Baublatt Magazin June 2022
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NR. 6 | 2022
ein magazin der
specialmediacom
DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK
Komatsu WA475-10
30% höhere Kraftstoffeffizienz
im Vergleich zum Vorgängermodell
Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Retouren an PF 100, 1350 Wien | Einzelpreis 10,00 € | Juni 2022 | www.baublatt.at
Wir begrüßen Sie auf der
24. - 30. Oktober 2022 München
Komatsu Halle C6 und Demogelände
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12 | Zementwerk Kirchbichl
Abbruch durch die Firma Zöchling
mit Seilbagger und Abrissbirne
54 | Wimmer
Die Palette der Tunnelbagger wird
um ein neues 20 t Gerät erweitert
70 | IFAT Munich
Rückblick auf die weltweit größte
Messe für Umwelttechnologien
»
HUPPQuick
Schnellkupplungssystem
Sekundenschneller Wechsel der Anbaugeräte
direkt von der Fahrerkabine aus
Das innovative HUPPQuick-Schnellkupplungssystem macht das
Wechseln von Anbaugeräten zum Kinderspiel. Du kannst mit
einem Knopfdruck dein Werkzeug (z. B. Greifer, Hydraulikhammer,
Abbruch zange, Anbauverdichter, …) wechseln, ohne die Fahrerkabine
zu verlassen. Das garantiert effizientes, schnelles und vor allem
sicheres Arbeiten.
» 5 Hydraulikleitungen gleichzeitig und automatisch
kuppelbar: Hydraulikanschlüsse werden beim
Schnellwechselvorgang automatisch verbunden –
der händische Kupplungsvorgang entfällt
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Hydraulikkupplungen vor Beschädigung und Verschmutzung
(auch bei Hochlöffelanwendung)
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Aufbau - Verschleißteile sind gut erreichbar und leicht
austauschbar
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Teile
» Sicherheitsvorteil für den Fahrer, da er nicht aussteigen
und sich in den Gefahrenbereich begeben muss
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Serviceangebot
EDITORIAL
Trübe Glaskugel
CAT KOMPAKTLADER
226D3
Ob Baumaschine, Aufbereitung
oder Transport: in den letzten
Wochen zeigten unsere Interview-
Partner eine ungewöhnliche Gemeinsamkeit.
Nachdem sich die Gespräche
zu Beginn in der Regel um die bekannten
Probleme drehten – Lieferausfälle,
Preissteigerung, Facharbeitermangel
– wurde immer wieder ein Punkt
erreicht, wo eine gewisse Ratlosigkeit zu
spüren war. Angesichts der
vielen Faktoren, die kein
Unternehmer wirklich
beeinflussen kann – Dauer
des Krieges in der Ukraine,
neue Corona-Welle, weitere
Entwicklung der Inflation
– wagt kaum jemand eine
Prognose abzugeben, wie es
in der Baubranche weitergeht.
Selten war der Blick
in die Glaskugel – der
natürlich immer seine
Karl Englert
Verlagsleiter und Herausgeber
BAUBLATT.ÖSTERREICH
Unschärfen hatte – so
getrübt wie jetzt.
Doch kommen wir zu etwas
Erfreulicherem: Erinnern Sie sich noch
an das Video zu dem Hit „Wrecking
Ball“ der US-amerikanischen Sängerin
Miley Cyrus, der es vor neun Jahren
auch bei uns in die Charts schaffte?
Nun, es kam uns bei unserer aktuellen
Projekt-Reportage wieder in den Sinn,
denn für den Abbruch der rund 60 m
hohen Silos des Zementwerks in
Kirchbichl in Tirol setzte die Firma
Zöchling auf einen Sennebogen Seilbagger
mit Abrissbirne. Sieht man nicht
alle Tage und auch sonst ist das Rückbau-Projekt
durchaus beeindruckend.
Weiters berichten wir in dieser Ausgabe
vom Erzberg, wo die VA Erzberg eine
neue Generation von Komatsu Großgeräten
in Dienst stellte, und den
Feierlichkeiten in den Niederlassungen
der Firma Zeppelin in Linz und dem
neuen Standort der Firma Kuhn in
Traun. Auf der Weltleitmesse
IFAT in München
haben wir uns über die
Neuheiten in der Umwelttechnik
informiert und
nicht zuletzt sprachen wir
auch mit Andreas Wimmer.
Der von ihm geleitete
Familienbetrieb in Thalgau
ist seit Jahrzehnten
bekannt für seine hochwertige
Baumaschinenausrüstung.
Mit einer eigenen
Tunnelbagger-Reihe hat
Andreas Wimmer inzwischen
aber ein weiteres
erfolgreiches Standbein geschaffen. Im
Gespräch mit Baublatt.Österreich gibt
er exklusiv einen ersten Ausblick auf
das neue Modell Yellow Fox.
In diesem Sinne wünscht Ihnen das
Team von Baublatt.Österreich eine
unterhaltsame Lektüre und vor allem
einen erholsamen Sommer!
Meint herzlichst
Ihr Karl Englert
Komatsu WA475-10:
hohe Kraftstoffeffizienz
Mit einer Motorleistung von
217 kW/295 PS und dem leistungsverzweigten
Komatsu-Getriebe
(K-HMT), das extrem niedrigen
Kraftstoffverbrauch mit massiver
Produktivitätssteigerung kombiniert,
wird der WA475-10 zu einem der
führenden Top-Performer. Seine
einzigartige, unabhängige Steuerung
von Antriebsstrang und Arbeitsausrüstung
ermöglicht schnellste
Ladespiele bei einfachster
Bedienung.
IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe Juni 2022, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Tel.: +43/1/3100700-100, Fax: +43/1/3100700-600, E-Mail: office@specialmedia.com, Firma des Herstellers: Bauer Medien Produktion- und Handels GmbH,
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Grundlegende Richtung: BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin fü r die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung
ü ber Baumaschinen, -geräte und –technik, Web: www.baublatt.at.
BAUBLATT.ÖSTERREICH: erscheint monatlich, 10x jährlich mit zwei Doppelnummern, Auflage: 10.500 Exemplare, Einzelpreis Inland € 10,– Jahresabonnement (10 Hefte) € 70,–
(alle Preise inkl. 10% MwSt.), Auslandsabonnements auf Anfrage, Bankver bindung: Erste Bank, BLZ: 20111, Konto: 291 2145 2900, IBAN: AT85 2011 1291 2145 2900,
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freigegebenes Fotomaterial. Impressum gemäß § 25 Mediengesetz unter www.baublatt.at abrufbar.
4 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
KRAFTVOLL. VIELSEITIG. KOMFORTABEL.
Dem Fahrer bietet der Cat Kompaktlader 226D3 der neuen Serie D3 eine geräumigere ROPS/FOPS-Kabine mit
verbreitertem Einstieg, großer Beinfreiheit durch mehr Platz zwischen der Joystickkonsole, Komfortsitz,
Seitenschiebefenster und optimaler Rundumsicht auch durch die serienmäßige Rückfahrkamera. Zwei
vorgesteuerte und damit sehr präzise Joysticks steuern Fahr- und Arbeitshydraulik, alle Bedienelemente
sind ergonomisch optimal angeordnet, das gesamte Cockpit orientiert sich an dem bekannt hohen Cat
Standard. Optional ist eine geschlossene Vollkabine verfügbar. Mit der Anbaugeräte-Erkennung und der
automatischen Einstellung der jeweils optimalen Hydraulikwerte überzeugt der neue Cat 226D3 durch hohe
Effizienz in Einsätzen mit oft wechselnden Anbaugeräten.
zeppelin-cat.at
INHALT
INHALT
MENSCHEN + SZENE
08 Aktuelles bei Volvo Fahrerclub, Kuhn,
Wacker Neuson Group, Quester,
Red Bull Erzbergrodeo, Leyrer + Graf,
Verband der Baustoffhändler Österreichs.
PROJEKTE + PLANUNG
12 Rückbau: Im Tiroler Kirchbichl setzte
die Firma Zöchling für den Abbruch des
Zementwerks massive Abbruchgeräte ein.
Unter anderem auch einen Sennebogen
Seilbagger mit Abrissbirne.
16 ÖBB: Anfang Juni erfolgte der erste
Durchschlag im Semmering-Basistunnel.
Er verbindet die beiden Bauabschnitte
Göstritz und Fröschnitzgraben.
Ende Mai informierte die IFAT in München
über aktuelle Lösungen für den nachhaltigen 70Umgang mit Ressourcen.
32
Foto: Messe München
44 Bauer: Die Schrobenhausener Tage 2022
standen unter dem Motto „B.sustainable:
Nachhaltigkeit im Spezialtiefbau“.
46 Tyrolit lanciert Handbetonschleifer
und Mauerschlitzfräse.
46 Rika Kompressoren: feiert das 20 Jahr
Jubiläum mit Umzug in neue Betriebsräume.
49 IBS: Gleichenfeier für die Erweiterung
der Österreich-Zentrale in Ardagger.
50 Kuhn: Das neue Kuhn-Servicewerk für
Palfinger- und Komatsu-Kunden in Traun
wurde am 10. Juni 2022 feierlich eröffnet.
52 AAB Eisterer: Mantovanibenne präsentierte
die extrem kraftvolle Eagle 3 Schrottschere.
53 Steelwrist: Der neue X02 Tiltrotator ist
für Bagger von 1,5 bis 2,5 t geeignet.
54 Wimmer: Die Firma Wimmer in Thalgau
entwickelte sehr erfolgreich eine eigene
Tunnelbagger Reihe und erweitert diese
mit dem Yellow Fox in der 20 t Klasse.
56 Brokk: Der Aquajet Vertriebspartner
war Ausrichter des World Tour Events.
58 Kohlschein: Abbruch-Profi Prajo‘s verstärkt
den Fuhrpark mit den zwei neuen Kobelco
Kraftpaketen SK260NLC und SK300NLC.
60 Adler: Mit der Kehrmaschine K 750 konnte
für den Bedarf der Gemeinde Reith die
optimale Lösung gefunden werden.
61 Kubota: Ein neues Telematiksystem
erhöht die Effizienz und Sicherheit.
62 Kemroc: Für die Sicherung einer Baugrube
mit einer Trägerbohlwand wurden mit einer
Fräsen-Rotator-Kombination die Grubenwände
präzise und sicher begradigt.
64 Rockster: In Paris bewährt sich ein R1000S
inklusive Siebsystem als All-In-One-Lösung.
65 Tadano: Felbermayr hat drei neue
Tadano AC 3.045-1 City geordert.
66 Fliegl: Das Bagger- und Transport-
Unternehmen Muckenhuber erweitert seine
Dienstleistungen durch eine Betontankstelle
im Gewerbepark Mauer/Wallern.
68 Kleemann: Die neue EVO2-Generation
sorgt mit ihren Überlastsystemen für mehr
Betriebssicherheit und punktet mit ihrem
effizienten Brecher-Direktantrieb.
70 Doppstadt | Fliegl | Frutiger | HKM | Kaeser
Kaiser | Kobelco | Komptech | KSB | Liebherr
Lindner | Mall | Max Wild | Meiller | Palfinger
Rädlinger | Rockster | Sennebogen | Tracto
Volvo Trucks | Zeppelin
78 Goldhofer: Ein MPA Satteltieflader
transportierte einen Bagger nach einem
Lawinenabgang auf die Marxtenalm.
92 Baublatt.Österreich Test:
VW Multivan Life Ehybrid
Subaru Outback 2.5I Premium
04 Editorial
MESSENACHLESE IFAT
FUHRPARK
STANDARDS
81 Service
Kurzurlaub von der Baustelle:
Plattform Schau-aufs-Land; Literatur
MERLO ROTO
MASCHINEN + TECHNIK
18 Ascendum: Im Steinbruch der Firma
Deisl Beton transportiert ein R100, der
derzeit größte starre Muldenkipper von
Volvo CE, das Material zur Brechanlage.
20 Doka: Beim Bau von drei Galerien in den
Tiroler Bergen kommt dem Schalwagen
SL-1 eine wichtige Rolle zu.
22 Zeppelin: Viele Besucher nutzten den Tag
der offenen Tür bei Zeppelin in Linz, um sich
über aktuelle Neuheiten zu informieren.
24 Rubble Master: Seit zwei Jahren optimiert
Josef Hamminger die Gewinnung historischer
Baustoffe mit seinem RM 70GO! 2.0.
26 Bulmor eröffnete ein neues Produktionsgebäude
mit hochmoderner Fertigung.
27 Bobcat: Mit dem neuen 8 t Modell E88
erweitert Bobcat seine R2-Serie.
28 Liebherr: Der gut besuchte Krantag
in Ansfelden informierte über aktuelle
Entwicklungen in Theorie und Praxis.
30 MWT: Das Pfreundt Web Portal informiert
auf einen Blick über alle Wiegedaten.
31 Rototilt präsentiert den RC9, einen
Schwenkrotator für Bagger bis 43 t.
32 Kuhn: Mit einem neuen PC1250-11 und
einem ebenfalls neuen WA800-8 vollzog
die VA Erzberg einen Generationenwechsel
bei den Komatsu Großgeräten.
36 Mecalac erweitert mit einer völlig neuen
Reihe von Schwenkladern sein Portfolio.
38 Liebherr stellte seinen neu entwickelten
Mehrschalengreifer GMM 505 vor.
40 Benninghoven: Vor dem Hintergrund von
Ressourcenschonung und Reduzierung des
Energieeinsatzes ist temperaturabgesenkter
Asphalt wieder in aller Munde.
41 Vialit feiert das 25 Jahr Jubiläum des
ersten Reaktiv-Asphaltprodukts auf
dem deutschsprachigen Markt.
42 SBM Mineral Processing setzt seit vier
Jahrzehnten auf den diesel-elektrischen
Antrieb bei Prall- und Backenbrechern.
54
DER DREHBARE
WOLKEN
KRATZER
BURGKIRCHEN 07724 2107 mauch.at
6 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2022 7
MENSCHEN + SZENE
MENSCHEN + SZENE
8
VOLVO-FAHRERCLUB
Bester Baumaschinenfahrer gekrönt
Nach zwei Jahren Pause hat Volvo Construction Equipment
am 4. Juni 2022 die erfahrensten 25 Fahrer aus Europa in
sein Customer Center in Eskilstuna, Schweden, zum Finale
des Fahrerclubs begrüßt. Die Teilnehmer aus 13 Ländern
nahmen an drei Vorrunden teil, um sich für das Halbfinale
und dann das Finale zu qualifizieren. Alle Disziplinen wurden
auf Zeit absolviert und mit Strafen für Fehler zeitlich aufgestockt.
Der 25-jährige Franzose Jonathan Legeard (Bild)
sicherte sich den ersten Platz auf dem Siegertreppchen,
Reijer van der Grift und Christ-Jan Jansen, beide aus den
Niederlanden, belegten die Plätze zwei und drei.
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KUHN
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JUNI 2022
M
WACKER NEUSON GROUP
it der Schaffung der
Position „Business
Development“ im Bereich
Baumaschinen legt die Firma
Kuhn ab sofort noch mehr
Augenmerk auf die Bereiche
Service und Dienstleistung. Mit
Ing. Matthias Auer hat man
einen Profi in der Branche
gefunden, der im Bereich Sales
und vor allem auch After Sales
viel Expertise mitbringt. „Es
geht um die Weiterentwicklung
des Kundendienstgeschäftes
und Servicegeschäftes, wir
wollen die Kundenzufriedenheit
auf ein neues Level heben“, sagt
Auer. Kuhn ist aktuell auch
Übernahme der Enar Group abgeschlossen
damit beschäftigt, noch mehr
Servicetechniker an Bord zu
holen. Der Bedarf der Kunden
ist jedenfalls da. „Wir werden
das Employer Branding
verstärken und einige Maßnahmen
setzen, um die verfügbaren
Talente am Markt in das
Unternehmen zu holen“, so
Auer, der hinzufügt: „Es gibt
aktuell viele Herausforderungen
wie die Digitalisierung oder
aber die Elektrifizierung der
Baumaschinen. Wir wollen neue
Produkte und noch flexiblere
Servicevereinbarungen
anbieten.“
www.kuhn-gruppe.com
Die Wacker Neuson Group hat mit den Mehrheitseigentümern der spanischen
Enarco S.A. eine Vereinbarung zur Übernahme von 100% der Enar Group geschlossen.
Mit dem Vollzug der Transaktion am 1. Juni 2022 ist Enar nun offiziell Teil der Wacker
Neuson Group. Markus Einsele, seit sieben Jahren bei Wacker Neuson im Bereich
Betontechnik tätig, und David Gascon, Geschäftsführer Enar, übernahmen zum
1. Juni 2022 die Geschäftsführung als neue Doppelspitze. Enar ist Hersteller leichter
Baugeräte und Spezialist für Betonverdichtung. Zum Produktportfolio gehören
neben einem breiten Angebot an Betoninnenrüttlern auch Vibrationsplatten,
Stampfer und handgeführte Walzen zur Erd- und Asphaltverdichtung. Durch die
Transaktion wird die Marktposition der Wacker Neuson Group insbesondere im
Bereich der Betontechnik weiter gestärkt und international ausgebaut. Die Wacker
Neuson Group wird Enar aufgrund seiner guten Marktposition und hohen
Kundenakzeptanz als eigenständige Marke führen.
www.wackerneusongroup.com
BAUBLATT.ÖSTERREICH
Foto: © Philip Platzer / Red Bull Content Pool
Foto: Christian Mikes/Quester
QUESTER
Branchentreff in Raasdorf
N
ach einer coronabedingten Pause fand am 10. Juni bereits zum
28. Mal das traditionelle Quester-Spargelfest statt. Rund 400
Gäste kamen nach Raasdorf und genossen die entspannte Atmosphäre.
Mag. Barbara Bernsteiner, die im Vorjahr die Geschäftsführung
bei Quester übernahm: „Es war schön, hier alle wieder persönlich
begrüßen zu dürfen. Das Spargelfest hat eine besondere Tradition
in der Branche und bietet die ideale Gelegenheit zum Austausch
abseits der täglichen Arbeitsroutine.“ 2022 wird sich Quester noch
stärker auf die Kernaufgabe als Großhändler fokussieren und daher
die Themen Verfügbarkeit, Logistik und Service (Beratung) in den
Mittelpunkt stellen. Ganz neu ist das Thema Baustahl: seit Jahresbeginn
betreibt Quester zwei Baustahl-Zentrallager. Mag. Bernsteiner:
„So können wir unsere Kunden direkt versorgen und stellen für sie
die Verfügbarkeit eines derzeit stark gefragten Materials sicher.“
www.quester.at
ERZBERGRODEO
Lettenbichler siegt am Erzberg
R
Quester Geschäftsführerin Mag. Barbara Bernsteiner (2.v.li.)
lud zum traditionellen Spargelfest.
und 40.000 begeisterte Fans erlebten nach zwei Jahren Pause
eines der härtesten Rennen aller Zeiten. Das Red Bull Erzbergrodeo
2022 brachte auch einige Neuerungen mit sich, denn das Gelände
hat sich durch den Tagbau teilweise massiv verändert. Der sogenannte
Gerichtsgraben ist nach Aufschüttungen nun bis zu 80 m
höher und die Badewanne darf nicht mehr befahren werden, da dort
ein Teich angelegt wurde. Weiters durften die Teilnehmer in diesem
Jahr auf dem gesamten Streckenverlauf keine Hilfe in Anspruch
nehmen. Auch gab es auf der knapp 35 km langen Rennstrecke keine
Tank- oder Lade-Punkte. Bei extremer Hitze und mit gleich drei
Schlüsselstellen – Carl‘s Dinner, Motorex Highway und Dynamite
– erreichten von 500 Startern nur acht Fahrer innerhalb des vier
Stunden-Limits das Ziel. Den Sieg beim Erzbergrodeo holte sich der
Deutsche Manuel Lettenbichler (KTM) vor dem
Spanier Mario Roman (Sherco) und dem
Kanadier Trystan Hart (KTM).
2015 hatte Lettenbichlers Vater
Andreas das Rennen für sich
entschieden – es ist damit
das erste Vater-Sohn-
Duo mit einer Sieger-
Trophäe.
www.redbullerzbergrodeo.com
Manuel Lettenbichler
auf dem Weg zum Erzberg-Triumph.
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Mit der neuen Weiterbildungsstätte
wird die
Ausbildung der 180
Leyrer + Graf Lehrlinge
an einem Ort zusammengeführt.
Lizenz zum
Bohren
LEYRER + GRAF
Ausbildungszentrum feierlich eröffnet
N
TERMINE
ach nicht einmal einem Jahr Bauzeit
erfolgte Ende Mai die feierliche
Eröffnung des neuen, rund 1.400 m²
großen Ausbildungszentrums der Unternehmensgruppe
Leyrer + Graf am
Standort in Horn. In diesem wird nun die
Ausbildung der 180 Leyrer + Graf Lehrlinge
an einem zentralen Ort zusammengeführt,
welche bislang aus Platzgründen
auf mehrere Standorte aufgeteilt war.
Nachdem die Lehre am Bau sowohl
inhaltlich als auch mit digitalen Lernmethoden
der modernen Berufswelt angepasst
wurde, ist es für das Unternehmen
nun umso wichtiger, die Lehrlinge in ihrer
Ausbildung schon sehr früh an neue und
moderne Arbeitsmethoden heranzuführen,
wie z.B. der digitalen Vermessung mit
Drohnen und elektronischem Daten-
Management. Darüber hinaus werden die
Lehrlinge mit Tablets ausgestattet und
lernen den Umgang mit 3D-Plänen über
große Bildschirme. Die neue Weiterbildungsstätte
dient jedoch auch der fachlichen
und persönlichen Weiterentwicklung
aller Mitarbeiter. Insgesamt wurden ca.
2 Mio. Euro in die neue Ausbildungsstätte
investiert.
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TBM-DiGs
23.-25.11.2022, Montanuniversität Leoben
www.tbmdigs.com
Foto: VBÖ/Wolfgang Stecher
VBÖ
Baumit erneut bester Lieferant
Von links: VBÖ-Präsident Ewald
Kronheim und Baumit Vertriebsleiter
Rudolf Ofenschiessl.
B
eim Galaabend des Verbands
der Baustoffhändler Österreichs
(VBÖ) in St. Pölten wurde Baumit
im Beisein zahlreicher Persönlichkeiten
aus Handel und Industrie
zum mittlerweile vierten Mal zum
besten Lieferanten in der Kategorie
Putze/Bindemittel gekürt. Dimensionen
wie Liefertermintreue oder
Warenverfügbarkeit zählen bei der
Auszeichnung zu den wichtigsten
Entscheidungskriterien. „Wir
wissen um die Wichtigkeit termingetreuer
Lieferung und Warenverfügbarkeit
und setzen alles daran,
dies sicherzustellen. Insofern freuen
wir uns heuer ganz besonders über
diese Auszeichnung. Unser flächendeckendes
Standort-, Liefer- und
Händlernetz stellt auch in Zukunft
sicher, dass man sich auf Baumit
verlassen kann“, so Mag. Georg
Bursik, Geschäftsführer der Baumit
GmbH.
www.baumit.com
10 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
PROJEKTE + PLANUNG
PROJEKTE + PLANUNG
Spektakuläre Einsatz-Bilder
massiver
Abbruchgeräte prägen
den Rückbau des
Zementwerks im
Tiroler Kirchbichl.
Durchgeführt werden
die Arbeiten am
derzeit größten Abbruchprojekt
Österreichs
von der Firma
Zöchling im Auftrag
der HTS GmbH.
Aufgrund der Höhe
der Silos unterstützte
neben Österreichs
größtem Abbruchbagger,
dem Liebherr
R960 demolition der
Firma Zöchling, für
ca. 3-4 Wochen auch
ein Sennebogen
Seilbagger mit Abrissbirne
den schwierigen
Rückbau.
ZÖCHLING
Zementwerk Kirchbichl: spezielles
Rückbaukonzept für Mega-Abbruch
or 150 Jahren wurde die Perlmooser
V AG als „AG der k. k. priv. hydr. Kalk-
und Portlandzementfabrik zu Perlmoos“ in
Kirchbichl gegründet. Das dort angesiedelte
Perlmooser Zementwerk stellte 1997
den Drehofenbetrieb ein und wurde zwei
Jahre später von der Firma Schretter &
Cie mit Hauptsitz in Vils im Außerfern
erworben. In den letzten zwanzig Jahren
wurde Kirchbichl als Zementmahlwerk
betrieben, bis sich Schretter & Cie
entschloss, die Zementherstellung in Vils
zu konzentrieren. In der Folge wurde das
Werksareal in Kirchbichl an die Balmung
Medical Handel GmbH veräußert. Diese
ist im Bereich Handel mit medizinischen
Produkten weltweit tätig und errichtet in
Kirchbichl nun ihren neuen Tiroler
Firmensitz mit dem Schwerpunkt Forschung
und Entwicklung, der 150 moderne
Arbeitsplätze schaffen soll.
Den Rückbau des Zementwerks hat die
Balmung Medical Handel GmbH an die
Firma HTS GmbH vergeben, welche alle
verwertbaren Teile ausbaut und der
Weiterverwendung zuführt. Alle Bauteile,
Für die drei ca. 60 m hohen Zementsilos
erwies sich ein Sennebogen 6130E-HD
Seilbagger mit 3,6 t schwerer Abrissbirne
am 65 m langen Ausleger als ideale
Lösung. Mit ihm wurden die Silos bis auf
eine Höhe von ca. 25 m rückgebaut,
den Rest erledigten die beiden
Longfront-Bagger.
die nicht mehr wiederverwendbar sind,
werden durch die Firma Zöchling im
Auftrag der HTS im Anschluss von
Schad- und Störstoffen entfrachtet und
danach maschinell rückgebaut. Das
mineralische Abbruchmaterial wird durch
die Firma Zöchling direkt vor Ort aufbereitet
und verbleibt im Eigentum des
Bauherrn. Nachfolgend ein Blick auf die
besonderen Herausforderungen des
Projekts.
DATEN & FAKTEN
Gesamtfläche Baustellenareal: ca. 50.000 m²
Umbauter Raum: ca. 215.000 m³
Produktion Betonrecyclingmaterial: ca. 100.000 t
Abbruchhöhe: bis 60 m
Bauzeit: 05/2021 bis 09/2022
Eines der wesentlichen Bestandselemente
bildete die Siloanlage 3, die aus drei
jeweils ca. 60 m hohen Zementsilos mit 15
m Durchmesser sowie einem angebauten
Förderturm bestand. Die von der Firma
Zöchling gewählte Rückbaumethode hat in
Österreich durchaus Seltenheitswert: Die
Silos wurden durch einen für diesen Zweck
angemieteten 140 t schweren Sennebogen
6130E-HD Seilbagger mit 3,6 t schwerer
Abrissbirne am 65 m langen Ausleger bis
auf eine Höhe von ca. 25 m rückgebaut,
den Rest erledigten die beiden Longfront-
Bagger. Der Abriss mittels Birne war
gegenüber einem Abtrag z.B. mit Abbruchroboter/Flugbagger
eine kostengünstige
und vor allem zeitsparende Variante. Ein
weiterer Vorteil: durch die gezielten
Schläge mit der Abrissbirne konnte der
Beton nahezu rückstandsfrei vom Bewehrungsstahl
getrennt werden – ein darauffolgendes
Pulverisieren war kaum mehr
notwendig. Für den An- und Abtransport
des Seilbaggers waren jeweils sechs
Lkw-Ladungen nötig, darunter auch
mehrere Schwertransporte. Der Auf- und
Abbau des Großgeräts dauerte jeweils
zwei Tage.
Fundament Siloanlage 3: Die 60 m hohe
Siloanlage 3 war naturgemäß massiv
fundiert. In diesem speziellen Fall wurde
unter den Silos ein ca. 50 x 25 m messender
Fundamentblock mit 5,5 m Stärke
vorgefunden. Zunächst wurde überlegt,
den massiven Betonblock durch Lockerungssprengungen
aufzubrechen und im
Anschluss mittels Baggern mit Hydraulikhämmern
abzutragen. Diese Vorgehens-
Das Team der Firma Zöchling in
Kirchbichl (von links): Ilija Cvitic
(Maschinist Liebherr L566), Zlate
Mitovski (Helfer), Henryk Babij
(Helfer), Emir Mahmutovic (Maschinist
Brecher, Liebherr R926),
Bayram Aktas (Maschinist Cat 336E),
Adis Preljevic (Polier), Mehmet Keskin
(Maschinist Komatsu HB365),
Ing. Fritz Hanisch (Bauleiter),
Helmut Föll (Maschinist Komatsu
PC490) und Reinhard Hasler
(Maschinist Liebherr R960). Nicht
auf dem Bild: Manuel Nussbaumer
(Maschinist Liebherr R954C).
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12 BAUBLATT.ÖSTERREICH
BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2022 13
PROJEKTE + PLANUNG
PROJEKTE + PLANUNG
Dem massiven Fundament geht es an den Kragen: der Liebherr
R960 demolition mit Terminator DX1800 Freifallhammer und ein
Komatsu PC490LC-11 mit Rammer 5011E Hydraulikhammer beim
Fundamentabbruch der Siloanlage 3.
Der Liebherr R960 demolition mit 36,5 m
Longfront-Ausrüstung beim
Betonabbruch der Siloanlage 1.
Das mineralische Abbruchmaterial wird durch die Firma Zöchling
direkt vor Ort aufbereitet. Im Bild ein Liebherr R926 mit dem
raupenmobilen SBM Prallbrecher Remax.
Als Trägergeräte fungierten die beiden
großen Liebherr-Bagger R954C VH-HD
und R960 demolition. Die Sekundärzerkleinerung
übernahmen dann ebenfalls
die beiden Liebherr-Bagger sowie ein
Komatsu PC490LC-11, jeweils ausgestattet
mit Rammer 5011E Hydraulikhämmern.
Hinzu kam noch, dass eine Hochspannungs-Leitung
der TiNetz direkt
neben dem Fundament verlegt war, welche
im Zuge des Fundamentabbruchs gesichert
werden musste. Das gesamte
Fundament konnte trotz aller Widrigkeiten
in ca. 2,5 Monaten Bauzeit abgebrochen
und aufbereitet werden.
Nicht zuletzt führt mitten durch das ehemalige
Zementwerk die Hauptstrecke der ÖBB.
Die beiden Hälften des Betriebsgeländes
sind lediglich durch zwei Förderbrücken
sowie drei Unterführungen verbunden, die
nicht mit Großgeräten befahrbar sind.
Somit musste der komplette Bauablauf in
zwei Bauphasen unterteilt werden. Außerdem
war der Abbruch der an die Förderbrücken
angebauten Objekte mit erhöhter
Vorsicht durchzuführen, da die Gleissperre
zur endgültigen Demontage der Brücken
erst gegen Bauende stattfindet. Weiters
musste für den Abbruch der beiden
Bahnverladestationen jeweils eine Gleissperre
der Hauptstrecke inklusive Oberleitungs-Abschaltung
eingerichtet werden. Die
maximal durch die ÖBB zur Verfügung
gestellte Dauer betrug jeweils nur 15 min.
Dank der minutiösen Planung konnte die
Firma Zöchling beide Verladestationen in
der ersten Gleissperre nahezu vollständig
rückbauen. Die Arbeiten befinden sich in
Plan und werden voraussichtlich wie
geplant im September 2022 abgeschlossen
sein.
www.zoechling.at
weise wurde aber aufgrund der engmaschigen
Bewehrungslagen der Fundierung
wieder verworfen, welche für das Bohren
der Sprenglöcher eine erhebliche
Erschwernis gewesen wären. Alternativ
wurde zum Aufbrechen ein 12 t schwerer
Freifallhammer Terminator DX1800
eingesetzt, welcher durch Heben und
Fallenlassen eines ca. 6 t schweren
Gewichts aus 7 m Höhe direkt auf den
Meißel den Beton zertrümmerte.
EINGESETZTE GROSSGERÄTE
Hydraulikbagger Liebherr R926
Hydraulikbagger Cat 336E-L Hybrid
Hydraulikbagger Komatsu HB365LC-3 Hybrid
Hydraulikbagger Komatsu PC490LC-11
Longfront-Bagger Liebherr R954C VH-HD
Longfront-Bagger Liebherr R960 demolition
(größter Abbruchbagger Österreichs)
Seilbagger Sennebogen 6130E-HD
Radlader Liebherr L566
Mobiler Prallbrecher SBM Remax
Teamwork unter Zeitdruck: Liebherr R954C VH-HD mit 28 m Longfront-Ausrüstung und
Italmek IC23 Schrottschere, Liebherr R960 demolition mit Tieflöffel-Ausrüstung und
Italmek IC54 Schrottschere sowie Liebherr R926 mit Caterpillar S325B Schrottschere beim
Abriss der Stahlkonstruktion der Bahnverladestation 2 während einer Gleissperre.
14 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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PROJEKTE + PLANUNG
ÖBB
Erster Durchschlag im Semmering-Basistunnel
Kaum ein Moment ist im Tunnelbau wichtiger als der Durchschlag. Beim Semmering-
Basistunnel ist der erste Durchschlag Anfang Juni gelungen. Er verbindet die beiden
Bauabschnitte Göstritz und Fröschnitzgraben.
E
ine ganz besondere Situation ergibt
sich in Göstritz, weil die Mineure auf
die im Abschnitt Fröschnitzgraben noch
im Tunnel befindliche Tunnelbohrmaschine
„Carl“ getroffen sind. Diese wird
derzeit Stück für Stück abgebaut, wobei
der vordere Teil, der Bohrkopf, zuletzt
zerlegt wird. Ein schmaler „Durchgang“ im
Schneidrad ermöglichte dennoch, dass
Mineure der beiden Bauabschnitte sich
erstmals im Tunnel treffen konnten, ein
Erfolg harter jahrelanger Arbeit.
Projektleiter Gerhard Gobiet: „Ein
herzlicher Glückwunsch an die ausführenden
Firmen und ganz besonders an die
Mineure. Rund sieben Jahre nach Beginn
der Arbeiten im Abschnitt Gloggnitz ist ein
erster großer Meilenstein auf dem Weg zur
Fertigstellung des Semmering-Basistunnels
gelungen. Für uns alle am Bau
Beteiligten ist das ein ganz besonderer
Moment. Die erste Verbindung von zwei
Abschnitten ist erfolgt und mehr als 24 km
des Tunnels sind geschafft. Es ist ein Tag
der Freude, viel harte Arbeit liegt aber
noch vor uns.“
Die Bauarbeiten im Abschnitt Göstritz
gehen sehr gut voran, in der fertiggestellten
Röhre wurden 1.578 m vorgetrieben. In
der zweiten Röhre Richtung Fröschnitzgraben
sind nur noch weniger als 400 m bis
zum zweiten Durchschlag zurückzulegen.
Richtung Gloggnitz sind noch rund 300 m
zu graben. Im Bereich Gloggnitz sind nach
den umfangreichen Sondermaßnahmen
kürzlich wieder Vortriebsarbeiten aufgenommen
worden, aufgrund der äußerst
schwierigen Geologie in diesem Abschnitt
sind noch rund 900 m zurückzulegen.
Mehr als 24 km der insgesamt 27,3 km
des zweiröhrigen Tunnels sind bereits
gegraben. Der Tunnel wird von fünf Stellen
und insgesamt 14 Vortrieben aus gleichzeitig
gebaut, fünf der 14 Vortriebe (vier im
Fröschnitzgraben, einer aktuell in Göstritz)
sind bereits abgeschlossen. 2020 begann
auch der „Innenausbau“ der Tunnelröhren.
Dabei wird der Tunnel mit einer Betoninnenschale
ausgekleidet, rund 7 km sind
bislang gebaut. Nach Fertigstellung der
Innenschale erfolgt als letzter Schritt noch
die bahntechnische Tunnelausrüstung
(Gleise, Leitungen, technische Anlagen),
bevor letztendlich die Züge durch den
Tunnel fahren können.
Koralmtunnel im Rohbau fertig
Ende Mai konnten die letzten Rohbauarbeiten
im Koralmtunnel auf Kärntner Seite
erfolgreich abgeschlossen werden. Der 33
km lange Koralmtunnel befindet sich nun zu
100% in technischer Ausstattung. Auf
steirischer Seite des Koralmtunnels werden
bereits seit vergangenem Jahr Gleise
verlegt. Ab Spätsommer werden dann auf
Kärntner Seite die ersten Gleistragplatten
verlegt. Jede einzelne ist mehr als 5 m lang,
bis zu 2,1 m breit und wiegt mehr als 5 t.
Darauf werden die 120 m langen Schienenstücke
befestigt. Ab Frühjahr 2023 soll der
gesamte Koralmtunnel mit Schienen
ausgestattet sein. Danach geht es weiter mit
einer ganzen Reihe moderner Anlagen – für
den Erschütterungsschutz, den Lärmschutz,
der Tunnelsicherheit, die Kommunikationseinrichtungen,
die Signalisierung, elektronische
Stellwerke und Technikgebäude.
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Göstritz trifft Fröschnitzgraben im Berg: Beim Semmering-Basistunnel
ist die erste Verbindung zwischen zwei Bauabschnitten hergestellt.
Fast 90% des Tunnels sind gegraben.
Fotos: © ÖBB/Ebner
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JUNI 2022
BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Ein fast neuwertiger R100,
der derzeit größte starre
Muldenkipper von Volvo
Construction Equipment,
fand über das Ascendum
Netzwerk seinen Weg von
einer 3.000 km entfernten
Kupfermine am schwedischen
Polarkreis zur Firma
Deisl Beton GmbH. Dort
transportiert der Hinterkipper
mit einem Muldenvolumen
von 60,4 m³ ab
sofort im Steinbruch Sulzau
in Tenneck gelockertes
Gestein zur stationären
Brechanlage.
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ASCENDUM
Österreich-Premiere für den starren
Muldenkipper Volvo R100 bei Deisl Beton
D
er 70 t Muldenkipper R100 kann rund
95 t Gestein in nur einer Ladung
transportieren. Er ist geschaffen für den
Dauer-Einsatz und ermöglicht ein
rasches Erreichen der Produktionsziele.
„Das Besondere an der Maschine ist vor
allem, dass die Kosten pro transportierte
Tonne im Vergleich zur Vorgängermaschine
maßgebend gesenkt werden“, so
Christopher Deisl, Geschäftsführer der
Deisl Beton GmbH. Der große Vorteil des
gebrauchten R100 ist die Vollausstattung
mit verstärktem Muldenkörper, einer 360°
Kamera und einem verstärkten Getriebe.
Außerdem sorgt der enge Wendekreis des
starren Muldenkippers mit nur 13 m für
eine gute Manövrierfähigkeit.
Für die Ascendum Baumaschinen
Österreich GmbH ist der Verkauf des R100
kein alltägliches Geschäft: Die Maschine
Übergabe des starren
Muldenkippers R100
(unten, von links):
Christopher und Clemens
Deisl (GF Deisl Beton
GmbH) und Martin
Hubmayer (Bereichsleiter
Gebrauchtmaschinen
Ascendum). Oben (von
links): Ines Reizele
(Verkaufsadministration
Ascendum), Lukas
Exenberger (Vertriebsrepräsentant
Ascendum),
Martin Wörndle
(Produktspezialist
Ascendum), Nina Lindner
(Marketingmanager
Ascendum) und Rupert
Wieland (Chauffeur
Deisl Beton GmbH).
hat eine weite Reise hinter sich und ist die
erste starre Mulde ihrer Art in Kontinental-Europa.
Der R100 war zuletzt in der
größten europäischen Kupfermine in Aitik
in Nordschweden im Einsatz. Die Baumaschine
wurde für den Transport zerlegt
und schließlich auf drei Lkw aufgeteilt.
Der Schwertransport von Schweden nach
Österreich war eine Herausforderung. Die
Überführung erfolgte zuerst 1.000 km
über den Schiffweg mit einem Eisbrecher
über die Ostsee, danach über den Landweg
2.000 km durch Deutschland und schließlich
nach Österreich. Nach zehn Tagen
erreichte der Volvo R100 mit Polizeibegleitung
unbeschadet und sicher sein Ziel im
Steinbruch Sulzau.
Begonnen hat das Vorzeigeprojekt mit
der Kundenanfrage von Christopher Deisl,
der sich Lukas Exenberger, Vertriebsrepräsentant
bei Ascendum, gewidmet hat:
„Meine Aufgabe in dem Projekt ist im
Vorfeld dem Kunden eine Entscheidungsgrundlage
zu liefern und eine bestmögliche
Beratung zu leisten. Nach der Beauftragung
ist es meine Verantwortung, eine
ordentliche Lieferung und Übergabe zu
organisieren.“ Dank dem umfassenden
Netzwerk von Ascendum fand die perfekt
passende Gebrauchtmaschine zum
richtigen Kunden. „Durch den kontinuierlichen
und jahrelangen Aufbau von
ausgezeichneten Verbindungen zu beinahe
Fotos: Alexandra Großbointner
allen globalen Volvo-Vertragshändlern war es
uns möglich, diesen gebrauchten, aber
beinahe neuwertigen Muldenkipper in relativ
kurzer Zeit aufzuspüren“, so Martin Hubmayer,
Bereichsleiter Gebrauchtmaschinen
bei Ascendum. Ein Zusammenspiel aus
präziser Information im Vorfeld und logistischer
Unterstützung bei der Abwicklung
ermöglichten den reibungslosen Ablauf des
Projekts.
Von links: Stefan Lind
(Volvo CE Business
Director Continental
Europe), Kurt
Steinkogler (Ascendum
Sales Director),
Lukas Exenberger
(Ascendum Vertriebsrepräsentant)
und
Magnus Ellneskog
(Volvo CE Service
Sales Manager).
Bonus: Volvo Approved Used
Garantie und Top Kundendienst
Für Christopher Deisl ist der R100 keine
Anschaffung, die er alle paar Jahre macht:
„Die Robustheit der Maschine in Kombination
mit soliden Motoren und Getriebetechnik
lässt auf eine lange Lebensdauer schließen.“
Der kraftvolle R100 liefert eine überragende
Performance. Mit der Entscheidung des
Unternehmers für die Volvo Approved Used
Garantie gewährleistet Ascendum eine gut
servicierte Gebrauchtmaschine, die in einem
ausgezeichneten Zustand ist. Die im Vorfeld
durchgeführte ausführliche Inspektion für die
Zusatzgarantie umfasst 150 verschiedene
Kontrollpunkte. Maschinenteile, die zu mehr
als 50% verschlissen sind, werden ausgetauscht,
um den Garantiekriterien zu
entsprechen. Durch die zusätzliche Garantie,
die beim R100 für zwei Jahre beziehungsweise
3.000 Betriebsstunden gültig ist,
entspricht die Gebrauchtmaschine den
höchsten Standards.
Die Serviceleistung von Ascendum
garantiert die Lieferung einer perfekt
gewarteten Maschine und eine umfassende
technische Betreuung durch die kompetenten
Servicetechniker von Ascendum ab Inbetriebnahme
der Maschine. „Der Kundendienst
direkt vor Ort ist ein wichtiges Kaufargument“,
so Deisl. Der Unternehmer zeigt sich
besonders glücklich über seine neueste
Investition: „Der R100 ist ein Schlüsselgerät
für uns, das eine besonders hohe Produktivität
hat. Die technische Betreuung durch den
Kundendienst von Ascendum und die
bewährte Marke Volvo sind hier absolut
zielführend.“ Eine beinahe neuwertige
Mega-Maschine, ein zufriedener Kunde und
ein reibungsloser Ablauf sind das Ergebnis
des Projektes „R100“. Lukas Exenberger und
Martin Hubmayer sind sich einig: „Vor allem
die perfekte Zusammenarbeit aller Beteiligten
hat zum Erfolg des Projekts geführt.“
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Leistungsträger
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18 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2022 19
MASCHINEN + TECHNIK
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DOKA
Galerien zum Schutz vor Naturgewalten
Drei verschiedene Projekte, ein Lösungsprinzip: In den Tiroler Bergen sorgt der Doka
Schalwagen SL1 dafür, dass Autofahrer sicher durch unberechenbares Gelände kommen.
I
m Norden und Osten Tirols entstehen
derzeit die Einhausungen L25 Defereggentalstraße
Moos und Mellitzgrabengalerie,
A12 Galerie Imst sowie Schlossgalerie
Landeck. Sie schützen den Verkehr in
unwegsamem Gelände vor Lawinenabgängen,
Felsschlag oder Muren. So verschieden
die Galerien sein mögen, im Mittelpunkt
steht stets die schaltechnische
Allzweckwaffe, das Traggerüst SL1. Von
der Zentrale in Amstetten geplant und
vorkonfiguriert, von der Niederlassung
Inzing betreut und mit richtmeisterlicher
Unterstützung vor Ort auf die Schiene
Das Land Tirol errichtet zwischen Landeck Süd und Fließ zum Schutz vor Steinschlag
die 772 m lange Schlossgalerie, die im Herbst 2022 fertig sein soll.
Das Kraftpaket SL1 ist bei der Galerie Imst als Bewehrungs, Schalwagen
und Außenschalung im Einsatz.
gebracht, tun die vollhydraulischen
Spezialaufbauten ihren Dienst. Allein oder
im Duett, wie im Defereggen, wenn auf
Lücke betoniert wird, also zwei Schalwagen
sich die Takte teilen. Aus zeitlichen
Gründen, erzählt Florian Lasshofer,
Technischer Leiter Tirol und Vorarlberg,
da Angebotsphase und Einsatz nur vier
Wochen trennten.
Bei der Galerie Imst auf der Inntalautobahn
A12 haben es die Doka Ingenieure
und Techniker mit einer Sanierung zu tun.
Die Asfinag spendiert der in die Jahre
gekommenen Hülle eine stabilere. Sie
dockt als Tunnel im Tunnel von innen an
den Bestand an, was den Vorteil hat, dass
der alte Betonkragen nicht abgebrochen
und entsorgt werden muss. Die ausführende
Baufirma kann sich voll auf den
Schalungsakt einlassen. Die offene
Galerieseite, wie üblich nur mit Stützpfeilern
bewehrt, wird im Zuge der Bauarbeiten
komplett geschlossen, es entsteht in
Fahrtrichtung Arlberg ein veritabler
Tunnel. Im Auftrag der Strabag rückt die
Doka der 400 m langen Schutzröhre mit
zwei SL1 Schalwagen zu Leibe: einmal,
um die Tunnelschale innen herstellen zu
können, zum anderen mit einem selbstfahrenden
Spezialgerüst im Außendienst, das
wegen der beengten Stellfläche – keine
vier Meter weiter rollt der Verkehr nach
Begrenz – quasi auf Bonsaigröße zurechtgestutzt
ist. Freilich fähig, Betonlasten
abzutragen und sich hydraulisch fortzubewegen,
wie sein Pendant im Innendienst.
Am dritten Schauplatz, der Schlossgalerie
zwischen Fließ und Landeck, führt der
Weg durch schroffes Gelände – eingeengt
von Berg und Inn. Hier waren zunächst
stabilisierende Eingriffe nötig: Stützpfeiler
im Untergrund und eine Hangbrücke, um
die Straße vom Berg abzurücken. Nachdem
die Grundfesten standen, hat einmal
mehr das Traggerüst SL1 das Kommando
übernommen: ein stattliches Traggerüst
mit Querträgern und abgewinkelten
Streben, wo Decke und Seitenwände sich
begegnen, mit H20 Trägern und einer Top
50 Trägerschalung. Und weil jede Stunde
zählt, hilft das Betonmonitoring Concremote
Zeit zu sparen, indem es konkrete
Aussagen zur Frühfestigkeitsentwicklung
des Betons und somit zum idealen
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20 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Tag der offenen Tür am
20. und 21. Mai in der
Zeppelin Österreich Niederlassung
in St. Florian: so viele
Maschinen gab es noch nie bei
einer Hausmesse von Zeppelin
Österreich.
Anbaugeräte der Firma Winkelbauer waren an mehreren Cat Geräten zu sehen. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt. Photovoltaik von Zeppelin Power Systems.
Lösungen für exakten
Erdbau: Johann Bosch
(GF Sitech Austria,
links) und Christoph
Ohnmacht bieten dafür
ein optimales Paket.
Ing. Karl Hasenöhrl,
GF Ing. Klaus Heller
und Christoph
Ohnmacht.
Christoph Ohnmacht (Leiter der Niederlassung
Linz, Zeppelin Österreich)
begrüßt Dr. Karl Steinmayr (GF Habau).
Andreas Kolbinger demonstriert die
praxisgerechten Akku Lösungen der
Elektro-Geräte von Weber MT.
Erdbau-Profi Manfred Schrefler (links) stellte
mehrere Geräte zur Verfügung.
Christian Reif
(Zeppelin Österreich,
Niederlassung Linz)
mit BM Ing. Karl
Fürholzer und Ing. Karl
Fürholzer jun.
ZEPPELIN ÖSTERREICH
Viele Neuheiten für viele Besucher:
Tag der offenen Tür bei Zeppelin in Linz
Zahlreiche Gäste konnte das Team der Zeppelin Österreich Niederlassung in St. Florian zum
Tag der offenen Tür begrüßen. Vom Familienbetrieb bis zum Baukonzern nutzten Kunden,
Partner und Freunde die Gelegenheit, um sich abseits des hektischen Alltags über den
modernen Standort und die Neuheiten in den verschiedenen Bereichen zu informieren.
D
en Schwerpunkt der attraktiven
Leistungsschau bildete eine Vielzahl
an Baumaschinen von Caterpillar in der
Next Generation Ausführung mit alternativen
Antriebssystemen und Cat 3D-Technologie.
Power Systems zeigte die neuesten
Caterpillar Industriemotoren der Abgasstufe
EU5 und die leisen, sparsamen
Stromerzeuger. Erstmalig wurden auch die
Caterpillar Lösungen im Bereich Photovoltaik
(B2B) vorgestellt, wo ein Rundumpaket
von der Planung bis zur Montage
angeboten wird. Weitere Highlights waren
die Neuerungen bei den Dumpern von
Thwaites, den Verdichtern von Weber MT,
eine großzügige Gebrauchtmaschinenschau
und die Produktpräsentation vom
Mietservice- sowie Baulogistik-Anbieter
Zeppelin Rental.
Mit Spannung verfolgt wurde der
Wettbewerb der Fahrermeisterschaft. In
Linz hatten Baumaschinenfahrer aus ganz
Österreich die Möglichkeit, an der lokalen
Ausscheidung für die Global Operator
Challenge von Caterpillar teilzunehmen.
Den 1. Platz sicherte sich Stefan Altmann,
der nun sein Können im Rahmen der
Europameisterschaft in Malaga unter
Beweis stellen wird. Auf den Plätzen
landeten Konrad Herndler (2. Platz) und
Leopold Rhis (3. Platz). Das Finale findet
Fahrer-Challenge
(von links): Richard Vogel
(Fahrerclub), Sophia Feher
(Leitung Marketing,
Zeppelin Österreich),
Konrad Herndler (2. Platz,
Baumaschinenfahrer),
Stefan Becker-Sippel (Vorführfahrer)
und
Niederlassungsleiter
Christoph Ohnmacht.
auf der Conexpo/Con-AGG 2023 in
Las Vegas statt.
Christoph Ohnmacht, Leiter der
Niederlassung Linz von Zeppelin Österreich,
zeigt sich mehr als zufrieden: „Unser
neuer Standort bietet ausgezeichnete
Rahmenbedingungen für die Betreuung
der Wünsche unserer Kunden. Wir freuen
uns sehr, dass wir zu unserem Tag der
offenen Tür so viele interessierte Gäste
Michael Perwein (GF
Baumaschinentechnik,
rechts) und Harald
Semerad (Zeppelin
Österreich, Leiter der
Niederlassung Wien).
begrüßen konnten. Im Rahmen der
Leistungsschau war es uns wichtig, alle
Bereiche und Neuheiten attraktiv zu
präsentieren – allen voran natürlich die
neuesten Geräte der Next Generation von
Caterpillar. Vielen Dank auch an alle
Kunden, die bereit waren am Tag der
offenen Tür mitzuwirken und Maschinen
gezeigt haben.“
www.zeppelin-cat.at
22 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2022 23
Hier geht’s
zum Video:
Groß, größer
RUBBLE MASTER
Hamminger: mehr Flexibilität und
Termintreue mit eigenem Brecher
Josef Hammingers Kerngeschäft sind historische Baustoffe. Er trägt jährlich rund 200
alte Bauernhöfe ab und bereitet den Bauschutt auf. Für mehr Flexibilität und weniger
Stress in der Terminplanung hat er sich nun einen eigenen RM Brecher gekauft.
J
osef Hamminger ist in ganz Österreich
und Bayern mit seinem RM 70GO! 2.0
unterwegs. Der Innviertler, der mit seinem
Unternehmen derzeit ca. 30 Mitarbeiter
beschäftigt, trägt sowohl in engen Innenstädten
als auch in den Bergen Bauernhöfe
und andere alte Gebäude ab. Beim
Arbeiten mit einem Brecher nennt
Hamminger dabei die „Bierkiste“ als Maß
aller Dinge: „Wir schauen auf unsere
Geräte. Bei einem Brecher ist es ganz
wichtig, das Rohmaterial gut vorzubereiten.
Da dürfen keine zu großen Brocken
dabei sein, sonst hat man Stopfer und
alles steht. Die Betonbrocken sollen nicht
größer als eine Bierkiste sein, dann kann
man auch dementsprechend viel Material
aufgeben. Wir beschicken manchmal sogar
mit zwei Baggern, weil das der Brecher
schafft.“
Altholz und Eisen sortieren seine
Mitarbeiter aus. Bauschutt und Beton
wird vorab mit Bagger und Meißel
zerkleinert und dann zu einem Haufen
aufgeschüttet. „Wenn man das macht, hat
man einen hohen Durchsatz und viel
weniger Verschleiß. Dann halten die
Schlagleisten siebenmal so lange“,
schildert Hamminger seine Erfahrungen.
All das klingt nach jahrelanger Erfahrung,
doch der Unternehmer hat den RM 70GO!
2.0 erst seit zwei Jahren in Betrieb.
Vor dem eigenen Brecher hat Hamminger
mit Brechlöffeln am Bagger experimentiert
und mobile Brecher angemietet.
„Meine Kunden wollen ein Gesamtpaket.
Es reicht nicht, dass ich nur das Altholz
hole. Sie wollen Abriss und Recycling aus
einer Hand. Viele können das aufbereitete
Material direkt vor Ort wiederverwenden.
Früher musste ich oft viel telefonieren, um
dann zur richtigen Zeit einen Brecher zur
Verfügung zu haben. Wenn man sich auf
eine andere Firma verlassen muss, kann
es immer sein, dass es zu Verschiebungen
und Wartezeiten kommt. Darum habe ich
2020 den RM 70GO! 2.0 gekauft. Mit
meinem eigenen Brecher habe ich jetzt ein
viel ruhigeres Leben und kann besser
planen. Da weiß ich, wann meine Baustellen
fertig werden“, erzählt Josef Hamminger,
dem Termintreue wichtig ist. So kann
Josef Hamminger mit seinem
Sohn Alexander.
Seit zwei Jahren optimiert Josef Hamminger die Gewinnung und
den Vertrieb historischer Baustoffe mit seinem RM 70GO! 2.0.
er seinen Kunden verlässlich ein
Gesamtangebot für den Abriss und die
Aufbereitung der Baurestmassen bieten.
Der eigene Prallbrecher macht Hamminger
aber nicht nur flexibel und erspart
ihm Stress, er senkt auch seine internen
Kosten: „Für die angemieteten Brecher
mussten wir im Jahr bis zu 60.000 Euro
aufwenden“, erklärt der Unternehmer. Die
Anschaffungskosten und den Einsatz
seines RM 70GO! 2.0 hat er mit 400 h pro
Jahr auf fünf Jahre kalkuliert. „Früher
haben wir ca. 350 bis 400 h Brecher
angemietet. Jetzt fahren wir sogar 400 bis
500 Stunden im Jahr. Da optimieren wir
mit unserem eigenen Brecher die internen
Kosten“, betont Hamminger.
Ist man auf das Mieten von Brechern
angewiesen, weiß man nie so genau wie
groß und schwer die verfügbaren Maschinen
sein werden. „Teilweise haben wir
Baustellen, wo nur 4050 m³ zu brechen
sind. Das geht nur mit so einem flexiblen
Brecher wie meinem RM 70GO! 2.0. Der
ist schnell auf dem Tieflader verladen und
auch schnell einsatzbereit. Mit seinen
knapp 20 t verursacht er außerdem kaum
Flurschäden, ich kann mit ihm auf die
Berge hinauffahren oder in Innenstädten
arbeiten. Er arbeitet sehr leise und hat
trotz seiner kompakten Größe einen super
Durchsatz“, so Hamminger.
www.hamminger.at
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24 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Mammut SG 5.0
Universal-Greifer für Abbruch, Sortier- und
Steinlegearbeiten Schraubbares Wendemesser serienmäßig
Integrierte Haltevorrichtung auch bei abgestelltem Motor
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MASCHINEN + TECHNIK
Von links: Dr. Kurt
Punzenberger (AK),
Ing. Mag. Kreisl (Bezirkshauptmann),
Anton
Froschauer (Bgmstr. und
Landtagsabgeordneter),
Dr. HaindlGrutsch (IV OÖ),
Gerhard Wierer (GF
Bulmor) und Thomas
Jakowiak (GF Bulmor).
BULMOR
Elektrisierende Zukunftsvisionen
Seit den 1980er Jahren produziert Bulmor industries Seitenstapler in
Oberösterreich. Ende April erfolgte die feierliche Eröffnung des neuen
Produktionsgebäudes mit hochmodernen Fertigungsmethoden.
M
Umweltfreundliche
Elektroantriebe kann
Bulmor mittlerweile
auch bei den HeavyLine
Seitenstaplern realisieren.
it seinen robusten Seitenstaplern,
wendigen Mehrwegestaplern und
sogenannten Ambuliften für Flughäfen
hat sich Bulmor weltweit den Ruf eines
Premiumherstellers erworben. Geschäftsführer
Thomas Jakowiak: „Wir haben 125
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am
Standort Perg, den wir in den letzten
Jahren umfassend modernisiert haben.
Mit dem neuen Produktionsgebäude und
unserer ´State of the Art`Produktion sind
wir für die Zukunft bestens aufgestellt.“
Checklisten und ständige Kontrollen
sind während des gesamten Fertigungsablaufes
obligat: „Einer unserer Standplätze
ist für die Qualitätssicherung reserviert.
Der Mitarbeiter der Qualitätssicherung
macht hier den final quality check, prüft
alle Funktionen und Schlüsselfaktoren.
Nach seiner Freigabe bekommt das Gerät
dann eine Qualitätsplakette und ist somit
bereit zur Auslieferung“, betont Geschäftsführer
Gerhard Wierer.
Was die Zukunft bringe? Thomas
Jakowiak ist überzeugt, „dass der Markt
neben dem klassischen dieselbetriebenen
Gerät in Zukunft die konsequente Umstellung
auf wirtschaftliche und umweltfreundliche
Antriebe fordert. Wir haben
mit dem EAntrieb bereits lange Erfahrung
und elektrifizieren diese als Einziger
am Markt nun sogar bis in die 12 t
Klasse.“ Dabei nimmt Bulmor besonders
bei schweren Heavy Line Geräten eine
Vorreiterrolle ein: der Prototyp des
ElektroSideBull für das PRMBoarding
auf Flughäfen ist bereits im Einsatz und
der erste elektrisch betriebene Seitenstapler
in der 12 t Klasse befindet sich gerade
in der Produktionshalle. „Wir sind nun
Die moderne Produktionsstätte von Bulmor soll die künftige Transformation
zur EMobilität im Schwerlastbereich sichern.
dabei, konsequent die gesamte Produktpalette
auf umweltfreundliche Elektroantriebe
umzustellen und stellen uns in
weiterer Folge auch der Entwicklung
anderer umweltfreundlicher Antriebe.“
Neben den technischen Aspekten setzt
der Geschäftsführer auch im internationalen
Vertrieb Schwerpunkte: „Die Lösungen
unserer Kunden werden immer individueller
und lösungsorientierter. Dazu ist es
notwendig noch näher beim Kunden zu
sein, um seine Anforderungen genau zu
kennen. Wenn man in die Zukunft schaut,
werden der Ausbau des Key Account
Managements und internationale Vertriebs
und Serviceniederlassungen
notwendiger denn je. In diese Richtung
werden wir uns als Bulmor weiterentwickeln
und uns diesen Themen stellen.“
www.bulmor.com
26 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: Bulmor; Gerald Halbartschlager; Robert Kittel
BOBCAT
Bobcat E88: neuer 8 t Bagger der R2-Serie
Mit der Einführung des neuen 8 t Modells E88 erweitert Bobcat
seine R2Serie von Minibaggern.
D
Lowatschek & Regner KG
Ihr Profi im grabenlosen Bauen!
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er E88 bietet neue Funktionen und
Optionen wie eine optionale vierte
Aux4ZusatzhydraulikKippkupplungsleitung,
eine serienmäßige, fünfte Aux5
Hydraulikkupplungsleitung und einen
längeren Unterwagen. Die für Bobcat
typische Produktivität geht einher mit
einer reibungslosen Steuerbarkeit dank
leichtgängiger Joysticks und intuitivem
5 oder 7ZollDisplay, erstklassiger
Sicht und außergewöhnlicher Transportfähigkeit
für seine Gewichtsklasse.
Große, leicht zu öffnende Abdeckungen
ermöglichen einen bequemen Zugang
auf Bodenhöhe zu allen Servicepunkten
für Wartungsarbeiten. Zur Erfüllung
der Abgasnorm EU Stufe V kommt
beim bewährten D24 StageV4ZylinderMotor
von Bobcat ein Dieseloxidationskatalysator
(DOC) und ein Dieselpartikelfilter
(DPF) zum Einsatz, der
die selektive katalytische Reduktion
ersetzt und so für ein Maximum an
Zuverlässigkeit, Effizienz und Umweltschutz
sorgt.
Die großräumige Kabine mit viel
Kopf und Beinfreiheit behält die
bewährte Kabinenbauweise des E60
bei. Alle wichtigen Informationen
werden übersichtlich auf dem serienmäßigen
5ZollDisplay oder auf dem
optionalen 7ZollTouchscreenDisplay
angezeigt. Die neueste Generation des
Hydrauliksteuerventils bietet eine
verbesserte Dosierung für reibungslose
Steuerbarkeit und natürliche,
begrenzte Bewegungen der Arbeitsgruppe
sowie ein hervorragendes
JoystickFeedback.
www.bobcat.com
Wie alle Bagger der R2Serie zeichnet
sich der E88 durch eine hervorragende
360°Standfestigkeit aus.
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Besuchen Sie uns auf der bauma 2022!
Erleben Sie die Stärke unserer Horizontalbohranlagen und unseren Innovationsgeist
live auf der Weltleitmesse für Bau-, Baustoff- und Bergbaumaschinen
24.-30. Oktober – Halle B5 Stand 427
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MASCHINEN + TECHNIK
LIEBHERR
Erfolgreicher Liebherr Krantag:
aktuelle Infos aus Theorie und Praxis
Nach dem Motto „Starke Typen bilden sich weiter!“ veranstaltete die Liebherr
Österreich Vertriebs- und Service GmbH bei strahlendem Sonnenschein ihren
Liebherr-Krantag. Die erstmalige Durchführung der Informations- und Netzwerkveranstaltung
nach der Corona-Pause stieß auf großes Interesse.
So wie die Live-Vorführung der
technischen Stärken des Turmdrehkrans
125 K weckte auch
die bodennah aufgebaute
Krankabine des 240 EC-B 10
Fibre Kranes großes Interesse.
Rund 100 Besucher
nutzten die Gelegenheit,
um sich über neue
Produkte und Dienstleistungen
zu
informieren.
L
iebherr Geschäftsführer Ing. Mag. Peter
Mayr und Harald Bichler, Verkaufsleiter
für Turmdrehkrane, freuten sich, so viele
interessierte Teilnehmerinnen und
Teilnehmer in Ansfelden bei Linz begrüßen
zu können. Es folgte ein kurzer historischer
Rückblick, denn die Erfindung des mobilen
Turmdrehkrans vor über 70 Jahren ist
nicht nur die Geburtsstunde dieses
Produkts, sondern auch der gesamten
Firmengruppe Liebherr. 1949 entwickelte
Hans Liebherr, Maurermeister, Visionär
und Gründer der Firmengruppe, mit dem
TK 10 den ersten mobilen Turmdrehkran
der Welt. Weil dieser schnell und preisgünstig
vor Ort aufgebaut werden konnte,
wurde er bald zum perfekten Begleiter
erfolgreicher Bauunternehmungen.
Inzwischen ist Liebherr Tower Cranes
weltweit erfolgreicher Anbieter von
Turmdrehkranen mit fünf Produktionsstätten.
Das Spektrum umfasst heute ein
breites Programm hochwertiger Turmdrehkrane
aller Systeme und Größenklassen.
Der erste Schwerpunkt des Krantags
widmete sich dem Thema „Krane als
Luftfahrthindernisse“ und vermittelte ein
Update der geltenden Regelungen. Beispielsweise
verfügt jeder der rund 150
österreichischen Zivilflugplätze, welcher
keine Sicherheitszone hat, über einen
Schutzbereich in Abhängigkeit der Pistenklasse.
Innerhalb von Sicherheitszonen gilt
eine Bewilligungspflicht von Kränen,
entsprechende Kennzeichnungsmaßnahmen
sind zu berücksichtigen.
Auch die Ausführungen zum zweiten
Schwerpunkt-Thema „Risiken, Verantwortung
und gesetzliche Bestimmungen für
Unternehmer, Bauleiter, Maschinentechniker
und Poliere“ wurde mit großem
Interesse verfolgt. Behandelt wurden die
Punkte: Verhalten in der Nähe von
Freileitungen und allgemeiner Windeinfluss;
Verständigung zwischen Last-
Anschläger, Einweiser und Kranfahrer;
Betrieb von Kranen mit einander überschneidenden
Arbeitsbereichen und das
Schwenken über dem Nachbargrundstück;
Personenbeförderung – Betonkübel mit
PAM; Unterweisung und Wartung, Hilfspersonal
bei der Montage. Abgerundet
wurde der theoretische Teil mit der
Vorstellung der optimierten Funktionen
des Online-Portals MyLiebherr. Mit diesem
haben Liebherr Kunden jederzeit Zugang
zu Informationen und Leistungen rund um
ihre erworbenen Produkte.
Praxisberichte und Informationen über
neue Trends und Technologien bildeten den
Übergang zur Live-Vorführung, in der
Monteure die technischen Stärken des
Turmdrehkrans 125 K verdeutlichten.
Besonderes Interesse weckte auch die
bodennah aufgebaute Krankabine des 240
EC-B 10 Fibre Kranes. Rund 100 Besucherinnen
und Besucher nutzten die Gelegenheit,
um sich über neue Produkte und
Dienstleistungen zu informieren und den
Veranstaltungstag bei einem geselligen
Abend ausklingen zu lassen.
www.liebherr.com
28 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
MWT
Mit dem Pfreundt Web Portal jederzeit
alle Wiegedaten auf einen Blick
MWT Mobile Wiegetechnik in Pichl/Wels präsentiert als österreichischer
Generalvertreter der Firma Pfreundt das neue Webportal, welches beim Verwiegen
maximale Verfügbarkeit, hohen Komfort und größte Sicherheit bietet.
Das Pfreundt Web Portal macht die
Verarbeitung der Wiegedaten einfacher
und erhöht dadurch die Effizienz.
ROTOTILT
Rototilt schaltet einen Gang höher
Mit dem RC9, dem bislang größten Schwenkrotator von Rototilt, profitieren
jetzt auch Bagger bis 43 t von den Vorteilen der SchwenkrotatorTechnik.
D
er Schwenkrotator RC9 für Bagger
zwischen 32 und 43 t ist die erste aus
einer ganzen Reihe technischer Innovationen.
Damit erhalten Bediener großer
Maschinen die Möglichkeit, einfach
zwischen Aushub und Präzisionsarbeiten
zu wechseln und gleichzeitig die Anzahl
der für einen Auftrag erforderlichen
Maschinen und Zusatzgeräte zu verringern.
Der neue Schwenkrotator ist der bisher
leistungsstärkste von Rototilt und für
Bagger mit Losbrechkräften bis 280 kN
geeignet. Dank der neuen druckkompensierten
Hydraulik lassen sich die SchwenkrotatorFunktionen
parallel nutzen. Der
Bediener kann damit also Schwenk und
Drehbewegungen gleichzeitig und
unabhängig voneinander ausführen.
„Für die Markteinführung musste diese
Lösung wirklich erst voll ausgereift sein“,
sagt Produktmanager SvenRoger
Ekström und schließt an: „Die größeren
Bagger haben noch schwerere Aufgaben
zu bewältigen, weshalb es uns wichtig
war, viel Zeit in Sicherheit, Präzision und
Kontrolle zu investieren. Ziel war es, eine
optimale Kombination aus Schwenkund
Drehfunktion für verbesserte und
ruhigere Fahreigenschaften mit voller
Kontrolle für den Maschinenbediener zu
entwickeln. Bei der Entwicklung dieser
Lösung wollten wir auf keinen Fall
Kompromisse eingehen“, erklärt Ekström.
Der RC9 ist der Start einer neuen
Produktserie, die dem Bediener die
Kontrolle vollends in die Hände gibt. Auf
der bauma im Herbst wird Rototilt
weitere Neuheiten präsentieren.
www.rototilt.de
Für Schwergewichte: Rototilts neuer
Schwenkrotator RC9 wurde für Bagger
zwischen 32 und 43 t konzipiert.
Die Daten werden direkt
von den Pfreundt Wiegesystemen
ins Web Portal
übertragen und stehen
sofort zur weiteren
Bearbeitung und Auswertung
zur Verfügung.
Fotos: Pfreundt
Danke für Ihren Besuch
auf der
MOBILE BRECHANLAGEN
G
anz gleich welche Baumaschinenoder
Fahrzeugtypen sich im Einsatz
befinden: Das Pfreundt Web Portal
informiert in Echtzeit und auf einen Blick
über alle Daten wie Gewicht, Material,
Datum, Ort und weitere Parameter. Die
Anbindung an die vorhandene Software
zur Weiterverarbeitung der Daten ist
genauso flexibel wie einfach. Von der
WebPlattform bis zur kompletten
Einbindung in die betriebseigenen
Systeme ist alles möglich – ohne
Installation und UpdateAufwand durch
den Anwender. Möglich sind neben den
modernen, automatisierten Schnittstellen
auch PDF und ExcelExporte für eine
manuelle Verarbeitung der angefallenen
Daten.
Wesentliche Vorteile ergeben sich
durch die browserbasierte Plattform,
durch welche das Pfreundt Web Portal
jederzeit eine maximale Datenverfügbarkeit
von überall und für alle Endgeräte
bietet. Die Wiegedaten können dadurch
über die OnlinePlattform direkt in das
ERPSystem (ERPAPI Schnittstelle)
übertragen werden. Eine Anpassungs
Software ermöglicht die Übertragung in
das ERPSystem als CSV, Excel oder
TXTDateien. Die automatisierte Schnittstelle
erlaubt ebenso PDF und Excel
Exporte für eine manuelle Verarbeitung
der angefallenen Daten. Via Dashboard
erhält der Anwender alle wichtigen Infos
direkt auf einen Blick und kann dadurch
unmittelbar reagieren. Die aktuellen
Verwiegungen der Systeme werden somit
in Echtzeit direkt und übersichtlich
dargestellt.
Auch kann eine separierte Materialübersicht
in einem festgelegten Zeitraum
in einem Kuchendiagramm übersichtlich
dargestellt werden. Auf Basis der mit GPS
übermittelten Standortangaben ist immer
bekannt, wo sich die Maschinen und
Fahrzeuge mit den Wiegesystemen
befinden. Die individualisiert generierten
Berichte können automatisiert in regelmäßigen
Intervallen erstellt und per
EMail versendet werden.
„Das Web Portal in Kombination mit
der Wiegeelektronik WK 60 bietet unseren
Kunden eine wesentliche Erleichterung
beim Erfassen und Weiterverarbeiten aller
Wiegedaten. Die Wiegeelektronik WK 60
wurde von unserem Lieferanten Pfreundt
in den letzten Jahren weiter verbessert,
wobei individuelle Auswertungsfunktionen,
eine integrierte Temperaturkontrolle
und dynamisches Wiegen im Arbeitsfluss
die wesentlichen Vorteile sind. Die
Möglichkeit, auch andere Wiegesysteme
mit der Wiegeelektronik WK 60 auszustatten,
ermöglicht einen optimalen Überblick
aller zu verwiegenden Güter. Dank des
wirtschaftlichen Wiegesystems können
noch vor der Beladung Güter gewogen
werden. Somit ist der Anwender vor einer
Überlastung der Transportfahrzeuge
abgesichert“, betont MWT Geschäftsführer
Günter Schmalnauer.
www.mwt-systeme.at
30 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
ERHÖHTE
MOBILITÄT
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MASCHINEN + TECHNIK
Der neue Komatsu PC125011
löst am Erzberg den PC1250SP8
ab, der sich über 10 Jahre auch
unter extremen klimatischen
Bedingungen ohne größere
Ausfälle bewährt hat.
MASCHINEN + TECHNIK
Von links: Mag. Christian Treml (VA Erzberg, Geschäftsführung Finanzen), DI Josef Pappenreiter (VA Erzberg, Geschäftsführung Technik),
Ing. Christian Moser (Verkaufsleiter Kuhn Baumaschinen), Maschinist Ronald Menhart (Komatsu PC125011), Maschinist Stefan Rock
(Komatsu WA800-8), Mag. Stefan Kuhn (Geschäftsführung Kuhn Holding) und Instandhaltungsleiter Ing. Peter Aflenzer (VA Erzberg).
VA ERZBERG / KUHN
Generationenwechsel bei den
Komatsu Großgeräten am Erzberg
Vor 10 Jahren trat mit einem Komatsu PC1250SP8 einer der größten Hydraulikbagger
Österreichs seinen Dienst am steirischen Erzberg an. Nach 22.000 Betriebsstunden, die er
im harten Einsatz ohne größere Probleme absolviert hat, wurde er nun durch einen neuen
Komatsu PC125011 ersetzt. Zeitgleich wurde auch einer der fünf Komatsu Radlader
WA800 durch ein Gerät der aktuellen Strich 8 Generation erneuert. Beide Großgeräte
verfügen über modernste Technik und können ohne AdBlue betrieben werden.
J
ahr für Jahr gewinnt die VA Erzberg
GmbH rund 13 Mio. t Gestein am
Steirischen Erzberg. Der Abbau erfolgt an
mehr als 330 Tagen pro Jahr im 24hDauerbetrieb
und auch unter extremen
klimatischen Bedingungen. Im Anschluss
an den mehrstufigen Aufbereitungsprozess,
der unter Einsatz modernster
Technik erfolgt, werden etwa 3,3 Mio. t
hochwertige Rohstoffe an die voestalpine
in Linz und Donawitz zur Roheisenerzeugung
geliefert.
DI Josef Pappenreiter, technischer
Geschäftsführer der VA Erzberg, erklärt:
„Wir haben in den letzten 12 Jahren rund
50 Mio. Euro in qualitätsverbessernde
Maßnahmen investiert und konnten dabei
auch die Kapazität der gesamten Aufbereitung
erhöhen. Unter anderem haben wir
die Feinkornaufbereitung erneuert, setzen
in der Dichtesortierung neueste Technik
ein und haben die Qualität im Feinstkorn
Bereich weiter verbessert. Durch diese
massiven Investitionen, unter anderem
auch in die Onlineanalytik können wir
sehr gezielt die unterschiedlichen Qulitätsparameter
steuern. Das sind alles
wichtige Dinge, damit wir für unsere
Kunden die Qualitätsstandards bestens
einhalten können – inklusive der Justintime
Lieferung. Für die unterbrechungsfreie
Versorgung der Aufbereitung kommt
unserem Fuhrpark natürlich eine besondere
Bedeutung zu. Wir achten daher sehr
genau darauf, welche Geräte die entsprechende
Leistung bringen und sich auch
durch eine hohe Verfügbarkeit auszeichnen.
Aus diesem Grund haben wir uns bei
der jüngsten Großinvestition wieder für
die Marke Komatsu entschieden. Die
Partnerschaft mit der Firma Kuhn besteht
seit mehr als 20 Jahren und ist geprägt
Maschinist Ronald Menhart ist nicht nur von der Kraft des Komatsu PC125011 begeistert.
Die hydraulisch einziehbare Treppe ermöglicht sicheres Ein und Aussteigen.
von einer sehr guten Vertrauensbasis. Mit
der jüngsten Übergabe haben wir bereits
das 42. Großgerät von Komatsu in Betrieb
genommen.“
Der Grund für die Investition in den
Komatsu PC1250SP8 vor zehn Jahren
war der Umstand, dass der Abbau auf
einigen Etagen in Bereiche des Endstandes
gekommen war. Die daraus resultierenden
schmalen Etagenbreiten erschwerten
ein produktives Ladespiel mit den
großen Radladern und führten zum
Einsatz des Tieflöffelhydraulikbaggers.
Dieser kann auch auf dem Hauwerk
arbeiten, beräumt die Bruchwand von
losem Gestein und übernimmt mit seinem
7 m³ Felslöffel die Verladung der SLKW,
unter denen sich auch sechs Komatsu
HD785 befinden. Da der Komatsu
PC1250SP8 im harten Einsatz am
Erzberg problemlos und ohne Generalüberholung
22.000 Betriebsstunden
leistete, entschied sich die Geschäftsführung
der VA Erzberg dazu, das bewährte
Gerät durch die aktuelle Generation zu
ersetzen. Maschinist Ronald Menhart
bediente über viele Jahre den PC1250SP8
ZANDTcargo
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und ist von der höheren Leistung seines
neuen Geräts begeistert. Menhart: „Schon
der Vorgänger hatte enorme Power, aber
im Vergleich ist der PC125011 nochmals
ein ganzes Stück kräftiger und schneller.
Damit verkürzen sich auch die Ladespiele
Made in Germany
mit den SLKW. Neben der Leistung hat
sich auch der Fahrkomfort deutlich verbessert
und die vielen neuen technischen
Funktionen erleichtern mir die Arbeit.“
Ein Blick auf die Technik des PC1250
11: Er besitzt ein Betriebsgewicht von
rund 118 t, ist von den aktuellen EU
Abgasvorschriften ausgenommen, aber auf
die EU Stufe V vorbereitet. Der Antrieb ist
mit zwei Dieselpartikelfilter (DPF)
ausgerüstet und benötigt kein SCRModul
zur selektiven katalytischen Reduktion.
Zu den Betriebsarten gehören die
bewährte Power und EconomyBetriebsart.
Zusätzlich ist der PC125011 mit der
neuen PowerPlusBetriebsart (P+)
ausgestattet, mit der der Fahrer das
Maximum aus der gesteigerten Motorleistung
herausholen und bis zu 8% höhere
Produktivität erreichen kann als mit dem
PC12508.
Mit den zwei AuslegerBetriebsarten hat
der Fahrer die Wahl zwischen sanften
Bewegungen und maximaler Leistung. Die
stoßfreie Auslegersteuerung sorgt für
kehren räumen streuen
Jetzt informieren:
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32 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2022 33
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Der neue Komatsu WA8008 im Ladespiel
mit einer der sechs Komatsu HD785. Zu
seinen technischen Stärken zählen unter
anderem die Modulationskupplung und das
variable Zugkraftkontrollsystem, die
automatische KickDownFunktion und
die Motordrehzahleinstellung.
Seit kurzem befindet sich im Fuhrpark
der VA Erzberg auch diese Komatsu Raupe
D 155 AXi mit intelligenter Maschinensteuerungen
ab Werk. Hier beim
Feinplanum für die neue Photovoltaikanlage,
die auf einer Fläche von
ca. 4 ha errichtet wird.
20.700 kg mit Standardhubgerüst. In
Kombination mit der neu angepassten,
extra großen Schaufel mit 11,5 m 2 und
optimiertem Füllfaktor bietet der WA8008
hohe Effizienz. Durch die präzise Nutzlastwaage
(PLM), die zur Standardausrüstung
gehört, behält der Fahrer den Überblick
über Produktivität und Effizienz.
Weitere Unterstützung für den Fahrer
bietet die Modulationskupplung. Sie
ermöglicht eine genaue Steuerung der
Zugkraft und damit schnelle Bewegungen
der Arbeitsausrüstung sowie vorsichtiges
Heranfahren an Muldenkipper. Das
variable Zugkraftkontrollsystem optimiert
die Zugkraft auf allen Untergründen,
verhindert Schlupf und senkt Wartungskosten.
Die Maschine ist außerdem mit
der vollautomatischen Motorsteuerung
Komatsu SmartLoader Logic ausgerüstet.
Diese stellt genau das für den Einsatz und
die jeweilige Arbeitsphase benötigte
Drehmoment zur Verfügung. Durch den
automatischen Wechsel zwischen den
Betriebsarten Economy und Power
reduziert das System den Kraftstoffverbrauch
deutlich, ohne an Produktivität
einzubüßen.
Inserat_Österreich01.01 25.05.2022
Das CLSSHydrauliksystem (Closed
Centre Load Sensing System) stellt über
die Verstellkolbenpumpen Leistung
bedarfsabhängig zur Verfügung. Es
verhindert das Aufheizen des Hydrauliköls
und steigert gleichzeitig Arbeitsgeschwindigkeit
und Kraftstoffeffizienz. Auch die
automatische LeerlaufAbschaltung und die
auf dem Monitorsystem gezeigten Eco
Hinweise tragen zur Reduzierung des
Kraftstoffverbrauchs bei. Auch der
WA8008 verfügt über das bereits erwähnte
KomVision Kamerasystem. Hinzu kommt
eine Rückfahrkamera und ein Paket aus 22
LEDScheinwerfern als Standardausrüstung
ab Werk. Zum Schluss nochmals
Maschinist Ronald Menhart. Auf die Bitte,
für das Foto den Löffel etwas langsamer zu
entleeren, meint er mit einem Schmunzeln
nur: „Das Wort langsam kennen wir hier
am Erzberg nicht!“
www.kuhn.at | www.vaerzberg.at
Mag. Stefan Kuhn im Gespräch mit
Maschinist Stefan Rock in der Kabine des
Komatsu WA8008. Der zweite Sitz für
Schulungszwecke leistete dabei gute Dienste.
eröffnet zweites
Lager in Österreich
sanfteres Arbeiten und reduziert sowohl die
Belastung der Maschine als auch Ermüdungserscheinungen
beim Fahrer. Dank der
großen Materialquerschnitte, der verstärkten
Gussteile etc. sind Hubgerüst und Stiel
extrem belastbar und verwindungssteif.
Der Unterwagen wurde verstärkt und die
innenliegenden Fahrmotoren und Hydraulikleitungen
sind durch robuste Panzerungen
vor Beschädigungen geschützt.
Hinsichtlich der Sicherheitseinrichtungen
als Standardausrüstung legt der
PC125011 die Messlatte hoch. Die
Fahrerkabine ist vor herabfallenden
Gegenständen geschützt und entspricht
OPG Stufe 2 (ISO 10262). Die hydraulisch
einziehbare Treppe mit 45°Winkel, die
von den großen GewinnungsMaschinen
stammt, ermöglicht sicheres Ein und
Aussteigen. Für gesteigerte Sicherheit
gehört KomVision von Komatsu zur
Standardausrüstung. Mit Hilfe von vier
vernetzten Kameras wird auf dem
Bildschirm die Umgebung der Maschine
aus der Vogelperspektive in Echtzeit
angezeigt.
Durch die erstklassigen Flottenmanagementfunktionen
der neuesten Version
des Telematiksystems Komtrax bzw.
Komtrax Plus und durch das Wartungsprogramm
Komatsu Care ist die Maschine
auf maximale Effizienz und Verfügbarkeit
ausgelegt. So wie sein Vorgänger wird
auch der neue Komatsu PC125011
größere Strecken mit dem SleipnerTransportsystem,
gezogen von einem Muldenkipper,
zurücklegen.
Neueste Technik im
Komatsu WA800-8
So kräftig der Komatsu PC125011 auch
ist, die eigentlichen Leistungsträger im
Gewinnungsbetrieb sind neben den SLKW
vor allem die großen Radlader. Hier stehen
aktuell fünf Komatsu WA800 Radlader im
Einsatz, darunter auch der neue WA8008.
Ing. Christian Moser, Verkaufsleiter bei
Kuhn Baumaschinen, betont: „Der
WA8008 ist ausgerüstet mit einem von
Komatsu selbst entwickelten und hergestellten
Stufe V Motor und Abgasnachbehandlungssystem.
Der Radlader besitzt
zwei Dieselpartikelfilter, zwei Turbolader
mit variabler Geometrie, eine gekühlte
HeavyDutyAbgasrückführung, eine neue
Motorsteuerung, eine Kurbelgehäuseentlüftung
und benötigt kein AdBlue.
Ergänzend zu dem umfassenden Sicherheitspaket
sorgt im Heckbereich eine
radargestützte Personenerkennung für
mehr Sicherheit. Die Übergabe der neuen
Großgeräte wurde durch die Firma Kuhn
mit einer mehrtätigen Fahrerschulung
unterstützt.“
Bei einem Betriebsgewicht von 115 t
hat der WA8008 eine NennNutzlast von
34 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
• Verkauf von Gerüstsystemen
• Rollgerüstverleih
• Gerüstverleih System MATO 1
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MASCHINEN + TECHNIK
MECALAC
Drei neue Schwenklader-Modelle
Mecalac erweitert mit der Einführung einer völlig neuen Reihe von
Schwenkladern sein aktuelles Portfolio.
u den bereits bestehenden vier
ZMaschinen AS600, AS900tele, AS1600
und AS210 kommen nun die drei neuen
Maschinen AS750, AS850 und AS1000
hinzu. Die von Mecalac angebotene Palette
von sieben Maschinen mit einem Fassungsvermögen
von 600 bis 2.100 l bietet
die Möglichkeit, die richtige Maschine für
jeden Einsatz zu finden.
AS750: Als großer Bruder des Schwenkladers
Mecalac AS600 bietet der AS750
eine größere Breite und einen auf 1.870
mm vergrößerten Radstand für noch mehr
Stabilität. Darüber hinaus verfügt dieses
Modell über einen Motor mit einer
erhöhten Leistung von 45 kW/61 PS, der
eine höhere Hub und Ladekapazität
ermöglicht. Die Schaufelkinematik in
„P“Form bietet eine hervorragende
Präzision beim Umschlag, insbesondere
mit dem Palettenlifter oder dem Ausleger.
Die geräumige Kabine mit zwei Türen
bietet dem Fahrer eine hervorragende
Sicht und erhöht damit die Sicherheit auf
der Baustelle.
AS850: Mit dem AS850 wird Produktivität
zum Schlüsselwort. Der AS850
verfügt über alle Vorteile der Schwenkmaschinen
von Mecalac, insbesondere den
starren Rahmen und die Allradlenkung,
und ist auch mit einer 40 km/hOption
erhältlich, um schnellere Transfers zu
ermöglichen. Der neue Ausleger und die
ZSchaufelKinematik bieten den besten
Kompromiss zwischen Ausbrechkraft und
Präzision.
AS1000: Als muskulöse Version des
AS850 überzeugt der MecalacSchwenklader
AS1000 auf jeder Baustelle durch
seine Effizienz und seine Schnelligkeit.
Der AS1000 bietet maximale Leistung mit
einem 4ZylinderMotor mit 55,4 kW/75 PS
HighTorque (375 Nm). Ebenso bietet er
die Möglichkeit, mit einer Hochleistungs
Hydraulikleitung ausgestattet zu werden,
die bis zu 120 l/min. ermöglicht und die
perfekt für den Antrieb von hydraulischen
Anbaugeräten geeignet ist.
Das SchwenkKonzept, das 1953 von
Ahlmann (heute Mecalac) entwickelt
wurde, steigert die Produktivität, indem es
die Möglichkeit bietet, gleichzeitig sicher
zu fahren, zu manövrieren und zu schwenken.
Konzipiert auf der Basis eines starren
Rahmens sind drei serienmäßige Lenkmodi
verfügbar: Zweiradlenkung, Vierradlenkung
und Hundegang. Was die Schaufel
vorne anhebt, hebt sie – sobald die
Hinterachse gesperrt ist – ohne jedes
Risiko um 180° an. Der Schwenklader
schwenkt dank seines Arms, anstatt sich
zu bewegen. Das bedeutet weniger
Zeitverlust, weniger Lärm und visuelle
Belästigung, weniger Wartungsaufwand,
weniger Unfallrisiken und weniger
Umweltbelastung. Aus diesen Erkenntnissen
entstand das innovative Konzept der
Schwenklader von Mecalac mit dem Ziel,
der Arbeit des Laders mehr Wert zu
verleihen, um sie effizienter und für den
Fahrer sicherer zu machen. Vertriebspartner
der Mecalac Geräte sind in Österreich
die Firmen Baumaschinen MKS GmbH in
Wien und Laurer Baumaschinen GmbH &
Co KG in Jenbach/Tirol.
www.bmks.at | www.laurer.at
www.mecalac.com
S
EINFACH
C
H
SCHNELLER .
R
Rahofer.
Der AS750 ist eines der drei
neuen SchwenkladerModelle.
Die Schaufelkinematik in
„P“Form bietet eine
hervorragende Präzision
beim Umschlag.
36 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
DAS SCHNELLWECHSELSYSTEM VON BAUMASCHINENTECHNIK
Dank der Schnellwechselsysteme SW2-Q, SW2-Q6 und SW3-Q mit Oil-Quickfunktion
für Hydraulikbagger (12t bis 40t) erledigt sich der Werkzeugwechsel wie von alleine.
Mit bis zu sechs automatisch kuppelbaren Hydraulikanschlüssen inklusive
Elektroanschluss wechseln Sie Hydraulikhämmer, Abbruch- und Sortiergreifer
sowie andere hydraulische und elektrische Zusatzwerkzeuge
einfach, schneller – und sicher. Denn durch die selbstnachstellende,
konische Verriegelung mit permanent vorgespanntem Konstantdruck sitzt
das Werkzeug immer fest und ist somit spielfrei. Mehr auf bmt.at
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Der LiebherrMehrschalengreifer
GMM 505 wurde vollständig neu
entwickelt und intelligent
konzipiert. Er ist für Umschlagmaschinen
mit einem Einsatzgewicht
von 35 bis 55 t verfügbar.
Zylinderkinematik ausgestattet,
welche auch bei eintretendem
Verschleiß der Schale
ein langanhaltend gutes
Schließbild gewährleisten.
Ein neu gestalteter
Verschleißrücken auf den
Schalen verlängert die
Lebensdauer zudem immens.
Langanhaltend gutes und
präzises Eindringen in unterschiedlichste
Schrott und Recyclingmaterialien
ist der besonderen Form und
Ausrichtung der Schalenspitzen zu
verdanken. Für eine lange Stand und
Lebenszeit ist diese aus einem neuartigen
Werkstoff hergestellt.
Da die Schmierpunkte ergonomisch
und logisch angeordnet sind, wird der
GMM 505 optimal und innerhalb kürzester
Zeit mit notwendigen Schmierungen
versorgt. Perfekte Toleranzen und großzügig
dimensionierte Lagerflächen führen
zu einem schonenden Zusammenspiel der
einzelnen Komponenten.
Dank dem optionalen Motor und
Schlauchschutz werden Beschädigungen
an Drehmotoren und Hydraulikleitungen
Der neue GMM 505 ist prädestiniert für
härteste Einsätze im Bereich der Recyclingund
Schrottverwertung. Für unterschiedliche
Materialien stehen drei perfekt konzipierte
Schalenformen zur Auswahl.
minimiert. Das regelmäßige, automatische
Abschmieren aller zentralen Punkte
übernimmt eine optionale Zentralschmieranlage.
Zur Absicherung von Magnetplatten
kann der GMM 505 mit einer Lastöse
ausgestattet werden. Um die Flanken des
oftmals sehr beanspruchten Innenblechs
des Greifers vor Abnutzung zu schützen,
können die Schalen mit einem
Verstärkungssatz aus
verschleißresistenten
Blechen ausgestattet
werden.
Der GMM 505 ist
speziell für bestmögliches
Greifen von Misch und
Schredderschrott sowie
Spänen mit Inhalten von bis zu
1,10 m³ konzipiert. Die Anordnung
und Form der Schalen sind dabei
optimiert für ein perfektes Eindringen und
Halten des sperrigen und gleichzeitig
losen Materials. Für den Umschlag
unterschiedlichster Materialien stehen
insgesamt drei Schalenformen zur
Auswahl: Die Variante mit offenen Schalen
eignet sich für den Umschlag von großformatigen
und sperrigen Schrottgegenständen.
Für mittelgroße, gemischte Materialien
und Scherenschrott eignet sich die
Variante mit halbgeschlossenen Schalen.
Kleinteilige, feinkörnige Materialien und
Späne können hingegen am effektivsten
mit den geschlossenen, herzförmigen
Schalen umgeschlagen werden.
www.liebherr.com
MOBILE BRECHER-, SIEB- und FÖRDERANLAGEN
PERFORMANCE IN EVERY DETAIL
LIEBHERR
Perfekt in Schale geschmissen
Liebherr stellt seinen neu entwickelten Mehrschalengreifer GMM 505 vor. Der intelligent
konzipierte Fünfschalengreifer wurde nicht nur für Kunden, sondern vor allem gemeinsam
mit Kunden entwickelt. So vereint der neue Greifer jahrzehntelange LiebherrExpertise im
Bereich der Entwicklung und Herstellung leistungsfähiger, robuster Anbauwerkzeuge mit
wertvollem Erfahrungsschatz aus der Kundenpraxis.
D
ie Bauteile des neuen GMM 505 sind
aus massivem Stahlguss sowie
verschleißarmen, hochfesten Stahlblechen
gefertigt. Die durchgängige Verwendung
der hochwertigen Materialien und
Werkstoffe garantiert extreme Stabilität
und Widerstandsfähigkeit für härteste
Einsatzbedingungen und Umschlagszenarien.
Die besondere Form des Schalenträgers
und der Greiferschalen wurde auf
Basis modernster Berechnungs und
Simulationssoftware entwickelt. Dank
dieses modernen Entwicklungsprozesses
ist der neue Greifer trotz seines geringen
Eigengewichts äußerst robust und
widerstandsfähig.
In der Konstruktionsphase wurde ein
hohes Augenmerk auf maximale Langlebigkeit
gelegt: Um das hohe Drehmoment
aufzuteilen, wurde beispielsweise der
Drehantrieb serienmäßig mit zwei
Motoren ausgestattet. Das erhöht die
Lebensdauer und minimiert den Verschleiß
deutlich. Sowohl Drehdurchführung
als auch der verstärkte Drehantrieb
sind mehrfach abgedichtet und so optimal
vor äußeren Einflüssen, wie beispielsweise
Staub und Wasser, geschützt.
Große und strömungsoptimierte
Ölkanäle sorgen nicht nur für schnelle
Arbeitsgeschwindigkeiten, sondern zudem
auch für einen effizienten Maschinenbetrieb.
Serienmäßig zum Greiferumfang
gehört auch der abgedichtete und verdrehsichere
Kolbenstangenschutz für Hydraulikzylinder.
Letztere sind mit einer neuen
38 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
RAUPENMOBILE SIEB- UND BRECHERANLAGEN
HALDENBÄNDER, SICHTER, SPRÜHER
Gruppe
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
BENNINGHOVEN
Zukunftstrend temperaturabgesenkter Asphalt
Die Herstellung von temperaturabgesenktem Asphalt ist kein neues Thema – bereits in den
90er Jahren wurde mit der Erprobung des Verfahrens begonnen. Heute, wo Themen wie
CO2Bilanz, Ressourcenschonung und Reduzierung des Energieeinsatzes auch in den Fokus
von Straßenbaubehörden gerückt sind, ist temperaturabgesenkter Asphalt in aller Munde.
A
1 2
1 Temperaturabgesenkter Asphalt kann durch das Benninghoven Plug & Work an
jeder Asphaltmischanlage nachgerüstet werden – über das SchaumbitumenModul
bzw. feste oder flüssige Additivzugabe-Systeme. 2+3 Beispiel einer Tagesproduktion
von 2.000 t Asphalt (Deutscher Asphaltverband e. V., Asphalt Leitfaden,
Temperatur abgesenkte Asphalte). 4 Dank der vorgerüsteten Schnittstellen lässt
sich das SchaumbitumenModul einfach an den Mischerkasten und die Bitumenwaage
anschließen.
3
4
sphaltmischanlagen von Benninghoven
sind weltweit im Einsatz und
zeigen, dass sich der hohe Anspruch an
die Qualität des Mischguts, an die
Wirtschaftlichkeit und Auflagen zum
Klima und Gesundheitsschutz miteinander
vereinbaren lassen.
Beim temperaturabgesenkten Asphalt
handelt es sich um Mischgüter, die eine
Herstellungstemperatur von 110°C bis
130°C aufweisen. Im Gegensatz dazu
werden Heißasphalte üblicherweise mit
140°C bis 180°C produziert – in der Regel
mit 160°C heißem Bitumen als Bindemittel.
Ein Vorteil: Herstellung und Verarbeitung
der temperaturabgesenkten Mischgüter
können praktisch auf konventionelle
Weise erfolgen.
Erst ab einer Temperatur von circa
140°C kann das Bitumen die Gesteinskörnungen
im Mischer gut benetzen und
umhüllen, darunter bleibt es zu zähflüssig.
Um eine Absenkung der Temperatur
bei der Asphaltherstellung zu erreichen,
muss die Bitumenviskosität temporär
gesenkt werden. Das geschieht durch die
Zugabe von Wasser (Schaumbitumen)
beziehungsweise Additiven. Durch die
Vermischung des heißen Bitumens mit
Wasser schäumt das Bitumen auf und das
Volumen vergrößert sich um ein Vielfaches.
Die vergrößerte Oberfläche ermöglicht
eine bessere Benetzung der Gesteinskörnungen
im Mischer. Dadurch wird das
Gestein auch bei abgesenkter Temperatur
gut umhüllt.
Laut dem Deutschen Asphaltverband
bringt bereits eine Temperaturabsenkung
um 30°C eine Einsparung von 0,9 l Heizöl
(beziehungsweise einem BrennstoffÄquivalent)
pro Tonne Fertigasphalt. Dies
entspricht bei einer Tagesproduktion von
2.000 t Mischgut einer Einsparung von
1.800 l Öl oder bis zu drei Viertel des
Jahresverbrauchs eines Eigenheimes an
Heizenergie. Die Reduktion an CO2Emissionen
liegt bei 6.000 kg am Tag.
www.wirtgen-group.com
VIALIT
Asphalt-Innovation feiert Geburtstag
1997 wurde von der VialitGruppe erstmalig ein ReaktivAsphaltprodukt und
damit eine neue Asphaltdimension am deutschsprachigen Markt eingeführt.
D
as Originalprinzip ist bis
heute gleich: Kaltverarbeitung
ohne Emissionen, Aushärtung
ohne Lösemittel (0,00%)
und mit einem Anteil von ca.
40% nachwachsenden Rohstoffen
im Bindemittel. Der originale
ReaktivAsphalt von Vialit
zeichnet sich dadurch aus, dass
er kalt verarbeitet wird, der
Aushärtungsvorgang durch
Wasser anstatt Verdunsten von
Lösemittel aktiviert wird und
der Asphalt im ausgehärteten
Zustand ähnliche technische
Kennwerte wie Heißasphalt
aufweist.
Mit dem ReaktivAsphalt
läutete Vialit daher in den
1990er Jahren neben Heißasphalt,
Bitumenemulsion und
Fluxbitumen ein neues Paradigma
in der Asphaltforschung
ein: die Nachhaltigkeit. Das erste
ReaktivAsphaltprodukt von
Vialit war Rephalt, ein anwendungsfertiger
Reparaturasphalt
aus dem Eimer, der ohne viele
Vorkenntnisse sofort verarbeitet
werden kann.
„Wenn wir von Reaktiv
Asphalt sprechen, dann meinen
wir nicht ein bestimmtes
Produkt, sondern wir sprechen
von einer Technologie“, erklärt
Alexander Bruckbauer, Forschungs
und Entwicklungsleiter
bei Vialit. „Die AsphaltAushärtung
durch Wasser ist ein
biochemischer Vorgang, den wir
in intensiver Entwicklungsarbeit
verstehen lernen mussten, um
den Effekt kontrolliert in unsere
Produkte bringen und auf
weitere Anwendungsfelder
umlegen zu können“, so Bruckbauer
weiter.
Heute – 25 Jahre später –
umfasst das ReaktivPortfolio
neben Rephalt in verschiedensten
Körnungen auch Refug
Fugenvergussmassen, Replast
Nahtflankenvorbehandlung und
die maschinelle Schlaglochsanierung
mit Rephalt. 2018 gelang
ein weiterer Meilenstein in der
Geschichte des ReaktivAsphalts:
die Entwicklung von Viacore, des
bislang einzigen Asphalts, der
kalt verarbeitet werden kann
und eine CEEinstufung gemäß
EN 13108 hat.
Wer heute nach Reaktiv
Asphalt sucht, stellt fest, dass
reaktive Reparaturasphalte
inzwischen von vielen Händlern
und Herstellern angeboten
werden. Dies hat zwei Gründe:
Zum einen vergibt Vialit als
B2BProduzent Verwendungslizenzen
der ReaktivAsphalt
Technologie an seine Handelspartner,
um so den Umweltgedanken
zu skalieren. Zum
andern kann eine reaktive
Aushärtung auch durch weit
weniger umweltfreundliche
Katalysatoren als Wasser
herbeigeführt werden.
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2018 entwickelte Vialit auf Basis der
ReaktivAsphalt Technologie den ersten
kalt verarbeitbaren CEAsphalt.
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40 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2022 41
MASCHINEN + TECHNIK
SBM / MINERALTECH
Energiekosten-Vorteil durch
diesel-elektrische Hybrid-Anlagen
SBM Mineral Processing setzt seit 40 Jahren auf das dieselelektrische
Antriebskonzept bei mobilen Prall und Backenbrechern. Eine Verbindung
aus Konsequenz und Innovation, die maximale Effizienzsteigerung und
Kosteneinsparung ermöglicht und gleichzeitig die Umwelt schützt.
D
er Wegfall energiefressender hydraulischer
Antriebskomponenten steigert
den Wirkungsgrad dieselelektrischer
Antriebe erheblich. Mit rund 80% liegt er
deutlich über jenem dieselhydraulischer
Systeme ohne und mit optimierter
lastabhängiger Steuerung – mit Netzanschluss
erreicht der Effizienzgrad sogar
über 90%. Das wirkt sich natürlich
unmittelbar auf den TreibstoffVerbrauch
aus: gut 40% weniger konsumieren die
mit in Stufen einstellbarer Drehzahl
(1.5001.800 U/min.) arbeitenden Diesel
der SBMAnlagen gegenüber vollhydraulischen
Systemen. Bei immer noch 20%
liegt der Verbrauchsvorteil gegenüber
Modellen mit direkt angetriebenen
Brechern.
„Angesichts stark steigender Treibstoff
Preise kann trotz variierender Stromkosten
davon ausgegangen werden, dass sich
der EnergiekostenVorteil im vollelektrischen
Netzbetrieb mehr und mehr
zugunsten der HybridTechnologie
verschiebt“, so Ing. Erwin Hofstätter,
Geschäftsführer der Firma mineraltech
und unter anderem SBMVertriebspartner.
„Inzwischen rechnet man bei SBM
sogar damit, dass sich dieselelektrische
HybridAnlagen mit einer hohen vollelektrischen
Auslastung auch dank der
verschleißbedingt geringeren Wartungskosten
und höheren Lebensdauer alleine
über die BetriebskostenErsparnis bereits
über wenige Jahre voll amortisieren“,
ergänzt Hofstätter.
Wohlgemerkt bei uneingeschränkter
Flexibilität im dieselautarken Betrieb, wo
die SBMHybriden neben dem geringeren
HydraulikVolumen und den verbrauchsabhängig
geringen Emissionen
ihrer EUVMotoren weitere Umweltvorteile
bringen: so überzeugen die aufwendig
gekapselten DieselGeneratoreinheiten
auch mit niedrigen Lärmemissionen
ohne lastbedingte Schwankungen. Beim
Umschalten auf vollelektrischen Betrieb
sinkt die Geräuschentwicklung derselben
Anlage um nochmals 6 dB, was je nach
räumlichem Umfeld die Lärmbelastung
erheblich reduziert.
Auch beim vollelektrischen „Null
Emissions“Betrieb stehen zunächst
einmal die Auswirkungen auf das unmittelbare
Arbeitsumfeld im Vordergrund:
Liegen diese im Tunnelbau oder beim
IndoorRecycling auf der Hand, wird etwa
bei innerstädtischen AbbruchAusschreibungen
immer mehr Wert auf Abgasreduzierte
Verfahren gelegt. Das lässt hybride
Anlagen zum echten Wettbewerbsvorteil
werden – vom ImageBonus eines CO2
reduzierten FirmenFootprints einmal
ganz abgesehen.
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BAUER
Schrobenhausener Tage 2022:
Nachhaltigkeit im Spezialtiefbau
Seit über 30 Jahren lädt die Bauer Spezialtiefbau GmbH zum Event
„Schrobenhausener Tage“ ein. Die diesjährige Traditionsveranstaltung fand Anfang
Juni unter dem Motto „B.sustainable: Nachhaltigkeit im Spezialtiefbau“ statt.
B
Die Vortragsreihe fand als Hybridveranstaltung
statt. Im Bild (von links): Frank Haehnig,
Arnulf Christa, Dr. Karsten Beckhaus,
Hans-Joachim Bliss und Florian Bauer.
ereits am Vormittag erhielten die
Teilnehmer in der Alten Schweißerei
einen Einführungsvortrag von Arnulf
Christa, Vorsitzender der Geschäftsführung
der Bauer Spezialtiefbau GmbH:
„Nachhaltigkeit verlangt Verantwortung
zu übernehmen. So steht die Entwicklung
ressourcenschonender und umweltverträglicher
Innovationen sowie Technologien bei
der Bauer Spezialtiefbau GmbH seit
Jahren klar im Fokus. Wir sind stolz
darauf, mit unseren Ideen hier einen
wichtigen Beitrag leisten zu können.“ Ziel
sei es, die Auswirkungen des Spezialtiefbaus
auf Mensch und Umwelt zu reduzieren,
Rohstoffe effizienter einzusetzen und
Projekte nachhaltig und umweltverträglich
zu managen. Mit Blick auf die
vergangenen zwei Jahre berichtete er
weiter: „Durch die Pandemie hatten wir
mit vielen Herausforderungen zu kämpfen,
auf die wir flexibel reagieren mussten.
Dennoch haben unsere Baustellen-Teams
in der ganzen Welt – wo möglich – vollen
Einsatz gebracht, um die Projekte erfolgreich
auszuführen.“
Im Ausstellungsbereich erwarteten die
Teilnehmer dann verschiedene Stationen
der Bautechnik, Baukonstruktion und
Digitalisierung. Hier wurden die neuesten
Entwicklungen von Bauer präsentiert –
eine gute Gelegenheit für die Gäste, sich
mit den Experten auszutauschen. Nicht
zuletzt stellte auch die Bauer Maschinen
Informations- und
Expertenaustausch:
Im Ausstellungsbereich
erwarteten die
Teilnehmer
verschiedene
Stationen der Bautechnik,
Baukonstruktion
oder der
Bauer Maschinen
GmbH.
GmbH ihr innovatives Bauer Cube System
sowie ihr erstes elektrifiziertes Bohrgerät
vor.
Die eigentliche Vortragsreihe fand dann
am Nachmittag als Hybridveranstaltung
statt, bei der die nationalen Gäste vor Ort
sowie die internationalen Gäste via
Webinar teilnahmen. Hans-Joachim Bliss,
ehemals Geschäftsleiter der Bauer
Spezialtiefbau GmbH, führte durch das
Programm mit spannenden und abwechslungsreichen
Projektvorträgen, Liveschaltungen
zu Baustellen im In- und Ausland
sowie interaktiven Diskussionen. Für die
internationalen Gäste, die virtuell
teilnahmen, wurden die Vorträge simultan
übersetzt.
Florian Bauer, Vorstand der Bauer AG
und Geschäftsleiter der Bauer Spezialtiefbau
GmbH, eröffnete die Vortragsreihe.
Wie wichtig das Thema Digitalisierung für
den Spezialtiefbau geworden ist, verdeutlichte
er in seiner Präsentation „Digitalization
at Bauer – Solutions for today‘s
Construction Sites“. „Die digitale Baustelle
ist vielfältig. Neben dem Einsatz von
digitalen Tools wie einer Datenmanagementsoftware,
Datenbanken oder künstlicher
Intelligenz, sind es die Menschen,
unsere Mitarbeiter, unsere Teams, die für
den Erfolg unserer Baustellen verantwortlich
sind und ohne die nichts möglich
wäre“, so Florian Bauer.
Fotos: Bauer Gruppe
Auch der Bereich Digitalisierung präsentierte seine neuesten Entwicklungen.
Es folgte die erste Liveschaltung auf die
Baustelle Metro Kairo in Ägypten.
Mohamed Sherif, Projektleiter bei Bauer
Egypt, berichtete über das Projekt, bei
dem aktuell eine Top-Down-Konstruktion
für das Schnellbahnsystem realisiert wird.
Ebenfalls live von einer Baustelle in
München meldeten sich anschließend
Jee-Sun Rössler und Stefan Jäger,
Vertriebsingenieure der Region Süd: „Bei
DER BAGGER
ALS GERÄTETRÄGER
diesem Projekt kommt das Mixed-in-Place-
Verfahren zum Einsatz. Dabei wird der
vorhandene Boden als Zuschlagsstoff
eingesetzt. Ein Abtransport des Materials
wird so überflüssig, wodurch Zeit und
Geld, aber vordergründig vor allem CO2,
eingespart werden kann.“
Anknüpfend an die Liveschaltungen
nach Kairo und München widmete sich
der Vortrag von Dr. Karsten Beckhaus,
MASCHINEN + TECHNIK
Leiter Bautechnik der Bauer Spezialtiefbau
GmbH, ganz dem Motto „B.sustainable:
Nachhaltigkeit im Spezialtiefbau“. Er
erklärte: „Unser oberstes Nachhaltigkeitsziel
ist es, 2050 klimaneutral zu sein.“ Und
weiter betonte er: „Wir fokussieren uns
dabei auf die Bereitstellung nachhaltiger
Produkte für unsere Kunden.“
Abgerundet wurde die diesjährige
Vortragsreihe durch eine Liveschaltung
nach Alaska: Bruno Luz, Projektleiter bei
der US-Tochter Bauer Foundation Corp.,
berichtete über die extremen Arbeitsbedingungen
und logistischen Herausforderungen
der Dammsicherung Moose Creek am
nördlichen Polarkreis. Zwischen den
Vorträgen hatten die Gäste immer wieder
Gelegenheit, über ein Online-Abstimmungsportal
Fragen zu stellen und in
direkten Austausch mit den Vortragenden
zu treten.
Die Veranstaltung war mit rund 150
Teilnehmern vor Ort sowie ca. 300
Online-Zuschaltungen ein voller Erfolg.
Den Abschluss der diesjährigen Traditionsveranstaltung
bildeten angeregte
Gespräche bei einem gemütlichen Abendessen.
www.bauer.de
Kiesel Austria GmbH | Blätterstraße 1 | 2751 Wöllersdorf-Steinabrückl | +43 2622 42 468 | info@kiesel.net | www.kiesel.net
44 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2022 45
MASCHINEN + TECHNIK
TYROLIT
Tyrolit lanciert Handbetonschleifer und Mauerschlitzfräse
Tyrolit erweitert sein Maschinenprogramm mit dem Handbetonschleifer HGE125 und der Mauerschlitzfräse HCE150 um zwei Produktneuheiten.
Perfekt abgestimmt auf die passenden Werkzeuge des Herstellers erhalten Anwender alles aus einer Hand – optimale Ergebnisse garantiert.
Der Einsatzbereich des neuen Handbetonschleifers HGE125 reicht vom Vorbereiten von Untergründen über das Glätten von Unebenheiten bis
hin zum Entfernen von diversen Beschichtungen. Er verfügt über eine Drehzahlregelung, die für optimale Schleifgeschwindigkeiten bei
jeder Anwendung sorgt, sowie über einen integrierten Staubsaugerabschluss für sauberes und staubarmes Arbeiten. Eine
hochklappbare Schutzhaube ermöglicht Schleifarbeiten bis unmittelbar an die Kante. Für optimale Ergebnisse empfehlen
sich die passenden Premium Schleifteller aus dem Hause Tyrolit. Mit der neuen Mauerschlitzfräse HCE150 lassen sich
Nuten und Kanäle in Beton, Kalkstein oder Mauerwerk mit einer stufenlos einstellbaren Schnitttiefe von bis zu
45 mm schnitzen. Der mitgelieferte 3-Blatt-Distanzscheibensatz ermöglicht ein schnelleres Ausbrechen durch
den Mittelschlitz und die geschlossene Klapphaube garantiert eine optimale Staubabsaugung. Für eine
präzise Schnittführung einerseits sowie eine bequeme Handhabung andererseits sorgt die HCE150 mit ihrem
ergonomischen Hobelgriff. Empfohlen wird die Anwendung der Fräse in Kombination mit Tyrolit
Mauerschlitz-Scheiben.
www.tyrolit.com
Der Handbetonschleifer HGE125 eignet sich zum Vorbereiten und Ebnen
von Untergründen sowie zum Entfernen diverser Beschichtungen.
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RIKA KOMPRESSOREN
20 Jahre Rika Kompressoren: Umzug
in neue Betriebsräume abgeschlossen
Achtmal in Österreich präsent, Druckluftservice für alle Branchen und Anwender
plus 24 Stunden Notdienst: unter diesen idealen Voraussetzungen für den weiteren
Erfolg feiert die Rika Kompressoren GmbH ihr 20jähriges Firmenjubiläum.
K
undennähe realisiert das mit Hauptsitz
in Haag ansässige Unternehmen
durch acht Betriebsstätten in Österreich.
Der Anfang Mai 2022 abgeschlossene
Umzug in deutlich vergrößerte Betriebsräume
am Stammsitz in Haag unterstreicht
den Erfolg des Unternehmens am
Markt. Das Kundenspektrum reicht von
der Medizin bis zur Baubranche. Bei den
Produkten wie Verdichter von CompAir
Drucklufttechnik, die Teil des Ingersoll
Rand Konzern ist, setzt man auf Qualität
mit Zugriff auf ein umfassendes Produktprogramm
eines weltweit präsenten
Herstellers.
„Qualität bei unseren Produkten
kombiniert mit einem engagierten Service
durch gut ausgebildete und geschulte
Mitarbeiter haben uns dahin gebracht wo
wir heute stehen“, erklärt Geschäftsführer
und Inhaber Mario Karner und ergänzt:
„Selbstverständlich sind wir ein Ausbildungsbetrieb.
Nur so können wir uns
qualifizierte Mitarbeiter für die Zukunft
sichern.“
Der doppelsinnige Leitspruch: „Wir
haben immer Luft für Sie“ wird durch
einen 24 Stunden Notdienst und im
Bedarfsfall einschließlich Bereitstellung
von Miet und Leihkompressoren sowie
Zubehörteilen für alle Kunden mit Leben
erfüllt. „Die höchste Verfügbarkeit von
Druckluft, die praktisch Schlüsseltechnik
in jedem Unternehmen bis hin zur
Zahnarztpraxis ist, wollen wir mit
unserem Serviceangebot sicher stellen“,
erläutert Geschäftsführer Mario Karner.
Das Lieferprogramm ist mit Schrauben,
Kolben oder Baukompressoren in allen
Das Kundenspektrum
von
Rika reicht von
der Medizin bis
zur Baubranche.
Miet und Leihkompressoren
helfen schnell,
einen Bedarf zu
decken. Der
24 Stunden Notdienst
stellt die
Verfügbarkeit
sicher.
Leistungsklassen bzw. mit ölfrei arbeitenden
Verdichtern und einem großen
Zubehörsortiment umfassend und bietet
Drucklufttechnik komplett aus einer
Hand. Die Referenzliste – ob Zementwerke,
Brillenfertigung, Chemie und
Bauunternehmen, Stahlwerke oder
Weingüter – bildet ein „who is who“ der
Wirtschaft in Österreich ab.
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Vielseitig, mobil, nachhaltig und leistbar: bei hochwertigen Raumlösungen setzen
die Experten von INNKA auf die niederländische Qualitätsmarke Brouwer. Die je
nach Bedarf und Branche flexibel anpassungsfähigen „Raumwunder“ erweisen sich
besonders in Krisenzeiten als lohnende Investition für die Kunden.
erade im fahrbaren Bereich bietet
G INNKA den Kunden bei wartungsarmen
Bauwägen und Containern sehr viele
Varianten, Optionen und individuelle
Gestaltungsmöglichkeiten an. Dank der
effizienten, über viele Jahre hinweg
optimierten Produktionsverfahren halten
sich die allgegenwärtigen Preiserhöhungen
aber in Grenzen. So punktet der
Brouwer Bauwagen nach wie vor mit
herausragender Qualität und
einem TopPreisLeistungs
Verhältnis.
Brouwer steht aber nicht nur
für hohe Qualität, Langlebigkeit
und Innovationsfreude,
sondern nimmt auch das
48 MAI 2022
Im Bau und Gewerbebereich sind vor allem
die „Flex Units“ als beliebig kombinierbare
Bausteine gefragt.
INN-KA
„Wir bieten ein Top
PreisLeistungs
Verhältnis und können
rasch und individuell
auf individuelle
Wünsche eingehen“,
so INNKA
Geschäftsführer
Alexander Kadlec.
Thema Nachhaltigkeit während der
gesamten Produktentwicklung sehr ernst.
Das zeigt sich im niedrigen Energieverbrauch
durch intelligente Stromversorgung
und LEDBeleuchtung über die
Reduktion des CO2Ausstoßes durch
besonders hohe Isolationswerte bis hin zu
feuer und schallbeständigen Baumaterialien
mit hoher Dämmleistung. Zum
Einsatz kommen die innovativen Raumund
Transportlösungen neben der
Bauwirtschaft noch in vielen anderen
Bereichen.
„Wir bieten unseren Kunden tatsächlich
einen persönlichen RundumService,
welcher vom ersten Kundenkontakt bis
hin zur fachlichen Beratung, Bestellung,
Auslieferung und nachträglichen Betreuung
bei sämtlichen Angelegenheiten
reicht. Auf Wunsch übernehmen wir gerne
auch Reparaturen und Wartungen und
unterstützen bei allen Einrichtungs und
Ausstattungsfragen sowie bei der technischen
Infrastruktur wie Netzwerk,
Telefon und Klimatisierung. Dieses
Komplettpaket ist genau das, was unsere
zufriedenen Kunden so sehr an uns
schätzen“, so Geschäftsführer Alexander
Kadlec.
www.innka.at
vorher
nachher
IBS
Gleichenfeier für neue IBS-Firmenzentrale
Die Industrie und Baumaschinen Service GmbH erweitert derzeit im Gewerbepark
Ardagger ihre ÖsterreichZentrale durch einen modernen OfficeBereich.
G
emeinsam mit Kunden, Partnern,
Mitarbeitern der ausführenden
Baufirmen und seinem Team feierte IBS
Firmeninhaber Walter Fischer am 16. Mai
die traditionelle Gleichenfeier für die
aktuelle Standorterweiterung. Wenige
Monate nach dem Spatenstich läuft in
Ardagger alles nach Plan und mit dem
fertiggestellten Rohbau rückt die Finalisierung
des neuen 260 m 2 großen Bürogebäudes
einen großen Schritt näher.
Walter Fischer: „Wir verfügen über
langjährige Erfahrung mit Maschinen für
den Spezialtiefbau, den Wasser und
Flussbau oder auch den Tunnelbau. Mit
dem Neubau wollen wir auch zeigen, dass
wir trotz aller aktuellen Schwierigkeiten in
der Baubranche zu unserem Standort
stehen. Aus meiner Sicht ist das Betriebsgebiet
Ardagger ideal, denn von hier aus
sind die wichtigen Ballungsräume rasch zu
Durchsatz 250 t/Std.
Dieselverbrauch 6 l/Std.
im Mietpark verfügbar
Gleichenfeier für das neue
Bürogebäude im Betriebsgebiet
Ardagger, mit dem
die Firma IBS weiter auf
Expansion setzt (von links):
Joseph Warum (Leiter der
Niederlassung IBS Austria),
Firmenchef Walter Fischer
mit Gattin, Koloman Riedler
(Inhaber der Firma Riedler
Kies & Bau in Winklarn) und
DI Johannes Pressl (Bürgermeister
Ardagger).
VERKAUF | VERMIETUNG | SERVICE | PARTS | ALL IN AUFBEREITUNG
erreichen. Als Vertriebspartner für die
hochwertigen Produkte von Sennebogen,
Hydrema, Dieci und Minelli betreuen wir
ganz Österreich. Auch verstärken wir
unseren Service in WestÖsterreich, hier
laufen aktuell die entsprechenden Schulungen.
Für qualifizierte Bewerber können wir
sofort mehrere attraktive Arbeitsplätze
anbieten. Nicht zuletzt bauen wir auch den
Mietpark aus, womit ebenfalls wieder neue
Arbeitsplätze verbunden sind.“
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KUHN HOLDING
Neues Kuhn-Servicewerk in Traun optimiert
Betreuung für Palfinger und Komatsu Kunden
wiege
technik
Kuhn expandiert am heimischen Markt und feierte am 10. Juni 2022 die offizielle
Eröffnung seines neuen Standortes in Traun in Oberösterreich.
N
ach 12 Monaten intensiver Bauzeit
sichert die neue Niederlassung, die
unter Berücksichtigung der modernsten
ökologischen Standards errichtet wurde,
hochwertige Servicedienstleistungen aus
den Geschäftsbereichen Ladetechnik und
Baumaschinen für die Kunden im Einzugsbereich
Linz und schafft gleichzeitig neue
Arbeitsplätze. „Die KuhnGruppe steht für
Verlässlichkeit und Professionalität
gegenüber ihren Geschäftspartnern“, so
Karl Lenglacher, Geschäftsleitung Kuhn
Holding, Bereich Ladetechnik. „Mit dem
neuen Betriebsstandort haben wir nun
einen weiteren wichtigen Schritt in
Richtung Zukunft getätigt.“
Das rund 2.600 m² große, neue Kuhn
Servicewerk in Traun, errichtet auf einem
18.000 m² großen Grundstück, steht für
eine kundenorientierte Service und Dienstleistungsstruktur.
Das LeistungsPortfolio
des Betriebsbereiches KuhnLadetechnik
umfasst u.a. Aufbau, Reparatur und
Service von PalfingerLadekranen, PalfingerEpsilon
Holz und Recyclingkranen und
PalfingerAbroll und Absetzkippern. Karl
Lenglacher betont die Bedeutung des
Standorts für die Region: „Wir schaffen
nicht nur kürzere Anfahrtswege für unsere
Kunden. Mit unserer einzigartigen
Servicedienstleistung im Bereich Ladetechnik
sorgen wir auch für höhere Produktivität
und tragen zu noch wirtschaftlicheren
und effizienteren Arbeitsweisen bei.“
Der Geschäftsbereich der KuhnBaumaschinen
findet am Standort Traun nun
ebenfalls einen weiteren Servicestützpunkt
in Österreich und bietet dort insbesondere
Wartung und Reparatur von Komatsu
Baumaschinen. „Bei uns können nicht nur
Reparatur und Wartungsarbeiten vorgenommen
werden, auch Abholung und
Retournierung von Mietmaschinen sind im
neuen Servicewerk möglich. Mittelfristig
planen wir dort auch unseren Personalstand
entsprechend zu erweitern“, so
Prokurist Ing. Peter Präauer, Kundendienstleiter
Kuhn Baumaschinen
Österreich.
Mit zwölf Standorten, darunter neun
Servicewerke, und 300 Mitarbeiter in
Österreich zählt Kuhn zu einem der
größten privaten Arbeitgeber innerhalb der
Branche. Am neuen Standort werden daher
sowohl im Innen als auch im Außenbereich
nicht nur alle Umwelt auflagen erfüllt, es
wurden auch noch weitere wichtige
Maßnahmen in Bezug auf ökologische
Nachhaltigkeit gesetzt. So ist die
Errichtung einer Photo voltaikAnlage mit
einer Leistung von 63 kWP bereits
beauftragt und in Umsetzung. Das von
den Architekten Heinrich Jungwirth
(2021 verstorben) und Eric Auffahrt (IPC
Architektur Ziviltechnikergesellschaft
mbH) entworfene Gebäude besticht
zudem durch seine umfassende Nutzung
des Tageslichts, welche zur Reduktion des
Energieverbrauchs führt. Eine eigene
ETankstelle, eine Lackieranlage,
Waschboxen mit Ölabscheideranlage,
Parkflächenabscheider, modernste
Hallenkrane, eine Öl bzw. Altölentsorgungsanlage
und Druckluftversorgung
runden die nachhaltige Bauweise des
Gebäudes ab.
www.kuhn-gruppe.com
Christian Moser
(Verkaufsleiter Kuhn
Baumaschinen)
verweist auf die
optimierte Servicequalität,
die man im
Großraum Linz nun
auch für Komatsu
Baumaschinen
bieten kann.
JedeS gramm ZÄHlT
Mitte: Firmengründer Günter Kuhn übergibt den
symbolischen Schlüssel mit den besten Wünschen
an StandortLeiter Hubert Atteneder. Von rechts:
Mag. Andreas Kuhn (Geschäftsführung Kuhn
Holding), Nedo Pleic (Regional Manager bei Komatsu
Europe), Mag. Stefan Kuhn (Geschäftsführung Kuhn
Holding), Karl Lenglacher (Geschäftsleitung Kuhn
Holding, Bereich Ladetechnik), Michael Nell (Abgeordneter
zum Oberösterreichischen Landtag),
Dr. Felix Strohbichler (CFO Palfinger AG) und
Ing. KarlHeinz Koll (Bürgermeister der Stadt Traun).
Verkaufsleiter Christian
Moser mit Gerhard
Wohlmuth (Firma Habau,
Leiter Maschinentechnischer
Betrieb).
Das Team des neuen
KuhnServicewerks in
Traun ist hochmotiviert.
radlader
WAAGen
maximaler
bedienkomforT
wk60 elekTronik
mobileS onbord SySTem
iT kompaTibel
druck & abrecHnung vor orT
web-porTal
flexibler daTenZugriff
eicHfÄHig
keine überladung
Zur Eröffnungsfeier konnten zahlreiche
Kunden und Partner begrüßt werden.
50 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
... jedes Gramm zählt
MWT Mobile Wiegetechnik GmbH
+43 (0) 7247 50186-0
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MASCHINEN + TECHNIK
MANTOVANIBENNE
Eagle 3: die neueste Schrottscheren
Generation für härteste Einsätze
Nach über 3.000 Stunden Entwicklungszeit und mehr als 10.000 Teststunden
präsentierte das italienische Unternehmen Mantovanibenne vor kurzem sein
neuestes Produkt: die extrem kraftvolle Eagle 3 Schrottschere.
M
ehr als 20 Branchenspezialisten mit
jahrzehntelanger Erfahrung aus fünf
Ländern haben ihre Expertise eingebracht,
um Mantovanibenne‘s neuestes
Produkt, die Eagle 3 Serie zu entwickeln
und damit neue Maßstäbe im Schrottrecycling
zu setzen. Die neue Serie Eagle 3
wurde konzipiert mit dem Ziel, nicht nur
die Lebensdauer des Anbaugerätes zu
maximieren, sondern auch die Anwenderfreundlichkeit
zu optimieren und den
kosten und zeitintensiven Wartungsaufwand
zu minimieren. So kann beispielsweise
die Hauptwelle der Schrottschere
mit nur wenigen Handgriffen direkt am
Einsatzort gewechselt werden. Dadurch
reduzieren sich Stillstandzeiten und die
Total Cost of Ownership (TCO).
Die technischen Eigenschaften der
Eagle 3Serie sprechen für sich: ein
kürzerer Körper, ein beeindruckendes
GewichtLeistungsverhältnis und höhere
Stabilität machen die Eagle 3 Schrottschere
zu einem idealen Werkzeug in
jedem Einsatzgebiet. Die neue Produktlinie
bietet außerdem eine höhere Schneidkraft
aller Modelle und zudem eine neu
konzipierte Maulöffnung, welche um bis zu
Von rechts: Dominik Erath (Business Development & Export Manager,
Mantovanibenne S.r.l.), Herbert Eisterer (Geschäftsführer AAB Eisterer GmbH,
MBI Vertriebspartner in Österreich) und Thomas Fischer (Geschäftsführer
MBI Deutschland GmbH) mit der neuen Eagle 3 Schrottschere.
9% größer ist als bei älteren Modellen.
Besonderen Wert legt Mantovanibenne auf
die Verbesserung aller verbauten Komponenten.
Die Kiefer der Schere werden im
WasserstrahlSchneidverfahren hergestellt,
um nachteilige thermische Auswirkungen
des konventionellen Heißschneidverfahrens
auf den Stahl auszuschließen.
Hergestellt aus einem einzigen Stück und
ohne Schweißnähte wurden sowohl der
mobile Kiefer als auch die in den Körper
integrierte Kieferführung vollständig neu
und mit dem Zweck, absolute Stabilität im
Schneidvorgang zu gewährleisten,
konstruiert.
Eagle 3 Schrottscheren sind mit einem
speziellen, austauschbaren Nasenmesser
ausgestattet, welches einen höheren
Schutz des Oberkiefers bietet und den
Wartungsaufwand mit kostspieligen
Ausfallzeiten minimiert. Die Messersitze
sind aus dem Vollen gefräst, um eine
optimale Passung der Präzisionsmesser zu
gewährleisten. Zum Schutz der Kolbenstange
wird der Zylinder umgekehrt
verbaut. Zudem entwickelt der vergrößerte
Kolbenquerschnitt mehr Leistung und
beschleunigt die Arbeitszyklen. Die aus
Vollmaterial geschmiedete Kolbenstange
gewährleistet eine höhere Widerstandsfähigkeit
im Vergleich zu marktüblichen
Zylindern. Zudem werden Hochleistungsdichtsätze
mit einer Lebensdauer von
mehreren tausend Arbeitsstunden
eingesetzt.
Alle Bereiche des Scherenkörpers,
insbesondere die Seitenflanken des
Unterkiefers, welche einsatzbedingt dem
höchsten Verschleiß ausgesetzt sind,
werden bei Eagle 3Scheren durch
austauschbare Hardox 500 Stahlbleche
verstärkt. Häufige Wartungsarbeiten,
welche sich negativ auf die Einsatzbereitschaft
des Gerätes auswirken, werden so
vermieden.
Mit der Markteinführung der Eagle
3Serie präsentiert Mantovanibenne
sieben neue Scherenmodelle (2.600 kg bis
22.000 kg Eigengewicht) für Baumaschinen
von 24 bis 240 t. Das Highlight der
Produktserie, die Schrottschere SH2200R,
ist mit ihrem beeindruckenden Eigengewicht
von 22.000 kg das Schwergewicht
für die besonderen Abbruch und Recyclingeinsätze.
www.eagleshears.com
STEELWRIST
Neuer X02: Tiltrotator für Bagger bis 2,5 t
Zusammen mit dem neuen X02 – einem Tiltrotator, der für Bagger von 1,5 bis 2,5 t geeignet
ist – stellt Steelwrist auch ein komplettes Sortiment an passenden Anbauwerkzeugen vor.
D
er Tiltrotator X02 zeichnet sich
durch eine Reihe innovativer
Designlösungen aus und ist sowohl
als Direktanbau als auch mit einer
S30 Aufnahme verfügbar. Unter dem
Tiltrotator bietet Steelwrist entweder
einen mechanischen oder hydraulischen
Schnellwechsler S30 an. Der
Tiltrotator mit hydraulischem
Schnellwechsler S30 und integrierter
Front Pin Hook Technologie verfügt
über eine Sicherheitstechnik, welche
die CEAnforderungen erfüllt.
Der X02 ist zwischen dem kleinsten
Schwenkwechsler TCX für
Maschinen unter 2 t und dem
Tiltrotator X04 für Bagger von 2,5 bis
4 t positioniert. Auch bei dem neuen
X02 lag der Fokus darauf, einen
komplett gegossenen Tiltrotator mit
dem besten Verhältnis hinsichtlich
Festigkeit und Gewicht bei geringer
Bauhöhe zu entwickeln. Weitere
innovative Designlösungen, die mit
dem X02 eingeführt wurden: aufgrund
des neuen Getriebedesigns
kann Spiel im Drehantrieb einfach
eliminiert werden; wartungsfreie
Lager; Anordnung der Ventile und des
Steuermoduls zum Schutz vor
äußerer Beschädigung; schraubbare
Hebeöse oder Lasthaken als Option
bei Tiltrotatoren im Direktanbau.
Steelwrist bietet ein komplettes
Programm von Anbauwerkzeugen
mit S30 Aufnahme für den Tiltrotator
X02 an.
www.steelwrist.com
Willkommen in der Welt der Krane
www.kranlogistik.at
Innovatives Design und einfache Wartung
zeichnen den neuen Tiltrotator X02 aus.
XL-Kranlogistik GmbH
Betriebsstraße 1 Objekt 4
2482 Münchendorf
Weingartenstaße 14/6
4100 Ottensheim
52 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
WIMMER
Neuer Yellow Fox erweitert die
Wimmer Tunnelbagger-Palette
Die in Thalgau ansässige Firma Wimmer ist bekannt für ihre hochwertigen Lösungen in
den Bereichen Schnellwechselsysteme, Anbaugeräte, Bohrtechnologie und Tunnelbau.
Auf Basis dieses umfangreichen Knowhows entwickelte Wimmer mit den Modellen Blue
Badger, eBadger und miniBadger sehr erfolgreich eine eigene TunnelbaggerReihe für
kleinere Querschnitte. Wie Geschäftsführer Andreas Wimmer im Gespräch mit Baublatt.
Österreich ankündigt, wird auf der bauma mit dem Yellow Fox ein weiterer Tunnelbagger
in der 20 t Klasse präsentiert.
Herr Wimmer, bevor wir über die
Tunnelbagger-Modelle sprechen: Wo
liegen die traditionellen Stärken der
Firma Wimmer?
Wimmer: Als mein Vater, Ing. Alois
Wimmer, vor fast 40 Jahren unser
Unternehmen gründete, standen vor
allem Löffelreparaturen sowie sowie erste
selbstgefertigte Löffel im Mittelpunkt. Ein
wichtiger Meilenstein war kurz danach
das von ihm entwickelte hydraulische
Schnellwechselsystem ALock, mit dem
der Bagger zu einem vielseitigen Trägergerät
wurde. Für den Erdbau, der nach
wie vor ein ganz wichtiger Bereich für uns
ist, haben wir Schritt für Schritt ein
umfassendes Angebot an Anbaugeräten
entwickelt, die hinsichtlich Kubatur, Form
Die Computer Grafik gibt
einen ersten Eindruck des
neuen Yellow Fox. Der
T unnelbagger der 20 t Klasse
wird auf der bauma seine
Weltpremiere feiern.
und Materialqualität exakt für den
jeweiligen Einsatz optimiert sind. Aber
auch in den Bereichen Abbruch und
Recycling haben wir laufend unsere
Kompetenzen verstärkt. Unsere Abbruchzangen
und Greifer – aber auch maßgeschneiderte
Anbaugeräte, etwa eine
Kunststoffzange – genießen in der
Branche einen sehr guten Ruf. Unsere
54 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Kunden wissen, dass wir auch Lösungen
entwickeln, die sie wo anders nicht
bekommen. Nicht zuletzt ist die Bohrtechnologie
ein sehr wichtiges Standbein,
das wir seit über 30 Jahren forcieren und
weiterentwickeln. Von der Zerkleinerung
über Sprengloch und Ankerbohrungen
bis hin zu Reihenbohrgeräten für die
Blocksteinindustrie bieten wir eine
Reihe hochentwickelter Produkte,
in die wir sehr viel Entwicklungsarbeit
gesteckt haben.
Welche Rolle spielt der Tunnelbau?
Wimmer: Wir optimieren unsere Produkte
seit vielen Jahrzehnten auch für den
Tunnelbau. Der ist enorm spannend, denn
trotz aller Kernbohrungen weiß man nie,
was auf einen zukommt. Die Anforderungen
sind im Tunnelbau sehr, sehr hoch und
für genau diesen Bedarf liefern wir
Schnellwechselsysteme, Vortriebslöffel,
Ladelöffel, Hydraulikhämmer, Fräsen und
auch Bohrlafetten für die Tunnelbagger.
Beispielsweise für den Liebherr R 924
Compact Tunnel Litronic oder den
Liebherr R 950 Tunnel Litronic, die wegen
ihrer Robustheit sehr beliebt sind. Die
Kräfte, die hier auf den kurzen Tunnelvortriebslöffel
wirken, sind enorm. Dem hält
nicht jeder Schnellwechsler Stand. Das
alles ist geprägt von einem umfassenden
SicherheitsGedanken. Wir haben daher
für unser ALock Schnellwechselsystem
eine Schweizer SUVAZertifizierung
angestrebt, die für einen extrem hohen
Sicherheitsstandard steht. Wir sind nun
der einzige Hersteller eines Schnellwechselsystems,
der diese SUVABaumusterprüfung
hat.
Kommen wir zu den Tunnelbaggern.
Wie kam es zur Entwicklung der
Badger-Reihe?
Wimmer: Im Laufe der Jahrzehnte haben
wir im Tunnelbau viel gesehen und auch
mit unseren Kunden gelernt. Vor allem für
kleinere Tunnelquerschnitte wurde der
Bedarf für einen kompakten, leichten und
trotzdem leistungsfähigen Tunnelbagger
immer offensichtlicher. Aus diesem Grund
haben wir den Blue Badger entwickelt und
2018 auf den Markt gebracht. Dieser wird
von uns laufend weiterentwickelt und auf
Basis der Erfahrungen, die wir seither
gesammelt haben, optimiert. Der Tunnelbau
ist eine RiesenHerausforderung,
daher muss man konstant daran arbeiten,
das Produkt besser zu machen. Technisch
sind wir auf einem sehr guten Stand und
erhalten sehr gute Rückmeldungen von
den Kunden. Inzwischen befinden sich
vom Blue Badger weltweit 17 Geräte bei
Tunnelbauprojekten im Einsatz.
Der nächste Schritt war unser eBadger. Er
ist die elektrische Version des Blue Badger
und kann sehr einfach zwischen Netz und
Batteriebetrieb wechseln. Während der
eigentliche Arbeitseinsatz im Netzbetrieb
erfolgt, kann der eBadger mit dem
Batteriebetrieb innerhalb des Tunnels
seinen Standort wechseln. Damit wird der
Beschädigung des Kabels vorgebeugt.
Sobald das Kabel wieder angesteckt ist,
wird die Batterie automatisch geladen. Die
Entwicklung dieser Technik war für uns
eine große Herausforderung, denn in
einem Kurzheckbagger steht nur wenig
Platz zur Verfügung. Mit Miba Battery
Systems haben wir aber einen innovativen,
österreichischen Hersteller als
Betontankstelle »BTS«
BETON GANZ
EINFACH „TANKEN“
Steckenpferd Tunnelbau: Firmenchef
Andreas Wimmer arbeitet konsequent an
der Entwicklung hochwertiger Lösungen,
die den hohen technischen und
sicherheitstechnischen Anforderungen
im Tunnelbau gerecht werden.
Partner, der den Elektro Antrieb weiter
optimiert.
Seit letztem Jahr vervollständigt nun der
miniBadger unsere BadgerFamilie. Er ist
konzipiert für kurze Abschnitte und eine
Arbeitshöhe von unter 3 m, wie sie etwa
bei Wasserstollen für Speicherkraftwerke
benötigt werden. Im Gegensatz zum Blue
Badger verfügt der miniBadger über keine
Kabine und wird über eine Funkfernsteuerung
bedient. Der miniBadger hat in der
Schweiz beim CholfirstTunnel im Norden
»Asphaltprofi Thermo«
Asphalttransport in thermoisolierter Mulde
mit Abschiebetechnik
Nova Bautec Handels GmbH
Gewerbestraße 10 · A 5621 St. Veit im Pongau
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Der eBadger ist während des Arbeitsprozesses an das
Stromnetz angeschlossen. Die Batterie, die dabei automatisch
geladen wird, ermöglicht das netzungebundene Bewegen des
Geräts von und zum Einsatzort.
des Kantons Zürich bereits sehr erfolgreich
seine Feuertaufe absolviert. Hier
wurde bei einem bestehenden Autobahntunnel
ein Fluchtstollen errichtet und für
diesen kleinen Querschnitt war der
miniBadger das optimale Gerät. Der
miniBadger ist noch mit einem konventionellen
Motor ausgerüstet, kann aber auch
elektrisch angetrieben werden.
Was sind die Hintergründe für den
neuen Yellow Fox und was kann sich
die Tunnelbaubranche von dem Gerät
erwarten?
Wimmer: Selbstverständlich wollen wir
wachsen und setzen nach der erfolgreichen
Einführung des miniBadger nun den
nächsten Schritt. Wie die Praxis zeigt, gibt
es Anwendungen, für die der Blue Badger
zu klein ist. Hier wollen wir in Zukunft
einen Tunnelbagger anbieten, der von
rund 4 m bis 7 m Arbeitshöhe ideal
einsetzbar ist.
Dazu möchte ich anmerken, dass wir das
Trägergerät nicht selbst fertigen. Beispielsweise
verwenden wir bei den
kleineren BadgerModellen eine speziell
für unsere Anforderungen konzipierte
Plattform, die vom italienischen Hersteller
Eurocomach für uns gefertigt wird. Für
unser neues, größeres Modell habe ich
Kontakt mit den Experten der Firma
Liebherr im Werk Colmar in Frankreich
aufgenommen. Diese verfügen über große
Erfahrung und wissen, wie die Details
gelöst werden müssen, damit das
Gerät tunneltauglich ist. Schon
mein Vater hat in der Vergangenheit
sehr viel mit Liebherr zusammengearbeitet.
Aus diesem Grund
ist auch das gegenseitige Vertrauen
vorhanden. Nach mehreren Gesprächen
haben wir von Liebherr schließlich die
Zusage bekommen, dass wir für unseren
neuen Tunnelbagger eine LiebherrPlattform
verwenden dürfen. Konkret handelt
es sich um den Oberwagen des Liebherr
914 Compact Litronic und den stärkeren
Unterwagen des Liebherr 920 Compact
Litronic. Es war für uns ein sehr erfreulicher
Moment, als wir diese Zusage
erhalten haben und ich möchte mich an
dieser Stelle auch sehr herzlich bei der
Firma Liebherr bedanken.
Soviel zur Vorgeschichte. Den Tunnelbaufirmen
bieten wir mit dem neuen Yellow
Fox einen Wimmer Tunnelbagger mit
einem Einsatzgewicht von ca. 22 t. Er wird
von einem konventionellen 90 kW Motor
angetrieben. Wie der Blue Badger wird er
Der neue Yellow
Fox erreicht eine
Arbeitshöhe von
4,2 bis 7 m.
Nach dem Blue Badger und dem eBadger erweiterte die
Firma Wimmer zuletzt mit dem miniBadger ihr Angebot
an Tunnelbaggern für kleinere Querschnitte.
über einen Tunnelvortriebsarm verfügen,
der 45° schwenkbar ist. Spannend ist seine
Arbeitshöhe, die von 4,2 bis 7 m reicht.
Hier muss ich unsere Konstruktions und
Entwicklungsabteilung vor den Vorhang
holen, die bei der Abstimmung der ganzen
Kinematik wirklich das Beste rausgeholt
hat. Von vielen Tunnelbaufirmen, die ich
über unsere Neuheit informiert habe,
erhalte ich sehr positive Reaktionen. Viele
sind neugierig auf diese Verbindung
unserer langjährigen Erfahrung mit der
hochwertigen Liebherr Technik. Auf der
bauma im Herbst wird der neue Yellow
Fox aufgrund seiner Größe in unmittelbarer
Nähe unseres Standes im Bereich
zwischen den Hallen zu sehen sein.
Gibt es abseits des Yellow Fox weitere
Neuheiten?
Wimmer: Die gibt es tatsächlich, denn wir
arbeiten gemeinsam mit einem Partner
auch intensiv an einer 3DTechnik, mit der
wir den Tunnelbagger im Tunnelquerschnitt
exakt einmessen können.
Damit schaffen wir eine wichtige
Hilfe für den Baggerfahrer, der dann
genau weiß, wie sein Sollprofil
aussieht und wo er noch nacharbeiten
muss. Die Vorteile liegen auf der
Hand, denn der Baggerfahrer muss
sich nicht mehr mit einem Vermessungstechniker
austauschen. Das
trägt letzten Endes auch zur Sicherheit
bei, weil sich dadurch eine
Person weniger im Gefahrenbereich
befindet. Neben den Geräte
Neuheiten werden wir auch
dieses neue System im Rahmen
der bauma präsentieren.
Wir danken für das Gespräch!
56 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
AQUAJET / BROKK
Erfolgreiche erste World Tour Events
Aquajet veranstaltete Ende April seine erste World Tour in Europa und Nordamerika.
A
ls Spezialist in der Entwicklung und
Herstellung innovativer Hochdruckwasserstrahltechnologien
konnte Aquajet
neue und bestehende Kunden aus 13
verschiedenen Ländern bei den Veranstaltungen
begrüßen. Der Aquajet Vertriebspartner
für Deutschland und
Österreich, die Brokk DA GmbH, war
Ausrichter der europäischen Veranstaltung
in Friedenweiler, Süddeutschland,
während der nordamerikanische Vertriebspartner,
Brokk Inc. die Teilnehmer
aus den USA, Kanada und Lateinamerika
in St. Joseph, Missouri, beherbergte.
Die Veranstaltungen boten Weiterbildungen
und Gerätevorführungen, einschließlich
des neuen Aqua Cutter 750V, und
Gelegenheiten zum Erfahrungsaustausch.
Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit,
das Ergo Hochdruckwasserstrahlsystem
im Einsatz zu sehen, das in einer kompakten
Einheit die vierfache Leistung einer
Der nächste Partner auf Digando.com – dem führenden B2B-Marktplatz
für die digitale Miete von Bauequipment in Österreich.
Ab sofort
Lager- & Büro-
Container bei
Digando mieten!
DIGANDO.COM
Die Veranstaltungen
umfassten
Schulungen
und Vorführungen
der
einzelnen
Aquajet
Produktlinien.
Handlanze bietet. Außerdem konnten die
Besucher den geräuscharmen Betrieb der
Ecosilence 3.0 Hochdruckpumpe live
erleben sowie das Ecoclear 2.0 Abwasserreinigungssystem
in Verbindung mit dem
neuen Aqua Cutter 750V im Betrieb
sehen. Zusammen bieten die Maschinen
den Kunden eine hohe Sicherheit und
Produktivität von Hochdruckwasserstrahlrobotern
mit dem zusätzlichen Vorteil
einer bedarfsgerechten Abwasseraufbereitung
vor Ort – und das alles bei einer
kompakten Bauweise, die strenge Umweltauflagen
erfüllt und gleichzeitig ein
Höchstmaß an Vielseitigkeit auf überlasteten
Baustellen bietet.
www.aquajet.se
www.brokk.de
++ Marktplatz News ++
MASCHINEN + TECHNIK
Geballte Kobelco Power
beim Abbruch einer Hotelanlage
in der Wagramer Straße in Wien: Der
neue SK300NLC und der SK400DLC mit
LongfrontAusrüstung (siehe Bild
rechts) sorgen für einen zügigen
Rückbau.
PRAJO‘S / KOHLSCHEIN
Abbruch-Profi Prajo‘s verstärkt sich
mit zwei neuen Kobelco-Kraftpaketen
Die Auftragsbücher sind voll und trotz aller Schwierigkeiten in der Baubranche
scheint 2022 für die Firma Prajo‘s erneut ein Rekordjahr zu werden. Neben dem
engagierten Team ist für den Erfolg auch der moderne und leistungsfähige Fuhrpark
verantwortlich. Hier vertraut das Unternehmen seit vielen Jahren auf die Bagger der
Marke Kobelco und investierte vor kurzem in einen neuen SK260NLC und SK300NLC.
Ü
ber drei Jahrzehnte Erfahrung mit
Abbruchprojekten jeder Größenordnung
– dafür steht der Name Prajo‘s im
Raum Wien und Umgebung. Der bereits
vollzogene Generationenwechsel sorgte
nochmals für einen kräftigen Schub, denn
das jahrzehntelange Knowhow von
Firmengründer Zoran Prajo ist nun
gebündelt mit der jugendlichen Power von
Sohn Nikola Prajo, der das Unternehmen
seit einigen Jahren leitet. Prajo‘s beschäftigt
rund 60 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter bzw. rund 120 Personen in
verschiedenen SubUnternehmen. Neben
den aktuellen Großprojekten, etwa dem
umfangreichen Abbruchprojekt beim
FranzJosefsBahnhof, sorgen neue
RückbauAufträge auch in den nächsten
Monaten für eine hohe Auslastung.
Dazu Firmenchef Nikola Prajo: „Der
Name Prajo‘s steht in der Branche für
Verlässlichkeit, Professionalität und
Handschlagqualität. Das ist sicherlich
auch der Grund dafür, dass wir noch nie so
ausgelastet waren wie in diesem Jahr und
wir mit Sicherheit wieder ein TopErgebnis
erzielen werden. Egal ob Großprojekt
oder kleiner Rückbau – neben dem
Sicherheitsaspekt hat für uns auch immer
die größtmögliche Wiederverwertung der
Baurestmassen oberste Priorität. Wir
planen in diesem Bereich umfangreiche
Investitionen und arbeiten aktuell an der
Realisierung eines neuen RecyclingStandorts
in Himberg. Parallel dazu wird von
uns in WienLiesing ein Zwischenlager zu
einem leistungsfähigen Standort
ausgebaut.“
Zentrales Element für ein erfolgreiches
Abbruchunternehmen sind natürlich
leistungsfähige Geräte, wobei bereits
Firmengründer Zoran Prajo von der
Marke Kobelco überzeugt war. Ende Mai
kam es in der Zentrale der Firma Kohlschein
in Wien zur Übergabe der beiden
jüngsten Kobelco Hydraulikbagger: einem
SK260NLC und einem SK300NLC.
Während es sich beim SK260NLC um eine
Ersatzinvestition handelt, wird der
Fuhrpark mit dem SK300NLC um ein
neues Gerät erweitert.
Der Grund für die Neuanschaffung ist
der steigende Bedarf an leistungsfähigen
Geräten, verursacht etwa durch massive
Fundamente und Bodenplatten bei
Industriegebäuden. Auch beim Abbruchprojekt
beim FranzJosefsBahnhof zeigte
sich deutlich, dass für einen zügigen
Rückbau neue Kraftpakete mit entsprechender
Hydraulikleistung für stärkere
Anbaugeräte benötigt werden. Gleichzeitig
entlasten der neue SK260NLC und
SK300NLC das derzeit größte Gerät im
Fuhrpark: den Kobelco SK400DLC. Dieser
kann Abbrucharbeiten bis in eine Höhe
von 25 m durchführen. Durch den teleskopierbaren
Unterwagen kommt das Gerät
auf unter 3 m Breite, was für den Transport
im städtischen Bereich von Vorteil ist.
Weiters kann das Gesamtgewicht durch
das Reduzieren des Gegengewichts auf 30
t beschränkt werden. Zur Erhöhung der
Übergabe der neuen Kobelco Bagger
SK260NLC und SK300NLC in der
Zentrale der Firma Kohlschein in Wien
(von links): Mag. Stefan Jonke
(Geschäftsführer, Firma Kohlschein),
Nikola Prajo (Geschäftsführender
Gesellschafter, Firma Prajo‘s), Bosiljko
Glavas (Kaufmännische Leitung &
Abfallbeauftragter, Firma Prajo‘s),
Florian Kugi (Verkauf, Firma
Kohlschein) und Senior Chef Wolfgang
Jonke (Firma Kohlschein).
Flexibilität verfügt der SK400DLC auch
über eine Erdbauausrüstung. Dadurch kann
er neben dem Abbruch auch für normale
Grabarbeiten, etwa im Fundamentbereich,
eingesetzt werden. Bis 14 m Höhe können
dann auch schwere Abbruchzangen
zum Einsatz kommen.
Ausgerüstet wurden die beiden neuen
Kobelco Bagger SK260NLC und SK300NLC
Der SK400DLC kommt mit seinem
teleskopierbaren Unterwagen auf
unter 3 m Transportbreite.
58 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
auf Wunsch der Firma Prajo‘s mit einem
SW2 und SW3 Schnellwechselsystem der
Firma Baumaschinentechnik und einem
Sortiergreifer. Alle Anbaugeräte der Firma
Prajo‘s sind damit kompatibel.
Gemeinsam mit dem SK400DLC stellte
der neue SK300NLC Anfang Juni beim
Rückbau einer Hotelanlage in der Wagramer
Straße in Wien seine Leistungsfähigkeit
bereits unter Beweis. Die Firma Prajo‘s führt
hier die StörstoffEntfrachtung und den
kompletten Rückbau durch. Für den Einsatz
der beiden Kraftpakete wurde der Keller
abgestützt, da er auch als Baugrubensicherung
dienen wird. Aber auch nach der
jüngsten Investition denkt Nikola Prajo
bereits wieder an die Zukunft. Sein Interesse
gilt dabei dem 9 t Kobelco, der für Teil und
Innenabbrüche unter engen Platzverhältnissen
eine ideale Lösung darstellen würde.
Nikola Prajo über die Treue zur Marke
Kobelco: „Wir sind mit unseren Kobelco
Geräten seit vielen Jahren sehr zufrieden.
Was uns von Beginn an überzeugt hat, ist der
geringe Verbrauch der Kobelco Bagger. Dazu
kommt, dass die Geräte sehr verlässlich und
leicht zu transportieren sind. Eine weitere
Stärke ist die hervorragende Steuerung der
Kobelco Bagger, die ab einer gewissen Höhe
und bei sensiblen Stellen extrem wichtig ist.
Ganz wichtig ist natürlich auch das ausgezeichnete
PreisLeistungsverhältnis und der
tadellose Service durch das ganze Team der
Firma Kohlschein. Wir sind beide Familienunternehmen
und die gute Zusammenarbeit,
die bereits mit den beiden Firmengründern
begonnen hat, funktioniert auch in unserer
Generation sehr gut.“
www.prajos-bau.at | www.kohlschein.at
Condecta Schnelleinsatzkrane
sind zu 100 % feuerverzinkt.
Ausladung von 24 m bis 45 m,
Hakenhöhe bis 30 m.
ATC Asphalt-
Thermo-Container,
beheizt und isoliert für 2,5–20 t Asphalt
Zahnstangenaufzüge
für Personen- und Materialtransporte
Dreger &
Thurner GmbH
Europaweg 4
A-8141 Premstätten
Tel: 0316/718505-0
office@dreger-thurner.at
www.dreger-thurner.at
MASCHINEN + TECHNIK
ADLER / ZEPPELIN
Kehrmaschine K 750 von Adler: große
Flächen effizient und staubarm kehren
Durch die langjährige Geschäftsbeziehung zwischen der Zeppelin Österreich GmbH und
der Adler Arbeitsmaschinen GmbH & Co. KG konnte für den Bedarf der Gemeinde Reith
die optimale Lösung gefunden werden.
D
ie ausgelieferte Kehrmaschine mit der
Arbeitsbreite 210 cm wurde mit einem
großvolumigen Sammelbehälter, einer
Wassersprüheinrichtung und einem
Die Spezialisten der Firma Adler Arbeitsmaschinen
verbindet seit vielen Jahren
eine enge Zusammenarbeit mit dem Team
der Zeppelin Österreich GmbH in der
Niederlassung Innsbruck.
Durch den Seitenkehrbesen ist auch ein randnahes Kehren möglich.
Seitenkehrbesen ausgestattet. Durch die
Wassersprüheinrichtung mit einem
Fassungsvermögen von 240 l kann die
Gemeinde sogar große Flächen staubarm
kehren, dies ist besonders im innerstädtischen
Bereich und auf Parkplätzen von
Vorteil. Der Seitenkehrbesen ermöglicht
den Kundinnen und Kunden ein randnahes
Kehren.
Die Gemeinde Reith war lange auf der
Suche nach einer passenden Kehrmaschine,
um vor allem ihr Betriebsgelände,
große Bauplätze sowie öffentliche Straßen
sauber zu halten. Die Vorteile der Kehrmaschinen
liegen bei Adler offensichtlich
auf der Hand. „Die extra dicken Bleche
sprechen für eine lange Lebensdauer, die
großen Kehrwalzen von 750 mm Bürstendurchmesser
schaffen ein sehr gutes
Kehrbild und die serienmäßigen Schwerlastlenkrollen
sorgen für robuste Stabilität
und zeugen von durchdachter Funktionalität“,
so Stefan Ostendorf, der als Ansprechpartner
für den österreichischen Markt
zur Verfügung steht.
„Letztendlich überzeugt uns immer
wieder wie flexibel und individuell wir
gemeinsam mit Adler auf die Kundenwünsche
und deren unterschiedlichste
Anforderungen eingehen können. So
schaffen wir es immer, wieder gemeinsam
die beste Maschine mit dem größtmöglichen
Kundennutzen zu finden“, berichtet
der Gebietsverkäufer Markus Eberl aus
der Zeppelin Niederlassung Innsbruck.
Die Qualität der CatLader und der
Adler Anbaumaschinen ergänzen sich in
beide Richtungen perfekt. „Unser
Anspruch ist es, unseren Kundinnen und
Kunden die beste Qualität zu bieten. Des
Weiteren ist unser erklärtes Ziel, unsere
Maschinen ständig weiter zu optimieren,
um neue Maßstäbe zu setzen“, erklärt
AdlerGeschäftsführer Thomas Schmiemann.
„Die regionale Beschaffung vieler
Komponenten hat sich in der Vergangenheit,
wie auch in Krisensituationen
bewährt. So kann Adler aktuell mit
stabilen Lieferzeiten zu gewohnt hoher
Qualität punkten. Das breite Produktportfolio
von Adler ist für die Kundinnen und
Kunden ein echter Gewinn, so können
viele Maschinen aus „einer Hand“ bestens
aufeinander abgestimmt geliefert werden“,
betont Thomas Schmiemann abschließend.
www.adler-arbeitsmaschinen.de
Ein neues Telematiksystem
ermöglicht es Betreibern von
Kubota Baumaschinen, die
Effizienz und Sicherheit ihrer
Maschinen zu erhöhen.
D
as „Kubota Tracking System“
ge währleistet es den Nutzern, über die
Maschinen des eigenen Fuhrparks
informiert zu bleiben. Der Zugriff kann
über PC, Laptop, Tablet oder Smartphone
erfolgen, so dass die Daten überall und zu
jeder Zeit einsehbar sind. „Die Kosten in
anderen Bereichen des Baugewerbes
steigen stark an, somit versuchen wir,
neue Wege zu entwickeln, um den Nutzen
von KubotaMaschinen darzustellen und
die Effizienz zu steigern“, betont Joachim
Stein, Leiter Produkt Support, Kubota
Baumaschinen GmbH.
Das Kubota Tracking System, welches
zunächst mit dem Modell KX0804a2
eingeführt wird, stellt sicher, dass der
Nutzer alle Daten seiner Maschine auf
Knopfdruck erhält. Dazu gehören Informationen
wie Stillstands und Einsatzzeiten,
die Maschinenbewegung, aber auch
RM NEXT LEVEL ELECTRIFICATION
30 YEARS XPERIENCE – THE BEST IS JUST THE START
Kosten senken
Flexibilität schaffen
Effizienz steigern
Verantwortung übernehmen
KUBOTA
Kubota führt eigenes
Tracking System ein
Vorteile wie eine genaue Information zum
aktuellen Standort der Maschine sind
verfügbar. Weiters ist eine Geofencing
Funktion verfügbar, mit der die Nutzer
bestimmte Einsatzbereiche und Zeiten für
jede Maschine festlegen können. Die
Visualisierung von Warnungen bzw. der
Maschinenfehler ermöglicht eine deutlich
schnellere Fehleranalyse und Reaktionsmöglichkeit
zur Lösung des Problems, was
Geschäftsmöglichkeiten erweitern
Klima schützen
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Das Kubota Tracking
System ist jetzt serienmäßig
für alle 8,0 t Kubota Kompaktbagger
KX0804a2 erhältlich und
wird in Zukunft auf weitere
Baureihen ausgeweitet.
die Ausfallzeiten auf ein Minimum
reduziert. Eine Produktivitätssteigerung
ist dank der ständigen Überprüfung und
Analyse von EchtzeitParametern, wie die
Maschinenarbeitsrate (Maschinenauslastung),
Betriebszeiten, tatsächlicher
Betrieb, Leerlaufzeit, DPFRegenerationshistorie,
Wasser und Öltemperaturen
sowie dem Kraftstoffverbrauch möglich.
www.kubota-eu.com
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60 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2022 61
MASCHINEN + TECHNIK
Beim Anlegen eines
„Berliner Verbaus“ im
schwäbischen Leonberg verwendete
das beauftragte Unternehmen
eine KemrocDoppelkopffräse
KRD 120 am firmeneigenen
26 t Bagger.
MASCHINEN + TECHNIK
KEMROC
Schnell und sauber im Verbau:
Kemroc-Fräse KRD 120 mit Rotator
Die Ränder einer rund 6.000 m² großen Baugrube in Leonberg bei Stuttgart sicherten Einsatzkräfte
eines schwäbischen Abbruch und Erdbaubetriebes mit einer Trägerbohlwand.
Mithilfe einer FräsenRotatorKombination von Kemroc am 26 t Bagger wurden dabei die
Grubenwände präzise und sicher begradigt, um anschließend die Holzbohlen einzuziehen.
E
in Industrieareal in Leonberg bei
Stuttgart verändert sein Gesicht. Hier
lässt der Bauträger, ein bekannter
schwäbischer Hersteller von Elektrogeräten,
anstelle veralteter Infrastruktur nun
einen modernen Gebäudekomplex
errichten. Nach dem Rückbau der oberirdischen
Gebäudestruktur übernahm das
Unternehmen BERB aus Bösingen die
Aufgabe, das Kellergeschoss inklusive
Betonfundament zu beseitigen sowie die
6.000 m² große Baugrube auszukoffern
und zu sichern. Schnell und rationell
gelang dabei das Einziehen des Trägerbohlenverbaus
dank einer Querschneidkopffräse
KRD 120 (120 kW) mit einem
Rotator KRM 60 – beides vom Hersteller
Kemroc – am firmeneigenen Kettenbagger.
Abbruch mit vereinten Kräften
Bantle Entsorgung und Rückbau in
Bösingen – dafür steht der Name des
schwäbischen Unternehmens BERB, das
im Jahr 2017 von DI Georg Bantle als
Schwesterbetrieb des Straßen und
Tiefbauunternehmens Gebrüder Bantle
aus Bösingen am Schwarzwaldrand
gegründet wurde. Mit qualifiziertem
Personal und eigenem Maschinen und
Gerätepark verwirklicht Berb bedeutsame
Abbruch, Entsorgungs und Erdbauprojekte
im gesamten Südwesten Deutschlands.
Zum gemeinsamen Gerätearsenal
beider Schwesterbetriebe gehören seit
einiger Zeit auch eine der patentierten
Kettenfräsen zum Gipsabbau sowie ein 6 t
Schneidrad von Kemroc.
Mit diesen Erfahrungen im Hintergrund
stemmte man in Leonberg zunächst
noch den Rückbau der verbliebenen
Gebäudestruktur nach klassischer Manier
mit Bagger plus Hammer und Schere. Um
jedoch danach die Baugrube für den
künftigen Gebäudekomplex anzulegen und
zu sichern, ging man auf eine bisher noch
nicht erprobte Weise vor. Nach dem
Auskoffern kam nämlich beim Einziehen
des Trägerbohlenverbaus ein firmeneigener
26 t Bagger mit einer Querschneidkopffräse
von Kemroc zum Einsatz.
Beim Erstellen dieses Verbautyps (auch
Berliner Verbau genannt) werden in
regelmäßigen Abständen stählerne
DoppelTTräger in den Boden gerammt,
zwischen jeweils zwei solcher Stahlträger
werden Holzbohlen eingehängt. Um
hierfür Platz zu schaffen, wird gegebenenfalls
vorher mit Bagger und Löffel der
anstehende Boden entfernt. Wenn jedoch
der Baggerlöffel dabei größere Brocken
herauslöst, können geologische Verwerfungen
entstehen, die wieder verfüllt werden
müssen. Um dies zu vermeiden, griff man
in Leonberg zum neuartigen Verfahren
mit Bagger und Doppelkopffräse. Auf diese
Weise ließen sich ebene, gerade Wände
ohne größere Ausbrüche hinter den später
eingelegten Holzbohlen in den steinigen
Boden fräsen.
BaggerAnbaufräsen der Serie KRD
sind eine relativ neue Produktgattung des
SpezialgeräteHerstellers Kemroc.
Fotos: Kemroc
Mit senkrechten Schwüngen der
Doppelkopffräse entfernt der
Baggerfahrer das Material
zwischen den einzelnen U-Profilen,
in die später die Verbaubohlen
eingezogen werden.
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Im kombinierten Einsatz mit dem
Rotator hinterlässt die Fräse eine
senkrechte, flache Wand ohne
Ausbrüche. So bleibt die Menge
an Aushub auf ein Mindestmaß
beschränkt.
Verfügbar sind neun Baugrößen für
Bagger von 0,5 bis 50 t Einsatzgewicht. Es
handelt sich um Querschneidkopf bzw.
Doppelkopffräsen mit Direktantrieb.
Robust und kompakt gebaut, entwickeln
sie viel Leistung bei wenig Gewicht. Damit
eignen sie sich etwa für Abbruchprojekte
mit LongfrontBaggern sowie für die
Bodenstabilisierung und Betonsanierung.
Sie sind auch im Kanal und Rohrleitungsbau
einsetzbar, bei Profilierungsarbeiten
sowie zum Abbau von Weichgestein.
In Leonberg wurde ein Modell KRD 120
auf die Baustelle geliefert. Sie wurde in
Kombination mit einem Rotator des Typs
Kemroc KRM 60 am Bagger montiert.
Diese Produktreihe endlos drehender
Rotationsmodule für Bagger von 2 bis 70 t
ermöglicht ein winkelgenaues Positionieren
der Anbaufräse am zu fräsenden
Material aus jeder Baggerstellung heraus.
Bei den Arbeiten in Leonberg von Februar
bis Mai 2022 wurde an den Baugrubenwänden
das Material zwischen den
Stahlprofilen in geraden, senkrechten
Bahnen von unten nach oben abgetragen,
ohne dass der Maschinist den Bagger
zwischen einer Bahn und der nächsten
seitlich versetzen musste. Im Ergebnis
entstanden flache, ebene Wände mit
geringem Abstand zu den anschließend
eingezogenen Bohlenwänden.
„Das Bearbeiten des steinigen bis
felsigen, in verschiedenen Schichten
anliegenden Materials bewerkstelligte
unser Maschinist dank dieser Gerätekombination
schnell und exakt“, berichtet der
Bauleiter Florian Eisele nach dem
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Abschluss dieses Projekts. „Wir erzeugten
auch eine sehr geringe Menge an Ausbruchmaterial
und hielten damit die
Abtransport und Deponiekosten in
erträglichen Grenzen. Ohnehin geht es bei
diesem Fräsen Typ von Kemroc nicht
unbedingt um Masse, sondern vielmehr
um Genauigkeit.“ Noch einen weiteren
günstigen Effekt hatte der Einsatz dieser
Gerätekombination in Verbindung mit
einem vollhydraulischen Schnellwechsler
und einem Standardlöffel, wie der Bauingenieur
Eisele ergänzt: „Der Maschinist
konnte abwechselnd fräsen und Material
verladen, die Maschine war damit sehr
günstig ausgelastet. Auf diese Weise haben
wir in Leonberg den Einsatz eines
zusätzlichen Achttonners eingespart.“
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62 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2022 63
MASCHINEN + TECHNIK
ROCKSTER
R1000S als All-In-One-Lösung im
Herzen der französischen Hauptstadt
Paris schafft Platz für die Entwicklung eines zukünftigen ÖkoViertels. Dafür wurden
Teile des leerstehenden Gebäudekomplexes des ehemaligen SaintVincentdePaul
Krankenhauses im 14. Arrondissement abgerissen und recycelt. Um jegliche Baurestmassen
vor Ort effizient aufzubereiten, entschied sich die Gemeinde für den
raupenmobilen Prallbrecher Rockster R1000S inklusive Siebsystem.
er im Jahr 1800 erbaute Kranken
Dhauskomplex SaintVincentdePaul
war als Hospiz für verlassene und gefährdete
Kinder bekannt. Paris legt großen
Wert darauf, die Art und Weise, wie ein
Viertel strukturiert ist, wiederaufzubauen.
Ein ehrgeiziges Projekt, das 2015 von der
Vereinigung „Aurore, Plateau Urbain“ und
„Yes We Camp“ gestartet wurde, sieht vor,
60% der alten Gebäude unberührt zu
lassen. Somit wird auf der einen Seite das
architektonische Erbe bewahrt und auf
der anderen Seite bleibt Raum für
ambitionierte Projekte, wie die zukünftige
Stadtentwicklung aussehen könnte.
Rocksters langjähriger Partner KoncassToo
brachte den R1000S auf diese
Abbruchstelle im Herzen der französischen
Hauptstadt. Die äußerst strengen
städtischen Vorschriften zur Staub und
Lärmbelästigung spielten Rockster in die
Karten und machten den R1000S zur
perfekten Wahl für diese Aufgabe. 4.000 t
Schutt wurden mühelos in wertvolles 032
mm Endkorn verwandelt, das auf dem
Baustellengelände vollständig für den Bau
des ÖkoQuartiers eingesetzt wird.
Der R1000S ist mit Sicherheit einer der
vielseitigsten Brecher auf dem Markt –
kompakt und flexibel, aber auch enorm
leistungsstark. Der Prallbrecher lässt sich
leicht auf dem Gelände der Abbruchstelle
bewegen und ebenso von einem Projekt
zum anderen transportieren. „Das Be und
Entladen geht schnell und es sind keine
zusätzlichen Transportgenehmigungen
Auf dem
Abrissgelände
im 14. Pariser
Arrondissement
stand ein Teil des
Krankenhauses
SaintVincentdePaul.
Das erzeugte
kubische
Endkorn, wird
sofort vor Ort für
den Bau des Öko
Viertels wieder
eingesetzt.
erforderlich. Dadurch kann der Brecher
sehr rasch eingesetzt werden, was für
unsere Kunden ein großer Vorteil ist.
Außerdem ist das erzeugte, kubische
Endkorn fantastisch für die Wiederverwertung
geeignet“, betont Grant
Johnston von KoncassToo.
Sauberes Wertkorn
in einem Durchgang
Der AllinOneBrecher ist für eine
Vielzahl von Aufgaben konzipiert, egal ob
es sich um das Recycling von Beton,
Asphalt, Bauschutt oder die Verarbeitung
von Naturstein handelt. Er verfügt über
ein leistungsstarkes Kreisschwingsieb und
schwenkbares Rückführband zur Produktion
eines zweiten, definierten Endproduktes.
Zusätzlich verhindert ein hydraulisch
höhenverstellbarer Magnetabscheider
Verstopfungen beim Ausscheiden von
Eisen aus dem Endprodukt und ein
angebauter Windsichter sorgt für eine
effiziente Entfernung von Leichtstoffen
wie z.B. Styropor, Gips, Holzteile, Textilien
und Ähnlichem. Alle oben genannten
Komponenten sind ein großer Vorteil für
jede effiziente AbbruchBaustelle. Brechen,
Sieben sowie Entfernen von Eisen und
unerwünschten Leichtstoffen in einem
Durchgang machen diesen Brecher zu
einem echten Allrounder für die Produktion
eines höchst wertvollen und sauberen
Endmaterials.
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64 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
mit unseren hydraulischen anbauteilen bewegen sie welten
große auswahl für
jedes TrägergeräT
TADANO
Felbermayr übernimmt 18. City Kran
Die Firma Felbermayr hat drei Tadano AC 3.0451 City geordert.
Der mittlerweile 18. City Kran wurde nun übergeben.
M
it dem Großauftrag ersetzt Felbermayr
sukzessive seine bisherigen
Demag AC 40 City Krane: „Wir hatten
bereits seit vielen Jahren etliche dieser
Vorgängermodelle des aktuellen AC
3.0451 City im Einsatz, die bei uns immer
hervorragende Arbeit geleistet haben.
Deshalb stand es für uns außer Frage, dass
wir diese Krane durch ihren Nachfolger
ersetzen würden, zumal der in allen
Belangen noch einmal deutlich besser ist“,
begründet Mag. Peter Stöttinger,
Geschäftsführer der Felbermayr Transport
und Hebetechnik GmbH & Co KG, die
Kaufentscheidung. Explizit nennt er nicht
nur die überaus kompakte Bauweise des
AC 3.0451 City in Verbindung mit seinen
hervorragenden Traglasten als entscheidende
Vorteile, sondern auch die enorme
Stärke des Krans beim Teleskopieren unter
Last: „Auf engen Baustellen in der Stadt
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Von links: Sebastian Siener
(Cranes Handover Manager,
Tadano), Gerald Wobst (Kranfahrer,
Felbermayr), Michael
Grüger (Kranfahrer, Felbermayr)
und Hans Asam (Sales
Manager, Tadano).
und vor allem bei Arbeiten in Hallen ist
dieser Tadano daher für uns eindeutig die
erste Wahl“, unterstreicht Stöttinger. Aber
auch darüber hinaus sind die Krane aus
Zweibrücken und Lauf im Fuhrpark gut
vertreten: Neben der kompletten Bandbreite
der City Modelle vom AC 30 bis zum
AC 60 finden sich hier auch zahlreiche
AllTerrainKrane vom AC 503 bis zum
AC 2205 sowie ATF 40G2 bis zum ATF
160G5 und auch HK 40 Aufbaukrane.
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MASCHINEN + TECHNIK
Anfang März nahm am Standort der Firma
Muckenhuber im Gewerbepark Mauer/Wallern
die erste Betontankstelle der Firma Fliegl in
Oberösterreich ihren Betrieb auf.
MASCHINEN + TECHNIK
Die Kundenkarten
erleichtern die
Nutzung der
Betontankstelle
und können vom
Betreiber individuell
gestaltet
und konfiguriert
werden.
Neben der Technik überzeugte die beiden Geschäftsführer
Franz (links) und Martin Muckenhuber (rechts) vor allem
auch die Betreuung durch Christoph Kössner (Geschäftsführer
Nova Bautec Handels GmbH, Mitte).
Nach wenigen Minuten wird die gewählte
Betonsorte über das höhenverstellbare
Austrageband auf den Anhänger verladen.
MUCKENHUBER
Fertigbeton in Kleinmengen: Muckenhuber
eröffnet neue Betontankstelle in Wallern
Das Team des Bagger und Transportunternehmens Muckenhuber ist in Oberösterreich
bekannt für seine Handschlagqualität. Vor kurzem erweiterte das Unternehmen seine
Dienstleistungen durch eine Betontankstelle im Gewerbepark Mauer/Wallern und freut
sich seither über den rasch wachsenden Kundenkreis, der den einfachen Bezug von
Fertigbeton in Kleinmengen zu schätzen weiß.
I
n der Wiederaufbauphase der Nachkriegszeit
stieg der ursprünglich kleine
GreißlereiBetrieb Muckenhuber auch in
den Baustoffhandel ein und legte damit
die Basis für eine erfolgreiche Entwicklung.
Mit einem modernen Fuhrpark und
einem verlässlichen Team ist die Firma
Muckenhuber seit vielen Jahren ein
gefragter Dienstleister in den Bereichen
Erdbau, Abbruch und Recycling, Transport
und Containerdienst.
Dank der Modulbauweise
kann die Betontankstelle auf
die Wünsche des Betreibers
maßgeschneidert werden.
Auch für die Bedienung und
Bezahlung stehen verschiedene
Varianten zur Verfügung.
Geschäftsführer
Franz Muckenhuber hat für
die Kunden alle notwendigen
Informationen im Internet,
mit Flyern und vor Ort übersichtlich
aufbereitet.
Auf der Suche nach einem weiteren
Standbein weckte vor allem die Betontankstelle
das Interesse der beiden
Geschäftsführer Franz und Martin
Muckenhuber. Es folgten erste informelle
Anfragen, bei denen Christoph Kössner,
Geschäftsführer der Nova Bautec Handels
GmbH in St. Veit im Pongau, von Beginn
an mit seinem großen Engagement
beeindruckte. Die Firma Nova Bautec
HandelsgmbH ist in Österreich Vertriebspartner
für die Geräte der Firma
Fliegl für die Bau und Kommunaltechnik.
Dazu zählen neben der Betontankstelle
auch Abschiebesysteme, Duplexmischer,
Wasserfässer und schleppergezogene
Baufahrzeuge.
Christoph Kössner informierte die
Firma Muckenhuber aber nicht nur über
die Technik der Betontankstelle, er
organisierte auch einen Besichtigungs
Termin bei der Firma Josef Höllwart
66 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Erdbau GmbH in Sankt Johann im
Pongau, die bereits seit längerem sehr
erfolgreich eine Betontankstelle betreibt.
Die praktische Vorführung überzeugte die
Geschäftsführer der Firma Muckenhuber
und führte dazu, dass das Unternehmen
nun die erste Betontankstelle der Firma
Fliegl in Oberösterreich betreibt. Errichtet
wurde sie auf dem Recyclingplatz der
Firma Muckenhuber im Gewerbepark
Mauer/Wallern.
Die Vorteile der Betontankstelle liegen
auf der Hand: wer Frischbeton in kleinen
Mengen benötigt, zahlt bei großen
Mischanlagen schnell einen Mindermengenzuschlag
oder muss diese aufwendig
selbst herstellen. Im Gegensatz dazu
ermöglicht die Betontankstelle die
komfortable Abholung von Beton in
Kleinmengen auf Knopfdruck. Dabei wird
der Beton entsprechend der Bestellung des
Kunden am Kassenterminal frisch
gemischt. Individuell konfigurierbare
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Kunden bzw. Firmenkundenkarten mit
Barcodeleser erleichtern die Abwicklung
bei regelmäßiger Nutzung, etwa durch
Firmen. Bezahlt wird über das Karten
Terminal per Kundenkarte oder Bankomatkarte.
Auf Wunsch wird die
gewünschte Betonmenge von der Firma
Muckenhuber auch zugestellt.
Christoph Kössner über die Betontankstelle:
„Die Betontankstelle ist in den
beiden Modellen BTS 500 und BTS 1000
mit Mischleistungen zwischen ca. 15 m 3
und ca. 25 m 3 pro Stunde erhältlich. Das
Austragungsband steht in zwei verschiedenen
Längen zur Verfügung und kann für
die Beladung höhenmäßig angepasst
werden. Dank der Modulbauweise kann
die Betontankstelle je nach Bedarf mit
Einzel und/oder Doppelbunker, in
einfacher, zweifacher oder dreifacher Form
konfiguriert werden.“
Je nach Anwendungsfall wird der Beton
in mehreren Standard bzw. Spezialsorten
hergestellt. Der Mischvorgang startet
automatisch. Innerhalb von 3 bis 4 min.
landet der frische Beton auf dem Hänger.
Grundsätzlich kann der Beton der
Betontankstelle für den Straßen und
Tiefbau, für den Privatgebrauch, Gartenund
Landschaftsbau, für unbewehrte,
nicht statische und nicht konstruktive
Baumaßnahmen verwendet werden.
„Nach fast vier Monaten seit der
Inbetriebnahme sind wir wirklich sehr
zufrieden mit unserer Betontankstelle.
Was mir besonders gut gefällt ist der
ausgezeichnete Service. Nicht nur Christoph
Kössner, auch die Ansprechpartner
bei der Firma Fliegl und bei der Betreuung
der Kundenkarten sind für mich
jederzeit erreichbar und unterstützen
mich bei der Lösung von Problemen“, zeigt
sich Franz Muckenhuber mit der jüngsten
Investition sehr zufrieden.
www.novabautec.at | www.fliegl-baukom.de
www.muckenhuber.co.at
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
KLEEMANN
Neue EVO2-Generation sorgt
für mehr Betriebssicherheit
Die Überlastsysteme der MC 110 EVO2 und der MCO 90 EVO2 verfolgen ein wichtiges
Ziel: nachhaltig die Betriebsbereitschaft der Anlage zu steigern, indem ein möglichst
kontinuierlicher Brechprozess sichergestellt ist. Beide Brechanlagen sind mit sowohl
mechanischen als auch softwaregestützten Überlastsystemen ausgestattet und
punkten darüber hinaus mit ihrem effizienten BrecherDirektantrieb.
Aktives Überlastsystem
beim Backenbrecher Mobicat
MC 110(i) EVO2 für reduzierte
Stillstandzeiten und eine erhöhte
Brechleistung.
über ein gesamtheitliches Antriebskonzept,
das die Grundlage für hohe Wirtschaftlichkeit
liefert.
Beide Maschinen der neuen EVO2
Generation sind mit einem patentierten
Antriebsstrang ausgestattet. Dabei wird
der Brecher direkt und damit sehr
kraftstoffeffizient über eine zuverlässige
Fluidkupplung angetrieben. Förderkomponenten
wie die Aufgaberinne, das DoppeldeckerVorsieb
oder die Austragsbänder
sind vollelektrisch ausgeführt. Eine
robuste und gut zugängliche Getriebebox
sorgt für eine effiziente Kraftübertragung,
die nicht nur mit hohem Wirkungsgrad
Die Grundlage für hohe Wirtschaftlichkeit: der optimierte Brecher
Direktantrieb der neuen EVO2Generation von Kleemann.
arbeitet, sondern auch bestens vor Staub
geschützt ist. Stillstandzeiten können
weitgehend vermieden werden. Der
leistungs und lastabhängige Lüfterantrieb
sorgt zudem für einen geräuscharmen
und wirtschaftlichen Betrieb. Im
ECOMode lassen sich Spritverbrauch und
der Verschleiß in Leerlaufphasen zusätzlich
senken. Die Anlagen können optional
mit einem Hitzepaket (15 bis + 50°C) oder
Kältepaket (25 bis +40°C) ausgestattet
werden. Das Kältepaket verfügt über eine
autarke Standheizung mit komfortabler
Timerfunktion.
Im neuen Antriebskonzept wird die
Drehzahl des Kühlerlüfters und damit
auch die Kühlleistung automatisch
geregelt, wodurch das Geräuschaufkommen
erheblich reduziert wird. Neben
weniger Staubeintrag durch weniger
bewegte Kühlerluft wird auch das maschinennahe
Arbeiten für den Bediener
deutlich angenehmer.
Für den Backenbrecher Mobicat MC
110(i) EVO2, der auch häufig in urbanen
Gegenden zum Einsatz kommt, steht
darüber hinaus ein optionales Lärmschutzpaket
zur Verfügung. Das so
nochmals stark reduzierte Geräuschaufkommen
würde sogar Arbeiten ohne
besonderen Gehörschutz ermöglichen –
abhängig vom zu verarbeitenden Material,
von den weiteren Umgebungsbedingungen
und lokalen Vorschriften.
Um Staub zu reduzieren, sind die
Maschinen u. a. am Brechereinlauf und
Brecherabzugsband serienmäßig mit
Wasserdüsen und der entsprechenden
technischen Infrastruktur ausgestattet.
Damit können eine optional erhältliche
Wasserpumpe oder eine externe Wasserquelle,
falls vorhanden, verwendet werden.
Optionale Bandabdeckungen tragen
zudem zu einer Verbesserung der Luftqualität
beim Brechen bei.
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DAS OEL DER KTM-CHAMPIONS GIBT’S
ÜBRIGENS AUCH FÜR BAUMASCHINEN.
D
er Backenbrecher Mobicat MC 110(i)
EVO2 bietet mit seinem mehrstufigen
Überlastsystem mehr Sicherheit bei
unbrechbarem Material. Gelangt beispielsweise
Metall in den Brechprozess, öffnet
sich der Brechspalt (CSS) automatisch in
bis zu zwei Sekunden über den gesamten
Spaltbereich. Der Brecher muss während
der kurzzeitigen Überlastsituation nicht
gestoppt werden, die Brechkammer ist leer
und ein manuelles Ausräumen des
Brechers ist nicht notwendig, was Arbeit
und Zeit spart. Nach der Überlastsituation
fährt der Brechspalt wieder auf die
ursprüngliche Position und der Brechprozess
wird fortgesetzt. Die installierte
Druckplatte als Sollbruchstelle wird
geschont. Die Folge sind reduzierte
Stillstandzeiten und eine erhöhte
Brechleistung.
Beim Kegelbrecher Mobicone MCO
90(i) EVO2 sind zwei unterschiedliche
Systeme installiert. Das Überlastsystem
„Tramp Release“ schützt den Brecher vor
unbrechbarem Material wie Holz oder
Metall. Dabei hebt sich der Oberrahmen
inklusive Brechmantel automatisch an,
wodurch das unbrechbare Material
durchfallen kann. Die „Ringbounce
Detection“ hingegen reagiert auf zu viel
Feinanteil im Aufgabematerial und
verhindert das „Brikettieren“ – das
bedeutet ein Zusetzen des Brechers bzw.
Verklumpen des Materials. Dabei wird der
Hydraulikdruck des Brechers kontinuierlich
überwacht. Das System reagiert bei
Bedarf und verhindert so latente Überlasten.
Je nach Maschineneinsatz kann die
„Ringbounce Detection“ über die Steuerung
auf Leistung („Mixture Mode“) oder
auf Produktqualität („Precise Mode“)
ausgerichtet werden.
Nachhaltiger Einsatz
Weiters verfügen der Backenbrecher
Mobicat MC 110(i) EVO2 und der Kegelbrecher
Mobicone MCO 90(i) EVO2 mit
dem effizienten BrecherDirektantrieb
68 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Rennen gewinnt man im Kopf. Und mit dem richtigen Partner. Seit mehr als 10 Jahren trägt MOTOREX mit erstklassigen Oelen
und umfassendem Technologie-Support dazu bei, dass KTM spektakuläre Erfolge einfährt. Doch nicht nur Motorräder müssen
in jeder Situation ihr Bestes geben können. Sondern auch Baumaschinen. Holen Sie sich darum jetzt die Unterstützung von
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IFAT
IFAT
IFAT MUNICH 2022
Lösungen für den nachhaltigen
Umgang mit Ressourcen
Nachdem die IFAT 2020 aufgrund der Pandemie ersatzlos ausgefallen ist, erwies sich die
Weltleitmesse der Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft vom 30. Mai bis 3. Juni 2022
in München erneut als wichtigste Plattform für Umwelttechnologien. 2.984 Aussteller aus
59 Ländern präsentierten den rund 119.000 Besucherinnen und Besuchern aus 155 Ländern
ihre aktuellen Produkte und Dienstleistungen. Mehrere Live-Demo Flächen zeigten zu
verschiedenen Themen aktuelle Geräte-Technik im Einsatz.
kostengünstig und umweltfreundlich
reinigen. Ergänzend dazu automatisieren
MobyDick Demuckinganlagen die mühsame
Handreinigung von Chassis,
Unterboden sowie der Räder oder Kettenlaufwerke
von Baufahrzeugen. Innerhalb
weniger Minuten lassen sich mit der
bewährten MobyDick Niederdrucktechnologie
selbst hartnäckigste Verschmutzungen
aufweichen und abspülen. Weiters
präsentierte Frutiger eine neue, adaptive
Generation von Staubbindungsanlagen.
Wurfweite, Sprühmuster sowie Wasserund
Strombedarf lassen sich bei allen New
Generation Modellen jederzeit frei wählen,
um flexibel auf wechselnde Einsatzbedingungen
reagieren zu können.
Fliegl Neben der Betontankstelle stieß auch
die Verteilschnecke „Wiesel“ für den Einbau von
Asphalt auf Nebenflächen auf großes Interesse.
HKM
Neben dem bisherigen Tandem Schlitten
Modell ergänzt bei HKM nun auch der
Tandem Außenroller das Produkt-Marktsegment.
Die Ladungssicherung erfolgt
über die HKM bewährte 4-fach
versetzte pneumatische Klemmung
– direkt, sicher und
einfach bedienbar. Eine
leichte Bedienbarkeit bei
Frutiger
Der Spezialist
für Reifenwaschanlagen,
Demuckinganlagen
und Staubbindesysteme
informierte
über die neuesten
MobyDick
Lösungen.
dem Abstützen und dem Abstellen für den
Tandemanhänger sind die elektronisch
liftbaren Stützbeine. Mit einem einfachen
Knopfdruck wird die Abstellhöhe eingestellt:
das manuelle Kurbeln entfällt.
Zudem wurde ein flexibles System der
pneumatischen Ladungssicherung für
Absetzmulden vorgestellt, das höchsten
Sicherheitsanforderungen entspricht. Ein
Sattelhaken in Schub-Knickausführung
HKM
Geschäftsführer
Manfred Zandt
vor dem neuen
Tandem Außenroller,
der mit
elektronisch
liftbaren Stützbeinen
leicht
bedienbar ist.
Doppstadt
Eines der Themen bei Doppstadt waren
neue Werkzeuge und Anbaugeräte für das
Multitool Methor. Dank seiner Modularität
lässt sich der Einwalzenzerkleinerer
unkompliziert an vielfältige Anforderungen
anpassen. „Der Methor ist unser
Universaltalent für die Verarbeitung
kleiner bis mittlerer sowie häufig wechselnder
Materialströme“, erläutert Moritz
Müller, Produktmanager bei der Doppstadt
Umwelttechnik GmbH (DUG). Der
Zerkleinerer lässt sich ab sofort wahlweise
mit einer Doppeltrommel, einem Spiralwellen-
oder Sternsieb, einem Windsichter
oder einem Magneten zu einer kompakten
Aufbereitungslösung kombinieren. Zudem
können Anwender zwischen einem
Diesel- oder Elektroantrieb wählen.
Frutiger
Moderne MobyDick Reifenwaschanlagen
der Frutiger Company AG können Reifen
und Chassis von Baufahrzeugen schnell,
Doppstadt Als Multitool konzipiert, bietet der Methor eine
hohe Flexibilität hinsichtlich Aufgaben- und Materialspektrum.
70 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
IFAT
IFAT
Kaeser Schraubenpower für Gebläse
von Kaeser: Die Serie liefert Niederdruck
für jeden Bedarf, ist leistungsstark, leise
und spart Energiekosten.
für hohe Nutzlast und ein Schlittenanhänger
rundete die Lösungen auf dem HKM
Messestand ab.
Kaeser
Wer für die Aufbereitung von Abwasser in
kommunalen oder industriellen Kläranlagen,
Bioreaktoren, Flotationsanlagen etc.
Druckluft mit Differenzdrücken bis 1.100
Millibar und einem Volumenstrom von 5
bis 160 m³/min benötigt, für den bieten die
Schraubengebläse der Serie CBS bis HBS
mit einer Leistung von 7,5 bis 250 kW – je
nach Bedarf – die perfekte Lösung. Sie
sind im Vergleich zu herkömmlichen
Drehkolbengebläsen um bis zu 35%
effizienter und bieten auch gegenüber
vielen in diesem Leistungsbereich angebotenen
Turbogebläsen deutliche Vorteile in
Punkto Energieeffizienz und Verfügbarkeit.
Neueste Highlights der Serie sind die
Baugrößen FBS mit einem Volumenstrom
von 18 bis 72 m³/min und Druckdifferenzen
von 0,3 bis 1,1 bar sowie Motorisierungen
von 45 bis 110 kW und CBS im
Leistungsbereich 75 bis 160 kW mit einem
Volumenstrom von 22 bis 104 m³/min und
Differenzdrücken bis zu 1.100 mbar.
KSB
Die KSB-Gruppe präsentierte innovative
Produkte, Anlagen und Servicelösungen
für die Bereiche Wasser und Abwasser.
Darunter die neue 8-Zoll-Brunnenpumpe
UPA S 200. Mit ihrer optimierten Hydraulikgeometrie
erreichen Pumpen dieses
Typs sehr hohe Wirkungsgrade. In
Kombination mit den hocheffizienten
Synchronmotoren der Baureihe UMA-S
und einer Drehzahlregelung lassen sich
besonders bei wechselnden Fördermengen
die Energiekosten erheblich reduzieren.
Als Vertreter der Abwasserpumpen
präsentierte KSB die Baureihen Amarex
und Sewatec in mehreren Varianten, mit
diversen Laufradausführungen.
Liebherr
Unter anderem präsentierte Liebherr mit
dem L 538 erstmals auf einer Messe in
Deutschland einen Vertreter seiner neuen
mittelgroßen Radlader der Generation 8.
Liebherr hat diese Baureihe, die drei
Modelle umfasst, neu entwickelt und
grundlegend überarbeitet. Die Maschinen
sind auf die harten Anforderungen der
Recyclingbranche vorbereitet: Ihr neu
konzipiertes Hubgerüst sorgt für höchste
Ausbrech-, Halte- und Rückholkräfte.
Weiters wurde auch die kabelgebundene
Liebherr-Elektroumschlagmaschine LH 26
M Industry E dem Fachpublikum vorgestellt.
Sie vereint bewährte Technik mit
einem neuen elektrischen Antriebskonzept:
wartungsarm, geräuscharm und
unabhängig von gesetzlichen Abgasnormen.
Abgerundet wurde das Portfolio mit
dem neuen Liebherr-Mehrschalengreifer
GMM 50-5 und im Außenbereich mit dem
Liebherr Teleskopradlader L 509 Tele,
einer vielseitigen Maschine für die
Recycling-Industrie.
Mall
Im Mittelpunkt des Mall-Messeauftritts
stand der Umgang mit Regenwasser, das
mit den Produkten des Komplettanbieters
aus Donaueschingen behandelt, versickert,
Liebherr Die Liebherr-Elektroumschlagmaschine LH 26 M Industry E vereint
bewährte Technik mit einem neuen elektrischen Antriebskonzept.
120 YEARS EXPERIENCE
MOBILE KOMPAKT-BRECHERANLAGEN
wie zb. REMAX 200: 25 To, Leistung bis 200 To/h
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Kaiser Das Liechtensteiner Unternehmen präsentierte
eine elektrische Version des AquaStar.
Komptech Auf dem Freige lände der VDMA-Praxistage zeigte Komptech
mit dem Lacero 8010 einen brandneuen schnelllaufenden Zerkleinerer mit
massivem Schredderrotor, der von einem Sennebogen 825E beschickt wurde.
Kobelco Mit dem Kobelco SK210D als „Car-dismantling
machine“ wurde eine maßgeschneiderte Lösung für die
gezielte Wiederverwertung gezeigt.
Mall
Gewässerschutz
stand im Mittelpunkt
bei den in
München gezeigten
Produkten.
72 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Gruppe
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IFAT
IFAT
Lindner Die neue Urraco 4000 Modell-Serie
von Lindner mit FX-Schnellwechselsystem ist
mit Diesel- oder energieeffizientem
E-Antrieb erhältlich.
Max Wild Der Mudcleaner Truck ist als Gesamtzugkonzept
von Lkw und Bohranlage konzipiert.
Meiller Verkaufsleiter Gerhard Schnittler freute sich über das
große Interesse an den Aufbau-Lösungen für Elektro-Lkw.
zurückgehalten und natürlich genutzt
werden kann. Mall zeigte Neuheiten und
Weiterentwicklungen, aber auch sein
vielfältiges Dienstleistungs-Angebot, die
für Planer kostenlose Bemessungs-Software
MBS-Online sowie den neu aufgelegten
Ratgeber Regenwasser. Der Sickertunnel
CaviLine aus Stahlbeton lässt sich
platzsparend auch unter Straßen und
Wegen einbauen und wird in der Regel mit
einer vorgeschalteten Behandlungsanlage
ergänzt. Der neue Kompaktfettabscheider
NeutraLux vereint vier Funktionsbereiche
in einem Behälter, darunter eine normgerechte
Hebeanlage. Mit der Mengendrosselung
LevaSet und ihren vier Varianten
lassen sich behördliche Vorgaben zur
Einleitmenge in den Abwasserkanal genau
einhalten.
Max Wild
Mudcleaner heißt die Recycling-Neuheit
von Max Wild, die Bohrschlämme aus dem
HDD-Verfahren (HDD für horizontal
directional drilling) professionell aufbereitet.
Den Mudcleaner gibt es als mobiles
und stationäres System. Ein echtes
Allround-Talent für den Einsatz auf der
Baustelle ist der Mudcleaner Truck. Als
Recycling-Mobil arbeitet der Lkw direkt
vor Ort Bohrschlämme auf und ist dabei
gleich dreifach nachhaltig: Das Prozesswasser,
das für das HDD-Verfahren nötig
ist, lässt sich dank des Recyclings mehrfach
verwenden. Das spart Wasser. Zudem
minimiert der Mudcleaner Truck die
Menge des zu entsorgenden Abfalls und
reduziert somit auch die Fahrten zu den
Deponien. Das alles schont nicht nur die
Umwelt, sondern auch das Baustellen-
Budget. Das Gegenstück zum Mudcleaner
Truck ist die Mudcleaner Station, die auf
Recyclingplätzen und Deponien zum
Einsatz kommt.
Meiller
Meiller Kipper demonstrierte an verschiedenen
Exponaten, dass seine Aufbauten
auch mit Lkw, die mit alternativen
Antriebskonzepten ausgestattet sind,
problemlos kombiniert werden können.
Meiller ist bereits heute in der Lage, auf
fast alle Elektro-Lkw der europäischen
Hersteller aufzubauen. Und das unabhängig
davon, ob diese bereits mit einem für
die Hydraulik des Aufbaus notwendigen
mechanischen Nebenabtrieb (PTO) oder
einem elektrischen Nebenabtrieb (E-PTO)
geliefert werden. Durch den elektrischen
Antrieb ergibt sich ein klarer Vorteil: Die
Hydraulik kann bedarfsgerecht betrieben
Palfinger Gezeigt wurde eine
Kombination, bei der der Kran mit dem
Container abgesetzt verwendet werden kann.
Rädlinger
Der neue Niederdruckliner
der
Primus Line bedient
Leitungen mit einer
Nennweite von
DN 400.
Multi-AdApter schiene Mit Allround-Verbauboxen können jetzt auch Kanalrohre mit 2 m Durchmesser
verlegt werden. Die neue Multi-Adapter schiene bietet die Möglichkeit, dass eine Multi-Box
zusammen mit einer Aufstockbox auf eine Durchgangshöhe von 220 cm erweitert werden kann.
Kanalrohre mit 2 Meter Durchmesser mit ALLROUND-Verbauboxen verlegen ist jetzt möglich. Die
neuentwickelte MULTI-ADAPTER Schiene bietet die Möglichkeit dass eine MULTI-Box zusammen
mit einer Aufstockbox auf eine Durchgangshöhe von 220 cm erweitert werden kann.
ERWEITERUNG BEI DEN
ALLROUND VERBAUSYSTEMEN
ALU-SUPER-SIZE-BOX
mit Aufstockbox
7200 mm L x 4800 mm H
und 4 To Gewicht
AllrOund Alu VerbAusysteM - es ist Zeit für ein ultrAleichtes VerbAusysteM, dass für eine Reihe von Minibaggern geeignet ist. Die ALU-SUPER-
SIZE-BOX mit einer Länge von 7,2 Meter und einer Höhe von 2,4 Meter bringt gerade einmal 2 Tonnen auf die Waage. Vergleichbare Stahlverbaue wiegen mehr
als das Doppelte. Die neuen ALLROUND ALU-Verbauboxen gibt es in zwei Ausführungen. Dieselben Alu-Verbauplatten lassen sich ganz einfach mittels speziell
konstruierten Eckadaptern auch für einen Schachtverbau verwenden
Links die 7200 mm lange
Super-Size- Box, rechts die
3600 mm lange ALU-Super-
Box inkl. Aufstockelemente
Der einfache Zusammenbau in Bildern. In 20 Minuten ist die Box mit der Aufstockbox zusammengebaut
ALU Schachtverbau
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Höhe 4800 mm) bei einem
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Verbausysteme
IFAT
IFAT
Österreichischer
Baumaschinenverband
KOMPETENZ DURCH
FOKUSSIERTE INFORMATION
Rockster Ein raupenmobiler Prallbrecher R1000S von Rockster
in der Live-Demo der „Crushing Zone“ des VDMA.
Tracto Im Rahmen der Live Demo wurde die Felsbohreinheit
Grundodrill ACS130 gezeigt, die als umfangreich ausgestattete
Maschine über digitale Features verfügt und den Pfad für das
autonome Bohren öffnet.
werden. Das bedeutet, die Pumpe beziehungsweise
die Hydraulik laufen nur,
wenn der Aufbau sich bewegt. Mit dieser
Methode kann unnötiger Energieverbrauch
verhindert werden. Außerdem
präsentierte Meiller das Facelift des
Abrollkippers RS21 sowie die optionale
Vollverkleidung am Behältertransportanhänger
(BTA).
Sennebogen Eines der Highlights war der kürzlich in den Markt
eingeführte 4 t Teleskoplader Sennebogen 3.40 G.
Rädlinger
Das System zur grabenlosen Rohrsanierung,
Primus Line, ist konzipiert für lange
Sanierungsabschnitte: nahtlos, sicher und
nahezu unabhängig von unvorhergesehenen
Leitungsbedingungen. Im Mittelpunkt
stand die Erweiterung der Produktpalette
für Wasseranwendungen. Der
neue Niederdruckliner bedient Leitungen
mit einer Nennweite von DN 400 und
richtet sich mit einem zulässigen
Betriebsdruck von 12 bar (MOP) insbesondere
an Anwendungen mit der Druckstufe
PN 10.
Sennebogen
Drei Maschinenneuheiten wurden in der
Halle und im Rahmen der Live Demo
vorgestellt. So ist der brandneue Sennebogen
19 t Akkubagger eine der neuen
batteriegestützten Umschlagmaschinen,
mit denen Sennebogen seine Elektro-
Baureihe um frei bewegliche Modelle
ergänzt, die das Beste aus beiden Maschinenkonzepten
vereinen. Denn mit den
mobilen Akkumodellen kann man auch
weiterarbeiten, wenn die Maschine gerade
zum Nachladen am Stromnetz angeschlossen
ist. Messepremiere feiert auch
der kürzlich in den Markt eingeführte 4 t
Teleskoplader Sennebogen 3.40 G. Neben
den beeindruckenden Leistungsdaten und
der Stapelhöhe von 7,70 m glänzt die
Maschine insbesondere durch ihr Alleinstellungsmerkmal,
die Multicab Kabine.
Sie lässt sich stufenlos auf eine Augenhöhe
von 4,10 m hochfahren und garantiert
beste Rundumsicht im Recyclingbetrieb.
Darüber hinaus präsentierte
Sennebogen ein weiteres Modell der
neuen Maschinengeneration: Den 8.22
G-Serie. Die Neuauflage des beliebten 22 t
Recycling-Allrounders 818 E besticht
nicht nur durch seine große Systemleistung
und Reichweite, sondern bietet wie
alle Maschinen der G-Serie maximalen
Fahrerkomfort und Sicherheit.
Zeppelin
Zeppelin zeigte die ganze Bandbreite an
Umschlagbaggern – vom Cat MH3022 bis
Cat MH3040 von 21 bis 39 t – flankiert
76 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
Zeppelin Neben den Cat Geräten im Live-Demo Bereich waren zwischen den
Hallen auch dieser MH 3040 und im Hintergrund ein MH 3026 zu sehen.
von Radlader Technik wie einem Cat
950M. Wenn es um die ersten und gröberen
Sortierarbeiten geht, bietet sich der
M314 MH-Umschlagbagger an, den
Zeppelin ebenfalls zeigte. Dank seines
VAH-Auslegers, seiner kompakten
Ausmaße und seiner hochfahrbaren
Kabine kann er auch in beengten
Verhältnissen auf Wertstoffhöfen seine
Arbeit verrichten. Mit 18 bis 19 t
Einsatzgewicht rundet er das Programm
für den Materialumschlag nach unten
ab. Am anderen Ende der Skala, was
das Einsatzgewicht bis 39 t betrifft,
steht der Cat MH3040. Auch für den
größten Kollegen der MH-Reihe gilt: mit
einer schnellen Schwenkgeschwindigkeit
für kurze Zykluszeiten zu sorgen
und damit mehr Material zu bewegen.
Das fortschrittliche Hydrauliksystem
bietet ein austariertes Verhältnis von
Leistung, Effizienz und Feinfühligkeit.
Der Schwerlastmodus erhöht die
Hubkapazität. Wie alle Cat Bagger der
neuen Generation ist auch diese
Maschine mit einer elektrohydraulischen
Vorsteuerung ausgestattet – sie
ist ebenso Markenzeichen beim Cat MH
3022, Cat MH3024 und Cat MH 3026.
Der Heavy-Lift-Modus ermöglicht auch
bei diesen Typen, schwere Lasten
effizienter zu bewältigen.
Volvo Der Volvo FMX Electric 8x4 Pritsche mit Palfinger Kran PK48.002
TEC E und 6 Batteriepaketen von je 90 kWh mit einer Reichweite von bis zu
300 km stieß auf großes Interesse.
Nr. 0124850
11
12
1
10
27
26 21
2
9
25 22
3
8 24 23 4
7
6
5
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FUHRPARK
GOLDHOFER
MPA Satteltieflader im „täglichen“ Einsatz
Nach einem Lawinenabgang musste das Team der Firma Neureiter den Weg zu der auf
1.200 m Höhe liegenden Marxtenalm im Pinzgau frei räumen. Dabei kam ein 3-Achs-Satteltieflader
vom Typ MPA, beladen mit einem Liebherr-Raupenbagger R918 zum Einsatz.
A
uf die idyllisch gelegene Marxtenalm
zwischen Schattberg Mittelgipfel und
Stemmerkogel im Pinzgau kommt man
entweder zu Fuß oder auf einem engen
und unbefestigtem Forstweg. Aufgrund
eines Lawinenabgangs im Löhnersbachgraben
war die Alm jedoch nicht mehr
erreichbar. So kam das Transport- und
Erdbauunternehmen Neureiter zum
Einsatz, um den Löhnersbachgraben von
den bis zu 5 m hohen Schnee- und
Geröllresten zu befreien. Das Pinzgauer
Transport- und Erdbauunternehmen
Josef Neureiter GmbH & Co KG wurde
1989 in Saalbach-Hinterglemm
gegründet und verfügt über langjährige
Erfahrung bei Erdarbeiten im
Gebirge. Das Unternehmen ist ein
verlässlicher Partner für Transport,
Erdbau, Containerdienst und
Güterwegebau im Salzburger Pinzgau.
Doch schon die Anfahrt zur Marxtenalm
mit einem Satteltieflader, beladen mit
einem 20 t Bagger, stellt jedes Transportteam
vor eine Herausforderung. Michael
Neureiter sieht es gelassen: für ihn ist es
eine „alltägliche“ Arbeit. Da die Wege
nicht befestigt sind, waren von der
Scania-Zugmaschine und dem Goldhofer-
Satteltieflader immense Geländegängigkeit
gefordert. Querende Bachübergänge,
sogenannte Furten, mussten durchfahren
und Steigungen von bis zu 15% bewältigt
werden. „Den neuen MPA 3 konnten wir
in den Bachfurten richtig ausheben, da er
über einen Achsausgleich von 350 mm
verfügt. Damit sind wir jetzt sehr flexibel
und auch in den Bergen flott unterwegs“,
berichtet Michael Neureiter.
Der MPA 3 verfügt über die bewährte
MacPherson-Achstechnologie und bietet
eine hohe Seitenstabilität. Durch die
geringe Anzahl von Bauteilen ist die
Achse extrem wartungsarm. Zusätzlich
ist sie für hohe Achslasten von 15,6 t bei
20 km/h, einen extremen Lenkeinschlag
von 60° und einer enorm niedrigen
Ladehöhe von nur 785 mm ausgelegt.
Der biegesteife und robuste Fahrzeugrahmen
ist zuverlässig und langlebig.
Außerdem wurde das bewährte MPA
Lenksystem auf Wunsch von Neureiter
auf alle drei Achslinien erweitert, um in
den engen Bergkehren noch manövrierfähiger
zu sein. „Der neue MPA 3 erleichtert
unser Tagesgeschäft erheblich und
bietet uns durch seine Flexibilität noch
mehr Möglichkeiten“, freut sich Michael
Neureiter.
www.goldhofer.com
VW MULTIVAN LIFE EHYBRID
Die nächste Generation
E
s war im Sommer 1990. Der Autor
dieser Zeilen saß mit einer Autozeitung
vor dem elterlichen Wohnwagen auf
einem Kärntner Campingplatz. Auf der
Titelseite des Druckwerkes der brandneue
VW T4. Für die damalige Zeit mit einem
durchaus futuristisch anmutendem
Auftreten, technisch vollkommen neu
aufgestellt (erstmals Frontmotor und
Frontantrieb) und dem Willen an die
Erfolge seiner Vorgänger nicht nur
anzuschließen, sondern sie schlichtweg zu
übertrumpfen. Unglaubliche 32 Jahre
später ist es wieder ein nagelneuer VW
Bus, der die Wege des damals angehenden
HTL-Schülers kreuzt. Mit frappanten
Parallelen, wie Sie gleich merken werden.
Denn wieder ist es ein ausgesprochen
dicker Strich, den die VW-Entwickler
unter das Kapitel des T6 gezogen haben,
bevor sie sich der siebenten Generation
des Dauerbrenners widmeten. Die Optik
des Newcomers ist erneut durchaus
gewagt. Von „Der schaut ja aus wie ein
Japaner“ bis „Unverkennbar VW“ reichte
die Bandbreite der Kommentare, die wir
in den zwei Wochen mit dem VW Multivan
Life eHybrid gehört haben. Wir
schließen uns dabei eher dem zweiten
Zitat an.
Unglaublich sparsam
In den höchsten Tönen gelobt, darf das
Antriebskonzept des VW T7 werden. Was
jedoch nicht nur an den gut 40 km rein
elektrischer Reichweite des Plug-in
Hybrid liegt. Vielmehr ist es der 1,4 l
Benziner mit 150 PS, der sich unter der
Haube des immerhin 2.214 kg schweren
Multivan zu einem Kostverächter ersten
Ranges mausert. Durchschnittlich 6,7 l
auf 100 km im gemischten Einsatz sind
definitiv unglaublich. Da sind uns in den
letzten Monaten weitaus kleinere Pkw
Futuristisch – das Design des
neuen VW Multivan beschreitet
in vielen Belangen neue Wege,
ohne die typischen VW-Akzente
zu vernachlässigen.
untergekommen, die mit fast einer Tonne
weniger Eigengewicht annähernd
dieselben Verbrauchswerte auf den
Asphalt gezaubert haben. Dezentes
Verbesserungspotenzial orten wir im
Innenraum des Multivan. Was leider
immer noch an den stellenweise indiskutabel
billig wirkenden Materialien liegt.
Hier wäre es höchste Zeit, ein Qualitätsniveau
für alle verwendeten Bauteile
einzuführen. Dass hier auch Standards
gesetzt werden können, zeigt z. B. der
Armaturenträger im neuen VW Taigo
(über den Sie in unserer Sommer-Ausgabe
mehr lesen werden). Das Bedienkonzept
des neuen Volkswagen ist dagegen über
jede Kritik erhaben. Besonders nett: Die
platzsparende Wippe am Armaturenträger
für die Gangwahl des DSG.
Fazit: Im Kino waren es „Die glorreichen
Sieben“ hier ist es eindeutig „Die glorreiche
Sieben“.
FACTS
Der Weg ist das Ziel: Dank des hydraulischen Achsausgleichs von 350 mm
konnten die Bachfurten ohne Probleme durchfahren werden.
Motor: 1,4 l Benzin,
110 kW (150 PS)
Eigengewicht: 2.214 kg
Sitzplätze: 6+1
Testverbrauch: 6,7 l/100 km
Listenpreis: 48.670,– Euro
(exkl. MwSt.)
+ komplett neues Modell
+ ansprechende Zweifarbenlackierung
+ wandelbarer Innenraum
- kleiner Kofferraum
- wenig brauchbare Ablagen
- Glasdach ohne Rollos
Aufgeräumt – gerade Linien dominieren
den Innenraum des neuen VW.
Zeitgemäß – der Plug-in Hybrid legt
gut 40 km rein elektrisch zurück.
78 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2022 79
FUHRPARK
SERVICE
SUBARU OUTBACK 2.5I PREMIUM
17+4
E
s gibt zwei Möglichkeiten. Entweder
Sie nehmen jetzt fälschlicher Weise
an, wir wären dem Kartenspiel verfallen.
Was bei dem gewählten Titel (das
deutsche Synonym für Blackjack) gar
nicht so falsch wäre. Oder Sie haben
einfach mitgerechnet und kommen auf
21. Und sind damit auf der richtigen
Spur. Wobei unser Testkandidat seine
Spuren mit Vorliebe selbst in Schnee,
Matsch oder auf morastigem Untergrund
zieht, was wiederum mit der Zahl 21 zu
tun hat. Es wird verwirrend? Dann
schnell zurück an den Start. Der Hauptdarsteller
dieser Geschichte ist der
Subaru Outback 2.5i Premium. Auf den
ersten Blick ein Kombi, auf den zweiten
Blick ein Allradkombi mit stolzen 21 cm
Bodenfreiheit (womit wir das Rätsel über
die Wahl des Titels dieser Geschichte
eigentlich viel zu früh gelöst haben). Wer
den dritten Blick vom wirklich feschen
Outback in die Unterlagen des Fahrzeugs
richtet, wird über eine Abkürzung
stolpern, die zuerst verdächtig nach
einem Tippfehler aussieht: SUW. Nein,
nicht SUV, die man mittlerweile an allen
nur erdenklichen Ecken fahren oder
parken sieht, sondern SUW. Im Vokabular
von Subaru der Sport Utility Wagon, was
frei übersetzt für sportlich, nützlicher
Kombi steht.
Rockstar unter den Kombis
Und damit das Ego des Subaru Outback
tatsächlich ausgesprochen pointiert auf
den Punkt bringt. In der Evolution des
Kombis ist der kleinste gemeinsame
Nenner unseres Testkandidaten und des
meistens weißen, unscheinbaren Kombis
aus dem Lehrbuch einzig und alleine das
Wort praktisch (mit all seinen darauf
basierenden Eigenschaften, wie viel Platz,
geräumig, …). Abgesehen davon würden
wir den Outback eher als (Rock)Star
unter den sonst gerne belächelten
Familien- oder Firmenkombis sehen. Wie
oft Du ihn auch enterst, startest und
bewegst, es ist immer ein Erlebnis, als
wären es die ersten gemeinsamen
Kilometer. Kleine Eigenheiten, wie der
Blinkerhebel, der nur angetippt werden
möchte und sofort wieder in seine
Ausgangslage zurückkehrt, sind schnell
FACTS
Motor: 2,5 l Benzin,
124 kW (168 PS)
Eigengewicht: 1.675 kg
Sitzplätze: 4+1
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 750 kg/2.000 kg
Testverbrauch: 8,1 l/100 km
Grundpreis: 51.549,– Euro
(inkl. MwSt. & NoVA)
+ hubraumstarker Motor
+ vernünftiger Tankinhalt
+ hohe Anhängelast
- Abstimmung Motor/Getriebe
- stolzer Preis
- zu aktive Assistenzsysteme
erkannt. Ganz ohne Hybrid-Zutaten
unter der Haube kann der Outback
zudem mit einem, seinem Ego optimal
angepassten Tankinhalt, aufwarten. 63 l
Superbenzin an Bord reichen für knapp
800 km Fahrtstrecke. Ein willkommenes
Indiz dafür, den Allradkombi bei Bedarf
auch sieben Tage die Woche kreuz und
quer durch die Lande zu pilotieren.
Fazit: Tausche V gegen W, ab sofort
firmieren wir unter „echte SUW-Fans“,
dem Subaru Outback sei Dank.
KURZURLAUB VON DER BAUSTELLE
Schau aufs Land …
... nennt sich die App, die heimische Bio-Bauernhöfe und leidenschaftliche Camper
zusammenbringt. Das steirische Entwicklungs-Team rund um ihre Gründer Leonard Röser,
Karin und Christian Gruber-Steffner möchte Reisende mit außergewöhnlichen Stellplätzen
beglücken. Und gleichzeitig etwas für die nachhaltige Landwirtschaft tun.
D
och wie funktioniert das eigentlich?
Es ist ganz einfach: Egal ob mit
Wohnmobil, Wohnwagen oder Zelt, als
naturverliebter Camper registriert man
sich gegen eine kleine Jahresgebühr auf
der Schau-aufs-Land-Plattform. Und
schon kann die nachhaltige Reise losgehen.
Dafür steht eine lange bunte Liste an
verschiedensten Weingütern, Bauernhöfen,
Imkereien und anderen Landwirtschaftsbetrieben
zur Auswahl – an den
schönsten Ecken Österreichs. Sie nehmen
durchreisende App-Nutzer für je bis zu 24
Stunden auf ihrem Hof auf. Und das ganz
spontan und ohne langes Vorausbuchen.
Die Gegenleistung? Wertschätzung und
Dankbarkeit! Denn es geht hier um
Solidarität den Gastgebern gegenüber. Die
kann sich natürlich auch in Form eines
Einkaufs im Hofladen oder der Inanspruchnahme
sonstiger Hof-Angebote
zeigen. Ab diesem Jahr gibt es sogar die
Möglichkeit, sich an anstehenden Hofprojekten
zu beteiligen und sich dadurch
erkenntlich zu zeigen. So kommen Gast
und Gastgeber auf nachhaltige Art und
Weise zusammen. Da kann es schon
einmal passieren, dass man an einem
ganz besonderen Platzerl aufwacht, an
das man sonst niemals gekommen wäre.
Und die heimische Landwirtschaft hat
auch noch etwas davon.
www.schauaufsland.at
Vielseitig – die klassischen Tugenden eines
Kombis (viel Platz, praktisch, …) gehören
beim Subaru Outback ohne Abstriche zum
Pflichtprogramm.
Metamorphose – mehr als
ein simpler Allrad-Kombi:
der Subaru Outback.
Foto: Christian Gruber-Steffner
Ein Start-up aus
Österreich hat
eine Plattform
entwickelt, die
das Verreisen per
Bus und Wohnmobil
noch ein
Stück nachhaltiger
und vor
allem „genussvoller“
macht.
Hochwertig – der Innenraum darf als
Lehrbeispiel für gediegene Verarbeitung
angesehen werden.
Foto: Christian Gruber-Steffner
Foto: Maike Simonis
Foto: Christian Gruber-Steffner
80 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2022
81
SERVICE
BÜCHER
HANDBUCH NATURSCHUTZFACHKRAFT
2022; Softcover; 662 Seiten
ISBN: 978-3-7388-0598-7; 89 Euro
Das neue Handbuch enthält Tipps für die praktische Umsetzung
von Naturschutzmaßnahmen auf Baustellen, Betriebsgeländen
und Infrastrukturen. Das von 57 Autorinnen und
Autoren verfasste Nachschlagewerk ist einzigartig im
deutschen Sprachraum und unterstützt Unternehmen und
Gemeinden dabei, mit gezielten Maßnahmen einen großen
Nutzen für Natur- und Artenschutz zu erreichen.
Naturschutzarbeit ist ein anspruchsvolles, naturwissenschaftlich-technisches
Tätigkeitsfeld, das in den letzten Jahren
zunehmend professionalisiert wurde. Ausgebildete Naturschutzfachkräfte
sollen Unternehmen und Verwaltung
gleichermaßen dabei unterstützen, praktische Naturschutzmaßnahmen
in der Bau-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft, im
Wegebau, beim Management von Verkehrswegen (Straße, Bahn) und Betriebsgeländen
sowie in öffentlichen Infrastrukturen eigenständig vorzubereiten,
praktisch umzusetzen und zu überprüfen.
Basis für das Buch ist das Curriculum des Zertifikatslehrgangs der Fachhochschule
Kärnten. Viele Themen werden darüber hinaus vertieft. So ist ein Lehrbuch und
Nachschlagewerk entstanden, das den allgemeinen Stand der Technik und der
Diskussion innerhalb der Naturschutzarbeit widerspiegelt. Das Buch richtet sich
an den gesamten deutschen Sprachraum, nimmt aber in vielen Bereichen auf die
spezifische Situation in Österreich Bezug. Im Handbuch abgebildet sind zudem die
neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der Forschung im Zertifikatslehrgang
„Naturschutzfachkraft“ der FH Kärnten. Das Werk ist im Fraunhofer Verlag
erschienen und ab sofort im Buchhandel erhältlich.
www.verlag.fraunhofer.de
LEITFADEN UNTERNEHMENSSANIERUNG
1. Auflage 2022, Buch kartoniert: 172 Seiten
dbv Verlag; ISBN: 9783704108067; 31,90 Euro
Besonders in Zeiten von Wirtschaftskrisen ist es für die einzelnen Unternehmer
wichtig, möglichst früh zu erkennen, ob sie selbst unmittelbar von einer Krise
betroffen sind. Die Restrukturierungsordnung 2021 setzt zwar einen neuen
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Rechtsrahmen, kann aber naturgemäß
keine wirtschaftlichen Probleme
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zu unterstützen und deren Leistungsfähigkeit
wiederherzustellen, ist es
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auszurichten, organisatorische
Defizite zu beseitigen und eine stabile
Unternehmensstruktur zu errichten,
um ein erfolgreiches Schaffen in der
Zukunft zu ermöglichen.
Der neue Leitfaden bietet eine praxisorientierte Einführung in die
Thematik der Unternehmenssanierung mit dem Schwerpunkt auf
außergerichtliche Maßnahmen. Der Fokus liegt hierbei auf der
Erkennung der Krisenstadien und -ursachen sowie auf deren
Beseitigung anhand von in der Praxis gebräuchlichen Maßnahmen bei
mittelständischen Unternehmen. Gleichzeitig soll ein Bewusstsein für
die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Darüber
hinaus wird anhand von zahlreichen Beispielen und Praxistipps eine
Hilfestellung zur Erarbeitung von Sanierungs- bzw. Restrukturierungskonzepten
gegeben. Dieser Leitfaden richtet sich an Unternehmer,
Geschäftsführer und deren Berater mit dem Ziel, Unternehmenskrisen
rechtzeitig zu erkennen, sich konstruktiv damit auseinanderzusetzen
und eine Anleitung zu geben, Sanierungsmaßnahmen effektiv und
effizient umzusetzen.
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erfahrenen Fachexperten aus Recht
und Baupraxis verfasste Lexikon ist
ein Leitfaden, der rund 2.000
juristische und technische Begriffe
und Fachausdrücke bietet, die für
Juristen und Techniker in Zusammenhang
mit dem Bauprozess relevant
sind. Dabei beschränkt sich das durch
zahlreiche Abbildungen und Skizzen
ergänzte Nachschlagewerk nicht nur
auf die Auflistung und Auslegung von
Begriffen des Bauprozesses. Vielmehr
bringt es Juristen, Technikern und
sonstigen Interessierten das praktische Verständnis von Fachtermini
des Bauprozesses aus unterschiedlichen Blickwinkeln anhand von
nützlichen Tipps für die tägliche Praxis und Verweisen auf Judikatur
und Behördenpraxis näher.
Die Herausgeber: Ing. Martin Koczy ist seit mehr als 30 Jahren im
Baugewerbe tätig und 2003 Geschäftsführer des Wiener Architekturbüros
project-m. Seine Tätigkeitsschwerpunkte sind Architektur,
Design, Projektmarketing und Bauprozesse. Mag. Matthias Nödl ist
Rechtsanwalt und berät seine Klienten – seit 2013 im Rahmen der
Cerha Hempel Rechtsanwälte GmbH – in allen Belangen des Bau-,
Architekten- und Immobilienrechts.
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82 JUNI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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