Baublatt Magazin September 2022
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www.baublatt.at
NR. 9 | 2022
ein magazin der
specialmediacom
DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK
Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Retouren an PF 100, 1350 Wien | Einzelpreis 10,00 € | September 2022 | www.baublatt.at
Die neue Generation der
Cat Kompaktradlader 906, 907 und 908
www.zeppelin-cat.at
14 | EVN
Mikrotunnel unter der Donau steigert
die regionale Versorgungssicherheit
56 | VA Erzberg
Neue Hauly-Generation und
innovatives Multifunktions-Fahrzeug
64 | Holzmesse
Rückblick auf die Leistungsschau
für die Forstwirtschaft in Klagenfurt
»
Teamwork
Perfektes Zusammenspiel von Bagger und
Raupentransporter - so sieht wirtschaftliches
Arbeiten aus.
Der Raupentransporter TCR50-2 von Takeuchi bewegt seine 3.700 kg
Nutzlast auch unter schwierigen Bedingungen auf lockerem oder
unebenem Untergrund. Im Gelände beeindruckt er mit seiner
Steigfähigkeit von 30 Grad. Seine 180°-Drehkippmulde kippt das
Material auf den Punkt. Die Maschine muss nicht ständig neu
positioniert werden, das schont die Gummiketten.
» Joysticksteuerung für Fahren und Kippen
» Rückfahrkamera - für mehr Sicherheit
» 5,7-Zoll-Multi-Informations-Display in Farbe mit
automatischer Einblendung der Rückfahrkamera
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schlechten Lichtverhältnissen
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Serviceangebot
EDITORIAL
Großgerät als Touristen-Attraktion
Es ist eine Gerätekonfiguration und ein
Einsatzprofil, das weltweit vermutlich
einzigartig ist: Die neue Hauly Generation
am Erzberg präsentiert sich rundum
modernisiert und bietet den Besucherinnen
und Besuchern eine völlig neue Qualität.
Nicht weniger interessant ist aber auch das
neue Multifunktions-Fahrzeug, das vom
Team der VA Erzberg auf Basis eines starren
Muldenkippers entwickelt und realisiert
wurde. Nach einer einfachen
Umrüstung kann nun das selbe
Fahrzeug im Sommer für
die Staubfreimachung und
im Winter für den Streudienst
eingesetzt werden.
Baublatt.Österreich hatte die
Gelegenheit, sich im Rahmen
eines exklusiven Termins über
die Details zu informieren.
Das war aber nicht unser
einziger Besuch in einem
Abbaubetrieb. Nicht weit davon
entfernt, in St. Stefan ob
Leoben, haben wir den Dunit
Steinbruch besucht, wo vor
kurzem der Fuhrpark umfassend modernisiert
wurde. Weiter ging die Reise nach
Saalfelden. Dort baut die Strabag-Tochter
Mineral Diabas ab und deckt dabei 20% des
Energiebedarfs des Steinbruchs über die
Stromproduktion durch das Förderband ab.
Zusätzlich will man durch eine Kooperation
mit ÖBB Rail Cargo Group künftig weitere
520 t CO2 jährlich einsparen. Und dann
waren wir noch in der Südsteiermark, wo die
Firma Aldrian in der Diabas Aufbereitung
einen raupenmobilen Prallbrecher der 100 t
Klasse einsetzt.
Aber auch unsere große Projekt-Reportage
lässt das Techniker-Herz höherschlagen. Die
Karl Englert
Verlagsleiter und Herausgeber
BAUBLATT.ÖSTERREICH
Errichtung des 460 m langen Mikrotunnels
unter der Donau ermöglicht die Verbindung
der Infrastruktursysteme von Klosterneuburg
und Korneuburg – und damit einen
wichtigen Beitrag für die regionale Versorgungssicherheit.
Natürlich finden Sie in
dieser Ausgabe viele weitere Berichte – etwa
die Nachlese zur Holzmesse in Klagenfurt
oder unser Interview mit Mag. Martin
Huber, Head of Service Austria bei Zeppelin
Österreich. Nicht zuletzt wurde
kurz vor Redaktionsschluss
beim diesjährigen MAWEV-
Heurigen der Termin für die
nächste MAWEV-Show
bekanntgegeben: sie findet
vom 10. bis 13. April 2024 im
VAZ St. Pölten statt.
In der Bauwirtschaft ist die
Großwetterlage der nächsten
Monate leider nach wie vor von
dunklen Wolken geprägt.
Verantwortlich sind unter
anderem die hohen Baupreise,
die zunehmend Projekte
bremsen. Nach dem gemeinnützigen
Wohnbau zeigen sich die Auswirkungen
jetzt auch bei den Kanal- und
Asphaltierungsarbeiten der Gemeinden,
denn zu den im Vorjahr beschlossenen
Budgets kann nun nicht angeboten werden.
Als Konsequenz daraus finden Projekte
nicht statt und den Tiefbauern beginnt die
Auslastung zu fehlen, wie hochrangige
Branchenvertreter betonen. Wir bleiben auf
jeden Fall dran und wünschen Ihnen nun
mit unserer aktuellen Ausgabe ein informatives
Lese-Vergnügen. Bleiben Sie gesund!
Meint herzlichst
Ihr Karl Englert
Neue Generation der
Cat-Kompaktradlader
Aufbauend auf dem Erfolg der
kompakten Cat-Radlader der M-Serie
verfügen die neuen Cat-Radlader der
nächsten Generation 906, 907 und
908 über eine überarbeitete Fahrerkabine,
die exklusive Cat-Technologien
nutzt, um die Bedienerfreundlichkeit
zu verbessern und den
Komfort größerer Radlader-Modelle
auch auf einer kleineren Plattform zu
bieten. Der neue Cat-Motor C2.8 sorgt
mit seinem verbesserten Antrieb und
Antriebsstrang für höhere Fahrgeschwindigkeiten
auf der Straße und
bietet eine bessere Leistung des Antriebsstrangs.
Hydraulik und Aufbau
wurden überarbeitet, so dass diese
neuen Modelle für viele Anwendungen
optimal geeignet sind.
The Game Changer
Spielt in einer anderen Liga
Neues Level erreicht! Von Grund auf neu konzipiert und in enger Zusammen arbeit
mit unseren Kunden entwickelt, entstand mit dem GMM 50-5 ein Mehrschalengreifer,
der mit Blick auf Belastbarkeit, Widerstandsfähigkeit und Lebensdauer
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IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe September 2022, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
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Grundlegende Richtung: BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin fü r die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung
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4 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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INHALT
INHALT
62 MWT: Die neue mobile Wiegeelektronik
WK 60 ist eine innovative Schaltzentrale.
82 Mineral: Auf dem Weg zum klimaneutralen
Steinbruch beim Diabas Abbau in Saalfelden.
HOLZMESSE
64 Klagenfurt: Das Messe-Duo Internationale
Holzmesse und Holz & Bau war ein
Treffpunkt für die Forst- und Holzwirtschaft.
84 Kleemann: Mehr Anwendungsvielfalt
für Kegel- und Prallbrecher.
85 Lederer Siebtechnik: Die Trommelsiebe
von Asco BH sind modular erweiterbar.
65 Hubtex: Langgut sicher transportieren.
66 Liebherr präsentierte unter anderem die
Umschlagmaschine LH 26 M Timber Litronic.
68 Mercedes-Benz: Zu sehen waren ein
Arocs 3658 6x6 und ein Unimog U 530.
69 Westtech: Robuste Anbaugeräte für die
Einsatzbereiche in der Forsttechnik.
70 Ascendum: Die neuesten Maschinen von
Volvo CE und Sennebogen führten auch
zu Verkaufsabschlüssen auf der Messe.
86 Polixmair ergänzt mit der Abfall- und
Recyclingtechnik von Hammel die
Kompetenzen in der Aufbereitungstechnik.
88 Rockster: Ein R1100DS bereitete in den
USA 350.000 m 3 Beton in Rekordzeit auf.
BETON + SCHALUNG
90 Strabag: Gemeinsam mit Peri wurde Anfang
September Österreichs erstes Gebäude
aus dem 3D-Drucker eröffnet.
FUHRPARK
72 Kuhn Ladetechnik: Die Generation 3 von
Palfinger Epsilon bietet höchste Ergonomie.
73 Bulmor: Elektro-Seitenstapler im Fokus.
92 Baublatt.Österreich Test:
Dacia Duster Blue DCI 115 4WD
KIA Proceed GT-LINE 1.5 T-GDI
Nissan Townstar Tekna
MENSCHEN + SZENE
08 Aktuelles bei Volvo CE, FBI, VÖBU,
Schüttflix, ÖBV, Construction Equipment
Forum und FH Kärnten.
12 MAWEV: In Tattendorf ging der traditionelle
MAWEV-Heurige über die Bühne.
PROJEKTE + PLANUNG
14 EVN: Zwischen Klosterneuburg und
Korneuburg wurde unter der Donau ein
rund 460 m langer Mikrotunnel errichtet,
der ab April 2023 die Infrastruktursysteme
auf beiden Seiten der Donau verbindet.
MASCHINEN + TECHNIK
20 Zeppelin: Seit rund zwei Jahren
leitet Mag. Martin Huber bei
Zeppelin Österreich die
Geschäftsleitung für
den Servicebereich
in allen Segmenten.
Wir sprachen
mit ihm über
seine aktuellen
Agenden und
Projekte.
Die VA Erzberg GmbH präsentierte vor kurzem
die neue Hauly Generation und ein ebenfalls 56neues Multifunktions-Fahrzeug.
24 Metabo: Neue Geräte für Arbeiten in Metall.
24 Dorn Lift: Eine neue Raupen-Arbeitsbühne
Lightlift 17.75 Lithium Ion sorgt für sicheres
Arbeiten bei der HBD Facility GmbH.
26 Yanmar präsentiert das neueste Modell
des Mini-Kurzheckbaggers ViO17.
27 Sandvik präsentiert den Toro TH430
Muldenkipper mit Stufe V-Motor.
28 Kiesel: Die vollelektrischen Kompaktradlader
der Modellreihe G2200E von Tobroco-Giant
bewähren sich bei verschiedenen Einsätzen.
30 Liebherr: Mit dem neuen 300 EC-B 12 Fibre
und dem 270 EC-B 12 erweitert Liebherr
seine Baureihe der Flat-Top-Krane.
34 Wirtgen bietet ein breites Portfolio
für den wirtschaftlichen Betoneinbau
im Inset- und Offsetverfahren.
36 Mapei: Innovative Straßenbeschichtung.
38 Kuhn: Die in Asparn an der Zaya ansässige
Firma Winter Transporte verstärkt ihre Flotte
intelligenter Bagger durch einen neuen
Komatsu PC210LCi-11E0 mit iMC 2.0
42 bauma: Vom 24. bis 30. Oktober widmet
sich die Weltleitmesse in München fünf
Leitthemen und bietet ein umfangreiches
Rahmenprogramm mit teils neuen Formaten.
44 HKL: Zum 10-jährigen Firmenjubiläum
kann HKL Baumaschinen Austria auf eine
erfolgreiche Entwicklung zurückblicken.
46 Doosan: Der neue DX225LC-7X bietet als
erster „Smart“-Bagger von Doosan unter
anderem eine Löffelassistenzfunktion und
die vollelektrische Hydrauliktechnologie.
50 Zeppelin: Die DBL Dunit Bergbau
modernisierte den Fuhrpark für den
Abbaubetrieb in St. Stefan ob Leoben
mit vier neuen Cat Geräten.
54 Kiesel: Der Hitachi ZX140W-6 bewährt sich
bei der Firma Holp im Forst- und Wegebau.
56 VA Erzberg: Das Hauly-Konzept wurde
durch das Team der VA Erzberg GmbH in
allen Bereichen modernisiert. Ebenfalls neu
ist ein Multifunktions-Fahrzeug, das für die
Staubfreimachung im Sommer und für den
Streudienst im Winter entwickelt wurde.
74 Kuhn informierte über den Komatsu Radlader
WA475-10 in der Holzindustrie Spezifikation
und präsentierte den Komatsu PW180.
AUFBEREITUNG
76 Gipo: Im Diabas-Abbau der Firma Aldrian
in Oberhaag übernimmt ein hocheffizienter
Prallbrecher des Schweizer Herstellers
Gipo die Arbeit mehrerer Anlagen.
79 Frutiger: Staub und Schmutz fest im Griff.
80 Mineraltech: Mit der mobilen Aufbereitung
von Aushubmaterial ist die Firma „acht“
baurecycling bestens vertraut und schon
seit Jahren Vorreiter in Österreich.
90
94 VÖB: Steigende Rohstoff- und Energiepreise
bremsen die Bauwirtschaft zunehmend.
96 i+R Gruppe: 35 Lehrlinge starten ihre
Ausbildung in 16 verschiedenen Lehrberufen.
04 Editorial
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
STANDARDS
97 Service
Kurzurlaub von der Baustelle: Vier Sterne
superior Gut Berg Naturhotel; Literatur
MERLO ROTO
DER DREHBARE
WOLKEN
KRATZER
BURGKIRCHEN 07724 2107 mauch.at
6 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022 7
MENSCHEN + SZENE
MENSCHEN + SZENE
VOLVO CE I BRIO
Inspiration für die Ingenieure der Zukunft
Volvo Construction Equipment und die bei Familien beliebte
Brio AB bündeln ihre Kräfte und bringen eine neue
Reihe von hölzernen Bauspielzeugen auf den Markt. Die
neueste Baureihe von Brio Builder bietet Radlader,
Dumper und Bagger, die aus FSC-zertifiziertem Buchenholz
und hochwertigen Kunststoffteilen gefertigt sind.
Die Spielzeuge verfügen über realistische Spielfunktionen
wie mechanisches Kippen, Heben und Ziehen. Da
Sicherheit ein zentraler Wert von Volvo CE ist, befindet
sich auf jeder Maschine eine batteriebetriebene orangefarbene
Warnleuchte, wie sie auch im On Board
Weighing-System von Volvo zu finden ist. Das Bauspielzeug
von Brio Builder ist ab Herbst 2022 erhältlich.
FBI
Führungswechsel im FBI
D
ie Unternehmensberaterin und Autorin
Katharina Sigl (Bild) übernahm per
1.7.2022 die Geschäftsführung im Forschungsverband
der österreichischen
Baustoffindustrie von Mag. Regina Müller,
die nach 30 Jahren in den Ruhestand
wechselt. „Die Zukunftsthemen der Baubranche
stehen fest: Digitalisierung, Neue
Wohn- und Arbeitsräume sowie Circular
Economy, um nur einige zu nennen, brauchen
in vielen Fällen einen Schulterschluss,
um wirklich in der Praxis anzukommen.
Diesen Weg im Sinne unserer Mitglieder zu
gestalten, verstehe ich als meine Aufgabe“,
so Katharina Sigl. „Deshalb habe ich mir
vorgenommen, den Verband von einem
Interessens- in einen lebendigen Interaktionsverband
zu entwickeln. Allen voran
zählt dabei die Umsetzung folgender drei Is:
Interessen verstehen, Interaktionen
ermöglichen und Initiativen setzen“.
www.fbi-forschungsverband.at
SCHÜTTFLIX
Birgit Oburger ist
Head of Operations
S
chüttflix baut das österreichische
Führungsteam aus und
hat Birgit Oburger MBA, 41, zur
neuen Head of Operations
bestellt. Birgit Oburger absolvierte
den Universitätslehrgang
Business Administration,
Entrepreneurship and
Innovation an der WU
Executive Academy und
bringt langjährige Erfahrung
in den Bereichen
Operations, digital
Marketing und Etablierung
digitaler Plattformen
ein. Als Spezialistin für
Growth Operations wird
sie wesentlich für den
raschen Ausbau des
Partnernetzwerks in
Österreich verantwortlich
sein. Schüttflix verbindet als
digitale Logistikdrehscheibe für
die Baubranche Bauunternehmer,
Baustoffanbieter und
Spediteure miteinander. Mit
wenigen Klicks können Unternehmer
in der App Preise
vergleichen und Schüttgüter und
Transporte direkt bestellen.
Seinen Partnerspeditionen
ermöglicht Schüttflix eine
optimierte Tourenplanung, die zu
weniger Leerfahrten und somit
mehr Nachhaltigkeit führt.
Darüber hinaus unterstützt
Birgit Oburger.
Schüttflix mit Daten für die
Echtzeit-Analyse und digitalen
Dokumenten Bauunternehmen
bei der Optimierung und
Digitalisierung ihrer Prozesse.
Das 2018 in Deutschland
gegründete Unternehmen
machte 2021 einen Umsatz von
50 Mio. Euro und zählte circa
9.000 Kunden und Partner auf
der Plattform. 2022 expandiert
Schüttflix nach Österreich, beginnend
in Wien und Umgebung.
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VÖBU
Hochkarätiges Treffen in Wien
D
ie VÖBU (Vereinigung Österr. Bohr-,
Brunnenbau- und Spezialtiefbauunternehmungen)
leistet mit ihren Seminaren
und Events nicht nur einen wichtigen
Beitrag für die Weiterbildung der Branche,
sie ist auch international bestens vernetzt.
So traf sich am 8. und 9. September 2022 die
„Technical Working Group“ der EFFC
(European Federation of Foundation
Contractors – die „europäische“ VÖBU) mit
13 Teilnehmern aus 12 Ländern in Wien zu
ihrer 23. Arbeitssitzung. Präsident der EFFC
ist VÖBU Präsident DI Andreas Körbler.
www.voebu.at
8 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
ÖBV
Partnerschaft mit Baupraxis 2022
Aufgrund des großen Interesses an der Veranstaltung „Partnerschaft
mit Baupraxis 2020-2021“ wird die Fachkonferenz von den Organisatoren
Österreichische Bautechnik Vereinigung und Heid & Partner
Rechtsanwälte auch 2022 wieder abgehalten. Diesmal stellen Auftraggeber,
Auftragnehmer und Planer Pilotprojekte aus dem deutschsprachigen
Raum vor, welche mit partnerschaftlichen Vertragsmodellen umgesetzt
werden. Allianzverträge, IPA-Verträge, das Partnerschaftsmodell
Schiene der Deutschen Bahn, ECI-Modelle und Green Public Procurement
bei Bauprojekten sind die Schwerpunkte der Veranstaltung im Jahr
2022. Das Programm bietet hochkarätige Vortragende, interessante Fragenrunden,
eine Podiumsdiskussion und partnerschaftliche Gespräche
am 20.10.2022 sowie informative Workshops am 21.10.2022. Weitere Informationen
im Internet.
www.allianzvertrag.at
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5. CONSTRUCTION EQUIPMENT FORUM
Wertschöpfungskette Bau an einem Ort
Mit dem Titel „Vernetzter, produktiver, nachhaltiger: Was hält die
Zukunft für die Baubranche bereit?“ startet das 5. Construction
Equipment Forum 2022 am 16. und 17.11.2022 in Berlin.
D
ie Managementkonferenz bringt das
gesamte Wertschöpfungssystem der
Baumaschinenindustrie zusammen:
Branchenübergreifend tauschen sich
Hersteller, Zulieferer und Abnehmer zwei
Tage intensiv aus, knüpfen neue Kontakte
und bereichern sich gegenseitig. Abgerundet
wird das Event durch die Innovationsausstellung
mit Lösungen und Produkten
als Networking- und Break-Out Area.
„Das Construction Equipment Forum
bietet uns tatsächlich ein echtes Forum in
der gesamten Wertschöpfungskette. Das
ist auch der große Unterschied zu allen
anderen Veranstaltungen, die wir in
unserer Industrie kennen, wo immer nur
ein Glied der Wertschöpfungskette da ist.
Hier sind wir gleichberechtigt – von den
Lieferanten und Herstellern über die
Dienstleiter bis hin zu den Kunden. Und
das ist natürlich sehr attraktiv für das
Netzwerken und den konstruktiven
Dialog“, betont Alexander Greschner, CSO,
Wacker Neuson SE. Weitere Informationen
und Anmeldung unter
www.constructionforum.de
Wir begrüßen Sie auf der
24. - 30. Oktober 2022 München
Komatsu Halle C6 und Demogelände
TERMINE
IAA Transportation
20.-25.09.2022, Hannover
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Recyclinggerechte Ausschreibung und
Vergabe
03.10.2022, Wien www.brv.at
Richtige Zwischenlagerung für
Bodenaushub und Baurestmassen
12.10.2022, Wien www.brv.at
Die Teilnahme am 5. Construction Equipment Forum ist vor
Ort und über das Internet möglich.
Tagung Baurecht
18.10.2022, Wien www.ars.at
bauma
24.-30.10.2022, München www.bauma.de
Tagung Bauwirtschaft
14.11.2022, Wien www.ars.at
Thementag Flach- und Steildächer sowie
Bauwerksabdichtungen
21.11.2022, Wien www.ars.at
Bauträgerverträge – Neugestaltung &
Abwicklung speziell für Vertragserrichter
22.11.2022, Wien www.ars.at
Aktuelles zur Wiener Bauordnung
23.11.2022, Wien www.ars.at
TBM-DiGs
23.-25.11.2022, Montanuniversität Leoben
www.tbmdigs.com
Ausbildung zum Baukoordinator –
zertifizierter Lehrgang
23.-25.11.2022, Wien www.ars.at
FH KÄRNTEN
Auszeichnung für
naturnahe Bauprojekte
D
ie FH Kärnten vergibt zum zweiten Mal „Die
Goldene Unke 2022“ für innovative, naturnahe
und naturschonende Bauprojekte in Kärnten. Ziel
ist es, gelungene Projekte vor den Vorhang zu holen
und Firmen, Gemeinden und Städte anzuregen,
Projekte naturnaher und -schonender umzusetzen.
Eine Chance auf eine Auszeichnung haben jene
Projekte, die eine Verbesserung für die Natur
(Tier- und Pflanzenarten, sowie Lebensräume, u.a.)
ermöglichen. „Naturschutz und Bauwirtschaft
finden immer öfter gemeinsame Lösungen,“ erklärt
Martin Schneider, Leiter des Studienbereichs
Bauingenieurwesen und Architektur an der
Fachhochschule Kärnten. Teilnahmeberechtigt sind
Projekte, die in den vergangenen fünf Jahren
erfolgreich in Kärnten umgesetzt wurden. Einreichungen
sind bis zum 16. Oktober 2022 möglich.
www.fh-kaernten.at/gunk
10 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Komatsu PC210LCi-11
Der Komatsu PC210LCi-11 überzeugt durch die Qualität
und alle Vorteile, die auch das Standardmodell auszeichnen.
Sein besonderer Wettbewerbsvorsprung liegt in der
weiter verbesserten, ab Werk integrierten intelligenten
Maschinensteuerung 2.0 von Komatsu. Der Fahrer kann
sich voll und ganz auf den Einsatz konzentrieren, während
das System sicherstellt, dass nur genau so viel Material
bewegt wird, wie geplant.
KUHN
GRUPPE
Kuhn Baumaschinen GmbH · Zentrale Eugendorf, Kuhn Straße 1, A-5301 Eugendorf bei Salzburg
Telefon: 0043 (0)6225 8206 0 · Telefax: 0043 (0)6225 8206 190 · e-mail: office-bm@kuhn.at
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MENSCHEN + SZENE
MENSCHEN + SZENE
Nahmen die Ehrenurkunden
für die langjährige MAWEV-
Mitgliedschaft entgegen (von
links): MAWEV-Präsident
Mag. Gerhard Egger, Günther
Kühn (Geschäftsführer
Bomag GmbH), Michael
Perwein (Geschäftsführer
Baumaschinentechnik
Ges.m.b.H.) und Kurt Steiner
(Verkauf, Baumaschinentechnik
Ges.m.b.H.).
MAWEV-HEURIGER
Vorschau auf die MAWEV-Show 2024
Nachdem aufgrund der Pandemie der Termin zwei Mal verschoben
werden musste, stand der 36. MAWEV-Heurige ganz im Zeichen der
Vorschau auf die MAWEV-Show 2024.
D
ie MAWEV-Show ist für die heimische
Baumaschinen-Branche eine wichtige
Leistungsschau und so konnten am 8.
September zahlreiche Verbandsmitglieder
zum diesjährigen MAWEV-Heurigen im
Lokal „Thomas im Johanneshof“ begrüßt
werden. In seiner Rede ging MAWEV-
Präsident Mag. Gerhard Egger kurz auf
die aktuelle wirtschaftliche Lage ein: „Wie
wir wissen, ist die Bauwirtschaft seit
Informierten über die MAWEV-Show 2024 (von links): Projektleiter
Georg Thürauer und Kristin Hörmann (beide Messe Graz) mit
MAWEV-Präsident Mag. Gerhard Egger.
einiger Zeit voll ausgelastet und das
laufende Jahr wird mit sehr guten
Ergebnissen abschließen. Die Zahlen für
den Verkauf von Neugeräten waren im
ersten Halbjahr sehr erfreulich. Diese
Dynamik wird sich jedoch im weiteren
Jahresverlauf stark abschwächen.
Angesichts einer möglichen Rezession ist
es umso wichtiger, viele Wirtschaftsbereiche
neu anzudenken, Innovationen
voranzutreiben und die Aus- und Weiterbildung
qualifizierter Mitarbeiter intensiv
zu fördern.“
Den Höhepunkt des Abends bildete die
Bekanntgabe des Termins für die nächste
MAWEV-Show, der gemeinsam mit der
Grazer Messe festgelegt wurde: sie findet
vom 10. bis 13. April 2024 im VAZ St.
Pölten statt, die Vorbereitungen dazu sind
bereits in vollem Gange. Georg Thürauer,
Projektleiter der Messe Graz, informierte
über wichtige Details, etwa das fast fertig
adaptierte Gelände oder die Teststrecke.
Thürauer: „Wir wollen die bis jetzt größte
MAWEV-Show auf die Beine stellen und
freuen uns über die vielen Anfragen, die
bereits ins Haus kommen. Ab 17. November
wird es für MAWEV-Mitglieder
möglich sein, Buchungen für die Messeteilnahme
zu fixieren. Mit Jahresbeginn 2023
steht die MAWEV-Show dann allen
interessierten Unternehmen offen. Ich
bedanke mich an dieser Stelle für das
Vertrauen, dass uns und dem Projekt
MAWEV-Show trotz den aktuellen
Herausforderungen entgegengebracht
wird. Schauen wir gemeinsam positiv in
die Zukunft und freuen uns auf eine tolle
MAWEV-Show 2024!“
Auch in diesem Jahr bedankte sich der
Verband bei Unternehmen mit runden
Jubiläen für ihre langjährige Treue. In
diesem Sinne wurden Ehrenurkunden an
die Firmen Bomag (50 Jahre) und Baumaschinentechnik
(20 Jahre) übergeben.
www.mawev.at
12 BAUBLATT.ÖSTERREICH
BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022 13
3 4
7
PROJEKTE + PLANUNG
1
2
EVN
Mikrotunnel unter der Donau steigert
die regionale Versorgungssicherheit
5
6
Unsere Bilder zeigen:
(1) Für die Errichtung des
Dükers wurden neue
Kernbohrungen und
Erkundungsschürfe mit
bereits vorhandenen
Daten eines früheren
Brückenprojekts ergänzt.
(2+3+5) Den Schild des
Bohrkopfs und dessen
Einhebung in den
Pressschacht mit
einem Mobilkran.
(4) Blick über den Pressschacht
und den Portalkran
für das Ein heben der
Betonrohre Richtung
Korneuburg.
(6) Blick in den Startschacht
mit der Pressanlage
für die 3 m
langen Betonrohre.
(7) Projekt leiter DI (FH)
Richard Karlberger,
Bereich Netz-Engineering
Gas der Netz Niederösterreich
GmbH, im Düker
kurz vor dem Einbau der
ersten Rohr leitungen an
der Ober seite des
Querschnitts.
Nachhaltige Lösungen.
Härtester Stahl.
Seit 1945.
Verlässliche
Leistungsträger
Zwischen Klosterneuburg und Korneuburg wurde unter der Donau ein rund 460 m langer
Tunnel mit einem Innendurchmesser von 2 m gebohrt. Sein Querschnitt ist vollgepackt mit
Leitungen für Trinkwasser, Gas, Strom, Naturwärme und Breitband-Internet. Mit der Inbetriebnahme
im April 2023 wird er die Infrastruktursysteme auf beiden Seiten der Donau
verbinden und damit einen wichtigen Beitrag für die regionale Versorgungssicherheit leisten.
E
rrichtet wird der Mikrotunnel in der
Nähe der Donau-Rollfähre, die
Klosterneuburg mit Korneuburg verbindet.
Da in den Donau-Auen gebaut und
teilweise auch gerodet werden musste, ist
das ganze Projekt geprägt durch eine
naturnahe Gestaltung und intensive
Gespräche mit Naturschützern und
Anrainern. Pflanzen wurden versetzt,
besonders schützenswerte Bäume sind
stehen geblieben und das gereinigte
Abbaumaterial wird so weit als möglich in
der Umgebung verwendet. Ein beidseitiger
Amphibienschutzzaun und rund 140
Sammelbehälter sorgen dafür, dass die
Tiere täglich unbeschadet auf die andere
Seite der Baustelle transportiert werden
können.
Wie eingangs erwähnt, werden in
diesem Tunnel verschiedene Versorgungsbereiche
auf engstem Raum gebündelt.
Fotos: EVN; Daniela Matejschek; Baublatt.Österreich
Aus diesem Grund sind die EVN-Töchter
Netz Niederösterreich (Mikrotunnel,
Breitband-Internet), EVN Wärme (Fernwärme-Leitungen)
und EVN Wasser (Wasserleitungen)
als Auftraggeber eingebunden.
Unterstützt wurde die Auftraggeber Seite in
der Planungsphase durch die De la Motte &
Partner GmbH, ein deutsches Ingenieurbüro
mit jahrzehntelanger Erfahrung im Dükerbau.
Die bauliche Umsetzung des 10 Mio.
Euro Projekts erfolgt durch die ARGE Donau
Düker, bestehend aus den Firmen BT Bau
und Smet-Tunnelling. Der Spezialtiefbau
wurde durch die Firma Porr errichtet, der
Leitungsbau inklusive Einzug des Rohrstrangs
erfolgt durch die Firma GLS. In
Summe werden 10 Mio. Euro in das Projekt
investiert.
Ein kurzer Blick auf die Technik: Microtunnelling
ist ein Verfahren für den grabenlosen
Rohrvortrieb, bei dem von einem
Startschacht aus mit Presse und Bohrkopf
ein Rohr vorgetrieben wird. Die notwendigen
Vortriebskräfte werden von einer hydraulischen
Press-Station erzeugt und über die
Vortriebsrohre übertragen. Der Bodenaushub
erfolgt kontinuierlich durch den Bohrkopf
und wird hydraulisch über Abraumrohrlei-
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14 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022 15
PROJEKTE + PLANUNG
PROJEKTE + PLANUNG
1
3
(1) Blick in das Innenleben des Bohrkopfs
mit dem Einstieg in die Druckkammer
für den Disken-Wechsel. (2+3) Die Ver- und
Entsorgungsleitungen für den Vortrieb,
mit einer der drei zwischengeschalteten
Press-Stationen.
Magnetometer überprüft. Anschließend
wurden die Rohre für die Leitungsführung
mit Pressbohrungen hergestellt. Den
zweiten Abschnitt bildet der Düker unter
der Donau, der dritte Abschnitt erstreckt
sich vom Pressschacht bis zum Durchstich
der Gas- und Wasserleitungen an das
bestehende Netz in Klosterneuburg.
Für die Ausführung des Dükers
standen zwei Varianten zur Auswahl:
gerade und begehbar oder – und diese
Variante wurde realisiert – gebogen und
nicht begehbar. Der Düker, der mit bis zu
11 m Überdeckung unter der Donau
verläuft, wurde mit einem Radius von
1.500 m errichtet, nur im Endbereich
wurde der Radius für einen einfacheren
Anschluss auf 1.000 m reduziert. Die
Arbeiten am Düker begannen am Süd-
Ufer mit der Kampfmittelsondierung und
der Herstellung des Press-Schachts als
überschnittene Bohrpfahlwand. Ende Mai
wurde der 40 t schwere Bohrkopf „Elisabeth“
in Millimeterarbeit in den Press-
Schacht gehoben. Musste der Bohrer im
Uferbereich zunächst Schwemmsand und
Kies durchörtern, so traf er in der Folge
fast durchgängig auf Gestein. Aufgrund
des schrägen Schichtverlaufs bildeten die
Die 3 m langen Betonrohre der Firma
Haba weisen eine Wandstärke von
20 cm auf und wurden komplett
mit Stahl-Zentrierring und
Gummidichtung angeliefert.
Übergänge von weichem Boden zu Fels die
größte Herausforderung. Gesteuert wurde
der Vortrieb über vier Zylinder hinter dem
Bohrkopf, die für die erforderliche Neigung
des Schildes sorgten. Die Bohrarbeiten
starteten Anfang Juni und wurden im
Mehrschichtbetrieb rund um die Uhr
vorangetrieben. Punktgenau und im
Zeitplan erreichte der Bohrer Ende Juli
den Zielschacht in Tuttendörfl bei
Korneuburg.
Während der rund 40 t schwere
Bohrkopf mit einem Mobilkran eingehoben
wurde, übernahm ein Portalkran die
Versorgung des Vortriebs im Startschacht
mit den Betonrohren. Die 3 m langen
Betonrohre der Firma Haba weisen eine
Wandstärke von 20 cm auf und wurden
komplett mit Stahl-Zentrierring und
Gummidichtung angeliefert. Zwischen den
Rohren ist eine Holzplatte angeordnet um
Beschädigungen zu vermeiden.
Projektleiter Karlberger über den
Vortrieb: „Bis etwa zur Hälfte der Gesamtlänge
war die Bohrleistung ausgezeichnet
und betrug 18 m pro Tag, anstelle der
erwarteten 10 m. Allerdings fiel die
Bohrleistung danach stark ab und im
Bohrschild wurde ein Wechsel der rund 40
kg schweren Disken notwendig. Dieser
Vorgang, der auch mit den Behörden
abgestimmt wurde, gestaltete sich insofern
schwierig, als viele der Disken stark
abgenutzt waren und den Einbau der
neuen Disken erschwerten. In dieser
2
tungen über Tage gefördert. Dort gelangt
der Aushub in eine Seperationsanlage, wo
das Fördermedium getrennt und wieder
zum Bohrkopf zurückgepumpt wird. Um
die Vortriebskraft bei der Rohrinstallation
aufgrund der Länge nicht zu überschreiten,
wurden bei diesem Projekt drei
zwischengeschaltete Press-Stationen
eingebaut.
Projektleiter DI (FH) Richard Karlberger,
Bereich Netz-Engineering Gas der
Netz Niederösterreich GmbH, verfügt über
umfangreiche Erfahrungen im Pipelinebau.
Er informierte Baublatt.Österreich
Ende August vor Ort über den Baufortschritt.
Das Gesamtprojekt gliedert sich in
drei Abschnitte, deren Realisierung unter
anderem in Abstimmung mit via donau,
Stift Klosterneuburg, Asfinag und ÖBB
erfolgt.
Zunächst wurde im ersten Abschnitt,
der sich am nördlichen Donau-Ufer bei
Korneuburg befindet, die Zuführung der
Leitungen zum Zielschacht des Dükers
unter der Autobahn A22 und den Gleisen
der ÖBB hergestellt. Dazu wurden im
Vorfeld für die Kampfmittelsondierung
fünf jeweils 150 m lange Spülbohrungen
durchgeführt und der Bereich mit einem
Giant E-Radlader im Galabau
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16 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022 17
PROJEKTE + PLANUNG
Die neue
Generation ist da!
NEWS
Montage der jeweils zwei Fernwärme, Wasser und
GasLeitungen auf dem 450 m langen Schlitten, mit
dem der Rohreinzug erfolgt. Rechts das Holzelement,
mit dem die Position der Rohre fixiert wird
bzw. die Stahlkonstruktion des Schlittens.
• DAS PASST ZU UNS •
WIR DENKEN ZUKUNFT
DATEN & FAKTEN
Auftraggeber: EVN Netz,
EVN Wärme,
EVN Wasser
ARGE Düker: BT Bau (Baumeister)
Smet Tunnelling
(Mikrotunnel)
Spezialtiefbau: Porr
Leitungsbau: GLS
Betonrohre: Haba
Spülbohrungen: RBS
Situation musste der Bohrkopf über die
Steuerzylinder ein kleines Stück zurückgezogen
werden. Dann wurde in der
Druckkammer und im Bereich vor dem
Schild ein Überdruck von etwa 1,7 bar
erzeugt. Drei Taucher in drei Schichten
gelangten durch eine kleine Öffnung in
den Bereich vor dem Schild, mussten
etwas Fels abtragen, den Wechsel der
Schneidwerkzeuge durchführen und
anschließend jeweils mehrere Stunden in
der engen Druckkammer für die Dekompression
verbringen. Im weiteren Verlauf
mussten allerdings nur noch die äußeren
Disken getauscht werden.“
Während der Bohrkopf sich seinen Weg
unter der Donau bahnte, wurde mit der
Errichtung des Zielschachtes begonnen. Im
Gegensatz zur überschnittenen Bohrpfahlwand
des Startschachts wurde der
Zielschacht mit Spundwand und vorgesetzter
Spundwand errichtet. Der Zwischenraum
wurde ausgehoben und betoniert.
Im Düker selbst begannen Ende August
die Arbeiten für die Leitungsverlegung im
oberen Tunnelquerschnitt. Hier sind die
Strom-Leitungen, die Lichtwellenleiter für
das Breitband-Internet sowie ein Rohr
zum Lenzen des Tunnels angeordnet.
Dazu kommen drei weitere Rohre, mit
denen der Tunnel nach Abschluss aller
Überprüfungen mit einer Betonschlemme
verfüllt wird. Dazu sind drei Austrittspunkte
angeordnet, die je nach Bedarf
aktiviert werden.
Die wesentlich größere Fläche im
unteren Tunnelquerschnitt wird von den
jeweils zwei Leitungen für Fernwärme,
Wasser und Gas belegt.
Diese werden südlich des Startschachtes
über die gesamte Länge von 450 m auf
einem Schlitten vorgefertigt, der für den
anschließenden Einzug benötigt wird. Mit
Ende der Vortriebsarbeiten konnte die in
diesem Bereich angesiedelte Infrastruktur
für das Bohrgerät abgebaut und die Fläche
für die Montage des Rohrbündels im
unteren Tunnelquerschnitt genutzt
werden. Die Basis für den Schlitten bildet
eine massive Stahlkonstruktion, die mit
Metall-Rädern auf Führungsschienen
bewegt werden kann. Auf dieser Stahlkonstruktion
sind die erwähnten sechs Rohre
angeordnet, die über ein Holzelement in
ihrer Position fixiert sind. So wie die
Betonelemente des Tunnels sind auch die
Stahlschlitten für die jeweils 12 m langen
Rohre für den Potenzialausgleich miteinander
verbunden.
Da beim Einzug des kompletten, 450 m
langen Rohrbündels ein Gewicht von über
250 t kontrolliert bewegt werden muss,
können die Metall-Räder über spezielle
Schrauben gebremst werden. Nach dem
erfolgreichen Einzug wird der Tunnel an
beiden Enden abgedichtet, mit Wasser
befüllt und die Leitungen auf mögliche
Defekte geprüft. Ist diese Prüfung positiv
abgeschlossen, wird der Tunnel im Laufe
eines Tages vom Startschacht aus mit
einer Betonschlemme verfüllt. Dazu wird
vor Ort eine Betonmischanlage errichtet.
Für die Anschlüsse werden alle Leitungen
an den Tunnel-Enden hochgezogen.
Mit dem Einzug der Rohre können die
Bauarbeiten auf dem nun frei gewordenen
dritten Bauabschnitt beginnen. Die
Schwierigkeit liegt hier in einem hohen
Grundwasserspiegel und einem nicht
standfesten Boden. In der gespundeten
Künette werden daher die Lichtwellenleiter-,
Wasser- und Gasleitungen auf einem
Kiesbett verlegt. Um dem Auftrieb
entgegenzuwirken – aber auch für den
mechanischen Schutz – sind die Gas-Leitungen
stärker ummantelt bzw. mit einer
Faserzementumhüllung versehen.
Wie eingangs erwähnt wird der
Zusammenschluss der Versorgungssysteme
mit der Inbetriebnahme des
Dükers im April 2023 einen wichtigen
Beitrag für die regionale Versorgungssicherheit
leisten.
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Neue Antriebe und Assistenzsysteme machen auch bei den Service-
Mannschaften eine zunehmende Spezialisierung notwendig.
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Optimierung des Service-Bereiches auf
personeller, digitaler und logistischer Ebene
Vor rund zwei Jahren übernahm Mag. Martin Huber bei Zeppelin Österreich die Geschäftsleitung
für den Servicebereich in allen Segmenten. In der neu geschaffenen Position arbeitet
er seither intensiv an der umfassenden Optimierung eines Bereiches, dem eine zentrale
Rolle für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens zukommt. Wir sprachen mit dem
Head of Service Austria über seine aktuellen Agenden und Projekte.
V
or seinem Einstieg ins Berufsleben
absolvierte Mag. Huber die HTL
Maschinenbau und studierte Betriebswirtschaft
an der WU Wien. Seine Karriere bei
Zeppelin begann im Jahr 2002, wo er
zunächst in der Hauptverwaltung der
Zeppelin Baumaschinen GmbH ein
umfangreiches Traineeprogramm durchlief.
2004 wechselte er für fünf Jahre zu
einem Unternehmen in der Hebetechnik
Branche und übernahm dort als Serviceleiter
die Verantwortung für Kundendienst
und Ersatzteilwesen.
Nach seiner Rückkehr zu Zeppelin
Österreich leitete er von 2009 bis 2020 die
Abteilung Power Systems. Auf Basis der
zuvor gewonnenen Erfahrungen stärkte er
die Rolle von Power Systems als Systemanbieter
und konnte auch den Umsatz
maßgeblich steigern. Seine Fähigkeiten als
starke Führungskraft und die hohe
fachliche Kompetenz ebneten den Weg in
das Management von Zeppelin Österreich,
wo Mag. Huber seit dem 1. November 2020
in der neu geschaffenen Position des Head
of Service Austria den Servicebereich mit
den Schwerpunkten Ersatzteilversorgung
und Kundendienst leitet. Der gebürtige
Weinviertler versteht sowohl die wirtschaftlichen
als auch die technischen
Bedürfnisse des Unternehmens und ist
bekannt für sein Geschick in lösungsorientiertem
Handeln.
Herr Mag. Huber, ein zentraler Punkt
Ihrer Tätigkeit ist sicherlich die
Optimierung der Serviceorganisationen
in den Niederlassungen. Welche
Schritte setzen Sie hier?
Huber: Eine meiner ersten Tätigkeiten war
es, in Zusammenarbeit mit allen Niederlassungen
die Serviceorganisationen neu
aufzustellen und zu stärken. Konkret
haben wir recht zügig begonnen, in den
großen Niederlassungen starke Serviceleiter
zu installieren. In dieser Position, die
es vorher so nicht gegeben hat, ist nun in
jeder Niederlassung die ganze Verantwortung
dieses Bereiches gebündelt. Wir
bieten damit unseren Kunden auch im
Service einen starken Ansprechpartner
und der Niederlassungsleiter bzw. das
Verkaufsteam können sich ganz auf den
Vertrieb konzentrieren. Es gab ja bereits
zu jedem Verkaufsgebiet für Neumaschinen
einen After Sales Verkäufer. Nun
haben wir im Service auch auf der
ManagementEbene einen Ansprechpartner
mit Entscheidungskompetenz. Bis auf
Graz und Villach sind alle Standorte
bereits so organisiert.
Ergänzend dazu haben wir auch unseren
internen ServiceSupport schlagkräftiger
aufgestellt. Diese Abteilung aus fünf
Generalisten, die praktisch alle Technik
Bereiche abdecken mussten, haben wir
nun mit Zeppelin Deutschland fusioniert.
Unterm Strich erhalten unsere Techniker
nun schneller und fokussierter die
Mag. Martin Huber hat mit 1. November
2020 die Verantwortung für den
Servicebereich (Ersatzteile und Kundendienst)
in allen Segmenten bei Zeppelin
Österreich übernommen.
benötigte Auskunft. Davon profitieren
auch die Kunden, denn selbst knifflige
Probleme werden nun schneller gelöst.
Hand in Hand mit dem Service geht
natürlich die Ersatzteilversorgung.
Wie ist Zeppelin Österreich hier
aufgestellt?
Huber: Zurzeit spielt für unsere Kunden
das Ersatzteillager von Caterpillar in
Grimbergen in Belgien noch eine zentrale
Rolle in der Logistikkette. Sollte das
Made in Germany
kehren räumen streuen
Jetzt informieren:
+49 2573 97999-0
www.adler-arbeitsmaschinen.de
benötigte Ersatzteil hier nicht vorrätig
sein, so können wir auf ein weiteres
Ersatzteillager in Köln zurückgreifen.
Ganz aktuell arbeiten wir in der Zeppelin
Gruppe aber daran, ein neues, großes
Ersatzteillager im Süden von Prag in
Betrieb zu nehmen. Tschechien, Österreich
und die Slowakei haben das gemeinsame
Ziel, für eine noch bessere Versorgungsqualität
unserer Kunden zu sorgen. An
dieses neue Ersatzteillager wird bis
Dezember 2022 auch Zeppelin Österreich
angebunden sein. Diese Anbindung erfolgt
in mehreren Stufen und wird zunächst
unsere dezentralen Lager in Österreich
betreffen. In der zweiten Stufe werden
unsere Monteure aus diesem Lager
versorgt und danach können auch unsere
Kunden schneller und günstiger von
diesem Ersatzteillager aus versorgt
werden. Wir betreiben bis jetzt ein
dezentrales Lagerkonzept und stellen mit
diesem gemeinsamen Lager dann um auf
ein zentrales Lagerkonzept. Unsere
dezentralen Ersatzteillager werden weiter
betrieben, werden aber hinsichtlich des
Lagerbestands angepasst.
Bereits mit der im Herbst erfolgenden
Anbindung an das tschechische Logistiknetz
werden für unsere Kunden die
Verbesserungen spürbar werden. Für
Ersatzteile, die am nächsten Tag beim
Kunden sein müssen, bedeutet das in der
Praxis eine Verschiebung der Bestell
Deadline von jetzt ungefähr 14 Uhr auf
voraussichtlich 16 Uhr.
Welche Entwicklungen gibt es im
Service-Bereich bei den digitalen
Systemen?
Huber: Vor etwa drei Jahren haben wir als
Vorreiter in der ganzen Zeppelin Gruppe
von einem älteren System auf eine
SAPLösung umgestellt, die in allen
ZANDTcargo
AnhängerTieflader AT-P 400 BTA
T 09631 6423 • info@zandt-cargo.de • 95643 Tirschenreuth
20 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022 21
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Bereichen zum Einsatz kommt – vom
Verkauf über die Kundendienstabwicklung
und das Ersatzteilwesen bis hin zur
Finanzabteilung und Power Systems.
Dieser Prozess ist sehr umfangreich und
noch nicht abgeschlossen. Wir arbeiten
hier nach wie vor an der Produktverbesserung.
In diesem Zusammenhang entwickeln wir
auch sehr intensiv unser neues Kundenportal.
Mit dieser Plattform werden wir
unseren Kunden eine umfassende Informationsmöglichkeit
über die von uns
bezogenen Geräte bieten. Dazu zählt
beispielsweise die Übersicht über die
Geräte oder die Maschinenhistorie – etwa
welche Wartungsschritte sind wann
passiert. Ein wichtiger Punkt wird die
Möglichkeit sein, über dieses Kundenportal
Ersatzteile direkt bestellen zu können.
Eine wichtige Schnittstelle zwischen
der Digitalisierung und dem Service
ist die Fernüberwachung. Wie entwickelt
sich dieser Bereich?
Huber: Fernüberwachung ist ein immer
wichtigeres Thema, bei dem wir in
Abstimmung mit dem Kunden verschiedene
Lösungen anbieten. Die Bandbreite
beginnt mit einfachen Ortungsdiensten
bzw. Betriebsstunden-Meldungen und
steigert sich je nach gewünschtem
Umfang. Die Informationen pro Maschine
können wir bei Bedarf auch alle 10
Minuten zur Verfügung stellen. Dazu
kommen spezielle Funktionen, wie etwa
das Geofencing – bei dem die Standort-
Information Hand in Hand mit einer
Eingrenzung des Einsatzgebietes geht –
oder die Übermittlung der Umschlagleistung
des Geräts. Immer mehr Kunden
erkennen den Mehrwert, den diese
Systeme für einen wirtschaftlichen Betrieb
bieten. Der Kunde kann auch selbst
Push-Nachrichten über den Flotten-Status
aktivieren. Eine Funktion, die etwa beim
Einsatz der Cat Geräte im Kraftwerksausbau
in Kühtai eine große Rolle spielt.
Sobald unser neues Kundenportal und der
Online-Shop in Betrieb gehen, werden die
eben erwähnten Informationsmöglichkeiten
dann gebündelt zur Verfügung stehen.
Wie reagiert Zeppelin Österreich auf
den Fachkräftemangel?
Huber: Auch wir suchen massiv Fachkräfte
und haben in den letzten zwei Jahren
einen Strategiewechsel bei der Lehrlingsausbildung
vorgenommen. Bisher war die
Zahl der Lehrlinge in den Niederlassungen
höher, als der Bedarf. Dadurch
konnten wir nicht alle Lehrlinge übernehmen.
Unser Ansatz ist aber: Jeder der bei
uns eine Lehre beginnt, soll auch eine gute
oder faire Chance auf einen Arbeitsplatz
„Wir bieten unseren Kunden auch im Service einen starken Ansprechpartner
und der Niederlassungsleiter bzw. das Verkaufsteam können sich ganz auf
den Vertrieb konzentrieren“, betont Mag. Martin Huber.
haben. Neben der Reduktion der Lehrlinge
haben wir auch das Betreuungsverhältnis
in den Niederlassungen optimiert.
Gibt es auch spezielle Anreize, um
neue Lehrlinge zu gewinnen?
Huber: Wir haben in Österreich eine
interessante Initiative gestartet und für
die Lehrlinge ein sehr attraktives,
dreistufiges Incentive-Programm ins
Leben gerufen. In der ersten Stufe – unserem
Z-Match Programm, das auch in
Deutschland angeboten wird – erhält jeder
Lehrling, der einen anderen jungen
Menschen dazu ermutigt, bei Zeppelin
eine Lehre anzutreten, eine Prämie. In der
zweiten Stufe wird jedem Lehrling, der bis
zur Führerscheinprüfung in der Berufsschule
passable Noten erreicht, von
Zeppelin der Führerschein bezahlt. Und in
der höchsten Stufe unseres Programms
wird einem Lehrling pro Jahrgang von uns
ein Austauschprogramm finanziert. Dieser
Lehrling wird dann für vier Wochen von
einem amerikanischen Caterpillar-Händler
betreut. Dazu übernehmen wir unter
anderem die Kosten für die Reise. Wir
hoffen damit in der Ausbildung bzw. bei
der Lehrabschlussprüfung einen gewissen
Ehrgeiz zu wecken und möchten die
zukünftigen Fachkräfte damit natürlich
auch an uns binden. Der erste Kandidat
für das Austausch-Programm mit den
USA wurde schon auserkoren und wird
nach dem Bundesheer die Reise antreten.
Nicht zuletzt weisen wir auch immer
wieder darauf hin, dass viele
Top-Manager – sowohl in der Holding
als auch bei Zeppelin Österreich – eine
Lehre absolviert haben.
Wie ist die Schulung der Service-
Mitarbeiter organisiert?
Huber: Der Aufgabenbereich der Service-
Mitarbeiter war bereits in den letzten
Jahren von einer großen Dynamik geprägt.
Der E-Antrieb, die zunehmende Zahl an
Assistenzsystemen oder auch die 3D-Steuerung
werden im Service in Zukunft große
Herausforderungen darstellen. Als
logische Konsequenz wird nicht mehr ein
Monteur alle Technologien abdecken und
wir werden zwangsläufig eine Spezialisierung
sehen. Auch in diesem Bereich
nutzen wir die Vorteile, die eine Verschmelzung
mit der deutschen Organisation
bietet. In Kombination mit unseren
eigenen Trainern nutzen wir verstärkt die
Möglichkeiten der vorhandenen deutschen
Schulungszentren.
Welchen Stellenwert hat das Rebuild-
Programm, mit dem Maschinen
gewissermaßen ein zweites Leben
erhalten?
Huber: Der Rebuild-Bereich ist nach wie
vor wichtig für uns. Wir bieten hier
verschiedene Stufen, beginnend mit der
Erneuerung wichtiger Teile – etwa des
Antriebsstrangs. Je nach Wunsch und
Bedarf reichen die Möglichkeiten dann bis
zum Caterpillar Certified Rebuild, wo die
Maschine eine neue Lackierung, eine neue
Seriennummer und somit ein komplett
neues Leben erhält. Im Prinzip ist dieses
Gerät dann hochwertiger als im damaligen
Neu-Zustand, denn die ganzen Produktverbesserungen,
die es in der Zwischenzeit
gegeben hat, sind nun alle eingearbeitet.
Auch im Rebuild-Bereich haben wir ein
Incentive-Programm ins Leben gerufen: Im
Rahmen eines europaweiten Wettbewerbs,
an dem auch Zeppelin Österreich teilnimmt,
wird das erfolgreichste Rebuild-
Team nächstes Jahr auf der Conexpo in
Las Vegas prämiert werden.
22 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Stichwort Las Vegas, gibt es einen
Austausch mit den Service-Teams von
Caterpillar in den USA?
Huber: Diesen Austausch gibt es tatsächlich.
Unter dem Ansatz, gegenseitig voneinander
zu lernen, hat ein Team von Zeppelin
Österreich einen Caterpillar Händler in
is
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Der Leitwolf. The leader of the pack.
Arizona besucht. Das waren sehr interessante
Eindrücke, denn beispielsweise hat
das Kauferlebnis in den USA einen hohen
Stellenwert. Dort gibt es zum Beispiel eine
Maschine des Tages oder eine Gebrauchtmaschine
des Monats mit einem Mitnahme-
Preis in der Windschutzscheibe.
Auf der Basis von 20 Jahren Erfahrung
im Bereich Service und After Sales
arbeitet Mag. Martin Huber gemeinsam
mit dem ganzen Team an der weiteren
Optimierung der Kundenbetreuung.
Welches Fazit ziehen Sie nach beinahe
zwei Jahren?
Huber: Ein ganz klar positives. Wir sind
auf einem sehr guten Weg und merken das
auch an der Umsatzentwicklung. Alle
Optimierungsprozesse, die wir im Sinne
einer besseren Betreuungsqualität für
unsere Kunden umsetzen, können mit der
neuen Organisationsstruktur leichter und
vor allem fokussierter umgesetzt werden.
Abschließend möchte ich noch darauf
hinweisen, dass wir dabei sind, alle unsere
Standorte auch hinsichtlich der CO2
Neutralität zu modernisieren. In Linz
verfügen wir ja bereits über eine neue und
top-moderne Niederlassung und in diesem
Sinne befindet sich zurzeit der Standort in
Villach in der Umbauphase. Unser Ziel ist
es, auch die Standorte selbst auf den
letzten Stand der Technik zu bringen.
Wir danken für das Gespräch!
MASCHINEN + TECHNIK
METABO
Volle Kraft voraus in Metall
Bei seiner neuen Akku-Bohrschrauber- und Schlagbohrschrauber-Range legt Metabo
den Fokus auf maximale Leistung für Arbeiten in Metall. Mit ihrer 3-Gang-Schaltung
kommen die bürstenlosen 18-Volt-Geräte auf sehr hohe Drehzahlen – bis zu 4.000
Umdrehungen pro Minute. Die Akku-Metallschrauber sind zudem mit einem Bohrfutter
ausgestattet, das über eine besonders hohe Klemmkraft und automatische Nachspannfunktion
verfügt – so kann der eingespannte Bohrer nicht durchrutschen. Zusätzlich hat
Metabo ein neues Schnellwechselsystem entwickelt: Mit QuickPlus lassen sich Werkzeugaufnahme
und Einsatzwerkzeug besonders schnell und einfach austauschen.
Außerdem können Anwender durch die hohe Kraftübertragung stets die maximale
Leistung der Maschine abrufen.
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DORN LIFT
Sicheres Arbeiten in großer Höhe mit Hinowa
Dorn Lift lieferte an die HBD Facility GmbH eine neue
RaupenArbeitsbühne Lightlift 17.75 Lithium Ion.
S
eit über 20 Jahren bietet die HBD
Facility Service GmbH mit Sitz in
AttnangPuchheim alle Arbeiten rund um
die Immobilie an. Von der Unterhaltsreinigung
über den Winterdienst und die
Grünanlagenpflege bis zur professionellen
Fassadenreinigung ist alles dabei. Mittlerweile
beschäftigt das Unternehmen ca. 45
Mitarbeiter und betreut 200 Wohnanlagen
in Oberösterreich.
Im Bereich der gerüstlosen Höhenarbeiten
legt die HBD Facility GmbH Wert auf
hochtechnische Sicherheitsstandards und
definiert neue Möglichkeiten: Anfang
Sommer 2022 lieferte der Arbeitsbühnenspezialist
Dorn Lift GmbH aus Lauterach
in Vorarlberg eine neue RaupenArbeitsbühne
Lightlift 17.75 Performance IIIS
Lithium an die HBD Facility GmbH.
Neben reibungsloser Rundumbetreuung
der Kunden legen die Geschäftsführer
Peter Fellner, Isabella Staudinger und
Markus Staudinger großen Wert auf die
Umwelt. Neben der vielseitigen Einsetzbarkeit
überzeugte die Hinowa
Lightlift 17.75 Performance IIIS auch
dadurch, dass es die Arbeitsbühne
akkubetrieben gibt.
Dank der kompakten Bauweise und
dem geringen Gewicht der Lightlift 17.75
Performance IIIS wird fast jeder Einsatzort
erreicht. Die RaupenArbeitsbühne
kann wahlweise mit einem Verbrennungsoder
Lithium Ion Antrieb ausgestattet
werden und lässt sich komfortabel mittels
PkwAnhänger transportieren. Durch die
ausgereifte Technologie ermöglicht die
Arbeitsbühne einen präzisen, schnellen
und zuverlässigen Betrieb bis zu einer
Arbeitshöhe von ca. 17 m. Mit diesem
Modell kann eine seitliche Reichweite
von 7,5 m erreicht werden. Die Korblast
beträgt im gesamten Arbeitsbereich
230 kg.
www.dornlift.com
www.hausbesorgerdienste.com
Von links: Peter Fellner,
Isabella Staudinger und
Markus Staudinger, die
Geschäftsführer der HBD
Facility Service GmbH,
freuen sich über die neue
Lightlift 17.75 Performance
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ViO17 vorgestellt. Kompakt, vielseitig, robust und zuverlässig setzt dieses Modell der
nächsten Generation Maßstäbe in puncto Leistung, Produktivität und Zuverlässigkeit.
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3ZylinderMotor mit Direkteinspritzung
aus der renommierten
TNVSerie von Yanmar liefert der ViO17
beeindruckende Leistung und eine
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der hochmodernen Motortechnologie
profitieren Bediener zudem von geringem
Kraftstoffverbrauch, einem maximalen
Wirkungsgrad und minimalen
Emissionen.
Der ViO17 lässt sich optional mit einem
langen Grablöffel ausstatten und ist damit
bestens für Planierarbeiten, Landschaftsarbeiten
oder Bauprojekte im städtischen
Umfeld geeignet. Ein zusätzliches 83kg
Gegengewicht, das mit dem kompakten
Unterwagen (955 mm1.280 mm) gekoppelt
ist, bietet noch mehr Flexibilität und
trägt – selbst auf anspruchsvollstem
Gelände – zu maximaler Stabilität bei.
Mit seiner Grabkraft von 9,6/16 kN
(kurzer Arm/Löffel), der Zugkraft von 16,9
kN (erste Geschwindigkeit) und zwei Fahrgeschwindigkeiten
(2,1 oder 4,3 km/h)
setzt der ViO17 neue Standards im
Kompaktmaschinenbereich. Dank des
ViPPSHydrauliksystems mit drei
Pumpen – einer doppelt variablen Kolbenverstellpumpe
und einer Zahnradpumpe
– liefert der ViO17 eine maximale Fördermenge
von 48,4 l/min und 210 bar Druck.
Zudem sind die serienmäßig verbaute
dritte und die optionale vierte Hydraulikleitung
mit proportionalen Steuerungen
ausgestattet, die um Potentiometer
erweitert werden können. Dies garantiert
einen reibungslosen und einfachen Betrieb
der Maschine. Der obere Rahmen des
ViO17 ist dank der kompakten Bauweise
entsprechend seiner Spurweite schwenkbar
und damit die ideale Wahl für Arbeiten
auf beengten Baustellen.
Bei Yanmar steht der Komfort des
Bedieners und die Praxistauglichkeit der
Maschinen stets an erster Stelle. Die
Ergonomie der Fahrerkabine unterstützt
maximale Produktivität: Das Schutzdach
ist einfach zugänglich und ROPS, TOPSund
FOPSzertifiziert, der Sitz ist umfassend
verstellbar und gefedert, zudem
bietet die Kabine eine 360GradRundumsicht
und perfekt positionierte Joysticks.
Große, optionale Fahrpedale sorgen
darüber hinaus für mehr Komfort,
Laufrollen mit Pendelauflagen im Unterwagen
tragen zu einer ruhigen Fahrt bei.
Der ViO17 lässt sich, dank eines
Transportgewichts von nur 1.695 kg,
problemlos zwischen Baustellen bewegen.
Die Maschine kann auf einem standardmäßigen
LkwAuflieger problemlos
transportiert werden – mit montiertem
Löffel oder leichtem Arbeitswerkzeug. Mit
vier SpanngurtBefestigungsösen am
Kettenrahmen gestalten sich die Transportvorbereitungen
denkbar einfach.
Auch Wartungsaufgaben lassen sich
mühelos erledigen, denn die wichtigsten
Motorkomponenten sind von der Haube
aus gut zugänglich und die Seitenbleche
abnehmbar. Batterie und Sicherungskästen
sind für zusätzliche Sicherheit in
einem abschließbaren Fach unter dem
Fahrersitz untergebracht. Dank der
Zugänglichkeit vom Boden aus sind keine
Spezialwerkzeuge mehr nötig. Mit
zahlreichem optionalem Zubehör sowie ab
Werk montierten Anbaugeräten – von
mechanischen und hydraulischen Schnellwechslern,
über Grabenräumlöffel bis hin
zu Reißzähnen und Abbruchhämmern –
ist der ViO17 für nahezu jede Anwendung
geeignet.
www.yanmar.com
Die Bediener des ViO17
profitieren von einem sehr kleinen
Wenderadius an Front und Heck,
dies verbessert die Produktivität
und Leistungsfähigkeit zusätzlich.
SANDVIK
Toro TH430 Muldenkipper mit Stufe V-Motor
Sandvik rüstet seinen 30 t Muldenkipper mit der neuesten Motorentechnologie
auf und erweitert seine Stierfamilie um den Toro TH430.
M
it seiner robusten Struktur, kompakten
Größe und zweckmäßigen Komponenten
ist der TH430 auf die Erfüllung von
Produktivitätsvorgaben in schwierigen
Umgebungen zugeschnitten. Das hohe
Spitzendrehmoment des Motors und der
Drehmomentanstieg ermöglichen weniger
Schaltvorgänge und eine bessere Beschleunigung.
Das geringe Gesamtgewicht der
Maschine und die hohe Leistung ermöglichen
hohe Fahrgeschwindigkeiten im
Gefälle und verkürzen so die Zykluszeiten,
während die automatische Schaltung und
die Wandlerüberbrückung des DanaGetriebes
für hohe Geschwindigkeiten sorgen.
Um bei jeder Fahrt die maximale Ausnutzung
der Nennnutzlast zu gewährleisten,
kann der Toro TH430 Muldenkipper mit
dem Integrated Weighing System (IWS) für
Trucks von Sandvik ausgestattet werden.
Das IWS unterstützt die Produktivität,
indem es den Fahrern von Lade und
Transportgeräten genaue Nutzlastdaten in
Echtzeit liefert. Der Einsatz des IWS
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Neben der Verringerung der
Emissionen können die
Muldenkipper der Stufe V den
Kraftstoffverbrauch um bis zu
3% im Vergleich zu Motoren
niedrigerer Stufen senken.
gewährleistet die volle Ausnutzung der
Nutzlastkapazität des Trucks bei jedem
Zyklus. Darüber hinaus wird durch die
Verwendung eines Füllfaktors von 90% bei
der Auswahl der Mulde sichergestellt, dass
der Muldenkipper bis zu seiner vollen 30 t
Kapazität beladen werden kann, und es
wird das Verschütten von Material während
des Fahrens reduziert. Das glatte
Kastendesign verbessert den Materialfluss
beim Auskippen.
www.rocktechnology.sandvik/de
26 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022 27
MASCHINEN + TECHNIK
Der E-Giant kann über einen
herkömmlichen Netzanschluss
geladen werden.
Der elektrische Kompaktradlader
G2200E von Giant lädt und
befördert problemlos auch
sperrige Bauteile und erreicht
Hubhöhen von über 2 m.
KIESEL
Kleiner „Riese“: ohne Abgas, ohne Lärm
Vollelektrische Kompaktradlader der Modellreihe G2200E des niederländischen
Herstellers TobrocoGiant bewähren sich bei Baumaßnahmen in geschlossenen
Räumen, in Tunneln und auf innerstädtischen Baustellen im emissions und
geräuscharmen Einsatz.
D
er G2200E von Giant ist ein leistungsstarker,
batteriebetriebener Kompaktradlader
der 2,2 t Klasse. Die Maschine ist
mit zwei leistungsstarken Elektromotoren
ausgestattet. Der Fahrantrieb erfolgt über
einen 6,5 kW Elektromotor, die Pumpe
für die Arbeitshydraulik wird über einen
12 kW Elektromotor angetrieben.
Als Stromgeber steht eine 48 V
LithiumIonenBatterie mit einer
Kapazität von 390 Ah zur Verfügung.
Wählbar sind auch Batterien mit 260 Ah
oder 520 Ah Leistung.
Die Batterie ermöglicht das kontinuierliche
Arbeiten von bis zu 5 Stunden.
Die Maschine ist serienmäßig mit einem
230 V / 60 A OnBoard Ladegerät ausgestattet,
so dass die wartungsfreie Batterie
jederzeit über einen herkömmlichen
Netzanschluss aufgeladen werden kann.
Der G2200E hat eine Hubhöhe von
2,85 m und eine Hubkraft von 1.650 kg,
die Variante G2200E Xtra wiederum
bringt 2.200 kg auf eine Hubhöhe von
2,45 m. Das niedriger angelenkte Xtra
Hubgerüst erzeugt gegenüber dem
StandardModell höhere Hubkräfte und
Kipplasten, wodurch es für spezielle
Aufgaben sowie für extrem hartes
Arbeiten im Hoch und Erdbau bestens
geeignet ist.
Der großzügige Fahrerstand mit dem
klappbaren ROPS/FOPS Sicherheitsverdeck
inklusive Sicherheitstüren bietet
dem Bediener höchsten Schutz und
optimale Rundumsicht. Dank des großen
Armaturenbretts mit ergonomisch
positioniertem MultifunktionsJoystick
wird eine sichere und angenehme
Arbeitsumgebung geschaffen.
Der Giant ist – laut Hersteller – der
einzige elektrisch betriebene Radlader mit
maximaler Schubkraft in jedem Fahrmodus.
Je nach Einsatz kann zwischen Inch,
Eco und Power gewählt werden. Ein sofort
abrufbares maximales Drehmoment, eine
Berganfahrhilfe und nicht zuletzt der
hydraulische Schnellwechsler für zahlreiche
Anbaugeräte machen den Radlader
zum wahren Allrounder. Gut zu wissen:
Gegenüber dem dieselbetriebenen Modell
verbucht der ELader ca. 45% jährliche
Einsparungen bei Betriebs und Wartungskosten.
Der Giant ist somit in jeder
Hinsicht ein umweltfreundlicher, kleiner
„Riese“.
„Wir sind mit der Größe, Leistung und
Flexibilität des elektrischen Kompaktradladers
sehr zufrieden. Die Maschine gilt
für uns als ‚Nonplusultra‘, vor allem wenn
es um Arbeiten in geschlossenen Räumen
geht“, erklärt beispielsweise Marc
Bähringer, einer der drei Geschäftsführer
des Familienbetriebes Eternia Bau in
Thüringen. Bähringer: „Hinzu kommt,
dass bei vielen Ausschreibungen der
elek trische Antrieb der Maschinen eine
Voraussetzung für den Einsatz in Innenräumen
und auf umweltsensiblen
Baustellen ist. Wir haben sowohl die
nötige moderne Technik als auch das
erforderliche handwerkliche Knowhow,
um die Aufträge schnell und effizient
durchzuführen. Daher sieht unsere
Auftragslage gut aus und wir denken
bereits an weitere Investitionen in
EBaumaschinen.“
www.kiesel.net
28 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
LIEBHERR
Neuer 300 EC-B 12 Fibre und
270 EC-B 12: Baureihe EC-B von
Liebherr wächst weiter
Liebherr erweitert mit dem neuen 300 ECB 12 Fibre und 270 ECB 12 seine erfolgreiche
Baureihe der FlatTopKrane. Beide Geräte eignen sich besonders für Baustellen mit
schweren Hüben und erfüllen alle wichtigen Anforderungen an eine moderne Kranflotte.
Weiters beleuchten wir die Stärken des hydraulischen Schnelleinsatzkrans L132 und den
Einsatz des FlatTopKran 150 ECB 8 Litronic bei den Bregenzer Festspielen.
D
er 300 ECB 12 Fibre ist mit dem
LiebherrFaserseil ausgestattet und
erreicht somit deutlich stärkere Leistungswerte
als ähnliche Krane mit Stahlseil.
Zudem verfügt das Faserseil über eine
vielfach höhere Lebensdauer, weshalb
seltener ein Seilwechsel erforderlich ist.
Das macht den Betrieb noch wirtschaftlicher
und erhöht die Kranverfügbarkeit.
Mit dem 300 ECB 12 Fibre ist bei einem
Ausleger von 70 m eine Spitzentraglast in
Höhe von 3.250 kg möglich. Der 270 ECB
12 in Stahlseilausführung erreicht bei
einer Auslegerlänge von 70 m eine
Traglast von 2.850 kg an der Spitze.
Leistungsstarke Hubwerke und ein reiner
2StrangBetrieb machen beide Geräte
besonders effizient. Die neuen Krane lösen
die bisherigen LiebherrKrane 250 ECB
und 278 ECB Fibre ab.
Die „Starken Typen“ sind für Transport
und Montage optimiert, was auch für das
Mietgeschäft entscheidende Kostenvorteile
mit sich bringt. Gegenausleger, Drehbühne
und Auslegersegmente können dank eines
intelligenten StapelKonzepts in nur vier
Transporteinheiten zum Einsatzort
gebracht werden. Das leistet einen
wichtigen Beitrag für die Reduktion von
Treibhausgasen. Ausleger und Gegenausleger
lassen sich einfach, komfortabel und
sicher an die Drehbühne anbringen.
Möglich machen dies die bewährten
Schnellverbindungen von Liebherr. Je
nach den Erfordernissen auf der Baustelle
ist der Ausleger in 2,5 m Schritten
erweiterbar oder kürzbar.
Beide Geräte verfügen über einen 21
HC 290Turmanschluss. Dieses Turmsystem
mit seinen Maßen von 2,1 x 2,1 m ist
die optimale Wahl in Bezug auf Performance
und Wirtschaftlichkeit. Hier
beträgt die maximale Hakenhöhe freistehend
71,5 m. Mit dem 24 HC 630 (Maße:
2,4 x 2,4 m) lässt sich eine maximale
Hakenhöhe von 91,7 m freistehend
realisieren. Für einen sicheren Kranbetrieb
ist entscheidend, dass der Kranfahrer
immer einen verlässlichen und
schnellen Überblick über Kran und
Baustelle hat. Die Kranfahrerkabine
LiCAB besticht mit einem ergonomischen
Steuerstand und großzügigen Glasflächen
für einen optimalen Sichtbereich. Integriert
in die Kabine ist das neu entwickelte
12ZollAnzeigendisplay mit
intuitivem Bedienkonzept. Das Tower
Crane Operating System (TCOS) bietet
Kranfahrern und Monteuren spezielle
Menüs, eine große Auswahl an Sprachen
und verständliche Maßeinheiten. Zudem
unterstützen smarte Assistenzsysteme wie
Load Plus (bis zu 20% Traglaststeigerung),
Micromove (Feinpositionierung der
Lasten) und ABB (Arbeitsbereichsbegrenzung)
den Kranfahrer für sichere Hübe.
Starkes Leichtgewicht:
Schnelleinsatzkran L1-32
Die hydraulischen Schnelleinsatzkrane
der Baureihe L1 von Liebherr bieten für
jede Herausforderung auf der Baustelle
die passgenaue Lösung. Der L132
zeichnet sich besonders durch seine
effiziente Transportlogistik und sein
flexibles Ballastkonzept aus. Als großer
Bruder des L124 hat der L132 einen
weiteren, entscheidenden Vorteil: Durch
seine maximale Traglast von 4 t kann er
auch größere Fertigteile wie beispielsweise
Betontreppen heben. Zudem hat der neue
hydraulische Schnelleinsatzkran eine
maximale Ausladung von 30 m und hebt
an der Auslegerspitze noch 1.050 kg. Seine
standardmäßige Hakenhöhe beträgt 21,3
m. Mit diesen Werten ist der L132
besonders für den Bau von etwas größeren
Der neue 300 EC-B 12 Fibre von
Liebherr überzeugt mit einer
Spitzentraglast von 3.250 kg bei
einem Ausleger von 70 m. Der
neue 270 EC-B 12 bietet bei einer
Auslegerlänge von 70 m eine
Traglast von 2.850 kg an der
Spitze. Die spitzenlosen Krane
können jetzt bestellt werden.
Einfamilienhäusern, Doppelhaushälften
oder kleineren Mehrfamilienhäusern
geeignet.
Üblicherweise braucht man für den
Transport in dieser Kranklasse zwei
Lastwagen. Mit besonderem Augenmerk
auf die Logistik bietet Liebherr für den
L132 darüber hinaus die Möglichkeit, den
Kran mit nur einem Transport an seinen
Einsatzort zu fahren. In diesem Fall
kommt der Kran mit Langsamläuferachse
und 5 t Grundballast sowie 10 t Zusatzballast
per gängigem DreiAchsZugfahrzeug
auf die Baustelle. So ballastiert ist der
Kran voll einsetzbar – lediglich mit einer
kleinen Anpassung der Traglastkurve bei
gleichzeitig voller Spitzen und Maximaltraglast
von 1.050 kg beziehungsweise 4 t.
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Der hydraulische Schnell einsatzkran L1-32 eignet sich
unter anderem für den Bau von Einfamilienhäusern, Doppelhaushälften
oder kleineren Mehrfamilienhäusern.
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30 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022 31
MASCHINEN + TECHNIK
0-Emission im
Tunnel
Die Bregenzer Festspiele vertrauen
schon seit Jahrzehnten beim Aufbau
auf Liebherr-Krane.
Bei uneingeschränkter Nutzung werden
2 t Ballast mehr benötigt, also insgesamt
17 t Ballast. In Verbindung mit den
geringen Ballastgewichten ist auch der
Drehradius von nur 2,2 m bemerkenswert
gering. Fast so kompakt wie beim L1-24
fallen auch die Abstützmaße von 4 x 4 m
aus.
Der L1-32 hat in seiner Kranklasse die
modernste Antriebs- und Steuerungstechnik.
Dank Speed2Lift können mit einem
starken FU-Hubwerksmotor Lasten
immer im reinen 2-Strang gehoben
werden, es muss also nicht umgeschert
werden. So kann man den Kran immer mit
maximal möglicher Hubgeschwindigkeit
fahren – und das bei bis zu 4 t Traglast.
Mit Hilfe des bewährten Feinpositioniermodus
Micromove ist der Kranfahrer in der
Lage, schwere Lasten wie Betonfertigelemente
präzise und sicher zu platzieren.
Auch weitere Funktionen wie die Arbeitsbereichsbegrenzung
ABB, die Lastpendeldämpfung
und die Windlastregelung sorgen
für mehr Sicherheit auf der Baustelle.
Hinzu kommen Komfortfunktionen, wie die
moderne Funkfernbedienung mit Farbdisplay,
die dem Kranfahrer alle relevanten
Informationen auf einen Blick anzeigen.
Einsatz bei den Bregenzer Festspielen
Die Bregenzer Festspiele mit der weltweit
größten Seebühne setzten beim Errichten
des Bühnenbilds erneut auf Liebherr. Der
Flat-Top-Kran 150 EC-B 8 Litronic baute
über einen Zeitraum von zehn Monaten
das Bühnenbild aus der vergangenen
Spielzeit ab und das neue Bühnenbild auf.
Rund 300 t wiegt die Konstruktion aus
Holz, Styropor und Stahl. Sie stellt das
Bühnenbild von Puccinis Oper „Madame
Butterfly“ dar, die am 20. Juli 2022 auf der
Bregenzer Seebühne Premiere hatte. Das
mehr als 20 m hohe Bühnenbild besteht
aus 117 Einzelteilen. Zentrales Element
ist eine Nachbildung eines dünnen
Papierblatts, das auf dem Wasser treibt.
Um das Papier in einer Größe von mehr
als 1.340 m 2 mit einem Gewicht von ca.
300 t auf den See zu bringen, kam ein
Liebherr-Kran zum Einsatz. Die gesamte
Aufbauzeit von der Fertigung bis zu
technischen Endkorrekturen dauerte rund
zehn Monate. Die Unterkonstruktion der
Bühne besteht aus 119 Holz- und Stahlpfählen,
die bis zu 6 m tief im Seegrund
liegen. Die Hälfte des Bühnenbildes steht
damit unter Wasser und ist für den
Kranführer beim Aufbau nicht einsehbar.
Der Kraneinsatz selbst dauerte sechs
bis sieben Monate. Der Kran des Typs 150
EC-B 8 Litronic wurde bereits im August
2021 montiert. Die besondere Herausforderung
in Bregenz: Der Kran wurde nicht
wie gewöhnlich an Land, sondern im
Bodensee auf sogenannten Piloten mithilfe
von Tauchern verankert. Zunächst wurde
damit das Bühnenbild von „Rigoletto“ aus
der vergangenen Spielzeit abgebaut.
Anschließend widmete sich der Kran dem
Aufbau des riesigen Blatt Papiers für
„Madame Butterfly“. Die Demontage des
Flat-Top-Krans erfolgte dann im Frühjahr
2022, als das Bühnenbild fertig errichtet
war. Schon seit über 20 Jahren ist Liebherr
ein verlässlicher Partner für die
Bregenzer Festspiele. Nach dem ersten
Einsatz einer Liebherr-Maschine im Jahr
2000 kamen in jedem Jahr wieder Liebherr-Krane
bei der Konstruktion der
größten Seebühne der Welt zum Einsatz.
www.liebherr.com
32 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Der 50 kW E-Motor wird netzgebunden
oder über eine neu-entwickelte Batterie angetrieben.
Mehr dazu gibts auf der BAUMA!
wimmer.info
MASCHINEN + TECHNIK
WIRTGEN
Breites Portfolio für den
wirtschaftlichen Betoneinbau
im Inset- und Offsetverfahren
Auf der bauma zeigt Wirtgen neben den beiden OffsetFertigern SP 15(i) und SP 20(i)
einen kompletten Einbauzug für die vollbewehrte Betonbauweise. Dieser besteht aus
Seitenbeschicker WPS 102(i), InsetFertiger SP 94(i) und Nachbehandlungsgerät TCM
180(i). Auf der Messe wird zudem ein SP 124(i) mit neuem, integriertem Dübelsetzer zu
sehen sein. An allen kompatiblen Maschinen wird das eigens entwickelte AutoPilot 2.0
Steuerungssystem für den leitdrahtlosen Einbau präsentiert.
Weltpremiere: Der anwendungsoptimierte Maschinenaufbau des SP 20(i)
mit direkt am Chassis angebundenen Hubsäulen ermöglicht den
effizienten Einbau monolithischer Betonprofile bis 2,0 m Höhe
oder von Betonflächen bis 2,5 m Breite.
B
etonschutzwände bis 2 m Höhe und
Flächen bis 2,5 m Breite sind das
Einsatzgebiet des OffsetFertigers SP 20(i).
Mit der neuen Maschine bietet Wirtgen
seinen Kunden die ideale Kombination aus
Leistungsfähigkeit und Mobilität. Trotz
großer Einbaudimensionen konnte das
Transportgewicht gering und die Abmessungen
kompakt gehalten werden.
Weltweit in den unterschiedlichsten
Anwendungsgebieten bewährt hat sich
seit vielen Jahren der kompakte SP 15(i).
In München ist er mit einer „Curb
Depressor Schalung“ ausgestattet. Sie
ermöglicht die automatisierte Herstellung
einer Bordabsenkung, wie sie zum Beispiel
an Einfahrten zu finden ist. Der Fertigungsprozess
kann unterbrechungsfrei
fortgeführt werden, die manuelle Nacharbeit
wird deutlich reduziert.
Beton-Einbauzug für hohe Qualität,
Wirtschaftlichkeit und Flexibilität
Bei den InsetFertigern zeigt Wirtgen drei
aufeinander abgestimmte Maschinen für
Der 24 Fuß (7,3 m) Einbauzug aus WPS 102(i),
SP 94(i) mit TeleMold und TCM 180(i) bietet
alle Möglichkeiten für die vollbewehrte
Betonbauweise.
In einer
eigenen Liga
Ein Meister in Aktion: Nach Jahren unermüdlicher Arbeit sind Ihre
Werkzeuge Ihr verlängerter Arm. Kühne Visionen und die richtige
Ausstattung machen aus jeder Ihrer Arbeiten ein Meisterwerk.
HINWEIS: BEFOLGEN SIE STETS DIE WARNHINWEISE UND ANWEISUNGEN DES HERSTELLERS.
den Einbau qualitativ hochwertiger
Verkehrsflächen aus Beton. Sie sind
mit UStypischen Betonausrüstungen
in imperialen Abmessungen ausgestattet.
Der Einbauzug ist auf 24 ft (7,3 m)
Arbeitsbreite aufgebaut. Der „Placer
Spreader“ genannte Seitenbeschicker
WPS 102(i) kommt meist zum Einsatz,
wenn das Bauwerk mit einer vorgelegten
Bewehrung ausgestattet wird. Er
fährt vor dem Gleitschalungsfertiger
über die vorgelegte Bewehrung hinweg,
während Fahrmischer oder Lkw das
seitlich ausgeklappte Förderband mit
Beton beschicken. Der Beton wird
gleichmäßig auf der vorgelegten
Bewehrung, vor dem Gleitschalungsfertiger
abgelegt und über die gesamte
Arbeitsbreite verteilt. Verdichtung und
Einbau des Betons übernimmt der
Gleitschalungsfertiger SP 94(i). Auf der
Messe ist der Fertiger, der eine maximale
Arbeitsbreite von 9,5 m (32 ft) hat,
mit einer TeleMold Schalung ausgestattet.
Sie ermöglicht die schnelle und
komfortable Änderung der Arbeitsbreite
von bis zu 3 ft (0,9 m) pro Seite,
also insgesamt 6 ft (1,8 m), vor Ort. Das
steigert die Flexibilität und produktive
Nutzungsdauer der Maschine durch
Senkung der Stillstandzeiten. Das
letzte Glied der Prozesskette ist der
TCM 180(i). Das bewährte Nachbehandlungsgerät
erzeugt das
gewünschte Finish auf der Oberfläche
des frischen Betons. Texturen in
Längs und Querrichtung sowie eine
definierte Oberflächenrauheit lassen
sich entsprechend der Anforderungen
erzeugen. Zudem können verschiedene
Nachbehandlungsmittel, wie zum
Beispiel ein Oberflächenverzögerer, auf
die Decke aufgebracht werden.
SP 124(i): 12 Meter Einbaubreite,
4 Schwenkarme, neuer Dübelsetzer
Größtes MesseExponat bei den
Gleitschalungsfertigern ist der SP
124(i). Der 4KettenFertiger kann auf
eine Arbeitsbreite von 12 m aufgebaut
werden und reiht sich nahtlos in das
flottenübergreifende Bedienkonzept der
Wirtgen Gleitschalungsfertiger ein. Die
Maschine ist mit der neuesten Generation
des maschinenintegrierten
Dübelsetzers ausgestattet. Per Kettenverteilung
mit Endloskette werden die
Dübel aus dem Magazin entnommen
34 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022 35
MASCHINEN + TECHNIK
-Baumaschinen
PC240NLC-11
210 000,-¤
Der Inset-Gleitschalungsfertiger
SP 124(i) eignet sich für die wirtschaftliche
Fertigung großer Betonflächen
von 4,5 m bis zu 12,0 m Breite und das
präzise Einbringen von Ankern und
Dübeln mit dem neuen Dübelsetzer
mit Kettenverteilung.
Sonderpaketpreis*
und automatisch an die Setzposition
befördert. „Smarte“ Zylinder mit Wegmesssensoren
übernehmen die Positionsbestimmung
des Dübelsetzers. Der hohe Automatisierungsgrad
reduziert den Anteil
manueller Arbeit, steigert die Prozesssicherheit
und letztlich die Wirtschaftlichkeit.
AutoPilot 2.0: Leitdrahtlose
Steuerung für den Betoneinbau
Der AutoPilot 2.0 ist ein von Wirtgen
entwickeltes Steuerungssystem für den
leitdrahtlosen Einbau als Alternative zum
konventionellen Abtasten eines Leitdrahts.
Es ist für alle OffsetFertiger und Seitenbeschicker
verfügbar. Sowohl die Höhenverstellung
als auch die Lenkung der
Maschine werden präzise geregelt. Als
Referenz dient ein GNSS Signal und, je
nach Konfiguration, verschiedene lokale
Sensoren, wie zum Beispiel ein Ultraschallsensor
an der Maschine. Das
Aufstellen und der Abbau des Leitdrahts
entfallen. Enge Radien und komplexe
Geometrien lassen sich schnell und
präzise herstellen. Die Bedienung des
Systems erfolgt, genau wie die Modellerstellung
und anpassung, komfortabel über
ein Tablet. Nur das Wirtgen AutoPilot 2.0
System bietet Maschinensteuerung und
drahtlose Steuerung aus einer Hand.
www.wirtgen-group.com
MAPEI AUSTRIA
Innovative Straßenbeschichtung
Die Forschungslabore des Bauchemie-Spezialisten Mapei
haben eine Innovation im Bereich der Straßenbeschichtungen
entwickelt. Die Mapecoat TNS Produktlinie ist
speziell konzipiert für den Schutz, die farbige Kennzeichnung
sowie die Beschichtung von Asphalt. Von der Farbvielfalt
des TNS Beschichtungssystems können sich alle ab
sofort in der Nachbargemeinde der Mapei Austria Zentrale
in Traismauer (NÖ) überzeugen. Dort erstrahlt ein Zebrastreifen
im stark frequentierten Kreisverkehr am Hauptplatz
vor dem Schloss Traismauer, in neuem Glanz. Am
11. August 2022 wurde der bunte Zebrastreifen von den
Mapei Anwendungstechnikern angebracht und an Bürgermeister
Herbert Pfeffer übergeben. Im Bild von links:
Anwendungstechniker Jörg Bauer, Marketing-Leiterin
Andrea Kapoun, GF Mag. Andreas Wolf und Anwendungstechniker
Florian Schmidhofer.
www.mapei.at
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Kuhn Baumaschinen GmbH Kuhn Straße 1
5301 Eugendorf
Unsere Leistung – Ihr Erfolg!
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E-Mail: office-bm@kuhn.at
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MASCHINEN + TECHNIK
mobile
wiege
technik
Der neue PC210LCi-11E0 der Firma Winter Transporte im Einsatz. Zu den neuen Eigenschaften der iMC
2.0 zählen die automatische Schwenklöffelsteuerung, die Winkelhaltefunktion, das Monitorsystem, die
Integration von Schwenklöffel dank IMU-Sensor und die Unterstützung von Multi GNSS.
KUHN
Winter Transporte verstärkt Flotte intelligenter
Bagger durch einen PC210LCi-11E0 mit iMC 2.0
Die in Asparn an der Zaya ansässige Firma Winter Transporte ist bekannt für ihren
hohen Qualitätsanspruch. Dieser ist fest im Firmenleitbild verankert und hat wesentlich
zum erfolgreichen Ausbau der Bereiche Erdbau, Transporte, Sand und Kies sowie
Abbruch und Recycling beigetragen. Um diesem Anspruch auch in Zukunft gerecht zu
werden, investiert das Unternehmen regelmäßig in den Fuhrpark und setzt dabei verstärkt
auf den Mehrwert von Komatsu Geräten mit intelligenter Maschinensteuerung.
B
ereits in den 1950er Jahren begann
der Großvater der heutigen Geschäftsführer
damit, mit seinem Pferdefuhrwerk
Sand und Schotter an die umliegenden
Baustellen zu liefern. Heute ist die Winter
Transporte Ges.m.b.H., die seit 1999 von
Karl und Ing. Josef Winter in der dritten
Generation geführt wird, überregional der
Inbegriff für ein florierendes Familienunternehmen,
das rund 60 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter beschäftigt.
Geschäftsführer Ing. Josef Winter über
die Firmenphilosophie: „Durch unsere
familiäre Struktur wird bei uns die
persönliche Betreuung der Kunden
großgeschrieben. Fairness, Handschlagqualität
und Termintreue sind für
uns zentrale Werte, die gerade heutzutage
von vielen Kunden sehr geschätzt werden.
Aber auch der Umgang innerhalb des
Teams ist von Respekt und einem hohen
Qualitätsanspruch geprägt. Auf diese
Weise können wir uns deutlich von
anderen Unternehmen abgrenzen.“
Seine Leistungsfähigkeit stellte das
Unternehmen vor einigen Monaten bei
einem Großprojekt der Firma Jungbunzlauer
unter Beweis. Für ein neues Werk in
der Nähe von Pöchlarn führte die Firma
Winter Transporte gemeinsam mit der
Firma WDS Bau GmbH den gesamten
Erdbau inklusive Bodenauswechslung
durch. Über 100.000 t Material wurden
bewegt bzw. vor Ort wieder eingebaut. Da
in allen Bereichen ein exaktes Planum
gefordert war, setzte das Unternehmen bei
diesem Projekt drei Komatsu Bagger und
zwei Komatsu Raupen ein. Einer der
eingesetzten Komatsu Bagger verfügt über
eine intelligente Maschinensteuerung iMC
ab Werk, ein weiterer Bagger ist nachgerüstet
mit einer Topcon 3DBaggersteuerung
und ein Bagger kam ohne 3DSteuerung
zum Einsatz. Die Komatsu Raupe
D61PX23 ist mit einer 3DSteuerung von
Topcon nachgerüstet. Unterstützt wurde
sie von der Komatsu Raupe D61PX15
ohne 3DSteuerung. Zuletzt waren drei
38 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
Partnerschaft mit Handschlagqualität: Geschäftsführer Ing. Josef Winter
(Winter Transporte Ges.m.b.H.; Mitte) mit Christian Schmidt (Verkauf,
Kuhn Baumaschinen GmbH; rechts) und Maschinist Florian Strauß.
Bagger mit 3DSteuerung auch bei
einem Gleis sanierungsprojekt im
Weinviertel im Einsatz.
Um den erwähnten Qualitätsanspruch
Tag für Tag in der Praxis
umsetzen zu können, achtet man auf
einen Maschinenpark, der sich auf dem
letzten Stand der Technik befindet. Zur
Verfügung stehen im Fuhrpark rund 40
Lkw und 40 Baumaschinen, darunter 15
Komatsu Geräte. Die Bandbreite reicht
im Erdbau von den zwei Schubraupen
über Grader, Radlader, Baggerlader und
Bagger von 1,5 bis 25 t bis zu mehreren
In der Kabine des Komatsu
PC210LCi-11E0 hat Florian Strauß
mit dem iMC 2.0 Bildschirm alle
Funktionen der iMC 2.0 voll im Griff.
Verdichtungsgeräten. Dazu kommen
Spezialgeräte, etwa für den Abbruch
oder Natursteinschlichtungen. Bei den
Schnellwechselsystemen und Anbaugeräten
vertraut das Unternehmen seit
vielen Jahren auf die Produkte der
Firma Baumaschinentechnik. In den
zwei nahe gelegenen Abbaubetrieben
wird Sand und Schotter in Rundkornqualität
gewonnen und unter anderem
mit drei PowerscreenSiebanlagen in
drei Fraktionen aufbereitet.
Mehrwert durch intelligente
Maschinensteuerung
Wie die aktuellen Projekte zeigen,
werden für die Firma Winter Transporte
die Komatsu Geräte mit intelligenter
Maschinensteuerung immer wichtiger.
Aktuell befinden sich bereits fünf
Hydraulikbagger mit Topcon 3DBaggersystem
im Fuhrpark. Davon sind vier
Komatsu Geräte, von denen wiederum
zwei über eine intelligente Maschinensteuerung
ab Werk verfügen.
Die ersten Erfahrungen mit dieser
Technik sammelte das Unternehmen
mit einem Komatsu PC210LCi10, der
über die erste Generation der ab Werk
integrierten intelligenten Maschinensteuerung
verfügt. Da sich das Gerät
seit Jahren ausgezeichnet bewährt,
investierte man vor kurzem in einen
neuen PC210LCi11E0. Dieser verfügt
mit der neuen Version iMC 2.0 über
zusätzliche Funktionen für noch mehr
Effizienz. Zwei weitere Komatsu Bagger
wurden mit dem 3DBaggersystem von
Topcon nachgerüstet. Bei den Raupen
verfügt die D61PX23 ebenfalls über
eine intelligente Maschinensteuerung ab
radlader
WAAGen
JedeS gramm ZÄHlT
maximaler
bedienkomforT
wk60 elekTronik
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MASCHINEN + TECHNIK
Von links: Jürgen Mandl ( Spezialist für
Maschinen steuerung, Kuhn Baumaschinen
GmbH), Maschinist Florian Strauß (Winter
Transporte Ges.m.b.H.) und Christian
Schmidt (Verkauf, Kuhn Baumaschinen
GmbH) vor dem neuen Komatsu
PC210LCi-11E0.
ARBEITENOHNEUNTERBRECHUNG .
Rahofer.
Werk. Sie ist wie die etwas ältere D61PX
15 mit TopconTechnik ausgerüstet.
Ing. Josef Winter über die Vorteile der
modernen Technik: „War der Aushub für
HochbauProjekte früher eine einfache
Sache, so gestaltet sich die Herstellung der
Aushubsohle inzwischen immer
anspruchsvoller. Heute müssen in der
Regel mehrere Gefälle, Dachprofile und
verschiedene Vertiefungen exakt hergestellt
werden. Bei der Umsetzung dieser
Vorgaben ermöglicht die Verwendung
eines digitalen Geländemodells enorme
Zeitvorteile gegenüber der herkömmlichen
Arbeitsweise. Um diese Technik optimal
nutzen zu können, haben wir einen
geschulten Techniker in unserem Team,
der die Geländeprofile für die Maschinen
Die D61PX-23 ist mit einer 3D-Steuerung von Topcon nachgerüstet.
vorbereitet. Bei Bedarf arbeiten wir auch
mit einem externen Vermessungstechniker
zusammen.“
Jürgen Mandl, Spezialist für Maschinensteuerung
der Firma Kuhn Baumaschinen,
ergänzt: „Der neue Komatsu
Hydraulikbagger PC210LCi11E0 der
Firma Winter Transporte ist mit der
intelligenten Maschinensteuerung iMC 2.0
ausgerüstet, die vollständig ab Werk in die
Maschine integriert ist und gegenüber der
ersten Version zahlreiche neue intelligente
Funktionen zur Steigerung der Produktivität
und Effizienz bietet. Dazu zählen die
automatische Schwenklöffelsteuerung, die
Winkelhaltefunktion, der schlankere iMC
2.0Bedienbildschirm, die Integration von
Schwenklöffel dank IMUSensor und die
Unterstützung von Multi GNSS.“
Im Detail vereinfacht die neue automatische
Schwenklöffelsteuerung von
Komatsu Einsätze an Böschungen und
Gräben, indem sie automatisch ein
Untergraben verhindert und bei jedem
Durchgang für einen optimal gefüllten
Löffel sorgt. Der Schwenkwinkel des
Löffels wird automatisch dem Zielprofil
angepasst, so dass der Fahrer nicht
manuell nachjustieren muss. Daraus
resultiert eine extrem vereinfachte
Bedienung bei Arbeiten an Böschungen
oder Gräben sowie ein einfacheres und
schnelleres Feinplanum.
Dank der ebenfalls neuen Winkelhaltefunktion
muss sich der Fahrer nicht länger
darum kümmern, den Löffelwinkel
entsprechend der Oberfläche anzupassen.
Sobald der gewünschte Winkel am iMC
Bildschirm eingestellt ist, sorgt das
System beim Schließen des Stiels automatisch
für den korrekten Winkel. Der neue
iMC 2.0 Bildschirm überzeugt durch sehr
gute Ergonomie sowie intuitive Bedienung
und Navigation, wie man sie von einem
Smartphone gewohnt ist. Der neue
IMUSensor lässt sich leicht installieren
und kalibrieren und erhöht die Einsatzflexibilität
für Anbaugeräte und Maschinen,
da er es ermöglicht, unterschiedliche
Schwenklöffel nahtlos in die Maschinensteuerung
des Baggers zu integrieren.
Nicht zuletzt sorgt die Unterstützung von
Multi GNSS für eine bessere Satellitenverbindung
und nachverfolgung. Der
PC210LCi11E0 verfügt natürlich aber
auch über die Basisfunktionen der
intelligenten Maschinensteuerung von
Komatsu, wie Autostopp, automatische
Abziehunterstützung und Abstandskontrolle.
„Unsere Auftraggeber erwarten von uns
zu recht eine perfekte Ausführungsqualität.
Durch den verstärkten Einsatz der
3DSteuerung – die in unserem Fuhrpark
Hand in Hand mit den Vorteilen einer
wachsenden Zahl an Komatsu Geräten mit
intelligenter Maschinensteuerung geht –
fällt es unseren Maschinisten immer
leichter, den hohen Qualitätsanspruch
unseres Unternehmens bei jedem Projekt
umzusetzen“, betont Ing. Josef Winter
abschließend.
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Dank dem Schnellwechselsystem SW2-Q, SW2-Q6 und SW3-Q mit Oil-Quickfunktion
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sitzt das Werkzeug immer fest und ist somit spielfrei. Mehr auf bmt.at
40 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
BAUMA 2022
Fünf Leitthemen als roter Faden und
Rahmenprogramm mit Info-Highlights
Neben den Ausstellern und ihren Exponaten, bietet die bauma, die vom 24. bis
30. Oktober auf dem Messegelände in München stattfindet, auch in diesem Jahr
ein umfangreiches Rahmenprogramm mit vielgestaltigen, teils neuen Formaten an.
Damit agiert die bauma für eine Woche wieder als der Treffpunkt der Industrie.
Zur bauma 2022 wird die VR Experience mit einer thematischen
Neuausrichtung die Digitalisierung von Baustellen fokussieren.
„THINK BIG!“ – eine Initiative des VDMA und der Messe München – richtet
sich vor allem an Schülerinnen und Schüler.
Z
u den Stärken der Weltleitmesse zählt
ihr facettenreiches Rahmenprogramm.
Bei diesem präsentieren etablierte
Unternehmen, Startups, Verbände und
Forschungseinrichtungen wegweisende
Lösungen und diskutieren die großen
aktuellen Trends der Branche.
In diesem Jahr gibt es für den Wissenstransfer
mit der Innovationshalle bauma
LAB0 einen neuen zentralen Ort. So wird
hier zum Beispiel das bauma Forum mit
Vorträgen, Präsentationen und Podiumsdiskussionen
platziert sein. Vom 24. bis
28. Oktober widmet sich das Forenprogramm
jeden Tag einem anderen der fünf
Leitthemen der bauma:
- Bauweisen & Materialien von morgen
- Weg zu autonomen Maschinen
- Bergbau – nachhaltig, effizient,
zuverlässig
- Digitale Baustelle
- Der Weg zur Null-Emission
Am 24. Oktober werden im Forum
außerdem die Gewinner aus den fünf
Kategorien des bauma Innovationspreises
2022 vorgestellt. Mit dem Preis würdigen
der Verband Deutscher Maschinen- und
Anlagenbau e. V. (VDMA), die Messe
München und die Spitzenverbände der
deutschen Bauwirtschaft Forschungs- und
Entwicklungsteams von Unternehmen
und Hochschulen, die praxistaugliche
Spitzentechnik für die Bau-, Baustoff- und
Miningindustrie zur Marktreife bringen.
Die Preisträger haben dabei Ressourcen,
Umwelt und Menschen gleichermaßen im
Blick.
Science Hub und
Startup Area
In unmittelbarer Nähe zum Forum
befindet sich der Science Hub. In diesem
Bereich informieren zehn Hochschulen
und wissenschaftliche Institute über den
neuesten Stand ihrer Forschung. Auch
hier dienen die fünf Leitthemen als
Strukturgeber. Ein weiteres Segment der
Innovationshalle im Internationalen
Congress Center München (ICM) ist die
neu ins Leben gerufene Startup Area, in
Fotos: Messe München
der sich zukunftsträchtige Nachwuchsunternehmen
der Fachöffentlichkeit
vorstellen können.
MiC 4.0-Stand demonstriert
neue Datenschnittstelle
Um eine einheitliche, herstellerübergreifende
und maschinenunabhängige
Kommunikation rund um den Bauprozess
zu entwickeln, gründeten der VDMA und
der Hauptverband der deutschen Bauindustrie
auf der bauma 2019 die Arbeitsgemeinschaft
„Machines in Construction 4.0“
(MiC 4.0). Eines der bisherigen Ergebnisse
ist der MiC 4.0 Bus. Hierbei handelt es
sich um eine offene, herstellerunabhängige
Datenschnittstelle zwischen Baumaschine
und Anbaugerät. Am MiC 4.0-Stand in der
Innovationshalle LAB0 wird ein Demonstrator
der neuen Schnittstelle in Aktion zu
sehen sein.
Als weiterer Besuchermagnet hat sich
bereits 2019 die VR Experience bewiesen.
Zur bauma 2022 wird diese mit einer
thematischen Neuausrichtung die
Digitalisierung von Baustellen fokussieren.
Besucher der VR-Experience können
hier in die Baustelle von heute und
Vom 24. bis 28. Oktober widmet sich das Programm des bauma Forums
jeden Tag einem anderen der fünf Leitthemen der bauma.
morgen eintauchen und das Interagieren
zwischen Mensch und Maschine im
digitalen Raum persönlich erleben. Die
bauma VR Experience wird auch in diesem
Jahr Teil der Innovationshalle LAB0 sein.
„THINK BIG!“ – eine Initiative des
VDMA und der Messe München – richtet
sich vor allem an Schülerinnen und
Schüler. Firmen präsentieren im ICM
„Technik zum Anfassen“ mit einer großen
Werkstatt-Show, Mitmach-Aktionen,
Spielen und Informationen rund um eine
berufliche Zukunft in der Branche. Alle
Details zu den Leitthemen der bauma, den
genauen Vortragsthemen und -terminen
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42 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
HKL BAUMASCHINEN
10 Jahre HKL Baumaschinen Austria
HKL Baumaschinen Austria feiert 10jähriges Firmenjubiläum: Das Unternehmen, das im
September 2012 mit der feierlichen Eröffnung der HKL Zentrale in Wiener Neudorf startete,
baute in den folgenden Jahren seine Präsenz kontinuierlich weiter auf heute sieben Center
aus – in Wien, Wiener Neudorf, Wolkersdorf, Salzburg, Linz, Graz und Krems.
on dort aus unterstützen die Maschinen
und Geräte von HKL V
Bauunternehmen,
Industrie und Kommunen bei
ihren Projekten in ganz Österreich. Mit
dem breit aufgestellten Portfolio und der
Kombination aus gut sortierten Baushops,
großem MietSortiment und umfangreichem
Service sorgt HKL Austria jederzeit
für die schnelle Versorgung von Baustellen
mit Maschinen und Geräten.
Im Jahr 2021 investierte HKL Austria
in allen Geschäftsbereichen, erneuerte und
modernisierte seinen Mietpark komplett
und baute ihn weiter aus. Bei der Auswahl
der neuen Maschinen standen Effizienz,
Umweltverträglichkeit und Ausstattung
im Fokus. Auch im Jubiläumsjahr geht es
weiter nach vorne. Derzeit wird das Center
in Krems modernisiert und erweitert.
Christian Heigl, seit Juni 2021
Geschäftsführer von HKL Austria, erklärt:
„Für die Zukunft haben wir uns viel
vorgenommen: Den Bereich Arbeitsbühnen
bauen wir weiter aus. Damit wollen
wir Kunden auch außerhalb des Baubereiches
ansprechen – überall dort, wo unsere
Mietprodukte Nutzen bringen. Dazu
kommt Verstärkung im Bereich der
Baustelleneinrichtung: Sanitärcontainer,
Bauzäune, Absperrungen und vieles mehr.
Auch bei den BaushopProdukten setzen
wir neue Schwerpunkte – unter anderem
mit Maschinen für die Pflasterverlegung
des Herstellers Probst und Elektrogeräte
der Marke Milwaukee. Während des
Jubiläumsjahres haben wir zahlreiche
attraktive Aktionen und Events für unsere
Kunden geplant.“
Das Angebot von HKL umfasst Produkte
und Dienstleistungen entlang des
gesamten Bauprozesses. Die Kombination
von Baumaschinen und Gerätevermietung
mit einem gut sortierten Baushop, in
dem eine große Auswahl qualitativ
hochwertiger Produkte für den täglichen
Baustellenbedarf erworben werden
können, gilt als Alleinstellungsmerkmal,
das gut vom Markt angenommen wird.
Nach dem Prinzip des OneStopShops
können sich Kunden für den Baustellentag
rüsten, ohne Zeit zu verlieren. Der
Umfang des Mietprogramms reicht von der
Tischsäge bis zum 20 t Bagger, von der
Grabenwalze bis zur 25 m Arbeitsbühne. Ob
Verdichtungstechnik, Dumper, Radlader,
Mini und Kompaktbagger, Stromaggregate,
Licht, Arbeitsbühnen bis hin zu Raumsystemen
und Baustellenabsicherung – Bauunternehmen,
GaLaBau und Handwerksbetriebe,
Industrie und Kommunen finden alle
benötigten Maschinen zur Miete plus das
dazugehörige Equipment zum Kauf.
Das „MietenKaufenServiceKonzept“
stammt von HKL Baumaschinen aus
Deutschland. Das Unternehmen
besteht seit mehr als 50 Jahren und
beschäftigt heute insgesamt rund
1.550 Mitarbeiter. Die Vision war
schon damals, ein echter Partner für
Bau, Industrie und Kommunen zu
sein – mit Kompaktmaschinen und
Geräten zur Miete und zum Kauf. HKL
Austria setzt diesen erfolgreichen Weg
seit einem Jahrzehnt weiter fort.
www.hkl-baumaschinen.at
Seit Juni 2021 ist Christian Heigl
Geschäftsführer von HKL Austria.
Mieten, Kaufen, Service: HKL Austria
ist seit 10 Jahren und mit heute sieben
Centern in ganz Österreich aktiv.
Die Maschinen von HKL Austria unterstützen Bauunternehmen, Industrie und
Kommunen bei ihren Projekten im gesamten Land – egal ob Garten- und Landschaftsbau,
Hoch- oder Tiefbau.
Ob Verdichtungstechnik, Dumper,
Radlader, Mini- und Kompaktbagger,
Stromaggregate, Licht
und Arbeitsbühnen, Raumsysteme
oder Baustellenabsicherungen
– HKL hat für jeden
Bedarf das passende Angebot.
44 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022 45
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
DOOSAN
Der neue DX225LC-7X bietet unter
anderem die voll elektrische
Hydrauliktechnologie und eine
Löffelassistenz funktion, die den
jeweils aktuellen Winkel
abspeichert.
ihn zu führen. Über visuelle Anzeigen und
akustische Signale erhält der Bediener
Rückmeldungen, die eine verbesserte
Steuerung der Maschine in Bezug auf die
beabsichtigte oder vorgesehene Fahrtrichtung
ermöglichen.
Im OnboardMaschinensteuerungssystem
erkennen die an Front und Karosserie
montierten Sensoren, wo sich jedes
Arbeitsgerät befindet und unterstützen
bzw. justieren den Frontbetrieb, wie für die
Arbeiten geplant. Auf diese Weise verfolgen
die Sensoren die Zielrichtung, wenn
der Bediener den Löffel, Löffelstiel oder
Ausleger bedient.
Dank des LaserEmpfängers erhält das
System stets einen Referenzpunkt, auch
wenn die Maschine ihre Position ändert.
So muss der Bediener nicht jedes Mal den
Referenzpunkt zurücksetzen, wenn die
Maschine bewegt wird.
Im Auslieferungszustand an den
Kunden sind alle Sensoren am DX225LC
7X bereits kalibriert. Nur der Löffel muss
noch vom Kunden kalibriert werden. Für
diesen Vorgang sind aber keine Spezialwerkzeuge
erforderlich. Das System bittet
den Bediener um die Eingabe der erforder
Die Maschine verfügt über drei wesentliche Maschinensteuerungsfunktionen: Assistent
(Räumhilfe und Löffelassistenz), Schwenksteuerung und Virtuelle Wand.
Neuer DX225LC-7X: erster
„Smart“-Bagger von Doosan
Mit dem neuen DX225LC7X präsentiert Doosan den ersten intelligenten Kettenbagger
des Unternehmens, der den Bedienern ein schnelleres und effizienteres
Arbeiten ermöglichen soll. Dazu bietet der DX225LC7X standardmäßig eine
Reihe neuer Funktionsmerkmale an, unter anderem die voll elektrische Hydraulik
(FEH). Weiters ist jetzt eine Reihe von neuen Standard und Sonderleistungsmerkmalen
für schwere Doosan Raupenbagger erhältlich.
B
eim Standardmodell DX225LC7 und
den übrigen neuen DoosanBaggern
mittlerer Größe aus der DX7Baureihe
bieten die neuen Funktionen wichtige
Verbesserungen bezüglich Maschinensteuerbarkeit,
Vielseitigkeit, Bedienerkomfort,
Betriebsdauer und Rentabilitätsrechnung,
wobei besonderes Augenmerk auf höhere
Produktivität und Robustheit gelegt
wurde. Doch der neue DX225LC7X, dass
„Smart“Modell, erreicht ein noch höheres
Niveau. Außer dem FEHSystem bietet
der DX225LC7X unter anderem folgende
weitere Standardmerkmale:
n Integriertes 2DMaschinenführungssystem
n Halbautomatische 2DMaschinensteuerung
n LaserEmpfänger
n Virtuelle Wand (EFence)
n Wiegeeinrichtung
Die vollelektrische Hydrauliktechnologie
(FEH – Full Electric Hydraulic) ist jetzt
ähnlich zum DEcopowerSystem (VBO
– Virtual Bleed Off) im Standardmodell
DX225LC7 sowie in allen DoosanKettenbaggern
der Baureihe DX350LC7 und
höher integriert. Beim FEH handelt es
sich praktisch um ein VBOSystem ohne
Vorsteuerdruckleitungen. Joysticks und
Pedale sind voll elektrisch, geben dem
Fahrer aber dasselbe Bediengefühl wie bei
HydraulikJoysticks.
Das FEHSystem, in dem ein elektrisches
Signal an die Zentralsteuerung
gesendet wird, ist ein präziseres System
und liefert schnellere Informationen.
Indem genau die richtige Menge
Hydraulik öl bereitgestellt wird, werden
Gegendruck und Energieverlust vermieden.
Weil das System keinen Vorsteuerdruck
verwendet, wird Energie gespart
und demzufolge auch Kraftstoff.
Im Vergleich zum DEcopower VBO
System bietet das FEHSystem eine
Kraftstoffeinsparung von 8%. Diese
Einsparung kommt noch zu dem um 7%
niedrigeren allgemeinen Kraftstoffverbrauch
hinzu, den das Standardmodell
DX225LC7 im Vergleich zu seinem
Vorgängermodell DX225LC5 erzielt.
Das integrierte Maschinenführungssystem
des DX225LC7X verwendet Sensoren,
die an Front und Karosserie montiert
sind, um zu erkennen, wo sich jedes
Arbeitsgerät befindet und den Bediener
darüber zu informieren bzw. das Gerät für
46 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Einschließlich des
zusätzlichen Modells DX420LC-7
enthalten nun alle aktuellen Versionen
dieser schweren Raupenbagger von
Doosan auch die innovative D-Ecopower-
Technologie von Doosan, die den Fahrern
höhere Produktivität und geringeren
Kraftstoffverbrauch sowie eine vereinfachte
Bedienung ermöglicht.
A WIRTGEN GROUP COMPANY
Meister der Kurven
VÖGELE SUPER 1803-3i
lichen Abmessungen, um den Kalibrierprozess
abzuschließen. Zur Kalibrierung von
drei Löffeln wird etwa eine Stunde
benötigt.
Die Maschine verfügt über drei
wesentliche Maschinensteuerungsfunktionen,
die durch Drücken der richtigen
Funktionstaste aktiviert werden können:
n Assistent – bietet Räumhilfe und
Löffelassistenz
n Schwenksteuerung – Schwenkhilfe und
Schwenkbegrenzung
n Virtuelle Wand – Einstellung von
Decken-, Boden-, Wand-, Schwenk-,
Kabinen-, Ketten- und Planierschild-
Vermeidungsfunktionen
Räumhilfemodus: Bei eingestelltem
Räumhilfemodus werden Ausleger und
Löffel gemäß der Betriebsarteinstellung,
die von den Symbolen auf der Instrumententafel
angezeigt wird, aktiviert und in
grün angezeigt. Er ist mithilfe von
Instrumententafel und Joystick ein- und
ausschaltbar.
Löffelwinkeleinstellung: Bei aktivierter
Löffelassistenzfunktion wird der jeweils
aktuelle Winkel abgespeichert. Wenn der
Fahrer den Löffel-Joystick bedient, wird
der zuletzt beim Anhalten des Betriebs
verwendete Löffelwinkel verwendet. Bei
eingeschaltetem Löffelassistenzmodus
leuchtet das Löffelsymbol auf der Instrumententafel
grün.
Die Funktionen Wiegeeinrichtung und
Hub-Hilfe messen das aktuelle Löffelgewicht
und zeigen es an, während der
Bediener die Maschine mit Material
belädt. Wenn das Gesamtladegewicht das
vorgegebene Gewicht überschreitet, wird
der Fahrer gewarnt.
Doosan arbeitet derzeit daran, den
DX225LC-7X mit noch mehr Funktionalität
auszustatten und entwickelt derzeit
weitere, zusätzliche Funktionsmerkmale,
die zukünftig an dieser Maschine angeboten
werden sollen. Folgende Funktionen
gehören dazu: Aufrüstung auf ein volles
Trimble GPS 3D (optional); werksseitige
Engcon-Vorbereitung („Plug and Play“)
sowie Kipplöffel für 2D-Maschinenführungssystem.
Neue Leistungsmerkmale bei
schweren Raupenbaggern
Eine Reihe von neuen Standardund
Sonderleistungsmerkmalen ist
jetzt für schwere Raupenbagger von
Doosan erhältlich. Dies betrifft sechs
Modelle mit Betriebsgewichten von
31,5 bis 53 t, unter anderem die
Raupenbaggermodelle DX300LC-7,
DX350LC-7, DX380LC-7, DX420LC-7,
DX490LC-7 und DX530LC-7. In der
Kabine wurden die wichtigsten
Änderungen vorgenommen.
Zur Serienausstattung gehören:
n Schlüsselloser Start (Doosan Smart
Key) und Türverriegelung/-entriegelung
per Fernbedienung
n Parallel-Scheibenwischersystem, das
einen größeren Fensterbereich abdeckt
n Bediener-ID/Passwort-Funktion
(Einstellen der Bedienergenehmigung
zur Änderung von Parametern)
n Ferndiagnose-Funktion
n Neuer beheiz- und kühlbarer Sitz
(Kühlung ist Sonderausrüstung)
n DAB-Audio- und Freisprech-System
n 11 LED-Arbeitsscheinwerfer
serienmäßig und zwei weitere als
Sonderausrüstung
n Rundumsichtmonitor (AVM) mit
360°-Kameras (Ultraschallsensoren
sind Sonderausrüstung)
Darüber hinaus ermöglicht der breite
8-Zoll-Touchscreen Doosan Smart Touch
ein leichtes Scrollen durch die unterschiedlichen,
im Bagger verfügbaren
Menüs und bietet eine breite Auswahl von
Arbeits- und Power-Modi zur optimalen
Anpassung an jede Anwendung. In allen
Baggern wurde außerdem das Hauptsteuerventil
(MCV) in der Standardausrüstung
geändert, indem es ohne Leistungsänderung
gegen ein Doosan Mottrol MCV
ausgetauscht wurde.
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Der SUPER 1803-3i ist der leistungsfähigste Radfertiger von VÖGELE. Auf perfekte Weise kombiniert er ein
robustes und zuverlässiges Materialmanagement, eine große Einbaubreite von bis zu 8 m sowie die hohe
Wendigkeit und Transportfähigkeit eines Radfertigers. Das statisch bestimmte Fahrwerk sorgt selbst bei
starken Unebenheiten für ständigen Bodenkontakt der Antriebsräder.
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48 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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ZEPPELIN
DBL Dunit Bergbau startet mit
vier neuen Cat Geräten durch
Die Gemeinde St. Stefan ob Leoben kann auf eine Bergbautradition von über
400 Jahren zurückblicken. Ein Teil dieser Tradition ist auch der Dunit Steinbruch,
in dem seit 1965 hochwertiges Material abgebaut wird – unter anderem für die
Herstellung von feuerfesten Produkten. Vor einigen Monaten übernahm die DBL
Dunit Bergbau GmbH den Abbaubetrieb, modernisierte den Fuhrpark mit vier
neuen Cat Geräten und stellt dank der gesteigerten Produktivität den Dunit
nun auch verstärkt der Bauwirtschaft zur Verfügung.
D
as Dunit Vorkommen in St. Stefan ob
Leoben zeichnet sich durch forsteritreichen
Olivin aus und eignet sich daher
ideal für die Herstellung feuerfester
Materialien. Nur wenige Kilometer
entfernt, in St. Lorenzen bei Knittelfeld,
wird der Dunit in der Produktionsstätte
eines spezialisierten Betriebes zu einer
großen Bandbreite an feuerfesten Produkte
verarbeitet. Unter der Leitung von
Geschäftsführer Ulrich Koch bringt die
DBL Dunit Bergbau GmbH seit diesem
Sommer mit einem sechsköpfigen Team
frischen Schwung in den DunitAbbau.
Dabei wird das Gestein durch eine
monatliche Sprengung im Etagenabbau
gewonnen und zum Vorbrecher transportiert.
Über eine Vorabsiebung, eine
Prallmühle und eine Siebanlage wird es
anschließend aufbereitet, klassiert und in
den Silos gelagert. Da das Gestein intensiv
beprobt wurde, kann die von den Kunden
benötigte Qualität bereits vor dem Brecher
entsprechend gesteuert werden.
Dazu Geschäftsführer Ulrich Koch:
„Was den Magnesiumgehalt betrifft, so
zählt unser Dunit zu den besten Qualitäten,
die am Markt erhältlich sind. Ein
wichtiger Abnehmer wird auch weiterhin
der Feuerfestbetrieb in St. Lorenzen sein,
wo das Material in einem Drehrohrofen
bei etwa 1.600° C gesintert wird. In
Zukunft wird unser Dunit aber auch in der
neuen Verhüttungsanlage der Minex
Mineral Explorations GmbH in Zeltweg
zum Einsatz kommen. Unabhängig davon
wollen wir unser hochwertiges Material
auch der Bauwirtschaft anbieten, etwa für
den Straßen und Forstwegbau. Um den
Kunden eine noch höhere Qualität bieten
zu können, werden wir die Aufbereitung
mittelfristig optimieren. Konkret werden
wir die Prallmühle durch einen Kegelbrecher
ersetzen, denn das reduziert den
Energieeintrag auf das Gestein, wodurch
auch weniger Feinmaterial entsteht.
Unser Ziel ist es, ca. 100.000 t pro Jahr zu
produzieren. Ich freue mich sehr, dass die
Mitarbeiter des Vorgängerbetriebs ihre
umfangreiche Erfahrung nun in der DBL
Dunit Bergbau GmbH einbringen.
50 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
Im Vordergrund der
neue Radlader Cat
950GC im Ladespiel
mit dem knickgelenkten
Muldenkipper
Cat 730. Dahinter der
ebenfalls neue Radlader
Cat 966-14 A und
in der Bruchwand der
Hydraulikbagger Cat
330GC beim Beräumen
der Etage.
Fachkräfte sind schwer zu finden und
nicht jeder Maschinist kann sein Gerät
souverän auf einer Etage in 100 m Höhe
bewegen.“
Vier neue Cat Geräte sorgen für
mehr Effizienz im Materialtransport
Zunächst wird das durch die Sprengung
gewonnene Material mit einem Hydraulikbagger
von der Etage auf die Ebene
des Vorbrechers abgeworfen. Für diese
Arbeit kommt seit Juli ein neuer Cat
330GC zum Einsatz. Es handelt sich
dabei um ein Next Generation Gerät der
Global Construction Reihe. Diese ist für
Einsätze konzipiert, bei der aufgrund des
Einsatzprofils technisch anspruchsvolle
Systeme – wie etwa die Hub und
Schwenkbegrenzung oder ein 2DSystem
– nicht benötigt werden. Ausgerüstet ist
der Cat 330GC mit einem Schnellwechselsystem
und einem Felstieflöffel der
Firma Winkelbauer. Für die Zerkleinerung
größerer Steine vor Ort verfügt er
zusätzlich über einen Hydraulikhammer
von Promove Demolition. Je nach
Entfernung wird das Material von der
Abwurfstelle dann direkt von dem neuen
Radler Cat 96614 A oder im Ladespiel
mit dem knickgelenkten Muldenkipper
Cat 730 zum Vorbrecher transportiert.
Der ebenfalls neue Radlader Cat 950GC
übernimmt überwiegend die Verladung
der hochwertigen Endprodukte auf die
KundenLkw.
Harald Polleros, zuständiger Betreuer
der Firma Zeppelin Österreich in der
Niederlassung Graz: „Im Zuge der
Angebotsphase habe ich gemeinsam mit
einem Spezialisten aus unserer Abteilung
Projekt und Einsatztechnik die
Gegebenheiten vor Ort analysiert. Denn
ergänzend zum eigentlichen Abbau
betrifft der Geräteeinsatz ja auch den
Lagerplatz, wo die Rückverladung vom
fertigen Material in den unterschiedlichen
Fraktionen stattfindet. Als optimale
Lösung erwies sich für das Beräumen der
Etage der Cat 330GC und für die
längeren Transportwege ein Cat 730 der
neuesten Generation. Dieser knickgelenkte
Muldenkipper der 30 t Klasse,
Von links: Hubert Eisner (Maschinist Cat 950GC), Ulrich Koch (Geschäftsführer DBL
Dunit Bergbau GmbH), Harald Polleros (Zeppelin Österreich, Niederlassung Graz), Alfred
Kohlhuber (Maschinist Cat 730). Im Hintergrund Albert Antoniol (Maschinist Cat 966-14 A).
Österreichischer
Baumaschinenverband
KOMPETENZ DURCH
FOKUSSIERTE INFORMATION
Nr. 0124850
11
12
1
10
27
26 21
2
9
25 22
3
8 24 23 4
7
6
5
PRÜFPLAKETTEN &
PRÜFBEFUNDE lt. AM-VO
Ein SERVICE des MAWEV
Bestellungen für den Prüfbefund mit zwei
Durchschlagblättern und für die fortlaufend
nummerierte Prüfplakette (hochqualitativ,
äußerst wetterbeständig, – 40° bis +130°)
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den MAWEV.
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und Bestellungen:
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MASCHINEN + TECHNIK
Der knickgelenkte Mulden kipper Cat
730 ist ein Gerät der neuesten Generation
und kommt sowohl im Steinbruch als auch
auf dem Lagerplatz zum Einsatz.
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UNS AUF DER
Bauma 2022
Halle A2 Stand 437
Richtige Daten zur
Richtigen Zeit erlauben
Richtige Entscheidungen
Trimble liefert die Technologie
Für die exakte Beladung der Kunden-
Lkw verfügt Hubert Eisner in der Kabine
des neuen Cat 950GC über eine
eichfähige Waage der Firma MWT.
und die Daten, die Ihr Team
braucht, um intelligent
und effizient vernetzt zu
den wir als Vorführgerät fast neuwertig
zur Verfügung stellen konnten, pendelt
zwischen Steinbruch und Lagerplatz. Für
die Rückverladung kommt der Cat 950GC
zum Einsatz und den Transport des
Materials zum Brecher über die kürzeren
Strecken übernimmt der 96614 A mit
einer 4,2 m 3 Schaufel. Die Abwicklung
erfolgte termingetreu über unsere Niederlassung
in Graz und im Zuge der Übergabe
haben wir mit den Kollegen der
Projekt und Einsatztechnik jeden
einzelnen Mitarbeiter im Rahmen einer
zweitägigen Schulung mit den Geräten
vertraut gemacht.“
Im Gegensatz zum früher eingesetzten
Fuhrpark wurde mit dieser Gerätekonfiguration
nicht nur die Stückzahl der
Maschinen reduziert, die Geräte sind nun
auch optimal auf die Aufnahmefähigkeit
des Brechers abgestimmt. Darüber hinaus
erfüllen alle neuen Cat Geräte die
Anforderungen der EU Stufe V.
Beide Radlader sind mit Cat Schaufeln
ausgerüstet, wobei diese für die Säuberung
der Wege mit geradem Boden und
Abziehkanten ausgeführt sind. Im Cat
950GC sorgt eine eichfähige Waage der
Firma MWT für die exakte Materialerfassung.
Zusätzlich verfügt der Cat 950GC
über ein größeres Gegengewicht und ein
längeres Hubgerüst, dadurch wird die
LkwBeladung auch bei hohen Bordwänden
erleichtert. Beim Cat 96614 A handelt
es sich um die neueste Generation und
eines der ersten Geräte, das ausgeliefert
wurde. Er verfügt über eine Cat Waage
mit Drucker für die Erfassung des in den
Brecher aufgegebenen Materials. Der
knickgelenkte Muldenkipper Cat 730
punktet mit hohem Bedienungskomfort,
etwa durch die Berganfahrhilfe oder die
EinhandHebelfunktion. Er bietet aber
auch neue Funktionen, wie Advanced
Automatic Traction Control (AATC),
Dauerbremsautomatik, HubAssistenzsystem,
Getriebeschutzfunktionen oder
Stabilitätsassistent mit Überschlagwarnsystem.
Firmenchef Ulrich Koch zeigt sich mit
der Entscheidung für die Cat Geräte mehr
als zufrieden: „Unser ganzes Team hat
daran mitgearbeitet, die Abläufe effizienter
zu gestalten. Das Paket der Firma
Zeppelin mit den vier Cat Geräten hat für
uns das beste PreisLeistungsverhältnis
geboten und auch die Übergabe der
komplett ausgerüsteten Geräte, die bereits
in der Zeppelin Niederlassung mit unseren
Logos beklebt wurden, hat perfekt und
termingetreu funktioniert. Nicht zuletzt
ist dank der TelematikÜberwachung
durch das ZeppelinTeam eine hohe
Verfügbarkeit sichergestellt. Unterm
Strich sehe ich uns als DBL Dunit
Bergbau GmbH für den Neustart des
Abbaubetriebs nun bestens gerüstet.“
www.dbl-bergbau.at
www.zeppelin.com/at-de/cat
arbeiten sowie fundierte
Entscheidungen zu treffen.
Andreas Jansenberger
ist seit
fast 40 Jahren im
Abbaubetrieb
tätig und freut
sich über die
Qualitäten des
neuen Cat 330GC.
Hier mit Schnellwechselsystem
und Felstieflöffel
der Firma Winkelbauer
beim
Beräumen einer
Etage vor dem
Start des Abbaubetriebs.
Erfahren
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Mit dem SITECH VIP Shuttle zur SITECH BAU(MA)STELLE
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52 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
KIESEL
Hohe Flexibilität im Wegebau
Starke Reißkräfte muss der Mobilbagger entwickeln, kompakt gebaut sein
sowie wendig und standfest für Arbeiten im Forst und Wegebau. Bei Kiesel
fanden die Spezialisten von Holp im Hitachi ZX140W6 die passende
Maschine für ihre Zwecke.
Holp-Bauleiter Markus Ellinger gefällt der geringe Heckaufbau des
ZX140W-6. Alle Wartungspunkte sind beim ZX140W-6 vom Boden
aus über die aufklappbare Motorhaube erreichbar.
Mit dem von Günter Holp (im Bild neben dem Gerät) entwickelten
RotoTop arbeitet der Hitachi-Mobilbagger am Einsatzort enorm
flexibel mit jedem Anbaugerät.
RotoTop“, sagt Holp. „Durch dessen in
Leitungsanzahl und Querschnitte großzügig
dimensionierten Drehdurchführungen
bekommen wir einen Öldurchfluss, der
ausreichend ist, um Anbaugeräte wie
Mulcher im Dauereinsatz ohne thermische
Probleme zu betreiben,“
Der Drehantrieb RotoTop, die bisher
erfolgreichste Erfindung von Günter Holp,
ist an einem OilQuick OQ605Schnellwechsler
am ZX140W6 verbaut. Er
ermöglicht durch seine endlose freie
Drehbarkeit, dass das jeweilige Arbeitsgerät
auch im schwierigen Gelände jede
Position ohne umständliches Rangieren
erreicht, der Bagger seltener versetzt
werden muss und somit der Auftrag
schneller abgewickelt werden kann.
„Den RotoTop bieten wir in sieben
Varianten für Bagger von 0,8 bis 35,0 t an“,
erzählt der Unternehmer. „Er ist auch für
Mietparks ideal, denn für Anbaugeräte wie
Greifer oder Rüttelplatte braucht man
keinen zusätzlichen Drehmotor. Die
Wartung ist einfach. Regelmäßig
schmieren genügt. Auch bei härtesten
Einsätzen können wir für den RotoTop 3
Jahre Garantie geben.“ Für Günter Holp
und sein Team ist der Hitachi ZX140W6 in
Kombination mit dem RotoTop und den
entsprechenden Anbaugeräten ideal für
den Wegebau.
www.kiesel.net | www.holp.eu
Mit nur 2,55 m
Gesamtbreite passiert
der Hitachi jeden
Standard-Waldweg.
G
ünter Holp, Geschäftsführer der auf
Anbaugerätebau spezialisierten Holp
GmbH mit Sitz in MurrhardtFornsbach,
die seit Jahrzehnten auch im Forstwirtschaftswege
und GaLaBau tätig ist, hat
seine Ziele klar vor Augen. Für die robuste
Arbeit im Wald brauchen seine Mitarbeiter
Maschinen, mit denen sie schnell und
kostengünstig den Bau und die Sanierung
von Forst und Feldwegen sowie Gräben
umsetzen können.
Mit seinen aus der Praxis geborenen
Produktideen hat sich der schwäbische
Tüftler längst auch einen Namen als
Hersteller gemacht. Günter Holp
beschreibt, wie es dazu kam: „Wenn die
Projekte unserer Auftraggeber mit
marktüblichen Maschinen nicht zu lösen
waren, haben wir selbst konstruktive
Lösungen entwickelt“, erzählt er.
Der neue Hitachi ZX140W6 ist für Holp
so ein Wegbereiter, der seine Ideen optimal
trägt. Er hat lange nach so einer Maschine
gesucht. So eignet sich der agile 15Tonner
für Einsätze auf jedem StandardWaldweg,
auf engem Raum in Städten oder für
Arbeiten im GaLaBau mit seiner Gesamtbreite
von nur 2,55 m, seinem Schwenkradius
von 2.120 mm und dem guten Blick
auf das Arbeitsfeld, den das übersichtliche
Heck ermöglicht.
„Der ZX140W6 ist flink, wendig und
standfest“, sagt der Firmenchef. „Uns
gefallen die hohen Fahr und Schwenkkräfte,
die starken Grab und Reißkräfte
und der hohe Fahrerkomfort.“ Die Kabine
bietet ausgezeichnete Rundumsicht, ist
ergonomisch dimensioniert und leise. Der
Schallpegel liegt mit 71 Dezibel sehr
deutlich unter der EURichtlinie.
Hitachi hat den ZX140W6 mit robusten,
verschleißfesten Komponenten ausgestattet.
Das Chassis ist hochwertig verarbeitet.
Buchsen schützen die Arbeitsausrüstung,
wie etwa die Aufnahmen an Auslegerende
und Auslegerfuß. Alle Leitungen und
Anschlüsse der leistungsstarken Hydraulik
sind gegen Beschädigungen geschützt. Das
HIOSIVHydrauliksystem von Hitachi
verringert das Risiko von Leistungsverlusten,
da es die Menge des in den Tank
zurückfließenden Hydrauliköls minimiert.
„Viele Hersteller bauen die Bagger zu
hoch auf“, findet HolpBauleiter Markus
Ellinger. „Dann müssen Kameras den
Rundumblick sichern. Wir aber brauchen
im Wald den direkten Blick auf unseren
Arbeitsbereich.“ Der geringe Heckaufbau
des ZX140W6 gefällt ihm deshalb. Zumal
der Unterwagen viel Bodenfreiheit bietet.
Das garantiert bestes Vorankommen und
Stabilität auf schwierigen Böden. Dazu
trägt die serienmäßige Zwillingsbereifung
von Caliber bei. Die äußerst robusten
Zwillingsreifen kommen ohne Zwischenring
aus und erhöhen die Standfestigkeit.
Holp ließ den bis zu 35 km/h schnellen
ZX140W6 mit Zusatzleuchten ausstatten.
Recht einfach lässt sich die Maschine vom
Boden aus in Stand halten. Ein Deutz
Motor versorgt das Hydrauliksystem und
stellt jederzeit ausreichende Leistungsreserven
sicher.
„Das sind ideale Bedingungen für
unseren um 360° endlos drehenden
Willkommen in der Welt der Krane
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54 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
56 SEPTEMBER 2022
Der erste neue Hauly
präsentiert sich in allen
Bereichen modernisiert und ist nun
das größte Fahrzeug am Erzberg. Mit
dem Start der Saison 2023 wird auch
der zweite neue Hauly
einsatzbereit sein.
VA ERZBERG
Hauly 2.0 und Multifunktions-Fahrzeug
als neue Technik-Highlights am Erzberg
Seit rund 30 Jahren ist die Fahrt mit einem Hauly der Höhepunkt für jeden Abenteuer
Erzberg-Besucher. Im Zuge des nun anstehenden Generationenwechsels hat das Team
der VA Erzberg GmbH das Hauly-Konzept mit viel Engagement in allen Bereichen
verbessert und modernisiert. Gleichzeitig entwickelte das Technische Büro des Unternehmens
auch ein neues Multifunktions-Fahrzeug, das sowohl für die Staubfreimachung
im Sommer als auch für den Streudienst im Winter eingesetzt werden kann.
I
n der Fachwelt sorgt die VA Erzberg
GmbH immer wieder mit innovativen
technischen Lösungen für Aufsehen.
Zuletzt mit dem Einsatz eines dieselelektrischen
Muldenkippers mit Trolley-Technik,
der auf einer Länge von 4,5 km über
eine Oberleitung mit Strom versorgt wird.
Seit vielen Jahren besitzt der Erzberg aber
auch noch ein völlig anderes Image: das
einer gefragten Touristen-Attraktion.
Beispielsweise schaffte es der größte
Abbaubetrieb Mitteleuropas im Juni mit
den spektakulären Bildern des Erzbergrodeos
einmal mehr in die internationalen
Schlagzeilen. Doch der actiongeladene
Wettkampf von Motorradfahrern aus der
Besichtigung des neuen Hauly in der Umbauphase (von links): Mag. Christian Treml
(Geschäftsführung VA Erzberg GmbH), Ing. Peter Aflenzer (Projektleiter), Mag. Stefan Kuhn
(Geschäftsführer Kuhn Baumaschinen GmbH), DI Josef Pappenreiter (Geschäftsführung VA
Erzberg GmbH) und Christian Moser (Verkaufsleiter, Kuhn Baumaschinen GmbH).
Fotos: Baublatt.Österreich
Das Hauly-Projektteam (von links): DI Josef Pappenreiter (Geschäftsführung VA Erzberg
GmbH), Dr. Peter Schimek (Betriebsleitung Tagbau), Ing. Peter Aflenzer (Projektleiter),
Ing. Detlef Zeller (Technisches Büro/Konstruktion) und Pletz Herwig (Betriebsratsobmann).
Im Hintergrund auf dem Hauly Maschinist Gerhard Bayer.
ganzen Welt ist nur eine von mehreren
Attraktionen, die den Erzberg von Anfang
Mai bis Ende Oktober zu einem wichtigen
Tourismus-Magneten machen. Unter dem
Titel „Abenteuer Erzberg“ profitiert die
ganze Region von den rund 50.000
Besuchern, die Jahr für Jahr das Schaubergwerk
Untertage, das neue Zentrum
am Berg oder die Freiluftausstellung am
Oswaldirücken mit direktem Blick in den
Tagbau besuchen. Dazu kommen Großveranstaltungen
wie die Adventure Days,
sportliche Events oder Firmenpräsentationen.
Besonders beliebt ist bei Jung und Alt
natürlich die Abenteuerfahrt mit einem
Hauly – dem größten Taxi der Welt. Die
Fahrt führt vom Abbau bis zur Aufbereitung
durch verschiedenste Bereiche und
kann auch inklusive einer Live-Sprengung
gebucht werden.
Dazu DI Josef Pappenreiter, Geschäftsführung
Technik der VA Erzberg GmbH:
„Wir konnten während der Pandemie
erfreulich hohe Besucherzahlen verzeichnen.
Viele Österreicherinnen und Österreicher
haben sich zu einem Urlaub in der
Heimat entschlossen und aufgrund
unseres attraktiven Angebots zählt der
Erzberg zu den beliebtesten Ausflugszielen.
Wir sind nach meiner Kenntnis
TIEFLÖFFELFORM
ABGESENKTE
KOPPLUNG
VERSTÄRKTE
STRUKTUR
FÜR MINI- UND MIDI BAGGER, LADER UND MINILADER.
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MB-HDS207
Kit zur Erhöhung des Ladevolumens
Für Minibagger von 1,3 bis 2,8 Tonnen. Mit dem Kit
Ladevolumenerhöhung wird das Fassungsvermögen der
Schaufel von 50 l auf 60 l erhöht.
+ Abgesenkte mittige Kopplung.
+ Geschütztes Getriebe.
+ Rückseiten- und Seitenschutz.
MEHR ERFAHREN
MBCRUSHER.COM
weltweit der einzige Betrieb, bei dem
Besucher die Möglichkeit haben, einen
derart großen und modernen Tagbaubetrieb
direkt vor Ort zu besichtigen – und
das mit einem umgebauten SLKW. Viele
internationale Fachleute waren beeindruckt,
was in Österreich in Zusammenarbeit
mit den Behörden möglich ist. Auch
wird unser Trolley-System mittlerweile
international als Benchmark gesehen und
wir sind immer wieder überrascht, welche
großen Firmen sich bei uns vor Ort
informieren. Unter unseren Besuchern
sind aber auch sehr viele Schüler und ich
halte es für besonders wichtig, dass auch
diese Generation darüber informiert ist,
wie die von uns allen benötigten Rohstoffe
unter hohen Standards gewonnen
werden.“
Hauly 2.0: bequem und
mit 360° Panoramasicht
Bei der ersten Hauly Generation handelt
es sich um zwei Haulpak Truck 85C, die
von der Firma Wabco in den USA hergestellt
wurden und die mit Anfang der
1980er Jahre im Produktionsbetrieb am
Erzberg zum Einsatz kamen. 1993, DI
Josef Pappenreiter war damals verantwortlicher
Betriebsleiter, wurde ein
Haulpak Truck dann zum ersten Hauly
umgebaut – und damit auch zum Namensgeber.
Seit 1995 fahren zwei Haulys mit
den Besuchern über den Steirischen
Erzberg. Da sich bei den Haulpak Trucks
die Ersatzteilversorgung jedoch immer
schwieriger gestaltete, wurde 2021 der
Entschluss gefasst, die Haulys auf ein
neues Trägerfahrzeug umzubauen. Als
Nachfolger werden daher zwei Komatsu
MB-HDS212
mit Adapter für Lader und Mini-Lader
Für Midibagger von 5 bis 10 Tonnen. Ein Adapter ermöglicht
den Anbau an Baggerlader von 8 bis 9 Tonnen und Lader
von 4 bis 5 Tonnen.
+ Optimale Geometrie, so dass das Material besser zu den
Wellen gleiten kann.
+ Verbesserte Manövrierfähigkeit und Arbeitskontrolle.
+ Geringerer Verschleiß des Rahmens.
BAUMA 2022
Stand: C5 215
Demobereich: FN 821.5
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
HD 7857 Muldenkipper umgerüstet, die
mit rund 50.000 Betriebsstunden aus dem
Produktionsbetrieb ausgeschieden
wurden. Wie die Bilder zeigen, ist der erste
neue Hauly fertiggestellt. Er kommt in der
noch bis Ende Oktober dauernden
TouristenSaison bereits zum Einsatz. Der
zweite neue Hauly wird im Winter
aufgebaut, wobei eventuelle Verbesserungsmöglichkeiten
aus dem Praxisbetrieb
des ersten Hauly berücksichtigt werden.
Mit dem Start der Saison 2023 – und
damit zum 30 Jahr Jubiläum der Haulys
– werden die beiden neuen Haulys
einsatzbereit sein.
Der Auftakt für das Umbauprojekt
erfolgte mit einem Kick OffMeeting im
August 2021. Dabei ging es vorrangig um
die Klärung der Machbarkeit des Projektes.
Im Zuge dieser Sitzung wurde auch
ein Projektteam gebildet, bestehend aus
Projektleiter Ing. Peter Aflenzer, Ing.
Detlef Zeller (Konstruktion) und Markus
Löffler (Umsetzung Stahlbau).
Zunächst wurde auf dem durch die
laufenden Generalüberholungen auf dem
technisch neuesten Stand gebrachten
Komatsu HD 7857 Muldenkipper im Jahr
2021 die Auspuffanlage umgebaut, damit
die Abgase nicht mehr durch den Muldenkörper
strömen. Bevor im Februar 2022
mit dem Umbau des neuen Hauly begonnen
wurde, waren einige Herausforderungen
zu bewältigen:
Für die 3DKonstruktion wurden
unzählige Ideen vom Projektteam
eingebracht und in der Folge von Ing.
Zeller berücksichtigt.
Notwendig wurde auch eine Risikoanalyse
durch einen technischen Sachverständiger
und die Einbeziehung eines
Statikers.
Die Auswahl der einzelnen Komponenten
wie Sitze, Gurte, Dachverglasung,
Fenster, Türen, Medieninfrastruktur usw.
musste getroffen werden.
Anpassung an die aktuellen Sicherheitsvorschriften,
etwa durch die Festlegung
Entsprechend
den aktuellen
Sicherheitsvorschriften
wurde
der neue Hauly
mit einem
Notausstieg mit
Rettungsschlauch
ausgerüstet.
der Notausstiege (Personenrutsche
hinten und seitlicher Ausgang über
Fahrerkabine) in enger Abstimmung mit
den Sachverständigen.
Massiv unterstützt wurde das Hauly
Projektteam der VA Erzberg durch das
Technische Büro von Ing. Detlef Zeller.
Beide Unternehmen verbindet seit vielen
Jahre eine enge Zusammenarbeit. In der
konstruktiven Ausarbeitung mussten aber
auch interne Vorgaben berücksichtigt
werden. So sollte in Abstimmung mit der
Kapazität der Zugsgarnitur für die Fahrt
in das Schaubergwerk die GästeZahl auch
weiterhin 62 Personen umfassen. Die
Aussichtsplattform sollte für 32 Personen
ausgelegt sein und im Hinblick auf die
Oberleitung des TrolleySystems durfte
eine FahrzeugHöhe von 6,2 m nicht
überschritten werden.
Projektleiter Ing. Peter Aflenzer: „Da
man mit der Zeit ein wenig betriebsblind
wird, habe ich mit meiner Familie eine
Testfahrt unternommen und sie gefragt,
was ihnen gefällt bzw. nicht gefällt. So
kam es schließlich zu der Anregung für
das Panoramadach.“ Nach zahlreichen
Diskussionen über die technische Umsetzung
des Panoramadaches wurde ein
steirisches Glasunternehmen gefunden,
dass den Entwicklungsprozess begleitete
und hinsichtlich Konstruktion und
Glasqualität die Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften
gewährleisten konnte. So
wurde auf dem verlängerten und seitlich
erweiterten Muldenkörper der vermutlich
weltweit größte, fahrende Wintergarten
errichtet. Wichtige Erkenntnisse brachte
auch die 3DAnimation auf Basis der
aktuellen Planung, denn nur so war
erkennbar, dass die gewählten SitzLehnen
zu hoch waren und den Ausblick für
Kinder deutlich einschränkten. Das
Resultat all dieser Anstrengungen ist eine
neue HaulyGeneration, die deutlich mehr
Komfort bietet und die neue 360° Panoramasicht
mit modernen multimedialen
Informationstechniken ergänzt.
Innovatives Multifunktions-Fahrzeug
Die Straßenerhaltung im Abbaubetrieb ist
für den Verantwortlichen der Bergbau
in fratstruktur Dr. Peter Schimek ein
wichtiger Punkt. Vor allem im Bereich des
TrolleySystems sind optimale Bedingungen
gefordert. Wurde das Streumaterial im
Winter früher von einem SLKW mit
aufgekippter Mulde verteilt und mit dem
Grader abgezogen, so kann diese Variante
unter Einhaltung des Mindestabstandes
zur Oberleitung nun nicht mehr praktiziert
werden. Da bereits vor Jahrzehnten
58 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Blick in den größten fahrbaren Wintergarten: Durch die neu gestaltete Verglasung wird
eine 360° Rundumsicht ermöglicht, die in Verbindung mit den bequemen Sitzen und der
modernen Medieninfrastruktur bei den Gästen für ein beeindruckendes Erlebnis sorgt.
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R1000S - Raupenmobiler Prallbrecher inkl. Windsichter
ein umgebauter Haulpak Truck als
Streuwagen zum Einsatz kam, wurde
diese Idee im Frühjahr 2021 erneut
aufgegriffen. Allerdings wurde der Ansatz
rasch erweitert und ein Kombifahrzeug
entwickelt, das im Sommer auch für die
Staubfreimachung eingesetzt werden
kann. Die Zielsetzung, den neuen Streuwagen
im Dezember 2021 in Betrieb zu
nehmen, erfolgte unter einem großen
Zeitdruck, denn für die Aufrechterhaltung
des Betriebs mussten auch unter der
Oberleitung optimale Bedingungen
geschaffen werden.
So wie bei den neuen Haulys bildet
auch für dieses Multitalent aus Streu und
Wasserwagen ein Komatsu HD 7857
Muldenkipper mit über 50.000 Betriebsstunden
und in gutem technischen
Zustand die Basis. Vor allem die Konzipierung
des Streuwagens gestaltete sich
anspruchsvoll, da hier zunächst ein
Lizenzvertrag mit der USFirma Ground
Force abgeschlossen werden musste. Diese
hat das System des Streuwagens entwickelt
und vertreibt es auch in zahlreichen
Ländern. Federführend bei der Entwicklung
bzw. Umsetzung des Multifunktions
Fahrzeuges war das Technische Büro der
MOBILE BRECHANLAGEN
www.rockster.at
„Wir haben sicher 4 oder 5 verschiedene mobile Brechanlagen getestet und für uns war das ganze Rockster Paket genau
auf die Bedürfnisse unseres Unternehmens zugeschnitten. Die Anlage ist sehr bedienerfreundlich und es ist ein hydraulisches
System, was uns lieber ist als elektrisch, weil wir einfach mehr Erfahrung in diesem Bereich haben. Das stufenlose Regeln
der Brecherdrehzahl erlaubt uns mehr Kontrolle beim Arbeiten, der Magnetabscheider ist hydraulisch höhenverstellbar usw.“
Werkstattleiter Peter Schmid, Kober Transporte GmbH
Rockster Austria International GmbH / 4212-Neumarkt i.M. / office@rockster.at / +43 720 70 1212
24. - 30. Oktober 2022
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Die Bildleiste zeigt die verschiedenen Möglichkeiten der Staubfreimachung durch das neue Multifunktions-Fahrzeug.
Durch den integrierten Wasserwerfer kann das Fahrzeug auch für Feuerwehreinsätze verwendet werden.
Das Projektteam für
das Multifunktions-
Fahrzeug (von links):
Herwig Pletz
(Betriebsratsobmann),
Dr. Peter Schimek
(Betriebsleitung
Tagbau), Ing. Gernot
Wimmer (Projektleitung),
DI (FH)
Christina Rumpl
(Technisches Büro/
Konstruktion) und
DI Josef Pappenreiter
(Geschäftsführung).
Mit einer etwa zweitägigen Umrüstphase
kann auf dem Multifunktions-Fahrzeug
der Wasser-Behälter gegen den Streugut-Behälter
getauscht werden.
Schonend zur
Geldbörse –
stark in allem
anderen
VA Erzberg unter der Leitung von
DI (FH) Christina Rumpl. Gemeinsam mit
Projektleiter Ing. Gernot Wimmer, der für
die Bereiche Instandhaltung, Aufbereitung
und Fördertechnik verantwortlich ist, war
sie von Beginn an auch in die nicht immer
einfachen Verhandlungen mit dem
USUnternehmen eingebunden. Mit
Abschluss der Lizenzvereinbarung und
Beistellung der konstruktiven Pläne
konnte aber damit begonnen werden, den
StreuwagenAufbau an die Rahmenbedingungen
am Erzberg anzupassen.
Allerdings waren auch hier einige
Herausforderungen zu bewältigen. Da
beispielsweise die amerikanischen
Stahlstärken nicht übernommen werden
konnten, musste die Anpassung der
Stahlelemente unter ständiger Berücksichtigung
des Gesamtgewichtes erfolgen.
Weiters benötigt der StreuwagenAufbau
ein eigenes ElektrikSystem, das mit der
Steuerung von Ground Force abgestimmt
werden musste sowie einen eigenen
HydraulikTank inklusive Hydrauliksystem,
welches vom Fahrzeug angespeist
wird. Ein weiterer wichtiger Punkt in der
Planungsphase war die Klärung der
Frage, wie und wo der Streuwagen
gefertigt wird bzw. wie die Montage auf
das Trägerfahrzeug erfolgen soll, denn die
Werkstätte ist hinsichtlich der Hub und
Anfahrtsmöglichkeiten limitiert.
Für die Verteilung des Streuguts
befinden sich an den Seiten des Streuwagens
zwei Auslässe, die über Klappen
bedient werden können. Über diese rieselt
das Streugut auf zwei Drehteller, die
ebenfalls gesteuert werden können und die
das Material auf der Straße verteilen. Die
Drehteller wurden hinsichtlich der
mechanischen Funktion auf das am
Erzberg eingesetzte Streumaterial der
Korngröße 830 abgestimmt. Eine weitere
Vorgabe bestand in der Forderung, dass
die 4,5 km lange Hauptförderstrecke unter
der Oberleitung mit einem Durchgang
gestreut werden kann. Aus diesem Grund
ist der Tank des Streuwagens für bis zu
90 t Nutzlast ausgelegt. Mehrere Rüttelantriebe
sorgen im Tank bei Bedarf für
Vibrationen, sodass sich verklumptes
Material löst. Im Gegensatz zum Wassertank,
wo der Verschleiß nicht so groß ist,
wurde der Tank des Streuwagens mit
verschleißfesten Stahlblechen gefertigt.
Zum Einsatz kam dabei überwiegend
Durostat der voestalpine Steel Division.
Über dem Tank ist ein giebelförmiger
Gitterrost angeordnet. Dieser übernimmt
bei der Beladung des Streuwagens durch
die Radlader eine Abscheidefunktion für
zu große Körnungen. Seine Premiere
erlebte der neue Streuwagen am Erzberg
wie geplant im Dezember 2021.
In den Wintermonaten wurde auch der
Wasserwagen fertig gestellt. Anfang Mai,
nachdem der Streuwagen außer Betrieb
genommen worden war, wurde mit dem
Tankumbau begonnen. Abgeschlossen wurde dieser Ende Mai,
die Lackierung erfolgte im Juni und die ersten Testfahrten
starteten. „Vollgetankt“ ist der Wasserwagen mit 78.000 l
Wasser am Erzberg unterwegs, die über maximal fünf Düsen
– zwei vorne und drei hinten – die Strecken staubfrei machen.
Kommt hinten nur die mittlere Düse zum Einsatz, so reicht
das für eine Spurbreite, werden alle drei Düsen aktiviert,
dann werden beide Spuren „bewässert“. Durch einen integrierten
Wasserwerfer kann das Fahrzeug auch für Feuerwehreinsätze
verwendet werden. Die maximale Einsatzzeit
mit vollem Tank beträgt ungefähr eine Stunde, dann muss an
einer der drei Füllstationen, die gut am Erzberg verteilt sind,
Wasser nachgefüllt werden.
www.vaerzberg.at
Unschlagbare Gesamtkosten
Weil niedriger Kraftstoffverbrauch, leistungsstarke Stufe-V-Motoren,
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verbesserte Haltbarkeit und Zuverlässigkeit uns nicht genug sind,
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60 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MWT
Neue mobile Wiegeelektronik
WK 60 mit Touch-Display
Das mobile Wiegesystem WK 60 ist eine innovative Anzeige- und
Schaltzentrale der neuesten Generation und liefert messgenaue
Informationen. Diese Wiegeintelligenz mit gehärtetem Sicherheitsglas
wird auch bei rauen Verhältnissen nicht in Mitleidenschaft gezogen.
S
ie ist eine kostengünstige Alternative
zu stationären Waagen, denn durch
weniger Fahrten werden auch Kosten
eingespart. Außer der Zeitersparnis und
der höheren Effizienz, bietet das System
eine drahtlose Datenübertragung in das
Warenwirtschaftssystem zur Vollendung
des Datenmanagements. Die Wiegeelektronik
WK60 ist in zwei Ausstattungsvarianten
erhältlich und bietet in mobilen
On-Board-Waagen – speziell für Radladerwaagen
– die beste Voraussetzung, um
Materialströme zu erfassen.
Mit ihren Touch-Displays setzen die
Waagen der Pfreundt WK60 Serie auf die
neueste Technik. Dabei sind sie sehr
robust und für den anspruchsvollen
Einsatz bestens geeignet. Die Bedienung
dieser mobilen Waage ist sehr einfach,
vergleichbar mit der Bedienoberfläche von
einem Smartphone oder Tablet. Sobald
das Gerät eingeschaltet ist, sind die
verschiedenen Funktionen über entsprechende
Symbole intuitiv erkennbar und
zu bedienen. Das System besteht zusätzlich
aus einer grafischen Gewichtsanzeige
mit allen wichtigen Wiegefunktionen, das
in der Radlader-Kabine montiert wird. Im
Gegensatz zu den stationären Waagen
wird mit mobilen Waagen das Transportgewicht
bereits beim Beladen ermittelt
und der Fahrer erkennt sofort die aktuellen
Kosten. Dadurch lassen sich Überund
Unterladungen vermeiden sowie
überflüssige Fahrtzeiten zur stationären
Waage einsparen. Mit mobilen Wiegesystemen
können also die Transportkapazitäten
direkt bei der Beladung
optimal genutzt werden. Die Waagen sind
universell und auch nachträglich nicht
nur in Radladern, sondern auch in
Staplern oder Baggern einbaubar.
Für die Verwaltung wurde eine
entsprechende Softwarelösung entwickelt,
die alle Daten wie Gewicht, Material,
Datum und Ort auf einen Blick verfügbar
macht. Gewichtsermittlungen und
anfallende Informationen werden auf eine
effektive Weise an WMS oder ERP
Systeme überspielt. Zusätzlich können
Bluetooth- oder WiFi-Hardware sowie ein
Drucker angeschlossen werden. Die
Anbindung an eine Software zur Weiterverarbeitung
der Daten ist genauso
flexibel und einfach. Von der Web Plattform
ohne Installations- und Update-
Aufwand bis zur kompletten Einbindung
in ein ERP-System ist alles möglich. Die
Anwender haben praktisch jederzeit und
überall – ob im Büro, auf dem PC oder von
unterwegs über Smartphone und Tablet
– Zugriff auf die Daten.
„Die Wiegeelektronik WK 60 hat sich
bestens für den Dauereinsatz bewährt,
wobei individuelle Auswertungsfunktionen,
eine integrierte Temperaturkontrolle
und dynamisches Wiegen im Arbeitsfluss
die wesentlichen Vorteile sind. Dank dem
wirtschaftlichen Wiegesystem können
Güter noch vor der Beladung gewogen
werden, dadurch sind Transportfahrzeuge
vor Überlastungen abgesichert“, betont
MWT Geschäftsführer Günter
Schmalnauer.
www.mwt-systeme.at
KEINEN CAT KÖNNEN
WIR UNS NICHT LEISTEN.
Wir sind ein breit aufgestelltes Familienunternehmen mit starken Werten und nachhaltiger Ausrichtung. Qualifizierte Mitarbeiter
und modernste Technologien garantieren unser hohes Niveau, das wir mit starken Partnern permanent verbessern.
Ohne die Maschinen von Caterpillar und den Service von Zeppelin auszukommen, das können wir uns nicht leisten.
Christian, Bruno und Johannes Urschitz,
Ing. Bruno Urschitz GmbH, Finkenstein
zeppelin-cat.at
Die Wiegeelektronik WK60 ist in zwei Ausstattungsvarianten erhältlich und kann auch
nachträglich in Radladern, Staplern oder Baggern eingebaut werden.
62 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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HOLZMESSE
HOLZMESSE
INTERNATIONALE HOLZMESSE
Hotspot der Forst-
& Holzbranche
Das Messe-Duo Internationale Holzmesse
und Holz & Bau brachte vom 31. August bis
3. September 2022 die Fachwelt der Forst- und
Holzwirtschaft Mittel- und Südosteuropas
nach Klagenfurt.
ärnten ist mit einem Waldanteil
K an der Landesfläche von 62%
das Holzland Nr. 2 in Österreich,
knapp hinter der Steiermark. Bäume
prägen nicht nur das Landschaftsbild,
sondern sind auch ein enormer
Wirtschaftsfaktor: Die Forstwirtschaft
in Österreich hat 2021 eine
Bruttowertschöpfung von rund 952
Mio. Euro erzielt. Dazu kommt die
Wirtschaftsleistung der rund 1.300
Unternehmen der Holzindustrie von
4,2 Mrd. Euro.
WKK-Präsident Jürgen Mandl
betonte als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender
der Kärntner Messen im
Rahmen der Eröffnung:
„Entlang der gesamten
Wertschöpfungskette
der Forst- und Holzwirtschaft
werden rund
300.000 Arbeitsplätze
gesichert, das heißt:
Jeder 15. Arbeitsplatz
in Österreich ist
sozusagen aus Holz.“
Eine wichtige Aufgabe
dieser Messe sei es, die
einzelnen Akteurinnen und Akteure
der Wertschöpfungskette vom Forst
über die Säge- und Holzindustrie, die
Biomasse und Holzlogistik bis hin
zum Massivholzbau miteinander zu
verbinden.
Nicht nur das umfangreiche Fachangebot
der Messe, sondern auch das
Rahmenprogramm und viele
Side-Events boten genügend Raum
zum Netzwerken und Austauschen.
Welche Maschinen und Geräte
erleichtern die Arbeit? Wie werden
Humanressourcen in der Forstwirtschaft
generiert und welche Berufsbilder
gibt es? Kompetente Antworten
auf diese und viele weitere
Fragen gab es auf den vielen
Veranstaltungen, wie beispielsweise
dem „Capacity Building in der
Forstwirtschaft“, der bereits 4.
Klagenfurter Holzbau-Fachtagung,
dem Internationalen Holztag und
dem Landeswaldbauerntag. Der
Termin für die 57. Internationale
Holzmesse steht bereits fest: sie
findet vom 28. bis 31. August 2024
statt.
www.kaerntnermessen.at
64 SEPTEMBER 2022
BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: Kärntner Messen; Baublatt.Österreich
HUBTEX
Langgut sicher transportieren
Die Firma Hubtex informierte über ihre Fahrzeuge
für die holzverarbeitende Branche und deren
Individualisierungsgrad.
D
as Handling von Langgut stellt
Anwender vor besondere Herausforderungen.
Die Lasten weisen
unterschiedliche Abmessungen auf
und müssen in engen Arbeitsgängen
sicher transportiert werden. Gefragt
sind flexibel anpassbare Fahrzeugkonzepte.
Hier setzt Hubtex mit seinen
Mehrwegestaplern an und bietet
Lösungen für den effizienten Materialfluss
und Warenumschlag bei engsten
Gangverhältnissen von Produktionsund
Handelsunternehmen. Das
Kernprodukt wurde in den vergangenen
40 Jahren in unzähligen Varianten
entwickelt. Die Mehrwege
Gabelstapler eignen sich zum universellen
Handling in spezialisierten
Branchen und unterstützen Unternehmen
bei der Lagerlogistik. Die
Stapler transportieren unter anderem
Langgutmaterial, Blechpakete,
Spanplatten, Werkzeuge, Kabeltrommeln,
Walzen, übergroße Paletten und
Rundmaterialien in Schmalgang-
Regalanlagen. Alle Staplervarianten
sind frei verfahrbar im Innen- und
Außenbereich. Die Fahrzeuge werden
im Dialog mit den Kunden genau auf
die Gegebenheiten des jeweiligen
Betriebs beziehungsweise Lagers
abgestimmt.
www.hubtex.com
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Die Firma Hubtex bietet spezialgefertigte
Flurförderzeuge,
Seitenstapler und Sondergeräte für
lange, schwere und sperrige Güter.
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HOLZMESSE
HOLZMESSE
LIEBHERR
Umschlagmaschine LH 26 M Timber Litronic
Liebherr präsentierte unter anderem die Umschlagmaschine LH 26 M Timber
Litronic für den effizienten Einsatz im Holzumschlag. Durch die überaus kompakte
Bauweise und außerordentliche Wendigkeit kann der LH 26 M in Sägewerken und
Holzbetrieben mit beengten Platzverhältnissen optimal arbeiten.
Die Umschlagmaschine LH 26 M Timber Litronic
beeindruckt mit einem äußerst geringen Kraftstoffverbrauch
bei gleichzeitig maximaler Leistung. Im Bild von
links Gerhard Kante (Verkaufsrepräsentant Kärnten,
Kundendienstniederlassung Grafenstein) und Thomas
Kronlechner (regionaler Kundendienstleiter) vor dem
ausgestellten LH 26 M Timber Litronic.
Der Liebherr-Teleskoplader T 55-7s im schweren Hackschnitzeleinsatz.
Liebherr zeigte auch den Liebherr-Radlader L 556 XPower mit
einer 10 m³ Leichtgutschaufel. Insgesamt vier Hubgerüstvarianten
sind erhältlich: Z-Kinematik Standard und High Lift
sowie Industrie-Kinematik Standard und High Lift.
Liebherr Teleskoplader punkten neben
stufenlos hydrostatischem Fahrantrieb
und Hochleistungs-Arbeitshydraulik für
den industriellen Materialumschlag mit
produktivitätssteigernden Assistenzsystemen,
wie Auto Power, Load Moment Plus
sowie programmierbare Schaufelrückführung
und intelligenten Sicherheitsfunktio-
nen, wie „Auto Hill Assist“ und eingreifende
Überlastwarneinrichtung.
Die XPower-Großradlader von Liebherr
haben sich seit ihrer Premiere als Vorreiter
in Sachen Kraftstoffeffizienz und
Standfestigkeit etabliert. 2021 unterzog
Liebherr zwei Modelle dieser Baureihe,
den L 550 XPower und den L 556 XPower,
einer Modellpflege. Mit dem Ziel, die
Leistungsfähigkeit weiter zu erhöhen,
verstärkte Liebherr das Hubgerüst und
überarbeitete die Arbeitshydraulik. Eine
Anhebung von Kipplast, Ausbrechkraft
und Motorleistung gehörte ebenfalls zu
den Neuerungen.
www.liebherr.com
VORFÜHRUNGEN
IM SEPTEMBER
FROM TRASH TO GOLD
D
as auf der Messe ausgestellte Exponat
hat ein Einsatzgewicht von ca. 27.500
kg, eine Motorleistung von 125 kW / 170
PS und erfüllt die Anforderungen der
Abgasstufe V. Zur Ausrüstung gehören ein
gerader, 7,1 m langer Ausleger, ein 5,0 m
langer Stiel mit abgewinkeltem Stielende
sowie eine Liebherr-Holzzange vom Typ
GM 10B. Als Besonderheit ist der am
Ausleger angebrachte Gegenhalter
hervorzuheben, welcher speziell für den
Umschlag von Langhölzern konzipiert ist.
Weiterer Bestandteil der Maschinenkonfiguration
ist die 1.200 mm hohe, starre
Kabinenerhöhung, welche für optimale
Sichtverhältnisse sorgt. Maximalen Spritzschutz
bieten die feuerverzinkten Kotflügel,
welche zugleich auch als Standfläche
für einen einfachen und sicheren Zustieg
zur Fahrerkabine dienen.
Die Umschlagmaschine LH 26 M ist
dank der kompakten Bauweise bestens
geeignet für den Einsatz bei beengten
Platzverhältnissen. Durch den äußerst
geringen Front- und Heckschwenkradius
lässt sich die Maschine vor allem auch in
engen Gassen komplett schwenken. Besonders
durch die minimale Kontur der
rechten Vorderseite kann sehr nahe am
Sortierstrang oder Polter gearbeitet
werden, da sich dieser stets innerhalb der
Unterwagenbreite befindet. Dies ermöglicht
eine hervorragende Sicht auf den
Arbeitsbereich, sorgt für zusätzliche
Sicherheit und unnötige Kollisionen
können vermieden werden.
Der LH 26 M ist serienmäßig mit
einer Allradlenkung ausgestattet. Diese
sorgt für höchste Wendigkeit, wodurch
die Umschlagmaschine in engen Gassen
mühelos manövriert werden kann. Die
ebenso serienmäßige automatische
Lenkungsumkehr garantiert jederzeit die
richtige Lenkrichtung bei Vorwärts- wie
auch Rückwärtsfahrt. Durch den kraftvollen
Fahrantrieb und die robusten
Achsen können Anhänger mit einem
Gewicht von bis zu 60 t gezogen werden.
Bei der Be- und Entladung sorgt das
3.000 mm breite Abstützräumschild
hinten sowie die beiden Pratzen vorne
für maximale Standsicherheit. Dies
garantiert hohe Traglasten über den
gesamten Schwenkbereich. Dadurch
kann mehr Holz pro Ladespiel umgeschlagen
und demzufolge die Produktivität
gesteigert werden.
Weiters zeigte Liebherr auf der
Holzmesse den XPower-Radlader L 556
und den Teleskoplader T 55-7s. Die
66 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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LET‘S SHRED IT
HOLZMESSE
HOLZMESSE
Transportlösungen für die Forstwirtschaft
Im Freigelände zeigte Mercedes-Benz Trucks Österreich mit einem Arocs 3658 6x6
und einem Unimog U 530 zwei spezialisierte Fahrzeuge für den Holztransport.
G
Mercedes-Benz
Trucks Österreich
rückte auf der
Holzmesse den
Unimog U 530 und
den Arocs 3658
6x6 in den Mittelpunkt.
MERCEDES-BENZ TRUCKS ÖSTERREICH
anz gleich, ob Sattelzugmaschine,
Pritschenfahrzeug, Betonmischer oder
schwerer Kipper: Die Straßen- und
Allradvarianten des Arocs bieten für
praktisch jede Herausforderung einen
besonders robusten und widerstandsfähigen
Lkw. So auch in der Forstwirtschaft, wo
Mercedes-Benz Trucks Österreich einen
Arocs 3658 6x6 mit L-Fahrerhaus, einem
Radstand von 4.200 mm und einem Motor
OM473 zeigte. Ausgerüstet war das
Fahrzeug mit einem Donar 5810 V von TCS
Umwelttechnik (Zerkleinerungsrotor:
Breite 1.200 mm; Drehzahl 500 U/min;
8 Rotorscheiben geschlossene Form). Damit
können Weichholz Stämme bis 75 cm und
Hartholz Stämme bis 56 cm Durchmesser
verarbeitet werden. Weiters war der Arocs
3658 mit einem Epsilon Forwader
S110F101 und einer Kranzange Cranba
CE280 ausgerüstet.
Ein weiteres Highlight war der Unimog
U 530 (Radstand: 3.900 mm; 220 kW) mit
einem Motor OM 936. Sein umfangreiches
Technik-Paket umfasst Motor-Zapfwellenabtrieb
inklusive Frontzapfwelle, MB-Vollsynchronwendegetriebe,
Permanent-Allrad
mit sperrbarem Längsdifferential, Differentialsperre
an Vorder- und Hinterachse,
Vorder- und Hinterachse als Portalachse,
Rückblickkamera und zusätzliche Kamera
am Anhänger inkl. Monitor, Hydraulikanschlüsse
im Heck für Betrieb des Sattelaufliegers
sowie Anbaubeschläge für schwere
Geräte-/Kranaufbauten. Der montierte
Penz Z8 Holzkran ist ein vollhydraulischer
Ladekran in der 3,7 mt Klasse, die Reichweite
liegt bei 6,4 m bei 2-fach Ausschub.
Kombiniert war der Unimog U 530 mit
einem Gögl Auflieger, konkret einem
Einachs-Sattelanhänger in der Variante
eines 14 t Rungenwagens, der stufenweise
um bis zu 2,5 m ausziehbar ist (Transport
von Rundholz bis zu 12 m). Die gelenkte
Achse läuft über Sensorik im Königszapfen
in Spur des Unimog (Lenkung mit Funkfernsteuerung
steuerbar).
www.mercedes-benz-trucks.at
WESTTECH
Robuste Anbaugeräte für die Forsttechnik
Auf dem Stand der Firma Liebherr präsentierte die Westtech Maschinenbau
GmbH bewährte Produkte für die Forsttechnik.
M
it der Entwicklung und Fertigung
österreichischer Qualitätsprodukte
aus einer Hand steht die Firma Westtech
für höchste Qualitätsstandards und eine
damit verbundene Langlebigkeit der
Produkte. Jede Westtech-Produktlinie
wird durch das erfahrene Technikteam in
enger Zusammenarbeit mit den Kunden
entwickelt. Ziel ist es, die Produktpalette
laufend entsprechend der Kundenanforderungen
und Einsatzgebiete zu optimieren.
Zu sehen waren eine Woodcracker C350
Baumschere für den Profi-Einsatz. Der
vielseitige Fällgreifer zur sicheren Ernte
von Bäumen, Sträuchern und Kurzumtriebsplantagen
zeigt seine Stärken auch
im Rahmen von Pflegemaßnahmen
entlang von Verkehrswegen und Trassen.
Ebenfalls gezeigt wurde die W 820
Holzspaltzange zum Aufspalten von
dicken Stämmen unter geringem Kraftaufwand.
Sie ist bei allen Ernte- und
Verarbeitungsprozessen von Starkholz
einsetzbar. Die Spaltzange ist auch als
Greifer für Verladetätigkeiten verwendbar.
Das dritte Exponat auf dem Stand
der Firma Liebherr war die leichte
Baumschere Woodcracker CL260. Durch
die flexible und einfache Montage an
Klaus Stadler (Verkauf, Westtech Maschinenbau
GmbH) mit der Woodcracker C350 Baumschere
(links) und der W 820 Holzspaltzange.
Auf dem Stand von Manitou war eine Greifersäge
Woodcracker CS750 smart an einem
drehbaren Teleskoplader MRT 2660 montiert.
gängige Fahrzeuge werden kleine Bäume
und Sträucher bis zu 40 cm Stammdurchmesser
mit Leichtigkeit maschinell
geerntet. Abgerundet wurde der Messe-
Auftritt der Firma Westtech auf dem
Stand von Manitou, wo eine Greifersäge
Woodcracker CS750 smart an einem
drehbaren Teleskoplader MRT 2660
montiert war.
www.westtech.at
AM Baugeräte HandelsgmbH ■ Oberes Bahnfeld 2 ■ A-2281 Raasdorf/Wien
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Ihr Spezialist für
■ Bauvermessung ■ Pumpen ■ Verbausysteme
HOLZMESSE
HOLZMESSE
Beim Volvo L20 electric wird Strom getankt.
Im Rahmen der
Holzmesse wurde
der erste Volvo
L200H High Lift
Österreichs an die
Firma Hasslacher
Drauland Holzindustrie
verkauft (von
links): DI Markus
Schmölzer (GF
Hasslacher Drauland
Holzindustrie
GmbH) und Kurt
Steinkogler (Sales
Director Ascendum
Baumaschinen
Österreich GmbH).
Innovativer elektrischer Fahrantrieb: Der
Sennebogen 735E mit Green Efficiency
Drive setzt auf Energierückgewinnung
durch elektrischen Fahrantrieb und spart
bei gleicher Leistung bis zu 30%.
kurzfristig gespeichert und somit die
Antriebsleistung erhöht werden. Die
geringe Motorgröße und der daraus
resultierende Verbrauch sorgen für
beeindruckende Emissionseinsparungen,
die Betrieb und Umwelt schonen: bei
gleicher Leistung spart der 735E „GED“
bis zu 30% Energie. Betriebskosten werden
somit im großen Stil über den gesamten
Lebenszyklus der Maschine gesenkt.
Aber auch Volvo CE hat die Produktpalette
im Kompakt-Bereich mit fünf
vollelektrisch angetriebenen Maschinen
erweitert. Der Volvo L20 electric kombiniert
die bewährte Plattform des kompakten
Radladers mit einem Batterieantrieb,
der ohne Auspuffemissionen und unglaublich
leise die gesamte Leistung liefert. Das
serienmäßige Batteriepaket des Elektro-
Radladers hat eine Kapazität von 33 kWh.
In voll aufgeladenem Zustand ist eine
reine Betriebsdauer von bis zu sechs
Stunden möglich.
www.ascendum.at
Übergabe des Sennebogen 735E GED, der
nach der Messe direkt bei der Holzindustrie
Stallinger in den Einsatz ging (von
links): Kurt Steinkogler (Ascendum Sales
Director), Bonifaz Sossau (Sennebogen
Area Sales Manager Green Line), Philipp
Schütter Bsc. MA (Holzindustrie Stallinger
GmbH, Assistent der Geschäftsleitung)
und Gerhard Pirchner (Ascendum
Vertriebsrepräsentant).
ASCENDUM
Österreich-Premiere: Volvo L200H High Lift
Die neuesten Maschinen von Volvo CE und Sennebogen für die Holzwirtschaft
präsentierte Ascendum Baumaschinen Österreich. Mit kompetenter Beratung
sorgte das Team dafür, dass die richtige Lösung für das jeweilige
Einsatzgebiet gefunden wurde.
V
olvo CE hat den Radlader L180H
High-Lift komplett überarbeitet und
ihn in den brandneuen L200H High Lift
verwandelt – mit einer um 27% höheren
Hubkraft und Greifern mit größerer
Kapazität. Auf der Holzmesse Klagenfurt
feierte der neue High-Lifter Messepremiere
und wurde nach der internationalen
Produktvorstellung im Juni 2022 erstmals
in Österreich auf einer Messe gezeigt. Die
neue Ladeeinheit verfügt über ein
verstärktes Hubarmsystem, einen
Querträger und eine neue Rotatoreinheit.
Die zusätzliche Power bedeutet, dass die
maximale Hubkapazität von 8,8 t beim
L180H High-Lift beim neuen Modell auf
stolze 11,2 t ansteigt. Die Greifergrößen
sind entsprechend gewachsen, der größte
von 3,8 m² beim Vorgängermodell auf
4,3 m² beim L200H High-Lift. Besonders
erfreulich: Im Rahmen der Holzmesse
wurde der erste Volvo L200H High Lift
Österreichs an die Firma Hasslacher
Drauland Holzindustrie verkauft.
Die beliebte Pick & Carry Maschine, der
Sennebogen 735E, ist nun optional mit
dem innovativen Green Efficiency Drive
bestellbar. Bei der Verzögerung wirken die
elektrischen Fahrmotore generatorisch,
sodass die Maschine gebremst wird. Die
dabei entstandene Energie wird zurückgespeist
und zum Antreiben der Generatoren
genutzt. Dadurch wird der Dieselmotor
entlastet und alle Nebenverbraucher mit
der notwendigen Energie versorgt.
Ebenfalls kann die rekuperierte Energie
70 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
HOLZMESSE
HOLZMESSE
KUHN-LADETECHNIK
Neue Krangeneration für den Holztransport
Bei der Entwicklung der Generation 3 kombiniert Palfinger Epsilon die Wünsche der
Kunden mit der langjährigen Erfahrung im Kranbau. Das Ergebnis ist höchste Ergonomie
bei der Kranbedienung und maximaler Komfort bei langen Arbeitseinsätzen.
D
ie neue Generation 3 umfasst eine
breite Produktpalette mit Hubkapazitäten
von 10-18 Metertonnen – sowohl bei
Z- als auch bei L-Krantypen. Eine neue
Position haben die Steuerventile bezogen,
sie befinden sich nun unterhalb der
Sitzplattform und sind so vor einsatzbedingten
mechanischen Beschädigungen
geschützt. Ebenso wird der Epshood-
Mechanismus jetzt hydraulisch betrieben.
Das neue Palfinger Assistenzsystem Smart
Control ermöglicht eine noch schnellere
und intuitivere Kranbedienung.
Nachfolgend einige Highlights der
neuen Generation 3. Die Reichweite von
bis zu 10,9 m, ermöglicht effizienteres
Arbeiten durch den deutlich größeren
Aktionsradius und weniger Umpositionierungen.
Die neue Generation 3 steht aber
Smart Control, das neue
Palfinger Assistenzsystem,
ermöglicht eine
noch schnellere und
intuitivere Kranbedienung.
Karl Lenglacher (Geschäftsleitung
Kuhn
Holding, Bereich Ladetechnik)
freut sich über
das große Interesse an
der neuen Generation 3
von Palfinger Epsilon.
auch für robustere Krane bei gleichem
Gewicht durch die Neuentwicklung und
Optimierung der Stahlkonstruktion.
Comfort Drive – die neue Steuerungsvariante
inklusive 360° Beleuchtungskonzept
– bietet höchste Ergonomie bei der
Kranbedienung sowie maximalen Komfort
durch den gefederten Grammer Sitz.
Weitere Vorteile von Comfort Drive sind
die präzise Steuerung durch die hydraulische
Vorsteuerung, die neuen Joystick-
Optionen und optimale Arbeitsbedingungen
bei Dunkelheit durch perfekte Ausleuchtung
der gesamten Arbeitsumgebung
durch vier weitere Scheinwerfer zusätzlich
zu den zwei LED-Scheinwerfern.
Auch bei der Wartung sorgen die neuen
Zentralschmieroptionen für zusätzliche
Effizienz. Egal ob automatisch oder
manuell – beide Systeme sind voll in der
Krankonstruktion integriert und sorgen so
von Beginn an für einen dauerhaft
reibungslosen Einsatz des Krans.
Die Generation 3 bietet auch neue
Abstützoptionen bis zu 5,4 m Abstützweite
und noch höhere Stabilität des Gesamtsystems,
insbesondere beim seitlichen Laden
von großen Lasten mit langen Reichweiten.
Durch die innenliegende Schlauchführung
wird das Risiko von Beschädigungen der
Hydraulikversorgung deutlich reduziert.
Nicht zuletzt sorgt Smart Control für eine
schnellere und intuitivere Kranbedienung
– sowohl Onroad als auch Offroad. Die
Steuerung des Krans wird erheblich
erleichtert, Einschulungszeiten neuer
Fahrer werden maßgeblich reduziert.
www.kuhn.at
BULMOR
Elektro-Seitenstapler für Innen und Außen
Bulmor informierte anhand eines EQ 60 über seine Elektro-Seitenstapler für eine
umweltfreundliche und leise Intralogistik in der Holzwirtschaft.
S
eit den 1980er Jahren entwickelt und
produziert Bulmor Seitenstapler &
Mehrwegstapler in Österreich und hat sich
mit den hochwertigen Produkten auch
weltweit einen Namen gemacht. Der
Standort Perg, an dem 125 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter beschäftigt sind,
wurde in den letzten Jahren umfassend
modernisiert.
Auf Basis von über 45 Jahren Erfahrung
im Staplerbau bietet Bulmor heute
maßgeschneiderte Lösungen aus einem
umfassenden Sortiment an Seitenstaplern
und Mehrwegestaplern. Dazu zählen
kundenspezifische Vierwege-Seitenstapler
von 2 bis 12 t, Seitenstapler von 4 bis 20 t
und Elektro-Seitenstapler von 4 bis 8 t. Mit
dem E-Antrieb hat Bulmor bereits lange
Erfahrung und elektrifiziert nun sogar bis
in die 12 t Klasse.
Für die Holzbranche bietet Bulmor ein
breites Angebot. Es umfasst unter anderem
Kommissionier-Lösungen, den Holz- und
Plattentransport in engen Lagerhallen, die
Lageroptimierung durch Mehrwege
Seitenstapler und das wirtschaftliche
Handling im Hochregallager. Für einen
Lastentransport ohne Lärm und Emission
wurde auf der Holzmesse aus der EQ-Serie
ein EQ 60 mit einer Hubkraft von 6 t
gezeigt. Weitere Modelle der Serie sind der
EQ 70 und der EQ 80. Letzterer hebt jede
Last bis zu 8 t. Ergänzend dazu zeichnet
sich die EQn-Serie 40-50 durch eine
niedrige Plattform aus. Durch diese
können mit dem elektrisch betriebenen
Seitenstapler auch niedrige Regale besser
BAUSTELLEN
BESTSELLER
HALFPIPE – DIE ERDBAUMULDE
SWED HANDELS GMBH
TEL.: +43 664 / 30 40 768
genutzt werden. Die Serie EQc 30-40 ist
das kompakte Einstiegsmodell für geringen
Warenumschlag. Diese C-Kategorie
zeichnet sich durch eine extra Kompaktheit
aus und hebt bei gleichzeitiger
Robustheit Lasten aller Art bis 4 t. Nicht
zuletzt bieten die Modelle EQck 30-40 eine
besondere Ausführungsvariante, die für
Als Vertreter der Bulmor Elektro-Seitenstapler wurde der EQ 60 für
den wirtschaftlichen Einsatz im Außen- und Innenbereich gezeigt.
FRUTIGER – a whale, a promise!
Reifenwaschanlagen
Demucking
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den anspruchsvollen Kommissionier-Einsatz
entwickelt wurde. Der tiefliegende
Kabineneinstieg ermöglicht ein besonders
schnelles und bequemes Ein- und Aussteigen.
Alle Elektro-Seitenstapler punkten
mit geringen Wartungskosten und hohem
Fahrerkomfort.
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Staubbindung
Sofortangebot
72 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022 73
HOLZMESSE
HOLZMESSE
KUHN
Optimiert für die Holzindustrie:
Komatsu Radlader WA475-10
Auf Basis der Kundenrückmeldungen der letzten Jahre bietet der Radlader
WA475-10 eine neue Spezifikation. Entwickelt wurde sie am Komatsu Standort
in Hannover, wo dieser Radlader auch produziert wird.
den Schaufelkörper. Die volle Kompatibilität
zu gängigen Anbaugeräten über einen
hydraulischen Schnellwechsler ermöglicht
den Einsatz in jedem bestehenden Betrieb
ohne Kompromisse.
Die Verbindung von „Tool linkage“ mit
der bereits bekannten, unabhängigen
Steuerung von Fahrantrieb und Arbeitsausrüstung
des WA475-10 zeigt im
Industrieeinsatz ihre bemerkenswerte
Stärke der einfachen Bedienung. Ist zum
Beispiel ein präzises Anheben der Arbeitsausrüstung
bei eingelegter Fahrstufe
nötig, muss nur der Steuerhebel weiter
ausgelenkt werden. Die Anpassung der
Hubgeschwindigkeit erfolgt unabhängig
vom Fahrpedal. Dieser Vorteil kommt beim
Arbeiten mit schweren Anbaugeräten voll
zum Tragen.
Darüber hinaus sind zusätzliche
Optionen, die den Radlader zur kundenspezifischen
Gesamtlösung werden lassen,
für die neue Spezifikation verfügbar.
Hierzu gehören ein heckseitiger Anfahrschutz,
stoßunempfindliche vordere Kotflügel
sowie ein Heavy-Duty-Frontschutzgitter.
Ein Kamerasystem für optimale Sicht
bei großen Anbaugeräten erhöht zusätzlich
die Einsatzsicherheit. Je nach
Anwendung ist die Wahl aus drei unterschiedlich
schweren Heckgewichten
möglich. Auch stehen auf die Maschine
abgestimmte Komatsu-Anbaugeräte wie
Baumklammern, Hochkippschaufeln oder
Auch bei leichten Schüttgütern
bringt die „Tool linkage“-Kinematik
Vorteile, denn sie kippt mit der
Schaufel und ermöglicht maximalen
Freiraum für den Schaufelkörper.
Leichtgutschaufeln ab Werk zur Verfügung.
Weitere Ausstattungsvarianten in
Form von unterschiedlichen Joysticklenkungen,
Premium-Fahrersitzen und
LED-Lichtpaketen ergänzen das Angebot.
www.kuhn-gruppe.com
Der WA475-10 in der Holzindustrie Spezifikation mit neuem
„Tool linkage“-Ausleger, hier genutzt für die Rundholzverladung.
Mag. Stefan Kuhn (Geschäftsführung Kuhn Holding) vor dem auf der Holzmesse
ausgestellten Komatsu PW180, der sich mit einem Woody Harvesteraggregat beim
Unternehmen Waldservice Meisslinger in Mandling bestens bewährt.
Das Augenmerk in der Weiterentwicklung
liegt auf den Anforderungen von
Kunden in Industrieeinsätzen hinsichtlich
hoher Rückstellkräfte und ausreichend
Bauraum für großvolumige Schaufeln. Egal
ob für die Rundholzverladung, das Verfahren
von Holzhackschnitzeln oder Sägespänen
– die neue Spezifikation eignet sich für
den vielseitigen Einsatz im Betrieb.
War es in der Vergangenheit knifflig,
Rundhölzer vom Lkw zu entladen und mit
großen Anbaugeräten zu arbeiten, so
empfiehlt sich der neue „Tool linkage“-
Ausleger mit optimierter Kinematik für
diesen Einsatz als optimale Lösung. Das
Kippmoment ist im Vergleich zur herkömmlichen
Z-Kinematik um bis zu 39%
erhöht. Dies ermöglicht präzises und
sicheres Laden mit Baumklammern. Auch
wer mit leichten Schüttgütern wie
Holzhackschnitzeln und Sägespänen
arbeitet und daher großvolumige Schaufeln
benötigt, wird die neuartige Kinematik
rasch schätzen lernen, denn die „Tool
linkage“-Kinematik kippt mit der Schaufel
und ermöglicht maximalen Freiraum für
DER AUSSTATTER
FÜR DEINE
BAUSTELLE.
KOSTENLOSE
REGISTRIERUNG
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74 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022 75
SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG
SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG
GIPO
Aldrian setzt auf maßgeschneiderte
Aufbereitungstechnik von Gipo
Unter der Leitung von Geschäftsführer Philipp Aldrian hat sich die steirische Firma
Aldrian Transport- & Schotter GesmbH in den letzten Jahren als gefragter Komplettanbieter
etabliert. Dabei wurde der angestammte Bereich der Rohstoffgewinnung sehr erfolgreich
durch die neuen Standbeine Erdbau, Abbruch und Recycling erweitert. Investiert wurde
aber auch in den Diabas-Abbau in Oberhaag, wo nun ein hocheffizienter Prallbrecher
des Schweizer Herstellers Gipo die Arbeit mehrerer Anlagen übernimmt.
F
irmengründer Otmar Aldrian startete
1963 mit einem reinen Transportunternehmen
in die Selbstständigkeit und stieg
bereits zwei Jahre später in die Sand- und
Schottergewinnung in Tillmitsch ein. Ein
Bereich, der 1971 mit dem Diabas-Steinbruch
in Oberhaag entscheidend erweitert
wurde und wo für den Kundenbedarf hochwertige
Schotter- und Splittkörnungen
erzeugt werden. In den letzten Jahren hat
sich der regional stark verwurzelte
Familienbetrieb zu einer Firmengruppe
entwickelt, die aktuell über 60 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter beschäftigt.
Aufgebaut bzw. geleitet wird sie seit 2017
von Philipp Aldrian, dem Seniorchef
Jürgen Aldrian nach wie vor mit Rat und
Tat zur Seite steht.
Firmenchef Philipp Aldrian über das
kontinuierlich erweiterte Dienstleistungsangebot
des Unternehmens: „Wir bieten
unseren Kunden hochqualitative Leistungen
bei Erdbau-Projekten jeder Größenordnung,
in der Gartengestaltung, im Wegeund
Forststraßenbau, bei Steinmauern, im
Bereich Abbruch und Recycling und
natürlich in der Versorgung mit den
hochwertigen Produkten aus unserer
Rohstoffgewinnung, denn unsere Edelsplitte
für die Asphaltproduktion erfüllen
die höchsten Qualitätsanforderungen.
Angefragt werden unsere Dienstleistungen
von großen Baufirmen ebenso, wie von
Gemeinden und privaten Bauherren. Den
Großteil unserer Arbeiten erledigen wir in
der Region bis Graz, unsere Splitte und
Wasserbausteine sind aber auch weit
darüber hinaus gefragt. Das Material
stellen wir auf Wunsch auch mit unserem
eigenen Fuhrpark zu. Wir bieten im
Tiefbau eine umfassende Palette an,
bohren mit unserem eigenen Gerät auch
Entwickelten gemeinsam
eine maßgeschneiderte
Lösung für den Diabas-Abbau
in Oberhaag (von links):
Geschäftsführer Philipp
Aldrian (Aldrian Transport- &
Schotter GesmbH), Marco
Cammarata (Gipo AG, Verkauf)
und Betriebsaufseher
Gernot Grill (Aldrian Transport-
& Schotter GesmbH).
Brunnen für Landwirte und haben den
Recycling Bereich, der hier bei der Rohstoffgewinnung
angesiedelt ist, mit einer
eigenen Tochterfirma professionell
aufgestellt. Diese kümmert sich um die
qualitativ hochwertige Aufbereitung der
Baurestmassen und um deren weitere
Verwertung. Wir verfügen auch über eine
Bodenaushubdeponie. Hier in der Region
sind wir der einzige Betrieb, der diese
Breite an Dienstleistungen in Kombination
mit eigenen Rohstoffen anbieten kann.“
KAISER S12 Allroad
Der Fuhrpark der Firma Aldrian
umfasst 18 Lkw und rund 30 Baumaschinen.
Während die Palette im Erdbau vom
1,5 bis zum 20 t Bagger reicht, kommen im
Steinbruch auch Bagger der 30 bis 50 t
Klasse zum Einsatz.
Hochwertige Schweizer
Aufbereitungstechnik
Der erste Kontakt mit der Firma Gipo
ergab sich im Rahmen der letzten bauma
im April 2019, wo sich das Team der Firma
Aldrian im Rahmen des Messe-Besuches
beeindruckt von den technischen Lösungen
des Schweizer Herstellers zeigte. Im Jahr
darauf wurde im Diabas-Abbau der Bedarf
einer großen, raupenmobilen Aufbereitungsanlage
für die Edelsplitt-Produktion
immer deutlicher. Ausdrücklicher Wunsch
von Philip Aldrian war es, mit einer Anlage
die Arbeiten mehrerer Gerätestufen
erledigen zu können. Als die Firma Gipo im
Sommer 2020 den sehr kurzfristig auftretenden
Bedarf der Firma Aldrian nach
zwei Dreideck-Siebanlagen innerhalb
weniger Tage decken konnte, traten auch
PAUS SMK 9036
die Verhandlungen über die große Aufbereitungsanlage
in eine neue Phase.
Philip Aldrian: „Zu Beginn standen wir
vor der Wahl zwischen einer Prallmühle
und einem Backenbrecher. Die Prallmühle
bietet in der Edelsplitt-Produktion
Vorteile, weil das Korn schöner gerundet
ist. Ein Besuch im Werk der Firma Gipo
war für unsere Entscheidung schließlich
ausschlaggebend, denn Gipo war mit einer
sehr großen Flexibilität bereit, in der
Produktion unsere Wünsche zu berücksichtigen.
Diese größtmögliche, kundenspezifische
Fertigung hat mich sehr
beeindruckt und das kenne ich auch von
keinem anderen Hersteller. Aber auch die
Qualität der Fertigung an sich hat mich
überzeugt, denn jeder Bauteil wird mit
einem Bild dokumentiert. Grundsätzlich
ist die Konstruktion sehr einfach gehalten,
sodass Wartungs- oder Reparaturarbeiten
zügig erledigt werden können. Bei
kleineren Arbeiten kann der Gipo-Servicetechniker
meinem Team auf Basis der
vorliegenden Dokumentation auch über
das Telefon exakte Anweisungen geben. Ist
KAISER Fahrzeugtechnik GmbH • Gewerbestraße 4, 6710 Nenzing • T +43 5525 64180 • mail@kaiser-fahrzeugtechnik.at
76 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022 77
SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG
SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG
Die lange 2-Deck
Vorsiebmaschine der
Giporec R 130 FDR
Giga DA mit einer
Sieblänge von 3 m.
ein größeres Service fällig, dann war der
Service-Bus immer sehr kurzfristig bei uns
vor Ort. Nicht zuletzt bin ich mit dem
Verbrauch sehr zufrieden, der unter
unseren Erwartungen liegt. Unterm Strich
bietet mir die Gipo Anlage trotz der
Investitionskosten mit ihrer konstant
hohen Durchsatzleistung bei niedrigen
Verbrauchswerten einen echten Mehrwert.“
Mit der Giporec R 130 FDR Giga DA,
die mit einem Einsatzgewicht von ca. 105 t
und diesel-hydraulischem Direktantrieb
nun seit fast zwei Jahren im Diabas Abbau
der Firma Aldrian zum Einsatz kommt,
kann Hartgestein bis zur Korngröße 0-800
aufbereitet werden. Dabei wandert der
raupenmobile Prallbrecher mit dem
Hauwerk und wird von einem 40 t Bagger
direkt von der Wand beschickt. Im
Anschluss wird das aufbereitete Material
mit Radlader und Muldenkipper verhaldet.
Wie zu Beginn gefordert, übernimmt die
Giporec dabei die Arbeit von zwei bis drei
weiteren Aufbereitungsanlagen: Sie
verfügt nicht nur über eine große 2-Deck
Vorsiebanlage mit 3 m Länge als Vorabsiebung
für den Frostschutz, sondern auch
über eine große 3-Deck Nachsiebeinheit
zur Klassierung der einzelnen Splitt-Fraktionen.
So können bei einem konstanten
Durchsatz von 350 bis 450 t pro Stunde bis
zu vier fertige Körnungen in einem
Durchgang erzeugt werden.
Marco Cammarata, zuständiger
Betreuer der Gipo AG, betont: „Unsere
Firmenphilosophie orientiert sich ganz
klar daran, dass der Kunde im Vordergrund
steht. Bei der Konstruktion unserer
Aufbereitungsanlagen gehen wir auf die
Bedürfnisse und Ansprüche unserer
Kunden so weit als möglich ein. Gipo
produziert die ganze Bandbreite – also
Backen-, Prall-, Vertikal- und Kegelbrecher
– von 30 bis über 200 t. Unser Ziel ist es,
mit unseren großen Anlagenlösungen für
den Steinbruch und Recycling in Verbindung
mit den Dreideck-Siebanlagen auch
in Österreich stärker Fuß zu fassen. Es
laufen bereits mehrere Anlagen zur
vollsten Zufriedenheit der Betreiber. Neben
der Qualität der Geräte auf Basis von
kundenorientierten Lösungen ist natürlich
der Service ein entscheidender Faktor. Hier
ist Gipo auch in Österreich mit einer
großen Schlagkraft präsent und ich wage
zu behaupten, dass wir auch im Service
einigen anderen Herstellern um eine
Nasenlänge voraus sind.“
www.aldrian.at | www.gipo.ch
FRUTIGER
Staub und Schmutz fest im Griff
Unter dem Markennamen MobyDick bietet die Frutiger Company AG drei Produktbereiche,
welche die Probleme mit Staub und Schmutz zuverlässig lösen.
R
und um Deponien, Recyclingplätze
oder Baustellen sind verschmutzte
Straßen oder ein großes Staubaufkommen
oft ein Problem. Moderne MobyDick
Reifenwaschanlagen können die Reifen
und Chassis von Baufahrzeugen schnell,
kostengünstig und umweltfreundlich
reinigen. Während der langsamen Durchfahrt
mit Schrittgeschwindigkeit werden
Reifen und Chassis durch Wasser, welches
aus den vielen Düsen eines Spritzbalkens
kommt, gereinigt. Im Gegensatz zu den
Reifenwaschanlagen geht es beim Demucking
nicht um die saubere Straße, sondern
um das saubere Fahrzeug. Moderne
MobyDick Demuckinganlagen automatisieren
die mühsame Handreinigung von
Chassis, Unterboden sowie der Räder oder
Kettenlaufwerke von Baufahrzeugen.
Bei den Staubbindungsanlagen verfügt
Frutiger über eine neue, adaptive Generation,
die mit wissenschaftlicher Begleitung
Die Bilder zeigen
links die automatische
Reinigung
eines Dumpers
(Demucking),
rechts oben die
Reifenwaschanlage
MobyDick
One und darunter
eine Cannon
3090 zur
Staubbindung.
entwickelt wurde. Die modernen
MobyDick Staubbindesysteme arbeiten
nach dem Prinzip der Staubbindung durch
feinste Wassertropfen und bieten einen
hervorragenden Wirkungsgrad bei
minimalen Geräuschemissionen. Wurfweite,
Sprühmuster sowie Wasser- und
Strombedarf lassen sich bei allen New
Generation Modellen jederzeit frei wählen,
um flexibel auf wechselnde Einsatzbedingungen
reagieren zu können.
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DAS OEL DER KTM-CHAMPIONS
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Im Bild die große
3-Deck Nachsiebmaschine
S 1865 mit
einer Siebbreite von
1.800 mm und einer
Sieblänge von
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78 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG
SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG
Stufe 1: Vorsiebung 0/16 mit Schwerlast-Siebanlage Keestrack, Type K6 ausgestattet mit flex-mat
Siebbelägen, die das Verblinden bei nassem und sieb-schwierigem Material reduzieren.
ACHT / MINERALTECH
Recycling statt Deponie: die Zukunft der
Mobilaufbereitung von Bodenaushub
In Österreich fallen jährlich rund 42 Mio. t Aushubmaterial an. Nur 25% davon
werden einer Verwertung zugeführt. Das soll sich ändern und die Kreislaufwirtschaft
durch eine erhöhte verbindliche Recyclingquote im BAWP gestärkt werden. Mit der
mobilen Aufbereitung von Aushubmaterial ist die Firma „acht“ baurecycling GmbH
bestens vertraut und schon seit Jahren Vorreiter in Österreich.
V
or einigen Monaten zeigte die „acht“
bei einem Einsatz für einen Kunden
aus der Steiermark, was mit der richtigen
Technik und Know-how alles machbar ist.
Das Ziel des Einsatzes: höchster Qualitäts-
Anspruch an das Recyclingprodukt,
maximale Recyclingquote und damit
verbundener Minimierung von zu deponierendem
Materialanteil. Gleichzeitig
ökonomische Attraktivität für den Kunden
im Vergleich zu Kosten für Deponie und
Einsatz von Primärmaterialien. Das
Aushubmaterial sollte vor Ort zum
Wiedereinbau für ein geplantes Bauvorhaben
verwendet werden. Hergestellt werden
sollten technisches Schüttmaterial der
Körnung 0/16 und 0/63 für den ungebundenen
sowie hydraulisch oder bituminös
gebundenen Einsatz.
Was theoretisch möglich ist, ist in der
Praxis nicht immer einfach. So brauchte es
für diesen Einsatz die gebündelten und
gut aufeinander abgestimmten Kompetenzen
aus Erfahrung, Manpower und
modernster Aufbereitungstechnologie.
Letztere setzte sich aus einer Vorsiebstufe,
einer daran anschließenden Brecher-Sieb-
Kombi-Aufbereitungsstufe sowie einer
Fremdstoff-Sortierstufe zusammen.
In der Vorsiebstufe wurde das verunreinigte
Bodenaushubmaterial in einem
ersten Schritt mit einer Keestrack 32 t
Stufe 2-5: Brecher-Sieb-
Kombianlage Remax 300.
Schwerlast-Siebanlage der Type K6
gesiebt und fraktioniert. Der Fokus lag
hier auf dem Heraussieben des mengenmäßig
größten Hauffwerkanteils – der
feinen Körnung bis 16 mm – bei gleichzeitiger
Aussonderung von Störstoffen.
Das Problem: siebschwieriges, feuchtes
Aufgabematerial. Gelöst wurde dieses
Problem durch die Verwendung von
Flex-Mat Siebbelägen im Unterdeck der
Maschine. Der Vorteil zu herkömmlichen
Siebbelägen: „Im Feinkorn kann die
Siebfläche besser ausgenutzt und die
Verblindung der Fläche durch verklebendes
und verklumpendes Material verhindert
werden. Gerade bei dem vom Winter
80 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
noch teilweise nassen Material mit
normalen Belägen ein ständiges Problem,
das zu langen Stehzeiten führt“, erzählt
Erich Gangl, Betriebsleiter der „acht“
baurecycling GmbH über die fordernden
Einsatzbedingungen.
Die Körnungen 16/63 und 63x wiederum
wurden dann in den nächsten
Schritten in einem SBM Brecher der Type
Remax 300 aufbereitet. Wesentlich hier
war es, aufgrund der Platzverhältnisse
eine geeignete raupenmobile Brecher-Sieb-
Kombianlage einzusetzen, die einerseits
genug Leistung erbringt und andererseits
mehrere Aufbereitungsschritte in einer
Anlage bündelt.
So erfolgt in Schritt zwei die Brecher-
Zerkleinerung bis zu einer Zielkörnung
von 0/63, in Schritt 3 die Nachsiebung
mittels brecherintegrierter Eindeck-Siebanlage
sowie in Stufe 4 die Windsichtung
des gebrochenen Materials. In einem 5.
Schritt wurde das geringfügig anfallende
Überkorn automatisch mittels Retourlaufband
erneut aufgegeben, gebrochen und
gesiebt, ohne dieses eigens mit einem
Radlader von Halde aufnehmen und
aufgeben zu müssen. Die SBM Remax 300
übernahm hier also gleich 4 Arbeitsschritte
– das spart Ressourcen und Platz.
In einem sechsten Schritt ging es last
but not least darum die Produktqualität
zu gewährleisten. Man entschied sich
deshalb zur Nachschaltung eines speziell
entwickelten Fremdstoff-Sortiersichters
der sich schon in der Bauschutt- und
Betonaufbereitung bewährt hat. Der
Materialstrom wird in dieser letzten Stufe
so in Schwingung versetzt, das es auf
Basis des „Kammeffektes“ dazu kommt,
Stufe 6: Spezieller Sieb-Sortier-
Rinnen-Sichter für maximale
Qualität.
dass leichtere Stoffe aufgrund ihres
unterschiedlichen spezifischen Gewichtes
oben auf schweben und mittels Gebläsedüsen
einfach abgesondert werden können.
Für die Verwendung von rund 8.000 t
Recyclingmaterial als technisches Schüttmaterial
vor Ort war natürlich eine
umfassende chemische und bautechnische
Analytik Grundvoraussetzung. Für den
Kunden ist das aber noch nicht alles, um
rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.
Denn es gilt auch die juristischen Anforderungen
des Abfallendes zu berücksichtigen.
Recyclingmaterial muss heute nicht
nur chemisch und technisch einwandfreie
U-A Qualität aufweisen, um nicht mehr
als Abfall zu gelten, sondern auch rechtskonform
übergeben werden. Eine normale
Mietparkflotte verstärkt, jetzt testen
MIT NUTZLASTEN 10 und 20 t , GESAMTBREITE 2,45 m
TEILNAHME IM ÖFFENTLICHEN STRASSENVERKEHR MÖGLICH
Lohnaufbereitung greift hier zu kurz, da
der Abfall bzw. das Recyclingmaterial den
Abfallbesitzer nicht wechselt und damit
auch kein juristisches Abfallende erreicht
wird. Ein großer Unsicherheitsfaktor was
das Thema ALSAG betrifft.
Die „acht“ hat sich deshalb schon 2018
als erster Mobil-Aufbereiter in Österreich
dazu entschieden, eine werkseigene
Produktionskontrolle für Mobilanlagen
aufzubauen, die es ermöglicht, Abfall im
rechtlichen Sinn zu übernehmen und die
mobil produzierten Recycling-Baustoffe
samt CE-Erklärung als Produkt wieder
zurückzugeben. Das gibt Auftraggebern
die nötige Sicherheit sich auch für eine
Mobilaufbereitung zu entscheiden.
www.mineraltech.at | www.baurecycling.at
Industrie- und
Baumaschinen
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SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG
SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG
Künftig verfügt die
Mineral-Gruppe über
ein fixes Kontingent an
24 Mobiler-Behältern der
ÖBB Rail Cargo Group.
In Saalfelden baut die
Strabag-Tochter Mineral auf
1.500 m das Hartgestein
Diabas ab und deckt dabei
20% des Energiebedarfs des
Steinbruchs über die Stromproduktion
durch das Förderband
ab. Darüber hinaus soll
eine Kooperation mit ÖBB
Rail Cargo Group künftig
weitere 520 t CO2 jährlich
einsparen.
D
as Material wird durch einen Tunnel
über ein Förderband nach unten
transportiert. Das Gewicht der Steine
wird genutzt, um Strom für den Eigenverbrauch
zu erzeugen. Im Werksgelände
setzt man ebenfalls auf Förderbänder,
wodurch Lkw- und Radladerfahrten
stark reduziert werden konnten
und damit der Einsatz fossiler Treibstoffe.
Nun will die Mineral-Gruppe
auch den klimafreundlichen Transport
zu den Kunden intensivieren: Mit der
neuen Kooperation mit ÖBB Rail Cargo
Group in Form eines fixen Kontingents
von 6 Tragwagen mit insgesamt 24
Mobiler-Behältern soll der Anteil der
Schienentransporte weiter gesteigert
werden.
„Wir haben uns im Strabag-Konzern
das Ziel gesetzt, 2040 klimaneutral zu
sein. Unsere Rohstoff-Sparte, die in
Die Strabag-Tochter
Diabaswerk Saalfelden
GmbH betreibt als Teil
der Mineral-Gruppe in
Saalfelden einen der
modernsten Steinbrüche
Österreichs.
MINERAL
Auf dem Weg zum
klimaneutralen Steinbruch
Europa ca. 150 Steinbrüche und Kiesgruben
betreibt, zeigt mit dem Steinbruch
Saalfelden, wie wir das auch
schaffen können: nämlich mit innovativen
Ideen wie der Stromproduktion
durch das Förderband und mit nachhaltigen
Kooperationen wie nun mit ÖBB
Rail Cargo Group. Bei einer Liefermenge
von 30.000 t Material können rund 520 t
CO2 zusätzlich eingespart werden. In
Summe bewegt die Mineral-Gruppe
bereits jährlich ca. 2,3 Mio. t Gestein per
Bahn zu ihren Kunden“, berichtet
Klemens Haselsteiner, im Strabag
SE-Vorstand zuständig für Nachhaltigkeit
und Innovation.
Gottfried Eymer, Mitglied des
Vorstands ÖBB Rail Cargo Group;
erklärt: „Wir freuen uns, dass wir unsere
bisherige Kooperation mit dem Strabag-
Konzern verlängern können. Als
nachhaltiges logistisches Rückgrat der
Wirtschaft setzen wir für den Transport
von Kies und zerkleinerten Steinen vor
allem auf unsere innovativen Mobiler-
Behälter. Durch sie verbinden wir die
Vorteile der umweltfreundlichen Schiene
mit jenen des Straßengüterverkehrs
durch einen unkomplizierten Umschlag.
Weder ein Kran noch ein Anschlussgleis
oder ein Terminal werden dafür benötigt,
sondern lediglich eine Fläche neben
dem Gleis. Den Container-Umschlag
vom Lkw auf den Güterwagen ermöglicht
ein hydraulisches System am
Mobiler-Fahrzeug. Auf diesem Weg
haben wir als ÖBB Rail Cargo Group im
letzten Jahr insgesamt rund 1 Mio. t
unterschiedlichster Güter transportiert.“
Beim Transport des gewonnenen
Materials vom Steinbruch hinunter in
das Werksgelände überwindet das
Förderband einen Höhenunterschied
von 700 Höhenmetern in einem 3,2 km
langen Tunnel. „Durch die Masse des
Rohsteins auf dem Förderband zieht
eine große Kraft nach unten – dadurch
wird ein Generator angetrieben, der das
Förderband bremst und somit Strom
produziert“, erklärt der technische
Gruppenleiter Thomas Rödhammer. Das
Förderband produziert auf diese Weise
bis zu 550 kW elektrische Energie,
damit können rund 20% des Eigenbedarfs
gedeckt werden. Der Anteil soll
künftig durch die Installation von Photovoltaik-Anlagen
noch gesteigert werden.
Der Steinbruch in Saalfelden verfügt
über einen Anschluss ans Schienennetz.
Deshalb können Lieferungen weit über
82 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
den üblichen Lieferradius eines Steinbruchs
hinaus erfolgen, etwa nach
Vorarlberg oder Wien. Mit der neuen
Kooperation verfügt die Mineral Abbau
Das Förderband überwindet einen
Höhenunterschied von 700 Höhenmetern
und kann bis zu 550 kW Strom erzeugen.
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EINFACH NICHTS
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GmbH über ein fixes Kontingent von
6 Tragwagen mit insgesamt 24 Mobiler-
Behältern der ÖBB Rail Cargo Group.
Diese werden auch im Steinbruch
Bleiberg zum Einsatz kommen. Die
Mineral-Gruppe sieht im Schienentransport
einen wesentlichen Baustein, um
die Klimaneutralitätsstrategie des
Strabag-Konzerns erfüllen zu können.
Alle größeren Steinbrüche und Kiesgruben
in Europa werden daher hinsichtlich
ihrer Anbindung an Schienen
geprüft.
Am gesamten Werksgelände setzt
man auf den Materialtransport mittels
Förderbänder. Die Produkte des Werks
– etwa Gleisschotter oder Splitte für die
Asphaltproduktion – werden zuerst in
Silos befördert und von dort direkt auf
die Bahn verladen. Es kommen also für
den Betrieb weniger Radlader und Lkw
zum Einsatz, was nicht nur Treibstoff
einspart, sondern auch die Lärm- und
Staubentwicklung minimiert. Seit dem
Kauf im Jahr 2006 wurde fortlaufend
und nachhaltig in die Entwicklung des
Steinbruchs investiert. Zuletzt wurde
eine neue Edelsplitt-Aufbereitungsanlage
errichtet. Durch diese Investition
konnte der CO2-Ausstoß des Steinbruchs
in den letzten fünf Jahren um rd. 30% je
produzierter Tonne reduziert werden.
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SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG
KLEEMANN
Mehr Anwendungsvielfalt
für Kegel- und Prallbrecher
Der mobile Kegelbrecher Mobicone MCO 90(i) EVO2 und der mobile
Prallbrecher Mobirex MR 110(i) EVO2 können nun optional mit einem
Doppeldecker-Nachsieb ausgestattet werden.
K
egelbrecher werden überwiegend im
Hartgestein, Prallbrecher im
weichen und mittelharten Gestein sowie
im Recycling eingesetzt. Von beiden
Anlagentypen wird dabei eine sehr gute
Produktqualität erwartet. Durch das
neue optionale Doppeldecker-Nachsieb
ist es nun auch mit nur
einer Maschine – ohne
den Einsatz einer zusätzlichen
Siebanlage – möglich,
zwei klassifizierte
Endkörnungen herzustellen.
Die große Siebfläche
ermöglicht eine effektive
Absiebung auch bei
Körnungen unter 20 mm.
Die Abwurfhöhe des
Feinkornbandes ist für
ein großes Haldenvolumen
maximal ausgelegt.
Über das Überkornrückführband
kann das
Überkorn in einem geschlossenen
Materialkreislauf verarbeitet werden.
Das Band ist optional um bis zu 100°
hydraulisch schwenkbar, damit auch ein
seitlicher Austrag möglich ist. So kann
manuell eine nierenförmige Halde
erzeugt werden. Soll in einer Anwendung
nur ein klassiertes Endkorn erstellt
werden, kann das Nachsieb einfach als
Eindecker-Variante genutzt werden.
Da die Mobirex MR 110(i) EVO2
häufig im Recycling zum Einsatz kommt,
werden hier optional Windsichter
eingesetzt. Diese sorgen für eine erhöhte
Materialqualität, da das
Material von Verunreinigungen
durch Leichtstoffe (z.B.
Holz und Kunststoff) gereinigt
wird. Der Luftstrom kann
dabei je nach Material geregelt
werden. Hand- und Sortierarbeit
lassen sich dadurch
reduzieren. Der Windsichter
ist nur in Verbindung mit der
Nachsiebeinheit einsetzbar.
Bei der Doppeldecker-Nachsiebeinheit
kann optional ein
zweiter Windsichter zur
Reinigung des Mittelkorns
genutzt werden.
www.wirtgen-group.com
Doppeldecker-Nachsieb für die Mobicone MCO 90(i) EVO2 und die Mobirex MR 110(i) EVO2.
LEDERER SIEBTECHNIK I ASCO BH
Innovative Siebtechnik von
Asco BH & Lederer Siebtechnik
Die Firma Lederer Siebtechnik ist auf den Verkauf und
die Vermietung von Siebmaschinen, Förderbändern und
Sieblöffeln spezialisiert. Ein Leitprodukt sind die modularen
Trommelsiebanlagen der Firma Asco BH.
A
sco Siebanlagen sind eine optimale
Lösung, wenn unterschiedliches
Material gesiebt und recycelt werden
muss. Mit der richtigen Auswahl des
Siebbelages kann von Kompost über
Hackschnitzel, Erde, Schotter, Sand,
Bauschutt bis hin zu Ziegelresten oder
ähnlichen Materialien alles gesiebt und
somit sauber getrennt werden. Vor
allem die wirtschaftliche Rückgewinnung
von verwertbarem, aufbereitungsfähigem
Recyclingmaterial bringt eine
erhebliche Ertragsverbesserung von
Transport- und Deponiekosten.
Als Spezialist für Premium-Lösungen in
unterschiedlichsten Produkttechnologien
ist die Firma Asco BH fokussiert
auf Zerkleinerungstechniken, Sieb- &
Sortiertechniken, Materialhandlings- &
Dosiersysteme sowie individuelle
Maschinen-Einhausungen und Steuerkabinen.
Das Unternehmen steht für
innovative und robuste Technik zu
fairen Preisen. Die Kunden profitieren
Die Asco 1300-2100 punktet mit Modularität: Die Basistrommel
kann je nach Anwendung durch Einfüllbunker,
Trommel-Verlängerung usw. erweitert werden.
nicht nur von der hohen technischen
Expertise in den Bereichen Engineering,
Fertigung und Qualitätsmanagement,
sondern auch von der großen
Fertigungs- und Entwicklungskompetenz
aus einer Hand. Mit den lösungsorientierten
und wirtschaftlichen
Produkten unterstützt Asco die Prozesse
der Kunden.
Das neueste Modell ist die Asco Siebtrommel
1300-2100. Die mobile Siebmaschine
ist einfach zu transportieren und
verfügt über eine leicht zu bedienende
Steuerung, einstellbare Stützfüße
sowie eine austauschbare Volltrommel
mit einer Leistung von 50 t/h. Die
wichtigsten Daten: Trommel-Länge:
2.100 mm; Durchmesser: 1.300 mm;
Siebfläche: 7.0 m 2 ; Lochdurchmesser:
5-100 mm; Trichteröffnung: 2.000 x
850 mm; Füllhöhe: 2.930 mm; Versorgungsspannung:
380-420 V / CEE-32A;
Gewicht: 1.500 kg.
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SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG
POLIXMAIR
Polixmair ist Vertriebspartner für Hammel
Mit der innovativen Abfall- und Recyclingtechnik von Hammel erweitert die in Ohlsdorf
bei Gmunden ansässige Firma Polixmair die bereits vorhandenen Kompetenzen in der
Aufbereitungstechnik.
D
Eine der Stärken der neuen Schredder Generation Hammel
VB 750 DK LV ist das modifizierte Hackwerk mit 2 m langen
Zerkleinerungswellen.
as von den Geschwistern Sandra und
Ferdinand Polixmair geführte Unternehmen
vertreibt neben mobilen Siebanlagen,
Backenbrechern, Prallmühlen und
Förderbändern von McCloskey International
auch Schwerlast- & Recyclingtrommelsiebanlagen
von MDS International sowie
Filterpressen, Wasserwiederaufbereitung,
Pumpen und Waschsysteme von Matec
Industries. Neu im Vertriebsprogramm
sind nun die Produkte der Firma Hammel
Recyclingtechnik GmbH, die sich als
Spezialist für mobile und stationäre
Zerkleinerer sowie Sieb- und Sortieranlagen
etabliert hat.
Die Firma Polixmair, seit 1972 ein
erfolgreiches Familienunternehmen, ist
für seine Kunden österreichweit im
Einsatz und bietet zahlreiche Lösungen
aus einer Hand. Das Team verfügt über
langjährige Erfahrungen als Händler,
Vermieter und Mobilaufbereiter. Neben
leistungsstarken Maschinen und kompetentem
Fachwissen bietet Polixmair durch
geschultes Fachpersonal optimale Beratung
in den Bereichen Verkauf, Vermietung
und technischer Support. Die
Bereitstellung von Ersatzteilen und
schnellem sowie lösungsorientiertem
After-Sales-Service haben ebenso Priorität.
Die Zusammenarbeit mit der Firma
Hammel Recyclingtechnik GmbH wurde
auf dem Demo-Tag in Bad Salzungen im
Juli 2022 fixiert, wo sich alle Beteiligten
ein Bild von der Produktion der Hammel-
Zerkleinerer machen konnten und die
Produktpalette live bei der Aufbereitung
von Paletten- und Altholz sowie Mischschrott
erlebten. Als Start für die Zusammenarbeit
wird in Kürze eine Vorführtour
durch Österreich mit der neuen Schredder
Generation Hammel VB 750 DK LV
stattfinden. Dieser Vorbrecher wurde 2021
auf den Markt gebracht und ist das
Nachfolgemodell des erfolgreichen
VB 750 DK.
Eine der Stärken der Maschine ist das
modifizierte Hackwerk mit 2 m langen
Zerkleinerungswellen. Sperriges, großvolumiges
Aufgabegut wie z.B. Spanplatten
und Sperrmüll wird noch besser eingezogen
und kann problemlos auch mit
Radlader-Beschickung zerkleinert werden.
Das Polixmair-Team zu Besuch bei der Firma Hammel
Recyclingtechnik in Bad Salzungen.
Die ineinandergreifenden Messer der nun
verlängerten Werkzeugwellen sind so
konzipiert, dass eine multifunktionale
Zerkleinerung von Alt- und Frischholz,
Wurzelstöcken, Bahnschwellen, Sperr-,
Gewerbe- und Hausmüll sowie in der
Aufbereitung von Altreifen und Aluminium
möglich ist. Damit reagiert die
Firma Hammel auf die Bedürfnisse der
Kunden, die nicht nur ein spezifisches
Material zerkleinern, sondern universell
arbeiten möchten.
Für die Separierung von FE-Metallen
wird ein Neodymmagnet eingesetzt. Dieser
ist in modifizierter Position am Austragsband
installiert und ermöglicht eine
optimalere Metallabscheidung. Der Vorteil
der leichten Bauweise des Neodymmagnets
ermöglicht, dass die Maschine im
Gesamtgewicht im Wesentlichen gleichbleibt.
Durch das neukonzipierte Austragsband
wird eine Abwurfhöhe von ca. 4.600
mm erreicht. So können großvolumige
Materialhalden produziert werden oder
das Endprodukt kann direkt in Container
oder Lastzüge gefördert werden. Mit dem
neuen umweltfreundlichen Cat C9.3 Stufe
5 Motor mit leistungsstarken 380 PS und
der Verwendung der neuesten Hydraulik-
Generation erreicht der Zerkleinerer noch
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GOLD SPONSORS
CREATED AND ORGANISED BY
DEMOLITION &
RECYCLING INTERNATIONAL
Es erfolgt eine
Simultanübersetzung
ins Deutsche
Sperriges Aufgabegut kann problemlos
auch mit Radlader-Beschickung
zerkleinert werden.
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Konferenz der Abbruchbranche mit gleichzeitig
stattfindender Preisverleihung. Erweitern Sie Ihr
Netzwerk und tauschen Sie Ideen aus mit über
400 Fachkollegen aus aller Welt
“The event of the year in global demolition.
Anyone serious about demolition should
make it a priority to attend”
JOE BRINKMANN - JET DEMOLITION
SILVER SPONSOR BRONZE SPONSORS
Der Neodymmagnet für die
Separierung von FE-Metallen
ist am Austragsband
installiert.
mehr Durchsatzleistung. Für weitere
Informationen, auch zu der Demo-Tour in
Österreich, sind die Geschwister Sandra
& Ferdinand Polixmair unter
office@polixmair.com erreichbar.
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DRINKS
EVALUATION
SPONSOR
SUPPORTER
86 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022 87
SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG
SCHWERPUNKT AUFBEREITUNG
Der Rockster Prallbrecher R1100DS mit
Siebsystem bereitet für Caravella Demolition
in New Jersey, USA, stark armierten Beton
und Asphalt auf.
ges Endmaterial zu produzieren.
Die Siebbox ist hydraulisch absenkbar,
was unsere Wartung und Service sehr
effizient macht. Wir brauchen 5 Minuten,
um die Siebmasche zu wechseln, und das
Brechen geht schnell weiter. Da der Beton
stark armiert war, spielte der Magnetbandabscheider
eine wichtige Rolle beim
Entfernen aller Eisenteile. Es handelte
sich hauptsächlich um Bewehrungsstäbe
mit verschiedenen Durchmessern und
nachdem alle Brecharbeiten abgeschlossen
waren, hatten wir ca. 100 Lkw-Ladungen
Eisen aussortiert – rund 1.500 t reiner
Bewehrungsstahl.
ROCKSTER
Rockster R1100DS bereitet in den USA
350.000 m 3 Beton in Rekordzeit auf
Das Unternehmen Caravella Demolition in East Hanover, New Jersey, ist ein One-Stop-
Shop für alles, was mit Abbruch, Zerkleinerung und Aufbereitung zu tun hat. 2012 von
John Caravella gegründet, genießt das Unternehmen den Ruf eines kompetenten und
verlässlichen Spezialisten. Im Interview berichtet der Firmenchef über seine Erfahrungen
mit dem raupenmobilen Prallbrecher R1100DS von Rockster.
Herr Caravella, was ist das jüngste
Abbruch-Großprojekt?
Caravella: Die William Paterson University
erteilte uns den Auftrag zum Abriss des
Overlook North Dormitory Gebäude. Nach
der Umweltsanierung und der Abdeckung
bestehender Versorgungsleitungen konnte
mit dem Abriss begonnen werden. Im
Rahmen unseres Auftrags sollten wir das
gesamte beim Abriss anfallende Mauerwerk
vor Ort zerkleinern, um es als
Verfüllung des Abrisshohlraums wiederzuverwenden.
Das Wohnheimgebäude war
ein fünfstöckiges Gebäude, was den Abriss
einfach und unkompliziert machte. Auf
diese Art von Projekten sind wir spezialisiert.
Wir begannen auf der Baustelle mit
Firmengründer John Caravella.
einer Kombination aus einem konventionellen
Bagger und einem High-Reach-
Bagger, insgesamt wurden acht Maschinen
bei diesem speziellen Projekt eingesetzt.
Nachdem der Abbruch abgeschlossen war,
brachten wir unseren Rockster R1100DS
Prallbrecher vor Ort und verarbeiteten
den gesamten Beton. Das Projekt wurde
innerhalb der vorgesehenen Fertigstellungszeit
von 120 Tagen abgeschlossen.
Wie lange hat das Brechen gedauert
und wie wurde das Endmaterial
verwendet?
Caravella: Für dieses spezielle Projekt
wurden 350.000 m 3 starkarmierten Beton
in der Rekordzeit von drei Wochen
zerkleinert. Rockster ist seit fast vier
Jahren unser Hauptbrecher, und wir
wissen genau was er kann. Einer der
größten Vorteile des Rockster Brechers ist,
dass die Rotordrehzahl auf die gewünschte
Geschwindigkeit eingestellt werden kann.
Das ermöglicht eine konstante Brechleistung
für jedes spezifische Projekt und für
jedes zu verarbeitende Material. Durch
den hydrostatischen Antrieb von Rockster
bleibt der Motor in seinem optimalen
Drehzahlbereich und der hydrostatische
Druck passt sich dem Leistungsbedarf des
Brechers an. Der R1100DS hat eine große
Einlauföffnung – sie hilft, jeden Job zu
bewältigen. Der Beton wurde auf eine
Endgröße von 0-38 mm zerkleinert und
vor Ort als Füllmaterial im Kellerbereich
und für die Unterkonstruktionen wiederverwendet.
Das war für das Projekt
kostengünstig und besser für die Umwelt.
Bieten Sie uns jetzt Ihre
Gebrauchtmaschine an!
Benutzerfreundlich: Die Funkfernbedienung
und das einfach zu bedienende
Multifunktionsdisplay.
Wie wurde das Material gesiebt?
Caravella: Ausgestattet ist unser R1100DS
mit einem kompletten Siebsystem bzw. mit
einem schwenkbaren Rückführband, das
als Haldenband für die Produktion des
zweiten Endprodukts verwendet werden
kann, sowie einer leistungsstarken
Siebbox. Eine präzise Definition des
Brechspalts ermöglicht uns ein hochwerti-
Wenn Sie eine Sache hervorheben
könnten, die Ihre Arbeit beim Brechen
mit Rockster erleichtert, welche
wäre das?
Caravella: Das ist eine schwierige Frage,
denn da fallen mir viele Punkte ein. Aber
wenn ich einen auswählen soll, dann ist es
die einfache Bedienung. Der Brecher ist
sehr benutzerfreundlich und unsere Mitarbeiter
und Maschinisten haben das
Steuerungssystem schnell erlernt. Das
macht unsere Arbeit bei Caravella
einfacher und effizienter. Das Be- und
Entladen geht schnell und wird mit der
Fernbedienung extrem erleichtert. Beim
Einsatz auf der Baustelle steuert unser
Maschinist den Brecher vom Bagger aus,
was es zu einer Ein-Mann-Show macht.
Wir können am Display den Brechspalt
einstellen und an der Fernbedienung die
Rotordrehzahl, die Motordrehzahl und die
Leistung des Vibrationsförderers regulieren.
Es ist simple und kein Hexenwerk.
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WIR ZAHLEN
Das optionale Siebsystem
– bestehend
aus dem kompakten
Kreisschwingsieb
RS114S in Kombination
mit dem doppelfunktionalen
Rückführ-/Haldenband
RB95 – dient
zur Erstellung von
100% definiertem
Endprodukt.
88 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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STRABAG | PERI
Von der Vision zur Wirklichkeit
Österreichs erstes Gebäude aus dem 3D-Drucker wurde Anfang September
im niederösterreichischen Hausleiten eröffnet: Der Bautechnologiekonzern
Strabag setzte gemeinsam mit dem Gerüst- und Schalungshersteller und
3D-Betondruck-Pionier Peri einen rd. 125 m 2 großen Bürozubau der
Asphaltmischanlage in Hausleiten um.
D
er 3D-Betondruck bietet dort, wo er
technisch und finanziell eingesetzt
werden kann, mehrere Vorteile: Die
maximale Druckgeschwindigkeit des
eingesetzten Bod2 Portaldruckers liegt bei
einem Meter pro Sekunde. Der Rohbau in
Hausleiten wurde somit in rund 45
Stunden reiner Druckzeit fertiggestellt.
Darüber hinaus ermöglicht der 3D-Druck
Gestaltungsfreiräume gegenüber dem
klassischen Betonbau, wie z.B. architektonisch
ansprechende abgerundete Formen.
Limitierungen gibt es derzeit noch bei der
Größe der Projekte: Gedruckt werden
kann nämlich ausschließlich innerhalb der
Achsen des Portaldruckers.
Weiterentwicklung auch
für Großprojekte
„Das Pilotprojekt in Hausleiten, welches
wir gemeinsam mit Peri umsetzen durften,
zeigt das große Potenzial des 3D-Betondrucks.
Bei Strabag arbeiten wir auf Basis
der hier gewonnenen Erkenntnisse bereits
mit verschiedenen Projektpartnern aus
Forschung und Bauwirtschaft an der
Weiterentwicklung der Technologie“, sagt
der für Digitalisierung und Innovation
verantwortliche Strabag-Vorstand
Klemens Haselsteiner.
Strabag will die Technologie auf die
nächste Entwicklungsstufe heben. In
Zukunft wird es möglich sein, noch agiler
und flexibler zu drucken. Betondruck soll
damit auch für Großprojekte einsetzbar
werden. Um auch die ökologischen
Potenziale des 3D-Betondrucks optimal zu
nutzen, wird aktuell außerdem daran
geforscht in Leichtbauweise zu drucken,
um Material und Emissionen einzusparen.
„Das Gebäude in Hausleiten ist ein
Meilenstein für Strabag, für Peri, für alle
Beteiligten. Und ein Meilenstein für die
österreichische Bauindustrie insgesamt“,
so Thomas Imbacher, geschäftsführender
Direktor Innovation & Marketing bei der
Peri SE. „Wir sind überzeugt, dass der
3D-Druck von Gebäuden ein Teil der
Zukunft des Baus sein wird. Denn diese
Technologie bietet Lösungen für Themen
an, die unsere Branche im Augenblick
beschäftigen: Digitalisierung, Effizienz,
Fachkräftemangel und vieles mehr.“
Mit dem Druckprojekt in Hausleiten
hat das Peri 3D-Druck-Team inzwischen
sechs Druckprojekte erfolgreich abgeschlossen.
Darunter das erste gedruckte
Haus Deutschlands, das erste gedruckte
Die Strukturen des Betondrucks sind
als gestalterisches Element nach wie
vor an der Fassade erkennbar und
geben dem Gebäude neben der
kleeblättrigen Form ein besonderes
Erscheinungsbild.
Mehrfamilienhaus Europas sowie das
Projekt in Hausleiten.
Wie funktioniert 3D-Betondruck?
Peri setzt beim Druckprojekt in Hausleiten
den Portaldrucker Cobod Bod2 ein. Diese
Drucktechnologie stammt vom dänischen
Hersteller Cobod, an dem Peri bereits seit
2018 beteiligt ist. Bei dieser Technik bewegt
sich der Druckkopf über drei Achsen auf
einem fest installierten Metallrahmen. Der
Vorteil: Der Drucker kann sich an jede
Position innerhalb der Konstruktion
bewegen und muss nur einmal kalibriert
werden. Der 3D-Drucker trägt das Druckmaterial
(Trockenmörtel) schichtweise auf,
wodurch Wände entstehen. Durch das
Herstellen von zwei parallelen Druckbahnen
entsteht eine Hohlwand, die mit
Ortbeton hinterfüllt wird und statisch als
tragendes System wirkt. Bei der Außenwand
wird durch das Drucken einer
weiteren außen vorgesetzten Druckbahn
ein weiterer Hohlraum geschaffen und mit
Wärmedämmmaterial ausgefüllt. Die
gedruckten Wände können als eine Art
„verlorene Schalung“ betrachtet werden.
Während des Druckvorganges berücksichtigt
der Drucker bereits die später zu
verlegenden Leitungen und Anschlüsse für
Wasser, Strom etc. Der Bod2 ist so
zertifiziert, dass auch während des
Druckvorgangs im Druckraum gearbeitet
werden kann. Manuelle Arbeiten, wie z.B.
das Verlegen von Leerrohren und
Anschlüssen, können auf diese Weise
einfach in den Druckprozess integriert
werden.
Das Material für den Druck wird in
Silos gelagert. Der werksfertige Trockenmörtel
wird nach Wasserzugabe direkt
beim Druckvorgang in den Druckkopf
gepumpt. Das für den Druck des Bürogebäudes
in Hausleiten eingesetzte Material
der Marke „Tector Print“ wurde von
Holcim entwickelt und ist auf die besonderen
Anforderungen des 3D-Betondrucks
angepasst.
www.strabag.com
www.peri.at
Feierliche Eröffnung
von Österreichs
erstem Gebäude aus
dem 3D-Drucker
(von links): Klemens
Haselsteiner
(Strabag-Vorstand,
Digitalisierung und
Innovation), Fabian
Meyer-Brötz (Leiter
3D Construction
Printing bei Peri),
Thomas Imbacher
(Vorstand Innovation
und Marketing,
Peri AG) und
Thomas Birtel (Vorstandsvorsitzender
Strabag SE).
Fotos: Strabag/Peri; Baublatt.Österreich; P.Landsmann
Der Druckkopf
bewegt sich
über drei
Achsen und
kann sich an
jede Position
innerhalb der
Konstruktion
bewegen.
In Zukunft soll
Betondruck
auch für
Großprojekte
einsetzbar
werden.
90 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022 91
FUHRPARK
DACIA DUSTER BLUE DCI 115 4WD
Überlegenswert – auch in
Top-Ausstattung punktet der
Dacia Duster mit einem
einmaligen Preis-/Leistungsverhältnis.
Ganz entschleunigt vorne mit dabei
D
ie Pkw-Welt im 21. Jahrhundert kann so
einfach und überschaubar sein. Mit
analogem Drehzahlmesser und Tacho, 115
Turbodiesel-PS aus 1,5 l Hubraum unter der
Haube und einem Listenpreis, bei dem man
bei Marktbegleitern bestenfalls im Pool der
Gebrauchtwagen fischen kann. Willkommen
hinter dem Steuer des Dacia Duster, mit dem
die Renault-Tochter erstmals 2010 gezeigt
hat, dass sie auch im SUV-Segment ganz
genau wissen, wie der Hase läuft. Den
unverbesserlichen Kritikern sei dazu ganz
deutlich eines ins Tagebuch geschrieben: In
Sachen Ausstattung hat auch der Duster die
letzten 12 Jahre nicht untätig auf dem
Verzögerungsstreifen verbracht. Sicher ist er
im Vergleich mit namhaften Marktbegleitern
nicht ständig mit Vollgas auf der Überholspur
der Produktentwicklungen unterwegs, hat
sich aber ein konstantes Durchschnittstempo
angeeignet, mit dem er größtenteils ganz
locker mit der breiten Masse mitschwimmen
FACTS
Motor: 1,5 l Turbodiesel, 85 kW (115 PS)
Eigengewicht: 1.466 kg
Sitzplätze: 4+1
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 750 kg/1.500 kg
Testverbrauch: 5,7 l/100 km
Listenpreis: 21.090,– Euro
(inkl. MwSt. & NoVa)
+ preisgünstiger Allradler
+ absolut stimmiges Gesamtpaket
+ auch optisch ansprechend
- überschaubarer Kofferraum
- Schlüssel im Scheckkartenformat
- keine integrierte Antenne
kann (Stichwort Rund-um-Kamera oder
Keyless-entry). Gerade jetzt wichtiger denn je:
der äußerst genügsame Spritverbrauch
(durchschnittlich 5,6 l/100 km).
In einem Interview mit der „Presse am
Sonntag“ hat der neue Renault-Österreich-
Chef Martin Labaye erzählt, dass nur einer
von zehn verkauften Dacia an gewerbliche
Kunden geht. Daran sollte sich, nicht nur im
Hinblick auf den aktuellen Duster, schleunigst
etwas ändern.
NISSAN TOWNSTAR TEKNA
Sag ruhig Stadtstern zu ihm
E
s geht wieder persönlicher zu im
Nutzfahrzeugprogramm von Nissan.
Wo bis vor kurzem noch eine trockene
Abkürzung den Protagonisten des Stadtlieferwagensegments
beschrieb, steht ab
sofort wieder ein durchaus klingender
Name. Kurz umrissen: Auf NV250 folgt
Townstar, was auf Deutsch so viel wie
Stadtstern heißt. Diskussionen darüber,
warum ein kompakter Lastenesel unbedingt
als Stadtlieferwagen zu bezeichnen
ist, ersparen wir Ihnen an dieser Stelle
gerne. Selbstverständlich darf der Neue,
ganz unbeeindruckt von seiner Bezeichnung,
auch die große und zugleich weite
Welt erkunden. Startkapital hat man ihm
dafür in Form des quirligen 1,3 l Benziners
mit 131 PS, dem ganz leicht unpräzise
bedienbaren 6-Gang-Handschalters,
sowie dem Kraftstofftank mit 54 l Fassungsvermögen,
mehr als ausreichend in
die Wiege gelegt. Im gemischten Einsatz
liegen zwischen den einzelnen Tankstopps
damit zumindest 800 km. Ob das branchenweit
radikal anvisierte Ende der
Selbstzünder tatsächlich zielführend ist,
zeigt der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch
von immerhin 6,6 l/100 km. Mit
einem gleich starken Dieselmotor wäre
beim Verbrauch mindestens ein halber
Liter weniger auf 100 km mehr als
realistisch.
Laderaum mit Diskussionsgrundlagen
Keinen gemeinsamen Nenner haben wir
redaktionsintern bei der Beurteilung des
Laderaumes gefunden. Einig waren wir
uns bei der Sinnhaftigkeit des Dank
Verbundplatte robust ausgefallenen
Laderaumbodens. Egal was hier ein- oder
ausgeladen wird, der Laderaumboden
nimmt es relativ gelassen. In den Seitenwänden
gibt es statt einer ebenso robusten
Holzverkleidung auf der auf Höhe der
fiktiven Rücksitzbank in der Seitenwand
bzw. in der Schiebetüre die Türverkleidung
aus Kunststoff samt Ablagefach. Klingt
grundsätzlich vernünftig, lässt aber die
Frage offen, wie die Kunststoffteile nach
regelmäßiger Benutzung des Laderaums
aussehen werden.
Apropos Aussehen: Obwohl der Townstar,
FACTS
Motor: 1,3 Liter Benzin, 96 kW (131 PS)
Eigengewicht: 1.409 kg
Nutzlast: 486 kg
Testverbrauch: 6,6 l/100 km
Listenpreis: 28.050,– Euro
(exkl. MwSt. & NoVa)
+ stimmiges Gesamtpaket
+ ansprechende Verarbeitung
+ bissiger Motor
- leicht schwammige Schaltung
- träges Navigationssystem
- kein Dieselmotor verfügbar
FUHRPARK
wie schon der NV250, ein von Nissan am
freien Markt zugekauftes Nutzfahrzeugmodell
ist, nimmt man ihm seine Eigenständigkeit,
nicht zuletzt wegen der
markanten Front- und Heckpartie, ohne
lange zu überlegen ab. Gleiches gilt für
den Innenraum, wo der grundsätzlich
bekannte Armaturenträger auch unter der
Flagge von Nissan gut im Wind steht.
Fazit: Newcomer mit bekannten Genen,
der seiner Aufgabe von Anfang an
gewachsen ist.
FACTS
Motor: 1,5 l Benziner, 117,5 kW (160 PS)
Eigengewicht: 1.424 kg
Sitzplätze: 4+1
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 600 kg/1.410 kg
Testverbrauch: 6,5 l/100 km
Listenpreis: 36.040,– Euro
(inkl. MwSt. & NoVa)
+ tolle Mischung aus Kombi & Coupé
+ Soundsystem von JBL
+ Glasdach mit Rollo
- viel Gas beim Anfahren nötig
- langsame Tankentlüftung
- unschlüssige Verkehrszeichenerkennung
KIA PROCEED GT-LINE 1.5 T-GDI
Jetzt hat‘s wirklich Zoom gemacht
der Mitte 40 sind es eher die gefälligen
Einstiegsprocedere à la Kia Sportage und
Kia Sorento, die deinen Bandscheiben und
deinem Kreuz ein Lächeln entlocken.
Warum wir uns trotzdem für den Kia
ProCeed entscheiden würden? Weil er eine
herrliche Mischung aus Familienkombi,
schnittigem Coupé-Feeling und elegantem
Repräsentationsmobil ist. Schnell die
Kinder in den Nachmittagsunterricht
geführt, am Heimweg mit großem Respekt
die Grenzen der Fahrphysik erforscht und
dann mit Anzug und Krawatte zum
Abendtermin. So gestaltet sich der perfekte
(Arbeits-)Alltag hinter dem Steuer des Kia
ProCeed. Übrigens: Wem ob des sportlichen
Charakters die 160 PS unseres Testkandidaten
zu wenig sind, kann gerne von der
GT-Line in die GT-Klasse wechseln. Dort
warten dann stolze 204 PS.
Fazit: Vergesst Sitzhöhe und Einstieg,
genießt das Gesamtpaket.
Praktisch – Universal-Smartphonehalter
am Armaturenträger.
Sympathikus – der Nissan Townstar
zeigt von Anfang an, dass er seinen
Aufgaben gewachsen ist.
D
er Job des Pkw-Journalisten ist auch
dazu da, die eigene Meinung hin und
wieder zu revidieren. So wie in diesem Fall.
Der Kia ProCeed GT-Line ist schon auf den
ersten Blick ein, sagen wir es leicht
überzogen, heißes Eisen. Sportlicher
Charakter, gefälliges Auftreten, tolle
Verarbeitung. Pkw-Herz, was willst du
mehr? Womit wir in der Vergangenheit
immer wieder gehadert haben, war die nicht
gerade hohe Sitzposition samt dem dabei
unvermeidlichen Einstiegserlebnis. Jenseits
Eyecatcher – der Kia ProCeed GT-Line schaut
nicht nur toll aus, er fährt sich auch so und
ist obendrein erstklassig verarbeitet.
Geheimversteck – im Laderaum gibt es
dank der Türverkleidungen zusätzliche
Ablagemöglichkeiten.
92 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022
93
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
VÖB
Steigende Rohstoff- und Energiepreise
bremsen die Bauwirtschaft zunehmend
Rund die Hälfte der Betriebe in der österreichischen Beton- und Fertigteilindustrie
verzeichnete im ersten Halbjahr 2022 steigende Umsätze.
Gleichzeitig rechnet nur knapp jedes fünfte Unternehmen mit einer
Umsatzsteigerung im zweiten Halbjahr dieses Jahres.
D
as geht aus dem aktuellen Konjunkturbarometer
hervor, das im Auftrag
des Verbands Österreichischer Beton- und
Fertigteilwerke (VÖB) halbjährlich
durchgeführt wird. Die allgemeine
Wirtschaftssituation, Rohstoffknappheit
sowie gestiegene Rohstoff- und Energiepreise
bremsen die aktuelle Konjunktur.
„Die gute Auftragslage aus 2021 sorgte
für eine stabile Entwicklung unserer
Betriebe im ersten Halbjahr dieses Jahres.
Steigende Rohstoff- und Energiepreise
werden jedoch bis Jahresende zu einer
Abflachung der Baukonjunktur führen.
Die anhaltend hohe Inflation und die
immer weiter steigenden Energie- und
Rohstoffpreise machen eine Reduktion der
Baukosten für die nächsten Monate
unrealistisch“, sagt Franz Josef Eder, VÖB
Präsident. Beinahe die Hälfte der befragten
heimischen Beton- und Fertigteilwerke
rechnet heuer mit fallenden Umsätzen im
Vergleich zum Bauboom-Jahr 2021.
Franz Josef Eder, VÖB Präsident.
Die österreichische Beton- und Fertigteilindustrie
blickt auf ein relativ stabiles
erstes Halbjahr 2022 zurück. 54% der
befragten Unternehmen meldeten eine
Umsatzsteigerung – im Durchschnitt um
14% gegenüber dem Vergleichszeitraum
letzten Jahres. Das Umsatzwachstum ist
in erster Linie auf die Weitergabe der
gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise
sowie auf den Zugewinn neuer Kunden
und den Ausbau des Leistungs- und
Produktportfolios zurückzuführen. Jedes
sechste Unternehmen der Branche
meldete gleichzeitig Umsatzrückgänge
– im Durchschnitt um 17% im Vergleich
zum Vorjahr. Als Gründe für den Umsatzrückgang
werden eine schlechtere Auftragslage,
Rohstoffknappheit sowie
gestiegene Preise für Vorprodukte und
Energie genannt.
Das zweite Halbjahr wird sich für 58%
der Unternehmen in der österreichischen
Beton- und Fertigteilbranche „eher bis
sehr zufriedenstellend“ entwickeln. Mehr
als ein Drittel der Befragten (35%) spricht
gleichzeitig von einer „weniger zufriedenstellenden“
Entwicklung.
Fotos: VÖB; Stefan Seelig/BDÖ; Shutterstock
Gleichzeitig rechnen 48% der Befragten
mit fallenden Umsätzen im zweiten
Halbjahr 2022 im Vergleich zum boomenden
2. Halbjahr 2021. Die gestiegenen
Rohstoff- und Energiekosten werden
mittlerweile in den meisten Fällen an die
Kunden weitergereicht (bei 89% der
Befragten). „Mehr als die Hälfte der
Unternehmen haben außerdem durch
Einsparungsmaßnahmen und Prozessoptimierungen
die Preissteigerungen bei
Rohstoffen und Energie teilweise
ab gefedert. Darüber hinaus investieren
sie in weitere Optimierungen der
Produktionsprozesse“, so VÖB Geschäftsführer
Anton Glasmaier.
„Bauteilaktivierung, Erhöhung des
Vorfertigungsgrades mit besonderem
Fokus auf Nachhaltigkeit und Reduktion
des CO2-Fußabdrucks bleiben die dominierenden
Trends der Branche. Um eine
gute Konjunkturprognose aufrechtzuerhalten,
fordern VÖB Mitgliedsbetriebe
Entlastungspakete, die Aufhebung der
Fixpreisbindung bei Verträgen sowie die
Anwendung von Produktindizes“, so
Franz Josef Eder, VÖB Präsident,
abschließend.
www.voeb.com
AKTUELL
Anton Glasmaier ist neuer Geschäftsführer
Mit Anfang August hat Anton
Glasmaier die Geschäftsführung des
Verbands Österreichischer Betonund
Fertigteilwerke (VÖB) übernommen.
Der 52-jährige Bauexperte
will die österreichische
Fertigteilbranche verstärkt als Teil
der Lösungen für eine klimafittere
Bauweise mit Beton positionieren.
Anton Glasmaier folgt dem
interimistischen Geschäftsführer
Bernhard Rabenreither, der seit
März 2022 diese Funktion innehatte.
Anton Glasmaier wird sich in
seiner Funktion um die Finanzen,
Marketing und die Öffentlichkeitsarbeit
des VÖB bemühen, der
technische Teil der Geschäftsführung
bleibt in den bewährten
Händen von DI Paul Kubeczko.
Anfang August hat Anton Glasmaier
auch den Vorsitz im Verein Beton
Dialog Österreich übernommen.
Ing. Anton Glasmaier.
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94 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022 95
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
SERVICE
I+R GRUPPE
35 Lehrlinge starten ihre Ausbildung
Die Lauteracher i+R Gruppe zählt mit 16 verschiedenen Lehrberufen zu den
größten Ausbildungsbetrieben Vorarlbergs. Kurz vor Fertigstellung ist zudem
die neue firmeneigene Lehrwerkstätte für die Lehrberufe Hoch- und Tiefbauer
sowie Betonbauer am Lauteracher i+R Campus.
M
it 35 neuen Lehrlingen startet das
Familienunternehmen in den Herbst.
Damit bilden die zur Unternehmensgruppe
gehörenden Firmen i+R, Huppenkothen
und Martin insgesamt 107 junge
Menschen zu Fachkräften aus.
„Die duale Ausbildung in Form der
Lehre ist in unseren Unternehmen seit
jeher ein wichtiger Baustein, um Fachkräfte
für die Zukunft heranzubilden und
so dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken“,
betonen die Eigentümer der i+R
Gruppe Joachim Alge und Reinhard
Schertler. Die Unternehmensgruppe setze
dabei auf die Kompetenz des Ausbilder-
Teams, moderne und zukunftsorientierte
Lehrwerkstätten sowie attraktive Benefits
wie Outdoortage oder ein Prämiensystem
für Lehrlinge. Alle Ausbildungsbetriebe
sind als „Ausgezeichneter Lehrbetrieb“
vom Land Vorarlberg und der Wirtschaftskammer
ausgezeichnet.
Die einzige private Lehrwerkstätte für
Bauberufe Vorarlbergs entsteht derzeit am
i+R Campus in Lauterach. „So können wir
die Auszubildenden neben Berufsschule
und der Praxis auf den Baustellen noch
besser unterstützen und erfolgreich zum
Lehrabschluss führen“, freuen sich Alge
und Schertler und ergänzen: „Heuer
können wir auf einen ganz besonderen
Ausbildungserfolg verweisen: Alle fünf
Lehrlinge im Lehrberuf Tiefbau konnten
den Lehrabschluss mit Auszeichnung
abschließen.“
107 Lehrlinge sind mit 1. September
2022 bei der Unternehmensgruppe in 16
verschiedenen Lehrberufen in Ausbildung.
Der Baumaschinen-Spezialist Huppenkothen
bildet an verschiedenen Niederlassungen
in Österreich und der Schweiz
derzeit 56 Lehrlinge überwiegend im
Beruf Baumaschinenmechaniker aus.
Beim Stahlverarbeitungsbetrieb Martin in
Start zu den jährlichen Outdoortagen:
Eigentümer Joachim Alge und das
Ausbilder-Team mit mehr als 100 Lehrlingen,
die bei den Unternehmen i+R Gruppe zu
Facharbeitern ausgebildet werden.
Ludesch sind derzeit 13 junge Menschen
in der Lehre – die meisten erlernen den
Beruf des Maschinenbautechnikers. Im
Baugewerbe sind es die Lehrberufe Hochund
Tiefbauer, Betonbauer, Zimmerer,
Zimmereitechniker, Tischler, Tischlereitechniker
und Informationstechnologie, in
denen die insgesamt 38 Lehrlinge ausgebildet
werden. Über alle Lehrberufe
hinweg starten heute insgesamt 35 junge
Menschen ihre Ausbildung.
Wertvolle Unterstützung bietet auch
das Angebot LehreUp der Offenen
Jugendarbeit Dornbirn (OJAD): Lehrlinge,
die in allgemeinbildenden Fächern wie
Deutsch, Mathematik oder Englisch besondere
Unterstützung benötigen, werden
dort von Pädagogen in Kleingruppen
unterrichtet, um so Mankos auszubessern.
„Dieses Angebot hat sich gerade für die
Unterstützung von schulisch schwächeren
Lehrlingen bewährt. Oft können wir so
auch Lehrlinge mit Migrationshintergrund
besser zum Lehrabschluss begleiten“, freut
sich Joachim Alge über diese Initiative.
www.ir-gruppe.com/lehre
Foto: Udo Mittelberger
KURZURLAUB VON DER BAUSTELLE
Wo die Natur zum Spielplatz wird
Hoch oben über dem Salzachtal, fernab vom Verkehr und jeglicher Hektik, bietet die
Natur rund um das Vier Sterne superior Gut Berg Naturhotel den schönsten (Abenteuer-)
Spielplatz und lässt Kinderherzen höherschlagen.
H
ier liegt das Gefühl von Freiheit,
Abenteuer und unbeschwerter
Kindheit in der Luft. Die kleinen Gäste
toben über die Wiesen, wagen ein Rennen
mit den Kettcars oder statten den pelzigen
Bewohnern am Bauernhof einen Besuch
ab. Und während die Kinder auf große
Entdeckungsreise gehen, finden erholungssuchende
Eltern wertvolle Momente
der Ruhe und Entspannung in der
hauseigenen SPA- & Beautywelt.
Die Schafe füttern, die Hasen streicheln
oder die Ponys putzen und satteln – das
neu errichtete Stallgebäude wird zum
„echten“ Erlebnis für alle Tierfreunde. In
der „Stallküche“ wird mit den kleinen
Gästen Brot gebacken oder gebastelt. „Wir
möchten unsere Gäste am Bauernhofleben
teilhaben lassen und vor allem den
Kindern die Natur wieder näherbringen“,
so die Philosophie der Hoteliersfamilie
Gschwandl. Die Erkundung des eigenen
Baumlehrpfades, das Herumtoben in der
Spielhütte oder das gemeinsame Grillen
am Lagerfeuer sorgen zusätzlich für einen
Hauch von Abenteuer in den Bergen.
Den Pongau aktiv erleben
Und auch rund um das Gut Berg Naturhotel
ist jede Menge Action für erlebnishungrige
Familien geboten. Mittendrin
im Salzburger Land und mit einer
schier unendlichen Vielfalt an familienfreundlichen
Ausflugszielen, sind die
Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten in
der Umgebung beinahe unbegrenzt. Nur
einen Katzensprung entfernt sorgen
„Gspensti und Spuki“ am Geisterberg für
ein schauriges Spielplatz- und Wanderabenteuer,
während „Joeys Baum-Parcours“
am Hausberg von St. Johann auch
Urlaubsparadies der
entschleunigten und genussvollen Art:
Das Vier Sterne superior Gut Berg Naturhotel
im Salzburger Pongau bietet unternehmungslustigen
Familien eine einzigartige Kombination
aus entspanntem Hotelurlaub und
Bauernhoferlebnis.
schon für die kleinsten Kletterer unvergessliche
Abenteuer in luftigen Höhen
verspricht. Ein zusätzliches Highlight
bietet die neu errichtete Adventure
Minigolf-Anlage. Wer gerne die Miniatur-
Sehenswürdigkeiten der Region kennenlernen
möchte, der kann sich hier spielerisch
auf die Reise durch den Pongau begeben.
www.gut-berg.com
Fotos: Gutberg Naturhotel; Selina Flasch Photography; Elisabeth Fotografie
96 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
BAUBLATT.ÖSTERREICH SEPTEMBER 2022
97
SERVICE
BÜCHER
FACHLEXIKON BEGRIFFE IM BAUPROZESS
Linde Verlag; Buch gebunden, 1. Auflage 2022
576 Seiten; ISBN: 9783707335798; 89,00 Euro
DAS ENDE DER MAURERKELLE
Das Lexikon bietet rund 2.000 juristische und technische
Begriffe und Fachausdrücke, die für Juristen und
Techniker in Zusammenhang mit dem Bauprozess
relevant sind. Dabei beschränkt sich das durch
zahlreiche Abbildungen und Skizzen ergänzte Nachschlagewerk
nicht nur auf die Auflistung und Auslegung
von Begriffen des Bauprozesses. Vielmehr bringt es
Juristen, Technikern und sonstigen Interessierten das
praktische Verständnis von Fachtermini des Bauprozesses
aus unterschiedlichen Blickwinkeln anhand von
nützlichen Tipps für die tägliche Praxis und Verweisen
auf Judikatur und Behördenpraxis näher. Ein leicht
verständlicher, von erfahrenen Fachexperten aus Recht
und Baupraxis verfasster Leitfaden, der in keiner
Bibliothek fehlen darf!
www.lindeverlag.at
30 Jahre Wohnbau in Österreich: 1990 - 2020
296 Seiten; ISBN: 978-3-9500638-7-5; 29,70 Euro
Wohnen ist Sozial- und Wirtschaftsgut zugleich. Die Wertschöpfungskette
„Wohnen“ steuert rund zwanzig Prozent zur Wirtschaftsleistung Österreichs
bei. Doch es läuft nicht alles rund im System. In den letzten dreißig Jahren
stiegen die Mieten, Häuser- und Wohnungspreise deutlich rascher als die
Inflation. Leistbares Wohnen steht zur Disposition.
Mit bestechender Klarheit identifiziert Autor Andreas Kreutzer die bestimmenden
Akteure und eröffnet damit spannende Einblicke in die komplexe
Gemengelage des Wohnsektors in Österreich. Er analysiert, weshalb die
meisten politischen Vorschläge zur Einhegung des Preisauftriebs nur bedingt
greifen werden und erklärt, warum Normen und Gesetze Bauen und Wohnen
unnötigerweise verteuern. Er rechnet vor, wie viele geförderte Wohnungen
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zweckentfremdet verwendet werden
und um wie viel günstiger wir bauen
und wohnen könnten, wenn man
Partikularinteressen hintan stellen
würde. Denn Handlungsbedarf
besteht entlang der gesamten
Wertschöpfungskette: in der
Raumplanung, bei der Widmung von
Bauland, bei der Wohnbauförderung,
bei der Höhe von Baukosten und Baupreisen,
hinsichtlich der Produktivität
in der Bauwirtschaft und nicht zuletzt
ordnungspolitisch.
Mit dem Buch legt Andreas Kreutzer
den Finger auf die Schwachstellen einer noch immer in weiten
Teilen handwerklichen Bauproduktion. Er beschreibt gut verständlich,
warum wir unsere Vorstellungen über die Art und Weise, wie
wir bauen ändern sollten. Damit stellt er einer zumeist nur
oberflächlich geführten Diskussion über leistbares Wohnen
fundierte Daten und Fakten gegenüber, die die wahren Preistreiber
demaskieren. Er schärft mit seinen Analysen den Blick für die
großen Herausforderungen im Wohnbau. Das Buch ist im gut
sortierten Buchhandel erhältlich.
NATURSTEINFASSADEN
500 Abbildungen, 225 × 280 mm, 304 Seiten
ISBN 978-3-86922-210-3; 78,00 Euro
Wenn Naturwerkstein für Fassaden eingesetzt wird, gibt der traditionsreiche
und charakterstarke Baustoff auch Neubauten den
Eindruck von Solidität und Beständigkeit. Die Publikation Natursteinfassaden
behandelt Entwurf, Planung und Ausführung von
Fassaden, deren Wetterschicht aus Naturwerkstein besteht – massiv
ausgeführt, mit dünnen Platten verkleidet oder als vorgesetzte
Lamelle architektonisch inszeniert. Der Band aus der Reihe
Handbuch und Planungshilfe zeigt die Vielfalt des Einsatzes von
Naturwerkstein und soll eine
kritische Auseinandersetzung
anregen, wo der Einsatz sinnvoll
ist, und wo nicht. Das Buch
nähert sich dem Komplex
Naturwerksteinfassade in
fünf Kapiteln. Baugeschichtliche
und
architekturtheoretische
Hintergründe
folgen auf eine
Einführung zum
Thema mit einem
Überblick über die
Entwicklung bis hin zu neuen Tendenzen.
Am Ende wird der Weg vom Steinbruch bis zum Stein an
der Fassade nachgezeichnet. Damit erleichtert das Handbuch eine
enge Abstimmung zwischen Bauherr, Architekt und den Fachleuten
von Natursteinbetrieben, denn sie hilft, spätere Probleme zu
vermeiden oder schlichtweg zu besseren Lösungen zu kommen.
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98 SEPTEMBER 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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