Baublatt Magazin March 2022
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NR. 3 | 2022
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12 | Wiener Gewässer
Entschlammung der Buchten
der Wiener Donauinsel
28 | Komatsu
Technik-Pionier mit starker
Europa-Präsenz feiert 100 Jahre
89 | Kanal- + Leitungsbau
Anspruchsvolle Projekte
und aktuelle Entwicklungen
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EDITORIAL
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Mühlsteine
Wenn ich einen Blick auf meinen
letzten Leitartikel werfe, dann
scheint mir dieser aus einer
anderen Zeit zu stammen. Entstanden ist er
in den letzten Tagen, in denen in der
Ukraine noch Frieden herrschte. Was hat
sich seither alles verändert! Nun, ich bin
sicher, dass Sie die Nachrichtenlage ebenso
gespannt und besorgt verfolgen, wie das
Team von Baublatt.Österreich.
Die Sorgenfalten werden aber auch in
der heimischen Baubranche
stärker – obwohl der Bau nach
wie vor mit sehr hoher
Auslastung läuft. Auch hier
ein Blick in eine andere Zeit:
Können Sie sich noch erinnern,
wann Sie sich das letzte Mal
über eine Preissteigerung von
3% aufgeregt haben? Ist lange
her oder? Heute kann man
Steigerungen von 140% nur
noch emotionslos zur Kenntnis
nehmen. Egal ob Holz, Zement
oder Stahl – keiner der
wichtigen Rohstoffe bleibt
verschont. Dazu kommen
extrem gestiegene Energiepreise, die
gleich mehrfach durchschlagen. Und dann
noch die Lieferschwierigkeiten, die der
nächsten Fuhrpark-Erneuerung auch
schon mal einen Zeithorizont von
rund 15 Monaten bescheren.
Viele dieser Faktoren waren schon im
letzten Jahr deutlich spürbar. Durch die
internationale Krise rund um die Ukraine
Karl Englert
Verlagsleiter und Herausgeber
BAUBLATT.ÖSTERREICH
werden sie nochmals um ein Vielfaches
verstärkt. Jeder dieser Mühlsteine hat für
sich schon ein erdrückendes Gewicht, in
Summe bilden sie aber eine ernsthafte
Gefährdung für die weitere erfolgreiche
Entwicklung der Branche. Eine Folgeerscheinung
daraus, die sich bereits jetzt
abzeichnet: für die bauausführende Wirtschaft
wird es immer schwieriger, den
Kunden fixe Preise anzubieten. Auch bei
kleineren Bauprojekten mit relativ kurzen
Fertigstellungsfristen geht der
Trend jetzt eindeutig zu
Verträgen mit veränderlichen
Preisen.
Abgesehen von der weiteren
Entwicklung in der Ukraine,
für die es aus heutiger
Perspektive nur wenige
positive Szenarien gibt, steht
mit der für 1. Juli 2022
geplanten Einführung einer
CO2-Bepreisung bereits der
nächste Kostenschub ins Haus.
Wir schließen uns hier dem
Appell an die politischen
Entscheidungsträger an, diese
nochmals zu überdenken und so lange
auszusetzen, bis sich die Entwicklung auf
den Rohstoffmärkten wieder einigermaßen
stabilisiert hat. Mit der Hoffnung, dass wir
schon bald wieder in einem Europa ohne
kriegerische Handlungen leben, wünsche
ich Ihnen einen erfolgreichen Frühling!
Meint herzlichst
Ihr Karl Englert
50 Jahre Dumper Know-how
Wacker Neuson bringt langjährige
Expertise in der Entwicklung und
Fertigung von Rad- und Kettendumpern
mit: mehr als 50 Jahre
Dumper Know-how! Am Standort
Hörsching bei Linz befindet sich das
Wacker Neuson Kompetenzzentrum
für Dumper und Bagger mit den
Bereichen Forschung, Entwicklung
und Produktion. Insgesamt bietet
Wacker Neuson zehn Raddumpermodelle,
drei Dual View Dumper und
sieben Kettendumper-Modelle sowie
die elektrisch betriebenen Maschinen
DW15e und DT10e an.
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IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe März 2022, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
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Office Management, Anzeigenverrechnung und Redaktionsassistenz: Katja Böhmer (KB), katja.boehmer@specialmedia.com, DW 100,
Chefredakteur: Alexander Riell (AR) alexander.riell@specialmedia.com, DW 840, Grafik: Manfred Fürst
Grundlegende Richtung: BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin fü r die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung
ü ber Baumaschinen, -geräte und –technik, Web: www.baublatt.at.
BAUBLATT.ÖSTERREICH: erscheint monatlich, 10x jährlich mit zwei Doppelnummern, Auflage: 10.500 Exemplare, Einzelpreis Inland € 10,– Jahresabonnement (10 Hefte) € 70,–
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4 MÄRZ 2022
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INHALT
MENSCHEN + SZENE
08 Aktuelles bei Wien Museum, Wietersdorfer,
Kaiser AG, i+R Gruppe, Tadano, Construction
Equipment Forum und TU Graz.
PROJEKTE + PLANUNG
12 Wiener Gewässer: Damit für Jungfische
wieder geschützte Bereiche zur Verfügung
stehen, wurden Buchten der Wiener Donauinsel
von der Abteilung Wasserbau der
Firma Felbermayr vom Schlamm befreit.
18 Rohstoffe: Das Bundesministerium für
Landwirtschaft, Regionen und Tourismus
präsentierte den Masterplan Rohstoffe 2030.
20 ÖBB: Im Zuge der Erneuerung der
Melachbrücke bei Kematen ging Anfang
März der erfolgreiche Querverschub des
ersten Brückentragwerks über die Bühne.
MASCHINEN + TECHNIK
22 Liebherr: Für den Bau der Strommasten der
Salzburgleitung müssen Liebherr-Mobilkrane
teilweise Baustellen in Höhen von bis zu
1.800 m über dem Meeresspiegel anfahren.
24 MWT: Stationäre Bandwaagen sorgen für
höchste Wiegegenauigkeit und komfortablen
Daten-Zugriff über das Web Portal.
58 Kleemann: Der Backenbrecher Mobicat
MC 110(i) EVO2 und der Kegelbrecher
Mobicone MCO 90(i) EVO2 punkten mit
Leistung, Effizienz und Flexibilität.
60 Avesco TEC: Der 20-t-Tunnelbagger
TEC TB20 ist das erste Gerät mit 140 kW
Leistung in der gefragten Größenklasse.
61 Goldhofer: Anspruchsvoller Transport
einer neuen Straßenbahn in Dresden.
62 Wacker Neuson: Mit 50 Jahre Dumper
Know-how und 10 Jahre Dumper Kompetenz
am Standort Hörsching bei Linz begeht
Wacker Neuson aktuell ein Doppeljubiläum.
64 Sandvik: BEV-Muldenkipper-Prototyp mit
65 t Nutzlast für den untertägigen Bergbau.
65 Unfallprävention: Ein digitales Schulungssystem
unterstützt individuelle Konzepte.
66 Liebherr: Mit dem Raupenkran LR 1160.1
unplugged wird die Serie batteriebetriebener
Geräte um ein neues Modell erweitert.
86 Kuhn: Remote Service sorgt für leicht
zugänglichen und raschen Support.
88 Ascendum vertreibt seit sieben Jahren
erfolgreich Sennebogen Umschlagbagger.
2022 wird die Sennebogen-Produktpalette
um drei Abbruchmaschinen erweitert.
89 RTi: Unter der Salzach wurde eine Nutzwasserleitung
DN 1.000 mm mit einem
127 m langen Schlauchliner saniert.
90 Strabag: Um Abwasserkanäle auf Herz
und Nieren zu prüfen, setzt auch Strabag
Kanaltechnik auf künstliche Intelligenz.
92 BMLRT: 80 Mio. Euro Förderungsmittel
für die heimische Trinkwasserversorgung.
93 Symposium Grabenlos: Der nächste
Treffpunkt für den grabenlosen Leitungsbau
findet am 19. und 20. September 2022 statt.
89
94 Kraft & Wärme: Das Starline Verfahren
ist ein Gewebeschlauchverfahren für die
Im Schwerpunkt Kanal- und Leitungsbau
67 Schwamborn: Neuartige FloorZilla-
grabungsarme Rehabilitation von
Reinigungspads reinigen noch gründlicher.
Gashausanschlussleitungen.
informieren wir über aktuelle technische
Lösungen und Best-Practice Einsätze.
95 IFAT:
Verlässliche
Die weltweit größte Fachmesse für
Umwelttechnologien findet vom 30. Mai bis
3. Juni 2022 in München statt.
26 Doosan präsentiert die ersten vier Modelle
der neuen Kompaktbaggerreihe.
28 Komatsu: Wir sprachen in Hannover mit
Göksel Güner, COO von Komatsu Europe,
und den Geschäftsführern des Vertriebspartners
Kuhn über die Nähe zu Kunden
und 100 Jahre technische Pionierleistung.
32 Boels: Kooperation im Bereich der
mobilen Kamerabewachung erweitert
das Dienstleistungsangebot.
34 Ascendum: Die knickgelenkten Dumper von
Volvo CE ermöglichen nicht nur durch das
Haul Assist-Paket einen effizienten Betrieb.
36 Dorn Lift präsentiert mit der Lightlift
Performance IIIS-Serie das Flaggschiff
der Hinowa Raupen-Arbeitsbühnen.
38 Sitech Austria: Aktuelle Trimble Lösungen
für die vernetzte Baustelle bieten zahlreiche
Vorteile für Erd- und Straßenbauunternehmer.
48
40 Messe-Vorschau: Technik zum Anfassen
bietet Anfang Mai wieder das Messeduo
RecyclingAktiv & TiefbauLive in Karlsruhe.
42 Rubble Master: Ein RM 100GO! bewährt
sich in Chile auf entlegenen Baustellen und
bei der Aufbereitung von Flussgestein.
44 Zeppelin: Die Firma Zellinger in Walding
hat sich in der Abfallwirtschaft vom Entsorger
zum Versorger entwickelt. Im Fuhrpark setzt
das Unternehmen auf neueste Cat-Geräte.
48 GeoLanes: Zukunftsorientierte Lösungen
für die Bau- und Vermessungsbranche.
50 Wolffkran: Durch ein Joint Venture wird
nun auch der Markt in Norwegen bedient.
52 Bredenoord: Der Experte für mobile
Stromversorgung baut seine Expansion
auch in Österreich weiter aus.
53 Metabo: Neue Akku-Winkelschleifer-Range.
54 Zeppelin Rental: Mit einer Fläche von 85 ha
gehört das Nordbahnhofareal zu den größten
innerstädtischen Stadtentwicklungsgebieten
Wiens. Zeppelin Rental Österreich sorgt für
ein umfassendes Baustellenmanagement.
56 Kemroc: Einsatz der Universalfräse
ES110HD an einem 24-t-Bagger für die
präzise Naturwerkstein-Bearbeitung.
68 Wirtgen: Mit der W 100 Fi, W 120 Fi und
W 130 Fi präsentiert Wirtgen ab sofort drei
leistungsstarke Ein-Meter-Kompaktfräsen
der neuesten Generation.
70 Kobelco: Der neue Minibagger SK19 liefert
gegenüber dem Vorgänger dank zahlreicher
Neuerungen eine deutlich höhere Leistung.
72 Digando: Bereits seit Mitte 2020 ist Kuhn
als Vermieter auf der Online-Mietplattform für
Baumaschinen präsent. Jetzt beteiligt sich
das Unternehmen an der Digando GmbH.
74 Mörtlbauer: Die Habau-Group verstärkt
ihren Fuhrpark mit einem leistungsstarken
50 t Abbruchbagger von Hitachi.
75 Zandt: TAT-K 110 und TAT-K 140 punkten
als multifunktionale Tandemdreiseitenkipper.
76 Holp: Die HTB Bau GmbH setzt seit Jahren
auf die Drehantriebe RotoTop. So auch beim
Bau von zwei neuen Wasserkraftwerken
im Tiroler Sellraintal.
79 BKL ist seit März 2022 Vertriebspartner
für Sáez-Turmdrehkrane in Österreich.
80 HS-Schoch: Hochwertige und nachhaltige
Regeneration von Anbaugeräten.
81 Case: Markteinführung der neuen
E-Serie mit sieben neuen Modellen.
82 Topcon: Beim Renaturierungsprojekt eines
ehemaligen Zechengeländes bewährt sich
die Magnet-Softwaresuite von Topcon.
85 Rädlinger: Neuer Doppelfanghaken sorgt
für mehr Sicherheit auf der Baustelle.
KANAL- + LEITUNGSBAU
96 Kiesel: Hitachi ZX190W-6 mit Saugbagger-
Anbaugerät optimiert Rohrleitungsbau.
98 Braumann Tiefbau führt in Bern im
Rahmen des Projekts „Dr noi Breitsch“ drei
Haltungen Microtunneling DN 1200 durch.
100 Baustellendiebstahl: Tipps für Präventionsmaßnahmen
zur Sicherung von Baustellen.
101 Kuhn Holding expandiert nach Rumänien.
101 Mapei Gruppe feiert 85-jähriges Jubiläum.
102 Baublatt.Österreich Test:
Ford Galaxy FHEV Titanum
Hyundai Santa FE Plug-In 1.6 T-GDI
KIA EV6 GT-Line Pro AWD
104 Tschann: US-Armee Garnison stellt
Tatra Phoenix in Dienst.
6 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 7
04 Editorial
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
FUHRPARK
STANDARDS
105 Service
Kurzurlaub von der Baustelle: Hotel „Die
Sonne“ in Saalbach Hinterglemm; Literatur
Nachhaltige Lösungen.
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WIEN MUSEUM
Großbaustellen am Baustellenzaun
Während das Wien Museum am Karlsplatz saniert und erweitert
wird, informiert eine Ausstellung am Baustellenzaun noch bis 22.
Mai über ehemalige Großbaustellen – etwa die der Wiener Stadthalle,
der UNO-City oder der Donauinsel. Anhand von Schrägluftbildern
zeigt die Ausstellung bedeutende Schauplätze der Wiener
Stadtentwicklung von den 1950er bis in die 1970er Jahre, die das
Bild der Stadt teilweise bis heute prägen. In elf Stationen wird
der Blick auf bekannte und weniger bekannte Orte dieses Stadtumbaus
gelenkt: von ikonischer Architektur über Verkehrsinfrastruktur
bis hin zum Landschaftsbau. Darüber hinaus bieten die
großformatigen Bilder für stadthistorisch oder bautechnisch Interessierte
eine Fülle an Detailinfos. www.wienmuseum.at
WIETERSDORFER
Notebooks für Nachwuchstalente
D
ie Eigentümergesellschaft der
Wietersdorfer Gruppe spendet 14
neue Notebooks an die Handelsakademie
Althofen. Die Markengeräte von Acer
haben inklusive Versicherung einen Wert
von mehr als 12.000 Euro und werden
dem Schulzweig „Industrie HAK“ zur
Verfügung gestellt. Dieser ist der erste
Schulzweig einer österreichischen HAK,
der junge Menschen gezielt auf die
vielfältigen Karrierechancen in der
modernen Industrie vorbereitet. Neben
Wirtschafts- und Industriekompetenz
bildet der „Digitale Klassenraum“ im
Sinne der fortschreitenden Digitalisierung
einen wesentlichen Eckpfeiler der
Ausbildung. Vor zwei Jahren hat etwa die
Wietersdorfer-Tochter w&p Zement einen
voll funktionsfähigen Industrieroboter an
die Mechatronik-Abteilung der HTL
Klagenfurt gespendet. Zudem arbeitet das
Unternehmen kontinuierlich mit höheren
technischen Lehranstalten zusammen
und unterstützt Studenten bei ihren
Abschlussarbeiten.
www.wietersdorfer.com
Bertram Ziegenfuß (rechts)
übergibt im Namen der Eigentümervertretung
der Wietersdorfer
Gruppe 14 Notebooks stellvertretend
für die HAK Althofen
an Schulleiter Hannes Scherzer
(links) und zwei Schüler der
HAK Althofen.
Foto: i+R Gruppe
I+R GRUPPE
E-Busse für Baustellenteams
D
ie Lauteracher i+R Gruppe setzt auf ökologische Erneuerung und
erweitert an 11 Standorten das Ladenetzwerk für E-Mobilität auf
insgesamt 50 E-Ladepunkte. Die Unternehmensgruppe verfügt in
Vorarlberg über den größten privaten Ladepark. 40% der im vergangenen
Jahr neu zugelassenen Pkw sind elektrisch, über alle Fahrzeugtypen
hinweg ist es knapp ein Drittel. Angeschafft wurden neben Pkw
auch zwei E-Busse für Baustellenteams und Lehrlinge sowie E-Stapler.
Auch die Pool-Autos fahren mit Strom. Ein Blick auf die Kilometerleistung
zeigt: 320.000 elektrisch zurückgelegte Kilometer im Jahr
2021 sparten in der Öko-Bilanz rund 55 t CO2 ein. Zudem gewinnt die
i+R Gruppe aus den betriebseigenen Photovoltaik-Anlagen 1,25 Mio.
kWh Ökostrom, was in etwa der Hälfte des Strombedarfs an den
österreichischen Standorten entspricht. Allein am i+R Mobilitätshub
der Unternehmenszentrale in Lauterach stehen nach der Erweiterung
neben vier Schnellladern (Hypercharger mit je 75 kW Leistung)
auch 25 normale Ladestationen zur Verfügung. Die dafür erforderliche
Ladeleistung von 250 kW wird über ein intelligentes Lastenmanagement
verteilt. Forciert wird bei der i+R Gruppe auch die Nutzung der
betriebseigenen Gebäude für Photovoltaik-Anlagen.
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Der E-Ladepark bei der Unternehmenszentrale
der i+R Gruppe in Lauterach.
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8
Foto: WIG Holding
KAISER AG
Erweiterung der Zentrale in Schaanwald
Die Kaiser AG, deren Wurzeln bis in das Jahr 1913 zurückreichen, ist bekannt für ihre Mobil-
Schreitbagger, Zwei-Wege-Bagger und Trockensaugfahrzeuge. Weil die Auftragsbücher voll
sind, platzt der Hauptsitz der Kaiser AG in Schaanwald in Liechtenstein aus allen Nähten.
Firmenchef Markus Kaiser, der das Unternehmen in dritter Generation führt, plant daher einen
architektonisch ansprechenden Neubau auf über 3.000 m 2 . Als Besonderheit ist eine Glasfront
vorgesehen, mit der Kaiser Einblick in seine Baggerproduktion gibt. Eine spektakuläre Fußgängerbrücke
wird den Neubau mit dem bestehenden Gebäude verbinden. www.kaiser.li
TADANO
Neuer Verkaufsleiter
MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
Im Zuge der Umstrukturierung zu One Tadano hat das Unternehmen
zum 11. Februar 2022 Frank Brachtendorf als Head
of Sales für die DACH-Region eingesetzt. In seiner neuen
Rolle wird er das Tadano DACH-Vertriebsteam leiten und das
damit verbundene Geschäft weiterentwickeln. Dabei kann
der Maschinenbauer auf seine langjährigen Erfahrungen und
engen Kontakte in der Kranbranche zurückgreifen, die er seit
seinem Eintritt als Sales Manager eines Verkaufsgebiets in
Deutschland bei Tadano Faun im Jahr 2016 gewonnen hat.
Über 30 Jahre Tätigkeit im internationalen Baumaschinengeschäft
geben ihm hierbei ein hervorragendes
Fundament für die neuen Aufgaben.
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BIM – Grundlagen
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Bohrbagger
Porter.50
Hangsicherungen
20.04.2022, Wien
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Nutzungsdauer von Bauteilen
und Baustoffen
26.04.2022, Wien www.ars.at
Der gestörte Bauablauf – Dokumentation
und Berechnung von Mehrkosten
28.04.2022, Wien www.ars.at
Swissbau Compact
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Gebäuderisse erkennen,
beurteilen & sanieren
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wire & Tube
20.-24.06.2022, Düsseldorf www.wire.de
CONSTRUCTION EQUIPMENT FORUM 2022
Die Zukunft der Baubranche im Fokus
D
ie Bauindustrie durchlebt dynamische
Zeiten. Rasante Entwicklungen im
Bereich künstliche Intelligenz, weiter
steigender globaler Wettbewerbsdruck und
gestiegene Anforderungen an die Nachhaltigkeit
der Branche werfen eine Vielzahl
von Fragen auf: Wie wird die Baustelle der
Zukunft aussehen? Welche digitalen und
autonomen Technologien werden in
Zukunft in der Bauindustrie zum Einsatz
kommen? Wie können Baumaschinen
nachhaltig und klimaneutral arbeiten?
Nicht weniger relevant für die Bauindustrie
ist der Krieg in der Ukraine: Die
gesamte Branche wird von den nun
geltenden Sanktionen betroffen sein und
Das Construction Equipment Forum 2022 bringt erneut das gesamte
Wertschöpfungssystem der Baumaschinenindustrie zusammen.
globale Lieferketten werden sich neu
ordnen.
Erörtert werden all diese Herausforderungen
auf dem Construction Equipment Forum
2022, das am 16. und 17. November in Berlin
und als Online-Veranstaltung stattfindet.
Branchenübergreifend tauschen sich über
550 Hersteller, Zulieferer und Abnehmer
zwei Tage intensiv aus, knüpfen neue
Kontakte und bereichern sich gegenseitig.
Abgerundet wird das Event durch die
Innovationsausstellung als Networking- und
Break-Out Area. Anmeldungen bis zum 20.
April profitieren von stark reduzierten
Super-Early-Bird Preisen.
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Ausbildung in der gewerblichen
Kampfmittelbeseitigung
Sondierung
Baubegleitung
Freigabe
2.–20. Mai 2022
Vorbereitungslehrgang zur
Befähigungsprüfung 2023
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Lehrgangsstart ab 9. Jänner 2023
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Gernot Peroutka, ATU 4414 8702, +43/ 664/ 27 91 389
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Stiftungsprofessur „Nachhaltiges Bauen“
Der Bauingenieur Alexander Passer hat sich schon lange intensiv dem
Thema der Nachhaltigkeit im Bauwesen gewidmet: Er leitet die „Arbeitsgruppe
Nachhaltiges Bauen“ an der TU Graz, ist wissenschaftlicher
Leiter des Universitätslehrgangs „Nachhaltiges Bauen“ von TU Graz und
TU Wien sowie Vorstandsmitglied des Climate Change Centre Austria
(CCCA). Kürzlich wurde er als wissenschaftlicher Berater für den Bereich
Bauwesen in den vom BMK eingesetzten „Klimarat der Bürgerinnen und
Bürger“ nominiert. Im Rahmen der mit Jänner 2022 gestarteten
Stiftungsprofessur widmet sich der Bauingenieur nun noch intensiver
den Schwerpunktthemen Klimaneutralität im Bauwesen, der Modellierung
des Gebäudelebenszyklus und Methoden der lebenszyklusbasierten
Nachhaltigkeitsbewertung. Stifter ist der Fachverband der Stein- und
keramischen Industrie.
www.tugraz.at
10 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Kurzheckbagger mit optimiertem Hydraulik- und Kühlsystem
Geeignet für Bohrlafetten AB 1300 und AB 2300
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PROJEKTE + PLANUNG
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WIENER GEWÄSSER
Alles für die Fische
Von Mitte Jänner bis Mitte März 2022 wurden die Buchten der Wiener
Donauinsel auf einer Länge von mehreren Kilometern vom Schlamm
befreit. Dadurch haben zahlreiche Fischarten wieder die Möglichkeit, in
diesen geschützten Bereichen ihre Eier abzulegen. Durchgeführt wurden
die Arbeiten im Auftrag der Stadt Wien (MA 45, Wiener Gewässer) von
der Abteilung Wasserbau der Firma Felbermayr.
Blick auf die Ausbaggerungsarbeiten
am Ufer der Wiener Donauinsel auf
Höhe der Steinspornbrücke. Kleines
Bild: Dank einer Aufzucht-Station
auf der Donauinsel konnten bis
Ende 2021 über 238.000 Jungfische
des ausgestorbenen Sterlets
ausgesetzt werden.
Fotos: Baublatt.Österreich; viadonau; PID / Christian Fürthner
D
ie zwischen 1972 und 1988 errichtete
Wiener Donauinsel ist ein Generationenprojekt,
das eine Vielzahl von Funktionen
erfüllt – als Naherholungsgebiet
ebenso, wie als Veranstaltungsort oder als
zentraler Teil des Wiener Hochwasserschutzes.
Darüber hinaus ist sie mit einer
Länge von 21 km aber auch ein wertvolles
Ökosystem, denn an viele Buchten
schließen Seitenarme an, die ideale
Rückzugsmöglichkeiten für die rund
40 Fischarten bilden.
Angelegt wurde ein Großteil dieser
Buchten vor rund dreißig Jahren im
Zusammenhang mit der Errichtung des
Kraftwerks Freudenau. Ziel war es, einen
Ausgleich für die Anhebung des Wasserspiegels
im Einstaubereich des Kraftwerks
zu schaffen und den Fischen Schutz vor
natürlichen Feinden zu bieten. Seit ihrer
Fertigstellung führten allerdings mehrere
Hochwasser-Ereignisse dazu, dass sich in
diesen Buchten immer wieder Feinsedimente
ablagerten. Vor allem in der Nähe
zum Kraftwerk Freudenau, wo sich die
Fließgeschwindigkeit der Donau reduziert,
kam es verstärkt zu diesen Ablagerungen.
Die jetzt erstmals durchgeführte
„Entschlammungskur“ ist ein Teil des
EU-Projekts „Life DICCA“, das es sich
zum Ziel gesetzt hat, den negativen
Auswirkungen des Klimawandels mit
gezielten Maßnahmen entgegenzuwirken.
Die Abkürzung „DICCA“ steht für
„Danube Island Climate Change Adaptation“,
also die Anpassung der Donauinsel
an den Klimawandel. Dank der großflächigen
Ausbaggerungen in rund 15 Buchten
bieten die Ufer der Donauinsel nun wieder
optimale Rahmenbedingungen für die
Fische. Die Maßnahmen wirken aber auch
der Austrocknung entgegen und helfen so
dabei, das Mikroklima auf der Donauinsel
zu stabilisieren. Dadurch profitieren nicht
nur die Fische von der Entschlammung,
sondern auch Amphibien, Insekten und
Pflanzen.
Dazu DI Gerald Loew, Abteilungsleiter
der MA 45, Wiener Gewässer: „Obwohl
sich die Wasserqualität der Donau in den
letzten Jahrzehnten massiv verbessert
hat, ist der Fischbestand in der Donau im
selben Zeitraum leider stark zurückgegangen.
Für uns sind die Gewässer als
natürlicher Lebensraum für Fische sehr
wichtig. Dazu ist es einerseits notwendig,
die Fischwanderung entlang der Donau
wieder zu ermöglichen und andererseits in
den Flachwasserzonen auch Kinderstuben
anzubieten, in denen die Jungfische
ausreichend Schutz finden, um sich zu
entwickeln. Durch die finanziellen
Förderungen des EU-Projekts Life DICCA
war es uns jetzt möglich, mit den Ausbaggerungen
den ursprünglichen Zustand der
12 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 13
PROJEKTE + PLANUNG
PROJEKTE + PLANUNG
Der Großraumschubleichter
mit
angekoppelter
Spülschute mit
300 m 3 Fassungsvolumen
wurde vom
Schubschiff Theresa
zu den Einsätzen
bewegt.
Ing. Bmstr.
Hans Wolfsteiner,
Bereichsleiter Felbermayr
Wasserbau.
DI Gerald Loew, Abteilungsleiter
der MA 45, Wiener
Gewässer: „Es ist notwendig,
mit Flachwasserzonen den
Jungfischen ausreichend
Schutz zu bieten und die Fischwanderung
entlang der Donau
wieder zu ermöglichen.“
Teile der Sedimente, die
nicht in die Mitte der Donau
gepumpt werden konnten,
wurden vom schienengebundenen
200 t Seilbagger Liebherr
HS 895 mit seinem 40 m
langen Ausleger am Ufer
abgeladen und von dort mit
Lkw abtransportiert.
Fischwanderhilfen an der Donau initiiert
und mitfinanziert.“
Apropos Fischwanderhilfe: Die Donau
und der Inn sollen bis 2027 von Rumänien
bis Rosenheim für Fische passierbar
werden. Um dieses Ziel umzusetzen,
werden in Oberösterreich, Niederösterreich
und Bayern bei fünf Kraftwerken
Fischwanderhilfen gebaut. Damit werden
die letzten Barrieren an Donau und Inn in
Oberösterreich beseitigt und Zentraleuropas
längste Wasserstraße ein verbundener
Lebensraum. Die Donaukraftwerke
Jochenstein, Aschach und Ybbs-Persenbeug
bekommen eine Fischwanderhilfe,
ebenso die Innkraftwerke Schärding-Neuhaus
und Passau-Ingling. So sollen
Süßwasserfische wie Äsche, Nase, Barbe
Uferbuchten wiederherzustellen und
damit für eine positive Trendwende zu
sorgen.“
Über die Durchführung der inzwischen
abgeschlossenen Ausbaggerungen
informiert Bereichsleiter Ing. Bmstr. Hans
Wolfsteiner vom Felbermayr Wasserbau:
„Aufgrund der naturschutzrechtlichen
Vorgaben durften die Arbeiten nur in den
vegetationsfreien Wintermonaten
er folgen. Zum Einsatz kam hier an der
Donauinsel ein Großraumschubleichter
F-131, der mit einer Spülschute mit
300 m 3 Fassungsvolumen und dem
Schubschiff ´Theresa` gekoppelt war. Auf
dem Großraumschubleichter ist schienengebunden
ein 200 t Seilbagger Liebherr
HS 895 mit einem 40 m langen Ausleger
und einem 10 m 3 Greifer aufgebaut. Der
Schlamm wurde vom Seilbagger aus
Tiefen von bis zu 12 m gehoben und im
Großraumschubleichter zwischengelagert.
Über das Pumpsystem des Schubverbands
und entsprechende Leitungen wurde das
Material dann teilweise in die Mitte der
Donau gepumpt und im Stauraum des
Kraftwerks Freudenau verspült. Das
nicht pumpfähige Material wurde in
Abstimmung mit den Experten von
Wiener Gewässer am Ufer auf Lkw
verladen und zu Deponien transportiert.
Ergänzend kamen in manchen Seitenarmen
zusätzliche Hydraulikbagger,
teilweise mit Long Reach Ausrüstung,
zum Einsatz. In Summe wurden die
Buchten auf diese Weise von rund
30.000 m 3 Feinsedimenten befreit.“
Weitere Projekte: Renaturierung,
Fischzucht und Aufstiegshilfe
Neben dieser Entschlammung des
Donauufers werden in Wien aber auch
viele weitere Maßnahmen gesetzt. Ein
aktuelles Großprojekt im Süden von
Wien ist beispielsweise die Renaturierung
und die Verbesserung des Hochwasserschutzes
in der zweiten Hälfte des
Liesingbachs. Die Neugestaltung des
Uferbereichs bringt hier mehr Grünraum
für Menschen, Tiere und Pflanzen.
Aktuell wird die zweite Hälfte auf dem
9,2 km langen Abschnitt zwischen
Kaiser-Franz-Josef Straße und Großmarktstraße
renaturiert. Bis Ende 2027
wird das Projekt mit insgesamt sechs
Bauteilen abgewickelt.
Doch zurück zur Donau: Von 2016 bis
2021 wurde mit Unterstützung der EU
versucht, das Überleben des beinahe
ausgestorbenen Sterlets in der Oberen
Donau zu sichern. Eine eigene Aufzucht-
Station auf der Donauinsel sorgte für den
Nachwuchs, sodass über 238.000 Jungfische
während der Projektlaufzeit ausgesetzt
werden konnten. Bekanntlich sind
die großen Stör-Arten der Donau durch
Überfischung und Unterbrechung der
Wanderrouten in der Oberen und Mittleren
Donau bereits im letzten Jahrhundert
ausgestorben. Nur der Sterlet ist in der
Oberen Donau noch vereinzelt zu finden.
Er ist die kleinste unter den heimischen
Arten und zählt zu kleinsten Stör-Arten
weltweit. Durch Aufzucht und anschließende
Auswilderung sollten wieder selbst
erhaltende Populationen in der Oberen
Donau entstehen. Als Projektgebiete für
die Auswilderung wurden die letzten frei
fließenden Strecken der österreichischen
Donau im Nationalpark Donau-Auen und
in der Wachau sowie die March als
Zubringergewässer ausgewählt. Bis
September 2021 wurden im Aufzucht-
Container rund 40.000 junge Sterlets pro
Jahr aufgezogen und anschließend in
verschiedenen Donau-Abschnitten und in
der March ausgesetzt. Das EU-Projekt
wurde mit Ende 2021 abgeschlossen.
Dazu DI Loew: „Es gibt in der EU große
Bemühungen, die größeren Fische wieder
zu züchten und Gendatenbanken anzulegen,
um sie dann wieder in der Donau
ansiedeln zu können. Wir unterstützen
diese Bemühungen und haben unter
anderem neben unserer Zentrale am
Brigittenauer Sporn eine der größten
14 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Ihr Spezialist
im grabenlosen
Bauen
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PROJEKTE + PLANUNG
CAT HYDRAULIKBAGGER
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An rund 15 Buchten nahm der schienengebundene
Seilbagger Liebherr HS 895 mit einem 10 m 3
Greifer die Ausbaggerungen vor.
Neben der Zentrale der MA 45, Wiener
Gewässer, wurde eine der größten Fischwanderhilfen
an der Donau errichtet.
oder auch der Sterlet, die als Mittelstreckenwanderer
verbundene Lebensräume
an Donau und Inn benötigen, die
Kraftwerke wieder überwinden können.
Womit auch eine Verbindung von regionalen
Populationen wieder möglich wird.
Das alles gehört zum Projekt Life Blue
Belt Danube Inn. Die Kosten in der Höhe
von 60 Mio. Euro begleichen zum Großteil
die Österreichisch-Bayerische Kraftwerke
AG und die Verbund Hydro Power GmbH,
die EU beteiligt sich mit 8 Mio. Euro aus
Mitteln des Life Programmes. Im Zuge
dieses Programms werden nicht nur die
Fischwanderhilfen erstellt. Auch Ufer
sollen laut Verbund großflächig renaturiert
werden, um unterschiedliche Lebensräume
und geschützte Laichzonen für die
Donaufische zu schaffen.
March: bisher größter
Uferrückbau fertiggestellt
Die March und die Marchauen sind eine
der artenreichsten und bedeutendsten
Flusslandschaften Mitteleuropas. Doch
machen sich die massiven Regulierungseingriffe
des vergangenen Jahrhunderts
und die Klimakrise auch hier zunehmend
Vom Uferrückbau
an
der March
profitieren
zahlreiche
Fisch-, Muschelund
Vogelarten.
bemerkbar: War die March einst einer der
fischreichsten Flüsse Österreichs, sind
dort heute nur noch 5 bis 10% der
ursprünglichen Fischmenge zu finden.
Durch Renaturierungsarbeiten, wie das
Entfernen der Uferverbauung oder das
Wiederanbinden von Nebenarmen, wird
der March ein Stück Freiheit zurückgegeben,
wovon sowohl Ökologie als auch
Menschen profitieren.
Vor kurzem wurde nun der erste
vollständige Uferrückbau an der March
erfolgreich abgeschlossen. „Nach zweimonatiger
Bauzeit konnten wir am
10. Februar den letzten Wasserbaustein
bei Zwerndorf entfernen und der March
ein Stück Natur zurückgeben“, freut sich
Franz Steiner, Projektleiter der zuständigen
Wasserstraßen-Gesellschaft viadonau.
Durch die 705 m lange Renaturierung
entstanden im WWF-Auenreservat
Marchegg 2 km durchgängig unverbaute
Uferlinie, da sich flussauf und flussab des
Rückbaus keine Uferverbauungen
befinden. Damit ist es das längste unverbaute
Ufer im gesamten Grenzabschnitt
der March. Diesem ersten Meilenstein
sollen noch heuer ein Uferrückbau auf
slowakischer Seite und Strukturierungsmaßnahmen
des Flussbettes im Mündungsbereich
der March in die Donau
folgen. Allein die Jungfischmenge hat sich
in den renaturierten Flussbereichen
verdreifacht.
16 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
KRAFTVOLL. EFFIZIENT. SPARSAM.
Nie zuvor waren Assistenzsysteme wie Planierautomatik, Wägesystem und Arbeitsraumbegrenzung sowie 2D- oder 3D-Maschinensteuerungstechnik
und Flottenmanagement so konsequent in die Maschine integriert. Das Cat Grade mit einer 2D
Führungshilfen für Tiefe, Neigung und horizontalen Abstand zum Planum hilft dem Fahrer, das gewünschte Arbeitsergebnis
schnell und präzise zu erreichen. Das serienmäßige 2D-System lässt sich auf Cat Grade mit erweitertem 2D oder auf Cat
Grade mit 3D aufrüsten. Die ebenfalls ab Werk integrierte Planierautomatik Grade Assist steuert die Bewegungen von
Ausleger und Löffel, sodass der Fahrer ein genaues Planum mühelos mit nur einer Joystickbewegung für den Stiel herstellen
kann. Das Wägesystem Cat Payload hält durch Wiegevorgänge während des Betriebs und durch Echtzeit-Berechnungen der
Nutzlast ohne Schwenkbewegung präzise die Lastvorgaben ein und steigert die Ladeeffizienz, um eine Über- bzw. Unterladung
des Lkw zu vermeiden. Der neue Cat 320 Next Gen Hydraulikbagger bietet so viel Komfort wie kein Cat Bagger zuvor.
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PROJEKTE + PLANUNG
PROJEKTE + PLANUNG
BMLRT
Mehr Autonomie zur Stärkung
der heimischen Ressourcen
Ende 2021 veröffentlichte das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen
und Tourismus (BMLRT) – als Reaktion auf die aktuellen Herausforderungen
der Rohstoffbranche – den Masterplan Rohstoffe 2030.
D
„Wollen wir die Regionen
stärken, müssen wir unseren
heimischen Betrieben eine
höhere Wertschöpfung
ermöglichen“, betont
Elisabeth Köstinger, Bundesministerin
für Landwirtschaft,
Regionen und
Tourismus.
ie Covid-19 Pandemie, die Lahmlegung
des Suezkanals, der Klimawandel,
die steigende Inflation, aber auch die
Diskussion über ein mögliches Blackout-
Szenario, haben uns die Verwundbarkeit
einer globalisierten Welt mit komplexen
Abhängigkeiten und weit verzweigten
Lieferketten schonungslos vor Augen
geführt.
Alle diese Themen haben als gemeinsamen
Nenner Grund- und Rohstoffe, ohne
die unser gesamtes Wirtschaften zusammenbrechen
würde. Dabei sind Rohstoffe
mehr als nur das Salz in der Suppe, sie
sind ihre Grundlage. Kaum jemand
beachtet sie, fehlen sie allerdings, kommt
es zum Erliegen von Produktion und
unseres gesamten Alltags. Aber nicht nur
das, auch unsere Planungen für die
Zukunft und die von der Politik eingeläutete
Wende stehen damit auf dem Spiel.
Eine Bedingung für die langfristige
Stärkung des österreichischen Wirtschaftsstandorts
ist der Fokus auf die
Resilienz des heimischen Rohstoffsektors.
Hierfür müssen zukünftig Versorgungsrisiken
erfolgreich verhindert werden, um
die nachhaltige Attraktivität des Wirtschaftsstandorts
Österreich sicherzustellen.
Ein Weg zum Erreichen dieser Ziele
ist die Etablierung einer funktionierenden
Kreislaufwirtschaft. Hierfür braucht es
eine umfassende Rohstoffbilanz, die dann
als Entscheidungsgrundlage für die
Verbesserung der Versorgungssicherheit
dienen kann. Eine solche Rohstoffbilanz
würde eine genaue Kenntnis über die
heimische Produktion an primären und
sekundären Rohstoffen sowie deren
Import und Export beinhalten.
In dieser Rohstoffbilanz müssen
notwendigerweise auch Reststoffe wie
Ausbruch aus Tunnel- oder Abbrucharbeiten
oder auch Sediment-Aushub, wie er
beispielsweise in den Stauräumen von
Wasserkraftwerken vorkommt, Beachtung
finden. In Österreich werden derzeit nur
etwa 10% der Materialströme im Kreislauf
geführt. Noch fallen diese Materialien, die
oft voll wertvoller mineralischer Rohstoffe
sind, außerdem unter das Abfallrecht. Im
Sinne einer nachhaltigen Rohstoffbewirtschaftung
müssen sie aus dem Abfallregime
heraus- und einer geordneten,
regionalen Verwertung zugeführt werden.
Auf diese Weise kann der Übergang von
einem linearen zu einem zirkulären
Wirtschaften einen wesentlichen Beitrag
zur Bedarfsdeckung leisten. Weiterhin
sorgen die so verkürzten Transportwege
für merkliche Einsparungen von Kohlenstoffdioxid,
was zu geringeren Kosten der
heimischen Betriebe führt und zum
grünen Wandel beiträgt.
Ein weiteres Problem ist das Thema der
Wettbewerbsverzerrungen, die beispielsweise
infolge länderspezifisch verschiedener
Regelungen sowie unterschiedlicher
Ausgestaltungen auch in Österreich selbst
entstehen können und bestehen. An dieser
Stelle muss vor allem der Schotterzins
genannt werden, also die Landschafts-
Foto: BMRLT/Paul Gruber
beziehungsweise Naturschutzabgaben, die
von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich
gestaltet sind und Wettbewerbsverzerrung
nach sich ziehen. Dieses
offensichtliche Problem kann nur einer
Lösung zugeführt werden, wenn es
geschafft wird, die rechtliche Seite wie
auch die Seite der Abgaben, zu reformieren.
Hierfür braucht es einerseits eine
Harmonisierung über die Bundesländer
hinweg, andererseits ist es notwendig,
dass die Abgaben vollständig denjenigen
Gemeinden zugutekommen, die von der
notwendigen Rohstoffgewinnung betroffen
sind. Gelingt es, diese beiden Aspekte
zugleich zu lösen, profitieren die Unternehmen
wie auch die Gemeinden, und in
der Folge wird auch die Akzeptanz der
bergbaulichen Aktivitäten in den jeweiligen
Regionen steigen. Daher ist es
Bundesministerin Köstinger auch sehr
wichtig, auf die enge Verbindung und die
gegenseitige Abhängigkeit von Bauwirtschaft
und Region hinzuweisen: „Unsere
Baurohstoffe kommen nicht aus dem
Ausland. Sie kommen aus unseren
Regionen selbst. Wollen wir die Regionen
stärken, müssen wir unseren heimischen
Betrieben eine höhere Wertschöpfung
ermöglichen!“
Deshalb hat das BMLRT unter Bundesministerin
Köstinger Ende 2021 den
Masterplan Rohstoffe 2030 vorgestellt, der
Lösungsvorschläge liefert, um auf die
Herausforderungen der gegenwärtigen
Dekade reagieren zu können. „Unser Ziel
ist es, die verantwortungsvolle und sichere
Versorgung Österreichs mit primären und
sekundären mineralischen Rohstoffen
gewährleisten zu können“, unterstreicht
der zuständige Sektionschef Mag. Andreas
Reichhardt. Gleichzeitig wurden auch
Maßnahmen entwickelt, die zur Verlängerung
von Wertschöpfungsketten, zur
Stärkung des heimischen Wirtschafts- und
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Um die verantwortungsvolle und sichere
Versorgung Österreichs mit primären und
sekundären mineralischen Rohstoffen zu gewährleisten,
hat das BMLRT den Masterplan Rohstoffe
2030 als Rohstoffstrategie erarbeitet.
Industriestandorts sowie zur Schaffung
von Arbeitsplätzen und ökosozialem
Mehrwert für regionale Entwicklung
beitragen soll.
Neben einer Stärkung der heimischen
Ressourcenbasis und der Gewährleistung
einer gesicherten internationalen Rohstoffbeschaffung
beschäftigt sich der
Masterplan Rohstoffe 2030 auch mit
Faktoren wie Innovation, dem Ausbau der
Kreislaufwirtschaft sowie mit Themen wie
Akzeptanz, Bildung und Dialog.
„In einer zunehmend herausfordernden
Situation, wo Green Transition, Energieversorgung
und geopolitische Abhängigkeiten
in Einklang gebracht werden
müssen, bietet sich die Sektion IV Bergbau
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des BMLRT als verlässlicher Partner der
Industrie und Bedarfsträger an, um
gemeinsam Hemmnisse zu bewältigen und
regulative Prozesse mit Augenmaß und
Zielorientierung zu gestalten“, betont
Sektionschef Andreas Reichhardt. Nähere
Infos unter:
www.bmlrt.gv.at/masterplan-rohstoffe
18 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 19
PROJEKTE + PLANUNG
MELACHBRÜCKE
Einschub des ersten Tragwerks
Bei Kematen in Tirol erneuern die ÖBB derzeit die Brücke über
die Melach. Anfang März stand ein erster Höhepunkt auf dem
Programm: der Querverschub des ersten Brückentragwerks
ging erfolgreich über die Bühne.
F
ür die Brückenerneuerung muss in
den zwei Hauptbauphasen jeweils ein
Gleis gesperrt werden. Nach dem Beginn
der eingleisigen Streckensperre am 27.
Februar starteten wenige Tage später die
Abrissarbeiten am südlichen Tragwerk
der bestehenden Brücke. Parallel zum
Rückbau des bestehenden Tragwerks
wurden die Lagerbänke, auf denen die
neue Brücke aufliegt, sowie das
WIB-Tragwerk (Walzträger in Beton)
neben der bestehenden Strecke errichtet.
Der mit einiger Spannung erwartete
Einschub des ersten Tragwerks begann
um 9:00 Uhr. Mit 19 m Stützweite und
415 t ist die neue Eisenbahnbrücke über
die Melach wahrlich kein Leichtgewicht.
Mittels starker hydraulischer Pressen mit
einer Zugkraft von 4 x 200 t wurde das
riesige Tragwerksteil über Teflonbahnen
gezogen und legte bei jedem Hub rund
40 cm zurück. Die spektakuläre Aktion
lief ohne Probleme und um 13:21 Uhr
hatte das Bauteil seine Endlage erreicht.
In den nächsten Wochen werden die
erforderlichen Flügel- und Stützmauern
errichtet sowie Betonfüllarbeiten durchgeführt.
Und selbst wenn der erste
Tragwerksteil wieder vollständig in
die Strecke integriert ist, sind die
Arbeiten nicht beendet. Für das zweite
Streckengleis wiederholt sich das ganze
Prozedere in einer zweiten Sperre vom
19.03. bis 03.04.2022.
Weiters wird im Bereich der Eisenbahnbrücke
aufgrund des überarbeiteten
Hochwasserabflusskonzeptes und dem
künftig erwarteten erhöhten Rad- und
Fußgängeraufkommens auch die bestehende
Rad- und Fußgängerunterführung
erneuert, die gleichzeitig als Hochwasserdurchlass
dient. Für die Anbindung an
die bestehenden Straßen nördlich und
südlich der Bahntrasse wird jeweils ein
Treppenaufgang und eine Rad- und
Fußwegrampe neu und barrierefrei
errichtet. Der Abschluss der Bauarbeiten
an den Projekten ist für den 30. September
2022 vorgesehen.
www.oebb.at
Das erste Tragwerk
für Streckengleis 1
glitt am 07. März
2022 ohne Probleme
über Teflonbahnen an
seinen Platz.
20 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: ÖBB/Kapferer
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LIEBHERR
Mit Schneeketten bis
an die Baumgrenze
Teilweise mit 99 m
Hakenhöhe gerüstet
stellt der LTM 1160-5.2
von Prangl mächtige
Strommasten auf. Bis zu
drei Verlängerungsstücke
mit je 7 m Länge
können an den Teleskopmast
des Krans
gebaut werden.
1
2
1 Einige Male mussten beim kräftigen 5-Achser die
Schneeketten aufgezogen werden, um problemlos
zur Baustelle zu gelangen.
3
2 Am Hang muss der LTM 1160-5.2 in der Regel mit wenig
Stellfläche auskommen. Das flexible Abstütz-System der Liebherr-Mobilkrane
ist dann von unschätzbarem Vorteil. Prangl
schickt nur Krane mit VarioBase zu diesen Einsätzen am Berg.
3 Oliver Thum, Technischer Außendienst beim
österreichischen Kranbetreiber Prangl GmbH, plant
und betreut die Strommast-Montagen mit seinen
Liebherr-Kranen. Dafür schaut er wöchentlich auf
den Baustellen in den Bergen vorbei.
Die Salzburgleitung, an der zurzeit mit Hochdruck gearbeitet wird, ist eines der wichtigsten
Strom-Infrastrukturprojekte Österreichs. Sie verläuft auf einer Gesamtlänge von 128 km
durch das Bundesland Salzburg in teils alpinem Gebiet. Die zum Bau der Strommasten
eingesetzten Liebherr-Mobilkrane müssen teilweise Baustellen in Höhen von bis
zu 1.800 m über dem Meeresspiegel anfahren.
S
eit Februar 2021 ist ein Liebherr-
Mobilkran LTM 1160-5.2 des österreichischen
Krandienstleisters Prangl
GmbH zum Bau von Strommasten in den
österreichischen Bergen im Dauereinsatz.
Je nach Aufstellfläche für den Mobilkran
und der Höhe des zu errichtenden Masts
muss der Kran unterschiedlich gerüstet
werden. Für die höchsten Strompfeiler ist
der LTM 1160-5.2 mit seiner größten
Rüstkonfiguration ausgestattet.
„Drei Teleskopverlängerungen mit je
7 m am 62 m langen Ausleger und die
19 m lange Doppelklappspitze ermöglichen
uns dann eine maximale Hubhöhe von
99 m“, erzählt Oliver Thum. Er plant und
leitet für Prangl als Fachmann im Technischen
Außendienst diesen umfangreichen
und anspruchsvollen Einsatz. „Für den
Auftrag haben wir eigens eine Teleskopverlängerung
hinzugekauft. Zwei weitere
haben wir von einem unserer anderen
Liebherr-Krane aus der Niederlassung in
Wien geholt.“ Diese Teleskop-Verlängerungen
passen übrigens für alle aktuellen
LTM-Krantypen mit Traglasten von
100 bis 180 t. Sogar für den Ausleger des
Teleskop-Raupenkrans LTR 1100 sind
diese Gittermast-Elemente voll
kompatibel.
Schnee und Steigungen
fordern Krane und Fahrer
Der alpine Kran-Job wird sich – mit
wenigen Monaten Winterpause – bis zum
Sommer 2022 erstrecken. „Einige Male
mussten wir unserem Kran tatsächlich
auch Schneeketten anlegen, um zur
Baustelle zu kommen. Aber die haben wir
sowieso immer mit an Bord“, berichtet
Thum von dem außergewöhnlichen
Auftrag im Berggebiet, wo die Montagetrupps
teilweise noch im Mai mit Schneefall
zu kämpfen haben. Zudem sind für
die Mobilkrane mitunter Anfahrtswege
mit extremen Steigungen zu bewältigen.
„Die steilste Anfahrt, die wir mit dem
LTM 1160-5.2 fahren mussten, lag bei
etwa 23%.“ Ein LTM 1090-4.2, der ebenso
wie ein LTM 1070-4.2 bei diesem Großprojekt
sporadisch zum Einsatz kommt,
musste sogar 26% steile Fahrwege
meistern.
Auf den Baustellen selbst müssen die
Krane meist mit extrem eingeschränkten
Stellflächen auskommen. Das hochflexible
Abstütz-System VarioBase, über die alle
drei eingesetzten Liebherr-Mobilkrane
verfügen, bewerkstelligt allerdings auch
beengte Platzverhältnisse, ohne auf
ausreichend Sicherheit und Traglast
verzichten zu müssen.
Einige der Bauplätze in dem bergigen
Gebiet können jedoch nicht einmal mit
den geländegängigen Kranen erreicht
werden. Dann müssen die Strommasten
mit Hilfe von Helikoptern oder mittels
KAISER S12 Allroad
Seilbahnen aufgebaut werden. An allen
übrigen Standorten jedoch erledigt ein
Liebherr-Kran die jeweils mehrtägigen
Montage arbeiten. Bis zu 8 t schwer sind
die Elemente der großen Strompfeiler, die
später die 380 kV-Hochspannungsleitungen
tragen müssen. „Es müssen noch
etliche weitere Strommasten gesetzt
werden – wir haben sicher bis in den
nächsten Sommer hinein damit zu tun“,
schätzt Oliver Thum.
Noch oft werden also auf den manchmal
unbefestigten Fahrwegen die gelben
PAUS SMK 9036
Krane von Prangl bis zur Baumgrenze
emporfahren. Die 1965 als Familienbetrieb
gegründete Prangl GmbH mit
heute knapp 700 Mitarbeitern ist außer
an sechs österreichischen Standorten
auch in Ungarn, Slowenien, Kroatien,
Bosnien und Herzegowina sowie Schweden
mit Büros und Niederlassungen
vertreten. Im großen Fuhrpark des auf
Schwerlast-, Transport- und Hebelogistik
spezialisierten Unternehmens finden sich
über 80 Mobilkrane der Marke Liebherr.
www.liebherr.com
KAISER Fahrzeugtechnik GmbH • Gewerbestraße 4, 6710 Nenzing • T +43 5525 64180 • mail@kaiser-fahrzeugtechnik.at
22 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 23
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Die Bandwaagen der Firma MWT
können in fast allen gängigen
Förderbandkonstruktionen und in
bereits bestehende Förderbänder
nachträglich eingebaut werden.
messwert wird von der neuen WK60 die
aktuelle Förderleistung des Bandes
berechnet und aufsummiert. Die Software
kann Daten von verschiedensten Wiegeterminals
einlesen und übermittelt diese an
das Webportal. Sie ermöglicht den Ausdruck
der Wägescheine, die Kundenadressenverwaltung
und zeigt die aktuelle
Fördermenge, Frächter, Produkt sowie
Datum und Uhrzeit an. Durch die hohe
Modularität können vom einfachsten
Wiegeablauf bis zur komplexen branchenspezifischen
Selbstbedienungswaage fast
alle Aufgabenstellungen abgebildet
werden. Die Auswertungen der Bandstatik
erfolgt grundsätzlich über die WK60,
welche folgende Ergebnisse an das Web
Portal weiterleitet:
- Datum für die Statistikanzeige
- Balkendiagramm der Stundenleistung je
Band
- Anzeige der Fördermengen an Baustellen
bei Tagen, Wochen, Monaten
- Die jeweilige Bandauswahl
- Bandprotokoll der Bandlasten
- Wiegeschein Archiv
- Ermittlung der Fördermengen für einen
einstellbaren Zeitraum
- Versenden eines Tagesberichtes
- Export der Tagesfördermengen im
CSV-Format
- Eine LOG-Datei mit allen Ereignissen
- Erstellen von Tag-, Wochen- und Monatsberichten
als Datei, Druck oder Mail
„Die neue Wiegeelektronik WK60 mit
Webportal ist eine umfassende Anzeigeund
Schaltzentrale der neuesten Generation.
Somit wird die Leistungsfähigkeit
Die WK 60 mit Webportal
sorgt mit ihrer innovativen
Wiege-Elektronik für eine verbesserte
Bedienbarkeit.
und Betriebsdatenerfassung aller Bandwaagen
noch besser unterstützt. Eine
weitere Stärke des Produktes ist, dass
kundenspezifische Wünsche, also maßgeschneiderte
Lösungen, mit geringem
Aufwand realisiert werden können“,
betont MWT Geschäftsführer Günter
Schmalnauer.
www.mwt-systeme.at
Durch ihre robuste
Ausführung ermöglichen
die Bandwaagen eine
zuverlässige Wiegeleistung
von 1.000 t/h.
MWT
Stationäre Bandwaagen sorgen
für höchste Wiegegenauigkeit
Zusätzlich zur bereits bewährten Wiegeelektronik BM (Bordmaster) 10 präsentiert
MWT Mobile Wiegetechnik als exklusiver Generalimporteur der Firma Pfreundt die
jüngste Innovation in Sachen Wiegedatenverarbeitung für Bandwaagen. Die WK60
in Kombination mit dem Pfreundt Web Portal ist der komfortable Zugriff auf
sämtliche Wiegedaten, wann und wo immer man möchte.
M
it der WK60 sorgen Bandwaagen für
präzise Wiegeergebnisse, auch wenn die
Messaufgaben unter schwierigen Einflüssen
wie z.B. Vibrationen, Erschütterungen,
Wasser, Staub oder Temperaturschwankungen
durchgeführt werden müssen. Deshalb
ist es besonders wichtig, dass die Bandwaage
robust, zuverlässig, bedienerfreundlich und
wartungsarm arbeitet.
Die Förderbänder auf den Bandwaagen
sind ständig in Bewegung und müssen in
der Lage sein, die Wiegegüter exakt zu
erfassen. Deshalb erfolgt die Gewichtsermittlung
der Bandwaagen mit Hilfe der
dynamischen Wiegung. Eine präzise und
zuverlässige Bandgeschwindigkeitsmessung,
sorgt für optimale Messergebnisse.
Die Bandwaagen besitzen eine Wiegeleistung
von 1.000 t/h und sind aus qualitativ
hochwertigen Materialien hergestellt, um
bei allen Begebenheiten bestens zu
funktionieren. Die spezielle Konstruktion
erlaubt, dass die Waage in fast allen
gängigen Förderbandkonstruktionen und
in bereits bestehende Förderbänder
nachträglich eingebaut werden kann.
Aus dem Gewichts- und Geschwindigkeits-
24 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: MWT
Hoch hinaus – mit krandioser Technik und Service von WOLFFKRAN. Ob Laufkatz- oder Wippauslegerkran,
mit oder ohne Spitze, S oder XXL: WOLFF ist genau der Richtige für Ihr Projekt. Wir beraten Sie umfassend
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Der Leitwolf. The leader of the pack.
MASCHINEN + TECHNIK
Doosan präsentiert mit
dem DX27Z-7, DX35Z-7,
DX50Z-7 und DX55R-7 die
ersten vier Modelle der
Kompaktbaggerreihe der
nächsten Generation.
DOOSAN
Kompaktbaggerreihe
der nächsten Generation
Die neuen Kompaktbagger verfügen
über höhere Hub- und
Grabkräfte, einen größeren
Arbeitsbereich, eine neue
Kabine mit höchstem
Komfort und ein neues
Planierschild, das
eine größere
Hubhöhe und
Grabtiefe
ermöglicht.
DER NEUE 100 TONNER
VIELSEITIGER RAUPEN-TELEKRAN
Bestens gerüstet für Einsätze, die hohe Traglasten erfordern,
als auch für den Pick & Carry Betrieb
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Starker Pin Boom Ausleger für Pick & Carry
mit 100 % Last; Teleskopieren unter Last;
Arbeiten bei bis zu 4° Schrägstellung*
EFFEKTIVER TRANSPORT
Transport mit oder ohne Raupenfahrwerke
und innovatives Selbstmontagesystem
M
it Einführung der Stufe V-konformen
Modelle DX27Z-7 mit 2,8 t, DX35Z-7
mit 3,9 t, DX50Z-7 mit 5,4 t und DX55R-7
mit 5,7 t hat Doosan Infracore Europe
seine Kompaktbaggerreihe der nächsten
Generation mit einem gemeinsamen
neuen Design auf den Markt gebracht.
Dank Kurzheckbauweise beim DX27Z-7,
DX35Z-7 und DX50Z-7 als Zero-Tail-Swing
sowie dem reduzierten Schwenkradius
beim DX55R-7 eignen sich die Modelle
ideal für Arbeiten auf begrenztem Raum.
Ein innovatives Plattformkonzept mit
neuem Oberwagen sorgt für größere
Langlebigkeit/Strapazierfähigkeit. Neben
höheren Hub- und Grabkräften bieten alle
vier neuen Kompaktbagger somit auch
einen größeren Arbeitsbereich.
DX27Z-7 und DX35Z-7 haben einen
hohen Hydraulikfluss von 58 l/min bzw. 74
l/min. DX50Z-7 und DX55R-7 haben
ebenfalls einen hohen Hydraulikfluss von
80 l/min, was – wie bei den kleineren
Modellen – das Arbeiten mit Anbaugeräten
verbessert. Es gibt ein neues EPPR-
Ventil für 2-Wege- und optionale Rotationsfunktionen,
das dem Fahrer über das
Joystick-Rändelrad die Proportionalsteuerung
und eine 10-stufige Einstellung der
Hydraulikflussrate im Display bereitstellt.
Bei allen Kompaktbaggern dieser
nächsten Generation sorgen neu gestaltete
Gussgegengewichte für eine ausgezeichnete
Maschinenbalance und -stabilität bei
der Arbeit. Die Modelle DX27Z-7 und
DX35Z-7 sind jeweils mit langen Löffelstielen
als Sonderausrüstung erhältlich,
inklusive zusätzlicher Gegengewichte von
60 kg bzw. 100 kg. Für den DX55R-7 gibt
es optional ein zusätzliches Anschraub-
Gegengewicht mit 200 kg.
Die neue, hochkomfortable Kabine
bietet dem Fahrer mit ihrer vollverglasten
Zugangstür maximale Sicht auf diese
Maschinenseite. Die hohe Leuchtkraft der
LED-Arbeitsscheinwerfer auf der Kabine
verbessern die Sicht, wobei als Sonderausrüstung
auch zusätzliche LED-Scheinwerfer
erhältlich sind. Die neuen Kompaktbagger
haben ein neues Planierschild, das
sowohl eine größere Hubhöhe als auch
eine größere Grabtiefe ermöglicht.
Außerdem haben die Maschinen einen
neuen Planierschild-Steuerhebel. Mit ihm
kann der Fahrer zwischen einer hohen
und einer niedrigen Geschwindigkeit für
die Planierschildhydraulik wählen. Mit
einem Wählschalter am Planierschildhebel
lässt sich auch die Fahrgeschwindigkeit
wählen.
Ein weiteres wichtiges Merkmal bei der
neuen Doosan-Kompaktbaggerreihe ist die
serienmäßige Installation der neuesten
Version 3.0 des DoosanConnect-Systems,
das ein Telematik-Managementsystem für
die Bagger bereitstellt, indem es Daten
von Sensoren an den Maschinen erfasst.
Die Kompaktbaggermodelle DX27Z-7 und
DX35Z-7 sind damit nun die kleinsten
Maschinen im Doosan-Angebot mit dem
erfolgreichen DoosanConnect-System.
Ansprechpartner in Österreich sind die
Eisenwagen Baumaschinen GmbH in
Himberg und die Kaiser Fahrzeugtechnik
GmbH in Nenzing.
www.eisenwagen.co.at
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26 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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MASCHINEN + TECHNIK
Als einer der weltweit
führenden Anbieter von
Ausrüstungen, Technologien
und Dienstleistungen für die
Bau- und Bergbauindustrie
arbeitet Komatsu auch im
100. Jahr seines Bestehens
verstärkt an nachhaltigen
Lösungen. Seit 65 Jahren ist
Komatsu in Europa vertreten
und produziert hier in
8 Werken vom Minibagger
bis zum großen Mining-
Gerät. Über die Nähe zu den
Kunden und aktuelle Entwicklungen
sprachen wir im
Komatsu Werk in Hannover
mit Göksel Güner, COO von
Komatsu Europe, und den
Geschäftsführern des
Vertriebspartners Kuhn.
Lange und
erfolgreiche
Partnerschaft:
Göksel Güner (COO
der Komatsu Europe
International N.V.,
Mitte) mit Mag.
Stefan Kuhn (links)
und Mag. Andreas
Kuhn (rechts, beide
Geschäftsführung
Kuhn Holding) im
Komatsu Werk in
Hannover, in dem
Radlader und
Mobilbagger produziert
werden und
in das auch die
historischen
Hanomag Gebäude
integriert sind.
KUHN
Komatsu: Technik-Pionier mit starker
Europa-Präsenz feiert 100 Jahre
F
ür die Bevölkerung der Stadt Komatsu
war es 1920 ein schwerer Schlag: die
nahegelegene Kupfermine – ein wichtiger
Arbeitgeber in der Präfektur Ishikawa in
Japan – sollte geschlossen werden. Im
Rückblick erweist sich diese schwierige
Situation jedoch als die Geburtsstunde
eines Unternehmens, dessen Erfolg von
Beginn an auf der Basis zuverlässiger
Partnerschaften basierte – gegenüber den
Kunden, den eigenen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern, aber auch gegenüber
den Zulieferern und Händlern. Heute
zählt die Komatsu Gruppe, deren Hauptsitz
sich in Tokio befindet, zu den innovativsten
Baumaschinenherstellern und
verfügt nicht nur über ein weltweites
Händlernetz, sondern ist auch in allen
Regionen mit Produktionsstätten und
Entwicklungsabteilungen präsent.
Dazu Güner Göksel, Chief Operating
Officer der Komatsu Europe International
N.V.: „Im Mai 2021 feierte Komatsu sein
100-jähriges Bestehen mit einer Reihe von
Aktivitäten. Ziel der Veranstaltungen in
diesem Jubiläumsjahr ist es, die umfassenden
Bemühungen von Komatsu für ein
zukünftiges, nachhaltiges Wachstum
aufzuzeigen und neue Ideen zu präsentieren.
Die Unternehmensidentität umfasst
heute verschiedene Teile, die im Laufe der
Unternehmensgeschichte entstanden
sind: die Gründungsprinzipien, der
Komatsu Way, der Code of Conduct sowie
die Strategien, einschließlich des mittelfristigen
Managementplans. Darüber
hinaus hat Komatsu mit dem Begriff
´Creating value together` ein neues
Markenversprechen geschaffen, das nun
in allen Märkten kommuniziert wird. In
Österreich hat die Firma Kuhn 1994 die
Generalvertretung für Komatsu Baumaschinen
übernommen und sich von Beginn
an als verlässlicher und erfolgreicher
Partner erwiesen. Die Rückmeldungen der
österreichischen Kunden liefern uns
immer wieder wichtige Inputs für die
weitere Optimierung der Geräte. Heute
ist die Kuhn-Gruppe einer der größten
privaten Komatsu Händler Europas und
die Zusammenarbeit erstreckt sich neben
Österreich inzwischen auch auf die
Schweiz, Bayern, Baden-Württemberg,
Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien
und Kroatien.“
Acht Komatsu Werke in Europa
Eine der ersten Niederlassungen von
Komatsu Ltd außerhalb Japans war 1967
Komatsu Europe. In der Komatsu-Zentrale
für die europäischen und afrikanischen
Länder in Vilvoorde in Belgien, arbeiten
Techniker, Vertriebsmitarbeiter, Marketing-
und Rechtsexperten mit Verwaltungsmitarbeitern
und einem umfangreichen
Netzwerk von über 50 Händlern und
acht Komatsu-Werken zusammen. Ein Teil
von Komatsu Europe ist „Komatsu Europe
Parts Operations“: In dem 60.000 m²
großen Logistikzentrum lagern mehr als
200.000 verschiedene Komatsu-Ersatzteile,
die schnell an Komatsu-Händler in
Europa, im Nahen Osten und in Afrika
versendet werden können.
In seinen acht europäischen Werken,
die strategisch über mehrere Länder
verteilt liegen, beschäftigt Komatsu rund
5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Fotos: Komatsu; Baublatt.Österreich
90% der in Europa verkauften Maschinen
werden in diesen Werken lokal hergestellt,
um den Anforderungen des europäischen
Marktes gerecht zu werden und Transportwege
sowie den daraus resultierenden
ökologischen Fußabdruck deutlich zu
reduzieren. Betrachtet man die gesamte
europäische Wertschöpfung inklusive der
Zulieferbetriebe, so versorgt Komatsu
rund 30.000 Menschen mit Arbeit.
In Deutschland betreibt die Komatsu
Germany GmbH zwei Werke. In Düsseldorf
haben die Mining Division (Großhydraulikbagger)
und die Industrial Division
(industrielle Druckmaschinen, Lasermaschinen,
Werkzeugmaschinen) ihren
Firmensitz. Im Werk in Hannover produziert
die Construction Division Bau- und
Gewinnungsmaschinen. Auf 200.000 m²
Werksgelände werden Radlader von 55 bis
531 PS und Mobilbagger von 14 bis 22 t
entwickelt, produziert und vertrieben –
viele davon speziell für die europäischen
Anforderungen und Vorschriften. In das
hochmoderne Werk sind auch die historischen
Gebäude des traditionsreichen
Herstellers Hanomag integriert, der von
Komatsu 1989 übernommen wurde. Sie
werden zurzeit modernisiert bzw. neu
strukturiert. Nicht zuletzt ist auch die
Lehnhoff Hartstahl GmbH in Baden-
Baden als Spezialist für Anbaugeräte und
Die EXi- und PXi-Versionen der
neuen D71-24 sind mit der zweiten
Generation der intelligenten
Maschinensteuerung
(iMC 2.0) ausgestattet.
Ersatzteile für Baumaschinen ein Teil der
Komatsu Germany GmbH.
Komatsu Europe hat sich auf Technologien
für Erdbewegungseinsätze spezialisiert,
wie sie in den Hybridmaschinen oder
28 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 29
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Nah am Kunden: Unter dem Motto „Creating value together“
setzt Komatsu in Europa mit acht Werken und über
50 Händlern auf optimalen Service.
„Mit Smart Construction verfolgen wir das Ziel, die Maschinen
untereinander kommunizieren zu lassen und dadurch Leerläufe
zu reduzieren“, erklärt Göksel Güner (COO Komatsu Europe).
In Hannover stehen
für die Fahrerschulung
modernste Simulatoren
mit verschiedenen
Schwierigkeitslevels
und Bedienkonsolen
zur Verfügung.
Für jede ab dem
1. April 2021 verkaufte
Maschine pflanzt
Komatsu
10 Bäume.
Stromerzeuger
Aktion im Herbst
Abgasstufe V
Moderne emissionsarme
Stromerzeuger
den Modellen mit intelligenter Maschinensteuerung
von Komatsu integriert sind.
Ein weiterer Ansatz, die Produktivität und
Effizienz der Geräte weiter zu steigern,
liegt darin, die Maschinen noch intelligenter
zu machen. Unter dem Begriff „Smart
Construction“ wird das Ziel verfolgt, die
Maschinen untereinander so kommunizieren
zu lassen, dass sie optimal eingesetzt
werden und sich dadurch Leerläufe oder
unnötige Fahrten auf ein Minimum
reduzieren.
Göksel Güner: „Parallel zu Smart
Construction entwickeln wir natürlich
auch neue und umweltfreundliche
Antriebstechniken. Komatsu ist bekanntlich
ein Pionier beim Einsatz der Hybridtechnologie
bei Baumaschinen. In den
kommenden Jahren steht sicherlich das
Thema Elektrifizierung im Mittelpunkt
und wir werden auf der nächsten bauma
einige serienreife Maschinen bzw. Prototypen
ausstellen. Das erklärte Ziel ist es,
dass Komatsu Geräte spätestens ab dem
Jahr 2050 klimaneutral betrieben werden
können. Und um dieses Ziel zu erreichen,
werden wir in bestimmten Produktsegmenten
nicht nur an der weiteren Elektrifizierung
arbeiten, sondern auch an der
Wasserstoff- und Brennstofftechnologie
oder dem Einsatz von Oberleitungen in
Form von Trolley-Systemen. Europa ist für
den Komatsu Konzern sehr wichtig, denn
hier entstehen Trends, bevor sie in
anderen Ländern ankommen. Mit dem
Produktionsstandort für Radlader und
Mobilbagger in Hannover befinden wir uns
direkt in dem mit Abstand größten Markt
für diese Produkte. Unsere Entwicklungsingenieure
können daher extrem rasch auf
die sich ändernden Anforderungen in
Deutschland oder Österreich reagieren.
Ein gutes Beispiel ist der Radlader WA
475, den wir in Zusammenarbeit mit den
Vollelektrischer
und fahrerloser
Minibagger als
Konzeptmaschine
für die nächste
Generation von
Baumaschinen.
Der QR Code führt
zu einem Video,
in dem Komatsu
einen Blick auf
künftige Arbeitsweisen
wirft.
Kunden der Firma Kuhn für den Einsatz
in der Holzindustrie optimiert haben.“
Aktuelle Komatsu-Neuheiten
Ende Jänner 2022 präsentierte Komatsu
den PC170LC-11 Hydraulikbagger mit
Stufe V Motor. Er weist viele neue
Funktionen auf, unter anderem ist
durch die Einführung der integrierten
Anbaugerätesteuerung mit Hydraulikstrom-
und -druckeinstellungen für bis
zu 15 Anbaugeräte ein schneller und
einfacher Anbaugerätewechsel möglich.
Ebenfalls neu ist die D71-24 Planierraupe
mit Stufe V Motor und hydrostatischem
Getriebe (HST). Die bisher größte
Komatsu-HST-Planierraupe ist als
komplett neues Modell der Komatsu
Planierraupen-Baureihe in EX-, EXi-,
PX- und PXi-Konfiguration erhältlich. Sie
bietet eine hervorragende Sicht durch die
abgeschrägte Front, schnelles Ansprech-
Fachmedien sind
für Baumaschinen-
Profi Göksel Güner
ein wichtiges
Informationsmittel.
verhalten sowie hohe Leistung und
niedrigen Kraftstoffverbrauch. Eine
ganze Reihe von Standardausrüstungen
sorgen für Sicherheit, Fahrerkomfort,
Haltbarkeit, einfache Wartung, geringe
Betriebskosten und Sorgenfreiheit dank
Komatsu Care und Komtrax.
Im Sinne der erwähnten Nachhaltigkeit
entwickelte Komatsu auch einen von einer
Lithium-Ionenbatterie angetriebenen,
vollelektrischen und vollständig ferngesteuerten
Minibagger als Konzeptmaschine für
zukünftige Maschinengenerationen. Dieses
Konzept für einen vollelektrischen Minibagger
der 3-t-Klasse soll die Grundlage für
die Kommerzialisierung vollelektrischer
Baumaschinen der Zukunft legen. Ein
Fahrzeug-Controller und eine Bedienvorrichtung
sind über Wireless-LAN verbunden.
Nicht zuletzt wird Komatsu an einem
Projekt teilnehmen, das innovative Technologien
für autonomes Bauen im Weltraum
entwickelt. Unter Federführung der
japanischen Regierung sollen Technologien
entwickelt werden, die beispielsweise auf
dem Mond eingesetzt werden können.
Schulungen in Hannover
In einer Zeit mit schnellen Entwicklungszyklen,
rasch voranschreitenden Innovationen
und ausgeklügelter Technik sind
Schulungen so wichtig wie nie. Mit diesem
Gedanken hat Komatsu in Hannover seine
Trainingsmöglichkeiten im theoretischen
und praktischen Bereich modernisiert und
ausgebaut. Göksel Güner: „Ein großer
Mehrwert für unsere Kunden ist die
Fahrerschulung, die direkt auf der Baustelle
oder auf dem Demogelände hier in
Hannover erfolgen kann. Im Rahmen der
Driving Academy können die Fahrer ihre
Fähigkeiten aber auch mit Hilfe moderns-
ter Simulatoren weiterentwickeln, die mit
unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden an
den jeglichen Erfahrungsstand angepasst
werden können. Auch für die detailgetreue
Schulung der Service- und Montagefachkräfte
stehen moderne Tools zur Verfügung.
Im Jahr kommen rund 3.000 Personen für
das Fahrer- und Vertriebstraining oder
Werksbesuche nach Hannover.“
Mag. Stefan Kuhn, Geschäftsführer der
Firma Kuhn, ergänzt: „Die Zusammenarbeit
mit Komatsu klappt in allen Bereichen
hervorragend. Dazu zählt auch das breite
Trainingsangebot, mit dem Komatsu die
über 50 europäischen Händler unterstützt.
Auch unsere Teams werden hier in Hannover
regelmäßig auf den neuesten Stand in
Theorie und Praxis geschult. Eine breite
Produktpalette an Demomaschinen, die
jedes Jahr erneuert wird und auch
verschiedene intelligente Maschinen
umfasst, sorgt dabei für ideale
Rahmenbedingungen.“
100.000 neue Bäume
Im Rahmen eines von Komatsu initiierten
Klimaschutzprojekts pflanzt Komatsu
Europe International N.V. seit 1. April 2021
für jede in Europa verkaufte Komatsu-
Maschine 10 Bäume. Diese werden im
Rahmen von umfangreichen Aufforstungsprojekten
in Zusammenarbeit mit der
Non-Profit-Organisation Tree-Nation
gesetzt. Ziel ist es, einen Komatsu Wald mit
einem Umfang von mindestens 100.000
neuen Bäumen entstehen zu lassen.
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30 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 31
MASCHINEN + TECHNIK
BOELS RENTAL ÖSTERREICH / INTERNATIONAL SECURITY
Kooperation im Bereich der mobilen
Kamerabewachung „Video Guard“
Boels Rental hat eine Vereinbarung mit der International Security
GmbH, ein Mitgliedsunternehmen von AddSecure Smart Surveillance,
im Bereich der mobilen Kamerabewachung geschlossen.
B
ei AddSecure handelt es sich um
einen der führenden europäischen
Anbieter von Premium-IoT-Lösungen
mit dem Fokus auf sichere kritische
Kommunikation und Daten – unter
anderem bietet das Unternehmen mit
„Video Guard“ eine Lösung zur mobilen
Kamerabewachung an. Zukünftig
geschieht dies auf dem österreichischen
Markt nun auch durch Boels Rental. Mit
der Zusammenarbeit erweitert Boels das
eigene Portfolio und richtet sich verstärkt
auf Kundenbedürfnisse aus. Denn
temporäre Kameraüberwachung ist von
großer Bedeutung und unter anderem
bei Bauprojekten unverzichtbar geworden.
Video Guard setzt auf neueste
Technologien die skalierbar sind, je nach
Projektanforderung.
Sönke van Hoorn, Country Manager
AT bei der International Security
GmbH, sagt hierzu: „Nach dem wir im
Jahr 2021 erfolgreich die Kooperation
mit Boels Rental Deutschland und Video
Guard gestartet haben, folgt nun auch
Österreich. Mit der Kooperation erweitern
wir unsere Marktaktivitäten und
können gemeinsam Synergien nutzen.
Denn Boels Rental ist ein bedeutender
Akteur im Bereich der Gerätevermietung
in Europa, der für sein hochwertiges
und umfassendes Produktangebot
und seinen guten Service bekannt ist
– mit einem entsprechend großen
Kundenstamm. Letzterer profitiert ab
sofort mit Video Guard von einer
Lösung, die das Boels-Portfolio optimal
ergänzt.“
„Für den Kunden wird es immer
wichtiger, umfassend betreut zu werden,
was konkret bedeutet, dass er immer
mehr aus einer Hand bedient werden
möchte. Die Kooperation im Bereich der
Bewachung mit Video Guard bietet uns
die Möglichkeit, den Kunden von Anfang
an umfassend bei seinem Projekt zu
betreuen. Wir bieten die temporäre
Kamerabewachung über unser Filialnetzwerk
an, somit sind wir nah am
Kunden und können seinen Bedarf lokal
erkennen und bedienen – und das
schafft Vertrauen“, sagt Roland Meurs,
Country Manager bei Boels Rental
Österreich. „Wir freuen uns, dass diese
Partnerschaft nicht nur sicherstellt,
dass die intelligente Kamerabewachung
auch für unsere Kunden in Österreich
unkompliziert zugänglich ist, sondern
dass wir ihnen auf der Grundlage
unseres gemeinsamen Fachwissens eine
optimale Beratung anbieten können und
somit zur Sicherheit der Baustelle des
Kunden beitragen können. Eine
absolute Win-Win-Situation.“
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Forstwegebau in Kärnten: Mit einer
KEMROC-Querschneidkopffräse KR 65 an
einem Mobil-Schreitbagger wird Kalkstein
mit einer einaxialen Druck festigkeit von
80 MPa schnell und effizient abgetragen.
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Querschneidkopffräsen mit Stirnradgetriebe
für Bagger von 0,6 bis 125 t
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Injektionsmaschinen zum Einmischen
einer Zementsuspension in bindige Böden
KSI 7000 | Spezialtiefbau im Triestingtal
SERIE DMW
Schneidräder mit Doppelmotor für
Gesteine bis 120 MPa
DMW 220 | Betonabbruch an der A10
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Kettenfräsen – schonen das Schwenkwerk
des Baggers und sparen Energie
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für Bagger arbeiten erschütterungsarm,
prä zise und wirtschaftlich unter härtesten
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Boels erweitert sein Portfolio und bietet temporäre Kameraüberwachung, die bei
Bauprojekten immer mehr an Bedeutung gewinnt, nun über das eigene Filialnetzwerk an.
32 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
revolution of cutting
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
gleichzeitig die Wartungskosten und die
Umweltbelastung zu senken. Die an den
knickgelenkten Dumpern von Volvo
eingeführten Verbesserungen bieten den
Kunden sowohl Leistungs- als auch
Kostenvorteile.
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Optimale Leistung bei niedrigen Kosten
Seit der Entwicklung des ersten in Serie gefertigten knickgelenkten Dumpers vor
mehr als 55 Jahren hat Volvo CE sein Angebot weiterentwickelt und die Dumper
noch intelligenter, effizienter und benutzerfreundlicher gemacht.
B
eispielsweise ist das Haul Assist-
Paket eine Lösung, die entwickelt
wurde, um das Beste aus dem knickgelenkten
Dumper von Volvo herauszuholen.
Angetrieben von einem 10-Zoll-Volvo-Co-
Pilot-Monitor, der für eine Vielzahl von
Maschinen von Dumpern und Baggern bis
hin zu Straßenfertigern verfügbar ist,
bietet er wertvolle Einblicke, um Kunden
dabei zu helfen, die Effizienz ihrer
Transportzyklen zu optimieren und die
Rentabilität zu steigern.
Das Reifendrucküberwachungssystem,
eine neue Ergänzung des Haul Assist,
ermöglicht die Überwachung von Reifendruck
und -temperatur bequem von der
Kabine aus. Da der Reifendruck einen
deutlichen Einfluss auf den Reifenverschleiß
hat, ist eine proaktive Überwachung
von unschätzbarem Wert, um die
Reifenlebensdauer sowie die Kraftstoffeffizienz,
die Maschinenleistung und den
Fahrerkomfort zu optimieren.
Map, die Karten-Applikation, bietet
einen Echtzeit-Überblick über den
Verkehr vor Ort, um die Navigation
effektiver zu gestalten. Die Position jeder
Maschine und jedes Fahrzeugs – unabhängig
von Typ und Marke – sowie
Besucher vor Ort sind jetzt sichtbar,
sofern sie mit der Map Applikation
verbunden sind. Neben Transportstraßen
zeigt Map auch Be- und Entladezonen
und kennzeichnet einspurige Streckenabschnitte,
Sperrzonen und Bereiche mit
Geschwindigkeitsbegrenzung, um
Betriebsentscheidungen vorherzusehen
und unnötige Stopps zu reduzieren.
Ebenfalls Teil von Haul Assist ist
On-Board Weighing, ein bewährtes Tool,
mit dem Nutzlastinformationen in
Echtzeit angezeigt werden können, um
Überladung und Rücktrag zu vermeiden.
Dies steigert nicht nur die Produktivität,
sondern reduziert auch übermäßigen
Kraftstoffverbrauch und Maschinenverschleiß.
Fahrerkomfort stand schon immer im
Mittelpunkt des Designs – vom zentral
positionierten Fahrersitz mit hervorragender
Sicht bis hin zu benutzerfreundlichen
Bedienelementen. Und eine Reihe
automatisierter Funktionen bietet jetzt
noch mehr Unterstützung, um den
Bedienkomfort und die Leistung zu
steigern.
Terrain Memory ist eine praktische
Funktion des intelligenten Volvo-Antriebsstrangs,
die rutschige Straßenabschnitte
erkennt und speichert, um eine optimierte
Traktionskontrolle und Mobilität im
Gelände zu gewährleisten. OptiShift
ermöglicht schnelle und sanfte Richtungswechsel,
während Downhill Speed Control
automatisch eine konstante Geschwindigkeit
in Gefällstrecken beibehält. Diese
beiden und die Tempomatfunktion sind
seit 2019 serienmäßig eingebaut und
können bei älteren Dumpern nachgerüstet
werden.
Die knickgelenkten Dumper von Volvo
sind nicht nur einfach zu bedienen und
hocheffizient, sondern auch wartungsfreundlich.
Die tägliche oder sogar
wöchentliche Wartung gehört der Vergangenheit
an. Sie ist bei einem knickgelenkten
Dumper von Volvo erst alle 250
Stunden erforderlich. Hinzu kommen
lange Motorwartungsintervalle – bis zu
1.000 Stunden bei Stufe-V- und Tier-4-Final-Modellen
– und eine starke Reduzierung
des Öl- und Kühlmittelbedarfs,
gemessen über die Lebensdauer der
Maschine. Das Ergebnis sind reduzierte
Wartungsanforderungen und Verbrauchsmaterialien,
was dazu beiträgt, die
Maschine am Arbeiten zu halten und
34 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MOBILE BRECHER-, SIEB- und FÖRDERANLAGEN
RAUPENMOBILE SIEB- UND BRECHERANLAGEN
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Reifendrucküberwachungssystem
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neue Ergänzung des Haul Assist.
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MASCHINEN + TECHNIK
DORN LIFT
Perfekter Zugang für Höhenarbeiten
Arbeitsbühnen sind und bleiben die erste Wahl, wenn es beim Arbeiten in luftige Höhen
geht. Mit der Lightlift Performance IIIS-Serie präsentiert der Arbeitsbühnenspezialist
Dorn Lift das Flaggschiff der innovativen Hinowa Raupen-Arbeitsbühnen.
Die Raupenarbeitsbühne Lightlift 17.75
Performance IIIS von Hinowa ist kompakt,
leicht zu transportieren und auch
für schwierige Arbeiten im Innen- und
Außenbereich einsetzbar.
Mit den verschiedenen Hinowa
Raupen-Arbeitsbühnen – im Bild die
Lightlift 17.75 Performance IIIS – können
Arbeitshöhen von 13 bis 33 m erreicht
werden.
D
as Familienunternehmen Dorn Lift
GmbH aus Lauterach, Vorarlberg,
das auf mittlerweile mehr als 45 Jahre
Erfahrung zurückblicken kann, hat
sich in den Bereichen Handel und
Service für Arbeitsbühnen als kompetenter
Ansprechpartner in Österreich
und Süddeutschland etabliert. Trotz
ihrer kompakten Abmessungen in
zusammengefahrener Transportstellung
sind die Arbeitsbühnen
vielseitige Helfer.
So unterschiedlich die Anforderungen
im Detail auch sein mögen, im
Kern dreht sich bei der Dorn Lift
GmbH alles um zuverlässige Höhenzugangstechnik,
hohe Einsatzfähigkeit
und kostengünstige Lösungen. Die
Logistik der Arbeitsbühnen ist einfach,
die Einsatzmöglichkeiten vielfältig und
die Lasten und Reichweiten höher und
weiter. All diese Anforderungen erfüllt
die Hinowa Performance IIIS-Serie.
Mit den verschiedenen Hinowa
Raupen-Arbeitsbühnen können
Arbeitshöhen von 13 bis 33 m erreicht
werden. In vielen Unternehmen ist
Nachhaltigkeit ein wichtiger Faktor
und beeinflusst zahlreiche Entscheidungen.
Aufgrund strengerer Auflagen
hinsichtlich Lärm und Emissionen fällt
die Wahl oft auf alternative Antriebstechniken.
Kombinationen mit Verbrennungs-
und Elektromotor oder
Lithium-Ionen-Batterien stehen als
Antriebsvarianten zur Auswahl.
Die von Hinowa verwendeten
Batterietypen zeichnen sich über eine
lange Lebensdauer aus. Durch die
innovative Start & Stopp Technologie
wird der Motor nur dann mit Strom
bespeist, wenn eine Bewegung im
Gange ist. Des Weiteren besitzen die
Maschinen eine automatische Abstützung,
ein System zur Fernassistenz
und ein GPRS-GPS Modem zur
Ortung. Mit „Auto2Speed“ wird eine
Fahrgeschwindigkeit bis zu 3,5 km/h
erreicht. Im gesamten Arbeitsbereich
kann eine Korblast von 230 kg genutzt
werden. Für Fragen rund um das
Thema Arbeitsbühnen steht das Team
der Dorn Lift GmbH gerne zur
Verfügung.
www.dornlift.com
Fotos: @Studio 22, Marcel Hagen
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DAS SCHNELLWECHSELSYSTEM VON BAUMASCHINENTECHNIK
Dank der Schnellwechselsysteme SW2-Q, SW2-Q6 und SW3-Q mit Oil-Quickfunktion
für Hydraulikbagger (12t bis 40t) erledigt sich der Werkzeugwechsel wie von alleine.
Mit bis zu sechs automatisch kuppelbaren Hydraulikanschlüssen inklusive
Elektroanschluss wechseln Sie Hydraulikhämmer, Abbruch- und Sortiergreifer
sowie andere hydraulische und elektrische Zusatzwerkzeuge
einfach, schneller – und sicher. Denn durch die selbstnachstellende,
konische Verriegelung mit permanent vorgespanntem Konstantdruck sitzt
das Werkzeug immer fest und ist somit spielfrei. Mehr auf bmt.at
Rahofer.
36 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
TRIMBLE / SITECH AUSTRIA
Aktuelle Trimble Lösungen
für die vernetzte Baustelle
Ob der modulare R750 GNSS-Empfänger, das T100 Tablet oder
die neuesten Funktionen der Earthworks-Maschinensteuerung:
Sitech Austria zeigt auf, welche Vorteile die Trimble Lösungen
dem Erd- und Straßenbauunternehmer bieten.
T
rimble’s Connected Site Lösungen verbinden
Menschen, Maschinen und
Projekte: Benutzerfreundliche Software,
umfangreiche Echtzeitinformationen im
Außendienst, im Büro und während des
gesamten Projekts sowie Remote-Support,
Visualisierung von Entwürfen und
Geo-Lokalisierungsinformationen
ermöglichen es den Auftragnehmern, die
digitale Revolution im Bauwesen für sich
zu nutzen. Moderne Hard- und Feldsoftware
vervollständigen das Portfolio und
optimieren die Kommunikation und die
Zusammenarbeit zwischen allen Projektbeteiligten.
Trimble bringt mit seinen
vernetzten Lösungen Büro und Baustelle
näher zusammen als je zuvor. Nachfolgend
ein Blick auf die aktuellen Highlights.
Der Trimble R750, hier im
Einsatz mit dem Trimble
TSC7 Controller, ist die
modulare GNSS-Premiumlösung
von Trimble und
punktet mit Konnektivität,
Flexibilität und
Skalierbarkeit.
Augmented Reality für Bagger:
Mithilfe einer außen an der
Maschine montierten 3D-Kamera
können Bediener 3D-Modelle der
realen Umgebung maßstabsgetreu
überlagern.
Trimble R750
Der modulare Trimble R750 GNSS-Empfänger
bietet eine verbesserte Leistung als
Basisstation und ermöglicht Bauunternehmen,
Vermessungsfirmen und Landwirten
eine zuverlässigere und genaue Positionsbestimmung
vor Ort. Mit dem Trimble
R750 können RTK-Korrekturen (Real-
Time Kinematic, Echtzeit-Kinematik) für
zahlreiche Anwendungen übertragen
werden, darunter Hoch- und Tiefbau,
Präzisionslandwirtschaft und vieles mehr.
Bei gemeinsamer Verwendung mit einem
Trimble ProPoint Global Navigation
Satellite System (GNSS)-Rover werden
durch den Zugriff auf alle verfügbaren
Satellitensignale die Leistung und die
Zuverlässigkeit verbessert. ProPoint bietet
Anwendern mittels innovativem Signalmanagement,
insbesondere bei schwierigen
GNSS-Bedingungen, eine verbesserte
Leistung.
Der R750 verfügt über ein integriertes
LTE-Modem, dass die Übertragung von
Korrekturdaten über das Internet
ermöglicht, wodurch die Reichweite der
Basisstation erheblich verbessert werden
kann. Das integrierte Modem ermöglicht
auch den Fernzugriff und die Verwaltung
des Empfängers, die Zustellung von
E-Mail-Warnungen und -Benachrichtigungen
sowie die Datenübertragung zwischen
Feld und Büro.
Trimble T100 Tablet
Das leistungsstarke Trimble T100 Tablet
zur schnellen Datenverarbeitung vereinbart
hohe Rechenleistung mit großem
Bildschirm und verfügt über die folgenden
Merkmale:
• Touchscreen-Display mit 10 Zoll
(25,4 cm) Diagonale für Lesbarkeit bei
direktem Sonnenlicht
• Navigationstastenfeld mit programmierbaren
Funktionstasten
• Großer integrierter Akku (92 Wh)
• Leistungsstarker Intel i5-Prozessor für
schnelle Datenerfassung, Verarbeitung
und Qualitätssicherung
• Schnellladefähig über USB-C
• Erweiterbares duales Empower-
Modulsystem
Es hat sich in der Branche schon längst herumgesprochen:
Verlässlichkeit hat einen Namen – Eisenwagen.
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Das integrierte 4G-LTE-Modem, das
vierzeilige, umschaltbare Display auf der
Vorderseite und die USB-C-PD-Ladefunktion
machen den Trimble R750 zu einem
praktischen Gerät für eine Vielzahl von
Vermessungsanwendungen.
• Benutzerdefinierte Leistungseinstellungen
• Schutzklasse IP65
„Das T100 Tablet in bewährter Trimble-
Qualität passt sich einer Vielzahl von
Konfigurationen und Baustellenbedingungen
flexibel an“, so Johann Bosch,
Geschäftsführer von Sitech Austria. „Es ist
ergonomisch konstruiert und sowohl frei
als auch am Stab montiert tragbar, sodass
Benutzer bei der Arbeit mobil bleiben.
Durch seine Funktionen wird die Produktivität
gesteigert sowie Ausfallzeiten
reduziert.“
Trimble Earthworks
Auch die Trimble Earthworks-Maschinensteuerungslösungen
wurden weiter
optimiert. So stellt die horizontale
Lenksteuerung für Planierraupen eine
völlig neue Funktion im Bauwesen dar.
Mit ihr folgen Planierraupen automatisch
und ohne Bedienerunterstützung einer
horizontalen Ausrichtung anhand eines
Randsteins, einer Bruchlinie, einer
Mittellinie, einer Fahrbahn oder einem
Böschungsfuß.
Seine Rolle als technischer Vorreiter in
der Branche unterstreicht Trimble aber
auch mit einer weiteren völlig neuen
Funktion: Augmented Reality für Bagger.
In der Augmented Reality-Ansicht wird
ein Live-Bild von der Frontkamera mit
den Designdaten kombiniert, so dass der
Fahrer auf dem Display die 3D-Entwurfsdaten
in der realen Umgebung sehen
kann. Das Oberflächendesign wird als
Fläche mit Rasterlinien dargestellt, so
dass der Fahrer Begrenzungen, komplexe
Formen, Abtrags- und Auftragsinformationen,
Neigungsdaten, Details sowie Punkte
und andere 3D-Konstruktionen aus der
Kabine erkennen kann. Die Kombination
des Plans mit der Live-Ansicht des
Arbeitsbereichs gibt dem Fahrer eine gute
Orientierung, hilft Fehler zu vermeiden
und trägt letztlich zu einer Steigerung der
Produktivität bei.
Im Bereich der Motorgrader können die
Bediener nun dank einer neuen mastlosen
Motorgrader-Konfiguration einen größeren
Bereich für die Schildbewegung nutzen.
Dadurch kann die Maschinensteuerung
bei Anwendungen eingesetzt werden, bei
denen dies zuvor nicht möglich war.
Nicht zuletzt zeigt das integrierte
Trimble Loadrite-Payloadmanagement die
Maschinensteuerung und die genauen
Verwiegungsdaten auf einem Bildschirm
an. Es steigert die Produktivität beim
Massenausgleich, die Effizienz – indem
Unterbeladung verhindert wird – und die
Sicherheit, indem Überladung vermieden
wird. Bauunternehmer können durch die
Vielseitigkeit dieser zusätzlichen Optionen
noch besser von ihrer Investition in
Trimble Earthworks profitieren.
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38 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 39
MASCHINEN + TECHNIK
MESSE KARLSRUHE
Technik zum Anfassen: Messeduo
informiert mit praxisnahen Live-Demos
Vom 05. bis 07. Mai 2022 spielt die RecyclingAktiv & TiefbauLive ihre
konzeptionelle Stärke als kundennahe Live-Demo-Messe für Maschinentechnik
sowie für die Bau- und Umweltbranche wieder voll aus.
Alles neu
Die 8. Generation
Zu den Stärken der neuen Raupenbaggergeneration
gehören: eine gesteigerte
Motor leistung, ein schweres Ballastgewicht
für größere Löffelkapazitäten
und ein reduzierter Kraftstoffverbrauch.
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Raupenbagger
N
eben Bau- und Anbaugeräten bilden
Materialtransport und -umschlag
sowie Bauschuttrecycling die Knotenpunkte
zwischen den beiden Branchen des
Messeduos. Die Messe Karlsruhe erwartet
rund 185 Hersteller und Händler von
Anlagen für alle Stufen der Behandlung,
Verwertung und Wiederaufbereitung von
werthaltigen Stoffen wie Bauschutt,
Schrott und Metall sowie Altholz. Ebenso
bietet sie das gesamte Spektrum an
Maschinen des Tiefbaus, insbesondere des
Kanal-, Straßen- und Wege-, sowie
Kompaktbaus. Trotz Pandemie und
Zweifach-Verschiebung zählt die Messe
einige Neuzugänge wie Siebtechnik Tema,
Cams M&R Maschinenhandel, Tibatek,
Husqvarna oder Avant Tecno und kann
gleichzeitig auf den Rückhalt der langjährigen
Ausstellerschaft bauen.
Neue Demoformate
Mit gleich drei neuen Demoformaten geht
die RecyclingAktiv & TiefbauLive auf die
Bedürfnisse der Messebesucherinnen und
-besucher ein. In der neuen Anbaugeräte
Arena können sie in drei thematischen
Vorführungen pro Tag in einer actionreich
inszenierten Show die Vielseitigkeit des
Werkzeugträgers beim Einsatz von
Abbruch-, Recycling- oder Bodenaufbereitungsarbeiten
bestaunen und dabei das
perfekte Gerät für mehr Produktivität im
eigenen Betrieb finden.
Neben Baumaschinen und Baufahrzeugen
stehen Werkzeuge wie Schaufelseparatoren,
Abbruchhämmer oder Anbauverdichter
im Fokus. Sie demonstrieren in
realitätsnahen Bauprozessen eindrucksvoll
ihr Können. Die fulminante Show-
Kulisse wird durch Fachberater, die zu den
Merkmalen und Anwendungsgebieten des
Anbaugeräts informieren, inhaltlich
optimal abgerundet. Verstärkt nachgefragt
werden auch die Themen Spezialtiefbau
sowie E-Mobilität. Diese erhalten durch
die neuen Musterbaustellen Spezialtiefbau
sowie Elektromobilität im Kompakt- und
GaLaBau eine eigene Demonstrationsfläche.
Die Musterbaustelle Kanalbau und
die Aktionsfläche Schrott & Metall bleiben
als erfolgreiche Formate bestehen.
„Unser Messekonzept hat den
Anspruch, immer am Puls der Zeit zu sein.
Bauschuttrecycling ist eines
der Fokusthemen der
Demomessen RecyclingAktiv
und TiefbauLive.
Wir möchten unseren Besuchenden
Lösungen aufzeigen und Impulse an die
Hand geben für die Herausforderung einer
zunehmend digitalisierten, automatisierten
und vernetzten Baustelle. So wird im
Rahmen der Besucherrundgänge den
Themen Digitalisierung und Telematik
eine besondere Bedeutung zukommen und
es werden gezielt Anbieter angesteuert,
die praxisnahe Lösungen aufzeigen“,
erklärt Projektleiterin Olivia Hogenmüller.
Erstmalig findet der SBM Summit,
Fachkongress für nachhaltige und
ökologische Baumaterialien, parallel zur
RecyclingAktiv & TiefbauLive am 6. Mai
statt. Das Expertentreffen wird die Messe
aufgrund thematischer Synergien als
eintägiges Spezialprogramm begleiten und
sich mit seinem exklusiven Fachvortragsprogramm
nachhaltigen und ökologischen
Materialien widmen.
www.tiefbaulive.de
www.recycling-aktiv.de
Foto: Messe Karlsruhe / Jürgen Rösner
40 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Flussgestein mit nur einer
Maschine brechen und sieben –
eine Aufgabenstellung, die der
RM 100GO! für das chilenische
Unternehmen Quilín in nur einem
Arbeitsgang erledigt und dadurch
massiv Kosten spart.
www.grammer.at
RUBBLE MASTER
Quer über den Kontinent zum Einsatz
Für das chilenische Unternehmen Quilín zählen entlegene Baustellen und unterschiedlichste
Aufgabematerialien zur täglichen Routine. Eine zusätzliche Herausforderung
bildet Flussgestein, das oft mit mehreren Brechern bearbeitet werden
müsste. Mit dem RM 100GO! schaffen es die Profis von Quilín aber in nur
einem Arbeitsschritt – und sparen so Zeit und Geld.
H
oher Durchsatz bei kleinster Größe,
auf jedem Tieflader transportierbar,
schnell einsatzbereit und vielseitig in der
Anwendung – das sind einige der Kriterien,
warum viele Kunden sich für die
originalen RM Compact Crusher entscheiden.
Das gilt auch für die in Santiago de
Chile ansässige Firma Quilín, die ihre
Maschinen oft mehrere 100 km zwischen
den Baustellen transportieren muss. Im
Rahmen seines Wachstumsplans hat das
Unternehmen mehrere Aufträge in
Rund 4.200 km beträgt die Nord-Süd-Ausdehnung von Chile. Umso wichtiger
ist es für die Firma Quilín, dass Brecher, Nachsiebeinheit und Verschleißteile
mit nur einem Lkw transportiert werden können.
abgelegenen Gegenden in ganz Chile
gestartet. Jeder Auftrag stellt wegen der
Geländebeschaffenheit, unterschiedlichen
Aufgabematerialien und der zu produzierenden
Zuschlagstoffe sehr unterschiedliche
Anforderungen an das Unternehmen
und einen Brecher. Im Zuge dieser
Wachstumspläne entschied sich Quilín für
den mobilen Prallbrecher RM 100GO!.
Einsatz in Patagonien:
1.700 km von Nord nach Süd
Die erste Herausforderung für den neuen
Rubble Master war die Reise von Santiago
de Chile nach Puerto Aisén in Patagonien.
Die Aufgabe vor Ort: Flussgestein
brechen. Das anspruchsvolle Material
brauchte bisher mehrere Brechstufen und
somit mehrere Maschinen, um aus dem
abrasiven Schotter ein kubisches Wertkorn
zu produzieren. Der RM Prallbrecher
schafft das mit dem aufgebautem
Maschendecksieb in nur einem Arbeitsgang.
Bereits beim Transport werden
dadurch massiv Kosten eingespart, da nur
mehr ein Lastwagen notwendig ist, um
Brecher, Nachsiebeinheit und Verschleißteile
wie z.B. Schlagleisten zu transportieren.
Fotos: Rubble Master
Bereits beim RM Vertriebspartner
RAICO in Santiago
wurde das Team von Quilín im
Umgang mit dem RM 100GO!
samt Maschendecksieb geschult.
Der Prallbrecher wurde auf
einem Tieflader nach Puerto
Montt gebracht, wo er mit
vormontiertem Maschendecksieb
per Fernbedienung selbstständig
vom Tieflader auf eine Fähre
fuhr. Nach der 9-stündigen Fahrt
nach Puerto Chacabuco fuhr der
Brecher – ohne eine Hebevorrichtung
zu benötigen – wieder
selbstständig auf einen Tieflader
für den Transport nach Puerto
Aisén. Diese einfache Logistik
und die unkomplizierten Lieferketten
mit den RM Maschinen
sind von höchster Bedeutung für
Quilín. So werden Verzögerungen
vermieden. Schließlich gilt der
Spruch „Zeit ist Geld“ rund um
die Welt.
Flussgestein mit nur einer
Maschine brechen und sieben
Flussgestein, Flussschotter oder
auch Wandschotter zu kantigem
Material zu brechen, ist eine der
großen Herausforderungen in der
mobilen Aufbereitung. Die erste
Aufgabe für den RM 100GO! war
es, 30 cm / 12 Zoll großes Flussgestein
auf unter 4 cm / 1,5 Zoll
herunterzubrechen. Das Endprodukt
dient als Unterbau für den
Flugplatz vor Ort. Somit war
perfektes kubisches Endkorn
gefordert. Hier punktete der RM
100GO! mit seiner Brechtechnologie.
Prallbrecher ermöglichen
eine hohe Zerkleinerungsrate von
10 zu 1 und erzeugen ein
hochwertiges, perfekt kubisches
Produkt. Diesen Zerkleinerungsgrad
erreicht man theoretisch
auch mit der Kombination eines
Backen- und Kegelbrechers. Nur
einen Brecher anzuschaffen,
spart allerdings Anschaffungs-,
Transport- und Wartungskosten.
Außerdem benötigt der RM
100GO! viel weniger Platz auf
der Baustelle und ist einfacher
und schneller manövrierbar als
ein Maschinenzug.
Flussgestein ist meist keinem
bestimmten Gestein zuzuordnen,
es ist oft extrem hart und abrasiv.
Außerdem kommt es bei anderen
Brechtechnologien immer wieder
vor, dass kleinere Korngrößen
ungebrochen im Endprodukt
landen. RM bietet hier mit seiner
dreistufigen Prallschwinge sowie
den vielen Anpassungsmöglichkeiten
der Brechkammer die
optimalen Einstellungen für
jedes Material an. Somit verweilt
der Flussschotter länger im
Prallbrecher und erreicht die
gewünschte Größe und Kubizität.
Das klingt vielleicht kompliziert,
ist es aber nicht, wie Quilín
bestätigte: „Der RM 100GO! ist
eine sehr einfach zu bedienende
Anlage. Die einfache Wartung
und Konfiguration haben zum
gewünschten kantigen Endprodukt
geführt.“
Der RM 100GO! kann aber
auch ganz einfach und rasch für
andere Aufgabematerialien
eingestellt werden. Weshalb der
RM Prallbrecher sämtliche
Anforderungen des chilenischen
Kunden erfüllt. Das Resultat: ein
zufriedener Kunde. „Der RM
100GO! ist ein äußerst vielseitiger
und flexibler dieselelektrischer
Brecher, der sich ideal für
unsere Anwendungen in der
Recycling-, Bau-, Zuschlagstoffund
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42 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 43
MASCHINEN + TECHNIK
Mit fünf Jahrzehnten Erfahrung in
der Abfallwirtschaft und einer fast
doppelt so langen Tradition im
Baubereich gilt die in Walding
ansässige Firma Zellinger in vielen
Bereichen als innovativer Vorreiter.
Unter anderem ermöglicht die
Kombination aus Abfallwirtschaftszentrum,
Biomüllaufbereitungsanlage
und Blockheizkraftwerken
die Versorgung von mehr
als 1.000 Haushalten mit grünem
Strom. Im Fuhrpark setzt Geschäftsführer
Jürgen Humer seit
zwei Jahren auf die neuesten Cat
Geräte und arbeitet mit der Firma
Zeppelin Österreich an der Umsetzung
eines Telematik-Systems.
Am Standort in Herzogsdorf betreibt die Firma Zellinger ein
Abfallwirtschaftszentrum und erzeugt im angeschlossenen
Öko-Park Biogas, Wärme und Energie. Die beiden Cat Next
Generation Radlader Cat 920 und Cat 938 M sorgen für einen
raschen und effizienten Materialumschlag.
MASCHINEN + TECHNIK
Zellinger aus den Gastronomie-Betrieben
und Großküchen. Bei der Verarbeitung
biogener Abfälle entsteht auch Abwärme,
die als Prozesswärme für die Bandtrocknungsanlage
dient. Mit dieser werden
Schüttgüter wie beispielsweise Schlämme
getrocknet. Durch die Vermeidung von
fossilen Brennstoffen wird CO2 vermieden
und die Umwelt geschont. Durch die
Verarbeitung der biogenen Abfälle und der
dadurch angetriebenen Blockheizkraftwerke
wird Strom erzeugt, der nicht nur
für das Abfallwirtschaftszentrum genutzt
wird. Mittlerweile wird der gesamte
Standort mit Eigenstrom aus erneuerbarer
Energie versorgt und zusätzlich grüner
Strom für mehr als 1.000 Haushalte ins
öffentliche Netz gespeist. Auch am
Standort Walding versorgt eine Photovoltaikanlage
die vor einigen Monaten
errichteten Elektrotankstellen, denn das
Unternehmen setzt auch im Fuhrpark
schon seit vielen Jahren auf nachhaltige
Mobilität.
Arbeiten gemeinsam an
der Optimierung des
Fuhrparks durch ein
Telematik-System:
Geschäftsführer Jürgen
Humer, MSc (Firma Zellinger
GmbH, rechts) und
Christoph Ohnmacht (Leiter
der Niederlassung
Linz/St.Florian der Zeppelin
Österreich GesmbH).
Mit langem Hubgerüst
und Hochkippschaufel
beschicken die beiden Cat
Next Generation Radlader
(im Bild der Cat 938 M) in
Herzogsdorf die Anlagen
und sorgen für die
Beladung der Lkw.
ganz Oberösterreich. Mein Schwiegervater
war an dieser Entwicklung maßgeblich
beteiligt und hat vorausschauend in den
Fuhrpark investiert. Er war aber auch
Tiefbau-Ingenieur und hat den Erdbau in
unserem Unternehmen fest verankert und
weiterentwickelt. Aus diesem Grund sind
wir heute in den Bereichen Erdbau und
Trockensteinmauern sehr gut aufgestellt.
Unser zentrales Standbein ist aber die
Abfallentsorgung, wo wir als Komplettanbieter
Privat-Haushalte, Kommunen und
die Gewerbeindustrie betreuen. Vom
Transport bis zur Verwertung gefährlicher
Abfälle bieten wir in der Abfallentsorgung
alle Dienstleistungen aus einer Hand. Wir
betreuen ganz Oberösterreich, wobei der
Schwerpunkt im Zentralraum rund um
Linz liegt. Mit der Bandbreite unserer
Dienstleistungen, aber auch mit der Größe
unseres Unternehmens, sehen wir uns für
die Zukunft optimal aufgestellt. Ganz
wichtig sind für uns zufriedene Mitarbeiter,
denn sie tragen entscheidend zum
Gesamterfolg bei.“
Kreislaufwirtschaft und
ganzheitliche Energielösungen
Mit dem Abfallwirtschaftszentrum und
dem innovativen ÖKO-Park am Standort
Herzogsdorf hat das Familienunternehmen
Zellinger einen beeindruckenden
Schritt für eine nachhaltige Entsorgungsstrategie
gesetzt. Ein Großteil der hier
gesammelten Abfälle und Altstoffe stammt
aus der Speiserestesammlung der Firma
Vier Cat Next Generation Geräte
und VisionLink Telematik-Projekt
Der hauseigene Fuhrpark umfasst im
Entsorgungsbereich Sammelfahrzeuge
vom kompakten City-Flitzer bis hin zu
Absetz- und Abrollfahrzeuge, mit denen
sämtliche Behälter – von der Bauschuttmulde
bis zum Großcontainer für Altstoffe
und Gewerbemüll – transportiert werden
können. Im Erdbau stehen rund 20
Baumaschinen von 3,5 t bis zum 25 t
Bagger im Einsatz. In den letzten beiden
Jahren verstärkte sich die Firma Zellinger
in den Bereichen Erdbau und Trockensteinmauern
zunächst mit den beiden Cat
Next Generation Hydraulikbaggern Cat
315 und Cat 308, wobei der Cat 308 mit
einem Verstellausleger ausgerüstet ist.
Beide Bagger sind mit einem Schnellwech-
ZELLINGER / ZEPPELIN
Vom Entsorger zum Versorger: Zellinger
stärkt Erdbau und Recycling mit Cat-Geräten
W
er sich mit den Anfängen der Firma
Zellinger beschäftigt, der muss bis in
das Jahr 1925 zurückgehen. Damals
verdiente sich Martin Zellinger mit seinem
Pferdefuhrwerk als Dienstleister im
Straßenbau und konnte im Lauf der Jahre
die Pferdekraft durch einen Traktor
ersetzen. Sein Einsatz inspirierte die
nächste Generation und so gründeten
Johann und Maria Zellinger 1955 ein
Unternehmen, das sich zu Beginn mit dem
Schotterabbau und Erdbauarbeiten
erfolgreich entwickelte. Anfang der 1970er
Jahre erfolgte mit dem ersten Müllwagen
der Einstieg in die Abfallwirtschaft. Ein
Bereich, in dem man im Laufe der Jahrzehnte
umfangreiches Know-how sammelte
und laufend in neueste Technik investierte.
Heute wird das Familienunternehmen
Zellinger in der vierten Generation von
Jürgen Humer, MSc, geführt, der bereits
bei seinem Einstieg im Jahr 2005 die
Biogasanlage errichtete und danach durch
seine aktive Mitarbeit in allen Bereichen
Erfahrungen sammelte. Die Zentrale des
Unternehmens, das konstant rund 130
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt,
befindet sich in Walding in der Nähe
von Linz.
Geschäftsführer Jürgen Humer: „Ein
wichtiger Schritt für die Unternehmensentwicklung
war Anfang der 1980er Jahre
die Einführung der Papiersammlung in
Meter die entscheiden!
Palfinger Krane haben immer die Nase vorne. Dank überlegener
Hubkraft und Reichweite, mit der Sie um die entscheidenden
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44 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 45
Die Firma Zellinger erzeugt im ÖKO-Park am
Standort Herzogsdorf Biogas aus Produktionsresten
aus dem Lebensmittelbereich und biogenen
Abfällen aus Großküchen. Das entstehende
Biogas ist der Motor für die Blockheizkraftwerke,
die den Strom erzeugen.
A WIRTGEN GROUP COMPANY
Stark allein. Stark im Team.
MOBICAT MC 110 EVO2 UND MOBICONE MCO 90 EVO2
Von links: DI (FH) Christoph Göweil (Betriebsleitung ÖKO-Park) und Reinhard Deschka
(Betriebsleitung Abfallwirtschaftszentrum) sind so wie die Fahrer von den neuen
Cat Next Generation Geräten begeistert.
selsystem und einem kompletten Löffelpaket
ausgerüstet. Zusätzlich sind sie mit
einem Reißzahn, einem Sieblöffel und
einem neuen Schremmhammer für alle
Einsätze gerüstet.
Im letzten Dezember folgten die
ebenfalls neuen Radlader Cat 920 und Cat
938 M. Die beiden Cat Next Generation
Geräte kommen im Abfallwirtschaftszentrum
in Herzogsdorf zum Einsatz. Ausgerüstet
mit langem Hubgerüst und Hochkippschaufel
beschicken sie die Anlagen
und sorgen für die Beladung der Lkw. Der
Cat 920 verfügt auch über eine Ballenzange
für die Bedienung der Ballenpresse.
Bekanntlich sind die Cat Next Generation
Geräte bereits ab Werk umfassend mit
verschiedenen Assistenzsystemen ausgerüstet
und ist bei den Radladern beispielsweise
auch schon die Cat Kontrollwaage
fix integriert. Weiters sorgen bei den
Ladespielen der Radlader Kontakt-Detektoren
und ein Kamera-System mit 360°
Blickwinkel für sichere Abläufe. Grundsätzlich
sind Schnellwechselsysteme und
hoher Fahrkomfort mit entsprechenden
Sitzen und Klimaanlage für die Firma
Zellinger wichtige Faktoren, die den
Arbeitsalltag der Mitarbeiter erleichtern.
Bei der Ausrüstung der Maschinen setzt
die Firma Zellinger überwiegend auf die
Lösungen der Firma Winkelbauer.
Christoph Ohnmacht, Leiter der
Niederlassung Linz/St.Florian der
Zeppelin Österreich GesmbH, über das
aktuelle Telematik-Projekt: „Wir freuen
uns sehr, dass wir die Firma Zellinger
nicht nur mit den modernen und umfassend
ausgestatteten Cat Geräten überzeugen
konnten, sondern auch mit den
Servicedienstleistungen unserer Niederlassung
in St.Florian. Ein Schwerpunkt im
Fuhrpark der Firma Zellinger wird in
diesem Jahr der Aufbau eines Telematik-
Systems sein, bei dem wir unser
umfangreiches Know-how in allen
Bereichen einbringen können.“
Beginnend mit den neuen Cat Geräten
und aufbauend auf das Cat Flottenmanagementsystem
VisionLink, in das auch
Geräte anderer Marken integriert werden
können, sollen alle Maschinen und
Anbaugeräte in einem System zusammengeführt
werden. Neben der Datentransparenz
hinsichtlich Verbrauch und Betriebsstunden
kann so auch sichergestellt
werden, dass die Maschine das Anbaugerät
erkennt und automatisch die korrekten
Einstellungen, etwa bei der Hydraulikleistung,
zum Einsatz kommen. Ein
Entwicklungsschritt, der den Maschinisten
die Arbeit bei den verschiedenen
Einsätzen wesentlich erleichtern soll und
das Material schont.
Geschäftsführer Jürgen Humer
ergänzt: „Grundsätzlich achte ich darauf,
dass ich meinen Fuhrpark regelmäßig
modernisiere. Dazu informiere ich mich
über das aktuelle Angebot am Markt und
war von den Cat Next Generation Geräten
sehr beeindruckt. Das Gesamtpaket aus
Komfort, Sicherheit und Assistenzsystemen
lässt kaum noch Wünsche offen. Dazu
kommt die wirklich gute Betreuung durch
die Linzer Niederlassung der Firma
Zeppelin, die ja über einen neuen und
hochmodernen Standort verfügt und einen
hervorragenden After Sales Service bietet.
Vor allem wurde uns zweimal sehr
kurzfristig mit einem Bagger-Vorführgerät
und einem Überbrückungs-Radlader
ausgeholfen. Wir haben für alle vier
Maschinen Wartungsvereinbarungen
getroffen, um die Standzeiten möglichst zu
miniminieren. Auch die Maschinisten sind
mit den Cat Geräten sehr zufrieden. Dazu
kommt, dass unser Betreuer, Rene
Weinzierl, früher selbst gebaggert hat. Der
weiß, wovon er redet und das ist für die
Akzeptanz durch die Baggerfahrer sehr
wichtig. Ich gehe davon aus, dass wir diese
Partnerschaft aufgrund der guten Zusammenarbeit
weiter ausbauen werden.“
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TEAMPLAYER, DIE INTELLIGENT ZUSAMMENWIRKEN UND SICH GEGENSEITIG STÄRKEN. In verketteten
Anlagenkombinationen spielen der Backenbrecher MOBICAT MC 110 EVO2 und der Kegelbrecher MOBICONE
MCO 90 EVO2 ihre Stärken richtig aus. Durch SPECTIVE sind beide Anlagen einfach und intuitiv bedienbar.
Zudem sorgt ein verbessertes Antriebskonzept für eine höhere Effizienz bei geringerem Verbrauch. Durch das
über Linienkopplung abgestimmte Materialflusskonzept über beide Brechstufen wird optimaler Durchsatz erreicht.
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
GEOLANES
Zukunftsorientierte Lösungen für
die Bau- und Vermessungsbranche
Die GeoLanes GmbH in Nenzing ist spezialisiert auf 2D- und 3D-Baggersysteme,
Drohnen Komplettlösungen sowie GPS-Rover. Der Slogan „Systems for your next
level“ repräsentiert bereits die Philosophie des Produktportfolios.
G
ründer und Geschäftsführer Christian
Tschann informiert im Gespräch mit
Baublatt.Österreich zunächst über die
Vorteile des iDig-Baggersystems: „Mit
unseren sehr hochwertigen und leistbaren
Produkten ist es gelungen, die zukunftsfähigen
Märkte im Bereich 2D-Baggersysteme
auszubauen und im 3D-Bereich als
neuer Player einzusteigen. Wir sind vom
Konzept des iDig-Baggersystems überzeugt,
da es am Markt das einzige System
ist, welches mit kabellosen und solargeladenen
Sensoren arbeitet. Die optimale
Beratung und Unterstützung unserer
Kunden ermöglicht einen höheren
Mehrwert durch Kosteneinsparung und
fördert die Effizienz des Betriebes und der
Produkte. Wir setzen dabei auf verlässliche
Lieferanten, vorzugsweise aus Europa,
welche eine hohe Liefertreue und Handschlagqualität
besitzen.“
Für Erdbeweger bringt das iDig-Baggersystem
den wirtschaftlichen Vorteil, ein
System für mehrere Maschinen flexibel
einsetzen zu können. Es kann auf allen
Marken, allen Typen und allen Größen von
Baggern aufgebaut werden. Die äußerst
Christian Tschann,
MSc, ist Gründer und
Geschäftsführer der
GeoLanes GmbH in
Nenzing.
Ing. Maximilian Rusch
leitet den Geschäftsbereich
Drohnen.
einfache und intuitive Menüführung
ermöglicht es dem Bediener im Handumdrehen,
Planier- und Gefällearbeiten
durchzuführen. Facts zum iDig-System:
- die Sensoren kommunizieren per Funk
oder Bluetooth und sind daher kabellos
- in Minuten ist das System von Maschine
zu Maschine umgebaut und somit hoch
flexibel
Die hochwertigen Vermessungsdrohnen
von Microdrones
sparen wertvolle Zeit sowie Geräte- und
Personalressourcen und erhöhen maßgeblich
die Sicherheit.
- durch die Solarzellen an den Sensoren,
sind weder Batterien noch sonstige
Ladevorgänge erforderlich
- kompakt, robust, wasserdicht, staub-,
schock- und vibrationsresistent
- iDig arbeitet über Referenzpunkte, einen
Rotationslaser oder im 3D-Betrieb mit
einem Geländemodell
- die in enger Zusammenarbeit mit
Baggerfahrern entwickelte Benutzeroberfläche
ist einfach, intuitiv und im
Handumdrehen erlernbar.
- iDig punktet mit Kundennähe, maximalem
Praxisnutzen und innovativen
Produkten
Ergänzend dazu erläutert Maximilian
Rusch die Kompetenzen im Geschäftsbereich
Drohnen: „Konkret fokussieren wir
uns auf hochwertige Vermessungsdrohnen
mit LiDAR und Photogrammetrie. Damit
bieten wir unseren Kunden das Equipment
der Spitzenklasse von Microdrones
für einen zukunftsweisenden Gesamtprozess
– von der Planung bis zur fertigen
Baugrube. Das heißt, der Kunde kauft bei
uns die Drohne mit der Auswertungssoftware
mdInfinity, damit er unabhängig
48 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
agieren kann. Die Bedienung ist sehr
intuitiv und schnell erlernbar und in
weiterer Folge werden Arbeitsabläufe
in der Vermessung deutlich
effizienter. Der Kunde spart wertvolle
Zeit sowie Geräte- und Personalressourcen
und erhöht maßgeblich
die Sicherheit seiner Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter.“
Ein Beispiel aus der Praxis: für
eine Kiesgrube mit 10 ha Fläche
benötigte ein Vermessungsbüro
früher etwa zwei volle Arbeitstage.
Mit der Drohne war das Gebiet in
etwa 2 h vollständig und hochpräzise
vermessen und die Daten ausgewertet.
Dafür genügt eine Person und
diese steht jederzeit an einem
sicheren Platz. Bodenpasspunkte
(GCP) sind nicht mehr notwendig.
Besonders stolz ist man bei GeoLanes
auf die Software mdInfinity,
denn mit ihr kann innerhalb
kürzester Zeit eine georeferenzierte
3D-Punktwolke erzeugt werden,
worin über eine Bodenklassifizierung
Vegetation wie Bewuchs oder
Wald per Mausklick entfernt werden
kann. Facts zu Microdrones:
HOHE FLEXIBILITÄT UND
BESTE SIEBERGEBNISSE
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Bis zu 350 t/h
6 l Dieselvb./Std.
Das iDig-Baggersystem arbeitet mit kabellosen und
solargeladenen Sensoren. Es kann in wenigen Minuten
von Maschine zu Maschine umgebaut werden.
- verschiedene Nutzlasten für den
Vermessungsbereich: Photogrammmetrie,
Laserscanner (LiDAR)
- flexible Datenverarbeitungsmodule:
Flugtrajektorie, Georeferenzierung,
Genauigkeitsanpassung, Einfärbung,
usw.
- Anwendungsgebiete: Vermessung,
Bergbau, Bauwesen, Volumenberechnung,
Wissenschaft
„Bei der Vermessung aus der Luft
geht es nicht nur um das Fluggerät.
Es geht um die Gesamtlösung –
komplett mit allen Werkzeugen – die
Geodatenprofis benötigen, um
Aufgaben präzise, effizient und
sicher auszuführen. Unsere integrierten
Systeme sind einfach zu
bedienen, arbeiten mit überragender
Präzision und sind äußerst zuverlässig,
so dass Kunden ihre Projekte mit
Drohnen rasch in die Realität
umsetzen können. Wir bieten den
branchenweit besten Gesamtprozess
aus einer Hand und überzeugen
Interessenten gerne im Rahmen
einer Demo vor Ort“, so Geschäftsfeldleiter
Rusch.
www.geo-lanes.com
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WOLFFKRAN
Drei Wölffe jetzt auch im hohen Norden
Die Wolffkran Holding AG hat gemeinsam mit der Mikkelsen AS aus Norwegen ein Joint
Venture unter dem Namen Wolffkran Norge AS gegründet. Im Zuge der Gründung erhielt
die Wolffkran Norge AS bereits den Zuschlag für ein Großprojekt in Molde.
G
emeinsam werden die beiden Partner
Wolffkran Holding AG und Mikkelsen
AS zukünftig Wolff-Krane auf dem
norwegischen Markt verkaufen und
vermieten. Espen Hanssen, Geschäftsführer
der Mikkelsen Kran AS, wird auch das
Tagesgeschäft der Wolffkran Norge AS mit
Sitz in Drammen, 40 km südwestlich von
Oslo, leiten. „Der Zusammenschluss zur
Wolffkran Norge AS macht uns wettbewerbsfähiger
und verschafft uns bessere
Möglichkeiten, neue Marktanteile auf dem
gesamten norwegischen Markt zu gewinnen“,
sagt Hanssen.
Bent Mikkelsen, Gründer und Eigentümer
von Mikkelsen AS, ist seit mehr als
50 Jahren im norwegischen Kran- und
Transportgeschäft aktiv. Mit der Gründung
der Wolffkran Norge AS fokussiert
sich Mikkelsen wieder auf das Turmdrehkrangeschäft
und positioniert sich so als
Komplettanbieter von Hebe- und Transportdienstleistungen.
„Wir sind sehr stolz
darauf, mit einem Technologieführer wie
Wolffkran zusammenzuarbeiten. Wir
kennen uns gut und freuen uns darauf,
gemeinsam ein fortschrittliches Turmdrehkrangeschäft
in Norwegen aufzubauen“,
so Mikkelsen.
Für Wolffkran ist die Allianz ein
wichtiger Schritt, um der wachsenden
Nachfrage nach großen Turmdrehkranen
mit hohen Traglasten in Norwegen gerecht
zu werden. „Diese Partnerschaft bringt
zwei führende Unternehmen mit ihren
jeweils individuellen Stärken zusammen,
um unseren Kunden hervorragende
Turmdrehkranlösungen mit allen dazugehörigen
Servicedienstleistungen anzubieten.
Wir bei Wolffkran freuen uns sehr
darauf, gemeinsam mit Mikkelsen dem
Turmdrehkranmarkt in der Region neue
Impulse zu geben“, sagt Duncan Salt, CEO
der Wolffkran Holding AG.
Die Tinte auf dem Partnerschaftsvertrag
war noch nicht getrocknet, da erhielt
die Wolffkran Norge AS bereits den ersten
Auftrag: Drei Wölffe 8033 werden für die
Zum Start des Joint
Venture errichten drei Wolff-
Krane ein neues Krankenhaus in Molde,
im Südwesten Norwegens. Bis Jahresende
erwartet Geschäftsführer Espen Hanssen
den Einsatz von rund zwölf Wolff-Turmdrehkranen
bei Projekten im
ganzen Land.
norwegische Baufirma HENT AS ein
neues Krankenhaus in Molde errichten.
Das Großprojekt wird überwiegend mit bis
zu 7 t schweren Fertigbauteilen errichtet.
„Dank ihrer hohen Spitzentragfähigkeiten
von 8,1 und 7,8 t bei jeweils 55 m Ausleger
sind die Wölffe hier die perfekte Besetzung“,
erläutert Hanssen. „Mit nur drei
Kranen kann die gesamte Großbaustelle
von 54.000 m 2 abgedeckt werden.“ Alle
drei Krane wurden kürzlich montiert und
sollen bis Mitte 2023 auf der Baustelle
bleiben. Zwei weitere Wolff-Krane kommen
im Frühling beim Wohnungsbauprojekt
Gregers Kvartal in Oslo zum Einsatz.
www.wolffkran.com
Unterzeichneten gemeinsam die Vereinbarung für die Wolff-Kran Norge AS (von links):
Duncan Salt, CEO Wolffkran Holding AG, Andreas Kahl, Geschäftsführer der Wolffkran GmbH,
Bent Mikkelsen, Eigentümer und Gründer von Mikkelsen AS, Espen Hanssen,
Geschäftsführer der Mikkelsen Kran AS.
50 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: © Andreas Winter
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Als Experte für mobile
Stromversorgung baut das
niederländische Unternehmen
Bredenoord seine
Expansion in Österreich und
den umliegenden Ländern
weiter aus.
B
ereits Ende 2019 legte Bredenoord mit
der Partnerschaft mit Event Electric
den Grundstein für sein Geschäft in
Österreich. Inzwischen kann Bredenoord
vom Partnerstandort in Korneuburg bei
Wien in Kombination mit dem Standort
Wörnitz in Deutschland Bauprojekte in
ganz Österreich und den Nachbarländern
zuverlässig mit Stromlösungen versorgen.
Bredenoord bietet mit einer Mietflotte
von über 2.700 mobilen Stromaggregaten
in den Leistungsklassen von 15-2.000 kVA
jederzeit das passende Stromaggregat und
kann schnell und zuverlässig liefern. Auf
Wunsch bekommen Kunden auch besonders
geräusch- oder emissionsarme
Aggregate oder intelligente Systeme, die
Spitzenlasten abdecken und je nach
Verbrauch ab- und zugeschaltet werden
können. Optional ist eine Füllstandsüberwachung
erhältlich, sodass sich die
Kunden rechtzeitig um die Nachbefüllung
kümmern können.
Die Bredenoord Lichtmasten sind für
verschiedenste Anwendungsgebiete
einsetzbar – ob als Einzellösung oder in
Kombination für die Beleuchtung einer
ganzen Fläche. Mit einem Mietbestand
von über 350 mobilen, stationären und
BREDENOORD
Baustellen-Stromversorgung
in allen Leistungsklassen
hybriden Lichtmasten finden die Bredenoord-Experten
garantiert die passende
Ausleuchtungsmöglichkeit. Wer Wert auf
reduzierte Emissionen legt, erhält auch
LED-Lichtmasten, die bis zu 65% weniger
Kraftstoff verbrauchen. Selbstverständlich
bietet Bredenoord auch das komplette
Zubehör wie Kraftstofftanks, Verteilerkästen,
Transformatoren und Kabel.
Die Bredenoord Innovationen nehmen
eine Vorreiterrolle bei nachhaltigen
Energielösungen ein und bieten vielfältige
Möglichkeiten zur Einsparung von
Kraftstoff sowie CO2- und Geräuschemissionen.
Die Kleinbatteriespeicher (ESaver)
liefern Strom aus verschiedenen Energiequellen.
In Kombination mit einem
Stromaggregat können so bis zu 70%
Kraftstoff eingespart und CO2-Emissionen
verringert werden. In naher Zukunft
werden auch Batteriespeicher mit einer
Leistung von 80-600 kWh lieferbar sein.
Mit der mobilen Solaranlage Mini-SunBox
können die Kunden ihren Baustrom ganz
einfach selbst erzeugen.
24/7-Service in Österreich
Auch in Österreich können sich die
Kunden auf den umfassenden Service von
Bredenoord verlassen – von der Beratung
über die Planung, den Transport, bis hin
zur Überwachung der Geräte im Betrieb.
Das rund um die Uhr erreichbare Serviceteam
findet für alle Anforderungen eine
geeignete Lösung und vielfach gelingt eine
Lieferung binnen weniger Stunden.
Ermöglicht wird dies u.a. durch die eigene
Lkw-Flotte, die eine autarke Anlieferung
und Abholung sicherstellt.
Unter der E-Mail mieten@bredenoord.
com sind die Bredenoord-Experten ab
sofort 24 Stunden an 7 Tagen die Woche für
österreichische Kunden erreichbar. Wer den
direkten Kontakt zu den Österreich-Experten
sucht, kann sich außerdem an Jans
Havinga (j.havinga@bredenoord.com) und
Volker Zettl (v.zettl@bredenoord.com)
wenden. Sie schicken auch gerne eine
Mietbroschüre zu. Informationen über das
komplette Produktportfolio unter:
www.bredenoord.com/at
Ein
Bredenoord-
Fahrer beim
Abladen
mobiler
Stromlösungen.
METABO
Neue Akku-Winkelschleifer-Range
Die Maschinen der neuen 18-Volt-Akku-Winkelschleifer-Generation von Metabo
sind so leistungsstark wie ein 1.100-Watt-netzbetriebener Winkelschleifer.
D
ie Range umfasst insgesamt sechs
neue Akku-Winkelschleifer – vom
Einstiegsmodell bis hin zum Inox-Winkelschleifer
für die Edelstahlbearbeitung
ist für jedes Anwendungsgebiet etwas
dabei. Alle Maschinen verfügen über
kraftvolle, bürstenlose Motoren und
punkten daher mit einer sehr hohen
Lebensdauer und geringstem Wartungsaufwand.
Die Akku-Winkelschleifer überzeugen
auch mit Flexibilität: Mit der Metabo
PRODUKTIVITÄT
AUF ENGSTEM
RAUM
M-Quick-Funktion können Scheiben
schnell und werkzeuglos gewechselt
werden, dabei sind die Maschinen mit
allen gängigen Winkelschleifer-Zubehören
kompatibel. In beengten Platzverhältnissen
finden professionelle Anwender
dank des um 90° drehbaren Akkupacks
stets die optimale Arbeitsposition.
Wer in ständig wechselnden Einsatzbereichen
arbeitet, greift auf die Modelle
mit variabler Drehzahleinstellung
zurück: Über ein Stellrad können
Die Winkelschleifer sind Teil
des 18-Volt-Systems von
Metabo und ergänzen das
herstellerübergreifende
Akku-System CAS (Cordless
Alliance System).
Anwender die Drehzahl passend zur
Anwendung einstellen – sie bleibt dabei
auch unter Last konstant, das sorgt für
hohe Produktivität. Darüber hinaus sind
die Maschinen für jedes Einsatzgebiet mit
den passenden Sicherheitsfunktionen
erhältlich. So haben einige Geräte eine
schnelle Bremse, die die Scheibe innerhalb
von einer Sekunde stoppt oder einen
Totmannschalter, der die Maschine bei
Kontrollverlust zuverlässig abschaltet.
www.metabo.com
Vorführung der vollausgestatteten
Maschine inkl. Werkstechniker zum
Selbstkostenpreis kurzfristig möglich.
Kontaktieren Sie uns direkt unter
der Tel.Nr.: 0664/88451720.
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Der AFW 150-2 ist einzigartig und kennt keine Mitbewerber auf dem Markt. Der enge Wendekreis
und die Seitenfreiheit machen ihn zum idealen Fertiger für Gehwege, Ausbesserungsarbeiten
unter begrenzten Platzverhältnissen und Leitungs- und Versorgungsgräben.
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• Ideal für enge Einsatzbereiche dank Seitenfreiheit
und engem Wendekreis von nur 0.8 m
• Zuverlässiger Hatz-Motor sorgt für die passende
Leistung in allen Anwendungsbereichen
• Maximale Arbeitsgeschwindigkeit bis zu 10 m/min
• Einfache Materialbunkerbefüllung durch
aufklappbare Einfüllhilfen
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schwierigem Untergrund
Zusätzliche Informationen zu unseren Produkten und Dienstleistungen finden Sie unter : www.ammann.com
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52 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 53
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Fast 1 km Holzbauzaun wurden zum
Schutz der Öffentlichkeit von Zeppelin
Rental Österreich errichtet.
Lieferanten
kündigen sich
online für ein
bestimmtes Zeitfenster
an und
erhalten einen
individuellen
Barcode, welcher
beim grauen Kasten
(s. rechts) gescannt
wird.
Ihr Experte für
den Kanalbau
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STADTENTWICKLUNG NORDBAHNHOF
Umfassendes Baustellenmanagement
Mit einer Fläche von 85 ha gehört das Nordbahnhofareal zu den größten innerstädtischen
Stadtentwicklungsgebieten Wiens. Während die bauliche Entwicklung
bereits auf mehr als zwei Dritteln des Areals abgeschlossen ist, sind die Arbeiten
des Teilbereichs „Freie Mitte – Vielseitiger Rand“ noch im vollen Gange. 5.000 Wohnungen
und 2.500 Arbeitsplätze sollen bis 2026 entstehen. Unterstützung bei dem
Großprojekt bekommen die Bauherren von Zeppelin Rental Österreich.
A
cht Baufelder, 21 Bauplätze und
insgesamt acht Krane zeugen davon,
dass auch das letzte Drittel des Nordbahnhofs
bald in neuem Glanz erscheint.
Vier Bauherren sind hierfür auf den
Baufeldern aktiv – und das auf engstem
Raum, weiß Julian Junker, Projektentwickler
bei der Ersten Gemeinnützigen
Wohnbaugesellschaft Wien (EGW): „Wir
bauen hier sehr dicht und hoch und
müssen gleichzeitig die Natur schützen,
welche direkt an die Baufelder grenzt.“
Denn der Name des Teilbereichs ist
Programm. So beheimatet die „Freie
Mitte“ unter anderem geschützte Amphibienarten
und muss deswegen genau eins
bleiben: frei.
Stellflächen für Container, Ladezonen,
Verkehrswege, Baustraßen und Zufahrtspunkte
müssen somit möglichst platzsparend
erfolgen. „Aufgrund der Komplexität
des Projektes haben wir uns an Zeppelin
Rental gewandt. Diese haben im Vorfeld
ein Logistikkonzept entwickelt und
übernehmen nicht nur die Zufahrtskontrolle
sowie die Einhaltung des Naturschutzes,
sondern auch das übergeordnete
Baustellenmanagement. Es gibt einen
zentralen Ansprechpartner für alle
baulogistischen Belange – Magdy Salib“,
führt Junker aus. Von der Kommunikation
mit der Stadt Wien über die Gebietsbetreuungsstelle
bis hin zu den Belangen der
Anwohner: „Das Anrainermanagement ist
uns besonders wichtig. Neben dem
Austausch mit der Ombudsstelle führe ich
deshalb regelmäßig Informationsabende
und Rundgänge durch. Außerdem haben
wir einen Naturlehrpfad mit der ökologischen
Bauaufsicht entwickelt“, erklärt
Magdy Salib, Projektleiter bei Zeppelin
Rental Österreich. Rund 270 m Bauzaun
wurden hierfür mit 80 Planen, die über die
geschützten Tier- und Pflanzenarten
informieren, ausgestattet.
Neben dem Baustellenmanagement fällt
auch die Koordinierung der Zufahrt und
die Sauberhaltung der öffentlichen
Straßen in den Verantwortungsbereich
von Zeppelin Rental Österreich. So
verhindert eine Reifenwaschanlage vor der
Ausfahrtsschranke, dass Lkw die angrenzenden
Straßen verschmutzen. Die
Herausforderung liegt jedoch in der
Zufahrtskontrolle. Denn aufgrund des
Platzmangels werden alle Baufelder durch
ein und dieselbe Zufahrt beliefert. Eine
logistische Meisterleistung – bis zu 500
Lkw müssen in Spitzenzeiten täglich
dieses Nadelöhr passieren.
Um einen störungsfreien Ablauf zu
garantieren, kommt deshalb ein voll
automatisiertes und intelligentes Schrankensystem
zum Einsatz. Lieferanten
fahren die Schranke an und scannen
selbstständig ihren Barcode oder den von
Zeppelin Rental erhaltenen RFID-Chip,
welcher dann im Online Logistic Control
Center (OLCC) – dem webbasierten
Fotos: X21de - Reiner Freese
Um den öffentlichen Verkehr nicht zu
beeinflussen, wurde für die Straßenbahn
ein Bauzaun-Korridor zwischen den
Baufeldern eingerichtet.
Logistikportal von Zeppelin Rental –
anhand von Echtzeitdaten geprüft
werden. Die Anmeldung im OLCC erfolgt
ganz unkompliziert: Nach einer einmaligen
Registrierung können sich Lieferanten
und Nachunternehmer für ein
bestimmtes Zeitfenster ankündigen und
erhalten eine Transportanmeldung
inklusive Barcode. Zudem ist ein Baustelleneinrichtungs-
beziehungsweise ein
aktueller Logistikplan hinterlegt, der über
Zufahrten, Entladezonen und Lagerflächen
informiert. Ist der Transport
angemeldet und erfolgt im richtigen
Zeitfenster? Ist die Ladezone frei? Werden
diese Fragen vom OLCC bestätigt, so
kann der Lieferant selbstständig ein- und
später auch wieder ausfahren. „Noch gibt
es einen Mitarbeiter, der bei Abweichungen
Lösungen aufzeigt. Ziel ist es, dass
unser OLCC in Zukunft eigenständig
passende Alternativvorschläge an die
Schranke liefert“, so Dominik Müller, CEO
von Zeppelin Rental Österreich. Die
Datenerfassung hat jedoch auch einen
langfristigen Nutzen, erklärt Müller:
„Dank der Informationen, die gesammelt
werden, bekommen wir ein detailliertes
Bild von den Verkehrs- und Materialströmen
und wissen, wie lange verschiedene
Prozesse in Anspruch nehmen. Die
Naturlehrpfad: In Zusammenarbeit mit
der ökologischen Bauaufsicht konzipierte
Magdy Salib (li.) Planen, welche über
Flora und Fauna informieren.
Schranke dient nicht nur der koordinierten
Zufahrt zur Baustelle, sondern vor
allem der Prozessoptimierung und
Anpassung für zukünftige Baustellen.“
Doch nicht nur die Anzahl der Lkw
macht die Organisation der Zufahrt zu
einer besonderen Herausforderung. Hinter
der Schranke befindet sich eine Gleisschleife,
auf der alle vier Minuten eine
Straßenbahn verkehrt. Somit haben die
Lieferanten ein Zeitfenster von knapp drei
Minuten, in denen sie die Gleise vor der
nächsten Bahn überqueren können. „Um
den öffentlichen Verkehr nicht negativ zu
beeinflussen, wurde für die Straßenbahn
zudem ein Bauzaun-Korridor zwischen
den Baufeldern eingerichtet, damit sie das
Areal durchqueren kann. Außerdem haben
wir den Fußgängerweg umgesetzt, um
knapp 1.600 Schülern einen gefahrlosen
Schulweg zu ermöglichen.“ Fast 1 km
Holzbauzaun und über 2,5 km mobiler
Bauzaun wurden zum Schutz der Öffentlichkeit
von Zeppelin Rental Österreich
errichtet. „Auch das ist Teil des Services.
Wir sorgen bis zur Ladezone für einen
reibungslosen Ablauf und stellen so sicher,
dass sich die Generalunternehmer auf ihr
Kerngeschäft konzentrieren können“,
betont Projektleiter Salib.
www.zeppelin-rental.at
Reißzahn
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Laurenz-Dorrer-Straße 6
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Fon: +43 7472 20752
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54 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 55
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
KEMROC
Eine Kemroc-Universalfräse ES110HD (110 kW)
mit Schneidrad (1.000 mm Schnitttiefe)
arbeitet ab der aktuellen Saison am
firmeneigenen 24-t-Bagger im Steinbruch
des Unternehmens Fark Naturstein
aus dem Münsterland.
Naturwerkstein zeitsparend bearbeiten
Kalksandstein aus dem natürlichen Vorkommen lösen und zu handhabbaren Quadern
für die Weiterverarbeitung im Sägewerk vorbereiten – das erforderte bei einem
deutschen Steinmetzbetrieb bisher viel kräfteraubende Handarbeit und Arbeitszeit.
Statt zu bohren und zu keilen, werden die Blöcke nun mit einer Kemroc-Universalfräse
ES110HD am 24-t-Bagger präzise und zeitsparend vorgeschnitten.
B
aumberger Sandstein – dieser feinkörnige,
beigefarbene bis graue
Naturwerkstein wird seit Jahrhunderten
im nordwestlichen Münsterland abgebaut
und weit über die Region hinaus im
Innen- und Außenbereich verwendet.
Einer der letzten Steinbrüche, in denen
der Baumberger Sandstein gewonnen
wird, gehört dem Unternehmen Fark
Naturstein aus Havixbeck, welches
mittlerweile in achter Generation dieses
kostbare Mineral verarbeitet.
Auf dem rund 10.000 m² großen
Steinbruchgelände von Fark ruht das
Gestein in einer rund 4 m hohen Schicht
unter einer 20 m mächtigen Abraumschicht.
Das sehr dichte und homogene,
feinkörnige und vergleichbar weiche
Mineral (40-50 MPa Druckfestigkeit) teilt
sich auf in drei unterschiedliche Werksteinhorizonte,
die viele Verwendungen
finden: Lappen für den Innenbereich (z.B.
Stilkamine), der etwas härtere Fließ für
Terrassen und hoch belastbare Bodenbeläge
im Außenbereich sowie Paol als
wetterbeständiger Werkstein für den
Fassadenbau.
Beim Schneiden
entstehen rechte
Winkel und glatte
Flächen. So lassen
sich die fertigen
Quader besser im
Steinbruch lagern
und später auf
der Sägebank
zerschneiden.
Nach dem Freilegen unter der Abraumschicht
wurden die Natursteinblöcke
bisher von einem 45-t-Bagger mit dem
Tieflöffel aus dem Verband gedreht und
anschließend durch Bohren und Keilen für
die Weiterverarbeitung in Form gebracht.
Das erforderte viel Handarbeit und
Arbeitszeit und brachte durch die entstehenden
Ausplatzungen einen vergleichsweise
hohen Materialverlust mit sich.
Nach eingehender Beratung mit dem
Kemroc-Verkaufsleiter Enrico Trender und
ersten Vorversuchen brachte dieser eine
Universalfräse ES110HD zum Steinbruchgelände.
Diese erwies sich als das bestgeeignete
Anbaugerät für den kleineren
firmeneigenen 24-t-Bagger. Nach einigen
ersten erfolgreichen Einsätzen startete
man bei Fark Naturstein jetzt mit völlig
neuem Schwung in die neue Abbausaison.
Die einzelnen Arbeitsschritte der
Gewinnung und Vorverarbeitung:
Zunächst wird per Bagger und Universalfräse
in den Verband geschnitten und eine
sogenannte Säumschicht hergestellt, an
welcher ein mächtiger Kalksandsteinblock
per 45-t-Bagger und Löffel horizontal aus
der Wand gedreht wird. Dann übernimmt
ein 24-Tonner, ausgerüstet mit der
Kemroc-Universalfräse ES110HD mit
Schneidrad (1.000 mm Schnitttiefe) die
weitere Arbeit und zerteilt den Block in
kompaktere Teile von handhabbarer
Größe. Dabei werden unter anderem die
bruchrauen Lagerflächen mit der Fräse
nachgearbeitet, so dass gleichförmige
Kalksteinquader entstehen, die sich
platzsparend im Steinbruch zum Vortrocknen
stapeln lassen. Mit ihren planen
Standflächen können die Steinblöcke
Fotos: Kemroc
später optimal auf der Sägebank abgerichtet
werden.
Die Universalfräsen der Serie ES von
Kemroc sind echte Multitalente und für
das Fräsen von schmalen Schlitzen in
Asphalt oder Beton genauso gut geeignet
wie für das profilgenaue, horizontale oder
vertikale Bearbeiten von Flächen. Auf dem
Werkzeugträger, der als Antrieb dient,
können Schneidräder oder Frästrommeln
zum Bearbeiten von Asphalt, Beton und
Gestein angebaut werden. Beim Steinmetzbetrieb
Fark entschied man sich nach
Absprache mit dem Kemroc-Verkaufsleiter
Enrico Trender – als passendes Anbaugerät
für den bestehenden Hydraulikbagger
LH R 914 B – für das größte Modell
ES110HD (110 kW) und ein Schneidrad
mit maximal 1.000 mm Schnitttiefe.
In der gemeinsam entwickelten
Maschinenkonfiguration am 24-t-Trägergerät
kam man auf ein ideales Zusammenspiel
von einem drehmomentstarken
Motor und einer recht hohen Umfanggeschwindigkeit
des Schneidrades bei rund
42 U/min. Beim Zuschneiden der Kalksandsteinquader
zeigte sich ein rasches
Hin- und Herführen des Schneidrades in
der entstehenden Fuge bei einer geringen
Absenkung von rund 5 cm pro Schnitt als
das Verfahren mit der höchsten Schnittgeschwindigkeit.
Auf diese Weise besteht
auch das geringste Risiko, das Schneidrad
in der Fuge zu verklemmen.
Durch das neue Arbeitsverfahren
gewinnt man bei Fark Naturstein gegenüber
dem früheren Bohren und Keilen
nicht nur einen deutlich größeren Anteil
an verarbeitbarem Wertgestein aus den
rohen Kalksandsteinblöcken. Vielmehr
Schneller, präziser und
komfortabler als bisher
per Bohren und Keilen von
Hand gelingt jetzt das Zurechtschneiden
einzelner
Blöcke aus Kalksandstein
in handhabbare Quader.
Hier geht’s
zum Video:
wurden auch reichlich Handarbeit und
Arbeitszeit eingespart. „Früher brauchten
wir für einen Laufmeter bei einem Meter
Tiefe eine gute halbe Mannstunde an
Handarbeit“, rechnet der Steinmetzmeister
Thomas Fark vor, „jetzt erledigt der
Maschinist des Baggers dieselbe Arbeit
einfach per Joystick und in lediglich fünf
Minuten! Das ist für uns ein völlig neues
Niveau an Qualität und Arbeitskomfort.“
www.kemroc.de
SERIE 7
DIE NEUEN MOBILBAGGER
Kiesel Austria GmbH | Blätterstraße 1 | 2751 Wöllersdorf-Steinabrückl | +43 2622 42 468 | info@kiesel.net | www.kiesel.net
56 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 57
MASCHINEN + TECHNIK
KLEEMANN
Abgestimmte Leistung zur Herstellung
von Beton- oder Asphaltkörnungen
Der Backenbrecher Mobicat MC 110(i) EVO2 und der Kegelbrecher Mobicone
MCO 90(i) EVO2 wurden auf Leistung, Effizienz und Flexibilität hin entwickelt.
Die mobilen Anlagen werden häufig gemeinsam in der ersten und zweiten
Brechstufe eingesetzt, dabei zahlen sich besonders das gemeinsame
Leistungsniveau und die einfache Verkettung aus.
D
ie beiden Brechanlagen der neuen
EVO2-Generation sind hinsichtlich
der Übergabepunkte des Materials
perfekt aufeinander abgestimmt und
auch die Leistung passt: Der Backenbrecher
hat genau die richtige Power, um
den Kegelbrecher in der zweiten Brechstufe
optimal auszulasten. Der richtige
Füllstand eines Kegelbrechers ist
besonders wichtig, um beste Kornqualität
bei minimalem Verschleiß herzustellen.
Die MC 110 EVO2 kann ihren Brechspalt
in einem Bereich von bis zu 180 mm
vollhydraulisch einstellen. Die MCO 90
EVO2 kann wiederum mit ihren neuen
Brechwerkzeugen einen Spaltbereich von
6-45 mm abdecken. Je nach Aufgabematerial
können so mit einer nachgeschalteten
Siebanlage Beton- oder Asphaltkörnungen
in einem Arbeitsgang hergestellt
werden.
Der Brechprozess beider Anlagen wird
automatisch über die innovative Beschickungsregelung
CFS (Continuous Feed
System) so optimiert, dass das Material
stets mit maximaler Effizienz durch die
Maschinen gefördert wird. Dabei wird
der Füllstand der Brechkammern
überwacht. Erreicht der Füllstand eine
definierte einstellbare Höhe, wird die
Materialzufuhr der Maschine angepasst.
Dieses System ist die ideale Grundlage
für die intelligente Linienkopplung eines
verketteten Anlagenzugs. Die optional
erhältlichen Sonden am Brecherabzugsband
und/oder Feinkornband der vorgelagerten
Maschine überwachen den
Füllstand der Aufgabeeinheit der jeweils
nachgelagerten Maschine.
Sicherheitstechnisch sind alle Brechund
Siebanlagen über Kabel miteinander
verbunden. Wird im Notfall ein beliebiger
Not-Halt am Anlagenzug gedrückt,
werden alle Maschinen sicher gestoppt.
www.wirtgen-group.com
KEINEN CAT KANN ICH
MIR NICHT LEISTEN.
Keinen Cat in unseren Beton- und Schotterwerken und auf unseren Baustellen? Das kann ich mir nicht vorstellen.
Wir setzen immer auf Cat Maschinen der allerneuesten Generation. Denn immer wieder ist es faszinierend, Innovation
in Aktion zu erleben. Jeder Cat überzeugt auch noch durch niedrige Gesamtkosten. Für mich heißt es: Etwas anderes
können wir uns nicht leisten.
Ernst Derfeser, Geschäftsführer der Ernst Derfeser GmbH
Vomp, Österreich
zeppelin-cat.at
Leistungsstarkes Team: Die Maschinen der neuen EVO2-Generation sind optimal aufeinander abgestimmt zum verketteten
Einsatz im Naturstein. Im Bild der Kegelbrecher Mobicone MCO 90(i) EVO2 und der Backenbrecher Mobicat MC 110(i) EVO2 in
Linienkopplung mit einer Siebanlage und einem Haldenband.
58 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
1
MASCHINEN + TECHNIK
1 Der Unterwagen des TEC
TB20 wird in Heavy Duty
Ausführung geliefert, der
Ausleger ist eine Neuentwicklung
von Avesco. 2 Dank
seiner Einsatzflexibilität ist
der DC300Ri das perfekte
Gerät für Bohr- und Sprengunternehmungen.
3 Die verschiedenen
Optionen des
Sandvik DT621 machen ihn
für eine Reihe von Bedingungen
und Aufgaben
flexibel einsetzbar.
2 3
Der Transport einer
neuen Straßenbahn für die
Dresdner Verkehrsbetriebe
erfolgte mit einer Schienenfahrzeuglösung
mit
Goldhofer-Fahrzeugen.
D
ie Dresdner Verkehrsbetriebe AG
(DVB) werden ab 2022 nach und nach
30 neue Straßenbahnen in ihrem Verkehrsnetz
einsetzen. Sie sind 35 cm
breiter, was einen zusätzlichen Sitz
ermöglicht. Gefertigt werden sie im
Bautzener Waggonbauwerk von Alstom.
Für den Transport nach Dresden setzt die
UTM Universal Transport GmbH eine
Schienenfahrzeuglösung mit Goldhofer-
Fahrzeugen ein. Die gewählte Kombination
besteht aus einer vierachsigen
Zugmaschine, einem vorgelagerten
zweiachsigen Schwerlastmodul (THP/UT
2) und einem siebenachsigen Semitieflader
für Schienentransporte (STZ-H 7) mit
Schwanenhals und hydraulischer Rampe.
Mit verschieden langen Brückenelementen
kann UTM seine Transportlösung an die
Größe der jeweiligen Straßenbahn
GOLDHOFER
Wie auf Schienen
Der Transport des ersten der 45 m langen und 58 t schweren Tramwagen.
anpassen. „Mit dieser Lösung haben wir
nicht nur das hohe Gewicht der Tram
sicher im Griff, sondern sorgen auch für
leichte Manövrierbarkeit des Schienenfahrzeugs“,
so Peter Klemenz, Projektmanager
Schienenfahrzeuge bei UTM in
Eisenhüttenstadt. Zusätzliche Erleichterung
bieten die hydraulischen Rampen
sowie die auf dem Schwanenhals befestigte
Seilwinde. Stabilen Halt während des
Tram-Transports gibt dabei das intelligente
und einfach zu bedienende Goldhofer-Ladungssicherungskonzept
mit
zahlreichen Befestigungsmöglichkeiten
und Verzurrpunkten.
www.goldhofer.de
AVESCO TEC
Premiere für 20-t-Tunnelbagger
Avesco TEC präsentiert den innovativen Tunnelbagger TEC TB20. Es ist das erste
Gerät mit 140 kW Leistung in der gefragten Größenklasse 20 t. Damit erweitert die
Zweigniederlassung der Avesco AG in St. Martin im Mühlkreis ihr maßgeschneidertes
Angebot, zu dem etwa auch der kompakte Bohrjumbo Sandvik DT621 und das selbstfahrende
Übertagebohrgerät Sandvik Commando DC300Ri zählen.
T
EC TB20 ist ein Hydraulikbagger in
der 20 t Klasse, der speziell für den
Untertageeinsatz entwickelt wurde. Die
Leistung von 140 kW macht ihn zum
stärksten Tunnelbagger der Marktsegmente.
Die separate Zusatzkreispumpe
sorgt für kontinuierlichen Ölfluss auf die
Anbaugeräte. Der Unterwagen wird in
Heavy Duty Ausführung geliefert, um den
harten Bedingungen im Tunnel Stand zu
halten. Der Ausleger ist eine Neuentwicklung
von Avesco TEC und auf dem Markt
einzigartig.
Sandvik Commando DC300Ri
Der Sandvik Commando DC300Ri ist ein
hydraulisches, selbstfahrendes Übertagebohrgerät
auf einem 4-Rad getriebenen,
oszillierenden Unterwagen und voll
funkferngesteuert. Typische Anwendungsbereiche
für den Commando DC300Ri sind
Straßenbau, Abbrucharbeiten, Sekundärbrecharbeiten,
Fundamentbohren und
Grabenbau, sowie gelegentliches Ankerbohren.
Somit wird der DC300Ri häufig von
Bauunternehmen, in Steinbrüchen und für
kommunale Anwendungen verwendet.
Sandvik DT621
Dieses kompakte elektro-hydraulische
Streckenvortriebsbohrgerät ist für schmale
Erzgänge mit Querschnitten ab 4 x 4 m bis
zu Streckenvortrieben mit 6 x 6 m
konzipiert und deckt mit einer maximalen
Arbeitsbreite von 8.820 mm und maximalen
Arbeitshöhe von 6.060 mm ein breites
Anforderungsprofil ab. Auch Ankeranwendungen
sind durch die 90° schwenkbaren
Lafetten kein Problem.
Durch die kompakten Baumaße von
B x H x L = 2.150 x 3.200 x 12.350 mm
(abhängig der gewählten Optionen) und
dem knickgelenkten Unterwagen ist diese
Maschine äußerst wendig. Der Fahrbetrieb
wird über einen Cummins Dieselmotor mit
129 kW Leistung gespeist, dessen Kraft
über ein hydrostatisches Getriebe an alle
4 Räder übertragen wird. Ausgestattet mit
katalytischer Abgasnachbehandlung und
Partikelfilter erfüllten wir zudem die
Emissionsklasse EU Stufe V und bieten
damit den neuesten Stand der Technik.
Der bewährte und robuste SB40 Bohrarm
bietet eine Abdeckung von 49 m². Eine
Auswahl an fixen Lafetten und Teleskoplafetten
deckt eine Vielzahl von Anwendungen
ab. Der neue Bohrhammer RD520
sorgt für reibungsloses und effizientes
Bohren bei tiefen Wartungskosten.
www.avesco-tec.at
60 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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MASCHINEN + TECHNIK
Minimierter Energieverbrauch: Als Teil der
zero emission Reihe ist der elektrische Raddumper
DW15e jeweils mit einem eigenen
Elektromotor für den Fahrantrieb und für
die Arbeitshydraulik ausgestattet.
„Unsere Kunden schätzen, dass sie durch
unser flächendeckendes Niederlassungsnetz
österreichweit alles aus einer Hand bekommen
und an allen Standorten kompetent
beraten werden“, betont Christian Chudoba,
Geschäftsführer Wacker Neuson Österreich.
WACKER NEUSON
50 Jahre Dumper Know-how
Ausgestattet mit einer Mulde zur Beförderung von Baumaterial und Aushub sind Dumper
in den letzten Jahrzehnten auf vielen Baustellen zu gefragten Helfern geworden. Wacker
Neuson verfügt über eine langjährige Expertise in der Entwicklung und Fertigung von
Rad- und Kettendumpern und begeht aktuell ein Doppeljubiläum: 50 Jahre Dumper
Know-how und 10 Jahre Dumper Kompetenz am Standort Hörsching bei Linz.
ls die Neuson Baumaschinen GmbH
A die Firma Ebbs & Radinger zur
Jahrtausendwende übernahm, verfügte
diese bereits über jahrzehntelange
Dumper-Erfahrung. Gemeinsam mit der
Firma Lifton in Großbritannien wurden
Dumper zunächst noch in Wien und Wales
produziert, 2008 wurde die Produktion
nach Linz verlegt. Mit der Fusion der
damaligen Neuson Kramer Baumaschinen
AG und der Wacker Construction Equipment
AG gelangte dieses umfangreiche
Know-how in die heutige Wacker Neuson
Group. Einige Mitarbeiter, die bereits seit
Jahrzehnten Teil des Unternehmens sind,
tragen ihr Wissen weiter – und bauen es
stetig aus. „Seit mittlerweile über 50
Jahren können wir auf unser Know-how
im Bereich der Dumper setzen“, erklärt
Christian Chudoba, Geschäftsführer
Wacker Neuson Österreich. „Gerade in
Österreich haben wir im Bereich Dumper
* Emissions-Schalldruckpegel (LpA): Er gibt die Geräuschemission des Gerätes an dem ihm direkt
zugeordneten Arbeitsplatz an, beispielsweise in der Kabine oder auf dem Fahrerstand.
Hier geht’s
zum Video:
sehr hohe Marktanteile. Unsere Kunden
vertrauen auf unsere langjährige Expertise
und die Sicherheit der Maschinen.“
Breites und innovatives Dumper
Portfolio für jede Anforderung
Seit 2012 befindet sich am Standort
Hörsching bei Linz das Wacker Neuson
Kompetenzzentrum für Dumper und
Bagger mit den Bereichen Forschung,
Entwicklung und Produktion. Insgesamt
62 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
Die Einbindung der Kunden in den Entwicklungsprozess
hat bei Wacker Neuson eine lange Tradition.
Die drei Dual View Modelle DV60, DV90 und DV100
ermöglichen den komfortablen und schnellen Wechsel
der Sitzposition durch eine 180°-Drehung der
gesamten Bedien- und Sitzkonsole.
bietet Wacker Neuson zehn Raddumpermodelle,
drei Dual View Dumper und
sieben Kettendumper-Modelle an. Dazu
gehören auch die elektrisch betriebenen
Maschinen DW15e und DT10e aus der
zero emission Reihe.
Bei der Entwicklung der Maschinen
spielen Themen wie Digitalisierung und
Elektrifizierung eine immer größere
Rolle. So arbeitet beispielsweise der
elektrische Raddumper DW15e ohne
direkte Abgasemissionen: Der Dumper
ist jeweils mit einem eigenen Elektromotor
für den Fahrantrieb und für die
Arbeitshydraulik ausgestattet, um die
Leistung bedarfsgerecht und unabhängig
abzunehmen und den Energieverbrauch
zu minimieren. Im Vergleich zum
konventionellen Modell wurden hier die
Geräuschemissionen um
mehr als 20 Dezibel auf
60 db(A)* Dezibel reduziert,
was in etwa normaler
Zimmerlautstärke
entspricht.
Eine weitere Dumper-
Innovation aus dem Hause
Wacker Neuson sind die
drei Dual View Modelle
DV60, DV90 und DV100
mit einer Nutzlast von 6 bis
10 t. Dual View ermöglicht
den komfortablen und
schnellen Wechsel der
Sitzposition durch eine
180°-Drehung der gesamten
Bedien- und Sitzkonsole.
Mit der Sitzposition ändert
der Fahrer die Blick- und
Vorwärts-Fahrtrichtung.
Zeitaufwendiges Wenden
und Rangieren sind somit
nicht mehr nötig. Gerade
auf beengten Baustellen,
zum Beispiel im Innenstadtbereich,
im Tunneleinsatz
oder an vielbefahrenen
Straßen, spielt Dual View
seine Stärken voll aus. Der
Fahrer behält dabei die
Arbeitsumgebung stets voll
im Blick – und das bedeutet
deutlich mehr Sicherheit.
„Mit unseren Dumpern
ist einfaches, effizientes und
vor allem sicheres Arbeiten
möglich. Auch in Zukunft
werden wir das Ohr nah an
unseren Kunden haben und
ihre Anforderungen aus der
Praxis in Neu- und Weiterentwicklungen
einfließen
lassen“, betont Christian
Chudoba. Die Nähe zum
Kunden spielt damals wie
heute eine große Rolle: Von Beginn an
waren Kunden in den Entwicklungsprozess
der Maschinen eingebunden, um
die für sie optimale Lösung umzusetzen.
„Unsere Kunden schätzen, dass sie
durch unser flächendeckendes Niederlassungsnetz
österreichweit alles aus
einer Hand bekommen und an allen
Standorten kompetent beraten werden“,
ergänzt Christian Chudoba. „Unser
motiviertes Team unterstützt bei der
Auswahl der passenden Maschine – zum
Kauf oder zur Miete – und bietet
selbstverständlich alle Services rund um
die Maschine an. Die persönliche
Betreuung und zuverlässige Baumaschinen
und -geräte – dafür steht Wacker
Neuson.“
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
SANDVIK
BEV-Muldenkipper-Prototyp mit 65 t
Nutzlast für den untertägigen Bergbau
Sandvik stellt den batterieelektrischen Muldenkipper mit der größten Kapazität
für den Untertage-Bergbau vor. Der Prototyp des Sandvik TH665B mit einer
Nutzlast von 65 t befindet sich in Kalifornien in der Testphase.
Nach Abschluss der Testphase mit Barminco und AngloGold Ashanti Australia
wird der Truck demnächst in der Goldmine Sunrise Dam getestet, um seine
Praxistauglichkeit für den Einsatz über lange Transportwege zu
beweisen, bevor die kommerzielle Produktion des Sandvik
TH665B Ende 2023 anlaufen soll.
Die Software TS Learning
unterstützt auch Baufirmen
bei der Umsetzung individueller
Konzepte für Unfallprävention
und Gesundheitsschutz.
B
ei Arbeitgebern steigt das Bewusstsein,
mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen
konfrontiert zu werden, wenn Mitarbeiterunterweisungen
nicht ordnungsgemäß
umgesetzt werden. Im schlimmsten Fall
steigt bei Nichteinhaltung der Bestimmungen
auch noch die Versicherung aus. Vor
diesem Hintergrund bieten die Experten
der HSEQ-Pro GmbH mit der TS Learning
Software eine innovative digitale Lösung
für die Bereiche Mitarbeiterunterweisung
und Arbeitsschutz. Im Vergleich zu
herkömmlichen Sicherheitsanweisungen
können mit der TS Learning Software
Schulungsinhalte mehrsprachig und stets
auf dem neuesten Stand erstellt werden.
Für alle Betriebe, welche dezentral
aufgestellt sind: das digitale Schulungssystem
wird individuell sowie branchengerecht
angeboten, ist einfach zu bedienen
HSEQ-PRO
Software für individuelle
Unfallprävention
und kann asynchron abgehalten werden.
Aufgrund des digitalen Systems entfällt
nicht nur die Koordination und Organisation
zeitaufwendiger Schulungstermine, es
können auch Wissensüberprüfungen und
Schulungsnachweise einfach generiert
Mit der
TS Learning
Software sind
Arbeitgeber und
Arbeitnehmer
hinsichtlich der
gesetzlichen
Vorschriften
gleichermaßen
abgesichert.
werden. Arbeitgeber können mit der TS
Learning Software Informationen dokumentiert
und nachvollziehbar an Mitarbeiter
zustellen und ihre zeitlichen Ressourcen
dem Unternehmenszweck widmen.
www.hseq-pro.at
N
ach der Einführung des Sandvik
TH550B 50-t-BEV auf der Messe
Minexpo International 2021 im vergangenen
September setzt Sandvik seine
BEV-Strategie fort, indem es sein Angebot
an batterieelektrischen Muldenkippern
und Ladern sowohl auf größere als auch
auf kleinere Größenklassen ausweitet. Der
Sandvik TH665B wurde entwickelt, um
die Produktivität, Nachhaltigkeit und
Kosteneffizienz im Schüttgutbergbau zu
verbessern.
„Mit mehr als 50 Jahren Erfahrung in
der Entwicklung und Herstellung von
Bergbaumaschinen für den untertägigen
Bergbau sind wir stolz darauf, dass wir
unseren Kunden auch weiterhin den Weg
zu nachhaltigeren Anwendungen weisen
können“, so Henrik Ager, Präsident von
Sandvik Mining and Rock Solutions.
„Unser batterieelektrischer 65-t-Truck ist
unsere neueste Entwicklung, mit der wir
den Bergleuten und Unternehmern helfen,
den Übergang zu einem produktiveren,
emissionsfreien Bergbau zu vollziehen.“
Der Sandvik TH665B vereint bewährtes
Sandvik-Design und fortschrittliche
Technologie rund um Elektroantriebe und
Batteriesysteme. Dank eines extrem
effizienten elektrischen Antriebsstrangs
soll ein voll beladener Sandvik TH665B
auf einer 1:7-Rampe bis zu 30% schneller
sein als ein vergleichbarer konventioneller
Diesel-Untertage-Muldenkipper. Jedes der
vier Räder des Muldenkippers ist mit
unabhängigen Antrieben ausgestattet, was
zu einem einfacheren Antriebsstrang,
einer verbesserten Gesamteffizienz und
einer maximalen Leistungsabgabe führt.
Der elektrische Antriebsstrang des
Sandvik TH665B liefert eine Dauerleistung
von 640 kW und ermöglicht eine
hohe Beschleunigung und schnelle
Rampengeschwindigkeiten.
Der Muldenkipper ist mit dem patentierten
Selbstwechselsystem von Sandvik
ausgestattet, einschließlich der AutoSwapund
AutoConnect-Funktionen, die einen
schnellen und einfachen Batteriewechsel
innerhalb weniger Minuten ermöglichen
– und zwar ohne größere Infrastruktur wie
Brückenkräne oder andere schwere
Handhabungsgeräte. Der Sandvik
TH665B verfügt außerdem über ein neues
Batteriehebesystem für verbesserte
Zuverlässigkeit. Sandvik hat die Konstruktion
des Batteriekäfigs überarbeitet,
um die Wartungsfreundlichkeit zu
verbessern, so dass die Batteriemodule
gewechselt werden können, ohne dass die
Batteriepakete zur Wartung aus dem
Käfig genommen werden müssen.
Die neue Fahrerkabine des Muldenkippers
hat das gleiche Design wie die
branchenführende Kabine des Toro
TH663i Untertagemuldenkippers von
Sandvik. Die Kabine bietet eine erstklassige
Bedienerergonomie mit einer
Vielzahl von Einstellmöglichkeiten für
eine komfortable Arbeitsumgebung. Die
zentrale Pendelrahmenkonstruktion sorgt
für Stabilität, und die Vorderachsfederung
gewährleistet eine ruhige Fahrt auf
unebenen Strecken. Die Kabine des
Sandvik TH665B ist mit einer Joystick-
Lenkung, einem großen Touchscreen-Farbdisplay
und dem neuesten Steuerungssystem
ausgestattet, das einen einfachen
Zugriff auf die Ausrüstungsdaten
ermöglicht.
www.rocktechnology.sandvik/de
64 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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„Wir haben sicher 4 oder 5 verschiedene mobile Brechanlagen getestet und für uns war das ganze Rockster Paket genau
auf die Bedürfnisse unseres Unternehmens zugeschnitten. Die Anlage ist sehr bedienerfreundlich und es ist ein hydraulisches
System, was uns lieber ist als elektrisch, weil wir einfach mehr Erfahrung in diesem Bereich haben. Das stufenlose Regeln
der Brecherdrehzahl erlaubt uns mehr Kontrolle beim Arbeiten, der Magnetabscheider ist hydraulisch höhenverstellbar usw.“
Werkstattleiter Peter Schmid, Kober Transporte GmbH
Rockster Austria International GmbH / 4212-Neumarkt i.M. / +43 720 70 1212
MOBILE BRECHANLAGEN
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
LIEBHERR
Elektrisierend: LR 1160.1 unplugged
„Unplugged“ steht bei Liebherr für batteriebetriebene Geräte. Mit dem Raupenkran
LR 1160.1 unplugged wird die Serie um ein neues Modell erweitert. Der Kran hat
eine Traglast von 160 t und elektrisiert erste Kunden mit sanften Tönen und
einem intelligenten Sicherheitskonzept.
D
er LR 1160.1 unplugged gehört zu den
ersten Raupenkranen der Welt, die mit
Batterie betrieben werden. Das elektrohydraulische
Antriebsdesign hat dieselben
Leistungsdaten wie die konventionelle
Ausführung. Beide Versionen werden in
derselben Art und Weise bedient, was für
den Fahrer besonders angenehm ist, wenn
er häufig zwischen Geräten wechseln muss.
Ein herausragendes Merkmal der
Unplugged-Geräte ist „Zero Emission“. Sie
verursachen keine Abgase und sind sehr
leise. Damit treffen sie besonders in
lärmempfindlichen Regionen den
richtigen Ton und finden Anklang
Der LR 1160.1
unplugged im
neuen Design.
bei Baustellenpersonal und Anwohnern.
Im Leerlauf entspricht der Schalldruckpegel
von drei Unplugged-Raupenkranen, die
jeweils in einer Entfernung von 16 m
stehen, einer normalen Unterhaltung auf
der Baustelle in 1 m Entfernung. Das
entspricht einem Wert von nur 60 dB(A).
Wenn berücksichtigt wird, dass ein
Raupenkran 60% der Zeit auf der Baustelle
im Leerlauf ist, so ist dieser geringe
Geräuschpegel ein Vorteil mit großer
Stimmkraft.
Der LR 1160.1 unplugged kann sowohl
mit Kabel als auch ohne betrieben werden,
also: unplugged. Die Kapazität des Akkus
Der erste LR 1160.1
unplugged verlässt
das Liebherr-Werk in
Nenzing. Mit der
Unplugged-Serie wird
das Potenzial der
Raupenkrane
Wirklichkeit, auch als
elektrische Version
bestens zu
funktionieren.
ist für einen Hebebetrieb von 8 Stunden
ausgelegt. Der Kran kann während der
Arbeit an einem konventionellen Elektroanschluss
mit 63 A uneingeschränkt
betrieben oder binnen 4,5 Stunden geladen
werden. Eine Schnellladung mit 125 A ist
in nur 2,5 Stunden möglich.
Die Designer des Krans legten viel
Wert auf das Sicherheitskonzept. Wie die
gesamte Raupenkran-Serie der Liebherr-
Werk Nenzing GmbH, verfügt der
LR 1160.1 unplugged über alle etablierten
Assistenzsysteme für die sichere
Bedienung.
Das neueste Feature des LR 1160.1
unplugged ist die „Gradient Travel Aid“
für eine sichere Überwindung von Hängen
(Neigungsfahrten). Das Steuerungssystem
des Krans berechnet automatisch den
Schwerpunkt und warnt den Fahrer, bevor
er den sicheren Bereich verlässt. Der
Bediener erhält während der Fahrt
jederzeit Informationen über die zulässige
und tatsächliche Steigung und über den
Gesamtschwerpunkt des Krans. Bei
Bedarf kann der Auslegerwinkel so
geändert werden, dass die Maschine im
sicheren Bereich bleibt. Die „Bodendruckanzeige“
berechnet den aktuellen Bodendruck
der Maschine und vergleicht diesen
mit vorgegebenen Sicherheitsgrenzwerten
der jeweiligen Baustelle. So weiß der
Geräteführer zu jeder Zeit, ob er sich in
einem kritischen Bereich befindet oder
sich einem solchen annähert. Der „Boom
Up-and-Down Assistant“ zeigt im Ablegeoder
Aufrichtbetrieb die Annäherung des
Krans an die Kipplinie an und stoppt automatisch,
bevor sich der Kranführer
unbeabsichtigt in eine unsichere Position
manövriert.
Die ersten drei LR 1160.1 unplugged
lieferte die Liebherr-Werk Nenzing GmbH
nach Großbritannien. Select Plant Hire
Company Ltd. verfolgt das Ziel, immer
mehr Zero-Emission-Baustellen umzusetzen
und hat für 2022 sogar drei weitere
LR 1160.1 unplugged als Investition
geplant. Select setzte bereits bei der
Markteinführung auf den weltweit ersten
batteriebetriebenen Raupenkran, den
LR 1250.1 unplugged.
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66 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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FloorZilla-Reinigungspads
reinigen Schwamborn-Geräte
noch gründlicher und
umweltschonender.
V
reactiV heißt die Technologie hinter
den neuartigen Reinigungspads
„FloorZilla“, die eine verbesserte Reinigungsleistung
mit geringerem Wasserverbrauch,
ohne Chemie bei längerer Haltbarkeit
ermöglicht. Erhältlich ist diese
Innovation nun für die Reinigungsmaschinen
des deutschen Herstellers Schwamborn.
CEO Eckart Schwamborn erläutert:
„Tests haben uns davon überzeugt, dass
diese Pads gründlicher, haltbarer und
nachhaltiger sind als herkömmliche
Reinigungspads“. Besonders überzeugt
habe Schwamborn der geringere Wasserverbrauch
und die Eignung für die
chemiefreie Reinigung. „Sogar beim völlig
wasserfreien Polieren haben uns die
Ergebnisse überzeugt“, ergänzt der
Geschäftsführer. Die Innovation der
vollständig aus recyceltem Material
gefertigten Pads besteht in der festen
Bindung von Millionen kleinster Silicium-
Carbid Körnern auf einer elastischen
Oberfläche. So entsteht eine 3-D Beweglichkeit,
die durch die hohe Anzahl von auf
den Boden einwirkenden Körnern die
Reinigungsleistung signifikant erhöht.
Dafür sorgt zudem ein im Vergleich zu
herkömmlichen Pads um ca. 300%
erhöhter Anpressdruck der dennoch
eine schonende Reinigung von
Naturstein-, Kautschuk-,
Terrazzo-, PVC- aber auch auf
Industrieböden ermöglicht.
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Schwamborn.
Erhältlich sind
die Pads in vier
Varianten.
vermietung
wartung
verkauf
rasche
verfügbarkeit
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Fräswalzendrehzahlen nach unten und oben erweitern
und ein enormes Anwendungsspektrum realisieren. Im
niedrigen Drehzahlbereich können Kraftstoff und Meißelverschleiß
signifikant reduziert werden. Im oberen
Drehzahlbereich wird auch bei höheren Flächenleistungen
eine hohe Qualität des Fräsbildes erzielt.
WIRTGEN
Neue Wirtgen Kompaktfräsen-Klasse ist
besonders wirtschaftlich und nachhaltig
Mit der Markteinführung der W 100 Fi, W 120 Fi und W 130 Fi in Europa präsentiert
Kaltfräsen-Spezialist Wirtgen ab sofort drei leistungsstarke Ein-Meter-Kompaktfräsen
der neuesten Generation. Branchenweit einzigartige Technologien aus der bewährten
Großfräsen F-Serie sind jetzt auch in den Kompaktfräsen integriert.
D
ie drei Frontlader mit Arbeitsbreiten
von 1,0 m, 1,2 m und 1,3 m sind mit
der umweltfreundlichsten Motorentechnologie
der Abgasstufe EU Stage 5 ausgestattet.
Dazu bietet der moderne John
Deere Dieselmotor eine Motorleistung von
265 kW / 360 PS. Wirtgen und John Deere
haben die Drehmomentkennlinie des
Motors exakt auf die Anforderungen für
das Kaltfräsen angepasst. Dadurch
verbrauchen die Maschinen auch bei
hohen Leistungen und maximaler
F rästiefe bis 330 mm deutlich weniger
Kraftstoff.
An Bord sind auch die digitalen
Assistenzsysteme Maschinensteuerung
Mill Assist, Wirtgen Performance Tracker
(WPT) und das Nivelliersystem Level Pro
Active. Innovationsmotor Wirtgen hatte
damit schon bei den Großfräsen-Anwendungen
den Maßstab für wirtschaftliches
und präzises Fräsen neu definiert. Jetzt
profitieren Kunden auch in der Kompaktfräsen-Klasse
von hohen Fräsleistungen,
Effizienz und deren übersichtliche
Dokumentation.
Mill Assist für effizienteres Fräsen
Im Automatikbetrieb stellt der Mill Assist
das günstigste Arbeitsverhältnis zwischen
Leistung und Betriebskosten ein. Dies
erhöht nicht nur die Fräsleistung, sondern
reduziert auch Diesel-, Wasser- und
Meißelverbrauch sowie CO2-Emissionen.
Der Fräsenfahrer kann zusätzlich eine
Arbeitsstrategie „ECO“, „Leistungsoptimiert“
oder „Fräsbildqualität“ vorwählen.
So ist es zum Beispiel möglich, die
erforderliche Fräsbildqualität auf einer
Skala von 1 für grob bis 10 für sehr fein
vorab per Knopfdruck zu definieren.
Der Mill Assist steuert auch den
Motorantrieb automatisch. In Verbindung
mit dem Dieselmotor lassen sich die
Die Wirtgen W 100 Fi, W 120 Fi und
W 130 Fi aus der neuen Kompakt-Klasse
überzeugen in jeder Anwendung – zum Beispiel
beim Abfräsen von Belagsschichten oder
während Anschlussarbeiten bei der
Fahr bahnsanierung.
Der leistungsstarke
John Deere Motor mit exakt
auf Kaltfräsen zugeschnittener
Drehmomentkennline ermöglicht
produktives und effizientes
Arbeiten in jedem Fräseinsatz.
WPT für exakte Leistungsund
Effizienzdokumentation
Der Wirtgen Performance Tracker ermittelt automatisch
und exakt Flächenfräsleistung, Fräsvolumen und Verbrauchswerte
der Maschine – ganz ohne externen Vermesser
auf der Baustelle. Alle wichtigen Leistungs- und
Verbrauchsdaten werden dem Fräsenfahrer auf dem
Bedienstand in Echtzeit angezeigt und unmittelbar nach
Abschluss der Fräsarbeiten in einem automatisch generierten
Bericht per E-Mail auch an den Maschinenbetreiber
gesendet. Der WPT ist optional und kann auch bei
bereits in Betrieb genommenen Kompaktfräsen jederzeit
nachgerüstet werden.
Kompakte Abmessungen und ein optimiertes Maschinengewicht
für den einfachen Transport prädestinieren
das Maschinentrio für zahlreiche Baustelleneinsätze. Die
wendigen Kaltfräsen eignen sich besonders für Fräsarbeiten
unter beengten Platzverhältnissen wie in Innenstädten
oder auf Parkplätzen. Aufgrund ihrer hohen Produktivität
werden sie auch zur Deckschichtsanierung und zum
Komplettausbau auf kleineren sowie mittleren Baustellenlosen
eingesetzt. Durch den schnellen Wechsel der FCS-
Fräswalzen mit unterschiedlichen Linienabständen und
unterschiedlichen Arbeitsbreiten lassen sich die Kompaktfräsen
von Wirtgen auch auf der Baustelle in kürzester
Zeit für wechselnde Anwendungen umrüsten.
Moderne Schaltzentrale
Der neu entwickelte Fahrstand zeichnet sich durch
Komfort, ergonomisch gestaltete Bedienelemente, hochwertige
Haptik und modernes Design aus. Für die bei
Wirtgen Fräsen gewohnt gute Sicht auf alle wichtigen
Arbeitsbereiche sorgen neben der schmalen Wespentaille
auch bis zu fünf Kameras. Über das neue 5“-Bediendisplay
in der Multifunktionsarmlehne werden zudem alle
wesentlichen Maschineninformationen angezeigt. Ein
weiterer Clou ist der Aufstieg zur Fräse mit automatischer
Höhenanpassung am Heck. So kann der Maschinenbediener
den Fahrstand in jeder Arbeitssituation ergonomisch
betreten.
www.wirtgen-group.com
ROUGE
ROT
ROJO
RØD
ROSSO
ROOD
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68 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 69
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
1
2 3
7
1 Der neue Kobelco SK19 kommt
optional mit Schutzdach oder Komfortkabine
und einer kraftvoll ausgelegten
Ausleger-Geometrie mit
umfangreicher Anbau-Hydraulik.
2 Je nach Stiel-Ausrüstung erreicht
der Kobelco SK19 mit geschwenktem
Ausleger einen minimalen
Ausleger-Schwenkradius von
850 mm, bei einem Heck-Schwenkradius
von gerade 1.060 mm.
3 + 4 Die Kabine des Kobelco SK19
bietet hohen Arbeitskomfort und
eine große Übersichtlichkeit.
5 Das Fahrwerk kann von 980 mm
auf 1.320 mm Breite hydraulisch
ausgefahren werden. 6 Wesley
Elverding, Produktmanager bei
Kobelco Europe. 7 Die Hub zylinder
am Ausleger und die Kinematik
des Planierschildes sind zuverlässig
gegen Beschädigungen geschützt.
4
5
6
weiterentwickeln. Der neue SK19 ist auf
Produktivität getrimmt: Er bietet mehr
Kraft am Ausleger und verkürzt die
Arbeitszyklen deutlich. Seine Anbauhydraulik
ist führend in dieser Klasse, was
ihn gemeinsam mit einer hohen tigkeit enorm vielseitig macht.“
Standfes-
Ansprechpartner für Kobelco Bagger ist
in Vorarlberg, Tirol und Salzburg die Firma
Otto Wohlgenannt GmbH mit Sitz in
Dornbirn. Für die anderen Bundesländer
steht die Firma Kohlschein Baumaschinenhandel
GmbH in Wien zur Verfügung.
www.kohlschein.at | www.wohlgenannt.co.at
www.kobelco-europe.com
KOHLSCHEIN / WOHLGENANNT
Kompakte Maschine für große Aufgaben
Der neue Minibagger Kobelco SK19 kombiniert eine kompakte Bauform mit einem
leistungsstarken Motor für effizienten Betrieb, gute Standfestigkeit mit idealer
Gewichtsverteilung und einer durchdachten, komfortablen Kabine.
D
er Kobelco SK19 löst den bisherigen
SK18-1E ab und liefert mit größerem
Motor, einem neuen Hydrauliksystem und
der neu konzipierten Arbeitsausrüstung
eine deutlich höhere Leistung. Der
Yanmar-Motor der EU-Stufe V leistet 38%
mehr (13,1 kW vs. 9,5 kW), ermöglicht 10%
mehr Losbrechkraft an der Schaufel (16,7
kN vs. 15,2 kN) und eine um 26% größere
Reißkraft am Stiel (langer/kurzer Stiel:
9,3/11,4 kN vs. 7,4 kN). Die Hubleistung
erhöht sich ebenfalls um 24% (gemessen
bei 2,5 m Reichweite über Front, -0,5 m ab
Boden). Gleichzeitig konnten auch
Fahrgeschwindigkeit, Arbeitsradius und
-tiefe der knapp zwei Tonnen schweren
Maschine (Kabine: 1.970 kg; Schutzdach:
1.880 kg) deutlich verbessert werden.
Eine Reihe wichtiger Merkmale
prädestiniert den Kobelco SK19 für
Arbeiten unmittelbar an Mauern, Gräben
oder Straßen. Eingefahren ist das Raupenfahrwerk
lediglich 980 mm breit, um enge
Zugänge zu passieren, hydraulisch
ausgefahren kommt das Chassis auf 1.320
mm. Der kompakte Schwenkkreis sorgt
für einen effizienten Betrieb auf engstem
Raum, zudem wurde der Schwenkwinkel
des Auslegers um 12% gegenüber dem
bisherigen SK18-1E vergrößert.
Die gezielte Verstärkung von Schlüsselkomponenten
gewährleistet die Zuverlässigkeit
und Langlebigkeit des Kobelco
SK19. Große Querschnitte von Schwenkhalterung,
Ausleger und Stiel ermöglichen
hohe Anbaugewichte, serienmäßige
Kolbenabdeckungen aus Federstahl
sichern die Hubzylinder an Ausleger und
Stiel. Auch die Kinematik des Planierschilds
ist zuverlässig gegen Beschädigungen
geschützt.
Wie bei allen Kobelco-Maschinen wird
die Sicherheit von Fahrer und Mitarbeitern
auf der Baustelle großgeschrieben.
Sowohl Kabine als auch Schutzdach des
SK19 erfüllen die ROPS-/TOPS-/FOPS-
Sicherheitsstandards. Der LED-Auslegerscheinwerfer,
die optionalen LED-Front-
und Heckleuchten sowie die optionale
steckbare orangefarbene LED-Rundumleuchte
sorgen für eine hervorragende
Beleuchtung und Sichtbarkeit auf der
Baustelle. Bei der Entwicklung des neuen
SK19 stand auch der Komfort des Baggerfahrers
auf langen Schichten ganz oben
auf der Agenda. USB-Anschlüsse,
12-V-Stromversorgung und Getränkehalter
gehören zur Serienausstattung,
Handgelenkstützen an beiden Steuerhebelkästen
ermöglichen ein ermüdungsfreies
Arbeiten. Das zusätzliche (optionale)
Gegengewicht sorgt für Extra-Stabilität.
Ein einfacher Zugang zum Motorraum,
zum Motorölfilter, zu Luft- und Kraftstofffiltern
reduziert die Ausfallzeiten für
routinemäßige Wartungsarbeiten auf ein
Minimum.
Wesley Elverding, Produktmanager bei
Kobelco, unterstreicht die Innovationen
am neuen SK19: „Die Einführung des
SK19 zeigt, wie wir unsere Minibaggertechnologie
und Maschinenkonzepte
Fotos: © Kobelco; Raoul Hollants Photography
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MASCHINEN + TECHNIK
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DIGANDO
Kuhn Baumaschinen beteiligt sich
an Online-Mietplattform Digando
Nach Huppenkothen und Felbermayr ist Kuhn Baumaschinen der
dritte Digando-Eigentümer. Bereits seit Mitte 2020 ist Kuhn als
Vermieter auf der Online-Mietplattform für Baumaschinen präsent.
Jetzt beteiligt sich das Unternehmen mit 3% an der Digando GmbH.
M
it 1.600 Mitarbeitern, 6 Produktionsstandorten
und 53 Niederlassungen
ist die Kuhn-Gruppe in ganz Mitteleuropa
aktiv. Sie setzt mit Baumaschinen,
Ladetechnik und Werkzeugmaschinen
jährlich ca. 650 Mio. Euro um. Der
Unternehmensbereich Baumaschinen
verfügt über sechs Service-Stationen in
Österreich und ist über Tochtergesellschaften
in zehn umliegenden Ländern präsent.
Auf Digando.com bietet Kuhn Baumaschinen
Hydraulikbagger, Radlader,
Muldenkipper, Sieb- und Brechanlagen,
Topcon Vermessungstools und Topcon
Maschinensteuerungen zur Miete an.
„Wir sind vom Trend zur Digitalisierung
am Bau überzeugt“, erklärt Geschäftsführer
Stefan Kuhn: „Darum waren wir
frühzeitig als Vermieter bei Digando an
Bord und werden unser Engagement als
Miteigentümer noch intensivieren.“
10.000 Bagger, Anbaugeräte,
Lader, Dumper, Arbeitsbühnen,
Verdichter, Anhänger, Teleskopstabler
und Siebanlagen
stehen über Digando.com an
55 Partner-Stationen in
Österreich und Deutschland
zur Miete bereit.
Geschäftsführer
Alexander Höss
hat bei Digando
einen weiteren
wichtigen
Branchenplayer
an Bord.
Bereits seit Mitte
2020 ist Kuhn als
Vermieter auf der
Online-Mietplattform
für Baumaschinen
präsent. Jetzt
beteiligt sich das
Salzburger Unternehmen
an der
Digando GmbH.
72 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: © Digando GmbH; Kuhn Baumaschinen GmbH
Kuhn ist deshalb als Gesellschafter bei
der Digando GmbH eingestiegen. Ebenfalls
Anteile hält die Felbermayr Transport-
und Hebetechnik. Mehrheitseigentümer
ist die Huppenkothen GmbH, die
Digando initiiert hat.
Über die Partnerschaft mit Kuhn
Baumaschinen freut sich Digando-
Geschäftsführer Alexander Höss: „Wir sind
angetreten, um gemeinsam mit den wichtigen
Branchenplayern die Digitalisierung
bei der Baumaschinenmiete voranzutreiben.
Dass die Möglichkeit zur echten
Partnerschaft so gut ankommt, freut uns
sehr und so können wir mit dem Engagement
neuer Miteigentümer unsere Idee
erfolgreich voranbringen. Das nominelle
Verhältnis ist dabei zweitrangig, es geht
um das Commitment, gemeinsam das
Projekt anzutreiben.“ Weitere Beteiligungen
schließt Höss nicht aus: Er kann
sich auch vorstellen, dass sich künftig
Mieter an Digando beteiligen.
DATEN & FAKTEN
Kuhn
Neo-Miteigentümer
Stefan Kuhn freut
sich darauf, die
Digitalisierung
bei der Baumaschinenmiete
voranzutreiben.
Bis Jahresende in ganz
Deutschland verfügbar
Die Mietplattform Digando bietet seit
2019 Baumaschinen rund um die Uhr
online zur Miete an. Mittlerweile stehen
über 10.000 Bagger, Anbaugeräte, Lader,
Verdichter, Anhänger und Siebanlagen
österreichweit an 42 Mietstationen
bereit. Im November 2021 erfolgte die
Expansion nach Deutschland. „Wir sind
mit neun Mietstationen in Nordrheinwestfalen
und durch Kuhn mit vier
weiteren in Bayern und Baden-Württemberg
vertreten“, freut sich Alexander
Höss. Bis Jahresende will er das Angebot
auf das ganze Bundesgebiet ausweiten.
Baumaschinenmiete per Mausklick
Der Mieter erhält auf Digando.com nicht
nur technische Details, Zubehör und
Konfigurationsmöglichkeiten angezeigt,
sondern – als Alleinstellungsmerkmal
– auch die Verfügbarkeit in Echtzeit. So
kann eine Buchung online in kürzester
Zeit durchgeführt werden, rund um die
Uhr und ortsunabhängig. Bei Mietbeginn
kann die Maschine an einer der 55
Mietstationen abgeholt werden. Wahlweise
wird sie auch geliefert.
Mit Österreich und Deutschland ist
aber noch nicht das Ende der Expansion
erreicht: „Mittelfristig wollen wir zur
führenden Plattform für die digitale
Baumaschinenmiete in Europa heranwachsen“,
erklärt Alexander Höss.
www.digando.com | www.kuhn.at
www.kuhn-baumaschinen.de
Gründung: 1973
Firmensitz: Eugendorf
Mietstationen: 6 in Österreich, 4 in Süddeutschland
Kategorien bei Digando: Hydraulikbagger, Radlader, Muldenkipper, Sieb- und
Brechanlagen, Topcon Vermessungstools und
Topcon Maschinensteuerungen
Digando
Digitaler Marktplatz für die Baumaschinenmiete
Go-Live: 2019
Firmensitz: Dornbirn
Sortiment: über 10.000 Bagger, Anbaugeräte, Lader, Dumper,
Arbeitsbühnen, Verdichter, Anhänger, Teleskopstabler
und Siebanlagen
Partner-Stationen: 42 in Österreich, 13 in Deuschland
Eigentümer: 94% Huppenkothen GmbH, 3% Felbermayr Transport- und
Hebetechnik GmbH & Co KG, 3% Kuhn Beteiligungs GmbH
Weitere Vermiet-Partner: Kleinheider Baumaschinenhandel (AT), Humer Anhänger (AT),
Wepper Baumaschinen (AT), BVB Baumaschinen (AT),
Messner Arbeitsbühnen (AT), Hans Warner (DE),
Anton Kreitz & W.H. Ostermann (DE)
Österreichischer
Baumaschinenverband
KOMPETENZ DURCH
FOKUSSIERTE INFORMATION
Nr. 0124850
11
12
1
10
27
26 21
2
9
25 22
3
8 24 23 4
7
6
5
PRÜFPLAKETTEN &
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Der KMC380S der Habau-Group im Abbruch-Einsatz
mit einem SkanCraft Abbruch- und Sortiergreifer.
MASCHINEN + TECHNIK
Der Multi-Carrier kann
mit verschiedenen
Auslegern für Erdbau
und Abbruch adaptiert
werden.
Übergabe des Kettenbaggers an die
Habau Group (von links): Michael
Nöbauer (Vertrieb Mörtlbauer
Baumaschinen Vertriebs GmbH),
Armin Mörtlbauer (Geschäftsführer
Firma Mörtlbauer), Ing. Gerhard
Wohlmuth (Habau Group – Leiter
Maschinentechnischer Bereich),
und Helmut Stadlbauer (Habau
Group – Verwaltung Maschinentechnischer
Bereich).
ZANDT
Multifunktionale Tandemdreiseitenkipper
Die Zandt cargo TAT-K 110 und TAT-K 140 punkten mit dem stabilen Kipprahmen,
umfangreicher Ladungssicherung und praktischer Überfahrlösung.
D
ie Kipperbrücke wird aus einer einzigen
Tafel Feinkornstahl hergestellt, was
höchste Stabilität bei gleichzeitig maximaler
Verwindungssteifigkeit garantiert.
Vorteil: das bündige Material bleibt nicht
kleben und rutscht stets hervorragend ab.
Die kompletten Unterzüge in Längs- und
Querrichtung sind bereits in der Serie
vollständig durchgeschweißt. Dies sichert
einen dauerhaften Korrosionsschutz des
Unterbodens. Die sehr engen Trägerabstände
sind für hohe Punktlasten ausgelegt.
Die Ladungssicherung punktet mit 5 Paar
5 t Zurrpunkten und mit 2 Paar 8 t Zurrpunkten,
die optimal im Kipperboden
versenkt sind. Sämtliche Hydraulikleitungen
und der fünfstufige Kippzylinder mit
einem Gusskardanring befinden sich gut
geschützt, aber frei zugänglich für Wartungsarbeiten,
im verwindungssteifen
Fahrgestellrahmen. Die Kipperbrücke wird
Die Zandt
TAT-K 110 und
TAT-K 140 sind
für den
anspruchsvollen
Anwender
ausgelegt.
auf durchgängigen Rechteckrohren im
Chassis gelagert und bildet eine hochbelastbare
Einheit für einen sicheren Kippzyklus.
Die stufenlos höhenverstellbare Zugdeichsel
ist auf unterschiedliche Kupplungshöhen
der Zugfahrzeuge einstellbar. Für den
abgesicherten Kippbetrieb sorgt ein
hochwertiges Kippbegrenzungsventil. Die
beidseitigen Abstellstützen sind sowohl
beim Kippen als auch beim Ladevorgang
über die Alurampen für einen stabilen
Stand ausgelegt. Die hochwertigen Feinkornstähle
werden durch das Zandt cargo
werkseigene und mehrfach ausgezeichnete
ZinkSFB Verfahren umfassend geschützt.
www.zandt-cargo.de
D
er Multi Carrier erreicht mit dem
Erdbauausleger und dem Zwischenstück
eine Arbeitshöhe von 16 m und
hantiert mit Anbaugeräten bis zu einem
Einsatzgewicht von 5 t. Transportiert wird
der Kettenbagger auf einem handelsüblichen
Tieflader mit einer Transportbreite
von 3 m. Am Einsatzort wird das Laufwerk
innerhalb von Minuten auf eine Arbeitsbreite
von 4,30 m hydraulisch ausgefahren.
Nur dadurch wird ein sicherer Stand des
Multi Carrier gewährleistet, berichtet
Durch die vollausgestattete
Kippkabine
kann der Maschinenführer
ermüdungsfrei,
komfortabel und mit
perfekter Sicht mühelos
arbeiten.
MÖRTLBAUER
Habau Group: Fuhrparkerweiterung
mit neuem Hitachi Abbruchbagger
Die Habau-Group verstärkt ihren Fuhrpark mit einem leistungsstarken
Abbruchbagger von Hitachi: dem brandneuen 50 t Bagger KTEG KMC380S-7.
Michael Nöbauer von der Firma Mörtlbauer.
Der KMC380s fungiert bei der Habau Group
als Allround-Talent im Bereich Abbruch
sowie im Erdbau. Die passenden Anbaugeräte
kommen von der Firma SkanCraft. Der
KMC ist ausgestattet mit einem Abbruchund
Sortiergreifer des Modells ASG27-40, mit
einem Einsatzgewicht von 2.100 kg und einer
Multifunktionsschere (SCMT30-38), mit
einem Gewicht von 2.970 kg. Mithilfe dieser
Anbauwerkzeuge meistert die Maschine alle
Arbeiten schnell und ökonomisch.
„Um Abbrucharbeiten für den Auftraggeber
zur Zufriedenheit abzuwickeln, muss die
maschinentechnische Ausstattung auf
höchstem Niveau sein. Die Geräte von
Hitachi und SkanCraft gehören im Abbruch
zu dem Besten, was der Markt bieten kann
und unterstützen mit ihrer Verlässlichkeit
unsere Baustellenmannschaft“, betont
Prok. Dipl.-Wirt.-Ing. (FH), Ing. Gerhard
Wohlmuth.
www.habaugroup.com
www.moertlbauer-baumaschinen.de
Fotos: © Mörtlbauer Baumaschinen Vertrieb GmbH
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74 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Seit 10 Jahren schätzen die Profis
der HTB Bau GmbH bei ihren verschiedenen
Projekten die Vorteile der Drehantriebe
RotoTop. So auch aktuell bei den
Arbeiten für die Errichtung von zwei
Wasserkraftwerken im Sellraintal.
Bagger beim
Lawinen-Verbau
– hier muss
ein Felsen
ca. 8 t wiegen.
HTB / HOLP
Arbeiten unter Extrembedingungen
Die HTB Bau GmbH, ein Tochterunternehmen der Swietelsky AG, hat jahrzehntelange
Erfahrungen bei Projekten im Hochgebirge und im Spezialtiefbau. Aktuell werden im
Tiroler Sellraintal zwei neue Wasserkraftwerke gebaut, die Arbeiten werden führend von
der HTB Baugesellschaft umgesetzt. Wie bei den HTB-Baustellen der letzten 10 Jahre
sind auch bei diesem Projekt die Drehantriebe RotoTop der Holp GmbH mit dabei, denn
sie leisten einen wichtigen Beitrag zum effizienten Fortgang auf der Baustelle.
W
arum lässt sich ein erfolgreicher
Tiroler Bauunternehmer von einem
schwäbischen Tüftler und ehemaligen
Baggerfahrer überzeugen, einen Drehantrieb
an den meisten seiner Maschinen
dauerhaft zu nutzen? Vor 11 Jahren sind
Bernhard Pichler, zuständig für die Gerätetechnik
bei HTB, und Günter Holp im
Rahmen der bauma in München erstmals
aufeinandergetroffen und konnten einige
Gemeinsamkeiten feststellen: Beide kennen
kaum ein Routine-Tagesgeschäft. Sie
machen ständig etwas außerhalb der Norm
und sind immer auf der Suche nach der
besten Lösung für eine aktuelle Problemstellung
– so kann man ganz grob formulieren,
was die HTB Baugesellschaft aus Tirol und
die Firma Holp aus dem schwäbischen
Fornsbach bis heute verbindet.
Besondere Einsätze bieten
Chancen zur Weiterentwicklung
Günter Holp war beim ersten Kennenlernen
sofort fasziniert von den Projekten der
HTB, die sich im Spezialtiefbau einen
Namen gemacht hat und für die bauen,
bohren und sprengen in ungewöhnlichen
Situationen zum Tagesgeschäft gehört.
Für deren Projekte werden, wenn notwendig,
auch Bagger samt Anbaugeräten
zerlegt und mit dem Helikopter ins
Hochgebirge geflogen. Dort werden die
Maschinen dann wieder zusammengesetzt
und arbeiten unter Extrembedingungen in
großer Höhe und mit hartem Fels. Dass es
hier am Berg von besonderer Bedeutung
ist, dass ein Bagger nicht ständig versetzt
werden muss, versteht sich von selbst.
Holp sah sofort die Möglichkeit, seine
Hier geht’s
zum Video:
Drehantriebe unter diesen besonders
harten Einsatzbedingungen zu testen und
mit Hilfe der Rückmeldungen von den
HTB-Baustellen weiterzuentwickeln.
Die HTB wollte damals ihren ersten
RotoTop als Drehantrieb für eine Bohrlafette
einsetzen, war jedoch anfangs
skeptisch, ob das Ganze am Bagger
wirklich funktionieren würde. Zudem
sollte eine Bohrlafette flexibel an mehreren
Baggern eingesetzt werden. Der erste
RotoTop RT 301 an einem 28-t-Bagger und
eine schwere Bohrlafette mit Außenhammer
als Anbaugerät gingen im Jahr 2012
zunächst auf einer Baustelle in St. Anton
in den Einsatz. Hier wurde eine Skipiste
verbreitert, wobei der Bagger abwechselnd
mit Erdbewegung, Felsabtrag und
Bohrarbeiten beschäftigt war. Dieser erste
Fotos: @ Baublatt.Österreich
Von links: Geschäftsführer Günter Holp, Bernhard Pichler (Leitung Geräteverwaltung,
HTB Bau GmbH), Geschäftsführer Martin Wohlgenannt (Firma Wohlgenannt), Thorsten Schick
(Co-Geschäftsführer der Holp GmbH), Andreas Mathoi (Firma Winkelbauer) und
Maschinist Christoph Pöll (HTB Bau GmbH).
Die WDS 530 ist ab sofort
mit Baggern einsetzbar
RotoTop RT301 ist nach manchen
An passungen zu Beginn, der Nutzung
nach all den Jahren und einer Werksüberholung
nun an einem zweiten Bagger noch
immer im Einsatz – ein klares Zeichen
dafür, wie robust der RotoTop ist.
Mittlerweile nutzt man bei der HTB
Bohrlafetten mit rollengelagerten und
damit günstigeren Getrieben, weil damit
mehr Drehmoment generiert werden
kann. Holp arbeitet grundsätzlich mit
reiner Gleitlagerung in den Drehantrieben,
was für hohe Robustheit sorgt und
auf diese Weise das komplette Öl vom
Bagger durch die Drehdurchführungen
bringt. Dem Anbaugerät stehen bis zu
350 l/Min. bei 10 bar Staudruck zur
Verfügung. Somit macht es auch Sinn, den
RotoTop fix am Bagger zu verbauen.
Bei der HTB hat man über die Jahre
die Entwicklung des RotoTop begleitet,
einige Anpassungen mit veranlasst und ist
nun voll überzeugt von den Drehantrie-
HANDARBEIT WAR GESTERN!
WDS 530
SO EINFACH WIE NIE!
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MASCHINEN + TECHNIK
ben. Mittlerweile setzt das Tiroler Bauunternehmen
unterschiedliche Typen der
RotoTop-Serie ein – fest verbaut an 11
Baggern. Weitere vier Drehantriebe des
Models RT.201 sind direkt an Bohrlafetten
verbaut. Die aktuellste Anschaffung von
HTB ist ein neuer RT.301, der zusammen
mit einem vollhydraulischen Schnellwechselsystem
der Firma Winkelbauer an
einem Kobelco SK270 SRLC-5 mit
Bohrlafette zum Einsatz kommt.
Zukunftsweisende
Großbaustelle in Tirol
Im Sellraintal hat die HTB Bau GmbH
2021 Aufträge für die Errichtung von zwei
Wasserkraftwerken erhalten: Eines für die
fünf Gemeinden des Sellraintals (an der
Mellach und Fotsch) sowie eines für die
Gemeinde Sellrain (im hinteren Fotschertal).
In drei Fassungen wird das Wasser
eingezogen und durch Druckrohrleitungen
mit einer Gesamtlänge von 11,5 km bis zu
den Turbinen befördert.
Für die Region in Tirol ist dieses
Projekt ein weiterer Meilenstein auf dem
Weg zur Energiewende. Nach Fertigstellung
der beiden Kraftwerke werden hier
ab Anfang 2024 jährlich 63,8 Gigawattstunden
Strom erzeugt werden. Das
entspricht dem Bedarf von ca. 17.500
Hauhalten. Gleichzeitig ist man bemüht,
die Umsetzung so ökologisch vertretbar
wie nur möglich zu gestalten. Beispielsweise
werden die Fassungsbauwerke so
klein wie nur möglich erstellt. Diverse
Anlagenteile und alle Leitungen werden
bei sehr schwierigen Bodenverhältnissen
unter die Erde verlegt. Selbst das
Das Feedback der HTB Bau GmbH hat die Entwicklung
des RotoTop der Holp GmbH stark unterstützt.
Krafthaus entsteht unterirdisch in einer
Kaverne.
Bei diesen Projekten hat HTB eine
große Bandbreite an Maschinen im
Einsatz: Das reicht von Baggern mit 1,5 t
bis hin zu 38 t Einsatzgewicht. Dazu
kommen Bohrlafetten, Bohrgeräte und
Radlader sowie die entsprechenden
Anbaugeräte. Die auf fünf Baulose
aufgeteilten Arbeiten finden alle in sehr
hartem und felsigem Untergrund und an
Hängen, entlang der Flüsse und Straßen
statt. Das erfordert nicht nur die richtigen
Maschinen, sondern ebenso eine effiziente
Herangehensweise, weil bestimmte
Arbeiten nur bei niedrigem Wasserstand
der Flüsse erledigt werden können. Hinzu
kommt, dass das Material kaum lose zu
entfernen ist, sondern mühsam in Blöcken
abgebaut werden muss. Um die großen
Steine mit einem Gewicht von bis zu 10 t
auszugraben und in Form von Mauern für
die Uferbefestigung wieder zu versetzen,
ist der RotoTop in Verbindung mit dem
Reiß- und Legelöffel das Werkzeug der
Wahl. Deren Robustheit beim Herausarbeiten
der Steine aus dem Gelände,
gepaart mit der Flexibilität beim Versetzen
macht die Arbeit auf dieser Baustelle
deutlich wirtschaftlicher.
Mehr Wirtschaftlichkeit
auf der Baustelle
Die HTB Baggerfahrer sind der Meinung,
dass der RotoTop gerade auf solch
anspruchsvollen Baustellen eine enorme
Unterstützung darstellt: „Man kann das
Anbauwerkzeug damit wirklich um 360°
drehen und beispielsweise auch seitlich
mit der Arbeit beginnen und flexibel in
alle Richtungen arbeiten, ohne ständig die
Maschine versetzen zu müssen“. Dadurch
kann man ein Anbauwerkzeug viel
intensiver und vielseitiger nutzen und
erledigt viel mehr Arbeit in der gleichen
Zeit. Für den Maschinenführer ist daher
es deutlich einfacher das Bodenpersonal
zu unterstützen und zu entlasten.“ Man
hat die Erfahrung gemacht, dass die
Fahrer, die an den RotoTop gewohnt sind,
kaum noch ohne diesen arbeiten wollen.
Gerade auf der Baustelle im Sellrain
sorgt der RotoTop beispielsweise am
Schreitbagger zusammen mit dem Schnellwechsler
dafür, dass wirtschaftlicher
gearbeitet werden kann. In „Zwangslagen“
könne man auch ohne Hin- und Herbewegen
der Maschine an schwer zugängliche
Stellen rankommen. Bäche müssten
beispielsweise über provisorische Bachbrücken
umgeleitet werden. Mit den Holp
Drehgetrieben konnten Bagger unterhalb
der Bachbrücken effizient arbeiten und
dann die Rohrleitungen im Trockenen
verlegen.
Günter Holp ergänzt: „Maschinenführer
wollen oft nicht auf das verzichten, was sie
gut kennen. So gibt man ihnen anfangs
zum RotoTop den Schwenklöffel mit, aber
spätestens nach vier Wochen brauchen
90% diesen nicht mehr, weil sie erkennen,
dass ein normaler Löffel ausreicht und in
dieser Kombination alles viel schneller
geht. So wird es noch wirtschaftlicher.“ Die
Profis sind sich einig, dass jede Technik
am Bagger mit den Fahrern abgestimmt
werden muss. Erst wenn sich die Fahrer
selbst von den Vorteilen überzeugt haben,
werden sie diese begeistert, richtig und
letztendlich wirtschaftlich einsetzen. Aus
diesem Grund bietet die Holp GmbH auch
Schulungen auf dem eigenen Testgelände
an, sodass Bauunternehmer und Mitarbeiter
selbst die verschiedenen Varianten
testen können.
Seit über zehn Jahren geht die HTB
noch einen Schritt weiter: Um für die
eigenen Anforderungen noch besser
gerüstet zu sein, werden die benötigten
Bohrlafetten selbst gebaut. In diese
Produkte sind alle praktischen Erfahrungen
der Spezialtiefbaufirma eingeflossen.
Die Geräte haben sich so gut bewährt,
dass sie seit zwei Jahren auch für den
Markt produziert und verkauft werden.
Holp und HTB wollen auch in Zukunft
die gemeinsame Entwicklung weiter
vorantreiben: schließlich sind beide
Unternehmen immer auf der Suche nach
weiterer Optimierung ihrer Geräte für die
Baustelle, um das Geschehen vor Ort
immer wirtschaftlicher und zukunftssicher
zu machen.
www.holp.eu
Foto: BKL Baukran Logistik
BKL
Sáez-Turmdrehkrane auch in Österreich
Mit 1. März 2022 übernahm die BKL Baukran Logistik GmbH die offizielle Händlerschaft
für Turmdrehkrane des spanischen Herstellers Grúas Sáez S. L. aus Murcia.
D
er Komplettanbieter für Kranlösungen
mit Hauptsitz in München ergänzt
damit sein über 500 Baukrane umfassendes
Portfolio für Mietkunden in Europa.
Zudem wird BKL Neukrane von Sáez
exklusiv in den deutschsprachigen
EU-Ländern vertreiben. „Mit Grúas Sáez
haben wir einen starken Partner gefunden,
der unsere hohen Qualitätsansprüche
an Maschinen und Service erfüllt. Die
Kooperation trägt zur Schärfung des BKL
Baukran-Portfolios bei und ist Teil unserer
erfolgreichen Wachstumsstrategie für den
europäischen Markt“, erklärt Alexander
Volz, Inhaber und Beiratsvorsitzender von
BKL. Als europaweit agierender Kranvermieter
bietet BKL seinen Kunden ein breit
gefächertes, nach strengen Kriterien
ausgewähltes Portfolio mit über 600
Bau- und Autokranen. Neue Produkte
testen die Kranspezialisten ausgiebig auf
Lokotrack®LT106
mobiler
Backenbrecher
Seit dem 1. März
ist BKL auch in
Österreich exklusiver
Vertriebspartner
für Sáez-Krane:
Alexander Volz
(Inhaber und Beiratsvorsitzender
von
BKL) und Laura
Canovas Sáez
(CEO von Sáez).
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Kraftstoffverbrauch um bis zu
35 %, ohne die
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Funktionalität und Qualität. So betreibt
BKL bereits seit über fünf Jahren mehrere
Obendreher von Sáez, die mit speicherprogrammierbarer
Steuerung (SPS) und
Frequenzumrichter-Antrieben ausgerüstet
sind, im firmeneigenen Mietpark. Kunden
von BKL profitieren nicht nur von der
erweiterten Auswahl an Baukranen in
Miete und Kauf, sondern auch von dem
breiten Serviceangebot rund um die
Maschinen.
www.bkl.de
78 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 79
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
HS-SCHOCH
Hochwertige und nachhaltige Regeneration
von Abbruchwerkzeugen und Anbaugeräten
Zeit ist Geld und deshalb sind einsatzbereite und funktionstüchtige Anbaugeräte auf
Baustellen und in Gewinnungsbetrieben unverzichtbar und essenziell. Doch muss es
immer eine Neuanschaffung sein, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten?
Oder lohnt sich alternativ eine Regeneration der Anbaugeräte?
D
ie rechtzeitige Regeneration von
Worktools, sprich Anbaugeräten, lohnt
sich immer, da die Geräte in der Regel
wieder schneller verfügbar sind als bei
einer Neuanschaffung und somit Zeit und
Geld gespart wird. Um den Anbaugeräten
ein langes Leben zu schenken wird ein
zuverlässiger Partner und Spezialist im
Bereich der Regeneration benötigt. Die HS
Schoch Gruppe befindet sich in der
glücklichen Lage, in allen Niederlassungen
eine Abteilung für Regeneration zu
führen und ist somit die richtige Wahl für
Reparaturen & Regenerationen von
Anbaugeräten für Bagger, Radlader sowie
diversen Trägergeräten.
Eine zeitnahe Abwicklung garantiert
geringe Ausfallzeiten. Somit werden
unnötige Stillstands-Kosten vermieden.
Eine hohe Qualität ist durch den Grundsatz
„Made in Germany“ bei der HS-
Schoch Gruppe sichergestellt. Sowohl die
durch den Außendienst durchgeführte
Begutachtung vor Ort als auch der Holund
Bringservice gehören zum Serviceangebot.
Das Vetriebsnetz der HS-Schoch
Gruppe umfasst nahezu den gesamten
deutschsprachigen Raum.
Als Spezialist im Bereich Regeneration
gehören die Aufpanzerung von Abbruchgeräten
oder sogar der Austausch ganzer
Baugruppen zum Kerngeschäft. Auch
Umbauten auf gängige Schnellwechselund
Zahnsysteme, sowie die Instandsetzung
von Hydraulikzylindern und Drehmotoren
gehören zum Tagesgeschäft.
Die Möglichkeit der individuellen
Komponentenanfertigung und nicht
zuletzt ein großes Lager an vielen Verschleißteilen
von namhaften langjährigen
Partnern wie Zahnsysteme z.B. von Esco,
Cat, Messerstahl und Schneiden aus
Borox, Hardox und vielem mehr garantieren
kurze Lieferzeiten. Sollte trotzdem
einmal ein Abbruchwerkzeug oder
Anbaugerät zur Überbrückung benötigt
werden, ist die HS-Schoch Gruppe auch
hierfür der richtige Partner. Ein vielseitiger
Mietpark bietet was das Herz begehrt.
Selbstverständlich können alle Geräte im
Mietpark unverbindlich in Augenschein
genommen und bei Bedarf auch vorgeführt
werden. Die HS-Schoch Gruppe besteht im
Bereich des Baumaschinenzubehörs aus
den Firmen HS-Schoch GmbH & Co.KG,
der ZFE GmbH und der bsg GmbH.
www.hs-schoch.at
CASE
Neue CX Raupenbagger der E-Serie
Case hat die Markteinführung der neuen E-Serie mit sieben neuen Modellen bekannt gegeben.
D
ie neue E-Serie bietet zahlreiche neue
Ausstattungsmerkmale, die für hohe
Einsatzverfügbarkeit, Produktivität und
Rentabilität sorgen. Zu den Merkmalen der
neuen Modelle CX130E, CX160E, CX180E,
CX210E, CX240E, CX250E und CX300E
gehören die neuen FPT Industrial (FPT)-
Motoren der Stufe V, ein optimiertes
Kabinendesign mit noch besserem Bedienkomfort,
eine verbesserte Hydrauliksteuerung
mit verbesserten Betriebsarten,
überarbeitete Maschinenkomponenten, ein
Die E-Serie umfasst
sieben neue Modelle
mit Einsatzgewichten
von 13 bis 30 t.
neuer Unterwagen sowie ein neues,
umfassendes Angebot an Case Service-
Lösungen. Im Ergebnis profitieren die
Kunden von einer präziseren Feinsteuerung,
höherer Zuverlässigkeit, mehr
Bedienkomfort, höherer Effizienz,
Produktivität und niedrigen
Gesamtbetriebskosten (TCO).
Die Kombination aus den neuen Stufe V
FPT-Motoren, dem intelligenten Case
Hydrauliksystem (CIHS), den neuen
Arbeitsmodi, der Telematik, dem optimierten
Kabinenlayout und der verbesserten
Sicht ermöglicht eine bessere Steuerbarkeit
und höhere Präzision. Alle Modelle der
E-Serie behalten die erstklassigen Komfortund
Sicherheitsmerkmale der vorherigen
Raupenbagger-Generation bei. Ein bidirektionales
Modem ermöglicht den Einsatz von
Case SiteConnect und Case SiteWatch,
einem umfangreichen Flottenmanagement-
Tool. Ansprechpartner in Österreich ist die
GBM Maschinenvertrieb GmbH.
www.g-bm.at | www.cnhindustrial.com
1
2 3 4
1 Um eine dauerhaft hohe Qualität aller anfallenden Arbeitsschritte sicherzustellen, werden
diese von erfahrenen Mitarbeitern im Unter nehmen selbst durchgeführt. 2 Felstieflöffel mit
Trapezmesser, Zahnsystem Esco-Ultralok sowie Esco-Verschleißschutz und Aufpanzerung aus
Hardox500 vor und nach der Regeneration. 3 Durch die Aufpanzerung ist dieser Pulverisierer
wieder fit für den Einsatz. 4 Felix Funke ist geschäftsführender Gesellschafter am Standort von
HS-Schoch in Amstetten und kümmert sich um den Vertrieb von Baumaschinenzubehör, Anbaugeräten
und Verschleißteilen sowie den dazugehörigen Service in Österreich.
80 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Geschäftsführer von AP Deutschland. „Wo
früher mit Maßband und Nivelliergeräten
gearbeitet wurde, sind nun innovative
GNSS-Technologien und Softwarelösungen
im Einsatz, die schnelleres und genaueres
Arbeiten ermöglichen.“ Seit über 20
Jahren verbindet sein Unternehmen mit
Topcon eine starke Partnerschaft.
Die Magnet-Softwarelösungen sind für
Knappmann dort gefragt, wo GNSSgesteuerte
Bagger zum Einsatz kommen
und mit Hilfe des Roverstabes vermessen
wird. Die im Vorfeld mittels Magnet Office
angefertigten GNSS-Modelle werden durch
Magnet Enterprise über die Cloud auf den
Roverstab sowie per Topcon Sitelink auf
die jeweilige Maschine übertragen. Ist die
Baustelle digital eingerichtet, hat der
Vorarbeiter alle wichtigen Planinformationen
digital vorliegen und kann diese nach
Bedarf mit der Feldsoftware Magnet Field
weiterbearbeiten.
„Die wichtigste Frage für Unternehmer
ist doch: Welche Möglichkeiten habe ich,
mit einem vorhandenen personellen
Aufwand einen möglichst hohen Ertrag zu
erwirtschaften“, erläutert Christoph
Bertsch, Key Account Manager bei Topcon,
Der Feldrechner ist durch die Magnet Enterprise
Software direkt mit dem Büro vernetzt.
TOPCON
Renaturierungsprojekt mit
Magnet-Software von Topcon
Die Zeche Holland in Wattenscheid ist eines der letzten Wahrzeichen des
Ruhrgebiets. Im Auftrag der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Bochum
revitalisierte das Unternehmen Knappmann Landschaftsbau das ehemalige
Zechengelände zu einer Grünfläche. Die digitale Baustelle wurde schnell und
planungssicher abgewickelt – dank der Magnet-Softwaresuite von Topcon.
I
hren Zenit feierte die Zeche Holland
1969: 3.000 Mitarbeiter bauten hier
Kohle ab. Hätte man diesen erzählt, dass
ihr Werksgelände 51 Jahre später mittels
GNSS-Technologien und passender
Softwarelösungen zu einer Grünfläche
revitalisiert würde – das Staunen wäre
groß gewesen. Christof Steinhoff, bei
Knappmann zuständig für Vermessung
und Abrechnung, skizziert den Projektstart:
„Nach Sichtung der Planunterlagen
konnten wir mit Hilfe der Software
Magnet Office die Ausführungspläne
aufbereiten und dank der Schnittstellen
problemlos weiterverarbeiten.“ Die
Magnet-Softwaresuite besteht aus drei
Komponenten: Magnet Office für die
Planung im Büro, Magnet Field für die
Bearbeitung auf der Baustelle und Magnet
Enterprise für die direkte Cloud-Anbindung.
Trotz aller Vorbereitungen: Die eine
oder andere Überraschung galt es im
Schatten des Förderturms zu meistern.
Kriechkeller, die in keinem Plan vermerkt
waren und erst beim Ausheben zum
Vorschein kamen, stellten das Team vor
Herausforderungen. Christof Steinhoff
beschreibt die Lösung: „Mittels GNSS-
Technologie von Topcon konnte der
Maschinist die Abweichungen vom Plan
im Gelände sofort erkennen, die Punkte
mit dem Löffel aufnehmen und ans Büro
übermitteln. So sahen wir genau, wo
Änderungen im Planungsmodell angepasst
werden mussten.“ Das Aufnehmen
Mit der Software Magnet
Office lässt sich im Büro
anhand der erfassten
Daten das 3D-Geländemodell
erstellen.
der Änderungen erfolgte über die 3D-Software
der Baggersteuerung.
Der Feldrechner und die 3D-MC
Bagger-Software waren durch die Topcon-
Cloudlösungen Magnet Enterprise und
Sitelink Enterprise mit dem Büro vernetzt.
So wurden Daten sofort nach
Weiterverarbeitung auf der Baustelle
transferiert, was den Plan immer aktuell
hielt. Mit Hilfe von Roverstab und
Feldrechner kontrollierte das Team in
Echtzeit, ob Plan und Ausführung übereinstimmten.
Eine Robotik-Totalstation, die
vor Ort auch an schwer zugänglichen
Stellen reflektorlose exakte Vermessung
erlaubte, rundete den Prozess ab.
„Die Welt der Baustellen verändert
sich“, konstatiert Marc Landwehr,
82 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Gruppe
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Mittels GNSS-Technologie kann der Maschinist
Abweichungen im Gelände erkennen und anhand
der Software übermitteln.
den Ansatz der digitalen Lösungen. „Eine
Person im Büro, die die Pläne erstellt und
dann motivierte Leute auf der Baustelle,
die Spaß an der ganzen Thematik haben.“
Sichtlich Spaß an der Thematik hatten die
„Knappmänner“ beim Zeche Holland
Auftrag, keine Frage. „Der größte Vorteil
lag in der Zeitersparnis“, resümiert
Abteilungsleiter Andreas Deselaers. Und
damit wurden natürlich auch erheblich
Kosten reduziert. Aufgrund der Vernetzung
zwischen Büro und Feld sparte man
sich den Weg zur Baustelle, nur um dort
mit Hilfe eines USB-Sticks 3D-Modelldaten
auf den Roverstab oder die 3D-Steuerung
aufzuspielen.
Der Datentransfer erfolgte digital. Die
Zeitersparnis wirkte sich direkt auf die
Baustellenergebnisse aus. Steinhoff
resümiert: „Wir benötigen für gleiche
Arbeiten durch die Unterstützung der
Magnet-Software weniger Zeit. Darüber
hinaus ist weniger Personal für diese
Arbeiten notwendig. Dies führt zu erheblicher
Kosteneinsparung, denn es lassen
sich mehr Baustellen in kürzerer Zeit
abwickeln.“
Lena Knappmann, Leiterin Marketing
und Kommunikation und Tochter des
Inhabers, unterstreicht die Heimatverbundenheit
ihres Essener Familienunternehmens.
Als Schwerpunkte des Unternehmens
mit über 120 Mitarbeitern nennt sie den
Landschaftsbau, Erd- und Tiefbau, sowie
Mittels der Software Sitelink Enterprise wird
der Ausführungsplan direkt aus der Cloud in
das System der Maschine geladen.
die Begrünung und Pflege. Das Projekt
„Zeche Holland“ sei dabei ein Paradebeispiel
für die Umsetzung der „digitalen Baustelle“.
Seit zehn Jahren arbeiten Knappmann und
Topcon bereits zusammen.
Nun verwandelt sich auf dem Areal der
ehemaligen Zeche Holland das Schwarz in
Grün und Pflanzen und Bäume blühen.
Nur noch der Förderturm zeugt von der
einstigen Vergangenheit. Tradition und
Gegenwart sind durch die innovativen
Prozesse des Revitalisierungsprojekts
verschmolzen und belegen, dass die
Zukunft immer aus einem Zusammenspiel
aller Komponenten entsteht.
www.kuhn-gruppe.com
www.topconpositioning.com
RÄDLINGER
Doppelfanghaken für mehr Sicherheit
Um auf der Baustelle die Sicherheit zu erhöhen, ohne dabei die Arbeitsabläufe
unnötig zu beeinträchtigen, hat die Firma Rädlinger eine Neuerung an ihren
hydraulischen Schnellwechslern eingeführt: den Rädlinger Doppelfanghaken.
I
m Oktober 2021 wurde ein neues
EU-Amtsblatt verabschiedet, das mit
sofortiger Wirkung das in Verkehr bringen
von hydraulischen Schnellwechslern ohne
Sicherungseinrichtung untersagte. Der von
der Rädlinger Maschinen- und Stahlbau
GmbH eingeführte Doppelfanghaken ist
wartungsfrei und unabhängig vom vorhandenen
Schnellwechsler-Steuerkreis der
Baumaschine. Durch seine speziell entwickelte
Geometrie erfüllt er die aktuelle
Norm. Daneben wird Rädlinger zukünftig
auch eine hydraulische Sicherheitslösung
als Alternative anbieten. Kunden, die einen
neuen hydraulischen Schnellwechsler von
Rädlinger – auch in Verbindung mit einem
Rädlinger Tilt 90 oder Drehmotor – kaufen,
erhalten derzeit einen Schnellwechsler mit
mechanischen, starren Doppelfanghaken.
Die hydraulischen Schnellwechsler von
Rädlinger sind durch die DGUV Tests
zertifiziert, somit hat ein unabhängiges
Prüfinstitut die Erfüllung der strengen
Norm-Anforderungen bestätigt.
Im Alltagseinsatz stellt der starre
Doppelfanghaken kein Hindernis dar – das
Wechseln der Anbaugeräte ist selbst für
ungeübte Baggerfahrer kaum anders, als
Der Doppelfanghaken verhindert durch seine spezielle Geometrie ein Herabfallen
eines falsch verriegelten Anbaugeräts, ohne den Einsatz von Anbaugeräten zu
behindern. Der Doppelfanghaken ist allerdings nicht als Lasthaken einzusetzen.
Mehr dazu im Video auf www.baublatt.at
bei den bisher bekannten hydraulischen
Schnellwechslern. „Unsere mechanische,
starre Lösung ist aktuell ein Alleinstellungsmerkmal
innerhalb der Baumaschinenausrüstungsbranche“,
freut sich
Vertriebsleiter Rolf Nultsch. „Zudem kann
sie einfach an bestehenden Rädlinger-
Schnellwechslern nachgerüstet werden. Mit
unserer hydraulischen Lösung können wir
unseren Kunden zudem bald noch eine
Alternative anbieten.“
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KUHN
Kuhn nutzt Remote Service
und macht Bauprojekte effizienter
Durch Remote Service können Techniker des Baumaschinenhändlers Kuhn ihre
Kunden schulen, Maschinen neu einstellen, Fehlersuchen durchführen und die
Software aktualisieren. So ist ein leicht zugänglicher und rascher Support
garantiert und Stillstände der Maschinen können minimiert werden.
Ein Monitor in der Fahrerkabine
stattet den Fahrer mit zahlreichen
Informationen aus und
erleichtert ihm die Arbeit.
Über „TeamViewer“ ist es mit einem einfachen Smart-
Phone, einem Tablet oder einem Laptop sowie mit einem
Computer möglich, Sprache und Bild live zu übertragen
und dem Techniker vor Ort auf diese Weise Hilfestellungen
zukommen zu lassen.
„Bei den intelligenten und GPS-gesteuerten
Maschinen können wir uns live in die
Maschine einlinken und nach möglichen
Fehlerquellen suchen“, erklärt Ing.
Peter Präauer, Prokurist und
Kundendienstleister
bei Kuhn.
Bild live zu übertragen und dem Techniker
vor Ort auf diese Weise Hilfestellungen
zukommen zu lassen.
Hilfestellung auf Knopfdruck
Remote Service wird aber nicht alleine bei
Reparaturen eingesetzt. Die Komatsu-
Baumaschinen sind mit einem Monitor am
Sitzplatz des Gerätebedieners ausgestattet
worauf Geländemodelle eingespielt
werden können. Der Fahrer erfährt also
mittels Bildschirm exakt, wie tief seine
Baumaschine graben sollte oder wie
Planierarbeiten verlaufen sollten. Gibt es
hier Probleme, kann sich wiederum der
Kuhn-Techniker mittels Laptop, Smartphone
oder Tablet von jedem Ort aus
einlinken und Hilfestellungen leisten. „Für
den Kunden gibt es sogar die Möglichkeit,
vor Ort eine Datenbrille zu nutzen. Durch
eine Kamera in der Brille sieht der
Kuhn-Techniker dann, wo es anzusetzen
gilt und er kann den Kunden unterstützen.
Auf einem Auge gibt es Displays,
wobei man Unterlagen oder diverse
Zeichnungen einspielen kann“, so Peter
Präauer. Hilfestellungen per Knopfdruck
gehören heutzutage also zum Alltag in der
Baubranche.
Maximale Produktivität
Über das Komtrax-System, das mittels
GPS funktioniert, kann die Firma Kuhn
alle verkauften oder verliehenen Baumaschinen
von Komatsu erfassen und die
wichtigsten Einsatzparameter der
Maschinen direkt vom Computer, Smartphone
oder Tablet aus einsehen. Man weiß
also über die Position der Maschine,
Betankungszustand, Zustand des Öl-
Levels oder Einsatzzeiten sowie Stillstände
Bescheid.
Das Komtrax-System ebnet dabei den
Weg zu maximaler Produktivität. Es
liefert eine Vielzahl an Informationen über
den gesamten Maschinenpark und sorgt
dafür, dass Maschinen Spitzenleistungen
erbringen können. Außerdem macht das
System proaktive und präventive Wartungseinsätze
möglich.
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D
ie digitale Revolution am Bau ist
mitten im Gange. Unter dem Begriff
Baustelle 4.0 versprechen neue Technologien
rationellere Abläufe, mehr Terminund
Kostensicherheit sowie mehr Produktivität
und Qualität. Remote Service, also
sozusagen der Service via Fernbedienung,
wird bei Kuhn schon seit Jahren genutzt
und hilft dessen Kunden dabei, die
Komatsu-Baumaschinen rascher zu
warten beziehungsweise zu reparieren.
„Bei den intelligenten und erten Maschinen können wir uns live in die
GPS-gesteu-
Maschine einlinken und nach möglichen
Fehlerquellen suchen“, erklärt Ing. Peter
Präauer, Prokurist und Kundendienstleister
bei Kuhn. Musste früher ein Techniker
jedenfalls direkt zum Kunden fahren, um
mögliche Fehler zu analysieren, spart man
hier mittlerweile Zeit und Geld und kann
rascher agieren. Die Reparatur vor Ort
kann dann entweder von einem Mechani-
ker des Kunden vorgenommen werden, der
vom Kuhn-Techniker – dem sogenannten
Trouble Shooter – digital unterstützt wird
oder aber ein Kuhn-Mechaniker fährt mit
genauen Kenntnissen über die Probleme
und die benötigten Ersatzteile zum Gerät,
um es zu reparieren.
Eine weitere Möglichkeit zum Remote
Service bietet die Software von „TeamViewer“.
Über diese ist es mit einem einfachen
Smart-Phone möglich, Sprache und
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86 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 87
MASCHINEN + TECHNIK
KANAL- + LEITUNGSBAU
ASCENDUM
Neu bei Ascendum: Sennebogen
Abbruchbagger 825 E, 830 E und 870 E
Seit sieben Jahren vertreibt Ascendum erfolgreich Sennebogen Umschlagbagger
in Österreich. 2022 wird die Produktpalette um drei Abbruchmaschinen aus
dem Hause Sennebogen erweitert.
Der Sennebogen 830 E zeigt
seine Stärken als Multitalent
mit geringen Abmessungen
besonders auf Innenstadt-
Baustellen.
Mit einem Heckradius
von 2,8 m ist der 825 E
ein Abbruchprofi der
„Kompaktklasse“.
Die starke Longfront-
Maschine Sennebogen 870
E Abbruch kann mit einer
Traglast von bis zu 4 t bei
einer Reichweite bis zu
36 m aufwarten.
D
er 117 t Abbruchbagger 870 E bietet
sicheren Stand, der durch den teleskopierbaren
Raupenwagen gestärkt wird, und ist ein
wahres Multitalent: Ob Abbruchgreifer zum
Abtragen von Gebäudeteilen, das Zerkleinern
von Bauelementen am Boden durch eine
Scheren- bzw. Hammerapplikation, Vorsortierungen
für den späteren Abtransport der
Wertstoffe oder auch die Beladung von Lkw
– die Maschine überzeugt durch hohe Flexibilität.
Ein Grund dafür ist das bewährte, optionale
Sennebogen Schnellwechselsystem. Für
den Durchblick auf der Baustelle sorgt die um
2,70 m hochfahrbare MaxCab Fahrerkabine.
Die Kabine lässt sich um 30° neigen und bietet
mit der Panoramasicht den nötigen Durchblick.
Zusätzlich bietet die Premium-Kabine
mit Klima-Automatik, luftgefedertem Komfortsitz
und Sitzheizung höchsten Komfort für den
Fahrer.
Der telekopierbare Unterwagen des
Sennebogen 830 E weist eine Transportbreite
von 3 m und eine Standbreite von 4,5 m auf.
Dank des hydraulischen Schnellwechslers
können Anbaugeräte in kürzester Zeit gewechselt
werden, wenn die Maschine flexibel bei der
Sortierung und Verladung von Materialien wie
Schutt, Kabeln oder Rohren benötigt wird. Die
flexibel einsetzbare Maschine schafft 3,5 t
Traglast bei einer Reichhöhe von 19 m. Der
168 kW Cummins Motor der Stufe V ist für
den 45 t Abbruchbagger richtig dimensioniert.
Auch der 830 E kann optional mit dem Green
Efficiency Paket und der MaxCab ausgestattet
werden und steht seinem großen Bruder in
Sachen Komfort in nichts nach.
Nicht zuletzt bringt der grüne Abbruchbagger
825 der E-Serie Stabilität, eine Reichweite
von bis zu 14 m und Power mit. Durch den
kraftvollen 129 kW Dieselmotor, konfiguriert
nach den neuesten Standards der Emissionsstufe
V, arbeitet er spritsparend, umweltschonend
und leise – ein großes Plus beim Rückbau
in der Innenstadt. Mit einem Heckradius von
2,8 m ist der 825 E optimal für innerstädtische
Baustellen. Er verfügt über ein Einsatzgewicht
von 34 t und der teleskopierbare Unterwagen
lässt sich bequem von 2,3 m Transportbreite
auf max. 3,5 m in Arbeitsstellung erweitern.
Neben diesen drei Rückbauprofis sind auch die
Modelle 817, 818 und 821 der E-Serien für
Abbruch- und Sortierarbeiten konfigurierbar.
www.ascendum.at
RTI
Grenzüberschreitendes Projekt
Eine beeindruckende Leistung ist dem RTi Team im bayerischen Burghausen
gelungen: Mit ca. 6 t Harz wurde ein 127 m langer Schlauchliner mit einer
Endwandstärke von 11 mm installiert. Saniert wurde eine Nutzwasserleitung
DN 1.000 mm der Wacker Chemie. Für den Einbau wurde ein
Nordiflow Druckleitungsliner eingesetzt.
D
iese Druckleitung (in der Fachsprache
Düker genannt) ist für den weltweit
tätigen Chemiekonzern eine wichtige
Wasserversorgungsleitung für sensibles
Prozesswasser und unterquert die
zwischen Österreich und Deutschland
fließende Salzach. Das Projekt wurde
gemeinsam mit dem Konzern und mit
Unterstützung der deutschen und österreichischen
Behörden geplant und vorbereitet.
Die Besonderheiten waren dabei die
grenzüberschreitende Ausführung und die
jeweiligen Auflagen der Landesbehörden.
Zusätzlich gab es besondere Sicherheitsanforderungen
im Werk sowie länderspezifische
Covid-Verordnungen, die
Die Rohrsanierung
fand
in einer Druckleitung
statt, die
die Salzach unterquert
und an
der Grenze
zwischen
Österreich und
Deutschland
liegt.
berücksichtigt werden mussten.
Außergewöhnlich waren auch die kurzen
Zeitfenster, die für die Projektabwicklung
zur Verfügung standen. Für die Abwicklung
des Projektes – von der Außerbetriebnahme
bis zur Wiederinbetriebnahme der
Leitung – standen nur sieben Tage zur
Verfügung. Es musste in dieser Zeit die
Druckleitung entleert, getrennt, mit
Höchstdruck gereinigt sowie die Installation
des Liners und die Wiederverbindung
vorgenommen werden.
Eine weitere Herausforderung war der
hohe Grundwasserstand. Die Baugruben
wurden mit dichten Spundwänden
hergestellt, um das Absenken des anstehenden
Grundwassers zu ermöglichen.
Zusätzlich musste der Pegelstand der
Salzach permanent überwacht werden.
Als Rohrsanierungsspezialist für
Industriebetriebe weiß RTi, dass Projekte
speziell im industriellen Bereich besonders
rasch und termingerecht abgewickelt
werden müssen. Nur so konnten die
Produktionsausfallzeiten für den Bayrischen
Chemiekonzern so gering wie
möglich gehalten werden. Aufgrund der
sehr guten Projektvorbereitung und dem
Einsatz des Teams ist es RTi wieder
gelungen, die Sanierung einwandfrei und
zeitgerecht abzuschließen.
www.rti.eu
88 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022
89
KANAL- + LEITUNGSBAU
KANAL- + LEITUNGSBAU
STRABAG AG
KI als Game Changer in der Baubranche
Digitalisierung im Abflussrohr? Was sich fantastisch anhört, ist längst Realität. Denn auch
dort, wo sich unser Abwasch- und Toilettenwasser Richtung Sammelkanal verabschiedet,
haben längst Bits und Bytes Einzug gehalten. Auch Strabag Kanaltechnik setzt längst auf
künstliche Intelligenz, um Abwasserkanäle auf Herz und Nieren zu prüfen.
I
n Österreich sind ca. 192.000 km Kanal
verlegt. Die Ausläufer dieses Kanalnetzes
beginnen üblicherweise beim Hauskanal
eines Einfamilienhauses (Dimensionsgröße
von DN100). Dieser mündet in den
öffentlichen Kanal ein. Das Abwasser wird
dann über größere Transportkanälen
(Dimension über DN2000) zu den Kläranlagen
transportiert, die in ganz Österreich
Autor: Matthias Rathammer, Strabag AG, Bereich Kanaltechnik
verteilt sind. In diese Infrastruktur
wurden seit den 1950er Jahren mehrere
Milliarden Euro investiert.
Diese Infrastruktur hat großen Einfluss
auf die Lebensqualität der Bevölkerung.
Man denke nur daran, welche hygienischen
Probleme entstehen würden, wenn
die Abwasserbehandlung nicht funktionieren
würde. Den Werterhalt von Trinkwasser-
und Abwasserleitungen sicherzustellen,
ist nicht nur aus finanzieller Sicht eine
Notwendigkeit – es ist auch unabdingbar
für die Lebensqualität der Menschen in
Österreich. Der Bereich Kanaltechnik der
Strabag AG setzt hierzu auf grabungsfreie
Leistungen für die Umsetzung werterhaltenden
Maßnahmen in Form von Kanalprüfungen
und Kanalsanierung. Ziel: Eine
Anschlüsse usw. Hierzu gibt es einen
genormten Zustandskatalog, der eine
Vielzahl verschiedener Zustandsbeschreibungen
beinhaltet. Neben einer standardisierten
Norm, nach dem die Schäden
aufgenommen werden, steht auch eine
definierte offene Schnittstelle zur Verfügung,
über die Daten ausgetauscht werden
können.
Der Faktor Mensch als Qualitätsrisiko
Nach dem Abschluss der Kanalprüfmaßnahmen
liegen also – unabhängig von
Inspektionsfirma, Inspektionspersonal und
Art des Kanals – detaillierte Informationen
über den Zustand des Kanals vor. Auf
dieser Datengrundlage können objektive
Entscheidungen über weiteren Maßnahmen
getroffen werden – sollte man meinen!
Die Realität sieht jedoch meistens
anders aus! Der Faktor Mensch spielt eine
entscheidende Rolle, da jede Informationseingabe
durch das Fachpersonal mit einer
subjektiven Interpretation und Wahrnehmung
behaftet ist, wodurch unweigerlich
Abweichungen in den Ergebnissen
entstehen.
Zusätzlich erschwerend ist die Tatsache,
dass die Aufmerksamkeit sinkt, wenn man
mehrere Stunden am Tag damit beschäftigt
ist, auf einem Monitor das Bild eines
Kanalinneren zu beobachten. Da es sich
dabei nicht gerade um einen aufregenden
Actionfilm handelt und die Dramaturgie
eher überschaubar ist, sind Fehler im
Laufe der Stunden geradezu vorprogrammiert.
All dies kann schwerwiegende Folgen in
Form von Folgekosten und Komplikationen
ZUM AUTOR
Matthias Rathammer
Technischer Vertrieb, Strabag AG,
Direktion Spezialgewerke,
Bereich Kanaltechnik, Loosdorf
nach sich ziehen – bis hin zu einer aufwändigen
nachträglichen Qualitätskontrolle
der Daten. Um sämtliche Optimierungspotentiale
in der Planungsphase ausschöpfen
zu können, ist daher die ursprünglich
erhobene Datenqualität von enormer
Wichtigkeit.
Vorhang auf für die
künstliche Intelligenz
Hier kommt künstliche Intelligenz ins
Spiel – also eine Maschine, die gelernt hat,
menschliche Entscheidungen nachzuahmen.
Künstliche neuronale Netzwerke
erkennen Muster und Gesetzmäßigkeiten
in Daten und werden dadurch mit jedem
weiteren Datensatz „schlauer“. Mit der
Nutzung dieser Technologie werden die
Ergebnisse von Kanalinspektionsaufnahmen
weniger fehleranfällig, deutlich
objektiver und vergleichbarer und als Folge
wird die bestmögliche Datenqualität
generiert.
Die Strabag Kanaltechnik hat diese
Lösung nicht selbst entwickelt, sondern
greift auf die entsprechende Technologie
als Dienstleistung der Firma Hades, ein
Spin-off der ETH Zürich, zurück.
Diese Lösung ist kein Prototyp, sondern
bereits praxiserprobt und im letzten Jahr
vollständig in den Arbeitsablauf des
Bereichs integriert worden. Der Einsatz
dieser Technologie ist neben einer Umstellung
der Prozesse natürlich auch mit
Kosten verbunden, die sich am Markt
durch die logischerweise noch nicht
vorhanden Leistungspositionen für
Ausschreibungen schwer einpreisen lassen.
Es bedarf hier also eines viel umfassenderen
Blicks auf diese Thematik, wie generell
mit Technologischen Entwicklungen
umzugehen ist. Einerseits ist es notwendig,
in Hinblick auf zukünftige Veränderungen
Arbeitsweisen anzupassen, andererseits
gilt es, gemeinsam mit Auftraggebern,
Planern, Regelwerksersteller, Technologieunternehmen
und der Auftragnehmerseite
Wege zu finden, die Vorrausetzung für die
Etablierung neuer Technologien zu
schaffen.
Als Technologieführerin in der europäischen
Bauwirtschaft spielt für Strabag der
Bereich Kanaltechnik hier eine bedeutende
Rolle – einerseits um die Evaluierung der
neuen Technologien sicherzustellen,
andererseits um die Rahmenbedingungen
für deren Einsatz mitzugestalten, sei es in
Eigenentwicklung oder in Zusammenarbeit
mit Hightech-Unternehmen.
www.strabag-kanaltechnik.at
Wie Künstliche Intelligenz die Zustandserfassung
von Abwasserkanälen verändert:
Hades Web Viewer mit Aufnahmen eines
3D-Kugelbildscanners (3D-Viewer oben,
Abwicklung unten).
möglichst lange Weiternutzung der vorhandenen
Infrastruktur.
Bevor die dazu notwendigen Tätigkeiten
verrichtet werden können, ist im ersten
Schritt eine Ist-Bestandsaufnahme der
Kanäle notwendig. Dies erfolgt mittels
Kamerasystemen (wie zum Beispiel dem
IBAK Panoramo-System), die den Kanal
vollständig scannen und Bildinformationen
in 4K-Qualität liefern. Diese Systeme
werden von ausgebildeten Fachkräften vor
Ort gesteuert.
Neben dem Handling der Gerätschaften
protokollieren diese Expertinnen und
Experten auch Vorkommnisse in den
Kanälen, wie zum Beispiel Risse,
Fotos: Hades Technologies AG; Strabag SE; Laurent T – shutterstock.com
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90 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
KANAL- + LEITUNGSBAU
BMLRT
80 Mio. Euro Förderungsmittel
für unsere Trinkwasserversorgung
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus wird
durch die Verlängerung des Finanzausgleichs und die damit verbundene
Novelle des Umweltförderungsgesetzes die kommunale Trinkwasserversorgung
und Abwasserentsorgung weiterhin fördern können.
D
ie Versorgung der Bevölkerung mit
sicherem Trinkwasser sehr guter
Qualität sowie die Entsorgung der
Abwässer sind wichtige kommunale
Aufgaben. „Sauberes Wasser ist unsere
kostbarste Ressource, aber keine Selbstverständlichkeit.
In vielen Ländern der
Welt ist es völlig undenkbar, dass man
Wasser direkt aus der Leitung trinken
kann. Wir sind froh und stolz darauf, dass
wir in Österreich überall und jederzeit
hochwertiges Trinkwasser genießen
können. Seit Jahrzehnten wird sehr viel
dafür getan. Wir investieren in die
regionale Wasser-Infrastruktur zum
Schutz der Lebensressource Wasser und
für die Lebens- und Umweltqualität in
Österreich. Jährlich werden weiterhin
80 Mio. Euro an Förderungsmittel des
Bundesministeriums für Landwirtschaft,
Regionen und Tourismus bereitgestellt“,
betonte Bundesministerin Elisabeth
Köstinger am 20. Jänner 2022 anlässlich
Trinkwasseraufbereitung
(links) und eine
Grundwassermessstelle
mit Datensammler
in Hötting (rechts).
des Nationalratsbeschlusses zur Bereitstellung
der Förderungsmittel für die
Siedlungswasserwirtschaft.
„Durch die Bereitstellung der Förde -
rungsmittel für die Jahre 2022 und 2023
können jährlich rund 480 Mio. Euro an
wichtigen Investitionen in den Regionen
ausgelöst werden. Dadurch werden rund
8.700 Arbeitsplätze in verschiedenen
Bereichen wie Planung oder Baugewerbe
gesichert“, so Köstinger.
Erst vor kurzem bescheinigte die
Europäische Umweltagentur Österreichs
Spitzenposition in der kommunalen
Abwasserentsorgung. Gemeinsam mit drei
weiteren Mitgliedsstaaten erfüllt Österreich
eine entsprechende EU-Richtlinie zu
100%. Die Entsorgung kommunaler
Abwässer ist Kernaufgabe der öffentlichen
Daseinsvorsorge und ein enorm wichtiger
Beitrag zur Reinhaltung der Gewässer.
Saubere Gewässer sind für unser tägliches
Leben sowie für die Wirtschaft, die
Der Nationalrat
hat am 20. Jänner
2022 künftige
Förderungsmittel
für die Siedlungswasserwirtschaft
beschlossen
(oben).
Landwirtschaft, den Tourismus und die
Energieerzeugung unverzichtbar.
95,9% der österreichischen Bevölkerung
sind an Kläranlagen angeschlossen.
Eine besondere Herausforderung stellt die
Instandhaltung dieser Infrastruktur dar,
weshalb weiterhin Investitionen dringend
notwendig sind. Um die hohen Standards
weiter erfüllen zu können, muss die über
Jahrzehnte geschaffene Infrastruktur mit
modernsten Methoden kontrolliert,
aufrechterhalten und, wenn nötig,
erneuert und laufend verbessert werden.
Ebenso muss im Bereich der Infrastruktur
für unsere Trinkwasserversorgung, die
die Basis für unser Leben und Wirtschaften
darstellt, laufend erneuert und verbessert
werden. Die Mitfinanzierung aus
öffentlichen Mitteln des Bundesministeriums
für Landwirtschaft, Regionen und
Tourismus leistet dafür einen wesentlichen
Beitrag.
www.bmlrt.gv.at
92 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: BMLRT, Alexander Haiden; Hydrographischer Dienst Tirol
SYMPOSIUM GRABENLOS 2022
Treffpunkt für den grabenlosen Leitungsbau
Als wichtige Dialogplattform findet das nächste Symposium Grabenlos am
19. und 20. September 2022 im Kongresszentrum Südoststeiermark statt.
E
nde September 2021 lud die ÖGL
(Österreichische Vereinigung für
Grabenlosen Leitungsbau) in Wien zum
ersten Forum Grabenlos. Anlässlich des
30-jährigen Bestehens der ÖGL wurde
damit ein neues Format ins Leben gerufen,
das in Zukunft als eintägige Fachveranstaltung
abwechselnd mit dem Symposium
Grabenlos durchgeführt wird.
Das traditionsreiche Symposium
Grabenlos hat sich über viele Jahre und
mit wechselnden Veranstaltungsorten in
der Branche als hochkarätige Informations-
und Netzwerkplattform etabliert. In
diesem Jahr geht das nächste Symposium
Grabenlos am 19. und 20. September im
Kongresszentrum Südoststeiermark über
die Bühne. Im Rahmen der beiden Tage
können sich die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer durch hochkarätige Vorträge
und Österreichs größte Fachausstellung
Auch das diesjährige
Symposium
Grabenlos, das am
19. und 20.
September in der
Südsteiermark
über die Bühne
geht, wird wieder
von einer Fachausstellung
begleitet.
über Trends und Innovationen der
grabenlosen Technologien informieren.
Nationale und internationale Experten der
Baubranche, der Zulieferindustrie, aus
Wissenschaft, Forschung und Politik
werden über Innovationen diskutieren
und zeigen anhand von Best Practice-
Projekten die neuesten Lösungen auf dem
DAS OEL DER KTM-CHAMPIONS GIBT’S
ÜBRIGENS AUCH FÜR BAUMASCHINEN.
Rennen gewinnt man im Kopf. Und mit dem richtigen Partner. Seit mehr als 10 Jahren trägt MOTOREX mit erstklassigen Oelen
und umfassendem Technologie-Support dazu bei, dass KTM spektakuläre Erfolge einfährt. Doch nicht nur Motorräder müssen
in jeder Situation ihr Bestes geben können. Sondern auch Baumaschinen. Holen Sie sich darum jetzt die Unterstützung von
MOTOREX auch abseits der Rennstrecke. Und hängen Sie mit Ihrem Unternehmen die Konkurrenz ab. www.motorex.com
Sektor des grabenlosen Leitungsbaus.
Im Rahmen einer Fachausstellung bieten
die ÖGL-Mitglieder neueste Produktlösungen
und Verfahren zum grabenlosen
Leitungsbau. Mag. Silke Cubert
(office@grabenlos.at) steht für weitere
Informationen zur Verfügung.
www.grabenlos.at
KANAL- + LEITUNGSBAU
KANAL- + LEITUNGSBAU
KRAFT & WÄRME
Sanierung von Gashausanschlussleitungen
mittels Starline Verfahren
Die Kraft & Wärme Rohr- und Anlagentechnik GmbH, das einzige Unternehmen in
Österreich, das Gashausanschlussleitungen mit dem lizenzierten Starline Verfahren
saniert. Diese grabungsarme Sanierungsmethode wird im Rahmen eines
Kontrahentenvertrages mit den Wiener Netzen GmbH angewendet.
D
as Starline Verfahren ist ein Gewebeschlauchverfahren
für die grabungsarme
Rehabilitation von Gashausanschlussleitungen.
Bei dieser Technologie
werden die Leitungen mit einem hochelastischen
Gewebeschlauch aus Polyestergarn
und einer PU-Beschichtung
innensaniert. Die Verklebung mit der
Rohrinnenwand erfolgt mittels eines
Epoxidharz-Klebstoffsystems. Der
verklebte Gewebeschlauch bildet eine
hochwertige, dichte und nur 1-2 mm dicke
Auskleidung der bestehenden Leitung
und ist mit einer neuen Leitung vergleichbar.
Der Aufbau des Starline Verbundsystems.
Die Kraft & Wärme Rohr- und Anlagentechnik
GmbH ist Mitglied der ÖGL – Österreichische
Vereinigung für Grabenlosen Leitungsbau.
Verfahrensablauf
Nachdem eine Baugrube an der Gasversorgungsleitung
hergestellt wurde, wird
die Hausanschlussleitung durch die Kraft
& Wärme getrennt und entgast. Um ein
optimales Sanierungsergebnis erreichen
zu können, wird die Leitung mittels
Sandstrahlung innengereinigt. Der
Zustand der Rohrleitung wird vor und
nach der Sandstrahlung mit einer
Kamerabefahrung kontrolliert. In die
gereinigte Leitung wird ein mit Zweikomponenten
Epoxidharz getränkter und mit
einer gasdichten Innenbeschichtung
versehener Gewebeschlauch im Revisionsverfahren
in die Altbestandsleitung
eingestülpt. Anschließend wird durch
zirkulierendes Warmwasser der Aushärteprozess
des Epoxidharzklebers eingeleitet.
Nach dem Trocknen der Leitung wird
der Sanierungsvorgang mittels einer
Kamerabefahrung und einer Druckprüfung
überprüft. Als letzter Arbeitsschritt
wird die sanierte Leitung mit der Gasversorgungsleitung
wieder verbunden und in
Betrieb genommen.
Das Starline Verfahren, das von der
Karl Weiss Technologies GmbH gefertigt
und geliefert wird, kann bei Rohrdimensionen
von DN 20 bis DN 100 und einer
Leitungslänge bis zu 30 m angewendet
werden. Eingebaute Bögen in der
Bestandsleitung können nahezu faltenfrei
ausgekleidet werden, so dass der
Querschnitt der Leitung nicht beeinträchtigt
wird. Das Sanierungsverfahren kann
bis zu einer Außentemperatur von +2°C
angewendet werden. Wenn die zu
sanierenden Leitungen dicht beieinanderliegen,
können bis zu zwei Hausanschlussleitungen
an einem Arbeitstag
durch das speziell geschulte Personal der
Kraft & Wärme saniert werden.
www.kw.co.at
Fotos / Grafik: Kraft & Wärme, Ing. Gerhard Zahnt / Karl Weiss Technologies GmbH
Foto: Messe München
IFAT
Wasserbewusste Stadtentwicklung im Fokus
Im Zuge des Klimawandels werden aller Voraussicht nach auch Städte und Gemeinden
in Deutschland künftig noch häufiger und stärker von Starkregen, Hochwasser, Hitzeperioden
und Trockenheit betroffen sein. Dazu ist ein durch das Schlagwort „Schwammstädte“
umrissener Paradigmenwechsel beim Umgang mit dem Niederschlagswasser
nötig, der ein Kernthema der IFAT 2022 sein wird.
A
ls eine der zielführenden Anpassungsstrategien
gilt das Konzept der
„Sponge-City“, also der Schwammstadt.
Dahinter steht die stadtplanerische Idee,
möglichst viel Regenwasser durch urbane
Grünzonen, Feuchtgebiete, Wasser- und
Überflutungsflächen sowie Multifunktions-Speicherräume
aufzunehmen, statt
es sofort und direkt in Kanäle und
Vorfluter abzuleiten. Im Idealfall gelingt
es dadurch, nicht nur die Folgen von
Unwettern abzudämpfen, sondern
Regenwasser für nachfolgende Trockenzeiten
zu speichern. Mit dem kostbaren
Nass lassen sich dann Bäume und
Grünflächen am Leben erhalten, die
zusammen mit begrünten Dächern und
Fassaden zur Kühlung und Luftverbesserung
der Stadt beitragen.
Nach asiatischen Vorreitern, wie
Singapur und diversen südchinesischen
Metropolen, gibt es mittlerweile auch
etliche europäische Städte, die ambitionierte
Schwammstadt-Projekte vorweisen
können. Als Pioniere gelten hier Kopenhagen
und Wien. In der dänischen Hauptstadt
wird bereits seit dem Jahr 2014 eine
entsprechende Wasserbewirtschaftung
umgesetzt. Dazu gehört zum Beispiel ein
Netzwerk aus unterirdischen Entlastungstunneln
oder die Bewässerung von
Stadtgrün mit Wasser aus zentral
gelegenen Kläranlagen.
In Wien werden im neuen Stadtteil
Seestadt als wasserbewusste Maßnahmen
unter anderem großzügige, zusammenhängend
gestaltete Wurzelräume realisiert,
die Niederschlagswasser speichern
und über lange Zeiten an die Stadtbäume
abgeben. Außerdem agieren in die
Baumgruben integrierte und mit streusalzresistenten
Stauden bepflanzte
Sicker-, Filter- und Absetzbecken wie
dezentrale Kleinstkläranlagen.
In Deutschland ist Hamburg ein
prominentes Beispiel. In der Hansestadt
konnten nach Angaben des Wasserversorgungsunternehmens
Hamburg Wasser in
den letzten Jahren zum Beispiel Neubaugebiete
geschaffen werden, in denen das
Regenwasser fast komplett abgekoppelt
ist von der Kanalisation. Münster, Berlin,
München, Ludwigsburg, Leipzig – auch
viele andere Städte haben schon
Die weltweit größte Fachmesse für
Umwelttechnologien findet vom 30. Mai bis
3. Juni 2022 in München statt.
unterschiedlich umfangreiche Schwammstadt-Projekte
realisiert. Zahlreiche
weitere sind – oft wissenschaftlich
begleitet – in Planung und Durchführung.
Und das auch in interkommunaler
Vernetzung: In der Zukunftsinitiative
Klima.Werk arbeiten 16 Städte entlang
der Emscher, einem Nebenfluss des
Rheins, zusammen mit dem Wasserwirtschaftsverband
Emschergenossenschaft
gemeinsam an der blau-grünen
Transformation.
Die wasserwirtschaftliche Anpassung
von Städten und Gemeinden an den
Klimawandel ist eines der Kernthemen
der Weltleitmesse für Wasser, Abwasser-,
Abfall- und Rohstoffwirtschaft IFAT
Munich 2022. So werden Partnerinstitutionen
der Messe, wie das Bayerische
Umweltministerium, die DWA und die
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU),
dazu passende Veranstaltungen im
Konferenzprogramm der Messe organisieren.
Die IFAT Munich findet vom 30. Mai
bis 3. Juni 2022 auf dem Münchener
Messegelände statt.
www.ifat.de
94 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 95
KANAL- + LEITUNGSBAU
KANAL- + LEITUNGSBAU
DOW satte 7 km bei straffem Zeitplan
vorsieht, war das „händische“ Arbeiten
hier keine Dauerlösung.
Mit dem neuen ZX190W-6 und dem
Anbaugerät Tinbin TC2, welches ein
Fassungsvolumen von 750 l bereithält,
wird die Erde nun einfach abgesaugt. Der
Baggersauger ist mit einem Modul für
Einmannbetrieb mit hydraulisch drehbarem
Saugrohr ausgestattet. Der Fahrer
kann von der Kabine aus das Saugrohr
steuern. Die Gefahr, Versorgungsleitungen
durch den Einsatz eines Greifers oder
Tieflöffels zu beschädigen, gehört somit
der Vergangenheit an. Dass kein Mitarbeiter
mehr in der Baugrube mit der Hand
schaufeln muss, sorgt für eine Zeitersparnis
von 60 bis 70%, beziffert Tiefbauexperte
Stefan Lühring die Effizienz. Durch
den Einsatz des Saugbaggers wird die
Umsetzung des Plans hinsichtlich Sicherheits-
und Zeitvorgaben gewährleistet.
Überall dort, wo Kabel verlaufen, wird
der Hitachi als Solomaschine für den
kompletten Prozess eingesetzt. Er hebt die
Erde aus, um den Rohrgraben herzustellen
und verfüllt nach Sanierung des Netzes
den Schacht. Neben dem neuen Saugbagger
werden in diesem Prozess Tieflöffel,
Grabenräumlöffel und Zweischalengreifer
benötigt. Damit diese ohne Zeitverzögerungen
zum Einsatz kommen, ist der
Hitachi ZX190W-6 mit dem vollhydraulischen
Schnellwechselsystem von Oilquick
Der Hitachi ZX190W-6 vollführt sämtliche Arbeiten zu
Aushub und Verfüllung der Rohrgräben.
ausgestattet. Dieses „Mobilbagger-
Rundum-Sorglos-Paket“ ist es schlussendlich,
welches die wirtschaftliche
Um setzung des Projekts sichert.
www.kiesel.net | www.tinbin.de
KIESEL
Hitachi ZX190W-6 mit Saugbagger-
Anbaugerät optimiert Rohrleitungsbau
Bei den anspruchsvollen Arbeiten zur Vor- und Nachbereitung eines Rohrleitungsbaus in
Niedersachsen bedient sich das ausführende Unternehmen seiner neuesten Maschine:
eines Hitachi ZX190W-6 Mobilbaggers mit Saugvorrichtung von Systempartner Kiesel.
V
ier Jahre lang war das Vorgängermodell
ZX170W-5 für Geschäftsführer
Stefan Lühring und seine 35 Mitarbeiter
das Prachtstück des Maschinenparks und
zuverlässig im Einsatz. Die Maschine wäre
wohl für die I.S.T. Lühring GmbH noch
länger gelaufen, wenn die DOW nicht
gewesen wäre. Als eines der größten und
bedeutendsten Chemieunternehmen in
Niedersachsen, beauftragte die DOW auf
dem 550 ha umfassenden Betriebsgelände
in Stade die I.S.T. Lühring GmbH mit der
Verlegung der Feuerlösch- und Trinkwasserleitungen.
Dabei setzte die DOW für ihr
Projekt der Netzsanierung voraus, dass
Das Anbaugerät Saugbagger Tinbin TC2 verhindert mit dem gut zu führenden
Saugrohr die Beschädigung von Kabeln durch das Absaugen der Erdmassen.
Schädigungen von erdverlegten Kabeln
vermieden werden. Im Saugbagger-Anbaugerät
Tinbin TC2 fand die I.S.T. Lühring
GmbH durch die Unterstützung von
Kiesel-Anbaugerätespezialist Sven Börger
und Kiesel-Gebietsverkaufsleiter Daniel
Borrmann die Lösung. Der Saugbagger
kommt traditionell aus dem Gleisbau, wo
er bei Unterhalts- und Wartungsarbeiten
Bahnschotter abträgt. Doch dieses Schwergewicht
muss auch bei voller Auslage noch
gestemmt werden können. Dafür war die
bestehende Maschine nicht ausgelegt. Also
bedurfte es einer „Kampfklasse größer“,
wie Kiesel-Gebietsverkaufsleiter Daniel
Borrmann den Hitachi ZX190W-6 mit
seinen 19 t gerne bezeichnet. Dieser neue
Hitachi-Mobilbagger führt jetzt den
kompletten Prozess des Rohrleitungsbaus
im Alleingang aus.
Bevor eine Baugrube ausgehoben wird,
müssen Suchschachtungen vorgenommen
werden, um Kabelläufe zu identifizieren.
Ein Grabenlöffel könnte beim Ausheben
Rohre und Leitungen beschädigen. Bisher
ließen die Mitarbeiter der I.S.T. Lühring
GmbH einen Baggerkorb in die Baugrube.
In diesen schaufelten sie die Erde und
konnten so den Schacht bzw. das Erdkabel
freilegen. Da die Netzsanierung bei der
POWERSCREEN
MARKET LEADING CRUSHING AND SCREENING TECHNOLOGY
www.kuhn.at
Kuhn Baumaschinen GmbH • Zentrale Eugendorf, Kuhn Straße 1, A-5301 Eugendorf bei Salzburg
Telelon: 0043 (0) 6225 8206 0 • Telefax: 0043 (0) 6225 8206 190 • Email: office-bm@kuhn.at
96 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 97
KANAL- + LEITUNGSBAU
BRAUMANN TIEFBAU
Vollschnitt DN 1200 in Bern
Im Berner Stadtteil Breitenrain, der von der lokalen Bevölkerung in der Regel nur
„Breitsch“ genannt wird, finden derzeit umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an der
Infrastruktur statt. So werden abschnittsweise die Straßenoberfläche, die Gleisanlagen
sowie die teilweise über 100-jährigen Ver- und Entsorgungsleitungen erneuert. Unter
anderem führt die Braumann Tiefbau im Rahmen des Projekts „Dr noi Breitsch“ drei
Haltungen Microtunneling DN 1200 durch.
Gesamtprojekt „Dr noi Breitsch“
Dumfasst zwischen der Rodtmattstraße
und der Kornhausstraße in Bern zwei
Bauabschnitte mit folgendem Umfang:
Werkleitungen und Kanalisation:
- Sanierung der Werkleitungen für Wasser,
Strom und Gas
- Sanierung der Abwasseranlagen
(Kanalisation)
- Erneuerung der sanierungsbedürftigen
Hausanschlüsse
Traminfrastruktur:
- Komplette Erneuerung der Tramgleise
und Fahrleitungen
- Hindernisfreie Ausgestaltung aller
Tramhaltestellen
- Zusammenlegung der Tramhaltestellen
Viktoriaplatz und Spitalacker
Straßen und Plätze:
- Umgestaltung des Viktoriaplatzes zu
einem Knoten mit Kreisverkehr
- Aufwertung des Breitenrainplatzes zu
einem Begegnungsort
- Sanierung der Straßenoberflächen
- Erneuerung der öffentlichen
Beleuchtung
Das Baulos 1 umfasst 3 Haltungen
Microtunneling DN 1200. Alle drei
Strecken werden als Kurvenvortriebe mit
hydraulischer Fuge aufgefahren. Die sehr
beengten Platzverhältnisse in Berns
historischer Innenstadt, der laufende
Verkehr und verschiedene, zu querende
bestehende Infrastrukturen bilden neben
der geringen Überdeckung zur Oberfläche
die Hauptherausforderungen für die drei
Vortriebsstrecken.
www.braumann-tiefbau.eu
HALTUNGSLÄNGE 1
Die AVN 1200 Amelie in Startposition für die
erste Vortriebsstrecke KS004 – KS001.
Verfahren: Vollschnittverfahren
Länge: 241 m
Durchmesser: ID 1.200 mm
Trasseninformation: Kurvenvortrieb | Radius = 150 m | Neigung = 0,78%
Leistungen: Kanalbau
Rohrmaterial: Stahlbeton
Geologie: Locker/Festgestein
Grundwasser: nein
Besonderheiten: Querung best. MW-Kanal
HALTUNGSLÄNGE 2
Verfahren: Vollschnittverfahren
Länge: 138 m
Durchmesser: ID 1.200 mm
Trasseninformation: Kurvenvortrieb
Radius = 150 m
Neigung = 0,71%
Leistungen: Kanalbau,
Kommunikationsleitungen
Rohrmaterial: Stahlbeton
Geologie: Locker/Festgestein
Grundwasser: nein
Besonderheiten: Querung best. MW-Kanal
Abladen der Vortriebsmaschine
im
Startschacht KS004. Das
Kranmanöver wurde millimetergenau
geplant und
ausgeführt.
Baustelleneinrichtung
auf engstem Raum in
der Rütlistraße.
KANAL- + LEITUNGSBAU
Überblick über die Baustellensituation
in der Rütlistraße.
Die Braumann Tiefbau GmbH
ist Mitglied der ÖGL –
Österreichische Vereinigung
für Grabenlosen Leitungsbau.
DATEN & FAKTEN
Auftraggeber: ARGE Viktoria, p. Adr. Marti AG Bern
Bauherr: Stadt Bern, Tiefbauamt
Ingenieurbüro: Ingenieurgemeinschaft Amélie,
Heierli, Hager, SMT
Projektleitung: DI HTL Guido Meier
Bauleitung: Mike Schwarz
Bauzeit: 09/2021 – laufend (04/2022)
Unterquerungen: Straße, Gleis
Anlieferung der
AVN 1200 Amelie
in Bern.
Startschacht
KS004 für
die Haltung 1
Richtung
KS001.
HALTUNGSLÄNGE 3
Verfahren: Vollschnittverfahren
Länge: 172 m
Durchmesser: ID 1.200 mm
Leistungen: Kanalsanierung
Rohrmaterial: Stahlbeton
Geologie: Locker/Festgestein
Grundwasser: nein
98 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 99
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
KUHN
Kuhn Holding expandiert nach Rumänien
Mit Ende Februar hat die Kuhn Holding den rumänischen Komatsu
Vertriebspartner „Marcom“ übernommen.
Angelockt von der steigenden Verbraucherkraft in Rumänien, bauen
viele europäische Investoren ihre Expansionspläne in dem Balkanland
aus, das bereits seit 2007 Mitgliedsstaat der Europäischen Union ist.
Vor allem Unternehmen aus Deutschland und Österreich haben
Gefallen daran gefunden, Firmen im 19 Mio. Einwohner Staat zu
errichten beziehungsweise zu übernehmen.
So auch die Kuhn Holding, mit ihrem Hauptsitz in Eugendorf bei
Salzburg. Mit „Marcom“ hat Kuhn Ende Februar nun ein rumänisches
Unternehmen übernommen, das 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
beschäftigt und im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 41
Mio. Euro erwirtschaftete. Marcom wurde 1992 gegründet und
beschloss im Jahr 1999 seine Ausrichtung vor allem auf den Verkauf
der Marke Komatsu zu konzentrieren. Das Unternehmen mit seinem
Standort in Bukarest ist somit perfekt für die Expansion und Erweiterung
der Kuhn Holding geeignet. Kuhn vertreibt im Geschäftsbereich
Von links: Razvan Marcu, Constantin Marcu, Günter
Kuhn, Andreas Kuhn und Stefan Kuhn.
Baumaschinen in Österreich, Süddeutschland, Ungarn, Tschechien, der
Slowakei, Slowenien, der Schweiz und Kroatien seit Jahrzehnten
exklusiv und erfolgreich Baumaschinen von Komatsu.
www.kuhn-gruppe.com
KURATORIUM FÜR VERKEHRSSICHERHEIT
Baustellendiebstähle:
Gelegenheiten machen Diebe
Mit dem anhaltenden Bau-Boom sind steigende Kosten sowie Engpässe an
Rohstoffen verbunden. Dies beflügelt durchaus auch die kriminelle Szene.
Experten raten dazu, die Baustellen entsprechend zu sichern.
G
emeinsame Untersuchungen des
Kuratoriums für Verkehrssicherheit
(KFV) und des Bundeskriminalamtes (BK)
haben gezeigt, dass 88% der Unternehmen
von Baustellendiebstählen mit hohen
Schadenssummen betroffen waren. Am
häufigsten werden nach wie vor Kleingeräte
wie Bohrmaschinen, gefolgt von
Kleinwerkzeugen, Wertstoffen und
Metallen wie Kupfer entwendet. Die Art
der gestohlenen Güter hängt meist aber
auch von der jeweiligen Marktsituation
und der Nachfrageentwicklung ab.
Materialdiebstahl tritt gehäuft auf, wenn
Rohmaterialien – wie zum Beispiel Holz
– auf dem internationalen Markt eine
Preissteigerung durchmachen.
Eine entsprechende Sicherung der
Baustellen könnte den Dieben ihr Handwerk
erheblich erschweren. Trotzdem ist
der Großteil der Baustellen unzureichend
gesichert – das zeigen die Ergebnisse der
KFV-Beobachtung von über 100 Baustellen,
durchgeführt im Juli 2021. Auf 82 der 117
beobachteten Baustellen wurde ein Schild
mit „Betreten verboten“ als Sicherungsmaßnahme
montiert. Ein die Baustelle
vollständig umschließender Bauzaun
kommt bei nur etwa zwei Dritteln der
Baustellen zum Einsatz (75 von 117) –
wobei auch dieser in vielen Fällen Lücken
aufweist, die oftmals nur mit einem losen
Absperrband „versperrt“ werden. Überwachungskameras
kamen bei nur 8 Baustellen
zum Einsatz, Security war lediglich bei
nur einer Baustelle präsent.
Ein Drittel der Befragten sieht von
einer Anzeige ab. Sowohl der gering
eingeschätzte Wert der gestohlenen
Sachgüter als auch erfolglose Fahndungen
nach den Tätern wurden als Gründe für
die ausgebliebene Anzeige angeführt. „Es
hilft aber sehr, wenn auch kleine Diebstähle
zur Anzeige gebracht werden. Dies
erleichtert den Behörden die Strafverfolgung
um ein Vielfaches“, erklärt Kontrollinspektor
Klaus Autischer vom Bundeskriminalamt.
Vor Eigentumsdelikten bleibt auch
die Baubranche nicht verschont. Gezielte
Maßnahmen können den Dieben ihr Handwerk
erheblich erschweren.
Folgende Präventionsmaßnahmen können
zur Sicherung von Baustellen getroffen
werden:
• Die Individualnummern der Wertgegenstände
in einem Verzeichnis notieren und
dieses nach einem Einbruch der Polizei
übergeben. Nur so kann diese das gestohlene
Gut identifizieren und die Täter
überführen.
• Hochwertiges Werkzeug und Maschinen
nach Möglichkeit nicht im Baucontainer
verwahren, sondern nach Ende des
Arbeitstages zurück in den Betrieb
bringen.
• Im Baucontainer aufbewahrte Wertgegenstände
sollten zusätzlich abgesichert
werden.
• Das Baustellengelände so gut wie
möglich absichern: Einzäunen, Video- und
Alarmanlagen installieren.
• Auf firmenfremde Personen achten.
• Zugänge zu Büro- und Baucontainern
geschlossen und versperrt halten.
www.kfv.at
Foto: Shutterstock
MAPEI
Mapei Gruppe feiert 85-jähriges Jubiläum
Das multinationale Bauchemieunternehmen wurde am 11. Februar 1937
in Mailand gegründet.
E
s war im Jahr 1937, als Rodolfo Squinzi
mit sieben Mitarbeitenden und der
Unterstützung seiner Frau Elsa sein
Unternehmen für Baumaterialien am
Stadtrand von Mailand gründete. So
entstand die Firma Mapei (Materiali
Ausiliari Per l‘Edilizia e l‘Industria) die
sich zu einem multinationalen Unternehmen
entwickelte. 85 Jahre später spiegeln
die Zahlen und Fakten die Entwicklung
von Mapei wider: drei Generationen von
Unternehmern, Geschäftsaktivitäten in 57
Ländern, über 20 Produktlinien, die alle
Bedürfnisse des Baugewerbes abdecken,
84 Produktionsstätten, ein Umsatz von 2,8
Mrd. Euro und rund 11.000 Mitarbeitende.
In Österreich blickt die Mapei Austria
GmbH auf eine mehr als 40-jährige
Geschichte zurück und sorgt mit den
Produktionsstandorten in Nußdorf ob der
Traisen und Langenwang sowie zahlreichen
Außenlagern für eine flächendeckende
Versorgung mit qualitätsgeprüften
Baustoffen und bauchemischen Produkten.
Die Produkteigenschaften des breitgefächerten
Sortiments mit über 5.500
Produkten werden permanent weiterentwickelt
und auf die Anforderungen der
Bauwirtschaft abgestimmt. Modernst
ausgestattete Prüflabors sowie mobile
Laborbusse garantieren eine flexible und
maßgeschneiderte Projektbetreuung sowie
höchstes Know-how direkt auf der
Baustelle.
www.mapei.at
Die moderne
Produktionsstätte
von Mapei
in Mediglia in
der Nähe von
Mailand. Im Jahr
1937 wurde
Mapei von
Rodolfo Squinzi
gegründet.
100 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 101
FUHRPARK
FUHRPARK
FORD GALAXY FHEV TITANUM
Multifunktional – der Ford
Galaxy macht im privaten wie
auch im geschäftlichen
Umfeld eine sehr gute Figur.
Hub- und Stauraum im Doppelpack
D
iese Gleichung löst sich beinahe von
selbst. Man nehme einen Ford Galaxy,
eine Woche Semesterferien sowie eine
vierköpfige Besatzung (zwei Erwachsene, zwei
Kinder) samt Reisegepäck. Der Galaxy kommt
zur gemeinsamen Ausfahrt mit dem heutzutage
beinahe schon unumgänglichen Zusatz
im Antriebstrang. Er schöpft seine Traktionskräfte
nicht nur aus Benzin, sondern als
Hybrid auch aus einer 1,1 kWh-Batterie. Der
Programmpunkt Auto einräumen wird bei
FACTS
Motor: 1,6 Liter Benziner,
132,2 kW (180 PS)
Eigengewicht: 2.069 kg
Sitzplätze: 4+1
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 750 kg/1.350 kg
Testverbrauch: 8,6 l/100 km
Listenpreis: 65.490,– Euro
(inkl. MwSt. & NoVa)
+ einprägsame Erscheinung
+ noble Ausstattung
+ tolles Soundsystem
- nur 47 l Tankinhalt
- keine manuelle Rekuperation
- nervige Heckklappen-Automatik
E
mindestens 2.020 l Stauraum zur angenehmsten
Nebensache der Welt. Interessanter Weise
wird dabei das unveränderte Festhalten von
Ford an klassischen Türen anstelle von
Schiebetüren für die zweite Sitzreihe von den
Urlaubsprotagonisten mit keinem Wort
erwähnt. Auch als echter Schiebetüren-Verfechter
muss man dem großen Öffnungswinkel
(gefühlt fehlt nicht viel auf 90 Grad) durchaus
Respekt zollen.
Bei den Eckdaten des Benzinmotors setzt Ford
HYUNDAI SANTA FE PLUG-IN 1.6 T-GDI
Ein Hoch den Superlativen
s ist wieder Zeit für Superlativen. Und
da kommt der facegeliftete Hyundai
Santa Fe wie gerufen. Fast 2,1 t Lebendgewicht,
180 PS unter der Haube (die
moderaten 1,6 l Hubraum einmal außer
Acht gelassen) und Deutschland-taugliche
187 km/h schnell, darf der Koreaner in
allen Lebenslagen ausgesprochen dick
auftragen. Mächtig und zugleich prächtig
geht es dabei im Innenraum zu. Bei 4,80 m
Länge und 1,90 m Breite darf die Mittelkonsole
gerne auch wuchtiger ausfallen.
Wen soll es bei dem Platzangebot schon
stören? Keine Frage von Platzangebot,
aber trotzdem lobend zu erwähnen: Die
durchwegs in einer angenehmen Größe
ausgefallenen Bedienelemente. Mehr als
Pflicht denn als Kür ist mittlerweile das
verbaute Mild-Hybrid-System zu bewerten.
Überland hat es in unserem Test den
wuchtigen Santa Fe nicht ganz 50 km rein
elektrisch befeuert. Was in diesem
Zusammenhang auf jeden Fall fehlt, ist die
Möglichkeit, durch manuell gesetzte
Allesüberwinder
– beim aktuellen
Hyundai Santa
Fe gibt es ausgesprochen
viel
Auto zu einem
angemessenen
Preis.
FACTS
Motor: 2,5 Liter Benzin,
110 kW (150 PS)
Eigengewicht: 1.981 kg
Sitzplätze: 6+1
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 750 kg/1.510 kg
Testverbrauch: 9,3 l/100 km
Grundpreis: 55.200,– Euro
(inkl. MwSt. & NoVa)
+ kaum aus der Reserve zu locken
+ großer Öffnungswinkel bei hinteren Türen
+ beheizbare Frontscheibe
- Parkbremse löst ruckartig
- Kraftstoffverbrauch
- nur mehr als Hybrid verfügbar
zum Glück wieder sehr deutlich auf Hubraum,
statt auf Drehzahl. 150 PS aus 2,5 l Hubraum
garantieren ein entspanntes Vorankommen
ohne ständige Drehzahleskapaden. Beim
Verbrauch haben wir den Hybridgedanken
dagegen noch nicht wirklich verstanden, wie
durchschnittlich 9,3 l/100 km zeigen.
Fazit: Der Galaxy erklärt sich schon längst
von selbst. Das Einzige was wirklich schwer
fällt, ist der vollzogene Abschied vom Dieselmotor.
Eingriffe mehr zu rekuperieren. Da haben
viele Marktbegleiter des Koreaners
deutlich bessere Lösungen umgesetzt. Für
Dieselfans wird auch der 2,2 l Selbstzünder
mit exakt 200 PS eine überlegenswerte
Alternative sein. Preislich spielt der Santa
Fe zu recht im gehobenen Segment mit.
Der Einstiegspreis für die von uns
gefahrene Top-Ausstattungsvariante
Luxury Line liegt bei 65.490 Euro (inkl.
MwSt. & NoVa).
Fazit: Die zeitgemäße Interpretation von
schneller, höher, stärker.
KIA EV6 GT-LINE PRO AWD
Ganz oben am Stockerl
W
ir gratulieren! Und das in Echtzeit.
Die Auszeichnung zum Car of the
Year 2022 hat ein Exemplar des Siegers
nämlich just vor den Toren der Baublatt.
Österreich-Redaktion miterlebt. Da wird
auch eine grundsätzlich fertige Geschichte
gerne noch einmal aufgeschnürt und
umgeschrieben. Dabei hat es sich der Kia
EV6, so wie er sich in unserem Testeinsatz
präsentiert hat, durchaus verdient, gegen
seine Mitbewerber durchgesetzt. Schön
anzuschauen (die erste Vermutung
unseres Nachbarn: „Ist das der neue
Tesla?“), absolut alltagstauglich (realistische
Reichweiten jenseits der 350 km) und
Platz für die ganze Familie. So muss
Elektromobilität funktionieren.
Ob man dabei dem Kia EV6 als frisch
gebackenes Car of the Year 2022 gewisse
Starallüren leichter verzeiht, muss jeder
für sich selbst entscheiden. An oberster
Stelle dieser Auflistung: die zweifellos
schön anzusehenden, da komplett im
Blech versenkten, dafür aber wirklich
unpraktischen Türschnallen. Bei ihnen
sind zwei Handgriffe notwendig (zuerst
Schnalle mit einem Finger auf einer Seite
hineindrücken, dann mit der ganzen Hand
Kunstwerk – die Türgriffe verlangen etwas
mehr Aufmerksamkeit als bei anderen
Pkw-Modellen.
Geschmacksache – der „Tankdeckel“ samt
Ladestecker ist wie bei einem Diesel- oder
Benzin-Pkw rechts hinten zu finden.
hingreifen, um die Türe zu öffnen), um
zum gewünschten Ergebnis zu gelangen.
Wohlfühlfaktor im Handumdrehen
Einmal Platz genommen, wickelt Dich der
Kia EV6 relativ schnell um den Finger,
egal ob als Kapitän an Bord, oder als
Passagier. Obwohl Kia die Anzahl der
klassischen Bedienelemente auf ein
Minimum reduziert hat, ist der zielsichere
Umgang mit Radio, Heizung und Co.
schnell durchschaut. Durchaus
er wähnenswert: Die „Driver only“-
Funktion der Heizung, die bei Fahrten
ohne Mitreisenden Energie spart und
mehr Reichweite bringt.
Apropos Reichweite: In unserem von
Kurzstrecken abseits des urbanen Raums
dominierten Testeinsatz lagen die angegebenen
Reichweiten bei voller Batterie und
eisigen Nächten stets jenseits der 350 km.
Hier sehen wir je nach Einsatzprofil
durchaus noch Luft nach oben, was dann
jedoch mehr der Kür als der Pflicht
zuzurechnen ist. Mit einer Batteriekapazität
von 77,4 kWh sollte der Elektro-Allradler
seine Vorräte übrigens vorrangig bei
leistungsstarken E-Zapfsäulen ergänzen.
FACTS
Leistung: 81 kW (110 PS)
Eigengewicht: 2.058 kg
Sitzplätze: 4+1
Nutzlast: 472 kg
Reichweite: jenseits der 350 km
Grundpreis: 61.490,– Euro
(inkl. MwSt.)
+ E-Mobil mit Allradantrieb
+ echter Eyecatcher
+ hochwertiges Auftreten
- hohes Eigengewicht
- leicht verwirrter Lenkassistent
- keine elektrische Heckklappe
Was auch den Entwicklungsideen von Kia
entsprechen würde. Denn dank 800
V-Technik soll die zuvor leere Batterie
dann in nur 18 Minuten wieder zu 80%
geladen sein. Was uns beim Laden
besonders gut gefallen hat: Der „Tankdeckel“
öffnet und schließt elektrisch. Wird
er nach dem Tankvorgang vergessen und
der Kia EV6 setzt sich in Bewegung,
schließt er ganz von alleine und verhindert
so ungewollte Blechschäden.
Fazit: Ein verdienter Sieger, der die
Fahnen der Elektromobilität mehr als
gerechtfertigt hochhalten darf.
Überzeugend – der vollelektrische
Kia EV6 hat sich den Titel des Car
of the Year 2022 wirklich verdient.
102 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH
BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022
103
FUHRPARK
SERVICE
1
TSCHANN
US-Armee Garnison stellt
Tatra Phoenix in Dienst
Im Zuge einer Ersatzbeschaffung der US-Armee Garnison Bavaria wurden
dreiachsige Allrad-Dumper mit Dreiseitenkipper europaweit ausgeschrieben.
Den Zuschlag erhielt das extrem geländegängige Modell Tatra Phoenix mit dem
weltweit einzigartigen Zentralrohrrahmen und Einzelradaufhängung.
D
2 3
urch den weitläufigen US-Truppenübungsplatz
Grafenwöhr in der
bayerischen Oberpfalz zieht sich ein 300
km langes Wege- und Straßennetz. Das
Team der US-Armee Garnison Bavaria,
Directorate of Public Works, Operation &
Maintenance Division ist dabei für die
Straßenerhaltung und -räumung zuständig.
Die Abteilung verfügt über ein Arsenal
von schwerem Pioniergerät wie Schubraupen,
Gradern, Scrapern, Dumpern und
vielem mehr. Wie immer im militärischen
Bereich müssen die Fahrzeuge höchsten
Anforderungen in punkto Robustheit,
Langlebigkeit und Zuverlässigkeit
entsprechen.
Das erste Fahrzeug des Modells Tatra
Phoenix wurde vom Lieferanten Tschann-
Nutzfahrzeuge GmbH kürzlich an die
US-Armee übergeben. Nach der offiziellen
Schlüsselübergabe an die Verantwortlichen
für den Straßenunterhalt, konnten
die Fahrer im Off-Road-Gelände gleich
selbst die beeindruckenden Traktionseigenschaften
austesten. Dass der Tatra
Phoenix auch gar nicht wasserscheu ist
DI Robert Kerschl
(Tschann Vertriebsleiter
Tatra) hat das Fahrzeug
an die US-Armee
übergeben.
1 Jungfernfahrt am
Truppenübungsplatz:
In tiefen unbefestigten
Böden zeigt Tatra
seine immer wieder
beeindruckenden
Traktionseigenschaften.
2 Nichts für Wasserscheue:
Nach der Arbeit
wird in der militärischen
XXL-Waschbox mit
Hochdruck gereinigt.
3 300 km Straßen und
Wege: Am US-Truppenübungsplatz
Grafenwöhr
wartet viel Arbeit
auf den neuen Tatra
Phoenix 6x6.
und auch in diesem Punkt militärischen
Standards genügt, zeigte sich bei der
anschließenden Reinigung in der Waschanlage
des Stützpunkts, wo es ausschließlich
mit Hochdruck zur Sache geht.
Die Tschann Nutzfahrzeuge GmbH mit
ihrer Zentrale in Salzburg und Niederlassungen
in Poing/München, Obertraubling/
Regensburg, Bogen/Furth, Wels, Himberg,
Premstätten/Graz ist seit 2015 der Tatra
Partner für Österreich, Bayern und
Südtirol.
www.tschann.biz
Fotos: © Tschann
KURZURLAUB VON DER BAUSTELLE
Einmal Sonne, immer Sonne
Frühling, Sommer, Herbst oder Winter – Saalbach ist immer
eine gute Idee. Warum? Schon aus einem strahlenden Grund.
D
Das Hotel Die Sonne in Saalbach
Hinterglemm ist der optimale Ausgangspunkt
für eine Vielzahl an Aktivitäten im
Salzburger Land.
en kleinen Ort Saalbach kennt man
vor allem für das Skivergnügen, das
er seinen Gästen von den ersten Dezember-Tagen
bis weit in den Frühling hinein
verspricht. Dabei ist das „Home of Lässig“
auch das restliche Jahr über ein echtes
Paradies. Vor allem für Menschen, die
gerne an der frischen Luft sind. Und egal
ob da mal dicke Wolken den Himmel
bedecken, es regnen oder gar schneien
lassen – eins strahlt garantiert immer:
das ****S Hotel Die Sonne in Saalbach
Hinterglemm.
Es steht mittendrin im Paradies
Salzburger Land und lädt dadurch zu
einer bunten, langen Liste an Aktivitäten.
Der Sommer wird in diesen Breitengraden
ganz dem Bike- und Wandersport gewidmet.
Im Winter kann man es kaum
erwarten, die weiten Pisten hinunterzuwedeln.
Alles Dinge, die man direkt vor der
Hoteltür erleben kann oder – dank
praktischer Sonne-Services wie dem
eigenen Shuttle-Dienst – jederzeit ganz
entspannt erreicht.
Und drinnen? Da geht es dann ebenso
relaxt weiter: Die Sonnenoase verspricht
mit Hallenbad, Whirlpool und Infrarotkabine
herrliche Wellnessmomente. Im
Sonnenhaus kann man alles ausschwitzen,
was einem vom Alltag noch in den
Knochen steckt. Im Sommer zieht man
sich dann in den lauschigen Garten
zurück, im Winter lagert man die fleißigen
Beine im stimmungsvollen Ruheraum
hoch. Ganzjährig kann man sich im Zirben
Spa von den mannigfaltigen Händen der
Sonne-Masseurinnen und Kosmetikerinnen
verwöhnen lassen. Und da wäre noch
etwas, das den Urlaub im Hotel
„Die Sonne“ besonders macht …
Wer bei den Worten „All Inclusive“ an
lieblose Buffets und überfüllte Zapfhahn-
Stationen denkt – weit gefehlt: Mit der
Super Sonne All Inclusive Kulinarik
genießen Gäste in diesem Hause zu jeder
Zeit auf allerhöchstem Niveau. Vom
regional-biologischen Frühstück über das
köstliche Mittags- und Nachmittagsbuffet
bis hin zum kreativen abendlichen
5-Gänge-Menü. Ja, spätestens die bestens
sortierte Weinkarte wird selbst kritische
Genießer vor die Frage stellen: „Warum
eigentlich nicht schon immer all
inclusive?“
www.hotel-sonne.at
Ob Hallenbad, Whirlpool oder Infrarotkabine
– die Sonnenoase bietet
herrliche Wellnessmomente. Im Bild
das Badezimmer der Jagasuite.
104 MÄRZ 2022 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH MÄRZ 2022 105
SERVICE
BÜCHER
DEUTSCHES ARCHITEKTUR JAHRBUCH 2022
220 × 280 mm; 264 Seiten; 400 Abbildungen
ISBN 978-3-86922-786-3; 38,00 Euro
Seit 2007 zeichnet das Deutsche Architekturmuseum
(DAM) mit dem DAM Preis jährlich
herausragende Bauten in Deutschland aus.
Das Deutsche Architektur Jahrbuch 2022
stellt neben dem Preisträgerprojekt und
den Finalisten auch die Gebäude der
Shortlist in und aus Deutschland vor.
Namhafte Autorinnen und Autoren
besprechen in ihren Beiträgen
eingehend die insgesamt 26
Projekte, die die Jury unter dem
Vorsitz von Christiane Thalgott für den
DAM Preis für Architektur in Deutschland 2022
unter 100 Nominierungen ermittelt hat – darunter drei
Bauensembles außer Konkurrenz, die von deutschen Büros in
anderen Ländern realisiert wurden. Der DAM Preis 2022 geht an ein
außergewöhnliches und innovatives Wohnprojekt in der Messestadt
München-Riem: Das San Riemo ist ein genossenschaftliches Wohnhaus
mit 27 Wohnungen, das die ARGE Summacumfemmer Büro Juliane Greb mit
maximal flexiblen Grundrissen für unterschiedliche und sich verändernde
Lebensformen gestaltet hat. Die drei weiteren Finalisten sind die John Cranko
Schule von Burger Rudacs Architekten in Stuttgart, die Forschungshäuser
Einfach Bauen von Florian Nagler Architekten in Bad Aibling und der
Axel Springer Neubau von OMA in Berlin.
www.dom-publishers.com
PERSONALVERRECHNUNG IM BAUGEWERBE
5. Auflage 2022; Buch kartoniert: 556 Seiten
ISBN: 9783707335408; 74,00 Euro
Für die Personalverrechnung im österreichischen Baugewerbe ist die
Kenntnis vieler spezifischer Eigenheiten nötig. Das vorliegende Fachbuch
bietet deshalb eine kompakte Übersicht vom Praktiker für Praktiker zu
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diesem Thema. Aufbauend auf komprimierter
Allgemeininformation
stellt es die Besonderheiten dieses
Spezialgebiets ausführlich dar und
dient daher als Leitfaden zur
systematischen Einarbeitung sowie als Nachschlagewerk für die
Praxis. Das Buch enthält eine abgerundete Information zu jedem
Fachbereich, wie Kollektivverträge für Angestellte und Arbeiter im
Baugewerbe; Abgabenrecht; Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz;
Zulagen und Zuschläge; Entgeltfortzahlung; Beendigung
von Dienstverhältnissen. Eine Vielzahl von Übersichten,
Tabellen und Beispielen dienen der Anschaulichkeit und fördern
das Verständnis.
Die fünfte Auflage berücksichtigt die zahlreichen BUAG-Novellen
sowie die vielen Anpassungen im Rahmenrecht der Kollektivverträge
für Arbeiter und Angestellte im Baugewerbe/Bauindustrie, z.B.:
Option einer Jahresdurchrechnung; Entgeltanspruch von Lehrlingen
ohne Lehrabschlussprüfung in der Behaltezeit und dessen
Rechtsfolgen; Änderungen beim Überbrückungsgeld und bei der
Überbrückungsabgeltung; Covid-19-bedingte Verschiebung der
Verfallfristen im BUAG.
www.lindeverlag.at
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304 Seiten, Format 23,0 x 26,0
ISBN: 978-3-218-01334-5; 29,90 Euro
Unterhaltsam Kurioses aus der
Wiener Stadtgeschichte auf
Spaziergängen zu prächtigen
Zinshäusern bietet der Titel „Wenn
Wände reden könnten – Wiener
Zinshäuser: ihre Geschichte und
ihre Geschichten“ der beiden
Autoren Silke Farmer-Wichmann
und Clemens Riha. Denn abseits
der Ringstraßenpalais durchzieht
ein großer Facettenreichtum an
Zinshäusern die Stadt. Noble
Mietvillen und vornehme
Bürgerhäuser ebenso wie
ehemalige Arbeiterkasernen
machen Wien zu einer der historisch interessantesten Städte
Europas. Die Seele eines Hauses sind seine Bewohner. Im Fall der
Wiener Zinshäuser haben stets auch die Eigentümer viel zum
Schicksal der Gebäude beigetragen. Sie entscheiden über den
Erhalt von Schützenswertem, kennen ihre Mieterinnen und Mieter
persönlich und erleben mitunter Kurioses bei der Verwaltung der
Häuser.
Silke Farmer-Wichmann und Clemens Riha sind mit Zinshausbesitzern
ins Gespräch gekommen und haben dabei Unterhaltsames,
Berührendes und Wissenswertes zutage gefördert. In
Spazier gängen durch unterschiedliche Stadtteile Wiens präsentieren
die Autoren uns über 50 Gebäude in Anekdoten, prächtigen
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