Maschinenpark umfasst
drehbare Abbruchzangen sowie starre und
drehbare Pulverisierer. Dabei sind die
Geräte stets in verschiedenen Größen
erhältlich, sodass sich für jedes Trägergerät
auch ein passendes hydraulisches
Anbaugerät für Abbrucharbeiten findet.
Die verfügbaren Geräte wurden für den
dauerhaften Einsatz sowie die anspruchsvollen
Anforderungen der Abbruchbranche
entwickelt und bieten optimale
Lösungen für unterschiedliche Projektbedürfnisse.
Gleichzeitig zeichnen sie sich
durch ihre Robustheit und Vielseitigkeit
aus. Diese Geräte sind speziell für die
anspruchsvollen Anforderungen der
Abbruchbranche entwickelt und bieten
Ob drehbare Abbruchzangen
oder starre bzw. drehbare
Pulverisierer: AAB Eisterer
bietet für die Abbruchbranche ein umfassendes
Sortiment an hochleistungsfähigen
Abbruchwerkzeugen zur
Miete und zum Verkauf.
optimale Lösungen für unterschiedliche
Projektbedürfnisse.
Drehbare Abbruchzangen
Zusätzlich zu den Pulverisierern stehen
drehbare Abbruchzangen in sechs Größen
für Trägergeräte von 2 bis 55 t zur
Verfügung. Diese Zangen sind ideal für
präzise Abbrucharbeiten an Beton- und
Stahlstrukturen. Ihre hydraulische
Drehfunktion ermöglicht exakte Positionierung
und erleichtert den Einsatz unter
schwierigen Bedingungen. Die robuste
Bauweise und Vielseitigkeit der Abbruchzangen
machen sie zur perfekten Wahl für
anspruchsvolle Aufgaben.
Starre und drehbare Pulverisierer
Das Sortiment umfasst starre Pulverisierer
in sieben Größen, passend für Trägergeräte
von 6 bis 80 t. Diese robusten Anbaugeräte
sind ideal für den primären Abbruch von
Beton- und Stahlkonstruktionen und
garantieren eine hohe Lebensdauer und
Zuverlässigkeit. Für komplexere Projekte
bietet AAB Eisterer auch drehbare Pulverisierer
in acht Größen für Trägergeräte von
6 bis 90 t an. Die kontinuierliche hydraulische
Rotation ermöglicht präzise Positionierung
und erhöht die Effizienz der
Abbrucharbeiten. Der doppelte
Drehkranz sorgt zusätzlich für
Stabilität und Sicherheit.
Langlebigkeit
und Mietlösungen
Die Pulverisierer und Abbruchzangen
von AAB Eisterer zeichnen
sich durch eine verstärkte Struktur aus,
die eine lange Lebensdauer garantiert. Die
durchdachte Form erleichtert das Entladen
des zerkleinerten Materials und
optimiert den Arbeitsprozess. AAB
Eisterer ermöglicht Bauunternehmen,
diese Geräte zu mieten, was eine kostengünstige
und flexible Durchführung von
Abbruchprojekten ermöglicht, ohne hohe
Investitionen in eigenes Equipment. Die
Mietflotte passt sich den Projektanforderungen
optimal an und bietet effiziente
Lösungen für jede Herausforderung.
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38 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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MASCHINEN + TECHNIK
LEHRLINGE
Praxisorientiertes Lehrlings-Camp
informiert über aktuellste Technik
Andreas Haider von
Kaeser Kompressoren
vermittelte an einem
Kaeser Mobilair
Kompressor u.a.
praxisnahe Fehleranalysen
mit
moderner Diagnostik.
14 Lehrlinge aus 7 Firmen nützen die
Gelegenheit zur praxisorientierten
überbetrieblichen Zusatzausbildung.
Wegen großen Erfolgs prolongiert: Bereits zum zweiten Mal veranstaltete die Firma
Leithäusl unter der Federführung des Initiators Ing. Andreas Hüttner das betriebsübergreifende
Baumaschinentechnik-Camp auf ihrem Bauhof in Wien Floridsdorf. Heuer
wurden die 14 Lehrlinge von Experten bekannter Baumaschinen-Hersteller in den
Bereichen Sicherheit, Hochvolttechnik bei Baggern, Hydraulik, Drucklufttechnik und
Asphalteinbaumaschinen unterrichtet.
I
nsgesamt haben im letzten und im heurigen
Jahr bereits 15 Firmen bei diesem
über die eigenen Firmengrenzen hinausgehenden
dreitägigen Workshop für Lehrlinge
mitgemacht. Heuer waren es die
Firmen Pirtek, Huppenkothen, Kaeser und
Wirtgen, deren Spezialisten den Lehrlingen
aktuellstes und umfassendes Wissen
aus der Praxis direkt am Gerät vermittelten.
„Wichtig ist uns vor allem auch
die Vermittlung digitaler
Inhalte, die die Lehrlinge in
Zukunft noch viel
beschäftigen werden,“
erklärt der Mastermind
und Begründer
dieses Camps Ing.
Andreas Hüttner,
Betriebswirtschaftlicher
Leiter beim
Bauunternehmen
Leithäusl in Wien.
Unterstützt durch
die Gewerkschaft Bau Holz und die
Arbeiterkammer wurde auch die heurige
Veranstaltung wieder ein großer Erfolg.
Lernen von den Besten
Viele Firmen schickten ihre Lehrlinge zum
Camp 2024, damit sie „in andere Firmen
reinschnuppern und dadurch Ihr Wissen
und Knowhow erweitern können“, wie
etwa Wolfgang Eisenwagen von
Eisenwagen Baumaschinen
erklärt. Auch für die Firma
Porr ist die erstklassige
Freuen sich über eine gelungene
Veranstaltung (v.l.n.r.): Initiator und
Organisator Andreas Hüttner,
Firmenchefin Monika Leithäusl,
Keynote-Speaker und Experte für
Berufsausbildung Robert Frasch und
Ernst Koschitz von der Gewekschaft
Bau Holz und der Arbeiterkammer.
Ausbildung Grund für ihre Teilnahme:
„Das Baumaschinencamp der Firma
Leithäusl bietet eine einzigartige Möglichkeit,
theoretisches Wissen in die Praxis
umzusetzen und sich in realitätsnahen
Szenarien zu beweisen,“ wie Aneta Policarpová,
Leiterin Lehrlingsmanagement bei
Porr erklärt. Prok. Ing. Martin Sulyok,
Bereichsleiter Maschinentechnik bei
Pittel+Brausewetter sieht in dieser
Veranstaltung „einen überaus großen
Mehrwert für die Ausbildung unserer
Lehrlinge: Im Camp werden sehr praxisnah
interessante und zukunftsorientierte
Themen von entsprechenden Fachfirmen
behandelt.“ Für Christian Chudoba,
Geschäftsführer von Wacker Neuson
Österreich, ist es die einzigartige Form der
Praxisvermittlung, warum er seine
Lehrlinge ins Baumaschinen-Camp
schickt, und Daniela Wolf, Prokuristin und
kaufmännische Leiterin bei Dipl.Ing.
Winkler&Co betont ebenfalls die Bedeutung
guter Weiterbildung und Schulungen,
„um für unsere Auftraggeber
Top-Fachkräfte und Experten zur
Verfügung zu haben.“
Baumaschinen zum Angreifen
Drei Tage lang wurden die 14 Lehrlinge,
aufgeteilt in zwei Gruppen, über den
aktuellen Stand verschiedener Baumaschinen-Thematiken
unterrichtet.
Den Anfang machten Ing. Stephan
Hösch, Präventionsexperte Bau von der
AUVA-Landesstelle Wien und Ernst
Koschitz von der Gewerkschaft Bau
Holz /Arbeiterkammer, die sich mit dem
Thema „Sicherer Umgang mit Baumschinen“
beschäftigten. „Aus Präventionssicht
ist es ist wichtig, Lehrlinge
schon in der Ausbildung verstärkt für
das Thema Arbeitssicherheit zu sensibilisieren.
Das bildet das Fundament, um
sichere Arbeitsweisen für den beruflichen
Alltag zu verinnerlichen“, betont
40 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
Alexej Zuhmann
von Wirtgen
informierte den
Jugendlichen die
Grundlagen eines
Asphaltfertigers.
Wie die Elektrobox–Fehlersuche
beim Kettenbagger
TB 2150
funktioniert,
erklärte Patrick
Kornhofer von
Huppenkothen.
Ing. Stephan Hösch. Ernst Koschitz
findet es „toll, wenn wir als Arbeiterkammer
Wien und Gewerkschaft
Bau-Holz gemeinsam mit den Ausbildungsbetrieben
die Fortbildung der
Lehrlinge in unseren Branchen auch
abseits des Berufsbildes ausbauen
können.“ Er ist überzeugt, dass dadurch
die Attraktivität des Berufsbildes
gesteigert werden kann, und dass, ganz
generell, „die Lehrlingsausbildung
gerade in der heutigen Zeit eines der
wichtigsten Themen überhaupt ist.“
Am Nachmittag des ersten Tages
beleuchtete Patrick Kornhofer und
Lukas Eigner von Huppenkothen die
Themen „Sicherheit beim Umgang mit
HV-Systemen“, „Arten von Batteriespeicher“,
„Elektrominibagger“ sowie der
„Elektrobox-Fehlersuche“ aus der Sicht
des Praktikers. Huppenkothen setzt
sehr stark auf die Lehrlingsausbildung
und bildet aktuell 67 Lehrlinge aus.
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Lukas Eigner informierte über
das wichtige Thema „Sicherheit
beim Umgang mit HV-Systemen“
am Minibagger Suncar TB 216E.
PRANGL
Hydraulisches Hubportal im BBT
Für die Montage einer High-Tech Tunnelbohrmaschine im Brenner
Basistunnel errichtete Prangl vor Ort ein hydraulisches Hubportal.
Auf dem Bauhof
der Firma Leithäusl
wurden die
Lehrlinge drei Tage
lang von Experten
bekannter
Baumaschinen-
Hersteller
unterrichtet.
Das letzte Baulos „H53 Pfons-Brenner“
wurde Anfang April 2024 vergeben und so
starteten die Vorbereitungen für einen
neuen Tunnelabschnitt. Für die Montage
der in Einzelteilen angelieferten TBM
„Wilma“ mit einem Gesamtgewicht von
rund 2.700 t wurde Prangl engagiert. Die
in Deutschland gefertigte TBM „Wilma“
hat einen Bohrdurchmesser von 10,37 m
und wurde in Einzelteilen mit insgesamt
120 Transporten zum Baulos „H53
Pfons-Brenner“ transportiert, wo die
Montage erfolgen sollte. Wegen der
beschränkten Arbeitsbreite von 16 m und
einer Hebekapazität von 269 t kam für
diesen Job nur ein 534 t Hubportal in
Frage. Der Vorteil von hydraulischen
Hubportalen liegt in ihrer Vielseitigkeit,
denn sie können mit unterschiedlichsten
Abmessungen und Hubleistungen kombiniert
werden. Auch das Verschieben von
Lasten in Querrichtung ist dank hydraulischer
Verschubsysteme möglich. Dadurch
wird ein exaktes Positionieren der Last
garantiert. In diesem Fall wurde das
Hubportal mit einer 18 m langen Verschubeinheit
inklusive Drehvorrichtung
ausgestattet sowie mit 60 m Fahrschienen.
Für die Montage wurde die TBM in Einzelteilen
mit max. 90 t in die Montagekaverne
angeliefert. Zu den wichtigsten
Komponenten zählen dabei der Hauptantrieb
inklusive Schneiderad. Die größte
Foto: Prangl
Das Aufdrehen des
Schneiderades mit
einem Durchmesser
von 10,6 m stellte die
größte Herausforderung
dar.
Herausforderung stellte das Aufdrehen
des Schneiderades mit einem Durchmesser
von 10,6 m dar, welches nach dem
Zusammenbau 269 t auf die Waage
brachte. Mit höchster Konzentration
konnte diese Aufgabe ohne Zwischenfälle
bewältigt werden – ebenso wie das
Aufdrehen des Antriebs mit einem
Gewicht von 234 t.
www.prangl.at
Deshalb war es auch eine Selbstverständlichkeit,
bei diesem Camp mitzumachen,
wie Martin Jandorek, Filialleiter bei
Huppenkothen Wr. Neudorf, erklärt:
„Jegliche Schulung mit Lehrlingen fördert
und entwickelt die BaumaschinentechnikerInnen
und andere Lehrberufe der
Zukunft. Wenn wir dazu einen Beitrag
leisten dürfen, stehen wir gerne mit
unserem Know-how zur Verfügung. Bei
diesem Event war es uns in erster Linie
wichtig, den Umfang der Tätigkeit und die
Grundlagen der Technik einer Baumaschine
wie Hydraulik, Elektrik und
Mechanik zu vermitteln. Die Zukunft
bringt in der Baumaschine immer mehr
Elektronik und der Umgang mit Hochvolt
bei der Elektrifizierung der Geräte wird
immer wichtiger werden.“
Am zweiten Tag stand zu Beginn das
Thema Hydraulik auf dem Programm.
Martin Petronczki und Johannes Maisel
von Pirtek gaben den Lehrlingen detaillierte
Einblicke in die Grundlagen der
Hydraulik, in die unterschiedlichen
Schlauch- und Verbindungsarten,
Schlauchbruchsicherungen, Fluidinjektionen
und anderes mehr. Martin Petronczki:
„Da es viele Lehrberufe gibt, aber leider
keine Lehrlingsausbildung eines Hydraulikers,
wollten wir die Chance nutzen,
einigen Lehrlingen die Hydraulik näher zu
bringen. Unsere Erfahrung ist, dass die
Arbeiten in Hydrauliksystemen meist auf
die leichte Schulter genommen werden.
Deshalb haben wir auch einen Teil der
Arbeitssicherheit gewidmet. Es ist uns
wichtig, den jungen Mechanikern zu
zeigen, was alles passieren kann, wenn
man nicht aufpasst, und welche Folgen das
für sie und ihre Kolleggen haben könnte.“
Pneumatik war anschließend das
Thema von Andreas Haider, Produktverantwortlicher
„Mobilair“ bei Kaeser
Kompressoren: „Uns ist es angesichts des
Fachkräftemangels in sehr vielen Bereichen
ein großes Anliegen, die Wissensvermittlung
für die Lehrlinge zu unterstützen.
Es wurden nicht nur Grundlagen
rund um die Drucklufttechnik vermittelt,
sondern auch praxisnahe Fehleranalysen
mit moderner Diagnostik an den Kaeser
Mobilair Kompressoren durchgeführt.“
Und er ergänzt: „Mir persönlich war es
auch ein großes Anliegen, den Lehrlingen
zu vermitteln, wie wichtig ihr Job und
auch ihre späteren Möglichkeiten und
Aussichten in der Berufswelt sind.“
Am dritten und letzten Tag unterrichteten
Michael Krögner und Alexej Zuhmann
von Wirtgen die Jugendlichen in Grundlagen,
Aufbau, Bohlen, Fehlerquellen u.ä.
von Asphalteinbaumaschinen anhand
eines Asphaltfertigers von Vögele. Für
Michael Krögner ist eine qualitativ
hochwertige Ausbildung junger Menschen
eine essenzielle Notwendigkeit, „damit wir
auch in Zukunft genügend Fachkräfte
haben, die dafür sorgen, dass die Maschinen
bei Bedarf sofort repariert werden
können und rasch wieder einsatzbereit
sind.“
Nächstes Camp 2025
Alle Lehrlinge bekamen zum Abschluss
eine Teilnahmebestätigung, von der
Gewerkschaft Bau Holz und der Arbeiterkammer
gab es dazu noch ein kleines
Geschenk. Die Organisatoren und mitwirkenden
Firmen haben bereits angekündigt,
dass es das Lehrlingscamp auch
2025 wieder geben wird. Firmenchefin
Monika Leithäusl ist überzeugt, mit
diesem Camp ein ganz besonderes Angebot
zu haben: „Wo sonst bekommt man im
Rahmen seiner Ausbildung eine Maschine
am Gerät vom Hersteller selbst erklärt?
Dieses Angebot wissen immer mehr
Firmen zu schätzen.“ Und daher zeigt sie
sich auch offen für eine mögliche Ausweitung
der Veranstaltung. Das würde auch
dem Wunsch der Hälfte der Lehrlinge
entsprechen, die in einer anonymen
Feedback-Befragung angaben, sich eine
Verlängerung des Camps auf fünf Tage
zu wünschen.
KLEINE MASCHINE, GROSSES WERKZEUG
KTEG KTC390-7
42 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2024 43
MASCHINEN + TECHNIK
VERNETZTES
ARBEITEN
Rahofer.
Das Speicherbecken hatte eine meterdicke
Sedimentschicht angesammelt, die von einem
Bagger ausgehoben wurde. Der Wolff 8060.25
Cross beförderte die bis zu 18,0 t schweren
Kranmulden mit Sediment zum
Ablagerungsplatz.
Ein Wolff im Grünen: Um vor Alpenpanorama
arbeiten zu können, musste der Wolff die
schwer zugängliche Zufahrtsstraße
erklimmen. Ab da lief alles reibungslos.
WOLFFKRAN
Wolffkran Austria entsendet Kraftpaket
für die Speicherbecken-Reinigung
„Je stärker, desto besser“ war das Motto der Firma Kostmann GesmbH bei der Suche
nach einem Kran für die Sedimententfernung des Speicherbeckens Roßwiese im Auftrag
der Verbund Hydro Power GmbH. Fündig wurde das Bauunternehmen bei Wolffkran
Austria, die für das Projekt Ende Juni mit einem Wolff 8060.25 Cross eines ihrer
stärksten Modelle zu dem auf 1.200 m Höhe liegenden Arbeitsplatz entsandte.
M
it einer maximalen Tragkraft von
25,0 t und einer Spitzentragfähigkeit
von 14,0 t bei 50 m Auslegerlänge ist er
optimal dafür ausgelegt, die bis zu 18,0 t
schweren Kranmulden mit Aushub vom
Speicherbecken zur Deponie zu befördern.
Insgesamt wurden fast 20.000 m 3
Sedimentmaterial in weniger als einem
Monat bewegt.
Die Anfahrt zur Baustelle erwies sich
als besonders anspruchsvoll. Im Tal
mussten die aus Wien kommenden
Kranteile umgeladen werden. Auf der
6 km langen Forststraße mit zehn Haarnadelkurven,
die über 600 Höhenmeter
zum Speicherbecken hinaufführt, können
nur Lkw mit kurzen Anhängern fahren
– und nur nach mindestens drei Tagen
trockenen Wetters. Der aufwändige
Transport und Aufbau dauerte drei Tage
und forderte das Team um David Pucher,
Bauleiter bei der Kostmann GesmbH,
auch zum Abschluss der Kranarbeiten
noch einmal heraus.
Wolffkran Austria konnte die Firma
Kostmann für dieses Projekt als neuen
Kunden gewinnen. „Wolffkran machte uns
nicht nur ein sehr interessantes Angebot,
das Wolffkran-Team hat trotz der komplexen
Lage des Einsatzortes auch für einen
reibungslosen Transport, Auf- und Abbau
des Krans gesorgt“, so David Pucher. Mitte
August wurde der Wolff 8060.25 erfolgreich
demontiert und trat seine Rückreise
nach Wien an.
www.wolffkran.com
MIT BAUMASCHINENTECHNIK DIE ZUKUNFT KOPPELN
Die Schnellwechselvorrichtung SW2-Q GPS und SW3-Q GPS mit Oil- und Elektro-Quickfunktion
für Hydraulik bagger (12t bis 40t) macht das automatische Kuppeln von digital
aufbereiteten Gelände plandaten zum Kinderspiel. Ein zu tiefes Eindringen des Böschungs
löffels über das Zielprofil hinaus wird verhindert, indem die Löffelkante in Echt zeit
und Relation zur Maschinenposition und den Geländeplandaten durch gezielte Sensorik
und 3D-Daten gesteuert wird. Schnell, einfach, intelligent – und sicher. Denn durch die
selbstnach stellende, konische Verriegelung mit permanent vorgespanntem Konstantdruck
sitzt das Werkzeug immer fest und ist somit spielfrei. Mehr auf bmt.at
44 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
In Ehrwald wird der neue
Radlader im Kieswerk
ebenso eingesetzt, wie in
der Deponie, der
Schottergrube und
dem Steinbruch.
KUHN
Komatsu WA475-10 Radlader an
Alfred Neuberger GmbH übergeben
Das Familienunternehmen aus Ehrwald verstärkt seinen Fuhrpark durch
diese leistungsstarke Baumaschine, die bei Kuhn erworben wurde. Die
beiden Unternehmen verbindet eine jahrzehntelange Zusammenarbeit.
D
Von links: Josef Stöckl
(Verkauf Kuhn), Marco
Neuberger und Fahrer
Mario Biwoka.
en Grundstein für das heute bekannte
Unternehmen Alfred Neuberger
GmbH legte Max Neuberger bereits in den
1950er-Jahren. Ursprünglich als reines
Transportunternehmen gegründet, wuchs
der Fuhrpark in den 1960er-Jahren
deutlich an. Gegen Ende der 1960er-Jahre
übernahm man die Schottergrube in
Ehrwald und setzte damit einen wichtigen
Schritt in der Firmengeschichte.
1980 übernahm Egon Neuberger die
Firmenleitung, bevor diese im Juli 1988 an
den damals erst 24-jährigen Alfred
Neuberger überging. Unter dessen
Führung wuchs der Betrieb bis heute
rasant an. „Wir beschäftigen circa 30
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und
unser Fuhrpark umfasst rund 70 Fahrzeuge“,
erklärt Alfred Neuberger. Mit dem
Kauf des Komatsu-Radladers WA475-10
kam kürzlich eine weitere moderne
Baumaschine hinzu.
„Im Jahr 2018 erwarben wir den
Radlader WA470 von Komatsu. Mit dem
neuen WA475-10 ist nun allerdings ein
neues Modell auf den Markt gekommen,
dass unser Interesse geweckt hat. Die
Baumaschine besticht durch eine sehr
starke Performance. Der geringe Treibstoffverbrauch,
die Fahrdynamik und die
äußerst starke Leistung dieses Radladers
waren die ausschlaggebenden Gründe für
den Kauf“, so Alfred Neuberger.
Voller Einsatz
Alle Fahrer, welche das neue Gerät bisher
bedient haben, sind begeistert. Zum
Einsatz kommt der neue Radlader in
Ehrwald sowohl im Kieswerk als auch in
der Deponie, der Schottergrube und dem
Steinbruch. Zu den Stärken des WA475-10
zählt jedenfalls sein leistungsverzweigtes
Getriebe von Komatsu (KHMT) sowie ein
Motor gemäß EU Stufe V. Das neue
Arbeitsgerät vereint die Vorteile des
Vorgängermodells mit einer bis zu 30%
höheren Kraftstoffeffizienz. Die einfache
Bedienung der Baumaschine, bei jeglichen
Transport- und Ladeeinsätzen spricht
ebenfalls dafür, dass sich Alfred Neuberger
Alfred Neuberger
überzeugt sich höchstpersönlich
von den
Fähigkeiten des neuen,
leistungsstarken
Radladers.
für dieses Gerät entschieden hat.
Mit Sohn Marco Neuberger ist bereits
die nächste Generation im Familienunternehmen
vertreten. Die Ehrwalder Firma
jedenfalls steht für beständiges Wachstum
und ist in vielen Bereichen tätig. Neben
zwei Deponien, dem Steinbruch, dem
Kieswerk und der Schottergrube ist das
Unternehmen unter anderem auch in den
Bereichen Erdbau, Abbruch, Pistenbau
und Spezialtransporte tätig.
Enge Kooperation
„Mit der Firma Kuhn verbindet uns eine
Partnerschaft, die beinahe dreißig Jahre
andauert. Zudem haben wir gemeinsam
Projekte verwirklicht. Wir sind mit den
Komatsu-Maschinen sehr zufrieden und
diese Kooperation hat Bestand“, so Alfred
Neuberger, dessen Unternehmen übrigens
auch Forstwege saniert und im Bereich
Rekultivierung tätig ist. Branchen also,
die zukünftig eine wichtige Rolle spielen
werden.
www.kuhn.at | www.neuberger.cc
EPIROC
Zwei neue Kraftpakete für den Abbruch
Epiroc stellt die neuesten Ergänzungen seiner Abbruchpulverisierer-Reihe
vor: die neuen DP 2320 und DP 4220 mit Performance Booster.
D
er DP 2320 ist für Trägergeräte von
18-29 t geeignet und hat ein Dienstgewicht
von 2.350 kg. Der größere DP 4220
passt für Trägergeräte von 38-57 t und hat
ein Dienstgewicht von 4.220 kg. Die Epiroc
Abbruchpulverisierer zeichnen sich
dadurch aus, dass der Performance
Booster an vorhandenen Anbaugeräten
nachgerüstet werden kann. Im Gegensatz
zu anderen Pulverisierern auf dem Markt,
die unterschiedliche Gehäuse benötigen,
um die Last eines Performance Boosters
zu bewältigen, unterstützt das schlanke,
modulare Design die zusätzliche Leistung
mühelos. Die Vorteile des Performance
Boosters auf einen Blick: Der Epiroc
Performance Booster steigert die Leistung
des Abbruchpulverisierers um bis zu 20%,
sodass Aufgaben schneller und effizienter
erledigt werden können. Der Performance
Booster erhöht nicht nur die Leistung,
Mietverbau in neuerwertiger Qualität
Ohne Überraschungen
SO BLEIBT IHR FLEXIBEL
sondern minimiert auch die Zykluszeit für
das Öffnen und Schließen der Pulverisiererarme
um bis zu 25%, was die Produktivität
auf der Baustelle steigert. Eine
signifikante Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs
des Trägergeräts um bis zu
35% ist möglich, was die Epiroc Abbruchpulverisierer
mit Performance Booster zu
einer nachhaltigen und kosteneffizienten
Lösung machen.
www.epiroc.com | www.epirocgroup.com
Die beiden neuen Modelle DP 2320 und
DP 4220 (Bild) bieten präzises Handling
und eine beeindruckende Brechkraft. Ihr
schlankes, modulares Design eliminiert die
Notwendigkeit für einen Kolbenstangenschutz
und die 360° endlose hydraulische Rotation
gewährleistet optimale Positionierung
und präzises Handling auf der Baustelle.
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DEN ORIGINAL ROLLENSCHLITTEN-VERBAU
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46 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2024 47
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
DEWALT
Neuheiten und Aktionen
Dewalt entwickelt seit 100 Jahren leistungsstarke, innovative und anwenderfreundliche
Elektrogeräte ohne Kompromisse. Im Jubiläums-Herbst 2024 wird das Dewalt Sortiment
durch eine Vielzahl an professionellen Tools erweitert. Zu den Highlights zählt neben
attraktiven Aktionen insbesondere die Erweiterung des Dewalt 18 Volt XR Akku-Systems mit
dem Launch des DCD1007NT-XJ 18 Volt Akku-Schlagbohrschraubers und des DCE590N-XJ 18
Volt XR Vakuum-Hebers sowie neuen 18 Volt XR Akkus. Zu den Herbst-Neuheiten 2024 zählt
aber auch der DCF964NT-XJ 18 V XR Akku-Schlagschrauber 3/4“ (Bild). Mit einem hohen
Anzugsmoment von bis zu 1.925 Nm bzw. einem Lösemoment von bis zu 2.576 Nm eignet
sich der DCF964NT-XJ optimal für schwere Schraubarbeiten. Dreh- und Schlagzahl sowie
Drehmomentstärke des leistungsstarken 4-Stufen Akku-Schlagschraubers sind über den
feindosierbaren Gasgeberschalter bei allen Anwendungen optimal kontrollierbar und per
Schalter in 3 Stufen elektronisch regulierbar. Die zusätzliche Power-Stufe reguliert die
Drehzahl bei gleichbleibendem Drehmoment für 4 Sekunden herunter. www.dewalt.at
DORN LIFT
Stadtwerke Judenburg: Dorn Lift
übergibt Multitel Arbeitsbühne
Der Arbeitsbühnenspezialist Dorn Lift GmbH aus Lauterach hat im Juli 2024 eine
Multitel Lkw-Arbeitsbühne an die Stadtwerke Judenburg AG ausgeliefert.
D
ie Stadtwerke Judenburg sind ein
obersteirisches Multi-Utility Unternehmen
mit 11 Profit-Centern, darunter
Energieversorgung, Kabel-TV und
Internet sowie ein Elektroinstallationsbetrieb.
„Durch die Investition in die Multitel
Lkw-Arbeitsbühne verfügen die Stadtwerke
Judenburg AG über eine moderne
und vielseitige Arbeitsmaschine“, betont
Alexander Dorn, Geschäftsführer von
Dorn Lift.
Zu den technischen Details: Die
Multitel Arbeitsbühne MJE 250 ermöglicht
eine Arbeitshöhe von bis zu 24,70 m.
Zudem bietet die Arbeitsbühne eine
maximale Korblast von 250 kg und eine
seitliche Reichweite von bis zu 12,50 m
bzw. 16,50 m bei 100 kg Korbbelastung.
Besonders hervorzuheben ist der Ausleger
der Arbeitsbühne, der aus hochfesten
Aluminiumlegierungen in einem einzigen
Strangpressverfahren ohne Schweißnähte
hergestellt wurde. Dies verleiht der Bühne
eine herausragende Stabilität und
Langlebigkeit. Die Lkw-Arbeitsbühne
kann mit einem B-Führerschein gefahren
werden, was ihre Flexibilität und Zeitsparpotenziale
weiter erhöht. Dank der
ausgereiften Technologie ermöglicht die
Multitel Arbeitsbühne einen präzisen,
schnellen und zuverlässigen Betrieb – ein
wesentlicher Vorteil in einem
Arbeitsalltag, der Flexibilität und Effizienz
erfordert.
Die Judenburger sind ein Unternehmen
mit einer beachtlichen Geschichte, denn
bereits 1904 hat mit der Errichtung des
„Electricitätswerkes Judenburg“ alles
angefangen. „Seit 120 Jahren gehen wir
mit der Zeit, und gestalten die Stadt und
die Region“, betont Dieter Groselj, Leiter
E-Installation stolz. Rund 180 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter versorgen täglich
rund 60.000 Menschen im Murtal und
darüber hinaus. „Dorn Lift wünscht der
Stadtwerke Judenburg AG viel Freude mit
ihrer neuen Multitel 24 m Lkw-Arbeitsbühne
und bedankt sich für das Vertrauen
und die erfolgreiche Zusammenarbeit“, so
Alexander Dorn.
www.dornlift.com | www.stadtwerke.co.at
Foto: Dewalt
Foto: Terra-Mix
MÖRTLBAUER
Terra-Mix setzt bei Impulsverdichtung
auf „schwere Jungs“ von HD Hyundai
Die 52-t-Bagger von Hyundai überzeugen Terra-Mix als
Trägergeräte der Verdichtungs-Einheit.
D
as 2001 gegründete Unternehmen
Terra-Mix mit Sitz in Westmannstätten
hat die Impulsverdichtung zur
dynamischen Bodenstabilisierung entwickelt.
Dabei wird ein Fallgewicht mit einer
definierten Masse von 9.000 kg mit einer
hohen Schlagfrequenz (40 bis 60 Schläge/
min) aus einer bestimmten Höhe mehrmals
auf eine Stahlplatte fallen gelassen.
So wird der Untergrund bei jedem Schlag
verdichtet. „Vorteil dieser Art der Bodenverdichtung
ist der GPS-gestützte
Nachweis des Verdichtungserfolgs“, erklärt
Martin Müller, in der Terra-Mix-
Geschäftsführung für Technik und
Einkauf verantwortlich. Laut Müllers
Ausführungen glänzt das von seinem
Unternehmen entwickelte Verdichtungsverfahren
mit dem kleinsten CO2-Fußabdruck
von allen Baugrund-Verbesserungsmethoden.
Schwere Hydraulikbagger
von Hyundai, geliefert
vom HD Hyundai-Vertragshändler
Mörtlbauer Baumaschinen, sind das
Herzstück der Technik. Die Verdichtungstechnik
inklusive der Veränderung
des Bagger-Auslegers übernimmt Terra-
Mix in Eigenregie. „Für uns sind moderne,
kraftstoffsparende Hydraulikbagger als
Trägergeräte essentiell. Die 52-t-Bagger
von Hyundai überzeugen durch hervorragenden
Stahlbau, einen stabilen Unterwagen
und eine leistungsfähige Hydraulik
zum Antrieb der Verdichtungs-Einheit“, so
Müller. Aktuell sind fünf Hyundai-Großbagger
im Einsatz und in 2024 kommen
zwei weitere hinzu. Das Verdichtungsgerät
für die Impulsverdichtung hat Terra-Mix
RM J110X
DEPENDABLE PERFORMANCE
HD Hyundai HX 520 AL mit 298 kW
Leistung als Trägergerät für die Impuls-
Bodenverdichtung von Terra-Mix.
selbst entwickelt und komplettiert es zur
fertigen Einheit. Das hydraulisch absetzbare
Heckgewicht ist eine große Erleichterung
und vereinfacht die Transporte.
www.terra-mix.com
www.moertlbauer-baumaschinen.com
Erfolgreiche Übergabe der MJE 250 durch Geschäftsführer Alexander
Dorn (links) an Dieter Groselj (Leiter E-Installationen, rechts).
Multitel Lkw-Arbeitsbühne MJE 250
aufgebaut auf Iveco.
Fotos: Dorn Lift
EXTREM MODULAR – vielseitige Lösungen für all Ihre Anforderungen in der Prozesstechnik
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48 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2024 49
MASCHINEN + TECHNIK
MWT
Mobile Bandwaagen von MWT: präzise
Messungen auch bei extremen Bedingungen
MWT bietet mit den mobilen Bandwaagen auf Basis von BM10 und WK60 Lösungen,
die selbst unter schwierigsten Bedingungen zuverlässig arbeiten. Diese fortschrittliche
Wiege-Elektronik meistert Herausforderungen wie Vibrationen, Staub und
Temperaturschwankungen mühelos.
T
rotz der ständigen Bewegung auf den
Förderbändern liefern die Bandwaagen
von Mobile Wiegetechnik präzise
Messergebnisse. Die Kombination aus
ausgereiften Systemen und dynamischer
Wiegung ermöglicht es, unter widrigen
Umständen verlässliche Daten zu
erheben. Im Baustellenalltag ist es
essenziell, dass die Waagen kontinuierlich
exakt arbeiten und dabei minimalen
Wartungsaufwand erfordern. Eine präzise
Bandgeschwindigkeitsmessung ist
unverzichtbar für ein lückenloses Monitoring,
das optimale und zuverlässige
Ergebnisse gewährleistet. Die Wiegesysteme
von MWT sind unauffällig unter
den Förderbändern installiert und messen
das Gewicht des Förderguts in jedem
Steigungswinkel. Ein integriertes Neigungsmesssystem
sorgt für automatische
Winkelkorrekturen, wodurch die mobilen,
eichbaren Bandwaagen von MWT
Leistungen von bis zu 1.000 t/h erreichen.
Robuste Bauweise
und einfache Integration
MWT setzt bei seinen mobilen Bandwaagen
ausschließlich auf hochwertige
Baugruppen, die unter allen Einsatzbedingungen
ideal funktionieren. Die spezielle
Konstruktion ermöglicht eine einfache
Nachrüstung in nahezu jeder Förderbandkonstruktion,
unterstützt durch die
geringe Einbauhöhe. Einmal installiert,
zeichnen sich die BM10 und WK60
Wiegesysteme durch ihren geringen
Wartungsaufwand aus.
Die fortschreitende Digitalisierung
trägt zudem zur effizienten Gestaltung
von Arbeitsprozessen bei, spart Zeit und
Kosten und optimiert Betriebsabläufe. Die
dynamische Verwiegung während des
Materialtransports ermöglicht eine
schnelle und präzise Beladung, was zu
erstklassigen Messergebnissen führt.
Durch die Verwendung hochwertiger Baugruppen liefern die mobilen Bandwaagen von
MWT unter allen Einsatzbedingungen exakte Werte, unabhängig vom Steigungswinkel.
Individuelle Anpassung
an Kundenanforderungen
MWT stellt sicher, dass wichtige Daten in
Echtzeit zur Verfügung stehen und flexibel
an die spezifischen Bedürfnisse der
Kunden angepasst werden können.
„Unsere Bandwaagen bieten digitale
Wiegedaten in Echtzeit und integrieren
sich nahtlos in bestehende Systeme.
Technologien wie GPS, Mobilfunk und
WLAN ermöglichen eine einfache Bedienung
über ein Touch-Display. Der Zugriff
über Tablet, Handy oder PC bietet höchste
Mobilität und Bedienkomfort“, betont
Günter Schmalnauer, Geschäftsführer von
MWT in Pichl bei Wels. So bietet MWT
eine moderne und komfortable Lösung für
die Betriebsdatenerfassung im
Baugewerbe.
www.mwt-systeme.at
50 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Rot-weiß-roter Jubel soweit das
Auge reicht: Über 30.000 Fans
feierten im Rahmen der
Abschluss-Veranstaltung das österreichische
Nationalteam der Berufe.
Jubeln über den Weltmeister-Titel: Stefan Huber (links, aus Schönbach) und Christoph Kurz (aus Zwettl).
Das Duo von der Georg Fessl GmbH holte in beeindruckender Manier Gold für Österreich im Betonbau.
Das Team Austria zählt bei den 47. WorldSkills zu den erfolgreichsten Nationen der Welt.
WORLDSKILLS
Österreich erneut Fachkräfte-Supermacht
Die 47. WorldSkills, die Weltmeisterschaften der Berufe, sind geschlagen: Nach vier
nervenaufreibenden Wettbewerbstagen wurden am 15. September 2024 im französischen
Groupama-Stadion die Weltmeisterinnen und Weltmeister gekürt. Österreich erkämpfte
sich im weltweiten Medaillenvergleich sensationell den sechsten Platz.
U
mrahmt von einer eindrucksvollen
Schluss-Show im Groupama-Stadion
in Lyon avanciert Österreich mit drei
Gold-, einer Silber- und drei Bronze-
Medaillen zu einer der erfolgreichsten
Nationen der Welt. Zusätzlich sichert sich
das Team Austria 22 Medallions for
Excellence, die für außergewöhnliche
Leistungen nach den Podestplätzen
vergeben werden. Nicht nur zum Weltbesten
seines Fachs, sondern auch zum
erfolgreichsten Teilnehmer des österreichischen
Nationalteams krönt sich Manuel
Bender: Der Florist aus Steyr in Oberösterreich
setzt sich gegen die Besten der
Besten aus aller Welt durch und gewinnt
auch den prestigeträchtigen Titel „Best of
Nation“.
Als Weltmeister dürfen sich ab sofort
auch Stefan Huber (aus Schönbach) und
Christoph Kurz (aus Zwettl) in Niederösterreich
bezeichnen. Das Duo von der
Georg Fessl GmbH holt in beeindruckender
Manier Gold für Österreich im
Betonbau. Für das vom Wiener Experten
und Berufsschullehrer Thomas Prigl
gecoachte Team ist es der fünfte Weltmeistertitel
en suite. Damit setzt Österreich
eine nicht erreichte Siegesserie bei den
seit 1951 ausgetragenen Berufsweltmeisterschaften
fort.
Der beste Fliesenleger der Welt kommt
aus St. Aigen im Ennstal in der Steiermark:
Fachkraft Florian Gruber von
Wieser Handwerk ist von keinem der
Mitstreiter aus aller Welt zu besiegen.
Auch in der Fliesenverlegung setzt
Österreich eine beeindruckende Erfolgsserie
fort: Nach Gold bei der Euro 2023
und der WM 2022 ist es der dritte Weltbzw.
Europameistertitel in Folge. Bei allen
drei Titeln als Experte an Bord: der
Fotos: SkillsAustria/Florian Wieser/Max Slovencik
Ennstaler Coach Andreas Stiegler, der
ebenfalls bei der Wieser Handwerk
GmbH beschäftigt ist.
Für eine echte Premiere sorgt
Magdalena Rath: Zum allerersten Mal in
der Geschichte der Berufswelt- und auch
Europameisterschaften gewinnt Österreich
mit Bronze eine Medaille in
„Digital Construction“. In der digitalen
Gebäudeplanung erobert die Steirerin
aus Bad Blumau den dritten Platz für
Österreich. Die Absolventin der HTBLVA
Graz Ortweinschule und nunmehrige
Fachkraft von Pilz und Partner Ziviltechniker
GmbH sorgt damit für eine
rot-weiß-rote Premiere. Auch Tirol darf
feiern: Gecoacht wird die Medaillengewinnerin
von Expertin Larissa Schneiderbauer
von der Universität Innsbruck.
Die internationale Klasse und Breite
des österreichischen Nationalteams zeigt
auch der Blick auf die „Medallions for
Excellence“, die für herausragende
Leistungen nach den Podestplätzen
vergeben werden. Insgesamt kann das
Team Österreich 22 Medallions for
Excellence erobern. Zu den so ausgezeichneten
Fachkräften zählen auch
Fabian Reisinger aus Altschwendt in der
Land- und Baumaschinentechnik,
Lkw-Techniker David Weinberger aus St.
Leonhard bei Freistadt, Schweißer
Alexander Pfleger aus St. Jakob im
Walde sowie Hochbauer Jonas Lev aus
Strobl in Salzburg.
Im Medaillenspiegel belegt Österreich
– nach olympischer Zählweise – mit
3 x Gold, 1 x Silber und 3 x Bronze sowie
22 Medallions for Excellence den
sechsten Platz, vor Deutschland. In der
bei WorldSkills verbreiteten Zählweise –
ein Punktesystem, bei dem Gold vier,
Silber drei, Bronze zwei und Medallions
for Excellence mit einem Punkt belohnt
werden – rangiert die Alpenrepublik auf
Rang acht. Im Medaillenspiegel verbessert
sich Österreich – im Vergleich zu den
Weltmeisterschaften 2019 (6 x Gold, 5 x
Silber und 1 x Bronze) und 2022 (6 x
Gold, 2 x Silber und 4 x Bronze), wo man
Siebter wurde – um einen Platz. Insgesamt
steht Österreich nun bei Berufsweltmeisterschaften
bei 237 Medaillen.
(90 x Gold, 69 x Silber, 78 x Bronze).
Dass sich Österreich trotz einer
geringeren Anzahl an Edelmetall im
Medaillenspiegel nach vorne gearbeitet
hat, ist auf zwei wesentliche Faktoren
zurückzuführen: Erstens nahmen mit 65
Ländern so viele Nationen wie selten
zuvor an der Weltmeisterschaft teil.
Zweitens dominierte China den Wettbewerb
und sicherte sich den ersten Platz
im Medaillenspiegel mit beeindruckenden
39 Goldmedaillen (bei 59 Bewerben).
„Ich verneige mich vor jedem Einzelnen
von unserem Team Austria! Dieser
Erfolg ist nicht nur eine Inspiration für
angehende Generationen, sondern für
uns alle. Vielmehr ist er aber auch ein
Zeichen dafür, dass harte Arbeit, Leidenschaft
und Leistung immer belohnt
werden. Ihr seid wahre Champions!“,
freut sich SkillsAustria-Präsident Josef
Herk.
www.worldskills.org
Auch Fabian Reisinger
aus Altschwendt
konnte in der Landund
Baumaschinentechnik
eine der
22 Medallions for
Excellence erobern, die
für außergewöhnliche
Leistungen nach den
Podestplätzen
vergeben werden.
Für jede Aufgabe
das richtige Werkzeug
Bereit für die
härtesten Einsätze
52 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
Kuhn Straße 1
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Österreich
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
BOSCH
Neues Profi-Zubehör zur Staubabsaugung
Einfach staubarm und konform technischer Anforderungen
arbeiten – das können Profis in
Handwerk und Industrie mit den Lösungen
zur Staubabsaugung von Bosch. Die
neuen Absaugbohrer Expert SDS
Clean plus-8X und SDS Clean
max-8X aus dem Expert-Zubehörprogramm
sorgen für eine bis zu
25-mal bessere Staubentfernung
als das Pendant ohne Staubabsaugung.
Das schont Anwender,
Maschinen und Zubehör und
erleichtert Profis die Arbeit. Zum
Beispiel muss man Löcher für das
Setzen chemischer Verankerungen – das
vom Hersteller vorgegebene Reinigungsverfahren
ist selbstverständlich einzuhalten – nach
dem Bohren in der Regel nicht mehr aufwändig mit
Druckluft und Bürste reinigen. Bohren und
Absaugen erfolgt in einem einzigen Arbeitsschritt.
Das spart Zeit. Außerdem im
Portfolio: Der Expert SDS Clean Adapter
zum Bohren mit herkömmlichen SDS
plus-Bohrern von 5 bis 16 mm, der
sich auch für Überkopf-Arbeiten
eignet, sowie das Expert SDS Clean
Set für RTec-Meißel, die besonders
effizient Material abtragen. Es
verhindert zum Beispiel die Staubbelastung
bei Abbrucharbeiten. Alle
Lösungen lassen sich bequem an eine
externe Absaugung anschließen, zum
Beispiel den neuen M-Klasse-Sauger GAS
18V-12 MC Professional. www.bosch.at
FLIEGL
Kurz aber kräftig
Mit diesem Tandem Plattform-Anhänger (TPS) hat Fliegl für die Veit Dennert KG wohl
den kürzesten Trailer gebaut, der dennoch 10.500 kg Nutzlast transportieren kann.
M
it dem nur 5,15 m langen Anhänger
transportiert Veit Dennert künftig
Kranballast zu und von den Baustellen.
Ein Ballastgewicht passt mit seiner Breite
von 2.480 mm exakt auf die Pritsche. Der
30 mm starke Hartholzboden mit längs
verlegten Omega-Profilen ist für eine
besonders hohe Punktlast ausgelegt.
Auch bei viel Gewicht auf kleiner
Fläche ist die Ladungssicherung wichtig,
daher hat der TPS 180 einiges zu bieten:
In den leicht schrägen Außenrahmen mit
Load-Lock-Profil lassen sich Spanngurte
einhängen, zusätzlich befinden sich pro
Seite vier Zurrösen mit je 5 t Zugkraft am
Außenrahmen. In die vier Rungentaschen
innen am Längsträger lassen sich die
verzinkten Rungen stecken. Quer vorne im
Boden befindet sich zudem eine Verzurr-/
Rungenleiste; in die 20 mm starken
Rundstahlleisten können beispielsweise
Ketten eingehakt werden.
Der Kleine bietet alles, was die großen
Brüder auch an Bord haben: eine robuste
Zweigang-Stützwinde, einen Stahl-Unterfahrschutz
und einen Rammschutz am
Heck sowie Viertelschalen-Kotflügel. Die
Beleuchtung besteht vollständig aus LED,
dazu gehören neben den Mehrkammerleuchten
auch die Spurhalte- und Positionsleuchten,
die seitlichen Leuchten und
die Kennzeichenleuchten. Wie bei jedem
Fahrzeug von Fliegl sind auch beim
kurzen TPS 180 die Achsen per Laser
vermessen und perfekt eingestellt. Das
sorgt für einen niedrigen Reifenverschleiß
und einen geringeren Verbrauch.
Sollte sich später der Bedarf zu noch
mehr Nutzlast ergeben, lässt sich die
Zugöse von derzeit 40 mm Durchmesser
auf eine mit 50 mm tauschen, damit ist
nach einer erneuten Abnahme ein zulässiges
Gesamtgewicht von 18.000 kg möglich.
Auf den gelb lackierten Rahmen bietet
Fliegl 10 Jahre Gewährleistung gegen
Durchrostung.
www.fliegl.com | www.fliegl-trailer.de
MAUCH
Demotage mit großer Neuvorstellung
In Schladming präsentiert die Firma Mauch am 27. und 28. September 2024
im Rahmen von Demotagen die Neuerungen in ihrem Portfolio.
B
ei den hauseigenen Forst- und Wegebau-Demotagen
in der Schottergrube
der Firma Karl Pitzer GmbH in Schladming
werden Neuheiten der Hersteller Prinoth,
PTH und Kesla gezeigt. Zu den Hauptprodukten
von Prinoth gehören Forstmulcher,
Rodungsfräsen, Baumstumpffräsen und
selbstfahrende Mulchraupen von 75-640 PS.
Besonders hervorzuheben sind die Raupenfahrzeuge
der Raptor-Serie, die für
anspruchsvolle Forstarbeiten in schwierigem
Gelände konzipiert sind. Die PTH
Products Maschinenbau ist ein Full-Liner
in der Herstellung von Anbaugeräten für
den Straßen- und Wegebau bzw. die Forstund
Landwirtschaft. Ihre Produkte umfassen
Ripper, Steinbrecher, Grader und
Verdichter. Ganz neu im Sortiment ist der
„Micro Crusher Trail“, ein weltweit einzigartiger
Mini-Steinbrecher für den Wegebau
120 YEARS EXPERIENCE
MOBILE KOMPAKT-BRECHERANLAGEN
wie zb. REMAX 200: 25 To, Leistung bis 200 To/h
www.mineraltech.at
Die Firma Mauch
erweitert ihr
Portfolio mit den
Produkten von
Prinoth, PTH und
dem Forstkranhersteller
Kesla.
in unwegsamem Gelände, wie z.B. Bike
Trails. Der finnische Forstkranhersteller
Kesla wiederum ist bekannt für seine
hochwertigen Forstmaschinen und Anbaugeräte,
die durch innovative Technik und
robuste Bauweise überzeugen. Im Bereich
der Traktoranbaugeräte bietet Kesla
viel seitige Lösungen wie Forstanhänger,
Forstkräne und Holzgreifer.
www.mauch.at
Dieser
Tandem
Plattform-
Anhänger
von Fliegl
transportiert
10.500 kg
Nutzlast und
bietet alles,
was die großen
Brüder auch
an Bord haben.
DATEN & FAKTEN
Das Wichtigste auf einen Blick:
n 10.500 kg Nutzlast bei ca. 3.000 kg
Leergewicht
n 30 mm starker Hartholzboden
mit Omega-Profilen für hohe
Punktbelastbarkeit
n Zugöse austauschbar von 40 auf 50 mm
Durchmesser für höheres zul. GG.
von dann 18.000 kg
n Verzurr-/Rungenleiste über gesamte
Fahrzeugbreite, diverse Zurrpunkte
54 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Gruppe
VERTRAGSHÄNDLER, MIET- UND SERVICEPARTNER FÜR:
mineraltech - ing. erwin hofstätter GmbH, 2512 Tribuswinkel, Werksgasse 11, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 82, mail: office@mineraltech.at
mineraltech west - Handel mit Aufbereitungsanlagen GmbH, 6911 Lochau, Hofriedenstraße 71, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 18
MASCHINEN + TECHNIK
GRANIT PARTS
Parts & Service World 2024 bietet
drei Tage spannendes Programm
In der Messe Kassel öffnet die Parts & Service World 2024 zum dritten Mal
ihre Tore. Vom 25. bis 27. Oktober 2024 können sich Fachbesucher der Landund
Baumaschinen- sowie der Kommunaltechnik- und Motorgeräte-Branche
über die neueste Technik für Werkstatt und Service sowie Ersatz- und
Verschleißteile, aber auch Shop-Produkte informieren.
A
uf insgesamt 20.000 m 2 präsentieren
die Aussteller ihr Angebot auf der von
Ersatzteilgroßhändler Granit Parts
veranstalteten Messe für die Branche. Mit
mehr als 200 Ausstellern konnte die Parts
& Service World auch in diesem Jahr die
komplette Ausstellungsfläche belegen.
Neben dem Ausstellerangebot erwarten
Besucherinnen und Besucher auch 2024
die beliebten PSW-Specials, wie die
Live-Werkstatt und die PSW Academy.
Zusätzlich liefert Veranstalter Granit
Parts über alle drei Messetage hinweg ein
spannendes Rahmenprogramm mit
Moderator Sven Tietzer, Agrar-Influencern
sowie der populären PSW Messeparty am
Samstagabend und vielen weiteren
Aktionen.
KEINEN CAT KÖNNEN
WIR UNS NICHT LEISTEN.
Veranstalter Granit
Parts bietet auch in
diesem Jahr eine
attraktive B2B-Messe
für Mitarbeiter und
Führungskräfte aus
den Bereichen Werkstatt,
Ersatzteillager
und Aftersales von
Fachhandels- und
Servicebetrieben.
Neben dem
Angebot von mehr
als 200 Ausstellern
locken vor allem die
3.000 m 2 große
Live-Werkstatt und
die PSW Academy
nach Kassel.
Live-Werkstatt und PSW Academy
Die mittlerweile etablierte und äußerst
beliebte Live-Werkstatt bietet auch in
diesem Jahr einen fachlichen Austausch
auf Augenhöhe. Ausgeweitet auf die
gesamte Halle 11/12 zeigt das Werkstattausrüstungs-Team
von Granit Parts
zusammen mit Lieferanten, wie Haweka,
Cojali Jaltest, Waeco, CGS, Texa, Tip Top,
Corghi, Blitz, Gys, Traser und Rep.Guide
alles, was heute in einer modernen und
digital vernetzten Werkstatt für Landtechnik,
Baumaschinen und Gartentechnik,
sowie Kommunal- und Nutzfahrzeuge
nicht fehlen darf.
Angefangen bei Diagnosesystemen,
über Lagereinrichtung bis hin zu Hebebühnen
und Reifenmontagegeräten. In
Praxisvorführungen können sich die
Fachbesucher von der neuesten Werkstattausrüstung
überzeugen und sich mit
den Produktexperten direkt vor Ort
austauschen.
Mit der PSW Academy liefert die Parts
& Service World im Oktober wieder ein
vielseitiges Fortbildungsprogramm mit
mehr als 80 Seminaren, Vorträgen,
Workshops und Talkrunden. Von technischen
Schulungen für topaktuelle Themen,
so etwa Hochvolt, Precision Farming und
digitale Fehlerdiagnose, über Schulungen
für Vertriebsmitarbeitende und Landtechnik-Quereinsteiger
sowie zur Optimierung
der Werkstattprozesse finden die Fachbesucher
hier spannende Inhalte zu
Zukunftsthemen. Die fachkundigen
Referenten sind Experten auf ihrem
Gebiet. Fachleute der Hersteller oder
etablierter Bildungseinrichtungen sorgen
in der PSW Academy für ein anspruchsvolles
und praxisnahes Programm.
Tickets unter
www.granit-parts.com/e/service/
partsandserviceworld
„Unser breit aufgestelltes Unternehmen setzt auf moderate Expansion, langfristige Kundenbindung, hochmotivierte Mitarbeiter
sowie den nachhaltigen Umgang mit der Umwelt. Der Einsatz von Maschinen mit dem höchsten Standard sichert
effizientes und ökonomisches Arbeiten. Wir schätzen starke Partner wie Zeppelin mit den Maschinen von Caterpillar und
dem stets zuverlässigen Service. Für unsere Wettbewerbsfähigkeit sind sie unverzichtbar.“
KommR. Ing. Karl Hasenöhrl
Geschäftsführer Hasenöhrl GmbH, St. Pantaleon
zeppelin-cat.at
56 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
KOHLSCHEIN / BAUMASCHINENTECHNIK
Heinrich-Bau: neuer SK210 mit Ausrüstung von
Baumaschinentechnik erweitert Kobelco Flotte
Mit Projekten im Hoch-, Tief- und Kraftwerksbau ist die in Fürstenfeld ansässige Firma
Heinrich-Bau gut ausgelastet. Zum 70-Jahr-Jubiläum, das 2025 vor der Tür steht, hat das
Unternehmen gleich mehrere Gründe zu feiern: Der Generationenwechsel wurde erfolgreich
vollzogen und der Betriebsstandort in vielen Bereichen zukunftsfit gemacht. Auch im
Fuhrpark, der bei den Raupen-Baggern sortenrein auf die Marke Kobelco ausgerichtet ist,
verfügt man über neueste Technik. Ebenso überzeugt wie von den Kobelco Geräten ist
das Team auch von den Schnellwechselsystemen und Anbaugeräten der Firma Baumaschinentechnik,
die bei allen Baggern über 15 t zum Einsatz kommen.
S
eit 2019 leitet Geschäftsführer BM DI
Dr. techn. Peter Joachim Heinrich
gemeinsam mit Prok. Wenzel Stampfl die
Firma Heinrich-Bau, die seit 1955 für
Qualität und Seriosität steht: „Das
Unternehmen wurde von meinem Großvater
gegründet, von meinem Vater auf- und
ausgebaut und zu dem gemacht was es
heute ist. Seit damals wie heute stehen
wir für Handschlagqualität und Kundenzufriedenheit.
Die heutige Spitzenposition
unseres Unternehmens verdanken wir vor
allem unserem Team aus rund 140
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wenn
es der Kunde wünscht, treten wir aufgrund
unseres breiten Leistungsspektrums
auch als Generalunternehmer auf.
Im Tiefbau übernehmen wir Erdarbeiten
jeder Größenordnung und sind auch im
Kanal- und Leitungsbau tätig. Auch
Kleinwasserkraftwerke werden von uns
regelmäßig gebaut, zuletzt in Eisenerz und
ganz aktuell in Melk. Die letzten Jahre
waren geprägt durch große Investitionen,
mit denen wir unser Firmengelände in
Fürstenfeld erweitert und in vielen
Bereichen auf den neuesten Stand
gebracht haben.“
Im Mittelpunkt der umfassenden
Modernisierung stand der Umstieg auf
Bei diesem Einsatz in Bad
Waltersdorf sorgt der neue Kobelco
SK210LC-11 der Firma Heinrich Bau für einen
zügigen Baufortschritt. Er wurde ebenfalls von der
Firma Baumaschinentechnik ausgerüstet und verfügt
über ein vollhydraulisches Schnellwechselsystem
SW2-Q mit Löffelpaket.
erneuerbare Energien. Unter anderem
wurde eine Photovoltaikanlage mit rund
55 kWp errichtet, die den Strombedarf des
Betriebs bereits weitgehend abdeckt. Mit
der letzten Heizperiode ist auch der
Ausstieg aus den fossilen Energieträgern
gelungen, denn seit Oktober 2023 ersetzt
das neue Hackschnitzel-Heizwerk die alte
Ölheizung. Erneuert wurde weiters das
Mannschaftsgebäude, die komplette
Elektroinstallation, die Tankanlage und
die Werkstatt. Am Standort befindet sich
auch eine Betonmischanlage, die ebenfalls
modernisiert wird. Im Sinne der Nachhaltigkeit
werden auf dem betriebseigenen
58 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH
WDS 250
NEU
Recyclingplatz Rückbau-Materialien für
die weitere Verwendung aufbereitet.
Moderner Fuhrpark setzt
auf Kobelco Bagger
Geschäftsführer Heinrich: „Wir investieren
auch laufend in unsere Lkw-Flotte
und verfügen heute über vier 3-Achs und
zwei 2-Achs-Lkw, mehrere Bagger bis 24 t,
12 Dumper und einen Straßenfertiger. Bei
den Raupen-Baggern setzen wir ausschließlich
auf die Marke Kobelco, denn
diese haben sich bei niedrigen Verbrauchswerten
als sehr robust erwiesen. Dazu
kommt die wirklich sehr gute Betreuung
durch das Team der Firma Kohlschein.
Grundsätzlich vertraue ich bei den
Investitionen in neue Baumaschinen auf
die Meinungen unseres Prokuristen, die
des Fuhrparkleiters Hannes Eibel und der
Maschinisten bzw. Fahrer.“
Sascha Stix von der Firma Kohlschein
ist der zuständige Gebietsbetreuer der
Firma Heinrich-Bau: „Als langjähriger
Kunde hat die Firma Heinrich-Bau seit
2015 von der Firma Kohlschein bereits
mehrere Kobelco Bagger erworben: einen 1
t Minibagger SK10SR, zwei 5 t Minibagger
SK55SRX, einen SK85MSR und zwei
SK210NLC-10. Auf Basis der ausgezeichneten
Partnerschaft mit der Firma
Kohlschein, die seit Juli 2023 auch Yanmar
Vertriebspartner ist, investierte das
Unternehmen zuletzt auch in einen
Yanmar B95W Mobilbagger. Wir freuen
uns, dass wir die erfolgreiche Partnerschaft
auch in diesem Jahr mit dem neuen
SK210LC-11 – dem bereits siebenten
Kobelco Bagger im Fuhrpark der Firma
Heinrich-Bau – fortsetzen können.“
Besondere Merkmale
- Wand- und Deckenschleifmaschine
mit 250 mm Radius für kleine Räume
- Erstaunliche Wendigkeit und einfache
Bedienung mit Elektro-Minibagger
- Viele Einsatzmöglichkeiten:
NEU – Stocken, Entschichten und
Schleifen von Wänden und Decken
Mehr zur WDS 250
Tel.: +49 7161 2005 0
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MASCHINEN + TECHNIK
Seit vielen Jahren setzt die Firma Heinrich-Bau auf die vollhydraulischen Schnellwechselsysteme
und Anbaugeräte der Firma Baumaschinentechnik (von rechts): BM DI Dr. techn.
Peter Joachim Heinrich (Geschäftsführung und Bauleitung der Firma Heinrich-Bau), Fuhrparkleiter
Hannes Eibel (Firma Heinrich Bau) und Kurt Steiner (Firma Baumaschinentechnik).
Baublatt.Österreich traf das Team der
Firma Heinrich-Bau im Rahmen einer
umfassenden Hotelsanierung in Bad
Waltersdorf, bei der in der intensiven
Phase bis zu 80 Arbeiter zum Einsatz
kommen. Das Unternehmen zeichnet sich
hier verantwortlich für die umfassende
Modernisierung der Zimmer, die Errichtung
einer Außenstiege und die Erneuerung
der Balkone. Aber auch das Außengelände
zwischen den Hoteltrakten wird
neugestaltet. Einerseits muss die Tragfähigkeit
des Untergrundes für den Einsatz
eines Mobilkranes im Zuge der Sanierungsarbeiten
gewährleistet sein, andererseits
langfristig die Nutzung durch die
Feuerwehr sichergestellt werden.
Maschinist Hannes Frieß ist seit knapp
30 Jahren bei der Firma Heinrich-Bau
tätig. Er bringt auf den Punkt, was die
UNSERE WDS 250 JETZT MIT STOCKROLLEN
- Perfektionierte Staubabsaugung –
die Staubentwicklung kann auf ein
Minimum reduziert werden
- Präziser Materialabtrag: Das
Verfahren sorgt für minimalen
Abfall und reduziert somit die
Entsorgungskosten
...mit uns machen Sie Boden gut!
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
ganze Mannschaft denkt: „Wir haben schon
verschiedene Bagger probiert, aber Kobelco
hat uns am meisten überzeugt. Kobelco
Bagger brauchen wenig Treibstoff, haben
richtig Kraft und benötigen trotzdem kaum
Reparaturen. Abgesehen von den Verschleißteilen
war bei keinem der Kobelco
eine größere Reparatur notwendig.“
Geplant war, dass der neue Kobelco
SK210LC-11 ein älteres Vorgängergerät
ersetzt, und dieses in Zukunft auf dem
Betriebsgelände eingesetzt wird. Durch den
Auftrag für ein Kraftwerksprojekt kommt
der SK210NLC-10 nun aber in Melk zum
Einsatz, wo er mit rund 11.000 Betriebsstunden
nach wie vor gute Dienste leistet.
Hohe Effizienz mit Produkten
von Baumaschinentechnik
Ab rund 15 t sind die Bagger mit vollhydraulischen
Schnellwechsel systemen und
Anbaugeräten der Firma Baumaschinentechnik
ausgerüstet. Dazu Hannes Frieß:
„Mit der Ausrüstung unserer Bagger
durch die Firma Bau maschinentechnik bin
Die sortenreine
Kobelco-Raupenbaggerflotte
wurde
im letzten Jahr
durch einen Yanmar
Mobilbagger ergänzt,
für den die
Firma Kohlschein
ebenfalls Vertriebspartner
ist. BM DI
Dr. techn. Peter
Joachim Heinrich
und Sascha Stix
(Gebietsbetreuer
Steiermark, Firma
Kohlschein) bestärken
die Partnerschaft
per
Handschlag.
Auf Polier
Engelbert
Sorger kann
sich der Firmenchef
bei jedem
Projekt
verlassen.
Maschinist Hannes Frieß schätzt die
leise Kabine des neuen SK210LC-11, die
auf seinen Wunsch auch über einen
Gesundheitssitz verfügt.
ich sehr zufrieden. So wie bei den Kobelco
Baggern gibt es auch hier keinerlei
Probleme. Bei diesem Projekt in Bad
Waltersdorf arbeite ich nur in einer
geringen Tiefe und kann die meisten
Arbeiten mit dem Böschungslöffel erledigen.
Ich habe natürlich aber auch zwei
Tieflöffel der Firma Baumaschinentechnik
mit dabei, die wie gewohnt aus Hardox
gefertigt sind. Wenn das Flies gelegt ist,
kann ich den Frostkoffer aufbringen. In
der Regel erledige ich aber klassische
Erdbauarbeiten sowie Steinschlichtungen,
Tiefdrainagen oder Hangrutschungen.
Dabei kann ich bei den verschiedenen
Arbeiten dank der Aus rüstung der Firma
Baumaschinentechnik jederzeit rasch das
passende Anbaugerät einsetzen.“
Ausgerüstet ist der neue SK210LC-11
mit dem vollhydraulischen Schnellwechselsystem
SW2-Q mit Oil-Quickfunktion, bei
dem auch die E-Quickfunktion für
automatisches Ankuppeln elektrisch
gesteuerter Arbeitsgeräte vorbereitet und
nachrüstbar ist. Durch die E-Quickfunktion
kann ein Trägergerät mit Maschinensteuerung
bzw. GPS-Technik bei Bedarf
auch mit einem Böschungslöffel mit
Neigungssensor genutzt werden.
www.heinrich-bau.at
www.bmt.at I www.kohlschein.at
60 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Foto: Metabo
METABO
Starker Akku für Profi-Anwender
Die neue Akkutechnologie von Metabo bietet bis zu 100% mehr
Performance und überzeugt mit bis zu 85% längerer Laufzeit.
D
ieser Quantensprung in Leistung und
Produktivität kommt besonders bei
den leistungsintensiven Maschinen wie
Winkelschleifern, großen Bohrhämmern
oder Tauchkreissägen zum Tragen.
Möglich macht es die neue Tabless-Technologie:
Der technisch bedingte „Flaschenhals“
der bisherigen Zellgenerationen
wurde bei dieser neuen Generation
beseitigt. Der Schlüssel zu mehr Power ist
ein geringerer Innenwiderstand der
Akkuzellen. Dadurch kann mehr Energie
fließen, was eine höhere Leistung bedeutet.
Gleichzeitig bleibt die Zelle kühler.
Das verlängert die Laufzeit.
Die neuen LiHDX-Akkupacks sind mit
dem ebenfalls neuen Schnellladegerät
ASC 290 in nur 30 Minuten wieder voll
einsatzbereit. Schnell geladen, seltener
entladen – ein wertvolles Plus an Effizienz
für den professionellen täglichen Einsatz.
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Das gilt sowohl für die 8.0 Ah
Hochleistungs-Akkupacks,
die ideal sind für leistungsintensive
Anwendungen,
als auch für die Akkupacks
mit 4 Ah. So ist
beispielweise der sehr
handliche 4.0 Ah-Akku
für ein ermüdungsfreies
und komfortables
Arbeiten über Kopf die
richtige Wahl.
Seltener Laden bedeutet nicht
nur einen Effizienzgewinn und eine
längere Lebensleistung der Akkus,
sondern auch Vorteile hinsichtlich der
Nachhaltigkeit. Übrigens: Die neuen
Akkus sind zu 100% kompatibel mit allen
18V-Maschinen von Metabo – das heißt,
jede Akku-Maschine der vergangenen 15
Jahre kann problemlos damit betrieben
Maschinen für intensive
Anwendungen profitieren vom
Zuwachs bei Leistung und
Laufzeit.
werden. Das bietet den Anwendern die
Sicherheit, dass sie ihre bestehenden
Werkzeuge ohne zusätzliche Investitionen
weiterhin nutzen können.
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ROCKSTER
Rockster R1000: leistungsfähiger
All-in-One Prallbrecher für viele Bereiche
Effizienter Einsatz des raupenmobilen
Prallbrechers Rockster R1000 im
Baurestmassenzentrum in Blintendorf bei
St. Veit/Glan in Kärnten.
Ob für das Recycling von Beton, Asphalt und Bauschutt oder die Verarbeitung von
Naturstein: der Rockster R1000 ist für eine Vielzahl von Anwendungen ausgelegt. Die
Fähigkeit, in einem Durchgang zu brechen, zu sieben sowie Eisen und unerwünschte
Leichtstoffe zu entfernen, macht diesen All-in-One-Brecher zu einem echten Allrounder
für die Produktion eines hochqualitativen und sauberen Endmaterials.
D
er Rockster R1000 ist mit einem
leistungsstarken Kreisschwingsieb
und einem schwenkbaren Rückführ-Haldenband
ausgestattet, um ein zweites,
definiertes Endprodukt zu erzeugen. Ein
weiterer Vorteil ist der hydraulisch
höhenverstellbare Magnetabscheider, der
Verstopfungen beim Entfernen von Eisen
aus dem Endprodukt verhindert, sowie ein
angebauter Windsichter, der effizient
Leichtstoffe wie Styropor, Gips, Holz,
Textilien und Ähnliches entfernt. All diese
Komponenten sind von unschätzbarem
Wert für jede effiziente Abbruchbaustelle.
Vielseitige Anwendungen
Der Rockster R1000 ist für Vielseitigkeit
konzipiert und somit ein unverzichtbares
Werkzeug für Auftragnehmer, Recycler
und Bauunternehmen. Hier ein genauerer
Blick auf seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten.
Asphalt-Recycling: Eine der Hauptstärken
des R1000 liegt in seiner Fähigkeit,
recycelten Asphalt (RAP) effektiv zu
zerkleinern. Das Asphaltrecycling ist im
Straßenbau von entscheidender Bedeutung,
da der R1000 es den Bauunternehmen
ermöglicht, Materialien wiederzuverwenden
und die Kosten für die Beschaffung
neuer Rohstoffe erheblich zu senken.
Zudem reduziert das Recycling von
Asphalt den ökologischen Fußabdruck der
Produktion, verringert den CO2-Ausstoß
und schont die Ressourcen.
Beton-Recycling: Mit seinem leistungsstarken
Prallbrecher zerkleinert der
R1000 Beton effizient zu wiederverwendbaren
Zuschlagstoffen. Diese Funktion ist
entscheidend für Projekte, die Nachhaltigkeit
priorisieren, da sie es Unternehmen
ermöglicht, Betonabfälle von Deponien
fernzuhalten und für neue Bauprojekte
wiederzuverwenden. Durch die Förderung
des Recyclings von Beton hilft der R1000
Auftragnehmern, die gesetzlichen Anforderungen
an die Abfallbewirtschaftung zu
erfüllen und gleichzeitig einen verantwortungsvollen
Ressourceneinsatz zu fördern.
Bauschutt: Der R1000 verwandelt Bauund
Abbruchabfälle effektiv in wertvolle
Materialien zur Wiederverwendung und
spielt eine entscheidende Rolle bei der
Reduzierung von Deponieabfällen. Diese
Fähigkeit unterstützt die Kreislaufwirtschaft,
indem es Auftragnehmern ermöglicht,
Materialien wie Ziegel, Holz und
Metall zu recyceln, anstatt sie zu entsorgen.
Indem der R1000 Schutt in wiederverwendbare
Ressourcen umwandelt,
profitieren nicht nur die Umwelt, sondern
auch die wirtschaftliche Rentabilität von
C&D-Projekten.
Natursteinaufbereitung: Das robuste
Design des R1000 ermöglicht die Verarbeitung
verschiedener Arten von Naturstein
und macht ihn somit für Steinbrüche und
Landschaftsprojekte geeignet. Seine
Flexibilität im Umgang mit unterschiedlichen
Materialien stellt sicher, dass
Betreiber die Produktivität maximieren
und sich an die Anforderungen verschiedener
Baustellen anpassen können, von
Straßenbau bis hin zu dekorativen
Steinanwendungen. Durch das hydraulisch
klappbare Siebboxaustrageband
reduziert sich die Gesamtlänge der
Maschine auf lediglich 14,00 m. Mit einer
Breite von 2,83 m, einer Höhe von 3,20 m
und einem Gewicht von 35,5 t inklusive
Siebsystem gestaltet sich der Einsatz
äußerst flexibel und das Brechen besonders
unkompliziert.
Der Rockster R1000 Prallbrecher ist mehr
als nur eine vielseitige Maschine: er ist
auch ein wichtiges Werkzeug im Streben
nach nachhaltigen Baupraktiken. Mit
seiner Fähigkeit, Asphalt, Beton, Naturstein
und Bau- und Abbruchabfälle
effizient zu verarbeiten, ebnet der R1000
den Weg für eine grünere Zukunft in der
Branche. Während Bauunternehmen
bestrebt sind, den Umweltanforderungen
gerecht zu werden, erweist sich der
Rockster R1000 als starker Verbündeter,
KAISER S12 Allroad
der Innovation, Effizienz und Verantwortung
in einem beeindruckenden Paket
vereint. Die Einführung des R1000
verbessert nicht nur die Betriebskapazitäten,
sondern trägt auch zu einem nachhaltigeren
und kosteneffektiveren Ansatz für
den modernen Bau und Abbruch bei.
www.rockster.at
PAUS SMK 9036
Die Bilder zeigen den
Rockster R1000 beim Asphalt
Recycling, in der Betonaufbereitung,
beim Bauschutt
Recycling und in der
Natursteinaufbereitung.
KAISER Fahrzeugtechnik GmbH • Gewerbestraße 4, 6710 Nenzing • T +43 5525 64180 • mail@kaiser-fahrzeugtechnik.at
62 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2024 63
SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG
SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG
Mit großem Einsatz arbeitete das
Sandvik-Team an der Optimierung
aller Komponenten.
Österreichischer
Baumaschinenverband
KOMPETENZ DURCH
FOKUSSIERTE INFORMATION
SANDVIK
Wolfram investiert in Mittersill in eine
neue Sandvik Aufbereitungsanlage
Das Metall Wolfram ist in vielen Branchen die Basis für wertvolle Hightech-Komponenten.
Mit der Mine in Mittersill betreibt die Wolfram Bergbau und Hütten AG einen der bedeutendsten
Wolfram Bergbaubetriebe weltweit. Da der Abbau sehr selektiv in immer
größeren Tiefen erfolgt und die bergauf führenden Transportstrecken immer länger
werden, wurde vor einigen Monaten in einer eigens angelegten Kaverne eine neue
Aufbereitungsanlage von Sandvik errichtet.
W
olfram verfügt über sehr spezielle
Eigenschaften, die es für die
moderne Hightech-Industrie unverzichtbar
machen. So besitzt Wolfram den
höchsten Schmelzpunkt aller Metalle und
ist dadurch für Hochtemperaturanwendungen
in der Energie- und Lichttechnik
sowie für die Raumfahrt ideal geeignet.
Weiters wird Wolfram wegen seiner sehr
hohen Dichte, die mit Gold vergleichbar
ist, als Schwungmasse, Gegengewicht oder
Schwingungsdämpfung in der Luftfahrt-,
Automobil-, Sport- und Telekommunikationstechnik
genutzt. Darüber hinaus dient
es als Ersatz für Blei und schirmt in der
Freuen sich über die erfolgreiche Inbetriebnahme der neuen Aufbereitungsanlage (von links): Ralf Henning (Sales Manager Central Europe;
Rockprocessing Solutions), Alois Raffelsberger (Vertrieb und Service Österreich; SRP), Stefan Eggenreich (Betriebsleiter; Wolfram Bergbau
und Hütten AG), Christoph Podpeskar (Leiter mech. Werkstätte und Brechanlage; Wolfram Bergbau und Hütten AG), David Schlager (Servicetechniker;
SRP), Sandra Pietsch (Marketing Professional Central Europe), Fabio Bürgler (Servicetechniker; SRP), Michael Brugger (Projektleiter
u. Sicherheitsfachkraft; Wolfram Bergbau und Hütten AG) und Harald Hausch (EHS Manager Central Europe).
Der Schubwagen
SH2072 fördert das
Roherz in den
Backenbrecher
CJ815. Der Sturzschacht
wird durch
schwere hydraulische
Nadelschieber
und verfahrbare
Kettenvorhänge
gesichert.
Medizintechnik Strahlung ab. In
Verbindung mit Kohlenstoff als Wolframcarbid
besitzt es diamantähnliche Härte
und bildet die Basis moderner Schneideund
Bohrwerkzeuge für Metall-, Stein-,
Holz- und Kunststoffbearbeitung. Vom
haarfeinen Bohrer für elektronische
Leiterplatten bis zu Werkzeugen zum
Bohren von Straßen- und Eisenbahntunneln
reicht das Spektrum.
Die Firma Wolfram ist ein strategisch
wichtiger Teil des globalen Sandvik
Konzerns und die einzige integrierte
Wolframhütte außerhalb von Asien und
Russland. Dadurch verfügt das Unternehmen
über die Expertise in allen
Schritten von der Exploration bis zum
Fertigprodukt. Im hochmodernen
untertägigen Bergbau in Mittersill wird
Scheelit gewonnen, welches in der
Steiermark im Hüttenbetrieb in St.
Martin im Sulmtal zusammen mit
weltweit zugekauften Wolframkonzentraten
als Primärrohstoff eingesetzt wird.
Eine bedeutende Rolle nimmt das
Recycling von wolframhaltigen Sekundärrohstoffen
in den Recyclingcentern
Chiplun (Indien) und St. Martin ein, um
natürliche Ressourcen zu schonen und
den Kreislauf der Lieferkette vollständig
64 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
zu schließen. So werden z.B. benutzte
Wendeschneidplatten oder Bohrspitzen
wieder zu Wolframpulver verarbeitet.
Das Ziel für 2030 ist eine Recycling-
Quote von 80%. Im Sinne der Nachhaltigkeit
wird an jedem Standort kontinuierlich
in die Optimierung des Recyclingverfahrens,
die Weiterentwicklung der
zirkulären Lieferkette und die komplette
Umstellung auf nachhaltige Energien
investiert.
Der Bergbau und die Aufbereitung in
Mittersill stellen den Beginn der
Produktionsstrecke der Firma Wolfram
dar. Hier sind 65 Mitarbeiter im Bergbau
und weitere 25 Mitarbeiter in der
Aufbereitung tätig. Der Roherztransport
in die Aufbereitung erfolgt auf umweltfreundliche
Weise mittels Förderbands
durch einen Stollen. Aus dem Roherz
wird das Scheelit- Konzentrat produziert,
welches einen wichtigen Teil des Rohstoffbedarfes
von Wolfram abdeckt und
damit für Unabhängigkeit und Versorgungssicherheit
sorgt.
Über Erkundungsbohrungen wird die
Lagerstätte mit ihren unterschiedlichen
Erzgehalten definiert. Zur selektiven
Gewinnung des Scheelits werden
unterschiedlichste Abbauverfahren
Nr. 0124850
11
12
1
10
27
26 21
2
9
25 22
3
8 24 23 4
7
6
5
PRÜFPLAKETTEN &
PRÜFBEFUNDE lt. AM-VO
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Bestellungen für den Prüfbefund mit zwei
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nummerierte Prüfplakette (hochqualitativ,
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SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG
SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG
angewandt. Die dabei entstehenden
Hohlräume werden zur gänze wieder
verfüllt. Durchgeführt werden die Bohrarbeiten
mit Vortriebsbohrwagen, Knäpperbohrwagen
und Langlochbohrgeräten
(Imloch und Außenhämmer).
Verbunden sind die Abbaustellen über
eine gewendelte Hauptrampe, deren
Fußpunkt auf einer Seehöhe von 550 m
Über Adria liegt. Dies ist 800 m unterhalb
des Hauptmundlochs und bereits deutlich
unter der vorhandenen, alten Brech- und
Aufbereitungsanlage. Da mit dem fortschreitenden
Abbau die Bergauf-Transportstrecke
zur Brechanlage kontinuierlich
länger wird, wurde 2020 die Errichtung
einer komplett neuen Aufbereitungsanlage
im aktuellen Abbaubereich erstmals
diskutiert. Nach der Gegenüberstellung
verschiedener Betriebs- und Produktionsfaktoren,
bei der auch der Einsatz von
E-Dumptrucks ein Thema war, wurde
entschieden, dass eine neue Aufbereitungsanlage
ca. 300 m unter der bestehenden
Anlage errichtet werden soll. Es folgte ab
2021 eine intensive Planungsphase, in der
Betriebsleiter Stefan Eggenreich und sein
Team gemeinsam mit dem Projektverantwortlichen
Alois Raffelsberger von Sandvik
SRP eine Lösung erarbeiteten. Nach
abgeschlossener Planung wurde 2021 der
Auftrag für die gesamten Maschinen und
den Stahlbau an Sandvik Rock Processing
CEU vergeben. Bevor mit den ersten
Montage-Arbeiten begonnen werden
konnte, musste die Kaverne für die neue
Aufbereitungsanlage ausgebrochen
werden. In enger Abstimmung aller
Beteiligten und der zuständigen Behörden
wurde die 3D-Planung der Kaverne unter
Einsatz modernster Messtechnik zentimetergenau
umgesetzt.
Ende 2022 wurden die ersten Stahlbauteile
sowie die Maschinen geliefert, welche
sukzessive in die untertägige Kaverne
verbracht wurden. Die Montage des
Stahlbaus wurde durch die Firma Trost in
Matrei in Osttirol begonnen. Der innovative
mittelständische Stahl- und Maschinenbaubetrieb
ist ein Spezialist für
großdimensionale Projekte in sämtlichen
Einsatzgebieten und hat mit seinem
Projektabwicklungsteam in der Aufbauphase
der Anlage einen wertvollen Beitrag
zum Projekt geleistet. Im nächsten Schritt
wurden alle Aufbereitungsaggregate – wie
die Zerkleinerungs- und Siebtechnik, , die
Gurtbandförderer und Schubwagenaufgeber
und Dosierrinnen – durch die Sandvik
Techniker montiert und installiert. Die
Montagearbeiten wurden Ende 2023
beendet. Mit 2024 erfolgte die Kalt- und
Warm-Inbetriebnahme, seit 22.März 2024
ist Anlage betriebsbereit.
Ein Schwerpunkt in der Designphase ist
die Gestaltung des schweren Vorbunkers
mit dem speziell für diesen Auftrag
entwickelten hydraulisch verschließbaren
Nadelschieber (Needle - Gate), durch den
das Sprenghaufwerk in der Größe 0 bis
1.200 mm über den Sturzschacht
abgezogen wird.
Im Bereich des Needle - Gate und vor
dem Backenbrecher wurde jeweils ein
Sandvik Rammer - Hammer 999E
installiert um ev. Verklausungen schnell
und sicher aufzulösen. Unter dem Vorbunker
befindet sich ein Sandvik Schubwagen
SH2071M, der das Material über einen
Hydraulik-Schubboden über einen
Vibrationsaufgeber SV2131 zu einem in
Linie stehenden Backenbrecher CJ815
fördert. Der Einschwingen-Backenbrecher
verfügt über einen Einlauf mit 1.500 x
1.100 mm und reduziert das Größtkorn
auf 250 mm. Unter dem Backenbrecher
befindet sich ein ins Gebirge gesprengter
Silo, von dem das Material über eine
Abzugsrinne SP1630 von Sandvik auf die
Förderstrecke zu einem Linearschwingsiebgelangt.
Hier erfolgt ein Trennschnitt
bei 60 mm und das Material 0-60 wird in
einen Erzbunker abgeschieden. Zwei
Dosierrinnen unterhalb des Erzbunkers
und Gurtbandförderer aus dem Hause
Das Material wird
im geschlossenen
Kreislauf zerkleinert
und ein 0/60 Fertigprodukt
über eine
Sandvik LF Siebmaschine
klassiert
und nach Übertage
ausgetragen.
Sandvik transportieren das Material zu
einer Steilförderanlage von der das
Material zur Tagesanlage gefördert wird.
Das Material größer 60 mm wird im
geschlossenen Kreislauf einem Steinkegelbrecher
CS840i, einem Premium-Kegelbrecher
der Sandvik 800i-Serie, zugeführt.
Diesem ist ein Bunkerpuffer vorgeschaltet,
um die gewünschte Gleichmäßigkeit
herzustellen. Im CS840i wird in der
Sekundär-Brechung die Kornklasse 0-60
hergestellt. Über das Rückführband wird
das Material erneut abgesiebt, bis der
gewünschte Zerkleinerungsgrad erreicht
ist. Die Prozess- und Layoutkonzeption,
sowie das Detailed-Engineering der
Anlage erfolgte durch das Sandvik-Rock-
Processing-Team in enger Zusammenarbeit
mit dem Kunden.
Auch wenn die Errichtung der neuen
Aufbereitungsanlage eine große Investition
darstellt, so ist sie im Vergleich zu den
künftigen Betriebskosten eines unveränderten
Transportkonzepts doch wesentlich
wirtschaftlicher. Damit setzt die Wolfram
Bergbau und Hütten AG einen wichtigen
Schritt, um den weiteren Abbaubetrieb
zukunftssicher zu optimieren.
www.wolfram.at | www.trost-gmbh.at
www.rockprocessing.sandvik
ÖSTERREICHISCHER BAUSTOFF-RECYCLING VERBAND
Neue Anforderungen der
EU-Kommission an den Abbruch
Seitens der Europäischen Kommission wurde durch die Neuauflage des
„EU Construction & Demolition Waste Management Protocol“ die Wichtigkeit von
Vorerkundigungen vor Abbruch bzw. Sanierung von Bauobjekten hervorgehoben.
D
ies ist die zentrale Qualitätssicherung
für den größten Abfallstrom in
Österreich und Europa – nämlich dem der
Baurestmassen, die fast zur Gänze wieder
der Kreislaufwirtschaft als Recycling-
Produkte zugeführt werden können.
„Österreich ist in vielen Beziehungen
vorbildlich bei dem selektiven Rückbau
von Bauobjekten und den geforderten
Vorerkundigungen“, so Thomas Kasper,
Vorsitzender des Österreichischen
Baustoff-Recycling Verbandes (BRV). „Dies
bestätigt uns das soeben publizierte
EU-Protokoll zu den neuen Anforderungen
an Abbrüche. Die Vorbildwirkung dürfen
wir nicht verlieren, im Gegenteil, der BRV
ist federführend tätig, wenn es um die
Fortschreibung des Standes der Technik
für den Rückbau geht.“
Die Europäische Union hat das von ihr
veröffentlichte Dokument „EU Construction
& Demolition Waste Management
Protocol“ mit August 2024 neu aufgelegt.
Es enthält auch neue Richtlinien für
„pre-demolition and pre-renovation
audits“, also von Untersuchungen im
Vorfeld eines Rückbaus bzw. der Renovierung.
Das Positionspapier weist auf die
Wichtigkeit dieses größten Abfallstroms in
Europa hin. Es ist daher ein eigenes
Management für Bauabfälle erforderlich,
welches signifikante Auswirkungen auf
Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft hat.
Das Dokument enthält Beispiele und Best
Practice-Fälle, die aus verschiedenen
europäischen Staaten gewonnen wurden
für folgende Bereiche: Identifikation des
Bauabfalls durch vorausgesetzte Audits;
Selektiver Rückbau; Rohstoff-Trennung an
der Quelle inkl. Erfassung der Rohstoffe;
Vorbereitung für die Wiederverwendung
und Recycling; Abfall-Logistik; Abfall-
Aufbereitung und Qualitätsmanagement.
Zentrales Gewicht sind vor dem Abbruch
vorgelagerte Audits. Diese Audits werden
europaweit typischerweise in die Sphäre
des Bauherrn gesetzt. Das Ziel der Audits
ist:
- gefährliche Abfälle zu identifizieren und
zu lokalisieren.
- ein Verzeichnis nicht gefährlicher Abfälle
zu erstellen.
- Gebäudekomponenten und -materialien
„Österreich ist in vielen Beziehungen vorbildlich bei dem selektiven Rückbau von
Bauobjekten und den geforderten Vorerkundigungen“, so Thomas Kasper (BRV).
zu identifizieren für Wiederverwendung
und Recycling.
- Erfassung von Informationen für den
Eigentümer oder die Behörde hinsichtlich
der Werte der Abbruchmaterialien
sowie deren Fußabdruck.
Als Best Practice-Beispiel wird unter
anderem Österreich angeführt, wo über
die ÖNorm B 3151 ab einer gewissen
Größenordnung derartige Audits vorgeschrieben
sind.
„Die österreichische Vorgangsweise kann
in vielen Bereichen als vorbildlich bestätigt
werden: Wir führen seit 2016 die nun
von der EU geforderten Audits in Form
der ´Schad- und Störstofferkundung` bzw.
der ´Objektbeschreibung` durch. Als
Auditor haben wir eine Fachperson
definiert, nämlich die Rückbaukundige
Person – der BRV hat schon weit mehr als
1.000 Personen dazu ausgebildet! Auch die
rahmenrechtliche Forderung, die Deponierung
von verwertbaren Baurestmassen zu
limitieren, ist durch das BMK erfolgt – die
Deponierung von Beton, Asphalt, Straßenaufbruch
und Gleisschotter ist seit 2024 in
Österreich verboten“, so Martin Car,
Geschäftsführer des BRV und gleichzeitig
Vorsitzender der in Überarbeitung
befindlichen ÖNorm B 3151 „Rückbau von
Bauwerken als Standardabbruchmethode“.
„Auch die in Überarbeitung
befindliche Norm für den selektiven
Rückbau wird wieder Vorbildfunktion für
Europa aufweisen“, ist Car überzeugt.
Neuerungen werden dabei die bessere
Dokumentation von Schad- und Störstoffen
betreffen, aber auch die Wiederverwendung
von Bauteilen stärken. Damit wird
nicht nur dem soeben publizierten Papier
der Kommission entsprochen, sondern
auch den Forderungen der EU-Taxonomie-
Verordnung, die für den Rückbau 70%
Verwertung für Abbruchmaterial verlangt.
Nähere Informationen sowie eine Zusammenfassung
des EU Protokolls können
abgerufen werden unter
www.brv.at
66 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2024 67
SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG
SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG
RUBBLE MASTER
Energieeffizienz: Rubble Master
setzt auf Know-how der Linz AG
Die Linz AG unterstützt bereits seit vielen Jahren oberösterreichische Unternehmen
beim aktiven Klimaschutz und der Schonung wichtiger Ressourcen. Durch das Tochterunternehmen
Linz-Energieservice GmbH-LES kann nun auch die auf Bauschutt-
Recyclinganlagen spezialisierte Rubble Master HMH GmbH aus Linz ihre
betriebsbedingten CO2-Emissionen nachhaltig reduzieren.
von Rubble Master im Linzer Südpark mit
umweltfreundlichem Sonnenstrom zu
versorgen, war die Gründung einer
Energiegemeinschaft notwendig. Aufgrund
neuer Regelungen ist es möglich, nachhaltig
produzierte Energie im Rahmen von
Bürgerenergiegemeinschaften regionsübergreifend
zu verteilen“, weiß Ing. Mag.
Bernd Freisais, Geschäftsführer der
Linz-Energieservice GmbH-LES.
„Mit der Photovoltaik-Anlage und der
Umstellung auf sparsame LED-Beleuchtung
gehen wir einen weiteren und
wichtigen Schritt auf unserem grünen
Weg, dem wir uns bereits vor über 30
Jahren als Hersteller für Brech- und
Siebanlagen verschrieben haben. Nachhaltiger
Umgang mit unseren Ressourcen
steht für uns seit jeher im Fokus, weshalb
wir als Weltmarktführer schon früh auf
die Elektrifizierung unserer Anlagen
gesetzt haben. Mit den Optimierungsmaßnahmen
am Standort Linz können wir
unsere Energieeffizienz beträchtlich
steigern und tragen zum Schutz unserer
Umwelt bei“, so Rubble Master-CEO
Günther Weissenberger.
Als „Rundum-sorglos“-Partner plant und
errichtet die LES nicht nur ein optimiertes
Auf den Dächern des Bürogebäudes und der Produktionshalle von Rubble Master
wird Sonnenstrom gewonnen und direkt vor Ort verbraucht.
Energieeffizienz-Konzept, sie erarbeitet
auch das entsprechende Finanzierungsund
Fördermodell für ihre Kundinnen und
Kunden. Dabei setzen die LES-Experten
auf ihr bewährtes „High Performance
Contracting“-Modell – eine innovative
Form der Finanzierung, die es ermöglicht,
Energieoptimierungsmaßnahmen aus
Kundensicht zum „Nulltarif“ zu realisieren.
Dies ist möglich, da die Energieeinsparungen
höher als die Refinanzierungsraten
sind. So profitieren Kunden ab dem
ersten Tag von der Energieeffizienzmaßnahme
und die Umwelt von einer massiven
CO2 Reduktion. Zusätzlich wurde das
vorliegende Projekt von Land und Bund
gefördert.
www.rubblemaster.com
M
Die Projektbeteiligten (von links): Thomas Hager B.Sc., Mag. Thomas Priglinger und Ing. Mag. Bernd Freisais (alle drei
Linz-Energieservice GmbH-LES), Helmut Haugsberger (Rubble Master), Günther Weissenberger (CEO Rubble Master),
Mag. DI Josef Siligan (Energie-Vorstand Linz AG) und DI Rainer Distlbacher B.Sc. (Linz-Energieservice GmbH-LES).
it einer 30.000 m² großen Photovoltaik-Anlage
wird umweltfreundlicher
Sonnenstrom erzeugt und mittels innovativer
Energiegemeinschafts-Lösung in
allen Rubble Master-Firmengebäuden im
Linzer Südpark genutzt. Zusätzlich wurde
eine 400 kWh Speicherlösung zur autarken
Energieversorgung installiert.
Darüber hinaus spart die ebenfalls neu
installierte LED-Beleuchtung mit ca. 600
Leuchtmitteln in sämtlichen Räumlichkeiten
der Rubble Master HMH GmbH
langfristig Energie ein. Alleine durch die
LED-Beleuchtung kann der Energieverbrauch
jährlich um ca. 130.000 kWh
reduziert werden.
Die auf mehreren Firmendächern installierte
PV-Anlage mit einer Leistung
von 600 kWp erzeugt jährlich rund
650.000 kWh emissionsfreien Ökostrom.
Das entspricht dem Jahresverbrauch von
ca. 220 Einfamilienhäusern. Bei einer
geschätzten Lebensdauer von 30 Jahren
wird die PV-Anlage insgesamt rund
20 Mio. kWh Ökostrom erzeugen. Insgesamt
werden 95% des Stroms aus der
PV-Anlage für den Energiebedarf der
Rubble Master HMH GmbH am Standort
Südpark herangezogen.
„Die Linz AG setzt seit vielen Jahren
zahlreiche Schritte in puncto Energieeffizienz
und bringt Wirtschaft und Nachhaltigkeit
zusammen. Dieses innovative Projekt
im Linzer Südpark treibt den Ausbau von
erneuerbaren Energien weiter voran. Es
freut mich besonders, dass unsere Expertinnen
und Experten der LES durch eine
Kombination aus PV-Anlage und LED-
Beleuchtung nicht nur die Energiekosten
unseres Projektpartners Rubble Master
senken, sondern vor allem den CO2-Ausstoß
langfristig reduzieren und wertvolle
Energie einsparen können“, sagt Linz
AG-Vorstandsdirektor Mag. DI Josef
Siligan.
„Für unsere Industriekunden verstehen
wir uns als Kompetenzzentrum für
betriebliche Energieoptimierung. Von der
Planung, über die Errichtung, Förderabwicklung
und Finanzierung liefern wir
verlässliches Know-how. Um alle Gebäude
Fotos: Linz AG/Fotokerschi; Rubble Mast
BIODEGRADABLE HYDRAULIC OIL
STARK IN DER PERFORMANCE,
SCHONEND FÜR DIE UMWELT.
ECOSYNT HEPR
1
2
3
BIOLOGISCHE ABBAUBARKEIT
HYDROLYTISCHE STABILITÄT
HOHE MATERIALVERTRÄGLICHKEIT
4
5
GUTES LUFTABSCHEIDEVERMÖGEN
VERLÄNGERTE SERVICEINTERVALLE
68 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH
motorex.com/
biodegradable-hydraulicoils
SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG
Der neue Sandvik Ranger DX800i
Silencer sorgt bei der Firma Keckeis für eine
beachtliche Steigerung der Bohrleistung. Das leistungsfähige
Übertage-Außenlochhammer-Bohrgerät mit reduzierter
Lärmemission, das über zahlreiche intelligente Funktionen
verfügt, kommt in allen drei Steinbrüchen der Firma
Keckeis zum Einsatz.
SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG
Die Firma Avesco freut sich,
die Firma Keckeis als zufriedenen
Neukunden gewonnen
zu haben (von links):
Geschäftsführer Betr. oec.
Bmstr. KommR Ing. Peter
Keckeis, Alexander Rumpf
(Verkaufsberater, Firma
Avesco), Betriebsleiter
Christian Thaler und
Maschinist Thomas
Watzenegger (beide
Firma Keckeis).
AVESCO / SANDVIK
Keckeis ersetzt drei Bohrgeräte durch ersten
Sandvik Ranger DX800i Silencer Österreichs
Mit mühevoller Handarbeit nahm vor 115 Jahren der erste Steinbruch der Firma Keckeis
in Vorarlberg den Betrieb auf. Auch wenn Maschinen im Laufe der Zeit eine immer größere
Rolle spielten, von dem heute zur Verfügung stehenden Hightech-Gerät konnten frühere
Generationen nur träumen: Der erste Sandvik Ranger DX800i Silencer Österreichs ersetzt
bei Keckeis drei Bohrgeräte und erbringt bei stark reduziertem Verbrauch nun an einem
Tag die Bohrleistung, die vorher an drei Tagen erzielt wurde. Das dank Silencer extrem
leise Übertage-Außenlochhammer-Bohrgerät wurde durch die Avesco GmbH mit Sitz in
Herzogsdorf übergeben.
G
egründet wurde das Familienunternehmen
im Jahr 1909, als Roman
Keckeis in der Gemeinde Röthis den
ersten Steinbruch pachtete. In den
Anfängen des Unternehmens Keckeis
wurde die gesamte Arbeit im Steinbruch
– von der Gewinnung, der Zerkleinerung
bis hin zur Sortierung und Verladung des
Materials – ohne technische Hilfsmittel in
Handarbeit ausgeführt.
1957 übernahm Erich, der älteste Sohn
von Roman Keckeis, nach Ableben seines
Vaters den Betrieb. Im Steinbruch wurde
Erich dabei insbesondere von seinen vier
Brüdern Walter, Roman, Armin und Adolf
sowie seinem Cousin Fritz Frick tatkräftig
unterstützt. Sie alle blieben der Firma bis
zu ihrer Pensionierung treu. 1986 trat
Erich Keckeis in seinen wohlverdienten
Ruhestand. Seine ältesten Söhne Werner
und Peter Keckeis übernahmen die Firma.
Seit 1996 führt Betr. oec. Bmstr. KommR
Ing. Peter Keckeis den Betrieb gemeinsam
mit seiner Frau Renate. Unterstützt wird
er in der Geschäftsführung seit 2016 durch
Tochter Mag. Carmen Keckeis und ihrem
Partner Bmstr. Jürgen Partl BSc. Heute
beschäftigt das Unternehmen rund
50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und
ist im Tief- und Hochbau sowie im
Transportwesen tätig.
Zurzeit betreibt die Firma Keckeis drei
Steinbrüche und zählt damit zu den
führenden Unternehmen im Vorarlberger
Rheintal, der benachbarten Ostschweiz
und im süddeutschen Raum. Mitte der
1970er Jahre wurde der Steinbruch
Fritztobel in Rankweil erschlossen, der
auch heute noch betrieben wird. Vor rund
15 Jahren kamen der Steinbruch Litha
und der Steinbruch Sifeler Berg hinzu.
Während die verschiedenen Hartgestein-
Qualitäten der Firma Keckeis in der
Asphaltindustrie oder als Gleisschotter bei
Bahnprojekten zum Einsatz kommen,
schätzen Bauunternehmen und private
Bauherrn den Kalkstein auch in Form von
Ziersteinen oder bei Steinschlichtungen.
In Summe werden in den drei Steinbrüchen
rund 500.000 t (ca. 180.000 m³) pro
Jahr abgebaut und aufbereitet. Dazu
verfügt die Firma Keckeis in zwei Steinbrüchen
über moderne Brech- und
Siebanlagen, die mit einer Entstaubungsanlage
ausgestattet sind und höchste
Produktqualität sowie eine effiziente
Erzeugung der verschiedenen Kalksteinprodukte
gewährleisten.
Neben der Gesundheit der Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter ist dem Unternehmen
der respektvolle Umgang mit der
Natur ein großes Anliegen. Dazu zählen
eine nachhaltige Abbauplanung, umweltschonende
Produktionsprozesse, die
Vermeidung und Reduktion von Emissionen
sowie systematische Renaturierung.
Aber auch die Pflege einer guten Nachbarschaft
zu Anrainerinnen und Anrainern,
Gemeinden und Kommunen ist der Firma
Keckeis wichtig.
Österreich-Premiere für den
Sandvik Ranger DX800i Silencer
Das Basisgerät des Ranger DX800 ist ein
hydraulisches, selbstfahrendes Übertage-
Außenlochhammer-Bohrgerät auf Raupen
mit Stangenwechsler. Es bewährt sich in
Österreich bereits in mehreren Abbaubetrieben
und kommt dort auch schon in der
Über die beiden Joysticks und weitere
Bedienelemente stehen Bohrist Thomas
Watzenegger in der neuen Sandvik iCab über
30 Funktionen zur Verfügung.
Spezialvariante Silencer zum Einsatz. Die
Firma Keckeis ist nun das erste Unternehmen,
das in Österreich einen Ranger
DX800i Silencer betreibt. Dabei handelt es
sich um das dritte Bohrgerät der Ranger
DXi-Familie in Österreich und das erste
Modell mit Silencer. Die Besonderheit des
Silencer ist die starke Reduktion der
Lärmemissionen.
Übergeben wurde das neue Übertage-
Außenlochhammer-Bohrgerät bereits im
Oktober 2023. Nach der Einschulung und
ersten Bohrversuchen konnte die Produktionspause
im Winter genutzt werden, um
den DX800i wie bestellt mit der Silencer-
Technik auszurüsten. Die Entscheidung
für die Investition in die Silencer-Technik
wurde auch im Sinne der guten Nachbarschaft
mit Anrainerinnen und Anrainern
getroffen. Seit dem Beginn der heurigen
Saison im März 2024 bewährt sich der
DX800i Silencer bereits in allen drei
Steinbrüchen und ersetzt damit ohne
Probleme die drei in die Jahre gekommenen
Imlochhammer-Geräte.
Alexander Rumpf, Verkaufsberater der
Firma Avesco für Sandvik Produkte für
Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg,
betont: „Wir freuen uns, dass sich die
Firma Keckeis für den Ranger DX800i
entschieden hat. Einer der Gründe dafür
war auch die Tatsache, dass die Firma
Keckeis in das beste am Markt verfügbare
Bohrgerät investieren wollte. Bei der
serienreifen Silencer Variante erhält das
Bohrgerät bereits im Werk eine komplette
Einhausung von Bohrhammer und
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70 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2024 71
SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG
SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG
„Unsere aufbereiteten
Rohstoffe
kommen in der
Asphaltindustrie
ebenso zum
Einsatz, wie bei
Bauunternehmern
und privaten
Bauherren“,
erklärt Geschäftsführer
Peter
Keckeis.
Gestänge. Im Fall der Firma Keckeis
wurde das Gerät von unserem Team in
wenigen Tagen mit dem Silencer nachgerüstet.
In jedem Fall sorgt der Silencer für
eine deutliche Reduzierung der Lärmemissionen
im Bohrbetrieb. In der Praxis
zeigt sich, dass das Bohrgerät schon im
Abstand weniger Meter akustisch nicht
mehr wahrgenommen wird. Die Sonderausführung
Silencer steht für das
Raupenbohrgerät Dino und die Ranger
Modelle bis hin zum Ranger DX900i zur
Verfügung.“
Der Ranger DX800i Silencer ist so wie
der DX900i Teil der Ranger DXi-Familie.
Alle Übertage-Außenhammerbohrgerät
der Ranger DXi-Serie verfügen über
einen drehbaren Oberwagen. Mit einem
Arbeitsradius von 290° und einem
Bohrbereich von 55 m 2 zählen sie zu den
leistungsstärksten und effizientesten
Geräten ihrer Klasse. Darüber hinaus
sind sie aber auch perfekt ausbalanciert:
Trotz der Drehbarkeit des Bohrgerätes ist
für Stabilität gesorgt, da das integrierte
Gegengewicht stets einen Gewichtsausgleich
am gegenüberliegenden Ende des
Bohrarms schafft. Die Ranger DXi-Bohrgeräte
sind dank niedrigem Schwerpunkt
und hoher Fahrleistung extrem
beweglich.
Aktiviert ist im DX800i Silencer der
Firma Keckeis auch das Sandvik TIM3D
Navigationssystem für Übertage-Bohrgeräte.
Es ermöglicht durch Nutzung der
GPS-Technik die schnellere und präzisere
Positionierung der Bohrlöcher für ein
verbessertes Bohrergebnis mit einer
Genauigkeit von +/- 10 cm. Die Bohrdaten
Durch den
drehbaren
Oberwagen des
Ranger DX800i
Silencer können
aus einer Geräteposition
mehrere Bohrlöcher
in einem
Arbeitsradius
von 290° gebohrt
werden.
Der exakte
Winkel für die
Bohrungen wird
über die GPS-
Antennen
sichergestellt.
bzw. Bohrprofile werden von Geschäftsführer
Bmstr. Jürgen Partl BSc. erstellt und
direkt an den DX800i Silencer geschickt.
Betriebsleiter Christian Thaler betont:
„Unsere Entscheidung für den DX800i
Silencer war absolut richtig. Durch den
drehbaren Oberwagen mit Abstützung
können wir bei einer mehrreihigen
Sprengung zahlreiche Löcher aus einer
Position bohren. Das bedeutet in der
Praxis einen enormen Geschwindigkeitsund
Zeitgewinn gegenüber unseren alten
Imlochhammer-Geräten. Bei einer
durchschnittlichen Bohrtiefe von rund
13 m liegt unsere tägliche Bohrleistung
mit dem DX800i Silencer bei rund 350 m.
Diese Bohrleistung haben wir früher an
drei Tagen geschafft. Dazu kommt der
deutlich niedrigere Verbrauch, der um
rund die Hälfte gesunken ist. Nicht zuletzt
können wir jetzt mit einem Bohrgerät alle
drei Steinbrüche abdecken.“
Firmenchef Peter Keckeis verweist
abschließend auf die ausgezeichnete After
Sales Betreuung: „Nicht nur das Bohrgerät
selbst hat uns im Zuge der Vorführungen
überzeugt, sondern auch der
Service durch das Team der Firma Avesco.
Unser Betreuer Alexander Rumpf ist für
uns immer erreichbar und im Fall des
Falles wissen wir, dass aus der Schweiz ein
Servicetechniker in kürzester Zeit bei uns
vor Ort ist. Das ist für uns sehr wichtig,
denn bei einem Ausfall stehen bei uns drei
Steinbrüche.“
www.keckeis.co.at I www.avesco.at
www.rocktechnology.sandvik/de
AKTUELL
Bei den Modellen der Ranger DXi-Familie ist der Silencer in geschlossener Form fix
verbaut. Zwei Öffnungen ermöglichen die optische Kontrolle der Bohrprozesse.
Viel Neues bei Avesco Österreich
Durch den Umzug von St. Martin im Mühlkreis in die nahegelegene Marktgemeinde
Herzogsdorf stehen der Österreich Niederlassung von Avesco nun wesentlich verbesserte
Rahmenbedingungen zur Verfügung. Der neue Standort bietet für das stetig wachsende Team
der Avesco GmbH nicht nur moderne Büroräume, sondern auch eine großzügig dimensionierte
Werkstatt mit eigener Hammer-Servicestation. Hier können zeitgleich mehrere Großgeräte
serviciert werden und durch die deutlich größere Lagerfläche sind Ersatzteile jederzeit
verfügbar. Wie bereits berichtet, hat Avesco als Sandvik Mining and Rock Solutions Händler
sein europäisches Vertriebsgebiet erweitert, und bietet Sandvik-Maschinen und Anwendungen
nun auch in der Tschechischen Republik, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen, Kroatien
und der Slowakei an. Im Rahmen dieser Erweiterung betreut Avesco nun mehrere Sandvik-
Produktgruppen in diesen Ländern, darunter Bohrgeräte für den Über- und Untertagebereich,
Lader und Muldenkipper, Bohrwerkzeuge und mechanische Schneidausrüstung. Avesco ist
sowohl für den Vertrieb als auch für die Unterstützung der Kunden mit Kundendienst und
Dienstleistungen im Baugewerbe verantwortlich.
Hochentwickelte Bohrtechnik
Ausgerüstet ist der DX800i Silencer der
Firma Keckeis mit einem leistungsstarken
RD925M Bohrhammer, der für Bohrdurchmesser
von 64-127mm vorgesehen ist und
eine Schlagleistung von bis zu 27 kW
bietet. Weiters verfügt der DX800i Silencer
bereits über das neue Gestänge mit dem
bogenförmigen Gewindesysteme CT55, das
im Vergleich zu Standardsystemen eine
höhere Bohrleistung ermöglicht. Neben
der bewährten Staubabsaugung bietet der
DX800i auch eine Wasserinjektion, mit der
bei Bedarf die Bohrlochwand gefestigt
werden kann.
Die DXi-Modelle sind mit der neuen
Sandvik iCab für verbesserte Bediener-
Ergonomie und minimalen Geräuschpegel
ausgestattet. Sie beeindruckt mit einem
extrem niedrigen Geräuschpegel von
73,5 dB und ermöglicht dem Bohristen,
über den Touchscreen alle Parameter von
der Kabine aus einzustellen. Nicht nur das
Bohrgerät selbst, auch die Bedienung
stellt einen Quantensprung dar: Über den
Touchscreen und die beiden Joysticks
können in Kombination mit dem Fußpedal
Mehrfachbelegungen definiert werden,
sodass weit über 30 Funktionen zur
Verfügung stehen. Die automatische
Lafettenausrichtung und die Einloch-
Automatik sorgen für mehr Effizienz bei
den Bohrvorgängen.
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SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG
SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG
KLEEMAN
Vollelektrischer Betrieb von
mobilen Brech- und Siebanlagen
Verketteter Kleemann Anlagenzug mit der Möglichkeit der externen Fremdeinspeisung.
Mobile Brech- und Siebanlagen, die mit Strom statt mit Diesel betrieben
werden, gelten als umweltfreundlicher, da sie vor Ort keine CO2-Emissionen
ausstoßen. Zwar sind die Investitionskosten initial höher, doch aufgrund der
Kraftstoffersparnisse amortisieren sie sich schnell.
E
ine Beispielrechnung für den deutschen
Markt zeigt, dass dies bereits
nach rund sechs Jahren möglich ist
– wenn die Anlage über die eigene
Photovoltaikanlage mit Energie versorgt
werden kann, sogar nach ca. vier Jahren.
Zu den Voraussetzungen für den
elektrischen Betrieb erklärt Tobias
Böckle, Bereichsleiter Produktmanagement
bei Kleemann: „Unser mobiler
Anlagenzug im Rechenbeispiel besteht
aus dem Backenbrecher Mobicat MC 120
PRO, dem Kegelbrecher Mobicone MCO
110 PRO als Nachbrecher und einer nachgeschalteten
Siebmaschine Mobiscreen
MSC 953 EVO. Der Anlagenzug verbraucht
im Schnitt etwa 77 l Diesel pro
Betriebsstunde. In der elektrifizierten
Version kommt er auf einen durchschnittlichen
Stromverbrauch von 302 kW pro
Betriebsstunde. Der maximale Leistungsbedarf
liegt bei 542 kW. Der Energiebedarf
muss zunächst durch die Infrastruktur
zur Verfügung gestellt werden
und erfolgt im Idealfall durch Strom aus
erneuerbaren Energien. Nachhaltig und
schnell kosteneffizient ist die Speisung
über eine betriebseigene Photovoltaikanlage.“
Entscheidend für einen effizienten
Einsatz ist, dass die Infrastruktur im
Vorfeld passend ausgelegt wird. Tobias
Möß von der Wolff & Müller GmbH
erklärt: „Zunächst sollte der tatsächliche
Energiebedarf der Anlage, aber auch der
Bedarf aller bereits vorhandenen Abnehmer
ermittelt werden. Wie viel Leistung
wird auf dem gesamten Betriebsgelände
gebraucht? Dabei ist auch das Lastprofil
zu berücksichtigen. Wann sind die
Leistungsspitzen, wann die Zeiten mit
geringerem Verbrauch? Das individuelle
Lastprofil lässt sich beim Energielieferanten
oder Netzbetreiber erfragen.“
Viele Unternehmen haben auf dem
Betriebsgelände bereits einen Transformator,
der die Spannung den Erfordernissen
anpasst und beispielsweise Niederspannung
für Anlagen zur Verfügung stellt. Ist
die erforderliche Leistung beziffert, gilt es
zu prüfen, ob der zur Verfügung stehende
Transformator ausreichend dimensioniert
ist. Liefert er die nötige Leistung? Wie viel
Leistung am Trafo abgenommen werden
kann, ist auf dem Typenschild angegeben.
Zu berücksichtigen ist auch, wo auf
dem Gelände sich die Hauptverteilung
befindet, und wo die Anlage zum Einsatz
kommt. Eine gute Planung ist hier
Voraussetzung für einen effizienten
Betrieb. Ein Beispiel: Die für die Versorgung
der Anlage benötigte elektrische
Energie wird nicht direkt an der Übergabestation
auf Niederspannung transformiert,
sondern auf der Mittelspannungsebene
über das Gelände bis zur Anlage
geführt – der Kabeldurchschnitt kann
dadurch deutlich dünner ausfallen, das
Kabel wird somit handlicher und deutlich
günstiger. An der mobilen Anlage wandelt
ein zweiter Transformator den Strom in
Niederspannung, um die mobile Brechoder
Siebanlage zu betreiben. Hier gilt es,
ein passendes individuelles Konzept
auszuarbeiten.
Solide aufgestellt amortisieren sich die
Investitionskosten nach rund sechs Jahren
– je nach Energiekonzept auch schon
früher. Ab dann spart der vollelektrische
Betrieb Jahr für Jahr erhebliche Betriebskosten.
Hier eine beispielhafte Übersicht
beim Umstieg auf Elektro: Bei der
dieselbetriebenen Anlage entsteht neben
den Kraftstoffkosten kein zusätzlicher
Investitionsbedarf in die Infrastruktur. Die
Kosten für den Dieselkraftstoff variieren
je nach Land und Region stark, so dass
eine eventuelle Ersparnis vom Differenzpreis
Diesel gegenüber dem Strom
abhängig ist. Elektrisch betriebene
Brech- und Siebanlagen sind initial durch
ihre spezielle Ausstattung hochpreisiger,
hinzu kommen Kosten für Kabel (je nach
benötigter Kabellänge) und ein
Transformator.
Der vollelektrische Betrieb verursacht
initiale Investitionskosten, die sich
mittelfristig für den Betreiber jedoch
auszahlen. Denn bei genauerer Betrachtung
wandeln sich die einmalig anfallenden
Kosten schnell in lohnende Investitionen.
Auch an Standorten, an denen
aufgrund fehlender Infrastruktur keine
Versorgung mit Strom erfolgen kann, ist
SPECTIVE CONNECT
Materialaustragung jederzeit im Überblick
ein umweltgerechter Betrieb möglich.
Kleemann Anlagen können in der elektrischen
Version nämlich auch autark mit
nachhaltigem HVO-Diesel betrieben
werden.
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Das intuitive Bedienkonzept Spective trägt maßgeblich zur effizienten
Bedienbarkeit der Kleemann Brechanlagen bei. Besonders die mobile
Anwendung Spective Connect unterstützt den Anwender in seinem
Arbeitsalltag. Nun können auch die Materialaustragung und die damit
verbundenen Materialhalden dank der Funktion „Haldenüberwachung“
besser kontrolliert und organisiert werden. Somit bietet Spective
Connect jetzt auch für den Radlader-Fahrer, der sich um das Abräumen
der Halden kümmert, eine Arbeitserleichterung. Mit der Haldenüberwachung
lässt sich in Spective Connect jederzeit der aktuelle Stand von
Materialhalden anzeigen. Dabei bestimmt der Anwender, ab welcher
Haldenhöhe er informiert werden will. Besonders auf weitläufigem
Gelände und bei größeren Anlagenzügen ist die Haldenüberwachung
hilfreich. Spective Connect schickt rechtzeitig eine Push-Nachricht, so
dass sich die Mitarbeiter zum richtigen Zeitpunkt zur vollen Materialhalde
begeben, um sie abzuräumen. Das erspart unnötige Wege,
Abschaltungen aufgrund vollgelaufener Halden lassen sich vermeiden
und die Produktivität erhöht sich.
Der vollelektrische Betrieb von mobilen
Brech- und Siebanlagen verursacht initiale
Investitionskosten, die sich mittelfristig für
den Betreiber jedoch auszahlen. Die einmalig
anfallenden Kosten wandeln sich schnell in
lohnende Investitionen um.
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74 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2024 75
HOLZ-MESSE
HOLZ-MESSE
INTERNATIONALE HOLZMESSE
Branchentreff im Zeichen
schwieriger Rahmenbedingungen
I
n Klagenfurt ging vom 28. bis zum
31. August 2024 die Internationale
Holzmesse in Kombination mit der Holz &
Bau und dem Themenschwerpunkt
Transport & Logistik über die Bühne.
Einmal mehr erwies sich die Veranstaltung
als wichtiger Branchentreffpunkt
der Forst- und Holzindustrie im Alpen-
Adria-Raum. Mit 500 Ausstellern aus 20
Ländern und 21.000 Fachbesuchern, von
denen 1/3 aus dem Ausland kamen, war
die Messe ein beeindruckendes Schaufenster
für Innovationen und Networking
in der Branche.
Anlässlich der Holzmesse zogen die
Land- und Forst-Betriebe eine erste
Zwischenbilanz über das Jahr 2024. Das
Fazit: Die Branche muss nicht nur der
Flaute auf den Märkten, sondern auch
dem politischen und gesellschaftlichen
Druck sowie den zunehmenden Extremwetterereignissen
Stand halten. Dies sorgt
für große Unsicherheiten bei den Forstbetrieben.
Die Land- und Forst-Betriebe
fordern deshalb eine lösungsorientierte
Politik mit Weitblick, um eine nachhaltige
und auch wirtschaftlich starke Waldbewirtschaftung
sicherzustellen. Auf das
schwierige Umfeld verwiesen aber auch
die Sägeindustrie und der Holzhandel. So
erklärte KR Franz Teuschler, Vorsitzender-
Stv. des österreichischen Holzhandels:
Die nächste Internationale Holzmesse findet
vom 02. bis 05. September 2026 statt.
„Derzeit sind wir in fast allen Bereichen
mit Absatz- sowie Umsatzverlusten
konfrontiert. Die Rezession in der Bauwirtschaft
und in der Industrie belastet
unsere Mitglieder.“ Aber auch die EU-
Entwaldungsverordnung bereitet Kopfzerbrechen.
„Klimaschutz, Ressourcenschonung,
Kreislaufwirtschaft und nachhaltiges
Wirtschaften – die Forst- und Holzwirtschaft
kann zu diesen Zielen viel
beitragen. Daher erwarten wir vom neu
gewählten EU-Parlament und von der
neuen EU-Kommission künftig einen
Dialog mit den Praktikern und weniger
Anordnungen über unsere Köpfe hinweg“,
so KR Franz Teuschler.
Fotos: Kärntner Messe; NZ Photo/Zangerle; Baublatt.Österreich
BULMOR
Elektro-Seitenstapler: stark,
ausdauernd und intelligent
Im Mittelpunkt des Messe-Auftritts der
Bulmor industries GmbH stand die
neueste Generation der Elektro-Seitenstapler
in Form der Sonderedition 2024.
Mit dem Elektro-Seitenstapler hat
Bulmor eine neue, vollelektrische Generation
des Transportes entwickelt, die mit
einer Tragkraft von 5 - 8 t und Standard-
Hub höhen bis 8.000 mm angeboten wird.
Die Elektro-Seitenstapler von Bulmor
bieten maximale Effizienz und punkten
mit bis zu 35% Steigfähigkeit sowie
intelligenter Steuerungstechnologie. Sie
sind standardmäßig mit mybulmor
ausgestattet, einem Flottenmanagement-
System, das auch die Möglichkeit der
Fernwartung bietet und so durch detaillierte
Diagnosen für eine hohe Geräte-
Verfügbarkeit sorgt. Per Mobilfunk stehen
die Daten in der Cloud bereit und über
das Dashboard lassen sich bequem
wichtige Leistungskennzahlen der
Maschine abrufen und Einstellungen
vornehmen.
Beim Elektroantrieb setzt Bulmor auf die
Lithium LFP Technologie, die eine
schnelle Aufladung ermöglicht. Zusätzlich
sorgt das Batterie-Management-System
für bis zu 15% längere Betriebszyklen und
erhöhte Lebensdauer. Durch die drei
Performancemodi ECO, Power und Boost
ist die Kraft optimal dosierbar. Exakt
darauf abgestimmte Komponenten sorgen
für höchste Performance bei gleichzeitig
hoher Wirtschaftlichkeit.
Aber auch abseits des Elektroantriebs
bieten die Elektro-Seitenstapler von
Bulmor ausgereifte Technik. So sorgt ein
Hubwerk mit Kreuz-Ausschub-Zylinder
für extrem hohe Schubkraft ohne Verwindung.
Die robuste Rahmenkonstruktion in
gewohnter Bulmor oder Notox Bauweise,
für die Bulmor bekannt ist, garantiert
hohe Stabilität und Langlebigkeit der
Maschine. Hydraulikleitungen in Rohrform
gewährleisten den geringsten
Verschleiß im Rahmen und am Mast.
Meter die entscheiden!
Palfinger Krane haben immer die Nase vorne. Dank überlegener
Hubkraft und Reichweite, mit der Sie um die entscheidenden
Meter voraus sind. Sprechen Sie jetzt mit den Kranprofis von
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leisten und weniger kosten als Sie denken.
Von links: DI
Christoph Proksch
(Chief Sales Officer,
Bulmor Holding) und Erich
Korn (Produktmanager,
Bulmor Industries) informierten
nicht nur über die
aktuellen Elektro-Seitenstapler,
sondern auch über die Mietflotte
und die attraktiven
Finanzierungsmöglichkeiten.
Im Hintergrund der Elektro-
Seitenstapler EQ 60 mit
einer Hubkraft bis
zu 6 t.
Ergänzend zu den auf der Holzmesse
gezeigten Elektro-Seitenstaplern stehen
aus der Bulmor Gruppe nicht nur die
neuen Elektro Schwerlast Seitenstapler
der Heavy Line bis 18 t Tragkraft zur
Verfügung, sondern auch die bewährten
Seitenstapler mit Verbrennungsmotor von
5 bis 25 t und weitere Hublösungen für
eine Vielzahl an Industrien.
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76 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2024 77
HOLZ-MESSE
KIESEL
Die diesjährige Holzmesse in Klagenfurt bot für Kiesel die
perfekte Gelegenheit, die neuesten Maschinen und Innovationen
im Forst- und Sägebereich vorzustellen.
Innovation und Tradition im Fokus
B
Ein Highlight auf dem
Kiesel Stand war die
Rückkehr des Fuchs
MHL434F.
esonders stolz war das Team von
Kiesel Austria darauf, den neuen
Fuchs MHL434F für den Holzbereich zu
präsentieren. Diese Maschine, die auf
einem bewährten Konzept von vor 20
Jahren basiert, wurde mit modernster
Technik ausgestattet und bietet nun noch
mehr Effizienz und Leistung. Der besondere
Clou: Der Ausleger ist hinten
angelenkt, was zu besseren Fahreigenschaften
und höherer Stabilität führt.
Außerdem wird eine freie Sicht rechts aus
der Kabine gewährt. Das bedeutet mehr
Sicherheit und Präzision bei der Arbeit.
Dank dieser auf den Kundenbedarf
angepassten Lösung, können Holzpolter
höher und sicherer gestapelt werden, was
insbesondere für kleinere und mittelständische
Sägewerke ein echter Gewinn ist.
Messestand im Zeichen des Holzes
Der Kiesel Stand war dieses Jahr komplett
auf die Holzbranche ausgerichtet. Mit
Hackschnitzeln und Exponaten aus dem
Forstbereich wurde eine authentische
Gelungener Messe-Auftritt: Das Kiesel Team
nutzte die Holzmesse für einen intensiven
Austausch mit Kunden aus Österreich und
dem benachbarten Ausland.
Atmosphäre geschaffen, die die Prozesse
der Kunden perfekt widerspiegelte.
Besonders hervorzuheben ist das breite
Sortiment an Anbaugeräten für den
Forstbereich im Rahmen der KTEG
P-Line. Darunter eine leistungsstarke
Baumschere und ein Schlegelmulcher.
Kramer Radlader überzeugt
mit Starrahmen-Technologie
Neben dem Fuchs MHL434F hatte Kiesel
auch die Kramer Radlader im Fokus, die
seit dem 1. Jänner 2024 Teil des Produktprogramms
für die Industrie sind. Diese
Maschinen bestechen durch ihr einzigartiges
Starrahmen-Konzept ohne Knicklenkung.
Für die Sägeindustrie bedeutet das
eine höhere Traglast bei gleichzeitig
geringem Eigengewicht und verbesserter
Wendigkeit. Besonders im Bereich der
Sägetechnik konnte der Kramer Radlader
durch seine Effizienz überzeugen.
Hitachi Bagger & Radlader:
Effizienz für die Sägeindustrie
Neben den Fuchs- und Kramer-Maschinen
präsentierte Kiesel auf der Holzmesse
auch eine Auswahl an Hitachi-Modellen,
die bei den Besuchern auf großes Interesse
Auch der gezeigte
Kramer Radlader
mit Starrahmen-
Konzept ohne
Knicklenkung
lockte das
Fachpublikum an.
Der gezeigte Hitachi ZX95-7 in der KTEG P-Line-Variante empfiehlt
sich als ideale Lösung für kompakte Baustellen.
stießen. Der Hitachi ZX95-7 in der KTEG
P-Line-Variante überzeugte durch seine
Flexibilität als vielseitiger Multi-Tool-
Carrier und empfiehlt sich als ideale
Lösung für kompakte Baustellen. Der
Hitachi ZX225-7 Kurzheckbagger wiederum
bietet beeindruckende Wendigkeit
und Hubkraft auf engstem Raum. Ergänzt
wurde das Line-up durch den Hitachi
ZW160-7 Radlader, der mit einer Winkelbauer-Leichtgutschaufel
ausgestattet war
und sich durch starke Leistung und
einfache Bedienbarkeit auszeichnete.
Positive Resonanz
auf ganzer Linie
Die Resonanz auf der Messe war durchwegs
positiv. Das Kiesel Team freute sich
über den regen Austausch mit Kunden aus
Österreich, aber auch aus Deutschland,
der Schweiz, Italien und Slowenien, die
teilweise mehrere Stunden Anreise auf
sich nahmen. Das Interesse an den
Maschinen und Innovationen war groß,
und auch das Standdesign fand viel
Zuspruch. Die gute Sichtbarkeit des
Standes und das sonnige Wetter trugen zu
einer gelungenen Veranstaltung bei.
www.kiesel.net
78 BAUBLATT.ÖSTERREICH
BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2024 79
HOLZ-MESSE
KUHN
Geschäftsführer Mag. Stefan Kuhn
freut sich über das große Interesse
des Fachpublikums an dem Komatsu
Radlader WA475-10KTL mit
Industriehubgrüst.
Komatsu-Power für die Holzwirtschaft
Das Highlight auf dem Stand der Kuhn
Baumaschinen GmbH war der Komatsu
Radlader WA475-10KTL mit Industriehubgerüst
und 3,2 m² Holzgreifer, der von
Komatsu speziell auf die Anforderungen
der Holzindustrie ausgerichtet wurde. In
Zeiten hoher Treibstoffkosten besticht der
Radlader durch einen modernen leistungsverzweigten
Antriebsstrang, der für beste
Kraftstoff-Effizienz sorgt. Mit seiner
unabhängigen Steuerung von Arbeitshydraulik
und Antriebsstrang und den damit
flüssigen Ladevorgängen eignet sich der
Radlader perfekt für den Materialumschlag.
War es in der Vergangenheit knifflig,
Rundhölzer vom Lkw zu entladen und mit
großen Anbaugeräten zu arbeiten, so
empfiehlt sich der neue „Tool linkage“-
Ausleger mit optimierter Kinematik für
Gezeigt wurde auch
der 9 t Komatsu
Kettenbagger
PC88MR-11 mit
einem Kegelspalter.
diesen Einsatz als optimale Lösung. Das
Kippmoment ist im Vergleich zur herkömmlichen
Z-Kinematik um bis zu 39%
erhöht. Dies ermöglicht präzises und
sicheres Laden mit Baumklammern. Auch
wer mit leichten Schüttgütern wie
Holzhackschnitzeln und Sägespänen
arbeitet und daher großvolumige Schaufeln
benötigt, wird die neuartige Kinematik
rasch schätzen lernen, denn die „Tool
linkage“-Kinematik kippt mit der Schaufel
und ermöglicht maximalen Freiraum für
den Schaufelkörper. Die volle Kompatibilität
zu gängigen Anbaugeräten über einen
hydraulischen Schnellwechsler ermöglicht
den Einsatz in jedem bestehenden Betrieb
ohne Kompromisse. Weiters bietet die
neue SpaceCab-Fahrerkabine der Serie 10
Radlader den Fahrern einen ergonomisch
gestalteten Arbeitsplatz mit ausreichend
Platz, erstklassigen Komfort sowie bester
Rundumsicht.
Ebenfalls gezeigt wurde der Komatsu
Kettenbagger PC88MR-11. Der 9 t
Kurzheckbagger eignet sich mit seinem
geringen Heckschwenkradius für den
universellen Einsatz im Forst und war auf
der Holzmesse mit einem Kegelspalter
ausgerüstet. Der PC88MR-11 bietet
smarte Sicherheitsfunktionen, intuitive,
ergonomische Bedienelemente, hohe
Leistung, optimiertes Bedienverhalten,
gesteigerte Wartungsfreundlichkeit, eine
bewährte Abgasnachbehandlung und
einen großen Umfang an Standardausrüstungen.
Er verfügt über einen leistungsstarken
Motor gemäß EU Stufe V, der mit
seinem geringen Kraftstoffverbrauch
beeindruckt.
www.kuhn.at
STAPLA
Neueste Bobcat Stapler als starke Allrounder
Erstmals war die Stapla Vertriebs- und
Service GmbH auf der Holzmesse vertreten.
Sie ist in Österreich Vertriebspartner für die
neuen Bobcat Stapler (vormals Doosan
Stapler) mit Ausnahme der Bundesländer
Vorarlberg, Tirol und Salzburg. Das Unternehmen
ist ein erfahrener Rundum-Dienstleister
für neue Gabelstapler, Gebrauchtstapler,
Miet stapler, Lagertechnik und Verladetechnik.
Neben der Zentrale in Albersdorf bei
Gleisdorf betreibt Stapla auch eine Niederlassung
in Guntramsdorf bei Wien und ein
Verkaufsbüro in Klagenfurt. Gezeigt wurde
auf der Holzmesse eine breite Geräte-Palette
bis zum 20 t Stapler mit Elektro-, Gas- und
Diesel-Antrieb. Stapla pflegt eine enge
Partnerschaft mit der Firma Eisenwagen
Baumaschinen in Himberg, die im selben
Gebiet Vertriebspartner für Bobcat Bagger,
Lader und Teleskopen ist. Beide Unternehmen
profitieren von den Synergien in der
After Sales Betreuung und können im Sinne
einer noch besseren Kunden-Betreuung
gegenseitig auf Monteure zugreifen.
www.stapla.at | www.eisenwagen.co.at
Von der engen Partnerschaft zwischen Stapla und Eisenwagen profitieren die Bobcat
Kunden durch noch besseren Service (von links): Wolfgang Eisenwagen (GF Eisenwagen
Baumaschinen GmbH) und Ing. Michael Kohlmaier (GF Stapla Vertriebs- und Service
GmbH) vor dem Stand der Firma Stapla.
Hoch hinaus – mit krandioser Technik und Service von WOLFFKRAN. Ob Laufkatz- oder Wippauslegerkran,
S oder XXL, Spezialanwendung oder Hochbau : WOLFF ist der Richtige für Ihr Projekt. Wir beraten Sie umfassend.
Willkommen im Rudel: Tel. +43 2235 420 21 0 / info@wolffkran.at
Speichersee Rosswiese, Österreich
80 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH
HOLZ-MESSE
HOLZ-MESSE
Von links:
Der Unimog U 430,
der Arocs 3363 AK
6x6 mit Vollluftfederung
und der
Unimog U 530.
DAIMLER TRUCK AUSTRIA
Mercedes-Benz Trucks für den
Einsatz in der Forstwirtschaft
Der Unimog zeichnet sich durch viele
Schnittstellen, ganzjährige Nutzung,
wirtschaftlichen Betrieb und Sicherheit
auf der Straße und im Gelände aus. Der
Unimog Geräteträger wurde als vielseitiger
Leistungsträger mit einem Ziel
entwickelt: so effizient wie möglich zu
sein. Seine Robustheit und Zuverlässigkeit
sowie herausragende Flexibilität
machen den Unimog seit Jahrzehnten
zum Geräteträger für Profis. Denn das
„Universal-Motor-Gerät“ – so der
ursprüngliche Name – ist ein Fahrzeug,
das speziell zu diesem Zweck entwickelt
wurde. In Verbindung mit zahlreichen
qualifizierten Geräte- und Aufbauherstellern
und dem Know-how der Unimog
Partner entsteht ein Fahrzeugsystem mit
unerreichter Einsatzvielfalt und Produktivität.
Die Abmessungen sind äußerst
kompakt gehalten – gerade deshalb
bringt der Unimog seine Effektivität fast
überall zum Tragen – auch abseits der
Straße.
Zwei Unimog der Baureihen U 530 und
U 430 präsentierten das Know-how im
Bereich Transport und Forst: Der U 430
Kommunal mit Pritsche zeigte die
Einsatzvielfalt, Wendigkeit und Kompaktheit
bei starker Leistung. Der U 530 mit
Agrarausstattung und Ackerstollenbereifung
präsentierte sich als zuverlässiger
Partner in der Land- und Forstwirtschaft
mit Reifendruckregelanlage, Kühlerschnellreinigungssystem
Clean-Fix, drei
Differentialsperren, Load-Sensing-Hydraulikanlage
und Kamerasystem.
Die Straßen- und Allradvarianten des
Arocs bieten für verschiedenste Einsatzzwecke
einen robusten und widerstandsfähigen
Lkw. In Kombination mit der
neuesten Version des Motors OM 471 ist
der Arocs für praktisch jeden Einsatz im
Baustellenverkehr gerüstet. Der hochspezialisierte
Alleskönner unter den schweren
Baufahrzeugen ist auch im Forst
nicht wegzudenken. Dank der großen
Auswahl von Fahrerhäusern, Motoren
und Antriebsvarianten sowie Radformeln
ist er jeder Aufgabe gewachsen. Das
ausgestellte Fahrzeug, ein Arocs 3363 AK
6x6 mit Vollluftfederung und der stärksten
Motorisierung OM 473 mit 15,6 l
Hubraum und 630 PS (460 kW). Das
Fahrzeug verfügt über ein L-Fahrerhaus
StreamSpace mit großem Raum- und
Stauraumangebot und hohem Komfort
wie zum Beispiel einem klimatisierten
Ledersitz.
www.mercedes-benz-trucks.at
Foto: Daimler Truck Austria
DUNST
Leistungsfähige Holzladekrane
Die 1998 als Ein-Mann-Betrieb gegründete
Dunst Hydraulik & Ladetechnik wird
nach wie vor als Familienbetrieb geführt.
Heute ist die Firma Dunst österreichischer
Generalimporteur für HMF-Ladekrane,
Joab-Containerwechselsysteme und
Hoeflon Mini-Hebekrane.
Im Mittelpunkt des Messeauftritts in
Klagenfurt standen jedoch die Holzladekrane
der Firma Krpan, für die die Firma
Dunst den Generalvertrieb in Österreich
innehat und auch die Serviceleistungen
durchführt. Krpan zählt zu den weltweit
führenden Unternehmen in der Forstmaschinenindustrie
und ist unter anderem
Spezialist für Forstanhänger mit Kranen.
Vor kurzem präsentierte das Unternehmen
auch eine neue Generation von
Forstseilwinden.
Die in Klagenfurt gezeigten Holzladekrane
sind in K- und Z-Ausführung mit unterschiedlichen
Reichweiten erhältlich. Sie
sind für professionelle Anwender gedacht,
die schnell und sicher mit effizienten
Be- und Entladezyklen arbeiten möchten.
Die Lkw-Krane eignen sich für das Laden
von Baumstämmen und Ästen für Nutzholz
oder können für die Produktion von
Biomasse eingesetzt werden. Der Doppelteleskoparm
der K-Klasse ist einer der
längsten, der derzeit auf dem Markt
angeboten wird. Die Bauteile sind überdimensioniert
für eine lange Lebensdauer.
Alle Hydraulikleitungen befinden sich
innerhalb der Struktur, was einen maximalen
Schutz und eine längere Lebensdauer
gewährleistet. Die Z-Klasse ist für
einen effizienten Arbeitsablauf ausgelegt
und ermöglicht eine präzise und zeitsparende
Arbeitsweise. Der Lkw-Kran kann
sowohl am Heck als auch an der Front des
Lkw angebracht werden. Zurzeit arbeitet
Krpan an einer weiteren Erhöhung der
Reichweite.
www.dunst-hydraulik.com
Das Team der Firma Dunst vor
dem Krpan D 120 Z, der eine
Reichweite von bis 10,5 m
aufweist. Dunst ist in Österreich
für den Generalvertrieb sowie
das Service der Lkw-Krane von
Krpan zuständig. Auf Wunsch
übernimmt Dunst auch
den Aufbau.
iCON CC80
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Auslegersensor
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Bedieneinheit
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Baumaschinensteuerungen und GNSS Systeme
HOLZ-MESSE
HOLZ-MESSE
Die Highlights auf dem Stand von Ascendum waren der
Volvo L120 Electric, in dem Lithium-Eisen-Phosphat-
Batterien mit einer Leistung von 282 kWh verbaut sind,
und der Sennebogen 735 Electric Drive.
KUHN LADETECHNIK
Palfinger-Epsilon: großes Interesse für
die Generation 3 mit neuen TEC-Highlights
ASCENDUM
Österreichpremiere für den Volvo L120 Electric
Die Ascendum Baumaschinen Österreich
GmbH stellte den brandneuen Volvo L120
Electric vor. Als Beispiel für eine nachhaltige
Antriebstechnologie war der 100%
elektrisch angetriebene 20 t Radlader
erstmals in Österreich live zu sehen.
Bereits Anfang Juni 2024 stellte Volvo
Construction Equipment die Maschine in
Schweden vor und Ascendum nutzte die
Gelegenheit, dieses Flaggschiff als
Österreichpremiere auf der Holzmesse in
Klagenfurt zu präsentieren. Volvo ist es
gelungen, mit dieser elektrischen Großmaschine
die Tür zur Nachhaltigkeit in
Industrie, Recycling und Holzbetrieben
weit zu öffnen.
Der Volvo L120 Electric ist eine CO2-freie
Ergänzung für den Sägewerksbetrieb. Mit
einer Laufzeit von 5 bis 9 Stunden lässt
sich der Radlader in gegebene Betriebsaufläufe
integrieren und ist so ein
Meilenstein auf dem Weg zur Dekarbonisierung.
Auch die Ladezeiten des 20 t
Radladers können sich sehen lassen.
Innerhalb von ca. 100 Minuten lädt die
Batterie der Elektromaschine bei 165 kW
Gleichstrom von 10% auf 80%.
„Unsere Teilnahme an der Internationalen
Holzmesse war eine großartige
Gelegenheit, die neuesten Innovationen
im Bereich Baumaschinen für die Holzbranche
vorzustellen und den Dialog über
nachhaltige Betriebsabläufe und Optimierungen
zu fördern. Unser Anliegen ist es,
„Wir sind stolz auf die Einführung
des Volvo L120 Electric in Österreich,
der unseren Kunden eine praxisnahe,
nachhaltige und zugleich wirtschaftliche
Lösung bietet. Er gibt definitiv
die technologische Richtung für ein
spannendes Messejahr 2025 vor, in
dem weitere Modelle folgen“, betont
Ascendum Sales Director
Martin Hubmayer.
die besten Maschinen für unsere Kunden
anzubieten“, so Dr. Thomas Schmitz,
Geschäftsführer der Ascendum Baumaschinen
Österreich GmbH.
Ein weiteres Messe-Highlight war der
Sennebogen 735 Electric Drive. Der
Umschlagbagger besticht mit Energierückgewinnung
durch elektrischen
Fahrantrieb. Die beliebte Pick & Carry
Maschine ist optional mit dem innovativen
Electric Drive bestellbar. Bei gleicher
Leistung spart der 735 mit „Electric
Drive“ bis zu 30% Energie. Betriebskosten
werden somit im großen Stil über den
gesamten Lebenszyklus der Maschine
gesenkt.
www.ascendum.at
Geschäftsführer Karl Lenglacher
(Kuhn Ladetechnik) vor der gut
besuchten Demofläche auf der
Holzmesse.
Bei der Entwicklung der Generation 3
kombinierte Palfinger Epsilon die Wünsche
der Kunden mit der langjährigen
Erfahrung im Kranbau. Das Ergebnis
bietet höchste Ergonomie bei der Kranbedienung
und maximalen Komfort bei
langen Arbeitseinsätzen. Die Steuerventile
haben eine neue Position bezogen. Sie sind
nun unterhalb der Sitzplattform angeordnet
und so vor einsatzbedingten mechanischen
Beschädigungen geschützt. Ebenso
wird der Epshood-Mechanismus jetzt
hydraulisch betrieben. Das Palfinger
Assistenzsystem Smart Control ermöglicht
eine noch schnellere und intuitivere
Kranbedienung. Die Generation 3 umfasst
eine breite Produktpalette mit Hubkapazitäten
von 10-18 Metertonnen sowohl bei
Z- als auch bei L-Krantypen.
Zu den Highlights der Generation 3 zählt
unter anderem die 270° umschlagbare
Türe. Weitere neue TEC-Highlights sind
die Endlagendämpfung der Kranfunktion
und das elektronische Wiegen durch
Voll-Sensorik. Die elektronische Kransteuerung
TEC mit Paltronic 180 Steuerungssystem
ermöglicht die Konfiguration von
drei Fahrerprofilen sowie die Anpassung
von Geschwindigkeit und Ansprechverhalten.
Weiters sorgt sie für die bedarfsgerechte
Priorisierung der Ölflüsse durch
elektronisches Flowsharing und ermöglicht
eine optimale Leistung und Arbeitsgeschwindigkeit
bei hoher Feinfühligkeit.
Die Reichweite von bis zu 10,9 m bedeutet
durch den deutlich größeren Aktionsradius
in der Praxis weniger Umpositionierungen.
Comfort Drive, die neue Steuerungsvariante,
ist auch als Seitenhochsitz
Der neue Forstgreifer FG53SV ermöglicht
verbessertes Eindringen in das Holz und
verfügt über eine Klemmkraft von 19 kN.
Eines der Highlights der Generation 3
ist die 270° umschlagbare Türe.
verfügbar. Für zusätzliche Effizienz, auch
bei der Wartung, sorgen die neuen
Zentralschmieroptionen. Zusätzlich bieten
neue Abstützoptionen mit bis zu 5,4 m
Abstützweite noch höhere Stabilität des
Gesamtsystems, insbesondere beim
seitlichen Laden von großen Lasten mit
langen Reichweiten. Nicht zuletzt sorgt die
Kranspitzensteuerung Smart Control in
Verbindung mit der elektrischen Kabine
für eine schnellere und intuitivere Kranbedienung
– sowohl Onroad als auch
Offroad. Die Steuerung des Krans wird
dadurch erheblich erleichtert und die
Einschulungszeiten neuer Fahrer werden
maßgeblich reduziert.
Neuer Forstgreifer FG53SV
Dieser neue Greifer ist speziell konzipiert,
um ein verbessertes Eindringen in das
Holz zu ermöglichen. Durch die optimierte
Schräge und der großzügigen Greiferfläche
von 0,5 m 2 bietet dieser Forstgreifer eine
beeindruckende maximale Belastung von
6.000 kg und eine starke Klemmkraft von
19 kN. Er ist trotz seiner robusten
Leistungseigenschaften mit 270 kg
außerordentlich leicht und eignet sich
ideal für anspruchsvolle Forst- und
Holztransportanwendungen, die ein
effizienter und zuverlässiger Holzumschlag
erfordert.
www.kuhn.at
Der Sennebogen
735 Electric Drive
spart bei gleicher
Leistung bis zu
30% Energie.
84 SEPTEMBER 2024
BAUBLATT.ÖSTERREICH
85
FUHRPARK
WEB-STAPLER
Die Firma Web-Stapler ist Rundum-Dienstleister für Unternehmen
mit eigener Intralogistik in Kärnten, Wien, Steiermark,
Osttirol, Burgenland und Niederösterreich. Das Vertriebsprogramm
umfasst bei den Neugeräten die Marken
Manitou, Cesab und JMG, es stehen aber auch Gebrauchtgeräte
zur Verfügung. Zu sehen war unter anderem der drehbare
Teleskopstapler Manitou MRT 2260 mit einer Greifersäge
Woodcracker CS 750 Smart von der Firma Westtech für den
intelligenten Anbau an Roto-Telelader. Neben dem Standort in
Arnoldstein verfügt Web-Stapler nun auch über eine neue
Niederlassung in Ebreichsdorf.
www.web-stapler.at
KONRAD
Sehr zufrieden mit ihrem Messe-Auftritt zeigte sich auch die
Firma Konrad Forsttechnik in Preitenegg, die eine große
Bandbreite ihrer aktuellen Lösungen für die moderne Holzernte
zeigte. Eines der Highlights auf der Holzmesse war der
neue Harvesterkopf Woody WH65-1, der an einem Develon
Mobilbagger montiert war. Der Woody WH65-1 ist perfekt für
den Einsatz im Starkholzbereich geeignet und wurde entwickelt,
um den neuen Herausforderungen im Forstbereich
gerecht zu werden.
www.forsttechnik.at
HARTNER
Die Hartner Aggregate und Industrietechnik GmbH in Pettenbach
informierte über die neueste Generation der mobilen Stromerzeuger.
Die robusten und zuverlässigen Geräte bewähren sich auch in
der Holzbranche und garantieren eine unterbrechungsfreie
Energieversorgung. Das große Interesse an den Stromerzeugern
von GCM und Pramac bestätigt die hohe Nachfrage nach zuverlässigen
Notstromlösungen in der Branche. Viele Gespräche und
konkrete Anfragen machten den Messe-Auftritt für die Firma
Hartner zu einem vollen Erfolg.
www.erich-hartner.at
GLOCK ECOTECH
Die in Griffen ansässige Firma Glock Ecotech erweitert ihr
Produktangebot um die hochwertige und zuverlässige Outdoor-
Batteriespeicherlösung „Glock Bess“, die auch für Bereiche der
Holzwirtschaft eine interessante Lösung bietet. Der Industriespeicher
in robuster und sicherer Containerbauweise sorgt dafür,
überschüssigen Strom in Schwachlastzeiten zu speichern und in
Spitzlastzeiten zur Verfügung zu stellen. Die Entwicklung und
Produktion erfolgt durch die Glock Ecotech in Österreich. Die
Anlagen können z.B. in Wohnsiedlungen, Hotelanlagen oder in
Industriebetrieben in Kombination mit den biomassebasierten
Strom-Wärmekraftwerken der Glock Ecotech sowie mit jeder
anderen Stromquelle eingesetzt werden.
www.glock-ecotech.com
DAIMLER TRUCK AUSTRIA
Kerschner Umwelttechnik setzt
auf Mercedes-Benz eActros 300
Kerschner Umwelttechnik hat kürzlich einen eActros 300 mit Müllsammelaufbau
der Firma Stummer in Empfang genommen. Der eActros ist prädestiniert für den
Entsorgungseinsatz: er kann nahezu alle innerstädtischen Abfallsammelrouten
mit nur einer einzigen Batterieladung abdecken.
D
ie Kerschner Umweltservice und
Logistik GmbH ist in der kommunalen
und gewerblichen Sammlung und Aufbereitung
von Abfällen tätig und schließt
damit den gesamten Wertstoffkreislauf.
Aktuell sind 55 Fahrzeuge im Einsatz:
Vom Müll- bis zum Kranwagen deckt der
Fuhrpark das gesamte Portfolio für den
Entsorgungsbereich ab. Bereits im
Firmennamen der Firma Kerschner
manifestiert sich das Umweltthema: „Wir
wollen bei der Energiewende mit dabei
sein und mithelfen, diese auch im Straßengüterverkehr
auf den Weg zu bringen“,
unterstreicht Geschäftsführer Reinhard
Kerschner.
Im Rahmen des Neubaus der neuen
Unternehmenszentrale wurden künftige
E-Mobilitätsbedürfnisse berücksichtigt:
eine großflächige PV-Anlage sowie
großzügig ausgelegte Lkw-Parkplätze mit
einer Vorrüstung für Schnellladesäulen.
Geplant sind darüber hinaus Batteriespeicher,
um für den Strombedarf der Flotte
gerüstet zu sein und den selbst erzeugten
Strom noch effizienter nutzen zu können.
Das perfekte Werkzeug für effizienten
und CO2-neutralen Betrieb fand Kerschner
im Mercedes-Benz eActros 300 mit
einem Müllsammelaufbau der Firma
Stummer Kommunalfahrzeuge. „Die
Entscheidung fiel nach einem zweiwöchigen
Probelauf, in dem wir unsere täglichen
Touren ohne Probleme absolvieren
konnten“, sagt Reinhard Kerschner. Der
Antriebsstrang mit der effizienten E-Achse
ist für den Entsorgerbereich prädestiniert.
Die Batteriekapazität ist mit 336 kWh für
Tagestouren im Müllsammelbereich ideal
ausgelegt. Auch im eActros 300 wird
Sicherheit großgeschrieben: Mit dem
Abbiegeassistenten, der Verkehrsteilnehmer
auf der Beifahrerseite registriert und
vor Kollisionen warnt und dem Notbremsassistenten
der 5. Generation mit Fußgängererkennung
steht Sicherheit an oberster
Stelle. Darüber hinaus bietet der eActros
ideale Voraussetzungen für Aufbauhersteller.
Die Firma Stummer kann direkt auf
das Hochvoltsystem des eActros zugreifen
und damit den elektrohydraulischen
Aufbau einfach anbinden.
„Mit unserem eActros 300 sind wir
mittlerweile den kompletten vierwöchigen
Restmüll-Zyklus durchgefahren
und mit dem Ergebnis sehr zufrieden“,
sagt Reinhard Kerschner. „Wir sind
davon überzeugt, dass batterieelektrische
Lkw im kommunalen Verkehr
Einzug halten, und wir den kompletten
Fuhrpark umstellen werden.“ Bereits
Mit dem ersten eActros 300 von Mercedes-Benz läutet die
Kerschner Umweltservice und Logistik GmbH die Umstellung
des Fuhrparks auf rein elektrisch angetriebene Lkw ein.
zwei weitere vollelektrische Sattelzugmaschinen
eActros 300, die im Pendelverkehr
von Pöchlarn zum Kerschner
Zementwerk in Kirchdorf unterwegs
sein werden, sind in Vorbereitung, ein
weiteres Fahrzeug mit Hakenlift
befindet sich in Planung.
www.kerschner-umweltservice.at
www.mercedes-benz-trucks.at
86 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2024 87
FUHRPARK
MAZDA CX-30 2.0L E-SKYACTIVE X
Für die Ganzjahresentspannung
I
FACTS
Motor: Elektro, 145 kW (197 PS)
Eigengewicht: 2.185 kg
Sitzplätze: 4+1
Batteriekapazität: 82,5 kWh
Reichweite: rund 480 km
Listenpreis: 50.990,– Euro
(inkl. MwSt.)
+ Elektro-Allradler
+ vernünftige Reichweite
+ ansprechende Verarbeitung
- schwarzer Dachhimmel
- lustige Übersetzungsfehler
- viel Technik an Bord
A
ls bekennender Fan von Fahrzeugen
die quadratisch und praktisch zu
gleich sind, einem Elektro-Flitzer vom
Format des BYD Seal auf den Zahn zu
fühlen, ist gar nicht so einfach. Wo im Familienalltag
Schiebetüren und großer
Kofferraum den Ton angeben, steht
plötzlich eine flache Flunder (erstes
gemeinsames Urteil der Familienmitglieder
im O-Ton) vor der eigenen Haustüre. Dicht
gefolgt von einer durchaus interessanten
n den Mazda CX-30 einzusteigen, ist
irgendwie so wie in einem seit vielen
Jahren immer wieder gerne besuchten
Urlaubsort anzukommen. Man schätzt das
Gebotene, wie z. B. die Möglichkeit, alle
Fahrzeugmenüs über ein einziges Bedienelement
in der Mittelkonsole nutzen zu
können. Natürlich sind dort und da auch
Neuigkeiten gerne gesehen, wie der 186 PS
Empfehlenswert – der Mazda CX-30 ist ein
optisch durch und durch gelungener Pkw mit
einem ebensolchen Ego.
Sportler – in der
Allradvariante
braucht der BYD
Seal gerade einmal
3,8 Sekunden von
0 auf 100 km/h.
BYD SEAL
Der neue Freund der Familie
kommunikativen Eigendynamik. Der
Sohnemann zaubert mit seinen 8 Jahren
im Handumdrehen die technischen Daten
des Seal aus den Tiefen des World-Wide-
Web hervor. Was sofort seine Schwester als
angehende Führerscheinbesitzerin auf den
Plan ruft („Der braucht wirklich nur 3,8
Sekunden von 0 auf 100?!!). Wenn dann
auch noch die eigene Frau, die bis zu
diesem Moment fest davon überzeugt war,
dass unser Auto Schiebetüren und einen
starke Benziner, der die aktuelle Topmotorisierung
darstellt oder das auf 10,25 Zoll
gewachsene Mazda Connect Display. Was
im Mazda CX-30 und bei seiner Bedienung
nie aufkommt, womit wir wieder beim
Thema Urlaub wären, ist Hektik. Unser
Versuchsballon: Ein Kollege, der sich weder
beruflich noch privat mit dem Thema Pkw
beschäftigt und freundlicher Weise bei der
großen Kofferraum benötigt, einwendet,
dass der BYD Seal vielleicht doch eine
Überlegung wert wäre, wird es Zeit den
Fahrzeugschlüssel zu sichern und unbemerkt
das Haus zu verlassen. Natürlich in
Richtung BYD Seal. Und wenn dann der
eigene Pkw, der mit Schiebetüren und
großem Kofferraum, im Rückspiegel immer
kleiner wird, musst Du neidlos zugeben,
dass es höchste Zeit ist, gewisse familiäre
Grundsätze neu zu überdenken.
FACTS
Motor: 2,0 l Benzin, 137 kW (186 PS)
Eigengewicht: 1.469 kg
Sitzplätze: 4+1
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 600 kg/1.300 kg
Testverbrauch: 6,0 l/100 km
Listenpreis: 35.940,– Euro
(inkl. MwSt. & NoVA)
+ praktikables Platzangebot
+ Bose-Soundsystem
+ schnelle Tankentlüftung
- nerviges Keyless-entry
- schlampige Verkehrszeichenerkennung
- leicht hakeliger Handschalter
Abholung des Mazda eingesprungen ist.
Auf ihn als wirklich letzte Personalreserve
greifen wir ein- bis zweimal im Jahr
zurück. Wenn er dabei schon nach einer
Fahrt durch den Wiener Stadtverkehr dem
Testkandidaten genervt entsteigt, wissen
wir, die Entwicklungsabteilung hat es
wieder einmal übertrieben. In diesem Fall
bringt er bei der finalen Schlüsselübergabe
dem CX-30 ein ernst gemeintes „Das wäre
ein Auto für mich“, entgegen. Dem ist aus
unserer Sicht nichts mehr hinzuzufügen.
Noblesse – trotz ausgeprägtem Offroad-Willen
gibt es im Innenraum auch Ledersitze.
FORD BRONCO 2.7 ECOBOOST
Wo ist er nur hin?
iese Geschichte beginnt mit einer
Deher ungewöhnlichen Ansage: Der
Ford Bronco ist verschwunden! Einfach
weg, wie vom Erdboden verschluckt. Und
wir waren nachweislich die letzten, die
ihn gefahren sind und natürlich rechtzeitig
zurückgebracht haben. Großes
Ehrenwort. Nur wer entwendet einen
Bronco? Einen Allradler, der sogar im
abgestellten Zustand ob seines Auftretens
überall hervorsticht. Egal ob auf der
notorisch überfüllten Parkplatzwüste der
Shopping-City-Süd vor den Toren Wiens
oder in der nervigen Blechkolonne auf
der Zillertalstraße (B 169) auf dem
nahezu statischen Weg von Kaltenbach
nach Mayrhofen. Wo die seit 2023 auch in
Europa (wenn auch nur in begrenzter
Stückzahl!) erhältliche US-amerikanische
Geländewagenikone auftaucht,
haben alle anderen nur eines: nämlich
Funkstille. Also nochmals nachgefragt:
Durchstarter – mit 335 Benzin-PS aus
2,7 l Hubraum spielt der Bronco in
einer eigenen (Leistungs-)Klasse.
Wer krallt sich ungefragt einen 115.000
Euro teuren Geländewagen? Hinter
dessen Steuer wir sogar auf dem innerstädtischen
Weg von unserem Stammkaffee
zum nächstgelegenen Supermarkt
dreimal auf unseren definitiv alles
überwindenden Begleiter angesprochen
wurden. Der Fahrer eines Sportflitzers
meinte überhaupt anerkennend: „Das ist
ein Auto!“
335 PS unter der Haube
Ob die Mitarbeiterin der Autovermietung,
der wir den Bronco-Schlüssel am
Ende unseres Tests in die Hand gegeben
haben, vielleicht nicht echt war? Hätten
wir mit ihr lieber nicht über den 335 PS
starken Benzinmotor (!) fachsimpeln
sollen, oder über den Antriebstrang mit
seinen Differentialsperren? Sie hat mit
einem verschmitzten Lächeln auf den
Lippen noch gemeint, dass erklärende
FUHRPARK
Trendsetter – mit seinem kantigen Aussehen
pfeift der Ford Bronco vollkommen zurecht auf
zeitgemäße Designelemente.
FACTS
Motor: 2,7 l Benzin, 246 kW (335 PS)
Eigengewicht: 2.343 kg
Sitzplätze: 4+1
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 750 kg/1.000 kg
Testverbrauch: 12,4 l/100 km
Listenpreis: 115.000,– Euro
(inkl. MwSt. & NoVA)
+ einfach unbeschreiblich
+ hoch geländegängig
+ robust und elegant zugleich
- geringe Anhängelast
- stolzer Listenpreis
- wackeliger Haltegriff
Worte zu Thema Bronco und Gelände
ungefähr genauso notwendig wären, wie
wenn der Zusammenhang der Worte
Fisch und Wasser erläutert wird. Und
dann hat sie den Zündschlüssel des
Bronco im Schlüsselsafe, der im Nachbarbüro
hängt, verstaut. Ob er dort jemals
angekommen ist? Fragen über Fragen.
Bevor Sie sich jetzt allzu große Sorgen
über den Verbleib des Ford Bronco
machen: Selbstverständlich ist er wieder
aufgetaucht, wobei er eigentlich nie
wirklich weg war. Es war zwar kein
mittlerweile in diesem Land fast schon
als legendär zu bezeichnender Excel-
Fehler, der die Städte Wien und Linz
vertauscht hat, aber sowas in die Richtung.
Der Bronco hinterlässt bei uns auf
jeden Fall einen im wahrsten Sinn des
Wortes bleibenden Eindruck und die
Frage, ob Lotto-Spielen ab sofort nicht
vielleicht doch sinnvoll wäre.
88 BAUBLATT.ÖSTERREICH
BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2024
89
SERVICE
BÜCHER
RECHNUNGSWESEN, STEUERN UND
BETRIEBSWIRTSCHAFT IN DER BAUWIRTSCHAFT
3. Auflage 2024; Buch kartoniert: 240 Seiten
ISBN: 9783707347418; 59,00 Euro
Der für die Bau- und Anlagenbranche konzipierte Praxisleitfaden
spannt inhaltlich einen weiten Bogen, der steuerrechtliche,
unternehmensrechtliche sowie betriebswirtschaftliche Fragestellungen
umfasst. Sowohl das interne Rechnungswesen mit Fokus
auf die Kosten- und Leistungsrechnung als auch das externe
Rechnungswesen – von der Buchführung bis hin zum Jahresabschluss
– werden theoretisch und anhand von Beispielen
aufgearbeitet. Im Bereich des Steuerrechts werden grundlegende
Themen der Einkommen-, Körperschafts- und Umsatzsteuer
behandelt, wobei auf Besonderheiten der Bauwirtschaft eingegangen
wird. Darunter befinden sich auch Themen rund um das
Bauträgergeschäft und umsatzsteuerliche Organschaften. Das von
einem fachkundigen Expertenteam aus der Praxis verfasste Buch richtet sich als
umfassendes Nachschlagewerk primär an Personen, die in der kaufmännischen
Verwaltung von kleinen und mittelständischen Bauunternehmen tätig sind, sowie
auch an deren Beraterinnen oder Berater. In der Neuauflage wurden sämtliche
Inhalte an die aktuelle Rechtslage angepasst sowie die aktuellsten steuerlichen
Änderungen (IFB, degressive AfA) berücksichtigt. Auch der Themenbereich
internationale Entsendungen und Betriebsstätten wurde erweitert. Ein Ausblick
auf eines der großen Themen der nächsten Jahre – die Ausweitung der Nachhaltigkeitsberichterstattung
– runden den kompakten Leitfaden ab. www.lindeverlag.at
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JÄHRLICHE UNTERWEISUNGEN
BIM-PROZESS KOMPAKT
2. Auflage 2024; auch als Bundle mit E-Book erhältlich
ISBN Buch 978-3-481-04769-6; 59,00 Euro
„BIM-Prozess kompakt“ fasst die wesentlichen Grundlagen
des Building Information Modeling (BIM) präzise und leicht
verständlich zusammen. Zahlreiche Grafiken und eine
übersichtliche Prozesskarte veranschaulichen die
Planungsmethode BIM praxisnah.
Die Digitalisierung im Bauwesen
verändert den Planungs- und
Bauprozess grundlegend. Die
Methode des Building Information
Modeling bzw. Management (BIM)
trägt dazu bei, die Qualität sowie
die Kosten- und Terminsicherheit
zu verbessern. Der praxisorientierte
Ratgeber „BIM-Prozess
kompakt“ zeigt, dass sich die
Planungsmethode BIM auch bei
kleineren Bauprojekten sinnvoll
einsetzen lässt. Am Beispiel eines
öffentlichen Bauvorhabens
erläutert die Autorin Marion Wiese
Schritt für Schritt die Umsetzung der Planung: Anforderungen,
Rollen, Verantwortlichkeiten und Meilensteine werden
definiert, Modelle erstellt und im fortschreitenden
Planungsprozess immer weiter ausgearbeitet.
Die aktuelle, 2. Auflage des Buches bietet umfangreiche
Ergänzungen und Aktualisierungen. Die Neuauflage
berücksichtigt den aktuellen Stand gemäß BIM Deutschland
(5/2024). Weitere aktualisierte Normen, Rechtsvorschriften
und Literatur stellen sicher, dass die neuesten
Entwicklungen und Standards berücksichtigt werden. Neue
Links zur Mustervorlage des BIM-Portals bieten praktische
Hilfestellungen bei der Umsetzung von BIM-Projekten.
www.baufachmedien.de
Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Unterweisungen helfen die PowerPoint-Präsentationen des
Resch-Verlags: Auf kompakten 19 Folien und Vortragstexten werden unfallträchtige Themen fachgerecht
aufbereitet. Mit dem als PDF beigefügten Testbogen (10 Multiple-Choice Fragen) lässt sich der Wissensstand
ermitteln und gleichzeitig die Teilnahme an der Unterweisung belegen. Drei neue Themen sind
kürzlich erschienen: Die Unterweisungen Sicheres Stapeln von Lasten und Sicheres Be- und Entladen von
Fahrzeugen sind sogar arbeitsmittelübergreifend einsetzbar, also für Bedienpersonal in den Bereichen
Flurförderzeuge (Mitgänger-Geräte, Gabelstapler etc.), Teleskopmaschinen (Teleskopstapler, Teleskoplader),
Krane und Erdbaumaschinen (Bagger, Lader, etc.).
Last but not least erörtert die PowerPoint-Präsentation Baumarbeiten mit Hubarbeitsbühne und
Motorsäge ein Thema, das aufgrund extremer Witterungsverhältnisse in Zukunft noch an Bedeutung
gewinnen dürfte. Mit dieser Unterweisungshilfe befähigt man bereits qualifizierte Motorsägenführer und
Hubarbeitsbühnenbediener, maschinelle Baumpflegearbeiten von der Hubarbeitsbühne aus durchzuführen.
Der Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung des aktuellen Standes der Sicherheitsvorschriften und
der Rechtssicherheit für Arbeitgeber und Vorgesetzte. Die Beschäftigten werden durch die Lerninhalte
auf besondere Gefährdungen aufmerksam gemacht und zu sicherem Arbeiten motiviert. Detaillierte Infos
mit Inhaltsangaben und Demo-Versionen unter
www.resch-verlag.com
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