Baublatt Magazin Januar/Februar 2024
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www.baublatt.at
NR. 1-2 | 2024
ein magazin der
specialmediacom
DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK
12 | Branchentreff
Die Preisträger in
den vier Kategorien
18 | Spezialtiefbau
Österreichisches Know-how als
Problemlöser in Großbritannien
42 | Veranstaltungen
Rückblick auf den Geotechnik-Event
in Wien und das Gestrata Bauseminar
Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Retouren an PF 100, 1350 Wien | Einzelpreis 11,00 € | Jänner/Februar 2024 | www.baublatt.at
»
Unsere 16-Tonner:
TB2150 und 2150R (V)
Der größte Bagger der Takeuchi-Familie
ist als Normalheckbagger TB2150 (15.850 kg)
und als Kurzheckbagger TB2150R (16.200 kg)
erhältlich.
Mit dem TB2150 mit Schwenkbock und Seitenversetzung ist das
Graben parallel zu einer Wand oder Mauer ohne Weiteres möglich.
Er ist ein 16-Tonner, lässt sich jedoch wie ein Minibagger anwenden.
Der Kurzheckbagger TB2150R mit minimalem Schwenkradius eignet
sich für Arbeiten auf kleinstem Raum. Durch den seitlich angebrachten
Arm bietet der TB2150R eine ausgezeichnete Sicht nach vorne.
Der Kurzheckbagger ist auch mit Verstellausleger als TB2150R V
(16.860 kg) erhältlich.
» 4 hydraulische Steuerkreise, davon 3 proportional gesteuert
» Durchflussmengen und Druck am Display einstellbar
» 1. hydraulischer Steuerkreis, proportional gesteuert -
max. 224 l/min High Flow
» Beste Ausleuchtung des Arbeitsumfeldes durch
LED-Scheinwerfer
» Mit Gummiketten oder Stahlketten erhältlich.
Ein Kettenwechsel ist im Nachhinein jederzeit möglich.
» Erhältlich in 3 Versionen:
TB2150 Normalheck mit Monoblockausleger und
Seitenversetzung
TB2150R Kurzheck mit Monoblockausleger
TB2150R V Kurzheck mit Verstellausleger
Huppenkothen GmbH
Bundesstraße 117 / 6923 Lauterach
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Das komplette
Huppenkothen
Produkt- und
Serviceangebot
EDITORIAL
Stolz auf rot-weiß-rot
CAT MINIBAGGER
306 CR
Es war eine der spannendsten Reportagen
der letzten Jahre: Die Leistung der
Experten der Züblin Spezialtiefbau
Ges.m.b.H. in der nordenglischen Hafenstadt
Kingston Upon Hull kann sich wirklich sehen
lassen. Eine Flussmündung und die nahe
Nordsee haben dort schwierige geologische
Bedingungen geschaffen. In diesem Umfeld
erfolgreich die Spezialtiefbauarbeiten für eine
Autobahn-Unterführung
durchzuführen, war schon rein
technisch eine große Herausforderung.
Die etwas unkonventionelle
Ausführungs-Variante,
bei der die Bodenstabilisierung
im Dry-Deep-Mixing-Verfahren
die Schlitzwandherstellung
ermöglicht, überzeugte aber die
Auftraggeber. Wie der österreichische
Projektleiter DI Patrick
Gabriel im Gespräch mit
Baublatt.Österreich darlegte,
war die Bautechnik aber bei
weitem nicht die einzige Herausforderung:
Der Start der
Bauarbeiten fiel nicht nur fast
punktgenau mit dem Brexit zusammen,
sondern auch mit dem Start der Pandemie.
Beides führte zu einer Einschränkung der
Reisefreiheit, was wiederum die Einschulung
britischer Maschinisten bei der Besetzung der
Großgeräte notwendig machte. Von der grundsätzlich
unterschiedlichen Baukultur gar
nicht zu reden. Die wichtigsten Aspekte
dieses beeindruckenden Projekts, über das
Karl Englert
Verlagsleiter und Herausgeber
BAUBLATT.ÖSTERREICH
man ohne weiteres ein Buch verfassen
könnte, haben wir für Sie in unserer ausführlichen
Reportage zusammengefasst.
Aber auch sonst ist unser Team intensiv in
das neue Jahr gestartet. Das traditionelle
Gestrata Bauseminar, das wir in St. Pölten
besuchten, informierte gewohnt hochkarätig
über die aktuellen Herausforderungen beim
Straßenbau mit Asphalt. Dazu zählen auch
Regelwerke wie die EU-Taxonomie-Verordnung.
Ein weiteres
Highlight war Anfang Februar
der große Geotechnik-Event, der
von der VÖBU organisiert wurde
und der mit seiner geballten
Information aus Theorie und
Praxis einen neuen Besucherrekord
verzeichnen konnte.
Last not least berichten wir zu
Beginn der aktuellen Ausgabe in
eigener Sache über den Branchentreff
von Baublatt.Österreich,
der erneut die Spitzen der
heimischen Baumaschinenbranche
in Perchtoldsdorf zusammenführte.
Wie sich in den
zahlreichen Gesprächen zeigte, blickt die
Branche trotz der angespannten wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen zuversichtlich in
die Zukunft. Bleibt mir nur noch, Ihnen einen
erfolgreichen Start in die neue Bausaison zu
wünschen!
Meint herzlichst
Ihr Karl Englert
Kaiser S12 Allroad
mit Walking Booster
Die neueste Modellgeneration
des Kaiser S12 Allroad überzeugt
besonders durch seine starke
Leistung und hohe Standfestigkeit.
Beides Eigenschaften, die ihn zum
Multifunktionsträgergerät in Extremsituationen
machen. Neues Patent:
Ein zusätzlicher Zylinder, genannt
Walking Booster, erhöht substantiell
die Abdrückkraft im Gelände.
Erste Assistenzsysteme für Cat Minibagger
OFFENLEGUNG | gemäß § 25 Mediengesetz: Medieninhaber ist die specialmedia.com GmbH mit Sitz in 1040 Wien, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, Geschäftsführer sind
Hans-Jörgen Manstein und Mag. Michael Grabner, Gegenstand des Unternehmens ist der Verlag, die Herausgabe und der Vertrieb von Zeitschriften; die Konzeption, Herausgabe
und der Betrieb von elektronischen Medien sowie sämtliche daraus folgende Medienaktivitäten. Gesellschafter der specialmedia.com GmbH sind: Hans-Jörgen Manstein (50%),
die Manstein Zeitschriftenverlagsgesellschaft m.b.H. (30%), die Michael Grabner Media Ges.m.b.H. (20%). Offenlegung der Blattlinie – Erklärung über die grundlegende Richtung:
BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin für die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung über Baumaschinen, -geräte und –technik.
IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe Jänner/Februar 2024, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Tel.: +43/1/3100700-100, Fax: +43/1/3100700-600, E-Mail: office@specialmedia.com, Firma des Herstellers: Bauer Medien Produktion- und Handels GmbH,
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Grundlegende Richtung: BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin für die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung
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BAUBLATT.ÖSTERREICH: erscheint monatlich, 10x jährlich mit zwei Doppelnummern, Auflage: 10.500 Exemplare, Einzelpreis Inland € 12,– Jahresabonnement (10 Hefte) € 72,–
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4 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Caterpillar stellt zwei neue benutzerfreundliche Assistenzsysteme für die MiniHydraulikbagger Cat 306 CR, 308 CR und
309 CR der nächsten Generation vor.
• E-Fence ist neu bei Cat Minibaggern und beschränkt die Maschinenbewegung innerhalb der vom Fahrer voreingestellten
Grenzen
• Indicate den Fahrern hilft, vorgegebene Maße schnell und sicher zu erreichen.
Die neuen Assistenzsysteme sind ideal zum Graben von Fundamenten, für den Bau von Entwässerungs- und Kläranlagen,
Bewässerung, Stromversorgung und ähnlichen Anwendungen.
zeppelin-cat.at
INHALT
INHALT
51 Kuhn Ladetechnik: Von der Kleinbaustelle
bis zum Großprojekt setzt die Tiroler Firma
H.T.S. Transport auf Palfinger.
52 Wolffkran: In Jena musste der Einsatz von
acht Wolff Kranen bei einem Großprojekt
akribisch geplant werden.
54 Gestrata: Rückblick auf das 49. Bauseminar,
das wieder in allen neun Bundesländern über
die aktuellen Herausforderungen beim
Straßenbau mit Asphalt informierte.
58 Kuhn: Komatsu präsentiert nicht nur zwei
neue Mobilbagger, sondern plant auch die
Einführung eines neuen 13 t Elektrobaggers
und entwickelt gemeinsam mit GM einen
wasserstoffbetriebenen Muldenkipper.
61 Quixx: Geheimwaffe gegen Lackkratzer.
61 Granit: Bester Service ist die Idee hinter der
Partnerschaft zwischen Ersatzteilgroßhändler
Granit Parts und Traser Software.
62 Pappas: Eröffnung der neuen Transporter
Erlebniswelt im Industriezentrum NÖ-Süd.
64 Kobelco: Die Moosleitner-Gruppe setzt
knapp 30 Jahre auf Kettenbagger von
Kobelco – aktuell auch bei der Generalsanierung
der Tauern-Autobahn.
67 Fliegl: Neue Top Mulde mit großer Bereifung.
67 Holp: Bagger mit Drehantrieb und Speziallöffel
von Holp sind effektiv in der Grabenpflege.
MERLO ROTO
18 70
Die Züblin Spezialtiefbau realisierte mit einer
Bodenstabilisierung im Dry-Deep-Mixing-Verfahren
die Schlitzwandherstellung in marinen Sedimenten.
68 Zeppelin: Als erfolgreichster Lehrling durfte
Marc Schautzer Produktionsstätten von
Caterpillar in den USA besuchen.
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
69 Porr: Die Porr Umwelttechnik baut mit der
Übernahme der Pannonia Gruppe ihre
Kompetenz im Rohstoffbereich aus.
MENSCHEN + SZENE
08 Aktuelles bei MAWEV-Show, Felbermayr,
Bauakademie, Doka, Kuhn, Rhomberg,
Schretter & Cie und Steelwrist.
12 Branchentreff 2023: Rückblick auf einen
gelungenen Festabend, bei dem wieder
zahlreiche Entscheidungsträger der
Baumaschinenbranche die traditionelle
Preisverleihung verfolgten.
PROJEKTE + PLANUNG
18 Spezialtiefbau: In der nordenglischen
Hafenstadt Kingston Upon Hull wird unter
schwierigen geologischen Bedingungen und
engen Platzverhältnissen eine 400 m lange
Autobahn-Unterführung errichtet. Bei den
Spezialtiefbauarbeiten überzeugte die Firma
Züblin Spezialtiefbau Ges.m.b.H. die
Auftraggeber mit ihrer technischen Lösung.
26 Kaiser: Die Rumpf Bau GmbH in Murau
positioniert sich mit ihrem neuen Kaiser
Mobil-Schreitbagger S12-5 Allroad
als leistungsstarker Dienstleister.
30 Wiener Linien: Beim Öffi-Ausbau U2xU5
in Wien liefert Herrenknecht eine Vortriebsmaschine
für den Tunnelbau.
12
MASCHINEN + TECHNIK 32 MWT: Mit Systemen von Pfreundt und MWT
wird der Bagger zur hochpräzisen Waage.
33 Hamm: Die neue HD+ 120i V-VIO verbindet
Vibration und Oszillation in einer Bandage.
34 Zeppelin: Im Werk der Tiroler Rohre GmbH
in Hall stellt ein neuer Cat Radlader 926M als
drittes Cat Gerät in Folge die kontinuierliche
Versorgung der Ofenanlagen sicher.
38 Husqvarna: Der neue DXR 95 präsentiert
sich als leistungsstarker Abbruchroboter.
40 Rubble Master: Im deutschen Kieswerk
Welbers bricht ein hybrider Brecher von
Rubble Master bis zu 110 t Kies pro Stunde.
42 Geotechnik: Rückblick auf zwei intensive
Tage für die Spezialtiefbaubranche: Die
14. Österreichische Geotechniktagung
(ÖGT) und die 13. VÖBU Fair gingen
am 01. und 02. Februar 2024 im Wiener
Messe Congress Center über die Bühne.
46 GeoLanes: Die Firma Hehenberger in
Stroheim treibt die Digitalisierung mit der
iDig Connect 3D-Maschinensteuerung
weiter voran.
48 Ammann: Aufgrund der steigenden Anforderungen
im Verdichtungsbereich und
der optimalen Betreuung durch die Firma
Huppenkothen investierte die Firma Gänger
in einen Ammann ARS 110 Walzenzug.
69 Manitou: Zum 1. Jänner 2024 hat die Firma
WEB-Stapler MH ihr Manitou-Vertriebsgebiet
in Österreich erweitert.
70 Neue Initiative: 18 führende Unternehmen
und Institutionen aus der Bauwirtschaft und
Baustoffindustrie präsentierten als Initiative
„Mehr Zuhaus‘ in Österreich!“ einen
Forderungskatalog an die Politik.
72 Baublatt.Österreich Test:
Dacia Jogger Extreme Hybrid 140
BYD Dolphin Design
Hyundai Ioniq 6 Top Line 4 WD
04 Editorial
FUHRPARK
STANDARDS
74 Service: Literatur
DER DREHBARE
WOLKEN
KRATZER
BURGKIRCHEN 07724 2107 mauch.at
6 JÄNNER/FEBRUAR 2024
BAUBLATT.ÖSTERREICH
BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024 7
MENSCHEN + SZENE
MENSCHEN + SZENE
MAWEV I MESSE CONGRESS GRAZ
Alles neu für die MAWEV-Show 2024
Die Vorarbeiten für die nächste MAWEV-Show laufen bereits auf
vollen Touren: Von 10. bis 13. April 2024 geht die größte österreichische
Demonstrationsschau für Baumaschinen, Baufahrzeuge und
Lkw in die nächste Runde. 170 Unternehmen werden live ihre Maschinen
vor über 20.000 nationalen und internationalen Fachbesucherinnen
und Fachbesuchern demonstrieren. Die bereits 11. Auflage des
Branchenklassikers nimmt insbesondere wegen dem neuen Standort
neue Dimensionen an: Das VAZ St. Pölten bietet nicht nur eine ideale
Verkehrsanbindung – die Autobahn ist in weniger als fünf Minuten zu
erreichen – und großzügige Parkflächen, sondern auch weitläufige
Freiflächen. Der MAWEV-Verband und die Messe Congress Graz (MCG),
die jahrzehntelange Erfahrung im Messegeschäft hat, arbeiten gemeinsam
intensiv an einer erfolgreichen MAWEV-Show 2024. Im Bild
ein Blick auf die letzte MAWEV-Show im Jahr 2018.
www.mawev-show.at
KUHN-HOLDING
Optimierter neuer Online-Auftritt
D
as Familienunternehmen
Kuhn, Partner der Bau-,
Transport-, Lager- sowie
Logistikwirtschaft, tritt unter
www.kuhn.at mit einer völlig
neuen Website auf. Analysen
ergaben, dass es beim Auffinden
von wichtigen Inhalten auf der
Kuhn-Website noch Potenzial
gab. Somit wurde mit der
Funktion „Kontaktaufnahme mit
Kuhn“ ein essenzielles Feature
umgesetzt. Mit dem neuen
Webauftritt von Kuhn sind nun
auch die diversen Leistungsbereiche
nach außen hin ersichtlicher
und greifbarer. Zudem
wurden die zentrale Verwaltung
von Produktdaten, Gebrauchtund
Leihmaschinen sowie
Informationen zu Karrieremöglichkeiten
so gestaltet, dass sie
für jeden User leicht greifbar
sind. Unter der Headline:
„Entdecken Sie die Welt von
Kuhn!“ findet man auf der neuen
Website Videos und essenzielle
Informationen zum Familienunternehmen.
www.kuhn.at
RHOMBERG BAU
Holding-Geschäftsführung komplettiert
Mit einer strategischen Nachschärfung und einem neuen
Geschäftsführer startet Rhomberg Bau ins Jahr 2024. Der
Bregenzer Traditionsbetrieb hat die vakante Stelle des
„Chief Operating Officer Rhomberg Bau Holding“ mit dem
erfahrenen Bauingenieur Christoph Lienhart erfolgreich
besetzen können. In seiner neuen Position übernimmt Lienhart
die operative Führung der Märkte Vorarlberg,
Wien, Schweiz sowie Deutschland. Gemeinsam mit Hubert
Rhomberg (CEO), Tobias Vonach (CFO) und Matthias
Moosbrugger (CTO) bildet er das künftige Führungsteam
der Rhomberg Bau Holding, zu der neben der Rhomberg
Bau GmbH auch Beteiligungen wie Sohm HolzBautechnik
oder Goldbeck Rhomberg gehören. Eine der Hauptaufgaben
dieses neuen Teams wird die Umsetzung der erst
jüngst beschlossenen strategischen Weiterentwicklung
des Bau-Komplettanbieters sein. www.rhomberg.com
FELBERMAYR
Felbermayr-Bau erweitert Geschäftsführung
D
as Familienunternehmen Felbermayr
expandiert stetig. Im Geschäftsfeld
Bau wird dadurch jetzt eine Erweiterung
der Geschäftsführung notwendig. Somit
wurde der bisherige Leiter des Bereiches
Tiefbau-Österreich, Bernhard Strasser, in
Ergänzung zu Stefan Hielle, zum zweiten
technischen Geschäftsführer der Felbermayr
Bau GmbH & Co KG ernannt.
Ergänzt wird das Führungstrio durch
Rainer Traunwieser. Dieser ist seit 2022
als kaufmännischer Geschäftsführer des
Felbermayr-Bauwesens tätig.
„Strasser ist seit drei Jahren als Bereichsleiter
für Tiefbau-Österreich im Team und
hat sich in dieser Funktion sowohl mit
fachlicher Expertise als auch durch seine
Mitarbeiterführung bestens qualifiziert“,
mobile u. stationäre
tankanlagen
tel. 0 72 43/51 683, fax 0 72 43/51 683-20
www.emtec-tankanlagen.at
betont Stefan Hielle. Strassers Verantwortung
umfasste in der Vergangenheit
vorwiegend den Straßen-, Infrastrukturund
Erdbau sowie Abbruch, die Kanalsanierung
und den Pflaster- und Landschaftsbau.
Mit der Ernennung zum
Geschäftsführer erweitert sich die
Verantwortung des 48-jährigen Mondseers
auf alle dem Geschäftsfeld Bau zugeordneten
Gesellschaften.
Neben den klassischen Gewerken Hoch-,
Tief- und Spezialtiefbau ist Felbermayr
auch im Wasserbau sowie im Baunebengewerbe
seit vielen Jahren erfolgreich tätig.
„Durch kontinuierliches Wachstum sowie
zahlreiche Akquisitionen hat das Unternehmen
in den vergangenen Jahren einen
deutlichen Wachstumsschub bekommen“,
freut sich Eigentümer und CEO der
Felbermayr Holding Horst Felbermayr.
Das sei auch der ausschlaggebende Grund
gewesen, um dem Vorschlag des langjährigen
Bau-Geschäftsführers Stefan Hielle
nachzukommen und die technische
Geschäftsführung zu erweitern.
www.felbermayr.cc
Von links: Bmstr. DI Stefan Hielle, CEO DI Horst Felbermayr, Rainer Traunwieser
und Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Bernhard Strasser.
8 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Das Produkt- und Leistungsangebot von Kuhn wird auf der neuen
Website übersichtlich dargestellt und leicht zugänglich gemacht.
STEELWRIST
Tiltrotator der dritten Generation
Steelwrist ist ein Hersteller von Tiltrotatoren,
Schnellwechslern und Arbeitsgeräten für Bagger
mit globaler Präsenz und eigener Organisation
in 19 Ländern. Am 13. März 2024 wird Steelwrist
den neuen Standort der Steelwrist Deutschland
GmbH in Hamburg einweihen und gleichzeitig
die größte und innovativste Produkteinführung in
der Unternehmensgeschichte präsentieren. Das Herzstück der
Markteinführung wird das erste Modell der Steelwrist-Tiltrotatoren der
dritten Generation sein, das mehrere innovative Funktionen sowohl aus
Hardware- als auch aus Softwaresicht demonstrieren wird. Dazu
gehören neue Technologien für die Sicherheit der Kupplungsverriegelung
und die einfache Wartung. Als Teil der Quantum-Steuerungsplattform
wird eine Kombination aus neuen Hardwarekomponenten und
Installationsunterstützungsanleitungen gezeigt. Neben Neuigkeiten
rund um den Tiltrotator, das Steuerungssystem, die Sensortechnologie
und die Arbeitsgeräte der dritten Generation wird Steelwrist auch eine
neue Produktkategorie einführen, die das breite Produktportfolio für
die Effizienz von Baggern weiter ausbaut. Im Anschluss werden alle
neuen Steelwrist-Produkte vom 24. bis 27. April 2024 auf der Intermat
in Paris, Frankreich, gezeigt.
www.steelwrist.com
Die neue Geschäftsführung der Rhomberg Bau Holding
mit Christoph Lienhart, Tobias Vonach, Hubert Rhomberg
und Matthias Moosbrugger (von links).
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mieten
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RAUPENBETONPUMPEN
www.twf.at
Ihr Partner im TIEFBAU!
Foto: Rhomberg Bau
TERMINE
Ausbildung zum zertifizierten
Baukoordinator
21.-23.02.2024, Wien www.ars.at
Claim-Management nach
ÖNorm B 2110 & B 2118
27.02.2024, Wien und Virtual Classroom
www.ars.at
Gewährleistungsmanagement am Bau
29.02.2024, Wien und Virtual Classroom
www.ars.at
Ausbildung zur Kampfmittelfachkraft
– Sondierung,
Baubegleitung, Freigabe
04.03.2024, Kapfenberg
info@sprengschule.at
Workshop „Abfallbilanz“:
von EDM bis ZAReg
04.03.2024, Linz www.brv.at
Workshop „Berechnung
von Erdwärmesonden“
07.03.2024, Wien www.voebu.at
Naturschutzrecht in der Projektentwicklung
12.03.2024, Wien und Virtual Classroom
www.ars.at
Monolithische Betonplatten
14.03.2024, Wien www.betonakademie.at
Lehrgang Projektmanagement
11.04.-04.06.2024, Wien www.ars.at
Betonfachmesse GIC
18.-20.4.2024, Piacenza www.gic-expo.it
IFAT Munich
13.-17.5.2024, München www.ifat.de
BAUAKADEMIE BWZ OÖ I UNIVERSITÄT KREMS
D
Von links: DI Rupert Ledl (Leiter des Zentrums für Bau- und Immobilienwirtschaft),
Mag. Friedrich Faulhammer (Rektor der Universität für Weiterbildung Krems),
Harald Kopececk MBA (Leiter der Bauakademie BWZ OÖ), Mag. Dr. Erich Kremsmair, MBA
(Lehrgangsleiter an der Universität für Weiterbildung Krems) und Univ.-Prof. DI Dr. Stefan
Oppl, MBA (Dekan der Fakultät für Bildung, Kunst und Architektur).
Neues Studium Bauprozessmanagement
ie Universität für Weiterbildung Krems
und die Bauakademie BWZ OÖ kooperieren
als Ausbildungsinstitute seit zehn Jahren
und führen gemeinsam zwei erfolgreiche
akademische Studiengänge durch. Neben dem
viersemestrigen MBA Bauwirtschaft (Master
of Business Administration Bauwirtschaft)
gab es auch die Möglichkeit, das erste
Masterstudium dieser Art in Österreich, den
MSc BIM (Master of Science Building Information
Modeling) in vier Semestern zu
absolvieren. Beide Studiengänge sind praxisorientiert
und berufsbegleitend. Der gemeinsame
Erfolgsweg soll mit dem in Planung
befindlichen Weiterbildungsstudium „Bauprozessmanagement“
fortgesetzt werden, das mit
dem Grad Bachelor Professional abschließt.
„Der Bedarf an ausgebildeten Führungskräften
am Bau, die zur Digitalisierung einen
wesentlichen Beitrag leisten und auch wissen,
wie man die Attraktivität des Arbeitsplatzes
für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
halten kann, ist hoch“, betont Harald Kopececk,
MBA, Leiter der Bauakademie BWZ OÖ,
der Weiterbildung auch als Innovationstreiber
für die Professionalisierung in der Baubranche
sieht.
www.donau-uni.ac.at | www.ooe.bauakademie.at
Foto: Universität für Weiterbildung Krems
DOKA
Praxisnahe Schulungen für alle Aspekte
D
amit die Baustellenteams perfekt für
die Anforderungen vor Ort qualifiziert
sind, bietet Doka ein vielfältiges Trainingsprogramm,
das neben schalungs- und
sicherheitstechnischen Aspekten auch die
digitalen Services auf der Baustelle
abdeckt. Und zwar nicht nur im Bereich
Schalung, sondern jetzt erstmals auch im
Bereich Gerüste. Diese Seminare können
entweder als Präsenztraining im Doka-
Trainingszentrum Amstetten, direkt
vor Ort im Unternehmen oder
bequem als kostenlose Webinare
absolviert werden. Besonders
beliebt sind seit Jahren die
sogenannten Doka Spezial-
Seminare. Hier entscheiden
die Kunden individuell,
Auch kompakte Webinare sind
Teil des Kundentraining-
Programms von Doka.
welche Inhalte von unseren Experten
professionell und auf die speziellen
Bedürfnisse des jeweiligen Teams abgestimmt,
präsentiert und trainiert werden.
Diese Seminare können flexibel am
eigenen Standort, in einer Doka-Niederlassung
oder im Doka-Trainingszentrum
in Amstetten stattfinden. Die Dauer der
Seminare wird individuell nach den
jeweiligen Anforderungen festgelegt und
beträgt zwischen eineinhalb Stunden und
zwei Tagen. Bei den Präsenz-Seminaren in
Amstetten liegt der Fokus 2024 auf
intensiver Praxis. Beim „Anwenderwissen
Hochbau“ wird vermittelt, wie das
Potenzial der Schalungssysteme noch
effizienter genutzt werden kann. Für
Unternehmen, die Projekte mit hohen
Anforderungen an Sichtbeton ausführen
wollen, ist das Seminar zur Realisierung
hochwertiger Sichtbetonoberflächen
besonders interessant. Neben dem
Dauerbrenner, Schalungsplanung via
Tipos & Co., sind heuer erstmals auch
Termine zum Thema Gerüste im
Programm, die sich mit der Realisierung
sicherer und effizienter Gerüstlösungen
mit dem Modulgerüst Ringlock beschäftigen.
Mehr Informationen zu den
Veranstaltungen und zur Anmeldung:
www.doka.com/at/solutions/training/doka-training
Foto: Doka
10
JÄNNER/FEBRUAR 2024
BAUBLATT.ÖSTERREICH
MENSCHEN + SZENE
MENSCHEN + SZENE
Von links: Karl Englert (Herausgeber Baublatt.Österreich), Wolfgang Rigo (Huppenkothen; „Baumaschine des Jahres),
Ing. Michael Auer (HTB Baugesellschaft; „Innovation des Jahres“), Ing. Erwin Hofstätter (Firmengruppe „acht“;
„Goldener Spaten“), Manfred Pani (Zeppelin Österreich; „Kleinbaugerät des Jahres“) und Alexander Riell
(Chefredakteur Baublatt.Österreich).
BAUBLATT.ÖSTERREICH
Mit Optimismus in die neue Bausaison
Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Festsaal der Burg Perchtoldsdorf
beim diesjährigen Branchentreff von Baublatt.Österreich. Wie der gelungene
Festabend zeigte, blickt die Baumaschinenbranche trotz der angespannten
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit Zuversicht in die Zukunft.
Z
u Beginn widmete sich Baublatt.
Österreich Herausgeber Karl Englert
kurz der aktuellen Situation in der
Bauwirtschaft: „Auch im Jahr 2024 wird
der Wohnungsbau weiterhin unter Druck
stehen. Ein kurzer Blick auf die Zahlen:
Wurde 2019 noch der Bau von 69.900
Wohneinheiten im Neubau bewilligt, so
werden von den Experten für 2024 nur
noch 32.600 Bewilligungen im Wohnungs-
Neubau erwartet. Aufgrund der aktuellen
DIE PREISTRÄGER IM ÜBERBLICK
BAUMASCHINE DES JAHRES
TAKEUCHI TB395W MIT
4-RAD-LENKUNG
Huppenkothen
INNOVATION DES JAHRES
BOHRLAFETTE BL-VR-EVO-190 DK130
HTB Baugesellschaft
KLEINBAUGERÄT DES JAHRES
WEBER SMART ASSIST
Weber Maschinentechnik
GOLDENER SPATEN
ING. ERWIN HOFSTÄTTER
Entwicklungen ist allerdings davon
auszugehen, dass ein erheblicher Teil
davon nicht in die Umsetzung gelangt.
Dies ist umso bedauerlicher, als jedes
Roland Adrowitzer, ehemaliger Chefreporter
der Zeit im Bild, analysierte die aktuelle
weltpolitische Lage.
Neubauprojekt zur Auslastung unserer
Bau- und Erdbaufirmen beiträgt. Es ist
daher ein perfektes Timing, dass nach
sechs Jahren Pause aufgrund von Corona
im April 2024 wieder eine MAWEV-Show
stattfindet. Sie bietet der Baumaschinenbranche
eine wichtige Plattform, um ihre
jüngsten Innovationen zu präsentieren.
Diese sind kein Selbstzweck, sondern
bedeuten für die Kunden in der Regel auch
mehr Effizienz und mehr Wirtschaftlichkeit.“
Es folgte die Verleihung der traditionellen
Auszeichnungen von Baublatt.
Österreich durch Karl Englert und
Chefredakteur Alexander Riell. Den
Beginn machte die Kategorie „Kleinbaugerät
des Jahres“, die an den Weber Smart
Assist der Firma Weber Maschinentechnik
vergeben wurde. Das von Weber MT
entwickelte digitale System erleichtert
dem Bediener die Anwendung und
Wartung in der handgeführten Verdichtungstechnik.
Mit dem Preis für die
„Innovation des Jahres“ wurde die Tiroler
HTB Baugesellschaft für die ebenso leichte
wie leistungsstarke Bohrlafette BL-VR-
EVO-190 DK130 ausgezeichnet. Von der
Entwicklung, über die Fertigung bis hin
Fotos: Baublatt.Österreich / APA-Fotoservice / Krisztian Juhasz
Ausgezeichnete Stimmung herrschte am 01. Februar 2024
beim diesjährigen Branchentreff.
zum Prototypenbau und einer harten
Testphase wurde alles im Hause HTB
gemacht. Die Auszeichnung „Baumaschine
des Jahres“ ging an die Firma Huppenkothen
für den Takeuchi TB395W mit
4-Rad-Lenkung. Der kompakte 11 t
Mobilbagger zeigt seine Stärken vor allem
bei beengten Baustellen, die im Erdbau
immer mehr zur Regel werden. Der Preis
ist auch eine Würdigung der Firma
Huppenkothen, die den Erfolg der Marke
Takeuchi seit Jahrzehnten mit intensiver
Kundenbetreuung und leistungsstarken
Mietstandorten sicherstellt.
Den Abschluss bildete die Verleihung
des „Goldenen Spaten“, der für besondere
Verdienste um die Baumaschinenbranche
vergeben wird. Als Preisträger wurde
Ing. Erwin Hofstätter für den Aufbau der
Firmengruppe „acht“ geehrt, die mit den
Bereichen mineraltech für die mineralische
Aufbereitungstechnik und baurecycling
mit dem Dienstleistungsbereich
„Mobilaufbereitung“ ein wichtiger Dienstleister
in der Branche ist. Die Auszeichnung
würdigt aber auch seine branchenübergreifende
Initiativen und
seine Mitwirkung im
österreichischen
Baustoff-Recycling-
Verband.
Ein weiterer
Höhepunkt war die
Rede des langjährigen
Medienprofis Roland
Adrowitzer. Der ehemalige
Landesintendant des ORF
Tirol war auch als Chefreporter
für die Zeit im Bild
und als Koordinator der
ORF-Korrespondentenbüros
tätig. Auf Basis
Baublatt.Österreich
Herausgeber Karl
Englert bei seiner
Begrüßungsrede.
Freute sich über die Würdigung seiner
Verdienste um die Branche:
Ing. Erwin Hofstätter mit der
Auszeichnung „Goldener Spaten“.
12 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024 13
MENSCHEN + SZENE
MENSCHEN + SZENE
seiner jahrzehntelangen Erfahrung
analysierte er die aktuelle weltpolitische
Lage und verknüpfte sie auf unterhaltsame
Weise mit seinen persönlichen
Erfahrungen. Beim entspannten persönlichen
Austausch fand der Branchentreff
mit der Verkostung der hervorragenden
Produkte des in Perchtoldsdorf ansässigen
Weinguts von Georg Nigl seinen Ausklang.
14 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024 15
MENSCHEN + SZENE
MENSCHEN + SZENE
16 BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024 17
PROJEKTE + PLANUNG
ZÜBLIN SPEZIALTIEFBAU
Österreichisches Spezialtiefbau Know-how
bei anspruchsvollem Projekt in Großbritannien
Projektleiter DI Patrick Gabriel
(Züblin Spezialtiefbau Ges.m.b.H.).
Für die Errichtung der Unterführung wurden im stabilisierten Boden Schlitzwände hergestellt
und Zugpfähle als Verankerung bis in den Kreidekalk geführt. Danach wurde mittels
Düsenstrahlverfahren eine dichte Baugrubensohle erstellt. Die Grafik veranschaulicht die
vorauseilende trockene Bodenstabilisierung (DDM) im Querschnitt (links) bzw. im Lageplan
(rechts): DDM-Säulen (gelb) und Schlitzwand (blau).
Im Zentrum der nordenglischen
Hafenstadt
Kingston Upon Hull wird
unter schwierigen geologischen
Bedingungen und
engen Platzverhältnissen
eine 400 m lange Autobahn-
Unterführung errichtet. Den
Zuschlag für die Spezialtiefbauarbeiten
erhielt die Firma
Züblin Spezialtiefbau
Ges.m.b.H., die mit der technischen
Lösung die Auftraggeber
überzeugte. Trotz der
enormen Herausforderungen
durch den Brexit, die Pandemie
und die Baustellenlogistik,
konnte der Spezialtiefbau
planmäßig im Dezember
2023 abgeschlossen werden.
K
ingston Upon Hull, kurz Hull, liegt an
der Humber-Bucht an der englischen
Ostküste. Die Humber-Bucht ist eine
Flussmündung in die Nordsee, die durch
Ebbe und Flut geprägt ist. Das Stadtgebiet
von Hull ist flach und liegt nur wenige
Meter über dem Meeresspiegel. Daraus
resultiert nicht nur ein hoher Grundwasserspiegel,
sondern auch ein sehr weicher
Untergrund, der bis in eine Tiefe von 15 m
überwiegend aus maritimen Sedimenten
besteht.
Hull ist auch ein wichtiger Versorgungshafen
für die Metropolregion
Greater Manchester und Liverpool. Die
Hauptverbindung für den Warentransport
ist die Autobahn A63, die durch das
Stadtzentrum von Hull verläuft und
täglich von über 54.000 Fahrzeugen
benutzt wird. Im Verlauf der A63 bildet
der Kreisverkehr „Mytongate Junction“
einen stark frequentierten Verkehrsknotenpunkt,
der nun durch die neue
Unterführung entschärft wird.
Bauherr des Projekts ist National
Highways, ein britisches Staatsunternehmen,
das für den Betrieb, die Instandhaltung
und den Ausbau der englischen
Autobahnen und Hauptverkehrsstraßen
zuständig ist. Auftraggeber ist die Firma
Balfour Beatty Civil Engineering Limited,
eines der zehn umsatzstärksten europäischen
Bauunternehmen. Die ersten
Studien zu diesem Projekt erfolgten in den
frühen 1990er Jahren. Mit der tatsächlichen
Umsetzung wurde im Jahr 2020
begonnen, die Arbeiten sollen 2025
JÄNNER/FEBRUAR 2024
19
PROJEKTE + PLANUNG
Einbringung eines Bewehrungskorbes
in eine der Schlitzwände.
abgeschlossen sein. Für die Planung
zeichnet das international tätige Planungsbüro
Arup verantwortlich.
Sowohl dem Bauherren als auch dem
Auftraggeber war bewusst, dass die
besonderen Bodenverhältnisse in der
Stadt erhebliche Risiken für das Projekt
mitbringen. Die Eckpunkte für den
Spezialtiefbau waren daher vorgegeben:
Zunächst musste der Boden stabilisiert
werden um dann eine seitliche Umschließung
und eine Abdichtung nach unten zu
errichten. Aufgrund der dynamischen
Auftriebskräfte durch den schwankenden
Grundwasserspiegel muss die Konstruktion
in den stabileren Felsuntergrund in
20 m Tiefe rückverankert werden.
Seit 2016 unterstützten die Experten
des Züblin-Spezialtiefbauteams als
Berater die Planung der neuen Unterführung.
Auf Basis der geologischen Gegebenheiten
entwickelten sie eine Ausführungs-
Variante, bei der die Bodenstabilisierung
im Dry-Deep-Mixing-Verfahren zur
Ermöglichung einer Schlitzwandherstellung
in den marinen Sedimenten erfolgt.
Bei diesem Verfahren – das zu den
Trockenmischverfahren gehört – wird ein
Bindemittel-Gemisch mittels Druckluft
über Düsen eingeblasen und mit dem
Boden vermischt. Der Boden weist danach
eine höhere Scherfestigkeit, eine geringere
Durchlässigkeit und eine höhere Steifigkeit
auf.
Dazu DI Patrick Gabriel, Projektleiter
der Züblin Spezialtiefbau Ges.m.b.H.: „Von
Beginn an war klar, dass im Rahmen der
Spezialtiefbauarbeiten Schlitzwände,
Zugpfähle und eine DSV-Sohle zum
Einsatz kommen. Ein großes Fragezeichen
war jedoch die Herstellung der Schlitzwände
in dem weichen Boden, die bei
diesem Projekt nur in Verbindung mit
einer Bodenstabilisierung möglich war. Die
Bodenstabilisierung sorgt für die äußere
Standsicherheit des offenen Schlitzes,
reduziert die vertikalen und horizontalen
Verformungen während der Herstellung
und verringert das Überprofil – alleine das
Gewicht des Frischbetons würde ausreichen,
um den weichen Boden zu verdrängen.
Es war aus unserer Sicht nicht
sinnvoll, in einen Boden mit so hohem
Wassergehalt durch ein Nassmischverfahren
noch zusätzlich Wasser einzubringen.
Daher haben wir uns für das Dry-Deep-
Mixing-Verfahren entschieden, mit dem
wir in Skandinavien bereits sehr gute
Erfahrungen gemacht haben.“
Alle Baubeteiligten einigten sich im
Jahr 2020 auf die Ausführung eines
Probefeldes, um die Kombination der
eingesetzten Bauverfahren in dem
herausfordernden Baugrund vorab zu
testen. Das komplette Equipment auf dem
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PROJEKTE + PLANUNG
PROJEKTE + PLANUNG
Eine Bauer BG33 bei
der Pfahlherstellung unter
Wasserauflast.
Probefeld wurde von der Züblin Spezialtiefbau
Ges.m.b.H. beigestellt. Unter
anderem wurden Schlitzwandelemente in
verschiedenen Größen sowohl stabilisiert
als auch unstabilisiert getestet. So konnte
überprüft werden, welche Variante die
bestgeeignete ist, um die enge Vorgabe
hinsichtlich der Verformung des Bodens
von 10 mm einzuhalten. Dabei stieß das
Team auf spezielle Herausforderungen
hinsichtlich der eingesetzten Stützflüssigkeit
und Bindemittel für die Bodenstabilisierung.
Durch Laborversuche, begleitend
zum Probefeld, konnte ein optimales
Bindemittel für die Bodenstabilisierung
und eine optimale Bentonit-Rezeptur
gefunden werden. Auf dem Probefeld
wurde auch die DSV-Technik getestet und
die Belastungsfähigkeit der Zugpfähle mit
Zugversuchen überprüft. So konnte ein
reibungsloser Start des komplexen
Hauptprojektes mit deutlich reduziertem
Risiko sichergestellt werden. Nachdem die
Züblin Spezialtiefbau Ges.m.b.H. bereits
im Early Contractor Involvement (ECI)
mit der Qualität der Unterlagen überzeugt
DATEN & FAKTEN
Projekt: A63 Kingston Upon Hull, Großbritannien
Bauherr: National Highways
Auftraggeber: Balfour Beatty Civil Engineering Limited.
Planung: Arup
Spezialtiefbau: Ed. Züblin AG - UK Branch London
Züblin Spezialtiefbau Ges.m.b.H. Wien
Leistung: 12.500 DDM (Dry-Deep-Mixing)-Säulen (trockene Bodenstabilisierung)
15.500 m² Schlitzwand (1,0 m)
367 Pfähle (900 mm / 1.200 mm)
7.200 DSV-Säulen (25.000 m³)
Bauzeit: Juli 2020 – Dezember 2024
hatte, wurde sie nach dem erfolgreichen
Abschluss des Probefelds mit der Durchführung
der Spezialtiefbauarbeiten
beauftragt.
Baukultur in Großbritannien
Projektleiter DI Patrick Gabriel über die
Besonderheiten der Projektabwicklung in
Großbritannien: „Was die Technik im
Spezialtiefbau betrifft, so kann man sagen,
dass man in Großbritannien von uns
gelernt hat. Im Gegenzug können wir in
Österreich aber sehr viel von den Vertragsmodellen
in Großbritannien lernen. Es ist
vereinfacht gesagt partnerschaftliches
Bauen auf Basis einer definierten Zielsetzung.
Vertragliche Standardprozesse
werden sorgfältig von allen Vertragspartnern
eingehalten, damit die Zusammenarbeit
funktioniert. Ab einer gewissen
Projektgröße gibt es in England eine
Geotechnical Steering Group aus Auftraggeber,
Experten, Planern und ausführenden
Firmen. Regelmäßig gibt es Treffen
und Abstimmungen, und in dieser Runde
werden alle Entscheidungen zusammen
getroffen. Zu den Standardprozessen
gehört ebenso eine für alle geltende
Warnpflicht: Wer etwas bemerkt, was das
Projekt verzögern oder das Budget erhöhen
könnte, hat die Verpflichtung, diese
Information sofort an alle weiterzugeben.
In Großbritannien versucht man durch ein
Early Contractor Involvement (ECI) die
Baufirmen so früh wie möglich einzubinden.
Der Hintergrund: Die Planer bekommen
schon sehr früh praktische Informationen
zur Bauausführung, die Baufirmen
können die Planung noch beeinflussen und
die Auftraggeber haben den Vorteil, die
Kosten bereits zuverlässig zu kennen.
Zusammen einigt man sich auf ein Zielbudget.
Wird dieses Budget eingehalten,
machen alle Gewinne. Wird es überschritten,
dann zahlen alle drauf. Ein eigenes
Thema ist die englische Sicherheitskultur
am Bau. Wenn man als Österreicher mit
der britischen Baukultur zum ersten Mal
konfrontiert wird, dann kommt einem auf
dem ersten Blick Vieles überreguliert vor.
Mittlerweile verstehe ich die Sicherheitskultur
besser und um ehrlich zu sein,
schätze ich sie sehr, denn die Unfallstatistik
spricht eine klare Sprache. Mit einem
Fokus auf Gefahrenquellen und ständigem
Lernen nach Beinaheunfällen wird der
Arbeitsschutz permanent verbessert. Kein
Vorfall wird auf die leichte Schulter
genommen. Im Gegenteil: die Arbeit wird
sofort gestoppt und es wird gründlich eine
intensive Ursachenforschung betrieben.“
Großgeräte-Tetris
Vom Ablauf her wurde im Rahmen der
Spezialtiefbauarbeiten zunächst ein
Streifen stabilisiert und in diesem die
Schlitzwand ausgehoben. Im nächsten
Schritt wurden die Zugpfähle, die in eine
Tiefe von bis zu 30 m reichen, in Form
hoch bewehrter Bohrpfähle im Kreidekalk
22 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH
verankert. Danach wurde der DSV-Körper
zwischen den Schlitzwänden und den
Bohrpfählen hergestellt. All diese Baumaßnahmen
mussten unter engsten
Verhältnissen umgesetzt werden, die sich
aufgrund der zahlreichen Verkehrsumlegungen
ständig veränderten. Unter
anderem wurde für die Errichtung der
Südwand eine temporäre Verkehrsführung
eingerichtet, diese nach Fertigstellung
wieder abgebrochen und mit einem neuen
Verkehrskonzept die Nordwand errichtet.
Dabei mussten stets vier Fahrspuren zur
Verfügung stehen und auch die Straße
zum Bahnhof und zum Krankenhaus von
Hull musste immer angebunden sein.
Angesichts dieser Rahmenbedingungen
war die Logistik die größte Herausforderung,
denn die Großgeräte mussten in der
richtigen Abfolge koordiniert werden, um
eine kontinuierliche Auslastung aller
Gewerke sicherzustellen. Zum Einsatz
kamen mehrere Geräte aus dem Fuhrpark
der Züblin Spezialtiefbau Ges.m.b.H.: für
die Bodenstabilisierung eine Bauer
RG19-T, für die Schlitzwand-Herstellung
ein Liebherr HS8130, für die Zugpfähle
eine Bauer BG33 und für die DSV-Arbeiten
eine SPD JG13 und Comacchio MC24.
MOBILE BRECHER-, SIEB- und FÖRDERANLAGEN
RAUPENMOBILE SIEB- UND BRECHERANLAGEN
HALDENBÄNDER, SICHTER, SPRÜHER
Gruppe
Für das Projekt hat Züblin Spezialtiefbau
Ges.m.b.H. gemeinsam mit den Projektpartnern
Arup, National Highways und
Balfour Beatty im September 2022 den
Ground Engineering Award in der Kategorie
„technische Spitzenleistung“ erhalten. Nicht
ganz ein Jahr später – Juli 2023 – zusätzlich
noch den Health and Safety Award für
innovative Sicherheitsverbesserungen.
Brexit, Pandemie und
andere Herausforderungen
Projektleiter DI Patrick Gabriel: „Die
erfolgreiche Herstellung des Probefelds
erfolgte noch zu 100% mit österreichischem
und deutschem Personal der Züblin
Spezialtiefbau Ges.m.b.H.. Mit dem Brexit
und dem Austritt des Vereinigten Königreichs
aus dem EU-Binnenmarkt und
PERFORMANCE IN EVERY DETAIL
VERTRAGSHÄNDLER, MIET- UND SERVICEPARTNER FÜR:
Zollunion Ende 2020 war dann plötzlich
alles unglaublich kompliziert. Die Personen,
die zuvor bereits vor Ort waren, durften
zwar weiterarbeiten, wir benötigten aber
natürlich zusätzliches Personal. Wir haben
dann begonnen, mit unseren Leuten
britische Maschinisten auf den Spezialgeräten
auszubilden. In der Folge waren die
verschiedenen Einsatzbereiche unterschiedlich
stark mit Briten besetzt. Durch die
Pandemie ist der Brexit dann aber fast in
den Hintergrund gerückt. Abwechselnde
Lockdowns und Quarantänepflicht haben
die Reisetätigkeit extrem erschwert. Es ist
ein eigenartiges Gefühl, alleine durch große
Flughafenbereiche zu gehen. Bis zur
Lockerung im Frühjahr 2022 war ich
aufgrund der Einreise-Vorschriften mehr
Jurist als Techniker. Trotzdem konnten wir
die Spezialtiefbauarbeiten im Dezember
2023 planmäßig abschließen. Jetzt erfolgen
die Aushubarbeiten, nach deren Abschluss
wird die Bodenplatte für die Fahrspuren
betoniert. Unser Equipment ist während
des Aushubs für alle Fälle aber noch vor
Ort. Ich bin überzeugt: Wenn in einigen
Millionen Jahren wieder die Dinosaurier die
Welt beherrschen, dann werden auch sie
noch diese Unterführung benutzen können.“
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Baumeister DDI Maximilian Rumpf:
„Mit unserem neuen Kaiser Mobil-
Schreitbagger S12-5 Allroad haben
wir uns als professioneller Dienstleister
im Baubereich noch breiter
und leistungsfähiger aufgestellt.
KAISER
Rumpf Bau verstärkt sich mit neuem
Kaiser Mobil-Schreitbagger S12-5 Allroad
Die in Murau ansässige Rumpf Bau GmbH ist in den Bundesländern Salzburg, Steiermark
und Kärnten im Hoch- und Tiefbau tätig. Da viele Projekte im steilen Gelände realisiert
werden müssen, wurde immer wieder auch ein Schreitbagger angemietet. Seit rund einem
Jahr verfügt das Unternehmen über seinen eigenen Kaiser Mobil-Schreitbagger S12-5
Allroad und positioniert sich damit in der Region als leistungsstarker Dienstleister für
anspruchsvolle Projekte.
D
ie Firma Rumpf Bau GmbH wurde
2005 von Baumeister DI Johann
Rumpf gegründet, der vor seiner Tätigkeit
als Unternehmer bereits mehr als 20 Jahre
Berufserfahrung in der Bauausführung
sammeln konnte. Seit 2014 unterstützt ihn
sein Sohn, Baumeister DDI Maximilian
Rumpf, bei der Leitung des Unternehmens,
das über 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
beschäftigt. Neben dem Hochbau, wo
man verschiedene Baumeisterarbeiten
durchführt, ist das Unternehmen vor allem
in den Bereichen Erdbau, Straßen- und
Forstwegebau, Steinschlichtungen,
Hochwasserschutz und Bewehrte Erde
tätig. Ein weiteres Standbein ist der
Kanal- und Leitungsbau, wo die Firma
Rumpf aufgrund ihrer umfangreichen
Erfahrungen sehr gefragt ist.
Firmenchef DI Johann Rumpf: „Wir sind
ein kompetenter Partner, wenn es ums
Bauen geht – vom kleinen privaten
Bauvorhaben bis hin zum öffentlichen
Großprojekt. Sowohl unsere Mitarbeiter,
Bernhard Bauer schwört als erfahrener Schreitbagger-Fahrer
auf die Stärken der Kaiser Mobil-Schreitbagger – im Forstwegebau
genauso, wie bei Erdbauarbeiten in steilem Gelände.
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als auch unsere Partner und Lieferanten
wurden über Jahre hinweg akribisch
ausgewählt und entsprechen so unseren
Grundsätzen der Verlässlichkeit, Termintreue,
Handschlagqualität, Flexibilität und
Kundennähe. Von Beginn der Baustelle bis
zur Finalisierung stehen unseren Kunden
dieselben Ansprechpartner zur Seite.
Unsere Flexibilität, gepaart mit unserem
breit gestreuten technischen und baubetrieblichen
Know-how und der Möglichkeit,
auf ein großes Netzwerk an kompetenten
Partnern und Lieferanten zuzugreifen,
ermöglichen es uns, interessante Bauprojekte
auch außerhalb unserer deklarierten
Kernkompetenzen wirtschaftlich, effizient
und in exzellenter Qualität umzusetzen.“
Zu den Kernkompetenzen zählt auch
der Kraftwerksbau, wo man unter anderem
das Kleinwasserkraftwerk Oberwölz
errichtet hat. Gemeinsam mit seinem
Team hat Projektleiter DDI Maximilian
Rumpf die Rohrverlegung durchgeführt:
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Tieflader mit Radmulde
T 09631 6423 • info@zandt-cargo.de • 95643 Tirschenreuth
26 JÄNNER/FEBRUAR 2024
BAUBLATT.ÖSTERREICH
BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024 27
MASCHINEN + TECHNIK
VERNETZTES
ARBEITEN
Rahofer.
Der Kaiser Mobil-Schreitbagger S12-5 Allroad
ist ein Vertreter der neuesten Modellgeneration
der Kaiser Mobil-Schreitbagger.
Seine Stärken zeigt er unter anderem bei
der Instandsetzung und Erweiterung der
Trails im Bikepark Schladming.
DDI Maximilian Rumpf in der
fahrerfreundlichen Kabine des
Kaiser Mobil-Schreitbagger
S12-5 Allroad.
„Trotz unserer jahrzehntelangen Erfahrung
im Kraftwerksbau verlegen auch wir
nicht alle Tage Rohre mit den großvolumigen
Dimensionen DN2100 und DN1900.
Elemente mit solch großen Abmessungen
verlangen eine entsprechende Einbautiefe,
wobei der hohe Grundwasserspiegel im
Projektgebiet alles andere als hilfreich
war.“
Kaiser S12-5 Allroad zeigt seine
Stärken im Bikepark Schladming
Viele der Erd- und Felsarbeiten müssen
im steilen Gelände durchgeführt werden.
Das gilt auch für die Arbeiten im Bikepark
Schladming, wo eine Vielzahl an Downhill-
Strecken Bikespaß für Profis bietet. Für
die Sommersaison 2024 wird hier das
Streckennetz der Trails von der Firma
Rumpf punktuell saniert und erweitert.
Die Arbeiten wurden 2023 mit Beginn der
Wintersaison eingestellt und werden im
Frühjahr fortgesetzt. Ein klassischer
Einsatz für den neuen Kaiser Mobil-
Schreitbagger S12-5 Allroad, der vor Ort
im Alleingang die notwendigen Abtragsund
Aufschüttungsarbeiten erledigt.
DDI Maximilian Rumpf über die
Investition in den Kaiser Mobil-Schreitbagger
S12-5 Allroad: „Erfahrene Maschinisten
für einen Mobil-Schreitbagger findet
man sehr selten. Wir haben uns daher sehr
gefreut, dass wir unser Team mit Bernhard
Bauer verstärken konnten, der einen
ausgezeichneten Ruf als Schreitbaggerfahrer
genießt. Bei der Entscheidung, in
welches Gerät wir investieren, waren zwei
Punkte ausschlaggebend. Einerseits war
Bernhard aufgrund seiner früheren
Erfahrungen mit einem Kaiser Mobil-
Schreitbagger zu 100% von der Marke
überzeugt und andererseits war für uns
– aus Sicht des Unternehmens – die After
Sales Betreuung durch die Firma Kaiser
Fahrzeugtechnik in Nenzing optimal
gewährleistet. Aufgrund dieses Pakets aus
einem neuen, leistungsfähigen Gerät und
einem kompetenten Fahrer konnten wir
unter anderem den Auftrag bei der Planai
für uns entscheiden.“
Aus technischer Sicht beeindruckt die
neueste Modellgeneration der Kaiser
Mobil-Schreitbagger mit zahlreichen
Highlights. Dazu Klaus Singer, Geschäftsführer
der Kaiser Fahrzeugtechnik GmbH
in Nenzing: „Der Kaiser Mobil-Schreitbagger
S12-5 Allroad wurde in mehreren
Bereichen weiterentwickelt. Beispielsweise
sorgt der WalkingBooster für eine extrem
hohe Agilität und eine substanzielle
Erhöhung der Abdrückkraft im Gelände
dank zusätzlichem Zylinder mit automatischer
Drucksteuerung. Für intensivste
Anwendungen als Multifunktionsträgergerät
ist die optimierte Hydraulikleistung
mit einem entsprechenden Kühlsystem
kombiniert. In Extremlagen sorgen die
Kaiser Mobil-Schreitbagger für noch
höhere Standfestigkeit durch erhöhte
Verstellmöglichkeit und mehr Kraft der
Radlafetten. Diese erhöhte Verstellmöglichkeit
ermöglicht dem Kaiser Mobil-
Schreitbagger S12-5 Allroad auch eine
Wattiefe von 2,45 m.“
Darüber hinaus steht die neueste
Modellgeneration für modernste Motorentechnologien
mit mehr Varianz und
Auswahl in den Motorentypen, für eine
höhere Geräuschdämmung in der Kabine,
verbessertes Sichtfeld für den Fahrer und
intuitive Bedienung über ein zentrales
Bediendisplay. Nicht zuletzt wurde die
Wartungsfreundlichkeit weiter verbessert,
etwa durch den aufklappbaren Kühler.
DDI Maximilian Rumpf: „Mit unserem
neuen Kaiser Mobil-Schreitbagger S12-5
Allroad haben wir uns als professioneller
Dienstleister im Baubereich noch breiter
und leistungsfähiger aufgestellt. In
Zukunft können wir auch neue Bereiche
abdecken, etwa beim Bau von Quellfassungen.
Das Gerät wird in der Region aber
sicherlich auch von größeren Baufirmen
für anspruchsvolle Projekte im steilen
Gelände angefragt werden. Die Investition
in den Kaiser Mobil-Schreitbagger S12-5
Allroad ist für unser Unternehmen daher
auch ein wichtiger Schritt in eine wirtschaftlich
erfolgreiche Zukunft.“
www.rumpfbau.at
www.kaiser-fahrzeugtechnik.at
MIT BAUMASCHINENTECHNIK DIE ZUKUNFT KOPPELN
Die Schnellwechselvorrichtung SW2-Q GPS und SW3-Q GPS mit Oil- und Elektro-Quickfunktion
für Hydraulik bagger (12t bis 40t) macht das automatische Kuppeln von digital
aufbereiteten Gelände plandaten zum Kinderspiel. Ein zu tiefes Eindringen des Böschungs
löffels über das Zielprofil hinaus wird verhindert, indem die Löffelkante in Echt zeit
und Relation zur Maschinenposition und den Geländeplandaten durch gezielte Sensorik
und 3D-Daten gesteuert wird. Schnell, einfach, intelligent – und sicher. Denn durch die
selbstnach stellende, konische Verriegelung mit permanent vorgespanntem Konstantdruck
sitzt das Werkzeug immer fest und ist somit spielfrei. Mehr auf bmt.at
28 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Das Herrenknecht-Team
präsentiert die Tunnelvortriebsmaschine
den
Vertretern der Wiener
Linien, dem Bauherrn,
und der bauausführenden
Arbeitsgemeinschaft
der Strabag
und Porr.
120 m lang und 1.200 t
schwer präsentiert sich
die TVM bei der Werksabnahme
in Schwanau.
Lkw-Fahrten durch die Stadt und 75 t
CO2. Nach Angaben der Stadt werden
durch die Investitionen in die Linienerweiterungen
rund 30.000 Arbeitsplätze
geschaffen und gesichert.
HERRENKNECHT
U2 Tunnelvortriebsmaschine kommt nach Wien
Beim Öffi-Ausbau U2xU5 in Wien wurde vor kurzem ein weiterer Meilenstein gesetzt: Für
den Tunnelbau unter der Innenstadt liefert Herrenknecht eine Vortriebsmaschine, die
Ende Jänner in Schwanau dem Kunden und Bauherren präsentiert wurde.
it der Erweiterung des U-Bahn
M Netzes reagiert die Stadt Wien auf
die steigenden Bevölkerungszahlen, denn
bis 2030 sollen mehr als 2 Mio. Menschen
in der Stadt wohnen. Im Auftrag der
Wiener Linien, der Betreiberin der Wiener
U-Bahn, baut eine Arbeitsgemeinschaft
der Unternehmen Strabag und Porr die
Verlängerung der U-Bahnlinie 2 vom
Wiener Rathaus in Richtung Süden.
DATEN & FAKTEN
Projektdaten Wien Metro Line U2 17-21
Bauherr: Wiener Linien
Auftraggeber: Arge U2 17-21
Strabag AG Porr
Bau GmbH
Anwendung: U-Bahn
Vortriebslänge: 2 x 2.100 m
Maschinendaten
Maschinentyp: 1 x EPB-Schild
Schilddurchmesser: 6.840 mm
Antriebsleistung: 1.920 kW
Drehmoment (max.): 15.028 kNm
Sind die Stationsschächte und Notausstiege
der einzelnen U-Bahn-Stationen
einmal hergestellt, ist sie dran: die Tunnelvortriebsmaschine
(TVM). Die österreichischen
Tunnelbauspezialisten orderten
hierfür bei Herrenknecht eine TVM vom
Typ EPB-Schild (Earth Pressure Balance
Shield). Ralph Lickert, Projektmanager bei
Herrenknecht, hebt hervor: „Für die
vorwiegend tonhaltige Geologie, die wir
laut den Voruntersuchungen erwarten, ist
der Herrenknecht-EPB-Schild der
optimale Maschinentyp.“
Am 30. Jänner 2024 erfolgte die
Werksabnahme der Tunnelvortriebsmaschine
durch die Wiener Linien sowie Porr
und Strabag. Die speziell für Wien
konzipierte Maschine wurde am deutschen
Standort der Firma Herrenknecht in
Schwanau hergestellt. Die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter der ARGE U2 17-21,
der Arbeitsgemeinschaft bestehend aus
Porr und Strabag, haben in den letzten
Monaten gemeinsam mit den Kolleginnen
und Kollegen des Herstellers die TVM
montiert.
Der Herrenknecht-EPB-Schild für Wien
hat einen Durchmesser von 6.840 mm,
eine Länge von rund 120 m und wiegt
insgesamt rund 1.200 t. In Einzelteile
zerlegt, wird sie in den nächsten Monaten
von Süddeutschland nach Wien transportiert,
wo sie am Matzleinsdorfer Platz
wieder aufgebaut wird. Der Vortrieb
startet im Herbst an der zukünftigen
Station Matzleinsdorfer Platz, von wo aus
die Maschine 2,1 km Tunnel in Richtung
Norden bis unter den Augustinplatz im
siebten Bezirk auffahren wird. Anschließend
wird die Maschine durch den
gebohrten und mit Tübbingen ausgebauten
Tunnel zurückgezogen, um vom
Matzleinsdorfer Platz die Parallelröhre
aufzufahren.
Die TVM wird sich mit einer Antriebsleistung
von 1,92 MW durch Wien graben
und dabei erstmals alle vier neuen
Stationen (U2xS Matzleinsdorfer Platz, U2
Reinprechtsdorfer Straße, U2xU4 Pilgramgasse,
U2xU3 Neubaugasse) und deren
Stationsschächte miteinander verbinden.
Nach getaner Arbeit wird sie zwei
U2-Streckenröhren mit einem Ausbruchsdurchmesser
von 6,84 m hinterlassen. Das
gesamte Erdmaterial, das die Tunnelbohrmaschine
aushebt, wird über den zentralen
Schacht am Matzleinsdorfer Platz
abtransportiert. Das erspart 20.000
Fotos: Herrenknecht AG
Über Herrenknecht
Die Herrenknecht AG liefert als einziges
Unternehmen weltweit Tunnelbohranlagen
für alle Geologien und in allen
Durchmessern – von 0,10 bis 19 m. Die
Produktpalette umfasst maßgeschneiderte
Maschinen für Verkehrstunnel und Verund
Entsorgungstunnel, Technologien zur
Verlegung von Pipelines sowie Zusatzequipment-
und Servicepakete. Herrenknecht
stellt außerdem Bohranlagen für
Vertikal- und Schrägschächte sowie
Tiefbohranlagen her.
Der Herrenknecht Konzern erwirtschaftete
im Jahr 2022 eine Gesamtleistung
von 1.232 Mio. Euro. Weltweit
beschäftigt das unabhängige Familienunternehmen
rund 5.000 Mitarbeiter.
Darunter sind ca. 200 Auszubildende. Mit
rund 70 Tochter- und geschäftsnahen
Beteiligungsgesellschaften im In- und
Ausland kann Herrenknecht jederzeit
schnell und gezielt umfassende Serviceleistungen
nah am Projekt und am
Kunden anbieten.
Bauunternehmen weltweit haben mit
maschineller Tunnelvortriebstechnologie
von Herrenknecht bereits in über 1.300
Projekten über 3.000 km Tunnel für
leistungsfähige U-Bahnsysteme gebohrt.
Zu den aktuellen Leuchtturmprojekten
gehören hier die Großprojekte Grand Paris
Express oder Sydney Metro mit 22 bzw.
15 Herrenknecht-Maschinen.
www.herrenknecht.com
Der Herrenknecht-
EPB-Schild für die Erweiterung
der U-Bahnlinie 2 in Wien
wird zweimal 2,1 km Tunnel
auffahren.
30 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024 31
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
MWT
So wird der Bagger zu
einer hochpräzisen Waage
Bagger sind hochspezialisierte Arbeitsgeräte. Durch die hydraulische Baggerwaage
von Pfreundt und MWT kommt noch ein weiteres präzises und hochwertiges Werkzeug
hinzu, sodass die Arbeitsabläufe noch besser gestaltet werden können.
I
n Sachen höchster Präzision haben sich
mit MWT Mobile Wiegetechnik und
Pfreundt zwei hervorragende Partner
gefunden. Dabei übernimmt MWT Mobile
Wiegetechnik den Einbau, die Wartung
und den Vertrieb der Wiegesysteme in
Österreich, während der deutsche Hersteller
Pfreundt die Technologie einbringt.
Die WK 60 Baggerwaage von Pfreundt
ist ein praxisorientiertes Wiegeprogramm
und ein gutes Beispiel dieser Partnerschaft.
Durch die neueste Generation der
hydraulischen Baggerwaagen integriert
sich der Wiegevorgang in den Arbeitsablauf
des Baggers. Die dynamische Materialverwiegung
ermöglicht auch bei kurzen
Ladezyklen einen präzisen Wiegevorgang.
Die hydraulische Baggerwaage ist bei
fast allen Herstellertypen mit Monoauslegern
nachrüstbar. Dafür werden lediglich
acht Bauteile, eine Antenne sowie die
entsprechende Elektronik eingebaut.
Selbstverständlich verfügt das System
über eine anpassbare Stamm- und
Wiegedatenverwaltung. So können die
Betriebsstunden optimal genutzt werden
und gleichzeitig ist eine Abrechnung der
verrichteten Arbeit jederzeit möglich.
Außerdem wird der Verschleiß durch
mögliche Überbelastungen minimiert.
Neben der neuen
Bandagenkombination
verfügt die HD+ 120i
V-VIO auch über das
bei Anwendern
bekannte Bedienkonzept
Easy Drive.
Präzises System: 4 Neigungssensoren und
4 Drucksensoren sorgen dafür, dass der Wiegevorgang
auch während der Rotation problemlos
und präzise möglich ist.
Aktuelles Praxiswissen sichert
nutzerorientierte Funktionalität
Sowohl Pfreundt als auch MWT sind
laufend mit Kunden im Austausch und
bekommen so regelmäßig Feedback aus
erster Hand. Diese Rückmeldungen aus
der Praxis werden laufend ausgewertet
und in der Produktentwicklung berücksichtigt.
Ein Anspruch der Kunden war
beispielsweise, die maximale Bewegungsfreiheit
des Baggers zu erhalten. Dies ist
nur ein Aspekt, der die hydraulische
Baggerwaage so vielseitig einsetzbar
macht. Die robuste Bauweise sichert
selbst unter härtesten Bedingungen einen
störungsfreien und präzisen Einsatz der
Baggerwaage. Naturgemäß kommen
Bagger auch auf unebenem, schwerem
Gelände zum Einsatz. Für die korrekte
Berechnung des Gewichts im Baggerlöffel
wird auch der Neigungswinkel der
Baumaschine sowie die Geschwindigkeit,
mit der das Material gehoben wird,
berücksichtigt. So können die Nutzer das
jeweils bewegte Gewicht an jedem
beliebigen Punkt auslesen. Auch ein
Wiegen während der Rotation ist
problemlos und präzise möglich. Dafür
sorgen insgesamt 4 Neigungssensoren
und 4 Drucksensoren, die gemeinsam das
bewegte Gewicht erfassen.
Im Alltag hat sich zudem die Anbindung
an einen Drucker oder an ein
Wiegekarten-System bewährt. Trotz des
großen Funktionsumfangs und der hohen
Komplexität der Aufgabe ist die Bedienung
des Systems ganz einfach und
intuitiv. Möglich macht dies die übersichtliche
Bedienung der Elektronik (WK60,
WK60-S oder WK60-XS) mittels Touch-
Display.
www.mwt-systeme.at
HAMM
Vibration und Oszillation in einer Bandage
Die neue 12 t schwere Tandemwalze HD+ 120i V-VIO ist vorne mit einer
Vibrations- und hinten mit einer VIO-Bandage ausgestattet. Sie ist damit
vielseitig einsetzbar und auch für neue Asphaltmischgüter bestens geeignet.
D
ie Tandemwalzen der Serie HD+ sind
seit vielen Jahren fester Bestandteil
des Produktprogramms von Walzenhersteller
Hamm. Bereits im Sommer 2023
wurden über alle Gewichtsklassen hinweg
neue Modelle vorgestellt, die mit entsprechenden
Schnittstellen für digitale
Anwendungen ausgestattet sind. Zudem
wurde das Bedienkonzept Easy Drive auch
bei den Maschinen mit 7 t bzw. 8 t Einsatzgewicht
eingeführt.
Nun ergänzt Hamm mit der HD+ 120i
V-VIO ein weiteres Modell, das wahlweise
mit Vibration oder Oszillation verdichten
kann. Die neue Tandemwalze ist seit
Anfang 2024 in Märkten mit Abgasnorm
EU Stage V / EPA Tier 4f verfügbar.
Angetrieben wird die Tandemwalze von
einem 115 kW starken Deutz Motor.
Hohe Flexibilität, schneller
Verdichtungszuwachs
Ein großer Vorteil für Anwender ist die
vielseitige Einsetzbarkeit der Maschine
dank statischer Verdichtung, Oszillation
und Vibration. Insbesondere die Möglichkeit,
flexibel zwischen Vibration und
Oszillation zu wechseln kann den Tausch
der Maschine bzw. den Einsatz einer
weiteren Maschine und eines weiteren
Bedieners auf der Baustelle erübrigen.
Diese Multifunktionalität zahlt sich auch
mit Blick auf die vielen neuen Asphaltmischgüter
aus. Wie auch im Erdbau
liefert die Kombination aus Vibration und
Oszillation einen schnellen Verdichtungszuwachs
bei weniger Überfahrten und
eignet sich insbesondere für die Endverdichtung.
Eine hohe Verdichtungsqualität
ist auch bei gesteigerter Arbeitsgeschwindigkeit
gewährleistet.
Neben der neuen Bandagenkombination
setzt die HD+ 120i V-VIO auf
bekannte Vorteile und Stärken. Beispiele
hierfür sind die großzügige und übersichtliche
Fahrerkabine, das bei Anwendern
bekannte Bedienkonzept Easy Drive sowie
verschiedene Schnittstellen zur Anbindung
von Telematik- und Flottenmanagementsystemen
und von digitalen Anwendungen
zur Verdichtungskontrolle und
-dokumentation.
Mit der VIO-Bandage führt Hamm ein
neues Verdichtungssystem für den
Asphaltbau ein, das noch mehr
Flexibilität in Sachen Anwendungsmöglichkeiten
bietet.
Verdichtung mit Oszillation
Bediener können zudem auf bewährte
Vorteile der Oszillation zurückgreifen und
diese bei der Verdichtung von Nähten oder
in schwingungssensiblen Bereichen
einsetzen. Auch der Einsatz bei niedrigen
Außentemperaturen ist mit Oszillation
möglich, da ein größeres Temperaturfenster
genutzt werden kann. Darüber hinaus
verhindert das System effektiv die
Kornzertrümmerung sowie Überverdichtung.
Nicht zu vergessen sind die Vorzüge
der Oszillation bei der Verdichtung von
verschiebeempfindlichem Material.
Insgesamt zählen auch reduzierte Schallemissionen
und Schwingungen im Umfeld
der Baustellen zu den Pluspunkten der
Oszillation.
Ein weiterer Vorteil: Wie die anderen
Oszillationsbandagen von Hamm, sind die
neuen VIO-Bandagen wartungsfrei dank
verschleißfestem Stahl und temperaturbeständiger
Spezialriemen.
www.wirtgen-group.com
32 BAUBLATT.ÖSTERREICH
BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024 33
MASCHINEN + TECHNIK
Seit über 15 Jahren sind verlässliche Cat
Gerätetechnik, hohe Service-Kompetenz und
rasche Hilfestellung im Bedarfsfall der Grund
für die Partnerschaft der Tiroler Rohre GmbH
mit der Innsbrucker Niederlassung von
Zeppelin Österreich (von links): Tobias
Friedle (Leitung Einkauf, Tiroler Rohre),
Daniel Kirchmair (Verkaufsberater, Zeppelin
Österreich, Niederlassung Inzing) und Franjo
Zobic (Maschinist, Tiroler Rohre).
ZEPPELIN
Tiroler Rohre: neuer Cat Radlader 926M
versorgt die Produktionsanlagen in Hall
M
it ihren langlebigen und robusten
Produkten leistet die Tiroler Rohre
GmbH nicht nur einen nachhaltigen
Beitrag zum Aufbau und Betrieb hochwertiger
Infrastrukturen in der Wasserversorgung
und Abwasserentsorgung, sie
ermöglicht auch ökonomische Lösungen
für die Tiefgründung von Bauwerken.
Neben dem Kernmarkt Österreich
kommen die duktilen Rohr- und Pfahlsysteme
auf der ganzen Welt zum Einsatz.
Durch die hervorragenden Eigenschaften
des duktilen Gusseisens können auch
extreme Herausforderungen gemeistert
werden. Am Standort Hall in Tirol beschäftigt
der Familienbetrieb rund 250 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter.
Tobias Friedle, Leiter Einkauf der
Tiroler Rohre GmbH, erklärt: „Wir
produzieren im Jahr ca. 40.000 t. Dabei
handelt es sich im Wesentlichen um Rohre
mit 5 m Länge und Durchmessern
zwischen 80 und 600 mm, die durch das
Steckprinzip einfach zu verlegen sind. Im
Gegensatz zu den spröden Graugussrohren
früherer Jahrzehnte sorgt der duktile
Guss für mehr Flexibilität. Dadurch wird
das Rohr durch Erschütterungen oder
Bewegungen nicht so schnell beschädigt.
Zum Einsatz kommen die Rohre vor allem
dort, wo mit hohen Drücken gearbeitet
wird – beispielsweise für die Zuleitungen
zu den Schneekanonen. Einer der Vorteile
unserer Rohre ist es, dass bei der Verlegung
im alpinen Umfeld keine Schweißund
Röntgen-Arbeiten notwendig sind.
Unser Hauptmarkt ist der Kommunal-
Bereich in Österreich, wo etwa die Stadt
Wien einer unserer größten Kunden ist.
Wir beliefern aber auch Abnehmer in
Mitteleuropa und darüber hinaus. Am
Ende ihrer Lebensdauer können die Rohre
problemlos wieder in den Produktionskreislauf
zurückgeführt werden. Neben
Im Produktionsbetrieb der Tiroler
Rohre GmbH in Hall ist der neue Cat 926M
das Schlüsselgerät für die Beschickung des
Kupolofens.
Die Tiroler Rohre GmbH entwickelt, produziert und vermarktet hochwertige Rohrund
Pfahlsysteme aus duktilem Gusseisen, die in vielen Ländern für den Wassertransport
und den Spezialtiefbau zum Einsatz kommen. Gefertigt werden sie im
Werk in Hall in Tirol, wo ein neuer Cat 926M als drittes Cat Gerät in Folge die
kontinuierliche Versorgung der Ofenanlagen sicherstellt. Aufgrund der ausgezeichneten
Betreuung durch die Niederlassung Innsbruck von Zeppelin Österreich
kann dabei auf ein Ersatzgerät verzichtet werden.
den Rohren produzieren wir seit über 30
Jahren auch Rammpfähle für die Bauwirtschaft.
Sie sind ein sehr effektives und
einfaches System, das im Fundamentbereich
und bei Spezialtiefbaufirmen sehr
gefragt ist. Unter anderem erhielten wir
Großaufträge aus Südafrika, wo große
Photovoltaikfelder in der Wüste errichtet
wurden. Die Tragkonstruktion der Anlage
steht auf einem Fundament, das aus
unseren Pfählen errichtet wurde.“
34 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH
mit unseren hydraulischen anbauteilen bewegen sie welten
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jedes TrägergeräT
Neuer Cat Radlader 926M
als wichtiges Schlüsselgerät
Zentrales Element der Produktionsanlagen
in Hall ist ein Kupolofen, von denen in
Österreich nur noch zwei in Betrieb sind.
Es handelt sich dabei um einen Schachtofen,
in den über ein Beförderungssystem
Altmetall zugeführt wird. Parallel dazu
wird mit dem neuen Cat 926M über den
Befüll-Trichter unter anderem Gießereikoks,
Diabas, Kalkstein und Silizium
eingebracht. Die exakte Mischung der
Schüttmaterialien ist eine wichtige
Voraussetzung für die hohe Qualität der
duktilen Guss-Produkte.
Dem Cat 926M kommt damit eine
wichtige Funktion zu, denn der Radlader
ist das einzige Gerät für die Versorgung
WERKZEUG&MEHR
TOOLS&MORE
des Hochofens. Maschinist Franjo Zobic
erklärt: „Ich bewege mit dem Cat 926M
pro Tag bis zu 300 t. Ein Teil davon entfällt
auf die Beschickung des Hochofens.
Ergänzend dazu transportiere ich aber
auch das Material der Anlieferungen per
Waggon oder Lkw. Wichtig ist für mich ein
guter Überblick und dass sich das Gerät
feinfühlig bedienen lässt, denn die
Transporte erfolgen teilweise über enge
und verwinkelte Routen. Beide Punkte
erfüllt der Cat 926M auf ideale Weise: Die
Sichtverhältnisse in der Kabine sind
ausgezeichnet und alle Elemente sind
übersichtlich und intuitiv angeordnet.
Dadurch ist die Maschine auch für
Anfänger sehr leicht zu bedienen. Trotz
der beeindruckenden Kraft reagiert die
Steuerung des Cat 926M exakt und
feinfühlig.“
Tobias Friedle über die Hintergründe
der Investition: „Wir haben uns für den
Cat 926M entschieden, weil wir mit den
beiden Vorgängergeräten nie Probleme
hatten. Das ist für unseren Betrieb enorm
vermietung
wartung
verkauf
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verfügbarkeit
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MASCHINEN + TECHNIK
Mit seiner verbesserten Z-Kinematik bietet der Cat 926M die Leistungsfähigkeit
eines herkömmlichen Z-Gestänges und dazu die Parallelführung und das
Lastumschlagvermögen eines Industrie-Radladers.
wichtig, denn ich muss mich auf das Gerät
zu 100% verlassen können. Ein längerer
Ausfall würde einen Stillstand der
Produktion bedeuten, denn wir verfügen
hier über kein Ersatzgerät. Der Cat 926M
ist in jeder Hinsicht für diesen Einsatz
maßgeschneidert und ein Ersatzgerät
könnte die Aufgaben daher nur teilweise
übernehmen. Aus diesem Grund ist für
uns auch ein kompetenter Partner mit
einer leistungsfähigen und rasch reagierenden
Service-Mannschaft ein entscheidender
Faktor. Auch dieser Punkt spricht
für den Cat Radlader, denn seit 15 Jahren
haben wir mit der nahegelegenen Niederlassung
von Zeppelin Österreich in jeder
Hinsicht sehr gute Erfahrungen gemacht.
Wenn Probleme auftreten, dann wird uns
rasch und unkompliziert geholfen.“
Der Cat 926M überzeugt bei der Tiroler
Rohre GmbH schon jetzt mit seiner Kraft,
Sparsamkeit und einfachen Bedienung.
Mit seinem optimierten Z-Ladegestänge
vereint der Cat 926M die schnelle Ladeleistung
eines herkömmlichen Z-Gestänges
mit der Parallelität und Lastumschlagleistung
eines Industrieradladers. Der
drehmomentstarke Stufe V Motor arbeitet
mit einem intelligenten hydrostatischen
Antriebsstrang zusammen, um eine
optimale Kraftstoffeffizienz zu erreichen.
Eine wichtige Funktion bei der Beschickung
des Hochofens erfüllt die Kontrollwaage
Cat Payload, die bereits ab Werk im
Radlader integriert ist. Der Wiegevorgang
erfolgt im normalen Ladeprozess ohne
Unterbrechung des Arbeitsablaufs.
Daniel Kirchmair, zuständiger Betreuer
der Niederlassung Inzing von Zeppelin
Österreich, betont: „Ein Radlader 924H
war im Jahr 2008 das erste Cat Gerät der
Firma Tiroler Rohre hier am Standort in
Hall. Wir freuen uns, dass mit dem neuen
926M nun bereits der dritte Cat Radlader
die erste Wahl für diesen wichtigen
Einsatz ist. Eine Entscheidung, die auch
die ausgezeichnete partnerschaftliche
Zusammenarbeit zwischen den beiden
Unternehmen unterstreicht. Für diesen
speziellen Einsatz ist der Cat 926M mit
einem verlängerten Hubgerüst, Spezialbereifung
und einer Zentralschmieranlage
ausgerüstet. Ein zusätzliches Frontschutzgitter
trägt dem hohen Anspruch des
Unternehmens an die Betriebssicherheit
Rechnung. Weiters sorgt eine Zusatzheizung
dafür, dass der Lader auch im kalten
Tiroler Winter gleich in Betrieb gehen
kann.
Nicht zuletzt ist die Radlader-Schaufel
von der Firma Winkelbauer aufgrund der
hier manipulierten Materialien aus
besonders langlebigem Hardox HiTuf
Verschleißstahl gefertigt und mit verstärkten
Seitenwänden ausgeführt.
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und kein bisschen müde
Der XL-Ladelöffel ist seit 2009 mit einer W-Lock 1000
bei Leube Gips- und Kalkabbau in Salzburg im Einsatz.
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Durch die ab Werk integrierte
Kontrollwaage Cat Payload kann
das Gewicht jeder Schaufel
rasch erfasst werden.
36 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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Í Freigelände Ost, Stand G34
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Der Husqvarna Abbruchroboter
DXR 95 bietet ausgereifte
Technik für einen unterbrechungsfreien
Abbruch.
Die Bedienung des DXR
95 erfolgt intuitiv und
unkompliziert über eine
benutzerfreundliche
Fernbedienung.
Der DXR 95
kann in einem
normalen
Lieferwagen
problemlos
transportiert
werden.
HUSQVARNA
Neuer Abbruchroboter DXR 95
Mit der Markteinführung des DXR 95 erweitert Husqvarna
Construction sein vielfältiges Angebot an Abbruchrobotern
um ein besonders leichtes, kompaktes und gleichzeitig
leistungsstarkes Modell.
D
er Neuzugang wurde von den Husqvarna
Ingenieuren für höchste
Produktivität auf engstem Raum entwickelt
und ermöglicht so effizientes Arbeiten
auch dort, wo andere Abbruchroboter
an ihre Grenzen stoßen: In engen Durchgängen,
schwer zugänglichen Kellern oder
in steilem Gelände, dank seiner kompakten
Bauweise bewältigt der DXR 95
Steigungen von bis zu 30%.
Der DXR 95 arbeitet dabei extrem
kraftvoll und bringt mit dem hocheffizienten
Antriebsstrang 9,8 kW Leistung und
250 bar Druck an das Werkzeug am Ende
des Auslegers – ob beim Abbruch von
Altbeton und Fundamenten oder beim
Abtragen von Fels und Erde. Verschiedene
Anbaugeräte, darunter Hydraulikhammer,
Betonschere oder Schaufel, bieten jederzeit
höchste Einsatzflexibilität auf der Baustelle.
Über die benutzerfreundliche Fernbedienung
mit Multifunktions-Joystick und
übersichtlichem Menü lässt sich der
Abbruchroboter bei jeder Aufgabe stets
intuitiv und sicher bedienen. Ein weiterer
Pluspunkt des neuen Husqvarna Abbruchroboters
DXR 95: Mit einem Gewicht von
589 kg und seinen kompakten Abmessungen
von 600 mm x 887 mm x 1.510 mm
(B/H/L) bei einer Reichweite von 3,20 m
nach oben und 2,70 m nach vorne (mit
Hydraulikhammer) kann er auch in einem
normalen Lieferwagen problemlos
transportiert werden.
Der Husqvarna Abbruchroboter DXR
95 ist für stundenlangen, unterbrechungsfreien
Abbruch konzipiert und eignet sich
für eine Vielzahl an Anwendungen, von
unterirdischen Abbrucharbeiten bis hin
zum Abriss von Schornsteinen. Dank
seines überlegenen Wärmemanagements
mit digitaler Überwachung des Ölrücklauffilters
zur Vermeidung von ungeplanten
Stillständen, bietet der DXR 95 auch
bei hohen Umgebungstemperaturen eine
konstant hohe Leistung – ohne zu überhitzen.
Zusätzliche Features verhindern
unnötige Stillstandzeiten. Dazu gehören
das Hochleistungs-Auslegersystem mit
robusten, reibgeschweißten Zylindern, die
automatische Schmierung des Hydraulikhammers
für längere Wartungsintervalle
und der Schutz wichtiger Teile im robusten
unteren Fahrgestell. Hydraulikdruck
und -durchfluss können für jedes Werkzeug
konfiguriert werden. „Mit seinem
hervorragenden Leistungsgewicht und der
geringen Stellfläche erfüllt der DXR 95 die
Anforderungen an einen Abbruchroboter,
der in engen und heiklen Umgebungen
arbeiten kann – und wirklich die Leistung
liefert, die Profis brauchen“, so Daniel
Lundberg, Global Product Manager bei
Husqvarna Construction.
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Produktion von robusten
Maschinen für die Forsttechnik
und Landschaftspflege.
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Technik aus – NEXT TECH heißt daher für
uns, immer einen Schritt voraus zu sein.
MASCHINEN + TECHNIK
RUBBLE MASTER
Hybrider Brecher geht erfolgreich ans Netz
Im Kieswerk Welbers in Wemb, Nordrhein-Westfalen, ist ein hybrider Brecher von
Rubble Master im Einsatz, der bis zu 110 t Kies pro Stunde bricht und dem Kunden
eine beträchtliche Einsparung bringt.
S
eit Generationen betreibt die Firma
Welbers erfolgreich ein Sand- und
Kieswerk und hat sich nun für den
RM 100GO! hybrid entschieden, um ein
qualitativ hochwertiges Endprodukt zu
erzielen. Jonathan Schaffers, Geschäftsführer
der Welbers Kieswerke GmbH, betont
die hohe Qualität des mit dem RM Brecher
produzierten Kieses. Ein Testbetrieb,
Von links:
Christian
Knepperges
(Sales Manager
von der
C. Christophel
GmbH) und
Jonathan
Schaffers (Geschäftsführer
der Welbers
Kieswerke
GmbH).
durchgeführt vom langjährigen RM
Händler Christophel, bestätigte die
Leistungsfähigkeit des vollelektrischen
Brechers, und so konnte die Maschine des
Linzer Herstellers überzeugen.
Das Bestreben, die Flächen in einem
ökologisch wertvolleren Zustand zu
hinterlassen, als sie zu Beginn der
Abgrabung vorgefunden wurden, ist seit
jeher die Philosophie des Familienunternehmens
Welbers. Aus diesem Grund –
aber auch um den am Gelände bereits
vorhandenen Netzanschluss bestmöglich
nutzen zu können – fiel die Entscheidung
auf die Hybrid-Variante des RM Brechers.
Schaffers schätzt besonders die Flexibilität
und Mobilität des hybriden Prallbrechers:
„Dank der mobilen Bauweise ist es
uns jetzt möglich, neben der Kiesaufbereitung
auch Bauschutt direkt vor Ort zu
verarbeiten. Früher mussten wir diese
Aufgabe an externe Dienstleister abgeben,
doch dank des neuen Brechers können wir
diese Arbeit nun selbstständig und flexibel
erledigen. Diese Unabhängigkeit und die
emissionsarme Technologie des Brechers
sind für uns sehr wertvoll.“ Außerdem
bietet diese Eigenständigkeit im Hinblick
auf die in Deutschland seit August 2023
geltende neue Ersatzbaustoffverordnung
einen erheblichen Vorteil, da Welbers nun
nicht mehr auf externe Eignungsnachweise
angewiesen ist, sondern eigenverantwortlich
handeln kann.
Einige Tausend Tonnen Kies konnten
seit Juli bereits aufbereitet werden und
das ganz ohne Treibstoff. Pro Jahr sollen es
rund 40.000 t Kies sein. Rubble Master
Geschäftsführer Gerald Hanisch, der
bereits vor über 30 Jahren die Bedeutung
elektrischer Antriebstechnologien
erkannte, betont: „Unsere Vision war es
schon immer, nachhaltige und effiziente
Lösungen in der Baubranche zu schaffen.
Der RM 100GO! hybrid ist ein Beweis
dafür, dass wir auf dem richtigen Weg
sind.“
www.rubblemaster.com
Per Kabel ist
der RM 100GO!
hybrid am
Strom angeschlossen.
Kies
und Bauschutt
werden mit
dem hybriden
Prallbrecher
emissionsarm
und umweltschonend
aufbereitet.
40 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: Rubble Master
KEINEN CAT KÖNNEN
WIR UNS NICHT LEISTEN.
„Unser breit aufgestelltes Unternehmen setzt auf moderate Expansion, langfristige Kundenbindung, hochmotivierte Mitarbeiter
sowie den nachhaltigen Umgang mit der Umwelt. Der Einsatz von Maschinen mit dem höchsten Standard sichert
effizientes und ökonomisches Arbeiten. Wir schätzen starke Partner wie Zeppelin mit den Maschinen von Caterpillar und
dem stets zuverlässigen Service. Für unsere Wettbewerbsfähigkeit sind sie unverzichtbar.“
KommR. Ing. Karl Hasenöhrl
Geschäftsführer Hasenöhrl GmbH, St. Pantaleon
zeppelin-cat.at
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
ÖGT + VÖBU FAIR
Der international
renommierte Geotechniker
Dr. Peter Day aus Südafrika
hielt im Rahmen der ÖGT die
Vienna-Terzaghi Lecture.
Zwei intensive Tage lang
hieß es erneut „Vorhang auf“
für die Spezialtiefbaubranche
und ihre Leistungen: Die
14. Österreichische Geotechniktagung
(ÖGT) und
die 13. VÖBU Fair gingen
am 01. und 02. Februar 2024
im Wiener Messe Congress
Center wieder erfolgreich
über die Bühne. Der von
der VÖBU organisierte
Geotechnik-Großevent
begeisterte mit geballtem
Wissen, der Verleihung des
Österreichischen Grundbaupreises,
der breit gefächerten
Fachmesse sowie der von
allen erwarteten Vienna-
Terzaghi Lecture an den
zwei Messetagen rund 1.600
Besucherinnen und Besucher.
Die VÖBU Fair ist als Spezialtiefbaumesse ein wichtiger Treffpunkt für
Vertreter entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Spezialtiefbaumesse und ÖGT 2024: neuer
Besucherrekord beim Geotechnik-Großevent
ie VÖBU – Vereinigung Österreichi-
D
scher Bohr-, Brunnenbau- und Spezialtiefbauunternehmungen
macht es möglich.
Alle zwei Jahre organisiert sie in Kooperation
mit der TU Wien, dem ÖIAV (Österreichischer
Ingenieur- und Architekten-Verein),
dem AGS (Österreichisches Nationalkomitee
der International Society for Soil
Mechanics and Geotechnical Engineering
ISSGME) und erstmals auch der ÖGL
(Österreichische Vereinigung für Grabenlosen
Leitungsbau) die Österreichische
Geotechniktagung (ÖGT) zusammen mit
der Fachausstellung VÖBU Fair. Hier trifft
sich das Who-is-who der Geotechnik-Branche.
Über beide Tage folgten mehr als 1.600
Personen der gemeinsamen Einladung, 76
Aussteller präsentierten ihre Produkte und
Dienstleistungen – beide Zahlen sind für
die VÖBU ein neuer Rekord.
Gleichzeitig bemüht sich der Organisator
auch den akademischen Nachwuchs
verstärkt anzusprechen, erläutert Ing.
Thomas Pirkner, Geschäftsführer der
Fotos: VÖBU / Rastega
Die 14. ÖGT präsentierte
Spezialtiefbauprojekte und
neue Techniken mit dem Fokus
auf Gründungen.
VÖBU: „Wir freuen uns über die ausgebuchte
Messe und die vielen Teilnehmerinnen
und Teilnehmer bei der ÖGT. Positiv
bemerken wir auch eine starke Rückkehr
der Schülerinnen und Schüler aus fachspezifischen
HTLs aus ganz Österreich. Als
Fachkräfte von morgen haben sie hier die
Gelegenheit, Einblick in die Geotechnik zu
gewinnen und berufliche Kontakte zu
knüpfen.“
Das größte Geotechnik-Event dieser Art in
Österreich zog auch internationales
Publikum an, das neben Österreich,
Deutschland und der Schweiz auch aus
Belgien, Slowenien, Slowakei, Italien,
Ungarn, Bosnien und Herzegowina, Rumänien,
Tschechien sowie vielen weiteren
Ländern anreiste.
ÖGT Themenschwerpunkt
„Gründungen | Foundations“
Als Informationsplattform wartete die 14.
ÖGT wieder mit zahlreichen Experten auf.
Sie präsentierten ihre Spezialtiefbauprojekte
und neue Techniken mit dem Fokus
auf Gründungen. 27 Vorträge gliederten
sich in Vortragsblöcke mit Fokus auf
„Aktuelle Projekte in Wien“, „Gründungen
in weichen Böden“, „Aspekte der Nachhaltigkeit
und internationale Projekte“, „Neue
Entwicklungen und Sonderfragen zu
Gründungen“, „Einsatzvarianten grabenloser
Technologien“ sowie „Planung und
Ausführung von Pfahlgründungen“.
Auch Schülerinnen
und Schüler von
fachspezifischen
HTLs aus ganz
Österreich
besuchten den
Geotechnik-Event.
Bei der Auswahl der Themen des
Grundbauklassikers wurde auf die
Präsentation der vielfältigen Facetten
dieses Themenkomplexes geachtet. Die
thermische Aktivierung der Gründungsbauteile
– Bodenplatte, Pfähle, Schlitzwände,
Tunnelwände, etc. – als Möglichkeit
zur alternativen Energiegewinnung
und der Beitrag zur Nachhaltigkeit
wurden dabei besonders beleuchtet.
Verleihung des von der Firma Züblin Spezialtiefbau gesponserten Grundbaupreises (von links): Ao.Univ.Prof. DI Dr. techn. Helmut F. Schweiger
(TU Graz), DI Ann-Christine Dziwok (2. Preis; Stellvertreter da verhindert), DI Dr.techn. Mario Hager (1. Preis), DI Wolfgang Hornich (Züblin
Spezialtiefbau GesmbH), DI Aleksandar Kostadinovic‘ (2. Preis) und Univ.Prof. DI Dr.techn. Dietmar Adam (Institut für Geotechnik Grundbau,
Boden- und Felsmechanik, TU Wien).
42 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024 43
MASCHINEN + TECHNIK
Das Team der VÖBU freut sich über den erfolgreichen Verlauf der VÖBU Fair.
Links VÖBU Präsident DI Andreas Körbler, rechts VÖBU Geschäftsführer
Ing. Thomas Pirkner mit seinem Team.
Höhepunkte: Vienna-Terzaghi-Lecture
und Österreichischer Grundbaupreis
Im Rahmen der traditionellen Vienna-Terzaghi
Lecture referierte diesmal der
international renommierte Geotechniker Dr.
Peter Day aus Südafrika, der mit seinem
Vortrag „Dealing with uncertainty in
foundation design“ die Zuhörer begeisterte.
Einen weiteren Höhepunkt der ÖGT
bildete die Verleihung des Österreichischen
Grundbaupreises, der diesjährig von
der Firma Züblin Spezialtiefbau GmbH
gestiftet wurde. Die breit aufgestellte Jury
würdigt dabei die akademischen Forschungsarbeiten
der Doktoranden und
Diplomanden der österreichischen
Universitäten für deren Erkenntnisse auf
dem Gebiet der Geotechnik, und lässt die
führenden Nachwuchswissenschaftler vor
den Vorhang treten. 2024 fiel die Wahl für
den ersten Preis auf DI Dr.techn. Mario
Hager für seine Dissertation mit dem
Thema „FDVK mit Vibrationswalzen –
Entwicklung einer neuen Messgröße zur
walzenintegrierten Flächendeckenden
Dynamischen Verdichtungskontrolle“.
Über den 2. Preis freuten sich zu gleichen
Teilen DI Ann-Christine Dziwok mit ihrer
Diplomarbeit „Versuche zum
Last-Verformungsverhalten
von mantelverpressten
Duktilpfählen im
typischen Wiener
Baugrund“ sowie DI
Aleksandar Kostadinovic‘
mit seiner
Diplomarbeit „Numerische
Modellierung eines
tiefen Schlitzwandschachtes
im überkonsolidierten Boden des
Wiener Raums“. Alle drei Preisträger
absolvierten ihre wissenschaftlichen
Arbeiten am Institut für Geotechnik der
Technischen Universität Wien.
VÖBU Fair mit freiem Zutritt
Die VÖBU Fair versammelte wieder
namhafte Unternehmen, die ihr aktuelles
Produkt- und Serviceangebot präsentierten.
In der Ausstellerliste fanden sich nicht
nur langjährige Mitglieder der Vereinigung,
sondern vor allem auch Firmen, die
sich erstmals dem ausgewählten Publikum
präsentieren wollten. Dies waren z.B. Brextor
Frästechnik, Geobrugg AG, Calpeda
Pumpen, Greiffenhagen, Modocu, Jansen
AG, OM Opitz + Matuschak, Well Pumps
S.A, um nur einige zu nennen.
Als Branchentreffpunkt ist die VÖBU
Fair dafür bekannt, Vertreter entlang der
gesamten Wertschöpfungskette anzuziehen.
Die Unternehmen kamen u.a. aus den
Bereichen Brunnenbau-, Bohr- und
Sprengtechnik, Baumaterialien, Geotextilien,
Geothermie, Maschinen-, Mess- und
Werkzeugtech-
nik, Baugeräte, Munitionsbergung,
Planungsbüros, Spezialtiefbau, IT &
Dokumentation sowie grabenloses Bauen.
Um die Netzwerk-Möglichkeiten noch
zu erweitern – der Hauptgrund, warum
Unternehmen sich hier beteiligen – bot die
VÖBU wie immer den gratis Zutritt zur
Messe am Donnerstag von 14:00 bis 22:00
Uhr an, was erneut für positives Feedback
sorgte.
Optimistische Stimmung und Ausblick
Wer sich im Rahmen der VÖBU Fair
informierte, dem wurde entgegen der
allgemein herrschenden Stimmung in der
Bauwirtschaft ein positiver Eindruck
vermittelt: Seit fast drei Jahrzehnten
versammelt sich hier vom Studenten bis
zur Führungskraft alles, was Rang und
Namen in der Geotechnik hat. Die
Fachmesse ist ausgebucht und die
Nachfrage steigend. Entsprechend positiv
fällt auch das Fazit von VÖBU Präsident
DI Andreas Körbler aus: „Es war eine sehr
gelungene Veranstaltung, weil die gesamte
Branche wieder einmal zusammengekommen
ist – eine gute Mischung aus Bauherrenvertretern,
Lieferanten, Universitäten,
Planungsbüros sowie den Mitgliedern
der VÖBU war vertreten!“
Einen Rückblick zur Österreichischen
Geotechniktagung & VÖBU Fair 2024
inklusive Ausstellerliste finden Besucher
und Interessenten auf der VÖBU
Website https://oegt.voebu.at. Die nächste
VÖBU Fair ist in Planung und wird – im
alten Rhythmus aus Vor-Corona Zeiten
– am 28. und 29. Jänner 2027 stattfinden.
www.voebu.at
Komatsu PC210LCi-11
Der Komatsu PC210LCi-11 überzeugt durch die Qualität
und alle Vorteile, die auch das Standardmodell auszeichnen.
Sein besonderer Wettbewerbsvorsprung liegt in der
weiter verbesserten, ab Werk integrierten intelligenten
Maschinensteuerung 2.0 von Komatsu. Der Fahrer kann
sich voll und ganz auf den Einsatz konzentrieren, während
das System sicherstellt, dass nur genau so viel Material
bewegt wird, wie geplant.
www.kuhn.at
44 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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MOBILE
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TECHNIK
GEOLANES
Hehenberger: vom Traditionsbetrieb zum
Technologie-Vorreiter mit iDig Connect 3D
Die Firma Hehenberger GesmbH & CoKG mit Sitz in Stroheim (OÖ) ist ein
bemerkenswertes Familienunternehmen, das den Weg der digitalen Transformation
erfolgreich beschreitet und sich durch die Investition in die iDig Connect
3D-Maschinensteuerung der Firma GeoLanes noch besser am Markt etabliert.
D
ie Geschichte des Familienunternehmens
Hehenberger, das 1965 in
Stroheim gegründet wurde, begann mit
einer Planierraupe und einem Kleinbus.
Im Laufe der Jahre hat sich das Unternehmen
zu einem bedeutenden Akteur in der
Mit dem digitalen Komplett-System der iDig Connect 3D-Maschinensteuerung der Firma GeoLanes positioniert
sich die Firma Hehenberger GesmbH & CoKG erfolgreich in der digitalen Baustellenlandschaft.
Digitalisierung als wichtiger Schritt in eine erfolgreiche Zukunft (von links): Geschäftsführer
Roland Hehenberger mit seinen Söhnen Sebastian, Georg und Florian Hehenberger.
Region entwickelt und ist in den Bereichen
Autobusreisen, Transporte und Erdbau
tätig. Im Jahr 1999 übernahm Roland
Hehenberger die Geschäftsführung von
seinem Vater Karl Hehenberger.
Die jüngere Generation – bestehend aus
den drei Söhnen von Roland Hehenberger,
nämlich Florian, Sebastian und Georg
Hehenberger – führt die Digitalisierung in
das Familienunternehmen ein. Der
Einsatz einer intelligenten Baggersteuerung
zielt darauf ab, die Produktivität im
46 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
Die Firma Hehenberger investierte auch in einen GPS-Roverstab, ein
Tablet und die iPoint Software für die Vorbereitungsarbeiten von Baustellen.
Im Bild Georg Hehenberger (links) mit Armin Wakolbinger
(Vertrieb Maschinensteuerungen, Firma GeoLanes).
Tiefbau und Erdbaubereich zu steigern.
Die Entscheidung für die iDig Connect
3D-Maschinensteuerung wurde von der
langjährigen Erfahrung mit 3D-Systemen
in der Firma beeinflusst. Unter
anderem verfügt ein Mitarbeiter bereits
seit 15 Jahren über Erfahrung mit
3D-Systemen an den Hydraulikbaggern.
Geschäftsführer Roland Hehenberger:
„Die Digitalisierung zählt zu den
wichtigsten Trendthemen der Baumaschinenbranche.
Außerdem hilft die
Digitalisierung, Arbeitsabläufe zu
automatisieren. Deshalb ist es für uns
wichtig, dass wir uns in diesem Bereich
als Unternehmen weiterentwickeln. Die
digitale Baustelle ist nicht nur den
Großen der Branche vorbehalten, auch
wir als mittelständisches Bauunternehmen
können von den Vorteilen der
3D-Maschinensteuerung profitieren.
Seit vielen Jahren sind wir im regionalen
Bahnbau tätigt, auch dieser Bereich
entwickelt sich rasch weiter. Die
Dringlichkeit, Arbeitsabläufe zu
optimieren, brachte uns dazu, in die
Digitalisierung unserer Baumaschinen
und somit in ein 3D-System zu
investieren.“
Die Wahl des iDig Connect 3D von der
Firma GeoLanes fiel nach einem Treffen
auf der Bauma 2022. Die Flexibilität des
Systems und das überzeugende Preis-
Leistungs-Verhältnis führten dazu, dass
das Unternehmen im Jahr 2023 das
System in vier Bagger implementierte.
Zusätzlich investierte Hehenberger in
einen GPS-Roverstab, Tablet und iPoint
Software für die Vorbereitungsarbeiten
von Baustellen. Somit ist es möglich, ein
3D-Projekt mittels iDig Spotman selbst
zu erstellen, und danach in die iDig
Maschinensteuerung des Baggers zu
importieren. Anschließend kann der
Baumaschinenführer mit dem 3D-Projekt
beginnen, ohne die Kabine für
diverse Kontrollmessungen verlassen zu
müssen.
Zusätzlich ist es mit der iPoint
Software möglich, von jedem Projekt das
Aufschütt- oder Aushub-Volumen zu
berechnen. Dadurch ist eine genauere
Angebotslegung und Vorausplanung
bezüglich des Materialtransports
möglich.
Mit diesem digitalen Komplett-
System von iDig positioniert sich die
Firma Hehenberger GesmbH & CoKG
erfolgreich als mittelständisches
Bauunternehmen in der digitalen
Baustellenlandschaft und optimiert
seine Arbeitsabläufe im Bahnbau sowie
in anderen Bereichen der Branche. „Ein
großes Dankeschön geht an die Firma
GeoLanes GmbH aus Nenzing für die
Beratung, Einrichtung, Aufbau, Einschulung
und den perfekten Support“, betont
Geschäftsführer Roland Hehenberger
abschließend.
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MASCHINEN + TECHNIK
Der Ammann ARS 110 Walzenzug zeigt auch bei
der Firma Gänger seine Stärken: innovativer
Antrieb, intelligentes Verdichtungsmesssystem
und große Steigfähigkeit.
HUPPENKOTHEN I AMMANN
Gänger rüstet sich mit Ammann ARS 110
Walzenzug für aktuelle Infrastrukturprojekte
Rund um die Bereiche Bau und Transport entwickelt sich die in Strasshof ansässige Firma
Gänger zum Komplettanbieter und bietet nun auch einen eigenen Container- und Muldenservice
an. Aufgrund der steigenden Anforderungen im Verdichtungsbereich investierte das
Unternehmen vor kurzem in einen neuen Ammann ARS 110 Walzenzug. Ausschlaggebend
dafür war neben der Qualität der Ammann Gerätetechnik auch die ausgezeichnete
Betreuung durch den Standort Großebersdorf der Firma Huppenkothen.
I
n den Bereichen Transport, Erdbau,
Abbruch und Recycling, Deponie sowie
in der Sand- und Schottergewinnung ist
die Firma Gänger im Großraum Wien ein
gefragter Dienstleister.
Die Kunden schätzen nicht nur die
Handschlagqualität, sondern auch die
hohe Einsatzbereitschaft und Kompetenz
des Teams. Das 1960 von Johann Gänger
in Röschitz gegründete und von Hans-
Seit letztem Oktober verfügt die Firma
Gänger im Großraum Wien auch über
einen Mulden- und Containerservice.
Heimo Gänger übernommene Familienunternehmen
beschäftigt zurzeit rund 60
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Tatkräftig
unterstützt wird Firmenchef Hans-
Heimo Gänger seit 10 Jahren von Schwiegersohn
Lukas Schachner. Dieser treibt
die Modernisierung der einzelnen
Geschäftsfelder voran und wird 2025,
wenn Hans-Heimo Gänger den wohlverdienten
Ruhestand antritt, das Unternehmen
weiterführen.
Unter anderem wurde am Betriebsstandort
in Strasshof ein neuer Recyclingplatz
eingerichtet, wo man mit einem
neuen Prallbrecher der Firma SBM
Baurestmassen und andere Materialien
aufbereitet. Lukas Schachner über die
jüngste Neuerung im Dienstleistungsspektrum
der Firma Gänger: „Seit letztem
Oktober bieten wir im Großraum Wien
auch einen Mulden- und Containerservice
an. Der Sperrmüll wird zu unserem
Recyclingplatz transportiert, wo wir ihn
händisch oder maschinell sortieren. Im
Anschluss wird das Material entweder
verwertet oder zu verschiedenen Annahmestellen
gebracht. Damit wir diesen
Service vom Start weg mit der von uns
gewohnten Qualität anbieten können,
haben wir umfangreich in den Fuhrpark
investiert und einen eigenen Mitarbeiter
für diesen Bereich angestellt. Mit dem
neuen Mulden- und Containerservice
machen wir einen wichtigen Schritt in
Richtung Komplettanbieter. Ziel ist es,
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MOBILE KOMPAKT-BRECHERANLAGEN
wie zb. REMAX 200: 25 To, Leistung bis 200 To/h
unseren Auftraggebern in den Bereichen
Abbruch, Entsorgung und Erdbau alles
aus einer Hand anbieten zu können.“
Für die verschiedenen Tätigkeiten steht
dem Team der Firma Gänger ein umfangreicher
Fuhrpark zur Verfügung, der
regelmäßig modernisiert wird. Jüngster
Neuzugang ist ein Takeuchi TB2150R, der
für den Einsatz bei Baustellen der ÖBB
mit einer 3D-Steuerung der Firma Trimble
ausgerüstet ist. Zurzeit sind drei Bagger
www.mineraltech.at
Die langjährige Partnerschaft wurde nun auch
auf den Verdichtungsbereich ausgeweitet (von
rechts): Geschäftsführer Lukas Schachner
(Firma Hans-Heimo Gänger GmbH), Firmenchef
Hans-Heimo Gänger, Klaus Grabenweger (Niederlassung
Großebersdorf der Huppenkothen
GmbH) und Klaus Smagoi (Gebietsverkaufsleiter
der Ammann Austria GmbH).
48 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Der neue Takeuchi TB2150R ist einer von drei Baggern im Fuhrpark, der mit einer Hubund
Schwenkbegrenzung und einer 3D-Steuerung der Firma Trimble ausgerüstet ist. Im
Bild Mitarbeiter der Firma Gänger bei einer Einschulung durch die Firma Sitech Austria.
und eine Raupe mit einer 3D-Steuerung
ausgerüstet, die drei Bagger verfügen auch
über eine Hub- und Schwenkbegrenzung.
Seinen ersten Auftritt hatte der neue
TB2150R im Rahmen der Eröffnung des
neuen Standorts der Huppenkothen
GmbH in Großebersdorf im Norden von
Wien. Den Kunden steht an diesem neuen
Mietstandort das komplette Programm an
Mini- & Kompaktbaggern, Verdichtungsmaschinen,
Kompaktladern, Dumpern,
Radladern, Walzenzügen und verschiedenen
Anbaugeräten zur Verfügung. Die
Zusammenarbeit der Firma Gänger mit
der Firma Huppenkothen besteht bereits
seit vielen Jahren und ist von einem
partnerschaftlichen Verhältnis geprägt.
Zuletzt wurde diese Zusammenarbeit auch
auf den Verdichtungsbereich ausgeweitet.
Ammann ARS 110 Walzenzug
und Huppenkothen Service
Da die hohen Anforderungen aktueller
Infrastrukturprojekte mit der im Fuhrpark
vorhandenen Walze nicht mehr erfüllt
werden konnten, entschloss sich die
Im Rahmen des Eröffnungsfests
für den neuen Standort der
Huppenkothen GmbH in
Großebersdorf plauderten
Dkfm. Prof. Franz Wirth (links)
und Hans-Heimo Gänger
über alte Zeiten.
Firmenleitung, in modernste Verdichtungstechnik
zu investieren. Dazu Lukas
Schachner: „Wir sind in Wien und Umgebung
im Infrastrukturbau sehr aktiv und
arbeiten hier mit verschiedenen Baufirmen
zusammen. Beispielsweise führen wir in
diesem Jahr bei einigen Baustellen der
ÖBB eine Unterbausanierung durch. Die
dabei geforderte Dokumentation der
Verdichtungswerte war mit unserer alten
Walze aber nicht möglich. Wir haben uns
am Markt informiert und im Rahmen der
Eröffnung der Niederlassung Großebersdorf
auch mit der Firma Huppenkothen ein
erstes Gespräch zu diesem Thema geführt.
Auf Basis der ausgezeichneten Zusammenarbeit
mit der Firma Huppenkothen und
der Nähe des neuen Standorts in Großebersdorf,
haben wir uns daher für den
neuen Ammann Walzenzug entschieden.“
Klaus Smagoi, Gebietsverkaufsleiter
der Ammann Austria GmbH in St. Martin,
über die Stärken des ARS 110: „Die
neueste Generation der Ammann Walzenzüge
steht für noch mehr Effizienz und
Qualität. Dafür sorgt unter anderem das
intelligente Verdichtungs-Messsystem
ACE Force, das den Verdichtungsgrad kB
in MN misst. Wird ACE Force mit dem
Dokumentationssystem ADS kombiniert,
dann sind für den Auftraggeber alle
wichtigen Daten just in time digital
verfügbar. Das System ist in der neuesten
Gerätegeneration bereits ab Werk integriert
und kann bei Bedarf innerhalb einer
Stunde aktiviert werden. Aber auch der
Fahrer hat permanent alle wichtigen
Daten im Blickfeld, denn das Display ist
nun in der Mitte des Lenkrads zentral
angeordnet. Nicht zuletzt ist der ARS 110
sehr einfach zu bedienen. Das ist ein
großer Vorteil für Maschinisten, die mit
verschiedenen Maschinen auf einer
Baustelle arbeiten.“
Weitere Stärken des neuen Ammann
Walzenzugs sind das innovative Antriebskonzept,
das anstelle einer Hinterachse auf
Radnabenmotoren setzt. Dadurch sind die
Walzenzüge extrem kompakt – Motor,
Kühlsystem, Tank und Hydraulikkomponenten
finden im Motorraum bequem Platz.
Für den Fahrer resultieren daraus optimale
Sichtverhältnisse nach hinten, auch ohne
Rückfahrkamera. Verstärkt wird der Effekt
noch dadurch, dass der Überrollbügel in die
Kabinenkonstruktion integriert wurde. Die
Kabine selbst kommt durch die gebogene
Scheibe ohne A-Säule aus und bietet damit
eine optimale 360°-Rundumsicht. Darüber
hinaus ist die ARS 110 mit einem innovativen
System von Ammann ausgestattet, das
den Kraftstoffverbrauch senkt und weniger
Betriebsmittel für das Hydraulik- und
Vibrationssystem sowie Kühlflüssigkeit
benötigt. Dies senkt natürlich die
Wartungskosten und spart wertvolle
Ressourcen.
www.gaenger.at | www.ammann.com
www.huppenkothen.com
KUHN-LADETECHNIK
H.T.S. Transport: von der Kleinbaustelle
bis zum Großprojekt mit Palfinger
Aufgrund der guten Erfahrungen mit der Palfinger TEC-Kranreihe erweiterte
die in Stans in Tirol ansässige Firma H.T.S. Transport den Fuhrpark mit einem
zweiten TEC-Kran – dem PK 48.002 TEC7 mit Fly-Jib PJ090.
M
ehr als 60 Jahre Erfahrung machen
die Firma H.T.S. Transport zu einem
Partner mit echter Tiroler Handschlagqualität.
Auf dem ausgedehnten Firmenareal
bietet das Unternehmen die Möglichkeit,
sowohl im Freien als auch in der Halle
Gegenstände einzulagern und übernimmt
Kommissionierungen und Dienstleistungen
wie Zustellung und Lagerverwaltung.
Eine der besonderen Stärken des Unternehmens
liegt in der Kombination aus
Transporten und Kranarbeiten, die man
den Kunden aus einer Hand anbietet.
Durch den großen Fuhrpark ist H.T.S.
Transport ein Spezialist für Kranarbeiten
sowie Normal-, Schwer- und Spezialtransporte.
Mit der Kuhn-Ladetechnik verbindet
das Unternehmen eine langjährige
partnerschaftliche Zusammenarbeit. Daher
wurde der neue High-Tech-Kran vom
professionellen Kuhn-Kranmontageteam
auf eine MAN 4-Achs Sattelzugmaschine
im Krankompetenzzentrum in Vöcklabruck
aufgebaut.
Der PK 48.002 TEC7 arbeitet mit einer
2,5 t Seilwinde, erreicht durch den
zusätzlichen Fly-Jib PJ090 eine maximale
Arbeitshöhe von 33 m und ist mit zahlreichen
Assistenz- und Komfortsystemen
ausgestattet.
P-Fold – perfekt gerüstet auf Fingerdruck:
Das Auseinander- und Zusammenlegen
wird für den Bediener zum Kinderspiel.
Die Rüstzeit verringert sich dadurch
auf ein Minimum.
DPS-C – effizienter Fly-Jib-Betrieb: Die
Erhöhung der Hubkraft erfolgt sowohl bei
voll als auch nur teilweise ausgefahrenem
Schubarm. Die Erkennung der aktuellen
Position von Schubarm und Fly-Jib durch
ein Längenmesssystem führt zu einer Optimierung
der Leistung über die gesamte
Reichweite.
Weigh – höhere Effizienz in der Kranbedienung:
Mit dieser Wiegefunktion
überwacht die Steuerungssoftware die
unterschiedlichen Drücke der Zylinder und
kann so das Gewicht der Last am Kranhaken
auf 5% exakt berechnen. Der Mehrwert
dieses Systems ist es, das Gewicht der
Last exakt zu kennen. Dies erleichtert den
Arbeitsalltag des Bedieners, ist aber auch
ein wesentlicher Sicherheitsfaktor bei der
Einschätzung, ob ein Untergrund stabil
genug ist oder womöglich nicht.
HPSC-Plus-Load – mehr Reichweite
durch Beladungserkennung: Dieses
System reagiert auf den Beladungszustand
des Lkw und errechnet anhand der
Neigung des Kranes die maximale Lastgrenze.
Durch diesen Parameter kann die
Reichweite maximiert werden, was eine
optimale Ausschöpfung des Arbeitsbereiches
ermöglicht.
HPSC-Plus-FSTAB – mehr Leistung
durch Stützkrafterfassung: Bei HPSC-Plus
FSTAB ermitteln Druckaufnehmer in den
Stützzylindern die tatsächliche Belastung
des Abstützungssystems. Das bedeutet
Performancegewinn bei geringen Stützbreiten
und hoher Beladung.
www.kuhn.at | www.hts-transporte.at
Übergabe der neuen MAN-Sattelzugmaschine mit dem Palfinger PK 48.002 TEC7 bei Kuhn-Ladetechnik in Vöcklabruck (von links): Kranfahrer
Manuel, Hubert Troppmair jun. (Gesellschafter H.T.S. Transport) und Christoph Lämmerhofer (Kuhn Ladetechnik, Gebietsrepräsentant Tirol).
50 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024 51
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Die Firma Carl Zeiss AG
errichtet in ihrer Gründungsstadt
Jena in Thüringen
einen neuen Hightech-Standort,
in dem alle Entwicklungseinheiten
sowie ein
Großteil der lokal ansässigen
Produktions- und Verwaltungsabteilungen
untergebracht
werden. Für den Bau
des Gebäudes mit insgesamt
118.000 m 2 Bruttogeschossfläche
setzt das fränkische
Bauunternehmen Riedel Bau
AG acht Wolff Krane ein. Der
Kraneinsatz musste akribisch
geplant werden und
hält zahlreiche Besonderheiten
bereit.
A
uf dem 80.000 m 2 großen Baufeld
kommen sieben Wolff 7534.16 Clear
mit Spitzentraglasten zwischen 2,9 und
7,2 t sowie ein Wolff 6071.20 Cross mit
9,6 t Spitzentragfähigkeit zum Einsatz.
Riedel Bau erwarb für die Megabaustelle
zwei neue spitzenlose Wolff 7534.16 Clear.
Alle Krane sind auf Endhöhe montiert, da
sie sich das Baufeld zu Beginn noch mit
fünf weiteren Wolff Kranen des Vorbauunternehmers
teilten, die überschwenkt
werden mussten und die sukzessive
ersetzt wurden.
Ein Kraftpaket für die Schwerstarbeit
Eine besondere Rolle kommt in diesem
Rudel dem Wolff 6071.20 Cross zu, dem
einzigen Modell mit Turmspitze. Er wird
während seines Arbeitseinsatzes mehrere
hundert Betonfertigteile wie Wandelemente,
Stützen, Unterzüge und Deckenplatten
mit bis zu 18 t transportieren.
Zusätzlich sind insgesamt sechs Sonderhübe
mit bis zu 22,0 t Einzelgewicht
geplant, die der Wolff 6071.20 Cross, der
laut technischem Datenblatt über eine
Maximaltraglast von 20,0 t verfügt, unter
fachkundiger Überwachung im Überlastmodus
absolvieren wird.
Doch bevor es überhaupt zum ersten
Lastenhub kam, sah sich Daniel Wandelt,
Arbeitsvorbereiter bei der Riedel Bau AG,
bereits mit zahlreichen Herausforderungen
konfrontiert: „Einer der größten
Knackpunkte bei diesem Projekt ist die
Gründung der Krane“, erläutert er.
„Teilweise haben wir Gebäudefundamente
zum Kranfundament erweitert. So
WOLFFKRAN
Acht Wolff Krane versorgen
Megabaustelle in Jena
etwa vier Fundamente eines Parkdecks,
die wir verstärkt haben, um sie als
Standplatz für einen 8,0 x 8,0 m Kreuzrahmen
zu nutzen“, so der Arbeitsvorbereiter.
Bei fünf Kranen sind die Kranfundamente
unter anderen Gründungsbauteilen
angeordnet, weshalb Fundamentanker,
die im Boden verbleiben, die einzig
mögliche Lösung darstellen. „Da es bei
einem dieser integrierten Fundamente
Der Wolff 6071.20 Cross ist das Kraftpaket des Wolff-Rudels auf der
Zeiss-Baustelle. Er hebt bis zu 22 t schwere Fertigteile.
Fotos: Riedel Bau AG
die Auflage gibt, dieses nach Abschluss
der Rohbauarbeiten wieder zurückzubauen,
haben wir bei der Montage des
Fundaments gleich Leerrohre für eine
Betonsäge mit eingebaut“, so Daniel
Wandelt.
„Die Montage der Krane war eine
planerische und logistische Mammutaufgabe
– zwischenzeitlich standen über 25
Lkw mit Kranteilen auf der Baustelle, da
die ersten drei Krane beinahe zeitgleich
montiert wurden“, resümiert Daniel
Wandelt. „Doch dank der guten Zusammenarbeit
mit Wolffkran und unserem
Kranlogistiker verlief bisher alles planmäßig
und reibungslos.“
Bei einer Baustelle dieser Größe und
Komplexität müssen auch die Standorte
KAISER S12 Allroad
Planung ist alles: Noch bevor der erste Stein auf den anderen gehoben werden
konnte, musste eine der komplexesten Herausforderungen gelöst werden:
die Gründungen und Standorte der acht Wolff Krane.
der Krane genau durchdacht werden. Ein
Wolff 7534.16 Clear wurde in die Mitte von
zwei Aufzugsschächten platziert, bei denen
die Mittelwand vorläufig weggelassen
wird, um genug Platz für den 2,0 x 2,0 m
Turm zu haben. „Da der Turm allerdings
am geplanten oberen Ende der Aufzugsschächte
eine berechnete Auslenkung von
50 cm hat und somit im späteren Bauverlauf
mit den Schachtwänden kollidieren
würde, planen wir gemeinsam mit Riedel
Bau eine Abspannung gegen den Aufzugsschacht“,
sagt Wolfgang Kavelius, zuständig
für den Vertrieb bei Wolffkran. „Dank
des flexiblen Wolff Turmsystems begannen
wir den Turmaufbau zudem mit zwei
Turmstücken HT 23 mit 2,3 m Seitenlänge.
Der weitere Turmaufbau erfolgte
PAUS SMK 9036
mit einem Übergangsstück und TV 20
Turmelementen. So können wir die
Auslenkung in Höhe des oberen Endes des
Aufzugs auf 12 cm, an der Kranturmoberkante
von ursprünglich 90 auf 40 cm
beschränken“, so Wolfgang Kavelius.
Die acht Wolff Krane werden voraussichtlich
bis Ende 2024 Stahlbeton,
Mauerwerk und Fertigteile an Ort und
Stelle heben. Dann soll der Rohbau
abgeschlossen sein. Das Gebäude wird
nach den neuesten Energiestandards
errichtet und vollständig digitalisiert.
Nach Fertigstellung sollen darin über
2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in
Forschung, Entwicklung und Produktion
tätig sein.
www.wolffkran.com
KAISER Fahrzeugtechnik GmbH • Gewerbestraße 4, 6710 Nenzing • T +43 5525 64180 • mail@kaiser-fahrzeugtechnik.at
52 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024 53
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Bild links: Straßenbaudirektor Josef Decker informierte über die aktuellen Bauvorhaben in NÖ. Bild rechts: Georg Singer
(Regionalleiter Asfinag BMG, im Bild links) gab einen Überblick über die laufenden bzw. in Kürze startenden Asfinag
Projekte in NÖ. Im Bild mit Wolfgang Schubert (Mitglied des Asfinag Vorstands).
49. GESTRATA BAUSEMINAR
Straßenbau mit Asphalt: aktuelle
Herausforderungen im Überblick
wichtig, dass wir diesen Weg in Zukunft
beschreiten. Ebenso müssen wir auf das
Thema Fachkräftemangel aktiv reagieren
und durch nachhaltiges und ökologisches
Arbeiten die Baubranche für junge Leute
wieder attraktiv machen. Hier ist ein
partnerschaftlicher Dialog mit unseren
Auftraggebern, anderen Interessensvertretern
und den Behörden notwendig, um
dieses Ziel zu erreichen.“
Abschließend würdigte Wolfgang
Schubert den Einsatz der Vortragenden
und bedankte sich bei Gestrata Geschäftsführer
Maximilian Weixlbaum und Office
Leiterin Sabine Seli für die professionelle
Organisation des Bauseminars. Moderiert
wurde das Bauseminar in St. Pölten von
Rainer Irschik, der auch Mitglied des
Organisationskomitees ist.
Es folgten die Ausführungen von NÖ
Straßenbaudirektor Josef Decker über die
aktuellen Bauvorhaben, die auf großes
Interesse stießen. Die Schwerpunkte
liegen im Jahr 2024 in der Sanierung des
Landesstraßennetzes und im Neubau der
Donaubrücke Mauthausen bzw. der
Sanierung der denkmalgeschützten
Donaubrücken Stein-Mautern. Weitere
große Projekte sind die Fertigstellung der
Umfahrung Harmannsdorf und die
Die Baubranche kämpft zurzeit mit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen,
die durch zahlreiche neue Regulierungen noch verschärft
werden. Über den aktuellen Stand in diesem Bereich informierte das
49. Gestrata Bauseminar, das im Jänner 2024 erneut in allen neun Bundesländern
Station machte. Die durchwegs ausgebuchten Vortragssäle machten
deutlich, wie groß der Informationsbedarf in der Baubranche ist.
R
und um die Kernthemen Kreislaufwirtschaft,
Digitalisierung und
EU-Taxonomie-Verordnung widmete sich
das 49. Bauseminar der Gesellschaft zur
Pflege der Straßenbautechnik mit Asphalt
einem breiten Themen-Spektrum. Im
Rahmen der zweiwöchigen Tour durch die
Bundesländer machte das Gestrata
Bauseminar am 19. Jänner 2024 in
St. Pölten Station, wo Wolfgang Schubert,
Mitglied des Gestrata Vorstands, die
zahlreichen Fachbesucher begrüßte.
Schubert: „Zusätzlich zu den bekannten
Themen Nachhaltigkeit, Fachkräftemangel
oder Innovationstechnologien wird uns
in den nächsten Jahren auch eine Fülle an
neuen Themen beschäftigen. Begriffe wie
ESG, CSRD, BSRS und CRCV klingen für
manche vielleicht wie ein neues Lied von
den Fantastischen Vier. Tatsächlich
handelt es sich aber um die Kernthemen
der EU-Taxonomie-Verordnung und des
neuen EU-Lieferkettengesetzes. Aufgrund
dieser Regelwerke werden noch sehr viele
Herausforderungen auf uns zukommen.“
Wolfgang Wiesner (Porr) widmete sich
ausführlich der RVS 10.02.12.
Die EU-Taxonomie-Verordnung ist im
Wesentlichen das gemeinsame Klassifizierungssystem
für nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten
und umfasst sechs
Umweltziele: Klimaschutz, Klimawandelanpassung,
Nachhaltige Nutzung und
Schutz von Wasser- und Meeresressourcen,
Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft,
Vermeidung und Verminderung der
Umweltverschmutzung sowie Schutz und
Wiederherstellung der Biodiversität und
der Ökosysteme. Als Ergänzung zu den
Umweltzielen folgen noch die sozialen
Ziele. In Österreich ist der Aktionsplan für
eine nachhaltige öffentliche Beschaffung
– kurz naBe – Vorbild für einen verantwortungsvollen
und sorgsamen Umgang
mit Ressourcen.
Schubert weiter: „Ein wichtiges
Kriterium dieses naBe, der aktuell in
Überarbeitung ist, bildet die verpflichtende
Erarbeitung eines Materialkonzeptes.
Einer der wesentlichen Punkte dieses
Materialkonzepts ist die Verwendung von
mindestens 10% Recyclingasphalt in den
Binder-, Deck- und Tragschichten. Dazu
kommen unter anderem die Emissionsgrenzwerte
für Baumaschinen. Sowohl die
EU-Taxonomie-Verordnung als auch der
Aktionsplan naBe ist meiner Meinung
nach der richtige Weg und es ist enorm
Fotos: Gestrata; Baublatt.Österreich/A.Riell
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54 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024 55
MASCHINEN + TECHNIK
Von rechts: Moderator Rainer Irschik (Mitglied des Gestrata
Organisationskomitees) mit den Vortragenden Heinrich
Riegler (Strabag), Siegfried Kammerer (OMV) und
Andreas Krajcsir (TPA).
Das Thema „Asphalt auf
Flug betriebsflächen“ stand im
Mittelpunkt des Vortrags von
Christian Harrer (Nievelt).
Österreichischer
Baumaschinenverband
KOMPETENZ DURCH
FOKUSSIERTE INFORMATION
Eisenbahnunterführung in Wiener
Neustadt. Dazu kommen diverse Verkehrssicherheitsprojekte
und der Ausbau
des Radwegenetzes, bei dem alleine 2023
mehr als 90 Projekte mit einer Länge von
rund 100 km umgesetzt bzw. der Bau
begonnen wurde. Ein großes Thema ist
weiters die Energieoptimierung. Sie
betrifft den Bau von Photovoltaikanlagen
in ganz NÖ ebenso, wie die LED-Umrüstung
der Straßenbeleuchtung und die
wachsende E-Mobilität im Straßendienst,
wo bereits 76% der Fahrzeugflotte über
einen E-Antrieb verfügt. Einen Schwerpunkt
bildet aber auch die Digitalisierung
im Bau und im Betrieb mit verstärkter
Nutzung der Möglichkeiten von KI.
Was die geplanten Investitionen betrifft,
so sind von der Asfinag für die Autobahnen
und Schnellstraßen rund 200 Mio. Euro
vorgesehen und vom Land NÖ 93 Mio. Euro
für den Straßenbau bzw. 5 Mio. Euro für die
Radwege. Dazu kommen weitere Leistungen
von den Kommunen für die Gemeindestraßen.
Etwa 40 Mio. Euro werden von
Interessensgemeinschaften in die Güterwege
investiert. Mit einem Doppelbudget
für die Jahre 2025 und 2026 plant das Land
NÖ die Investitionen entsprechend
abzusichern. Die großen Herausforderungen
für 2024 bilden auch in NÖ die
Baukostensteigerungen bzw. die Kostensteigerungen
bei den Betriebsmitteln, die
Unklarheit bei den Energiekosten, die
Dauer der Verfahren und Kosten der
Auflagen, die Umsetzung der Bauvorhaben
trotz genehmigter Verfahren sowie bundeslandspezifisch
die Asfinag-Projekte S1, S8,
S34 und der dreistreifige Ausbau der A22.
Seine Ausführungen beendete Straßenbaudirektor
Decker mit einem Appell: „Wir
betreiben den Tiefbau nicht als Selbstzweck,
sondern wir versuchen für die
Menschen und die Gesellschaft Bedürfnisse
zu erfüllen. Die Basis dafür bilden
die entsprechenden Gesetze und Bescheide
sowie die Einhaltung aller Auflagen.
Dieser gesellschaftliche Konsens wird aber
immer öfter von Einzelpersonen oder
Gruppen ignoriert. Eine Gesellschaft die
das Bauen aufgegeben hat, zieht sich nur
noch auf den Bestand zurück. In diesem
Sinne mein Appell: Überzeugen Sie Ihr
persönliches Umfeld, dass die Bauwirtschaft
eine gute Sache ist und bleibende
Werte schafft – nicht zuletzt auch als
Motivation, um Teil dieser Branche zu
werden.“
Im Anschluss informierte Georg Singer,
Regionalleiter Asfinag BMG, mit einem
Rückblick auf das Jahr 2023 und mit einer
Vorschau bis 2026 über die Asfinag
Projekte in NÖ. Dabei zeigt sich eine klare
Steigerung, auch weil es in den nächsten
Jahren einen gewissen Rückstau abzuarbeiten
gilt. Bei den Weiterführungen aus
2023 handelt es sich um die S1 von
Vösendorf bis Schwechat, den Verkehrskontrollplatz
Wolfsbach an der A1 in
Fahrtrichtung Wien und – ebenfalls an der
Kaum ein freier
Platz: Die vollen
Vortragssäle
unterstreichen die
Rolle des Gestrata
Bauseminars als
wichtige Informations-
und
Netzwerkveranstaltung.
A1 – die Instandsetzung vom Knoten
Steinhäusl bis St. Christophen. Weitere
Projekte, die in diesem Jahr starten,
betreffen die S6, A2, A21 und die A4 vom
Knoten Prater bis zum Knoten Schwechat
inklusive Instandsetzung des Knoten
Schwechat sowie die notwendige Zwischeninstandsetzung
der A22 von Stockerau
Ost bis Stockerau Nord, da der
dreistreifige Ausbau und der Ausbau des
Knotens nach wie vor verfahrensanhängig
sind. Wie Georg Singer betonte, bekennt
sich die Asfinag zu nachhaltigem Bauen
und Wirtschaften, wobei sich der Bogen
von der Planung über die Ausschreibung
und Beschaffung bis hin zur Ausführung
spannt. Dabei wird das Ziel der Kreislaufwirtschaft
verfolgt, möglichst viele der
gewonnenen Materialien vor Ort wiederzuverwenden.
Auch in NÖ wird intensiv
an der Errichtung neuer PV-Anlagen bzw.
von Ladepunkten für die E-Infrastruktur
gearbeitet. Der erste „Rastplatz der
Zukunft“ steht an der A1 in Fahrtrichtung
Salzburg zwischen Loosdorf und Melk
kurz vor der Eröffnung.
Fachvorträge zu aktuellen Themen
Als erster Vortragender widmete sich Paul
Schönauer dem Thema „Nächster Halt
EPD – Was sind Umweltproduktdeklarationen?“.
Wie der Experte der TU-Wien
ausführte, berücksichtigen EPD als Tool
zur Bestimmung der ökologischen Leistungsfähigkeit
mehrere Umweltindikatoren.
Die Vergleichbarkeit der Produktgruppen
wird durch PCR sichergestellt
und die Veröffentlichung erfolgt
durch einen Programmbetreiber.
Danach informierte Wolfgang Wiesner
(Porr) über die „RVS 10.02.12, rechtliche
Vertragsbestimmungen, besondere
Vertragsbestimmungen, Zuschlagskriterien
für Bauaufträge im Verkehrswegebau“.
Wiesner: „Die Vorschläge aus der
RVS und anderen Quellen sind projektspezifisch
zu durchdenken und
anzupassen. Als Fernziel wird die
umfassende Beurteilung der Ökobilanz
der gesamten Baumaßnahme als
Zuschlagskriterium erkennbar. Dazu
besteht noch umfangreicher Entwicklungs-
und Standardisierungsbedarf.“
Ein weiteres Kernthema rund um den
Straßenbau mit Asphalt beleuchtete
Siegfried Kammerer (OMV) mit seinem
Vortrag „DSR – Möglichkeiten &
Interpretation bei Bitumen & Asphalt“,
ehe sich Daniel Steiner (Nievelt) und
Heinrich Riegler (Strabag) in ihren
Vorträgen verschiedenen Aspekten der
Kreislaufwirtschaft widmeten. Den
Abschluss bildeten die praxisbezogenen
Vorträge von Andreas Krajcsir (TPA)
über das Projekt „A1 Steinhäusl – St.
Christophen, AC trag - RA40 Umsetzung“
sowie Christian Harrer (Nievelt)
mit seinen Ausführungen zu „Asphalt auf
Flugbetriebsflächen – Klassifizierung
nach der ACR/PCR Methode“.
56 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
Als Vorbereitung auf das kommende Doppeljubiläum 50. Gestrata
Bauseminar und 75 Jahre Gestrata fanden im Rahmen des Bauseminars
in Wien Dreharbeiten für einen Imagefilm statt.
Mehr als zufrieden zeigte sich
Gestrata Geschäftsführer Maximilian
Weixlbaum in seinem Rückblick: „Das
fachkundige Publikum erwartete im 49.
Gestrata Bauseminar 2024 ein spannender
und abwechslungsreicher Bilderbogen
an aktuellen Themenkreisen, der die
asphalterzeugende und -verarbeitende
Industrie derzeit beschäftigt. Nachhaltiges
Bauen, Taxonomie, hohe Baupreise,
schlechte Wirtschaftslage, Herausforderungen
zur Einführung technologischer
Innovationen, strenge Auflagen und
Bürokratie, Fach- und Führungskräftemangel,
Hemmnisse zur Produktivitätssteigerung
am Bau – die Liste an
Themen, die derzeit die Bauwirtschaft
beschäftigt, ist lang. Die Vorträge
vermittelten grundsätzliches zu einer
funktionierenden Kreislaufwirtschaft,
einen Überblick zu innovativen Prüfmethoden
zur Beschreibung von Asphalten
mit unterschiedlichen Anteilen an
Recyclingasphalt, verschiedene Projektberichte
sowie über bevorstehende
Maßnahmen zur Umweltproduktdeklaration.
Über die Jahre stetig steigende
Teilnehmerzahlen von Schülerinnen und
Schülern aus den höheren technischen
Lehranstalten sowie Fachhochschulen
lassen eine gewisse Zuversicht im
Hinblick des latenten Fachkräftemangels
in der Industrie sowie bei den Behörden
aufkommen.“
www.gestrata.at
Nr. 0124850
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Die beiden neuen, zusätzlichen
Mobilbaggermodelle PW168 &
PW198 (Bild) von Komatsu
punkten mit kompakten
Abmessungen, geringer
Transporthöhe und leistungsstarken
Komatsu-Motoren.
können mit jeder Art von System ausgestattet
werden und sind für die Nutzung
mit Tiltrotator oder 3D-Anzeigesystem
vorbereitet. Mit nützlichen Sonderausrüstungen
wie Joystick-Lenkung, Tool-Control-System
oder Anhängerkupplung
können PW168 und PW198 auch für die
härtesten Baustellen optimal angepasst
werden.
Die neuen Komatsu Dieselpartikelfilter,
die erst nach 8.000 Stunden ersetzt
werden müssen, ermöglichen lange,
unterbrechungsfreie Einsätze. Die
Abgasnachbehandlung erfolgt vollautomatisch,
ohne dass die Arbeit pausiert
werden muss. Alle Wartungspunkte der
robusten Maschinen sind hinter Stahltüren
zentral angeordnet und vom Boden
aus bequem erreichbar. Die wichtigsten
Funktionen werden auf dem Standardbildschirm
des Monitorsystems und im
Komtrax Flottenmanagementsystem
angezeigt.
Komatsu plant Einführung
des neuen PC138E-11
Komatsu plant die Einführung des 13 t
Elektrobaggers PC138E-11 mit Lithium-
Ionen-Batterie als Mietmaschine ab
Jänner 2024. Nach der Einführung in
Japan soll die Maschine auch auf den
europäischen Markt kommen. Komatsu
arbeitet daran, einen Markt für elektrische
Baumaschinen aufzubauen und
gleichzeitig bis 2050 CO2-Neutralität zu
erreichen, indem das Unternehmen seine
Produktpalette erweitert und die Bedürfnisse
seiner Kunden einbezieht.
Durch die leistungsstarke Lithium-
Ionen-Batterie und das Kühlsystem für
Batterie und elektrische Komponenten
sind mit diesem Kurzheckbagger lange
Einsatzzeiten möglich. Komatsu plant die
Maschine an verschiedene Kunden mit
unterschiedlichen Einsatzgebieten und
unterschiedlicher Energieversorgung in
Regionen zu vermieten, wo die zukünftige
Entwicklung eines Marktes für elektrifizierte
Maschinen zu erwarten ist. So
Lange Einsatzzeiten und kompakte Abmessungen: Der neue 13 t Elektrobagger
PC138E-11 wird von einer 225-kWh-Lithium-Ionen-Batterie angetrieben.
KUHN
Viel Neues bei Komatsu
Mit den neuen Mobilbaggern PW168-11 und PW198-11 erweitert Komatsu seine
Kurzheckbagger-Produktpalette auf Maschinen mit einem Betriebsgewicht von
bis zu 20 t. Weiters plant Komatsu die Einführung des neuen 13 t Elektrobaggers
PC138E-11 mit Lithium-Ionen-Batterie und entwickelt gemeinsam mit GM
einen wasserstoffbetriebenen Muldenkipper.
ie neuen Komatsu Mobilbagger
DPW168 und PW198 können auf
engstem Raum arbeiten und schnell zur
nächsten Baustelle transportiert werden,
ohne dass dafür ein spezieller Tieflader
erforderlich ist. Mit einer Transporthöhe
von nur 3,1 m ist ein Transport auf einem
normalen Tieflader mit einer Beladehöhe
von bis zu 4 m problemlos möglich. Der
geringe Hecküberstand von 1,85 m
(PW168-11) bzw. 1,9 m (PW198-11) ist
ideal für enge Baustellen.
Mit ihrem 4-Zylinder-Dieselmotor von
Komatsu (110 kW bzw. 129 kW) graben,
heben oder ziehen die neuen Mobilbagger
fast alles, was auf einer Baustelle bewegt
werden muss. Die Motoren erfüllen die
aktuelle Abgasnorm EU Stufe V und die
Maschinen sind ab Werk mit umweltfreundlichem
HVO-Diesel befüllt. Die
einzigartige Bauweise mit optimiertem
Ausleger und Motor im Heck ermöglicht
enorme Hubkräfte, sodass hohe Lasten
einfach bewegt werden können.
Dank des niedrigen Schwerpunkts
vermitteln die neuen Modelle ein Gefühl
höchster Standsicherheit. Der neue
Premium-Fahrersitz mit mehrstufiger
Belüftung und Heizung ist besonders
komfortabel. Die wichtigsten Funktionen
können mittels Joystick genutzt werden
und die exzellente Rundumsicht wird
durch das serienmäßige Kamerasystem
mit vier Kameras und Anzeige der
Maschine aus der Vogelperspektive
unterstützt.
Als eine der wichtigsten Maschinen auf
der Baustelle werden Mobilbagger immer
häufiger mit Tiltrotatoren oder 3D-Anzeigesystem
genutzt. Die neuen Modelle
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58 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Der Komatsu 930E
Muldenkipper, der
zukünftig von Hydrotec-Brennstoffzellen
angetrieben wird.
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Geheimwaffe gegen Lackkratzer
In einem kurzen Augenblick der Unachtsamkeit tritt das Unheil ein: Der Autolack
weist einen Kratzer auf. Wenn ein Kratzer bis zur Grundierung reicht, ist schnelles
Handeln erforderlich, um Rostbildung zu verhindern. Der Quixx Lack Reparatur Stift
(Bild; 12,95 Euro) steht sofort zur Verfügung, ermöglicht eine präzise Anwendung und
versiegelt die betroffene Stelle dauerhaft mit echtem Klarlack. Er besticht durch seine
einfache Handhabung und erzielt herausragende Ergebnisse. Dies funktioniert bei
allen Lackfarben und ist auch für Glanz- oder Metallic-Lacke geeignet. Wenn der
Kratzer nur oberflächlich ist, ist der Lack Kratzer Entferner (14,95 Euro) eine
empfehlenswerte Option. Mit diesem Produkt können kleinere Schrammen
in vielen Fällen problemlos beseitigt werden.
www.quixx.com
können diese Kunden die Umweltfreundlichkeit
und Sicherheit der Maschine
kennenlernen und Komatsu kann Kundenfeedback
einholen, seine Kenntnisse
erweitern und den elektrifizierten Markt
voranbringen.
Komatsu hat das Jahr 2023 als Jahr
der Markteinführung von elektrifizierten
Baumaschinen festgelegt. Die Einführung
des PC138E-11 ist der vierte Schritt in
diese Richtung. Hydraulikbagger sind die
vielseitigsten Baumaschinen und die
13-t-Maschinen werden auf vielen
verschiedenen Baustellen und Einsatzgebieten
genutzt, vor allem im Städtebau auf
begrenztem Raum. Mit der Markteinführung
dieser Maschine will Komatsu eine
breite Palette neuer Kundenbedürfnisse
erschließen und den Markt für elektrische
Baumaschinen etablieren.
Wasserstoffbetriebener
Muldenkipper mit GM
General Motors und Komatsu arbeiten
zusammen an einem Wasserstoff-Brennstoffzellen-Modul
für den elektrischen
Muldenkipper 930E von Komatsu, den
weltweit meistverkauften Muldenkipper
der Ultra-Klasse. GM, ein führender
Entwickler von Brennstoffzellentechnologien,
und Komatsu als ein globaler
Hersteller von Mining- und Baumaschinen
werden die neue Technologie gemeinsam
entwickeln und testen. Da Brennstoffzellen
sehr leicht sind und das Betanken
schnell geht, eignen sie sich perfekt für die
Elektrifizierung von Maschinen, die bisher
von einem Dieselmotor angetrieben
wurden. Die Wasserstoffzellentechnologie
ermöglicht es, große Energiemengen
effizient an Bord der Maschine zu speichern,
ohne dass dadurch Nutzlast
verloren geht.
Außerdem können so auch Maschinen,
die extreme Materialmengen transportieren
wie der 930E mit einer Nenn-Nutzlast
von 320 t emissionsfrei arbeiten. Diese
Maschinen werden typischerweise über
ihre gesamte Lebensdauer in einer
einzigen Mine eingesetzt, was die Dimensionierung
und Einrichtung einer Wasserstoff-Tankinfrastruktur
für die Maschinenflotte
vereinfacht.
„Wir bei GM glauben, dass es eine
zentrale Rolle für eine emissionsfreie
Zukunft spielt, nicht nur Pkw sondern
auch Baumaschinen mit Brennstoffzellen
anzutreiben“, erläutert Charlie Freese,
Geschäftsführer der GM-Sparte Hydrotec.
„Muldenkipper gehören zu den größten
und leistungsstärksten Maschinen der
gesamten Industrie. Wir glauben, dass
Wasserstoffzellen ideal dafür sind, diese
herausfordernden Transporte emissionsfrei
durchzuführen.“ Der Wasserstoffbetrieb
von Muldenkippern von Komatsu
wird für die Dekarbonisierung eine
Alternative zu mobilen Batterieladegeräten
oder festen Ladestationen darstellen,
denn es muss keine zusätzliche Lade-
Infrastruktur in der Mine installiert
werden.
Komatsu hat sich zum Ziel gesetzt,
seine globalen Emissionen bis 2030 um
50% zu reduzieren und bis 2050 CO2-
Neutralität zu erreichen. Dazu gehört die
Reduzierung und Eliminierung von
Emissionen sowohl aus den Produkten des
Unternehmens als auch aus den Werken
und der Produktion. Zudem arbeitet
Komatsu eng mit seinen Kunden zusammen,
um die Emissionen zu reduzieren, die
bei der Nutzung seiner Produkte entstehen.
Dafür bietet Komatsu Optimierungsprogramme
mit verschiedenen Technologien
und Lösungen.
GM plant bis 2040 sowohl mit seinen
Produkten als auch als Unternehmen
vollständig CO2-neutral zu sein. GM und
Komatsu planen den ersten Prototypen
eines Muldenkippers mit Hydrotec-
Antrieb Mitte der 2020er Jahre auf dem
Forschungs- und Entwicklungsgelände
Arizona Proving Grounds (AZPG) zu
testen. Diese Maschine wird von Hydrotec-
Stromwürfeln mit über 2 MW angetrieben.
GM erforscht und entwickelt Brennstoffzellen
seit über 50 Jahren und ist eines
der wenigen Unternehmen, die fortschrittliche,
selbst entwickelte Technologien
sowohl für Lithium-Ionen-Batterien als
auch Wasserstoff-Brennstoffzellen
anbieten. GM und Komatsu glauben, dass
diese innovativen Technologien dafür
sorgen, dass emissionsarme Mobilitätslösungen
schneller Verbreitung finden und
so auch andere Industrien neben der
Pkw-Industrie ihre Nachhaltigkeitsziele
erreichen können.
www.kuhn.at
www.komatsu.eu
Die Partnerschaft zwischen
Ersatzteilgroßhändler Granit
Parts und Traser Software
wird von der gemeinsamen
Idee getragen, den besten
Service für den Land- und
Baumaschinenfachhandel
zu bieten.
S
eit der Agritechnica sind die beiden
Unternehmen nunmehr nicht nur
ideell, sondern auch praktisch miteinander
verbunden: Mit der gemeinsamen Schnittstellen-App
„Traser DMS 365 x Granit
Parts“ bieten sie ein neues digitales
Werkzeug, um das Dealer Management
System von Traser mit dem Granit
Webshop zu verbinden und die Prozesse
für ihre Kunden noch einfacher und
effizienter zu gestalten. Dass diese Lösung
überzeugt, zeigt die Vereinbarung mit
Reise Landtechnik als Pilothändler für die
neue App.
Die neue Connector App präsentierten
Softwarehaus und Digitalisierungspartner
Traser und der Großhändler für Originalund
Identteile Granit Parts auf der letzten
Agritechnica am gemeinsamen Messestand.
Während der Weltleitmesse für
Landtechnik in Hannover wurde mit
Sebastian Reise von Reise Landtechnik
aus Lippetal der erste Pilothändler für die
neue Anwendung gewonnen. Mithilfe der
gemeinsamen Schnittstelle profitieren die
Anwender der ERP-Lösung Traser DMS
365, die Ersatzteile aus dem Sortiment
von Granit beziehen, künftig von vielen
Vorteilen:
n Automatischer Import der Granit
Preislisten
n Abfrage von Preis und Verfügbarkeit für
Katalogpositionen, Artikel oder ganze
Aufträge
n Elektronische Übermittlung von
Bestellungen an Granit
n OCI-Katalog-Integration: Import von
GRANIT PARTS
Neue Connector App verbindet
„Traser DMS 365 x Granit Parts“
Gemeinsame Präsentation der neuen Schnittstelle auf der Agritechnica (von links):
Andre Münzebrock (Granit Parts), Kristof Hunsel (Reise Landtechnik), Torben Weber
(Traser Software), Sebastian Reise (Reise Landtechnik), Benjamin Luyten (Wilhelm
Fricke SE) und Ralf Kamp (Granit Parts).
Warenkörben direkt aus dem Granit
Webshop in eine Bestellung
n Elektronische Rechnungsverarbeitung:
Import und Verknüpfung von Eingangsrechnungen
Seit Anfang Dezember ist die neue
Schnittstelle bei Reise Landtechnik im
Einsatz. Dort wird „Traser DMS 365 x
Granit Parts“ auf Herz und Nieren
geprüft. Anfang 2024 starten bereits
weitere Land- und Baumaschinenhändler
in die Pilotphase.
„Als Branchenprofis bündeln wir unser
Know-how, um die beste Lösung für die
täglichen Prozesse unserer Land- und
Baumaschinenhändler zu finden. Genau
das ist unser Job. Gemeinsam mit Granit
Parts geht es nach vorne und mit unserer
neuen App sind wir wieder einen Schritt
voraus“, betont Torben Weber, Geschäftsführer,
Traser Software.
„Mit Traser Software haben wir einen
Branchen-Pionier für Digitales an unserer
Seite, mit dem wir die digitalen Möglichkeiten
ausschöpfen. Dank unserer
gemeinsamen Connector App ist es uns
gelungen, eine win-win-win-Situation zu
schaffen, die unsere Kunden in ihrer
täglichen Arbeit unterstützt. Dass wir auf
der Agritechnica mit Reise Landtechnik
unseren ersten Pilotanwender gewinnen
konnten, freut uns sehr. In diesem
Dreigestirn können wir jetzt die Weiterentwicklung
vorantreiben“, so Benjamin
Luyten, Leiter Partnershop International,
Granit Parts – Wilhelm Fricke SE.
www.traser-software.de
www.granit-parts.com
Foto: Granit
60 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024 61
MASCHINEN + TECHNIK
Die Bilder zeigen die Eröffnungsfeier
der neuen Transporter Erlebniswelt am
18. Jänner 2024 in Wiener Neudorf, bei
der die neue V-Klasse und der neue Vito
ihre Premiere feierten.
PAPPAS
Neue Transporter Erlebniswelt
Im Zuge der Generalüberholung des Pappas Schauraumes im Industriezentrum
NÖ-Süd wurden über 800 m 2 saniert. Die Eröffnung feierte Pappas mit über
300 Gästen und der neuen Mercedes-Benz Vito und V-Klasse.
m Premium-Segment für Mercedes-Benz
IVans stellt sich die Herausforderung,
vielfältige Anforderungen zu erfüllen,
insbesondere aufgrund der breiten Palette
von Einsatzgebieten vergleichbar der
Pkw-Modellvielfalt. Die Bandbreite
erstreckt sich vom Botendienst über den
Handwerksprofi bis hin zum Familien-Van
und der XXL-Luxuslimousine. Auch
Elektro-Vans für innerbetriebliche Zwecke
sowie Fahrzeuge als Basis für Einsatzkräfte
und Weltreisende gehören dazu.
Pappas in Wiener Neudorf bietet für diese
vielfältigen Anforderungen weiterhin ein
gleichermaßen beeindruckendes wie
praktisches Sortiment mit drei unterschiedlichen
Modellreihen in den neuen
Verkaufsräumlichkeiten. Die Basis für die
neue Transporter Erlebniswelt bildet die
bekannte Transporter Halle. Sie wurde
binnen weniger Monate völlig entkernt
und anschließend zu einer gleichermaßen
komfortablen wie modernen Transporter
Erlebniswelt samt eigener Auslieferungshalle
verwandelt.
Pappas lud am 18. Jänner 2024 über
300 Gäste zur offiziellen Eröffnung ein,
darunter Kunden, Lieferanten und
Freunde des Hauses, um einen Einblick in
das professionelle Handling von Mercedes-
Benz Vans zu erhalten. Die Transporter
Erlebniswelt ist in verschiedene Bereiche
unterteilt und bietet maßgeschneiderte
Arbeitsplätze, komfortable Wartezonen,
Büros und Verkaufsverhandlungsräume
direkt am Produkt. Zusätzlich gibt es ein
Selbstbedienungs-Café und die Möglichkeit,
die Produkte sowohl real als auch
digital zu erleben.
Die beiden Highlights des Abends, der
neue Mercedes-Benz V-Klasse und der
neue Vito, zogen alle Aufmerksamkeit auf
sich. Begleitet von den Worten der
Geschäftsführung von Pappas (Rudolf
Radlherr, Robert Haberkorn, Mag. Peter
Pixner und Prok. Norbert Bauer) und
Mercedes-Benz Österreich Vans (Michael
Jopp) feierten die neue V-Klasse und der
neue Vito ihre Premiere. „Das Timing
könnte nicht besser sein. Die Einführung
unserer neuen Transporter Erlebniswelt
zusammen mit den neuen V-Klasse- und
Vito-Modellen ist ein Grund zum Feiern.
Bei Pappas erwartet unsere Kunden ein
unvergessliches Fahrerlebnis und natürlich
weiterhin kompetente Beratung auf
höchstem Niveau“, freut sich Rudolf
Radlherr.
www.pappas.at
Von links: Michael Jopp, Prok. Rudolf
Radlherr und Mag. Peter Pixner.
AM Baugeräte HandelsgmbH ■ Oberes Bahnfeld 2 ■ A-2281 Raasdorf/Wien
Tel. (+43 2249) 28495 ■ office@am-laser.at ■ www.am-laser.at
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Verbausysteme
MASCHINEN + TECHNIK
Mit großen Kräften am Ausleger
und langer Reichweite überzeugt
der Kobelco SK530LC-11 beim
Direktabbau im Moosleitner-
Kieswerk.
Als gleichermaßen kompakte
und leistungsfähige Geräteträger
kommen die Kurzheck-
Kobelco auch bei der Generalsanierung
der Tauern-Autobahn
zum Einsatz. Hier der
26 t Kobelco SK270SLRC-7
mit 2,5 t Anbauhammer.
KOBELCO
Zuverlässiges
Arbeitstier: Seit 2014
arbeitet auch der
Zwanzigtonner
SK210LC in der
Moosleitner-Flotte und
überzeugt mit hoher
Wirtschaftlichkeit im
Betrieb – hier bei der
Erweiterung der
Bodendeponie im
„Werk 2“ Saaldorf.
Langjährige Partnerschaft
Bereits knapp 30 Jahre setzt die deutsch-österreichische
Moosleitner-Gruppe auf Kettenbagger von Kobelco. Modelle
nahezu aller Leistungsklassen arbeiten bei dem Bau- und
Baustoffunternehmen – von Beginn an betreut durch den
süddeutschen Kobelco-Partner EMB Baumaschinen. Eines
der aktuellen Bauvorhaben, bei dem sich Kobelco-Bagger
bewähren, ist die Generalsanierung der Tauern-Autobahn.
S
eit über siebzig Jahren ist Saaldorf-
Surheim nahe Freilassing Stamm- und
Hauptsitz der Moosleitner-Gruppe, die
heute in zweiter bzw. dritter Eigentümer-
Generation von Matthias und Martina
Moosleitner sowie Mathias Christian
Moosleitner geführt wird. Derzeit über 200
Beschäftigte arbeiten für das Unternehmen
in Südbayern, im Großraum Salzburg
sowie den angrenzenden österreichischen
Bundesländern. Beiderseits der Grenze
bilden zwei Kiesgruben, insgesamt 3
Betonwerke sowie weitere in Eigenregie
oder mit Partnern betriebene Steinbrüche,
Recycling- und Deponie-Standorte die
Roh-, Baustoff- und Umweltsparte der
Gruppe. Eng damit verzahnt sind die
Aktivitäten in den Bereichen Erd-, Tiefund
Straßenbau sowie Abbruch: Dank
eines breiten Leistungsportfolios und der
vielseitigen, modernen Flotte mit gruppenweit
rund 120 Großmaschinen sowie über
400 Anbaugeräten und -ausrüstungen,
übernimmt Moosleitner in ganz Süddeutschland
und Österreich Großprojekte
im Infrastrukturbau oder umfangreiche
Abbruchmaßnahmen mit fachgerechter
Verwertung/Entsorgung aller anfallenden
Massen.
Bewährte Zusammenarbeit
Seit Mitte der Neunziger Jahre arbeiten
Kobelco-Kettenbagger in der Erdbausparte
von Moosleitner – bereitgestellt und
betreut durch den süddeutschen Exklusivpartner
EMB Baumaschinen. Nach ersten
Abbruchwerkzeugen 1992 lieferte der
Neukirchner Händler 1996 mit einem
SK290NLC die erste Maschine an Moosleitner.
Und auch nach dem europäischen
Neustart des japanischen Kettenbaggerspezialisten
unter eigener Flagge vor zehn
Jahren blieb man in Surheim der Marke
treu, betont EMB-Kundenberaterin
Markéta Duchkova – selbst seit 2004 und
weit über 50 gelieferten Maschinen sowie
In zweiter Generation führt Matthias
Moosleitner das grenzüberschreitend
tätige Familienunternehmen.
Ausrüstungen für Moosleitner zuständig.
Aktuell insgesamt 16 Kobelco-Kettenbagger
von 3 bis 53 t Betriebsgewicht zählt
Markus Gappmaier, Leiter Baumaschinen
bei Moosleitner. Eingesetzt werden die
konventionellen und Kurzheck-Modelle
vor allem im Erd- und Tiefbau sowie als
flexible Arbeits- und Lademaschinen bei
Rückbau-Maßnahmen oder in den
verschiedenen Moosleitner-Werken. Wie
der gesamte Gerätepark wird auch die
Kobelco-Flotte regelmäßig verjüngt –
zuletzt Mitte 2022 und zu Beginn vergangenen
Jahres, als EMB mit den Kobelco
SK140SRLC-7 und SK210LC-11, dem 53 t
Bagger Kobelco SK530LC-11 sowie den
zwei 27 Tonnern SK260LC-11 und
SK270SRNLC-7 insgesamt sechs Maschinen
lieferte.
Fotos: Kobelco
Markus Gappmaier schätzt insbesondere
den umfassenden Service, den
EMB in Süddeutschland flächendeckend
mit mehr als 20 überregionalen Servicestationen
und über 60 mobilen Werkstätten
bietet: „Die Monteure sind alle auf
Kettenbagger spezialisiert, das zahlt sich
gerade im Feld aus, oder wenn es um die
schnelle und exakte Abstimmung eines
neuen Anbauwerkzeuges geht!“ Und auch
die Zuverlässigkeit der mit langfristigen
Garantien ausgestatteten Kobelco-Technik
überzeugt. „Über 3.000 Betriebsstunden
nur mit der fälligen Regelwartung bei
einem Zwanzigtonner sprechen für sich“,
unterstreicht Gappmaier, der als Werkstattchef
auch für die Verfügbarkeit der
Moosleitner-Flotte verantwortlich
zeichnet.
Auch der
Anfang 2023
ausgelieferte
Kobelco
SK260LC-11
ist dank
leistungsfähiger
Arbeits-
Hydraulik und
Oilquick-
Schnellwechsler
vielseitig bei
Moosleitner-
Projekten
einsetzbar.
Zeitkritische Arbeiten
Eine hohe Verfügbarkeit setzt auch die
Planung der meist von engen Zeitfenstern
geprägten Moosleitner-Projekte im alpinen
Verkehrswegebau voraus. So wie bei der
Generalsanierung eines knapp 13 km
langen Teilstückes der A10 Tauern-Autobahn
mit den Tunneln Ofenauer und
Hiefler sowie der Tunnelkette Werfen. Seit
September 2023 übernimmt Moosleitner
hier unter Federführung der Arge Östu-
Stettin / Vogl.Plus die notwendigen
Sanierungs- und Rückbauarbeiten an
insgesamt zehn Tunnelröhren und neun
Brückenbauwerken. Bei den bergmännischen
Querschlägen, dem Fahrbahnabtrag
und Anlegen neuer Leitungskanäle sowie
den Brückenarbeiten fallen insgesamt
rund 180.000 m³ Felsmaterial und
Betonausbruch an, die vor Ort aufbereitet
und zu 80% wiederverwertet werden. Mit
bis zu 25 Mitarbeitern und 12-14 Baggern
sowie vielfältigen Anbaugeräten ist
Moosleitner ständig vor Ort. Auf der
wichtigen Nordsüdverbindung erfolgt die
Sanierung in zwei Etappen: Bis Juli 2024
werden auf der gesamten Länge jeweils
eine Tunnelröhre sowie eine Richtungsfahrbahn
fertiggestellt – ab September bis
Mitte 2025 geht es wiederum „am Stück“
in die Gegenrichtung.
Weit weniger aufwändig sind die
Arbeiten, die Moosleitner gemeinsam mit
einem regionalen Straßenbauer derzeit
„direkt vor der Haustür“ ausführt. Etwa
2 km umfasst die Ortsumfahrung
Neusillersdorf nahe dem Unternehmenssitz
Saaldorf-Surheim. Im Erdbau
64 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024 65
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
FLIEGL
Top Mulde mit großer Bereifung
Fliegl Agrartechnik hat mit dem TMK 279 einen neuen Muldenkipper entwickelt. Der TMK 279
beeindruckt nicht nur durch sein imposantes Äußeres, sondern auch durch sein zulässiges
Gesamtgewicht von bis zu 24 t. Diese Robustheit ermöglicht den Transport von großen
Mengen an Schüttgut und gewährleistet eine hohe Belastbarkeit im täglichen Einsatz auf
dem Feld. Mit einem Volumen von ca. 31 m³ ohne Aufbau und beeindruckenden 40 m³ mit
einem 500 mm Aufbau bietet der TMK 279 eine hohe Flexibilität beim Transport von
unterschiedlichen Materialien. Er bewährt sich dank des fortschrittlichen Fahrwerks
auch bei schwierigen Bodenbedingungen.
www.fliegl.com
arbeiten dort die beiden „Neuzugänge“
Kobelco SK260LC-11 und der 27 t
Kurzheckbagger SK270SRLC-11, der vor
der Auslieferung bei EMB mit einer
Trimble 3D-Steuerung ausgerüstet
wurde. Bis Mai 2024 fallen an der
komplett neuen Trasse rund 80.000 m³
Aushub an – die rund 60.000 m³ benötigten
Unterbaumaterialien stammen direkt
aus dem nur 5 km entfernten Moosleitner-Kieswerk
Saaldorf.
Vielseitiger Riese
Auf rund 35 ha baut das Unternehmen im
„Werk 2“ Wandkies ab und nimmt unbelastete
Baurestmassen zur Deponierung
und Wiederverwertung an. Pro Jahr
werden etwa 600.000 t normierte Rohkies-
Mineralstoffe und -Zuschläge sowie rund
120.000 t güteüberwachte Recycling-Baustoffe
produziert, die an die Moosleitner-
Betonwerke und -Baustellen sowie mit
eigener Lkw-Flotte auch an regionale
Abnehmer beidseits der Landesgrenze
geliefert werden.
Im Direktabbau bis in 26 m Höhe
arbeitet seit Mitte 2022 ein Kobelco
SK530LC-11. Mit 1,40 m Reißzahn und
2,5 m³ Felslöffel ersetzte der 53 Tonner
einen 40 t Bagger mit 3,5 t Hydraulikhammer
und überzeugt im Wandeinsatz
mit einem niedrigen Kraftstoffverbrauch
von durchschnittlich nur 43 l pro Stunde.
Dank Verstelllaufwerk (2.990-3.490 mm)
ist der derzeit leistungsstärkste Moosleitner-Kobelco
zudem ausreichend flexibel,
um kurzfristig in anderen Werken oder auf
zeitkritischen Großbaustellen eingesetzt
zu werden.
Wie derzeit beim Neubau des Laufwasserkraftwerks
Stegenwald an der Salzach
bei Werfen, der auf insgesamt rund 6 km
Rettungsring ist Vorschrift: Der Kobelco SK530LC-11 bei der GPSgestützten
Salzach-Vertiefung für das Kraftwerk Stegenwald.
„Ab Werk“ ausgerüstet mit Trimble 3D-Steuerung vom EMB-
Partner Sitech wird der Kobelco SK270SRNLC zur Schlüsselmaschine
im Verkehrsbau und bei Erschließungen.
Später Ortstermin
an der Salzach
(von links): Markus
Gappmaier, Leiter
Baumaschinen bei
Moosleitner, EMB-
Kundenberaterin
Markéta Duchkova
und Hanns-Markus
Renz, Kobelco-
Vertriebsleiter
D-A-CH.
Flusslänge umfangreiche Wasserbaumaßnahmen
erfordert. Auf Höhe der 14,3 MW
Anlage (Gesamtleistung 72,8 GWh/Jahr)
wird das Flussbett teilweise verlegt. Das
Unterwasser nach dem Turbinenwehr
wird mit schwerem Gerät um bis zu 4 m
eingetieft, der anfallende Aushub zur
Anhebung des Stauraums ins Oberwasser
verbracht. Alle Arbeiten können nur in der
winterlichen Niederwasserperiode
erfolgen: Von Oktober 2023 bis März 2024
bewegt Moosleitner mit bis zu 16 Großmaschinen
pro Schicht insgesamt 180.000 m³
Aushub – in einer zweiten Winterkampagne
ab September 2024 folgen weitere
100.000 m³. Zusätzlich sichern die Teams
mit insgesamt 50.000 t Wasserbausteinen
die bestehenden und neu angelegten
Böschungsbereiche.
www.kobelco-europe.com
www.emb.eu I www.moosleitner.eu
HOLP
Effektiv in der Grabenpflege: Bagger mit
Drehantrieb und Speziallöffel von Holp
Ein VarioLöffel kann an einem mit RotoTop ausgestatteten Bagger wirksam und
schnell zum Hochwasserschutz beitragen. Mit dieser Maschinenkombination
konnte Frank Markmann, Mietparkbesitzer und Händler für Holp im deutschen
Herzebrock-Clarholz bei Gütersloh, u.a. die Überflutung einer Halle verhindern.
W
er die Bilder der Überflutungen in
den letzten Monaten noch vor Augen
hat, dem ist bewusst, wie stark die
Bedeutung wirksamen Hochwasserschutzes
in den letzten Jahren gewachsen ist.
Zwar nicht Allheilmittel, jedoch ein
wichtiger Bestandteil des Schutzkonzeptes
ist das Grabensystem neben den Verkehrswegen.
Daher ist es von großer Bedeutung,
dass Gräben entlang von Straßen und
Wegen regelmäßig – spätestens alle fünf
Jahre – gepflegt oder neu gezogen werden,
damit das Wasser bei den immer häufiger
vorkommenden Stark- und Dauerregen-
Ereignissen schnell ablaufen und auch
aufgenommen werden kann.
Präventive Grabenpflege
schneller umsetzen
Für Städte und Kommunen kann das bei
entsprechend langen Verkehrswege-Netzen
eine sehr umfangreiche Aufgabe sein,
die durch Bauhof oder Lohnunternehmer
idealerweise zwischen November und
Ende Februar ausgeführt wird, um Fauna
und Flora möglichst wenig zu beeinträchtigen.
Hier hat sich in der Vergangenheit
beim Einsatz in Kommunen und Forstbetrieben
gezeigt, dass sich diese Arbeiten
mit einem mit RotoTop und VarioLöffel
ausgestatteten Bagger um mindestens
30% bis 50% schneller als mit einer
traditionellen Grabenräumwanne
erledigen lassen. Durch das V-Profil des
VarioLöffel kann nicht nur die optimale
Grabenform hergestellt werden, sondern
die Gräben können auch je nach Platz in
Breite und Tiefe variiert werden, z.B. ein
Aktiver Hochwasserschutz
mit
dem VarioLöffel
und RotoTop – mit
diesem Zeitspar-
Duo werden Gräben
schnell und
effizient angelegt
und gepflegt.
kleiner Graben neben einem Radweg und
ein tiefer Graben neben einer Landstraße.
Doch auch auf privatem Gelände bieten
saubere Gräben Schutz vor Überflutungen.
Im Oktober wurde Frank Markmann zu
keiner präventiven Maßnahme, sondern
zu einem Notfall gerufen: Bei der Firma
Euroschliff in Herzebrock drohte aufgrund
starker Regenfälle das Wasser in die neue
Halle zu laufen, weil es von den bereits
durchnässten Böden der benachbarten
Grundstücke nicht mehr aufgenommen
werden konnte. Frank Markmann wurde
um Hilfe gebeten und brachte kurz
entschlossen seinen Wacker Neuson mit
RotoTop und VarioLöffel zum Einsatzort.
Dank der schnellen Erstellung eines
Grabens entlang der kompletten Grundstücksseite
des Unternehmens konnte das
Wasser aufgehalten und abgeleitet
werden, so dass an der Halle kein Schaden
entstand.
„Die Erstellung und Pflege von Gräben
ist eine aktive Hochwasserschutzmaßnahme,
die regelmäßig entlang von
Straßen und Wegen und auch auf privaten
Grundstücken präventiv umgesetzt
werden sollte. Damit können viele dieser
Situationen vermieden werden. Und die
Erstellung der Gräben funktioniert mit
Hilfe von RotoTop und VarioLöffel besonders
schnell und effizient“, erklärt Frank
Markmann.
www.holp.eu
66 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024 67
MASCHINEN + TECHNIK
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
Marc Schautzer im Cat
Lafayette Engine Center
vor einem 16 Zylinder-Cat
Dieselmotor C175.
ZEPPELIN
Der Lehrlingsabschluss im Motivationsmodus
Bei Zeppelin Österreich wird die sehr gute Lehrlingsleistung als Baumaschinentechniker
besonders honoriert.
M
Ein Besuch mit Klaus Irgang im Werk von Cat
Decatur Manufacturing in Illinois, wo große
Cat Radlader, Motor Grader, Muldenkipper
usw. vom Band laufen.
artin Huber trägt seit November 2020
die Verantwortung für den Servicebereich
in allen Segmenten bei Zeppelin
Österreich. Er war es auch, der Maßnahmen
ergriff, die Lehrlinge speziell zu motivieren
und ans Unternehmen zu binden.
Neu eingeführt wurde eine jährliche
Lehrlingsfachtagung, wo in einem zweitägigen
Seminar die erreichten Qualifikationen
und weiteren Bestrebungen für einen
erfolgreichen Lehrabschluss diskutiert
werden. Für einen besonderen Ansporn der
Auszubildenden wird eine vierwöchige
bezahlte Bildungsreise nach Amerika in
Aussicht gestellt. Der erfolgreichste
Lehrling darf Produktionsstätten von
Caterpillar und amerikanische Händlerorganisationen
besuchen und kennenlernen.
Geschehen ist das durch eine Übereinkunft
mit Caterpillar, die diese Maßnahme
unterstützen und ihre Kontakte einsetzen,
um einen erfolgreichen Aufenthalt in den
Vereinigten Staaten zu garantieren.
Letzten Sommer konnte sich Marc Schautzer
von der Niederlassung in Kalsdorf bei
Graz erfolgreich unter allen Baumaschinentechniker-Lehrlingen
bei Zeppelin
Österreich durchsetzen. Für ihn ging es
gemeinsam mit dem Kundendienstleiter
Klaus Irgang ab nach Chicago. Die Begleitperson
fungiert hier nur in der ersten
Woche als Weggefährte und soll so den
reibungslosen Übergang zu einem neuen
selbstständigen Lebensabschnitt einläuten.
Gestartet wurde mit Werksbesuchen bei
Caterpillar in Illinois, Mapleton und Morton.
Danach ging es nach Lafayette in Indiana
und Marc Schautzer bekam so die ersten
beeindruckenden Caterpillar Fertigungsstätten
zu Gesicht. Begleitet wurde diese
erste Woche nicht nur von den Exkursionen
in den Cat Betrieben, sondern auch vom
Besuch der Ausflugsziele in der unmittelbaren
Umgebung. Auf sich alleingestellt ging
es ab der zweiten Woche mit dem Mietauto
zum ersten Cat-Händler Ring Power in
Florida. Der Standort mit ca. 400 Mitarbeitern
betreut durchwegs Kunden mit einem
Mit umfangreicher Erfahrung und
vielen Erlebnissen zurück in der
Niederlassung Kalsdorf/Graz mit
Manfred Schulz.
Maschinen-Portfolio von mittlerem Einsatzgewicht,
da der Boden in Florida sehr weich
ist und schwere Maschinen nicht voll
einsatzfähig sind. Danach ging es nach
Arizona zum Cat-Händler Empire. Dieser
war mit über 1.600 Beschäftigten doch um
einiges größer. Hier wurde von Caterpillar
sogar eine Fertigungsproduktion der Cat
Muldenkipper 793 Maschinenrahmen ausgelagert,
da die Nachfrage in dieser Kategorie
besonders groß ist. Die Konstruktionsrahmen
werden bei Empire in den Hallen fertig
geschweißt und von Caterpillar anschließend
geprüft und abgenommen.
Überall, wo der Vorzeigelehrling
hineinschnuppern konnte, wurde viel von
ihm für das weitere Arbeitsleben mitgenommen
und Enthusiasmus von den amerikanischen
Kollegen vorgelebt. „Die Marke
Caterpillar wird dort zelebriert. Die größten
Unterschiede zu unseren Niederlassungen
in Österreich lassen sich jedoch so beschreiben:
die Betriebe sind in lauter Abteilungen
gegliedert, wo die Fachkräfte größtenteils
nur in einem Teilbereich ausgebildet sind.
Bei uns in Österreich ist man aufgrund der
kleineren Firmenstruktur universell für
den Arbeitseinsatz vorbereitet“, meint
Marc Schautzer.
Für ihn gab es aber nicht nur das
Arbeitsleben in den Betrieben, es fanden
auch viele private Einladungen statt, die
von Baseball-Spielen bis zu privaten
Feierlichkeiten zu Ehren des Österreichers
in einer Jagdhütte reichten. Es sind viele
angenehme Eindrücke mit netten Bekanntschaften
und schönen Erlebnissen im
Gedächtnis geblieben.
Das Lehrlingsprogramm kann als
durchwegs positive Maßnahme zur Mitarbeiterbindung
und persönlichen Entwicklung
der jungen Fachkraft gesehen werden.
Einer erfolgreichen Weiterführung steht
nichts im Wege und für dieses Jahr wird
bereits an der nächsten Bildungsreise
gearbeitet.
www.zeppelin-cat.at
Fotos: Zeppelin
PORR
MANITOU
WEB-Stapler MH erweitert
ihr Manitou-Vertriebsgebiet
Zum 1. Jänner 2024 hat die Firma WEB-Stapler MH GmbH aus
Arnoldstein ihr Manitou-Vertriebsgebiet in Österreich erweitert.
D
Porr Umwelttechnik erwirbt Pannonia Gruppe
Vorbehaltlich der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden übernimmt das Porr Tochterunternehmen Porr Umwelttechnik
GmbH 100% der Anteile der Pannonia Gruppe.
Hauptgeschäftsfelder der Pannonia Gruppe sind die Rohstoffaufbereitung und -lieferung sowie Erdbau und
Deponiebetrieb. So besitzt sie 11 Mio. t an Kiesressourcen. Ihren Sitz hat die Gruppe im Raum Parndorf und
Markgrafneusiedl. Mit ihrem Know-how – insbesondere für Kiesgewinnung und -aufbereitung – stellt die Pannonia
Gruppe eine ideale Ergänzung für das umfangreiche Portfolio der Porr dar.
„Mit diesem Schritt bauen wir unsere Kompetenzen im Bereich Rohstoffaufbereitung aus. Zudem sichern wir die
Versorgung unserer Baustellen im Großraum Wien mit Zuschlagsstoffen für die Herstellung von Beton ab“, erklärt
Porr CEO Karl-Heinz Strauss. „Die Pannonia ist mit ihrer Expertise speziell im Bereich Kies für uns ein Gewinn.“
Nachhaltig ist der Bahnanschluss des Pannonia-Standorts in Parndorf: Er verfügt über ein 480 m langes
Porr CEO Karl-Heinz Strauss:
Anschlussgleis. Insbesondere große Aushubmengen von Infrastrukturprojekten können so per Bahn angeliefert, „Die Pannonia ist mit ihrer
aufbereitet und dann in den Stoffkreislauf rückgeführt oder als Sekundärrohstoff in Zementwerken eingesetzt Expertise speziell im Bereich
werden.
Kies für uns ein Gewinn.“
Die Porr plant auch den Pannonia-Standort in Parndorf in ihre Photovoltaikstrategie einzubeziehen. Sie will künftig
die dortige Kiesaufbereitungsanlage mittels Solarenergie und daher CO2-reduziert betreiben. Im Rahmen ihrer Strategie stattet die Porr rund
30 Standorte und fünf Deponieflächen in Österreich mit Solaranlagen aus. Im Recycling Center Himberg der Porr, dem größten Recyclingcenter für
Baurestmassen in Österreich, findet diese Umrüstung derzeit statt. Dort wird nach Abschluss Solarenergie für die Brechanlagen und Bagger geliefert
– so werden in Himberg CO2-reduziert Recyclingbaustoffe hergestellt. www.porr-group.com
as Vertriebs- und Servicegebiet des
Manitou-Vertragshändlers erstreckt
sich neben Kärnten und Osttirol nun über
Wien, Niederösterreich (ausgenommen
PLZ 33), das Burgenland und die Steiermark.
Damit hat WEB-Stapler das
Vertriebsgebiet des ehemaligen Manitou-
Händlers Alpina Kranverleih und Transportgesellschaft
mbH aus Wien übernommen,
der seine Geschäfte zum 31.12.2023
beendet hat und dessen vier Mitarbeiter
von WEB-Stapler übernommen wurden.
Die Firma WEB-Stapler wurde im Jahr
2011 gegründet und kauft sowie verkauft
gebrauchte und neue Gabelstapler im Inund
Ausland. Das Unternehmen verfügt
über ein eigenes Ersatzteillager, um
sämtliche Reparaturen so rasch wie
möglich durchführen zu können und somit
Stillstandszeiten möglichst kurz zu halten.
Ein eingespieltes und erfahrenes Team
von bisher 15 Mitarbeitenden wird durch
ständige Schulungen noch weiter ausgebildet,
um den Kunden einen zuverlässigen
und schnellen Service gewährleisten zu
können. WEB-Stapler plant eine neue
Niederlassung in Ebreichsdorf nahe Wien
zu eröffnen. Die Partnerschaft mit der
Manitou Deutschland GmbH beinhaltet
den Vertrieb der umfangreichen Manitou-
Produktpalette für den Bau- und Industriesektor.
Von links: Johann
Gruber (WEB-Stapler),
Ali Ersöz (Manitou),
Almir Cosatovic (WEB-
Stapler), Helgo Koch
(Manitou), Albin Baltic
(WEB-Stapler), Peter
Wildemann (Manitou),
Adnan Baltic (WEB-
Stapler) und Martin
Hüttinger (Manitou).
Die deutsche Niederlassung der
französischen Manitou Group, die Manitou
Deutschland GmbH, wurde 1996 gegründet.
Ihr Händlernetz umfasst 67 Vertriebspartner
in Deutschland, Österreich
und der Schweiz, sie hat aktuell 58
Mitarbeitende und sitzt in Friedrichsdorf
bei Frankfurt am Main. Neben Produkten
und Services der Marke Manitou für die
Bereiche Bau, Industrie, Landwirtschaft,
Spezialmaschinen, Vermietung und
Dienstleistungen, werden außerdem
Produkte der Partnermarke Gehl
vertrieben.
www.web-stapler.at
www.manitou.com
Foto: Astrid Knie
68 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH
BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024
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WIRTSCHAFT + MÄRKTE
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
NEUE INITIATIVE
Bauwirtschaft fordert Politik zum Handeln auf
Österreichs Bauwirtschaft ist mit einer Krise durch einen beispiellosen Rückgang im
Bereich des großvolumigen und privaten Wohnbaus konfrontiert. Um die Politik zum
Handeln zu bewegen, haben 18 führende Unternehmen und Institutionen der Bauwirtschaft
und der Baustoffindustrie die Initiative „Mehr Zuhaus‘ in Österreich!“ gegründet und einen
Forderungskatalog ausgearbeitet: Entbürokratisierung, Zweckwidmung bei der Wohnbauförderung,
Investitionsförderungen und Erleichterungen bei der Kreditvergabe müssen
rasch umgesetzt werden.
O
bwohl die wachsende österreichische
Bevölkerung immer mehr Wohnraum
benötigt, werden in Österreich seit 2019
jedes Jahr weniger Wohnungen gebaut.
Wurde 2019 noch der Bau von 69.900
Wohneinheiten im Neubau bewilligt, sank
diese Zahl seither kontinuierlich auf
zuletzt nur mehr 33.900 Bewilligungen im
„Die Verantwortlichen in Bund
und Ländern müssen jetzt
entschlossen handeln“, betont
Robert Jägersberger
(Bundesinnungsmeister
der Bundesinnung
Bau in der
Wirtschaftskammer
Österreich).
Führende Vertreter der Bauwirtschaft
und Baustoffindustrie fordern die
Politik zum Handeln auf (von links) Robert
Jägersberger (Bauinnung), Torsten Kreft (hagebau),
Georg Bursik (Baumit) und Johann
Marchner (Wienerberger Österreich).
Jahr 2023. (2020: 63.600, 2021: 60.100,
2022: 47.000, Quelle: Statistik Austria).
Die Prognose für 2024 und die kommenden
Jahre ist weiter negativ. Zuletzt
wurden von Branchenexperten für 2024
nur 32.600 Bewilligungen für Wohnungs-
Neubau erwartet. Aufgrund der aktuellen
Entwicklungen ist allerdings davon
auszugehen, dass ein erheblicher Teil
davon nicht in die Umsetzung gelangt.
Die negative Entwicklung wird für die
österreichische Bevölkerung – aufgrund
des zu geringen Angebots – zu noch
stärker steigenden Mieten führen.
Langfristig droht in Verbindung mit dem
Bevölkerungswachstum in Österreich
sogar eine Wohnungsnot. Zusätzlich
bewirkt die aktuelle Situation eine
außerordentliche wirtschaftliche Krise
in der österreichischen Bauwirtschaft,
in der 305.000 Menschen (Quelle:
AMS.at, Stand: 09/2023) beschäftigt sind.
Das sind etwa 8% der Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmer Österreichs. Ohne
politisches Gegensteuern sind somit
tausende Arbeitsplätze akut in Gefahr.
„Die Politik hat seit Jahren mit zu
strengen Kredit-Vergaberichtlinien,
überbordender Bürokratie und völlig
verfehlten Fördersystemen maßgeblich zu
dieser Situation beigetragen. Das muss
jetzt korrigiert werden, sonst können wir
diesen Wohnungsrückstand nicht mehr
aufholen. Angesichts des steigenden
Bedarfs an Wohnraum müssen wir
dringend vom Rückwärtsgang in den
Vorwärtsgang schalten“, so Torsten Kreft,
Geschäftsleiter von hagebau Österreich.
„Dass die Bundesregierung im Herbst
2023 ein Konjunkturpaket für den
Wirtschaftsstandort angekündigt hat, ist
natürlich grundsätzlich zu begrüßen,
denn es zeigt zumindest ein Problembewusstsein.
Allerdings treffen diese
Maßnahmen nicht den Kern des Problems,
nämlich die ausbleibende Baunachfrage
im Bereich des großvolumigen
Wohnbaus und des privaten Neubaus. Um
die Nachfrage in diesen Marktsegmenten
zu stabilisieren, braucht es zielgerichtete
Maßnahmen, welche direkt die Investiti-
Fotos: The Skills Group | Team Farner/APA-Fotoservice/Leitner
onsbereitschaft der Bauherren und
Hausbauer stimulieren. Die Verantwortlichen
in Bund und Ländern müssen jetzt
entschlossen handeln, denn der Bedarf an
leistbarem Wohnraum betrifft letztlich
alle Menschen in Österreich und ihre
Zukunft, nicht nur die Bauwirtschaft“,
betont Robert Jägersberger, Bundesinnungsmeister
der Bundesinnung Bau in
der Wirtschaftskammer Österreich.
Fünf Sofort-Maßnahmen zur
Sicherung des Wohnraumbedarfs
Darum fordern die führenden Branchenvertreter:
1. Wohnbauförderung aufstocken und
Zweckbindung wieder einführen.
2. Steuerliche Maßnahmen setzen, um
Investitionen zu fördern.
3. Mehr Wohnungsneubau.
4. KIM-Verordnung anpassen, Wohneigentum
muss wieder leistbar sein.
5. Radikale Vereinfachung der Bauförderung
und Abbau bürokratischer
Hürden.
Aus Sicht der Branchenexperten braucht
es eine Aufstockung der Fördermittel im
Wohnbau um 500 Mio. Euro jährlich für
die nächsten Jahre, wobei diese sowohl im
Bereich der klassischen Wohnbauförderungsinstrumentarien
als auch im
steuerlichen Bereich zum Einsatz
kommen sollten. Zusätzlich soll die
Zweckwidmung der Wohnbauförderung
wiedereingeführt werden, wie es zuletzt
auch Bundeskanzler Karl Nehammer
angekündigt hatte. Seit ihrer Abschaffung
2008 können Landesregierungen dafür
vorgesehene Bundeszuschüsse auch für
andere Projekte oder für das Stopfen von
Budgetlöchern einsetzen.
Um den enormen Rückstau beim Wohnbau
aus den letzten Jahren aufholen zu
können, sind aus Sicht der Bauwirtschaft
außerdem steuerliche Anreize für Investitionen
von Privaten – etwa in Ein- und
Mehrfamilienhäuser – als auch Entlastungen
für Unternehmen und den
sozialen Wohnbau sinnvoll und dringend
notwendig. Gefordert wird etwa eine
Mehrwertsteuer-Befreiung für den
Erwerb und die Schaffung von neuem
Wohnraum zur Eigennutzung, bis zu
100.000 Euro pro Wohneinheit.
Damit neuer Wohnraum rasch geschaffen
werden kann, braucht es laut den Branchenvertretern
außerdem schnellere
Bauverfahren und Flächenumwidmungen.
Ebenso sollte die Aufstockung
bestehender Gebäude erleichtert werden.
Das würde auch dem Problem der
Bodenversiegelung entgegenwirken.
Johann Marchner, Geschäftsführer von
Wienerberger Österreich: „Gerade lokale
Nahversorger im Baubereich müssen
reihenweise schließen. In den letzten
Jahren hatten wir noch nie so einen
dramatischen Rückgang beim Neubau von
Ein- und Mehrfamilienhäusern. Besonders
folgenschwer ist auch der Einbruch
bei gemeinnützigen Wohnungen, die lange
der Garant für leistbares Wohnen waren.
2022 hatten wir bereits niedrige 16.700
Fertigstellungen, aber schon 2025 werden
es nur noch 13.000 sein, und davon ist
rund ein Viertel in der Umsetzung akut
gefährdet. Darum muss speziell großvolumiger,
gemeinnütziger Wohnbau jetzt
wieder forciert werden. Nur so kann man
vermeiden, dass es in Österreich über
viele Jahre zu einem Wohnungsmangel
kommt und sicherstellen, dass wir
Unternehmen, Fachkräfte und Qualität in
der österreichischen Bauwirtschaft halten
können.“
Damit der Wohnbau wieder forciert und
leistbar wird, brauchen vor allem junge
Familien einfacheren Zugang zu Wohnbauförderung
und Wohnbaukrediten.
Doch das Gegenteil ist zuletzt geschehen:
2022 hat die Finanzmarktaufsicht die
Regeln für die Kreditvergabe weiter
verschärft. Vielen Menschen wird dadurch
der Zugang zu Wohnbau-Finanzierungen
verwehrt. Käufer müssen nun 20% des
Kaufpreises einer Wohnung oder eines
Hauses als Eigenkapital nachweisen. Die
monatliche Kreditrate darf 40% des
Haushaltseinkommens nicht übersteigen.
Laut Branchenexperten bekommen bis zu
50% der Antragsteller dadurch keine
Wohnbaukredite mehr. Die Zahl der
Baubewilligungen im Wohnbau ging
seither dementsprechend rasant zurück.
„Die Kreditvergabe-Richtlinien der
Finanzmarktaufsicht gehen an der
Einkommensrealität der österreichischen
Familien und am Wohnungsmarkt
vollkommen vorbei. Sie verhindern, dass
neue Wohnungen gebaut und finanziert
werden und treiben die Mieten nach oben.
Die Eigenkapitalquote sollte daher
gesenkt oder durch staatliche Fördermaßnahmen,
zum Beispiel zinsfreie Kredite,
gestützt werden. Die monatlich mögliche
Kreditrate für Wohnraumschaffung sollte
auf 60% des Haushaltseinkommens
angehoben werden beziehungsweise für
Besserverdienende zur Gänze entfallen.
Es kann nicht sein, dass die kleinen
Häuslbauer die Rechnung für Fehler in
der Zins- und Förderpolitik und für
Großinsolvenzen bezahlen“, so Georg
Bursik, Geschäftsführer von Baumit
Österreich.
Schließlich müssen laut Branchenvertretern
bei der Wohnbauförderung generell
bürokratische Hürden abgebaut und
zugänglichere Informationsangebote
geschaffen werden. Dies ist auch für den
„Gerade lokale Nahversorger im Baubereich
müssen reihenweise schließen“, erklärt
Johann Marchner (Geschäftsführer
von Wienerberger Österreich).
großvolumigen und gemeinnützigen
Wohnbau entscheidend, um Projekte
rasch und kostengünstig umsetzen zu
können. Darin liegt ein besonders wichtiger
Hebel zur Stabilisierung der Mietpreise,
die im letzten Jahr über sämtliche
Bezirke gerechnet um durchschnittlich 6%
gestiegen sind (Quelle: willhaben).
Initiative „Mehr Zuhaus‘ in Österreich!“
Aus Sicht der heimischen Bauwirtschaft
erfordert die alarmierende Situation jetzt
einen Schulterschluss aller Beteiligten
und verstärkte Aufmerksamkeit von
Institutionen und Politik. Darum wird die
Initiative „Mehr Zuhaus‘ in Österreich!“ in
den kommenden Monaten gemeinsam
Informationsveranstaltungen durchführen
und direkt auf die Politik zugehen, um
eine rasche Umsetzung der präsentierten
Vorschläge und Maßnahmen sowie
verstärktes Problembewusstsein auf
Bundes- und Landesebene zu erreichen.
Torsten Kreft, hagebau, betonte abschließend:
„Dass sich in kürzester Zeit erstmals
18 Unternehmen und Institutionen
zusammengeschlossen haben, die teilweise
sogar wirtschaftlich im Wettbewerb
zueinander stehen, zeigt den Ernst der
Lage und die Notwendigkeit raschen
politischen Handelns. Der heutige Start
unserer Initiative ist auch eine Einladung
an alle weiteren Akteure der Bauwirtschaft
und Baustoffindustrie, sich uns
ebenfalls anzuschließen und gemeinsam
gegen die drohende Wohnungsnot
vorzugehen.“
Initiatoren und Mitträger (Stand: Jänner
2024) von „Mehr Zuhaus‘ in Österreich!“
sind: ACO, Ardex, Bundesinnung Bau in
der WKO, Baumit, Domoferm, Friedl,
hagebau, Holcim, Internorm, PCI,
Profibaustoffe, Raiffeisenverband Salzburg,
Salzburger Lagerhäuser, Lagerhaus,
Saint Gobain, Schiedl, Sopro, Teubl und
Wienerberger Österreich.
www.mehrzuhaus.at
70 JÄNNER/FEBRUAR 2024 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024 71
FUHRPARK
FACTS
Motor: 1,6 l Benzin, 69 kW (94 PS)
Eigengewicht: 1.373 kg
Sitzplätze: 4+1
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 715 kg/750 kg
Testverbrauch: 5,8 l/100 km
Listenpreis: 25.890,– Euro
(inkl. MwSt. & NoVa)
+ riesiger Kofferraum
+ rundum praktisch
+ vernünftiger Verbrauch
- Hybrid: deutlicher Mehrpreis
- leider keine Schiebetüren
- wenig Beinfreiheit im Fonds
B
ald gibt es wirklich nichts mehr, das
in einem Dacia nicht zu bekommen
ist. Aktuelles Beispiel: der Hybrid-Antrieb.
Wer 5.000 Euro mehr in die Hand nimmt,
kann den Dacia Jogger (für uns schon seit
seinem Erscheinen das Sinnbild eines
praktischen und zugleich preislich
attraktiven Fünf- oder Siebensitzers) mit
Elektrounterstützung ordern. Mit 1,2 kWh
Strom an Bord, die im Bereich der
Reserveradmulde „versteckt“ sind, soll der
Weiterentwickelt – der Dacia Jogger
ist ab sofort auch in einer Hybrid-
Variante erhältlich.
DACIA JOGGER EXTREME HYBRID 140
Willkommen im nächsten Level
94 PS starke Benziner noch agiler und
zugleich noch sparsamer werden. Das
Eigengewicht legt, ob der neuen Elektrokomponenten,
auf immer noch moderate
1.373 kg zu. Hinter dem Steuer des Jogger
wirft die Kombination aus Elektro und
Benzin dann doch deutliche Fragen auf.
Der Verbrenner wirkt schon bei leicht
aktivem Gasfuß mehr als gut beschäftigt,
was sich durch relativ hohe Drehzahlen
bemerkbar macht. Das Ergebnis seiner
Bemühungen kann sich mit der Unterstützung
der Elektrotechnik dann wieder
sehen lassen. Auch an der Zapfsäule ist
der Hybridbonus deutlich erkennbar.
Durchschnittlich 5,8 l/100 km im gemischten
Einsatz sind ein passabler Wert. Wobei
sich der Jogger stellvertretend für alle
Hybrid-Modelle am Markt die Frage
gefallen lassen muss, ob derartige Verbrauchswerte
mit einem Turbodiesel nicht
einfacher und billiger zu erreichen wären.
HYUNDAI IONIQ 6 TOP LINE 4 WD
Ganz neue Aspekte
G
leich vorab ein dickes Lob an die
Designer. Mit diesem Blechkleid tanzt
der Hyundai Ioniq 6 in einer Sache
nämlich gewaltig aus der Reihe. Waren wir
es bis dato gewohnt, bei elektrischen
Testkandidaten im Freundes- und
Kollegenkreis sofort auf Reichweite,
Batteriekapazität und Ladedauer angesprochen
zu werden, so gab es in diesem
Fall nur ein Thema: sein (wirklich gelungenes)
Aussehen. Von für uns durchaus
gewagten Vergleichen mit bekannten
Nobelsportwagenmarken bis hin zu einem
simplen „Ist der aber fesch“, war wirklich
alles dabei. Interessanter Weise sorgte
dabei auch die Farbe des Allradlers für
auffallend viel Gesprächsstoff. Und um das
Rätsel auch ganz offiziell zu lösen: Der
Ioniq 6 ist nicht schwarz, sondern grün,
ganz offiziell nennt Hyundai die Farbe
Digital Green Pearl, was leider wirklich
nur im direkten Sonnenlicht so richtig zur
Geltung kommt. Mit seinen ausklappenden
Türgriffen ist der Hyundai Ioniq 6 nur
bedingt ein Freund des Winters. Selbst
wenn das Auto nur leicht vereist ist, reicht
die Bandbreite der Möglichkeiten von
Schnalle bleibt unverändert in der Türe
versenkt bis hin zu Schnalle geht beim
Wegfahren nicht mehr hinein.
Gelungener Innenraum
Der Innenraum des Elektromobils zeigt
sich als punktgenau erwischte Mischung
aus Moderne und Klassik. Für die Technikverliebten
gibt es zwei große Displays
samt unzähliger Bedienmöglichkeiten.
Wer es eher konservativ bevorzugt, darf
sich über viele bewährte Knöpfe und
Taster freuen. Für Fahrer und Passagiere
FUHRPARK
gibt es an Bord des Fünfsitzers wirklich
viel Platz. Unsere Fahrgäste im Heck
haben allerdings die Position der nicht
verstellbaren Kopfstützen moniert, die
gerne um ein Stück weiter vorne sein
könnte. Zu den technischen Eckdaten des
Ioniq 6: 77,4 kWh Batteriekapazität
reichen auf jeden Fall für eine Reichweite
von mehr als 350 km. Mit der richtigen,
sprich leistungsstarken Ladesäule am
Weg, sind die Batterien in nicht einmal 20
Minuten wieder von 10 auf 80 Prozent
geladen. Dafür braucht es aber 350 kW
Leistung an der „Zapfsäule“. Preislich
spielt der Elektro-Hyundai zu Recht in der
Oberliga mit. Für unseren Testkandidaten
dürfen Interessierte exakt 70.410 Euro
(inkl. MwSt.) budgetieren.
Fazit: Ein Elektro-Allradler wie man ihn
sich auch wünschen würde.
Kaufreflex – der Hyundai
Ioniq 6 leistet sich im
Alltag keine wirklichen
Schwächen.
BYD DOLPHIN DESIGN
Einmal Feinschliff, bitte
E
igentlich ist alles überzeugend. Ein
Elektromobil mit bis zu 427 km
Reichweite, einem adretten Auftreten und
wirklich nett zu fahren, so präsentiert sich
der BYD Dolphin bei unserem ersten
Zusammentreffen. Die Sprachsteuerung, ein
Traum. Erkennt sogar nicht punktgenau
ausgesprochene Befehle (wie z. B. Ladestatus
und verbleibende Batteriekapazität)
glasklar und führt den akustisch geäußer-
ten Wunsch umgehend aus. Humorvolle
Einlagen (mehrfach wechselt die Systemsprache
zwischen Deutsch und Englisch hin
und her) nehmen wir, zugegeben leicht
genervt, am Rande zur Kenntnis. Genauso
wie den Drang des BYD, bei Spurwechseln
auf der Autobahn, auf die Spur zurück zu
wollen, von der er gerade kommt. Ob und
wie weit das mit der Dauer der Blinkerbedienung
zu tun hat, haben wir ehrlich
Handlungsbedarf – der BYD
Dolphin ist gut gelungen,
verträgt dort und da aber
noch deutliche Nachbesserungen.
FACTS
Motor: Elektro, 65 kW (88 PS)
Eigengewicht: 1.658 kg
Sitzplätze: 4+1
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): k. A./k. A.
Reichweite: mehr als 400 km
Listenpreis: 35.980,– Euro
((inkl. MwSt.)
+ ansprechendes Gesamtpaket
+ brauchbare Reichweite
+ attraktiver Preis
- schlecht regelbare Heizung
- Schwächen im Finish
- keine Wippen zum Rekuparieren
gesagt nicht bis ins letzte Detail eruiert.
Beinahe ins Auge gegangen, wäre die
Sturheit des Spurassistenten dagegen auf
einer von Alleebäumen gesäumten Landesstraße.
Ohne Vorwarnung steuerte unser
Testkandidat ruckartig scharf nach links,
geradewegs in Richtung Gegenverkehr.
Passiert ist zum Glück nichts. Unser
Resümee: Der BYD Dolphin ist ein interessantes
und preislich attraktives Elektromobil,
das in vielen Bereichen dringend einen
Feinschliff verträgt.
Überschaubar – das Cockpit ist klar
strukturiert und intuitiv zu bedienen.
Gefrierpunkt – bei tiefen Temperaturen versagen
die Türschnallen gerne ihren Dienst.
FACTS
Motor: Elektro, 81 kW (110 PS)
Eigengewicht: 2.096 kg
Sitzplätze: 4+1
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 750 kg/1.500 kg
Reichweite: mehr als 350 km
Listenpreis: 70.410,– Euro
(inkl. MwSt.)
+ tolle Fahrperformance
+ alltagstaugliche Reichweite
+ viel Beinfreiheit im Fonds
- träge Lichtautomatik
- schlampige Verkehrszeichenerkennung
- hart gefedert
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BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2024
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SERVICE
BÜCHER
MAUERWERKSBAUTEN S, M, L
Flexcover, zahlreiche Details, Pläne und Fotos
ISBN: 978-3-95553-599-5; 69,90 Euro
Mauerwerksbauten prägen die
Architektur seit jeher in fast allen
Ländern der Welt. Kein Wunder, denn
Material zur Herstellung von Backstein
gibt es nahezu überall. Die lokalen
Vorkommen prägen die Farbigkeit,
verschiedene Steingrößen und
Konstruktionsweisen machen das Bauen
mit Ziegeln äußerst flexibel. Heute ist
der traditionelle Baustoff gefragt wie
nie, denn Rückbaubarkeit und Recycling,
Energieeffizienz und Nachhaltigkeit
lassen sich mit Ziegelbauten ohne Weiteres
umsetzen und die gesamte Bandbreite an Bauaufgaben
damit realisieren. Mauerwerksbauten S, M, L präsentiert
30 herausragende Gebäude unterschiedlichster Größe
mit inspirierenden Fotos und umfassenden Konstruktionsdetails.
Von kleinen Wohnhäusern, über Museen oder
Schulen bis hin zu Universitätsgebäuden, Kulturzentren
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Mauerwerk alles möglich ist.
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DIGITALISIERUNG UND NACHHALTIGKEIT
Springer Gabler Berlin, Heidelberg; Softcover;
388 Seiten; ISBN 978-3-662-66814-6; 51,39 Euro
Das Fachbuch „Nachhaltigkeit und Digitalisierung – (k)ein unternehmerisches
Dilemma“, ausgezeichnet mit dem Austrian SDG-Award in der Kategorie Medien,
wirft einen konstruktiv kritischen Blick auf die zwei großen Themen unserer Zeit:
Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Die strategischen und operativen Einsatzfelder
der Digitalisierung wachsen ebenso wie der Anspruch auf eine nachhaltige
Wirtschaft, welcher auf die Forderungen der 17 Sustainable Development Goals
(SDGs) zurückzuführen ist. Eine gemeinsame Betrachtungsweise ist unumgänglich
und gegensätzliche Ansprüche müssen überdacht werden.
Das Buch bietet eine Fülle an Ideen, Anregungen und
Impulsen. Wolf Lotter und Christian Clerici verfassten
die Mobilitätsbriefe, die den Impulsbeiträgen zur
nachhaltigen Unternehmensführung- und entwicklung
vorangestellt sind. Namhafte und engagierte
Experten zeigen, dass nachhaltiges Wirtschaften und
Digitalisierung keine Gegenpole sein müssen. Dieses
Buch wurde für Menschen geschrieben, die sich ihrer
unternehmerischen, ökologischen und sozialen
Verantwortung bewusst sind und nach Impulsen für
eine erfolgreiche Umsetzung suchen. Dazu bieten die
Autoren aus Wissenschaft, Institutionen und
Wirtschaft neue Perspektiven auf die großen
Zukunftsfelder Arbeit, Bauen, Berufliche Bildung,
Energie, Gesundheit, Industrie, Kommunikation, Konsum, Kunst & Kultur, Landwirtschaft,
Mobilität und Tourismus. Der Erlös des Buches wird von der Herausgeberin
und der Autorenschaft an ein karitatives Projekt gespendet.
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BETON-KALENDER 2024
Hardcover; 892 Seiten; 696 Abbildungen
ISBN: 978-3-433-03406-4; 184,00 Euro
Der Beton-Kalender 2024 ist solide Arbeitsgrundlage und ein
topaktuelles, verlässliches Nachschlagewerk für die Planung und
Ausführung von Betonbauwerken. Themenschwerpunkte sind der
Hochbau (insbesondere Hochhäuser), das digitale Planen und die
Baurobotik. Über die Autorenschaft: Professor DIng. DDr. Dr.-Ing.
E.h. Konrad Bergmeister ist Universitätsprofessor am Institut für
Konstruktiven Ingenieurbau der Universität für Bodenkultur in
Wien und arbeitet seit 1990 im Ingenieurbüro Bergmeister.
Professor Dr.-Ing. Dr. h. c. Johann-Dietrich Wörner ist seit 1995
Professor für Statik an der Technischen Universität Darmstadt und
war bis 2007 Präsident seiner Universität. Im Jahre 1994 gründete
er das Ingenieurbüro Wörner und Partner, Darmstadt. Von 2007
bis 2015 war er Vorstandsvorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und
von Juli 2015 bis Februar 2021 Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Seit
2021 wirkt er als Präsident von acatech, Deutsche Akademie der Technikwissenschaften. Professor
Dr.-Ing. Frank Fingerloos ist seit 2000 beim Deutschen Beton- und Bautechnik-Verein E. V. (DBV)
tätig. Seit 2008 hat er einen Lehrauftrag für Massivbau und ist seit 2015 Honorarprofessor an der
Technischen Universität Kaiserslautern (seit 2023 RPTU Rheinland-Pfälzische Technische Universität
Kaiserslautern-Landau). Im Normenausschuss Bauwesen im DIN (NABau) und im Deutschen
Ausschuss für Stahlbeton (DAfStb) engagiert er sich u. a. zu den Regelwerken im Betonbau.
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