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Baublatt Magazin Januar/Februar 2024

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www.baublatt.at

NR. 1-2 | 2024

ein magazin der

specialmediacom

DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK

12 | Branchentreff

Die Preisträger in

den vier Kategorien

18 | Spezialtiefbau

Österreichisches Know-how als

Problemlöser in Großbritannien

42 | Veranstaltungen

Rückblick auf den Geotechnik-Event

in Wien und das Gestrata Bauseminar

Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Retouren an PF 100, 1350 Wien | Einzelpreis 11,00 € | Jänner/Februar 2024 | www.baublatt.at


»

Unsere 16-Tonner:

TB2150 und 2150R (V)

Der größte Bagger der Takeuchi-Familie

ist als Normalheckbagger TB2150 (15.850 kg)

und als Kurzheckbagger TB2150R (16.200 kg)

erhältlich.

Mit dem TB2150 mit Schwenkbock und Seitenversetzung ist das

Graben parallel zu einer Wand oder Mauer ohne Weiteres möglich.

Er ist ein 16-Tonner, lässt sich jedoch wie ein Minibagger anwenden.

Der Kurzheckbagger TB2150R mit minimalem Schwenkradius eignet

sich für Arbeiten auf kleinstem Raum. Durch den seitlich angebrachten

Arm bietet der TB2150R eine ausgezeichnete Sicht nach vorne.

Der Kurzheckbagger ist auch mit Verstellausleger als TB2150R V

(16.860 kg) erhältlich.

» 4 hydraulische Steuerkreise, davon 3 proportional gesteuert

» Durchflussmengen und Druck am Display einstellbar

» 1. hydraulischer Steuerkreis, proportional gesteuert -

max. 224 l/min High Flow

» Beste Ausleuchtung des Arbeitsumfeldes durch

LED-Scheinwerfer

» Mit Gummiketten oder Stahlketten erhältlich.

Ein Kettenwechsel ist im Nachhinein jederzeit möglich.

» Erhältlich in 3 Versionen:

TB2150 Normalheck mit Monoblockausleger und

Seitenversetzung

TB2150R Kurzheck mit Monoblockausleger

TB2150R V Kurzheck mit Verstellausleger

Huppenkothen GmbH

Bundesstraße 117 / 6923 Lauterach

T +43 50 663 400 / F +43 5574 778 24

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Das komplette

Huppenkothen

Produkt- und

Serviceangebot



EDITORIAL

Stolz auf rot-weiß-rot

CAT MINIBAGGER

306 CR

Es war eine der spannendsten Reportagen

der letzten Jahre: Die Leistung der

Experten der Züblin Spezialtiefbau

Ges.m.b.H. in der nordenglischen Hafenstadt

Kingston Upon Hull kann sich wirklich sehen

lassen. Eine Flussmündung und die nahe

Nordsee haben dort schwierige geologische

Bedingungen geschaffen. In diesem Umfeld

erfolgreich die Spezialtiefbauarbeiten für eine

Autobahn-Unterführung

durchzuführen, war schon rein

technisch eine große Herausforderung.

Die etwas unkonventionelle

Ausführungs-Variante,

bei der die Bodenstabilisierung

im Dry-Deep-Mixing-Verfahren

die Schlitzwandherstellung

ermöglicht, überzeugte aber die

Auftraggeber. Wie der österreichische

Projektleiter DI Patrick

Gabriel im Gespräch mit

Baublatt.Österreich darlegte,

war die Bautechnik aber bei

weitem nicht die einzige Herausforderung:

Der Start der

Bauarbeiten fiel nicht nur fast

punktgenau mit dem Brexit zusammen,

sondern auch mit dem Start der Pandemie.

Beides führte zu einer Einschränkung der

Reisefreiheit, was wiederum die Einschulung

britischer Maschinisten bei der Besetzung der

Großgeräte notwendig machte. Von der grundsätzlich

unterschiedlichen Baukultur gar

nicht zu reden. Die wichtigsten Aspekte

dieses beeindruckenden Projekts, über das

Karl Englert

Verlagsleiter und Herausgeber

BAUBLATT.ÖSTERREICH

man ohne weiteres ein Buch verfassen

könnte, haben wir für Sie in unserer ausführlichen

Reportage zusammengefasst.

Aber auch sonst ist unser Team intensiv in

das neue Jahr gestartet. Das traditionelle

Gestrata Bauseminar, das wir in St. Pölten

besuchten, informierte gewohnt hochkarätig

über die aktuellen Herausforderungen beim

Straßenbau mit Asphalt. Dazu zählen auch

Regelwerke wie die EU-Taxonomie-Verordnung.

Ein weiteres

Highlight war Anfang Februar

der große Geotechnik-Event, der

von der VÖBU organisiert wurde

und der mit seiner geballten

Information aus Theorie und

Praxis einen neuen Besucherrekord

verzeichnen konnte.

Last not least berichten wir zu

Beginn der aktuellen Ausgabe in

eigener Sache über den Branchentreff

von Baublatt.Österreich,

der erneut die Spitzen der

heimischen Baumaschinenbranche

in Perchtoldsdorf zusammenführte.

Wie sich in den

zahlreichen Gesprächen zeigte, blickt die

Branche trotz der angespannten wirtschaftlichen

Rahmenbedingungen zuversichtlich in

die Zukunft. Bleibt mir nur noch, Ihnen einen

erfolgreichen Start in die neue Bausaison zu

wünschen!

Meint herzlichst

Ihr Karl Englert

Kaiser S12 Allroad

mit Walking Booster

Die neueste Modellgeneration

des Kaiser S12 Allroad überzeugt

besonders durch seine starke

Leistung und hohe Standfestigkeit.

Beides Eigenschaften, die ihn zum

Multifunktionsträgergerät in Extremsituationen

machen. Neues Patent:

Ein zusätzlicher Zylinder, genannt

Walking Booster, erhöht substantiell

die Abdrückkraft im Gelände.

Erste Assistenzsysteme für Cat Minibagger

OFFENLEGUNG | gemäß § 25 Mediengesetz: Medieninhaber ist die specialmedia.com GmbH mit Sitz in 1040 Wien, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, Geschäftsführer sind

Hans-Jörgen Manstein und Mag. Michael Grabner, Gegenstand des Unternehmens ist der Verlag, die Herausgabe und der Vertrieb von Zeitschriften; die Konzeption, Herausgabe

und der Betrieb von elektronischen Medien sowie sämtliche daraus folgende Medienaktivitäten. Gesellschafter der specialmedia.com GmbH sind: Hans-Jörgen Manstein (50%),

die Manstein Zeitschriftenverlagsgesellschaft m.b.H. (30%), die Michael Grabner Media Ges.m.b.H. (20%). Offenlegung der Blattlinie – Erklärung über die grundlegende Richtung:

BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin für die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung über Baumaschinen, -geräte und –technik.

IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe Jänner/Februar 2024, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Tel.: +43/1/3100700-100, Fax: +43/1/3100700-600, E-Mail: office@specialmedia.com, Firma des Herstellers: Bauer Medien Produktion- und Handels GmbH,

Verlagsort: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Herstellungsort: Baumannstraße 3/19, 1030 Wien, Anschrift der Redaktion: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Name des Herausgebers: Karl Englert, Anschrift des Herausgebers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Geschäftsführung: Prof. Hans-Jörgen Manstein und Prof. Ing. Mag. Michael Grabner Verlagsleitung: Karl Englert (KE), karl.englert@ specialmedia.com, DW 800,

Office Management, Anzeigenverrechnung und Redaktionsassistenz: Katja Böhmer (KB), katja.boehmer@specialmedia.com, DW 100,

Chefredakteur: Alexander Riell (AR) alexander.riell@specialmedia.com, DW 840, Grafik: Manfred Fürst

Grundlegende Richtung: BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin für die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung

über Baumaschinen, -geräte und –technik, Web: www.baublatt.at.

BAUBLATT.ÖSTERREICH: erscheint monatlich, 10x jährlich mit zwei Doppelnummern, Auflage: 10.500 Exemplare, Einzelpreis Inland € 12,– Jahresabonnement (10 Hefte) € 72,–

(alle Preise inkl. 10% MwSt.), Auslandsabonnements auf Anfrage, Bankver bindung: Erste Bank, BLZ: 20111, Konto: 291 2145 2900, IBAN: AT85 2011 1291 2145 2900,

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4 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Caterpillar stellt zwei neue benutzerfreundliche Assistenzsysteme für die MiniHydraulikbagger Cat 306 CR, 308 CR und

309 CR der nächsten Generation vor.

• E-Fence ist neu bei Cat Minibaggern und beschränkt die Maschinenbewegung innerhalb der vom Fahrer voreingestellten

Grenzen

• Indicate den Fahrern hilft, vorgegebene Maße schnell und sicher zu erreichen.

Die neuen Assistenzsysteme sind ideal zum Graben von Fundamenten, für den Bau von Entwässerungs- und Kläranlagen,

Bewässerung, Stromversorgung und ähnlichen Anwendungen.

zeppelin-cat.at



INHALT

INHALT

51 Kuhn Ladetechnik: Von der Kleinbaustelle

bis zum Großprojekt setzt die Tiroler Firma

H.T.S. Transport auf Palfinger.

52 Wolffkran: In Jena musste der Einsatz von

acht Wolff Kranen bei einem Großprojekt

akribisch geplant werden.

54 Gestrata: Rückblick auf das 49. Bauseminar,

das wieder in allen neun Bundesländern über

die aktuellen Herausforderungen beim

Straßenbau mit Asphalt informierte.

58 Kuhn: Komatsu präsentiert nicht nur zwei

neue Mobilbagger, sondern plant auch die

Einführung eines neuen 13 t Elektrobaggers

und entwickelt gemeinsam mit GM einen

wasserstoffbetriebenen Muldenkipper.

61 Quixx: Geheimwaffe gegen Lackkratzer.

61 Granit: Bester Service ist die Idee hinter der

Partnerschaft zwischen Ersatzteilgroßhändler

Granit Parts und Traser Software.

62 Pappas: Eröffnung der neuen Transporter

Erlebniswelt im Industriezentrum NÖ-Süd.

64 Kobelco: Die Moosleitner-Gruppe setzt

knapp 30 Jahre auf Kettenbagger von

Kobelco – aktuell auch bei der Generalsanierung

der Tauern-Autobahn.

67 Fliegl: Neue Top Mulde mit großer Bereifung.

67 Holp: Bagger mit Drehantrieb und Speziallöffel

von Holp sind effektiv in der Grabenpflege.

MERLO ROTO

18 70

Die Züblin Spezialtiefbau realisierte mit einer

Bodenstabilisierung im Dry-Deep-Mixing-Verfahren

die Schlitzwandherstellung in marinen Sedimenten.

68 Zeppelin: Als erfolgreichster Lehrling durfte

Marc Schautzer Produktionsstätten von

Caterpillar in den USA besuchen.

WIRTSCHAFT + MÄRKTE

69 Porr: Die Porr Umwelttechnik baut mit der

Übernahme der Pannonia Gruppe ihre

Kompetenz im Rohstoffbereich aus.

MENSCHEN + SZENE

08 Aktuelles bei MAWEV-Show, Felbermayr,

Bauakademie, Doka, Kuhn, Rhomberg,

Schretter & Cie und Steelwrist.

12 Branchentreff 2023: Rückblick auf einen

gelungenen Festabend, bei dem wieder

zahlreiche Entscheidungsträger der

Baumaschinenbranche die traditionelle

Preisverleihung verfolgten.

PROJEKTE + PLANUNG

18 Spezialtiefbau: In der nordenglischen

Hafenstadt Kingston Upon Hull wird unter

schwierigen geologischen Bedingungen und

engen Platzverhältnissen eine 400 m lange

Autobahn-Unterführung errichtet. Bei den

Spezialtiefbauarbeiten überzeugte die Firma

Züblin Spezialtiefbau Ges.m.b.H. die

Auftraggeber mit ihrer technischen Lösung.

26 Kaiser: Die Rumpf Bau GmbH in Murau

positioniert sich mit ihrem neuen Kaiser

Mobil-Schreitbagger S12-5 Allroad

als leistungsstarker Dienstleister.

30 Wiener Linien: Beim Öffi-Ausbau U2xU5

in Wien liefert Herrenknecht eine Vortriebsmaschine

für den Tunnelbau.

12

MASCHINEN + TECHNIK 32 MWT: Mit Systemen von Pfreundt und MWT

wird der Bagger zur hochpräzisen Waage.

33 Hamm: Die neue HD+ 120i V-VIO verbindet

Vibration und Oszillation in einer Bandage.

34 Zeppelin: Im Werk der Tiroler Rohre GmbH

in Hall stellt ein neuer Cat Radlader 926M als

drittes Cat Gerät in Folge die kontinuierliche

Versorgung der Ofenanlagen sicher.

38 Husqvarna: Der neue DXR 95 präsentiert

sich als leistungsstarker Abbruchroboter.

40 Rubble Master: Im deutschen Kieswerk

Welbers bricht ein hybrider Brecher von

Rubble Master bis zu 110 t Kies pro Stunde.

42 Geotechnik: Rückblick auf zwei intensive

Tage für die Spezialtiefbaubranche: Die

14. Österreichische Geotechniktagung

(ÖGT) und die 13. VÖBU Fair gingen

am 01. und 02. Februar 2024 im Wiener

Messe Congress Center über die Bühne.

46 GeoLanes: Die Firma Hehenberger in

Stroheim treibt die Digitalisierung mit der

iDig Connect 3D-Maschinensteuerung

weiter voran.

48 Ammann: Aufgrund der steigenden Anforderungen

im Verdichtungsbereich und

der optimalen Betreuung durch die Firma

Huppenkothen investierte die Firma Gänger

in einen Ammann ARS 110 Walzenzug.

69 Manitou: Zum 1. Jänner 2024 hat die Firma

WEB-Stapler MH ihr Manitou-Vertriebsgebiet

in Österreich erweitert.

70 Neue Initiative: 18 führende Unternehmen

und Institutionen aus der Bauwirtschaft und

Baustoffindustrie präsentierten als Initiative

„Mehr Zuhaus‘ in Österreich!“ einen

Forderungskatalog an die Politik.

72 Baublatt.Österreich Test:

Dacia Jogger Extreme Hybrid 140

BYD Dolphin Design

Hyundai Ioniq 6 Top Line 4 WD

04 Editorial

FUHRPARK

STANDARDS

74 Service: Literatur

DER DREHBARE

WOLKEN

KRATZER

BURGKIRCHEN 07724 2107 mauch.at

6 JÄNNER/FEBRUAR 2024

BAUBLATT.ÖSTERREICH

BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024 7



MENSCHEN + SZENE

MENSCHEN + SZENE

MAWEV I MESSE CONGRESS GRAZ

Alles neu für die MAWEV-Show 2024

Die Vorarbeiten für die nächste MAWEV-Show laufen bereits auf

vollen Touren: Von 10. bis 13. April 2024 geht die größte österreichische

Demonstrationsschau für Baumaschinen, Baufahrzeuge und

Lkw in die nächste Runde. 170 Unternehmen werden live ihre Maschinen

vor über 20.000 nationalen und internationalen Fachbesucherinnen

und Fachbesuchern demonstrieren. Die bereits 11. Auflage des

Branchenklassikers nimmt insbesondere wegen dem neuen Standort

neue Dimensionen an: Das VAZ St. Pölten bietet nicht nur eine ideale

Verkehrsanbindung – die Autobahn ist in weniger als fünf Minuten zu

erreichen – und großzügige Parkflächen, sondern auch weitläufige

Freiflächen. Der MAWEV-Verband und die Messe Congress Graz (MCG),

die jahrzehntelange Erfahrung im Messegeschäft hat, arbeiten gemeinsam

intensiv an einer erfolgreichen MAWEV-Show 2024. Im Bild

ein Blick auf die letzte MAWEV-Show im Jahr 2018.

www.mawev-show.at

KUHN-HOLDING

Optimierter neuer Online-Auftritt

D

as Familienunternehmen

Kuhn, Partner der Bau-,

Transport-, Lager- sowie

Logistikwirtschaft, tritt unter

www.kuhn.at mit einer völlig

neuen Website auf. Analysen

ergaben, dass es beim Auffinden

von wichtigen Inhalten auf der

Kuhn-Website noch Potenzial

gab. Somit wurde mit der

Funktion „Kontaktaufnahme mit

Kuhn“ ein essenzielles Feature

umgesetzt. Mit dem neuen

Webauftritt von Kuhn sind nun

auch die diversen Leistungsbereiche

nach außen hin ersichtlicher

und greifbarer. Zudem

wurden die zentrale Verwaltung

von Produktdaten, Gebrauchtund

Leihmaschinen sowie

Informationen zu Karrieremöglichkeiten

so gestaltet, dass sie

für jeden User leicht greifbar

sind. Unter der Headline:

„Entdecken Sie die Welt von

Kuhn!“ findet man auf der neuen

Website Videos und essenzielle

Informationen zum Familienunternehmen.

www.kuhn.at

RHOMBERG BAU

Holding-Geschäftsführung komplettiert

Mit einer strategischen Nachschärfung und einem neuen

Geschäftsführer startet Rhomberg Bau ins Jahr 2024. Der

Bregenzer Traditionsbetrieb hat die vakante Stelle des

„Chief Operating Officer Rhomberg Bau Holding“ mit dem

erfahrenen Bauingenieur Christoph Lienhart erfolgreich

besetzen können. In seiner neuen Position übernimmt Lienhart

die operative Führung der Märkte Vorarlberg,

Wien, Schweiz sowie Deutschland. Gemeinsam mit Hubert

Rhomberg (CEO), Tobias Vonach (CFO) und Matthias

Moosbrugger (CTO) bildet er das künftige Führungsteam

der Rhomberg Bau Holding, zu der neben der Rhomberg

Bau GmbH auch Beteiligungen wie Sohm HolzBautechnik

oder Goldbeck Rhomberg gehören. Eine der Hauptaufgaben

dieses neuen Teams wird die Umsetzung der erst

jüngst beschlossenen strategischen Weiterentwicklung

des Bau-Komplettanbieters sein. www.rhomberg.com

FELBERMAYR

Felbermayr-Bau erweitert Geschäftsführung

D

as Familienunternehmen Felbermayr

expandiert stetig. Im Geschäftsfeld

Bau wird dadurch jetzt eine Erweiterung

der Geschäftsführung notwendig. Somit

wurde der bisherige Leiter des Bereiches

Tiefbau-Österreich, Bernhard Strasser, in

Ergänzung zu Stefan Hielle, zum zweiten

technischen Geschäftsführer der Felbermayr

Bau GmbH & Co KG ernannt.

Ergänzt wird das Führungstrio durch

Rainer Traunwieser. Dieser ist seit 2022

als kaufmännischer Geschäftsführer des

Felbermayr-Bauwesens tätig.

„Strasser ist seit drei Jahren als Bereichsleiter

für Tiefbau-Österreich im Team und

hat sich in dieser Funktion sowohl mit

fachlicher Expertise als auch durch seine

Mitarbeiterführung bestens qualifiziert“,

mobile u. stationäre

tankanlagen

tel. 0 72 43/51 683, fax 0 72 43/51 683-20

www.emtec-tankanlagen.at

betont Stefan Hielle. Strassers Verantwortung

umfasste in der Vergangenheit

vorwiegend den Straßen-, Infrastrukturund

Erdbau sowie Abbruch, die Kanalsanierung

und den Pflaster- und Landschaftsbau.

Mit der Ernennung zum

Geschäftsführer erweitert sich die

Verantwortung des 48-jährigen Mondseers

auf alle dem Geschäftsfeld Bau zugeordneten

Gesellschaften.

Neben den klassischen Gewerken Hoch-,

Tief- und Spezialtiefbau ist Felbermayr

auch im Wasserbau sowie im Baunebengewerbe

seit vielen Jahren erfolgreich tätig.

„Durch kontinuierliches Wachstum sowie

zahlreiche Akquisitionen hat das Unternehmen

in den vergangenen Jahren einen

deutlichen Wachstumsschub bekommen“,

freut sich Eigentümer und CEO der

Felbermayr Holding Horst Felbermayr.

Das sei auch der ausschlaggebende Grund

gewesen, um dem Vorschlag des langjährigen

Bau-Geschäftsführers Stefan Hielle

nachzukommen und die technische

Geschäftsführung zu erweitern.

www.felbermayr.cc

Von links: Bmstr. DI Stefan Hielle, CEO DI Horst Felbermayr, Rainer Traunwieser

und Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Bernhard Strasser.

8 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Das Produkt- und Leistungsangebot von Kuhn wird auf der neuen

Website übersichtlich dargestellt und leicht zugänglich gemacht.

STEELWRIST

Tiltrotator der dritten Generation

Steelwrist ist ein Hersteller von Tiltrotatoren,

Schnellwechslern und Arbeitsgeräten für Bagger

mit globaler Präsenz und eigener Organisation

in 19 Ländern. Am 13. März 2024 wird Steelwrist

den neuen Standort der Steelwrist Deutschland

GmbH in Hamburg einweihen und gleichzeitig

die größte und innovativste Produkteinführung in

der Unternehmensgeschichte präsentieren. Das Herzstück der

Markteinführung wird das erste Modell der Steelwrist-Tiltrotatoren der

dritten Generation sein, das mehrere innovative Funktionen sowohl aus

Hardware- als auch aus Softwaresicht demonstrieren wird. Dazu

gehören neue Technologien für die Sicherheit der Kupplungsverriegelung

und die einfache Wartung. Als Teil der Quantum-Steuerungsplattform

wird eine Kombination aus neuen Hardwarekomponenten und

Installationsunterstützungsanleitungen gezeigt. Neben Neuigkeiten

rund um den Tiltrotator, das Steuerungssystem, die Sensortechnologie

und die Arbeitsgeräte der dritten Generation wird Steelwrist auch eine

neue Produktkategorie einführen, die das breite Produktportfolio für

die Effizienz von Baggern weiter ausbaut. Im Anschluss werden alle

neuen Steelwrist-Produkte vom 24. bis 27. April 2024 auf der Intermat

in Paris, Frankreich, gezeigt.

www.steelwrist.com

Die neue Geschäftsführung der Rhomberg Bau Holding

mit Christoph Lienhart, Tobias Vonach, Hubert Rhomberg

und Matthias Moosbrugger (von links).

kaufen

mieten

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RAUPENBETONPUMPEN

www.twf.at

Ihr Partner im TIEFBAU!

Foto: Rhomberg Bau



TERMINE

Ausbildung zum zertifizierten

Baukoordinator

21.-23.02.2024, Wien www.ars.at

Claim-Management nach

ÖNorm B 2110 & B 2118

27.02.2024, Wien und Virtual Classroom

www.ars.at

Gewährleistungsmanagement am Bau

29.02.2024, Wien und Virtual Classroom

www.ars.at

Ausbildung zur Kampfmittelfachkraft

– Sondierung,

Baubegleitung, Freigabe

04.03.2024, Kapfenberg

info@sprengschule.at

Workshop „Abfallbilanz“:

von EDM bis ZAReg

04.03.2024, Linz www.brv.at

Workshop „Berechnung

von Erdwärmesonden“

07.03.2024, Wien www.voebu.at

Naturschutzrecht in der Projektentwicklung

12.03.2024, Wien und Virtual Classroom

www.ars.at

Monolithische Betonplatten

14.03.2024, Wien www.betonakademie.at

Lehrgang Projektmanagement

11.04.-04.06.2024, Wien www.ars.at

Betonfachmesse GIC

18.-20.4.2024, Piacenza www.gic-expo.it

IFAT Munich

13.-17.5.2024, München www.ifat.de

BAUAKADEMIE BWZ OÖ I UNIVERSITÄT KREMS

D

Von links: DI Rupert Ledl (Leiter des Zentrums für Bau- und Immobilienwirtschaft),

Mag. Friedrich Faulhammer (Rektor der Universität für Weiterbildung Krems),

Harald Kopececk MBA (Leiter der Bauakademie BWZ OÖ), Mag. Dr. Erich Kremsmair, MBA

(Lehrgangsleiter an der Universität für Weiterbildung Krems) und Univ.-Prof. DI Dr. Stefan

Oppl, MBA (Dekan der Fakultät für Bildung, Kunst und Architektur).

Neues Studium Bauprozessmanagement

ie Universität für Weiterbildung Krems

und die Bauakademie BWZ OÖ kooperieren

als Ausbildungsinstitute seit zehn Jahren

und führen gemeinsam zwei erfolgreiche

akademische Studiengänge durch. Neben dem

viersemestrigen MBA Bauwirtschaft (Master

of Business Administration Bauwirtschaft)

gab es auch die Möglichkeit, das erste

Masterstudium dieser Art in Österreich, den

MSc BIM (Master of Science Building Information

Modeling) in vier Semestern zu

absolvieren. Beide Studiengänge sind praxisorientiert

und berufsbegleitend. Der gemeinsame

Erfolgsweg soll mit dem in Planung

befindlichen Weiterbildungsstudium „Bauprozessmanagement“

fortgesetzt werden, das mit

dem Grad Bachelor Professional abschließt.

„Der Bedarf an ausgebildeten Führungskräften

am Bau, die zur Digitalisierung einen

wesentlichen Beitrag leisten und auch wissen,

wie man die Attraktivität des Arbeitsplatzes

für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

halten kann, ist hoch“, betont Harald Kopececk,

MBA, Leiter der Bauakademie BWZ OÖ,

der Weiterbildung auch als Innovationstreiber

für die Professionalisierung in der Baubranche

sieht.

www.donau-uni.ac.at | www.ooe.bauakademie.at

Foto: Universität für Weiterbildung Krems

DOKA

Praxisnahe Schulungen für alle Aspekte

D

amit die Baustellenteams perfekt für

die Anforderungen vor Ort qualifiziert

sind, bietet Doka ein vielfältiges Trainingsprogramm,

das neben schalungs- und

sicherheitstechnischen Aspekten auch die

digitalen Services auf der Baustelle

abdeckt. Und zwar nicht nur im Bereich

Schalung, sondern jetzt erstmals auch im

Bereich Gerüste. Diese Seminare können

entweder als Präsenztraining im Doka-

Trainingszentrum Amstetten, direkt

vor Ort im Unternehmen oder

bequem als kostenlose Webinare

absolviert werden. Besonders

beliebt sind seit Jahren die

sogenannten Doka Spezial-

Seminare. Hier entscheiden

die Kunden individuell,

Auch kompakte Webinare sind

Teil des Kundentraining-

Programms von Doka.

welche Inhalte von unseren Experten

professionell und auf die speziellen

Bedürfnisse des jeweiligen Teams abgestimmt,

präsentiert und trainiert werden.

Diese Seminare können flexibel am

eigenen Standort, in einer Doka-Niederlassung

oder im Doka-Trainingszentrum

in Amstetten stattfinden. Die Dauer der

Seminare wird individuell nach den

jeweiligen Anforderungen festgelegt und

beträgt zwischen eineinhalb Stunden und

zwei Tagen. Bei den Präsenz-Seminaren in

Amstetten liegt der Fokus 2024 auf

intensiver Praxis. Beim „Anwenderwissen

Hochbau“ wird vermittelt, wie das

Potenzial der Schalungssysteme noch

effizienter genutzt werden kann. Für

Unternehmen, die Projekte mit hohen

Anforderungen an Sichtbeton ausführen

wollen, ist das Seminar zur Realisierung

hochwertiger Sichtbetonoberflächen

besonders interessant. Neben dem

Dauerbrenner, Schalungsplanung via

Tipos & Co., sind heuer erstmals auch

Termine zum Thema Gerüste im

Programm, die sich mit der Realisierung

sicherer und effizienter Gerüstlösungen

mit dem Modulgerüst Ringlock beschäftigen.

Mehr Informationen zu den

Veranstaltungen und zur Anmeldung:

www.doka.com/at/solutions/training/doka-training

Foto: Doka

10

JÄNNER/FEBRUAR 2024

BAUBLATT.ÖSTERREICH



MENSCHEN + SZENE

MENSCHEN + SZENE

Von links: Karl Englert (Herausgeber Baublatt.Österreich), Wolfgang Rigo (Huppenkothen; „Baumaschine des Jahres),

Ing. Michael Auer (HTB Baugesellschaft; „Innovation des Jahres“), Ing. Erwin Hofstätter (Firmengruppe „acht“;

„Goldener Spaten“), Manfred Pani (Zeppelin Österreich; „Kleinbaugerät des Jahres“) und Alexander Riell

(Chefredakteur Baublatt.Österreich).

BAUBLATT.ÖSTERREICH

Mit Optimismus in die neue Bausaison

Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Festsaal der Burg Perchtoldsdorf

beim diesjährigen Branchentreff von Baublatt.Österreich. Wie der gelungene

Festabend zeigte, blickt die Baumaschinenbranche trotz der angespannten

wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit Zuversicht in die Zukunft.

Z

u Beginn widmete sich Baublatt.

Österreich Herausgeber Karl Englert

kurz der aktuellen Situation in der

Bauwirtschaft: „Auch im Jahr 2024 wird

der Wohnungsbau weiterhin unter Druck

stehen. Ein kurzer Blick auf die Zahlen:

Wurde 2019 noch der Bau von 69.900

Wohneinheiten im Neubau bewilligt, so

werden von den Experten für 2024 nur

noch 32.600 Bewilligungen im Wohnungs-

Neubau erwartet. Aufgrund der aktuellen

DIE PREISTRÄGER IM ÜBERBLICK

BAUMASCHINE DES JAHRES

TAKEUCHI TB395W MIT

4-RAD-LENKUNG

Huppenkothen

INNOVATION DES JAHRES

BOHRLAFETTE BL-VR-EVO-190 DK130

HTB Baugesellschaft

KLEINBAUGERÄT DES JAHRES

WEBER SMART ASSIST

Weber Maschinentechnik

GOLDENER SPATEN

ING. ERWIN HOFSTÄTTER

Entwicklungen ist allerdings davon

auszugehen, dass ein erheblicher Teil

davon nicht in die Umsetzung gelangt.

Dies ist umso bedauerlicher, als jedes

Roland Adrowitzer, ehemaliger Chefreporter

der Zeit im Bild, analysierte die aktuelle

weltpolitische Lage.

Neubauprojekt zur Auslastung unserer

Bau- und Erdbaufirmen beiträgt. Es ist

daher ein perfektes Timing, dass nach

sechs Jahren Pause aufgrund von Corona

im April 2024 wieder eine MAWEV-Show

stattfindet. Sie bietet der Baumaschinenbranche

eine wichtige Plattform, um ihre

jüngsten Innovationen zu präsentieren.

Diese sind kein Selbstzweck, sondern

bedeuten für die Kunden in der Regel auch

mehr Effizienz und mehr Wirtschaftlichkeit.“

Es folgte die Verleihung der traditionellen

Auszeichnungen von Baublatt.

Österreich durch Karl Englert und

Chefredakteur Alexander Riell. Den

Beginn machte die Kategorie „Kleinbaugerät

des Jahres“, die an den Weber Smart

Assist der Firma Weber Maschinentechnik

vergeben wurde. Das von Weber MT

entwickelte digitale System erleichtert

dem Bediener die Anwendung und

Wartung in der handgeführten Verdichtungstechnik.

Mit dem Preis für die

„Innovation des Jahres“ wurde die Tiroler

HTB Baugesellschaft für die ebenso leichte

wie leistungsstarke Bohrlafette BL-VR-

EVO-190 DK130 ausgezeichnet. Von der

Entwicklung, über die Fertigung bis hin

Fotos: Baublatt.Österreich / APA-Fotoservice / Krisztian Juhasz

Ausgezeichnete Stimmung herrschte am 01. Februar 2024

beim diesjährigen Branchentreff.

zum Prototypenbau und einer harten

Testphase wurde alles im Hause HTB

gemacht. Die Auszeichnung „Baumaschine

des Jahres“ ging an die Firma Huppenkothen

für den Takeuchi TB395W mit

4-Rad-Lenkung. Der kompakte 11 t

Mobilbagger zeigt seine Stärken vor allem

bei beengten Baustellen, die im Erdbau

immer mehr zur Regel werden. Der Preis

ist auch eine Würdigung der Firma

Huppenkothen, die den Erfolg der Marke

Takeuchi seit Jahrzehnten mit intensiver

Kundenbetreuung und leistungsstarken

Mietstandorten sicherstellt.

Den Abschluss bildete die Verleihung

des „Goldenen Spaten“, der für besondere

Verdienste um die Baumaschinenbranche

vergeben wird. Als Preisträger wurde

Ing. Erwin Hofstätter für den Aufbau der

Firmengruppe „acht“ geehrt, die mit den

Bereichen mineraltech für die mineralische

Aufbereitungstechnik und baurecycling

mit dem Dienstleistungsbereich

„Mobilaufbereitung“ ein wichtiger Dienstleister

in der Branche ist. Die Auszeichnung

würdigt aber auch seine branchenübergreifende

Initiativen und

seine Mitwirkung im

österreichischen

Baustoff-Recycling-

Verband.

Ein weiterer

Höhepunkt war die

Rede des langjährigen

Medienprofis Roland

Adrowitzer. Der ehemalige

Landesintendant des ORF

Tirol war auch als Chefreporter

für die Zeit im Bild

und als Koordinator der

ORF-Korrespondentenbüros

tätig. Auf Basis

Baublatt.Österreich

Herausgeber Karl

Englert bei seiner

Begrüßungsrede.

Freute sich über die Würdigung seiner

Verdienste um die Branche:

Ing. Erwin Hofstätter mit der

Auszeichnung „Goldener Spaten“.

12 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024 13



MENSCHEN + SZENE

MENSCHEN + SZENE

seiner jahrzehntelangen Erfahrung

analysierte er die aktuelle weltpolitische

Lage und verknüpfte sie auf unterhaltsame

Weise mit seinen persönlichen

Erfahrungen. Beim entspannten persönlichen

Austausch fand der Branchentreff

mit der Verkostung der hervorragenden

Produkte des in Perchtoldsdorf ansässigen

Weinguts von Georg Nigl seinen Ausklang.

14 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024 15



MENSCHEN + SZENE

MENSCHEN + SZENE

16 BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024 17



PROJEKTE + PLANUNG

ZÜBLIN SPEZIALTIEFBAU

Österreichisches Spezialtiefbau Know-how

bei anspruchsvollem Projekt in Großbritannien

Projektleiter DI Patrick Gabriel

(Züblin Spezialtiefbau Ges.m.b.H.).

Für die Errichtung der Unterführung wurden im stabilisierten Boden Schlitzwände hergestellt

und Zugpfähle als Verankerung bis in den Kreidekalk geführt. Danach wurde mittels

­Düsenstrahlverfahren eine dichte Baugrubensohle erstellt. Die Grafik veranschaulicht die

vorauseilende trockene Bodenstabilisierung (DDM) im Querschnitt (links) bzw. im Lageplan

(rechts): DDM-Säulen (gelb) und Schlitzwand (blau).

Im Zentrum der nordenglischen

Hafenstadt

Kingston Upon Hull wird

unter schwierigen geologischen

Bedingungen und

engen Platzverhältnissen

eine 400 m lange Autobahn-

Unterführung errichtet. Den

Zuschlag für die Spezialtiefbauarbeiten

erhielt die Firma

Züblin Spezialtiefbau

Ges.m.b.H., die mit der technischen

Lösung die Auftraggeber

überzeugte. Trotz der

enormen Herausforderungen

durch den Brexit, die Pandemie

und die Baustellenlogistik,

konnte der Spezialtiefbau

planmäßig im Dezember

2023 abgeschlossen werden.

K

ingston Upon Hull, kurz Hull, liegt an

der Humber-Bucht an der englischen

Ostküste. Die Humber-Bucht ist eine

Flussmündung in die Nordsee, die durch

Ebbe und Flut geprägt ist. Das Stadtgebiet

von Hull ist flach und liegt nur wenige

Meter über dem Meeresspiegel. Daraus

resultiert nicht nur ein hoher Grundwasserspiegel,

sondern auch ein sehr weicher

Untergrund, der bis in eine Tiefe von 15 m

überwiegend aus maritimen Sedimenten

besteht.

Hull ist auch ein wichtiger Versorgungshafen

für die Metropolregion

Greater Manchester und Liverpool. Die

Hauptverbindung für den Warentransport

ist die Autobahn A63, die durch das

Stadtzentrum von Hull verläuft und

täglich von über 54.000 Fahrzeugen

benutzt wird. Im Verlauf der A63 bildet

der Kreisverkehr „Mytongate Junction“

einen stark frequentierten Verkehrsknotenpunkt,

der nun durch die neue

Unterführung entschärft wird.

Bauherr des Projekts ist National

Highways, ein britisches Staatsunternehmen,

das für den Betrieb, die Instandhaltung

und den Ausbau der englischen

Autobahnen und Hauptverkehrsstraßen

zuständig ist. Auftraggeber ist die Firma

Balfour Beatty Civil Engineering Limited,

eines der zehn umsatzstärksten europäischen

Bauunternehmen. Die ersten

Studien zu diesem Projekt erfolgten in den

frühen 1990er Jahren. Mit der tatsächlichen

Umsetzung wurde im Jahr 2020

begonnen, die Arbeiten sollen 2025

JÄNNER/FEBRUAR 2024

19



PROJEKTE + PLANUNG

Einbringung eines Bewehrungskorbes

in eine der Schlitzwände.

abgeschlossen sein. Für die Planung

zeichnet das international tätige Planungsbüro

Arup verantwortlich.

Sowohl dem Bauherren als auch dem

Auftraggeber war bewusst, dass die

besonderen Bodenverhältnisse in der

Stadt erhebliche Risiken für das Projekt

mitbringen. Die Eckpunkte für den

Spezialtiefbau waren daher vorgegeben:

Zunächst musste der Boden stabilisiert

werden um dann eine seitliche Umschließung

und eine Abdichtung nach unten zu

errichten. Aufgrund der dynamischen

Auftriebskräfte durch den schwankenden

Grundwasserspiegel muss die Konstruktion

in den stabileren Felsuntergrund in

20 m Tiefe rückverankert werden.

Seit 2016 unterstützten die Experten

des Züblin-Spezialtiefbauteams als

Berater die Planung der neuen Unterführung.

Auf Basis der geologischen Gegebenheiten

entwickelten sie eine Ausführungs-

Variante, bei der die Bodenstabilisierung

im Dry-Deep-Mixing-Verfahren zur

Ermöglichung einer Schlitzwandherstellung

in den marinen Sedimenten erfolgt.

Bei diesem Verfahren – das zu den

Trockenmischverfahren gehört – wird ein

Bindemittel-Gemisch mittels Druckluft

über Düsen eingeblasen und mit dem

Boden vermischt. Der Boden weist danach

eine höhere Scherfestigkeit, eine geringere

Durchlässigkeit und eine höhere Steifigkeit

auf.

Dazu DI Patrick Gabriel, Projektleiter

der Züblin Spezialtiefbau Ges.m.b.H.: „Von

Beginn an war klar, dass im Rahmen der

Spezialtiefbauarbeiten Schlitzwände,

Zugpfähle und eine DSV-Sohle zum

Einsatz kommen. Ein großes Fragezeichen

war jedoch die Herstellung der Schlitzwände

in dem weichen Boden, die bei

diesem Projekt nur in Verbindung mit

einer Bodenstabilisierung möglich war. Die

Bodenstabilisierung sorgt für die äußere

Standsicherheit des offenen Schlitzes,

reduziert die vertikalen und horizontalen

Verformungen während der Herstellung

und verringert das Überprofil – alleine das

Gewicht des Frischbetons würde ausreichen,

um den weichen Boden zu verdrängen.

Es war aus unserer Sicht nicht

sinnvoll, in einen Boden mit so hohem

Wassergehalt durch ein Nassmischverfahren

noch zusätzlich Wasser einzubringen.

Daher haben wir uns für das Dry-Deep-

Mixing-Verfahren entschieden, mit dem

wir in Skandinavien bereits sehr gute

Erfahrungen gemacht haben.“

Alle Baubeteiligten einigten sich im

Jahr 2020 auf die Ausführung eines

Probefeldes, um die Kombination der

eingesetzten Bauverfahren in dem

herausfordernden Baugrund vorab zu

testen. Das komplette Equipment auf dem

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PROJEKTE + PLANUNG

PROJEKTE + PLANUNG

Eine Bauer BG33 bei

der Pfahlherstellung unter

Wasserauflast.

Probefeld wurde von der Züblin Spezialtiefbau

Ges.m.b.H. beigestellt. Unter

anderem wurden Schlitzwandelemente in

verschiedenen Größen sowohl stabilisiert

als auch unstabilisiert getestet. So konnte

überprüft werden, welche Variante die

bestgeeignete ist, um die enge Vorgabe

hinsichtlich der Verformung des Bodens

von 10 mm einzuhalten. Dabei stieß das

Team auf spezielle Herausforderungen

hinsichtlich der eingesetzten Stützflüssigkeit

und Bindemittel für die Bodenstabilisierung.

Durch Laborversuche, begleitend

zum Probefeld, konnte ein optimales

Bindemittel für die Bodenstabilisierung

und eine optimale Bentonit-Rezeptur

gefunden werden. Auf dem Probefeld

wurde auch die DSV-Technik getestet und

die Belastungsfähigkeit der Zugpfähle mit

Zugversuchen überprüft. So konnte ein

reibungsloser Start des komplexen

Hauptprojektes mit deutlich reduziertem

Risiko sichergestellt werden. Nachdem die

Züblin Spezialtiefbau Ges.m.b.H. bereits

im Early Contractor Involvement (ECI)

mit der Qualität der Unterlagen überzeugt

DATEN & FAKTEN

Projekt: A63 Kingston Upon Hull, Großbritannien

Bauherr: National Highways

Auftraggeber: Balfour Beatty Civil Engineering Limited.

Planung: Arup

Spezialtiefbau: Ed. Züblin AG - UK Branch London

Züblin Spezialtiefbau Ges.m.b.H. Wien

Leistung: 12.500 DDM (Dry-Deep-Mixing)-Säulen (trockene Bodenstabilisierung)

15.500 m² Schlitzwand (1,0 m)

367 Pfähle (900 mm / 1.200 mm)

7.200 DSV-Säulen (25.000 m³)

Bauzeit: Juli 2020 – Dezember 2024

hatte, wurde sie nach dem erfolgreichen

Abschluss des Probefelds mit der Durchführung

der Spezialtiefbauarbeiten

beauftragt.

Baukultur in Großbritannien

Projektleiter DI Patrick Gabriel über die

Besonderheiten der Projektabwicklung in

Großbritannien: „Was die Technik im

Spezialtiefbau betrifft, so kann man sagen,

dass man in Großbritannien von uns

gelernt hat. Im Gegenzug können wir in

Österreich aber sehr viel von den Vertragsmodellen

in Großbritannien lernen. Es ist

vereinfacht gesagt partnerschaftliches

Bauen auf Basis einer definierten Zielsetzung.

Vertragliche Standardprozesse

werden sorgfältig von allen Vertragspartnern

eingehalten, damit die Zusammenarbeit

funktioniert. Ab einer gewissen

Projektgröße gibt es in England eine

Geotechnical Steering Group aus Auftraggeber,

Experten, Planern und ausführenden

Firmen. Regelmäßig gibt es Treffen

und Abstimmungen, und in dieser Runde

werden alle Entscheidungen zusammen

getroffen. Zu den Standardprozessen

gehört ebenso eine für alle geltende

Warnpflicht: Wer etwas bemerkt, was das

Projekt verzögern oder das Budget erhöhen

könnte, hat die Verpflichtung, diese

Information sofort an alle weiterzugeben.

In Großbritannien versucht man durch ein

Early Contractor Involvement (ECI) die

Baufirmen so früh wie möglich einzubinden.

Der Hintergrund: Die Planer bekommen

schon sehr früh praktische Informationen

zur Bauausführung, die Baufirmen

können die Planung noch beeinflussen und

die Auftraggeber haben den Vorteil, die

Kosten bereits zuverlässig zu kennen.

Zusammen einigt man sich auf ein Zielbudget.

Wird dieses Budget eingehalten,

machen alle Gewinne. Wird es überschritten,

dann zahlen alle drauf. Ein eigenes

Thema ist die englische Sicherheitskultur

am Bau. Wenn man als Österreicher mit

der britischen Baukultur zum ersten Mal

konfrontiert wird, dann kommt einem auf

dem ersten Blick Vieles überreguliert vor.

Mittlerweile verstehe ich die Sicherheitskultur

besser und um ehrlich zu sein,

schätze ich sie sehr, denn die Unfallstatistik

spricht eine klare Sprache. Mit einem

Fokus auf Gefahrenquellen und ständigem

Lernen nach Beinaheunfällen wird der

Arbeitsschutz permanent verbessert. Kein

Vorfall wird auf die leichte Schulter

genommen. Im Gegenteil: die Arbeit wird

sofort gestoppt und es wird gründlich eine

intensive Ursachenforschung betrieben.“

Großgeräte-Tetris

Vom Ablauf her wurde im Rahmen der

Spezialtiefbauarbeiten zunächst ein

Streifen stabilisiert und in diesem die

Schlitzwand ausgehoben. Im nächsten

Schritt wurden die Zugpfähle, die in eine

Tiefe von bis zu 30 m reichen, in Form

hoch bewehrter Bohrpfähle im Kreidekalk

22 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH

verankert. Danach wurde der DSV-Körper

zwischen den Schlitzwänden und den

Bohrpfählen hergestellt. All diese Baumaßnahmen

mussten unter engsten

Verhältnissen umgesetzt werden, die sich

aufgrund der zahlreichen Verkehrsumlegungen

ständig veränderten. Unter

anderem wurde für die Errichtung der

Südwand eine temporäre Verkehrsführung

eingerichtet, diese nach Fertigstellung

wieder abgebrochen und mit einem neuen

Verkehrskonzept die Nordwand errichtet.

Dabei mussten stets vier Fahrspuren zur

Verfügung stehen und auch die Straße

zum Bahnhof und zum Krankenhaus von

Hull musste immer angebunden sein.

Angesichts dieser Rahmenbedingungen

war die Logistik die größte Herausforderung,

denn die Großgeräte mussten in der

richtigen Abfolge koordiniert werden, um

eine kontinuierliche Auslastung aller

Gewerke sicherzustellen. Zum Einsatz

kamen mehrere Geräte aus dem Fuhrpark

der Züblin Spezialtiefbau Ges.m.b.H.: für

die Bodenstabilisierung eine Bauer

RG19-T, für die Schlitzwand-Herstellung

ein Liebherr HS8130, für die Zugpfähle

eine Bauer BG33 und für die DSV-Arbeiten

eine SPD JG13 und Comacchio MC24.

MOBILE BRECHER-, SIEB- und FÖRDERANLAGEN

RAUPENMOBILE SIEB- UND BRECHERANLAGEN

HALDENBÄNDER, SICHTER, SPRÜHER

Gruppe

Für das Projekt hat Züblin Spezialtiefbau

Ges.m.b.H. gemeinsam mit den Projektpartnern

Arup, National Highways und

Balfour Beatty im September 2022 den

Ground Engineering Award in der Kategorie

„technische Spitzenleistung“ erhalten. Nicht

ganz ein Jahr später – Juli 2023 – zusätzlich

noch den Health and Safety Award für

innovative Sicherheitsverbesserungen.

Brexit, Pandemie und

andere Herausforderungen

Projektleiter DI Patrick Gabriel: „Die

erfolgreiche Herstellung des Probefelds

erfolgte noch zu 100% mit österreichischem

und deutschem Personal der Züblin

Spezialtiefbau Ges.m.b.H.. Mit dem Brexit

und dem Austritt des Vereinigten Königreichs

aus dem EU-Binnenmarkt und

PERFORMANCE IN EVERY DETAIL

VERTRAGSHÄNDLER, MIET- UND SERVICEPARTNER FÜR:

Zollunion Ende 2020 war dann plötzlich

alles unglaublich kompliziert. Die Personen,

die zuvor bereits vor Ort waren, durften

zwar weiterarbeiten, wir benötigten aber

natürlich zusätzliches Personal. Wir haben

dann begonnen, mit unseren Leuten

britische Maschinisten auf den Spezialgeräten

auszubilden. In der Folge waren die

verschiedenen Einsatzbereiche unterschiedlich

stark mit Briten besetzt. Durch die

Pandemie ist der Brexit dann aber fast in

den Hintergrund gerückt. Abwechselnde

Lockdowns und Quarantänepflicht haben

die Reisetätigkeit extrem erschwert. Es ist

ein eigenartiges Gefühl, alleine durch große

Flughafenbereiche zu gehen. Bis zur

Lockerung im Frühjahr 2022 war ich

aufgrund der Einreise-Vorschriften mehr

Jurist als Techniker. Trotzdem konnten wir

die Spezialtiefbauarbeiten im Dezember

2023 planmäßig abschließen. Jetzt erfolgen

die Aushubarbeiten, nach deren Abschluss

wird die Bodenplatte für die Fahrspuren

betoniert. Unser Equipment ist während

des Aushubs für alle Fälle aber noch vor

Ort. Ich bin überzeugt: Wenn in einigen

Millionen Jahren wieder die Dinosaurier die

Welt beherrschen, dann werden auch sie

noch diese Unterführung benutzen können.“

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MAWEV SHOW 2024 SEIN!



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Baumeister DDI Maximilian Rumpf:

„Mit unserem neuen Kaiser Mobil-

Schreitbagger S12-5 Allroad haben

wir uns als professioneller Dienstleister

im Baubereich noch breiter

und leistungsfähiger aufgestellt.

KAISER

Rumpf Bau verstärkt sich mit neuem

Kaiser Mobil-Schreitbagger S12-5 Allroad

Die in Murau ansässige Rumpf Bau GmbH ist in den Bundesländern Salzburg, Steiermark

und Kärnten im Hoch- und Tiefbau tätig. Da viele Projekte im steilen Gelände realisiert

werden müssen, wurde immer wieder auch ein Schreitbagger angemietet. Seit rund einem

Jahr verfügt das Unternehmen über seinen eigenen Kaiser Mobil-Schreitbagger S12-5

Allroad und positioniert sich damit in der Region als leistungsstarker Dienstleister für

anspruchsvolle Projekte.

D

ie Firma Rumpf Bau GmbH wurde

2005 von Baumeister DI Johann

Rumpf gegründet, der vor seiner Tätigkeit

als Unternehmer bereits mehr als 20 Jahre

Berufserfahrung in der Bauausführung

sammeln konnte. Seit 2014 unterstützt ihn

sein Sohn, Baumeister DDI Maximilian

Rumpf, bei der Leitung des Unternehmens,

das über 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

beschäftigt. Neben dem Hochbau, wo

man verschiedene Baumeisterarbeiten

durchführt, ist das Unternehmen vor allem

in den Bereichen Erdbau, Straßen- und

Forstwegebau, Steinschlichtungen,

Hochwasserschutz und Bewehrte Erde

tätig. Ein weiteres Standbein ist der

Kanal- und Leitungsbau, wo die Firma

Rumpf aufgrund ihrer umfangreichen

Erfahrungen sehr gefragt ist.

Firmenchef DI Johann Rumpf: „Wir sind

ein kompetenter Partner, wenn es ums

Bauen geht – vom kleinen privaten

Bauvorhaben bis hin zum öffentlichen

Großprojekt. Sowohl unsere Mitarbeiter,

Bernhard Bauer schwört als erfahrener Schreitbagger-Fahrer

auf die Stärken der Kaiser Mobil-Schreitbagger – im Forstwegebau

genauso, wie bei Erdbauarbeiten in steilem Gelände.

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kehren bohren transportieren

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als auch unsere Partner und Lieferanten

wurden über Jahre hinweg akribisch

ausgewählt und entsprechen so unseren

Grundsätzen der Verlässlichkeit, Termintreue,

Handschlagqualität, Flexibilität und

Kundennähe. Von Beginn der Baustelle bis

zur Finalisierung stehen unseren Kunden

dieselben Ansprechpartner zur Seite.

Unsere Flexibilität, gepaart mit unserem

breit gestreuten technischen und baubetrieblichen

Know-how und der Möglichkeit,

auf ein großes Netzwerk an kompetenten

Partnern und Lieferanten zuzugreifen,

ermöglichen es uns, interessante Bauprojekte

auch außerhalb unserer deklarierten

Kernkompetenzen wirtschaftlich, effizient

und in exzellenter Qualität umzusetzen.“

Zu den Kernkompetenzen zählt auch

der Kraftwerksbau, wo man unter anderem

das Kleinwasserkraftwerk Oberwölz

errichtet hat. Gemeinsam mit seinem

Team hat Projektleiter DDI Maximilian

Rumpf die Rohrverlegung durchgeführt:

ZANDTcargo

Tieflader mit Radmulde

T 09631 6423 • info@zandt-cargo.de • 95643 Tirschenreuth

26 JÄNNER/FEBRUAR 2024

BAUBLATT.ÖSTERREICH

BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024 27



MASCHINEN + TECHNIK

VERNETZTES

ARBEITEN

Rahofer.

Der Kaiser Mobil-Schreitbagger S12-5 Allroad

ist ein Vertreter der neuesten Modellgeneration

der Kaiser Mobil-Schreitbagger.

Seine Stärken zeigt er unter anderem bei

der Instandsetzung und Erweiterung der

Trails im Bikepark Schladming.

DDI Maximilian Rumpf in der

fahrerfreundlichen Kabine des

Kaiser Mobil-Schreitbagger

S12-5 Allroad.

„Trotz unserer jahrzehntelangen Erfahrung

im Kraftwerksbau verlegen auch wir

nicht alle Tage Rohre mit den großvolumigen

Dimensionen DN2100 und DN1900.

Elemente mit solch großen Abmessungen

verlangen eine entsprechende Einbautiefe,

wobei der hohe Grundwasserspiegel im

Projektgebiet alles andere als hilfreich

war.“

Kaiser S12-5 Allroad zeigt seine

Stärken im Bikepark Schladming

Viele der Erd- und Felsarbeiten müssen

im steilen Gelände durchgeführt werden.

Das gilt auch für die Arbeiten im Bikepark

Schladming, wo eine Vielzahl an Downhill-

Strecken Bikespaß für Profis bietet. Für

die Sommersaison 2024 wird hier das

Streckennetz der Trails von der Firma

Rumpf punktuell saniert und erweitert.

Die Arbeiten wurden 2023 mit Beginn der

Wintersaison eingestellt und werden im

Frühjahr fortgesetzt. Ein klassischer

Einsatz für den neuen Kaiser Mobil-

Schreitbagger S12-5 Allroad, der vor Ort

im Alleingang die notwendigen Abtragsund

Aufschüttungsarbeiten erledigt.

DDI Maximilian Rumpf über die

Investition in den Kaiser Mobil-Schreitbagger

S12-5 Allroad: „Erfahrene Maschinisten

für einen Mobil-Schreitbagger findet

man sehr selten. Wir haben uns daher sehr

gefreut, dass wir unser Team mit Bernhard

Bauer verstärken konnten, der einen

ausgezeichneten Ruf als Schreitbaggerfahrer

genießt. Bei der Entscheidung, in

welches Gerät wir investieren, waren zwei

Punkte ausschlaggebend. Einerseits war

Bernhard aufgrund seiner früheren

Erfahrungen mit einem Kaiser Mobil-

Schreitbagger zu 100% von der Marke

überzeugt und andererseits war für uns

– aus Sicht des Unternehmens – die After

Sales Betreuung durch die Firma Kaiser

Fahrzeugtechnik in Nenzing optimal

gewährleistet. Aufgrund dieses Pakets aus

einem neuen, leistungsfähigen Gerät und

einem kompetenten Fahrer konnten wir

unter anderem den Auftrag bei der Planai

für uns entscheiden.“

Aus technischer Sicht beeindruckt die

neueste Modellgeneration der Kaiser

Mobil-Schreitbagger mit zahlreichen

Highlights. Dazu Klaus Singer, Geschäftsführer

der Kaiser Fahrzeugtechnik GmbH

in Nenzing: „Der Kaiser Mobil-Schreitbagger

S12-5 Allroad wurde in mehreren

Bereichen weiterentwickelt. Beispielsweise

sorgt der WalkingBooster für eine extrem

hohe Agilität und eine substanzielle

Erhöhung der Abdrückkraft im Gelände

dank zusätzlichem Zylinder mit automatischer

Drucksteuerung. Für intensivste

Anwendungen als Multifunktionsträgergerät

ist die optimierte Hydraulikleistung

mit einem entsprechenden Kühlsystem

kombiniert. In Extremlagen sorgen die

Kaiser Mobil-Schreitbagger für noch

höhere Standfestigkeit durch erhöhte

Verstellmöglichkeit und mehr Kraft der

Radlafetten. Diese erhöhte Verstellmöglichkeit

ermöglicht dem Kaiser Mobil-

Schreitbagger S12-5 Allroad auch eine

Wattiefe von 2,45 m.“

Darüber hinaus steht die neueste

Modellgeneration für modernste Motorentechnologien

mit mehr Varianz und

Auswahl in den Motorentypen, für eine

höhere Geräuschdämmung in der Kabine,

verbessertes Sichtfeld für den Fahrer und

intuitive Bedienung über ein zentrales

Bediendisplay. Nicht zuletzt wurde die

Wartungsfreundlichkeit weiter verbessert,

etwa durch den aufklappbaren Kühler.

DDI Maximilian Rumpf: „Mit unserem

neuen Kaiser Mobil-Schreitbagger S12-5

Allroad haben wir uns als professioneller

Dienstleister im Baubereich noch breiter

und leistungsfähiger aufgestellt. In

Zukunft können wir auch neue Bereiche

abdecken, etwa beim Bau von Quellfassungen.

Das Gerät wird in der Region aber

sicherlich auch von größeren Baufirmen

für anspruchsvolle Projekte im steilen

Gelände angefragt werden. Die Investition

in den Kaiser Mobil-Schreitbagger S12-5

Allroad ist für unser Unternehmen daher

auch ein wichtiger Schritt in eine wirtschaftlich

erfolgreiche Zukunft.“

www.rumpfbau.at

www.kaiser-fahrzeugtechnik.at

MIT BAUMASCHINENTECHNIK DIE ZUKUNFT KOPPELN

Die Schnellwechselvorrichtung SW2-Q GPS und SW3-Q GPS mit Oil- und Elektro-Quickfunktion

für Hydraulik bagger (12t bis 40t) macht das automatische Kuppeln von digital

aufbereiteten Gelände plandaten zum Kinderspiel. Ein zu tiefes Eindringen des Böschungs

löffels über das Zielprofil hinaus wird verhindert, indem die Löffelkante in Echt zeit

und Relation zur Maschinenposition und den Geländeplandaten durch gezielte Sensorik

und 3D-Daten gesteuert wird. Schnell, einfach, intelligent – und sicher. Denn durch die

selbstnach stellende, konische Verriegelung mit permanent vorgespanntem Konstantdruck

sitzt das Werkzeug immer fest und ist somit spielfrei. Mehr auf bmt.at

28 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Das Herrenknecht-Team

präsentiert die Tunnelvortriebsmaschine

den

Vertretern der Wiener

Linien, dem Bauherrn,

und der bauausführenden

Arbeitsgemeinschaft

der Strabag

und Porr.

120 m lang und 1.200 t

schwer präsentiert sich

die TVM bei der Werksabnahme

in Schwanau.

Lkw-Fahrten durch die Stadt und 75 t

CO2. Nach Angaben der Stadt werden

durch die Investitionen in die Linienerweiterungen

rund 30.000 Arbeitsplätze

geschaffen und gesichert.

HERRENKNECHT

U2 Tunnelvortriebsmaschine kommt nach Wien

Beim Öffi-Ausbau U2xU5 in Wien wurde vor kurzem ein weiterer Meilenstein gesetzt: Für

den Tunnelbau unter der Innenstadt liefert Herrenknecht eine Vortriebsmaschine, die

Ende Jänner in Schwanau dem Kunden und Bauherren präsentiert wurde.

it der Erweiterung des U-Bahn

M Netzes reagiert die Stadt Wien auf

die steigenden Bevölkerungszahlen, denn

bis 2030 sollen mehr als 2 Mio. Menschen

in der Stadt wohnen. Im Auftrag der

Wiener Linien, der Betreiberin der Wiener

U-Bahn, baut eine Arbeitsgemeinschaft

der Unternehmen Strabag und Porr die

Verlängerung der U-Bahnlinie 2 vom

Wiener Rathaus in Richtung Süden.

DATEN & FAKTEN

Projektdaten Wien Metro Line U2 17-21

Bauherr: Wiener Linien

Auftraggeber: Arge U2 17-21

Strabag AG Porr

Bau GmbH

Anwendung: U-Bahn

Vortriebslänge: 2 x 2.100 m

Maschinendaten

Maschinentyp: 1 x EPB-Schild

Schilddurchmesser: 6.840 mm

Antriebsleistung: 1.920 kW

Drehmoment (max.): 15.028 kNm

Sind die Stationsschächte und Notausstiege

der einzelnen U-Bahn-Stationen

einmal hergestellt, ist sie dran: die Tunnelvortriebsmaschine

(TVM). Die österreichischen

Tunnelbauspezialisten orderten

hierfür bei Herrenknecht eine TVM vom

Typ EPB-Schild (Earth Pressure Balance

Shield). Ralph Lickert, Projektmanager bei

Herrenknecht, hebt hervor: „Für die

vorwiegend tonhaltige Geologie, die wir

laut den Voruntersuchungen erwarten, ist

der Herrenknecht-EPB-Schild der

optimale Maschinentyp.“

Am 30. Jänner 2024 erfolgte die

Werksabnahme der Tunnelvortriebsmaschine

durch die Wiener Linien sowie Porr

und Strabag. Die speziell für Wien

konzipierte Maschine wurde am deutschen

Standort der Firma Herrenknecht in

Schwanau hergestellt. Die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter der ARGE U2 17-21,

der Arbeitsgemeinschaft bestehend aus

Porr und Strabag, haben in den letzten

Monaten gemeinsam mit den Kolleginnen

und Kollegen des Herstellers die TVM

montiert.

Der Herrenknecht-EPB-Schild für Wien

hat einen Durchmesser von 6.840 mm,

eine Länge von rund 120 m und wiegt

insgesamt rund 1.200 t. In Einzelteile

zerlegt, wird sie in den nächsten Monaten

von Süddeutschland nach Wien transportiert,

wo sie am Matzleinsdorfer Platz

wieder aufgebaut wird. Der Vortrieb

startet im Herbst an der zukünftigen

Station Matzleinsdorfer Platz, von wo aus

die Maschine 2,1 km Tunnel in Richtung

Norden bis unter den Augustinplatz im

siebten Bezirk auffahren wird. Anschließend

wird die Maschine durch den

gebohrten und mit Tübbingen ausgebauten

Tunnel zurückgezogen, um vom

Matzleinsdorfer Platz die Parallelröhre

aufzufahren.

Die TVM wird sich mit einer Antriebsleistung

von 1,92 MW durch Wien graben

und dabei erstmals alle vier neuen

Stationen (U2xS Matzleinsdorfer Platz, U2

Reinprechtsdorfer Straße, U2xU4 Pilgramgasse,

U2xU3 Neubaugasse) und deren

Stationsschächte miteinander verbinden.

Nach getaner Arbeit wird sie zwei

U2-Streckenröhren mit einem Ausbruchsdurchmesser

von 6,84 m hinterlassen. Das

gesamte Erdmaterial, das die Tunnelbohrmaschine

aushebt, wird über den zentralen

Schacht am Matzleinsdorfer Platz

abtransportiert. Das erspart 20.000

Fotos: Herrenknecht AG

Über Herrenknecht

Die Herrenknecht AG liefert als einziges

Unternehmen weltweit Tunnelbohranlagen

für alle Geologien und in allen

Durchmessern – von 0,10 bis 19 m. Die

Produktpalette umfasst maßgeschneiderte

Maschinen für Verkehrstunnel und Verund

Entsorgungstunnel, Technologien zur

Verlegung von Pipelines sowie Zusatzequipment-

und Servicepakete. Herrenknecht

stellt außerdem Bohranlagen für

Vertikal- und Schrägschächte sowie

Tiefbohranlagen her.

Der Herrenknecht Konzern erwirtschaftete

im Jahr 2022 eine Gesamtleistung

von 1.232 Mio. Euro. Weltweit

beschäftigt das unabhängige Familienunternehmen

rund 5.000 Mitarbeiter.

Darunter sind ca. 200 Auszubildende. Mit

rund 70 Tochter- und geschäftsnahen

Beteiligungsgesellschaften im In- und

Ausland kann Herrenknecht jederzeit

schnell und gezielt umfassende Serviceleistungen

nah am Projekt und am

Kunden anbieten.

Bauunternehmen weltweit haben mit

maschineller Tunnelvortriebstechnologie

von Herrenknecht bereits in über 1.300

Projekten über 3.000 km Tunnel für

leistungsfähige U-Bahnsysteme gebohrt.

Zu den aktuellen Leuchtturmprojekten

gehören hier die Großprojekte Grand Paris

Express oder Sydney Metro mit 22 bzw.

15 Herrenknecht-Maschinen.

www.herrenknecht.com

Der Herrenknecht-

EPB-Schild für die Erweiterung

der U-Bahnlinie 2 in Wien

wird zweimal 2,1 km Tunnel

auffahren.

30 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024 31



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

MWT

So wird der Bagger zu

einer hochpräzisen Waage

Bagger sind hochspezialisierte Arbeitsgeräte. Durch die hydraulische Baggerwaage

von Pfreundt und MWT kommt noch ein weiteres präzises und hochwertiges Werkzeug

hinzu, sodass die Arbeitsabläufe noch besser gestaltet werden können.

I

n Sachen höchster Präzision haben sich

mit MWT Mobile Wiegetechnik und

Pfreundt zwei hervorragende Partner

gefunden. Dabei übernimmt MWT Mobile

Wiegetechnik den Einbau, die Wartung

und den Vertrieb der Wiegesysteme in

Österreich, während der deutsche Hersteller

Pfreundt die Technologie einbringt.

Die WK 60 Baggerwaage von Pfreundt

ist ein praxisorientiertes Wiegeprogramm

und ein gutes Beispiel dieser Partnerschaft.

Durch die neueste Generation der

hydraulischen Baggerwaagen integriert

sich der Wiegevorgang in den Arbeitsablauf

des Baggers. Die dynamische Materialverwiegung

ermöglicht auch bei kurzen

Ladezyklen einen präzisen Wiegevorgang.

Die hydraulische Baggerwaage ist bei

fast allen Herstellertypen mit Monoauslegern

nachrüstbar. Dafür werden lediglich

acht Bauteile, eine Antenne sowie die

entsprechende Elektronik eingebaut.

Selbstverständlich verfügt das System

über eine anpassbare Stamm- und

Wiegedatenverwaltung. So können die

Betriebsstunden optimal genutzt werden

und gleichzeitig ist eine Abrechnung der

verrichteten Arbeit jederzeit möglich.

Außerdem wird der Verschleiß durch

mögliche Überbelastungen minimiert.

Neben der neuen

Bandagenkombination

verfügt die HD+ 120i

V-VIO auch über das

bei Anwendern

bekannte Bedienkonzept

Easy Drive.

Präzises System: 4 Neigungssensoren und

4 Drucksensoren sorgen dafür, dass der Wiegevorgang

auch während der Rotation problemlos

und präzise möglich ist.

Aktuelles Praxiswissen sichert

nutzerorientierte Funktionalität

Sowohl Pfreundt als auch MWT sind

laufend mit Kunden im Austausch und

bekommen so regelmäßig Feedback aus

erster Hand. Diese Rückmeldungen aus

der Praxis werden laufend ausgewertet

und in der Produktentwicklung berücksichtigt.

Ein Anspruch der Kunden war

beispielsweise, die maximale Bewegungsfreiheit

des Baggers zu erhalten. Dies ist

nur ein Aspekt, der die hydraulische

Baggerwaage so vielseitig einsetzbar

macht. Die robuste Bauweise sichert

selbst unter härtesten Bedingungen einen

störungsfreien und präzisen Einsatz der

Baggerwaage. Naturgemäß kommen

Bagger auch auf unebenem, schwerem

Gelände zum Einsatz. Für die korrekte

Berechnung des Gewichts im Baggerlöffel

wird auch der Neigungswinkel der

Baumaschine sowie die Geschwindigkeit,

mit der das Material gehoben wird,

berücksichtigt. So können die Nutzer das

jeweils bewegte Gewicht an jedem

beliebigen Punkt auslesen. Auch ein

Wiegen während der Rotation ist

problemlos und präzise möglich. Dafür

sorgen insgesamt 4 Neigungssensoren

und 4 Drucksensoren, die gemeinsam das

bewegte Gewicht erfassen.

Im Alltag hat sich zudem die Anbindung

an einen Drucker oder an ein

Wiegekarten-System bewährt. Trotz des

großen Funktionsumfangs und der hohen

Komplexität der Aufgabe ist die Bedienung

des Systems ganz einfach und

intuitiv. Möglich macht dies die übersichtliche

Bedienung der Elektronik (WK60,

WK60-S oder WK60-XS) mittels Touch-

Display.

www.mwt-systeme.at

HAMM

Vibration und Oszillation in einer Bandage

Die neue 12 t schwere Tandemwalze HD+ 120i V-VIO ist vorne mit einer

Vibrations- und hinten mit einer VIO-Bandage ausgestattet. Sie ist damit

vielseitig einsetzbar und auch für neue Asphaltmischgüter bestens geeignet.

D

ie Tandemwalzen der Serie HD+ sind

seit vielen Jahren fester Bestandteil

des Produktprogramms von Walzenhersteller

Hamm. Bereits im Sommer 2023

wurden über alle Gewichtsklassen hinweg

neue Modelle vorgestellt, die mit entsprechenden

Schnittstellen für digitale

Anwendungen ausgestattet sind. Zudem

wurde das Bedienkonzept Easy Drive auch

bei den Maschinen mit 7 t bzw. 8 t Einsatzgewicht

eingeführt.

Nun ergänzt Hamm mit der HD+ 120i

V-VIO ein weiteres Modell, das wahlweise

mit Vibration oder Oszillation verdichten

kann. Die neue Tandemwalze ist seit

Anfang 2024 in Märkten mit Abgasnorm

EU Stage V / EPA Tier 4f verfügbar.

Angetrieben wird die Tandemwalze von

einem 115 kW starken Deutz Motor.

Hohe Flexibilität, schneller

Verdichtungszuwachs

Ein großer Vorteil für Anwender ist die

vielseitige Einsetzbarkeit der Maschine

dank statischer Verdichtung, Oszillation

und Vibration. Insbesondere die Möglichkeit,

flexibel zwischen Vibration und

Oszillation zu wechseln kann den Tausch

der Maschine bzw. den Einsatz einer

weiteren Maschine und eines weiteren

Bedieners auf der Baustelle erübrigen.

Diese Multifunktionalität zahlt sich auch

mit Blick auf die vielen neuen Asphaltmischgüter

aus. Wie auch im Erdbau

liefert die Kombination aus Vibration und

Oszillation einen schnellen Verdichtungszuwachs

bei weniger Überfahrten und

eignet sich insbesondere für die Endverdichtung.

Eine hohe Verdichtungsqualität

ist auch bei gesteigerter Arbeitsgeschwindigkeit

gewährleistet.

Neben der neuen Bandagenkombination

setzt die HD+ 120i V-VIO auf

bekannte Vorteile und Stärken. Beispiele

hierfür sind die großzügige und übersichtliche

Fahrerkabine, das bei Anwendern

bekannte Bedienkonzept Easy Drive sowie

verschiedene Schnittstellen zur Anbindung

von Telematik- und Flottenmanagementsystemen

und von digitalen Anwendungen

zur Verdichtungskontrolle und

-dokumentation.

Mit der VIO-Bandage führt Hamm ein

neues Verdichtungssystem für den

Asphaltbau ein, das noch mehr

Flexibilität in Sachen Anwendungsmöglichkeiten

bietet.

Verdichtung mit Oszillation

Bediener können zudem auf bewährte

Vorteile der Oszillation zurückgreifen und

diese bei der Verdichtung von Nähten oder

in schwingungssensiblen Bereichen

einsetzen. Auch der Einsatz bei niedrigen

Außentemperaturen ist mit Oszillation

möglich, da ein größeres Temperaturfenster

genutzt werden kann. Darüber hinaus

verhindert das System effektiv die

Kornzertrümmerung sowie Überverdichtung.

Nicht zu vergessen sind die Vorzüge

der Oszillation bei der Verdichtung von

verschiebeempfindlichem Material.

Insgesamt zählen auch reduzierte Schallemissionen

und Schwingungen im Umfeld

der Baustellen zu den Pluspunkten der

Oszillation.

Ein weiterer Vorteil: Wie die anderen

Oszillationsbandagen von Hamm, sind die

neuen VIO-Bandagen wartungsfrei dank

verschleißfestem Stahl und temperaturbeständiger

Spezialriemen.

www.wirtgen-group.com

32 BAUBLATT.ÖSTERREICH

BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024 33



MASCHINEN + TECHNIK

Seit über 15 Jahren sind verlässliche Cat

Gerätetechnik, hohe Service-Kompetenz und

rasche Hilfestellung im Bedarfsfall der Grund

für die Partnerschaft der Tiroler Rohre GmbH

mit der Innsbrucker Niederlassung von

Zeppelin Österreich (von links): Tobias

Friedle (Leitung Einkauf, Tiroler Rohre),

Daniel Kirchmair (Verkaufsberater, Zeppelin

Österreich, Niederlassung Inzing) und Franjo

Zobic (Maschinist, Tiroler Rohre).

ZEPPELIN

Tiroler Rohre: neuer Cat Radlader 926M

versorgt die Produktionsanlagen in Hall

M

it ihren langlebigen und robusten

Produkten leistet die Tiroler Rohre

GmbH nicht nur einen nachhaltigen

Beitrag zum Aufbau und Betrieb hochwertiger

Infrastrukturen in der Wasserversorgung

und Abwasserentsorgung, sie

ermöglicht auch ökonomische Lösungen

für die Tiefgründung von Bauwerken.

Neben dem Kernmarkt Österreich

kommen die duktilen Rohr- und Pfahlsysteme

auf der ganzen Welt zum Einsatz.

Durch die hervorragenden Eigenschaften

des duktilen Gusseisens können auch

extreme Herausforderungen gemeistert

werden. Am Standort Hall in Tirol beschäftigt

der Familienbetrieb rund 250 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter.

Tobias Friedle, Leiter Einkauf der

Tiroler Rohre GmbH, erklärt: „Wir

produzieren im Jahr ca. 40.000 t. Dabei

handelt es sich im Wesentlichen um Rohre

mit 5 m Länge und Durchmessern

zwischen 80 und 600 mm, die durch das

Steckprinzip einfach zu verlegen sind. Im

Gegensatz zu den spröden Graugussrohren

früherer Jahrzehnte sorgt der duktile

Guss für mehr Flexibilität. Dadurch wird

das Rohr durch Erschütterungen oder

Bewegungen nicht so schnell beschädigt.

Zum Einsatz kommen die Rohre vor allem

dort, wo mit hohen Drücken gearbeitet

wird – beispielsweise für die Zuleitungen

zu den Schneekanonen. Einer der Vorteile

unserer Rohre ist es, dass bei der Verlegung

im alpinen Umfeld keine Schweißund

Röntgen-Arbeiten notwendig sind.

Unser Hauptmarkt ist der Kommunal-

Bereich in Österreich, wo etwa die Stadt

Wien einer unserer größten Kunden ist.

Wir beliefern aber auch Abnehmer in

Mitteleuropa und darüber hinaus. Am

Ende ihrer Lebensdauer können die Rohre

problemlos wieder in den Produktionskreislauf

zurückgeführt werden. Neben

Im Produktionsbetrieb der Tiroler

Rohre GmbH in Hall ist der neue Cat 926M

das Schlüsselgerät für die Beschickung des

Kupolofens.

Die Tiroler Rohre GmbH entwickelt, produziert und vermarktet hochwertige Rohrund

Pfahlsysteme aus duktilem Gusseisen, die in vielen Ländern für den Wassertransport

und den Spezialtiefbau zum Einsatz kommen. Gefertigt werden sie im

Werk in Hall in Tirol, wo ein neuer Cat 926M als drittes Cat Gerät in Folge die

kontinuierliche Versorgung der Ofenanlagen sicherstellt. Aufgrund der ausgezeichneten

Betreuung durch die Niederlassung Innsbruck von Zeppelin Österreich

kann dabei auf ein Ersatzgerät verzichtet werden.

den Rohren produzieren wir seit über 30

Jahren auch Rammpfähle für die Bauwirtschaft.

Sie sind ein sehr effektives und

einfaches System, das im Fundamentbereich

und bei Spezialtiefbaufirmen sehr

gefragt ist. Unter anderem erhielten wir

Großaufträge aus Südafrika, wo große

Photovoltaikfelder in der Wüste errichtet

wurden. Die Tragkonstruktion der Anlage

steht auf einem Fundament, das aus

unseren Pfählen errichtet wurde.“

34 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH

mit unseren hydraulischen anbauteilen bewegen sie welten

anrufen & mehr erfahren

+43 7247 81224

große auswahl für

jedes TrägergeräT

Neuer Cat Radlader 926M

als wichtiges Schlüsselgerät

Zentrales Element der Produktionsanlagen

in Hall ist ein Kupolofen, von denen in

Österreich nur noch zwei in Betrieb sind.

Es handelt sich dabei um einen Schachtofen,

in den über ein Beförderungssystem

Altmetall zugeführt wird. Parallel dazu

wird mit dem neuen Cat 926M über den

Befüll-Trichter unter anderem Gießereikoks,

Diabas, Kalkstein und Silizium

eingebracht. Die exakte Mischung der

Schüttmaterialien ist eine wichtige

Voraussetzung für die hohe Qualität der

duktilen Guss-Produkte.

Dem Cat 926M kommt damit eine

wichtige Funktion zu, denn der Radlader

ist das einzige Gerät für die Versorgung

WERKZEUG&MEHR

TOOLS&MORE

des Hochofens. Maschinist Franjo Zobic

erklärt: „Ich bewege mit dem Cat 926M

pro Tag bis zu 300 t. Ein Teil davon entfällt

auf die Beschickung des Hochofens.

Ergänzend dazu transportiere ich aber

auch das Material der Anlieferungen per

Waggon oder Lkw. Wichtig ist für mich ein

guter Überblick und dass sich das Gerät

feinfühlig bedienen lässt, denn die

Transporte erfolgen teilweise über enge

und verwinkelte Routen. Beide Punkte

erfüllt der Cat 926M auf ideale Weise: Die

Sichtverhältnisse in der Kabine sind

ausgezeichnet und alle Elemente sind

übersichtlich und intuitiv angeordnet.

Dadurch ist die Maschine auch für

Anfänger sehr leicht zu bedienen. Trotz

der beeindruckenden Kraft reagiert die

Steuerung des Cat 926M exakt und

feinfühlig.“

Tobias Friedle über die Hintergründe

der Investition: „Wir haben uns für den

Cat 926M entschieden, weil wir mit den

beiden Vorgängergeräten nie Probleme

hatten. Das ist für unseren Betrieb enorm

vermietung

wartung

verkauf

rasche

verfügbarkeit

AAB Eisterer GmbH | 4632 Pichl bei Wels | Kaplanstraße 12 | Telefon +43 7247 81224 | www.aab-eisterer.at



MASCHINEN + TECHNIK

Mit seiner verbesserten Z-Kinematik bietet der Cat 926M die Leistungsfähigkeit

eines herkömmlichen Z-Gestänges und dazu die Parallelführung und das

Lastumschlagvermögen eines Industrie-Radladers.

wichtig, denn ich muss mich auf das Gerät

zu 100% verlassen können. Ein längerer

Ausfall würde einen Stillstand der

Produktion bedeuten, denn wir verfügen

hier über kein Ersatzgerät. Der Cat 926M

ist in jeder Hinsicht für diesen Einsatz

maßgeschneidert und ein Ersatzgerät

könnte die Aufgaben daher nur teilweise

übernehmen. Aus diesem Grund ist für

uns auch ein kompetenter Partner mit

einer leistungsfähigen und rasch reagierenden

Service-Mannschaft ein entscheidender

Faktor. Auch dieser Punkt spricht

für den Cat Radlader, denn seit 15 Jahren

haben wir mit der nahegelegenen Niederlassung

von Zeppelin Österreich in jeder

Hinsicht sehr gute Erfahrungen gemacht.

Wenn Probleme auftreten, dann wird uns

rasch und unkompliziert geholfen.“

Der Cat 926M überzeugt bei der Tiroler

Rohre GmbH schon jetzt mit seiner Kraft,

Sparsamkeit und einfachen Bedienung.

Mit seinem optimierten Z-Ladegestänge

vereint der Cat 926M die schnelle Ladeleistung

eines herkömmlichen Z-Gestänges

mit der Parallelität und Lastumschlagleistung

eines Industrieradladers. Der

drehmomentstarke Stufe V Motor arbeitet

mit einem intelligenten hydrostatischen

Antriebsstrang zusammen, um eine

optimale Kraftstoffeffizienz zu erreichen.

Eine wichtige Funktion bei der Beschickung

des Hochofens erfüllt die Kontrollwaage

Cat Payload, die bereits ab Werk im

Radlader integriert ist. Der Wiegevorgang

erfolgt im normalen Ladeprozess ohne

Unterbrechung des Arbeitsablaufs.

Daniel Kirchmair, zuständiger Betreuer

der Niederlassung Inzing von Zeppelin

Österreich, betont: „Ein Radlader 924H

war im Jahr 2008 das erste Cat Gerät der

Firma Tiroler Rohre hier am Standort in

Hall. Wir freuen uns, dass mit dem neuen

926M nun bereits der dritte Cat Radlader

die erste Wahl für diesen wichtigen

Einsatz ist. Eine Entscheidung, die auch

die ausgezeichnete partnerschaftliche

Zusammenarbeit zwischen den beiden

Unternehmen unterstreicht. Für diesen

speziellen Einsatz ist der Cat 926M mit

einem verlängerten Hubgerüst, Spezialbereifung

und einer Zentralschmieranlage

ausgerüstet. Ein zusätzliches Frontschutzgitter

trägt dem hohen Anspruch des

Unternehmens an die Betriebssicherheit

Rechnung. Weiters sorgt eine Zusatzheizung

dafür, dass der Lader auch im kalten

Tiroler Winter gleich in Betrieb gehen

kann.

Nicht zuletzt ist die Radlader-Schaufel

von der Firma Winkelbauer aufgrund der

hier manipulierten Materialien aus

besonders langlebigem Hardox HiTuf

Verschleißstahl gefertigt und mit verstärkten

Seitenwänden ausgeführt.

www.trm.at

www.zeppelin-cat.at

15.000 Stunden

und kein bisschen müde

Der XL-Ladelöffel ist seit 2009 mit einer W-Lock 1000

bei Leube Gips- und Kalkabbau in Salzburg im Einsatz.

Besuchen Sie uns:

Durch die ab Werk integrierte

Kontrollwaage Cat Payload kann

das Gewicht jeder Schaufel

rasch erfasst werden.

36 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH

wimmer.info

Í Freigelände Ost, Stand G34



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Der Husqvarna Abbruchroboter

DXR 95 bietet ausgereifte

Technik für einen unterbrechungsfreien

Abbruch.

Die Bedienung des DXR

95 erfolgt intuitiv und

unkompliziert über eine

benutzerfreundliche

Fernbedienung.

Der DXR 95

kann in einem

normalen

Lieferwagen

problemlos

transportiert

werden.

HUSQVARNA

Neuer Abbruchroboter DXR 95

Mit der Markteinführung des DXR 95 erweitert Husqvarna

Construction sein vielfältiges Angebot an Abbruchrobotern

um ein besonders leichtes, kompaktes und gleichzeitig

leistungsstarkes Modell.

D

er Neuzugang wurde von den Husqvarna

Ingenieuren für höchste

Produktivität auf engstem Raum entwickelt

und ermöglicht so effizientes Arbeiten

auch dort, wo andere Abbruchroboter

an ihre Grenzen stoßen: In engen Durchgängen,

schwer zugänglichen Kellern oder

in steilem Gelände, dank seiner kompakten

Bauweise bewältigt der DXR 95

Steigungen von bis zu 30%.

Der DXR 95 arbeitet dabei extrem

kraftvoll und bringt mit dem hocheffizienten

Antriebsstrang 9,8 kW Leistung und

250 bar Druck an das Werkzeug am Ende

des Auslegers – ob beim Abbruch von

Altbeton und Fundamenten oder beim

Abtragen von Fels und Erde. Verschiedene

Anbaugeräte, darunter Hydraulikhammer,

Betonschere oder Schaufel, bieten jederzeit

höchste Einsatzflexibilität auf der Baustelle.

Über die benutzerfreundliche Fernbedienung

mit Multifunktions-Joystick und

übersichtlichem Menü lässt sich der

Abbruchroboter bei jeder Aufgabe stets

intuitiv und sicher bedienen. Ein weiterer

Pluspunkt des neuen Husqvarna Abbruchroboters

DXR 95: Mit einem Gewicht von

589 kg und seinen kompakten Abmessungen

von 600 mm x 887 mm x 1.510 mm

(B/H/L) bei einer Reichweite von 3,20 m

nach oben und 2,70 m nach vorne (mit

Hydraulikhammer) kann er auch in einem

normalen Lieferwagen problemlos

transportiert werden.

Der Husqvarna Abbruchroboter DXR

95 ist für stundenlangen, unterbrechungsfreien

Abbruch konzipiert und eignet sich

für eine Vielzahl an Anwendungen, von

unterirdischen Abbrucharbeiten bis hin

zum Abriss von Schornsteinen. Dank

seines überlegenen Wärmemanagements

mit digitaler Überwachung des Ölrücklauffilters

zur Vermeidung von ungeplanten

Stillständen, bietet der DXR 95 auch

bei hohen Umgebungstemperaturen eine

konstant hohe Leistung – ohne zu überhitzen.

Zusätzliche Features verhindern

unnötige Stillstandzeiten. Dazu gehören

das Hochleistungs-Auslegersystem mit

robusten, reibgeschweißten Zylindern, die

automatische Schmierung des Hydraulikhammers

für längere Wartungsintervalle

und der Schutz wichtiger Teile im robusten

unteren Fahrgestell. Hydraulikdruck

und -durchfluss können für jedes Werkzeug

konfiguriert werden. „Mit seinem

hervorragenden Leistungsgewicht und der

geringen Stellfläche erfüllt der DXR 95 die

Anforderungen an einen Abbruchroboter,

der in engen und heiklen Umgebungen

arbeiten kann – und wirklich die Leistung

liefert, die Profis brauchen“, so Daniel

Lundberg, Global Product Manager bei

Husqvarna Construction.

www.husqvarnaconstruction.com

Wir stehen für mehr als nur für die

Produktion von robusten

Maschinen für die Forsttechnik

und Landschaftspflege.

Österreichische Qualitätsprodukte

by WESTTECH ® .

Entwicklung und Fertigung aus

einer Hand garantieren höchste

Qualitätsstandards.

www.westtech.at 0 7277 27730

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WOODCRACKER ® kennen! Westtech

Produkte zeichnen sich durch innovative

Technik aus – NEXT TECH heißt daher für

uns, immer einen Schritt voraus zu sein.



MASCHINEN + TECHNIK

RUBBLE MASTER

Hybrider Brecher geht erfolgreich ans Netz

Im Kieswerk Welbers in Wemb, Nordrhein-Westfalen, ist ein hybrider Brecher von

Rubble Master im Einsatz, der bis zu 110 t Kies pro Stunde bricht und dem Kunden

eine beträchtliche Einsparung bringt.

S

eit Generationen betreibt die Firma

Welbers erfolgreich ein Sand- und

Kieswerk und hat sich nun für den

RM 100GO! hybrid entschieden, um ein

qualitativ hochwertiges Endprodukt zu

erzielen. Jonathan Schaffers, Geschäftsführer

der Welbers Kieswerke GmbH, betont

die hohe Qualität des mit dem RM Brecher

produzierten Kieses. Ein Testbetrieb,

Von links:

Christian

Knepperges

(Sales Manager

von der

C. Christophel

GmbH) und

Jonathan

Schaffers (Geschäftsführer

der Welbers

Kieswerke

GmbH).

durchgeführt vom langjährigen RM

Händler Christophel, bestätigte die

Leistungsfähigkeit des vollelektrischen

Brechers, und so konnte die Maschine des

Linzer Herstellers überzeugen.

Das Bestreben, die Flächen in einem

ökologisch wertvolleren Zustand zu

hinterlassen, als sie zu Beginn der

Abgrabung vorgefunden wurden, ist seit

jeher die Philosophie des Familienunternehmens

Welbers. Aus diesem Grund –

aber auch um den am Gelände bereits

vorhandenen Netzanschluss bestmöglich

nutzen zu können – fiel die Entscheidung

auf die Hybrid-Variante des RM Brechers.

Schaffers schätzt besonders die Flexibilität

und Mobilität des hybriden Prallbrechers:

„Dank der mobilen Bauweise ist es

uns jetzt möglich, neben der Kiesaufbereitung

auch Bauschutt direkt vor Ort zu

verarbeiten. Früher mussten wir diese

Aufgabe an externe Dienstleister abgeben,

doch dank des neuen Brechers können wir

diese Arbeit nun selbstständig und flexibel

erledigen. Diese Unabhängigkeit und die

emissionsarme Technologie des Brechers

sind für uns sehr wertvoll.“ Außerdem

bietet diese Eigenständigkeit im Hinblick

auf die in Deutschland seit August 2023

geltende neue Ersatzbaustoffverordnung

einen erheblichen Vorteil, da Welbers nun

nicht mehr auf externe Eignungsnachweise

angewiesen ist, sondern eigenverantwortlich

handeln kann.

Einige Tausend Tonnen Kies konnten

seit Juli bereits aufbereitet werden und

das ganz ohne Treibstoff. Pro Jahr sollen es

rund 40.000 t Kies sein. Rubble Master

Geschäftsführer Gerald Hanisch, der

bereits vor über 30 Jahren die Bedeutung

elektrischer Antriebstechnologien

erkannte, betont: „Unsere Vision war es

schon immer, nachhaltige und effiziente

Lösungen in der Baubranche zu schaffen.

Der RM 100GO! hybrid ist ein Beweis

dafür, dass wir auf dem richtigen Weg

sind.“

www.rubblemaster.com

Per Kabel ist

der RM 100GO!

hybrid am

Strom angeschlossen.

Kies

und Bauschutt

werden mit

dem hybriden

Prallbrecher

emissionsarm

und umweltschonend

aufbereitet.

40 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Fotos: Rubble Master

KEINEN CAT KÖNNEN

WIR UNS NICHT LEISTEN.

„Unser breit aufgestelltes Unternehmen setzt auf moderate Expansion, langfristige Kundenbindung, hochmotivierte Mitarbeiter

sowie den nachhaltigen Umgang mit der Umwelt. Der Einsatz von Maschinen mit dem höchsten Standard sichert

effizientes und ökonomisches Arbeiten. Wir schätzen starke Partner wie Zeppelin mit den Maschinen von Caterpillar und

dem stets zuverlässigen Service. Für unsere Wettbewerbsfähigkeit sind sie unverzichtbar.“

KommR. Ing. Karl Hasenöhrl

Geschäftsführer Hasenöhrl GmbH, St. Pantaleon

zeppelin-cat.at



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

ÖGT + VÖBU FAIR

Der international

renommierte Geotechniker

Dr. Peter Day aus Südafrika

hielt im Rahmen der ÖGT die

Vienna-Terzaghi Lecture.

Zwei intensive Tage lang

hieß es erneut „Vorhang auf“

für die Spezialtiefbaubranche

und ihre Leistungen: Die

14. Österreichische Geotechniktagung

(ÖGT) und

die 13. VÖBU Fair gingen

am 01. und 02. Februar 2024

im Wiener Messe Congress

Center wieder erfolgreich

über die Bühne. Der von

der VÖBU organisierte

Geotechnik-Großevent

begeisterte mit geballtem

Wissen, der Verleihung des

Österreichischen Grundbaupreises,

der breit gefächerten

Fachmesse sowie der von

allen erwarteten Vienna-

Terzaghi Lecture an den

zwei Messetagen rund 1.600

Besucherinnen und Besucher.

Die VÖBU Fair ist als Spezialtiefbaumesse ein wichtiger Treffpunkt für

Vertreter entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Spezialtiefbaumesse und ÖGT 2024: neuer

Besucherrekord beim Geotechnik-Großevent

ie VÖBU – Vereinigung Österreichi-

D

scher Bohr-, Brunnenbau- und Spezialtiefbauunternehmungen

macht es möglich.

Alle zwei Jahre organisiert sie in Kooperation

mit der TU Wien, dem ÖIAV (Österreichischer

Ingenieur- und Architekten-Verein),

dem AGS (Österreichisches Nationalkomitee

der International Society for Soil

Mechanics and Geotechnical Engineering

ISSGME) und erstmals auch der ÖGL

(Österreichische Vereinigung für Grabenlosen

Leitungsbau) die Österreichische

Geotechniktagung (ÖGT) zusammen mit

der Fachausstellung VÖBU Fair. Hier trifft

sich das Who-is-who der Geotechnik-Branche.

Über beide Tage folgten mehr als 1.600

Personen der gemeinsamen Einladung, 76

Aussteller präsentierten ihre Produkte und

Dienstleistungen – beide Zahlen sind für

die VÖBU ein neuer Rekord.

Gleichzeitig bemüht sich der Organisator

auch den akademischen Nachwuchs

verstärkt anzusprechen, erläutert Ing.

Thomas Pirkner, Geschäftsführer der

Fotos: VÖBU / Rastega

Die 14. ÖGT präsentierte

Spezialtiefbauprojekte und

neue Techniken mit dem Fokus

auf Gründungen.

VÖBU: „Wir freuen uns über die ausgebuchte

Messe und die vielen Teilnehmerinnen

und Teilnehmer bei der ÖGT. Positiv

bemerken wir auch eine starke Rückkehr

der Schülerinnen und Schüler aus fachspezifischen

HTLs aus ganz Österreich. Als

Fachkräfte von morgen haben sie hier die

Gelegenheit, Einblick in die Geotechnik zu

gewinnen und berufliche Kontakte zu

knüpfen.“

Das größte Geotechnik-Event dieser Art in

Österreich zog auch internationales

Publikum an, das neben Österreich,

Deutschland und der Schweiz auch aus

Belgien, Slowenien, Slowakei, Italien,

Ungarn, Bosnien und Herzegowina, Rumänien,

Tschechien sowie vielen weiteren

Ländern anreiste.

ÖGT Themenschwerpunkt

„Gründungen | Foundations“

Als Informationsplattform wartete die 14.

ÖGT wieder mit zahlreichen Experten auf.

Sie präsentierten ihre Spezialtiefbauprojekte

und neue Techniken mit dem Fokus

auf Gründungen. 27 Vorträge gliederten

sich in Vortragsblöcke mit Fokus auf

„Aktuelle Projekte in Wien“, „Gründungen

in weichen Böden“, „Aspekte der Nachhaltigkeit

und internationale Projekte“, „Neue

Entwicklungen und Sonderfragen zu

Gründungen“, „Einsatzvarianten grabenloser

Technologien“ sowie „Planung und

Ausführung von Pfahlgründungen“.

Auch Schülerinnen

und Schüler von

fachspezifischen

HTLs aus ganz

Österreich

besuchten den

Geotechnik-Event.

Bei der Auswahl der Themen des

Grundbauklassikers wurde auf die

Präsentation der vielfältigen Facetten

dieses Themenkomplexes geachtet. Die

thermische Aktivierung der Gründungsbauteile

– Bodenplatte, Pfähle, Schlitzwände,

Tunnelwände, etc. – als Möglichkeit

zur alternativen Energiegewinnung

und der Beitrag zur Nachhaltigkeit

wurden dabei besonders beleuchtet.

Verleihung des von der Firma Züblin Spezialtiefbau gesponserten Grundbaupreises (von links): Ao.Univ.Prof. DI Dr. techn. Helmut F. Schweiger

(TU Graz), DI Ann-Christine Dziwok (2. Preis; Stellvertreter da verhindert), DI Dr.techn. Mario Hager (1. Preis), DI Wolfgang Hornich (Züblin

Spezialtiefbau GesmbH), DI Aleksandar Kostadinovic‘ (2. Preis) und Univ.Prof. DI Dr.techn. Dietmar Adam (Institut für Geotechnik Grundbau,

Boden- und Felsmechanik, TU Wien).

42 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024 43



MASCHINEN + TECHNIK

Das Team der VÖBU freut sich über den erfolgreichen Verlauf der VÖBU Fair.

Links VÖBU Präsident DI Andreas Körbler, rechts VÖBU Geschäftsführer

Ing. Thomas Pirkner mit seinem Team.

Höhepunkte: Vienna-Terzaghi-Lecture

und Österreichischer Grundbaupreis

Im Rahmen der traditionellen Vienna-Terzaghi

Lecture referierte diesmal der

international renommierte Geotechniker Dr.

Peter Day aus Südafrika, der mit seinem

Vortrag „Dealing with uncertainty in

foundation design“ die Zuhörer begeisterte.

Einen weiteren Höhepunkt der ÖGT

bildete die Verleihung des Österreichischen

Grundbaupreises, der diesjährig von

der Firma Züblin Spezialtiefbau GmbH

gestiftet wurde. Die breit aufgestellte Jury

würdigt dabei die akademischen Forschungsarbeiten

der Doktoranden und

Diplomanden der österreichischen

Universitäten für deren Erkenntnisse auf

dem Gebiet der Geotechnik, und lässt die

führenden Nachwuchswissenschaftler vor

den Vorhang treten. 2024 fiel die Wahl für

den ersten Preis auf DI Dr.techn. Mario

Hager für seine Dissertation mit dem

Thema „FDVK mit Vibrationswalzen –

Entwicklung einer neuen Messgröße zur

walzenintegrierten Flächendeckenden

Dynamischen Verdichtungskontrolle“.

Über den 2. Preis freuten sich zu gleichen

Teilen DI Ann-Christine Dziwok mit ihrer

Diplomarbeit „Versuche zum

Last-Verformungsverhalten

von mantelverpressten

Duktilpfählen im

typischen Wiener

Baugrund“ sowie DI

Aleksandar Kostadinovic‘

mit seiner

Diplomarbeit „Numerische

Modellierung eines

tiefen Schlitzwandschachtes

im überkonsolidierten Boden des

Wiener Raums“. Alle drei Preisträger

absolvierten ihre wissenschaftlichen

Arbeiten am Institut für Geotechnik der

Technischen Universität Wien.

VÖBU Fair mit freiem Zutritt

Die VÖBU Fair versammelte wieder

namhafte Unternehmen, die ihr aktuelles

Produkt- und Serviceangebot präsentierten.

In der Ausstellerliste fanden sich nicht

nur langjährige Mitglieder der Vereinigung,

sondern vor allem auch Firmen, die

sich erstmals dem ausgewählten Publikum

präsentieren wollten. Dies waren z.B. Brextor

Frästechnik, Geobrugg AG, Calpeda

Pumpen, Greiffenhagen, Modocu, Jansen

AG, OM Opitz + Matuschak, Well Pumps

S.A, um nur einige zu nennen.

Als Branchentreffpunkt ist die VÖBU

Fair dafür bekannt, Vertreter entlang der

gesamten Wertschöpfungskette anzuziehen.

Die Unternehmen kamen u.a. aus den

Bereichen Brunnenbau-, Bohr- und

Sprengtechnik, Baumaterialien, Geotextilien,

Geothermie, Maschinen-, Mess- und

Werkzeugtech-

nik, Baugeräte, Munitionsbergung,

Planungsbüros, Spezialtiefbau, IT &

Dokumentation sowie grabenloses Bauen.

Um die Netzwerk-Möglichkeiten noch

zu erweitern – der Hauptgrund, warum

Unternehmen sich hier beteiligen – bot die

VÖBU wie immer den gratis Zutritt zur

Messe am Donnerstag von 14:00 bis 22:00

Uhr an, was erneut für positives Feedback

sorgte.

Optimistische Stimmung und Ausblick

Wer sich im Rahmen der VÖBU Fair

informierte, dem wurde entgegen der

allgemein herrschenden Stimmung in der

Bauwirtschaft ein positiver Eindruck

vermittelt: Seit fast drei Jahrzehnten

versammelt sich hier vom Studenten bis

zur Führungskraft alles, was Rang und

Namen in der Geotechnik hat. Die

Fachmesse ist ausgebucht und die

Nachfrage steigend. Entsprechend positiv

fällt auch das Fazit von VÖBU Präsident

DI Andreas Körbler aus: „Es war eine sehr

gelungene Veranstaltung, weil die gesamte

Branche wieder einmal zusammengekommen

ist – eine gute Mischung aus Bauherrenvertretern,

Lieferanten, Universitäten,

Planungsbüros sowie den Mitgliedern

der VÖBU war vertreten!“

Einen Rückblick zur Österreichischen

Geotechniktagung & VÖBU Fair 2024

inklusive Ausstellerliste finden Besucher

und Interessenten auf der VÖBU

Website https://oegt.voebu.at. Die nächste

VÖBU Fair ist in Planung und wird – im

alten Rhythmus aus Vor-Corona Zeiten

– am 28. und 29. Jänner 2027 stattfinden.

www.voebu.at

Komatsu PC210LCi-11

Der Komatsu PC210LCi-11 überzeugt durch die Qualität

und alle Vorteile, die auch das Standardmodell auszeichnen.

Sein besonderer Wettbewerbsvorsprung liegt in der

weiter verbesserten, ab Werk integrierten intelligenten

Maschinensteuerung 2.0 von Komatsu. Der Fahrer kann

sich voll und ganz auf den Einsatz konzentrieren, während

das System sicherstellt, dass nur genau so viel Material

bewegt wird, wie geplant.

www.kuhn.at

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MASCHINEN + TECHNIK

MOBILE

WIEGE

TECHNIK

GEOLANES

Hehenberger: vom Traditionsbetrieb zum

Technologie-Vorreiter mit iDig Connect 3D

Die Firma Hehenberger GesmbH & CoKG mit Sitz in Stroheim (OÖ) ist ein

bemerkenswertes Familienunternehmen, das den Weg der digitalen Transformation

erfolgreich beschreitet und sich durch die Investition in die iDig Connect

3D-Maschinensteuerung der Firma GeoLanes noch besser am Markt etabliert.

D

ie Geschichte des Familienunternehmens

Hehenberger, das 1965 in

Stroheim gegründet wurde, begann mit

einer Planierraupe und einem Kleinbus.

Im Laufe der Jahre hat sich das Unternehmen

zu einem bedeutenden Akteur in der

Mit dem digitalen Komplett-System der iDig Connect 3D-Maschinensteuerung der Firma GeoLanes positioniert

sich die Firma Hehenberger GesmbH & CoKG erfolgreich in der digitalen Baustellenlandschaft.

Digitalisierung als wichtiger Schritt in eine erfolgreiche Zukunft (von links): Geschäftsführer

Roland Hehenberger mit seinen Söhnen Sebastian, Georg und Florian Hehenberger.

Region entwickelt und ist in den Bereichen

Autobusreisen, Transporte und Erdbau

tätig. Im Jahr 1999 übernahm Roland

Hehenberger die Geschäftsführung von

seinem Vater Karl Hehenberger.

Die jüngere Generation – bestehend aus

den drei Söhnen von Roland Hehenberger,

nämlich Florian, Sebastian und Georg

Hehenberger – führt die Digitalisierung in

das Familienunternehmen ein. Der

Einsatz einer intelligenten Baggersteuerung

zielt darauf ab, die Produktivität im

46 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH

Die Firma Hehenberger investierte auch in einen GPS-Roverstab, ein

Tablet und die iPoint Software für die Vorbereitungsarbeiten von Baustellen.

Im Bild Georg Hehenberger (links) mit Armin Wakolbinger

(Vertrieb Maschinensteuerungen, Firma GeoLanes).

Tiefbau und Erdbaubereich zu steigern.

Die Entscheidung für die iDig Connect

3D-Maschinensteuerung wurde von der

langjährigen Erfahrung mit 3D-Systemen

in der Firma beeinflusst. Unter

anderem verfügt ein Mitarbeiter bereits

seit 15 Jahren über Erfahrung mit

3D-Systemen an den Hydraulikbaggern.

Geschäftsführer Roland Hehenberger:

„Die Digitalisierung zählt zu den

wichtigsten Trendthemen der Baumaschinenbranche.

Außerdem hilft die

Digitalisierung, Arbeitsabläufe zu

automatisieren. Deshalb ist es für uns

wichtig, dass wir uns in diesem Bereich

als Unternehmen weiterentwickeln. Die

digitale Baustelle ist nicht nur den

Großen der Branche vorbehalten, auch

wir als mittelständisches Bauunternehmen

können von den Vorteilen der

3D-Maschinensteuerung profitieren.

Seit vielen Jahren sind wir im regionalen

Bahnbau tätigt, auch dieser Bereich

entwickelt sich rasch weiter. Die

Dringlichkeit, Arbeitsabläufe zu

optimieren, brachte uns dazu, in die

Digitalisierung unserer Baumaschinen

und somit in ein 3D-System zu

investieren.“

Die Wahl des iDig Connect 3D von der

Firma GeoLanes fiel nach einem Treffen

auf der Bauma 2022. Die Flexibilität des

Systems und das überzeugende Preis-

Leistungs-Verhältnis führten dazu, dass

das Unternehmen im Jahr 2023 das

System in vier Bagger implementierte.

Zusätzlich investierte Hehenberger in

einen GPS-Roverstab, Tablet und iPoint

Software für die Vorbereitungsarbeiten

von Baustellen. Somit ist es möglich, ein

3D-Projekt mittels iDig Spotman selbst

zu erstellen, und danach in die iDig

Maschinensteuerung des Baggers zu

importieren. Anschließend kann der

Baumaschinenführer mit dem 3D-Projekt

beginnen, ohne die Kabine für

diverse Kontrollmessungen verlassen zu

müssen.

Zusätzlich ist es mit der iPoint

Software möglich, von jedem Projekt das

Aufschütt- oder Aushub-Volumen zu

berechnen. Dadurch ist eine genauere

Angebotslegung und Vorausplanung

bezüglich des Materialtransports

möglich.

Mit diesem digitalen Komplett-

System von iDig positioniert sich die

Firma Hehenberger GesmbH & CoKG

erfolgreich als mittelständisches

Bauunternehmen in der digitalen

Baustellenlandschaft und optimiert

seine Arbeitsabläufe im Bahnbau sowie

in anderen Bereichen der Branche. „Ein

großes Dankeschön geht an die Firma

GeoLanes GmbH aus Nenzing für die

Beratung, Einrichtung, Aufbau, Einschulung

und den perfekten Support“, betont

Geschäftsführer Roland Hehenberger

abschließend.

www.hehenberger.co.at | www.geo-lanes.com

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MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Der Ammann ARS 110 Walzenzug zeigt auch bei

der Firma Gänger seine Stärken: innovativer

Antrieb, intelligentes Verdichtungsmesssystem

und große Steigfähigkeit.

HUPPENKOTHEN I AMMANN

Gänger rüstet sich mit Ammann ARS 110

Walzenzug für aktuelle Infrastrukturprojekte

Rund um die Bereiche Bau und Transport entwickelt sich die in Strasshof ansässige Firma

Gänger zum Komplettanbieter und bietet nun auch einen eigenen Container- und Muldenservice

an. Aufgrund der steigenden Anforderungen im Verdichtungsbereich investierte das

Unternehmen vor kurzem in einen neuen Ammann ARS 110 Walzenzug. Ausschlaggebend

dafür war neben der Qualität der Ammann Gerätetechnik auch die ausgezeichnete

Betreuung durch den Standort Großebersdorf der Firma Huppenkothen.

I

n den Bereichen Transport, Erdbau,

Abbruch und Recycling, Deponie sowie

in der Sand- und Schottergewinnung ist

die Firma Gänger im Großraum Wien ein

gefragter Dienstleister.

Die Kunden schätzen nicht nur die

Handschlagqualität, sondern auch die

hohe Einsatzbereitschaft und Kompetenz

des Teams. Das 1960 von Johann Gänger

in Röschitz gegründete und von Hans-

Seit letztem Oktober verfügt die Firma

Gänger im Großraum Wien auch über

einen Mulden- und Containerservice.

Heimo Gänger übernommene Familienunternehmen

beschäftigt zurzeit rund 60

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Tatkräftig

unterstützt wird Firmenchef Hans-

Heimo Gänger seit 10 Jahren von Schwiegersohn

Lukas Schachner. Dieser treibt

die Modernisierung der einzelnen

Geschäftsfelder voran und wird 2025,

wenn Hans-Heimo Gänger den wohlverdienten

Ruhestand antritt, das Unternehmen

weiterführen.

Unter anderem wurde am Betriebsstandort

in Strasshof ein neuer Recyclingplatz

eingerichtet, wo man mit einem

neuen Prallbrecher der Firma SBM

Baurestmassen und andere Materialien

aufbereitet. Lukas Schachner über die

jüngste Neuerung im Dienstleistungsspektrum

der Firma Gänger: „Seit letztem

Oktober bieten wir im Großraum Wien

auch einen Mulden- und Containerservice

an. Der Sperrmüll wird zu unserem

Recyclingplatz transportiert, wo wir ihn

händisch oder maschinell sortieren. Im

Anschluss wird das Material entweder

verwertet oder zu verschiedenen Annahmestellen

gebracht. Damit wir diesen

Service vom Start weg mit der von uns

gewohnten Qualität anbieten können,

haben wir umfangreich in den Fuhrpark

investiert und einen eigenen Mitarbeiter

für diesen Bereich angestellt. Mit dem

neuen Mulden- und Containerservice

machen wir einen wichtigen Schritt in

Richtung Komplettanbieter. Ziel ist es,

120 YEARS EXPERIENCE

MOBILE KOMPAKT-BRECHERANLAGEN

wie zb. REMAX 200: 25 To, Leistung bis 200 To/h

unseren Auftraggebern in den Bereichen

Abbruch, Entsorgung und Erdbau alles

aus einer Hand anbieten zu können.“

Für die verschiedenen Tätigkeiten steht

dem Team der Firma Gänger ein umfangreicher

Fuhrpark zur Verfügung, der

regelmäßig modernisiert wird. Jüngster

Neuzugang ist ein Takeuchi TB2150R, der

für den Einsatz bei Baustellen der ÖBB

mit einer 3D-Steuerung der Firma Trimble

ausgerüstet ist. Zurzeit sind drei Bagger

www.mineraltech.at

Die langjährige Partnerschaft wurde nun auch

auf den Verdichtungsbereich ausgeweitet (von

rechts): Geschäftsführer Lukas Schachner

(Firma Hans-Heimo Gänger GmbH), Firmenchef

Hans-Heimo Gänger, Klaus Grabenweger (Niederlassung

Großebersdorf der Huppenkothen

GmbH) und Klaus Smagoi (Gebietsverkaufsleiter

der Ammann Austria GmbH).

48 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Gruppe

VERTRAGSHÄNDLER, MIET- UND SERVICEPARTNER FÜR:

mineraltech - ing. erwin hofstätter GmbH, 2512 Tribuswinkel, Werksgasse 11, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 82, mail: office@mineraltech.at

mineraltech west - Handel mit Aufbereitungsanlagen GmbH, 6911 Lochau, Hofriedenstraße 71, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 18



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Der neue Takeuchi TB2150R ist einer von drei Baggern im Fuhrpark, der mit einer Hubund

Schwenkbegrenzung und einer 3D-Steuerung der Firma Trimble ausgerüstet ist. Im

Bild Mitarbeiter der Firma Gänger bei einer Einschulung durch die Firma Sitech Austria.

und eine Raupe mit einer 3D-Steuerung

ausgerüstet, die drei Bagger verfügen auch

über eine Hub- und Schwenkbegrenzung.

Seinen ersten Auftritt hatte der neue

TB2150R im Rahmen der Eröffnung des

neuen Standorts der Huppenkothen

GmbH in Großebersdorf im Norden von

Wien. Den Kunden steht an diesem neuen

Mietstandort das komplette Programm an

Mini- & Kompaktbaggern, Verdichtungsmaschinen,

Kompaktladern, Dumpern,

Radladern, Walzenzügen und verschiedenen

Anbaugeräten zur Verfügung. Die

Zusammenarbeit der Firma Gänger mit

der Firma Huppenkothen besteht bereits

seit vielen Jahren und ist von einem

partnerschaftlichen Verhältnis geprägt.

Zuletzt wurde diese Zusammenarbeit auch

auf den Verdichtungsbereich ausgeweitet.

Ammann ARS 110 Walzenzug

und Huppenkothen Service

Da die hohen Anforderungen aktueller

Infrastrukturprojekte mit der im Fuhrpark

vorhandenen Walze nicht mehr erfüllt

werden konnten, entschloss sich die

Im Rahmen des Eröffnungsfests

für den neuen Standort der

Huppenkothen GmbH in

Großebersdorf plauderten

Dkfm. Prof. Franz Wirth (links)

und Hans-Heimo Gänger

über alte Zeiten.

Firmenleitung, in modernste Verdichtungstechnik

zu investieren. Dazu Lukas

Schachner: „Wir sind in Wien und Umgebung

im Infrastrukturbau sehr aktiv und

arbeiten hier mit verschiedenen Baufirmen

zusammen. Beispielsweise führen wir in

diesem Jahr bei einigen Baustellen der

ÖBB eine Unterbausanierung durch. Die

dabei geforderte Dokumentation der

Verdichtungswerte war mit unserer alten

Walze aber nicht möglich. Wir haben uns

am Markt informiert und im Rahmen der

Eröffnung der Niederlassung Großebersdorf

auch mit der Firma Huppenkothen ein

erstes Gespräch zu diesem Thema geführt.

Auf Basis der ausgezeichneten Zusammenarbeit

mit der Firma Huppenkothen und

der Nähe des neuen Standorts in Großebersdorf,

haben wir uns daher für den

neuen Ammann Walzenzug entschieden.“

Klaus Smagoi, Gebietsverkaufsleiter

der Ammann Austria GmbH in St. Martin,

über die Stärken des ARS 110: „Die

neueste Generation der Ammann Walzenzüge

steht für noch mehr Effizienz und

Qualität. Dafür sorgt unter anderem das

intelligente Verdichtungs-Messsystem

ACE Force, das den Verdichtungsgrad kB

in MN misst. Wird ACE Force mit dem

Dokumentationssystem ADS kombiniert,

dann sind für den Auftraggeber alle

wichtigen Daten just in time digital

verfügbar. Das System ist in der neuesten

Gerätegeneration bereits ab Werk integriert

und kann bei Bedarf innerhalb einer

Stunde aktiviert werden. Aber auch der

Fahrer hat permanent alle wichtigen

Daten im Blickfeld, denn das Display ist

nun in der Mitte des Lenkrads zentral

angeordnet. Nicht zuletzt ist der ARS 110

sehr einfach zu bedienen. Das ist ein

großer Vorteil für Maschinisten, die mit

verschiedenen Maschinen auf einer

Baustelle arbeiten.“

Weitere Stärken des neuen Ammann

Walzenzugs sind das innovative Antriebskonzept,

das anstelle einer Hinterachse auf

Radnabenmotoren setzt. Dadurch sind die

Walzenzüge extrem kompakt – Motor,

Kühlsystem, Tank und Hydraulikkomponenten

finden im Motorraum bequem Platz.

Für den Fahrer resultieren daraus optimale

Sichtverhältnisse nach hinten, auch ohne

Rückfahrkamera. Verstärkt wird der Effekt

noch dadurch, dass der Überrollbügel in die

Kabinenkonstruktion integriert wurde. Die

Kabine selbst kommt durch die gebogene

Scheibe ohne A-Säule aus und bietet damit

eine optimale 360°-Rundumsicht. Darüber

hinaus ist die ARS 110 mit einem innovativen

System von Ammann ausgestattet, das

den Kraftstoffverbrauch senkt und weniger

Betriebsmittel für das Hydraulik- und

Vibrationssystem sowie Kühlflüssigkeit

benötigt. Dies senkt natürlich die

Wartungskosten und spart wertvolle

Ressourcen.

www.gaenger.at | www.ammann.com

www.huppenkothen.com

KUHN-LADETECHNIK

H.T.S. Transport: von der Kleinbaustelle

bis zum Großprojekt mit Palfinger

Aufgrund der guten Erfahrungen mit der Palfinger TEC-Kranreihe erweiterte

die in Stans in Tirol ansässige Firma H.T.S. Transport den Fuhrpark mit einem

zweiten TEC-Kran – dem PK 48.002 TEC7 mit Fly-Jib PJ090.

M

ehr als 60 Jahre Erfahrung machen

die Firma H.T.S. Transport zu einem

Partner mit echter Tiroler Handschlagqualität.

Auf dem ausgedehnten Firmenareal

bietet das Unternehmen die Möglichkeit,

sowohl im Freien als auch in der Halle

Gegenstände einzulagern und übernimmt

Kommissionierungen und Dienstleistungen

wie Zustellung und Lagerverwaltung.

Eine der besonderen Stärken des Unternehmens

liegt in der Kombination aus

Transporten und Kranarbeiten, die man

den Kunden aus einer Hand anbietet.

Durch den großen Fuhrpark ist H.T.S.

Transport ein Spezialist für Kranarbeiten

sowie Normal-, Schwer- und Spezialtransporte.

Mit der Kuhn-Ladetechnik verbindet

das Unternehmen eine langjährige

partnerschaftliche Zusammenarbeit. Daher

wurde der neue High-Tech-Kran vom

professionellen Kuhn-Kranmontageteam

auf eine MAN 4-Achs Sattelzugmaschine

im Krankompetenzzentrum in Vöcklabruck

aufgebaut.

Der PK 48.002 TEC7 arbeitet mit einer

2,5 t Seilwinde, erreicht durch den

zusätzlichen Fly-Jib PJ090 eine maximale

Arbeitshöhe von 33 m und ist mit zahlreichen

Assistenz- und Komfortsystemen

ausgestattet.

P-Fold – perfekt gerüstet auf Fingerdruck:

Das Auseinander- und Zusammenlegen

wird für den Bediener zum Kinderspiel.

Die Rüstzeit verringert sich dadurch

auf ein Minimum.

DPS-C – effizienter Fly-Jib-Betrieb: Die

Erhöhung der Hubkraft erfolgt sowohl bei

voll als auch nur teilweise ausgefahrenem

Schubarm. Die Erkennung der aktuellen

Position von Schubarm und Fly-Jib durch

ein Längenmesssystem führt zu einer Optimierung

der Leistung über die gesamte

Reichweite.

Weigh – höhere Effizienz in der Kranbedienung:

Mit dieser Wiegefunktion

überwacht die Steuerungssoftware die

unterschiedlichen Drücke der Zylinder und

kann so das Gewicht der Last am Kranhaken

auf 5% exakt berechnen. Der Mehrwert

dieses Systems ist es, das Gewicht der

Last exakt zu kennen. Dies erleichtert den

Arbeitsalltag des Bedieners, ist aber auch

ein wesentlicher Sicherheitsfaktor bei der

Einschätzung, ob ein Untergrund stabil

genug ist oder womöglich nicht.

HPSC-Plus-Load – mehr Reichweite

durch Beladungserkennung: Dieses

System reagiert auf den Beladungszustand

des Lkw und errechnet anhand der

Neigung des Kranes die maximale Lastgrenze.

Durch diesen Parameter kann die

Reichweite maximiert werden, was eine

optimale Ausschöpfung des Arbeitsbereiches

ermöglicht.

HPSC-Plus-FSTAB – mehr Leistung

durch Stützkrafterfassung: Bei HPSC-Plus

FSTAB ermitteln Druckaufnehmer in den

Stützzylindern die tatsächliche Belastung

des Abstützungssystems. Das bedeutet

Performancegewinn bei geringen Stützbreiten

und hoher Beladung.

www.kuhn.at | www.hts-transporte.at

Übergabe der neuen MAN-Sattelzugmaschine mit dem Palfinger PK 48.002 TEC7 bei Kuhn-Ladetechnik in Vöcklabruck (von links): Kranfahrer

Manuel, Hubert Troppmair jun. (Gesellschafter H.T.S. Transport) und Christoph Lämmerhofer (Kuhn Ladetechnik, Gebietsrepräsentant Tirol).

50 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024 51



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Die Firma Carl Zeiss AG

errichtet in ihrer Gründungsstadt

Jena in Thüringen

einen neuen Hightech-Standort,

in dem alle Entwicklungseinheiten

sowie ein

Großteil der lokal ansässigen

Produktions- und Verwaltungsabteilungen

untergebracht

werden. Für den Bau

des Gebäudes mit insgesamt

118.000 m 2 Bruttogeschossfläche

setzt das fränkische

Bauunternehmen Riedel Bau

AG acht Wolff Krane ein. Der

Kraneinsatz musste akribisch

geplant werden und

hält zahlreiche Besonderheiten

bereit.

A

uf dem 80.000 m 2 großen Baufeld

kommen sieben Wolff 7534.16 Clear

mit Spitzentraglasten zwischen 2,9 und

7,2 t sowie ein Wolff 6071.20 Cross mit

9,6 t Spitzentragfähigkeit zum Einsatz.

Riedel Bau erwarb für die Megabaustelle

zwei neue spitzenlose Wolff 7534.16 Clear.

Alle Krane sind auf Endhöhe montiert, da

sie sich das Baufeld zu Beginn noch mit

fünf weiteren Wolff Kranen des Vorbauunternehmers

teilten, die überschwenkt

werden mussten und die sukzessive

ersetzt wurden.

Ein Kraftpaket für die Schwerstarbeit

Eine besondere Rolle kommt in diesem

Rudel dem Wolff 6071.20 Cross zu, dem

einzigen Modell mit Turmspitze. Er wird

während seines Arbeitseinsatzes mehrere

hundert Betonfertigteile wie Wandelemente,

Stützen, Unterzüge und Deckenplatten

mit bis zu 18 t transportieren.

Zusätzlich sind insgesamt sechs Sonderhübe

mit bis zu 22,0 t Einzelgewicht

geplant, die der Wolff 6071.20 Cross, der

laut technischem Datenblatt über eine

Maximaltraglast von 20,0 t verfügt, unter

fachkundiger Überwachung im Überlastmodus

absolvieren wird.

Doch bevor es überhaupt zum ersten

Lastenhub kam, sah sich Daniel Wandelt,

Arbeitsvorbereiter bei der Riedel Bau AG,

bereits mit zahlreichen Herausforderungen

konfrontiert: „Einer der größten

Knackpunkte bei diesem Projekt ist die

Gründung der Krane“, erläutert er.

„Teilweise haben wir Gebäudefundamente

zum Kranfundament erweitert. So

WOLFFKRAN

Acht Wolff Krane versorgen

Megabaustelle in Jena

etwa vier Fundamente eines Parkdecks,

die wir verstärkt haben, um sie als

Standplatz für einen 8,0 x 8,0 m Kreuzrahmen

zu nutzen“, so der Arbeitsvorbereiter.

Bei fünf Kranen sind die Kranfundamente

unter anderen Gründungsbauteilen

angeordnet, weshalb Fundamentanker,

die im Boden verbleiben, die einzig

mögliche Lösung darstellen. „Da es bei

einem dieser integrierten Fundamente

Der Wolff 6071.20 Cross ist das Kraftpaket des Wolff-Rudels auf der

Zeiss-Baustelle. Er hebt bis zu 22 t schwere Fertigteile.

Fotos: Riedel Bau AG

die Auflage gibt, dieses nach Abschluss

der Rohbauarbeiten wieder zurückzubauen,

haben wir bei der Montage des

Fundaments gleich Leerrohre für eine

Betonsäge mit eingebaut“, so Daniel

Wandelt.

„Die Montage der Krane war eine

planerische und logistische Mammutaufgabe

– zwischenzeitlich standen über 25

Lkw mit Kranteilen auf der Baustelle, da

die ersten drei Krane beinahe zeitgleich

montiert wurden“, resümiert Daniel

Wandelt. „Doch dank der guten Zusammenarbeit

mit Wolffkran und unserem

Kranlogistiker verlief bisher alles planmäßig

und reibungslos.“

Bei einer Baustelle dieser Größe und

Komplexität müssen auch die Standorte

KAISER S12 Allroad

Planung ist alles: Noch bevor der erste Stein auf den anderen gehoben werden

konnte, musste eine der komplexesten Herausforderungen gelöst werden:

die Gründungen und Standorte der acht Wolff Krane.

der Krane genau durchdacht werden. Ein

Wolff 7534.16 Clear wurde in die Mitte von

zwei Aufzugsschächten platziert, bei denen

die Mittelwand vorläufig weggelassen

wird, um genug Platz für den 2,0 x 2,0 m

Turm zu haben. „Da der Turm allerdings

am geplanten oberen Ende der Aufzugsschächte

eine berechnete Auslenkung von

50 cm hat und somit im späteren Bauverlauf

mit den Schachtwänden kollidieren

würde, planen wir gemeinsam mit Riedel

Bau eine Abspannung gegen den Aufzugsschacht“,

sagt Wolfgang Kavelius, zuständig

für den Vertrieb bei Wolffkran. „Dank

des flexiblen Wolff Turmsystems begannen

wir den Turmaufbau zudem mit zwei

Turmstücken HT 23 mit 2,3 m Seitenlänge.

Der weitere Turmaufbau erfolgte

PAUS SMK 9036

mit einem Übergangsstück und TV 20

Turmelementen. So können wir die

Auslenkung in Höhe des oberen Endes des

Aufzugs auf 12 cm, an der Kranturmoberkante

von ursprünglich 90 auf 40 cm

beschränken“, so Wolfgang Kavelius.

Die acht Wolff Krane werden voraussichtlich

bis Ende 2024 Stahlbeton,

Mauerwerk und Fertigteile an Ort und

Stelle heben. Dann soll der Rohbau

abgeschlossen sein. Das Gebäude wird

nach den neuesten Energiestandards

errichtet und vollständig digitalisiert.

Nach Fertigstellung sollen darin über

2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in

Forschung, Entwicklung und Produktion

tätig sein.

www.wolffkran.com

KAISER Fahrzeugtechnik GmbH • Gewerbestraße 4, 6710 Nenzing • T +43 5525 64180 • mail@kaiser-fahrzeugtechnik.at

52 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024 53



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Bild links: Straßenbaudirektor Josef Decker informierte über die aktuellen Bauvorhaben in NÖ. Bild rechts: Georg Singer

(Regionalleiter Asfinag BMG, im Bild links) gab einen Überblick über die laufenden bzw. in Kürze startenden Asfinag

Projekte in NÖ. Im Bild mit Wolfgang Schubert (Mitglied des Asfinag Vorstands).

49. GESTRATA BAUSEMINAR

Straßenbau mit Asphalt: aktuelle

Herausforderungen im Überblick

wichtig, dass wir diesen Weg in Zukunft

beschreiten. Ebenso müssen wir auf das

Thema Fachkräftemangel aktiv reagieren

und durch nachhaltiges und ökologisches

Arbeiten die Baubranche für junge Leute

wieder attraktiv machen. Hier ist ein

partnerschaftlicher Dialog mit unseren

Auftraggebern, anderen Interessensvertretern

und den Behörden notwendig, um

dieses Ziel zu erreichen.“

Abschließend würdigte Wolfgang

Schubert den Einsatz der Vortragenden

und bedankte sich bei Gestrata Geschäftsführer

Maximilian Weixlbaum und Office

Leiterin Sabine Seli für die professionelle

Organisation des Bauseminars. Moderiert

wurde das Bauseminar in St. Pölten von

Rainer Irschik, der auch Mitglied des

Organisationskomitees ist.

Es folgten die Ausführungen von NÖ

Straßenbaudirektor Josef Decker über die

aktuellen Bauvorhaben, die auf großes

Interesse stießen. Die Schwerpunkte

liegen im Jahr 2024 in der Sanierung des

Landesstraßennetzes und im Neubau der

Donaubrücke Mauthausen bzw. der

Sanierung der denkmalgeschützten

Donaubrücken Stein-Mautern. Weitere

große Projekte sind die Fertigstellung der

Umfahrung Harmannsdorf und die

Die Baubranche kämpft zurzeit mit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen,

die durch zahlreiche neue Regulierungen noch verschärft

werden. Über den aktuellen Stand in diesem Bereich informierte das

49. Gestrata Bauseminar, das im Jänner 2024 erneut in allen neun Bundesländern

Station machte. Die durchwegs ausgebuchten Vortragssäle machten

deutlich, wie groß der Informationsbedarf in der Baubranche ist.

R

und um die Kernthemen Kreislaufwirtschaft,

Digitalisierung und

EU-Taxonomie-Verordnung widmete sich

das 49. Bauseminar der Gesellschaft zur

Pflege der Straßenbautechnik mit Asphalt

einem breiten Themen-Spektrum. Im

Rahmen der zweiwöchigen Tour durch die

Bundesländer machte das Gestrata

Bauseminar am 19. Jänner 2024 in

St. Pölten Station, wo Wolfgang Schubert,

Mitglied des Gestrata Vorstands, die

zahlreichen Fachbesucher begrüßte.

Schubert: „Zusätzlich zu den bekannten

Themen Nachhaltigkeit, Fachkräftemangel

oder Innovationstechnologien wird uns

in den nächsten Jahren auch eine Fülle an

neuen Themen beschäftigen. Begriffe wie

ESG, CSRD, BSRS und CRCV klingen für

manche vielleicht wie ein neues Lied von

den Fantastischen Vier. Tatsächlich

handelt es sich aber um die Kernthemen

der EU-Taxonomie-Verordnung und des

neuen EU-Lieferkettengesetzes. Aufgrund

dieser Regelwerke werden noch sehr viele

Herausforderungen auf uns zukommen.“

Wolfgang Wiesner (Porr) widmete sich

ausführlich der RVS 10.02.12.

Die EU-Taxonomie-Verordnung ist im

Wesentlichen das gemeinsame Klassifizierungssystem

für nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten

und umfasst sechs

Umweltziele: Klimaschutz, Klimawandelanpassung,

Nachhaltige Nutzung und

Schutz von Wasser- und Meeresressourcen,

Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft,

Vermeidung und Verminderung der

Umweltverschmutzung sowie Schutz und

Wiederherstellung der Biodiversität und

der Ökosysteme. Als Ergänzung zu den

Umweltzielen folgen noch die sozialen

Ziele. In Österreich ist der Aktionsplan für

eine nachhaltige öffentliche Beschaffung

– kurz naBe – Vorbild für einen verantwortungsvollen

und sorgsamen Umgang

mit Ressourcen.

Schubert weiter: „Ein wichtiges

Kriterium dieses naBe, der aktuell in

Überarbeitung ist, bildet die verpflichtende

Erarbeitung eines Materialkonzeptes.

Einer der wesentlichen Punkte dieses

Materialkonzepts ist die Verwendung von

mindestens 10% Recyclingasphalt in den

Binder-, Deck- und Tragschichten. Dazu

kommen unter anderem die Emissionsgrenzwerte

für Baumaschinen. Sowohl die

EU-Taxonomie-Verordnung als auch der

Aktionsplan naBe ist meiner Meinung

nach der richtige Weg und es ist enorm

Fotos: Gestrata; Baublatt.Österreich/A.Riell

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54 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024 55



MASCHINEN + TECHNIK

Von rechts: Moderator Rainer Irschik (Mitglied des Gestrata

Organisationskomitees) mit den Vortragenden Heinrich

Riegler (Strabag), Siegfried Kammerer (OMV) und

Andreas Krajcsir (TPA).

Das Thema „Asphalt auf

Flug betriebsflächen“ stand im

Mittelpunkt des Vortrags von

Christian Harrer (Nievelt).

Österreichischer

Baumaschinenverband

KOMPETENZ DURCH

FOKUSSIERTE INFORMATION

Eisenbahnunterführung in Wiener

Neustadt. Dazu kommen diverse Verkehrssicherheitsprojekte

und der Ausbau

des Radwegenetzes, bei dem alleine 2023

mehr als 90 Projekte mit einer Länge von

rund 100 km umgesetzt bzw. der Bau

begonnen wurde. Ein großes Thema ist

weiters die Energieoptimierung. Sie

betrifft den Bau von Photovoltaikanlagen

in ganz NÖ ebenso, wie die LED-Umrüstung

der Straßenbeleuchtung und die

wachsende E-Mobilität im Straßendienst,

wo bereits 76% der Fahrzeugflotte über

einen E-Antrieb verfügt. Einen Schwerpunkt

bildet aber auch die Digitalisierung

im Bau und im Betrieb mit verstärkter

Nutzung der Möglichkeiten von KI.

Was die geplanten Investitionen betrifft,

so sind von der Asfinag für die Autobahnen

und Schnellstraßen rund 200 Mio. Euro

vorgesehen und vom Land NÖ 93 Mio. Euro

für den Straßenbau bzw. 5 Mio. Euro für die

Radwege. Dazu kommen weitere Leistungen

von den Kommunen für die Gemeindestraßen.

Etwa 40 Mio. Euro werden von

Interessensgemeinschaften in die Güterwege

investiert. Mit einem Doppelbudget

für die Jahre 2025 und 2026 plant das Land

NÖ die Investitionen entsprechend

abzusichern. Die großen Herausforderungen

für 2024 bilden auch in NÖ die

Baukostensteigerungen bzw. die Kostensteigerungen

bei den Betriebsmitteln, die

Unklarheit bei den Energiekosten, die

Dauer der Verfahren und Kosten der

Auflagen, die Umsetzung der Bauvorhaben

trotz genehmigter Verfahren sowie bundeslandspezifisch

die Asfinag-Projekte S1, S8,

S34 und der dreistreifige Ausbau der A22.

Seine Ausführungen beendete Straßenbaudirektor

Decker mit einem Appell: „Wir

betreiben den Tiefbau nicht als Selbstzweck,

sondern wir versuchen für die

Menschen und die Gesellschaft Bedürfnisse

zu erfüllen. Die Basis dafür bilden

die entsprechenden Gesetze und Bescheide

sowie die Einhaltung aller Auflagen.

Dieser gesellschaftliche Konsens wird aber

immer öfter von Einzelpersonen oder

Gruppen ignoriert. Eine Gesellschaft die

das Bauen aufgegeben hat, zieht sich nur

noch auf den Bestand zurück. In diesem

Sinne mein Appell: Überzeugen Sie Ihr

persönliches Umfeld, dass die Bauwirtschaft

eine gute Sache ist und bleibende

Werte schafft – nicht zuletzt auch als

Motivation, um Teil dieser Branche zu

werden.“

Im Anschluss informierte Georg Singer,

Regionalleiter Asfinag BMG, mit einem

Rückblick auf das Jahr 2023 und mit einer

Vorschau bis 2026 über die Asfinag

Projekte in NÖ. Dabei zeigt sich eine klare

Steigerung, auch weil es in den nächsten

Jahren einen gewissen Rückstau abzuarbeiten

gilt. Bei den Weiterführungen aus

2023 handelt es sich um die S1 von

Vösendorf bis Schwechat, den Verkehrskontrollplatz

Wolfsbach an der A1 in

Fahrtrichtung Wien und – ebenfalls an der

Kaum ein freier

Platz: Die vollen

Vortragssäle

unterstreichen die

Rolle des Gestrata

Bauseminars als

wichtige Informations-

und

Netzwerkveranstaltung.

A1 – die Instandsetzung vom Knoten

Steinhäusl bis St. Christophen. Weitere

Projekte, die in diesem Jahr starten,

betreffen die S6, A2, A21 und die A4 vom

Knoten Prater bis zum Knoten Schwechat

inklusive Instandsetzung des Knoten

Schwechat sowie die notwendige Zwischeninstandsetzung

der A22 von Stockerau

Ost bis Stockerau Nord, da der

dreistreifige Ausbau und der Ausbau des

Knotens nach wie vor verfahrensanhängig

sind. Wie Georg Singer betonte, bekennt

sich die Asfinag zu nachhaltigem Bauen

und Wirtschaften, wobei sich der Bogen

von der Planung über die Ausschreibung

und Beschaffung bis hin zur Ausführung

spannt. Dabei wird das Ziel der Kreislaufwirtschaft

verfolgt, möglichst viele der

gewonnenen Materialien vor Ort wiederzuverwenden.

Auch in NÖ wird intensiv

an der Errichtung neuer PV-Anlagen bzw.

von Ladepunkten für die E-Infrastruktur

gearbeitet. Der erste „Rastplatz der

Zukunft“ steht an der A1 in Fahrtrichtung

Salzburg zwischen Loosdorf und Melk

kurz vor der Eröffnung.

Fachvorträge zu aktuellen Themen

Als erster Vortragender widmete sich Paul

Schönauer dem Thema „Nächster Halt

EPD – Was sind Umweltproduktdeklarationen?“.

Wie der Experte der TU-Wien

ausführte, berücksichtigen EPD als Tool

zur Bestimmung der ökologischen Leistungsfähigkeit

mehrere Umweltindikatoren.

Die Vergleichbarkeit der Produktgruppen

wird durch PCR sichergestellt

und die Veröffentlichung erfolgt

durch einen Programmbetreiber.

Danach informierte Wolfgang Wiesner

(Porr) über die „RVS 10.02.12, rechtliche

Vertragsbestimmungen, besondere

Vertragsbestimmungen, Zuschlagskriterien

für Bauaufträge im Verkehrswegebau“.

Wiesner: „Die Vorschläge aus der

RVS und anderen Quellen sind projektspezifisch

zu durchdenken und

anzupassen. Als Fernziel wird die

umfassende Beurteilung der Ökobilanz

der gesamten Baumaßnahme als

Zuschlagskriterium erkennbar. Dazu

besteht noch umfangreicher Entwicklungs-

und Standardisierungsbedarf.“

Ein weiteres Kernthema rund um den

Straßenbau mit Asphalt beleuchtete

Siegfried Kammerer (OMV) mit seinem

Vortrag „DSR – Möglichkeiten &

Interpretation bei Bitumen & Asphalt“,

ehe sich Daniel Steiner (Nievelt) und

Heinrich Riegler (Strabag) in ihren

Vorträgen verschiedenen Aspekten der

Kreislaufwirtschaft widmeten. Den

Abschluss bildeten die praxisbezogenen

Vorträge von Andreas Krajcsir (TPA)

über das Projekt „A1 Steinhäusl – St.

Christophen, AC trag - RA40 Umsetzung“

sowie Christian Harrer (Nievelt)

mit seinen Ausführungen zu „Asphalt auf

Flugbetriebsflächen – Klassifizierung

nach der ACR/PCR Methode“.

56 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH

Als Vorbereitung auf das kommende Doppeljubiläum 50. Gestrata

Bauseminar und 75 Jahre Gestrata fanden im Rahmen des Bauseminars

in Wien Dreharbeiten für einen Imagefilm statt.

Mehr als zufrieden zeigte sich

Gestrata Geschäftsführer Maximilian

Weixlbaum in seinem Rückblick: „Das

fachkundige Publikum erwartete im 49.

Gestrata Bauseminar 2024 ein spannender

und abwechslungsreicher Bilderbogen

an aktuellen Themenkreisen, der die

asphalterzeugende und -verarbeitende

Industrie derzeit beschäftigt. Nachhaltiges

Bauen, Taxonomie, hohe Baupreise,

schlechte Wirtschaftslage, Herausforderungen

zur Einführung technologischer

Innovationen, strenge Auflagen und

Bürokratie, Fach- und Führungskräftemangel,

Hemmnisse zur Produktivitätssteigerung

am Bau – die Liste an

Themen, die derzeit die Bauwirtschaft

beschäftigt, ist lang. Die Vorträge

vermittelten grundsätzliches zu einer

funktionierenden Kreislaufwirtschaft,

einen Überblick zu innovativen Prüfmethoden

zur Beschreibung von Asphalten

mit unterschiedlichen Anteilen an

Recyclingasphalt, verschiedene Projektberichte

sowie über bevorstehende

Maßnahmen zur Umweltproduktdeklaration.

Über die Jahre stetig steigende

Teilnehmerzahlen von Schülerinnen und

Schülern aus den höheren technischen

Lehranstalten sowie Fachhochschulen

lassen eine gewisse Zuversicht im

Hinblick des latenten Fachkräftemangels

in der Industrie sowie bei den Behörden

aufkommen.“

www.gestrata.at

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MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Die beiden neuen, zusätzlichen

Mobilbaggermodelle PW168 &

PW198 (Bild) von Komatsu

punkten mit kompakten

Abmessungen, geringer

Transporthöhe und leistungsstarken

Komatsu-Motoren.

können mit jeder Art von System ausgestattet

werden und sind für die Nutzung

mit Tiltrotator oder 3D-Anzeigesystem

vorbereitet. Mit nützlichen Sonderausrüstungen

wie Joystick-Lenkung, Tool-Control-System

oder Anhängerkupplung

können PW168 und PW198 auch für die

härtesten Baustellen optimal angepasst

werden.

Die neuen Komatsu Dieselpartikelfilter,

die erst nach 8.000 Stunden ersetzt

werden müssen, ermöglichen lange,

unterbrechungsfreie Einsätze. Die

Abgasnachbehandlung erfolgt vollautomatisch,

ohne dass die Arbeit pausiert

werden muss. Alle Wartungspunkte der

robusten Maschinen sind hinter Stahltüren

zentral angeordnet und vom Boden

aus bequem erreichbar. Die wichtigsten

Funktionen werden auf dem Standardbildschirm

des Monitorsystems und im

Komtrax Flottenmanagementsystem

angezeigt.

Komatsu plant Einführung

des neuen PC138E-11

Komatsu plant die Einführung des 13 t

Elektrobaggers PC138E-11 mit Lithium-

Ionen-Batterie als Mietmaschine ab

Jänner 2024. Nach der Einführung in

Japan soll die Maschine auch auf den

europäischen Markt kommen. Komatsu

arbeitet daran, einen Markt für elektrische

Baumaschinen aufzubauen und

gleichzeitig bis 2050 CO2-Neutralität zu

erreichen, indem das Unternehmen seine

Produktpalette erweitert und die Bedürfnisse

seiner Kunden einbezieht.

Durch die leistungsstarke Lithium-

Ionen-Batterie und das Kühlsystem für

Batterie und elektrische Komponenten

sind mit diesem Kurzheckbagger lange

Einsatzzeiten möglich. Komatsu plant die

Maschine an verschiedene Kunden mit

unterschiedlichen Einsatzgebieten und

unterschiedlicher Energieversorgung in

Regionen zu vermieten, wo die zukünftige

Entwicklung eines Marktes für elektrifizierte

Maschinen zu erwarten ist. So

Lange Einsatzzeiten und kompakte Abmessungen: Der neue 13 t Elektrobagger

PC138E-11 wird von einer 225-kWh-Lithium-Ionen-Batterie angetrieben.

KUHN

Viel Neues bei Komatsu

Mit den neuen Mobilbaggern PW168-11 und PW198-11 erweitert Komatsu seine

Kurzheckbagger-Produktpalette auf Maschinen mit einem Betriebsgewicht von

bis zu 20 t. Weiters plant Komatsu die Einführung des neuen 13 t Elektrobaggers

PC138E-11 mit Lithium-Ionen-Batterie und entwickelt gemeinsam mit GM

einen wasserstoffbetriebenen Muldenkipper.

ie neuen Komatsu Mobilbagger

DPW168 und PW198 können auf

engstem Raum arbeiten und schnell zur

nächsten Baustelle transportiert werden,

ohne dass dafür ein spezieller Tieflader

erforderlich ist. Mit einer Transporthöhe

von nur 3,1 m ist ein Transport auf einem

normalen Tieflader mit einer Beladehöhe

von bis zu 4 m problemlos möglich. Der

geringe Hecküberstand von 1,85 m

(PW168-11) bzw. 1,9 m (PW198-11) ist

ideal für enge Baustellen.

Mit ihrem 4-Zylinder-Dieselmotor von

Komatsu (110 kW bzw. 129 kW) graben,

heben oder ziehen die neuen Mobilbagger

fast alles, was auf einer Baustelle bewegt

werden muss. Die Motoren erfüllen die

aktuelle Abgasnorm EU Stufe V und die

Maschinen sind ab Werk mit umweltfreundlichem

HVO-Diesel befüllt. Die

einzigartige Bauweise mit optimiertem

Ausleger und Motor im Heck ermöglicht

enorme Hubkräfte, sodass hohe Lasten

einfach bewegt werden können.

Dank des niedrigen Schwerpunkts

vermitteln die neuen Modelle ein Gefühl

höchster Standsicherheit. Der neue

Premium-Fahrersitz mit mehrstufiger

Belüftung und Heizung ist besonders

komfortabel. Die wichtigsten Funktionen

können mittels Joystick genutzt werden

und die exzellente Rundumsicht wird

durch das serienmäßige Kamerasystem

mit vier Kameras und Anzeige der

Maschine aus der Vogelperspektive

unterstützt.

Als eine der wichtigsten Maschinen auf

der Baustelle werden Mobilbagger immer

häufiger mit Tiltrotatoren oder 3D-Anzeigesystem

genutzt. Die neuen Modelle

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58 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH

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MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Der Komatsu 930E

Muldenkipper, der

zukünftig von Hydrotec-Brennstoffzellen

angetrieben wird.

QUIXX

Geheimwaffe gegen Lackkratzer

In einem kurzen Augenblick der Unachtsamkeit tritt das Unheil ein: Der Autolack

weist einen Kratzer auf. Wenn ein Kratzer bis zur Grundierung reicht, ist schnelles

Handeln erforderlich, um Rostbildung zu verhindern. Der Quixx Lack Reparatur Stift

(Bild; 12,95 Euro) steht sofort zur Verfügung, ermöglicht eine präzise Anwendung und

versiegelt die betroffene Stelle dauerhaft mit echtem Klarlack. Er besticht durch seine

einfache Handhabung und erzielt herausragende Ergebnisse. Dies funktioniert bei

allen Lackfarben und ist auch für Glanz- oder Metallic-Lacke geeignet. Wenn der

Kratzer nur oberflächlich ist, ist der Lack Kratzer Entferner (14,95 Euro) eine

empfehlenswerte Option. Mit diesem Produkt können kleinere Schrammen

in vielen Fällen problemlos beseitigt werden.

www.quixx.com

können diese Kunden die Umweltfreundlichkeit

und Sicherheit der Maschine

kennenlernen und Komatsu kann Kundenfeedback

einholen, seine Kenntnisse

erweitern und den elektrifizierten Markt

voranbringen.

Komatsu hat das Jahr 2023 als Jahr

der Markteinführung von elektrifizierten

Baumaschinen festgelegt. Die Einführung

des PC138E-11 ist der vierte Schritt in

diese Richtung. Hydraulikbagger sind die

vielseitigsten Baumaschinen und die

13-t-Maschinen werden auf vielen

verschiedenen Baustellen und Einsatzgebieten

genutzt, vor allem im Städtebau auf

begrenztem Raum. Mit der Markteinführung

dieser Maschine will Komatsu eine

breite Palette neuer Kundenbedürfnisse

erschließen und den Markt für elektrische

Baumaschinen etablieren.

Wasserstoffbetriebener

Muldenkipper mit GM

General Motors und Komatsu arbeiten

zusammen an einem Wasserstoff-Brennstoffzellen-Modul

für den elektrischen

Muldenkipper 930E von Komatsu, den

weltweit meistverkauften Muldenkipper

der Ultra-Klasse. GM, ein führender

Entwickler von Brennstoffzellentechnologien,

und Komatsu als ein globaler

Hersteller von Mining- und Baumaschinen

werden die neue Technologie gemeinsam

entwickeln und testen. Da Brennstoffzellen

sehr leicht sind und das Betanken

schnell geht, eignen sie sich perfekt für die

Elektrifizierung von Maschinen, die bisher

von einem Dieselmotor angetrieben

wurden. Die Wasserstoffzellentechnologie

ermöglicht es, große Energiemengen

effizient an Bord der Maschine zu speichern,

ohne dass dadurch Nutzlast

verloren geht.

Außerdem können so auch Maschinen,

die extreme Materialmengen transportieren

wie der 930E mit einer Nenn-Nutzlast

von 320 t emissionsfrei arbeiten. Diese

Maschinen werden typischerweise über

ihre gesamte Lebensdauer in einer

einzigen Mine eingesetzt, was die Dimensionierung

und Einrichtung einer Wasserstoff-Tankinfrastruktur

für die Maschinenflotte

vereinfacht.

„Wir bei GM glauben, dass es eine

zentrale Rolle für eine emissionsfreie

Zukunft spielt, nicht nur Pkw sondern

auch Baumaschinen mit Brennstoffzellen

anzutreiben“, erläutert Charlie Freese,

Geschäftsführer der GM-Sparte Hydrotec.

„Muldenkipper gehören zu den größten

und leistungsstärksten Maschinen der

gesamten Industrie. Wir glauben, dass

Wasserstoffzellen ideal dafür sind, diese

herausfordernden Transporte emissionsfrei

durchzuführen.“ Der Wasserstoffbetrieb

von Muldenkippern von Komatsu

wird für die Dekarbonisierung eine

Alternative zu mobilen Batterieladegeräten

oder festen Ladestationen darstellen,

denn es muss keine zusätzliche Lade-

Infrastruktur in der Mine installiert

werden.

Komatsu hat sich zum Ziel gesetzt,

seine globalen Emissionen bis 2030 um

50% zu reduzieren und bis 2050 CO2-

Neutralität zu erreichen. Dazu gehört die

Reduzierung und Eliminierung von

Emissionen sowohl aus den Produkten des

Unternehmens als auch aus den Werken

und der Produktion. Zudem arbeitet

Komatsu eng mit seinen Kunden zusammen,

um die Emissionen zu reduzieren, die

bei der Nutzung seiner Produkte entstehen.

Dafür bietet Komatsu Optimierungsprogramme

mit verschiedenen Technologien

und Lösungen.

GM plant bis 2040 sowohl mit seinen

Produkten als auch als Unternehmen

vollständig CO2-neutral zu sein. GM und

Komatsu planen den ersten Prototypen

eines Muldenkippers mit Hydrotec-

Antrieb Mitte der 2020er Jahre auf dem

Forschungs- und Entwicklungsgelände

Arizona Proving Grounds (AZPG) zu

testen. Diese Maschine wird von Hydrotec-

Stromwürfeln mit über 2 MW angetrieben.

GM erforscht und entwickelt Brennstoffzellen

seit über 50 Jahren und ist eines

der wenigen Unternehmen, die fortschrittliche,

selbst entwickelte Technologien

sowohl für Lithium-Ionen-Batterien als

auch Wasserstoff-Brennstoffzellen

anbieten. GM und Komatsu glauben, dass

diese innovativen Technologien dafür

sorgen, dass emissionsarme Mobilitätslösungen

schneller Verbreitung finden und

so auch andere Industrien neben der

Pkw-Industrie ihre Nachhaltigkeitsziele

erreichen können.

www.kuhn.at

www.komatsu.eu

Die Partnerschaft zwischen

Ersatzteilgroßhändler Granit

Parts und Traser Software

wird von der gemeinsamen

Idee getragen, den besten

Service für den Land- und

Baumaschinenfachhandel

zu bieten.

S

eit der Agritechnica sind die beiden

Unternehmen nunmehr nicht nur

ideell, sondern auch praktisch miteinander

verbunden: Mit der gemeinsamen Schnittstellen-App

„Traser DMS 365 x Granit

Parts“ bieten sie ein neues digitales

Werkzeug, um das Dealer Management

System von Traser mit dem Granit

Webshop zu verbinden und die Prozesse

für ihre Kunden noch einfacher und

effizienter zu gestalten. Dass diese Lösung

überzeugt, zeigt die Vereinbarung mit

Reise Landtechnik als Pilothändler für die

neue App.

Die neue Connector App präsentierten

Softwarehaus und Digitalisierungspartner

Traser und der Großhändler für Originalund

Identteile Granit Parts auf der letzten

Agritechnica am gemeinsamen Messestand.

Während der Weltleitmesse für

Landtechnik in Hannover wurde mit

Sebastian Reise von Reise Landtechnik

aus Lippetal der erste Pilothändler für die

neue Anwendung gewonnen. Mithilfe der

gemeinsamen Schnittstelle profitieren die

Anwender der ERP-Lösung Traser DMS

365, die Ersatzteile aus dem Sortiment

von Granit beziehen, künftig von vielen

Vorteilen:

n Automatischer Import der Granit

Preislisten

n Abfrage von Preis und Verfügbarkeit für

Katalogpositionen, Artikel oder ganze

Aufträge

n Elektronische Übermittlung von

Bestellungen an Granit

n OCI-Katalog-Integration: Import von

GRANIT PARTS

Neue Connector App verbindet

„Traser DMS 365 x Granit Parts“

Gemeinsame Präsentation der neuen Schnittstelle auf der Agritechnica (von links):

Andre Münzebrock (Granit Parts), Kristof Hunsel (Reise Landtechnik), Torben Weber

(Traser Software), Sebastian Reise (Reise Landtechnik), Benjamin Luyten (Wilhelm

Fricke SE) und Ralf Kamp (Granit Parts).

Warenkörben direkt aus dem Granit

Webshop in eine Bestellung

n Elektronische Rechnungsverarbeitung:

Import und Verknüpfung von Eingangsrechnungen

Seit Anfang Dezember ist die neue

Schnittstelle bei Reise Landtechnik im

Einsatz. Dort wird „Traser DMS 365 x

Granit Parts“ auf Herz und Nieren

geprüft. Anfang 2024 starten bereits

weitere Land- und Baumaschinenhändler

in die Pilotphase.

„Als Branchenprofis bündeln wir unser

Know-how, um die beste Lösung für die

täglichen Prozesse unserer Land- und

Baumaschinenhändler zu finden. Genau

das ist unser Job. Gemeinsam mit Granit

Parts geht es nach vorne und mit unserer

neuen App sind wir wieder einen Schritt

voraus“, betont Torben Weber, Geschäftsführer,

Traser Software.

„Mit Traser Software haben wir einen

Branchen-Pionier für Digitales an unserer

Seite, mit dem wir die digitalen Möglichkeiten

ausschöpfen. Dank unserer

gemeinsamen Connector App ist es uns

gelungen, eine win-win-win-Situation zu

schaffen, die unsere Kunden in ihrer

täglichen Arbeit unterstützt. Dass wir auf

der Agritechnica mit Reise Landtechnik

unseren ersten Pilotanwender gewinnen

konnten, freut uns sehr. In diesem

Dreigestirn können wir jetzt die Weiterentwicklung

vorantreiben“, so Benjamin

Luyten, Leiter Partnershop International,

Granit Parts – Wilhelm Fricke SE.

www.traser-software.de

www.granit-parts.com

Foto: Granit

60 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024 61



MASCHINEN + TECHNIK

Die Bilder zeigen die Eröffnungsfeier

der neuen Transporter Erlebniswelt am

18. Jänner 2024 in Wiener Neudorf, bei

der die neue V-Klasse und der neue Vito

ihre Premiere feierten.

PAPPAS

Neue Transporter Erlebniswelt

Im Zuge der Generalüberholung des Pappas Schauraumes im Industriezentrum

NÖ-Süd wurden über 800 m 2 saniert. Die Eröffnung feierte Pappas mit über

300 Gästen und der neuen Mercedes-Benz Vito und V-Klasse.

m Premium-Segment für Mercedes-Benz

IVans stellt sich die Herausforderung,

vielfältige Anforderungen zu erfüllen,

insbesondere aufgrund der breiten Palette

von Einsatzgebieten vergleichbar der

Pkw-Modellvielfalt. Die Bandbreite

erstreckt sich vom Botendienst über den

Handwerksprofi bis hin zum Familien-Van

und der XXL-Luxuslimousine. Auch

Elektro-Vans für innerbetriebliche Zwecke

sowie Fahrzeuge als Basis für Einsatzkräfte

und Weltreisende gehören dazu.

Pappas in Wiener Neudorf bietet für diese

vielfältigen Anforderungen weiterhin ein

gleichermaßen beeindruckendes wie

praktisches Sortiment mit drei unterschiedlichen

Modellreihen in den neuen

Verkaufsräumlichkeiten. Die Basis für die

neue Transporter Erlebniswelt bildet die

bekannte Transporter Halle. Sie wurde

binnen weniger Monate völlig entkernt

und anschließend zu einer gleichermaßen

komfortablen wie modernen Transporter

Erlebniswelt samt eigener Auslieferungshalle

verwandelt.

Pappas lud am 18. Jänner 2024 über

300 Gäste zur offiziellen Eröffnung ein,

darunter Kunden, Lieferanten und

Freunde des Hauses, um einen Einblick in

das professionelle Handling von Mercedes-

Benz Vans zu erhalten. Die Transporter

Erlebniswelt ist in verschiedene Bereiche

unterteilt und bietet maßgeschneiderte

Arbeitsplätze, komfortable Wartezonen,

Büros und Verkaufsverhandlungsräume

direkt am Produkt. Zusätzlich gibt es ein

Selbstbedienungs-Café und die Möglichkeit,

die Produkte sowohl real als auch

digital zu erleben.

Die beiden Highlights des Abends, der

neue Mercedes-Benz V-Klasse und der

neue Vito, zogen alle Aufmerksamkeit auf

sich. Begleitet von den Worten der

Geschäftsführung von Pappas (Rudolf

Radlherr, Robert Haberkorn, Mag. Peter

Pixner und Prok. Norbert Bauer) und

Mercedes-Benz Österreich Vans (Michael

Jopp) feierten die neue V-Klasse und der

neue Vito ihre Premiere. „Das Timing

könnte nicht besser sein. Die Einführung

unserer neuen Transporter Erlebniswelt

zusammen mit den neuen V-Klasse- und

Vito-Modellen ist ein Grund zum Feiern.

Bei Pappas erwartet unsere Kunden ein

unvergessliches Fahrerlebnis und natürlich

weiterhin kompetente Beratung auf

höchstem Niveau“, freut sich Rudolf

Radlherr.

www.pappas.at

Von links: Michael Jopp, Prok. Rudolf

Radlherr und Mag. Peter Pixner.

AM Baugeräte HandelsgmbH ■ Oberes Bahnfeld 2 ■ A-2281 Raasdorf/Wien

Tel. (+43 2249) 28495 ■ office@am-laser.at ■ www.am-laser.at

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MASCHINEN + TECHNIK

Mit großen Kräften am Ausleger

und langer Reichweite überzeugt

der Kobelco SK530LC-11 beim

Direktabbau im Moosleitner-

Kieswerk.

Als gleichermaßen kompakte

und leistungsfähige Geräteträger

kommen die Kurzheck-

Kobelco auch bei der Generalsanierung

der Tauern-Autobahn

zum Einsatz. Hier der

26 t Kobelco SK270SLRC-7

mit 2,5 t Anbauhammer.

KOBELCO

Zuverlässiges

Arbeitstier: Seit 2014

arbeitet auch der

Zwanzigtonner

SK210LC in der

Moosleitner-Flotte und

überzeugt mit hoher

Wirtschaftlichkeit im

Betrieb – hier bei der

Erweiterung der

Bodendeponie im

„Werk 2“ Saaldorf.

Langjährige Partnerschaft

Bereits knapp 30 Jahre setzt die deutsch-österreichische

Moosleitner-Gruppe auf Kettenbagger von Kobelco. Modelle

nahezu aller Leistungsklassen arbeiten bei dem Bau- und

Baustoffunternehmen – von Beginn an betreut durch den

süddeutschen Kobelco-Partner EMB Baumaschinen. Eines

der aktuellen Bauvorhaben, bei dem sich Kobelco-Bagger

bewähren, ist die Generalsanierung der Tauern-Autobahn.

S

eit über siebzig Jahren ist Saaldorf-

Surheim nahe Freilassing Stamm- und

Hauptsitz der Moosleitner-Gruppe, die

heute in zweiter bzw. dritter Eigentümer-

Generation von Matthias und Martina

Moosleitner sowie Mathias Christian

Moosleitner geführt wird. Derzeit über 200

Beschäftigte arbeiten für das Unternehmen

in Südbayern, im Großraum Salzburg

sowie den angrenzenden österreichischen

Bundesländern. Beiderseits der Grenze

bilden zwei Kiesgruben, insgesamt 3

Betonwerke sowie weitere in Eigenregie

oder mit Partnern betriebene Steinbrüche,

Recycling- und Deponie-Standorte die

Roh-, Baustoff- und Umweltsparte der

Gruppe. Eng damit verzahnt sind die

Aktivitäten in den Bereichen Erd-, Tiefund

Straßenbau sowie Abbruch: Dank

eines breiten Leistungsportfolios und der

vielseitigen, modernen Flotte mit gruppenweit

rund 120 Großmaschinen sowie über

400 Anbaugeräten und -ausrüstungen,

übernimmt Moosleitner in ganz Süddeutschland

und Österreich Großprojekte

im Infrastrukturbau oder umfangreiche

Abbruchmaßnahmen mit fachgerechter

Verwertung/Entsorgung aller anfallenden

Massen.

Bewährte Zusammenarbeit

Seit Mitte der Neunziger Jahre arbeiten

Kobelco-Kettenbagger in der Erdbausparte

von Moosleitner – bereitgestellt und

betreut durch den süddeutschen Exklusivpartner

EMB Baumaschinen. Nach ersten

Abbruchwerkzeugen 1992 lieferte der

Neukirchner Händler 1996 mit einem

SK290NLC die erste Maschine an Moosleitner.

Und auch nach dem europäischen

Neustart des japanischen Kettenbaggerspezialisten

unter eigener Flagge vor zehn

Jahren blieb man in Surheim der Marke

treu, betont EMB-Kundenberaterin

Markéta Duchkova – selbst seit 2004 und

weit über 50 gelieferten Maschinen sowie

In zweiter Generation führt Matthias

Moosleitner das grenzüberschreitend

tätige Familienunternehmen.

Ausrüstungen für Moosleitner zuständig.

Aktuell insgesamt 16 Kobelco-Kettenbagger

von 3 bis 53 t Betriebsgewicht zählt

Markus Gappmaier, Leiter Baumaschinen

bei Moosleitner. Eingesetzt werden die

konventionellen und Kurzheck-Modelle

vor allem im Erd- und Tiefbau sowie als

flexible Arbeits- und Lademaschinen bei

Rückbau-Maßnahmen oder in den

verschiedenen Moosleitner-Werken. Wie

der gesamte Gerätepark wird auch die

Kobelco-Flotte regelmäßig verjüngt –

zuletzt Mitte 2022 und zu Beginn vergangenen

Jahres, als EMB mit den Kobelco

SK140SRLC-7 und SK210LC-11, dem 53 t

Bagger Kobelco SK530LC-11 sowie den

zwei 27 Tonnern SK260LC-11 und

SK270SRNLC-7 insgesamt sechs Maschinen

lieferte.

Fotos: Kobelco

Markus Gappmaier schätzt insbesondere

den umfassenden Service, den

EMB in Süddeutschland flächendeckend

mit mehr als 20 überregionalen Servicestationen

und über 60 mobilen Werkstätten

bietet: „Die Monteure sind alle auf

Kettenbagger spezialisiert, das zahlt sich

gerade im Feld aus, oder wenn es um die

schnelle und exakte Abstimmung eines

neuen Anbauwerkzeuges geht!“ Und auch

die Zuverlässigkeit der mit langfristigen

Garantien ausgestatteten Kobelco-Technik

überzeugt. „Über 3.000 Betriebsstunden

nur mit der fälligen Regelwartung bei

einem Zwanzigtonner sprechen für sich“,

unterstreicht Gappmaier, der als Werkstattchef

auch für die Verfügbarkeit der

Moosleitner-Flotte verantwortlich

zeichnet.

Auch der

Anfang 2023

ausgelieferte

Kobelco

SK260LC-11

ist dank

leistungsfähiger

Arbeits-

Hydraulik und

Oilquick-

Schnellwechsler

vielseitig bei

Moosleitner-

Projekten

einsetzbar.

Zeitkritische Arbeiten

Eine hohe Verfügbarkeit setzt auch die

Planung der meist von engen Zeitfenstern

geprägten Moosleitner-Projekte im alpinen

Verkehrswegebau voraus. So wie bei der

Generalsanierung eines knapp 13 km

langen Teilstückes der A10 Tauern-Autobahn

mit den Tunneln Ofenauer und

Hiefler sowie der Tunnelkette Werfen. Seit

September 2023 übernimmt Moosleitner

hier unter Federführung der Arge Östu-

Stettin / Vogl.Plus die notwendigen

Sanierungs- und Rückbauarbeiten an

insgesamt zehn Tunnelröhren und neun

Brückenbauwerken. Bei den bergmännischen

Querschlägen, dem Fahrbahnabtrag

und Anlegen neuer Leitungskanäle sowie

den Brückenarbeiten fallen insgesamt

rund 180.000 m³ Felsmaterial und

Betonausbruch an, die vor Ort aufbereitet

und zu 80% wiederverwertet werden. Mit

bis zu 25 Mitarbeitern und 12-14 Baggern

sowie vielfältigen Anbaugeräten ist

Moosleitner ständig vor Ort. Auf der

wichtigen Nordsüdverbindung erfolgt die

Sanierung in zwei Etappen: Bis Juli 2024

werden auf der gesamten Länge jeweils

eine Tunnelröhre sowie eine Richtungsfahrbahn

fertiggestellt – ab September bis

Mitte 2025 geht es wiederum „am Stück“

in die Gegenrichtung.

Weit weniger aufwändig sind die

Arbeiten, die Moosleitner gemeinsam mit

einem regionalen Straßenbauer derzeit

„direkt vor der Haustür“ ausführt. Etwa

2 km umfasst die Ortsumfahrung

Neusillersdorf nahe dem Unternehmenssitz

Saaldorf-Surheim. Im Erdbau

64 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024 65



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

FLIEGL

Top Mulde mit großer Bereifung

Fliegl Agrartechnik hat mit dem TMK 279 einen neuen Muldenkipper entwickelt. Der TMK 279

beeindruckt nicht nur durch sein imposantes Äußeres, sondern auch durch sein zulässiges

Gesamtgewicht von bis zu 24 t. Diese Robustheit ermöglicht den Transport von großen

Mengen an Schüttgut und gewährleistet eine hohe Belastbarkeit im täglichen Einsatz auf

dem Feld. Mit einem Volumen von ca. 31 m³ ohne Aufbau und beeindruckenden 40 m³ mit

einem 500 mm Aufbau bietet der TMK 279 eine hohe Flexibilität beim Transport von

unterschiedlichen Materialien. Er bewährt sich dank des fortschrittlichen Fahrwerks

auch bei schwierigen Bodenbedingungen.

www.fliegl.com

arbeiten dort die beiden „Neuzugänge“

Kobelco SK260LC-11 und der 27 t

Kurzheckbagger SK270SRLC-11, der vor

der Auslieferung bei EMB mit einer

Trimble 3D-Steuerung ausgerüstet

wurde. Bis Mai 2024 fallen an der

komplett neuen Trasse rund 80.000 m³

Aushub an – die rund 60.000 m³ benötigten

Unterbaumaterialien stammen direkt

aus dem nur 5 km entfernten Moosleitner-Kieswerk

Saaldorf.

Vielseitiger Riese

Auf rund 35 ha baut das Unternehmen im

„Werk 2“ Wandkies ab und nimmt unbelastete

Baurestmassen zur Deponierung

und Wiederverwertung an. Pro Jahr

werden etwa 600.000 t normierte Rohkies-

Mineralstoffe und -Zuschläge sowie rund

120.000 t güteüberwachte Recycling-Baustoffe

produziert, die an die Moosleitner-

Betonwerke und -Baustellen sowie mit

eigener Lkw-Flotte auch an regionale

Abnehmer beidseits der Landesgrenze

geliefert werden.

Im Direktabbau bis in 26 m Höhe

arbeitet seit Mitte 2022 ein Kobelco

SK530LC-11. Mit 1,40 m Reißzahn und

2,5 m³ Felslöffel ersetzte der 53 Tonner

einen 40 t Bagger mit 3,5 t Hydraulikhammer

und überzeugt im Wandeinsatz

mit einem niedrigen Kraftstoffverbrauch

von durchschnittlich nur 43 l pro Stunde.

Dank Verstelllaufwerk (2.990-3.490 mm)

ist der derzeit leistungsstärkste Moosleitner-Kobelco

zudem ausreichend flexibel,

um kurzfristig in anderen Werken oder auf

zeitkritischen Großbaustellen eingesetzt

zu werden.

Wie derzeit beim Neubau des Laufwasserkraftwerks

Stegenwald an der Salzach

bei Werfen, der auf insgesamt rund 6 km

Rettungsring ist Vorschrift: Der Kobelco SK530LC-11 bei der GPSgestützten

Salzach-Vertiefung für das Kraftwerk Stegenwald.

„Ab Werk“ ausgerüstet mit Trimble 3D-Steuerung vom EMB-

Partner Sitech wird der Kobelco SK270SRNLC zur Schlüsselmaschine

im Verkehrsbau und bei Erschließungen.

Später Ortstermin

an der Salzach

(von links): Markus

Gappmaier, Leiter

Baumaschinen bei

Moosleitner, EMB-

Kundenberaterin

Markéta Duchkova

und Hanns-Markus

Renz, Kobelco-

Vertriebsleiter

D-A-CH.

Flusslänge umfangreiche Wasserbaumaßnahmen

erfordert. Auf Höhe der 14,3 MW

Anlage (Gesamtleistung 72,8 GWh/Jahr)

wird das Flussbett teilweise verlegt. Das

Unterwasser nach dem Turbinenwehr

wird mit schwerem Gerät um bis zu 4 m

eingetieft, der anfallende Aushub zur

Anhebung des Stauraums ins Oberwasser

verbracht. Alle Arbeiten können nur in der

winterlichen Niederwasserperiode

erfolgen: Von Oktober 2023 bis März 2024

bewegt Moosleitner mit bis zu 16 Großmaschinen

pro Schicht insgesamt 180.000 m³

Aushub – in einer zweiten Winterkampagne

ab September 2024 folgen weitere

100.000 m³. Zusätzlich sichern die Teams

mit insgesamt 50.000 t Wasserbausteinen

die bestehenden und neu angelegten

Böschungsbereiche.

www.kobelco-europe.com

www.emb.eu I www.moosleitner.eu

HOLP

Effektiv in der Grabenpflege: Bagger mit

Drehantrieb und Speziallöffel von Holp

Ein VarioLöffel kann an einem mit RotoTop ausgestatteten Bagger wirksam und

schnell zum Hochwasserschutz beitragen. Mit dieser Maschinenkombination

konnte Frank Markmann, Mietparkbesitzer und Händler für Holp im deutschen

Herzebrock-Clarholz bei Gütersloh, u.a. die Überflutung einer Halle verhindern.

W

er die Bilder der Überflutungen in

den letzten Monaten noch vor Augen

hat, dem ist bewusst, wie stark die

Bedeutung wirksamen Hochwasserschutzes

in den letzten Jahren gewachsen ist.

Zwar nicht Allheilmittel, jedoch ein

wichtiger Bestandteil des Schutzkonzeptes

ist das Grabensystem neben den Verkehrswegen.

Daher ist es von großer Bedeutung,

dass Gräben entlang von Straßen und

Wegen regelmäßig – spätestens alle fünf

Jahre – gepflegt oder neu gezogen werden,

damit das Wasser bei den immer häufiger

vorkommenden Stark- und Dauerregen-

Ereignissen schnell ablaufen und auch

aufgenommen werden kann.

Präventive Grabenpflege

schneller umsetzen

Für Städte und Kommunen kann das bei

entsprechend langen Verkehrswege-Netzen

eine sehr umfangreiche Aufgabe sein,

die durch Bauhof oder Lohnunternehmer

idealerweise zwischen November und

Ende Februar ausgeführt wird, um Fauna

und Flora möglichst wenig zu beeinträchtigen.

Hier hat sich in der Vergangenheit

beim Einsatz in Kommunen und Forstbetrieben

gezeigt, dass sich diese Arbeiten

mit einem mit RotoTop und VarioLöffel

ausgestatteten Bagger um mindestens

30% bis 50% schneller als mit einer

traditionellen Grabenräumwanne

erledigen lassen. Durch das V-Profil des

VarioLöffel kann nicht nur die optimale

Grabenform hergestellt werden, sondern

die Gräben können auch je nach Platz in

Breite und Tiefe variiert werden, z.B. ein

Aktiver Hochwasserschutz

mit

dem VarioLöffel

und RotoTop – mit

diesem Zeitspar-

Duo werden Gräben

schnell und

effizient angelegt

und gepflegt.

kleiner Graben neben einem Radweg und

ein tiefer Graben neben einer Landstraße.

Doch auch auf privatem Gelände bieten

saubere Gräben Schutz vor Überflutungen.

Im Oktober wurde Frank Markmann zu

keiner präventiven Maßnahme, sondern

zu einem Notfall gerufen: Bei der Firma

Euroschliff in Herzebrock drohte aufgrund

starker Regenfälle das Wasser in die neue

Halle zu laufen, weil es von den bereits

durchnässten Böden der benachbarten

Grundstücke nicht mehr aufgenommen

werden konnte. Frank Markmann wurde

um Hilfe gebeten und brachte kurz

entschlossen seinen Wacker Neuson mit

RotoTop und VarioLöffel zum Einsatzort.

Dank der schnellen Erstellung eines

Grabens entlang der kompletten Grundstücksseite

des Unternehmens konnte das

Wasser aufgehalten und abgeleitet

werden, so dass an der Halle kein Schaden

entstand.

„Die Erstellung und Pflege von Gräben

ist eine aktive Hochwasserschutzmaßnahme,

die regelmäßig entlang von

Straßen und Wegen und auch auf privaten

Grundstücken präventiv umgesetzt

werden sollte. Damit können viele dieser

Situationen vermieden werden. Und die

Erstellung der Gräben funktioniert mit

Hilfe von RotoTop und VarioLöffel besonders

schnell und effizient“, erklärt Frank

Markmann.

www.holp.eu

66 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024 67



MASCHINEN + TECHNIK

WIRTSCHAFT + MÄRKTE

Marc Schautzer im Cat

Lafayette Engine Center

vor einem 16 Zylinder-Cat

Dieselmotor C175.

ZEPPELIN

Der Lehrlingsabschluss im Motivationsmodus

Bei Zeppelin Österreich wird die sehr gute Lehrlingsleistung als Baumaschinentechniker

besonders honoriert.

M

Ein Besuch mit Klaus Irgang im Werk von Cat

Decatur Manufacturing in Illinois, wo große

Cat Radlader, Motor Grader, Muldenkipper

usw. vom Band laufen.

artin Huber trägt seit November 2020

die Verantwortung für den Servicebereich

in allen Segmenten bei Zeppelin

Österreich. Er war es auch, der Maßnahmen

ergriff, die Lehrlinge speziell zu motivieren

und ans Unternehmen zu binden.

Neu eingeführt wurde eine jährliche

Lehrlingsfachtagung, wo in einem zweitägigen

Seminar die erreichten Qualifikationen

und weiteren Bestrebungen für einen

erfolgreichen Lehrabschluss diskutiert

werden. Für einen besonderen Ansporn der

Auszubildenden wird eine vierwöchige

bezahlte Bildungsreise nach Amerika in

Aussicht gestellt. Der erfolgreichste

Lehrling darf Produktionsstätten von

Caterpillar und amerikanische Händlerorganisationen

besuchen und kennenlernen.

Geschehen ist das durch eine Übereinkunft

mit Caterpillar, die diese Maßnahme

unterstützen und ihre Kontakte einsetzen,

um einen erfolgreichen Aufenthalt in den

Vereinigten Staaten zu garantieren.

Letzten Sommer konnte sich Marc Schautzer

von der Niederlassung in Kalsdorf bei

Graz erfolgreich unter allen Baumaschinentechniker-Lehrlingen

bei Zeppelin

Österreich durchsetzen. Für ihn ging es

gemeinsam mit dem Kundendienstleiter

Klaus Irgang ab nach Chicago. Die Begleitperson

fungiert hier nur in der ersten

Woche als Weggefährte und soll so den

reibungslosen Übergang zu einem neuen

selbstständigen Lebensabschnitt einläuten.

Gestartet wurde mit Werksbesuchen bei

Caterpillar in Illinois, Mapleton und Morton.

Danach ging es nach Lafayette in Indiana

und Marc Schautzer bekam so die ersten

beeindruckenden Caterpillar Fertigungsstätten

zu Gesicht. Begleitet wurde diese

erste Woche nicht nur von den Exkursionen

in den Cat Betrieben, sondern auch vom

Besuch der Ausflugsziele in der unmittelbaren

Umgebung. Auf sich alleingestellt ging

es ab der zweiten Woche mit dem Mietauto

zum ersten Cat-Händler Ring Power in

Florida. Der Standort mit ca. 400 Mitarbeitern

betreut durchwegs Kunden mit einem

Mit umfangreicher Erfahrung und

vielen Erlebnissen zurück in der

Niederlassung Kalsdorf/Graz mit

Manfred Schulz.

Maschinen-Portfolio von mittlerem Einsatzgewicht,

da der Boden in Florida sehr weich

ist und schwere Maschinen nicht voll

einsatzfähig sind. Danach ging es nach

Arizona zum Cat-Händler Empire. Dieser

war mit über 1.600 Beschäftigten doch um

einiges größer. Hier wurde von Caterpillar

sogar eine Fertigungsproduktion der Cat

Muldenkipper 793 Maschinenrahmen ausgelagert,

da die Nachfrage in dieser Kategorie

besonders groß ist. Die Konstruktionsrahmen

werden bei Empire in den Hallen fertig

geschweißt und von Caterpillar anschließend

geprüft und abgenommen.

Überall, wo der Vorzeigelehrling

hineinschnuppern konnte, wurde viel von

ihm für das weitere Arbeitsleben mitgenommen

und Enthusiasmus von den amerikanischen

Kollegen vorgelebt. „Die Marke

Caterpillar wird dort zelebriert. Die größten

Unterschiede zu unseren Niederlassungen

in Österreich lassen sich jedoch so beschreiben:

die Betriebe sind in lauter Abteilungen

gegliedert, wo die Fachkräfte größtenteils

nur in einem Teilbereich ausgebildet sind.

Bei uns in Österreich ist man aufgrund der

kleineren Firmenstruktur universell für

den Arbeitseinsatz vorbereitet“, meint

Marc Schautzer.

Für ihn gab es aber nicht nur das

Arbeitsleben in den Betrieben, es fanden

auch viele private Einladungen statt, die

von Baseball-Spielen bis zu privaten

Feierlichkeiten zu Ehren des Österreichers

in einer Jagdhütte reichten. Es sind viele

angenehme Eindrücke mit netten Bekanntschaften

und schönen Erlebnissen im

Gedächtnis geblieben.

Das Lehrlingsprogramm kann als

durchwegs positive Maßnahme zur Mitarbeiterbindung

und persönlichen Entwicklung

der jungen Fachkraft gesehen werden.

Einer erfolgreichen Weiterführung steht

nichts im Wege und für dieses Jahr wird

bereits an der nächsten Bildungsreise

gearbeitet.

www.zeppelin-cat.at

Fotos: Zeppelin

PORR

MANITOU

WEB-Stapler MH erweitert

ihr Manitou-Vertriebsgebiet

Zum 1. Jänner 2024 hat die Firma WEB-Stapler MH GmbH aus

Arnoldstein ihr Manitou-Vertriebsgebiet in Österreich erweitert.

D

Porr Umwelttechnik erwirbt Pannonia Gruppe

Vorbehaltlich der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden übernimmt das Porr Tochterunternehmen Porr Umwelttechnik

GmbH 100% der Anteile der Pannonia Gruppe.

Hauptgeschäftsfelder der Pannonia Gruppe sind die Rohstoffaufbereitung und -lieferung sowie Erdbau und

Deponiebetrieb. So besitzt sie 11 Mio. t an Kiesressourcen. Ihren Sitz hat die Gruppe im Raum Parndorf und

Markgrafneusiedl. Mit ihrem Know-how – insbesondere für Kiesgewinnung und -aufbereitung – stellt die Pannonia

Gruppe eine ideale Ergänzung für das umfangreiche Portfolio der Porr dar.

„Mit diesem Schritt bauen wir unsere Kompetenzen im Bereich Rohstoffaufbereitung aus. Zudem sichern wir die

Versorgung unserer Baustellen im Großraum Wien mit Zuschlagsstoffen für die Herstellung von Beton ab“, erklärt

Porr CEO Karl-Heinz Strauss. „Die Pannonia ist mit ihrer Expertise speziell im Bereich Kies für uns ein Gewinn.“

Nachhaltig ist der Bahnanschluss des Pannonia-Standorts in Parndorf: Er verfügt über ein 480 m langes

Porr CEO Karl-Heinz Strauss:

Anschlussgleis. Insbesondere große Aushubmengen von Infrastrukturprojekten können so per Bahn angeliefert, „Die Pannonia ist mit ihrer

aufbereitet und dann in den Stoffkreislauf rückgeführt oder als Sekundärrohstoff in Zementwerken eingesetzt Expertise speziell im Bereich

werden.

Kies für uns ein Gewinn.“

Die Porr plant auch den Pannonia-Standort in Parndorf in ihre Photovoltaikstrategie einzubeziehen. Sie will künftig

die dortige Kiesaufbereitungsanlage mittels Solarenergie und daher CO2-reduziert betreiben. Im Rahmen ihrer Strategie stattet die Porr rund

30 Standorte und fünf Deponieflächen in Österreich mit Solaranlagen aus. Im Recycling Center Himberg der Porr, dem größten Recyclingcenter für

Baurestmassen in Österreich, findet diese Umrüstung derzeit statt. Dort wird nach Abschluss Solarenergie für die Brechanlagen und Bagger geliefert

– so werden in Himberg CO2-reduziert Recyclingbaustoffe hergestellt. www.porr-group.com

as Vertriebs- und Servicegebiet des

Manitou-Vertragshändlers erstreckt

sich neben Kärnten und Osttirol nun über

Wien, Niederösterreich (ausgenommen

PLZ 33), das Burgenland und die Steiermark.

Damit hat WEB-Stapler das

Vertriebsgebiet des ehemaligen Manitou-

Händlers Alpina Kranverleih und Transportgesellschaft

mbH aus Wien übernommen,

der seine Geschäfte zum 31.12.2023

beendet hat und dessen vier Mitarbeiter

von WEB-Stapler übernommen wurden.

Die Firma WEB-Stapler wurde im Jahr

2011 gegründet und kauft sowie verkauft

gebrauchte und neue Gabelstapler im Inund

Ausland. Das Unternehmen verfügt

über ein eigenes Ersatzteillager, um

sämtliche Reparaturen so rasch wie

möglich durchführen zu können und somit

Stillstandszeiten möglichst kurz zu halten.

Ein eingespieltes und erfahrenes Team

von bisher 15 Mitarbeitenden wird durch

ständige Schulungen noch weiter ausgebildet,

um den Kunden einen zuverlässigen

und schnellen Service gewährleisten zu

können. WEB-Stapler plant eine neue

Niederlassung in Ebreichsdorf nahe Wien

zu eröffnen. Die Partnerschaft mit der

Manitou Deutschland GmbH beinhaltet

den Vertrieb der umfangreichen Manitou-

Produktpalette für den Bau- und Industriesektor.

Von links: Johann

Gruber (WEB-Stapler),

Ali Ersöz (Manitou),

Almir Cosatovic (WEB-

Stapler), Helgo Koch

(Manitou), Albin Baltic

(WEB-Stapler), Peter

Wildemann (Manitou),

Adnan Baltic (WEB-

Stapler) und Martin

Hüttinger (Manitou).

Die deutsche Niederlassung der

französischen Manitou Group, die Manitou

Deutschland GmbH, wurde 1996 gegründet.

Ihr Händlernetz umfasst 67 Vertriebspartner

in Deutschland, Österreich

und der Schweiz, sie hat aktuell 58

Mitarbeitende und sitzt in Friedrichsdorf

bei Frankfurt am Main. Neben Produkten

und Services der Marke Manitou für die

Bereiche Bau, Industrie, Landwirtschaft,

Spezialmaschinen, Vermietung und

Dienstleistungen, werden außerdem

Produkte der Partnermarke Gehl

vertrieben.

www.web-stapler.at

www.manitou.com

Foto: Astrid Knie

68 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH

BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024

69



WIRTSCHAFT + MÄRKTE

WIRTSCHAFT + MÄRKTE

NEUE INITIATIVE

Bauwirtschaft fordert Politik zum Handeln auf

Österreichs Bauwirtschaft ist mit einer Krise durch einen beispiellosen Rückgang im

Bereich des großvolumigen und privaten Wohnbaus konfrontiert. Um die Politik zum

Handeln zu bewegen, haben 18 führende Unternehmen und Institutionen der Bauwirtschaft

und der Baustoffindustrie die Initiative „Mehr Zuhaus‘ in Österreich!“ gegründet und einen

Forderungskatalog ausgearbeitet: Entbürokratisierung, Zweckwidmung bei der Wohnbauförderung,

Investitionsförderungen und Erleichterungen bei der Kreditvergabe müssen

rasch umgesetzt werden.

O

bwohl die wachsende österreichische

Bevölkerung immer mehr Wohnraum

benötigt, werden in Österreich seit 2019

jedes Jahr weniger Wohnungen gebaut.

Wurde 2019 noch der Bau von 69.900

Wohneinheiten im Neubau bewilligt, sank

diese Zahl seither kontinuierlich auf

zuletzt nur mehr 33.900 Bewilligungen im

„Die Verantwortlichen in Bund

und Ländern müssen jetzt

entschlossen handeln“, betont

Robert Jägersberger

(Bundesinnungsmeister

der Bundesinnung

Bau in der

Wirtschaftskammer

Österreich).

Führende Vertreter der Bauwirtschaft

und Baustoffindustrie fordern die

Politik zum Handeln auf (von links) Robert

Jägersberger (Bauinnung), Torsten Kreft (hagebau),

Georg Bursik (Baumit) und Johann

Marchner (Wienerberger Österreich).

Jahr 2023. (2020: 63.600, 2021: 60.100,

2022: 47.000, Quelle: Statistik Austria).

Die Prognose für 2024 und die kommenden

Jahre ist weiter negativ. Zuletzt

wurden von Branchenexperten für 2024

nur 32.600 Bewilligungen für Wohnungs-

Neubau erwartet. Aufgrund der aktuellen

Entwicklungen ist allerdings davon

auszugehen, dass ein erheblicher Teil

davon nicht in die Umsetzung gelangt.

Die negative Entwicklung wird für die

österreichische Bevölkerung – aufgrund

des zu geringen Angebots – zu noch

stärker steigenden Mieten führen.

Langfristig droht in Verbindung mit dem

Bevölkerungswachstum in Österreich

sogar eine Wohnungsnot. Zusätzlich

bewirkt die aktuelle Situation eine

außerordentliche wirtschaftliche Krise

in der österreichischen Bauwirtschaft,

in der 305.000 Menschen (Quelle:

AMS.at, Stand: 09/2023) beschäftigt sind.

Das sind etwa 8% der Arbeitnehmerinnen

und Arbeitnehmer Österreichs. Ohne

politisches Gegensteuern sind somit

tausende Arbeitsplätze akut in Gefahr.

„Die Politik hat seit Jahren mit zu

strengen Kredit-Vergaberichtlinien,

überbordender Bürokratie und völlig

verfehlten Fördersystemen maßgeblich zu

dieser Situation beigetragen. Das muss

jetzt korrigiert werden, sonst können wir

diesen Wohnungsrückstand nicht mehr

aufholen. Angesichts des steigenden

Bedarfs an Wohnraum müssen wir

dringend vom Rückwärtsgang in den

Vorwärtsgang schalten“, so Torsten Kreft,

Geschäftsleiter von hagebau Österreich.

„Dass die Bundesregierung im Herbst

2023 ein Konjunkturpaket für den

Wirtschaftsstandort angekündigt hat, ist

natürlich grundsätzlich zu begrüßen,

denn es zeigt zumindest ein Problembewusstsein.

Allerdings treffen diese

Maßnahmen nicht den Kern des Problems,

nämlich die ausbleibende Baunachfrage

im Bereich des großvolumigen

Wohnbaus und des privaten Neubaus. Um

die Nachfrage in diesen Marktsegmenten

zu stabilisieren, braucht es zielgerichtete

Maßnahmen, welche direkt die Investiti-

Fotos: The Skills Group | Team Farner/APA-Fotoservice/Leitner

onsbereitschaft der Bauherren und

Hausbauer stimulieren. Die Verantwortlichen

in Bund und Ländern müssen jetzt

entschlossen handeln, denn der Bedarf an

leistbarem Wohnraum betrifft letztlich

alle Menschen in Österreich und ihre

Zukunft, nicht nur die Bauwirtschaft“,

betont Robert Jägersberger, Bundesinnungsmeister

der Bundesinnung Bau in

der Wirtschaftskammer Österreich.

Fünf Sofort-Maßnahmen zur

Sicherung des Wohnraumbedarfs

Darum fordern die führenden Branchenvertreter:

1. Wohnbauförderung aufstocken und

Zweckbindung wieder einführen.

2. Steuerliche Maßnahmen setzen, um

Investitionen zu fördern.

3. Mehr Wohnungsneubau.

4. KIM-Verordnung anpassen, Wohneigentum

muss wieder leistbar sein.

5. Radikale Vereinfachung der Bauförderung

und Abbau bürokratischer

Hürden.

Aus Sicht der Branchenexperten braucht

es eine Aufstockung der Fördermittel im

Wohnbau um 500 Mio. Euro jährlich für

die nächsten Jahre, wobei diese sowohl im

Bereich der klassischen Wohnbauförderungsinstrumentarien

als auch im

steuerlichen Bereich zum Einsatz

kommen sollten. Zusätzlich soll die

Zweckwidmung der Wohnbauförderung

wiedereingeführt werden, wie es zuletzt

auch Bundeskanzler Karl Nehammer

angekündigt hatte. Seit ihrer Abschaffung

2008 können Landesregierungen dafür

vorgesehene Bundeszuschüsse auch für

andere Projekte oder für das Stopfen von

Budgetlöchern einsetzen.

Um den enormen Rückstau beim Wohnbau

aus den letzten Jahren aufholen zu

können, sind aus Sicht der Bauwirtschaft

außerdem steuerliche Anreize für Investitionen

von Privaten – etwa in Ein- und

Mehrfamilienhäuser – als auch Entlastungen

für Unternehmen und den

sozialen Wohnbau sinnvoll und dringend

notwendig. Gefordert wird etwa eine

Mehrwertsteuer-Befreiung für den

Erwerb und die Schaffung von neuem

Wohnraum zur Eigennutzung, bis zu

100.000 Euro pro Wohneinheit.

Damit neuer Wohnraum rasch geschaffen

werden kann, braucht es laut den Branchenvertretern

außerdem schnellere

Bauverfahren und Flächenumwidmungen.

Ebenso sollte die Aufstockung

bestehender Gebäude erleichtert werden.

Das würde auch dem Problem der

Bodenversiegelung entgegenwirken.

Johann Marchner, Geschäftsführer von

Wienerberger Österreich: „Gerade lokale

Nahversorger im Baubereich müssen

reihenweise schließen. In den letzten

Jahren hatten wir noch nie so einen

dramatischen Rückgang beim Neubau von

Ein- und Mehrfamilienhäusern. Besonders

folgenschwer ist auch der Einbruch

bei gemeinnützigen Wohnungen, die lange

der Garant für leistbares Wohnen waren.

2022 hatten wir bereits niedrige 16.700

Fertigstellungen, aber schon 2025 werden

es nur noch 13.000 sein, und davon ist

rund ein Viertel in der Umsetzung akut

gefährdet. Darum muss speziell großvolumiger,

gemeinnütziger Wohnbau jetzt

wieder forciert werden. Nur so kann man

vermeiden, dass es in Österreich über

viele Jahre zu einem Wohnungsmangel

kommt und sicherstellen, dass wir

Unternehmen, Fachkräfte und Qualität in

der österreichischen Bauwirtschaft halten

können.“

Damit der Wohnbau wieder forciert und

leistbar wird, brauchen vor allem junge

Familien einfacheren Zugang zu Wohnbauförderung

und Wohnbaukrediten.

Doch das Gegenteil ist zuletzt geschehen:

2022 hat die Finanzmarktaufsicht die

Regeln für die Kreditvergabe weiter

verschärft. Vielen Menschen wird dadurch

der Zugang zu Wohnbau-Finanzierungen

verwehrt. Käufer müssen nun 20% des

Kaufpreises einer Wohnung oder eines

Hauses als Eigenkapital nachweisen. Die

monatliche Kreditrate darf 40% des

Haushaltseinkommens nicht übersteigen.

Laut Branchenexperten bekommen bis zu

50% der Antragsteller dadurch keine

Wohnbaukredite mehr. Die Zahl der

Baubewilligungen im Wohnbau ging

seither dementsprechend rasant zurück.

„Die Kreditvergabe-Richtlinien der

Finanzmarktaufsicht gehen an der

Einkommensrealität der österreichischen

Familien und am Wohnungsmarkt

vollkommen vorbei. Sie verhindern, dass

neue Wohnungen gebaut und finanziert

werden und treiben die Mieten nach oben.

Die Eigenkapitalquote sollte daher

gesenkt oder durch staatliche Fördermaßnahmen,

zum Beispiel zinsfreie Kredite,

gestützt werden. Die monatlich mögliche

Kreditrate für Wohnraumschaffung sollte

auf 60% des Haushaltseinkommens

angehoben werden beziehungsweise für

Besserverdienende zur Gänze entfallen.

Es kann nicht sein, dass die kleinen

Häuslbauer die Rechnung für Fehler in

der Zins- und Förderpolitik und für

Großinsolvenzen bezahlen“, so Georg

Bursik, Geschäftsführer von Baumit

Österreich.

Schließlich müssen laut Branchenvertretern

bei der Wohnbauförderung generell

bürokratische Hürden abgebaut und

zugänglichere Informationsangebote

geschaffen werden. Dies ist auch für den

„Gerade lokale Nahversorger im Baubereich

müssen reihenweise schließen“, erklärt

Johann Marchner (Geschäftsführer

von Wienerberger Österreich).

großvolumigen und gemeinnützigen

Wohnbau entscheidend, um Projekte

rasch und kostengünstig umsetzen zu

können. Darin liegt ein besonders wichtiger

Hebel zur Stabilisierung der Mietpreise,

die im letzten Jahr über sämtliche

Bezirke gerechnet um durchschnittlich 6%

gestiegen sind (Quelle: willhaben).

Initiative „Mehr Zuhaus‘ in Österreich!“

Aus Sicht der heimischen Bauwirtschaft

erfordert die alarmierende Situation jetzt

einen Schulterschluss aller Beteiligten

und verstärkte Aufmerksamkeit von

Institutionen und Politik. Darum wird die

Initiative „Mehr Zuhaus‘ in Österreich!“ in

den kommenden Monaten gemeinsam

Informationsveranstaltungen durchführen

und direkt auf die Politik zugehen, um

eine rasche Umsetzung der präsentierten

Vorschläge und Maßnahmen sowie

verstärktes Problembewusstsein auf

Bundes- und Landesebene zu erreichen.

Torsten Kreft, hagebau, betonte abschließend:

„Dass sich in kürzester Zeit erstmals

18 Unternehmen und Institutionen

zusammengeschlossen haben, die teilweise

sogar wirtschaftlich im Wettbewerb

zueinander stehen, zeigt den Ernst der

Lage und die Notwendigkeit raschen

politischen Handelns. Der heutige Start

unserer Initiative ist auch eine Einladung

an alle weiteren Akteure der Bauwirtschaft

und Baustoffindustrie, sich uns

ebenfalls anzuschließen und gemeinsam

gegen die drohende Wohnungsnot

vorzugehen.“

Initiatoren und Mitträger (Stand: Jänner

2024) von „Mehr Zuhaus‘ in Österreich!“

sind: ACO, Ardex, Bundesinnung Bau in

der WKO, Baumit, Domoferm, Friedl,

hagebau, Holcim, Internorm, PCI,

Profibaustoffe, Raiffeisenverband Salzburg,

Salzburger Lagerhäuser, Lagerhaus,

Saint Gobain, Schiedl, Sopro, Teubl und

Wienerberger Österreich.

www.mehrzuhaus.at

70 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024 71



FUHRPARK

FACTS

Motor: 1,6 l Benzin, 69 kW (94 PS)

Eigengewicht: 1.373 kg

Sitzplätze: 4+1

Anhängelast (ungebremst/

gebremst): 715 kg/750 kg

Testverbrauch: 5,8 l/100 km

Listenpreis: 25.890,– Euro

(inkl. MwSt. & NoVa)

+ riesiger Kofferraum

+ rundum praktisch

+ vernünftiger Verbrauch

- Hybrid: deutlicher Mehrpreis

- leider keine Schiebetüren

- wenig Beinfreiheit im Fonds

B

ald gibt es wirklich nichts mehr, das

in einem Dacia nicht zu bekommen

ist. Aktuelles Beispiel: der Hybrid-Antrieb.

Wer 5.000 Euro mehr in die Hand nimmt,

kann den Dacia Jogger (für uns schon seit

seinem Erscheinen das Sinnbild eines

praktischen und zugleich preislich

attraktiven Fünf- oder Siebensitzers) mit

Elektrounterstützung ordern. Mit 1,2 kWh

Strom an Bord, die im Bereich der

Reserveradmulde „versteckt“ sind, soll der

Weiterentwickelt – der Dacia Jogger

ist ab sofort auch in einer Hybrid-

Variante erhältlich.

DACIA JOGGER EXTREME HYBRID 140

Willkommen im nächsten Level

94 PS starke Benziner noch agiler und

zugleich noch sparsamer werden. Das

Eigengewicht legt, ob der neuen Elektrokomponenten,

auf immer noch moderate

1.373 kg zu. Hinter dem Steuer des Jogger

wirft die Kombination aus Elektro und

Benzin dann doch deutliche Fragen auf.

Der Verbrenner wirkt schon bei leicht

aktivem Gasfuß mehr als gut beschäftigt,

was sich durch relativ hohe Drehzahlen

bemerkbar macht. Das Ergebnis seiner

Bemühungen kann sich mit der Unterstützung

der Elektrotechnik dann wieder

sehen lassen. Auch an der Zapfsäule ist

der Hybridbonus deutlich erkennbar.

Durchschnittlich 5,8 l/100 km im gemischten

Einsatz sind ein passabler Wert. Wobei

sich der Jogger stellvertretend für alle

Hybrid-Modelle am Markt die Frage

gefallen lassen muss, ob derartige Verbrauchswerte

mit einem Turbodiesel nicht

einfacher und billiger zu erreichen wären.

HYUNDAI IONIQ 6 TOP LINE 4 WD

Ganz neue Aspekte

G

leich vorab ein dickes Lob an die

Designer. Mit diesem Blechkleid tanzt

der Hyundai Ioniq 6 in einer Sache

nämlich gewaltig aus der Reihe. Waren wir

es bis dato gewohnt, bei elektrischen

Testkandidaten im Freundes- und

Kollegenkreis sofort auf Reichweite,

Batteriekapazität und Ladedauer angesprochen

zu werden, so gab es in diesem

Fall nur ein Thema: sein (wirklich gelungenes)

Aussehen. Von für uns durchaus

gewagten Vergleichen mit bekannten

Nobelsportwagenmarken bis hin zu einem

simplen „Ist der aber fesch“, war wirklich

alles dabei. Interessanter Weise sorgte

dabei auch die Farbe des Allradlers für

auffallend viel Gesprächsstoff. Und um das

Rätsel auch ganz offiziell zu lösen: Der

Ioniq 6 ist nicht schwarz, sondern grün,

ganz offiziell nennt Hyundai die Farbe

Digital Green Pearl, was leider wirklich

nur im direkten Sonnenlicht so richtig zur

Geltung kommt. Mit seinen ausklappenden

Türgriffen ist der Hyundai Ioniq 6 nur

bedingt ein Freund des Winters. Selbst

wenn das Auto nur leicht vereist ist, reicht

die Bandbreite der Möglichkeiten von

Schnalle bleibt unverändert in der Türe

versenkt bis hin zu Schnalle geht beim

Wegfahren nicht mehr hinein.

Gelungener Innenraum

Der Innenraum des Elektromobils zeigt

sich als punktgenau erwischte Mischung

aus Moderne und Klassik. Für die Technikverliebten

gibt es zwei große Displays

samt unzähliger Bedienmöglichkeiten.

Wer es eher konservativ bevorzugt, darf

sich über viele bewährte Knöpfe und

Taster freuen. Für Fahrer und Passagiere

FUHRPARK

gibt es an Bord des Fünfsitzers wirklich

viel Platz. Unsere Fahrgäste im Heck

haben allerdings die Position der nicht

verstellbaren Kopfstützen moniert, die

gerne um ein Stück weiter vorne sein

könnte. Zu den technischen Eckdaten des

Ioniq 6: 77,4 kWh Batteriekapazität

reichen auf jeden Fall für eine Reichweite

von mehr als 350 km. Mit der richtigen,

sprich leistungsstarken Ladesäule am

Weg, sind die Batterien in nicht einmal 20

Minuten wieder von 10 auf 80 Prozent

geladen. Dafür braucht es aber 350 kW

Leistung an der „Zapfsäule“. Preislich

spielt der Elektro-Hyundai zu Recht in der

Oberliga mit. Für unseren Testkandidaten

dürfen Interessierte exakt 70.410 Euro

(inkl. MwSt.) budgetieren.

Fazit: Ein Elektro-Allradler wie man ihn

sich auch wünschen würde.

Kaufreflex – der Hyundai

Ioniq 6 leistet sich im

Alltag keine wirklichen

Schwächen.

BYD DOLPHIN DESIGN

Einmal Feinschliff, bitte

E

igentlich ist alles überzeugend. Ein

Elektromobil mit bis zu 427 km

Reichweite, einem adretten Auftreten und

wirklich nett zu fahren, so präsentiert sich

der BYD Dolphin bei unserem ersten

Zusammentreffen. Die Sprachsteuerung, ein

Traum. Erkennt sogar nicht punktgenau

ausgesprochene Befehle (wie z. B. Ladestatus

und verbleibende Batteriekapazität)

glasklar und führt den akustisch geäußer-

ten Wunsch umgehend aus. Humorvolle

Einlagen (mehrfach wechselt die Systemsprache

zwischen Deutsch und Englisch hin

und her) nehmen wir, zugegeben leicht

genervt, am Rande zur Kenntnis. Genauso

wie den Drang des BYD, bei Spurwechseln

auf der Autobahn, auf die Spur zurück zu

wollen, von der er gerade kommt. Ob und

wie weit das mit der Dauer der Blinkerbedienung

zu tun hat, haben wir ehrlich

Handlungsbedarf – der BYD

Dolphin ist gut gelungen,

verträgt dort und da aber

noch deutliche Nachbesserungen.

FACTS

Motor: Elektro, 65 kW (88 PS)

Eigengewicht: 1.658 kg

Sitzplätze: 4+1

Anhängelast (ungebremst/

gebremst): k. A./k. A.

Reichweite: mehr als 400 km

Listenpreis: 35.980,– Euro

((inkl. MwSt.)

+ ansprechendes Gesamtpaket

+ brauchbare Reichweite

+ attraktiver Preis

- schlecht regelbare Heizung

- Schwächen im Finish

- keine Wippen zum Rekuparieren

gesagt nicht bis ins letzte Detail eruiert.

Beinahe ins Auge gegangen, wäre die

Sturheit des Spurassistenten dagegen auf

einer von Alleebäumen gesäumten Landesstraße.

Ohne Vorwarnung steuerte unser

Testkandidat ruckartig scharf nach links,

geradewegs in Richtung Gegenverkehr.

Passiert ist zum Glück nichts. Unser

Resümee: Der BYD Dolphin ist ein interessantes

und preislich attraktives Elektromobil,

das in vielen Bereichen dringend einen

Feinschliff verträgt.

Überschaubar – das Cockpit ist klar

strukturiert und intuitiv zu bedienen.

Gefrierpunkt – bei tiefen Temperaturen versagen

die Türschnallen gerne ihren Dienst.

FACTS

Motor: Elektro, 81 kW (110 PS)

Eigengewicht: 2.096 kg

Sitzplätze: 4+1

Anhängelast (ungebremst/

gebremst): 750 kg/1.500 kg

Reichweite: mehr als 350 km

Listenpreis: 70.410,– Euro

(inkl. MwSt.)

+ tolle Fahrperformance

+ alltagstaugliche Reichweite

+ viel Beinfreiheit im Fonds

- träge Lichtautomatik

- schlampige Verkehrszeichenerkennung

- hart gefedert

72 BAUBLATT.ÖSTERREICH

BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024

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SERVICE

BÜCHER

MAUERWERKSBAUTEN S, M, L

Flexcover, zahlreiche Details, Pläne und Fotos

ISBN: 978-3-95553-599-5; 69,90 Euro

Mauerwerksbauten prägen die

Architektur seit jeher in fast allen

Ländern der Welt. Kein Wunder, denn

Material zur Herstellung von Backstein

gibt es nahezu überall. Die lokalen

Vorkommen prägen die Farbigkeit,

verschiedene Steingrößen und

Konstruktionsweisen machen das Bauen

mit Ziegeln äußerst flexibel. Heute ist

der traditionelle Baustoff gefragt wie

nie, denn Rückbaubarkeit und Recycling,

Energieeffizienz und Nachhaltigkeit

lassen sich mit Ziegelbauten ohne Weiteres

umsetzen und die gesamte Bandbreite an Bauaufgaben

damit realisieren. Mauerwerksbauten S, M, L präsentiert

30 herausragende Gebäude unterschiedlichster Größe

mit inspirierenden Fotos und umfassenden Konstruktionsdetails.

Von kleinen Wohnhäusern, über Museen oder

Schulen bis hin zu Universitätsgebäuden, Kulturzentren

oder sogar Wohntürmen zeigt das Buch, was mit

Mauerwerk alles möglich ist.

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DIGITALISIERUNG UND NACHHALTIGKEIT

Springer Gabler Berlin, Heidelberg; Softcover;

388 Seiten; ISBN 978-3-662-66814-6; 51,39 Euro

Das Fachbuch „Nachhaltigkeit und Digitalisierung – (k)ein unternehmerisches

Dilemma“, ausgezeichnet mit dem Austrian SDG-Award in der Kategorie Medien,

wirft einen konstruktiv kritischen Blick auf die zwei großen Themen unserer Zeit:

Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Die strategischen und operativen Einsatzfelder

der Digitalisierung wachsen ebenso wie der Anspruch auf eine nachhaltige

Wirtschaft, welcher auf die Forderungen der 17 Sustainable Development Goals

(SDGs) zurückzuführen ist. Eine gemeinsame Betrachtungsweise ist unumgänglich

und gegensätzliche Ansprüche müssen überdacht werden.

Das Buch bietet eine Fülle an Ideen, Anregungen und

Impulsen. Wolf Lotter und Christian Clerici verfassten

die Mobilitätsbriefe, die den Impulsbeiträgen zur

nachhaltigen Unternehmensführung- und entwicklung

vorangestellt sind. Namhafte und engagierte

Experten zeigen, dass nachhaltiges Wirtschaften und

Digitalisierung keine Gegenpole sein müssen. Dieses

Buch wurde für Menschen geschrieben, die sich ihrer

unternehmerischen, ökologischen und sozialen

Verantwortung bewusst sind und nach Impulsen für

eine erfolgreiche Umsetzung suchen. Dazu bieten die

Autoren aus Wissenschaft, Institutionen und

Wirtschaft neue Perspektiven auf die großen

Zukunftsfelder Arbeit, Bauen, Berufliche Bildung,

Energie, Gesundheit, Industrie, Kommunikation, Konsum, Kunst & Kultur, Landwirtschaft,

Mobilität und Tourismus. Der Erlös des Buches wird von der Herausgeberin

und der Autorenschaft an ein karitatives Projekt gespendet.

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BETON-KALENDER 2024

Hardcover; 892 Seiten; 696 Abbildungen

ISBN: 978-3-433-03406-4; 184,00 Euro

Der Beton-Kalender 2024 ist solide Arbeitsgrundlage und ein

topaktuelles, verlässliches Nachschlagewerk für die Planung und

Ausführung von Betonbauwerken. Themenschwerpunkte sind der

Hochbau (insbesondere Hochhäuser), das digitale Planen und die

Baurobotik. Über die Autorenschaft: Professor DIng. DDr. Dr.-Ing.

E.h. Konrad Bergmeister ist Universitätsprofessor am Institut für

Konstruktiven Ingenieurbau der Universität für Bodenkultur in

Wien und arbeitet seit 1990 im Ingenieurbüro Bergmeister.

Professor Dr.-Ing. Dr. h. c. Johann-Dietrich Wörner ist seit 1995

Professor für Statik an der Technischen Universität Darmstadt und

war bis 2007 Präsident seiner Universität. Im Jahre 1994 gründete

er das Ingenieurbüro Wörner und Partner, Darmstadt. Von 2007

bis 2015 war er Vorstandsvorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und

von Juli 2015 bis Februar 2021 Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Seit

2021 wirkt er als Präsident von acatech, Deutsche Akademie der Technikwissenschaften. Professor

Dr.-Ing. Frank Fingerloos ist seit 2000 beim Deutschen Beton- und Bautechnik-Verein E. V. (DBV)

tätig. Seit 2008 hat er einen Lehrauftrag für Massivbau und ist seit 2015 Honorarprofessor an der

Technischen Universität Kaiserslautern (seit 2023 RPTU Rheinland-Pfälzische Technische Universität

Kaiserslautern-Landau). Im Normenausschuss Bauwesen im DIN (NABau) und im Deutschen

Ausschuss für Stahlbeton (DAfStb) engagiert er sich u. a. zu den Regelwerken im Betonbau.

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