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Baublatt Magazin March 2022

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www.baublatt.at

NR. 3 | 2022

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DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK

Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Retouren an PF 100, 1350 Wien | Einzelpreis 9,00 € | März 2022 | www.baublatt.at

12 | Wiener Gewässer

Entschlammung der Buchten

der Wiener Donauinsel

28 | Komatsu

Technik-Pionier mit starker

Europa-Präsenz feiert 100 Jahre

89 | Kanal- + Leitungsbau

Anspruchsvolle Projekte

und aktuelle Entwicklungen


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EDITORIAL

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Mühlsteine

Wenn ich einen Blick auf meinen

letzten Leitartikel werfe, dann

scheint mir dieser aus einer

anderen Zeit zu stammen. Entstanden ist er

in den letzten Tagen, in denen in der

Ukraine noch Frieden herrschte. Was hat

sich seither alles verändert! Nun, ich bin

sicher, dass Sie die Nachrichtenlage ebenso

gespannt und besorgt verfolgen, wie das

Team von Baublatt.Österreich.

Die Sorgenfalten werden aber auch in

der heimischen Baubranche

stärker – obwohl der Bau nach

wie vor mit sehr hoher

Auslastung läuft. Auch hier

ein Blick in eine andere Zeit:

Können Sie sich noch erinnern,

wann Sie sich das letzte Mal

über eine Preissteigerung von

3% aufgeregt haben? Ist lange

her oder? Heute kann man

Steigerungen von 140% nur

noch emotionslos zur Kenntnis

nehmen. Egal ob Holz, Zement

oder Stahl – keiner der

wichtigen Rohstoffe bleibt

verschont. Dazu kommen

extrem gestiegene Energiepreise, die

gleich mehrfach durchschlagen. Und dann

noch die Lieferschwierigkeiten, die der

nächsten Fuhrpark-Erneuerung auch

schon mal einen Zeithorizont von

rund 15 Monaten bescheren.

Viele dieser Faktoren waren schon im

letzten Jahr deutlich spürbar. Durch die

internationale Krise rund um die Ukraine

Karl Englert

Verlagsleiter und Herausgeber

BAUBLATT.ÖSTERREICH

werden sie nochmals um ein Vielfaches

verstärkt. Jeder dieser Mühlsteine hat für

sich schon ein erdrückendes Gewicht, in

Summe bilden sie aber eine ernsthafte

Gefährdung für die weitere erfolgreiche

Entwicklung der Branche. Eine Folgeerscheinung

daraus, die sich bereits jetzt

abzeichnet: für die bauausführende Wirtschaft

wird es immer schwieriger, den

Kunden fixe Preise anzubieten. Auch bei

kleineren Bauprojekten mit relativ kurzen

Fertigstellungsfristen geht der

Trend jetzt eindeutig zu

Verträgen mit veränderlichen

Preisen.

Abgesehen von der weiteren

Entwicklung in der Ukraine,

für die es aus heutiger

Perspektive nur wenige

positive Szenarien gibt, steht

mit der für 1. Juli 2022

geplanten Einführung einer

CO2-Bepreisung bereits der

nächste Kostenschub ins Haus.

Wir schließen uns hier dem

Appell an die politischen

Entscheidungsträger an, diese

nochmals zu überdenken und so lange

auszusetzen, bis sich die Entwicklung auf

den Rohstoffmärkten wieder einigermaßen

stabilisiert hat. Mit der Hoffnung, dass wir

schon bald wieder in einem Europa ohne

kriegerische Handlungen leben, wünsche

ich Ihnen einen erfolgreichen Frühling!

Meint herzlichst

Ihr Karl Englert

50 Jahre Dumper Know-how

Wacker Neuson bringt langjährige

Expertise in der Entwicklung und

Fertigung von Rad- und Kettendumpern

mit: mehr als 50 Jahre

Dumper Know-how! Am Standort

Hörsching bei Linz befindet sich das

Wacker Neuson Kompetenzzentrum

für Dumper und Bagger mit den

Bereichen Forschung, Entwicklung

und Produktion. Insgesamt bietet

Wacker Neuson zehn Raddumpermodelle,

drei Dual View Dumper und

sieben Kettendumper-Modelle sowie

die elektrisch betriebenen Maschinen

DW15e und DT10e an.

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NEU BEI ASCENDUM:

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IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe März 2022, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Tel.: +43/1/3100700-100, Fax: +43/1/3100700-600, E-Mail: office@specialmedia.com, Firma des Herstellers: Bauer Medien Produktion- und Handels GmbH,

Verlagsort: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Herstellungsort: Baumannstraße 3/19, 1030 Wien, Anschrift der Redaktion: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Name des Herausgebers: Karl Englert, Anschrift des Herausgebers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Geschäftsführung: Prof. Hans-Jörgen Manstein und Prof. Ing. Mag. Michael Grabner Verlagsleitung: Karl Englert (KE), karl.englert@ specialmedia.com, DW 800,

Office Management, Anzeigenverrechnung und Redaktionsassistenz: Katja Böhmer (KB), katja.boehmer@specialmedia.com, DW 100,

Chefredakteur: Alexander Riell (AR) alexander.riell@specialmedia.com, DW 840, Grafik: Manfred Fürst

Grundlegende Richtung: BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin fü r die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung

ü ber Baumaschinen, -geräte und –technik, Web: www.baublatt.at.

BAUBLATT.ÖSTERREICH: erscheint monatlich, 10x jährlich mit zwei Doppelnummern, Auflage: 10.500 Exemplare, Einzelpreis Inland € 10,– Jahresabonnement (10 Hefte) € 70,–

(alle Preise inkl. 10% MwSt.), Auslandsabonnements auf Anfrage, Bankver bindung: Erste Bank, BLZ: 20111, Konto: 291 2145 2900, IBAN: AT85 2011 1291 2145 2900,

BIC: GIBAATWW, FN 309377t, UID ATU 64333304, Gerichtsstand ist Wien. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit von elektronisch übertragenen Dokumenten oder Anzeigen kann

keine Verantwortung übernommen werden. Bei nicht ausgewiesenen Bild- und Fotorechten handelt es sich um von den Unternehmen beigestelltes und zum Abdruck

freigegebenes Fotomaterial. Impressum gemäß § 25 Mediengesetz unter www.baublatt.at abrufbar.

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INHALT

MENSCHEN + SZENE

08 Aktuelles bei Wien Museum, Wietersdorfer,

Kaiser AG, i+R Gruppe, Tadano, Construction

Equipment Forum und TU Graz.

PROJEKTE + PLANUNG

12 Wiener Gewässer: Damit für Jungfische

wieder geschützte Bereiche zur Verfügung

stehen, wurden Buchten der Wiener Donauinsel

von der Abteilung Wasserbau der

Firma Felbermayr vom Schlamm befreit.

18 Rohstoffe: Das Bundesministerium für

Landwirtschaft, Regionen und Tourismus

präsentierte den Masterplan Rohstoffe 2030.

20 ÖBB: Im Zuge der Erneuerung der

Melachbrücke bei Kematen ging Anfang

März der erfolgreiche Querverschub des

ersten Brückentragwerks über die Bühne.

MASCHINEN + TECHNIK

22 Liebherr: Für den Bau der Strommasten der

Salzburgleitung müssen Liebherr-Mobilkrane

teilweise Baustellen in Höhen von bis zu

1.800 m über dem Meeresspiegel anfahren.

24 MWT: Stationäre Bandwaagen sorgen für

höchste Wiegegenauigkeit und komfortablen

Daten-Zugriff über das Web Portal.

58 Kleemann: Der Backenbrecher Mobicat

MC 110(i) EVO2 und der Kegelbrecher

Mobicone MCO 90(i) EVO2 punkten mit

Leistung, Effizienz und Flexibilität.

60 Avesco TEC: Der 20-t-Tunnelbagger

TEC TB20 ist das erste Gerät mit 140 kW

Leistung in der gefragten Größenklasse.

61 Goldhofer: Anspruchsvoller Transport

einer neuen Straßenbahn in Dresden.

62 Wacker Neuson: Mit 50 Jahre Dumper

Know-how und 10 Jahre Dumper Kompetenz

am Standort Hörsching bei Linz begeht

Wacker Neuson aktuell ein Doppeljubiläum.

64 Sandvik: BEV-Muldenkipper-Prototyp mit

65 t Nutzlast für den untertägigen Bergbau.

65 Unfallprävention: Ein digitales Schulungssystem

unterstützt individuelle Konzepte.

66 Liebherr: Mit dem Raupenkran LR 1160.1

unplugged wird die Serie batteriebetriebener

Geräte um ein neues Modell erweitert.

86 Kuhn: Remote Service sorgt für leicht

zugänglichen und raschen Support.

88 Ascendum vertreibt seit sieben Jahren

erfolgreich Sennebogen Umschlagbagger.

2022 wird die Sennebogen-Produktpalette

um drei Abbruchmaschinen erweitert.

89 RTi: Unter der Salzach wurde eine Nutzwasserleitung

DN 1.000 mm mit einem

127 m langen Schlauchliner saniert.

90 Strabag: Um Abwasserkanäle auf Herz

und Nieren zu prüfen, setzt auch Strabag

Kanaltechnik auf künstliche Intelligenz.

92 BMLRT: 80 Mio. Euro Förderungsmittel

für die heimische Trinkwasserversorgung.

93 Symposium Grabenlos: Der nächste

Treffpunkt für den grabenlosen Leitungsbau

findet am 19. und 20. September 2022 statt.

89

94 Kraft & Wärme: Das Starline Verfahren

ist ein Gewebeschlauchverfahren für die

Im Schwerpunkt Kanal- und Leitungsbau

67 Schwamborn: Neuartige FloorZilla-

grabungsarme Rehabilitation von

Reinigungspads reinigen noch gründlicher.

Gashausanschlussleitungen.

informieren wir über aktuelle technische

Lösungen und Best-Practice Einsätze.

95 IFAT:

Verlässliche

Die weltweit größte Fachmesse für

Umwelttechnologien findet vom 30. Mai bis

3. Juni 2022 in München statt.

26 Doosan präsentiert die ersten vier Modelle

der neuen Kompaktbaggerreihe.

28 Komatsu: Wir sprachen in Hannover mit

Göksel Güner, COO von Komatsu Europe,

und den Geschäftsführern des Vertriebspartners

Kuhn über die Nähe zu Kunden

und 100 Jahre technische Pionierleistung.

32 Boels: Kooperation im Bereich der

mobilen Kamerabewachung erweitert

das Dienstleistungsangebot.

34 Ascendum: Die knickgelenkten Dumper von

Volvo CE ermöglichen nicht nur durch das

Haul Assist-Paket einen effizienten Betrieb.

36 Dorn Lift präsentiert mit der Lightlift

Performance IIIS-Serie das Flaggschiff

der Hinowa Raupen-Arbeitsbühnen.

38 Sitech Austria: Aktuelle Trimble Lösungen

für die vernetzte Baustelle bieten zahlreiche

Vorteile für Erd- und Straßenbauunternehmer.

48

40 Messe-Vorschau: Technik zum Anfassen

bietet Anfang Mai wieder das Messeduo

RecyclingAktiv & TiefbauLive in Karlsruhe.

42 Rubble Master: Ein RM 100GO! bewährt

sich in Chile auf entlegenen Baustellen und

bei der Aufbereitung von Flussgestein.

44 Zeppelin: Die Firma Zellinger in Walding

hat sich in der Abfallwirtschaft vom Entsorger

zum Versorger entwickelt. Im Fuhrpark setzt

das Unternehmen auf neueste Cat-Geräte.

48 GeoLanes: Zukunftsorientierte Lösungen

für die Bau- und Vermessungsbranche.

50 Wolffkran: Durch ein Joint Venture wird

nun auch der Markt in Norwegen bedient.

52 Bredenoord: Der Experte für mobile

Stromversorgung baut seine Expansion

auch in Österreich weiter aus.

53 Metabo: Neue Akku-Winkelschleifer-Range.

54 Zeppelin Rental: Mit einer Fläche von 85 ha

gehört das Nordbahnhofareal zu den größten

innerstädtischen Stadtentwicklungsgebieten

Wiens. Zeppelin Rental Österreich sorgt für

ein umfassendes Baustellenmanagement.

56 Kemroc: Einsatz der Universalfräse

ES110HD an einem 24-t-Bagger für die

präzise Naturwerkstein-Bearbeitung.

68 Wirtgen: Mit der W 100 Fi, W 120 Fi und

W 130 Fi präsentiert Wirtgen ab sofort drei

leistungsstarke Ein-Meter-Kompaktfräsen

der neuesten Generation.

70 Kobelco: Der neue Minibagger SK19 liefert

gegenüber dem Vorgänger dank zahlreicher

Neuerungen eine deutlich höhere Leistung.

72 Digando: Bereits seit Mitte 2020 ist Kuhn

als Vermieter auf der Online-Mietplattform für

Baumaschinen präsent. Jetzt beteiligt sich

das Unternehmen an der Digando GmbH.

74 Mörtlbauer: Die Habau-Group verstärkt

ihren Fuhrpark mit einem leistungsstarken

50 t Abbruchbagger von Hitachi.

75 Zandt: TAT-K 110 und TAT-K 140 punkten

als multifunktionale Tandemdreiseitenkipper.

76 Holp: Die HTB Bau GmbH setzt seit Jahren

auf die Drehantriebe RotoTop. So auch beim

Bau von zwei neuen Wasserkraftwerken

im Tiroler Sellraintal.

79 BKL ist seit März 2022 Vertriebspartner

für Sáez-Turmdrehkrane in Österreich.

80 HS-Schoch: Hochwertige und nachhaltige

Regeneration von Anbaugeräten.

81 Case: Markteinführung der neuen

E-Serie mit sieben neuen Modellen.

82 Topcon: Beim Renaturierungsprojekt eines

ehemaligen Zechengeländes bewährt sich

die Magnet-Softwaresuite von Topcon.

85 Rädlinger: Neuer Doppelfanghaken sorgt

für mehr Sicherheit auf der Baustelle.

KANAL- + LEITUNGSBAU

96 Kiesel: Hitachi ZX190W-6 mit Saugbagger-

Anbaugerät optimiert Rohrleitungsbau.

98 Braumann Tiefbau führt in Bern im

Rahmen des Projekts „Dr noi Breitsch“ drei

Haltungen Microtunneling DN 1200 durch.

100 Baustellendiebstahl: Tipps für Präventionsmaßnahmen

zur Sicherung von Baustellen.

101 Kuhn Holding expandiert nach Rumänien.

101 Mapei Gruppe feiert 85-jähriges Jubiläum.

102 Baublatt.Österreich Test:

Ford Galaxy FHEV Titanum

Hyundai Santa FE Plug-In 1.6 T-GDI

KIA EV6 GT-Line Pro AWD

104 Tschann: US-Armee Garnison stellt

Tatra Phoenix in Dienst.

6 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 7

04 Editorial

WIRTSCHAFT + MÄRKTE

FUHRPARK

STANDARDS

105 Service

Kurzurlaub von der Baustelle: Hotel „Die

Sonne“ in Saalbach Hinterglemm; Literatur

Nachhaltige Lösungen.

Härtester Stahl.

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WIEN MUSEUM

Großbaustellen am Baustellenzaun

Während das Wien Museum am Karlsplatz saniert und erweitert

wird, informiert eine Ausstellung am Baustellenzaun noch bis 22.

Mai über ehemalige Großbaustellen – etwa die der Wiener Stadthalle,

der UNO-City oder der Donauinsel. Anhand von Schrägluftbildern

zeigt die Ausstellung bedeutende Schauplätze der Wiener

Stadtentwicklung von den 1950er bis in die 1970er Jahre, die das

Bild der Stadt teilweise bis heute prägen. In elf Stationen wird

der Blick auf bekannte und weniger bekannte Orte dieses Stadtumbaus

gelenkt: von ikonischer Architektur über Verkehrsinfrastruktur

bis hin zum Landschaftsbau. Darüber hinaus bieten die

großformatigen Bilder für stadthistorisch oder bautechnisch Interessierte

eine Fülle an Detailinfos. www.wienmuseum.at

WIETERSDORFER

Notebooks für Nachwuchstalente

D

ie Eigentümergesellschaft der

Wietersdorfer Gruppe spendet 14

neue Notebooks an die Handelsakademie

Althofen. Die Markengeräte von Acer

haben inklusive Versicherung einen Wert

von mehr als 12.000 Euro und werden

dem Schulzweig „Industrie HAK“ zur

Verfügung gestellt. Dieser ist der erste

Schulzweig einer österreichischen HAK,

der junge Menschen gezielt auf die

vielfältigen Karrierechancen in der

modernen Industrie vorbereitet. Neben

Wirtschafts- und Industriekompetenz

bildet der „Digitale Klassenraum“ im

Sinne der fortschreitenden Digitalisierung

einen wesentlichen Eckpfeiler der

Ausbildung. Vor zwei Jahren hat etwa die

Wietersdorfer-Tochter w&p Zement einen

voll funktionsfähigen Industrieroboter an

die Mechatronik-Abteilung der HTL

Klagenfurt gespendet. Zudem arbeitet das

Unternehmen kontinuierlich mit höheren

technischen Lehranstalten zusammen

und unterstützt Studenten bei ihren

Abschlussarbeiten.

www.wietersdorfer.com

Bertram Ziegenfuß (rechts)

übergibt im Namen der Eigentümervertretung

der Wietersdorfer

Gruppe 14 Notebooks stellvertretend

für die HAK Althofen

an Schulleiter Hannes Scherzer

(links) und zwei Schüler der

HAK Althofen.

Foto: i+R Gruppe

I+R GRUPPE

E-Busse für Baustellenteams

D

ie Lauteracher i+R Gruppe setzt auf ökologische Erneuerung und

erweitert an 11 Standorten das Ladenetzwerk für E-Mobilität auf

insgesamt 50 E-Ladepunkte. Die Unternehmensgruppe verfügt in

Vorarlberg über den größten privaten Ladepark. 40% der im vergangenen

Jahr neu zugelassenen Pkw sind elektrisch, über alle Fahrzeugtypen

hinweg ist es knapp ein Drittel. Angeschafft wurden neben Pkw

auch zwei E-Busse für Baustellenteams und Lehrlinge sowie E-Stapler.

Auch die Pool-Autos fahren mit Strom. Ein Blick auf die Kilometerleistung

zeigt: 320.000 elektrisch zurückgelegte Kilometer im Jahr

2021 sparten in der Öko-Bilanz rund 55 t CO2 ein. Zudem gewinnt die

i+R Gruppe aus den betriebseigenen Photovoltaik-Anlagen 1,25 Mio.

kWh Ökostrom, was in etwa der Hälfte des Strombedarfs an den

österreichischen Standorten entspricht. Allein am i+R Mobilitätshub

der Unternehmenszentrale in Lauterach stehen nach der Erweiterung

neben vier Schnellladern (Hypercharger mit je 75 kW Leistung)

auch 25 normale Ladestationen zur Verfügung. Die dafür erforderliche

Ladeleistung von 250 kW wird über ein intelligentes Lastenmanagement

verteilt. Forciert wird bei der i+R Gruppe auch die Nutzung der

betriebseigenen Gebäude für Photovoltaik-Anlagen.

www.ir-gruppe.com

Der E-Ladepark bei der Unternehmenszentrale

der i+R Gruppe in Lauterach.

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8

Foto: WIG Holding

KAISER AG

Erweiterung der Zentrale in Schaanwald

Die Kaiser AG, deren Wurzeln bis in das Jahr 1913 zurückreichen, ist bekannt für ihre Mobil-

Schreitbagger, Zwei-Wege-Bagger und Trockensaugfahrzeuge. Weil die Auftragsbücher voll

sind, platzt der Hauptsitz der Kaiser AG in Schaanwald in Liechtenstein aus allen Nähten.

Firmenchef Markus Kaiser, der das Unternehmen in dritter Generation führt, plant daher einen

architektonisch ansprechenden Neubau auf über 3.000 m 2 . Als Besonderheit ist eine Glasfront

vorgesehen, mit der Kaiser Einblick in seine Baggerproduktion gibt. Eine spektakuläre Fußgängerbrücke

wird den Neubau mit dem bestehenden Gebäude verbinden. www.kaiser.li

TADANO

Neuer Verkaufsleiter

MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH

Im Zuge der Umstrukturierung zu One Tadano hat das Unternehmen

zum 11. Februar 2022 Frank Brachtendorf als Head

of Sales für die DACH-Region eingesetzt. In seiner neuen

Rolle wird er das Tadano DACH-Vertriebsteam leiten und das

damit verbundene Geschäft weiterentwickeln. Dabei kann

der Maschinenbauer auf seine langjährigen Erfahrungen und

engen Kontakte in der Kranbranche zurückgreifen, die er seit

seinem Eintritt als Sales Manager eines Verkaufsgebiets in

Deutschland bei Tadano Faun im Jahr 2016 gewonnen hat.

Über 30 Jahre Tätigkeit im internationalen Baumaschinengeschäft

geben ihm hierbei ein hervorragendes

Fundament für die neuen Aufgaben.

www.tadanoeurope.com

Frank Brachtendorf.

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TERMINE

BRV-Tagung Baustoff-Recycling

07.04.2022, Wien www.brv.at

Baumangel – Versicherungsvs.

Bau-Sachverständige

12.04.2022, Wien und online www.ars.at

13. ÖGT + VÖBU Fair

19.-20.04.2022, Wien www.voebu.at

Faserbeton und brandbeständige Betone

20.04.2022, Wien

www.betonakademie.at

BIM – Grundlagen

20.04.2022, Wien www.ars.at

Bohrbagger

Porter.50

Hangsicherungen

20.04.2022, Wien

www.betonakademie.at

Nutzungsdauer von Bauteilen

und Baustoffen

26.04.2022, Wien www.ars.at

Der gestörte Bauablauf – Dokumentation

und Berechnung von Mehrkosten

28.04.2022, Wien www.ars.at

Swissbau Compact

03.-06.05.2022, Basel www.swissbau.ch

Gebäuderisse erkennen,

beurteilen & sanieren

04.05.2022, Wien www.ars.at

RecyclingAktiv & TiefbauLive

05.-07.05.2022, Karlsruhe

www.recycling-aktiv.de

Örtliche Bauaufsicht

10.-11.05.2022, Wien

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IFAT

30.05.-03.06.2022, München

www.ifat.de

wire & Tube

20.-24.06.2022, Düsseldorf www.wire.de

CONSTRUCTION EQUIPMENT FORUM 2022

Die Zukunft der Baubranche im Fokus

D

ie Bauindustrie durchlebt dynamische

Zeiten. Rasante Entwicklungen im

Bereich künstliche Intelligenz, weiter

steigender globaler Wettbewerbsdruck und

gestiegene Anforderungen an die Nachhaltigkeit

der Branche werfen eine Vielzahl

von Fragen auf: Wie wird die Baustelle der

Zukunft aussehen? Welche digitalen und

autonomen Technologien werden in

Zukunft in der Bauindustrie zum Einsatz

kommen? Wie können Baumaschinen

nachhaltig und klimaneutral arbeiten?

Nicht weniger relevant für die Bauindustrie

ist der Krieg in der Ukraine: Die

gesamte Branche wird von den nun

geltenden Sanktionen betroffen sein und

Das Construction Equipment Forum 2022 bringt erneut das gesamte

Wertschöpfungssystem der Baumaschinenindustrie zusammen.

globale Lieferketten werden sich neu

ordnen.

Erörtert werden all diese Herausforderungen

auf dem Construction Equipment Forum

2022, das am 16. und 17. November in Berlin

und als Online-Veranstaltung stattfindet.

Branchenübergreifend tauschen sich über

550 Hersteller, Zulieferer und Abnehmer

zwei Tage intensiv aus, knüpfen neue

Kontakte und bereichern sich gegenseitig.

Abgerundet wird das Event durch die

Innovationsausstellung als Networking- und

Break-Out Area. Anmeldungen bis zum 20.

April profitieren von stark reduzierten

Super-Early-Bird Preisen.

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Ausbildung in der gewerblichen

Kampfmittelbeseitigung

Sondierung

Baubegleitung

Freigabe

2.–20. Mai 2022

Vorbereitungslehrgang zur

Befähigungsprüfung 2023

Sprengungsunternehmen

Lehrgangsstart ab 9. Jänner 2023

ÖSTERREICHISCHE SPRENGSCHULE

Gernot Peroutka, ATU 4414 8702, +43/ 664/ 27 91 389

info@sprengschule.at

TU GRAZ

Stiftungsprofessur „Nachhaltiges Bauen“

Der Bauingenieur Alexander Passer hat sich schon lange intensiv dem

Thema der Nachhaltigkeit im Bauwesen gewidmet: Er leitet die „Arbeitsgruppe

Nachhaltiges Bauen“ an der TU Graz, ist wissenschaftlicher

Leiter des Universitätslehrgangs „Nachhaltiges Bauen“ von TU Graz und

TU Wien sowie Vorstandsmitglied des Climate Change Centre Austria

(CCCA). Kürzlich wurde er als wissenschaftlicher Berater für den Bereich

Bauwesen in den vom BMK eingesetzten „Klimarat der Bürgerinnen und

Bürger“ nominiert. Im Rahmen der mit Jänner 2022 gestarteten

Stiftungsprofessur widmet sich der Bauingenieur nun noch intensiver

den Schwerpunktthemen Klimaneutralität im Bauwesen, der Modellierung

des Gebäudelebenszyklus und Methoden der lebenszyklusbasierten

Nachhaltigkeitsbewertung. Stifter ist der Fachverband der Stein- und

keramischen Industrie.

www.tugraz.at

10 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Kurzheckbagger mit optimiertem Hydraulik- und Kühlsystem

Geeignet für Bohrlafetten AB 1300 und AB 2300

Komplettgerät inklusive Service und Wartung von Wimmer

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PROJEKTE + PLANUNG

PROJEKTE + PLANUNG

WIENER GEWÄSSER

Alles für die Fische

Von Mitte Jänner bis Mitte März 2022 wurden die Buchten der Wiener

Donauinsel auf einer Länge von mehreren Kilometern vom Schlamm

befreit. Dadurch haben zahlreiche Fischarten wieder die Möglichkeit, in

diesen geschützten Bereichen ihre Eier abzulegen. Durchgeführt wurden

die Arbeiten im Auftrag der Stadt Wien (MA 45, Wiener Gewässer) von

der Abteilung Wasserbau der Firma Felbermayr.

Blick auf die Ausbaggerungsarbeiten

am Ufer der Wiener Donauinsel auf

Höhe der Steinspornbrücke. Kleines

Bild: Dank einer Aufzucht-Station

auf der Donauinsel konnten bis

Ende 2021 über 238.000 Jungfische

des ausgestorbenen Sterlets

ausgesetzt werden.

Fotos: Baublatt.Österreich; viadonau; PID / Christian Fürthner

D

ie zwischen 1972 und 1988 errichtete

Wiener Donauinsel ist ein Generationenprojekt,

das eine Vielzahl von Funktionen

erfüllt – als Naherholungsgebiet

ebenso, wie als Veranstaltungsort oder als

zentraler Teil des Wiener Hochwasserschutzes.

Darüber hinaus ist sie mit einer

Länge von 21 km aber auch ein wertvolles

Ökosystem, denn an viele Buchten

schließen Seitenarme an, die ideale

Rückzugsmöglichkeiten für die rund

40 Fischarten bilden.

Angelegt wurde ein Großteil dieser

Buchten vor rund dreißig Jahren im

Zusammenhang mit der Errichtung des

Kraftwerks Freudenau. Ziel war es, einen

Ausgleich für die Anhebung des Wasserspiegels

im Einstaubereich des Kraftwerks

zu schaffen und den Fischen Schutz vor

natürlichen Feinden zu bieten. Seit ihrer

Fertigstellung führten allerdings mehrere

Hochwasser-Ereignisse dazu, dass sich in

diesen Buchten immer wieder Feinsedimente

ablagerten. Vor allem in der Nähe

zum Kraftwerk Freudenau, wo sich die

Fließgeschwindigkeit der Donau reduziert,

kam es verstärkt zu diesen Ablagerungen.

Die jetzt erstmals durchgeführte

„Entschlammungskur“ ist ein Teil des

EU-Projekts „Life DICCA“, das es sich

zum Ziel gesetzt hat, den negativen

Auswirkungen des Klimawandels mit

gezielten Maßnahmen entgegenzuwirken.

Die Abkürzung „DICCA“ steht für

„Danube Island Climate Change Adaptation“,

also die Anpassung der Donauinsel

an den Klimawandel. Dank der großflächigen

Ausbaggerungen in rund 15 Buchten

bieten die Ufer der Donauinsel nun wieder

optimale Rahmenbedingungen für die

Fische. Die Maßnahmen wirken aber auch

der Austrocknung entgegen und helfen so

dabei, das Mikroklima auf der Donauinsel

zu stabilisieren. Dadurch profitieren nicht

nur die Fische von der Entschlammung,

sondern auch Amphibien, Insekten und

Pflanzen.

Dazu DI Gerald Loew, Abteilungsleiter

der MA 45, Wiener Gewässer: „Obwohl

sich die Wasserqualität der Donau in den

letzten Jahrzehnten massiv verbessert

hat, ist der Fischbestand in der Donau im

selben Zeitraum leider stark zurückgegangen.

Für uns sind die Gewässer als

natürlicher Lebensraum für Fische sehr

wichtig. Dazu ist es einerseits notwendig,

die Fischwanderung entlang der Donau

wieder zu ermöglichen und andererseits in

den Flachwasserzonen auch Kinderstuben

anzubieten, in denen die Jungfische

ausreichend Schutz finden, um sich zu

entwickeln. Durch die finanziellen

Förderungen des EU-Projekts Life DICCA

war es uns jetzt möglich, mit den Ausbaggerungen

den ursprünglichen Zustand der

12 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 13



PROJEKTE + PLANUNG

PROJEKTE + PLANUNG

Der Großraumschubleichter

mit

angekoppelter

Spülschute mit

300 m 3 Fassungsvolumen

wurde vom

Schubschiff Theresa

zu den Einsätzen

bewegt.

Ing. Bmstr.

Hans Wolfsteiner,

Bereichsleiter Felbermayr

Wasserbau.

DI Gerald Loew, Abteilungsleiter

der MA 45, Wiener

Gewässer: „Es ist notwendig,

mit Flachwasserzonen den

Jungfischen ausreichend

Schutz zu bieten und die Fischwanderung

entlang der Donau

wieder zu ermöglichen.“

Teile der Sedimente, die

nicht in die Mitte der Donau

gepumpt werden konnten,

wurden vom schienengebundenen

200 t Seilbagger Liebherr

HS 895 mit seinem 40 m

langen Ausleger am Ufer

abgeladen und von dort mit

Lkw abtransportiert.

Fischwanderhilfen an der Donau initiiert

und mitfinanziert.“

Apropos Fischwanderhilfe: Die Donau

und der Inn sollen bis 2027 von Rumänien

bis Rosenheim für Fische passierbar

werden. Um dieses Ziel umzusetzen,

werden in Oberösterreich, Niederösterreich

und Bayern bei fünf Kraftwerken

Fischwanderhilfen gebaut. Damit werden

die letzten Barrieren an Donau und Inn in

Oberösterreich beseitigt und Zentraleuropas

längste Wasserstraße ein verbundener

Lebensraum. Die Donaukraftwerke

Jochenstein, Aschach und Ybbs-Persenbeug

bekommen eine Fischwanderhilfe,

ebenso die Innkraftwerke Schärding-Neuhaus

und Passau-Ingling. So sollen

Süßwasserfische wie Äsche, Nase, Barbe

Uferbuchten wiederherzustellen und

damit für eine positive Trendwende zu

sorgen.“

Über die Durchführung der inzwischen

abgeschlossenen Ausbaggerungen

informiert Bereichsleiter Ing. Bmstr. Hans

Wolfsteiner vom Felbermayr Wasserbau:

„Aufgrund der naturschutzrechtlichen

Vorgaben durften die Arbeiten nur in den

vegetationsfreien Wintermonaten

er folgen. Zum Einsatz kam hier an der

Donauinsel ein Großraumschubleichter

F-131, der mit einer Spülschute mit

300 m 3 Fassungsvolumen und dem

Schubschiff ´Theresa` gekoppelt war. Auf

dem Großraumschubleichter ist schienengebunden

ein 200 t Seilbagger Liebherr

HS 895 mit einem 40 m langen Ausleger

und einem 10 m 3 Greifer aufgebaut. Der

Schlamm wurde vom Seilbagger aus

Tiefen von bis zu 12 m gehoben und im

Großraumschubleichter zwischengelagert.

Über das Pumpsystem des Schubverbands

und entsprechende Leitungen wurde das

Material dann teilweise in die Mitte der

Donau gepumpt und im Stauraum des

Kraftwerks Freudenau verspült. Das

nicht pumpfähige Material wurde in

Abstimmung mit den Experten von

Wiener Gewässer am Ufer auf Lkw

verladen und zu Deponien transportiert.

Ergänzend kamen in manchen Seitenarmen

zusätzliche Hydraulikbagger,

teilweise mit Long Reach Ausrüstung,

zum Einsatz. In Summe wurden die

Buchten auf diese Weise von rund

30.000 m 3 Feinsedimenten befreit.“

Weitere Projekte: Renaturierung,

Fischzucht und Aufstiegshilfe

Neben dieser Entschlammung des

Donauufers werden in Wien aber auch

viele weitere Maßnahmen gesetzt. Ein

aktuelles Großprojekt im Süden von

Wien ist beispielsweise die Renaturierung

und die Verbesserung des Hochwasserschutzes

in der zweiten Hälfte des

Liesingbachs. Die Neugestaltung des

Uferbereichs bringt hier mehr Grünraum

für Menschen, Tiere und Pflanzen.

Aktuell wird die zweite Hälfte auf dem

9,2 km langen Abschnitt zwischen

Kaiser-Franz-Josef Straße und Großmarktstraße

renaturiert. Bis Ende 2027

wird das Projekt mit insgesamt sechs

Bauteilen abgewickelt.

Doch zurück zur Donau: Von 2016 bis

2021 wurde mit Unterstützung der EU

versucht, das Überleben des beinahe

ausgestorbenen Sterlets in der Oberen

Donau zu sichern. Eine eigene Aufzucht-

Station auf der Donauinsel sorgte für den

Nachwuchs, sodass über 238.000 Jungfische

während der Projektlaufzeit ausgesetzt

werden konnten. Bekanntlich sind

die großen Stör-Arten der Donau durch

Überfischung und Unterbrechung der

Wanderrouten in der Oberen und Mittleren

Donau bereits im letzten Jahrhundert

ausgestorben. Nur der Sterlet ist in der

Oberen Donau noch vereinzelt zu finden.

Er ist die kleinste unter den heimischen

Arten und zählt zu kleinsten Stör-Arten

weltweit. Durch Aufzucht und anschließende

Auswilderung sollten wieder selbst

erhaltende Populationen in der Oberen

Donau entstehen. Als Projektgebiete für

die Auswilderung wurden die letzten frei

fließenden Strecken der österreichischen

Donau im Nationalpark Donau-Auen und

in der Wachau sowie die March als

Zubringergewässer ausgewählt. Bis

September 2021 wurden im Aufzucht-

Container rund 40.000 junge Sterlets pro

Jahr aufgezogen und anschließend in

verschiedenen Donau-Abschnitten und in

der March ausgesetzt. Das EU-Projekt

wurde mit Ende 2021 abgeschlossen.

Dazu DI Loew: „Es gibt in der EU große

Bemühungen, die größeren Fische wieder

zu züchten und Gendatenbanken anzulegen,

um sie dann wieder in der Donau

ansiedeln zu können. Wir unterstützen

diese Bemühungen und haben unter

anderem neben unserer Zentrale am

Brigittenauer Sporn eine der größten

14 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH

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PROJEKTE + PLANUNG

CAT HYDRAULIKBAGGER

320

An rund 15 Buchten nahm der schienengebundene

Seilbagger Liebherr HS 895 mit einem 10 m 3

Greifer die Ausbaggerungen vor.

Neben der Zentrale der MA 45, Wiener

Gewässer, wurde eine der größten Fischwanderhilfen

an der Donau errichtet.

oder auch der Sterlet, die als Mittelstreckenwanderer

verbundene Lebensräume

an Donau und Inn benötigen, die

Kraftwerke wieder überwinden können.

Womit auch eine Verbindung von regionalen

Populationen wieder möglich wird.

Das alles gehört zum Projekt Life Blue

Belt Danube Inn. Die Kosten in der Höhe

von 60 Mio. Euro begleichen zum Großteil

die Österreichisch-Bayerische Kraftwerke

AG und die Verbund Hydro Power GmbH,

die EU beteiligt sich mit 8 Mio. Euro aus

Mitteln des Life Programmes. Im Zuge

dieses Programms werden nicht nur die

Fischwanderhilfen erstellt. Auch Ufer

sollen laut Verbund großflächig renaturiert

werden, um unterschiedliche Lebensräume

und geschützte Laichzonen für die

Donaufische zu schaffen.

March: bisher größter

Uferrückbau fertiggestellt

Die March und die Marchauen sind eine

der artenreichsten und bedeutendsten

Flusslandschaften Mitteleuropas. Doch

machen sich die massiven Regulierungseingriffe

des vergangenen Jahrhunderts

und die Klimakrise auch hier zunehmend

Vom Uferrückbau

an

der March

profitieren

zahlreiche

Fisch-, Muschelund

Vogelarten.

bemerkbar: War die March einst einer der

fischreichsten Flüsse Österreichs, sind

dort heute nur noch 5 bis 10% der

ursprünglichen Fischmenge zu finden.

Durch Renaturierungsarbeiten, wie das

Entfernen der Uferverbauung oder das

Wiederanbinden von Nebenarmen, wird

der March ein Stück Freiheit zurückgegeben,

wovon sowohl Ökologie als auch

Menschen profitieren.

Vor kurzem wurde nun der erste

vollständige Uferrückbau an der March

erfolgreich abgeschlossen. „Nach zweimonatiger

Bauzeit konnten wir am

10. Februar den letzten Wasserbaustein

bei Zwerndorf entfernen und der March

ein Stück Natur zurückgeben“, freut sich

Franz Steiner, Projektleiter der zuständigen

Wasserstraßen-Gesellschaft viadonau.

Durch die 705 m lange Renaturierung

entstanden im WWF-Auenreservat

Marchegg 2 km durchgängig unverbaute

Uferlinie, da sich flussauf und flussab des

Rückbaus keine Uferverbauungen

befinden. Damit ist es das längste unverbaute

Ufer im gesamten Grenzabschnitt

der March. Diesem ersten Meilenstein

sollen noch heuer ein Uferrückbau auf

slowakischer Seite und Strukturierungsmaßnahmen

des Flussbettes im Mündungsbereich

der March in die Donau

folgen. Allein die Jungfischmenge hat sich

in den renaturierten Flussbereichen

verdreifacht.

16 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH

KRAFTVOLL. EFFIZIENT. SPARSAM.

Nie zuvor waren Assistenzsysteme wie Planierautomatik, Wägesystem und Arbeitsraumbegrenzung sowie 2D- oder 3D-Maschinensteuerungstechnik

und Flottenmanagement so konsequent in die Maschine integriert. Das Cat Grade mit einer 2D

Führungshilfen für Tiefe, Neigung und horizontalen Abstand zum Planum hilft dem Fahrer, das gewünschte Arbeitsergebnis

schnell und präzise zu erreichen. Das serienmäßige 2D-System lässt sich auf Cat Grade mit erweitertem 2D oder auf Cat

Grade mit 3D aufrüsten. Die ebenfalls ab Werk integrierte Planierautomatik Grade Assist steuert die Bewegungen von

Ausleger und Löffel, sodass der Fahrer ein genaues Planum mühelos mit nur einer Joystickbewegung für den Stiel herstellen

kann. Das Wägesystem Cat Payload hält durch Wiegevorgänge während des Betriebs und durch Echtzeit-Berechnungen der

Nutzlast ohne Schwenkbewegung präzise die Lastvorgaben ein und steigert die Ladeeffizienz, um eine Über- bzw. Unterladung

des Lkw zu vermeiden. Der neue Cat 320 Next Gen Hydraulikbagger bietet so viel Komfort wie kein Cat Bagger zuvor.

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PROJEKTE + PLANUNG

PROJEKTE + PLANUNG

BMLRT

Mehr Autonomie zur Stärkung

der heimischen Ressourcen

Ende 2021 veröffentlichte das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen

und Tourismus (BMLRT) – als Reaktion auf die aktuellen Herausforderungen

der Rohstoffbranche – den Masterplan Rohstoffe 2030.

D

„Wollen wir die Regionen

stärken, müssen wir unseren

heimischen Betrieben eine

höhere Wertschöpfung

ermöglichen“, betont

Elisabeth Köstinger, Bundesministerin

für Landwirtschaft,

Regionen und

Tourismus.

ie Covid-19 Pandemie, die Lahmlegung

des Suezkanals, der Klimawandel,

die steigende Inflation, aber auch die

Diskussion über ein mögliches Blackout-

Szenario, haben uns die Verwundbarkeit

einer globalisierten Welt mit komplexen

Abhängigkeiten und weit verzweigten

Lieferketten schonungslos vor Augen

geführt.

Alle diese Themen haben als gemeinsamen

Nenner Grund- und Rohstoffe, ohne

die unser gesamtes Wirtschaften zusammenbrechen

würde. Dabei sind Rohstoffe

mehr als nur das Salz in der Suppe, sie

sind ihre Grundlage. Kaum jemand

beachtet sie, fehlen sie allerdings, kommt

es zum Erliegen von Produktion und

unseres gesamten Alltags. Aber nicht nur

das, auch unsere Planungen für die

Zukunft und die von der Politik eingeläutete

Wende stehen damit auf dem Spiel.

Eine Bedingung für die langfristige

Stärkung des österreichischen Wirtschaftsstandorts

ist der Fokus auf die

Resilienz des heimischen Rohstoffsektors.

Hierfür müssen zukünftig Versorgungsrisiken

erfolgreich verhindert werden, um

die nachhaltige Attraktivität des Wirtschaftsstandorts

Österreich sicherzustellen.

Ein Weg zum Erreichen dieser Ziele

ist die Etablierung einer funktionierenden

Kreislaufwirtschaft. Hierfür braucht es

eine umfassende Rohstoffbilanz, die dann

als Entscheidungsgrundlage für die

Verbesserung der Versorgungssicherheit

dienen kann. Eine solche Rohstoffbilanz

würde eine genaue Kenntnis über die

heimische Produktion an primären und

sekundären Rohstoffen sowie deren

Import und Export beinhalten.

In dieser Rohstoffbilanz müssen

notwendigerweise auch Reststoffe wie

Ausbruch aus Tunnel- oder Abbrucharbeiten

oder auch Sediment-Aushub, wie er

beispielsweise in den Stauräumen von

Wasserkraftwerken vorkommt, Beachtung

finden. In Österreich werden derzeit nur

etwa 10% der Materialströme im Kreislauf

geführt. Noch fallen diese Materialien, die

oft voll wertvoller mineralischer Rohstoffe

sind, außerdem unter das Abfallrecht. Im

Sinne einer nachhaltigen Rohstoffbewirtschaftung

müssen sie aus dem Abfallregime

heraus- und einer geordneten,

regionalen Verwertung zugeführt werden.

Auf diese Weise kann der Übergang von

einem linearen zu einem zirkulären

Wirtschaften einen wesentlichen Beitrag

zur Bedarfsdeckung leisten. Weiterhin

sorgen die so verkürzten Transportwege

für merkliche Einsparungen von Kohlenstoffdioxid,

was zu geringeren Kosten der

heimischen Betriebe führt und zum

grünen Wandel beiträgt.

Ein weiteres Problem ist das Thema der

Wettbewerbsverzerrungen, die beispielsweise

infolge länderspezifisch verschiedener

Regelungen sowie unterschiedlicher

Ausgestaltungen auch in Österreich selbst

entstehen können und bestehen. An dieser

Stelle muss vor allem der Schotterzins

genannt werden, also die Landschafts-

Foto: BMRLT/Paul Gruber

beziehungsweise Naturschutzabgaben, die

von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich

gestaltet sind und Wettbewerbsverzerrung

nach sich ziehen. Dieses

offensichtliche Problem kann nur einer

Lösung zugeführt werden, wenn es

geschafft wird, die rechtliche Seite wie

auch die Seite der Abgaben, zu reformieren.

Hierfür braucht es einerseits eine

Harmonisierung über die Bundesländer

hinweg, andererseits ist es notwendig,

dass die Abgaben vollständig denjenigen

Gemeinden zugutekommen, die von der

notwendigen Rohstoffgewinnung betroffen

sind. Gelingt es, diese beiden Aspekte

zugleich zu lösen, profitieren die Unternehmen

wie auch die Gemeinden, und in

der Folge wird auch die Akzeptanz der

bergbaulichen Aktivitäten in den jeweiligen

Regionen steigen. Daher ist es

Bundesministerin Köstinger auch sehr

wichtig, auf die enge Verbindung und die

gegenseitige Abhängigkeit von Bauwirtschaft

und Region hinzuweisen: „Unsere

Baurohstoffe kommen nicht aus dem

Ausland. Sie kommen aus unseren

Regionen selbst. Wollen wir die Regionen

stärken, müssen wir unseren heimischen

Betrieben eine höhere Wertschöpfung

ermöglichen!“

Deshalb hat das BMLRT unter Bundesministerin

Köstinger Ende 2021 den

Masterplan Rohstoffe 2030 vorgestellt, der

Lösungsvorschläge liefert, um auf die

Herausforderungen der gegenwärtigen

Dekade reagieren zu können. „Unser Ziel

ist es, die verantwortungsvolle und sichere

Versorgung Österreichs mit primären und

sekundären mineralischen Rohstoffen

gewährleisten zu können“, unterstreicht

der zuständige Sektionschef Mag. Andreas

Reichhardt. Gleichzeitig wurden auch

Maßnahmen entwickelt, die zur Verlängerung

von Wertschöpfungsketten, zur

Stärkung des heimischen Wirtschafts- und

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Um die verantwortungsvolle und sichere

Versorgung Österreichs mit primären und

sekundären mineralischen Rohstoffen zu gewährleisten,

hat das BMLRT den Masterplan Rohstoffe

2030 als Rohstoffstrategie erarbeitet.

Industriestandorts sowie zur Schaffung

von Arbeitsplätzen und ökosozialem

Mehrwert für regionale Entwicklung

beitragen soll.

Neben einer Stärkung der heimischen

Ressourcenbasis und der Gewährleistung

einer gesicherten internationalen Rohstoffbeschaffung

beschäftigt sich der

Masterplan Rohstoffe 2030 auch mit

Faktoren wie Innovation, dem Ausbau der

Kreislaufwirtschaft sowie mit Themen wie

Akzeptanz, Bildung und Dialog.

„In einer zunehmend herausfordernden

Situation, wo Green Transition, Energieversorgung

und geopolitische Abhängigkeiten

in Einklang gebracht werden

müssen, bietet sich die Sektion IV Bergbau

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des BMLRT als verlässlicher Partner der

Industrie und Bedarfsträger an, um

gemeinsam Hemmnisse zu bewältigen und

regulative Prozesse mit Augenmaß und

Zielorientierung zu gestalten“, betont

Sektionschef Andreas Reichhardt. Nähere

Infos unter:

www.bmlrt.gv.at/masterplan-rohstoffe

18 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 19



PROJEKTE + PLANUNG

MELACHBRÜCKE

Einschub des ersten Tragwerks

Bei Kematen in Tirol erneuern die ÖBB derzeit die Brücke über

die Melach. Anfang März stand ein erster Höhepunkt auf dem

Programm: der Querverschub des ersten Brückentragwerks

ging erfolgreich über die Bühne.

F

ür die Brückenerneuerung muss in

den zwei Hauptbauphasen jeweils ein

Gleis gesperrt werden. Nach dem Beginn

der eingleisigen Streckensperre am 27.

Februar starteten wenige Tage später die

Abrissarbeiten am südlichen Tragwerk

der bestehenden Brücke. Parallel zum

Rückbau des bestehenden Tragwerks

wurden die Lagerbänke, auf denen die

neue Brücke aufliegt, sowie das

WIB-Tragwerk (Walzträger in Beton)

neben der bestehenden Strecke errichtet.

Der mit einiger Spannung erwartete

Einschub des ersten Tragwerks begann

um 9:00 Uhr. Mit 19 m Stützweite und

415 t ist die neue Eisenbahnbrücke über

die Melach wahrlich kein Leichtgewicht.

Mittels starker hydraulischer Pressen mit

einer Zugkraft von 4 x 200 t wurde das

riesige Tragwerksteil über Teflonbahnen

gezogen und legte bei jedem Hub rund

40 cm zurück. Die spektakuläre Aktion

lief ohne Probleme und um 13:21 Uhr

hatte das Bauteil seine Endlage erreicht.

In den nächsten Wochen werden die

erforderlichen Flügel- und Stützmauern

errichtet sowie Betonfüllarbeiten durchgeführt.

Und selbst wenn der erste

Tragwerksteil wieder vollständig in

die Strecke integriert ist, sind die

Arbeiten nicht beendet. Für das zweite

Streckengleis wiederholt sich das ganze

Prozedere in einer zweiten Sperre vom

19.03. bis 03.04.2022.

Weiters wird im Bereich der Eisenbahnbrücke

aufgrund des überarbeiteten

Hochwasserabflusskonzeptes und dem

künftig erwarteten erhöhten Rad- und

Fußgängeraufkommens auch die bestehende

Rad- und Fußgängerunterführung

erneuert, die gleichzeitig als Hochwasserdurchlass

dient. Für die Anbindung an

die bestehenden Straßen nördlich und

südlich der Bahntrasse wird jeweils ein

Treppenaufgang und eine Rad- und

Fußwegrampe neu und barrierefrei

errichtet. Der Abschluss der Bauarbeiten

an den Projekten ist für den 30. September

2022 vorgesehen.

www.oebb.at

Das erste Tragwerk

für Streckengleis 1

glitt am 07. März

2022 ohne Probleme

über Teflonbahnen an

seinen Platz.

20 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Fotos: ÖBB/Kapferer

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MASCHINEN + TECHNIK

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LIEBHERR

Mit Schneeketten bis

an die Baumgrenze

Teilweise mit 99 m

Hakenhöhe gerüstet

stellt der LTM 1160-5.2

von Prangl mächtige

Strommasten auf. Bis zu

drei Verlängerungsstücke

mit je 7 m Länge

können an den Teleskopmast

des Krans

gebaut werden.

1

2

1 Einige Male mussten beim kräftigen 5-Achser die

Schneeketten aufgezogen werden, um problemlos

zur Baustelle zu gelangen.

3

2 Am Hang muss der LTM 1160-5.2 in der Regel mit wenig

Stellfläche auskommen. Das flexible Abstütz-System der Liebherr-Mobilkrane

ist dann von unschätzbarem Vorteil. Prangl

schickt nur Krane mit VarioBase zu diesen Einsätzen am Berg.

3 Oliver Thum, Technischer Außendienst beim

österreichischen Kranbetreiber Prangl GmbH, plant

und betreut die Strommast-Montagen mit seinen

Liebherr-Kranen. Dafür schaut er wöchentlich auf

den Baustellen in den Bergen vorbei.

Die Salzburgleitung, an der zurzeit mit Hochdruck gearbeitet wird, ist eines der wichtigsten

Strom-Infrastrukturprojekte Österreichs. Sie verläuft auf einer Gesamtlänge von 128 km

durch das Bundesland Salzburg in teils alpinem Gebiet. Die zum Bau der Strommasten

eingesetzten Liebherr-Mobilkrane müssen teilweise Baustellen in Höhen von bis

zu 1.800 m über dem Meeresspiegel anfahren.

S

eit Februar 2021 ist ein Liebherr-

Mobilkran LTM 1160-5.2 des österreichischen

Krandienstleisters Prangl

GmbH zum Bau von Strommasten in den

österreichischen Bergen im Dauereinsatz.

Je nach Aufstellfläche für den Mobilkran

und der Höhe des zu errichtenden Masts

muss der Kran unterschiedlich gerüstet

werden. Für die höchsten Strompfeiler ist

der LTM 1160-5.2 mit seiner größten

Rüstkonfiguration ausgestattet.

„Drei Teleskopverlängerungen mit je

7 m am 62 m langen Ausleger und die

19 m lange Doppelklappspitze ermöglichen

uns dann eine maximale Hubhöhe von

99 m“, erzählt Oliver Thum. Er plant und

leitet für Prangl als Fachmann im Technischen

Außendienst diesen umfangreichen

und anspruchsvollen Einsatz. „Für den

Auftrag haben wir eigens eine Teleskopverlängerung

hinzugekauft. Zwei weitere

haben wir von einem unserer anderen

Liebherr-Krane aus der Niederlassung in

Wien geholt.“ Diese Teleskop-Verlängerungen

passen übrigens für alle aktuellen

LTM-Krantypen mit Traglasten von

100 bis 180 t. Sogar für den Ausleger des

Teleskop-Raupenkrans LTR 1100 sind

diese Gittermast-Elemente voll

kompatibel.

Schnee und Steigungen

fordern Krane und Fahrer

Der alpine Kran-Job wird sich – mit

wenigen Monaten Winterpause – bis zum

Sommer 2022 erstrecken. „Einige Male

mussten wir unserem Kran tatsächlich

auch Schneeketten anlegen, um zur

Baustelle zu kommen. Aber die haben wir

sowieso immer mit an Bord“, berichtet

Thum von dem außergewöhnlichen

Auftrag im Berggebiet, wo die Montagetrupps

teilweise noch im Mai mit Schneefall

zu kämpfen haben. Zudem sind für

die Mobilkrane mitunter Anfahrtswege

mit extremen Steigungen zu bewältigen.

„Die steilste Anfahrt, die wir mit dem

LTM 1160-5.2 fahren mussten, lag bei

etwa 23%.“ Ein LTM 1090-4.2, der ebenso

wie ein LTM 1070-4.2 bei diesem Großprojekt

sporadisch zum Einsatz kommt,

musste sogar 26% steile Fahrwege

meistern.

Auf den Baustellen selbst müssen die

Krane meist mit extrem eingeschränkten

Stellflächen auskommen. Das hochflexible

Abstütz-System VarioBase, über die alle

drei eingesetzten Liebherr-Mobilkrane

verfügen, bewerkstelligt allerdings auch

beengte Platzverhältnisse, ohne auf

ausreichend Sicherheit und Traglast

verzichten zu müssen.

Einige der Bauplätze in dem bergigen

Gebiet können jedoch nicht einmal mit

den geländegängigen Kranen erreicht

werden. Dann müssen die Strommasten

mit Hilfe von Helikoptern oder mittels

KAISER S12 Allroad

Seilbahnen aufgebaut werden. An allen

übrigen Standorten jedoch erledigt ein

Liebherr-Kran die jeweils mehrtägigen

Montage arbeiten. Bis zu 8 t schwer sind

die Elemente der großen Strompfeiler, die

später die 380 kV-Hochspannungsleitungen

tragen müssen. „Es müssen noch

etliche weitere Strommasten gesetzt

werden – wir haben sicher bis in den

nächsten Sommer hinein damit zu tun“,

schätzt Oliver Thum.

Noch oft werden also auf den manchmal

unbefestigten Fahrwegen die gelben

PAUS SMK 9036

Krane von Prangl bis zur Baumgrenze

emporfahren. Die 1965 als Familienbetrieb

gegründete Prangl GmbH mit

heute knapp 700 Mitarbeitern ist außer

an sechs österreichischen Standorten

auch in Ungarn, Slowenien, Kroatien,

Bosnien und Herzegowina sowie Schweden

mit Büros und Niederlassungen

vertreten. Im großen Fuhrpark des auf

Schwerlast-, Transport- und Hebelogistik

spezialisierten Unternehmens finden sich

über 80 Mobilkrane der Marke Liebherr.

www.liebherr.com

KAISER Fahrzeugtechnik GmbH • Gewerbestraße 4, 6710 Nenzing • T +43 5525 64180 • mail@kaiser-fahrzeugtechnik.at

22 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 23



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Die Bandwaagen der Firma MWT

können in fast allen gängigen

Förderbandkonstruktionen und in

bereits bestehende Förderbänder

nachträglich eingebaut werden.

messwert wird von der neuen WK60 die

aktuelle Förderleistung des Bandes

berechnet und aufsummiert. Die Software

kann Daten von verschiedensten Wiegeterminals

einlesen und übermittelt diese an

das Webportal. Sie ermöglicht den Ausdruck

der Wägescheine, die Kundenadressenverwaltung

und zeigt die aktuelle

Fördermenge, Frächter, Produkt sowie

Datum und Uhrzeit an. Durch die hohe

Modularität können vom einfachsten

Wiegeablauf bis zur komplexen branchenspezifischen

Selbstbedienungswaage fast

alle Aufgabenstellungen abgebildet

werden. Die Auswertungen der Bandstatik

erfolgt grundsätzlich über die WK60,

welche folgende Ergebnisse an das Web

Portal weiterleitet:

- Datum für die Statistikanzeige

- Balkendiagramm der Stundenleistung je

Band

- Anzeige der Fördermengen an Baustellen

bei Tagen, Wochen, Monaten

- Die jeweilige Bandauswahl

- Bandprotokoll der Bandlasten

- Wiegeschein Archiv

- Ermittlung der Fördermengen für einen

einstellbaren Zeitraum

- Versenden eines Tagesberichtes

- Export der Tagesfördermengen im

CSV-Format

- Eine LOG-Datei mit allen Ereignissen

- Erstellen von Tag-, Wochen- und Monatsberichten

als Datei, Druck oder Mail

„Die neue Wiegeelektronik WK60 mit

Webportal ist eine umfassende Anzeigeund

Schaltzentrale der neuesten Generation.

Somit wird die Leistungsfähigkeit

Die WK 60 mit Webportal

sorgt mit ihrer innovativen

Wiege-Elektronik für eine verbesserte

Bedienbarkeit.

und Betriebsdatenerfassung aller Bandwaagen

noch besser unterstützt. Eine

weitere Stärke des Produktes ist, dass

kundenspezifische Wünsche, also maßgeschneiderte

Lösungen, mit geringem

Aufwand realisiert werden können“,

betont MWT Geschäftsführer Günter

Schmalnauer.

www.mwt-systeme.at

Durch ihre robuste

Ausführung ermöglichen

die Bandwaagen eine

zuverlässige Wiegeleistung

von 1.000 t/h.

MWT

Stationäre Bandwaagen sorgen

für höchste Wiegegenauigkeit

Zusätzlich zur bereits bewährten Wiegeelektronik BM (Bordmaster) 10 präsentiert

MWT Mobile Wiegetechnik als exklusiver Generalimporteur der Firma Pfreundt die

jüngste Innovation in Sachen Wiegedatenverarbeitung für Bandwaagen. Die WK60

in Kombination mit dem Pfreundt Web Portal ist der komfortable Zugriff auf

sämtliche Wiegedaten, wann und wo immer man möchte.

M

it der WK60 sorgen Bandwaagen für

präzise Wiegeergebnisse, auch wenn die

Messaufgaben unter schwierigen Einflüssen

wie z.B. Vibrationen, Erschütterungen,

Wasser, Staub oder Temperaturschwankungen

durchgeführt werden müssen. Deshalb

ist es besonders wichtig, dass die Bandwaage

robust, zuverlässig, bedienerfreundlich und

wartungsarm arbeitet.

Die Förderbänder auf den Bandwaagen

sind ständig in Bewegung und müssen in

der Lage sein, die Wiegegüter exakt zu

erfassen. Deshalb erfolgt die Gewichtsermittlung

der Bandwaagen mit Hilfe der

dynamischen Wiegung. Eine präzise und

zuverlässige Bandgeschwindigkeitsmessung,

sorgt für optimale Messergebnisse.

Die Bandwaagen besitzen eine Wiegeleistung

von 1.000 t/h und sind aus qualitativ

hochwertigen Materialien hergestellt, um

bei allen Begebenheiten bestens zu

funktionieren. Die spezielle Konstruktion

erlaubt, dass die Waage in fast allen

gängigen Förderbandkonstruktionen und

in bereits bestehende Förderbänder

nachträglich eingebaut werden kann.

Aus dem Gewichts- und Geschwindigkeits-

24 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Fotos: MWT

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MASCHINEN + TECHNIK

Doosan präsentiert mit

dem DX27Z-7, DX35Z-7,

DX50Z-7 und DX55R-7 die

ersten vier Modelle der

Kompaktbaggerreihe der

nächsten Generation.

DOOSAN

Kompaktbaggerreihe

der nächsten Generation

Die neuen Kompaktbagger verfügen

über höhere Hub- und

Grabkräfte, einen größeren

Arbeitsbereich, eine neue

Kabine mit höchstem

Komfort und ein neues

Planierschild, das

eine größere

Hubhöhe und

Grabtiefe

ermöglicht.

DER NEUE 100 TONNER

VIELSEITIGER RAUPEN-TELEKRAN

Bestens gerüstet für Einsätze, die hohe Traglasten erfordern,

als auch für den Pick & Carry Betrieb

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Starker Pin Boom Ausleger für Pick & Carry

mit 100 % Last; Teleskopieren unter Last;

Arbeiten bei bis zu 4° Schrägstellung*

EFFEKTIVER TRANSPORT

Transport mit oder ohne Raupenfahrwerke

und innovatives Selbstmontagesystem

M

it Einführung der Stufe V-konformen

Modelle DX27Z-7 mit 2,8 t, DX35Z-7

mit 3,9 t, DX50Z-7 mit 5,4 t und DX55R-7

mit 5,7 t hat Doosan Infracore Europe

seine Kompaktbaggerreihe der nächsten

Generation mit einem gemeinsamen

neuen Design auf den Markt gebracht.

Dank Kurzheckbauweise beim DX27Z-7,

DX35Z-7 und DX50Z-7 als Zero-Tail-Swing

sowie dem reduzierten Schwenkradius

beim DX55R-7 eignen sich die Modelle

ideal für Arbeiten auf begrenztem Raum.

Ein innovatives Plattformkonzept mit

neuem Oberwagen sorgt für größere

Langlebigkeit/Strapazierfähigkeit. Neben

höheren Hub- und Grabkräften bieten alle

vier neuen Kompaktbagger somit auch

einen größeren Arbeitsbereich.

DX27Z-7 und DX35Z-7 haben einen

hohen Hydraulikfluss von 58 l/min bzw. 74

l/min. DX50Z-7 und DX55R-7 haben

ebenfalls einen hohen Hydraulikfluss von

80 l/min, was – wie bei den kleineren

Modellen – das Arbeiten mit Anbaugeräten

verbessert. Es gibt ein neues EPPR-

Ventil für 2-Wege- und optionale Rotationsfunktionen,

das dem Fahrer über das

Joystick-Rändelrad die Proportionalsteuerung

und eine 10-stufige Einstellung der

Hydraulikflussrate im Display bereitstellt.

Bei allen Kompaktbaggern dieser

nächsten Generation sorgen neu gestaltete

Gussgegengewichte für eine ausgezeichnete

Maschinenbalance und -stabilität bei

der Arbeit. Die Modelle DX27Z-7 und

DX35Z-7 sind jeweils mit langen Löffelstielen

als Sonderausrüstung erhältlich,

inklusive zusätzlicher Gegengewichte von

60 kg bzw. 100 kg. Für den DX55R-7 gibt

es optional ein zusätzliches Anschraub-

Gegengewicht mit 200 kg.

Die neue, hochkomfortable Kabine

bietet dem Fahrer mit ihrer vollverglasten

Zugangstür maximale Sicht auf diese

Maschinenseite. Die hohe Leuchtkraft der

LED-Arbeitsscheinwerfer auf der Kabine

verbessern die Sicht, wobei als Sonderausrüstung

auch zusätzliche LED-Scheinwerfer

erhältlich sind. Die neuen Kompaktbagger

haben ein neues Planierschild, das

sowohl eine größere Hubhöhe als auch

eine größere Grabtiefe ermöglicht.

Außerdem haben die Maschinen einen

neuen Planierschild-Steuerhebel. Mit ihm

kann der Fahrer zwischen einer hohen

und einer niedrigen Geschwindigkeit für

die Planierschildhydraulik wählen. Mit

einem Wählschalter am Planierschildhebel

lässt sich auch die Fahrgeschwindigkeit

wählen.

Ein weiteres wichtiges Merkmal bei der

neuen Doosan-Kompaktbaggerreihe ist die

serienmäßige Installation der neuesten

Version 3.0 des DoosanConnect-Systems,

das ein Telematik-Managementsystem für

die Bagger bereitstellt, indem es Daten

von Sensoren an den Maschinen erfasst.

Die Kompaktbaggermodelle DX27Z-7 und

DX35Z-7 sind damit nun die kleinsten

Maschinen im Doosan-Angebot mit dem

erfolgreichen DoosanConnect-System.

Ansprechpartner in Österreich sind die

Eisenwagen Baumaschinen GmbH in

Himberg und die Kaiser Fahrzeugtechnik

GmbH in Nenzing.

www.eisenwagen.co.at

www.kaiser-fahrzeugtechnik.at

www.eu.doosanequipment.com

26 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH

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Weitere Informationen unter

www.sennebogen.com/6103

Ihr Ansprechpartner für Österreich:

IBS GmbH – NL Österreich

Betriebsgebiet Nord 26 • A – 3300 Ardagger Stift

* mit reduzierten Traglasten



MASCHINEN + TECHNIK

Als einer der weltweit

führenden Anbieter von

Ausrüstungen, Technologien

und Dienstleistungen für die

Bau- und Bergbauindustrie

arbeitet Komatsu auch im

100. Jahr seines Bestehens

verstärkt an nachhaltigen

Lösungen. Seit 65 Jahren ist

Komatsu in Europa vertreten

und produziert hier in

8 Werken vom Minibagger

bis zum großen Mining-

Gerät. Über die Nähe zu den

Kunden und aktuelle Entwicklungen

sprachen wir im

Komatsu Werk in Hannover

mit Göksel Güner, COO von

Komatsu Europe, und den

Geschäftsführern des

Vertriebspartners Kuhn.

Lange und

erfolgreiche

Partnerschaft:

Göksel Güner (COO

der Komatsu Europe

International N.V.,

Mitte) mit Mag.

Stefan Kuhn (links)

und Mag. Andreas

Kuhn (rechts, beide

Geschäftsführung

Kuhn Holding) im

Komatsu Werk in

Hannover, in dem

Radlader und

Mobilbagger produziert

werden und

in das auch die

historischen

Hanomag Gebäude

integriert sind.

KUHN

Komatsu: Technik-Pionier mit starker

Europa-Präsenz feiert 100 Jahre

F

ür die Bevölkerung der Stadt Komatsu

war es 1920 ein schwerer Schlag: die

nahegelegene Kupfermine – ein wichtiger

Arbeitgeber in der Präfektur Ishikawa in

Japan – sollte geschlossen werden. Im

Rückblick erweist sich diese schwierige

Situation jedoch als die Geburtsstunde

eines Unternehmens, dessen Erfolg von

Beginn an auf der Basis zuverlässiger

Partnerschaften basierte – gegenüber den

Kunden, den eigenen Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern, aber auch gegenüber

den Zulieferern und Händlern. Heute

zählt die Komatsu Gruppe, deren Hauptsitz

sich in Tokio befindet, zu den innovativsten

Baumaschinenherstellern und

verfügt nicht nur über ein weltweites

Händlernetz, sondern ist auch in allen

Regionen mit Produktionsstätten und

Entwicklungsabteilungen präsent.

Dazu Güner Göksel, Chief Operating

Officer der Komatsu Europe International

N.V.: „Im Mai 2021 feierte Komatsu sein

100-jähriges Bestehen mit einer Reihe von

Aktivitäten. Ziel der Veranstaltungen in

diesem Jubiläumsjahr ist es, die umfassenden

Bemühungen von Komatsu für ein

zukünftiges, nachhaltiges Wachstum

aufzuzeigen und neue Ideen zu präsentieren.

Die Unternehmensidentität umfasst

heute verschiedene Teile, die im Laufe der

Unternehmensgeschichte entstanden

sind: die Gründungsprinzipien, der

Komatsu Way, der Code of Conduct sowie

die Strategien, einschließlich des mittelfristigen

Managementplans. Darüber

hinaus hat Komatsu mit dem Begriff

´Creating value together` ein neues

Markenversprechen geschaffen, das nun

in allen Märkten kommuniziert wird. In

Österreich hat die Firma Kuhn 1994 die

Generalvertretung für Komatsu Baumaschinen

übernommen und sich von Beginn

an als verlässlicher und erfolgreicher

Partner erwiesen. Die Rückmeldungen der

österreichischen Kunden liefern uns

immer wieder wichtige Inputs für die

weitere Optimierung der Geräte. Heute

ist die Kuhn-Gruppe einer der größten

privaten Komatsu Händler Europas und

die Zusammenarbeit erstreckt sich neben

Österreich inzwischen auch auf die

Schweiz, Bayern, Baden-Württemberg,

Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien

und Kroatien.“

Acht Komatsu Werke in Europa

Eine der ersten Niederlassungen von

Komatsu Ltd außerhalb Japans war 1967

Komatsu Europe. In der Komatsu-Zentrale

für die europäischen und afrikanischen

Länder in Vilvoorde in Belgien, arbeiten

Techniker, Vertriebsmitarbeiter, Marketing-

und Rechtsexperten mit Verwaltungsmitarbeitern

und einem umfangreichen

Netzwerk von über 50 Händlern und

acht Komatsu-Werken zusammen. Ein Teil

von Komatsu Europe ist „Komatsu Europe

Parts Operations“: In dem 60.000 m²

großen Logistikzentrum lagern mehr als

200.000 verschiedene Komatsu-Ersatzteile,

die schnell an Komatsu-Händler in

Europa, im Nahen Osten und in Afrika

versendet werden können.

In seinen acht europäischen Werken,

die strategisch über mehrere Länder

verteilt liegen, beschäftigt Komatsu rund

5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Fotos: Komatsu; Baublatt.Österreich

90% der in Europa verkauften Maschinen

werden in diesen Werken lokal hergestellt,

um den Anforderungen des europäischen

Marktes gerecht zu werden und Transportwege

sowie den daraus resultierenden

ökologischen Fußabdruck deutlich zu

reduzieren. Betrachtet man die gesamte

europäische Wertschöpfung inklusive der

Zulieferbetriebe, so versorgt Komatsu

rund 30.000 Menschen mit Arbeit.

In Deutschland betreibt die Komatsu

Germany GmbH zwei Werke. In Düsseldorf

haben die Mining Division (Großhydraulikbagger)

und die Industrial Division

(industrielle Druckmaschinen, Lasermaschinen,

Werkzeugmaschinen) ihren

Firmensitz. Im Werk in Hannover produziert

die Construction Division Bau- und

Gewinnungsmaschinen. Auf 200.000 m²

Werksgelände werden Radlader von 55 bis

531 PS und Mobilbagger von 14 bis 22 t

entwickelt, produziert und vertrieben –

viele davon speziell für die europäischen

Anforderungen und Vorschriften. In das

hochmoderne Werk sind auch die historischen

Gebäude des traditionsreichen

Herstellers Hanomag integriert, der von

Komatsu 1989 übernommen wurde. Sie

werden zurzeit modernisiert bzw. neu

strukturiert. Nicht zuletzt ist auch die

Lehnhoff Hartstahl GmbH in Baden-

Baden als Spezialist für Anbaugeräte und

Die EXi- und PXi-Versionen der

neuen D71-24 sind mit der zweiten

Generation der intelligenten

Maschinensteuerung

(iMC 2.0) ausgestattet.

Ersatzteile für Baumaschinen ein Teil der

Komatsu Germany GmbH.

Komatsu Europe hat sich auf Technologien

für Erdbewegungseinsätze spezialisiert,

wie sie in den Hybridmaschinen oder

28 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 29



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Nah am Kunden: Unter dem Motto „Creating value together“

setzt Komatsu in Europa mit acht Werken und über

50 Händlern auf optimalen Service.

„Mit Smart Construction verfolgen wir das Ziel, die Maschinen

untereinander kommunizieren zu lassen und dadurch Leerläufe

zu reduzieren“, erklärt Göksel Güner (COO Komatsu Europe).

In Hannover stehen

für die Fahrerschulung

modernste Simulatoren

mit verschiedenen

Schwierigkeitslevels

und Bedienkonsolen

zur Verfügung.

Für jede ab dem

1. April 2021 verkaufte

Maschine pflanzt

Komatsu

10 Bäume.

Stromerzeuger

Aktion im Herbst

Abgasstufe V

Moderne emissionsarme

Stromerzeuger

den Modellen mit intelligenter Maschinensteuerung

von Komatsu integriert sind.

Ein weiterer Ansatz, die Produktivität und

Effizienz der Geräte weiter zu steigern,

liegt darin, die Maschinen noch intelligenter

zu machen. Unter dem Begriff „Smart

Construction“ wird das Ziel verfolgt, die

Maschinen untereinander so kommunizieren

zu lassen, dass sie optimal eingesetzt

werden und sich dadurch Leerläufe oder

unnötige Fahrten auf ein Minimum

reduzieren.

Göksel Güner: „Parallel zu Smart

Construction entwickeln wir natürlich

auch neue und umweltfreundliche

Antriebstechniken. Komatsu ist bekanntlich

ein Pionier beim Einsatz der Hybridtechnologie

bei Baumaschinen. In den

kommenden Jahren steht sicherlich das

Thema Elektrifizierung im Mittelpunkt

und wir werden auf der nächsten bauma

einige serienreife Maschinen bzw. Prototypen

ausstellen. Das erklärte Ziel ist es,

dass Komatsu Geräte spätestens ab dem

Jahr 2050 klimaneutral betrieben werden

können. Und um dieses Ziel zu erreichen,

werden wir in bestimmten Produktsegmenten

nicht nur an der weiteren Elektrifizierung

arbeiten, sondern auch an der

Wasserstoff- und Brennstofftechnologie

oder dem Einsatz von Oberleitungen in

Form von Trolley-Systemen. Europa ist für

den Komatsu Konzern sehr wichtig, denn

hier entstehen Trends, bevor sie in

anderen Ländern ankommen. Mit dem

Produktionsstandort für Radlader und

Mobilbagger in Hannover befinden wir uns

direkt in dem mit Abstand größten Markt

für diese Produkte. Unsere Entwicklungsingenieure

können daher extrem rasch auf

die sich ändernden Anforderungen in

Deutschland oder Österreich reagieren.

Ein gutes Beispiel ist der Radlader WA

475, den wir in Zusammenarbeit mit den

Vollelektrischer

und fahrerloser

Minibagger als

Konzeptmaschine

für die nächste

Generation von

Baumaschinen.

Der QR Code führt

zu einem Video,

in dem Komatsu

einen Blick auf

künftige Arbeitsweisen

wirft.

Kunden der Firma Kuhn für den Einsatz

in der Holzindustrie optimiert haben.“

Aktuelle Komatsu-Neuheiten

Ende Jänner 2022 präsentierte Komatsu

den PC170LC-11 Hydraulikbagger mit

Stufe V Motor. Er weist viele neue

Funktionen auf, unter anderem ist

durch die Einführung der integrierten

Anbaugerätesteuerung mit Hydraulikstrom-

und -druckeinstellungen für bis

zu 15 Anbaugeräte ein schneller und

einfacher Anbaugerätewechsel möglich.

Ebenfalls neu ist die D71-24 Planierraupe

mit Stufe V Motor und hydrostatischem

Getriebe (HST). Die bisher größte

Komatsu-HST-Planierraupe ist als

komplett neues Modell der Komatsu

Planierraupen-Baureihe in EX-, EXi-,

PX- und PXi-Konfiguration erhältlich. Sie

bietet eine hervorragende Sicht durch die

abgeschrägte Front, schnelles Ansprech-

Fachmedien sind

für Baumaschinen-

Profi Göksel Güner

ein wichtiges

Informationsmittel.

verhalten sowie hohe Leistung und

niedrigen Kraftstoffverbrauch. Eine

ganze Reihe von Standardausrüstungen

sorgen für Sicherheit, Fahrerkomfort,

Haltbarkeit, einfache Wartung, geringe

Betriebskosten und Sorgenfreiheit dank

Komatsu Care und Komtrax.

Im Sinne der erwähnten Nachhaltigkeit

entwickelte Komatsu auch einen von einer

Lithium-Ionenbatterie angetriebenen,

vollelektrischen und vollständig ferngesteuerten

Minibagger als Konzeptmaschine für

zukünftige Maschinengenerationen. Dieses

Konzept für einen vollelektrischen Minibagger

der 3-t-Klasse soll die Grundlage für

die Kommerzialisierung vollelektrischer

Baumaschinen der Zukunft legen. Ein

Fahrzeug-Controller und eine Bedienvorrichtung

sind über Wireless-LAN verbunden.

Nicht zuletzt wird Komatsu an einem

Projekt teilnehmen, das innovative Technologien

für autonomes Bauen im Weltraum

entwickelt. Unter Federführung der

japanischen Regierung sollen Technologien

entwickelt werden, die beispielsweise auf

dem Mond eingesetzt werden können.

Schulungen in Hannover

In einer Zeit mit schnellen Entwicklungszyklen,

rasch voranschreitenden Innovationen

und ausgeklügelter Technik sind

Schulungen so wichtig wie nie. Mit diesem

Gedanken hat Komatsu in Hannover seine

Trainingsmöglichkeiten im theoretischen

und praktischen Bereich modernisiert und

ausgebaut. Göksel Güner: „Ein großer

Mehrwert für unsere Kunden ist die

Fahrerschulung, die direkt auf der Baustelle

oder auf dem Demogelände hier in

Hannover erfolgen kann. Im Rahmen der

Driving Academy können die Fahrer ihre

Fähigkeiten aber auch mit Hilfe moderns-

ter Simulatoren weiterentwickeln, die mit

unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden an

den jeglichen Erfahrungsstand angepasst

werden können. Auch für die detailgetreue

Schulung der Service- und Montagefachkräfte

stehen moderne Tools zur Verfügung.

Im Jahr kommen rund 3.000 Personen für

das Fahrer- und Vertriebstraining oder

Werksbesuche nach Hannover.“

Mag. Stefan Kuhn, Geschäftsführer der

Firma Kuhn, ergänzt: „Die Zusammenarbeit

mit Komatsu klappt in allen Bereichen

hervorragend. Dazu zählt auch das breite

Trainingsangebot, mit dem Komatsu die

über 50 europäischen Händler unterstützt.

Auch unsere Teams werden hier in Hannover

regelmäßig auf den neuesten Stand in

Theorie und Praxis geschult. Eine breite

Produktpalette an Demomaschinen, die

jedes Jahr erneuert wird und auch

verschiedene intelligente Maschinen

umfasst, sorgt dabei für ideale

Rahmenbedingungen.“

100.000 neue Bäume

Im Rahmen eines von Komatsu initiierten

Klimaschutzprojekts pflanzt Komatsu

Europe International N.V. seit 1. April 2021

für jede in Europa verkaufte Komatsu-

Maschine 10 Bäume. Diese werden im

Rahmen von umfangreichen Aufforstungsprojekten

in Zusammenarbeit mit der

Non-Profit-Organisation Tree-Nation

gesetzt. Ziel ist es, einen Komatsu Wald mit

einem Umfang von mindestens 100.000

neuen Bäumen entstehen zu lassen.

www.komatsu.eu | www.kuhn-gruppe.com

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30 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 31



MASCHINEN + TECHNIK

BOELS RENTAL ÖSTERREICH / INTERNATIONAL SECURITY

Kooperation im Bereich der mobilen

Kamerabewachung „Video Guard“

Boels Rental hat eine Vereinbarung mit der International Security

GmbH, ein Mitgliedsunternehmen von AddSecure Smart Surveillance,

im Bereich der mobilen Kamerabewachung geschlossen.

B

ei AddSecure handelt es sich um

einen der führenden europäischen

Anbieter von Premium-IoT-Lösungen

mit dem Fokus auf sichere kritische

Kommunikation und Daten – unter

anderem bietet das Unternehmen mit

„Video Guard“ eine Lösung zur mobilen

Kamerabewachung an. Zukünftig

geschieht dies auf dem österreichischen

Markt nun auch durch Boels Rental. Mit

der Zusammenarbeit erweitert Boels das

eigene Portfolio und richtet sich verstärkt

auf Kundenbedürfnisse aus. Denn

temporäre Kameraüberwachung ist von

großer Bedeutung und unter anderem

bei Bauprojekten unverzichtbar geworden.

Video Guard setzt auf neueste

Technologien die skalierbar sind, je nach

Projektanforderung.

Sönke van Hoorn, Country Manager

AT bei der International Security

GmbH, sagt hierzu: „Nach dem wir im

Jahr 2021 erfolgreich die Kooperation

mit Boels Rental Deutschland und Video

Guard gestartet haben, folgt nun auch

Österreich. Mit der Kooperation erweitern

wir unsere Marktaktivitäten und

können gemeinsam Synergien nutzen.

Denn Boels Rental ist ein bedeutender

Akteur im Bereich der Gerätevermietung

in Europa, der für sein hochwertiges

und umfassendes Produktangebot

und seinen guten Service bekannt ist

– mit einem entsprechend großen

Kundenstamm. Letzterer profitiert ab

sofort mit Video Guard von einer

Lösung, die das Boels-Portfolio optimal

ergänzt.“

„Für den Kunden wird es immer

wichtiger, umfassend betreut zu werden,

was konkret bedeutet, dass er immer

mehr aus einer Hand bedient werden

möchte. Die Kooperation im Bereich der

Bewachung mit Video Guard bietet uns

die Möglichkeit, den Kunden von Anfang

an umfassend bei seinem Projekt zu

betreuen. Wir bieten die temporäre

Kamerabewachung über unser Filialnetzwerk

an, somit sind wir nah am

Kunden und können seinen Bedarf lokal

erkennen und bedienen – und das

schafft Vertrauen“, sagt Roland Meurs,

Country Manager bei Boels Rental

Österreich. „Wir freuen uns, dass diese

Partnerschaft nicht nur sicherstellt,

dass die intelligente Kamerabewachung

auch für unsere Kunden in Österreich

unkompliziert zugänglich ist, sondern

dass wir ihnen auf der Grundlage

unseres gemeinsamen Fachwissens eine

optimale Beratung anbieten können und

somit zur Sicherheit der Baustelle des

Kunden beitragen können. Eine

absolute Win-Win-Situation.“

www.boels.at

www.videoguard24.at

Forstwegebau in Kärnten: Mit einer

KEMROC-Querschneidkopffräse KR 65 an

einem Mobil-Schreitbagger wird Kalkstein

mit einer einaxialen Druck festigkeit von

80 MPa schnell und effizient abgetragen.

SERIE KR

Querschneidkopffräsen mit Stirnradgetriebe

für Bagger von 0,6 bis 125 t

SERIE KSI

Injektionsmaschinen zum Einmischen

einer Zementsuspension in bindige Böden

KSI 7000 | Spezialtiefbau im Triestingtal

SERIE DMW

Schneidräder mit Doppelmotor für

Gesteine bis 120 MPa

DMW 220 | Betonabbruch an der A10

SERIE EK

Kettenfräsen – schonen das Schwenkwerk

des Baggers und sparen Energie

EK 140 | Kanalbau im Land Salzburg

SPEZIALFRÄSTECHNIK

KEMROC Anbaufräsen und Schneidräder

für Bagger arbeiten erschütterungsarm,

prä zise und wirtschaftlich unter härtesten

Einsatzbedingungen.

KEMROC Spezialmaschinen GmbH

Jeremiasstraße 4 · 36433 Leimbach · Germany

Tel. +49 3695 850 2550 · E-Mail info@kemroc.de

www.kemroc.de

Boels erweitert sein Portfolio und bietet temporäre Kameraüberwachung, die bei

Bauprojekten immer mehr an Bedeutung gewinnt, nun über das eigene Filialnetzwerk an.

32 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH

revolution of cutting



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

gleichzeitig die Wartungskosten und die

Umweltbelastung zu senken. Die an den

knickgelenkten Dumpern von Volvo

eingeführten Verbesserungen bieten den

Kunden sowohl Leistungs- als auch

Kostenvorteile.

www.ascendum.at

ASCENDUM

Optimale Leistung bei niedrigen Kosten

Seit der Entwicklung des ersten in Serie gefertigten knickgelenkten Dumpers vor

mehr als 55 Jahren hat Volvo CE sein Angebot weiterentwickelt und die Dumper

noch intelligenter, effizienter und benutzerfreundlicher gemacht.

B

eispielsweise ist das Haul Assist-

Paket eine Lösung, die entwickelt

wurde, um das Beste aus dem knickgelenkten

Dumper von Volvo herauszuholen.

Angetrieben von einem 10-Zoll-Volvo-Co-

Pilot-Monitor, der für eine Vielzahl von

Maschinen von Dumpern und Baggern bis

hin zu Straßenfertigern verfügbar ist,

bietet er wertvolle Einblicke, um Kunden

dabei zu helfen, die Effizienz ihrer

Transportzyklen zu optimieren und die

Rentabilität zu steigern.

Das Reifendrucküberwachungssystem,

eine neue Ergänzung des Haul Assist,

ermöglicht die Überwachung von Reifendruck

und -temperatur bequem von der

Kabine aus. Da der Reifendruck einen

deutlichen Einfluss auf den Reifenverschleiß

hat, ist eine proaktive Überwachung

von unschätzbarem Wert, um die

Reifenlebensdauer sowie die Kraftstoffeffizienz,

die Maschinenleistung und den

Fahrerkomfort zu optimieren.

Map, die Karten-Applikation, bietet

einen Echtzeit-Überblick über den

Verkehr vor Ort, um die Navigation

effektiver zu gestalten. Die Position jeder

Maschine und jedes Fahrzeugs – unabhängig

von Typ und Marke – sowie

Besucher vor Ort sind jetzt sichtbar,

sofern sie mit der Map Applikation

verbunden sind. Neben Transportstraßen

zeigt Map auch Be- und Entladezonen

und kennzeichnet einspurige Streckenabschnitte,

Sperrzonen und Bereiche mit

Geschwindigkeitsbegrenzung, um

Betriebsentscheidungen vorherzusehen

und unnötige Stopps zu reduzieren.

Ebenfalls Teil von Haul Assist ist

On-Board Weighing, ein bewährtes Tool,

mit dem Nutzlastinformationen in

Echtzeit angezeigt werden können, um

Überladung und Rücktrag zu vermeiden.

Dies steigert nicht nur die Produktivität,

sondern reduziert auch übermäßigen

Kraftstoffverbrauch und Maschinenverschleiß.

Fahrerkomfort stand schon immer im

Mittelpunkt des Designs – vom zentral

positionierten Fahrersitz mit hervorragender

Sicht bis hin zu benutzerfreundlichen

Bedienelementen. Und eine Reihe

automatisierter Funktionen bietet jetzt

noch mehr Unterstützung, um den

Bedienkomfort und die Leistung zu

steigern.

Terrain Memory ist eine praktische

Funktion des intelligenten Volvo-Antriebsstrangs,

die rutschige Straßenabschnitte

erkennt und speichert, um eine optimierte

Traktionskontrolle und Mobilität im

Gelände zu gewährleisten. OptiShift

ermöglicht schnelle und sanfte Richtungswechsel,

während Downhill Speed Control

automatisch eine konstante Geschwindigkeit

in Gefällstrecken beibehält. Diese

beiden und die Tempomatfunktion sind

seit 2019 serienmäßig eingebaut und

können bei älteren Dumpern nachgerüstet

werden.

Die knickgelenkten Dumper von Volvo

sind nicht nur einfach zu bedienen und

hocheffizient, sondern auch wartungsfreundlich.

Die tägliche oder sogar

wöchentliche Wartung gehört der Vergangenheit

an. Sie ist bei einem knickgelenkten

Dumper von Volvo erst alle 250

Stunden erforderlich. Hinzu kommen

lange Motorwartungsintervalle – bis zu

1.000 Stunden bei Stufe-V- und Tier-4-Final-Modellen

– und eine starke Reduzierung

des Öl- und Kühlmittelbedarfs,

gemessen über die Lebensdauer der

Maschine. Das Ergebnis sind reduzierte

Wartungsanforderungen und Verbrauchsmaterialien,

was dazu beiträgt, die

Maschine am Arbeiten zu halten und

34 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH

MOBILE BRECHER-, SIEB- und FÖRDERANLAGEN

RAUPENMOBILE SIEB- UND BRECHERANLAGEN

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Das

Reifendrucküberwachungssystem

ist eine

neue Ergänzung des Haul Assist.

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www.mineraltech.at

mineraltech - ing. erwin hofstätter GmbH, 2512 Tribuswinkel, Werksgasse 11, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 82, mail: office@mineraltech.at

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MASCHINEN + TECHNIK

DORN LIFT

Perfekter Zugang für Höhenarbeiten

Arbeitsbühnen sind und bleiben die erste Wahl, wenn es beim Arbeiten in luftige Höhen

geht. Mit der Lightlift Performance IIIS-Serie präsentiert der Arbeitsbühnenspezialist

Dorn Lift das Flaggschiff der innovativen Hinowa Raupen-Arbeitsbühnen.

Die Raupenarbeitsbühne Lightlift 17.75

Performance IIIS von Hinowa ist kompakt,

leicht zu transportieren und auch

für schwierige Arbeiten im Innen- und

Außenbereich einsetzbar.

Mit den verschiedenen Hinowa

Raupen-Arbeitsbühnen – im Bild die

Lightlift 17.75 Performance IIIS – können

Arbeitshöhen von 13 bis 33 m erreicht

werden.

D

as Familienunternehmen Dorn Lift

GmbH aus Lauterach, Vorarlberg,

das auf mittlerweile mehr als 45 Jahre

Erfahrung zurückblicken kann, hat

sich in den Bereichen Handel und

Service für Arbeitsbühnen als kompetenter

Ansprechpartner in Österreich

und Süddeutschland etabliert. Trotz

ihrer kompakten Abmessungen in

zusammengefahrener Transportstellung

sind die Arbeitsbühnen

vielseitige Helfer.

So unterschiedlich die Anforderungen

im Detail auch sein mögen, im

Kern dreht sich bei der Dorn Lift

GmbH alles um zuverlässige Höhenzugangstechnik,

hohe Einsatzfähigkeit

und kostengünstige Lösungen. Die

Logistik der Arbeitsbühnen ist einfach,

die Einsatzmöglichkeiten vielfältig und

die Lasten und Reichweiten höher und

weiter. All diese Anforderungen erfüllt

die Hinowa Performance IIIS-Serie.

Mit den verschiedenen Hinowa

Raupen-Arbeitsbühnen können

Arbeitshöhen von 13 bis 33 m erreicht

werden. In vielen Unternehmen ist

Nachhaltigkeit ein wichtiger Faktor

und beeinflusst zahlreiche Entscheidungen.

Aufgrund strengerer Auflagen

hinsichtlich Lärm und Emissionen fällt

die Wahl oft auf alternative Antriebstechniken.

Kombinationen mit Verbrennungs-

und Elektromotor oder

Lithium-Ionen-Batterien stehen als

Antriebsvarianten zur Auswahl.

Die von Hinowa verwendeten

Batterietypen zeichnen sich über eine

lange Lebensdauer aus. Durch die

innovative Start & Stopp Technologie

wird der Motor nur dann mit Strom

bespeist, wenn eine Bewegung im

Gange ist. Des Weiteren besitzen die

Maschinen eine automatische Abstützung,

ein System zur Fernassistenz

und ein GPRS-GPS Modem zur

Ortung. Mit „Auto2Speed“ wird eine

Fahrgeschwindigkeit bis zu 3,5 km/h

erreicht. Im gesamten Arbeitsbereich

kann eine Korblast von 230 kg genutzt

werden. Für Fragen rund um das

Thema Arbeitsbühnen steht das Team

der Dorn Lift GmbH gerne zur

Verfügung.

www.dornlift.com

Fotos: @Studio 22, Marcel Hagen

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DAS SCHNELLWECHSELSYSTEM VON BAUMASCHINENTECHNIK

Dank der Schnellwechselsysteme SW2-Q, SW2-Q6 und SW3-Q mit Oil-Quickfunktion

für Hydraulikbagger (12t bis 40t) erledigt sich der Werkzeugwechsel wie von alleine.

Mit bis zu sechs automatisch kuppelbaren Hydraulikanschlüssen inklusive

Elektroanschluss wechseln Sie Hydraulikhämmer, Abbruch- und Sortiergreifer

sowie andere hydraulische und elektrische Zusatzwerkzeuge

einfach, schneller – und sicher. Denn durch die selbstnachstellende,

konische Verriegelung mit permanent vorgespanntem Konstantdruck sitzt

das Werkzeug immer fest und ist somit spielfrei. Mehr auf bmt.at

Rahofer.

36 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

TRIMBLE / SITECH AUSTRIA

Aktuelle Trimble Lösungen

für die vernetzte Baustelle

Ob der modulare R750 GNSS-Empfänger, das T100 Tablet oder

die neuesten Funktionen der Earthworks-Maschinensteuerung:

Sitech Austria zeigt auf, welche Vorteile die Trimble Lösungen

dem Erd- und Straßenbauunternehmer bieten.

T

rimble’s Connected Site Lösungen verbinden

Menschen, Maschinen und

Projekte: Benutzerfreundliche Software,

umfangreiche Echtzeitinformationen im

Außendienst, im Büro und während des

gesamten Projekts sowie Remote-Support,

Visualisierung von Entwürfen und

Geo-Lokalisierungsinformationen

ermöglichen es den Auftragnehmern, die

digitale Revolution im Bauwesen für sich

zu nutzen. Moderne Hard- und Feldsoftware

vervollständigen das Portfolio und

optimieren die Kommunikation und die

Zusammenarbeit zwischen allen Projektbeteiligten.

Trimble bringt mit seinen

vernetzten Lösungen Büro und Baustelle

näher zusammen als je zuvor. Nachfolgend

ein Blick auf die aktuellen Highlights.

Der Trimble R750, hier im

Einsatz mit dem Trimble

TSC7 Controller, ist die

modulare GNSS-Premiumlösung

von Trimble und

punktet mit Konnektivität,

Flexibilität und

Skalierbarkeit.

Augmented Reality für Bagger:

Mithilfe einer außen an der

Maschine montierten 3D-Kamera

können Bediener 3D-Modelle der

realen Umgebung maßstabsgetreu

überlagern.

Trimble R750

Der modulare Trimble R750 GNSS-Empfänger

bietet eine verbesserte Leistung als

Basisstation und ermöglicht Bauunternehmen,

Vermessungsfirmen und Landwirten

eine zuverlässigere und genaue Positionsbestimmung

vor Ort. Mit dem Trimble

R750 können RTK-Korrekturen (Real-

Time Kinematic, Echtzeit-Kinematik) für

zahlreiche Anwendungen übertragen

werden, darunter Hoch- und Tiefbau,

Präzisionslandwirtschaft und vieles mehr.

Bei gemeinsamer Verwendung mit einem

Trimble ProPoint Global Navigation

Satellite System (GNSS)-Rover werden

durch den Zugriff auf alle verfügbaren

Satellitensignale die Leistung und die

Zuverlässigkeit verbessert. ProPoint bietet

Anwendern mittels innovativem Signalmanagement,

insbesondere bei schwierigen

GNSS-Bedingungen, eine verbesserte

Leistung.

Der R750 verfügt über ein integriertes

LTE-Modem, dass die Übertragung von

Korrekturdaten über das Internet

ermöglicht, wodurch die Reichweite der

Basisstation erheblich verbessert werden

kann. Das integrierte Modem ermöglicht

auch den Fernzugriff und die Verwaltung

des Empfängers, die Zustellung von

E-Mail-Warnungen und -Benachrichtigungen

sowie die Datenübertragung zwischen

Feld und Büro.

Trimble T100 Tablet

Das leistungsstarke Trimble T100 Tablet

zur schnellen Datenverarbeitung vereinbart

hohe Rechenleistung mit großem

Bildschirm und verfügt über die folgenden

Merkmale:

• Touchscreen-Display mit 10 Zoll

(25,4 cm) Diagonale für Lesbarkeit bei

direktem Sonnenlicht

• Navigationstastenfeld mit programmierbaren

Funktionstasten

• Großer integrierter Akku (92 Wh)

• Leistungsstarker Intel i5-Prozessor für

schnelle Datenerfassung, Verarbeitung

und Qualitätssicherung

• Schnellladefähig über USB-C

• Erweiterbares duales Empower-

Modulsystem

Es hat sich in der Branche schon längst herumgesprochen:

Verlässlichkeit hat einen Namen – Eisenwagen.

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Das integrierte 4G-LTE-Modem, das

vierzeilige, umschaltbare Display auf der

Vorderseite und die USB-C-PD-Ladefunktion

machen den Trimble R750 zu einem

praktischen Gerät für eine Vielzahl von

Vermessungsanwendungen.

• Benutzerdefinierte Leistungseinstellungen

• Schutzklasse IP65

„Das T100 Tablet in bewährter Trimble-

Qualität passt sich einer Vielzahl von

Konfigurationen und Baustellenbedingungen

flexibel an“, so Johann Bosch,

Geschäftsführer von Sitech Austria. „Es ist

ergonomisch konstruiert und sowohl frei

als auch am Stab montiert tragbar, sodass

Benutzer bei der Arbeit mobil bleiben.

Durch seine Funktionen wird die Produktivität

gesteigert sowie Ausfallzeiten

reduziert.“

Trimble Earthworks

Auch die Trimble Earthworks-Maschinensteuerungslösungen

wurden weiter

optimiert. So stellt die horizontale

Lenksteuerung für Planierraupen eine

völlig neue Funktion im Bauwesen dar.

Mit ihr folgen Planierraupen automatisch

und ohne Bedienerunterstützung einer

horizontalen Ausrichtung anhand eines

Randsteins, einer Bruchlinie, einer

Mittellinie, einer Fahrbahn oder einem

Böschungsfuß.

Seine Rolle als technischer Vorreiter in

der Branche unterstreicht Trimble aber

auch mit einer weiteren völlig neuen

Funktion: Augmented Reality für Bagger.

In der Augmented Reality-Ansicht wird

ein Live-Bild von der Frontkamera mit

den Designdaten kombiniert, so dass der

Fahrer auf dem Display die 3D-Entwurfsdaten

in der realen Umgebung sehen

kann. Das Oberflächendesign wird als

Fläche mit Rasterlinien dargestellt, so

dass der Fahrer Begrenzungen, komplexe

Formen, Abtrags- und Auftragsinformationen,

Neigungsdaten, Details sowie Punkte

und andere 3D-Konstruktionen aus der

Kabine erkennen kann. Die Kombination

des Plans mit der Live-Ansicht des

Arbeitsbereichs gibt dem Fahrer eine gute

Orientierung, hilft Fehler zu vermeiden

und trägt letztlich zu einer Steigerung der

Produktivität bei.

Im Bereich der Motorgrader können die

Bediener nun dank einer neuen mastlosen

Motorgrader-Konfiguration einen größeren

Bereich für die Schildbewegung nutzen.

Dadurch kann die Maschinensteuerung

bei Anwendungen eingesetzt werden, bei

denen dies zuvor nicht möglich war.

Nicht zuletzt zeigt das integrierte

Trimble Loadrite-Payloadmanagement die

Maschinensteuerung und die genauen

Verwiegungsdaten auf einem Bildschirm

an. Es steigert die Produktivität beim

Massenausgleich, die Effizienz – indem

Unterbeladung verhindert wird – und die

Sicherheit, indem Überladung vermieden

wird. Bauunternehmer können durch die

Vielseitigkeit dieser zusätzlichen Optionen

noch besser von ihrer Investition in

Trimble Earthworks profitieren.

www.sitech-austria.at

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38 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 39



MASCHINEN + TECHNIK

MESSE KARLSRUHE

Technik zum Anfassen: Messeduo

informiert mit praxisnahen Live-Demos

Vom 05. bis 07. Mai 2022 spielt die RecyclingAktiv & TiefbauLive ihre

konzeptionelle Stärke als kundennahe Live-Demo-Messe für Maschinentechnik

sowie für die Bau- und Umweltbranche wieder voll aus.

Alles neu

Die 8. Generation

Zu den Stärken der neuen Raupenbaggergeneration

gehören: eine gesteigerte

Motor leistung, ein schweres Ballastgewicht

für größere Löffelkapazitäten

und ein reduzierter Kraftstoffverbrauch.

www.liebherr.com

Raupenbagger

N

eben Bau- und Anbaugeräten bilden

Materialtransport und -umschlag

sowie Bauschuttrecycling die Knotenpunkte

zwischen den beiden Branchen des

Messeduos. Die Messe Karlsruhe erwartet

rund 185 Hersteller und Händler von

Anlagen für alle Stufen der Behandlung,

Verwertung und Wiederaufbereitung von

werthaltigen Stoffen wie Bauschutt,

Schrott und Metall sowie Altholz. Ebenso

bietet sie das gesamte Spektrum an

Maschinen des Tiefbaus, insbesondere des

Kanal-, Straßen- und Wege-, sowie

Kompaktbaus. Trotz Pandemie und

Zweifach-Verschiebung zählt die Messe

einige Neuzugänge wie Siebtechnik Tema,

Cams M&R Maschinenhandel, Tibatek,

Husqvarna oder Avant Tecno und kann

gleichzeitig auf den Rückhalt der langjährigen

Ausstellerschaft bauen.

Neue Demoformate

Mit gleich drei neuen Demoformaten geht

die RecyclingAktiv & TiefbauLive auf die

Bedürfnisse der Messebesucherinnen und

-besucher ein. In der neuen Anbaugeräte

Arena können sie in drei thematischen

Vorführungen pro Tag in einer actionreich

inszenierten Show die Vielseitigkeit des

Werkzeugträgers beim Einsatz von

Abbruch-, Recycling- oder Bodenaufbereitungsarbeiten

bestaunen und dabei das

perfekte Gerät für mehr Produktivität im

eigenen Betrieb finden.

Neben Baumaschinen und Baufahrzeugen

stehen Werkzeuge wie Schaufelseparatoren,

Abbruchhämmer oder Anbauverdichter

im Fokus. Sie demonstrieren in

realitätsnahen Bauprozessen eindrucksvoll

ihr Können. Die fulminante Show-

Kulisse wird durch Fachberater, die zu den

Merkmalen und Anwendungsgebieten des

Anbaugeräts informieren, inhaltlich

optimal abgerundet. Verstärkt nachgefragt

werden auch die Themen Spezialtiefbau

sowie E-Mobilität. Diese erhalten durch

die neuen Musterbaustellen Spezialtiefbau

sowie Elektromobilität im Kompakt- und

GaLaBau eine eigene Demonstrationsfläche.

Die Musterbaustelle Kanalbau und

die Aktionsfläche Schrott & Metall bleiben

als erfolgreiche Formate bestehen.

„Unser Messekonzept hat den

Anspruch, immer am Puls der Zeit zu sein.

Bauschuttrecycling ist eines

der Fokusthemen der

Demomessen RecyclingAktiv

und TiefbauLive.

Wir möchten unseren Besuchenden

Lösungen aufzeigen und Impulse an die

Hand geben für die Herausforderung einer

zunehmend digitalisierten, automatisierten

und vernetzten Baustelle. So wird im

Rahmen der Besucherrundgänge den

Themen Digitalisierung und Telematik

eine besondere Bedeutung zukommen und

es werden gezielt Anbieter angesteuert,

die praxisnahe Lösungen aufzeigen“,

erklärt Projektleiterin Olivia Hogenmüller.

Erstmalig findet der SBM Summit,

Fachkongress für nachhaltige und

ökologische Baumaterialien, parallel zur

RecyclingAktiv & TiefbauLive am 6. Mai

statt. Das Expertentreffen wird die Messe

aufgrund thematischer Synergien als

eintägiges Spezialprogramm begleiten und

sich mit seinem exklusiven Fachvortragsprogramm

nachhaltigen und ökologischen

Materialien widmen.

www.tiefbaulive.de

www.recycling-aktiv.de

Foto: Messe Karlsruhe / Jürgen Rösner

40 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Flussgestein mit nur einer

Maschine brechen und sieben –

eine Aufgabenstellung, die der

RM 100GO! für das chilenische

Unternehmen Quilín in nur einem

Arbeitsgang erledigt und dadurch

massiv Kosten spart.

www.grammer.at

RUBBLE MASTER

Quer über den Kontinent zum Einsatz

Für das chilenische Unternehmen Quilín zählen entlegene Baustellen und unterschiedlichste

Aufgabematerialien zur täglichen Routine. Eine zusätzliche Herausforderung

bildet Flussgestein, das oft mit mehreren Brechern bearbeitet werden

müsste. Mit dem RM 100GO! schaffen es die Profis von Quilín aber in nur

einem Arbeitsschritt – und sparen so Zeit und Geld.

H

oher Durchsatz bei kleinster Größe,

auf jedem Tieflader transportierbar,

schnell einsatzbereit und vielseitig in der

Anwendung – das sind einige der Kriterien,

warum viele Kunden sich für die

originalen RM Compact Crusher entscheiden.

Das gilt auch für die in Santiago de

Chile ansässige Firma Quilín, die ihre

Maschinen oft mehrere 100 km zwischen

den Baustellen transportieren muss. Im

Rahmen seines Wachstumsplans hat das

Unternehmen mehrere Aufträge in

Rund 4.200 km beträgt die Nord-Süd-Ausdehnung von Chile. Umso wichtiger

ist es für die Firma Quilín, dass Brecher, Nachsiebeinheit und Verschleißteile

mit nur einem Lkw transportiert werden können.

abgelegenen Gegenden in ganz Chile

gestartet. Jeder Auftrag stellt wegen der

Geländebeschaffenheit, unterschiedlichen

Aufgabematerialien und der zu produzierenden

Zuschlagstoffe sehr unterschiedliche

Anforderungen an das Unternehmen

und einen Brecher. Im Zuge dieser

Wachstumspläne entschied sich Quilín für

den mobilen Prallbrecher RM 100GO!.

Einsatz in Patagonien:

1.700 km von Nord nach Süd

Die erste Herausforderung für den neuen

Rubble Master war die Reise von Santiago

de Chile nach Puerto Aisén in Patagonien.

Die Aufgabe vor Ort: Flussgestein

brechen. Das anspruchsvolle Material

brauchte bisher mehrere Brechstufen und

somit mehrere Maschinen, um aus dem

abrasiven Schotter ein kubisches Wertkorn

zu produzieren. Der RM Prallbrecher

schafft das mit dem aufgebautem

Maschendecksieb in nur einem Arbeitsgang.

Bereits beim Transport werden

dadurch massiv Kosten eingespart, da nur

mehr ein Lastwagen notwendig ist, um

Brecher, Nachsiebeinheit und Verschleißteile

wie z.B. Schlagleisten zu transportieren.

Fotos: Rubble Master

Bereits beim RM Vertriebspartner

RAICO in Santiago

wurde das Team von Quilín im

Umgang mit dem RM 100GO!

samt Maschendecksieb geschult.

Der Prallbrecher wurde auf

einem Tieflader nach Puerto

Montt gebracht, wo er mit

vormontiertem Maschendecksieb

per Fernbedienung selbstständig

vom Tieflader auf eine Fähre

fuhr. Nach der 9-stündigen Fahrt

nach Puerto Chacabuco fuhr der

Brecher – ohne eine Hebevorrichtung

zu benötigen – wieder

selbstständig auf einen Tieflader

für den Transport nach Puerto

Aisén. Diese einfache Logistik

und die unkomplizierten Lieferketten

mit den RM Maschinen

sind von höchster Bedeutung für

Quilín. So werden Verzögerungen

vermieden. Schließlich gilt der

Spruch „Zeit ist Geld“ rund um

die Welt.

Flussgestein mit nur einer

Maschine brechen und sieben

Flussgestein, Flussschotter oder

auch Wandschotter zu kantigem

Material zu brechen, ist eine der

großen Herausforderungen in der

mobilen Aufbereitung. Die erste

Aufgabe für den RM 100GO! war

es, 30 cm / 12 Zoll großes Flussgestein

auf unter 4 cm / 1,5 Zoll

herunterzubrechen. Das Endprodukt

dient als Unterbau für den

Flugplatz vor Ort. Somit war

perfektes kubisches Endkorn

gefordert. Hier punktete der RM

100GO! mit seiner Brechtechnologie.

Prallbrecher ermöglichen

eine hohe Zerkleinerungsrate von

10 zu 1 und erzeugen ein

hochwertiges, perfekt kubisches

Produkt. Diesen Zerkleinerungsgrad

erreicht man theoretisch

auch mit der Kombination eines

Backen- und Kegelbrechers. Nur

einen Brecher anzuschaffen,

spart allerdings Anschaffungs-,

Transport- und Wartungskosten.

Außerdem benötigt der RM

100GO! viel weniger Platz auf

der Baustelle und ist einfacher

und schneller manövrierbar als

ein Maschinenzug.

Flussgestein ist meist keinem

bestimmten Gestein zuzuordnen,

es ist oft extrem hart und abrasiv.

Außerdem kommt es bei anderen

Brechtechnologien immer wieder

vor, dass kleinere Korngrößen

ungebrochen im Endprodukt

landen. RM bietet hier mit seiner

dreistufigen Prallschwinge sowie

den vielen Anpassungsmöglichkeiten

der Brechkammer die

optimalen Einstellungen für

jedes Material an. Somit verweilt

der Flussschotter länger im

Prallbrecher und erreicht die

gewünschte Größe und Kubizität.

Das klingt vielleicht kompliziert,

ist es aber nicht, wie Quilín

bestätigte: „Der RM 100GO! ist

eine sehr einfach zu bedienende

Anlage. Die einfache Wartung

und Konfiguration haben zum

gewünschten kantigen Endprodukt

geführt.“

Der RM 100GO! kann aber

auch ganz einfach und rasch für

andere Aufgabematerialien

eingestellt werden. Weshalb der

RM Prallbrecher sämtliche

Anforderungen des chilenischen

Kunden erfüllt. Das Resultat: ein

zufriedener Kunde. „Der RM

100GO! ist ein äußerst vielseitiger

und flexibler dieselelektrischer

Brecher, der sich ideal für

unsere Anwendungen in der

Recycling-, Bau-, Zuschlagstoffund

Asphaltindustrie eignet.“

www.rubblemaster.com

© Shutterstock

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42 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 43



MASCHINEN + TECHNIK

Mit fünf Jahrzehnten Erfahrung in

der Abfallwirtschaft und einer fast

doppelt so langen Tradition im

Baubereich gilt die in Walding

ansässige Firma Zellinger in vielen

Bereichen als innovativer Vorreiter.

Unter anderem ermöglicht die

Kombination aus Abfallwirtschaftszentrum,

Biomüllaufbereitungsanlage

und Blockheizkraftwerken

die Versorgung von mehr

als 1.000 Haushalten mit grünem

Strom. Im Fuhrpark setzt Geschäftsführer

Jürgen Humer seit

zwei Jahren auf die neuesten Cat

Geräte und arbeitet mit der Firma

Zeppelin Österreich an der Umsetzung

eines Telematik-Systems.

Am Standort in Herzogsdorf betreibt die Firma Zellinger ein

Abfallwirtschaftszentrum und erzeugt im angeschlossenen

Öko-Park Biogas, Wärme und Energie. Die beiden Cat Next

Generation Radlader Cat 920 und Cat 938 M sorgen für einen

raschen und effizienten Materialumschlag.

MASCHINEN + TECHNIK

Zellinger aus den Gastronomie-Betrieben

und Großküchen. Bei der Verarbeitung

biogener Abfälle entsteht auch Abwärme,

die als Prozesswärme für die Bandtrocknungsanlage

dient. Mit dieser werden

Schüttgüter wie beispielsweise Schlämme

getrocknet. Durch die Vermeidung von

fossilen Brennstoffen wird CO2 vermieden

und die Umwelt geschont. Durch die

Verarbeitung der biogenen Abfälle und der

dadurch angetriebenen Blockheizkraftwerke

wird Strom erzeugt, der nicht nur

für das Abfallwirtschaftszentrum genutzt

wird. Mittlerweile wird der gesamte

Standort mit Eigenstrom aus erneuerbarer

Energie versorgt und zusätzlich grüner

Strom für mehr als 1.000 Haushalte ins

öffentliche Netz gespeist. Auch am

Standort Walding versorgt eine Photovoltaikanlage

die vor einigen Monaten

errichteten Elektrotankstellen, denn das

Unternehmen setzt auch im Fuhrpark

schon seit vielen Jahren auf nachhaltige

Mobilität.

Arbeiten gemeinsam an

der Optimierung des

Fuhrparks durch ein

Telematik-System:

Geschäftsführer Jürgen

Humer, MSc (Firma Zellinger

GmbH, rechts) und

Christoph Ohnmacht (Leiter

der Niederlassung

Linz/St.Florian der Zeppelin

Österreich GesmbH).

Mit langem Hubgerüst

und Hochkippschaufel

beschicken die beiden Cat

Next Generation Radlader

(im Bild der Cat 938 M) in

Herzogsdorf die Anlagen

und sorgen für die

Beladung der Lkw.

ganz Oberösterreich. Mein Schwiegervater

war an dieser Entwicklung maßgeblich

beteiligt und hat vorausschauend in den

Fuhrpark investiert. Er war aber auch

Tiefbau-Ingenieur und hat den Erdbau in

unserem Unternehmen fest verankert und

weiterentwickelt. Aus diesem Grund sind

wir heute in den Bereichen Erdbau und

Trockensteinmauern sehr gut aufgestellt.

Unser zentrales Standbein ist aber die

Abfallentsorgung, wo wir als Komplettanbieter

Privat-Haushalte, Kommunen und

die Gewerbeindustrie betreuen. Vom

Transport bis zur Verwertung gefährlicher

Abfälle bieten wir in der Abfallentsorgung

alle Dienstleistungen aus einer Hand. Wir

betreuen ganz Oberösterreich, wobei der

Schwerpunkt im Zentralraum rund um

Linz liegt. Mit der Bandbreite unserer

Dienstleistungen, aber auch mit der Größe

unseres Unternehmens, sehen wir uns für

die Zukunft optimal aufgestellt. Ganz

wichtig sind für uns zufriedene Mitarbeiter,

denn sie tragen entscheidend zum

Gesamterfolg bei.“

Kreislaufwirtschaft und

ganzheitliche Energielösungen

Mit dem Abfallwirtschaftszentrum und

dem innovativen ÖKO-Park am Standort

Herzogsdorf hat das Familienunternehmen

Zellinger einen beeindruckenden

Schritt für eine nachhaltige Entsorgungsstrategie

gesetzt. Ein Großteil der hier

gesammelten Abfälle und Altstoffe stammt

aus der Speiserestesammlung der Firma

Vier Cat Next Generation Geräte

und VisionLink Telematik-Projekt

Der hauseigene Fuhrpark umfasst im

Entsorgungsbereich Sammelfahrzeuge

vom kompakten City-Flitzer bis hin zu

Absetz- und Abrollfahrzeuge, mit denen

sämtliche Behälter – von der Bauschuttmulde

bis zum Großcontainer für Altstoffe

und Gewerbemüll – transportiert werden

können. Im Erdbau stehen rund 20

Baumaschinen von 3,5 t bis zum 25 t

Bagger im Einsatz. In den letzten beiden

Jahren verstärkte sich die Firma Zellinger

in den Bereichen Erdbau und Trockensteinmauern

zunächst mit den beiden Cat

Next Generation Hydraulikbaggern Cat

315 und Cat 308, wobei der Cat 308 mit

einem Verstellausleger ausgerüstet ist.

Beide Bagger sind mit einem Schnellwech-

ZELLINGER / ZEPPELIN

Vom Entsorger zum Versorger: Zellinger

stärkt Erdbau und Recycling mit Cat-Geräten

W

er sich mit den Anfängen der Firma

Zellinger beschäftigt, der muss bis in

das Jahr 1925 zurückgehen. Damals

verdiente sich Martin Zellinger mit seinem

Pferdefuhrwerk als Dienstleister im

Straßenbau und konnte im Lauf der Jahre

die Pferdekraft durch einen Traktor

ersetzen. Sein Einsatz inspirierte die

nächste Generation und so gründeten

Johann und Maria Zellinger 1955 ein

Unternehmen, das sich zu Beginn mit dem

Schotterabbau und Erdbauarbeiten

erfolgreich entwickelte. Anfang der 1970er

Jahre erfolgte mit dem ersten Müllwagen

der Einstieg in die Abfallwirtschaft. Ein

Bereich, in dem man im Laufe der Jahrzehnte

umfangreiches Know-how sammelte

und laufend in neueste Technik investierte.

Heute wird das Familienunternehmen

Zellinger in der vierten Generation von

Jürgen Humer, MSc, geführt, der bereits

bei seinem Einstieg im Jahr 2005 die

Biogasanlage errichtete und danach durch

seine aktive Mitarbeit in allen Bereichen

Erfahrungen sammelte. Die Zentrale des

Unternehmens, das konstant rund 130

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt,

befindet sich in Walding in der Nähe

von Linz.

Geschäftsführer Jürgen Humer: „Ein

wichtiger Schritt für die Unternehmensentwicklung

war Anfang der 1980er Jahre

die Einführung der Papiersammlung in

Meter die entscheiden!

Palfinger Krane haben immer die Nase vorne. Dank überlegener

Hubkraft und Reichweite, mit der Sie um die entscheidenden

Meter voraus sind. Sprechen Sie jetzt mit den Kranprofis von

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44 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 45



Die Firma Zellinger erzeugt im ÖKO-Park am

Standort Herzogsdorf Biogas aus Produktionsresten

aus dem Lebensmittelbereich und biogenen

Abfällen aus Großküchen. Das entstehende

Biogas ist der Motor für die Blockheizkraftwerke,

die den Strom erzeugen.

A WIRTGEN GROUP COMPANY

Stark allein. Stark im Team.

MOBICAT MC 110 EVO2 UND MOBICONE MCO 90 EVO2

Von links: DI (FH) Christoph Göweil (Betriebsleitung ÖKO-Park) und Reinhard Deschka

(Betriebsleitung Abfallwirtschaftszentrum) sind so wie die Fahrer von den neuen

Cat Next Generation Geräten begeistert.

selsystem und einem kompletten Löffelpaket

ausgerüstet. Zusätzlich sind sie mit

einem Reißzahn, einem Sieblöffel und

einem neuen Schremmhammer für alle

Einsätze gerüstet.

Im letzten Dezember folgten die

ebenfalls neuen Radlader Cat 920 und Cat

938 M. Die beiden Cat Next Generation

Geräte kommen im Abfallwirtschaftszentrum

in Herzogsdorf zum Einsatz. Ausgerüstet

mit langem Hubgerüst und Hochkippschaufel

beschicken sie die Anlagen

und sorgen für die Beladung der Lkw. Der

Cat 920 verfügt auch über eine Ballenzange

für die Bedienung der Ballenpresse.

Bekanntlich sind die Cat Next Generation

Geräte bereits ab Werk umfassend mit

verschiedenen Assistenzsystemen ausgerüstet

und ist bei den Radladern beispielsweise

auch schon die Cat Kontrollwaage

fix integriert. Weiters sorgen bei den

Ladespielen der Radlader Kontakt-Detektoren

und ein Kamera-System mit 360°

Blickwinkel für sichere Abläufe. Grundsätzlich

sind Schnellwechselsysteme und

hoher Fahrkomfort mit entsprechenden

Sitzen und Klimaanlage für die Firma

Zellinger wichtige Faktoren, die den

Arbeitsalltag der Mitarbeiter erleichtern.

Bei der Ausrüstung der Maschinen setzt

die Firma Zellinger überwiegend auf die

Lösungen der Firma Winkelbauer.

Christoph Ohnmacht, Leiter der

Niederlassung Linz/St.Florian der

Zeppelin Österreich GesmbH, über das

aktuelle Telematik-Projekt: „Wir freuen

uns sehr, dass wir die Firma Zellinger

nicht nur mit den modernen und umfassend

ausgestatteten Cat Geräten überzeugen

konnten, sondern auch mit den

Servicedienstleistungen unserer Niederlassung

in St.Florian. Ein Schwerpunkt im

Fuhrpark der Firma Zellinger wird in

diesem Jahr der Aufbau eines Telematik-

Systems sein, bei dem wir unser

umfangreiches Know-how in allen

Bereichen einbringen können.“

Beginnend mit den neuen Cat Geräten

und aufbauend auf das Cat Flottenmanagementsystem

VisionLink, in das auch

Geräte anderer Marken integriert werden

können, sollen alle Maschinen und

Anbaugeräte in einem System zusammengeführt

werden. Neben der Datentransparenz

hinsichtlich Verbrauch und Betriebsstunden

kann so auch sichergestellt

werden, dass die Maschine das Anbaugerät

erkennt und automatisch die korrekten

Einstellungen, etwa bei der Hydraulikleistung,

zum Einsatz kommen. Ein

Entwicklungsschritt, der den Maschinisten

die Arbeit bei den verschiedenen

Einsätzen wesentlich erleichtern soll und

das Material schont.

Geschäftsführer Jürgen Humer

ergänzt: „Grundsätzlich achte ich darauf,

dass ich meinen Fuhrpark regelmäßig

modernisiere. Dazu informiere ich mich

über das aktuelle Angebot am Markt und

war von den Cat Next Generation Geräten

sehr beeindruckt. Das Gesamtpaket aus

Komfort, Sicherheit und Assistenzsystemen

lässt kaum noch Wünsche offen. Dazu

kommt die wirklich gute Betreuung durch

die Linzer Niederlassung der Firma

Zeppelin, die ja über einen neuen und

hochmodernen Standort verfügt und einen

hervorragenden After Sales Service bietet.

Vor allem wurde uns zweimal sehr

kurzfristig mit einem Bagger-Vorführgerät

und einem Überbrückungs-Radlader

ausgeholfen. Wir haben für alle vier

Maschinen Wartungsvereinbarungen

getroffen, um die Standzeiten möglichst zu

miniminieren. Auch die Maschinisten sind

mit den Cat Geräten sehr zufrieden. Dazu

kommt, dass unser Betreuer, Rene

Weinzierl, früher selbst gebaggert hat. Der

weiß, wovon er redet und das ist für die

Akzeptanz durch die Baggerfahrer sehr

wichtig. Ich gehe davon aus, dass wir diese

Partnerschaft aufgrund der guten Zusammenarbeit

weiter ausbauen werden.“

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MCO 90 EVO2

MC 110 EVO2

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Anlagenkombinationen spielen der Backenbrecher MOBICAT MC 110 EVO2 und der Kegelbrecher MOBICONE

MCO 90 EVO2 ihre Stärken richtig aus. Durch SPECTIVE sind beide Anlagen einfach und intuitiv bedienbar.

Zudem sorgt ein verbessertes Antriebskonzept für eine höhere Effizienz bei geringerem Verbrauch. Durch das

über Linienkopplung abgestimmte Materialflusskonzept über beide Brechstufen wird optimaler Durchsatz erreicht.

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MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

GEOLANES

Zukunftsorientierte Lösungen für

die Bau- und Vermessungsbranche

Die GeoLanes GmbH in Nenzing ist spezialisiert auf 2D- und 3D-Baggersysteme,

Drohnen Komplettlösungen sowie GPS-Rover. Der Slogan „Systems for your next

level“ repräsentiert bereits die Philosophie des Produktportfolios.

G

ründer und Geschäftsführer Christian

Tschann informiert im Gespräch mit

Baublatt.Österreich zunächst über die

Vorteile des iDig-Baggersystems: „Mit

unseren sehr hochwertigen und leistbaren

Produkten ist es gelungen, die zukunftsfähigen

Märkte im Bereich 2D-Baggersysteme

auszubauen und im 3D-Bereich als

neuer Player einzusteigen. Wir sind vom

Konzept des iDig-Baggersystems überzeugt,

da es am Markt das einzige System

ist, welches mit kabellosen und solargeladenen

Sensoren arbeitet. Die optimale

Beratung und Unterstützung unserer

Kunden ermöglicht einen höheren

Mehrwert durch Kosteneinsparung und

fördert die Effizienz des Betriebes und der

Produkte. Wir setzen dabei auf verlässliche

Lieferanten, vorzugsweise aus Europa,

welche eine hohe Liefertreue und Handschlagqualität

besitzen.“

Für Erdbeweger bringt das iDig-Baggersystem

den wirtschaftlichen Vorteil, ein

System für mehrere Maschinen flexibel

einsetzen zu können. Es kann auf allen

Marken, allen Typen und allen Größen von

Baggern aufgebaut werden. Die äußerst

Christian Tschann,

MSc, ist Gründer und

Geschäftsführer der

GeoLanes GmbH in

Nenzing.

Ing. Maximilian Rusch

leitet den Geschäftsbereich

Drohnen.

einfache und intuitive Menüführung

ermöglicht es dem Bediener im Handumdrehen,

Planier- und Gefällearbeiten

durchzuführen. Facts zum iDig-System:

- die Sensoren kommunizieren per Funk

oder Bluetooth und sind daher kabellos

- in Minuten ist das System von Maschine

zu Maschine umgebaut und somit hoch

flexibel

Die hochwertigen Vermessungsdrohnen

von Microdrones

sparen wertvolle Zeit sowie Geräte- und

Personalressourcen und erhöhen maßgeblich

die Sicherheit.

- durch die Solarzellen an den Sensoren,

sind weder Batterien noch sonstige

Ladevorgänge erforderlich

- kompakt, robust, wasserdicht, staub-,

schock- und vibrationsresistent

- iDig arbeitet über Referenzpunkte, einen

Rotationslaser oder im 3D-Betrieb mit

einem Geländemodell

- die in enger Zusammenarbeit mit

Baggerfahrern entwickelte Benutzeroberfläche

ist einfach, intuitiv und im

Handumdrehen erlernbar.

- iDig punktet mit Kundennähe, maximalem

Praxisnutzen und innovativen

Produkten

Ergänzend dazu erläutert Maximilian

Rusch die Kompetenzen im Geschäftsbereich

Drohnen: „Konkret fokussieren wir

uns auf hochwertige Vermessungsdrohnen

mit LiDAR und Photogrammetrie. Damit

bieten wir unseren Kunden das Equipment

der Spitzenklasse von Microdrones

für einen zukunftsweisenden Gesamtprozess

– von der Planung bis zur fertigen

Baugrube. Das heißt, der Kunde kauft bei

uns die Drohne mit der Auswertungssoftware

mdInfinity, damit er unabhängig

48 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH

agieren kann. Die Bedienung ist sehr

intuitiv und schnell erlernbar und in

weiterer Folge werden Arbeitsabläufe

in der Vermessung deutlich

effizienter. Der Kunde spart wertvolle

Zeit sowie Geräte- und Personalressourcen

und erhöht maßgeblich

die Sicherheit seiner Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter.“

Ein Beispiel aus der Praxis: für

eine Kiesgrube mit 10 ha Fläche

benötigte ein Vermessungsbüro

früher etwa zwei volle Arbeitstage.

Mit der Drohne war das Gebiet in

etwa 2 h vollständig und hochpräzise

vermessen und die Daten ausgewertet.

Dafür genügt eine Person und

diese steht jederzeit an einem

sicheren Platz. Bodenpasspunkte

(GCP) sind nicht mehr notwendig.

Besonders stolz ist man bei GeoLanes

auf die Software mdInfinity,

denn mit ihr kann innerhalb

kürzester Zeit eine georeferenzierte

3D-Punktwolke erzeugt werden,

worin über eine Bodenklassifizierung

Vegetation wie Bewuchs oder

Wald per Mausklick entfernt werden

kann. Facts zu Microdrones:

HOHE FLEXIBILITÄT UND

BESTE SIEBERGEBNISSE

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Bis zu 350 t/h

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Das iDig-Baggersystem arbeitet mit kabellosen und

solargeladenen Sensoren. Es kann in wenigen Minuten

von Maschine zu Maschine umgebaut werden.

- verschiedene Nutzlasten für den

Vermessungsbereich: Photogrammmetrie,

Laserscanner (LiDAR)

- flexible Datenverarbeitungsmodule:

Flugtrajektorie, Georeferenzierung,

Genauigkeitsanpassung, Einfärbung,

usw.

- Anwendungsgebiete: Vermessung,

Bergbau, Bauwesen, Volumenberechnung,

Wissenschaft

„Bei der Vermessung aus der Luft

geht es nicht nur um das Fluggerät.

Es geht um die Gesamtlösung –

komplett mit allen Werkzeugen – die

Geodatenprofis benötigen, um

Aufgaben präzise, effizient und

sicher auszuführen. Unsere integrierten

Systeme sind einfach zu

bedienen, arbeiten mit überragender

Präzision und sind äußerst zuverlässig,

so dass Kunden ihre Projekte mit

Drohnen rasch in die Realität

umsetzen können. Wir bieten den

branchenweit besten Gesamtprozess

aus einer Hand und überzeugen

Interessenten gerne im Rahmen

einer Demo vor Ort“, so Geschäftsfeldleiter

Rusch.

www.geo-lanes.com

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WOLFFKRAN

Drei Wölffe jetzt auch im hohen Norden

Die Wolffkran Holding AG hat gemeinsam mit der Mikkelsen AS aus Norwegen ein Joint

Venture unter dem Namen Wolffkran Norge AS gegründet. Im Zuge der Gründung erhielt

die Wolffkran Norge AS bereits den Zuschlag für ein Großprojekt in Molde.

G

emeinsam werden die beiden Partner

Wolffkran Holding AG und Mikkelsen

AS zukünftig Wolff-Krane auf dem

norwegischen Markt verkaufen und

vermieten. Espen Hanssen, Geschäftsführer

der Mikkelsen Kran AS, wird auch das

Tagesgeschäft der Wolffkran Norge AS mit

Sitz in Drammen, 40 km südwestlich von

Oslo, leiten. „Der Zusammenschluss zur

Wolffkran Norge AS macht uns wettbewerbsfähiger

und verschafft uns bessere

Möglichkeiten, neue Marktanteile auf dem

gesamten norwegischen Markt zu gewinnen“,

sagt Hanssen.

Bent Mikkelsen, Gründer und Eigentümer

von Mikkelsen AS, ist seit mehr als

50 Jahren im norwegischen Kran- und

Transportgeschäft aktiv. Mit der Gründung

der Wolffkran Norge AS fokussiert

sich Mikkelsen wieder auf das Turmdrehkrangeschäft

und positioniert sich so als

Komplettanbieter von Hebe- und Transportdienstleistungen.

„Wir sind sehr stolz

darauf, mit einem Technologieführer wie

Wolffkran zusammenzuarbeiten. Wir

kennen uns gut und freuen uns darauf,

gemeinsam ein fortschrittliches Turmdrehkrangeschäft

in Norwegen aufzubauen“,

so Mikkelsen.

Für Wolffkran ist die Allianz ein

wichtiger Schritt, um der wachsenden

Nachfrage nach großen Turmdrehkranen

mit hohen Traglasten in Norwegen gerecht

zu werden. „Diese Partnerschaft bringt

zwei führende Unternehmen mit ihren

jeweils individuellen Stärken zusammen,

um unseren Kunden hervorragende

Turmdrehkranlösungen mit allen dazugehörigen

Servicedienstleistungen anzubieten.

Wir bei Wolffkran freuen uns sehr

darauf, gemeinsam mit Mikkelsen dem

Turmdrehkranmarkt in der Region neue

Impulse zu geben“, sagt Duncan Salt, CEO

der Wolffkran Holding AG.

Die Tinte auf dem Partnerschaftsvertrag

war noch nicht getrocknet, da erhielt

die Wolffkran Norge AS bereits den ersten

Auftrag: Drei Wölffe 8033 werden für die

Zum Start des Joint

Venture errichten drei Wolff-

Krane ein neues Krankenhaus in Molde,

im Südwesten Norwegens. Bis Jahresende

erwartet Geschäftsführer Espen Hanssen

den Einsatz von rund zwölf Wolff-Turmdrehkranen

bei Projekten im

ganzen Land.

norwegische Baufirma HENT AS ein

neues Krankenhaus in Molde errichten.

Das Großprojekt wird überwiegend mit bis

zu 7 t schweren Fertigbauteilen errichtet.

„Dank ihrer hohen Spitzentragfähigkeiten

von 8,1 und 7,8 t bei jeweils 55 m Ausleger

sind die Wölffe hier die perfekte Besetzung“,

erläutert Hanssen. „Mit nur drei

Kranen kann die gesamte Großbaustelle

von 54.000 m 2 abgedeckt werden.“ Alle

drei Krane wurden kürzlich montiert und

sollen bis Mitte 2023 auf der Baustelle

bleiben. Zwei weitere Wolff-Krane kommen

im Frühling beim Wohnungsbauprojekt

Gregers Kvartal in Oslo zum Einsatz.

www.wolffkran.com

Unterzeichneten gemeinsam die Vereinbarung für die Wolff-Kran Norge AS (von links):

Duncan Salt, CEO Wolffkran Holding AG, Andreas Kahl, Geschäftsführer der Wolffkran GmbH,

Bent Mikkelsen, Eigentümer und Gründer von Mikkelsen AS, Espen Hanssen,

Geschäftsführer der Mikkelsen Kran AS.

50 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Fotos: © Andreas Winter

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MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Als Experte für mobile

Stromversorgung baut das

niederländische Unternehmen

Bredenoord seine

Expansion in Österreich und

den umliegenden Ländern

weiter aus.

B

ereits Ende 2019 legte Bredenoord mit

der Partnerschaft mit Event Electric

den Grundstein für sein Geschäft in

Österreich. Inzwischen kann Bredenoord

vom Partnerstandort in Korneuburg bei

Wien in Kombination mit dem Standort

Wörnitz in Deutschland Bauprojekte in

ganz Österreich und den Nachbarländern

zuverlässig mit Stromlösungen versorgen.

Bredenoord bietet mit einer Mietflotte

von über 2.700 mobilen Stromaggregaten

in den Leistungsklassen von 15-2.000 kVA

jederzeit das passende Stromaggregat und

kann schnell und zuverlässig liefern. Auf

Wunsch bekommen Kunden auch besonders

geräusch- oder emissionsarme

Aggregate oder intelligente Systeme, die

Spitzenlasten abdecken und je nach

Verbrauch ab- und zugeschaltet werden

können. Optional ist eine Füllstandsüberwachung

erhältlich, sodass sich die

Kunden rechtzeitig um die Nachbefüllung

kümmern können.

Die Bredenoord Lichtmasten sind für

verschiedenste Anwendungsgebiete

einsetzbar – ob als Einzellösung oder in

Kombination für die Beleuchtung einer

ganzen Fläche. Mit einem Mietbestand

von über 350 mobilen, stationären und

BREDENOORD

Baustellen-Stromversorgung

in allen Leistungsklassen

hybriden Lichtmasten finden die Bredenoord-Experten

garantiert die passende

Ausleuchtungsmöglichkeit. Wer Wert auf

reduzierte Emissionen legt, erhält auch

LED-Lichtmasten, die bis zu 65% weniger

Kraftstoff verbrauchen. Selbstverständlich

bietet Bredenoord auch das komplette

Zubehör wie Kraftstofftanks, Verteilerkästen,

Transformatoren und Kabel.

Die Bredenoord Innovationen nehmen

eine Vorreiterrolle bei nachhaltigen

Energielösungen ein und bieten vielfältige

Möglichkeiten zur Einsparung von

Kraftstoff sowie CO2- und Geräuschemissionen.

Die Kleinbatteriespeicher (ESaver)

liefern Strom aus verschiedenen Energiequellen.

In Kombination mit einem

Stromaggregat können so bis zu 70%

Kraftstoff eingespart und CO2-Emissionen

verringert werden. In naher Zukunft

werden auch Batteriespeicher mit einer

Leistung von 80-600 kWh lieferbar sein.

Mit der mobilen Solaranlage Mini-SunBox

können die Kunden ihren Baustrom ganz

einfach selbst erzeugen.

24/7-Service in Österreich

Auch in Österreich können sich die

Kunden auf den umfassenden Service von

Bredenoord verlassen – von der Beratung

über die Planung, den Transport, bis hin

zur Überwachung der Geräte im Betrieb.

Das rund um die Uhr erreichbare Serviceteam

findet für alle Anforderungen eine

geeignete Lösung und vielfach gelingt eine

Lieferung binnen weniger Stunden.

Ermöglicht wird dies u.a. durch die eigene

Lkw-Flotte, die eine autarke Anlieferung

und Abholung sicherstellt.

Unter der E-Mail mieten@bredenoord.

com sind die Bredenoord-Experten ab

sofort 24 Stunden an 7 Tagen die Woche für

österreichische Kunden erreichbar. Wer den

direkten Kontakt zu den Österreich-Experten

sucht, kann sich außerdem an Jans

Havinga (j.havinga@bredenoord.com) und

Volker Zettl (v.zettl@bredenoord.com)

wenden. Sie schicken auch gerne eine

Mietbroschüre zu. Informationen über das

komplette Produktportfolio unter:

www.bredenoord.com/at

Ein

Bredenoord-

Fahrer beim

Abladen

mobiler

Stromlösungen.

METABO

Neue Akku-Winkelschleifer-Range

Die Maschinen der neuen 18-Volt-Akku-Winkelschleifer-Generation von Metabo

sind so leistungsstark wie ein 1.100-Watt-netzbetriebener Winkelschleifer.

D

ie Range umfasst insgesamt sechs

neue Akku-Winkelschleifer – vom

Einstiegsmodell bis hin zum Inox-Winkelschleifer

für die Edelstahlbearbeitung

ist für jedes Anwendungsgebiet etwas

dabei. Alle Maschinen verfügen über

kraftvolle, bürstenlose Motoren und

punkten daher mit einer sehr hohen

Lebensdauer und geringstem Wartungsaufwand.

Die Akku-Winkelschleifer überzeugen

auch mit Flexibilität: Mit der Metabo

PRODUKTIVITÄT

AUF ENGSTEM

RAUM

M-Quick-Funktion können Scheiben

schnell und werkzeuglos gewechselt

werden, dabei sind die Maschinen mit

allen gängigen Winkelschleifer-Zubehören

kompatibel. In beengten Platzverhältnissen

finden professionelle Anwender

dank des um 90° drehbaren Akkupacks

stets die optimale Arbeitsposition.

Wer in ständig wechselnden Einsatzbereichen

arbeitet, greift auf die Modelle

mit variabler Drehzahleinstellung

zurück: Über ein Stellrad können

Die Winkelschleifer sind Teil

des 18-Volt-Systems von

Metabo und ergänzen das

herstellerübergreifende

Akku-System CAS (Cordless

Alliance System).

Anwender die Drehzahl passend zur

Anwendung einstellen – sie bleibt dabei

auch unter Last konstant, das sorgt für

hohe Produktivität. Darüber hinaus sind

die Maschinen für jedes Einsatzgebiet mit

den passenden Sicherheitsfunktionen

erhältlich. So haben einige Geräte eine

schnelle Bremse, die die Scheibe innerhalb

von einer Sekunde stoppt oder einen

Totmannschalter, der die Maschine bei

Kontrollverlust zuverlässig abschaltet.

www.metabo.com

Vorführung der vollausgestatteten

Maschine inkl. Werkstechniker zum

Selbstkostenpreis kurzfristig möglich.

Kontaktieren Sie uns direkt unter

der Tel.Nr.: 0664/88451720.

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Der AFW 150-2 ist einzigartig und kennt keine Mitbewerber auf dem Markt. Der enge Wendekreis

und die Seitenfreiheit machen ihn zum idealen Fertiger für Gehwege, Ausbesserungsarbeiten

unter begrenzten Platzverhältnissen und Leitungs- und Versorgungsgräben.

• Einbaubreite von 250–1650 mm

• Ideal für enge Einsatzbereiche dank Seitenfreiheit

und engem Wendekreis von nur 0.8 m

• Zuverlässiger Hatz-Motor sorgt für die passende

Leistung in allen Anwendungsbereichen

• Maximale Arbeitsgeschwindigkeit bis zu 10 m/min

• Einfache Materialbunkerbefüllung durch

aufklappbare Einfüllhilfen

• Optionale Zwillingsbereifung für den Einsatz auf

schwierigem Untergrund

Zusätzliche Informationen zu unseren Produkten und Dienstleistungen finden Sie unter : www.ammann.com

MMP-1824-00-DE | © Ammann Group

52 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 53



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Fast 1 km Holzbauzaun wurden zum

Schutz der Öffentlichkeit von Zeppelin

Rental Österreich errichtet.

Lieferanten

kündigen sich

online für ein

bestimmtes Zeitfenster

an und

erhalten einen

individuellen

Barcode, welcher

beim grauen Kasten

(s. rechts) gescannt

wird.

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STADTENTWICKLUNG NORDBAHNHOF

Umfassendes Baustellenmanagement

Mit einer Fläche von 85 ha gehört das Nordbahnhofareal zu den größten innerstädtischen

Stadtentwicklungsgebieten Wiens. Während die bauliche Entwicklung

bereits auf mehr als zwei Dritteln des Areals abgeschlossen ist, sind die Arbeiten

des Teilbereichs „Freie Mitte – Vielseitiger Rand“ noch im vollen Gange. 5.000 Wohnungen

und 2.500 Arbeitsplätze sollen bis 2026 entstehen. Unterstützung bei dem

Großprojekt bekommen die Bauherren von Zeppelin Rental Österreich.

A

cht Baufelder, 21 Bauplätze und

insgesamt acht Krane zeugen davon,

dass auch das letzte Drittel des Nordbahnhofs

bald in neuem Glanz erscheint.

Vier Bauherren sind hierfür auf den

Baufeldern aktiv – und das auf engstem

Raum, weiß Julian Junker, Projektentwickler

bei der Ersten Gemeinnützigen

Wohnbaugesellschaft Wien (EGW): „Wir

bauen hier sehr dicht und hoch und

müssen gleichzeitig die Natur schützen,

welche direkt an die Baufelder grenzt.“

Denn der Name des Teilbereichs ist

Programm. So beheimatet die „Freie

Mitte“ unter anderem geschützte Amphibienarten

und muss deswegen genau eins

bleiben: frei.

Stellflächen für Container, Ladezonen,

Verkehrswege, Baustraßen und Zufahrtspunkte

müssen somit möglichst platzsparend

erfolgen. „Aufgrund der Komplexität

des Projektes haben wir uns an Zeppelin

Rental gewandt. Diese haben im Vorfeld

ein Logistikkonzept entwickelt und

übernehmen nicht nur die Zufahrtskontrolle

sowie die Einhaltung des Naturschutzes,

sondern auch das übergeordnete

Baustellenmanagement. Es gibt einen

zentralen Ansprechpartner für alle

baulogistischen Belange – Magdy Salib“,

führt Junker aus. Von der Kommunikation

mit der Stadt Wien über die Gebietsbetreuungsstelle

bis hin zu den Belangen der

Anwohner: „Das Anrainermanagement ist

uns besonders wichtig. Neben dem

Austausch mit der Ombudsstelle führe ich

deshalb regelmäßig Informationsabende

und Rundgänge durch. Außerdem haben

wir einen Naturlehrpfad mit der ökologischen

Bauaufsicht entwickelt“, erklärt

Magdy Salib, Projektleiter bei Zeppelin

Rental Österreich. Rund 270 m Bauzaun

wurden hierfür mit 80 Planen, die über die

geschützten Tier- und Pflanzenarten

informieren, ausgestattet.

Neben dem Baustellenmanagement fällt

auch die Koordinierung der Zufahrt und

die Sauberhaltung der öffentlichen

Straßen in den Verantwortungsbereich

von Zeppelin Rental Österreich. So

verhindert eine Reifenwaschanlage vor der

Ausfahrtsschranke, dass Lkw die angrenzenden

Straßen verschmutzen. Die

Herausforderung liegt jedoch in der

Zufahrtskontrolle. Denn aufgrund des

Platzmangels werden alle Baufelder durch

ein und dieselbe Zufahrt beliefert. Eine

logistische Meisterleistung – bis zu 500

Lkw müssen in Spitzenzeiten täglich

dieses Nadelöhr passieren.

Um einen störungsfreien Ablauf zu

garantieren, kommt deshalb ein voll

automatisiertes und intelligentes Schrankensystem

zum Einsatz. Lieferanten

fahren die Schranke an und scannen

selbstständig ihren Barcode oder den von

Zeppelin Rental erhaltenen RFID-Chip,

welcher dann im Online Logistic Control

Center (OLCC) – dem webbasierten

Fotos: X21de - Reiner Freese

Um den öffentlichen Verkehr nicht zu

beeinflussen, wurde für die Straßenbahn

ein Bauzaun-Korridor zwischen den

Baufeldern eingerichtet.

Logistikportal von Zeppelin Rental –

anhand von Echtzeitdaten geprüft

werden. Die Anmeldung im OLCC erfolgt

ganz unkompliziert: Nach einer einmaligen

Registrierung können sich Lieferanten

und Nachunternehmer für ein

bestimmtes Zeitfenster ankündigen und

erhalten eine Transportanmeldung

inklusive Barcode. Zudem ist ein Baustelleneinrichtungs-

beziehungsweise ein

aktueller Logistikplan hinterlegt, der über

Zufahrten, Entladezonen und Lagerflächen

informiert. Ist der Transport

angemeldet und erfolgt im richtigen

Zeitfenster? Ist die Ladezone frei? Werden

diese Fragen vom OLCC bestätigt, so

kann der Lieferant selbstständig ein- und

später auch wieder ausfahren. „Noch gibt

es einen Mitarbeiter, der bei Abweichungen

Lösungen aufzeigt. Ziel ist es, dass

unser OLCC in Zukunft eigenständig

passende Alternativvorschläge an die

Schranke liefert“, so Dominik Müller, CEO

von Zeppelin Rental Österreich. Die

Datenerfassung hat jedoch auch einen

langfristigen Nutzen, erklärt Müller:

„Dank der Informationen, die gesammelt

werden, bekommen wir ein detailliertes

Bild von den Verkehrs- und Materialströmen

und wissen, wie lange verschiedene

Prozesse in Anspruch nehmen. Die

Naturlehrpfad: In Zusammenarbeit mit

der ökologischen Bauaufsicht konzipierte

Magdy Salib (li.) Planen, welche über

Flora und Fauna informieren.

Schranke dient nicht nur der koordinierten

Zufahrt zur Baustelle, sondern vor

allem der Prozessoptimierung und

Anpassung für zukünftige Baustellen.“

Doch nicht nur die Anzahl der Lkw

macht die Organisation der Zufahrt zu

einer besonderen Herausforderung. Hinter

der Schranke befindet sich eine Gleisschleife,

auf der alle vier Minuten eine

Straßenbahn verkehrt. Somit haben die

Lieferanten ein Zeitfenster von knapp drei

Minuten, in denen sie die Gleise vor der

nächsten Bahn überqueren können. „Um

den öffentlichen Verkehr nicht negativ zu

beeinflussen, wurde für die Straßenbahn

zudem ein Bauzaun-Korridor zwischen

den Baufeldern eingerichtet, damit sie das

Areal durchqueren kann. Außerdem haben

wir den Fußgängerweg umgesetzt, um

knapp 1.600 Schülern einen gefahrlosen

Schulweg zu ermöglichen.“ Fast 1 km

Holzbauzaun und über 2,5 km mobiler

Bauzaun wurden zum Schutz der Öffentlichkeit

von Zeppelin Rental Österreich

errichtet. „Auch das ist Teil des Services.

Wir sorgen bis zur Ladezone für einen

reibungslosen Ablauf und stellen so sicher,

dass sich die Generalunternehmer auf ihr

Kerngeschäft konzentrieren können“,

betont Projektleiter Salib.

www.zeppelin-rental.at

Reißzahn

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54 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 55



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

KEMROC

Eine Kemroc-Universalfräse ES110HD (110 kW)

mit Schneidrad (1.000 mm Schnitttiefe)

arbeitet ab der aktuellen Saison am

firmeneigenen 24-t-Bagger im Steinbruch

des Unternehmens Fark Naturstein

aus dem Münsterland.

Naturwerkstein zeitsparend bearbeiten

Kalksandstein aus dem natürlichen Vorkommen lösen und zu handhabbaren Quadern

für die Weiterverarbeitung im Sägewerk vorbereiten – das erforderte bei einem

deutschen Steinmetzbetrieb bisher viel kräfteraubende Handarbeit und Arbeitszeit.

Statt zu bohren und zu keilen, werden die Blöcke nun mit einer Kemroc-Universalfräse

ES110HD am 24-t-Bagger präzise und zeitsparend vorgeschnitten.

B

aumberger Sandstein – dieser feinkörnige,

beigefarbene bis graue

Naturwerkstein wird seit Jahrhunderten

im nordwestlichen Münsterland abgebaut

und weit über die Region hinaus im

Innen- und Außenbereich verwendet.

Einer der letzten Steinbrüche, in denen

der Baumberger Sandstein gewonnen

wird, gehört dem Unternehmen Fark

Naturstein aus Havixbeck, welches

mittlerweile in achter Generation dieses

kostbare Mineral verarbeitet.

Auf dem rund 10.000 m² großen

Steinbruchgelände von Fark ruht das

Gestein in einer rund 4 m hohen Schicht

unter einer 20 m mächtigen Abraumschicht.

Das sehr dichte und homogene,

feinkörnige und vergleichbar weiche

Mineral (40-50 MPa Druckfestigkeit) teilt

sich auf in drei unterschiedliche Werksteinhorizonte,

die viele Verwendungen

finden: Lappen für den Innenbereich (z.B.

Stilkamine), der etwas härtere Fließ für

Terrassen und hoch belastbare Bodenbeläge

im Außenbereich sowie Paol als

wetterbeständiger Werkstein für den

Fassadenbau.

Beim Schneiden

entstehen rechte

Winkel und glatte

Flächen. So lassen

sich die fertigen

Quader besser im

Steinbruch lagern

und später auf

der Sägebank

zerschneiden.

Nach dem Freilegen unter der Abraumschicht

wurden die Natursteinblöcke

bisher von einem 45-t-Bagger mit dem

Tieflöffel aus dem Verband gedreht und

anschließend durch Bohren und Keilen für

die Weiterverarbeitung in Form gebracht.

Das erforderte viel Handarbeit und

Arbeitszeit und brachte durch die entstehenden

Ausplatzungen einen vergleichsweise

hohen Materialverlust mit sich.

Nach eingehender Beratung mit dem

Kemroc-Verkaufsleiter Enrico Trender und

ersten Vorversuchen brachte dieser eine

Universalfräse ES110HD zum Steinbruchgelände.

Diese erwies sich als das bestgeeignete

Anbaugerät für den kleineren

firmeneigenen 24-t-Bagger. Nach einigen

ersten erfolgreichen Einsätzen startete

man bei Fark Naturstein jetzt mit völlig

neuem Schwung in die neue Abbausaison.

Die einzelnen Arbeitsschritte der

Gewinnung und Vorverarbeitung:

Zunächst wird per Bagger und Universalfräse

in den Verband geschnitten und eine

sogenannte Säumschicht hergestellt, an

welcher ein mächtiger Kalksandsteinblock

per 45-t-Bagger und Löffel horizontal aus

der Wand gedreht wird. Dann übernimmt

ein 24-Tonner, ausgerüstet mit der

Kemroc-Universalfräse ES110HD mit

Schneidrad (1.000 mm Schnitttiefe) die

weitere Arbeit und zerteilt den Block in

kompaktere Teile von handhabbarer

Größe. Dabei werden unter anderem die

bruchrauen Lagerflächen mit der Fräse

nachgearbeitet, so dass gleichförmige

Kalksteinquader entstehen, die sich

platzsparend im Steinbruch zum Vortrocknen

stapeln lassen. Mit ihren planen

Standflächen können die Steinblöcke

Fotos: Kemroc

später optimal auf der Sägebank abgerichtet

werden.

Die Universalfräsen der Serie ES von

Kemroc sind echte Multitalente und für

das Fräsen von schmalen Schlitzen in

Asphalt oder Beton genauso gut geeignet

wie für das profilgenaue, horizontale oder

vertikale Bearbeiten von Flächen. Auf dem

Werkzeugträger, der als Antrieb dient,

können Schneidräder oder Frästrommeln

zum Bearbeiten von Asphalt, Beton und

Gestein angebaut werden. Beim Steinmetzbetrieb

Fark entschied man sich nach

Absprache mit dem Kemroc-Verkaufsleiter

Enrico Trender – als passendes Anbaugerät

für den bestehenden Hydraulikbagger

LH R 914 B – für das größte Modell

ES110HD (110 kW) und ein Schneidrad

mit maximal 1.000 mm Schnitttiefe.

In der gemeinsam entwickelten

Maschinenkonfiguration am 24-t-Trägergerät

kam man auf ein ideales Zusammenspiel

von einem drehmomentstarken

Motor und einer recht hohen Umfanggeschwindigkeit

des Schneidrades bei rund

42 U/min. Beim Zuschneiden der Kalksandsteinquader

zeigte sich ein rasches

Hin- und Herführen des Schneidrades in

der entstehenden Fuge bei einer geringen

Absenkung von rund 5 cm pro Schnitt als

das Verfahren mit der höchsten Schnittgeschwindigkeit.

Auf diese Weise besteht

auch das geringste Risiko, das Schneidrad

in der Fuge zu verklemmen.

Durch das neue Arbeitsverfahren

gewinnt man bei Fark Naturstein gegenüber

dem früheren Bohren und Keilen

nicht nur einen deutlich größeren Anteil

an verarbeitbarem Wertgestein aus den

rohen Kalksandsteinblöcken. Vielmehr

Schneller, präziser und

komfortabler als bisher

per Bohren und Keilen von

Hand gelingt jetzt das Zurechtschneiden

einzelner

Blöcke aus Kalksandstein

in handhabbare Quader.

Hier geht’s

zum Video:

wurden auch reichlich Handarbeit und

Arbeitszeit eingespart. „Früher brauchten

wir für einen Laufmeter bei einem Meter

Tiefe eine gute halbe Mannstunde an

Handarbeit“, rechnet der Steinmetzmeister

Thomas Fark vor, „jetzt erledigt der

Maschinist des Baggers dieselbe Arbeit

einfach per Joystick und in lediglich fünf

Minuten! Das ist für uns ein völlig neues

Niveau an Qualität und Arbeitskomfort.“

www.kemroc.de

SERIE 7

DIE NEUEN MOBILBAGGER

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56 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 57



MASCHINEN + TECHNIK

KLEEMANN

Abgestimmte Leistung zur Herstellung

von Beton- oder Asphaltkörnungen

Der Backenbrecher Mobicat MC 110(i) EVO2 und der Kegelbrecher Mobicone

MCO 90(i) EVO2 wurden auf Leistung, Effizienz und Flexibilität hin entwickelt.

Die mobilen Anlagen werden häufig gemeinsam in der ersten und zweiten

Brechstufe eingesetzt, dabei zahlen sich besonders das gemeinsame

Leistungsniveau und die einfache Verkettung aus.

D

ie beiden Brechanlagen der neuen

EVO2-Generation sind hinsichtlich

der Übergabepunkte des Materials

perfekt aufeinander abgestimmt und

auch die Leistung passt: Der Backenbrecher

hat genau die richtige Power, um

den Kegelbrecher in der zweiten Brechstufe

optimal auszulasten. Der richtige

Füllstand eines Kegelbrechers ist

besonders wichtig, um beste Kornqualität

bei minimalem Verschleiß herzustellen.

Die MC 110 EVO2 kann ihren Brechspalt

in einem Bereich von bis zu 180 mm

vollhydraulisch einstellen. Die MCO 90

EVO2 kann wiederum mit ihren neuen

Brechwerkzeugen einen Spaltbereich von

6-45 mm abdecken. Je nach Aufgabematerial

können so mit einer nachgeschalteten

Siebanlage Beton- oder Asphaltkörnungen

in einem Arbeitsgang hergestellt

werden.

Der Brechprozess beider Anlagen wird

automatisch über die innovative Beschickungsregelung

CFS (Continuous Feed

System) so optimiert, dass das Material

stets mit maximaler Effizienz durch die

Maschinen gefördert wird. Dabei wird

der Füllstand der Brechkammern

überwacht. Erreicht der Füllstand eine

definierte einstellbare Höhe, wird die

Materialzufuhr der Maschine angepasst.

Dieses System ist die ideale Grundlage

für die intelligente Linienkopplung eines

verketteten Anlagenzugs. Die optional

erhältlichen Sonden am Brecherabzugsband

und/oder Feinkornband der vorgelagerten

Maschine überwachen den

Füllstand der Aufgabeeinheit der jeweils

nachgelagerten Maschine.

Sicherheitstechnisch sind alle Brechund

Siebanlagen über Kabel miteinander

verbunden. Wird im Notfall ein beliebiger

Not-Halt am Anlagenzug gedrückt,

werden alle Maschinen sicher gestoppt.

www.wirtgen-group.com

KEINEN CAT KANN ICH

MIR NICHT LEISTEN.

Keinen Cat in unseren Beton- und Schotterwerken und auf unseren Baustellen? Das kann ich mir nicht vorstellen.

Wir setzen immer auf Cat Maschinen der allerneuesten Generation. Denn immer wieder ist es faszinierend, Innovation

in Aktion zu erleben. Jeder Cat überzeugt auch noch durch niedrige Gesamtkosten. Für mich heißt es: Etwas anderes

können wir uns nicht leisten.

Ernst Derfeser, Geschäftsführer der Ernst Derfeser GmbH

Vomp, Österreich

zeppelin-cat.at

Leistungsstarkes Team: Die Maschinen der neuen EVO2-Generation sind optimal aufeinander abgestimmt zum verketteten

Einsatz im Naturstein. Im Bild der Kegelbrecher Mobicone MCO 90(i) EVO2 und der Backenbrecher Mobicat MC 110(i) EVO2 in

Linienkopplung mit einer Siebanlage und einem Haldenband.

58 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

1

MASCHINEN + TECHNIK

1 Der Unterwagen des TEC

TB20 wird in Heavy Duty

Ausführung geliefert, der

Ausleger ist eine Neuentwicklung

von Avesco. 2 Dank

seiner Einsatzflexibilität ist

der DC300Ri das perfekte

Gerät für Bohr- und Sprengunternehmungen.

3 Die verschiedenen

Optionen des

Sandvik DT621 machen ihn

für eine Reihe von Bedingungen

und Aufgaben

flexibel einsetzbar.

2 3

Der Transport einer

neuen Straßenbahn für die

Dresdner Verkehrsbetriebe

erfolgte mit einer Schienenfahrzeuglösung

mit

Goldhofer-Fahrzeugen.

D

ie Dresdner Verkehrsbetriebe AG

(DVB) werden ab 2022 nach und nach

30 neue Straßenbahnen in ihrem Verkehrsnetz

einsetzen. Sie sind 35 cm

breiter, was einen zusätzlichen Sitz

ermöglicht. Gefertigt werden sie im

Bautzener Waggonbauwerk von Alstom.

Für den Transport nach Dresden setzt die

UTM Universal Transport GmbH eine

Schienenfahrzeuglösung mit Goldhofer-

Fahrzeugen ein. Die gewählte Kombination

besteht aus einer vierachsigen

Zugmaschine, einem vorgelagerten

zweiachsigen Schwerlastmodul (THP/UT

2) und einem siebenachsigen Semitieflader

für Schienentransporte (STZ-H 7) mit

Schwanenhals und hydraulischer Rampe.

Mit verschieden langen Brückenelementen

kann UTM seine Transportlösung an die

Größe der jeweiligen Straßenbahn

GOLDHOFER

Wie auf Schienen

Der Transport des ersten der 45 m langen und 58 t schweren Tramwagen.

anpassen. „Mit dieser Lösung haben wir

nicht nur das hohe Gewicht der Tram

sicher im Griff, sondern sorgen auch für

leichte Manövrierbarkeit des Schienenfahrzeugs“,

so Peter Klemenz, Projektmanager

Schienenfahrzeuge bei UTM in

Eisenhüttenstadt. Zusätzliche Erleichterung

bieten die hydraulischen Rampen

sowie die auf dem Schwanenhals befestigte

Seilwinde. Stabilen Halt während des

Tram-Transports gibt dabei das intelligente

und einfach zu bedienende Goldhofer-Ladungssicherungskonzept

mit

zahlreichen Befestigungsmöglichkeiten

und Verzurrpunkten.

www.goldhofer.de

AVESCO TEC

Premiere für 20-t-Tunnelbagger

Avesco TEC präsentiert den innovativen Tunnelbagger TEC TB20. Es ist das erste

Gerät mit 140 kW Leistung in der gefragten Größenklasse 20 t. Damit erweitert die

Zweigniederlassung der Avesco AG in St. Martin im Mühlkreis ihr maßgeschneidertes

Angebot, zu dem etwa auch der kompakte Bohrjumbo Sandvik DT621 und das selbstfahrende

Übertagebohrgerät Sandvik Commando DC300Ri zählen.

T

EC TB20 ist ein Hydraulikbagger in

der 20 t Klasse, der speziell für den

Untertageeinsatz entwickelt wurde. Die

Leistung von 140 kW macht ihn zum

stärksten Tunnelbagger der Marktsegmente.

Die separate Zusatzkreispumpe

sorgt für kontinuierlichen Ölfluss auf die

Anbaugeräte. Der Unterwagen wird in

Heavy Duty Ausführung geliefert, um den

harten Bedingungen im Tunnel Stand zu

halten. Der Ausleger ist eine Neuentwicklung

von Avesco TEC und auf dem Markt

einzigartig.

Sandvik Commando DC300Ri

Der Sandvik Commando DC300Ri ist ein

hydraulisches, selbstfahrendes Übertagebohrgerät

auf einem 4-Rad getriebenen,

oszillierenden Unterwagen und voll

funkferngesteuert. Typische Anwendungsbereiche

für den Commando DC300Ri sind

Straßenbau, Abbrucharbeiten, Sekundärbrecharbeiten,

Fundamentbohren und

Grabenbau, sowie gelegentliches Ankerbohren.

Somit wird der DC300Ri häufig von

Bauunternehmen, in Steinbrüchen und für

kommunale Anwendungen verwendet.

Sandvik DT621

Dieses kompakte elektro-hydraulische

Streckenvortriebsbohrgerät ist für schmale

Erzgänge mit Querschnitten ab 4 x 4 m bis

zu Streckenvortrieben mit 6 x 6 m

konzipiert und deckt mit einer maximalen

Arbeitsbreite von 8.820 mm und maximalen

Arbeitshöhe von 6.060 mm ein breites

Anforderungsprofil ab. Auch Ankeranwendungen

sind durch die 90° schwenkbaren

Lafetten kein Problem.

Durch die kompakten Baumaße von

B x H x L = 2.150 x 3.200 x 12.350 mm

(abhängig der gewählten Optionen) und

dem knickgelenkten Unterwagen ist diese

Maschine äußerst wendig. Der Fahrbetrieb

wird über einen Cummins Dieselmotor mit

129 kW Leistung gespeist, dessen Kraft

über ein hydrostatisches Getriebe an alle

4 Räder übertragen wird. Ausgestattet mit

katalytischer Abgasnachbehandlung und

Partikelfilter erfüllten wir zudem die

Emissionsklasse EU Stufe V und bieten

damit den neuesten Stand der Technik.

Der bewährte und robuste SB40 Bohrarm

bietet eine Abdeckung von 49 m². Eine

Auswahl an fixen Lafetten und Teleskoplafetten

deckt eine Vielzahl von Anwendungen

ab. Der neue Bohrhammer RD520

sorgt für reibungsloses und effizientes

Bohren bei tiefen Wartungskosten.

www.avesco-tec.at

60 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Baumaschinen online

mieten bei Digando.

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MASCHINEN + TECHNIK

Minimierter Energieverbrauch: Als Teil der

zero emission Reihe ist der elektrische Raddumper

DW15e jeweils mit einem eigenen

Elektromotor für den Fahrantrieb und für

die Arbeitshydraulik ausgestattet.

„Unsere Kunden schätzen, dass sie durch

unser flächendeckendes Niederlassungsnetz

österreichweit alles aus einer Hand bekommen

und an allen Standorten kompetent

beraten werden“, betont Christian Chudoba,

Geschäftsführer Wacker Neuson Österreich.

WACKER NEUSON

50 Jahre Dumper Know-how

Ausgestattet mit einer Mulde zur Beförderung von Baumaterial und Aushub sind Dumper

in den letzten Jahrzehnten auf vielen Baustellen zu gefragten Helfern geworden. Wacker

Neuson verfügt über eine langjährige Expertise in der Entwicklung und Fertigung von

Rad- und Kettendumpern und begeht aktuell ein Doppeljubiläum: 50 Jahre Dumper

Know-how und 10 Jahre Dumper Kompetenz am Standort Hörsching bei Linz.

ls die Neuson Baumaschinen GmbH

A die Firma Ebbs & Radinger zur

Jahrtausendwende übernahm, verfügte

diese bereits über jahrzehntelange

Dumper-Erfahrung. Gemeinsam mit der

Firma Lifton in Großbritannien wurden

Dumper zunächst noch in Wien und Wales

produziert, 2008 wurde die Produktion

nach Linz verlegt. Mit der Fusion der

damaligen Neuson Kramer Baumaschinen

AG und der Wacker Construction Equipment

AG gelangte dieses umfangreiche

Know-how in die heutige Wacker Neuson

Group. Einige Mitarbeiter, die bereits seit

Jahrzehnten Teil des Unternehmens sind,

tragen ihr Wissen weiter – und bauen es

stetig aus. „Seit mittlerweile über 50

Jahren können wir auf unser Know-how

im Bereich der Dumper setzen“, erklärt

Christian Chudoba, Geschäftsführer

Wacker Neuson Österreich. „Gerade in

Österreich haben wir im Bereich Dumper

* Emissions-Schalldruckpegel (LpA): Er gibt die Geräuschemission des Gerätes an dem ihm direkt

zugeordneten Arbeitsplatz an, beispielsweise in der Kabine oder auf dem Fahrerstand.

Hier geht’s

zum Video:

sehr hohe Marktanteile. Unsere Kunden

vertrauen auf unsere langjährige Expertise

und die Sicherheit der Maschinen.“

Breites und innovatives Dumper

Portfolio für jede Anforderung

Seit 2012 befindet sich am Standort

Hörsching bei Linz das Wacker Neuson

Kompetenzzentrum für Dumper und

Bagger mit den Bereichen Forschung,

Entwicklung und Produktion. Insgesamt

62 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH

Die Einbindung der Kunden in den Entwicklungsprozess

hat bei Wacker Neuson eine lange Tradition.

Die drei Dual View Modelle DV60, DV90 und DV100

ermöglichen den komfortablen und schnellen Wechsel

der Sitzposition durch eine 180°-Drehung der

gesamten Bedien- und Sitzkonsole.

bietet Wacker Neuson zehn Raddumpermodelle,

drei Dual View Dumper und

sieben Kettendumper-Modelle an. Dazu

gehören auch die elektrisch betriebenen

Maschinen DW15e und DT10e aus der

zero emission Reihe.

Bei der Entwicklung der Maschinen

spielen Themen wie Digitalisierung und

Elektrifizierung eine immer größere

Rolle. So arbeitet beispielsweise der

elektrische Raddumper DW15e ohne

direkte Abgasemissionen: Der Dumper

ist jeweils mit einem eigenen Elektromotor

für den Fahrantrieb und für die

Arbeitshydraulik ausgestattet, um die

Leistung bedarfsgerecht und unabhängig

abzunehmen und den Energieverbrauch

zu minimieren. Im Vergleich zum

konventionellen Modell wurden hier die

Geräuschemissionen um

mehr als 20 Dezibel auf

60 db(A)* Dezibel reduziert,

was in etwa normaler

Zimmerlautstärke

entspricht.

Eine weitere Dumper-

Innovation aus dem Hause

Wacker Neuson sind die

drei Dual View Modelle

DV60, DV90 und DV100

mit einer Nutzlast von 6 bis

10 t. Dual View ermöglicht

den komfortablen und

schnellen Wechsel der

Sitzposition durch eine

180°-Drehung der gesamten

Bedien- und Sitzkonsole.

Mit der Sitzposition ändert

der Fahrer die Blick- und

Vorwärts-Fahrtrichtung.

Zeitaufwendiges Wenden

und Rangieren sind somit

nicht mehr nötig. Gerade

auf beengten Baustellen,

zum Beispiel im Innenstadtbereich,

im Tunneleinsatz

oder an vielbefahrenen

Straßen, spielt Dual View

seine Stärken voll aus. Der

Fahrer behält dabei die

Arbeitsumgebung stets voll

im Blick – und das bedeutet

deutlich mehr Sicherheit.

„Mit unseren Dumpern

ist einfaches, effizientes und

vor allem sicheres Arbeiten

möglich. Auch in Zukunft

werden wir das Ohr nah an

unseren Kunden haben und

ihre Anforderungen aus der

Praxis in Neu- und Weiterentwicklungen

einfließen

lassen“, betont Christian

Chudoba. Die Nähe zum

Kunden spielt damals wie

heute eine große Rolle: Von Beginn an

waren Kunden in den Entwicklungsprozess

der Maschinen eingebunden, um

die für sie optimale Lösung umzusetzen.

„Unsere Kunden schätzen, dass sie

durch unser flächendeckendes Niederlassungsnetz

österreichweit alles aus

einer Hand bekommen und an allen

Standorten kompetent beraten werden“,

ergänzt Christian Chudoba. „Unser

motiviertes Team unterstützt bei der

Auswahl der passenden Maschine – zum

Kauf oder zur Miete – und bietet

selbstverständlich alle Services rund um

die Maschine an. Die persönliche

Betreuung und zuverlässige Baumaschinen

und -geräte – dafür steht Wacker

Neuson.“

www.wackerneuson.com/dumper

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MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

SANDVIK

BEV-Muldenkipper-Prototyp mit 65 t

Nutzlast für den untertägigen Bergbau

Sandvik stellt den batterieelektrischen Muldenkipper mit der größten Kapazität

für den Untertage-Bergbau vor. Der Prototyp des Sandvik TH665B mit einer

Nutzlast von 65 t befindet sich in Kalifornien in der Testphase.

Nach Abschluss der Testphase mit Barminco und AngloGold Ashanti Australia

wird der Truck demnächst in der Goldmine Sunrise Dam getestet, um seine

Praxistauglichkeit für den Einsatz über lange Transportwege zu

beweisen, bevor die kommerzielle Produktion des Sandvik

TH665B Ende 2023 anlaufen soll.

Die Software TS Learning

unterstützt auch Baufirmen

bei der Umsetzung individueller

Konzepte für Unfallprävention

und Gesundheitsschutz.

B

ei Arbeitgebern steigt das Bewusstsein,

mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen

konfrontiert zu werden, wenn Mitarbeiterunterweisungen

nicht ordnungsgemäß

umgesetzt werden. Im schlimmsten Fall

steigt bei Nichteinhaltung der Bestimmungen

auch noch die Versicherung aus. Vor

diesem Hintergrund bieten die Experten

der HSEQ-Pro GmbH mit der TS Learning

Software eine innovative digitale Lösung

für die Bereiche Mitarbeiterunterweisung

und Arbeitsschutz. Im Vergleich zu

herkömmlichen Sicherheitsanweisungen

können mit der TS Learning Software

Schulungsinhalte mehrsprachig und stets

auf dem neuesten Stand erstellt werden.

Für alle Betriebe, welche dezentral

aufgestellt sind: das digitale Schulungssystem

wird individuell sowie branchengerecht

angeboten, ist einfach zu bedienen

HSEQ-PRO

Software für individuelle

Unfallprävention

und kann asynchron abgehalten werden.

Aufgrund des digitalen Systems entfällt

nicht nur die Koordination und Organisation

zeitaufwendiger Schulungstermine, es

können auch Wissensüberprüfungen und

Schulungsnachweise einfach generiert

Mit der

TS Learning

Software sind

Arbeitgeber und

Arbeitnehmer

hinsichtlich der

gesetzlichen

Vorschriften

gleichermaßen

abgesichert.

werden. Arbeitgeber können mit der TS

Learning Software Informationen dokumentiert

und nachvollziehbar an Mitarbeiter

zustellen und ihre zeitlichen Ressourcen

dem Unternehmenszweck widmen.

www.hseq-pro.at

N

ach der Einführung des Sandvik

TH550B 50-t-BEV auf der Messe

Minexpo International 2021 im vergangenen

September setzt Sandvik seine

BEV-Strategie fort, indem es sein Angebot

an batterieelektrischen Muldenkippern

und Ladern sowohl auf größere als auch

auf kleinere Größenklassen ausweitet. Der

Sandvik TH665B wurde entwickelt, um

die Produktivität, Nachhaltigkeit und

Kosteneffizienz im Schüttgutbergbau zu

verbessern.

„Mit mehr als 50 Jahren Erfahrung in

der Entwicklung und Herstellung von

Bergbaumaschinen für den untertägigen

Bergbau sind wir stolz darauf, dass wir

unseren Kunden auch weiterhin den Weg

zu nachhaltigeren Anwendungen weisen

können“, so Henrik Ager, Präsident von

Sandvik Mining and Rock Solutions.

„Unser batterieelektrischer 65-t-Truck ist

unsere neueste Entwicklung, mit der wir

den Bergleuten und Unternehmern helfen,

den Übergang zu einem produktiveren,

emissionsfreien Bergbau zu vollziehen.“

Der Sandvik TH665B vereint bewährtes

Sandvik-Design und fortschrittliche

Technologie rund um Elektroantriebe und

Batteriesysteme. Dank eines extrem

effizienten elektrischen Antriebsstrangs

soll ein voll beladener Sandvik TH665B

auf einer 1:7-Rampe bis zu 30% schneller

sein als ein vergleichbarer konventioneller

Diesel-Untertage-Muldenkipper. Jedes der

vier Räder des Muldenkippers ist mit

unabhängigen Antrieben ausgestattet, was

zu einem einfacheren Antriebsstrang,

einer verbesserten Gesamteffizienz und

einer maximalen Leistungsabgabe führt.

Der elektrische Antriebsstrang des

Sandvik TH665B liefert eine Dauerleistung

von 640 kW und ermöglicht eine

hohe Beschleunigung und schnelle

Rampengeschwindigkeiten.

Der Muldenkipper ist mit dem patentierten

Selbstwechselsystem von Sandvik

ausgestattet, einschließlich der AutoSwapund

AutoConnect-Funktionen, die einen

schnellen und einfachen Batteriewechsel

innerhalb weniger Minuten ermöglichen

– und zwar ohne größere Infrastruktur wie

Brückenkräne oder andere schwere

Handhabungsgeräte. Der Sandvik

TH665B verfügt außerdem über ein neues

Batteriehebesystem für verbesserte

Zuverlässigkeit. Sandvik hat die Konstruktion

des Batteriekäfigs überarbeitet,

um die Wartungsfreundlichkeit zu

verbessern, so dass die Batteriemodule

gewechselt werden können, ohne dass die

Batteriepakete zur Wartung aus dem

Käfig genommen werden müssen.

Die neue Fahrerkabine des Muldenkippers

hat das gleiche Design wie die

branchenführende Kabine des Toro

TH663i Untertagemuldenkippers von

Sandvik. Die Kabine bietet eine erstklassige

Bedienerergonomie mit einer

Vielzahl von Einstellmöglichkeiten für

eine komfortable Arbeitsumgebung. Die

zentrale Pendelrahmenkonstruktion sorgt

für Stabilität, und die Vorderachsfederung

gewährleistet eine ruhige Fahrt auf

unebenen Strecken. Die Kabine des

Sandvik TH665B ist mit einer Joystick-

Lenkung, einem großen Touchscreen-Farbdisplay

und dem neuesten Steuerungssystem

ausgestattet, das einen einfachen

Zugriff auf die Ausrüstungsdaten

ermöglicht.

www.rocktechnology.sandvik/de

64 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH

KOMPAKTE

POWER

VIDEO

ERHÖHTE

MOBILITÄT

HOHE & KONSTANTE

LEISTUNG

LANGFRISTIGE

ZUVERLÄSSLICHKEIT

wie z.B. R1000S - Raupenmobiler Prallbrecher inkl. Windsichter

www.rockster.at

„Wir haben sicher 4 oder 5 verschiedene mobile Brechanlagen getestet und für uns war das ganze Rockster Paket genau

auf die Bedürfnisse unseres Unternehmens zugeschnitten. Die Anlage ist sehr bedienerfreundlich und es ist ein hydraulisches

System, was uns lieber ist als elektrisch, weil wir einfach mehr Erfahrung in diesem Bereich haben. Das stufenlose Regeln

der Brecherdrehzahl erlaubt uns mehr Kontrolle beim Arbeiten, der Magnetabscheider ist hydraulisch höhenverstellbar usw.“

Werkstattleiter Peter Schmid, Kober Transporte GmbH

Rockster Austria International GmbH / 4212-Neumarkt i.M. / +43 720 70 1212

MOBILE BRECHANLAGEN



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

LIEBHERR

Elektrisierend: LR 1160.1 unplugged

„Unplugged“ steht bei Liebherr für batteriebetriebene Geräte. Mit dem Raupenkran

LR 1160.1 unplugged wird die Serie um ein neues Modell erweitert. Der Kran hat

eine Traglast von 160 t und elektrisiert erste Kunden mit sanften Tönen und

einem intelligenten Sicherheitskonzept.

D

er LR 1160.1 unplugged gehört zu den

ersten Raupenkranen der Welt, die mit

Batterie betrieben werden. Das elektrohydraulische

Antriebsdesign hat dieselben

Leistungsdaten wie die konventionelle

Ausführung. Beide Versionen werden in

derselben Art und Weise bedient, was für

den Fahrer besonders angenehm ist, wenn

er häufig zwischen Geräten wechseln muss.

Ein herausragendes Merkmal der

Unplugged-Geräte ist „Zero Emission“. Sie

verursachen keine Abgase und sind sehr

leise. Damit treffen sie besonders in

lärmempfindlichen Regionen den

richtigen Ton und finden Anklang

Der LR 1160.1

unplugged im

neuen Design.

bei Baustellenpersonal und Anwohnern.

Im Leerlauf entspricht der Schalldruckpegel

von drei Unplugged-Raupenkranen, die

jeweils in einer Entfernung von 16 m

stehen, einer normalen Unterhaltung auf

der Baustelle in 1 m Entfernung. Das

entspricht einem Wert von nur 60 dB(A).

Wenn berücksichtigt wird, dass ein

Raupenkran 60% der Zeit auf der Baustelle

im Leerlauf ist, so ist dieser geringe

Geräuschpegel ein Vorteil mit großer

Stimmkraft.

Der LR 1160.1 unplugged kann sowohl

mit Kabel als auch ohne betrieben werden,

also: unplugged. Die Kapazität des Akkus

Der erste LR 1160.1

unplugged verlässt

das Liebherr-Werk in

Nenzing. Mit der

Unplugged-Serie wird

das Potenzial der

Raupenkrane

Wirklichkeit, auch als

elektrische Version

bestens zu

funktionieren.

ist für einen Hebebetrieb von 8 Stunden

ausgelegt. Der Kran kann während der

Arbeit an einem konventionellen Elektroanschluss

mit 63 A uneingeschränkt

betrieben oder binnen 4,5 Stunden geladen

werden. Eine Schnellladung mit 125 A ist

in nur 2,5 Stunden möglich.

Die Designer des Krans legten viel

Wert auf das Sicherheitskonzept. Wie die

gesamte Raupenkran-Serie der Liebherr-

Werk Nenzing GmbH, verfügt der

LR 1160.1 unplugged über alle etablierten

Assistenzsysteme für die sichere

Bedienung.

Das neueste Feature des LR 1160.1

unplugged ist die „Gradient Travel Aid“

für eine sichere Überwindung von Hängen

(Neigungsfahrten). Das Steuerungssystem

des Krans berechnet automatisch den

Schwerpunkt und warnt den Fahrer, bevor

er den sicheren Bereich verlässt. Der

Bediener erhält während der Fahrt

jederzeit Informationen über die zulässige

und tatsächliche Steigung und über den

Gesamtschwerpunkt des Krans. Bei

Bedarf kann der Auslegerwinkel so

geändert werden, dass die Maschine im

sicheren Bereich bleibt. Die „Bodendruckanzeige“

berechnet den aktuellen Bodendruck

der Maschine und vergleicht diesen

mit vorgegebenen Sicherheitsgrenzwerten

der jeweiligen Baustelle. So weiß der

Geräteführer zu jeder Zeit, ob er sich in

einem kritischen Bereich befindet oder

sich einem solchen annähert. Der „Boom

Up-and-Down Assistant“ zeigt im Ablegeoder

Aufrichtbetrieb die Annäherung des

Krans an die Kipplinie an und stoppt automatisch,

bevor sich der Kranführer

unbeabsichtigt in eine unsichere Position

manövriert.

Die ersten drei LR 1160.1 unplugged

lieferte die Liebherr-Werk Nenzing GmbH

nach Großbritannien. Select Plant Hire

Company Ltd. verfolgt das Ziel, immer

mehr Zero-Emission-Baustellen umzusetzen

und hat für 2022 sogar drei weitere

LR 1160.1 unplugged als Investition

geplant. Select setzte bereits bei der

Markteinführung auf den weltweit ersten

batteriebetriebenen Raupenkran, den

LR 1250.1 unplugged.

www.liebherr.com

66 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH

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Mit den neuartigen

FloorZilla-Reinigungspads

reinigen Schwamborn-Geräte

noch gründlicher und

umweltschonender.

V

reactiV heißt die Technologie hinter

den neuartigen Reinigungspads

„FloorZilla“, die eine verbesserte Reinigungsleistung

mit geringerem Wasserverbrauch,

ohne Chemie bei längerer Haltbarkeit

ermöglicht. Erhältlich ist diese

Innovation nun für die Reinigungsmaschinen

des deutschen Herstellers Schwamborn.

CEO Eckart Schwamborn erläutert:

„Tests haben uns davon überzeugt, dass

diese Pads gründlicher, haltbarer und

nachhaltiger sind als herkömmliche

Reinigungspads“. Besonders überzeugt

habe Schwamborn der geringere Wasserverbrauch

und die Eignung für die

chemiefreie Reinigung. „Sogar beim völlig

wasserfreien Polieren haben uns die

Ergebnisse überzeugt“, ergänzt der

Geschäftsführer. Die Innovation der

vollständig aus recyceltem Material

gefertigten Pads besteht in der festen

Bindung von Millionen kleinster Silicium-

Carbid Körnern auf einer elastischen

Oberfläche. So entsteht eine 3-D Beweglichkeit,

die durch die hohe Anzahl von auf

den Boden einwirkenden Körnern die

Reinigungsleistung signifikant erhöht.

Dafür sorgt zudem ein im Vergleich zu

herkömmlichen Pads um ca. 300%

erhöhter Anpressdruck der dennoch

eine schonende Reinigung von

Naturstein-, Kautschuk-,

Terrazzo-, PVC- aber auch auf

Industrieböden ermöglicht.

www.schwamborn.com

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Schwamborn.

Erhältlich sind

die Pads in vier

Varianten.

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MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Fräswalzendrehzahlen nach unten und oben erweitern

und ein enormes Anwendungsspektrum realisieren. Im

niedrigen Drehzahlbereich können Kraftstoff und Meißelverschleiß

signifikant reduziert werden. Im oberen

Drehzahlbereich wird auch bei höheren Flächenleistungen

eine hohe Qualität des Fräsbildes erzielt.

WIRTGEN

Neue Wirtgen Kompaktfräsen-Klasse ist

besonders wirtschaftlich und nachhaltig

Mit der Markteinführung der W 100 Fi, W 120 Fi und W 130 Fi in Europa präsentiert

Kaltfräsen-Spezialist Wirtgen ab sofort drei leistungsstarke Ein-Meter-Kompaktfräsen

der neuesten Generation. Branchenweit einzigartige Technologien aus der bewährten

Großfräsen F-Serie sind jetzt auch in den Kompaktfräsen integriert.

D

ie drei Frontlader mit Arbeitsbreiten

von 1,0 m, 1,2 m und 1,3 m sind mit

der umweltfreundlichsten Motorentechnologie

der Abgasstufe EU Stage 5 ausgestattet.

Dazu bietet der moderne John

Deere Dieselmotor eine Motorleistung von

265 kW / 360 PS. Wirtgen und John Deere

haben die Drehmomentkennlinie des

Motors exakt auf die Anforderungen für

das Kaltfräsen angepasst. Dadurch

verbrauchen die Maschinen auch bei

hohen Leistungen und maximaler

F rästiefe bis 330 mm deutlich weniger

Kraftstoff.

An Bord sind auch die digitalen

Assistenzsysteme Maschinensteuerung

Mill Assist, Wirtgen Performance Tracker

(WPT) und das Nivelliersystem Level Pro

Active. Innovationsmotor Wirtgen hatte

damit schon bei den Großfräsen-Anwendungen

den Maßstab für wirtschaftliches

und präzises Fräsen neu definiert. Jetzt

profitieren Kunden auch in der Kompaktfräsen-Klasse

von hohen Fräsleistungen,

Effizienz und deren übersichtliche

Dokumentation.

Mill Assist für effizienteres Fräsen

Im Automatikbetrieb stellt der Mill Assist

das günstigste Arbeitsverhältnis zwischen

Leistung und Betriebskosten ein. Dies

erhöht nicht nur die Fräsleistung, sondern

reduziert auch Diesel-, Wasser- und

Meißelverbrauch sowie CO2-Emissionen.

Der Fräsenfahrer kann zusätzlich eine

Arbeitsstrategie „ECO“, „Leistungsoptimiert“

oder „Fräsbildqualität“ vorwählen.

So ist es zum Beispiel möglich, die

erforderliche Fräsbildqualität auf einer

Skala von 1 für grob bis 10 für sehr fein

vorab per Knopfdruck zu definieren.

Der Mill Assist steuert auch den

Motorantrieb automatisch. In Verbindung

mit dem Dieselmotor lassen sich die

Die Wirtgen W 100 Fi, W 120 Fi und

W 130 Fi aus der neuen Kompakt-Klasse

überzeugen in jeder Anwendung – zum Beispiel

beim Abfräsen von Belagsschichten oder

während Anschlussarbeiten bei der

Fahr bahnsanierung.

Der leistungsstarke

John Deere Motor mit exakt

auf Kaltfräsen zugeschnittener

Drehmomentkennline ermöglicht

produktives und effizientes

Arbeiten in jedem Fräseinsatz.

WPT für exakte Leistungsund

Effizienzdokumentation

Der Wirtgen Performance Tracker ermittelt automatisch

und exakt Flächenfräsleistung, Fräsvolumen und Verbrauchswerte

der Maschine – ganz ohne externen Vermesser

auf der Baustelle. Alle wichtigen Leistungs- und

Verbrauchsdaten werden dem Fräsenfahrer auf dem

Bedienstand in Echtzeit angezeigt und unmittelbar nach

Abschluss der Fräsarbeiten in einem automatisch generierten

Bericht per E-Mail auch an den Maschinenbetreiber

gesendet. Der WPT ist optional und kann auch bei

bereits in Betrieb genommenen Kompaktfräsen jederzeit

nachgerüstet werden.

Kompakte Abmessungen und ein optimiertes Maschinengewicht

für den einfachen Transport prädestinieren

das Maschinentrio für zahlreiche Baustelleneinsätze. Die

wendigen Kaltfräsen eignen sich besonders für Fräsarbeiten

unter beengten Platzverhältnissen wie in Innenstädten

oder auf Parkplätzen. Aufgrund ihrer hohen Produktivität

werden sie auch zur Deckschichtsanierung und zum

Komplettausbau auf kleineren sowie mittleren Baustellenlosen

eingesetzt. Durch den schnellen Wechsel der FCS-

Fräswalzen mit unterschiedlichen Linienabständen und

unterschiedlichen Arbeitsbreiten lassen sich die Kompaktfräsen

von Wirtgen auch auf der Baustelle in kürzester

Zeit für wechselnde Anwendungen umrüsten.

Moderne Schaltzentrale

Der neu entwickelte Fahrstand zeichnet sich durch

Komfort, ergonomisch gestaltete Bedienelemente, hochwertige

Haptik und modernes Design aus. Für die bei

Wirtgen Fräsen gewohnt gute Sicht auf alle wichtigen

Arbeitsbereiche sorgen neben der schmalen Wespentaille

auch bis zu fünf Kameras. Über das neue 5“-Bediendisplay

in der Multifunktionsarmlehne werden zudem alle

wesentlichen Maschineninformationen angezeigt. Ein

weiterer Clou ist der Aufstieg zur Fräse mit automatischer

Höhenanpassung am Heck. So kann der Maschinenbediener

den Fahrstand in jeder Arbeitssituation ergonomisch

betreten.

www.wirtgen-group.com

ROUGE

ROT

ROJO

RØD

ROSSO

ROOD

www.yanmar.com

68 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 69



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

1

2 3

7

1 Der neue Kobelco SK19 kommt

optional mit Schutzdach oder Komfortkabine

und einer kraftvoll ausgelegten

Ausleger-Geometrie mit

umfangreicher Anbau-Hydraulik.

2 Je nach Stiel-Ausrüstung erreicht

der Kobelco SK19 mit geschwenktem

Ausleger einen minimalen

Ausleger-Schwenkradius von

850 mm, bei einem Heck-Schwenkradius

von gerade 1.060 mm.

3 + 4 Die Kabine des Kobelco SK19

bietet hohen Arbeitskomfort und

eine große Übersichtlichkeit.

5 Das Fahrwerk kann von 980 mm

auf 1.320 mm Breite hydraulisch

ausgefahren werden. 6 Wesley

Elverding, Produktmanager bei

Kobelco Europe. 7 Die Hub zylinder

am Ausleger und die Kinematik

des Planierschildes sind zuverlässig

gegen Beschädigungen geschützt.

4

5

6

weiterentwickeln. Der neue SK19 ist auf

Produktivität getrimmt: Er bietet mehr

Kraft am Ausleger und verkürzt die

Arbeitszyklen deutlich. Seine Anbauhydraulik

ist führend in dieser Klasse, was

ihn gemeinsam mit einer hohen tigkeit enorm vielseitig macht.“

Standfes-

Ansprechpartner für Kobelco Bagger ist

in Vorarlberg, Tirol und Salzburg die Firma

Otto Wohlgenannt GmbH mit Sitz in

Dornbirn. Für die anderen Bundesländer

steht die Firma Kohlschein Baumaschinenhandel

GmbH in Wien zur Verfügung.

www.kohlschein.at | www.wohlgenannt.co.at

www.kobelco-europe.com

KOHLSCHEIN / WOHLGENANNT

Kompakte Maschine für große Aufgaben

Der neue Minibagger Kobelco SK19 kombiniert eine kompakte Bauform mit einem

leistungsstarken Motor für effizienten Betrieb, gute Standfestigkeit mit idealer

Gewichtsverteilung und einer durchdachten, komfortablen Kabine.

D

er Kobelco SK19 löst den bisherigen

SK18-1E ab und liefert mit größerem

Motor, einem neuen Hydrauliksystem und

der neu konzipierten Arbeitsausrüstung

eine deutlich höhere Leistung. Der

Yanmar-Motor der EU-Stufe V leistet 38%

mehr (13,1 kW vs. 9,5 kW), ermöglicht 10%

mehr Losbrechkraft an der Schaufel (16,7

kN vs. 15,2 kN) und eine um 26% größere

Reißkraft am Stiel (langer/kurzer Stiel:

9,3/11,4 kN vs. 7,4 kN). Die Hubleistung

erhöht sich ebenfalls um 24% (gemessen

bei 2,5 m Reichweite über Front, -0,5 m ab

Boden). Gleichzeitig konnten auch

Fahrgeschwindigkeit, Arbeitsradius und

-tiefe der knapp zwei Tonnen schweren

Maschine (Kabine: 1.970 kg; Schutzdach:

1.880 kg) deutlich verbessert werden.

Eine Reihe wichtiger Merkmale

prädestiniert den Kobelco SK19 für

Arbeiten unmittelbar an Mauern, Gräben

oder Straßen. Eingefahren ist das Raupenfahrwerk

lediglich 980 mm breit, um enge

Zugänge zu passieren, hydraulisch

ausgefahren kommt das Chassis auf 1.320

mm. Der kompakte Schwenkkreis sorgt

für einen effizienten Betrieb auf engstem

Raum, zudem wurde der Schwenkwinkel

des Auslegers um 12% gegenüber dem

bisherigen SK18-1E vergrößert.

Die gezielte Verstärkung von Schlüsselkomponenten

gewährleistet die Zuverlässigkeit

und Langlebigkeit des Kobelco

SK19. Große Querschnitte von Schwenkhalterung,

Ausleger und Stiel ermöglichen

hohe Anbaugewichte, serienmäßige

Kolbenabdeckungen aus Federstahl

sichern die Hubzylinder an Ausleger und

Stiel. Auch die Kinematik des Planierschilds

ist zuverlässig gegen Beschädigungen

geschützt.

Wie bei allen Kobelco-Maschinen wird

die Sicherheit von Fahrer und Mitarbeitern

auf der Baustelle großgeschrieben.

Sowohl Kabine als auch Schutzdach des

SK19 erfüllen die ROPS-/TOPS-/FOPS-

Sicherheitsstandards. Der LED-Auslegerscheinwerfer,

die optionalen LED-Front-

und Heckleuchten sowie die optionale

steckbare orangefarbene LED-Rundumleuchte

sorgen für eine hervorragende

Beleuchtung und Sichtbarkeit auf der

Baustelle. Bei der Entwicklung des neuen

SK19 stand auch der Komfort des Baggerfahrers

auf langen Schichten ganz oben

auf der Agenda. USB-Anschlüsse,

12-V-Stromversorgung und Getränkehalter

gehören zur Serienausstattung,

Handgelenkstützen an beiden Steuerhebelkästen

ermöglichen ein ermüdungsfreies

Arbeiten. Das zusätzliche (optionale)

Gegengewicht sorgt für Extra-Stabilität.

Ein einfacher Zugang zum Motorraum,

zum Motorölfilter, zu Luft- und Kraftstofffiltern

reduziert die Ausfallzeiten für

routinemäßige Wartungsarbeiten auf ein

Minimum.

Wesley Elverding, Produktmanager bei

Kobelco, unterstreicht die Innovationen

am neuen SK19: „Die Einführung des

SK19 zeigt, wie wir unsere Minibaggertechnologie

und Maschinenkonzepte

Fotos: © Kobelco; Raoul Hollants Photography

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MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

DIGANDO

Kuhn Baumaschinen beteiligt sich

an Online-Mietplattform Digando

Nach Huppenkothen und Felbermayr ist Kuhn Baumaschinen der

dritte Digando-Eigentümer. Bereits seit Mitte 2020 ist Kuhn als

Vermieter auf der Online-Mietplattform für Baumaschinen präsent.

Jetzt beteiligt sich das Unternehmen mit 3% an der Digando GmbH.

M

it 1.600 Mitarbeitern, 6 Produktionsstandorten

und 53 Niederlassungen

ist die Kuhn-Gruppe in ganz Mitteleuropa

aktiv. Sie setzt mit Baumaschinen,

Ladetechnik und Werkzeugmaschinen

jährlich ca. 650 Mio. Euro um. Der

Unternehmensbereich Baumaschinen

verfügt über sechs Service-Stationen in

Österreich und ist über Tochtergesellschaften

in zehn umliegenden Ländern präsent.

Auf Digando.com bietet Kuhn Baumaschinen

Hydraulikbagger, Radlader,

Muldenkipper, Sieb- und Brechanlagen,

Topcon Vermessungstools und Topcon

Maschinensteuerungen zur Miete an.

„Wir sind vom Trend zur Digitalisierung

am Bau überzeugt“, erklärt Geschäftsführer

Stefan Kuhn: „Darum waren wir

frühzeitig als Vermieter bei Digando an

Bord und werden unser Engagement als

Miteigentümer noch intensivieren.“

10.000 Bagger, Anbaugeräte,

Lader, Dumper, Arbeitsbühnen,

Verdichter, Anhänger, Teleskopstabler

und Siebanlagen

stehen über Digando.com an

55 Partner-Stationen in

Österreich und Deutschland

zur Miete bereit.

Geschäftsführer

Alexander Höss

hat bei Digando

einen weiteren

wichtigen

Branchenplayer

an Bord.

Bereits seit Mitte

2020 ist Kuhn als

Vermieter auf der

Online-Mietplattform

für Baumaschinen

präsent. Jetzt

beteiligt sich das

Salzburger Unternehmen

an der

Digando GmbH.

72 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH

Fotos: © Digando GmbH; Kuhn Baumaschinen GmbH

Kuhn ist deshalb als Gesellschafter bei

der Digando GmbH eingestiegen. Ebenfalls

Anteile hält die Felbermayr Transport-

und Hebetechnik. Mehrheitseigentümer

ist die Huppenkothen GmbH, die

Digando initiiert hat.

Über die Partnerschaft mit Kuhn

Baumaschinen freut sich Digando-

Geschäftsführer Alexander Höss: „Wir sind

angetreten, um gemeinsam mit den wichtigen

Branchenplayern die Digitalisierung

bei der Baumaschinenmiete voranzutreiben.

Dass die Möglichkeit zur echten

Partnerschaft so gut ankommt, freut uns

sehr und so können wir mit dem Engagement

neuer Miteigentümer unsere Idee

erfolgreich voranbringen. Das nominelle

Verhältnis ist dabei zweitrangig, es geht

um das Commitment, gemeinsam das

Projekt anzutreiben.“ Weitere Beteiligungen

schließt Höss nicht aus: Er kann

sich auch vorstellen, dass sich künftig

Mieter an Digando beteiligen.

DATEN & FAKTEN

Kuhn

Neo-Miteigentümer

Stefan Kuhn freut

sich darauf, die

Digitalisierung

bei der Baumaschinenmiete

voranzutreiben.

Bis Jahresende in ganz

Deutschland verfügbar

Die Mietplattform Digando bietet seit

2019 Baumaschinen rund um die Uhr

online zur Miete an. Mittlerweile stehen

über 10.000 Bagger, Anbaugeräte, Lader,

Verdichter, Anhänger und Siebanlagen

österreichweit an 42 Mietstationen

bereit. Im November 2021 erfolgte die

Expansion nach Deutschland. „Wir sind

mit neun Mietstationen in Nordrheinwestfalen

und durch Kuhn mit vier

weiteren in Bayern und Baden-Württemberg

vertreten“, freut sich Alexander

Höss. Bis Jahresende will er das Angebot

auf das ganze Bundesgebiet ausweiten.

Baumaschinenmiete per Mausklick

Der Mieter erhält auf Digando.com nicht

nur technische Details, Zubehör und

Konfigurationsmöglichkeiten angezeigt,

sondern – als Alleinstellungsmerkmal

– auch die Verfügbarkeit in Echtzeit. So

kann eine Buchung online in kürzester

Zeit durchgeführt werden, rund um die

Uhr und ortsunabhängig. Bei Mietbeginn

kann die Maschine an einer der 55

Mietstationen abgeholt werden. Wahlweise

wird sie auch geliefert.

Mit Österreich und Deutschland ist

aber noch nicht das Ende der Expansion

erreicht: „Mittelfristig wollen wir zur

führenden Plattform für die digitale

Baumaschinenmiete in Europa heranwachsen“,

erklärt Alexander Höss.

www.digando.com | www.kuhn.at

www.kuhn-baumaschinen.de

Gründung: 1973

Firmensitz: Eugendorf

Mietstationen: 6 in Österreich, 4 in Süddeutschland

Kategorien bei Digando: Hydraulikbagger, Radlader, Muldenkipper, Sieb- und

Brechanlagen, Topcon Vermessungstools und

Topcon Maschinensteuerungen

Digando

Digitaler Marktplatz für die Baumaschinenmiete

Go-Live: 2019

Firmensitz: Dornbirn

Sortiment: über 10.000 Bagger, Anbaugeräte, Lader, Dumper,

Arbeitsbühnen, Verdichter, Anhänger, Teleskopstabler

und Siebanlagen

Partner-Stationen: 42 in Österreich, 13 in Deuschland

Eigentümer: 94% Huppenkothen GmbH, 3% Felbermayr Transport- und

Hebetechnik GmbH & Co KG, 3% Kuhn Beteiligungs GmbH

Weitere Vermiet-Partner: Kleinheider Baumaschinenhandel (AT), Humer Anhänger (AT),

Wepper Baumaschinen (AT), BVB Baumaschinen (AT),

Messner Arbeitsbühnen (AT), Hans Warner (DE),

Anton Kreitz & W.H. Ostermann (DE)

Österreichischer

Baumaschinenverband

KOMPETENZ DURCH

FOKUSSIERTE INFORMATION

Nr. 0124850

11

12

1

10

27

26 21

2

9

25 22

3

8 24 23 4

7

6

5

PRÜFPLAKETTEN &

PRÜFBEFUNDE lt. AM-VO

Ein SERVICE des MAWEV

Bestellungen für den Prüfbefund mit zwei

Durchschlagblättern und für die fortlaufend

nummerierte Prüfplakette (hochqualitativ,

äußerst wetterbeständig, – 40° bis +130°)

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und Bestellungen:

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Der KMC380S der Habau-Group im Abbruch-Einsatz

mit einem SkanCraft Abbruch- und Sortiergreifer.

MASCHINEN + TECHNIK

Der Multi-Carrier kann

mit verschiedenen

Auslegern für Erdbau

und Abbruch adaptiert

werden.

Übergabe des Kettenbaggers an die

Habau Group (von links): Michael

Nöbauer (Vertrieb Mörtlbauer

Baumaschinen Vertriebs GmbH),

Armin Mörtlbauer (Geschäftsführer

Firma Mörtlbauer), Ing. Gerhard

Wohlmuth (Habau Group – Leiter

Maschinentechnischer Bereich),

und Helmut Stadlbauer (Habau

Group – Verwaltung Maschinentechnischer

Bereich).

ZANDT

Multifunktionale Tandemdreiseitenkipper

Die Zandt cargo TAT-K 110 und TAT-K 140 punkten mit dem stabilen Kipprahmen,

umfangreicher Ladungssicherung und praktischer Überfahrlösung.

D

ie Kipperbrücke wird aus einer einzigen

Tafel Feinkornstahl hergestellt, was

höchste Stabilität bei gleichzeitig maximaler

Verwindungssteifigkeit garantiert.

Vorteil: das bündige Material bleibt nicht

kleben und rutscht stets hervorragend ab.

Die kompletten Unterzüge in Längs- und

Querrichtung sind bereits in der Serie

vollständig durchgeschweißt. Dies sichert

einen dauerhaften Korrosionsschutz des

Unterbodens. Die sehr engen Trägerabstände

sind für hohe Punktlasten ausgelegt.

Die Ladungssicherung punktet mit 5 Paar

5 t Zurrpunkten und mit 2 Paar 8 t Zurrpunkten,

die optimal im Kipperboden

versenkt sind. Sämtliche Hydraulikleitungen

und der fünfstufige Kippzylinder mit

einem Gusskardanring befinden sich gut

geschützt, aber frei zugänglich für Wartungsarbeiten,

im verwindungssteifen

Fahrgestellrahmen. Die Kipperbrücke wird

Die Zandt

TAT-K 110 und

TAT-K 140 sind

für den

anspruchsvollen

Anwender

ausgelegt.

auf durchgängigen Rechteckrohren im

Chassis gelagert und bildet eine hochbelastbare

Einheit für einen sicheren Kippzyklus.

Die stufenlos höhenverstellbare Zugdeichsel

ist auf unterschiedliche Kupplungshöhen

der Zugfahrzeuge einstellbar. Für den

abgesicherten Kippbetrieb sorgt ein

hochwertiges Kippbegrenzungsventil. Die

beidseitigen Abstellstützen sind sowohl

beim Kippen als auch beim Ladevorgang

über die Alurampen für einen stabilen

Stand ausgelegt. Die hochwertigen Feinkornstähle

werden durch das Zandt cargo

werkseigene und mehrfach ausgezeichnete

ZinkSFB Verfahren umfassend geschützt.

www.zandt-cargo.de

D

er Multi Carrier erreicht mit dem

Erdbauausleger und dem Zwischenstück

eine Arbeitshöhe von 16 m und

hantiert mit Anbaugeräten bis zu einem

Einsatzgewicht von 5 t. Transportiert wird

der Kettenbagger auf einem handelsüblichen

Tieflader mit einer Transportbreite

von 3 m. Am Einsatzort wird das Laufwerk

innerhalb von Minuten auf eine Arbeitsbreite

von 4,30 m hydraulisch ausgefahren.

Nur dadurch wird ein sicherer Stand des

Multi Carrier gewährleistet, berichtet

Durch die vollausgestattete

Kippkabine

kann der Maschinenführer

ermüdungsfrei,

komfortabel und mit

perfekter Sicht mühelos

arbeiten.

MÖRTLBAUER

Habau Group: Fuhrparkerweiterung

mit neuem Hitachi Abbruchbagger

Die Habau-Group verstärkt ihren Fuhrpark mit einem leistungsstarken

Abbruchbagger von Hitachi: dem brandneuen 50 t Bagger KTEG KMC380S-7.

Michael Nöbauer von der Firma Mörtlbauer.

Der KMC380s fungiert bei der Habau Group

als Allround-Talent im Bereich Abbruch

sowie im Erdbau. Die passenden Anbaugeräte

kommen von der Firma SkanCraft. Der

KMC ist ausgestattet mit einem Abbruchund

Sortiergreifer des Modells ASG27-40, mit

einem Einsatzgewicht von 2.100 kg und einer

Multifunktionsschere (SCMT30-38), mit

einem Gewicht von 2.970 kg. Mithilfe dieser

Anbauwerkzeuge meistert die Maschine alle

Arbeiten schnell und ökonomisch.

„Um Abbrucharbeiten für den Auftraggeber

zur Zufriedenheit abzuwickeln, muss die

maschinentechnische Ausstattung auf

höchstem Niveau sein. Die Geräte von

Hitachi und SkanCraft gehören im Abbruch

zu dem Besten, was der Markt bieten kann

und unterstützen mit ihrer Verlässlichkeit

unsere Baustellenmannschaft“, betont

Prok. Dipl.-Wirt.-Ing. (FH), Ing. Gerhard

Wohlmuth.

www.habaugroup.com

www.moertlbauer-baumaschinen.de

Fotos: © Mörtlbauer Baumaschinen Vertrieb GmbH

Willkommen in der Welt der Krane

www.kranlogistik.at

XL-Kranlogistik GmbH

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74 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Seit 10 Jahren schätzen die Profis

der HTB Bau GmbH bei ihren verschiedenen

Projekten die Vorteile der Drehantriebe

RotoTop. So auch aktuell bei den

Arbeiten für die Errichtung von zwei

Wasserkraftwerken im Sellraintal.

Bagger beim

Lawinen-Verbau

– hier muss

ein Felsen

ca. 8 t wiegen.

HTB / HOLP

Arbeiten unter Extrembedingungen

Die HTB Bau GmbH, ein Tochterunternehmen der Swietelsky AG, hat jahrzehntelange

Erfahrungen bei Projekten im Hochgebirge und im Spezialtiefbau. Aktuell werden im

Tiroler Sellraintal zwei neue Wasserkraftwerke gebaut, die Arbeiten werden führend von

der HTB Baugesellschaft umgesetzt. Wie bei den HTB-Baustellen der letzten 10 Jahre

sind auch bei diesem Projekt die Drehantriebe RotoTop der Holp GmbH mit dabei, denn

sie leisten einen wichtigen Beitrag zum effizienten Fortgang auf der Baustelle.

W

arum lässt sich ein erfolgreicher

Tiroler Bauunternehmer von einem

schwäbischen Tüftler und ehemaligen

Baggerfahrer überzeugen, einen Drehantrieb

an den meisten seiner Maschinen

dauerhaft zu nutzen? Vor 11 Jahren sind

Bernhard Pichler, zuständig für die Gerätetechnik

bei HTB, und Günter Holp im

Rahmen der bauma in München erstmals

aufeinandergetroffen und konnten einige

Gemeinsamkeiten feststellen: Beide kennen

kaum ein Routine-Tagesgeschäft. Sie

machen ständig etwas außerhalb der Norm

und sind immer auf der Suche nach der

besten Lösung für eine aktuelle Problemstellung

– so kann man ganz grob formulieren,

was die HTB Baugesellschaft aus Tirol und

die Firma Holp aus dem schwäbischen

Fornsbach bis heute verbindet.

Besondere Einsätze bieten

Chancen zur Weiterentwicklung

Günter Holp war beim ersten Kennenlernen

sofort fasziniert von den Projekten der

HTB, die sich im Spezialtiefbau einen

Namen gemacht hat und für die bauen,

bohren und sprengen in ungewöhnlichen

Situationen zum Tagesgeschäft gehört.

Für deren Projekte werden, wenn notwendig,

auch Bagger samt Anbaugeräten

zerlegt und mit dem Helikopter ins

Hochgebirge geflogen. Dort werden die

Maschinen dann wieder zusammengesetzt

und arbeiten unter Extrembedingungen in

großer Höhe und mit hartem Fels. Dass es

hier am Berg von besonderer Bedeutung

ist, dass ein Bagger nicht ständig versetzt

werden muss, versteht sich von selbst.

Holp sah sofort die Möglichkeit, seine

Hier geht’s

zum Video:

Drehantriebe unter diesen besonders

harten Einsatzbedingungen zu testen und

mit Hilfe der Rückmeldungen von den

HTB-Baustellen weiterzuentwickeln.

Die HTB wollte damals ihren ersten

RotoTop als Drehantrieb für eine Bohrlafette

einsetzen, war jedoch anfangs

skeptisch, ob das Ganze am Bagger

wirklich funktionieren würde. Zudem

sollte eine Bohrlafette flexibel an mehreren

Baggern eingesetzt werden. Der erste

RotoTop RT 301 an einem 28-t-Bagger und

eine schwere Bohrlafette mit Außenhammer

als Anbaugerät gingen im Jahr 2012

zunächst auf einer Baustelle in St. Anton

in den Einsatz. Hier wurde eine Skipiste

verbreitert, wobei der Bagger abwechselnd

mit Erdbewegung, Felsabtrag und

Bohrarbeiten beschäftigt war. Dieser erste

Fotos: @ Baublatt.Österreich

Von links: Geschäftsführer Günter Holp, Bernhard Pichler (Leitung Geräteverwaltung,

HTB Bau GmbH), Geschäftsführer Martin Wohlgenannt (Firma Wohlgenannt), Thorsten Schick

(Co-Geschäftsführer der Holp GmbH), Andreas Mathoi (Firma Winkelbauer) und

Maschinist Christoph Pöll (HTB Bau GmbH).

Die WDS 530 ist ab sofort

mit Baggern einsetzbar

RotoTop RT301 ist nach manchen

An passungen zu Beginn, der Nutzung

nach all den Jahren und einer Werksüberholung

nun an einem zweiten Bagger noch

immer im Einsatz – ein klares Zeichen

dafür, wie robust der RotoTop ist.

Mittlerweile nutzt man bei der HTB

Bohrlafetten mit rollengelagerten und

damit günstigeren Getrieben, weil damit

mehr Drehmoment generiert werden

kann. Holp arbeitet grundsätzlich mit

reiner Gleitlagerung in den Drehantrieben,

was für hohe Robustheit sorgt und

auf diese Weise das komplette Öl vom

Bagger durch die Drehdurchführungen

bringt. Dem Anbaugerät stehen bis zu

350 l/Min. bei 10 bar Staudruck zur

Verfügung. Somit macht es auch Sinn, den

RotoTop fix am Bagger zu verbauen.

Bei der HTB hat man über die Jahre

die Entwicklung des RotoTop begleitet,

einige Anpassungen mit veranlasst und ist

nun voll überzeugt von den Drehantrie-

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MASCHINEN + TECHNIK

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ben. Mittlerweile setzt das Tiroler Bauunternehmen

unterschiedliche Typen der

RotoTop-Serie ein – fest verbaut an 11

Baggern. Weitere vier Drehantriebe des

Models RT.201 sind direkt an Bohrlafetten

verbaut. Die aktuellste Anschaffung von

HTB ist ein neuer RT.301, der zusammen

mit einem vollhydraulischen Schnellwechselsystem

der Firma Winkelbauer an

einem Kobelco SK270 SRLC-5 mit

Bohrlafette zum Einsatz kommt.

Zukunftsweisende

Großbaustelle in Tirol

Im Sellraintal hat die HTB Bau GmbH

2021 Aufträge für die Errichtung von zwei

Wasserkraftwerken erhalten: Eines für die

fünf Gemeinden des Sellraintals (an der

Mellach und Fotsch) sowie eines für die

Gemeinde Sellrain (im hinteren Fotschertal).

In drei Fassungen wird das Wasser

eingezogen und durch Druckrohrleitungen

mit einer Gesamtlänge von 11,5 km bis zu

den Turbinen befördert.

Für die Region in Tirol ist dieses

Projekt ein weiterer Meilenstein auf dem

Weg zur Energiewende. Nach Fertigstellung

der beiden Kraftwerke werden hier

ab Anfang 2024 jährlich 63,8 Gigawattstunden

Strom erzeugt werden. Das

entspricht dem Bedarf von ca. 17.500

Hauhalten. Gleichzeitig ist man bemüht,

die Umsetzung so ökologisch vertretbar

wie nur möglich zu gestalten. Beispielsweise

werden die Fassungsbauwerke so

klein wie nur möglich erstellt. Diverse

Anlagenteile und alle Leitungen werden

bei sehr schwierigen Bodenverhältnissen

unter die Erde verlegt. Selbst das

Das Feedback der HTB Bau GmbH hat die Entwicklung

des RotoTop der Holp GmbH stark unterstützt.

Krafthaus entsteht unterirdisch in einer

Kaverne.

Bei diesen Projekten hat HTB eine

große Bandbreite an Maschinen im

Einsatz: Das reicht von Baggern mit 1,5 t

bis hin zu 38 t Einsatzgewicht. Dazu

kommen Bohrlafetten, Bohrgeräte und

Radlader sowie die entsprechenden

Anbaugeräte. Die auf fünf Baulose

aufgeteilten Arbeiten finden alle in sehr

hartem und felsigem Untergrund und an

Hängen, entlang der Flüsse und Straßen

statt. Das erfordert nicht nur die richtigen

Maschinen, sondern ebenso eine effiziente

Herangehensweise, weil bestimmte

Arbeiten nur bei niedrigem Wasserstand

der Flüsse erledigt werden können. Hinzu

kommt, dass das Material kaum lose zu

entfernen ist, sondern mühsam in Blöcken

abgebaut werden muss. Um die großen

Steine mit einem Gewicht von bis zu 10 t

auszugraben und in Form von Mauern für

die Uferbefestigung wieder zu versetzen,

ist der RotoTop in Verbindung mit dem

Reiß- und Legelöffel das Werkzeug der

Wahl. Deren Robustheit beim Herausarbeiten

der Steine aus dem Gelände,

gepaart mit der Flexibilität beim Versetzen

macht die Arbeit auf dieser Baustelle

deutlich wirtschaftlicher.

Mehr Wirtschaftlichkeit

auf der Baustelle

Die HTB Baggerfahrer sind der Meinung,

dass der RotoTop gerade auf solch

anspruchsvollen Baustellen eine enorme

Unterstützung darstellt: „Man kann das

Anbauwerkzeug damit wirklich um 360°

drehen und beispielsweise auch seitlich

mit der Arbeit beginnen und flexibel in

alle Richtungen arbeiten, ohne ständig die

Maschine versetzen zu müssen“. Dadurch

kann man ein Anbauwerkzeug viel

intensiver und vielseitiger nutzen und

erledigt viel mehr Arbeit in der gleichen

Zeit. Für den Maschinenführer ist daher

es deutlich einfacher das Bodenpersonal

zu unterstützen und zu entlasten.“ Man

hat die Erfahrung gemacht, dass die

Fahrer, die an den RotoTop gewohnt sind,

kaum noch ohne diesen arbeiten wollen.

Gerade auf der Baustelle im Sellrain

sorgt der RotoTop beispielsweise am

Schreitbagger zusammen mit dem Schnellwechsler

dafür, dass wirtschaftlicher

gearbeitet werden kann. In „Zwangslagen“

könne man auch ohne Hin- und Herbewegen

der Maschine an schwer zugängliche

Stellen rankommen. Bäche müssten

beispielsweise über provisorische Bachbrücken

umgeleitet werden. Mit den Holp

Drehgetrieben konnten Bagger unterhalb

der Bachbrücken effizient arbeiten und

dann die Rohrleitungen im Trockenen

verlegen.

Günter Holp ergänzt: „Maschinenführer

wollen oft nicht auf das verzichten, was sie

gut kennen. So gibt man ihnen anfangs

zum RotoTop den Schwenklöffel mit, aber

spätestens nach vier Wochen brauchen

90% diesen nicht mehr, weil sie erkennen,

dass ein normaler Löffel ausreicht und in

dieser Kombination alles viel schneller

geht. So wird es noch wirtschaftlicher.“ Die

Profis sind sich einig, dass jede Technik

am Bagger mit den Fahrern abgestimmt

werden muss. Erst wenn sich die Fahrer

selbst von den Vorteilen überzeugt haben,

werden sie diese begeistert, richtig und

letztendlich wirtschaftlich einsetzen. Aus

diesem Grund bietet die Holp GmbH auch

Schulungen auf dem eigenen Testgelände

an, sodass Bauunternehmer und Mitarbeiter

selbst die verschiedenen Varianten

testen können.

Seit über zehn Jahren geht die HTB

noch einen Schritt weiter: Um für die

eigenen Anforderungen noch besser

gerüstet zu sein, werden die benötigten

Bohrlafetten selbst gebaut. In diese

Produkte sind alle praktischen Erfahrungen

der Spezialtiefbaufirma eingeflossen.

Die Geräte haben sich so gut bewährt,

dass sie seit zwei Jahren auch für den

Markt produziert und verkauft werden.

Holp und HTB wollen auch in Zukunft

die gemeinsame Entwicklung weiter

vorantreiben: schließlich sind beide

Unternehmen immer auf der Suche nach

weiterer Optimierung ihrer Geräte für die

Baustelle, um das Geschehen vor Ort

immer wirtschaftlicher und zukunftssicher

zu machen.

www.holp.eu

Foto: BKL Baukran Logistik

BKL

Sáez-Turmdrehkrane auch in Österreich

Mit 1. März 2022 übernahm die BKL Baukran Logistik GmbH die offizielle Händlerschaft

für Turmdrehkrane des spanischen Herstellers Grúas Sáez S. L. aus Murcia.

D

er Komplettanbieter für Kranlösungen

mit Hauptsitz in München ergänzt

damit sein über 500 Baukrane umfassendes

Portfolio für Mietkunden in Europa.

Zudem wird BKL Neukrane von Sáez

exklusiv in den deutschsprachigen

EU-Ländern vertreiben. „Mit Grúas Sáez

haben wir einen starken Partner gefunden,

der unsere hohen Qualitätsansprüche

an Maschinen und Service erfüllt. Die

Kooperation trägt zur Schärfung des BKL

Baukran-Portfolios bei und ist Teil unserer

erfolgreichen Wachstumsstrategie für den

europäischen Markt“, erklärt Alexander

Volz, Inhaber und Beiratsvorsitzender von

BKL. Als europaweit agierender Kranvermieter

bietet BKL seinen Kunden ein breit

gefächertes, nach strengen Kriterien

ausgewähltes Portfolio mit über 600

Bau- und Autokranen. Neue Produkte

testen die Kranspezialisten ausgiebig auf

Lokotrack®LT106

mobiler

Backenbrecher

Seit dem 1. März

ist BKL auch in

Österreich exklusiver

Vertriebspartner

für Sáez-Krane:

Alexander Volz

(Inhaber und Beiratsvorsitzender

von

BKL) und Laura

Canovas Sáez

(CEO von Sáez).

Reduzieren Sie den

Kraftstoffverbrauch um bis zu

35 %, ohne die

mobile Flexibilität zu

beeinträchtigen.

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Funktionalität und Qualität. So betreibt

BKL bereits seit über fünf Jahren mehrere

Obendreher von Sáez, die mit speicherprogrammierbarer

Steuerung (SPS) und

Frequenzumrichter-Antrieben ausgerüstet

sind, im firmeneigenen Mietpark. Kunden

von BKL profitieren nicht nur von der

erweiterten Auswahl an Baukranen in

Miete und Kauf, sondern auch von dem

breiten Serviceangebot rund um die

Maschinen.

www.bkl.de

78 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 79



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

HS-SCHOCH

Hochwertige und nachhaltige Regeneration

von Abbruchwerkzeugen und Anbaugeräten

Zeit ist Geld und deshalb sind einsatzbereite und funktionstüchtige Anbaugeräte auf

Baustellen und in Gewinnungsbetrieben unverzichtbar und essenziell. Doch muss es

immer eine Neuanschaffung sein, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten?

Oder lohnt sich alternativ eine Regeneration der Anbaugeräte?

D

ie rechtzeitige Regeneration von

Worktools, sprich Anbaugeräten, lohnt

sich immer, da die Geräte in der Regel

wieder schneller verfügbar sind als bei

einer Neuanschaffung und somit Zeit und

Geld gespart wird. Um den Anbaugeräten

ein langes Leben zu schenken wird ein

zuverlässiger Partner und Spezialist im

Bereich der Regeneration benötigt. Die HS

Schoch Gruppe befindet sich in der

glücklichen Lage, in allen Niederlassungen

eine Abteilung für Regeneration zu

führen und ist somit die richtige Wahl für

Reparaturen & Regenerationen von

Anbaugeräten für Bagger, Radlader sowie

diversen Trägergeräten.

Eine zeitnahe Abwicklung garantiert

geringe Ausfallzeiten. Somit werden

unnötige Stillstands-Kosten vermieden.

Eine hohe Qualität ist durch den Grundsatz

„Made in Germany“ bei der HS-

Schoch Gruppe sichergestellt. Sowohl die

durch den Außendienst durchgeführte

Begutachtung vor Ort als auch der Holund

Bringservice gehören zum Serviceangebot.

Das Vetriebsnetz der HS-Schoch

Gruppe umfasst nahezu den gesamten

deutschsprachigen Raum.

Als Spezialist im Bereich Regeneration

gehören die Aufpanzerung von Abbruchgeräten

oder sogar der Austausch ganzer

Baugruppen zum Kerngeschäft. Auch

Umbauten auf gängige Schnellwechselund

Zahnsysteme, sowie die Instandsetzung

von Hydraulikzylindern und Drehmotoren

gehören zum Tagesgeschäft.

Die Möglichkeit der individuellen

Komponentenanfertigung und nicht

zuletzt ein großes Lager an vielen Verschleißteilen

von namhaften langjährigen

Partnern wie Zahnsysteme z.B. von Esco,

Cat, Messerstahl und Schneiden aus

Borox, Hardox und vielem mehr garantieren

kurze Lieferzeiten. Sollte trotzdem

einmal ein Abbruchwerkzeug oder

Anbaugerät zur Überbrückung benötigt

werden, ist die HS-Schoch Gruppe auch

hierfür der richtige Partner. Ein vielseitiger

Mietpark bietet was das Herz begehrt.

Selbstverständlich können alle Geräte im

Mietpark unverbindlich in Augenschein

genommen und bei Bedarf auch vorgeführt

werden. Die HS-Schoch Gruppe besteht im

Bereich des Baumaschinenzubehörs aus

den Firmen HS-Schoch GmbH & Co.KG,

der ZFE GmbH und der bsg GmbH.

www.hs-schoch.at

CASE

Neue CX Raupenbagger der E-Serie

Case hat die Markteinführung der neuen E-Serie mit sieben neuen Modellen bekannt gegeben.

D

ie neue E-Serie bietet zahlreiche neue

Ausstattungsmerkmale, die für hohe

Einsatzverfügbarkeit, Produktivität und

Rentabilität sorgen. Zu den Merkmalen der

neuen Modelle CX130E, CX160E, CX180E,

CX210E, CX240E, CX250E und CX300E

gehören die neuen FPT Industrial (FPT)-

Motoren der Stufe V, ein optimiertes

Kabinendesign mit noch besserem Bedienkomfort,

eine verbesserte Hydrauliksteuerung

mit verbesserten Betriebsarten,

überarbeitete Maschinenkomponenten, ein

Die E-Serie umfasst

sieben neue Modelle

mit Einsatzgewichten

von 13 bis 30 t.

neuer Unterwagen sowie ein neues,

umfassendes Angebot an Case Service-

Lösungen. Im Ergebnis profitieren die

Kunden von einer präziseren Feinsteuerung,

höherer Zuverlässigkeit, mehr

Bedienkomfort, höherer Effizienz,

Produktivität und niedrigen

Gesamtbetriebskosten (TCO).

Die Kombination aus den neuen Stufe V

FPT-Motoren, dem intelligenten Case

Hydrauliksystem (CIHS), den neuen

Arbeitsmodi, der Telematik, dem optimierten

Kabinenlayout und der verbesserten

Sicht ermöglicht eine bessere Steuerbarkeit

und höhere Präzision. Alle Modelle der

E-Serie behalten die erstklassigen Komfortund

Sicherheitsmerkmale der vorherigen

Raupenbagger-Generation bei. Ein bidirektionales

Modem ermöglicht den Einsatz von

Case SiteConnect und Case SiteWatch,

einem umfangreichen Flottenmanagement-

Tool. Ansprechpartner in Österreich ist die

GBM Maschinenvertrieb GmbH.

www.g-bm.at | www.cnhindustrial.com

1

2 3 4

1 Um eine dauerhaft hohe Qualität aller anfallenden Arbeitsschritte sicherzustellen, werden

diese von erfahrenen Mitarbeitern im Unter nehmen selbst durchgeführt. 2 Felstieflöffel mit

Trapezmesser, Zahnsystem Esco-Ultralok sowie Esco-Verschleißschutz und Aufpanzerung aus

Hardox500 vor und nach der Regeneration. 3 Durch die Aufpanzerung ist dieser Pulverisierer

wieder fit für den Einsatz. 4 Felix Funke ist geschäftsführender Gesellschafter am Standort von

HS-Schoch in Amstetten und kümmert sich um den Vertrieb von Baumaschinenzubehör, Anbaugeräten

und Verschleißteilen sowie den dazugehörigen Service in Österreich.

80 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Geschäftsführer von AP Deutschland. „Wo

früher mit Maßband und Nivelliergeräten

gearbeitet wurde, sind nun innovative

GNSS-Technologien und Softwarelösungen

im Einsatz, die schnelleres und genaueres

Arbeiten ermöglichen.“ Seit über 20

Jahren verbindet sein Unternehmen mit

Topcon eine starke Partnerschaft.

Die Magnet-Softwarelösungen sind für

Knappmann dort gefragt, wo GNSSgesteuerte

Bagger zum Einsatz kommen

und mit Hilfe des Roverstabes vermessen

wird. Die im Vorfeld mittels Magnet Office

angefertigten GNSS-Modelle werden durch

Magnet Enterprise über die Cloud auf den

Roverstab sowie per Topcon Sitelink auf

die jeweilige Maschine übertragen. Ist die

Baustelle digital eingerichtet, hat der

Vorarbeiter alle wichtigen Planinformationen

digital vorliegen und kann diese nach

Bedarf mit der Feldsoftware Magnet Field

weiterbearbeiten.

„Die wichtigste Frage für Unternehmer

ist doch: Welche Möglichkeiten habe ich,

mit einem vorhandenen personellen

Aufwand einen möglichst hohen Ertrag zu

erwirtschaften“, erläutert Christoph

Bertsch, Key Account Manager bei Topcon,

Der Feldrechner ist durch die Magnet Enterprise

Software direkt mit dem Büro vernetzt.

TOPCON

Renaturierungsprojekt mit

Magnet-Software von Topcon

Die Zeche Holland in Wattenscheid ist eines der letzten Wahrzeichen des

Ruhrgebiets. Im Auftrag der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Bochum

revitalisierte das Unternehmen Knappmann Landschaftsbau das ehemalige

Zechengelände zu einer Grünfläche. Die digitale Baustelle wurde schnell und

planungssicher abgewickelt – dank der Magnet-Softwaresuite von Topcon.

I

hren Zenit feierte die Zeche Holland

1969: 3.000 Mitarbeiter bauten hier

Kohle ab. Hätte man diesen erzählt, dass

ihr Werksgelände 51 Jahre später mittels

GNSS-Technologien und passender

Softwarelösungen zu einer Grünfläche

revitalisiert würde – das Staunen wäre

groß gewesen. Christof Steinhoff, bei

Knappmann zuständig für Vermessung

und Abrechnung, skizziert den Projektstart:

„Nach Sichtung der Planunterlagen

konnten wir mit Hilfe der Software

Magnet Office die Ausführungspläne

aufbereiten und dank der Schnittstellen

problemlos weiterverarbeiten.“ Die

Magnet-Softwaresuite besteht aus drei

Komponenten: Magnet Office für die

Planung im Büro, Magnet Field für die

Bearbeitung auf der Baustelle und Magnet

Enterprise für die direkte Cloud-Anbindung.

Trotz aller Vorbereitungen: Die eine

oder andere Überraschung galt es im

Schatten des Förderturms zu meistern.

Kriechkeller, die in keinem Plan vermerkt

waren und erst beim Ausheben zum

Vorschein kamen, stellten das Team vor

Herausforderungen. Christof Steinhoff

beschreibt die Lösung: „Mittels GNSS-

Technologie von Topcon konnte der

Maschinist die Abweichungen vom Plan

im Gelände sofort erkennen, die Punkte

mit dem Löffel aufnehmen und ans Büro

übermitteln. So sahen wir genau, wo

Änderungen im Planungsmodell angepasst

werden mussten.“ Das Aufnehmen

Mit der Software Magnet

Office lässt sich im Büro

anhand der erfassten

Daten das 3D-Geländemodell

erstellen.

der Änderungen erfolgte über die 3D-Software

der Baggersteuerung.

Der Feldrechner und die 3D-MC

Bagger-Software waren durch die Topcon-

Cloudlösungen Magnet Enterprise und

Sitelink Enterprise mit dem Büro vernetzt.

So wurden Daten sofort nach

Weiterverarbeitung auf der Baustelle

transferiert, was den Plan immer aktuell

hielt. Mit Hilfe von Roverstab und

Feldrechner kontrollierte das Team in

Echtzeit, ob Plan und Ausführung übereinstimmten.

Eine Robotik-Totalstation, die

vor Ort auch an schwer zugänglichen

Stellen reflektorlose exakte Vermessung

erlaubte, rundete den Prozess ab.

„Die Welt der Baustellen verändert

sich“, konstatiert Marc Landwehr,

82 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Gruppe

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MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Mittels GNSS-Technologie kann der Maschinist

Abweichungen im Gelände erkennen und anhand

der Software übermitteln.

den Ansatz der digitalen Lösungen. „Eine

Person im Büro, die die Pläne erstellt und

dann motivierte Leute auf der Baustelle,

die Spaß an der ganzen Thematik haben.“

Sichtlich Spaß an der Thematik hatten die

„Knappmänner“ beim Zeche Holland

Auftrag, keine Frage. „Der größte Vorteil

lag in der Zeitersparnis“, resümiert

Abteilungsleiter Andreas Deselaers. Und

damit wurden natürlich auch erheblich

Kosten reduziert. Aufgrund der Vernetzung

zwischen Büro und Feld sparte man

sich den Weg zur Baustelle, nur um dort

mit Hilfe eines USB-Sticks 3D-Modelldaten

auf den Roverstab oder die 3D-Steuerung

aufzuspielen.

Der Datentransfer erfolgte digital. Die

Zeitersparnis wirkte sich direkt auf die

Baustellenergebnisse aus. Steinhoff

resümiert: „Wir benötigen für gleiche

Arbeiten durch die Unterstützung der

Magnet-Software weniger Zeit. Darüber

hinaus ist weniger Personal für diese

Arbeiten notwendig. Dies führt zu erheblicher

Kosteneinsparung, denn es lassen

sich mehr Baustellen in kürzerer Zeit

abwickeln.“

Lena Knappmann, Leiterin Marketing

und Kommunikation und Tochter des

Inhabers, unterstreicht die Heimatverbundenheit

ihres Essener Familienunternehmens.

Als Schwerpunkte des Unternehmens

mit über 120 Mitarbeitern nennt sie den

Landschaftsbau, Erd- und Tiefbau, sowie

Mittels der Software Sitelink Enterprise wird

der Ausführungsplan direkt aus der Cloud in

das System der Maschine geladen.

die Begrünung und Pflege. Das Projekt

„Zeche Holland“ sei dabei ein Paradebeispiel

für die Umsetzung der „digitalen Baustelle“.

Seit zehn Jahren arbeiten Knappmann und

Topcon bereits zusammen.

Nun verwandelt sich auf dem Areal der

ehemaligen Zeche Holland das Schwarz in

Grün und Pflanzen und Bäume blühen.

Nur noch der Förderturm zeugt von der

einstigen Vergangenheit. Tradition und

Gegenwart sind durch die innovativen

Prozesse des Revitalisierungsprojekts

verschmolzen und belegen, dass die

Zukunft immer aus einem Zusammenspiel

aller Komponenten entsteht.

www.kuhn-gruppe.com

www.topconpositioning.com

RÄDLINGER

Doppelfanghaken für mehr Sicherheit

Um auf der Baustelle die Sicherheit zu erhöhen, ohne dabei die Arbeitsabläufe

unnötig zu beeinträchtigen, hat die Firma Rädlinger eine Neuerung an ihren

hydraulischen Schnellwechslern eingeführt: den Rädlinger Doppelfanghaken.

I

m Oktober 2021 wurde ein neues

EU-Amtsblatt verabschiedet, das mit

sofortiger Wirkung das in Verkehr bringen

von hydraulischen Schnellwechslern ohne

Sicherungseinrichtung untersagte. Der von

der Rädlinger Maschinen- und Stahlbau

GmbH eingeführte Doppelfanghaken ist

wartungsfrei und unabhängig vom vorhandenen

Schnellwechsler-Steuerkreis der

Baumaschine. Durch seine speziell entwickelte

Geometrie erfüllt er die aktuelle

Norm. Daneben wird Rädlinger zukünftig

auch eine hydraulische Sicherheitslösung

als Alternative anbieten. Kunden, die einen

neuen hydraulischen Schnellwechsler von

Rädlinger – auch in Verbindung mit einem

Rädlinger Tilt 90 oder Drehmotor – kaufen,

erhalten derzeit einen Schnellwechsler mit

mechanischen, starren Doppelfanghaken.

Die hydraulischen Schnellwechsler von

Rädlinger sind durch die DGUV Tests

zertifiziert, somit hat ein unabhängiges

Prüfinstitut die Erfüllung der strengen

Norm-Anforderungen bestätigt.

Im Alltagseinsatz stellt der starre

Doppelfanghaken kein Hindernis dar – das

Wechseln der Anbaugeräte ist selbst für

ungeübte Baggerfahrer kaum anders, als

Der Doppelfanghaken verhindert durch seine spezielle Geometrie ein Herabfallen

eines falsch verriegelten Anbaugeräts, ohne den Einsatz von Anbaugeräten zu

behindern. Der Doppelfanghaken ist allerdings nicht als Lasthaken einzusetzen.

Mehr dazu im Video auf www.baublatt.at

bei den bisher bekannten hydraulischen

Schnellwechslern. „Unsere mechanische,

starre Lösung ist aktuell ein Alleinstellungsmerkmal

innerhalb der Baumaschinenausrüstungsbranche“,

freut sich

Vertriebsleiter Rolf Nultsch. „Zudem kann

sie einfach an bestehenden Rädlinger-

Schnellwechslern nachgerüstet werden. Mit

unserer hydraulischen Lösung können wir

unseren Kunden zudem bald noch eine

Alternative anbieten.“

www.raedlinger.de

AM Baugeräte HandelsgmbH ■ Oberes Bahnfeld 2 ■ A-2281 Raasdorf/Wien

Tel. (+43 2249) 28495 ■ office@am-laser.at ■ www.am-laser.at

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MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

KUHN

Kuhn nutzt Remote Service

und macht Bauprojekte effizienter

Durch Remote Service können Techniker des Baumaschinenhändlers Kuhn ihre

Kunden schulen, Maschinen neu einstellen, Fehlersuchen durchführen und die

Software aktualisieren. So ist ein leicht zugänglicher und rascher Support

garantiert und Stillstände der Maschinen können minimiert werden.

Ein Monitor in der Fahrerkabine

stattet den Fahrer mit zahlreichen

Informationen aus und

erleichtert ihm die Arbeit.

Über „TeamViewer“ ist es mit einem einfachen Smart-

Phone, einem Tablet oder einem Laptop sowie mit einem

Computer möglich, Sprache und Bild live zu übertragen

und dem Techniker vor Ort auf diese Weise Hilfestellungen

zukommen zu lassen.

„Bei den intelligenten und GPS-gesteuerten

Maschinen können wir uns live in die

Maschine einlinken und nach möglichen

Fehlerquellen suchen“, erklärt Ing.

Peter Präauer, Prokurist und

Kundendienstleister

bei Kuhn.

Bild live zu übertragen und dem Techniker

vor Ort auf diese Weise Hilfestellungen

zukommen zu lassen.

Hilfestellung auf Knopfdruck

Remote Service wird aber nicht alleine bei

Reparaturen eingesetzt. Die Komatsu-

Baumaschinen sind mit einem Monitor am

Sitzplatz des Gerätebedieners ausgestattet

worauf Geländemodelle eingespielt

werden können. Der Fahrer erfährt also

mittels Bildschirm exakt, wie tief seine

Baumaschine graben sollte oder wie

Planierarbeiten verlaufen sollten. Gibt es

hier Probleme, kann sich wiederum der

Kuhn-Techniker mittels Laptop, Smartphone

oder Tablet von jedem Ort aus

einlinken und Hilfestellungen leisten. „Für

den Kunden gibt es sogar die Möglichkeit,

vor Ort eine Datenbrille zu nutzen. Durch

eine Kamera in der Brille sieht der

Kuhn-Techniker dann, wo es anzusetzen

gilt und er kann den Kunden unterstützen.

Auf einem Auge gibt es Displays,

wobei man Unterlagen oder diverse

Zeichnungen einspielen kann“, so Peter

Präauer. Hilfestellungen per Knopfdruck

gehören heutzutage also zum Alltag in der

Baubranche.

Maximale Produktivität

Über das Komtrax-System, das mittels

GPS funktioniert, kann die Firma Kuhn

alle verkauften oder verliehenen Baumaschinen

von Komatsu erfassen und die

wichtigsten Einsatzparameter der

Maschinen direkt vom Computer, Smartphone

oder Tablet aus einsehen. Man weiß

also über die Position der Maschine,

Betankungszustand, Zustand des Öl-

Levels oder Einsatzzeiten sowie Stillstände

Bescheid.

Das Komtrax-System ebnet dabei den

Weg zu maximaler Produktivität. Es

liefert eine Vielzahl an Informationen über

den gesamten Maschinenpark und sorgt

dafür, dass Maschinen Spitzenleistungen

erbringen können. Außerdem macht das

System proaktive und präventive Wartungseinsätze

möglich.

www.kuhn-gruppe.com

D

ie digitale Revolution am Bau ist

mitten im Gange. Unter dem Begriff

Baustelle 4.0 versprechen neue Technologien

rationellere Abläufe, mehr Terminund

Kostensicherheit sowie mehr Produktivität

und Qualität. Remote Service, also

sozusagen der Service via Fernbedienung,

wird bei Kuhn schon seit Jahren genutzt

und hilft dessen Kunden dabei, die

Komatsu-Baumaschinen rascher zu

warten beziehungsweise zu reparieren.

„Bei den intelligenten und erten Maschinen können wir uns live in die

GPS-gesteu-

Maschine einlinken und nach möglichen

Fehlerquellen suchen“, erklärt Ing. Peter

Präauer, Prokurist und Kundendienstleister

bei Kuhn. Musste früher ein Techniker

jedenfalls direkt zum Kunden fahren, um

mögliche Fehler zu analysieren, spart man

hier mittlerweile Zeit und Geld und kann

rascher agieren. Die Reparatur vor Ort

kann dann entweder von einem Mechani-

ker des Kunden vorgenommen werden, der

vom Kuhn-Techniker – dem sogenannten

Trouble Shooter – digital unterstützt wird

oder aber ein Kuhn-Mechaniker fährt mit

genauen Kenntnissen über die Probleme

und die benötigten Ersatzteile zum Gerät,

um es zu reparieren.

Eine weitere Möglichkeit zum Remote

Service bietet die Software von „TeamViewer“.

Über diese ist es mit einem einfachen

Smart-Phone möglich, Sprache und

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86 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 87



MASCHINEN + TECHNIK

KANAL- + LEITUNGSBAU

ASCENDUM

Neu bei Ascendum: Sennebogen

Abbruchbagger 825 E, 830 E und 870 E

Seit sieben Jahren vertreibt Ascendum erfolgreich Sennebogen Umschlagbagger

in Österreich. 2022 wird die Produktpalette um drei Abbruchmaschinen aus

dem Hause Sennebogen erweitert.

Der Sennebogen 830 E zeigt

seine Stärken als Multitalent

mit geringen Abmessungen

besonders auf Innenstadt-

Baustellen.

Mit einem Heckradius

von 2,8 m ist der 825 E

ein Abbruchprofi der

„Kompaktklasse“.

Die starke Longfront-

Maschine Sennebogen 870

E Abbruch kann mit einer

Traglast von bis zu 4 t bei

einer Reichweite bis zu

36 m aufwarten.

D

er 117 t Abbruchbagger 870 E bietet

sicheren Stand, der durch den teleskopierbaren

Raupenwagen gestärkt wird, und ist ein

wahres Multitalent: Ob Abbruchgreifer zum

Abtragen von Gebäudeteilen, das Zerkleinern

von Bauelementen am Boden durch eine

Scheren- bzw. Hammerapplikation, Vorsortierungen

für den späteren Abtransport der

Wertstoffe oder auch die Beladung von Lkw

– die Maschine überzeugt durch hohe Flexibilität.

Ein Grund dafür ist das bewährte, optionale

Sennebogen Schnellwechselsystem. Für

den Durchblick auf der Baustelle sorgt die um

2,70 m hochfahrbare MaxCab Fahrerkabine.

Die Kabine lässt sich um 30° neigen und bietet

mit der Panoramasicht den nötigen Durchblick.

Zusätzlich bietet die Premium-Kabine

mit Klima-Automatik, luftgefedertem Komfortsitz

und Sitzheizung höchsten Komfort für den

Fahrer.

Der telekopierbare Unterwagen des

Sennebogen 830 E weist eine Transportbreite

von 3 m und eine Standbreite von 4,5 m auf.

Dank des hydraulischen Schnellwechslers

können Anbaugeräte in kürzester Zeit gewechselt

werden, wenn die Maschine flexibel bei der

Sortierung und Verladung von Materialien wie

Schutt, Kabeln oder Rohren benötigt wird. Die

flexibel einsetzbare Maschine schafft 3,5 t

Traglast bei einer Reichhöhe von 19 m. Der

168 kW Cummins Motor der Stufe V ist für

den 45 t Abbruchbagger richtig dimensioniert.

Auch der 830 E kann optional mit dem Green

Efficiency Paket und der MaxCab ausgestattet

werden und steht seinem großen Bruder in

Sachen Komfort in nichts nach.

Nicht zuletzt bringt der grüne Abbruchbagger

825 der E-Serie Stabilität, eine Reichweite

von bis zu 14 m und Power mit. Durch den

kraftvollen 129 kW Dieselmotor, konfiguriert

nach den neuesten Standards der Emissionsstufe

V, arbeitet er spritsparend, umweltschonend

und leise – ein großes Plus beim Rückbau

in der Innenstadt. Mit einem Heckradius von

2,8 m ist der 825 E optimal für innerstädtische

Baustellen. Er verfügt über ein Einsatzgewicht

von 34 t und der teleskopierbare Unterwagen

lässt sich bequem von 2,3 m Transportbreite

auf max. 3,5 m in Arbeitsstellung erweitern.

Neben diesen drei Rückbauprofis sind auch die

Modelle 817, 818 und 821 der E-Serien für

Abbruch- und Sortierarbeiten konfigurierbar.

www.ascendum.at

RTI

Grenzüberschreitendes Projekt

Eine beeindruckende Leistung ist dem RTi Team im bayerischen Burghausen

gelungen: Mit ca. 6 t Harz wurde ein 127 m langer Schlauchliner mit einer

Endwandstärke von 11 mm installiert. Saniert wurde eine Nutzwasserleitung

DN 1.000 mm der Wacker Chemie. Für den Einbau wurde ein

Nordiflow Druckleitungsliner eingesetzt.

D

iese Druckleitung (in der Fachsprache

Düker genannt) ist für den weltweit

tätigen Chemiekonzern eine wichtige

Wasserversorgungsleitung für sensibles

Prozesswasser und unterquert die

zwischen Österreich und Deutschland

fließende Salzach. Das Projekt wurde

gemeinsam mit dem Konzern und mit

Unterstützung der deutschen und österreichischen

Behörden geplant und vorbereitet.

Die Besonderheiten waren dabei die

grenzüberschreitende Ausführung und die

jeweiligen Auflagen der Landesbehörden.

Zusätzlich gab es besondere Sicherheitsanforderungen

im Werk sowie länderspezifische

Covid-Verordnungen, die

Die Rohrsanierung

fand

in einer Druckleitung

statt, die

die Salzach unterquert

und an

der Grenze

zwischen

Österreich und

Deutschland

liegt.

berücksichtigt werden mussten.

Außergewöhnlich waren auch die kurzen

Zeitfenster, die für die Projektabwicklung

zur Verfügung standen. Für die Abwicklung

des Projektes – von der Außerbetriebnahme

bis zur Wiederinbetriebnahme der

Leitung – standen nur sieben Tage zur

Verfügung. Es musste in dieser Zeit die

Druckleitung entleert, getrennt, mit

Höchstdruck gereinigt sowie die Installation

des Liners und die Wiederverbindung

vorgenommen werden.

Eine weitere Herausforderung war der

hohe Grundwasserstand. Die Baugruben

wurden mit dichten Spundwänden

hergestellt, um das Absenken des anstehenden

Grundwassers zu ermöglichen.

Zusätzlich musste der Pegelstand der

Salzach permanent überwacht werden.

Als Rohrsanierungsspezialist für

Industriebetriebe weiß RTi, dass Projekte

speziell im industriellen Bereich besonders

rasch und termingerecht abgewickelt

werden müssen. Nur so konnten die

Produktionsausfallzeiten für den Bayrischen

Chemiekonzern so gering wie

möglich gehalten werden. Aufgrund der

sehr guten Projektvorbereitung und dem

Einsatz des Teams ist es RTi wieder

gelungen, die Sanierung einwandfrei und

zeitgerecht abzuschließen.

www.rti.eu

88 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH

BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022

89



KANAL- + LEITUNGSBAU

KANAL- + LEITUNGSBAU

STRABAG AG

KI als Game Changer in der Baubranche

Digitalisierung im Abflussrohr? Was sich fantastisch anhört, ist längst Realität. Denn auch

dort, wo sich unser Abwasch- und Toilettenwasser Richtung Sammelkanal verabschiedet,

haben längst Bits und Bytes Einzug gehalten. Auch Strabag Kanaltechnik setzt längst auf

künstliche Intelligenz, um Abwasserkanäle auf Herz und Nieren zu prüfen.

I

n Österreich sind ca. 192.000 km Kanal

verlegt. Die Ausläufer dieses Kanalnetzes

beginnen üblicherweise beim Hauskanal

eines Einfamilienhauses (Dimensionsgröße

von DN100). Dieser mündet in den

öffentlichen Kanal ein. Das Abwasser wird

dann über größere Transportkanälen

(Dimension über DN2000) zu den Kläranlagen

transportiert, die in ganz Österreich

Autor: Matthias Rathammer, Strabag AG, Bereich Kanaltechnik

verteilt sind. In diese Infrastruktur

wurden seit den 1950er Jahren mehrere

Milliarden Euro investiert.

Diese Infrastruktur hat großen Einfluss

auf die Lebensqualität der Bevölkerung.

Man denke nur daran, welche hygienischen

Probleme entstehen würden, wenn

die Abwasserbehandlung nicht funktionieren

würde. Den Werterhalt von Trinkwasser-

und Abwasserleitungen sicherzustellen,

ist nicht nur aus finanzieller Sicht eine

Notwendigkeit – es ist auch unabdingbar

für die Lebensqualität der Menschen in

Österreich. Der Bereich Kanaltechnik der

Strabag AG setzt hierzu auf grabungsfreie

Leistungen für die Umsetzung werterhaltenden

Maßnahmen in Form von Kanalprüfungen

und Kanalsanierung. Ziel: Eine

Anschlüsse usw. Hierzu gibt es einen

genormten Zustandskatalog, der eine

Vielzahl verschiedener Zustandsbeschreibungen

beinhaltet. Neben einer standardisierten

Norm, nach dem die Schäden

aufgenommen werden, steht auch eine

definierte offene Schnittstelle zur Verfügung,

über die Daten ausgetauscht werden

können.

Der Faktor Mensch als Qualitätsrisiko

Nach dem Abschluss der Kanalprüfmaßnahmen

liegen also – unabhängig von

Inspektionsfirma, Inspektionspersonal und

Art des Kanals – detaillierte Informationen

über den Zustand des Kanals vor. Auf

dieser Datengrundlage können objektive

Entscheidungen über weiteren Maßnahmen

getroffen werden – sollte man meinen!

Die Realität sieht jedoch meistens

anders aus! Der Faktor Mensch spielt eine

entscheidende Rolle, da jede Informationseingabe

durch das Fachpersonal mit einer

subjektiven Interpretation und Wahrnehmung

behaftet ist, wodurch unweigerlich

Abweichungen in den Ergebnissen

entstehen.

Zusätzlich erschwerend ist die Tatsache,

dass die Aufmerksamkeit sinkt, wenn man

mehrere Stunden am Tag damit beschäftigt

ist, auf einem Monitor das Bild eines

Kanalinneren zu beobachten. Da es sich

dabei nicht gerade um einen aufregenden

Actionfilm handelt und die Dramaturgie

eher überschaubar ist, sind Fehler im

Laufe der Stunden geradezu vorprogrammiert.

All dies kann schwerwiegende Folgen in

Form von Folgekosten und Komplikationen

ZUM AUTOR

Matthias Rathammer

Technischer Vertrieb, Strabag AG,

Direktion Spezialgewerke,

Bereich Kanaltechnik, Loosdorf

nach sich ziehen – bis hin zu einer aufwändigen

nachträglichen Qualitätskontrolle

der Daten. Um sämtliche Optimierungspotentiale

in der Planungsphase ausschöpfen

zu können, ist daher die ursprünglich

erhobene Datenqualität von enormer

Wichtigkeit.

Vorhang auf für die

künstliche Intelligenz

Hier kommt künstliche Intelligenz ins

Spiel – also eine Maschine, die gelernt hat,

menschliche Entscheidungen nachzuahmen.

Künstliche neuronale Netzwerke

erkennen Muster und Gesetzmäßigkeiten

in Daten und werden dadurch mit jedem

weiteren Datensatz „schlauer“. Mit der

Nutzung dieser Technologie werden die

Ergebnisse von Kanalinspektionsaufnahmen

weniger fehleranfällig, deutlich

objektiver und vergleichbarer und als Folge

wird die bestmögliche Datenqualität

generiert.

Die Strabag Kanaltechnik hat diese

Lösung nicht selbst entwickelt, sondern

greift auf die entsprechende Technologie

als Dienstleistung der Firma Hades, ein

Spin-off der ETH Zürich, zurück.

Diese Lösung ist kein Prototyp, sondern

bereits praxiserprobt und im letzten Jahr

vollständig in den Arbeitsablauf des

Bereichs integriert worden. Der Einsatz

dieser Technologie ist neben einer Umstellung

der Prozesse natürlich auch mit

Kosten verbunden, die sich am Markt

durch die logischerweise noch nicht

vorhanden Leistungspositionen für

Ausschreibungen schwer einpreisen lassen.

Es bedarf hier also eines viel umfassenderen

Blicks auf diese Thematik, wie generell

mit Technologischen Entwicklungen

umzugehen ist. Einerseits ist es notwendig,

in Hinblick auf zukünftige Veränderungen

Arbeitsweisen anzupassen, andererseits

gilt es, gemeinsam mit Auftraggebern,

Planern, Regelwerksersteller, Technologieunternehmen

und der Auftragnehmerseite

Wege zu finden, die Vorrausetzung für die

Etablierung neuer Technologien zu

schaffen.

Als Technologieführerin in der europäischen

Bauwirtschaft spielt für Strabag der

Bereich Kanaltechnik hier eine bedeutende

Rolle – einerseits um die Evaluierung der

neuen Technologien sicherzustellen,

andererseits um die Rahmenbedingungen

für deren Einsatz mitzugestalten, sei es in

Eigenentwicklung oder in Zusammenarbeit

mit Hightech-Unternehmen.

www.strabag-kanaltechnik.at

Wie Künstliche Intelligenz die Zustandserfassung

von Abwasserkanälen verändert:

Hades Web Viewer mit Aufnahmen eines

3D-Kugelbildscanners (3D-Viewer oben,

Abwicklung unten).

möglichst lange Weiternutzung der vorhandenen

Infrastruktur.

Bevor die dazu notwendigen Tätigkeiten

verrichtet werden können, ist im ersten

Schritt eine Ist-Bestandsaufnahme der

Kanäle notwendig. Dies erfolgt mittels

Kamerasystemen (wie zum Beispiel dem

IBAK Panoramo-System), die den Kanal

vollständig scannen und Bildinformationen

in 4K-Qualität liefern. Diese Systeme

werden von ausgebildeten Fachkräften vor

Ort gesteuert.

Neben dem Handling der Gerätschaften

protokollieren diese Expertinnen und

Experten auch Vorkommnisse in den

Kanälen, wie zum Beispiel Risse,

Fotos: Hades Technologies AG; Strabag SE; Laurent T – shutterstock.com

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90 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH



KANAL- + LEITUNGSBAU

BMLRT

80 Mio. Euro Förderungsmittel

für unsere Trinkwasserversorgung

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus wird

durch die Verlängerung des Finanzausgleichs und die damit verbundene

Novelle des Umweltförderungsgesetzes die kommunale Trinkwasserversorgung

und Abwasserentsorgung weiterhin fördern können.

D

ie Versorgung der Bevölkerung mit

sicherem Trinkwasser sehr guter

Qualität sowie die Entsorgung der

Abwässer sind wichtige kommunale

Aufgaben. „Sauberes Wasser ist unsere

kostbarste Ressource, aber keine Selbstverständlichkeit.

In vielen Ländern der

Welt ist es völlig undenkbar, dass man

Wasser direkt aus der Leitung trinken

kann. Wir sind froh und stolz darauf, dass

wir in Österreich überall und jederzeit

hochwertiges Trinkwasser genießen

können. Seit Jahrzehnten wird sehr viel

dafür getan. Wir investieren in die

regionale Wasser-Infrastruktur zum

Schutz der Lebensressource Wasser und

für die Lebens- und Umweltqualität in

Österreich. Jährlich werden weiterhin

80 Mio. Euro an Förderungsmittel des

Bundesministeriums für Landwirtschaft,

Regionen und Tourismus bereitgestellt“,

betonte Bundesministerin Elisabeth

Köstinger am 20. Jänner 2022 anlässlich

Trinkwasseraufbereitung

(links) und eine

Grundwassermessstelle

mit Datensammler

in Hötting (rechts).

des Nationalratsbeschlusses zur Bereitstellung

der Förderungsmittel für die

Siedlungswasserwirtschaft.

„Durch die Bereitstellung der Förde -

rungsmittel für die Jahre 2022 und 2023

können jährlich rund 480 Mio. Euro an

wichtigen Investitionen in den Regionen

ausgelöst werden. Dadurch werden rund

8.700 Arbeitsplätze in verschiedenen

Bereichen wie Planung oder Baugewerbe

gesichert“, so Köstinger.

Erst vor kurzem bescheinigte die

Europäische Umweltagentur Österreichs

Spitzenposition in der kommunalen

Abwasserentsorgung. Gemeinsam mit drei

weiteren Mitgliedsstaaten erfüllt Österreich

eine entsprechende EU-Richtlinie zu

100%. Die Entsorgung kommunaler

Abwässer ist Kernaufgabe der öffentlichen

Daseinsvorsorge und ein enorm wichtiger

Beitrag zur Reinhaltung der Gewässer.

Saubere Gewässer sind für unser tägliches

Leben sowie für die Wirtschaft, die

Der Nationalrat

hat am 20. Jänner

2022 künftige

Förderungsmittel

für die Siedlungswasserwirtschaft

beschlossen

(oben).

Landwirtschaft, den Tourismus und die

Energieerzeugung unverzichtbar.

95,9% der österreichischen Bevölkerung

sind an Kläranlagen angeschlossen.

Eine besondere Herausforderung stellt die

Instandhaltung dieser Infrastruktur dar,

weshalb weiterhin Investitionen dringend

notwendig sind. Um die hohen Standards

weiter erfüllen zu können, muss die über

Jahrzehnte geschaffene Infrastruktur mit

modernsten Methoden kontrolliert,

aufrechterhalten und, wenn nötig,

erneuert und laufend verbessert werden.

Ebenso muss im Bereich der Infrastruktur

für unsere Trinkwasserversorgung, die

die Basis für unser Leben und Wirtschaften

darstellt, laufend erneuert und verbessert

werden. Die Mitfinanzierung aus

öffentlichen Mitteln des Bundesministeriums

für Landwirtschaft, Regionen und

Tourismus leistet dafür einen wesentlichen

Beitrag.

www.bmlrt.gv.at

92 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Fotos: BMLRT, Alexander Haiden; Hydrographischer Dienst Tirol

SYMPOSIUM GRABENLOS 2022

Treffpunkt für den grabenlosen Leitungsbau

Als wichtige Dialogplattform findet das nächste Symposium Grabenlos am

19. und 20. September 2022 im Kongresszentrum Südoststeiermark statt.

E

nde September 2021 lud die ÖGL

(Österreichische Vereinigung für

Grabenlosen Leitungsbau) in Wien zum

ersten Forum Grabenlos. Anlässlich des

30-jährigen Bestehens der ÖGL wurde

damit ein neues Format ins Leben gerufen,

das in Zukunft als eintägige Fachveranstaltung

abwechselnd mit dem Symposium

Grabenlos durchgeführt wird.

Das traditionsreiche Symposium

Grabenlos hat sich über viele Jahre und

mit wechselnden Veranstaltungsorten in

der Branche als hochkarätige Informations-

und Netzwerkplattform etabliert. In

diesem Jahr geht das nächste Symposium

Grabenlos am 19. und 20. September im

Kongresszentrum Südoststeiermark über

die Bühne. Im Rahmen der beiden Tage

können sich die Teilnehmerinnen und

Teilnehmer durch hochkarätige Vorträge

und Österreichs größte Fachausstellung

Auch das diesjährige

Symposium

Grabenlos, das am

19. und 20.

September in der

Südsteiermark

über die Bühne

geht, wird wieder

von einer Fachausstellung

begleitet.

über Trends und Innovationen der

grabenlosen Technologien informieren.

Nationale und internationale Experten der

Baubranche, der Zulieferindustrie, aus

Wissenschaft, Forschung und Politik

werden über Innovationen diskutieren

und zeigen anhand von Best Practice-

Projekten die neuesten Lösungen auf dem

DAS OEL DER KTM-CHAMPIONS GIBT’S

ÜBRIGENS AUCH FÜR BAUMASCHINEN.

Rennen gewinnt man im Kopf. Und mit dem richtigen Partner. Seit mehr als 10 Jahren trägt MOTOREX mit erstklassigen Oelen

und umfassendem Technologie-Support dazu bei, dass KTM spektakuläre Erfolge einfährt. Doch nicht nur Motorräder müssen

in jeder Situation ihr Bestes geben können. Sondern auch Baumaschinen. Holen Sie sich darum jetzt die Unterstützung von

MOTOREX auch abseits der Rennstrecke. Und hängen Sie mit Ihrem Unternehmen die Konkurrenz ab. www.motorex.com

Sektor des grabenlosen Leitungsbaus.

Im Rahmen einer Fachausstellung bieten

die ÖGL-Mitglieder neueste Produktlösungen

und Verfahren zum grabenlosen

Leitungsbau. Mag. Silke Cubert

(office@grabenlos.at) steht für weitere

Informationen zur Verfügung.

www.grabenlos.at



KANAL- + LEITUNGSBAU

KANAL- + LEITUNGSBAU

KRAFT & WÄRME

Sanierung von Gashausanschlussleitungen

mittels Starline Verfahren

Die Kraft & Wärme Rohr- und Anlagentechnik GmbH, das einzige Unternehmen in

Österreich, das Gashausanschlussleitungen mit dem lizenzierten Starline Verfahren

saniert. Diese grabungsarme Sanierungsmethode wird im Rahmen eines

Kontrahentenvertrages mit den Wiener Netzen GmbH angewendet.

D

as Starline Verfahren ist ein Gewebeschlauchverfahren

für die grabungsarme

Rehabilitation von Gashausanschlussleitungen.

Bei dieser Technologie

werden die Leitungen mit einem hochelastischen

Gewebeschlauch aus Polyestergarn

und einer PU-Beschichtung

innensaniert. Die Verklebung mit der

Rohrinnenwand erfolgt mittels eines

Epoxidharz-Klebstoffsystems. Der

verklebte Gewebeschlauch bildet eine

hochwertige, dichte und nur 1-2 mm dicke

Auskleidung der bestehenden Leitung

und ist mit einer neuen Leitung vergleichbar.

Der Aufbau des Starline Verbundsystems.

Die Kraft & Wärme Rohr- und Anlagentechnik

GmbH ist Mitglied der ÖGL – Österreichische

Vereinigung für Grabenlosen Leitungsbau.

Verfahrensablauf

Nachdem eine Baugrube an der Gasversorgungsleitung

hergestellt wurde, wird

die Hausanschlussleitung durch die Kraft

& Wärme getrennt und entgast. Um ein

optimales Sanierungsergebnis erreichen

zu können, wird die Leitung mittels

Sandstrahlung innengereinigt. Der

Zustand der Rohrleitung wird vor und

nach der Sandstrahlung mit einer

Kamerabefahrung kontrolliert. In die

gereinigte Leitung wird ein mit Zweikomponenten

Epoxidharz getränkter und mit

einer gasdichten Innenbeschichtung

versehener Gewebeschlauch im Revisionsverfahren

in die Altbestandsleitung

eingestülpt. Anschließend wird durch

zirkulierendes Warmwasser der Aushärteprozess

des Epoxidharzklebers eingeleitet.

Nach dem Trocknen der Leitung wird

der Sanierungsvorgang mittels einer

Kamerabefahrung und einer Druckprüfung

überprüft. Als letzter Arbeitsschritt

wird die sanierte Leitung mit der Gasversorgungsleitung

wieder verbunden und in

Betrieb genommen.

Das Starline Verfahren, das von der

Karl Weiss Technologies GmbH gefertigt

und geliefert wird, kann bei Rohrdimensionen

von DN 20 bis DN 100 und einer

Leitungslänge bis zu 30 m angewendet

werden. Eingebaute Bögen in der

Bestandsleitung können nahezu faltenfrei

ausgekleidet werden, so dass der

Querschnitt der Leitung nicht beeinträchtigt

wird. Das Sanierungsverfahren kann

bis zu einer Außentemperatur von +2°C

angewendet werden. Wenn die zu

sanierenden Leitungen dicht beieinanderliegen,

können bis zu zwei Hausanschlussleitungen

an einem Arbeitstag

durch das speziell geschulte Personal der

Kraft & Wärme saniert werden.

www.kw.co.at

Fotos / Grafik: Kraft & Wärme, Ing. Gerhard Zahnt / Karl Weiss Technologies GmbH

Foto: Messe München

IFAT

Wasserbewusste Stadtentwicklung im Fokus

Im Zuge des Klimawandels werden aller Voraussicht nach auch Städte und Gemeinden

in Deutschland künftig noch häufiger und stärker von Starkregen, Hochwasser, Hitzeperioden

und Trockenheit betroffen sein. Dazu ist ein durch das Schlagwort „Schwammstädte“

umrissener Paradigmenwechsel beim Umgang mit dem Niederschlagswasser

nötig, der ein Kernthema der IFAT 2022 sein wird.

A

ls eine der zielführenden Anpassungsstrategien

gilt das Konzept der

„Sponge-City“, also der Schwammstadt.

Dahinter steht die stadtplanerische Idee,

möglichst viel Regenwasser durch urbane

Grünzonen, Feuchtgebiete, Wasser- und

Überflutungsflächen sowie Multifunktions-Speicherräume

aufzunehmen, statt

es sofort und direkt in Kanäle und

Vorfluter abzuleiten. Im Idealfall gelingt

es dadurch, nicht nur die Folgen von

Unwettern abzudämpfen, sondern

Regenwasser für nachfolgende Trockenzeiten

zu speichern. Mit dem kostbaren

Nass lassen sich dann Bäume und

Grünflächen am Leben erhalten, die

zusammen mit begrünten Dächern und

Fassaden zur Kühlung und Luftverbesserung

der Stadt beitragen.

Nach asiatischen Vorreitern, wie

Singapur und diversen südchinesischen

Metropolen, gibt es mittlerweile auch

etliche europäische Städte, die ambitionierte

Schwammstadt-Projekte vorweisen

können. Als Pioniere gelten hier Kopenhagen

und Wien. In der dänischen Hauptstadt

wird bereits seit dem Jahr 2014 eine

entsprechende Wasserbewirtschaftung

umgesetzt. Dazu gehört zum Beispiel ein

Netzwerk aus unterirdischen Entlastungstunneln

oder die Bewässerung von

Stadtgrün mit Wasser aus zentral

gelegenen Kläranlagen.

In Wien werden im neuen Stadtteil

Seestadt als wasserbewusste Maßnahmen

unter anderem großzügige, zusammenhängend

gestaltete Wurzelräume realisiert,

die Niederschlagswasser speichern

und über lange Zeiten an die Stadtbäume

abgeben. Außerdem agieren in die

Baumgruben integrierte und mit streusalzresistenten

Stauden bepflanzte

Sicker-, Filter- und Absetzbecken wie

dezentrale Kleinstkläranlagen.

In Deutschland ist Hamburg ein

prominentes Beispiel. In der Hansestadt

konnten nach Angaben des Wasserversorgungsunternehmens

Hamburg Wasser in

den letzten Jahren zum Beispiel Neubaugebiete

geschaffen werden, in denen das

Regenwasser fast komplett abgekoppelt

ist von der Kanalisation. Münster, Berlin,

München, Ludwigsburg, Leipzig – auch

viele andere Städte haben schon

Die weltweit größte Fachmesse für

Umwelttechnologien findet vom 30. Mai bis

3. Juni 2022 in München statt.

unterschiedlich umfangreiche Schwammstadt-Projekte

realisiert. Zahlreiche

weitere sind – oft wissenschaftlich

begleitet – in Planung und Durchführung.

Und das auch in interkommunaler

Vernetzung: In der Zukunftsinitiative

Klima.Werk arbeiten 16 Städte entlang

der Emscher, einem Nebenfluss des

Rheins, zusammen mit dem Wasserwirtschaftsverband

Emschergenossenschaft

gemeinsam an der blau-grünen

Transformation.

Die wasserwirtschaftliche Anpassung

von Städten und Gemeinden an den

Klimawandel ist eines der Kernthemen

der Weltleitmesse für Wasser, Abwasser-,

Abfall- und Rohstoffwirtschaft IFAT

Munich 2022. So werden Partnerinstitutionen

der Messe, wie das Bayerische

Umweltministerium, die DWA und die

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU),

dazu passende Veranstaltungen im

Konferenzprogramm der Messe organisieren.

Die IFAT Munich findet vom 30. Mai

bis 3. Juni 2022 auf dem Münchener

Messegelände statt.

www.ifat.de

94 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 95



KANAL- + LEITUNGSBAU

KANAL- + LEITUNGSBAU

DOW satte 7 km bei straffem Zeitplan

vorsieht, war das „händische“ Arbeiten

hier keine Dauerlösung.

Mit dem neuen ZX190W-6 und dem

Anbaugerät Tinbin TC2, welches ein

Fassungsvolumen von 750 l bereithält,

wird die Erde nun einfach abgesaugt. Der

Baggersauger ist mit einem Modul für

Einmannbetrieb mit hydraulisch drehbarem

Saugrohr ausgestattet. Der Fahrer

kann von der Kabine aus das Saugrohr

steuern. Die Gefahr, Versorgungsleitungen

durch den Einsatz eines Greifers oder

Tieflöffels zu beschädigen, gehört somit

der Vergangenheit an. Dass kein Mitarbeiter

mehr in der Baugrube mit der Hand

schaufeln muss, sorgt für eine Zeitersparnis

von 60 bis 70%, beziffert Tiefbauexperte

Stefan Lühring die Effizienz. Durch

den Einsatz des Saugbaggers wird die

Umsetzung des Plans hinsichtlich Sicherheits-

und Zeitvorgaben gewährleistet.

Überall dort, wo Kabel verlaufen, wird

der Hitachi als Solomaschine für den

kompletten Prozess eingesetzt. Er hebt die

Erde aus, um den Rohrgraben herzustellen

und verfüllt nach Sanierung des Netzes

den Schacht. Neben dem neuen Saugbagger

werden in diesem Prozess Tieflöffel,

Grabenräumlöffel und Zweischalengreifer

benötigt. Damit diese ohne Zeitverzögerungen

zum Einsatz kommen, ist der

Hitachi ZX190W-6 mit dem vollhydraulischen

Schnellwechselsystem von Oilquick

Der Hitachi ZX190W-6 vollführt sämtliche Arbeiten zu

Aushub und Verfüllung der Rohrgräben.

ausgestattet. Dieses „Mobilbagger-

Rundum-Sorglos-Paket“ ist es schlussendlich,

welches die wirtschaftliche

Um setzung des Projekts sichert.

www.kiesel.net | www.tinbin.de

KIESEL

Hitachi ZX190W-6 mit Saugbagger-

Anbaugerät optimiert Rohrleitungsbau

Bei den anspruchsvollen Arbeiten zur Vor- und Nachbereitung eines Rohrleitungsbaus in

Niedersachsen bedient sich das ausführende Unternehmen seiner neuesten Maschine:

eines Hitachi ZX190W-6 Mobilbaggers mit Saugvorrichtung von Systempartner Kiesel.

V

ier Jahre lang war das Vorgängermodell

ZX170W-5 für Geschäftsführer

Stefan Lühring und seine 35 Mitarbeiter

das Prachtstück des Maschinenparks und

zuverlässig im Einsatz. Die Maschine wäre

wohl für die I.S.T. Lühring GmbH noch

länger gelaufen, wenn die DOW nicht

gewesen wäre. Als eines der größten und

bedeutendsten Chemieunternehmen in

Niedersachsen, beauftragte die DOW auf

dem 550 ha umfassenden Betriebsgelände

in Stade die I.S.T. Lühring GmbH mit der

Verlegung der Feuerlösch- und Trinkwasserleitungen.

Dabei setzte die DOW für ihr

Projekt der Netzsanierung voraus, dass

Das Anbaugerät Saugbagger Tinbin TC2 verhindert mit dem gut zu führenden

Saugrohr die Beschädigung von Kabeln durch das Absaugen der Erdmassen.

Schädigungen von erdverlegten Kabeln

vermieden werden. Im Saugbagger-Anbaugerät

Tinbin TC2 fand die I.S.T. Lühring

GmbH durch die Unterstützung von

Kiesel-Anbaugerätespezialist Sven Börger

und Kiesel-Gebietsverkaufsleiter Daniel

Borrmann die Lösung. Der Saugbagger

kommt traditionell aus dem Gleisbau, wo

er bei Unterhalts- und Wartungsarbeiten

Bahnschotter abträgt. Doch dieses Schwergewicht

muss auch bei voller Auslage noch

gestemmt werden können. Dafür war die

bestehende Maschine nicht ausgelegt. Also

bedurfte es einer „Kampfklasse größer“,

wie Kiesel-Gebietsverkaufsleiter Daniel

Borrmann den Hitachi ZX190W-6 mit

seinen 19 t gerne bezeichnet. Dieser neue

Hitachi-Mobilbagger führt jetzt den

kompletten Prozess des Rohrleitungsbaus

im Alleingang aus.

Bevor eine Baugrube ausgehoben wird,

müssen Suchschachtungen vorgenommen

werden, um Kabelläufe zu identifizieren.

Ein Grabenlöffel könnte beim Ausheben

Rohre und Leitungen beschädigen. Bisher

ließen die Mitarbeiter der I.S.T. Lühring

GmbH einen Baggerkorb in die Baugrube.

In diesen schaufelten sie die Erde und

konnten so den Schacht bzw. das Erdkabel

freilegen. Da die Netzsanierung bei der

POWERSCREEN

MARKET LEADING CRUSHING AND SCREENING TECHNOLOGY

www.kuhn.at

Kuhn Baumaschinen GmbH • Zentrale Eugendorf, Kuhn Straße 1, A-5301 Eugendorf bei Salzburg

Telelon: 0043 (0) 6225 8206 0 • Telefax: 0043 (0) 6225 8206 190 • Email: office-bm@kuhn.at

96 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 97



KANAL- + LEITUNGSBAU

BRAUMANN TIEFBAU

Vollschnitt DN 1200 in Bern

Im Berner Stadtteil Breitenrain, der von der lokalen Bevölkerung in der Regel nur

„Breitsch“ genannt wird, finden derzeit umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an der

Infrastruktur statt. So werden abschnittsweise die Straßenoberfläche, die Gleisanlagen

sowie die teilweise über 100-jährigen Ver- und Entsorgungsleitungen erneuert. Unter

anderem führt die Braumann Tiefbau im Rahmen des Projekts „Dr noi Breitsch“ drei

Haltungen Microtunneling DN 1200 durch.

Gesamtprojekt „Dr noi Breitsch“

Dumfasst zwischen der Rodtmattstraße

und der Kornhausstraße in Bern zwei

Bauabschnitte mit folgendem Umfang:

Werkleitungen und Kanalisation:

- Sanierung der Werkleitungen für Wasser,

Strom und Gas

- Sanierung der Abwasseranlagen

(Kanalisation)

- Erneuerung der sanierungsbedürftigen

Hausanschlüsse

Traminfrastruktur:

- Komplette Erneuerung der Tramgleise

und Fahrleitungen

- Hindernisfreie Ausgestaltung aller

Tramhaltestellen

- Zusammenlegung der Tramhaltestellen

Viktoriaplatz und Spitalacker

Straßen und Plätze:

- Umgestaltung des Viktoriaplatzes zu

einem Knoten mit Kreisverkehr

- Aufwertung des Breitenrainplatzes zu

einem Begegnungsort

- Sanierung der Straßenoberflächen

- Erneuerung der öffentlichen

Beleuchtung

Das Baulos 1 umfasst 3 Haltungen

Microtunneling DN 1200. Alle drei

Strecken werden als Kurvenvortriebe mit

hydraulischer Fuge aufgefahren. Die sehr

beengten Platzverhältnisse in Berns

historischer Innenstadt, der laufende

Verkehr und verschiedene, zu querende

bestehende Infrastrukturen bilden neben

der geringen Überdeckung zur Oberfläche

die Hauptherausforderungen für die drei

Vortriebsstrecken.

www.braumann-tiefbau.eu

HALTUNGSLÄNGE 1

Die AVN 1200 Amelie in Startposition für die

erste Vortriebsstrecke KS004 – KS001.

Verfahren: Vollschnittverfahren

Länge: 241 m

Durchmesser: ID 1.200 mm

Trasseninformation: Kurvenvortrieb | Radius = 150 m | Neigung = 0,78%

Leistungen: Kanalbau

Rohrmaterial: Stahlbeton

Geologie: Locker/Festgestein

Grundwasser: nein

Besonderheiten: Querung best. MW-Kanal

HALTUNGSLÄNGE 2

Verfahren: Vollschnittverfahren

Länge: 138 m

Durchmesser: ID 1.200 mm

Trasseninformation: Kurvenvortrieb

Radius = 150 m

Neigung = 0,71%

Leistungen: Kanalbau,

Kommunikationsleitungen

Rohrmaterial: Stahlbeton

Geologie: Locker/Festgestein

Grundwasser: nein

Besonderheiten: Querung best. MW-Kanal

Abladen der Vortriebsmaschine

im

Startschacht KS004. Das

Kranmanöver wurde millimetergenau

geplant und

ausgeführt.

Baustelleneinrichtung

auf engstem Raum in

der Rütlistraße.

KANAL- + LEITUNGSBAU

Überblick über die Baustellensituation

in der Rütlistraße.

Die Braumann Tiefbau GmbH

ist Mitglied der ÖGL –

Österreichische Vereinigung

für Grabenlosen Leitungsbau.

DATEN & FAKTEN

Auftraggeber: ARGE Viktoria, p. Adr. Marti AG Bern

Bauherr: Stadt Bern, Tiefbauamt

Ingenieurbüro: Ingenieurgemeinschaft Amélie,

Heierli, Hager, SMT

Projektleitung: DI HTL Guido Meier

Bauleitung: Mike Schwarz

Bauzeit: 09/2021 – laufend (04/2022)

Unterquerungen: Straße, Gleis

Anlieferung der

AVN 1200 Amelie

in Bern.

Startschacht

KS004 für

die Haltung 1

Richtung

KS001.

HALTUNGSLÄNGE 3

Verfahren: Vollschnittverfahren

Länge: 172 m

Durchmesser: ID 1.200 mm

Leistungen: Kanalsanierung

Rohrmaterial: Stahlbeton

Geologie: Locker/Festgestein

Grundwasser: nein

98 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 99



WIRTSCHAFT + MÄRKTE

WIRTSCHAFT + MÄRKTE

KUHN

Kuhn Holding expandiert nach Rumänien

Mit Ende Februar hat die Kuhn Holding den rumänischen Komatsu

Vertriebspartner „Marcom“ übernommen.

Angelockt von der steigenden Verbraucherkraft in Rumänien, bauen

viele europäische Investoren ihre Expansionspläne in dem Balkanland

aus, das bereits seit 2007 Mitgliedsstaat der Europäischen Union ist.

Vor allem Unternehmen aus Deutschland und Österreich haben

Gefallen daran gefunden, Firmen im 19 Mio. Einwohner Staat zu

errichten beziehungsweise zu übernehmen.

So auch die Kuhn Holding, mit ihrem Hauptsitz in Eugendorf bei

Salzburg. Mit „Marcom“ hat Kuhn Ende Februar nun ein rumänisches

Unternehmen übernommen, das 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

beschäftigt und im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 41

Mio. Euro erwirtschaftete. Marcom wurde 1992 gegründet und

beschloss im Jahr 1999 seine Ausrichtung vor allem auf den Verkauf

der Marke Komatsu zu konzentrieren. Das Unternehmen mit seinem

Standort in Bukarest ist somit perfekt für die Expansion und Erweiterung

der Kuhn Holding geeignet. Kuhn vertreibt im Geschäftsbereich

Von links: Razvan Marcu, Constantin Marcu, Günter

Kuhn, Andreas Kuhn und Stefan Kuhn.

Baumaschinen in Österreich, Süddeutschland, Ungarn, Tschechien, der

Slowakei, Slowenien, der Schweiz und Kroatien seit Jahrzehnten

exklusiv und erfolgreich Baumaschinen von Komatsu.

www.kuhn-gruppe.com

KURATORIUM FÜR VERKEHRSSICHERHEIT

Baustellendiebstähle:

Gelegenheiten machen Diebe

Mit dem anhaltenden Bau-Boom sind steigende Kosten sowie Engpässe an

Rohstoffen verbunden. Dies beflügelt durchaus auch die kriminelle Szene.

Experten raten dazu, die Baustellen entsprechend zu sichern.

G

emeinsame Untersuchungen des

Kuratoriums für Verkehrssicherheit

(KFV) und des Bundeskriminalamtes (BK)

haben gezeigt, dass 88% der Unternehmen

von Baustellendiebstählen mit hohen

Schadenssummen betroffen waren. Am

häufigsten werden nach wie vor Kleingeräte

wie Bohrmaschinen, gefolgt von

Kleinwerkzeugen, Wertstoffen und

Metallen wie Kupfer entwendet. Die Art

der gestohlenen Güter hängt meist aber

auch von der jeweiligen Marktsituation

und der Nachfrageentwicklung ab.

Materialdiebstahl tritt gehäuft auf, wenn

Rohmaterialien – wie zum Beispiel Holz

– auf dem internationalen Markt eine

Preissteigerung durchmachen.

Eine entsprechende Sicherung der

Baustellen könnte den Dieben ihr Handwerk

erheblich erschweren. Trotzdem ist

der Großteil der Baustellen unzureichend

gesichert – das zeigen die Ergebnisse der

KFV-Beobachtung von über 100 Baustellen,

durchgeführt im Juli 2021. Auf 82 der 117

beobachteten Baustellen wurde ein Schild

mit „Betreten verboten“ als Sicherungsmaßnahme

montiert. Ein die Baustelle

vollständig umschließender Bauzaun

kommt bei nur etwa zwei Dritteln der

Baustellen zum Einsatz (75 von 117) –

wobei auch dieser in vielen Fällen Lücken

aufweist, die oftmals nur mit einem losen

Absperrband „versperrt“ werden. Überwachungskameras

kamen bei nur 8 Baustellen

zum Einsatz, Security war lediglich bei

nur einer Baustelle präsent.

Ein Drittel der Befragten sieht von

einer Anzeige ab. Sowohl der gering

eingeschätzte Wert der gestohlenen

Sachgüter als auch erfolglose Fahndungen

nach den Tätern wurden als Gründe für

die ausgebliebene Anzeige angeführt. „Es

hilft aber sehr, wenn auch kleine Diebstähle

zur Anzeige gebracht werden. Dies

erleichtert den Behörden die Strafverfolgung

um ein Vielfaches“, erklärt Kontrollinspektor

Klaus Autischer vom Bundeskriminalamt.

Vor Eigentumsdelikten bleibt auch

die Baubranche nicht verschont. Gezielte

Maßnahmen können den Dieben ihr Handwerk

erheblich erschweren.

Folgende Präventionsmaßnahmen können

zur Sicherung von Baustellen getroffen

werden:

• Die Individualnummern der Wertgegenstände

in einem Verzeichnis notieren und

dieses nach einem Einbruch der Polizei

übergeben. Nur so kann diese das gestohlene

Gut identifizieren und die Täter

überführen.

• Hochwertiges Werkzeug und Maschinen

nach Möglichkeit nicht im Baucontainer

verwahren, sondern nach Ende des

Arbeitstages zurück in den Betrieb

bringen.

• Im Baucontainer aufbewahrte Wertgegenstände

sollten zusätzlich abgesichert

werden.

• Das Baustellengelände so gut wie

möglich absichern: Einzäunen, Video- und

Alarmanlagen installieren.

• Auf firmenfremde Personen achten.

• Zugänge zu Büro- und Baucontainern

geschlossen und versperrt halten.

www.kfv.at

Foto: Shutterstock

MAPEI

Mapei Gruppe feiert 85-jähriges Jubiläum

Das multinationale Bauchemieunternehmen wurde am 11. Februar 1937

in Mailand gegründet.

E

s war im Jahr 1937, als Rodolfo Squinzi

mit sieben Mitarbeitenden und der

Unterstützung seiner Frau Elsa sein

Unternehmen für Baumaterialien am

Stadtrand von Mailand gründete. So

entstand die Firma Mapei (Materiali

Ausiliari Per l‘Edilizia e l‘Industria) die

sich zu einem multinationalen Unternehmen

entwickelte. 85 Jahre später spiegeln

die Zahlen und Fakten die Entwicklung

von Mapei wider: drei Generationen von

Unternehmern, Geschäftsaktivitäten in 57

Ländern, über 20 Produktlinien, die alle

Bedürfnisse des Baugewerbes abdecken,

84 Produktionsstätten, ein Umsatz von 2,8

Mrd. Euro und rund 11.000 Mitarbeitende.

In Österreich blickt die Mapei Austria

GmbH auf eine mehr als 40-jährige

Geschichte zurück und sorgt mit den

Produktionsstandorten in Nußdorf ob der

Traisen und Langenwang sowie zahlreichen

Außenlagern für eine flächendeckende

Versorgung mit qualitätsgeprüften

Baustoffen und bauchemischen Produkten.

Die Produkteigenschaften des breitgefächerten

Sortiments mit über 5.500

Produkten werden permanent weiterentwickelt

und auf die Anforderungen der

Bauwirtschaft abgestimmt. Modernst

ausgestattete Prüflabors sowie mobile

Laborbusse garantieren eine flexible und

maßgeschneiderte Projektbetreuung sowie

höchstes Know-how direkt auf der

Baustelle.

www.mapei.at

Die moderne

Produktionsstätte

von Mapei

in Mediglia in

der Nähe von

Mailand. Im Jahr

1937 wurde

Mapei von

Rodolfo Squinzi

gegründet.

100 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 101



FUHRPARK

FUHRPARK

FORD GALAXY FHEV TITANUM

Multifunktional – der Ford

Galaxy macht im privaten wie

auch im geschäftlichen

Umfeld eine sehr gute Figur.

Hub- und Stauraum im Doppelpack

D

iese Gleichung löst sich beinahe von

selbst. Man nehme einen Ford Galaxy,

eine Woche Semesterferien sowie eine

vierköpfige Besatzung (zwei Erwachsene, zwei

Kinder) samt Reisegepäck. Der Galaxy kommt

zur gemeinsamen Ausfahrt mit dem heutzutage

beinahe schon unumgänglichen Zusatz

im Antriebstrang. Er schöpft seine Traktionskräfte

nicht nur aus Benzin, sondern als

Hybrid auch aus einer 1,1 kWh-Batterie. Der

Programmpunkt Auto einräumen wird bei

FACTS

Motor: 1,6 Liter Benziner,

132,2 kW (180 PS)

Eigengewicht: 2.069 kg

Sitzplätze: 4+1

Anhängelast (ungebremst/

gebremst): 750 kg/1.350 kg

Testverbrauch: 8,6 l/100 km

Listenpreis: 65.490,– Euro

(inkl. MwSt. & NoVa)

+ einprägsame Erscheinung

+ noble Ausstattung

+ tolles Soundsystem

- nur 47 l Tankinhalt

- keine manuelle Rekuperation

- nervige Heckklappen-Automatik

E

mindestens 2.020 l Stauraum zur angenehmsten

Nebensache der Welt. Interessanter Weise

wird dabei das unveränderte Festhalten von

Ford an klassischen Türen anstelle von

Schiebetüren für die zweite Sitzreihe von den

Urlaubsprotagonisten mit keinem Wort

erwähnt. Auch als echter Schiebetüren-Verfechter

muss man dem großen Öffnungswinkel

(gefühlt fehlt nicht viel auf 90 Grad) durchaus

Respekt zollen.

Bei den Eckdaten des Benzinmotors setzt Ford

HYUNDAI SANTA FE PLUG-IN 1.6 T-GDI

Ein Hoch den Superlativen

s ist wieder Zeit für Superlativen. Und

da kommt der facegeliftete Hyundai

Santa Fe wie gerufen. Fast 2,1 t Lebendgewicht,

180 PS unter der Haube (die

moderaten 1,6 l Hubraum einmal außer

Acht gelassen) und Deutschland-taugliche

187 km/h schnell, darf der Koreaner in

allen Lebenslagen ausgesprochen dick

auftragen. Mächtig und zugleich prächtig

geht es dabei im Innenraum zu. Bei 4,80 m

Länge und 1,90 m Breite darf die Mittelkonsole

gerne auch wuchtiger ausfallen.

Wen soll es bei dem Platzangebot schon

stören? Keine Frage von Platzangebot,

aber trotzdem lobend zu erwähnen: Die

durchwegs in einer angenehmen Größe

ausgefallenen Bedienelemente. Mehr als

Pflicht denn als Kür ist mittlerweile das

verbaute Mild-Hybrid-System zu bewerten.

Überland hat es in unserem Test den

wuchtigen Santa Fe nicht ganz 50 km rein

elektrisch befeuert. Was in diesem

Zusammenhang auf jeden Fall fehlt, ist die

Möglichkeit, durch manuell gesetzte

Allesüberwinder

– beim aktuellen

Hyundai Santa

Fe gibt es ausgesprochen

viel

Auto zu einem

angemessenen

Preis.

FACTS

Motor: 2,5 Liter Benzin,

110 kW (150 PS)

Eigengewicht: 1.981 kg

Sitzplätze: 6+1

Anhängelast (ungebremst/

gebremst): 750 kg/1.510 kg

Testverbrauch: 9,3 l/100 km

Grundpreis: 55.200,– Euro

(inkl. MwSt. & NoVa)

+ kaum aus der Reserve zu locken

+ großer Öffnungswinkel bei hinteren Türen

+ beheizbare Frontscheibe

- Parkbremse löst ruckartig

- Kraftstoffverbrauch

- nur mehr als Hybrid verfügbar

zum Glück wieder sehr deutlich auf Hubraum,

statt auf Drehzahl. 150 PS aus 2,5 l Hubraum

garantieren ein entspanntes Vorankommen

ohne ständige Drehzahleskapaden. Beim

Verbrauch haben wir den Hybridgedanken

dagegen noch nicht wirklich verstanden, wie

durchschnittlich 9,3 l/100 km zeigen.

Fazit: Der Galaxy erklärt sich schon längst

von selbst. Das Einzige was wirklich schwer

fällt, ist der vollzogene Abschied vom Dieselmotor.

Eingriffe mehr zu rekuperieren. Da haben

viele Marktbegleiter des Koreaners

deutlich bessere Lösungen umgesetzt. Für

Dieselfans wird auch der 2,2 l Selbstzünder

mit exakt 200 PS eine überlegenswerte

Alternative sein. Preislich spielt der Santa

Fe zu recht im gehobenen Segment mit.

Der Einstiegspreis für die von uns

gefahrene Top-Ausstattungsvariante

Luxury Line liegt bei 65.490 Euro (inkl.

MwSt. & NoVa).

Fazit: Die zeitgemäße Interpretation von

schneller, höher, stärker.

KIA EV6 GT-LINE PRO AWD

Ganz oben am Stockerl

W

ir gratulieren! Und das in Echtzeit.

Die Auszeichnung zum Car of the

Year 2022 hat ein Exemplar des Siegers

nämlich just vor den Toren der Baublatt.

Österreich-Redaktion miterlebt. Da wird

auch eine grundsätzlich fertige Geschichte

gerne noch einmal aufgeschnürt und

umgeschrieben. Dabei hat es sich der Kia

EV6, so wie er sich in unserem Testeinsatz

präsentiert hat, durchaus verdient, gegen

seine Mitbewerber durchgesetzt. Schön

anzuschauen (die erste Vermutung

unseres Nachbarn: „Ist das der neue

Tesla?“), absolut alltagstauglich (realistische

Reichweiten jenseits der 350 km) und

Platz für die ganze Familie. So muss

Elektromobilität funktionieren.

Ob man dabei dem Kia EV6 als frisch

gebackenes Car of the Year 2022 gewisse

Starallüren leichter verzeiht, muss jeder

für sich selbst entscheiden. An oberster

Stelle dieser Auflistung: die zweifellos

schön anzusehenden, da komplett im

Blech versenkten, dafür aber wirklich

unpraktischen Türschnallen. Bei ihnen

sind zwei Handgriffe notwendig (zuerst

Schnalle mit einem Finger auf einer Seite

hineindrücken, dann mit der ganzen Hand

Kunstwerk – die Türgriffe verlangen etwas

mehr Aufmerksamkeit als bei anderen

Pkw-Modellen.

Geschmacksache – der „Tankdeckel“ samt

Ladestecker ist wie bei einem Diesel- oder

Benzin-Pkw rechts hinten zu finden.

hingreifen, um die Türe zu öffnen), um

zum gewünschten Ergebnis zu gelangen.

Wohlfühlfaktor im Handumdrehen

Einmal Platz genommen, wickelt Dich der

Kia EV6 relativ schnell um den Finger,

egal ob als Kapitän an Bord, oder als

Passagier. Obwohl Kia die Anzahl der

klassischen Bedienelemente auf ein

Minimum reduziert hat, ist der zielsichere

Umgang mit Radio, Heizung und Co.

schnell durchschaut. Durchaus

er wähnenswert: Die „Driver only“-

Funktion der Heizung, die bei Fahrten

ohne Mitreisenden Energie spart und

mehr Reichweite bringt.

Apropos Reichweite: In unserem von

Kurzstrecken abseits des urbanen Raums

dominierten Testeinsatz lagen die angegebenen

Reichweiten bei voller Batterie und

eisigen Nächten stets jenseits der 350 km.

Hier sehen wir je nach Einsatzprofil

durchaus noch Luft nach oben, was dann

jedoch mehr der Kür als der Pflicht

zuzurechnen ist. Mit einer Batteriekapazität

von 77,4 kWh sollte der Elektro-Allradler

seine Vorräte übrigens vorrangig bei

leistungsstarken E-Zapfsäulen ergänzen.

FACTS

Leistung: 81 kW (110 PS)

Eigengewicht: 2.058 kg

Sitzplätze: 4+1

Nutzlast: 472 kg

Reichweite: jenseits der 350 km

Grundpreis: 61.490,– Euro

(inkl. MwSt.)

+ E-Mobil mit Allradantrieb

+ echter Eyecatcher

+ hochwertiges Auftreten

- hohes Eigengewicht

- leicht verwirrter Lenkassistent

- keine elektrische Heckklappe

Was auch den Entwicklungsideen von Kia

entsprechen würde. Denn dank 800

V-Technik soll die zuvor leere Batterie

dann in nur 18 Minuten wieder zu 80%

geladen sein. Was uns beim Laden

besonders gut gefallen hat: Der „Tankdeckel“

öffnet und schließt elektrisch. Wird

er nach dem Tankvorgang vergessen und

der Kia EV6 setzt sich in Bewegung,

schließt er ganz von alleine und verhindert

so ungewollte Blechschäden.

Fazit: Ein verdienter Sieger, der die

Fahnen der Elektromobilität mehr als

gerechtfertigt hochhalten darf.

Überzeugend – der vollelektrische

Kia EV6 hat sich den Titel des Car

of the Year 2022 wirklich verdient.

102 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH

BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022

103



FUHRPARK

SERVICE

1

TSCHANN

US-Armee Garnison stellt

Tatra Phoenix in Dienst

Im Zuge einer Ersatzbeschaffung der US-Armee Garnison Bavaria wurden

dreiachsige Allrad-Dumper mit Dreiseitenkipper europaweit ausgeschrieben.

Den Zuschlag erhielt das extrem geländegängige Modell Tatra Phoenix mit dem

weltweit einzigartigen Zentralrohrrahmen und Einzelradaufhängung.

D

2 3

urch den weitläufigen US-Truppenübungsplatz

Grafenwöhr in der

bayerischen Oberpfalz zieht sich ein 300

km langes Wege- und Straßennetz. Das

Team der US-Armee Garnison Bavaria,

Directorate of Public Works, Operation &

Maintenance Division ist dabei für die

Straßenerhaltung und -räumung zuständig.

Die Abteilung verfügt über ein Arsenal

von schwerem Pioniergerät wie Schubraupen,

Gradern, Scrapern, Dumpern und

vielem mehr. Wie immer im militärischen

Bereich müssen die Fahrzeuge höchsten

Anforderungen in punkto Robustheit,

Langlebigkeit und Zuverlässigkeit

entsprechen.

Das erste Fahrzeug des Modells Tatra

Phoenix wurde vom Lieferanten Tschann-

Nutzfahrzeuge GmbH kürzlich an die

US-Armee übergeben. Nach der offiziellen

Schlüsselübergabe an die Verantwortlichen

für den Straßenunterhalt, konnten

die Fahrer im Off-Road-Gelände gleich

selbst die beeindruckenden Traktionseigenschaften

austesten. Dass der Tatra

Phoenix auch gar nicht wasserscheu ist

DI Robert Kerschl

(Tschann Vertriebsleiter

Tatra) hat das Fahrzeug

an die US-Armee

übergeben.

1 Jungfernfahrt am

Truppenübungsplatz:

In tiefen unbefestigten

Böden zeigt Tatra

seine immer wieder

beeindruckenden

Traktionseigenschaften.

2 Nichts für Wasserscheue:

Nach der Arbeit

wird in der militärischen

XXL-Waschbox mit

Hochdruck gereinigt.

3 300 km Straßen und

Wege: Am US-Truppenübungsplatz

Grafenwöhr

wartet viel Arbeit

auf den neuen Tatra

Phoenix 6x6.

und auch in diesem Punkt militärischen

Standards genügt, zeigte sich bei der

anschließenden Reinigung in der Waschanlage

des Stützpunkts, wo es ausschließlich

mit Hochdruck zur Sache geht.

Die Tschann Nutzfahrzeuge GmbH mit

ihrer Zentrale in Salzburg und Niederlassungen

in Poing/München, Obertraubling/

Regensburg, Bogen/Furth, Wels, Himberg,

Premstätten/Graz ist seit 2015 der Tatra

Partner für Österreich, Bayern und

Südtirol.

www.tschann.biz

Fotos: © Tschann

KURZURLAUB VON DER BAUSTELLE

Einmal Sonne, immer Sonne

Frühling, Sommer, Herbst oder Winter – Saalbach ist immer

eine gute Idee. Warum? Schon aus einem strahlenden Grund.

D

Das Hotel Die Sonne in Saalbach

Hinterglemm ist der optimale Ausgangspunkt

für eine Vielzahl an Aktivitäten im

Salzburger Land.

en kleinen Ort Saalbach kennt man

vor allem für das Skivergnügen, das

er seinen Gästen von den ersten Dezember-Tagen

bis weit in den Frühling hinein

verspricht. Dabei ist das „Home of Lässig“

auch das restliche Jahr über ein echtes

Paradies. Vor allem für Menschen, die

gerne an der frischen Luft sind. Und egal

ob da mal dicke Wolken den Himmel

bedecken, es regnen oder gar schneien

lassen – eins strahlt garantiert immer:

das ****S Hotel Die Sonne in Saalbach

Hinterglemm.

Es steht mittendrin im Paradies

Salzburger Land und lädt dadurch zu

einer bunten, langen Liste an Aktivitäten.

Der Sommer wird in diesen Breitengraden

ganz dem Bike- und Wandersport gewidmet.

Im Winter kann man es kaum

erwarten, die weiten Pisten hinunterzuwedeln.

Alles Dinge, die man direkt vor der

Hoteltür erleben kann oder – dank

praktischer Sonne-Services wie dem

eigenen Shuttle-Dienst – jederzeit ganz

entspannt erreicht.

Und drinnen? Da geht es dann ebenso

relaxt weiter: Die Sonnenoase verspricht

mit Hallenbad, Whirlpool und Infrarotkabine

herrliche Wellnessmomente. Im

Sonnenhaus kann man alles ausschwitzen,

was einem vom Alltag noch in den

Knochen steckt. Im Sommer zieht man

sich dann in den lauschigen Garten

zurück, im Winter lagert man die fleißigen

Beine im stimmungsvollen Ruheraum

hoch. Ganzjährig kann man sich im Zirben

Spa von den mannigfaltigen Händen der

Sonne-Masseurinnen und Kosmetikerinnen

verwöhnen lassen. Und da wäre noch

etwas, das den Urlaub im Hotel

„Die Sonne“ besonders macht …

Wer bei den Worten „All Inclusive“ an

lieblose Buffets und überfüllte Zapfhahn-

Stationen denkt – weit gefehlt: Mit der

Super Sonne All Inclusive Kulinarik

genießen Gäste in diesem Hause zu jeder

Zeit auf allerhöchstem Niveau. Vom

regional-biologischen Frühstück über das

köstliche Mittags- und Nachmittagsbuffet

bis hin zum kreativen abendlichen

5-Gänge-Menü. Ja, spätestens die bestens

sortierte Weinkarte wird selbst kritische

Genießer vor die Frage stellen: „Warum

eigentlich nicht schon immer all

inclusive?“

www.hotel-sonne.at

Ob Hallenbad, Whirlpool oder Infrarotkabine

– die Sonnenoase bietet

herrliche Wellnessmomente. Im Bild

das Badezimmer der Jagasuite.

104 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 105



SERVICE

BÜCHER

DEUTSCHES ARCHITEKTUR JAHRBUCH 2022

220 × 280 mm; 264 Seiten; 400 Abbildungen

ISBN 978-3-86922-786-3; 38,00 Euro

Seit 2007 zeichnet das Deutsche Architekturmuseum

(DAM) mit dem DAM Preis jährlich

herausragende Bauten in Deutschland aus.

Das Deutsche Architektur Jahrbuch 2022

stellt neben dem Preisträgerprojekt und

den Finalisten auch die Gebäude der

Shortlist in und aus Deutschland vor.

Namhafte Autorinnen und Autoren

besprechen in ihren Beiträgen

eingehend die insgesamt 26

Projekte, die die Jury unter dem

Vorsitz von Christiane Thalgott für den

DAM Preis für Architektur in Deutschland 2022

unter 100 Nominierungen ermittelt hat – darunter drei

Bauensembles außer Konkurrenz, die von deutschen Büros in

anderen Ländern realisiert wurden. Der DAM Preis 2022 geht an ein

außergewöhnliches und innovatives Wohnprojekt in der Messestadt

München-Riem: Das San Riemo ist ein genossenschaftliches Wohnhaus

mit 27 Wohnungen, das die ARGE Summacumfemmer Büro Juliane Greb mit

maximal flexiblen Grundrissen für unterschiedliche und sich verändernde

Lebensformen gestaltet hat. Die drei weiteren Finalisten sind die John Cranko

Schule von Burger Rudacs Architekten in Stuttgart, die Forschungshäuser

Einfach Bauen von Florian Nagler Architekten in Bad Aibling und der

Axel Springer Neubau von OMA in Berlin.

www.dom-publishers.com

PERSONALVERRECHNUNG IM BAUGEWERBE

5. Auflage 2022; Buch kartoniert: 556 Seiten

ISBN: 9783707335408; 74,00 Euro

Für die Personalverrechnung im österreichischen Baugewerbe ist die

Kenntnis vieler spezifischer Eigenheiten nötig. Das vorliegende Fachbuch

bietet deshalb eine kompakte Übersicht vom Praktiker für Praktiker zu

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diesem Thema. Aufbauend auf komprimierter

Allgemeininformation

stellt es die Besonderheiten dieses

Spezialgebiets ausführlich dar und

dient daher als Leitfaden zur

systematischen Einarbeitung sowie als Nachschlagewerk für die

Praxis. Das Buch enthält eine abgerundete Information zu jedem

Fachbereich, wie Kollektivverträge für Angestellte und Arbeiter im

Baugewerbe; Abgabenrecht; Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz;

Zulagen und Zuschläge; Entgeltfortzahlung; Beendigung

von Dienstverhältnissen. Eine Vielzahl von Übersichten,

Tabellen und Beispielen dienen der Anschaulichkeit und fördern

das Verständnis.

Die fünfte Auflage berücksichtigt die zahlreichen BUAG-Novellen

sowie die vielen Anpassungen im Rahmenrecht der Kollektivverträge

für Arbeiter und Angestellte im Baugewerbe/Bauindustrie, z.B.:

Option einer Jahresdurchrechnung; Entgeltanspruch von Lehrlingen

ohne Lehrabschlussprüfung in der Behaltezeit und dessen

Rechtsfolgen; Änderungen beim Überbrückungsgeld und bei der

Überbrückungsabgeltung; Covid-19-bedingte Verschiebung der

Verfallfristen im BUAG.

www.lindeverlag.at

WENN WÄNDE REDEN KÖNNTEN

304 Seiten, Format 23,0 x 26,0

ISBN: 978-3-218-01334-5; 29,90 Euro

Unterhaltsam Kurioses aus der

Wiener Stadtgeschichte auf

Spaziergängen zu prächtigen

Zinshäusern bietet der Titel „Wenn

Wände reden könnten – Wiener

Zinshäuser: ihre Geschichte und

ihre Geschichten“ der beiden

Autoren Silke Farmer-Wichmann

und Clemens Riha. Denn abseits

der Ringstraßenpalais durchzieht

ein großer Facettenreichtum an

Zinshäusern die Stadt. Noble

Mietvillen und vornehme

Bürgerhäuser ebenso wie

ehemalige Arbeiterkasernen

machen Wien zu einer der historisch interessantesten Städte

Europas. Die Seele eines Hauses sind seine Bewohner. Im Fall der

Wiener Zinshäuser haben stets auch die Eigentümer viel zum

Schicksal der Gebäude beigetragen. Sie entscheiden über den

Erhalt von Schützenswertem, kennen ihre Mieterinnen und Mieter

persönlich und erleben mitunter Kurioses bei der Verwaltung der

Häuser.

Silke Farmer-Wichmann und Clemens Riha sind mit Zinshausbesitzern

ins Gespräch gekommen und haben dabei Unterhaltsames,

Berührendes und Wissenswertes zutage gefördert. In

Spazier gängen durch unterschiedliche Stadtteile Wiens präsentieren

die Autoren uns über 50 Gebäude in Anekdoten, prächtigen

Foto grafien und humorvollen Illustrationen, die Wiens private

Historie zum Leben erwecken.

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