Baublatt Magazin May 2022
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NR. 5 | 2022
ein magazin der
specialmediacom
DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK
Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Retouren an PF 100, 1350 Wien | Einzelpreis 10,00 € | Mai 2022 | www.baublatt.at
TB225: vielseitig, kompakt und stark
Bei uns kannst du den Takeuchi TB225 sowohl mit Kabine (Einsatzgewicht 2.520 kg)
als auch mit Überrollbügel (2.380 kg) kaufen oder mieten.
10 | Projekt
Anspruchsvolle Instandsetzung
der Heiligenstädter Hangbrücke
58 | Nachhaltigkeitspreis
Das Forum mineralische Rohstoffe
kürte in vier Kategorien die Sieger
64 | Messe-Rückblick
Geballte Live-Demo auf der
RecyclingAktiv & TiefbauLive
EDITORIAL
Mein Wellness -
bereich
Der neue Muldenkipper TA 230 Litronic
Kein Gelände zu schwierig, keine Steigung zu groß, keine Belastung
zu hoch – unser jüngster leistungsstarker Muldenkipper sprengt
Grenzen mit enormer Zugkraft und optimalem Kraftfluss.
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Knickgelenkter Muldenkipper
Come together
Der starke Wunsch, endlich wieder
einen direkten und persönlichen
Austausch zu pflegen, war auf allen
Veranstaltungen zu spüren, die unser Team
in den letzten Wochen besucht hat. Vom
großen Geotechnik-Event und dem Baukongress
in Wien über die Doppelmesse
RecyclingAktiv & TiefbauLive in Karlsruhe
bis hin zur Verleihung der Nachhaltigkeitspreise
durch das Forum mineralische
Rohstoffe. Langsam aber sicher scheinen
wir die Einschränkungen
durch die Pandemie hinter uns
zu lassen, natürlich bei aller
Vorsicht vor der nächsten
Welle.
Eine Erleichterung, die
allerdings in starkem Kontrast
zu den sich ständig verschärfenden
Rahmenbedingungen
steht, mit denen die Bauwirtschaft
immer stärker konfrontiert
wird. Wer für das nächste
oder übernächste Jahr eine
Fuhrpark-Erneuerung plant,
muss schon heute entsprechend
disponieren. Preise für
bestimmte Materialien werden erst kurz
vor der Lieferung bekannt gegeben, sofern
überhaupt geliefert werden kann. Das sorgt
auch indirekt für Probleme auf der Baustelle,
denn die Langfinger sind wieder
verstärkt unterwegs. Gestohlen wird
praktisch alles: von der Baumaschine über
Material bis hin zum Treibstoff. Wir haben
uns aus diesem Grund vor Ort bei der
Firma Boels informiert, die seit kurzem
Karl Englert
Verlagsleiter und Herausgeber
BAUBLATT.ÖSTERREICH
einen professionellen Dienst im Bereich der
Kameraüberwachung anbietet. Dabei geht
es um wesentlich mehr, als nur eine
Kamera zu montieren, denn es ist auch
umfangreiches Know-how notwendig – etwa
hinsichtlich der Kamerablickwinkel oder
der digitalen Bildauswertung. Apropos
digitale Technik: Als erste Bauakademie in
Österreich hat der Standort Wien in
Guntramsdorf einen Baugerätesimulator in
das Schulungsangebot aufgenommen. Der
Multifunktions-Simulator
ermöglicht eine moderne
Trainingsmöglichkeit im
Umgang mit komplexen
Baumaschinen und -geräten.
Sie finden die Beiträge dazu in
dieser Ausgabe.
Eindeutig höher geschlagen
hat unser Bautechniker-Herz
beim Besuch der Baustelle der
Heiligenstädter Hangbrücke,
die aktuell sehr aufwendig
erneuert wird. Das Setzen
der Betonpfähle durch die
bestehende Konstruktion,
die Errichtung der neuen
Konstruktion im Zusammenspiel mit dem
fortschreitenden Abbruch der alten Hangbrücke
ist wirklich vom Feinsten und zeigt
das hohe Niveau der Bautechniker in
diesem Land. Bleibt mir nur noch, Ihnen
eine spannende und informative Lektüre zu
wünschen. Bleiben Sie gesund!
Meint herzlichst
Ihr Karl Englert
TB225: vielseitig,
kompakt und stark
Der Minibagger Takeuchi TB225
verfügt über die beste Motorleistung
seiner Klasse. Hervorragende
Hublasten, ausgezeichnete Grabtiefe
sowie die hohe Standfestigkeit
machen den TB225 zu einem vielfältigen
Arbeitsgerät bei anspruchsvollen
Arbeiten. Er ist mit 4 Steuerkreisen
ausgestattet, 3 davon proportional
gesteuert. Auf dem 1. Steuerkreis
hat er eine Literleistung von
maximal 38,5 l/min. Das Fahrwerk
mit hydraulischer Spurverbreiterung
sorgt für beste Standsicherheit. Der
TB225 ist in 2 Versionen erhältlich:
mit Überrollbügel (Einsatzgewicht
2.380 kg) oder mit geschlossener
Komfortkabine (2.520 kg).
Liebherr Österreich Vertriebs- und Service GmbH • Dr.-Hans-Liebherr-Straße 4 • 5500 Bischofshofen
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IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe Mai 2022, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Tel.: +43/1/3100700-100, Fax: +43/1/3100700-600, E-Mail: office@specialmedia.com, Firma des Herstellers: Bauer Medien Produktion- und Handels GmbH,
Verlagsort: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Herstellungsort: Baumannstraße 3/19, 1030 Wien, Anschrift der Redaktion: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Name des Herausgebers: Karl Englert, Anschrift des Herausgebers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Geschäftsführung: Prof. Hans-Jörgen Manstein und Prof. Ing. Mag. Michael Grabner Verlagsleitung: Karl Englert (KE), karl.englert@ specialmedia.com, DW 800,
Office Management, Anzeigenverrechnung und Redaktionsassistenz: Katja Böhmer (KB), katja.boehmer@specialmedia.com, DW 100,
Chefredakteur: Alexander Riell (AR) alexander.riell@specialmedia.com, DW 840, Grafik: Manfred Fürst
Grundlegende Richtung: BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin fü r die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung
ü ber Baumaschinen, -geräte und –technik, Web: www.baublatt.at.
BAUBLATT.ÖSTERREICH: erscheint monatlich, 10x jährlich mit zwei Doppelnummern, Auflage: 10.500 Exemplare, Einzelpreis Inland € 10,– Jahresabonnement (10 Hefte) € 70,–
(alle Preise inkl. 10% MwSt.), Auslandsabonnements auf Anfrage, Bankver bindung: Erste Bank, BLZ: 20111, Konto: 291 2145 2900, IBAN: AT85 2011 1291 2145 2900,
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freigegebenes Fotomaterial. Impressum gemäß § 25 Mediengesetz unter www.baublatt.at abrufbar.
BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2022
3
INHALT
INHALT
56 Kuhn: Der kompakte Komatsu-Mobilbagger
PW180-11 und der Prozessorkopf Woody
WH60-1 von der Firma Konrad lassen sich
perfekt kombinieren.
78 Bridgestone: Für die VA Erzberg GmbH
ist Bridgestone bei der Umsetzung des
neuen Transportkonzepts ein wichtiger
Partner bei der Bereifung der Fahrzeuge.
MENSCHEN + SZENE
06 Aktuelles bei Wiener Linien, Ascendum,
Coreum, Mercedes-Benz Trucks Österreich,
VDMA Österreich, Asfinag, wire und Tube.
PROJEKTE + PLANUNG
10 Brückenbau: Nach mehr als 45 Jahren
intensiver Nutzung wird die Heiligenstädter
Hangbrücke zwischen Klosterneuburg und
Wien seit Anfang 2021 abschnittsweise
abgebrochen und mit einer neuen
Stützkonstruktion wiedererrichtet.
MASCHINEN + TECHNIK
16 Boels bietet den Kunden nun auch
„Video Guard“ an, eine professionelle
Lösung im Bereich der mobilen
Kamerabewachung.
20 Kuhn: Neu im Fuhrpark der Firma Erdfischer
ist ein Komatsu PC290NLCi mit vollständig
ab Werk integrierter Maschinensteuerung
iMC 2.0 für exakte Erdbauprofile.
22 Steelwrist: Neuer SQ50 als vollautomatische
High-Flow und Open-S-konforme Lösung.
24 Geotechnik: „Unwägbarkeiten in Planung
und Ausführung“ war das zentrale Thema
der 13. ÖGT und der 12. VÖBU Fair.
28 Tomaselli: Das Bauunternehmen testet die
innovative IT-Lösung System des Start-ups
Sodex Innovations für digitales Baggern.
Am 12. Mai kürte das Forum mineralische
Rohstoffe aus 18 Einreichungen die Sieger 58des Nachhaltigkeitspreises 2022.
30 IFAT: Vom 30. Mai bis 3. Juni 2022 werden
in München Technologien für eine umweltund
klimafreundliche Zukunft gezeigt.
32 Weber MT: Lösungen für die Bodenverdichtung
auf Basis von 70 Jahren Erfahrung.
36 Liebherr: Die Baureihe der mittelgroßen
Radlader wurde mit den drei Modellen L 526,
L 538 und L 546 der neuesten Generation 8
grundlegend überarbeitet.
38 MWT bietet im Bereich der Fahrzeugwaagen
einerseits die klassische Unterflurwaage und
andererseits das mobile Überflursystem an.
40 Vögele: Der Leiter Softwareprodukte erklärt
im Interview, wie Unternehmen von digitalen
Lösungen wie Witos Paving Plus profitieren.
44 Bredenoord: Bei Wartungsarbeiten am
Stromnetz setzt die Salzburg Netz GmbH
auf die Unterstützung von Bredenoord.
46 Zeppelin: Erdbau-Profi Hermann Postl in
Pernitz verstärkt seinen Fuhrpark mit zwei
Cat Minibaggern der neuen Generation.
48 Bauakademie: Ein Multifunktions-Simulator
unterstützt am Standort Wien das Training
mit komplexen (Bau-)Geräten.
50 Ascendum: Am 30. April 2022 kürte der
Volvo Fahrerclub Österreich die besten
heimischen Baggerfahrer.
51 HKM: Lösungen für die Recyclinglogistik.
53 Liebherr: Die Startseite des Online-Portals
MyLiebherr erstrahlt im neuen Gewand.
54 Baukongress: Die Baubranche traf sich
Ende April auf der Informations- und
Netzwerkplattform in Wien.
64
Foto: © Marko‘s Photography
ROHSTOFF + AUFBEREITUNG
58 Nachhaltigkeitspreis: Aus 18 zum Award
eingereichten Projekten präsentierte das
Forum mineralische Rohstoffe die vier Sieger
des Nachhaltigkeitspreises 2022.
61 Kirchdorfer Gruppe: Im Kirchdorfer
Zementwerk wurde der Einsatz gröberer
Ersatzbrennstoffe ermöglicht.
62 BVÖ: In Leoben feierte der Bergmännische
Verband Österreichs nicht nur sein 70 Jahr
Jubiläum, sondern auch die 60. Jahrestagung
für Sicherheit im Bergbau.
64 Messe-Rückblick: In Karlsruhe wurde
vom 5.-7. Mai 2022 auf den Demoflächen
der RecyclingAktiv & TiefbauLive neueste
Maschinen- und Anlagentechnik gezeigt.
72 Polixmair: Der I4C ist das aktuelle
Einstiegsmodell in die leistungsstarke
Prallbrecherlinie von McCloskey. Neu ist
auch die Telematiklösung 365SiteConnex.
74 Kiesel Austria: Bei der jüngsten Fuhrpark
Erneuerung mit Hitachi und Bell Geräten
setzten die Pinkataler Schotterwerke auf
die Partnerschaft mit Kiesel Austria.
77 Keestrack: Der neue Prallbrecher I4e RIC
ist eine leistungsfähige Lösung für die
Sekundär- und Tertiär-Brechstufe.
Foto: Messe Karlsruhe Jens Arbogast
80 SBM Mineral Processing: Plug-in-Hybride
werden bei raupenmobilen Backen- und
Prallbrechern von unter 30 bis rund 150 t
Betriebsgewicht angeboten.
81 Schüttflix: Ab Juli können auch in Österreich
Schüttgutbestellungen über die digitale
Plattform abgewickelt werden.
82 AAB Eisterer: In Edt bei Lambach sind die
Schrottprofis der Firma Gebrüder Gratz von
den Stärken einer Demarec DXS 50 und dem
Service der Firma AAB Eisterer überzeugt.
84 Rubble Master: Die RM Group baut ihren
Standort in Linz aus, treibt die Digitalisierung
ihrer Produkte voran und baut ihr weltweites
Vertriebsnetz weiter aus.
87 VÖZ: Roadmap der österreichischen
Zementindustrie für CO2-Neutralität.
88 Mercedes-Benz Trucks: Die zweite
Generation der MirrorCam wurde in
wichtigen Details weiterentwickelt.
89 Fassi: Der erste Fassi F1450R-HXP Techno
ist bereits in Finnland im Einsatz.
90 Volvo Group Austria: Der Verkauf der
schweren Elektro-Lkw ist offiziell gestartet.
91 Iveco: Der Iveco T-Way für schwere
Offroad-Einsätze wurde mit dem
Red Dot Design Award ausgezeichnet.
92 Baublatt.Österreich Test:
Mercedes-Benz Citan 110 CDI
Cupra Formentor 2.0 TSI DSG 4Drive
94 Swietelsky: Peter Krammer wird 2023
neuer Swietelsky-Vorstandschef.
95 Felbermayr erwirbt Mehrheitsbeteiligung
an bayerischem Wasserbauunternehmen.
96 Wacker Neuson Group: Schwungvoller
Start ins Jahr 2022 mit Umsatzplus.
03 Editorial
FUHRPARK
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
STANDARDS
97 Service
Kurzurlaub von der Baustelle: Vier Sterne
Landhotel Alpenhof in Filzmoos; Literatur
Nachhaltige Lösungen.
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4 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2022 5
MENSCHEN + SZENE
MENSCHEN + SZENE
WIENER LINIEN
Sammelleitung für den U-Bahn-Bau
Für den U-Bahn-Bau U2xU5 haben die Wiener Linien eine
oberirdische Grundwasser-Sammelleitung mit 60 cm
Durchmesser errichtet. Die Leitung ist ca. 1 km lang und
wurde bei Kreuzungen in bis zu 7 m Höhe montiert. Sie
verläuft vom Rathaus über die Reichsratsstraße und die
Maria-Theresien-Straße direkt in den Donaukanal. Der
Grund dafür: Damit die Tunnel von U2 und U5 im Bereich
der künftigen Knotenstation Rathaus sicher gebaut
werden können, muss das Grundwasser teilweise über
Brunnen abgesenkt und umgeleitet werden. Die
Sammelleitung bleibt temporär rund vier Jahre bestehen,
bis die Innenschalung der Tunnelröhren hergestellt und
der Tunnel damit wasserdicht ist. www.wienerlinien.at
ASCENDUM
Neue Ascendum Niederlassung in Vomp
D
ie Ascendum Baumaschinen Österreich
GmbH stärkt das österreichische
Service-Netzwerk mit einer neuen
Niederlassung in Tirol. Der bisherige
Standort ist von Volders nach Vomp
übersiedelt. Vomp ist ein idealer Knotenpunkt
für Tirol und bietet mit einer
nahegelegenen Autobahnabfahrt kurze
Wege und somit schnelle Erreichbarkeiten.
Das neue Gebäude entspricht
modernsten Standards, wurde ideal auf
die Bedürfnisse des Baumaschinenhändlers
zugeschnitten, verfügt über 1.200 m²
Werkstattfläche, 300 m² Bürofläche, 18 m
langen Montagegruben am neusten Stand
der Technik und auch mehr Lagerfläche.
Ascendum bietet am Standort Vomp alles
aus einer Hand: Neumaschinen der
Marken Volvo CE und Sennebogen,
Gebrauchtmaschinen, Miet-Maschinen,
Komponentenreparatur sowie Wartungen
und Reparaturen. Die erhöhte Nachfrage
an noch schnellerem und besserem
Service, kann Ascendum durch den neuen
Standort nun noch besser erfüllen. Komplementiert
wird der Standort durch die
österreichweit rund 60 mobilen Servicetechniker,
die von der Ascendum Niederlassung
Vomp aus die Bundesländer Tirol und
Vorarlberg abdecken.
www.ascendum.at
Foto: Julia Prokop
MERCEDES-BENZ TRUCKS ÖSTERREICH
Jens Tittel wird neuer CEO
EQAR KONGRESS
euer CEO der Mercedes-Benz Trucks
Österreich GmbH wird Jens Tittel, der in
verschiedenen Positionen in den Tätigkeitsfeldern
CharterWay, Vertrieb und Service in
Europa umfangreiche Erfahrungen sammeln
konnte. Seit April 2018 steuert Jens Tittel als
Managing Director die Geschäfte der Mercedes-
Benz Trucks Schweden/Dänemark Organisation
mit Sitz in Malmö und Kopenhagen. „Unser
Handels- und Servicenetz ist das Aushängeschild
in Richtung unserer Kunden. Ein
partnerschaftlicher und zielgerichteter
Dialog mit dem Handel ist absolut notwendig,
um gemeinsam den bestmöglichen
Service für unsere Kunden in Österreich
zu bieten“, betont Tittel.
www.mercedes-benz-trucks.com
Baustoff-Recycling 2030
D
N
Jens Tittel.
ie EQAR (European Quality Association for Recycling e.V.)
veranstaltet am 1. Juni 2022 einen Kongress mit dem Thema
„Baustoff-Recycling 2030“ im Rahmen der Internationalen Fachmesse
IFAT in München. Die Bauproduktenverordnung ist die Basis
für das Inverkehrsetzen vieler Baustoffe. Die Novelle der Bauproduktenverordnung
liegt derzeit im Entwurf vor – Produkte der
Kreislaufwirtschaft werden dabei speziell thematisiert. Vertreter aus
Tschechien, Italien, Österreich, Deutschland, der Schweiz sowie des
europäischen Bauverbandes FIEC referieren im Rahmen des
Kongresses zu diesen Themen sowie zu Best Practice der
Ausschreibung und Vergabe.
www.brv.at | www.eqar.info
SQ90 VOLLAUTOMATISCHER
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6
COREUM
Expo Recycling und Umschlag
Die neue Ascendum Niederlassung in Vomp.
Vom 1. bis 30. Juni 2022 präsentiert das Coreum im deutschen Stockstadt modernste
Technologien und Lösungen für die Recycling- und Umschlagbranche. Anwendungsberater
nehmen sich den Anforderungen jedes einzelnen Besuchers an und demonstrieren praxisrelevante
Lösungen. Die Teilnahme an der Coreum Expo Recycling- und Umschlagtechnik
ist kostenlos. Eine Anmeldung ist bequem über coreum.de/expo möglich. www.coreum.de
VDMA ÖSTERREICH
Neuer Vorsitzender
MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
Der VDMA Österreich hat einen neuen
Vorsitzenden: Dr. Markus Baldinger, Geschäftsführer
von Pöttinger Landtechnik,
wurde in einer außerordentlichen
Vorstandssitzung einstimmig zum neuen
Vorsitzenden des VDMA Österreich gewählt.
Dr. Markus Baldinger ersetzt in
dieser Funktion Dr. Christoph Steger, der
mit Ende Jänner 2022 das Unternehmen
Engel Austria verlassen hat und damit
Dr. Markus Baldinger.
auch gemäß Geschäftsordnung des
VDMA Österreich sein Vorstandsmandat zurücklegte. Mag. Martin
Mühl bacher folgt als stellvertretender Vorsitzender nach. www.vdma.org
Foto: Pöttinger Landtechnik
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Bei schwer zugänglichen
Brücken ist der
Einsatz von Drohnen
bei der Asfinag
mittlerweile Standard.
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306 CR
TERMINE
Sondermaßnahmen im Untertagebau
07.06.2022, Montanuniversität Leoben
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Kurzlehrgang Claims & Co für
Baupraktiker
13.-28.06.2022, Wien www.ars.at
Rechtsfragen zu Flach- & Steildächern
sowie Bauwerksabdichtungen
15.06.2022, Wien und online www.ars.at
Ausbildung zum Baukoordinator
20.-22.06.2022, Wien www.ars.at
wire & Tube
20.-24.06.2022, Düsseldorf www.wire.de
Bauprojekte in der Krise:
Lieferengpässe und Preissteigerungen
22.06.2022, Wien und Virtual Classroom
www.ars.at
Aktuelles zur Wiener Bauordnung
22.06.2022, Wien www.ars.at
Flucht- und Rettungs-Training
unter Realbedingungen
30.06.2022, ZaB/Eisenerz www.zab.at
Wie man Baustreitigkeiten gewinnt
30.06.2022, Wien www.ars.at
Thementag Beweissicherung
und Dokumentation am Bau
04.07.2022, Wien www.ars.at
TBM-DiGs
23.-25.11.2022, Montanuniversität
Leoben
www.tbmdigs.com
HKM Schlittenanhänger
überzeugen durch Nutzlast und Stabilität
ASFINAG
Verstärkter Einsatz von Drohnen
D
rohnen, oder vielmehr Unmanned
Aircraft Systems (UAS), werden bei der
Asfinag bereits seit einigen Jahren für
spezielle Tätigkeiten eingesetzt. Künftig
sollen die unbemannten Mini-Flieger aber
noch eine deutlich größere Aufgabenpalette
bei der Asfinag abdecken. Nach einer
Ausschreibung konnte jüngst mit dem
Fach-Unternehmen Bladescape Airborne
Services ein auf vier Jahre laufender
Rahmenvertrag
abgeschlossen
werden, der es
ermöglicht, den
FGL.811/14
T 03447 85350 | info@hkm-fahrzeugbau.de
WIRE UND TUBE
Einsatz von Drohnen zu intensivieren. Das
künftige Leistungsspektrum umfasst damit
auch die Bereiche Naturgefahren, Verkehrssicherheit
generell, die Dokumentation
von Baufortschritten sowie auch das
sogenannte Verkehrs- und Ereignismanagement
im Fall von größeren Unfällen
oder Staus. „Unser Ziel ist es, diese Technologie
als Werkzeug in unseren Arbeitsablauf
nachhaltig, wirtschaftlich und dem
Betrieb nützend zu integrieren“, betont
Thomas Steinbrucker, der bei der Asfinag
das „Projekt Drohne“ verantwortet.
www.asfinag.at
Branchentreffpunkt in Düsseldorf
Innovationen aus den Draht-, Kabel- und Rohrindustrien stehen
vom 20. bis 24. Juni 2022 im Mittelpunkt der Messen wire und Tube
auf dem Düsseldorfer Messegelände. Im Rahmen der weltweiten
Informations-Plattform präsentieren die Aussteller neben neuen
Maschinen und Anlagen verstärkt nachhaltige Lösungen für
E-Mobility, Digitalisierung und Industrie 4.0. Start-Ups ergänzen
mit ihren Ideen und Kooperationen das umfassende Angebot in
den 13 Messehallen.
www.wire.de | www.Tube.de
8 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
KLEIN. LEISTUNGSSTARK. VIELSEITIG.
Bei der Entwicklung des 306 CR sind sehr viele Bedürfnisse des Fahrers eingeflossen. Hier wurde ein hoher Stellenwert
auf Komfort und Sicherheit gelegt. Das abgedichtete und druckbelüftete Fahrerhaus ist mit einer effizienten Klimatisierung,
verstellbaren Handgelenkstützen und Sitzfederung ausgestattet. Die Bedienelemente und die Cat-Joystick-Lenkung sind
einfach in der Handhabung, und der intuitive Monitor der nächsten Generation bietet anpassbare Maschinenfahrereinstellungen
und leicht verständliche Maschineninformationen. In dieser Leistungsklasse bekommen Sie große Leistung im
Klein-Format. Die geringen Betriebskosten spielen in diesem Segment eine sehr wichtige Rolle. Das merken Sie an Funktionen
wie der automatischen Drehzahlabsenkung und Motorabschaltung sowie der effizienten Hydraulik mit Verstellpumpe.
zeppelin-cat.at
PROJEKTE + PLANUNG
PROJEKTE + PLANUNG
Begrenzt von den Bahngleisen und
den beiden aufrechten Richtungsfahrbahnen
der B14 wird die
Heiligenstädter Hangbrücke an zwei
Stellen durch Linienbaustellen
Richtung Klosterneuburg
erneuert.
BRÜCKENBAU
Anspruchsvolle
Instandsetzung
der Heiligenstädter
Hangbrücke
Nach mehr als 45 Jahren
intensiver Nutzung weist
die fast einen Kilometer
lange Heiligenstädter
Hangbrücke zwischen Wien
und Klosterneuburg massive
Schäden auf. Sie wird daher
seit Anfang 2021 abschnittsweise
abgebrochen und
mit einer neuen Stützkonstruktion
wiedererrichtet. Die
unmittelbare Nähe der ÖBB
Trasse der Franz Josefs
Bahn, die Aufrechterhaltung
von zwei Richtungsfahrbahnen
der B14 und die nicht
belastbare Böschung machten
nicht nur technisch aufwändige
Lösungen erforderlich,
sondern auch eine
komplexe Ablaufplanung.
V
or vier Jahren startete Wien ein
umfassendes Brückeninvestitionsprogramm,
dessen Ziel es ist, alle Brücken
aus den 1960er und 1970er Jahren in den
nächsten Jahren instand zu setzen. Zu den
rund 50 Brücken, die davon betroffen sind,
zählt auch die Heiligenstädter Hangbrücke.
Konkret erstreckt sich die Heiligenstädter
Hangbrücke im Zuge der B14 auf
880 m zwischen dem Kahlenbergerdorf
und der Wiener Landesgrenze in Döbling.
Das Brückentragwerk wurde im Jahr 1973
nach Plänen von Alfred Pauser, dem
großen österreichischen Tragwerksplaner
und Brückenbauer, als Stahlbetonplattentragwerk
errichtet. Dadurch wurde die
zuvor zweispurige Wiener Straße um zwei
Fahrbahnen verbreitert.
Nach mehr als 45 Jahren intensiver
Nutzung – sie wird derzeit von rund
34.000 Fahrzeugen täglich befahren – hat
die Hangbrücke massive Schäden, vor
allem an Unter- und Überbau sowie an
den Lagern. Als eine der Ursachen erwies
sich eine undichte Dehnfuge in Längsrichtung.
Die daraus resultierenden schweren
„Der Abbruch der alten Bauteile in
Verbindung mit dem parallel laufenden Neubau
des Tragwerks erfordert ein
hohes Maß an Präzision, Sorgfalt und technischem
Können“, betont Hermann Papouschek,
Leiter der Abteilung
Brückenbau und Grundbau.
Foto: MA29/Christian Fürthner; Baublatt.Österreich
10 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2022 11
PROJEKTE + PLANUNG
PROJEKTE + PLANUNG
Betonschäden machten eine umfassende
Instandsetzung notwendig. Im Zuge einer
Machbarkeitsstudie im Jahr 2018 wurden
der Abbruch des Bestandsobjektes und das
Errichten eines neuen Tragwerks hinsichtlich
Lebenszyklus als effizienteste Variante
ermittelt.
Die Pläne für die neue Konstruktion
stammen von der Mayer Ingenieurleistungen
ZTGmbH in Wien. Durchgeführt
werden die Arbeiten im Auftrag der Stadt
Wien, MA29 Brückenbau und Grundbau,
von der Hochtief Infrastructure Austria.
Das Unternehmen ist in Österreich mit
Niederlassungen in Wien und Innsbruck
vertreten. Die Niederlassung in Wien hat
sich auf technisch und logistisch
anspruchsvolle Projekte in den Bereichen
Tiefbau sowie Verkehrsinfrastruktur
spezialisiert. Der Auftrag umfasst die
Abbrucharbeiten und den Neubau der
Brücke auf Großbohrpfählen als Plattentragwerk,
ca. 15.000 m 2 Straßenbau auf
der vierspurigen Klosterneuburger
Bundesstraße B14, Leitungsbau sowie
Betoninstandsetzungsarbeiten.
Das Bauvorhaben ist geprägt durch die
beengten Platzverhältnisse zwischen dem
Leopoldsberg und der Donau, durch den
laufenden Verkehr der B14 und die
zweispurige FranzJosefsBahn. Trotzdem
laufen die Arbeiten für den Neubau der
Heiligenstädter Hangbrücke planmäßig.
Zunächst wurden Einbauten wie Stromund
Telekabel umgelegt und modernisiert,
neue Entwässerungsleitungen errichtet,
Randsteine und Gehsteige abgebrochen
und Lichtsignalanlagen umgebaut. Wegen
der aufwändigen Arbeiten ist pro Fahrtrichtung
nur ein Fahrstreifen frei.
Nachdem man den innenliegenden
FahrbahnAbschnitt asphaltiert hatte,
konnte der Verkehr auf die Hangseite
verlegt werden.
Mitte Juli 2021 startete die Herstellung
der 530 Betonpfähle im SchneckenortbetonVerfahren
durch zwei je 64 t schwere
Soilmec SR65. Diese Betonpfähle bilden
die Fundierung für die neue Konstruktion,
die in der Folge noch näher beschrieben
wird. Eine Holzkonstruktion diente
zunächst als Unterbau für die Bohrpfahlgeräte
und sorgt nun auch bei den aktuell
eingesetzten Großgeräten für die Lastverteilung.
„Wir sind mit dem Fortgang der
Baustelle bisher im Plan, das macht uns
zufrieden, weil man ja nie weiß, was sich
bei einem so umfangreichen und herausfordernden
Projekt unvorhergesehen
ergibt. Mit der Pfahlherstellung, die im
Im März 2022 wurde
die Herstellung der
530 Betonpfähle im
Schneckenortbeton-
Verfahren abgeschlossen.
Die Betonpfähle mit den
darauf errichteten Stützen
und Querträgern bilden
den neuen Unterbau, der
unter der bestehenden
Konstruktion errichtet
wird und den Einsatz
der schweren Geräte
ermöglicht.
März erfolgreich abgeschlossen werden
konnte, schaffen wir die Grundlage für die
zukünftige Sicherheit, Haltbarkeit und
Tragkraft der neuen Brücke. Trotz des
Einsatzes von schwerem Gerät auf diesen
schmalen Baustellenflächen, konnten wir
die wichtige Verbindung zwischen Wien
und Klosterneuburg für alle Verkehrsteilnehmenden
offenhalten. Dasselbe gilt für
die bereits angelaufenen Arbeiten im
abschnittsweisen Abbruch und der
12 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Neuerrichtung“, so Hermann Papouschek,
Leiter der Abteilung Brückenbau und
Grundbau der Stadt Wien.
Neue Hangbrückenkonstruktion
Während die RFB Wien durch den
Hangeinschnitt im Erdreich fundiert ist,
musste für die RFB Klosterneuburg der
B14 in diesem Abschnitt eine neue
Tragwerkslösung gefunden werden. Im
Zuge der Ausarbeitung des Vorentwurfs
erwies sich die Variante einer überschütteten
Platte als wirtschaftlichste Lösung. Sie
bietet unter anderem den Vorteil, dass die
Verkehrsfläche als durchgehende Fahrbahn
ohne Fahrbahnübergänge gestaltet
werden kann. Der unmittelbar anstehende
Baugrund, die Anschüttungen und der
Hangschutt weisen allerdings nur
bedingte Kapazitäten für die Lastabtragung
auf. Aus diesem Grund entschied
man sich für eine Pfahlgründung mit
Großbohrpfählen (D=90 cm). Dazu musste
mit den bereits erwähnten 530 Betonpfählen
ein Pfahlraster hergestellt werden. Die
Pfähle der vorderen Reihe werden aus
statischen Gründen geneigt ausgeführt.
Da der gesamte Unterbau unter dem noch
bestehenden Tragwerk hergestellt wird,
mussten für die Pfahlherstellung Öffnungen
in die bestehende Fahrbahnplatte
geschnitten werden.
Durchschnitt ist
für uns keine Option.
Wir bieten unseren Kunden ein echtes Rundum-sorglos-Paket. Ob ganz kleiner Kran
oder größter Kran der Welt – wir liefern Krane für jeden Bedarf. Wer mit uns arbeitet,
muss sich um nichts kümmern. Wir bringen den Kran überall hin: Auf den höchsten Berg
oder in die dichteste Innenstadt. Das können nur echte Profis. Wie wir von Stirnimann.
Stirnimann GmbH | Tel: +43 2253 22050 | office@stirnimann.at | www.stirnimann.at
„Die große Herausforderung besteht darin, dass wir den Baugrund unter der Brücke
nicht zusätzlich belasten dürfen. Wir müssen stets eine Arbeitsebene auf Straßenniveau
erhalten. Abbruch und die Errichtung der neuen Konstruktion erfolgt Zug um Zug im
Arbeitsbereich der Mobilkräne“, betont DI Karl Kobierski (MA29, Örtliche
Bauaufsicht, Fachbereich Brückenbau) im Gespräch mit Baublatt.Österreich.
PROJEKTE + PLANUNG
Schnipp, schnapp
Top-Cut 800 Abbruchzange
Die Errichtung
der Platte
erfolgt mit
Halbfertigteilen,
die Kragplattenbereiche
werden
mit dem Aufbeton
der Tragwerksplatte
mittels
ergänzender
Schalung
hergestellt.
Über dem bestehenden Geländeniveau
werden die Pfähle durch Stahlbetonstützen
ergänzt, die bis zur Pfahlrostunterkante
geführt werden. Die Querträger
bilden gemeinsam mit den Stützen und
Pfählen Rahmen, die quer zur Tragwerksrichtung
stehen. Auf diesen Pfahlrosten
wird das Plattentragwerk aufgelegt.
Plattentragwerk und Unterbau sind monolithisch
miteinander verbunden. Die auf
den Querriegeln liegende Tragwerksplatte
bildet die Grundlage für die Beschüttung
und den Fahrbahnaufbau der RFB
Klosterneuburg. Aus herstellungstechnischen
Gründen, nämlich zum freitragenden
Überbrücken der Spannweite zwischen
den Querriegeln, erfolgt die Errichtung
der Platte mit Halbfertigteilen. Die
Kragplattenbereiche werden mit dem
Aufbeton der Tragwerksplatte mittels
ergänzender Schalung hergestellt.
Mit der fortschreitenden Errichtung des
Unterbaus wird das bestehende Tragwerk
abschnittsweise abgetragen und die neue
Tragwerkskonstruktion hergestellt. Der
Abbruch erfolgt durch Zersägen der alten
Tragwerksplatte, wobei zwei Mobilkräne
die Teile sichern und anschließend
wegheben. Für den Abbruch des Bestandstragwerks
dienen die Querträger als
Unterstellung und stützen auch die
Winkelstützmauer gegenüber dem
Erddruck der RFB Wien ab. Aufgrund der
Verkehrsführung und den daraus resultierenden
Zufahrtsmöglichkeiten zur
Baustelle erfolgen der Abbruch und der
Neubau Richtung stadtauswärts. Zwei
Mannschaften arbeiten sich mit Linienbaustellen
vom Beginn der Hangbrücke
bzw. von deren Mitte Richtung
Klosterneuburg.
Neben der Funktion als Tragwerk der
RFB Klosterneuburg muss das Bauwerk
auch den Niveauunterschied zwischen B14
und der Bahntrasse sichern, denn die
derzeit vorhandenen Stützbauwerke der
ÖBB werden in den nächsten Jahren
abgebrochen und durch Spritzbetonsicherungen
zwischen den Großbohrpfählen
ersetzt. Um eventuelle Bewegungen des
Baugrundes messen und dokumentieren
zu können, werden im Bereich des
Neubaus Inklinometer Messstellen
errichtet.
Blick auf den Beginn der neuen Hangbrücke mit dem bereits errichteten
neuen Tragwerk. Im Hintergrund die erste Linienbaustelle.
14 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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MASCHINEN + TECHNIK
BOELS RENTAL ÖSTERREICH
Boels und Video Guard: Kamerabewachung
sorgt für mehr Sicherheit auf der Baustelle
Explodierende Preise und fehlendes Material verursachen auf den Baustellen nicht nur
ernsthafte Probleme, sie sorgen auch für einen weiteren unerfreulichen Effekt: die Zahl
der Diebstähle von Werkzeug, Geräten und Treibstoff steigt rasant. Boels Rental reagiert
auf diese Entwicklung und bietet den Kunden an den 22 österreichischen Standorten
nun auch „Video Guard“ an. Dabei handelt es sich um eine rasche und effektive Lösung
im Bereich der mobilen Kamerabewachung, die von einem professionellen Anbieter
entwickelt wurde.
S
eit 45 Jahren ist Boels Rental in
Europa tätig und hat sich in dieser
Zeit in vielen Ländern zu einem der ganz
großen Player in der Vermietungsbranche
entwickelt. Ein halbrundes Jubiläum gibt
es in diesem Jahr auch in Österreich zu
feiern: 15 Jahre nach dem Markteintritt
und nach der Übernahme von Drott und
Cramo zählt das Unternehmen auch bei
uns zu den führenden Vermietungsunternehmen.
Mit dem One-Stop-Shop Prinzip
von Boels Rental können Kunden vom
Kleingerät bis zur großen Bühne oder bis
zum Bagger alles aus einer Hand mieten.
Darüber hinaus versteht sich Boels Rental
aber auch als Problemlöser, der bei den
täglichen Herausforderungen auf der
Baustelle aktive Unterstützung anbietet.
Dieser Leitgedanke war auch der Grund
für die Kooperation, die Boels Rental mit
der International Security GmbH im
Bereich der mobilen Kamerabewachung
geschlossen hat. Die International
Security GmbH gehört zur schwedischen
AddSecure Gruppe, einem der führenden
europäischen Anbieter von Internet-of-
Things Lösungen mit dem Fokus auf
sichere kritische Kommunikation und
Daten. Unter anderem bietet das Unternehmen
mit Video Guard eine Lösung zur
mobilen Kamerabewachung an. Unter
anderem bietet das Unternehmen mit
Video Guard eine Lösung zur mobilen
Kamerabewachung an. Zukünftig
Keine Chance für
Langfinger: Boels
erweitert sein
Portfolio und bietet
die temporäre
Kameraüberwachung
Video Guard über das
eigene Filialnetzwerk
an.
geschieht dies auf dem österreichischen
Markt nun auch durch Boels Rental. Wir
sprachen dazu mit Roland Meurs, Country
Manager von Boels Rental für Österreich,
Ungarn und Italien sowie Sönke van
Hoorn, Country Manager Österreich der
International Security GmbH.
Herr Meurs, bevor wir zum Thema
mobile Kamerabewachung kommen:
Welche aktuellen Entwicklungen gibt
es bei Boels Rental Österreich?
Meurs: Mit der boomenden Bauwirtschaft
ist natürlich auch Boels gewachsen.
Aktuell verfügt Boels in Österreich über
22 Standorte und beschäftigt etwa 130
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Rund
15.000 Geräte und Maschinen stehen
unseren Kunden zurzeit im Boels
Mietpark zur Verfügung. Das Ziel für die
nächsten zwei Jahre ist es, massiv in
unsere Standorte zu investieren und
dabei vor allem bestehende Standorte zu
erweitern. Im Fokus stehen hier vor
allem die Großstädte. In Linz haben wir
die Fläche unserer Niederlassung
verdoppelt und auch in Salzburg planen
wir eine deutliche Vergrößerung. Im
Sommer erfolgt dann der Spatenstich
für unseren neuen Standort in Wien. Die
Erweiterung in Graz ist noch in Vorbereitung,
aber auch hier sieht es sehr gut
aus. Und nicht zuletzt werden wir auch
einen Standort in Innsbruck eröffnen.
Mit diesen Investitionen werden wir
unsere Präsenz in den Bundesländern
erhöhen und auf den größeren Flächen
auch mehr Geräte zur Verfügung haben.
Letztlich dreht es sich in der Miete ja
immer um die sofortige Verfügbarkeit
des Geräts. Ein wichtiger Nebeneffekt
für uns besteht aber auch darin, dass
wir Quertransporte zwischen den
Standorten im Sinne der Umwelt
reduzieren können. Ich gehe davon aus,
dass innerhalb der nächsten zwei Jahre
alle diese Vorhaben realisiert sind.
16 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
Unabhängig davon wird Boels im
Mietpark europaweit massiv in emissionsfreie
Geräte investieren. Wir werden
unsere Flotte von Großmaschinen
massiv erweitern mit Akku betriebenen
Baggern, Radladern und Telestaplern.
Darüber hinaus setzen wir bei den
Neugeräten konsequent auf die Integration
von Telematik-Systemen. Ohne
diese Daten wird in Zukunft kein
Vermieter mehr auskommen. Parallel
laufen die Vorbereitungen für mehr
kundenfreundliche digitale Lösungen,
wobei bei uns die „Mobile First“
Gedanke als Ausgangspunkt gilt. So
werden wir unsere App „My Boels“ im
Herbst starten. Mit dieser App haben
unsere Kunden dann einen direkten
Zugriff auf ihre Rechnungen und
Mietverträge.
Was genau bietet Boels den
Kunden nun im Bereich der
mobilen Kamerabewachung?
Meurs: Auf Basis der Kooperation mit
der International Security GmbH bieten
wir unseren Kunden seit Anfang März
2022 die temporäre Kamerabewachung
Video Guard über unser Filialnetzwerk
an. Nachdem die Kooperation im letzten
Partnerschaft für mehr Sicherheit auf der Baustelle (von rechts): Roland Meurs (Country
Manager von Boels Rental für Österreich, Ungarn und Italien) mit Sönke van Hoorn
(Country Manager Österreich der International Security GmbH) vor der Variante Solar
Guard aus der Video Guard Produktreihe.
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MASCHINEN + TECHNIK
A JOHN DEERE COMPANY
Dank hochentwickelter Software
und Videoanalytik wird
unerlaubtes Betreten rasch
erkannt und die Person über
Lautsprecher zum Verlassen
der Baustelle aufgefordert.
„Unseren Kunden stehen im
Boels Mietpark nicht nur
15.000 Geräte und Maschinen
zur Verfügung, wir unterstützen
die Baufirmen
auch aktiv mit ausgereiften
Problemlösungen“, betont
Country Manager
Roland Meurs.
Jahr mit Boels Rental Deutschland
erfolgreich gestartet ist, folgt nun auch
Österreich. Wir reagieren damit nicht nur
auf ein vorhandenes Marktbedürfnis,
sondern auch auf den merkbaren Wandel
in der Baustellenbewachung, denn die
Preise der großen Personaldienstleister
sind enorm. Video Guard bietet hier eine
clevere Lösung, die Details kann mein
Kollege Sönke van Hoorn aber sicher
besser erläutern.
van Hoorn: Die International Security
GmbH gibt es jetzt seit 2006. Am Beginn
standen konventionelle personelle
Bewachungslösungen für Windkraftanlagen.
Vor einigen Jahren sind wir umgestiegen
auf die mobile Überwachungslösung
und haben europaweit jetzt knapp 1.350
Systeme im Einsatz. Sobald an einem der
Standorte der Firma Boels eine Anfrage zu
diesem Thema eingeht, nehme ich Kontakt
zu dem Kunden auf. Ist der Kunde an
unseren Lösungen interessiert, erarbeite
ich nach einem Vor-Ort-Termin auf Basis
des konkreten Projekts ein Sicherheitskonzept.
Schließlich hat jede Baustelle
ihre Eigenheiten. Beispielsweise ist die
Frage zu klären, ob unser System energieautark
ausgeführt sein soll, oder Strom
vor Ort verfügbar ist.
Wie sieht die konkrete Umsetzung
von Video Guard aus?
van Hoorn: Die Basis bilden mehrere
unserer technischen Bewachungslösungen,
die je nach Bedarf in drei Varianten
unterschiedlich ausgerüstet sind. Für eine
normale Baustellenfläche reicht eine
kleine Lösung in Form des Video Guard
Flex oder One. Die größere Lösung mit
drei Kameras und Strom vor Ort ist der
Video Guard Professional. Muss das
System energieautark funktionieren, dann
kommt der Solar Guard mit Brennstoffzelle
und Photovoltaik zum Einsatz.
An den Masten sind die Kameras montiert,
die auf Basis des erwähnten Sicherheitskonzepts
die gewünschten Bereiche
abdecken. Über eine Mobilfunk-Verbindung
werden die Bilder in unsere Zentrale
in Deutschland geleitet, wo sie mit unserer
eigenen Software laufend überwacht
werden. Dabei kommt eine hochentwickelte
Videoanalytik zum Einsatz, in der
viel Know-how steckt. Wenn nun eine
Person unerlaubt den Detektionsbereich
betritt, wird Alarm ausgelöst und das Bild
bei uns in der Leitstelle aufgeschaltet.
Dort wird es sofort überprüft und über
Lautsprecher kann die Person aufgefordert
werden, die Baustelle zu verlassen.
Vorab wird die nächstgelegene Polizeidienststelle
über dieses Bewachungsprojekt
informiert, sodass die auch schnellstmöglich
dort intervenieren können. In der
Zentrale arbeiten geschulte Leitstellenmitarbeiter,
die bereits über jahrelange
Erfahrung verfügen. Im Zusammenspiel
mit der ausgereiften Technik werden
dadurch Fehlalarme vermieden. Sie sehen
schon, es geht hier um wesentlich mehr,
als nur eine Kamera zu montieren. In
Video Guard steckt viel gewachsenes
Know-how, auch hinsichtlich der Kamerablickwinkel
oder der Bildauswertung.
Wichtig ist, dass wir sehr rasch reagieren
und im Falle eines Diebstahls den Ermittlungsbehörden
dank unserer HD-Kameras
auch relevante Informationen zur Verfügung
stellen können. Für die Zukunft
planen wir, auch in Österreich eine
Leitstelle einzurichten.
Wie sind die ersten Reaktionen aus
der Bauwirtschaft?
Meurs: Wir haben bereits mehrere Projekte
realisiert und freuen uns über das positive
Feedback der ersten Kunden. Die Systeme
sind in Österreich auch bei Boels vorrätig
und können auf Wunsch sehr rasch zum
Einsatz kommen. Vielleicht noch ein Wort
zur Klarstellung: Es ist nicht unser Ansatz,
das Sicherheitspersonal vor Ort zu
ersetzen. Bei Großbaustellen, wo eine
Zugangskontrolle ohnehin nicht wegzudenken
ist, kann Video Guard aber eine sehr
sinnvolle Unterstützung sein.
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18 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Der Komatsu PC290NLCi verfügt dank „intelligent
Machine Control 2.0“ nicht nur über die
automatische Abziehunterstützung,
sondern auch über eine automatische
Schwenklöffelsteuerung.
mobile
wiege
technik
KUHN
Erdfischer: mehr Effizienz dank
intelligenter Maschinensteuerung
Mit nur 18 Jahren startete Johannes Fischer in Absdorf mit seinem eigenen Unternehmen
erfolgreich durch. Inzwischen ist seine Firma Erdfischer in den Bereichen Erdbau, Kranarbeiten
und Abbruch ein gefragter Dienstleister. Neuer Leistungsträger ist im Fuhrpark
ein Komatsu PC290NLCi, der mit der intelligenten und vollständig ab Werk integrierten
Maschinensteuerung iMC 2.0 exakte Erdbauprofile zum Kinderspiel macht.
S
eine Leidenschaft für die Technik
entdeckte der junge Firmenchef im
landwirtschaftlichen Betrieb der Eltern.
Im Herbst 2013 war es dann soweit: mit 18
gründete er sein eigenes Erdbau-Unternehmen
und legte von Anfang an Wert auf
Verlässlichkeit und Genauigkeit. Sein Ruf
eilte ihm schon bald voraus und so
wuchsen die Mannschaft und der Fuhrpark
kontinuierlich. Inzwischen beschäftigt
die Firma Erdfischer 14 Mitarbeiter
und verfügt über 10 Bagger, 8 Lkw – darunter
drei Kran-Lkw – sowie verschiedenste
Spezial- und Anbaugeräte.
Den Kern der Tätigkeiten bilden
Erdarbeiten jeder Größenordnung – vom
Aushub für private Bauherren bis zur
Unterstützung größerer Projekte von
Bauunternehmen. Gefragt sind auch die
Kompetenzen des Unternehmens in den
Bereichen Gartengestaltung und Errichtung
von Steinmauern. Ein weiteres
Standbein ist der Abbruch, wobei man die
Baurestmassen mit eigener Brech- und
Siebanlage auf Wunsch auch direkt vor
Ort aufbereitet. Der firmeneigene Lagerplatz
für die Produktion qualitätsgeprüfter
Baurestmassen bzw. die Herstellung von
Humusmischungen wurde vor kurzem neu
angelegt.
iMC 2.0: intelligente Maschinensteuerung
mit mehr Funktionen
Die vollständig ab Werk in die Maschine
integrierte intelligente Maschinensteuerung
mit Autostopp-Funktion, automatischer
Abziehunterstützung und Abstandskontrolle
wurde von Komatsu 2013 auf
den Markt gebracht. Sie ist allein in
Europa bereits über 1,7 Mio. Betriebsstunden
im Einsatz auf Hydraulikbaggern. So
wie der PC290NLCi der Firma Erdfischer
verfügen auch die Modelle PC210LCi-11
und der PC360LCi/NLCi-11 bereits über
die erweiterte „intelligent Machine Control
2.0“ von Komatsu. iMC 2.0 bietet zusätzlich
zu den genannten Funktionen auch
eine automatische Schwenklöffelsteuerung
und eine Winkelhaltefunktion.
Johannes Fischer über die Vorteile in
der Praxis: „Der PC290NLCi ist ein sehr
gutes Beispiel dafür, wie neue Technik die
Abläufe einfacher macht. Wenn etwa eine
Wohnhausanlage ausgeschrieben wird,
dann informiere ich die Baufirma, dass wir
den Erdbau und das Planum mit GPS-
Technik herstellen. Die Kosten sind zwar
etwas höher, aber dafür ist kein zusätzliches
Personal notwendig. Die Mannschaft
der Baufirma kommt erst, wenn wir fertig
sind. Und das ist ein ganz wichtiger
Vorteil, das zeigt auch dieses Projekt hier.
Auf einer Fläche von ca. 2.400 m 2 haben
wir für die Errichtung einer Kfz Werkstätte
mit Lackiererei den Humus
abgetragen und abtransportiert. Jetzt
erstellt unser erfahrener Maschinist
Manfred Koch in wenigen Tagen mit
Betonbruch ein exaktes Planum für die
20 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
Von links: Christian Schmidt (zuständiger Betreuer, Kuhn Baumaschinen),
Firmenchef Johannes Fischer, Ing. Christian Moser (Verkaufsleiter, Kuhn
Baumaschinen) und Maschinist Manfred Koch.
Manfred Koch fährt als eingefleischter Fan
bereits seit 16 Jahren Komatsu. Von seinem
neuen PC290NLCi ist er begeistert
und durch den neuen iMC 2.0 Bildschirm
über alles informiert.
Die automatische Schwenklöffelsteuerung
sorgt beim Schließen des Stiels
automatisch für den korrekten Winkel.
Fundamentplatte. Ebenso rasch und
exakt läuft auch der Aushub für die
Sickermulde im Randbereich, wo wir ein
exaktes Gefälle für die Entwässerung
herstellen. All diese Arbeiten kann er
mit unserem neuen Komatsu alleine
durchführen. Lediglich der Geodät, mit
dem wir zusammenarbeiten, kommt
vorbei und übergibt die Erdbauprofile,
die dann in das System des PC290NLCi
übertragen werden.“
Ing. Christian Moser, Verkaufsleiter
der Firma Kuhn Baumaschinen,
ergänzt: „Der Einsatz der Maschinensteuerung
wird im Bauwesen immer
wichtiger. Mit den iMC 2.0 Maschinen
untermauert Komatsu hier seine
Vorreiterstellung, denn im Gegensatz zu
vielen am Markt verfügbaren Systemen
ist die Maschinensteuerung hier nicht
nachgerüstet, sondern ab Werk mit dem
entsprechenden Schutz in den Zylindern
verbaut. Da bei Komatsu die intelligente
Maschinensteuerung in die
Hydraulik eingreift, unterstützt sie mit
ihrer Automatisierungsfunktion den
Fahrer im Baustellen-Alltag. Der kann
sich voll und ganz auf seinen Einsatz
konzentrieren, ohne sich Sorgen machen
zu müssen, dass die Zieloberfläche
über- oder unterschritten wird. Dank
der Technik kann das Feinplanum in
nur einem Durchgang erzielt werden,
was in Summe deutlich weniger Arbeitsspiele
bedeutet. Auch bei nicht so
geübten Fahrern wird so die Leistung
optimiert.“
Wie auf den Bildern zu sehen ist,
kann der PC290NLCi bei diesem
Einsatz den Vorteil der automatischen
Schwenklöffelsteuerung voll ausnutzen.
Ein wichtiges Element für diese
Funktion ist der IMU-Sensor, der im
Schwenklöffel der Firma Baumaschinentechnik
verbaut ist. Sobald der
gewünschte Winkel eingestellt ist, sorgt
das System beim Schließen des Stiels
automatisch für den korrekten Winkel
– ohne dass der Fahrer nachjustieren
muss. Dadurch werden Nacharbeiten
reduziert, die Kraftstoffkosten gesenkt
und die Einsatzzeiten der Maschine
gesteigert. Neben diesen Hightech-Komponenten
verfügt der neue PC290NLCi
der Firma Erdfischer über Schutzgitter
und Kettenabstreifer für den Abbruch-
Einsatz, einen Kompressor zum
Ausblasen der Kabine und Sonderlackierung
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STEELWRIST
Neuer SQ50: vollautomatische High-Flowund
Open-S-konforme Lösung für Midi-Bagger
Die neue Reihe von SQ50-Schnellwechslern und Tiltrotatoren ist für Bagger von 7 bis 13 t
ausgelegt. Steelwrist SQ ist eine leistungsstarke Kupplungstechnologie, die bei Schnellwechslern
und Tiltrotatoren zum Anschluss hydraulischer Arbeitsgeräte verwendet wird.
D
er SQ50 wird schrittweise bei den
Tiltrotatoren X12 und X14 eingeführt,
was bedeutet, dass zukünftige S-Schnellwechsler
und Tiltrotatoren auf den
SQ-Typ aufgerüstet werden können. Die
Schnellwechsler S50 und SQ50 sind aus
Stahlguss und verfügen über die Steelwrist
Front Pin Lock Sicherheitstechnologie.
Front Pin Lock ist eine mechanische
Sperre der vorderen Welle, die das Risiko
eines unbeabsichtigten Herunterfallens
von Arbeitswerkzeugen erheblich
begrenzt. Die Tiltrotatoren X12 und X14
werden neu entwickelt, um ein späteres
Upgrade von S50 auf SQ50 zu ermöglichen,
selbst wenn der Kunde die SQ
Variante nicht in der Erstbestellung
aufgenommen hat. Die Tiltrotatoren X12
und X14 der neuen Generation werden ab
dem dritten Quartal 2022 ausgeliefert.
Tiltrotatoren mit einer oberen SQ
Aufnahme ermöglichen einen schnellen
Wechsel zwischen Tiltrotator und anderen
Anbauwerkzeugen. Ein SQ Wechsler unter
dem Tiltrotator ermöglicht einen schnellen
und einfachen Wechsel zwischen hydraulischen
Anbauwerkzeugen. Durch die
Verwendung eines SQ Schnellwechslers
unter dem Tiltrotator sind hydraulische
Anbauwerkzeuge deutlich kostengünstiger,
da die Rotationsfunktion
bereits im Tiltrotator integriert ist.
„Mit der Einführung der vollautomatischen
SQ50 Schnellwechsler und Tiltrotatoren
mit Durchflusskapazitäten von 120 l
pro Minute bei geringem Gegendruck
werden wir den Markt im wachsenden
10-t-Baggersegment nachhaltig verändern.
Dies ermöglicht den effizienten Einsatz
von High-Flow-Anbauwerkzeugen auch
für mittelgroße Bagger“, sagt Stefan Stockhaus,
CEO von Steelwrist AB.
—
PREMIUMREIFEN FÜR ERDBEWEGUNGSMASCHINEN
Bridgestone – die richtigen Reifen für jede Herausforderung
Hervorragende
Durchflusseigenschaften,
niedrige
Bauhöhe und ein
geringes Gewicht sind
die wesentlichen Vorteile
des SQ50. Der
SQ50 ist kompatibel
mit den Schnellwechslern
anderer
Hersteller, die dem
Open-S Standard
entsprechen.
High-Flow Hydraulik und
absoluter Rotationssensor
Mit der Einführung des SQ50 wurde die
Qplus-Kupplungstechnologie weiterentwickelt,
wodurch die Durchflusskapazität um
weitere 20% erhöht werden konnte, sodass
Benutzer auch Anbauwerkzeuge mit
großen Ölmengen verwenden können. Mit
der Einführung des SQ50 wird Steelwrist
im Laufe des Jahres 2022 auch einen
neuen absoluten Rotationssensor vorstellen,
um eine höhere Genauigkeit bei der
Anbindung eines Tiltrotators an Maschinensteuerungssystemen
zu erreichen.
Zusammen mit der Steelwrist Autotilt
Funktion wird die Produktivität weiter
gesteigert. Alle Steelwrist SQ-Produkte
entsprechen dem globalen Open-S-Industriestandard
für vollautomatische Schnellwechsler
für Bagger. Das SQ-System ist
kompatibel mit Schnellwechslern und
Adapterplatten anderer Hersteller, die
dem Open-S-Standard folgen.
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gleichzeitigem Fahrkomfort und langer Haltbarkeit. Damit steigern Sie Ihre
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22 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Auch nach fast 30 Jahren ist die Netzwerkveranstaltung
ein Magnet für
Geotechniker und Spezialtiefbauer aus
Österreich und dem benachbarten
Ausland.
Links: Prof. Dr. Lyesse Laloui,
EPFL (Lausanne, Schweiz),
hielt die Vienna-Terzaghi
Lecture. Mitte: Auch das
Zentrum am Berg
präsentierte sich. Rechts:
Das VÖBU Team zieht eine
positive Bilanz.
Die VÖBU Fair unterstrich ihre
Qualitäten als Branchentreffpunkt, bei
dem sich das Who-is-who des breit
gefächerten Geotechnikbereichs traf.
Vienna-Terzaghi Lecture und
Österreichischer Grundbaupreis
Das deutsche und englische Vortragsprogramm
der 13. Österreichischen Geotechniktagung
rund um das Veranstaltungsthema
„Unwägbarkeiten in Planung und
Ausführung“ war in den Themenblöcken
• Spezialtiefbau im Kraftwerksbau
• Anker und Mikropfähle
• Innovative Ansätze in der Geotechnik
• Spezialtiefbauprojekte in Wien
• Neue Wege in Planung und Ausführung
von geotechnischen Maßnahmen
strukturiert, wo viele Best Practice
Beispiele aus aktuellen Spezialtiefbauprojekten
und wissenschaftliche Entwicklungen
präsentiert wurden.
Ein Höhepunkt war wie immer die
Verleihung des Österreichischen Grundbaupreises,
der die Arbeit des akademischen
Geotechnik-Nachwuchses in den
Vordergrund stellt. Erstmalig von der
Firma Porr gesponsert, ging der 1. Preis
Die Vorträge der 13. Österreichischen Geotechniktagung drehten sich um das Kernthema
„Unwägbarkeiten in Planung & Ausführung von geotechnischen Maßnahmen“.
an Dr. techn. Carla Fabris, MSc. von der
TU Graz für ihre Dissertation mit dem
Titel „Numerical study on pullout tests of
ground anchors monitored with fibre optic
sensors“. DI Joachim Wagner, B.Sc.,
Diplomand der TU Wien, erhielt den 2.
Preis für seine „Großmaßstäblichen
axialen Belastungsversuche an Großbohrpfählen
im typischen Wiener Baugrund“.
Danach folgte der Vortrag des designierten
Präsidenten der weltweiten
ISSMGE, Prof. Dr. Lyesse Laloui, EPFL
13. ÖGT + VÖBU FAIR
Geotechnik-Großevent: Unwägbarkeiten
in Planung und Ausführung im Fokus
Nachdem das größte österreichische Geotechnikevent aufgrund der Pandemie zwei Mal
verschoben werden musste, hieß es nun endlich „Vorhang auf“: vom 19.-20. April 2022
ging die 13. Österreichische Geotechniktagung gemeinsam mit der 12. VÖBU Fair im
Wiener Messe Congress Center über die Bühne.
U
nter dem Titel „Unwägbarkeiten in
Planung und Ausführung“ luden die
Veranstalter – einerseits die VÖBU –
Vereinigung Österreichischer Bohr-,
Brunnenbau- und Spezialtiefbauunternehmungen
und andererseits
die TU Wien samt dem ÖIAV und der
AGS – nach über drei Jahren Pause
wieder zum etablierten Branchentreffpunkt.
Der Bedarf zum fachlichen Austausch
war dringend gegeben, wie VÖBU
Geschäftsführer Ing. Thomas Pirkner
betont: „Trotz der Verschiebungen und
Einschränkungen konnten wir an den
beiden Tagen 66 Aussteller und ca. 1.000
Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen.
In Anbetracht der Gesamtsituation
ist dieses Ergebnis für uns ein beachtlicher
Erfolg. Zwar fielen die Covid-Regelungen
am Samstag davor, dennoch hatten
wir mit 50% mehr Ausstellerfläche
vorgesorgt und ca. 80% der Besucherinnen
und Besucher trugen freiwillig unsere
VÖBU-FFP2 Masken.“
23 Fachvorträge von führenden
Spezialtiefbau- und Geotechnikexperten
unterstrichen den qualitativen Anspruch
ebenso, wie die abwechslungsreiche Messe
und das kulinarische Rahmenprogramm.
24 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
© VÖBU / Rastegar; Baublatt.Österreich
Hoch hinaus – mit krandioser Technik und Service von WOLFFKRAN. Ob Laufkatz- oder Wippauslegerkran,
S oder XXL, in den Bergen oder wie hier in der City auf den Mautner-Markhof-Gründen in Wien: WOLFF ist
der Richtige auch für Ihr Projekt. Wir beraten Sie umfassend. Tel. +43 2235 420 21 0 E-Mail: info@wolffkran.at
Der Leitwolf. The leader of the pack.
MASCHINEN + TECHNIK
(Lausanne, Schweiz), der mit seinem
innovativen Vortrag „Tailor-made soil
properties by bio-geochemical means“ die
mit Spannung erwartete Vienna-Terzaghi
Lecture gestaltete.
Business Plattform für Geotechnik,
Geomechanik und Spezialtiefbau
Einmal mehr unterstrich die VÖBU Fair
ihre Qualitäten als Branchentreffpunkt,
bei dem sich das Who-is-who des breit
gefächerten Geotechnikbereichs traf. Die
vertretenen Unternehmen präsentierten
ihre Produkte und Dienstleistungen rund
um spezifische Baumaterialien, Geotextilien,
Brunnenbau- und Bohrtechnik,
Maschinen-, Mess- und Werkzeugtechnik,
Munitionsbergung, Planungsbüros und
Spezialtiefbau. Sogar eine Wasserverkostung,
organisiert von den österreichischen
Brunnenbaumeistern, stach diesmal als
Publikumsangebot hervor. Am 1. Nachmittag
war der Zutritt zur Messe erstmalig
kostenlos nach Registrierung möglich.
Die meisten Aussteller waren langjährige
Mitglieder der VÖBU, die trotz Corona
derzeit stolze 160 Mitgliedsbetriebe zählt.
Ein Fünftel war erstmalig dabei, darunter
Austrian Standards, ÖGG oder auch das
Zentrum am Berg von der Montanuniversität
in Leoben. Präsenz zeigten aber auch
zahlreiche andere Unternehmen, die hier
neben Kontaktpflege vor allem neue
Interessenten ansprechen wollten, aber
die Messe auch als Employer Branding
Maßnahme nutzten. So waren rund 70
einschlägige HTL Schülerinnen und
Schüler bzw. Studentinnen und Studenten
als Gäste vor Ort.
Das B2B-Event wurde wieder mit der
TU Wien, Institut für Geotechnik – Grundbau,
Boden- und Felsmechanik sowie dem
Österreichischen Ingenieur- und Architekten-Verein
ÖIAV und der
Austrian Geotechnical
Society als Österreichisches
Nationalkomitee der
International Society for Soil
Mechanics and Geotechnical
Engineering (ISSMG) in Kooperation
veranstaltet.
DI Andreas Körbler, amtierender
Präsident der VÖBU, zieht positive Bilanz:
„Wir freuen uns sehr, dass uns trotz der
Verleihung des von der
Firma Porr gesponserten
Grundbaupreises (von links):
Univ.Prof. DI Dr.techn.
Dietmar Adam (Institut für
Geotechnik Grundbau,
Boden- und Felsmechanik,
TU Wien), DI Joachim
Wagner, B.Sc. (TU Wien,
2. Preis), DI Dr. Klaus
Meinhard (Porr Bau GmbH,
Abteilung Grundbau),
Dr. techn. Carla Fabris,
MSc. (TU Graz, 1. Preis)
und Ao.Univ.Prof. DI Dr.
techn. Helmut F. Schweiger
(TU Graz).
anfänglichen Hürden zahlreiche Teilnehmer
die Treue hielten. Wir konnten viele
gute Gespräche führen, genau dafür ist
diese Veranstaltung auch da. Es herrschte
gute Stimmung, die wirklich spannenden
Vorträge waren auch für mich wieder ein
Highlight.“
Interessenten finden alle Informationen
und Fotos rund um die Österreichische
Geotechniktagung & VÖBU Fair 2022 auf
der VÖBU Website. Die
nächste VÖBU Fair
ist bereits in
Planung, das
genaue Datum
wird in Kürze
bekannt gegeben.
https://oegt.voebu.at
KEINEN CAT KÖNNEN
WIR UNS NICHT LEISTEN.
Unsere Stärken sind Tempo, Qualität und hohe Zuverlässigkeit – die wir mit einem starken Team und treuen Geschäftspartnern
bei jedem Auftrag immer wieder neu beweisen. Wir schaffen viel mit Zeppelin und Caterpillar, weil da einfach
alles passt, von der Maschine bis zum Service. Experimente können wir uns nicht leisten.
Petra und Johannes Riedmüller, Eigentümer Riedmüller-Gruppe, Lassee
zeppelin-cat.at
26 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Dieser 29-t-Bagger von
Tomaselli Gabriel Bau ist
mit dem SDX-4DVision
des Vorarlberger Start-up-
Unternehmens Sodex
Innovations ausgestattet.
Im Schaltkasten ist
das Herz des Sodex-
Systems, die Recheneinheit,
untergebracht.
Der Laserscanner
sammelt
38 Millionen Messpunkte
pro Minute.
Die Kamera macht zu
Dokumentationszwecken
Snapshots
von der Baustelle.
Geschäftsführer Philipp
Tomaselli hat das
Potenzial des Sodex-
Systems erkannt
und testet es
bei Tomaselli
Gabriel Bau im
Realbetrieb.
Die Visualisierung zeigt,
wie das Sodex-System
laufend die Ist-Situation
scannt, um sie mit der
Soll-Situation abzugleichen.
Das Sodex-Gründerteam
(von links):
Raphael Ott,
Ralf Pfefferkorn und
Bernhard Gantner.
SODEX INNOVATIONS / TOMASELLI
Digitales Baggern mit Mehrwert im Praxistest
In vier Jahren entwickelten drei junge Vorarlberger ihr Schulprojekt zur innovativen
IT-Lösung für die Baubranche. Das System des Start-ups Sodex Innovations sammelt
38 Mio. Messpunkte pro Minute. Die Daten sorgen bei der Dokumentation und Abrechnung
für eine Revolution. Das Bauunternehmen Tomaselli Gabriel hat das Potenzial erkannt
und testet die Lösung als erster Entwicklungspartner in der Praxis.
FACT-BOX:
Tomaselli Gabriel BauGmbH
Das Walgauer Bauunternehmen wurde 1948 gegründet und beschäftigt derzeit rund 220
MitarbeiterInnen, 24 davon sind Lehrlinge. Das Unternehmen deckt fast sämtliche Leistungsbereiche
des Bauens inklusive Service und Unterhalt ab. Mit Beteiligungen im Rohstoffbereich,
Baunebengewerbe und im Immobilienbereich werden entlang der Wertschöpfungskette
Synergien genutzt, um für Kunden maßgeschneiderte Lösungen zu finden. Dabei liegt ein
besonderer Fokus auf der Digitalisierung des Bauens.
Sodex Innovations GmbH
Autonomes Baggern war 2018 die Vision der drei HTL-Rankweil-Schüler Ralf Pfefferkorn,
Raphael Ott und Bernhard Gantner. Dafür erhielten sie im Laufe der Zeit zahlreiche
Aus zeichnungen und finanzielle Unterstützung. Im September 2021 erfolgte die Gründung
der Sodex Innovations GmbH, die mittlerweile aus einem 11-köpfigen Team besteht und
im März 2022 das System SDX-4DVision präsentierte.
S
chon seit einem Jahrzehnt sind die
Bagger von Tomaselli Gabriel Bau mit
GPS bestückt. Jetzt hat ein 29-t-Exemplar
des Walgauer Unternehmens eine ganz
besondere Zusatzausstattung: das SDX-
4DVision des Vorarlberger Start-up-Unternehmens
Sodex Innovations. Kamera,
Laser und eine Recheneinheit erlauben die
Sammlung und Verarbeitung von 38 Mio.
Messpunkten pro Minute und die Verknüpfung
mit Fotos von der Baustelle, den
sogenannten Snapshots. Das Ganze setzt
auf dem vorhandenen Assistenzsystem des
Baggers auf, was Kosten und
Einarbeitungszeit spart. Der Maschinenführer
bekommt die Ist- und Soll-Situation
des Geländes visualisiert und kann mit
einem Klick wählen, welches Material er
Fotos: Sodex; Nina Bröll; Karl Huber
gerade bewegt. „Die Abrechnung der
Aushubarbeiten wird so zum Kinderspiel
und manuelle Vermessungen sind hinfällig“,
erklärt Sodex-Co-Founder Raphael Ott.
Sodex Innovations präsentierte das
System am 14. März 2022. Bereits zwei
Wochen vorher gingen die Jungunternehmer
eine Kooperation mit Tomaselli
Gabriel Bau ein. „Unser Ziel ist es,
Entwicklung zu schaffen und die Digitalisierung
am Bau voranzutreiben“, erklärt
Geschäftsführer Philipp Tomaselli. Gerade
in Hinblick auf große Infrastrukturprojekte
sieht er – über die Verrechnung
Es hat sich in der Branche schon längst herumgesprochen:
Verlässlichkeit hat einen Namen – Eisenwagen.
Ihr Spezialist für die Marken Bobcat®, Rammer®,
Doosan®, Ausa® und vielem mehr! Gerne unterstützen
wir Sie bei Ihren Vorhaben.
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hinaus – großes Potenzial in der Lösung:
„Durch die Kombination der GPS-Daten,
des 3D-Laserscans und der per Bilderkennung
automatisch ausgewerteten
Snapshots lassen sich perfekte Dokumentationen
für die Bauherren erzeugen.“
Dazu werden die gesammelten Informationen
verknüpft und in CAD-Pläne umgewandelt.
So wissen etwa öffentliche Stellen
noch Jahrzehnte später exakt Bescheid,
was genau wo bei Tiefbauprojekten
verbaut wurde.
Sodex Innovations startete vor vier
Jahren als Schulprojekt. Bereits nach zwei
Jahren konnte mit einem 2,5-t-Bagger als
Prototyp eine Grube autonom ausgehoben
werden. Der nunmehrige Fokus auf das
„Vermessen“ resultierte aus Gesprächen
mit mehreren hundert Bauunternehmen.
Mittlerweile hat das 11-köpfige Team die
Lösung zur Marktreife gebracht. „Die
Kooperation mit Tomaselli Gabriel Bau ist
für uns essenziell, weil wir durch die
Erfahrungen aus dem Praxiseinsatz die
Funktionalität weiter perfektionieren
können“, betont Raphael Ott.
www.tomaselligabriel.at
www.sodex-innovations.com
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28 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2022 29
MASCHINEN + TECHNIK
IFAT
Geballte Informationen auf der
größten Umwelttechnologiemesse
Weniger Müll, Rohstoffe wiederverwenden, sauberes Wasser, klimaresiliente
Städte – vom 30. Mai bis 3. Juni 2022 werden auf der IFAT Munich Technologien
und Lösungen für eine umwelt- und klimafreundliche Zukunft gezeigt. Es ist
das größte Netzwerk für Umwelttechnologien, das Industrie, Politik,
Kommunen und Wissenschaft zusammenführt.
D
ie Bedeutung von Umwelttechnologien
sowie die Nachfrage wächst global.
Gleichzeitig sind die aktuellen Herausforderungen
wie Lieferengpässe und die
Folgen des Krieges in der Ukraine auch in
Rund 2.900
Aussteller
aus mehr als
50 Ländern
präsentieren
sich vom 30. Mai
bis 3. Juni 2022 auf
der IFAT Munich,
der Weltleitmesse
für Wasser-,
Abwasser-, Abfallund
Rohstoffwirtschaft
in München.
der Umweltbranche ein großes Thema. Es
gibt daher wieder viel Bedarf an persönlichem
Austausch und Information. Vor
diesem Hintergrund bildet die IFAT als
größte Plattform für Wasser-, Abwasser-,
Abfall- und Rohstoffwirtschaft den
internationalen Treffpunkt für die
Branche – mit innovativen Angeboten für
zukunftsorientierte Lösungen.
Rund 2.900 Aussteller bilden alle
Segmente der IFAT ganzheitlich ab:
Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft.
Mehr als 50 Länder sind in der
Ausstellung vertreten. Neben Deutschland
sind die Top-Ausstellerländer Italien, die
Niederlande, Österreich, die Türkei und
Frankreich. Auch die USA sind sehr
präsent und Unternehmen aus Ägypten
über Singapur bis Australien sind an Bord.
Präsenz zeigen im Rahmen der Messe
auch knapp 50 Start-ups, so viele wie noch
nie. Mit der neuen Start-up Area gibt
ihnen die IFAT Munich ein Forum für
Präsentation, Diskussion und Vernetzung.
Ganz konkretes Wissen vermitteln die
neuen, geführten Lösungstouren zu 16
Themen sowie die Vielzahl an Sonderschauen
und Fachvorträgen. Das Themen-
Spektrum reicht vom digitalen Zwilling in
der Wasserwirtschaft über Bauschutt-
Recycling bis hin zum klimaneutralen
Lastverkehr. Auch plant der Verband
kommunaler Unternehmen (VKU), bei
Messe-Touren gezielt Lösungen zu
Starkregen und Überflutungsvorsorge zu
präsentieren.
Eines der Kernthemen widmet sich der
Kreislaufwirtschaft und dem Kunststoffrecycling.
Dazu bietet die Messe unter
anderem eine vom VDMA Fachverband
Abfall- und Recyclingtechnik organisierte
„Prozesswelt Kunststoffrecycling“.
Zusammen mit Mitgliedsunternehmen,
Industriepartnern sowie der Industrievereinigung
Kunststoffverpackungen (IK)
präsentiert der BDE Bundesverband der
Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und
Rohstoffwirtschaft in der Halle A6
Best-Practice-Beispiele gelebter Kreislaufwirtschaft.
Dargestellt werden u.a. die
Materialvielfalt und Lösungsansätze in
der Kunststoffbehandlung – begleitet von
Vorträgen, Diskussionen und Gesprächen
auch mit Kunststoffkritikern.
www.ifat.de
30 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Wir begrüßen Sie auf der
24. - 30. Oktober 2022 München
Komatsu Halle C6 und Demogelände
Komatsu HB365LC/NLC-3
Reduzieren Sie CO2-Ausstoß und Kraftstoffverbrauch
um bis zu 20% im Vergleich zu einem herkömmlichen
Bagger, bei einer Gesamt-Hybridleistung von 235 kW
/ 320 PS. Mit dieser dritten Generation von Komatsu-
Hybridbaggern profitieren Sie von der zuverlässigsten
und fortschrittlichsten Technologie, die es derzeit in
der Branche gibt.
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
WEBER MT
Effektive, energieeffiziente Bodenverdichtung
bei maximaler Sicherheit,
Funkfernbedienung inklusive: die neue
Grabenwalze MC 85 im Einsatz.
Neue Lösungen für die Bodenverdichtung
auf Basis von 70 Jahren Erfahrung
Als sich der gelernte Maurer, Günther Weber, 1952 in seinem Heimatort mit dem Handel
von Bauwerkzeugen selbständig machte, ahnte er wohl noch nicht, dass aus den kleinen
Anfängen später ein branchenbekanntes Unternehmen hervorgehen sollte.
N
ach einigen Jahren Handelstätigkeit
konnte Weber auf die Anfrage eines
Kunden nach einer Rüttelplatte für ein
bestimmtes Einsatzgebiet nichts Adäquates
anbieten und tüftelte fortan an eigenen
Produkten. Das erste Modell einer
Rüttel- bzw. Vibrationsplatte trug die
Bezeichnung WVP 450 – der Sprung in
das produzierende Gewerbe war geschafft.
Heute sieht sich Weber MT, so die Kurzform
der Weber Maschinentechnik GmbH,
als Spezialist für handgeführte Verdichtungstechnik.
Innerhalb Europas zählt
man zu den Marktführern. Grund genug,
um einen Blick auf die 70-jährige
Geschichte zu werfen.
Größe des Unternehmens. Die Erfindung
der sogenannten Wefix-Schaltung ermöglichte
es zum Beispiel, auch leichtere
Rüttelplatten mit Vor- und Rücklauf zu
betreiben. In den 1970er Jahren fertigte
man bei Weber zeitweise reversierbare
Bodenverdichter für namhafte Großmaschinenhersteller,
die dadurch ihr Programm
ergänzten. In der Folgezeit stellte
sich Weber MT zunehmend international
stärker auf. Parallel zum Ausbau des
Exports erfolgte die Gründung mehrerer
Tochterfirmen. Zunächst in Frankreich und
den Niederlanden; später kamen die USA,
Brasilien, Polen und Tschechien hinzu.
Zur Jahrtausendwende schied der
Firmengründer Günther Weber aus dem
Unternehmen aus. Sein Sohn Wolfgang
Weber, der bislang als Geschäftsführer
Vertrieb fungierte, übernahm die alleinige
Geschäftsführung. Eine Restrukturierung
des Unternehmens prägte die folgenden
Jahre. Forschung und Entwicklung
wurden ausgebaut, zahlreiche Produkte
nach und nach überarbeitet und der Fokus
auf die Kernkompetenz des Unternehmens
gelegt. Ein neues Logo und die Produktfarben
Blau und Grau verdeutlichten die
Neuausrichtung.
Bis zu 200 t
Durchsatzleistung
bei Asphalt 0/16
Auch die reversierbare Rüttelplatte CR 8 unterstreicht den hohen Qualitätsanspruch
von Weber MT: leistungsstark, robust und betriebssicher bietet sie ausgewogene
Laufeigenschaften und niedrige Hand-Arm-Vibrationen.
Green was
always our
favourite
color –
and yours?
Hier geht‘s zum Video
Dipl.-Betriebswirt FH Katharina Weber (kaufmännische Geschäftsführerin) und
Dipl.-Kaufmann Matthias Weber (technischer Geschäftsführer) vertreten das
Unternehmen gemeinsam in der dritten Generation.
Der Weg zum Global-Player
Der Ausbau der Produktpalette, zahlreiche
technische Weiterentwicklungen und
Patente bereiteten den Weg für die heutige
32 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
VERKAUF – VERMIETUNG – AUFBEREITUNG – SERVICE – ERSATZTEILE
Ehrenfeld Betriebspark 5 | 4694 Ohlsdorf | Tel.: 07612/6 45 97 | office@polixmair.com
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DIE RICHTIGE
ARBEITSBÜHNE
FÜR JEDEN
Für Aufsehen in der Branche sorgte
Weber MT im Jahr 2004. Auf der bauma in
München wurde unter der Produktbezeichnung
Compatrol die erste flächendeckende
Verdichtungskontrolle für handgeführte
Bodenverdichter vorgestellt.
Lediglich große Straßenwalzen boten bis
dahin die Möglichkeit den Verdichtungsfortschritt
zu kontrollieren. Heute werden
ähnliche Messsysteme auch von anderen
bedeutenden Herstellern handgeführter
Bodenverdichter angeboten. Aber, wie
heißt es so schön: Wer hat’s erfunden?
Familienunternehmen
in dritter Generation
Vor vier Jahren ging die Geschäftsführung
fließend auf die nunmehr dritte Generation
über. Katharina Weber, kaufmännische
Geschäftsführerin, und Matthias
Weber, technischer Geschäftsführer,
vertreten das Unternehmen gemeinsam.
„Digitalisierung und Elektronik werden
in viele Bereiche und Produkte weiterhin
Einzug halten“, so kommentiert Geschäftsführer
Matthias Weber die künftigen
Herausforderungen. „Bereits vor ein paar
Jahren haben wir unsere Fertigung auf die
sogenannte One-Piece-Flow-Produktion
umgestellt. Diese Art der Endmontage
ermöglicht eine flexible und stärker an den
Bedarf angepasste Produktion. Ein neues
ERP-System unterstützt uns bei der
Planung.“
Gelebter Kundendienst
Durch innovative Produkte und einem
ausgezeichneten After-Sales-Service will
sich das Unternehmen, eigenen Angaben
zufolge, vom Wettbewerb abheben. Eine
Service-App ermöglicht beispielsweise den
On- und Offline Zugang zu Bedienungsanleitungen,
Ersatzteillisten und Wartungsvideos.
Und das Angebot an Wartungsbzw.
Reparaturseminaren wird schon
länger von Kunden im In- und Ausland
geschätzt. Mehr oder weniger dem Thema
Service zuordnen könnte man den
MDM-Motorschutz, der als Modellvariante
für größere Bodenverdichter lieferbar ist.
Er überwacht bestimmte Parameter des
Antriebsmotors und schützt ihn damit
zuverlässig vor Ausfällen.
Die One-Piece-Flow-Produktion ermöglicht
eine flexible und stärker an den Bedarf angepasste
Produktion mit hoher Qualitätskontrolle.
Zur bauma im Herbst sollen weitere
innovative Produktneuheiten und Varianten
bestehender Produkte vorgestellt werden.
Marktposition weiter ausbauen
Den Anforderungen an emissionsfreie
Baustellen folgend, begann zum Saisonstart
2022 die Präsentation von fünf
unterschiedlichen Maschinen, die mit
Elektromotor bzw. Akkutechnik ausgestattet
sind. Rechtzeitig zur bauma im Herbst
sollen weitere innovative Produktneuheiten
und Varianten bestehender Produkte
vorgestellt werden.
Weber MT ist nach wie vor ein inhabergeführtes
Familienunternehmen und
beschäftigt inklusive der Tochterfirmen
rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Das Produktportfolio umfasst vorwärtslaufende
Vibrationsplatten, reversierbare
Bodenverdichter, Vibrationsstampfer,
handgeführte Walzen und
Grabenwalzen. Beton-Innenrüttler zur
Verdichtung von Beton und Fugenschneider
ergänzen das Angebot. Knapp 60% des
Umsatzes werden im Export erzielt.
Größter und damit wichtigster Einzelmarkt
sind die USA.
In den letzten beiden Jahren konnte
der Umsatz stark ausgebaut werden und
Weber MT verzeichnete die umsatzstärksten
Jahre der Unternehmensgeschichte.
Die Auftragsbücher der Bauindustrie –
und bei Weber MT – sind gut gefüllt.
Deshalb kalkuliert man mit einer weiteren
Absatzsteigerung.
„Wir setzen uns ambitionierte Ziele“, so
umschreibt Geschäftsführerin Katharina
Weber die Zukunft des Unternehmens.
„Die Leidenschaft zur Technik und unser
Anspruch an höchste Qualität bieten eine
gute Basis für weiteres Wachstum. Dabei
haben wir zahlreiche Märkte in Europa,
Südamerika und vor allem die USA fest
im Blick. Hier wollen wir wachsen und
unsere Marktposition weiter ausbauen.“
www.webermt.com | www.zeppelin-cat.at
34 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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Generalvertretung von
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Das neue Hubgerüst
mit hoher Leistungskraft
verfügt über
eine optimierte
Z-Kinematik und eine
verbesserte Arbeitshydraulik:
Der neue
Liebherr-Radlader L
546 transportiert
Holzstämme mit
einem Holzgreifer.
LIEBHERR
Robuste Leistungsträger: neue
mittelgroße Radlader-Baureihe
Liebherr hat seine Baureihe der mittelgroßen Radlader neu entwickelt und grundlegend
überarbeitet. Anhebungen bei der Motorleistung und bei den Kipplasten bereiten die
Radlader für fordernde Einsätze in verschiedenen Branchen vor, etwa in der Gewinnung,
im Recycling oder in der Holzindustrie.
D
ie drei Modelle L 526, L 538 und L 546
der neuesten Generation 8 verfügen in
Standardausführung über Schaufelgrößen
zwischen 2,2 und 3,0 m³ und zeichnen sich
durch einen deutlichen Leistungsschub im
Vergleich zur Vorgängergeneration aus.
Der neue L 526 hat zum Beispiel rund
20% mehr Motorleistung und über 20%
höhere Ausbrechkräfte als sein Vorgänger.
Auch die Modelle L 538 und L 546
überzeugen mit Leistungssteigerungen in
allen Bereichen: Etwa beim optimierten
Fahrantrieb und bei der erhöhten Zugkraft,
um sicherzustellen, dass die neuen
Radlader im Arbeitsalltag dynamisch
beschleunigen und kraftvoll in das zu
verladende Material eindringen. Die drei
Modelle sind ab sofort bei allen europäischen
Liebherr-Vertriebspartnern
bestellbar.
Liebherr hat bei den neuen Radladern
die Stahlkonstruktion des Vorderwagens
verstärkt, um die Maschinen auf den
Umschlag schwerer Lasten vorzubereiten.
Konstruktive Verstärkungen am neuen
Hubgerüst, zum Beispiel bei den Schaufelarmen
oder beim Querrohr, erhöhen die
Robustheit. Die optimierte Z-Kinematik
mit ihrer elektro-hydraulischen Vorsteuerung
erhält teils größere Hydraulikzylinder
und stärkere Arbeitspumpen. Die
Kombination dieser Neuerungen ermöglicht
schnellere Taktzeiten und dynamische
und kraftvolle Arbeitsbewegungen –
auch mit schweren Anbauwerkzeugen wie
Hochkippschaufeln oder Holzgreifern.
Mit der gesteigerten Leistungsfähigkeit
als Basis, bietet Liebherr für das Hubgerüst
auf Wunsch zahlreiche Ausstattungen
für branchenspezifische Herausforderungen
an: Beispielsweise das High Lift
Hubgerüst, eine verlängerte Variante der
Z-Kinematik, die für mehr Reichweite und
effiziente Ladevorgänge in großer Höhe
sorgt. Für Radlader-Einsätze, die regelmäßig
unterschiedliche Anbauwerkzeuge
erfordern, gibt es einen sichtoptimierten
Schnellwechsler sowie das vollautomatische
Schnellwechselsystem Likufix. Damit
kann der Maschinenführer sicher per
Knopfdruck von der Kabine aus schnell
zwischen mechanischen und hydraulischen
Anbauwerkzeugen wechseln. Das
spart Zeit und reduziert das Unfallrisiko.
Durchdachte Details erleichtern die
tägliche Arbeit mit den Radladern. Zum
Beispiel kann man per Knopfdruck die
Parallelführung des Hubgerüsts aktivieren
und damit effizient und sicher mit
einer Ladegabel arbeiten. Der neue
Schaufel-Kipp-Assistent unterstützt beim
Auskippen klebriger Materialien, wie
feuchter Erde oder Kompost, und hilft
durch dosiertes Ausschütteln beim
zielgenauen Beladen. Liebherr hat im
Zuge der Hubgerüst-Neukonstruktion
auch das Schaufeldesign der neuen
mittelgroßen Radlader überarbeitet.
Kunden haben dadurch beim Kauf die
Möglichkeit, die einzelnen Module und
Verschleißteile der Schaufeln noch
individueller auf ihre Bedürfnisse
abzustimmen.
Neben dem neuen Hubgerüst tragen
vor allem die Optimierungen beim
hydrostatischen Fahrantrieb zur gesteigerten
Produktivität der Radlader bei. Die
neuen stärkeren Motoren zeichnen sich
durch ein höheres maximales Drehmoment
bei einer niedrigeren Nenndrehzahl
aus. So können Leistung und Effizienz bei
gleichbleibend geringem Kraftstoffverbrauch
gesteigert werden. Leistungsstärkere
Hydraulikkomponenten, etwa
vergrößerte Fahrmotoren und Fahrpumpen,
sorgen bei allen drei Modellen für
eine höhere Zugkraft und somit für
kraftvolle Ladevorgänge. Für ein hohes
Maß an Robustheit hat Liebherr neben
den Komponenten des Fahrantriebs auch
36 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
die Achsen verstärkt: Alle drei Radlader
erhalten modellabhängig größere Vorderoder
Hinterachsen als ihre Vorgänger.
Ein modernes Design, das sich unter
anderem an der sichtoptimierten Motorhaube
und der komfortablen Fahrerkabine
zeigt, und intelligente Ausstattungen
gehören ebenfalls zum Gesamtpaket der
neuen mittelgroßen Liebherr-Radlader.
Digando.com – der führende B2B-Marktplatz
für die digitale Baumaschinenmiete.
04.07.2022 22.07.2022
Ein Beispiel hierfür ist die aktive Personenerkennung
mit Bremsassistent. Dieses
optionale Assistenzsystem, das am Heck
der Radlader verbaut ist, warnt den
Maschinenführer optisch am Display
sowie mit akustischen Signalen vor
Gefahren im Heckbereich des Radladers.
Für eine gezielte Warnung vor einem
drohenden Personenschaden unterscheidet
04.07.2022 22.07.2022
das Assistenzsystem mit Hilfe von
intelligenter Sensorik selbständig
zwischen Personen und Objekten. Sobald
die aktive Personenerkennung ein
Warnsignal ausgibt, reduziert der Bremsassistent
automatisch die Geschwindigkeit
des Radladers bis zum Stillstand, um
einen möglichen Unfall zu vermeiden.
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MASCHINEN + TECHNIK
1
3
MWT
Welche Fahrzeugwaage ist optimal?
Die Firma MWT Mobile Wiegetechnik bietet im Bereich der Fahrzeugwaagen
zwei grundsätzlich verschiedene Systeme an: einerseits die klassische
Unterflurwaage und andererseits das mobile Überflursystem.
W
Unsere Bilder zeigen
die Vorarbeiten für eine
Unterflurwaage (1), den
im Vergleich einfacheren
Aufbau einer Überflurwaage
(2), eine
Selbstbedienungssäule
mit Kartenleser (3) und
eine Wiegezelle (4).
ährend bei der Unterflurwaage eine
Grube ausgehoben wird und die
komplette Betonbrücke niveaugleich mit
der Zufahrt eingesetzt wird, benötigt die
Überflurwaage lediglich einen nivellierten
Untergrund, auf welchem die Fundamentplatten
und anschließend die
Fahrbahnplatten aufgesetzt werden.
Konstruktionsbedingt ist bei der Überflurwaage
ein zusätzlicher Platzbedarf für
die Auf- und Abfahrtsrampe zu berücksichtigen.
Der Vorteil der Überflurfahrzeugwaage
ist die Flexibilität bei der
Aufstellung und die Option, diese auf
Wunsch auf einen anderen Platz zu
übersiedeln – eine Option, welche vor
allem für Kiesgrubenunternehmen von
großer Bedeutung ist.
2
4
Kein Unterschied in der Datenübertragung
oder Eichfähigkeit
Alle Fahrzeugwaagen sind mit einer
leistungsfähigen Wiegeelektronik
ausgestattet. Dafür bietet die Firma
MWT in Pichl die Serien BM (Bordmaster)
und MOBS (MWT OnBord System)
mit Multipaneelen, welche wahlweise die
Datenübertragung via UMTS, LAN,
WLAN ermöglichen. Ungeachtet der
Wiegeelektronik können Fahrzeugwaagen
mit diversem Zubehör ausgestattet
werden. Das Spektrum reicht hier von
Selbstbedienungssäulen mit übersichtlichem
Display, Kartenleser, Belegdrucker
und ausschwenkbarem Unterschriftenpad,
bis hin zum automatischen Einfahrtsschranken
und digitaler Großflächenanzeige
des Gewichtes. Für die
Verwaltung wurde eine entsprechende
Softwarelösung entwickelt, welche alle
Daten wie Gewicht, Material, Datum und
Ort auf einen Blick verfügbar macht.
Gewichtsermittlungen und anfallende
Informationen werden effektiv an LVS
oder ERP-Systeme überspielt.
Die Anwender haben praktisch
jederzeit und überall – ob im Büro auf
dem PC oder von unterwegs über Smartphone
und Tablet – Zugriff auf die Daten.
Die mit höchster Datensicherheit verschlüsselte
Software eignet sich zur
Fernwartung, welche einen unkomplizierten
Serviceeinsatz durch MWT ermöglicht.
Beide Fahrzeugwaagen-Systeme
sind bis zu 120 t eichfähig und garantieren
dadurch einen 100% sicheren Transport,
da das gesetzlich vorgeschriebene,
höchstzulässige Gesamtgewicht der
Fahrzeuge jederzeit dokumentiert
ermittelt werden kann.
„Der Vorteil für unsere Kunden ist
zweifellos die Gesamtbetreuung durch
unser Unternehmen. Wir bieten neben
einer umfangreichen kostenlosen Beratung
die gesamte Leistung von Planung,
Installation, Inbetriebnahme und
Eichung der Fahrzeugwaage. Zahlreiche
durch uns erfolgte Installationen bürgen
für den einwandfreien und arbeitserleichternden
Einsatz nach der Einführung
unserer Wiegesysteme“, unterstreicht
MWT Geschäftsführer Günter
Schmalnauer.
www.mwt-systeme.at
ARBEITENOHNEUNTERBRECHUNG .
DAS SCHNELLWECHSELSYSTEM VON BAUMASCHINENTECHNIK
Dank dem Schnellwechselsystem SW2-Q, SW2-Q6 und SW3-Q mit Oil-Quickfunktion
für Hydraulikbagger (12t bis 40t) ist ein Arbeiten ohne Unterbrechung möglich.
Mit bis zu sechs automatisch kuppelbaren Hydraulikanschlüssen inklusive
Elektroanschluss wechseln Sie Hydraulikhämmer, Abbruch- und Sortiergreifer
sowie andere hydraulische und elektrische Zusatzwerkzeuge
schnell, einfach – und sicher. Denn durch die selbstnachstellende,
konische Verriegelung mit permanent vorgespanntem Konstantdruck
sitzt das Werkzeug immer fest und ist somit spielfrei. Mehr auf bmt.at
Rahofer.
38 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
VÖGELE
„Wir helfen guten Einbauteams,
noch besser zu werden“
Prozessoptimierungslösungen haben ein enormes Potenzial für Straßenbau-Unternehmen:
Dr. Stephan Weller, Leiter Softwareprodukte bei der Joseph Vögele AG, erklärt im
Interview, wie Unternehmen, unabhängig von der Größe und Anzahl ihrer Baustellen,
von digitalen Lösungen wie Witos Paving Plus profitieren.
Es ist aber auch eine Frage der
Investition. Lohnen sich Prozessoptimierungslösungen
wirklich für jedes
Unternehmen?
Weller: Definitiv. Unsere Erfahrung hat
gezeigt, dass sich die Kosten und der
Aufwand, die die Anschaffung mit sich
bringen, schon nach wenigen Baustellentagen
amortisieren. Bauunternehmen,
aber auch andere involvierte Akteure wie
Mischanlagen profitieren dann ziemlich
zeitnah von den Qualitätsverbesserungen,
den Effizienzsteigerungen und der
höheren Transparenz. Abgesehen davon
ist Prozessoptimierung häufig schon
Pflicht: Es gibt zahlreiche öffentliche
Ausschreibungen, die eine Prozessdokumentation
oder sogar eine dynamische
Logistik- und Maschinensteuerung
verlangen. Die Digitalisierung hat auch im
Straßenbau richtig Fahrt aufgenommen
– wer jetzt aufspringt, hat noch die
Möglichkeit, neue Abläufe in Ruhe
einzuführen und anzupassen.
Gerade bei Unternehmen, die mittlere
oder kleinere Baumaßnahmen
umsetzen, fehlt aber oft die Bereitschaft,
Prozessoptimierungslösungen
einzusetzen. Woran liegt das?
Weller: Einige Bauunternehmen glauben,
dass die Einführung solcher Lösungen mit
einem großen Aufwand einhergeht oder sie
sehen bei ihren bisherigen Baustellen
noch keinen Bedarf für eine aktive
Prozessoptimierung. Deshalb bieten wir
unseren Kunden drei unterschiedlich
umfangreiche Lösungen an: Mit dem
RoadScan System lässt sich die Einbautemperatur
flächendeckend überwachen
und dokumentieren. Wer darüber hinaus
zusätzliche Maschinen- und Prozessdaten
erfassen und auswerten möchte, kann
unser App-basiertes System Witos Paving
Docu nutzen. Dabei werden die Daten
direkt online auf den Server übertragen.
Mit der großen Lösung Witos Paving Plus
lassen sich demgegenüber sämtliche
Prozesse von der Mischanlage bis zum
Einbau in Echtzeit planen, koordinieren
und aktiv optimieren.
Herr Dr. Weller, arbeiten Straßenbau-
Unternehmen, die Prozessoptimierungslösungen
nutzen, grundsätzlich
besser als die, die konventionell
planen und bauen?
Weller: Nicht per se. Zwar sind die Vorteile
von Prozessoptimierungslösungen wie
Witos Paving Plus immens: Eine Just-intime-Belieferung
auf der Baustelle
ermöglicht einen kontinuierlichen Einbau
ohne Fertigerstopps. Das erhöht zum
einen die Einbauqualität. Zum anderen
Dr. Stephan Weller, Leiter Softwareprodukte bei der Joseph Vögele AG,
erklärt, wie Unternehmen von Prozessoptimierungslösungen profitieren
und welche Lösung sich für welche Anforderungen eignet.
sind die Abläufe natürlich wesentlich
schneller und kosteneffizienter: Beispielsweise
lassen sich Lkw-Kapazitäten
einsparen und Restmengen vermeiden.
Außerdem können Bauunternehmen die
Daten und Auswertungen zur Eigenüberwachung
und gleichzeitig als Qualitätsnachweis
nutzen. Aber Prozessoptimierungslösungen
allein sind natürlich kein
Allheilmittel. Sie erfordern auch einen
gewissen Willen zur Veränderung:
Unternehmen müssen ihre bisherigen
Abläufe aktiv überdenken, Verbesserungspotenzial
identifizieren und genau da dann
ansetzen.
40 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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Witos Paving Plus eignet sich also für
große Baustellen, Witos Paving Docu
für kleinere Baustellen?
Weller: Nein, nicht zwangsläufig. Es
kommt darauf an, welche Daten ich am
Ende erhalten und wie aktiv ich in den
Bauprozess eingreifen möchte. Selbst bei
einer größeren Baustelle reicht mir unter
Umständen eine reine Dokumentation.
Umgekehrt will vielleicht ein Unternehmen,
das viele kleine Baustellen betreut,
die Abläufe in Echtzeit überwachen und
notfalls gegensteuern können. Es ist also
nicht unbedingt eine Frage der Größe,
sondern eher eine Frage der Herangehensweise
und der Anforderungen. Welche
Daten möchte ich selbst erhalten, zum
Beispiel um meine Prozesse zu verbessern?
Welche Erwartungen hat mein Auftraggeber?
Das sind die Fragen, die sich
Unternehmen stellen, bevor sie sich für die
eine oder andere Lösung entscheiden.
Und was ist, wenn die Unternehmen
Baustellen mit unterschiedlichen
Anforderungen haben?
Großes Potenzial für Straßenbau-Unternehmen: Witos Paving Plus vernetzt alle am Bauprozess beteiligten Akteure
und ermöglicht auch bei Störungen oder Planungsabweichungen eine exakte Koordination in Echtzeit.
Weller: Wer mit der großen Lösung Witos
Paving Plus startet, muss natürlich nicht
bei jeder Baustelle den vollständigen
Umfang nutzen – sondern kann je nach
Bedarf auch nur die Witos Paving Docu
App nutzen. Umgekehrt können Unternehmen,
die sich mit RoadScan oder Witos
Paving Docu zunächst ganz langsam an
Softwarelösungen herantasten möchten,
problemlos auf Witos Paving Plus
upgraden. Das ist ganz unkompliziert, weil
alle Daten – egal ob Bauunternehmen den
RoadScan, Witos Paving Docu oder Witos
Paving Plus nutzen – in einer Anwendung
und Datenbank organsiert sind. Wenn
Kunden zwischen den drei Lösungen
wechseln, müssen also keine Daten
transferiert werden.
Nochmal zurück zur Planung: Im
Straßenbau ergeben sich immer
wieder kurzfristige Änderungen. Ist
eine komplexe Lösung wie Witos
Paving Plus da nicht zu unflexibel?
Weller: Nein. Gerade bei größeren
Baustellen ist eine exakte Planung
natürlich unbedingt empfehlenswert.
Muss aber aus irgendwelchen Gründen
kurz vor Beginn einer Baustelle neu
geplant werden, gibt es bei Witos Paving
Plus die Möglichkeit der sogenannten
Ad-hoc-Planung. Mit dieser Funktion
kann der Polier die Baustelle über den
Baustellen-PC komplett vor Ort planen.
Zwar ist die Planung nicht ganz so
detailliert, dennoch haben Unternehmen
auf diese Weise die Möglichkeit, Witos
Paving Plus auch bei spontanen Einsätzen
schnell und unkompliziert zu nutzen. So
kann unter anderem auch die Mischanlage
bei kurzfristigen Einsätzen eingebunden
werden.
Wie begleitet Vögele seine Kunden
denn konkret bei der Einführung und
Umsetzung?
Weller: Manche Unternehmen nutzen
bereits diverse digitale Lösungen, für
andere ist die softwarebasierte Prozessoptimierung
noch komplettes Neuland.
Deshalb bieten wir für alle am Bauprozess
Beteiligten entsprechende Schulungen an.
Außerdem begleiten wir unsere Kunden in
der Regel bei ihrem ersten Einsatz mit
Witos Paving. Das ist am effektivsten, weil
sich viele Fragen erst während des
eigentlichen Bauprozesses ergeben.
Selbstverständlich kann Witos Paving
nicht die Erfahrung und die Kompetenz
der Einbaumannschaft ersetzen. Unser
Ziel ist vielmehr, den Anwendern Informationen
zu liefern, mit deren Hilfe sie dann
faktenbasiert Entscheidungen treffen
können. Letztendlich helfen wir mit
unseren Lösungen also guten Einbauteams,
noch besser zu werden.
42 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Bei der Versorgung des
Bundeslands Salzburg steht
für die Salzburg Netz GmbH,
eine Tochter der Salzburg
AG, eines im Vordergrund:
maximale Ausfallsicherheit.
Die Energieversorgung muss
unterbrechungsfrei und
zuverlässig laufen – auch
bei Wartungsarbeiten am
Stromnetz. Dabei setzt der
Energieversorger auf die
Unterstützung von
Bredenoord.
Auch im Einsatz für die Salzburg Netz GmbH zeigten die Bredenoord-Geräte, dass sie
nicht nur einfach in der Handhabung sind, sondern auch sehr sicher und zuverlässig.
BREDENOORD
Unterbrechungsfreie Stromversorgung
bei Wartungsarbeiten am Netz
M
ehrere Trafostationen mussten
gewartet und modernisiert werden.
Dabei galt es, bei stabiler Spannung die
Anlage vom Netz zu trennen, die Last
unterbrechungsfrei auf die Netzersatzanlage
zu übertragen und später wieder
zurückzuschalten. Bredenoord stellte zu
diesem Zweck 100-, 250- und 500 kVA-
Aggregate mit SNO-Set zur Verfügung
(SNO = Synchrone Netzoperation oder
Synchrone Netzübernahme). Die Geräte
wurden vom Bredenoord Transportservice
in die Zentrale der Salzburg AG geliefert,
IN KÜRZE
um dort zunächst die Netztrennung und
-übernahme in der Werkstatt zu simulieren.
Arbeitssicherheit spielt für die Salzburg
Netz GmbH eine große Rolle. Ein Bredenoord-Monteur
übernahm die Einweisung
in die Geräte und die SNO-Konfiguration.
„Die Salzburg AG stellt gemeinsam mit
ihrer Tochter der Salzburg Netz GmbH
höchste Ansprüche an Energiesicherheit.
Um unserem eigenen Anspruch gerecht zu
werden, brauchen wir einen starken
Partner, auf den wir uns verlassen können.
Damit sind wir bei Bredenoord genau
Herausforderung:
n Unterbrechungsfreie Stromversorgung bei Wartungsarbeiten an Trafostationen
n Synchrone Netzübernahme bei Nicht-Wahrnehmbarkeit durch die Verbraucher
n Wechselnde Baustellen in gebirgiger, ländlicher Region
n Durchführung der Synchronen Netzoperation von unterschiedlichen Mitarbeitenden
Lösung:
n 100, 250 und 500 kVA Stromaggregate
n SNO-Set mit allem Zubehör
n Einweisung der Mitarbeitenden durch einen Bredenoord Servicemonteur
Nutzen:
n Effiziente Projektabwicklung
n Simple Bedienbarkeit der Geräte, sodass alle Mitwirkenden der Salzburg AG nach kurzer
Einweisung hervorragend damit arbeiten konnten
n Zuverlässige Stromversorgung bei Inbetriebnahme und Trennung der Netzersatzanlage
richtig“, betont Andreas Stöllinger, Leiter
Trafowerkstatt Salzburg Netz GmbH.
Nach der kurzen Einweisung konnte die
Salzburg Netz GmbH das Projekt eigenständig
durchführen. Die Bredenoord-
Geräte sind so einfach in der Handhabung,
dass sie unkompliziert von Baustelle zu
Baustelle gebracht und in Betrieb genommen
werden konnten. An jeder Baustelle
waren sie zwischen ein paar Tagen und bis
zu einer Woche im Einsatz. Viele Trafostationen
liegen im ländlichen Raum, im
Gebirge und in Siedlungsgebieten.
Entsprechend wichtig war auch eine
geringe Geräuschemission der Netzersatzanlage.
Andreas Stöllinger kannte die Bredenoord
Geräte vor dem gemeinsamen
Projekt bereits: „Die Bredenoord-Geräte
zeichnet aus, dass sie sehr sicher und
zuverlässig sind, ergonomisch und
besonders leise. Zudem sind sie sehr
bedienerfreundlich – für uns ein entscheidender
Faktor, weil unterschiedliche Leute
mit den Geräten arbeiten.“ So fiel ihm die
Entscheidung für die Bredenoord-Netzersatzanlagen
leicht. Überzeugt haben ihn
aber auch das Preis-Leistungsverhältnis
und die Bereitstellung eines Komplettpakets
an Aggregat, SNO-Konfiguration
und Zubehör.
Neben der Zuverlässigkeit und Sicherheit
44 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: www.istockphoto.com; Bredenoord
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VERTRAGSHÄNDLER, MIET- UND SERVICEPARTNER FÜR:
der Geräte legt Andreas Stöllinger
besonderen Wert darauf, wie das Projekt
abgewickelt wird. Von der initialen
Beratung über die Anlieferung, die Einweisung
der Kolleginnen und Kollegen bis zur
Abholung der Geräte fühlte er sich bestens
aufgehoben. Bredenoord war 24/7 erreichbar
und immer um die optimale Lösung
bemüht, die zu den Anforderungen des
Projekts passte. Während der Betriebslaufzeit
musste das Aggregat gewartet werden.
Ein Anruf genügte und ein Servicemonteur
von Bredenoord war zur Stelle.
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MASCHINEN + TECHNIK
ZEPPELIN / POSTL
Erdbau-Profi Postl verstärkt sich mit zwei
Cat Minibaggern der neuen Generation
Die Dienstleistungen des Erdbau- und Transportunternehmens von Ing. Hermann
Postl sind in der Region rund um Pernitz stark gefragt – bei großen Baufirmen ebenso,
wie bei privaten Bauherren. Um sich für die zahlreichen Kleinbaustellen noch leistungsfähiger
aufzustellen, investierte das Unternehmen in einen neuen Cat 301.8, der
demnächst durch einen Cat 303 ergänzt wird. So wie alle Cat Minibagger basieren
beide Geräte auf der in vielen Bereichen optimierten „Next Generation“-Plattform.
Partnerschaft mit Handschlagqualität (von rechts): Geschäftsführer Hermann Postl
und Gerhard Hagleitner (zuständiger Betreuer der Firma Zeppelin Österreich).
Mit seiner technischen Ausstattung, der
großen Kabine und der beeindruckenden
Hub- und Grableistung überzeugt der neue
Cat 301.8 die Erdbau-Profis
der Firma Postl.
46 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
A
ls der Großvater des heutigen Firmenchefs
Hermann Postl das Unternehmen
1956 in einer Garage gründete, setzte
er von Beginn an auf die beiden Standbeine
Transport und Erdbau. Mit viel
Handarbeit und großem Einsatz haben er
und seine Ehefrau unter anderem in einer
Schottergrube das Material für die
zahlreichen regionalen Baustellen
aufbereitet, verladen und transportiert.
Ein Einsatz, der die Basis für eine
erfolgreiche Entwicklung legte und so
übersiedelte der Betrieb aufgrund des
wachsenden Fuhrparks – mit dem man
inzwischen auch Baustellen in Wien
bediente – auf den heutigen Standort in
Pernitz.
Anfang der 1980er Jahre kam ein
weiteres Standbein hinzu, denn die Eltern
von Hermann Postl starteten mit eigenen
Autobussen im Reiseverkehr. Eine
Tätigkeit, die viele Jahre sehr erfolgreich
betrieben wurde und die man rechtzeitig vor
dem Einbruch durch die Pandemie beendete.
Heute liegt der Fokus des Unternehmens,
das Hermann Postl seit 2013 leitet, wieder
klar im regionalen Erdbau und Transport.
Dazu der Firmenchef: „Wir sind ein kleines,
aber sehr leistungsfähiges Team. Von
unseren sechs Lkw sind vier Kranfahrzeuge,
die durch die Firmen in der Region gut
ausgelastet sind. Zusätzlich übernehmen wir
für die Gemeinden auch den Containerdienst
im Entsorgungsbereich. Im Erdbau unterstützen
wir immer wieder die Projekte von
großen Baufirmen, unsere wichtigsten
Auftraggeber sind aber private Bauherren.
Die Bandbreite umfasst den Aushub für den
Pool, Arbeiten in der Gartengestaltung, das
Anlegen von Steinmauern, das Graben von
Zuleitungen sowie Abbrucharbeiten, Forstwegebau
und Winterdienst.“
Für diese Arbeiten stehen den erfahrenen
Mitarbeitern im Fuhrpark zwei Radlader
und aktuell vier Bagger von 2 bis 15 t sowie
diverse Klein- und Anbaugeräte zur Verfügung.
Der Auslöser für die Investition in den
neuen Cat 301.8 war vor allem der Wunsch
nach einer Kabine. Da das Vorgängergerät
einer anderen Marke nur über einen offenen
Fahrerstand verfügte, wurden die Arbeiten
im Frühjahr und Herbst immer mehr zu
einer Herausforderung. Hermann Postl: „Ich
habe drei Geräte getestet und war vom
Gesamtpaket des Cat 301.8 am meisten
beeindruckt. Die technische Ausstattung, die
große Kabine und die mehr als ausreichende
Leistung kann sich wirklich sehen lassen.
Eine Klimaanlage wäre möglich gewesen, für
unseren Bedarf ist aber auch die regelbare
Heizung ausreichend. Beim Heben mit dem
Kran-Lkw mussten wir früher immer an drei
Punkten anhängen. Beim Cat 301.8 reichen
jetzt zwei Anschlagpunkte an der Kabine.“
Die Bedienelemente
sind
einfach in der
Handhabung,
und der intuitive
LCD-Monitor
der nächsten
Generation
bietet leicht
verständliche
Maschineninformationen.
Alle Cat Minibagger sind
Next Generation Geräte
Nach dem Generationenwechsel bei den
großen Baggern bestehen nun auch die Cat
Minibagger durchgehend aus Next Generation
Geräten. Alle Typen der 1,5- bis
10-t-Klasse bieten nun eine einheitliche
Bedienung an und können einen Leistungszuwachs
von 20% gegenüber der Vorgängerbaureihe
E2 vorweisen. Ausbrechkraft und
Grabtiefe haben ebenfalls zugelegt. Die
Abstände zum Schmieren wurden verlängert
– ebenso die Intervalle zum Wechseln der
Filter, was die Betriebskosten um bis zu 10%
senkt. Auch verfügt der Cat 301.8 der Firma
Postl über ein Planierschild mit Schwimmfunktion.
Gerhard Hagleitner, zuständiger Betreuer
der Firma Zeppelin Österreich: „Mit der
Schwimmfunktion setzt Caterpillar einen
echten Standard, denn mit aktivierter
Schwimmfunktion passt sich das Planierschild
automatisch an die Oberflächen-Kontur
an. So lassen sich mit dem Cat 301.8
Abschiebe- und Feinplanierarbeiten schnell
und einfach durchführen. Eine der besonderen
Stärken der Next Generation Geräte ist
die elektronische Vorsteuerung. Die Joysticksteuerung
für die Fahr- und Schildbewegungen
vereinfacht die Bedienung der Maschinen
und der Fahrer kann ganz einfach von
der konventionellen Hebel-/Fußpedal-Lenkung
auf die Joysticks umschalten. An den
Rückmeldungen unserer Kunden sehen wir,
dass die Bagger der neuen Generation sehr
gut ankommen. Ich freue mich sehr, dass wir
auch die Firma Postl von den Qualitäten
überzeugen konnten und der Fuhrpark
neben dem Cat 301.8 schon bald auch durch
einen Cat 303 verstärkt wird.“
www.zeppelin-cat.at | www.postl-transport.at
Jeder neue Cat Minibagger verfügt als Next Generation Gerät in der Standardausrüstung
über Joystick-Lenkung und Fahrtregelung. Auch Ehefrau Julia Postl, die im
Unternehmen das Office leitet, ist vom neuen Cat 301.8 begeistert.
Condecta Schnelleinsatzkrane
sind zu 100 % feuerverzinkt.
Ausladung von 24 m bis 45 m,
Hakenhöhe bis 30 m.
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MASCHINEN + TECHNIK
Ein Lehrling am Bedienpanel des Baugerätesimulators.
BAUAKADEMIE WIEN
Multifunktions-Simulator hilft verschiedene
Baugeräte effizient bedienen zu lernen
Mit zunehmender Digitalisierung am Bau gewinnt auch die Simulationstechnik als
Trainingswerkzeug an Bedeutung. Wo Augmented oder Virtual Reality in der Planung
helfen, um das 3D-Erlebnis eines Bauwerks realistisch darzustellen, dient Simulation
unter anderem zum „Trockentraining“ im Umgang mit komplexen (Bau-)Geräten.
A
ls erste Bauakademie in Österreich
hat der Standort Wien in Guntramsdorf
einen Baugerätesimulator in das
Schulungsangebot aufgenommen, um hier
möglichst vielen Lehrlingen und zukünftigen
Maschinistinnen bzw. Maschinisten
eine moderne Trainingsmöglichkeit zu
bieten.
Es handelt sich um ein vielseitig
einsetzbares Multifunktionsgerät, das die
Verwendung von Turmdrehkran, Radlader,
Raupen- und Radbagger simulieren
bzw. nachbilden kann. Das Gerät neuester
Generation von der Firma Tenstar wurde
mit all seinen Steuerelementen entwickelt,
um Realismus, professionelles
Maschinengefühl und realistische
Ein Baulehrling beim
Bedienen mit vorderem
und hinterem Bildschirm samt
Bedienpanel und Steuerung.
Fotos: Bauakademie Wien / G. Kremser
Arbeitsszenarien zu kreieren. Es bietet
eine sichere Trainingsumgebung, ohne
Stillstandzeiten von echten, teuren
Baugeräten nach sich zu ziehen.
BM DI Andreas Hauser, Geschäftsführer
der Bauakademie Wien.
Übung und Feedback mit
dem Baugerätesimulator
Jeder Maschinentyp, der auf dem Simulator
abrufbar ist, verfügt über eine Reihe
sorgfältig entwickelter Übungen und
Arbeitsabläufe, die so gestaltet sind, dass
sich die vielseitige Nutzung der Geräte
möglichst realistisch an 1:1 Steuerelementen
trainieren lässt. Dazu zählen neben
der Schulung der Fahr- und Manövrierfähigkeiten
auch die Bereiche Wartung,
Sicherheit und die Benützung von
Spezialzubehör.
Ein großer Vorteil des Trainings am
Simulator im Vergleich zu einem echten
Baugerät ist, dass nach Abschluss jeder
Übungseinheit die Trainierenden sofort
ein individuelles und detailliertes Feedback
zur Leistungsbewertung über ein
Reporting-Tool erhalten. Es können genau
die Bereiche identifiziert werden, die
Verbesserungen erfordern. Trainierende
verstehen so exakt und schneller, wie sie
die jeweiligen Maschinen sicher, wirtschaftlich
und qualitativ hochwertig
bedienen können. So wird eine entsprechende
Ausbildung am jeweiligen Baugerät
im sicheren Umfeld ermöglicht und
mit direkter Fehleranalyse verknüpft.
Der Baugerätesimulator besteht aus
mehreren, miteinander verknüpften
Bildschirmen, die den Rundum-Blick sehr
realistisch darstellen, einem Bedienpanel
und der eigentlichen Steuerung bzw.
Lenkung.
Als Personalentwickler der österreichischen
Bauwirtschaft bemühen sich die
Bauakademien stets um aktuelle Inhalte,
aber auch ebensolche Trainingsmethoden,
die zunehmend digital werden. Hierbei ist
der Baugerätesimulator sowohl in der
Lehrlingsausbildung als auch in der
beruflichen Weiterbildung nach der
Lehre im Einsatz.
BM DI Andreas Hauser, Geschäftsführer
der Bauakademie Wien, betont: „Der
Trend, Fahrer-Schulungen im Baumaschinen-Simulator
zu absolvieren, ist eindeutig
erkennbar, genau deshalb bieten wir
diese Trainingsmöglichkeit nun an.“
Die Vorteile, mit teuren Baumaschinen
vor den Einsätzen auf Baustellen bestmöglich
vertraut zu sein und Bedienungsfehler
zu vermeiden, sind unbestritten.
Die entsprechende Vorbereitung im
Simulationstraining rechnet sich schon
sehr kurzfristig.
www.bauakademie.at
SERIE 7
DIE NEUEN MOBILBAGGER
Kiesel Austria GmbH | Blätterstraße 1 | 2751 Wöllersdorf-Steinabrückl | +43 2622 42 468 | info@kiesel.net | www.kiesel.net
48 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2022 49
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
1
3 1 Endlich konnte sich der Volvo Fahrerclub
nach zwei Jahren Pause wieder
persönlich treffen. Konrad Herndler
schaffte die Golfball Challenge blitzschnell.
2 Souverän manövrierte
Martin Moser das Pendel durch das
Labyrinth. 3 Volvo Fahrerclub Vorsitzender
Alois Hütter gratulierte
Konrad Herndler zur Bestzeit. 4 Volvo
Masters Finalist Konrad Herndler.
5 Volvo Masters Finalist Martin Moser.
4 5
ASCENDUM
Nur die Besten vertreten Österreich
bei den Volvo Masters in Schweden
Am 30. April 2022 kürte der Volvo Fahrerclub Österreich die besten heimischen
Baggerfahrer. Für die geschicktesten Fahrer winkte die Einladung für eine Reise
nach Schweden in die Volvo-Heimat um dort Österreich beim internationalen
Baggerfahrer-Wettbewerb, den Volvo Masters, zu vertreten.
D
ie Volvo Masters sind der wichtigste
internationale Wettbewerb des Volvo
Fahrerclubs, der in 19 Ländern mit
insgesamt 27.000 Mitgliedern vertreten
ist. Die Volvo Masters finden jährlich
statt, um die besten Baumaschinen-Fahrer
zu prämieren. Bei den Masters zählen
nicht nur Geschick, sondern auch
Schnelligkeit. Die Fahrer und Fahrerinnen
müssen ihr Können bei mehreren
Challenges beweisen. Für die besten drei
winkt ein Preisgeld.
Alois Hütter, Präsident des Volvo
Fahrerclub Österreich, hat zur Qualifikation
für die Volvo Masters geladen.
Gastgeber war die Ascendum Baumaschinen
Österreich GmbH, in deren Zentrale
in Bergheim bei Salzburg das Qualifikationsevent
stattfand. Die insgesamt rund
1.400 Mitglieder des Fahrerclubs in
Österreich konnten sich für die Veranstaltung
anmelden, um die absolut besten
Fahrer des Landes zu wählen.
Um sich für den internationalen
Wettbewerb zu qualifizieren, mussten die
Fahrer anspruchsvolle Challenges
absolvieren. Denn nur wer auf Spitzenniveau
schnell und präzise fährt, hat die
Chance auf einen Platz auf dem Podest in
Schweden. Sieger wird derjenige mit der
Bestzeit für beide Aufgaben.
Die Golfball Challenge: Ein Golfball
muss mit einem am Baggerlöffel befestigten
Suppenlöffel aufgenommen werden
und in einem minimal größeren Loch
platziert werden. Glückstreffer helfen
nicht weiter, da direkt zwei Golfbälle
eingelocht werden müssen, bevor die Zeit
gestoppt wird.
Das Labyrinth: Ein Pendelgewicht,
dass am Ausleger des Baggers befestigt
ist, muss durch einen Slalom von Holzlatten
bewegt werden. Fällt eine Holzlatte
zu Boden, bekommt der Teilnehmer
Strafsekunden zu seiner Zeit hinzugerechnet.
Je schneller der Fahrer wird,
desto mehr schwingt das Pendel. Eine
Geduldsprobe für jeden.
Für die Volvo Masters, die am 4. Juni
2022 in Schweden ausgetragen werden,
konnten sich zwei Finalisten aus Österreich
mit Spitzenzeiten qualifizieren.
Konrad Herndler und Martin Moser
haben beide Aufgaben mit Bravour
gemeistert und dürfen sich daher über
eine Reise zum Volvo Customer Center in
Eskilstuna freuen. Neben dem internationalen
Wettbewerb haben die beiden
Gewinner die Chance dort die neuesten
Volvo Construction Equipment Maschinen
live und in Farbe zu erleben. Übrigens
kann jeder Mitglied im Volvo
Fahrerclub werden. Egal ob Baggerfahrer,
Baumaschinen-Liebhaber oder Maschinen-Fan.
Jährlich wird zum Wettbewerb
geladen. Die Anmeldung ist kostenfrei
unter www.volvoce.com/deutschland
möglich.
www.ascendum.at
50 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
2
B
mit unseren hydraulischen anbauteilen bewegen sie welten
große auswahl für
jedes TrägergeräT
HKM
Lösungen für die Recyclinglogistik
Eines der Highlights von HKM auf der Messe IFAT ist ein Sattelhaken
in Schub-Knickausführung für hohe Nutzlast.
ei den GSH Schub-Knick-Sattelhaken
hat das Unternehmen HKM Anhängerbau
Altenburg einen innovativen
Rahmenaufbau realisiert. Dabei wird der
Schub-Knick-Haken in den Längsrahmen
integriert, was die Rollenhöhe absenkt und
auch das Eigengewicht reduziert. Der
Sattelhaken GSH sorgt für eine kontinuierliche
Auslastung und steht für eine hohe
Tagesleistung im Fuhrpark. Entscheidend
dafür sind die über 26 t Nutzlast als auch
der flache Heranholzyklus in der Hakenkinematik.
Der Einsatzbereich des GSH in
der Logistik ist vielfältig: vom Schrott über
Abbruch und Baustoff bis hin zu Schwerlast
und Asphalt ergeben sich durch die
austauschbaren Abroller bei nur einem
Grundgerät viele Transportmöglichkeiten.
Zu sehen sein wird auch der komplett
neue Tandem Außenroller G20T. Der
Ladevorgang erfolgt heckseitig, wozu die
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Auflageflächen abgeschrägt und konisch
zulaufend ausgeformt sind. Der in
ganzer Länge leicht aufgekantete
Außenrahmen dient als Führung.
Zudem wird ein flexibles
System der pneumatischen
Ladungssicherung für Absetzmulden
vorgestellt, das höchsten
Sicherheitsanforderungen entspricht.
HKM Geschäftsführer
Manfred Zandt:
„Die kompletten
Einsatzkosten
auf die gesamte
Nutzungszeit
zu betrachten,
ist heute zentral.
Hier entscheidet sich
zukünftig der wirtschaftliche Betriebserfolg
im Fuhrpark. Mit den Behälter-Transport-Anhänger
BTA von HKM haben die
Anwender in der Recycling- und
Entsorgungsbranche dies nachhaltig
im Blick.“ Die IFAT findet vom
30. Mai bis 3. Juni in München statt.
www.hkm-fahrzeugbau.de
Die GSH Schub-Knick-Sattelauflieger
von HKM erhöhen die
Auslastung und damit die
Produktivität.
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die „Flex Units“ als beliebig kombinierbare
Bausteine gefragt.
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erfüllen wir jeden individuellen Wunsch,
betreuen jeden Kunden von der ersten
Anfrage bis zur termingerechten Übergabe
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Wir verkaufen nichts von der Stange.
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fachlichen Beratung, Bestellung, Auslieferung
und nachträglichen Betreuung bei
sämtlichen Angelegenheiten. Auf Wunsch
übernehmen wir auch Reparaturen und
Wartungen und unterstützen bei allen
Einrichtungs- und Ausstattungsfragen
sowie bei der technischen Infrastruktur
wie Netzwerk, Telefon und Klimatisierung.
Dieses Komplettpaket ist genau das,
was unsere Kunden und Geschäftspartner
so sehr an uns schätzen.
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LIEBHERR
MyLiebherr: neues Design
und neue Funktionen
Die Startseite des Online-Portals MyLiebherr erstrahlt
im neuen Gewand. Optimierte und zusätzliche
Funktionen runden das Design-Update ab.
P
er Klick zum passenden Ersatzteil
oder rasch eine benötigte Dokumentation
zur Maschine abrufen: Mit dem
Online-Portal MyLiebherr haben
Liebherr-Kunden jederzeit Zugang zu
Informationen und Leistungen rund um
ihre erworbenen Produkte aus den
Bereichen Baumaschinen, Mining,
Mobil- und Raupenkrane, Umschlagtechnik,
Komponenten und Maritime
Krane. Das Redesign der MyLiebherr-
Startseite läutet eine neue Phase in der
Weiterentwicklung des Portals ein.
Zudem sind große Teile von MyLiebherr
jetzt mobilfähig.
Im Zuge der Entwicklung des neuen
Designs wurde spezielles Augenmerk auf
die Nutzerfreundlichkeit der MyLiebherr-Startseite
gelegt. Die wichtigen
Bereiche sind nun gebündelt und klar
strukturiert. So sehen Nutzer all ihre
Produkte auf einen Blick und können
direkt in die Bereiche „Persönliche
Daten“ sowie „Geschäftsbeziehungen“
springen. Darüber hinaus werden dem
Nutzer nun auch alle Lizenzmanager
und Administratoren eines Unternehmens
mit ihren entsprechenden Kontaktdaten
angezeigt. Die bisherige
Navigation wurde durch den Bereich
Die neue MyLiebherr-Startseite hat eine klar
strukturierte, intuitiv bedienbare Benutzeroberfläche.
„Apps“ ersetzt und bietet einfachen und
schnellen Zugriff auf die wichtigsten
Portal-Anwendungen. Mit Klick auf die
neuen großen Kacheln können Nutzer
nun direkt in Anwendungen einsteigen
– ob Shop, Ersatzteil-Katalog oder
Produktdokumente. Mit der neuen
Pop-up-Funktion erhalten Nutzer
außerdem Feedback zu Fehlermeldungen
oder Informationen über den Status
versendeter Anfragen.
Die Profilverwaltung wurde optimiert
und im Bereich „Adressbuch“ können
Firmenadministratoren nun Adressen
anlegen und verwalten, die wahlweise
ihnen selbst oder allen Nutzern ihres
Unternehmens zur Verfügung stehen. Bei
Bestellungen kann somit direkt die
passende (Liefer-)Adresse ausgewählt
werden und das händische Ausfüllen
entfällt. Im Bereich „Produkte“ haben
Firmenadministratoren oder Produktmanager
die Möglichkeit, Schlagwörter
(Keywords) für jede Maschine zu
hinterlegen. Produkte können so entsprechenden
Themenclustern zugeordnet und
schneller gefunden werden. Diese
Schlagwörter sind anschließend für alle
Nutzer eines Unternehmens sichtbar.
www.liebherr.com
52 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
BAUKONGRESS
Baubranche trifft sich auf der
Informations- und Netzwerkplattform
Als neutrale Wissens-Plattform vereinte der Baukongress am 28. und 29. April
Bauherren, Baufirmen, Planer, Baustoffindustrie und Universitäten sowie FH‘s.
Das breite Themenspektrum widmete sich unter anderem kooperativen Vertragsmodellen,
Aspekten der Digitalisierung sowie Lean Construction und Baurobotik.
„Infrastruktur“ und „Hochbau“. ÖBV-
Geschäftsführer Michael Pauser überreichte
die speziell für den Preis gestaltete
Trophäe heuer an die Projektteams –
Bauherr, Planer, Ausführende und ÖBA –
der Bauvorhaben „Althan Park“ (Hochbau)
und „A23-Generalsanierung Inzersdorfer
Hochstraße“ (Infrastruktur). Bei dem
Projektteam „A23-Inzersdorf“ gefiel der
Jury, dass bei regelmäßigen gemeinsamen
Begehungen vor Ort, Probleme technisch
sofort erfasst und gelöst wurden und bei 17
value engineerings 2 Mio. Euro eingespart
wurden.
Neben Nachhaltigkeit spielte auch die
Digitalisierung, Lean Construction,
Baurobotik im neuen Kongressprogramm
eine tragende Rolle: Wie z.B. mit der direkt
aus dem Modell angesteuerten CNC-Fräse
die hohe Präzision aus dem digitalen BIM
Modell direkt auf die Baustelle zu bringen.
Oder eine integrale BIM-basierte Planung,
für die Architektur- und Tragwerksplanung,
durchgängig in einem gemeinsamen
Modell erarbeitet, bis hin zur Erstellung
einer Web-Plattform für das Monitoring,
auf der die Verantwortungsträger jederzeit
auf den Digitalen Zwilling zugreifen
können und in Echtzeit Informationen
In den Fachvorträgen wurden zahlreiche interessante Projekte und
die damit verbundenen Herausforderungen vorgestellt.
über den IST-Zustand erhalten. Auch
wurden die ersten Ergebnisse zum
FFG-Forschungsprojekt „BIM-Merkmalservice“
präsentiert, deren Ziel es ist, nicht
BIM-Standards zu vereinheitlichen,
sondern zu übersetzen. Und es wurde in
F&E der Bau des ersten Haus Österreichs
mit 3D-Druck gezeigt. Im Rahmen der Ausstellungsfläche
waren zahlreiche Unternehmen
aus der Bau- und Baustoffindustrie
vertreten. Als eine der Neuheiten
präsentierte die Kirchdorfer Gruppe am
Baukongress erstmals Kudis – eine mobile
App zur digitalen Erfassung und kartographischen
Verortung von Betonfertigteilen.
www.baukongress.at
Die Ausstellungsfläche bot in der Zeit zwischen den Sessions Gelegenheit zum Austausch und zum Netzwerken.
ÖBV-Geschäftsführer Michael Pauser überreichte den Award für das bestabgewickelte
Projekt Österreichs in der Kategorie Infrastruktur an das Team „A23-Generalsanierung
Inzersdorfer Hochstraße“ mit Asfinag, ARGE Habau, Porr und Strabag, Thomas Lorenz,
IBBS, Spirk&Partner und Metz&Partner.
Ü
ber 2.000 registrierte Teilnehmer, ein
ausgebuchter Kongressabend und eine
ausverkaufte Ausstellung machten den
Baukongress zu einer gelungenen
Veranstaltung. Die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer genossen es, sich unter
Gleichgesinnten wieder physisch treffen
zu können.
Als besonderes Highlight am Baukongress
2022 galt die neue große Session
„Nachhaltigkeit im Bauwesen“, die
aufzeigte, was alle Baubeteiligten in den
letzten Jahren bereits dafür unternommen
haben und was sie gedenken zu tun, um
2040 klimaneutral zu werden. Premiere
feierte der ÖBV-Nachhaltigkeitsfolder mit
den sechs wichtigsten Grundsteinen,
begonnen mit der Kreislaufwirtschaft und
Recyclingbaustoffen bis hin zu Entscheidungsgrundlagen
für Treibhausreduktionspfade
und ein dazugehöriger ÖBV-Sachstandsbericht,
der den Status der bereits
durchgeführten Arbeiten aufzeigt.
Im Mai 2021 wurde bereits ein ÖBV-
Merkblatt zu Alternativen Vertragsmodellen
und deren Verträglichkeit mit dem
österreichischen Vergaberecht herausgegeben.
Es wurden darin neue Modelle
erarbeitet, die natürlich auch am Baukongress
vorgestellt und thematisiert wurden.
Beispiele dazu wurden bei den Infrastrukturprojekten
in Österreich mit S31
Talübergang Sieggraben, in England mit
HS2 und in Finnland mit dem Tampere
Tunnel vorgestellt. „Wenn alle am Bau
Beteiligten zu einem frühen Projektzeitpunkt
initiativ werden können, beispielsweise
bei kooperativen Vertragsmodellen,
wie dem Early Contractor Involvement, bei
dem Know-how-Verlust vermieden und die
Effizienz gesteigert werden kann, dann
spart dies Geld und Ressourcen“, meint
dazu Peter Krammer, Vorstandsvorsitzender
der ÖBV.
Um diesen Trend auch in Österreich zu
stärken, verlieh die ÖBV dieses Jahr am
Baukongress zum dritten Mal den Koop
Award für die am besten abgewickelten
Bauprojekte Österreichs in den Kategorien
Fotos: Nadine Studeny Photography; Baublatt.Österreich
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54 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2022 55
MASCHINEN + TECHNIK
Das Woody Harvesteraggregat
WH60-1 ist perfekt mit dem Komatsu-
Mobilbagger kompatibel und erleichtert die
Holzarbeit ganz erheblich.
Anerkenntnisurteil
Im Namen der Republik
Das Landesgericht Innsbruck hat in der Rechtssache der klagenden
Partei Weidemann GmbH, vertreten durch Waitz Rechtsanwälte GmbH,
wider die Erstbeklagte GKRAFT GMBH, die Zweitbeklagte FTECH GmbH und den
Drittbeklagten Gerhard Hauser, alle vertreten durch Rechtsanwälte
Waldbauer, Paumgarten, Naschberger und Partner GmbH&CoKG,
wegen Unterlassung u.a. (Streitinteresse EUR 65.000,00) zu Recht erkannt:
KUHN
Kuhn und Konrad: Symbiose bei Holzarbeit
Der kompakte Komatsu-Mobilbagger PW180-11 von Kuhn und der Prozessorkopf Woody
WH60-1 von der Firma Konrad lassen sich perfekt kombinieren. Das kann Karl Prugger
vom Meisslingerhof bestätigen, der sich über die neu gewonnene hohe Arbeitseffizienz freut.
I
m Skigebiet Reiteralm in der Region
Schladming-Dachstein trainierte Marcel
Hirscher besonders oft und legte dort den
Grundstein für seine immensen Erfolge.
Ganz in der Nähe befindet sich der
familiengeführte Meisslingerhof. Ein
Bauernhof, der auch Zimmer und erholsamen
Urlaub für Gäste anbietet. „Da die
Zeiten für uns Landwirte immer schwieriger
geworden sind, habe ich vor gut 20
Jahren im Winter begonnen eine Alm zu
bewirtschaften und mich im Sommer
Karl Prugger vom Meisslingerhof in Schladming
(links) und Bernhard Langegger (Verkauf
Kuhn) sind von der Leistung des Komatsu
Mobilbaggers PW180-11 überzeugt.
zusätzlich der Holzwirtschaft gewidmet“,
erzählt Besitzer Karl Prugger. Für die
Holzarbeiten wird er bald zwei Geräte
anschaffen, die er testen konnte. Zum einen
den Mobilbagger PW180-11 von Komatsu,
der durch seinen minimalen Schwenkradius
die Arbeiten im Wald erleichtert und
zum zweiten das Harvesteraggregat Woody
WH60-1. Der Prozessorkopf von der Firma
Konrad wurde am Bagger montiert und
sucht in Sachen Robustheit seinesgleichen.
Egal ob es um Holz im Gebirgswald oder
um Laubholz geht.
„Der PW180-11 ist sehr kompakt und
ich bin von seiner Motorleistung begeistert.
Mit 167 PS schafft er es sehr gut, mit
dem Woody WH60-1 zurechtzukommen“,
so Karl Prugger. Einen großen Vorteil sieht
er auch darin, dass es sich mit dem
Mobilbagger auf schmäleren Waldwegen
sehr gut arbeiten lässt. „Die Bäume lassen
sich mit dem Prozessorkopf sehr leicht
entasten und ablegen“, erklärt Prugger
weiter. Das Holz wird in weiterer Folge
von der Holzindustrie verwendet und
findet sich später in allen möglichen
Verwendungsformen wieder. Ein Teil des
Holzes geht auch in die Heiz- sowie in die
Papierindustrie.
„Wir haben schon zahlreiche Harvesteraggregate
auf den Komatsu Baggern
PW200 montiert. Die Praxis zeigt nun,
dass der Woody sich auch hervorragend
mit dem PW180-11 kombinieren lässt“,
sagt Manfred Schmerlaib, Verkaufsleiter
bei der Firma Konrad. Zu Gute kommt den
Fahrern dabei vor allem auch der Endlosrotator.
Der Woody kann sich so problemlos
um die eigene Achse drehen, ohne dass
die Schläuche eingewickelt oder gar
abgerissen werden.
„Die Rahmengeometrie von Konrad
Harvesteraggregaten ermöglicht die
Bearbeitung von Laub- und Krummhölzern.
Durch ein neuartiges Funktionsprinzip
der Parallelstange an den Walzenarmen
werden Unebenheiten am Stamm
perfekt ausgeglichen und die Vorschubwalzen
liegen unabhängig vom Stammdurchmesser
immer exakt an“, so Manfred
Schmerlaib. Die spezielle Bügelkinematik
erleichtert zudem das Aufnehmen der
Stämme in steilem Gelände und sorgt
gleichzeitig für eine hohe Baulänge. Das
erleichtert das kontrollierte Fällen von
großen Bäumen erheblich. Für Karl
Prugger jedenfalls wird die Holzarbeit
durch den Komatsu Bagger und das
Konrad Harvesteraggregat bedeutend
erleichtert.
www.kuhn-gruppe.com | www.forsttechnik.at
www.meisslingerhof.at
1. Die Beklagten sind schuldig, es im geschäftlichen
Verkehr ab sofort zu unterlassen, die
unrichtige Behauptung aufzustellen und/oder
anderweitig den unrichtigen Eindruck herbeizuführen,
eine Maschine, insbesondere ein
Radlader, könne rechtmäßig verkauft werden,
insbesondere durch das Anbieten dieses
Produkts zum Verkauf, ohne auf die fehlende
Verkehrsfähigkeit hinzuweisen.
2. a) Die Klägerin wird ermächtigt, binnen 6
Monaten ab Rechtskraft dieses Urteils auf
Kosten der beklagten Parteien, für welche diese
zur ungeteilten Hand haften, den stattgebenden
Teil des Urteilsspruches mit Ausnahme des
Kostenpunktes im redaktionellen Teil des
Fachmagazins „Der fortschrittliche Landwirt“
und des Fachmagazins „Baublatt Österreich“
mit Fettdruck Umrahmung und fetter Überschrift
sowie gesperrt und fett gedruckten
Namen der Prozessparteien und Parteienvertreter,
im Übrigen aber in Normallettern, wie sie
auf der betreffenden Seite der Publikation
üblich sind, veröffentlichen zu lassen.
b) Die Erstbeklagte ist weiters schuldig, den
stattgebenden Teil des Urteilsspruchs mit
Ausnahme des Kostenpunkts binnen 14 Tagen
nach Rechtskraft für 30 Tage als integrierender
Teil der Website, die jeweils unter der Domain
Landesgericht Innsbruck, Abteilung 69
Innsbruck, 7. Februar 2022
„gkraft.at“ bzw. einer jeweils etwaigen nachfolgenden
Domain erreichbar sind, jeweils in
einem Bildschirmteil der Größe 200 x 400 Pixel,
wobei die linkere obere Ecke des Bildschirmteiles
die Position x = 0, y = 0 aufzuweisen hat,
mit Fettdruck umrandet, mit Fettdruck Überschrift
und mit gesperrt geschriebenen Parteien
und Vertretern auf eigene Kosten zu veröffentlichen,
wobei die Veröffentlichung jeweils auf
der Startseite zu erfolgen hat und nicht auf
einer Seite, die sich bei Aufrufen jener Website
öffnet (Pop-Up Fenster).
c) Die Zweitbeklagte ist weiters schuldig, den
stattgebenden Teil des Urteilsspruchs mit
Ausnahme des Kostenpunkts binnen 14 Tagen
nach Rechtskraft für 30 Tage als integrierender
Teil der Website, die jeweils unter der Domain
„ftech.at“ bzw. einer jeweils etwaigen nachfolgenden
Domain erreichbar sind, jeweils in in
einem Bildschirmteil der Größe 200 x 400 Pixel,
wobei die linkere obere Ecke des Bildschirmteiles
die Position x = 0, y = 0 aufzuweisen hat,
mit Fettdruck umrandet, mit Fettdruck Überschrift
und mit gesperrt geschriebenen Parteien
und Vertretern auf eigene Kosten zu veröffentlichen,
wobei die Veröffentlichung jeweils auf
der Startseite zu erfolgen hat und nicht auf
einer Seite, die sich bei Aufrufen jener Website
öffnet (Pop-Up Fenster).
56 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2022 57
ROHSTOFF + AUFBEREITUNG
Sonderkategorie
Kommunikation: In
dieser erstmals vergebenen
Kategorie
konnte sich die
Wopfinger Transportbeton
Ges.m.b.H. mit
einer Informationsbroschüre
zur nachhaltigen
Rekultivierung
und Renaturierung von
Abbaustätten in Ost-
Österreich den 1. Platz
sichern.
Kategorie Soziales:
Die Auszeichnung
ging an die
Rohrdorfer Sand und
Kies GmbH, die mit
„Vision Zero mit
e-Learning“ nicht
nur auf die
Unterweisung
der eigenen
Mitarbeiter setzt,
sondern auch auf
die der Fahrer von
Frächterpartnern.
Die in der mineralischen
Rohstoffbranche äußerst
begehrte Auszeichnung
wurde zum vierten Mal
verliehen. Unternehmen aus
ganz Österreich haben sich
am Bewerb beteiligt. Der
Award wurden in den
Kategorien Ökologie,
Ökonomie und Soziales
sowie zum ersten Mal in
der Sonderkategorie
Kommunikation vergeben.
richt“. Die Informationsbroschüre zur
nachhaltigen Rekultivierung und Renaturierung
von Abbaustätten in Ost-Österreich
soll einerseits eine Dokumentation der
gesetzten Maßnahmen sein und andererseits
auch zur Information für die interessierte
Öffentlichkeit, Behörden und NGOs
dienen. In diesem Folder wird aufgezeigt,
dass die Wopfinger Transportbeton nicht
nur das Mindestmaß an Rekultivierung
umgesetzt hat, sondern sich weit darüber
hinaus in Zusammenarbeit mit Umweltund
Naturschutzexperten für einen
standortgerechten Natur- und Umweltschutz
eingesetzt hat und somit sehenswerte
Ergebnisse vorweisen kann. Geplant
ist, diesen Folder im ersten Schritt an alle
Standortgemeinden, zuständigen Bezirkshauptmannschaften,
Naturschutzabteilungen
der Landesregierungen und Kooperationspartnern
aus dem Bereich Natur und
Umweltschutz zu versenden.
Kategorie Ökologie
Preisträger in der Kategorie Ökologie ist
die Lasselsberger GmbH mit dem Projekt
„Grüner bauen“. Unter dem Motto „Grüner
bauen“ hat die Lasselsberger GmbH in den
letzten Jahren zahlreichen Maßnahmen
zur Schonung der Ressourcen und zum
Schutz der Natur umgesetzt. Die Maßnahmen
reichen von der Renaturierung der
Abbaugebiete über technologische Innovationen
bis zu ressourcenschonenden
Produkten. Im Bereich des Naturschutzes
120 YEARS EXPERIENCE
wurde etwa auf den Baggerseen vier
schwimmenden Brutflöße errichtet, ein
Aufforstungskonzept erstellt oder ein
Futterplatz für Wintervögel umgesetzt.
Der Fuhrpark wird schrittweise auf
Elektromobilität umgestellt und im Werk
Wörth und auf freien Wasserflächen der
bestehenden Baggerseen sind zusätzliche
FORUM MINERALISCHE ROHSTOFFE
Unternehmer mit Visionen: die Sieger
des Nachhaltigkeitspreises 2022
D
er Wettbewerb richtet sich an alle
mineralische Rohstoffe gewinnenden
Unternehmen in Österreich, die Nachhaltigkeits-Projekte
planen, gerade umsetzen
oder in den vergangenen zwei Jahren
abgeschlossen haben. Mit dem Award
werden alle drei Jahre jene Unternehmen
ausgezeichnet, die ganz besondere
Aktivitäten setzen und die weit über das
von Planungsbehörden und vom Gesetzgeber
Verlangte hinausgehen. Alle 18 zum
Award eingereichten Projekte wurden von
einer unabhängigen Experten-Jury
bewertet und so die Siegerprojekte gekürt.
„Mit unserem Nachhaltigkeitspreis
möchten wir all jene Unternehmen vor den
Vorhang holen, die täglich hart daran
arbeiten, Sand, Kies und Naturstein
ökonomisch und ökologisch nachhaltig und
sozial verträglich zu gewinnen“, sagt Petra
Gradischnig, Geschäftsführerin des
Forums Rohstoffe. Zur Verleihung lud das
Forum Rohstoffe Branchenvertreter und
Stakeholder am 12. Mai 2022 in die
Hofstallung im Museumsquartier in Wien
ein. Die Gewinner der österreichischen
Nachhaltigkeitspreise nehmen auch beim
„Sustainable Development Award 2022“
des Europäischen Gesteinsverbands
UEPG teil, der am 30. November 2022 in
Brüssel verliehen wird. Nachfolgend die
Preisträger im Überblick.
Sonderkategorie Kommunikation
Preisträger in der Sonderkategorie
Kommunikation ist die Wopfinger Transportbeton
Ges.m.b.H. mit dem Projekt „Vom
Umweltreport zum Nachhaltigkeitsbe-
58 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: © Marko‘s Photography, Wopfinger; SSK
MOBILE KOMPAKT-BRECHERANLAGEN
wie zb. REMAX 200: 25 To, Leistung bis 200 To/h
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mineraltech - ing. erwin hofstätter GmbH, 2512 Tribuswinkel, Werksgasse 11, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 82, mail: office@mineraltech.at
mineraltech west - Handel mit Aufbereitungsanlagen GmbH, 6911 Lochau, Hofriedenstraße 71, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 82 18
ROHSTOFF + AUFBEREITUNG
ROHSTOFF + AUFBEREITUNG
Mit dem Projekt „Grüner bauen“ wurde die Lasselsberger GmbH
Preisträger in der Kategorie Ökologie.
Kategorie Ökonomie: Mit dem Projekt „Neubau der Kiesaufbereitung und
der Betonmischanlage Thalgau“ ging die Salzburger Sand- und Kieswerke
GmbH (SSK) als Sieger hervor.
Photovoltaikanlagen geplant. Im Jahr 2019
wurde die LB Recycling GmbH zur
Verwertung von Baurestmassen und zur
Herstellung von hochwertigen Recyclingbaustoffen
gegründet. Unter der Marke
„Cemix“ wurde ein neuer Trockenbeton
entwickelt, der durch die Zugabe von
Recyclingbaustoffen entsteht.
Kategorie Soziales
Preisträger in der Kategorie Soziales ist die
Rohrdorfer Sand und Kies GmbH mit dem
Projekt „Vision Zero mit e-Learning“. Zur
Steigerung der Kundenzufriedenheit setzt
Rohrdorfer nicht nur auf die Unterweisung
der eigenen Mitarbeiter, sondern auch der
Facharbeiter und der Fahrer von Frächterpartnern.
Durch die Einführung von
e-Learning zur Unterstützung konnte der
Unterweisungsgrad signifikant erhöht
werden. Zuerst wurde e-Learning nur Büromitarbeitern
zur Verfügung gestellt. Jetzt
wird die notwendige Infrastruktur auch an
den über 20 Kiesstandorten der Rohrdorfer
Sand und Kies GmbH eingerichtet, damit
nicht nur die eigenen Mitarbeiter, sondern
auch die Facharbeiter und die Fahrer von
Frächterpartnern niederschwellig in den
Genuss des e-Learning Angebotes kommen
können. Seit der Einführung von e-Learning
konnte nicht nur die Sicherheitskultur
an den Kiesstandorten erhöht, sondern
auch die Anzahl der Arbeitsunfälle
signifikant reduziert werden.
Kategorie Ökonomie
Preisträger in der Kategorie Ökonomie ist
die Salzburger Sand- und Kieswerke
GmbH (SSK) mit dem Projekt „Neubau
der Kiesaufbereitung und der Betonmischanlage
Thalgau“. Durch den Neubau des
Kieswerks und des Transportwerks
Thalgau konnten die SSK neue Maßstäbe
hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und
Umweltrelevanz setzen. So ist es gelungen,
die gesamten Transportwege vom
Abbau bis zum transportbereiten Beton
emissionslos durchzuführen. Der interne
Lkw-Verkehr wurde gänzlich durch einen
emissionslosen Transport ersetzt. Die
Beladung der Lkw erfolgt vollautomatisch
und ebenfalls emissionslos. Auch die
Lärmemissionen haben sich durch
umfangreiche bauliche Maßnahmen auf
ein Minimum reduziert und machen somit
den Betrieb der Anlage für die angrenzende
Bevölkerung nicht wahrnehmbar.
Aufgrund der Zusammenlegung des
Kieswerks und des Betonwerks werden
pro Jahr ca. 300.000 kg CO2 eingespart.
Durch modernste Aufbereitungstechnik
wird das Lagerstättenausbringen erhöht
und die Qualität der Produkte auf
höchstmöglichem Level gehalten.
www.forumrohstoffe.at
Fotos: Kirchdorfer
KIRCHDORFER ZEMENTWERK
Inbetriebnahme der „Ausbrandstrecke“
im Kirchdorfer Zementwerk
Am 13. Mai 2022 wurde die neue „Ausbrandstrecke“ offiziell in Betrieb genommen. Mit
einer Investition von 9,5 Mio. Euro verteidigt das Kirchdorfer Zementwerk erneut den
Anspruch, zu den emissionsärmsten Zementwerken der Welt zu gehören. Die CO Emission
wurde um weitere 17% gesenkt und der Einsatz gröberer Ersatzbrennstoffe ermöglicht.
I
m Kirchdorfer Zementwerk – Mitglied
der weltweit agierenden Kirchdorfer
Gruppe – werden bereits bis zu 95% der
Brennstoffe durch sogenannte Ersatzbrennstoffe
wie geschredderte Kunststoffe,
Reifenflusen, Holz- und Kunststoffstäube
ersetzt. Durch die vollständige
stoffliche Verwertung können wertvolle
Ressourcen und CO2 eingespart werden.
Die neue Ausbrandstrecke ermöglicht nun
auch die Verarbeitung gröberer Ersatzbrennstoffe,
was bereits in der Aufbereitung
wertvolle Energie einspart. Außerdem
konnten die CO Emissionen um
weitere 17% reduziert werden.
„Durch Investitionen in modernste
Umwelttechnologien setzt unser Zementwerk
internationale Maßstäbe. Bei der
Emission von Kohlendioxid, Stickoxid und
Staub glänzt Kirchdorf im internationalen
Vergleich mit niedrigsten Werten. Experten,
Mitbewerber und Politiker aus aller
Welt besuchen unseren Standort, um sich
selbst ein Bild von der Hochleistungsanlage
zu machen“, erläutert Erich Frommwald,
Geschäftsführer des Kirchdorfer
Zementwerks.
„Die Ökologisierung der Wirtschaft ist
eine Win-Win-Situation für die Umwelt
und die Betriebe: Denn die Umstellung
auf nachhaltige Produktion trägt nicht
nur zum Klimaschutz bei, sondern stärkt
auch die Wettbewerbsfähigkeit der
Unternehmen. Ein echter Vorreiter dabei
ist das Kirchdorfer Zementwerk, was
durch die neue ‚Ausbrandstrecke‘ erneut
unter Beweis gestellt worden ist. Hier
wird durch den Einsatz von Ersatzbrennstoffen
die Unabhängigkeit von fossilen
Energieträgern massiv ausgebaut.
Zugleich werden die CO2-Emissionen
weiter verringert und durch die vollständige
stoffliche Verwertung auch wertvolle
Ressourcen eingespart. Das Kirchdorfer
Zementwerk erweist sich damit als
Musterbeispiel dafür, dass Ökologie und
Ökonomie gerade am Wirtschaftsstandort
Oberösterreich ‚Turbozwillinge‘ sind“,
betonte Wirtschafts- und Energie-Landesrat
Markus Achleitner im Rahmen der
offiziellen Inbetriebnahme der neuen
„Ausbrandstrecke“.
Mit der Investition von 9,5 Mio. Euro in
die Ausbrandstrecke, die neue Übernahme
und Dosiereinrichtung der Ersatzbrennstoffe
sowie in das dafür angepasste
Verkehrskonzept setzt das Kirchdorfer
Zementwerk seine prozesstechnische
Optimierung konsequent fort. Weiterhin
umweltfreundlich produzieren zu können,
trägt letztlich auch zur Standortsicherung
bei.
www.kirchdorfer-zement.at
Von links: Werksleiter Christian Breitenbaumer,
Landesrat Markus Achleitner und Geschäftsführer
Erich Frommwald bei der feierlichen Eröffnungsfeier
der Ausbrandstrecke am 13. Mai 2022 im
Kirchdorfer Zementwerk.
Ofenfertige Anlieferung: Im neuen Ladeterminal
„EBS 5“ gehen die Ersatzbrennstoff-Lieferungen
direkt vom Anhänger zur Ofenanlage.
60 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2022 61
ROHSTOFF + AUFBEREITUNG
Bundesministerin Elisabeth Köstinger
(BMLRT) betonte die Notwendigkeit, das
Thema Rohstoffe in der Gesellschaft
stärker zu verankern.
Wilfried Eichlseder (Rektor der
Montanuniversität Leoben) verwies
auf die Verknüpfung der universitären
Fachbereiche mit der digitalen Welt.
Andreas Reichhardt (Leiter der Sektion IV –
Telekommunikation, Post und Bergbau,
BMLRT) informierte über den
„Masterplan Rohstoffe 2030“.
„Der österreichische Bergbau wird weiterhin von großer
Bedeutung für die Versorgung der heimischen Wirtschaft
mit mineralischen Rohstoffen sein“, betonte
BVÖ-Präsident Josef Pappenreiter.
Ressourcenschonung und
Energieeffizienz vor dem
Hintergrund der zunehmenden
Digitalisierung: dieser
Themenkomplex prägte die
gemeinsame Jubiläumsveranstaltung
„Österreichischer
Bergbautag – 70 Jahre BVÖ“
und „60. Jahrestagung für
Sicherheit im Bergbau“, die
vom 20. bis 21. April in
Leoben über die Bühne ging.
Den Abschluss bildete am
22. April eine Exkursion auf
den Steirischen Erzberg.
M
it pandemiebedingter zweijähriger
Verspätung feierte der Bergmännische
Verband Österreichs (BVÖ) sein
70-jähriges Jubiläum im Live Congress
Leoben. Ziel der 1950 gegründeten Vereinigung
war es von Beginn an, die führende
Kommunikationsplattform auf technisch,
wissenschaftlichem Niveau in diesem
Fachbereich zu sein. Gefeiert wurde aber
auch die 60. Jahrestagung für Sicherheit
im Österreichischen Bergbau, die seit der
ersten Veranstaltung im Jahr 1961 einen
wichtigen Beitrag zur Erhöhung der
Sicherheit im Bergbau leistet. Mehr als
250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
zeigten deutlich den hohen Stellenwert,
den das Thema Werkbausicherheit in der
BERGMÄNNISCHER VERBAND ÖSTERREICHS
Bergbau im digitalen Zeitalter
Mineralrohstoffgewinnung hat.
Das Leitmotiv der gemeinsamen Jubiläumsveranstaltung
lautete „Bergbau im
digitalen Zeitalter“ und stand ganz im
Zeichen des Spannungsfelds zwischen
Energieeffizienz, Ressourcenschonung,
Qualitätssicherung und Sicherheit. Diese
Thematik wurde im Eröffnungsstatement
der Bundesministerin Elisabeth Köstinger
sowie in den Plenarvorträgen von hochkarätigen
Vortragenden aus verschiedenen
Blickwinkeln beleuchtet. Ausführlich
vorgestellt wurde auch der Masterplan
Rohstoffe 2030 des BMLRT, der Lösungsvorschläge
liefert, um auf die Herausforderungen
der gegenwärtigen Dekade reagieren
zu können. Neben einer Stärkung der
heimischen Ressourcenbasis und der
Gewährleistung einer gesicherten internationalen
Rohstoffbeschaffung beschäftigt
sich der Masterplan Rohstoffe 2030 auch
mit Faktoren wie Innovation, dem Ausbau
der Kreislaufwirtschaft sowie mit Themen
wie Akzeptanz, Bildung und Dialog.
Jubiläumsexkursion
Am Steirischen Erzberg sind Innovationen
allgegenwärtig – davon konnten sich die
Mitglieder des BVÖ anlässlich des 70-jährigen
Vereinsbestehens überzeugen. So ging
es für die Tagungsteilnehmer am dritten
Tag nach Eisenerz, wo die herausragendste
Innovation der vergangenen Jahre – der
dieselelektrische Liebherr T236 mit dem
neu entwickelten Trolley-System – im
Mittelpunkt des Interesses stand.
„Die Besichtigung der Weltneuheit
Trolley-System in der 100 t SLKW-Klasse
ist für die BVÖ-Mitglieder ein attraktives
Ziel und uns es erfüllt uns mit Stolz, dass
der Steirische Erzberg hier zum internationalen
Benchmark wurde!“, freute sich
Josef Pappenreiter, BVÖ-Präsident und
Geschäftsführer der VA Erzberg GmbH.
Die Hard Facts rund um die dieselelektrischen
SLKW lieferten Burkhard Richthammer,
Managing Director for Design
and Engineering, Liebherr Colmar sowie
Peter Schimek, T236-Projektleiter am
Erzberg, im Zuge interessanter Vorträge
und Führungen entlang der vier Kilometer
langen Oberleitungsstrecke.
Der Steirische Erzberg bot den montanistischen Experten eine
spektakuläre Kulisse für eine würdige Abschlussexkursion der
dreitägigen Jubiläumsveranstaltung.
Nicht schlecht gestaunt hat man indes
auch über die Präsentation der Steirischen
Stollenpilze durch Wolfgang Mitterbäck
von der Firma GGM Produkt GmbH. Seit
Anfang des Jahres werden die alten
Stollen des ehemaligen Untertagebetriebes
als Aufzuchtsort für ihre Bio-Kräuterseitlinge
genutzt.
Im Rahmen der Hauly-Tour entlang der
Oberleitung erfolgte auch ein Abstecher
ins 2021 eröffnete Zentrum am Berg – nur
eine von vielen Innovationen, die den
Erzberg heute zu einer der modernsten,
vielseitigsten und aufregendsten Bergbaustätten
Mitteleuropas machen. Vor der
örtlichen Besichtigung präsentierte
Department-Leiter Univ.-Prof. Robert
Galler von der Montanuniversität Leoben
Zentrum am Berg:
Im Vorfeld der
Besichtigung informierte
Department-
Leiter Robert Galler
von der Montanuniversität
Leoben über
das ZaB und die
große Bandbreite an
Optionen für
Forschung und
Sicherheitstraining.
eindrucksvoll die Errichtung des ZaB mit
allen Optionen für Forschung und Sicherheitstraining.
„Die große Anzahl der Teilnehmer an
der Exkursion hat gezeigt, auf welch große
Resonanz das Trolley-Projekt bei den
Bergbauexperten stößt“, freut sich
Schimek. „Der T236 hat auch international
für Furore gesorgt und wir hoffen,
künftig vermehrt internationale Firmen
bei uns begrüßen zu dürfen.“
„Die Rückmeldungen über den Ausflug
auf den Steirischen Erzberg fielen sehr
positiv aus und alle der anwesenden
Experten waren beeindruckt über die
Entwicklungen der vergangenen 14 Jahre
am Steirischen Erzberg“, zieht Pappenreiter
ein zufriedenes Resümee.
62 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2022 63
ROHSTOFF + AUFBEREITUNG
ROHSTOFF + AUFBEREITUNG
RECYCLINGAKTIV & TIEFBAULIVE
Geballte Live-Demo von
Maschinen- und Anlagetechnik
Reger Betrieb herrschte vom 5.-7. Mai 2022 auf den umfangreichen Demoflächen im 90.000 m 2 großen
Freigelände der RecyclingAktiv & TiefbauLive in Karlsruhe. Über 210 Hersteller, Händler und Dienstleister
zeigten ein breites Angebotsspektrum für die Bau- und Umweltwirtschaft. Rund 9.500 Besucher
informierten sich über die Effizienz und Leistungsfähigkeit der rund 1.000 präsentierten Maschinen und
Anlagen, die an vielen Ständen oder auf einer der fünf Demoformate live erlebt werden konnten: der
Aktionsfläche Schrott & Metall, den Musterbaustellen Spezialtiefbau, Kanalbau und Elektromobilität im
Kompakt- und GaLaBau sowie in der neu konzipierten Anbaugeräte Arena. www.tiefbaulive.de | www.recyclingaktiv.de
Fotos: Baublatt.Österreich; JürgenRösner; JensArbogast
Kemroc
Zu sehen waren die Bagger-Anbaufräsen
von Kemroc nicht nur auf dem Messestand,
sondern auch auf der Musterbaustelle
Kanalbau und der Anbaugeräte-
Arena – einige davon auch im Einsatz. Die
patentierten Kettenfräsen haben zwischen
ihren beiden seitlichen Schneidköpfen eine
umlaufende Fräskette mit Hartmetallmeißeln.
Diese entfernt den bei herkömmlichen
Querschneidkopffräsen entstehenden
Mittelsteg aus Gestein oder Asphalt.
Gezeigt wurde auch das Modell KTR 65,
eines der neuesten Modelle aus der
KTR-Baureihe der Grabenfräsen mit
Fräskette. Mit diversen Fräskettenbreiten
verfügbar, öffnen sie Gräben mit 170 bis
600 mm Breite und bis zu 2.000 mm Tiefe.
In der Anbaugeräte-Arena zeigte Kemroc
eine seiner Spezialfräsen in einer besonders
spektakulären Aktion. Montiert an
einem Mobilbagger Cat M319 (19-21 t),
war das Modell KDS 50 beim Zerschneiden
von Bahnschwellen zu sehen. Und im
Rahmen der Musterbaustelle Kanalbau
demonstrierte der Hersteller mit einer
Kettenfräse EK 100 (100 kW) am Mobilbagger
JCB 245X (27,5 t), wie sich
Kanalgräben präzise, kraftstoffsparend
und mit geringsten Mengen an Abraum
und Verfüllmaterial öffnen lassen.
Kiesel
Live in Aktion stellten Kiesel und die
Spezialmaschinenmanufaktur KTEG ihre
Produkt- und Systemlösungen vor. In der
Anbaugeräte-Arena präsentierte Kiesel
den Hitachi ZX300-7 mit 30 t – ausgerüstet
mit dem KTEG CoPilot. Das Konzept:
Mehrere Trägergeräte, so auch der
ZX300-7, führten Anbaugeräte verschiedener
Hersteller vor. Auf der Demofläche
„Spezialtiefbau“ führte Kiesel einen
Hitachi-Bagger ZX250-7 mit OilQuick-
Schnellwechsler OQ70/55 und einer
hydraulischen Schlagramme von Movax
Kemroc Live in Aktion zeigte Kemroc seine patentierten Kettenfräsen mit ihren mittig
umlaufenden Fräsketten, darunter auch die neuesten Modelle aus der KTR-Baureihe.
Kiesel In der Anbaugeräte-Arena präsentierte Kiesel den Hitachi ZX300-7 mit 30 t –
ausgerüstet mit dem KTEG CoPilot. Im Hintergrund die Niederlassung der Kiesel Süd GmbH.
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BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2022
65
ROHSTOFF + AUFBEREITUNG
ROHSTOFF + AUFBEREITUNG
Rubble Master Auf großes
Interesse stieß der RM 100GO!
Hybrid von Rubble Master.
vor. Mit dem bereits etablierten ZE85 als
erstem vollelektrischen Kompaktbagger
der 8-t-Klasse und der ortsmobilen
Schnellladestation Powertree zeigte
KTEG, wie Elektromobilität auf Baustellen
heute schon perfektioniert ist.
Liebherr
Im Rahmen der Doppelmesse präsentierte
Liebherr erstmals den Mehrschalengreifer
GMM 50-5 der Öffentlichkeit. Der Fünfschalengreifer
ist eine vollständige
Neuentwicklung, die hauptsächlich
Anwendung in der Maschinenklasse 35 bis
55 t findet. Der intelligent konzipierte
Greifer ist prädestiniert für den wirtschaftlichen
Umschlag im Schrott- und
Recyclingbereich. Liebherr zeigte zudem
zahlreiche Liebherr-Anbauwerkzeuge, das
Liebherr-Schnellwechselsystem Likufix
sowie drei unterschiedliche Maschinenexponate:
Ein Liebherr-Stereolader L 507,
ein Liebherr-Compact-Mobilbagger A 918
Compact Litronic sowie die mobile
Liebherr-Umschlagmaschine LH 22 M
Industry Litronic. Im Bereich der Musterbaustelle
Spezialtiefbau wurde das
Drehbohrgerät LB 16 unplugged gezeigt.
Die Maschine hat ein elektrohydraulisches
Antriebskonzept und kann durch den
Akku auch kabellos arbeiten.
Rubble Master
Im Mittelpunkt stand ein RM 100GO!
Hybrid als Antwort auf die explodierenden
Treibstoffpreise. Das Prinzip dahinter: Bei
den RM Hybrid-Brechern treibt ein
EAG Florian Schmellenkamp
informierte über die semimobilen
Siebmaschinen SBR 3 und SBR 4 der
EAG Einfach Aufbereiten GmbH.
Liebherr Premiere für den
Fünfschalengreifer GMM 50-5 bei
Liebherr. Zahlreiche Liebherr Geräte
waren am Stand und auf den
Demoflächen zu sehen, so auch das
Drehbohrgerät LB 16 unplugged.
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SBM Von der Leistungsfähigkeit
der SBM Anlagen in der Live-Demo
überzeugte sich auch Johannes
Zöchling (links, GF Hans Zöchling
GmbH), im Bild mit Hermann
Almer (SBM Mineral Processing).
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Elektromotor den Rotor des Prallbrechers
an. Spitzen im Betrieb gleicht der elektrifizierte
Rotorantrieb aus, so kann der
Dieselmotor ohne Drehzahlschwankungen
mit konstanter Drehzahl laufen. Das
Ergebnis ist ein deutlich niedriger
Treibstoffbedarf von bis zu 25%, wie auch
die Felddaten der RM Brecher über das
neue Flotten-Management und Condition
Monitoring Tool RM Xsmart belegen.
Selbst eine RM Hybridanlage, die zu 100%
mit Diesel betrieben wird, spart im
Vergleich zu einer hydraulischen Anlage
bis zu 60% der jährlichen Betriebskosten,
denn neben niedrigeren Treibstoffkosten
sinken auch Kosten für Hydrauliköl oder
Servicierung. Kombiniert man einen
Hybrid-Brecher mit einem Hybrid-Sieb
erzielt man sogar bis zu 30% Treibstoff-
Einsparung.
SBM Mineral Processing
Einen umfassenden Überblick über die
aktuelle diesel-elektrische bzw. vollelektrische
Mobilbrecher-Technologie von SBM
boten die insgesamt sieben raupen- und
kufenmobilen Anlagen von 25 bis 45 t
Betriebsgewicht, die teilweise auch auf der
Live-Demo gezeigt wurden. Bereits im
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66 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2022 67
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Hain Die Firma Hain Industrievertretung
präsentierte sich als kompetenter
Ansprechpartner rund um das Thema
Multikuppelsysteme für Baumaschinen.
MTS
Auf großes I nteresse
stieß bei den MTS-
Anbauverdichtern
das Anzeige-Display,
das über die drei
Assistenz-Funktionen
Verdichtungsund
Auflastassistent
sowie Frequenzkontrolle
informiert.
Weber MT
stellte neben
bekannten Geräten
auch ein Sortiment
von Maschinen mit
Elektro- bzw. Akku-
Antrieb vor.
Gipo zeigte die Prallbrechanlage Giporec R 100 FDR Giga.
Holp demonstrierte die Stärken des
Drehantriebs RotoTop.
Eingangsbereich stimmte ein SBM Remax
400 auf das Grundthema der Messe ein:
Der auf eine Produktionsleistung von max.
400 t/h ausgelegte Prallbrecher (Aufgabegröße
0-800 mm) wurde mit Dolly-Fahrwerk
präsentiert, was die Flexibilität der
raupenmobilen 40-t-Anlage gerade bei
kurzfristigen Einsätzen deutlich erhöht.
Erstmals auf einer Messe wurde der im
vergangenen Jahr vorgestellte Remax 450
präsentiert, dessen leistungsfähiges
Kreisschwinger-Vorsieb die Ausstoßleistung
des „1.300er“-Brechers nochmals
deutlich erhöht (ca. 450 t/h). Mit optionalem
Eindecker-Nachsieb bleibt die Anlage
noch unter 50 t Transportgewicht. Gezeigt
wurde auch eine mobile Produktionslinie
für hochwertige Edelsplitt-Körnungen auf
Basis von Beton-Bahnschwellen: Nach
einem Zweiwellen-Brecher zur Vorzerkleinerung
liefert ein Jawmax 300 mit
Doppeldeck-Nachsieb als erste definierte
Zwischenprodukte Schotter 22/70 und
0/22, wobei letzterer zur weiteren Veredelung
der kufenmobilen SBM-Prallmühle
SMR 10/5/4 zugeführt wird (siehe Bild).
Sitech
Sitech präsentierte das neue Release
2.7 der technischen Plattform „Trimble
Earthworks“. Mit dem Release 2.7 in
Verbindung mit einer Richtungsautomatik
sind Erbbauwalzen in der Lage, einer
ausgewählten Linie aus dem 3D-Geländemodell
automatisch zu folgen. Der Rand
der Trommel bewegt sich exakt an der
Führungslinie, sodass nur die Bereiche
überfahren werden, die gemäß Plan
verdichtet werden sollen. Die Steuerung
steigert so die Produktivität und Qualität
der Verdichtung durch die optimale und
gleichmäßige Überlappung zwischen den
Übergängen. Die Steuerung ist besonders
nützlich in Bereichen, in denen die
horizontale Lage wichtig ist, wie zum
Beispiel bei Arbeiten am Böschungsfuß
oder an Fahrbahnrändern.
Weber MT
Der Spezialist für handgeführte Verdichtungstechnik
stellte erstmals auf der
Demomesse ein Sortiment von Maschinen
mit Elektro- bzw. Akku-Antrieb vor. Zu
sehen waren unter anderem drei Produkte
aus der neuen Baureihe: Der Vibrationsstampfer
SRE 590 DC, die Vibrationsplatte
CFR 90 DC sowie der Bodenverdichter
CR 2 DC. Bei der eingesetzten Akkutechnik
handelt es sich um einen effizienten
Lithium-Ionen-Akku aus dem Hause
Honda. Dieser wurde speziell für Baumaschinen
entwickelt und ist modular auf
den neuen Produkten von Weber MT
einsetzbar. Mit dem Honda-Schnellladegerät
dauert das vollständige Laden eines
Hydrema Von Hydrema waren die Citybagger MX14G und MX17G sowie
der kompakte Dumper 912FS mit 10 t Nutzlast und Knicklenkung zu sehen.
Kobelco Freuten sich über die zahlreichen Fachbesucher bei Kobelco
(von links): Özgü Öztura (Kobelco Europe), Otto Wohlgenannt (GF des
Kobelco Vertriebspartners in Dornbirn), Michael Ellinger (Geschäftsführer
EMB Baumaschinen) und Hanns Renz (Area Manager Kobelco).
leeren Akkus rund 1,5 Stunden – 80% der Ladekapazität ist bereits
nach einer Stunde erreicht. Die neue Serie akkubetriebener Geräte
erlaubt das Arbeiten in Innenräumen, in tieferen Gräben oder
emissionsregulierten Städten.
Wirtgen Gruppe
Gezeigt wurde die mobile Backenbrechanlage Mobicat MC 110(i)
EVO2 von Kleemann, die sowohl beim Transport als auch in der
Anwendung flexibel und vielseitig einsetzbar ist. Besonderes Highlight
ist das neue effektive mehrstufige Überlastsystem, das punktuelle
Wirtgen Die Wirtgen Group zeigte als Neuheit die mobile
Backenbrechanlage Mobicat MC 110(i) EVO2 von Kleemann.
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68 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2022 69
ROHSTOFF + AUFBEREITUNG
ScanKraft Anbauwerkzeuge wurden nicht nur am Stand, sondern auch auf den Demoflächen
vorgeführt. Im Bild Walter Mörtlbauer (GF Mörtlbauer Baumaschinen Vertriebs
GmbH) bei den Erläuterungen im Rahmen der Live-Demo.
RSP
demonstrierte
die Effizienz
seiner
Saugbagger.
Husqvarna
Der Abbruchroboter
DXR 145 von Husqvarna
lässt sich mittels
Fernbedienung
bedienen.
Wacker Neuson Auf dem
Messestand von Wacker
Neuson mit angeschlossener
Demo-Fläche standen vor
allem die zero emission
Geräte im Mittelpunkt.
Steelwrist Auch die
Steelwrist Tiltrotatoren waren
mehrfach im Einsatz zu sehen.
NB Baumaschinen Niklas Brimm (Geschäftsführer
NB Baumaschinen) und Sandra
Stömmer mit einem der Gyrustar Schaufelseparatoren,
die über hochverschleißfeste
Sterne aus Polyurethan verfügen.
Rototilt Wolfgang Vogl (Geschäftsführer
Rototilt) vor einem Schwenkrotator R3 mit
QC45-5 Schnellwechsler, montiert für die
Demo-Vorführung auf einem Kubota
KX080-4a2.
Zeppelin Neben zahlreichen Geräten auf
den verschiedenen Demo-Flächen zeigte
Zeppelin auch den neuen Cat 340 UHD Ultra
High Demolition-Bagger. In der neuen
Anbaugeräte Arena fungierte ein Cat
Mobilbagger M318 als Trägergerät für
unterschiedlichste Anbaugeräte.
Überlastsituationen erkennt, die durch zu
hartes und unbrechbares Material
entstehen. So werden ungewollte Stillstandzeiten
vermieden, die Verfügbarkeit
erhöht und damit auch die Gesamtleistung.
Mit dem intuitiven Bedienkonzept
Spective und mit der neuen digitalen
Lösung Spective Connect unterstützt
Kleemann den Bediener im Arbeitsalltag.
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Zeppelin
Zeppelin präsentierte den neuen Cat 340
UHD Ultra High Demolition-Bagger.
Dieser wurde für den schwierigen Abbruch
von hohen Bauwerken entwickelt und
verfügt über eine um mehr als 13% höhere
Arbeitshöhe als sein Vorgänger Cat 340F
UHD. Damit eignet er sich für den Einsatz
an Bauwerken mit bis zu acht Stockwerken.
Verschiedene Unterwagen-, Auslegerund
Stieloptionen sowie das große
Programm an Cat Anbaugeräten für den
Abbruch steigern die Flexibilität und
maximieren die Maschinenauslastung.
Für die schnelle Anpassung an die
aktuelle erforderliche Arbeitshöhe
ermöglicht das einzigartige Kupplungssystem
den Auslegerwechsel ohne Spezialwerkzeug
in nur 15 min. Der Cat 340
UHD basiert auf der Technik der Cat
Bagger der neuen Generation mit elektrohydraulischer
Vorsteuerung, neu entwickelter
Komfort-Kabine und zahlreichen
Assistenzsystemen für mehr Effizienz und
weniger Kraftstoffverbrauch.
Im Bereich Schrott- und Metallumschlag
zeigte der Cat MH 3024 seine Leistungsfähigkeit
beim Beschicken einer Schredderanlage
mit einem Polypgreifer. In der
neuen Anbaugeräte Arena wurde ein Cat
Mobilbagger M318 vorgeführt. Er fungierte
als Trägergerät für unterschiedlichste
Anbaugeräte, um so die Vielseitigkeit
bei Einsätzen im Abbruch und
Recycling in der Aufbereitung und
Sortierung von Wertstoffen möglichst
realitätsnah zu demonstrieren. Zeppelin
hatte auch seine Cat Walze CS12GC mit
im Gepäck, um ihre Verdichtungsleistung
auf einer Musterbaustelle vorzuführen.
Weiters wurde ein Cat Kettenbagger 340
UHD mit Pulverisierer MP332 gezeigt.
Zum Thema vernetzte Baumaschine
informierte Zeppelin über die neuesten
Tools aus den Bereichen Telematik und
Condition Monitoring.
70 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2022 71
ROHSTOFF + AUFBEREITUNG
MCCLOSKEY / POLIXMAIR
Leistung trifft Mobilität im neuen
McCloskey I4C Prallbrecher
Der neue I4C ist seit einigen Monaten das aktuelle Einstiegsmodell in die leistungs starke
Prallbrecherlinie von McCloskey. Seine technischen Stärken, die für Kosteneffizienz
durch maximale Produktionsleistung sorgen, beeindruckten im Rahmen der zahlreichen
Vorführungen durch die Firma Polixmair, dem Vertriebspartner von McCloskey in
Österreich. Eine weitere McCloskey Neuheit ist die Telematiklösung 365SiteConnex.
A
ufgrund der zahlreichen Optimierungen
vereint der I4C die Leistung und
Produktivität eines 1.125 mm Prallbrechers
mit einer kompakten Grundfläche
für maximale Manövrierfähigkeit.
Im Detail wurde der kompakte
Prallbrecher mit einer tieferen
Kammer konstruiert, die mehr
Platz für die Freisetzung
von Fremdkörpern bietet.
Mit einem aggressiven
Schlagleisten- und
Schürzen-Design, einem
Rotor mit 4 Balken
und variabler
Drehzahl sowie drei
Die Geschwister Sandra
und Ferdinand Polixmair
in Ohlsdorf bieten
hochentwickelte
Lösungen für die
mineralische Recyclingund
Rohstoffindustrie.
Mit kurzer Rüstzeit, hoher Manövrier fähigkeit
auf engstem Raum, vereinfachten Steuerungen und
der effizienten Hydraulik empfiehlt sich der neue Prallbrecher
I4C als ideale Lösung für eine Vielzahl von
Materialien und Anwendungen.
Brechzonen mit einem optionalen vierten
Schlag kann der I4C als Primär- oder
Sekundärbrecher für einige der schwierigsten
Materialien eingesetzt werden.
Ein neuer asymmetrischer Aufgeber
reduziert die Brückenbildung, die bei
einigen Anwendungen auftreten kann, und
sorgt in Kombination mit der Konstruktion
des Aufgebers mit Trichter für eine
bessere Bewegung und Vibration des
Materials auf dem Weg in die Prallkammer.
Der I4C bietet eine maximale
Effizienz des Materialflusses – vom
Aufgeber bis zum neuen Kurvenband auf
dem Hauptförderer, welches das Material
besser auf die beeindruckende 4 m hohe
Halde befördert. Dank der schnellen
Entriegelung und des ebenerdigen
Zugangs ist das Förderband auch einfach
zu warten und zu pflegen.
Wie bei allen McCloskey-Geräten steht
die Sicherheit an erster Stelle. Ein
Sicherheitssensor an der Kammertür,
integrierte Sicherheitsabschaltfunktionen,
ein Kammersicherheitsarm und eine
innovative Plattform für den Wechsel der
Blasstäbe tragen zum sicheren Betrieb
und zur Wartung der Anlage bei. Auch das
elektrische Niederspannungssystem, die
Hydraulik und das Bedienfeld sind
benutzerfreundlich und sicherheitsorientiert.
Der ebenerdige Zugang ermöglicht
eine schnelle Wartung und Instandhaltung,
wodurch sich die Ausfallzeiten für
den Betrieb verringern.
Neue Telematiklösung
Die Überwachung einer Flotte ist der
Schlüssel zur Reduzierung von Ausfallzeiten
und zur Maximierung der Produktivität
und Rentabilität. Hier ermöglicht das
neue digitale Telematiksystem 365Site-
Connex eine vollständige Vernetzungslösung
für die präzise Überwachung von
McCloskey-Produkten. Es basiert auf
einer modernen Telekommunikationslösung,
um Informationen über Brecher,
Siebmaschinen und Haldenbänder zu
sammeln, zu analysieren und zu übermitteln.
Auf diese Weise werden Produkte
72 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
höchster Qualität mit möglichst geringen
Ausfallzeiten gewährleistet.
Mit 365SiteConnex können
Schlüsselinformationen für jede
Maschine mit nur wenigen Klicks
abgerufen werden. So können Benutzer
den Status über einen einzigen Benachrichtigungs-Feed
überprüfen, den
Kraftstoffverbrauch aller Maschinen
überwachen und Servicepläne und den
Servicebedarf kontrollieren. Darüber
hinaus können mit GeoData die
aktuellen und früheren Standorte
einer Maschine verfolgt werden, von
Manövern auf einer Baustelle bis zum
Transport über einen halben Kontinent.
Geo Fences (Standortüberwachung)
können so programmiert werden, dass
sie benachrichtigt werden, wenn sich
eine Maschine außerhalb ihres
zu gewiesenen Bereichs befindet.
Von der Baustelle bis zum Büro sind
diese Schlüsselinformationen über alle
Geräte hinweg leicht zugänglich und in
einfach zu navigierenden Webseiten
zusammengefasst, einschließlich
Motor- und Beschickungsdaten, Diagnosen
und Ereignisprotokollen. Das
Programm wird zunächst für Brech- und
Siebanlagen angeboten, anschließend
auch für Haldenbänder, um den Kunden
eine vollständige und umfassende
Fernüberwachung ihres Betriebs zu
ermöglichen. Zusätzlich zu den Standardfunktionen
wie Maschinenstatus
und -standort ermöglicht 365SiteConnex
die Messung wichtiger Produktions- und
Wirtschaftlichkeitsindikatoren wie
Kraftstoffverbrauch, Produktionsdaten
und Motorstunden zur Analyse von
Leerlauf- und Arbeitszeiten. Ebenso
wichtig ist, dass es ein Benchmarking
zwischen Maschinen und Einsätzen
ermöglicht, um kritische Gemeinsamkeiten
und Unterschiede in Betrieb und
der erreichten Leistung zu ermitteln.
Polixmair + McCloskey: Partner für
professionelle Aufbereitungstechnik
Die Geschwister Sandra und Ferdinand
Polixmair sind Ansprechpartner für
Verkauf, Vermietung, Service und
Wartung von mobilen Siebanlagen,
Backenbrechern, Prallmühlen, Förderbändern,
Schwerlast- und Recycling-
Trommelsiebanlagen für die mineralische
Recyclingindustrie und Rohstoffindustrie
von McCloskey International.
„Unser seit 1972 bestehender Familienbetrieb
ist österreichweit im Einsatz
und bietet zahlreiche Lösungen aus einer
Hand. Durch langjährige Erfahrung als
Anwender und Mobilaufbereiter, kompetentes
Fachwissen und leistungsstarke
Maschinen unserer Vertriebspartner
sowie bestgeschulte Maschinisten ist es
uns möglich, unsere Kunden in allen
Bereichen der Aufbereitungstechnik,
darunter Betonaufbereitung, für die
materialverarbeitende Industrie zu
beraten. Seit 2017 vertreten wir in
Österreich das gesamte McCloskey
Spektrum. Wir bieten unseren Kunden
McCloskey Ersatzteile, Wartung und
Service“, betont Ferdinand Polixmair.
Ergänzend zu den robusten und
zuverlässigen McCloskey Produkten
bietet Polixmair den Kunden auch Matec
Filterpressen sowie leistungsstarke und
effiziente Schwerlast- und Recyclingtrommelsiebanlagen
von MDS International
für die materialverarbeitende
Industrie an. Das große Angebot an
Aufbereitungstechnik, beispielsweise für
Beton, Asphalt, Naturgestein, Abraummaterial
oder Lehmgestein deckt den
gesamten Bedarf ab.
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Mit dem neuen Telematiksystem 365SiteConnex können Schlüsselinformationen für
jede McCloskey Maschine mit nur wenigen Klicks abgerufen werden.
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11
12
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10
27
26 21
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9
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Nachdem im Steinbruch Hannersdorf
bereits der Hitachi ZW310-5 Radlader
überzeugte, wurde er nun durch einen
Hitachi ZW310-6 und ZW310-7 verstärkt.
Hier handelt es sich um das erste Modell
der Serie 7 in Österreich.
Dolomit abgebaut, der mit seinen ebenfalls
hervorragenden Werten für den Güterwege-
und Straßenbau optimal geeignet
ist. Die Hannersdorfer Splitte kommen
aber auch bei den Betonwerken und
Asphaltmischanlagen in der Region zum
Einsatz.“
Der extrem harte Diabas stellt im Steinbruch
Burg hohe Anforderungen an die Geräte und
Aufbereitungsanlagen. Der Hitachi ZX350-7
bewährt sich hier bei geringem Verbrauch ebenso,
wie der ebenfalls neue Bell 30E Muldenkipper.
Partnerschaft mit Handschlagqualität (von links):
Betriebsleiter Mario Tuba (Pinkataler Schotterwerke),
Geschäftsführer Mag. Clemens Weinhandl
(Pinkataler Schotterwerke) und Lukas Zak
(zuständiger Betreuer, Kiesel Austria).
Hier geht’s zum
Video von Kiesel
Austria, in dem
auch die Abbaubetriebe
der
Pinkataler
Schotterwerke zu
sehen sind.
Ein ZX350-7 und Österreichs erster
ZW310-7 überzeugen im Einsatz
Gewonnen wird das Material in
beiden Steinbrüchen im
Etagenabbau, wobei das
Sprengschema auf die jeweils
gewünschte Steinform abgestimmt
ist. Der Materialtransport
zu den Aufbereitungsanlagen
gestaltet sich jedoch
unterschiedlich. So wird im
Steinbruch Hannersdorf der
Dolomit aufgrund der Nähe der
Bruchwand von zwei Hitachi
Radladern ZW310 direkt in die
Aufbereitungsanlage aufgegeben.
Vor 5 Jahren begann hier
mit dem ersten Hitachi Radlader
ZW310-6 die Zusammenarbeit
zwischen den Pinkataler
Schotterwerken und Kiesel
Austria. Die guten Erfahrungen
mit dem ZW310-5, aber auch die
partnerschaftliche Zusammenarbeit
der beiden Unternehmen waren der
Grund, dass beim Austausch des nächsten
Radladers ein Hitachi ZW310-7 zum Zuge
kam. Bei dem neuen Radlader, der vor
wenigen Monaten übergeben wurde,
handelt es sich um den ersten ZW310-7 in
Österreich. Zu seinen Stärken zählen
unter anderem die elektrisch vorgesteuer-
PINKATALER SCHOTTERWERKE / KIESEL AUSTRIA
Kiesel Austria überzeugt mit Hitachi und
Bell Geräten die Pinkataler Schotterwerke
Es sind hochwertige Natursteine, die von den Pinkataler Schotterwerken im Südburgenland
gewonnen und aufbereitet werden. Sowohl der Burger Diabas als auch der Hannersdorf
Dolomit verfügen über eine ausgezeichnete Qualität und kommen daher in vielen Bereichen
zum Einsatz. Bei den jüngsten Fuhrpark-Erneuerungen setzte das Unternehmen konsequent
auf die Partnerschaft mit Kiesel Austria. Ausschlaggebend dafür war nicht nur die
Qualität der Hitachi und Bell Geräte, sondern auch die ausgezeichnete Betreuung.
D
ie Pinkataler Schotterwerke in
Oberwart sind ein Familienbetrieb,
der über 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
beschäftigt. Bereits seit 1928 wird
das Unternehmen von der Familie
Weinhandl geführt, die den vormals
kleinen regionalen Betrieb zu einem
florierenden Unternehmen entwickelte.
Vor rund 20 Jahren wurde die Pinkataler
Schotterwerke GmbH & Co KG gegründet
und Mag. Clemens Weinhandl zum
Geschäftsführer bestellt. Er leitet das
Unternehmen seither in der dritten
Generation.
Mag. Weinhandl über die beiden
Abbaubetriebe des Unternehmens: „Der
Steinbruch in Burg liegt am Fuße des
Eisenbergs. Der hier gewonnene Diabas ist
in der Region einzigartig und erfüllt die
höchsten Kriterien, die bei Asphaltsplitten
in Österreich gültig sind. Er zählt zu den
härtesten Gesteinen in Österreich und ist
unter anderem im Bereich der Ufer- und
Wildbachverbauungen sehr gefragt. Für
die Gartengestaltung und private Bauherren
bieten wir die Burger Gartensteine
und den plattigen Naturstein, die händisch
verlegbar und extra aussortiert sind.
Neben den Natursteinen produzieren wir
auch eine große Bandbreite an Schotterund
Edelsplittkörnungen, die in der
Gegend benötigt werden. Die große
Herausforderung beim Diabas ist
natürlich die Härte des Materials, das
wir bis zu vier Mal brechen müssen. In
Hannersdorf wird ein kalkhältiger
RUINIERE NICHT DEIN PROJEKT. BOELS DEIN PROJEKT.
HIER ERFÄHRST DU, WIE BOELS DICH BEI
DEINEM PROJEKT UNTERSTÜTZEN KANN
BOELS.RENT/BOELS-DEIN-PROJEKT
74 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2022 75
ROHSTOFF + AUFBEREITUNG
ten Hydraulikbedienhebel, die in den ZW-7
Radladern für höchste Feinfühligkeit,
Einstellbarkeit und Flexibilität sorgen.
Der neue Stufe V Motor zeichnet sich
gegenüber dem Vorgängermodell durch ein
höheres Drehmoment schon bei niedrigen
Drehzahlen aus. Ausgerüstet sind die
beiden 25 t Radlader mit Schaufeln der
Firma Winkelbauer, die über ein Zahnsystem
bzw. ein wendebares Unterschraubmesser
verfügen. Um die Reifen zu
schonen, sind die 4,3 m 3 Schaufeln etwas
breiter als der ZW310 ausgeführt.
Im Steinbruch Burg ist der Weg von
den Etagen zur Aufbereitungsanlage
wesentlich länger und von starkem Gefälle
geprägt. Mit dem Transport wurden hier
früher Fremdfirmen beauftragt. Als man
jedoch für Abräumarbeiten eine Bell
Mulde als Mietgerät einsetzte, konnte
diese auch unter winterlichen Bedingungen
derart überzeugen, dass sie sofort in
den Fuhrpark übernommen wurde. Seit
wenigen Monaten kommt nun eine neue
Bell 30E zum Einsatz. Der 30 t Muldenkipper
ist neben dem starken Stufe V
Die beiden Hitachi Radlader
ZW310-6 und ZW310-7 transportieren
das Material im Steinbruch
Hannersdorf von der Bruchwand
direkt zur Aufbereitungsanlage.
Rechts: Der neue Hitachi ZX350-7
Kettenbagger benötigt im zeitweiligen
Ladebetrieb nur rund 13 l.
Maschinist Adi Graf und sein Bruder
Peter Graf sorgen in den beiden
Hitachi ZW310-6 bzw. ZW310-7
Radladern für zügige Abläufe.
Geschäftsführer Mag. Clemens
Weinhandl vor einem der firmeneigenen
Lkw, die überwiegend im
Werksverkehr eingesetzt werden.
Motor auch mit den vollhydraulisch
betätigten Ölbadlamellenbremsen an allen
Achsen optimal für den anspruchsvollen
Einsatz gerüstet. Die ältere Bell Mulde
steht weiterhin als Ersatzgerät zur
Verfügung.
Verladen wird der Diabas auf der Etage
durch einen ebenfalls neuen Hitachi
ZX350-7 Kettenbagger. Mag. Weinhandl:
„Wir hatten hier bereits verschiedene
Geräte im Einsatz und haben dabei auch
schlechte Erfahrungen gemacht. Umso
mehr hat es uns gefreut, dass der Hitachi
ZX350-5B die schwierige Arbeit mit dem
Diabas Gestein verlässlich und mit hoher
Produktivität erledigt hat. Als ein Gerätetausch
notwendig wurde, war es naheliegend,
dass wir uns nach dem Motto ´never
change a winning team` für das aktuelle
Modell der Serie 7 entscheiden. Dazu
kommt, dass das Team der Firma Kiesel
Austria für uns immer erreichbar ist und
uns immer lösungsorientiert zur Seite
steht.“
Baggerfahrer Szoltan Kiss, der im
Steinbruch Burg die Beladung der Bell
30E übernimmt, war bereits mit dem
Hitachi ZX350-6 mehr als zufrieden. Im
direkten Vergleich zeigt er sich vom Modell
der Serie 7 jedoch restlos begeistert. Er
schätzt nicht nur den hohen Komfort der
Kabine, sondern auch die enormen
Kraftreserven des ZX350-7. Sie erlauben
es ihm, alle Arbeiten ohne Probleme im
Eco-Modus durchzuführen.
Lukas Zak, zuständiger Betreuer der
Firma Kiesel Austria, dem Vertriebspartner
der Marken Hitachi und Bell in
Österreich, ergänzt: „Der neue Hitachi
ZX350-7 kommt hier im Steinbruch Burg
mit verbreitertem Laufwerk, kürzerem
Stiel für höhere Reißkräfte und einem
Felstieflöffel der Firma Baumaschinentechnik
zum Einsatz. Sein kräftiger Stufe
V Motor und das neue Hydrauliksystem
Trias III mit 3 Axialkolbenpumpen
machen die 35 t Maschine enorm leistungsfähig
und effizient. Das neue
Kabinendesign bietet nicht nur viel Platz
und Komfort für den Fahrer, sondern auch
eine sehr gute Rundumsicht. Ein Kamerasystem
sorgt zusätzlich für noch mehr
Sicherheit. Besonders deutlich schlägt sich
der Generationensprung bei den Geräten
im Verbrauch nieder. Beispielsweise
braucht der Hitachi ZX350-7 im Vergleich
zum Vorgängergerät bei derselben
Tätigkeit – also im zeitweiligen Ladebetrieb
– mit rund 13 l um bis zu 7 l weniger.
Wir freuen uns sehr, dass wir mit den
Hitachi und Bell Geräten, aber auch mit
unserem Service das Vertrauen der Firma
Pinkataler Schotterwerke nachhaltig
gewinnen konnten.“
www.kiesel.net | www.schotterweb.at
Zwei in einem: Mit dem neuen raupenmobilen reversierbaren Prallbrecher I4e RIC präsentiert Keestrack
eine leistungsfähige Lösung für die Sekundär- und Tertiär-Brechstufe, die sich insbesondere
auch zur wirtschaftlichen Sandproduktion (0-2 mm) eignet.
KEESTRACK
Keestrack ist bereit für die Zukunft
Trotz großer internationaler Restriktionen, bedingt durch die Corona-Pandemie,
schaut die Keestrack Gruppe auf ein zufriedenstellendes Wirtschaftsergebnis 2021
zurück. Positives Feedback der Händler aus aller Welt und zahlreiche Produktneuheiten
sprechen für ein nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum auch in diesem Jahr.
arcel Kerkhofs, Marketing Manager
M im Belgischen Headquarter der
Keestrack Gruppe, zu der aktuellen
Situation: „Keestrack war, so wie auch
viele andere international tätige
Maschinenbauer, von den Auswirkungen
der Corona-Pandemie natürlich stark
beeinflusst.
Wir sind dennoch sehr optimistisch,
was die Zukunft betrifft, weil wir heuer
mit spannenden Innovationen und
Neuprodukten auf den Markt kommen.
Keestrack legt weiterhin einen starken
Fokus auf den Ausbau von mobilen
Strom-Plug-In und Hybrid-betriebenen
Brechern und Siebanlagen zur Reduktion
von Emissionen und Betriebskosten.“
Eines der Schlüssel-Produkte, die
Keestrack 2022 präsentiert, ist der
komplett neu designte mobile reversible
Prallbrecher I4e. Dank der innovativen
RIC (Reversible Impact Crusher) Technologie,
kann diese Maschine sehr flexibel in
der Sekundär-Aufbereitung von Gestein
aber auch im Recyclingbereich (z.B.
Asphalt) eingesetzt werden. Das spezifische
Design des reversiblen Horizontal-
Prallbrechers (Ø 1.100 mm; 4 Schlagleisten)
und elektronisch gesteuerter Brechspalteinstellung
(+80 bis -220 mm mit
neuen Werkzeugen) erlaubt eine Aufgabestückgröße
von bis zu 250 mm und
garantiert eine konstant hohe End-Produktqualität
des 0/2er im geschlossenen
Kreislauf. Sekundär- und Tärtiär-Brechenstufe
können jetzt in einer einzigen
Die raupenmobile Power-Einheit M5 kann
mit ihrem integrierten Generator verschiedene
elektrisch betriebene Anlagen bei minimalen
Kosten und Emissionen versorgen.
mobilen Lösung zusammengefasst werden,
was den Keestrack I4e zu einer echten
Alternative zu mobilen Kegelbrechern
oder Vertikalbrechern macht, insbesondere
im Hinblick auf dessen herausragende
Produktionskapazitäten von 100-250 t/h.
Laut Keestrack ermöglicht dieses System
auch niedrigeren Verschleiß, bessere
Endprodukt-Qualität (Kornform) und
signifikante Energieeinsparungen bei
typischen Anwendungen – z.B. Sand
0/4er-Produktion: -30% im Vergleich zu
Kegelbrechern; -30 bis -40% im Vergleich
zu Vertikal-Prallbrechern. Das ist auch
auf das ausgeklügelte Diesel-Elektrik-
Antriebskonzept des kompakt gebauten
Brechers (Transport Abmessungen:
15,05 x 3,00 x 3,25 m), mit 41 t Gesamtgewicht,
integrierter Eindeck-Siebanlage
und Überkorn-Retourband zurückzuführen.
Wie auch bei den Großanlagen von
Keestrack (Kegelbrecher H4e / H6e / H7e,
Backenbrecher B7e), ist die Motor-
Antriebseinheit mit einem 447 kW
Dieselmotor und einem 300 kVA Generator
als „drop-off“-Einheit ausgeführt und
kann so einfach neben dem Brecher
positioniert werden (zusätzlicher Schallund
Motorschutz). Elektroantrieb von
Brecher (160 kW), Aufgabeeinheit und
Förderbänder sowie die bewährte „Load-
Sensing“-Hydraulik erlauben einen
kosteneffizienten und gleichzeitig emissionsfreien
Plug-In Betrieb. Mit drei
Patenten zeigt sich das innovative
Potenzial des neuen Keestrack I4e.
Im Vergleich zu konventionellen
Diesel-Hydraulik-Antrieben, sparen
Diesel-elektrisch betriebene Anlagen bis
zu 40% an Treibstoff ein. In Produktionslinien
mit mehreren kombinierten Anlagen
sinkt der zurechenbare Dieselverbrauch
weiter um bis zu 70%, wenn beispielsweise
die Hybrid-Siebanlagen ihren Strombedarf
direkt über den Plug-out-Anschluss einer
voran- oder nachgestellten Anlage decken.
Durch eine direkte Netzeinspeisung fallen
nicht nur die Betriebs- sondern auch die
Maintenancekosten weiter drastisch. Für
den Fall, das keine Netz-Einspeisung
verfügbar ist, hat Keestrack die raupenmobile
Motor/Generatoreinheit M5
entwickelt, die sowohl Brecher als auch
Siebanlagen und Haldenbänder direkt mit
Energie versorgen kann.
www.mineraltech.at | www.keestrack.com
76 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2022 77
ROHSTOFF + AUFBEREITUNG
Der dieselelektrische
Muldenkipper T 236 von
Liebherr läuft mithilfe der
Oberleitung fast vollständig
im E-Betrieb.
Die Bereifung muss standortbasierten
Herausforderungen der Alpenregion
mit starkem Schneefall und extremer
Kälte trotzen.
ROHSTOFF + AUFBEREITUNG
„Dieses einzigartige
Projekt ist von A bis Z
durchdacht: Von der
Oberleitung bis zum
richtigen Reifen“, so
Dr. Peter Schimek,
Projektleiter bei der
VA Erzberg GmbH.
Bridgestone unterstützt
die VA Erzberg GmbH
nicht nur mit Produkten,
sondern auch mit umfassendem
Service und
praxisnaher Beratung.
VA ERZBERG / BRIDGESTONE
Bridgestone ist Partner im Bergwerk der Zukunft
Am Erzberg in der Steiermark betreibt die VA Erzberg GmbH nicht nur den größten
Hartgesteinstagebau Zentraleuropas, sondern ebenfalls einen der modernsten seiner Art.
Neben der fortschreitenden Digitalisierung und Prozessoptimierung des Betriebs zeichnet
sich die VA Erzberg GmbH auch durch ein einzigartiges Großprojekt aus, das gleichermaßen
Vorteile für Betrieb und Umwelt mit sich bringt: die Elektrifizierung des Erzbergs.
M
it 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
gehört das Unternehmen zu
den größten Arbeitgebern vor Ort und
steht daher in enger Verbindung mit der
Region in den Alpen. Hier blickt die VA
Erzberg GmbH zudem auf eine langjährige
Abbauhistorie zurück und setzt sich
auch weiterhin – der Zukunft zugewandt
– mit wegweisenden Technologien für
einen reibungslosen Einsatz in der
bedeutsamen Erzlagerstätte ein.
Elektrifizierung:
Erzberg unter Strom
Dr. Peter Schimek leitet das Projekt der
Elektrifizierung des Erzbergs, bei dem
Fahrzeuge mit dieselelektrischem Antrieb
direkten Strom aus einer Oberleitung
entlang der Hauptförderroute beziehen
und damit den Kraftstoffverbrauch im
Betrieb erheblich senken. Unter den
Fahrzeugen der VA Erzberg GmbH sticht
eines besonders heraus: der Muldenkipper
T 236 von Liebherr mit Hybridantrieb.
Fahrzeuge mit dieselelektrischem Antrieb
werden weltweit bei Nutzlasten von über
200 t verwendet, doch in der Erzlagerstätte
des Erzbergs ist der Einsatz in der
100-t-Klasse in Verbindung mit der
Oberleitungsanlage einzigartig.
„Der dieselelektrische T 236 wurde von
Liebherr seit 2012 entwickelt und 2018
auf den Markt gebracht. Bereits seit 2017
ist einer der ersten Prototypen bei uns am
Erzberg für die Weiterentwicklung im
Einsatz. Doch erst durch das Gesamtkonzept
mit der Oberleitung, die 2019
miteinbezogen wurde und in dieser Form
kein zweites Mal existiert, wird unsere
Anlage einmalig“, so Dr. Peter Schimek,
Projektleiter der Oberleitungsanlage.
„Diese Investition in die Zukunft hat sich
gelohnt, denn nun profitieren wir langfristig
von einer entscheidenden Produktivitätssteigerung
und einer geringeren
Umweltbelastung in unserem Betrieb.“
Die Oberleitungsanlage wurde errichtet,
um den Betrieb mit hybriden Schwer-
Lkw zu ermöglichen, die zusätzlich
mithilfe der direkten Stromabnahme
angetrieben werden können. Im Gegensatz
zu herkömmlichen dieselelektrischen
Fahrzeugen läuft die Maschine der VA
Erzberg GmbH damit seit Oktober 2021 in
weiten Teilen des Tagebaus fast vollständig
im E-Betrieb. Lediglich auf neuangelegten
Wegen und beim Übergang zum
Abbau sowie im Bereich der Abraumhalde
wird der konventionelle Antrieb noch
benötigt. Statt 15 min. benötigt das
Fahrzeug für die entsprechende Strecke
mit Oberleitungsanlage lediglich 10 min.
und spart dabei rund 95% an Dieseltreibstoff
ein. Umgerechnet ergibt sich daraus
eine CO2-Einsparung von ca. 8.000 t pro
Jahr sowie ein um 3 Mio. l verringerter
Treibstoffverbrauch gegenüber dem
konventionellen Antrieb.
Besondere Projekte
schaffen besondere Ansprüche
Bei der Umsetzung des Projekts spielt
auch die Bereifung der Fahrzeuge eine
signifikante Rolle. Hier unterstützt
Bridgestone, ein weltweit führender
Anbieter für Reifen und nachhaltige
Mobilitätslösungen, die VA Erzberg GmbH
mit den entsprechenden Premiumreifen
sowie den damit verbundenen technischen
Services rund um den Reifen, die dafür
Sorge tragen, die Produkte auf die
verschiedenen Anforderungen optimal
einzustellen.
Um das Gesamtkonzept der Oberleitungsanlage
problemlos umzusetzen,
werden spezifische Ansprüche an Fahrzeug
und Bereifung gestellt, die sich
sowohl aus der besonderen Lage der
Erzlagerstätte als auch aus den technischen
Bedingungen des Projekts zusammensetzen.
„So ist beispielsweise zu
berücksichtigen, dass der direkte und
drehmomentstarke Antrieb zu einer
stärkeren Abnutzung der Reifenlauffläche
führt und auch die erhöhten Geschwindigkeiten
eine zusätzliche Beanspruchung
mit sich bringen, die insbesondere
Auswirkungen auf die Reifentemperatur
und damit auf die Lebensdauer des
Reifens haben“, sagt Dr. Peter Schimek.
„Um entsprechende Reifenspezifikationen
für diese Art der Anforderungen
auszuwählen, bedarf es genauer Einsatzstudien,
die Rückschluss auf die maximal
zulässigen Lasten, Geschwindigkeiten und
in diesem Zusammenhang der Einstellung
des optimalen Luftdrucks bieten“, ergänzt
Christoph Frost, Director Commercial
Products Bridgestone Central Europe.
„Zudem bedarf es einer hohen Widerstandsfähigkeit
der Bereifung, wenn es um
den täglichen Transport von rund 40.000 t
Material geht. Umgerechnet ergibt sich
daraus eine Masse von rund 670 t, die ein
einzelner Reifen am Tag befördert.
Besonderes Augenmerk liegt dabei auf
einer gleichbleibend guten Traktion unter
wechselnden Fahrbahnbedingungen und
einer hohen Stabilität der Bridgestone
Reifen, die maßgeblich zur Sicherheit im
Fahrbetrieb beiträgt. Weiterhin müssen sie
resistent gegenüber Hitze und Schnittverletzungen
sein und eine gute Selbstreinigung
aufweisen.“
Bridgestone unterstützt
mit Produkt und Service
Um die besonderen Ansprüche der VA
Erzberg GmbH auch perspektivisch ideal
zu erfüllen und zugleich den witterungsund
standortbasierten Herausforderungen
der Alpenregion bestmöglich zu trotzen,
entwickelt Bridgestone derzeit einen
neuen OTR-Reifen: Der Bridgestone 27.00
R49 Master Core wird speziell für den
Einsatz im Hartgesteins-Tagebau konstruiert
und zeichnet sich durch seine hohe
Langlebigkeit und besondere Widerstandsfähigkeit
aus. Doch nicht nur mit
Produkten unterstützt Bridgestone die
VA Erzberg GmbH bei ihrem zukunftsweisenden
Unterfangen. „Die persönliche
Betreuung, das umfassende Serviceangebot
sowie die technische Kompetenz und
praxisnahe Beratung von Bridgestone
überzeugt. Die Zusammenarbeit ist
konstruktiv, auf Augenhöhe und stets
lösungsorientiert“, so Dr. Peter Schimek.
Diese fortschrittliche Partnerschaft
beruht auf dem Bridgestone E8 Commitment,
welches die Unternehmensvision
repräsentiert, einen sozialen und kundenorientierten
Mehrwert zu schaffen und zu
einer nachhaltigeren Gesellschaft beizutragen.
Ein Rahmenplan aus acht Leitbegriffen
(Energy, Ecology, Efficiency,
Extension, Economy, Emotion, Ease und
Empowerment) soll dabei die Strategien
und Entscheidungsprozesse in allen
Geschäftsbereichen lenken.
www.vaerzberg.at
www.bridgestone.at
78 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2022 79
ROHSTOFF + AUFBEREITUNG
ROHSTOFF + AUFBEREITUNG
SBM MINERAL PROCESSING / MINERALTECH
Plug-in-Hybride: SBM setzt auf ein
einheitliches Konzept in allen Modellen
Seit knapp 40 Jahren setzt SBM Mineral Processing konsequent auf dieselelektrische
Antriebe und bietet als einziger Hersteller technologie-übergreifend
Plug-in-Hybride bei raupenmobilen Backen- und Prallbrechern von unter
30 bis rund 150 t Betriebsgewicht.
D
ank des ausgereiften Antriebs-Konzepts
positionieren sich die Jawmaxund
Remax-Modelle hinsichtlich Brechergröße
und Produktionsleistung weit vorne
in ihren jeweiligen Maschinenklassen,
ohne dabei Kompromisse in der Mobilität
zwischen oder auf der Baustelle zu
machen. So setzen die erst jüngst vorgestellten
Modelle Jawmax 450 und Remax
450 trotz Vollausrüstung Maßstäbe bei
Transportabmessungen und Gewicht
und wurden zur neuen Referenz im
40-t-Segment.
SBM verfolgt bei seinen Anlagen seit
jeher ein einheitliches Konzept, das die
großen Vorteile des diesel-elektrischen
Antriebs mit Netzoption in allen Leistungsklassen
gewährleistet. Herzstück ist
jeweils eine Diesel-Generator-Einheit mit
emissions-optimierten Cummins-Dieselmotoren
und direkt angeflanschten,
wartungsfreien Generatoren. Die kompakten
Antriebseinheiten sind außerhalb der
staubintensiven Maschinenzonen positioniert.
Zusätzlich werden die Schaltschränke
serienmäßig Überdruck beaufschlagt
und können für Extrem-Einsätze
beheizt/klimatisiert werden. Am Schaltschrank
erfolgt optional der Anschluss der
Einspeisung von Netzstrom oder alternativer
externer Stromquellen (Beistellgeneratoren),
die vor Inbetriebnahme der Anlage
über einen zentralen Hauptschalter
einfach und sicher aktiviert wird. Die
zentrale SBM-Maschinensteuerung
„Crush Control“ übernimmt automatisch
das Hochfahren der einzelnen Maschinenkomponenten
sowie deren Überwachung
und Steuerung im Brechbetrieb. Je nach
Modell und Ausrüstung (Vorsiebe, Austragsbänder,
Anbausiebe, etc.) sind bis zu
20 Elektro-Motoren mit Anschlussleistungen
von 750 Watt (Berieselung) bis 250 kW
(Brecher) auf den SBM-Anlagen verbaut.
Die Arbeitshydraulik (Brecherverstellung,
Hubzylinder, etc.) und der proportionale
Fahrantrieb werden über zwei
separat zu aktivierende, elektrisch
betriebene Pumpensysteme und Kreisläufe
gespeist. Das sichert auch im
vollelektrischen Betrieb die volle Funktionalität
der Anlagen, gleichzeitig wird die
Energiebilanz nicht durch den unnötigen
Stand-by-Status, etwa der Raupenmotoren,
belastet. Im Gegensatz zum dieselelektrischen
Wettbewerb mit deutlich
umfangreicherer Bordhydraulik, minimiert
dies die erforderlichen Ölmengen an
Bord auf z.B. nur noch 80 l gegenüber
rund 200 l bzw. gut 600 l bei rein dieselhydraulischen
Modellen in der 40-t-Klasse.
Statt über weit verzweigte Hydraulik-
Verrohrungen mit hohen thermischen
Verlusten bzw. aufwändiger Ölkühlung
sind alle übrigen Antriebe und Verbraucher
bei SBM-Anlagen bruchsicher
„verkabelt“, was umweltkritische Leckagen
und entsprechende Betriebsausfälle
weitgehend ausschließt. Ohne den Umweg
über Steuerblöcke gewährleistet die
elektrische Ansteuerung ein kontinuierlich
schnelles Ansprechen der unterschiedlichen
Anlagenkomponenten und ermöglicht
die einfache Anpassung von Aufgeber-
Geschwindigkeit, Siebleistung oder
FU-gesteuerte „Extras“ wie die automatische
Förderrinnen-Abreinigung.
www.sbm-mp.at | www.mineraltech.at
Referenz im 40-t-Segment: Jawmax 450 von SBM mit Vollausrüstung
setzt Maßstäbe bei Transportabmessung und Gewicht.
SCHÜTTFLIX
Schüttgut-Plattform Schüttflix
digitalisiert Baustoffbranche
Das deutsche Start-up Schüttflix expandiert: ab Juli können Schüttgutbestellungen
über die digitale Plattform abgewickelt werden – vom
Preisvergleich über die Angebotserstellung bis zur Abrechnung.
C
hristian Hülsewig, Gründer und CEO
von Schüttflix, über die Ausweitung
des Geschäfts nach Österreich: „Wie in
Deutschland herrscht auch in der österreichischen
Baubranche ein enormer
Kostendruck. Zudem wird das Thema
Nachhaltigkeit immer wichtiger. An
beiden Punkten setzen wir an und sehen
erhebliches Verbesserungspotenzial.
Indem wir alle Akteure der Schüttgut-
Wertschöpfungskette optimal miteinander
vernetzen, vereinfachen wir die Beschaffungsprozesse
erheblich. Das spart
Anbietern und Abnehmern von Schüttgütern
viel Zeit und Geld. Und Spediteure
profitieren von der Möglichkeit, unkompliziert
neue Aufträge zu erhalten.“
Den Markteintritt von Schüttflix
steuert Stefan Klanner. „Ich freue mich
sehr, dass Stefan an Bord ist und unser
Wachstum in Österreich vorantreibt. Als
Geschäftsführer von wastebox hat er
bewiesen, dass er innerhalb kürzester Zeit
eine gute Geschäftsidee umsetzen und
erfolgreich am Markt etablieren kann“, so
Hülsewig. In einer ersten Phase werden
Produzenten von Schüttgütern und
Spediteure derzeit eingeladen, sich auf der
Schüttflix-Plattform zu registrieren. Ab
Juli sollen dann die ersten Aufträge
vollständig über die App abgewickelt
werden. Schüttflix steht allen Marktteilnehmern
kostenlos zur Verfügung.
„Österreich verfügt über eine innovative
und starke Bauwirtschaft, die ein
hohes Bauvolumen bewältigt und in
anderen Bereichen gezeigt hat, dass sie die
neuen Möglichkeiten der Digitalisierung
effizient nutzen kann. Für uns sind das
ideale Voraussetzungen, um zu wachsen.
Bis Ende des Jahres wollen wir Schüttflix
Österreich als führende Logistik-Plattform
positionieren und einen Umsatz im
siebenstelligen Bereich erzielen“, erläutert
Stefan Klanner seine Ziele für die nächsten
Monate.
Auf dem deutschen Heimmarkt nutzen
mittlerweile über 9.000 Kunden und
Partner die Plattform. Seit ihrem Start
2018 wurden fast 5 Mio. t Material über
die Plattform gehandelt. Mit einem
Wachstum von 300% zwischen 2020 und
2021 zählt Schüttflix zu den erfolgreichsten
europäischen Start-Ups im Baubereich.
Der bisherige Erfolg legt den
Grundstein für die internationale Expansion:
Nach dem Markteintritt in Österreich
wird die Schüttflix-Plattform ab
Sommer zudem in Polen und in der
Tschechischen Republik verfügbar sein.
Auch in den beiden zentraleuropäischen
Märkten dominieren bislang Papierkram
Der Schüttflix Österreich
Geschäftsführer Stefan Klanner
zusammen mit Schüttflix Gründer
und CEO Christian Hülsewig.
Die Schüttflix App im täglichen Gebrauch.
und komplizierte Prozesse das Baugewerbe.
Dies wird sich mit Schüttflix
ändern.
Schüttflix ist eine digitale Logistikdrehscheibe
für die Baubranche. Die Plattform
verbindet Bauunternehmer, Baustoffanbieter
und Spediteure miteinander. Mit
wenigen Klicks können Unternehmer in
der App Preise vergleichen und Schüttgüter
und Transporte direkt bestellen. Statt
regional fragmentiert und intransparent,
schafft Schüttflix so erstmalig einen
funktionierenden, effizienten Markt für
alle gängigen Schüttgüter in Österreich.
Seinen Partnerspeditionen ermöglicht
Schüttflix eine optimierte Tourenplanung,
die zu weniger Leerfahrten und somit
mehr Nachhaltigkeit führt. Darüber
hinaus unterstützt Schüttflix mit Daten
für die Echtzeit-Analyse und digitalen
Dokumenten (Rechnungen, Lieferscheine,
Wiegedokumente) Bauunternehmen bei
der Optimierung und Digitalisierung ihrer
Prozesse.
Das 2018 in Deutschland gegründete
Unternehmen machte 2021 einen Umsatz
von 50 Mio. Euro und zählte ca. 9.000
Kunden und Partner auf der Plattform.
2022 expandiert Schüttflix nach Österreich,
beginnend in Wien und Umgebung.
www.schuettflix.com
80 BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2022 81
Die Demarec Schrottschere DXS 50
kommt im Betrieb der Firma Gebrüder
Gratz mit einem Umschlagbagger
Fuchs MHL 350 zum Einsatz.
„Wir verstehen uns nicht nur als wichtiger
Teil der Kreislaufwirtschaft. Es ist uns auch seit
vielen Jahren ein Anliegen, zu zeigen, wie grün ein Betrieb
in unserer Branche geführt werden kann“, betont
KommR Dr. Karl-Heinz Gratz.
Auch diese
leistungsfähige
Schrottschere
von MBI
bewährt sich
bei der
Firma
Gebrüder
Gratz.
ROHSTOFF + AUFBEREITUNG
AAB EISTERER / GEBRÜDER GRATZ
Schrottprofi Gebrüder Gratz setzt auf
AAB Eisterer Service und Demarec Qualität
In Edt bei Lambach schlägt die Firma Gebrüder Gratz auf dem größten Schrottplatz
Oberösterreichs im Jahr rund 200.000 t Schrott und Buntmetalle um. Mit regelmäßigen
Investitionen in neueste Technik sorgt der Vorzeigebetrieb dafür, dass der wirtschaftliche
Erfolg Hand in Hand mit einem umweltfreundlichen Betrieb geht. Bei der Erneuerung
der größten Schrottschere überzeugten das Unternehmen nicht nur die Stärken einer 5 t
Demarec DXS 50, sondern auch der kompetente Service der Firma AAB Eisterer.
D
as 1938 gegründete Unternehmen
Gebrüder Gratz Ges.m.b.H ist spezialisiert
auf die Aufbereitung und die Sortiermaßnahmen
von Schrott und Metallen.
Angeboten wird in diesem Bereich eine
breite Palette an Dienstleistungen, die von
der Containerbereitstellung bis zu
Demontagen vor Ort reicht. Eine transparente
Eingangskontrolle bildet die Basis
für die Erzeugung von qualitätsgesicherten
Rohstoffen für die Metallindustrie. Alle
metallischen Materialien werden zu 100%
sortiert, zerkleinert und entsprechend der
Vorgaben der Kunden aufbereitet. Die
Von links: Stefan Mairinger (Werkstättenleiter, Technischer Einkauf, Gebrüder Gratz
Ges.m.b.H), KommR Dr. Karl-Heinz Gratz (Geschäftsführender Gesellschafter Gebrüder
Gratz Ges.m.b.H), Herbert Eisterer (Geschäftsführer AAB Eisterer GmbH) und Michael
Rathberger (Servicetechniker AAB Eisterer GmbH).
Anlieferung erfolgt überwiegend mit Lkw,
der Abtransport des Materials – das zu
80% in den Export geht – wird fast zur
Gänze über den vorhandenen Gleisanschluss
abgewickelt.
Der Fuhrpark des Unternehmens, das
rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
beschäftigt, umfasst 28 Lkw, zwei
Radlader, drei Stapler und sechs
Umschlagbagger. Die Aufbereitung selbst
erfolgt unter anderem mit einer stationären
1.000 t Schrottschere und einem
leistungsfähigen Shredder. Beide wurden
vor kurzem erneuert. Mit den Investitionen
in neueste Technik rüstet sich das
Unternehmen nicht nur für den Wettbewerb
am Markt, sondern sorgt auch für
einen möglichst umweltfreundlichen
Betrieb.
Dazu KommR Dr. Karl-Heinz Gratz:
„Wir sind uns unserer Verantwortung für
die Umwelt stets bewusst und haben in
diesem Bereich bereits zahlreiche Maßnahmen
gesetzt. Beispielsweise betreiben
wir als einziger Schrottbetrieb Österreichs
eine firmeneigene Kläranlage, in welcher
das Oberflächenwasser aufbereitet wird.
82 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Die gesamte Oberfläche des Firmenareals
ist befestigt, um den Schutz des Grundwassers
zu gewährleisten. Wir achten auf
eine regelmäßige Erneuerung unserer
Anlagen und haben auch in eine Photovoltaikanlage
mit 500 kW installiert. In diese
Richtung werden wir sicher noch viele
weitere Schritte setzen.“
Neben den stationären Aufbereitungsanlagen
zählen die auf Umschlaggeräten
montierten Schrottscheren zu den
wichtigsten Werkzeugen in der Schrottaufbereitung.
Mit ihnen wird das Material
entsprechend den Anforderungen der
Abnehmer auf die erforderliche Stücklänge
zugeschnitten. Mehrere Umschlagbagger
sind mit einem vollhydraulischen
Schnellwechselsystem ausgerüstet, damit
sie rasch vom Greifer für die Sortier- und
Ladevorgänge auf die Schrottschere
wechseln können. Auch bei den
Demontagen vor Ort ist diese
Flexibilität ein großer Vorteil.
Als vor einigen Monaten bei einer
4 t Schrottschere ein Ersatzteilproblem
auftrat, bekam die Firma AAB Eisterer die
Gelegenheit, ihre Kompetenzen unter
Bieten Sie uns jetzt Ihre
Gebrauchtmaschine an!
Beweis zu stellen. Rasch und unkompliziert
wurde mit einem Mietgerät der
laufende Betrieb sichergestellt. Die
Bedeutung eines leistungsfähigen Lieferanten,
der nicht nur über ein gut gefülltes
Ersatzteillager verfügt, sondern bei
Service und Reparatur schnell reagiert,
wurde durch die Pandemie noch verstärkt.
Die Firma AAB Eisterer in Pichl bei Wels
verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung
und ist spezialisiert auf hydraulische
Anbaugeräte für die Bereiche Abbruch,
Aufbruch und Bohren. Sie ist in Österreich
Vertriebspartner hochwertiger Marken,
darunter so spezialisierte Hersteller wie
Demarec, Montabert, MBI, Simex, MTB,
MB Crushing, Kemroc, Zanetti Magneti
oder Epiroc. Besonders gefragt sind zurzeit
die Magnete von Zanetti Magneti, denn bei
den aktuellen Stahlpreisen gewinnt jedes
Stahlelement als Ressource an Bedeutung.
Darüber hinaus bietet das Unternehmen
seinen Kunden einen der größten Mietparks
in Österreich für Anbaugeräte und
führt auch Service- und Reparaturarbeiten
für alle Hersteller durch. Vor kurzem
wurde der Betrieb mit einer Plasma-
Brennschneidmaschine und einem
Schweißroboter für den Sondermaschinenbau
verstärkt.
Im Zuge der Ersatzinvestition für die in
die Jahre gekommene 4 t Schrottschere
entschied sich die Firma Gebrüder Gratz
für eine Demarec DXS 50, eine 5 t Schrottschere
im Vertrieb der Firma AAB
Eisterer. Dazu Geschäftsführer Herbert
Eisterer: „Die Demarec Schrottschere
besticht durch ihre kürzere Bauform und
ermöglicht dadurch weiterhin den Einsatz
des bewährten Fuchs MHL 350 als
Trägergerät. Die deutliche Leistungssteigerung
zum Vorgängermodell zeigt sich
insbesondere beim Zerkleinern massiver
Schrottstücke. Durch ihren speziellen
Zylinder hat sie trotz der kompakten
Bauweise deutlich mehr Power, als
vergleichbare Produkte. Wir freuen uns
sehr, dass wir die Firma Gebrüder Gratz
zunächst mit unserem gut sortierten
Mietpark, der neuen Demarec Schrottschere
und nicht zuletzt unserem Service
überzeugen konnten.“
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RUBBLE MASTER
RM Group wächst international
sowie am Standort Linz
Die beste Lösung für individuelle Kundenbedürfnisse anzubieten, war von
Beginn an oberste Prämisse der RM Group. Die hohe Nachfrage und der Erfolg
2021 gibt diesem Weg recht. Dementsprechend baut die RM Group ihren Standort
in Linz aus, treibt die Entwicklung des RM Teams sowie die Digitalisierung
ihrer Produkte voran und baut ihr internationales Vertriebsnetz aus.
M
RM 120X in Texas: Rubble Master Gründer und CEO Gerald Hanisch setzt
auf internationales Wachstum, sowie Elektrifizierung und Digitalisierung
für möglichst effiziente und umweltfreundliche Lösungen im Bereich
Baustoffrecycling und Natursteinverarbeitung.
it einem Gesamtumsatz von 194 Mio.
Euro im Jahr 2021 konnte die RM
Group das Niveau von 2019 bereits wieder
übertreffen. Die gute Auftragslage für
2022 sowie die steigende Nachfrage lassen
den Weltmarktführer für kompakte
Brechanlagen positiv nach vorne blicken
und die Wachstumsstrategie fortführen.
„Kreislaufwirtschaft gewinnt international
zusehends an Bedeutung, das wirkt sich
auch auf die Nachfrage nach mobilen
Brechern und Sieben aus. Deshalb werden
wir unsere Produktionskapazitäten
anhand eines 3-Phasen-Plans in den
nächsten fünf Jahren kontinuierlich
erweitern und
entsprechend der
Auftragslage anpassen“,
erklärt Günther
Weissenberger, RM
Managing Director und
Gerald Hanisch:
Gründer und CEO
von Rubble Master.
Fotos: Rubble Master
CFO. Bis 2027 sollen so jährlich 1.000 RM
Brecher und Siebe weltweit an die Kunden
ausgeliefert werden.
Die RM Group bekennt sich bei seiner
Erweiterung klar zum Standort Linz und
zur Nachhaltigkeit. So kaufte das Unternehmen
2021 ein Büro- und Produktionsgebäude
im Linzer Südpark, um bestehende
Infrastruktur zu nutzen. Je nach
Verlauf der Behördenverfahren könnte in
den nächsten 12 Monaten schon mit dem
Bau des neuen Servicecenters sowie dem
Ausbau der Produktion begonnen werden.
Im nächsten Schritt sind dann ein
Logistikzentrum und eine zusätzliche
Erweiterung der Produktionskapazitäten
geplant. In seiner Nachhaltigkeitsstrategie
setzt sich Rubble Master ein konkretes
Ziel: In drei Jahren will man am Standort
Linz energieneutral sein. Bestehende
Konzepte wie thermalaktive Bauelemente,
die als Heizung genutzt werden, sowie die
Niedrigenergie- und Passivbauweise
werden erweitert. Außerdem produziert
RM in Linz zukünftig Strom durch eine
Photovoltaik-Anlage. Durch zusätzliche
Energiepuffer wird jene Energie, die bei
der Inbetriebnahme von Anlagen freigesetzt
wird, wieder rückgespeist und am
Standort wiederverwendet.
Um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
aufzubauen und zu halten, wird im
Unternehmen auf eine gute Mischung aus
erfahrenen Kräften und Young Potentials
geachtet. „Gerade im Hinblick auf den
Facharbeitermangel bilden wir schon seit
Jahrzehnten selbst Lehrlinge aus. So sind
stets 10% unserer Mitarbeiter Lehrlinge.
Aktuell sind das 19 junge Menschen. Das
Ziel ist heuer, noch auf 22 Lehrlinge
aufzustocken. Weiterer wichtiger Punkt ist
die ständige Weiterbildung der Mitarbeiter
beispielsweise durch unsere RM Academy.
So sichern wir uns unsere Innovationskraft
und gewährleisten unseren Kunden
Maschinen, die den Anforderungen der
digitalisierten Baustelle gerecht werden“,
sagt Günther Weissenberger. Auch wenn
die Pandemie die Arbeitswelt fordert,
gelingt es der RM Group neue Teammitglieder
für die RM Family zu akquirieren
und sich als attraktiver Arbeitgeber zu
positionieren: „Ein Fünftel aller
B ewerbungen, die wir erhalten, sind
Initiativbewerbungen“, so Weissenberger.
RM Hybridmaschinen bzw. der elektrische
Antrieb eines Siebes über den Hybridbrecher
ersparen dem Kunden bis zu 30% an
Dieselkosten. Das war schon in Zeiten vor
stetig steigenden Treibstoffpreisen ein
wesentliches, ökonomisches und auch
ökologisches Argument für die Elektrifizierung
der RM Anlagen. Treibt der Brecher
das Sieb mit an, erspart sich der Kunde
außerdem Zeit und Geld, denn er muss
nur eine Maschine betanken bzw. den
Motor einer Anlage servicieren. Neben der
Elektrifizierung werden die RM Brecher
und Siebe auch immer intelligenter und
können sich zukünftig miteinander
vernetzen. In einem solchen Maschinenzug
passt sich jede einzelne Maschine jeweils
der Auslastung der anderen verbundenen
Maschinen an. Leerläufe oder Überlastungen
können so vermieden werden. „Wir
treiben Innovationen bei der Elektrifizierung
und Digitalisierung unserer Maschinen
aktiv voran, um die brennenden
Alltagsprobleme unserer Kunden, wie
beispielsweise steigende Betriebskosten,
zu lösen. Remote Datenzugriff, Remote
Service Support und die intelligente
Vernetzung unserer Maschinen beschleunigen
Serviceprozesse, ersparen dem
Willkommen in der Welt der Krane
www.kranlogistik.at
Betreiber Zeit und erleichtern so den
Alltag auf der Baustelle“, erklärt RM CEO
Gerald Hanisch.
Mit einer Exportquote von 95% sind die
Lösungen der RM Group auf allen
Kontinenten nachgefragt. „Internationalität,
kombiniert mit bester Betreuung
direkt vor Ort, war und ist uns schon
immer wichtig,“ berichtet Hanisch. So
wurde von Anfang an ein umfangreiches
Vertriebsnetzwerk mit verlässlichen
Vertriebspartnern aufgebaut, um immer
nah am Kunden zu sein. Dieses System
hat sich auch während der vergangenen
Pandemiejahre bewährt. Obwohl viele
Märkte nicht direkt bereist werden
konnten, gelang es, die Vertriebspartner
und Kunden durch virtuellen und telefonischen
Kontakt und Online-Schulungsmaßnahmen
der RM Academy bestmöglich
zu unterstützen. Vor allem in Zentralund
Nordeuropa, UK und Südamerika
wurden gute Zuwächse erwirtschaftet.
Selbst der Markt- und Kompetenzaufbau
für den nordamerikanischen
Markt sowie für Südostasien konnte auf
diesem Weg vorangetrieben werden.
Nichtsdestotrotz zählt in der Baubranche
XL-Kranlogistik GmbH
Betriebsstraße 1 Objekt 4
2482 Münchendorf
Weingartenstaße 14/6
4100 Ottensheim
BAUBLATT.ÖSTERREICH
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Bewährt sich auch auf großen Baustellen von Infrastrukturprojekten wie hier in
Saudi-Arabien: die innovative Kommunikationsbeleuchtung der Rubble Master
Brecher, die den Maschinenzustand und die Auslastung weithin sichtbar anzeigen.
der persönliche Kontakt. So konnten zu
Beginn dieses Jahres erstmals wieder ein
Kongress und eine Messe in den USA
abgewickelt werden. Für Südostasien
gelang es nun mit Anfang 2022, einen RM
Mitarbeiter nach Südostasien zu entsenden.
Von Singapur aus wird er die Wachstumsmärkte
Indien, Philippinen, Indonesien,
Japan und Südkorea betreuen, um
dort die Marke RM und das Geschäftsmodell
von mobilen Brechern und Sieben zu
etablieren. In diesen Märkten spielen der
Wissenstransfer und die langjährige
Erfahrung im Bereich Recycling eine
wesentliche Rolle. So findet zum Beispiel
Ende April ein erster Workshop von der
RM Group gemeinsam mit der indischen
Regierung und einer technischen Universität
statt, um Ideen zu sammeln, wie
Bauschuttrecycling in Indien etabliert
werden kann und wie entsprechende
Vorgaben aussehen können. „Der südostasiatische
Markt erlebt momentan einen
extremen Aufschwung. Baustellen und
Bauprojekte werden wieder neu gestartet
und es gibt einen hohen Bedarf an
aufbereitetem Material, das zum Beispiel
für die Zementproduktion verwendet
wird“, meint Hanisch abschließend.
www.rubblemaster.com
Foto: Der Fritz
VÖZ
Roadmap für zukünftige CO2-Neutralität
Die österreichische Zementindustrie präsentiert ihre Roadmap in Richtung
CO2-Neutralität bis 2050 als Broschüre.
D
ie klimafreundliche Herstellung von
klimafitten Zementen wie auch die
Speicherfähigkeit von Beton sind die
Highlights der Maßnahmen der Roadmap,
die sich an der Roadmap der europäischen
Zementindustrie und an deren
5-C-Strategie orientieren. „Uns ist
bewusst, dass wir als eine der
CO2-intensiven Industrien unseren
Beitrag leisten müssen – und können.
Die Klimaschutzziele von Paris sind
für uns verbindlich, diese Verbindlichkeit
erwarten wir uns auch von der
Politik, die jetzt die Weichen für eine
CO2-freie Industrieproduktion in
Österreich stellen muss. Der fürchterli-
che Krieg in der Ukraine zeigt uns, dass
der Ausstieg aus fossiler Energie längst
geplant werden hätte müssen. Wir, die
österreichische Zement- und Betonbranche,
liefern Lösungen. All diese Innovatio-
nen für den Klimaschutz sind jedoch
massiv davon abhängig, dass wir ausreichend
erneuerbaren Strom zur Verfügung
haben“, erläutert Sebastian Spaun,
Geschäftsführer der Vereinigung der
Österreichischen Zementindustrie, VÖZ.
Die 5-C-Strategie beschreibt die fünf
entscheidenden Kategorien, in denen
Umstellungen durchgeführt werden und
Emissionsreduktionen notwendig sind:
Sebastian Spaun, Geschäftsführer VÖZ.
Clinker, Cement, Concrete, Construction,
Carbonation. Dazu kommt noch die
Abscheidung und Nutzung des verbleibenden
CO2.
Auf dem Weg in eine CO2-freie Industrie
ist die Politik gefordert, die notwendigen
Weichenstellungen vorzunehmen und
geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen
wie z.B. die Sicherstellung von erneuerbarem
Strom und grünem Gas oder die
erforderliche Infrastruktur. Ein entscheidender
Hebel für die Zementindustrie wird
es sein, das CO2, das bei der Entsäuerung
des Kalksteins entsteht, abzuscheiden und
dieses – gedacht in Richtung Kreislaufwirtschaft
– künftig als Rohstoff für die
Herstellung von z.B. Kunststoffen einzusetzen.
Hier gibt es bereits konkrete Pläne
der Zementindustrie, diese können jedoch
nur mit entsprechender Unterstützung von
Politik und Gesellschaft umgesetzt werden.
www.zement.at
FUHRPARK
FUHRPARK
DAIMLER TRUCK AG
Zweite Generation der MirrorCam
Mercedes-Benz Trucks hat der MirrorCam ein erstes Update verpasst: Mit
der seit April 2022 in den Actros- und Arocs-Baureihen wie auch im eActros
verfüg baren zweiten Generation hat Mercedes-Benz Trucks das mit mehreren
Innovationspreisen ausgezeichnete System in wichtigen Details weiterentwickelt.
I
m Jahr 2018 hat Mercedes-Benz Trucks
als erster der Branche die MirrorCam in
Serie eingeführt – das erste Spiegelkamerasystem
für Lkw. Ein mit der MirrorCam
ausgestatteter Serien-Lkw verfügt nicht
mehr über die klassischen Haupt- und
Weitwinkelspiegel, sondern über ein
System aus zwei links und rechts am
Dachrahmen befestigten Kameras sowie
zwei hochformatigen, im Fahrerhaus an
den A-Säulen befestigten Monitoren
mitsamt den entsprechenden Steuerelementen
am Fahrerarbeitsplatz.
Schon rein äußerlich fällt bei der
zweiten Generation der MirrorCam auf,
dass die Kameraarme auf beiden Seiten
um jeweils 10 cm verkürzt sind. Das gilt
sowohl für das schmalere als auch für das
breitere Fahrerhaus und bringt unter
anderem den Vorteil mit sich, dass die
Die vorgenommenen
Überarbeitungen führen
insgesamt zu einem noch
höheren Mehrwert der
MirrorCam.
Die verkürzten Kameraarme der
zweiten Generation der MirrorCam
erleichtern unter anderem das
Rückwärtsfahren.
Fahrer sich beim Rückwärtsfahren
geradeaus gegenüber der ersten Generation
der MirrorCam auf Anhieb leichter
tun. Das liegt insbesondere daran, dass
die Perspektive der MirrorCam nun der
des gewohnten Glasspiegels noch ähnlicher
ist. Die Verkürzung bringt noch
einen weiteren Vorteil mit sich. Denn am
2,50 m breiten Fahrerhaus ragt der
Kameraarm jetzt nicht weiter über die
Fahrzeugkontur hinaus als der vom
Fahrer gut sichtbare Rampenspiegel.
Kollisionen mit Objekten am Wegesrand
sind damit nun nahezu ausgeschlossen.
Das gilt dank gleicher Breite des Fahrgestells
auch für die 2,30 m breite Fahrerhausvariante.
Im Rahmen der Überarbeitung des
kamerabasierten Systems hat Mercedes-
Benz Trucks auch noch an anderen
Features Hand angelegt. So wurde zum
Beispiel unten an der MirrorCam eine
Tropfkante angebracht, die verhindern
soll, dass Regenwasser auf die Linse
gelangen kann und es dadurch zu
unerwünschten optischen Effekten
kommt. Auch gehören verschmutzte
Glasspiegel, die schlimmstenfalls durch
nicht saubere Seitenscheiben betrachtet
werden, mit dem MirrorCam-System der
Vergangenheit an.
Darüber hinaus haben die Ingenieure
von Mercedes-Benz Trucks das Tone
Mapping weiter optimiert – Tone Mapping
ist ein Prozess, bei dem ein Bild so
angepasst wird, dass ein großer Bereich
von Tönen auf einem Medium richtig
angezeigt wird –, was sich nun vor allem
in einer verbesserten Kontrastdarstellung
zeigt. Die Evolution in der Farb- und
Helligkeitsabstimmung des an sich schon
sehr lichtstark ausgelegten Kamerasystems
führt dazu, dass die Displays etwa
beim Rückwärtsfahren in eine dunkle
oder nur schlecht beleuchtete Halle
hinein den für die Fahrsituation relevanten
Bereich noch exakter abbilden.
Bisher schon als hilfreich erwiesen hat
sich das Zusammenspiel der MirrorCam
mit dem Abbiege-Assistenten von
Mercedes-Benz Trucks, insbesondere in
komplexen Verkehrssituationen und
unübersichtlichen Kreuzungsbereichen.
www.daimlertruck.com
Zahlreiche Innovationen sind bei dem neuen Fassi-Kran F1450R-HXP
Techno gebündelt. Die komplette Kombination ermöglicht eine hydraulische
Ausladung von 31,50 m bei 1.465 kg Hubkraft an der Kranspitze.
FASSI
Erster Fassi F1450R-HXP Techno
schon in Finnland im Einsatz
Weniger als zwei Monate nach der Präsentation des neuen Spitzenmodells
Fassi F1450R-HXP Techno ist das erste Exemplar bereits in Finnland im Einsatz.
J
arkko Knuutinen, der in der dritten
Generation das finnische Unternehmen
Kuljetusliike Knuutinen Oy leitet, schätzt
die zahlreichen Innovationen des neuen
Fassi-Kran F1450R-HXP Techno. Der
neue Kran des Unternehmens ist ein quer
zur Fahrtrichtung zusammenlegbarer
Kran mit einem maximalen Hubmoment
von 119 tm. Er hat acht Ausschübe und
einen speziell entwickelten JIB mit der
Bezeichnung L826. Die komplette
Kombination ermöglicht eine hydraulische
Ausladung von 31,50 m bei 1.465 kg
Hubkraft an der Kranspitze. Die
Schubstücke des Auslegers zeigen ein
dekagonales Profil, das sogenannte
X-Design, eine weitere Innovation, die zu
einer höheren Biegefestigkeit führt und
hohe Hubkräfte bei geringem Gesamtgewicht
und damit deutliche Vorteile für
die verbleibende Nutzlast des Fahrzeugs
gewährleistet. In der neuen Elektronik
FX990 von Fassi sind die Features für
vollproportionale Stützbeinkontrolle,
Lastmomenterhöhung (XP) und
Hubarbeitskorbbetrieb schon enthalten.
Dieses System sieht auch ein neues
maschinenseitiges 7“ Touchscreen-Display
FX991 mit Schutzart IP67 vor, das über
eine Ethernet-Leitung mit dem CPU
kommuniziert und so eine schnelle und
effektive Visualisierung ermöglicht.
Vollkommen neu ist auch das IoC-System:
Im Vergleich zur Vorgängerversion bringt
es einen Geschwindigkeits- und Leistungsschub
mit sich und fungiert als
WIFI-Router, über den der Kran drahtlos
mit jedem mobilen Gerät kommunizieren
kann. Die Funktionslogik der Software
der Techno-Baureihe wurde nach den
Grundsätzen der Einfachheit, Leistungsfähigkeit
und Sicherheit völlig neu
konzipiert.
Bereits am Tag nach der Auslieferung
wurde der Fassi F1450R-HXP Techno auf
einer Baustelle in Kuopio eingesetzt, einer
Stadt in der Nähe des Geschäftssitzes von
Kuljetusliike Knuutinen Oy in Siilinjärvi.
Montiert auf einem Lkw vom Typ Scania
stellte der neue Kran sofort seine Vorzüge
unter Beweis, wie Jarkko betonte: „Praktisch
und einfach in der Handhabung, aber
auch bei der Inbetriebnahme. Das System
ACF (Automatic Crane Folding) zum
Jarkko Knuutinen
leitet in der dritten
Generation das
Unternehmen
Kuljetusliike
Knuutinen Oy in
Finnland. In
Transportstellung
ist der Kran quer
zur Fahrtrichtung
zusammengelegt.
automatischen Schließen und Öffnen des
Krans ist ideal, um diese Arbeitsgänge zu
automatisieren, die normalerweise
wertvolle Minuten in Anspruch nehmen.
Und auch bei der Positionierung ist
meines Erachtens nach das System FSC
Techno konkurrenzlos: Selbst bei engsten
Platzverhältnissen, wenn bei der Positionierung
die Stützfüße nicht maximal
ausgefahren sind, ist der Kran in der Lage,
sicher zu arbeiten und zeigt mir auf dem
Display deutlich seine Hebekapazität und
Ausladung entsprechend der gerade
durchgeführten Stabilisierung an. Diese
Funktion sorgt dafür, dass ich beruhigt
arbeiten und mich auf die Last konzentrieren
kann, denn ich weiß, dass die neue
Techno-Elektronik den Rest erledigt. Dank
des XP-Systems habe ich eine Leistungsreserve,
die es mir ermöglicht, auch
anspruchsvollere Lasten zu handhaben.
Zusammen ermöglichen mir die beiden
Systeme FSC Techno und XP, anspruchsvolle
Hebevorgänge in sehr komplexen
Situationen durchzuführen“, so Jarkko.
www.fassi.com
www.kogler-krantechnik.at
88 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2022 89
FUHRPARK
FUHRPARK
VOLVO GROUP AUSTRIA
Verkauf der schweren Elektro-Lkw
von Volvo ist offiziell gestartet
Mit der Öffnung des Bestellsystems startet nun der Verkauf der schweren Elektro-Lkw
bis 44 t – Volvo FH Electric, Volvo FM Electric und Volvo FMX Electric. Die Modelle Volvo
FE und Volvo FL Electric bis 27 t werden schon seit 2019 angeboten.
V
olvo Trucks öffnet das Bestellsystem
für seine schweren Elektro-Lkw-Baureihen
Volvo FH, Volvo FM und Volvo
FMX. Die Serienproduktion startet im
Herbst und wird sukzessiv gesteigert. Die
Elektro-Lkw werden zunächst im CO2-
neutralen Werk Tuve, in Göteborg,
produziert. „Dies ist ein Meilenstein für
Volvo Trucks. Das Interesse der Kundinnen
und Kunden an den Bestellungen für
diese fantastischen Trucks ist groß. Bisher
haben wir Kunden und Partnern angeboten,
Vorverkaufserklärungen zu unterzeichnen,
aber jetzt beginnen wir damit,
feste Aufträge abzuschließen. Dies ist ein
großer Schritt nach vorne für die Elektromobilität“,
sagt Roger Alm, Präsident von
Volvo Trucks.
Im Jahr 2021 nahm Volvo Trucks
Bestellungen für mehr als 1.100 Elektro-
Lkw in über 20 Ländern entgegen,
einschließlich Vorverkaufserklärungen.
Die elektrischen Versionen der mittelschweren
Baureihen Volvo FE, Volvo FL
und Volvo VNR Electric befinden sich zum
Teil bereits seit 2019 in der Serienproduktion.
Die größten Märkte für Elektrofahrzeuge
von Volvo in Europa sind derzeit
Norwegen, Schweden und Deutschland.
Volvo Trucks ist mit seinen schweren
Volvo Trucks hat offiziell das Bestellsystem für seine schweren Elektro-Lkw geöffnet.
elektrischen Nutzfahrzeugen bei einem
Marktanteil von 42% im Jahr 2021
Marktführer in Europa und hat auch in
Nordamerika eine führende Position inne.
„Es wird eindeutig zu einem Wettbewerbsvorteil,
leise emissionsfreie Transportlösungen
anbieten zu können“,
kommentiert Roger Alm.
Mit insgesamt sechs Elektro-Lkw-
Modellen, die dann in diesem Jahr in
Produktion sind, verfügt Volvo Trucks über
das umfassendste Elektro-Sortiment in
der globalen Lkw-Industrie. Dieses deckt
Volvo Trucks erhöht die Schaltgeschwindigkeit
des I-Shift-Getriebes um bis zu 30%.
von der städtischen Distribution und der
Entsorgung bis hin zu städtischen Bauund
Regionaltransporten alle Segmente
ab. Ziel des Unternehmens ist es, dass bis
2030 die Hälfte aller verkauften Lkw
elektrisch betrieben werden. Die Sattelzugmaschinen
des Volvo FH, Volvo FM
und Volvo FMX Electric sind ab sofort zum
Verkauf freigegeben. Fahrgestelle werden
im vierten Quartal 2022 zum Verkauf
angeboten.
Schnelleres I-Shift-Getriebe
Das intelligente und automatisierte
I-Shift-Getriebe von Volvo Trucks ist jetzt
schneller als je zuvor. Das schnellere
Ansprechverhalten verbessert das
Fahrverhalten und die Laufruhe sowohl
von Diesel- als auch von Elektro-Lkw. Die
deutliche Verbesserung des Fahrverhaltens,
die für alle Emissionsstufen gilt, wird
durch die neue Art und Weise erreicht, wie
das I-Shift-Getriebe mit dem Motor
zusammenarbeitet. Das Update beinhaltet
eine schnellere Kupplungsaktivierung, die
zu einer kürzeren Drehmomentunterbrechung
führt. Außerdem werden die
Schaltvorgänge sanfter, wodurch sich ein
harmonischeres Fahrerlebnis ergibt.
www.volvotrucks.at
IVECO
Red Dot Design Award für den Iveco T-Way
Die internationale Jury des Red Dot Design Awards hat dem Iveco T-Way, dem
toughen Lkw innerhalb der schweren Iveco Produktbaureihen und entwickelt für schwere
Offroad-Einsätze unter extremen Bedingungen, die prestigeträchtige Auszeichnung für
sein herausragendes Design und seinen hohen Innovationsgrad verliehen.
D
er Iveco T-Way hat den renommierten
Red Dot Design Award in der Kategorie
Produktdesign gewonnen. Diese
Auszeichnung, deren Geschichte bis ins
Jahr 1955 zurückreicht, hat sich international
als begehrtes Qualitätssiegel für
gutes Design etabliert. Die Jury, bestehend
aus rund 50 internationalen Experten aus
den unterschiedlichsten Fachbereichen,
hat eine neue Rekordzahl an Produkteinreichungen
von Unternehmen und
Designstudios nach Kriterien wie Innovationsgrad,
Funktionalität und Langlebigkeit
bewertet und den Iveco T-Way für sein
herausragendes Design ausgewählt.
Das Design des Iveco T-Way konzentriert
sich darauf, die Hauptelemente der
schweren Iveco Way-Baureihe auf den
spezifischen Offroad-Einsatz zu übertragen.
Der T-Way greift alle stilistischen
Merkmale der Iveco DNA auf wie das
prominent platzierte Logo, das den
detaillierten und unverwechselbaren
Kühlergrill dominiert, oder die charakteristische
Form der Scheinwerfer. Diese
Elemente sind in ein Gesamtdesign
integriert, das die Fähigkeit des Fahrzeugs
vermittelt, auch die härtesten Offroad-
Einsätze zu meistern. Der T-Way zeichnet
sich durch sein robustes, aber dennoch
stilvolles Außendesign aus, bei dem die
ästhetischen Proportionen zwischen
Fahrerhaus und Fahrgestell zusammen
mit der stabilen Vollmetall-Stoßstange
und den Schutzgittern an den Scheinwerfern
Kraft und Vertrauen ausdrücken.
Jedes Detail ist auf maximale Funktionalität
im Offroad-Einsatz ausgelegt. Stil und
Funktion vereinen sich in Designmerkmalen
wie in den Metallecken des Stoßfängers,
die die Scheinwerfer schützen und
sich bei Beschädigungen leicht austauschen
lassen.
Das toughe Äußere des Iveco T-Way
wird mit einem Innenraum kombiniert,
der auf Fahrerkomfort und Sicherheit
ausgerichtet ist und sich durch hervorragende
Ergonomie, integrierte Technologie
und fortschrittliche Konnektivität auszeichnet.
Das Armaturenbrett ist auf die
Anforderungen der Fahrerinnen und
Fahrer zugeschnitten, mit leicht zu
erreichenden Bedienelementen, die in
Funktionsbereiche unterteilt sind. Die
verwendeten Materialien und die Verarbeitung
orientieren sich an den Standards
der Automobilindustrie und sind dem
Offroad-Einsatz angepasst. Details wie die
Metallrahmen am Lenkrad und im
Infotainment-Bereich erinnern an das
Styling des Außendesigns und schaffen ein
360-Grad-Erlebnis des Iveco T-Way.
Marco Armigliato, Head of Industrial
Design, Iveco Group, erklärt: „Wir sind
sehr stolz darauf, dass das Design des
Iveco T-Way mit einem so renommierten
Award ausgezeichnet wurde. Es handelt
sich um ein Design, das ehrgeizig Standards
wie Robustheit, Zuverlässigkeit,
Effizienz und Fahrerorientierung erhöht
und dabei Funktion und Stil effektiv
verbindet. Der T-Way wurde bereits im
letzten Jahr vom Rat für Formgebung in
der Kategorie Utility Vehicles zum
‚Excellent-Product-Design‘-Gewinner beim
German Design Award gekürt. Der Red
Dot Design Award ist ein weiterer Beleg
dafür, dass der Iveco T-Way seinen hohen
Designanspruch erfolgreich umsetzt.“
Ergänzt wird der Iveco T-Way durch
den Iveco X-Way, das Crossover-Fahrzeug
der Marke, das stabiler und robuster ist
als ein reines Straßenfahrzeug, jedoch mit
einem hohen Fahrkomfort und voller
Fernverkehrstauglichkeit punktet. Somit
ist er prädestiniert für einen gemischten
Einsatz für die Straße und Offroad-Strecken
auf den letzten Kilometern, um die
Baustelle zu erreichen.
www.iveco.at
Der Iveco T-Way ist ein
Spezialist in Sachen Leistungsfähigkeit,
Robustheit und
Langlebigkeit in schwierigem
Gelände, mit überdurchschnittlicher
Nutzkapazität.
Beim German Design Award
wurde der Iveco T-Way zum
‚Excellent-Product-Design‘-
Gewinner gekürt.
90 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2022 91
FUHRPARK
MERCEDES-BENZ CITAN 110 CDI
Hier stimmt die Chemie
W
as gibt es schöneres, als eine
Geschichte mit einer großen Portion
Lob zu beginnen: Das, was uns bei seinem
Vorgänger immer wieder sauer aufgestoßen
ist, ist verschwunden. Mehr noch, es
wurde rückstandslos ausgemerzt. Worum
es geht? Um die, man verzeihe uns die
durchaus harten Worte, grenzenlose
plastikhafte Öde, die den Fahrer im
Cockpit des jetzt durch ein neues Modell
abgelösten Mercedes-Benz Citan empfangen
hat. So sympathisch der kleine
Schwabe von außen gewirkt hat, so
erschreckend brettleben wie das östlich
von Wien gelegene Marchfeld war sein
Cockpit. Beim Cockpit der neuen Citan-
Generation, die von außen vom Fleck weg
mit nicht minder charmanten optischen
Reizen punkten kann, befinden wir uns,
FACTS
Motor: 1,5 l Turbodiesel,
70 kW (95 PS)
Eigengewicht: 1.526 kg
Nutzlast: 420 kg
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 740 kg/1.500 kg
Testverbrauch: 5,8 l/100 km
Listenpreis: 21.664,– Euro
(exkl. MwSt.)
+ gelungenes Gesamtpaket
+ exakter Tacho
+ nur ein Lenkstockhebel
- sehr direkte Lenkung
- bissige Bremse
- überschaubare Nutzlast
um bei geographischen Vergleichen zu
bleiben, mehr im sanft hügeligen Weinviertel.
Geschwungene Linien treffen auf
angenehm groß gehaltene Bedienelemente,
die Dich ohne lange Eingewöhnungsphase
hinter dem Lenkrad des kleinen Sterns
heimisch werden lassen. Gerne nachbessern
dürfen die Mercedes-Benz-Ingenieure
dafür bei den haptischen Qualitäten der
im Cockpit verwendeten Materialien. Hier
ist noch deutlich Luft nach oben.
Vernünftiges Ausstattungsniveau
Eine Heerschar an elektronischen
Helferleins sucht man dabei vergebens.
Das diesbezügliche ABC reicht von ABS,
Attention Assist und ASR bis hin zu ESP.
Fertig. Überhaupt überrascht der aktuelle
Mercedes-Benz Citan mit einer, nennen
wir es ruhig zeitgemäßen Hemdsärmeligkeit.
Der Holzboden im Laderaum ist
passgenau gelegt und auf robust getrimmt.
420 kg Nutzlast sind nicht die Welt, für ein
Praktisch – der große Öffnungswinkel
der Hecktüren von 180 Grad.
Sympathisch – die Neuauflage
des Mercedes-Benz Citan
knüpft nahtlos an das
Vorgängermodell an.
kompaktes Nutzfahrzeug in dieser Größe
jedoch ein durchwegs ausbaufähiges
Arbeitskapital. Der 95 PS starke Turbodiesel
mit gerade einmal 1,5 l Hubraum zeigt
einmal mehr, wo auch anno 2022 vernünftige
Grenzen bei (leichten Nutz-)Fahrzeugen
gezogen werden könnten. Mit 5,8 l/100
km im gemischten Einsatz zählt er
darüber hinaus mehr als vielleicht
erwartet zu der Kategorie der standhaften
Kostverächter. Im Umfeld der stetig
wachsenden Zahl an automatisierten
Getrieben umso erwähnenswerter: Der
6-Gang-Handschalter gefällt durch kurze
Wege und eine präzise Schaltkulisse. Was
wir dem Citan für seinen Arbeitsalltag
unbedingt noch spendieren würden, sind
dezente Kunststoffleisten für die Seitenwände.
So ganz ohne hinterlassen selbst
dezente Feindberührungen unschöne
Spuren am Blechkleid.
Fazit: Einmal Citan-Fan, immer
Citan-Fan.
Aufgewertet – das Cockpit profitiert
von Anleihen aus dem Pkw-Bereich.
CUPRA FORMENTOR 2.0 TSI DSG 4DRIVE
Der aus der Reihe tanzt
W
as für eine Mischung. Ein bisschen
SUV, ein bisschen Coupé, ein neuer
(Edel-)Markenname und fertig ist der
Cupra Formentor. Das bis zur Vorstellung
des E-Mobils Cupra Born erste und einzige
Modell des noblen Seat-Ablegers, das nicht
in braverer Form im Programm der
VW-Tochter zu finden ist. Wobei wir dem
Cupra Formentor jetzt nicht zwangsläufig
das Image des bösen Buben auf vier
Rädern unterjubeln wollen. Ganz im
Gegenteil, hat er doch mit seinem Auftreten
mehr das Zeug zum viel beachteten,
durchtrainierten Sympathikus. Doch der
Reihe nach: Den Cupra Formentor zu
fahren macht in erster Linie einmal eines:
mächtig Spaß. Kein Wunder bei 190
Turbobenzin-PS unter der Haube, einem
exzellent abgestuften Doppelkupplungsgetriebe
und einem tadellos agierenden
Fahrwerk. Verpackt ist das Ganze in einer
dazu passenden, attraktiven, sportlichen
Hülle. Wer den in der von uns gefahrenen
Konfiguration noch dazu allradgetriebenen
Fünfsitzer aus der Reserve locken
möchte, hat gut zu tun. Dazu braucht es
definitiv nicht den noch einmal um 120 PS
Wohlfühlzone – im Innenraum dominieren
hochwertige Materialien und gelungene
Formen.
Markant – die sportive Frontpartie des
schnittigen Allradlers.
stärkeren (!) und ebenfalls mit 4Drive
bestückten Cupra VZ, der mit sagenhaften
310 PS an den Start geht.
Interessanter Materialmix
Licht und Schatten geben sich im Innenraum
des Spaniers ein Stelldichein. Am
Armaturenträger Lederoptik vom feinsten
mit farblich abgesetzten Nähten. Dazu
unpassend bis zum Abwinken die Mittelkonsole
aus Hartplastik der praktikabelsten
Sorte. Wie gemacht für Einsätze als
Firmen-Pkw in der Baubranche: Die leicht
zu reinigenden Gummifußmatten. Die
Bedienung von Radio, Navi und Co. spielt
sich, wie von Seat bekannt, fast ausschließlich
über das große Display am
Armaturenträger ab. Obwohl intuitiv
aufgebaut, verlangt der Umgang damit
deutlich mehr Aufmerksamkeit als bei
typischen Drehreglern. Da nutzt es auch
nichts, dass die Temperaturregelung für
Fahrer und Beifahrerseite sowie die
Lautstärkenregelung für das Radio
zusätzlich auf eine (in der Nacht unbeleuchtete!)
„Schnellstartleiste“ unter das
Display gewandert sind.
Ergebnis – mit dem Formentor
hat Cupra einen gelungenen
Mix aus SUV und Coupé
auf den Asphalt gezaubert.
FACTS
Motor: 2,0 l Turbobenzin,
140 kW (190 PS)
Eigengewicht: 1.558 kg
Sitzplätze: 4+1
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 750 kg/1.700 kg
Testverbrauch: 8,2 l/100 km
Grundpreis: 50.311,07 Euro
(inkl. MwSt. & NoVA)
+ Spaßfaktor
+ Trendsetter
+ für 190 PS top Verbrauch
- niedrige Sitzposition
- Bedienung größtenteils über Display
- wenig Bodenfreiheit
Nettes Detail am Rande: Für Hobbysportler
und all jene, die es mit dem Cupra
Formentor noch werden wollen, ist mittig
im Drehzahlmesser eine über das Multifunktionslenkrad
bedienbare Stoppuhrfunktion
abrufbar. Natürlich auch mit der
Möglichkeit, nach jeder heruntergespulten
Runde eine Zwischenzeit zu nehmen.
Fazit: Wenn der Einheitsbrei auf der
Straße im Rückspiegel immer kleiner
wird, fängt der Spaß mit dem Cupra
Formentor erst so richtig an.
92 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2022
93
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
SWIETELSKY
Peter Krammer wird 2023
neuer Swietelsky-Vorstandschef
Seit 2009 prägte DI Karl Weidlinger den Linzer Baukonzern Swietelsky und führte ihn
unter die drei Branchenleader Österreichs. Nun plant er die ruhestandsbedingte Übergabe
seiner Verantwortung für mehr als 3 Milliarden Euro Bauleistung und rund 12.000 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter in 19 Ländern. Die Nachfolge ist bereits geregelt.
F
ür Swietelsky war die Ära unter der
Leitung von DI Karl Weidlinger höchst
erfolgreich. Das Traditionsunternehmen
hat seine Bauleistung mehr als verdoppelt
und konnte in allen Sparten erfolgreich
expandieren. Eben diese Expansion war
nie das vorrangige Ziel Weidlingers, der
immer wieder sein Credo von der „nachhaltigen
Vertiefung der Wertschöpfung mit
Umsicht und Weitsicht“ betonte.
Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Günther
Grassner lobt die Verdienste des scheidenden
Vorstandsvorsitzenden: „Karl Weidlinger
zeichnet sich durch einen außerordentlichen
Sachverstand und nicht minder
ausgeprägte strategische Fähigkeiten aus.
Sein verbindendes Auftreten hat das
Unternehmen nach innen und außen
nachhaltig geprägt.“ Als besonderer Erfolg
Weidlingers gilt allgemein die Übernahme
und erfolgreiche Integration wesentlicher
Teile der insolvent gewordenen Alpine vor
etwa neun Jahren. Damals verbesserte
sich Swietelskys Position am Markt
nachhaltig und rund tausend Arbeitsplätze
konnten gesichert werden.
Damit die Übergabe bestens vorbereitet
erfolgen kann, steht bereits Weidlingers
DI Dr. Peter Krammer,
designierter Vorstandsvorsitzender
der Swietelsky AG.
Nachfolger fest: DI Dr. Peter Krammer ist
allen Branchenkennern als Topmanager
der Strabag bekannt. Er promovierte 1995
an der Fakultät für Bauingenieurwesen
der Technischen Universität Wien zum
Doktor der Technischen Wissenschaften.
Danach sammelte er bei der Porr Technobau
AG, bei Strabag und bei Swietelsky
Berufserfahrung, bis er im Jahr 2005 zur
Strabag AG, Österreich, zurückkehrte. Als
Mitglied des Vorstands zeichnete er dort
für den Unternehmensbereich Hoch- und
Ingenieurbau in Osteuropa sowie konzernweit
für die Umwelttechnik verantwortlich.
Seit 1.1.2010 ist Peter Krammer
Mitglied des Vorstands der Strabag SE.
Am 1. Jänner 2023 tritt er in den Vorstand
der Swietelsky AG ein und übernimmt per
1. April den Vorstandsvorsitz. Bis dahin
bleibt Karl Weidlinger in seiner Funktion
und legt den Fokus auf eine geordnete
Übergabe an Peter Krammer.
Als nachfolgenden Vorstandsvorsitzenden
konnte die Swietelsky AG einen der
wohl profiliertesten Manager der europäischen
Bauindustrie verpflichten. Dazu
Aufsichtsratsvorsitzender Günther
Grassner: „Peter Krammer ist nicht nur die
DI Karl Weidlinger
scheidet
ruhestandsbedingt
mit Ende
März 2023 als
Vorstandsvorsitzender
der
Swietelsky AG
aus.
fachlich bestqualifizierte Person für diese
Nummer-1-Position, sondern als Rückkehrer
auch im Unternehmen ideal vernetzt.
Mit ihm an der Spitze wird die Swietelsky
AG ihren bewährten Kurs der soliden
Prosperität halten.“ Ganz sicher könne er
dabei auf die Ideen und das volle Engagement
aller Mitarbeiter/innen zählen.
Große Herausforderungen
und viel Optimismus
Peter Krammer freut sich auf die neue
Aufgabe, zumal Swietelsky bereits in
früheren Zeiten eine wesentliche Station
in seinem Lebenslauf war. Nach wichtigen
und prägenden Erfahrungen bald dorthin
zurückzukommen und das Unternehmen
in führender Position mitzugestalten
erfülle ihn mit Stolz. „Es gilt die Chancen
der Digitalisierung zu nützen, innovative
Antworten auf die Klimawende anzubieten
und unsere Geschäftsmodelle den
Erfordernissen der Zeit anzupassen“,
meint Peter Krammer als designierter
Vorstandsvorsitzender der Swietelsky AG.
Er selbst sei voller Optimismus, dass dies
gemeinsam gelingen werde.
www.swietelsky.at
Fotos: Rudi Froese; Swietelsky/Grünwald
Fotos: www.foto-laudi.de
Neben Knowhow im Wasserbau überzeugen Felbermayr und Domarin
auch mit einem modernen Fuhrpark – es gehören auch Bagger mit
Energierückgewinnungssystemen zur Ausstattung.
FELBERMAYR
Felbermayr erwirbt Mehrheitsbeteiligung
an bayerischem Wasserbauunternehmen
Seit 4. Mai ist es fix: Felbermayr übernimmt eine Mehrheit an der bestens etablierten
und eigentümergeführten Unternehmensgruppe Domarin. Dies wurde auf einer
Betriebsversammlung in der Firmenzentrale in Vilshofen bekannt gegeben. Die
Domarin-Standorte und die Gewerke im Wasser- und Schiffsbau bleiben davon
ebenso unberührt wie der Firmenname der erfolgreichen bayerischen Firma.
M
DI (FH) Prok. Jörg Hesselink (techn. Bereichsleitung Domarin), DI Stefan Hielle,
MBA (Geschäftsführung Felbermayr Bau/Domarin), DI Horst Felbermayr
(Geschäftsführung Felbermayr Holding), Johann Brunner (Geschäftsführung
Domarin), Birgit Brunner und Irmgard Brunner (Domarin Eigentümerfamilie).
it der Gründung des Unternehmens
Domarin im Jahr 1986 begann die
Erfolgsgeschichte des für seine Handschlagqualität
bekannten bayerischen
Unternehmens. So wurde nur zehn Jahre
nach seiner Gründung durch Johann
Brunner, ergänzend zum Wasserbau, mit der
Übernahme einer Werft in Erlenbach am
Main auch mit dem Schiffsbau begonnen.
Für Brunner, der die Mehrheit in Bezug
auf die Betriebsnachfolge abgibt, waren
vor allem eine belastbare Vertrauensbasis
und eine gesicherte Zukunft für seine
Mitarbeiter ausschlaggebende Kriterien:
„Mit Felbermayr arbeiten wir schon viele
Jahre erfolgreich zusammen, wir kennen
uns und schätzen uns“, sagt Brunner und
setzt fort: „Auch die Gemeinsamkeiten in
der Firmenkultur und die damit verbundene
Wertschätzung gegenüber den
Mitarbeitern war ein wesentlicher Grund
für die Entscheidung, an Felbermayr zu
verkaufen.“
„Für uns als Familienunternehmen ist
der Zuschlag für die Mehrheitsbeteiligung
an Domarin ein großer Vertrauensbeweis
des großartigen Unternehmers Johann
Brunner“, freut sich Horst Felbermayr,
Eigentümer und CEO des gleichnamigen
Familienunternehmens. Im operativen
Sinne profitiert das Geschäftsfeld Bau von
Felbermayr in vielfacher Hinsicht. Dazu
Geschäftsführer Stefan Hielle: „Damit
machen wir mit unserer Nischenstrategie
im Bauwesen und im Besonderen im
Wasserbau einen großen Schritt nach
vorne. Zudem bekommen wir mit der
Werft in Erlenbach eine Quelle technischen
Know-hows für den eigenen
Flottenausbau und können als Dienstleister
für Binnenschifffahrtsunternehmen
auftreten.“
Die jahrzehntelange Erfahrung und das
Wissen der Domarin-Mitarbeiter, sowie
rund 50 schwimmenden Einheiten,
bestehend aus Schubbooten, Gütermotorschiffen,
Schuten und Pontons sind für
Felbermayr eine wesentliche Erweiterung
in diesem Nischensegment. „Für uns
bedeutet das eine ideale Ergänzung. Somit
können wir jetzt auch am deutschen Markt
als Wasserbauunternehmen wesentlich
stärker auftreten“, ist Hielle begeistert.
Somit wird man künftig auf den schon
für die Firma Domarin namensgebenden
Binnenschifffahrtsstraßen Donau, Main
und Rhein auch Felbermayr als Wasserbauunternehmen
häufiger antreffen.
Derzeit kann man das schon beim Donauausbau
zwischen Straubing und Vilshofen
sehen – dieser wird bereits in einer ARGE
der beiden Unternehmen durchgeführt.
www.felbermayr.cc
94 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2022 95
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
SERVICE
WACKER NEUSON GROUP
Schwungvoller Start ins Jahr 2022
Die Wacker Neuson Group ist erfolgreich in das Jahr 2022 gestartet. Der
Konzern erreichte im ersten Quartal einen Umsatz von 521,6 Mio. Euro –
ein Plus von 20,2% im Vergleich zum Vorjahr.
W
echselkursbereinigt betrug der
Zuwachs 18,4%. Allerdings belasteten
Ineffizienzen im Zusammenhang mit der
weiter angespannten Situation der
Lieferketten sowie stark gestiegene
Inputkosten die Profitabilität: Das
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
ging um 10,3% auf 39,1 Mio. Euro zurück.
Die EBIT-Marge erreichte 7,5%, ein
Rückgang um 250 Basispunkte.
„Trotz der weiterhin herausfordernden
Zuliefersituation ist es unseren Teams
erneut gelungen, die dynamische Nachfrage
nach unseren Produkten zu bedienen
und ein weiteres Quartal mit starkem
Wachstum abzuliefern. Die Coronapandemie
und anhaltende Unterbrechungen der
Lieferketten führen jedoch nach wie vor zu
Störungen der Betriebsabläufe und zu
Nacharbeiten, die neben hohen Materialkosten
und steigenden Energiepreisen die
Bruttomarge unter Druck bringen“, so Dr.
Karl Tragl, Vorstandsvorsitzender und
CEO der Wacker Neuson Group.
Im Segment Europa (EMEA) lag der
Umsatz im ersten Quartal mit 411,6 Mio.
Euro um 17,9% über dem Wert des
Vorjahres. Mit zweistelligen Wachstumsraten
zeigten sich Deutschland, Österreich,
Großbritannien, Frankreich, Polen und
Tschechien als Treiber des Wachstums. Der
Konzern profitierte von einer starken
Nachfrage nach Baggern, Radladern und
Dumpern für die Bauwirtschaft, daneben
entwickelte sich das konzerneigene
Vermietgeschäft positiv. Das Geschäft mit
Kunden aus der Landwirtschaft der
Konzernmarken Kramer und Weidemann
lag mit einem Plus von 32,2% auch im
ersten Quartal 2022 wieder deutlich über
dem Vorjahr. In der Region Amerikas setzte
sich die positive Entwicklung in den USA
bzw. Kanada fort und auch in Asien-Pazifik
stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr
um 16,4% auf 19,2 Mio. Euro, währungsbereinigt
betrug der Anstieg 12,7%.
Mit einer EBIT-Marge von 7,5% lag die
Profitabilität im ersten Quartal um 2,5
Prozentpunkte unter dem Wert des
Vorjahres. Durch die wiederholt unterbrochene
Maschinenproduktion und die
notwendige Nacharbeit als Folge der
überspannten Lieferketten entstand
zusätzlicher Aufwand, der die Produktivität
in den Werken belastete. Durch höhere
Bezugskosten für Material und Energie
sowie deutlich gestiegene Transportkosten
geriet die Bruttomarge zusätzlich unter
Der Umsatz der
Wacker Neuson
Group lag im
ersten Quartal
20% über Vorjahr.
Lieferketten
und die Preisdynamik
am Beschaffungsmarkt
bleiben die
größten Herausforderungen.
Druck. Verkaufspreiserhöhungen und die
erneute Senkung des Anteils der Kosten
für Vertrieb, Forschung und Entwicklung
sowie Verwaltung am Umsatz (-2,1 PP
z.Vj.) konnten die negativen Effekte auf
das Bruttoergebnis nicht vollständig
kompensieren.
Für das Geschäftsjahr 2022 geht der
Vorstand unverändert von einem Umsatz
zwischen 1.900 und 2.100 Mio. Euro aus.
Die EBIT-Marge wird in der Bandbreite
von 9,0 bis 10,5% erwartet. Ineffizienzen in
Produktion und Logistik als Resultat der
überspannten und wiederholt unterbrochenen
Lieferketten sowie die deutlich
gestiegenen Material-, Transport- und
Energiekosten werden im Vergleich zum
Vorjahr voraussichtlich nicht vollständig
kompensiert werden können. Der Vorstand
sieht zudem das Risiko, dass die Störungen
der Lieferketten kurzfristig weiter
zunehmen könnten. In der Prognose sind
weitergehende Auswirkungen des Ukraine-
Krieges auf das gesamtwirtschaftliche
Umfeld sowie die Verfassung der globalen
Lieferketten nicht enthalten. Ebenso nicht
enthalten sind die Auswirkungen der
Corona-Maßnahmen in China.
www.wackerneuson.com
KURZURLAUB VON DER BAUSTELLE
Die Natur als Soundtrack des Abenteuers
Vom aktiven Bergerlebnis direkt ins Wasser-Paradies: das Vier Sterne Landhotel
Alpenhof in Filzmoos ist der perfekte Startpunkt für spannende Touren.
E
s gibt sie noch, diese Sehnsuchtsorte
zum Hinkommen, um runterzukommen.
Bei Familie Walchhofer im malerischen
Filzmoos erlebt man vor der
grandiosen Kulisse der mächtigen
Bischofsmütze und kristallklarem Wasser
echte Gastfreundschaft. So werden schon
beim herzhaften Frühstück gemeinsam
die Pläne für den Tag geschmiedet.
Hotelier Michael Walchhofer hat die
besten Insider-Tipps für Wanderungen
und Entdeckungsreisen rund um den
Alpenhof parat. Die außergewöhnlichsten
„Platzerl“ und regionalen Schätze teilt der
Chef des Hauses – sei es
in Form von geführten
Wanderungen, beim
gemeinsamen Grillabend
oder Schnapsbrennen
– nur zu gerne mit
„seinen“ Alpenhof
Gästen.
Weitab von Verkehrslärm
und Stress
zählt nur der nächste
Höhenmeter. Statt
Dauerberieselung von
Handy und Radio bilden
Insektensummen und
Kuhglocken die musikalische
Untermalung. Und
mit jedem Schritt durch die Salzburger
Bergwelt lässt man den Alltag noch ein
Stück weit mehr hinter sich. Auf über 200
km Wanderwegen kommen nicht nur
versierte Bergfexe, sondern auch gemütliche
Wanderer und Familien mit Kindern
voll auf ihre Kosten. Papageno-Bahn,
Wanderbus, Almi-Shuttle und geführte
E-Bike-Touren zählen zu den vielen
Extras, die – dank Mitgliedschaft bei den
Premium-Wanderhotels und der Filzmooser
Sommer Card – für Bergfreunde im
Urlaub bereits inkludiert sind. Und auch
dem Bewegungsdrang der Kinder wird in
Wanderschuhe oder
Bikini? Mountainbike oder
Badehose? Am besten beides,
vereint doch das Vier Sterne Landhotel
Alpenhof gekonnt die Vorzüge
der imposanten Bergwelt mit einer
einzigartigen Wasser- und Wohlfühllandschaft.
der Natur freier Lauf gelassen: Beim
Kinderklettern, Geocaching, in der
hauseigenen Fun-Area oder beim
Adventure Minigolf erleben die kleinen
Gäste große Abenteuer.
Neben der imposanten Bergkulisse ist
Wasser das bestimmende Element und im
Alpenhof in den verschiedensten Spielarten
zu finden: natürlich und klar im 1.000
m² großen Naturbadeteich, gespeist aus
eigener Quelle im Innenpool, wohltemperiert
mit 31° im Außenpool oder erfrischend
kalt im Kneipp-Bach. Wer am
Vormittag die Naturjuwele der Umgebung
erkundet hat, der findet in
der Alpenhof Wasser- und
Saunawelt die perfekte
Ergänzung zum aktiven
Urlauben. Zusätzlich sorgen
lockernde Minuten auf der
Massagebank für eine echte
Auszeit für Körper und
Geist. Ob zur Regeneration
nach dem Sport oder als
Anwendung, um das persönliche
Wohlbefinden auf ein
neues Level zu heben – die
neu gewonnene Erholung
darf dann gerne mit nach
Hause genommen werden.
www.alpenhof.com
96 MAI 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2022 97
SERVICE
BÜCHER
DER KRANFÜHRER
Resch Verlag; Broschüre; DIN A5; 108 Seiten
13. Auflage 2022; inkl. 15 Übungsfragen; 18,50 Euro
OPTISCHE MÄNGEL IM BILD
2. Auflage 2022; 232 Seiten; 327 farbige Abbildungen
gebunden; ISBN 978-3-481-04370-4; 79 Euro
Krane sind komplexe Gebilde. Die aktualisierte
Broschüre „Der Kranführer“ glänzt nicht nur
exklusiv im Gewand einer neu gestalteten
Titelseite – auch ein neuer Mitautor tritt ab
sofort in Erscheinung: Timo Zimmermann.
Worum es in der Broschüre im Kern geht, sagt
bereits der Untertitel: Wie Sie den Kran
vorschrifts- und bestimmungsgemäß bedienen
sowie Lasten sicher anschlagen. Es werden also
alle Basics erläutert, die ein Kranführer wissen
muss – vom rechtlichen Hintergrund, seiner
Verantwortung bis hin zu den physikalischen,
technischen Grundlagen und allem weiteren,
was für den Kranführer wichtig ist. Sie dient als
begleitende Lektüre für die Schulung und später
als Nachschlagewerk im Arbeitsalltag.
www.resch-verlag.com
„Optische Mängel im Bild“ hilft Architekten, Ingenieuren und Sachverständigen
sowie Bauausführenden bei der richtigen Bewertung und Einschätzung
optischer Mängel. Das reich bebilderte Nachschlagewerk zeigt mehr als 180
typische Beispiele und unterscheidet jeweils zwischen Bagatellfällen und
echten Mängeln. Der übersichtliche, katalogartige Aufbau ermöglicht ein
schnelles Auffinden und den Vergleich mit eigenen Schadensfällen. Die
vorliegende 2. Auflage haben die Autoren um mehr als 40 neue Beispiele
ergänzt.
Gerade die Bewertung optischer Beeinträchtigungen ist schwierig und häufig
strittig. Bei der Abnahme führen Abweichungen im optischen Erscheinungs-
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bild und die resultierende
Frage, ob es sich um eine
hinzunehmende Bagatelle
oder einen Mangel
handelt, für den Nachbesserung
oder Minderung
verlangt werden kann,
mitunter zum Streit.
Das Fachbuch „Optische
Mängel im Bild“ unterstützt
bei der Klärung
dieser Frage. In zahlreichen
Fallbeispielen
werden unterschiedlich
stark ausgeprägte
Erscheinungsbilder
einander gegenübergestellt und bezüglich ihrer Hinnehmbarkeit in
verschiedene Kategorien eingestuft. Eine farbige Grafik zur
Klassifizierung optischer Abweichungen zeigt den Grad der
Beeinträchtigung des jeweiligen Beispiels auf einen Blick. Fallbezogene
Hinweise vertiefen die Thematik. Das Nachschlagewerk
ermöglicht so eine erste Bewertung eigener Fälle vor Ort,
erleichtert die Abgrenzung zwischen zu akzeptierenden Abweichungen
und optischen Mängeln und hilft bei der Bewertung und
Entscheidung zum weiteren Vorgehen.
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Erfassung der höchstgerichtlichen Judikatur und die ausführlichen
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