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Baublatt Magazin September 2022

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www.baublatt.at

NR. 9 | 2022

ein magazin der

specialmediacom

DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK

Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Retouren an PF 100, 1350 Wien | Einzelpreis 10,00 € | September 2022 | www.baublatt.at

Die neue Generation der

Cat Kompaktradlader 906, 907 und 908

www.zeppelin-cat.at

14 | EVN

Mikrotunnel unter der Donau steigert

die regionale Versorgungssicherheit

56 | VA Erzberg

Neue Hauly-Generation und

innovatives Multifunktions-Fahrzeug

64 | Holzmesse

Rückblick auf die Leistungsschau

für die Forstwirtschaft in Klagenfurt


»

Teamwork

Perfektes Zusammenspiel von Bagger und

Raupentransporter - so sieht wirtschaftliches

Arbeiten aus.

Der Raupentransporter TCR50-2 von Takeuchi bewegt seine 3.700 kg

Nutzlast auch unter schwierigen Bedingungen auf lockerem oder

unebenem Untergrund. Im Gelände beeindruckt er mit seiner

Steigfähigkeit von 30 Grad. Seine 180°-Drehkippmulde kippt das

Material auf den Punkt. Die Maschine muss nicht ständig neu

positioniert werden, das schont die Gummiketten.

» Joysticksteuerung für Fahren und Kippen

» Rückfahrkamera - für mehr Sicherheit

» 5,7-Zoll-Multi-Informations-Display in Farbe mit

automatischer Einblendung der Rückfahrkamera

» Elektrische Dieselbetankungspumpe

» Großzügiger Auskippwinkel von 65 Grad

» Zwei nach vorne gerichtete LED-Scheinwerfer –

für verbesserte Sicht und erhöhte Sicherheit bei

schlechten Lichtverhältnissen

» Optional mit einem Kran ausstattbar

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Huppenkothen

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Serviceangebot



EDITORIAL

Großgerät als Touristen-Attraktion

Es ist eine Gerätekonfiguration und ein

Einsatzprofil, das weltweit vermutlich

einzigartig ist: Die neue Hauly Generation

am Erzberg präsentiert sich rundum

modernisiert und bietet den Besucherinnen

und Besuchern eine völlig neue Qualität.

Nicht weniger interessant ist aber auch das

neue Multifunktions-Fahrzeug, das vom

Team der VA Erzberg auf Basis eines starren

Muldenkippers entwickelt und realisiert

wurde. Nach einer einfachen

Umrüstung kann nun das selbe

Fahrzeug im Sommer für

die Staubfreimachung und

im Winter für den Streudienst

eingesetzt werden.

Baublatt.Österreich hatte die

Gelegenheit, sich im Rahmen

eines exklusiven Termins über

die Details zu informieren.

Das war aber nicht unser

einziger Besuch in einem

Abbaubetrieb. Nicht weit davon

entfernt, in St. Stefan ob

Leoben, haben wir den Dunit

Steinbruch besucht, wo vor

kurzem der Fuhrpark umfassend modernisiert

wurde. Weiter ging die Reise nach

Saalfelden. Dort baut die Strabag-Tochter

Mineral Diabas ab und deckt dabei 20% des

Energiebedarfs des Steinbruchs über die

Stromproduktion durch das Förderband ab.

Zusätzlich will man durch eine Kooperation

mit ÖBB Rail Cargo Group künftig weitere

520 t CO2 jährlich einsparen. Und dann

waren wir noch in der Südsteiermark, wo die

Firma Aldrian in der Diabas Aufbereitung

einen raupenmobilen Prallbrecher der 100 t

Klasse einsetzt.

Aber auch unsere große Projekt-Reportage

lässt das Techniker-Herz höherschlagen. Die

Karl Englert

Verlagsleiter und Herausgeber

BAUBLATT.ÖSTERREICH

Errichtung des 460 m langen Mikrotunnels

unter der Donau ermöglicht die Verbindung

der Infrastruktursysteme von Klosterneuburg

und Korneuburg – und damit einen

wichtigen Beitrag für die regionale Versorgungssicherheit.

Natürlich finden Sie in

dieser Ausgabe viele weitere Berichte – etwa

die Nachlese zur Holzmesse in Klagenfurt

oder unser Interview mit Mag. Martin

Huber, Head of Service Austria bei Zeppelin

Österreich. Nicht zuletzt wurde

kurz vor Redaktionsschluss

beim diesjährigen MAWEV-

Heurigen der Termin für die

nächste MAWEV-Show

bekanntgegeben: sie findet

vom 10. bis 13. April 2024 im

VAZ St. Pölten statt.

In der Bauwirtschaft ist die

Großwetterlage der nächsten

Monate leider nach wie vor von

dunklen Wolken geprägt.

Verantwortlich sind unter

anderem die hohen Baupreise,

die zunehmend Projekte

bremsen. Nach dem gemeinnützigen

Wohnbau zeigen sich die Auswirkungen

jetzt auch bei den Kanal- und

Asphaltierungsarbeiten der Gemeinden,

denn zu den im Vorjahr beschlossenen

Budgets kann nun nicht angeboten werden.

Als Konsequenz daraus finden Projekte

nicht statt und den Tiefbauern beginnt die

Auslastung zu fehlen, wie hochrangige

Branchenvertreter betonen. Wir bleiben auf

jeden Fall dran und wünschen Ihnen nun

mit unserer aktuellen Ausgabe ein informatives

Lese-Vergnügen. Bleiben Sie gesund!

Meint herzlichst

Ihr Karl Englert

Neue Generation der

Cat-Kompaktradlader

Aufbauend auf dem Erfolg der

kompakten Cat-Radlader der M-Serie

verfügen die neuen Cat-Radlader der

nächsten Generation 906, 907 und

908 über eine überarbeitete Fahrerkabine,

die exklusive Cat-Technologien

nutzt, um die Bedienerfreundlichkeit

zu verbessern und den

Komfort größerer Radlader-Modelle

auch auf einer kleineren Plattform zu

bieten. Der neue Cat-Motor C2.8 sorgt

mit seinem verbesserten Antrieb und

Antriebsstrang für höhere Fahrgeschwindigkeiten

auf der Straße und

bietet eine bessere Leistung des Antriebsstrangs.

Hydraulik und Aufbau

wurden überarbeitet, so dass diese

neuen Modelle für viele Anwendungen

optimal geeignet sind.

The Game Changer

Spielt in einer anderen Liga

Neues Level erreicht! Von Grund auf neu konzipiert und in enger Zusammen arbeit

mit unseren Kunden entwickelt, entstand mit dem GMM 50-5 ein Mehrschalengreifer,

der mit Blick auf Belastbarkeit, Widerstandsfähigkeit und Lebensdauer

seinesgleichen sucht.

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IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe September 2022, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Tel.: +43/1/3100700-100, Fax: +43/1/3100700-600, E-Mail: office@specialmedia.com, Firma des Herstellers: Bauer Medien Produktion- und Handels GmbH,

Verlagsort: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Herstellungsort: Baumannstraße 3/19, 1030 Wien, Anschrift der Redaktion: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Name des Herausgebers: Karl Englert, Anschrift des Herausgebers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Geschäftsführung: Prof. Hans-Jörgen Manstein und Prof. Ing. Mag. Michael Grabner Verlagsleitung: Karl Englert (KE), karl.englert@ specialmedia.com, DW 800,

Office Management, Anzeigenverrechnung und Redaktionsassistenz: Katja Böhmer (KB), katja.boehmer@specialmedia.com, DW 100,

Chefredakteur: Alexander Riell (AR) alexander.riell@specialmedia.com, DW 840, Grafik: Manfred Fürst

Grundlegende Richtung: BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin fü r die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung

ü ber Baumaschinen, -geräte und –technik, Web: www.baublatt.at.

BAUBLATT.ÖSTERREICH: erscheint monatlich, 10x jährlich mit zwei Doppelnummern, Auflage: 10.500 Exemplare, Einzelpreis Inland € 10,– Jahresabonnement (10 Hefte) € 70,–

(alle Preise inkl. 10% MwSt.), Auslandsabonnements auf Anfrage, Bankver bindung: Erste Bank, BLZ: 20111, Konto: 291 2145 2900, IBAN: AT85 2011 1291 2145 2900,

BIC: GIBAATWW, FN 309377t, UID ATU 64333304, Gerichtsstand ist Wien. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit von elektronisch übertragenen Dokumenten oder Anzeigen kann

keine Verantwortung übernommen werden. Bei nicht ausgewiesenen Bild- und Fotorechten handelt es sich um von den Unternehmen beigestelltes und zum Abdruck

freigegebenes Fotomaterial. Impressum gemäß § 25 Mediengesetz unter www.baublatt.at abrufbar.

4 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Besuchen Sie uns:

München, 24. – 30. Oktober

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INHALT

INHALT

62 MWT: Die neue mobile Wiegeelektronik

WK 60 ist eine innovative Schaltzentrale.

82 Mineral: Auf dem Weg zum klimaneutralen

Steinbruch beim Diabas Abbau in Saalfelden.

HOLZMESSE

64 Klagenfurt: Das Messe-Duo Internationale

Holzmesse und Holz & Bau war ein

Treffpunkt für die Forst- und Holzwirtschaft.

84 Kleemann: Mehr Anwendungsvielfalt

für Kegel- und Prallbrecher.

85 Lederer Siebtechnik: Die Trommelsiebe

von Asco BH sind modular erweiterbar.

65 Hubtex: Langgut sicher transportieren.

66 Liebherr präsentierte unter anderem die

Umschlagmaschine LH 26 M Timber Litronic.

68 Mercedes-Benz: Zu sehen waren ein

Arocs 3658 6x6 und ein Unimog U 530.

69 Westtech: Robuste Anbaugeräte für die

Einsatzbereiche in der Forsttechnik.

70 Ascendum: Die neuesten Maschinen von

Volvo CE und Sennebogen führten auch

zu Verkaufsabschlüssen auf der Messe.

86 Polixmair ergänzt mit der Abfall- und

Recyclingtechnik von Hammel die

Kompetenzen in der Aufbereitungstechnik.

88 Rockster: Ein R1100DS bereitete in den

USA 350.000 m 3 Beton in Rekordzeit auf.

BETON + SCHALUNG

90 Strabag: Gemeinsam mit Peri wurde Anfang

September Österreichs erstes Gebäude

aus dem 3D-Drucker eröffnet.

FUHRPARK

72 Kuhn Ladetechnik: Die Generation 3 von

Palfinger Epsilon bietet höchste Ergonomie.

73 Bulmor: Elektro-Seitenstapler im Fokus.

92 Baublatt.Österreich Test:

Dacia Duster Blue DCI 115 4WD

KIA Proceed GT-LINE 1.5 T-GDI

Nissan Townstar Tekna

MENSCHEN + SZENE

08 Aktuelles bei Volvo CE, FBI, VÖBU,

Schüttflix, ÖBV, Construction Equipment

Forum und FH Kärnten.

12 MAWEV: In Tattendorf ging der traditionelle

MAWEV-Heurige über die Bühne.

PROJEKTE + PLANUNG

14 EVN: Zwischen Klosterneuburg und

Korneuburg wurde unter der Donau ein

rund 460 m langer Mikrotunnel errichtet,

der ab April 2023 die Infrastruktursysteme

auf beiden Seiten der Donau verbindet.

MASCHINEN + TECHNIK

20 Zeppelin: Seit rund zwei Jahren

leitet Mag. Martin Huber bei

Zeppelin Österreich die

Geschäftsleitung für

den Servicebereich

in allen Segmenten.

Wir sprachen

mit ihm über

seine aktuellen

Agenden und

Projekte.

Die VA Erzberg GmbH präsentierte vor kurzem

die neue Hauly Generation und ein ebenfalls 56neues Multifunktions-Fahrzeug.

24 Metabo: Neue Geräte für Arbeiten in Metall.

24 Dorn Lift: Eine neue Raupen-Arbeitsbühne

Lightlift 17.75 Lithium Ion sorgt für sicheres

Arbeiten bei der HBD Facility GmbH.

26 Yanmar präsentiert das neueste Modell

des Mini-Kurzheckbaggers ViO17.

27 Sandvik präsentiert den Toro TH430

Muldenkipper mit Stufe V-Motor.

28 Kiesel: Die vollelektrischen Kompaktradlader

der Modellreihe G2200E von Tobroco-Giant

bewähren sich bei verschiedenen Einsätzen.

30 Liebherr: Mit dem neuen 300 EC-B 12 Fibre

und dem 270 EC-B 12 erweitert Liebherr

seine Baureihe der Flat-Top-Krane.

34 Wirtgen bietet ein breites Portfolio

für den wirtschaftlichen Betoneinbau

im Inset- und Offsetverfahren.

36 Mapei: Innovative Straßenbeschichtung.

38 Kuhn: Die in Asparn an der Zaya ansässige

Firma Winter Transporte verstärkt ihre Flotte

intelligenter Bagger durch einen neuen

Komatsu PC210LCi-11E0 mit iMC 2.0

42 bauma: Vom 24. bis 30. Oktober widmet

sich die Weltleitmesse in München fünf

Leitthemen und bietet ein umfangreiches

Rahmenprogramm mit teils neuen Formaten.

44 HKL: Zum 10-jährigen Firmenjubiläum

kann HKL Baumaschinen Austria auf eine

erfolgreiche Entwicklung zurückblicken.

46 Doosan: Der neue DX225LC-7X bietet als

erster „Smart“-Bagger von Doosan unter

anderem eine Löffelassistenzfunktion und

die vollelektrische Hydrauliktechnologie.

50 Zeppelin: Die DBL Dunit Bergbau

modernisierte den Fuhrpark für den

Abbaubetrieb in St. Stefan ob Leoben

mit vier neuen Cat Geräten.

54 Kiesel: Der Hitachi ZX140W-6 bewährt sich

bei der Firma Holp im Forst- und Wegebau.

56 VA Erzberg: Das Hauly-Konzept wurde

durch das Team der VA Erzberg GmbH in

allen Bereichen modernisiert. Ebenfalls neu

ist ein Multifunktions-Fahrzeug, das für die

Staubfreimachung im Sommer und für den

Streudienst im Winter entwickelt wurde.

74 Kuhn informierte über den Komatsu Radlader

WA475-10 in der Holzindustrie Spezifikation

und präsentierte den Komatsu PW180.

AUFBEREITUNG

76 Gipo: Im Diabas-Abbau der Firma Aldrian

in Oberhaag übernimmt ein hocheffizienter

Prallbrecher des Schweizer Herstellers

Gipo die Arbeit mehrerer Anlagen.

79 Frutiger: Staub und Schmutz fest im Griff.

80 Mineraltech: Mit der mobilen Aufbereitung

von Aushubmaterial ist die Firma „acht“

baurecycling bestens vertraut und schon

seit Jahren Vorreiter in Österreich.

90

94 VÖB: Steigende Rohstoff- und Energiepreise

bremsen die Bauwirtschaft zunehmend.

96 i+R Gruppe: 35 Lehrlinge starten ihre

Ausbildung in 16 verschiedenen Lehrberufen.

04 Editorial

WIRTSCHAFT + MÄRKTE

STANDARDS

97 Service

Kurzurlaub von der Baustelle: Vier Sterne

superior Gut Berg Naturhotel; Literatur

MERLO ROTO

DER DREHBARE

WOLKEN

KRATZER

BURGKIRCHEN 07724 2107 mauch.at

6 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022 7



MENSCHEN + SZENE

MENSCHEN + SZENE

VOLVO CE I BRIO

Inspiration für die Ingenieure der Zukunft

Volvo Construction Equipment und die bei Familien beliebte

Brio AB bündeln ihre Kräfte und bringen eine neue

Reihe von hölzernen Bauspielzeugen auf den Markt. Die

neueste Baureihe von Brio Builder bietet Radlader,

Dumper und Bagger, die aus FSC-zertifiziertem Buchenholz

und hochwertigen Kunststoffteilen gefertigt sind.

Die Spielzeuge verfügen über realistische Spielfunktionen

wie mechanisches Kippen, Heben und Ziehen. Da

Sicherheit ein zentraler Wert von Volvo CE ist, befindet

sich auf jeder Maschine eine batteriebetriebene orangefarbene

Warnleuchte, wie sie auch im On Board

Weighing-System von Volvo zu finden ist. Das Bauspielzeug

von Brio Builder ist ab Herbst 2022 erhältlich.

FBI

Führungswechsel im FBI

D

ie Unternehmensberaterin und Autorin

Katharina Sigl (Bild) übernahm per

1.7.2022 die Geschäftsführung im Forschungsverband

der österreichischen

Baustoffindustrie von Mag. Regina Müller,

die nach 30 Jahren in den Ruhestand

wechselt. „Die Zukunftsthemen der Baubranche

stehen fest: Digitalisierung, Neue

Wohn- und Arbeitsräume sowie Circular

Economy, um nur einige zu nennen, brauchen

in vielen Fällen einen Schulterschluss,

um wirklich in der Praxis anzukommen.

Diesen Weg im Sinne unserer Mitglieder zu

gestalten, verstehe ich als meine Aufgabe“,

so Katharina Sigl. „Deshalb habe ich mir

vorgenommen, den Verband von einem

Interessens- in einen lebendigen Interaktionsverband

zu entwickeln. Allen voran

zählt dabei die Umsetzung folgender drei Is:

Interessen verstehen, Interaktionen

ermöglichen und Initiativen setzen“.

www.fbi-forschungsverband.at

SCHÜTTFLIX

Birgit Oburger ist

Head of Operations

S

chüttflix baut das österreichische

Führungsteam aus und

hat Birgit Oburger MBA, 41, zur

neuen Head of Operations

bestellt. Birgit Oburger absolvierte

den Universitätslehrgang

Business Administration,

Entrepreneurship and

Innovation an der WU

Executive Academy und

bringt langjährige Erfahrung

in den Bereichen

Operations, digital

Marketing und Etablierung

digitaler Plattformen

ein. Als Spezialistin für

Growth Operations wird

sie wesentlich für den

raschen Ausbau des

Partnernetzwerks in

Österreich verantwortlich

sein. Schüttflix verbindet als

digitale Logistikdrehscheibe für

die Baubranche Bauunternehmer,

Baustoffanbieter und

Spediteure miteinander. Mit

wenigen Klicks können Unternehmer

in der App Preise

vergleichen und Schüttgüter und

Transporte direkt bestellen.

Seinen Partnerspeditionen

ermöglicht Schüttflix eine

optimierte Tourenplanung, die zu

weniger Leerfahrten und somit

mehr Nachhaltigkeit führt.

Darüber hinaus unterstützt

Birgit Oburger.

Schüttflix mit Daten für die

Echtzeit-Analyse und digitalen

Dokumenten Bauunternehmen

bei der Optimierung und

Digitalisierung ihrer Prozesse.

Das 2018 in Deutschland

gegründete Unternehmen

machte 2021 einen Umsatz von

50 Mio. Euro und zählte circa

9.000 Kunden und Partner auf

der Plattform. 2022 expandiert

Schüttflix nach Österreich, beginnend

in Wien und Umgebung.

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VÖBU

Hochkarätiges Treffen in Wien

D

ie VÖBU (Vereinigung Österr. Bohr-,

Brunnenbau- und Spezialtiefbauunternehmungen)

leistet mit ihren Seminaren

und Events nicht nur einen wichtigen

Beitrag für die Weiterbildung der Branche,

sie ist auch international bestens vernetzt.

So traf sich am 8. und 9. September 2022 die

„Technical Working Group“ der EFFC

(European Federation of Foundation

Contractors – die „europäische“ VÖBU) mit

13 Teilnehmern aus 12 Ländern in Wien zu

ihrer 23. Arbeitssitzung. Präsident der EFFC

ist VÖBU Präsident DI Andreas Körbler.

www.voebu.at

8 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH

ÖBV

Partnerschaft mit Baupraxis 2022

Aufgrund des großen Interesses an der Veranstaltung „Partnerschaft

mit Baupraxis 2020-2021“ wird die Fachkonferenz von den Organisatoren

Österreichische Bautechnik Vereinigung und Heid & Partner

Rechtsanwälte auch 2022 wieder abgehalten. Diesmal stellen Auftraggeber,

Auftragnehmer und Planer Pilotprojekte aus dem deutschsprachigen

Raum vor, welche mit partnerschaftlichen Vertragsmodellen umgesetzt

werden. Allianzverträge, IPA-Verträge, das Partnerschaftsmodell

Schiene der Deutschen Bahn, ECI-Modelle und Green Public Procurement

bei Bauprojekten sind die Schwerpunkte der Veranstaltung im Jahr

2022. Das Programm bietet hochkarätige Vortragende, interessante Fragenrunden,

eine Podiumsdiskussion und partnerschaftliche Gespräche

am 20.10.2022 sowie informative Workshops am 21.10.2022. Weitere Informationen

im Internet.

www.allianzvertrag.at

BAUBLATT.ÖSTERREICH

Freigelände Nord:

F/N 622/3

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5. CONSTRUCTION EQUIPMENT FORUM

Wertschöpfungskette Bau an einem Ort

Mit dem Titel „Vernetzter, produktiver, nachhaltiger: Was hält die

Zukunft für die Baubranche bereit?“ startet das 5. Construction

Equipment Forum 2022 am 16. und 17.11.2022 in Berlin.

D

ie Managementkonferenz bringt das

gesamte Wertschöpfungssystem der

Baumaschinenindustrie zusammen:

Branchenübergreifend tauschen sich

Hersteller, Zulieferer und Abnehmer zwei

Tage intensiv aus, knüpfen neue Kontakte

und bereichern sich gegenseitig. Abgerundet

wird das Event durch die Innovationsausstellung

mit Lösungen und Produkten

als Networking- und Break-Out Area.

„Das Construction Equipment Forum

bietet uns tatsächlich ein echtes Forum in

der gesamten Wertschöpfungskette. Das

ist auch der große Unterschied zu allen

anderen Veranstaltungen, die wir in

unserer Industrie kennen, wo immer nur

ein Glied der Wertschöpfungskette da ist.

Hier sind wir gleichberechtigt – von den

Lieferanten und Herstellern über die

Dienstleiter bis hin zu den Kunden. Und

das ist natürlich sehr attraktiv für das

Netzwerken und den konstruktiven

Dialog“, betont Alexander Greschner, CSO,

Wacker Neuson SE. Weitere Informationen

und Anmeldung unter

www.constructionforum.de

Wir begrüßen Sie auf der

24. - 30. Oktober 2022 München

Komatsu Halle C6 und Demogelände

TERMINE

IAA Transportation

20.-25.09.2022, Hannover

www.iaa-transportation.com

Recyclinggerechte Ausschreibung und

Vergabe

03.10.2022, Wien www.brv.at

Richtige Zwischenlagerung für

Bodenaushub und Baurestmassen

12.10.2022, Wien www.brv.at

Die Teilnahme am 5. Construction Equipment Forum ist vor

Ort und über das Internet möglich.

Tagung Baurecht

18.10.2022, Wien www.ars.at

bauma

24.-30.10.2022, München www.bauma.de

Tagung Bauwirtschaft

14.11.2022, Wien www.ars.at

Thementag Flach- und Steildächer sowie

Bauwerksabdichtungen

21.11.2022, Wien www.ars.at

Bauträgerverträge – Neugestaltung &

Abwicklung speziell für Vertragserrichter

22.11.2022, Wien www.ars.at

Aktuelles zur Wiener Bauordnung

23.11.2022, Wien www.ars.at

TBM-DiGs

23.-25.11.2022, Montanuniversität Leoben

www.tbmdigs.com

Ausbildung zum Baukoordinator –

zertifizierter Lehrgang

23.-25.11.2022, Wien www.ars.at

FH KÄRNTEN

Auszeichnung für

naturnahe Bauprojekte

D

ie FH Kärnten vergibt zum zweiten Mal „Die

Goldene Unke 2022“ für innovative, naturnahe

und naturschonende Bauprojekte in Kärnten. Ziel

ist es, gelungene Projekte vor den Vorhang zu holen

und Firmen, Gemeinden und Städte anzuregen,

Projekte naturnaher und -schonender umzusetzen.

Eine Chance auf eine Auszeichnung haben jene

Projekte, die eine Verbesserung für die Natur

(Tier- und Pflanzenarten, sowie Lebensräume, u.a.)

ermöglichen. „Naturschutz und Bauwirtschaft

finden immer öfter gemeinsame Lösungen,“ erklärt

Martin Schneider, Leiter des Studienbereichs

Bauingenieurwesen und Architektur an der

Fachhochschule Kärnten. Teilnahmeberechtigt sind

Projekte, die in den vergangenen fünf Jahren

erfolgreich in Kärnten umgesetzt wurden. Einreichungen

sind bis zum 16. Oktober 2022 möglich.

www.fh-kaernten.at/gunk

10 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Komatsu PC210LCi-11

Der Komatsu PC210LCi-11 überzeugt durch die Qualität

und alle Vorteile, die auch das Standardmodell auszeichnen.

Sein besonderer Wettbewerbsvorsprung liegt in der

weiter verbesserten, ab Werk integrierten intelligenten

Maschinensteuerung 2.0 von Komatsu. Der Fahrer kann

sich voll und ganz auf den Einsatz konzentrieren, während

das System sicherstellt, dass nur genau so viel Material

bewegt wird, wie geplant.

KUHN

GRUPPE

Kuhn Baumaschinen GmbH · Zentrale Eugendorf, Kuhn Straße 1, A-5301 Eugendorf bei Salzburg

Telefon: 0043 (0)6225 8206 0 · Telefax: 0043 (0)6225 8206 190 · e-mail: office-bm@kuhn.at

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MENSCHEN + SZENE

MENSCHEN + SZENE

Nahmen die Ehrenurkunden

für die langjährige MAWEV-

Mitgliedschaft entgegen (von

links): MAWEV-Präsident

Mag. Gerhard Egger, Günther

Kühn (Geschäftsführer

Bomag GmbH), Michael

Perwein (Geschäftsführer

Baumaschinentechnik

Ges.m.b.H.) und Kurt Steiner

(Verkauf, Baumaschinentechnik

Ges.m.b.H.).

MAWEV-HEURIGER

Vorschau auf die MAWEV-Show 2024

Nachdem aufgrund der Pandemie der Termin zwei Mal verschoben

werden musste, stand der 36. MAWEV-Heurige ganz im Zeichen der

Vorschau auf die MAWEV-Show 2024.

D

ie MAWEV-Show ist für die heimische

Baumaschinen-Branche eine wichtige

Leistungsschau und so konnten am 8.

September zahlreiche Verbandsmitglieder

zum diesjährigen MAWEV-Heurigen im

Lokal „Thomas im Johanneshof“ begrüßt

werden. In seiner Rede ging MAWEV-

Präsident Mag. Gerhard Egger kurz auf

die aktuelle wirtschaftliche Lage ein: „Wie

wir wissen, ist die Bauwirtschaft seit

Informierten über die MAWEV-Show 2024 (von links): Projektleiter

Georg Thürauer und Kristin Hörmann (beide Messe Graz) mit

MAWEV-Präsident Mag. Gerhard Egger.

einiger Zeit voll ausgelastet und das

laufende Jahr wird mit sehr guten

Ergebnissen abschließen. Die Zahlen für

den Verkauf von Neugeräten waren im

ersten Halbjahr sehr erfreulich. Diese

Dynamik wird sich jedoch im weiteren

Jahresverlauf stark abschwächen.

Angesichts einer möglichen Rezession ist

es umso wichtiger, viele Wirtschaftsbereiche

neu anzudenken, Innovationen

voranzutreiben und die Aus- und Weiterbildung

qualifizierter Mitarbeiter intensiv

zu fördern.“

Den Höhepunkt des Abends bildete die

Bekanntgabe des Termins für die nächste

MAWEV-Show, der gemeinsam mit der

Grazer Messe festgelegt wurde: sie findet

vom 10. bis 13. April 2024 im VAZ St.

Pölten statt, die Vorbereitungen dazu sind

bereits in vollem Gange. Georg Thürauer,

Projektleiter der Messe Graz, informierte

über wichtige Details, etwa das fast fertig

adaptierte Gelände oder die Teststrecke.

Thürauer: „Wir wollen die bis jetzt größte

MAWEV-Show auf die Beine stellen und

freuen uns über die vielen Anfragen, die

bereits ins Haus kommen. Ab 17. November

wird es für MAWEV-Mitglieder

möglich sein, Buchungen für die Messeteilnahme

zu fixieren. Mit Jahresbeginn 2023

steht die MAWEV-Show dann allen

interessierten Unternehmen offen. Ich

bedanke mich an dieser Stelle für das

Vertrauen, dass uns und dem Projekt

MAWEV-Show trotz den aktuellen

Herausforderungen entgegengebracht

wird. Schauen wir gemeinsam positiv in

die Zukunft und freuen uns auf eine tolle

MAWEV-Show 2024!“

Auch in diesem Jahr bedankte sich der

Verband bei Unternehmen mit runden

Jubiläen für ihre langjährige Treue. In

diesem Sinne wurden Ehrenurkunden an

die Firmen Bomag (50 Jahre) und Baumaschinentechnik

(20 Jahre) übergeben.

www.mawev.at

12 BAUBLATT.ÖSTERREICH

BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022 13



3 4

7

PROJEKTE + PLANUNG

1

2

EVN

Mikrotunnel unter der Donau steigert

die regionale Versorgungssicherheit

5

6

Unsere Bilder zeigen:

(1) Für die Errichtung des

Dükers wurden neue

Kernbohrungen und

Erkundungsschürfe mit

bereits vorhandenen

Daten eines früheren

Brückenprojekts ergänzt.

(2+3+5) Den Schild des

Bohrkopfs und dessen

Einhebung in den

Pressschacht mit

einem Mobilkran.

(4) Blick über den Pressschacht

und den Portalkran

für das Ein heben der

Betonrohre Richtung

Korneuburg.

(6) Blick in den Startschacht

mit der Pressanlage

für die 3 m

langen Betonrohre.

(7) Projekt leiter DI (FH)

Richard Karlberger,

Bereich Netz-Engineering

Gas der Netz Niederösterreich

GmbH, im Düker

kurz vor dem Einbau der

ersten Rohr leitungen an

der Ober seite des

Querschnitts.

Nachhaltige Lösungen.

Härtester Stahl.

Seit 1945.

Verlässliche

Leistungsträger

Zwischen Klosterneuburg und Korneuburg wurde unter der Donau ein rund 460 m langer

Tunnel mit einem Innendurchmesser von 2 m gebohrt. Sein Querschnitt ist vollgepackt mit

Leitungen für Trinkwasser, Gas, Strom, Naturwärme und Breitband-Internet. Mit der Inbetriebnahme

im April 2023 wird er die Infrastruktursysteme auf beiden Seiten der Donau

verbinden und damit einen wichtigen Beitrag für die regionale Versorgungssicherheit leisten.

E

rrichtet wird der Mikrotunnel in der

Nähe der Donau-Rollfähre, die

Klosterneuburg mit Korneuburg verbindet.

Da in den Donau-Auen gebaut und

teilweise auch gerodet werden musste, ist

das ganze Projekt geprägt durch eine

naturnahe Gestaltung und intensive

Gespräche mit Naturschützern und

Anrainern. Pflanzen wurden versetzt,

besonders schützenswerte Bäume sind

stehen geblieben und das gereinigte

Abbaumaterial wird so weit als möglich in

der Umgebung verwendet. Ein beidseitiger

Amphibienschutzzaun und rund 140

Sammelbehälter sorgen dafür, dass die

Tiere täglich unbeschadet auf die andere

Seite der Baustelle transportiert werden

können.

Wie eingangs erwähnt, werden in

diesem Tunnel verschiedene Versorgungsbereiche

auf engstem Raum gebündelt.

Fotos: EVN; Daniela Matejschek; Baublatt.Österreich

Aus diesem Grund sind die EVN-Töchter

Netz Niederösterreich (Mikrotunnel,

Breitband-Internet), EVN Wärme (Fernwärme-Leitungen)

und EVN Wasser (Wasserleitungen)

als Auftraggeber eingebunden.

Unterstützt wurde die Auftraggeber Seite in

der Planungsphase durch die De la Motte &

Partner GmbH, ein deutsches Ingenieurbüro

mit jahrzehntelanger Erfahrung im Dükerbau.

Die bauliche Umsetzung des 10 Mio.

Euro Projekts erfolgt durch die ARGE Donau

Düker, bestehend aus den Firmen BT Bau

und Smet-Tunnelling. Der Spezialtiefbau

wurde durch die Firma Porr errichtet, der

Leitungsbau inklusive Einzug des Rohrstrangs

erfolgt durch die Firma GLS. In

Summe werden 10 Mio. Euro in das Projekt

investiert.

Ein kurzer Blick auf die Technik: Microtunnelling

ist ein Verfahren für den grabenlosen

Rohrvortrieb, bei dem von einem

Startschacht aus mit Presse und Bohrkopf

ein Rohr vorgetrieben wird. Die notwendigen

Vortriebskräfte werden von einer hydraulischen

Press-Station erzeugt und über die

Vortriebsrohre übertragen. Der Bodenaushub

erfolgt kontinuierlich durch den Bohrkopf

und wird hydraulisch über Abraumrohrlei-

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14 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022 15



PROJEKTE + PLANUNG

PROJEKTE + PLANUNG

1

3

(1) Blick in das Innenleben des Bohrkopfs

mit dem Einstieg in die Druckkammer

für den Disken-Wechsel. (2+3) Die Ver- und

Entsorgungsleitungen für den Vortrieb,

mit einer der drei zwischengeschalteten

Press-Stationen.

Magnetometer überprüft. Anschließend

wurden die Rohre für die Leitungsführung

mit Pressbohrungen hergestellt. Den

zweiten Abschnitt bildet der Düker unter

der Donau, der dritte Abschnitt erstreckt

sich vom Pressschacht bis zum Durchstich

der Gas- und Wasserleitungen an das

bestehende Netz in Klosterneuburg.

Für die Ausführung des Dükers

standen zwei Varianten zur Auswahl:

gerade und begehbar oder – und diese

Variante wurde realisiert – gebogen und

nicht begehbar. Der Düker, der mit bis zu

11 m Überdeckung unter der Donau

verläuft, wurde mit einem Radius von

1.500 m errichtet, nur im Endbereich

wurde der Radius für einen einfacheren

Anschluss auf 1.000 m reduziert. Die

Arbeiten am Düker begannen am Süd-

Ufer mit der Kampfmittelsondierung und

der Herstellung des Press-Schachts als

überschnittene Bohrpfahlwand. Ende Mai

wurde der 40 t schwere Bohrkopf „Elisabeth“

in Millimeterarbeit in den Press-

Schacht gehoben. Musste der Bohrer im

Uferbereich zunächst Schwemmsand und

Kies durchörtern, so traf er in der Folge

fast durchgängig auf Gestein. Aufgrund

des schrägen Schichtverlaufs bildeten die

Die 3 m langen Betonrohre der Firma

Haba weisen eine Wandstärke von

20 cm auf und wurden komplett

mit Stahl-Zentrierring und

Gummidichtung angeliefert.

Übergänge von weichem Boden zu Fels die

größte Herausforderung. Gesteuert wurde

der Vortrieb über vier Zylinder hinter dem

Bohrkopf, die für die erforderliche Neigung

des Schildes sorgten. Die Bohrarbeiten

starteten Anfang Juni und wurden im

Mehrschichtbetrieb rund um die Uhr

vorangetrieben. Punktgenau und im

Zeitplan erreichte der Bohrer Ende Juli

den Zielschacht in Tuttendörfl bei

Korneuburg.

Während der rund 40 t schwere

Bohrkopf mit einem Mobilkran eingehoben

wurde, übernahm ein Portalkran die

Versorgung des Vortriebs im Startschacht

mit den Betonrohren. Die 3 m langen

Betonrohre der Firma Haba weisen eine

Wandstärke von 20 cm auf und wurden

komplett mit Stahl-Zentrierring und

Gummidichtung angeliefert. Zwischen den

Rohren ist eine Holzplatte angeordnet um

Beschädigungen zu vermeiden.

Projektleiter Karlberger über den

Vortrieb: „Bis etwa zur Hälfte der Gesamtlänge

war die Bohrleistung ausgezeichnet

und betrug 18 m pro Tag, anstelle der

erwarteten 10 m. Allerdings fiel die

Bohrleistung danach stark ab und im

Bohrschild wurde ein Wechsel der rund 40

kg schweren Disken notwendig. Dieser

Vorgang, der auch mit den Behörden

abgestimmt wurde, gestaltete sich insofern

schwierig, als viele der Disken stark

abgenutzt waren und den Einbau der

neuen Disken erschwerten. In dieser

2

tungen über Tage gefördert. Dort gelangt

der Aushub in eine Seperationsanlage, wo

das Fördermedium getrennt und wieder

zum Bohrkopf zurückgepumpt wird. Um

die Vortriebskraft bei der Rohrinstallation

aufgrund der Länge nicht zu überschreiten,

wurden bei diesem Projekt drei

zwischengeschaltete Press-Stationen

eingebaut.

Projektleiter DI (FH) Richard Karlberger,

Bereich Netz-Engineering Gas der

Netz Niederösterreich GmbH, verfügt über

umfangreiche Erfahrungen im Pipelinebau.

Er informierte Baublatt.Österreich

Ende August vor Ort über den Baufortschritt.

Das Gesamtprojekt gliedert sich in

drei Abschnitte, deren Realisierung unter

anderem in Abstimmung mit via donau,

Stift Klosterneuburg, Asfinag und ÖBB

erfolgt.

Zunächst wurde im ersten Abschnitt,

der sich am nördlichen Donau-Ufer bei

Korneuburg befindet, die Zuführung der

Leitungen zum Zielschacht des Dükers

unter der Autobahn A22 und den Gleisen

der ÖBB hergestellt. Dazu wurden im

Vorfeld für die Kampfmittelsondierung

fünf jeweils 150 m lange Spülbohrungen

durchgeführt und der Bereich mit einem

Giant E-Radlader im Galabau

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16 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022 17



PROJEKTE + PLANUNG

Die neue

Generation ist da!

NEWS

Montage der jeweils zwei Fernwärme­, Wasser­ und

Gas­Leitungen auf dem 450 m langen Schlitten, mit

dem der Rohreinzug erfolgt. Rechts das Holzelement,

mit dem die Position der Rohre fixiert wird

bzw. die Stahlkonstruktion des Schlittens.

• DAS PASST ZU UNS •

WIR DENKEN ZUKUNFT

DATEN & FAKTEN

Auftraggeber: EVN Netz,

EVN Wärme,

EVN Wasser

ARGE Düker: BT Bau (Baumeister)

Smet Tunnelling

(Mikrotunnel)

Spezialtiefbau: Porr

Leitungsbau: GLS

Betonrohre: Haba

Spülbohrungen: RBS

Situation musste der Bohrkopf über die

Steuerzylinder ein kleines Stück zurückgezogen

werden. Dann wurde in der

Druckkammer und im Bereich vor dem

Schild ein Überdruck von etwa 1,7 bar

erzeugt. Drei Taucher in drei Schichten

gelangten durch eine kleine Öffnung in

den Bereich vor dem Schild, mussten

etwas Fels abtragen, den Wechsel der

Schneidwerkzeuge durchführen und

anschließend jeweils mehrere Stunden in

der engen Druckkammer für die Dekompression

verbringen. Im weiteren Verlauf

mussten allerdings nur noch die äußeren

Disken getauscht werden.“

Während der Bohrkopf sich seinen Weg

unter der Donau bahnte, wurde mit der

Errichtung des Zielschachtes begonnen. Im

Gegensatz zur überschnittenen Bohrpfahlwand

des Startschachts wurde der

Zielschacht mit Spundwand und vorgesetzter

Spundwand errichtet. Der Zwischenraum

wurde ausgehoben und betoniert.

Im Düker selbst begannen Ende August

die Arbeiten für die Leitungsverlegung im

oberen Tunnelquerschnitt. Hier sind die

Strom-Leitungen, die Lichtwellenleiter für

das Breitband-Internet sowie ein Rohr

zum Lenzen des Tunnels angeordnet.

Dazu kommen drei weitere Rohre, mit

denen der Tunnel nach Abschluss aller

Überprüfungen mit einer Betonschlemme

verfüllt wird. Dazu sind drei Austrittspunkte

angeordnet, die je nach Bedarf

aktiviert werden.

Die wesentlich größere Fläche im

unteren Tunnelquerschnitt wird von den

jeweils zwei Leitungen für Fernwärme,

Wasser und Gas belegt.

Diese werden südlich des Startschachtes

über die gesamte Länge von 450 m auf

einem Schlitten vorgefertigt, der für den

anschließenden Einzug benötigt wird. Mit

Ende der Vortriebsarbeiten konnte die in

diesem Bereich angesiedelte Infrastruktur

für das Bohrgerät abgebaut und die Fläche

für die Montage des Rohrbündels im

unteren Tunnelquerschnitt genutzt

werden. Die Basis für den Schlitten bildet

eine massive Stahlkonstruktion, die mit

Metall-Rädern auf Führungsschienen

bewegt werden kann. Auf dieser Stahlkonstruktion

sind die erwähnten sechs Rohre

angeordnet, die über ein Holzelement in

ihrer Position fixiert sind. So wie die

Betonelemente des Tunnels sind auch die

Stahlschlitten für die jeweils 12 m langen

Rohre für den Potenzialausgleich miteinander

verbunden.

Da beim Einzug des kompletten, 450 m

langen Rohrbündels ein Gewicht von über

250 t kontrolliert bewegt werden muss,

können die Metall-Räder über spezielle

Schrauben gebremst werden. Nach dem

erfolgreichen Einzug wird der Tunnel an

beiden Enden abgedichtet, mit Wasser

befüllt und die Leitungen auf mögliche

Defekte geprüft. Ist diese Prüfung positiv

abgeschlossen, wird der Tunnel im Laufe

eines Tages vom Startschacht aus mit

einer Betonschlemme verfüllt. Dazu wird

vor Ort eine Betonmischanlage errichtet.

Für die Anschlüsse werden alle Leitungen

an den Tunnel-Enden hochgezogen.

Mit dem Einzug der Rohre können die

Bauarbeiten auf dem nun frei gewordenen

dritten Bauabschnitt beginnen. Die

Schwierigkeit liegt hier in einem hohen

Grundwasserspiegel und einem nicht

standfesten Boden. In der gespundeten

Künette werden daher die Lichtwellenleiter-,

Wasser- und Gasleitungen auf einem

Kiesbett verlegt. Um dem Auftrieb

entgegenzuwirken – aber auch für den

mechanischen Schutz – sind die Gas-Leitungen

stärker ummantelt bzw. mit einer

Faserzementumhüllung versehen.

Wie eingangs erwähnt wird der

Zusammenschluss der Versorgungssysteme

mit der Inbetriebnahme des

Dükers im April 2023 einen wichtigen

Beitrag für die regionale Versorgungssicherheit

leisten.

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Neue Antriebe und Assistenzsysteme machen auch bei den Service-

Mannschaften eine zunehmende Spezialisierung notwendig.

ZEPPELIN

Optimierung des Service-Bereiches auf

personeller, digitaler und logistischer Ebene

Vor rund zwei Jahren übernahm Mag. Martin Huber bei Zeppelin Österreich die Geschäftsleitung

für den Servicebereich in allen Segmenten. In der neu geschaffenen Position arbeitet

er seither intensiv an der umfassenden Optimierung eines Bereiches, dem eine zentrale

Rolle für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens zukommt. Wir sprachen mit dem

Head of Service Austria über seine aktuellen Agenden und Projekte.

V

or seinem Einstieg ins Berufsleben

absolvierte Mag. Huber die HTL

Maschinenbau und studierte Betriebswirtschaft

an der WU Wien. Seine Karriere bei

Zeppelin begann im Jahr 2002, wo er

zunächst in der Hauptverwaltung der

Zeppelin Baumaschinen GmbH ein

umfangreiches Traineeprogramm durchlief.

2004 wechselte er für fünf Jahre zu

einem Unternehmen in der Hebetechnik­

Branche und übernahm dort als Serviceleiter

die Verantwortung für Kundendienst

und Ersatzteilwesen.

Nach seiner Rückkehr zu Zeppelin

Österreich leitete er von 2009 bis 2020 die

Abteilung Power Systems. Auf Basis der

zuvor gewonnenen Erfahrungen stärkte er

die Rolle von Power Systems als Systemanbieter

und konnte auch den Umsatz

maßgeblich steigern. Seine Fähigkeiten als

starke Führungskraft und die hohe

fachliche Kompetenz ebneten den Weg in

das Management von Zeppelin Österreich,

wo Mag. Huber seit dem 1. November 2020

in der neu geschaffenen Position des Head

of Service Austria den Servicebereich mit

den Schwerpunkten Ersatzteilversorgung

und Kundendienst leitet. Der gebürtige

Weinviertler versteht sowohl die wirtschaftlichen

als auch die technischen

Bedürfnisse des Unternehmens und ist

bekannt für sein Geschick in lösungsorientiertem

Handeln.

Herr Mag. Huber, ein zentraler Punkt

Ihrer Tätigkeit ist sicherlich die

Optimierung der Serviceorganisationen

in den Niederlassungen. Welche

Schritte setzen Sie hier?

Huber: Eine meiner ersten Tätigkeiten war

es, in Zusammenarbeit mit allen Niederlassungen

die Serviceorganisationen neu

aufzustellen und zu stärken. Konkret

haben wir recht zügig begonnen, in den

großen Niederlassungen starke Serviceleiter

zu installieren. In dieser Position, die

es vorher so nicht gegeben hat, ist nun in

jeder Niederlassung die ganze Verantwortung

dieses Bereiches gebündelt. Wir

bieten damit unseren Kunden auch im

Service einen starken Ansprechpartner

und der Niederlassungsleiter bzw. das

Verkaufsteam können sich ganz auf den

Vertrieb konzentrieren. Es gab ja bereits

zu jedem Verkaufsgebiet für Neumaschinen

einen After Sales Verkäufer. Nun

haben wir im Service auch auf der

Management­Ebene einen Ansprechpartner

mit Entscheidungskompetenz. Bis auf

Graz und Villach sind alle Standorte

bereits so organisiert.

Ergänzend dazu haben wir auch unseren

internen Service­Support schlagkräftiger

aufgestellt. Diese Abteilung aus fünf

Generalisten, die praktisch alle Technik­

Bereiche abdecken mussten, haben wir

nun mit Zeppelin Deutschland fusioniert.

Unterm Strich erhalten unsere Techniker

nun schneller und fokussierter die

Mag. Martin Huber hat mit 1. November

2020 die Verantwortung für den

Servicebereich (Ersatzteile und Kundendienst)

in allen Segmenten bei Zeppelin

Österreich übernommen.

benötigte Auskunft. Davon profitieren

auch die Kunden, denn selbst knifflige

Probleme werden nun schneller gelöst.

Hand in Hand mit dem Service geht

natürlich die Ersatzteilversorgung.

Wie ist Zeppelin Österreich hier

aufgestellt?

Huber: Zurzeit spielt für unsere Kunden

das Ersatzteillager von Caterpillar in

Grimbergen in Belgien noch eine zentrale

Rolle in der Logistikkette. Sollte das

Made in Germany

kehren räumen streuen

Jetzt informieren:

+49 2573 97999-0

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benötigte Ersatzteil hier nicht vorrätig

sein, so können wir auf ein weiteres

Ersatzteillager in Köln zurückgreifen.

Ganz aktuell arbeiten wir in der Zeppelin

Gruppe aber daran, ein neues, großes

Ersatzteillager im Süden von Prag in

Betrieb zu nehmen. Tschechien, Österreich

und die Slowakei haben das gemeinsame

Ziel, für eine noch bessere Versorgungsqualität

unserer Kunden zu sorgen. An

dieses neue Ersatzteillager wird bis

Dezember 2022 auch Zeppelin Österreich

angebunden sein. Diese Anbindung erfolgt

in mehreren Stufen und wird zunächst

unsere dezentralen Lager in Österreich

betreffen. In der zweiten Stufe werden

unsere Monteure aus diesem Lager

versorgt und danach können auch unsere

Kunden schneller und günstiger von

diesem Ersatzteillager aus versorgt

werden. Wir betreiben bis jetzt ein

dezentrales Lagerkonzept und stellen mit

diesem gemeinsamen Lager dann um auf

ein zentrales Lagerkonzept. Unsere

dezentralen Ersatzteillager werden weiter

betrieben, werden aber hinsichtlich des

Lagerbestands angepasst.

Bereits mit der im Herbst erfolgenden

Anbindung an das tschechische Logistiknetz

werden für unsere Kunden die

Verbesserungen spürbar werden. Für

Ersatzteile, die am nächsten Tag beim

Kunden sein müssen, bedeutet das in der

Praxis eine Verschiebung der Bestell­

Deadline von jetzt ungefähr 14 Uhr auf

voraussichtlich 16 Uhr.

Welche Entwicklungen gibt es im

Service-Bereich bei den digitalen

Systemen?

Huber: Vor etwa drei Jahren haben wir als

Vorreiter in der ganzen Zeppelin Gruppe

von einem älteren System auf eine

SAP­Lösung umgestellt, die in allen

ZANDTcargo

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20 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022 21



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Bereichen zum Einsatz kommt – vom

Verkauf über die Kundendienstabwicklung

und das Ersatzteilwesen bis hin zur

Finanzabteilung und Power Systems.

Dieser Prozess ist sehr umfangreich und

noch nicht abgeschlossen. Wir arbeiten

hier nach wie vor an der Produktverbesserung.

In diesem Zusammenhang entwickeln wir

auch sehr intensiv unser neues Kundenportal.

Mit dieser Plattform werden wir

unseren Kunden eine umfassende Informationsmöglichkeit

über die von uns

bezogenen Geräte bieten. Dazu zählt

beispielsweise die Übersicht über die

Geräte oder die Maschinenhistorie – etwa

welche Wartungsschritte sind wann

passiert. Ein wichtiger Punkt wird die

Möglichkeit sein, über dieses Kundenportal

Ersatzteile direkt bestellen zu können.

Eine wichtige Schnittstelle zwischen

der Digitalisierung und dem Service

ist die Fernüberwachung. Wie entwickelt

sich dieser Bereich?

Huber: Fernüberwachung ist ein immer

wichtigeres Thema, bei dem wir in

Abstimmung mit dem Kunden verschiedene

Lösungen anbieten. Die Bandbreite

beginnt mit einfachen Ortungsdiensten

bzw. Betriebsstunden-Meldungen und

steigert sich je nach gewünschtem

Umfang. Die Informationen pro Maschine

können wir bei Bedarf auch alle 10

Minuten zur Verfügung stellen. Dazu

kommen spezielle Funktionen, wie etwa

das Geofencing – bei dem die Standort-

Information Hand in Hand mit einer

Eingrenzung des Einsatzgebietes geht –

oder die Übermittlung der Umschlagleistung

des Geräts. Immer mehr Kunden

erkennen den Mehrwert, den diese

Systeme für einen wirtschaftlichen Betrieb

bieten. Der Kunde kann auch selbst

Push-Nachrichten über den Flotten-Status

aktivieren. Eine Funktion, die etwa beim

Einsatz der Cat Geräte im Kraftwerksausbau

in Kühtai eine große Rolle spielt.

Sobald unser neues Kundenportal und der

Online-Shop in Betrieb gehen, werden die

eben erwähnten Informationsmöglichkeiten

dann gebündelt zur Verfügung stehen.

Wie reagiert Zeppelin Österreich auf

den Fachkräftemangel?

Huber: Auch wir suchen massiv Fachkräfte

und haben in den letzten zwei Jahren

einen Strategiewechsel bei der Lehrlingsausbildung

vorgenommen. Bisher war die

Zahl der Lehrlinge in den Niederlassungen

höher, als der Bedarf. Dadurch

konnten wir nicht alle Lehrlinge übernehmen.

Unser Ansatz ist aber: Jeder der bei

uns eine Lehre beginnt, soll auch eine gute

oder faire Chance auf einen Arbeitsplatz

„Wir bieten unseren Kunden auch im Service einen starken Ansprechpartner

und der Niederlassungsleiter bzw. das Verkaufsteam können sich ganz auf

den Vertrieb konzentrieren“, betont Mag. Martin Huber.

haben. Neben der Reduktion der Lehrlinge

haben wir auch das Betreuungsverhältnis

in den Niederlassungen optimiert.

Gibt es auch spezielle Anreize, um

neue Lehrlinge zu gewinnen?

Huber: Wir haben in Österreich eine

interessante Initiative gestartet und für

die Lehrlinge ein sehr attraktives,

dreistufiges Incentive-Programm ins

Leben gerufen. In der ersten Stufe – unserem

Z-Match Programm, das auch in

Deutschland angeboten wird – erhält jeder

Lehrling, der einen anderen jungen

Menschen dazu ermutigt, bei Zeppelin

eine Lehre anzutreten, eine Prämie. In der

zweiten Stufe wird jedem Lehrling, der bis

zur Führerscheinprüfung in der Berufsschule

passable Noten erreicht, von

Zeppelin der Führerschein bezahlt. Und in

der höchsten Stufe unseres Programms

wird einem Lehrling pro Jahrgang von uns

ein Austauschprogramm finanziert. Dieser

Lehrling wird dann für vier Wochen von

einem amerikanischen Caterpillar-Händler

betreut. Dazu übernehmen wir unter

anderem die Kosten für die Reise. Wir

hoffen damit in der Ausbildung bzw. bei

der Lehrabschlussprüfung einen gewissen

Ehrgeiz zu wecken und möchten die

zukünftigen Fachkräfte damit natürlich

auch an uns binden. Der erste Kandidat

für das Austausch-Programm mit den

USA wurde schon auserkoren und wird

nach dem Bundesheer die Reise antreten.

Nicht zuletzt weisen wir auch immer

wieder darauf hin, dass viele

Top-Manager – sowohl in der Holding

als auch bei Zeppelin Österreich – eine

Lehre absolviert haben.

Wie ist die Schulung der Service-

Mitarbeiter organisiert?

Huber: Der Aufgabenbereich der Service-

Mitarbeiter war bereits in den letzten

Jahren von einer großen Dynamik geprägt.

Der E-Antrieb, die zunehmende Zahl an

Assistenzsystemen oder auch die 3D-Steuerung

werden im Service in Zukunft große

Herausforderungen darstellen. Als

logische Konsequenz wird nicht mehr ein

Monteur alle Technologien abdecken und

wir werden zwangsläufig eine Spezialisierung

sehen. Auch in diesem Bereich

nutzen wir die Vorteile, die eine Verschmelzung

mit der deutschen Organisation

bietet. In Kombination mit unseren

eigenen Trainern nutzen wir verstärkt die

Möglichkeiten der vorhandenen deutschen

Schulungszentren.

Welchen Stellenwert hat das Rebuild-

Programm, mit dem Maschinen

gewissermaßen ein zweites Leben

erhalten?

Huber: Der Rebuild-Bereich ist nach wie

vor wichtig für uns. Wir bieten hier

verschiedene Stufen, beginnend mit der

Erneuerung wichtiger Teile – etwa des

Antriebsstrangs. Je nach Wunsch und

Bedarf reichen die Möglichkeiten dann bis

zum Caterpillar Certified Rebuild, wo die

Maschine eine neue Lackierung, eine neue

Seriennummer und somit ein komplett

neues Leben erhält. Im Prinzip ist dieses

Gerät dann hochwertiger als im damaligen

Neu-Zustand, denn die ganzen Produktverbesserungen,

die es in der Zwischenzeit

gegeben hat, sind nun alle eingearbeitet.

Auch im Rebuild-Bereich haben wir ein

Incentive-Programm ins Leben gerufen: Im

Rahmen eines europaweiten Wettbewerbs,

an dem auch Zeppelin Österreich teilnimmt,

wird das erfolgreichste Rebuild-

Team nächstes Jahr auf der Conexpo in

Las Vegas prämiert werden.

22 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Stichwort Las Vegas, gibt es einen

Austausch mit den Service-Teams von

Caterpillar in den USA?

Huber: Diesen Austausch gibt es tatsächlich.

Unter dem Ansatz, gegenseitig voneinander

zu lernen, hat ein Team von Zeppelin

Österreich einen Caterpillar Händler in

is

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Der Leitwolf. The leader of the pack.

Arizona besucht. Das waren sehr interessante

Eindrücke, denn beispielsweise hat

das Kauferlebnis in den USA einen hohen

Stellenwert. Dort gibt es zum Beispiel eine

Maschine des Tages oder eine Gebrauchtmaschine

des Monats mit einem Mitnahme-

Preis in der Windschutzscheibe.

Auf der Basis von 20 Jahren Erfahrung

im Bereich Service und After Sales

arbeitet Mag. Martin Huber gemeinsam

mit dem ganzen Team an der weiteren

Optimierung der Kundenbetreuung.

Welches Fazit ziehen Sie nach beinahe

zwei Jahren?

Huber: Ein ganz klar positives. Wir sind

auf einem sehr guten Weg und merken das

auch an der Umsatzentwicklung. Alle

Optimierungsprozesse, die wir im Sinne

einer besseren Betreuungsqualität für

unsere Kunden umsetzen, können mit der

neuen Organisationsstruktur leichter und

vor allem fokussierter umgesetzt werden.

Abschließend möchte ich noch darauf

hinweisen, dass wir dabei sind, alle unsere

Standorte auch hinsichtlich der CO2

Neutralität zu modernisieren. In Linz

verfügen wir ja bereits über eine neue und

top-moderne Niederlassung und in diesem

Sinne befindet sich zurzeit der Standort in

Villach in der Umbauphase. Unser Ziel ist

es, auch die Standorte selbst auf den

letzten Stand der Technik zu bringen.

Wir danken für das Gespräch!



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METABO

Volle Kraft voraus in Metall

Bei seiner neuen Akku-Bohrschrauber- und Schlagbohrschrauber-Range legt Metabo

den Fokus auf maximale Leistung für Arbeiten in Metall. Mit ihrer 3-Gang-Schaltung

kommen die bürstenlosen 18-Volt-Geräte auf sehr hohe Drehzahlen – bis zu 4.000

Umdrehungen pro Minute. Die Akku-Metallschrauber sind zudem mit einem Bohrfutter

ausgestattet, das über eine besonders hohe Klemmkraft und automatische Nachspannfunktion

verfügt – so kann der eingespannte Bohrer nicht durchrutschen. Zusätzlich hat

Metabo ein neues Schnellwechselsystem entwickelt: Mit QuickPlus lassen sich Werkzeugaufnahme

und Einsatzwerkzeug besonders schnell und einfach austauschen.

Außerdem können Anwender durch die hohe Kraftübertragung stets die maximale

Leistung der Maschine abrufen.

www.metabo.com

OKTOBER 2022, MÜNCHEN

Visit us! FN.921/9

DORN LIFT

Sicheres Arbeiten in großer Höhe mit Hinowa

Dorn Lift lieferte an die HBD Facility GmbH eine neue

Raupen­Arbeitsbühne Lightlift 17.75 Lithium Ion.

S

eit über 20 Jahren bietet die HBD

Facility Service GmbH mit Sitz in

Attnang­Puchheim alle Arbeiten rund um

die Immobilie an. Von der Unterhaltsreinigung

über den Winterdienst und die

Grünanlagenpflege bis zur professionellen

Fassadenreinigung ist alles dabei. Mittlerweile

beschäftigt das Unternehmen ca. 45

Mitarbeiter und betreut 200 Wohnanlagen

in Oberösterreich.

Im Bereich der gerüstlosen Höhenarbeiten

legt die HBD Facility GmbH Wert auf

hochtechnische Sicherheitsstandards und

definiert neue Möglichkeiten: Anfang

Sommer 2022 lieferte der Arbeitsbühnenspezialist

Dorn Lift GmbH aus Lauterach

in Vorarlberg eine neue Raupen­Arbeitsbühne

Lightlift 17.75 Performance IIIS

Lithium an die HBD Facility GmbH.

Neben reibungsloser Rundumbetreuung

der Kunden legen die Geschäftsführer

Peter Fellner, Isabella Staudinger und

Markus Staudinger großen Wert auf die

Umwelt. Neben der vielseitigen Einsetzbarkeit

überzeugte die Hinowa

Lightlift 17.75 Performance IIIS auch

dadurch, dass es die Arbeitsbühne

akkubetrieben gibt.

Dank der kompakten Bauweise und

dem geringen Gewicht der Lightlift 17.75

Performance IIIS wird fast jeder Einsatzort

erreicht. Die Raupen­Arbeitsbühne

kann wahlweise mit einem Verbrennungsoder

Lithium Ion Antrieb ausgestattet

werden und lässt sich komfortabel mittels

Pkw­Anhänger transportieren. Durch die

ausgereifte Technologie ermöglicht die

Arbeitsbühne einen präzisen, schnellen

und zuverlässigen Betrieb bis zu einer

Arbeitshöhe von ca. 17 m. Mit diesem

Modell kann eine seitliche Reichweite

von 7,5 m erreicht werden. Die Korblast

beträgt im gesamten Arbeitsbereich

230 kg.

www.dornlift.com

www.hausbesorgerdienste.com

Von links: Peter Fellner,

Isabella Staudinger und

Markus Staudinger, die

Geschäftsführer der HBD

Facility Service GmbH,

freuen sich über die neue

Lightlift 17.75 Performance

IIIS.

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Minibagger ViO17 der nächsten Generation

Yanmar hat das neueste Modell seines weltweit erfolgreichen Mini­Kurzheckbaggers

ViO17 vorgestellt. Kompakt, vielseitig, robust und zuverlässig setzt dieses Modell der

nächsten Generation Maßstäbe in puncto Leistung, Produktivität und Zuverlässigkeit.

A

usgestattet mit einem Stufe V­konformen

3­Zylinder­Motor mit Direkteinspritzung

aus der renommierten

TNV­Serie von Yanmar liefert der ViO17

beeindruckende Leistung und eine

einzigartige Manövrierfähigkeit. Dank

der hochmodernen Motortechnologie

profitieren Bediener zudem von geringem

Kraftstoffverbrauch, einem maximalen

Wirkungsgrad und minimalen

Emissionen.

Der ViO17 lässt sich optional mit einem

langen Grablöffel ausstatten und ist damit

bestens für Planierarbeiten, Landschaftsarbeiten

oder Bauprojekte im städtischen

Umfeld geeignet. Ein zusätzliches 83­kg­

Gegengewicht, das mit dem kompakten

Unterwagen (955 mm­1.280 mm) gekoppelt

ist, bietet noch mehr Flexibilität und

trägt – selbst auf anspruchsvollstem

Gelände – zu maximaler Stabilität bei.

Mit seiner Grabkraft von 9,6/16 kN

(kurzer Arm/Löffel), der Zugkraft von 16,9

kN (erste Geschwindigkeit) und zwei Fahrgeschwindigkeiten

(2,1 oder 4,3 km/h)

setzt der ViO17 neue Standards im

Kompaktmaschinenbereich. Dank des

ViPPS­Hydrauliksystems mit drei

Pumpen – einer doppelt variablen Kolbenverstellpumpe

und einer Zahnradpumpe

– liefert der ViO17 eine maximale Fördermenge

von 48,4 l/min und 210 bar Druck.

Zudem sind die serienmäßig verbaute

dritte und die optionale vierte Hydraulikleitung

mit proportionalen Steuerungen

ausgestattet, die um Potentiometer

erweitert werden können. Dies garantiert

einen reibungslosen und einfachen Betrieb

der Maschine. Der obere Rahmen des

ViO17 ist dank der kompakten Bauweise

entsprechend seiner Spurweite schwenkbar

und damit die ideale Wahl für Arbeiten

auf beengten Baustellen.

Bei Yanmar steht der Komfort des

Bedieners und die Praxistauglichkeit der

Maschinen stets an erster Stelle. Die

Ergonomie der Fahrerkabine unterstützt

maximale Produktivität: Das Schutzdach

ist einfach zugänglich und ROPS­, TOPSund

FOPS­zertifiziert, der Sitz ist umfassend

verstellbar und gefedert, zudem

bietet die Kabine eine 360­Grad­Rundumsicht

und perfekt positionierte Joysticks.

Große, optionale Fahrpedale sorgen

darüber hinaus für mehr Komfort,

Laufrollen mit Pendelauflagen im Unterwagen

tragen zu einer ruhigen Fahrt bei.

Der ViO17 lässt sich, dank eines

Transportgewichts von nur 1.695 kg,

problemlos zwischen Baustellen bewegen.

Die Maschine kann auf einem standardmäßigen

Lkw­Auflieger problemlos

transportiert werden – mit montiertem

Löffel oder leichtem Arbeitswerkzeug. Mit

vier Spanngurt­Befestigungsösen am

Kettenrahmen gestalten sich die Transportvorbereitungen

denkbar einfach.

Auch Wartungsaufgaben lassen sich

mühelos erledigen, denn die wichtigsten

Motorkomponenten sind von der Haube

aus gut zugänglich und die Seitenbleche

abnehmbar. Batterie­ und Sicherungskästen

sind für zusätzliche Sicherheit in

einem abschließbaren Fach unter dem

Fahrersitz untergebracht. Dank der

Zugänglichkeit vom Boden aus sind keine

Spezialwerkzeuge mehr nötig. Mit

zahlreichem optionalem Zubehör sowie ab

Werk montierten Anbaugeräten – von

mechanischen und hydraulischen Schnellwechslern,

über Grabenräumlöffel bis hin

zu Reißzähnen und Abbruchhämmern –

ist der ViO17 für nahezu jede Anwendung

geeignet.

www.yanmar.com

Die Bediener des ViO17

profitieren von einem sehr kleinen

Wenderadius an Front und Heck,

dies verbessert die Produktivität

und Leistungsfähigkeit zusätzlich.

SANDVIK

Toro TH430 Muldenkipper mit Stufe V-Motor

Sandvik rüstet seinen 30 t Muldenkipper mit der neuesten Motorentechnologie

auf und erweitert seine Stierfamilie um den Toro TH430.

M

it seiner robusten Struktur, kompakten

Größe und zweckmäßigen Komponenten

ist der TH430 auf die Erfüllung von

Produktivitätsvorgaben in schwierigen

Umgebungen zugeschnitten. Das hohe

Spitzendrehmoment des Motors und der

Drehmomentanstieg ermöglichen weniger

Schaltvorgänge und eine bessere Beschleunigung.

Das geringe Gesamtgewicht der

Maschine und die hohe Leistung ermöglichen

hohe Fahrgeschwindigkeiten im

Gefälle und verkürzen so die Zykluszeiten,

während die automatische Schaltung und

die Wandlerüberbrückung des Dana­Getriebes

für hohe Geschwindigkeiten sorgen.

Um bei jeder Fahrt die maximale Ausnutzung

der Nennnutzlast zu gewährleisten,

kann der Toro TH430 Muldenkipper mit

dem Integrated Weighing System (IWS) für

Trucks von Sandvik ausgestattet werden.

Das IWS unterstützt die Produktivität,

indem es den Fahrern von Lade­ und

Transportgeräten genaue Nutzlastdaten in

Echtzeit liefert. Der Einsatz des IWS

SICHERN SIE SICH HIER IHR TICKET

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AUF IHREN BESUCH!

FREIGELÄNDE NORD, STAND FN.823

Neben der Verringerung der

Emissionen können die

Muldenkipper der Stufe V den

Kraftstoffverbrauch um bis zu

3% im Vergleich zu Motoren

niedrigerer Stufen senken.

gewährleistet die volle Ausnutzung der

Nutzlastkapazität des Trucks bei jedem

Zyklus. Darüber hinaus wird durch die

Verwendung eines Füllfaktors von 90% bei

der Auswahl der Mulde sichergestellt, dass

der Muldenkipper bis zu seiner vollen 30 t

Kapazität beladen werden kann, und es

wird das Verschütten von Material während

des Fahrens reduziert. Das glatte

Kastendesign verbessert den Materialfluss

beim Auskippen.

www.rocktechnology.sandvik/de

26 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022 27



MASCHINEN + TECHNIK

Der E-Giant kann über einen

herkömmlichen Netzanschluss

geladen werden.

Der elektrische Kompaktradlader

G2200E von Giant lädt und

befördert problemlos auch

sperrige Bauteile und erreicht

Hubhöhen von über 2 m.

KIESEL

Kleiner „Riese“: ohne Abgas, ohne Lärm

Vollelektrische Kompaktradlader der Modellreihe G2200E des niederländischen

Herstellers Tobroco­Giant bewähren sich bei Baumaßnahmen in geschlossenen

Räumen, in Tunneln und auf innerstädtischen Baustellen im emissions­ und

geräuscharmen Einsatz.

D

er G2200E von Giant ist ein leistungsstarker,

batteriebetriebener Kompaktradlader

der 2,2 t Klasse. Die Maschine ist

mit zwei leistungsstarken Elektromotoren

ausgestattet. Der Fahrantrieb erfolgt über

einen 6,5 kW Elektromotor, die Pumpe

für die Arbeitshydraulik wird über einen

12 kW Elektromotor angetrieben.

Als Stromgeber steht eine 48 V

Lithium­Ionen­Batterie mit einer

Kapazität von 390 Ah zur Verfügung.

Wählbar sind auch Batterien mit 260 Ah

oder 520 Ah Leistung.

Die Batterie ermöglicht das kontinuierliche

Arbeiten von bis zu 5 Stunden.

Die Maschine ist serienmäßig mit einem

230 V / 60 A On­Board Ladegerät ausgestattet,

so dass die wartungsfreie Batterie

jederzeit über einen herkömmlichen

Netzanschluss aufgeladen werden kann.

Der G2200E hat eine Hubhöhe von

2,85 m und eine Hubkraft von 1.650 kg,

die Variante G2200E X­tra wiederum

bringt 2.200 kg auf eine Hubhöhe von

2,45 m. Das niedriger angelenkte X­tra

Hubgerüst erzeugt gegenüber dem

Standard­Modell höhere Hubkräfte und

Kipplasten, wodurch es für spezielle

Aufgaben sowie für extrem hartes

Arbeiten im Hoch­ und Erdbau bestens

geeignet ist.

Der großzügige Fahrerstand mit dem

klappbaren ROPS/FOPS Sicherheitsverdeck

inklusive Sicherheitstüren bietet

dem Bediener höchsten Schutz und

optimale Rundumsicht. Dank des großen

Armaturenbretts mit ergonomisch

positioniertem Multifunktions­Joystick

wird eine sichere und angenehme

Arbeitsumgebung geschaffen.

Der Giant ist – laut Hersteller – der

einzige elektrisch betriebene Radlader mit

maximaler Schubkraft in jedem Fahrmodus.

Je nach Einsatz kann zwischen Inch,

Eco und Power gewählt werden. Ein sofort

abrufbares maximales Drehmoment, eine

Berganfahrhilfe und nicht zuletzt der

hydraulische Schnellwechsler für zahlreiche

Anbaugeräte machen den Radlader

zum wahren Allrounder. Gut zu wissen:

Gegenüber dem dieselbetriebenen Modell

verbucht der E­Lader ca. 45% jährliche

Einsparungen bei Betriebs­ und Wartungskosten.

Der Giant ist somit in jeder

Hinsicht ein umweltfreundlicher, kleiner

„Riese“.

„Wir sind mit der Größe, Leistung und

Flexibilität des elektrischen Kompaktradladers

sehr zufrieden. Die Maschine gilt

für uns als ‚Nonplusultra‘, vor allem wenn

es um Arbeiten in geschlossenen Räumen

geht“, erklärt beispielsweise Marc

Bähringer, einer der drei Geschäftsführer

des Familienbetriebes Eternia Bau in

Thüringen. Bähringer: „Hinzu kommt,

dass bei vielen Ausschreibungen der

elek trische Antrieb der Maschinen eine

Voraussetzung für den Einsatz in Innenräumen

und auf umweltsensiblen

Baustellen ist. Wir haben sowohl die

nötige moderne Technik als auch das

erforderliche handwerkliche Know­how,

um die Aufträge schnell und effizient

durchzuführen. Daher sieht unsere

Auftragslage gut aus und wir denken

bereits an weitere Investitionen in

E­Baumaschinen.“

www.kiesel.net

28 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

LIEBHERR

Neuer 300 EC-B 12 Fibre und

270 EC-B 12: Baureihe EC-B von

Liebherr wächst weiter

Liebherr erweitert mit dem neuen 300 EC­B 12 Fibre und 270 EC­B 12 seine erfolgreiche

Baureihe der Flat­Top­Krane. Beide Geräte eignen sich besonders für Baustellen mit

schweren Hüben und erfüllen alle wichtigen Anforderungen an eine moderne Kranflotte.

Weiters beleuchten wir die Stärken des hydraulischen Schnelleinsatzkrans L1­32 und den

Einsatz des Flat­Top­Kran 150 EC­B 8 Litronic bei den Bregenzer Festspielen.

D

er 300 EC­B 12 Fibre ist mit dem

Liebherr­Faserseil ausgestattet und

erreicht somit deutlich stärkere Leistungswerte

als ähnliche Krane mit Stahlseil.

Zudem verfügt das Faserseil über eine

vielfach höhere Lebensdauer, weshalb

seltener ein Seilwechsel erforderlich ist.

Das macht den Betrieb noch wirtschaftlicher

und erhöht die Kranverfügbarkeit.

Mit dem 300 EC­B 12 Fibre ist bei einem

Ausleger von 70 m eine Spitzentraglast in

Höhe von 3.250 kg möglich. Der 270 EC­B

12 in Stahlseilausführung erreicht bei

einer Auslegerlänge von 70 m eine

Traglast von 2.850 kg an der Spitze.

Leistungsstarke Hubwerke und ein reiner

2­Strang­Betrieb machen beide Geräte

besonders effizient. Die neuen Krane lösen

die bisherigen Liebherr­Krane 250 EC­B

und 278 EC­B Fibre ab.

Die „Starken Typen“ sind für Transport

und Montage optimiert, was auch für das

Mietgeschäft entscheidende Kostenvorteile

mit sich bringt. Gegenausleger, Drehbühne

und Auslegersegmente können dank eines

intelligenten Stapel­Konzepts in nur vier

Transporteinheiten zum Einsatzort

gebracht werden. Das leistet einen

wichtigen Beitrag für die Reduktion von

Treibhausgasen. Ausleger und Gegenausleger

lassen sich einfach, komfortabel und

sicher an die Drehbühne anbringen.

Möglich machen dies die bewährten

Schnellverbindungen von Liebherr. Je

nach den Erfordernissen auf der Baustelle

ist der Ausleger in 2,5 m Schritten

erweiterbar oder kürzbar.

Beide Geräte verfügen über einen 21

HC 290­Turmanschluss. Dieses Turmsystem

mit seinen Maßen von 2,1 x 2,1 m ist

die optimale Wahl in Bezug auf Performance

und Wirtschaftlichkeit. Hier

beträgt die maximale Hakenhöhe freistehend

71,5 m. Mit dem 24 HC 630 (Maße:

2,4 x 2,4 m) lässt sich eine maximale

Hakenhöhe von 91,7 m freistehend

realisieren. Für einen sicheren Kranbetrieb

ist entscheidend, dass der Kranfahrer

immer einen verlässlichen und

schnellen Überblick über Kran und

Baustelle hat. Die Kranfahrerkabine

LiCAB besticht mit einem ergonomischen

Steuerstand und großzügigen Glasflächen

für einen optimalen Sichtbereich. Integriert

in die Kabine ist das neu entwickelte

12­Zoll­Anzeigendisplay mit

intuitivem Bedienkonzept. Das Tower

Crane Operating System (TC­OS) bietet

Kranfahrern und Monteuren spezielle

Menüs, eine große Auswahl an Sprachen

und verständliche Maßeinheiten. Zudem

unterstützen smarte Assistenzsysteme wie

Load Plus (bis zu 20% Traglaststeigerung),

Micromove (Feinpositionierung der

Lasten) und ABB (Arbeitsbereichsbegrenzung)

den Kranfahrer für sichere Hübe.

Starkes Leichtgewicht:

Schnelleinsatzkran L1-32

Die hydraulischen Schnelleinsatzkrane

der Baureihe L1 von Liebherr bieten für

jede Herausforderung auf der Baustelle

die passgenaue Lösung. Der L1­32

zeichnet sich besonders durch seine

effiziente Transportlogistik und sein

flexibles Ballastkonzept aus. Als großer

Bruder des L1­24 hat der L1­32 einen

weiteren, entscheidenden Vorteil: Durch

seine maximale Traglast von 4 t kann er

auch größere Fertigteile wie beispielsweise

Betontreppen heben. Zudem hat der neue

hydraulische Schnelleinsatzkran eine

maximale Ausladung von 30 m und hebt

an der Auslegerspitze noch 1.050 kg. Seine

standardmäßige Hakenhöhe beträgt 21,3

m. Mit diesen Werten ist der L1­32

besonders für den Bau von etwas größeren

Der neue 300 EC-B 12 Fibre von

Liebherr überzeugt mit einer

Spitzentraglast von 3.250 kg bei

einem Ausleger von 70 m. Der

neue 270 EC-B 12 bietet bei einer

Auslegerlänge von 70 m eine

Traglast von 2.850 kg an der

Spitze. Die spitzenlosen Krane

können jetzt bestellt werden.

Einfamilienhäusern, Doppelhaushälften

oder kleineren Mehrfamilienhäusern

geeignet.

Üblicherweise braucht man für den

Transport in dieser Kranklasse zwei

Lastwagen. Mit besonderem Augenmerk

auf die Logistik bietet Liebherr für den

L1­32 darüber hinaus die Möglichkeit, den

Kran mit nur einem Transport an seinen

Einsatzort zu fahren. In diesem Fall

kommt der Kran mit Langsamläuferachse

und 5 t Grundballast sowie 10 t Zusatzballast

per gängigem Drei­Achs­Zugfahrzeug

auf die Baustelle. So ballastiert ist der

Kran voll einsetzbar – lediglich mit einer

kleinen Anpassung der Traglastkurve bei

gleichzeitig voller Spitzen­ und Maximaltraglast

von 1.050 kg beziehungsweise 4 t.

12B.B12.11 | B2.236 | FN 1024/1

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RUBBLE MASTER Marketing u. Vertrieb GmbH | A-4030 Linz | +43 732 73 71 17-700 | verkauf-miete@rubblemaster.at

Der hydraulische Schnell einsatzkran L1-32 eignet sich

unter anderem für den Bau von Einfamilienhäusern, Doppelhaushälften

oder kleineren Mehrfamilienhäusern.

RUBBLEMASTER.COM

30 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022 31



MASCHINEN + TECHNIK

0-Emission im

Tunnel

Die Bregenzer Festspiele vertrauen

schon seit Jahrzehnten beim Aufbau

auf Liebherr-Krane.

Bei uneingeschränkter Nutzung werden

2 t Ballast mehr benötigt, also insgesamt

17 t Ballast. In Verbindung mit den

geringen Ballastgewichten ist auch der

Drehradius von nur 2,2 m bemerkenswert

gering. Fast so kompakt wie beim L1-24

fallen auch die Abstützmaße von 4 x 4 m

aus.

Der L1-32 hat in seiner Kranklasse die

modernste Antriebs- und Steuerungstechnik.

Dank Speed2Lift können mit einem

starken FU-Hubwerksmotor Lasten

immer im reinen 2-Strang gehoben

werden, es muss also nicht umgeschert

werden. So kann man den Kran immer mit

maximal möglicher Hubgeschwindigkeit

fahren – und das bei bis zu 4 t Traglast.

Mit Hilfe des bewährten Feinpositioniermodus

Micromove ist der Kranfahrer in der

Lage, schwere Lasten wie Betonfertigelemente

präzise und sicher zu platzieren.

Auch weitere Funktionen wie die Arbeitsbereichsbegrenzung

ABB, die Lastpendeldämpfung

und die Windlastregelung sorgen

für mehr Sicherheit auf der Baustelle.

Hinzu kommen Komfortfunktionen, wie die

moderne Funkfernbedienung mit Farbdisplay,

die dem Kranfahrer alle relevanten

Informationen auf einen Blick anzeigen.

Einsatz bei den Bregenzer Festspielen

Die Bregenzer Festspiele mit der weltweit

größten Seebühne setzten beim Errichten

des Bühnenbilds erneut auf Liebherr. Der

Flat-Top-Kran 150 EC-B 8 Litronic baute

über einen Zeitraum von zehn Monaten

das Bühnenbild aus der vergangenen

Spielzeit ab und das neue Bühnenbild auf.

Rund 300 t wiegt die Konstruktion aus

Holz, Styropor und Stahl. Sie stellt das

Bühnenbild von Puccinis Oper „Madame

Butterfly“ dar, die am 20. Juli 2022 auf der

Bregenzer Seebühne Premiere hatte. Das

mehr als 20 m hohe Bühnenbild besteht

aus 117 Einzelteilen. Zentrales Element

ist eine Nachbildung eines dünnen

Papierblatts, das auf dem Wasser treibt.

Um das Papier in einer Größe von mehr

als 1.340 m 2 mit einem Gewicht von ca.

300 t auf den See zu bringen, kam ein

Liebherr-Kran zum Einsatz. Die gesamte

Aufbauzeit von der Fertigung bis zu

technischen Endkorrekturen dauerte rund

zehn Monate. Die Unterkonstruktion der

Bühne besteht aus 119 Holz- und Stahlpfählen,

die bis zu 6 m tief im Seegrund

liegen. Die Hälfte des Bühnenbildes steht

damit unter Wasser und ist für den

Kranführer beim Aufbau nicht einsehbar.

Der Kraneinsatz selbst dauerte sechs

bis sieben Monate. Der Kran des Typs 150

EC-B 8 Litronic wurde bereits im August

2021 montiert. Die besondere Herausforderung

in Bregenz: Der Kran wurde nicht

wie gewöhnlich an Land, sondern im

Bodensee auf sogenannten Piloten mithilfe

von Tauchern verankert. Zunächst wurde

damit das Bühnenbild von „Rigoletto“ aus

der vergangenen Spielzeit abgebaut.

Anschließend widmete sich der Kran dem

Aufbau des riesigen Blatt Papiers für

„Madame Butterfly“. Die Demontage des

Flat-Top-Krans erfolgte dann im Frühjahr

2022, als das Bühnenbild fertig errichtet

war. Schon seit über 20 Jahren ist Liebherr

ein verlässlicher Partner für die

Bregenzer Festspiele. Nach dem ersten

Einsatz einer Liebherr-Maschine im Jahr

2000 kamen in jedem Jahr wieder Liebherr-Krane

bei der Konstruktion der

größten Seebühne der Welt zum Einsatz.

www.liebherr.com

32 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Der 50 kW E-Motor wird netzgebunden

oder über eine neu-entwickelte Batterie angetrieben.

Mehr dazu gibts auf der BAUMA!

wimmer.info



MASCHINEN + TECHNIK

WIRTGEN

Breites Portfolio für den

wirtschaftlichen Betoneinbau

im Inset- und Offsetverfahren

Auf der bauma zeigt Wirtgen neben den beiden Offset­Fertigern SP 15(i) und SP 20(i)

einen kompletten Einbauzug für die vollbewehrte Betonbauweise. Dieser besteht aus

Seitenbeschicker WPS 102(i), Inset­Fertiger SP 94(i) und Nachbehandlungsgerät TCM

180(i). Auf der Messe wird zudem ein SP 124(i) mit neuem, integriertem Dübelsetzer zu

sehen sein. An allen kompatiblen Maschinen wird das eigens entwickelte AutoPilot 2.0

Steuerungssystem für den leitdrahtlosen Einbau präsentiert.

Weltpremiere: Der anwendungsoptimierte Maschinenaufbau des SP 20(i)

mit direkt am Chassis angebundenen Hubsäulen ermöglicht den

effizienten Einbau monolithischer Betonprofile bis 2,0 m Höhe

oder von Betonflächen bis 2,5 m Breite.

B

etonschutzwände bis 2 m Höhe und

Flächen bis 2,5 m Breite sind das

Einsatzgebiet des Offset­Fertigers SP 20(i).

Mit der neuen Maschine bietet Wirtgen

seinen Kunden die ideale Kombination aus

Leistungsfähigkeit und Mobilität. Trotz

großer Einbaudimensionen konnte das

Transportgewicht gering und die Abmessungen

kompakt gehalten werden.

Weltweit in den unterschiedlichsten

Anwendungsgebieten bewährt hat sich

seit vielen Jahren der kompakte SP 15(i).

In München ist er mit einer „Curb

Depressor Schalung“ ausgestattet. Sie

ermöglicht die automatisierte Herstellung

einer Bordabsenkung, wie sie zum Beispiel

an Einfahrten zu finden ist. Der Fertigungsprozess

kann unterbrechungsfrei

fortgeführt werden, die manuelle Nacharbeit

wird deutlich reduziert.

Beton-Einbauzug für hohe Qualität,

Wirtschaftlichkeit und Flexibilität

Bei den Inset­Fertigern zeigt Wirtgen drei

aufeinander abgestimmte Maschinen für

Der 24 Fuß (7,3 m) Einbauzug aus WPS 102(i),

SP 94(i) mit TeleMold und TCM 180(i) bietet

alle Möglichkeiten für die vollbewehrte

Betonbauweise.

In einer

eigenen Liga

Ein Meister in Aktion: Nach Jahren unermüdlicher Arbeit sind Ihre

Werkzeuge Ihr verlängerter Arm. Kühne Visionen und die richtige

Ausstattung machen aus jeder Ihrer Arbeiten ein Meisterwerk.

HINWEIS: BEFOLGEN SIE STETS DIE WARNHINWEISE UND ANWEISUNGEN DES HERSTELLERS.

den Einbau qualitativ hochwertiger

Verkehrsflächen aus Beton. Sie sind

mit US­typischen Betonausrüstungen

in imperialen Abmessungen ausgestattet.

Der Einbauzug ist auf 24 ft (7,3 m)

Arbeitsbreite aufgebaut. Der „Placer

Spreader“ genannte Seitenbeschicker

WPS 102(i) kommt meist zum Einsatz,

wenn das Bauwerk mit einer vorgelegten

Bewehrung ausgestattet wird. Er

fährt vor dem Gleitschalungsfertiger

über die vorgelegte Bewehrung hinweg,

während Fahrmischer oder Lkw das

seitlich ausgeklappte Förderband mit

Beton beschicken. Der Beton wird

gleichmäßig auf der vorgelegten

Bewehrung, vor dem Gleitschalungsfertiger

abgelegt und über die gesamte

Arbeitsbreite verteilt. Verdichtung und

Einbau des Betons übernimmt der

Gleitschalungsfertiger SP 94(i). Auf der

Messe ist der Fertiger, der eine maximale

Arbeitsbreite von 9,5 m (32 ft) hat,

mit einer TeleMold Schalung ausgestattet.

Sie ermöglicht die schnelle und

komfortable Änderung der Arbeitsbreite

von bis zu 3 ft (0,9 m) pro Seite,

also insgesamt 6 ft (1,8 m), vor Ort. Das

steigert die Flexibilität und produktive

Nutzungsdauer der Maschine durch

Senkung der Stillstandzeiten. Das

letzte Glied der Prozesskette ist der

TCM 180(i). Das bewährte Nachbehandlungsgerät

erzeugt das

gewünschte Finish auf der Oberfläche

des frischen Betons. Texturen in

Längs­ und Querrichtung sowie eine

definierte Oberflächenrauheit lassen

sich entsprechend der Anforderungen

erzeugen. Zudem können verschiedene

Nachbehandlungsmittel, wie zum

Beispiel ein Oberflächenverzögerer, auf

die Decke aufgebracht werden.

SP 124(i): 12 Meter Einbaubreite,

4 Schwenkarme, neuer Dübelsetzer

Größtes Messe­Exponat bei den

Gleitschalungsfertigern ist der SP

124(i). Der 4­Ketten­Fertiger kann auf

eine Arbeitsbreite von 12 m aufgebaut

werden und reiht sich nahtlos in das

flottenübergreifende Bedienkonzept der

Wirtgen Gleitschalungsfertiger ein. Die

Maschine ist mit der neuesten Generation

des maschinenintegrierten

Dübelsetzers ausgestattet. Per Kettenverteilung

mit Endloskette werden die

Dübel aus dem Magazin entnommen

34 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022 35



MASCHINEN + TECHNIK

-Baumaschinen

PC240NLC-11

210 000,-¤

Der Inset-Gleitschalungsfertiger

SP 124(i) eignet sich für die wirtschaftliche

Fertigung großer Betonflächen

von 4,5 m bis zu 12,0 m Breite und das

präzise Einbringen von Ankern und

Dübeln mit dem neuen Dübelsetzer

mit Kettenverteilung.

Sonderpaketpreis*

und automatisch an die Setzposition

befördert. „Smarte“ Zylinder mit Wegmesssensoren

übernehmen die Positionsbestimmung

des Dübelsetzers. Der hohe Automatisierungsgrad

reduziert den Anteil

manueller Arbeit, steigert die Prozesssicherheit

und letztlich die Wirtschaftlichkeit.

AutoPilot 2.0: Leitdrahtlose

Steuerung für den Betoneinbau

Der AutoPilot 2.0 ist ein von Wirtgen

entwickeltes Steuerungssystem für den

leitdrahtlosen Einbau als Alternative zum

konventionellen Abtasten eines Leitdrahts.

Es ist für alle Offset­Fertiger und Seitenbeschicker

verfügbar. Sowohl die Höhenverstellung

als auch die Lenkung der

Maschine werden präzise geregelt. Als

Referenz dient ein GNSS Signal und, je

nach Konfiguration, verschiedene lokale

Sensoren, wie zum Beispiel ein Ultraschallsensor

an der Maschine. Das

Aufstellen und der Abbau des Leitdrahts

entfallen. Enge Radien und komplexe

Geometrien lassen sich schnell und

präzise herstellen. Die Bedienung des

Systems erfolgt, genau wie die Modellerstellung

und ­anpassung, komfortabel über

ein Tablet. Nur das Wirtgen AutoPilot 2.0

System bietet Maschinensteuerung und

drahtlose Steuerung aus einer Hand.

www.wirtgen-group.com

MAPEI AUSTRIA

Innovative Straßenbeschichtung

Die Forschungslabore des Bauchemie-Spezialisten Mapei

haben eine Innovation im Bereich der Straßenbeschichtungen

entwickelt. Die Mapecoat TNS Produktlinie ist

speziell konzipiert für den Schutz, die farbige Kennzeichnung

sowie die Beschichtung von Asphalt. Von der Farbvielfalt

des TNS Beschichtungssystems können sich alle ab

sofort in der Nachbargemeinde der Mapei Austria Zentrale

in Traismauer (NÖ) überzeugen. Dort erstrahlt ein Zebrastreifen

im stark frequentierten Kreisverkehr am Hauptplatz

vor dem Schloss Traismauer, in neuem Glanz. Am

11. August 2022 wurde der bunte Zebrastreifen von den

Mapei Anwendungstechnikern angebracht und an Bürgermeister

Herbert Pfeffer übergeben. Im Bild von links:

Anwendungstechniker Jörg Bauer, Marketing-Leiterin

Andrea Kapoun, GF Mag. Andreas Wolf und Anwendungstechniker

Florian Schmidhofer.

www.mapei.at

36 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH

PC240nLC-11

+ ToPCon x53i

Kuhn Baumaschinen GmbH Kuhn Straße 1

5301 Eugendorf

Unsere Leistung – Ihr Erfolg!

*solange der Vorrat reicht.

Telefon: +43 6255 8206

E-Mail: office-bm@kuhn.at

www.kuhn.at



MASCHINEN + TECHNIK

mobile

wiege

technik

Der neue PC210LCi-11E0 der Firma Winter Transporte im Einsatz. Zu den neuen Eigenschaften der iMC

2.0 zählen die automatische Schwenklöffelsteuerung, die Winkelhaltefunktion, das Monitorsystem, die

Integration von Schwenklöffel dank IMU-Sensor und die Unterstützung von Multi GNSS.

KUHN

Winter Transporte verstärkt Flotte intelligenter

Bagger durch einen PC210LCi-11E0 mit iMC 2.0

Die in Asparn an der Zaya ansässige Firma Winter Transporte ist bekannt für ihren

hohen Qualitätsanspruch. Dieser ist fest im Firmenleitbild verankert und hat wesentlich

zum erfolgreichen Ausbau der Bereiche Erdbau, Transporte, Sand und Kies sowie

Abbruch und Recycling beigetragen. Um diesem Anspruch auch in Zukunft gerecht zu

werden, investiert das Unternehmen regelmäßig in den Fuhrpark und setzt dabei verstärkt

auf den Mehrwert von Komatsu Geräten mit intelligenter Maschinensteuerung.

B

ereits in den 1950er Jahren begann

der Großvater der heutigen Geschäftsführer

damit, mit seinem Pferdefuhrwerk

Sand und Schotter an die umliegenden

Baustellen zu liefern. Heute ist die Winter

Transporte Ges.m.b.H., die seit 1999 von

Karl und Ing. Josef Winter in der dritten

Generation geführt wird, überregional der

Inbegriff für ein florierendes Familienunternehmen,

das rund 60 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter beschäftigt.

Geschäftsführer Ing. Josef Winter über

die Firmenphilosophie: „Durch unsere

familiäre Struktur wird bei uns die

persönliche Betreuung der Kunden

großgeschrieben. Fairness, Handschlagqualität

und Termintreue sind für

uns zentrale Werte, die gerade heutzutage

von vielen Kunden sehr geschätzt werden.

Aber auch der Umgang innerhalb des

Teams ist von Respekt und einem hohen

Qualitätsanspruch geprägt. Auf diese

Weise können wir uns deutlich von

anderen Unternehmen abgrenzen.“

Seine Leistungsfähigkeit stellte das

Unternehmen vor einigen Monaten bei

einem Großprojekt der Firma Jungbunzlauer

unter Beweis. Für ein neues Werk in

der Nähe von Pöchlarn führte die Firma

Winter Transporte gemeinsam mit der

Firma WDS Bau GmbH den gesamten

Erdbau inklusive Bodenauswechslung

durch. Über 100.000 t Material wurden

bewegt bzw. vor Ort wieder eingebaut. Da

in allen Bereichen ein exaktes Planum

gefordert war, setzte das Unternehmen bei

diesem Projekt drei Komatsu Bagger und

zwei Komatsu Raupen ein. Einer der

eingesetzten Komatsu Bagger verfügt über

eine intelligente Maschinensteuerung iMC

ab Werk, ein weiterer Bagger ist nachgerüstet

mit einer Topcon 3D­Baggersteuerung

und ein Bagger kam ohne 3D­Steuerung

zum Einsatz. Die Komatsu Raupe

D61PX­23 ist mit einer 3D­Steuerung von

Topcon nachgerüstet. Unterstützt wurde

sie von der Komatsu Raupe D61PX­15

ohne 3D­Steuerung. Zuletzt waren drei

38 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH

Partnerschaft mit Handschlagqualität: Geschäftsführer Ing. Josef Winter

(Winter Transporte Ges.m.b.H.; Mitte) mit Christian Schmidt (Verkauf,

Kuhn Baumaschinen GmbH; rechts) und Maschinist Florian Strauß.

Bagger mit 3D­Steuerung auch bei

einem Gleis sanierungsprojekt im

Weinviertel im Einsatz.

Um den erwähnten Qualitätsanspruch

Tag für Tag in der Praxis

umsetzen zu können, achtet man auf

einen Maschinenpark, der sich auf dem

letzten Stand der Technik befindet. Zur

Verfügung stehen im Fuhrpark rund 40

Lkw und 40 Baumaschinen, darunter 15

Komatsu Geräte. Die Bandbreite reicht

im Erdbau von den zwei Schubraupen

über Grader, Radlader, Baggerlader und

Bagger von 1,5 bis 25 t bis zu mehreren

In der Kabine des Komatsu

PC210LCi-11E0 hat Florian Strauß

mit dem iMC 2.0 Bildschirm alle

Funktionen der iMC 2.0 voll im Griff.

Verdichtungsgeräten. Dazu kommen

Spezialgeräte, etwa für den Abbruch

oder Natursteinschlichtungen. Bei den

Schnellwechselsystemen und Anbaugeräten

vertraut das Unternehmen seit

vielen Jahren auf die Produkte der

Firma Baumaschinentechnik. In den

zwei nahe gelegenen Abbaubetrieben

wird Sand und Schotter in Rundkornqualität

gewonnen und unter anderem

mit drei Powerscreen­Siebanlagen in

drei Fraktionen aufbereitet.

Mehrwert durch intelligente

Maschinensteuerung

Wie die aktuellen Projekte zeigen,

werden für die Firma Winter Transporte

die Komatsu Geräte mit intelligenter

Maschinensteuerung immer wichtiger.

Aktuell befinden sich bereits fünf

Hydraulikbagger mit Topcon 3D­Baggersystem

im Fuhrpark. Davon sind vier

Komatsu Geräte, von denen wiederum

zwei über eine intelligente Maschinensteuerung

ab Werk verfügen.

Die ersten Erfahrungen mit dieser

Technik sammelte das Unternehmen

mit einem Komatsu PC210LCi­10, der

über die erste Generation der ab Werk

integrierten intelligenten Maschinensteuerung

verfügt. Da sich das Gerät

seit Jahren ausgezeichnet bewährt,

investierte man vor kurzem in einen

neuen PC210LCi­11E0. Dieser verfügt

mit der neuen Version iMC 2.0 über

zusätzliche Funktionen für noch mehr

Effizienz. Zwei weitere Komatsu Bagger

wurden mit dem 3D­Baggersystem von

Topcon nachgerüstet. Bei den Raupen

verfügt die D61PX­23 ebenfalls über

eine intelligente Maschinensteuerung ab

radlader

WAAGen

JedeS gramm ZÄHlT

maximaler

bedienkomforT

wk60 elekTronik

mobileS onbord SySTem

iT kompaTibel

druck & abrecHnung vor orT

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+43 (0) 7247 50186-0

office@mwt-systeme.at

www.mwt-systeme.at



MASCHINEN + TECHNIK

Von links: Jürgen Mandl ( Spezialist für

Maschinen steuerung, Kuhn Baumaschinen

GmbH), Maschinist Florian Strauß (Winter

Transporte Ges.m.b.H.) und Christian

Schmidt (Verkauf, Kuhn Baumaschinen

GmbH) vor dem neuen Komatsu

PC210LCi-11E0.

ARBEITENOHNEUNTERBRECHUNG .

Rahofer.

Werk. Sie ist wie die etwas ältere D61PX­

15 mit Topcon­Technik ausgerüstet.

Ing. Josef Winter über die Vorteile der

modernen Technik: „War der Aushub für

Hochbau­Projekte früher eine einfache

Sache, so gestaltet sich die Herstellung der

Aushubsohle inzwischen immer

anspruchsvoller. Heute müssen in der

Regel mehrere Gefälle, Dachprofile und

verschiedene Vertiefungen exakt hergestellt

werden. Bei der Umsetzung dieser

Vorgaben ermöglicht die Verwendung

eines digitalen Geländemodells enorme

Zeitvorteile gegenüber der herkömmlichen

Arbeitsweise. Um diese Technik optimal

nutzen zu können, haben wir einen

geschulten Techniker in unserem Team,

der die Geländeprofile für die Maschinen

Die D61PX-23 ist mit einer 3D-Steuerung von Topcon nachgerüstet.

vorbereitet. Bei Bedarf arbeiten wir auch

mit einem externen Vermessungstechniker

zusammen.“

Jürgen Mandl, Spezialist für Maschinensteuerung

der Firma Kuhn Baumaschinen,

ergänzt: „Der neue Komatsu

Hydraulikbagger PC210LCi­11E0 der

Firma Winter Transporte ist mit der

intelligenten Maschinensteuerung iMC 2.0

ausgerüstet, die vollständig ab Werk in die

Maschine integriert ist und gegenüber der

ersten Version zahlreiche neue intelligente

Funktionen zur Steigerung der Produktivität

und Effizienz bietet. Dazu zählen die

automatische Schwenklöffelsteuerung, die

Winkelhaltefunktion, der schlankere iMC

2.0­Bedienbildschirm, die Integration von

Schwenklöffel dank IMU­Sensor und die

Unterstützung von Multi GNSS.“

Im Detail vereinfacht die neue automatische

Schwenklöffelsteuerung von

Komatsu Einsätze an Böschungen und

Gräben, indem sie automatisch ein

Untergraben verhindert und bei jedem

Durchgang für einen optimal gefüllten

Löffel sorgt. Der Schwenkwinkel des

Löffels wird automatisch dem Zielprofil

angepasst, so dass der Fahrer nicht

manuell nachjustieren muss. Daraus

resultiert eine extrem vereinfachte

Bedienung bei Arbeiten an Böschungen

oder Gräben sowie ein einfacheres und

schnelleres Feinplanum.

Dank der ebenfalls neuen Winkelhaltefunktion

muss sich der Fahrer nicht länger

darum kümmern, den Löffelwinkel

entsprechend der Oberfläche anzupassen.

Sobald der gewünschte Winkel am iMC

Bildschirm eingestellt ist, sorgt das

System beim Schließen des Stiels automatisch

für den korrekten Winkel. Der neue

iMC 2.0 Bildschirm überzeugt durch sehr

gute Ergonomie sowie intuitive Bedienung

und Navigation, wie man sie von einem

Smartphone gewohnt ist. Der neue

IMU­Sensor lässt sich leicht installieren

und kalibrieren und erhöht die Einsatzflexibilität

für Anbaugeräte und Maschinen,

da er es ermöglicht, unterschiedliche

Schwenklöffel nahtlos in die Maschinensteuerung

des Baggers zu integrieren.

Nicht zuletzt sorgt die Unterstützung von

Multi GNSS für eine bessere Satellitenverbindung

und ­nachverfolgung. Der

PC210LCi­11E0 verfügt natürlich aber

auch über die Basisfunktionen der

intelligenten Maschinensteuerung von

Komatsu, wie Autostopp, automatische

Abziehunterstützung und Abstandskontrolle.

„Unsere Auftraggeber erwarten von uns

zu recht eine perfekte Ausführungsqualität.

Durch den verstärkten Einsatz der

3D­Steuerung – die in unserem Fuhrpark

Hand in Hand mit den Vorteilen einer

wachsenden Zahl an Komatsu Geräten mit

intelligenter Maschinensteuerung geht –

fällt es unseren Maschinisten immer

leichter, den hohen Qualitätsanspruch

unseres Unternehmens bei jedem Projekt

umzusetzen“, betont Ing. Josef Winter

abschließend.

www.winter.or.at

www.kuhn.at

DAS SCHNELLWECHSELSYSTEM VON BAUMASCHINENTECHNIK

Dank dem Schnellwechselsystem SW2-Q, SW2-Q6 und SW3-Q mit Oil-Quickfunktion

für Hydraulikbagger (12t bis 40t) ist ein Arbeiten ohne Unterbrechung möglich.

Mit bis zu sechs automatisch kuppelbaren Hydraulikanschlüssen inklusive

Elektroanschluss wechseln Sie Hydraulikhämmer, Abbruch- und Sortiergreifer

sowie andere hydraulische und elektrische Zusatzwerkzeuge

schnell, einfach – und sicher. Denn durch die selbstnachstellende,

konische Verriegelung mit permanent vorgespanntem Konstantdruck

sitzt das Werkzeug immer fest und ist somit spielfrei. Mehr auf bmt.at

40 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

BAUMA 2022

Fünf Leitthemen als roter Faden und

Rahmenprogramm mit Info-Highlights

Neben den Ausstellern und ihren Exponaten, bietet die bauma, die vom 24. bis

30. Oktober auf dem Messegelände in München stattfindet, auch in diesem Jahr

ein umfangreiches Rahmenprogramm mit vielgestaltigen, teils neuen Formaten an.

Damit agiert die bauma für eine Woche wieder als der Treffpunkt der Industrie.

Zur bauma 2022 wird die VR Experience mit einer thematischen

Neuausrichtung die Digitalisierung von Baustellen fokussieren.

„THINK BIG!“ – eine Initiative des VDMA und der Messe München – richtet

sich vor allem an Schülerinnen und Schüler.

Z

u den Stärken der Weltleitmesse zählt

ihr facettenreiches Rahmenprogramm.

Bei diesem präsentieren etablierte

Unternehmen, Startups, Verbände und

Forschungseinrichtungen wegweisende

Lösungen und diskutieren die großen

aktuellen Trends der Branche.

In diesem Jahr gibt es für den Wissenstransfer

mit der Innovationshalle bauma

LAB0 einen neuen zentralen Ort. So wird

hier zum Beispiel das bauma Forum mit

Vorträgen, Präsentationen und Podiumsdiskussionen

platziert sein. Vom 24. bis

28. Oktober widmet sich das Forenprogramm

jeden Tag einem anderen der fünf

Leitthemen der bauma:

- Bauweisen & Materialien von morgen

- Weg zu autonomen Maschinen

- Bergbau – nachhaltig, effizient,

zuverlässig

- Digitale Baustelle

- Der Weg zur Null-Emission

Am 24. Oktober werden im Forum

außerdem die Gewinner aus den fünf

Kategorien des bauma Innovationspreises

2022 vorgestellt. Mit dem Preis würdigen

der Verband Deutscher Maschinen- und

Anlagenbau e. V. (VDMA), die Messe

München und die Spitzenverbände der

deutschen Bauwirtschaft Forschungs- und

Entwicklungsteams von Unternehmen

und Hochschulen, die praxistaugliche

Spitzentechnik für die Bau-, Baustoff- und

Miningindustrie zur Marktreife bringen.

Die Preisträger haben dabei Ressourcen,

Umwelt und Menschen gleichermaßen im

Blick.

Science Hub und

Startup Area

In unmittelbarer Nähe zum Forum

befindet sich der Science Hub. In diesem

Bereich informieren zehn Hochschulen

und wissenschaftliche Institute über den

neuesten Stand ihrer Forschung. Auch

hier dienen die fünf Leitthemen als

Strukturgeber. Ein weiteres Segment der

Innovationshalle im Internationalen

Congress Center München (ICM) ist die

neu ins Leben gerufene Startup Area, in

Fotos: Messe München

der sich zukunftsträchtige Nachwuchsunternehmen

der Fachöffentlichkeit

vorstellen können.

MiC 4.0-Stand demonstriert

neue Datenschnittstelle

Um eine einheitliche, herstellerübergreifende

und maschinenunabhängige

Kommunikation rund um den Bauprozess

zu entwickeln, gründeten der VDMA und

der Hauptverband der deutschen Bauindustrie

auf der bauma 2019 die Arbeitsgemeinschaft

„Machines in Construction 4.0“

(MiC 4.0). Eines der bisherigen Ergebnisse

ist der MiC 4.0 Bus. Hierbei handelt es

sich um eine offene, herstellerunabhängige

Datenschnittstelle zwischen Baumaschine

und Anbaugerät. Am MiC 4.0-Stand in der

Innovationshalle LAB0 wird ein Demonstrator

der neuen Schnittstelle in Aktion zu

sehen sein.

Als weiterer Besuchermagnet hat sich

bereits 2019 die VR Experience bewiesen.

Zur bauma 2022 wird diese mit einer

thematischen Neuausrichtung die

Digitalisierung von Baustellen fokussieren.

Besucher der VR-Experience können

hier in die Baustelle von heute und

Vom 24. bis 28. Oktober widmet sich das Programm des bauma Forums

jeden Tag einem anderen der fünf Leitthemen der bauma.

morgen eintauchen und das Interagieren

zwischen Mensch und Maschine im

digitalen Raum persönlich erleben. Die

bauma VR Experience wird auch in diesem

Jahr Teil der Innovationshalle LAB0 sein.

„THINK BIG!“ – eine Initiative des

VDMA und der Messe München – richtet

sich vor allem an Schülerinnen und

Schüler. Firmen präsentieren im ICM

„Technik zum Anfassen“ mit einer großen

Werkstatt-Show, Mitmach-Aktionen,

Spielen und Informationen rund um eine

berufliche Zukunft in der Branche. Alle

Details zu den Leitthemen der bauma, den

genauen Vortragsthemen und -terminen

sowie – wo erforderlich – den Anmeldemöglichkeiten

finden sich unter

www.bauma.de

Solutions

that work

Entdecken Sie unsere

vielfältigen und überzeugenden

Produktlösungen.

Besuchen

Sie uns auf der

Messe München,

24. - 30. Okt 2022

Stand FN 1019/1

42 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

HKL BAUMASCHINEN

10 Jahre HKL Baumaschinen Austria

HKL Baumaschinen Austria feiert 10­jähriges Firmenjubiläum: Das Unternehmen, das im

September 2012 mit der feierlichen Eröffnung der HKL Zentrale in Wiener Neudorf startete,

baute in den folgenden Jahren seine Präsenz kontinuierlich weiter auf heute sieben Center

aus – in Wien, Wiener Neudorf, Wolkersdorf, Salzburg, Linz, Graz und Krems.

on dort aus unterstützen die Maschinen

und Geräte von HKL V

Bauunternehmen,

Industrie und Kommunen bei

ihren Projekten in ganz Österreich. Mit

dem breit aufgestellten Portfolio und der

Kombination aus gut sortierten Baushops,

großem Miet­Sortiment und umfangreichem

Service sorgt HKL Austria jederzeit

für die schnelle Versorgung von Baustellen

mit Maschinen und Geräten.

Im Jahr 2021 investierte HKL Austria

in allen Geschäftsbereichen, erneuerte und

modernisierte seinen Mietpark komplett

und baute ihn weiter aus. Bei der Auswahl

der neuen Maschinen standen Effizienz,

Umweltverträglichkeit und Ausstattung

im Fokus. Auch im Jubiläumsjahr geht es

weiter nach vorne. Derzeit wird das Center

in Krems modernisiert und erweitert.

Christian Heigl, seit Juni 2021

Geschäftsführer von HKL Austria, erklärt:

„Für die Zukunft haben wir uns viel

vorgenommen: Den Bereich Arbeitsbühnen

bauen wir weiter aus. Damit wollen

wir Kunden auch außerhalb des Baubereiches

ansprechen – überall dort, wo unsere

Mietprodukte Nutzen bringen. Dazu

kommt Verstärkung im Bereich der

Baustelleneinrichtung: Sanitärcontainer,

Bauzäune, Absperrungen und vieles mehr.

Auch bei den Baushop­Produkten setzen

wir neue Schwerpunkte – unter anderem

mit Maschinen für die Pflasterverlegung

des Herstellers Probst und Elektrogeräte

der Marke Milwaukee. Während des

Jubiläumsjahres haben wir zahlreiche

attraktive Aktionen und Events für unsere

Kunden geplant.“

Das Angebot von HKL umfasst Produkte

und Dienstleistungen entlang des

gesamten Bauprozesses. Die Kombination

von Baumaschinen­ und Gerätevermietung

mit einem gut sortierten Baushop, in

dem eine große Auswahl qualitativ

hochwertiger Produkte für den täglichen

Baustellenbedarf erworben werden

können, gilt als Alleinstellungsmerkmal,

das gut vom Markt angenommen wird.

Nach dem Prinzip des One­Stop­Shops

können sich Kunden für den Baustellentag

rüsten, ohne Zeit zu verlieren. Der

Umfang des Mietprogramms reicht von der

Tischsäge bis zum 20 t Bagger, von der

Grabenwalze bis zur 25 m Arbeitsbühne. Ob

Verdichtungstechnik, Dumper, Radlader,

Mini­ und Kompaktbagger, Stromaggregate,

Licht, Arbeitsbühnen bis hin zu Raumsystemen

und Baustellenabsicherung – Bauunternehmen,

GaLaBau­ und Handwerksbetriebe,

Industrie und Kommunen finden alle

benötigten Maschinen zur Miete plus das

dazugehörige Equipment zum Kauf.

Das „Mieten­Kaufen­Service­Konzept“

stammt von HKL Baumaschinen aus

Deutschland. Das Unternehmen

besteht seit mehr als 50 Jahren und

beschäftigt heute insgesamt rund

1.550 Mitarbeiter. Die Vision war

schon damals, ein echter Partner für

Bau, Industrie und Kommunen zu

sein – mit Kompaktmaschinen und

Geräten zur Miete und zum Kauf. HKL

Austria setzt diesen erfolgreichen Weg

seit einem Jahrzehnt weiter fort.

www.hkl-baumaschinen.at

Seit Juni 2021 ist Christian Heigl

Geschäftsführer von HKL Austria.

Mieten, Kaufen, Service: HKL Austria

ist seit 10 Jahren und mit heute sieben

Centern in ganz Österreich aktiv.

Die Maschinen von HKL Austria unterstützen Bauunternehmen, Industrie und

Kommunen bei ihren Projekten im gesamten Land – egal ob Garten- und Landschaftsbau,

Hoch- oder Tiefbau.

Ob Verdichtungstechnik, Dumper,

Radlader, Mini- und Kompaktbagger,

Stromaggregate, Licht

und Arbeitsbühnen, Raumsysteme

oder Baustellenabsicherungen

– HKL hat für jeden

Bedarf das passende Angebot.

44 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022 45



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

DOOSAN

Der neue DX225LC-7X bietet unter

anderem die voll elektrische

Hydrauliktechnologie und eine

Löffelassistenz funktion, die den

jeweils aktuellen Winkel

abspeichert.

ihn zu führen. Über visuelle Anzeigen und

akustische Signale erhält der Bediener

Rückmeldungen, die eine verbesserte

Steuerung der Maschine in Bezug auf die

beabsichtigte oder vorgesehene Fahrtrichtung

ermöglichen.

Im Onboard­Maschinensteuerungssystem

erkennen die an Front und Karosserie

montierten Sensoren, wo sich jedes

Arbeitsgerät befindet und unterstützen

bzw. justieren den Frontbetrieb, wie für die

Arbeiten geplant. Auf diese Weise verfolgen

die Sensoren die Zielrichtung, wenn

der Bediener den Löffel, Löffelstiel oder

Ausleger bedient.

Dank des Laser­Empfängers erhält das

System stets einen Referenzpunkt, auch

wenn die Maschine ihre Position ändert.

So muss der Bediener nicht jedes Mal den

Referenzpunkt zurücksetzen, wenn die

Maschine bewegt wird.

Im Auslieferungszustand an den

Kunden sind alle Sensoren am DX225LC­

7X bereits kalibriert. Nur der Löffel muss

noch vom Kunden kalibriert werden. Für

diesen Vorgang sind aber keine Spezialwerkzeuge

erforderlich. Das System bittet

den Bediener um die Eingabe der erforder­

Die Maschine verfügt über drei wesentliche Maschinensteuerungsfunktionen: Assistent

(Räumhilfe und Löffelassistenz), Schwenksteuerung und Virtuelle Wand.

Neuer DX225LC-7X: erster

„Smart“-Bagger von Doosan

Mit dem neuen DX225LC­7X präsentiert Doosan den ersten intelligenten Kettenbagger

des Unternehmens, der den Bedienern ein schnelleres und effizienteres

Arbeiten ermöglichen soll. Dazu bietet der DX225LC­7X standardmäßig eine

Reihe neuer Funktionsmerkmale an, unter anderem die voll elektrische Hydraulik

(FEH). Weiters ist jetzt eine Reihe von neuen Standard­ und Sonderleistungsmerkmalen

für schwere Doosan Raupenbagger erhältlich.

B

eim Standardmodell DX225LC­7 und

den übrigen neuen Doosan­Baggern

mittlerer Größe aus der DX­7­Baureihe

bieten die neuen Funktionen wichtige

Verbesserungen bezüglich Maschinensteuerbarkeit,

Vielseitigkeit, Bedienerkomfort,

Betriebsdauer und Rentabilitätsrechnung,

wobei besonderes Augenmerk auf höhere

Produktivität und Robustheit gelegt

wurde. Doch der neue DX225LC­7X, dass

„Smart“­Modell, erreicht ein noch höheres

Niveau. Außer dem FEH­System bietet

der DX225LC­7X unter anderem folgende

weitere Standardmerkmale:

n Integriertes 2D­Maschinenführungssystem

n Halbautomatische 2D­Maschinensteuerung

n Laser­Empfänger

n Virtuelle Wand (E­Fence)

n Wiegeeinrichtung

Die vollelektrische Hydrauliktechnologie

(FEH – Full Electric Hydraulic) ist jetzt

ähnlich zum D­Ecopower­System (VBO

– Virtual Bleed Off) im Standardmodell

DX225LC­7 sowie in allen Doosan­Kettenbaggern

der Baureihe DX350LC­7 und

höher integriert. Beim FEH handelt es

sich praktisch um ein VBO­System ohne

Vorsteuerdruckleitungen. Joysticks und

Pedale sind voll elektrisch, geben dem

Fahrer aber dasselbe Bediengefühl wie bei

Hydraulik­Joysticks.

Das FEH­System, in dem ein elektrisches

Signal an die Zentralsteuerung

gesendet wird, ist ein präziseres System

und liefert schnellere Informationen.

Indem genau die richtige Menge

Hydraulik öl bereitgestellt wird, werden

Gegendruck und Energieverlust vermieden.

Weil das System keinen Vorsteuerdruck

verwendet, wird Energie gespart

und demzufolge auch Kraftstoff.

Im Vergleich zum D­Ecopower VBO­

System bietet das FEH­System eine

Kraftstoffeinsparung von 8%. Diese

Einsparung kommt noch zu dem um 7%

niedrigeren allgemeinen Kraftstoffverbrauch

hinzu, den das Standardmodell

DX225LC­7 im Vergleich zu seinem

Vorgängermodell DX225LC­5 erzielt.

Das integrierte Maschinenführungssystem

des DX225LC­7X verwendet Sensoren,

die an Front und Karosserie montiert

sind, um zu erkennen, wo sich jedes

Arbeitsgerät befindet und den Bediener

darüber zu informieren bzw. das Gerät für

46 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

Einschließlich des

zusätzlichen Modells DX420LC-7

enthalten nun alle aktuellen Versionen

dieser schweren Raupenbagger von

Doosan auch die innovative D-Ecopower-

Technologie von Doosan, die den Fahrern

höhere Produktivität und geringeren

Kraftstoffverbrauch sowie eine vereinfachte

Bedienung ermöglicht.

A WIRTGEN GROUP COMPANY

Meister der Kurven

VÖGELE SUPER 1803-3i

lichen Abmessungen, um den Kalibrierprozess

abzuschließen. Zur Kalibrierung von

drei Löffeln wird etwa eine Stunde

benötigt.

Die Maschine verfügt über drei

wesentliche Maschinensteuerungsfunktionen,

die durch Drücken der richtigen

Funktionstaste aktiviert werden können:

n Assistent – bietet Räumhilfe und

Löffelassistenz

n Schwenksteuerung – Schwenkhilfe und

Schwenkbegrenzung

n Virtuelle Wand – Einstellung von

Decken-, Boden-, Wand-, Schwenk-,

Kabinen-, Ketten- und Planierschild-

Vermeidungsfunktionen

Räumhilfemodus: Bei eingestelltem

Räumhilfemodus werden Ausleger und

Löffel gemäß der Betriebsarteinstellung,

die von den Symbolen auf der Instrumententafel

angezeigt wird, aktiviert und in

grün angezeigt. Er ist mithilfe von

Instrumententafel und Joystick ein- und

ausschaltbar.

Löffelwinkeleinstellung: Bei aktivierter

Löffelassistenzfunktion wird der jeweils

aktuelle Winkel abgespeichert. Wenn der

Fahrer den Löffel-Joystick bedient, wird

der zuletzt beim Anhalten des Betriebs

verwendete Löffelwinkel verwendet. Bei

eingeschaltetem Löffelassistenzmodus

leuchtet das Löffelsymbol auf der Instrumententafel

grün.

Die Funktionen Wiegeeinrichtung und

Hub-Hilfe messen das aktuelle Löffelgewicht

und zeigen es an, während der

Bediener die Maschine mit Material

belädt. Wenn das Gesamtladegewicht das

vorgegebene Gewicht überschreitet, wird

der Fahrer gewarnt.

Doosan arbeitet derzeit daran, den

DX225LC-7X mit noch mehr Funktionalität

auszustatten und entwickelt derzeit

weitere, zusätzliche Funktionsmerkmale,

die zukünftig an dieser Maschine angeboten

werden sollen. Folgende Funktionen

gehören dazu: Aufrüstung auf ein volles

Trimble GPS 3D (optional); werksseitige

Engcon-Vorbereitung („Plug and Play“)

sowie Kipplöffel für 2D-Maschinenführungssystem.

Neue Leistungsmerkmale bei

schweren Raupenbaggern

Eine Reihe von neuen Standardund

Sonderleistungsmerkmalen ist

jetzt für schwere Raupenbagger von

Doosan erhältlich. Dies betrifft sechs

Modelle mit Betriebsgewichten von

31,5 bis 53 t, unter anderem die

Raupenbaggermodelle DX300LC-7,

DX350LC-7, DX380LC-7, DX420LC-7,

DX490LC-7 und DX530LC-7. In der

Kabine wurden die wichtigsten

Änderungen vorgenommen.

Zur Serienausstattung gehören:

n Schlüsselloser Start (Doosan Smart

Key) und Türverriegelung/-entriegelung

per Fernbedienung

n Parallel-Scheibenwischersystem, das

einen größeren Fensterbereich abdeckt

n Bediener-ID/Passwort-Funktion

(Einstellen der Bedienergenehmigung

zur Änderung von Parametern)

n Ferndiagnose-Funktion

n Neuer beheiz- und kühlbarer Sitz

(Kühlung ist Sonderausrüstung)

n DAB-Audio- und Freisprech-System

n 11 LED-Arbeitsscheinwerfer

serienmäßig und zwei weitere als

Sonderausrüstung

n Rundumsichtmonitor (AVM) mit

360°-Kameras (Ultraschallsensoren

sind Sonderausrüstung)

Darüber hinaus ermöglicht der breite

8-Zoll-Touchscreen Doosan Smart Touch

ein leichtes Scrollen durch die unterschiedlichen,

im Bagger verfügbaren

Menüs und bietet eine breite Auswahl von

Arbeits- und Power-Modi zur optimalen

Anpassung an jede Anwendung. In allen

Baggern wurde außerdem das Hauptsteuerventil

(MCV) in der Standardausrüstung

geändert, indem es ohne Leistungsänderung

gegen ein Doosan Mottrol MCV

ausgetauscht wurde.

www.kaiser-fahrzeugtechnik.at

www.eisenwagen.co.at

www.eu.doosanequipment.com

Der SUPER 1803-3i ist der leistungsfähigste Radfertiger von VÖGELE. Auf perfekte Weise kombiniert er ein

robustes und zuverlässiges Materialmanagement, eine große Einbaubreite von bis zu 8 m sowie die hohe

Wendigkeit und Transportfähigkeit eines Radfertigers. Das statisch bestimmte Fahrwerk sorgt selbst bei

starken Unebenheiten für ständigen Bodenkontakt der Antriebsräder.

www.voegele.info

48 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH

WIRTGEN ÖSTERREICH GmbH · Dr. Linsinger Str. 5 · 4662 Steyrermühl · Österreich

T: +43 7613 / 2480 · office.at@wirtgen-group.com



MASCHINEN + TECHNIK

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ZEPPELIN

DBL Dunit Bergbau startet mit

vier neuen Cat Geräten durch

Die Gemeinde St. Stefan ob Leoben kann auf eine Bergbautradition von über

400 Jahren zurückblicken. Ein Teil dieser Tradition ist auch der Dunit Steinbruch,

in dem seit 1965 hochwertiges Material abgebaut wird – unter anderem für die

Herstellung von feuerfesten Produkten. Vor einigen Monaten übernahm die DBL

Dunit Bergbau GmbH den Abbaubetrieb, modernisierte den Fuhrpark mit vier

neuen Cat Geräten und stellt dank der gesteigerten Produktivität den Dunit

nun auch verstärkt der Bauwirtschaft zur Verfügung.

D

as Dunit Vorkommen in St. Stefan ob

Leoben zeichnet sich durch forsteritreichen

Olivin aus und eignet sich daher

ideal für die Herstellung feuerfester

Materialien. Nur wenige Kilometer

entfernt, in St. Lorenzen bei Knittelfeld,

wird der Dunit in der Produktionsstätte

eines spezialisierten Betriebes zu einer

großen Bandbreite an feuerfesten Produkte

verarbeitet. Unter der Leitung von

Geschäftsführer Ulrich Koch bringt die

DBL Dunit Bergbau GmbH seit diesem

Sommer mit einem sechsköpfigen Team

frischen Schwung in den Dunit­Abbau.

Dabei wird das Gestein durch eine

monatliche Sprengung im Etagenabbau

gewonnen und zum Vorbrecher transportiert.

Über eine Vorabsiebung, eine

Prallmühle und eine Siebanlage wird es

anschließend aufbereitet, klassiert und in

den Silos gelagert. Da das Gestein intensiv

beprobt wurde, kann die von den Kunden

benötigte Qualität bereits vor dem Brecher

entsprechend gesteuert werden.

Dazu Geschäftsführer Ulrich Koch:

„Was den Magnesiumgehalt betrifft, so

zählt unser Dunit zu den besten Qualitäten,

die am Markt erhältlich sind. Ein

wichtiger Abnehmer wird auch weiterhin

der Feuerfestbetrieb in St. Lorenzen sein,

wo das Material in einem Drehrohrofen

bei etwa 1.600° C gesintert wird. In

Zukunft wird unser Dunit aber auch in der

neuen Verhüttungsanlage der Minex

Mineral Explorations GmbH in Zeltweg

zum Einsatz kommen. Unabhängig davon

wollen wir unser hochwertiges Material

auch der Bauwirtschaft anbieten, etwa für

den Straßen­ und Forstwegbau. Um den

Kunden eine noch höhere Qualität bieten

zu können, werden wir die Aufbereitung

mittelfristig optimieren. Konkret werden

wir die Prallmühle durch einen Kegelbrecher

ersetzen, denn das reduziert den

Energieeintrag auf das Gestein, wodurch

auch weniger Feinmaterial entsteht.

Unser Ziel ist es, ca. 100.000 t pro Jahr zu

produzieren. Ich freue mich sehr, dass die

Mitarbeiter des Vorgängerbetriebs ihre

umfangreiche Erfahrung nun in der DBL

Dunit Bergbau GmbH einbringen.

50 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH

Im Vordergrund der

neue Radlader Cat

950GC im Ladespiel

mit dem knickgelenkten

Muldenkipper

Cat 730. Dahinter der

ebenfalls neue Radlader

Cat 966-14 A und

in der Bruchwand der

Hydraulikbagger Cat

330GC beim Beräumen

der Etage.

Fachkräfte sind schwer zu finden und

nicht jeder Maschinist kann sein Gerät

souverän auf einer Etage in 100 m Höhe

bewegen.“

Vier neue Cat Geräte sorgen für

mehr Effizienz im Materialtransport

Zunächst wird das durch die Sprengung

gewonnene Material mit einem Hydraulikbagger

von der Etage auf die Ebene

des Vorbrechers abgeworfen. Für diese

Arbeit kommt seit Juli ein neuer Cat

330GC zum Einsatz. Es handelt sich

dabei um ein Next Generation Gerät der

Global Construction Reihe. Diese ist für

Einsätze konzipiert, bei der aufgrund des

Einsatzprofils technisch anspruchsvolle

Systeme – wie etwa die Hub­ und

Schwenkbegrenzung oder ein 2D­System

– nicht benötigt werden. Ausgerüstet ist

der Cat 330GC mit einem Schnellwechselsystem

und einem Felstieflöffel der

Firma Winkelbauer. Für die Zerkleinerung

größerer Steine vor Ort verfügt er

zusätzlich über einen Hydraulikhammer

von Promove Demolition. Je nach

Entfernung wird das Material von der

Abwurfstelle dann direkt von dem neuen

Radler Cat 966­14 A oder im Ladespiel

mit dem knickgelenkten Muldenkipper

Cat 730 zum Vorbrecher transportiert.

Der ebenfalls neue Radlader Cat 950GC

übernimmt überwiegend die Verladung

der hochwertigen Endprodukte auf die

Kunden­Lkw.

Harald Polleros, zuständiger Betreuer

der Firma Zeppelin Österreich in der

Niederlassung Graz: „Im Zuge der

Angebotsphase habe ich gemeinsam mit

einem Spezialisten aus unserer Abteilung

Projekt­ und Einsatztechnik die

Gegebenheiten vor Ort analysiert. Denn

ergänzend zum eigentlichen Abbau

betrifft der Geräteeinsatz ja auch den

Lagerplatz, wo die Rückverladung vom

fertigen Material in den unterschiedlichen

Fraktionen stattfindet. Als optimale

Lösung erwies sich für das Beräumen der

Etage der Cat 330GC und für die

längeren Transportwege ein Cat 730 der

neuesten Generation. Dieser knickgelenkte

Muldenkipper der 30 t Klasse,

Von links: Hubert Eisner (Maschinist Cat 950GC), Ulrich Koch (Geschäftsführer DBL

Dunit Bergbau GmbH), Harald Polleros (Zeppelin Österreich, Niederlassung Graz), Alfred

Kohlhuber (Maschinist Cat 730). Im Hintergrund Albert Antoniol (Maschinist Cat 966-14 A).

Österreichischer

Baumaschinenverband

KOMPETENZ DURCH

FOKUSSIERTE INFORMATION

Nr. 0124850

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PRÜFPLAKETTEN &

PRÜFBEFUNDE lt. AM-VO

Ein SERVICE des MAWEV

Bestellungen für den Prüfbefund mit zwei

Durchschlagblättern und für die fortlaufend

nummerierte Prüfplakette (hochqualitativ,

äußerst wetterbeständig, – 40° bis +130°)

als Aufkleber richten Sie bitte direkt an

den MAWEV.

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und Bestellungen:

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Tel 01/504 26 98

www.mawev.at



MASCHINEN + TECHNIK

Der knickgelenkte Mulden kipper Cat

730 ist ein Gerät der neuesten Generation

und kommt sowohl im Steinbruch als auch

auf dem Lagerplatz zum Einsatz.

BESUCHEN SIE

UNS AUF DER

Bauma 2022

Halle A2 Stand 437

Richtige Daten zur

Richtigen Zeit erlauben

Richtige Entscheidungen

Trimble liefert die Technologie

Für die exakte Beladung der Kunden-

Lkw verfügt Hubert Eisner in der Kabine

des neuen Cat 950GC über eine

eichfähige Waage der Firma MWT.

und die Daten, die Ihr Team

braucht, um intelligent

und effizient vernetzt zu

den wir als Vorführgerät fast neuwertig

zur Verfügung stellen konnten, pendelt

zwischen Steinbruch und Lagerplatz. Für

die Rückverladung kommt der Cat 950GC

zum Einsatz und den Transport des

Materials zum Brecher über die kürzeren

Strecken übernimmt der 966­14 A mit

einer 4,2 m 3 Schaufel. Die Abwicklung

erfolgte termingetreu über unsere Niederlassung

in Graz und im Zuge der Übergabe

haben wir mit den Kollegen der

Projekt­ und Einsatztechnik jeden

einzelnen Mitarbeiter im Rahmen einer

zweitägigen Schulung mit den Geräten

vertraut gemacht.“

Im Gegensatz zum früher eingesetzten

Fuhrpark wurde mit dieser Gerätekonfiguration

nicht nur die Stückzahl der

Maschinen reduziert, die Geräte sind nun

auch optimal auf die Aufnahmefähigkeit

des Brechers abgestimmt. Darüber hinaus

erfüllen alle neuen Cat Geräte die

Anforderungen der EU Stufe V.

Beide Radlader sind mit Cat Schaufeln

ausgerüstet, wobei diese für die Säuberung

der Wege mit geradem Boden und

Abziehkanten ausgeführt sind. Im Cat

950GC sorgt eine eichfähige Waage der

Firma MWT für die exakte Materialerfassung.

Zusätzlich verfügt der Cat 950GC

über ein größeres Gegengewicht und ein

längeres Hubgerüst, dadurch wird die

Lkw­Beladung auch bei hohen Bordwänden

erleichtert. Beim Cat 966­14 A handelt

es sich um die neueste Generation und

eines der ersten Geräte, das ausgeliefert

wurde. Er verfügt über eine Cat Waage

mit Drucker für die Erfassung des in den

Brecher aufgegebenen Materials. Der

knickgelenkte Muldenkipper Cat 730

punktet mit hohem Bedienungskomfort,

etwa durch die Berganfahrhilfe oder die

Einhand­Hebelfunktion. Er bietet aber

auch neue Funktionen, wie Advanced

Automatic Traction Control (AATC),

Dauerbremsautomatik, Hub­Assistenzsystem,

Getriebeschutzfunktionen oder

Stabilitätsassistent mit Überschlagwarnsystem.

Firmenchef Ulrich Koch zeigt sich mit

der Entscheidung für die Cat Geräte mehr

als zufrieden: „Unser ganzes Team hat

daran mitgearbeitet, die Abläufe effizienter

zu gestalten. Das Paket der Firma

Zeppelin mit den vier Cat Geräten hat für

uns das beste Preis­Leistungsverhältnis

geboten und auch die Übergabe der

komplett ausgerüsteten Geräte, die bereits

in der Zeppelin Niederlassung mit unseren

Logos beklebt wurden, hat perfekt und

termingetreu funktioniert. Nicht zuletzt

ist dank der Telematik­Überwachung

durch das Zeppelin­Team eine hohe

Verfügbarkeit sichergestellt. Unterm

Strich sehe ich uns als DBL Dunit

Bergbau GmbH für den Neustart des

Abbaubetriebs nun bestens gerüstet.“

www.dbl-bergbau.at

www.zeppelin.com/at-de/cat

arbeiten sowie fundierte

Entscheidungen zu treffen.

Andreas Jansenberger

ist seit

fast 40 Jahren im

Abbaubetrieb

tätig und freut

sich über die

Qualitäten des

neuen Cat 330GC.

Hier mit Schnellwechselsystem

und Felstieflöffel

der Firma Winkelbauer

beim

Beräumen einer

Etage vor dem

Start des Abbaubetriebs.

Erfahren

Sie mehr:

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52 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

KIESEL

Hohe Flexibilität im Wegebau

Starke Reißkräfte muss der Mobilbagger entwickeln, kompakt gebaut sein

sowie wendig und standfest für Arbeiten im Forst­ und Wegebau. Bei Kiesel

fanden die Spezialisten von Holp im Hitachi ZX140W­6 die passende

Maschine für ihre Zwecke.

Holp-Bauleiter Markus Ellinger gefällt der geringe Heckaufbau des

ZX140W-6. Alle Wartungspunkte sind beim ZX140W-6 vom Boden

aus über die aufklappbare Motorhaube erreichbar.

Mit dem von Günter Holp (im Bild neben dem Gerät) entwickelten

RotoTop arbeitet der Hitachi-Mobilbagger am Einsatzort enorm

flexibel mit jedem Anbaugerät.

RotoTop“, sagt Holp. „Durch dessen in

Leitungsanzahl und Querschnitte großzügig

dimensionierten Drehdurchführungen

bekommen wir einen Öldurchfluss, der

ausreichend ist, um Anbaugeräte wie

Mulcher im Dauereinsatz ohne thermische

Probleme zu betreiben,“

Der Drehantrieb RotoTop, die bisher

erfolgreichste Erfindung von Günter Holp,

ist an einem OilQuick OQ60­5­Schnellwechsler

am ZX140W­6 verbaut. Er

ermöglicht durch seine endlose freie

Drehbarkeit, dass das jeweilige Arbeitsgerät

auch im schwierigen Gelände jede

Position ohne umständliches Rangieren

erreicht, der Bagger seltener versetzt

werden muss und somit der Auftrag

schneller abgewickelt werden kann.

„Den RotoTop bieten wir in sieben

Varianten für Bagger von 0,8 bis 35,0 t an“,

erzählt der Unternehmer. „Er ist auch für

Mietparks ideal, denn für Anbaugeräte wie

Greifer oder Rüttelplatte braucht man

keinen zusätzlichen Drehmotor. Die

Wartung ist einfach. Regelmäßig

schmieren genügt. Auch bei härtesten

Einsätzen können wir für den RotoTop 3

Jahre Garantie geben.“ Für Günter Holp

und sein Team ist der Hitachi ZX140W­6 in

Kombination mit dem RotoTop und den

entsprechenden Anbaugeräten ideal für

den Wegebau.

www.kiesel.net | www.holp.eu

Mit nur 2,55 m

Gesamtbreite passiert

der Hitachi jeden

Standard-Waldweg.

G

ünter Holp, Geschäftsführer der auf

Anbaugerätebau spezialisierten Holp

GmbH mit Sitz in Murrhardt­Fornsbach,

die seit Jahrzehnten auch im Forstwirtschaftswege­

und GaLaBau tätig ist, hat

seine Ziele klar vor Augen. Für die robuste

Arbeit im Wald brauchen seine Mitarbeiter

Maschinen, mit denen sie schnell und

kostengünstig den Bau und die Sanierung

von Forst­ und Feldwegen sowie Gräben

umsetzen können.

Mit seinen aus der Praxis geborenen

Produktideen hat sich der schwäbische

Tüftler längst auch einen Namen als

Hersteller gemacht. Günter Holp

beschreibt, wie es dazu kam: „Wenn die

Projekte unserer Auftraggeber mit

marktüblichen Maschinen nicht zu lösen

waren, haben wir selbst konstruktive

Lösungen entwickelt“, erzählt er.

Der neue Hitachi ZX140W­6 ist für Holp

so ein Wegbereiter, der seine Ideen optimal

trägt. Er hat lange nach so einer Maschine

gesucht. So eignet sich der agile 15­Tonner

für Einsätze auf jedem Standard­Waldweg,

auf engem Raum in Städten oder für

Arbeiten im GaLaBau mit seiner Gesamtbreite

von nur 2,55 m, seinem Schwenkradius

von 2.120 mm und dem guten Blick

auf das Arbeitsfeld, den das übersichtliche

Heck ermöglicht.

„Der ZX140W­6 ist flink, wendig und

standfest“, sagt der Firmenchef. „Uns

gefallen die hohen Fahr­ und Schwenkkräfte,

die starken Grab­ und Reißkräfte

und der hohe Fahrerkomfort.“ Die Kabine

bietet ausgezeichnete Rundumsicht, ist

ergonomisch dimensioniert und leise. Der

Schallpegel liegt mit 71 Dezibel sehr

deutlich unter der EU­Richtlinie.

Hitachi hat den ZX140W­6 mit robusten,

verschleißfesten Komponenten ausgestattet.

Das Chassis ist hochwertig verarbeitet.

Buchsen schützen die Arbeitsausrüstung,

wie etwa die Aufnahmen an Auslegerende

und Auslegerfuß. Alle Leitungen und

Anschlüsse der leistungsstarken Hydraulik

sind gegen Beschädigungen geschützt. Das

HIOS­IV­Hydrauliksystem von Hitachi

verringert das Risiko von Leistungsverlusten,

da es die Menge des in den Tank

zurückfließenden Hydrauliköls minimiert.

„Viele Hersteller bauen die Bagger zu

hoch auf“, findet Holp­Bauleiter Markus

Ellinger. „Dann müssen Kameras den

Rundumblick sichern. Wir aber brauchen

im Wald den direkten Blick auf unseren

Arbeitsbereich.“ Der geringe Heckaufbau

des ZX140W­6 gefällt ihm deshalb. Zumal

der Unterwagen viel Bodenfreiheit bietet.

Das garantiert bestes Vorankommen und

Stabilität auf schwierigen Böden. Dazu

trägt die serienmäßige Zwillingsbereifung

von Caliber bei. Die äußerst robusten

Zwillingsreifen kommen ohne Zwischenring

aus und erhöhen die Standfestigkeit.

Holp ließ den bis zu 35 km/h schnellen

ZX140W­6 mit Zusatzleuchten ausstatten.

Recht einfach lässt sich die Maschine vom

Boden aus in Stand halten. Ein Deutz­

Motor versorgt das Hydrauliksystem und

stellt jederzeit ausreichende Leistungsreserven

sicher.

„Das sind ideale Bedingungen für

unseren um 360° endlos drehenden

Willkommen in der Welt der Krane

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54 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

56 SEPTEMBER 2022

Der erste neue Hauly

präsentiert sich in allen

Bereichen modernisiert und ist nun

das größte Fahrzeug am Erzberg. Mit

dem Start der Saison 2023 wird auch

der zweite neue Hauly

einsatzbereit sein.

VA ERZBERG

Hauly 2.0 und Multifunktions-Fahrzeug

als neue Technik-Highlights am Erzberg

Seit rund 30 Jahren ist die Fahrt mit einem Hauly der Höhepunkt für jeden Abenteuer

Erzberg-Besucher. Im Zuge des nun anstehenden Generationenwechsels hat das Team

der VA Erzberg GmbH das Hauly-Konzept mit viel Engagement in allen Bereichen

verbessert und modernisiert. Gleichzeitig entwickelte das Technische Büro des Unternehmens

auch ein neues Multifunktions-Fahrzeug, das sowohl für die Staubfreimachung

im Sommer als auch für den Streudienst im Winter eingesetzt werden kann.

I

n der Fachwelt sorgt die VA Erzberg

GmbH immer wieder mit innovativen

technischen Lösungen für Aufsehen.

Zuletzt mit dem Einsatz eines dieselelektrischen

Muldenkippers mit Trolley-Technik,

der auf einer Länge von 4,5 km über

eine Oberleitung mit Strom versorgt wird.

Seit vielen Jahren besitzt der Erzberg aber

auch noch ein völlig anderes Image: das

einer gefragten Touristen-Attraktion.

Beispielsweise schaffte es der größte

Abbaubetrieb Mitteleuropas im Juni mit

den spektakulären Bildern des Erzbergrodeos

einmal mehr in die internationalen

Schlagzeilen. Doch der actiongeladene

Wettkampf von Motorradfahrern aus der

Besichtigung des neuen Hauly in der Umbauphase (von links): Mag. Christian Treml

(Geschäftsführung VA Erzberg GmbH), Ing. Peter Aflenzer (Projektleiter), Mag. Stefan Kuhn

(Geschäftsführer Kuhn Baumaschinen GmbH), DI Josef Pappenreiter (Geschäftsführung VA

Erzberg GmbH) und Christian Moser (Verkaufsleiter, Kuhn Baumaschinen GmbH).

Fotos: Baublatt.Österreich

Das Hauly-Projektteam (von links): DI Josef Pappenreiter (Geschäftsführung VA Erzberg

GmbH), Dr. Peter Schimek (Betriebsleitung Tagbau), Ing. Peter Aflenzer (Projektleiter),

Ing. Detlef Zeller (Technisches Büro/Konstruktion) und Pletz Herwig (Betriebsratsobmann).

Im Hintergrund auf dem Hauly Maschinist Gerhard Bayer.

ganzen Welt ist nur eine von mehreren

Attraktionen, die den Erzberg von Anfang

Mai bis Ende Oktober zu einem wichtigen

Tourismus-Magneten machen. Unter dem

Titel „Abenteuer Erzberg“ profitiert die

ganze Region von den rund 50.000

Besuchern, die Jahr für Jahr das Schaubergwerk

Untertage, das neue Zentrum

am Berg oder die Freiluftausstellung am

Oswaldirücken mit direktem Blick in den

Tagbau besuchen. Dazu kommen Großveranstaltungen

wie die Adventure Days,

sportliche Events oder Firmenpräsentationen.

Besonders beliebt ist bei Jung und Alt

natürlich die Abenteuerfahrt mit einem

Hauly – dem größten Taxi der Welt. Die

Fahrt führt vom Abbau bis zur Aufbereitung

durch verschiedenste Bereiche und

kann auch inklusive einer Live-Sprengung

gebucht werden.

Dazu DI Josef Pappenreiter, Geschäftsführung

Technik der VA Erzberg GmbH:

„Wir konnten während der Pandemie

erfreulich hohe Besucherzahlen verzeichnen.

Viele Österreicherinnen und Österreicher

haben sich zu einem Urlaub in der

Heimat entschlossen und aufgrund

unseres attraktiven Angebots zählt der

Erzberg zu den beliebtesten Ausflugszielen.

Wir sind nach meiner Kenntnis

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Für Minibagger von 1,3 bis 2,8 Tonnen. Mit dem Kit

Ladevolumenerhöhung wird das Fassungsvermögen der

Schaufel von 50 l auf 60 l erhöht.

+ Abgesenkte mittige Kopplung.

+ Geschütztes Getriebe.

+ Rückseiten- und Seitenschutz.

MEHR ERFAHREN

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weltweit der einzige Betrieb, bei dem

Besucher die Möglichkeit haben, einen

derart großen und modernen Tagbaubetrieb

direkt vor Ort zu besichtigen – und

das mit einem umgebauten SLKW. Viele

internationale Fachleute waren beeindruckt,

was in Österreich in Zusammenarbeit

mit den Behörden möglich ist. Auch

wird unser Trolley-System mittlerweile

international als Benchmark gesehen und

wir sind immer wieder überrascht, welche

großen Firmen sich bei uns vor Ort

informieren. Unter unseren Besuchern

sind aber auch sehr viele Schüler und ich

halte es für besonders wichtig, dass auch

diese Generation darüber informiert ist,

wie die von uns allen benötigten Rohstoffe

unter hohen Standards gewonnen

werden.“

Hauly 2.0: bequem und

mit 360° Panoramasicht

Bei der ersten Hauly Generation handelt

es sich um zwei Haulpak Truck 85C, die

von der Firma Wabco in den USA hergestellt

wurden und die mit Anfang der

1980er Jahre im Produktionsbetrieb am

Erzberg zum Einsatz kamen. 1993, DI

Josef Pappenreiter war damals verantwortlicher

Betriebsleiter, wurde ein

Haulpak Truck dann zum ersten Hauly

umgebaut – und damit auch zum Namensgeber.

Seit 1995 fahren zwei Haulys mit

den Besuchern über den Steirischen

Erzberg. Da sich bei den Haulpak Trucks

die Ersatzteilversorgung jedoch immer

schwieriger gestaltete, wurde 2021 der

Entschluss gefasst, die Haulys auf ein

neues Trägerfahrzeug umzubauen. Als

Nachfolger werden daher zwei Komatsu

MB-HDS212

mit Adapter für Lader und Mini-Lader

Für Midibagger von 5 bis 10 Tonnen. Ein Adapter ermöglicht

den Anbau an Baggerlader von 8 bis 9 Tonnen und Lader

von 4 bis 5 Tonnen.

+ Optimale Geometrie, so dass das Material besser zu den

Wellen gleiten kann.

+ Verbesserte Manövrierfähigkeit und Arbeitskontrolle.

+ Geringerer Verschleiß des Rahmens.

BAUMA 2022

Stand: C5 215

Demobereich: FN 821.5



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

HD 785­7 Muldenkipper umgerüstet, die

mit rund 50.000 Betriebsstunden aus dem

Produktionsbetrieb ausgeschieden

wurden. Wie die Bilder zeigen, ist der erste

neue Hauly fertiggestellt. Er kommt in der

noch bis Ende Oktober dauernden

Touristen­Saison bereits zum Einsatz. Der

zweite neue Hauly wird im Winter

aufgebaut, wobei eventuelle Verbesserungsmöglichkeiten

aus dem Praxisbetrieb

des ersten Hauly berücksichtigt werden.

Mit dem Start der Saison 2023 – und

damit zum 30 Jahr Jubiläum der Haulys

– werden die beiden neuen Haulys

einsatzbereit sein.

Der Auftakt für das Umbauprojekt

erfolgte mit einem Kick Off­Meeting im

August 2021. Dabei ging es vorrangig um

die Klärung der Machbarkeit des Projektes.

Im Zuge dieser Sitzung wurde auch

ein Projektteam gebildet, bestehend aus

Projektleiter Ing. Peter Aflenzer, Ing.

Detlef Zeller (Konstruktion) und Markus

Löffler (Umsetzung Stahlbau).

Zunächst wurde auf dem durch die

laufenden Generalüberholungen auf dem

technisch neuesten Stand gebrachten

Komatsu HD 785­7 Muldenkipper im Jahr

2021 die Auspuffanlage umgebaut, damit

die Abgase nicht mehr durch den Muldenkörper

strömen. Bevor im Februar 2022

mit dem Umbau des neuen Hauly begonnen

wurde, waren einige Herausforderungen

zu bewältigen:

­ Für die 3D­Konstruktion wurden

unzählige Ideen vom Projektteam

eingebracht und in der Folge von Ing.

Zeller berücksichtigt.

­ Notwendig wurde auch eine Risikoanalyse

durch einen technischen Sachverständiger

und die Einbeziehung eines

Statikers.

­ Die Auswahl der einzelnen Komponenten

wie Sitze, Gurte, Dachverglasung,

Fenster, Türen, Medieninfrastruktur usw.

musste getroffen werden.

­ Anpassung an die aktuellen Sicherheitsvorschriften,

etwa durch die Festlegung

Entsprechend

den aktuellen

Sicherheitsvorschriften

wurde

der neue Hauly

mit einem

Notausstieg mit

Rettungsschlauch

ausgerüstet.

der Notausstiege (Personenrutsche

hinten und seitlicher Ausgang über

Fahrerkabine) in enger Abstimmung mit

den Sachverständigen.

Massiv unterstützt wurde das Hauly­

Projektteam der VA Erzberg durch das

Technische Büro von Ing. Detlef Zeller.

Beide Unternehmen verbindet seit vielen

Jahre eine enge Zusammenarbeit. In der

konstruktiven Ausarbeitung mussten aber

auch interne Vorgaben berücksichtigt

werden. So sollte in Abstimmung mit der

Kapazität der Zugsgarnitur für die Fahrt

in das Schaubergwerk die Gäste­Zahl auch

weiterhin 62 Personen umfassen. Die

Aussichtsplattform sollte für 32 Personen

ausgelegt sein und im Hinblick auf die

Oberleitung des Trolley­Systems durfte

eine Fahrzeug­Höhe von 6,2 m nicht

überschritten werden.

Projektleiter Ing. Peter Aflenzer: „Da

man mit der Zeit ein wenig betriebsblind

wird, habe ich mit meiner Familie eine

Testfahrt unternommen und sie gefragt,

was ihnen gefällt bzw. nicht gefällt. So

kam es schließlich zu der Anregung für

das Panoramadach.“ Nach zahlreichen

Diskussionen über die technische Umsetzung

des Panoramadaches wurde ein

steirisches Glasunternehmen gefunden,

dass den Entwicklungsprozess begleitete

und hinsichtlich Konstruktion und

Glasqualität die Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften

gewährleisten konnte. So

wurde auf dem verlängerten und seitlich

erweiterten Muldenkörper der vermutlich

weltweit größte, fahrende Wintergarten

errichtet. Wichtige Erkenntnisse brachte

auch die 3D­Animation auf Basis der

aktuellen Planung, denn nur so war

erkennbar, dass die gewählten Sitz­Lehnen

zu hoch waren und den Ausblick für

Kinder deutlich einschränkten. Das

Resultat all dieser Anstrengungen ist eine

neue Hauly­Generation, die deutlich mehr

Komfort bietet und die neue 360° Panoramasicht

mit modernen multimedialen

Informationstechniken ergänzt.

Innovatives Multifunktions-Fahrzeug

Die Straßenerhaltung im Abbaubetrieb ist

für den Verantwortlichen der Bergbau ­

in fratstruktur Dr. Peter Schimek ein

wichtiger Punkt. Vor allem im Bereich des

Trolley­Systems sind optimale Bedingungen

gefordert. Wurde das Streumaterial im

Winter früher von einem SLKW mit

aufgekippter Mulde verteilt und mit dem

Grader abgezogen, so kann diese Variante

unter Einhaltung des Mindestabstandes

zur Oberleitung nun nicht mehr praktiziert

werden. Da bereits vor Jahrzehnten

58 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Blick in den größten fahrbaren Wintergarten: Durch die neu gestaltete Verglasung wird

eine 360° Rundumsicht ermöglicht, die in Verbindung mit den bequemen Sitzen und der

modernen Medieninfrastruktur bei den Gästen für ein beeindruckendes Erlebnis sorgt.

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ein umgebauter Haulpak Truck als

Streuwagen zum Einsatz kam, wurde

diese Idee im Frühjahr 2021 erneut

aufgegriffen. Allerdings wurde der Ansatz

rasch erweitert und ein Kombifahrzeug

entwickelt, das im Sommer auch für die

Staubfreimachung eingesetzt werden

kann. Die Zielsetzung, den neuen Streuwagen

im Dezember 2021 in Betrieb zu

nehmen, erfolgte unter einem großen

Zeitdruck, denn für die Aufrechterhaltung

des Betriebs mussten auch unter der

Oberleitung optimale Bedingungen

geschaffen werden.

So wie bei den neuen Haulys bildet

auch für dieses Multitalent aus Streu­ und

Wasserwagen ein Komatsu HD 785­7

Muldenkipper mit über 50.000 Betriebsstunden

und in gutem technischen

Zustand die Basis. Vor allem die Konzipierung

des Streuwagens gestaltete sich

anspruchsvoll, da hier zunächst ein

Lizenzvertrag mit der US­Firma Ground

Force abgeschlossen werden musste. Diese

hat das System des Streuwagens entwickelt

und vertreibt es auch in zahlreichen

Ländern. Federführend bei der Entwicklung

bzw. Umsetzung des Multifunktions­

Fahrzeuges war das Technische Büro der

MOBILE BRECHANLAGEN

www.rockster.at

„Wir haben sicher 4 oder 5 verschiedene mobile Brechanlagen getestet und für uns war das ganze Rockster Paket genau

auf die Bedürfnisse unseres Unternehmens zugeschnitten. Die Anlage ist sehr bedienerfreundlich und es ist ein hydraulisches

System, was uns lieber ist als elektrisch, weil wir einfach mehr Erfahrung in diesem Bereich haben. Das stufenlose Regeln

der Brecherdrehzahl erlaubt uns mehr Kontrolle beim Arbeiten, der Magnetabscheider ist hydraulisch höhenverstellbar usw.“

Werkstattleiter Peter Schmid, Kober Transporte GmbH

Rockster Austria International GmbH / 4212-Neumarkt i.M. / office@rockster.at / +43 720 70 1212

24. - 30. Oktober 2022

Halle B2 / Stand 214

+ Außenflächen B12.35 - 37



MASCHINEN + TECHNIK

Besuchen Sie uns

Stand FM.711/1

Die Bildleiste zeigt die verschiedenen Möglichkeiten der Staubfreimachung durch das neue Multifunktions-Fahrzeug.

Durch den integrierten Wasserwerfer kann das Fahrzeug auch für Feuerwehreinsätze verwendet werden.

Das Projektteam für

das Multifunktions-

Fahrzeug (von links):

Herwig Pletz

(Betriebsratsobmann),

Dr. Peter Schimek

(Betriebsleitung

Tagbau), Ing. Gernot

Wimmer (Projektleitung),

DI (FH)

Christina Rumpl

(Technisches Büro/

Konstruktion) und

DI Josef Pappenreiter

(Geschäftsführung).

Mit einer etwa zweitägigen Umrüstphase

kann auf dem Multifunktions-Fahrzeug

der Wasser-Behälter gegen den Streugut-Behälter

getauscht werden.

Schonend zur

Geldbörse –

stark in allem

anderen

VA Erzberg unter der Leitung von

DI (FH) Christina Rumpl. Gemeinsam mit

Projektleiter Ing. Gernot Wimmer, der für

die Bereiche Instandhaltung, Aufbereitung

und Fördertechnik verantwortlich ist, war

sie von Beginn an auch in die nicht immer

einfachen Verhandlungen mit dem

US­Unternehmen eingebunden. Mit

Abschluss der Lizenzvereinbarung und

Beistellung der konstruktiven Pläne

konnte aber damit begonnen werden, den

Streuwagen­Aufbau an die Rahmenbedingungen

am Erzberg anzupassen.

Allerdings waren auch hier einige

Herausforderungen zu bewältigen. Da

beispielsweise die amerikanischen

Stahlstärken nicht übernommen werden

konnten, musste die Anpassung der

Stahlelemente unter ständiger Berücksichtigung

des Gesamtgewichtes erfolgen.

Weiters benötigt der Streuwagen­Aufbau

ein eigenes Elektrik­System, das mit der

Steuerung von Ground Force abgestimmt

werden musste sowie einen eigenen

Hydraulik­Tank inklusive Hydrauliksystem,

welches vom Fahrzeug angespeist

wird. Ein weiterer wichtiger Punkt in der

Planungsphase war die Klärung der

Frage, wie und wo der Streuwagen

gefertigt wird bzw. wie die Montage auf

das Trägerfahrzeug erfolgen soll, denn die

Werkstätte ist hinsichtlich der Hub­ und

Anfahrtsmöglichkeiten limitiert.

Für die Verteilung des Streuguts

befinden sich an den Seiten des Streuwagens

zwei Auslässe, die über Klappen

bedient werden können. Über diese rieselt

das Streugut auf zwei Drehteller, die

ebenfalls gesteuert werden können und die

das Material auf der Straße verteilen. Die

Drehteller wurden hinsichtlich der

mechanischen Funktion auf das am

Erzberg eingesetzte Streumaterial der

Korngröße 8­30 abgestimmt. Eine weitere

Vorgabe bestand in der Forderung, dass

die 4,5 km lange Hauptförderstrecke unter

der Oberleitung mit einem Durchgang

gestreut werden kann. Aus diesem Grund

ist der Tank des Streuwagens für bis zu

90 t Nutzlast ausgelegt. Mehrere Rüttelantriebe

sorgen im Tank bei Bedarf für

Vibrationen, sodass sich verklumptes

Material löst. Im Gegensatz zum Wassertank,

wo der Verschleiß nicht so groß ist,

wurde der Tank des Streuwagens mit

verschleißfesten Stahlblechen gefertigt.

Zum Einsatz kam dabei überwiegend

Durostat der voestalpine Steel Division.

Über dem Tank ist ein giebelförmiger

Gitterrost angeordnet. Dieser übernimmt

bei der Beladung des Streuwagens durch

die Radlader eine Abscheidefunktion für

zu große Körnungen. Seine Premiere

erlebte der neue Streuwagen am Erzberg

wie geplant im Dezember 2021.

In den Wintermonaten wurde auch der

Wasserwagen fertig gestellt. Anfang Mai,

nachdem der Streuwagen außer Betrieb

genommen worden war, wurde mit dem

Tankumbau begonnen. Abgeschlossen wurde dieser Ende Mai,

die Lackierung erfolgte im Juni und die ersten Testfahrten

starteten. „Vollgetankt“ ist der Wasserwagen mit 78.000 l

Wasser am Erzberg unterwegs, die über maximal fünf Düsen

– zwei vorne und drei hinten – die Strecken staubfrei machen.

Kommt hinten nur die mittlere Düse zum Einsatz, so reicht

das für eine Spurbreite, werden alle drei Düsen aktiviert,

dann werden beide Spuren „bewässert“. Durch einen integrierten

Wasserwerfer kann das Fahrzeug auch für Feuerwehreinsätze

verwendet werden. Die maximale Einsatzzeit

mit vollem Tank beträgt ungefähr eine Stunde, dann muss an

einer der drei Füllstationen, die gut am Erzberg verteilt sind,

Wasser nachgefüllt werden.

www.vaerzberg.at

Unschlagbare Gesamtkosten

Weil niedriger Kraftstoffverbrauch, leistungsstarke Stufe-V-Motoren,

automatischer Leerlauf, automatische Abschaltung sowie eine

verbesserte Haltbarkeit und Zuverlässigkeit uns nicht genug sind,

bieten Doosans neueste -7 Radlader serienmäßig jetzt auch eine

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Flottenmanagementsystem. So stellen wir sicher, dass Doosan-

Kunden immer einsatzbereit sind. Mit Doosan müssen Sie sich nicht

zwischen Intelligenz und Kraft entscheiden, wir bieten Ihnen beides.

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60 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

MWT

Neue mobile Wiegeelektronik

WK 60 mit Touch-Display

Das mobile Wiegesystem WK 60 ist eine innovative Anzeige- und

Schaltzentrale der neuesten Generation und liefert messgenaue

Informationen. Diese Wiegeintelligenz mit gehärtetem Sicherheitsglas

wird auch bei rauen Verhältnissen nicht in Mitleidenschaft gezogen.

S

ie ist eine kostengünstige Alternative

zu stationären Waagen, denn durch

weniger Fahrten werden auch Kosten

eingespart. Außer der Zeitersparnis und

der höheren Effizienz, bietet das System

eine drahtlose Datenübertragung in das

Warenwirtschaftssystem zur Vollendung

des Datenmanagements. Die Wiegeelektronik

WK60 ist in zwei Ausstattungsvarianten

erhältlich und bietet in mobilen

On-Board-Waagen – speziell für Radladerwaagen

– die beste Voraussetzung, um

Materialströme zu erfassen.

Mit ihren Touch-Displays setzen die

Waagen der Pfreundt WK60 Serie auf die

neueste Technik. Dabei sind sie sehr

robust und für den anspruchsvollen

Einsatz bestens geeignet. Die Bedienung

dieser mobilen Waage ist sehr einfach,

vergleichbar mit der Bedienoberfläche von

einem Smartphone oder Tablet. Sobald

das Gerät eingeschaltet ist, sind die

verschiedenen Funktionen über entsprechende

Symbole intuitiv erkennbar und

zu bedienen. Das System besteht zusätzlich

aus einer grafischen Gewichtsanzeige

mit allen wichtigen Wiegefunktionen, das

in der Radlader-Kabine montiert wird. Im

Gegensatz zu den stationären Waagen

wird mit mobilen Waagen das Transportgewicht

bereits beim Beladen ermittelt

und der Fahrer erkennt sofort die aktuellen

Kosten. Dadurch lassen sich Überund

Unterladungen vermeiden sowie

überflüssige Fahrtzeiten zur stationären

Waage einsparen. Mit mobilen Wiegesystemen

können also die Transportkapazitäten

direkt bei der Beladung

optimal genutzt werden. Die Waagen sind

universell und auch nachträglich nicht

nur in Radladern, sondern auch in

Staplern oder Baggern einbaubar.

Für die Verwaltung wurde eine

entsprechende Softwarelösung entwickelt,

die alle Daten wie Gewicht, Material,

Datum und Ort auf einen Blick verfügbar

macht. Gewichtsermittlungen und

anfallende Informationen werden auf eine

effektive Weise an WMS oder ERP­

Systeme überspielt. Zusätzlich können

Bluetooth- oder WiFi-Hardware sowie ein

Drucker angeschlossen werden. Die

Anbindung an eine Software zur Weiterverarbeitung

der Daten ist genauso

flexibel und einfach. Von der Web Plattform

ohne Installations- und Update-

Aufwand bis zur kompletten Einbindung

in ein ERP-System ist alles möglich. Die

Anwender haben praktisch jederzeit und

überall – ob im Büro, auf dem PC oder von

unterwegs über Smartphone und Tablet

– Zugriff auf die Daten.

„Die Wiegeelektronik WK 60 hat sich

bestens für den Dauereinsatz bewährt,

wobei individuelle Auswertungsfunktionen,

eine integrierte Temperaturkontrolle

und dynamisches Wiegen im Arbeitsfluss

die wesentlichen Vorteile sind. Dank dem

wirtschaftlichen Wiegesystem können

Güter noch vor der Beladung gewogen

werden, dadurch sind Transportfahrzeuge

vor Überlastungen abgesichert“, betont

MWT Geschäftsführer Günter

Schmalnauer.

www.mwt-systeme.at

KEINEN CAT KÖNNEN

WIR UNS NICHT LEISTEN.

Wir sind ein breit aufgestelltes Familienunternehmen mit starken Werten und nachhaltiger Ausrichtung. Qualifizierte Mitarbeiter

und modernste Technologien garantieren unser hohes Niveau, das wir mit starken Partnern permanent verbessern.

Ohne die Maschinen von Caterpillar und den Service von Zeppelin auszukommen, das können wir uns nicht leisten.

Christian, Bruno und Johannes Urschitz,

Ing. Bruno Urschitz GmbH, Finkenstein

zeppelin-cat.at

Die Wiegeelektronik WK60 ist in zwei Ausstattungsvarianten erhältlich und kann auch

nachträglich in Radladern, Staplern oder Baggern eingebaut werden.

62 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH



AAB Eisterer GmbH | 4632 Pichl bei Wels | Kaplanstraße 12 | Telefon +43 7247 81224 | www.aab-eisterer.at

HOLZMESSE

HOLZMESSE

INTERNATIONALE HOLZMESSE

Hotspot der Forst-

& Holzbranche

Das Messe-Duo Internationale Holzmesse

und Holz & Bau brachte vom 31. August bis

3. September 2022 die Fachwelt der Forst- und

Holzwirtschaft Mittel- und Südosteuropas

nach Klagenfurt.

ärnten ist mit einem Waldanteil

K an der Landesfläche von 62%

das Holzland Nr. 2 in Österreich,

knapp hinter der Steiermark. Bäume

prägen nicht nur das Landschaftsbild,

sondern sind auch ein enormer

Wirtschaftsfaktor: Die Forstwirtschaft

in Österreich hat 2021 eine

Bruttowertschöpfung von rund 952

Mio. Euro erzielt. Dazu kommt die

Wirtschaftsleistung der rund 1.300

Unternehmen der Holzindustrie von

4,2 Mrd. Euro.

WKK-Präsident Jürgen Mandl

betonte als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

der Kärntner Messen im

Rahmen der Eröffnung:

„Entlang der gesamten

Wertschöpfungskette

der Forst- und Holzwirtschaft

werden rund

300.000 Arbeitsplätze

gesichert, das heißt:

Jeder 15. Arbeitsplatz

in Österreich ist

sozusagen aus Holz.“

Eine wichtige Aufgabe

dieser Messe sei es, die

einzelnen Akteurinnen und Akteure

der Wertschöpfungskette vom Forst

über die Säge- und Holzindustrie, die

Biomasse und Holzlogistik bis hin

zum Massivholzbau miteinander zu

verbinden.

Nicht nur das umfangreiche Fachangebot

der Messe, sondern auch das

Rahmenprogramm und viele

Side-Events boten genügend Raum

zum Netzwerken und Austauschen.

Welche Maschinen und Geräte

erleichtern die Arbeit? Wie werden

Humanressourcen in der Forstwirtschaft

generiert und welche Berufsbilder

gibt es? Kompetente Antworten

auf diese und viele weitere

Fragen gab es auf den vielen

Veranstaltungen, wie beispielsweise

dem „Capacity Building in der

Forstwirtschaft“, der bereits 4.

Klagenfurter Holzbau-Fachtagung,

dem Internationalen Holztag und

dem Landeswaldbauerntag. Der

Termin für die 57. Internationale

Holzmesse steht bereits fest: sie

findet vom 28. bis 31. August 2024

statt.

www.kaerntnermessen.at

64 SEPTEMBER 2022

BAUBLATT.ÖSTERREICH

Fotos: Kärntner Messen; Baublatt.Österreich

HUBTEX

Langgut sicher transportieren

Die Firma Hubtex informierte über ihre Fahrzeuge

für die holzverarbeitende Branche und deren

Individualisierungsgrad.

D

as Handling von Langgut stellt

Anwender vor besondere Herausforderungen.

Die Lasten weisen

unterschiedliche Abmessungen auf

und müssen in engen Arbeitsgängen

sicher transportiert werden. Gefragt

sind flexibel anpassbare Fahrzeugkonzepte.

Hier setzt Hubtex mit seinen

Mehrwegestaplern an und bietet

Lösungen für den effizienten Materialfluss

und Warenumschlag bei engsten

Gangverhältnissen von Produktionsund

Handelsunternehmen. Das

Kernprodukt wurde in den vergangenen

40 Jahren in unzähligen Varianten

entwickelt. Die Mehrwege

Gabelstapler eignen sich zum universellen

Handling in spezialisierten

Branchen und unterstützen Unternehmen

bei der Lagerlogistik. Die

Stapler transportieren unter anderem

Langgutmaterial, Blechpakete,

Spanplatten, Werkzeuge, Kabeltrommeln,

Walzen, übergroße Paletten und

Rundmaterialien in Schmalgang-

Regalanlagen. Alle Staplervarianten

sind frei verfahrbar im Innen- und

Außenbereich. Die Fahrzeuge werden

im Dialog mit den Kunden genau auf

die Gegebenheiten des jeweiligen

Betriebs beziehungsweise Lagers

abgestimmt.

www.hubtex.com

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Die Firma Hubtex bietet spezialgefertigte

Flurförderzeuge,

Seitenstapler und Sondergeräte für

lange, schwere und sperrige Güter.

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HOLZMESSE

HOLZMESSE

LIEBHERR

Umschlagmaschine LH 26 M Timber Litronic

Liebherr präsentierte unter anderem die Umschlagmaschine LH 26 M Timber

Litronic für den effizienten Einsatz im Holzumschlag. Durch die überaus kompakte

Bauweise und außerordentliche Wendigkeit kann der LH 26 M in Sägewerken und

Holzbetrieben mit beengten Platzverhältnissen optimal arbeiten.

Die Umschlagmaschine LH 26 M Timber Litronic

beeindruckt mit einem äußerst geringen Kraftstoffverbrauch

bei gleichzeitig maximaler Leistung. Im Bild von

links Gerhard Kante (Verkaufsrepräsentant Kärnten,

Kundendienstniederlassung Grafenstein) und Thomas

Kronlechner (regionaler Kundendienstleiter) vor dem

ausgestellten LH 26 M Timber Litronic.

Der Liebherr-Teleskoplader T 55-7s im schweren Hackschnitzeleinsatz.

Liebherr zeigte auch den Liebherr-Radlader L 556 XPower mit

einer 10 m³ Leichtgutschaufel. Insgesamt vier Hubgerüstvarianten

sind erhältlich: Z-Kinematik Standard und High Lift

sowie Industrie-Kinematik Standard und High Lift.

Liebherr Teleskoplader punkten neben

stufenlos hydrostatischem Fahrantrieb

und Hochleistungs-Arbeitshydraulik für

den industriellen Materialumschlag mit

produktivitätssteigernden Assistenzsystemen,

wie Auto Power, Load Moment Plus

sowie programmierbare Schaufelrückführung

und intelligenten Sicherheitsfunktio-

nen, wie „Auto Hill Assist“ und eingreifende

Überlastwarneinrichtung.

Die XPower-Großradlader von Liebherr

haben sich seit ihrer Premiere als Vorreiter

in Sachen Kraftstoffeffizienz und

Standfestigkeit etabliert. 2021 unterzog

Liebherr zwei Modelle dieser Baureihe,

den L 550 XPower und den L 556 XPower,

einer Modellpflege. Mit dem Ziel, die

Leistungsfähigkeit weiter zu erhöhen,

verstärkte Liebherr das Hubgerüst und

überarbeitete die Arbeitshydraulik. Eine

Anhebung von Kipplast, Ausbrechkraft

und Motorleistung gehörte ebenfalls zu

den Neuerungen.

www.liebherr.com

VORFÜHRUNGEN

IM SEPTEMBER

FROM TRASH TO GOLD

D

as auf der Messe ausgestellte Exponat

hat ein Einsatzgewicht von ca. 27.500

kg, eine Motorleistung von 125 kW / 170

PS und erfüllt die Anforderungen der

Abgasstufe V. Zur Ausrüstung gehören ein

gerader, 7,1 m langer Ausleger, ein 5,0 m

langer Stiel mit abgewinkeltem Stielende

sowie eine Liebherr-Holzzange vom Typ

GM 10B. Als Besonderheit ist der am

Ausleger angebrachte Gegenhalter

hervorzuheben, welcher speziell für den

Umschlag von Langhölzern konzipiert ist.

Weiterer Bestandteil der Maschinenkonfiguration

ist die 1.200 mm hohe, starre

Kabinenerhöhung, welche für optimale

Sichtverhältnisse sorgt. Maximalen Spritzschutz

bieten die feuerverzinkten Kotflügel,

welche zugleich auch als Standfläche

für einen einfachen und sicheren Zustieg

zur Fahrerkabine dienen.

Die Umschlagmaschine LH 26 M ist

dank der kompakten Bauweise bestens

geeignet für den Einsatz bei beengten

Platzverhältnissen. Durch den äußerst

geringen Front- und Heckschwenkradius

lässt sich die Maschine vor allem auch in

engen Gassen komplett schwenken. Besonders

durch die minimale Kontur der

rechten Vorderseite kann sehr nahe am

Sortierstrang oder Polter gearbeitet

werden, da sich dieser stets innerhalb der

Unterwagenbreite befindet. Dies ermöglicht

eine hervorragende Sicht auf den

Arbeitsbereich, sorgt für zusätzliche

Sicherheit und unnötige Kollisionen

können vermieden werden.

Der LH 26 M ist serienmäßig mit

einer Allradlenkung ausgestattet. Diese

sorgt für höchste Wendigkeit, wodurch

die Umschlagmaschine in engen Gassen

mühelos manövriert werden kann. Die

ebenso serienmäßige automatische

Lenkungsumkehr garantiert jederzeit die

richtige Lenkrichtung bei Vorwärts- wie

auch Rückwärtsfahrt. Durch den kraftvollen

Fahrantrieb und die robusten

Achsen können Anhänger mit einem

Gewicht von bis zu 60 t gezogen werden.

Bei der Be- und Entladung sorgt das

3.000 mm breite Abstützräumschild

hinten sowie die beiden Pratzen vorne

für maximale Standsicherheit. Dies

garantiert hohe Traglasten über den

gesamten Schwenkbereich. Dadurch

kann mehr Holz pro Ladespiel umgeschlagen

und demzufolge die Produktivität

gesteigert werden.

Weiters zeigte Liebherr auf der

Holzmesse den XPower-Radlader L 556

und den Teleskoplader T 55-7s. Die

66 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH

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HOLZMESSE

HOLZMESSE

Transportlösungen für die Forstwirtschaft

Im Freigelände zeigte Mercedes-Benz Trucks Österreich mit einem Arocs 3658 6x6

und einem Unimog U 530 zwei spezialisierte Fahrzeuge für den Holztransport.

G

Mercedes-Benz

Trucks Österreich

rückte auf der

Holzmesse den

Unimog U 530 und

den Arocs 3658

6x6 in den Mittelpunkt.

MERCEDES-BENZ TRUCKS ÖSTERREICH

anz gleich, ob Sattelzugmaschine,

Pritschenfahrzeug, Betonmischer oder

schwerer Kipper: Die Straßen- und

Allradvarianten des Arocs bieten für

praktisch jede Herausforderung einen

besonders robusten und widerstandsfähigen

Lkw. So auch in der Forstwirtschaft, wo

Mercedes-Benz Trucks Österreich einen

Arocs 3658 6x6 mit L-Fahrerhaus, einem

Radstand von 4.200 mm und einem Motor

OM473 zeigte. Ausgerüstet war das

Fahrzeug mit einem Donar 5810 V von TCS

Umwelttechnik (Zerkleinerungsrotor:

Breite 1.200 mm; Drehzahl 500 U/min;

8 Rotorscheiben geschlossene Form). Damit

können Weichholz Stämme bis 75 cm und

Hartholz Stämme bis 56 cm Durchmesser

verarbeitet werden. Weiters war der Arocs

3658 mit einem Epsilon Forwader

S110F101 und einer Kranzange Cranba

CE280 ausgerüstet.

Ein weiteres Highlight war der Unimog

U 530 (Radstand: 3.900 mm; 220 kW) mit

einem Motor OM 936. Sein umfangreiches

Technik-Paket umfasst Motor-Zapfwellenabtrieb

inklusive Frontzapfwelle, MB-Vollsynchronwendegetriebe,

Permanent-Allrad

mit sperrbarem Längsdifferential, Differentialsperre

an Vorder- und Hinterachse,

Vorder- und Hinterachse als Portalachse,

Rückblickkamera und zusätzliche Kamera

am Anhänger inkl. Monitor, Hydraulikanschlüsse

im Heck für Betrieb des Sattelaufliegers

sowie Anbaubeschläge für schwere

Geräte-/Kranaufbauten. Der montierte

Penz Z8 Holzkran ist ein vollhydraulischer

Ladekran in der 3,7 mt Klasse, die Reichweite

liegt bei 6,4 m bei 2-fach Ausschub.

Kombiniert war der Unimog U 530 mit

einem Gögl Auflieger, konkret einem

Einachs-Sattelanhänger in der Variante

eines 14 t Rungenwagens, der stufenweise

um bis zu 2,5 m ausziehbar ist (Transport

von Rundholz bis zu 12 m). Die gelenkte

Achse läuft über Sensorik im Königszapfen

in Spur des Unimog (Lenkung mit Funkfernsteuerung

steuerbar).

www.mercedes-benz-trucks.at

WESTTECH

Robuste Anbaugeräte für die Forsttechnik

Auf dem Stand der Firma Liebherr präsentierte die Westtech Maschinenbau

GmbH bewährte Produkte für die Forsttechnik.

M

it der Entwicklung und Fertigung

österreichischer Qualitätsprodukte

aus einer Hand steht die Firma Westtech

für höchste Qualitätsstandards und eine

damit verbundene Langlebigkeit der

Produkte. Jede Westtech-Produktlinie

wird durch das erfahrene Technikteam in

enger Zusammenarbeit mit den Kunden

entwickelt. Ziel ist es, die Produktpalette

laufend entsprechend der Kundenanforderungen

und Einsatzgebiete zu optimieren.

Zu sehen waren eine Woodcracker C350

Baumschere für den Profi-Einsatz. Der

vielseitige Fällgreifer zur sicheren Ernte

von Bäumen, Sträuchern und Kurzumtriebsplantagen

zeigt seine Stärken auch

im Rahmen von Pflegemaßnahmen

entlang von Verkehrswegen und Trassen.

Ebenfalls gezeigt wurde die W 820

Holzspaltzange zum Aufspalten von

dicken Stämmen unter geringem Kraftaufwand.

Sie ist bei allen Ernte- und

Verarbeitungsprozessen von Starkholz

einsetzbar. Die Spaltzange ist auch als

Greifer für Verladetätigkeiten verwendbar.

Das dritte Exponat auf dem Stand

der Firma Liebherr war die leichte

Baumschere Woodcracker CL260. Durch

die flexible und einfache Montage an

Klaus Stadler (Verkauf, Westtech Maschinenbau

GmbH) mit der Woodcracker C350 Baumschere

(links) und der W 820 Holzspaltzange.

Auf dem Stand von Manitou war eine Greifersäge

Woodcracker CS750 smart an einem

drehbaren Teleskoplader MRT 2660 montiert.

gängige Fahrzeuge werden kleine Bäume

und Sträucher bis zu 40 cm Stammdurchmesser

mit Leichtigkeit maschinell

geerntet. Abgerundet wurde der Messe-

Auftritt der Firma Westtech auf dem

Stand von Manitou, wo eine Greifersäge

Woodcracker CS750 smart an einem

drehbaren Teleskoplader MRT 2660

montiert war.

www.westtech.at

AM Baugeräte HandelsgmbH ■ Oberes Bahnfeld 2 ■ A-2281 Raasdorf/Wien

Tel. (+43 2249) 28495 ■ office@am-laser.at ■ www.am-laser.at

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HOLZMESSE

HOLZMESSE

Beim Volvo L20 electric wird Strom getankt.

Im Rahmen der

Holzmesse wurde

der erste Volvo

L200H High Lift

Österreichs an die

Firma Hasslacher

Drauland Holzindustrie

verkauft (von

links): DI Markus

Schmölzer (GF

Hasslacher Drauland

Holzindustrie

GmbH) und Kurt

Steinkogler (Sales

Director Ascendum

Baumaschinen

Österreich GmbH).

Innovativer elektrischer Fahrantrieb: Der

Sennebogen 735E mit Green Efficiency

Drive setzt auf Energierückgewinnung

durch elektrischen Fahrantrieb und spart

bei gleicher Leistung bis zu 30%.

kurzfristig gespeichert und somit die

Antriebsleistung erhöht werden. Die

geringe Motorgröße und der daraus

resultierende Verbrauch sorgen für

beeindruckende Emissionseinsparungen,

die Betrieb und Umwelt schonen: bei

gleicher Leistung spart der 735E „GED“

bis zu 30% Energie. Betriebskosten werden

somit im großen Stil über den gesamten

Lebenszyklus der Maschine gesenkt.

Aber auch Volvo CE hat die Produktpalette

im Kompakt-Bereich mit fünf

vollelektrisch angetriebenen Maschinen

erweitert. Der Volvo L20 electric kombiniert

die bewährte Plattform des kompakten

Radladers mit einem Batterieantrieb,

der ohne Auspuffemissionen und unglaublich

leise die gesamte Leistung liefert. Das

serienmäßige Batteriepaket des Elektro-

Radladers hat eine Kapazität von 33 kWh.

In voll aufgeladenem Zustand ist eine

reine Betriebsdauer von bis zu sechs

Stunden möglich.

www.ascendum.at

Übergabe des Sennebogen 735E GED, der

nach der Messe direkt bei der Holzindustrie

Stallinger in den Einsatz ging (von

links): Kurt Steinkogler (Ascendum Sales

Director), Bonifaz Sossau (Sennebogen

Area Sales Manager Green Line), Philipp

Schütter Bsc. MA (Holzindustrie Stallinger

GmbH, Assistent der Geschäftsleitung)

und Gerhard Pirchner (Ascendum

Vertriebsrepräsentant).

ASCENDUM

Österreich-Premiere: Volvo L200H High Lift

Die neuesten Maschinen von Volvo CE und Sennebogen für die Holzwirtschaft

präsentierte Ascendum Baumaschinen Österreich. Mit kompetenter Beratung

sorgte das Team dafür, dass die richtige Lösung für das jeweilige

Einsatzgebiet gefunden wurde.

V

olvo CE hat den Radlader L180H

High-Lift komplett überarbeitet und

ihn in den brandneuen L200H High Lift

verwandelt – mit einer um 27% höheren

Hubkraft und Greifern mit größerer

Kapazität. Auf der Holzmesse Klagenfurt

feierte der neue High-Lifter Messepremiere

und wurde nach der internationalen

Produktvorstellung im Juni 2022 erstmals

in Österreich auf einer Messe gezeigt. Die

neue Ladeeinheit verfügt über ein

verstärktes Hubarmsystem, einen

Querträger und eine neue Rotatoreinheit.

Die zusätzliche Power bedeutet, dass die

maximale Hubkapazität von 8,8 t beim

L180H High-Lift beim neuen Modell auf

stolze 11,2 t ansteigt. Die Greifergrößen

sind entsprechend gewachsen, der größte

von 3,8 m² beim Vorgängermodell auf

4,3 m² beim L200H High-Lift. Besonders

erfreulich: Im Rahmen der Holzmesse

wurde der erste Volvo L200H High Lift

Österreichs an die Firma Hasslacher

Drauland Holzindustrie verkauft.

Die beliebte Pick & Carry Maschine, der

Sennebogen 735E, ist nun optional mit

dem innovativen Green Efficiency Drive

bestellbar. Bei der Verzögerung wirken die

elektrischen Fahrmotore generatorisch,

sodass die Maschine gebremst wird. Die

dabei entstandene Energie wird zurückgespeist

und zum Antreiben der Generatoren

genutzt. Dadurch wird der Dieselmotor

entlastet und alle Nebenverbraucher mit

der notwendigen Energie versorgt.

Ebenfalls kann die rekuperierte Energie

70 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH



HOLZMESSE

HOLZMESSE

KUHN-LADETECHNIK

Neue Krangeneration für den Holztransport

Bei der Entwicklung der Generation 3 kombiniert Palfinger Epsilon die Wünsche der

Kunden mit der langjährigen Erfahrung im Kranbau. Das Ergebnis ist höchste Ergonomie

bei der Kranbedienung und maximaler Komfort bei langen Arbeitseinsätzen.

D

ie neue Generation 3 umfasst eine

breite Produktpalette mit Hubkapazitäten

von 10-18 Metertonnen – sowohl bei

Z- als auch bei L-Krantypen. Eine neue

Position haben die Steuerventile bezogen,

sie befinden sich nun unterhalb der

Sitzplattform und sind so vor einsatzbedingten

mechanischen Beschädigungen

geschützt. Ebenso wird der Epshood-

Mechanismus jetzt hydraulisch betrieben.

Das neue Palfinger Assistenzsystem Smart

Control ermöglicht eine noch schnellere

und intuitivere Kranbedienung.

Nachfolgend einige Highlights der

neuen Generation 3. Die Reichweite von

bis zu 10,9 m, ermöglicht effizienteres

Arbeiten durch den deutlich größeren

Aktionsradius und weniger Umpositionierungen.

Die neue Generation 3 steht aber

Smart Control, das neue

Palfinger Assistenzsystem,

ermöglicht eine

noch schnellere und

intuitivere Kranbedienung.

Karl Lenglacher (Geschäftsleitung

Kuhn

Holding, Bereich Ladetechnik)

freut sich über

das große Interesse an

der neuen Generation 3

von Palfinger Epsilon.

auch für robustere Krane bei gleichem

Gewicht durch die Neuentwicklung und

Optimierung der Stahlkonstruktion.

Comfort Drive – die neue Steuerungsvariante

inklusive 360° Beleuchtungskonzept

– bietet höchste Ergonomie bei der

Kranbedienung sowie maximalen Komfort

durch den gefederten Grammer Sitz.

Weitere Vorteile von Comfort Drive sind

die präzise Steuerung durch die hydraulische

Vorsteuerung, die neuen Joystick-

Optionen und optimale Arbeitsbedingungen

bei Dunkelheit durch perfekte Ausleuchtung

der gesamten Arbeitsumgebung

durch vier weitere Scheinwerfer zusätzlich

zu den zwei LED-Scheinwerfern.

Auch bei der Wartung sorgen die neuen

Zentralschmieroptionen für zusätzliche

Effizienz. Egal ob automatisch oder

manuell – beide Systeme sind voll in der

Krankonstruktion integriert und sorgen so

von Beginn an für einen dauerhaft

reibungslosen Einsatz des Krans.

Die Generation 3 bietet auch neue

Abstützoptionen bis zu 5,4 m Abstützweite

und noch höhere Stabilität des Gesamtsystems,

insbesondere beim seitlichen Laden

von großen Lasten mit langen Reichweiten.

Durch die innenliegende Schlauchführung

wird das Risiko von Beschädigungen der

Hydraulikversorgung deutlich reduziert.

Nicht zuletzt sorgt Smart Control für eine

schnellere und intuitivere Kranbedienung

– sowohl Onroad als auch Offroad. Die

Steuerung des Krans wird erheblich

erleichtert, Einschulungszeiten neuer

Fahrer werden maßgeblich reduziert.

www.kuhn.at

BULMOR

Elektro-Seitenstapler für Innen und Außen

Bulmor informierte anhand eines EQ 60 über seine Elektro-Seitenstapler für eine

umweltfreundliche und leise Intralogistik in der Holzwirtschaft.

S

eit den 1980er Jahren entwickelt und

produziert Bulmor Seitenstapler &

Mehrwegstapler in Österreich und hat sich

mit den hochwertigen Produkten auch

weltweit einen Namen gemacht. Der

Standort Perg, an dem 125 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter beschäftigt sind,

wurde in den letzten Jahren umfassend

modernisiert.

Auf Basis von über 45 Jahren Erfahrung

im Staplerbau bietet Bulmor heute

maßgeschneiderte Lösungen aus einem

umfassenden Sortiment an Seitenstaplern

und Mehrwegestaplern. Dazu zählen

kundenspezifische Vierwege-Seitenstapler

von 2 bis 12 t, Seitenstapler von 4 bis 20 t

und Elektro-Seitenstapler von 4 bis 8 t. Mit

dem E-Antrieb hat Bulmor bereits lange

Erfahrung und elektrifiziert nun sogar bis

in die 12 t Klasse.

Für die Holzbranche bietet Bulmor ein

breites Angebot. Es umfasst unter anderem

Kommissionier-Lösungen, den Holz- und

Plattentransport in engen Lagerhallen, die

Lageroptimierung durch Mehrwege

Seitenstapler und das wirtschaftliche

Handling im Hochregallager. Für einen

Lastentransport ohne Lärm und Emission

wurde auf der Holzmesse aus der EQ-Serie

ein EQ 60 mit einer Hubkraft von 6 t

gezeigt. Weitere Modelle der Serie sind der

EQ 70 und der EQ 80. Letzterer hebt jede

Last bis zu 8 t. Ergänzend dazu zeichnet

sich die EQn-Serie 40-50 durch eine

niedrige Plattform aus. Durch diese

können mit dem elektrisch betriebenen

Seitenstapler auch niedrige Regale besser

BAUSTELLEN

BESTSELLER

HALFPIPE – DIE ERDBAUMULDE

SWED HANDELS GMBH

TEL.: +43 664 / 30 40 768

genutzt werden. Die Serie EQc 30-40 ist

das kompakte Einstiegsmodell für geringen

Warenumschlag. Diese C-Kategorie

zeichnet sich durch eine extra Kompaktheit

aus und hebt bei gleichzeitiger

Robustheit Lasten aller Art bis 4 t. Nicht

zuletzt bieten die Modelle EQck 30-40 eine

besondere Ausführungsvariante, die für

Als Vertreter der Bulmor Elektro-Seitenstapler wurde der EQ 60 für

den wirtschaftlichen Einsatz im Außen- und Innenbereich gezeigt.

FRUTIGER – a whale, a promise!

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den anspruchsvollen Kommissionier-Einsatz

entwickelt wurde. Der tiefliegende

Kabineneinstieg ermöglicht ein besonders

schnelles und bequemes Ein- und Aussteigen.

Alle Elektro-Seitenstapler punkten

mit geringen Wartungskosten und hohem

Fahrerkomfort.

www.bulmor.com

Staubbindung

Sofortangebot

72 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022 73



HOLZMESSE

HOLZMESSE

KUHN

Optimiert für die Holzindustrie:

Komatsu Radlader WA475-10

Auf Basis der Kundenrückmeldungen der letzten Jahre bietet der Radlader

WA475-10 eine neue Spezifikation. Entwickelt wurde sie am Komatsu Standort

in Hannover, wo dieser Radlader auch produziert wird.

den Schaufelkörper. Die volle Kompatibilität

zu gängigen Anbaugeräten über einen

hydraulischen Schnellwechsler ermöglicht

den Einsatz in jedem bestehenden Betrieb

ohne Kompromisse.

Die Verbindung von „Tool linkage“ mit

der bereits bekannten, unabhängigen

Steuerung von Fahrantrieb und Arbeitsausrüstung

des WA475-10 zeigt im

Industrieeinsatz ihre bemerkenswerte

Stärke der einfachen Bedienung. Ist zum

Beispiel ein präzises Anheben der Arbeitsausrüstung

bei eingelegter Fahrstufe

nötig, muss nur der Steuerhebel weiter

ausgelenkt werden. Die Anpassung der

Hubgeschwindigkeit erfolgt unabhängig

vom Fahrpedal. Dieser Vorteil kommt beim

Arbeiten mit schweren Anbaugeräten voll

zum Tragen.

Darüber hinaus sind zusätzliche

Optionen, die den Radlader zur kundenspezifischen

Gesamtlösung werden lassen,

für die neue Spezifikation verfügbar.

Hierzu gehören ein heckseitiger Anfahrschutz,

stoßunempfindliche vordere Kotflügel

sowie ein Heavy-Duty-Frontschutzgitter.

Ein Kamerasystem für optimale Sicht

bei großen Anbaugeräten erhöht zusätzlich

die Einsatzsicherheit. Je nach

Anwendung ist die Wahl aus drei unterschiedlich

schweren Heckgewichten

möglich. Auch stehen auf die Maschine

abgestimmte Komatsu-Anbaugeräte wie

Baumklammern, Hochkippschaufeln oder

Auch bei leichten Schüttgütern

bringt die „Tool linkage“-Kinematik

Vorteile, denn sie kippt mit der

Schaufel und ermöglicht maximalen

Freiraum für den Schaufelkörper.

Leichtgutschaufeln ab Werk zur Verfügung.

Weitere Ausstattungsvarianten in

Form von unterschiedlichen Joysticklenkungen,

Premium-Fahrersitzen und

LED-Lichtpaketen ergänzen das Angebot.

www.kuhn-gruppe.com

Der WA475-10 in der Holzindustrie Spezifikation mit neuem

„Tool linkage“-Ausleger, hier genutzt für die Rundholzverladung.

Mag. Stefan Kuhn (Geschäftsführung Kuhn Holding) vor dem auf der Holzmesse

ausgestellten Komatsu PW180, der sich mit einem Woody Harvesteraggregat beim

Unternehmen Waldservice Meisslinger in Mandling bestens bewährt.

Das Augenmerk in der Weiterentwicklung

liegt auf den Anforderungen von

Kunden in Industrieeinsätzen hinsichtlich

hoher Rückstellkräfte und ausreichend

Bauraum für großvolumige Schaufeln. Egal

ob für die Rundholzverladung, das Verfahren

von Holzhackschnitzeln oder Sägespänen

– die neue Spezifikation eignet sich für

den vielseitigen Einsatz im Betrieb.

War es in der Vergangenheit knifflig,

Rundhölzer vom Lkw zu entladen und mit

großen Anbaugeräten zu arbeiten, so

empfiehlt sich der neue „Tool linkage“-

Ausleger mit optimierter Kinematik für

diesen Einsatz als optimale Lösung. Das

Kippmoment ist im Vergleich zur herkömmlichen

Z-Kinematik um bis zu 39%

erhöht. Dies ermöglicht präzises und

sicheres Laden mit Baumklammern. Auch

wer mit leichten Schüttgütern wie

Holzhackschnitzeln und Sägespänen

arbeitet und daher großvolumige Schaufeln

benötigt, wird die neuartige Kinematik

rasch schätzen lernen, denn die „Tool

linkage“-Kinematik kippt mit der Schaufel

und ermöglicht maximalen Freiraum für

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74 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022 75



SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG

SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG

GIPO

Aldrian setzt auf maßgeschneiderte

Aufbereitungstechnik von Gipo

Unter der Leitung von Geschäftsführer Philipp Aldrian hat sich die steirische Firma

Aldrian Transport- & Schotter GesmbH in den letzten Jahren als gefragter Komplettanbieter

etabliert. Dabei wurde der angestammte Bereich der Rohstoffgewinnung sehr erfolgreich

durch die neuen Standbeine Erdbau, Abbruch und Recycling erweitert. Investiert wurde

aber auch in den Diabas-Abbau in Oberhaag, wo nun ein hocheffizienter Prallbrecher

des Schweizer Herstellers Gipo die Arbeit mehrerer Anlagen übernimmt.

F

irmengründer Otmar Aldrian startete

1963 mit einem reinen Transportunternehmen

in die Selbstständigkeit und stieg

bereits zwei Jahre später in die Sand- und

Schottergewinnung in Tillmitsch ein. Ein

Bereich, der 1971 mit dem Diabas-Steinbruch

in Oberhaag entscheidend erweitert

wurde und wo für den Kundenbedarf hochwertige

Schotter- und Splittkörnungen

erzeugt werden. In den letzten Jahren hat

sich der regional stark verwurzelte

Familienbetrieb zu einer Firmengruppe

entwickelt, die aktuell über 60 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter beschäftigt.

Aufgebaut bzw. geleitet wird sie seit 2017

von Philipp Aldrian, dem Seniorchef

Jürgen Aldrian nach wie vor mit Rat und

Tat zur Seite steht.

Firmenchef Philipp Aldrian über das

kontinuierlich erweiterte Dienstleistungsangebot

des Unternehmens: „Wir bieten

unseren Kunden hochqualitative Leistungen

bei Erdbau-Projekten jeder Größenordnung,

in der Gartengestaltung, im Wegeund

Forststraßenbau, bei Steinmauern, im

Bereich Abbruch und Recycling und

natürlich in der Versorgung mit den

hochwertigen Produkten aus unserer

Rohstoffgewinnung, denn unsere Edelsplitte

für die Asphaltproduktion erfüllen

die höchsten Qualitätsanforderungen.

Angefragt werden unsere Dienstleistungen

von großen Baufirmen ebenso, wie von

Gemeinden und privaten Bauherren. Den

Großteil unserer Arbeiten erledigen wir in

der Region bis Graz, unsere Splitte und

Wasserbausteine sind aber auch weit

darüber hinaus gefragt. Das Material

stellen wir auf Wunsch auch mit unserem

eigenen Fuhrpark zu. Wir bieten im

Tiefbau eine umfassende Palette an,

bohren mit unserem eigenen Gerät auch

Entwickelten gemeinsam

eine maßgeschneiderte

Lösung für den Diabas-Abbau

in Oberhaag (von links):

Geschäftsführer Philipp

Aldrian (Aldrian Transport- &

Schotter GesmbH), Marco

Cammarata (Gipo AG, Verkauf)

und Betriebsaufseher

Gernot Grill (Aldrian Transport-

& Schotter GesmbH).

Brunnen für Landwirte und haben den

Recycling Bereich, der hier bei der Rohstoffgewinnung

angesiedelt ist, mit einer

eigenen Tochterfirma professionell

aufgestellt. Diese kümmert sich um die

qualitativ hochwertige Aufbereitung der

Baurestmassen und um deren weitere

Verwertung. Wir verfügen auch über eine

Bodenaushubdeponie. Hier in der Region

sind wir der einzige Betrieb, der diese

Breite an Dienstleistungen in Kombination

mit eigenen Rohstoffen anbieten kann.“

KAISER S12 Allroad

Der Fuhrpark der Firma Aldrian

umfasst 18 Lkw und rund 30 Baumaschinen.

Während die Palette im Erdbau vom

1,5 bis zum 20 t Bagger reicht, kommen im

Steinbruch auch Bagger der 30 bis 50 t

Klasse zum Einsatz.

Hochwertige Schweizer

Aufbereitungstechnik

Der erste Kontakt mit der Firma Gipo

ergab sich im Rahmen der letzten bauma

im April 2019, wo sich das Team der Firma

Aldrian im Rahmen des Messe-Besuches

beeindruckt von den technischen Lösungen

des Schweizer Herstellers zeigte. Im Jahr

darauf wurde im Diabas-Abbau der Bedarf

einer großen, raupenmobilen Aufbereitungsanlage

für die Edelsplitt-Produktion

immer deutlicher. Ausdrücklicher Wunsch

von Philip Aldrian war es, mit einer Anlage

die Arbeiten mehrerer Gerätestufen

erledigen zu können. Als die Firma Gipo im

Sommer 2020 den sehr kurzfristig auftretenden

Bedarf der Firma Aldrian nach

zwei Dreideck-Siebanlagen innerhalb

weniger Tage decken konnte, traten auch

PAUS SMK 9036

die Verhandlungen über die große Aufbereitungsanlage

in eine neue Phase.

Philip Aldrian: „Zu Beginn standen wir

vor der Wahl zwischen einer Prallmühle

und einem Backenbrecher. Die Prallmühle

bietet in der Edelsplitt-Produktion

Vorteile, weil das Korn schöner gerundet

ist. Ein Besuch im Werk der Firma Gipo

war für unsere Entscheidung schließlich

ausschlaggebend, denn Gipo war mit einer

sehr großen Flexibilität bereit, in der

Produktion unsere Wünsche zu berücksichtigen.

Diese größtmögliche, kundenspezifische

Fertigung hat mich sehr

beeindruckt und das kenne ich auch von

keinem anderen Hersteller. Aber auch die

Qualität der Fertigung an sich hat mich

überzeugt, denn jeder Bauteil wird mit

einem Bild dokumentiert. Grundsätzlich

ist die Konstruktion sehr einfach gehalten,

sodass Wartungs- oder Reparaturarbeiten

zügig erledigt werden können. Bei

kleineren Arbeiten kann der Gipo-Servicetechniker

meinem Team auf Basis der

vorliegenden Dokumentation auch über

das Telefon exakte Anweisungen geben. Ist

KAISER Fahrzeugtechnik GmbH • Gewerbestraße 4, 6710 Nenzing • T +43 5525 64180 • mail@kaiser-fahrzeugtechnik.at

76 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022 77



SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG

SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG

Die lange 2-Deck

Vorsiebmaschine der

Giporec R 130 FDR

Giga DA mit einer

Sieblänge von 3 m.

ein größeres Service fällig, dann war der

Service-Bus immer sehr kurzfristig bei uns

vor Ort. Nicht zuletzt bin ich mit dem

Verbrauch sehr zufrieden, der unter

unseren Erwartungen liegt. Unterm Strich

bietet mir die Gipo Anlage trotz der

Investitionskosten mit ihrer konstant

hohen Durchsatzleistung bei niedrigen

Verbrauchswerten einen echten Mehrwert.“

Mit der Giporec R 130 FDR Giga DA,

die mit einem Einsatzgewicht von ca. 105 t

und diesel-hydraulischem Direktantrieb

nun seit fast zwei Jahren im Diabas Abbau

der Firma Aldrian zum Einsatz kommt,

kann Hartgestein bis zur Korngröße 0-800

aufbereitet werden. Dabei wandert der

raupenmobile Prallbrecher mit dem

Hauwerk und wird von einem 40 t Bagger

direkt von der Wand beschickt. Im

Anschluss wird das aufbereitete Material

mit Radlader und Muldenkipper verhaldet.

Wie zu Beginn gefordert, übernimmt die

Giporec dabei die Arbeit von zwei bis drei

weiteren Aufbereitungsanlagen: Sie

verfügt nicht nur über eine große 2-Deck

Vorsiebanlage mit 3 m Länge als Vorabsiebung

für den Frostschutz, sondern auch

über eine große 3-Deck Nachsiebeinheit

zur Klassierung der einzelnen Splitt-Fraktionen.

So können bei einem konstanten

Durchsatz von 350 bis 450 t pro Stunde bis

zu vier fertige Körnungen in einem

Durchgang erzeugt werden.

Marco Cammarata, zuständiger

Betreuer der Gipo AG, betont: „Unsere

Firmenphilosophie orientiert sich ganz

klar daran, dass der Kunde im Vordergrund

steht. Bei der Konstruktion unserer

Aufbereitungsanlagen gehen wir auf die

Bedürfnisse und Ansprüche unserer

Kunden so weit als möglich ein. Gipo

produziert die ganze Bandbreite – also

Backen-, Prall-, Vertikal- und Kegelbrecher

– von 30 bis über 200 t. Unser Ziel ist es,

mit unseren großen Anlagenlösungen für

den Steinbruch und Recycling in Verbindung

mit den Dreideck-Siebanlagen auch

in Österreich stärker Fuß zu fassen. Es

laufen bereits mehrere Anlagen zur

vollsten Zufriedenheit der Betreiber. Neben

der Qualität der Geräte auf Basis von

kundenorientierten Lösungen ist natürlich

der Service ein entscheidender Faktor. Hier

ist Gipo auch in Österreich mit einer

großen Schlagkraft präsent und ich wage

zu behaupten, dass wir auch im Service

einigen anderen Herstellern um eine

Nasenlänge voraus sind.“

www.aldrian.at | www.gipo.ch

FRUTIGER

Staub und Schmutz fest im Griff

Unter dem Markennamen MobyDick bietet die Frutiger Company AG drei Produktbereiche,

welche die Probleme mit Staub und Schmutz zuverlässig lösen.

R

und um Deponien, Recyclingplätze

oder Baustellen sind verschmutzte

Straßen oder ein großes Staubaufkommen

oft ein Problem. Moderne MobyDick

Reifenwaschanlagen können die Reifen

und Chassis von Baufahrzeugen schnell,

kostengünstig und umweltfreundlich

reinigen. Während der langsamen Durchfahrt

mit Schrittgeschwindigkeit werden

Reifen und Chassis durch Wasser, welches

aus den vielen Düsen eines Spritzbalkens

kommt, gereinigt. Im Gegensatz zu den

Reifenwaschanlagen geht es beim Demucking

nicht um die saubere Straße, sondern

um das saubere Fahrzeug. Moderne

MobyDick Demuckinganlagen automatisieren

die mühsame Handreinigung von

Chassis, Unterboden sowie der Räder oder

Kettenlaufwerke von Baufahrzeugen.

Bei den Staubbindungsanlagen verfügt

Frutiger über eine neue, adaptive Generation,

die mit wissenschaftlicher Begleitung

Die Bilder zeigen

links die automatische

Reinigung

eines Dumpers

(Demucking),

rechts oben die

Reifenwaschanlage

MobyDick

One und darunter

eine Cannon

3090 zur

Staubbindung.

entwickelt wurde. Die modernen

MobyDick Staubbindesysteme arbeiten

nach dem Prinzip der Staubbindung durch

feinste Wassertropfen und bieten einen

hervorragenden Wirkungsgrad bei

minimalen Geräuschemissionen. Wurfweite,

Sprühmuster sowie Wasser- und

Strombedarf lassen sich bei allen New

Generation Modellen jederzeit frei wählen,

um flexibel auf wechselnde Einsatzbedingungen

reagieren zu können.

www.mobydick.com

DAS OEL DER KTM-CHAMPIONS

GIBT’S ÜBRIGENS AUCH

FÜR BAUMASCHINEN

MOTOREX CONSTRUCTION LINE

Im Bild die große

3-Deck Nachsiebmaschine

S 1865 mit

einer Siebbreite von

1.800 mm und einer

Sieblänge von

6.500 mm.

Rennen gewinnt man im Kopf. Und mit dem

richtigen Partner. Seit über 10 Jahren trägt

MOTOREX mit erstklassigen Oelen und umfassendem

Technologie-Support dazu bei,

dass KTM spektakuläre Erfolge einfährt.

Doch nicht nur Motorräder müssen jederzeit

ihr Bestes geben können. Sondern auch

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abseits der Rennstrecke. Und hängen Sie

mit Ihrer Werkstatt die Konkurrenz ab.

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78 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH



SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG

SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG

Stufe 1: Vorsiebung 0/16 mit Schwerlast-Siebanlage Keestrack, Type K6 ausgestattet mit flex-mat

Siebbelägen, die das Verblinden bei nassem und sieb-schwierigem Material reduzieren.

ACHT / MINERALTECH

Recycling statt Deponie: die Zukunft der

Mobilaufbereitung von Bodenaushub

In Österreich fallen jährlich rund 42 Mio. t Aushubmaterial an. Nur 25% davon

werden einer Verwertung zugeführt. Das soll sich ändern und die Kreislaufwirtschaft

durch eine erhöhte verbindliche Recyclingquote im BAWP gestärkt werden. Mit der

mobilen Aufbereitung von Aushubmaterial ist die Firma „acht“ baurecycling GmbH

bestens vertraut und schon seit Jahren Vorreiter in Österreich.

V

or einigen Monaten zeigte die „acht“

bei einem Einsatz für einen Kunden

aus der Steiermark, was mit der richtigen

Technik und Know-how alles machbar ist.

Das Ziel des Einsatzes: höchster Qualitäts-

Anspruch an das Recyclingprodukt,

maximale Recyclingquote und damit

verbundener Minimierung von zu deponierendem

Materialanteil. Gleichzeitig

ökonomische Attraktivität für den Kunden

im Vergleich zu Kosten für Deponie und

Einsatz von Primärmaterialien. Das

Aushubmaterial sollte vor Ort zum

Wiedereinbau für ein geplantes Bauvorhaben

verwendet werden. Hergestellt werden

sollten technisches Schüttmaterial der

Körnung 0/16 und 0/63 für den ungebundenen

sowie hydraulisch oder bituminös

gebundenen Einsatz.

Was theoretisch möglich ist, ist in der

Praxis nicht immer einfach. So brauchte es

für diesen Einsatz die gebündelten und

gut aufeinander abgestimmten Kompetenzen

aus Erfahrung, Manpower und

modernster Aufbereitungstechnologie.

Letztere setzte sich aus einer Vorsiebstufe,

einer daran anschließenden Brecher-Sieb-

Kombi-Aufbereitungsstufe sowie einer

Fremdstoff-Sortierstufe zusammen.

In der Vorsiebstufe wurde das verunreinigte

Bodenaushubmaterial in einem

ersten Schritt mit einer Keestrack 32 t

Stufe 2-5: Brecher-Sieb-

Kombianlage Remax 300.

Schwerlast-Siebanlage der Type K6

gesiebt und fraktioniert. Der Fokus lag

hier auf dem Heraussieben des mengenmäßig

größten Hauffwerkanteils – der

feinen Körnung bis 16 mm – bei gleichzeitiger

Aussonderung von Störstoffen.

Das Problem: siebschwieriges, feuchtes

Aufgabematerial. Gelöst wurde dieses

Problem durch die Verwendung von

Flex-Mat Siebbelägen im Unterdeck der

Maschine. Der Vorteil zu herkömmlichen

Siebbelägen: „Im Feinkorn kann die

Siebfläche besser ausgenutzt und die

Verblindung der Fläche durch verklebendes

und verklumpendes Material verhindert

werden. Gerade bei dem vom Winter

80 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH

noch teilweise nassen Material mit

normalen Belägen ein ständiges Problem,

das zu langen Stehzeiten führt“, erzählt

Erich Gangl, Betriebsleiter der „acht“

baurecycling GmbH über die fordernden

Einsatzbedingungen.

Die Körnungen 16/63 und 63x wiederum

wurden dann in den nächsten

Schritten in einem SBM Brecher der Type

Remax 300 aufbereitet. Wesentlich hier

war es, aufgrund der Platzverhältnisse

eine geeignete raupenmobile Brecher-Sieb-

Kombianlage einzusetzen, die einerseits

genug Leistung erbringt und andererseits

mehrere Aufbereitungsschritte in einer

Anlage bündelt.

So erfolgt in Schritt zwei die Brecher-

Zerkleinerung bis zu einer Zielkörnung

von 0/63, in Schritt 3 die Nachsiebung

mittels brecherintegrierter Eindeck-Siebanlage

sowie in Stufe 4 die Windsichtung

des gebrochenen Materials. In einem 5.

Schritt wurde das geringfügig anfallende

Überkorn automatisch mittels Retourlaufband

erneut aufgegeben, gebrochen und

gesiebt, ohne dieses eigens mit einem

Radlader von Halde aufnehmen und

aufgeben zu müssen. Die SBM Remax 300

übernahm hier also gleich 4 Arbeitsschritte

– das spart Ressourcen und Platz.

In einem sechsten Schritt ging es last

but not least darum die Produktqualität

zu gewährleisten. Man entschied sich

deshalb zur Nachschaltung eines speziell

entwickelten Fremdstoff-Sortiersichters

der sich schon in der Bauschutt- und

Betonaufbereitung bewährt hat. Der

Materialstrom wird in dieser letzten Stufe

so in Schwingung versetzt, das es auf

Basis des „Kammeffektes“ dazu kommt,

Stufe 6: Spezieller Sieb-Sortier-

Rinnen-Sichter für maximale

Qualität.

dass leichtere Stoffe aufgrund ihres

unterschiedlichen spezifischen Gewichtes

oben auf schweben und mittels Gebläsedüsen

einfach abgesondert werden können.

Für die Verwendung von rund 8.000 t

Recyclingmaterial als technisches Schüttmaterial

vor Ort war natürlich eine

umfassende chemische und bautechnische

Analytik Grundvoraussetzung. Für den

Kunden ist das aber noch nicht alles, um

rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.

Denn es gilt auch die juristischen Anforderungen

des Abfallendes zu berücksichtigen.

Recyclingmaterial muss heute nicht

nur chemisch und technisch einwandfreie

U-A Qualität aufweisen, um nicht mehr

als Abfall zu gelten, sondern auch rechtskonform

übergeben werden. Eine normale

Mietparkflotte verstärkt, jetzt testen

MIT NUTZLASTEN 10 und 20 t , GESAMTBREITE 2,45 m

TEILNAHME IM ÖFFENTLICHEN STRASSENVERKEHR MÖGLICH

Lohnaufbereitung greift hier zu kurz, da

der Abfall bzw. das Recyclingmaterial den

Abfallbesitzer nicht wechselt und damit

auch kein juristisches Abfallende erreicht

wird. Ein großer Unsicherheitsfaktor was

das Thema ALSAG betrifft.

Die „acht“ hat sich deshalb schon 2018

als erster Mobil-Aufbereiter in Österreich

dazu entschieden, eine werkseigene

Produktionskontrolle für Mobilanlagen

aufzubauen, die es ermöglicht, Abfall im

rechtlichen Sinn zu übernehmen und die

mobil produzierten Recycling-Baustoffe

samt CE-Erklärung als Produkt wieder

zurückzugeben. Das gibt Auftraggebern

die nötige Sicherheit sich auch für eine

Mobilaufbereitung zu entscheiden.

www.mineraltech.at | www.baurecycling.at

Industrie- und

Baumaschinen

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+43 7472 23 494

Fax: DW 25



SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG

SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG

Künftig verfügt die

Mineral-Gruppe über

ein fixes Kontingent an

24 Mobiler-Behältern der

ÖBB Rail Cargo Group.

In Saalfelden baut die

Strabag-Tochter Mineral auf

1.500 m das Hartgestein

Diabas ab und deckt dabei

20% des Energiebedarfs des

Steinbruchs über die Stromproduktion

durch das Förderband

ab. Darüber hinaus soll

eine Kooperation mit ÖBB

Rail Cargo Group künftig

weitere 520 t CO2 jährlich

einsparen.

D

as Material wird durch einen Tunnel

über ein Förderband nach unten

transportiert. Das Gewicht der Steine

wird genutzt, um Strom für den Eigenverbrauch

zu erzeugen. Im Werksgelände

setzt man ebenfalls auf Förderbänder,

wodurch Lkw- und Radladerfahrten

stark reduziert werden konnten

und damit der Einsatz fossiler Treibstoffe.

Nun will die Mineral-Gruppe

auch den klimafreundlichen Transport

zu den Kunden intensivieren: Mit der

neuen Kooperation mit ÖBB Rail Cargo

Group in Form eines fixen Kontingents

von 6 Tragwagen mit insgesamt 24

Mobiler-Behältern soll der Anteil der

Schienentransporte weiter gesteigert

werden.

„Wir haben uns im Strabag-Konzern

das Ziel gesetzt, 2040 klimaneutral zu

sein. Unsere Rohstoff-Sparte, die in

Die Strabag-Tochter

Diabaswerk Saalfelden

GmbH betreibt als Teil

der Mineral-Gruppe in

Saalfelden einen der

modernsten Steinbrüche

Österreichs.

MINERAL

Auf dem Weg zum

klimaneutralen Steinbruch

Europa ca. 150 Steinbrüche und Kiesgruben

betreibt, zeigt mit dem Steinbruch

Saalfelden, wie wir das auch

schaffen können: nämlich mit innovativen

Ideen wie der Stromproduktion

durch das Förderband und mit nachhaltigen

Kooperationen wie nun mit ÖBB

Rail Cargo Group. Bei einer Liefermenge

von 30.000 t Material können rund 520 t

CO2 zusätzlich eingespart werden. In

Summe bewegt die Mineral-Gruppe

bereits jährlich ca. 2,3 Mio. t Gestein per

Bahn zu ihren Kunden“, berichtet

Klemens Haselsteiner, im Strabag

SE-Vorstand zuständig für Nachhaltigkeit

und Innovation.

Gottfried Eymer, Mitglied des

Vorstands ÖBB Rail Cargo Group;

erklärt: „Wir freuen uns, dass wir unsere

bisherige Kooperation mit dem Strabag-

Konzern verlängern können. Als

nachhaltiges logistisches Rückgrat der

Wirtschaft setzen wir für den Transport

von Kies und zerkleinerten Steinen vor

allem auf unsere innovativen Mobiler-

Behälter. Durch sie verbinden wir die

Vorteile der umweltfreundlichen Schiene

mit jenen des Straßengüterverkehrs

durch einen unkomplizierten Umschlag.

Weder ein Kran noch ein Anschlussgleis

oder ein Terminal werden dafür benötigt,

sondern lediglich eine Fläche neben

dem Gleis. Den Container-Umschlag

vom Lkw auf den Güterwagen ermöglicht

ein hydraulisches System am

Mobiler-Fahrzeug. Auf diesem Weg

haben wir als ÖBB Rail Cargo Group im

letzten Jahr insgesamt rund 1 Mio. t

unterschiedlichster Güter transportiert.“

Beim Transport des gewonnenen

Materials vom Steinbruch hinunter in

das Werksgelände überwindet das

Förderband einen Höhenunterschied

von 700 Höhenmetern in einem 3,2 km

langen Tunnel. „Durch die Masse des

Rohsteins auf dem Förderband zieht

eine große Kraft nach unten – dadurch

wird ein Generator angetrieben, der das

Förderband bremst und somit Strom

produziert“, erklärt der technische

Gruppenleiter Thomas Rödhammer. Das

Förderband produziert auf diese Weise

bis zu 550 kW elektrische Energie,

damit können rund 20% des Eigenbedarfs

gedeckt werden. Der Anteil soll

künftig durch die Installation von Photovoltaik-Anlagen

noch gesteigert werden.

Der Steinbruch in Saalfelden verfügt

über einen Anschluss ans Schienennetz.

Deshalb können Lieferungen weit über

82 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH

den üblichen Lieferradius eines Steinbruchs

hinaus erfolgen, etwa nach

Vorarlberg oder Wien. Mit der neuen

Kooperation verfügt die Mineral Abbau

Das Förderband überwindet einen

Höhenunterschied von 700 Höhenmetern

und kann bis zu 550 kW Strom erzeugen.

AKKU-GERÄTE SIND

EINFACH NICHTS

FÜR DIE SCHWERSTEN

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Leistung und Laufzeit. Erfahren Sie mehr auf hilti.at/Nuron

GmbH über ein fixes Kontingent von

6 Tragwagen mit insgesamt 24 Mobiler-

Behältern der ÖBB Rail Cargo Group.

Diese werden auch im Steinbruch

Bleiberg zum Einsatz kommen. Die

Mineral-Gruppe sieht im Schienentransport

einen wesentlichen Baustein, um

die Klimaneutralitätsstrategie des

Strabag-Konzerns erfüllen zu können.

Alle größeren Steinbrüche und Kiesgruben

in Europa werden daher hinsichtlich

ihrer Anbindung an Schienen

geprüft.

Am gesamten Werksgelände setzt

man auf den Materialtransport mittels

Förderbänder. Die Produkte des Werks

– etwa Gleisschotter oder Splitte für die

Asphaltproduktion – werden zuerst in

Silos befördert und von dort direkt auf

die Bahn verladen. Es kommen also für

den Betrieb weniger Radlader und Lkw

zum Einsatz, was nicht nur Treibstoff

einspart, sondern auch die Lärm- und

Staubentwicklung minimiert. Seit dem

Kauf im Jahr 2006 wurde fortlaufend

und nachhaltig in die Entwicklung des

Steinbruchs investiert. Zuletzt wurde

eine neue Edelsplitt-Aufbereitungsanlage

errichtet. Durch diese Investition

konnte der CO2-Ausstoß des Steinbruchs

in den letzten fünf Jahren um rd. 30% je

produzierter Tonne reduziert werden.

www.mineral.eu

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SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG

KLEEMANN

Mehr Anwendungsvielfalt

für Kegel- und Prallbrecher

Der mobile Kegelbrecher Mobicone MCO 90(i) EVO2 und der mobile

Prallbrecher Mobirex MR 110(i) EVO2 können nun optional mit einem

Doppeldecker-Nachsieb ausgestattet werden.

K

egelbrecher werden überwiegend im

Hartgestein, Prallbrecher im

weichen und mittelharten Gestein sowie

im Recycling eingesetzt. Von beiden

Anlagentypen wird dabei eine sehr gute

Produktqualität erwartet. Durch das

neue optionale Doppeldecker-Nachsieb

ist es nun auch mit nur

einer Maschine – ohne

den Einsatz einer zusätzlichen

Siebanlage – möglich,

zwei klassifizierte

Endkörnungen herzustellen.

Die große Siebfläche

ermöglicht eine effektive

Absiebung auch bei

Körnungen unter 20 mm.

Die Abwurfhöhe des

Feinkornbandes ist für

ein großes Haldenvolumen

maximal ausgelegt.

Über das Überkornrückführband

kann das

Überkorn in einem geschlossenen

Materialkreislauf verarbeitet werden.

Das Band ist optional um bis zu 100°

hydraulisch schwenkbar, damit auch ein

seitlicher Austrag möglich ist. So kann

manuell eine nierenförmige Halde

erzeugt werden. Soll in einer Anwendung

nur ein klassiertes Endkorn erstellt

werden, kann das Nachsieb einfach als

Eindecker-Variante genutzt werden.

Da die Mobirex MR 110(i) EVO2

häufig im Recycling zum Einsatz kommt,

werden hier optional Windsichter

eingesetzt. Diese sorgen für eine erhöhte

Materialqualität, da das

Material von Verunreinigungen

durch Leichtstoffe (z.B.

Holz und Kunststoff) gereinigt

wird. Der Luftstrom kann

dabei je nach Material geregelt

werden. Hand- und Sortierarbeit

lassen sich dadurch

reduzieren. Der Windsichter

ist nur in Verbindung mit der

Nachsiebeinheit einsetzbar.

Bei der Doppeldecker-Nachsiebeinheit

kann optional ein

zweiter Windsichter zur

Reinigung des Mittelkorns

genutzt werden.

www.wirtgen-group.com

Doppeldecker-Nachsieb für die Mobicone MCO 90(i) EVO2 und die Mobirex MR 110(i) EVO2.

LEDERER SIEBTECHNIK I ASCO BH

Innovative Siebtechnik von

Asco BH & Lederer Siebtechnik

Die Firma Lederer Siebtechnik ist auf den Verkauf und

die Vermietung von Siebmaschinen, Förderbändern und

Sieblöffeln spezialisiert. Ein Leitprodukt sind die modularen

Trommelsiebanlagen der Firma Asco BH.

A

sco Siebanlagen sind eine optimale

Lösung, wenn unterschiedliches

Material gesiebt und recycelt werden

muss. Mit der richtigen Auswahl des

Siebbelages kann von Kompost über

Hackschnitzel, Erde, Schotter, Sand,

Bauschutt bis hin zu Ziegelresten oder

ähnlichen Materialien alles gesiebt und

somit sauber getrennt werden. Vor

allem die wirtschaftliche Rückgewinnung

von verwertbarem, aufbereitungsfähigem

Recyclingmaterial bringt eine

erhebliche Ertragsverbesserung von

Transport- und Deponiekosten.

Als Spezialist für Premium-Lösungen in

unterschiedlichsten Produkttechnologien

ist die Firma Asco BH fokussiert

auf Zerkleinerungstechniken, Sieb- &

Sortiertechniken, Materialhandlings- &

Dosiersysteme sowie individuelle

Maschinen-Einhausungen und Steuerkabinen.

Das Unternehmen steht für

innovative und robuste Technik zu

fairen Preisen. Die Kunden profitieren

Die Asco 1300-2100 punktet mit Modularität: Die Basistrommel

kann je nach Anwendung durch Einfüllbunker,

Trommel-Verlängerung usw. erweitert werden.

nicht nur von der hohen technischen

Expertise in den Bereichen Engineering,

Fertigung und Qualitätsmanagement,

sondern auch von der großen

Fertigungs- und Entwicklungskompetenz

aus einer Hand. Mit den lösungsorientierten

und wirtschaftlichen

Produkten unterstützt Asco die Prozesse

der Kunden.

Das neueste Modell ist die Asco Siebtrommel

1300-2100. Die mobile Siebmaschine

ist einfach zu transportieren und

verfügt über eine leicht zu bedienende

Steuerung, einstellbare Stützfüße

sowie eine austauschbare Volltrommel

mit einer Leistung von 50 t/h. Die

wichtigsten Daten: Trommel-Länge:

2.100 mm; Durchmesser: 1.300 mm;

Siebfläche: 7.0 m 2 ; Lochdurchmesser:

5-100 mm; Trichteröffnung: 2.000 x

850 mm; Füllhöhe: 2.930 mm; Versorgungsspannung:

380-420 V / CEE-32A;

Gewicht: 1.500 kg.

www.lederersiebtechnik.de

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das richtige Werkzeug

Bereit für die

härtesten Einsätze

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SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG

POLIXMAIR

Polixmair ist Vertriebspartner für Hammel

Mit der innovativen Abfall- und Recyclingtechnik von Hammel erweitert die in Ohlsdorf

bei Gmunden ansässige Firma Polixmair die bereits vorhandenen Kompetenzen in der

Aufbereitungstechnik.

D

Eine der Stärken der neuen Schredder Generation Hammel

VB 750 DK LV ist das modifizierte Hackwerk mit 2 m langen

Zerkleinerungswellen.

as von den Geschwistern Sandra und

Ferdinand Polixmair geführte Unternehmen

vertreibt neben mobilen Siebanlagen,

Backenbrechern, Prallmühlen und

Förderbändern von McCloskey International

auch Schwerlast- & Recyclingtrommelsiebanlagen

von MDS International sowie

Filterpressen, Wasserwiederaufbereitung,

Pumpen und Waschsysteme von Matec

Industries. Neu im Vertriebsprogramm

sind nun die Produkte der Firma Hammel

Recyclingtechnik GmbH, die sich als

Spezialist für mobile und stationäre

Zerkleinerer sowie Sieb- und Sortieranlagen

etabliert hat.

Die Firma Polixmair, seit 1972 ein

erfolgreiches Familienunternehmen, ist

für seine Kunden österreichweit im

Einsatz und bietet zahlreiche Lösungen

aus einer Hand. Das Team verfügt über

langjährige Erfahrungen als Händler,

Vermieter und Mobilaufbereiter. Neben

leistungsstarken Maschinen und kompetentem

Fachwissen bietet Polixmair durch

geschultes Fachpersonal optimale Beratung

in den Bereichen Verkauf, Vermietung

und technischer Support. Die

Bereitstellung von Ersatzteilen und

schnellem sowie lösungsorientiertem

After-Sales-Service haben ebenso Priorität.

Die Zusammenarbeit mit der Firma

Hammel Recyclingtechnik GmbH wurde

auf dem Demo-Tag in Bad Salzungen im

Juli 2022 fixiert, wo sich alle Beteiligten

ein Bild von der Produktion der Hammel-

Zerkleinerer machen konnten und die

Produktpalette live bei der Aufbereitung

von Paletten- und Altholz sowie Mischschrott

erlebten. Als Start für die Zusammenarbeit

wird in Kürze eine Vorführtour

durch Österreich mit der neuen Schredder

Generation Hammel VB 750 DK LV

stattfinden. Dieser Vorbrecher wurde 2021

auf den Markt gebracht und ist das

Nachfolgemodell des erfolgreichen

VB 750 DK.

Eine der Stärken der Maschine ist das

modifizierte Hackwerk mit 2 m langen

Zerkleinerungswellen. Sperriges, großvolumiges

Aufgabegut wie z.B. Spanplatten

und Sperrmüll wird noch besser eingezogen

und kann problemlos auch mit

Radlader-Beschickung zerkleinert werden.

Das Polixmair-Team zu Besuch bei der Firma Hammel

Recyclingtechnik in Bad Salzungen.

Die ineinandergreifenden Messer der nun

verlängerten Werkzeugwellen sind so

konzipiert, dass eine multifunktionale

Zerkleinerung von Alt- und Frischholz,

Wurzelstöcken, Bahnschwellen, Sperr-,

Gewerbe- und Hausmüll sowie in der

Aufbereitung von Altreifen und Aluminium

möglich ist. Damit reagiert die

Firma Hammel auf die Bedürfnisse der

Kunden, die nicht nur ein spezifisches

Material zerkleinern, sondern universell

arbeiten möchten.

Für die Separierung von FE-Metallen

wird ein Neodymmagnet eingesetzt. Dieser

ist in modifizierter Position am Austragsband

installiert und ermöglicht eine

optimalere Metallabscheidung. Der Vorteil

der leichten Bauweise des Neodymmagnets

ermöglicht, dass die Maschine im

Gesamtgewicht im Wesentlichen gleichbleibt.

Durch das neukonzipierte Austragsband

wird eine Abwurfhöhe von ca. 4.600

mm erreicht. So können großvolumige

Materialhalden produziert werden oder

das Endprodukt kann direkt in Container

oder Lastzüge gefördert werden. Mit dem

neuen umweltfreundlichen Cat C9.3 Stufe

5 Motor mit leistungsstarken 380 PS und

der Verwendung der neuesten Hydraulik-

Generation erreicht der Zerkleinerer noch

SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG

16-17 NOVEMBER 2O22 - HOTEL SAVOYEN, 1030 WIEN

IN COOPERATION WITH

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RECYCLING INTERNATIONAL

Es erfolgt eine

Simultanübersetzung

ins Deutsche

Sperriges Aufgabegut kann problemlos

auch mit Radlader-Beschickung

zerkleinert werden.

Besuchen Sie die am längsten bestehende

Konferenz der Abbruchbranche mit gleichzeitig

stattfindender Preisverleihung. Erweitern Sie Ihr

Netzwerk und tauschen Sie Ideen aus mit über

400 Fachkollegen aus aller Welt

“The event of the year in global demolition.

Anyone serious about demolition should

make it a priority to attend”

JOE BRINKMANN - JET DEMOLITION

SILVER SPONSOR BRONZE SPONSORS

Der Neodymmagnet für die

Separierung von FE-Metallen

ist am Austragsband

installiert.

mehr Durchsatzleistung. Für weitere

Informationen, auch zu der Demo-Tour in

Österreich, sind die Geschwister Sandra

& Ferdinand Polixmair unter

office@polixmair.com erreichbar.

www.hammel.de

www.polixmair.com

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86 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022 87



SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG

SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG

Der Rockster Prallbrecher R1100DS mit

Siebsystem bereitet für Caravella Demolition

in New Jersey, USA, stark armierten Beton

und Asphalt auf.

ges Endmaterial zu produzieren.

Die Siebbox ist hydraulisch absenkbar,

was unsere Wartung und Service sehr

effizient macht. Wir brauchen 5 Minuten,

um die Siebmasche zu wechseln, und das

Brechen geht schnell weiter. Da der Beton

stark armiert war, spielte der Magnetbandabscheider

eine wichtige Rolle beim

Entfernen aller Eisenteile. Es handelte

sich hauptsächlich um Bewehrungsstäbe

mit verschiedenen Durchmessern und

nachdem alle Brecharbeiten abgeschlossen

waren, hatten wir ca. 100 Lkw-Ladungen

Eisen aussortiert – rund 1.500 t reiner

Bewehrungsstahl.

ROCKSTER

Rockster R1100DS bereitet in den USA

350.000 m 3 Beton in Rekordzeit auf

Das Unternehmen Caravella Demolition in East Hanover, New Jersey, ist ein One-Stop-

Shop für alles, was mit Abbruch, Zerkleinerung und Aufbereitung zu tun hat. 2012 von

John Caravella gegründet, genießt das Unternehmen den Ruf eines kompetenten und

verlässlichen Spezialisten. Im Interview berichtet der Firmenchef über seine Erfahrungen

mit dem raupenmobilen Prallbrecher R1100DS von Rockster.

Herr Caravella, was ist das jüngste

Abbruch-Großprojekt?

Caravella: Die William Paterson University

erteilte uns den Auftrag zum Abriss des

Overlook North Dormitory Gebäude. Nach

der Umweltsanierung und der Abdeckung

bestehender Versorgungsleitungen konnte

mit dem Abriss begonnen werden. Im

Rahmen unseres Auftrags sollten wir das

gesamte beim Abriss anfallende Mauerwerk

vor Ort zerkleinern, um es als

Verfüllung des Abrisshohlraums wiederzuverwenden.

Das Wohnheimgebäude war

ein fünfstöckiges Gebäude, was den Abriss

einfach und unkompliziert machte. Auf

diese Art von Projekten sind wir spezialisiert.

Wir begannen auf der Baustelle mit

Firmengründer John Caravella.

einer Kombination aus einem konventionellen

Bagger und einem High-Reach-

Bagger, insgesamt wurden acht Maschinen

bei diesem speziellen Projekt eingesetzt.

Nachdem der Abbruch abgeschlossen war,

brachten wir unseren Rockster R1100DS

Prallbrecher vor Ort und verarbeiteten

den gesamten Beton. Das Projekt wurde

innerhalb der vorgesehenen Fertigstellungszeit

von 120 Tagen abgeschlossen.

Wie lange hat das Brechen gedauert

und wie wurde das Endmaterial

verwendet?

Caravella: Für dieses spezielle Projekt

wurden 350.000 m 3 starkarmierten Beton

in der Rekordzeit von drei Wochen

zerkleinert. Rockster ist seit fast vier

Jahren unser Hauptbrecher, und wir

wissen genau was er kann. Einer der

größten Vorteile des Rockster Brechers ist,

dass die Rotordrehzahl auf die gewünschte

Geschwindigkeit eingestellt werden kann.

Das ermöglicht eine konstante Brechleistung

für jedes spezifische Projekt und für

jedes zu verarbeitende Material. Durch

den hydrostatischen Antrieb von Rockster

bleibt der Motor in seinem optimalen

Drehzahlbereich und der hydrostatische

Druck passt sich dem Leistungsbedarf des

Brechers an. Der R1100DS hat eine große

Einlauföffnung – sie hilft, jeden Job zu

bewältigen. Der Beton wurde auf eine

Endgröße von 0-38 mm zerkleinert und

vor Ort als Füllmaterial im Kellerbereich

und für die Unterkonstruktionen wiederverwendet.

Das war für das Projekt

kostengünstig und besser für die Umwelt.

Bieten Sie uns jetzt Ihre

Gebrauchtmaschine an!

Benutzerfreundlich: Die Funkfernbedienung

und das einfach zu bedienende

Multifunktionsdisplay.

Wie wurde das Material gesiebt?

Caravella: Ausgestattet ist unser R1100DS

mit einem kompletten Siebsystem bzw. mit

einem schwenkbaren Rückführband, das

als Haldenband für die Produktion des

zweiten Endprodukts verwendet werden

kann, sowie einer leistungsstarken

Siebbox. Eine präzise Definition des

Brechspalts ermöglicht uns ein hochwerti-

Wenn Sie eine Sache hervorheben

könnten, die Ihre Arbeit beim Brechen

mit Rockster erleichtert, welche

wäre das?

Caravella: Das ist eine schwierige Frage,

denn da fallen mir viele Punkte ein. Aber

wenn ich einen auswählen soll, dann ist es

die einfache Bedienung. Der Brecher ist

sehr benutzerfreundlich und unsere Mitarbeiter

und Maschinisten haben das

Steuerungssystem schnell erlernt. Das

macht unsere Arbeit bei Caravella

einfacher und effizienter. Das Be- und

Entladen geht schnell und wird mit der

Fernbedienung extrem erleichtert. Beim

Einsatz auf der Baustelle steuert unser

Maschinist den Brecher vom Bagger aus,

was es zu einer Ein-Mann-Show macht.

Wir können am Display den Brechspalt

einstellen und an der Fernbedienung die

Rotordrehzahl, die Motordrehzahl und die

Leistung des Vibrationsförderers regulieren.

Es ist simple und kein Hexenwerk.

www.rockster.at

WIR ZAHLEN

Das optionale Siebsystem

– bestehend

aus dem kompakten

Kreisschwingsieb

RS114S in Kombination

mit dem doppelfunktionalen

Rückführ-/Haldenband

RB95 – dient

zur Erstellung von

100% definiertem

Endprodukt.

88 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH

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BETON + SCHALUNG

BETON + SCHALUNG

STRABAG | PERI

Von der Vision zur Wirklichkeit

Österreichs erstes Gebäude aus dem 3D-Drucker wurde Anfang September

im niederösterreichischen Hausleiten eröffnet: Der Bautechnologiekonzern

Strabag setzte gemeinsam mit dem Gerüst- und Schalungshersteller und

3D-Betondruck-Pionier Peri einen rd. 125 m 2 großen Bürozubau der

Asphaltmischanlage in Hausleiten um.

D

er 3D-Betondruck bietet dort, wo er

technisch und finanziell eingesetzt

werden kann, mehrere Vorteile: Die

maximale Druckgeschwindigkeit des

eingesetzten Bod2 Portaldruckers liegt bei

einem Meter pro Sekunde. Der Rohbau in

Hausleiten wurde somit in rund 45

Stunden reiner Druckzeit fertiggestellt.

Darüber hinaus ermöglicht der 3D-Druck

Gestaltungsfreiräume gegenüber dem

klassischen Betonbau, wie z.B. architektonisch

ansprechende abgerundete Formen.

Limitierungen gibt es derzeit noch bei der

Größe der Projekte: Gedruckt werden

kann nämlich ausschließlich innerhalb der

Achsen des Portaldruckers.

Weiterentwicklung auch

für Großprojekte

„Das Pilotprojekt in Hausleiten, welches

wir gemeinsam mit Peri umsetzen durften,

zeigt das große Potenzial des 3D-Betondrucks.

Bei Strabag arbeiten wir auf Basis

der hier gewonnenen Erkenntnisse bereits

mit verschiedenen Projektpartnern aus

Forschung und Bauwirtschaft an der

Weiterentwicklung der Technologie“, sagt

der für Digitalisierung und Innovation

verantwortliche Strabag-Vorstand

Klemens Haselsteiner.

Strabag will die Technologie auf die

nächste Entwicklungsstufe heben. In

Zukunft wird es möglich sein, noch agiler

und flexibler zu drucken. Betondruck soll

damit auch für Großprojekte einsetzbar

werden. Um auch die ökologischen

Potenziale des 3D-Betondrucks optimal zu

nutzen, wird aktuell außerdem daran

geforscht in Leichtbauweise zu drucken,

um Material und Emissionen einzusparen.

„Das Gebäude in Hausleiten ist ein

Meilenstein für Strabag, für Peri, für alle

Beteiligten. Und ein Meilenstein für die

österreichische Bauindustrie insgesamt“,

so Thomas Imbacher, geschäftsführender

Direktor Innovation & Marketing bei der

Peri SE. „Wir sind überzeugt, dass der

3D-Druck von Gebäuden ein Teil der

Zukunft des Baus sein wird. Denn diese

Technologie bietet Lösungen für Themen

an, die unsere Branche im Augenblick

beschäftigen: Digitalisierung, Effizienz,

Fachkräftemangel und vieles mehr.“

Mit dem Druckprojekt in Hausleiten

hat das Peri 3D-Druck-Team inzwischen

sechs Druckprojekte erfolgreich abgeschlossen.

Darunter das erste gedruckte

Haus Deutschlands, das erste gedruckte

Die Strukturen des Betondrucks sind

als gestalterisches Element nach wie

vor an der Fassade erkennbar und

geben dem Gebäude neben der

kleeblättrigen Form ein besonderes

Erscheinungsbild.

Mehrfamilienhaus Europas sowie das

Projekt in Hausleiten.

Wie funktioniert 3D-Betondruck?

Peri setzt beim Druckprojekt in Hausleiten

den Portaldrucker Cobod Bod2 ein. Diese

Drucktechnologie stammt vom dänischen

Hersteller Cobod, an dem Peri bereits seit

2018 beteiligt ist. Bei dieser Technik bewegt

sich der Druckkopf über drei Achsen auf

einem fest installierten Metallrahmen. Der

Vorteil: Der Drucker kann sich an jede

Position innerhalb der Konstruktion

bewegen und muss nur einmal kalibriert

werden. Der 3D-Drucker trägt das Druckmaterial

(Trockenmörtel) schichtweise auf,

wodurch Wände entstehen. Durch das

Herstellen von zwei parallelen Druckbahnen

entsteht eine Hohlwand, die mit

Ortbeton hinterfüllt wird und statisch als

tragendes System wirkt. Bei der Außenwand

wird durch das Drucken einer

weiteren außen vorgesetzten Druckbahn

ein weiterer Hohlraum geschaffen und mit

Wärmedämmmaterial ausgefüllt. Die

gedruckten Wände können als eine Art

„verlorene Schalung“ betrachtet werden.

Während des Druckvorganges berücksichtigt

der Drucker bereits die später zu

verlegenden Leitungen und Anschlüsse für

Wasser, Strom etc. Der Bod2 ist so

zertifiziert, dass auch während des

Druckvorgangs im Druckraum gearbeitet

werden kann. Manuelle Arbeiten, wie z.B.

das Verlegen von Leerrohren und

Anschlüssen, können auf diese Weise

einfach in den Druckprozess integriert

werden.

Das Material für den Druck wird in

Silos gelagert. Der werksfertige Trockenmörtel

wird nach Wasserzugabe direkt

beim Druckvorgang in den Druckkopf

gepumpt. Das für den Druck des Bürogebäudes

in Hausleiten eingesetzte Material

der Marke „Tector Print“ wurde von

Holcim entwickelt und ist auf die besonderen

Anforderungen des 3D-Betondrucks

angepasst.

www.strabag.com

www.peri.at

Feierliche Eröffnung

von Österreichs

erstem Gebäude aus

dem 3D-Drucker

(von links): Klemens

Haselsteiner

(Strabag-Vorstand,

Digitalisierung und

Innovation), Fabian

Meyer-Brötz (Leiter

3D Construction

Printing bei Peri),

Thomas Imbacher

(Vorstand Innovation

und Marketing,

Peri AG) und

Thomas Birtel (Vorstandsvorsitzender

Strabag SE).

Fotos: Strabag/Peri; Baublatt.Österreich; P.Landsmann

Der Druckkopf

bewegt sich

über drei

Achsen und

kann sich an

jede Position

innerhalb der

Konstruktion

bewegen.

In Zukunft soll

Betondruck

auch für

Großprojekte

einsetzbar

werden.

90 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022 91



FUHRPARK

DACIA DUSTER BLUE DCI 115 4WD

Überlegenswert – auch in

Top-Ausstattung punktet der

Dacia Duster mit einem

einmaligen Preis-/Leistungsverhältnis.

Ganz entschleunigt vorne mit dabei

D

ie Pkw-Welt im 21. Jahrhundert kann so

einfach und überschaubar sein. Mit

analogem Drehzahlmesser und Tacho, 115

Turbodiesel-PS aus 1,5 l Hubraum unter der

Haube und einem Listenpreis, bei dem man

bei Marktbegleitern bestenfalls im Pool der

Gebrauchtwagen fischen kann. Willkommen

hinter dem Steuer des Dacia Duster, mit dem

die Renault-Tochter erstmals 2010 gezeigt

hat, dass sie auch im SUV-Segment ganz

genau wissen, wie der Hase läuft. Den

unverbesserlichen Kritikern sei dazu ganz

deutlich eines ins Tagebuch geschrieben: In

Sachen Ausstattung hat auch der Duster die

letzten 12 Jahre nicht untätig auf dem

Verzögerungsstreifen verbracht. Sicher ist er

im Vergleich mit namhaften Marktbegleitern

nicht ständig mit Vollgas auf der Überholspur

der Produktentwicklungen unterwegs, hat

sich aber ein konstantes Durchschnittstempo

angeeignet, mit dem er größtenteils ganz

locker mit der breiten Masse mitschwimmen

FACTS

Motor: 1,5 l Turbodiesel, 85 kW (115 PS)

Eigengewicht: 1.466 kg

Sitzplätze: 4+1

Anhängelast (ungebremst/

gebremst): 750 kg/1.500 kg

Testverbrauch: 5,7 l/100 km

Listenpreis: 21.090,– Euro

(inkl. MwSt. & NoVa)

+ preisgünstiger Allradler

+ absolut stimmiges Gesamtpaket

+ auch optisch ansprechend

- überschaubarer Kofferraum

- Schlüssel im Scheckkartenformat

- keine integrierte Antenne

kann (Stichwort Rund-um-Kamera oder

Keyless-entry). Gerade jetzt wichtiger denn je:

der äußerst genügsame Spritverbrauch

(durchschnittlich 5,6 l/100 km).

In einem Interview mit der „Presse am

Sonntag“ hat der neue Renault-Österreich-

Chef Martin Labaye erzählt, dass nur einer

von zehn verkauften Dacia an gewerbliche

Kunden geht. Daran sollte sich, nicht nur im

Hinblick auf den aktuellen Duster, schleunigst

etwas ändern.

NISSAN TOWNSTAR TEKNA

Sag ruhig Stadtstern zu ihm

E

s geht wieder persönlicher zu im

Nutzfahrzeugprogramm von Nissan.

Wo bis vor kurzem noch eine trockene

Abkürzung den Protagonisten des Stadtlieferwagensegments

beschrieb, steht ab

sofort wieder ein durchaus klingender

Name. Kurz umrissen: Auf NV250 folgt

Townstar, was auf Deutsch so viel wie

Stadtstern heißt. Diskussionen darüber,

warum ein kompakter Lastenesel unbedingt

als Stadtlieferwagen zu bezeichnen

ist, ersparen wir Ihnen an dieser Stelle

gerne. Selbstverständlich darf der Neue,

ganz unbeeindruckt von seiner Bezeichnung,

auch die große und zugleich weite

Welt erkunden. Startkapital hat man ihm

dafür in Form des quirligen 1,3 l Benziners

mit 131 PS, dem ganz leicht unpräzise

bedienbaren 6-Gang-Handschalters,

sowie dem Kraftstofftank mit 54 l Fassungsvermögen,

mehr als ausreichend in

die Wiege gelegt. Im gemischten Einsatz

liegen zwischen den einzelnen Tankstopps

damit zumindest 800 km. Ob das branchenweit

radikal anvisierte Ende der

Selbstzünder tatsächlich zielführend ist,

zeigt der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch

von immerhin 6,6 l/100 km. Mit

einem gleich starken Dieselmotor wäre

beim Verbrauch mindestens ein halber

Liter weniger auf 100 km mehr als

realistisch.

Laderaum mit Diskussionsgrundlagen

Keinen gemeinsamen Nenner haben wir

redaktionsintern bei der Beurteilung des

Laderaumes gefunden. Einig waren wir

uns bei der Sinnhaftigkeit des Dank

Verbundplatte robust ausgefallenen

Laderaumbodens. Egal was hier ein- oder

ausgeladen wird, der Laderaumboden

nimmt es relativ gelassen. In den Seitenwänden

gibt es statt einer ebenso robusten

Holzverkleidung auf der auf Höhe der

fiktiven Rücksitzbank in der Seitenwand

bzw. in der Schiebetüre die Türverkleidung

aus Kunststoff samt Ablagefach. Klingt

grundsätzlich vernünftig, lässt aber die

Frage offen, wie die Kunststoffteile nach

regelmäßiger Benutzung des Laderaums

aussehen werden.

Apropos Aussehen: Obwohl der Townstar,

FACTS

Motor: 1,3 Liter Benzin, 96 kW (131 PS)

Eigengewicht: 1.409 kg

Nutzlast: 486 kg

Testverbrauch: 6,6 l/100 km

Listenpreis: 28.050,– Euro

(exkl. MwSt. & NoVa)

+ stimmiges Gesamtpaket

+ ansprechende Verarbeitung

+ bissiger Motor

- leicht schwammige Schaltung

- träges Navigationssystem

- kein Dieselmotor verfügbar

FUHRPARK

wie schon der NV250, ein von Nissan am

freien Markt zugekauftes Nutzfahrzeugmodell

ist, nimmt man ihm seine Eigenständigkeit,

nicht zuletzt wegen der

markanten Front- und Heckpartie, ohne

lange zu überlegen ab. Gleiches gilt für

den Innenraum, wo der grundsätzlich

bekannte Armaturenträger auch unter der

Flagge von Nissan gut im Wind steht.

Fazit: Newcomer mit bekannten Genen,

der seiner Aufgabe von Anfang an

gewachsen ist.

FACTS

Motor: 1,5 l Benziner, 117,5 kW (160 PS)

Eigengewicht: 1.424 kg

Sitzplätze: 4+1

Anhängelast (ungebremst/

gebremst): 600 kg/1.410 kg

Testverbrauch: 6,5 l/100 km

Listenpreis: 36.040,– Euro

(inkl. MwSt. & NoVa)

+ tolle Mischung aus Kombi & Coupé

+ Soundsystem von JBL

+ Glasdach mit Rollo

- viel Gas beim Anfahren nötig

- langsame Tankentlüftung

- unschlüssige Verkehrszeichenerkennung

KIA PROCEED GT-LINE 1.5 T-GDI

Jetzt hat‘s wirklich Zoom gemacht

der Mitte 40 sind es eher die gefälligen

Einstiegsprocedere à la Kia Sportage und

Kia Sorento, die deinen Bandscheiben und

deinem Kreuz ein Lächeln entlocken.

Warum wir uns trotzdem für den Kia

ProCeed entscheiden würden? Weil er eine

herrliche Mischung aus Familienkombi,

schnittigem Coupé-Feeling und elegantem

Repräsentationsmobil ist. Schnell die

Kinder in den Nachmittagsunterricht

geführt, am Heimweg mit großem Respekt

die Grenzen der Fahrphysik erforscht und

dann mit Anzug und Krawatte zum

Abendtermin. So gestaltet sich der perfekte

(Arbeits-)Alltag hinter dem Steuer des Kia

ProCeed. Übrigens: Wem ob des sportlichen

Charakters die 160 PS unseres Testkandidaten

zu wenig sind, kann gerne von der

GT-Line in die GT-Klasse wechseln. Dort

warten dann stolze 204 PS.

Fazit: Vergesst Sitzhöhe und Einstieg,

genießt das Gesamtpaket.

Praktisch – Universal-Smartphonehalter

am Armaturenträger.

Sympathikus – der Nissan Townstar

zeigt von Anfang an, dass er seinen

Aufgaben gewachsen ist.

D

er Job des Pkw-Journalisten ist auch

dazu da, die eigene Meinung hin und

wieder zu revidieren. So wie in diesem Fall.

Der Kia ProCeed GT-Line ist schon auf den

ersten Blick ein, sagen wir es leicht

überzogen, heißes Eisen. Sportlicher

Charakter, gefälliges Auftreten, tolle

Verarbeitung. Pkw-Herz, was willst du

mehr? Womit wir in der Vergangenheit

immer wieder gehadert haben, war die nicht

gerade hohe Sitzposition samt dem dabei

unvermeidlichen Einstiegserlebnis. Jenseits

Eyecatcher – der Kia ProCeed GT-Line schaut

nicht nur toll aus, er fährt sich auch so und

ist obendrein erstklassig verarbeitet.

Geheimversteck – im Laderaum gibt es

dank der Türverkleidungen zusätzliche

Ablagemöglichkeiten.

92 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH

BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022

93



WIRTSCHAFT + MÄRKTE

WIRTSCHAFT + MÄRKTE

VÖB

Steigende Rohstoff- und Energiepreise

bremsen die Bauwirtschaft zunehmend

Rund die Hälfte der Betriebe in der österreichischen Beton- und Fertigteilindustrie

verzeichnete im ersten Halbjahr 2022 steigende Umsätze.

Gleichzeitig rechnet nur knapp jedes fünfte Unternehmen mit einer

Umsatzsteigerung im zweiten Halbjahr dieses Jahres.

D

as geht aus dem aktuellen Konjunkturbarometer

hervor, das im Auftrag

des Verbands Österreichischer Beton- und

Fertigteilwerke (VÖB) halbjährlich

durchgeführt wird. Die allgemeine

Wirtschaftssituation, Rohstoffknappheit

sowie gestiegene Rohstoff- und Energiepreise

bremsen die aktuelle Konjunktur.

„Die gute Auftragslage aus 2021 sorgte

für eine stabile Entwicklung unserer

Betriebe im ersten Halbjahr dieses Jahres.

Steigende Rohstoff- und Energiepreise

werden jedoch bis Jahresende zu einer

Abflachung der Baukonjunktur führen.

Die anhaltend hohe Inflation und die

immer weiter steigenden Energie- und

Rohstoffpreise machen eine Reduktion der

Baukosten für die nächsten Monate

unrealistisch“, sagt Franz Josef Eder, VÖB

Präsident. Beinahe die Hälfte der befragten

heimischen Beton- und Fertigteilwerke

rechnet heuer mit fallenden Umsätzen im

Vergleich zum Bauboom-Jahr 2021.

Franz Josef Eder, VÖB Präsident.

Die österreichische Beton- und Fertigteilindustrie

blickt auf ein relativ stabiles

erstes Halbjahr 2022 zurück. 54% der

befragten Unternehmen meldeten eine

Umsatzsteigerung – im Durchschnitt um

14% gegenüber dem Vergleichszeitraum

letzten Jahres. Das Umsatzwachstum ist

in erster Linie auf die Weitergabe der

gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise

sowie auf den Zugewinn neuer Kunden

und den Ausbau des Leistungs- und

Produktportfolios zurückzuführen. Jedes

sechste Unternehmen der Branche

meldete gleichzeitig Umsatzrückgänge

– im Durchschnitt um 17% im Vergleich

zum Vorjahr. Als Gründe für den Umsatzrückgang

werden eine schlechtere Auftragslage,

Rohstoffknappheit sowie

gestiegene Preise für Vorprodukte und

Energie genannt.

Das zweite Halbjahr wird sich für 58%

der Unternehmen in der österreichischen

Beton- und Fertigteilbranche „eher bis

sehr zufriedenstellend“ entwickeln. Mehr

als ein Drittel der Befragten (35%) spricht

gleichzeitig von einer „weniger zufriedenstellenden“

Entwicklung.

Fotos: VÖB; Stefan Seelig/BDÖ; Shutterstock

Gleichzeitig rechnen 48% der Befragten

mit fallenden Umsätzen im zweiten

Halbjahr 2022 im Vergleich zum boomenden

2. Halbjahr 2021. Die gestiegenen

Rohstoff- und Energiekosten werden

mittlerweile in den meisten Fällen an die

Kunden weitergereicht (bei 89% der

Befragten). „Mehr als die Hälfte der

Unternehmen haben außerdem durch

Einsparungsmaßnahmen und Prozessoptimierungen

die Preissteigerungen bei

Rohstoffen und Energie teilweise

ab gefedert. Darüber hinaus investieren

sie in weitere Optimierungen der

Produktionsprozesse“, so VÖB Geschäftsführer

Anton Glasmaier.

„Bauteilaktivierung, Erhöhung des

Vorfertigungsgrades mit besonderem

Fokus auf Nachhaltigkeit und Reduktion

des CO2-Fußabdrucks bleiben die dominierenden

Trends der Branche. Um eine

gute Konjunkturprognose aufrechtzuerhalten,

fordern VÖB Mitgliedsbetriebe

Entlastungspakete, die Aufhebung der

Fixpreisbindung bei Verträgen sowie die

Anwendung von Produktindizes“, so

Franz Josef Eder, VÖB Präsident,

abschließend.

www.voeb.com

AKTUELL

Anton Glasmaier ist neuer Geschäftsführer

Mit Anfang August hat Anton

Glasmaier die Geschäftsführung des

Verbands Österreichischer Betonund

Fertigteilwerke (VÖB) übernommen.

Der 52-jährige Bauexperte

will die österreichische

Fertigteilbranche verstärkt als Teil

der Lösungen für eine klimafittere

Bauweise mit Beton positionieren.

Anton Glasmaier folgt dem

interimistischen Geschäftsführer

Bernhard Rabenreither, der seit

März 2022 diese Funktion innehatte.

Anton Glasmaier wird sich in

seiner Funktion um die Finanzen,

Marketing und die Öffentlichkeitsarbeit

des VÖB bemühen, der

technische Teil der Geschäftsführung

bleibt in den bewährten

Händen von DI Paul Kubeczko.

Anfang August hat Anton Glasmaier

auch den Vorsitz im Verein Beton

Dialog Österreich übernommen.

Ing. Anton Glasmaier.

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94 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022 95



WIRTSCHAFT + MÄRKTE

SERVICE

I+R GRUPPE

35 Lehrlinge starten ihre Ausbildung

Die Lauteracher i+R Gruppe zählt mit 16 verschiedenen Lehrberufen zu den

größten Ausbildungsbetrieben Vorarlbergs. Kurz vor Fertigstellung ist zudem

die neue firmeneigene Lehrwerkstätte für die Lehrberufe Hoch- und Tiefbauer

sowie Betonbauer am Lauteracher i+R Campus.

M

it 35 neuen Lehrlingen startet das

Familienunternehmen in den Herbst.

Damit bilden die zur Unternehmensgruppe

gehörenden Firmen i+R, Huppenkothen

und Martin insgesamt 107 junge

Menschen zu Fachkräften aus.

„Die duale Ausbildung in Form der

Lehre ist in unseren Unternehmen seit

jeher ein wichtiger Baustein, um Fachkräfte

für die Zukunft heranzubilden und

so dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken“,

betonen die Eigentümer der i+R

Gruppe Joachim Alge und Reinhard

Schertler. Die Unternehmensgruppe setze

dabei auf die Kompetenz des Ausbilder-

Teams, moderne und zukunftsorientierte

Lehrwerkstätten sowie attraktive Benefits

wie Outdoortage oder ein Prämiensystem

für Lehrlinge. Alle Ausbildungsbetriebe

sind als „Ausgezeichneter Lehrbetrieb“

vom Land Vorarlberg und der Wirtschaftskammer

ausgezeichnet.

Die einzige private Lehrwerkstätte für

Bauberufe Vorarlbergs entsteht derzeit am

i+R Campus in Lauterach. „So können wir

die Auszubildenden neben Berufsschule

und der Praxis auf den Baustellen noch

besser unterstützen und erfolgreich zum

Lehrabschluss führen“, freuen sich Alge

und Schertler und ergänzen: „Heuer

können wir auf einen ganz besonderen

Ausbildungserfolg verweisen: Alle fünf

Lehrlinge im Lehrberuf Tiefbau konnten

den Lehrabschluss mit Auszeichnung

abschließen.“

107 Lehrlinge sind mit 1. September

2022 bei der Unternehmensgruppe in 16

verschiedenen Lehrberufen in Ausbildung.

Der Baumaschinen-Spezialist Huppenkothen

bildet an verschiedenen Niederlassungen

in Österreich und der Schweiz

derzeit 56 Lehrlinge überwiegend im

Beruf Baumaschinenmechaniker aus.

Beim Stahlverarbeitungsbetrieb Martin in

Start zu den jährlichen Outdoortagen:

Eigentümer Joachim Alge und das

Ausbilder-Team mit mehr als 100 Lehrlingen,

die bei den Unternehmen i+R Gruppe zu

Facharbeitern ausgebildet werden.

Ludesch sind derzeit 13 junge Menschen

in der Lehre – die meisten erlernen den

Beruf des Maschinenbautechnikers. Im

Baugewerbe sind es die Lehrberufe Hochund

Tiefbauer, Betonbauer, Zimmerer,

Zimmereitechniker, Tischler, Tischlereitechniker

und Informationstechnologie, in

denen die insgesamt 38 Lehrlinge ausgebildet

werden. Über alle Lehrberufe

hinweg starten heute insgesamt 35 junge

Menschen ihre Ausbildung.

Wertvolle Unterstützung bietet auch

das Angebot LehreUp der Offenen

Jugendarbeit Dornbirn (OJAD): Lehrlinge,

die in allgemeinbildenden Fächern wie

Deutsch, Mathematik oder Englisch besondere

Unterstützung benötigen, werden

dort von Pädagogen in Kleingruppen

unterrichtet, um so Mankos auszubessern.

„Dieses Angebot hat sich gerade für die

Unterstützung von schulisch schwächeren

Lehrlingen bewährt. Oft können wir so

auch Lehrlinge mit Migrationshintergrund

besser zum Lehrabschluss begleiten“, freut

sich Joachim Alge über diese Initiative.

www.ir-gruppe.com/lehre

Foto: Udo Mittelberger

KURZURLAUB VON DER BAUSTELLE

Wo die Natur zum Spielplatz wird

Hoch oben über dem Salzachtal, fernab vom Verkehr und jeglicher Hektik, bietet die

Natur rund um das Vier Sterne superior Gut Berg Naturhotel den schönsten (Abenteuer-)

Spielplatz und lässt Kinderherzen höherschlagen.

H

ier liegt das Gefühl von Freiheit,

Abenteuer und unbeschwerter

Kindheit in der Luft. Die kleinen Gäste

toben über die Wiesen, wagen ein Rennen

mit den Kettcars oder statten den pelzigen

Bewohnern am Bauernhof einen Besuch

ab. Und während die Kinder auf große

Entdeckungsreise gehen, finden erholungssuchende

Eltern wertvolle Momente

der Ruhe und Entspannung in der

hauseigenen SPA- & Beautywelt.

Die Schafe füttern, die Hasen streicheln

oder die Ponys putzen und satteln – das

neu errichtete Stallgebäude wird zum

„echten“ Erlebnis für alle Tierfreunde. In

der „Stallküche“ wird mit den kleinen

Gästen Brot gebacken oder gebastelt. „Wir

möchten unsere Gäste am Bauernhofleben

teilhaben lassen und vor allem den

Kindern die Natur wieder näherbringen“,

so die Philosophie der Hoteliersfamilie

Gschwandl. Die Erkundung des eigenen

Baumlehrpfades, das Herumtoben in der

Spielhütte oder das gemeinsame Grillen

am Lagerfeuer sorgen zusätzlich für einen

Hauch von Abenteuer in den Bergen.

Den Pongau aktiv erleben

Und auch rund um das Gut Berg Naturhotel

ist jede Menge Action für erlebnishungrige

Familien geboten. Mittendrin

im Salzburger Land und mit einer

schier unendlichen Vielfalt an familienfreundlichen

Ausflugszielen, sind die

Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten in

der Umgebung beinahe unbegrenzt. Nur

einen Katzensprung entfernt sorgen

„Gspensti und Spuki“ am Geisterberg für

ein schauriges Spielplatz- und Wanderabenteuer,

während „Joeys Baum-Parcours“

am Hausberg von St. Johann auch

Urlaubsparadies der

entschleunigten und genussvollen Art:

Das Vier Sterne superior Gut Berg Naturhotel

im Salzburger Pongau bietet unternehmungslustigen

Familien eine einzigartige Kombination

aus entspanntem Hotelurlaub und

Bauernhoferlebnis.

schon für die kleinsten Kletterer unvergessliche

Abenteuer in luftigen Höhen

verspricht. Ein zusätzliches Highlight

bietet die neu errichtete Adventure

Minigolf-Anlage. Wer gerne die Miniatur-

Sehenswürdigkeiten der Region kennenlernen

möchte, der kann sich hier spielerisch

auf die Reise durch den Pongau begeben.

www.gut-berg.com

Fotos: Gutberg Naturhotel; Selina Flasch Photography; Elisabeth Fotografie

96 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH

BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022

97



SERVICE

BÜCHER

FACHLEXIKON BEGRIFFE IM BAUPROZESS

Linde Verlag; Buch gebunden, 1. Auflage 2022

576 Seiten; ISBN: 9783707335798; 89,00 Euro

DAS ENDE DER MAURERKELLE

Das Lexikon bietet rund 2.000 juristische und technische

Begriffe und Fachausdrücke, die für Juristen und

Techniker in Zusammenhang mit dem Bauprozess

relevant sind. Dabei beschränkt sich das durch

zahlreiche Abbildungen und Skizzen ergänzte Nachschlagewerk

nicht nur auf die Auflistung und Auslegung

von Begriffen des Bauprozesses. Vielmehr bringt es

Juristen, Technikern und sonstigen Interessierten das

praktische Verständnis von Fachtermini des Bauprozesses

aus unterschiedlichen Blickwinkeln anhand von

nützlichen Tipps für die tägliche Praxis und Verweisen

auf Judikatur und Behördenpraxis näher. Ein leicht

verständlicher, von erfahrenen Fachexperten aus Recht

und Baupraxis verfasster Leitfaden, der in keiner

Bibliothek fehlen darf!

www.lindeverlag.at

30 Jahre Wohnbau in Österreich: 1990 - 2020

296 Seiten; ISBN: 978-3-9500638-7-5; 29,70 Euro

Wohnen ist Sozial- und Wirtschaftsgut zugleich. Die Wertschöpfungskette

„Wohnen“ steuert rund zwanzig Prozent zur Wirtschaftsleistung Österreichs

bei. Doch es läuft nicht alles rund im System. In den letzten dreißig Jahren

stiegen die Mieten, Häuser- und Wohnungspreise deutlich rascher als die

Inflation. Leistbares Wohnen steht zur Disposition.

Mit bestechender Klarheit identifiziert Autor Andreas Kreutzer die bestimmenden

Akteure und eröffnet damit spannende Einblicke in die komplexe

Gemengelage des Wohnsektors in Österreich. Er analysiert, weshalb die

meisten politischen Vorschläge zur Einhegung des Preisauftriebs nur bedingt

greifen werden und erklärt, warum Normen und Gesetze Bauen und Wohnen

unnötigerweise verteuern. Er rechnet vor, wie viele geförderte Wohnungen

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zweckentfremdet verwendet werden

und um wie viel günstiger wir bauen

und wohnen könnten, wenn man

Partikularinteressen hintan stellen

würde. Denn Handlungsbedarf

besteht entlang der gesamten

Wertschöpfungskette: in der

Raumplanung, bei der Widmung von

Bauland, bei der Wohnbauförderung,

bei der Höhe von Baukosten und Baupreisen,

hinsichtlich der Produktivität

in der Bauwirtschaft und nicht zuletzt

ordnungspolitisch.

Mit dem Buch legt Andreas Kreutzer

den Finger auf die Schwachstellen einer noch immer in weiten

Teilen handwerklichen Bauproduktion. Er beschreibt gut verständlich,

warum wir unsere Vorstellungen über die Art und Weise, wie

wir bauen ändern sollten. Damit stellt er einer zumeist nur

oberflächlich geführten Diskussion über leistbares Wohnen

fundierte Daten und Fakten gegenüber, die die wahren Preistreiber

demaskieren. Er schärft mit seinen Analysen den Blick für die

großen Herausforderungen im Wohnbau. Das Buch ist im gut

sortierten Buchhandel erhältlich.

NATURSTEINFASSADEN

500 Abbildungen, 225 × 280 mm, 304 Seiten

ISBN 978-3-86922-210-3; 78,00 Euro

Wenn Naturwerkstein für Fassaden eingesetzt wird, gibt der traditionsreiche

und charakterstarke Baustoff auch Neubauten den

Eindruck von Solidität und Beständigkeit. Die Publikation Natursteinfassaden

behandelt Entwurf, Planung und Ausführung von

Fassaden, deren Wetterschicht aus Naturwerkstein besteht – massiv

ausgeführt, mit dünnen Platten verkleidet oder als vorgesetzte

Lamelle architektonisch inszeniert. Der Band aus der Reihe

Handbuch und Planungshilfe zeigt die Vielfalt des Einsatzes von

Naturwerkstein und soll eine

kritische Auseinandersetzung

anregen, wo der Einsatz sinnvoll

ist, und wo nicht. Das Buch

nähert sich dem Komplex

Naturwerksteinfassade in

fünf Kapiteln. Baugeschichtliche

und

architekturtheoretische

Hintergründe

folgen auf eine

Einführung zum

Thema mit einem

Überblick über die

Entwicklung bis hin zu neuen Tendenzen.

Am Ende wird der Weg vom Steinbruch bis zum Stein an

der Fassade nachgezeichnet. Damit erleichtert das Handbuch eine

enge Abstimmung zwischen Bauherr, Architekt und den Fachleuten

von Natursteinbetrieben, denn sie hilft, spätere Probleme zu

vermeiden oder schlichtweg zu besseren Lösungen zu kommen.

www.dom-publishers.com

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98 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH



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