Baublatt Magazin September 2023
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www.baublatt.at
NR. 9 | 2023
ein magazin der
specialmediacom
DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK
Der neue Cat MH3050
Materialumschlagbagger
www.zeppelin-cat.at
16 | Schweiz
Vorarbeiten für die zweite Röhre
beim Gotthard-Straßentunnel
52 | VA Erzberg
Neues Zwischenlager bringt
Innovation für den Deponiebau
82 | Messe-Nachlese
Rückblick auf die Neuheiten der
11. steinexpo in Nieder-Ofleiden
Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Retouren an PF 100, 1350 Wien | Einzelpreis 11,00 € | September 2023 | www.baublatt.at
»
3er-Serie von
Takeuchi wächst
Ob als 4-, 5- oder 11-Tonner, ob als Raupenoder
Mobilbagger – die neuen Takeuchi
Modelle der 3er-Serie sind mit modernster
Techno logie ausgestattet. Die zwei neuen
Kurzheckbagger TB335R und TB350R lassen
sich auch auf schwer zugänglichen Baustellen
hervorragend manövieren – ohne anzuecken.
Sie sind kompakt, wendig und überall flexibel
einsetzbar. Dank der Vierrad lenkung hat
unser Mobilbagger TB395W V-P 4WS einen
noch kleineren Wendekreis.
» 1. Steuerkreis proportional gesteuert
64,4 l/min (TB335R), 93,2 l/min (TB350R), 120 l/min (TB395W V)
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Klimaanlage, DAB-Radio und hydraulische Durchflussmengen,
sind für maximalen Fahrerkomfort über ein 7"- bzw. 8" Farb-Touch-
Display (TB395W V) und Jog-Dial-Steuerung intuitiv wählbar.
» Beste Ausleuchtung des Arbeitsumfeldes durch
5 LED-Scheinwerfer bzw. 4 LED-Scheinwerfer (TB395W V)
» Mobilbagger erhältlich in 4 Versionen:
mit und ohne 4-Rad-Lenkung
mit und ohne Pratzen
» Einsatzgewicht:
TB335R: 3.960 kg, TB350R: 5.350 kg, TB395W V-P 4WS: 11.160 kg
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EDITORIAL
20 JAHRE ERFOLGSGESCHICHTE
Großer Jubel in Danzig
Die Aussichten für die Baubranche
sind nach wie vor stark getrübt.
Aufträge brechen weg und trotz
Fachkräftemangel war im August bereits
ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen im
Baubereich feststellbar. Die Gründe sind
bekannt und wurden an dieser Stelle
bereits mehrmals dargelegt.
Umso wichtiger ist es mir daher, eine
wirklich erfreuliche Nachricht
in den Mittelpunkt zu rücken:
Das Team Austria ging bei den
EuroSkills 2023 als großer
Sieger hervor. Die achten
Berufseuropameisterschaften
gingen Anfang September in
Danzig über die Bühne und
die besten österreichischen
Jung-Fachkräfte eroberten
sieben Gold-, sechs Silber- und
fünf Bronze-Medaillen. Eine
Bilanz, die an die besten
Zeiten Österreichs bei den
Olympischen Winterspielen
erinnert. Nicht nur zu
Europameistern, sondern
gleich zu den besten Österreichs kürten
sich die beiden Gartengestalter Christoph
Schipflinger und Stefan Winder. Im
Hochbau holte sich Joachim Nimpf die
Bronze-Medaille. Wir berichten in dieser
Ausgabe ausführlich über diese starke
Leistung unserer Nachwuchskräfte. In
diesem Zusammenhang möchte ich auf eine
aktuelle Studie verweisen, die zeigt, dass in
Österreich der Anteil an Jungen, die
berufsbildende Ausbildungen machen,
besonders hoch ist. Unter den 25- bis
34-Jährigen haben mehr als die Hälfte
Karl Englert
Verlagsleiter und Herausgeber
BAUBLATT.ÖSTERREICH
einen berufsbildenden Abschluss als
höchsten Bildungsstand. Das ist der
höchste Wert der 38 Staaten der Organisation
für wirtschaftliche Zusammenarbeit
und Entwicklung.
Abschließend noch ein kurzer Blick auf die
Themen unserer aktuellen Ausgabe. Den
Schwerpunkt bildet unser Bericht über die
steinexpo, die Ende August in Europas
größtem Basaltsteinbruch
über die Bühne ging und sich
einmal mehr als Treffpunkt
für die nationale und internationale
Roh- und Baustoffbranche
erwies. Wir berichten
auch über den Einsatz
aktueller Gerätetechnik in
verschiedenen Bereichen und
über ein neues Produkt für
den Deponiebau, das am
Erzberg entwickelt wurde.
Weiters sprachen wir mit dem
neuen MAWEV-Präsidenten
und baten zwei Niederlassungsleiter
der Firma
Zeppelin, die sich in wenigen
Monaten in den verdienten Ruhestand
verabschieden, um einen Rückblick auf ihr
Berufsleben. Unser ausführlicher Projektbericht
zu Beginn der Ausgabe widmet sich
den Vorarbeiten für die zweite Röhre des
Gotthard-Straßentunnels. Wie dringend die
Realisierung dieses Projekts ist, zeigt die
aktuelle Entwicklung: Wegen einem Riss in
der Tunneldecke wurde er vor kurzem für
unbestimmte Zeit gesperrt. Kommen Sie
gut durch den Herbst!
Meint herzlichst
Ihr Karl Englert
Der neue Cat MH3050
Materialumschlagbagger
Noch mehr Leistung, eine hohe
Zuverlässigkeit und erstklassigen
Kabinenkomfort – das bietet der neue
Cat-Materialumschlagbagger MH3050.
Das fortschrittliche Elektro-Hydraulik-
System optimiert das Verhältnis von
Leistung und Effizienz und verbessert
die Zykluszeiten, so dass mehr
Material in der gleichen Zeit
umgeschlagen werden kann.
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ConSite-Ölsensoren
Kontinuierliche Fernüberwachung der Motor- und
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Telematiksystem mit API-Schnittstelle
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IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe September 2023, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
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Chefredakteur: Alexander Riell (AR) alexander.riell@specialmedia.com, DW 840, Grafik: Manfred Fürst
Grundlegende Richtung: BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin fü r die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung
ü ber Baumaschinen, -geräte und –technik, Web: www.baublatt.at.
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4 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Angebot gilt auch für alle Zusatzausstattungen und Anbaugeräte, flexible Finanzierungsmodelle*
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INHALT
Bosch 96
Bridgestone 107
Develon 104
Fliegl 95
Frutiger 93
Gipo 96
HS Schoch 85
Hyundai 87
Keestrack 94
Kiesel 88
Kleemann 102
Komatsu 106
Liebherr 84
Metso 89
Moerschen 105
Neuson Hydrotec 83
Rädlinger 97
Rubble Master 98
Sandvik 86
SBM Mineral
Processing 90
Tatra 103
Terex Finlay 101
Volvo CE 91
Xava 99
Zandt 100
Zeppelin 92
72 Bulldozer lädt zu Tagen der offenen Tür
Anfang Oktober in Enzersdorf.
74 Rockster: Ein R1000S liefert den optimalen
Brechprozess für die Spezialisten der Firma
GK-Baurestmassen in Kühnsdorf.
76 Lehrlingsprojekt: Auf Initiative der Firma
Leithäusl fand Ende August ein Projekt für
die übergreifende Weiterbildung zum Thema
Digitalisierung im Baumaschinen-Service statt.
80 Kohlschein: Kobelco stellt zwei umfassend
überarbeitete Modelle seiner SR-Serie vor.
MESSE-BERICHT STEINEXPO
82 Treffpunkt Steinbruch: Live-Vorführungen
neuester Geräte, der Ausblick auf kommende
Technologien und die im Vergleich zur letzten
Veranstaltung deutlich gestiegene Zahl der
Fachbesucher machen die steinexpo 2023
in Nieder-Ofleiden zu einem vollen Erfolg.
FUHRPARK
108 Baublatt.Österreich Test:
Cupra Leon SP Kombi 2.0 TSI DSG 190
KIA Xceed GT-Line 1.5 T-GDI 48V DCT
Subaru Solterra E-Xperience
INHALT
Stromerzeuger
Stromerzeuger
Aktion im Herbst
Abgasstufe V
Moderne emissionsarme
Stromerzeuger
Vom 23. bis 26. August 2023 informierte die größte
Steinbruch-Demonstrationsmesse Europas über 82aktuelle und kommende Technologien.
Leistung
1 bis
3500 KVA
Diesel | Benzin
Inverter &
Sonderlösungen
MENSCHEN + SZENE
08 Aktuelles bei EuroSkills, Tomaselli, Atlas,
Habau Group, Porr und Leithäusl.
12 MAWEV: In Tattendorf ging der traditionelle
MAWEV-Heurige über die Bühne.
14 MAWEV: Interview mit dem neuen
Präsidenten Ing. Otto Singer.
PROJEKTE + PLANUNG
16 Gotthard-Straßentunnel: Nach mehr als
40 Jahren unter Verkehr muss der 17 km
lange einröhrige Gotthard-Straßentunnel
durch die Schweizer Alpen erneuert werden.
Wir berichten über die Vorarbeiten für die
zweite, parallel verlaufende Tunnelröhre.
24 Semmering-Basistunnel: Am 8. September
konnte der letzte Vortrieb in der Steiermark mit
dem Durchschlag von Grautschenhof zum
westlichen Tunnelportal in Mürzzuschlag
abgeschlossen werden.
26 Wien: Die Sanierung der Wiener Westausfahrt
soll die Nutzung der Brückenkonstruktion für
die nächsten 20 Jahre gewährleisten.
MASCHINEN + TECHNIK
28 Wacker Neuson: Neuer Dual View Dumper
DV45 und neue Viertaktstampfer.
29 Montanuniversität: Im Sommer wurde ein
Bergbauroboter erfolgreich in Estland getestet.
30 MWT: Mobile Bandwaagen von MWT
sorgen auch unter schwierigen Bedingungen
für einen präzisen Wiegevorgang.
32 Kiesel: Im Ressourcen Center Rheintal der
Rhomberg Gruppe überzeugt die erste Fuchs
Umschlagmaschine die Recycling Profis mit
hoher Produktivität und niedrigem Verbrauch.
36 Westtech: Die Woodcracker CS510 crane
beeindruckt Mario Hemetsberger mit den
vielfältigen Einsatzmöglichkeiten.
38 Bosch: Erster Akku-Betonnagler für Profis.
38 Kuhn: Swietelsky nutzt die Vorteile einer
modernen Kameradrohne aus dem Vertrieb
der Firma Kuhn Baumaschinen.
40 SBM Mineral Processing: Im Rahmen der
Modernisierung eines Transportbetonwerks
sorgt die semimobile Dynamix 2500 für eine
deutliche Kapazitätssteigerung.
44 Husqvarna: Sicherheit beim Trennschleifen.
44 Komatsu kündigt den elektrischen 3 t
Minibagger PC33E-6 an.
45 Epiroc: Die leichte Bauweise der Solid
Body-Hydraulikhämmer wird 30 Jahre.
46 Dunst: Ende Oktober feiert die Firma Dunst
ihr 25-jähriges Jubiläum und die Eröffnung
der neuen Zentrale in Grafenschachen.
48 Wolffkran: Als Neuzugang im Wolff-Rudel
wird der Wolff 6523 Clear das Portfolio in
der 224 mt-Klasse verstärken.
50 Puhm: Abfall in Abfall verpacken.
50 Kuhn-Ladetechnik: Die Schmid-Baugruppe
erhielt erstmalig einen Palfinger TEC Kran.
52 Erzberg: Das neue Produkt, das von der
VA Erzberg mit mehreren Partnern für ein
neues Zwischenlager entwickelt wurde, ist
eine Innovation im Deponiebau.
60 Avesco: Die Sandvik Commando DC Serie
bietet produktive Mehrzweck-Bohrgeräte.
62 Zeppelin: Aus Anlass des bevorstehenden
Generationenwechsels an der Spitze der
Niederlassungen in Wien und Graz baten
wir Harald Semerad und Jürgen Specht
um einen Rückblick auf ihr Berufsleben.
68 VÖBU: Der Geotechnik-Event 2024 ist
auch für die Liebherr-Werk Nenzing GmbH
eine wichtige Netzwerkveranstaltung.
70 Holp: Der RotoTop macht die Arbeit
mit der Bohrlafette am Bagger deutlich
einfacher und deren Einsatz effizienter.
110
110 EuroSkills: In Danzig ging Österreich bei
den achten Berufseuropameisterschaften
mit sieben Gold-, sechs Silber- und fünf
Bronze-Medaillen als Sieger hervor.
112 Rabmer: 60 Jahre Innovationskraft feiert
die Rabmer Gruppe aus Altenberg bei Linz.
04 Editorial
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
STANDARDS
113 Service
Kurzurlaub von der Baustelle:
Julianhof Premium Guesthouse & Spa
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6 SEPTEMBER 2023
BAUBLATT.ÖSTERREICH
BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2023 7
MENSCHEN + SZENE
MENSCHEN + SZENE
EUROSKILLS 2023
Team Austria triumphiert in Danzig
Die EuroSkills 2023, die Europameisterschaften der Berufe,
fanden heuer vom 05.-09.09. in Danzig statt und das Team Austria
konnte insgesamt 18 Medaillen gewinnen. Von den Medaillen
glänzen 7 in Gold, 6 in Silber und 5 in Bronze. Zusätzlich gab es
9 Medallions for Excellence (für hervorragende Leistungen).
Österreich war mit 48 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in
41 Einzel- und Teamberufen am Start. Die EuroSkills-Bewerbe
sind die größte Veranstaltung für Berufsbildung und Kompetenzexzellenz
in Europa. Rund 600 junge qualifizierte Fachkräfte
aus 32 Mitgliedsländern kämpften in Danzig um Edelmetall,
100.000 Besucherinnen und Besucher wurden von den Veranstaltenden
begrüßt. Einen ausführlichen Bericht über den rot-weißroten
Erfolg lesen Sie auf Seite 110. www.skillsaustria.at
TOMASELLI
300. Lehrling bei Tomaselli Gabriel Bau
Das Walgauer
Bauunternehmen
Tomaselli
Gabriel Bau
bildet derzeit
25 Lehrlinge in
fünf Berufen aus.
Foto: Florian Wieser
HABAU GROUP
Spaß am Bau:
4 Kids Sommerbetreuung
D
iesen Sommer fand zum
zweiten Mal die Habau
Group 4 Kids Sommerbetreuung
statt. Insgesamt 105 Kinder von
Mitarbeiter/innen des Baukonzerns
wurden in neun Wochen an
den Standorten in Perg, Linz und
Wien von den „Kinderfreunden“
betreut. Neben zahlreichen
Aktivitäten wurde dem Habau
Group Nachwuchs spielerisch die
Welt der Baubranche eröffnet.
Unter gewissenhafter Einhaltung
aller sicherheitstechnischen
Bestimmungen lernten die
Kinder spannende Baumaschinen
wie Mobilkräne, Bagger,
Lkw, Asphaltfertiger und vieles
mehr kennen. In Perg und Linz
bekamen die Kinder die Gelegenheit
aus sicherer Entfernung ein
Feuer zu löschen und durften in
einem eigens abgetrennten
Bereich den Lagerplatz Perg aus
luftiger Höhe bestaunen. So
wurde die Begeisterung für die
Baubranche geweckt und der
Arbeitsplatz der Eltern kennengelernt.
ww.habaugroup.com
SAVE THE DATE!
27. & 28. OKT ‚ 23
Eröffnung des neuen Firmenstandortes
in 7423 Grafenschachen, Gewerbepark 30
Freitag & Samstag / 10 – 17 Uhr Tage der offenen Tür
Samstag / 11 Uhr Frühschoppen und offizieller Festakt
Auf Euer Kommen freut sich Familie Dunst
sowie das gesamte Team
Zentrale: Grafenschachen, T: 03359 200 88
Niederlassung: Lieboch, T: 03136 619 64
www.dunst-hydraulik.com
Foto: Native Media
D
ie eigene Lehrlingsausbildung ist für
das Unternehmen Tomaselli Gabriel
Bau ein wichtiger Grundstein für den
Erfolg. „Die jungen Burschen und Mädchen
bringen Begeisterung für das Neue
mobile u. stationäre
tankanlagen
tel. 0 72 43/51 683, fax 0 72 43/51 683-20
www.emtec-tankanlagen.at
mit und wollen ihre Zukunft mitgestalten.
Mit bestens ausgebildeten Fachkräften
und Teamarbeit schaffen wir heute und
morgen Entwicklung“, betont Geschäftsführer
Philipp Tomaselli. Der Lehrbeginn
am 1. September 2023 ist ein Meilenstein:
Neben sechs Hochbauern begann Angelina
Schadler als 300. Lehrling der Firmengeschichte.
Sie startet die Doppellehre zur
Hochbauerin und bautechnischen Assistentin.
Das Walgauer Bauunternehmen
zählt seit 20 Jahren zu den „Ausgezeichneten
Lehrbetrieben“ Vorarlbergs und freut
ATLAS
sich immer wieder über Erfolge talentierter
Lehrlinge bei Wettbewerben. Das
Ausbildungsteam um Christoph Beck
unterstützt die Entwicklung der Talente
mit Wertschätzung und Vertrauen. „Am
Bau sind Verantwortung und Kreativität
gefragt. Unsere Lehrlinge übernehmen
daher nicht nur die Bauleitung, sondern
überwachen auch Angebote, Kosten,
Bauabläufe und die Abrechnung. Dabei
dürfen sie auch mal Fehler machen, um
daraus zu lernen“, erzählt der Ausbilder.
www.tomaselligabriel.at
Neuer Brand Manager
Seit dem 1. September 2023 ist Joel Schiliro neuer Brand Manager für die ATLAS GmbH in
Ganderkesee. Er wird direkt an den Geschäftsführer Brahim Stitou berichten. Der Fokus
seiner Aufgabe liegt auf der (Weiter-)Entwicklung und Umsetzung neuer Marketingmaßnahmen
sowie der Positionierung der Marke ATLAS. Joel Schiliro ist in Ganderkesee beheimatet.
Er absolvierte eine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann gefolgt von einem
nebenberuflichen Bachelorstudium im Bereich Event- und Marketingmanagement. Zudem
absolvierte Herr Schiliro nebenberuflich ein Studium der Betriebswirtswirtschaft,
um sein Wissen und seine Fertigkeiten zu vertiefen.
www.atlasgmbh.com
8 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Auch für den kommenden Sommer 2024 ist die
Habau Group 4 KIDS Sommerbetreuung geplant.
PORR
Neues Vorstands-Mitglied nominiert
Der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats
hat Claude-Patrick Jeutter zum Mitglied
des Vorstands und COO der Porr AG ab
01.01.2024 nominiert. Josef Pein tritt zum
Jahreswechsel den verdienten Ruhestand an
und legt seine Funktion als Mitglied des Vorstands
mit Wirkung zum 31.12.2023 zurück. „Wir
sorgen mit diesem Schritt für eine geordnete Nachfolge
im obersten Führungsgremium der Porr“, erklärt CEO Karl-Heinz
Strauss. „Bei Josef Pein möchte ich mich für sein jahrzehntelanges Engagement
und sein enormes Fachwissen bedanken, mit denen er unser
operatives Geschäft in Österreich, der Schweiz und Rumänien geführt
hat. Ich bin froh, die Vorstandsposition nun intern mit dem erfahrenen
und technisch versierten Spitzenmanager Claude-Patrick Jeutter nachbesetzen
zu können.“ Der gebürtige Stuttgarter Jeutter wird als Mitglied
des Vorstands der Porr AG für das operative Segment Deutschland sowie
Rumänien verantwortlich sein. Das Segment AT / CH wird nach dem
Ausscheiden von Josef Pein durch den Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz
Strauss verantwortet.
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Mag. (FH) Mag. Monika
Leithäusl (Geschäftsführerin Leithäusl
Holding GmbH in dritter Generation) und Ing.
Christian Hufnagl (Geschäftsführer Leithäusl
Gesellschaft m.b.H.) vor der neuen Niederlassung
in Korneuburg.
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Ausbildung zum zertifizierten Experten
für Örtliche Bauaufsicht
04.10.-03.11.2023, Wien und Online
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EU-Maschinenverordnung 2023
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6. Construction Equipment Forum
10.-11.10.2023, Berlin
www.constructionforum.de
Der Bauvertrag in der Praxis
11.10.2023, Wien und Online www.ars.at
Baustellenaushub - von der
Ausschreibung bis zur Verwendung
11.10.2023, Wien www.brv.at
Kalkulation von Bauleistungen
nach der ÖNorm B 2061:2020
12.10.2023, Wien und Online www.ars.at
Eingangsleiter Baustoff-Recycling
17.10.2023, Wien www.brv.at
Bauvorhaben effizient managen
09.11.2023, Wien und Online www.ars.at
Vorbereitungslehrgang zur
Befähigungsprüfung gewerbliches
Sprengungsunternehmen
08.01.2024, Kapfenberg
info@sprengschule.at
LEITHÄUSL
Neuer Standort Niederösterreich Ost
M
it einem Festakt eröffnete die Firma
Leithäusl am 14. September ihre neue
Niederlassung in Korneuburg. Das 1946
gegründete und nach wie vor familiengeführte
Bauunternehmen genießt im Leitungs- und
Straßenbau einen ausgezeichneten Ruf.
Österreichweit beschäftigt die Firma Leithäusl
in sieben Filialen ca. 450 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter. Für Schlagzeilen sorgte vor
eineinhalb Jahren die Entscheidung der Firma
Leithäusl, die 4-Tage-Woche einzuführen.
Mag. (FH) Mag. Monika Leithäusl, Geschäftsführerin
der Leithäusl Holding GmbH,
12. OÖ GEOTECHNIKTAG
betonte anlässlich der Eröffnung des neuen
Standortes: „Was hier in Korneuburg 1972 in
der Bisamberger Straße begonnen hat, wurde
seit 1994 in der Hovengasse fortgeführt. Vor
einem Jahr haben wir mit den Bauarbeiten
für die neue Niederlassung begonnen und nun
haben ca. 100 Mitarbeiter hier ihr neues
berufliches Zuhause gefunden. Das neue
Gebäude bietet ideale Rahmenbedingungen,
damit wir unsere Kunden in der Region
optimal bei der Umsetzung ihrer Projekte
unterstützen können.“
www.leithaeusl.at
Infrastruktur-Projekte im Fokus
Am 19. Oktober 2023 findet in der Bauakademie BWZ OÖ der 12. OÖ Geotechniktag statt. Im Mittelpunkt
steht das Thema Infrastruktur-Projekte, das in der Öffentlichkeit des Öfteren „heiß“ diskutiert
wird. Die diesjährige Veranstaltung soll aufzeigen, dass die Geotechnik und der Spezialtiefbau immer
mehr zu einem wesentlichen technischen Bestandteil dieser Projekte werden. Dabei geben die Vorträge
über die österreichischen Projekte einen Überblick von der geplanten U-Bahn im Salzburger
Seeton und im Wiener Untergrund, dem selektiv 2-gleisigen Ausbau einer innerösterreichischen
Bahnstrecke, einer zu verschiebenden und einer auf Seilen aufgehängten Autobahnbrücke bis zu
einem Mikrotunnel für Infrastrukturleitungen. Anmeldungen online unter
www.vöbu.at
Foto: WIRL PHOTO
KEINEN CAT KANN ICH
MIR NICHT LEISTEN.
Keinen Cat in unseren Beton- und Schotterwerken und auf unseren Baustellen? Das kann ich mir nicht vorstellen.
Wir setzen immer auf Cat Maschinen der allerneuesten Generation. Denn immer wieder ist es faszinierend, Innovation
in Aktion zu erleben. Jeder Cat überzeugt auch noch durch niedrige Gesamtkosten. Für mich heißt es: Etwas anderes
können wir uns nicht leisten.
Ernst Derfeser, Geschäftsführer der Ernst Derfeser GmbH
Vomp, Österreich
zeppelin-cat.at
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10
SEPTEMBER 2023
BAUBLATT.ÖSTERREICH
MENSCHEN + SZENE
MENSCHEN + SZENE
Arbeiten
gemeinsam
intensiv an einer
erfolgreichen
MAWEV-Show 2024
(von links): Helmut
Sechser (Leitung
Messe, Messe
Congress Graz),
Projektleiter Georg
Thürauer (Messe
Congress Graz),
MAWEV-Präsident
Ing. Otto Singer und
Armin Egger
(Vorstand Messe
Congress Graz).
MAWEV-HEURIGER
Erster Auftritt des neuen MAWEV-Präsidenten
Im Vorfeld der MAWEV-Show 2024 stand der 37. MAWEV-Heurige ganz im Zeichen
der Vorstellung des neu gewählten MAWEV-Präsidenten Ing. Otto Singer.
M
it großem Interesse verfolgten am
7. September die zahlreich
erschienenen Verbandsmitglieder im
Rahmen des diesjährigen MAWEV-
Heurigen den ersten Auftritt des neuen
Obmanns. Aufgrund des plötzlichen
Ablebens von Mag. Ing. Gerhard Egger,
dem zu Beginn mit einer Schweigeminute
gedacht wurde, wählte der MAWEV-Vorstand
Ing. Otto Singer zum neuen
MAWEV-Präsidenten (siehe dazu auch das
Interview auf den Folgeseiten).
Ing. Singer: „Die letzten Jahre waren
durch große Einschnitte geprägt. So wie
die gesamte Wirtschaft ist auch die
Baumaschinenbranche von den Auswirkungen
der Pandemie und des zurzeit
stattfindenden Krieges betroffen. Damit
der MAWEV angesichts solcher Herausforderungen
seine Mitglieder auch in
Zukunft bestmöglich unterstützen kann,
sind neue Partner und Allianzen notwendig.
Auf Basis meiner 45-jährigen Erfahrung
in der heimischen Baumaschinenbranche
führe ich in diesem Sinne bereits
intensive Gespräche. Ein weiteres großes
Thema ist natürlich die MAWEV-Show
2024, mit der wir die Geräte unserer
Mitglieder optimal einem interessierten
Publikum präsentieren möchten und die
vor allem erfolgreich und unfallfrei über
die Bühne gehen soll. Wir haben mit der
Messe Graz absolute Profis an unserer
Seite und haben im Vorfeld dieser
Veranstaltung weitere Details
besprochen. Ich freue mich mitteilen zu
können, dass sich die Organisation der
MAWEV-Show auf einem guten Weg
befindet!“
Auch in diesem Jahr bedankte sich der
Verband bei Unternehmen mit runden
Jubiläen für ihre langjährige Treue. In
diesem Sinne wurden Ehrenurkunden an
die Firmen Winkelbauer (30 Jahre), Kaeser
(40 Jahre) und Kuhn (45 Jahre) übergeben.
Auch der diesjährige MAWEV-Heurige, der
erneut im Lokal „Thomas im Johanneshof“
in Tattendorf über die Bühne ging, erwies
sich einmal mehr als wichtige Netzwerk-
Veranstaltung für die Branche.
www.mawev.at
Übergabe der Ehrenurkunden für die langjährige
MAWEV-Mitgliedschaft (von links):
Andreas Haider (40 Jahre; Kaeser Kompressoren
GmbH), Mag. Stefan Kuhn (45 Jahre;
Kuhn Baumaschinen GmbH), MAWEV-Präsident
Ing. Otto Singer und Michael Winkelbauer
(30 Jahre; Winkelbauer GmbH). Bild rechts:
Auch MAWEV Generalsekretär Dr. Siegfried
12 SEPTEMBER 2023
Sedlacek wurde anlässlich des 20-jährigen
BAUBLATT.ÖSTERREICH
Dienstjubiläums gewürdigt.
13
MENSCHEN + SZENE
MENSCHEN + SZENE
MAWEV
Neuer MAWEV-Präsident Ing. Otto Singer:
„Mit neuen Allianzen den Verband stärken“
Nach dem plötzlichen Ableben von Mag. Ing. Gerhard Egger Ende Juli wurde
Ing. Otto Singer vom Vorstand des „MAWEV Österreichischer Baumaschinenverband“
als neuer Präsident gewählt. Ing. Singer war jahrzehntelang in führenden Funktionen
in der heimischen Baumaschinenbranche tätig und hat sich Anfang 2022 in den
Ruhestand verabschiedet. Wir sprachen mit ihm über seine Pläne für den
Verband und die MAWEV-Show 2024.
Ing. Otto Singer
im Gespräch mit
Baublatt.Österreich
Herausgeber
Karl Englert.
Österreichischer
Baumaschinenverband
KOMPETENZ DURCH
FOKUSSIERTE INFORMATION
Herr Ing. Singer, im Juli verloren die
Baumaschinenbranche, der MAWEV
und auch Sie persönlich durch das
plötzliche Ableben von Mag. Ing.
Gerhard Egger einen geschätzten
Kollegen und Freund. Wie kam es zu
Ihrer Bestellung als MAWEV-Präsident?
Singer: Mit Gerhard Egger war ich über 20
Jahre nicht nur durch die kollegiale
Zusammenarbeit bei der Firma Liebherr
verbunden. Wir waren auch privat sehr
gut befreundet und haben uns bei gemeinsamen
sportlichen Aktivitäten getroffen.
Als MAWEV-Präsident hat er sich die
letzten zehn Jahre sehr für die Anliegen
der Baumaschinenbranche eingesetzt.
Bereits seit längerer Zeit hat er mich
ersucht, darüber nachzudenken, ob ich
nicht seine Nachfolge antreten möchte.
Sein persönlicher Wunsch war es, dass ich
diese Funktion nach der MAWEV-Show
2024 übernehme. Aufgrund der Verschlechterung
des Gesundheitszustandes
von Gerhard Egger ging leider alles sehr
rasch und ich musste meine Entscheidung
kurzfristig treffen. Unter Einhaltung aller
Statuten und rechtlichen Rahmenbedingungen
wurde ich dann vom Vorstand des
MAWEV zum neuen Präsidenten gewählt.
Ich trete damit auch in die Fußstapfen von
Erwin Pendl, der vor 45 Jahren als
kaufmännischer Direktor bei der Firma
Schlamadinger mein erster Chef war. Auch
Ferdinand Beringer, sein Nachfolger als
MAWEV-Präsident, war ein sehr geschätzter
Kollege von mir. Unterm Strich habe
Ing. Otto Singer ist neuer Präsident des „MAWEV Österreichischer
Baumaschinenverband“. Er war zuletzt 20 Jahre als
Geschäftsführer des Liebherr-Werks Bischofshofen sowie der neu
gegründeten Liebherr Österreich Vertriebs- und Service GmbH
tätig. Als neuer MAWEV-Präsident tritt er die Nachfolge von
Mag. Ing. Gerhard Egger an und will mit neuen Allianzen die
Einflussmöglichkeiten des MAWEV stärken.
ich zu den letzten MAWEV-Präsidenten
eine sehr gute Beziehung gehabt und es ist
mir daher eine große Ehre, diese Funktion
im Anschluss an meine berufliche Laufbahn
ausüben zu können.
Wie sehen Sie die Zukunft des
MAWEV als Lobbying-Organisation
der Baumaschinenbranche?
Singer: Grundsätzlich braucht der
MAWEV Verbündete, denn es geht darum,
die Probleme unserer Branche gegenüber
der Politik mit ausreichendem Nachdruck
zu vertreten. Je größer so eine Interessensgemeinschaft
ist, umso besser gelingt
dieses Vorhaben. Ich denke hier an
Allianzen mit einem oder mehreren
anderen Interessensverbänden, die sich
gegenseitig unterstützen oder auch
einen Input bringen. In diese
Richtung möchte ich arbeiten
bzw. bin ich bereits aktiv. Unter
diesem Aspekt werden die
nächsten Jahre sicher sehr
spannend werden.
Ein anderer Punkt: Seit
vielen Jahren trage ich den
Ehrentitel Senator der
Österreichischen Wirtschaft,
der mir auf Lebzeiten
verliehen wurde. Ich
bin also Teil eines großen
Netzwerkes und möchte
dieses auch nutzen.
Natürlich haben nicht
alle in dieser Organisation
vertretenen
Mit glieder einen Bezug zur Bauwirtschaft,
aber ein gutes Netzwerk bietet
viele Vorteile, die oft auf den ersten Blick
nicht erkennbar sind. Hier versuche ich
nützliche Verbindungen zu schaffen, die
dem MAWEV in manchen Fragen
weiterhelfen können. Gerade angesichts
der schwierigen Entwicklung, die sich in
der Bauwirtschaft für die nächsten
Monate oder Jahre abzeichnet, müssen
wir als Verband unsere Mitglieder soweit
als möglich unterstützen.
Und nicht zuletzt ist der MAWEV ein
nicht unbedeutender Wirtschaftsfaktor.
Allerdings wurde noch nie ermittelt, wie
viele tausend Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter unsere Mitglieder in
Österreich beschäftigen. Die Zahl der
Arbeitsplätze, die unsere Branche
sichert, ist in den kommenden Gesprächen
mit den politischen Entscheidungsträgern
sicherlich ein
wichtiger Faktor.
14 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
Welche Auswirkungen hat
dieser Wechsel an der
Spitze auf die nächste
MAWEV-Show?
Singer: Das große Ziel besteht
weiterhin eindeutig darin,
eine erfolgreiche und
hoffentlich unfallfreie
MAWEV-Show 2024
abzuhalten. Unter diesem
Blickwinkel führen wir
bereits Gespräche mit der
Stadt St. Pölten und der
Messe Graz als Veranstalter,
damit hier alles
bestmöglich abgesichert
ist. Auch arbeiten wir
intensiv daran, die
Abläufe für Aussteller und
Besucher möglichst
reibungsfrei und flüssig zu
gestalten. Kurz gesagt: die
nächste MAWEV-Show soll
noch attraktiver werden.
Wir denken aber auch schon über dieses
Datum hinaus. Mit Blickrichtung auf
den nächsten großen Termin im Jahr
2027 werden wir die MAWEV-Show
2024 sehr kritisch unter den verschiedensten
Gesichtspunkten analysieren.
Wir werden eine repräsentative und
professionelle Umfrage unter den
Ausstellern und Besuchern durchführen,
um den Zufriedenheitsgrad zu
messen. Fragen, denen wir uns selbst
offen und ehrlich stellen müssen, sind
unter anderem: Ist das noch zeitgemäß,
was wir machen? Ist das Interesse der
Besucherinnen und Besucher noch
vorhanden?
Für die Entscheidungsträger in den
Betrieben, vor allem aber auch für die
Maschinisten, die in der Regel bei der
Investition in die nächste Baumaschine
ein gewichtiges Wort mitzureden haben,
muss die MAWEV-Show ein attraktives
Gesamtpaket bieten. Ich sehe mich in
meiner Funktion als Präsident als
jemanden, der vordenkt und diese Ideen
dann mit dem Vorstand erörtert. Es
liegen bereits verschiedene Konzepte
vor, die der Vorstand dann auf Basis der
Erkenntnisse aus 2024 diskutieren wird.
Ganz unter dem Motto: Was wir bis jetzt
noch nicht so gut gemacht haben, das
müssen wir verbessern.
Grundsätzlich ist die zeitliche Nähe der
MAWEV-Show zur bauma in München
natürlich eine Herausforderung. Es ist
kein Geheimnis, dass die Hersteller ihre
neuen Geräte auf der bauma zeigen.
Trotzdem bietet die MAWEV-Show eine
wichtige Plattform, um mit den heimischen
Betrieben den direkten persönlichen
Kontakt zu pflegen. Nach wie vor
legen wir großen Wert darauf, dass der
Demo-Charakter von den Ausstellern
nach Möglichkeit aufgegriffen und
umgesetzt wird. Schließlich beruht die
Faszination der Baumaschine darin, sie
im Einsatz zu sehen.
Wir danken für das Gespräch!
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PROJEKTE + PLANUNG
PROJEKTE + PLANUNG
SCHWEIZ
Vorarbeiten für die zweite Röhre
im Gotthard-Straßentunnel
Nach mehr als vierzig Jahren unter Verkehr muss der 17 km lange einröhrige
Gotthard-Straßentunnel durch die Schweizer Alpen erneuert werden. Um eine
Betriebsunterbrechung während der Instandsetzung zu vermeiden, wird dafür eine
zweite parallel verlaufende Tunnelröhre errichtet und nach deren Inbetriebnahme
die bestehende Röhre saniert.
Autor: Curt M. Mayer
1 + 2 Zur Störzone im Süden ist
seit Sommer 2022 ein 5 km langer
Zugangs stollen mit 7,4 m Durchmesser
aufgefahren worden. Die
dafür eingesetzte TBM hat Mitte
August ihr Ziel erreicht. Zur Sicherstellung
der Logistik wurde auch
eine Überfahrbrücke eingesetzt.
3 Das Gesamtsystem des 17 km
langen Gotthard-Straßentunnels
durch die Schweizer Alpen wird
durch eine zweite Röhre ausgebaut.
Diese verläuft im
Regelabstand von 70 m zur
bestehenden Röhre, die erneuert
wird, und weist sieben neue
Betriebs- und Lüftungszentralen
sowie 67 neue Querverbindungen
zum bestehenden Tunnel auf.
2
1
3
F
ür den Neubau der zweiten Röhre des
Gotthard-Straßentunnels (2TG) laufen
intensive Vorarbeiten, wobei als wichtiges
Zwischenziel die beiden Zugangsstollen zu
den Störzonen von Norden und Süden her
vorgängig aufgefahren worden sind. Das
ist eine der Voraussetzungen für die
Hauptvortriebe durch zwei Tunnelbohrmaschinen,
die von Göschenen im Norden
und von Airolo im Süden aus Anfang 2025
starten werden. Die neue Röhre Nord soll
gemäß aktueller Planung Mitte 2030 in
Betrieb genommen werden können.
Unmittelbar anschließend folgt die
Instandsetzung der Röhre Süd in zweijähriger
Arbeit.
Auf dem Weg zum Gesamt-
System Gotthard-Straßentunnel
Für den seit 1980 in Betrieb stehenden
16,9 km langen Gotthard-Straßentunnel
wurde nach langer politischer Diskussion
die Variante des Neubaus einer zweiten
Röhre und der anschließenden Erneuerung
des bestehenden Tunnels gewählt.
Nach der im Jahre 2032 erwarteten Fertigstellung
sollen gemäß dem von den
Schweizer Stimmbürgern geäußertem
Willen die beiden Röhren einspurig mit
Pannenstreifen betrieben werden. Für
diese Jahrhundert-Bauaufgabe sind die
Gesamtinvestitionen nach Angaben der
Bauherrschaft Bundesamt für Straßen
(Astra) auf rund 2 Mrd. Euro veranschlagt.
Bei dem dazu ausgearbeiteten Maßnahmenkonzept
für das neue Gesamtsystem
Gotthard-Straßentunnel (GTG) werden die
Standards der neuen zweiten Röhre (2TG)
übernommen. Sie werden künftig aus
folgenden Elementen bestehen: Zwei
Tunnelröhren (Neubau 2TG und Instandsetzung
1TG) sowie einem dazwischenliegenden
Sicherheitsstollen (neu Serviceund
Infrastrukturstollen SISto). Dabei
verläuft die Linienführung des neuen
Haupttunnels 2TG mit einem Regelabstand
von 40 m östlich des SISto und von
rund 70 m parallel zur 1TG. Hinzu
kommen sieben neue Betriebs- und
Lüftungszentralen und 67 neue Querverbindungen
zum bestehenden SISto sowie
die bisherigen, neu gemeinsam genutzten
Lüftungsschächte, ferner die erweiterten
Werkhöfe Airolo und Göschenen, die auf
der Basis des Betriebskonzeptes neu
geplant und gebaut werden müssen.
Durch eine Bündelung der Infrastrukturen
wird in der 2TG die mit 18 km
längste verkabelte Höchstspannungsleitung
der Schweiz realisiert. Das stellt in
Kombination mit einem Straßentunnel
auch in Europa ein Novum dar. Dieses
Pooling von drei Kabeln mit einem
Durchmesser von je 150 mm und mit einer
Spannung von 220 kV erfolgt in einem
speziellen Werkleitungskanal unter der
Fahrbahn.
Geologie mit vier Gesteinsschichten
und zwei Störzonen
Die 2TG quert von Norden nach Süden
zuerst den südlichen Teil des Aar-Massivs
(Aare-Granit, südliche Gneiszone), dann die
Urseren-Zone (Mesozoikum mit Jura, Trias,
Permokarbon) und dann noch das Gotthard-Massiv
(nördliche Paragneis-Zone,
Gamsboden-Granitgneis). Die anzutreffenden
Gesteine sind Aare-Granit, Gneis,
Kalkschiefer, Tonschiefer, Serizitschiefer,
Zweiglimmergneis und Granitgneis.
Das Gebirge der beiden größten
Störzonen entlang der Tunnelachse – der
Mesozoikum-Abschnitt im Norden und die
Guspis-Zone im Süden – ist weitgehend
entfestigt und wasserführend. Das
erzeugt, in Kombination mit der erheblichen
Gebirgsüberlagerung, erhöhten
Druck und lokal geringe Standfestigkeit.
Wie es im Geologenbericht heißt, wäre es
technisch sehr schwierig und enorm
Fotos: Astra, Marti, Implenia, Frutiger, Kibag, C. Mayer
Es hat sich in der Branche schon längst herumgesprochen:
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16 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2023 17
PROJEKTE + PLANUNG
Platz für Neues
schaffen
Als Kernstück der zweiten
Röhre werden die Baulose Nord in
Göschenen und in Airolo im Süden mit je einer
Tunnelbohrmaschine von 12,3 m Durchmesser aufgefahren.
Im Norden wird der 7,3 km lange Vortrieb
ab 2025 aus einer 160 m langen
Startkaverne erfolgen.
Querschnitt der neuen Röhre, die
mit Schild-Tunnelbohrmaschinen
vorgetrieben und einspurig mit
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Für den Aufbau der Tunnelbohrmaschine wird auf der Nordseite eine Baugrube zwischen der
ersten Gotthard-Röhre und dem Tunnel der Umfahrungsstraße nach Andermatt erstellt. Die
TBM wird im Voreinschnitt montiert und in die 320 m lange Startröhre geschoben.
zeitaufwändig, wenn nicht gar unmöglich,
die beiden Störzonen mit den TBM zu
durchörtern. Deshalb ist der Weg je eines
Zugangsstollens im Norden und Süden
gewählt worden, um die 2TG im Bereich
der beiden Störzonen vorgängig auszubrechen
und zu sichern.
Aktuell laufende Baumaßnahmen
Die ersten baulichen Meilensteine zur
Vollendung der alten Projektidee einer
zweiten Röhre Gotthard-Straßentunnel
werden aus der Perspektive Planung und
Fachbauleitung Tunnel der Ingenieur-
Gemeinschaft Nuovo Gottardo dargelegt.
Die neue Tunnelröhre wird größtenteils
maschinell mittels zweier Schild-Tunnelbohrmaschinen
(TBM-S) von 12,3 m
Bohrdurchmesser ab dem Nord- bzw.
Südportal ausgebrochen und mit Tübbingen
gesichert. Die Startstrecken im
Portalbereich werden mit maschinenunterstütztem
Vortrieb (MUL oder MUF)
und anschließend im Sprengverfahren
(SPV) ausgebrochen, bevor die TBM-S ab
2025 den Vortrieb aufnehmen. Auch der
Ausbruch der bergmännischen Lüftungszentralen
und der Tunnel-Nebenbauwerke,
wie Querverbindungen, Ausstellbuchten,
Überfirstungen für die Lüftungsventilatoren,
Nischen etc., erfolgt durch
SPV im rückwärtigen Bereich.
Für das Auffahren der Stollen und
der Hauptröhre auf einer Gesamtlänge
von 26 km kommen vier TBM von Herrenknecht
zum Einsatz: Zwei kleinere mit
Namen Carla und Delia im Durchmesser
von 7 bzw. 7,4 m für die beiden Zugangsstollen
sowie die beiden großen TBM für
den Haupttunnel. Dazu gestaltet sich im
Baulos Nord der Aufbau der TBM besonders
aufwändig: Der Voreinschnitt besteht
hier aus einer senkrechten Baugrube
zwischen der ersten Gotthard-Röhre und
dem Tunnel der Umfahrungsstraße nach
Andermatt, die auf das Niveau der 2TG
reicht. Die TBM wird im Voreinschnitt
montiert und in die 320 m lange Startröhre
geschoben, die vorab im Gegenvortrieb
von Süden nach Norden gesprengt
worden ist. Auf der Südseite wird ein
Voreinschnitt für die TBM-Montage
ausgeführt.
Zwei Zugangsstollen
zu den Störzonen
Um die beiden bekannten druckhaften
Störzonen Mesozoikum auf der Nordseite
und Guspis im Süden unabhängig und
vorgängig von den TBM-Hauptvortrieben
zu erreichen, sind zwei Zugangsstollen von
Göschenen und Airolo aus mit Längen von
4,1 bzw. 5 km aufgefahren worden. Die
baulogistischen und terminlichen Vorteile
dieser Vorgehensweise liegen gemäß
Projektbericht auf der Hand: Bevor die
TBM die bautechnisch sehr anspruchsvollen
Störzonen vom Nord- bzw. Südportal
entfernt erreichen werden, sind deren
Ausbruch und die Sicherung bereits
ausgeführt. Dies erfolgt in der nördlichen
Störzone als maschinenunterstützter
Sondervortrieb mit nachgiebigem Ausbau
im Vollausbruch auf einer Länge von 329
m und mit einer Ausbruchfläche von
180 m 2 . Nach Ankunft der TBM bei den
Störzonen werden diese bis ans Ende der
gesicherten Bereiche verschoben werden
und anschließend die zweite Vortriebsstrecke
bis zum Durchschlagspunkt in
etwa in der Tunnelmitte in Angriff
nehmen. Zuvor werden die beiden Bohrköpfe
revidiert.
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18 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
PROJEKTE + PLANUNG
PROJEKTE + PLANUNG
Für die Produktion der im
Nordlos benötigten Betonmenge
von rund 400.000 m 3
wird in einer Kaverne ein
untertägiges Betonwerk
erstellt.
Zum vorgängigen
Ausbruch einer Störzone
im Mesozoikum, 4 km im
Berginnern, ist vom Nordportal
her ein Zugangsstollen
mit 7 m Durchmesser mit
einer Tunnelbohrmaschine
aufgefahren worden.
Hauptbauaufgaben im Los Nord
Mit dem Ausbruch des Zugangsstollens
konnten auch wichtige Erkenntnisse für
die weiteren anstehenden Tunnelarbeiten
gewonnen werden. Dies wird wichtig für
die Schild-TBM des Hauptvortriebs mit
Tübbingausbau, die ab Februar 2025 den
nördlichen Teil der 2TG ausbrechen wird.
Die Bauzeit für den 7,9 km langen
Tunnelabschnitt bis zur Losgrenze in der
Tunnelmitte durch die Arge secondo tubo
Gottardo Los 241 ist bis 2029 angesetzt.
Ausgeführt werden müssen gemäß
Ausschreibung des Astra die zweite
Tunnelröhre Nord, der Störzonenvortrieb
Nord, ein Voreinschnitt und die TBM-
Startstrecke, die Querverbindungen sowie
die Lüftungszentralen und die Ausstellbuchten.
Im Einzelnen sind für das Los Nord 241
folgende Hauptarbeiten auszuführen:
Kernstück der Arbeiten ist der Vortrieb
der Hauptröhre 1TG durch eine Tunnelbohrmaschine
von 12,3 m Durchmesser
mit Tübbingausbau. Dieser schließt an
eine 160 m lange, konventionell ausgebrochene
Startstrecke an. Weiter erfolgen der
Voreinschnitt der 2TG im Aushubvolumen
von 24.000 m 3 ; die Lockergesteinsstrecke
für den Haupttunnel mit einer Ausbruchfläche
von 180 m 2 und einer Länge
von 86 m sowie die Sprengvortriebsstrecke
der Startröhre für die TBM mit 140 m 2
Ausbruchfläche und 421 m Länge. Hinzu
kommt der Ausbruch einer 40.000 m 3
großen Kaverne für die Einrichtung der
unterirdischen Betonmischzentrale und
der Fertigteilwerke für die Herstellung der
Tübbinge und der Elemente des Werkleitungskanals.
Rekordvortrieb im
Zugangsstollen Nord
Der 4 km lange Zugangsstollen zur
Störzone Nord verläuft parallel zur
künftigen zweiten Tunnelröhre. Der
Vortrieb ist im harten Aaremassiv mit
einer Gripper TBM mit Durchmesser
7,03 m aufgefahren worden. Für die
spätere Logistik waren sprengtechnisch
eine 150 m lange Kaverne und mehrere
Zugangsstollen mit einer Gesamtlänge von
750 m auszubrechen. Im Portalbereich
musste mit zwei Vortrieben Lockergestein
mittels Rohrschirmen auf einer Länge von
100 m durchörtert werden.
Die TBM Carla trieb mit ihrem
Schneidrad seit August 2022 den Zugangsstollen
zur Störzone Mesozoikum ins
Gotthardmassiv vor. Als wichtiger
Meilenstein ist sie 3.950 m tief im Berg am
23. April 2023 an ihrem Ziel angekommen
und hat dabei rund 370.000 t Gestein
ausgebrochen. Wie die von Implenia
geführte Arge secondo tubo Gottardo Los
243 (Implenia 40%, webuild & CSC SA
40%, Frutiger AG 20%) mitteilt, hat dafür
ein Team von etwa 120 Personen rund um
die Uhr gearbeitet, in drei Schichten und
unfallfrei.
Die mit ihren Nachläufern mehr als
200 m lange TBM kam je nach
Be schaffenheit des Gesteins mal langsam,
mal wesentlich schneller als geplant
voran. Im Schnitt legte Carla rund 16 m
pro Tag zurück. Ihre Rekordleistung liegt
bei 45,4 m pro Tag, was in eher weichen
Gneis-Zonen gelang.
Hauptbaulos Süd von 7,8 km Länge
Die wichtigste Baumaßnahme im Los 341
Haupttunnel Süd in Airolo umfasst den
Vortrieb der 2TG vom Südportal mit TBM
im Schild mit Außendurchmesser 12,26 m
und einer Länge von 7,8 km. Hinzu
kommen die Baustelleneinrichtungen, die
Feldfabrik für die Tübbinge und den
Werkleitungskanal sowie die Betonanlage
übertage. Weiter die Ausführung des
Voreinschnitts Airolo im Aushubvolumen
von 40.000 m 3 , der Ausbruch und die
Sicherung der Lockergesteinsstrecke Süd
mit 150-175 m 2 Ausbruchfläche und 20 m
Länge, die Sprengvortriebsstrecke
Haupttunnel Süd mit 140 m 2 Ausbruchfläche
und 67 m Länge. Die Störzone Süd
wird als maschinenunterstützter Vortrieb
im Fels mit nachgiebigem Ausbau im
Vollausbruch mit 180 m 2 Ausbruchfläche
und 290 m Länge ausgeführt. Hinzu
kommen weiter die sprengtechnisch
aufzufahrenden Querverbindungen und
Unterstationen mit 15-60 m 2 Ausbruchfläche,
1.100 m Gesamtlänge und einem
Ausbruchvolumen von 27.000 m 3 . Zudem
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Die Situation auf
der Südseite des
Gotthards in
Airolo mit der
Lüftungszentrale
des seit 1980 in
Betrieb stehenden
Tunnels und den
Vorarbeiten an der
Startbaugrube für
die Tunnelbohrmaschine
mit
12,3 m Durchmesser.
sind drei Zentralen Untertage mit
Querschnittflächen von 170 bis 350 m 2
und einem totalen Ausbruchvolumen von
112.500 m 3 zu erstellen.
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Vortriebserfahrungen im
Zugangsstollen Süd
Am Vorlos 343 Zugangsstollen Gotthard
Süd hat sich seit Sommer 2022 die TBM
Delia mit Durchmesser 7,42 m in nördlicher
Richtung zu der geologischen
Störzone vorgearbeitet. Diese befindet sich
rund 5 km vom Portal Süd entfernt im
Berg und wird im Anschluss durchörtert
und gesichert. So kann die TBM des
Hauptloses die Zone ohne Komplikationen
durchqueren. Nach Fertigstellung und
Inbetriebnahme des Straßentunnels wird
der Zugangsstollen als Lüftungs- und
Drainagestollen genutzt werden. Wechselhafte
und herausfordernde geologische
Bedingungen prägten die Arbeit Arge Los
343 der Marti Tunnel AG. Schlechter Fels
und dadurch eine instabile Ortsbrust
haben die Lenkung der TBM bisweilen
erschwert. Da verschiedene Arbeitsschritte
gleichzeitig im Gang standen, war eine
komplexe Planung erforderlich. Neben
dem laufenden TBM-Vortrieb und der
Sohlbeton-Baustelle waren auch die
Logistiknischen im Sprengvortrieb zu
erstellen.
Logistik und Bewirtschaftung
des Ausbruchmaterials
Bevor in der zweiten Röhre des Gotthard-
Straßentunnels ab 2025 von Norden und
Süden her mit dem Hauptvortrieb durch
zwei TBM begonnen werden kann, müssen
20 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2023 21
PROJEKTE + PLANUNG
die Weichen für die Bewirtschaftung des
auf gesamthaft 7,4 Mio. t veranschlagten
Ausbruchmaterials und der umfangreichen
Betonproduktion gestellt werden. Da
vom gesamten Tunnelausbruch 97%
wiederverwendet werden können, stellt
dessen Bewältigung eine anspruchsvolle
logistische Aufgabe dar. Die Materialaufbereitung
und Zwischenlagerung findet
aus Platzgründen hauptsächlich auf der
Südseite des Gotthards statt. Daher wird
der im Norden anfallende und für die
Wiederverwendung geeignete Ausbruch
durch den Bahntunnel von Göschenen
nach Airolo transportiert. Dieser komplexe
Materialzyklus erfordert auf beiden
Portalseiten umfangreiche Anlagen für
den Verlad, Transport und Ablad des
Materials mit Förderbändern, Bahnwaggons
und Lastwagen. Darüber hinaus
gehören auch die Herstellung von
Gesteinskörnung und die Betonaufbereitung
dazu, ferner der Betrieb von Zwischen-
und Endlager für das Ausbruchmaterial.
Das Management sowie die Logistik des
Materials in Göschenen und Airolo ist im
Baulos 111 zusammengefasst. Der größte
Teil des Gesamtausbruchs von 7,4 Mio. t
wird in anderen Projekten eingesetzt,
sowohl auf der Nord- als auch auf der
Südseite des Gotthards: 1,8 Mio. t werden
als neues Baumaterial für die 2TG
verwendet und 0,3 Mio. t für die Sanierung
der ersten Röhre. Mit rund 1,9 Mio. t
erfolgt die Neugestaltung des Anschlusses
Airolo mit einer Überdeckung der Autobahn.
Weitere 3,5 Mio. t Material werden
für die Seeschüttung im Delta des Flusses
Reuss im Vierwaldstättersee nach Flüelen
abtransportiert. Lediglich 0,3 Mio. t des
restlichen Ausbruchmaterials muss in
Endlagern deponiert werden.
Mit dem Anfahren der beiden TBM in
der Hauptröhre wird die Materialbewirtschaftung
in Vollbetrieb übergehen. Nach
Angaben des Bundesamts Astra wird das
Ausbruchmaterial noch im Tunnel
kategorisiert. Überschüssiges Material
Typ A und B wird für die Schüttung neuer
Flachwasserzonen im Urnersee und für
die Aufwertung in Airolo eingesetzt. Feines
Material, das nicht weiterverwendet
werden kann, wird deponiert. Das A-Material
der TBM Süd gelangt über Förderbänder
zur 3 km entfernten Aufbereitungsstelle,
wo bis zu 1 Mio. t Material zwischengelagert
werden können. Hier wird
es als Gesteinskörnung für Beton (GFB)
aufbereitet und gelagert, bis es für die
Betonmischanlage abgerufen wird. Auch
das B-Material gelangt dort in eine
Zwischendeponie und kann für spätere
Schüttungen verwendet werden.
Unterirdisches Betonwerk
auf der Nordseite
Im Baulos Nord wird für den Vortrieb von
7,3 km in einer 150 m langen, im Sprengverfahren
ausgebrochenen Kaverne eine
große untertägige Betonanlage installiert.
Der Tunnelausbau sowie die Fertigung der
Betontübbinge und der Elemente der
Werkleitungskanäle der 2TG benötigen die
riesige Menge von 400.000 m 3 Beton. Für
die Installation der Betonanlage sind auf
der Tunnel-Nordseite in einem Vorlos von
Göschenen aus ein Zugangsstollen und
eine riesige Kaverne von 150 m Länge im
Ausmaß von 40.000 m 3 ausgebrochen
worden. Zusätzlich wird für die Tübbingund
Elementproduktion eine frühere
unterirdische Munitionskaverne benutzt.
Eine der Kriterien an die Betonanlage
für die Anforderungen der 2TG ist, dass
das Betonwerk während maximal drei
Tagen autonom in Betrieb stehen kann,
ohne die Zufuhr von Zuschlagstoffen.
Daher sind für das von der Kibag Betriebstechnik
zusammen mit dem Anlagenpartner
Simem projektierte Werk viel Platz für
die umfangreichen Kies- und Zementsilos
vorgesehen worden. Nachdem im September
mit der Anlageninstallation begonnen
wurde, wird ab dem Frühjahr 2024 das
Betonwerk im Durchlaufbetrieb an 7
Tagen während 24 Stunden betrieben.
30% höhere Kraftstoffeffizienz
im Vergleich zum Vorgängermodell
MATERIALMENGEN ZWEITE GOTTHARD-RÖHRE
Gesamtmenge Ausbruchmaterial:
7,4 Mio. t
davon als Baumaterial geeignet
1,8 Mio. t
Bahntransport für Seeschüttung Flüelen
3,5 Mio. t
Geländegestaltung über Autobahn Airolo
1,9 Mio. t
Aufbereitung Gesteinskörnung für Beton (GFB) 1,4 Mio. t
Deponie von Schlamm aus Materialaufbereitung: 0,3 Mio. t
Aufbereitung von GFB für Sanierung 1. Röhre 260.000 t
Betonkubatur total 400.000 m 3
PROJEKTIERUNG & BAUAUSFÜHRUNG
Die Bewältigung
des Ausbruchmaterials
im
Gesamtvolumen
von 7,4 Mio. t stellt
eine gewaltige
logistische Aufgabe
dar. Dafür werden
umfangreiche
Bandförderanlagen,
Bahnwaggons
und Lastwagen
auf beiden
Portalseiten
eingesetzt.
Bauherr, Projekt- und Oberbauleitung:
Bundesamt für Straßen Astra, Filiale Bellinzona
Planung und Bauleitung
Planung und Fachbauleitung Tunnel: IG Nuovo Gottardo, c/o Lombardi
SA; B+S AG; ILF Beratende Ingenieure AG; Emch+Berger AG
Bauausführung
Los 111 Materialbewirtschaftung und -logistik Nord + Süd: Consorzio
Sasso Gottardo, c/o Otto Scerri SA; Marti Technik AG; Simatec Maschinenbau
AG; Mancini & Marti SA; Arnold & Co. AG
Los 241 Haupttunnel Nord: ARGE secondo tubo, c/o Implenia Schweiz
AG + Frutiger AG, Thun
Los 243 Zugangsstollen und Logistikausbrüche Nord: ARGE secondo
tubo, c/o Implenia Schweiz AG; webuild S.p.A.; CSC Costruzioni SA;
Frutiger AG
Lotto 341 Galleria principale Sud + Lotto 343 Cunicolo di accesso
Sud: Consorzio Marti Tunnel AG; Mancini & Marti SA; Ennio Ferrari SA
Komatsu WA475-10
Mit einer Motorleistung von 217 kW / 295 PS und dem
leistungsverzweigten Komatsu-Getriebe (K-HMT), das
extrem niedrigen Kraftstoffverbrauch mit massiver
Produktivitätssteigerung kombiniert, wird der WA475-10
zum marktführenden Top-Performer. Seine einzigartige,
unabhängige Steuerung von Antriebsstrang und Arbeitsausrüstung
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PROJEKTE + PLANUNG
ÖBB-INFRASTRUKTUR
Semmering-Basistunnel in
der Steiermark fertig gegraben
In Mürzzuschlag konnte am 8. September wieder ein großer Meilenstein beim Bau des
Semmering-Basistunnels gefeiert werden. Sieben Jahre nach dem Baubeginn im Abschnitt
Grautschenhof ist der Durchschlag von Grautschenhof zum westlichen Tunnelportal in
Mürzzuschlag gelungen und der letzte Vortrieb in der Steiermark wurde abgeschlossen.
D
amit rückt die Fertigstellung der
Vortriebe beim Bau des Semmering-
Basistunnels weiter näher. Die restlichen
750 m im Abschnitt Gloggnitz/NÖ werden
aufgrund der schwierigen Geologie
allerdings noch in etwa zwei Jahre dauern.
Mehr als 26 km der insgesamt 27,3 km des
zweiröhrigen Tunnels sind bereits
gegraben.
Der Tunnel wurde von insgesamt 14
Vortrieben aus gleichzeitig gebaut. Zehn
der 14 Vortriebe (vier im Fröschnitzgra-
Von links: ÖBB CEO Andreas Matthä, LH-Stv. NÖ Udo Landbauer, VPNÖ Klubobmann
Jochen Danninger, BM Leonore Gewessler, EU-Kommissar Johannes Hahn, LH Stmk.
Christopher Drexler und LH-Stv. Stmk. Anton Lang.
ben, vier in Grautschenhof und zwei in
Göstritz) sind bereits abgeschlossen. Parallel
läuft seit 2020 schon die Herstellung
der Betoninnenschale auf Hochtouren –
fast 25 km von insgesamt 55 km sind
bereits geschafft. Nach Fertigstellung der
Innenschale erfolgt als letzter Schritt noch
die bahntechnische Tunnelausrüstung
(Gleise, Leitungen, technische Anlagen).
Im Jahr 2030 werden dann die ersten
Züge mit 230 km/h durch den Tunnel
fahren und eine weitere deutliche Verbesserung
der Bahnverbindungen auf der
Nord-Süd-Achse für die Reisenden und
den Güterverkehr ermöglichen.
Im Rahmen des Festakts betonte
ÖBB-CEO Andreas Matthä: „Bahnfahren
erlebt in Österreich und ganz Europa eine
Renaissance. Mit dem Ausbau der Südstrecke
bauen wir an einer leistungsfähigen,
sicheren und vor allem hochverfügbaren
Infrastruktur, um noch mehr Menschen
und Güter zuverlässig transportieren
zu können. Mit dem Semmering-Basistunnel
werden auch Niederösterreich und
Steiermark weiter zusammenrücken – und
dank der Koralmbahn auch Kärnten. So
entstehen neue Lebens- und Wirtschaftsräume
für 3,5 Mio. Menschen, denen so ein
leichter Umstieg auf die umweltfreundliche
Bahn ermöglicht wird. Wir bauen hier
aber auch ein Stück Europa. Der neue
Semmering-Basistunnel ist eine Schlüsselstelle
des Baltisch Adriatischen Korridors
und damit einer der wichtigsten Eisenbahnverbindungen
Europas und von
enormer Bedeutung für Österreich.“
Klimaschutzministerin Leonore
Gewessler erklärte: „Vor über 150 Jahren
wurde hier auf der Semmeringstrecke mit
einer meisterhaften technischen Leistung
Bahngeschichte geschrieben. Diese
Gebirgsstrecke hat vorgezeigt, welches
Potenzial in der damals noch recht neuen
Bahn liegt. Der Semmering-Basistunnel
24 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: ÖBB, Ebner
ist nun unser Beitrag – mit beeindruckender
Ingenieurskunst sorgen die Tunnelbauerinnen
und Tunnelbauer dafür, dass
diese Strecke auch für die nächsten 150
Jahre Vorzeigbeispiel ist. Für schnelle
Züge, innovative Baukunst und mutigen
Klimaschutz.“
EU-Kommissar Johannes Hahn
verwies auf die Bedeutung der Mobilitätswende:
„Mit dem Europäischen Green
Deal wollen wir den Übergang zu einer
modernen, ressourceneffizienten und
wettbewerbsfähigen Wirtschaft schaffen.
Um das zu verwirklichen, benötigt es
zukunftsweisende Projekte,
wie den Semmering-Tunnel.
Damit leisten Österreich und
die Österreichische Bahn
einen wichtigen Beitrag für
die Mobilitätswende. Wir
können Schrittmacher sein
für den europäischen Verkehr
der Zukunft, der nicht nur
Reisende und die Fracht
schneller ans Ziel bringt,
sondern auch Europas Reise
in ein klimaneutrales
Zeitalter beschleunigt.“
An mehr als 100 großen
und kleinen Projekten
arbeitet die ÖBB-Infrastruktur
AG derzeit entlang der
Südstrecke, einem Teil des
Baltisch-Adriatischen
Korridors. 200 km Bahnlinie
werden modernisiert, 170 km
Durchschlag von Grautschenhof
zum westlichen Tunnelportal
in Mürzzuschlag.
Das Video zeigt den
Vortrieb durch die
letzten Zentimeter
neu gebaut. 80 km neue Tunnel und 150
neue Brücken errichtet. Über 5.000
Menschen arbeiten daran. Nach Fertigstellung
der Projekte eilen die Züge in
2 Stunden 40 Minuten von Wien nach
Klagenfurt, von Graz nach Klagenfurt in
45 Minuten. Sie passieren, auf insgesamt
470 km, viele neue Bahnhöfe und durchqueren
mit hohen Geschwindigkeiten zwei
Berge – den Semmering und die Koralpe.
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herausragender Wert kontinuierliche Innovation
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Das Projekt Südstrecke umfasst: den
Nordbahn-Ausbau, den Ausbau Wien-
Bratislava, den neuen Wiener Hauptbahnhof,
das Güterzentrum Wien Süd, den
Ausbau der Pottendorfer Linie, den Bau
des Semmering-Basistunnels, acht
modernisierte Bahnhöfe auf dem Weg von
Bruck nach Graz, den modernisierten
Grazer Hauptbahnhof und 130 km
neue Koralmbahn. Gemeinsam schaffen
sie die Voraussetzungen für einen
zukunftsorientierten Personen- und
Güterverkehr.
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PROJEKTE + PLANUNG
LEYRER + GRAF
Modernisierung der Wiener Westausfahrt:
herausfordernde Baustelle auf engstem Raum
Die Firma Leyrer + Graf hat als Generalunternehmer die Verantwortung für eine
umfassende Sanierung der Wiener Westausfahrt übernommen und Anfang April
mit den Bauarbeiten begonnen.
D
ie 1957 fertiggestellte Wiener Westausfahrt,
die täglich von tausenden
Fahrzeugen befahren wird, sah sich in den
letzten Jahren mit wachsenden Engpässen
und Abnützungserscheinungen konfrontiert.
Deshalb werden nun – 40 Jahre nach
der letzten großen Instandsetzung – die
Tragwerke der Westausfahrt, die sogenannten
Nikolaibrücken zwischen der
Hütteldorfer Brücke und der Stützmauer
Grünauerbach, umfassend saniert. Das
Ziel des Sanierungsprojekts ist es, mit
Mit bis zu 26.000
Fahrzeugen pro Tag
ist die Wiener Westausfahrt
eine der
Hauptverkehrsadern
im Westen
von Wien. Die letzte
große Teilinstandsetzung
liegt bereits
vier Jahrzehnte
zurück.
modernsten technischen Maßnahmen, eine
sichere Nutzung der Brückenkonstruktion
für die kommenden 20 Jahre zu gewährleisten.
Hierbei stehen die technische
Leistungsfähigkeit und die Gewährleistung
der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer
im Mittelpunkt.
Ein Projekt an einer so wichtigen
Verbindungsachse ist zweifellos eine
logistische und ingenieurtechnische
Herausforderung. Jeder Schritt im
Bauprozess erfordert höchste Qualität und
Präzision. Leyrer + Graf führt die Bauarbeiten
auf engstem Raum neben der
ÖBB-Bahnstrecke und über dem Wienfluss
durch, wobei das gesamte Wiental
unter Denkmalschutz steht. Dies erfordert,
dass das äußere Erscheinungsbild
weitgehend unverändert bleibt. So muss
beispielsweise das Auflösen und Wiederversetzen
der denkmalgeschützten
Stützmauern behutsam nach Vorbild des
historischen Bestandes durchgeführt
werden. Auch die Wahl des Fugenmörtels
(Farbe) bedarf der Festlegung des Bundesdenkmalamts.
Für die Arbeiten ist eine
zwölfmonatige Totalsperre der Westausfahrt
und eine Umleitung über den
Bereich der Westeinfahrt noch bis Juli
2024 erforderlich.
In Summe wird eine Fläche von
12.400 m² auf einer Länge von rund
1.370 m instandgesetzt. Im Zuge der
Modernisierung werden u.a. der Fahrbahnbelag,
die Abdichtung, teilweise die
Kragarme, die Randbalken und die
Fahrbahnübergänge erneuert. Dazu ist ein
2,1 km langes Arbeits- und Schutzgerüst
nötig. Die Arbeiten im Rahmen der
Herstellung der Verkehrsumlegungen, den
Sanierungen, dem Rückbau sowie den
Verkehrsumlegungen werden bis
Dezember 2024 dauern.
„Wir sind sehr stolz darauf, dieses
bedeutende Infrastrukturprojekt der
MA29 umsetzen zu dürfen. Eine Brückensanierung
an einem so wichtigen
Verkehrsknotenpunkt stellt hohe Anforderungen
an die Logistik und das Projektmanagement,
gepaart mit hoher Kompetenz
im Ingenieurbau. Wir achten auf ein
strenges Zeitkorsett, um den Verkehrsteilnehmern
die Westeinfahrt so bald wie
möglich wieder zur Verfügung stellen zu
können“, so BM DI Stefan Graf, CEO
Leyrer + Graf Baugesellschaft m.b.H.
www.leyrer-graf.at
CEO Stefan Graf (2.v.re.)
besuchte die Baustelle, um sich
vor Ort ein Bild vom Fortschritt
der Bauarbeiten zu machen.
Fotos: Leyrer + Graf
26 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Unter den aktuellen
Neuheiten bietet Wacker
Neuson mit dem neuen Dual
View Dumper DV45 auch
eine innovative Lösung für
den Materialtransport.
Ergänzend dazu sorgen die
neuen Viertaktstampfer
BS62-4 und BS68-4 für eine
komfortable Bodenverdichtung.
D
as innovative Konzept der Dual View
Dumper, deren Bedienkonsole sich um
180° drehen lässt, hat sich bereits am
Markt bewährt. Der Fahrer kann, je nach
Erhöhte Verdichtungsleistung
bieten die
neuen Viertaktstampfer
BS68-4
(links) und BS62-4
(rechts).
WACKER NEUSON
Neuer Dual View Dumper DV45
und neue Viertaktstampfer
Bedarf, in Arbeits- oder Fahrtrichtung
schauen und hat jeweils freie Sicht. Beim
neuen Modell DV45 lässt sich die elektrohydraulisch
drehbare Kabine nun per
Knopfdruck am Joystick um 180° drehen.
Im Multi View-Modus, so wird das
Arbeiten bei seitlich gedrehter Kabine
genannt, hat der Bediener optimale Sicht
auf den seitlichen Arbeitsbereich und sieht
punktgenau, wo er das Material auslädt
oder sich die Maschine entlang bewegt.
Die Muldenrückführautomatik bringt die
Kabine auf Knopfdruck automatisch in
Ausgangsposition, während sich der
Bediener auf das Fahren konzentrieren
kann. Die eingebaute Hill-Hold Funktion,
eine intelligente Neigungsüberwachung
und Sitzgurtüberwachung mit optionaler
Startfreigabe, bieten zusätzliche Sicherheit.
Noch sicherer: Neue Dumper
und Active Sense Control
Die Dumpermodelle DW20, DW30, DW40,
DW60 und DW90 wurden komplett
überarbeitet und sind nun noch sicherer.
Neue Features wie die Kamerawaschanlage
für Front- und Rückfahrkamera,
Sitzgurtüberwachung inklusive Startfreigabe,
Mulden- und Neigungsüberwachung
sowie die Hill-Hold- und Auto-Stopp-Funktion
sind nun für die Raddumper mit einer
Nutzlast von 2 bis 9 t verfügbar. Zudem ist
für einige Dumper von Wacker Neuson ab
Ende des Jahres die Objektüberwachung
„Active Sense Control“ als Option erhältlich:
Bei der Gefahr einer Kollision
verringert sie die Geschwindigkeit des
Dumpers automatisch, wenn notwendig
auch bis zum Stillstand. Das System
berechnet automatisch den Fahrtweg in
Kombination mit der Geschwindigkeit und
greift sofort ein, sobald ein Hindernis im
Kollisionskurs auftaucht. Für Einparkmanöver,
Be- oder Entladung sowie den
Anhängerbetrieb wird das System
gemutet und somit außer Kraft gesetzt.
Effizient und komfortabel:
neue Viertaktstampfer
Die neuen Viertaktstampfer BS62-4 und
BS68-4 bieten dank höherer Schlagfrequenz
und Schlagkraft eine erhöhte
Verdichtungsleistung. Der effiziente
Luftfilter mit hoher Filterfläche bietet eine
sehr zuverlässige Filterwirkung mit hoher
Kapazität und damit eine durchgehend
hohe Motorleistung. Gleichzeitig verfügen
die Modelle über einen verbesserten
Führungsgriff, was zu einer guten Balance
im Arbeitsmodus und erhöhtem Komfort
bei der Bedienung führt.
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Beim neuen Modell DV45
lässt sich die elektrohydraulisch
drehbare
Kabine nun per Knopfdruck
am Joystick um 180° drehen.
MONTANUNIVERSITÄT LEOBEN
Bergbauroboter
erfolgreich getestet
Im Sommer wurde ein Bergbauroboter, der im
Rahmen eines EU-Projektes von der Montanuniversität
Leoben mitentwickelt wurde,
erfolgreich in Estland getestet.
D
DI Michael Berner mit dem Prototyp bei den Tests in Estland.
as Projekt Robominers begann im Juni 2019 mit dem vor rangigen
Ziel, die Gewinnung von Rohstoffen – einschließlich strategisch
wichtiger Metalle, die für die laufende Energiewende von entscheidender
Bedeutung sind – aus heimischen Quellen innerhalb der Europäischen
Union zu erleichtern. Um dieses Ziel zu erreichen, hat das
Robominers Konsortium, dem 14 Partner aus elf europäischen
Ländern angehören, einen bio-inspirierten Roboter entwickelt, der
speziell für schwer zugängliche oder relativ kleine Lagerstätten
konzipiert ist.
Der Untertagebau ist oft mit vielen Risiken verbunden, deswegen ist
eine Automatisierung in diesem Bereich besonders wichtig. Ein Team
von Wissenschaftlern der Montanuniversität arbeitet an einem
Bergbauroboter, der kürzlich getestet wurde.
Dieser Robominers-Prototyp umfasst mehrere Funktionen, die von der
Navigation, der Wahrnehmung, dem Abbau, dem Materialtransport bis
zur Inline-Materialanalyse reichen.
Für den kontinuierlichen Abbau des Erzes wurde ein kleiner
Schneidkopf konzipiert, der gemeinsam mit der Sandvik Mining and
Construction in Zeltweg entwickelt wurde. Anschließend wurde dieser
Schneidkopf im Labor des Arbeitsbereichs für Fördertechnik und
Konstruktionslehre (Lehrstuhl für Bergbaukunde, Bergtechnik und
Bergwirtschaft) an der Montanuniversität Leoben unter der Leitung
von Projektleiter Dipl.-Ing. Michael Berner ausgiebig getestet. Die
Versuche lieferten detaillierte Ergebnisse über die Anwendbarkeit
dieses kleinmaßstäblichen Schneidkopfes in unterschiedlichen
Gesteinsverhältnissen und führten zu einer Verbesserung des
Schneidkopfes für das Einbruchsverhalten.
Die abschließende Demonstration des Robominers RM1-Prototyps
fand im Sommer 2023 in einem Tagebau in Estland statt. Weitere
Tests werden im Oktober in einem Untertagebau in Slowenien
durchgeführt, ein Nachfolgeprojekt ist bereits in Planung.
www.robominers.eu
Foto: Sifferlinger
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28 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2023
29
MASCHINEN + TECHNIK
MWT
Mobile Bandwaagen von MWT: dynamisches
Wiegen unter schwersten Bedingungen
Vibrationen, Erschütterungen, Staub, Wasser, Temperaturschwankungen und
verschiedenste Untergründe sind schwierige Bedingungen für einen präzisen
Wiegevorgang. MWT baut mit BM10 und WK60 auf zuverlässige Wiege-Elektronik.
D
ie Förderbänder mobiler Bandwaagen
sind stets in Bewegung und müssen
dennoch genaue Messergebnisse liefern.
Trotz schwieriger Rahmenbedingungen
können mit ausgereiften Systemen und
dynamischer Wiegung verlässliche Daten
erhoben werden. Dabei ist es im täglichen
Einsatz für Auftraggeber und Auftragnehmer
besonders wichtig, dass die
Bandwaage immer genau und wartungsarm
arbeitet. Nur eine präzise und
kontinuierliche Bandgeschwindigkeitsmessung
stellt ein lückenloses Monitoring
sicher und sorgt für optimale Messergebnisse.
Bei den Wiegesystemen von MWT
werden die unterschiedlichen Körnungen
wie gewohnt über die Förderbänder
abtransportiert. Die Messzellen sind dabei
unterhalb des Bandes montiert und fallen
nach außen kaum auf. Die ausgefeilte
Technik bietet dabei weit mehr als
Das BM 10 bzw. WK60 Wiege-System kann aufgrund der geringen Einbauhöhe in fast allen
gängigen Förderbandkonstruktionen auch nachträglich eingebaut werden.
Gewichts- und Geschwindigkeitsmessung,
sie sind nur die Basis. Das Gewicht des
Förderguts wird in jedem verfügbaren
Fördersteigungswinkel erfasst, da ein
Neigungsmesssystem jeden verändernden
Winkel ermittelt und eine Korrekturberechnung
durchführt. So erreichen die
mobilen, eichbaren Bandwaagen von MWT
Wiege-Leistungen von etwa 1.000 t/h.
Hochwertige Materialien
und gutes Produktdesign
Die mobilen Bandwaagen werden aus
hochwertigen Materialien hergestellt und
funktionieren unter allen Bedingungen
ideal. Die spezielle Konstruktion erlaubt,
dass die Waage in fast allen gängigen
Förderbandkonstruktionen und in bereits
bestehenden Förderbändern auch nachträglich
eingebaut werden kann. Dies ist
nicht zuletzt auf die geringe Einbauhöhe
zurückzuführen. Einmal installiert, glänzt
das BM 10 bzw. WK60 Wiege-System
durch minimalen Wartungsaufwand.
Die Digitalisierung sorgt für Arbeitserleichterung,
Zeit- und Kostenersparnis
sowie die Optimierung der Prozesse. Die
dynamische Verwiegung von kontinuierlichen
Materialströmen während des
Arbeits- und Förderprozesses gewährleistet
eine schnellere und präzisere Beladung
und sorgt für perfekte Messergebnisse.
Maximale Anpassbarkeit
an Betriebsabläufe
Wichtige Daten stehen standardmäßig
laufend zur Verfügung. Die Bandwaage
lässt sich aber auch flexibel auf individuelle
Betriebsabläufe und Kundenbedürfnisse
anpassen. „Wir stellen unseren
Kunden digitale Wiegedaten in Echtzeit
zur Verfügung und schaffen die Schnittstellen,
die sie dafür benötigen. Verbaut
sind Technologien wie GPS, Mobilfunk und
WLAN mit einer einfachen Bedienung
durch ein Touch-Display. Der Zugriff über
Tablet, Handy oder PC bietet ein großes
Stück Mobilität bei der Bedienung. Damit
steht unseren Kunden eine komfortable
Software für eine moderne Betriebsdatenerfassung
zur Verfügung“, betont MWT-
Geschäftsführer Günter Schmalnauer.
www.mwt-systeme.at
30 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Kein Problem mit schwereren Lasten
oder Anbaugeräten: Durch den größeren
Unterwagen besitzt der MHL335F MZS sowohl
abgestützt als auch im Fahrbetrieb eine
enorme Standfestigkeit.
Von links: DI Martin Hinterauer (Bereichskaufmann
und technischer Einkäufer der
Rhomberg Recycling GmbH), Jochen Kiesel
(Mitglied der Geschäftsführung Kiesel GmbH)
und Dominic Peter (Kiesel Austria GmbH,
Niederlassung Rankweil).
KIESEL
Erste Fuchs Umschlagmaschine am
Standort Dornbirn überzeugt Recycling Profis
Im Steinbruch Hohenems-Unterklien hat die Rhomberg Gruppe mit dem Ressourcen Center
Rheintal (RCR) ein modernes Kreislaufwirtschaftszentrum errichtet. Dank leistungsfähiger
Aufbereitungsanlagen können hier bis zu 50% der benötigten Baustoffe aus recycelten
Sekundärrohstoffen gewonnen werden. Seit kurzem bewährt sich im RCR als erstes
Fuchs Gerät ein MHL335F MZS mit hoher Produktivität und niedrigem Verbrauch.
D
ie Wurzeln des Unternehmens reichen
bis in das Jahr 1886, als Otto Rhomberg
die Basis für das Rhomberg Baugeschäft
legte. Einen weiteren Meilenstein in
der Firmengeschichte setzte Kommerzialrat
Baumeister Walter Rhomberg. Er
gründete 1938 das Unternehmen Rhomberg
Bau, das im Laufe der Jahrzehnte zur
Rhomberg Gruppe gewachsen ist. Heute
wird der Firmenverbund von den Kunden
für seine umfangreichen Kompetenzen in
den verschiedensten Bereichen geschätzt.
Dazu zählen der Hoch-, Tief- und Systembau,
die Rohstoffgewinnung, der Bereich
Abbruch und Recycling, Dienstleistungen
in den Bereichen Immobilien und Planung,
Energie sowie selbst entwickelte
Produktlösungen. In allen Bereichen
beschreitet das Unternehmen konsequent
den Weg hin zu Digitalisierung und
Kreislaufwirtschaft.
Ein wichtiges Standbein der Rhomberg
Gruppe ist das Ressourcen Center
Rheintal, das in dem zwischen Dornbirn
und Hohenems gelegenen Steinbruch
Hohenems-Unterklien angesiedelt ist. Der
Steinbruch wird seit 1970 durch die Firma
Rhomberg betrieben und ist seit rund 15
Jahren auch der Standort für das RCR.
Auf dem Steinbruchareal sind heute nicht
nur die Bürogebäude für den Hoch- und
Tiefbau angesiedelt, sondern auch der
Bauhof, das Expressbetonwerk und
Werkstätten. Das im Abbaubetrieb
gewonnene Material wird aufbereitet und
in Form von Kies, Splitt und Steinen für
den Eigenbedarf bzw. für die Kunden zur
Verfügung gestellt.
Als Teil des RCR hat im Steinbruch
Hohenems-Unterklien auch die Rhomberg
Recycling GmbH ihren Sitz. Sie bereitet
mit ihren modernen Anlagen die in den
umliegenden Gemeinden gesammelten
Industrie- und Gewerbeabfälle auf,
darunter Altpapier, Kunststoffe, Metalle
und Holz. Das Material wird am Standort
sortiert, teilweise verarbeitet bzw. zu
neuen Fraktionen aufbereitet und an
spezialisierte Betriebe weitergegeben, wo
es neuen Prozessen zugeführt wird.
Vor kurzem hat im RCR auch eine von
Österreichs größten Recyclinganlagen
ihren Betrieb aufgenommen: Mit dem
Start der neuen Nassaufbereitungsanlage
ist das Unternehmen seinem Ziel der
Kreislaufwirtschaft einen großen Schritt
nähergekommen. „Das ermöglicht es uns,
Böden zu verarbeiten, die bisher auf die
Deponie mussten“, erklärt Rupert Grienberger,
bei Rhomberg Bau für den Bereich
„Bau und Ressourcen“ verantwortlich.
Dabei geht die Anlage äußerst sorgsam
mit der Ressource Wasser um: Brauchwasser
wird nahezu vollständig wiederaufbereitet
und zurückgeführt, lediglich knapp
10% verdunsten oder verbleiben im
feuchten Material.
Im Sinne der Nachhaltigkeit erfolgen
die Transporte so weit als möglich über die
Schiene. Beispielsweise wurde mit der
Bahn der gesamte Abtrag von so großen
Umdenken einbauen!
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Baustellen wie dem Bahnhof Feldkirch in
den Steinbruch transportiert, aufbereitet
und dem Markt wieder zugeführt. Diese
Kapazität wird kontinuierlich ausgebaut,
zuletzt mit einem neuen Containerterminal
direkt am Gleisanschluss. Rund
500.000 t Bau- und Recyclingmaterial
werden im RCR jedes Jahr bewegt, nur
noch 240.000 t davon sind Primärmaterialien.
20 Mitarbeitende sind im RCR
tagtäglich mit der Abholung, Annahme
und Verwertung der Restmassen der
Vorarlberger Wirtschaft beschäftigt. Mit
der Bausparte sind rund 100 weitere
Personen am Standort tätig.
Neuer Fuchs MHL335F MZS im RCR
Der Fuhrpark umfasst im Recycling-
Bereich drei Umschlagbagger und zwei
Stapler. Jüngster Neuzugang ist der Fuchs
Vorbereitungslehrgang zur
Befähigungsprüfung gewerbliches
Sprengungsunternehmen 2024
Präsenzphasen: 8.-19. Jän.,
5.-16. Feb. und 4.-15. März,
Prüfung vorausichtlich April 2024
Ausbildung in der gewerblichen
Kampfmittelbeseitigung
Sondierung – Baubegleitung – Freigabe
4.-22. März 2024
MHL335F MZS (Mehrzweckstiel), die
erste Fuchs Umschlagmaschine am
Standort in Dornbirn. Dazu DI Martin
Hinterauer, Bereichskaufmann und
technischer Einkäufer der Rhomberg
Recycling GmbH: „Die Marke Fuchs
genießt einen ausgezeichneten Ruf im
Materialumschlag und wir freuen uns,
dass wir mit der Firma Kiesel dieses
attraktive und leistungsfähige Paket
umsetzen konnten. Die Maschine bewährt
sich im Einsatz, wir sind mit der Leistung
des Fuchs MHL335F sehr zufrieden. Von
der Betreuung über die Kommunikation
bis hin zur Auslieferung lief alles reibungslos.
Auch der Service durch das gut
geschulte Personal ist ausgezeichnet.“
Der MHL335F MZS vereint alle
Vorteile der kleinen Schwester MHL331
und ergänzt diese um einen vergrößerten
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32 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2023 33
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A A A WIRTGEN GROUP GROUP COMPANY
Unterwagen. Hierdurch wird die Standfestigkeit
der Maschine sowohl abgestützt
als auch im Fahrbetrieb weiter erhöht.
Schwerere Lasten oder Anbaugeräte
können somit jederzeit mit einem Plus an
Stabilität bewegt werden.
Auch Jochen Kiesel, Mitglied der
Geschäftsführung der Kiesel GmbH,
nutzte die Geräteübergabe, um sich über
den Einsatz des Fuchs MHL335F MZS
vor Ort zu informieren: „Seit 65 Jahren
sind die Firmen Fuchs und Kiesel eng
verbunden. Mein Vater Helmut Kiesel
gründete sein Unternehmen 1958 nach
seiner Ausbildung zum Mechaniker als
Service-Standort in Süddeutschland. Seit
vielen Jahren werden Fuchs Geräte von
Kiesel in mehreren Ländern vertrieben,
darunter die DACH-Region und Skandinavien.
Wir freuen uns sehr, dass wir nun
durch unsere beiden Niederlassungen in
Tirol und Vorarlberg auch unsere Kunden
in West-Österreich noch intensiver
betreuen können.“
Für maximale Produktivität ist der
Fuchs MHL335F mit einem Mehrzweckstiel
ausgestattet. Dank des damit
einhergehenden, Löffelzylinders und des
ebenfalls verbauten vollhydraulischen
Schnellwechslers OQ70 von OilQuick
Zwei Schritte
kann das Anbaugerät des MHL335F
voraus!
in
nur wenigen Sekunden und ohne
Werkzeug gewechselt werden. Zur
Grundausstattung der Maschine gehören
hier ein Sortiergreifer aus dem Hause
DIE NEUE STRICH-5-GENERATION
Kinshofer und eine hydraulische
Magnetplatte; beides Anbaugeräte, die für
die effiziente Arbeit im Recycling unerlässlich
sind. Der Sortiergreifer funktioniert
dabei wie eine überdimensionale
Greifhilfe und nimmt Materialien aller
Art auf. Die Magnetplatte kommt immer
dann zum Einsatz, wenn metallische
Störstoffe wirkungsvoll separiert werden
müssen.
Den Wechselvorgang steuert der
Bediener des MHL335F direkt aus der
Kabine heraus. Der Wechsel der Anbaugeräte
funktioniert dabei auch zwischen den
Maschinen im Fuhrpark im RCR, da alle
Geräte mit dem gleichen Schnellwechselsystem
ausgerüstet sind.
Dominic Peter, zuständiger Betreuer
von Kiesel Austria in der Niederlassung
Rankweil, verweist abschließend auf die
weiteren Stärken des MHL335F MZS:
„Die in Recycling-Einsätzen häufig
vorkommende hohe Staubbelastung
kontert der MHL335F gekonnt mit
seinem Hochleistungskühlsystem, bei dem
die Anordnung der Kühler nebeneinander
– das sogenannte Side-by-Side System –
für optimalen, ungehinderten Luftdurchfluss
sorgt. Der Fahrer selbst steuert alle
Abläufe aus der klimatisierten Komfortkabine
heraus, die stufenlos auf- und
abbewegt werden kann und ihm eine
optimale Umsicht ermöglicht. Für die
Betankung oder Wartungsarbeiten sind
alle relevanten Bereiche komfortabel über
den Serviceaufstieg zu erreichen. All diese
Stärken spielt der MHL335F MZS hier im
Ressourcen Center Rheintal voll aus und
wir freuen uns, mit der Firma Rhomberg
einen weiteren zufriedenen Kunden
gewonnen zu haben!“
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Zwei Schritte voraus!
DIE DIE NEUE STRICH-5-GENERATION
Benutzerfreundlich
Automatisiert
Wirtschaftlich
Nachhaltig
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Mit seinem Mehrzweckstiel ist der
Fuchs MHL335F MZS ein leistungsfähiger
Geräteträger für präzise Arbeiten mit den
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entsprechenden Anbauwerkzeugen.
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34 SEPTEMBER 2023 WIRTGEN ÖSTERREICH GmbH · Dr. Linsinger Str. 5 · 4662 Steyrermühl · Österreich BAUBLATT.ÖSTERREICH
T: +43 7613 / 2480 · office.at@wirtgen-group.com
WIRTGEN ÖSTERREICH GmbH GmbH · Dr. · Linsinger Dr. · Dr. Linsinger Str. 5 Str. · Str. 4662 5 · 54662 · 4662 Steyrermühl · · · Österreich
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
WESTTECH
Hemetsberger: vielfältige Greifersäge und
umfangreiches Know-how als Erfolgskonzept
Mario Hemetsberger wusste schon in jungen Jahren, wohin sein beruflicher Weg führen
sollte und so gründete er bereits mit 18 Jahren sein Forstunternehmen Hemetsberger.
Heute ist der 25-jährige mit seiner Firma sehr erfolgreich und bietet eine breite Palette
an Dienstleistungen an.
In nur einem Arbeitsgang kann ein Teilstück des Baumes abgetragen,
zerkleinert, abgelegt und bei Bedarf auch gleich aufgeladen werden.
Mario Hemetsberger
ist von den vielfältigen
Einsatzmöglichkeiten der
kardanischen Greifersäge
Woodcracker CS510 crane
beeindruckt.
die Ernte im Kurzumtrieb bis zur Verkehrssicherung
und dem Aufarbeiten von
Sturmschäden, wobei der Fokus eindeutig
auf der Verkehrssicherung lag. Ausschlaggebend
war die gute Produktionsqualität
der Woodcracker-Produkte und auch die
Möglichkeit der stehenden Abtragung von
Teilstücken des Baumes hat Mario
Hemetsberger letztendlich überzeugt.
Diese wird durch eine ausgeklügelte
Hydrauliksteuerung ermöglicht.
Von Anfang an beeindruckt hat ihn auch
die Vielfältigkeit der kardanischen
Greifersäge. In nur einem Arbeitsgang
kann ein Teilstück des Baumes abgetragen,
zerkleinert, abgelegt und bei Bedarf
auch gleich aufgeladen werden. Damit
erreicht er höchste Effizienz während der
Arbeit und muss nicht zwischen verschiedenen
Anbaugeräten wechseln.
Auch die technischen Raffinessen
haben ihn begeistert. Dazu zählt der
automatische Kettenspanner, der immer
für den richtigen Sitz der Sägekette sorgt,
unabhängig davon, ob die Maschine gerade
gestartet wurde oder ob sie schon mehrere
Stunden in Betrieb ist.
Der Anbau ist an jeden Standard-Kran
möglich und benötigt nur einen doppeltwirkenden
Hydraulikanschluss. Mittlerweile
hat Mario Hemetsberger seine
Woodcracker CS510 crane mehrmals in
der Woche im Einsatz und sagt selbst über
die Maschine, dass diese nicht mehr
wegzudenken sei.
www.westtech.at
A
ls Jugendlicher erkannte Mario
Hemetsberger, dass ihm der Wald sehr
wichtig war. Er begleitete seinen Opa
jeden Tag nach der Schule in den Wald
und half dort tatkräftig mit. Daher war es
für ihn auch naheliegend, dass er dies zu
seinem Beruf machen wollte und entschied
sich, die Ausbildung zum Forstfacharbeiter
zu machen. Nach dem erfolgreichen
Abschluss sah er, dass die Nachfrage nach
Forstunternehmen groß war und gründete
2016 seinen eigenen Betrieb. Derzeit
beendet er noch die Ausbildung zum
Forstwirtschaftsmeister um mit
größtmöglichem Wissen seiner Arbeit
nach gehen zu können.
Sein Repertoire an Dienstleistungen
umfasst mittlerweile Problembaumfällungen,
Aufforstung, Aufarbeiten von
Sturmschäden, Holzschlägerungen,
Holzbringung, Mulcharbeiten, Forststraßen-
und Rückeweginstandsetzung.
Um für die steigende Auftragslage
gerüstet zu sein, stockte der junge
Firmenchef im Mai 2023 seinen Maschinenpark
auf. Nach langer Recherchearbeit
und dem Vergleich von verschiedenen
Maschinen, fiel die Entscheidung auf die
kardanische Greifersäge Woodcracker
CS510 crane aus dem Hause Westtech für
den Anbau am Rückewagen.
Die vorgesehenen Aufgabengebiete für
die neue Maschine waren schnell klar und
reichen von der Biomasseproduktion über
Die Daten der
kardanischen
Greifersäge
Woodcracker
CS510 crane im
Überblick.
Wien, LAMARR Department Store
36 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
BOSCH
Erster Akku-Betonnagler für Profis
Bosch erweitert sein „Professional 18V System“ jetzt um den ersten akkubetriebenen
Betonnagler. Der GNB 18V-38 Professional befestigt Trockenbau-Profile auf Betonoder
Stahluntergrund einfach und in einem Arbeitsgang und erspart Profis damit
hohen Zeitaufwand sowie Staubbelastung. Denn ohne Betonnagler müssten die
Löcher vorgebohrt und die Profile mit Dübeln und Schrauben fixiert werden. Der GNB
18V-38 Professional arbeitet darüber hinaus ohne Gas-Kartusche, was die laufenden
Kosten, Rüstzeiten und den Wartungsaufwand erheblich reduziert. Das „Professional
18V System“ deckt darüber hinaus alle weiteren maßgeblichen Anwendungen mit
18 Volt ab – und geht dank hersteller-übergreifender AmpShare-Allianz sogar über
das Angebot von Bosch hinaus. Viele Marken, viele Maschinen, ein Akku-System: Alle
Geräte – vom kompakten Schrauber bis hin zur Kapp- und Gehrungssäge mit
vergleichbarer Leistung eines 2.000 Watt-Netzgeräts – lassen sich mit ein und
demselben 18 Volt-Lithium-Ionen-Akku und nur einem Ladegerät betreiben. Den
Überblick über den Akku-Ladezustand und Gerätestatus behalten Anwender
über das Bedienfeld.
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Schnipp Schnapp
mit dem FU 1000 Pulverisierer
KUHN
Swietelsky nutzt Vorteile einer
modernen Kameradrohne
Die Firma Kuhn Baumaschinen vertreibt auch DJI Drohnen. Kürzlich ging
man mit dem Distributor Globe Flight eine Partnerschaft ein und bietet den
Bauunternehmen somit eine weitere innovative Technologie. Davon überzeugt
ist die Firma Swietelsky, welche die Drohne DJI Mavic 3 Enterprise erwarb.
D
iese Drohne ist ultrakompakt und
unglaublich effizient. Die Zoomkameras
der DJI Mavic 3 Enterprise unterstützen
einen 14-fachen kontinuierlichen und
gleichzeitigen Zoom für einfache Vergleiche.
„Wir freuen uns über die Partnerschaft
mit Globe Flight und bemerken bei
unseren Kunden das rege Interesse
Drohnen einzusetzen. Beispielsweise ist
die bekannte Baufirma Swietelsky von der
DJI Mavic 3 überzeugt und nutzt deren
Vorteile. So gelingt es uns die Rentabilität
der Baustellen unserer Kunden weiter zu
erhöhen“, sagt Christian Moser, Verkaufsleiter
bei Kuhn Baumaschinen.
Grundstein für Visualisierungen
„Wir setzen die Drohne zur ersten Aufklärung
und für Mapping-Aufgaben ein. Die
DJI Mavic 3 stellt auch den Grundstein
für Visualisierungen dar, die wir
unseren Kunden somit zeigen
können“, erklärt Dominic
Konrath, Projektleiter
Mapping und GIS bei
Swietelsky. Die Planung
von Seilsperren und
Schutznetzen wird durch
den Einsatz der Drohne
ebenfalls erleichtert.
Die moderne Drohne ist mit
Weitwinkelobjektiven auf allen Seiten ohne
toten Winkel ausgestattet. Kollisionswarnungen
und Bremsweg lassen sich je nach
Einsatzanforderungen anpassen. Die Rückkehr
der Drohne zum Startpunkt wird bei
diesem Modell automatisch und noch
besser als beim Vorgängermodell geplant.
Damit werden Zeit und Strom gespart.
Die Firma Swietelsky setzt die
Drohne DJI Mavic 3 Enterprise zur
ersten Aufklärung und für
Mapping-Aufgaben ein.
Sehr guter Sensor
„Die Abläufe unserer Kunden können
durch Drohnen noch viel effizienter
gestaltet werden. Die Geschwindigkeit
und Genauigkeit der DJI Mavic 3 Enterprise
ist sicherlich beeindruckend“, sagt
Jürgen Mandl, zuständig für Drohnen und
den gesamten Bereich „Smart Construction“
bei Kuhn. So schafft man bei der
Vermessung mittels Drohne beispielsweise
problemlos eine Bodengenauigkeit von
zwei Zentimetern.
„Mit Kuhn haben wir einen Vertreter
gefunden, der die DJI Mavic 3 Enterprise
in seinem Sortiment hat. Wir haben Tests
mit der Drohne gemacht und uns mit
ihren Funktionen vertraut gemacht. Wir
haben uns unter anderem für einen Kauf
der Drohne entschieden, da sie über einen
sehr guten Sensor verfügt“, so Dominic
Konrath. Er führt aus, es sei wichtig,
die gemachten Bilder nicht künstlich hoch
zu rechnen, sondern, dass der Sensor
exakt das aufnimmt, was in Folge auch
abgespeichert wird. Auf diese Weise
gelingt die Berechnung exakter
3-D-Modelle.
Im Vergleich zu diversen Vorgängermodellen
sieht Dominic Konrath bei
der neu angeschafften Drohne
massive Verbesserungen in
Sachen Geschwindigkeit und
was die Qualität der Aufnahmen
betrifft. „So erreichen wir
in diesem Bereich eine
massive Effizienzsteigerung“,
zeigt sich Konrath zufrieden.
www.kuhn.at
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38 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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MASCHINEN + TECHNIK
Anfang April 2023 ging die neue
Dynamix 2500 von SBM Mineral
Processing bei Happy Beton
Magdeburg-Barleben in Betrieb.
Die kompakte Dynamix-Technologie
passt sich trotz doppelter Anlagenleistung
sehr gut in die bestehende
Standort-Logistik ein.
österreichischen Anlagenhersteller, mit
dem Happy Beton bereits bei der Lieferung
von zwei supermobilen Euromix-
Anlagen, einer semistationären Linemix-
Installation sowie einzelner stationärer
Komponenten zusammenarbeitete. Über
den Umweg der Dynamix-Weltpremiere
auf der bauma München gelangten die
Anlagen-Module nach Barleben, wo sie
nach parallelem Rückbau der Altanlage
und notwendigen bauseitigen Anpassungen
an Standort und Infrastruktur in
knapp vier Wochen montiert wurde und
Anfang April in Betrieb ging.
SBM
Hochwertige Technologie
attraktiv verpackt
Herzstück der Dynamix 2500 ist der
BHS-Doppelwellenmischer DKXS 2,50 S
(2,50 m³/Charge) inkl. neuartiger SBM-
Hochdruckreinigung. Wie alle Dynamix-
Module ist auch die Mischerbühne inkl.
Strom- und Wasserversorgung komplett ab
Werk auf tiefladergerechten und kranfähigen
Grundrahmen vormontiert, was vor
Ort die Montage erheblich beschleunigt.
Trotz ihrer kompakten Abmessungen
(Breite: max. 3,50 m) bieten alle Plattformen
ausreichend Bewegungsfreiheit für
sichere Wartungsarbeiten.
Dies gilt auch für die Waagenbühne mit
Wasser-, Zusatzmittel- und Bindemittelwaage,
wobei letztere direkt aus den vier
beigestellten mobilen Bindemittelsilos
(jeweils 69 m³/85 t) versorgt wird. Die
Fünf eigene Fahrmischer gewährleisten die Versorgung der Kunden im
Raum Magdeburg. Die großzügig bemessene Übergabe sichert die
schnelle Abfertigung von Fahrmischern und Muldenfahrzeugen.
Zuschlagstoffe aus dem unmittelbar am
Mischturm angrenzenden mobilen
Gesteinslager mit vier Kammern (insg.
128 m³) werden über ein Wiegeband
dosiert und gelangen platzsparend über
einen vertikalen Kippkübelaufzug in den
Mischer.
Erfolgreiche Praxis-Premiere
Das Transportbetonwerk Barleben ist einer von zwei Standorten der Unternehmensgruppe
Happy Beton im Einzugsbereich von Magdeburg. Um dem Betonbedarf der Landeshauptstadt
Sachsen-Anhalts vor allem auch bei Großprojekten zu entsprechen, wurde der Standort
mit bestehender 50 m³/h Mischanlage Anfang dieses Jahres grundlegend modernisiert. Zum
Zuge kam die neue semimobile Mischanlagen-Baureihe Dynamix 2500 von SBM Mineral
Processing, die mit maximal 115 m³ Festbeton pro Stunde die Möglichkeiten am Standort
deutlich erweitert.
B
ereits seit 1993 besteht das
Transportbetonwerk Barleben direkt
am gleichnamigen See im Norden
Magdeburgs. Seit 2014 zählt der Betrieb
zur Unternehmensgruppe Happy Beton,
die mit Tochterunternehmen und
Be teiligungen an über 40 Standorten in
den nordostdeutschen Bundesländern
Transportbeton sowie Beton-Elemente
produziert und über die Tochtergesellschaft
Happy KSR mehrere Kieswerke
und Recyclingplätze betreibt. Mit insgesamt
110 Fahrmischern gewährleistet die
Happy Translogistik flächendeckend die
Betonlogistik der eigenen Werke und auf
Baustellen von Drittkunden. 17 Betonpumpen
der Happy Betonlift garantieren
die bedarfsgerechte sowie
zeitsparende Versorgung mit dem
Baustoff Beton.
Neben dem Werk Magdeburg-Barleben
unterhält Happy Beton einen weiteren
kleineren Standort in Biederitz, östlich der
Landeshauptstadt. Bei rund 35.000 bis
40.000 m³ Festbeton lag die Jahresproduktion
im Werk Barleben bislang, wobei die
benötigten Zuschlagstoffe (ca. 70.000 t/
Jahr) umweltschonend aus dem unmittelbar
angrenzenden Hülskens-Kieswerk
stammen. Großprojekte in der 240.000
Einwohnerstadt Magdeburg sowie im übrigen
Einzugsradius von rund 40 km ließen
jedoch bei Spitzen von bis zu 700 m³ pro
Tag die bestehende Barlebener Mischtechnik
an ihre Grenzen stoßen. Auch im
Tagesgeschäft mit fünf eigenen fest
stationierten Fahrmischern und der
Belieferung von Drittkunden war die
50 m³/h Mischanlage nicht mehr auf der
Höhe der Zeit.
Nachhaltige Aufwertung gewünscht
Notwendig waren mehr Leistung in
Stoßzeiten, eine hochwertige und zuverlässige
Anlagentechnik und vor allem auch
eine moderne Prozesssteuerung zur
Entlastung der Stammbesatzung aus zwei
Mischmeistern, die im Zweischicht-Normalbetrieb
neben der Produktion inklusive
Zuschlagstoff-Handling auch für die
Lieferlogistik zuständig zeichnen. Und
dies alles schnell umsetzbar am gleichen
Standort der alten Mischanlage und in der
Auslegung für den langfristigen Ganzjahresbetrieb
geeignet.
Genau diese Anforderungen erfüllt die
neue Anlagen-Baureihe Dynamix 2500, die
SBM Mineral Processing im vergangenen
Jahr auf der bauma vorstellte. Ab Sommer
liefen die Projekt-Gespräche mit dem
40 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: SBM Mineral Processing, Happy Beton
IHRE PROFIS AM BAU
WEIDEMANN GENERALIMPORTEUR FÜR ÖSTERREICH
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KRAFTPAKETE
MASCHINEN + TECHNIK
Die tiefladergerechten und
kranfähigen Dynamix-Module
ermöglichen einen einfachen
Transport und schnelle
Montage.
Sicher kalkulieren!
Kettenbagger-
Aktion2023
Bei der in Barleben realisierten
„Winterversion“ der drei Dynamix-Standardvarianten
ist der gesamte Mischturm
inkl. Kippkübelaufzug und Bunkerübergabe
vollständig eingehaust. Erstmals
setzt SBM dabei auf leichte Lichtbandpaneele:
Das Kunststoff-Sandwichmaterial
lässt sich einfach montieren, ist UVbeständig
und bietet sehr hohe Dämmwerte
(U-Wert: 1,1 W/m²·K) für einen
witterungsunabhängigen Ganzjahresbetrieb.
Beide Mischturm-Bühnen sind über
eine außenstehende Spindeltreppe sicher
erreichbar.
Lieferseitig komplettiert wurde das
Dynamix-Paket in Barleben durch einen
Kombi-Container mit Büroraum und
Zusatzmittellager sowie den Steuerungscontainer
mit integriertem Schalterbereich.
Wie an allen seinen Standorten entschied
sich Happy Beton auch in Barleben für
eine Steuerung des deutschen Spezialisten
Gedis. Über eine optimierte Schnittstelle
ließ sich das System problemlos in Dynamix
implementieren und nutzt mit über
400 hinterlegten Rezepturen die ganze
Vielseitigkeit der semi-mobilen SBM-Technologie.
Dies gilt auch für die bauseits
erstellte Restbeton-Recyclinganlage, die in
das Prozesswasser-System der Dynamix
2500 eingebunden ist.
Positives Fazit
Nach gut zwei Monaten Betrieb ziehen
alle Beteiligten ein grundlegend positives
Fazit der Dynamix-Premiere. Bei der
flexiblen Planung und Umsetzung der
Barlebener Standortmodernisierung bot
Der BHS-Doppelwellenmischer DKXS
2,50 S sichert hohe Stundenleistungen
und schnelle Produktwechsel dank
leistungsfähiger Hochdruckreinigung.
das modulare Anlagenkonzept für Happy
Beton echte Vorteile. Und auch die
SBM-Ingenieure und Montageteams
zeigen sich vom eigenen Baukasten-
System fest überzeugt. Erste Vereinbarungen
zur „Dynamisierung“ eines
weiteren Happy Beton-Standorts sind
bereits getroffen.
www.happy-beton.de | www.sbm-mp.at
auswähLen & sParen:
wartunGsKosten inKLusive bis 36 Mon./3000 Std.
Bis 60 monate FinanzierunG
mietKauF oder LeasinG
voLLGarantie bis 36 Mon./3000 Std.
Die kompakte
Anordnung der
Dosiereinrichtungen
auf der
Waagenbühne (von
rechts): Wasserund
Zusatzmittelwaage,
Bindemittel
und Mischerentstaubung.
Gültig für alle lagernden Kettenbagger:
PC210LC, PC210LCi, PC228USLC, PC240NLC, PC290NLCi, PC360NLC, HB365NLC
Beispiel:
Komatsu PC210LC-11
Dank umfassender
Videoüberwachung
(inkl. Mischer) hat
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gesamte Anlage
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42 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
HUSQVARNA
Mehr Sicherheit beim Trennschleifen
Trotz professioneller Handhabung eines handgeführten Trennschleifers
können unvorhergesehene Ereignisse, wie plötzliches Einklemmen der
Trennscheibe oder deren abruptes Abbremsen durch starken Reibungskontakt,
den Nutzer gefährden. Die neue SmartGuard-Schutzausrüstung
von Husqvarna – bestehend aus Jacke, Helm und Trennscheibenschutz
– arbeitet optimal als System zusammen, um die Schwere von
Verletzungen im Falle eines Rückschlags des Trennschleifers zu
minimieren: Der SmartGuard-Trennscheibenschutz deckt den kritischen
Teil der rotierenden Scheibe ab, während der SmartGuard-Helm und
die SmartGuard-Jacke den Kopf sowie besonders gefährdete Körperregionen
schützen und so das Verletzungsrisiko verringern. Der in Weiß
oder Anthrazit angebotene Helm verfügt außerdem über ein Visier
sowie einen Gehörschutz und bietet ausreichend Platz, um darunter
eine Staubschutzmaske, Brille oder persönlichen Augenschutz zu
tragen. Kinnschutz, Visier und Gehörschutz sind für die Anpassung an
verschiedene Arbeitssituationen leicht abnehmbar. Im Falle eines
Kickback-Unfalls verringert der spezielle Kinnschutz schwere
Verletzungen durch die rotierende Trennscheibe.
www.husqvarnaconstruction.com
KOMATSU
PC33E-6 Minibagger: erstes Modell einer
Produktlinie emissionsfreier Maschinen
Komatsu Europe kündigt den PC33E-6 an. Der elektrische 3 t Minibagger mit Lithium-
Ionen-Batterie ermöglicht emissionsfreies Arbeiten und verfügt neben den Sicherheitsfunktionen
auch über ein hohes Drehmoment durch den Permanentmagnet-Motor.
D
er PC33E-6 beruht auf
mehr als einem
Jahrhundert Know-how
in Design, Entwicklung
und Fertigung bei
Komatsu und unterstreicht
das Engagement
des Unterneh-
mens für eine nachhaltige
Zukunft.
Komatsu betrachtet
die Markteinführung
dieses neuen
Elektromodells als
Ausgangspunkt für
die Entwicklung
eines Marktes für
kleine Elektro-Bau-
maschinen und als Teil
der globalen Komatsu-Initiative
zur Erreichung der CO2-Neutralität
bis 2050.
Der PC33E-6 kann im Vergleich
zu konventionellen dieselbetriebenen
Maschinen jährlich mehr
CO2-Emissionen einsparen als er
selbst wiegt – ohne Kompromisse
bei Leistung und Sicherheit. Dazu
Emanuele Viel, Group Manager Utility:
„Der PC33E-6 verfügt über Batterien
mit großer Kapazität und über
einen hocheffizienten Antriebsstrang,
der es den meisten
Kunden ermöglicht, eine ganze Schicht
lang ununterbrochen ohne Laden zu
arbeiten. Dank des blitzschnellen Ladesystems
werden die Ausfallzeiten erheblich
reduziert, was die Produktivität und
Effizienz auf der Baustelle erhöht.“
Der PC33E-6 wird mit dem exklusiven
Komatsu E-Support-Einführungsprogramm
für Kunden ausgeliefert. Dieses
umfassende Paket beinhaltet einen
kostenlosen 3-Jahres-Wartungsplan sowie
eine vollständige Maschinen- und Teilegewährleistung
für fünf Jahre, die speziell
die neuen hochwertigen elektrischen
Antriebsstrangkomponenten abdeckt –
und all das ohne zusätzliche Kosten.
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www.komatsu.eu
Der PC33E-6 ist ein emissionsfreier
Elektro-Minibagger, der mit geringem
Geräusch- und Vibrationspegel punktet.
Für hohe Produktivität sorgt das externe
Schnellladegerät. Über das neue
Monitorsystem mit 3,5“-LCD-Display
stehen für den Fahrer alle
relevanten Infos bereit.
EPIROC
30 Jahre Solid Body-Hydraulikhämmer
Mit der Erfindung des Solid Body-Konzepts (SB) wurde Epiroc
zum Pionier einer neuen Technologie, die alles veränderte.
D
ie leichte Solid Body-Bauweise, die
mehrere Vorteile gegenüber herkömmlichen
Hydraulikhämmern mit
Schlagmechanismus und separatem
Gehäuse bietet, wird 30 Jahre alt.
Vorgestellt wurde das Solid Body-Konzept
erstmals 1993 von Atlas Copco. Es
nutzt eine patentierte Bauweise für die
internen Komponenten, bei der Schlagwerk
und Führungssystem zu einer
Komponente verschmelzen. Sie eliminiert
die anfälligsten Komponenten
konventioneller Hämmer und verleiht
SB-Hämmern ihre hervorragende
Haltbarkeit. Hydraulikhämmer der
Baureihe SB sind heute beliebte
Werkzeuge im umfangreichen Portfolio
hydraulischer Anbaugeräte von Epiroc.
Beeindruckende Zuverlässigkeit,
einfachere Handhabung, und weitere
Vorzüge halten SB-Hydraulikhämmer
S 36 X
bis heute an der Spitze eines hart
umkämpften Marktes. SB-Hämmer
senken den Kraftstoffverbrauch, was die
Betriebskosten senkt und gleichzeitig
die CO2-Emissionen verbessert. Dank
wartungsfreier Hochdruckspeicher
bieten SB-Hämmer außergewöhnliche
Schlagfrequenzen von 550 bis 2.300
Schlägen pro Minute. Das schnelle
Eindringen in das Material führt zu
einer hohen Produktivität des
Hammers.
www.epiroc.com
Solid Body-Hämmer eignen sich für
Trägergeräte in den Gewichtsklassen bis
24 t und sind in neun verschiedenen
Modellen mit Dienstgewichten von
55 bis 1.060 kg erhältlich.
5-teiliger RZ Mast
Ausfalthöhe: 6,8 m
Tonnen: <26 t
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44 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2023 45
MASCHINEN + TECHNIK
DUNST
Dunst feiert Firmenjubiläum und Eröffnung
der neuen Zentrale in Grafenschachen
Am 27. und 28. Oktober 2023 feiert die Firma Dunst mit Kunden, Partnern und
Freunden nicht nur ihr 25-jähriges Firmenjubiläum, sondern auch die Eröffnung
der neuen Firmenzentrale im Gewerbepark in Grafenschachen.
D
as Jahr 2023 bringt für die Firma
Dunst gleich mehrere Anlässe zum
Feiern. Neben dem 25-jährigen Firmenjubiläum
dürfen auch 20 Jahre Firmensitz
in Grafenschachen, 10 Jahre Niederlassung
Lieboch sowie 10 Jahre österreichische
Generalvertretung für HMF
Krane gezählt werden.
Was vor einem Vierteljahrhundert als
mobile Schlauchfertigung begonnen hat,
ist zu einem großen Unternehmen mit
verschiedenen Standbeinen herangewachsen.
So wie die Liste der vertretenen
Marken und exklusiven Partnern der
Firma Dunst laufend wächst, war es nun
Zeit, auch in Sachen Infrastruktur weiter
zu vergrößern. Nur einen Steinwurf vom
bekannten Standort in Grafenschachen
entfernt, thront die neue Dunst Zentrale
auf einer kleinen Anhöhe im Gewerbegebiet.
Der Spatenstich erfolgte im
Sommer 2022.
Die neue Firmenzentrale der Firma
Dunst befindet sich auf einem Grundstück
mit ca. 3 ha und weist eine Nutzfläche
von 6.340 m 2 auf. Im Hauptgebäude
Das Familienunternehmen Dunst Kfz u. Hydraulik GmbH steht seit mittlerweile 25 Jahren für
Qualität, Zuverlässigkeit und ein kraftvolles Sortiment für Ladetechnik- und Hydraulik-
Anwendungen. Zum Firmenjubiläum gibt es zahlreiche Gründe zum Feiern, darunter auch die
Eröffnung der neuen Firmenzentrale am 27. und 28. Oktober 2023 in Grafenschachen.
befinden sich Büros, der Verkaufsbetrieb
und das Schulungszentrum. Die Servicehalle
ist mit 118x40 m groß dimensioniert
um im Service- und Reparaturbetrieb
Kranausleger indoor und damit
wetterunabhängig entsprechend auslegen
und servicieren zu können. Getrennt
davon sind in der Produktionshalle die
Bereiche Aufbau, Sandstrahlen, Spritzverzinken
und Lackieren untergebracht.
Als Komplett-Dienstleister bietet die
Firma Dunst ihren Kunden auch die
professionelle Abwicklung vom Entwurf
bis zur Übergabe „Made by Dunst“ durch
die hauseigene Typisierung und Prüfstraße
für individuelle Sonderbauten.
Eine weitere Besonderheit der neuen
Firmenzentrale ist das effiziente Hochregallager
inklusive Lagerlift für Kleinteile
und raschen Zugriff auf rund 30.000
Artikel. Mit der Investition in modernste
Technik sorgt die Firma Dunst für
höchste Effizienz durch kurze, durchdachte
Arbeitswege. Eine nachhaltige
Energieversorgung ist durch die eigene
Biomasse-Anlage, die Lackieranlage mit
Wärmerückgewinnung, Photovoltaik mit
Batteriespeicherräumen sowie dem
eigenen Trafo für die Lkw-Stromtankstelle
mit mind. 2x180 kW Ladeleistung
sichergestellt.
Das Eröffnungsfest am 27. und
28. Oktober 2023 bietet für die Besucherinnen
und Besucher ein vielfältiges
Programm. Neben der Möglichkeit zur
Besichtigung des neuen Firmengeländes
werden in einer umfangreichen Ausstellung
auch die neuesten Geräte-Generationen
präsentiert. Darunter HMF Krane,
JOAB Containterwechselsysteme,
Unilock Kran-Schnellwechselsysteme,
Hoeflon Mini-Hebekrane, KRPAN
Holzladekrane, Cormach Großkrane,
Terberg Mitnahmestapler und Kranzubehör.
Der Frühschoppen mit Festakt am
Samstag, den 28. Oktober bildet den
Rahmen für gemütliches Beisammensein,
herzhafte Gaumenfreuden und musikalische
Umrahmung sowie offizielle
Eröffnung und Einweihung des neuen
Dunst Standortes.
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WOLFFKRAN
Der neue Wolff 6523 Clear: bewährte
Tragkraft mit innovativer Bauart
Neuzugang im Wolff-Rudel: Der Wolff 6523 Clear wird Wolffkrans Portfolio künftig
in der 224 mt-Klasse verstärken. Grundlage des neuen spitzenlosen Modells ist der
beliebte Klassiker Wolff 6031 Clear, der mit seinem kompakten spitzenlosen Design,
seinen bewährten Traglasten und seiner montagefreundlichen Bauart zu
Wolffkrans meistverkauften Kranen gehört.
D
er Wolff 6523 Clear glänzt zusätzlich
durch eine patentierte neue Bauart
des Auslegers sowie die technische
Ausrüstung für den Betrieb des Wolff
High-Speed-Positioning-System (HiSPS).
Das Assistenzsystem HiSPS wurde 2022
auf der bauma vorgestellt. Sensoren an
Laufkatze und Hakenflasche ermöglichen
es zusammen mit einer Steuerungseinheit
die Last schwingungsfrei zu transportieren,
indem sie die Bewegungen des Seils
erfassen und die Bewegung und Geschwindigkeit
des Krans automatisch daran
anpassen. Da die Laufkatze immer
automatisch die Position über der Hakenflasche
einnimmt, wird nicht nur der
Windeinfluss eliminiert, sondern auch ein
Schrägzug der Last vermieden und das
Schieben der Last per Hand sowie das
manuelle Hakenziehen leichter und
sicherer gemacht. Der Wolff 6523 Clear
Die Seilwirbeltraverse
an der Spitze (oben)
hat durch das neue
Untergurtdesign eine
Dorn- und Keilverbindung
und ist so
leichter zu montieren.
Geländer und Laufgitter
sind verzinkt
und damit besonders
robust und langlebig.
kommt als erster Wolff mit den technischen
Voraussetzungen auf den Markt, das
HiSPS zu aktivieren. Es kann beim Kauf
des Krans optional erworben werden.
Patentiertes Auslegerdesign für
optimierte Montage und Arbeitsweise
Neben der HiSPS-Vorbereitung ist beim
Wolff 6523 Clear besonders die Neugestaltung
des Auslegers hervorzuheben. Die
Untergurtverbindung der Auslegerstücke
wurde mit patentiertem Design neu
entwickelt. Statt mit Bolzen, werden die
Auslegerstücke inklusive der Seilwirbeltraverse
mit einer Dorn- und Keilverbindung
an der Stirnseite montiert. Am
Obergurt wiederum werden die Bolzen
nun in Birnenlöcher gesteckt, was eine
deutlich einfachere Montage ohne
Hammer ermöglicht. „Auch während der
Arbeit birgt die Neuentwicklung Vorteile“,
Der neue Wolff 6523 Clear vereint bewährte Leistung mit neuem
Design. Er ist zudem der erste Wolff Kran der technisch für das
neue High-Speed-Positioning-System ausgelegt ist. An der
Unterflasche erkennt man in Rot die Akkubox des Systems.
erläutert Dr. Mohamed Abouelezz, Leiter
Produktmanagement und Business
Development bei Wolffkran. „Durch die
glatten Auslegerübergänge läuft die mit
seitlichen Führungsrollen ausgestattete
Laufkatze flüssiger und ruhiger am
Ausleger entlang. Dadurch wird die
Feinpositionierung der Last erleichtert –
selbst ohne den Einsatz des High-Speed-
Positioning-Systems.“
Spitzenmäßig an der Spitze
Der neue Wolff 6523 Clear beruht auf den
bewährten Traglasten des Wolff 6031
Clear und ist ebenso mit einer 45 kW
Hubwinde ausgestattet. Er hebt maximal
8,5 t im 2-Strang-Betrieb bei 30 m
Auslegerlänge und 12,5 t im 4-Strang-
Betrieb bei 21,5 m Ausladung. Seine
Spitzentragfähigkeit beläuft sich bei einer
maximalen Auslegerlänge von 65 m im
48 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MOBILE BRECHER-, SIEB- und FÖRDERANLAGEN
RAUPENMOBILE SIEB- UND BRECHERANLAGEN
HALDENBÄNDER, SICHTER, SPRÜHER
Gruppe
Statt mit einer Bolzen Verbindung, werden die Auslegerstücke mit einer
Dorn- und Keilverbindung an der Stirnseite montiert. Bild rechts: Durch
dieses Neudesign des Untergurts wird die Montage des Wolff 6523 Clear
erleichtert und die Laufkatze läuft flüssiger am Ausleger entlang.
PERFORMANCE IN EVERY DETAIL
VERTRAGSHÄNDLER, MIET- UND SERVICEPARTNER FÜR:
2-Strang-Betrieb auf 2,3 t und 2,5 t mit
aktivierter Wolff Boost-Funktion – eine
Spitzenposition im Wettbewerbsvergleich.
Der Ausleger kann in 2,5 m Schritten von
30 auf 65 m verlängert werden.
Der Neuzugang wird standardmäßig
mit einem kombinierten UV 20/TV 20
Turmanschluss ausgeliefert, womit er auf
einem 2,0 x 2,0 m Turm bis zu 69 m
freistehend aufgebaut werden kann. Mit
einem 2,9 x 2,9 m Turm kann er sogar auf
106 m ohne Abspannungen arbeiten. Der
Kran kann auf vier Lkw bzw. fünf Containern
transportiert werden. Kabine und
Schaltschrank befinden sich in bewährter
Weise auf der Führerhausstation, die mit
dem Drehrahmen verbunden ist, was die
Montage vereinfacht.
Der Wolff 6523 Clear wird überwiegend
in der DACH-Region zum Einsatz kommen.
Eine Version mit einer maximalen
Traglast von 10,5 t im 2-Strang-Betrieb
sowie eine US-Version sind in Planung.
Nach Markteinführung des auf der bauma
2022 vorgestellten chaRope wird der Wolff
6523 Clear optional mit dem innovativen
Kunststofffaserseil verkauft, welches das
Stahlseil 1:1 ersetzen kann.
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MASCHINEN + TECHNIK
PUHM
Abfall in Abfall verpacken – mit Recycling Big Bags
Aus alten Big Bags werden 100% Recycling Big Bags: Nachdem Joachim Puhm vergangenes Jahr
durch eine innovative Kombination von Recyclingkunststoffen den weltweit ersten Mineralwolle-
Sammelsack aus Recyclingmaterial hergestellt hatte, widmete er sich mit seiner Puhm GmbH im
Weinviertel nun den Big Bags und der Verpackung von gefährlichen Baurestmassen, wie Asbest
und künstliche Mineralwolle. Die 100% Recycling Big Bags sind nicht nur für Bau- und Abbruchunternehmen
interessant, sondern auch für Recycling- und Entsorgungsbetriebe oder
kommunale Recyclinghöfe. Die Big Bags können sicher mit dem Stapler oder Greifer bewegt
und transportiert werden, da sie sehr widerstandsfähig und reißfest sind. www.puhm.eu
KUHN-LADETECHNIK
Auf alle Fälle „TEC“ für die Schmid Baugruppe
Vor kurzem erhielt die Schmid-Baugruppe in Frankenburg erstmalig ein Palfinger-TEC-
Kran-Modell: den PK 48.002 TEC7 mit Fly-Jib PJ090. Im Krankompetenzzentrum in
Vöcklabruck OÖ auf eine Volvo FH 540 Sattelzugmaschine aufgebaut, überzeugt dieser
Kran durch den Stahlbau ebenso, wie durch die zahlreichen Assistenzsysteme.
D
ie Schmid Baugruppe ist ein österreichisches
Familienunternehmen mit
jahrzehntelanger Tradition und weiteren
Standorten in Timelkam, Münchendorf,
Holzhausen, Linz und Freilassing. Bei der
Schmid Baugruppe dreht sich alles um das
Thema Bauen, aber nicht nur im Sinne des
Errichtens von Bauwerken oder Gebäuden,
sondern auch im Sinne des Betriebes und
der damit verbundenen Nachhaltigkeit im
Lebenszyklus von Gebäuden. Das Unternehmen
ist in den Bereichen Hochbau,
Holzbau und Dachbau tätig und versucht
täglich, den Spagat zwischen handwerklicher
Qualität und modernster Technologie
am Bau zum Vorteil seiner Kunden zu
schaffen. Unterstützt werden die Profis der
Schmid-Baugruppe nun durch den neuen
PK 48.002 TEC7 mit PJ090, der mit
zahlreichen Assistenz- und Komfortsystemen
ausgestattet ist.
P-Fold – perfekt gerüstet auf Fingerdruck:
Das Auseinander- und Zusammenlegen
wird für den Bediener zum Kinderspiel.
Die Rüstzeit verringert sich dadurch
auf ein Minimum.
Die neue Volvo-Sattelzugmaschine der Schmid-Baugruppe mit dem Palfinger PK 48.002 TEC7
im Krankompetenzzentrum der Kuhn-Ladetechnik in Vöcklabruck.
Mext und Weigh – Systeme für einfacheres
Handling: Mext bindet mechanische
Verlängerungen in die Überlastsicherung
ein, während Weigh das Wiegen von
Lasten ermöglicht – unterm Strich
bedeutet das einen verringerten Arbeitsaufwand
für den Bediener.
DPS-C – effizienter Fly-Jib-Betrieb:
Erhöhung der Hubkraft – sowohl bei voll
als auch bei teilweise ausgefahrenem
Schubarm. Erkennung der aktuellen
Position von Schubarm und Fly-Jib durch
ein Längenmesssystem, Optimierung der
Leistung über die gesamte Reichweite.
AOS – kontrollierte Bewegung trotz
schwerer Lasten: Das patentierte Palfinger
Schwingungsdämpfungssystem „AOS“
gleicht die im Kranbetrieb entstehenden
Schwingungen und Stöße aus, das
bedeutet kein „Nachschwingen“ durch
rasches Abbremsen oder Lastwechsel und
maßgebliche Erhöhung der Sicherheit im
Kranbetrieb für Mitarbeiter, Ladegut und
Gebäude.
HPSC-Plus-Load – mehr Reichweite
durch Beladungserkennung: Dieses
System reagiert auf den Beladungszustand
des Lkw und errechnet anhand der
Neigung des Kranes die maximale
Lastgrenze. Durch diesen Parameter kann
die Reichweite maximiert werden – optimale
Ausschöpfung des Arbeitsbereiches.
HPSC-Plus-FSTAB – mehr Leistung
durch Stützkrafterfassung: Bei HPSC-Plus
FSTAB ermitteln Druckaufnehmer in den
Stützzylindern die tatsächliche Belastung
des Abstützungssystems und ermöglichen
Performancegewinn bei geringen Stützbreiten
und hoher Beladung.
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Foto: Puhm GmbH
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50 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
VA ERZBERG
Von links: Gerd Hofmann, MSc (Leitung Zwischenlager,
VA Erzberg), Ewald Bückner, MBA (Projektleiter, VA Erzberg
GmbH), Ing. Erwin Haider jun. (Gesellschafter und
Geschäftsführer, Gebrüder Haider Bauunternehmung),
Helmut Haider sen. (Gesellschafter, Gebrüder Haider
Bauunternehmung), DI Josef Pappenreiter (Geschäftsführung
Technik, VA Erzberg), Alois Kohler (Gesellschafter,
Terra-Mix) und Franz Sindlhofer (Projektleiter
Bodenstabilisierung, Terra-Mix).
Die Basisabdichtung des neuen
Zwischenlagers hat eine Mächtigkeit
von 1,25 m und besteht aus 5 Lagen
Werfener Schiefer, der mit Bentonit
vergütet und gefräst wurde.
Neues Zwischenlager für Stahlwerksschlacke
bringt innovative Lösung für den Deponiebau
Das neue Zwischenlager während
der Bauphase. Rechts ist der Bereich
erkennbar, wo der Werfener
Schiefer aufgeschüttet und mit
Bentonit durchgefräst wurde.
Unten sind die beiden Stahlbetonbecken
erkennbar, in denen sich
die Sickerwässer des Zwischenlagers
sammeln.
52 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: VA Erzberg GmbH; Baublatt.Österreich
In enger Zusammenarbeit mit mehreren Partnern
errichtete die VA Erzberg GmbH auf einer brachliegenden
Bergbaufläche ein neues Zwischenlager für Stahlwerksschlacke.
Dabei musste man aufgrund der anspruchsvollen
Rahmenbedingungen neue Wege im Deponiebau beschreiten.
Das Resultat ist eine innovative Lösung, die den
Werferner Schiefer – der am Erzberg als Abraum anfällt
– einer sinnvollen Verwertung zuführt. Das neue Produkt
bietet eine technisch und wirtschaftlich interessante Alternative
zum Einsatz von Lehm oder Ton und steht ab sofort
interessierten Deponiebetreibern zur Verfügung.
I
m Zuge des LD-Verfahrens produziert
das Stahlwerk Donawitz auch Stahlwerksschlacke,
die seit einigen Jahren
nur noch in reduziertem Umfang im
Straßenbau eingesetzt werden kann. DI
Josef Pappenreiter, Geschäftsführung
Technik der VA Erzberg GmbH, erklärt:
„2020 erfolgte der Startschuss zur
Errichtung eines Zwischenlagers für
Stahlwerksschlacken. Das Zwischenlager
hat im ersten Ausbauabschnitt eine
Basisfläche von rund 17.400 m² und eine
Böschungsfläche von rund 8.100 m².
Diese Flächen galt es nach den Anforderungen
einer Reststoffdeponie zu
errichten. Zusätzlich musste aufgrund
der Situierung des Zwischenlagers auf
einer ehemaligen Sturzhalde des
Steirischen Erzberges eine künstliche
Barriere gemäß den Anforderungen der
Deponieverordnung errichtet werden.“
Aufgrund der besonderen Anforderung
an die Deponiebasisabdichtung,
welche sich durch die relativ hohe
Dichte der Stahlwerksschlacke gemeinsam
mit der geplanten Ausbauhöhe des
Deponiekörpers ergaben, war die
Herstellung nach derzeitigem Stand der
Technik nicht umsetzbar. Eine neue
Variante musste gefunden werden. Die
Lösung liegt im Tonmineral, das im
Zuge der alpinen Gebirgsbildung
eingelagert wurde und nun als Werfener
Schiefer die Erzlagerstätte überdeckt.
Dieser Werferner Schiefer muss im
Tagbau abgetragen und als Abraum
verhaldet werden. Erste betriebliche
Erfahrungen hatte man mit dem Werferner
Schiefer schon in der Vergangenheit
gemacht, etwa beim Schlammteichbau.
So lag es nahe, dass der Werferner
Schiefer in seiner Rohform als Ersatz
für Lehm bzw. Ton im Deponiebau
untersucht wurde.
Die Ergebnisse waren vielversprechend,
aber zunächst konnten die
geforderten Werte, die von der Deponieverordnung
vorgegeben sind, noch nicht
zur Gänze erreicht werden. Auf der
Suche nach einem Spezialisten mit
fachlichem Know-how im Bereich
Verdichtung und Vergütung von
mineralischen (Bau-)Rohstoffen wurde
man nach kurzer Suche bei der Firma
Terra-Mix Bodenstabilisierungs GmbH
in Wettmannstätten fündig. Parallel
wurde die Produktentwicklung durch
das Institut für Bodenmechanik,
Grundbau und Numerische Geotechnik
der TU Graz sowie das Büro GDP-ZT
GmbH in Graz wissenschaftlich begleitet.
Gemeinsam mit dem Planungsbüro
IGBK GmbH in Graz wurde durch
intensive Zusammenarbeit in mehreren
Versuchsreihen ein innovatives Produkt
entwickelt, welches eine technologische
Weiterentwicklung darstellt und damit
einen neuen Stand der Technik definiert.
Durch ein kontrolliertes Einfräsen
von Bindemittel in den Werferner
Schiefer wird ein homogenes Produkt
hergestellt. Gleichzeitig wird durch den
Einsatz einer speziell für diesen Einsatz
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Der Einbau und die Verdichtung auf den ca. 34° geneigten Böschungsflächen
bedeutete für die Maschinisten und die eingesetzten Geräte der
Firma Gebrüder Haider Bauunternehmung eine große Herausforderung.
Die Firma Terra-
Mix setzte einen
Streuwagen,
einen extra für
dieses Verfahren
modifizierten WR
240i Bodenstabilisierer
der Firma
Wirtgen und einen
Wasserwagen
ein. Im Zuge des
Fräsvorgangs war
die Fräse mit
einer Schubstange
mit dem
Wasserwagen
verbunden.
modifizierten Fräse der Firma Terra-Mix
das Produkt derart aufbereitet, dass die
Anforderungen an Größtkorn, Feuchtigkeit,
Stützkorn und Homogenität, etc.
gewährleistet werden. Dazu Franz
Sindlhofer, Projektleiter Bodenstabilisierung
der Firma Terra-Mix: „Wir sind als
Spezialist im Stabilisierungs- und Bodenverbesserungssektor
mit einem Team von
35 Personen vor allem in Österreich, aber
auch in den angrenzenden Ländern tätig.
Für die Errichtung dieses Zwischenlagers
haben wir bereits ein Jahr vor Baubeginn
mit einer intensiven Testphase begonnen.
Die größte Herausforderung lag darin,
durch die Beimengung der richtigen
Menge Bentonit die gewünschte Dichtigkeit
zu erzielen. Dazu wurden mit dem
Material nicht nur Laborversuche durchgeführt,
sondern auch Feldversuche direkt
am Erzberg. Dabei kamen drei Geräte aus
unserem Fuhrpark zum Einsatz. Zunächst
ein Streuwagen, der mit Bodenradar
ausgerüstet ist und mit dem wir die
gewünschte Menge Bentonit exakt
aufstreuen konnten. Eingefräst wurde das
Material mit einer speziell für diesen
Einsatz optimierten Wirtgen 240i, um die
benötigte Korngröße herstellen zu können.
Als drittes Gerät kam ein Wasserwagen
zum Einsatz, denn wir mussten bei den
hochsommerlichen Temperaturen ständig
bewässern. Sowohl beim Einfräsen als
auch beim Einbau ist die richtige Material-Feuchtigkeit
entscheidend für ein
optimales Ergebnis. Damit wir auch die
Böschung bewässern konnten, haben wir
einen Werfer montiert. Der ganze Prozess
wurde praktisch jeden Tag mit Kontrollen
durch die TU Graz überwacht.“
Vom Arbeitsablauf her wurde der
Werferner Schiefer in der Nähe des
Zwischenlagers auf einer Fläche von etwa
einem halben Hektar in einer Stärke von
mehreren Metern aufgelegt, verdichtet
und ohne Bentonit auf die gewünschte
Korngröße vorgefräst. Erst beim letzten
Fräsvorgang wurde das Bentonit mit dem
Streuwagen verteilt und von der Fräse im
Zusammenspiel mit dem Wasserwagen
eingefräst. Dabei wird im Mischraum aus
dem Schiefer, Bentonit und Wasser ein
fertiges Produkt erzeugt. Der Fräsvorgang
erfolgt in einer Stärke von 50 cm, wobei
das durchmischte Material eine um 15 cm
erhöhte Stärke aufweist. Um die Grenze
zwischen unbehandelten Schiefer und
durchmischten Material exakt einhalten
zu können, wurde das durchmischte
Material mit einem Kettenbagger mit
GPS-Steuerung abgetragen und auf Lkw
verladen. Diese transportierten das
Material zum Zwischenlager, wo es mit
Baggern und einer Schubraupe sowohl auf
der Fläche als auch auf den Böschungen
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Die raupenmobilen GIPO Prallbrecher mit Nachsiebeinheit zeichnen sich durch eine hohe
Flexibilität aus. Das Basismodell Prallbrecher lässt sich nach Kundenwunsch erweitern und
kann mit oder ohne Nachsiebeinheit betrieben und transportiert werden.
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54 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
eingebaut und verdichtet wurde. In
kleinerem Umfang wurde der Werfener
Schiefer auch in der Nähe der oberen
Böschungskante aufbereitet.
Der Schichtaufbau der Basisabdichtung
inklusiver künstlicher Barriere besteht
aus fünf je 25 cm starken Lagen, bestehend
aus Werfener Schiefer, der mit Bentonit
vergütet wurde. Auf diesem Schiefer-
Paket mit einer Mächtigkeit von 1,25 m
wurden in der Folge eine Folie, ein
Schutzvlies und die Drainagerohre verlegt.
In einem letzten Schritt wurde noch ein
halber Meter Filterkies als Drainagekörper
aufgebracht und wieder mit einem
Schutzvlies abgedeckt.
Für die Errichtung des Zwischenlagers
für Stahlwerksschlacken wurde die Firma
Gebrüder Haider Bauunternehmung
GmbH von der VA Erzberg GmbH beauftragt.
Über die damit verbundenen
Im fertiggestellten Zwischenlager
werden bereits Kleinmengen Stahlwerkschlacke
eingelagert. Gerd
Hofmann MSc (Leiter Zwischenlager,
VA Erzberg) bei seinen Erläuterungen
über die Behandlung der
Sickerwässer, bevor diese ordnungsgemäß
verrieselt werden.
Die sinnvolle Nachnutzung
der Bergbauflächen
ist für die
VA Erzberg ein zentrales
Anliegen. So
wurde vor kurzem
eine 2,6 ha große PV-
Anlage in Betrieb genommen.
Die Stromerzeugung
wurde
damit nochmals um
rund 2,5 MW auf
rd. 7,0 MW erhöht.
Herausforderungen informiert Ing. Erwin
Haider jun.: „Als erste Baumaßnahme
haben wir die beiden Sickerwassersammelbecken
errichtet und eingeschüttet.
Dabei handelt es sich um zwei
Stahlbeton-Sammelbecken mit einem
Durchmesser von ca. 13 m und einer Tiefe
von ca. 6,25 m. In diesen Stahlbetonbecken
werden die Sickerwässer des Zwischenlagers
gesammelt. Eine große Herausforderung
beim Bau des eigentlichen Zwischenlagers
war das schlechte Wetter und die
Notwendigkeit, das Material in kurzer Zeit
einbauen zu müssen. Eine weitere
Herausforderung bestand darin, dass wir
jede der fünf Lagen, die jeweils eine Stärke
von 25 cm aufweisen, mit einer Genauigkeit
von 1 cm einbauen mussten. Diese
Genauigkeit auch auf den Böschungsflächen
mit ca. 34° Neigung zu erzielen, war
durchaus anspruchsvoll. Bei den Kettengeräten
befinden wir uns hier im Grenzbereich,
was die Öl-Versorgung des Motors
betrifft. Für den Einbau wurde das
Material sowohl von oben als auch von
unten verarbeitet. In den verschiedenen
Bereichen hatten wir rund 20 Geräte im
Einsatz, darunter sechs Geräte – eine
Schubraupe und fünf Bagger – mit
GPS-Steuerung und einer Basisstation
von Trimble im Einsatz. Auf Basis der vom
Bauherrn beigestellten Pläne wurden in
unserer Abteilung für Vermessungstechnik
die entsprechenden Profile für die Erdbaugeräte
erstellt. Auf den Böschungsflächen
haben wir die Walze angehängt
und der Fahrer hat die Seilwinde über
Funk selbst gesteuert. Die Tagesleistungen
für den Einbau einer fertig verdichteten
Lage betrugen je nach Witterung im
Schnitt rund 1.000 m 3 , was rund 4.000 m 2
entspricht. Die Spitzen lagen bei rund
2.000 m 3 . Damit der kontinuierliche
Einbau angesichts der Pandemie nicht
durch einen Engpass in der Bentonit
Versorgung gestört wurde, haben wir vor
Ort acht Puffersilos aufgestellt. Trotz aller
Schwierigkeiten ist der Einbau der fünf
Lagen in nur drei Monaten eine beachtliche
Leistung.“
Ewald Bückner, MBA von der VA
Erzberg GmbH ergänzt: „Der größte Vorteil,
der aus diesem innovativen Produkt
hervorgeht, ist ein wesentlich höherer
Reibungswinkel und eine höhere Scherfestigkeit
im Gegensatz zu Lehm oder Ton, da
eine gleichmäßige Korngrößenverteilung
von 0-63 mm bzw. 0-20 mm – je nach
Anforderung der herzustellenden Lage im
Aufbau – gewährleistet wird. Außerdem
kann dieses Produkt in einer großen Menge
homogen mit gleichbleibenden physikalischen
Eigenschaften hergestellt werden.
Die Durchlässigkeit in der triaxialen
Durchlässigkeitszelle liegt bei kf < 1x10-10
m/s und somit deutlich unter den in der
Deponieverordnung geforderten maximalen
Durchlässigkeit kf < 5x10-10 m/s.“
Das Verarbeiten des Produktes gestaltet
sich sehr einfach, da es wie „normaler“
Straßenbauschotter eingebaut werden
kann und relativ unempfindlich gegenüber
Feuchtigkeitsschwankungen ist. Nach
erfolgter Verdichtung ist die Oberfläche
sofort geschlossen und das Material hält
die Feuchtigkeit im Inneren fest. Erosion
durch Niederschlag, Wind, aber auch
Frost-Tau-Wechsel sind im eingebauten
Zustand kaum zu erkennen. Selbst nach
einer Winterperiode, Starkregen und
Sonnentagen, konnten am stark exponierten
Material auf der Versuchsfläche keine
Risse oder größere Erosionen erkannt
werden. Auf Basis dieser äußerst positiven
Erkenntnisse, wurde das Zwischenlager
im gesamten Umfang mit diesem
neuen innovativen Produkt hergestellt.
Durch die einfache Verarbeitbarkeit des
Produktes konnte die Deponiebasisabdichtung
samt künstlicher Barriere mit einer
Aufbaustärke von 125 cm über die
gesamte Fläche innerhalb von nicht ganz
drei Monaten von Mai bis Juli 2022
hergestellt werden. Diese innovative
RAUM SCHAFFEN.
KTEG KMC400P-7
Seit Mai 2023
können die
Besucherinnen
und Besucher den
Erzberg mit den
zwei neuen Haulys
noch spektakulärer
erleben. Weitere
Highlights sind die
Kräuterseitlinge, die
als Erzberg Stollenpilze
im Handel
angeboten werden
sowie der über drei
Jahre in den Stollen
gereifte Erzberg
Whisky.
Methode der Basisabdichtung ersparte die
Anlieferung von Lehm im Ausmaß von ca.
2.700 Lkw-Fahrten bzw. 400.000 Transportkilometer.
Geschäftsführer DI Pappenreiter
abschließend: „Die für unser neues
Zwischenlager entwickelte Lösung auf
Basis des Werfener Schiefers stellt eine
revolutionäre Entwicklung im Deponiebau
dar und wurde in Österreich in dieser Art
und Weise noch nicht realisiert. Ich möchte
mich bei allen Beteiligten bedanken, die
sich trotz des zeitlichen Drucks und der
kurz nach der Vergabe eingetretenen
Energiekrise an die getroffenen Vereinbarungen
gehalten haben. In Kooperation
mit der Firma Terra-Mix werden wir das
neue Produkt auf den Markt bringen. Es
kann beispielsweise für Baurestmassen-
Deponien verwendet werden und ist in
Abstimmung mit den Behörden auch für
den Einsatz auf Reststoff- und Massenabfall-Deponien
geeignet. Denkbar ist auch
eine Verwendung als geologische Barriere,
für Deponieabdeckungen, im Speicherteichbau
oder zum Abdichten von Hochwasserschutzdämmen.
Der Erzberg, wo
der Werfener Schiefer in großen Mengen
vorkommt, punktet österreichweit mit
seiner zentralen Lage. Dazu kommt, dass
das Material gut transportiert werden
kann – auf Wunsch auch mit der Bahn.
Wir sind überzeugt, dass dieses neue
Produkt bei vielen Deponiebetreibern auf
großes Interesse stößt!“
www.vaerzberg.at | www.terra-mix.com
www.gebr-haider-bau.at
www.kiesel.net
56 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2023 57
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Das Flaggschiff der Commando Baureihe ist der DC300Ri.
Er kann mit einer Reihe intelligenter Optionen an spezielle
Bedürfnisse angepasst werden. Dazu gehören das
automatische Lafettenausrichtsystem und das
Fernüberwachungssystem SanRemo.
1 Alle Modelle der
Serie verfügen
über leicht zugängliche
Wartungspunkte
und On-
Board-Diagnostic
Funktionen.
2 Das Bohrsteuerungssystem
iTorque sorgt für
eine längere
Lebensdauer des
Bohrstahls.
3 Für den Einsatz
in sehr unwegsamen
Gelände
bietet Avesco den
DC300Ri auch mit
Kettenfahrwerk an.
1 2 3
Einsatz beim Ankern mit 1.200 Nm
Getriebe und Spülkopf.
iTorque ermöglicht hohe Bohrleistung
und tiefen Bohrstahlverschleiß
Die Geräte der Commando Serie sind
ausgestattet mit dem modernsten iTorque-
Bohrsteuerungssystem von Sandvik.
Damit erreichen Bediener eine sehr hohe
Bohrleistung bei längerer Lebensdauer
des Bohrstahls. Durch ihre kompakte
Bauweise sind die Maschinen sehr einfach
transportierbar und örtlich flexibel
einsetzbar. Selbst der große DC300Ri kann
mit seiner Höhe von nur 2,85 m problemlos
und schnell auf einem Tieflader oder
sogar auf einem Anhänger von einem
Einsatzort zum anderen transportiert
werden.
Auch im Tunnelbau einsetzbar
Bei kleineren Bohrlochdurchmessern
eignet sich der Commando DC300Ri auch
ideal für den Tunnelbau. Das optionale
Einstangennachlegesystem bietet Flexibilität
und Sicherheit. Durch eine spezielle
Schnellfahrfunktion ist das Bohrgerät in
der Lage, mit den anderen Maschinen
unter Tage Schritt zu halten.
www.avesco-tec.at
AVESCO
Sandvik Commando DC Serie:
Vielseitigkeit ist Trumpf
Mit den fortschrittlichen Übertage-Außenhammerbohrgeräten der Commando DC
Baureihe setzen Unternehmen auf höchst produktive Maschinen, die für eine
Vielzahl unterschiedlicher Bauanwendungen ausgelegt sind.
D
ie aktuelle Commando Serie von
Sandvik umfasst die Modelle DC130Ri
und DC300Ri (siehe Kasten). Beide
Maschinen sind als Mehrzweck-Bohrgeräte
für verschiedene Bauanwendungen
ausgelegt und daher für Bohr- und
Sprengunternehmen ideal geeignet, die
eine hohe Auslastung mit vielen Betriebsstunden
pro Jahr erzielen.
Commando DC300Ri: Flaggschiff der
Gerätereihe für Fels und Baugruben
Flaggschiff der Gerätereihe ist der
Commando DC300Ri: Er ist ein modernes,
voll funkferngesteuertes, gummibereiftes
Übertage-Außenhammerbohrgerät mit
besonders großem Bohrlochdurchmesserbereich
(38 bis 64 mm), ausgelegt für R28-,
R32- und T35-MF-Bohrstangen. Dank
Allradantrieb und Oszillation gewährleistet
das Bohrgerät selbst in schwierigem
Gelände ausgezeichnete Mobilität und
Stabilität. Dank dem hydraulischen
Roll-Over und dem Avesco TEC Injektionskopf
sowie einem optionalen Drehgetriebe
mit 1.200 Nm eignet sich der DC300Ri
perfekt für Baugruben und Hangsicherungsarbeiten.
Wie der Hersteller betont,
kann keine andere Maschine auf dem
Markt mit so wenig Treibstoff eine
vergleichbare Tagesleistung Selbstbohranker
(R32, R38 und R51) versetzen.
Auch mit Kettenfahrwerk
Für den Einsatz in besonders unwegsamem
Gelände besonders vorteilhaft:
Avesco bietet den DC300Ri auch als
hochstabile und robuste raupenmobile
Ausführung mit Stahlkettenfahrwerk an.
In Kombination mit einer neuen Bohrarmkonstruktion
und dem zuverlässigen
Gesteinsbohrhammer HL300 bietet der
Commando DC300Ri hohe Produktivität
und niedrige Betriebskosten unter
anspruchsvollen Einsatzbedingungen.
Zudem ist dieses Bohrgerät extrem
beweglich und agil. Seine vier leistungsstarken
Fahrmotoren bringen es auf eine
Antriebskraft von insgesamt 43 kN. In
Kombination mit der neuen Maschinensteuerung
erzielt der Cat 3.6 Motor (Stufe
V) mit 74,4 kW Leistung eine unübertroffene
Kraftstoffeffizienz – verglichen mit
früheren Modellen der gleichen Klasse
liegt die Einsparung bei über 30%.
Eine völlig neue, verstärkte Bohrarmkonstruktion
mit erweitertem Schwenkradius
und größerer Reichweite ermöglicht
das Abdecken eines Bohrbereiches von
12 m 2 und übertrifft damit den Bohrbereich
früherer Modelle um 20%. Die Spülluftkapazität
von 3,0 m 3 /min. ermöglicht größere
Bohrtiefen und Bohrlochdurchmesser.
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Bohrrohrdurchmesser H19, H22, H25, R23, R25, R28 R28, R32, T35 (Anker bis R51)
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Beginnend mit der Lehrzeit in den 1970er Jahren lassen Jürgen
Specht und Harald Semerad im Gespräch mit Baublatt.Österreich die
wichtigsten Stationen ihres Berufslebens Revue passieren.
ZEPPELIN
Generationenwechsel an der Spitze
der Niederlassungen in Wien und Graz
Mit Harald Semerad, Leiter der Niederlassung Wien, und Jürgen Specht, Leiter der
Niederlassung Graz, verabschieden sich Anfang Dezember 2023 zwei Persönlichkeiten in
den Ruhestand, die über viele Jahre einen wichtigen Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg
von Zeppelin Österreich leisteten. Aus Anlass des bevorstehenden Abschieds baten wir die
beiden erfahrenen Kenner der heimischen Baumaschinenbranche um einen Rückblick auf
die verschiedenen Entwicklungen in ihrem Berufsleben.
Jürgen Specht (Leiter der Niederlassung Graz,
links) und Harald Semerad (Leiter der Niederlassung
Wien, rechts) verabschieden sich
Anfang Dezember 2023 in den wohlverdienten
Ruhestand. Über die Nachfolge wird in den
nächsten Monaten entschieden.
Made in Germany
kehren bohren transportieren
angefangen. Zunächst habe ich in Norddeutschland
die Gebietsleitung im
Mietservice übernommen, ein Riesen-
Gebiet mit fünf Niederlassungen. „Wer
verleiht schon seinen Cat?“ war damals
einer unserer Slogans. Nachdem ich
scheinbar einiges richtig gemacht habe,
wurde ich ein Jahr später nach Garching
geholt und habe dort die Vertriebsleitung
Mietservice für Gesamtdeutschland
übernommen. Ende 2001 hat mich mein
ehemaliger Chef gefragt, ob ich nicht
Interesse hätte, nach Österreich zu
kommen. Meine erste Reaktion war: Zum
Urlaub machen gerne, zum Arbeiten bleibe
ich dort, wo ich bin. Allerdings habe ich
mir dann doch die neu errichtete Niederlassung
in Kalsdorf angesehen und
zugesagt, den Job für ein paar Jahre zu
übernehmen. Letzten Endes bin ich dann
gekommen, um zu bleiben, und habe die
Niederlassung die letzten 23 Jahre
geleitet. Zurückblickend muss ich sagen,
der Job als Niederlassungsleiter ist für
mich persönlich der schönste Job, den ich
jemals gemacht habe. Du trägst Verantwortung,
arbeitest in und mit einem Team,
kannst in einem gewissen Rahmen eigene
Entscheidungen treffen und im Kontakt
mit den Kunden auch die eigenen Erfahrungen
einbringen. Natürlich gab es
Höhen und Tiefen. Die Jahre bis 2007
waren von starkem Wachstum geprägt,
dann kam der Einbruch. Danach ging es
wieder bergauf bis Corona kam. Wenn
man über längere Zeit dabei ist, dann
erlebt man notgedrungen die Sinus-Wellen
der wirtschaftlichen Entwicklung.
Semerad: Bei mir kam es im Jahr 1976 zu
einem Schlüsselerlebnis. Nach der letzten
Schulklasse fragte mich ein Berufsberater,
was ich denn gerne mache. Auf meine
Antwort, dass ich gerne bastle und
schraube, meinte er, dass die Firma Eisner
in Wiener Neudorf mit Baumaschinen
arbeitet und für mich interessant sein
könnte. Ich habe mich sofort vorgestellt
Herr Specht, Herr Semerad, was
waren die wichtigsten Stationen in
Ihrer Karriere?
Specht: Begonnen habe ich meine Ausbildung
1975 im Bereich Instandhaltung für
den Bergbau unter Tage in einem Kalibetrieb
in der Nähe von Eisenach. Auch
wenn es sich dabei nicht um klassische
Baumaschinen handelte, so hatte ich
bereits damals mit Maschinen für den
Untertagebau sowie Band- und Brechanlagen
zu tun. 1978 bin ich nach Magdeburg
gezogen, wo ich viele Jahre in unterschiedlichen
Branchen gearbeitet habe. Nach
dem Mauerfall übersiedelte ich 1989 nach
Hamburg. Dort habe ich bei einem
Werkstatteinrichter als Mechaniker bzw.
Monteur angefangen, und meine Ausbildung
als Mechaniker Meister im Maschinenbau
absolviert, bin später in die
Akquise gegangen und wollte das Unternehmen
übernehmen. Leider hat sich der
Eigentümer damals kurzfristig anders
entschieden und so kam es in meinem
Leben zu einer entscheidenden Weichenstellung,
denn am 15. September 1997
habe ich bei Zeppelin Deutschland
Jetzt informieren:
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62 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2023 63
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
und wurde als Lehrling genommen. Es
war für mich eine schöne Zeit und ich habe
viel gelernt. Die Firma Eisner war ein
großer Reparaturbetrieb, wir haben
Generalreparaturen genauso gemacht, wie
Motor- und Getriebebau. Dabei wurde auf
die Ausbildung ein großer Wert gelegt. Ich
habe damals bei der Admira Fußball
gespielt, aber nach der Arbeit war ich so
müde, dass ich gar nicht mehr trainieren
konnte. Im Laufe der Jahre habe ich die
Lehrabschlussprüfung gemacht, den Wehrdienst
geleistet und bin danach zurück zu
der Firma Eisner. Aufgrund personeller
Änderungen wurde ich Fernmonteur, was
damals die Bezeichnung für einen Servicetechniker
war. Es war die Zeit der Kraftwerksbaustellen
und auch die Südautobahn
über den Wechsel wurde gebaut. Die
Folge war, dass die Firma Eisner schwer
ausgelastet war. In dieser Zeit habe ich
selbst eine Familie gegründet und mir war
klar, dass ich diese Arbeit nicht bis zur
Pension machen wollte. Es folgten einige
Jahre in anderen Berufen, bis ich gesehen
habe, dass die Firma Eisner Kundendienstberater
sucht. Wir wurden uns rasch
einig und am 1. September 1993 habe ich
als Kundendienstberater wieder bei der
Firma Eisner begonnen. Ende der 1990er
Jahre wurde das Unternehmen von der
Firma Zeppelin übernommen und als
Friedrich Mozelt – der damals Leiter der
Niederlassung Wien war – in die
Geschäftsführung von Zeppelin Österreich
berufen wurde, trat ich im April 2004 seine
Nachfolge an. Dieser Schritt brachte einige
Herausforderungen mit sich, denn über
Nacht wurde ich vom Kollegen zum
Vorgesetzten. Auch gegenüber von
Mitarbeitern, die mich als Lehrling
ausgebildet haben. Unter diesem Aspekt
kann ich jedem nur empfehlen: Sei immer
nett zu deinen Lehrlingen, einer von ihnen
könnte irgendwann einmal dein Chef sein!
Specht: Bei einem Punkt, den der Harry
erwähnt hat, möchte ich kurz einhaken.
Wenn ein erfahrener Mechaniker zum
Kundendienstberater wird, dann hat er
einen ganz anderen Zugang zum Kunden,
denn er kennt den Betrieb, die Fahrer und
den Werkstattleiter. Als Mechaniker bist
du der Freund des Kunden, schließlich
hast du dafür gesorgt, dass er mit seiner
Maschine wieder arbeiten kann. Durch die
Service-Tätigkeit lernst du die Stärken
und Schwächen des Betriebs kennen und
kannst auf dieser Basis als Kundendienstberater
wertvolle Tipps geben – von
sinnvollen kleinen Reparaturen bis hin
zum richtigen Zeitpunkt für den Gerätetausch.
Wenn heute eine Stelle als
Kundendienstberater frei wird, dann
meldet sich in der Regel sehr schnell ein
Service-Techniker, der sich um diesen Job
bewirbt.
Wie hat sich im Laufe der Zeit die
Gerätetechnik entwickelt?
Semerad: In dem Bereich hat sich sehr viel
geändert. Wenn ich heute ein Bild von
einer Baumaschine aus den 1980er oder
1990er Jahren anschaue, dann liegen
Welten zwischen damals und heute. Zu
Beginn meiner Laufbahn hatten viele
Maschinen ja nicht einmal eine Kabine.
Die Fahrer sind auf einem Holzbrett gesessen
und wenn du Glück hattest, gab es
eine Heizung. Fahrkomfort, Antriebstechnik,
Effizienz – in all diesen Bereichen gab
es enorme Entwicklungssprünge. Hand in
Hand damit sind aber natürlich auch die
Herausforderungen für unsere Servicetechniker
gestiegen. Heute ist ein Kettenbagger
unter anderem mit einem 2D-System,
einer Schwenkbegrenzung oder einer
Waage ausgerüstet. Das bedeutet natürlich
auch einen entsprechenden Schulungsaufwand
für das Wartungspersonal.
Ohne Laptop brauchst du heute gar nicht
erst anzufangen. Vor allem die laufend
verschärften Emissionsbestimmungen
haben sehr anspruchsvolle Technik in die
Geräte gebracht. Früher hast du den
Bagger gestartet und bist gefahren. Wenn
das Gerät heute wegen einem Fehler in
der Regeneration steht, dann stehen auch
gleich ein paar Lkw.
Jürgen Specht wird so wie Harald
Semerad auch als Privatperson die
nächste MAWEV-Show besuchen,
die vom 10. - 13. April 2024 in
St. Pölten stattfindet.
die Jahre eine persönliche Beziehung auf,
aus der sich in manchen Fällen auch echte
Freundschaft entwickelt. Wichtig ist, dass
es für beide Seiten immer ein Geben und
ein Nehmen sein soll. Hier hat sich aber
sehr viel verändert und speziell bei
Großkonzernen ist diese Sichtweise leider
in Vergessenheit geraten. Als Premiumanbieter
ist man immer damit konfrontiert,
dass die Kunden darüber nachdenken,
preiswerter einzukaufen. Hier sind wir
gefordert, deutlich zu kommunizieren, was
wir für den Kunden leisten können. Einer
der Punkte, bei denen die Firma Zeppelin
sehr gut aufgestellt ist – und der in
wirtschaftlich schwierigen Zeiten an
Bedeutung gewinnen wird – ist die
Möglichkeit einer Generalüberholung des
Geräts im Rahmen des mehrstufigen Cat
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wendig und platzsparend auf engsten Räumen
„Dieser Radlader Cat 920, Baujahr 1980, wird derzeit in unserer Niederlassung für den
nächsten Einsatz fit gemacht. Beim Öffnen des Motordeckels habe ich einen Starter gesehen,
der damals möglicherweise von mir im Rahmen meiner Tätigkeit bei der Firma Eisner
gewartet und wieder eingebaut wurde. Ein Stück Erinnerung, das natürlich auch
Emotionen auslöst“, so Harald Semerad.
Specht: Hier möchte ich kurz ergänzen, um
das Thema Weiterbildung etwas konkreter
festzumachen. In meinem Team beläuft
sich der Zeitaufwand nur für die Schulungen
auf drei Mannarbeitsjahre. Das ist ein
enormer Aufwand, aber der ist notwendig,
denn ein hoher Schulungsstandard ist
heute eine Grundvoraussetzung für die
erfolgreiche Kundenbetreuung.
Hat sich auch die Zusammenarbeit
mit den Kunden geändert?
Semerad: Mit vielen Kunden baust du über
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da kein Dieselmotor.
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Rahofer.
Diese Cat Raupe D2 vor dem Eingang
der Niederlassung Wien wurde restauriert
und war mehrmals auf einer MAWEV-Show als
Show-Effekt im Einsatz.
Rebuild Programms. Dieses Angebot gilt
bis hin zu Großgeräten. Beispielsweise
haben wir erst vor wenigen Monaten bei
einem Cat 775 Muldenkipper eine solche
Generalreparatur durchgeführt. Mit dieser
kostengünstigen Alternative zu einer
Neuanschaffung kann ein Kunde die
Laufzeit eines bewährten Cat Geräts
deutlich verlängern und erhält auch
wieder entsprechende Garantien.
Specht: Ein anderer Aspekt in der Zusammenarbeit
mit dem Kunden ist der
Generationenwechsel. Wenn du den Job
über längere Zeit machst, dann werden
aus den Kindern die neuen Junior-Chefs,
die bereits bei Investitionsentscheidungen
mitbestimmen. Ich habe immer darauf
geachtet, auch zur nächsten Generation
ein gutes Verhältnis aufzubauen. 2001
habe ich auf der bauma so einem Stöpsel
geholfen, in die Kabine eines großen
Radladers zu klettern. Vor ein paar Jahren
hat er mir dann selbst einen Radlader
abgekauft. Viele dieser jungen Firmenchefs
beeindrucken mich mit ihrer
Dynamik und ihrer Offenheit für neue
Geschäftsfelder. Da werden oft sehr
innovative Ideen umgesetzt.
Welchen Rat würden Sie jungen
Berufsanfängern geben, die sich für
die Baumaschinenbranche entschieden
haben?
Semerad: Mein wichtigster Rat ist genau
hinzuhören, was der Kunde wirklich
braucht und nicht nur das verkaufen zu
wollen, was man gerade hat. Wenn du
heute einen Kunden als Partner betreust,
dann bedeutet das, ihn dabei bestmöglich
zu unterstützen, dass er sein Geschäft
erfolgreich abwickeln kann. Man darf sich
dabei nicht auf die Daten aus einem
Prospekt oder auf einen Verkaufspreis
reduzieren lassen. Der Erfolg liegt darin,
den Nutzen und den Mehrwert der
Partnerschaft deutlich zu machen. Die
Qualitäten, die du von deinen eigenen
Lieferanten erwartest, die musst du auch
deinen Kunden bieten.
Specht: Es sind aus meiner Sicht viele
Aspekte, die eine erfolgreiche Partnerschaft
ausmachen. Der wichtigste Punkt für mich:
Du musst als Ansprechpartner für den
Kunden erreichbar sein. Das bedeutet
manchmal auch, dass man nach Dienstende
oder am Wochenende am Telefon abhebt
und mit einer Auskunft weiterhilft.
Verbindlichkeit ist eine der wichtigsten
Eigenschaften. Ich habe es in meinem
ganzen Leben immer so gehalten, dass ich
versucht habe, mich in die Rolle des
Kunden hineinzuversetzen. Wie würde ich
aus seiner Sicht entscheiden, wenn jemand
kommt und mir diese Maschine verkaufen
will? Welche Fragen würde ich ihm stellen?
Auf diese Weise habe ich mich immer auf
die Gespräche vorbereitet. Um dem Kunden
dann auch die entsprechenden Antworten
geben zu können – aber auch das Gefühl,
dass er gut aufgehoben ist.
Welche Pläne gibt es für den Ruhestand?
Semerad: Ich bin ein Familienmensch und
habe zwei Enkel. Lange Planungen sind
nicht meine Stärke, denn erstens kommt
es anders, und zweitens als man denkt. Ich
bevorzuge spontane Entscheidungen:
kurzfristig den Koffer packen und mit
meiner Frau wo hinfahren oder gemeinsam
einen neuen Golfplatz entdecken.
Specht: Ich werde mich um Haus und
Garten kümmern, da ist doch einiges
liegen geblieben. Die Steiermark bleibt
auch in Zukunft meine Heimat, denn ich
bin da sehr glücklich verheiratet. Ich
werde Motorrad-Touren unternehmen und
einfach mehr Wert auf die Freizeit legen.
Nicht zuletzt freue ich mich, dass wir
beide unfallfrei durch unser Berufsleben
gekommen sind.
Wir danken für das Gespräch!
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66 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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VÖBU
Liebherr-Werk Nenzing nutzt auch 2024 den
Geotechnik-Event als Netzwerk-Plattform
Anfang Februar 2024 findet in Wien die nächste VÖBU Fair in Kombination mit der
14. Österreichischen Geotechniktagung (ÖGT) statt. Die Kombination aus Theorie
und Praxis macht den Geotechnik-Event auch für die Liebherr-Werk Nenzing
GmbH zu einer wichtigen Informations- und Netzwerkveranstaltung.
D
Das Liebherr Rammgerät
LRH 100.1 unplugged gehört
zu den neuesten Modellen
der elektrisch angetriebenen
Unplugged-Serie von
Liebherr. Ausgerüstet mit
einem Hammer H 6 der
neuesten Generation hat es
in Schweden seine erste
Baustelle gefunden.
as Wiener Messe Congress Center ist
am 01. und 02. Februar 2024 der
Austragungsort für die nächste VÖBU Fair
und die 14. ÖGT. Die besondere Stärke des
traditionsreichen Geotechnik-Events ist die
Verbindung von Theorie und Praxis. Dabei
ergänzen sich die hochkarätigen Vorträge
der ÖGT über aktuellste Spezialtiefbau-
Projekte und -Techniken mit den Produktund
Serviceangeboten der spezialisierten
Unternehmen in der Fachausstellung VÖBU
Fair. „Als Business-Plattform für Branchenspezialisten
laden wir alle Hersteller von
Maschinen- und Baugeräten, Geotextilien,
Brunnenbau- und Bohrtechnik, Mess- und
Werkzeugtechnik, Munitionsbergung,
Planungsbüros und Spezialtiefbau-Anbieter
ein, sich mit ihrem Angebot auf der Special-
Interest Messe zu präsentieren. Die
hervorragende Buchungslage zeigt uns den
hohen Stellenwert, den diese Informationsund
Netzwerkplattform für die Branche
hat“, betont Ing. Thomas Pirkner, Geschäftsführer
der VÖBU – Vereinigung Österreichischer
Bohr-, Brunnenbau- und Spezialtiefbauunternehmungen.
Auch die Liebherr-
Werk Nenzing GmbH schätzt den Geotechnik-Event
als Informations- und Netzwerkveranstaltung.
Wir sprachen dazu mit
Gerhard Frainer, Geschäftsführer Vertrieb
der Liebherr-Werk Nenzing GmbH.
Herr Frainer, können Sie uns kurz die
Mitarbeiterzahl und die wichtigsten
Tätigkeitsbereiche Ihres Unternehmens
nennen?
Frainer: Unser Standort in Nenzing bietet
Lösungen für den Spezialtiefbau, Hebeeinsätze
und Umschlagtechnik. Das Produktportfolio
umfasst Raupenkrane bis 400 t,
Seilbagger sowie Ramm- und Bohrgeräte.
Darüber hinaus sind in den letzten Jahren
verstärkt digitale Lösungen in den Fokus
gerückt. Das Leistungsspektrum reicht
von digitaler Einsatzplanung, Trainings
an Simulatoren bis hin zur Erfassung,
Übertragung oder Auswertung komplexer
Maschinendaten. Aktuell haben wir rund
1.680 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
beschäftigt.
Wo sehen Sie in den Bereichen
Spezialtiefbau und Bohrtechnik die
Stärken Ihres Unternehmens?
Frainer: Unsere Stärken liegen vor allem
in der hohen Fertigungstiefe bei den
Produkten. Innerhalb der Firmengruppe
Liebherr sind alle Hauptkomponenten
für die Trägergeräte verfügbar, dadurch
können diese ideal an die speziellen
Anforderungen für den Spezialtiefbau
angepasst werden. Über unseren Direktvertrieb
haben wir zudem direkten
Kontakt zu unseren Kunden und erfahren
deren Bedürfnisse aus erster Hand. Hinzu
kommen hohe Ressourcen für die Entwicklung
von Maschinen wie auch digitalen
Lösungen, aus welchen das entsprechende
Know-how resultiert.
Gibt es interessante Projekte
diesbezüglich?
Frainer: Wir arbeiten über viele Baureihen
hinweg an der Effizienzsteigerung sowie
an der Reduktion der Emissionen unserer
Produkte. Mit der Entwicklung der
„Unplugged“-Serie von batteriebetriebenen
Bohrgeräten und Raupenkranen
waren wir „first mover“ am Markt. Im
Herzen von Schweden ist momentan eine
der neuesten elektrisch betriebenen
Maschinen von Liebherr im Einsatz: ein
batteriebetriebenes Rammgerät aus der
Unplugged-Serie des Produktsegments
68 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Spezialtiefbaumaschinen. Das elektrohydraulische
Antriebsdesign des LRH 100.1
unplugged hat dieselben Leistungsdaten
wie die konventionelle Ausführung und
lässt sich auch genauso bedienen. Ein
weiterer Vorteil: Das LRH 100.1
unplugged arbeitet extrem leise. Die
Maschine ist damit nur ein Beispiel von
vielen, das zeigt, warum es auf dem Weg
zu einer ressourcenschonenden, emissionsfreien
Baustelle viele Gewinner gibt –
die Kundinnen und Kunden, die
Umwelt ebenso wie die Unternehmen
und deren Mitarbeitende.
Welche Rolle spielt die
Weiterbildung in Ihrem
Betrieb?
Frainer: Gerade im
Bereich Spezialtiefbau
setzen wir mit unserer
Kooperation mit dem
Bau-ABC in Bad
Zwischenahn auf eine
gezielte Aus- und
Weiterbildung. Wegen der
Marktdynamiken der
letzten Jahre und der
Spezialisierung unserer
Produkte ist es uns sehr
wichtig, hier gute Rahmenbedingungen
für unsere Belegschaft
zu schaffen. Wir nutzen aber auch
regelmäßig das Weiterbildungsangebot
der VÖBU in Form der zahlreichen
Seminare und Kurse.
Was beschäftigt Ihr Unternehmen
derzeit?
Frainer: Wir forcieren vor allem das Thema
alternative Antriebe. 2019 haben wir mit
dem weltweit ersten batteriebetriebenen
Drehbohrgerät einen Gamechanger auf
den Markt gebracht. Mittlerweile haben
wir das Konzept auf Raupenkrane sowie
Ramm- und Bohrgeräte ausgeweitet und
insgesamt schon neun Produkttypen
Gerhard Frainer, Geschäftsführer Vertrieb
der Liebherr-Werk Nenzing GmbH:
„Die VÖBU Fair ist eine tolle Plattform für
Fachgespräche wie auch zum Netzwerken.“
WDS 530 – WAND-, DECKEN- UND BODEN-
SCHLEIFEN JETZT SO EINFACH WIE NIE!
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Die WDS 530 ist ab sofort mit Baggern einsetzbar
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Wänden, Decken und Böden
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elektrifiziert. Im digitalen Bereich haben
wir mit MyJobsite eine Branchenlösung
geschaffen, die die aufwändige Datenverwaltung
im Spezialtiefbau um ein Vielfaches
erleichtert.
Ihr Unternehmen ist beim österreichischen
Geotechnik Event Anfang
Februar 2024 als Aussteller im
Rahmen der VÖBU Fair präsent. Ist
dies Ihre erste Teilnahme?
Frainer: Wir waren in den vergangenen
Jahren regelmäßig als
Aussteller ver treten. Hinzu
kommt, dass uns mit der
VÖBU eine langjährige
Partnerschaft verbindet,
aus welcher bereits
zahlreiche Fachartikel in
Zusammenarbeit mit
Liebherr-Anwendungsspezialisten
entstanden
sind.
Welche Erfahrungen
haben Sie als Aus steller
der VÖBU Fair
gemacht?
Frainer: Die Teilnahme an
der VÖBU Fair bietet uns die
einmalige Gelegenheit, neue
Partnerschaften aufzubauen und
bestehende Kontakte zu pflegen. Die
Veranstaltung hat sich sehr etabliert,
sodass alle relevanten Personen des
österreichischen Spezialtiefbaus dort
anwesend sind. Alles in allem ist die
Veranstaltung eine tolle Plattform für
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HOLP
RotoTop erleichtert und beschleunigt
auch die Arbeit mit Bohrlafette
Einsätze mit der Bohrlafette sind aufwändig, denn vor der eigentlichen Bohrung
sind viele Vorarbeiten zu leisten und Einstellungen zu tätigen. Für die Trinitz
Bauwerksanierung in Dresden macht der RotoTop nun das Handling mit der
Bohrlafette am Bagger deutlich einfacher und deren Einsatz damit viel effizienter.
gefunden. Nach den ersten Monaten im
Einsatz ist Marco Trinitz begeistert: „Wir
haben durch den RotoTop nicht nur mehr
Bewegungsfreiheit bei allen Baggerarbeiten,
der Einsatz mit der Bohrlafette geht
nun auch wesentlich einfacher, da man sie
unkompliziert in alle Richtungen drehen
kann. Die vorbereitenden Arbeiten und
Einstellungen für eine Bohrung werden
somit deutlich schneller erledigt.“
Torsten Haubold fügt hinzu: „Früher
hatte man bei Trinitz mehrere Drehantriebe
an der Bohrlafette dran, um
überhaupt in alle Richtungen arbeiten zu
können. Die Einstellungen an den verschiedenen
Motoren wurden teilweise im
Bagger und teilweise draußen erledigt, es
war sehr kompliziert und man musste
ständig aus- und wieder einsteigen. Mir
kam der Gedanke, dass wir das mit dem
RotoTop verändern können.“
Nun ist nur noch ein zusätzlicher
Drehmotor am Bagger verbaut, der für das
seitliche Schwenken zuständig ist, die
anderen Bewegungsmöglichkeiten
kommen vom Ein- und Auskippen des
Stiels und der RotoTop sorgt für die
komplette 360° Drehung. Somit sind alle
Bewegungsmöglichkeiten abgedeckt. Die
Anbau der
Bohrlafette
mit RotoTop
am Bobcat E60.
meisten Einstellungen können nun von
der Kabine aus getätigt werden, nur noch
der zusätzliche Motor wird über ein
Bedienfeld außen eingestellt. Somit wird
laut Torsten Haubold nicht nur wesentlich
schneller, sondern auch deutlich komfortabler
gearbeitet.
Seit die Niederlassung in Dresden den
RotoTop von Holp als Händler mit
vertreibt, hat Haubold nur positive
Rückmeldungen von seinen Kunden
bekommen, denen er zu einem Drehantrieb
von Holp geraten hat. Seine Erfahrung:
„Wer den RotoTop einmal hat,
möchte ihn nicht mehr hergeben.“ Hauptvorteile
sind für ihn die im Vergleich zum
Tiltrotator sehr niedrige Bauhöhe und
gleichzeitig die Fähigkeit, 90 bis 95% aller
möglichen Bewegungen durchführen zu
können, eine Bewegungsfreiheit, die für
alle Standard-Baustellen ausreichend ist.
Ebenso sei die stabile Bauweise des
RotoTop Garant dafür, dass auch lange,
harte Einsätze wie mit einem Abbruchhammer
sehr gut funktionieren. Auch die
intuitive Bedienweise findet Haubold
vorteilhaft: „Wer es einmal verinnerlicht
hat, für den funktioniert die Arbeit mit
dem RotoTop sehr gut.“
www.holp.eu
Bohrungen an der Talsperre
in Tambach-Dietharz in der Nähe von
Erfurt. Hier muss parallel neben dem Bagger
gearbeitet werden, sodass die uneingeschränkte
Beweglichkeit von großer
Bedeutung ist.
D
as im Jahr 2000 in Dresden gegründete
Unternehmen mit 27 Mitarbeitern
hat seinen Schwerpunkt in der
Instandsetzung von Betonbauwerken, bei
der statischen Sicherung von historischen
Objekten und in der Restaurierung. Laut
Marco Trinitz übernimmt das Unternehmen
Aufträge vor allem in Thüringen und
Sachsen, aber auf Anfrage auch in ganz
Deutschland. „Wir haben nicht nur sehr
qualifizierte Fachkräfte, die großes
handwerkliches Geschick besitzen,
sondern auch eine umfangreiche technische
Ausrüstung, mit der wir beinahe
allen Anforderungen gewachsen sind, die
bei der Sanierung oder Verstärkung von
Bauwerken zu meistern sind.“
Zu dieser Ausrüstung gehört seit
einigen Monaten auch ein RotoTop, der an
einem Bobcat-Bagger E60 mit Bohrlafette
eingesetzt wird. Bei Trinitz sind sehr
häufig Pfähle zu gründen oder auch
waagerechte Bohrungen durchzuführen.
Diese Bohrungen reichen meist 14 bis 20
m tief ins Erdreich und haben einen
Durchmesser von 170 mm. Senkrechte
Bohrungen werden bei Bauwerksgründungen
angebracht, waagerechte Bohrungen
zur Sicherung von Bauwerken.
Unkomplizierteres Arbeiten
und mehr Bewegungsfreiheit
Früher wurde bei Trinitz häufig ein
Tiltrotator am Bagger eingesetzt, doch
beim Kauf des neuen Bobcat ist Marco
Trinitz von Torsten Haubold von der
Bobcat-Niederlassung in Dresden zum
RotoTop beraten worden. Gemeinsam mit
der Holp GmbH wurde hier die passende
Lösung für diese Sonderanforderung
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Alles rund um die Baumaschine:
Tage der offenen Tür in Enzersdorf
Die Bulldozer Handels GmbH ist bekannt als Spezialist in Sachen Ersatzteile,
Verschleißteile, Anbaugeräte und Reparaturen im Baumaschinenbereich.
Am 6. und 7. Oktober 2023 lädt das Unternehmen zu Tagen der offenen
Tür in der Niederlassung in Enzersdorf a.d. Fischa.
V
or etwa 20 Jahren begann die Erfolgsgeschichte
von Bulldozer mit der
Eröffnung des Büros und Lagers am
aktuellen Firmenhauptsitz in Peggau in
der Steiermark. Über die Jahre hinweg
etablierte sich Bulldozer als kompetenter
Ansprechpartner, wenn es um Baumaschinenersatzteile
sowie Anbaugeräte geht.
Mit dem Ausbau des Zentrallagers im
Jahre 2022 in Peggau verfügt Bulldozer
Im Rahmen der Tage
der offenen Tür in der
Niederlassung in
Enzersdorf a.d. Fischa
am 6. und 7. Oktober
2023 bietet die Firma
Bulldozer eine aktuelle
Produktschau mit
Aktionspreisen sowie
Live-Vorführungen
der Anbaugeräte.
über das wohl umfangreichste Warenlager
Österreichs.
Die Schwerpunkte im Handelsgeschäft
liegen nach wie vor in den Bereichen
Laufwerksteile für Kettenbagger, Verschleißkomponenten
wie Zahnspitzen aller
gängigen Hersteller, Messerstähle,
Verschleißbleche, aber auch Filtertechnik,
sowie mobile Betankungstechnik. Ein
umfangreiches Sortiment an Anbaugeräten
wie Hydraulikhämmer, Abbruchzangen,
Sortiergreifer sowie die eigene Linie
an Baggerlöffeln runden das Produktportfolio
perfekt ab. Auch der Bereich der
Aufbereitungstechnik wird bei Bulldozer
ganz groß geschrieben. Hier im speziellen,
Brechbacken und Schlagleisten für
Brecheranlagen und weiterführend alles
rund um Siebtechnik.
Mit Beginn des Jahres 2019 hat die Firma
Bulldozer eine Niederlassung mit Werkstättenbetrieb
in Enzersdorf a. d. Fischa
eröffnet. Neben den klassischen Reparaturarbeiten
bietet das Unternehmen auch
Sonderlösungen und Sonderbauten an.
Dazu zählen:
n Zuschnitte aus Verschleißblechen (z.B.
Hardox, Creusabro, Vaudit)
n Abkantteile für Löffelreparaturen (aus
Verschleiß-Stahl oder Baustahl nach
Kundenwunsch gebogen)
n Zuschnitte aus Baustahl (nach Kunden-
Angaben, lt. Schablone oder DXF-Datei)
n Umbauten von Aufhängungen auf
Schnellwechsler, Löffeln und Adapterplatten
etc.
n Fachgerechte Reparatur von Löffeln
und Radlader-Schaufeln
n Sonderanfertigung von Löffeln auf
Wunsch
n Schweiß-, Dreh- und Fräsarbeiten (z.B.
Anfertigung von Unterschraubmessern,
Brecherauskleidungen und Sonderteilen)
n Fachgerechte Instandsetzung von
ausgeschlagenen Grundbohrungen
(Hubgerüst von Radladern, auch mobil
und vor Ort)
n Mobile Schweißarbeiten vor Ort (Risse
im Ausleger, Stiel, Unterwagen etc.)
n Anfertigung von Sonderkonstruktionen
(z.B. Stielverlängerungen, Transportkörbe,
Front- oder Dach-Schutzgitter lt.
Norm (inkl. TÜV)
n Fachgerechte Instandsetzung von
beschädigten Anbau- sowie Abbruchgeräten,
wie z.B. Löffeln, Stielen, Greifern,
Polyp-Greifern, Crusher etc.
Weiters ist das Bulldozer-Sortiment
(Ersatz- und Verschleißteile) auch in
Enzersdorf lagernd und abholbereit.
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72 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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MASCHINEN + TECHNIK
ROCKSTER
Rockster R1000S liefert den optimalen
Brechprozess für GK-Baurestmassen
GK Baurestmassen setzt nach der Anmietung diverser mobiler Brecheranlagen ein
bedeutendes Zeichen: Ende 2021 wurde die strategische Entscheidung getroffen, in
die Anschaffung einer eigenen Anlage zu investieren. Die Wahl fiel auf den raupenmobilen
Prallbrecher R1000S von Rockster, einem erfahrenen österreichischen
Hersteller und Entwickler mobiler Brech- und Siebanlagen.
D
ie GK Baurestmassen GmbH ist ein
Zusammenschluss der Firmen Gojer,
Kärntner Entsorgungsdienst GmbH und
Knafl & Co. Gesellschaft m.b.H. Die
historische Entwicklung von Gojer reicht
bis ins Jahr 1965 zurück, als Adolf Gojer
sen. die Grundlagen für das Unternehmen
legte. Ursprünglich als Einzelunternehmen
Gojer bekannt, später unter dem
Namen Gojer, Kärntner Entsorgungsdienst
GmbH, etablierte sich die Organisation
als maßgeblicher Akteur im Bereich
Von links:
Maschinist
Markus Silly,
Geschäftsführer
Oskar Preinig
und Kundenbetreuer
Wolfgang
Tischler vor
ihrem neuen
R1000S
Prallbrecher.
Hier geht’s
zum Video:
Effizienter Einsatz des raupenmobilen
Prallbrechers Rockster R1000S
im Baurestmassenzentrum in Blintendorf,
St. Veit/Glan, Kärnten.
der Entsorgung und des Recyclings. Im
Jahr 2019 erweiterte sich die Erfolgsgeschichte
mit der Gründung der GK
Baurestmassen GmbH (kurz GK) als
Tochterunternehmen von Gojer.
Beide Unternehmen tragen einen
essenziellen Teil in der österreichischen
Entsorgungs- und Recyclinglandschaft.
Mit Sitz in Kärnten agiert die GK als
Anbieter von Baurestmassendeponie,
Bodenaushubdeponie und Baurestmassenzentrum.
Die Expertise erstreckt sich von
der Aufbereitung unterschiedlicher
Baurestmassen und Bodenaushübe bis hin
zur Produktion qualitätsgesicherter
Recyclingbaustoffe, unterstützt durch das
fortschrittliche Aushängeschild, den
R1000S-Prallbrecher. Dieser technologische
Höhepunkt ermöglicht eine hochwertige
Wiederaufbereitung von Baumaterialien
und stellt somit die nachhaltige
Ressourcennutzung in den Vordergrund.
Im November 2021 erfolgte die Lieferung
des raupenmobilen Prallbrechers
R1000S an die GK, der unmittelbar einem
anspruchsvollen Praxistest unterzogen
wurde. In Bezug auf diese bedeutende
Investition erklärte Geschäftsführer
Oskar Preinig: „Die Entscheidung für den
Rockster R1000S basierte auf seinem
hydrostatischen Antrieb und dem äußerst
effektiven geschlossenen Brechkreislauf.
Das ausgewogene Verhältnis von Gewicht
zu Durchsatz spielte eine zentrale Rolle
bei unserer Wahl, und die Entscheidung
fiel leicht.“
In einem Durchgang Brechen, Sieben
und nicht-mineralische Stoffe trennen
Das vorliegende R1000S-Modell ist mit
einer umfassenden Palette an Funktionen
ausgestattet, um höchste Qualität und
saubere Endkornprodukte zu gewährleisten.
Besondere Hervorhebungen umfassen
ein leistungsstarkes Kreisschwingsieb, ein
doppel-funktionales Rückführband, ein
höhenverstellbarer Magnetabscheider
sowie ein Windsichter zur effektiven
Entfernung leichter Bestandteile wie
Papier, Holz, Porenbeton, Styropor oder
Effiziente Verarbeitung mit
R1000S-Brechanlage – GK verarbeitet
im Durchschnitt 230 t
Bauschutt pro Stunde und
erzeugt dabei ein sauberes
Endprodukt mit einer Korn größe
von 0/63 mm.
Erleichterter Zugang zum Siebkasten
durch hydraulisch klappbares
Hauptaustragsband.
Kunststoff aus dem zu brechenden
Material. Ergänzt wird dies durch eine
Bandwaage mit zwei Messpunkten.
Der Rockster R1000S, angetrieben von
einem kraftvollen 280 PS starken CAT
StageV 9.3 Motor in Kombination mit
einem hydrostatischen Antriebssystem,
erbringt eine gleichbleibende und kontinuierliche
Leistung, um das Material
mühelos zu verarbeiten. Die erzeugten
Endprodukte finden Anwendung in
verschiedenen Bereichen wie Unterbau,
Zementindustrie oder Ziegelproduktion.
Benutzerfreundlichkeit und
einfache Wartung im Fokus
Neben der ausgezeichneten Leistungsfähigkeit
bei der Verarbeitung einer Vielzahl
von Materialien zeichnet sich der R1000S
Prallbrecher auch durch seinen vorbildlichen
Wartungskomfort aus. Konzipiert mit
großzügig dimensionierten Motorzugängen
sowie Heck- und Seitentüren erweist sich
die Maschine als äußerst zugänglich für
SEIT 10 JAHREN IHR VERMIETER IN ÖSTERREICH
Servicetechniker. Die hydraulische
Ausklappfunktion des Hauptaustragebands
ermöglicht es dem Maschinisten,
das Sieb bequem zu inspizieren und
eisenhaltige Rückstände zu entfernen.
Dies gilt ebenso für den Austausch der
Siebmasche, der in weniger als 10 min.
durchgeführt werden kann.
Markus Silly, der als Maschinist bei der
GK tätig ist, betont: „Der tägliche Betrieb
mit dem R1000S gestaltet sich äußerst
unkompliziert. Die Bedienung des Brechers
ist intuitiv und sämtliche erforderliche
Steuerungselemente lassen sich
bequem über eine Funkfernbedienung
einstellen. Der Wechsel oder die Reinigung
des Siebs ist schnell gemacht, was meine
Arbeit effizienter und einfacher macht.“
Diese Nutzerfreundlichkeit und die
problemlose Wartung tragen dazu bei, dass
der R1000S eine effektive und zeitsparende
Lösung für den Betrieb bei der GK
darstellt.
Der R1000S präsentiert sich als einer
der vielseitigsten Brecher auf dem Markt
– eine Kombination aus beeindruckender
Leistung und müheloser Transportierbarkeit.
Dank des hydraulisch klappbaren
Siebboxaustragsbands beträgt die Gesamtlänge
der Maschine lediglich 14,00 m. Mit
Abmessungen von 2,83 m in der Breite
und 3,20 m in der Höhe sowie einem
Gewicht von 35,5 t, gestaltet sich der
Einsatz und das Brechen äußerst
unkompliziert.
Die bemerkenswerte Flexibilität des
R1000S in Bezug auf Transport und
Betrieb macht ihn zu einem außergewöhnlichen
Brecher für GK-Baurestmassen.
Seine kompakten Abmessungen ermöglichen
eine reibungslose Anpassung an
verschiedenste Arbeitsumgebungen, ohne
dabei Kompromisse bei der Leistungsfähigkeit
einzugehen.
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74 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2023 75
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LEHRLINGSPROJEKT
Die 15 Lehrlinge des Projekts
„Digitalisierung im Lehrberuf Land- und Baumaschinentechnik“
auf dem Bauhof der Firma Leithäusl
mit den Vortragenden. Die Teilnahme wurde mit
einem Zertifikat bestätigt.
plant jede mögliche Fehlverriegelung mit ein
verzeiht auch menschliche Fehler
hat Anbaugeräte sogar unverriegelt im Griff
Wir machen bei deiner Sicherheit
keine Kompromisse. Und du?
Übergreifende Weiterbildung zum Thema
Digitalisierung im Baumaschinen-Service
Ende August wurde aus einer engagierten Idee ein konkretes Projekt: Auf dem Bauhof
der Firma Leithäusl in der Wiener Nikolsburgergasse informierten Experten bekannter
Baumaschinen-Hersteller interessierte Lehrlinge über den aktuellen Stand digitaler
Hilfsmittel beim Service von Baumaschinen.
U
m eine umfassende Ausbildung im
Lehrberuf Land- und Baumaschinentechniker
zu gewährleisten, ist eine
betriebsübergreifende Ausbildung im
Bereich von Baumaschinen notwendig. Ein
zukunftsorientiertes Projekt, das Ing.
Andreas Hüttner, BSc, bereits seit
längerer Zeit beschäftigt. Ing. Hüttner ist
Betriebswirtschaftlicher Leiter beim
Bauunternehmen Leithäusl in Wien und
die treibende Kraft hinter diesem Weiterbildungsprojekt
für Lehrlinge zum Thema
Digitalisierung. Im Rahmen von Sondierungsgesprächen
konnte er zunächst die
Firmen Bomag, Eisenwagen und Wacker
Neuson für die Unterstützung des
Projekts gewinnen. Aufgrund einer
Kooperation mit dem Fachausschuss
Baugewerbe der AK Wien und der
Gewerkschaft Bau Holz, konnte auch ein
beträchtlicher Teil der anfallenden Kosten
bewältigt werden. Im Rahmen einer
Kick-Off-Veranstaltung im Juli 2023
wurden letzte Details für die Umsetzung
geklärt und Ing. Hüttner konnte mit der
Organisation beginnen.
Ziel des Projekts war es, eine Gruppe
von 10-15 Lehrlingen über den aktuellen
Stand der digitalen Hilfsmittel bei der
Reparatur und Wartung von Baumaschinen
zu informieren. Die Lehrlinge sollten
dabei von der fundierten und vertieften
Ausbildung, dem betriebsübergreifenden
Lernen sowie der Aufwertung der Ausbildung
profitieren. Darüber hinaus wurde
den Lehrlingen die Möglichkeit geboten,
sich untereinander kennenzulernen und
zu vernetzen.
Ende August war es so weit: Die Firma
Leithäusl stellte auf dem Bauhof in der
Nikolsburgergasse für die Dauer von drei
Tagen einen Lehrsaal für 25 Personen
sowie eine Werkstatthalle zur Verfügung.
Ing. Hüttner: „Wir hatten 16 Anmeldungen,
leider ist der einzige weibliche
Lehrling kurz vor der Veranstaltung
erkrankt. Die 15 Lehrlinge, die an der
dreitägigen Veranstaltung teilgenommen
haben, absolvieren ihre Ausbildung zurzeit
bei verschiedenen Baufirmen oder in den
Werkstätten der beteiligten Hersteller. Da
es keine Vorgaben zum Ausbildungsstand
gab, befanden sich unter den Teilnehmern
Lehrlinge aus dem ersten Lehrjahr ebenso,
wie Lehrlinge aus dem dritten Lehrjahr.
Der Fokus lag klar auf den technischen
Hilfestellungen in den Bereichen Service,
Reparatur und Wartung von Baumaschinen.
Neben der Aufwertung der Ausbildung
wollen wir natürlich auch Werbung
Roland Steiner, Leiter Kundendienst der Firma
Bomag, informierte über digitale Tools und Fehleranalyse
im Bereich Verdichtungstechnik.
für den Beruf des Baumaschinentechnikers machen. Jeder
der drei Firmen Bomag, Eisenwagen und Wacker Neuson
stand ein Tag zur Verfügung, wobei im Vorfeld die
vermittelten Inhalte abgestimmt wurden.“
Den Beginn machte Ing. Raphael Ulbrich Werkstättenleiter
der Firma Eisenwagen Baumaschinen GmbH. Am
Beispiel eines Bobcat-Kompaktladers konnten sich die
Lehrlinge zu dem Thema digitale Tools und Fehleranalyse im
Bereich Erdbewegung einen ersten Überblick verschaffen.
Konkret gezeigt wurde etwa das Auslesen von Fehlercodes
mit Hilfe eines Laptops sowie die Steuerung der Maschine
mittels Smartphone.
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76 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Im Simulator der Firma Bomag konnten sich die Lehrlinge mit
der Bedienung einer Walze vertraut machen.
Über die Funktionsweisen der verschiedenen digitalen Hilfsmittel
wurde zunächst im Vortragssaal informiert.
Ing. Raphael Ulbrich
von der Firma
Eisenwagen
demonstrierte unter
anderem das Auslesen
von Fehlercodes
bei Erdbewegungsmaschinen
anhand
eines Bobcat-
Kompaktladers.
restliche Gruppe die Tätigkeiten verfolgen.
Roland Steiner betont: „Angesichts des
Fachkräftemangels, der auch im Baumaschinensektor
ein Thema ist, unterstützt
die Firma Bomag gerne diese Wissensvermittlung
an die Lehrlinge. Viele der
Burschen sind bereits sehr gut ausgebildet.
Ich habe daher auch auf Lösungen
hingewiesen, die derzeit noch in den
Kinderschuhen stecken, in Zukunft aber
sicher eine Rolle im Service-Bereich
spielen werden. Letzten Endes sind diese
Tools aber nur Hilfsmittel, denn wir
müssen nach wie vor selbst anpacken
und reparieren.“
Den Abschluss bildete Stefan Schöndorfer
von der Wacker Neuson GmbH, der
über den Stand der Digitalisierung im
Bereich Betontechnik, Pumpen und
Aggregate sowie Lithium-Ionen Batterietechnik
bei Baugeräten informierte. Auf
besonderes Interesse stieß dabei die Mixed
Reality Brille, mit der Wacker Neuson den
Servicetechniker vor Ort unterstützt.
Wenn ein Kunde Hilfe benötigt, kann der
mit Smart Glasses ausgestattete Servicetechniker
live einen Experten dazu
schalten und seinen Blick auf die
Maschine teilen. Ergänzt wurden die rein
technischen Inhalte durch verständliche
Erklärungen der Gewerkschaft Bau-Holz
über die gesetzlichen Grundlagen des
Lehrberufes Land- und Baumaschinentechnik
bzw. der Lehrausbildung.
Ing. Andreas Hüttner über die gelungene
Veranstaltung: „Es war schön zu
sehen, wie sich die Burschen gegenseitig
unterstützt haben. Beispielsweise wurden
Fragen der jüngeren Teilnehmer auch von
den erfahreneren Lehrlingen beantwortet
– oft auch in Verbindung mit konkreten
Projektinitiator
Ing. Andreas
Hüttner, BSc (links;
Firma Leithäusl)
zeigt sich vom
Interesse und Ausbildungsstand
der
Lehrlinge ebenso
begeistert, wie
Roland Steiner
(rechts; Firma
Bomag).
Tipps und Hinweisen. Ich möchte mich bei
allen Beteiligten, die dieses Projekt
unterstützt haben, sehr herzlich bedanken.
Ganz besonders bei Ernst Koschitz
von der Arbeiterkammer Wien, ohne
dessen Unterstützung bei der Finanzierung
die Durchführung des Projekts nicht
möglich gewesen wäre. Wir sind mit der
Auftaktveranstaltung hier in Wien sehr
zufrieden und arbeiten daran, dieses
Weiterbildungsprojekt auf Lehrbauhöfen
in ganz Österreich weiterzuführen.“
Am zweiten Tag informierte Roland
Steiner, Leiter Kundendienst der Firma
Bomag, über verschiedene digitale
Lösungen im Bereich Verdichtungstechnik.
Wie auch bei den anderen Experten folgte
auf die Präsentation im Vortragssaal die
praktische Anwendung in der Werkstatthalle.
Vorgestellt wurde unter anderem die
neue Service App von Bomag, mit der die
Service-Arbeiten bei entsprechend
ausgerüsteten Geräten über das Smartphone
unterstützt werden. Ein Highlight
war zweifellos der von der Firma Bomag
zur Verfügung gestellte Simulator. In
Kombination mit einer VR-Brille hatten
die Lehrlinge hier die Möglichkeit, auch
die Bedienung einer Walze zu üben. Über
einen Bildschirm konnte dabei die
Ein Elektro-Raddumper
DW15e war
eines von mehreren
Geräten, mit denen
Stefan Schöndorfer
die digitalen Tools
der Firma Wacker
Neuson präsentierte.
Neue Baggerfunktionen
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Sie wollen effizienter arbeiten und sich neue
Geschäftsfelder erschließen? Tiltrotatoren und
Anbaugeräte von encon optimieren weltweit
Baggerarbeiten nachhaltig.
Mit dem encon-System und EC-Oil können Sie
schnell zwischen verschiedenen Anwendungs -
bereichen umschalten und sowohl die Auslastung
als auch die Rentabilität Ihres Baggers oder
Baggerladers erhöhen. Die Produkte im
engcon-System sind aufeinander abgestimmt
und verwandeln den Bagger in ein Multifunktionswerkzeug
für die verschiedensten Arbeitsaufgaben.
78 SEPTEMBER 2023
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
KOBELCO
Leistungsstark und kompakt:
neue Kobelco Kurzheckbagger
Mit dem SK230SRLC-7 und SK270SR(N)LC-7 stellt Kobelco jetzt zwei umfassend
überarbeitete Modelle seiner umfangreichen SR-Serie vor. Beide Maschinen übernehmen das
Performance-X-Design-Konzept des Herstellers und bieten hohe Leistung und Produktivität,
eine präzise Steuerung sowie hervorragende Stabilität und Hubkraft auf engem Raum.
K
urzheckbagger sind ideal für Arbeiten
in Städten und Wohngebieten und
erfreuen sich aufgrund der ständig
steigenden Anforderungen im Straßenbau
und bei der Instandhaltung von Versorgungseinrichtungen
immer größerer
Beliebtheit. Kobelco Construction Machinery
Europe B.V. (KCME) führte das Short
Stefan Jonke, Geschäftsführer Kohlschein: „Kurzheckmaschinen gewinnen immer mehr an
Bedeutung. Wir freuen uns, dass es bei den in Österreich sehr beliebten Kobelco SK230SR und
SK270SR nun ein Upgrade hinsichtlich Leistung und vor allem Komfort in der Kabine gibt. Die
ersten Maschinen laufen auch schon zur vollsten Zufriedenheit unserer Kunden.“
Beim Kobelco SK230SRLC-7
wurden der Ausleger und
der Löffelzylinder verstärkt,
was für mehr Grabkraft
und Haltbarkeit sorgt.
Radius (SR) Konzept erstmals 1996 ein
und verfügt heute mit Maschinen von 1,0 t
(SK10SR-2E) bis 38 t (SK380SRLC) über
das größte Kurzheck-Programm am Markt.
Die SR-Maschinen benötigen eine kleinere
Arbeitsfläche und können so auch in
beengten Räumen arbeiten, wie etwa bei
Straßen- oder Tiefbaueinsätzen innerhalb
einer Fahrspur unter laufendem Verkehr.
Die neuen SK230SRLC-7 und
SK270SR(N)LC-7 kommen mit einem
leistungsstarken Yanmar-Motor der Stufe
V, der mit 127 kW Leistung und 22% mehr
Drehmoment ein deutlich effizienteres
Arbeiten ermöglicht. Darüber hinaus
wurde das Intervall für den Austausch des
Rußpartikelfilters von 4.500 auf 6.000
Betriebsstunden verlängert, was die
Ausfallzeiten für die Wartung nochmals
verringert.
Bei Gewichten bis 24 t (SK230SRLC-7)
bzw. 27,3 t (SK270SR(N)LC-7 mit Verstellausleger)
bieten die neuen Maschinen ein
äußerst präzises Arbeiten durch eine
feinfühlige Steuerbarkeit der leichtgängigen
Hydraulik. Längere Unterwagen
sorgen auch beim Heben schwerer Lasten
für eine große Stabilität. Mit der Kombination
aus hohem Hydraulikdruck (Heavy
80 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Lift) und ausgewogenem Chassis-Layout
eignet sich beispielsweise der Kobelco
SK270SR(N)LC-7 insbesondere für den
Einsatz schwerer Werkzeuge und Anbaugeräte.
Das Performance-X-Designkonzept von
Kobelco optimiert bei beiden Maschinen
Kabinengestaltung, Ergonomie und
Arbeitssicherheit. Um die Ermüdung des
Fahrers zu verringern, bewegt sich der
luftgefederte Grammer-Sitz zusammen mit
Armlehnen und Bedienhebeln und bietet
gute Stoßdämpfung sowie Fahrkomfort.
Die geräumige Kabine ist mit DAB+-
Radio, Bluetooth und Freisprecheinrichtung
ausgestattet. Über einen Drehknopf lassen
sich alle wichtigen Gerätefunktionen via
10-Zoll-Farbbildschirm überwachen und
steuern, darunter Betriebsstatus, Wartungszyklen,
Kraftstoff- und Wassertemperaturanzeige
sowie die Einstellung der Hydraulikmodi.
Für bessere Sichtverhältnisse auf
der Baustelle, insbesondere bei Einsätzen in
dunklen Wintermonaten, sind die neuen
Kobelco SK230SRLC-7 und SK270SR(N)
LC-7 außerdem mit zwei hellen LED-
Arbeitsscheinwerfern ausgestattet.
Wesley Elverding, Kobelco Product
Marketing Manager, fasst die Vorteile der
Gruppe
neuen Kobelco SK230SRLC-7 und
SK270SR(N)LC-7 zusammen: „Steigende
Anforderungen an die städtische Infrastruktur,
die Versorgungsbetriebe und den
Straßenbau führen zu einer erhöhten
Nachfrage nach kompakten Maschinen.
Die neuen SK230SRLC-7 und
SK270SR(N)LC-7 bieten dieselbe starke
Leistung und Hubkapazität wie unsere
120 YEARS EXPERIENCE
MOBILE KOMPAKT-BRECHERANLAGEN
wie zb. REMAX 200: 25 To, Leistung bis 200 To/h
VERTRAGSHÄNDLER, MIET- UND SERVICEPARTNER FÜR:
Länger dimensionierte Unterwagen
verleihen beiden neuen Kobelco
SR-Modellen trotz kleiner
Schwenkradien noch höhere
Standfestigkeit.
mittelschweren konventionellen Maschinen,
jedoch mit deutlich kleineren minimalen
Schwenkmaßen von nur 4,06 m
(SK230SRLC) bzw. 3,68 m (SK270SRLC).
Die beiden neuen Kurzheck-Modelle ebnen
auch den Weg für die Einführung des
größeren Kobelco SK380SRLC-7 im Laufe
dieses Jahres.“
www.kobelco-europe.com
www.mineraltech.at
mineraltech - ing. erwin hofstätter GmbH, 2512 Tribuswinkel, Werksgasse 11, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 82, mail: office@mineraltech.at
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STEINEXPO
MESSE-NACHLESE
11. steinexpo mit Besucher-Rekord
Für jede Aufgabe
das richtige Werkzeug
Messechef Dr. Friedhelm Rese
bei der offiziellen Eröffnung.
M
ehr als zufrieden zeigt sich
das Veranstaltungsteam der
Steinbruch-Demonstrationsmesse
steinexpo, die vom 23. bis
26.08.2023 im MHI-Steinbruch
in Nieder-Ofleiden über die
Bühne ging. Gegenüber der
letzten steinexpo, die aufgrund
der Pandemie 2017 stattfand,
konnte die offizielle Besuchszahl
um 15% auf 61.700 Personen
gesteigert werden. Die Aussteller
lobten die Qualität des Fachpublikums,
die außerordentlich gute
Messeorganisation und bestätigten
exzellente Fachgespräche.
Das diesjährige Messe-Motto
„Quarry Vision“ zeigte visionäre
Beiträge verschiedenster
Aussteller, wie das autonome
Fahren, Elektromobilität oder die
Möglichkeit, Maschinen aus der
Ferne zu bedienen. Auf der
Gemeinschaftsfläche wurden an
den vier Messetagen erneut
eindrucksvolle Demonstrationen
diverser Bagger-Radlader-Muldenkipper-Kombinationen
und
verschiedener Spezialgeräte
präsentiert. Veranstaltet wird die
steinexpo von der Geoplan
GmbH, Iffezheim. Die 12.
steinexpo wird in der Zeit vom
02.-05. September 2026 wieder
im MHI-Steinbruch Nieder-
Ofleiden stattfinden.
www.steinexpo.de
Fotos: Peter Sandbiller
NEUSON HYDROTEC
Kompaktes Schwerlastsieb
Auf der steinexpo demonstrierte Neuson Hydrotec
die Stärken des kompakten Schwerlastsiebs
MRP 40300 mit Basaltgestein.
S
eit über 40 Jahren entwickelt Neuson
Hydrotec hydraulische Sondermaschinen
und Anlagen für Kunden aus
allen Märkten und Anwendungsbereichen
– von der Stahlindustrie, wo
besonders langlebige und robuste
Anlagen und Maschinen ihren Einsatz
finden, bis zur Bahnindustrie wo auf
höchste Präzision und Einsatzsicherheit
wert gelegt wird. Aus dieser Lösungskompetenz
entwickelten sich mehrere
namhafte Unternehmen.
In der Aufbereitungstechnik hat sich
Neuson Hydrotec dem Thema Schlackenrecycling
angenommen. Neuson
Hydrotec entwickelt und fertigt
Backenbrecher und Siebanlagen auf
stationärer und mobiler Basis die
speziell für das Recyclen dieses wertvollen
Sekundärrohstoffs ausgestattet sind.
Der patentierte Öffnungsmechanismus
des Brechers verhindert das Verblocken
und schafft dadurch Ausfallsicherheit
und hohe Kapazität. Aufgrund dieser
geringen Störungsanfälligkeit der
Anlagen, können damit auch unterschiedlichste
Gesteinssorten als auch
Neuson Hydrotec Geschäftsführer DI Robert Blauhut,
MBA vor dem Schwerlastsieb MRP 40300.
Bauschutt aufbereitet werden.
Entwickelt wurde das Schwerlastsieb
MRP 40300 mit seinen 4 Fraktionen (3
davon mit Magnetseparator bestückbar)
speziell für die Aufbereitung von
Eisenhüttenschlacke. Bei den Vorführungen
wurde es mit Basaltgestein
beschickt, um seine Qualität in der
Aussiebung von groben Fraktionen
(32-250) für die Klassierung von z.B.
Wasserbausteinen zu zeigen. Die
horizontal angeordnete Vibrorinne des
MRP 40300 fördert das Material in
Schwingrichtung zu dem von einem
Doppelwellen-Schwingungserreger
angetriebenen Siebkasten. Die insgesamt
14 m 2 Siebfläche garantieren hohe
Kapazität (bis zu 300 t/h). Die hohe
Beschleunigung im Verbund mit der
Ellipsenschwingung erzielt in der
Branche eine beeindruckende Freihaltung
und Siebgenauigkeit. Die horizontale
Anordnung des Oberdecks in
Verbindung mit optionalen 3D-Lamellensiebeinsätzen
verhindert einen sogenannten
Langteildurchschuss.
www.neuson-hydrotec.com
Bereit für die
härtesten Einsätze
82 BAUBLATT.ÖSTERREICH
BAUBLATT.ÖSTERREICH
Kuhn Straße 1
5301 Eugendorf
Österreich
+43-(0)6225-8206-0
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www.kuhn.at
STEINEXPO
LIEBHERR
Leistungsschau effizienter Großgeräte
Neben den Exponaten auf dem weitläufigen Stand stellten Liebherr Geräte ihre
Leistungsfähigkeit auch im Rahmen der Demo-Show mit Ladespielen unter Beweis.
L
Leistungsträger von Liebherr für die Gewinnungsindustrie: Der knickgelenkte Muldenkipper TA 230 Litronic
im Ladespiel mit dem L 586 XPower Radlader im Demo-Bereich. Mit ihrem leistungsverzweigten Fahrantrieb
arbeiten die XPower-Radlader in allen Einsatzbereichen effizient und mit dem höchsten Wirkungsgrad.
iebherr präsentierte unter anderem
mit dem TA 230 Litronic einen
knickgelenkten Muldenkipper der 30 t
Klasse. Bis zu 28 t Material können mit
der Maschine pro Ladevorgang bewegt
werden, wobei die maximale Muldenkapazität
bei 18,10 m³ liegt. Unter der
Motorhaube verrichtet ein 6-Zylinder
Baumaschinenmotor mit 12 l Hubraum
und 265 kW / 360 PS seine Arbeit. In
voller Fahrt erreicht die Maschine
Spitzengeschwindigkeiten von bis zu
57 km/h und bei Rückwärtsfahrt 16 km/h.
Da im harten Steinbrucheinsatz die
Maschine vorwiegend abrasiven
Materialien ausgesetzt ist, bietet Liebherr
optionale Ausstattungen an, die den
Verschleiß minimieren und die Lebensdauer
erhöhen.
Im Einsatz zu sehen war auch die
Planierraupe PR 756. Neben dem Liebherr-Silent
Design, das einen besonders
leisen Betrieb ermöglicht, zeigte Liebherr,
wie die PR 756 mit einem überarbeiteten
elektronisch gesteuerten hydrostatischen
Antrieb mit EcoModus, eine noch höhere
Kraftstoffeffizienz erreicht. Angetrieben
werden kann die Maschine beispielsweise
schon jetzt mit HVO (Hydrotreated
Vegetable Oil), ohne dass eine Veränderung
oder ein Umbau des Antriebsstrangs
notwendig sind. Im Betrieb können so
unmittelbar bis zu 90% CO2-Emissionen
im Vergleich zu einer mit Diesel gespeisten
Maschine eingespart werden.
Wie Liebherr bereits auf der bauma
bekanntgab, ersetzen die Raupenbagger
R 972, R 978 SME, R 992 und R 998 SME
die Modelle R 966, R 970 SME, R 976 und
R 980 SME. Auf der steinexpo 2023 stand
der R 992 im Fokus, der die gesamte
Modellreihe repräsentierte. Der R 992
wurde mit dem Ziel einer Reduktion des
Gesamtenergieverbrauchs entwickelt.
Hierfür steht insbesondere das neue und
patentierte System Liebherr Power
Efficiency (PE) – Engine Control. Die neue
„PE“-Funktion kommt zu den bereits
bestehenden Arbeitsmodi der Maschine
(P+/P/E) hinzu. Diese Innovation erlaubt
eine Verringerung des Kraftstoffverbrauchs
von 10 bis 15% gegenüber den
Vorgängermodellen. Auch gab Liebherr
auf der steinexpo einen Ein- und Ausblick
in seine Arbeit an ausgewählten alternativen
Antriebstechnologien, speziell für
Maschinen in der Gewinnungsindustrie.
Liebherr arbeitet intensiv an Lösungen
im Bereich elektrischer und wasserstoffbasierter
Antriebe. Auch alternative
Kraftstoffe wie HVO und e-Fuels spielen
eine wichtige Rolle.
www.liebherr.com
HS-SCHOCH
Anbaugeräte vom Spezialisten
„Praxisnah – Leistungsstark – Ungeschminkt“ – das Motto der steinexpo
prägte auch den großzügigen Stand der HS-Schoch Gruppe.
E
ine imposante Auswahl an Exponaten,
allesamt vom Spezialisten gezielt für
Kunden in der Gewinnungsindustrie
gefertigt, beeindruckten die fachlich
kompetenten Besucher. Hörte man in
Gespräche der Experten von HS-Schoch
mit den Kunden rund um die präsentierten
Anbaugeräte hinein, so ging es oftmals um
ein Thema: Die heutigen Anforderungen an
die Maschinen mit ihren Werkzeugen
erfordern einen ständigen technologischen
Fortschritt, nicht zuletzt im Materialbereich.
HS-Schoch geht hier mit der Zeit
und bietet mit langjährigen Partnern wie
u.a. SSAB, Borox & Esco im Bereich der
eingesetzten Materialien beste Voraussetzungen
für die Herstellung verlässlicher,
langlebiger Anbaugeräte. In Kombination
mit dem umfangreichen Know-how in allen
Bereichen – von der Beratung über die
Konstruktion bis hin zur Fertigung –
garantiert das bestmögliche
Ergebnis für den Kunden. Dazu
Felix Funke, Geschäftsführer der
HS-Schoch GmbH in Amstetten:
„HS Schoch steht nicht nur für
,Alles aus einer Hand‘, sondern
auch für ,in house‘ und ,made in
germany‘! Ein Haupt augenmerk
bei der steinexpo lag an der
neuesten Materialgeneration
aus dem Hause SSAB – Hardox
500 TUF, welches es ermöglicht
Gewicht, bei gleichzeitiger Standzeitverlängerung,
einzusparen.“
Im Bild eine 5,3 m 3 Felsschaufel
Klasse 11 (25-30 t Einsatzgewicht),
gefertigt aus Hardox 500 TUF
sowie Hardox 400/450 für einen
Volvo L220 mit Direktanbau. Die Schnittbreite
beträgt 3.400 mm, zum Einsatz
kommen das Zahnsystem 8 x Esco
Von links:
Geschäftsführer
Felix Funke
(HS-Schoch GmbH,
Österreich) mit
Marcel Schoch
(Inhaber HS-
Schoch Gruppe).
Ultralok U40H sowie Deltamesser 300-600
x 40 mm Borox HB400 mit Abziehkante.
www.hs-schoch.at
Highlight auf dem Liebherr
Stand: Der neue Mining-Bagger
R 9150 eignet sich ideal für die
Beladung von 50 bis 100 t
Muldenkippern.
Die intelligenten Assistenzsysteme
der Planierraupe
PR 756 ermöglichen in Kombination
mit dem präzisen
steuerbaren Antrieb und der
optimierten Schwerpunktlage
besonders hohe Planiergeschwindigkeiten
und äußerst
genaue Ergebnisse.
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84 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2023 85
SANDVIK
etreibern von mobilen Anlagen wurde
mit dem QJ341 der größte mobile
Backenbrecher der Q-Reihe von Sandvik
mit eigenem Stufe-V-CAT-Dieselmotor,
hydraulischem Antrieb und Überbandmagnet
präsentiert. Konzipiert für den
Einsatz in Steinbrüchen und anspruchsvolle
Recyclingaufgaben ist die stetig
verbesserte, knapp 49 t schwere Mobilanlage
bestens für harte Einsatzbedingungen
Dem Einschwingen-Backenbrecher QJ341 wird
eine Kapazität von bis zu 400 t/h bescheinigt.
Passend zum Durchsatz fasst der Aufgabetrichter
9,4 m³ Material.
Neue Technik für optimierte Prozessketten
Sandvik informierte über Produktneuheiten und Weiterentwicklungen aus dem
Sandvik-Portfolio in den Segmenten Bohrtechnik, Mobil- und Stationäraufbereitung
sowie aus dem Bereich Verschleißschutz und Siebmedien.
B
Das Bohrgerät Pantera DP1500i
ist bekannt für seine hohe Eindringgeschwindigkeit
bei
Bohrloch-Durchmessern
von 89 bis 152 mm.
Einführung der innovativen bogenförmigen
Gewinde CT55 und CT67
für Bohrstangen. Speziell unter harten
Bedingungen werden dadurch
bessere Ergebnisse bei gleichzeitig
geringerem Lochverlauf erreicht.
Commando wurde als
visionäre Maschine mit viel
neuer Technologie gezeigt.
gerüstet. Im Zentrum der stationären
Brechtechnik stand der Kegelbrecher
CH840i, eine technologisch fortschrittliche,
leistungsstarke, mittelgroße Einheit aus
der CH800i-Reihe für die Sekundär- und
Tertiärzerkleinerung in Aufbereitungsanlagen
von Bergwerken oder großen
Steinbrüchen.
Den Kompetenzbereich der Übertagebohrgeräte
repräsentierte das Außenhammerbohrgerät
Pantera DP1500i, welches
mit sparsamem Dieselantrieb dank
optimierter Kompressorsteuerung für
Produktionsbohrungen in großen Steinbrüchen
überzeugt. Eine seiner Qualitäten
besteht darin, dass es in Kombination mit
einem optional erhältlichen Hochfrequenz-
Bohrhammer eine optimale Bohrleistung
auch bei wechselnden Gesteinsbedingungen
besonders überzeugend sicherstellt.
Seine Deutschlandpremiere feierte das
elektrische Konzept-Bohrgerät Commando
DC300Ri. Das kompakte Bohrgerät
demonstriert einige der fortschrittlichsten
Technologien, die in zukünftigen Bohrgeräte-Serien
enthalten sein werden.
Der Bereich „Rocktools“ verspricht mit
der Einführung der innovativen bogenförmigen
Gewinde CT55 und CT67 eine
bessere Auslastung der Maschine und
damit eine gewaltige Steigerung der
Produktivität. In Kombination mit den
leistungsfähigen Bohrgeräten der DXi und
Dpi Serie werden höhere Eindringgeschwindigkeiten
bei gleichzeitig geringem
Lochverlauf erreicht, da das bogenförmig
gekrümmte Profil des Gewindes die bei
Standardsystemen üblichen Spannungen
an den kritischen – und damit entscheidenden
– Stellen reduziert. Jeder Bereich
des hochbelasteten Gewindes ist auf
Ermüdungsfestigkeit optimiert. Neben
dem positiven Effekt der optimierten
Energieübertragung, aus der dank einer
schnelleren Eindringgeschwindigkeit pro
Meter eine höhere Produktivität bei
weniger Kraftstoffkosten resultiert,
erleichtert das bogenförmige Gewinde
ebenfalls das An- und Abkuppeln der
Stangen.
www.rocktechnology.sandvik
HYUNDAI
Breites Angebot für das schwere Segment
Mit Radladern, Knickdumpern und Kettenbaggern bis 52 t Einsatzgewicht zeigte
sich Hyundai für die Hartsteingewinnungsbranche sowie für Kiesgruben und für
die schwere Erdbewegung bestens aufgestellt.
D
ie Demonstrations-Fachmesse ist für
den südkoreanischen Baumaschinen-
Hersteller eine besonders wichtige
Veranstaltung. Daher präsentierte sich
HD Hyundai Construction Equipment
Europe mit einem umfangreichen Aufgebot
an Großgeräten. In der Live-Demo
zeigte Hyundai den Knickdumper HA 45A
(26 m 3 Mulde, 368 kW, 41 t Nutzlast), den
Kettenbagger HX520A L (52 t, 298 kW,
1 bis 3 m 3 Löffelvolumen) sowie den
Radlader HL 980A (30,8 t, 265 kW 5 bis
6,3 m 3 Schaufelvolumen). Modernste
KAISER S12 Allroad
Motorentechnik, hochwertige Komponenten
von Cummins, ZF, Rexroth, Kawasaki
und anderen qualifizieren die Hyundai-
Produkte für den harten Gewinnungseinsatz.
Alle Maschinen bieten schallisolierte,
großflächig verglaste und voll
klimatisierte Kabinen sowie bequemen
Zugang zu täglichen Wartungspunkten
vom Boden aus. Sie sind mit dem Informationssystem
HiMate ausgestattet. So
können Hersteller, Händler und Kunde in
Echtzeit Maschinen- und Performancedaten
abfragen. Die Radlader sind
PAUS SMK 9036
STEINEXPO
serienmäßig mit einer hydraulischen
Wiegeeinrichtung ausgerüstet. Walter
Mörtlbauer, Geschäftsführer der Mörtlbauer
Baumaschinenvertriebs GmbH, dem
Hyundai Vertriebspartner in Oberösterreich,
Salzburg und Tirol, zeigte sich mit
der steinexpo sehr zufrieden: „Die steinexpo
war für uns ein großer Erfolg! Auf der
Fachmesse in Homberg trifft sich die
gesamte Gewinnungsbranche bei einer
hohen Fachbesucherdichte.“
www.hyundai-ce.eu
www.moertlbauer-baumaschinen.de
1 2 3
1 Hyundai-Großgeräte in der Live-Demo: Der HX520A L ist der leistungsstärkste Kettenbagger im aktuellen Hyundai-Programm. Hier bei der
Beladung des Knickdumpers HA 45A, der mit dem besonders geländegängigen „Grader-Fahrwerk“ ausgerüstet ist. 2 Ein Teil des Mörtlbauer
Sales-Team vor dem Hyundai HX380A NL, der sich ideal für harte Steinbruch-Einsätze eignet. 3 Auf dem Stand von Hyundai war unter
anderem ein Radlader HL975A CVT mit stufenlosem Getriebe zu sehen (im Bild links).
KAISER Fahrzeugtechnik GmbH • Gewerbestraße 4, 6710 Nenzing • T +43 5525 64180 • mail@kaiser-fahrzeugtechnik.at
86 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2023 87
STEINEXPO
STEINEXPO
Der Hitachi ZX690-7
ist ein wahres Kraftpaket,
das mit Power
Boost noch leistungsstärker
wird. Hier im
Ladespiel mit dem
knickgelenkten Bell
Muldenkipper B40
4x4 auf der
Demo-Fläche.
KIESEL
Gewinnungstechnik für heute und morgen
Kiesel präsentierte ausgewählte Produkte für die moderne Roh- und Baustoffindustrie,
darunter auch eine Lösung für die autonome Zukunft des Steinbruchs.
B
esonders beeindruckte das Duo aus
dem Hitachi Großbagger ZX690-7 und
dem knickgelenkten Bell Muldenkipper
B40 4x4 im Lade- und Transportprozess.
Wie hocheffizient sie im Team funktionieren,
zeigten die beiden Maschinen im
Rahmen der Großmaschinendemo und im
Zusammenspiel mit dem neuartigen
Tieflöffel BFB70 von LOCmatic. Als erster
Vertreter einer neuen Generation von
Tieflöffeln bietet der Typ BFB eine
innovative Konstruktion und den Einsatz
neuartiger Werkstoffe. In der 90 t Baggerklasse
beispielsweise hat der LOCmaster
im Vergleich zu einem Standard HD Löffel
2 t weniger Eigengewicht. Trotzdem hat er
1,35 m 3 mehr Löffelinhalt und schafft
damit durchschnittlich 20% mehr Durchsatz
pro Stunde, bezogen auf das geladene
Material.
Der ZX690-7 wurde mit besonderem
Augenmerk auf Langlebigkeit und
Robustheit entwickelt und ist zudem, wie
alle Modelle der Serie 7, besonders
sparsam im Kraftstoffverbrauch. Um
seine Leistung zu steigern, hat der
ZX690-7 aber ein Ass im Ärmel: sind
kräftige Reißbewegungen oder schwere
Verladearbeiten durchzuführen, kann der
Ein 24 t Mobilbagger
Hitachi
ZX220W-7
demonstrierte auf
dem Kiesel-Stand
das effiziente
Zerkleinern von
Grobgestein mit
dem neu
entwickelten
Impactor.
Power Boost Modus den Großbagger
kurzzeitig in eine höhere Baggerklasse
heben.
Auf der Sonderfläche „Quarry Vision“
zeigte Kiesel seine Zukunftsvision für den
Steinbruch zum Thema autonom agierende
Baumaschinen. Beispielhaft wurde
ein knickgelenkter Muldenkipper Bell
B30E mit 19,5 m 2 Muldenvolumen
gezeigt, der in Zusammenarbeit mit dem
Aachener Unternehmen Xtonomy GmbH
Lukas Zak (Vertriebsrepräsentant bei Kiesel
Austria) mit dem neuen Tieflöffel BFB70 von
LOCmatic, der nach der steinexpo im
Hartsteinwerk Loja in Persenbeug zum
Einsatz kommt.
mit einer Reihe von Assistenzsystemen
ausgestattet wurde. Überwachungs-,
Positions- und Steuerlösungen arbeiten so
zusammen, dass jeder beliebige Bell
Muldenkipper autark in seinem Arbeitsbereich
agieren und seine Ladung sicher,
effektiv und kraftstoffsparend transportieren
kann.
Am Kiesel Stand demonstrierte ein 24 t
Mobilbagger Hitachi ZX220W-7, wie eine
mobile Maschine mit speziellem Monoausleger
und den passenden Anbaugeräten
für den Steinbrucheinsatz einen echten
Mehrwert bietet. Mittels Steingreifer,
Impactor und weiteren Tools erledigte er
schnell und effizient das Zerkleinern von
Grobgestein. Der Impactor ist ein exklusives
Entwicklungsprojekt zwischen den
Firmen Rockzone und Kiesel, das in
Zukunft das Kneppern in der Gewinnungsindustrie
revolutionieren wird. Die
ersten Tests zeigen, dass der 1,5 t Impactor
sich im Schlagkraft-Bereich eines 4 t
Hydraulikhammers bewegt. Dabei zeigt
das 270° Arial Angle Kamerasystem dem
Fahrer seine Umgebung in Echtzeit aus
der Vogelperspektive und erleichtert so
die Bedienung.
www.kiesel.net
Sonderfläche „Quarry Vision“: Bei dieser autonom
fahrenden Bell B30E überwacht und steuert die
umfassende radargestützte Umfelderkennung auf
dem Kabinendach alle Fahrbewegungen.
METSO
Optimierter Kegelbrecher
Der neue Nordberg HP200e Kegelbrecher punktet mit einer höheren Leistung,
einfacherer und sichererer Wartung sowie einer Reihe weiterer Verbesserungen.
B
ei den Anforderungen der Zuschlagstoff-
und Bergbauindustrie spielt die
Effizienz eine zentrale Rolle. Gefragt sind
maximale Leistung bei Durchsatz und Zerkleinerung
oder die Erhöhung des Anteils
bei bestimmten Zuschlagstoff-Fraktionen.
Angesichts dieser Anforderungen bietet
der neue Nordberg HP200e Kegelbrecher
eine verbesserte Kinematik und effizientere
Brechkammern sowie bis zu 15-20%
mehr Leistung bei Sekundär-Anwendungen
im Vergleich zum HP200. Brechwerkzeuge
ohne Vergussmasse machen den
Verschleißteilwechsel schneller, einfacher
und sicherer.
Ein weiteres Highlight auf dem Metso
Stand war der leistungsstärkste Mobilbrecher,
der aus der Übernahme von PJ
Jonsson & Söner AB durch die Metso
Group im Jahr 2018 hervorgegangen ist.
Der Jonsson L 120-330 kombiniert ein
ÖSTERREICHS NUMMER 1
FÜR BAUMASCHINEN
Mieten kann
so einfach sein!
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robustes und kompaktes Design mit
beeindruckender Kapazität und einem
bewährten Konzept. Die Kombination der
beiden Brecher Nordberg C120 und GP330
hat die Erwartungen der Kunden mehr als
Von links:
Martin Stütz
und Bernd
Gruber mit
dem neuen
Nordberg
HP200e Kegelbrecher.
erfüllt. Doppelt elektrisch betriebene
Brecher sorgen für niedrigere Betriebsund
Wartungskosten und machen den L
120-330 gleichzeitig umweltfreundlicher.
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VERBINDLICH MIETEN
88 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Der Ausstatter für deine Baustelle.
DIGANDO.COM
In der Live-Demo wurde das neue
Doppeldeck-Nachsieb am Jawmax
300 DD präsentiert.
STEINEXPO
VOLVO CE
Leistungsstarkes Produktportfolio
Volvo CE zeigte unter anderem die neuesten Raupenbagger der E-Serie, den 23 t Elektrobagger
EC230 Electric und den 35 t Radlader L260H in Kombination mit dem Dumper A45G.
SBM MINERAL PROCESSING
Volle Präsenz auf Demomesse
Insgesamt sechs Anlagen präsentierte SBM gemeinsam mit den deutschen Vertriebspartnern.
Der Fokus lag auf den hochmobilen diesel-elektrischen Jawmax-Backenbrechern
und Remax-Prallmühlen von knapp über 20 bis rund 50 t Einsatzgewicht.
E
1 Als Vorbrecher zeigte
der Jawmax 200, was
kompakte SBM-Technologie
leistet.
2 Das verlängerte Nachsieb
des Remax 300 max
verspricht nicht nur
bei siebschwierigen
Materialien eine höhere
Wertschöpfung.
3 In der Demo-Pause beim
deutschen Vertriebspartner
Kurz Aufbereitungsanlagen
(von links): SBM-
Marketingleiter Jürgen
Reischenböck, Harald
Weber (Vertriebsleiter
Kurz Aufbereitungsanlagen),
Helmut Haider (SBM-
Vertriebsleiter Mobile Aufbereitung)
und Martin
Wizinger (SBM-Regionalmanager
Deutschland).
1
3
in mehr als zufriedenes Fazit zieht
Helmut Haider, Vertriebsleiter Mobile
Aufbereitung von SBM Mineral Processing:
„Auf der steinexpo führte kein Weg
an SBM vorbei. Gleich drei unserer
deutschen Händler präsentierten mit
Mobil-Demos und weiteren Exponaten die
ganze Bandbreite unseres Angebots für
Naturstein und Recycling.“
Ihre Sonderstellung unter den „Kompakten“
stellten der Jaxmax 200 und der
Remax 200 unter Beweis: Dank der
Brechergrößen leisten beide Anlagen bis
250 t pro Stunde. Transportfreundliche
Abmessungen und kurze Rüstzeiten
machen sie bei häufig wechselnden
Baustellen-Einsätzen hochrentabel – wie
alle SBM-Mobilanlagen ohne Funktionseinschränkungen
optional auch vollelektrisch.
Erstmals wurde mit dem Jawmax 300
DD ein raupenmobiler Backenbrecher mit
Doppeldeck-Nachsieb und Überkornrückführung
gezeigt. Insgesamt drei Endprodukte
lassen sich in einem Durchgang mit
der Anlage erzeugen, wodurch sich das
Einsatzspektrum und die Produktivität
des 300 t/h Brechers nochmals deutlich
vergrößern lassen. Eine höhere Wertschöpfung,
gerade bei siebschwierigen Materialien,
verspricht auch das neue verlängerte
Nachsieb des Remax 300 max: Insgesamt
6 m² Siebfläche verbessern die Austragsleistung
im Feinkornbereich 0-11 mm, was
die Einsatzmöglichkeiten der Prallmühle
mit einem Einlauf von 1.040 x700 mm
2
unter anderem im Asphalt, aber auch bei
anderen Recycling-Materialien deutlich
erweitert.
Weitere SBM-Referenzen in Sachen
flexibler Hochleistung und wirtschaftlichem
Betrieb lieferten der Remax 450
sowie die reversierbare Prallmühle SMR
10/5/4: Mit Kreisschwinger-Vorsieb,
1.300er-Prallbrecher und leistungsstarkem
Doppeldeck-Nachsieb setzt der
Remax 450 weiterhin Maßstäbe in der
Klasse um 50 t Einsatzgewicht – als echte
Alternative zur Druckzerkleinerung in der
Nachbrechstufe schlug die universell
einsetzbare SMR-Technologie auf der
steinexpo auch die Brücke zur stationären
und semi-mobilen Aufbereitung.
www.sbm-mp.at
I
n praxisnahen Live-Demonstrationen
konnten sich die Besucher außerdem ein
Bild von der Leistungsfähigkeit des L350H
und des neuesten Volvo-Raupenbaggers
EC550E machen. Der L350H tritt mit
einem deutlich verbesserten Antriebsstrang
auf. Hauptbestandteile sind neue
Volvo-Achsen und ein völlig neues Volvo-
Getriebe, das die serienmäßige Ausstattung
mit OptiShift der dritten Generation
ermöglicht. Diese bewährte Technologie
integriert die Funktion Reverse by
JETZT ZUM
EINFÜHRUNGSPREIS!
Braking (RBB) und eine Wandlerüberbrückung
der einzelnen Gänge, was die
Kraftstoffeffizienz um bis zu 15% verbessert.
Der Raupenbagger EC550E tritt mit
Grab- und Tragkräften an, die normalerweise
erst im 60 t Segment zu finden sind.
Der 50-Tonner verfügt über eine hohe
Motorleistung, eine herausragende
Zugkraft und ein hohes Schwenkmoment.
Auf reges Interesse stieß im Demo-Areal
auch der größte Dumper von Volvo, der
60-Tonner A60H.
DIE NEUEN MEHRZWECKGREIFER
FÜR RECYCLING, ABBRUCH, BAU
Der 23 t Elektrobagger EC230 bietet
die gleiche Leistung wie ein vergleichbares
Diesel-Modell, ist dabei allerdings emissionsfrei,
geräusch- und vibrationsarm. Der
Antrieb wird von Lithium-Ionen-Batterien
gespeist und ist mit einer schnellen
Zwischenladung für einen vollen achtstündigen
Arbeitstag ausgelegt. Der EC230
Electric ist mit einem CCS2-Anschluss
ausgestattet, also dem in den meisten
europäischen Ländern üblichen Standard.
www.volvoce.com | www.ascendum.at
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mechanischer Zylinderschutz, hoch verschleißfester Stahl und maschinenschonend
durch geringen Arbeitsdruck bei gleichzeitig hoher Schließkraft
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Der Unterwagen des EC550E ist
unter anderem mit einem X-förmigen
Rahmen aus hochwertigem Stahl auf
härteste Arbeitsbedingungen und lange
Lebensdauer ausgelegt.
Mit dem EC230 Electric
wurde der traditionelle
Fahrerwettbewerb durchgeführt.
90 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2023 91
STEINEXPO
1
1 Beim Cat 988GC, hier im Ladespiel
mit einem Cat Muldenkipper 775G,
wurden der Vorderwagen und die
Hydraulik überarbeitet, damit eine
höhere Nutzlast und Auskipphöhe
erzielt werden.
2 Vorstufe zum autonomen Fahren:
Auf der Sonderfläche „Quarry Vision“
wurde ein Cat 323 mit der Fernsteuerungstechnologie
Cat Command von
einer Bedienstation aus gesteuert.
3 Auch der große Kettenbagger Cat
374 wurde im Einsatz präsentiert.
2 3
FRUTIGER
Reifenwaschanlagen für saubere Straßen
Unter dem Markennamen MobyDick bietet die Frutiger Company AG mehrere Problemlöser.
B
eispielsweise können moderne
MobyDick Reifenwaschanlagen die
Reifen und Chassis von Baufahrzeugen
schnell, kostengünstig und umweltfreundlich
reinigen. Während der langsamen
Durchfahrt (Schrittgeschwindigkeit)
werden Reifen und Chassis durch Wasser,
welches aus vielen Düsen (Spritzbalken)
spritzt, gereinigt. Das Waschwasser fließt
während des Reinigungsvorgangs selbstständig
wieder zurück in die Anlage. Dort
findet die automatische Wiederaufbereitung
für den nächsten Waschvorgang statt.
Der dabei anfallende Schlamm wird durch
einen integrierten Kratzförderer oder
mittels Bagger ausgetragen und kann
mühelos entsorgt werden.
Im Gegensatz zu den Reifenwaschanlagen
geht es beim Demucking nicht um die
saubere Straße, sondern um das saubere
Fahrzeug. Moderne MobyDick Demuckinganlagen
automatisieren die mühsame
Vor mehr als
30 Jahren hat Frutiger
die Marke MobyDick
ins Leben gerufen.
Seither wurden in
72 Ländern über
6.000 MobyDick
Anlagen aus den
Bereichen Wheel
Washing, Dust Control
und Demucking in
Betrieb genommen.
Handreinigung von Chassis, Unterboden
sowie der Räder oder Kettenlaufwerke von
Baufahrzeugen. Innert weniger Minuten
lassen sich mit der bewährten MobyDick
Niederdrucktechnologie selbst hartnäckigste
Verschmutzungen aufweichen und
abspülen. Nicht zuletzt steht MobyDick
auch für moderne Staubbindesysteme. Sie
arbeiten nach dem Prinzip der Staubbindung
durch feinste Wassertropfen und
bieten einen hervorragenden Wirkungsgrad
bei minimalen Geräuschemissionen.
Wurfweite, Sprühmuster sowie Wasserund
Strombedarf lassen sich bei New
Generation Modellen jederzeit frei wählen,
um flexibel auf wechselnde Einsatzbedingungen
reagieren zu können.
www.mobydick.com
ZEPPELIN
Radlader-Premiere und neue Technologien
Zeppelin zeigte mit dem Cat Radlader 988 GC eine Weltneuheit und mit der
Fernsteuerung Cat Command eine innovative Vorstufe zum autonomen Fahren.
A
uf großes Interesse stieß der neue Cat
988GC, der die Lademaschinen in der
50 t Klasse ergänzt. Er wurde für die
gleichen Anwendungen konzipiert, wie der
988K XE und 988K, an dessen Design er
sich orientiert. Er verfügt über den
gleichen Motor und Antriebsstrang und
richtet sich an Anwender, die den Produktivitätsvorteil
des 988K XE und zugleich
die Kraftstoffeinsparung im Vergleich zum
988K Lastschaltgetriebe nutzen wollen.
Der Cat 988GC verfügt über größere
Arbeitshydraulikpumpen, größere
Zylinder und dadurch kürzere Zykluszeiten.
Standardmäßig ist er mit der Technologie
Connected Bucket ausgestattet,
welche Einsatzzeiten der Schaufel
aufzeichnet, um den Verschleiß der
Schneidwerkzeuge zu bestimmen und so
ungeplante Ausfallzeiten zu reduzieren.
Optional verfügbar ist das Assistenzsystem
Cat Payload, was dem Fahrer hilft, die
Nutzlast ohne Arbeitsunterbrechung zu
ermitteln und SKW maximal auszuladen.
Dass weitere Assistenzsysteme wie
Freuen sich über die erfolgreiche steinexpo
(von links): Holger Schulz (Vorsitzender der
Geschäftsführung der Zeppelin Baumaschinen
GmbH) und Andreas Denk (Leitung Kommunikation,
Zeppelin Baumaschinen GmbH).
Arbeitsraumbegrenzung, Planierautomatik
sowie 3D-Maschinensteuerungstechnik
massive Produktivitätsvorteile versprechen,
unterstreicht der Cat Kettenbagger
326, der Teil der Maschinendemo war.
Großgeräte wie der ebenfalls präsentierte
Cat Kettenbagger 374 der neuen Generation
stehen ebenfalls für größtmögliche
Produktivität im Rohstoffabbau. Dafür
sorgt sein neuer hydrostatischer Schwenkkreis,
der die Rückgewinnung der
Schwenkbremsenergie und die unabhängige
Steuerung des Zylinderölflusses
ermöglicht. Darüber hinaus ist Lift Assist
eine neue Sicherheitsfunktion, die ein
Kippen des Baggers verhindert und ein
automatischer Hammerstopp hemmt
unnötigen Verschleiß an Anbaugerät und
Maschine.
Alternative Antriebstechnologien verkörperten
bewährte Ladegeräte wie der Cat
966 XE, der in der Demo zu sehen war. Ihn
zeichnet sein bewährtes leistungsverzweigtes,
stufenloses Getriebe aus, mit
dem sich die Kraftstoffeffizienz steigern
lässt. Weitere Highlights waren nicht nur
die neuen Funktionen von Vision Link 3.0,
sondern auch Cat Productivity, ein
weiteres Tool zur Datenauswertung, um
das Tagesgeschäft im Gewinnungsbetrieb
bestmöglich und produktiv zu managen.
www.zeppelin-cat.at
92 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
KOMPETENZ. FORTSCHRITT. PARTNERSCHAFT.
Zuverlässige Lösungen für profitables Brechen & Sieben
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STEINEXPO
STEINEXPO
Der R3h, ein
kompakter Prallbrecher
der 30 t
Klasse, ist jetzt auch
als reine Plug-In
Version „Zero
Emission“ erhältlich.
KEESTRACK
Das Team von
mineraltech vor
der Keestrack K3
Schwerlastsiebanlage
(von
links): Ing.
Meister Hasan
Harmanci
(Kundendienst),
Christian Müller
(Verkauf),
Geschäftsführer
Ing. Erwin
Hofstätter und
Ing. Markus
Weissenböck
(Verkauf).
FLIEGL
Mischmeister Duplex und vieles mehr
Einen Querschnitt durch das aktuelle Produktprogramm zeigte
die Fliegl Bau- und Kommunaltechnik GmbH.
Z
u sehen war unter anderem ein „Stone
Master“, der von der Firma Fliegl für
schweres Gelände, kurze Strecken und
extreme Beanspruchung konstruiert wurde.
Dieser Sattelkipper mit Stahlmulde bietet
hohe Nutzlast und ist vor allem für den
Baustellenbetrieb entworfen. Präsentiert
wurde auch die mobile Mischanlage Fliegl
BTS, mit der Kleinabnehmer über eine
Chipkarte nach wenigen Minuten Mischdauer
selbst Frischbeton beziehen können.
Die entsprechende Betonsorte wird im
Mischmodul der Anlage vollautomatisch
gemischt.
Auf großes Interesse stießen die robust
ausgeführten Misch-Schaufeln Duplex DFA
und DK, die als Mischmeister Duplex
präsentiert wurden. Verkaufsleiter Martin
Fliegl: „Die Mischmeister Duplex DFA sorgt
für schnellste Durchmischung, auch bei
erdfeuchtem Material und garantiert selbst
bei Recyclingmaterial und größeren
Körnungen einen reibungslosen Mischvorgang
bei deutlich geringerem Verschleiß.
Dabei bewältigt das Modell DFA jedes
Mischvolumen, egal ob Beton, Estrich,
Mörtel oder im Straßen- und Pflasterbau.
Einfach in den Kies- oder Schotterhaufen
einfahren, die Schaufel schließen und die
Zusatzkomponenten hinzugeben. Ergänzend
dazu ermöglicht der Duplex Mischer
DK eine einfachste Befüllung durch Kippen
des Mischers nach vorne. Der Einsatz ist
auch am Bagger möglich, als Option ist eine
hydraulische Schieberöffnung verfügbar.“
www.fliegl.com
Komplettprogramm für die Aufbereitung
Keestrack präsentierte einen Querschnitt durch die aktuelle Generation mobiler
Brech- und Siebanlagen mit zukunftsorientierten Antriebssystemen.
A
ls Besuchermagnet erwies sich der
R3h, ein kompakter Prallbrecher der
30 t Klasse mit Zweideck-Nachsieb,
Überkornrückführung und Windsichter.
Erhältlich ist der R3h als diesel-hydraulische,
diesel-elektrische oder jetzt neu als
reine Plug-In Version „Zero Emission“. Ein
weiterer Hingucker unter den aktuellen
Keestrack Produkten war die bewährte
Schwerlastsiebanlage Keestrack K3 im
neuen Gewand. Unmittelbar daneben war
der Keestrack Backenbrecher B3 zu sehen.
Als einer der leistungsstärksten Brechanlagen
in der 30 t Klasse verfügt der B3
über ein aktives Doppeldeck-Vorsieb, ein
patentiertes Non-Stop-System und bietet
Der leistungsstarke Keestrack
Backenbrecher B3 ermöglicht eine
Brechspaltverstellung während des
Betriebs.
die Möglichkeit der Brechspaltverstellung
während des Betriebs.
Im modernen und prämierten Keestrack
Design, wird zukünftig die gesamte
Produktpalette produziert. Keestrack
Anlagen bieten unter anderem eine sehr
gute Zugänglichkeit und praktische
Lösungen, welche dem Unternehmen im
Alltag einen reibungslosen Betrieb und
einfache Wartung ermöglichen. Beispielsweise
ist die komplette Motoreinheit auf
einem Schlitten ausfahrbar.
Ing. Erwin Hofstätter, Geschäftsführer
der Firma mineraltech, ist in Österreich
der Vertriebspartner für die Produkte der
Firmen Keestrack und SBM. Sein Resümee
über die steinexpo 2023: „Keestrack hat
sich sehr erfolgreich als bedeutender und
innovativer Qualitätshersteller präsentiert.
Aber auch die österreichische SBM
zeigte gemeinsam mit den deutschen
Vertriebspartnern Neuheiten. Beispielsweise
den Jawmax 300 DD, einen raupenmobilen
Backenbrecher mit Doppeldeck-
Nachsieb und Überkornrückführung.
Insgesamt drei Endprodukte lassen sich in
einem Durchgang mit der Anlage erzeugen.
Eine höhere Wertschöpfung, gerade bei
siebschwierigen Materialien, verspricht
auch das neue verlängerte Nachsieb des
Remax 300. Insgesamt 6 m² Siebfläche
verbessern die Austragsleistung im
Feinkornbereich 0-11 mm, was die Einsatzmöglichkeiten
der Prallmühle mit einem
Einlauf von 1.040 x 700 mm unter anderem
im Asphalt, aber auch bei anderen
Recycling-Materialien deutlich erweitert.
Unterm Strich war die steinexpo als
Demo-Messe wieder eine perfekte Gelegenheit
für einen Austausch mit Herstellern,
Fachhändlern und Kunden.“
www.keestrack.com | www.mineraltech.at
BAUBLATT.ÖSTERREICH
BACKENBRECHERLÖFFEL FÜR MINI-
UND KOMPAKTBAGGER.
Installiert auf Ihrer Trägermaschine bricht er jeden inerten Materialtyp.
FÜR BAGGER, BAGGERLADER,
LADER UND MINILADER
4,5 - 100 ton
Als Mischmeister Duplex waren die beiden Misch-
Schaufeln Duplex DK (links) und DFA (rechts) zu sehen.
Verkaufsleiter Martin Fliegl informierte über
das breite Produktportfolio der Fliegl Bau- und
Kommunaltechnik GmbH.
MBCRUSHER.COM
REDUZIEREN >> WIEDERVERWENDEN >> RECYCELN
STEINEXPO
STEINEXPO
BOSCH ENGINEERING
Assistenzsysteme für Bergbaumaschinen
Die Arbeit mit Mining-Maschinen ist mit vielfältigen Gefahren
verbunden. Eine häufige Unfallursache sind Kollisionen von
Baggern, Muldenkippern oder Raupen mit Personen oder Hindernissen.
Um Unfälle zu vermeiden, müssen die Fahrer daher permanent
das gesamte Umfeld des Fahrzeugs im Blick haben. Das setzt
sie unter Dauerstress und führt zu körperlichen Belastungen.
Abhilfe schaffen elektronische Assistenzsysteme wie von Bosch
Engineering: Erkennen sie Personen oder Gegenstände im Detektionsraum
rund um das Fahrzeug, geben sie entsprechende Warnungen aus und zeigen die genaue Position auf dem Display an, sodass der
Fahrer auch unübersichtliche Bereiche seiner Maschine im Blick behält. „Unsere Assistenzsysteme leisten damit einen entscheidenden Beitrag
zur Verbesserung der Sicherheit in der Bergbauindustrie, erleichtern die Arbeit der Fahrer und erhöhen die Arbeitseffizienz“, erklärt Philipp
Kurek, verantwortlich für den Bereich Off-Highway bei Bosch Engineering GmbH. Speziell für besonders anspruchsvolle Mining-Anwendungen
hat Bosch Engineering einen Baukasten mit abgestimmten Systemen und Sensoren für weiterführende Assistenzfunktionen entwickelt. Das
Sensorkonzept umfasst unterschiedliche Ultraschall- und Radarsysteme sowie ein Kamerasystem, die flexibel konfigurierbar sind und sich so
maßgeschneidert auf die Anforderungen der spezifischen Anwendung und Assistenzfunktion abstimmen lassen. www.bosch-engineering.com
GIPO
Polixmair ist neuer Österreich-Vertriebspartner
Die ausgestellte Gipo P 131 Giga beeindruckte die Fachbesucher. Vor Ort war auch das
Team der Firma Polixmair, die der neue Vertriebspartner für Gipo Anlagen in Österreich ist.
Z
u den Stärken der Gipo P 131 Giga
zählen unter anderem enorme
Leistungsfähigkeit und Vielseitigkeit. Die
raupenmobile Prallbrechanlage mit
Siebeinheit ist individuell auf das Kundenbedürfnis
zugeschnitten. Mit einem
leistungsstarken Dieselmotor und einem
robusten Prallbrecher als Herzstück wird
sie künftig effizient große Mengen an
Gestein und Beton zerkleinern. Das
spezielle Windsichter-System der Gipo AG
ermöglicht eine hervorragende Trennung
Als neuer Vertriebspartner für Gipo Anlagen in Österreich besuchte auch das Team der Firma
Polixmair die steinexpo (von rechts): Ferdinand Polixmair sen., Ferdinand Polixmair, Claudia
Gisler (Inhaberin Gipo AG), Kari Gasser (CEO Gipo AG), Sandra Polixmair und Moritz Polixmair
vor der Gipo P 131 Giga, einer raupenmobilen Prallbrechanlage mit Siebeinheit.
von Leichtstoffen. Der Rotorantrieb erfolgt
über eine direkte mechanische Verbindung
zum Dieselmotorschwungrad, womit
die maximale Drehmomentausnutzung
auf den Rotor übertragen wird. Das
effiziente Eisenaustragsystem in Querrichtung
ermöglicht eine wirkungsvolle
Abscheidung der Eisenteile. Die Klassiersiebe
sind in Ein- oder Mehrdeckaus -
f ührungen erhältlich. Dank der besonders
großen Siebflächen ist auch bei kleinen
Endkörnungen ein hoher Durchsatz
garantiert.
„Trotz der allgemeinen Zurückhaltung in
der Roh- und Baustoffbranche in Deutschland
herrschte eine gute Grundstimmung
zu Investitionen in langjährige Projekte.
An unserem Stand konnten wir zahlreiche
Besucher aus Deutschland, der Schweiz
und vielen anderen Ländern begrüßen.
Ganz nach dem Motto ,Qualität vor
Quantität‘ führten wir interessante
Gespräche mit bestehenden Kunden und
potenziellen Neukunden. Ein spezieller
Dank gilt Ferdinand und Sandra Polixmair
von unserem neuen österreichischen
Vertriebspartner Polixmair. Extra für die
Messe aus Österreich angereist, freuten
wir uns besonders, sie persönlich zu
begrüßen. Mit ihrer Erfahrung und
Reichweite werden wir miteinander
unsere Produkte einem breiteren
Publikum zugänglich machen und unsere
Präsenz auf dem österreichischen Markt
stärken“, betont Claudia Gisler, Inhaberin
der Gipo AG.
www.gipo.ch
96 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
RÄDLINGER
Spezialist für extreme Einsätze
Die Rädlinger Maschinen- und Stahlbau GmbH bietet mit dem
Tieflöffel X-Treme einen Standard für noch härtere Einsätze.
B
asis für den Tieflöffel X-Treme war der
Tieflöffel Standard. Dieser wurde um
wiederkehrende Kundenwünsche und
gezielte Verstärkungen ergänzt. So
ausgerüstet ist der X-Treme die erste Wahl
für herausfordernde Einsätze. Die
verschleißfeste Konstruktion erhöht die
Standzeit im Vergleich zu einem normalen
Tieflöffel erheblich und steigert so die
Wirtschaftlichkeit des Trägergeräts. Der
Rädlinger Tieflöffel X-Treme ist für Bagger
zwischen elf und 50 t Einsatzgewicht
erhältlich.
Für Maschinen mit einem höheren
Einsatzgewicht oder außergewöhnlich
fordernde Einsätze konstruiert und fertigt
das Unternehmen weiterhin individuelle
Tieflöffel. „Vom kleinsten Minibagger bis
zur 120 t Maschine oder noch größer – wir
bieten unseren Kunden das richtige
Anbaugerät für ihren Einsatz“, erklärt
motorex.com/
biodegradable-hydraulicoils
Vertriebsleiter Thomas Wittmann.
Spezialisten in der Konstruktionsabteilung
arbeiten bei individuell
konstruierten Anbaugeräten von
Anfang an eng mit dem Kunden
zusammen. Und diese Zusammenarbeit
endet nicht mit dem
Anbau des Löffels an den
Bagger: „Für die SSR Mineralgestein
GmbH haben wir bereits
den dritten Baggerlöffel für ihren
Komatsu PC 1250 ausgeliefert
– und in die Konstruktion sind dabei
die Erfahrungen aus den ersten
Einsätzen eingeflossen“, sagt Wittmann.
Das hat sich auch gelohnt, denn: „Der
erste Löffel war schon gut, der zweite dann
perfekt“, befindet Thomas Ludwig,
Werkstattleiter der SSR Mineralgestein
GmbH.
www.raedlinger.de
BIODEGRADABLE HYDRAULIC OIL
STARK IN DER PERFORMANCE,
SCHONEND FÜR DIE UMWELT.
ECOSYNT HEPR
1
2
3
BIOLOGISCHE ABBAUBARKEIT
HYDROLYTISCHE STABILITÄT
HOHE MATERIALVERTRÄGLICHKEIT
4
5
GUTES LUFTABSCHEIDEVERMÖGEN
VERLÄNGERTE SERVICEINTERVALLE
Auf der steinexpo konnte der neue
Tieflöffel X-Treme im direkten
Vergleich mit einem Tieflöffel
Standard betrachtet werden.
STEINEXPO
STEINEXPO
Einfaches Vernetzen
mit „Plug&Play“: Ing.
Alexander Zürnsack
(Technischer Vorverkauf,
Rubble Master)
zeigt, wie rasch der Backenbrecher
RM J110X
als Stromquelle für die
mobile Siebanlage RM
H50X hybrid genutzt
werden kann.
RUBBLE MASTER
Energieeffizientes Brechen und Sieben
Mit dem brandneuen Backenbrecher RM J110X und dem Hybrid-Sieb RM H50X
präsentierte die RM Group einen Blick in die Zukunft des Steinbruchs.
S
eit über 30 Jahren setzt die RM Group
auf die Elektrifizierung ihrer Maschinen
und ermöglicht dadurch Treibstoffeinsparungen
von mittlerweile bis zu 50%.
Wie? Treibt ein Hybrid-Brecher ein
Hybrid-Sieb an, so wird nur eine Stromquelle
genutzt. Das spart rund die Hälfte
an Diesel ein. Noch effizienter funktioniert
dies, wenn beide Anlagen völlig emissionsfrei
vom Netz aus eingespeist werden.
Mit dem auf der steinexpo gezeigtem
Backenbrecher RM J110X, der sowohl
hydraulisch als auch elektrisch angetrieben
werden kann, läutet die RM Group
eine neue Ära in der Unternehmensgeschichte
ein und ergänzt mit dem leistungsstarken
Vorbrecher zur Naturstein-
Aufbereitung das Produktportfolio. Eine
weitere Stärke des RM J110X ist das 1.200
mm breite Hauptaustrageband, das für
einen optimierten Materialfluss sorgt. Das
Starten ist auch unter voller Beladung
möglich und in ca. 1 Stunde kann die fixe
Brechbacke einfach und sicherer getauscht
werden. Nicht zuletzt ermöglichen
Lichtsignale, die den Maschinen- und
Beschickungszustand anzeigen, eine
intuitive Bedienung und eine verbesserte
Performance.
Die ebenfalls neue mobile Siebanlage
RM H50X hybrid kann als Hybrid-Variante
mit nur einem Knopfdruck auch
vollelektrisch betrieben werden und
ermöglicht so einen Einsatz mit
„Zero-CO2-Emission“. Das Sieb punktet
mit extrem kompakten Transportabmessungen
bei gleichzeitig großer Siebfläche,
was einen hohen Durchsatz ermöglicht.
Auch lässt es sich an jeden Einsatz rasch
und einfach anpassen. Für erhöhte
Produktivzeiten sorgen die einfache und
schnelle Maschinen-Aufstellung, ein
werkzeugloser Wechsel zum 2-Way-Split in
nur wenigen Minuten, ein wesentlich
vereinfachter Siebbelagswechsel, ein
einfacher Zugang zum Motorraum für
Serviceaufgaben und natürlich RM
XSmart, das als digitaler 24/7 Assistent
mittels Smartphone, Tablets und Computer
jederzeit und überall abrufbar ist.
Sowohl bei der Produktion des Hybrid-
Siebs RM H50X als auch beim Hybrid-
Backenbrecher RM J110X wurden
zahlreiche Ideen und Kundenwünsche
berücksichtigt, um die Anwendbarkeit der
Aufbereitungsanlagen neu zu definieren.
www.rubblemaster.com
XAVA
Kompakte Rüttelsiebe
Xava bietet optimierte Siebanlagen, mit denen auch vergleichsweise kleine
Materialmengen an Ort und Stelle aufbereitet werden können.
S
tefan Lößl, Eigentümer und Geschäftsführer
der Firma Xava Recycling,
bringt die Stärken der Xava Produkte auf
den Punkt: „Ich und mein Team entwickeln
und bauen kompakte, robuste
Rüttelsiebe für verschiedenste Einsätze.
Das Material lässt sich vor Ort separieren,
nach benötigten Größen trennen, direkt
wiederverwenden und/oder sauber
entsorgen. Und das möglichst einfach,
handlich und störungsfrei. Das Wechseln
der Siebgitter und das regelmäßige
Nachziehen der Schrauben sind die
wenigen Aufmerksamkeiten, welche die
Maschinen brauchen. Mit unserem neuen
Firmensitz mit Büro, Produktion und
Demo-Fläche in Kirchberg ob der Donau
investieren wir in die Zukunft. Lokale,
qualitätsvolle Produktion, Sicherstellung
kurzer Lieferzeiten und modernes Design.“
Mit dem gezeigten Rüttelsieb LS28 von
LEISTUNGSTRÄGER
BELL B45E 4X4
Xava-Recycling kann unterschiedlichstes
Aufgabematerial in bis zu drei Fraktionen
getrennt werden. Egal ob Abwurfmaterial
eines Brechers (Prallmühle/Backenbrecher),
Bauschutt, Ziegelreste, Muttererde,
Sand, Kompost, Hackschnitzel, Rindenmulch
oder Schotter – alles wird sorgfältig
in zwei oder drei verschiedene Endmaterial-Größen
abgesiebt (ohne/mit Ableitschurren
und Trennblech). Bei einem
Anlagengewicht von 1.700 kg (inkl.
Hebevorrichtung) verfügt das Rüttelsieb
LS28 über eine Siebfläche von 8,35 m². Der
rein elektrische Antrieb stellt sicher, dass
das Gelände nicht durch beschädigte
Hydraulikleitungen verunreinigt wird.
Der einfache Transport kann auch mit
einem Standard Pkw-Anhänger durchgeführt
werden, die Hebevorrichtung
ermöglicht einfaches Manövrieren.
www.xava-recycling.at
Die semimobile Siebanlage LS28 von
Xava-Recycling verfügt über
eine Siebfläche mit 8,35 m².
Zeit, Geld und Emissionen sparen:
Rudolf Schöflinger (Geschäftsführer
Rubble Master Marketing und Vertrieb
GmbH) mit dem neuentwickelten
Hybrid-Sieb RM H50X, das in Kombination
mit dem RM J110X als hybrider
Maschinenzug gezeigt wurde.
98 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2023 99
STEINEXPO
STEINEXPO
ZANDT
Neuer Tandem-Dumper TD 240
Mit dem Ziel, dem Anwender die niedrigsten Kosten pro Tonne zu ermöglichen,
präsentierte Zandt den Tandem-Dumper TD 240 mit bis zu 70° Kippwinkel.
D
er Tandem-Dumper TD 240 in der
aktuellen Baureihe ist weiter optimiert
und kundenorientierter ausgestattet
worden. So weist die Kippmulde nun ein
gerades Stirnblech auf. Durch dieses
Formkonzept kann der Radladerfahrer
besser den vorderen Teil der Kippmulde
einsehen und beladen. Der Ladezyklus
wird somit produktiver. Im Heckteil wurde
Der Tandem-Dumper TD 240 wurde weiter
optimiert. Die beiden seitlichen, diagonalen
Hydraulikzylinder sorgen für eine besonders
hohe Kippstabilität.
Für die Kommunaltechnik ist der Pfau Fuso Canter
6C18 4x4 mit Fassi Ladekran F40B.0 Active ebenso
interessant, wie für die Almbewirtschaftung.
die Schütte deutlich verlängert. Das Heck
weist nun in seiner Form einen sehr
flachen Übergang von Heckschräge zu
gerader Bodenplatte auf. Die Kippschütte
ist zudem konisch breit ausgeformt. Damit
wird im Kippvorgang bei den bis zu 70°
möglichen Kippwinkel die Kippmulde sehr
steil stehen und einen durchgehenden
knickfreien Schüttverlauf aufweisen, bei
dem das bindige
Firmenchef Manfred
Material nicht haftend Zandt freut sich über
bleibt. Für den harten das große Interesse
Dauereinsatz ist die an den gezeigten
Kippmulde mit den aus Neuheiten.
dem ATD-Dumper
bewährten seitlichen
Kippzylindern ausgestattet. „Bei dem
Tandem-Dumper TD 240 der neuesten
Generation haben wir nochmals einen
deutlichen Sprung in der Technik erzielt.
Die Anwender erhalten damit einen
Tandem-Dumper für den harten Einsatz
im Massenumschlag mit den niedrigsten
Einsatzkosten je Tonne“, betont Inhaber
Manfred Zandt.
Gezeigt wurde auch ein Pfau Fuso Canter
6C18 4x4, der mit verschiedenen Anbaugeräten
und in verschiedenen Ausführungen
– beispielsweise als Abroller, Absetzer oder
Dreiseitenkipper – eingesetzt werden
kann. Mit einer Kabinenbreite von 2 m
empfiehlt er sich auch für den innerstädtischen
Bereich. Auf großes Interesse stieß
auch der 3-Achser Satteltieflader, der als
Prototyp das neue Satteltieflader-Programm
repräsentierte. Eine 4-Achs- und
Teleskop-Variante werden folgen. Eine
Besonderheit hier ist die sehr lange
Tiefbettmulde mit 9,55 m.
www.zandt-cargo.de
TEREX FINLAY
IC-110RS vereint Brech- und Siebanlage
Als weltweit tätiger Hersteller von mobilen Lösungen bietet Finlay eine umfassende Ausrüstungspalette
für den Berg- und Tagebau sowie die Bau-, Abbruch- und Recyclingindustrie.
V
or 65 Jahren begann John Finlay
damit, Steinpressen herzustellen.
Kurz darauf wurde bereits die erste
Siebanlage produziert. 1999 erfolgte die
Übernahme des Unternehmens durch die
Terex Corporation. Heute fertigt Finlay die
Brech-, Sieb-, Wasch- und Recyclinganlagen
der Terex Finlay-Reihe. Dazu DI (FH)
Helmut Domes MSc, Regional Business
Manager Central Europe von Terex Finlay:
„Unsere innovativen Maschinen sorgen für
eine effiziente Produktion und zeichnen
sich durch niedrige Betriebskosten sowie
einen geringen Wartungsaufwand aus.
Eines unserer Highlights hier auf der
steinexpo ist der Finlay IC-110RS Prallbrecher,
der die Funktionen einer Brechund
Siebanlage auf einer mobilen Plattform
vereint. Er eignet sich für Steinbrucharbeiten
sowie die Verarbeitung von
Bauschutt, Stahlbeton und Asphalt-Recycling.“
Konkret bietet der horizontale Prallbrecher
mit drehzahlvariablem Direktantrieb
und Brechkammermaßen von 1.034 x
1.000 mm Betreibern ein beeindruckendes
Maß an Kraftstoffeffizienz und Produktivität.
Eine Schlüsselkomponente der Anlage
ist das integrierte 2,74 m x 1,5 m (9’ x 5’)
große Einzeldeck-Sieb. Für Anwendungen,
DI (FH) Helmut Domes MSc
(Regional Business Manager
Central Europe von Terex
Finlay) vor dem Finlay
IC-110RS Prallbrecher.
die keine Rückführung von Überkorn in
die Brechkammer oder zum Aufhalden
erfordern, kann das komplette Sieb- und
Rückführungssystem in kürzester Zeit von
der Anlage getrennt werden. Ein weiteres
Merkmal ist die Prallbrecherbox (860 mm
x 860 mm) mit Direktantrieb und unabhängigem
Riemenspannsystem für
schnelle Anpassung. Ihre kompakte Größe,
der einfache Transport sowie die schnelle
Inbetriebnahme und intuitive Bedienung
machen diese Anlage ideal für Lohnbrecher,
unabhängige Vermietungsunternehmen
und kleine Betreiber.
www.terex.com | www.kohlschein.at
STEINEXPO
Leistungsstark einzeln und im Team:
der Kegelbrecher Mobicone MCO 90(i)
EVO2 von Kleemann.
KLEEMANN
Speziell für den Steinbruch konzipiert
Kleemann zeigte innovative mobile Brech- und Siebanlagen und das Bedienkonzept
Spective. Im Fokus des Messeauftritts standen Wirtschaftlichkeit, Bedienbarkeit und
Nachhaltigkeit.
K
Mit ihrem durchdachten Anlagendesign
und flexiblen Umbaumöglichkeiten sorgt die neue
Mobiscreen MSS 802(i) EVO für einen optimalen
Materialdurchfluss bei Naturstein- und
Recycling-Anwendungen.
leemann bietet verschiedene Größenklassen
für den Steinbruch an. Mit
der Mobicat MC 120(i) PRO wurde ein
Backenbrecher der PRO-Linie gezeigt, der
mit hoher Leistungsfähigkeit, sehr guter
Zugänglichkeit und seinem vollelektrischen
Antriebskonzept E-Drive überzeugt.
Der mobile Kegelbrecher Mobicone MCO
90(i) EVO2 ist hingegen für seine hohe
Flexibilität und den einfachen Transport
bekannt. Neu ist bei der Anlage das
optionale Doppeldecker-Nachsieb, das die
Klassifizierung von bis zu zwei Endkörnungen
ermöglicht. Die Bedienung beider
Anlagen erfolgt intuitiv über das Bedienkonzept
Spective. Zudem können sie mit
Spective Connect ausgestattet werden.
Weiters präsentierte Kleemann mit
dem Prallbrecher Mobirex MR 130(i) PRO
das neueste Familienmitglied der
PRO-Line. Die Anlage wird als Primärund
Sekundärbrecher eingesetzt und
vereint dabei Leistung, Präzision und
Nachhaltigkeit. Dank ihres vollelektrischen
Antriebskonzepts mit der Möglichkeit
der externen Stromeinspeisung und
somit einem lokal emissionsfreien Betrieb
sorgt die Anlage für einen geringen
Energieverbrauch pro Tonne Endprodukt.
Durch das große optionale Doppeldecker-
Nachsieb können zwei klassierte Endkörnungen
hergestellt werden. Die MR 130(i)
PRO deckt ein sehr breites Einsatzspektrum
im Naturstein und Recycling ab. Die
Brecheinheit sorgt mit schwerem Rotor
und kraftvollem elektrischen 250 kW
Antrieb für eine sehr hohe stabile
Durchsatzleistung. Dank CFS ist eine
kontinuierliche Brecherauslastung
gegeben.
Das innovative Bedienkonzept
Spective umfasst verschiedene Komponenten,
die optimal aufeinander abgestimmt
sind und den Maschinenbediener
während des gesamten Arbeitstages
begleiten. Neben dem intuitiven Touchpanel
und verschiedenen Funkfernsteuerungen
unterstützt vor allem die digitale
Anwendung Spective Connect bei der
Baustellendigitalisierung. Alle relevanten
Prozessinformationen und Reportings
werden dabei auf dem Smartphone
angezeigt, ohne das Beschickungsgerät
verlassen zu müssen. Neu in der Spective
Welt ist der „Smart Job Configurator“.
Dieses Konfigurations-Tool unterstützt
den Bediener bei der Auswahl der
korrekten Maschineneinstellungen,
erleichtert den Arbeitsalltag und sorgt für
noch mehr Wirtschaftlichkeit.
Gezeigt wurde auf der steinexpo auch
die neue Mobiscreen MSS 802(i) EVO, die
als mobile leistungsstarke Grobstücksiebanlage
für wechselnde Herausforderungen
in unterschiedlichen Einsatzgebieten
konzipiert ist. Mit ihrem durchdachten
Anlagendesign und flexiblen Umbaumöglichkeiten
sorgt sie für einen optimalen
Materialdurchfluss bei Naturstein- und
Recycling-Anwendungen. Das große
Angebot an Siebbelägen und die einfache
Einstellung der Siebparameter ermöglichen
es, die MSS 802(i) EVO leicht an
neue Einsatzbedingungen anzupassen.
www.wirtgen-group.com
TATRA
Weltweit bewährt im härtesten Einsatz
Zwei Schwerlastkipper Phoenix 8x8 zeigten ihre Stärken für den Bergund
Tunnelbau am Stand und auf der Demo-Fläche.
B
ereits 1923 erfand der österreichische
Ingenieur Hans Ledwinka bei Tatra
im tschechischen Koprivnice das Zentralrohrrahmen-Fahrwerk
mit Einzelradaufhängung.
Eine geniale Idee, die über die
Jahrzehnte immer weiterentwickelt
wurde. Sie verleiht Radfahrzeugen
einzigartige Traktionseigenschaften.
DI Robert Kerschl, Vertriebsleiter für
Tatra bei Tschann, über den Auftritt auf
der steinexpo: „Wir haben zwei Tatra 50 t
Schwerlastkipper Phoenix 8x8 präsentiert.
Ein Fahrzeug wurde in der dynamischen
Präsentation eingesetzt und konnte hier
im direkten Vergleich mit Knickgelenk-
Dumpern eindrucksvoll beweisen, dass
man mit 32 t Nutzlast und der 20 m 3
Mulde von VSMont ebenbürtig agiert, aber
bei den Total Costs of Ownership – also bei
Anschaffungs-, Wartungs- und Betriebskosten
– rund 30% günstiger liegt.“
Beim Modell Phoenix kombiniert Tatra
das Beste aus zwei Welten: Während
Rahmen und Achsen aus der eigenen
Fertigung kommen, stammen Motoren
und Fahrerhäuser vom niederländischen
Lkw-Hersteller DAF. Wahlweise werden
manuelle oder automatisierte 16-Gang-
Getriebe von ZF oder vollautomatische
Wandlergetriebe von Allison verbaut.
Damit sind Service, Reparatur- und
Ersatzteilversorgung über das DAF-Partnernetz
in ganz Europa sichergestellt. Im
Der Schwerlastkipper Phoenix 8x8 verfügt
über ein hochmodernes Fahrgestell für alle
Transport- und Einsatzzwecke abseits
befestigter Straßen.
Gegensatz zu Nutzfahrzeugen, die für den
Straßeneinsatz konzipiert und optional
mit Allradantrieb zu haben sind, tragen
die Tatra Fahrgestelle die „Offroad Gene“
bereits von Anfang an in sich. Mit bis zu
37,5 t Nutzlast sind die Tatra Phoenix
Muldenkipper wirtschaftlich klar im
Einer der beiden
Schwerlastkipper Phoenix 8x8
im Ladespiel auf der Demo-
Fläche der steinexpo.
Die Tschann Nutzfahrzeuge
GmbH in Salzburg ist Tatra-
Partner für Österreich, Bayern
und Südtirol. Im Bild das
Messeteam der Firmen Tatra
und Tschann (von links):
DI Robert Kerschl (Vertriebsleiter
für Tatra bei Tschann),
Manfred Ziegler (Tatra
Technik-Spezialist und
Instruktor) und Anton Gebert
(Tschann-Marketingleiter).
Vorteil: Deutlich reduzierte Investitions-,
Betriebs-, Wartungs- und Reparaturkosten,
höhere Transportgeschwindigkeiten
für mehr Umläufe pro Schicht und die
Einsatz-Flexibilität dank Straßenzulassung
bedeuten in Summe mehr Effizienz.
www.tschann.biz
102 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2023 103
STEINEXPO
„Wir freuen uns über die zahlreichen
guten Gespräche auf dem Messestand
und das herzliche Wiedersehen mit den
qualifizierten Fachbesuchern nach der
langen steinexpo-Pause“, betont Andreas
M. Lohner, Geschäftsführer Develon
Deutschland und Vertriebsleiter für
Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Mit seiner kraftvollen Hydraulik
gewährleistet der Stufe V-konforme
Develon Radlader DL550-7 schnelles und effizientes
Arbeiten. Hier im Ladespiel mit dem knickgelenkten
Develon Muldenkipper DA45 4x4, dem
ersten Muldenkipper von Develon, der über
einen 4x4 Antrieb verfügt.
MOERSCHEN
Effizientes Abscheiden von Leichtstoffen
Mit dem wash-bear der Firma Moerschen können durch das Schwimm-Sink-Prinzip
Leichtstoffe zuverlässig und sauber von der Mineralik getrennt werden.
D
ie Moerschen Mobile Aufbereitung
GmbH produziert ihre Anlagen
„Made in Germany“ in Willich in der
Nähe von Düsseldorf. Wie funktioniert
der wash-bear? Zentrales Element der
einfachen und unverwüstlichen
Technologie ist die patentierte Förderschnecke,
mit der eine Effizienz von
nahezu 100% gewährleistet ist. Durch
eine intelligente Steuerung lassen sich
Drehgeschwindigkeit und Steigung der
Schnecke stufenlos regeln und damit die
Entwässerung des Materials. Die
Austragung der aufschwimmenden
Leichtstoffe erfolgt kontinuierlich und
selbsttätig über ein eigens für den
wash-bear konzipiertes Bürstenband.
Vervollständigt werden die Abscheidungsoptionen
unter anderem durch
einen optionalen Windsichter. Als
Endprodukt steht immer eine kapillarwassergesättigte
reine Mineralik zur
Verfügung, die beispielsweise ohne
Weiteres als optimaler Recycling-
Zuschlag in der Betontechnologie
Verwendung finden kann. Im Zusammenspiel
mit weiteren Anlagen ergeben
sich dadurch zahlreiche Möglichkeiten.
Erweitert wurde die Produktpalette
zuletzt durch den wash-bear track 190,
der als raupenmobile vollautarke
Arbeitseinheit die bislang halbstationär
auf Hakenliftrahmen lieferbaren
Modelle ergänzt. Die Konstruktion
erlaubt ein Umsetzen der Maschine im
betriebsbereiten Zustand. Zusätzliche
Rüstzeiten fallen nicht an. Vertriebspartner
ist in Österreich seit rund
10 Jahren die BAG Klöch Aufbereitungstechnik
GmbH.
www.bag-kloech.at
www.moerschenmobil.de
STEINEXPO
Innovatives Sichtersystem im Schwimm- und
Sinkverfahren: Der wash-bear pro 150
Schwimm-/Sinkabscheider bietet eine
Produktionsleistung von bis zu 150 t/h.
DEVELON
Neue Marke positiv aufgenommen
Develon, vormals Doosan Construction Equipment, präsentierte einen Auszug
aus seinem umfangreichen Programm an Maschinen für Gewinnungsbetriebe
und freute sich über die hohe Akzeptanz der neuen Marke.
D
er Schwerpunkt der Präsentation lag
auf Kettenbaggern, Radladern und
knickgelenkten Muldenkippern. Das
Highlight war jedoch auf dem Demogelände
zu sehen. Hier zeigte Develon das
perfekte Zusammenspiel vom Kettenbagger
DX800LC-7, dem Radlader DL550-7
und dem knickgelenkten Muldenkipper
DA45-7 4x4. Der DX800LC-7 ist nach
dem DX1000LC-7 der zweitgrößte
Kettenbagger, den Develon aktuell im
Programm hat. Unterstützt wurde der
DX800LC-7 von einem DL550-7 Radlader
von Develon. Er ist Teil der preisgekrönten
-7-Serie. Seine Leistung von
283 kW/385 PS erhält er von einem
Scania DC13 Motor, der die aktuellen
Anforderungen an die Stufe V erfüllt.
Durch die Kombination dieser Eigenschaften
bieten die -7 Radlader von
Develon eine ausgezeichnete Beladung
Andreas M. Lohner im Gespräch
mit Baublatt.Österreich
Herausgeber Karl Englert.
der 5,7 m³ Schaufel bei jedem Ladezyklus.
Der knickgelenkte Muldenkipper DA45-7
4x4 ist der erste Muldenkipper von
Develon, der über einen 4x4 Antrieb
verfügt. Die neue 4x4 Version ist angetreten,
um starren Muldenkippern in der 40 t
Klasse Konkurrenz zu machen. Mit
seinem 4x4 Design bietet die neue Version
des DA45-7 4x4 ein besseres Handling auf
schlechten Straßen und ein ruhigeres
Fahren auf steilen Wegen als starre
Muldenkipper. Auch der Wendekreis ist
deutlich kleiner. Auf seinem Stand zeigte
Develon den Kettenbagger DX490LC-7,
den Radlader DL420CVT-7 und den
knickgelenkten Muldenkipper DA30-7.
Nachdem Develon seinen neuen
Namen erst im März auf der Conexpo in
Las Vegas vorgestellt hatte, war die
Akzeptanz der Marke auf der steinexpo
bereits erstaunlich hoch. Dazu Andreas
M. Lohner, Geschäftsführer Develon
Deutschland: „Nicht nur unsere Kunden,
sondern auch die vielen interessierten
Besucher kannten die neue Marke
bereits, und wir bekamen ein durchwegs
positives Feedback.“ Lohner, der zum
1. März die Aufgabe des Vertriebsleiters
für Deutschland, Österreich und die
Schweiz (D-A-CH) sowie Osteuropa
übernahm und zum 1. Juni 2023 zusätzlich
als Geschäftsführer Develon Deutschland
der neu gegründeten Gesellschaft
HD Hyundai Infracore Deutschland
GmbH mit Sitz in Mannheim berufen
wurde, freute sich über das herzliche
Wiedersehen mit vielen Kunden und
Netzwerkpartnern. Mit Blick auf die Messe
ergänzt Lohner: „Der Messeleitung ist es
wieder einmal gelungen, dieses besondere
Messekonzept perfekt umzusetzen.“
www.eu.develon-ce.com/de
POWERSCREEN
MARKET LEADING CRUSHING AND SCREENING TECHNOLOGY
-Baumaschinen
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Kuhn Baumaschinen GmbH • Zentrale Eugendorf, Kuhn Straße 1, A-5301 Eugendorf bei Salzburg
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104 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2023 105
KOMATSU
Smarte Lösungen für mehr Effizienz
K
omatsu präsentierte einen breiten
Querschnitt über das Produktprogramm
– vom knickgelenkten Muldenkipper
HM400 über den Hybridbagger
HB365, den Radlader WA475, die Planierraupe
D61PXi mit intelligenter Maschinensteuerung
der zweiten Generation ab Werk
bis hin zu dem in Hannover entwickelten
und produzierten Mobilbagger PW180 und
dem kompakten Radlader WA100. Zusätzlich
wurden der Radlader WA600-8 sowie
ein HD605-8 Muldenkipper in der täglichen
Live Demo Show gezeigt.
Vorgestellt wurde auch Smart Quarry
Site für den effizienten und sicheren
Steinbruchbetrieb. Diese markenunabhängige
Lösung konzentriert sich auf sechs
Schlüsselbereiche: Sicherheit, Baustellenmanagement,
Produktion, Zustand der
Maschinen, Wartung, Kraftstoffverbrauch
und CO2-Emissionen für den Bergbau und
große Tiefbauprojekte. Smart Quarry Site
liefert u.a. Nutzlastdaten und Produktionsraten
in Echtzeit von allen Maschinen
der Flotte. Das System zeigt Verbesserungspotenziale
und Engpässe auf, sodass
die Sicherheit und Produktion gesteigert
und die Betriebskosten gesenkt werden
können.
Weiters stellten die Komatsu Experten
die Lösungen von Smart Construction vor.
Dazu zählt auch das Smart Construction
Fleet System zur Verfolgung und Analyse
von Maschinenaktivitäten in Echtzeit, das
Der WA600-8 und der HD605-8 präsentierten
sich im Rahmen der Live Demo als eine perfekte
Kombination. Ausgerüstet war der HD605-8 mit einer
speziellen Muldenausführung für geringere Lärmemissionen
und erhöhte Lebensdauer.
Auf dem Stand und auf der Demo-Fläche informierte Komatsu über die neuesten
Produkte und Technologien für die Steinbruch- und Gewinnungsbranche.
Smart Quarry Site
bietet in
Steinbrüchen und
Großbaustellen
jederzeit einen
Echtzeit-Überblick
über die
Bewegungen und
den Zustand aller
Maschinen und
ermöglicht es,
Chancen zu
erkennen und
Ziele zu
erreichen.
sowohl für den Einsatz im Steinbruch wie
auf der Baustelle geeignet ist – sogar für
gemischte Maschinenflotten. Smart
Construction ermöglicht eine regelmäßige
Aktualisierung des Steinbruchs, indem es
Vermessungen per Drohne anbietet, die
sowohl sicherer als auch effizienter als
eine herkömmliche Vermessung sind. Mit
einer regelmäßigen Drohnen-Befliegung
können Veränderungen im Steinbruch
unmittelbar erfasst werden. Die Kunden
können dann eine aktualisierte visuelle
Zeitschiene dieser Änderungen direkt auf
dem Smart Construction Dashboard
einsehen. Dieser optimierte Prozess
gewährleistet, dass die Kunden immer
einen aktuellen Überblick über ihre
Steinbruchbestände haben. Auch ermöglicht
Smart Construction, Drohnendaten
für ein effektives Lagermanagement zu
nutzen.
Komatsu betonte auch den klaren
Fokus auf seine Rolle als mehrwertschaffender
Partner in seinen Geschäftsbeziehungen.
Aus diesem Antrieb heraus waren
auch die Komatsu Fahrerschulungen mit
innovativen Technologien Teil des Messeauftritts.
Das Programm beinhaltet Kurse
für jeden Fahrkenntnisstand und verschiedene
Maschinentypen. Neben der effizienten
Bedienung der Baumaschine, welche
einen wesentlichen Einfluss auf die
Maschinenbetriebskosten hat, werden
auch sicherheitsrelevante Aspekte
geschult.
www.komatsu.eu | www.kuhn.at
106 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
BRIDGESTONE
Premiumprodukte für Gewinnungsmaschinen
Der neue Bridgestone VMTD eignet sich mit seinen Leistungsmerkmalen
ideal für den Einsatz in Steinbrüchen und im Bergbau.
A
ls wichtiger Vertreter im OTR-Segment
informiert Bridgestone über sein
komplettes und am Markt bewährtes
Produkt-Line-up. Vor Ort waren zahlreiche
Maschinen namhafter Baumaschinenhersteller
sowohl im Einsatz als auch auf den
Standflächen mit den Bridgestone Reifen
zu sehen.
Ein besonderes Highlight war die Vorstellung
des neuen Bridgestone VMTD in der
Dimension 24.00 R35. Der Muldenreifen
verfügt über ein extra tiefes Profil für
maximale Traktion auf unbefestigten
Pisten, bietet eine hervorragende Haltbarkeit
und eignet sich somit ideal für den
Einsatz in Steinbrüchen und im Bergbau.
Im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem
Bridgestone VMTP, ermöglicht der neue
VMTD Premiumreifen zudem eine um 8%
verbesserte Tragfähigkeit. „Im Fokus
unserer übergreifenden Produktstrategie
WERKZEUG&MEHR
TOOLS&MORE
stehen Sicherheit und Premiumqualität –
dies gilt natürlich auch speziell im
Segment der OTR-Reifen für den schweren
Einsatz. In diesem Sinne erweitert der
neue Bridgestone VMTD mit seiner hohen
Langlebigkeit und Belastbarkeit ideal
unser umfangreiches Portfolio“, betont
Christoph Frost, Director Commercial
Products Bridgestone Central Europe. Mit
seinen besonderen Leistungsmerkmalen
steht das Neuprodukt des Reifenherstellers
im Einklang mit dem Bridgestone E8
Commitment und schafft einen signifikanten
Mehrwert in Bezug auf die Leitbegriffe
„Efficiency“, „Extension“, „Economy“ und
„Ease“. Bei der Demonstration der
Bridgestone Reifen lag der Fokus nicht
nur auf der Leistungsfähigkeit, sondern
auch auf der Bedeutung des korrekten
Luftdrucks für eine optimale Reifenperformance.
Aus diesem Grund wurde das
STEINEXPO
Dr. Knut Scharf (Key Account Manager
bei Bridgestone) mit dem neuen
VMTD Premiumreifen.
Bridgestone Tire-Pressure-Monitoring-
System TPMS vor Ort vorgeführt, das eine
präzise Überwachung und Kontrolle des
Reifendrucks ermöglicht.
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FUHRPARK
FACTS
Motor: 2,0 l Turbobenzin,
140 kW (190 PS)
Eigengewicht: 1.497 kg
Sitzplätze: 4+1
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 750 kg/1.600 kg
Testverbrauch: 6,6 l/100 km
Listenpreis: 39.239,54 Euro
(inkl. MwSt. & NoVa)
+ präzise Lenkung
+ optisch gelungen
+ vernünftiger Verbrauch
- begrenztes Platzangebot im Fonds
- komplizierte Bedienung
- leicht verwirrtes Navi
H
inter dieser Geschichte steckt keine
kindliche Begeisterung. Wo denken
Sie hin? Es geht um einen Kombi, der
natürlich in erster Linie eines ist:
praktisch. Dass gewisse Ausstattungsmerkmale
dieses Kombis so gar nicht
Kombi-like sind, macht die Sache erst
so richtig interessant, womit wir wieder
bei der kindlichen Begeisterung wären.
Doch der Reihe nach. Sein Name: Cupra
Leon SP Kombi 2.0 TSI. Wer es ganz
CUPRA LEON SP KOMBI 2.0 TSI DSG 190
Volle Kraft voraus
genau nimmt, kann noch DSG und 190
hinten dransetzen. Sein Ego ist genau
genommen breit gestreut, aber deswegen
zum Glück noch lange nicht schizophren.
Mit 190 Benzin-PS aus 2,0 l Hubraum,
kombiniert mit dem wie immer top
abgestimmten Doppelkupplungsgetriebe
aus dem VW-Konzern braucht man kein
Pkw-Narr zu sein, um eines zu erkennen:
Hier geht die Post ab, noch bevor
der Postmeister die ersten Takte auf
Gelungen – sein
sportliches Auftreten
macht den Cupra Leon
SP Kombi zu einem
echten Eyecatcher.
seinem Posthorn geblasen hat. Fahrwerks-
und Lenkungsabstimmung folgen
dem auf sportlich getrimmten Duo im
Windschatten. Fast schon reizvoller: den
Cupra Leon gleitend statt hetzend über
Landstraßen rollen lassen. Dank dem
passablen Hubraum ein nicht minder
eindrucksvolles Erlebnis.
Fazit: Ein nicht alltäglicher Kombi, der
auch für die alltäglichen Aufgaben
bestens gewappnet ist.
SUBARU SOLTERRA E-XPERIENCE
Gesellschaft für den Boxermotor
E
s ist ein sagen wir ruhig durchaus
epochales Ereignis. Seit mehr als fünf
Jahrzehnten war es eine traditionelle
Selbstverständlichkeit, dass unter der
Motorhaube von jedem Subaru ein
Boxermotor am Werken ist. Aus Sicht der
japanischen Allradprofis die Motorenbauart,
die (im O-Ton zitiert) am sichersten,
spaßigsten (!) und langlebigsten ist. Wieso
die Verfechter des Benzinmotors (den
unleidlichen Ausflug ins Dieselsegment
mit einem Selbstzünderboxer lassen wir
lieber außer Acht) ihrem Markenzeichen
nach all den Jahren eine weitere
Antriebsart, die noch dazu in einem
neuen Modell verpackt ist, zur Seite
stellen, lässt sich mit vier Worten
erklären. Der Neue fährt elektrisch.
Natürlich hat der Neue auch einen
Namen: Solterra, eine Mixtur aus den
lateinischen Wortteilen für Sonne und
Premiere – der
Solterra ist das
erste Elektroauto
von Subaru.
Erde. Wieso es der Naturfreund mit
Subaru-typischem Allradantrieb samt
großer Bodenfreiheit (21 cm) trotzdem
faustdick hinter den Ohren hat, zeigt ein
Blick auf die Fahrzeugdaten. 118 kW
Dauerleistung (das sind etwas mehr als
160 PS), gepaart mit 2.013 kg Eigengewicht
und 71,4 kWh Hochvoltakkus
machen den ersten elektrischen Subaru
zu einem in allen Lebenslagen aber sowas
von alltagstauglichen Wegbegleiter.
Mehr als brauchbare Reichweite
Und bevor jetzt die bei einem Elektroauto
unumgängliche Frage nach der Reichweite
kommt: Im Baublatt.Österreich-
Test waren es unter realen Bedingungen
rund 420 km. Der Kombination von
vernünftiger Gesamtlänge (4,69 m) und
in Relation dazu großzügigem Radstand
(2,85 m), verdankt der Solterra seine tolle
FUHRPARK
Straßenlage und sein großzügiges
Platzangebot im Innenraum. Als Spaßbremse
in Sachen Beinfreiheit für Fahrer
und Beifahrer erweist sich dabei allerdings
die viel zu dominante Mittelkonsole.
Ebenso unverständlich, warum der
Allradler ohne klassisches Handschuhfach
auskommen muss. Apropos auskommen:
Der Österreichische Markt muss
noch bis ins erste Quartal 2024 ohne den
Elektro-Allradler auskommen (bestellt
werden kann er schon), erst dann starten
die Auslieferungen. Das Gute daran: Der
Wechsel vom Modelljahr 2023 auf das
Modelljahr 2024 beschert dem Newcomer
auch ein neues Lademanagement und
damit ein Update von einphasigem auf
dreiphasiges Laden.
Ob Sie tatsächlich so lange warten sollen
(immerhin noch gut fünf Monate)?
Glauben Sie uns, es zahlt sich aus.
KIA XCEED GT-LINE 1.5 T-GDI 48V DCT
Hier wird gedreht und nicht gewischt
A
nno 2023 in ein Auto wie den facegelifteten
Kia XCeed GT-Line 1.5 T-GDI
einzusteigen, ist eine wahre Wohltat. Der
erste Rund-um-Blick im Cockpit: Es gibt
sie noch, die Dinge, die anderswo um jeden
Preis durch angeblich zeitgemäßere
Lösungen ersetzt werden: Drehregler und
Drucktaster, noch dazu in einer mehr als
vernünftigen Größe. Wer greift schon
gerne zur Sehhilfe, wenn er nur die Stufe
des Gebläses erhöhen möchte. Vom schnell
durchschauten Arbeitsumfeld zum Ego des
knallgrünen Fünfsitzers, der den Zusatz
GT-Line in seinem Namen nicht umsonst
trägt. Als unübersehbare Visitenkarte rollt
der XCeed in dieser Ausstattungsvariante
auf 18-Zöllern, aufgezogen auf sportlichen
Leichtmetallfelgen, durchs Land. Und er
schaut nicht nur sportlich aus, er fährt
sich bei Bedarf auch so. Wenn auch der
Tadellos – wirkliche
Schwächen sucht man beim
facegelifteten Kia XCeed
GT-Line vergebens.
FACTS
Motor: 1,5 l Turbobenzin,
117,5 kW (160 PS)
Eigengewicht: 1.451 kg
Sitzplätze: 4+1
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 600 kg/1.410 kg
Testverbrauch: 5,9 l/100 km
Listenpreis: 41.890,– Euro
(inkl. MwSt. & NoVa)
+ Mild-Hybrid
+ Segelfunktion
+ 7 Jahre Werksgarantie
- hohe Ladekante
- nerviger Spurhalteassistent
- Gasannahme etwas zäh
Antriebsstrang die Wünsche des Fahrers,
speziell beim schnelleren Beschleunigen,
ruhig etwas emotionaler umsetzen könnte.
Nobel zurückhaltend gibt sich der Kia
XCeed dagegen, wenn es um den Verbrauch
geht. Durchschnittlich 5,9 l/100 km
sind für ein Crossover mit 160 PS eine
wortwörtlich starke Leistung.
Fazit: Bei einem Testauto merkst Du erst
dann wie gut er wirklich war, wenn es Dir
schwer fällt, ihn wieder herzugeben.
Praktisch – ordentliche Verstaumöglichkeit
für die Ladekabel.
Image – auch im Innenraum finden sich
Namens-Schriftzüge.
FACTS
Motor: Elektro, 118 kW (160 PS)
Eigengewicht: 2.013 kg
Sitzplätze: 4+1
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 750 kg/750 kg
Reichweite: rund 420 km
Listenpreis: 65.400,– Euro
(inkl. MwSt.)
+ tolles Gesamtpaket
+ fernab vom Mainstream
+ komfortable Fahrwerksabstimmung
- saftiger Preis
- Batterieladestand ohne Prozentanzeige
- (noch) geringe Ladeleistung
108 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
SEPTEMBER 2023 109
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
In der Sparte Land- und Baumaschinentechnik reichte es für
Johannes Bojer – im Bild mit Betreuer Andreas Scharler; beide
Liebherr Österreich Vertriebs- und Service GmbH – trotz einer
starken Leistung leider nicht für eine Medaille.
Über seine Bronze-Medaille für Hochbau (Maurer)
freute sich Joachim Nimpf.
EUROSKILLS
Medaillenregen für Team Austria
Von 5. bis 9. September 2023 fanden in Danzig die achten Berufseuropameisterschaften
EuroSkills statt. Umrahmt von einer spektakulären Schluss-Show ging Österreich mit
sieben Gold-, sechs Silber- und fünf Bronze-Medaillen als großer Sieger der EuroSkills
hervor. Zusätzlich sicherte sich das Team Austria neun Medallions for Excellence, die
für außergewöhnliche Leistungen nach den Podestplätzen vergeben werden.
N
icht nur zu Europameistern, sondern
gleich zu den besten Österreichs küren
sich Christoph Schipflinger (aus Itter,
Tirol) und Stefan Winder (aus Bildstein,
Vorarlberg): Das Gartengestalter-Duo holt
auf beeindruckende Weise Gold und den
prestigeträchtigen Titel „Best of Nation“,
der für das berufsübergreifend höchste
Österreich holte mit 7 x Gold, 6 x Silber und 5 x Bronze die meisten Medaillen aller 32 teilnehmenden
Nationen. Zusätzlich sicherte sich das Team Austria 9 Medallions for Excellence.
Die Gartengestalter Stefan Winder (links) und Christoph Schipflinger (Mitte) holten nicht nur Gold, sondern auch
den Titel „Best of Nation“, der für das berufsübergreifend höchste Punkteergebnis pro Land vergeben wird.
Punkteergebnis pro Land vergeben wird.
Gold holt ebenfalls der Vorarlberger
Timo-Nils Theisl: Der Lustenauer von der
Fliesen Felder GmbH kürt sich zum
Europameister der Fliesenleger. Europameisterin
ist nun auch Anna Saurer: Die
gebürtige Außerfernerin, die in der
Bundeshauptstadt im Café Central
arbeitet, ist die beste Konditorin Europas.
Eine weitere Goldmedaille sichert sich die
oberösterreichische Familie Danninger:
Nur wenige Monate nachdem Cousin
Patrick Gold bei den Weltmeisterschaften
holte, hat nun Niklas Danninger nachgelegt.
Der Herzogsdorfer (beschäftigt bei
Hauser GmbH in Linz) kürt sich zum
Fotos: Skills Austria/Florian Wieser
Europameister der Kälte- und Klimatechniker.
Das Bundesland darf dank Sandra
Berger sogar ein zweites Mal Gold
bejubeln: Die Niederwaldkirchenerin ist
ab sofort Europas beste Floristin.
Gleich vier Bundesländer lassen Lisa
Lintschinger (beschäftigt bei der Änderungsschneiderei
Moser, aus Tamsweg,
Salzburg) und Anna Maria Theurl
(ursprünglich aus Osttirol, lebt in Graz
und arbeitet bei Vossen im Burgenland)
heute feiern: Das Duo schneiderte sich mit
fulminanten Leistungen an die Spitze
Europas. Für das Burgenland ist es eine
Premiere: Es ist die erste Goldmedaille bei
Euro- oder WorldSkills.
Eine nahezu filmreife Geschichte
schreibt Lara Tynnauer: Die Steirerin
(beschäftigt bei Pure Beauty GmbH in
Graz) rutscht erst durch eine Absage vor
knapp 14 Tagen ins EM-Aufgebot – und
holt prompt Gold in der Schönheitspflege.
Damit nicht genug: Es ist die Premierenmedaille
in dieser Kategorie für die
Alpenrepublik.
Sechs Mal Silber
Als Vizeeuropameister darf sich ab sofort
Florian Steffek (aus Melk, beschäftigt bei
der Gottwald GmbH) bezeichnen: Der
Niederösterreicher holt Silber bei den
Elektrotechnikern. Für eine Premiere
sorgen die HTL-Absolventen Paul Hilscher
(aus Wolkersdorf) und Timon Schwarz (aus
Parbasdorf): Das niederösterreichische
Duo holt Österreichs erste Medaille – sie
glänzt in Silber – im Beruf IT-Netzwerk
und Systemadministration. Auch der
zweite Elektriker im heimischen Starterfeld
darf jubeln: Der oberösterreichische
Anlagenelektriker Lukas Frühwirth
(beschäftigt bei der voestalpine in
Linz) sichert sich mit Rang zwei
ebenfalls die Silbermedaille.
Silber holt sich ebenfalls das
oberösterreichische Entrepreneurship-Doppel
Lukas Dragoste
(aus St. Georgen bei Obernberg) und
Christian Eberherr (aus St. Pantaleon).
Die beiden Absolventen der HTL Braunau
küren sich damit zu Vizeeuropameistern.
Für Tirol schreibt Elias Krißmer (von
der Stahl Group GmbH) an: Der Imster
holt Silber bei den Kfz-Technikern. Jürgen
Perhofer (aus dem steirischen Birkfeld)
schnappt sich bei den Möbeltischlern
Silber: Die Fachkraft der Tischlerei Zottler
sorgt damit für die erste österreichische
EuroSkills-Medaille in diesem Beruf.
Fünf Mal Bronze
Der niederösterreichische Hochbauer
Joachim Nimpf – er arbeitet für die
Jägerbau Pöggstall BaugmbH – holt
Bronze. So wie Denise Gringl: Die Steirerin
vom Rogner Bad Blumau landet als
Dritte am Podium der Hotel-Rezeptionisten.
Die rot-weiß-rote Erfolgsgeschichte
bei den Malern setzt die Kärntnerin
Johanna Stabentheiner fort: Die Fachkraft
der Malerei Wieser wird Dritte. Für eine
zweite Kärntner Medaille sorgt Bettina
Veratschnig: Im Skill Restaurant-Service
sichert sich der „Young Professional“ des
Parkhotels Pörtschach ebenfalls Bronze.
Der Oberösterreicher René Krumphuber
(aus Pettenbach, von der Strasser Dach
GmbH) holt Bronze bei den Spenglern.
Medallions for Excellence
Bei Euro- und WorldSkills werden
besondere Leistungen nach den Podiumsplätzen
(mindestens 700 von insgesamt
800 zu erreichenden Punkten) mit einer
„Medallion for Excellence“ ausgezeichnet.
Aus Österreich sichern sich neun Teilnehmende
das Leistungsdiplom: Bäckerin
Julia Kusel, Bautischler Johannes
Sommer, CNC-Fräser Berkey Sahin,
Grafik-Designer Felix Gärtner, Koch
Marco Panhölzl, das Mechatronik-
Gespann Marcel Obersteiner und Lukas
Unterhuber, Sanitär- und Heizungstechnikerin
Julia Kirchner, Steinmetz
Jakob Enzensberger und Zimmerer
Jakob Marbler.
Der „Jos de Goey“-Award für die
berufsübergreifend beste Leistung aller
Startenden geht an die IT-Netzwerk- und
Systemtechniker nach Ungarn. Nur knapp
dahinter landet das österreichische
Gold-Duo Christoph Schipflinger und
Stefan Winder.
Stärkstes Land Europas
Österreich holt mit insgesamt 18 Mal
Edelmetall die meisten Medaillen des
Kontinents. Für das Land sind es damit
die dritterfolgreichsten EuroSkills aller
Zeiten – nach Budapest 2018 (21 Medaillen)
und Graz 2021 (33 Medaillen).
Österreich hält damit bei 147 Medaillen
in der EuroSkills-Historie (63 Gold-,
54 Silber- und 30 Bronzemedaillen).
Abschließend ein Blick auf die nächsten
Wettbewerbe: die WorldSkills 2024 finden
vom 10. bis 15. September 2024 in Lyon
(Frankreich) statt. Die nächsten
EuroSkills gehen 2025 in Herning in
Dänemark über die Bühne, gefolgt von den
10. EuroSkills, die von Deutschland und
Luxemburg im September 2027 in
Düsseldorf organisiert werden.
www.skillsaustria.at
Rot-Weiß-Rot dominierte
den Schlusstag der
achten Berufseuropameisterschaften.
110 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2023 111
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
SERVICE
Als früherer Europa-Pionier in der grabenfreien
Rohrsanierung ist die Rabmer Gruppe heute Vorreiter
im Bereich Energie aus Abwasser zum erneuerbaren
Heizen und Kühlen von Gebäuden.
Innovation und Nachhaltigkeit liegen in der Firmen-
DNA (von links): Ulrike Rabmer Koller mit Josef und
Maria Rabmer. „Unseren Erfolg verdanken wir in
erster Linie unseren bestens ausgebildeten und
kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie
sind unser wichtigstes Kapital“, betont Rabmer-Koller.
RABMER
Rabmer Gruppe feiert 60 Jahre Innovationskraft
Die Rabmer Gruppe aus Altenberg bei Linz feiert heuer ihr 60-jähriges Firmenjubiläum.
Das 1963 im Baubereich gegründete Unternehmen hat sich kontinuierlich zu einem international
tätigen Unternehmen mit breitem Leistungsspektrum in den Bereichen Hochund
Tiefbau, Holzbau sowie Kommunaltechnik und Umwelttechnologie entwickelt.
M
it seinen innovativen Umwelttechnologien
setzt das Familienunternehmen
seit mehr als drei Jahrzehnten nationale
und internationale Maßstäbe und wurde
dafür mehrfach mit renommierten Preisen
ausgezeichnet. Als verlässlicher Partner
und starker regionaler Arbeitgeber ist das
Unternehmen fit für die Zukunft.
Die Rabmer Gruppe wurde am 21. Juni
1963 von Josef und Maria Rabmer gegründet
und wird in zweiter Generation von
deren Tochter Ulrike Rabmer-Koller
geführt. So wie schon ihrem Vater liegt
auch ihr die Innovation im Blut: „Meine
Eltern haben eine sehr gute Basis geschaffen,
auf die ich aufbauen durfte. Gemeinsam
mit meinem Team habe ich das
Unternehmen weiterentwickelt und
laufend ausgebaut. Innovation und neue
Ideen waren dabei immer Treiber unseres
Erfolges“, erklärt Rabmer-Koller,
Geschäftsführende Gesellschafterin der
Rabmer Gruppe. Zu den wesentlichen
Erfolgsfaktoren der Rabmer Gruppe zählt
neben der Innovationskraft auch das
qualifizierte Team, bestehend aus aktuell
110 Mitarbeitern. Einen hohen Stellenwert
hat auch die Lehrlingsausbildung: weit
mehr als 100 junge Fachkräfte wurden
bereits im Betrieb ausgebildet.
Als Komplettanbieter im Baubereich
sowie durch die Entwicklung und Implementierung
modernster Umwelttechnologien
und Verfahren hat die Rabmer
Gruppe ihre Position als Europa-Pionier in
der grabenfreien Rohrsanierung sowie als
Vorreiter mit der Gewinnung von Energie
aus Abwasser zum erneuerbaren Heizen
und Kühlen von Gebäuden gestärkt. Für
seine zahlreichen wegweisenden und
innovativen Projekte – wie etwa die
erneuerbare Heizung und Kühlung mit
Energie aus Abwasser der Wienkanalzentrale
und der Vio Plaza– wurde das
Unternehmen laufend mit begehrten
Preisen wie dem GBB und Trigos Award,
dem Hermes Klimaschutzpreis oder dem
Energy Globe Award ausgezeichnet.
Beim verantwortungsvoll agierenden
Familienunternehmen sind Nachhaltigkeit,
Klima- und Umweltschutz wesentliche
Elemente der Firmenphilosophie und
-strategie. „Sie sind förmlich Teil unserer
Firmen-DNA“, beschreibt Rabmer-Koller.
Die Dienstleistungen und Produkte im Bau
sowie in der Umwelttechnologie vereinen
Wirtschaftlichkeit mit Umwelt- und
Klimaschutz und werden laufend erweitert,
um gemeinsam mit Partnern und
Kunden dem Klimawandel Rechnung zu
tragen und die Erreichung ihrer Klimaziele
zu unterstützen.
Als Klimabündnisbetrieb und Träger
des Österreichischen Bundesumweltzeichens
legt Rabmer auch im eigenen
Unternehmen großen Wert auf Nachhaltigkeit.
Das Unternehmen heizt mit Restholz
von Bau und Zimmerei, ein Großteil des
benötigten Stromes wird seit über sieben
Jahren mittels Photovoltaik erzeugt, rund
15.000 m 2 ungenutzte Betriebsfläche
wurden zu einer Bienenwiese umgestaltet,
die Beleuchtung wurde gänzlich auf LED
umgestellt, und aktuell wird auf E-Mobilität
umgesattelt. „Im Baubereich arbeiten
wir fast ausschließlich mit regionalen
Lieferanten zusammen und setzen auf
umweltfreundliche Materialien. Zudem
achten wir auf effizientes Baustellen-
Management im Sinne der Optimierung
von Transportwegen“, rundet die
Geschäftsführerin die Maßnahmen auf
dem Betriebsgelände in Altenberg ab.
www.rabmer.at
Fotos: www.guenterstandl.de
KURZURLAUB VON DER BAUSTELLE
Südafrikanischer Lifestyle mit Glamour
Es gibt wohl kaum einen schöneren Ort im steirischen Vulkanland: Das neue Luxus-Hideaway
„Julianhof Premium Guesthouse & Spa“ liegt inmitten der Genussregion mit Blick auf den
Weinort Straden und die Weinberge. Dieser neue Sehnsuchtsort wurde für Gäste geschaffen,
die das Außergewöhnliche lieben, denn durch die Großzügigkeit des Areals sowie das
afrikanisch angehauchte Design fühlt man sich wie in einer anderen Welt.
inzigartig sind die beiden Häuser
E „Farmhouse & Pool“ sowie „Beachhouse
& Pool“ in vielerlei Hinsicht: vom
exklusiven Beach-House-Flair mit mehr
als 1.000 m2 Garten-Oase, beheiztem
und schier endlosem Infinity-Pool über
Sauna-Haus und Relaxbereich bis hin
zum exklusivem Jacuzzi Whirlpool. Das
„Farmhouse & Pool“ bietet Platz für bis
zu fünf Personen, das „Beachhouse &
Pool“ für bis zu sieben Personen. Somit
sind die Häuser eine perfekte Destination
für Familien, Freunde oder Paare,
die absolute Privatsphäre schätzen. Ein
weiteres Highlight für Gäste des „Beachhouse
& Pool“: eine großzügige Lounge
mit Outdoor-Küche und bunten Pölstern
aus Mosambik – inspiriert von 6-Star-
Luxus-Strandhäusern.
„Wir wollten etwas schaffen, das uns an
diese magischen und einzigartigen
Momente in afrikanischen Lodges
erinnert“, so die Inhaber Nicole und
Bernd Rathgeb. Um Bestehendes zu
erhalten, wurde mit viel Aufwand das
200-jährige Gebälk eines alten Stalls
wieder verwendet um Neues entstehen
zu lassen. Die Kombination aus offener
Architektur und dem einzigartigen
Interior der Häuser ist grandios und man
genießt relaxten Barfuß-Luxus.
Unbeschwertheit und Sorglosigkeit sind
zum neuen Luxusgut avanciert. Deshalb
wird ein spezielles Konzept aus
zubuchbaren Leistungen angeboten,
das dem Gast viele Möglichkeiten an
Sport, Kulinarik und Freizeit eröffnet
und den Aufenthalt noch glamouröser
gestaltet. In Sachen Gaumenfreuden
wird mit einigen der besten steirischen
Köche kooperiert, somit genießt man im
Julianhof auch in kulinarischen Belangen
Premium-Service. Das abwechslungsreiche
Frühstück wird jeden Tag
frisch angeliefert und kann sowohl als
Pyjama-Frühstück als auch als Floating-
Das neu eröffnete Julianhof
Premium Guesthouse & Spa bringt mit
südafrikanischem Beach-House-Style neue
Sphären in die südliche Steiermark und eröffnet
neue Urlaubswelten – mit Brunch
am Pool & Private Chef.
Brunch im eigenen Pool genossen
werden. Buschenschank-Catering,
Limousinen-Abholservice, Private
Cooking vom Haubenkoch und davor eine
Yoga-Einheit mit Massage – ganz privat
direkt im Ferienhaus. Annehmlichkeiten
der Premium-Klasse und easy going-
Feeling – südafrikanischer Lifestyle ab
sofort im Julianhof Premium Guesthouse
& Spa.
www.julianhof.at
112 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2023
113
SERVICE
BÜCHER
PRAXISHANDBUCH BAUKG
1. Auflage 2023; Buch kartoniert; 204 Seiten
ISBN: 9783707347227; 49,00 Euro
BAUVERTRAGS- UND NACHTRAGSMANAGEMENT
Inklusive Kommentar zu den ÖNormen B 2110 und
B 2118; Eigenverlag 2023; ISBN 978-3-950-42983-1
Eine Vielzahl von Unfällen auf Baustellen ist auf Fehler
bei der Bauplanung oder der Baustellenorganisation
zurückzuführen. Das Bauarbeitenkoordinationsgesetz
(BauKG) will diesem Umstand entgegenwirken, indem
es Maßnahmen vorschreibt, die das Unfallrisiko vermindern.
Das Handbuch beschreibt detailliert die Aufgaben
der beteiligten Personen nach dem BauKG. Für die
Erstellung eines SiGe-Plans und einer Unterlage für
spätere Arbeiten werden die betreffenden gesetzlichen
Bestimmungen im ersten Teil ausführlich erläutert und
im zweiten Teil praxisgerecht dargestellt. Ebenso wird
aufgezeigt, dass es neben dem BauKG eine Koordinationsverpflichtung
nach den klassischen Arbeitnehmerschutzbestimmungen
(ASchG und BauV) zwischen den verschiedenen
Arbeitgebern gibt, wenn ihre Arbeitnehmer sich gegenseitig gefährden
können. Von erfahrenen Praktikern verfasst, bildet das Werk eine
wertvolle Unterstützung für alle Planungs- und Baustellenkoordinatoren,
um die gesetzlichen Vorgaben des BauKG sinnvoll und praxisgerecht
umzusetzen. Mit zahlreichen anschaulichen Illustrationen versehen, ist
es gleichermaßen als Lehrbuch für die Ausbildung wie als Nachschlagewerk
für die Praxis geeignet.
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PERSONALMANAGEMENT 4.0
Andreas Kropik, Professor (iR) an der TU-Wien, hat die Neuauflage
der ÖNorm B 2110 und der ÖNorm B 2118 zum Anlass genommen,
seinen Bestseller „Bauvertrags- und Nachtragsmanagement“ einer
umfassenden Aktualisierung und Neubearbeitung zu unterziehen.
Damit ist seine dreiteilige Bauwirtschafts- und Bauvertragsserie
komplettiert.
Für die vertragsrechtliche Abwicklung von Bauprojekten sind, um
die eigene Rechtsposition nicht zu schwächen, umfangreiche
Kenntnisse über Rechte, Pflichten und Obliegenheiten unumgänglich.
Das Buch eröffnet für Projekt-
Errichter, Planer, Örtliche Bauaufsicht
und ausführende Unternehmer die
erforderliche Wissensbasis und gibt
wertvolle Handlungsanleitungen. Alle
relevanten bauvertragsrechtlichen
Themen sind ausführlich und verständlich
erläutert. Der Bogen spannt sich
vom Vertragsabschluss bis zum neuen
Gewährleistungsrecht. Das Werk folgt
der Struktur der ÖNorm B 2110, erklärt
das rechtliche Umfeld, kommentiert
die Norm und bietet Lösungen für viele
Problemstellungen. Ebenso ist die ÖNorm B 2118, relevant für viele
öffentliche Infrastrukturprojekte, erläutert und kommentiert. Den
Bezug zur praktischen Umsetzung schaffen 200 Beispiele, 200
Anwenderhinweise und vor allem 85 Mustertexte. Mit diesem Werk
ist es dem Autor wieder gelungen, Theorie und Praxis hervorragend
zu verbinden und den Bauschaffenden anwendungsorientierte
Hinweise zu geben. www.bauwesen.at/BVuNM
Buch kartoniert; 260 Seiten; 3. Auflage 2023, ISBN: 9783714303858; 39,00 Euro
Leben und Arbeiten waren besonders in den letzten Jahren von Umbrüchen geprägt. Neben den
geänderten Wertvorstellungen, dem demografischen Wandel und der digitalen Transformation
dominieren aktuelle Megatrends wie New Work, Globalisierung und ökologische Nachhaltigkeit das
Zusammenleben in Wirtschaft und Gesellschaft. Welche Arbeitswelt werden wir und unsere
nachfolgenden Generationen morgen vorfinden? Wie werden wir in Zukunft lernen und kooperieren?
Kann Mitarbeiterführung im Kontext einer neuen Organisationskultur und hybridem Arbeiten in der
bisherigen Form bestehen oder müssen wir hier ebenfalls gänzlich neue Wege gehen? Passende
Antworten darauf zu finden, entscheidet zukünftig über den Erfolg und
das Weiterleben von uns allen. Nicht zuletzt sind daher neue Zugänge
und innovative Lösungen gefragt, die das bisherige Führen und Steuern
von Unternehmen sowie Organisationen völlig revolutionieren.
„Personalmanagement 4.0“ greift die aktuellen Trends auf, thematisiert
deren Konsequenzen auf wesentliche Bereiche des Personalmanagements
und liefert Impulse für konkrete Lösungs ansätze zur
Transformation der betrieblichen Praxis. In bewährter Form findet der
Leser auch in dieser Neuauflage erprobte Konzepte und Methoden für
den unmittelbaren Einsatz. Zur Zielgruppe zählen sowohl Mitarbeiter
im Personalmanagement als auch alle operativen Entscheidungsträger,
die sich mit Fragen der Führung und Zusammenarbeit beschäftigen.
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FEHLT DER INPUT?
KLICK DICH REIN!
114 SEPTEMBER 2023 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Der flinke Schneidkopf zum Top-Preis!
Für Bagger-, Hoflader- und Teleskopladeranbau.
individuelle Anbauvarianten
Einsatz an unterschiedlichen Trägerfahrzeugen möglich.
2,5 - 20 t
wartungsarme Zylinder-
Schwenkeinheit, 2×48°
max. 400 mm
geringes Eigengewicht
Sammelgreifer für schwaches
Material, um schneller zu arbeiten
• 3 verschiedene Größen
• optional:
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Großes Schneidvolumen für rasche Ernte.
Schneidwerk mit austauschbarem,
hochfestem Messer
Einfach nachzuschärfen, robust und
unempfindlich gegen Schmutz.
gefertigt aus hochfestem Hardox ® -Stahl
Wartungs- und verschleißarm, sehr robust und langlebig.