Baublatt Magazin November 2022
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NR. 11 | 2022
ein magazin der
specialmediacom
DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK
Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Retouren an PF 100, 1350 Wien | Einzelpreis 10,00 € | November 2022 | www.baublatt.at
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BERGE VERSETZEN:
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12 | Wasserkraft
Gemeinschaftskraftwerk Inn
feierlich in Betrieb genommen
26 | Wien Energie
Grünes Licht für die Nutzung
von Tiefengeothermie
44 | bauma 2022
Rückblick auf die Neuheiten
der Weltleitmesse in München
»
TB216 mit Kabine
oder Überrollbügel
Der TB216 ist seit Jahren eines unserer
meistverkauften Modelle von Takeuchi.
Durch sein hydraulisch verbreiterbares
Fahrwerk hat unser 1,9-Tonnen-Bagger
eine unübertroffene Standsicherheit.
Der TB216 besticht durch seine Wendigkeit speziell auch auf
engen Baustellen oder bei Renovierungsarbeiten in Gebäuden.
Der als Nackenzylinder konzipierte Hubzylinder bietet dabei
auch bei Abbrucharbeiten optimalen Schutz.
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» 1. Steuerkreis proportional gesteuert mit 33,6 l/min
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max. 10,8 l/min
» 3. hydraulischer Steuerkreis, für hydraulische
Schnellwechselplatte HUPPPlate H
» Hydraulische Spurverbreiterung von 985 mm auf 1.300 mm
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Hammerbetrieb
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Serviceangebot
EDITORIAL
Lichtblick
CAT HYDRAULIKBAGGER
315
Der Mix aus Lieferkettenproblemen,
rasant steigenden Kosten, Facharbeitermangel
und einbrechender
Auftragslage stellt die Bauwirtschaft
noch immer vor große Probleme. Ein
Thema, das wir an dieser Stelle nicht zum
ersten Mal aufgreifen und das sich weiter
zu verschärfen droht.
Umso überraschter waren wir daher von
der unglaublich positiven Stimmung, die
auf der bauma überall zu
spüren war. Natürlich war im
Vorfeld die Erwartungshaltung
groß und allgemein
wurde für die Branche ein
starker Schub durch die
Weltleitmesse in München
erwartet. Aber die positive
Energie, die wir im Rahmen
unseres Messe-Besuches
erlebt haben, war doch
beeindruckend. Die Neugier
auf die aktuellen Geräte-
Neuheiten und die Freude am
persönlichen Austausch war
auf allen Ständen deutlich zu
spüren. Maschinisten untersuchten die
neuen Baumaschinen ebenso interessiert,
wie die Firmenchefs. Viele Aussteller
wurden vom ersten Tag an überrannt und
konnten sich kaum selbst ein Bild von der
bauma machen. Dazu kommt, dass ein
Großteil der gezeigten Exponate inzwischen
neue Besitzer hat und so manches
Gerät direkt von der bauma in den
Einsatz ging. Die Investitionsfreude war
so groß, dass auch für so manchen, noch
nicht voll funktionsfähigen Prototypen
bereits Order-Listen angelegt werden
Karl Englert
Verlagsleiter und Herausgeber
BAUBLATT.ÖSTERREICH
mussten. Dies ist umso erstaunlicher, als
die Besucherzahlen deutlich unter den
Werten der Rekord bauma von 2019
blieben. Ein Lichtblick, der auch für die
weitere Entwicklung der heimischen
Bauwirtschaft Hoffnung gibt – immerhin
schaffte es Österreich auf Platz neun der
Top-Ten-Ausstellerländer. Den ersten Teil
unserer bauma-Nachberichterstattung
finden Sie in dieser Ausgabe ab Seite 44,
darunter auch die Sieger des
bauma-Innovationspreises.
Aufgrund der vielen interessanten
Neuvorstellungen,
planen wir einen zweiten
Nachbericht in unserer
Dezember-Ausgabe.
Noch ein kurzer Blick auf die
weiteren Inhalte: Anfang
November ging nach achtjähriger
Bauzeit das Gemeinschaftskraftwerk
Inn in
Betrieb. Dabei handelt es
sich um das größte Ausleitungs-Kraftwerk
der Alpen.
Wir berichten ausführlich
über die Realisierung dieser bautechnisch
anspruchsvollen Anlage im Grenzgebiet
zwischen dem Engadin und Tirol. Im
Anschluss informieren wir über die
Pinkabachbrücke, die von der ÖBB in
Haideggendorf errichtet wurde und als
technische Innovation gilt. Wir wünschen
Ihnen mit unserer aktuellen Ausgabe ein
informatives Lese-Vergnügen. Bleiben Sie
gesund!
Meint herzlichst
Ihr Karl Englert
Kiesel Austria: Partner
zum Berge versetzen
Kiesel Austria bietet ein flächendeckendes
Vertriebsnetzwerk wie
auch einen erstklassigen Service aus
einer Hand. Als Familienunternehmen
gibt es die Kiesel GmbH seit
fast 65 Jahren. Kiesel hat sich seit
seiner Gründung vom Handelspartner
zu einem Systempartner für
Kunden entwickelt. Die Anforderungen
der Kunden stehen im Mittelpunkt
und das unabhängig von der
jeweiligen Branche. Zum Produktportfolio
von Kiesel zählen neue und
gebrauchte Bau-, Umschlag- und
Sondermaschinen, Anbaugeräte und
digitale Assistenzsysteme. Unter den
Herstellern sind zahlreiche Topmarken
wie auch Weltmarktführer
vertreten. Kiesel entwickelt gemeinsam
mit seinen Partnern neue,
innovative Kundenlösungen.
IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe November 2022, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Tel.: +43/1/3100700-100, Fax: +43/1/3100700-600, E-Mail: office@specialmedia.com, Firma des Herstellers: Bauer Medien Produktion- und Handels GmbH,
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Grundlegende Richtung: BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin fü r die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung
ü ber Baumaschinen, -geräte und –technik, Web: www.baublatt.at.
BAUBLATT.ÖSTERREICH: erscheint monatlich, 10x jährlich mit zwei Doppelnummern, Auflage: 10.500 Exemplare, Einzelpreis Inland € 10,– Jahresabonnement (10 Hefte) € 70,–
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4 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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Der Cat 315 zeichnet sich durch eine hervorragende Leistung und sein kompaktes Design aus. Mithilfe der leicht
anzuwendenden, serienmäßig zur Ausstattung gehörenden Cat-Technologien können Fahrer effizienter arbeiten
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für eine angenehme Arbeitsumgebung. Dank der zusätzlich vereinfachten Wartungsstellen sind Sie mit dem
Cat 315 immer schnell und effizient im Einsatz.
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INHALT
INHALT
BAUMA 2022
Beginnend mit Seite 44 finden
Sie den ersten Teil unseres
ausführlichen Messe-Nachberichts zur
33. internationalen Weltleitmesse für
Baumaschinen, Baustoffmaschinen,
Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und
Baugeräte in München.
MENSCHEN + SZENE
08 Aktuelles bei Forum Qualitätspflaster,
Dorn Lift, Zeppelin, Österreichische
Vereinigung für grabenlosen Leitungsbau,
Felbermayr und Bauer.
12
Rückblick auf die bauma 2022 in München, bei
der von 24. bis 30. Oktober rund 3.200 Aussteller 44aus 60 Ländern ihre Neuheiten zeigten.
PROJEKTE + PLANUNG
12 Tirol: Mit dem Gemeinschaftskraftwerk Inn
hat das größte Ausleitungs-Kraftwerk der
Alpen nach achtjähriger Bauzeit Anfang
November seine Elektrizitätserzeugung
aufgenommen.
18 ÖBB: Die im Zuge der Modernisierung der
Bahnstrecke erneuerte Pinkabachbrücke in
Haideggendorf gilt als technische Innovation.
MASCHINEN + TECHNIK
20 Tyrolit: Beim Ausbau eines Kraftwerks
waren anspruchsvolle Säge- und Bohrarbeiten
in Beton und Naturstein notwendig.
22 Ascendum: Drei brandneue Volvo Geräte
beschleunigen ab sofort die Arbeitsprozesse
im Sand- und Kieswerk der Firma Stöwa Kies.
26 Wien Energie: In Wien wurden die Pläne für
die 1. Tiefengeothermie-Anlage präsentiert.
Fotos: Messe München; Wien Energie/Johannes Zinner
28 Dorn Lift: Übergabe der Lightlift 33.17
Performance IIIS Bi-Energy an die Firma
MM Moser in Keutschach am See.
30 Habau: Bei der Großinvestition in mehrere
Cat Geräte der nächsten Generation setzt
die Firma Habau erneut auf die Ausrüstung
der Firma Baumaschinentechnik.
32 MWT: Das mobile Wiegesystem für Gabelstapler
bewährt sich auch in rauer Umgebung.
33 Bosch: Elektronische Assistenzsysteme als
Vorstufe zur automatisierten Baustelle.
34 Kuhn: Übergabe von drei Komatsu Geräten
mit integrierter intelligenter Steuerung an
die Gebrüder Haider Bauunternehmung.
36 Winkelbauer: Ein tonnenschwerer
Teleskoparm macht sich für ein
Luxuswarenhaus in Wien lang.
26
37 Porr: Für die Deutsche Bahn wurde
ein selbstentwickelter, nachhaltiger
Baustoff erstmals eingesetzt.
38 Kuhn Ladetechnik: Der Kranaufbau macht
den Lkw zu einem perfekten Werkzeug.
40 Kiesel: Die in Pischelsdorf ansässige
Firma BVH Strempfl startet mit einem
neuen Standort und zwei neuen
Hitachi ZX210-7 durch.
Bobcat – S. 46
Ditch Witch – S. 76
Frutiger – S. 59
Holp – S. 67
Kaeser – S. 47
Kaiser – S. 71
Keestrack – S. 66
Kemroc – S. 75
Kiesel – S. 64
Kobelco – S. 74
Komatsu – S. 68
Kubota – S. 61
Liebherr – S. 48
Manitowoc – S. 60
PowerBully – S. 78
Ringer – S. 53
FUHRPARK
79 Baublatt.Österreich Test:
Ford E-Transit
Mercedes-Benz Citan 110 Tourer
04 Editorial
STANDARDS
Rubble Master – S. 54
SBM Mineral
Processing – S. 58
Schwing – S. 65
Sennebogen – S. 73
SkanCraft – S. 77
SSAB – S. 77
Takeuchi – S. 52
Trimble/Sitech – S. 50
TWF – S. 75
Wacker Neuson – S. 72
Wimmer – S. 55
Wirtgen Group – S. 62
Wolffkran – S. 70
Zandt Cargo – S. 78
Zeppelin – S. 56
81 Service
Kurzurlaub von der Baustelle:
Drei Sterne Superior Hotel Niederreiter in
Maria Alm; Literatur
MERLO ROTO
DER DREHBARE
WOLKEN
KRATZER
BURGKIRCHEN 07724 2107 mauch.at
6 NOVEMBER 2022
BAUBLATT.ÖSTERREICH
BAUBLATT.ÖSTERREICH NOVEMBER 2022 7
MENSCHEN + SZENE
MENSCHEN + SZENE
Foto: Peroutka / Die Presse
VINZIRAST AM LAND
Pflastern für den guten Zweck
VinziRast am Land ist ein Projekt in Mayerling, das ab Mai
2023 ehemals obdachlosen Menschen ein Zuhause in
Gemeinschaft und sinnvolle Arbeit bieten wird. Bis zu
40 Menschen sollen hier einen dauerhaften Wohn- und
Arbeitsplatz erhalten. Auf dem Vorplatz zeigten nun
Pflasterer-Lehrlinge aus ganz Österreich ihr Können und
verarbeiteten unter Aufsicht der Berufsschulen Wiener
Würfel, Betonpflastersteine und Klinker auf einer Fläche
von mehr als 600 m 2 . Das Material und dazu notwendige
Leistungen wurde von Mitgliedern des Forums Qualitätspflaster
(FQP) kostenlos zur Verfügung gestellt. Die über
hundert Jahre alten Wiener Würfel aus Granit, die noch einwandfrei
verwendbar waren, wurden von der Stadt Wien
gespendet. www.vinzirast.at | www.pflasterer-lehrling.at
DORN LIFT
Auszeichnung bei Austria’s Leading Companies
Evelyn und Alexander Dorn (Mitte) nehmen den ALC-Preis von
Martin Ohneberg (IV-Präsident, links) und Bernhard Mossbrugger
(Direktor Casino, rechts), entgegen.
D
as Lauteracher Familienunternehmen Dorn Lift GmbH wurde
im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „Austria’s Leading
Companies 2022“ mit dem 3. Platz in der Wertung „National tätige
Unternehmen ab 10 Mio. Umsatz“ ausgezeichnet. „Diese Platzierung
in der nächsthöheren Kategorie zu erreichen, macht uns ganz
besonders stolz. Stellvertretend haben wir den Preis für unsere
22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die täglich Großartiges für
unser Unternehmen leisten, entgegengenommen“, sagt Geschäftsführerin
Evelyn Dorn und verrät: „Nach dem schwierigen Pandemiejahr
2020 wandte sich das Blatt 2021 komplett, und wir
erlebten das erfolgreichste Jahr der Firmengeschichte.“
Die Dorn Lift GmbH mit Sitz in Lauterach ist spezialisiert auf die
Vermietung, den Verkauf und den technischen Service von
Arbeitsbühnen und Staplern. Seit mehr als 30 Jahren kommen die
Maschinen vorwiegend in Österreich, Deutschland und Liechtenstein
in den Bereichen Facility-Management, in Handwerks- und
Industriebetrieben sowie im land- und forstwirtschaftlichen
Bereich zum Einsatz.
www.dornlift.com
Foto: Concepts Gabriela Prett-Preza
ÖGL
Neuer Vorstandsvorsitzender
U
DI Udo Pappler,
der neue Vorstandsvorsitzende
der ÖGL, mit
Mag. Silke Cubert
(Geschäftsführerin
ÖGL).
do Pappler, Geschäftsführer
des Österreichischen Forschungsinstituts
für Chemie und
Technik (OFI) ist mit Mitte
September 2022 zum neuen
Vorstandsvorsitzenden der ÖGL
(Österreichische Vereinigung für
grabenlosen Leitungsbau)
gewählt worden. Udo Pappler hat
Kunststofftechnik an der Montanuniversität
Leoben studiert und
ist seit 1999 am OFI beschäftigt,
wo er 2017 die Geschäftsführung
übernommen hat. Gemeinsam mit
dem neu gewählten Vorstandsteam
und der Geschäftsführerin
Silke Cubert, wird Pappler die
hoch gesteckten Ziele der ÖGL
weiterverfolgen und innovative
Entwicklungen vorantreiben.
Der frisch gewählte Vorstandsvorsitzende
zu seiner Wahl: „Das
Hauptaugenmerk unserer
Tätigkeit wird auch in Zukunft
die Etablierung der grabenlosen
Bautechnologien sein.“ Seine
Vision 2030+ für die ÖGL beruht
im Wesentlichen darauf, grabenlose
und grabenarme Verfahren
stärker in der Praxis und der
Akzeptanz der Auftraggeber zu
verankern, die Vorteile der
Verfahren für die Umwelt
sichtbar zu machen und Qualität
des Bauwerkes ganzheitlich zu
denken. Ins besondere bei der
Qualität des Gewerkes wird der
Fokus neben der Produkt- und
Verfahrensqualität daher auch
auf der Qualifikation aller
Beteiligten liegen.
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ZEPPELIN
Zeppelin Konzern besetzt Amt in der Konzerngeschäftsführung neu
Fred Cordes wird zum 1. Jänner 2023 zum Geschäftsführer
des Zeppelin GmbH Konzerns berufen.
Er folgt auf Michael Heidemann, stellvertretender
Vorsitzender der Geschäftsführung
des Zeppelin Konzerns, der zum 30.06.2023
nach über 30 Dienstjahren bei Zeppelin seinen
wohlverdienten Ruhestand antreten wird. Um
einen nahtlosen Übergang zu gewährleisten, begleitet
und unterstützt Michael Heidemann Fred
Cordes in den ersten sechs Monaten 2023 bei
der Übergabe und Einarbeitung in die neue Verantwortung.
Fred Cordes ist seit 1995 bei Zeppelin in verschiedenen
Managementfunktionen tätig und
übernahm im Jahr 2017, als Nachfolger von Michael
Heidemann, den Vorsitz der Geschäftsführung
der Zeppelin Baumaschinen GmbH sowie
die Leitung der Strategischen Geschäftseinheit
Baumaschinen Zentraleuropa. Diese Aufgaben
wird Fred Cordes auch weiterhin, neben seiner
Verantwortung in der Konzerngeschäftsführung,
in Personalunion wahrnehmen. Unter der Federführung
von Cordes entstanden in den vergangenen
Jahren wegweisende Vertriebskanäle
und digitale Angebote, beispielsweise der Baumaschinen-Konfigurator
oder die Baggerbörse.
„Es freut uns sehr, dass wir mit Fred Cordes einen
überaus erfahrenen und hochkompetenten
Manager und Kollegen für die Konzerngeschäftsführung
gewinnen konnten. Er ist seit 27
Jahren ein wichtiger Vertriebsstratege und Marketingspezialist
bei Zeppelin. Wir wünschen Fred
8 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Foto: © Zeppelin GmbH
Michael Heidemann (links) mit seinem Nachfolger Fred Cordes.
BAUBLATT.ÖSTERREICH
Cordes viel Erfolg in der neuen Position
und blicken gleichzeitig auf das
30-jährige Wirken von Michael Heidemann
mit Dank zurück. Durch seinen
werteorientierten und strategischen
Führungsstil hat er die Geschicke
des Konzerns, unsere internationale
Wettbewerbsfähigkeit
sowie den Unternehmenserfolg
maßgeblich geprägt und mitgestaltet“,
betont Andreas Brand,
Aufsichtsratsvorsitzender der
Zeppelin GmbH.
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Wir danken für Ihren Besuch !
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FELBERMAYR
Große Jubiläumsfeier: 80 Jahre Felbermayr
Anfang Oktober feierte das Unternehmen zusammen mit rund
500 Gästen das 80-jährige Bestehen in der im Juni 2021 bezogenen
Firmenzentrale in Wels-Oberthan.
I
n nur drei Generationen
entwickelte sich das Welser
Familienunternehmen zu einem
international bedeutenden Schwergutunternehmen,
das auch im
Bauwesen über die Landesgrenzen
hinaus eine rasante Entwicklung
gemacht hat. Firmenchef Horst
Felbermayr leitet das Familienunternehmen
in dritter Generation,
hat es väterlicherseits übernommen
und somit schon als Kind wachsen
TERMINE
XPower-Radlader
versetzen Berge
XPower® ist ein innovatives Maschinenkonzept, das Leistungs stärke,
Treibstoffeffizienz, Robustheit und Komfort vereint. Mit ihrem leistungsverzweigten
Fahr antrieb arbeiten die XPower-Radlader in allen
Einsatz bereichen effizient und mit dem höchsten Wirkungsgrad.
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Radlader L 550 XPower® bis L 586 XPower®
Steinschlagsymposium
01.12.2022, Schladming www.tugraz.at
Neue Anforderungen des BAWP 2022
12.12.2022, Salzburg www.brv.at
Kurzlehrgang Claims & Co
für Baupraktiker – 4 Tage kompakt
18.01.-02.02.2023, Wien www.ars.at
Bauprojekte in der Krise: Lieferengpässe
und Preissteigerungen
23.01.2023, Wien und Virtual Classroom
www.ars.at
Ausbildung zum Baukoordinator –
zertifizierter Lehrgang
22.-24.02.2023, Wien www.ars.at
Berechnung von Erdwärmesonden
02.03.2023, Wien www.voebu.at
Thementag Beauftragung
von Subunternehmen
15.03.2023, Wien www.ars.at
Drohnen am Bau − Einführung in
Kontrolle, Inspektion & Fehlersuche
17.03.2023, Wien und Virtual Classroom
www.ars.at
Die Familie Felbermayr mit Geschäftsführern der Felbermayr Holding im Rahmen der Jubiläumsfeier.
gesehen und über viele Jahre mit seinem
Vater gestaltet: „Die DNA ist in mir – wir
leben das weiter, was meine Eltern aufgebaut
haben“, sagt der heute 51-jährige CEO der
Felbermayr Holding, welcher zusammen mit
seiner Frau Andrea und Alfred Feldbauer als
kaufmännischer Geschäftsführer die Holding
leitet und stolz ist auf die Leistung seiner
Mitarbeiter: „Um diese großen Aufgaben und
die rasante Entwicklung meistern zu können,
stemmen unsere Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter große Herausforderungen.“
Somit könne der Weg des Erfolgs fortgesetzt
werden, ist der Unternehmer überzeugt.
Als besondere Anerkennung der Leistungen
für das Land Oberösterreich und das soziale
Engagement überreichte Landeshauptmann
Thomas Stelzer Seniorchefin Gisela Felbermayr
das Goldene Ehrenzeichen des Landes
Oberösterreich. An 77 Standorten in 19
Ländern Europas erwirtschaften die Mitarbeiter
einen Jahresumsatz von rund 600 Mio.
Euro. Das eigens gestaltete Mitarbeiterfest in
der Firmenzentrale fand kurz darauf bei
herrlichem Herbstwetter statt.
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Vorbereitungslehrgang zur
Befähigungsprüfung gewerbliches
Sprengungsunternehmen 2023
Präsenzphasen: 16.-27. Jän.,
13.-17. Feb. und 6.-17. März,
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Kampfmittelbeseitigung
Sondierung – Baubegleitung – Freigabe
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BAUER
Digitalisierung von Baustellenprozessen
Die Bauer Spezialtiefbau GmbH und die abaut GmbH haben kürzlich eine
Kooperation vereinbart. Der Hintergrund: Die Bauindustrie sieht sich wachsenden
Datenströmen gegenüber, die auf Baustellen in der Ausführungsphase
generiert werden. In diesen Datenströmen schlummert ein enormes
Potenzial, doch meist bestehen sie aus unterschiedlichen Datenformaten.
Diese zu bündeln, zu kombinieren und im Anschluss zu analysieren stellt eine
große Herausforderung dar. So kommt es oft zur Bildung von Datensilos, die
zum Verlust von wertvollen Informationen und Erkenntnissen über den Bauprozess
führen. Die Kooperation zwischen der abaut GmbH und der Bauer
Spezialtiefbau GmbH zielt darauf ab, diese Lücke zu schließen, indem sie es
der abaut-Plattform ermöglicht, durch die Erhebung, Kombination und
Analyse verschiedener Datenformate einen digitalen Zwilling der Bohr- und
anderer Baustellenprozesse zu erstellen. www.bauer.de I www.abaut.de
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10 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
PROJEKTE + PLANUNG
PROJEKTE + PLANUNG
Offizieller Maschinenstart im neuen
Gemeinschaftskraftwerk Inn am 4. November
2022 (von links): Tiwag-Vorstandsvorsitzender
Erich Entstrasser, Landeshauptmann
Anton Mattle, EKW-Verwaltungsratspräsident
Martin Schmid und
Regierungsrat Mario Cavigelli.
Nachhaltige Lösungen.
Härtester Stahl.
Seit 1945.
GEMEINSCHAFTSKRAFTWERK INN
Grenzüberschreitende
Wasserkraftnutzung im Inn
Das größte Ausleitungs-Kraftwerk der Alpen ist in achtjähriger Bauzeit fertiggestellt worden
und hat Anfang November seine Elektrizitätserzeugung aufgenommen. Mit der bautechnisch
anspruchsvollen Anlage am Inn, im Grenzgebiet zwischen dem Engadin und Tirol, kann
durch eine installierte Leistung von 89 MW eine Jahresproduktion von 440 GWh
nachhaltigem Strom geliefert werden.
Autor: Curt M. Mayer
B
ei der Gesamtanlage des Gemeinschaftskraftwerks
Inn (GKI), mit
welcher der Forderung einer vermehrten
Nutzung von Wasserkraft entsprochen
werden kann, handelt es sich um den Typ
Ausleitungs-Kraftwerk. Dabei ist die
örtliche Trennung von Staueinrichtung
und Krafthaus kennzeichnend. In einer
vom Flusslauf getrennten Wasserführung
wird das Wasser durch eine Stauanlage
aus dem Fluss ausgeleitet, gelangt zur
Kraftwerkzentrale und wird dort turbiniert.
Die Restwassermenge verbleibt im
natürlichen Flussbett und trägt zur
ökologischen Aufwertung bei. Dieser
Anlagetyp hat gegenüber herkömmlichen
Laufkraftwerken in Flüssen den Vorteil,
dass sich das Krafthaus mit den Turbinen
in einer trockenen Baugrube erstellen
lässt, erfordert aber durch den Bau von
Stollen und Schrägschächten höhere
Investitionen.
Beim GKI, das sich über die Engadiner
Gemeinde Valsot und sieben Tiroler
Fotos: Autor, GKI, Tiwag, Arge Triebwasserweg
Gemeinden erstreckt, waren im Wesentlichen
drei Hauptbaulose auszuführen: Ein Wehr an
der Flussengstelle Ovella in der Schweiz, ein
23,2 km langer DruckstolIen entlang dem
orografisch rechten Talhang mit Schrägschacht
sowie die Kraftwerkzentrale in
Prutz/Ried in Tirol. Als Kernbestandteil
staut die Wehranlage den Fluss auf einer
Länge von etwa 2,6 km zu einem bis zu 15 m
tiefen Stausee mit rund 500.000 m 3 Inhalt.
Der Wassereinlauf zum Triebwasserstollen
liegt auf einer Höhenkote von 1.025,5 m auf
der rechten Flussseite. Dort wird das Wasser
aus dem Stauraum in den Stollen und den
Schrägschacht zum Krafthaus mit einer Kote
von 864 m geleitet, wo zwei leistungsstarke
Maschinensätze, bestehend aus je einer
Francis-Turbine und einem Generator,
nachhaltigen Strom erzeugen. Mit einer
Ausbauwassermenge von 75 m 3 /sec und einer
Fallhöhe von 161 m ist das GKI eines der
größten in Europa aktuell realisierten
Wasserbauprojekte.
Die Bauarbeiten an den einzelnen
Baulosen des GKI gestalteten sich in den
vergangenen acht Jahren als aufwändig und
herausfordernd. Die meteorologischen wie
geologischen Rahmenbedingungen an der
Wehrbaustelle Ovella sorgten für Verzögerungen,
die Beschaffenheit des Gesteins
verlangsamte auch den Vortrieb des Triebwasserstollens
durch die beiden Tunnelbohrmaschinen.
Als letzte Baumaßnahme wurde
im vergangenen Sommer die Wehranlage in
Ovella fertiggestellt. Der Bau in beengten
Platzverhältnissen war auch logistisch sehr
anspruchsvoll. Hinzu kamen die Wasserverhältnisse
und die komplizierten Gründungsarbeiten,
weil die Felslinie ganz unterschiedlich
verlaufen ist.
Die energiewirtschaftliche Wasserkraftnutzung
des Inn im Engadin und in Tirol hat
eine lange Planungsgeschichte erlebt. Und
auch die Errichtung des Kraftwerkprojekts
ist durch mannigfaltige zwischenstaatliche,
vertragliche und bautechnische Erschwernisse
geprägt. Die Bauherrschaft teilen sich
die Tiroler Wasserkraft AG Tiwag mit
Beteiligung von 86% und die Engadiner
Kraftwerke AG EKW von 14%. Die gesamtheitliche
Genehmigung für den Bau lag erst
nach einer ausgesprochen langen Bewilligungs-
und Projektierungsphase im Juli
2013 rechtswirksam vor. In der Folge wurde
der Baubeginn auf das Frühjahr 2014
festgelegt.
Wechsel der Baufirmen
und neuer Allianzvertrag
Während der Ausführung des Bauloses
Triebwasserweg musste wegen unbefriedigender
Vortriebsleistungen und Problemen
mit den baulichen Randbedingungen der
Vertrag mit der ursprünglich eingesetzten
Arbeitsgemeinschaft zum Jahreswechsel
2016/17 aufgelöst werden. Neu mit der
Verlässliche
Leistungsträger
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12 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH NOVEMBER 2022 13
PROJEKTE + PLANUNG
PROJEKTE + PLANUNG
Mit einem Gemeinschaftskraftwerk im Grenzgebiet zwischen Engadin/Schweiz und Tirol/
Österreich ist das größte im Alpenraum erstellte Auslauf-Kraftwerk in Betrieb gegangen.
Im Bild die Wehranlage Ovella am Inn vor der Fertigstellung.
Fortführung der Bauarbeiten betraut
worden ist das Konsortium Arge GKI
Triebwasserweg Maria Stein mit den
Firmen Strabag SE / Jäger Bau GmbH /
Hinteregger GmbH. Aus der gegebenen
Zwangslage heraus musste von der GKI
mit dem neuen Auftragnehmer eine
Vertragsgrundlage für die Restabwicklung
des Projekts gefunden werden. Dabei kam
als Vertragsmodell erstmals in Österreich
im Infrastrukturbau der Allianzvertrag
erfolgreich zur Anwendung. Über die für
die Auftragsänderungen eingeleiteten
Maßnahmen hat Johann Herdina,
Vorstandsdirektor der Tiroler Wasserkraft
AG Tiwag am Swiss Tunnel Congress 2018
berichtet. Demnach sind durch den
Wechsel des Baukonsortiums sämtliche
Maschinen, Baustelleneinrichtungen und
-anlagen, die sich im Eigentum der GKI
befanden, an die neue Arge übergegangen.
All diese Unwägbarkeiten haben zu
einer mehrjährigen Bauverzögerung mit
einer entsprechenden Erhöhung der
Baukosten geführt. Damit sind die
Gesamtinvestitionen für das GKI von
ursprünglich veranschlagten 460 Mio.
Euro auf 620 Mio. angestiegen. Wie an der
Einweihung Anfang November zum
Ausdruck gebracht worden ist, haben die
beiden Partner Tiwag und EKW dieses
Großprojekt in vorbildlicher Zusammenarbeit
realisiert und sind stolz auf die
erfolgreiche Umsetzung. Dazu betonte
EKW-Direktor Michael Roth, dass sich
dieses Kraftwerkprojekt mit seiner hohen
Energieproduktion, welche den Strombedarf
von etwa 90.000 Haushalten zu
decken vermag, lohnt. Dies besonders in
Zeiten der Stromknappheit und der sich
Der Vortrieb des Triebwasserstollens
erfolgte von einem Zugangsstollen aus
durch zwei Tunnelbohrmaschinen mit
6,5 m Durchmesser auf 7,8 km Länge nach
Norden und 10,2 km nach Süden.
europaweit im Steigflug befindenden
Strompreise. „Mit der Inbetriebnahme des
GKI haben wir einen großen Schritt auf
dem Weg in eine nachhaltige, sichere und
autonome Energiezukunft Tirols gemacht“,
bekräftigte der Tiwag-Vorstandsvorsitzende
Erich Entstrasser.
Vortrieb des Druckwasserstollens
Von dem eine Gesamtlänge von 23,2 km
aufweisenden Triebwasserweg sind 21,8
km mittels TBM ausgeführt worden. Den
Ausgangspunkt für den Tunnelvortrieb
bildete eine Kaverne am Ende des
Zugangsstollens im Ort Maria Stein in
Tirol. Der Triebwasserweg führt von der
Einlaufstelle Ovella auf der rechten
Talseite durchs Gebirge und liegt zwischen
130 und 1.200 m tief unter der Oberfläche.
Gemäß Angaben im Jobreport der Arge
GKI Triebwasserweg hatte sie als Restvortrieb
in Richtung Norden 7,8 km und nach
Süden 10,2 km aufzufahren. Dafür sind
zwei baugleiche Doppelschild-TBM des
Typs Robbins mit einem Ausbruchdurchmesser
von 6,5 m eingesetzt worden. Das
Wiederanfahren der TBM erfolgte im
Frühjahr 2017 Richtung Norden und im
Mai Richtung Einlaufwehr.
Zur Weiterführung der Bauarbeiten
war es für die Arge Triebwasserweg GKI
erforderlich, die übernommene maschinelle
Infrastruktur zu optimieren. Dazu
wurden für die Effizienzsteigerung vor
allem Eingriffe bei den TBM und Nachläufern
vorgenommen. Da das bestehende
System der gleisgebundenen Schutterung
weiter betrieben werden sollte, sind die
gesamten Gleisanlagen mit California-
Weichen instandgesetzt worden. Zudem ist
der Bereich der Kippe zur Entleerung der
Entsorgungswagen komplett umstrukturiert
worden.
Die beiden TBM mussten sich fast
ausschließlich durch die Gesteinsformation
Grauer Bündner Schiefer vorarbeiten.
Dabei zeigte sich, dass die geologischen
Verhältnisse mit mehreren Störzonen
wesentlich von der Urprognose abwichen.
Es sind hauptsächlich kalkreiche Kalkschiefer
mit Marmorbänken und reine
Kalkschiefer sowie Kalkschiefer mit
Ton- und Graphitlagen aufgetreten. Ein
erheblicher Anteil der Vortriebsabschnitte
war durch das Vorkommen von Asbestfasern
gekennzeichnet.
Gemäß den von der Arge Triebwasserweg
GKI gemachten Erfahrungen waren
die Vortriebsarbeiten durch fünf längere
Unterbrechungen infolge Verklemmung
des Schildmantels gekennzeichnet. Die
dazu erforderlichen Freilegungsmaßnahmen
erfolgten durch Überfirstung bzw. den
Einsatz von Sonderverfahren wie Rohrschirm
und Injektionen. Aufgrund der
angetroffenen Geologie wurde der Überschnitt
der beiden TBM vergrößert, um
dadurch das Verklemmungsrisiko zu
verringern. Die Vortriebsleistungen
erreichten nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten
durchschnittlich 12-19 m/
AT, heißt es in der Arge-Bilanz. Dank
diesen Baufortschritten konnten die
Durchschläge der beiden Tunnels bereits
nach zwei Jahren im April bzw. Juli 2019
erfolgen.
Zur Gewölbesicherung im Tunnel
wurden Stahlbeton-Tübbinge in Normalringen
und in Hochlastringen als Parallelringe
in Form eines offen gefugten
Systems verbaut. Die Tübbinge der
insgesamt erforderlichen 9.246 Ringe von
je 1,66 m Länge sind vor Ort in einer
Feldfabrik auf einer Umlaufanlage
produziert worden. Nach dem Einbau
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FÜR JEDE ANWENDUNG DIE PASSENDE MASCHINE
wurden die Tübbinge mit Perlkies verblasen.
Die Ring- und Längsfugen sind vom
TBM-Nachläufer aus mittels hinterschnittener
Mörtelfugen abgedichtet worden,
damit ein Austreten der Zementsuspension
verhindert werden konnte. Die
Injektionsarbeiten bildeten einen wesentlichen
Teil der Auskleidung. Dadurch sollte
die Standfestigkeit und Dichtigkeit des
offen gefugten Tübbing-Systems erhöht
Das Wehr ist in anspruchsvoller
Nassbauweise erstellt worden, wofür
der Fluss je nach Bauphase kleinräumig
umgeleitet werden musste, um
trockene Bereiche für die Arbeiten zu
schaffen.
werden. Die Injektionen sind gemäß
Jobreport von Porr in mehrstufigem
Verfahren ausgeführt worden: 1. Ringspaltverpressung
– Verpressung des
Porenvolumens des Perlkieses. 2. Kontaktinjektion
– Verbesserung der Bettung der
Tübbing-Auskleidung. 3. Konsolidierungsinjektion
– Vergütung aufgelockerter
Gebirgsteile im Nahbereich des Hohlraums
falls erforderlich. 4. Dichtungsinjektion
in Bereichen in denen der
Bergwasserspiegel unter dem Innendruckniveau
zu liegen kommt.
Kraftwerkzentrale mit
zwei Turbinenanlagen
Das Herzstück für die Energieproduktion
im Krafthaus in Prutz/Ried bilden zwei
Francis-Turbinen mit Generatoren. Das
vom Druckstollen kommende Wasser fließt
14 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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AM BAU DES GKI BETEILIGTE
Bauherrschaft: Tiroler Wasserkraft AG Tiwag /
Engadiner Kraftwerke AG EKW
Projektierung und Bauleitung: Lahmeyer Hydroprojekt GmbH /
Ingenieurbüro Müller + Hereth GmbH /
Bernard Ingenieure GmbH /
Pöyry Energie GmbH / hlpm Ingenieure
Bauausführung
Baulos Triebwasserweg:
Arge Strabag SE / Jäger Bau GmbH / Hinteregger GmbH
Baulos Krafthaus: Arge Hinteregger GmbH / BeMo Tunnelling GmbH /
Östu-Stettin / Weys-Freytag
Baulos Wehr:
Baulos Stauraum:
ab der Apparatekaverne durch einen
334 m langen Schrägschacht mit einer
Neigung von 31°. Dem schließt sich eine
Flachstrecke von 51 m Länge bis zum
Krafthaus an. Vom Wasserschloss aus
erfolgt im Kraftabstieg zur Bewältigung
des Höhenunterschieds von 105 m eine
Druckstoßminderung im gepanzerten
Schrägschacht. Daraus trifft das Wasser
mit einem Druck von 16 bar auf die
Turbinen, wird darin abgearbeitet und
fließt anschließend durch einen unterirdischen
Kanal wieder zurück in den Inn. Der
erzeugte Strom wird über erdverlegte
Kabel in ein nahes Umspannwerk geleitet.
Das Zentralengebäude ragt nur 4,5 m über
das naturnah gestaltete Gelände und ist
somit von außen kaum sichtbar. Dazu
musste ein 18 m tiefer Krafthausschacht
erstellt werden, in dem die Turbinen und
die technischen Einrichtungen unterirdisch
installiert sind. Das hat den Vorteil
eines minimalen Eingriffs ins Landschaftsbild
und ermöglicht einen nach
außen weitgehend lärmarmen Betrieb. Da
für den Bau des Krafthauses die ursprünglich
angenommene Grundwasserkote um
2 m falsch angegeben war, erforderte das
eine Änderung des Bauverfahrens für die
Krafthausbaugrube, ebenso wie für den
geschlossenen Unterwasserkanal. Dieser
musste anstelle einer offenen Baugrube
durch ein Bauverfahren mit Spundwandkästen
und Unterwasser-Betonsohle
ausgeführt werden.
Bau von Wehranlage und Stauraum
Die Erstellung der Wehranlage erfolgte in
Nassbauweise. Unterschiedliche Wasserstände
und Fließgeschwindigkeiten des
Inn prägten die besonderen Herausforderungen
dieser Baustelle. Das bedeutete,
dass der Flusslauf je nach Bauphase
kleinräumig umzuleiten war, um „trockene“
Flächen für die Bauarbeiten zu
schaffen. Als erstes wurden nach Angaben
Montagephase im Krafthaus mit den beiden Francis-Turbinen
mit einer Leistung von 89 MW, mit denen eine Jahresproduktion
von 440 GWh nachhaltigem Strom erzeugt werden kann.
Arge Teerag-Asdag / Porr Bau GmbH
Bezzola Denoth AG / Nicol. Hartmann AG
der Arge Baulos Wehr mit den Firmen
Teerag-Asdag / Porr Bau GmbH Erkundungsbohrungen
für den Verlauf der
Felslinien und der Bodenbeschaffenheit im
Bereich der Gründung des Wehrbauwerks
ausgeführt. Die Erkenntnisse daraus
führten nach Angaben von Johann
Herdina von Tiwag zu einer Erhöhung der
Bohrpfahllängen auf 34 m. Die tiefsten
Pfähle waren jedoch in Längen bis zu 45 m
und mit einer Felseinbindung von 3 m
auszuführen. Die insgesamt 230 bewehrten
Pfähle mit einem Durchmesser von
1.200 mm sind im Kelly-Verfahren erstellt
worden. Dazu hat die Keller Grundbau
GmbH zwei Bohrgeräte vom Typ Bauer
BG 36 eingesetzt, ausgerüstet mit dem
CrowdPlus System zur Erhöhung der
Rückzugkräfte durch Unterstützung des
Vorschubsystems mit der Hauptwinde.
Zudem waren auf der Baustelle eine
Verrohrungsanlage BV 1500 und ein
Drehmomentwandler im Einsatz, um auf
Änderungen in den Bodenverhältnissen
schnell reagieren zu können. Der gesamte
Materialaushub für das Wehr erreichte
rund 28.000 m 3 .
Infolge der erforderlichen Mehrlängen
der Bohrpfähle konnten die Betonarbeiten
für die Wehranlage erst im Frühjahr
2017 gestartet werden. Damit das 15 m
hohe Bauwerk im Trockenen erstellt
werden konnte, wurde der Inn bereits ab
2016 umgeleitet. Nach dem Bauabschluss
durch die Arge Baulos Wehr im Herbst
2018 konnte das Wehr mit zwei Schützen
fertiggestellt und der Fluss wieder in sein
ursprüngliches Bett geleitet werden.
Seither fließt das Wasser durch das
fertige Bauwerk. Danach konnten die
Baugrube für den Triebwassereinlauf, die
Fischaufstiegshilfe sowie das Betriebsgebäude
und das Dotierkraftwerk auf der
gegenüberliegenden Seite erstellt werden.
Die energiewirtschaftlich sinnvolle
Zusatznutzung des Restwassers erfolgt
durch eine eigene Dotierturbine am Wehr,
mit der jährlich rund 8 GWh Strom
erzeugt werden.
Beim Tunnelvortrieb sowie den
Aushubarbeiten für die Wehranlage
Orvella und das Krafthaus sind insgesamt
etwa 1 Mio. m 3 Ausbruch angefallen.
Davon ist das durch Nassbaggerung
gewonnene Material vor Ort als Betonzuschlagstoff
und Perlkies aufbereitet
worden. Ein so entstandener Baggersee ist
mit unbelastetem, nicht verwertbarem
Ausbruchmaterial aus den Tunnelvortrieben
verfüllt worden. Das restliche Ausbruchmaterial
wurde in einer benachbarten
Deponie endgelagert. Der Materialtransport
von der Kippstelle der
Stollenbahn zur Deponie ist hauptsächlich
mittels Förderbändern erfolgt.
16 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Komatsu PC210LCi-11
Der Komatsu PC210LCi-11 überzeugt durch die Qualität
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sich voll und ganz auf den Einsatz konzentrieren, während
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PROJEKTE + PLANUNG
PROJEKTE + PLANUNG
Durch das neue Verfahren, das
bei der Pinkabachbrücke erstmals angewendet
wurde, können Brücken viel schneller
als bisher gebaut werden. Der Einhub der
Fertigteile gestaltete sich als anspruchsvolle
Präzisionsarbeit.
brechungen und damit die Behinderungen
für den Zugverkehr so kurz wie möglich zu
halten“, erklärt Heinz Höller, stellvertretender
ÖBB-Regionalleiter. Nun ist die
Brücke wieder fit für die Zukunft.
Schutzmaßnahmen
gegen Naturgefahren
Die ÖBB-Infrastruktur ist für die sichere,
effiziente und zuverlässige Abwicklung des
Schienenverkehrs auf den Anlagen der
ÖBB-Infrastruktur zuständig und leistet
damit einen ganz wesentlichen Beitrag für
die Leistungsfähigkeit und Sicherheit des
Bahnbetriebes. Gerade auf Bergstrecken
wie der Arlbergbahnstrecke zwischen
Landeck und Bludenz hat der Schutz vor
alpinen Naturgefahren besondere Bedeutung.
Um Bahnanlagen und deren
Anrainer künftig noch effektiver vor
Steinschlag zu bewahren, erneuern und
erweitern die ÖBB ab 2023 den bestehenden
Steinschlagschutz im Bereich Bings.
Als wichtige Vorarbeiten dafür sind in der
Zeit von 14. November bis zum 2. Dezember
2022 Holzschlägerungsarbeiten
notwendig. Um dieses Zeitfenster so
effizient als möglich zu nutzen, werden
auch Hubschrauber zum Abtransport des
Holzes eingesetzt.
Im vergangenen Jahr 2021 haben
die ÖBB auf der Arlbergbahnstrecke rund
4 Mio. Euro in die Ertüchtigung von
Lawinen- und Steinschlagschutzbauten
investiert. Im heurigen Jahr wurden
weitere 2 Mio. Euro in Schutzmaßnahmen
investiert, eine der Hauptmaßnahmen war
hier die Lawinenverbauung im Bereich
Pfaffentobel. Auch in den kommenden
Jahren sind entlang der Arlbergbahnstrecke,
vor allem zwischen Landeck und
Bludenz, weitere Investitionen vorgese-
hen, um damit einen nachhaltigen Schutz
der bestehenden Bahnanlagen und damit
eine möglichst hohe Streckenverfügbarkeit
zu gewährleisten. So werden z.B. im
Bereich Bings in den nächsten Jahren bis
2025 rund 1.750 Laufmeter Steinschlagschutznetze
neu errichtet bzw. ausgetauscht.
Zudem wird eine Fläche von rund
8.000 m² Felsen vernetzt. Für diese
Schutzmaßnahme werden rund 12.000
Laufmeter Anker in den Untergrund
gebohrt.
DATEN&FAKTEN
ÖBB
Brücken-Prototyp an der Aspangbahn
Die ÖBB arbeiten seit dem Frühjahr intensiv an der Modernisierung der Bahnstrecke
zwischen Wr. Neustadt und Hartberg (Aspangbahn) sowie auf der Strecke Friedberg –
Oberwart. Im Mittelpunkt steht die Erneuerung der Bahnhöfe Friedberg, Grafendorf
und Rohrbach-Vorau sowie zwei Brückenneuerrichtungen in Dechantskirchen und
Haideggendorf. Die Pinkabachbrücke in Haideggendorf gilt als technische Innovation.
Jetzt ist sie fertiggestellt.
S
eit August arbeitete der Bautross in
Haideggendorf mit Hochdruck daran,
die Eisenbahnbrücke über den Pinkabach
zu erneuern. Erstmals wurde hier ein
Tragwerk mit Stahlbetonhohlkasten mit
Wandstärken von nur ca. 15 cm verbaut,
sonst üblich sind 25 bis 30 cm. Die
besondere Konstruktion, bei der letztendlich
auch weniger Beton als bei herkömmlichen
Modellen verbraucht wird, wurde so
erstmals in der Natur errichtet. Und die
im Vergleich zu üblichen Fertigteilen
extrem schlanken Bauteile zeichnen sich
durch geringes Gewicht aus.
Getestet wurde die neue Bauart vorab
im Labor an der TU Wien, mit der die ÖBB
erfolgreich kooperieren. Das Tragwerk
besteht aus Fertigteilen, die mit Bewehrungseisen
verbunden und mit Beton
vergossen werden. „Mittels dem neuen
Verfahren können Brücken viel schneller
als bisher gebaut werden. Mit der Erstanwendung
bei der Pinkabachbrücke haben
die ÖBB einen entscheidenden Beitrag für
die Weiterentwicklung dieser Innovation
geleistet“, erklärt Johann Kollegger,
Professor für Betonbau an der TU Wien.
Das alte Brückentragwerk wurde
abgetragen, ausgehoben und durch ein
neues ersetzt. Die Bauteile für die neue
Brücke waren schon im Vorhinein angefertigt,
was ihr geringes Gewicht ermöglichte,
und wurden anschließend wie große
Bausteine eingesetzt. Für den Einhub der
Fertigteile kamen zwei 450 t Kräne zum
Einsatz. Präzisionsarbeit und enormes
Fingerspitzengefühl war gefragt, denn bei
unsachgemäßem Anheben oder zu
schnellem Hantieren können derartige
Fertigteile auch zu Bruch gehen. „Die
Arbeiten mussten in engsten Zeitfenstern
abgewickelt werden, um Streckenunter-
18 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: © ÖBB; Josef Ungersböck; Sailerbrothers
Brückenfertigteil 1: Brückenfertigteil 2:
Länge: 19,05 m Länge: 3,33 m
Breite: 3 m
Breite: 6,51 m
Höhe: 1,35 m Höhe: 0,51 m
Gewicht: ca. 60 t Gewicht: ca. 5,5 t
Anzahl: 1 Stück Anzahl: 6 Stück
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Erneuerbare Energiequellen
sind gefragt
und unbestritten
eines der Themen der
Stunde. Nicht zuletzt
deshalb – aber auch
auf Grund des erhöhten
Strombedarfs
im schweizerischen
Glarus – wird derzeit
in einem umfangreichen
Projekt das
dortige Wasserkraftwerk
Luchsingen
ausgebaut.
Für die Kanalbohrungen
waren 24 Bohrungen mit
einem Durchmesser
160 mm notwendig.
VERNETZTES
ARBEITEN
Rahofer.
TYROLIT
Wertvoller Beitrag zu erneuerbarer Energie
Oben: Trennschnitt an der
Kanalöffnung mit der WSE1217.
Unten: In diesem Ausgleichsbecken
wurden die Schneid- und Bohrarbeiten
vorgenommen.
ie zur Verfügung stehenden Reserven werden
durch diesen Ausbau verdreifacht, was zu einer
wesentlichen Erhöhung der Flexibilität in der
Stromerzeugung führt. Durch den Ausbau der
Speicherbecken kann bis zu sieben Stunden lang
Spitzenenergie produziert werden – und das unabhängig
von Sonne oder Wind.
Dieses Vorhaben erfordert auch Betonrückbauarbeiten
am alten Ausgleichsbecken sowie Öffnungen
für die Verbindungskanäle zum neuen Ausgleichsbecken.
Den Zuschlag für diese Rückbauarbeiten erhielt
die A. Eichmann Betontrenntechnik GmbH aus
Rieden, die über sehr erfahrene Mitarbeiter in diesem
Bereich verfügt. Die anspruchsvollen Aufgaben
umfassen das Sägen und Bohren sowohl in Beton als
auch in Naturstein, inklusive das Sägen mit großen
Blattdurchmessern von bis zu 2.200 mm. Dafür
kamen bereits Werkzeuge und Maschinen von Tyrolit
zum Einsatz, auf die Albin Eichmann immer wieder
gerne zurückgreift: „Ich habe mich entschlossen, nur
noch mit Tyrolit Produkten zu arbeiten. Die Einfachheit
und die Modularität der Produkte haben mich
überzeugt“, so der Inhaber der A. Eichmann GmbH.
Bei der recht großen Zahl an bisherigen Schnitten
und Bohrungen kamen die folgenden Tyrolit Produkte
zum Einsatz: das Wandsägesystem der WSE1217, die
hydraulische Wandsäge FZ-4S mit dem AD-S4 Antrieb
und die SK-SD Seilsäge. Außerdem verwendete das
Team von Albin Eichmann Tyrolit CD Bohrkronen mit
Durchmessern von 125 bis 800 mm, WSL Wandsägeblätter
in der Fast-Cut Ausführung in Durchmessern
von 800 bis 2.200 mm sowie DWM-C Sägeseile. Das
Ergebnis, das die Fachkräfte damit erreichten, kann
sich durchaus sehen lassen und auch Albin Eichmann
zeigt sich sichtlich zufrieden: „Mit der richtigen
Ausrüstung war es uns ein Leichtes, die Herausforderungen
dieses Projektes anzunehmen.“
www.tyrolit.com
20 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
D
Fotos: Tyrolit
MIT BAUMASCHINENTECHNIK DIE ZUKUNFT KOPPELN
Die Schnellwechselvorrichtung SW2-Q GPS und SW3-Q GPS mit Oil- und Elektro-Quickfunktion
für Hydraulik bagger (12t bis 40t) macht das automatische Kuppeln von digital
aufbereiteten Gelände plandaten zum Kinderspiel. Ein zu tiefes Eindringen des Böschungs
löffels über das Zielprofil hinaus wird verhindert, indem die Löffelkante in Echt zeit
und Relation zur Maschinenposition und den Geländeplandaten durch gezielte Sensorik
und 3D-Daten gesteuert wird. Schnell, einfach, intelligent – und sicher. Denn durch die
selbstnach stellende, konische Verriegelung mit permanent vorgespanntem Konstantdruck
sitzt das Werkzeug immer fest und ist somit spielfrei. Mehr auf bmt.at
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ASCENDUM
Kraftvolles Volvo-Trio im Einsatz
bei Stöwa Kies im Pinzgau
Drei brandneue Volvo Baumaschinen beschleunigen ab sofort die Arbeitsprozesse
im Sand und Kieswerk der Firma Stöwa Kies GmbH. Die erst vor Kurzem
ausgelieferten Kraftpakete – der L150H Radlader, der A35G Dumper und der
EC380EL Kettenbagger – vervollständigen den nun zu 100% aus Volvo
Baumaschinen bestehenden Fuhrpark des Unternehmens.
D
ie Firma Stöwa Kies GmbH wurde
1957 gegründet und baut seitdem am
Standort Hollersbach im Pinzgau Rohmaterial
für die Herstellung von Sand und
Kies ab. Das Werk Hollersbach versorgt
die heimische Bauwirtschaft mit Baurohstoffen
für alle Anwendungsbereiche des
Hoch und Tiefbaus. Spezialisiert hat sich
das Unternehmen auf qualitativ hochwertige
Materialien für den Beton, Asphaltund
Straßenbau. Neben der Gewinnung
von Naturmaterialien ist die Entsorgung
von Bodenaushub und Baurestmassen ein
weiteres Standbein der Firma. Durch das
Der neue Radlader L150H stellt
im Einsatz bei der Stöwa Kies GmbH
seine Leistungs fähigkeit unter Beweis. Das
Unternehmen setzt im Fuhrpark ausschließlich
auf Volvo Geräte.
Der EC380EL verbindet hohe Produktivität mit einer um 9% verbesserten Kraftstoffeffizienz. Rechts der Muldenkipper Volvo A35G auf dem
Weg zur Aufbereitungsanlage. Zahlreiche intelligente Funktionen helfen, den knickgelenkten Dumper einfach und effizient zu steuern.
22 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: Alexandra Großbointner; Margaretha Bachmaier
Recycling der Baurestemassen gelangt ein
Großteil des angelieferten Materials durch
die Kreislaufwirtschaft wieder zurück in
den Markt, wodurch Ressourcen eingespart
werden können. Pro Jahr werden
stolze 250.000 t Kies und Gestein aufbereitet.
Besonders viel Wert legt das Unternehmen
auf die Kundenzufriedenheit, die
Lieferverlässlichkeit der unterschiedlichen
Materialien und ein gutes Betriebsklima
zwischen den Mitarbeitern. Aktuell
beschäftigt die Stöwa Kies GmbH 15
Mitarbeiter und der Geschäftsführer
Christian Stöckl jun. ist bereits die
3. Generation, die im Betrieb tätig ist.
Perfektes Arbeitstrio
Das neu angeschaffte VolvoTrio – der
L150H, der A35G und der EC380EL –
wird im Sand und Kieswerk Stöwa
Von links: Fahrer Herbert Kröll, Katharina und Christian Stöckl jun. (Geschäftsführer Stöwa Kies GmbH),
Christian Stöckl sen. (Geschäftsführer Stöwa Kies GmbH) und die Fahrer Alois Rieder und Erwin Egger.
eingesetzt, um die Arbeitsprozesse zu
verbessern. „Wir sind der Meinung, dass
die Maschinen effizient und gut arbeiten“,
so Stöckl. Der Radlader wird in der Beschickung
der beiden Mischanlagen und zur
Verladung der auszuliefernden Materialien
eingesetzt. Der Kettenbagger und der
Dumper gewinnen das Rohmaterial am
Berg und liefern es talwärts zur Aufbereitungsanlage.
Um die Arbeitsprozesse auf
ein neues Level an Effizienz zu bringen
und den Fahrern ein entspanntes Arbeiten
zu bieten, wurde bei der Ausstattung der
Durchschnitt ist
für uns keine Option.
Wir bieten unseren Kunden ein echtes Rundum-sorglos-Paket. Ob ganz kleiner Kran
oder größter Kran der Welt – wir liefern Krane für jeden Bedarf. Wer mit uns arbeitet,
muss sich um nichts kümmern. Wir bringen den Kran überall hin: Auf den höchsten Berg
oder in die dichteste Innenstadt. Das können nur echte Profis. Wie wir von Stirnimann.
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Volvo Baumaschinen nicht gespart. „Wir
haben generell jede der drei Maschinen
sehr gut ausstatten lassen“, erzählt der
Unternehmer.
Top Maschinenausstattung
Die Kabine des Radladers ist mit dem
Volvo CoPilot Tablet ausgestattet, welches
permanent Daten des Volvo Wiegesystems
Load Assist liefert, um die optimale
Beladung der Lkw zu gewährleisten. Ein
weiteres Feature des Load Assist ist, dass
am Ende des Tages eingesehen werden
MASCHINEN + TECHNIK
Bagger sucht Anbaugerät?
kann, mit wie vielen Tonnen eine Aufbereitungsanlage
beschickt wurde oder wie
viele Tonnen von verschiedenen Materialien
umgelagert wurden. Somit wird eine
nahezu lückenlose permanente Inventur
des Kieswerkes ermöglicht. Im Radlader
ist außerdem die CDC-Steuerung eingebaut,
eine feinfühlige Joystick Lenkung,
die für den Fahrer eine große Arbeitserleichterung
darstellt. An Komfort hat die
Maschine unter anderem einen Isri
Premium Gesundheitssitz und elektrisch
verstellbare und beheizbare Rückspiegel.
Optimal für den harten Dauereinsatz in
der staubigen Umgebung eines Kieswerkes
sind ein Turbo II Luftvorfilter und ein
automatischer Wendelüfter inkl. Achsölkühlung
verbaut.
Der EC380EL bietet dank der modernen
Technologie mit dem einzigartigen
ECO-Modus von Volvo und einer neuen
elektrohydraulischen Steuerung eine um
9% verbesserte Kraftstoffeffizienz. Für die
Gewinnung des Rohmaterials am Berg ist
Von links:
Ascendum
Vertriebsrepräsentant
Lukas Exenberger,
Christian Stöckl sen.
(Geschäftsführer
Stöwa Kies GmbH)
sowie Katharina
und Christian Stöckl
jun. (Geschäftsführer
Stöwa
Kies GmbH).
Offizielle Übergabe des kraftvollen Volvo-Trios an die Firma Stöwa Kies.
Im Bild der Radlader L150H, der Kettenbagger EC380EL und der Dumper A35G.
es für den Kettenbagger zwingend
erforderlich, schnellstmöglich und sicher
zwischen den benötigten Anbaugeräten
wechseln zu können. Um zuverlässiges
Wechseln der Anbaugeräte unter diesen
Einsatzbedingungen gewährleisten zu
können, wurde der EC380EL mit einem
vollhydraulischen OQ80 Schnellwechsler
der Firma OilQuick ausgestattet.
Der A35G Muldenkipper liefert das
Rohmaterial talwärts zur Aufbereitungsanlage
und zeichnet sich durch hervorragende
Sicht und eine effiziente Beleuchtung
aus, die in Kombination mit Funktionen
wie dem Bremstest und dem Abkippsystem
die Sicherheit aller Mitarbeiter in
der Nähe der Maschine gewährleisten. Der
Volvo A35G steckt voller Funktionen, die
Maschinenbedienern helfen, das Optimum
aus der Maschine herauszuholen. Intelligente
Funktionen wie Cruise Control,
Geschwindigkeitsregelung für Bergabfahrten
und Hill Assist helfen, den knickgelenkten
Dumper einfach und effizient zu
steuern. Die Sicherheit und Produktivität
werden unter allen Bedingungen erhöht.
Die Bergabfahrhilfe mit Geschwindigkeitsregelung
erleichtert den täglichen Einsatz
bei der Firma Stöwa enorm. Die Funktion
hält beim Bergabfahren automatisch eine
konstante Geschwindigkeit und ist die
perfekte Alternative zum Retarderpedal
für ein komfortableres Schalten.
Die Firma Stöwa ist sehr zufrieden mit
der Wahl und Ausstattung ihrer Baumaschinen.
Stöckl sieht die Vorteile vor allem
in „der Langlebigkeit, der Robustheit, der
guten Ersatzteilverfügbarkeit und dem
Service.“
Ascendum überzeugt mit
hoher Service-Qualität
Gleich drei Baumaschinen auf einmal zu
kaufen, ist kein alltägliches Geschäft und
eine große Investition. Die langjährige
Geschäftsbeziehung zwischen Stöwa und
Ascendum, die seit den 1980ern besteht,
beruht auf großem Vertrauen und gegenseitiger
Wertschätzung. Neben der effizienten
Arbeitsweise der Volvo Baumaschinen
bietet Ascendum einen ausgezeichneten
Service, der ein entscheidender Punkt in
der Kaufentscheidung für die drei Baumaschinen
war. „Ascendum ist ein zuverlässiger
Service- und Reparaturpartner. Das
Serviceteam ist stets bemüht, die Kundenanliegen
so schnell und gut wie möglich zu
erfüllen“, erzählt Stöckl.
Die Stöwa Kies GmbH legt großen Wert
auf ein gutes Betriebsklima und sieht in
den Mitarbeitern die Basis für eine
erfolgreiche Zukunft. „Jede Firma lebt von
den Mitarbeitern. Deshalb hoffen wir, dass
unsere Mitarbeiter bei uns bleiben und wir
weiterhin so eine gute Mannschaft haben“,
erklärt Christian Stöckl jun. Auch wenn
die weltwirtschaftliche Lage gerade
schwierig ist, blickt Stöckl positiv in die
Zukunft und wünscht sich weiterhin eine
gute Auftragslage: „Wir hoffen, dass wir
weiterhin mit unserer guten Qualität
unsere Kunden überzeugen können und
wir profitabel wirtschaften können.“
www.ascendum.at
24 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
WIEN ENERGIE
Grünes Licht für erste Geothermie-Anlage
Um klimaneutral und unabhängig von fossiler Energie zu werden, setzt Wien in
Zukunft auch verstärkt auf die Tiefengeothermie. Dank eines riesigen Thermalwasservorkommens
in einigen Kilometern Tiefe verfügt die Bundeshauptstadt
über gute Voraussetzungen dafür.
D
Mit dem praktischen Forschungstest in Essling ist das Geothermie-Forschungsprojekt
GeoTief Wien in seiner vorerst letzten Phase. Seit Oktober werden am ehemaligen
Erkundungsbohrplatz von Wien Energie Untersuchungen durchgeführt, die weitere
Informationen zu den Gesteinseigenschaften im Aderklaaer Konglomerat liefern sollen.
ieser „Schatz in der Tiefe“ soll künftig
durch die Errichtung der ersten
TiefengeothermieAnlage für Wien genutzt
werden. Wien Energie setzt dieses
Leuchtturmprojekt um und rechnet dafür
mit einem Investitionsvolumen in der
Höhe von rund 80 Mio. Euro. Das Klimaschutzministerium
fördert das Projekt mit
rund 8 Mio. Euro. Der Start der Vorarbeiten
für die Errichtung der Anlage ist für
2023 geplant. Die Tiefengeothermie
Anlage soll künftig klimaneutrale Fernwärme
mit bis zu 20 MW erzeugen, die
exakte thermische Leistung kann aber
erst nach einer erfolgreichen Erkundungsbohrung
final bestimmt werden. Um die
Anlage noch effizienter zu machen, plant
Wien Energie zudem den kombinierten
Betrieb mit einer Wärmepumpe.
Nach eingehender Vorbereitung und
Prüfung aller Faktoren wurde beschlossen,
mit der Umsetzung dieses Vorhabens zu
beginnen. Als optimaler Standort der
neuen Anlage wurde ein Areal am Rande
der Seestadt Aspern identifiziert, das Wien
Energie derzeit von der Wien 3420 aspern
Development AG erwirbt, um in weiterer
Folge die erforderlichen Genehmigungen
für die Bohr und Bauarbeiten einholen zu
können. Sofern alle damit verbundenen
Verfahren plangemäß verlaufen, kann mit
den Vorarbeiten für die Bohrungen 2023
begonnen werden. Die Bohrarbeiten finden
2024 statt, die Inbetriebnahme der
TiefengeothermieAnlage ist für 2026
vorgesehen. Diese Pilotanlage ist der erste
große Meilenstein für den zügigen
weiteren Ausbau der Tiefengeothermie in
Wien. Bis 2030 will Wien Energie insgesamt
bis zu vier TiefengeothermieAnlagen
in der Donaustadt und Simmering mit
einer Gesamtleistung von bis zu 120 MW
entwickeln. Der Ausbau der Tiefengeothermie
soll auch nach 2030 fortgesetzt
werden, damit die Fernwärme bis 2040
gänzlich aus klimaneutralen Quellen
erzeugt wird.
Zur Erschließung des Thermalwassers
sind mehrere Bohrungen in über 3.000 m
Tiefe erforderlich. Aufgrund dieser Tiefe,
die etwa hundertmal tiefer als die tiefste
UBahnStation Wiens liegt, und da die
Bohrungen nur einen Durchmesser von
ca. 30 cm haben, ist dabei mit keinerlei
Auswirkungen wie etwa Vibrationen an
der Erdoberfläche zu rechnen. Technisch
anspruchsvoll sind Bohrungen in solchen
Tiefen aber dennoch.
Mit einer Erkundungsbohrung wird die
Beschaffenheit und Verfügbarkeit des
Thermalwassers am gewählten Standort
untersucht. Nach der erfolgreichen
Erkundungsbohrung werden zwei weitere
Bohrungen durchgeführt. Für die geplante
Nutzung kommt ein System namens
„Hydrothermale Dublette“ zum Einsatz.
Dafür wird zunächst rund 1 km senkrecht
in die Tiefe gebohrt, danach verlaufen die
Bohrungen schräg in entgegengesetzte
Richtungen bis auf eine Tiefe von rund
3.000 bis 3.500 m. Über eine der Bohrungen
wird das Thermalwasser mittels einer
Förderpumpe an die Oberfläche befördert.
Nach der Wärmeentnahme an der Oberfläche
über Wärmetauscher wird das
Thermalwasser über die zweite Bohrung
wieder in das gleiche Thermalwasservorkommen
zurückgeführt, es entsteht
damit ein geschlossener erneuerbarer
Kreislauf. Der Entnahme und der
Rückgabepunkt des Thermalwassers
liegen dabei rund 4 km voneinander
entfernt. Die in der Tiefengeothermie
Anlage gewonnene Wärme wird anschließend
in das Fernwärmenetz eingespeist.
Die Nutzung von Tiefengeothermie in
Wien ist nur deshalb möglich, weil sich mit
dem „Aderklaaer Konglomerat“ eine
wasserführende Gesteinsschicht unterhalb
der Bundeshauptstadt befindet. Als
wichtige Grundlage für die Erschließung
dieses Vorkommens hat Wien Energie
gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft,
Forschung und Industrie im
Forschungsprojekt „GeoTief Wien“ in den
letzten Jahren eine umfassende Untersuchung
der geologischen Gegebenheiten
unter der Stadt vorgenommen. Die
26 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: Wien Energie; Christian Hofer; Johannes Zinner
wissenschaftlichen Ergebnisse beruhen
auf einer umfangreichen seismischen
3DErkundung des „Aderklaaer Konglomerats“.
Das Forschungsteam konnte aber
auch die seit 2012 bestehende Tiefenbohrung
von Wien Energie in Essling für
einen erfolgreichen Fördertest im Aderklaaer
Konglomerat nutzen. Wie schon
beim Forschungsprojekt „GeoTief Wien“
arbeitet Wien Energie mit der OMV
zusammen, die aufgrund ihrer jahrzehntelangen
Erfahrung und ihrer technischen
Expertise für die geologische Planung der
Bohrungen zuständig sein wird.
Das Thermalwasservorkommen unter
der Stadt ist so groß, dass bis 2030 bis zu
125.000 Wiener Haushalte mit Fernwärme
aus Tiefengeothermie versorgt werden
könnten. Das entspricht einer jährlichen
CO2Einsparung von 325.000 t. Um dieses
Ziel zu erreichen, ist die Errichtung
weiterer TiefengeothermieAnlagen im
Stadtgebiet geplant, die in Summe bis zu
20% der FernwärmeGesamterzeugung
abdecken können. Das im östlichen Raum
Wiens gespeicherte Thermalwasser weist
aufgrund seiner Millionen Jahre langen
Isolierung im Gestein eine hohe Mineralisation
(z.B. Salzgehalt) auf und ist daher
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nicht trinkbar. Die Gewinnung erfolgt
mittels Bohrungen, die nach der Wärmeentnahme
an der Oberfläche das Thermalwasser
wieder in das ursprüngliche
Thermalwasservorkommen zurückführen.
Es entsteht damit ein geschlossener
regenerativer Kreislauf.
www.geothermie.wien
Präsentation der Pläne für die
1. Tiefengeothermie-Anlage
Wiens (von links): Karl Gruber
(Geschäftsführer Wien
Energie), Peter Hanke
(Stadtrat), Michael Strebl
(Vor sitzender der Wien
Energie-Geschäftsführung).
MASCHINEN + TECHNIK
DORN LIFT
Größer, weiter, höher: mit Dorn Lift 33 m
über dem Keutschacher Vier-Seental
Die Dorn Lift GmbH aus Lauterach in Vorarlberg lieferte an die MM Moser GmbH in
Keutschach am See die höchste Raupen-Arbeitsbühne der Hinowa Produktpalette.
D
er im Jahr 1990 von Geschäftsführer
Josef Moser gemeinsam mit Ehefrau
Claudia Moser gegründete Meisterbetrieb
MM Moser GmbH ist seit über 25 Jahren
für qualitativ hochwertige Arbeiten bis ins
letzte Detail bekannt. Mit 20 ausgebildeten
Facharbeiterinnen und Facharbeitern
umfasst der Tätigkeitsbereich Innensowie
Außenmalereien. Wer täglich im
Die Möglichkeit, die Lightlift 33.17
Performance IIIS Bi-Energy je nach
Einsatzort mittels Verbrenner- oder
Elektroantrieb einzusetzen, ist nur
einer der Vorteile, die Geschäfts führer
Josef Moser an seiner neuen
Raupen-Arbeitsbühne schätzt.
Die Lightlift 33.17 Performance
IIIS Bi-Energy überzeugt unter
anderem durch Kompaktheit,
Leistung und Produktivität.
Höhenbereich arbeitet, benötigt
Arbeitsbühnen, die sich durch hohe Sicherheits-
und Qualitätsstandards auszeichnen.
Deshalb baute sich die MM Moser
GmbH eine kleine Vermietung von
Arbeitsbühnen auf.
Seit dem Frühsommer 2022 zählt die
Lightlift 33.17 Performance IIIS Bi-Energy
zum Fuhrpark der MM Moser GmbH. Sie
überzeugt wie alle Maschinen der Performance-Serie
unter anderem durch
Kompaktheit (Durchfahrtsbreite 1,2 m;
Durchfahrtshöhe 2 m), Leistung und
Produktivität. Ausgestattet ist die Lightlift
33.17 Performance IIIS Raupen-Arbeitsbühne
mit Spitzentechnologie und
Sicherheitssystemen, die einen präzisen,
schnellen und zuverlässigen Betrieb bis zu
einer Arbeitshöhe von 32,60 m in vielfältigen
Anwendungsbereichen ermöglichen.
Die Raupen-Arbeitsbühne Lightlift
33.17 bietet dank des Performance
Hydrauliksystems maximale Sicherheit,
Stabilität sowie flüssige Bewegungen.
Darüber hinaus weist die Arbeitsbühne
eine uneingeschränkte Korblast von
230 kg im gesamten Arbeitsbereich auf
und garantiert einfaches und präzises
Arbeiten parallel zur Fassade.
Dank der Version des Dualantriebs
kann die Lightlift 33.17 Performance IIIS
an jedem Ort geräuschlos eingesetzt
werden. Dazu Geschäftsführer Josef
Moser: „Mit dem Bi-Energy-System wurde
ein Meilenstein am Arbeitsbühnensektor
getätigt. Je nach Einsatzort entscheiden
zu können, ob die Arbeitsmaschine mittels
Verbrenner- oder lautlos per Elektroantrieb
zu bedienen ist, bedeutet in jeder
Hinsicht einen großen Vorteil.“ Neben dem
Dieselmotorantrieb kann auch mit dem
Lithium-Ion-Batterieantrieb bis zu zwölf
Arbeitsstunden problemlos gearbeitet
werden.
Josef Moser ergänzt: „Die Zusammenarbeit
mit dem gesamten Dorn-Team ist
äußerst angenehm und immer auf
Augenhöhe, das schätzen wir sehr. Der
technische Kundenservice funktioniert
unglaublich zuverlässig. Binnen kürzester
Zeit wird lösungsorientiert gearbeitet und
das immer im Einklang mit den hausinternen
Servicetechnikern und dem Kunden
vor Ort. Die Übergabe unserer dritten
Dorn-Arbeitsbühne bzw. der Lightlift 33.17
Performance IIIS Bi-Energy erfolgte durch
Geschäftsführer Alexander Dorn persönlich
und verlief so professionell, wie wir es
bereits gewohnt waren: termingetreu,
engagiert und mit einer ausführlichen
Einschulung.“
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28 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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NEWS
MASCHINEN + TECHNIK
Bis Ende 2022 wird die
Linzer Niederlassung von
Zeppelin Österreich die
Übergabe mehrerer Kettenund
Mobilbagger der
nächsten Generation an die
Firma Habau abschließen.
Für den flexiblen Einsatz in
den verschiedenen Bereichen
sind die neuen Cat Geräte
nicht nur durch die zahlreichen
AssistenzSysteme
ab Werk bestens gerüstet,
sondern auch durch die
konsequente Ausrüstung mit
den Schnellwechselsystemen
und Anbaugeräten der Firma
Baumaschinentechnik.
HABAU I ZEPPELIN I BAUMASCHINENTECHNIK
Habau: Großinvestition in umfangreiches
Cat Gerätepaket mit Ausrüstung von BMT
W
enn die Habau Group im nächsten
Jahr ihr 110jähriges Jubiläum
begeht, dann kann sie auf eine beeindruckende
Entwicklung verweisen, die
geprägt ist von kontinuierlichem Wachstum
und einer ständigen Kompetenzerweiterung.
Als Teil der Habau Group zählt die
Habau Hoch und Tiefbaugesellschaft
Setzen auf enge Kooperation (von links): Christoph Ohnmacht (Leiter der Niederlassung Linz,
Zeppelin Österreich), Michael Perwein (Geschäftsführer der Firma Baumaschinentechnik), Prok.
Dipl.-Wirt.-Ing.(FH) Gerhard Wohlmuth (Leiter maschinentechnischer Bereich, Habau und Held &
Francke) und Christian Reif (zuständiger Betreuer, Zeppelin Österreich, Niederlassung Linz).
mbH seit vielen Jahren zu den vier
größten Bauunternehmen Österreichs. Die
umfassenden TiefbauKompetenzen stellt
das Unternehmen aktuell unter anderem
bei der StaumauerSanierung des MühldorferSees
oder bei der Ober und
Unterbausanierung der Station Pilgramgasse
im Zuge der Errichtung des Linienkreuzes
U2xU5 der Wiener UBahn unter
Beweis.
Auch hinsichtlich des Fuhrparks zählt
die Habau Hoch und Tiefbaugesellschaft
mbH mit rund 3.000 eigenen Maschinen zu
den größten Playern in Österreich. Durch
regelmäßige Investitionen wird sichergestellt,
dass den Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern stets die neueste Technik zur
Verfügung steht.
Dazu Prok. Dipl.Wirt.Ing.(FH)
Gerhard Wohlmuth, Leiter für den
maschinentechnischen Bereich der Firmen
Habau und Held & Francke: „Wir erneuern
auch in diesem Jahr mit einem umfangreichen
Investitionspaket einen Teil unserer
Erdbau und Abbruchgeräte. Den Erneuerungsprozess
haben wir in diesem Jahr
forciert, weil Geräte der Abgasstufe 5 in
Ausschreibungen ein immer wichtigeres
Kriterium bilden. Dabei setzen wir
verstärkt auf die neuesten Cat Geräte.
Konkret handelt es sich um eine zweistellige
Stückzahl mehrerer Kettenbagger von
20 bis 36 t und Mobilbagger von 14 bis 18 t,
mit denen wir ältere Geräte ersetzen. Eine
der Stärken dieser Geräte liegt in der Fülle
an Assistenzsystemen, die bereits ab Werk
integriert sind. Dazu zählt beispielsweise
auch das serienmäßig integrierte 2DSystem,
das bei Bedarf einfach auf ein
3DSystem hochgerüstet werden kann.
Betonen möchte ich die wirklich sehr gute
Zusammenarbeit aller Beteiligten, die für
die erfolgreiche Abwicklung einer derartigen
Großinvestition eine wichtige Voraussetzung
ist. Der neue und moderne
Standort hier in St. Florian ist in jeder
Hinsicht sehr leistungsfähig aufgestellt.
Niederlassungsleiter Christoph Ohnmacht
hat einige Veränderungen auf den Weg
gebracht und wir freuen uns über die
Made in Germany
Die aktuelle Großinvestition der Firma Habau in neueste Cat
Geräte umfasst eine zweistellige Stückzahl mehrerer Kettenbagger
von 20 bis 36 t und Mobilbagger von 14 bis 18 t der
nächsten Generation. Im Bild die Übergabe eines Cat 336 und
Cat 326 in der Linzer Niederlassung von Zeppelin Österreich.
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Optimierungen hinsichtlich Schnelligkeit
und MaschinenVerfügbarkeit. Ergänzend
zu der hohen Qualität der Cat Geräte
schätzen wir auch die kompetente Betreuung
durch die Firma SitechAustria im
Bereich der Maschinensteuerung. Ein
wichtiger Punkt ist für uns die qualitativ
hochwertige Ausrüstung unserer Kettenund
Mobilbagger. Hier verbindet uns seit
rund 50 Jahren eine enge Zusammenarbeit
mit der Firma Baumaschinentechnik, bei
der wir uns darauf verlassen können, dass
wir im Fall des Falles auch kurzfristig
Anbaugeräte zur Verfügung gestellt
bekommen.“
Michael Perwein, Geschäftsführer der
Firma Baumaschinentechnik, ergänzt: „Es
freut uns sehr, dass die Firma Habau bei
Mobilbaggern ab 16 t und bei Kettenbag
MASCHINEN + TECHNIK
gern von 20 bis 70 t sortenrein auf unsere
Schnellwechselsysteme bzw. Anbaugeräte
setzt. Gerade im Kanalbau oder im
Abbruch, wo der Maschinist häufig das
Anbaugerät wechseln muss, sind unsere
Schnellwechselsysteme eine optimale
Lösung. Wir bieten diese mit den Modellen
SW2Q, SW3Q und SW4Q in verschiedenen
Ausführungen für Geräte von 12 bis
60 t an. Eine der Stärken unserer Schnellwechselsysteme
ist die Möglichkeit, sie
relativ einfach mit weiteren Komponenten
nachzurüsten. Beispielsweise ist das
System auch für den Einsatz der GPS
ElektroQuickfunktion vorbereitet, mit der
bei Bedarf im Erdbau vollautomatisch die
elektrische Verbindung zur GPSMaschinensteuerung
hergestellt werden kann.
Eine weitere Besonderheit ist unser
Profil oder Trapezlöffel, der von der Firma
Habau auch bei großen PipelineProjekten
eingesetzt wird. Unsere Produkte haben
sich sowohl hinsichtlich der Bauart als
auch der Qualität ständig weiterentwickelt.
Beispielsweise sind alle unsere
Anbaugeräte zu 100% aus HardoxStahl
gefertigt, was sich in der Lebensdauer
natürlich extrem bemerkbar macht.“
Eine große Bedeutung hat für die Firma
Habau auch die Auswertung der TelematikDaten
des Fuhrparks. Hier hat sich das
Unternehmen über die Jahre eine sehr
gute Expertise erarbeitet, die in der
Abteilung Maschinentechnik gebündelt ist.
Die TelematikDaten der neuen Cat
Geräte werden über das FlottenmanagementSystem
Vision Link zur Verfügung
gestellt und von der Firma Habau in eine
eigene TelematikPlattform eingepflegt.
Auch werden ältere Geräte laufend
nachgerüstet, so dass bis Jahresende die
TelematikDaten aller 3.000 Maschinen
der Firmen Habau und Held & Franke zur
Verfügung stehen werden.
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30 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH NOVEMBER 2022 31
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
MWT
Qualitätsbewusste Technologie
bei MWT-Staplerwaagen
Das mobile Wiegesystem für Gabelstapler von MWT hält selbst der härtesten
Umgebung stand und revolutioniert den Markt mit genauesten Ergebnissen.
D
Mit der neuen WK60 hat der Fahrer in der Staplerkabine alle wichtigen Wiegefunktionen im
Griff. Diese Wiegeintelligenz setzt auf ein reines Touch-Display mit gehärtetem Sicherheitsglas
und ist somit widerstandsfähig gegen Staub, Feuchtigkeit und Abnutzung.
as exakte Wiegen vor Ort spart
Kosten, reduziert Wegezeiten und
verbessert den Materialfluss. Ideal
einsetzbar ist das Wiegesystem bei der
Kontrolle von Wareneingang und Warenausgang
oder zur Inventur im Lager.
Je nach Bedarf werden alle MWT
Wiegesysteme in das entsprechende
Fahrzeug integriert. Das System besteht
unter anderem aus einer grafischen
Gewichtsanzeige für alle wichtigen
Wiegefunktionen, die in der Staplerkabine
montiert wird. Diese Anordnung ermöglicht
eine sichere und schnelle Bedienung,
ohne die Notwendigkeit einer Bodenwaage.
Außer der Zeitersparnis und
höheren Effizienz für Flurförderfahrzeuge,
Auch bei rauen Verhältnissen
liefern die mobilen Wiegesysteme
für Gabelstapler von MWT messgenaue
Informationen.
bietet das System eine drahtlose Datenübertragung
in das Warenwirtschaftssystem
zur Vollendung des Datenmanagements.
Gewichtsermittlungen und
anfallende Informationen werden auf eine
effektive Weise an WMS- oder ERP-Systeme
überspielt. Zusätzlich können
Bluetooth- oder WiFi-Hardware sowie ein
Drucker angeschlossen werden.
Die eichfähigen Gabelstaplerwaagen
zeichnen sich durch erstklassige Messgeräte
aus, die mit ihrer robusten Beschaffenheit
und präzisen Ergebnisermittlung
überzeugen. Dank dem wirtschaftlichen
Wiegesystem können noch vor der
Beladung Güter gewogen werden und sind
vor Überlastungen von Transportfahrzeugen
abgesichert. Bereits während des
Hebevorganges wird genau ermittelt,
wieviel Gewicht bewegt wird und der
Fahrer erkennt sofort das aktuelle
Ladegewicht.
Die neue Ausstattungsvariante WK60
für Staplerwaagen ist die umfassende
Anzeige- und Schaltzentrale der neuesten
Generation. Diese Wiegeintelligenz setzt
auf ein reines Touch-Display mit gehärtetem
Sicherheitsglas und ist somit widerstandsfähig
gegen Staub, Feuchtigkeit und
Abnutzung. Die Steckverbindungen für
Druck- und Messbereichssensoren sind
mit allen wiegetechnischen Grundfunktionen
auf dem technisch neuesten Stand.
Die WK60 ist ein mobiles Wiegesystem,
das eine intuitive Bedienung mit Smartphones
oder Tablet-PCs möglich macht.
Durch Kommunikationsschnittstellen für
Drucker, Netzwerke sowie Funkdatenübertragung
per WLAN und eine Positionsbestimmung
weiß man immer, wie viel
Material bewegt wird. Für die unterschiedlichen
Anforderungen, insbesondere
an den Stammdatenspeicher und die
Benutzerverwaltung, ist die Wiegeelektronik
in zwei Ausstattungsvarianten
erhältlich.
„Unsere Staplerwaagen sind ein
bewährtes System für den Dauereinsatz,
wobei individuelle Auswertungsfunktionen
und dynamisches Wiegen im Arbeitsfluss
die wesentlichen Vorteile sind“, betont
MWT Geschäftsführer Günter
Schmalnauer.
www.mwt-systeme.at
32 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
BOSCH
Mehr Sicherheit durch Assistenzsysteme
Elektronische Assistenzsysteme erleichtern nicht nur die Arbeit,
sie bilden auch die erste Stufe der automatisierten Baustelle.
F
ür die Vision der automatisierten
Baustelle der Zukunft bietet Bosch
bereits heute schon verschiedene Assistenzfunktionen
für Baumaschinen. Die
verschiedenen Funktionen tragen zur
direkten Arbeitsunterstützung wie
beispielsweise der Sensierung der Schaufelbeladung
von Baggern oder einer
Kollisionswarnung zur Front- und Heckabsicherung
der Maschine bei. Der Sensorbaukasten
besteht aus unterschiedlichen
Ultraschall- und Radarsystemen sowie
einem Multikamerasystem. Dafür greift
Bosch auf das Know-how sowie die bewährten
Basistechnologien aus dem Automobilbereich
zurück und entwickelt diese
kontinuierlich für den Off-Highway-Einsatz
weiter. Für die einfache optische
Aufbereitung der Sensorinformationen hat
Bosch das Off-Highway Vision System
entwickelt. Dies zeigt den Videostream des
Speziell für Baumaschinen
hat Bosch
einen Baukasten mit
abgestimmten
Systemen und
Sensoren für weiterführende
Assistenzfunktionen
entwickelt.
Hoch hinaus – mit krandioser Technik und Service von WOLFFKRAN. Ob Laufkatz- oder Wippauslegerkran,
S oder XXL, Hochbau oder Spezialanwendung wie hier auf der ÖSWAG Werft in Linz: WOLFF ist der Richtige
für Ihr Projekt. Wir beraten Sie umfassend. Willkommen im Rudel: Tel. +43 2235 420 21 0 / info@wolffkran.at
Der Leitwolf. The leader of the pack.
Multikamerasystems und erstellt ein
Overlay, das erkannte Objekte im Detektionsbereich
der Radar- und Ultraschallsensoren
optisch hervorhebt. Die derzeit
verfügbaren Assistenzfunktionen sind aber
auch eine erste Stufe hin zur vollautomatisierten
und vernetzten Baumaschine der
Zukunft. Gemeinsam mit Bosch Rexroth
erleichtert Bosch den Herstellern von
Baumaschinen den Schritt zur Maschinenautomatisierung
durch ein abgestimmtes,
in sich geprüftes und verifiziertes Kom
plettsystem, den Off-Highway Robotics
Controller (ORC). Dieses umfasst die
Sensorik sowie ein elektronisches Steuergerät
und bildet das Bindeglied zwischen
den Sensorsteuergeräten und der maschinenseitigen
Elektronik. Als zentrale
Einheit unterstützt der ORC die Sensor
Fusion, Geländekartierung sowie Objekt
Lokalisierung und bildet damit die Basis
und nächsten Schritt für die Teil- und
Voll-Automatisierung.
www.bosch.com
MASCHINEN + TECHNIK
Qualität verbindet
(von links): Klaus
Haider (Gesellschafter
Gebrüder
Haider Bauunternehmung),
Stefan
Kuhn und Leopold
Schenkermaier bei
der Übergabe der
vier neuen und
intelligenten
Komatsu Bagger.
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größter Anhängerauswahl.
GEBR. HAIDER BAUUNTERNEHMUNG I KUHN
Intelligente Komatsu Geräte sparen
Kosten und steigern die Produktivität
Leopold Schenkermaier, Prokurist bei der Gebrüder Haider Bauunternehmung, betont
die Wichtigkeit von intelligenten Baumaschinen und intelligenten Maschinensteuerungen.
Kürzlich erwarb man bei Kuhn drei Bagger PC210LCi11 und einen PC360LCi11 von
Komatsu, die jeweils über eine integrierte intelligente Steuerung verfügen.
D
ie Produktivität zu steigern ist vielen
Bauherren und Baufirmen ein großes
Anliegen. Mit ein Grund, weshalb das
bewährte Konzept der intelligenten
Maschinen von Komatsu/Kuhn inzwischen
weltweit Einzug gehalten hat. Zahlreiche
Fahrer und Maschinenbesitzer nutzen die
Sicherheit und Präzision dieser Technologie.
Ein Unternehmen, das sowohl auf
diese intelligenten Komatsu Maschinen
(iMC 2.0) als auch auf die Maschinensteuerungen
von Topcon schwört, ist die
Unternehmensgruppe Haider aus dem
oberösterreichischen Großraming. Vor
allem schätzt man dort, das exakte
Arbeiten, das mittels dieser beiden
modernen Techniken möglich wird.
Preis-Leistung passt
Das oberösterreichische Unternehmen
pflegt eine langjährige und vertrauenswürdige
Partnerschaft mit dem Baumaschinenhändler
Kuhn, bei dem sie immer
wieder intelligente Komatsu Geräte und
Topcon Maschinensteuerungen einkauft.
Kürzlich hat die Gebrüder Haider Bauunternehmung
abermals ein Geschäft mit
Kuhn abgeschlossen. Diesmal über drei
Bagger PC210LCi11 und einen Bagger
PC360LCi11. „Kaufentscheidend für uns
war nach Prüfung der Mitbewerber das
PreisLeistungsverhältnis und die sehr
gute Zusammenarbeit mit der Firma
Kuhn hinsichtlich Qualität und Service“,
sagt Leopold Schenkermaier, Prokurist bei
der Gebrüder Haider Bauunternehmung,
wo er die maschinentechnische Abteilung
leitet und auch hauptverantwortlich für
das Baupersonal ist.
Nachdem das oberösterreichische
Bauunternehmen die Baggerserie
PC210LC seit der Serie 8 mit Zufriedenheit
in seinem Fuhrpark betreibt, wurden
in den letzten Jahren immer wieder
Bagger neuer Serien angeschafft. „Bei den
zuletzt gekauften Maschinen war die
intelligente Steuerung zusätzlich ein
Grund“, so Schenkermaier, der weiter
ausführt: „Zurzeit ist der PC360LCi11 der
größte Komatsu Kettenbagger in unserem
Fuhrpark. Auch für ihn sprachen der
Kaufpreis und die intelligente Steuerung,
welche ebenfalls einen teilweisen Automatikbetrieb
ermöglicht.“
Was die intelligenten Maschinensteuerungen
betrifft, müsse man laut Leopold
Schenkermaier etliche Vergleichsprodukte
im Einsatz haben, um feststellen zu
können, dass Topcon Steuerungen im
automatischen Betrieb derzeit einige
Vorteile für den Fahrer bieten, und folglich
wirtschaftlicher sind.
Vorschläge einbringen
Die drei PC210LCi11 Geräte werden
divers eingesetzt und finden sich aktuell
beim Eisenbahnbau der ÖBB in Stadlau
Marchegg, beim Bau der Fürstenfelder
Schnellstraße S 7, sowie im regionalen
Bereich Loosdorf. „Der PC360LCi11 wird
im Tiroler Frauns im Flußbau am Inn zum
Einsatz kommen“, erzählt Herr Schenkermaier.
Für ihn spricht vor allem ein
weiterer Punkt für die gefestigte Partnerschaft
zur Firma Kuhn: „Die sehr gute und
kompetente Zusammenarbeit zwischen
Herrn Stefan Kuhn, Herrn Klaus Haider
und mir wird ergänzt durch die Möglichkeit,
Verbesserungsvorschläge direkt beim
Erzeuger Komatsu einbringen zu können.“
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Basis von neuen Investitionen in die Betriebsinfrastruktur.
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ein Hotel samt Park am Dach
und über 800 Arbeitsplätze: Im Herbst
2024 will die KaDeWe Group in der
Mariahilfer Straße einen ShoppingTempel
nach Vorbild des gleichnamigen Berliner
LuxusKaufhauses eröffnen. Die imposanten
Dimensionen machen eine innovative
Herangehensweise beim Bau des Megaprojekts
erforderlich. Heißt konkret: Um
Lärmaufkommen und Verkehrsbeeinträchtigung
maximal zu reduzieren, wird noch
vor dem eigentlichen Aushub ein Deckel
auf die Baugrube betoniert. Doch unter
der Oberfläche ist der Raum eng – so eng,
dass klassische Anbaugeräte von Baumaschinen
nicht in die Tiefe greifen könnten,
um das Material auszuheben.
Hier kommt der Traditionsbetrieb
Winkelbauer ins Spiel: Die Oststeirer
haben einen platzsparenden Baggerarm
entwickelt, der wie ein hydraulisches
Teleskop ausgefahren wird und so große
Tiefen erreichen kann. „Es freut uns, dass
nach vielen internationalen Projekten und
Bauvorhaben hierzulande nun ein
weiteres prestigeträchtiges Großvorhaben
in Österreich mit unserer Unterstützung
umgesetzt wird. Ohne unsere tollen
Fachkräfte wären Projekte wie diese
Der Teleskoparm des
oststeirischen Baumaschinenausrüsters
Winkelbauer ist zurzeit auf einer der
spektakulärsten Großbaustellen
Österreichs gefragt.
schlichtweg nicht realisierbar“, betont
Geschäftsführer Michael Winkelbauer.
Konkrete Anwendung findet der Teleskoparm
auf den Baumaschinen des etablierten
Bau, Transport und Deponiespezialisten
Magyer aus Untersiebenbrunn, der
für zahlreiche erfolgreiche Baustellen des
Landes verantwortlich zeichnet.
Auf der Mariahilfer Straße ermöglicht
die oststeirische Entwicklung eine
Grabtiefe von bis zu 20 m unter der
Erdoberfläche. „Gerade in besonders
engverbauten, urbanen Gebieten benötigt
es platzsparende Lösungen zum Aushub
– etwa beim Bau von Straßenbahnen und
innerstädtischen Parkgaragen“, erklärt
Winkelbauer. Schon in der Vergangenheit
wurde etwa für UBahnBauten in Abu
Dhabi und Riad die steirische Spezialausrüstung
für Baumaschinen geordert:
„Besonders freut uns, dass wir in den
vergangenen Jahren auch mit bis zu vier
Teleskoparmen gleichzeitig beim Großprojekt
Stuttgart 21 beteiligt waren. Aber
insbesondere für Kunden auf der Arabischen
Halbinsel haben wir in den vergangenen
Jahren immer wieder Teleskoparme
produziert. Die meisten Arme sind aktuell
in den Vereinigten Arabischen Emiraten
im Einsatz“, so der Firmenchef.
Die Innovationskraft der Oststeirer
basiert dabei nicht nur auf der hauseigenen
Ideenschmiede, aus der Entwicklungen
wie eben der Teleskoparm hervorgehen,
sondern auch auf laufenden Investitionen
in die Betriebsinfrastruktur: So ist in
den WinkelbauerProduktionshallen seit
kurzem eine weitere maßgeschneiderte
Roboterschweißanlage im Einsatz. Selbst
kleine Losgrößen der Kernprodukte des
Baumaschinenausrüsters – wie Löffel,
Schaufel oder die in Pink gehaltenen
Schnellwechsler – können so noch wirtschaftlicher
und effizienter gefertigt
werden. Zum Einsatz kommen dafür
jährlich rund 6.000 t Stahl von härtester
und zähester Güte des schwedischen
Stahlprimus SSAB. Zur Einordnung:
Selbst das härteste Verschleißblech der
Welt, das die Oststeirer über eine jahrelange
Partnerschaft aus Schweden
beziehen, wird in Anger bei Weiz unter
anderem geschnitten, gebohrt, gefräst oder
geschweißt. „Unsere Mitarbeiter arbeiten
jeden Tag mit hochfesten und hochverschleißfesten
Stählen, in dem Wissen, dass
unsere Komponenten den allerhöchsten
Kräften und Anforderungen ausgesetzt
sind“, so Geschäftsführer Winkelbauer.
www.winkelbauer.com
36 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
PORR
Nachhaltiges Pilotprojekt im Fildertunnel
Für die Deutsche Bahn hat die Porr einen selbstentwickelten,
nachhaltigen Baustoff erstmals eingesetzt.
I
MOBILE BRECHER-, SIEB- und FÖRDERANLAGEN
RAUPENMOBILE SIEB- UND BRECHERANLAGEN
HALDENBÄNDER, SICHTER, SPRÜHER
Gruppe
m Rahmen von Stuttgart 21 hat die Porr
gemeinsam mit dem deutschen Unternehmen
MCBauchemie einen Ringspaltmörtel
für den Fildertunnel entwickelt und
eingesetzt, der statt mit Zement mit dem
Recyclingprodukt Hüttensand gebunden
wird. Diese feingemahlene Hochofenschlacke
ist ein Abfallprodukt der Stahlerzeugungsindustrie.
„Aufgrund der Beschaffenheit
des Bodens wäre ein zementgebundener
Baustoff nicht geeignet gewesen“,
erklärt Porr CEO KarlHeinz Strauss. „Das
hat uns die Möglichkeit geboten, diesen
völlig neuen Baustoff einzusetzen.“
Das Pilotprojekt war ein voller Erfolg –
und bietet auch für künftige Bauvorhaben
eine gute Vorlage. Strauss erklärt: „Abgesehen
von unserem Beitrag zur CO2Reduktion
hat dieser Baustoff zwei grundsätzliche
Vorteile. Er ist gegenüber Umwelteinflüssen
unsensibler als zementhaltiger
Beton. Und man kann ihn vor
der Verarbeitung auch über lange
Zeit problemlos transportieren,
da er einen Aktivator benötigt,
um vollends zu erhärten.“
Der neue Ringspaltmörtel ist
bereits patentiert. Die Porr sucht
nun weitere Partner, die bereit
sind, gemeinsam mit ihr diesen
Baustoff einzusetzen. „Auftraggeber
sind oft sehr konservativ in ihren
Ausschreibungsbedingungen und
verlangen einen bestimmten Zementanteil“,
sagt Strauss. „Hier muss noch
Überzeugungsarbeit geleistet werden.“
Zusätzlich lässt die Porr bereits weitere
Recyclingprodukte auf ihre Einsatzfähigkeit
als Bindemittel in Baustoffen prüfen,
darunter auch Ziegelsand. Gruppenweit
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Der neue Ringspaltmörtel
wird statt mit
Zement mit dem Recyclingprodukt
Hüttensand
gebunden.
recycelt die Porr pro Jahr 2,2 Mio. t an
Baustoffen. 1,7 Mio. t davon ersetzen auf
den eigenen Baustellen und Anlagen
Primärrohstoffe.
www.porr.at
mineraltech - ing. erwin hofstätter GmbH, 2512 Tribuswinkel, Werksgasse 11, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 82, mail: office@mineraltech.at
mineraltech west - Handel mit Aufbereitungsanlagen GmbH, 6911 Lochau, Hofriedenstraße 71, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 82 18
Foto: Arnim Kilgus
MASCHINEN + TECHNIK
KEINEN CAT KÖNNEN
WIR UNS NICHT LEISTEN.
Im Kranaufbauzentrum von Kuhn-Ladetechnik in Vöcklabruck fertigen erfahrene
Aufbau spezialisten aus dem Lkw und dem Kran eine technisch hochwertige Einheit.
KUHN-LADETECHNIK
Starke Alleskönner: Kranaufbau macht
den Lkw zu einem perfekten Werkzeug
Technisches Know-how, professionelles Projektengineering, ein komplexes Kranaufbaukonzept
sowie ein umfassendes österreichweites Servicenetz garantieren den Kunden von
Kuhn-Ladetechnik eine hohe Wirtschaftlichkeit für ein ganzes „Fahrzeugleben“.
D
ie Produktionspalette reicht vom
Ladekran-, Holz- und Recyclingkranaufbau
– wenn gewünscht, auch in
Verbindung mit einer Pritsche – bis hin
zum Aufbau von Absetz- und Abrollkippern
der Marke Palfinger und Palfinger
Epsilon. Die erfahrenen Aufbauspezialisten
im Krankompetenzzentrum in
Vöcklabruck sowie in weiteren acht
österreichweiten Niederlassungen,
koordinieren alle im Auftrag festgehaltenen
und vertraglich fixierten Projektbereiche
mit den Lkw- und Aufbaulieferanten
im Rahmen des endgültigen Aufbaukonzeptes.
Im Zuge der Projektabwicklung
werden Standsicherheit und Achslast
definiert und der optimale Hilfsrahmen
mittels aufwändiger Finite-Elemente-
CAD-Aufbauzeichnung
einer Sattelzugmaschine.
Berechnungen festgelegt. Optimale
Biegung und Torsion des Rahmens
gewährleisten perfekte Fahreigenschaften
– und dies unter Einhaltung aller
gesetzlichen Bestimmungen und Gewährung
einer 10-jährigen Garantie.
Bei der Anlieferung des Chassis
erfolgt eine exakte Vermessung und
Verwiegung des Fahrzeuges. Auf Basis
eines gemeinsam mit dem Kunden
erstellten Pflichtenheftes werden die
Zuschnitte über CAD erfasst und auf
computergesteuerten Lasermaschinen
gefertigt. Der Rahmen wird, je nach
Anforderung der Hilfsrahmenhöhe, mit
durchgehenden Seitenplatten aus
Feinkornbaustahl verstärkt. Der nach
der gültigen Norm geschweißte Hilfsrahmen
garantiert maximale Fertigungsqualität
und höchste Langlebigkeit. Nach der
Oberflächenveredelung sind keine
Schweißarbeiten mehr notwendig. Nach
der Reinigung aller Teile werden diese
sandgestrahlt und 2-fach grundiert. Die
Farbtöne werden in der hauseigenen
Mischanlage individuell für den Kunden
aufbereitet.
Nach Fertigstellung wird auf dem
hauseigenen Prüfplatz der Kran eingestellt,
feinjustiert und gemeinsam mit
dem Kunden ein Fahrertraining absolviert.
Im Zuge dieses Trainings erfolgt
die Einschulung, die Information über die
erforderlichen Wartungen sowie die
standardisierte Übergabe der Dokumentation
und Information zu dem umfangreichen
Servicenetz in ganz Österreich.
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„Unser breit aufgestelltes Unternehmen setzt auf moderate Expansion, langfristige Kundenbindung, hochmotivierte Mitarbeiter
sowie den nachhaltigen Umgang mit der Umwelt. Der Einsatz von Maschinen mit dem höchsten Standard sichert
effizientes und ökonomisches Arbeiten. Wir schätzen starke Partner wie Zeppelin mit den Maschinen von Caterpillar und
dem stets zuverlässigen Service. Für unsere Wettbewerbsfähigkeit sind sie unverzichtbar.“
KommR. Ing. Karl Hasenöhrl
Geschäftsführer Hasenöhrl GmbH, St. Pantaleon
zeppelin-cat.at
38 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Die in Pischelsdorf ansässige
BVH Strempfl GmbH ist in
der Region von Graz bis
Hartberg ein gefragter
Dienstleister in den
Bereichen Erdbau, Abbruch
und Transport. Vor kurzem
übersiedelte das Unternehmen
in einen neuen und
modernen Standort, der
optimale Bedingungen für
das weitere Wachstum bietet.
Aber auch der Fuhrpark
wurde Anfang Oktober durch
zwei neue Hitachi ZX2107
Raupenbagger verstärkt.
KIESEL
BVH Strempfl startet mit neuem Standort
und zwei neuen Hitachi ZX210-7 durch
W
ie in der Branche üblich, verbrachte
auch Geschäftsführer Philipp
Strempfl in seiner Jugend viel Zeit auf den
Baustellen des väterlichen Betriebs. Den
Wunsch, ein eigenes Unternehmen zu
leiten, setzte er 2005 in die Tat um und
gründete in Pischelsdorf die BVH Strempfl
GmbH. Vier Jahre später stieg Bruder
Mario in das Unternehmen ein und
übernahm die Leitung des Transportbereiches.
Gemeinsam mit dem Erdbau
und dem Abbruch bildet der Transport die
zentralen Standbeine des Unternehmens.
Die bei den Abbrucharbeiten anfallenden
Baurestmassen werden auf dem
firmeneigenen Recyclingplatz mit einer
eigenen Brechanlage zu hochwertigen und
zertifizierten Rohstoffen aufbereitet.
Da die letzten Jahre trotz der Pandemie
durch eine hohe Auslastung geprägt
waren, stieß der alte Standort zunehmend
an seine Grenzen. Im Mai 2021 fiel daher
der Startschuss für die Errichtung eines
neuen Betriebsgebäudes, das den rund 40
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nun in
jeder Hinsicht optimale Rahmenbedingungen
bietet. Auf einer Gesamtfläche von ca.
6.000 m² stehen moderne Büroflächen
ebenso zur Verfügung, wie eine Halle mit
etwa 700 m² für die Werkstätte mit
Partnerschaft mit Handschlag-Qualität: Geschäftsführer Philipp Strempfl (links) und
Herbert Kielnhofer (Systempartner Vertrieb Baumaschinen der Kiesel Austria GmbH).
LkwPrüfstand. In den neuen Standort
sind auch öffentliche Waschplätze integriert,
darunter auch zwei LkwWaschplätze.
Der Fuhrpark umfasst zehn Lkw und
18 Bagger, für DeponieArbeiten steht
auch eine Schubraupe zur Verfügung. Bei
den Baggern reicht die Bandbreite vom
Minibagger bis zur 24 t Klasse, ab 15 t
sind die Bagger mit Schnellwechselsystemen
und Anbaugeräten der Firma
Winkelbauer ausgerüstet. Der jüngste
Neuzugang sind zwei neue Hitachi
ZX2107 Raupenbagger, mit denen der
Maschinenpark weiter aufgestockt wurde.
Firmenchef Philipp Strempfl über die
Gründe für diese Investition: „Die Bandbreite
unserer Auftraggeber ist ebenso
groß, wie unser Tätigkeitsbereich. Vom
kleinen Aushub bis zum Großprojekt stellt
mein Team seine Kompetenzen regelmäßig
unter Beweis. Aufgrund der daraus
resultierenden Auslastung war es notwendig,
unsere BaggerFlotte mit zwei neuen,
leistungsfähigen Geräten zu verstärken.
Ich habe seit fünf Jahren zwei Hitachi
ZX2105 Raupenbagger im Fuhrpark, mit
denen ich sehr zufrieden bin. Der Verbrauch
passt, die Hydraulikpumpen
sorgen für ordentlich Kraft und den
ServiceTechniker habe ich noch nicht
kennengelernt, weil auch bei 8.000
Betriebsstunden noch kein größeres
Problem aufgetreten ist. Es war für mich
daher naheliegend, bei der jüngsten
Investition auf die aktuelle 7 Generation
des ZX210 zu setzen.“
Herbert Kielnhofer, Systempartner
Vertrieb Baumaschinen der Kiesel
Austria GmbH in WöllersdorfSteinabrückl,
über die technischen Stärken der
neuen Hitachi Geräte: „Wir freuen uns
sehr, dass sich die Firma BVH Strempfl
erneut für die leistungsfähigen Hitachi
Geräte entschieden hat. Beide Bagger
konnten früher als vereinbart übergeben
werden, denn Hitachi setzt alle
Hebel in Bewegung, um die Kunden
zufrieden zu stellen. Der ZX2107
verfügt über einen EU Stufe V konformen
Antrieb und bietet mit dem neuen
Hydrauliksystem mit drei Axialkolbenpumpen
hohe Leistung bei geringerem
Kraftstoffverbrauch. Durch die bei
HitachiBaggern serienmäßig verbaute
Pumpenzusammenschaltung, stehen
immer genügend Leistungsreserven zur
40 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
Durch kontinuierliche Weiterentwicklung
konnte der Kraftstoffverbrauch des
Hitachi ZX210-7 auf ein Minimum
reduziert werden.
Übergabe der beiden
neuen Hitachi ZX210-7
Raupenbagger auf dem
neuen Betriebsgelände der
BVH Strempfl GmbH in
Pischelsdorf.
„Unsere Kunden schätzen
die Qualität unserer Arbeit
und unsere Zuverlässigkeit“,
betont Geschäftsführer
Philipp Strempfl.
Verfügung. Dazu kommt der Power
Boost, der die Leistung auf Knopfdruck
nochmals steigert. Die komfortable
Überdruckkabine ist größer und
verfügt über eine leistungsfähige
Klimaautomatik. Für einen schnellen
und bequemen Anbaugerätewechsel
aus der Kabine heraus sind Ölmenge
und Öldruck für bis zu 16 unterschiedliche
Anbaugeräte frei programmierbar
und einfach per Knopfdruck abrufbar.
Die im Multifunktionsjoystick integrierte
proportionale Zusatzfunktion der
neuen ZX7 Serie wurde im Vergleich
zur Vorgängerserie deutlich verfeinert
und erlaubt jetzt eine noch präzisere
Ansteuerung des Anbaugerätes. Nicht
zuletzt plant die Kiesel Austria GmbH,
mit einer eigenen Niederlassung in der
Steiermark, in Zukunft noch stärker
präsent zu sein.“
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Die geräumige und
komfortable Kabine sorgt
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BAUMA 2022
Erwartungen
weit übertroffen
„Diese bauma hat wieder begeistert und fasziniert! Wir freuen uns
riesig, dass die bauma 2022 mit zahlreichen Innovationen unserer
Kunden, guten Geschäftsabschlüssen und vielen Besuchern aus
aller Welt unverändert ein Kraftzentrum der Baumaschinenbranche
ist“, freut sich Stefan Rummel, zuständiger Geschäftsführer der
Messe München.
Insgesamt rund 3.200 Aussteller aus 60 Ländern und mehr als
495.000 Besucher aus über 200 Ländern kamen von 24. bis 30. Oktober
2022 zur Weltleitmesse für Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen,
Baufahrzeuge und Baugeräte nach München. Die Top-Ten-
Ausstellerländer waren – in dieser Reihenfolge – Deutschland, Italien, die
Türkei, Groß britannien und Nordirland, die Niederlande, Frankreich, die
USA, Österreich, Spanien und China. Die nächste bauma findet von 7. bis
13. April 2025 in München statt. Den zweiten Teil unseres Nachberichts
finden Sie in der Dezember-Ausgabe von Baublatt.Österreich.
BAUMA INNOVATIONSPREIS
Strahlende Sieger bei der Preisverleihung
Bereits zum dreizehnten Mal wurde der bauma Innovationspreis vergeben. Am 23. Oktober
2022 wurden die diesjährigen Preisträger in der Münchner Residenz präsentiert.
Z
ahlreiche Unternehmen und Institute
aus dem In- und Ausland bewarben
sich um die Auszeichnung in den fünf
Kategorien im Rahmen der Weltleitmesse
bauma in München. Insgesamt 133
Anträge waren eingegangen, davon
schafften es 41 Finalisten in die nächste
Runde. In zwei Wahlgängen wählten
Fachjury und Task Force ihre Favoriten.
Die Jury bewertet die Bewerbungen
anhand von Kriterien, die für die Branche
und ihre Zukunft bedeutsam sind. Dazu
gehört auch, wie praxisorientiert eine
Lösung ist oder welches wirtschaftliche
Potenzial sie bietet. Die zunehmende
Digitalisierung spielt ebenso eine Rolle
wie Umweltschutzaspekte, Nachhaltigkeit,
Ressourceneffizienz oder die Humanisierung
des Arbeitsplatzes. Nach einem
mehrstufigen Auswahlverfahren konnten
am Vorabend der bauma-Eröffnung im
Max-Joseph-Saal der Münchner Residenz
fünf glückliche Sieger ihren Preis in
Empfang nehmen. Ehrengast zu diesem
Anlass war der Bayerische Staatsminister
für Wirtschaft, Landesentwicklung und
Energie und Stellvertretende Ministerpräsident
Hubert Aiwanger, der die Sieger
nach den Ansprachen der Laudatoren
persönlich beglückwünschte. Die Sieger in
den fünf Kategorien:
Klimaschutz: Liebherr France SAS mit
seinem Raupenbagger mit Wasserstoffmotor
Digitalisierung: MiC 4.0 Machines in
Die strahlenden Sieger mit Hubert Aiwanger (Bayerischer Staatsminister,
3.v.l.) bei der Preisverleihung am 23. Oktober 2022
Construction mit einer einheitlichen
digitalen Sprache für Baustellen
Maschinentechnik: Herrenknecht AG mit
dem kontinuierlichen Vortrieb
Bauen: Holcim (Deutschland) GmbH mit
vorgespannten CPC-Betonelementen
Forschung: TU Freiberg Institut für
Maschinenbau mit dem Deep Sea
Sampling
Der Wettbewerb ist ein gemeinschaftliches
Projekt unter Federführung des VDMA
Baumaschinen und Baustoffanlagen, der
Messe München, des Hauptverbands der
Deutschen Bauindustrie e.V. (HDB), des
Zentralverbands des deutschen Baugewerbes
e.V. (ZDB) und des Bundesverbands
Baustoffe – Steine und Erden e.V. (bbs).
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WIR ZAHLEN
Fotos: Baublatt.Österreich; Messe München
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1
BAUMA 2022
BAUMA 2022
3
2
1 Im Vordergrund der T7X, der weltweit erste vollelektrische
KompaktRaupenlader. Dahinter der E35,
der über ein elektrohydraulisches Steuersystem
anstelle herkömmlicher hydraulischer Joysticks
verfügt. 2 Scott Park, CEO von Doosan Bobcat.
3 Bobcat hat mit dem E19e seinen neuen 2 t Minibagger
vorgestellt, der das wachsende Angebot an
elektrisch betriebenen Maschinen ergänzt.
KAESER
So einfach war‘s noch nie
Leistungsstark, sicher und dabei einfach in der Handhabung
präsentiert sich der mobile Baukompressor M255.
D
as kompakte Kraftpaket liefert
variabel einstellbare Drücke
zwischen 6 und 14 bar mit bis zu
25,5 m³/min. Der Baukompressor ist
damit ideal für Anwendungen wie
Bohr-, Steinbruch- oder Strahlarbeiten.
Unter der Haube der M255
verbirgt sich ein Cummins Motor
mit 210 kW Leistung, ein Dieselpartikelfilter
und ein SCR-System.
Damit erfüllt die M255 die Vorschriften
der Abgasstufe V beziehungsweise
Tier 4 final. Dank der innovativen
pV-Regelung muss sich der
Kunde nur zwischen zwei Druckstufen
entscheiden. Maximal stehen
25,5 m³/min. zur Verfügung. Werden
für die Anwendung keine hohen
Drücke benötigt, liefert die 10 bar
Version sogar noch mehr Druckluft.
Die Bedienung wird dabei dank
eines neuen Bedienkonzepts mit
Drehschalter und Touch Display
zum Kinderspiel. Für einen einfachen
Transport sorgen die serienmäßigen
Verzurrösen und die Aufstiegshilfen,
um die Kranöse sicher zu
erreichen. Die straßenfahrbare
Anlage kann zum Beispiel mit einem
Pick-Up gezogen werden, da sie bei
Vollausstattung weniger als 3,5 t auf
die Waage bringt. Das auflaufgebremste
Tandemfahrwerk sorgt für
Sicherheit beim Ziehen und Abstellen.
Der M255 kann mit einem
Modem ausgerüstet werden, das
eine Fernüberwachung des Standorts
und der Maschinenbetriebsdaten
erlaubt.
www.kaeser.at
Andreas Haider (Produktverantwortlicher Mobilair,
Kaeser Kompressoren GmbH, Linz) mit dem M255,
dem größten öleingespritzten Baukompressor
von Kaeser für Europa.
In den Bereichen Elektrifizierung,
Digitalisierung
und Automatisierung stellte
Bobcat eine Vielzahl von
Innovationen und Konzepten
vor, darunter den 2 t Elektro-
Minibagger E19e oder den
T7X, den ersten vollelektrischen
Kompakt-Raupenlader
der Welt.
D
BOBCAT
Zukunftsorientierte
Geräte-Innovationen
er Bobcat E19e hat das gleiche Profil,
die gleichen Außenmaße und eine
vergleichbare Leistung wie der beliebte
dieselbetriebene Minibagger E19, von dem
weltweit bereits mehr als 10.000 Stück
verkauft wurden. Mit einer Breite von nur
98 cm lässt sich das neue Elektromodell
selbst in den engsten Arbeitsbereichen
leicht bedienen und ist damit ideal für
Aufgaben wie Abbrucharbeiten sowie für
Außeneinsätze, die einen leisen, emissionsfreien
Betrieb erfordern. Der E19e verfügt
über eine Akkukapazität von 3,5 Stunden,
und mit einem superschnellen Ladegerät
kann die Batterie in Arbeitspausen
aufgeladen werden, so dass die Maschine
für die meisten typischen Anwendungen
den ganzen Tag über eingesetzt werden
kann.
Der T7X ist eine von mehreren Elektrifizierungsentwicklungen,
die auf dem
Bobcat-Stand vorgestellt wurden. Der T7X
verfügt über eine Nenntragfähigkeit von
1.374 kg und verursacht keine CO2-Emissionen.
Sein lastabhängiges Energiemanagementsystem,
das die Leistung
automatisch an die zu erledigende Aufgabe
anpasst, trägt zur Maximierung der
Batterielebensdauer bei. Dank der
Möglichkeit, die Antriebsdrehzahl bei
vollem Drehmoment zu variieren, kann
der Bediener die Leistung des T7X
manuell auf bestimmte Anwendungen
abstimmen. Weiters enthält der T7X fast
keine Flüssigkeiten, denn die traditionelle
hydraulische Arbeitsgruppe der Maschine
wurde vollständig durch ein elektrisches
Antriebssystem ersetzt, das aus Elektrozylindern
und Antriebsmotoren besteht.
Ebenfalls gezeigt wurde der Minibagger
E35. Er verfügt als 3,5 t Maschine über ein
elektrohydraulisches Steuersystem
anstelle herkömmlicher hydraulischer
Joysticks, was bedeutet, dass diese für
jedes Niveau an Bedienerfähigkeiten
angepasst und programmiert werden
kann. Dank der integrierten Sensoren
kann das Modell eine Vielzahl von
halbautomatischen Aufgaben ausführen,
die dem Benutzer helfen, präzise Planier-,
Nivellier- und Grabenbauarbeiten sowie
andere sich wiederholende Arbeiten wie
z.B. Rückwärtsfahrten durchzuführen.
Gezeigt wurde auch eine alternative
Version des Bobcat S76, bei der die Räder
dieses Kompaktladers durch vier einzelne
Raupen ersetzt wurden, was ihn effektiv
in einen Raupenlader verwandelt.
Auf großes Interesse stießen auch die
leistungsstärksten Kompaktlader, die
Bobcat je entwickelt hat: Der S86 und der
T86 bieten die bisher höchste Motor- und
Hydraulikleistung von Bobcat und sind
damit die stärksten Kompaktlader, die das
Unternehmen je gebaut hat. Beide Maschinen
sind mit einem bewährten 3,4-Liter-
Motor nach Bobcat Stage V ausgestattet,
der eine Leistung von 78 kW (105 PS)
erbringt. Vertriebspartner von Bobcat sind
in Österreich die Eisenwagen Baumaschinen
GmbH in Himberg und die Kaiser
Fahrzeugtechnik GmbH in Nenzing.
www.bobcat.com | www.eisenwagen.co.at
www.kaiser-fahrzeugtechnik.at
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46 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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BAUMA 2022
BAUMA 2022
1
3
2 5
(1+2) Ing. Mag. Peter Mayr (Geschäftsführer
Vertrieb der Liebherr Österreich Vertriebsund
Service GmbH) neben dem mit dem Innovationspreis
ausgezeichneten R 9XX H2.
Der erste von einem Wasserstoffverbrennungsmotor
angetriebene LiebherrBagger
ist eine von zahlreichen Innovationen im
Bereich Erdbewegungs und Materialumschlagmaschinen.
(3) Der 305 t Muldenkipper
T 274 mit dem Liebherr Trolley System
(Oberleitungssystem). Links der R 9300
Hydraulikbagger der 250 t Klasse. (4) Die
Planierraupe PR 766 verfügt über das im
schweren Gewinnungseinsatz bewährte
„High Drive“Laufwerk. (5) Der 520 ECB 20
Fibre erweitert die Baureihe ECB nach oben.
(6) Das neue kompakte Ramm und Bohrgerät
LRB 23. (7) Wolfgang Pfister (Liebherr-
Werk Nenzing GmbH) mit einer der sechs
Neuheiten der UnpluggedSerie im Bereich
Rammen, Bohren und Heben.
LIEBHERR
Zukunftsorientierte Produkte und Technologien
Neben attraktiven Live-Shows präsentierte Liebherr seine zahlreichen Neuheiten,
Highlights und Innovationen auch in klar gegliederten Produktbereichen.
E
inen Schwerpunkt bildeten die
praktischen Anwendungen der heute
und in naher Zukunft verfügbaren
alternativen Antriebstechnologien für
Erdbewegungs- und Materialumschlagmaschinen.
Gezeigt wurden praxisnahe
Konzepte, die mit unterschiedlichen
Primärenergiequellen wie Diesel, HVO
(steht als Abkürzung für Hydrotreated
Vegetable Oil), Strom und Wasserstoff,
angetrieben werden. Dazu zählen etwa der
erste batterieelektrische Radlader und der
erste batterieelektrische Teleskoplader der
4
Firmengruppe in Form von seriennahen
Vorseriengeräten. Weiters im Bereich der
Umschlagmaschinen der LH 26 M
Industry E mit batteriebetriebenem
Mobility Kit sowie der LH 150 M Port E
mit neuem, mobilen Gantry-Portalunterwagen.
Aber auch der Liebherr-
Elek troraupenbagger R 950 Tunnel E,
der als kabelgebundene Elektromaschine
ebenfalls mit einem batteriebetriebenen
Mobility Kit für einen temporären,
netzunabhängigen Betrieb ausgestattet
ist.
Einer der Höhepunkte der Leistungsschau
war der R 9XX H2 – der erste, von
einem Wasserstoffverbrennungsmotor
angetriebene Liebherr-Bagger, der auch
Bestandteil der Live-Shows war. Der
gezeigte H2-Antrieb bedarf keiner
permanenten Energieversorgung und
verursacht nur sehr geringe NOx- und
CO2-Emissionen. Für diese Entwicklung
wurde die Liebherr-France SAS im Vorfeld
der Messe mit dem bauma Innovationspreis
2022 in der Kategorie Klimaschutz
ausgezeichnet.
6 7
Ein weiterer Schwerpunkt des Messeauftritts
waren die Bereiche Digitalisierung
und Service. Für Werkstattleiter werden
beispielsweise zukünftig im MyLiebherr-
Portal Leistungs- und Wartungsdaten zu
den Maschinen übersichtlich aufbereitet
und für anschließende Prozesse wie
Wartungsplanung und Ersatzteilbestellungen
bereitgestellt. Für die immer komplexer
werdenden Anforderungen an die
Maschinenbetreiber stellte Liebherr
ebenfalls zahlreiche intelligente Assistenzsysteme
und Anwendungen vor: Mit der
MyAssistant for Earthmoving App erhalten
Maschinenbediener beispielsweise relevante
Informationen rund um die Bedienung
und Wartung von Liebherr-Maschinen.
Optimale Unterstützung bei der
täglichen Arbeit der Servicetechniker bietet
der Remote Service.
Vorgestellt wurden auch die neuen
Liebherr-Raupenbagger der Generationen
5.2 und 6.2. Die neuen Raupenbagger-
Modelle zwischen 70 bis 100 t Einsatzgewicht
umfassen zahlreiche Verbesserungen
und zeichnen sich insbesondere durch ihre
optimierten Leistungsdaten, hohen
Komfort, neue Assistenzsysteme und einen
niedrigeren Kraftstoffverbrauch aus. Mit
der Liebherr-Planierraupe PR 766 erweitert
Liebherr seine Flotte der Generation
8-Erdbewegungsraupen bis 55 t Einsatzgewicht.
Gleichzeitig wird das Einsatzspektrum
dieser Maschine in den Mining-
Bereich hinein erweitert: Die Maschine
verfügt nun wie die größte Liebherr-Raupe
PR 776 über das im schweren Gewinnungseinsatz
bewährte „High Drive“-Laufwerk.
Erstmals auf internationaler Messebühne
präsentiert wurde der knickgelenkte
Muldenkipper TA 230 Litronic. Die
leistungsstarke, robuste und effiziente
Maschine wurde für härteste Offroad-Einsätze
entwickelt und ist somit prädestiniert
für Anwendungen im Bereich des Abraumtransportes
oder der Gewinnungsindustrie.
Bei den Radladern präsentierte Liebherr
mit den Compactladern – zu denen mit dem
L 504 Compact ein neues, zusätzliches
Modell gehört – und den mittelgroßen
Radladern zwei komplett erneuerte
Baureihen. Diese neuen Radlader zeichnen
sich durch einen deutlichen Leistungsschub
im Vergleich zu ihren Vorgänger-Modellen
aus.
Mit dem neuen Ramm- und Bohrgerät
LRB 23 schließt Liebherr die Lücke
zwischen dem LRB 16 und dem seit langem
bewährten LRB 355. Die kompakte Größe
macht das Gerät zum perfekten Allrounder
im Spezialtiefbau. Innovative Assistenzsysteme
erleichtern den Baustelleneinsatz und
sorgen für ein Höchstmaß an Sicherheit.
Große Aufmerksamkeit erregte der 305 t
Muldenkipper T 274 mit seiner interaktiven
Vorführung des Trolley Assist Systems.
Bei der VA Erzberg ist die neue Trolley-
Technologie in Verbindung mit sieben T 236
Muldenkippern (100 t) seit einem Jahr
erfolgreich im Einsatz.
Auch im Kranbereich präsentierte
Liebherr zahlreiche Neuheiten. Unter
anderem erweitert der 520 EC-B 20 Fibre
die Baureihe EC-B nach oben. Der neue
Flat-Top-Kran mit Faserseil und einer
Tragfähigkeit von bis zu 20 t war erstmals
auf der bauma erlebbar. Zu sehen war auch
der verbesserte MK 140-5.1, der ab sofort
bestellbar ist. Der stärkste Liebherr-Mobilbaukran
bietet Traglasten von bis zu 8.000
kg. Besonders macht ihn, neben dem
normalen Einsatz als Katzauslegerkran,
der VarioJib: Damit sind Einsätze im
Wippmodus und bis zu 65 m Ausladung
möglich.
www.liebherr.com
48 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH NOVEMBER 2022 49
BAUMA 2022
BAUMA 2022
Autonomer Geräte Einsatz: Johann Bosch
(Geschäftsführer Sitech Austria GmbH, Trimble
Partner in Österreich) vor dem Dynapac
Walzenzug, mit dem die auto matische Fahrsteuerung
für Walzenzüge demonstriert wurde.
Rechts die KontrollStation.
Augmented Reality: In der Augmented
RealityAnsicht wird ein LiveBild von der
Frontkamera am Kabinendach mit den
Designdaten kombiniert, so dass der Fahrer
auf dem Display die 3DEntwurfsdaten in der
realen Umgebung sehen kann.
TRIMBLE I SITECH
Live-Demo neuester Trimble Technologien
In einer Kiesgrube in der Nähe des Messegeländes präsentierte Sitech die brandneuen
Trimble Lösungen für Vermessung und Maschinensteuerung live im Einsatz.
iner der Schwerpunkte war die
EVorstellung der horizontalen
Mit wenigen Komponenten kann auf Basis der
Roadworks Paving Control Platform Version 2.10 die
horizontale Lenkung und die automatische Bohlenbreitensteuerung
für Vögele Navitronic Fertiger
realisiert werden.
Fahrsteuerung auf Basis der Trimble
Earthworks-Maschinensteuerungsplattform
für Walzenzüge. Es handelt
sich um die branchenweit erste
Lösung zur automatischen Fahrsteuerung
für Walzenzüge – und um den
nächsten Schritt zur Verwirklichung
der Autonomie-Vision von Trimble.
Mit der horizontalen Fahrsteuerung
können Bediener eine höhere
Oberflächenqualität und eine
gleichmäßige Verdichtung erzielen.
Dank der Kompatibilität mit Walzenzügen
aller Hersteller und Modelle
können Bauunternehmen mit
gemischten Flotten eine schnellere
Amortisation erreichen.
Mithilfe der horizontalen Fahrsteue -
r ung von Trimble Earthworks wird
ein Walzenzug automatisch anhand
eines 3D-Modells oder einer Verdichtungsbahn
gelenkt. Bediener aller
Kenntnisstufen können dadurch ihre
Leistung und Qualität bei der
Verdichtung steigern, weil sie die
Überlappung von Bahnen präzise
steuern können. Die Automatiklenkung
trägt nicht nur zur Entlastung
des Fahrers bei, sondern minimiert
auch das Risiko der Über- oder
Unterverdichtung. Das Ergebnis ist
eine gleichmäßigere Tragschicht, die
zu einer Fertigung mit höherer
Qualität und längerer Lebensdauer
führt.
Auf großes Interesse stieß auch die
Präsentation der horizontalen
Lenkungssteuerung und automatischen
Bohlenbreitensteuerung für
Vögele Asphaltfertiger. Trimble
Roadworks Version 2.10 mit Horizontal
Steering Control lenkt entsprechend
ausgerüstete Vögele Asphaltfertiger
automatisch und steuert die
Einbaubreite nach einem 3D-Entwurf.
Damit ist es das bisher
modernste 3D-Einbausystem von
Trimble. Die automatische Lenkung
und die Bohlensteuerung ermöglichen
einen qualitativ hochwertigeren
und präziseren Einbau in kürzerer
Zeit und mit deutlich weniger
Ermüdung des Bedieners als bei
herkömmlichen Asphalteinbaumethoden.
Das System trägt auch dazu bei,
den Abfall zu reduzieren und die
Nachhaltigkeit auf der Baustelle zu
verbessern, indem es die genaue
Abschätzung der Materialmengen und den
Einsatz von weniger Asphalt während des
Einbaus erleichtert.
Sowohl die Trimble WorksOS Software als
KOMPAKTE
POWER
HOHE & KONSTANTE
LEISTUNG
auch die Trimble WorksManager Software
werden von Trimble Roadworks Version
2.10 auf allen kompatiblen Fertigern
unterstützt, was die Konnektivität
ERHÖHTE
MOBILITÄT
zwischen Baustelle und Büro weiter
erhöht und den Austausch von Planungsdateien,
die Erstellung von Produktivitätsberichten,
sowie die Analyse von Höhenangaben
und vieles mehr erleichtert. Die
Version 2.10 von Trimble Roadworks bietet
Vorteile sowohl für den geraden, linearen
Einbau als auch für den Einbau von
Radien nach 3D-Entwürfen und stellt
sicher, dass der Belag horizontal und
vertikal exakt eingebaut wird.
Gezeigt wurden in der Live Demo weiters
ein 6-Wege Planierschild für Rad- und
Kompaktlader mit Maschinensteuerung,
Trimble Earthworks als 3D-Maschinensteuerungssystem
für Mobilbagger sowie
die neueste Version der Maschinensteuerung
Trimble Earthworks für Dozer und
der Absteckroboter TinyS.
„Wir konzentrieren uns darauf, Aufgaben
zu automatisieren, die die Effizienz des
Bedienpersonals erhöhen, und alle
Beteiligten im Bauwesen zu vernetzen.
Mit dieser neuen Version von Trimble
Roadworks können wir beide Ziele für
Asphaltbauunternehmen erreichen“,
betont Johann Bosch, Geschäftsführer der
Sitech Austria GmbH.
www.trimble.com | www.sitech-austria.at
EINFACHE
BEDIENUNG
MOBILE BRECHANLAGEN
50 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Follow us
Broschüre
R1000S - Raupenmobiler Prallbrecher inkl. Windsichter und Beleuchtungssystem
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BAUMA 2022
BAUMA 2022
Auf der Demo
Fläche demonstrierte
ein
TB257FR die
Stärken der
hydraulischen
Seitenversetzung
und in einer
engen Nische
seinen minimalen
Heckschwenkradius.
TAKEUCHI
Vorschau auf die nächsten Geräte-Neuheiten
Rund um eine intensiv bespielte Demo-Fläche wurden nicht nur die aktuellen
Takeuchi Geräte gezeigt, sondern auch die ersten Vertreter der neuen Modelle.
D
ie allgemein gute Stimmung der bauma
spiegelte sich auch unter den Fachbesuchern
der Takeuchi Leistungsschau wider.
Ein Eindruck, den die beiden Geschäftsführer
der Huppenkothen GmbH bestätigen.
Wolfgang Rigo: „Die bauma war sehr gut
besucht und die Stimmung durchwegs
positiv. Auch für das kommende Jahr sieht
die Auftragslage bei unseren Kunden in
Summe gut aus. Was an Aufträgen im
Bereich Hochbau derzeit noch fehlt kann
der Tiefbau kompensieren.“ Martin Hofer
ergänzt: „Wir hatten sehr gute Gespräche
mit unseren Kunden. Das Klima ist
generell gut und die Nachfrage ungebrochen.
Die Unsicherheiten der vergangenen
Monate mit den globalen Lieferketten
haben sich beruhigt. Die Auftragslage bei
unseren Kunden ist sehr gut.“
Das Team der Firma Huppenkothen, das
sich intensiv um die österreichischen
Besucher kümmerte, verzeichnete bei
allen Maschinen großes Interesse.
Be sonders nachgefragt waren jedoch die
Die beiden Geschäftsführer der Huppenkothen
GmbH – Wolfgang Rigo (rechts) und
Martin Hofer – freuten sich über die vielen
interessierten Fachbesucher und die nach
wie vor gute Auftragslage bei den Kunden.
Kurzheckbagger, wo der Ausbau des
Sortiments sehr positiv aufgenommen
wurde. Mit den Modellen TB210R,
TB217R, TB325R, TB257FR, TB280FR
(Hüllkreisbagger) und TB2150R (mit und
ohne Verstellausleger) bietet die Firma
Huppenkothen hier bereits eine breite
Palette an etablierten Baggern.
Beispielsweise bewährt sich der TB325R
mit seinem minimalen Heckschwenkradius
und dem proportional gesteuerten
1. Steuerkreis mit 37,7 l/min als idealer
Minibagger für Arbeiten auf engstem
Raum.
Im Mittelpunkt des Interesses standen
aber zweifellos die beiden neuen Kurzheckbagger-Modelle,
zu deren Markteinführung
bereits erste Angaben gemacht
wurden. So soll der neue TB335R ab
Anfang Dezember ausgeliefert werden, die
Markteinführung des TB350R – der als
Prototyp zu sehen war – ist für das
2. Halbjahr 2023 geplant.
www.huppenkothen.com
Neue KurzheckbaggerModelle:
der
TB335R (links) wird
ab Anfang Dezember
ausgeliefert werden,
die Markteinführung
des TB350R (rechts,
im Bild ein Prototyp)
ist für das 2. Halbjahr
2023 geplant.
Foto: Ringer GmbH
RINGER
Erfolg mit schnellen Schalungslösungen
Angesichts der explodierenden Kosten am Bau stießen die zeit- und
kostensparenden Systemlösungen der Firma Ringer auf großes Interesse.
M
it einem völlig neuen
Messekonzept und Live-
Demonstrationen konnte Ringer
die internationale Bühne erfolgreich
nutzen und zahlreiche neue
Geschäftsbeziehungen anbahnen.
Vor allem die Möglichkeit für die
Besucher, selbst zu testen, wie
schnell und einfach die Systeme
von Ringer in der Praxis anzuwenden
sind, fand beim internationalen
Fachpublikum großen
Anklang. Beispielsweise die
einseitig bedienbare Wandschalung
Master PRO, mit der 30%
schneller geschalt werden kann
als mit konventionellen Wandschalungssystemen.
Aber auch die
klassischen Schalungssysteme
wie Stahl Master und Alu Master
sowie die robuste Handschalung
ST2000 bzw. AL2000 erfreuten
sich hoher Aufmerksamkeit.
Einfach in der Handhabung und
schnell in der Umsetzung – für
dieses Erfolgsrezept von Ringer
steht auch die derzeit schnellste
Deckenschalung am Markt:
AluDEK. Ein handliches 1,35 x
1,35 m großes Schalelement und
nur ein AluDEK-Kopf für alle
Anwendungsbereiche ermöglichen
DER NEUE 100 TONNER
VIELSEITIGER RAUPEN-TELEKRAN
Maximale Flexibilität: Teleskopieren unter
Last; Arbeiten bei bis zu 4° Schrägstellung*
Verfahren unter Last: Starker Pin Boom
Ausleger für Pick & Carry mit bis zu 100 % Last
Effektiver Transport: mit oder ohne Raupenfahrwerke;
innovatives Selbstmontagesystem
*mit reduzierten Traglasten
IBS GmbH – NL Österreich
Betriebsgebiet Nord 26, A-3300 Ardagger Stift
www.ibs-maschinen.eu
Das Fachpublikum zeigte sich beeindruckt vom DEKplus
Tisch, der auf der bauma seine Premiere feierte.
ein zügiges und sicheres Arbeiten
vom Boden aus.
Absolutes Highlight am Ringer-
Stand war die Premiere des
brandneuen Deckentisches
DEKplus für schnelles und
großflächiges Deckenschalen mit
dem Kran. Mit den vollverzinkten
Elementgrößen von 5,40 x 2,25 m
(12,15m²) und 5,40 x 1,80 m (9,72
m²) lassen sich Decken in der
Regel bis zu einer Stärke von 70
cm zügig schalen – und das bei
einer erstaunlich niedrigen
Bauhöhe von nur 12 cm. Damit
verbessert DEKplus – die Markteinführung
ist für Anfang 2023
angekündigt – das Handling auf
der Baustelle und spart Ladevolumen:
Stolze 480 m² Schalungsfläche
finden auf einem Sattelzug
Platz. Markus Ringer, Vertriebsleiter
Österreich, zeigt sich hochzufrieden:
„Die Kunden sind begeistert
von DEKplus! Insbesondere
die niedrige Aufbauhöhe und der
entsprechend geringe Transportaufwand
beeindrucken – und
natürlich die vielen Erweiterungsmöglichkeiten
mit AluDEK und
anderen Ringer-Systemen.“
www.ringer.at
WEITERE INFOS
sennebogen.com/6103
52 BAUBLATT.ÖSTERREICH NOVEMBER 2022 53
BAUMA 2022
BAUMA 2022
Das neuentwickelte
HybridSieb RM
H50X spart Zeit,
Geld und
Emissionen.
RM GROUP
Energieeffizientes Brechen und Sieben
Mit dem neuentwickelten RM H50X hybrid hebt die RM Group das mobile Sieben
auf ein neues Level. Wird das Hybrid-Sieb von einem diesel-elektrischen RM
Prallbrecher angetrieben, sparen sich die Betreiber bis zu 33% Treibstoff.
D
as RM Portfolio punktet mit hoher
Modularität: Je nach Bedarf arbeiten
hocheffiziente Stand-Alone-Lösungen oder
komplexe Maschinenzüge, bestehend aus
RM Brechern, Sieben, Haldenbändern und
digitalen Lösungen. Das Ergebnis der
Modularität des RM Produktportfolios ist
zum einen höchste Flexibilität und zum
anderen beträchtliche Treibstoffersparnis:
Bringt schon der Einsatz einer Hybrid-
Anlage im Vergleich zu einem diesel-direkten
Brecher oder einem hydraulischen
Sieb eine Treibstoffreduktion von bis zu
25%, so steigert die Verbindung in einem
Maschinenzug die Ersparnis noch weiter:
Treibt ein diesel-direkter Brecher das
neue RM Hybrid Sieb an, spart der Kunde
bis zu 33% Treibstoff. In Kombination mit
einem RM Hybrid-Brecher, der das RM
Hybrid-Sieb antreibt, erreicht das Einsparungspotenzial
sogar bis zu 50%. Läuft
nur ein Motor, weil der Brecher das Sieb
mitantreibt, muss der Kunde außerdem
nur eine Maschine betanken bzw. einen
„Auf der bauma
zeigten wir einmal
mehr, dass wir zu
den Frontrunnern
gehören, die ihre
Ideen auch auf den
Markt bringen“,
betont Gerald
Hanisch, Gründer
und CEO der RM
Group.
Motor servicieren, was effektiv Treibstoff,
Zeit und Geld spart.
Neues Hybrid-Sieb RM H50X
In einem hybriden Maschinenzug bis zu
50% Treibstoff einsparen? Genau das
ermöglicht die brandneue Grobstück-Siebanlage
RM H50X hybrid. Rubble Master
zeigt damit auf Basis von mehr als 30
Jahren Erfahrung in der Elektrifizierung,
wie Energieeffizienz in der Baustellen-
Realität schon jetzt gelebt werden kann.
Als Hybrid-Variante kann das Sieb
außerdem auch vollelektrisch betrieben
werden und punktet mit „Zero-CO2-Emission“.
Neben der Effizienz überzeugt auch
das neue RM Sieb mit seiner Modularität
und Vielseitigkeit. Sowohl bei der Produktion
des Hybrid-Siebs RM H50X als auch
beim Hybrid-Backenbrecher RM J110X,
der im März 2023 auf der Conexpo in Las
Vegas erstmals öffentlich präsentiert wird,
wurden unzählige Ideen und Kundenwünsche
berücksichtigt, um die Anwendbarkeit
der Aufbereitungsanlagen neu zu definieren.
Mit dem Backenbrecher RM J110X
läutet die RM Group eine neue Ära in der
Unternehmensgeschichte ein und ergänzt
mit dem leistungsstarken Vorbrecher zur
Naturstein-Aufbereitung das Produktportfolio.
Um für ein reibungsloses Zusammenspiel
von Maschine, Betreiber, Besitzer und
Servicekräften zu sorgen, hat die RM
Group die digitale Lösung RM XSmart
entwickelt. Betreiber behalten so den
Überblick über alle Maschinen, erhalten die
erforderlichen Maschinendaten und sparen
so Zeit in der Auswertung. Von Flottenmanagement
über die Zustandsüberwachung,
dem sogenannten Condition Monitoring, bis
hin zu Abrechnung und dem Reporting bei
Mietmaschinen, unterstützt der digitale
Assistent im Handling und ermöglicht es,
eine Baustelle so ökonomisch, ökologisch
und sicher wie möglich voranzubringen.
Rubble Master zeigt, dass die digitale
Baustelle schon Realität ist: „Die Digitalisierung
der Baustelle hallt schon lange
durch die Branche und immer wieder
stellte sich die Frage, wie das konkret
aussehen kann und wird. Für unseren
Bereich haben wir mit RM XSmart einen
wichtigen Schritt gesetzt und unsere Reise
der Digitalisierung hört nicht auf. Wir
sehen es als unsere Aufgabe, stets dazu zu
lernen, Herausforderungen als Chance zu
sehen und uns laufend weiterzuentwickeln“,
erklärt Gerald Hanisch, Gründer
und CEO der RM Group, seinen Zugang
zum Innovationsgedanken.
www.rubblemaster.com
DAS OEL DER KTM-CHAMPIONS
GIBT’S ÜBRIGENS AUCH
FÜR BAUMASCHINEN
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Rennen gewinnt man im Kopf. Und mit dem
richtigen Partner. Seit über 10 Jahren trägt
MOTOREX mit erstklassigen Oelen und umfassendem
Technologie-Support dazu bei,
dass KTM spektakuläre Erfolge einfährt.
Doch nicht nur Motorräder müssen jederzeit
ihr Bestes geben können. Sondern auch
Baumaschinen. Holen Sie sich darum die
Unterstützung von MOTOREX jetzt auch
abseits der Rennstrecke. Und hängen Sie
mit Ihrer Werkstatt die Konkurrenz ab.
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Follow us
Der neue Yellow Fox ergänzt
die Tunnelbagger Serie aus
Blue Badger, eBadger und
miniBadger.
M
it seinen 22 t Einsatzgewicht und
dem für den Tunnel optimierten
Ausleger samt umfassendem Sicherheitspaket
ist der neue Yellow Fox jetzt bereit
für den ersten Einsatz.
Dazu Andreas Wimmer, Geschäftsführer
Wimmer International: „Die Rückmeldungen
auf unsere präsentierten Produkt-
Neuheiten – den eBadger mit Battery-
Pack und den Yellow Fox – bestätigen uns,
dass wir mit unseren Entwicklungen auf
dem richtigen Weg sind. Das Konzept des
eBadgers mit Kabel und Batterie wird die
Zukunft im Tunnelbau sein. Null-Emission
auf der Baustelle und klimafreundliches
Bauen bleiben die bestimmenden Themen.
Generell war der Zustrom zu unserem
Messestand auf der bauma überwältigend!
Von Tag eins weg, konnten wir viele
Kunden und Partner bei uns am Stand
begrüßen. Aber auch eine Vielzahl an
wertvollen Neukontakten wurden in
dieser Woche in München geknüpft.
WIMMER
Erfolg auf ganzer Linie
Geschäftsführer
Andreas Wimmer freut
sich über das große
Interesse an der ständig
wachsenden Tunnelbau
Expertise seines Unternehmens.
Interessante Gespräche, viele Anfragen
und neue Ideen stimmen uns sehr positiv.
Somit kann mein Fazit nur positiv
ausfallen: Die bauma ist und bleibt die
wichtigste Leitmesse für uns – Kundenpflege
und Kundengewinnung in einem
großartigen Umfeld. Jetzt können wir
voller Motivation und gut ausgelastet ins
Jahr 2023 starten.“
www.wimmer.info
54 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
BAUMA 2022
Drei der vier batterie-elektrischen Baumaschinen, die
Caterpillar und Zeppelin präsentierten (von links): der
kompakte Radlader Cat 906, der Minibagger Cat 301.9
und der Cat 320, der mit der transportierbaren
Cat Ladestation MEC500 gezeigt wurde.
ZEPPELIN
Elektro-Power und viele weitere Neuheiten
Caterpillar und Zeppelin präsentierten auf der bauma unter anderem vier neue batterieelektrische
Baumaschinen, den neuen Radlader Cat 966 GC und den überarbeiteten
Cat 988K XE sowie erste Assistenzsysteme und 3D für Cat Minibagger.
A
uf der bauma ließ sich Caterpillar
erstmals in die Karten schauen und
zeigte zusammen mit Zeppelin vier
batterieelektrische Prototypen besonders
häufig eingesetzter Baumaschinen – den
Minibagger Cat 301.9, den mittelgroßen
Bagger Cat 320, den mittelgroßen Radlader
Cat 950 GC und den kompakten
Radlader Cat 906. Die Maschinen verfügen
über von Caterpillar entwickelte Batterien
und jeweils ein integriertes Onboard-Ladegerät
passender Größe. Eine Offboard-
Schnellladeoption wird ebenfalls zur
Verfügung stehen. Aufbauend auf der
bewährten Caterpillar-Technologie verfügt
die Lithium-Ionen-Batteriereihe über ein
modulares Design, das flexible Konfigurationen
für mehrere Anwendungen bietet.
Der Minibagger Cat 301.9 und der
kompakte Radlader Cat 906 werden
voraussichtlich die ersten im Handel
erhältlichen Typen sein.
Cat 336 und Cat 340
Schwerpunkte bei der Entwicklung des
neuen Cat 336 mit 38 t Einsatzgewicht
und des neuen Cat 340 mit 40 t waren
hohe Produktivität und kostengünstiger
Betrieb. Ihr leistungsstarkes Hydrauliksystem
und die serienmäßigen Assistenzsysteme
der Cat Kettenbagger der neuen
Generation versprechen hohe Effizienz.
Drei Motormodi passen die Baggerleistung
an den Einsatz an und sparen gleichzeitig
Kraftstoff. Synchronisierte 1.000-Bh-Ölund
Kraftstofffilter-Wartungsintervalle
reduzieren die Ausfallzeiten. Die verlängerten
Intervalle reduzieren auch die
Servicekosten um neun Öl- und Kraftstofffilterwechsel
und die Teilekosten für 27
Öl- und Kraftstofffilter über 10.000
Betriebsstunden im Vergleich zu vielen
konkurrierenden Baggern. Ganz neu in
dieser Klasse ist die Joysticklenkung, die
das Rangieren und das Fahren über
längere Strecken vereinfacht.
Neuer Radlader Cat 966 GC
Die Cat Maschinen mit dem Zusatz GC
(general construction) basieren auf
bewährter Technik und zeichnen sich aus
durch eine praxisgerechte Ausrüstung – so
auch der neue Radlader Cat 966 GC. Mit
Stufe V Motor, Automatiklüfter, Load
Sensing-Hydraulik und einfacher, intuitiver
Bedienung hält er den Kraftstoffverbrauch
und die Betriebskosten niedrig. Die
vielseitige und robuste Maschine eignet
sich für leichte und mittlere klassische
Lade- und Transportaufgaben und wird
den Aufgaben der Bau- und Gewinnungsindustrie
wie auch den Anforderungen von
Vermietungsunternehmen- und kommunalen
Betrieben gerecht.
Cat 988K XE mit großem Update
Mit seinen Verbrauchswerten hat der
diesel-elektrisch angetriebene Radlader
Cat 988K XE in so manchen Gewinnungsbetrieben
für hochgezogene Augenbrauen
und zufriedenes Schmunzeln der Betriebsleiter
gesorgt: 21 l Diesel pro Betriebsstunde
bei einem Materialumsatz von
600 t sind verbürgte, mehrfach schon
gemessene Werte. Nun hat Caterpillar
nachgelegt und das Spritsparwunder
konsequent auf den neuesten Stand
gebracht. Der überarbeitete Cat 988K XE
fährt schneller bergab und arbeitet im
Load-and-Carry Betrieb nochmal deutlich
produktiver. Darüber hinaus kommt die
innovative Maschine nun mit Cat Radlader
Assistenzsystemen der neuen Generation.
Der neue Cat 988K XE bietet eine Nutzlast
von 12 t beim Einsatz vor der Wand und
von 15 t in der Rückverladung und kann
mit Schaufeln von 4,7 bis 13 m 3 Fassungsvermögen
ausgerüstet werden.
Erste Assistenzsysteme
und 3D für Cat Minibagger
Caterpillar stellte zwei neue benutzerfreundliche
Assistenzsysteme für die
Mini-Hydraulikbagger Cat 306 CR, 308
CR und 309 CR der nächsten Generation
vor. Das Assistenzsystem E-Fence
beschränkt die Maschinenbewegung
Neuerungen bei den Cat Minibaggern der
nächsten Generation bildeten die Assistenzsysteme
E-Fence, Indicate und Swing Assist.
Weiters bietet Caterpillar jetzt auch eine 2D- und
3D-Maschinensteuerung als Nachrüstoption.
Das Team von Zeppelin Österreich mit Geschäftsführer Stephan Bothen (7. von links) blickt auf eine sehr erfolgreiche bauma zurück.
automatisch innerhalb der vom Bediener
voreingestellten Grenzen für unten, oben,
vorne sowie seitlich links und rechts.
Bediener arbeiten sicher und effizient – sie
müssen sich nicht weiter zusätzlich auf
Hindernisse und Begrenzungen konzentrieren,
weil das die Maschine für sie
übernimmt.
Das Assistenzsystem Indicate ist quasi
eine Maschinensteuerung der Einstiegsklasse
und bietet akustisch/visuelle
Anzeigen der Löffelposition im Vergleich zu
Zielwerten. Beim Aushub auf Zieltiefe,
beim Planieren, bei Böschungsarbeiten
erreicht der Bediener sein Sollmaß auf
Anhieb ohne zeitraubende Nacharbeiten.
Ungeachtet des Qualifikationsniveaus
arbeiten Fahrer und Maschine schneller
und präziser, außerdem entfallen permanente
Kontrollvermessungen. Zu den
neuen Assistenzsystemen gehört auch
Swing Assist. Es hilft Bedienern, sich
wiederholende Schwenkziele mit weniger
Aufwand zu treffen, den Kraftstoffverbrauch
zu reduzieren und die Zykluszeiten
zu verkürzen. Weiters bietet Caterpillar
Anwendern von Cat Minibaggern der
nächsten Generation in der 6 bis 10 t
Klasse jetzt 2D- und 3D-Maschinensteuerung
als Nachrüstoption. Die Bagger
können bei Zeppelin oder Sitech mit Cat
Grade mit Advanced 2D oder Cat Grade
mit 3D ausgerüstet werden.
Mehr als zufrieden mit der Messe zeigt
sich Stephan Bothen, Geschäftsführer von
Zeppelin Österreich: „Wir blicken auf eine
sehr erfolgreiche Bauma 2022 zurück und
sind ehrlich gesagt noch immer überwältigt
davon. Ein Unterschied zu den Jahren
zuvor war nicht festzustellen. Es gab
endlich wieder viele interessante und
persönliche Gespräche mit unseren
Kunden und Entscheidungsträgern aus der
Baubranche und darüber hinaus. Unsere
Kolleginnen und Kollegen haben außerordentliches
geleistet und waren stets mit
Leidenschaft für unsere Kunden und
Besucher da. Sogar viele neue Aufträge
konnten wir abschließen. Wir sind alle sehr
glücklich über den reibungslosen Ablauf
der Messe und können allen Mitwirkenden
nur unseren tiefsten Respekt aussprechen.
Was sie hier wieder auf die Beine gestellt
haben, war einfach grandios. Vielen Dank
und wir freuen uns jetzt schon auf die
Bauma 2025!“
www.zeppelin.com/at-de/cat
56 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH NOVEMBER 2022 57
BAUMA 2022
BAUMA 2022
1
SBM MINERAL PROCESSING
Zwei Weltpremieren als Besuchermagnet
Im Fokus standen bei SBM Mineral Processing die beiden Weltpremieren
des Remax 600 und der Dynamix 2500.
E
in hochzufriedenes Resümee ziehen
die Verantwortlichen von SBM
Mineral Processing. „Alles hat gepasst:
Das Wetter, die Stimmung, unsere
Produkte und natürlich die Ergebnisse“,
so Geschäftsführer Erwin Schneller in
einer ersten Bewertung. Mit einem Team
aus durchgehend über sechzig eigenen
Mitarbeitern aus den Geschäftsbereichen
Betonmischtechnik und Aufbereitungstechnik
war SBM in München präsent.
Unterstützt durch nochmals rund achtzig
Produktspezialisten von bestehenden und
neuen Händlern präsentierte man die
gesamte Bandbreite der SBM-Lösungen.
„Tatsächlich erhielten wir für den
brandneuen Remax 600 zahlreiche
Vorbestellungen von Händlern und
Endkunden“, so Vertriebsleiter Helmut
Haider (Aufbereitungstechnik) über das
große Interesse am 600 t/h Prallbrecher,
der als neues Flaggschiff der diesel-elektrischen
Plug-In-Hybriden von SBM ab
2
3
1 Der neue 600 t/h Prallbrecher Remax 600 gab mit
seinem futuristischen Design einen Ausblick auf den
zukünftigen autonomen Brecherbetrieb. 2 Als „Perfect
Match“ präsentierte SBM im Betonbereich die neue Dynamix
2500 gemeinsam mit der supermobilen Euromix 3300
Space (rechts). 3 Arbeiten an der Entwicklung eines mobilen
Prallbrechers mit erhöhtem Automationsgrad (von
rechts): DI Julia Schmidbauer (Montanuniversität Leoben;
Lehrstuhl für Aufbereitungstechnik), Hermann Almer
(Spartenleiter Mobile Anlagen; SBM), Johannes Zöchling
(Geschäftsführer Hans Zöchling GmbH), Erwin Hofstätter
(Geschäftsführer ing. erwin hofstätter GmbH) und Helmut
Haider (Vertriebsleiter Aufbereitungstechnik; SBM).
August nächsten Jahres ausgeliefert wird.
Vorgestellt wurde in diesem Zusammenhang
ein aktuelles Kooperationsprojekt
mit der Montanuniversität Leoben und
der Firma Zöchling. Ziel ist die Entwicklung
eines mobilen Prallbrechers mit
erhöhtem Automationsgrad, wobei der
Lehrstuhl für Aufbereitungstechnik der
Montanuniversität Leoben als Forschungspartner
die Entwicklung der
entsprechenden Technologie unterstützt.
Ergänzend dazu wird die Firma Zöchling
den ersten Prototypen in der Praxis testen
und die Erfahrungen in die weitere
Entwicklung einbringen.
Aber auch das bestehende Mobilprogramm
stieß auf großes Interesse – vertreten
u. a. durch einen Jawmax 450.
„Waren im dritten Quartal noch kurzzeitige
Unsicherheiten hinsichtlich der
Gesamtkonjunktur spürbar, so gehen
unsere Kunden im Rohstoff- und Baustoffsektor
die Herausforderungen jetzt erfreulich
optimistisch an. Wenn man so will,
haben alle die Krise inzwischen voll
eingepreist.“
Von sehr konkreten Projekten – auch für
die neue semimobile Betonmischanlage
Dynamix 2500 – berichtet Vertriebsleiter
Ernst Stöttinger (Betontechnik): „Mit der
neuen Baureihe decken wir gut 80% aller
Anwendungen und Bedarfsfälle in der
Branche ab und sprechen ganz neue
Zielgruppen an.“ Vielen Kunden in den
zentraleuropäischen Märkten biete die
Dynamix 2500 mit neuem Design eine
hochattraktive Alternative zu stationärer
Technik im mittleren Leistungsbereich.
Die semimobile Mischtechnik in leicht
versetzbarer, vielfältig erweiterbarer
Auslegung, mache Dynamix 2500 jetzt
auch für viele Betonproduzenten interessant,
die SBM bisher mit seinen supermobilen
Euromix-Baureihen nicht
erreichen konnte.
www.sbm-mp.at
58 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: SBM; Baublatt.Österreich
mit unseren hydraulischen anbauteilen bewegen sie welten
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FRUTIGER
Saubere Laufwerke durch Demucking
Der Schwerpunkt der Frutiger Company AG lag im Bereich Demucking.
N
eben den Bereichen Reifenwaschanlagen
und Staubbindung verfügt die
Frutiger Company AG auch über umfangreiches
Know-how im Bereich Demucking
(Grobreinigung von Bau- und Militärfahrzeugen).
Diese erlaubt es mit Niederdruck
und ohne Reinigungsmittel, den
überwiegenden Teil des Schmutzes
an Rad- und Kettenfahrzeugen
automatisch zu entfernen.
Zahlreiche Betreiber von
großen Baumaschinenflotten
zeigten sich hochinteressiert
an den automatisierten
Lösungen zur Reinigung
ihrer Maschinen.
Aus dem Bereich Staubbindung
präsentierte Frutiger eine
neue, adaptive Generation von
Staubbindungsanlagen, die mit der
Unterstützung des Instituts für
WERKZEUG&MEHR
TOOLS&MORE
Aerodynamik der Zürcher Hochschule für
Angewandte Wissenschaften, entwickelt
wurden. Die modernen MobyDick Staubbindesysteme
arbeiten nach dem Prinzip
der Staubbindung durch feinste Wassertropfen
und bieten einen hervorragenden
Wirkungsgrad bei minimalen Geräuschemissionen.
Ebenfalls mit von der Partie
war die Reifenwaschanlage MobyDick
One. Durch neuartige Fahrprofile und eine
verbesserte Düsenstellung, sowie die in
Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen
Technischen Hochschule
Zürich (ETH) entwickelte
strömungsoptimierte Geometrie
der Waschmodule, wird bei der
One, im Gegensatz zu einer
herkömmlichen Reifenwaschanlage,
eine viel höhere
Waschkraft möglich.
www.mobydick.com
Frutiger machte mit einem stark verschmutzten
Laufwerk auf die Probleme
des Waschens von Hand aufmerksam.
AAB Eisterer GmbH | 4632 Pichl bei Wels | Kaplanstraße 12 | Telefon +43 7247 81224 | www.aab-eisterer.at
vermietung
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verkauf
rasche
verfügbarkeit
BAUMA 2022
BAUMA 2022
MANITOWOC
Potain MDT 159: einfacher bauen in der City
Manitowoc zeigte eine beeindruckende Präsentation seiner neuesten Krane,
Technologien und Dienstleistungen.
D
ie Potain-Sparte stellte zwei neue
Turmdrehkrane vor. Der Potain MR
229 ist ein neuer Verstellauslegerkran und
der erste mit dem innovativen CCS-Kransteuerungssystem.
Eine weitere Neuvorstellung
war der Potain MDT 159, ein
perfekter City-Kran, dessen kompletter
Oberaufbau in lediglich drei Container
passt. Er ist besonders einfach aufzustellen
und dadurch schneller einsatzbereit.
„Weil Baustellen immer öfter räumlich
beengt und zugestellt sind, kommt es
mehr denn je auf optimierten Transport
und einfache Montageschritte an. Wir
haben zugehört und den Potain MDT 159
als perfekten City-Kran gebaut“, betont
Alexander Steinschifter, technischer
Geschäftsführer der Stirnimann GmbH in
Trumau.
Daneben war der Potain MDT 489 zu
sehen, der nach der Markteinführung
2021 erstmals öffentlich präsentiert
wurde. Er ist in Ausführungen für 20 t
und 25 t erhältlich, jeweils mit einem 80 m
langen Hilfsausleger. Er kombiniert
Leistung und Reichweite und eignet sich
damit ideal für Infrastruktur- und andere
Großprojekte.
Des Weiteren wurden zwei Selbstmontagekrane
vorgestellt. Der Igo T 99 feierte nach
der Markteinführung letztes Jahr seinen
Das neueste
Produkt in der City-
Kranserie Potain MDT ist
der MDT 159 für kleine bis
mittelgroße Bauvorhaben.
ersten öffentlichen Auftritt. Der 6 t Kran
zog wegen seiner kompakten Abmessungen,
der kleinen Stellfläche und der
intelligenten Konstruktion bewunderndes
Interesse auf sich. Auch ein Potain Hup M
28-22 – ein Favorit von Kunden, die
großen Wert auf Mobilität legen – war zu
sehen. Er hat eine Tragfähigkeit von 2,2 t
und ist der einzige Selbstmontagekran,
der bei sehr kompakten Transportabmessungen
einen 28 m langen Hilfsausleger
und eine Arbeitshöhe von bis zu 31 m
bietet.
www.manitowoc.com | www.stirnimann.at
Kubota präsentierte unter
anderem seine Technologielösungen
für die Nutzung
alternativer Energiequellen.
A
uf großes Interesse stieß der SVL75
Micro Hybrid Engine, ein Konzeptmodell
eines Kompaktladers mit Micro-Hybrid-Motor.
Indem ein Elektromotor zur
Unterstützung der Leistungsabgabe
eingesetzt wird, soll auch ein kleinerer
Basismotor für ausreichende Leistung
sorgen. Der leistungsstarke Elektromotor
schaltet sich automatisch ein, wenn der
Lader einen zusätzlichen und schnellen
Leistungsschub benötigt. Die Hubkapazität
ist genauso hoch wie bei einem Modell
ohne Hybridantrieb.
Produkt-Manager Joachim Stein mit der Konzeptmaschine des SVL75 Micro Hybrid Engine. Das Team der
Wiener Firma Baumaschinen MKS GmbH betreute die Fachbesucher aus Österreich.
KUBOTA
Nachhaltige Antriebstechnologien
Die vollelektrischen Kubota-Radlader
RT210-2e und RT220-2e sind so konzipiert,
dass sie genauso effektiv arbeiten
wie die Dieselversionen, jedoch ohne
Emissionen. Der RT210-2e verfügt über
eine lange Ladeschwinge für eine größere
Reichweite, während der RT220-2e mit
seiner deutlich kürzeren Ladeschwinge
eine größere Hubkapazität und Maschinenstabilität
gewährleistet. Dank einer
260Ah/48v-Lithium-Ionen-Batterie können
die elektrischen Kubota-Radlader mit
einer einzigen Ladung einen ganzen Tag
lang arbeiten. Kubota zeigte auch den
Prototyp des Kompaktbaggers U36-4
Electric. Der Lithium-Ionen-Akku mit
einer Kapazität von 49,2 kWh soll eine
Einsatzzeit von bis zu 5 Stunden ermöglichen.
Dank der Technik der Schnellladebatterie
ist der U36-4 innerhalb von nur
120 Minuten mit einer vollen Batterieladung
wieder einsatzbereit. Weiters
umfasst die aktuelle Produktpalette einen
LPG-Minibagger und elektrische Kettendumper,
die ein hohes Maß an Produktivität
bei null- oder geringen Emissionen
bieten.
www.kubota-eu.com | www.bmks.at
AM Baugeräte HandelsgmbH ■ Oberes Bahnfeld 2 ■ A-2281 Raasdorf/Wien
Tel. (+43 2249) 28495 ■ office@am-laser.at ■ www.am-laser.at
Ihr Spezialist für
Verbausysteme
BAUMA 2022
BAUMA 2022
1 2 3
Der Prallbrecher Mobirex MR 130(i) PRO besitzt ein vollelektrisches
Antriebskonzept. Die neue Anlage der Kleemann PROLine wird als
Primär und Sekundärbrecher im Naturstein und Recycling eingesetzt.
1 Weltpremiere: Mit dem
Super 19005(i) und
Super 21005(i) stellte
Vögele die ersten
AsphaltStraßenfertiger
der neuen „Strich 5“
Generation vor.
2 Wirtgen präsentierte
unter anderem die
Kompaktfräsen mit
Komfortkabine. Sie sind
weltweit die ersten
Kaltfräsen dieser
Maschinenklasse, die
mit Kabine angeboten
werden.
3 Hamm stellte die
ersten komplett batterieelektrisch
angetriebenen
Walzen vor.
Ihr Experte für
Abbruchtechnik
+++ viele Geräte ab Lager +++
WIRTGEN GROUP
Nachhaltige Lösungen für den Straßenbau
Mit 97 Exponaten – darunter 37 Weltpremieren – und eigenen Ausstellungen zu den
digitalen Systemlösungen sowie zum Thema Nachhaltigkeit präsentierte die Wirtgen Group
auf dem Gemeinschaftsstand mit John Deere wegweisende Lösungen für den Straßenbau.
U
nter dem Motto „The Future in
Roadbuilding – Smart. Safe. Sustainable“
zog sich die nachhaltige Ausrichtung
der Wirtgen Group wie ein roter Faden
über den Messestand. So standen bei den
Maschinen-Weltpremieren und Innovationen
die batterie-elektrisch betriebenen
Hamm Tandemwalzen, die batterie-elektrischen
Mini-Straßenfertiger von Vögele
sowie der vollelektrische Kleemann
Prallbrecher im Fokus. Für Aufsehen
sorgten auch zwei Wirtgen Kompaktfräsen
mit Komfortkabine, die Strich-5-Generation
der Vögele Straßenfertiger und das
Revoc-System von Benninghoven, ein
Katalysator für Asphaltmischanlagen.
Zusätzlich zu den Einzelmaschinen
präsentierte die Unternehmensgruppe
Produktions-Systeme für komplette
Anwendungen im Straßenbau. Hier liegt
in Summe das größte ökologische und
auch ökonomische Potenzial – angefangen
vom Kaltrecycling und Asphaltrecycling
über emissionsfreie Anwendungen in
Städten und an anderen sensiblen Orten
bis hin zu großflächigen Sanierungsmaßnahmen
und kleinen, kommunalen
Arbeiten.
In der so genannten Technology Zone
zeigte die Wirtgen Group digitale Lösungen
ihrer Produktmarken, die Anwendern
heute schon die Bedienung der Maschinen
erleichtern und eine Baustellendokumentation
ermöglichen. Dazu gehören u. a. der
Wirtgen Performance Tracker, das neue
satellitengestützte Lenksystem Wirtgen
AutoTrac für radmobile Bodenstabiliserer
und Radrecycler, der neue digitale
Verdichtungsassistent Smart Compact
Auch die Firma Porr informierte sich auf dem Stand der Wirtgen Group (von links):
Frank G. Betzelt (Geschäftsführer, Wirtgen International), Martin Friedl (Geschäftsführer
Wirtgen Österreich), Ing. Karl Heinz Strauss, MBA (CEO Porr AG), Martin Buschmann
(Director, Digitalization and Production Systems Wirtgen Group), Dr. Volker Knickel (CEO
Wirtgen Group), Alexander Ruzicka (Prokurist Porr Equipment Services) und Werner
Zenz (Geschäftsführer Porr Equipment Services) vor dem Gleitschalungsfertiger SP 124.
von Hamm oder auch die Vögele Dokumentations-
und Prozessoptimierungstools Witos
Paving Docu und Paving Plus. Darüber
hinaus gab es mit dem sogenannten
Operations Center einen Ausblick, wie sich
künftig ganze Baustellen planen, monitoren
und analysieren lassen. Ziel ist es, dem Kunden
mithilfe von Telematik-Lösungen einen
echten Mehrwert zu liefern, der eine noch
effizientere Umsetzung seiner Projekte
ermöglicht.
Die Wirtgen Group ist Wegbereiter für mehr
Mobilität im Straßenbau. Dabei ist Nachhaltigkeit
eine tragende Säule der Unternehmensstrategie.
Das verdeutlichte auch
die Ausstellung zum Thema auf dem
eigenen Messestand. Die Innovationen zur
bauma haben zudem das Bestreben
unterstrichen, die Verfügbarkeit batterieelektrischer
Produktmodelle zu erweitern
und alternative Antriebstechnologien von
emissionsreduziert bis kohlenstofffrei
anzubieten.
Auch die neuen, zukunftsweisenden
Maschinen- und Technologie-Lösungen
stehen im Zeichen des Wirtgen Group
Wertversprechens „close to our customers“.
Mit ihren nachhaltigen Lösungen möchte
die Unternehmensgruppe ihre Kunden
unterstützen, den wachsenden Bedarf an
Infrastruktur nicht nur schnell und wirtschaftlich
zu realisieren, sondern auch die
steigenden Anforderungen in puncto
Umweltschutz sowie Sicherheit für Mensch
und Natur schon heute zu erfüllen.
www.wirtgen-group.com
Recycling
Entsorgung
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Laurenz-Dorrer-Straße 6
3300 Amstetten Österreich
Fon: +43 7472 20752
office@hs-schoch.at
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hs-schoch.at
62 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH NOVEMBER 2022 63
BAUMA 2022
BAUMA 2022
KIESEL
Höhere Produktivität durch Mechanisierung
Gemeinsam mit Hitachi präsentierte Kiesel auf einer Ausstellungsfläche von 6.500 m 2
über 50 Maschinen inklusive Anbaugeräte, darunter auch zahlreiche Neuheiten.
K
iesel hat sich in den letzten 30 Jahren
als Systempartner für den Kunden
etabliert. „Wir sind der Prozessoptimierer
für unsere Kunden. Und mit unseren
Kiesel-Systemlösungen können wir dank
der Mechanisierung auf der Baustelle eine
Produktivitätssteigerung von 30% erzielen.
Bestes Beispiel hierfür ist die P-Line by
KTEG“, sagt Toni Kiesel, Geschäftsführender
Gesellschafter der Kiesel GmbH. Bei
dieser ergänzen sich der optimale Geräteträger
inklusive digitaler Assistenzsysteme,
der entsprechende Schnellwechsler sowie
passende Anbaugeräte. Auch der Personaleinsatz
ist effizienter: für den Mitarbeiter
genauso wie für den Unternehmer, denn
Toni Kiesel (Geschäftsführender
Gesellschafter der
Kiesel GmbH) erläuterte
die Vorteile der
PLine. Durch die
Mechanisierung auf
der Baustelle kann
eine Produktivitätssteigerung
von 30%
erzielt werden.
Maximilian Schmidt
(links; Mitglied der
Kiesel Geschäftsleitung),
Maik Spindler
(3.v.l.; kaufmännischer
Geschäftsführer,
Kiesel
Gruppe) und Martin
Mizerovsky (rechts;
Geschäftsführer Kiesel
Austria GmbH)
mit einem Teil des
Teams von Kiesel
Austria.
Der erstmals
vorgestellte ZE135
erreicht pro Vollladung
mindestens
3,5 h Arbeitsleistung,
bevor er an die Ladestation
andockt.
mit dem modularen System, das auf die
Herausforderungen der Baustelle zugeschnitten
ist, kann mehr Leistung in
kürzerer Zeit erzielt werden. Zu sehen
waren der ZX19-6 mit einem OQR30 und
der ZE85 mit einem OQR45 – beide mit
zahlreichen Anbaugeräten. Die Produktlinie
umfasst mittelfristig Maschinen bis zu
40 t. „Mit der P-Line by KTEG werden wir
neue Maßstäbe in der Branche setzen“, so
Toni Kiesel.
Mit Blick in die Zukunft werden Kiesel und
Hitachi über ein gemeinsames Joint-Venture
verstärkt zusammenarbeiten. Diese
neue Partnerschaft wurde auf der bauma
kommuniziert.
Neue Partner an der Seite von Kiesel sind
EmiControls Europe und Makineo. Bei
Makineo dreht sich alles um digitale
Bauprozesse, digitale Assistenzsysteme und
Maschinensteuerung. Gemeinsam mit
EmiControls Europe geht es um die Staub-,
Geruchs- und Feuerbekämpfung. Und auch
darum, Prozesse emissionsneutral und
umweltbewusst zu gestalten.
Bereits auf der letzten bauma 2019 wurde
der Prototyp ZE85 präsentiert. Heute
verfügt Kiesel über ein beeindruckendes
Produktportfolio im Zero-Emission Bereich.
Zu den Produkthighlights zählen der ZE23,
ZE55U, ZE85 und der ZE135. „Wir bieten
hier High-End-Technologie mit Hochvoltsystemen
und Schnellladung. Mit unserer
mobilen Schnellladestation KTEG Power-
Tree können nicht nur Elektrobagger in
kürzester Zeit geladen werden, sondern
sämtliche batteriebetriebene Geräte auf der
Baustelle“, erläutert Toni Kiesel. Ein
weiteres Messe-Highlight bildete der MHL
820 „Beyond Battery“ von Fuchs. Dank des
cleveren Designs lässt sich sein Batteriemodul
stufenweise erweitern. Im Basispaket
liefern die verbauten Lithium-Ionen-Akkus
bereits genug Leistung, um die Maschine
bis zu zwei Stunden autark betreiben zu
können.
www.kiesel.net
64 BAUBLATT.ÖSTERREICH
SCHWING
Neue Großmastpumpe S 51 SX
Die neue Autobetonpumpe S 51 SX zeichnet sich durch ein deutlich
reduziertes Gewicht bei gewohnter Stabilität und Langlebigkeit aus.
A
Gruppe
ufgebaut auf einem 10x4 Euro 6
Fahrzeug ergibt sich durch den
Einsatz von modernem Leichtbau ein
typisches Einsatzgewicht von unter
40 t mit ausreichender Reserve für
Zusatzausstattungen und Zuladungen.
Die kombinierte Roll-Z-Faltung
mit 235°- und 230°-Drehwinkeln in
den letzten beiden Mastelementen
bietet maximale Beweglichkeit für
jede Baustelle. Durch die kurzen
vorderen Mastelemente wird die
Flexibilität nochmals erhöht. Bei der
Auswahl von Fahrgestellen und
Motorisierungen bietet das Schwing
Konzept größtmögliche Freiheitsgrade.
Ein auf das Minimum
reduzierter Umbauumfang des
Fahrzeuges spart Kosten und
Aufwand. Die von Schwing entwickelte
und patentierte SX-Abstützung
ist bogenförmig und kann
dadurch einen deutlich längeren
Bauraum in der Maschine
einnehmen als eine klassische
X-Abstützung.
Gezeigt wurde auch das Eco Power
System, eine hybride Nachrüstlösung
mit externem Zusatzaggregat, um
eine konventionell mit Verbrennungsmotor
ausgestattete Autobetonpumpe
elektrisch aufzurüsten. Die günstige
und mit geringem Aufwand durchführbare
Hybridlösung ist flexibel
einsetzbar, hat eine hohe Leistung bei
geringem Platzbedarf und vermeidet
zusätzliches Gewicht für die
Betonpumpe. Alle auf dem Markt
befindlichen Schwing Autobetonpumpen
der letzten 15 Jahre lassen
sich einfach elektrisch nachrüsten.
www.schwing-auftragsfertigung.at
120 YEARS EXPERIENCE
MOBILE KOMPAKT-BRECHERANLAGEN
wie zb. REMAX 200: 25 To, Leistung bis 200 To/h
VERTRAGSHÄNDLER, MIET- UND SERVICEPARTNER FÜR:
Dipl.HTLIng. Horst Jöbstl (Geschäftsführer Schwing
GmbH) und Andrea Freitag (Kaufmännische Leiterin,
Schwing GmbH) vor der neuen S 51 SX.
www.mineraltech.at
mineraltech - ing. erwin hofstätter GmbH, 2512 Tribuswinkel, Werksgasse 11, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 82, mail: office@mineraltech.at
mineraltech west - Handel mit Aufbereitungsanlagen GmbH, 6911 Lochau, Hofriedenstraße 71, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 82 18
BAUMA 2022
BAUMA 2022
Mit dem neuen
raupenmobilen
reversiblen Prallbrecher
I4e stellte
Keestrack eine
leistungsstarke
Lösung für den
Sekundär und
Tertiärbruch mit
nur einer einzigen
Maschine vor.
HOLP
RotoTop-Range stark erweitert
Die Holp GmbH hat die Serie ihrer erfolgreichen
RotoTop nach oben erweitert.
Österreichischer
Baumaschinenverband
KOMPETENZ DURCH
FOKUSSIERTE INFORMATION
KEESTRACK
Keestrack wird emissionsfrei
2012 hat Keestrack den elektrischen Antrieb eingeführt. Nun
präsentierte Keestrack den Zero-Antrieb, mit dem die Maschinen
vollkommen ohne integrierten Verbrennungsmotor auskommen.
D
ie meisten mobilen Brech- und
Siebanlagen sowie einige notwendige
Hydraulikanlagen werden mit Elektromotoren
angetrieben. Die folgenden Anlagen
sind mit Zero-Antrieb erhältlich: Kegelbrecher
vom Typ H6e und H7e, alle Prallbrecher
inklusive I4e, alle Grobstücksiebe
außer K8, das Produktionssieb C6e, alle
Haldenbänder, alle Backenbrecher außer
B3 und der raupenmobile Plattenbandaufgeber
A6.
Im Vergleich zu herkömmlichen dieselhydraulischen
Einheiten verbrauchen dieselelektrisch
angetriebene Anlagen direkt bis
zu 40% Kraftstoff weniger. Beim Betrieb
von ganzen Produktionsstraßen kann der
Kraftstoffverbrauch sogar um bis zu 70%
sinken, wenn die hybriden Siebe und
Haldenbänder direkt über den vor- oder
nachgeordneten elektrischen Brecher mit
Energie versorgt werden. Der Anschluss an
das öffentliche Elektrizitätsnetz kann (je
nach örtlichem Strompreis) sogar noch
größere Einsparungen bewirken, da in
diesem Fall die Betriebs- und Wartungskosten
drastisch sinken.
Eines der bauma Highlights war der neue
raupenmobile horizontale reversible
Prallbrecher Keestrack I4e, der ein völlig
neues Konzept verfolgt. So ist dank der
innovativen RIC-Technologie (Reversible
Impact Crusher) der kombinierte Sekundär-
und Tertiärbruch mit einer einzigen
hochmobilen Lösung möglich, was den
Keestrack I4e zu einer echten Alternative
für mobile Kegelbrecher oder vertikale
Prallbrecher macht, insbesondere angesichts
seiner herausragenden Produktionsleistung
von 100 bis 250 t/h. Das System
zeichnet sich ferner durch einen geringen
Verschleiß, ein höherwertiges Endprodukt
(Form der Körner) sowie einen bedeutend
geringeren Energieverbrauch bei typischen
Anwendungen aus. Möglich wird dies unter
anderem durch den fortschrittlichen
elektrischen Zero-Antrieb und den
Drop-off-Stromerzeuger, der aus einem
Dieselmotor mit 447 kW und einem
300-kVA-Generator besteht.
Die größte Maschine auf der Messe war der
neue Kegelbrecher H7e Zero. Mit einer
Höhe von mehr als 7 m, einem 26 t Kegel
mit bewährter Technologie und Optionen
wie einem Doppeldeck-Vorsieb und einem
Dreifachdeck-Nachsieb wiegt die voll
ausgestattete Anlage 92 t. Ist vor Ort kein
Netzanschluss vorhanden, kann der H7e
Zero mithilfe des raupenmobilen Stromerzeugers
M7 betrieben werden. Der Kegel
des H7e eignet sich für Korngrößen bis 250
mm. Als weitere Maschine der Baureihe
Zero wurde der Backenbrecher B7e Zero
präsentiert, der ausschließlich von
Elektromotoren angetrieben wird. Gezeigt
wurde der B7e in Kombination mit dem
raupenmobilen Stromerzeuger M5. Dieser
dient der direkten Energieversorgung von
Brechern, Sieben und Haldenbändern von
Keestrack, wenn kein Netzanschluss zur
Verfügung steht. Auch der Prallbrecher
R5e von Keestrack ist jetzt mit vollständig
netzbetriebenem Zero-Modus erhältlich,
kann aber auch über einen Drop-off-Stromerzeuger
betrieben werden. Der R5e
verfügt wie alle Maschinen mit E-Antrieb
über die Möglichkeit, weitere Maschinen
mit elektrischer Energie zu versorgen. Der
neue vollelektrische und raupenmobile
Plattenbandaufgeber A6 arbeitet mit
seinem 15 m 3 großen Trichter als Puffer
und sorgt für eine gleichmäßige Beschickung
der nachgeordneten Maschine
(meist ein Haldenband). Der A6 wird
entweder direkt aus dem Stromnetz oder
von einer anderen elektrischen Maschine
mit Energie versorgt.
www.keestrack.at
Freuten sich über das
große Interesse an den
Anlagen mit ZeroAntrieb
(von links): Erwin
Hofstätter (Geschäftsführer
ing. erwin
hofstätter GmbH),
Helmut Kreutzer (Techn.
Sales Director, Keestrack
Group), Anna Gamper
(Keestrack NV) und Felix
Hofstätter (ing. erwin
hofstätter GmbH) vor dem
Backenbrecher B7e Zero.
66 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
I
Geschäftsführer Günter Holp bietet mit seinem Unternehmen nun Drehantriebe in
11 Größen für alle Bagger mit einem Einsatzgewicht von 600 kg bis 45 t.
n den letzten 10 Jahren eroberte der
Drehantrieb nicht nur die Unternehmer,
sondern vor allem die Herzen der
Maschinisten, denen die intuitiv
erlernbare Bedienung des „Handgelenks
am Bagger“ mittlerweile häufig in
Fleisch und Blut übergegangen ist und
die den RotoTop nicht mehr missen
möchten.
Zur bauma wurden nun die Modelle
RT.301 HD für Bagger von 29 bis 36 t
sowie RT.301 HD+ für Maschinen von 35
bis 45 t präsentiert. Damit bietet die
Holp GmbH eine große Range ihrer
RotoTop mit 11 verschiedenen Modellen.
Die sehr feinmaschige Abstufung sorgt
dafür, dass in jeder Klasse die passende
Drehdurchführung zur Verfügung steht.
Mit Hilfe des RotoTop erlangen Bagger
360° Endlosdrehbarkeit und werden in
Verbindung mit der Baggerkinematik
zur echten räumlichen Bewegung
befähigt, während das Arbeiten mit
einem Tilt durch die seitliche 60-90°
Bewegung wie beim Schwenklöffel meist
im zweidimensionalen Bereich bleibt.
Gleichzeitig muss der Bagger seltener
umgesetzt werden, was Kraftstoff spart.
Entsprechend hohe Leistungszuwächse
sind hier möglich, beispielsweise erzielt
der RotoTop in Verbindung mit dem
Tieflöffel die maximalen Grabkräfte oder
zieht akkurate Böschungen mit einer
nachgewiesenen Mehrleistung von
mindestens 10 bis 50%.
Diese Bewegungsfreiheit und Effizienzsteigerung
ist mit den neuen Modellen
nun auch für Bagger ab der 30 t Klasse
zu bekommen. Da diese nun wesentlich
beweglicher sind, wird keine zweite
Maschine mehr vor Ort benötigt, um die
schwer zugänglichen Stellen zu bearbeiten,
wie das bisher auf vielen Baustellen
der Fall war. Zudem kann der Handarbeiter,
der meist den Maschinenführer
begleitet, andere Arbeiten übernehmen.
Im Abbruch kann der Bagger der
höheren Tonnage-Klasse mit Hilfe des
RotoTop in Kombination mit dem
MultiGrip auch sehr große und unhandliche
Teile abbrechen und sortieren. Mit
der Felsfräse sind dank der 8-fach-Drehdurchführung,
die immer die richtige
Ölmenge zum Anbaugerät bringt,
langandauernde Einsätze in Gewinnung
und Tunnelbau möglich, ohne dass
thermische Probleme auftreten können.
www.holp.eu
Nr. 0124850
11
12
1
10
27
26 21
2
9
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3
8 24 23 4
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BAUMA 2022
BAUMA 2022
KOMATSU
Neuheiten in allen Geräteklassen
In der Halle C6 und auf der großzügigen Demo-Fläche im angrenzenden Freigelände
informierte Komatsu Europe über die aktuellen Geräte-Generationen.
N
eben vielen weiteren Neuheiten zeigte
Komatsu auch die neuen Minibagger
PC17R-5 und PC20R-5 mit regulärem
Heck und Motor gemäß EU Stufe V. Die
neuen Komatsu-Maschinen bieten eine
beeindruckende Hubleistung, überarbeitete
Ketten für jeden Untergrund, einen
obenliegenden Hubzylinder (PC20MR-5),
einfache Wartungs- und Servicearbeiten
sowie verschiedene serienmäßige Sicherheitsfunktionen.
Zusätzlich sorgt die große
Kabine für hohen Fahrerkomfort. Die
beiden Minibagger können außerdem mit
zahlreichen Sonderausrüstungen an die
jeweiligen Anforderungen angepasst
werden.
Zu sehen war auch der WA80M-8 Kompaktradlader,
ebenfalls mit Motor gemäß
EU Stufe V. Mit seinem hydraulischen
Schnellwechsler, der EF-Kinematik mit
Parallelhub und einer großen Palette an
verfügbaren Anbaugeräten ist der
Komatsu WA80M-8 ein zuverlässiges und
vielseitiges Werkzeug für die verschiedensten
Einsätze. Neben hoher Zugkraft,
hervorragender Losbrechkraft, großer
Hub- und Ausschütthöhe sowie Kraftreserven
für schwierigste Bodenbedingungen,
punktet der WA80M-8 auch mit einem
geringen Kraftstoffverbrauch. Der Fahrer
„Für die zunehmende Digitalisierung im Erdbau bietet die Firma Kuhn den
Betrieben mit Smart Construction eine wichtige Unterstützung“, betont
Mag. Stefan Kuhn (Geschäftsführung Kuhn Holding), im Bild vor dem
PC210LCi11 mit der intelligenten Maschinensteuerung iMC 2.0.
kann mit Hilfe der Easy-Fork-Kinematik
Lasten auf der Palettengabel parallel zum
Boden transportieren, ohne nachsteuern
zu müssen.
Unter den Exponaten befand sich auch die
neueste Generation des Komatsu Hydraulikbaggers
PC210LCi-11. Er ist mit der
intelligenten Maschinensteuerung iMC 2.0
ausgerüstet, die vollständig ab Werk in die
Maschine integriert ist und gegenüber der
ersten Version zahlreiche neue intelligente
Funktionen zur Steigerung der Produktivität
und Effizienz bietet. Dazu zählen die
automatische Schwenklöffelsteuerung, die
Fotos: Komatsu; Baublatt.Österreich; Messe München
Mit dem neuen PC400011 Electric Drive unterstreicht Komatsu seine
langjährige Erfahrung bei der Entwicklung, Produktion und Wartung
elektrisch angetriebener Hydraulikbagger. Rechts ein PC490HRD11,
der dank des neuen K100AuslegerWechselsystems innerhalb von
Minuten zum „High Reach“Abbruchbagger umgerüstet wurde.
Winkelhaltefunktion, der schlankere iMC
2.0-Bedienbildschirm, die Integration von
Schwenklöffel dank IMU-Sensor und die
Unterstützung von Multi GNSS.
Smart Construction für
modernste digitale Lösungen
Smart Construction ist ein Technologieunternehmen
von Komatsu, das sich auf die
digitale Transformation von Erdbewegungsarbeiten
spezialisiert hat und
Unternehmen mit Hard- und Softwarelösungen
höchster Qualität bei diesem
Prozess unterstützt. Durch die Umwandlung
gesammelter Daten in wertvolle
Informationen hilft Smart Construction
dabei, Personal, Maschinen und Material
noch besser und zielgenauer einzusetzen.
So werden die Arbeitsbedingungen
optimiert und das Unternehmen noch
erfolgreicher, denn Entscheidungsträger
können mit Smart Construction vom
Schreibtisch aus die gesammelten,
hochpräzisen Gelände- und Maschinendaten
der Baustelle in Echtzeit einsehen. Der
Fortschritt der Arbeiten wird visualisiert
und detailliert dargestellt, Baustelleninformationen
und Vergleichsdaten können
mit allen Beteiligten geteilt werden. Seit
dem 1. Juli 2022 ist die Kuhn Baumaschinen
GmbH der erste Smart Construction
Partner in Österreich.
Dazu Mag. Stefan Kuhn, Geschäftsführer
Kuhn Holding: „Eine wichtige Komponente
von Smart Construction ist die
Der WA80M8 Kompaktradlader
mit Motor gemäß EU Stufe V ist ein
zuverlässiges und vielseitiges
Werkzeug für die verschiedensten
Einsätze.
Die neuen R5Bagger – im Bild ein
PC17R5 – konzentrieren die Qualität
und Leistung der großen Komatsu
Baumaschinen in einem
kleineren Paket.
intelligente Maschinensteuerung, bei der
Komatsu als technischer Vorreiter bereits
seit vielen Jahren über umfangreiche
Erfahrungen verfügt. Die intelligente
Maschinensteuerung, die Komatsu in
immer mehr Geräten anbietet, ist eine
logische Steuereinheit, mit der höchste
Effizienz und Kosteneinsparungen auf der
Baustelle erreicht werden können. Mit
Hilfe von 3D-Daten, die fernbedient in die
Maschine geladen werden können,
verhindert die Maschinensteuerung ein
Eindringen unterhalb des Zielprofils und
ermöglicht dem Fahrer jederzeit präzises
Arbeiten an jedem Ort auf der Baustelle.
Die datenbezogene Zusammenarbeit
zwischen unseren Beratern und Kunden
ist die Basis für eine sicherere und
effizientere digitale Baustelle und für eine
beeindruckende Gewinnsteigerung. Smart
Construction war neben den zahlreichen
Komatsu Neuheiten eines der zentralen
Themen in den vielen Gesprächen mit
unseren Fachbesuchern. Wir blicken auf
eine sehr erfolgreiche bauma zurück und
sehen uns für die Zukunft optimal
gerüstet, um unseren Kunden für die
kommenden Veränderungen die optimalen
Lösungen bieten zu können.“
Im Sinne der Nachhaltigkeit hat sich
Komatsu das langfristige Ziel gesetzt, bis
2050 klimaneutral zu werden, also kein
Kohlendioxid mehr auszustoßen. Das
Unternehmen verpflichtet sich, bis 2030
die CO2-Emissionen aus seinen Produktaktivitäten
im Vergleich zu 2010 zu
halbieren und den Anteil erneuerbarer
Energiequellen auf 50% zu erhöhen.
Außerdem wird Komatsu den Einsatz
entsprechender Technologien bei seinen
Materialherstellern und anderen Partnern
unterstützen, damit auch diese klimaneutrale
Betriebsabläufe erreichen können.
www.komatsu.eu | www.kuhn-gruppe.com
68 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH NOVEMBER 2022 69
BAUMA 2022
BAUMA 2022
WOLFFKRAN
Messepremiere für Hochleistungsfaserseil
Wolffkran hat gemeinsam mit dem Seilspezialisten Trowis GmbH
ein Hoch leistungsfaserseil entwickelt, das nun erstmals
auf der bauma an einem Wolff Kran
präsentiert wurde.
KAISER AG
Stark, agil und wendig: Mit dem S8
Allroad präsentierte die Kaiser AG
ihre Definition einer neuen Leistungsklasse
für MobilSchreitbagger.
Klaus Singer (Geschäftsführer
der Kaiser Fahrzeugtechnik GmbH
Österreich) informierte die
Fachbesucher über die vielen
technischen Neuerungen der
aktuellsten Generation der
Kaiser MobilSchreitbagger.
A
ls bislang einziger Hersteller
setzt Trowis für sein neues
Faserseil auf einen Seilmantel mit
einer speziellen Faserverbundkonstruktion,
der in enger Zusammenarbeit
mit Wolffkran entwickelt wurde.
„Durch die einzigartige Seilkonstruktion
hat das chaRope Faserseil
den gleichen Durchmesser wie
herkömmliche Stahlseile und ist
damit deutlich schlanker als
vergleichbare Wettbewerbsprodukte“,
sagt Thomas Heidrich, CTO
und Mitglied der Geschäftsleitung
bei der Wolffkran GmbH. „Die
Seilkonstruktion besteht aus einem
mehrlagigen, gedrehten Kernseil aus
hochfesten Hightechfasern und aus
einem abriebfesten, dünnwandigen
Faserverbundmantel“, erläutert Dr.
Thorsten Heinze, Geschäftsführer
der Trowis GmbH. „Mit diesem
Aufbau können wir zum Markteintritt
Kranseile mit Durchmessern
von 12 und 16 mm anbieten.“
„Jeder Wolff Kran, der über ein 12
oder 16 mm Stahlseil verfügt, kann
mit dem neuen chaRope Faserseil
ausgestattet werden. Die Seile sind
vollständig baureihenkompatibel,
eine Anpassung der Seilrollen,
Hubwerke oder Traglasten ist nicht
erforderlich“, so Thomas Heidrich.
„In unserem aktuellen Portfolio
betrifft das alle Modelle der Wolff
Clear-Reihe, die neuen Wolff 21
FX-Krane sowie den Wolff 8033.16
Cross.“
Der einzigartige Faserverbund-Seilmantel
hat im Wettbewerbsvergleich
zu herkömmlichen, geflochtenen
Seilmänteln noch mehr Vorteile: Er
ist monolithisch, also nahtlos dicht.
So gelangt weder Feuchtigkeit ins
Seilinnere noch Schmierstoffe oder
Faserabrieb des Seilkerns nach
außen. „Das Seil läuft auch nach
Mit dem patentierten Wolff HighSpeedPositioning
System hat Wolffkran als erster Hersteller der Branche
ein Assistenzsystem entwickelt, mit dem die Last am
Kranhaken fast schwingungsfrei bewegt und
millimetergenau positioniert werden kann.
„Durch die einzigartige
Faserverbundkonstruktion
kann
das herkömmliche
Stahlseil 1:1 gegen
das chaRope Faserseil
ausgetauscht
werden – ohne Umbaumaßnahmen
am
Kran vornehmen zu
müssen“, betont
Zeljko Tenjovic (Geschäftsführer
Wolffkran
Austria GmbH).
Durch den einzigartigen
Aufbau des chaRope Faserseils, ist es –
bei 80% Gewichtseinsparung – schlank wie ein
Stahldrahtseil und kann dieses 1:1 ersetzen.
Jahren nicht trocken und es gelangen
keine Mikrokunststoffpartikel in
die Umwelt“, so Peter Streubel,
Geschäftsführer der Trowis GmbH.
Zudem bietet der Seilmantel einen
hundertprozentigen UV-Schutz für
den innenliegenden Seilkern und
dient gleichsam als Indikator für die
Ablegereife des Seils.
Das chaRope Faserseil ist rund 80%
leichter als ein Stahlseil. Die enorme
Gewichtseinsparung ermöglicht
nicht nur höhere Tragfähigkeiten,
sondern auch eine deutlich einfachere
und sicherere Handhabung bei
Transport, Montage und Seilwechsel.
Durch die von Seilspezialist Trowis
entwickelte Faserverbundkonstruktion
verfügt das chaRope Faserseil
über eine mindestens vier Mal so
hohe Lebensdauer als ein herkömmliches
Seil aus Stahldraht. Zudem
müssen die Seile nicht nachgeschmiert
oder gereinigt werden und
die Seilscheiben werden kaum
verschlissen.
Auf einem Wickelprüfstand wird das
chaRope Faserseil schon seit
längerem intensiv getestet. In Kürze
wird es in der Wolff Mietflotte in
England umfassenden Feldtests
unterzogen. „Die Testphase wird im
Juni 2023 abgeschlossen und das
Seil ab August 2023 auf dem Markt
erhältlich sein. Ab dann werden wir
alle Wolff Modelle mit 12 oder 16
mm Seil wahlweise mit der Stahloder
Faservariante ausliefern und
auch Teile unserer Mietflotte
sukzessive umrüsten. Gemeinsam
mit Trowis wollen wir zudem
Faserseile mit weiteren gängigen
Durchmessern entwickeln, um
mittelfristig alle Wolff Krane mit den
innovativen Seilen anbieten zu
können“, so Thomas Heidrich.
www.wolffkran.com
70 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
S8 Allroad: Kraftpaket in der 10 t Klasse
Mit dem S8 Allroad ergänzt die Kaiser AG ihre bewährten Mobil-Schreitbagger
S10 und S12 Allroad durch ein leistungsfähiges 10 t Gerät.
K
aiser Mobil-Schreitbagger spielen ihre
Stärken dort aus, wo andere Geräte an
ihre Grenzen stoßen. Das gilt auch für das
jüngste Modell, den S8 Allroad, der
technologisch bei der aktuellen Generation
des S12 ansetzt und die Kaiser Modellpalette
ideal abrundet. Zur Verfügung stehen
der S8 Telefuss, S8 Allroad und der S8
Gator. Der Unterwagen des S8 Allroad
stellt mit den maximalen Verstell-Möglichkeiten
die bewährt hohe Standfestigkeit
bei Kaiser Mobil-Schreitbaggern sicher.
Absolut neu in dieser Gewichtsklasse ist
die optional verfügbare Rotoline.
Klaus Singer, Geschäftsführer der Kaiser
Fahrzeugtechnik GmbH, über den S8
Allroad: „In der Praxis schätzen die
Maschinisten das leichte Gewicht des S8
Allroad, denn es ermöglicht viele Arbeiten
im steilen Gelände, ohne sofort eine
Polixmair GmbH – Ehrenfeld Betriebspark 5 – 4694 Ohlsdorf
VERKAUF | VERMIETUNG | SERVICE | PARTS | ALL IN AUFBEREITUNG
Seilwinde einsetzen zu müssen. Außerdem
verursacht der S8 Allroad mit seinem
geringeren Gewicht weniger Flurschäden
und benötigt weniger Kraftstoff. Für
Arbeiten im Hochgebirge, etwa in der
Wildbachverbauung oder in der Errichtung
von Beschneiungsanlagen, ist der S8
Allroad aufgrund seiner Stärken daher für
viele Unternehmen das ideale Gerät.“
www.kaiser.li | www.kaiser-fahrzeugtechnik.at
HAMMEL ON TOUR
LET‘S
SHRED IT
Anmeldung/Vorführung
Sandra P., 0664-28 28 791
office@polixmair.com
FROM TRASH
TO GOLD
BAUMA 2022
WACKER NEUSON I KRAMER
Innovationen zu zentralen Zukunftsthemen
Drei Themenschwerpunkte standen am Stand von Wacker Neuson und Kramer im Fokus:
das zero emission Komplettpaket, praxisnahe Lösungen und Vorteile durch Digitalisierung.
U
Mit einer spannenden Live-
Demo-Show präsentierten
Wacker Neuson und Kramer ihre
aktuellen Neuheiten in der Meet
the Future Arena.
nter „Meet Green“ konnten die
Messebesucher das zero emission
Angebot kennenlernen, das zur bauma um
einige Maschinen und Dienstleistungen
– wie spezielle zero emission Finanzierungsangebote,
aber auch Lösungen im
Bereich der Ladeinfrastruktur – erweitert
wurde. Erstmals zeigte Wacker Neuson
den neuen E-Teleskoplader TH412e, die
elektrische Walze RD28e, eine Charging
Box für die mobile Stromversorgung und
den sehr kompakten Dumper DT05e.
Zudem wurde Battery One vorgestellt, ein
standardisiertes und bedienerfreundliches
Akkusystem, das auf den CO2-freien und
nachhaltigen Einsatz von Baugeräten
setzt. Die Batterie lässt sich nicht nur in
allen batterie-elektrischen Geräten von
Wacker Neuson verwenden, sondern auch
in Baugeräten weiterer Hersteller. Ein
bauma Highlight war die reversierbare
Akkuplatte APU3050e mit dem von
Wacker Neuson entwickelten Direktantrieb
DireX, der für Effizienz und lange
Laufzeiten sorgt. Außerdem wurde der
E-Radlader WL20e zur bauma in der
dritten Generation mit einem leistungsstarken
Lithium-Ionen-Akku vorgestellt.
Auch Kramer zeigte Neuheiten im Bereich
zero emission: Neben dem elektrischen
Radlader 5065e, dem Nachfolger des
bewährten 5055e, stellte Kramer den
E-Teleskopen 1445e vor – beide Maschinen
setzen auf die neueste Lithium-Ionen
Batterietechnologie.
Im Themenfeld „Meet Innovation“ zeigten
Wacker Neuson und Kramer praxisnahe
Lösungen. Ein Highlight war der Wacker
Neuson Mobilbagger EW100. Er punktet
im Bereich Sicherheit durch sehr gute
Sichtverhältnisse und seine Standsicherheit.
Darüber hinaus kann der 10 t Bagger
aufgrund seiner leistungsstarken Fahrhydraulik
und hohen Grundarbeitsleistung
auch Aufgaben erledigen, für die sonst ein
14 t Bagger erforderlich wäre. Zudem
bringt der EW100 alle Vorbereitungen mit,
um zukünftige Entwicklungen im Anbaugerätemanagement
oder bei Assistenzsystemen
einfach per Software-Update
durchführen zu können. Aufwändige
Umbauten entfallen, was Kosten und Zeit
spart und die Maschine zukunftsfähig
macht.
Eine weitere Innovation war der Dual
View Dumper DV45, das kleinste Dual
View Modell. Die elektrohydraulisch
drehbare Kabine lässt sich hier nun per
Knopfdruck am Joystick um 180° nach
vorne und hinten sowie um 90° zur Seite
drehen. In diesem „Multi View“-Modus
lässt sich der DV45 auch mit einer seitlich
gedrehten Kabine fahren. Außerdem zeigte
Wacker Neuson zahlreiche Highlights im
Bereich der Baugeräte, unter anderem den
extrem leichten Benzinhammer BH40. Mit
dem 20 kg Hammer bietet Wacker Neuson
den leichtesten Benzinhammer mit
bekannt hoher Leistung. Kramer präsentierte
die komplette Palette an allradgelenkten
Radladern und Teleskopladern
und als Highlight das vollhydraulische
Schnellwechselsystem „Smart Attach“.
Die Digitalisierung, über die der Bereich
„Meet Connectivity“ informierte, spielt
auch bei der Entwicklung von Maschinen
eine wichtige Rolle: Zum neuen Mobilbagger
EW100 gehört ein intelligentes
Attachment Management System, das den
Fahrer beim Anbaugerätewechsel über das
10-Zoll-Display unterstützt. So passt sie
beispielsweise automatisch die Maschinendynamik
an das angebaute Werkzeug an.
www.wackerneuson.com/bauma
SENNEBOGEN
Viel Neues rund um das Großgerät 885 G
Mit 12 Exponaten informierte Sennebogen über viele Neuerungen zu den
Themen Bedienerfreundlichkeit, Effizienz und Zero-Emission.
D
er größte jemals auf einer bauma
ausgestellte Umschlagbagger, der
Sennebogen 885 G, war dieses Jahr schon
alleine aufgrund seiner Dimensionen ein
absoluter Besuchermagnet. Mit rund 320 t
Einsatzgewicht und einer Reichweite von
bis zu 38 m kann die Maschine vor allem
im anspruchsvollen Hafensegment
eingesetzt werden und glänzt dabei mit
rund 30% höheren Traglasten im Vergleich
zum Wettbewerb. Ausgestattet mit der
neuen Portcab und als Vertreter der neuen
Maschinengeneration, der G-Serie, ist der
885 G außerdem besonders bedienerfreundlich
und effizient.
Viele Neuerungen gab es rund um das
Thema Energieeinsparung und Elektrifizierung
zu sehen. So wird das Energierückgewinnungssystem
Green Hybrid, das
bei den Auslegerbewegungen großer
Umschlagbagger ansetzt, seit Kurzem
auch bei mittleren Maschinengrößen ab
47 t Einsatzgewicht – wie dem 835 G
Hybrid – verbaut. Es speichert die beim
Senken des Auslegers generierte Energie,
gibt sie beim darauffolgenden Anheben
wieder ab und spart damit bis zu 30% an
Kraftstoff ein. Bei Fahrmaschinen wie dem
Pick and Carry-Holzumschlagbagger 735
E erweist sich der ebenfalls vorgestellte
elektrische Fahrantrieb Green Efficiency
Drive (GED) als ideale Lösung. Neben
geringeren Emissionen bringt der GED
ebenfalls bis zu 30% an Energieeinsparung.
Ein technologischer Höhepunkt
waren auch die beiden Akkumaschinen im
Kran- und im Umschlagbereich: der 30 t
Recyclingbagger 825 Electro Battery und
der 50 t Raupen-Teleskopkran 653 Electro
Battery. Dank des Dualen Power Management
Systems, das sowohl das autarke
Arbeiten im Akkubetrieb als auch kabelgebunden
am Netz erlaubt, kann mit
diesen Maschinen uneingeschränkt
emissionsfrei gearbeitet werden.
Darüber hinaus wurde auf der bauma
auch eine Reihe an Maschinen der neuen
Maschinengeneration, der G-Serie,
vorgestellt, darunter der 4 t Teleskoplader
340 G, der brandneue 24 t Recyclingbagger
824 G sowie die Hafenumschlagmaschinen
835 G und 885 G. Die 6. Maschinengeneration
zeichnet sich allen voran durch eine
gesteigerte Effizienz, ein erhöhtes
Ansprechverhalten, eine optimale Servicefreundlichkeit
sowie einen verbesserten
Fahrerkomfort aus.
Weitere Highlights waren die multifunktionale
48 t Abbruchmaschine 830 Demolition,
die mit zwei neuen Ausrüstungsfeatures
Messepremiere feierte: eine 3-teilige
Longfront-Ausrüstung mit 23 m Reichweite
sowie ein hydraulisch ablegbares
10 t Kontergewicht zur Verringerung des
Transportgewichts. Außerdem gab es den
erst kürzlich in den Markt eingeführten
Fällbagger 728 E mit bis zu 21 m Reichweite
zu sehen. Auch für die Bauwirtschaft
wurde ein breites Maschinenportfolio
ausgestellt. Neben dem 200 t Raupenkran
BAUMA 2022
5500 G wurden in der beliebten Leistungsklasse
der 100 Tonner gleich zwei Modelle
gezeigt: der hervorragend für den Spezialtiefbau
geeignete Seilbagger 6100 E mit
Schlitzwandgreifer und der kürzlich in den
Markt eingeführte 100 t Raupentelekran
6103 E.
www.sennebogen.com
Absolutes Großmaschinen-Highlight und
Besuchermagnet: der Sennebogen 885 G
mit rund 320 t Einsatzgewicht.
72 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH NOVEMBER 2022 73
BAUMA 2022
Mit einem Betriebsgewicht
von 130 t und seiner
enormen Reichweite von bis zu
40 m ist der SK1300DLC derzeit
der weltweit größte Abbruchbagger
aus OEM-Produktion.
Als Kurzheckbagger der 38 t Klasse beschleunigt der
SK380SRLC viele Arbeiten mit seiner Kombination
aus hoher Motorleistung, überzeugender Hub- und
Grableistungen und großer Standfestigkeit auf
engstem Raum.
KOBELCO
Neuer Kurzheck-
Schwergewichts-Champion
Als weithin sichtbare Orientierungshilfe markierte der
neue Abbruchbagger SK1300DLC den Stand der Firma
Kobelco. Im Schatten des Giganten gab es mit dem
SK380SRLC und den Minibaggern der nächsten
Generation weitere Neuheiten zu sehen.
M
it dem SK380SRLC stellte Kobelco
seinen größten Kurzheck-Bagger
(Short Range – SR) im 38 t Segment vor.
Mit Betriebsgewichten ab 36 t ist das neue
Modell heute einer der schwersten und
gleichzeitig schnellsten Kurzheck-Bagger
am Markt. Er bietet 200 kW Motorleistung,
hervorragende Hubleistungen, noch mehr
Stabilität durch sein annähernd 5 m langes
HD-Fahrwerk und hohes Betriebsgewicht
sowie ein außergewöhnliches Gesamtdesign
mit großzügiger Kabinengestaltung und
vorbildlicher Bedienerfreundlichkeit.
Die leistungsfähige Hubhydraulik mit
hohen Druckspitzen (Heavy-Lift-Funktion)
und das standfeste Fahrwerk mit ausgewogenem
Oberwagen gewährleisten
eine außergewöhnliche Hubleistung von
12.390 kg bei 6 m Ausladung ab
Bodenniveau.
Ebenfalls zu sehen war die nächste
Generation der Kobelco Minibagger
SK50SRX-7 und SK58SRX-7. Sie bietet
Das Team
der Firma
Kohlschein
Baumaschinen
mit Makoto
Kato (links;
Managing
Director
Kobelco
Europe).
mehr Leistung und Produktivität und setzt
das Kobelco-Konzept Performance X Design
für verbessertes Design und Bedienkomfort
um. Die neuen SK50/58SRX-7-Maschinen
profitieren im Vergleich zu ihren
Vorgängermodellen (SK45SRX-6E und
SK55SRX-6E) von einer verbesserten
Hydraulikleistung.
Zufrieden mit der bauma zeigt sich Stefan
Jonke, Geschäftsführer der Firma Kohlschein
Baumaschinen: „Die Messe war für
uns wieder ein voller Erfolg. Wie immer hat
uns die Messe beim Auffrischen und
Vertiefen bestehender Kundenbeziehungen
geholfen bzw. konnten natürlich auch neue
Kontakte geknüpft werden. Unser Eindruck
war, dass wir noch mehr österreichische
Fachbesucher begrüßen konnten, als
bei der letzten bauma. Das Interesse an
den neuen Kobelco Geräten war sehr groß,
die Investitionsbereitschaft scheint nach
wie vor sehr hoch zu sein.“
www.kobelco-europe.com
TWF
Premiere für die Dreifach Gleitschiene XXL
Einen guten Überblick über ihr breites Produkt- und Dienstleistungsportfolio
vermittelte die Firma TWF mit ihrem bauma
Auftritt. Als Spezialist für Ramm- und Bohrtechnik sowie selbst
hergestellte Grabenverbausysteme, verkauft und vermietet TWF
ein breites Spektrum an Maschinen-, Grabenverbau-, Sicherheits-
und Systemlösungen sowie mobile Baustraßen für
Kunden aus dem Tief- und Spezialtiefbau. Im Grabenverbau
erweiterte TWF die umfassende Produktreihe durch die neue
Dreifach Gleitschiene XXL, die für besonders tiefe Bauvorhaben
bis 10 m entwickelt wurde. Der Einbau im Absenkverfahren bei
nicht standfesten Böden durch einen 50 t Bagger ermöglicht
einen einfachen Rückbau. Die XXL Variante ist für eine Grabenbreite
von 3,14 - 13,64 m geeignet, die Rohrdurchlasshöhe
beträgt 5,50 m.
www.twf.at
Die neue Dreifach Gleitschiene XXL bildete den
Rahmen für den Stand der Firma TWF.
DI (FH) Wolfgang Tinhof (Geschäftsführer der
TWF International GmbH in Wien) freut sich über
das große Interesse der österreichischen Fachbesucher.
KEMROC
Produktprogramm weiter ausgebaut
Kemroc zeigte zahlreiche Neuheiten bei seinen Spezialanbaufräsen.
S
o ist in der Baureihe KRD der Querschneidkopffräsen
mit Direktantrieb
das Modell KRD 120 MIX (25-40 t) mit
Verlängerung inklusive Einblasrohr für
das „MSM-Verfahren“ (Mass Soil Mixing)
im Spezialtiefbau erhältlich. Die Baureihe
DMW der Schneidräder mit Doppelmotor
wurde erweitert mit dem Modell DMW
Von rechts: Franz
Niggas (Verkaufsleiter
Österreich,
Kemroc Spezialmaschinen
GmbH)
mit Kemroc
Vertriebspartner
Herbert Eisterer
(Geschäftsführer
AAB Eisterer in
Pichl bei Wels).
Eyecatcher: die
Mischfräse KSI
7000 mit ihrem 7
m langen Fräsund
Injektionsschwert
aus der
neuen Firmensparte
Kemsolid.
130 (Baggergewicht 18 - 35 t) in einer
modifizierten Version für Permafrostböden
und Gesteine mit einaxialer Druckfestigkeit
bis 40 MPa. Es hat einen verbesserten
Materialaustrag sowie eine Extraportion
an Schneidtiefe. Die Modelle EKT 20 (2 - 4
t) EKT 40 (5 - 10 t) und EKT 60 (10 - 17 t)
erweitern die Baureihe EKT der kostengünstigen,
zu Kettenfräsen aufrüstbaren
Querschneidkopffräsen in Richtung
leichterer Trägergeräte. Vorgestellt wurde
auch die völlig neue Baureihe KRC „Bull
Head Trencher“ mit ihren charakteristischen,
winkelig zueinander angeordneten
Schneidköpfen.
www.kemroc.de | www.aab-eisterer.at
74 NOVEMBER 2022
BAUBLATT.ÖSTERREICH NOVEMBER 2022 75
BAUMA 2022
BAUMA 2022
DITCH WITCH
Neuvorstellung der Ditch Witch JT120 AT
Das Highlight auf dem Stand von Ditch Witch war das neueste Mitglied der
Horizontalbohranlagen: die Ditch Witch JT120 All Terrain, die einzige
Felsbohranlage in ihrem Segment.
M
it 534 kN Zug- und Schubkraft,
einem starken Drehmoment von
21.000 Nm am äußeren Gestänge und
4.000 Nm am Inneren Gestänge (bei bis zu
250 U/min.) ist man mit der JT120 AT
(kurz: AT120) für jede Art von Bohrung
bestens gewappnet. Die Ditch Witch All
Terrain Technologie, die ein gleichzeitiges
Bohren und Steuern durch harten Boden
und Fels ermöglicht, ist damit auch für
große Durchmesser und lange Bohrungen
verfügbar. Natürlich ist auch diese
Maschine dem neuen Ditch Witch Design
verschrieben. Entsprechend ist die AT120
mit einer Teleskop-Kabine sowie dem
patentierten Brechschlüsseldesign für
hervorragende Sicht und der Funkfernbedienung
für ein ideales Setup ausgestattet.
Die Anzeigen der Elektronikdisplays sind
über Touch-Funktionen bedienbar und
übersichtlich gestaltet. Die AT120 ist
optimal für Wireline-Bohrungen vorbereitet
und bietet dem Bediener eine gut
zugängliche Stehplattform. Sie ist weiters
mit einem effizienten Hydraulikkühlsystem
ausgestattet und der starke Cummins
B6.7 Motor liefert ausreichend Leistung
für alle Bohrfunktionen.
Zu sehen war auch die Ditch Witch JT32
All Terrain (kurz: AT32). Die bei Kunden
beliebte Horizontalbohranlage ist durch
ihre kompakte Bauweise, das geringe
Gewicht und die enorme Schub- und
Zugkraft von 14,2 t vielseitig einsetzbar.
Mit dem 155 PS Cummins Motor vereint
die Ditch Witch AT32 maximale Power bei
minimalem Platzbedarf und garantiert
durch eine innovative, bedienerorientierte
und vereinfachte Steuerung erfolgreiche
Felsbohrungen bei schwierigsten Bedingungen.
Auch diese Maschine besticht mit
dem patentierten Brechschlüsseldesign,
Links: Mit der Ditch Witch JT120 All Terrain ist gleichzeitiges
Bohren und Steuern durch harten Boden und Fels nun auch für
große Durchmesser und lange Bohrungen verfügbar.
Oben der Ditch Witch RT125 Quad im neuen Design.
Erste Wahl für
viele Kunden: Die
Ditch Witch JT32
All Terrain ist
durch ihre
kompakte Bauweise,
das geringe
Gewicht und die
enorme Schubund
Zugkraft von
14,2 t vielseitig
einsetzbar.
das durch die offene Seite zur Kabine
gerichtet ist und eine optimale Sicht des
Bedieners ermöglicht – genauso wie die
ein- und ausfahrbare Teleskopkabine und
das bewährte Verankerungssystem für
maximale Maschinenstabilität.
Ebenfalls vorgestellt wurde der Ditch
Witch RT125 Quad im neuen Design. Die
neu gestaltete Kabine bietet noch mehr
Bedienerkomfort, u.a. durch den 120°
drehbaren Sitz für besseres Aus- und
Einsteigen und Sicht während des
Fahrens. Ausgestellt war der RT125 Quad
mit einem Pfluganbaugerät VP120Q, einer
Kabeltrommelaufnahme RC30, einem
Rückfüllschild und dem optionalen
Pflug-Kit mit Kabelführungen am Dach
und Pfluganbaugerät. Das Basisgerät
Ditch Witch RT125Q kann man auch mit
einem Schneidrad oder einem Fräsanbaugerät
ausstatten. Das Schneidrad Design
von HydraWheel wurde im August von
Ditch Witch gekauft.
„Wir als Lowatschek & Regner KG blicken
auf eine besucherstarke und intensive
bauma zurück. Man sieht, wie sehr unsere
Kunden und interessierte Fachbesucher
eine Messe wie diese in Anspruch nehmen,
um persönliche Gespräche zu führen,
bestehende Beziehungen zu pflegen und
die Produkte bzw. Innovationen hautnah
zu erleben“, betont Peter Lowatschek,
Geschäftsführer der Firma Lowatschek &
Regner.
www.ditchwitch.com
www.lowatschek-regner.at
SSAB
SKANCRAFT
Baustellen einfach und schnell säubern
Der neue Leicht- und Dämmstoffsauger von SkanCraft bietet eine Alternative
zum aufwändigen Sammeln von leichten Stoffen per Hand.
I
Zukunftsprojekt fossilfreier Stahl
Die jüngsten Innovationen bei Hardox und Strenx waren
die zentralen Themen bei SSAB. Als besonderes Highlight
zeigte der skandinavische Stahlhersteller ein Stück seines
fossilfrei erzeugten Stahls. Das allererste Stahlblech wurde
am 18. August 2021 bei SSAB in Oxelösund (Schweden)
mit wasserstoffreduziertem Eisenschwamm hergestellt
und an die Volvo Group geliefert. Mit der Hybrid-Technologie
möchte SSAB Kokskohle, die traditionell für die
Stahlerzeugung auf Erzbasis benötigt wird, durch fossilfreien
Strom und Wasserstoff ersetzen. Ziel ist es, als
erste Hersteller bereits 2026 fossilfreien Stahl auf den
Markt zu bringen. Im Bild Stefan Keischnig (Area Sales
Manager Süd-Deutschland und Österreich, links) und
Roland Frei (Regional Sales Manager Schweiz) bei der
Präsentation des fossilfrei erzeugten Stahls. www.ssab.com
solierstoffe, wie Folien, Styropor, Styrodur,
Glas- und Steinwolle und Isolierschüttungen
werden schnell und effizient
abgesaugt. Somit ist das Material wieder
sortenrein und ohne Verunreinigungen
und kann wiederverwendet, beziehungsweise
verkauft werden. Materialien mit
höherem spezifischem Gewicht wie Holz,
Kies, Schotter, Erde usw. bleiben auf dem
Boden liegen. Sobald der Sammelbehälter
voll ist, kann man diesen an einem
geeigneten Ort hydraulisch entleeren und
hat sofort wieder Platz für neues Material.
Der neue Leicht- und Dämmstoffsauger ist
für Trägergeräte von 13-35 t ausgelegt.
Auf großes Interesse stieß auch die
SkanCraft Seitengriff Vibrationsramme.
Mit ihr kann jede Art von Rammgut
schnell und sicher vom Boden aufgenommen
werden bzw. beim Rückbau
wieder am Boden abgelegt werden. Die
Ramme ist 360° endlos drehbar, somit
wird das Positionieren der Träger/Bohle
schnell und sicher. Die Ramme hat
sowohl eine seitlich angebrachte
Klammer, wie auch eine auf der Unterseite
angebrachte Klammer. Durch die
Möglichkeit mittels seitlicher Klammer,
die Träger oder Bohle seitlich zu fassen
und sicher zu halten, können auch Teile
hantiert werden, die ansonsten aufgrund
ihrer Länge und der Reichhöhe
des Baggers nicht mehr erreicht werden
könnten.
Walter Mörtlbauer, Geschäftsführer der
Firma SkanCraft, betont: „Unter
Brücken oder unter Leitungen kann die
Höhe eine Herausforderung sein. Bei
diesen Einsätzen bietet die Seitengriff
Vibrationsramme eindeutig Vorteile.
Dazu kommt, dass wir die Steuerung so
in das Trägergerät integrieren, dass sich
der Fahrer innerhalb weniger Minuten
an die Bedienung gewöhnt.“
www.skancraft.com
1 + 2 Walter Mörtlbauer (Geschäftsführer der Firma SkanCraft mit Gattin) vor dem neuen Leicht- und Dämmstoffsauger. Leichte Stoffe, die auf
jeder Baustelle anfallen und aufwändig per Hand gesammelt werden müssen, können nun mittels Bagger innerhalb kürzester Zeit einfach und
sauber abgesaugt werden. 3 Live-Demo der neuen SkanCraft Seitengriff Vibrationsramme.
76 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH NOVEMBER 2022 77
BAUMA 2022
ZANDT CARGO
Praxisgerechte Anhängerkonzepte
Zandt Cargo zeigte zahlreiche Neuheiten, Highlights und
Innovationen. Mit zehn ausgestellten Messe-Exponaten
gab Zandt Cargo einen umfangreichen Einblick in seine
vielfältigen praxisgerechten Lösungen für Straßentransporte
und Baustellen. Den Schwerpunkt bildete das
Produktsegment Tieflader. Darunter auch der Drehschemelbautyp
AT-P 400 als leistungsfähiger 4-Achser,
der mit einer durchgehenden Radmulde in der Mitte
konzipiert ist. Die Radmulde ist eine abgesenkte Ebene
im Tiefbett für Radlader, Mobilbagger und Traktoren mit
großem Raddurchmesser. Die Ein- und Ausfahrbereiche sind flach
aus gebildet und punkten so insbesondere bei den Zwei-Wege-
Geräten. Auch der AT-P 300 BTA bietet durch seine extrem niedrige
und gerade Ladehöhe ab 820 mm und einer pneumatisch absenkbaren
Zugdeichsel vielfältige Kombinationsmöglichkeiten zur
Baumaschinen- und Baustellenlogistik. Auf großes Interesse stieß
auch der TD 240, ein Traktoranhänger mit einer Nutzlast von 32 t
bei fast 20 m³ Muldenschüttvolumen. Zentralkastenrahmen und
Pendelachsfahrwerk wurden optimiert und die beiden seitlichen
Inhaber Manfred Zandt
freut sich über das große
Interesse an den praxisgerechten
Transportlösungen
von Zandt Cargo.
Kippzylinder sorgen für eine größere Kippsicherheit.
Inhaber Manfred Zandt: „Die bauma sendet als Leitmesse in dieser
herausfordernden Zeit ein wichtiges Signal. Hier können wir innovative
Fahrwerkkonzepte für flexible Einsätze aufzeigen. Der direkte
Kontakt mit den Fachkunden eröffnet uns neue interessante Gespräche
und gibt uns auch vielfältige Impulse zur weiteren Produktentwicklung.
Nirgends sonst als auf der bauma in München ist
dies möglich. Wir freuen uns, dass wir wieder so viele von unseren
Kunden und Partnern auf der bauma begrüßen konnten.“
www.zandtcargo.de
KÄSSBOHRER GELÄNDEFAHRZEUG
Hohe Nutzlast bei niedrigem Bodendruck
PowerBully präsentierte eine neue Generation hochgeländegängiger
Kettenfahrzeuge für die Baubranche.
M
it einer Nutzlast von über 11,5 t,
einer Kapazität von bis zu 8,8 m³ und
minimalem Bodendruck transportieren die
PowerBully Muldenkipper der Kässbohrer
Geländefahrzeug AG Schüttgüter an
Einsatzorte, die mit Radfahrzeugen nicht
erreicht werden können. PowerBully
wurde für herausfordernde Einsatzbedingungen
konzipiert: Alle Modelle sind mit
einem 6-Zylinder Cummins Motor und
einem hydrostatischen Fahrantrieb
ausgestattet. Der Heckantrieb sorgt für
hohe Traktion und eine Fahrgeschwindigkeit
von 14,5 km/h. Mit einem Böschungswinkel
von 45° sind auch Fahrten durch
kupiertes Gelände und Grabenüberquerungen
möglich. Die 750 mm breiten
Endlosgummiketten bieten eine große
Auflagefläche. Dadurch entsteht ein
geringer Bodendruck, der mit lediglich
0,19 kg/cm² um ein Vielfaches kleiner ist
als bei Radfahrzeugen. So ist es möglich,
wenig tragfähige Böden zu befahren.
Zudem reduziert der geringe Bodendruck
die Einwirkungen auf den Untergrund auf
ein Minimum. Dank der Wattiefe von über
1,30 m kann PowerBully auch sumpfige
oder überschwemmte Gebiete mühelos
durchfahren. PowerBully ermöglicht
ganzjähriges Arbeiten – unabhängig von
den Einsatzbedingungen. Große Scheiben,
die abgeschrägte Motoreinhausung und
das 360°-Kamerasystem bieten dem
Fahrer eine herausragende Rundumsicht.
Dank der LED-Arbeitsscheinwerfer ist der
Arbeitsplatz auch nachts oder bei schlechtem
Wetter optimal ausgeleuchtet.
www.powerbully.com
FORD E-TRANSIT
Ab auf die Straße
E
s ist vollbracht. Jetzt ist Ford also
auch im Nutzfahrzeug-Bereich unter
die Elektrofahrzeug-Bauer gegangen.
Das Gesellenstück: der Ford E-Transit.
135 kW stark, Batterien mit 68 kWh
nutzbare Energie an Bord und im Fall
unseres Testkandidaten mit exakt 854 kg
Nutzlast im Handgepäck. Die von Ford
angegebene Reichweite von bis zu 317 km
pendelt sich in der Praxis bei rund 210 km
ein. Klingt alles trotzdem überraschend
praxistauglich? Ist es auch. Vor allem
dann, wenn wir uns an das Gegenstück
eines Marktbegleiters erinnern, der in der
gleichen Fahrzeugklasse mit 35% weniger
Reichweite an den Start gegangen ist.
Das Erlebnis, einen elektrisch betriebenen
Transit zu fahren, beginnt angenehm
unspektakulär. Startknopf gedrückt,
Getriebewahlrad auf D gestellt und los
geht‘s. Dabei könnte der Elektro-Gedanke
gerade während der Fahrt sein umweltfreundliches
Wesen ruhig etwas plakativer
hochhalten. So warten auf den Fahrer
an Informationen am Armaturenträger
die Reichweite, eine analoge „Tankuhr“
Gut erreichbar – die Ladestecker
sind im „Kühlergrill“ an der
Fahrzeugfront integriert.
sowie gleich daneben die ebenso analoge
Power-Anzeige. Auch am großen Multifunktionsdisplay
in der Mitte keine Spur
von animierten Energieflüssen, die dem
Fahrer z. B. zeigen, was unter der Haube
seines Elektromobils passiert, wenn er
Berg ab fährt und rekupariert.
Objektive Reichweitenanzeige
Die Reichweitenanzeige des Elektro-Transit
agiert kühl und besonnen. Keine
Kilometer-Sprünge nach unten beim
Einschalten der Klimaanlage oder der
Heizung. Praktisches Elektro-Detail am
Rande: Im Laderaum gibt es bei den
Hecktüren zwei Steckdosen, die mit einer
Leistung von immerhin 2,3 kWh aufwarten
können.
Noch eine (Preis)Klasse für sich ist der
E-Transit im Vergleich zu seinen mit
fossilen Energieträgern befeuerten
Artverwandten bei den Anschaffungskosten.
Zum Grundpreis von 56.080 Euro
(exkl. MwSt.) kommen noch einmal knapp
10.000 Euro (exkl. MwSt.) an Zusatzausstattungen.
Dem gegenüber stehen
FACTS
FUHRPARK
Motor: Elektro, 135 kW (184 PS)
Eigengewicht: 2.571 kg
Nutzlast: 854 kg
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 750 kg/k. A.
Reichweite: rund 210 km
Grundpreis: 56.080,– Euro
(exkl. MwSt.)
+ praxistaugliches Elektronutzfahrzeug
+ drei Fahrmodi wählbar
+ zahlreiche praktische Ablagen
- saftiger Preis
- Heizungsbedienung nur über Display
- Windgeräusche bei der A-Säule
deutlich geringere Wartungskosten
(Ford kalkuliert mit einem Einsparungspotenzial
von bis zu 40%). Bei den
Garantieleistungen gibt es für das
Elektro-Mobil eine extra Gewährleistung
von acht Jahren bzw. 160.000 km auf
die Hochvoltbatterie und die Hochvoltbauteile.
Fazit: Durchdachter Newcomer, der mit
staatlichen Förderungen bei der Anschaffung
noch schneller auf Touren kommen
kann.
Praxistauglich – mit dem ETransit hat Ford ein rund um
durchdachtes ElektroNutzfahrzeug im Vertriebsprogramm.
Gezeigt wurden die zwei neuen
Muldenkipper PowerBully 12D
(Bild) und PowerBully 9D sowie
ein PowerBully 9C als Chassis
Modell mit Hakenliftaufbau.
Witzig – „Rückspiegel“ mit LiveKamerabild
vom Heck des ETransit.
78 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH NOVEMBER 2022 79
SERVICE
MERCEDES-BENZ CITAN 110 TOURER
Wo Rudolf noch werken darf
B
FACTS
Motor: 1,5 l Turbodiesel,
70 kW (95 PS)
Eigengewicht: 1.654 kg
Sitzplätze: 4+1
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 750 kg/1.500 kg
Testverbrauch: 5,9 l/100 km
Listenpreis: 21.110,– Euro
(inkl. MwSt. & NoVa)
+ durchdachtes Fahrzeugkonzept
+ perfekt dazu passender Motor
+ sympathisches Auftreten
- viel Plastik im Innenraum
- langsame Tankentlüftung
- ungeteilte Fußmatte im Fonds
is vor wenigen Monaten wäre es noch
eine (Rand)Notiz gewesen, die bei
keinem Fahrzeugtest fehlen darf. Jetzt ist
es der Aufhänger: Der neue Mercedes-
Benz Citan ist, entgegen dem ausufernden
Trend in der Pkw-Branche hin zum
Benzinmotor, auch weiterhin mit Dieselmotor
erhältlich. Konkret mit einem 1,5
l-Aggregat, das in unserem Testfahrzeug,
einem Mercedes-Benz Citan Tourer 110,
exakt 95 PS in Richtung der Antriebsräder
schickt. Mit der in ihrem Grundprinzip
mittlerweile 125 Jahre alten Erfindung
von Rudolf Diesel unter der Haube
unterwegs zu sein, bedeutet unverändert
zwei Dinge: Drehmoment und moderater
Verbrauch. Der praktische Fünfsitzer lässt
sich so auch mit seinem 6-Gang-Handschalter
relativ schaltfaul fahren, wobei er
hubraumstärkeren Selbstzündern in der
gleichen Leistungsklasse nur bedingt das
Wasser reichen kann. Hier gilt einmal
mehr: Hubraum kann durch nichts ersetzt
werden.
Verbrauchsmäßig macht dem quirligen
Schwaben mit französischen Wurzeln
dafür niemand so schnell etwas vor.
Durchschnittlich 5,9 l/100 km im von
Kurz- und gelegentlichen Mittelstrecken
geprägten Alltagseinsatz sprechen Bände.
Auf der reinen Langstrecke sollte der
Verbrauch damit deutlich in Richtung
5,6 l/100 km marschieren.
Multifunktional bis ins Detail
Genug der Technik, was lässt sich mit
dem neuen Citan so alles anfangen?
Mehr als genug, wie ein Rundgang um
den kleinen Stern zeigt. Mit zwei seitlichen
Schiebetüren, im Verhältnis ein
Unverändert – unter der Haube setzt
MercedesBenz auch weiterhin auf die
Erfindung von Rudolf Diesel.
Sympathikus – der neue
MercedesBenz Citan ist ein
echter Allrounder für Arbeit
und Freizeit.
Drittel zu zwei Drittel geteilten Hecktüren
und einer Anhängevorrichtung wird
es so schnell nichts geben, das er nicht
erledigen kann. Während unserer 14
gemeinsamen Tage wollten sogar neun
Verbundplatten für den Innenausbau der
neuen elterlichen Gartenhütte transportiert
werden. Unser Conclusio nach dieser
Ausfahrt? Lobende Worte für den relativ
leicht zu reinigenden Innenraum, den wir
nach dem Ausladen der Baumaterialien
mit Staubsauger und Cockpitspray im
Handumdrehen wieder in den optischen
Ursprungszustand verwandeln konnten.
Wenn wir uns abschließend doch noch
etwas wünschen dürften: Auch ein
Mercedes-Benz hat sich, Tradition hin
oder her, irgendwann einmal einen
zweiten Lenkstockhebel verdient.
Fazit: Charmanter Alleskönner, der
glücklicherweise auch weiterhin auf den
Spuren von Rudolf Diesel wandeln darf.
Ausbaufähig – im optisch gelungenen
Innenraum dominiert über weite
Strecken billiges Plastik.
KURZURLAUB VON DER BAUSTELLE
Urlaub im Winterwunderland
Der Winter rund um den Hochkönig steht ganz im Zeichen der Familie. Was
man für eine unvergessliche Zeit mit den Kids braucht? Zwei Bretter, gute
Laune und seit Neuestem auch die Badesachen.
D
er Hochkönig hat sich seinen Hoheitstitel
schon verdient: Besonders zur
kalten Jahreszeit bietet er seinen Gästen
ein Aktivmekka wie kaum eine andere
Region. Die tiefverschneiten Hänge bilden
einen wahrhaft majestätischen Anblick,
während man durch das 40 Kilometer
stolze Langlaufnetz im Tal flitzt. Klirrend
kalte Lüfte umspielen Backen und Nase,
während man zum Startpunkt der
nächsten Rodelpartie stapft. Der glitzernde
Neuschnee knirscht unter den
Füßen, während man „off road“ mit den
Schneeschuhen auf Entdeckungstour geht.
Schließlich nicht zu vergessen: Die 150
Pistenkilometer und eine im wahrsten
Sinne des Wortes atemberaubende
6-Gipfel-Tour lassen das Skifahrerherz
verlässlich höherschlagen. So sieht er aus,
der Urlaub am Hochkönig. Das Drei
Sterne Superior Hotel Gasthof Niederreiter
steht mittendrin im Winterparadies
und wurde neben wohlbekannten und
heißgeliebten Angeboten – wie die ständig
nach frischem Apfelstrudel duftende
hauseigene Konditorei – gerade erst um
ein paar ganz neue Feinheiten erweitert.
Neues aus der Wellnesswelt
Finnische und Bio Sauna, Erlebnis-Whirlpool
und Dampfbad heißen die jüngsten
Stars im Niederreiter-Wintermärchen.
Der Wellnessbereich, der pünktlich zu
den kalten Tagen des Jahres
fertiggestellt wurde, ist der Ort,
um nach aktiven Stunden an der
frischen Luft wieder zu Kräften zu
kommen. Die Kids toben derweil im
Wasser. Da tauscht man doch selbst als
leidenschaftlicher Wedler allzu gern die
schweren Skischuhe gegen die Badeschlappen.
Auch für Familien ein Paradies
Funslopes, Rodelbahnen, herumtollwürdige
Neuschneemassen – auch Familien
lieben den Winter in den Bergen. Und im
Niederreiter finden sie die perfekte
Homebase für gemeinsame Abenteuer: Mit
150 Pistenkilometer und ein vor
kurzem erweiterter Wellnessbereich:
Das Drei Sterne Superior Hotel Gasthof
Nieder reiter in Maria Alm bietet auch für
Familien einen unvergesslichen Urlaub
am Fuße des Hochkönigs.
wenigen Schritten steht man nicht nur
mitten im großen Skigebiet, sondern auch
am Übungslift und findet mit gleich zwei
örtlichen Skischulen genügend Profis, die
bei den ersten Schwüngen helfen. Steht
man schon etwas länger auf den Skiern,
führt kein Weg an den Funslopes und
Snowparks vorbei. Und gehört man noch
zu den ganz kleinen Wintergästen, gibt es
bestens präparierte Winterwege, um auch
per Kinderwagen vom Schneegenuss zu
kosten.
www.niederreiter.com
80 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
BAUBLATT.ÖSTERREICH NOVEMBER 2022
81
SERVICE
BÜCHER
HANDBUCH BAUWERKSBEGRÜNUNG
2. Auflage 2022; auch als Bundle Buch + E-Book
ISBN 978-3-481-04402-2; 99,00 Euro
Bauwerksbegrünungen sind wichtige Bausteine für
nachhaltige Architektur. Sie speichern Regenwasser,
schützen Gebäude und Stadtquartiere vor Überhitzung
und sparen Energie. Darüber hinaus wirken sie dem
Artenverlust entgegen und sorgen für mehr Aufenthaltsqualität
in der Stadt. Dabei ermöglichen innovative
Vegetations- und Bewässerungstechniken die Begrünung
fast jeder Fläche auf, am oder im Gebäude. Das
„Handbuch Bauwerksbegrünung“ erläutert praxisnah
und anschaulich die vielseitigen Möglichkeiten, Gebäude
zu begrünen und einen positiven Beitrag zu klimaresilienten
Städten zu leisten. Das Handbuch vermittelt
das nötige Fachwissen für dauerhaft wirksame
Begrünungen von Dächern, Fassaden und Innenräumen.
Im Fokus stehen auch die positiven ökologischen und
ökonomischen Aspekte, die Auswirkungen auf die Bau- und Nutzungskosten
sowie die Fördermöglichkeiten. Ausführliche Projektbeispiele inklusive
Details und Effizienzbewertungen zeigen die gesamte Bandbreite der
Möglichkeiten und liefern Anregungen für eigene Entwürfe. Checklisten,
Tabellen, Konstruktionsempfehlungen und Zeichnungen helfen bei der
Auswahl einer geeigneten Begrünungslösung.
www.baufachmedien.de
ARCHITEKTURFÜHRER DEUTSCHLAND 2023
580 Abbildungen; 224 Seiten; Softcover
ISBN 978-3-86922-814-3; 28,00 Euro
Der Architekturführer Deutschland 2023 lädt zum siebten Mal zur Erkundungsreise
zu Deutschlands neuer Architektur ein. Wie jedes Jahr stellt er
nicht nur einen Spiegel qualitätvollen Bauens, sondern auch aktueller
gesellschaftlicher Entwicklungen dar: So fällt auf, dass sich die Debatte um
die Bedeutung des öffentlichen Raums ausweitet, dass verstärkt mit flexiblen
Wohnformen experimentiert wird und sich auch das Thema des Um- und
Weiterbauens längst nicht erschöpft hat.
NEU: LECTURA Analytics
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www.lectura-analytics.com
Der Querschnitt dieser Bauten ist das
Ergebnis einer breit angelegten
Recherche des Deutschen
Architekturmuseums (DAM)
für den DAM Preis 2023. Die
Architektenkammern der
meisten Bundesländer
und ein Expertengremium
waren mit
weiteren Vorschlägen
an der Auswahl beteiligt.
Wie in den Vorjahren galt ein
besonderes Augenmerk den Werken
junger Büros. Eine Einschränkung zu Typologie,
Bauvolumen oder Nutzung gab es bewusst nicht, um ein möglichst
vollständiges Spektrum bemerkenswerter, origineller, innovativer
und wegweisender Lösungen zu erhalten. Aus der Vorauswahl von
über 200 Gebäuden blieb nach ausgiebigen Sichtungen, Gewichtungen
und Diskussionen eine Auswahl von 102 Gebäuden für die
offizielle „Longlist“ übrig, die dem Architekturführer Deutschland
2023 entspricht. Die 23 Bauten, die die Jury in die engere Wahl
nahm, sind darin bereits mit „Shortlist“ gekennzeichnet.
Die Bekanntgabe des Preisträgerprojekts, die Preisverleihung
sowie die Eröffnung der Ausstellung zu den Bauten finden am
27. Jänner 2023 statt. Zu dieser Zeit erscheint ebenfalls bei DOM
publishers das Deutsche Architektur Jahrbuch 2023, in dem das
Preisträgerprojekt, die Finalisten und die weiteren Bauten der
Shortlist von ausgesuchten Architekturkritikern in eigenen
Darstellungen gewürdigt werden.
www.dom-publishers.com
BAUTECHNIK FÜR DIE IMMOBILIENWIRTSCHAFT
Buch gebunden; 404 Seiten; 1. Auflage 2022
ISBN: 9783707342024; 96,00 Euro
Der Titel „Bautechnik für die Immobilienwirtschaft“
fasst das umfangreiche
und weit gestreute Wissen in den für
eine Immobilienentwicklung und
Immobilienverwaltung wesentlichen
Teilen der Bautechnik zusammen. Damit
stellt das Werk in anschaulicher Weise,
versehen mit Praxisbeispielen, ein
allgemein verständliches und dennoch
fachlich äußerst fundiertes Studien- und
Nachschlagewerk dar. Ausführlich
werden die Themenbereiche Architektur
und Hochbaukunde, Bauingenieurwesen, Bauphysik und letztendlich
der gesamte Komplex rund um das bautechnische Projektmanagement
inklusive des baubezogenen Vertragswesens für alle in
der Immobilienwirtschaft Handelnden aufbereitet.
Den mit Immobilienerrichtung, Immobilienverwaltung und
Immobilienvermarktung befassten Personen vermittelt das Buch
so viel Basiswissen, dass sie mit den Planern und den ausführenden
Firmen auf Augenhöhe Problempunkte besprechen und
Lösungen erarbeiten können. Dem noch unerfahrenen privaten
Bauentwickler ermöglicht es einen Einstieg in die bautechnischen
Fragestellungen des Immobilienmanagements.
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KLICK DICH REIN!
82 NOVEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
30% höhere Kraftstoffeffizienz
im Vergleich zum Vorgängermodell
Komatsu WA475-10
Mit einer Motorleistung von 217 kW / 295 PS und dem
leistungsverzweigten Komatsu-Getriebe (K-HMT), das
extrem niedrigen Kraftstoffverbrauch mit massiver
Produktivitätssteigerung kombiniert, wird der WA475-10
zum marktführenden Top-Performer. Seine einzigartige,
unabhängige Steuerung von Antriebsstrang und Arbeitsausrüstung
ermöglicht schnellste Ladespiele bei
einfachster Bedienung.
KUHN
GRUPPE
Kuhn Baumaschinen GmbH · Zentrale Eugendorf, Kuhn Straße 1, A-5301 Eugendorf bei Salzburg
Telefon: 0043 (0)6225 8206 0 · Telefax: 0043 (0)6225 8206 190 · e-mail: office-bm@kuhn.at
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