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Baublatt Magazin September 2024

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www.baublatt.at

NR. 9 | 2024

ein magazin der

specialmediacom

DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK

12 | St. Pauli Elbtunnel

Aktueller Stand der Sanierung

des Hamburger Baudenkmals

40 | Lehrlingsprojekt

Die Firma Leithäusl organisierte erneut

eine übergreifende Weiterbildung

76 | Messe-Nachlese

Rückblick auf die Neuheiten

der Holzmesse in Klagenfurt

Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Retouren an PF 100, 1350 Wien | Einzelpreis 12,00 € | September 2024 | www.baublatt.at


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Ob auf beengten Baustellen im städtischen

Raum, bei Hausanschlüssen oder im

Verkehrswegebau – unser Mobilbagger

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Mit maximal 120 l High Flow auf dem ersten

Steuerkreis bietet der TB395W V höchste

Flexibilität. Unabhängig von der Größe der

Aufgabe, mit den richtigen Anbaugeräten

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vom Abbruch über die Erdbewegung bis zum

Recycling.

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Durchflussmenge und Druck am Display einstellbar

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Display und Jog-Dial-Steuerung intuitiv bedienbar

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individuell höhenverstellbar

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größeren Arbeitsbereich

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specialmediacom

Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Retouren an PF 100, 1350 Wien | Einzelpreis 12,00 € | September 2024 | www.baublatt.at

EDITORIAL

Gemeinsam stark

Gewissermaßen über Nacht endete Mitte

September der Spät-Sommer. Was folgte

war ein extremer Wintereinbruch auf

den Bergen und nie dagewesene Regenmengen,

die in weiten Teilen Österreichs zu einer

Flutkatastrophe führten. Jetzt gilt es, die

richtigen Lehren aus dem jüngsten Ereignis zu

ziehen und den Ausbau des Hochwasserschutzes

weiter voranzutreiben!

Als Österreicher kann man

wirklich stolz darauf sein, wie

vorbildlich und effizient unser

Katastrophenschutz funktioniert.

Er sucht weltweit seinesgleichen.

Allen voran die Feuerwehren, die

über mehrere Tage wirklich

übermenschliche Leistungen

erbrachten. Aber auch die

anderen Blaulichtorganisationen

und das Bundesheer bemühten

sich mit großem Einsatz, für die

betroffenen Bewohnerinnen und

Bewohner das Schlimmste

abzuwenden. Nicht zu vergessen

die vielen freiwilligen Helfer, die ebenfalls ein

wichtiger Teil von unserem Gemeinwesen sind.

Betont wurde aber auch die beeindruckende

Solidarität von Seiten der Bauwirtschaft.

Zahlreiche Baufirmen stellten rasch und

unbürokratisch die benötigten Geräte zur

Verfügung. An dieser Stelle bedankt sich daher

auch das Team von Baublatt.Österreich bei

allen Beteiligten. Die nächsten Wochen werden

ganz im Zeichen der Aufräumarbeiten stehen

und alle zur Ver fügung stehenden Kräfte

werden gebraucht.

Karl Englert

Verlagsleiter und Herausgeber

BAUBLATT.ÖSTERREICH

Doch es gibt auch erfreuliche Nachrichten,

beispielsweise den Erfolg für Österreichs

Bau-Fachkräfte bei den Berufs-Weltmeisterschaften

in Lyon in Frankreich. So darf sich die

heimische Bauwirtschaft über eine Goldmedaille

sowie eine Top-Platzierung bei der

Berufs-WM freuen. Nach vier anstrengenden

Tagen jubelte das Betonbau-Team Stefan

Huber und Christoph Kurz am

Ende über Platz eins und setzte

damit eine beeindruckende

Tradition fort, denn seit der

Einführung der Kategorie

Betonbau holten die rot-weißroten

Teilnehmer jedes Mal Platz

eins. Hochbauer Jonas Lev

schrammt mit Platz 4 nur knapp

am Podest vorbei und sichert sich

mit einer außergewöhnlichen

Leistung ein „Medallion for

Excellence“. Auch Fabian

Reisinger konnte in der Landund

Baumaschinentechnik eine

der 22 Medallions for Excellence

erobern, die für außergewöhnliche Leistungen

nach den Podestplätzen vergeben werden.

SkillsAustria-Präsident Josef Herk betont:

„Dieser Erfolg ist nicht nur eine Inspiration für

angehende Generationen, sondern für uns alle.

Vielmehr ist er aber auch ein Zeichen dafür,

dass harte Arbeit, Leidenschaft und Leistung

immer belohnt werden. Ihr seid wahre Champions!“

Eine Aussage, die ich auf jeden Fall

unterschreibe.

Meint herzlichst

Ihr Karl Englert

DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK

Hitachi ZX300-7: der

ultimative Geräteträger

Hitachi-Raupenbagger stehen für

Leistung, Produktivität, Komfort,

Robustheit und Zuverlässigkeit. Durch

die beeindruckende Hydraulikleistung,

serienmäßige Pumpenzusammenschaltung

sowie eine Vollausstattung

für hydraulische Anbaugeräte, wird

der ZX300-7 zum ultimativ flexiblen

Geräteträger. Hinzukommen zahlreiche

Anbaugeräte: mit dem Allu

Schaufelseparator kann z.B. deutlich

Zeit eingespart, die Produktivität

gesteigert und die Entsorgungs- und

Beschaffungskosten drastisch gesenkt

werden. „Kiesel – Mein Systempartner“

steht für Kundenorientierung,

modernste Technologien, höchste

Qualität und Serviceorientierung im

Bau-, Umschlag- und Kompaktbereich.

4 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH

www.baublatt.at

NR. 9 | 2024

12 | St. Pauli Elbtunnel

Aktueller Stand der Sanierung

des Hamburger Baudenkmals

40 | Lehrlingsprojekt

Die Firma Leithäusl organisierte erneut

eine übergreifende Weiterbildung

IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe September 2024, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Tel.: +43/1/3100700-100, Fax: +43/1/3100700-600, E-Mail: office@specialmedia.com, Firma des Herstellers: Bauer Medien Produktion- und Handels GmbH,

Verlagsort: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Herstellungsort: Baumannstraße 3/19, 1030 Wien, Anschrift der Redaktion: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Name des Herausgebers: Karl Englert, Anschrift des Herausgebers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Geschäftsführung: Prof. Hans-Jörgen Manstein und Prof. Ing. Mag. Michael Grabner Verlagsleitung: Karl Englert (KE), karl.englert@ specialmedia.com, DW 800,

Office Management, Anzeigenverrechnung und Redaktionsassistenz: Katja Böhmer (KB), katja.boehmer@specialmedia.com, DW 100,

Chefredakteur: Alexander Riell (AR) alexander.riell@specialmedia.com, DW 840, Grafik: Manfred Fürst

Grundlegende Richtung: BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin für die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung

über Baumaschinen, -geräte und –technik, Web: www.baublatt.at.

BAUBLATT.ÖSTERREICH: erscheint monatlich, 10x jährlich mit zwei Doppelnummern, Auflage: 10.500 Exemplare, Einzelpreis Inland € 12,– Jahresabonnement (10 Hefte) € 72,–

(alle Preise inkl. 10% MwSt.), Auslandsabonnements auf Anfrage, Bankver bindung: Erste Bank, BLZ: 20111, Konto: 291 2145 2900, IBAN: AT85 2011 1291 2145 2900,

BIC: GIBAATWW, FN 309377t, UID ATU 64333304, Gerichtsstand ist Wien. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit von elektronisch übertragenen Dokumenten oder Anzeigen kann

keine Verantwortung übernommen werden. Bei nicht ausgewiesenen Bild- und Fotorechten handelt es sich um von den Unternehmen beigestelltes und zum Abdruck

freigegebenes Fotomaterial. Impressum gemäß § 25 Mediengesetz unter www.baublatt.at abrufbar.

76 | Messe-Nachlese

Rückblick auf die Neuheiten

der Holzmesse in Klagenfurt

CAT HYDRAULIKBAGGER

315

HOHE LEISTUNG UND PRODUKTIVITÄT

Der Cat 315 zeichnet sich durch eine hervorragende Leistung und sein kompaktes Design aus. Mithilfe der leicht

anzuwendenden, serienmäßig zur Ausstattung gehörenden Cat-Technologien können Fahrer effizienter arbeiten

und eine bessere Produktivität am Einsatzort erreichen. Vor allem das Cat Grade mit 2D zeigt eine Echtzeitdarstellung

der Lage- und Höhenvorgaben des Anbaugerätes, das Cat Payload, welches präzise Lastziele für Löffel

oder Greifer definiert und sofortige Wägevorgänge übermittelt sowie das Cat Grade Assist, dessen Einhebelsteuerung

automatisiert die Bewegungen von Ausleger und Löffel steuert und dadurch Fehler und Ermüdung verhindern, sind

einzigartige Innovationen in dieser Klasse.

Zusätzlich sorgt die große, ökonomische Fahrerkabine für eine angenehme Arbeitsumgebung.

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ab 15.08.2024 bis 30.09.2024 oder bis auf Widerruf. Lieferung und Faktura bis 31.12.2024. Gültig nur für gewerbliche Kunden mit Sitz in Österreich, vorbehaltlich Verfügbarkeit und Bonitätsprüfung. Für die Finanzierung gelten die Allgemeinen Finanzierungsbedingungen

des ausgewählten Finanzierungspartners. Für Kauf und Serviceleistungen gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Zeppelin Österreich GmbH. Bilder können Sonderausrüstungen zeigen, die nicht zum Lieferumfang gehören.



INHALT

INHALT

Einen starken Auftritt lieferte das Team Austria

bei den Berufsweltmeisterschaften in Lyon und 52holte unter anderem Gold im Betonbau.

Foto: SkillsAustria/Florian Wieser

MENSCHEN + SZENE

8 Aktuelles bei Semmering Basistunnel,

Wienerberger, Lkw Walter, i+r Gruppe,

Mawev, Construction Equipment Forum

und Leube.

PROJEKTE + PLANUNG

12 Hamburg: Der St. Pauli-Elbtunnel wurde

1911 eröffnet. Nach der Sanierung der

Schachtgebäude wurde vor fünf Jahren

auch die Sanierung der Oströhre beendet.

Kurz nach deren Eröffnung startete die

Sanierung der Weströhre. Wir berichten

über den aktuellen Baufortschritt.

MASCHINEN + TECHNIK

20 Zeppelin: Stephan Bothen, Vorsitzender der

Geschäftsführung der Zeppelin Österreich

GmbH, im Interview über die wirtschaftliche

Entwicklung, Neuerungen in der Produktpalette

und bei den Zeppelin Standorten sowie über

den Einsatz von KI bei Baumaschinen.

24 Pipelife: Trinkwasserleitung als Pilotprojekt.

24 Boels Rental: Mitte September wurde der

neue Standort in Salzburg eröffnet.

26 GeoLanes: Die Dreihans GmbH setzt auf

GPS-gesteuerte Baggersteuerungen sowie

eine Vermessungsdrohne von GeoLanes.

28 Partnerschaft: Mittendorfer Beton kooperiert

mit Salzburger Sand- und Kieswerke.

30 Makineo: Wir sprachen mit Geschäftsführer

Jan Hakert über die digitale Baustelle und

wie er die Kunden befähigen will, Projekte

in Zukunft selbst durchzuführen.

34 Wien Kanal: Für einen neuen Regenwasserkanal

wird unter drei Brücken und zwei Hochspannungsleitungen

ein Tunnel gebohrt.

36 Wasserstoff: Strabag hat mit den Partnern

Liebherr und Energie Steiermark im Steinbruch

Gratkorn ein Pilotprojekt mit einem

wasserstoffbetriebenen Radlader gestartet.

38 AAB Eisterer bietet ein umfassendes

Sortiment an hochleistungsfähigen Abbruchwerkzeugen

zur Miete und zum Verkauf.

40 Leithäusl veranstaltete bereits zum zweiten

Mal das betriebsübergreifende Baumaschinentechnik-Camp

mit 14 Lehrlingen.

43 Prangl errichtete im Brenner Basistunnel

ein hydraulisches Hubportal für die Montage

einer High-Tech Tunnelbohrmaschine.

44 Wolffkran: Ein Wolff 8060.25 Cross bewährt

sich bei einer Speicherbecken-Reinigung.

46 Kuhn: Im Rahmen einer jahrzehntelangen

Zusammenarbeit verstärkte sich die Firma

Alfred Neuberger aus Ehrwald mit einem

neuen Komatsu WA475-10 Radlader.

47 Epiroc stellte die neuesten Ergänzungen

seiner Abbruchpulverisierer-Reihe vor.

48 Dewalt: Neuheiten und Aktionen.

48 Dorn Lift: Übergabe einer neuen Multitel

Arbeitsbühne an die Stadtwerke Judenburg.

49 Mörtlbauer: Terra-Mix setzt bei der Impulsverdichtung

auf Bagger von HD Hyundai.

50 MWT: Mobile Bandwaagen ermöglichen

auch im rauen Einsatz präzise Messungen.

52 WorldSkills: Österreich zählte bei den

Weltmeisterschaften der Berufe in Frankreich

erneut zu den besten Nationen der Welt.

54 Bosch: Profi-Zubehör zur Staubabsaugung.

54 Fliegl hat einen sehr kurzen Trailer gebaut,

der 10.500 kg Nutzlast transportieren kann.

55 Mauch: In Schladming werden im Rahmen

von Demotagen Neuerungen präsentiert.

56 Granit Parts: In der Messe Kassel bietet die

Parts & Service World 2024 drei Tage lang

ein spannendes Programm.

58 Heinrich-Bau: Für Projekte im Hoch-, Tiefund

Kraftwerksbau setzt die Fürstenfelder

Baufirma auf Kobelco Bagger mit Ausrüstung

der Firma Baumaschinentechnik.

61 Metabo: Starker Akku für Profi-Anwender.

SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG

62 Rockster: Der R1000 bewährt sich als

leistungsfähiger All-in-One Prallbrecher.

64 Sandvik: Da der Abbau in Mittersill in immer

größeren Tiefen erfolgt, wurde von der Firma

Wolfram in einer Kaverne eine neue Sandvik

Aufbereitungsanlage errichtet.

67 BRV: Neue Anforderungen an den Abbruch

durch die Europäische Kommission.

68 Rubble Master: Der Aufbereitungsspezialist

reduziert mit einer Photovoltaik-Anlage und

einer leistungsfähigen Speicherlösung

seine betriebsbedingten CO2-Emissionen.

70 Avesco: Der erste Sandvik Ranger DX800i

Silencer Österreichs ersetzt in Vorarlberg

bei der Firma Keckeis drei Bohrgeräte und

erbringt bei reduziertem Verbrauch eine

höhere Bohrleistung.

74 Kleemann: Zahlreiche Argumente sprechen

für den vollelektrischen Betrieb von mobilen

Brech- und Siebanlagen.

87 Mercedes-Benz Trucks: Kerschner Umwelttechnik

setzt auf Mercedes-Benz eActros 300.

88 Baublatt.Österreich Test:

BYD Seal

Mazda CX-30 2.0L E-Skyactive X

Ford Bronco 2.7 Ecoboost

04 Editorial

90 Service

Literatur

HOLZMESSE

Ascendum – S.84

Bulmor – S.77

Dunst – S.83

Glock Ecotech – S.86

Hartner – S.86

Kiesel – S.78

FUHRPARK

STANDARDS

Konrad – S.86

Kuhn – S.80

Kuhn Ladetechnik – S.85

Mercedes-Benz Trucks – S.82

Stapla – S.81

Web-Stapler – S.86

MERLO ROTO

DER DREHBARE

WOLKEN

KRATZER

BURGKIRCHEN 07724 2107 mauch.at

6 SEPTEMBER 2024

BAUBLATT.ÖSTERREICH

BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2024 7



MENSCHEN + SZENE

MENSCHEN + SZENE

SEMMERING-BASISTUNNEL

Durchschlag der ersten Röhre

Zwei Röhren mit je 27,3 km sind für den Semmering-Basistunnel zu

graben. Die ersten Tunnelbauarbeiten haben 2014 begonnen. Am 11.

September 2024 ist in der Streckenröhre 1 im Bauabschnitt Gloggnitz

der letzte Durchschlag gelungen, somit ist Gloggnitz mit Mürzzuschlag

unterirdisch fertig verbunden. In der zweiten Röhre ist mit

einem Abschluss der Arbeiten im ersten Quartal 2025 zu rechnen,

dann sind die Vortriebe komplett beendet. Trotz der schwierigen

Geologie im Abschnitt Gloggnitz haben die Mineure in den letzten

Monaten unter gewaltigem Einsatz große Fortschritte verzeichnen

können und jetzt diesen Meilenstein erreicht. Mehr als 27 km der

insgesamt 27,3 km des zweiröhrigen Tunnels sind bereits gegraben.

Der Tunnel wurde von fünf Stellen und insgesamt 14 Vortrieben aus

gleichzeitig gebaut, zwölf der 14 Vortriebe (vier im Fröschnitzgraben,

vier in Grautschenhof, drei in Göstritz und einer von Gloggnitz aus)

sind bereits abgeschlossen. Mehr als 40 km – von insgesamt 55 km in

zwei Röhren – sind bereits mit einer Betoninnenschale ausgekleidet.

https://infrastruktur.oebb.at

WIENERBERGER

Ziegelwerk Pinkafeld feiert Doppel-Jubiläum

Am 07. September 2024 wurde das

100-jährige Bestehen des Wienerberger-

Werks in Pinkafeld bei einem „Tag der

offenen Tür“ gefeiert. 350 Gäste, das

nationale Top-Management von Wienerberger

sowie der burgenländische Wirtschaftslandesrat

Leonhard Schneemann

waren vor Ort und erhielten exklusive

Einblicke in die Ziegelproduktion.

Das Dachziegelwerk Pinkafeld wurde

1924 eröffnet. Bisher produzierten rund

50 Mitarbeiter rund um Werksleiter Felix

Weinhandl im heurigen Jahr ca. 1 Mio.

Dachziegel. Umgerechnet können damit

rund 4.650 Hausdächer gedeckt werden.

Der dafür verwendete Rohstoff Ton wird

mobile u. stationäre

tankanlagen

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unmittelbar neben dem Werk abgebaut.

Nachhaltigkeit spielt aber nicht nur bei

der regionalen Gewinnung des Tons eine

wichtige Rolle, sondern auch in der

Produktion: So wurde am Standort unter

anderem die Materialmischung in den

Ziegelprodukten verändert – diese enthält

nun 76% weniger CO2 als noch vor ein

paar Jahren und ist somit deutlich

klimaschonender. Zudem wurden Stückgewichte

und Bruch reduziert, wodurch das

Werk seinen CO2-Ausstoß ebenfalls

nachhaltig reduzieren kann.

Im Bild von links: Wilfried Lechner

(Country Head of Marketing & Communication

Wienerberger-Österreich), Johann

Marchner (Wienerberger-Österreich

Geschäftsführer), Felix Weinhandl

(Werksleiter Pinkafeld), Dr. Leonhard

Schneemann (Wirtschaftslandesrat),

Carina Laschober-Luif (Landtagsabgeordnete),

Wilfried Bruckner (Bürgermeister

von Riedlingsdorf) und Gülnaz Atila (COO

Wienerberger) im Rahmen der Feierlichkeiten

von 100 Jahre Pinkafeld.

www.wienerberger.at

Im Rahmen der 100-Jahr-Feier wurde der 500 Mio. Tondachziegel, der seit der Gründung des

Werks produziert wurde, feierlich an Landesrat Schneemann übergeben.

8 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Foto: ÖBB/Grafebner

Foto: wienerberger / Andi Bruckner

Foto: Walter Group

LKW WALTER

100-jähriges Jubiläum im Zeichen

von Innovation und Nachhaltigkeit

Lkw Walter, eine Tochtergesellschaft

der österreichischen

Walter Group mit Standorten in

Wiener Neudorf und Kufstein,

zählt mit mehr als 8.000

Komplettladungen (FTL)

täglich auf der Straße und im

Kombinierten Verkehr zu den

führenden Unternehmen der

europäischen Transportbranche.

Der Schwerpunkt liegt dabei

auf dem Transport von Gütern

aus der Konsumgüter-, Holzund

Papier-, Chemie-, Metall-,

Automobil- und Elektronikindustrie.

Lkw Walter verbindet

Europas wichtigste Wirtschaftszentren

miteinander und

gewährleistet somit die intrakontinentale

Versorgung.

Was 1924 als kleines Ein-Mann-

Speditionsbüro in Wien begann,

hat sich zu einem Unternehmen

mit über 1.650 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern aus über

MAWEV

Von links: Die vier Vorstände Alois Höfler, Alexander Sobota,

Michael Krainthaler und Herbert Traxler verantworten

federführend die Zukunft von Lkw Walter.

40 Nationen entwickelt. Von der

kulturellen Diversität profitieren

nicht nur die Kunden,

sondern auch die offene,

dynamische Unternehmenskultur,

die unter anderem von

Great Place to Work ausgezeichnet

wurde. „Unser Erfolg

basiert auf kontinuierlicher

Innovation und einem klaren

Bekenntnis zur Nachhaltigkeit“,

sagt Herbert Traxler, Vorstandsvorsitzender

bei Lkw Walter.

„Lkw Walter wurde bereits im

Jahr 1986 aufgrund seiner

Leistungen für die heimische

Wirtschaft das österreichische

Staatswappen verliehen. Wir

sind sehr stolz darauf, als

Familienunternehmen in

Österreich eine bedeutende

Rolle für die Wirtschaft und

letztlich die Bevölkerung

spielen zu dürfen.“

www.lkw-walter.com

Neues Mitglied

Der Österreichische Baumaschinen-Verband freut sich, mit der

Crane Now GmbH ein neues Mitglied begrüßen zu dürfen. Geschäftsführer

Peter Kriston: „Wir sind fest davon überzeugt, dass wir durch

unser bestehendes Netzwerk und unsere modernen Vertriebskanäle

Crane Now von einem vielversprechenden Startup-Unternehmen in

Österreich zu Europas erstem und größtem Marktplatz für Kran- und

Gerätevermietung im internationalen Umfeld machen können.“

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03.09.2024 14:23:45 Uh



MENSCHEN + SZENE

VON GRUND

AUF BESSER

Mit der Trimble ® Roadworks Steuerungsplattform für den Straßenbau

I+R GRUPPE

38 neue Lehrlinge in der i+R Gruppe

Ende August wurden von der i+R

Geschäftsführung 38 neue Lehrlinge

willkommen geheißen. In fünf verschiedenen

Unternehmen der Gruppe werden sie

in den nächsten Jahren ihr berufliches

Rüstzeug mitbekommen. 12 Berufe sind

vertreten, darunter drei neue. Für die i+R

Gruppe – mit 104 Lehrlingen einer der

größten Ausbilder in Vorarlberg – ist die

Lehre ein wichtiges Instrument, um dem

Facharbeitermangel entgegenzuwirken.

21 Lehrlinge haben beim Baumaschinen-

Spezialisten Huppenkothen angefangen.

An den 18 Standorten in Österreich und

der Schweiz werden nun 59 Lehrlinge

ausgebildet. Überwiegend sind es angehende

Baumaschinentechniker und -innen.

Beim Spezialisten für Baggeranbaugeräte

Martin in Ludesch beginnen 5 neue

Lehrlinge. Damit werden 14 junge Menschen

in verschiedenen Berufen ausgebildet.

Bei den in Lauterach ansässigen

Tochtergesellschaften i+R Holzbau, i+R

Bau und i+R Business Partner starten

weitere 12 Nachwuchsfachkräfte ihre

Karriere. Neben der Unterstützung beim

Die i+R Gruppe ist mit 104 Lehrlingen einer

der größten Ausbilder in Vorarlberg.

Lernen bietet die i+R Gruppe den Lehrlingen

unter anderem ein attraktives

Prämiensystem, Personal Coaches oder die

Unterstützung durch die Offene Jugendarbeit

Dornbirn (OJAD). „Unser Ursprung

liegt im Handwerk und somit hat die Lehre

bei uns Tradition. Je nach Unternehmen

übernehmen wir zwischen 75 und 100%

der ausgebildeten Fachkräfte. Damit ist die

duale Ausbildung eine wichtige Säule

unserer Personalentwicklung“, betonten

Reinhard Schertler und Joachim Alge.

www.ir-gruppe.com/lehre

Foto: Udo Mittelberger

Ob für die Neuanlage oder Sanierung von Straßen, dank der präzisen

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10

TERMINE

Rechtssicherer Umgang mit Aushubmaterialien

und Baurestmassen

02.10.2024, Wien www.brv.at

Gebäuderisse - Schäden

erkennen, beurteilen & sanieren

07.10.2024, Wien und Virtual Classroom

www.ars.at

VDBUM Branchentreff Spezialtiefbau

08.-09.10.2024, Nenzing www.vdbum.de

14. Österreichische Tunneltag

09.10.2024, Salzburg www.oegg.at

73. Geomechanik Kolloquium

10.-11.10.2024, Salzburg www.oegg.at

Ausbildung zum zertifizierten

Experten für Örtliche Bauaufsicht

10.10.-22.11.2024,

Wien und Virtual Classroom www.ars.at

Konfliktmanagement im Bauwesen

17.10.2024, Wien www.ars.at

Baumangel - Versicherungsvs.

Bau-Sachverständige

21.10.2024, Wien und Virtual Classroom

www.ars.at

Klimawandel – Auswirkungen

auf die alpine Geotechnik

24.10.2024, Bauakademie BWZ OÖ

www.voebu.at

Bauvorhaben erfolgreich managen

13.11.2024, Wien und Virtual Classroom

www.ars.at

SEPTEMBER 2024

CONSTRUCTION EQUIPMENT FORUM

Die Zukunft der Baumaschinen

Vom 08. bis 09. Oktober 2024 findet im JCB

Event Center in Frechen das nächste Construction

Equipment Forum statt. Das Konferenzprogramm

steht unter dem Motto „Die Zukunft

der Baumaschinen: nachhaltig, intelligent,

vernetzt“. Ein komplexes Thema, dem sich

Vortragende von JCB, Schaeffler, Volvo, Swecon

Baumaschinen, Goldbeck, Liebherr, Bredenoord,

Zeppelin Baumaschinen, u.v.m. widmen

werden. Vier strategische Säulen werden an

den beiden Konferenztagen von den Beiträgen

der Referierenden beleuchtet: Nachhaltigkeit,

Elektrifizierung und alternative Antriebe;

LEUBE

Leube Gruppe übernimmt Marolt Beton

Politik, Markt und Umwelt; Automatisierung,

Robotik und IoT sowie Digitalisierung.

Ergänzend dazu laden organisierte Werkstouren

zu einer gemeinsamen Begehung der

Produktionshallen der Firmen Deutz und

Ammann ein. In der Outdoor Area bietet das

Construction Equipment Forum aber auch

Baumaschinen und Zubehör hautnah zum

Anfassen. Nicht zuletzt lädt der „Women in

Construction Summit“ Frauen in der Baubranche

zu einem gemeinsamen Austausch ein.

Weitere Informationen und Anmeldung unter

www.constructionforum.de

Die Leube Gruppe übernahm per 06. September 2024 die slowenische Marolt Beton d.o.o. aus Vrhnika bei Laibach

zu 100%. Damit setzt die Baustoffgruppe im Zuge der Wachstumsstrategie, nach Deutschland und Tschechien,

einen weiteren Schritt in das benachbarte Ausland. Der Antrag zur Übernahme wurde bei der zuständigen

Behörde genehmigt. Marolt Beton ist ein Familienunternehmen und Marktführer im slowenischen Transportbeton-

und Kiesgeschäft. Unter der Führung von Mirko Marolt operiert das Unternehmen seit 30 Jahren

erfolgreich auf dem slowenischen Markt und erzielte im Jahr 2023 mit zehn Standorten und 66 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern einen Umsatz von rund 16 Mio. Euro. www.leube.eu | www.maroltbeton.si

BAUBLATT.ÖSTERREICH

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PROJEKTE + PLANUNG

PROJEKTE + PLANUNG

Der Alte Elbtunnel ist nicht nur ein wichtiger Touristen-Magnet im Hamburger Hafen, er ist auch ein Meisterwerk der Ingenieurbaukunst.

Die Bilder zeigen die Tübbing-Sanierung (1), die Sanierung der Bleiabdichtung (2) und die Aufbringung des Spritzbetons (3).

1

2 3

Fotos: HPA / Andreas Schmidt-Wiethoff; Claudia Wutzke; Jan Sieg

HAMBURG

St. Pauli Elbtunnel: Sanierung der

Weströhre schreitet zügig voran

Der im September 1911 eröffnete St. Pauli Elbtunnel verbindet in Hamburg die

Landungsbrücken im Stadtteil St. Pauli mit dem Hafengebiet in Steinwerder.

Seit 1995 wird der Alte Elbtunnel – die Bezeichnung dient als Abgrenzung zu

dem 1975 eröffneten Neuen Elbtunnel – durch die Hafenverwaltung Hamburg

Port Authority (HPA) instandgesetzt. Nachdem zunächst auf beiden Seiten die

Schachtgebäude komplett restauriert wurden, erfolgte von 2011 bis 2019 die

Sanierung der Oströhre. Kurz nach deren Eröffnung startete die Sanierung der

Weströhre, deren Fertigstellung im Jahr 2026 geplant ist.

D

ie ersten Überlegungen für den

St. Pauli Elbtunnel liegen rund

150 Jahre zurück. Mit dem Wachstum des

Hafens auf der Südseite der Elbe stieg seit

den 1870er Jahren auch die Zahl der

Werft- und Industriearbeiter, die täglich

zweimal die Elbe überqueren mussten. Als

der witterungsabhängige Fährverkehr an

seine Kapazitätsgrenzen stieß, begann die

Stadtverwaltung über Alternativen

nachzudenken. Geprüft wurden unter

anderem eine Schwebefähre und eine

Hochbrücke. Beide Lösungen wurden aus

Kostengründen verworfen. So fiel 1902 die

Entscheidung für den Bau eines Tunnels.

Inspiriert wurde das Projekt von ähnlichen

Tunneln in London und Glasgow

sowie dem Straßenbahntunnel unter der

Spree bei Berlin.

Aufgrund der beengten Verhältnisse

war ein Tunnel mit senkrechten Zugängen

die einzig sinnvolle Lösung. Das Konzept

von Architekt Otto Wöhlecke sah auf jeder

Seite nicht nur zwei Treppen mit je 132

Stufen vor, sondern auch sechs Aufzüge –

davon vier Aufzüge für Fahrzeuge und

zwei kleinere Personenaufzüge. In 24 m

Tiefe sollten dann zwei hell geflieste

Röhren die Querung unter der Elbe

ermöglichen. Nachdem der Senat im März

1907 die notwendigen finanziellen Mittel

bewilligte, begannen die Arbeiten im Juli

1907 mit der Errichtung der Schachtgebäude

an den Tunnelenden in Steinwerder

und St. Pauli.

Anspruchsvoller Tunnelbau mit

den Mitteln der damaligen Zeit

Beim Bau der beiden stählernen Tunnelröhren

kam das Schildvortriebsverfahren

zum Einsatz. Der äußere Durchmesser der

Tunnelröhren beträgt 5,92 m, die Oberkante

der beiden Röhren liegt 12 m unter

der damaligen Höhe des mittleren

Hochwasserspiegels. Die daraus resultierenden

Druckverhältnisse und der

schwierige Untergrund stellten nicht nur

die ausführende Firma Philipp Holzmann

vor große Herausforderungen, sondern

auch die rund 4.400 Arbeiter, die die

beiden Röhren in vier Jahren unter

schwierigsten Bedingungen errichteten.

Mit Schaufeln schafften sie vor dem

Seit der Sanierung erstrahlt die Oströhre

des St. Pauli Elbtunnels im neuen Glanz.

Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter

Tschentscher (links) und Jens Meier (CEO

der Hamburg Port Authority, rechts) bei

der Wiedereröffnung im Juni 2019.

Die Sanierung des Alten Elbtunnels ist

für Projektleiterin Nele Tewis von der

Hamburg Port Authority und ihr Team

eine Herzensangelegenheit.

großen, hydraulisch angetriebenen

Bohrschild das Erdreich aus dem Weg.

Danach stützten sie den so entstandenen

Tunnel mit Stahl-Tübbingen. Die zu einem

Ring zusammengesetzten Stahlelemente

wurden anschließend vernietet, mit Blei

abgedichtet, verputzt und zusätzlich mit

Beton gegen das Aufschwimmen gesichert.

12 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2024 13



PROJEKTE + PLANUNG

PROJEKTE + PLANUNG

1 2

3 4 5

6 7

Um das Eindringen von Wasser zu

verhindern, wurden die Arbeiten bei

Überdruck ausgeführt. Da trotz des

Einsatzes von Druckschleusen die ersten

Krankheits- und Todesfälle auftraten,

wurde 1909 das Ärzteehepaar Arthur und

Olga Bornstein hinzugezogen, das bereits

über Erfahrungen mit der Caissonkrankheit

verfügte. Sie bewahrten viele Arbeitskräfte

vor der Gefahr einer Embolie.

Wie ging es mit dem St. Pauli Elbtunnel

nach seiner Fertigstellung weiter? Nun,

ursprünglich sah das Schachtgebäude in

Steinwerder genauso aus, wie das in St.

Pauli. Nach der Zerstörung im Zweiten

Weltkrieg wurde das Gebäude bis 1952

jedoch als reiner Zweckbau wiedererrichtet.

Weiters wurde 1959 im Rahmen einer

Modernisierung auf jeder Seite eine der

beiden Treppen durch die damals längsten

freitragenden Rolltreppen Deutschlands

ersetzt. Nachdem diese 1991 das Ende

ihrer Lebenszeit erreicht hatten, wurden

sie 1993 auf jeder Seite durch einen

zusätzlichen Personenaufzug ersetzt.

Zusätzlich erneuerte man den bereits

vorhandenen Personenaufzug.

Anspruchsvolle Sanierung

der beiden Tunnelröhren

Um den Alten Elbtunnel als wichtiges

Hamburger Wahrzeichen möglichst

langfristig zu erhalten, war es notwendig,

beide Tunnelröhren umfassend zu

sanieren. Aufgrund des Alters und der

Komplexität des Tunnels stellt diese

Sanierung eine große bautechnische

Herausforderung für die HPA dar. Wie die

bereits fertiggestellte Oströhre zeigt, hat

sich der große Aufwand aber durchaus

gelohnt. Historische Liebe zum Detail

verbindet sich hier mit höchster handwerklicher

Präzision. Die Wände sind nach

historischem Vorbild frisch gefliest und

mit Reliefs versehen. Die Leuchten

wurden nach historischem Vorbild neu

hergestellt und mit LED-Technik

versehen.

Für die aktuell laufende Grundinstandsetzung

der Weströhre beauftragte die

HPA die Arbeitsgemeinschaft St. Pauli

Elbtunnel, bestehend aus den Firmen HC

Hagemann und Züblin. Die ARGE hat

bereits die Oströhre saniert und erhielt

nach einer europaweiten Ausschreibung

auch den Zuschlag für die Weströhre.

Getrennt davon erhielt die Firma Otto

Anbringung der Abdichtung in der Weströhre.

Schatte, Spezialist für technische Gebäudeausstattung,

nach der Oströhre auch für

die Weströhre den Zuschlag zur Installation

sämtlicher technischer Elemente.

Projektleiterin Nele Tewis von der

Hamburg Port Authority erklärt: „Bei der

Oströhre lag der Fokus zunächst auf einer

optischen Sanierung. Wir haben aber

rasch festgestellt, dass eine Grundinstandsetzung

der Röhre notwendig ist. In die

Planung der Weströhre ist daher alles

eingeflossen, was man aus der Oströhre

gelernt hat.“

Im Gespräch mit Baublatt.Österreich

erläutert Projektleiterin Tewis die

einzelnen Sanierungsschritte, wobei die

Arbeiten in der Weströhre denen in der

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(2) den Bemessungswagen für den Tunnelquerschnitt, (3) Versetzen der Nieten, (4) Blick in

eine Druckausgleichskammer, (5) Arbeiten mit dem Schildvortriebsverfahren, (6) Zugang

zum fertigen Tunnel auf der Seite St. Pauli und (7) Vertikalschnitt durch den Fahrschacht.

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14 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH

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30% höhere Kraftstoffeffizienz

im Vergleich zum Vorgängermodell

Im Anschluss an das Einschalen

und Betonieren der Wände wurde im

oberen Tunnelabschnitt die Bewehrung

angebracht und mit dem Schalwagen das

Gewölbe betoniert.

Komatsu WA475-10

bereits fertiggestellten Oströhre im

Wesentlichen gleichen. So konzentrierten

sich die Abbrucharbeiten zunächst auf den

oberen Tunnelbereich und nicht auf die

Fahrbahn. Dadurch sollte verhindert

werden, dass zu viel Material entfernt und

der Tunnel zu leicht wird. Ein weiterer

Vorteil besteht darin, dass auch in

späteren Bauphasen eine Straße für die

Baugeräte zur Verfügung steht.

Nach der inzwischen abgeschlossenen

Entkernung präsentierte sich die Metallkonstruktion

in einem überraschend guten

Zustand. Alle vorhandenen Fugendichtungen

und Nieten wurden detailliert

überprüft. Die Stahloberfläche wurde im

Sandstrahlverfahren vom Rost befreit,

stark verrostete Stellen wurden händisch

nachbearbeitet. Danach wurden beschädigte

Nieten, an denen es zu Wassereintritt

kam, durch Schrauben ersetzt. Bei

den Bleiabdichtungen erwies sich der

überwiegende Teil als funktionstüchtig.

Beschädigte Stellen wurden wie zuvor mit

Blei saniert. Als Schutz vor giftigem

Bleistaub trugen die Arbeiter Schutzanzüge

und spezielle Atemschutzgeräte.

Mit einer Motorleistung von 217 kW / 295 PS und dem

leistungsverzweigten Komatsu-Getriebe (K-HMT), das

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PROJEKTE + PLANUNG

PROJEKTE + PLANUNG

die grünen Sockelfliesen. Im Juli wurden

bereits die Betonagen im unteren Tunnelquerschnitt

abgeschlossen. Hier müssen

noch die Fahrbahn und der Oberflächenbelag

aus Asphalt hergestellt werden.

Auch nach über 100 Jahren ist der St.

Pauli Elbtunnel, der seit 2003 unter

Denkmalschutz steht, eine beliebte

Sehenswürdigkeit für Touristen. Er ist

aber auch immer noch ein wichtiger

Verkehrsweg im Hamburger Hafen, der

pro Jahr von fast zwei Millionen Menschen

genutzt wird. Vom Tunnelzugang in St.

Pauli ist es nur ein kurzer Fußweg zur

Reeperbahn oder zur Speicherstadt samt

HafenCity.

Projektleiterin Tewis über den noch

bevorstehenden Abschnitt des Sanierungsprojekts:

„Ein Teil des Bauvorhabens ist

die Erneuerung einer Treppe auf der St.

Pauli Seite. Von den beiden Treppen im

Süden und im Norden wurde jeweils eine

Treppe ausgebaut, um eine Rolltreppe

einzubauen. Nachdem die Rolltreppen

entfernt wurden, hat man im Zuge der

Sanierung der Oströhre die zweite Treppe

im Süden bereits erneuert. Nun fehlt noch

die zweite Treppe in St. Pauli. Das ist

hinsichtlich der Planung und der Ausarbeitung

der Logistik ein durchaus

anspruchsvolles Bauvorhaben. Grundsätzlich

sind wir mit der Sanierung der

Weströhre im Zeitplan. Die Eröffnung des

Tunnels im Jahr 2026 wird für Hamburg

ganz sicher ein großes Fest!“

Das Team der HPA Baustellenmannschaft

arbeitet mit vollem Einsatz an der Sanierung

der Weströhre des Alten Elbtunnels. Die

Arbeiten liegen voll im Zeitplan, die

Eröffnung ist für 2026 geplant.

Damit die belasteten Stäube nicht ins

Freie gelangen, wurden Materialschleusen

mit zwei Schleusentoren eingerichtet. Da

auch die eingesetzten Kompaktgeräte den

Tunnel nicht verlassen durften, erfolgte in

DATEN & FAKTEN

Eröffnung: 1911

Tunnellänge: 426 m

Fahrbahnbreite: 1,92 m

Innendurchmesser Tübbingring: 5,64 m

Die Stahlkonstruktion der bereits

fertiggestellten Oströhre besteht aus

1.682 Stahl-Tübbingen. Diese sind mittels

200.000 Nieten verbunden. Während der

Sanierung der Oströhre wurden rund

3.600 t Schwerbeton eingebaut und rund

360.000 Fliesen neu verlegt.

Der Tunnel ist 24 Stunden am Tag für

Fußgänger und Radfahrer kostenlos

nutzbar.

Damit der Tunnel nicht zu leicht wird, erfolgte der Rückbau der bestehenden Fahrbahn erst nach Fertigstellung

der Wand- und Gewölbeschale. Nach den maschinellen und händischen Abbrucharbeiten wurde die Bewehrung

für die neue Fahrbahn hergestellt. Im Finale der Betonierarbeiten erfolgte der Lückenschluss händisch.

diesen Schleusen die Übergabe des

Abbruchmaterials in kleinen Containern

an saubere Fahrzeuge, die für den

Abtransport an die Oberfläche sorgten.

Für die Baustellen-Logistik können nur

die vorhandenen Lasten- bzw. Personenaufzüge

genutzt werden, wobei die Hälfte

für den Großteil der Bauzeit dem öffentlichen

Verkehr zur Verfügung steht. Für die

Ver- und Entsorgung der Arbeiten wird

überwiegend das Schachtgebäude Steinwerder

genutzt.

Nach der Ertüchtigung der Metallkonstruktion

wurde im Gewölbe im Pilgerschrittverfahren

eine Spritzbetonschicht

eingebracht, die auch als Korrosionsschutz

für die Tübbinge dient. Darauf wurden

zunächst das Drainageflies und anschließend

die Abdichtungsbahnen befestigt. In

weiterer Folge wurden abschnittsweise die

Bewehrung und der Stahlbeton eingebracht.

Da die Fliesen direkt auf den

Beton geklebt werden, wurde von Beginn

an darauf geachtet, dass die Herstellung

der Betonoberflächen möglichst exakt

erfolgt.

Bei den Fliesen handelt es sich aus

Gründen der Frostsicherheit und Haltbarkeit

um Feinsteinzeug. Sie werden für die

Tunnelsanierung nach alter Handwerkskunst

in Boizenburg produziert. Aus

Gründen des Denkmalschutzes spielen bei

den Fliesen aber nicht nur die schmalen

Fugen eine wichtige Rolle. Aufgrund der

damaligen Produktionsmethoden weisen

die Original-Wandfliesen auch leicht

abweichende Farbschattierungen auf. Ein

Effekt, der nun mit modernster Technik

nachempfunden wird.

Spezielle Schmuckreliefs und die für

den St Pauli Elbtunnel so typischen

Tunneltiere wurden nach Möglichkeit

erhalten. Sie werden restauriert und zum

größten Teil im Original wieder eingebaut.

Mit Stand September 2024 schreitet die

Verlegung der Fliesen zügig voran, wobei

die Arbeiten zuerst am Gewölbe erfolgen,

danach folgen die hellen Wandfliesen und

18 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH

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KI wird auch die Arbeit mit

der Baumaschine verändern

Österreichs Bauwirtschaft steht in vielen Bereichen vor großen Herausforderungen. Wir

sprachen mit Stephan Bothen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Zeppelin Österreich

GmbH, über seine Einschätzung hinsichtlich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung

sowie über aktuelle Neuerungen in der Produktpalette und die Fortschritte im

Modernisierungsprogramm der Zeppelin Standorte.

D

Stephan Bothen

(Vorsitzender der

Geschäftsführung der

Zeppelin Österreich GmbH)

blickt optimistisch in die

Zukunft und hat hinsichtlich

des Einsatzes von künstlicher

Intelligenz in der Baumaschinenbranche

hohe Erwartungen.

ie Zeppelin Österreich GmbH ist seit

1947 in Österreich der exklusive

Vertriebs- und Servicepartner von

Caterpillar Inc., dem weltgrößten Hersteller

von Baumaschinen. Die Zeppelin

Österreich GmbH ist eine Gesellschaft des

Zeppelin Konzerns mit über 270 Mitarbeitern

und einem 2022 erwirtschafteten

Umsatz von 151 Mio. Euro. Zum Produktportfolio

zählen neben dem Vertrieb der

neuen und gebrauchten Caterpillar

Baumaschinen, Dieselmotoren und

Stromaggregate, die Produktpalette der

Thwaites Raddumper, die Weber MT

Verdichtungstechnik und die Vermietung

der Geräte durch die Zeppelin Rental

Österreich GmbH. Verkauf und Service,

sowie Beratung und Finanzierung werden

österreichweit flächendeckend in fünf

Niederlassungen angeboten. Die Zentrale

der Zeppelin Österreich GmbH befindet

sich in Fischamend bei Wien.

Herr Bothen, der starke wirtschaftliche

Einbruch im Wohnungs- und Siedlungsbau

und die Zurückstellung

verschiedenster Projekte stellt auch

die Baumaschinenbranche vor große

Probleme. Wie sehen Sie die aktuelle

Stimmung?

Bothen: Angespannt. Ich denke, dieses

Wort trifft es am besten. Der Markt bewegt

sich in der Regel in einer Sinuskurve und

wir verzeichnen zurzeit in unseren

Segmenten einen rückläufigen Markt. Eine

Entwicklung, die wir nicht zum ersten Mal

erleben. Dazu gehört auch, dass die

Wettbewerbslandschaft intensiver wird.

Wenn man die Situation weltweit betrachtet,

dann sieht man, dass es keine einfachen

Märkte mehr gibt. Unsere Kunden-

Beziehungen sind immer stärker durch ein

hohes Tempo geprägt, in dem die Maschinen-Verfügbarkeit

oft in wenigen Stunden

geklärt werden muss. Um hier am Puls der

Zeit zu bleiben, muss man sich als Unternehmen

immer wieder ein Stück weit neu

erfinden. Natürlich muss man auch die

Funktionen der Führung reflektieren und

analysieren: Wo steht man gerade und in

welche Richtung wird es gehen?

Welche Erwartungen haben Sie für

das Jahr 2025?

Bothen: Ich gehe davon aus, dass die

weitere Entwicklung in etwa auf demselben

Niveau verläuft, wie in diesem Jahr.

Es zeichnet sich keine dramatische

Bewegung der Märkte nach oben oder

nach unten ab. Wir erwarten keine

Rekordjahre, aber wir sind auf einem

stabilen Niveau unterwegs.

Wird sich das von der Regierung

beschlossene Wohn- und Baupaket

auf die Baumaschinenbranche positiv

auswirken?

Bothen: Grundsätzlich ist jedes Konjunkturpaket

gut für die Wirtschaft und damit auch

für unsere Branche. Allerdings muss man

sehr genau darauf achten, wo die im Raum

stehende Milliarde tatsächlich investiert

wird. Das Paket ist ein begrüßenswertes und

positives Signal, aber ich erwarte mir für

Zeppelin oder generell für den Markt keine

exorbitante Veränderung. Gleiches gilt für die

Zinssenkungen, die in einer überschaubaren

Größenordnung erfolgen. Sie werden in

Summe hinsichtlich der volkswirtschaftlichen

Auswirkungen sicher etwas bewirken, ich

kann mir aber nicht vorstellen, dass deshalb

der Wohnungsbau oder der Hochbau drastisch

ansteigen wird.

Wie zufrieden waren Sie mit der

MAWEV-Show?

Bothen: Es war ja meine erste MAWEV-Show,

daher fehlt mir der direkte Vergleich mit

früheren Veranstaltungen. Ich kann aber

sagen, dass die MAWEV-Show meine Erwartungen

erfüllt hat. Für uns war es eine gute

Messe, denn wir haben nicht nur mit bestehenden

Kunden sehr gute Gespräche geführt,

sondern auch mit vielen Neu-Kunden. Auch

konnten wir sehr schöne Abschlüsse tätigen,

insofern kann ich die positiven Aussagen

vieler anderer Aussteller durchaus bestätigen.

Natürlich ist für uns in erster Linie das

Fachpublikum wichtig, aber es war auch sehr

schön, ab und zu eine Schulklasse begrüßen

zu dürfen. Grundsätzlich würde ich mich in

Zukunft über etwas mehr Publikum freuen.

Das können durchaus auch Personen sein, die

nicht unmittelbar mit unserer Branche zu tun

haben, die sich aber dafür interessieren, was

auf einer MAWEV-Show alles gezeigt wird. So

20 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH

wie eine Party ist eine Messe erst dann gut,

wenn viele Leute da sind. Mit dem Standort

und dem Gelände waren sowohl die Kunden

als auch Kolleginnen und Kollegen zufrieden.

In einigen infrastrukturellen Bereichen sehen

wir Potenzial für Verbesserungen und sind

dabei auch bereits in Gesprächen mit den

Organisatoren.

Zu den aktuellen Neuheiten im Zeppelin

Programm zählen Radlader unter 6 t.

Wie sind diese Maschinen bei den

Kunden auf der MAWEV-Show angekommen?

Bothen: Wir sprechen hier von den vier neuen

Zeppelin Radladern ZL25, ZL35, ZL45 und

ZL60T. Bei diesen Modellen handelt es sich

um spezielle Zeppelin Konfigurationen, die in

Kooperation mit Atlas Weyhausen in Wildeshausen

im Zeppelin Layout hergestellt

werden und die Produktpalette nach unten

abrunden. Die ersten Maschinen haben wir

kurz vor der MAWEV-Show nach Österreich

bekommen. Zwei Modelle, darunter der

Teleskopradlader ZL60T, der mit einem

Teleskoparm ausgestattet ist, waren auf der

MAWEV-Show zu sehen. Die Maschinen

stießen auf großes Interesse und wir bekamen

ein sehr positives Feedback. Wir haben damit

unser Produktportfolio bei den Radladern

erweitert und können nun auch im kleineren

Segment leistungsfähige Geräte anbieten.

Unsere Aufgabe besteht jetzt darin, diese

Maschinen im Markt zu etablieren. Einerseits

wollen wir sie natürlich unseren Bestandskunden

näherbringen, andererseits erwarten

wir uns dadurch auch den Kontakt zu neuen

Kundensegmenten. Die Geräte eignen sich

beispielsweise auch ideal für den Einsatz in

Mit dem Auftritt von Zeppelin Österreich auf der MAWEV-

Show zeigt sich Stephan Bothen sehr zufrieden.

Condecta Schnelleinsatzkrane

sind zu 100 % feuerverzinkt.

Ausladung von 24 m bis 45 m,

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MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Um das Produktangebot unterhalb der 5,5 t Klasse zu erweitern, wurden drei Radlader

mit 2,5 bis 4,9 und ein Teleradlader mit 6 t Einsatzgewicht in das Lieferprogramm aufgenommen.

Im Bild von links die Modelle ZL25, ZL35, ZL45 und ZL60T.

den Maschinen sehr viele Assistenzsysteme

an, die den Maschinisten bei seiner

täglichen Arbeit unterstützen. Dadurch

kann die Arbeit einfacher, effizienter und

genauer erledigt werden. Dazu kommen

digitale Lösungen, die außerhalb der

Maschine stattfinden. Beispielsweise

informiert unser VisionLink über das

aktuelle Einsatzprofil der Maschine. Wie

viele Stunden ist die Maschine gelaufen?

Wie viel Diesel hat sie verbraucht? Bei den

Radladern oder anderen Geräten ist der

Betreiber über die gefahrenen Wegstrecken

ebenso informiert, wie über die

Servicehistorie. Damit verfügt er über eine

optimale Basis für seine betriebswirtschaftlichen

Entscheidungen.

Wie sehen Sie die Zukunft der KI, also

der künstlichen Intelligenz, in der

Baumaschinenbranche?

Bothen: KI ist ein Thema, das in den

letzten Jahren immer stärker an Bedeutung

gewonnen hat. Die Grundsatz-Diskussion

über den Einsatz von KI brauchen

wir aus meiner Sicht nicht mehr zu

führen. KI wird eine immer größere Rolle

spielen und auch die digitale Landschaft

signifikant verändern. Ich bin

überzeugt, dass es eine positive

Veränderung sein wird, denn mit

dem Einsatz der KI können viele

Prozesse gestaltet werden. Die KI

wird auch für den Anwender

enorm hilfreich sein, denn er

wird davon profitieren. Auch

die Arbeitsweise wird sich stark

verändern und geprägt sein durch

ein digitales Ökosystem, in dem sehr viele

nützliche Applikationen über eine Oberfläche

zur Verfügung stehen. Denken Sie

zurück an Ihren ersten Kontakt mit einem

Smartphone. Heute nutzen wir diese

Technik ganz selbstverständlich. Ähnlich

einfach wird sich in Zukunft die Verknüpfung

zwischen Mensch, Maschine und

Einsatz gestalten. Diese Entwicklung wird

viele Abläufe vereinfachen und wir werden

auch in unseren Arbeitsprozessen stark

davon profitieren.

Wir danken für das Gespräch!

Stephan Bothen (Vorsitzender der Geschäftsführung

der Zeppelin Österreich GmbH) im Gespräch mit

Herausgeber Karl Englert (Baublatt.Österreich).

Der Zeppelin Standort in Villach wurde 2023 umfassend modernisiert und die Freiflächen

erweitert. Die neue PV-Anlage am Dach liefert in der Spitzenleistung 51,8 kWp.

Noch heuer starten die Arbeiten für die Modernisierung der Niederlassung Graz.

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der Landwirtschaft und sind in Verbindung

mit der professionellen Zeppelin

Betreuung sicherlich eine attraktive

Lösung.

Zeppelin modernisiert seine Filialstruktur.

Wie ist hier der aktuelle

Stand?

Bothen: Mit der Erneuerung bzw. Modernisierung

unserer Niederlassungen setzen

wir konsequent die Nachhaltigkeitsstrategie

von Zeppelin um. Dazu zählt auch,

dass wir an unseren Standorten CO2

neutral werden wollen. In diesem Sinne

haben wir vor einigen Jahren bereits den

Standort Linz komplett neu in St. Florian

errichtet. Ein Schritt, der von den Kunden

in Oberösterreich sehr begrüßt wurde. Im

letzten Jahr haben wir die Niederlassung

in Villach umfassend modernisiert und die

zur Verfügung stehende Freifläche

erweitert. Auch hier profitieren das Team

und die Kunden von den deutlich verbesserten

Rahmenbedingungen. Als nächsten

Standort werden wir die Niederlassung in

Graz modernisieren. Wir starten mit den

Arbeiten noch in diesem Jahr. Die Niederlassung

in Innsbruck ist relativ neu, aber

auch hier setzen wir im Zuge der Nachhaltigkeitsstrategie

mit Solarpaneelen

verstärkt auf erneuerbare Energie. Dazu

kommen Dämm-Maßnahmen, um die CO2

Bilanz weiter zu verbessern. Das Wachstum,

das wir in den letzten Jahren erzielt

haben, soll sich auch in unserer modernen

Infrastruktur widerspiegeln.

70 Jahre Händlervertrag in Deutschland

mit Caterpillar und 77 Jahre in

Österreich. Wie hat sich die wohl

bekannteste Marke im Baumaschinenbereich

entwickelt und wie sehen

sie ihre Schwerpunkte für die

Zukunft, etwa im Bereich Digitalisierung?

Bothen: Die Zusammenarbeit mit Zeppelin

ist eine der längsten Partnerschaften im

ganzen Caterpillar Universum. Es ist

daher verständlich, dass Zeppelin und

Caterpillar in der Wahrnehmung von

vielen unserer Kunden eine Einheit

bilden. Wir sind auf diese lange Partnerschaft

und die enge Kooperation mit

Caterpillar sehr stolz. Das Jubiläum

wurde in Friedrichshafen am Bodensee

daher auch entsprechend gefeiert. In

diesem Rahmen haben einige unserer

Kunden erklärt, was für sie wichtig ist und

warum sie auf die Zusammenarbeit mit

Zeppelin und Caterpillar bauen.

In diesen sieben Jahrzehnten hat sich

Caterpillar als einer der Weltmarktführer

für Maschinen und Motoren enorm

entwickelt. Einerseits ist natürlich die

Produktvielfalt enorm angewachsen.

Caterpillar ist einer der wenigen Full-

Liner und kann seinen Kunden im

Bagger-Bereich vom 900 kg Bagger bis

zum Großgerät mit mehreren 100 t für

Mineneinsätze alles anbieten. Das gilt

auch für die Radlader oder andere

Segmente. Wir können in fast jedem

Bereich Maschinen anbieten – das kann

nicht jeder Mitbewerber.

Aber nicht nur im Produktportfolio ist

Caterpillar enorm gewachsen. Auch die

Digitalisierung ist für alle Hersteller ein

Riesenthema. Ich bin überzeugt, dass

Caterpillar auch hier in vielen Bereichen

die Nase ganz weit vorne hat, denn

Caterpillar investiert enorme Summen.

Eine ganz konkrete Folge der Digitalisierung

ist die Verschmelzung von Mensch

und Maschine. Mittlerweile bieten wir in

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MASCHINEN + TECHNIK

PIPELIFE

Trinkwasserleitung als nachhaltiges Pilotprojekt

Ein aktuelles Pilotprojekt in Wien zeigt, wie gelebte Nachhaltigkeit als Ergebnis einer

gesamtösterreichischen Wertschöpfungskette funktionieren kann: Auf einer Baustelle in

Wien-Margareten wird erstmals eine Trinkwasserleitung mit PE-Druckrohren erneuert, für

deren Herstellung in Zusammenarbeit zwischen Pipelife Austria und Borealis ein

chemisch recycelter Rohstoff zum Einsatz kommt. Im Pipelife-Werk in Wiener Neudorf

hergestellt, eignen sich die Rohre besonders für herausfordernde Verlegesituationen und

sind im hygienisch sensiblen Bereich Trinkwasser ein Garant für Top-Qualität und Langlebigkeit.

Konkret werden im Zuge einer Trinkwasserleitungserneuerung von Juni bis

Oktober 2024 hochwertige Aqualine RC Robust Trinkwasserdruckrohre von Pipelife

Austria eingesetzt, die aus chemisch recyceltem Ethylen hergestellt wurden. Dank ihres

additiven Schutzmantels eignen sich die Rohre besonders für herausfordernde Verlegesituationen

wie beispielsweise Berstlining oder Spülbohrverfahren. Letzteres kam auch

abschnittsweise bei der Verlegung in Wien-Margareten zum Einsatz. www.pipelife.at

Foto: image industry

Bohranlage XXL

BOELS

Boels Rental eröffnet neuen Standort in Salzburg

Mit einem großen Fest eröffnete Boels Rental am 12. und 13. September 2024

den neuen Standort in der Bergerbräuhofstraße in Salzburg.

N

ach knapp einjähriger Bauzeit

präsentiert sich der neue Standort auf

dem neuesten technischen Stand. Hier

stehen dem zehnköpfigen Team alle

modernen Hilfsmittel zur Verfügung, um

die Kunden in Salzburg, Oberösterreich,

Tirol und Bayern optimal zu betreuen. Es

ist bereits der 21. Standort von Boels

Rental in Österreich. Die Nähe zum

Autobahnknoten Salzburg Nord der

Ein Teil des Teams von Boels Rental am neuen Standort in der Bergerbräuhofstraße in

Salzburg. Langjährige Erfahrung und ein moderner Mietpark sorgen für zufriedene Kunden.

Westautobahn sorgt für eine erstklassige

Verkehrsanbindung.

Neben einer großen Bandbreite an

verschiedensten Kleingeräten umfasst der

Mietpark auch Arbeitsbühnen, Roto

Teleskopstapler bis 30 m Hubhöhe und

Straßenfertiger. Bei den Baggern erstreckt

sich die Gerätepalette vom Minibagger bis

zum 10 t Gerät. Auf Wunsch werden die

Maschinen auch direkt auf die Baustelle

geliefert. Zu den Kunden zählen nicht nur

Baufirmen jeder Größe, sondern auch

private Bauherren. Die Dienstleistungen

werden aber auch von der Stadt Salzburg

in Anspruch genommen, etwa in den

Bereichen Erdbewegung und Straßenbau.

Spezialisiert ist die neue Salzburger

Niederlassung von Boels Rental auf den

Bereich Betonbearbeitung. Für Flächen

jeder Größe sind spezielle Schleifgeräte

verfügbar, darunter auch ferngesteuerte

Geräte. Auf Wunsch werden die Kunden

von den erfahrenen Mitarbeitern auch auf

das jeweilige Gerät eingeschult.

Unmittelbar nach der Eröffnung

begann an dem neuen Standort der erste

Lehrling von Boels Rental in Österreich

seine zertifizierte Lehrlingsausbildung.

Ein Bereich, den das Unternehmen in den

nächsten Jahren verstärkt und so den

Nachwuchs für die Bereiche Verkauf und

Werkstatt im eigenen Betrieb ausbildet.

www.boels.com

Der neue Standort verfügt über

großzügige Freiflächen und eine

optimale Verkehrsanbindung zum

Autobahnknoten Salzburg Nord.

24 BAUBLATT.ÖSTERREICH

■ Drehmoment max. 12200 Nm

■ Lafettenlänge ca. 5365 – 6065 mm

■ Rückzugkraft Bohrhammer / Drehantrieb 57 kN

■ Kombinierte Rausziehkraft 117 kN (Rückzugkraft + Zylinder)

www.wimmer.info



MASCHINEN + TECHNIK

GEOLANES

Dreihans: GPS-Baggersteuerung und

Vermessungsdrohne sorgen für Präzision

Die Dreihans GmbH, ein innovatives Bauunternehmen mit Sitz im Bezirk

Rohrbach im Mühlviertel und fünf Standorten, hat sich durch den Einsatz

modernster digitaler Technologien einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil

im Bauwesen gesichert. Seit Frühjahr 2024 setzt das Unternehmen

erfolgreich auf eine Vermessungsdrohne sowie GPS-gesteuerte Baggersteuerungen

von GeoLanes, die sowohl die Effizienz als auch die

Präzision auf Baustellen erheblich steigern.

D

ie Dreihans GmbH hat zwei ihrer

Bagger mit hochmodernen GPS-Baggersteuerungen

ausgestattet, die den

Aushub von Baugruben und Fundamenten

auf ein neues Genauigkeitsniveau heben.

Durch das Hochladen der Baupläne in das

System wird sichergestellt, dass der

Bagger ausschließlich in den vorgegebenen

Bereichen arbeitet. Diese Technologie

verhindert Abweichungen und sorgt dafür,

dass Erdarbeiten präzise nach Plan

ausgeführt werden.

„Mit der GPS-Baggersteuerung von

GeoLanes können wir sicherstellen, dass

unsere Arbeiten stets millimetergenau

erfolgen“, erklärt Bereichsleiter Albin

Ruttmann. „Dies erhöht nicht nur die

Effizienz, sondern reduziert auch das

Risiko von Fehlern und Nachbesserungen,

was letztlich unseren Kunden zugutekommt.“

Vermessungsdrohne: eine neue

Dimension der Baustellenplanung

Seit Frühjahr 2024 nutzt die Dreihans

GmbH eine Vermessungsdrohne, die den

gesamten Bauprozess von der Kalkulation

bis zur Abrechnung revolutioniert. In der

Mit iDig bietet

GeoLanes innovative

2D- und

3D-Baggersteuerungen

für alle

Baggertypen.

iDig ist schnell

und einfach

montiert bzw.

eingerichtet und

kann auch

projektbezogen

gemietet

werden.

Planungsphase fliegt die Drohne über die

Bauflächen und erstellt genaue Vermessungsdaten,

die direkt in CAD-Programme

integriert werden können. Diese Daten

ermöglichen es, die erforderlichen Erdbewegungen

präzise zu planen und bieten

eine fundierte Grundlage für die Angebotserstellung.

Präzision im Erd- und Tiefbau

durch GPS-Baggersteuerung:

Die Dreihans GmbH setzt in

Zusammenarbeit mit GeoLanes

auf digitale Innovationen.

Geschäftsführer

Georg Altendorfer:

„Die digitale Transformation

ist ein

unverzichtbarer

Bestandteil unserer

Unternehmensstrategie.“

„Unsere Vermessungsdrohne bietet uns

völlig neue Möglichkeiten, bereits in der

Kalkulationsphase genaue und verlässliche

Daten zu erhalten“, erläutert Geschäftsführer

Georg Altendorfer. „So können wir

nicht nur unsere Angebote präziser

gestalten, sondern auch in der Bauausführung

Zeit und Ressourcen sparen.“

Die Drohne wird auch für die Dokumentation

und Planung bei bestehenden

Gebäuden eingesetzt. So wurde beispielsweise

die Aussichtswarte Ameisberg

vollständig vermessen und in eine

Punktewolke umgewandelt, die anschließend

in CAD weiterverarbeitet wurde.

Auch bei der Sanierung alter Gebäude, wie

etwa dem Einbau eines neuen Dachstuhls,

ermöglicht die Drohne eine genaue

Bestandsaufnahme, die die Planung und

Angebotserstellung erheblich erleichtert.

Effizienz im Erdbau: Vorher,

währenddessen und nachher

Die Drohnentechnologie kommt ebenfalls

im Erdbau zum Einsatz. Vor Beginn der

Arbeiten wird das Gelände vermessen, um

eine präzise Planung der Erdarbeiten zu

ermöglichen. Während der Bauphase

werden die Baggerarbeiten durch die

GPS-Steuerung unterstützt, und nach

Abschluss der Arbeiten misst die Drohne

die tatsächlich bewegten Massen. Diese

Daten werden für die Abrechnung

verwendet, was eine punktgenaue und

zeitsparende Abwicklung ermöglicht.

„Früher waren aufwändige Messungen

vor Ort notwendig, die viel Zeit in

Anspruch nahmen. Jetzt übernimmt die

Drohne diese Aufgaben mit einer Genauigkeit,

die manuell kaum erreichbar wäre“,

ergänzt Michael Wimmer, technischer

Mitarbeiter bei der Dreihans GmbH. „Das

spart uns nicht nur Zeit, sondern auch

Kosten und führt zu einer wesentlich

höheren Kundenzufriedenheit.“

Fazit: Digitale Zukunft im Bauwesen

Mit der Investition in die GPS-Baggersteuerung

und die Vermessungsdrohne

von GeoLanes hat die Dreihans GmbH

einen entscheidenden Schritt in Richtung

digitale Baustelle gemacht. Diese Technologien

ermöglichen es dem Unternehmen,

Projekte effizienter, genauer und wirt-

Made in Germany

Dank der Drohne

gehören aufwändige

Messungen

vor Ort der Vergangenheit

an.

Erste Reihe von

links: Michael

Wimmer, Martin

Mager und Lisa

Panholzer (alle

Dreihans). Zweite

Reihe von links:

Andrea Ruttmann

(Dreihans) und

Armin

Wakolbinger

(GeoLanes).

Die Drohnendaten

ermöglichen ein

3D-Modell,

welches zur

Massenermittlung

bzw. für die

Inventarisierung

dient.

kehren bohren transportieren

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schaftlicher durchzuführen, was die

Wettbewerbsfähigkeit im hart umkämpften

Bausektor stärkt.

„Die digitale Transformation ist ein

unverzichtbarer Bestandteil unserer

Unternehmensstrategie“, resümiert

ZANDTcargo

Auflieger ST 480

Geschäftsführer Georg Altendorfer. „Sie

hilft uns, unsere Position am Markt weiter

auszubauen und unseren Kunden stets die

beste Qualität zu bieten.“

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Die Partnerschaft setzt auf eine langfristige, wertschöpfende Zusammenarbeit, die beiden Unternehmen

ermöglicht, ihre jeweiligen Stärken optimal auszuschöpfen (von links): Alois Mittendorfer sen., Alois Mittendorfer

jun. (Mittendorfer) sowie Josef Eder und Hannes Hofer (Salzburger Sand- und Kieswerke).

SSK / MITTENDORFER

Mittendorfer Beton kooperiert mit

Salzburger Sand- und Kieswerke

Die Mittendorfer Beton GmbH & Co KG, Teil der Mittendorfer Firmengruppe mit Sitz in

Ebensee, setzt einen bedeutsamen Schritt in Richtung Zukunft in der Sparte Beton und

gibt die Partnerschaft mit dem traditionsreichen Familienunternehmen Salzburger

Sand- und Kieswerke GmbH (SSK) im Geschäftsbereich Beton bekannt.

D

ie Kräfte und Erfahrung beider

Unternehmen in diesem Bereich

werden für nachhaltiges Wachstum und

Innovation gebündelt. Durch die Übernahme

von 70% der Anteile an der

Mittendorfer Beton GmbH & Co KG durch

die Salzburger Sand- und Kieswerke

GmbH schaffen Mittendorfer und SSK

eine solide Grundlage für die Bewältigung

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zukünftiger Herausforderungen, die

sowohl technologische als auch ökologische

Fortschritte in der Branche mit sich

bringen. Diese Entscheidung, die auf einer

gemeinsamen Vision basiert, eröffnet

beiden Unternehmen weitreichende

Möglichkeiten, ihre Position als führende

Anbieter in diesem Geschäftsbereich

weiter auszubauen.

Der Zusammenschluss

der beiden

Familienunternehmen

im Geschäftsbereich

Beton steht im Zeichen

eines bewussten

Strebens nach Fortschritt

und Nachhaltigkeit,

welches sowohl die

technologischen als auch

die ökologischen

Dimensionen der

Betonproduktion

umfasst. Durch die

strategische Verbindung

der Kompetenzen und

Ressourcen entsteht eine

Plattform, die es erlaubt,

Aufträge mit höherer

Sofortangebot

Effizienz und Präzision

Staubbindung

Demucking

abzuwickeln, während gleichzeitig die

Weichen für eine umweltfreundlichere

Zukunft gestellt werden.

Alois Mittendorfer jun., Geschäftsführer

der Mittendorfer Gruppe, betont die

Tragweite dieser Partnerschaft: „Mit der

Salzburger Sand- und Kieswerke GmbH

haben wir einen Partner gefunden, der

nicht nur unsere Werte teilt, sondern auch

unsere Vision einer zukunftsorientierten

und nachhaltigen Betonproduktion

vorantreibt. Diese Allianz ist ein bedeutender

Schritt, um unsere Position in der

Branche zu festigen und unsere Leistungsfähigkeit

zu erweitern.“

Auch Josef Eder, Geschäftsführer

Salzburger Sand- und Kieswerke GmbH,

unterstreicht die strategische Bedeutung

dieser Übernahme: „Die Partnerschaft mit

der Mittendorfer Beton GmbH & Co KG

ermöglicht es uns, unser Know-how und

unsere Innovationskraft im Bereich Beton

weiter auszubauen. Gemeinsam werden

wir in der Lage sein, neue Standards zu

setzen und sowohl technologisch als auch

ökologisch weiter der Vorreiter in der

Branche zu sein.“

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www.mittendorfer.at

Foto: Andreas Kolarik

Liebherr Österreich Vertriebs­ und Service GmbH

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für Abbruchbagger, signalisiert dem Fahrer ständig die

Position des Abbruchwerkzeugs und gewährleistet dadurch die

Stabilität der Maschine. Das sorgt für maximale Sicher heit auf

der Baustelle und erhöht zugleich die Produk tivität.

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Abbruch

28 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

Jan Hakert (Geschäftsführer

der Makineo GmbH; rechts im

Bild) erklärt bei einer

Kundenveranstaltung

Produkte und Leistungen

der Makineo GmbH.

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mit einer Leica

Totalstation und

der innovativen

Neigungstechnologie

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MAKINEO

Aus den Stärken der Kunden langfristig

nachhaltige Wettbewerbsvorteile erzielen

Die deutsche Makineo GmbH hat sich nach ihrer Gründung 2021 schnell einen Namen

in der Branche gemacht. Letztes Jahr wagte Makineo den Sprung nach Österreich. Wir

sprachen mit Makineo-Geschäftsführer Jan Hakert über die digitale Baustelle, und weshalb

es sein Ziel ist, die Kunden zu befähigen, Projekte in Zukunft selbst durchzuführen.

Installation und

Kalibrierung einer

3D Leica Maschinensteuerung

direkt

beim Kunden vor

Ort auf dem Bauhof

durch das perfekt

geschulte Serviceund

Installationspersonal

der

Makineo GmbH.

Bei uns finden Sie auch:

> Batteriespeicher

> Reinigungstechnik

> Beleuchtungstechnik

> Stapler & Flurfördertechnik

Herr Hakert, wer ist Makineo?

Hakert: Wir haben Makineo vor drei

Jahren gegründet, weil wir der Überzeugung

sind, dass die Zukunft der Baubranche

digital ist. Mit unseren Produkten,

Dienstleistungen, Services und Schulungen

optimieren unsere Kunden ihre Bauprozesse

im Hoch- und Tiefbau und realisieren

Schritt für Schritt die digitale Baustelle.

Was zeichnet Makineo

denn genau aus?

Hakert: Wir wollen, dass unsere Kunden

durch den Einsatz neuester Technologien

effizienter und produktiver werden. Das

geht aber viel weiter, als Produkte zu

verkaufen: Es geht darum, Kompetenzen

beim Kunden aufzubauen. Unser langfristiges

Ziel ist, dass sein Team zukünftige

Projekte mit spezialisiertem Wissen selbst

durchführen kann.

Ist das nicht kontraproduktiv?

Hakert: Nein, ganz im Gegenteil. Die

Digitalisierung verändert die Baubranche,

und wir wollen, dass unsere Kunden

langfristig und nachhaltig erfolgreich sind

in dieser Veränderung.

Wie gehen Sie das an?

Hakert: Aus drei Richtungen. Da sind

einmal unsere Produkte – das gesamte

Portfolio von Leica für die vernetzte

Baustelle, von der Bauvermessung bis zu

2D/3D-Maschinensteuerungen, und die

Dokumentations- und Scanning-Lösungen

von Sodex Innovations. Damit optimieren

wir die Baustelle und die Baumaschinen,

die der Kunde bereits im Einsatz hat. Sein

bestehender Maschinenpark wird sofort

produktiver, effizienter und flexibler. Die

modularen Produkte passen sich jederzeit

geänderten Bedürfnissen oder einem

größeren Maschinenpark an. Zudem

optimieren wir die internen Prozesse und

den Workflow zwischen Baustelle und Büro.

Nehmen wir den Leica MC1: Das ist eine

All-in-One-Maschinensteuerung, die auf

allen Maschinen eingesetzt werden kann,

egal ob Standard-Raupe oder Sondermaschine.

Daten werden nahtlos zwischen den

Maschinen, der Vermessung und dem Büro

ausgetauscht und laufend verglichen.

Projekte werden so schneller, mit weniger

Personal und genauer umgesetzt. Auch die

Fahrer profitieren: Sie müssen sich nicht

umgewöhnen und können sogar die

Bedieneinheit von einer zur anderen

Maschine mitnehmen.

Setzen Sie dabei auf

Standardlösungen?

Hakert: Ja, auch. Aber es geht noch viel

weiter: Wir nehmen bestehende Lösungen

im Markt, entwickeln diese mit den Herstellern

weiter und integrieren sie in eine

Systemlösung, die genau zum Kunden passt.

Haben Sie ein konkretes Beispiel

dafür?

Hakert: Ein gutes Beispiel ist die KTEG

HARTNER Aggregate & Industrietechnik GmbH

Emesbergstraße 33, 4643 Pettenbach

www.erich-hartner.at

office@erich-hartner.at - 0720 779500

30 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2024 31



Der beste Brecher ist

der, auf den man sich

verlassen kann

Die Sandvik 800i-Brecherserie mit dem neuen ACS-c 5 hat sich weiterentwickelt. Mit neuen mechanischen

und automatisierungstechnischen Vorteilen, die den Service und die Fehlersuche vereinfachen, die Sicherheit

verbessern und die Leistung bei gleichzeitiger Minimierung der Ausfallzeiten optimieren, sind unsere

Kegelbrecher auf maximale Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit ausgelegt.

Entdecken Sie noch heute die aktualisierte 800i-Brecherserie mit dem neuen ACS-c 5.

Erste 3D Tachymeter Asphaltbaustelle in Österreich zum exakten Einbau des Materials und zur

Teilautomatisierung des Fertigers. Durchgeführt wurden die Arbeiten durch die AsphaltRing Bau GmbH.

P-Line von Kiesel, mit AutoDoku-Installation

von Sodex – eine exklusive Weltneuheit,

die wir vor kurzem vorgestellt haben.

Damit wird der Bagger zum Scanner und

die Vermessung und Dokumentation

erfolgt direkt während der Baggerarbeiten.

Das spart Zeit und Personal, auf der

Baustelle und im Büro. Der Bauleiter

weiss jederzeit, wo schon gearbeitet wurde,

was noch zu bearbeiten ist und wo wie viel

von welchem Material gelagert wird –

ohne aufwändige und vielleicht falsche

Zwischeninventuren! Solche High-Performance-Maschinen

sind auch im Mietpark

von Kiesel verfügbar.

Sie sprachen vorhin von

drei Richtungen…

Hakert: Ja genau. Die zweite ist unser

Dienstleistungs- und Service-Bereich:

Dank eigenem Lager in Wals, mit komplett

ausgestatteten Service-Fahrzeugen und

eigenen Service-Trucks können wir 80%

der Service-Fälle direkt vor Ort bearbeiten

und nötige Ersatzteile gleich einbauen.

Bei der dritten „Richtung“ dreht sich alles

um die Mitarbeiter der Kunden. Die

machen wir fit für die neuen digitalen

Abläufe. Denn in Zeiten von Fachkräftemangel

müssen immer weniger Leute

immer mehr Aufgaben übernehmen. Und

das geht nur mit Digitalisierung und

Mitarbeitern, die deren Vorteile zu nutzen

wissen!

Makineo ist Mitglied der

K iesel-Familie. Trotzdem sagen Sie,

dass Sie Ihre Kunden Herstellerunabhängig

beraten.

Hakert: Ja, alle unsere Produkte sind auf

und mit allen Maschinen einsetzbar. Wir

entwickeln und implementieren für jeden

Kunden ein maßgeschneidertes und

herstellerunabhängiges Konzept, das auch

Flexibilität bei Kooperationen oder in

einer ARGE bietet.

Arbeiten Sie auch mit weiteren

Partnern zusammen?

Hakert: Ja, speziell in Österreich haben

wir neben Kiesel strategische Kooperationen

mit Trigonos und UTB. Das ergänzt

unser Angebot um Maschinensteuerung

für Alpin-Maschinen, 3D-Daten-Aufbereitung,

Hochbau-Vermessung und einen

Reparaturservice.

Geben Sie uns einen Ausblick auf die

Zukunft?

Hakert: Mit der KTEG P-Line inklusive

AutoDoku waren wir im September auf

der GaLaBau. Im November sind wir mit

der Leica-Tour in ganz Österreich unterwegs.

Und bis Ende 2024 wollen wir um

weitere drei Mitarbeiter in Österreich

wachsen.

Wir danken für das Gespräch!

FACTBOX

n Gegründet 2021 in

Stockstadt am Rhein (D)

n Vertretung für Leica Geosystems, Sodex

Innovation und SharpGrade

n Seit Dezember 2023 in Österreich

n Niederlassung in Wöllersdorf bei Wien,

Lager in Wals bei Salzburg

www.makineo.de

32 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH

rockprocessing.sandvik/smartcrushing



MASCHINEN + TECHNIK

WIEN KANAL

Präzisionsarbeit: Wien Kanal bohrt Tunnel unter

drei Brücken und zwei Hochspannungsleitungen

Als Voraussetzung für die Renaturierung des Liesingbaches errichtet Wien Kanal derzeit

einen neuen Regenwasserkanal unter dem Bachbett. Im Bereich der Südeinfahrt Wiens

kommt in einem 100 m langen Abschnitt aufgrund der besonderen Herausforderungen

eine geschlossene Vollschnittmaschine zum Einsatz.

D

ort, wo die Liesing den Autobahnknoten

Inzersdorf quert, fließt der Bach

auf einer Strecke von 100 m unter den

Brücken der achtspurigen Triester Straße

(B17), die in die A2 mündet. Zudem wird

eine Brücke für die beiden Gleise der

Badner Bahn und mit dem Hermannsteg

eine Fußgängerbrücke unterquert.

Besondere Aufmerksamkeit gilt zwei

Hochspannungsleitungen, die in einem

Abstand von nur 25 cm gequert werden

müssen. Deshalb wird in diesem Bereich

nicht offen gegraben, sondern mit einer

Spezialmaschine gebohrt. Der Regenwasserkanal

ist Teil des 9 km langen Renaturierungs-

und Hochwasserschutzprojektes

am Liesingbach, einem Gemeinschaftsprojekt

von MA45-Wiener Gewässer und

Wien Kanal mit Förderung des Bundesministeriums

für Land- und Forstwirtschaft,

Regionen und Wasserwirtschaft.

Mit einem Durchmesser von 800 mm

schützt der Kanal unter dem Bach vor

Verunreinigungen aus dem Regenwassersystem

im 23. Bezirk. Der aktuelle 100 m

lange Abschnitt wird dabei als Doppelrohr

ausgeführt. Mittels modernster Tunnelbohrtechnik

wird ein Bohrloch und

Stahlbeton-Schutzrohr mit 1.500 mm

Außendurchmesser (1.200 mm Innendurchmesser)

unter den Brücken vorgetrieben.

In dieses Rohr wird später das

800 mm (Innendurchmesser) Abwasserrohr

aus glasfaserverstärktem Kunststoff

eingezogen. Die Abwasserprofis rechnen, je

nach Beschaffenheit des Erdreichs, täglich

15 bis 20 m im Untergrund zu schaffen.

Präzise Bohrung für

exakte Trassenführung

Die eingesetzte Maschine ist eine geschlossene

Vollschnittmaschine mit hydraulischem

Förderkreislauf. Der anstehende

Boden wird mit einem auf die Geologie

angepassten Bohrkopf abgetragen,

zerkleinert und mit Bentonit, einer

Am 9. September 2024 wurde die 13 t

schwere Vollschnittmaschine in den

Startschacht eingehoben.

Mischung aus verschiedenen Tonmineralien

verflüssigt. Diese Suspension wird

über Druckschläuche an die Oberfläche

gefördert und dort über Siebe und Zyklone

in Flüssig- und Feststoffe getrennt. Die

Bohrflüssigkeit wird wieder in den

Abbaukreislauf eingebracht und zum

Bohrkopf zurückgepumpt. Der in sich

geschlossene Kreislauf sorgt für eine

Minimierung zusätzlicher Entsorgungswege.

Übrig bleibt das abgebaute Erdmaterial

aus dem Tunnel. Die Suspension

übernimmt aber nicht nur die Transportund

Schmierfunktion, sondern mit einem

Druckluftpolster auch die Stützfunktion

an der Ortsbrust, der vordersten Abbaustelle

im Tunnel. Gleichzeitig mit dem

Abbau des Erdmaterials werden mit vier

Pressen und einem Druck von 500 bar die

jeweils 3 m langen und 4,6 t schweren

Kanalrohre aus Stahlbeton in den Untergrund

geschoben. In Summe müssen bis

zur Fertigstellung des Tunnels 33 dieser

34 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Rohre mit einem Gesamtgewicht von

152 t verbaut werden.

„Technik-Fans dürfen dabei ins

Schwärmen kommen“, zeigt sich Wien

Kanal Bauleiterin Marlies Greußing

begeistert. „Der eingesetzte 3,75 m lange

und 13 t schwere Bohrkopf zermalmt mit

sechs Umdrehungen pro Minute (U/min)

und 258 kNm Drehmoment das Erdreich

am Bohrkopf. Das entspricht der Kraft

von ca. 5.000 handelsüblichen Bohrmaschinen.“

Die Rohrvortriebsstrecke startet als

Gerade mit einer Länge von 10 m gefolgt

von einer 90 m langen Rechtskurve mit

einem Radius von 500 m. Die gesamte

Strecke hat dabei eine Steigung von 2,8

Promille (2,8 mm pro m). Aufgrund der

Krümmung der Trasse ist kein direkter

Sichtkontakt von der Startgrube zur

Vortriebsmaschine möglich.

Um bei dieser dreidimensionalen

Kurvenfahrt die Brückenfundamente und

Hochspannungsleitungen nicht zu

beschädigen, und das Ziel in 100 m

Entfernung exakt zu erreichen, liegt ein

besonderes Augenmerk auf dem Vermessungssystem.

Eine elektronische Schlauchwaage

und ein Kreiselkompass (Gyroskop)

ermöglichen die genaue Ausrichtung des

Bohrkopfes. Die Schlauchwaage misst den

Flüssigkeitsspiegel an zwei Stellen über

Drucksensoren, die untereinander mit

einem Schlauch verbunden sind. Sie

bestimmt die vertikale Lage der Maschine.

Der Kreiselkompass (Nordsucher) kann

die horizontale Lage kontinuierlich ohne

Messpausen während des Vortriebs

bestimmen. „Mit solchen Sensoren kann

auch die Dreh- und Neigebewegung eines

Flugkörpers bestimmt werden, selbst

wenn das GPS ausfällt“, erklärt Bauleiterin

Greußing die Präzision der Vermessung.

Beide Werte werden in Abhängigkeit

zur geplanten Vortriebsachse berechnet

und daraus stetig die exakte Position der

Vortriebsmaschine bestimmt.

Mit insgesamt 30 km ist der Liesingbach

der längste Wienerwaldbach. Bis

2027 wird das Gewässer von der Fachabteilung

Wiener Gewässer im Rahmen des

Großprojekts „Integrativer Hochwasserschutz

Liesingbach“ auf einer Länge von

9,2 km naturnahe rückgebaut. Im Zuge

dessen werden von Wien Kanal rund 9

km Kanal errichtet, 5,5 km davon werden

im Bachbett verlegt. Für den Betrieb und

die Wartung werden entlang der Strecke

16 Trennbauwerke, 7 Abfallschächte und

29 Putzschächte errichtet.

Die Regenwasserkanäle, die bisher in

die Liesing mündeten, werden an den

neuen Kanal angeschlossen. Bei Regen

kann so der erste Schwall mit verunreinigtem

Regenwasser von den umliegenden

Verkehrsflächen im neuen Kanal

abgefangen und zur Reinigung in die

Kläranlage nach Simmering geleitet

werden. Auch Störfälle, wo gefährliche

Stoffe über die Regenwasserkanalisation

in den Bach gelangen könnten, sichert

der neue Kanal zukünftig ab. Das

verbessert die Wasserqualität. Besonders

umweltschonend: Die alten Pflastersteine

werden vor Ort zerkleinert und in die

Sohle des Liesingbaches eingebracht.

Dieses Recycling ersetzt den aufwendigen

Abtransport der Steine und die damit

verbundenen Lkw-Fahrten.

Die Gesamtkosten des Großprojekts

inklusive Baus des Speicherbeckens

Gelbe Haide belaufen sich auf ca. 83 Mio.

Euro. Der Anteil der Stadt Wien für das

Gesamtprojekt beträgt ca. 65 Mio. Euro.

Das gesamte Projekt wird durch das

Bundesministerium für Land- und

Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft

mit rund 18 Mio. Euro

gefördert.

www.wien.gv.at

Gleichzeitig mit

dem Abbau des

Erdmaterials

werden mit vier

Pressen und einem

Druck von 500 bar

die jeweils 3 m

langen und 4,6 t

schweren Kanalrohre

aus Stahlbeton

in den Untergrund

geschoben.

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MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

LIEBHERR / STRABAG

Pilotprojekt zum Einsatz eines

wasserstoffbetriebenen Radladers

Im Beisein von Klimaschutzministerin Leonore Gewessler hat Strabag mit seinen Partnern

Liebherr und Energie Steiermark ein Pilotprojekt zum Einsatz eines wasserstoffbetriebenen

Radladers im Steinbruch Gratkorn gestartet. Erstmals ersetzt grüner Wasserstoff

konventionellen Diesel beim Einsatz von Großradladern im Praxisbetrieb. Dadurch können

bis zu 37.500 l Diesel oder rund 100 t CO2 pro Jahr eingespart werden.

D

er Bausektor ist weltweit für 38% der

Emissionen verantwortlich. Strabag

übernimmt deshalb Verantwortung und

arbeitet daran, entlang der gesamten

Wertschöpfungskette Treibhausgase zu

reduzieren. „Wir wollen bis 2040 klimaneutral

werden. Das erreichen wir nur,

wenn wir ganzheitlich und konsequent

CO2 einsparen. Beispielsweise beim

Betrieb von Baumaschinen. Wir freuen

Von links: Klemens Haselsteiner (CEO Strabag), Leonore Gewessler (Bundesministerin

für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und

Technologie), Jan Liebherr (Präsident des Verwaltungsrats der Liebherr-

International AG) und Martin Graf (Vorstandsdirektor Energie Steiermark).

Strabag und Liebherr werden

den Radlader in einem mehrjährigen

Testbetrieb im täglichen Einsatz erproben. Die

Technologie des Wasserstoffmotors erlaubt es,

auch große Fahrzeuge, die aufgrund hoher

Energiebedarfe schwer zu elektrifizieren

sind, CO2 frei zu betreiben.

Fotos: Strabag

uns sehr, dass wir mit Liebherr und der

Energie Steiermark zwei Partner an

unserer Seite haben, die mit ihrem

Know-how dazu beitragen, innovative

Antriebslösungen zu entwickeln und zu

testen. Gemeinsam loten wir das

Zukunftspotenzial von Wasserstoffantrieben

hier in der Steiermark aus“, erklärt

Strabag CEO Klemens Haselsteiner. Dr.

Marco Xaver Bornschlegl, Zentralbereichsleiter

Strabag Innovation & Digitalisation,

ergänzt: „Treibstoffe sind bei uns im

Unternehmen der größte CO2-Verursacher.

Ein großer Teil des Verbrauchs entfällt auf

Baumaschinen. Neue, emissionsarme

Kraftstofflösungen sind deshalb ein

zentraler Hebel, Emissionen wirksam zu

senken. Wir werden die Erkenntnisse aus

dem Pilotprojekt auch für andere Anwendungsfälle

nutzen und unsere Vorreiterrolle

in diesem Bereich unterstreichen.“

Das Pilotprojekt wurde im Beisein von

Leonore Gewessler gestartet. Bei einem

Rundgang durch den Steinbruch ließ sich

die Ministerin den Radlader im Betrieb

vorführen. Auch für Gewessler sind

Innovationen ein klarer Wettbewerbsvorteil.

„Grüner Wasserstoff ist ein unverzichtbares

Element unserer Energiezukunft.

Er ermöglicht Teilen der Industrie

erst den Umstieg auf eine klimafreundliche

Produktion und damit die Sicherung

und Schaffung von Arbeitsplätzen. Als

wichtiger und wertvoller Energieträger

hilft er – gerade in der Industrie –, fossiles

Erdgas aus Russland und darüber hinaus

zu ersetzen. Ich freue mich, dass innovative

Firmen Pilotprojekte vorantreiben,

insbesondere in der schwer zu elektrifizierenden

Mobilität wie im Bausektor“, so

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler.

Neuartiger Wasserstoffmotor

von Liebherr treibt Radlader an

Bei der Antriebstechnologie setzt Strabag

auf den erfahrenen Partner Liebherr. Der

Baumaschinenhersteller hat kürzlich

einen Radlader mit Wasserstoffmotor

vorgestellt. „Die Technologie des Wasserstoffmotors

erlaubt es, auch große Fahrzeuge,

die aufgrund hoher Energiebedarfe

schwer zu elektrifizieren sind, CO2 frei zu

betreiben“, erklärt Dr.-Ing. Herbert Pfab,

technischer Geschäftsführer der Liebherr-

Werk Bischofshofen GmbH. Die dafür

benötigten Wasserstoffmotoren werden im

eigenen Motorenwerk des Liebherr-Produktsegments

Komponenten in Bulle

(Schweiz) hergestellt. Sie ermöglichen

zukünftig die Zero-Emission-Zertifizierung

der Maschinen hinsichtlich CO2 und

werden auch die in Vorbereitung befindlichen

Grenzwerte für Nullemission bei

Stickoxiden erfüllen. Strabag und Liebherr

werden den Radlader in einem mehrjährigen

Testbetrieb im täglichen Einsatz

erproben. Durch die Errichtung der dafür

benötigten Infrastruktur hat die Strabag

im Kanzelsteinbruch in Gratkorn die

Rahmenbedingungen dafür geschaffen.

Nicht nur die Entwicklung des Radladers

stellt eine große Herausforderung dar,

sondern auch die zuverlässige Versorgung

des Steinbruchs mit grünem Wasserstoff

ist eine anspruchsvolle Aufgabe für die

Beteiligten. Strabag konnte mit der

Energie Steiermark einen Partner

gewinnen, der über die notwendige

Wasserstoff-Kompetenz verfügt und die

Wasserstoffversorgung für die Betankungsinfrastruktur

im Steinbruch

aufbaut. „Wasserstoff ist ein wesentlicher

Baustein der Energiewende. Mit unserer

Produktionsanlage für grünen Wasserstoff

in Gabersdorf haben wir die Grundlage

geschaffen, um regionale Industriekunden

beliefern zu können. Gemeinsam mit

Strabag und Liebherr dieses wegweisende

Projekt umzusetzen, stärkt nicht nur

unsere Position als Nachhaltigkeits-Partner

vor Ort, sondern auch die Steiermark

als Standort“, so Energie Steiermark

Vorstand Martin Graf.

Die klimaneutrale Gewinnung von

Rohstoffen hat viele Facetten. Der

emissionsarme Betrieb der Baumaschinenflotte

ist ein Teil davon. Auf dem Weg

zum nachhaltigen Steinbruch setzt

Strabag CEO Klemens Haselsteiner im Wasserstoff-Radlader.

Strabag noch weitere Maßnahmen um. In

Saalfelden wurden schrittweise einige

dieselbetriebene Mobilgeräte durch

elektrische Förderbänder ersetzt, wobei

eines davon über das Gewicht der Steine

Strom für den Eigenverbrauch erzeugt.

Durch die Masse des Rohsteins auf dem

Förderband zieht eine große Kraft nach

unten – dadurch wird ein Generator

angetrieben, der das Förderband bremst

und Strom produziert. Im Steinbruch

Eigenrieden (Thüringen) sollen zudem

zeitnah und erstmals in Deutschland

autonome akkubetriebene Elektromuldenkipper

zum Einsatz kommen. In einem

stillgelegten Teil des Steinbruchs Gaaden

hat Strabag der Natur wieder das Feld

überlassen – heute ist dieser Bereich ein

vielfältiges Biotop, das unzähligen

Vogel- und Insektenarten ein neues

Zuhause bietet.

www.liebherr.com

www.strabag.com

36 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2024 37



MASCHINEN + TECHNIK

AAB EISTERER

Effiziente Abbrucharbeiten mit

Mietmaschinen von AAB Eisterer

In der Abbruchbranche sind Effizienz und Präzision entscheidend. AAB Eisterer

bietet seit vielen Jahren eine umfangreiche Auswahl an hochleistungsfähigen

Baugeräten. So können Unternehmen mit Spezialmaschinen ihre Arbeitsabläufe

einmalig oder dauerhaft optimieren.

A

AB Eisterer bietet ein umfassendes

Sortiment an hochleistungsfähigen

Abbruchwerkzeugen zur Miete und zum

Verkauf. Der Maschinenpark umfasst

drehbare Abbruchzangen sowie starre und

drehbare Pulverisierer. Dabei sind die

Geräte stets in verschiedenen Größen

erhältlich, sodass sich für jedes Trägergerät

auch ein passendes hydraulisches

Anbaugerät für Abbrucharbeiten findet.

Die verfügbaren Geräte wurden für den

dauerhaften Einsatz sowie die anspruchsvollen

Anforderungen der Abbruchbranche

entwickelt und bieten optimale

Lösungen für unterschiedliche Projektbedürfnisse.

Gleichzeitig zeichnen sie sich

durch ihre Robustheit und Vielseitigkeit

aus. Diese Geräte sind speziell für die

anspruchsvollen Anforderungen der

Abbruchbranche entwickelt und bieten

Ob drehbare Abbruchzangen

oder starre bzw. drehbare

Pulverisierer: AAB Eisterer

bietet für die Abbruchbranche ein umfassendes

Sortiment an hochleistungsfähigen

Abbruchwerkzeugen zur

Miete und zum Verkauf.

optimale Lösungen für unterschiedliche

Projektbedürfnisse.

Drehbare Abbruchzangen

Zusätzlich zu den Pulverisierern stehen

drehbare Abbruchzangen in sechs Größen

für Trägergeräte von 2 bis 55 t zur

Verfügung. Diese Zangen sind ideal für

präzise Abbrucharbeiten an Beton- und

Stahlstrukturen. Ihre hydraulische

Drehfunktion ermöglicht exakte Positionierung

und erleichtert den Einsatz unter

schwierigen Bedingungen. Die robuste

Bauweise und Vielseitigkeit der Abbruchzangen

machen sie zur perfekten Wahl für

anspruchsvolle Aufgaben.

Starre und drehbare Pulverisierer

Das Sortiment umfasst starre Pulverisierer

in sieben Größen, passend für Trägergeräte

von 6 bis 80 t. Diese robusten Anbaugeräte

sind ideal für den primären Abbruch von

Beton- und Stahlkonstruktionen und

garantieren eine hohe Lebensdauer und

Zuverlässigkeit. Für komplexere Projekte

bietet AAB Eisterer auch drehbare Pulverisierer

in acht Größen für Trägergeräte von

6 bis 90 t an. Die kontinuierliche hydraulische

Rotation ermöglicht präzise Positionierung

und erhöht die Effizienz der

Abbrucharbeiten. Der doppelte

Drehkranz sorgt zusätzlich für

Stabilität und Sicherheit.

Langlebigkeit

und Mietlösungen

Die Pulverisierer und Abbruchzangen

von AAB Eisterer zeichnen

sich durch eine verstärkte Struktur aus,

die eine lange Lebensdauer garantiert. Die

durchdachte Form erleichtert das Entladen

des zerkleinerten Materials und

optimiert den Arbeitsprozess. AAB

Eisterer ermöglicht Bauunternehmen,

diese Geräte zu mieten, was eine kostengünstige

und flexible Durchführung von

Abbruchprojekten ermöglicht, ohne hohe

Investitionen in eigenes Equipment. Die

Mietflotte passt sich den Projektanforderungen

optimal an und bietet effiziente

Lösungen für jede Herausforderung.

www.aab-eisterer.at

38 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH

-Baumaschinen

ein Vergleich zahlt sich aus

wir bieten:

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Systeme wie Topcon oder Trimble

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MASCHINEN + TECHNIK

LEHRLINGE

Praxisorientiertes Lehrlings-Camp

informiert über aktuellste Technik

Andreas Haider von

Kaeser Kompressoren

vermittelte an einem

Kaeser Mobilair

Kompressor u.a.

praxisnahe Fehleranalysen

mit

moderner Diagnostik.

14 Lehrlinge aus 7 Firmen nützen die

Gelegenheit zur praxisorientierten

überbetrieblichen Zusatzausbildung.

Wegen großen Erfolgs prolongiert: Bereits zum zweiten Mal veranstaltete die Firma

Leithäusl unter der Federführung des Initiators Ing. Andreas Hüttner das betriebsübergreifende

Baumaschinentechnik-Camp auf ihrem Bauhof in Wien Floridsdorf. Heuer

wurden die 14 Lehrlinge von Experten bekannter Baumaschinen-Hersteller in den

Bereichen Sicherheit, Hochvolttechnik bei Baggern, Hydraulik, Drucklufttechnik und

Asphalteinbaumaschinen unterrichtet.

I

nsgesamt haben im letzten und im heurigen

Jahr bereits 15 Firmen bei diesem

über die eigenen Firmengrenzen hinausgehenden

dreitägigen Workshop für Lehrlinge

mitgemacht. Heuer waren es die

Firmen Pirtek, Huppenkothen, Kaeser und

Wirtgen, deren Spezialisten den Lehrlingen

aktuellstes und umfassendes Wissen

aus der Praxis direkt am Gerät vermittelten.

„Wichtig ist uns vor allem auch

die Vermittlung digitaler

Inhalte, die die Lehrlinge in

Zukunft noch viel

beschäftigen werden,“

erklärt der Mastermind

und Begründer

dieses Camps Ing.

Andreas Hüttner,

Betriebswirtschaftlicher

Leiter beim

Bauunternehmen

Leithäusl in Wien.

Unterstützt durch

die Gewerkschaft Bau Holz und die

Arbeiterkammer wurde auch die heurige

Veranstaltung wieder ein großer Erfolg.

Lernen von den Besten

Viele Firmen schickten ihre Lehrlinge zum

Camp 2024, damit sie „in andere Firmen

reinschnuppern und dadurch Ihr Wissen

und Knowhow erweitern können“, wie

etwa Wolfgang Eisenwagen von

Eisenwagen Baumaschinen

erklärt. Auch für die Firma

Porr ist die erstklassige

Freuen sich über eine gelungene

Veranstaltung (v.l.n.r.): Initiator und

Organisator Andreas Hüttner,

Firmenchefin Monika Leithäusl,

Keynote-Speaker und Experte für

Berufsausbildung Robert Frasch und

Ernst Koschitz von der Gewekschaft

Bau Holz und der Arbeiterkammer.

Ausbildung Grund für ihre Teilnahme:

„Das Baumaschinencamp der Firma

Leithäusl bietet eine einzigartige Möglichkeit,

theoretisches Wissen in die Praxis

umzusetzen und sich in realitätsnahen

Szenarien zu beweisen,“ wie Aneta Policarpová,

Leiterin Lehrlingsmanagement bei

Porr erklärt. Prok. Ing. Martin Sulyok,

Bereichsleiter Maschinentechnik bei

Pittel+Brausewetter sieht in dieser

Veranstaltung „einen überaus großen

Mehrwert für die Ausbildung unserer

Lehrlinge: Im Camp werden sehr praxisnah

interessante und zukunftsorientierte

Themen von entsprechenden Fachfirmen

behandelt.“ Für Christian Chudoba,

Geschäftsführer von Wacker Neuson

Österreich, ist es die einzigartige Form der

Praxisvermittlung, warum er seine

Lehrlinge ins Baumaschinen-Camp

schickt, und Daniela Wolf, Prokuristin und

kaufmännische Leiterin bei Dipl.Ing.

Winkler&Co betont ebenfalls die Bedeutung

guter Weiterbildung und Schulungen,

„um für unsere Auftraggeber

Top-Fachkräfte und Experten zur

Verfügung zu haben.“

Baumaschinen zum Angreifen

Drei Tage lang wurden die 14 Lehrlinge,

aufgeteilt in zwei Gruppen, über den

aktuellen Stand verschiedener Baumaschinen-Thematiken

unterrichtet.

Den Anfang machten Ing. Stephan

Hösch, Präventionsexperte Bau von der

AUVA-Landesstelle Wien und Ernst

Koschitz von der Gewerkschaft Bau

Holz /Arbeiterkammer, die sich mit dem

Thema „Sicherer Umgang mit Baumschinen“

beschäftigten. „Aus Präventionssicht

ist es ist wichtig, Lehrlinge

schon in der Ausbildung verstärkt für

das Thema Arbeitssicherheit zu sensibilisieren.

Das bildet das Fundament, um

sichere Arbeitsweisen für den beruflichen

Alltag zu verinnerlichen“, betont

40 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH

Alexej Zuhmann

von Wirtgen

informierte den

Jugendlichen die

Grundlagen eines

Asphaltfertigers.

Wie die Elektrobox–Fehlersuche

beim Kettenbagger

TB 2150

funktioniert,

erklärte Patrick

Kornhofer von

Huppenkothen.

Ing. Stephan Hösch. Ernst Koschitz

findet es „toll, wenn wir als Arbeiterkammer

Wien und Gewerkschaft

Bau-Holz gemeinsam mit den Ausbildungsbetrieben

die Fortbildung der

Lehrlinge in unseren Branchen auch

abseits des Berufsbildes ausbauen

können.“ Er ist überzeugt, dass dadurch

die Attraktivität des Berufsbildes

gesteigert werden kann, und dass, ganz

generell, „die Lehrlingsausbildung

gerade in der heutigen Zeit eines der

wichtigsten Themen überhaupt ist.“

Am Nachmittag des ersten Tages

beleuchtete Patrick Kornhofer und

Lukas Eigner von Huppenkothen die

Themen „Sicherheit beim Umgang mit

HV-Systemen“, „Arten von Batteriespeicher“,

„Elektrominibagger“ sowie der

„Elektrobox-Fehlersuche“ aus der Sicht

des Praktikers. Huppenkothen setzt

sehr stark auf die Lehrlingsausbildung

und bildet aktuell 67 Lehrlinge aus.

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MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Lukas Eigner informierte über

das wichtige Thema „Sicherheit

beim Umgang mit HV-Systemen“

am Minibagger Suncar TB 216E.

PRANGL

Hydraulisches Hubportal im BBT

Für die Montage einer High-Tech Tunnelbohrmaschine im Brenner

Basistunnel errichtete Prangl vor Ort ein hydraulisches Hubportal.

Auf dem Bauhof

der Firma Leithäusl

wurden die

Lehrlinge drei Tage

lang von Experten

bekannter

Baumaschinen-

Hersteller

unterrichtet.

Das letzte Baulos „H53 Pfons-Brenner“

wurde Anfang April 2024 vergeben und so

starteten die Vorbereitungen für einen

neuen Tunnelabschnitt. Für die Montage

der in Einzelteilen angelieferten TBM

„Wilma“ mit einem Gesamtgewicht von

rund 2.700 t wurde Prangl engagiert. Die

in Deutschland gefertigte TBM „Wilma“

hat einen Bohrdurchmesser von 10,37 m

und wurde in Einzelteilen mit insgesamt

120 Transporten zum Baulos „H53

Pfons-Brenner“ transportiert, wo die

Montage erfolgen sollte. Wegen der

beschränkten Arbeitsbreite von 16 m und

einer Hebekapazität von 269 t kam für

diesen Job nur ein 534 t Hubportal in

Frage. Der Vorteil von hydraulischen

Hubportalen liegt in ihrer Vielseitigkeit,

denn sie können mit unterschiedlichsten

Abmessungen und Hubleistungen kombiniert

werden. Auch das Verschieben von

Lasten in Querrichtung ist dank hydraulischer

Verschubsysteme möglich. Dadurch

wird ein exaktes Positionieren der Last

garantiert. In diesem Fall wurde das

Hubportal mit einer 18 m langen Verschubeinheit

inklusive Drehvorrichtung

ausgestattet sowie mit 60 m Fahrschienen.

Für die Montage wurde die TBM in Einzelteilen

mit max. 90 t in die Montagekaverne

angeliefert. Zu den wichtigsten

Komponenten zählen dabei der Hauptantrieb

inklusive Schneiderad. Die größte

Foto: Prangl

Das Aufdrehen des

Schneiderades mit

einem Durchmesser

von 10,6 m stellte die

größte Herausforderung

dar.

Herausforderung stellte das Aufdrehen

des Schneiderades mit einem Durchmesser

von 10,6 m dar, welches nach dem

Zusammenbau 269 t auf die Waage

brachte. Mit höchster Konzentration

konnte diese Aufgabe ohne Zwischenfälle

bewältigt werden – ebenso wie das

Aufdrehen des Antriebs mit einem

Gewicht von 234 t.

www.prangl.at

Deshalb war es auch eine Selbstverständlichkeit,

bei diesem Camp mitzumachen,

wie Martin Jandorek, Filialleiter bei

Huppenkothen Wr. Neudorf, erklärt:

„Jegliche Schulung mit Lehrlingen fördert

und entwickelt die BaumaschinentechnikerInnen

und andere Lehrberufe der

Zukunft. Wenn wir dazu einen Beitrag

leisten dürfen, stehen wir gerne mit

unserem Know-how zur Verfügung. Bei

diesem Event war es uns in erster Linie

wichtig, den Umfang der Tätigkeit und die

Grundlagen der Technik einer Baumaschine

wie Hydraulik, Elektrik und

Mechanik zu vermitteln. Die Zukunft

bringt in der Baumaschine immer mehr

Elektronik und der Umgang mit Hochvolt

bei der Elektrifizierung der Geräte wird

immer wichtiger werden.“

Am zweiten Tag stand zu Beginn das

Thema Hydraulik auf dem Programm.

Martin Petronczki und Johannes Maisel

von Pirtek gaben den Lehrlingen detaillierte

Einblicke in die Grundlagen der

Hydraulik, in die unterschiedlichen

Schlauch- und Verbindungsarten,

Schlauchbruchsicherungen, Fluidinjektionen

und anderes mehr. Martin Petronczki:

„Da es viele Lehrberufe gibt, aber leider

keine Lehrlingsausbildung eines Hydraulikers,

wollten wir die Chance nutzen,

einigen Lehrlingen die Hydraulik näher zu

bringen. Unsere Erfahrung ist, dass die

Arbeiten in Hydrauliksystemen meist auf

die leichte Schulter genommen werden.

Deshalb haben wir auch einen Teil der

Arbeitssicherheit gewidmet. Es ist uns

wichtig, den jungen Mechanikern zu

zeigen, was alles passieren kann, wenn

man nicht aufpasst, und welche Folgen das

für sie und ihre Kolleggen haben könnte.“

Pneumatik war anschließend das

Thema von Andreas Haider, Produktverantwortlicher

„Mobilair“ bei Kaeser

Kompressoren: „Uns ist es angesichts des

Fachkräftemangels in sehr vielen Bereichen

ein großes Anliegen, die Wissensvermittlung

für die Lehrlinge zu unterstützen.

Es wurden nicht nur Grundlagen

rund um die Drucklufttechnik vermittelt,

sondern auch praxisnahe Fehleranalysen

mit moderner Diagnostik an den Kaeser

Mobilair Kompressoren durchgeführt.“

Und er ergänzt: „Mir persönlich war es

auch ein großes Anliegen, den Lehrlingen

zu vermitteln, wie wichtig ihr Job und

auch ihre späteren Möglichkeiten und

Aussichten in der Berufswelt sind.“

Am dritten und letzten Tag unterrichteten

Michael Krögner und Alexej Zuhmann

von Wirtgen die Jugendlichen in Grundlagen,

Aufbau, Bohlen, Fehlerquellen u.ä.

von Asphalteinbaumaschinen anhand

eines Asphaltfertigers von Vögele. Für

Michael Krögner ist eine qualitativ

hochwertige Ausbildung junger Menschen

eine essenzielle Notwendigkeit, „damit wir

auch in Zukunft genügend Fachkräfte

haben, die dafür sorgen, dass die Maschinen

bei Bedarf sofort repariert werden

können und rasch wieder einsatzbereit

sind.“

Nächstes Camp 2025

Alle Lehrlinge bekamen zum Abschluss

eine Teilnahmebestätigung, von der

Gewerkschaft Bau Holz und der Arbeiterkammer

gab es dazu noch ein kleines

Geschenk. Die Organisatoren und mitwirkenden

Firmen haben bereits angekündigt,

dass es das Lehrlingscamp auch

2025 wieder geben wird. Firmenchefin

Monika Leithäusl ist überzeugt, mit

diesem Camp ein ganz besonderes Angebot

zu haben: „Wo sonst bekommt man im

Rahmen seiner Ausbildung eine Maschine

am Gerät vom Hersteller selbst erklärt?

Dieses Angebot wissen immer mehr

Firmen zu schätzen.“ Und daher zeigt sie

sich auch offen für eine mögliche Ausweitung

der Veranstaltung. Das würde auch

dem Wunsch der Hälfte der Lehrlinge

entsprechen, die in einer anonymen

Feedback-Befragung angaben, sich eine

Verlängerung des Camps auf fünf Tage

zu wünschen.

KLEINE MASCHINE, GROSSES WERKZEUG

KTEG KTC390-7

42 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2024 43



MASCHINEN + TECHNIK

VERNETZTES

ARBEITEN

Rahofer.

Das Speicherbecken hatte eine meterdicke

Sedimentschicht angesammelt, die von einem

Bagger ausgehoben wurde. Der Wolff 8060.25

Cross beförderte die bis zu 18,0 t schweren

Kranmulden mit Sediment zum

Ablagerungsplatz.

Ein Wolff im Grünen: Um vor Alpenpanorama

arbeiten zu können, musste der Wolff die

schwer zugängliche Zufahrtsstraße

erklimmen. Ab da lief alles reibungslos.

WOLFFKRAN

Wolffkran Austria entsendet Kraftpaket

für die Speicherbecken-Reinigung

„Je stärker, desto besser“ war das Motto der Firma Kostmann GesmbH bei der Suche

nach einem Kran für die Sedimententfernung des Speicherbeckens Roßwiese im Auftrag

der Verbund Hydro Power GmbH. Fündig wurde das Bauunternehmen bei Wolffkran

Austria, die für das Projekt Ende Juni mit einem Wolff 8060.25 Cross eines ihrer

stärksten Modelle zu dem auf 1.200 m Höhe liegenden Arbeitsplatz entsandte.

M

it einer maximalen Tragkraft von

25,0 t und einer Spitzentragfähigkeit

von 14,0 t bei 50 m Auslegerlänge ist er

optimal dafür ausgelegt, die bis zu 18,0 t

schweren Kranmulden mit Aushub vom

Speicherbecken zur Deponie zu befördern.

Insgesamt wurden fast 20.000 m 3

Sedimentmaterial in weniger als einem

Monat bewegt.

Die Anfahrt zur Baustelle erwies sich

als besonders anspruchsvoll. Im Tal

mussten die aus Wien kommenden

Kranteile umgeladen werden. Auf der

6 km langen Forststraße mit zehn Haarnadelkurven,

die über 600 Höhenmeter

zum Speicherbecken hinaufführt, können

nur Lkw mit kurzen Anhängern fahren

– und nur nach mindestens drei Tagen

trockenen Wetters. Der aufwändige

Transport und Aufbau dauerte drei Tage

und forderte das Team um David Pucher,

Bauleiter bei der Kostmann GesmbH,

auch zum Abschluss der Kranarbeiten

noch einmal heraus.

Wolffkran Austria konnte die Firma

Kostmann für dieses Projekt als neuen

Kunden gewinnen. „Wolffkran machte uns

nicht nur ein sehr interessantes Angebot,

das Wolffkran-Team hat trotz der komplexen

Lage des Einsatzortes auch für einen

reibungslosen Transport, Auf- und Abbau

des Krans gesorgt“, so David Pucher. Mitte

August wurde der Wolff 8060.25 erfolgreich

demontiert und trat seine Rückreise

nach Wien an.

www.wolffkran.com

MIT BAUMASCHINENTECHNIK DIE ZUKUNFT KOPPELN

Die Schnellwechselvorrichtung SW2-Q GPS und SW3-Q GPS mit Oil- und Elektro-Quickfunktion

für Hydraulik bagger (12t bis 40t) macht das automatische Kuppeln von digital

aufbereiteten Gelände plandaten zum Kinderspiel. Ein zu tiefes Eindringen des Böschungs

löffels über das Zielprofil hinaus wird verhindert, indem die Löffelkante in Echt zeit

und Relation zur Maschinenposition und den Geländeplandaten durch gezielte Sensorik

und 3D-Daten gesteuert wird. Schnell, einfach, intelligent – und sicher. Denn durch die

selbstnach stellende, konische Verriegelung mit permanent vorgespanntem Konstantdruck

sitzt das Werkzeug immer fest und ist somit spielfrei. Mehr auf bmt.at

44 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

In Ehrwald wird der neue

Radlader im Kieswerk

ebenso eingesetzt, wie in

der Deponie, der

Schottergrube und

dem Steinbruch.

KUHN

Komatsu WA475-10 Radlader an

Alfred Neuberger GmbH übergeben

Das Familienunternehmen aus Ehrwald verstärkt seinen Fuhrpark durch

diese leistungsstarke Baumaschine, die bei Kuhn erworben wurde. Die

beiden Unternehmen verbindet eine jahrzehntelange Zusammenarbeit.

D

Von links: Josef Stöckl

(Verkauf Kuhn), Marco

Neuberger und Fahrer

Mario Biwoka.

en Grundstein für das heute bekannte

Unternehmen Alfred Neuberger

GmbH legte Max Neuberger bereits in den

1950er-Jahren. Ursprünglich als reines

Transportunternehmen gegründet, wuchs

der Fuhrpark in den 1960er-Jahren

deutlich an. Gegen Ende der 1960er-Jahre

übernahm man die Schottergrube in

Ehrwald und setzte damit einen wichtigen

Schritt in der Firmengeschichte.

1980 übernahm Egon Neuberger die

Firmenleitung, bevor diese im Juli 1988 an

den damals erst 24-jährigen Alfred

Neuberger überging. Unter dessen

Führung wuchs der Betrieb bis heute

rasant an. „Wir beschäftigen circa 30

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und

unser Fuhrpark umfasst rund 70 Fahrzeuge“,

erklärt Alfred Neuberger. Mit dem

Kauf des Komatsu-Radladers WA475-10

kam kürzlich eine weitere moderne

Baumaschine hinzu.

„Im Jahr 2018 erwarben wir den

Radlader WA470 von Komatsu. Mit dem

neuen WA475-10 ist nun allerdings ein

neues Modell auf den Markt gekommen,

dass unser Interesse geweckt hat. Die

Baumaschine besticht durch eine sehr

starke Performance. Der geringe Treibstoffverbrauch,

die Fahrdynamik und die

äußerst starke Leistung dieses Radladers

waren die ausschlaggebenden Gründe für

den Kauf“, so Alfred Neuberger.

Voller Einsatz

Alle Fahrer, welche das neue Gerät bisher

bedient haben, sind begeistert. Zum

Einsatz kommt der neue Radlader in

Ehrwald sowohl im Kieswerk als auch in

der Deponie, der Schottergrube und dem

Steinbruch. Zu den Stärken des WA475-10

zählt jedenfalls sein leistungsverzweigtes

Getriebe von Komatsu (KHMT) sowie ein

Motor gemäß EU Stufe V. Das neue

Arbeitsgerät vereint die Vorteile des

Vorgängermodells mit einer bis zu 30%

höheren Kraftstoffeffizienz. Die einfache

Bedienung der Baumaschine, bei jeglichen

Transport- und Ladeeinsätzen spricht

ebenfalls dafür, dass sich Alfred Neuberger

Alfred Neuberger

überzeugt sich höchstpersönlich

von den

Fähigkeiten des neuen,

leistungsstarken

Radladers.

für dieses Gerät entschieden hat.

Mit Sohn Marco Neuberger ist bereits

die nächste Generation im Familienunternehmen

vertreten. Die Ehrwalder Firma

jedenfalls steht für beständiges Wachstum

und ist in vielen Bereichen tätig. Neben

zwei Deponien, dem Steinbruch, dem

Kieswerk und der Schottergrube ist das

Unternehmen unter anderem auch in den

Bereichen Erdbau, Abbruch, Pistenbau

und Spezialtransporte tätig.

Enge Kooperation

„Mit der Firma Kuhn verbindet uns eine

Partnerschaft, die beinahe dreißig Jahre

andauert. Zudem haben wir gemeinsam

Projekte verwirklicht. Wir sind mit den

Komatsu-Maschinen sehr zufrieden und

diese Kooperation hat Bestand“, so Alfred

Neuberger, dessen Unternehmen übrigens

auch Forstwege saniert und im Bereich

Rekultivierung tätig ist. Branchen also,

die zukünftig eine wichtige Rolle spielen

werden.

www.kuhn.at | www.neuberger.cc

EPIROC

Zwei neue Kraftpakete für den Abbruch

Epiroc stellt die neuesten Ergänzungen seiner Abbruchpulverisierer-Reihe

vor: die neuen DP 2320 und DP 4220 mit Performance Booster.

D

er DP 2320 ist für Trägergeräte von

18-29 t geeignet und hat ein Dienstgewicht

von 2.350 kg. Der größere DP 4220

passt für Trägergeräte von 38-57 t und hat

ein Dienstgewicht von 4.220 kg. Die Epiroc

Abbruchpulverisierer zeichnen sich

dadurch aus, dass der Performance

Booster an vorhandenen Anbaugeräten

nachgerüstet werden kann. Im Gegensatz

zu anderen Pulverisierern auf dem Markt,

die unterschiedliche Gehäuse benötigen,

um die Last eines Performance Boosters

zu bewältigen, unterstützt das schlanke,

modulare Design die zusätzliche Leistung

mühelos. Die Vorteile des Performance

Boosters auf einen Blick: Der Epiroc

Performance Booster steigert die Leistung

des Abbruchpulverisierers um bis zu 20%,

sodass Aufgaben schneller und effizienter

erledigt werden können. Der Performance

Booster erhöht nicht nur die Leistung,

Mietverbau in neuerwertiger Qualität

Ohne Überraschungen

SO BLEIBT IHR FLEXIBEL

sondern minimiert auch die Zykluszeit für

das Öffnen und Schließen der Pulverisiererarme

um bis zu 25%, was die Produktivität

auf der Baustelle steigert. Eine

signifikante Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs

des Trägergeräts um bis zu

35% ist möglich, was die Epiroc Abbruchpulverisierer

mit Performance Booster zu

einer nachhaltigen und kosteneffizienten

Lösung machen.

www.epiroc.com | www.epirocgroup.com

Die beiden neuen Modelle DP 2320 und

DP 4220 (Bild) bieten präzises Handling

und eine beeindruckende Brechkraft. Ihr

schlankes, modulares Design eliminiert die

Notwendigkeit für einen Kolbenstangenschutz

und die 360° endlose hydraulische Rotation

gewährleistet optimale Positionierung

und präzises Handling auf der Baustelle.

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DEN ORIGINAL ROLLENSCHLITTEN-VERBAU

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46 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2024 47



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

DEWALT

Neuheiten und Aktionen

Dewalt entwickelt seit 100 Jahren leistungsstarke, innovative und anwenderfreundliche

Elektrogeräte ohne Kompromisse. Im Jubiläums-Herbst 2024 wird das Dewalt Sortiment

durch eine Vielzahl an professionellen Tools erweitert. Zu den Highlights zählt neben

attraktiven Aktionen insbesondere die Erweiterung des Dewalt 18 Volt XR Akku-Systems mit

dem Launch des DCD1007NT-XJ 18 Volt Akku-Schlagbohrschraubers und des DCE590N-XJ 18

Volt XR Vakuum-Hebers sowie neuen 18 Volt XR Akkus. Zu den Herbst-Neuheiten 2024 zählt

aber auch der DCF964NT-XJ 18 V XR Akku-Schlagschrauber 3/4“ (Bild). Mit einem hohen

Anzugsmoment von bis zu 1.925 Nm bzw. einem Lösemoment von bis zu 2.576 Nm eignet

sich der DCF964NT-XJ optimal für schwere Schraubarbeiten. Dreh- und Schlagzahl sowie

Drehmomentstärke des leistungsstarken 4-Stufen Akku-Schlagschraubers sind über den

feindosierbaren Gasgeberschalter bei allen Anwendungen optimal kontrollierbar und per

Schalter in 3 Stufen elektronisch regulierbar. Die zusätzliche Power-Stufe reguliert die

Drehzahl bei gleichbleibendem Drehmoment für 4 Sekunden herunter. www.dewalt.at

DORN LIFT

Stadtwerke Judenburg: Dorn Lift

übergibt Multitel Arbeitsbühne

Der Arbeitsbühnenspezialist Dorn Lift GmbH aus Lauterach hat im Juli 2024 eine

Multitel Lkw-Arbeitsbühne an die Stadtwerke Judenburg AG ausgeliefert.

D

ie Stadtwerke Judenburg sind ein

obersteirisches Multi-Utility Unternehmen

mit 11 Profit-Centern, darunter

Energieversorgung, Kabel-TV und

Internet sowie ein Elektroinstallationsbetrieb.

„Durch die Investition in die Multitel

Lkw-Arbeitsbühne verfügen die Stadtwerke

Judenburg AG über eine moderne

und vielseitige Arbeitsmaschine“, betont

Alexander Dorn, Geschäftsführer von

Dorn Lift.

Zu den technischen Details: Die

Multitel Arbeitsbühne MJE 250 ermöglicht

eine Arbeitshöhe von bis zu 24,70 m.

Zudem bietet die Arbeitsbühne eine

maximale Korblast von 250 kg und eine

seitliche Reichweite von bis zu 12,50 m

bzw. 16,50 m bei 100 kg Korbbelastung.

Besonders hervorzuheben ist der Ausleger

der Arbeitsbühne, der aus hochfesten

Aluminiumlegierungen in einem einzigen

Strangpressverfahren ohne Schweißnähte

hergestellt wurde. Dies verleiht der Bühne

eine herausragende Stabilität und

Langlebigkeit. Die Lkw-Arbeitsbühne

kann mit einem B-Führerschein gefahren

werden, was ihre Flexibilität und Zeitsparpotenziale

weiter erhöht. Dank der

ausgereiften Technologie ermöglicht die

Multitel Arbeitsbühne einen präzisen,

schnellen und zuverlässigen Betrieb – ein

wesentlicher Vorteil in einem

Arbeitsalltag, der Flexibilität und Effizienz

erfordert.

Die Judenburger sind ein Unternehmen

mit einer beachtlichen Geschichte, denn

bereits 1904 hat mit der Errichtung des

„Electricitätswerkes Judenburg“ alles

angefangen. „Seit 120 Jahren gehen wir

mit der Zeit, und gestalten die Stadt und

die Region“, betont Dieter Groselj, Leiter

E-Installation stolz. Rund 180 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter versorgen täglich

rund 60.000 Menschen im Murtal und

darüber hinaus. „Dorn Lift wünscht der

Stadtwerke Judenburg AG viel Freude mit

ihrer neuen Multitel 24 m Lkw-Arbeitsbühne

und bedankt sich für das Vertrauen

und die erfolgreiche Zusammenarbeit“, so

Alexander Dorn.

www.dornlift.com | www.stadtwerke.co.at

Foto: Dewalt

Foto: Terra-Mix

MÖRTLBAUER

Terra-Mix setzt bei Impulsverdichtung

auf „schwere Jungs“ von HD Hyundai

Die 52-t-Bagger von Hyundai überzeugen Terra-Mix als

Trägergeräte der Verdichtungs-Einheit.

D

as 2001 gegründete Unternehmen

Terra-Mix mit Sitz in Westmannstätten

hat die Impulsverdichtung zur

dynamischen Bodenstabilisierung entwickelt.

Dabei wird ein Fallgewicht mit einer

definierten Masse von 9.000 kg mit einer

hohen Schlagfrequenz (40 bis 60 Schläge/

min) aus einer bestimmten Höhe mehrmals

auf eine Stahlplatte fallen gelassen.

So wird der Untergrund bei jedem Schlag

verdichtet. „Vorteil dieser Art der Bodenverdichtung

ist der GPS-gestützte

Nachweis des Verdichtungserfolgs“, erklärt

Martin Müller, in der Terra-Mix-

Geschäftsführung für Technik und

Einkauf verantwortlich. Laut Müllers

Ausführungen glänzt das von seinem

Unternehmen entwickelte Verdichtungsverfahren

mit dem kleinsten CO2-Fußabdruck

von allen Baugrund-Verbesserungsmethoden.

Schwere Hydraulikbagger

von Hyundai, geliefert

vom HD Hyundai-Vertragshändler

Mörtlbauer Baumaschinen, sind das

Herzstück der Technik. Die Verdichtungstechnik

inklusive der Veränderung

des Bagger-Auslegers übernimmt Terra-

Mix in Eigenregie. „Für uns sind moderne,

kraftstoffsparende Hydraulikbagger als

Trägergeräte essentiell. Die 52-t-Bagger

von Hyundai überzeugen durch hervorragenden

Stahlbau, einen stabilen Unterwagen

und eine leistungsfähige Hydraulik

zum Antrieb der Verdichtungs-Einheit“, so

Müller. Aktuell sind fünf Hyundai-Großbagger

im Einsatz und in 2024 kommen

zwei weitere hinzu. Das Verdichtungsgerät

für die Impulsverdichtung hat Terra-Mix

RM J110X

DEPENDABLE PERFORMANCE

HD Hyundai HX 520 AL mit 298 kW

Leistung als Trägergerät für die Impuls-

Bodenverdichtung von Terra-Mix.

selbst entwickelt und komplettiert es zur

fertigen Einheit. Das hydraulisch absetzbare

Heckgewicht ist eine große Erleichterung

und vereinfacht die Transporte.

www.terra-mix.com

www.moertlbauer-baumaschinen.com

Erfolgreiche Übergabe der MJE 250 durch Geschäftsführer Alexander

Dorn (links) an Dieter Groselj (Leiter E-Installationen, rechts).

Multitel Lkw-Arbeitsbühne MJE 250

aufgebaut auf Iveco.

Fotos: Dorn Lift

EXTREM MODULAR – vielseitige Lösungen für all Ihre Anforderungen in der Prozesstechnik

EXTREM LEISTUNGSSTARK & zuverlässig – das beste Durchsatz-Gewicht-Verhältnis seiner Klasse

EXTREM EFFIZIENT – optimieren Sie Ihren Materialfluss & reduzieren Energiekosten

EXTREM BENUTZERFREUNDLICH – erhöhen Sie Ihre produktiven Betriebszeiten

RUBBLE RUBBLE MASTER MASTER HMH HMH GmbH GmbH | Im Südpark | Im Südpark 196 196 | A-4030 | A-4030 Linz Linz | +43 | +43 732 732 73 71 71 17 17 | sales@rubblemaster.com

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48 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2024 49



MASCHINEN + TECHNIK

MWT

Mobile Bandwaagen von MWT: präzise

Messungen auch bei extremen Bedingungen

MWT bietet mit den mobilen Bandwaagen auf Basis von BM10 und WK60 Lösungen,

die selbst unter schwierigsten Bedingungen zuverlässig arbeiten. Diese fortschrittliche

Wiege-Elektronik meistert Herausforderungen wie Vibrationen, Staub und

Temperaturschwankungen mühelos.

T

rotz der ständigen Bewegung auf den

Förderbändern liefern die Bandwaagen

von Mobile Wiegetechnik präzise

Messergebnisse. Die Kombination aus

ausgereiften Systemen und dynamischer

Wiegung ermöglicht es, unter widrigen

Umständen verlässliche Daten zu

erheben. Im Baustellenalltag ist es

essenziell, dass die Waagen kontinuierlich

exakt arbeiten und dabei minimalen

Wartungsaufwand erfordern. Eine präzise

Bandgeschwindigkeitsmessung ist

unverzichtbar für ein lückenloses Monitoring,

das optimale und zuverlässige

Ergebnisse gewährleistet. Die Wiegesysteme

von MWT sind unauffällig unter

den Förderbändern installiert und messen

das Gewicht des Förderguts in jedem

Steigungswinkel. Ein integriertes Neigungsmesssystem

sorgt für automatische

Winkelkorrekturen, wodurch die mobilen,

eichbaren Bandwaagen von MWT

Leistungen von bis zu 1.000 t/h erreichen.

Robuste Bauweise

und einfache Integration

MWT setzt bei seinen mobilen Bandwaagen

ausschließlich auf hochwertige

Baugruppen, die unter allen Einsatzbedingungen

ideal funktionieren. Die spezielle

Konstruktion ermöglicht eine einfache

Nachrüstung in nahezu jeder Förderbandkonstruktion,

unterstützt durch die

geringe Einbauhöhe. Einmal installiert,

zeichnen sich die BM10 und WK60

Wiegesysteme durch ihren geringen

Wartungsaufwand aus.

Die fortschreitende Digitalisierung

trägt zudem zur effizienten Gestaltung

von Arbeitsprozessen bei, spart Zeit und

Kosten und optimiert Betriebsabläufe. Die

dynamische Verwiegung während des

Materialtransports ermöglicht eine

schnelle und präzise Beladung, was zu

erstklassigen Messergebnissen führt.

Durch die Verwendung hochwertiger Baugruppen liefern die mobilen Bandwaagen von

MWT unter allen Einsatzbedingungen exakte Werte, unabhängig vom Steigungswinkel.

Individuelle Anpassung

an Kundenanforderungen

MWT stellt sicher, dass wichtige Daten in

Echtzeit zur Verfügung stehen und flexibel

an die spezifischen Bedürfnisse der

Kunden angepasst werden können.

„Unsere Bandwaagen bieten digitale

Wiegedaten in Echtzeit und integrieren

sich nahtlos in bestehende Systeme.

Technologien wie GPS, Mobilfunk und

WLAN ermöglichen eine einfache Bedienung

über ein Touch-Display. Der Zugriff

über Tablet, Handy oder PC bietet höchste

Mobilität und Bedienkomfort“, betont

Günter Schmalnauer, Geschäftsführer von

MWT in Pichl bei Wels. So bietet MWT

eine moderne und komfortable Lösung für

die Betriebsdatenerfassung im

Baugewerbe.

www.mwt-systeme.at

50 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

Rot-weiß-roter Jubel soweit das

Auge reicht: Über 30.000 Fans

feierten im Rahmen der

Abschluss-Veranstaltung das österreichische

Nationalteam der Berufe.

Jubeln über den Weltmeister-Titel: Stefan Huber (links, aus Schönbach) und Christoph Kurz (aus Zwettl).

Das Duo von der Georg Fessl GmbH holte in beeindruckender Manier Gold für Österreich im Betonbau.

Das Team Austria zählt bei den 47. WorldSkills zu den erfolgreichsten Nationen der Welt.

WORLDSKILLS

Österreich erneut Fachkräfte-Supermacht

Die 47. WorldSkills, die Weltmeisterschaften der Berufe, sind geschlagen: Nach vier

nervenaufreibenden Wettbewerbstagen wurden am 15. September 2024 im französischen

Groupama-Stadion die Weltmeisterinnen und Weltmeister gekürt. Österreich erkämpfte

sich im weltweiten Medaillenvergleich sensationell den sechsten Platz.

U

mrahmt von einer eindrucksvollen

Schluss-Show im Groupama-Stadion

in Lyon avanciert Österreich mit drei

Gold-, einer Silber- und drei Bronze-

Medaillen zu einer der erfolgreichsten

Nationen der Welt. Zusätzlich sichert sich

das Team Austria 22 Medallions for

Excellence, die für außergewöhnliche

Leistungen nach den Podestplätzen

vergeben werden. Nicht nur zum Weltbesten

seines Fachs, sondern auch zum

erfolgreichsten Teilnehmer des österreichischen

Nationalteams krönt sich Manuel

Bender: Der Florist aus Steyr in Oberösterreich

setzt sich gegen die Besten der

Besten aus aller Welt durch und gewinnt

auch den prestigeträchtigen Titel „Best of

Nation“.

Als Weltmeister dürfen sich ab sofort

auch Stefan Huber (aus Schönbach) und

Christoph Kurz (aus Zwettl) in Niederösterreich

bezeichnen. Das Duo von der

Georg Fessl GmbH holt in beeindruckender

Manier Gold für Österreich im

Betonbau. Für das vom Wiener Experten

und Berufsschullehrer Thomas Prigl

gecoachte Team ist es der fünfte Weltmeistertitel

en suite. Damit setzt Österreich

eine nicht erreichte Siegesserie bei den

seit 1951 ausgetragenen Berufsweltmeisterschaften

fort.

Der beste Fliesenleger der Welt kommt

aus St. Aigen im Ennstal in der Steiermark:

Fachkraft Florian Gruber von

Wieser Handwerk ist von keinem der

Mitstreiter aus aller Welt zu besiegen.

Auch in der Fliesenverlegung setzt

Österreich eine beeindruckende Erfolgsserie

fort: Nach Gold bei der Euro 2023

und der WM 2022 ist es der dritte Weltbzw.

Europameistertitel in Folge. Bei allen

drei Titeln als Experte an Bord: der

Fotos: SkillsAustria/Florian Wieser/Max Slovencik

Ennstaler Coach Andreas Stiegler, der

ebenfalls bei der Wieser Handwerk

GmbH beschäftigt ist.

Für eine echte Premiere sorgt

Magdalena Rath: Zum allerersten Mal in

der Geschichte der Berufswelt- und auch

Europameisterschaften gewinnt Österreich

mit Bronze eine Medaille in

„Digital Construction“. In der digitalen

Gebäudeplanung erobert die Steirerin

aus Bad Blumau den dritten Platz für

Österreich. Die Absolventin der HTBLVA

Graz Ortweinschule und nunmehrige

Fachkraft von Pilz und Partner Ziviltechniker

GmbH sorgt damit für eine

rot-weiß-rote Premiere. Auch Tirol darf

feiern: Gecoacht wird die Medaillengewinnerin

von Expertin Larissa Schneiderbauer

von der Universität Innsbruck.

Die internationale Klasse und Breite

des österreichischen Nationalteams zeigt

auch der Blick auf die „Medallions for

Excellence“, die für herausragende

Leistungen nach den Podestplätzen

vergeben werden. Insgesamt kann das

Team Österreich 22 Medallions for

Excellence erobern. Zu den so ausgezeichneten

Fachkräften zählen auch

Fabian Reisinger aus Altschwendt in der

Land- und Baumaschinentechnik,

Lkw-Techniker David Weinberger aus St.

Leonhard bei Freistadt, Schweißer

Alexander Pfleger aus St. Jakob im

Walde sowie Hochbauer Jonas Lev aus

Strobl in Salzburg.

Im Medaillenspiegel belegt Österreich

– nach olympischer Zählweise – mit

3 x Gold, 1 x Silber und 3 x Bronze sowie

22 Medallions for Excellence den

sechsten Platz, vor Deutschland. In der

bei WorldSkills verbreiteten Zählweise –

ein Punktesystem, bei dem Gold vier,

Silber drei, Bronze zwei und Medallions

for Excellence mit einem Punkt belohnt

werden – rangiert die Alpenrepublik auf

Rang acht. Im Medaillenspiegel verbessert

sich Österreich – im Vergleich zu den

Weltmeisterschaften 2019 (6 x Gold, 5 x

Silber und 1 x Bronze) und 2022 (6 x

Gold, 2 x Silber und 4 x Bronze), wo man

Siebter wurde – um einen Platz. Insgesamt

steht Österreich nun bei Berufsweltmeisterschaften

bei 237 Medaillen.

(90 x Gold, 69 x Silber, 78 x Bronze).

Dass sich Österreich trotz einer

geringeren Anzahl an Edelmetall im

Medaillenspiegel nach vorne gearbeitet

hat, ist auf zwei wesentliche Faktoren

zurückzuführen: Erstens nahmen mit 65

Ländern so viele Nationen wie selten

zuvor an der Weltmeisterschaft teil.

Zweitens dominierte China den Wettbewerb

und sicherte sich den ersten Platz

im Medaillenspiegel mit beeindruckenden

39 Goldmedaillen (bei 59 Bewerben).

„Ich verneige mich vor jedem Einzelnen

von unserem Team Austria! Dieser

Erfolg ist nicht nur eine Inspiration für

angehende Generationen, sondern für

uns alle. Vielmehr ist er aber auch ein

Zeichen dafür, dass harte Arbeit, Leidenschaft

und Leistung immer belohnt

werden. Ihr seid wahre Champions!“,

freut sich SkillsAustria-Präsident Josef

Herk.

www.worldskills.org

Auch Fabian Reisinger

aus Altschwendt

konnte in der Landund

Baumaschinentechnik

eine der

22 Medallions for

Excellence erobern, die

für außergewöhnliche

Leistungen nach den

Podestplätzen

vergeben werden.

Für jede Aufgabe

das richtige Werkzeug

Bereit für die

härtesten Einsätze

52 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH

Kuhn Straße 1

5301 Eugendorf

Österreich

+43-(0)6225-8206-0

office@kuhn-gruppe.com

www.kuhn.at



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

BOSCH

Neues Profi-Zubehör zur Staubabsaugung

Einfach staubarm und konform technischer Anforderungen

arbeiten – das können Profis in

Handwerk und Industrie mit den Lösungen

zur Staubabsaugung von Bosch. Die

neuen Absaugbohrer Expert SDS

Clean plus-8X und SDS Clean

max-8X aus dem Expert-Zubehörprogramm

sorgen für eine bis zu

25-mal bessere Staubentfernung

als das Pendant ohne Staubabsaugung.

Das schont Anwender,

Maschinen und Zubehör und

erleichtert Profis die Arbeit. Zum

Beispiel muss man Löcher für das

Setzen chemischer Verankerungen – das

vom Hersteller vorgegebene Reinigungsverfahren

ist selbstverständlich einzuhalten – nach

dem Bohren in der Regel nicht mehr aufwändig mit

Druckluft und Bürste reinigen. Bohren und

Absaugen erfolgt in einem einzigen Arbeitsschritt.

Das spart Zeit. Außerdem im

Portfolio: Der Expert SDS Clean Adapter

zum Bohren mit herkömmlichen SDS

plus-Bohrern von 5 bis 16 mm, der

sich auch für Überkopf-Arbeiten

eignet, sowie das Expert SDS Clean

Set für RTec-Meißel, die besonders

effizient Material abtragen. Es

verhindert zum Beispiel die Staubbelastung

bei Abbrucharbeiten. Alle

Lösungen lassen sich bequem an eine

externe Absaugung anschließen, zum

Beispiel den neuen M-Klasse-Sauger GAS

18V-12 MC Professional. www.bosch.at

FLIEGL

Kurz aber kräftig

Mit diesem Tandem Plattform-Anhänger (TPS) hat Fliegl für die Veit Dennert KG wohl

den kürzesten Trailer gebaut, der dennoch 10.500 kg Nutzlast transportieren kann.

M

it dem nur 5,15 m langen Anhänger

transportiert Veit Dennert künftig

Kranballast zu und von den Baustellen.

Ein Ballastgewicht passt mit seiner Breite

von 2.480 mm exakt auf die Pritsche. Der

30 mm starke Hartholzboden mit längs

verlegten Omega-Profilen ist für eine

besonders hohe Punktlast ausgelegt.

Auch bei viel Gewicht auf kleiner

Fläche ist die Ladungssicherung wichtig,

daher hat der TPS 180 einiges zu bieten:

In den leicht schrägen Außenrahmen mit

Load-Lock-Profil lassen sich Spanngurte

einhängen, zusätzlich befinden sich pro

Seite vier Zurrösen mit je 5 t Zugkraft am

Außenrahmen. In die vier Rungentaschen

innen am Längsträger lassen sich die

verzinkten Rungen stecken. Quer vorne im

Boden befindet sich zudem eine Verzurr-/

Rungenleiste; in die 20 mm starken

Rundstahlleisten können beispielsweise

Ketten eingehakt werden.

Der Kleine bietet alles, was die großen

Brüder auch an Bord haben: eine robuste

Zweigang-Stützwinde, einen Stahl-Unterfahrschutz

und einen Rammschutz am

Heck sowie Viertelschalen-Kotflügel. Die

Beleuchtung besteht vollständig aus LED,

dazu gehören neben den Mehrkammerleuchten

auch die Spurhalte- und Positionsleuchten,

die seitlichen Leuchten und

die Kennzeichenleuchten. Wie bei jedem

Fahrzeug von Fliegl sind auch beim

kurzen TPS 180 die Achsen per Laser

vermessen und perfekt eingestellt. Das

sorgt für einen niedrigen Reifenverschleiß

und einen geringeren Verbrauch.

Sollte sich später der Bedarf zu noch

mehr Nutzlast ergeben, lässt sich die

Zugöse von derzeit 40 mm Durchmesser

auf eine mit 50 mm tauschen, damit ist

nach einer erneuten Abnahme ein zulässiges

Gesamtgewicht von 18.000 kg möglich.

Auf den gelb lackierten Rahmen bietet

Fliegl 10 Jahre Gewährleistung gegen

Durchrostung.

www.fliegl.com | www.fliegl-trailer.de

MAUCH

Demotage mit großer Neuvorstellung

In Schladming präsentiert die Firma Mauch am 27. und 28. September 2024

im Rahmen von Demotagen die Neuerungen in ihrem Portfolio.

B

ei den hauseigenen Forst- und Wegebau-Demotagen

in der Schottergrube

der Firma Karl Pitzer GmbH in Schladming

werden Neuheiten der Hersteller Prinoth,

PTH und Kesla gezeigt. Zu den Hauptprodukten

von Prinoth gehören Forstmulcher,

Rodungsfräsen, Baumstumpffräsen und

selbstfahrende Mulchraupen von 75-640 PS.

Besonders hervorzuheben sind die Raupenfahrzeuge

der Raptor-Serie, die für

anspruchsvolle Forstarbeiten in schwierigem

Gelände konzipiert sind. Die PTH

Products Maschinenbau ist ein Full-Liner

in der Herstellung von Anbaugeräten für

den Straßen- und Wegebau bzw. die Forstund

Landwirtschaft. Ihre Produkte umfassen

Ripper, Steinbrecher, Grader und

Verdichter. Ganz neu im Sortiment ist der

„Micro Crusher Trail“, ein weltweit einzigartiger

Mini-Steinbrecher für den Wegebau

120 YEARS EXPERIENCE

MOBILE KOMPAKT-BRECHERANLAGEN

wie zb. REMAX 200: 25 To, Leistung bis 200 To/h

www.mineraltech.at

Die Firma Mauch

erweitert ihr

Portfolio mit den

Produkten von

Prinoth, PTH und

dem Forstkranhersteller

Kesla.

in unwegsamem Gelände, wie z.B. Bike

Trails. Der finnische Forstkranhersteller

Kesla wiederum ist bekannt für seine

hochwertigen Forstmaschinen und Anbaugeräte,

die durch innovative Technik und

robuste Bauweise überzeugen. Im Bereich

der Traktoranbaugeräte bietet Kesla

viel seitige Lösungen wie Forstanhänger,

Forstkräne und Holzgreifer.

www.mauch.at

Dieser

Tandem

Plattform-

Anhänger

von Fliegl

transportiert

10.500 kg

Nutzlast und

bietet alles,

was die großen

Brüder auch

an Bord haben.

DATEN & FAKTEN

Das Wichtigste auf einen Blick:

n 10.500 kg Nutzlast bei ca. 3.000 kg

Leergewicht

n 30 mm starker Hartholzboden

mit Omega-Profilen für hohe

Punktbelastbarkeit

n Zugöse austauschbar von 40 auf 50 mm

Durchmesser für höheres zul. GG.

von dann 18.000 kg

n Verzurr-/Rungenleiste über gesamte

Fahrzeugbreite, diverse Zurrpunkte

54 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Gruppe

VERTRAGSHÄNDLER, MIET- UND SERVICEPARTNER FÜR:

mineraltech - ing. erwin hofstätter GmbH, 2512 Tribuswinkel, Werksgasse 11, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 82, mail: office@mineraltech.at

mineraltech west - Handel mit Aufbereitungsanlagen GmbH, 6911 Lochau, Hofriedenstraße 71, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 18



MASCHINEN + TECHNIK

GRANIT PARTS

Parts & Service World 2024 bietet

drei Tage spannendes Programm

In der Messe Kassel öffnet die Parts & Service World 2024 zum dritten Mal

ihre Tore. Vom 25. bis 27. Oktober 2024 können sich Fachbesucher der Landund

Baumaschinen- sowie der Kommunaltechnik- und Motorgeräte-Branche

über die neueste Technik für Werkstatt und Service sowie Ersatz- und

Verschleißteile, aber auch Shop-Produkte informieren.

A

uf insgesamt 20.000 m 2 präsentieren

die Aussteller ihr Angebot auf der von

Ersatzteilgroßhändler Granit Parts

veranstalteten Messe für die Branche. Mit

mehr als 200 Ausstellern konnte die Parts

& Service World auch in diesem Jahr die

komplette Ausstellungsfläche belegen.

Neben dem Ausstellerangebot erwarten

Besucherinnen und Besucher auch 2024

die beliebten PSW-Specials, wie die

Live-Werkstatt und die PSW Academy.

Zusätzlich liefert Veranstalter Granit

Parts über alle drei Messetage hinweg ein

spannendes Rahmenprogramm mit

Moderator Sven Tietzer, Agrar-Influencern

sowie der populären PSW Messeparty am

Samstagabend und vielen weiteren

Aktionen.

KEINEN CAT KÖNNEN

WIR UNS NICHT LEISTEN.

Veranstalter Granit

Parts bietet auch in

diesem Jahr eine

attraktive B2B-Messe

für Mitarbeiter und

Führungskräfte aus

den Bereichen Werkstatt,

Ersatzteillager

und Aftersales von

Fachhandels- und

Servicebetrieben.

Neben dem

Angebot von mehr

als 200 Ausstellern

locken vor allem die

3.000 m 2 große

Live-Werkstatt und

die PSW Academy

nach Kassel.

Live-Werkstatt und PSW Academy

Die mittlerweile etablierte und äußerst

beliebte Live-Werkstatt bietet auch in

diesem Jahr einen fachlichen Austausch

auf Augenhöhe. Ausgeweitet auf die

gesamte Halle 11/12 zeigt das Werkstattausrüstungs-Team

von Granit Parts

zusammen mit Lieferanten, wie Haweka,

Cojali Jaltest, Waeco, CGS, Texa, Tip Top,

Corghi, Blitz, Gys, Traser und Rep.Guide

alles, was heute in einer modernen und

digital vernetzten Werkstatt für Landtechnik,

Baumaschinen und Gartentechnik,

sowie Kommunal- und Nutzfahrzeuge

nicht fehlen darf.

Angefangen bei Diagnosesystemen,

über Lagereinrichtung bis hin zu Hebebühnen

und Reifenmontagegeräten. In

Praxisvorführungen können sich die

Fachbesucher von der neuesten Werkstattausrüstung

überzeugen und sich mit

den Produktexperten direkt vor Ort

austauschen.

Mit der PSW Academy liefert die Parts

& Service World im Oktober wieder ein

vielseitiges Fortbildungsprogramm mit

mehr als 80 Seminaren, Vorträgen,

Workshops und Talkrunden. Von technischen

Schulungen für topaktuelle Themen,

so etwa Hochvolt, Precision Farming und

digitale Fehlerdiagnose, über Schulungen

für Vertriebsmitarbeitende und Landtechnik-Quereinsteiger

sowie zur Optimierung

der Werkstattprozesse finden die Fachbesucher

hier spannende Inhalte zu

Zukunftsthemen. Die fachkundigen

Referenten sind Experten auf ihrem

Gebiet. Fachleute der Hersteller oder

etablierter Bildungseinrichtungen sorgen

in der PSW Academy für ein anspruchsvolles

und praxisnahes Programm.

Tickets unter

www.granit-parts.com/e/service/

partsandserviceworld

„Unser breit aufgestelltes Unternehmen setzt auf moderate Expansion, langfristige Kundenbindung, hochmotivierte Mitarbeiter

sowie den nachhaltigen Umgang mit der Umwelt. Der Einsatz von Maschinen mit dem höchsten Standard sichert

effizientes und ökonomisches Arbeiten. Wir schätzen starke Partner wie Zeppelin mit den Maschinen von Caterpillar und

dem stets zuverlässigen Service. Für unsere Wettbewerbsfähigkeit sind sie unverzichtbar.“

KommR. Ing. Karl Hasenöhrl

Geschäftsführer Hasenöhrl GmbH, St. Pantaleon

zeppelin-cat.at

56 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

KOHLSCHEIN / BAUMASCHINENTECHNIK

Heinrich-Bau: neuer SK210 mit Ausrüstung von

Baumaschinentechnik erweitert Kobelco Flotte

Mit Projekten im Hoch-, Tief- und Kraftwerksbau ist die in Fürstenfeld ansässige Firma

Heinrich-Bau gut ausgelastet. Zum 70-Jahr-Jubiläum, das 2025 vor der Tür steht, hat das

Unternehmen gleich mehrere Gründe zu feiern: Der Generationenwechsel wurde erfolgreich

vollzogen und der Betriebsstandort in vielen Bereichen zukunftsfit gemacht. Auch im

Fuhrpark, der bei den Raupen-Baggern sortenrein auf die Marke Kobelco ausgerichtet ist,

verfügt man über neueste Technik. Ebenso überzeugt wie von den Kobelco Geräten ist

das Team auch von den Schnellwechselsystemen und Anbaugeräten der Firma Baumaschinentechnik,

die bei allen Baggern über 15 t zum Einsatz kommen.

S

eit 2019 leitet Geschäftsführer BM DI

Dr. techn. Peter Joachim Heinrich

gemeinsam mit Prok. Wenzel Stampfl die

Firma Heinrich-Bau, die seit 1955 für

Qualität und Seriosität steht: „Das

Unternehmen wurde von meinem Großvater

gegründet, von meinem Vater auf- und

ausgebaut und zu dem gemacht was es

heute ist. Seit damals wie heute stehen

wir für Handschlagqualität und Kundenzufriedenheit.

Die heutige Spitzenposition

unseres Unternehmens verdanken wir vor

allem unserem Team aus rund 140

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wenn

es der Kunde wünscht, treten wir aufgrund

unseres breiten Leistungsspektrums

auch als Generalunternehmer auf.

Im Tiefbau übernehmen wir Erdarbeiten

jeder Größenordnung und sind auch im

Kanal- und Leitungsbau tätig. Auch

Kleinwasserkraftwerke werden von uns

regelmäßig gebaut, zuletzt in Eisenerz und

ganz aktuell in Melk. Die letzten Jahre

waren geprägt durch große Investitionen,

mit denen wir unser Firmengelände in

Fürstenfeld erweitert und in vielen

Bereichen auf den neuesten Stand

gebracht haben.“

Im Mittelpunkt der umfassenden

Modernisierung stand der Umstieg auf

Bei diesem Einsatz in Bad

Waltersdorf sorgt der neue Kobelco

SK210LC-11 der Firma Heinrich Bau für einen

zügigen Baufortschritt. Er wurde ebenfalls von der

Firma Baumaschinentechnik ausgerüstet und verfügt

über ein vollhydraulisches Schnellwechselsystem

SW2-Q mit Löffelpaket.

erneuerbare Energien. Unter anderem

wurde eine Photovoltaikanlage mit rund

55 kWp errichtet, die den Strombedarf des

Betriebs bereits weitgehend abdeckt. Mit

der letzten Heizperiode ist auch der

Ausstieg aus den fossilen Energieträgern

gelungen, denn seit Oktober 2023 ersetzt

das neue Hackschnitzel-Heizwerk die alte

Ölheizung. Erneuert wurde weiters das

Mannschaftsgebäude, die komplette

Elektroinstallation, die Tankanlage und

die Werkstatt. Am Standort befindet sich

auch eine Betonmischanlage, die ebenfalls

modernisiert wird. Im Sinne der Nachhaltigkeit

werden auf dem betriebseigenen

58 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH

WDS 250

NEU

Recyclingplatz Rückbau-Materialien für

die weitere Verwendung aufbereitet.

Moderner Fuhrpark setzt

auf Kobelco Bagger

Geschäftsführer Heinrich: „Wir investieren

auch laufend in unsere Lkw-Flotte

und verfügen heute über vier 3-Achs und

zwei 2-Achs-Lkw, mehrere Bagger bis 24 t,

12 Dumper und einen Straßenfertiger. Bei

den Raupen-Baggern setzen wir ausschließlich

auf die Marke Kobelco, denn

diese haben sich bei niedrigen Verbrauchswerten

als sehr robust erwiesen. Dazu

kommt die wirklich sehr gute Betreuung

durch das Team der Firma Kohlschein.

Grundsätzlich vertraue ich bei den

Investitionen in neue Baumaschinen auf

die Meinungen unseres Prokuristen, die

des Fuhrparkleiters Hannes Eibel und der

Maschinisten bzw. Fahrer.“

Sascha Stix von der Firma Kohlschein

ist der zuständige Gebietsbetreuer der

Firma Heinrich-Bau: „Als langjähriger

Kunde hat die Firma Heinrich-Bau seit

2015 von der Firma Kohlschein bereits

mehrere Kobelco Bagger erworben: einen 1

t Minibagger SK10SR, zwei 5 t Minibagger

SK55SRX, einen SK85MSR und zwei

SK210NLC-10. Auf Basis der ausgezeichneten

Partnerschaft mit der Firma

Kohlschein, die seit Juli 2023 auch Yanmar

Vertriebspartner ist, investierte das

Unternehmen zuletzt auch in einen

Yanmar B95W Mobilbagger. Wir freuen

uns, dass wir die erfolgreiche Partnerschaft

auch in diesem Jahr mit dem neuen

SK210LC-11 – dem bereits siebenten

Kobelco Bagger im Fuhrpark der Firma

Heinrich-Bau – fortsetzen können.“

Besondere Merkmale

- Wand- und Deckenschleifmaschine

mit 250 mm Radius für kleine Räume

- Erstaunliche Wendigkeit und einfache

Bedienung mit Elektro-Minibagger

- Viele Einsatzmöglichkeiten:

NEU – Stocken, Entschichten und

Schleifen von Wänden und Decken

Mehr zur WDS 250

Tel.: +49 7161 2005 0

info@schwamborn.com

www.schwamborn.com

MASCHINEN + TECHNIK

Seit vielen Jahren setzt die Firma Heinrich-Bau auf die vollhydraulischen Schnellwechselsysteme

und Anbaugeräte der Firma Baumaschinentechnik (von rechts): BM DI Dr. techn.

Peter Joachim Heinrich (Geschäftsführung und Bauleitung der Firma Heinrich-Bau), Fuhrparkleiter

Hannes Eibel (Firma Heinrich Bau) und Kurt Steiner (Firma Baumaschinentechnik).

Baublatt.Österreich traf das Team der

Firma Heinrich-Bau im Rahmen einer

umfassenden Hotelsanierung in Bad

Waltersdorf, bei der in der intensiven

Phase bis zu 80 Arbeiter zum Einsatz

kommen. Das Unternehmen zeichnet sich

hier verantwortlich für die umfassende

Modernisierung der Zimmer, die Errichtung

einer Außenstiege und die Erneuerung

der Balkone. Aber auch das Außengelände

zwischen den Hoteltrakten wird

neugestaltet. Einerseits muss die Tragfähigkeit

des Untergrundes für den Einsatz

eines Mobilkranes im Zuge der Sanierungsarbeiten

gewährleistet sein, andererseits

langfristig die Nutzung durch die

Feuerwehr sichergestellt werden.

Maschinist Hannes Frieß ist seit knapp

30 Jahren bei der Firma Heinrich-Bau

tätig. Er bringt auf den Punkt, was die

UNSERE WDS 250 JETZT MIT STOCKROLLEN

- Perfektionierte Staubabsaugung –

die Staubentwicklung kann auf ein

Minimum reduziert werden

- Präziser Materialabtrag: Das

Verfahren sorgt für minimalen

Abfall und reduziert somit die

Entsorgungskosten

...mit uns machen Sie Boden gut!



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

ganze Mannschaft denkt: „Wir haben schon

verschiedene Bagger probiert, aber Kobelco

hat uns am meisten überzeugt. Kobelco

Bagger brauchen wenig Treibstoff, haben

richtig Kraft und benötigen trotzdem kaum

Reparaturen. Abgesehen von den Verschleißteilen

war bei keinem der Kobelco

eine größere Reparatur notwendig.“

Geplant war, dass der neue Kobelco

SK210LC-11 ein älteres Vorgängergerät

ersetzt, und dieses in Zukunft auf dem

Betriebsgelände eingesetzt wird. Durch den

Auftrag für ein Kraftwerksprojekt kommt

der SK210NLC-10 nun aber in Melk zum

Einsatz, wo er mit rund 11.000 Betriebsstunden

nach wie vor gute Dienste leistet.

Hohe Effizienz mit Produkten

von Baumaschinentechnik

Ab rund 15 t sind die Bagger mit vollhydraulischen

Schnellwechsel systemen und

Anbaugeräten der Firma Baumaschinentechnik

ausgerüstet. Dazu Hannes Frieß:

„Mit der Ausrüstung unserer Bagger

durch die Firma Bau maschinentechnik bin

Die sortenreine

Kobelco-Raupenbaggerflotte

wurde

im letzten Jahr

durch einen Yanmar

Mobilbagger ergänzt,

für den die

Firma Kohlschein

ebenfalls Vertriebspartner

ist. BM DI

Dr. techn. Peter

Joachim Heinrich

und Sascha Stix

(Gebietsbetreuer

Steiermark, Firma

Kohlschein) bestärken

die Partnerschaft

per

Handschlag.

Auf Polier

Engelbert

Sorger kann

sich der Firmenchef

bei jedem

Projekt

verlassen.

Maschinist Hannes Frieß schätzt die

leise Kabine des neuen SK210LC-11, die

auf seinen Wunsch auch über einen

Gesundheitssitz verfügt.

ich sehr zufrieden. So wie bei den Kobelco

Baggern gibt es auch hier keinerlei

Probleme. Bei diesem Projekt in Bad

Waltersdorf arbeite ich nur in einer

geringen Tiefe und kann die meisten

Arbeiten mit dem Böschungslöffel erledigen.

Ich habe natürlich aber auch zwei

Tieflöffel der Firma Baumaschinentechnik

mit dabei, die wie gewohnt aus Hardox

gefertigt sind. Wenn das Flies gelegt ist,

kann ich den Frostkoffer aufbringen. In

der Regel erledige ich aber klassische

Erdbauarbeiten sowie Steinschlichtungen,

Tiefdrainagen oder Hangrutschungen.

Dabei kann ich bei den verschiedenen

Arbeiten dank der Aus rüstung der Firma

Baumaschinentechnik jederzeit rasch das

passende Anbaugerät einsetzen.“

Ausgerüstet ist der neue SK210LC-11

mit dem vollhydraulischen Schnellwechselsystem

SW2-Q mit Oil-Quickfunktion, bei

dem auch die E-Quickfunktion für

automatisches Ankuppeln elektrisch

gesteuerter Arbeitsgeräte vorbereitet und

nachrüstbar ist. Durch die E-Quickfunktion

kann ein Trägergerät mit Maschinensteuerung

bzw. GPS-Technik bei Bedarf

auch mit einem Böschungslöffel mit

Neigungssensor genutzt werden.

www.heinrich-bau.at

www.bmt.at I www.kohlschein.at

60 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Foto: Metabo

METABO

Starker Akku für Profi-Anwender

Die neue Akkutechnologie von Metabo bietet bis zu 100% mehr

Performance und überzeugt mit bis zu 85% längerer Laufzeit.

D

ieser Quantensprung in Leistung und

Produktivität kommt besonders bei

den leistungsintensiven Maschinen wie

Winkelschleifern, großen Bohrhämmern

oder Tauchkreissägen zum Tragen.

Möglich macht es die neue Tabless-Technologie:

Der technisch bedingte „Flaschenhals“

der bisherigen Zellgenerationen

wurde bei dieser neuen Generation

beseitigt. Der Schlüssel zu mehr Power ist

ein geringerer Innenwiderstand der

Akkuzellen. Dadurch kann mehr Energie

fließen, was eine höhere Leistung bedeutet.

Gleichzeitig bleibt die Zelle kühler.

Das verlängert die Laufzeit.

Die neuen LiHDX-Akkupacks sind mit

dem ebenfalls neuen Schnellladegerät

ASC 290 in nur 30 Minuten wieder voll

einsatzbereit. Schnell geladen, seltener

entladen – ein wertvolles Plus an Effizienz

für den professionellen täglichen Einsatz.

WERKZEUG&MEHR

TOOLS&MORE

UNSER SERVICE AUF

EINEN BLICK:

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Das gilt sowohl für die 8.0 Ah

Hochleistungs-Akkupacks,

die ideal sind für leistungsintensive

Anwendungen,

als auch für die Akkupacks

mit 4 Ah. So ist

beispielweise der sehr

handliche 4.0 Ah-Akku

für ein ermüdungsfreies

und komfortables

Arbeiten über Kopf die

richtige Wahl.

Seltener Laden bedeutet nicht

nur einen Effizienzgewinn und eine

längere Lebensleistung der Akkus,

sondern auch Vorteile hinsichtlich der

Nachhaltigkeit. Übrigens: Die neuen

Akkus sind zu 100% kompatibel mit allen

18V-Maschinen von Metabo – das heißt,

jede Akku-Maschine der vergangenen 15

Jahre kann problemlos damit betrieben

Maschinen für intensive

Anwendungen profitieren vom

Zuwachs bei Leistung und

Laufzeit.

werden. Das bietet den Anwendern die

Sicherheit, dass sie ihre bestehenden

Werkzeuge ohne zusätzliche Investitionen

weiterhin nutzen können.

www.metabo.com

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ANBAUBTEILE BEI UNS

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SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG

SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG

ROCKSTER

Rockster R1000: leistungsfähiger

All-in-One Prallbrecher für viele Bereiche

Effizienter Einsatz des raupenmobilen

Prallbrechers Rockster R1000 im

Baurestmassenzentrum in Blintendorf bei

St. Veit/Glan in Kärnten.

Ob für das Recycling von Beton, Asphalt und Bauschutt oder die Verarbeitung von

Naturstein: der Rockster R1000 ist für eine Vielzahl von Anwendungen ausgelegt. Die

Fähigkeit, in einem Durchgang zu brechen, zu sieben sowie Eisen und unerwünschte

Leichtstoffe zu entfernen, macht diesen All-in-One-Brecher zu einem echten Allrounder

für die Produktion eines hochqualitativen und sauberen Endmaterials.

D

er Rockster R1000 ist mit einem

leistungsstarken Kreisschwingsieb

und einem schwenkbaren Rückführ-Haldenband

ausgestattet, um ein zweites,

definiertes Endprodukt zu erzeugen. Ein

weiterer Vorteil ist der hydraulisch

höhenverstellbare Magnetabscheider, der

Verstopfungen beim Entfernen von Eisen

aus dem Endprodukt verhindert, sowie ein

angebauter Windsichter, der effizient

Leichtstoffe wie Styropor, Gips, Holz,

Textilien und Ähnliches entfernt. All diese

Komponenten sind von unschätzbarem

Wert für jede effiziente Abbruchbaustelle.

Vielseitige Anwendungen

Der Rockster R1000 ist für Vielseitigkeit

konzipiert und somit ein unverzichtbares

Werkzeug für Auftragnehmer, Recycler

und Bauunternehmen. Hier ein genauerer

Blick auf seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten.

Asphalt-Recycling: Eine der Hauptstärken

des R1000 liegt in seiner Fähigkeit,

recycelten Asphalt (RAP) effektiv zu

zerkleinern. Das Asphaltrecycling ist im

Straßenbau von entscheidender Bedeutung,

da der R1000 es den Bauunternehmen

ermöglicht, Materialien wiederzuverwenden

und die Kosten für die Beschaffung

neuer Rohstoffe erheblich zu senken.

Zudem reduziert das Recycling von

Asphalt den ökologischen Fußabdruck der

Produktion, verringert den CO2-Ausstoß

und schont die Ressourcen.

Beton-Recycling: Mit seinem leistungsstarken

Prallbrecher zerkleinert der

R1000 Beton effizient zu wiederverwendbaren

Zuschlagstoffen. Diese Funktion ist

entscheidend für Projekte, die Nachhaltigkeit

priorisieren, da sie es Unternehmen

ermöglicht, Betonabfälle von Deponien

fernzuhalten und für neue Bauprojekte

wiederzuverwenden. Durch die Förderung

des Recyclings von Beton hilft der R1000

Auftragnehmern, die gesetzlichen Anforderungen

an die Abfallbewirtschaftung zu

erfüllen und gleichzeitig einen verantwortungsvollen

Ressourceneinsatz zu fördern.

Bauschutt: Der R1000 verwandelt Bauund

Abbruchabfälle effektiv in wertvolle

Materialien zur Wiederverwendung und

spielt eine entscheidende Rolle bei der

Reduzierung von Deponieabfällen. Diese

Fähigkeit unterstützt die Kreislaufwirtschaft,

indem es Auftragnehmern ermöglicht,

Materialien wie Ziegel, Holz und

Metall zu recyceln, anstatt sie zu entsorgen.

Indem der R1000 Schutt in wiederverwendbare

Ressourcen umwandelt,

profitieren nicht nur die Umwelt, sondern

auch die wirtschaftliche Rentabilität von

C&D-Projekten.

Natursteinaufbereitung: Das robuste

Design des R1000 ermöglicht die Verarbeitung

verschiedener Arten von Naturstein

und macht ihn somit für Steinbrüche und

Landschaftsprojekte geeignet. Seine

Flexibilität im Umgang mit unterschiedlichen

Materialien stellt sicher, dass

Betreiber die Produktivität maximieren

und sich an die Anforderungen verschiedener

Baustellen anpassen können, von

Straßenbau bis hin zu dekorativen

Steinanwendungen. Durch das hydraulisch

klappbare Siebboxaustrageband

reduziert sich die Gesamtlänge der

Maschine auf lediglich 14,00 m. Mit einer

Breite von 2,83 m, einer Höhe von 3,20 m

und einem Gewicht von 35,5 t inklusive

Siebsystem gestaltet sich der Einsatz

äußerst flexibel und das Brechen besonders

unkompliziert.

Der Rockster R1000 Prallbrecher ist mehr

als nur eine vielseitige Maschine: er ist

auch ein wichtiges Werkzeug im Streben

nach nachhaltigen Baupraktiken. Mit

seiner Fähigkeit, Asphalt, Beton, Naturstein

und Bau- und Abbruchabfälle

effizient zu verarbeiten, ebnet der R1000

den Weg für eine grünere Zukunft in der

Branche. Während Bauunternehmen

bestrebt sind, den Umweltanforderungen

gerecht zu werden, erweist sich der

Rockster R1000 als starker Verbündeter,

KAISER S12 Allroad

der Innovation, Effizienz und Verantwortung

in einem beeindruckenden Paket

vereint. Die Einführung des R1000

verbessert nicht nur die Betriebskapazitäten,

sondern trägt auch zu einem nachhaltigeren

und kosteneffektiveren Ansatz für

den modernen Bau und Abbruch bei.

www.rockster.at

PAUS SMK 9036

Die Bilder zeigen den

Rockster R1000 beim Asphalt

Recycling, in der Betonaufbereitung,

beim Bauschutt

Recycling und in der

Natursteinaufbereitung.

KAISER Fahrzeugtechnik GmbH • Gewerbestraße 4, 6710 Nenzing • T +43 5525 64180 • mail@kaiser-fahrzeugtechnik.at

62 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2024 63



SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG

SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG

Mit großem Einsatz arbeitete das

Sandvik-Team an der Optimierung

aller Komponenten.

Österreichischer

Baumaschinenverband

KOMPETENZ DURCH

FOKUSSIERTE INFORMATION

SANDVIK

Wolfram investiert in Mittersill in eine

neue Sandvik Aufbereitungsanlage

Das Metall Wolfram ist in vielen Branchen die Basis für wertvolle Hightech-Komponenten.

Mit der Mine in Mittersill betreibt die Wolfram Bergbau und Hütten AG einen der bedeutendsten

Wolfram Bergbaubetriebe weltweit. Da der Abbau sehr selektiv in immer

größeren Tiefen erfolgt und die bergauf führenden Transportstrecken immer länger

werden, wurde vor einigen Monaten in einer eigens angelegten Kaverne eine neue

Aufbereitungsanlage von Sandvik errichtet.

W

olfram verfügt über sehr spezielle

Eigenschaften, die es für die

moderne Hightech-Industrie unverzichtbar

machen. So besitzt Wolfram den

höchsten Schmelzpunkt aller Metalle und

ist dadurch für Hochtemperaturanwendungen

in der Energie- und Lichttechnik

sowie für die Raumfahrt ideal geeignet.

Weiters wird Wolfram wegen seiner sehr

hohen Dichte, die mit Gold vergleichbar

ist, als Schwungmasse, Gegengewicht oder

Schwingungsdämpfung in der Luftfahrt-,

Automobil-, Sport- und Telekommunikationstechnik

genutzt. Darüber hinaus dient

es als Ersatz für Blei und schirmt in der

Freuen sich über die erfolgreiche Inbetriebnahme der neuen Aufbereitungsanlage (von links): Ralf Henning (Sales Manager Central Europe;

Rockprocessing Solutions), Alois Raffelsberger (Vertrieb und Service Österreich; SRP), Stefan Eggenreich (Betriebsleiter; Wolfram Bergbau

und Hütten AG), Christoph Podpeskar (Leiter mech. Werkstätte und Brechanlage; Wolfram Bergbau und Hütten AG), David Schlager (Servicetechniker;

SRP), Sandra Pietsch (Marketing Professional Central Europe), Fabio Bürgler (Servicetechniker; SRP), Michael Brugger (Projektleiter

u. Sicherheitsfachkraft; Wolfram Bergbau und Hütten AG) und Harald Hausch (EHS Manager Central Europe).

Der Schubwagen

SH2072 fördert das

Roherz in den

Backenbrecher

CJ815. Der Sturzschacht

wird durch

schwere hydraulische

Nadelschieber

und verfahrbare

Kettenvorhänge

gesichert.

Medizintechnik Strahlung ab. In

Verbindung mit Kohlenstoff als Wolframcarbid

besitzt es diamantähnliche Härte

und bildet die Basis moderner Schneideund

Bohrwerkzeuge für Metall-, Stein-,

Holz- und Kunststoffbearbeitung. Vom

haarfeinen Bohrer für elektronische

Leiterplatten bis zu Werkzeugen zum

Bohren von Straßen- und Eisenbahntunneln

reicht das Spektrum.

Die Firma Wolfram ist ein strategisch

wichtiger Teil des globalen Sandvik

Konzerns und die einzige integrierte

Wolframhütte außerhalb von Asien und

Russland. Dadurch verfügt das Unternehmen

über die Expertise in allen

Schritten von der Exploration bis zum

Fertigprodukt. Im hochmodernen

untertägigen Bergbau in Mittersill wird

Scheelit gewonnen, welches in der

Steiermark im Hüttenbetrieb in St.

Martin im Sulmtal zusammen mit

weltweit zugekauften Wolframkonzentraten

als Primärrohstoff eingesetzt wird.

Eine bedeutende Rolle nimmt das

Recycling von wolframhaltigen Sekundärrohstoffen

in den Recyclingcentern

Chiplun (Indien) und St. Martin ein, um

natürliche Ressourcen zu schonen und

den Kreislauf der Lieferkette vollständig

64 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH

zu schließen. So werden z.B. benutzte

Wendeschneidplatten oder Bohrspitzen

wieder zu Wolframpulver verarbeitet.

Das Ziel für 2030 ist eine Recycling-

Quote von 80%. Im Sinne der Nachhaltigkeit

wird an jedem Standort kontinuierlich

in die Optimierung des Recyclingverfahrens,

die Weiterentwicklung der

zirkulären Lieferkette und die komplette

Umstellung auf nachhaltige Energien

investiert.

Der Bergbau und die Aufbereitung in

Mittersill stellen den Beginn der

Produktionsstrecke der Firma Wolfram

dar. Hier sind 65 Mitarbeiter im Bergbau

und weitere 25 Mitarbeiter in der

Aufbereitung tätig. Der Roherztransport

in die Aufbereitung erfolgt auf umweltfreundliche

Weise mittels Förderbands

durch einen Stollen. Aus dem Roherz

wird das Scheelit- Konzentrat produziert,

welches einen wichtigen Teil des Rohstoffbedarfes

von Wolfram abdeckt und

damit für Unabhängigkeit und Versorgungssicherheit

sorgt.

Über Erkundungsbohrungen wird die

Lagerstätte mit ihren unterschiedlichen

Erzgehalten definiert. Zur selektiven

Gewinnung des Scheelits werden

unterschiedlichste Abbauverfahren

Nr. 0124850

11

12

1

10

27

26 21

2

9

25 22

3

8 24 23 4

7

6

5

PRÜFPLAKETTEN &

PRÜFBEFUNDE lt. AM-VO

Ein SERVICE des MAWEV

Bestellungen für den Prüfbefund mit zwei

Durchschlagblättern und für die fortlaufend

nummerierte Prüfplakette (hochqualitativ,

äußerst wetterbeständig, – 40° bis +130°)

als Aufkleber richten Sie bitte direkt an

den MAWEV.

Informationen

und Bestellungen:

www.mawev.at

Tel 01/504 26 98

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SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG

SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG

angewandt. Die dabei entstehenden

Hohlräume werden zur gänze wieder

verfüllt. Durchgeführt werden die Bohrarbeiten

mit Vortriebsbohrwagen, Knäpperbohrwagen

und Langlochbohrgeräten

(Imloch und Außenhämmer).

Verbunden sind die Abbaustellen über

eine gewendelte Hauptrampe, deren

Fußpunkt auf einer Seehöhe von 550 m

Über Adria liegt. Dies ist 800 m unterhalb

des Hauptmundlochs und bereits deutlich

unter der vorhandenen, alten Brech- und

Aufbereitungsanlage. Da mit dem fortschreitenden

Abbau die Bergauf-Transportstrecke

zur Brechanlage kontinuierlich

länger wird, wurde 2020 die Errichtung

einer komplett neuen Aufbereitungsanlage

im aktuellen Abbaubereich erstmals

diskutiert. Nach der Gegenüberstellung

verschiedener Betriebs- und Produktionsfaktoren,

bei der auch der Einsatz von

E-Dumptrucks ein Thema war, wurde

entschieden, dass eine neue Aufbereitungsanlage

ca. 300 m unter der bestehenden

Anlage errichtet werden soll. Es folgte ab

2021 eine intensive Planungsphase, in der

Betriebsleiter Stefan Eggenreich und sein

Team gemeinsam mit dem Projektverantwortlichen

Alois Raffelsberger von Sandvik

SRP eine Lösung erarbeiteten. Nach

abgeschlossener Planung wurde 2021 der

Auftrag für die gesamten Maschinen und

den Stahlbau an Sandvik Rock Processing

CEU vergeben. Bevor mit den ersten

Montage-Arbeiten begonnen werden

konnte, musste die Kaverne für die neue

Aufbereitungsanlage ausgebrochen

werden. In enger Abstimmung aller

Beteiligten und der zuständigen Behörden

wurde die 3D-Planung der Kaverne unter

Einsatz modernster Messtechnik zentimetergenau

umgesetzt.

Ende 2022 wurden die ersten Stahlbauteile

sowie die Maschinen geliefert, welche

sukzessive in die untertägige Kaverne

verbracht wurden. Die Montage des

Stahlbaus wurde durch die Firma Trost in

Matrei in Osttirol begonnen. Der innovative

mittelständische Stahl- und Maschinenbaubetrieb

ist ein Spezialist für

großdimensionale Projekte in sämtlichen

Einsatzgebieten und hat mit seinem

Projektabwicklungsteam in der Aufbauphase

der Anlage einen wertvollen Beitrag

zum Projekt geleistet. Im nächsten Schritt

wurden alle Aufbereitungsaggregate – wie

die Zerkleinerungs- und Siebtechnik, , die

Gurtbandförderer und Schubwagenaufgeber

und Dosierrinnen – durch die Sandvik

Techniker montiert und installiert. Die

Montagearbeiten wurden Ende 2023

beendet. Mit 2024 erfolgte die Kalt- und

Warm-Inbetriebnahme, seit 22.März 2024

ist Anlage betriebsbereit.

Ein Schwerpunkt in der Designphase ist

die Gestaltung des schweren Vorbunkers

mit dem speziell für diesen Auftrag

entwickelten hydraulisch verschließbaren

Nadelschieber (Needle - Gate), durch den

das Sprenghaufwerk in der Größe 0 bis

1.200 mm über den Sturzschacht

abgezogen wird.

Im Bereich des Needle - Gate und vor

dem Backenbrecher wurde jeweils ein

Sandvik Rammer - Hammer 999E

installiert um ev. Verklausungen schnell

und sicher aufzulösen. Unter dem Vorbunker

befindet sich ein Sandvik Schubwagen

SH2071M, der das Material über einen

Hydraulik-Schubboden über einen

Vibrationsaufgeber SV2131 zu einem in

Linie stehenden Backenbrecher CJ815

fördert. Der Einschwingen-Backenbrecher

verfügt über einen Einlauf mit 1.500 x

1.100 mm und reduziert das Größtkorn

auf 250 mm. Unter dem Backenbrecher

befindet sich ein ins Gebirge gesprengter

Silo, von dem das Material über eine

Abzugsrinne SP1630 von Sandvik auf die

Förderstrecke zu einem Linearschwingsiebgelangt.

Hier erfolgt ein Trennschnitt

bei 60 mm und das Material 0-60 wird in

einen Erzbunker abgeschieden. Zwei

Dosierrinnen unterhalb des Erzbunkers

und Gurtbandförderer aus dem Hause

Das Material wird

im geschlossenen

Kreislauf zerkleinert

und ein 0/60 Fertigprodukt

über eine

Sandvik LF Siebmaschine

klassiert

und nach Übertage

ausgetragen.

Sandvik transportieren das Material zu

einer Steilförderanlage von der das

Material zur Tagesanlage gefördert wird.

Das Material größer 60 mm wird im

geschlossenen Kreislauf einem Steinkegelbrecher

CS840i, einem Premium-Kegelbrecher

der Sandvik 800i-Serie, zugeführt.

Diesem ist ein Bunkerpuffer vorgeschaltet,

um die gewünschte Gleichmäßigkeit

herzustellen. Im CS840i wird in der

Sekundär-Brechung die Kornklasse 0-60

hergestellt. Über das Rückführband wird

das Material erneut abgesiebt, bis der

gewünschte Zerkleinerungsgrad erreicht

ist. Die Prozess- und Layoutkonzeption,

sowie das Detailed-Engineering der

Anlage erfolgte durch das Sandvik-Rock-

Processing-Team in enger Zusammenarbeit

mit dem Kunden.

Auch wenn die Errichtung der neuen

Aufbereitungsanlage eine große Investition

darstellt, so ist sie im Vergleich zu den

künftigen Betriebskosten eines unveränderten

Transportkonzepts doch wesentlich

wirtschaftlicher. Damit setzt die Wolfram

Bergbau und Hütten AG einen wichtigen

Schritt, um den weiteren Abbaubetrieb

zukunftssicher zu optimieren.

www.wolfram.at | www.trost-gmbh.at

www.rockprocessing.sandvik

ÖSTERREICHISCHER BAUSTOFF-RECYCLING VERBAND

Neue Anforderungen der

EU-Kommission an den Abbruch

Seitens der Europäischen Kommission wurde durch die Neuauflage des

„EU Construction & Demolition Waste Management Protocol“ die Wichtigkeit von

Vorerkundigungen vor Abbruch bzw. Sanierung von Bauobjekten hervorgehoben.

D

ies ist die zentrale Qualitätssicherung

für den größten Abfallstrom in

Österreich und Europa – nämlich dem der

Baurestmassen, die fast zur Gänze wieder

der Kreislaufwirtschaft als Recycling-

Produkte zugeführt werden können.

„Österreich ist in vielen Beziehungen

vorbildlich bei dem selektiven Rückbau

von Bauobjekten und den geforderten

Vorerkundigungen“, so Thomas Kasper,

Vorsitzender des Österreichischen

Baustoff-Recycling Verbandes (BRV). „Dies

bestätigt uns das soeben publizierte

EU-Protokoll zu den neuen Anforderungen

an Abbrüche. Die Vorbildwirkung dürfen

wir nicht verlieren, im Gegenteil, der BRV

ist federführend tätig, wenn es um die

Fortschreibung des Standes der Technik

für den Rückbau geht.“

Die Europäische Union hat das von ihr

veröffentlichte Dokument „EU Construction

& Demolition Waste Management

Protocol“ mit August 2024 neu aufgelegt.

Es enthält auch neue Richtlinien für

„pre-demolition and pre-renovation

audits“, also von Untersuchungen im

Vorfeld eines Rückbaus bzw. der Renovierung.

Das Positionspapier weist auf die

Wichtigkeit dieses größten Abfallstroms in

Europa hin. Es ist daher ein eigenes

Management für Bauabfälle erforderlich,

welches signifikante Auswirkungen auf

Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft hat.

Das Dokument enthält Beispiele und Best

Practice-Fälle, die aus verschiedenen

europäischen Staaten gewonnen wurden

für folgende Bereiche: Identifikation des

Bauabfalls durch vorausgesetzte Audits;

Selektiver Rückbau; Rohstoff-Trennung an

der Quelle inkl. Erfassung der Rohstoffe;

Vorbereitung für die Wiederverwendung

und Recycling; Abfall-Logistik; Abfall-

Aufbereitung und Qualitätsmanagement.

Zentrales Gewicht sind vor dem Abbruch

vorgelagerte Audits. Diese Audits werden

europaweit typischerweise in die Sphäre

des Bauherrn gesetzt. Das Ziel der Audits

ist:

- gefährliche Abfälle zu identifizieren und

zu lokalisieren.

- ein Verzeichnis nicht gefährlicher Abfälle

zu erstellen.

- Gebäudekomponenten und -materialien

„Österreich ist in vielen Beziehungen vorbildlich bei dem selektiven Rückbau von

Bauobjekten und den geforderten Vorerkundigungen“, so Thomas Kasper (BRV).

zu identifizieren für Wiederverwendung

und Recycling.

- Erfassung von Informationen für den

Eigentümer oder die Behörde hinsichtlich

der Werte der Abbruchmaterialien

sowie deren Fußabdruck.

Als Best Practice-Beispiel wird unter

anderem Österreich angeführt, wo über

die ÖNorm B 3151 ab einer gewissen

Größenordnung derartige Audits vorgeschrieben

sind.

„Die österreichische Vorgangsweise kann

in vielen Bereichen als vorbildlich bestätigt

werden: Wir führen seit 2016 die nun

von der EU geforderten Audits in Form

der ´Schad- und Störstofferkundung` bzw.

der ´Objektbeschreibung` durch. Als

Auditor haben wir eine Fachperson

definiert, nämlich die Rückbaukundige

Person – der BRV hat schon weit mehr als

1.000 Personen dazu ausgebildet! Auch die

rahmenrechtliche Forderung, die Deponierung

von verwertbaren Baurestmassen zu

limitieren, ist durch das BMK erfolgt – die

Deponierung von Beton, Asphalt, Straßenaufbruch

und Gleisschotter ist seit 2024 in

Österreich verboten“, so Martin Car,

Geschäftsführer des BRV und gleichzeitig

Vorsitzender der in Überarbeitung

befindlichen ÖNorm B 3151 „Rückbau von

Bauwerken als Standardabbruchmethode“.

„Auch die in Überarbeitung

befindliche Norm für den selektiven

Rückbau wird wieder Vorbildfunktion für

Europa aufweisen“, ist Car überzeugt.

Neuerungen werden dabei die bessere

Dokumentation von Schad- und Störstoffen

betreffen, aber auch die Wiederverwendung

von Bauteilen stärken. Damit wird

nicht nur dem soeben publizierten Papier

der Kommission entsprochen, sondern

auch den Forderungen der EU-Taxonomie-

Verordnung, die für den Rückbau 70%

Verwertung für Abbruchmaterial verlangt.

Nähere Informationen sowie eine Zusammenfassung

des EU Protokolls können

abgerufen werden unter

www.brv.at

66 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2024 67



SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG

SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG

RUBBLE MASTER

Energieeffizienz: Rubble Master

setzt auf Know-how der Linz AG

Die Linz AG unterstützt bereits seit vielen Jahren oberösterreichische Unternehmen

beim aktiven Klimaschutz und der Schonung wichtiger Ressourcen. Durch das Tochterunternehmen

Linz-Energieservice GmbH-LES kann nun auch die auf Bauschutt-

Recyclinganlagen spezialisierte Rubble Master HMH GmbH aus Linz ihre

betriebsbedingten CO2-Emissionen nachhaltig reduzieren.

von Rubble Master im Linzer Südpark mit

umweltfreundlichem Sonnenstrom zu

versorgen, war die Gründung einer

Energiegemeinschaft notwendig. Aufgrund

neuer Regelungen ist es möglich, nachhaltig

produzierte Energie im Rahmen von

Bürgerenergiegemeinschaften regionsübergreifend

zu verteilen“, weiß Ing. Mag.

Bernd Freisais, Geschäftsführer der

Linz-Energieservice GmbH-LES.

„Mit der Photovoltaik-Anlage und der

Umstellung auf sparsame LED-Beleuchtung

gehen wir einen weiteren und

wichtigen Schritt auf unserem grünen

Weg, dem wir uns bereits vor über 30

Jahren als Hersteller für Brech- und

Siebanlagen verschrieben haben. Nachhaltiger

Umgang mit unseren Ressourcen

steht für uns seit jeher im Fokus, weshalb

wir als Weltmarktführer schon früh auf

die Elektrifizierung unserer Anlagen

gesetzt haben. Mit den Optimierungsmaßnahmen

am Standort Linz können wir

unsere Energieeffizienz beträchtlich

steigern und tragen zum Schutz unserer

Umwelt bei“, so Rubble Master-CEO

Günther Weissenberger.

Als „Rundum-sorglos“-Partner plant und

errichtet die LES nicht nur ein optimiertes

Auf den Dächern des Bürogebäudes und der Produktionshalle von Rubble Master

wird Sonnenstrom gewonnen und direkt vor Ort verbraucht.

Energieeffizienz-Konzept, sie erarbeitet

auch das entsprechende Finanzierungsund

Fördermodell für ihre Kundinnen und

Kunden. Dabei setzen die LES-Experten

auf ihr bewährtes „High Performance

Contracting“-Modell – eine innovative

Form der Finanzierung, die es ermöglicht,

Energieoptimierungsmaßnahmen aus

Kundensicht zum „Nulltarif“ zu realisieren.

Dies ist möglich, da die Energieeinsparungen

höher als die Refinanzierungsraten

sind. So profitieren Kunden ab dem

ersten Tag von der Energieeffizienzmaßnahme

und die Umwelt von einer massiven

CO2 Reduktion. Zusätzlich wurde das

vorliegende Projekt von Land und Bund

gefördert.

www.rubblemaster.com

M

Die Projektbeteiligten (von links): Thomas Hager B.Sc., Mag. Thomas Priglinger und Ing. Mag. Bernd Freisais (alle drei

Linz-Energieservice GmbH-LES), Helmut Haugsberger (Rubble Master), Günther Weissenberger (CEO Rubble Master),

Mag. DI Josef Siligan (Energie-Vorstand Linz AG) und DI Rainer Distlbacher B.Sc. (Linz-Energieservice GmbH-LES).

it einer 30.000 m² großen Photovoltaik-Anlage

wird umweltfreundlicher

Sonnenstrom erzeugt und mittels innovativer

Energiegemeinschafts-Lösung in

allen Rubble Master-Firmengebäuden im

Linzer Südpark genutzt. Zusätzlich wurde

eine 400 kWh Speicherlösung zur autarken

Energieversorgung installiert.

Darüber hinaus spart die ebenfalls neu

installierte LED-Beleuchtung mit ca. 600

Leuchtmitteln in sämtlichen Räumlichkeiten

der Rubble Master HMH GmbH

langfristig Energie ein. Alleine durch die

LED-Beleuchtung kann der Energieverbrauch

jährlich um ca. 130.000 kWh

reduziert werden.

Die auf mehreren Firmendächern installierte

PV-Anlage mit einer Leistung

von 600 kWp erzeugt jährlich rund

650.000 kWh emissionsfreien Ökostrom.

Das entspricht dem Jahresverbrauch von

ca. 220 Einfamilienhäusern. Bei einer

geschätzten Lebensdauer von 30 Jahren

wird die PV-Anlage insgesamt rund

20 Mio. kWh Ökostrom erzeugen. Insgesamt

werden 95% des Stroms aus der

PV-Anlage für den Energiebedarf der

Rubble Master HMH GmbH am Standort

Südpark herangezogen.

„Die Linz AG setzt seit vielen Jahren

zahlreiche Schritte in puncto Energieeffizienz

und bringt Wirtschaft und Nachhaltigkeit

zusammen. Dieses innovative Projekt

im Linzer Südpark treibt den Ausbau von

erneuerbaren Energien weiter voran. Es

freut mich besonders, dass unsere Expertinnen

und Experten der LES durch eine

Kombination aus PV-Anlage und LED-

Beleuchtung nicht nur die Energiekosten

unseres Projektpartners Rubble Master

senken, sondern vor allem den CO2-Ausstoß

langfristig reduzieren und wertvolle

Energie einsparen können“, sagt Linz

AG-Vorstandsdirektor Mag. DI Josef

Siligan.

„Für unsere Industriekunden verstehen

wir uns als Kompetenzzentrum für

betriebliche Energieoptimierung. Von der

Planung, über die Errichtung, Förderabwicklung

und Finanzierung liefern wir

verlässliches Know-how. Um alle Gebäude

Fotos: Linz AG/Fotokerschi; Rubble Mast

BIODEGRADABLE HYDRAULIC OIL

STARK IN DER PERFORMANCE,

SCHONEND FÜR DIE UMWELT.

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VERLÄNGERTE SERVICEINTERVALLE

68 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH

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SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG

Der neue Sandvik Ranger DX800i

Silencer sorgt bei der Firma Keckeis für eine

beachtliche Steigerung der Bohrleistung. Das leistungsfähige

Übertage-Außenlochhammer-Bohrgerät mit reduzierter

Lärmemission, das über zahlreiche intelligente Funktionen

verfügt, kommt in allen drei Steinbrüchen der Firma

Keckeis zum Einsatz.

SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG

Die Firma Avesco freut sich,

die Firma Keckeis als zufriedenen

Neukunden gewonnen

zu haben (von links):

Geschäftsführer Betr. oec.

Bmstr. KommR Ing. Peter

Keckeis, Alexander Rumpf

(Verkaufsberater, Firma

Avesco), Betriebsleiter

Christian Thaler und

Maschinist Thomas

Watzenegger (beide

Firma Keckeis).

AVESCO / SANDVIK

Keckeis ersetzt drei Bohrgeräte durch ersten

Sandvik Ranger DX800i Silencer Österreichs

Mit mühevoller Handarbeit nahm vor 115 Jahren der erste Steinbruch der Firma Keckeis

in Vorarlberg den Betrieb auf. Auch wenn Maschinen im Laufe der Zeit eine immer größere

Rolle spielten, von dem heute zur Verfügung stehenden Hightech-Gerät konnten frühere

Generationen nur träumen: Der erste Sandvik Ranger DX800i Silencer Österreichs ersetzt

bei Keckeis drei Bohrgeräte und erbringt bei stark reduziertem Verbrauch nun an einem

Tag die Bohrleistung, die vorher an drei Tagen erzielt wurde. Das dank Silencer extrem

leise Übertage-Außenlochhammer-Bohrgerät wurde durch die Avesco GmbH mit Sitz in

Herzogsdorf übergeben.

G

egründet wurde das Familienunternehmen

im Jahr 1909, als Roman

Keckeis in der Gemeinde Röthis den

ersten Steinbruch pachtete. In den

Anfängen des Unternehmens Keckeis

wurde die gesamte Arbeit im Steinbruch

– von der Gewinnung, der Zerkleinerung

bis hin zur Sortierung und Verladung des

Materials – ohne technische Hilfsmittel in

Handarbeit ausgeführt.

1957 übernahm Erich, der älteste Sohn

von Roman Keckeis, nach Ableben seines

Vaters den Betrieb. Im Steinbruch wurde

Erich dabei insbesondere von seinen vier

Brüdern Walter, Roman, Armin und Adolf

sowie seinem Cousin Fritz Frick tatkräftig

unterstützt. Sie alle blieben der Firma bis

zu ihrer Pensionierung treu. 1986 trat

Erich Keckeis in seinen wohlverdienten

Ruhestand. Seine ältesten Söhne Werner

und Peter Keckeis übernahmen die Firma.

Seit 1996 führt Betr. oec. Bmstr. KommR

Ing. Peter Keckeis den Betrieb gemeinsam

mit seiner Frau Renate. Unterstützt wird

er in der Geschäftsführung seit 2016 durch

Tochter Mag. Carmen Keckeis und ihrem

Partner Bmstr. Jürgen Partl BSc. Heute

beschäftigt das Unternehmen rund

50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und

ist im Tief- und Hochbau sowie im

Transportwesen tätig.

Zurzeit betreibt die Firma Keckeis drei

Steinbrüche und zählt damit zu den

führenden Unternehmen im Vorarlberger

Rheintal, der benachbarten Ostschweiz

und im süddeutschen Raum. Mitte der

1970er Jahre wurde der Steinbruch

Fritztobel in Rankweil erschlossen, der

auch heute noch betrieben wird. Vor rund

15 Jahren kamen der Steinbruch Litha

und der Steinbruch Sifeler Berg hinzu.

Während die verschiedenen Hartgestein-

Qualitäten der Firma Keckeis in der

Asphaltindustrie oder als Gleisschotter bei

Bahnprojekten zum Einsatz kommen,

schätzen Bauunternehmen und private

Bauherrn den Kalkstein auch in Form von

Ziersteinen oder bei Steinschlichtungen.

In Summe werden in den drei Steinbrüchen

rund 500.000 t (ca. 180.000 m³) pro

Jahr abgebaut und aufbereitet. Dazu

verfügt die Firma Keckeis in zwei Steinbrüchen

über moderne Brech- und

Siebanlagen, die mit einer Entstaubungsanlage

ausgestattet sind und höchste

Produktqualität sowie eine effiziente

Erzeugung der verschiedenen Kalksteinprodukte

gewährleisten.

Neben der Gesundheit der Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter ist dem Unternehmen

der respektvolle Umgang mit der

Natur ein großes Anliegen. Dazu zählen

eine nachhaltige Abbauplanung, umweltschonende

Produktionsprozesse, die

Vermeidung und Reduktion von Emissionen

sowie systematische Renaturierung.

Aber auch die Pflege einer guten Nachbarschaft

zu Anrainerinnen und Anrainern,

Gemeinden und Kommunen ist der Firma

Keckeis wichtig.

Österreich-Premiere für den

Sandvik Ranger DX800i Silencer

Das Basisgerät des Ranger DX800 ist ein

hydraulisches, selbstfahrendes Übertage-

Außenlochhammer-Bohrgerät auf Raupen

mit Stangenwechsler. Es bewährt sich in

Österreich bereits in mehreren Abbaubetrieben

und kommt dort auch schon in der

Über die beiden Joysticks und weitere

Bedienelemente stehen Bohrist Thomas

Watzenegger in der neuen Sandvik iCab über

30 Funktionen zur Verfügung.

Spezialvariante Silencer zum Einsatz. Die

Firma Keckeis ist nun das erste Unternehmen,

das in Österreich einen Ranger

DX800i Silencer betreibt. Dabei handelt es

sich um das dritte Bohrgerät der Ranger

DXi-Familie in Österreich und das erste

Modell mit Silencer. Die Besonderheit des

Silencer ist die starke Reduktion der

Lärmemissionen.

Übergeben wurde das neue Übertage-

Außenlochhammer-Bohrgerät bereits im

Oktober 2023. Nach der Einschulung und

ersten Bohrversuchen konnte die Produktionspause

im Winter genutzt werden, um

den DX800i wie bestellt mit der Silencer-

Technik auszurüsten. Die Entscheidung

für die Investition in die Silencer-Technik

wurde auch im Sinne der guten Nachbarschaft

mit Anrainerinnen und Anrainern

getroffen. Seit dem Beginn der heurigen

Saison im März 2024 bewährt sich der

DX800i Silencer bereits in allen drei

Steinbrüchen und ersetzt damit ohne

Probleme die drei in die Jahre gekommenen

Imlochhammer-Geräte.

Alexander Rumpf, Verkaufsberater der

Firma Avesco für Sandvik Produkte für

Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg,

betont: „Wir freuen uns, dass sich die

Firma Keckeis für den Ranger DX800i

entschieden hat. Einer der Gründe dafür

war auch die Tatsache, dass die Firma

Keckeis in das beste am Markt verfügbare

Bohrgerät investieren wollte. Bei der

serienreifen Silencer Variante erhält das

Bohrgerät bereits im Werk eine komplette

Einhausung von Bohrhammer und

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SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG

SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG

„Unsere aufbereiteten

Rohstoffe

kommen in der

Asphaltindustrie

ebenso zum

Einsatz, wie bei

Bauunternehmern

und privaten

Bauherren“,

erklärt Geschäftsführer

Peter

Keckeis.

Gestänge. Im Fall der Firma Keckeis

wurde das Gerät von unserem Team in

wenigen Tagen mit dem Silencer nachgerüstet.

In jedem Fall sorgt der Silencer für

eine deutliche Reduzierung der Lärmemissionen

im Bohrbetrieb. In der Praxis

zeigt sich, dass das Bohrgerät schon im

Abstand weniger Meter akustisch nicht

mehr wahrgenommen wird. Die Sonderausführung

Silencer steht für das

Raupenbohrgerät Dino und die Ranger

Modelle bis hin zum Ranger DX900i zur

Verfügung.“

Der Ranger DX800i Silencer ist so wie

der DX900i Teil der Ranger DXi-Familie.

Alle Übertage-Außenhammerbohrgerät

der Ranger DXi-Serie verfügen über

einen drehbaren Oberwagen. Mit einem

Arbeitsradius von 290° und einem

Bohrbereich von 55 m 2 zählen sie zu den

leistungsstärksten und effizientesten

Geräten ihrer Klasse. Darüber hinaus

sind sie aber auch perfekt ausbalanciert:

Trotz der Drehbarkeit des Bohrgerätes ist

für Stabilität gesorgt, da das integrierte

Gegengewicht stets einen Gewichtsausgleich

am gegenüberliegenden Ende des

Bohrarms schafft. Die Ranger DXi-Bohrgeräte

sind dank niedrigem Schwerpunkt

und hoher Fahrleistung extrem

beweglich.

Aktiviert ist im DX800i Silencer der

Firma Keckeis auch das Sandvik TIM3D

Navigationssystem für Übertage-Bohrgeräte.

Es ermöglicht durch Nutzung der

GPS-Technik die schnellere und präzisere

Positionierung der Bohrlöcher für ein

verbessertes Bohrergebnis mit einer

Genauigkeit von +/- 10 cm. Die Bohrdaten

Durch den

drehbaren

Oberwagen des

Ranger DX800i

Silencer können

aus einer Geräteposition

mehrere Bohrlöcher

in einem

Arbeitsradius

von 290° gebohrt

werden.

Der exakte

Winkel für die

Bohrungen wird

über die GPS-

Antennen

sichergestellt.

bzw. Bohrprofile werden von Geschäftsführer

Bmstr. Jürgen Partl BSc. erstellt und

direkt an den DX800i Silencer geschickt.

Betriebsleiter Christian Thaler betont:

„Unsere Entscheidung für den DX800i

Silencer war absolut richtig. Durch den

drehbaren Oberwagen mit Abstützung

können wir bei einer mehrreihigen

Sprengung zahlreiche Löcher aus einer

Position bohren. Das bedeutet in der

Praxis einen enormen Geschwindigkeitsund

Zeitgewinn gegenüber unseren alten

Imlochhammer-Geräten. Bei einer

durchschnittlichen Bohrtiefe von rund

13 m liegt unsere tägliche Bohrleistung

mit dem DX800i Silencer bei rund 350 m.

Diese Bohrleistung haben wir früher an

drei Tagen geschafft. Dazu kommt der

deutlich niedrigere Verbrauch, der um

rund die Hälfte gesunken ist. Nicht zuletzt

können wir jetzt mit einem Bohrgerät alle

drei Steinbrüche abdecken.“

Firmenchef Peter Keckeis verweist

abschließend auf die ausgezeichnete After

Sales Betreuung: „Nicht nur das Bohrgerät

selbst hat uns im Zuge der Vorführungen

überzeugt, sondern auch der

Service durch das Team der Firma Avesco.

Unser Betreuer Alexander Rumpf ist für

uns immer erreichbar und im Fall des

Falles wissen wir, dass aus der Schweiz ein

Servicetechniker in kürzester Zeit bei uns

vor Ort ist. Das ist für uns sehr wichtig,

denn bei einem Ausfall stehen bei uns drei

Steinbrüche.“

www.keckeis.co.at I www.avesco.at

www.rocktechnology.sandvik/de

AKTUELL

Bei den Modellen der Ranger DXi-Familie ist der Silencer in geschlossener Form fix

verbaut. Zwei Öffnungen ermöglichen die optische Kontrolle der Bohrprozesse.

Viel Neues bei Avesco Österreich

Durch den Umzug von St. Martin im Mühlkreis in die nahegelegene Marktgemeinde

Herzogsdorf stehen der Österreich Niederlassung von Avesco nun wesentlich verbesserte

Rahmenbedingungen zur Verfügung. Der neue Standort bietet für das stetig wachsende Team

der Avesco GmbH nicht nur moderne Büroräume, sondern auch eine großzügig dimensionierte

Werkstatt mit eigener Hammer-Servicestation. Hier können zeitgleich mehrere Großgeräte

serviciert werden und durch die deutlich größere Lagerfläche sind Ersatzteile jederzeit

verfügbar. Wie bereits berichtet, hat Avesco als Sandvik Mining and Rock Solutions Händler

sein europäisches Vertriebsgebiet erweitert, und bietet Sandvik-Maschinen und Anwendungen

nun auch in der Tschechischen Republik, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen, Kroatien

und der Slowakei an. Im Rahmen dieser Erweiterung betreut Avesco nun mehrere Sandvik-

Produktgruppen in diesen Ländern, darunter Bohrgeräte für den Über- und Untertagebereich,

Lader und Muldenkipper, Bohrwerkzeuge und mechanische Schneidausrüstung. Avesco ist

sowohl für den Vertrieb als auch für die Unterstützung der Kunden mit Kundendienst und

Dienstleistungen im Baugewerbe verantwortlich.

Hochentwickelte Bohrtechnik

Ausgerüstet ist der DX800i Silencer der

Firma Keckeis mit einem leistungsstarken

RD925M Bohrhammer, der für Bohrdurchmesser

von 64-127mm vorgesehen ist und

eine Schlagleistung von bis zu 27 kW

bietet. Weiters verfügt der DX800i Silencer

bereits über das neue Gestänge mit dem

bogenförmigen Gewindesysteme CT55, das

im Vergleich zu Standardsystemen eine

höhere Bohrleistung ermöglicht. Neben

der bewährten Staubabsaugung bietet der

DX800i auch eine Wasserinjektion, mit der

bei Bedarf die Bohrlochwand gefestigt

werden kann.

Die DXi-Modelle sind mit der neuen

Sandvik iCab für verbesserte Bediener-

Ergonomie und minimalen Geräuschpegel

ausgestattet. Sie beeindruckt mit einem

extrem niedrigen Geräuschpegel von

73,5 dB und ermöglicht dem Bohristen,

über den Touchscreen alle Parameter von

der Kabine aus einzustellen. Nicht nur das

Bohrgerät selbst, auch die Bedienung

stellt einen Quantensprung dar: Über den

Touchscreen und die beiden Joysticks

können in Kombination mit dem Fußpedal

Mehrfachbelegungen definiert werden,

sodass weit über 30 Funktionen zur

Verfügung stehen. Die automatische

Lafettenausrichtung und die Einloch-

Automatik sorgen für mehr Effizienz bei

den Bohrvorgängen.

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SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG

SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG

KLEEMAN

Vollelektrischer Betrieb von

mobilen Brech- und Siebanlagen

Verketteter Kleemann Anlagenzug mit der Möglichkeit der externen Fremdeinspeisung.

Mobile Brech- und Siebanlagen, die mit Strom statt mit Diesel betrieben

werden, gelten als umweltfreundlicher, da sie vor Ort keine CO2-Emissionen

ausstoßen. Zwar sind die Investitionskosten initial höher, doch aufgrund der

Kraftstoffersparnisse amortisieren sie sich schnell.

E

ine Beispielrechnung für den deutschen

Markt zeigt, dass dies bereits

nach rund sechs Jahren möglich ist

– wenn die Anlage über die eigene

Photovoltaikanlage mit Energie versorgt

werden kann, sogar nach ca. vier Jahren.

Zu den Voraussetzungen für den

elektrischen Betrieb erklärt Tobias

Böckle, Bereichsleiter Produktmanagement

bei Kleemann: „Unser mobiler

Anlagenzug im Rechenbeispiel besteht

aus dem Backenbrecher Mobicat MC 120

PRO, dem Kegelbrecher Mobicone MCO

110 PRO als Nachbrecher und einer nachgeschalteten

Siebmaschine Mobiscreen

MSC 953 EVO. Der Anlagenzug verbraucht

im Schnitt etwa 77 l Diesel pro

Betriebsstunde. In der elektrifizierten

Version kommt er auf einen durchschnittlichen

Stromverbrauch von 302 kW pro

Betriebsstunde. Der maximale Leistungsbedarf

liegt bei 542 kW. Der Energiebedarf

muss zunächst durch die Infrastruktur

zur Verfügung gestellt werden

und erfolgt im Idealfall durch Strom aus

erneuerbaren Energien. Nachhaltig und

schnell kosteneffizient ist die Speisung

über eine betriebseigene Photovoltaikanlage.“

Entscheidend für einen effizienten

Einsatz ist, dass die Infrastruktur im

Vorfeld passend ausgelegt wird. Tobias

Möß von der Wolff & Müller GmbH

erklärt: „Zunächst sollte der tatsächliche

Energiebedarf der Anlage, aber auch der

Bedarf aller bereits vorhandenen Abnehmer

ermittelt werden. Wie viel Leistung

wird auf dem gesamten Betriebsgelände

gebraucht? Dabei ist auch das Lastprofil

zu berücksichtigen. Wann sind die

Leistungsspitzen, wann die Zeiten mit

geringerem Verbrauch? Das individuelle

Lastprofil lässt sich beim Energielieferanten

oder Netzbetreiber erfragen.“

Viele Unternehmen haben auf dem

Betriebsgelände bereits einen Transformator,

der die Spannung den Erfordernissen

anpasst und beispielsweise Niederspannung

für Anlagen zur Verfügung stellt. Ist

die erforderliche Leistung beziffert, gilt es

zu prüfen, ob der zur Verfügung stehende

Transformator ausreichend dimensioniert

ist. Liefert er die nötige Leistung? Wie viel

Leistung am Trafo abgenommen werden

kann, ist auf dem Typenschild angegeben.

Zu berücksichtigen ist auch, wo auf

dem Gelände sich die Hauptverteilung

befindet, und wo die Anlage zum Einsatz

kommt. Eine gute Planung ist hier

Voraussetzung für einen effizienten

Betrieb. Ein Beispiel: Die für die Versorgung

der Anlage benötigte elektrische

Energie wird nicht direkt an der Übergabestation

auf Niederspannung transformiert,

sondern auf der Mittelspannungsebene

über das Gelände bis zur Anlage

geführt – der Kabeldurchschnitt kann

dadurch deutlich dünner ausfallen, das

Kabel wird somit handlicher und deutlich

günstiger. An der mobilen Anlage wandelt

ein zweiter Transformator den Strom in

Niederspannung, um die mobile Brechoder

Siebanlage zu betreiben. Hier gilt es,

ein passendes individuelles Konzept

auszuarbeiten.

Solide aufgestellt amortisieren sich die

Investitionskosten nach rund sechs Jahren

– je nach Energiekonzept auch schon

früher. Ab dann spart der vollelektrische

Betrieb Jahr für Jahr erhebliche Betriebskosten.

Hier eine beispielhafte Übersicht

beim Umstieg auf Elektro: Bei der

dieselbetriebenen Anlage entsteht neben

den Kraftstoffkosten kein zusätzlicher

Investitionsbedarf in die Infrastruktur. Die

Kosten für den Dieselkraftstoff variieren

je nach Land und Region stark, so dass

eine eventuelle Ersparnis vom Differenzpreis

Diesel gegenüber dem Strom

abhängig ist. Elektrisch betriebene

Brech- und Siebanlagen sind initial durch

ihre spezielle Ausstattung hochpreisiger,

hinzu kommen Kosten für Kabel (je nach

benötigter Kabellänge) und ein

Transformator.

Der vollelektrische Betrieb verursacht

initiale Investitionskosten, die sich

mittelfristig für den Betreiber jedoch

auszahlen. Denn bei genauerer Betrachtung

wandeln sich die einmalig anfallenden

Kosten schnell in lohnende Investitionen.

Auch an Standorten, an denen

aufgrund fehlender Infrastruktur keine

Versorgung mit Strom erfolgen kann, ist

SPECTIVE CONNECT

Materialaustragung jederzeit im Überblick

ein umweltgerechter Betrieb möglich.

Kleemann Anlagen können in der elektrischen

Version nämlich auch autark mit

nachhaltigem HVO-Diesel betrieben

werden.

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Das intuitive Bedienkonzept Spective trägt maßgeblich zur effizienten

Bedienbarkeit der Kleemann Brechanlagen bei. Besonders die mobile

Anwendung Spective Connect unterstützt den Anwender in seinem

Arbeitsalltag. Nun können auch die Materialaustragung und die damit

verbundenen Materialhalden dank der Funktion „Haldenüberwachung“

besser kontrolliert und organisiert werden. Somit bietet Spective

Connect jetzt auch für den Radlader-Fahrer, der sich um das Abräumen

der Halden kümmert, eine Arbeitserleichterung. Mit der Haldenüberwachung

lässt sich in Spective Connect jederzeit der aktuelle Stand von

Materialhalden anzeigen. Dabei bestimmt der Anwender, ab welcher

Haldenhöhe er informiert werden will. Besonders auf weitläufigem

Gelände und bei größeren Anlagenzügen ist die Haldenüberwachung

hilfreich. Spective Connect schickt rechtzeitig eine Push-Nachricht, so

dass sich die Mitarbeiter zum richtigen Zeitpunkt zur vollen Materialhalde

begeben, um sie abzuräumen. Das erspart unnötige Wege,

Abschaltungen aufgrund vollgelaufener Halden lassen sich vermeiden

und die Produktivität erhöht sich.

Der vollelektrische Betrieb von mobilen

Brech- und Siebanlagen verursacht initiale

Investitionskosten, die sich mittelfristig für

den Betreiber jedoch auszahlen. Die einmalig

anfallenden Kosten wandeln sich schnell in

lohnende Investitionen um.

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HOLZ-MESSE

HOLZ-MESSE

INTERNATIONALE HOLZMESSE

Branchentreff im Zeichen

schwieriger Rahmenbedingungen

I

n Klagenfurt ging vom 28. bis zum

31. August 2024 die Internationale

Holzmesse in Kombination mit der Holz &

Bau und dem Themenschwerpunkt

Transport & Logistik über die Bühne.

Einmal mehr erwies sich die Veranstaltung

als wichtiger Branchentreffpunkt

der Forst- und Holzindustrie im Alpen-

Adria-Raum. Mit 500 Ausstellern aus 20

Ländern und 21.000 Fachbesuchern, von

denen 1/3 aus dem Ausland kamen, war

die Messe ein beeindruckendes Schaufenster

für Innovationen und Networking

in der Branche.

Anlässlich der Holzmesse zogen die

Land- und Forst-Betriebe eine erste

Zwischenbilanz über das Jahr 2024. Das

Fazit: Die Branche muss nicht nur der

Flaute auf den Märkten, sondern auch

dem politischen und gesellschaftlichen

Druck sowie den zunehmenden Extremwetterereignissen

Stand halten. Dies sorgt

für große Unsicherheiten bei den Forstbetrieben.

Die Land- und Forst-Betriebe

fordern deshalb eine lösungsorientierte

Politik mit Weitblick, um eine nachhaltige

und auch wirtschaftlich starke Waldbewirtschaftung

sicherzustellen. Auf das

schwierige Umfeld verwiesen aber auch

die Sägeindustrie und der Holzhandel. So

erklärte KR Franz Teuschler, Vorsitzender-

Stv. des österreichischen Holzhandels:

Die nächste Internationale Holzmesse findet

vom 02. bis 05. September 2026 statt.

„Derzeit sind wir in fast allen Bereichen

mit Absatz- sowie Umsatzverlusten

konfrontiert. Die Rezession in der Bauwirtschaft

und in der Industrie belastet

unsere Mitglieder.“ Aber auch die EU-

Entwaldungsverordnung bereitet Kopfzerbrechen.

„Klimaschutz, Ressourcenschonung,

Kreislaufwirtschaft und nachhaltiges

Wirtschaften – die Forst- und Holzwirtschaft

kann zu diesen Zielen viel

beitragen. Daher erwarten wir vom neu

gewählten EU-Parlament und von der

neuen EU-Kommission künftig einen

Dialog mit den Praktikern und weniger

Anordnungen über unsere Köpfe hinweg“,

so KR Franz Teuschler.

Fotos: Kärntner Messe; NZ Photo/Zangerle; Baublatt.Österreich

BULMOR

Elektro-Seitenstapler: stark,

ausdauernd und intelligent

Im Mittelpunkt des Messe-Auftritts der

Bulmor industries GmbH stand die

neueste Generation der Elektro-Seitenstapler

in Form der Sonderedition 2024.

Mit dem Elektro-Seitenstapler hat

Bulmor eine neue, vollelektrische Generation

des Transportes entwickelt, die mit

einer Tragkraft von 5 - 8 t und Standard-

Hub höhen bis 8.000 mm angeboten wird.

Die Elektro-Seitenstapler von Bulmor

bieten maximale Effizienz und punkten

mit bis zu 35% Steigfähigkeit sowie

intelligenter Steuerungstechnologie. Sie

sind standardmäßig mit mybulmor

ausgestattet, einem Flottenmanagement-

System, das auch die Möglichkeit der

Fernwartung bietet und so durch detaillierte

Diagnosen für eine hohe Geräte-

Verfügbarkeit sorgt. Per Mobilfunk stehen

die Daten in der Cloud bereit und über

das Dashboard lassen sich bequem

wichtige Leistungskennzahlen der

Maschine abrufen und Einstellungen

vornehmen.

Beim Elektroantrieb setzt Bulmor auf die

Lithium LFP Technologie, die eine

schnelle Aufladung ermöglicht. Zusätzlich

sorgt das Batterie-Management-System

für bis zu 15% längere Betriebszyklen und

erhöhte Lebensdauer. Durch die drei

Performancemodi ECO, Power und Boost

ist die Kraft optimal dosierbar. Exakt

darauf abgestimmte Komponenten sorgen

für höchste Performance bei gleichzeitig

hoher Wirtschaftlichkeit.

Aber auch abseits des Elektroantriebs

bieten die Elektro-Seitenstapler von

Bulmor ausgereifte Technik. So sorgt ein

Hubwerk mit Kreuz-Ausschub-Zylinder

für extrem hohe Schubkraft ohne Verwindung.

Die robuste Rahmenkonstruktion in

gewohnter Bulmor oder Notox Bauweise,

für die Bulmor bekannt ist, garantiert

hohe Stabilität und Langlebigkeit der

Maschine. Hydraulikleitungen in Rohrform

gewährleisten den geringsten

Verschleiß im Rahmen und am Mast.

Meter die entscheiden!

Palfinger Krane haben immer die Nase vorne. Dank überlegener

Hubkraft und Reichweite, mit der Sie um die entscheidenden

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leisten und weniger kosten als Sie denken.

Von links: DI

Christoph Proksch

(Chief Sales Officer,

Bulmor Holding) und Erich

Korn (Produktmanager,

Bulmor Industries) informierten

nicht nur über die

aktuellen Elektro-Seitenstapler,

sondern auch über die Mietflotte

und die attraktiven

Finanzierungsmöglichkeiten.

Im Hintergrund der Elektro-

Seitenstapler EQ 60 mit

einer Hubkraft bis

zu 6 t.

Ergänzend zu den auf der Holzmesse

gezeigten Elektro-Seitenstaplern stehen

aus der Bulmor Gruppe nicht nur die

neuen Elektro Schwerlast Seitenstapler

der Heavy Line bis 18 t Tragkraft zur

Verfügung, sondern auch die bewährten

Seitenstapler mit Verbrennungsmotor von

5 bis 25 t und weitere Hublösungen für

eine Vielzahl an Industrien.

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76 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2024 77



HOLZ-MESSE

KIESEL

Die diesjährige Holzmesse in Klagenfurt bot für Kiesel die

perfekte Gelegenheit, die neuesten Maschinen und Innovationen

im Forst- und Sägebereich vorzustellen.

Innovation und Tradition im Fokus

B

Ein Highlight auf dem

Kiesel Stand war die

Rückkehr des Fuchs

MHL434F.

esonders stolz war das Team von

Kiesel Austria darauf, den neuen

Fuchs MHL434F für den Holzbereich zu

präsentieren. Diese Maschine, die auf

einem bewährten Konzept von vor 20

Jahren basiert, wurde mit modernster

Technik ausgestattet und bietet nun noch

mehr Effizienz und Leistung. Der besondere

Clou: Der Ausleger ist hinten

angelenkt, was zu besseren Fahreigenschaften

und höherer Stabilität führt.

Außerdem wird eine freie Sicht rechts aus

der Kabine gewährt. Das bedeutet mehr

Sicherheit und Präzision bei der Arbeit.

Dank dieser auf den Kundenbedarf

angepassten Lösung, können Holzpolter

höher und sicherer gestapelt werden, was

insbesondere für kleinere und mittelständische

Sägewerke ein echter Gewinn ist.

Messestand im Zeichen des Holzes

Der Kiesel Stand war dieses Jahr komplett

auf die Holzbranche ausgerichtet. Mit

Hackschnitzeln und Exponaten aus dem

Forstbereich wurde eine authentische

Gelungener Messe-Auftritt: Das Kiesel Team

nutzte die Holzmesse für einen intensiven

Austausch mit Kunden aus Österreich und

dem benachbarten Ausland.

Atmosphäre geschaffen, die die Prozesse

der Kunden perfekt widerspiegelte.

Besonders hervorzuheben ist das breite

Sortiment an Anbaugeräten für den

Forstbereich im Rahmen der KTEG

P-Line. Darunter eine leistungsstarke

Baumschere und ein Schlegelmulcher.

Kramer Radlader überzeugt

mit Starrahmen-Technologie

Neben dem Fuchs MHL434F hatte Kiesel

auch die Kramer Radlader im Fokus, die

seit dem 1. Jänner 2024 Teil des Produktprogramms

für die Industrie sind. Diese

Maschinen bestechen durch ihr einzigartiges

Starrahmen-Konzept ohne Knicklenkung.

Für die Sägeindustrie bedeutet das

eine höhere Traglast bei gleichzeitig

geringem Eigengewicht und verbesserter

Wendigkeit. Besonders im Bereich der

Sägetechnik konnte der Kramer Radlader

durch seine Effizienz überzeugen.

Hitachi Bagger & Radlader:

Effizienz für die Sägeindustrie

Neben den Fuchs- und Kramer-Maschinen

präsentierte Kiesel auf der Holzmesse

auch eine Auswahl an Hitachi-Modellen,

die bei den Besuchern auf großes Interesse

Auch der gezeigte

Kramer Radlader

mit Starrahmen-

Konzept ohne

Knicklenkung

lockte das

Fachpublikum an.

Der gezeigte Hitachi ZX95-7 in der KTEG P-Line-Variante empfiehlt

sich als ideale Lösung für kompakte Baustellen.

stießen. Der Hitachi ZX95-7 in der KTEG

P-Line-Variante überzeugte durch seine

Flexibilität als vielseitiger Multi-Tool-

Carrier und empfiehlt sich als ideale

Lösung für kompakte Baustellen. Der

Hitachi ZX225-7 Kurzheckbagger wiederum

bietet beeindruckende Wendigkeit

und Hubkraft auf engstem Raum. Ergänzt

wurde das Line-up durch den Hitachi

ZW160-7 Radlader, der mit einer Winkelbauer-Leichtgutschaufel

ausgestattet war

und sich durch starke Leistung und

einfache Bedienbarkeit auszeichnete.

Positive Resonanz

auf ganzer Linie

Die Resonanz auf der Messe war durchwegs

positiv. Das Kiesel Team freute sich

über den regen Austausch mit Kunden aus

Österreich, aber auch aus Deutschland,

der Schweiz, Italien und Slowenien, die

teilweise mehrere Stunden Anreise auf

sich nahmen. Das Interesse an den

Maschinen und Innovationen war groß,

und auch das Standdesign fand viel

Zuspruch. Die gute Sichtbarkeit des

Standes und das sonnige Wetter trugen zu

einer gelungenen Veranstaltung bei.

www.kiesel.net

78 BAUBLATT.ÖSTERREICH

BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2024 79



HOLZ-MESSE

KUHN

Geschäftsführer Mag. Stefan Kuhn

freut sich über das große Interesse

des Fachpublikums an dem Komatsu

Radlader WA475-10KTL mit

Industriehubgrüst.

Komatsu-Power für die Holzwirtschaft

Das Highlight auf dem Stand der Kuhn

Baumaschinen GmbH war der Komatsu

Radlader WA475-10KTL mit Industriehubgerüst

und 3,2 m² Holzgreifer, der von

Komatsu speziell auf die Anforderungen

der Holzindustrie ausgerichtet wurde. In

Zeiten hoher Treibstoffkosten besticht der

Radlader durch einen modernen leistungsverzweigten

Antriebsstrang, der für beste

Kraftstoff-Effizienz sorgt. Mit seiner

unabhängigen Steuerung von Arbeitshydraulik

und Antriebsstrang und den damit

flüssigen Ladevorgängen eignet sich der

Radlader perfekt für den Materialumschlag.

War es in der Vergangenheit knifflig,

Rundhölzer vom Lkw zu entladen und mit

großen Anbaugeräten zu arbeiten, so

empfiehlt sich der neue „Tool linkage“-

Ausleger mit optimierter Kinematik für

Gezeigt wurde auch

der 9 t Komatsu

Kettenbagger

PC88MR-11 mit

einem Kegelspalter.

diesen Einsatz als optimale Lösung. Das

Kippmoment ist im Vergleich zur herkömmlichen

Z-Kinematik um bis zu 39%

erhöht. Dies ermöglicht präzises und

sicheres Laden mit Baumklammern. Auch

wer mit leichten Schüttgütern wie

Holzhackschnitzeln und Sägespänen

arbeitet und daher großvolumige Schaufeln

benötigt, wird die neuartige Kinematik

rasch schätzen lernen, denn die „Tool

linkage“-Kinematik kippt mit der Schaufel

und ermöglicht maximalen Freiraum für

den Schaufelkörper. Die volle Kompatibilität

zu gängigen Anbaugeräten über einen

hydraulischen Schnellwechsler ermöglicht

den Einsatz in jedem bestehenden Betrieb

ohne Kompromisse. Weiters bietet die

neue SpaceCab-Fahrerkabine der Serie 10

Radlader den Fahrern einen ergonomisch

gestalteten Arbeitsplatz mit ausreichend

Platz, erstklassigen Komfort sowie bester

Rundumsicht.

Ebenfalls gezeigt wurde der Komatsu

Kettenbagger PC88MR-11. Der 9 t

Kurzheckbagger eignet sich mit seinem

geringen Heckschwenkradius für den

universellen Einsatz im Forst und war auf

der Holzmesse mit einem Kegelspalter

ausgerüstet. Der PC88MR-11 bietet

smarte Sicherheitsfunktionen, intuitive,

ergonomische Bedienelemente, hohe

Leistung, optimiertes Bedienverhalten,

gesteigerte Wartungsfreundlichkeit, eine

bewährte Abgasnachbehandlung und

einen großen Umfang an Standardausrüstungen.

Er verfügt über einen leistungsstarken

Motor gemäß EU Stufe V, der mit

seinem geringen Kraftstoffverbrauch

beeindruckt.

www.kuhn.at

STAPLA

Neueste Bobcat Stapler als starke Allrounder

Erstmals war die Stapla Vertriebs- und

Service GmbH auf der Holzmesse vertreten.

Sie ist in Österreich Vertriebspartner für die

neuen Bobcat Stapler (vormals Doosan

Stapler) mit Ausnahme der Bundesländer

Vorarlberg, Tirol und Salzburg. Das Unternehmen

ist ein erfahrener Rundum-Dienstleister

für neue Gabelstapler, Gebrauchtstapler,

Miet stapler, Lagertechnik und Verladetechnik.

Neben der Zentrale in Albersdorf bei

Gleisdorf betreibt Stapla auch eine Niederlassung

in Guntramsdorf bei Wien und ein

Verkaufsbüro in Klagenfurt. Gezeigt wurde

auf der Holzmesse eine breite Geräte-Palette

bis zum 20 t Stapler mit Elektro-, Gas- und

Diesel-Antrieb. Stapla pflegt eine enge

Partnerschaft mit der Firma Eisenwagen

Baumaschinen in Himberg, die im selben

Gebiet Vertriebspartner für Bobcat Bagger,

Lader und Teleskopen ist. Beide Unternehmen

profitieren von den Synergien in der

After Sales Betreuung und können im Sinne

einer noch besseren Kunden-Betreuung

gegenseitig auf Monteure zugreifen.

www.stapla.at | www.eisenwagen.co.at

Von der engen Partnerschaft zwischen Stapla und Eisenwagen profitieren die Bobcat

Kunden durch noch besseren Service (von links): Wolfgang Eisenwagen (GF Eisenwagen

Baumaschinen GmbH) und Ing. Michael Kohlmaier (GF Stapla Vertriebs- und Service

GmbH) vor dem Stand der Firma Stapla.

Hoch hinaus – mit krandioser Technik und Service von WOLFFKRAN. Ob Laufkatz- oder Wippauslegerkran,

S oder XXL, Spezialanwendung oder Hochbau : WOLFF ist der Richtige für Ihr Projekt. Wir beraten Sie umfassend.

Willkommen im Rudel: Tel. +43 2235 420 21 0 / info@wolffkran.at

Speichersee Rosswiese, Österreich

80 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH



HOLZ-MESSE

HOLZ-MESSE

Von links:

Der Unimog U 430,

der Arocs 3363 AK

6x6 mit Vollluftfederung

und der

Unimog U 530.

DAIMLER TRUCK AUSTRIA

Mercedes-Benz Trucks für den

Einsatz in der Forstwirtschaft

Der Unimog zeichnet sich durch viele

Schnittstellen, ganzjährige Nutzung,

wirtschaftlichen Betrieb und Sicherheit

auf der Straße und im Gelände aus. Der

Unimog Geräteträger wurde als vielseitiger

Leistungsträger mit einem Ziel

entwickelt: so effizient wie möglich zu

sein. Seine Robustheit und Zuverlässigkeit

sowie herausragende Flexibilität

machen den Unimog seit Jahrzehnten

zum Geräteträger für Profis. Denn das

„Universal-Motor-Gerät“ – so der

ursprüngliche Name – ist ein Fahrzeug,

das speziell zu diesem Zweck entwickelt

wurde. In Verbindung mit zahlreichen

qualifizierten Geräte- und Aufbauherstellern

und dem Know-how der Unimog

Partner entsteht ein Fahrzeugsystem mit

unerreichter Einsatzvielfalt und Produktivität.

Die Abmessungen sind äußerst

kompakt gehalten – gerade deshalb

bringt der Unimog seine Effektivität fast

überall zum Tragen – auch abseits der

Straße.

Zwei Unimog der Baureihen U 530 und

U 430 präsentierten das Know-how im

Bereich Transport und Forst: Der U 430

Kommunal mit Pritsche zeigte die

Einsatzvielfalt, Wendigkeit und Kompaktheit

bei starker Leistung. Der U 530 mit

Agrarausstattung und Ackerstollenbereifung

präsentierte sich als zuverlässiger

Partner in der Land- und Forstwirtschaft

mit Reifendruckregelanlage, Kühlerschnellreinigungssystem

Clean-Fix, drei

Differentialsperren, Load-Sensing-Hydraulikanlage

und Kamerasystem.

Die Straßen- und Allradvarianten des

Arocs bieten für verschiedenste Einsatzzwecke

einen robusten und widerstandsfähigen

Lkw. In Kombination mit der

neuesten Version des Motors OM 471 ist

der Arocs für praktisch jeden Einsatz im

Baustellenverkehr gerüstet. Der hochspezialisierte

Alleskönner unter den schweren

Baufahrzeugen ist auch im Forst

nicht wegzudenken. Dank der großen

Auswahl von Fahrerhäusern, Motoren

und Antriebsvarianten sowie Radformeln

ist er jeder Aufgabe gewachsen. Das

ausgestellte Fahrzeug, ein Arocs 3363 AK

6x6 mit Vollluftfederung und der stärksten

Motorisierung OM 473 mit 15,6 l

Hubraum und 630 PS (460 kW). Das

Fahrzeug verfügt über ein L-Fahrerhaus

StreamSpace mit großem Raum- und

Stauraumangebot und hohem Komfort

wie zum Beispiel einem klimatisierten

Ledersitz.

www.mercedes-benz-trucks.at

Foto: Daimler Truck Austria

DUNST

Leistungsfähige Holzladekrane

Die 1998 als Ein-Mann-Betrieb gegründete

Dunst Hydraulik & Ladetechnik wird

nach wie vor als Familienbetrieb geführt.

Heute ist die Firma Dunst österreichischer

Generalimporteur für HMF-Ladekrane,

Joab-Containerwechselsysteme und

Hoeflon Mini-Hebekrane.

Im Mittelpunkt des Messeauftritts in

Klagenfurt standen jedoch die Holzladekrane

der Firma Krpan, für die die Firma

Dunst den Generalvertrieb in Österreich

innehat und auch die Serviceleistungen

durchführt. Krpan zählt zu den weltweit

führenden Unternehmen in der Forstmaschinenindustrie

und ist unter anderem

Spezialist für Forstanhänger mit Kranen.

Vor kurzem präsentierte das Unternehmen

auch eine neue Generation von

Forstseilwinden.

Die in Klagenfurt gezeigten Holzladekrane

sind in K- und Z-Ausführung mit unterschiedlichen

Reichweiten erhältlich. Sie

sind für professionelle Anwender gedacht,

die schnell und sicher mit effizienten

Be- und Entladezyklen arbeiten möchten.

Die Lkw-Krane eignen sich für das Laden

von Baumstämmen und Ästen für Nutzholz

oder können für die Produktion von

Biomasse eingesetzt werden. Der Doppelteleskoparm

der K-Klasse ist einer der

längsten, der derzeit auf dem Markt

angeboten wird. Die Bauteile sind überdimensioniert

für eine lange Lebensdauer.

Alle Hydraulikleitungen befinden sich

innerhalb der Struktur, was einen maximalen

Schutz und eine längere Lebensdauer

gewährleistet. Die Z-Klasse ist für

einen effizienten Arbeitsablauf ausgelegt

und ermöglicht eine präzise und zeitsparende

Arbeitsweise. Der Lkw-Kran kann

sowohl am Heck als auch an der Front des

Lkw angebracht werden. Zurzeit arbeitet

Krpan an einer weiteren Erhöhung der

Reichweite.

www.dunst-hydraulik.com

Das Team der Firma Dunst vor

dem Krpan D 120 Z, der eine

Reichweite von bis 10,5 m

aufweist. Dunst ist in Österreich

für den Generalvertrieb sowie

das Service der Lkw-Krane von

Krpan zuständig. Auf Wunsch

übernimmt Dunst auch

den Aufbau.

iCON CC80

Controller

iCON GPS 60

Antenne

Auslegersensor

MSS401

Dockingstation der MDS-Serie

Bedieneinheit

MCP80

iCON iCR80

Totalstation

Stielsensor mit

Laserempfänger MSS404 SL

GNSS-Antennen

CGA60

Löffelsensor

MSS405

Pitch- und Rollsensor

MSS400

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Dualer GNSS-Empfänger iCON gps 82

Baumaschinensteuerungen und GNSS Systeme



HOLZ-MESSE

HOLZ-MESSE

Die Highlights auf dem Stand von Ascendum waren der

Volvo L120 Electric, in dem Lithium-Eisen-Phosphat-

Batterien mit einer Leistung von 282 kWh verbaut sind,

und der Sennebogen 735 Electric Drive.

KUHN LADETECHNIK

Palfinger-Epsilon: großes Interesse für

die Generation 3 mit neuen TEC-Highlights

ASCENDUM

Österreichpremiere für den Volvo L120 Electric

Die Ascendum Baumaschinen Österreich

GmbH stellte den brandneuen Volvo L120

Electric vor. Als Beispiel für eine nachhaltige

Antriebstechnologie war der 100%

elektrisch angetriebene 20 t Radlader

erstmals in Österreich live zu sehen.

Bereits Anfang Juni 2024 stellte Volvo

Construction Equipment die Maschine in

Schweden vor und Ascendum nutzte die

Gelegenheit, dieses Flaggschiff als

Österreichpremiere auf der Holzmesse in

Klagenfurt zu präsentieren. Volvo ist es

gelungen, mit dieser elektrischen Großmaschine

die Tür zur Nachhaltigkeit in

Industrie, Recycling und Holzbetrieben

weit zu öffnen.

Der Volvo L120 Electric ist eine CO2-freie

Ergänzung für den Sägewerksbetrieb. Mit

einer Laufzeit von 5 bis 9 Stunden lässt

sich der Radlader in gegebene Betriebsaufläufe

integrieren und ist so ein

Meilenstein auf dem Weg zur Dekarbonisierung.

Auch die Ladezeiten des 20 t

Radladers können sich sehen lassen.

Innerhalb von ca. 100 Minuten lädt die

Batterie der Elektromaschine bei 165 kW

Gleichstrom von 10% auf 80%.

„Unsere Teilnahme an der Internationalen

Holzmesse war eine großartige

Gelegenheit, die neuesten Innovationen

im Bereich Baumaschinen für die Holzbranche

vorzustellen und den Dialog über

nachhaltige Betriebsabläufe und Optimierungen

zu fördern. Unser Anliegen ist es,

„Wir sind stolz auf die Einführung

des Volvo L120 Electric in Österreich,

der unseren Kunden eine praxisnahe,

nachhaltige und zugleich wirtschaftliche

Lösung bietet. Er gibt definitiv

die technologische Richtung für ein

spannendes Messejahr 2025 vor, in

dem weitere Modelle folgen“, betont

Ascendum Sales Director

Martin Hubmayer.

die besten Maschinen für unsere Kunden

anzubieten“, so Dr. Thomas Schmitz,

Geschäftsführer der Ascendum Baumaschinen

Österreich GmbH.

Ein weiteres Messe-Highlight war der

Sennebogen 735 Electric Drive. Der

Umschlagbagger besticht mit Energierückgewinnung

durch elektrischen

Fahrantrieb. Die beliebte Pick & Carry

Maschine ist optional mit dem innovativen

Electric Drive bestellbar. Bei gleicher

Leistung spart der 735 mit „Electric

Drive“ bis zu 30% Energie. Betriebskosten

werden somit im großen Stil über den

gesamten Lebenszyklus der Maschine

gesenkt.

www.ascendum.at

Geschäftsführer Karl Lenglacher

(Kuhn Ladetechnik) vor der gut

besuchten Demofläche auf der

Holzmesse.

Bei der Entwicklung der Generation 3

kombinierte Palfinger Epsilon die Wünsche

der Kunden mit der langjährigen

Erfahrung im Kranbau. Das Ergebnis

bietet höchste Ergonomie bei der Kranbedienung

und maximalen Komfort bei

langen Arbeitseinsätzen. Die Steuerventile

haben eine neue Position bezogen. Sie sind

nun unterhalb der Sitzplattform angeordnet

und so vor einsatzbedingten mechanischen

Beschädigungen geschützt. Ebenso

wird der Epshood-Mechanismus jetzt

hydraulisch betrieben. Das Palfinger

Assistenzsystem Smart Control ermöglicht

eine noch schnellere und intuitivere

Kranbedienung. Die Generation 3 umfasst

eine breite Produktpalette mit Hubkapazitäten

von 10-18 Metertonnen sowohl bei

Z- als auch bei L-Krantypen.

Zu den Highlights der Generation 3 zählt

unter anderem die 270° umschlagbare

Türe. Weitere neue TEC-Highlights sind

die Endlagendämpfung der Kranfunktion

und das elektronische Wiegen durch

Voll-Sensorik. Die elektronische Kransteuerung

TEC mit Paltronic 180 Steuerungssystem

ermöglicht die Konfiguration von

drei Fahrerprofilen sowie die Anpassung

von Geschwindigkeit und Ansprechverhalten.

Weiters sorgt sie für die bedarfsgerechte

Priorisierung der Ölflüsse durch

elektronisches Flowsharing und ermöglicht

eine optimale Leistung und Arbeitsgeschwindigkeit

bei hoher Feinfühligkeit.

Die Reichweite von bis zu 10,9 m bedeutet

durch den deutlich größeren Aktionsradius

in der Praxis weniger Umpositionierungen.

Comfort Drive, die neue Steuerungsvariante,

ist auch als Seitenhochsitz

Der neue Forstgreifer FG53SV ermöglicht

verbessertes Eindringen in das Holz und

verfügt über eine Klemmkraft von 19 kN.

Eines der Highlights der Generation 3

ist die 270° umschlagbare Türe.

verfügbar. Für zusätzliche Effizienz, auch

bei der Wartung, sorgen die neuen

Zentralschmieroptionen. Zusätzlich bieten

neue Abstützoptionen mit bis zu 5,4 m

Abstützweite noch höhere Stabilität des

Gesamtsystems, insbesondere beim

seitlichen Laden von großen Lasten mit

langen Reichweiten. Nicht zuletzt sorgt die

Kranspitzensteuerung Smart Control in

Verbindung mit der elektrischen Kabine

für eine schnellere und intuitivere Kranbedienung

– sowohl Onroad als auch

Offroad. Die Steuerung des Krans wird

dadurch erheblich erleichtert und die

Einschulungszeiten neuer Fahrer werden

maßgeblich reduziert.

Neuer Forstgreifer FG53SV

Dieser neue Greifer ist speziell konzipiert,

um ein verbessertes Eindringen in das

Holz zu ermöglichen. Durch die optimierte

Schräge und der großzügigen Greiferfläche

von 0,5 m 2 bietet dieser Forstgreifer eine

beeindruckende maximale Belastung von

6.000 kg und eine starke Klemmkraft von

19 kN. Er ist trotz seiner robusten

Leistungseigenschaften mit 270 kg

außerordentlich leicht und eignet sich

ideal für anspruchsvolle Forst- und

Holztransportanwendungen, die ein

effizienter und zuverlässiger Holzumschlag

erfordert.

www.kuhn.at

Der Sennebogen

735 Electric Drive

spart bei gleicher

Leistung bis zu

30% Energie.

84 SEPTEMBER 2024

BAUBLATT.ÖSTERREICH

85



FUHRPARK

WEB-STAPLER

Die Firma Web-Stapler ist Rundum-Dienstleister für Unternehmen

mit eigener Intralogistik in Kärnten, Wien, Steiermark,

Osttirol, Burgenland und Niederösterreich. Das Vertriebsprogramm

umfasst bei den Neugeräten die Marken

Manitou, Cesab und JMG, es stehen aber auch Gebrauchtgeräte

zur Verfügung. Zu sehen war unter anderem der drehbare

Teleskopstapler Manitou MRT 2260 mit einer Greifersäge

Woodcracker CS 750 Smart von der Firma Westtech für den

intelligenten Anbau an Roto-Telelader. Neben dem Standort in

Arnoldstein verfügt Web-Stapler nun auch über eine neue

Niederlassung in Ebreichsdorf.

www.web-stapler.at

KONRAD

Sehr zufrieden mit ihrem Messe-Auftritt zeigte sich auch die

Firma Konrad Forsttechnik in Preitenegg, die eine große

Bandbreite ihrer aktuellen Lösungen für die moderne Holzernte

zeigte. Eines der Highlights auf der Holzmesse war der

neue Harvesterkopf Woody WH65-1, der an einem Develon

Mobilbagger montiert war. Der Woody WH65-1 ist perfekt für

den Einsatz im Starkholzbereich geeignet und wurde entwickelt,

um den neuen Herausforderungen im Forstbereich

gerecht zu werden.

www.forsttechnik.at

HARTNER

Die Hartner Aggregate und Industrietechnik GmbH in Pettenbach

informierte über die neueste Generation der mobilen Stromerzeuger.

Die robusten und zuverlässigen Geräte bewähren sich auch in

der Holzbranche und garantieren eine unterbrechungsfreie

Energieversorgung. Das große Interesse an den Stromerzeugern

von GCM und Pramac bestätigt die hohe Nachfrage nach zuverlässigen

Notstromlösungen in der Branche. Viele Gespräche und

konkrete Anfragen machten den Messe-Auftritt für die Firma

Hartner zu einem vollen Erfolg.

www.erich-hartner.at

GLOCK ECOTECH

Die in Griffen ansässige Firma Glock Ecotech erweitert ihr

Produktangebot um die hochwertige und zuverlässige Outdoor-

Batteriespeicherlösung „Glock Bess“, die auch für Bereiche der

Holzwirtschaft eine interessante Lösung bietet. Der Industriespeicher

in robuster und sicherer Containerbauweise sorgt dafür,

überschüssigen Strom in Schwachlastzeiten zu speichern und in

Spitzlastzeiten zur Verfügung zu stellen. Die Entwicklung und

Produktion erfolgt durch die Glock Ecotech in Österreich. Die

Anlagen können z.B. in Wohnsiedlungen, Hotelanlagen oder in

Industriebetrieben in Kombination mit den biomassebasierten

Strom-Wärmekraftwerken der Glock Ecotech sowie mit jeder

anderen Stromquelle eingesetzt werden.

www.glock-ecotech.com

DAIMLER TRUCK AUSTRIA

Kerschner Umwelttechnik setzt

auf Mercedes-Benz eActros 300

Kerschner Umwelttechnik hat kürzlich einen eActros 300 mit Müllsammelaufbau

der Firma Stummer in Empfang genommen. Der eActros ist prädestiniert für den

Entsorgungseinsatz: er kann nahezu alle innerstädtischen Abfallsammelrouten

mit nur einer einzigen Batterieladung abdecken.

D

ie Kerschner Umweltservice und

Logistik GmbH ist in der kommunalen

und gewerblichen Sammlung und Aufbereitung

von Abfällen tätig und schließt

damit den gesamten Wertstoffkreislauf.

Aktuell sind 55 Fahrzeuge im Einsatz:

Vom Müll- bis zum Kranwagen deckt der

Fuhrpark das gesamte Portfolio für den

Entsorgungsbereich ab. Bereits im

Firmennamen der Firma Kerschner

manifestiert sich das Umweltthema: „Wir

wollen bei der Energiewende mit dabei

sein und mithelfen, diese auch im Straßengüterverkehr

auf den Weg zu bringen“,

unterstreicht Geschäftsführer Reinhard

Kerschner.

Im Rahmen des Neubaus der neuen

Unternehmenszentrale wurden künftige

E-Mobilitätsbedürfnisse berücksichtigt:

eine großflächige PV-Anlage sowie

großzügig ausgelegte Lkw-Parkplätze mit

einer Vorrüstung für Schnellladesäulen.

Geplant sind darüber hinaus Batteriespeicher,

um für den Strombedarf der Flotte

gerüstet zu sein und den selbst erzeugten

Strom noch effizienter nutzen zu können.

Das perfekte Werkzeug für effizienten

und CO2-neutralen Betrieb fand Kerschner

im Mercedes-Benz eActros 300 mit

einem Müllsammelaufbau der Firma

Stummer Kommunalfahrzeuge. „Die

Entscheidung fiel nach einem zweiwöchigen

Probelauf, in dem wir unsere täglichen

Touren ohne Probleme absolvieren

konnten“, sagt Reinhard Kerschner. Der

Antriebsstrang mit der effizienten E-Achse

ist für den Entsorgerbereich prädestiniert.

Die Batteriekapazität ist mit 336 kWh für

Tagestouren im Müllsammelbereich ideal

ausgelegt. Auch im eActros 300 wird

Sicherheit großgeschrieben: Mit dem

Abbiegeassistenten, der Verkehrsteilnehmer

auf der Beifahrerseite registriert und

vor Kollisionen warnt und dem Notbremsassistenten

der 5. Generation mit Fußgängererkennung

steht Sicherheit an oberster

Stelle. Darüber hinaus bietet der eActros

ideale Voraussetzungen für Aufbauhersteller.

Die Firma Stummer kann direkt auf

das Hochvoltsystem des eActros zugreifen

und damit den elektrohydraulischen

Aufbau einfach anbinden.

„Mit unserem eActros 300 sind wir

mittlerweile den kompletten vierwöchigen

Restmüll-Zyklus durchgefahren

und mit dem Ergebnis sehr zufrieden“,

sagt Reinhard Kerschner. „Wir sind

davon überzeugt, dass batterieelektrische

Lkw im kommunalen Verkehr

Einzug halten, und wir den kompletten

Fuhrpark umstellen werden.“ Bereits

Mit dem ersten eActros 300 von Mercedes-Benz läutet die

Kerschner Umweltservice und Logistik GmbH die Umstellung

des Fuhrparks auf rein elektrisch angetriebene Lkw ein.

zwei weitere vollelektrische Sattelzugmaschinen

eActros 300, die im Pendelverkehr

von Pöchlarn zum Kerschner

Zementwerk in Kirchdorf unterwegs

sein werden, sind in Vorbereitung, ein

weiteres Fahrzeug mit Hakenlift

befindet sich in Planung.

www.kerschner-umweltservice.at

www.mercedes-benz-trucks.at

86 SEPTEMBER 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2024 87



FUHRPARK

MAZDA CX-30 2.0L E-SKYACTIVE X

Für die Ganzjahresentspannung

I

FACTS

Motor: Elektro, 145 kW (197 PS)

Eigengewicht: 2.185 kg

Sitzplätze: 4+1

Batteriekapazität: 82,5 kWh

Reichweite: rund 480 km

Listenpreis: 50.990,– Euro

(inkl. MwSt.)

+ Elektro-Allradler

+ vernünftige Reichweite

+ ansprechende Verarbeitung

- schwarzer Dachhimmel

- lustige Übersetzungsfehler

- viel Technik an Bord

A

ls bekennender Fan von Fahrzeugen

die quadratisch und praktisch zu

gleich sind, einem Elektro-Flitzer vom

Format des BYD Seal auf den Zahn zu

fühlen, ist gar nicht so einfach. Wo im Familienalltag

Schiebetüren und großer

Kofferraum den Ton angeben, steht

plötzlich eine flache Flunder (erstes

gemeinsames Urteil der Familienmitglieder

im O-Ton) vor der eigenen Haustüre. Dicht

gefolgt von einer durchaus interessanten

n den Mazda CX-30 einzusteigen, ist

irgendwie so wie in einem seit vielen

Jahren immer wieder gerne besuchten

Urlaubsort anzukommen. Man schätzt das

Gebotene, wie z. B. die Möglichkeit, alle

Fahrzeugmenüs über ein einziges Bedienelement

in der Mittelkonsole nutzen zu

können. Natürlich sind dort und da auch

Neuigkeiten gerne gesehen, wie der 186 PS

Empfehlenswert – der Mazda CX-30 ist ein

optisch durch und durch gelungener Pkw mit

einem ebensolchen Ego.

Sportler – in der

Allradvariante

braucht der BYD

Seal gerade einmal

3,8 Sekunden von

0 auf 100 km/h.

BYD SEAL

Der neue Freund der Familie

kommunikativen Eigendynamik. Der

Sohnemann zaubert mit seinen 8 Jahren

im Handumdrehen die technischen Daten

des Seal aus den Tiefen des World-Wide-

Web hervor. Was sofort seine Schwester als

angehende Führerscheinbesitzerin auf den

Plan ruft („Der braucht wirklich nur 3,8

Sekunden von 0 auf 100?!!). Wenn dann

auch noch die eigene Frau, die bis zu

diesem Moment fest davon überzeugt war,

dass unser Auto Schiebetüren und einen

starke Benziner, der die aktuelle Topmotorisierung

darstellt oder das auf 10,25 Zoll

gewachsene Mazda Connect Display. Was

im Mazda CX-30 und bei seiner Bedienung

nie aufkommt, womit wir wieder beim

Thema Urlaub wären, ist Hektik. Unser

Versuchsballon: Ein Kollege, der sich weder

beruflich noch privat mit dem Thema Pkw

beschäftigt und freundlicher Weise bei der

großen Kofferraum benötigt, einwendet,

dass der BYD Seal vielleicht doch eine

Überlegung wert wäre, wird es Zeit den

Fahrzeugschlüssel zu sichern und unbemerkt

das Haus zu verlassen. Natürlich in

Richtung BYD Seal. Und wenn dann der

eigene Pkw, der mit Schiebetüren und

großem Kofferraum, im Rückspiegel immer

kleiner wird, musst Du neidlos zugeben,

dass es höchste Zeit ist, gewisse familiäre

Grundsätze neu zu überdenken.

FACTS

Motor: 2,0 l Benzin, 137 kW (186 PS)

Eigengewicht: 1.469 kg

Sitzplätze: 4+1

Anhängelast (ungebremst/

gebremst): 600 kg/1.300 kg

Testverbrauch: 6,0 l/100 km

Listenpreis: 35.940,– Euro

(inkl. MwSt. & NoVA)

+ praktikables Platzangebot

+ Bose-Soundsystem

+ schnelle Tankentlüftung

- nerviges Keyless-entry

- schlampige Verkehrszeichenerkennung

- leicht hakeliger Handschalter

Abholung des Mazda eingesprungen ist.

Auf ihn als wirklich letzte Personalreserve

greifen wir ein- bis zweimal im Jahr

zurück. Wenn er dabei schon nach einer

Fahrt durch den Wiener Stadtverkehr dem

Testkandidaten genervt entsteigt, wissen

wir, die Entwicklungsabteilung hat es

wieder einmal übertrieben. In diesem Fall

bringt er bei der finalen Schlüsselübergabe

dem CX-30 ein ernst gemeintes „Das wäre

ein Auto für mich“, entgegen. Dem ist aus

unserer Sicht nichts mehr hinzuzufügen.

Noblesse – trotz ausgeprägtem Offroad-Willen

gibt es im Innenraum auch Ledersitze.

FORD BRONCO 2.7 ECOBOOST

Wo ist er nur hin?

iese Geschichte beginnt mit einer

Deher ungewöhnlichen Ansage: Der

Ford Bronco ist verschwunden! Einfach

weg, wie vom Erdboden verschluckt. Und

wir waren nachweislich die letzten, die

ihn gefahren sind und natürlich rechtzeitig

zurückgebracht haben. Großes

Ehrenwort. Nur wer entwendet einen

Bronco? Einen Allradler, der sogar im

abgestellten Zustand ob seines Auftretens

überall hervorsticht. Egal ob auf der

notorisch überfüllten Parkplatzwüste der

Shopping-City-Süd vor den Toren Wiens

oder in der nervigen Blechkolonne auf

der Zillertalstraße (B 169) auf dem

nahezu statischen Weg von Kaltenbach

nach Mayrhofen. Wo die seit 2023 auch in

Europa (wenn auch nur in begrenzter

Stückzahl!) erhältliche US-amerikanische

Geländewagenikone auftaucht,

haben alle anderen nur eines: nämlich

Funkstille. Also nochmals nachgefragt:

Durchstarter – mit 335 Benzin-PS aus

2,7 l Hubraum spielt der Bronco in

einer eigenen (Leistungs-)Klasse.

Wer krallt sich ungefragt einen 115.000

Euro teuren Geländewagen? Hinter

dessen Steuer wir sogar auf dem innerstädtischen

Weg von unserem Stammkaffee

zum nächstgelegenen Supermarkt

dreimal auf unseren definitiv alles

überwindenden Begleiter angesprochen

wurden. Der Fahrer eines Sportflitzers

meinte überhaupt anerkennend: „Das ist

ein Auto!“

335 PS unter der Haube

Ob die Mitarbeiterin der Autovermietung,

der wir den Bronco-Schlüssel am

Ende unseres Tests in die Hand gegeben

haben, vielleicht nicht echt war? Hätten

wir mit ihr lieber nicht über den 335 PS

starken Benzinmotor (!) fachsimpeln

sollen, oder über den Antriebstrang mit

seinen Differentialsperren? Sie hat mit

einem verschmitzten Lächeln auf den

Lippen noch gemeint, dass erklärende

FUHRPARK

Trendsetter – mit seinem kantigen Aussehen

pfeift der Ford Bronco vollkommen zurecht auf

zeitgemäße Designelemente.

FACTS

Motor: 2,7 l Benzin, 246 kW (335 PS)

Eigengewicht: 2.343 kg

Sitzplätze: 4+1

Anhängelast (ungebremst/

gebremst): 750 kg/1.000 kg

Testverbrauch: 12,4 l/100 km

Listenpreis: 115.000,– Euro

(inkl. MwSt. & NoVA)

+ einfach unbeschreiblich

+ hoch geländegängig

+ robust und elegant zugleich

- geringe Anhängelast

- stolzer Listenpreis

- wackeliger Haltegriff

Worte zu Thema Bronco und Gelände

ungefähr genauso notwendig wären, wie

wenn der Zusammenhang der Worte

Fisch und Wasser erläutert wird. Und

dann hat sie den Zündschlüssel des

Bronco im Schlüsselsafe, der im Nachbarbüro

hängt, verstaut. Ob er dort jemals

angekommen ist? Fragen über Fragen.

Bevor Sie sich jetzt allzu große Sorgen

über den Verbleib des Ford Bronco

machen: Selbstverständlich ist er wieder

aufgetaucht, wobei er eigentlich nie

wirklich weg war. Es war zwar kein

mittlerweile in diesem Land fast schon

als legendär zu bezeichnender Excel-

Fehler, der die Städte Wien und Linz

vertauscht hat, aber sowas in die Richtung.

Der Bronco hinterlässt bei uns auf

jeden Fall einen im wahrsten Sinn des

Wortes bleibenden Eindruck und die

Frage, ob Lotto-Spielen ab sofort nicht

vielleicht doch sinnvoll wäre.

88 BAUBLATT.ÖSTERREICH

BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2024

89



SERVICE

BÜCHER

RECHNUNGSWESEN, STEUERN UND

BETRIEBSWIRTSCHAFT IN DER BAUWIRTSCHAFT

3. Auflage 2024; Buch kartoniert: 240 Seiten

ISBN: 9783707347418; 59,00 Euro

Der für die Bau- und Anlagenbranche konzipierte Praxisleitfaden

spannt inhaltlich einen weiten Bogen, der steuerrechtliche,

unternehmensrechtliche sowie betriebswirtschaftliche Fragestellungen

umfasst. Sowohl das interne Rechnungswesen mit Fokus

auf die Kosten- und Leistungsrechnung als auch das externe

Rechnungswesen – von der Buchführung bis hin zum Jahresabschluss

– werden theoretisch und anhand von Beispielen

aufgearbeitet. Im Bereich des Steuerrechts werden grundlegende

Themen der Einkommen-, Körperschafts- und Umsatzsteuer

behandelt, wobei auf Besonderheiten der Bauwirtschaft eingegangen

wird. Darunter befinden sich auch Themen rund um das

Bauträgergeschäft und umsatzsteuerliche Organschaften. Das von

einem fachkundigen Expertenteam aus der Praxis verfasste Buch richtet sich als

umfassendes Nachschlagewerk primär an Personen, die in der kaufmännischen

Verwaltung von kleinen und mittelständischen Bauunternehmen tätig sind, sowie

auch an deren Beraterinnen oder Berater. In der Neuauflage wurden sämtliche

Inhalte an die aktuelle Rechtslage angepasst sowie die aktuellsten steuerlichen

Änderungen (IFB, degressive AfA) berücksichtigt. Auch der Themenbereich

internationale Entsendungen und Betriebsstätten wurde erweitert. Ein Ausblick

auf eines der großen Themen der nächsten Jahre – die Ausweitung der Nachhaltigkeitsberichterstattung

– runden den kompakten Leitfaden ab. www.lindeverlag.at

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JÄHRLICHE UNTERWEISUNGEN

BIM-PROZESS KOMPAKT

2. Auflage 2024; auch als Bundle mit E-Book erhältlich

ISBN Buch 978-3-481-04769-6; 59,00 Euro

„BIM-Prozess kompakt“ fasst die wesentlichen Grundlagen

des Building Information Modeling (BIM) präzise und leicht

verständlich zusammen. Zahlreiche Grafiken und eine

übersichtliche Prozesskarte veranschaulichen die

Planungsmethode BIM praxisnah.

Die Digitalisierung im Bauwesen

verändert den Planungs- und

Bauprozess grundlegend. Die

Methode des Building Information

Modeling bzw. Management (BIM)

trägt dazu bei, die Qualität sowie

die Kosten- und Terminsicherheit

zu verbessern. Der praxisorientierte

Ratgeber „BIM-Prozess

kompakt“ zeigt, dass sich die

Planungsmethode BIM auch bei

kleineren Bauprojekten sinnvoll

einsetzen lässt. Am Beispiel eines

öffentlichen Bauvorhabens

erläutert die Autorin Marion Wiese

Schritt für Schritt die Umsetzung der Planung: Anforderungen,

Rollen, Verantwortlichkeiten und Meilensteine werden

definiert, Modelle erstellt und im fortschreitenden

Planungsprozess immer weiter ausgearbeitet.

Die aktuelle, 2. Auflage des Buches bietet umfangreiche

Ergänzungen und Aktualisierungen. Die Neuauflage

berücksichtigt den aktuellen Stand gemäß BIM Deutschland

(5/2024). Weitere aktualisierte Normen, Rechtsvorschriften

und Literatur stellen sicher, dass die neuesten

Entwicklungen und Standards berücksichtigt werden. Neue

Links zur Mustervorlage des BIM-Portals bieten praktische

Hilfestellungen bei der Umsetzung von BIM-Projekten.

www.baufachmedien.de

Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Unterweisungen helfen die PowerPoint-Präsentationen des

Resch-Verlags: Auf kompakten 19 Folien und Vortragstexten werden unfallträchtige Themen fachgerecht

aufbereitet. Mit dem als PDF beigefügten Testbogen (10 Multiple-Choice Fragen) lässt sich der Wissensstand

ermitteln und gleichzeitig die Teilnahme an der Unterweisung belegen. Drei neue Themen sind

kürzlich erschienen: Die Unterweisungen Sicheres Stapeln von Lasten und Sicheres Be- und Entladen von

Fahrzeugen sind sogar arbeitsmittelübergreifend einsetzbar, also für Bedienpersonal in den Bereichen

Flurförderzeuge (Mitgänger-Geräte, Gabelstapler etc.), Teleskopmaschinen (Teleskopstapler, Teleskoplader),

Krane und Erdbaumaschinen (Bagger, Lader, etc.).

Last but not least erörtert die PowerPoint-Präsentation Baumarbeiten mit Hubarbeitsbühne und

Motorsäge ein Thema, das aufgrund extremer Witterungsverhältnisse in Zukunft noch an Bedeutung

gewinnen dürfte. Mit dieser Unterweisungshilfe befähigt man bereits qualifizierte Motorsägenführer und

Hubarbeitsbühnenbediener, maschinelle Baumpflegearbeiten von der Hubarbeitsbühne aus durchzuführen.

Der Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung des aktuellen Standes der Sicherheitsvorschriften und

der Rechtssicherheit für Arbeitgeber und Vorgesetzte. Die Beschäftigten werden durch die Lerninhalte

auf besondere Gefährdungen aufmerksam gemacht und zu sicherem Arbeiten motiviert. Detaillierte Infos

mit Inhaltsangaben und Demo-Versionen unter

www.resch-verlag.com

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office@specialmedia.com | www.baublatt.at



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