RUNDSCHAU für den Lebensmittelhandel 09/2025
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September 2025
Nr. 09
rundschau.de
info@rundschau.de
28
THEKEN-SPECIAL
Frischetheken
mit Wow-Effekt
für mehr Ertrag
am PoS.
44
SORTIMENTE
FÜRS FEST
Jetzt schon an das
lukrative Geschäft
am Jahresende
denken.
TOUR DES
HANDELS
BEI KAUFLEUTEN ZU GAST: EINE
REISE QUER DURCH DIE REPUBLIK.
AUCH IN DIESER AUSGABE : EIN KAFFEE MIT ... SEEBERGER-CHEF RALPH BERANEK · STRATEGIE FÜR JAHRESGESPRÄCHE ·
STORE-CHECK: REWE FRANKFURT · DAS GROSSE BACKEN · LÄNDERREPORT ÖSTERREICH & SCHWEIZ · TABAKWAREN
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INTERTABAC
2025
HALLE NORDEINGANG,
STAND A12
RUNDSCHAU 09/25
Editorial
Marcelo Crescenti
Chefredakteur
E-Mail: crescenti@rundschau.de
Händler hautnah
Was können Journalisten besser als künstliche Intelligenz?
Das war meine Frage an den renommierten KI-Experten
nach seinem zweistündigen Vortrag. Seine Antwort:
Einfühlsam mit Menschen reden und so an wertvolle
Informationen kommen. Im Übrigen habe der Qualitätsjournalimus
genau deswegen eine Zukunft, bemerkte er dazu. Daran glaube auch
ich ganz fest.
Rausgehen, mit den Menschen reden – das hat die Redaktion der
RUNDSCHAU bei der Recherche für die Artikel dieser Ausgabe häufig
getan. Das ist auch die tragende Idee hinter der Titelgeschichte (ab
Seite 16) über selbstständige Händler. Was beschäftigt die Kaufleute, vor
welchen Herausforderungen stehen sie aktuell und wie bewältigen sie
diese? Dafür haben wir fünf ganz unterschiedliche Unternehmerinnen
und Unternehmer in fünf verschiedenen Ecken der Republik besucht.
Ihre Ansichten und Meinungen geben einen guten Überblick darüber,
was die Branche gerade umtreibt – und wie diese Macherinnen und
Macher sie mit Mut und Ideen vorantreiben.
Ich wünsche Ihnen eine gewinnbringende Lektüre.
#Smartstores
Es gibt bundesweit immer
mehr automatisierte Läden
ohne Personal – und ihre Zahl
wächst weiter. Ein Überblick
liefert die Story auf Seite 24
#70JahreTK
Das coole Sortiment feiert
Jubiläum in Deutschland – und
bleibt innovativ wie eh und
je. Wir verbreiten ein wenig
Tiefkühl-Nostalgie ab Seite 40
#FrühesFest
Ist denn schon Weihnachten?
Für Händler ja, denn sie müssen
sich frühzeitig mit dem
Festsortiment beschäftigen.
Anregungen ab Seite 44
Sie wollen wissen, was die Branche bewegt,
und keine wichtigen News verpassen?
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Auf Insta entgeht Ihnen nichts – ob Top-
Branchenevents, spannende Firmen-Insights
oder glamouröse Awards.
www.rundschau.de
03
RUNDSCHAU September 2025
Inhalt
www.rundschau.de
Mehr News, Fotos und
Hintergründe stehen
online für Sie bereit.
www.rundschau.de/wettbewerbe/
fitfortrade
Für Nachwuchskräfte: Infos zum Wettbewerb,
Lernmaterial und vieles mehr.
Die Titelstory
Tägliche Höchstleistung, tägliche Herausforderungen: Wie bewegen
sich Kaufleute zwischen Lust und Frust? Die RUNDSCHAU hat
hautnah ein Stimmungsbild auf einer Handelstour quer durch die
Republik eingefangen. Mehr dazu lesen Sie ab Seite 16.
Branche
Sortiment
06 Ein Kaffee mit ...
Ralph Beranek, Geschäftsführer beim Nuss- und
Snack-Spezialisten Seeberger.
44 Jahresendgeschäft
Kaufanreize für den Jahresendspurt: Diese
verkaufsstarken Produkte gehören ins Regal.
28
Profil zeigen, Profil schaffen
14 Nachwuchsförderung
Nachwuchskräfte begleiten und unterstützen:
Darum geht es beim RUNDSCHAU-Ausbildertag.
16 Tour zu den Machern
Eine Reise quer durch die Republik: Was treibt
selbstständige Kaufleute an, was treibt sie um?
50 Länderreport Österreich & Schweiz
Wo Genuss ganz oben steht: die neuesten
Qualitätsprodukte aus der Alpenregion.
56 Das große Backen
Tradition trifft Lifestyle: Produkte und Zutaten
zum Backen zeigen sich in Variationsbreite.
Bedientheken sind Eyecatcher und Alleinstellungsmerkmal
zugleich – doch ihr Betrieb ist anspruchsvoll.
Gefragt sind Konzepte, die funktionieren.
24 Smart Stores
Immer mehr Anbieter und flexiblere Konzepte:
Was leisten Smart Stores im 24/7-Format?
60 Tabakwaren
Trends und Highlights für neue Impulse:
Die Intertabac setzt (Rauch-) Zeichen.
26 Lebensmittel-Lieferdienste
Nach Marktkonsolidierung auf Expansionskurs:
Die Pläne von Picnic und Flink.
66 Internationale Spezialitäten
Gastro-Betreiber aus Italien, Griechenland und
Vietnam: Was vermissen sie im deutschen LEH?
28 Thekenkonzepte
Blickfang, Visitenkarte, Wirtschaftsfaktor: So
betreiben Händler erfolgreich Frischetheken.
68 Wintergrillen
Grillen geht immer: Die heißesten Anwärter für
das BBQ in der kühleren Jahreszeit.
Fotos: Wanzl; AdobeStock.com/Frank Lambert
50
Special Österreich/Schweiz
Die deutschen Nachbarländer locken nicht nur mit
prächtigen Bergwelten und Landschaftspanoramen,
sondern auch mit herausragenden Erzeugnissen.
34 Jahresgespröche
Wie KI, Einkaufskooperationen und Kundendaten
die Jahresgespräche massiv verändern.
36 Store-Check: Rewe Frankfurt
Ein Sortimentswunder im Gutleutviertel: Hier
werden Kundenwünsche erfüllt.
Rubriken
08 Newsticker
13 Shopper-Insights: Weihnachten
42 Verbandsinfo
70 Neue Produkte/Impressum
74 ForscherAuftritt: Stephan Grünewald
04 Inhalt • RUNDSCHAU 09/25
Lecker Fisch.
Ohne Haken.
100 % frei von Zusätzen.
ist für alle da
Ein Kaffee mit …
Ralph Beranek
Text: Marcelo Crescenti
Foto: Hans-Rudolph Schulz
NACHHALTIG
GESUND
Ralph Beranek brennt für gesunde Snacks und nachhaltige Lieferketten.
Der Geschäftsführer von Seeberger über die Partnerschaft mit
Thomas Müller, Dienstreisen nach Afrika und den Wert von Marken.
Nachhaltig, gesund, natürlich.
Bei Seeberger, dem Spezialisten
für Nüsse und getrocknete
Früchte, sind diese Attribute
mehr als Floskeln: Sie gehören
zur Firmenphilosophie. „Wir wollen den
Konsumenten letztlich ein gutes Gefühl
vermitteln“, sagt Geschäftsführer Ralph
Beranek. Dies sei die zentrale Aufgabe –
und dafür tut der Snackanbieter viel, von
der sorgsamen Auswahl der Lieferanten
(der Onboarding-Prozess dauert bis zu vier
Jahre) bis zum Einsatz nachhaltiger Energie
in der Produktion. Diese Strategie wird
vom Erfolg gekrönt: Im ersten Halbjahr
2025 stieg der Umsatz um acht Prozent.
Sympathisch trommeln
Wer Gutes tut, muss es aber auch kommunizieren
– das hat das Unternehmen aus
Ulm mittlerweile stärker verinnerlicht
als in der Vergangenheit. Die Werbepartnerschaft
mit dem beliebten Fußballer
Thomas Müller ist ein Beleg dafür. „Das
hat einfach gepasst“, sagt Beranek. „Wir
wollen sympathisch für die Produkte
trommeln und eine Verbindung zu den
Konsumenten herstellen.“ Dazu gehören
auch Produktpartnerschaften mit
dem Sozialunternehmen Share und dem
Nachhaltigkeitssiegel Fairtrade. Das „gute
Gefühl“ soll damit verstärkt werden.
Beranek feiert dieses Jahr Jubiläum:
Er ist bald seit 35 Jahren bei Seeberger,
seit 1996 als Geschäftsführer. In der
Branche kennt sich der Unternehmer
wie kaum ein anderer aus – auch weil er
sich nicht scheut, die Partner im Ursprung
zu besuchen. Seine jüngste Reise
führte in die Elfenbeinküste, demnächst
steht Ghana auf dem Programm.
Wertschöpfung im Ursprung
Mit den „dreckigen Stiefeln auf dem Feld“,
im Gespräch mit Bauern und Verarbeitern
vor Ort fühlt er sich besonders wohl.
Auch deswegen, weil Seeberger auf langfristige
Partnerschaften setzt. Dabei soll
ein Großteil der Wertschöpfung, wann
immer möglich, im Anbauland bleiben.
So werden beispielsweise Mangos,
Kokosnüsse oder Ananas direkt vor Ort
verarbeitet, bevor sie nach Deutschland
verschifft werden. „Nur so bekommen
wir die Top-Qualität, die wir brauchen.“
Drei bis vier neue Produkte im Jahr
will Seeberger launchen. Sie werden zunächst
im Onlineshop getestet, bevor sie
06 Branche • RUNDSCHAU 09/25
Ein Kaffee mit ...
Noch mehr interessante Menschen
aus der Branche bei einer Tasse
Kaffee im RUNDSCHAU-Gespräch.
RALPH
BERANEK
lief früher gerne Marathon,
heute bevorzugt er eher
das Wandern in der freien
Natur. Dabei „darf es schon
mal hoch hinaus gehen“.
in den LEH kommen. Zuletzt wurde die
„Crunchy Fruits“-Range eingeführt, dafür
werden Beeren schonend gefriergetrocknet
und ganz ohne Zusätze angeboten.
Um die Zukunft von Marken ist
Beranek nicht bange, solange sie für
die Konsumenten spannend bleiben
und sich auf ihren Kern konzentrieren.
Genau das will Seeberger nun verstärkt
tun: Den Nachhaltigkeitskurs
beibehalten und gleichzeitig mit einem
Augenzwinkern für ein gutes Gefühl
bei den Verbrauchern sorgen. ☐
Unser Ziel ist
letztlich: Wir wollen
den Konsumenten
ein gutes Gefühl
vermitteln.
www.rundschau.de
07
WWW.BIRKENHOF-BRENNEREI.DE
2024
Branche
Newsticker
RTG gelingt mit neuer Einkaufsallianz ein Coup
EINKAUFSALLIANZ RTG International schließt
sich mit Carrefour und Coopérative U zur neuen
europäischen Einkaufsallianz Concordis zusammen.
RTG will die Einkaufspreisverhand-
lungen im Rahmen der Concordis-Lieferanten
konsolidieren, heißt es. Das Bündnis handelt
im Auftrag von Rossmann, Globus, Bartels-
Langness, Bünting, Netto, Tegut, Kaes und
Klaas & Kock. Mit dem jüngsten Schritt bringen
sich die deutschen Händler in eine stärkere
Position in internationalen Verhandlungen.
Sie können sich damit auch besser gegen die
starke Konkurrenz der Discounter sowie gegen
Rewe und Edeka behaupten.
Zusammen stehen die RTG-Mitglieder für einen
Außenumsatz in Höhe von knapp 31 Milliarden
Euro in rund 570 SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten,
770 Super- und Discountmärkten
sowie 2.230 Drogerien.
Die drei Gründungspartner von Concordis repräsentieren
gemeinsam einen Außenumsatz
von über 125 Milliarden Euro. Mit Vertriebsformaten,
die in Frankreich, Deutschland und
Spanien gut etabliert seien, würden die drei
Partner eine breite Palette komplementärer
Ladenformate (Hypermärkte, Supermärkte,
Discounter, Convenience-Stores, Drogerien)
abdecken, heißt es.
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08 Branche • RUNDSCHAU 09/25
Traditionell
feine Spirituosen
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Kooperationen
und Joint Ventures
zünden bei Katjes
HALBJAHRESBILANZ Katjes International hat
seinen Konzernumsatz im ersten Halbjahr um
4,4 Prozent auf 164,8 Millionen Euro gegenüber
dem Vorjahr gesteigert. Der Süßwarenhersteller
führt die positive Entwicklung vor allem
auf gutes Preismanagement und Effizienzsteigerungen
zurück. Doch auch die zwei im
ersten Halbjahr gestarteten Joint Ventures mit
Musikerin Shirin David (Shirin Beauty) und mit
dem britischen YouTuber Niko Omilana (Shades
Snacks mit veganen und halal-zertifizierten
Fruchtgummis in Sonnenbrillenform) hätten
dazu beigetragen. Angesichts der bisherigen
Entwicklung geht der Konzern davon aus, die
ursprüngliche Planung deutlich zu übertreffen.
Fotos: Tobias Ebelshäuser
Branche
Newsticker
Check-Out Day feiert Premiere
BRANCHENAWARD Am 13. November 2025
lädt die RUNDSCHAU für den Lebensmittelhandel
in Partnerschaft mit Mars Wrigley zum
1. Check-Out Day im Radisson Blu Hotel im
Stuttgarter Porsche Design Tower. Dort werden
in feierlichem Rahmen die besten Kassenzonen
Deutschlands ausgezeichnet. Chancen
auf den renommierten Preis haben Märkte,
deren Check-out-Konzepte hinsichtlich Sortiment
und Platzierung kundenorientiert ausgerichtet
sind, die eine emotionale Gestaltung
aufweisen und mit technischen Innovationen
punkten. Die Jury besteht aus Vertretern der
RUNDSCHAU sowie Experten aus Marktforschung
und Wissenschaft.
Die Teilnehmer des diesjährigen Check-Out Day
erwarten Fachvorträge zur Check-out-Zone
in LEH und Tankstellen, zu Kundenführung
& Wareninszenierung, Praxis-Talks und Best
Practices, die Nominierung und Verleihung des
Check-Out Awards 2025 sowie ein Sektempfang,
Dinner und Networking-Möglichkeiten.
Die Auszeichnung „Deutschland beste Kassenzone“
stößt in der Branche auf große Resonanz.
Zunächst motiviert alleine die Teilnahme
das jeweilige Team, gemeinsam auf den Sieg
hinzuarbeiten. Jeder Bewerber erhält dabei
ein Coaching in Form einer individuellen Beurteilung.
Darüber hinaus erhalten alle live
präsentierten Märkte einen Imageclip; zudem
stärkt die Auszeichnung sowohl das Image
als auch das Vertrauen der Kunden. Von entscheidender
Bedeutung: Die Gewinner des
Awards berichten regelmäßig über signifikante
Umsatzsteigerungen.
Jetzt noch anmelden für den
Check-Out Award 2025 – und
live nominiert werden!
W
Rewe-Lieferservice setzt auf E-Lieferflotte
und schafft 64 neue E-Sprinter an
Seit Jahren
STARK für das GUTE
E-MOBILITÄT Der Rewe-Lieferservice setzt
auf Elektromobilität und schafft 64 neue E-
Sprinter von Mercedes-Benz an. Sie übernehmen
ab sofort Belieferungen in Berlin und ab
September 2025 auch in Neuss. Für die Fahrzeuge
und den Ausbau der Ladeinfrastruktur
investiert der Rewe-Lieferservice laut Unternehmensmitteilung
knapp fünf Millionen Euro.
Es handle sich um die größte Einzelbestellung
des Rewe-Lieferservice beim neuen Partner
aus der Automobilindustrie. Die neuen Elektrofahrzeuge
leisteten einen wichtigen Beitrag
zum Ziel der Rewe Group, als Konzern bis 2050
Netto-Null-Emissionen zu erreichen, so der
Kölner Konzern.
Die erste Auslieferung von 40 der neuen
Lieferwagen erfolgt am Fulfillment Center in
Berlin-Tempelhof, in das weitere Investitionen
geflossen sind: Die Infrastruktur des Standortes
wurde gleichzeitig mit 42 Ladesäulen mit je
22 Kilowatt ausgerüstet, um die Fahrzeuge mit
Ökostrom aufzuladen. Die E-Sprinter können
bis zu 1.275 Kilogramm zuladen, was vor allem
für die Belieferung mit frischen und (tief-)-
gekühlten Produkten wichtig ist.
Die Partnerschaft mit Mercedes-Benz folgt
einer strategischen Ausrichtung zur Weiterentwicklung
der eigenen Lieferflotte: „Wo immer
es möglich ist, werden Elektrofahrzeuge die
bisherigen Fahrzeuge mit Verbrennermotoren
im Lieferservice ersetzen. Dies ist ein entscheidender
Schritt auf unserem Weg zu emissionsfreien
Lieferoptionen“, sagt Clemens Bauer,
Director Rewe E-Commerce.
Fotos: Philip Morris, LIKE, Rotkäppchen-Mumm, Annika List, RUNDSCHAU
10 Branche • RUNDSCHAU 09/25
Täglich neu: www.rundschau.de
News und Infos aus der Branche und über ihre
Entscheider finden Sie täglich aktuell auf
Instagram. LinkedIn und www.rundschau.de
Branche
Newsticker
ANDREA KOEPFER wurde von
der Philip Morris GmbH (PMG)
in die Geschäftsleitung berufen.
Ab 1. September verantwortet
sie als Director Communications
die strategische Ausrichtung der
Unternehmenskommunikation.
ANJA GRUNEFELD hat das Livekindly
Collective verlassen. Die
bisherige Geschäftsführerin DACH
und Europachefin wolle sich künftig
anderen Projekten widmen.
CEO David Suarez wird nun das
Europageschäft verantworten.
KATHARINA WINDEKNECHT übernimmt
Anfang Oktober bei der
Rotkäppchen-Mumm Gruppe die
Position des Chief Transformation
Officer. Sie zeichnet damit für wesentliche
Zukunftsthemen des
Unternehmens verantwortlich.
PETRA SCHÄFER wird zur zentralen
Ansprechpartnerin für die
Mitglieder der Alnatura-Geschäftsführung.
Diese berichten ab
1. Oktober direkt an sie. Schäfer
ist seit 2024 stellvertretende Vorsitzende
des Gremiums.
Branche
Newsticker
Deutsche bei Ernährungstrends zurückhaltend
GESUNDHEITSSTUDIE Viele Bundesbürger
wollen gesünder leben, vertrauen dabei aber
weder Ärzten noch Ernährungstrends. Auch
beim Wissen über Superfoods, Probiotika oder
pflanzliche Proteine hinkt Deutschland hinterher.
Laut einer internationalen NIQ-Studie zum
Gesundheits- und Wellnessverhalten haben
viele Deutsche zwar hohe Ansprüche an ihre Gesundheit,
setzen diese aber kaum konsequent
um. Fast jeder Zweite (47 %) sagt, gesunde
Alternativen seien zu teuer. Ein Drittel nennt
fehlende Motivation (31 %) oder Zeitmangel
(30 %) als größte Hürden auf dem Weg zu einem
gesünderen Lebensstil. Auch Vertrauen spielt
eine Rolle: Jeweils 23 Prozent zweifeln daran,
dass das gesündere Produkt oder die Dienstleistung
wirksam sind, oder haben Schwierigkeiten,
eine gesündere Alternative zu finden.
Bei aktuellen Ernährungstrends sind viele
Deutsche noch zurückhaltend. Nur 22 Prozent
(weltweit: 36 %) der Befragten sagen, dass sie
sehr vertraut mit Superfoods sind. Auch Probiotika,
ein zentraler Bestandteil aktueller Social-
Media-Trends rund um Darmgesundheit, kennen
nur 19 Prozent gut. Pflanzliche Proteinquellen
(Quinoa, Linsen, Tofu) sind gerade
einmal 20 Prozent sehr vertraut. Selbst bei
ballaststoffreichen Lebensmitteln liegt die
Vertrautheit mit 37 Prozent deutlich unter
dem globalen Schnitt (54 %). Die Social-Media-
Hypes rund um neue Ernährungstrends sind in
der Breite offenbar noch nicht angekommen.
Mit Blick auf den Einkaufszettel planen 42 Prozent
der Deutschen, in den kommenden zwölf
Monaten mehr ballaststoffreiche Lebensmittel
zu kaufen. Das ist der höchste Wert unter allen
Lebensmittelkategorien. Superfoods und
Probiotika landen mit je 29 Prozent deutlich
dahinter, pflanzliche Proteine bei 30 Prozent.
Nur 16 Prozent planen, ihren Konsum tierischer
Produkte zu steigern, bei stark verarbeiteten
Lebensmitteln sind es sogar nur zehn Prozent.
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Ab sofort sind wir Ihr Ansprechpartner in Deutschland
für die starken Marken Balconi (Feinbackwaren) und CandyPlus (Süßwaren).
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WAREN- UND VERKAUFSKUNDE Die Markentrainer
von fitfortrade sind die Basis für alle,
die am renommierten Nachwuchswettbewerb
der RUNDSCHAU teilnehmen und um den
Titel „Deutschlands beste Nachwuchskraft im
Lebensmittelhandel“ kämpfen wollen. Dank
des umfangreichen Lernmaterials mit praxisorientierten
Inhalten, Marktdaten, vielen Abbildungen,
Glossar und Fragen können angehende
Entscheider im LEH die eigenen Kenntnisse
überprüfen und sich damit im wahrsten Sinne
„fit“ für die Herausforderungen der Branche
machen.
Ab sofort sind die aktuellen
Markentrainer 2025/26 als
E-Paper online abrufbar:
Fotos: stock.adobe.com/bit24
Schluckwerder, Balconi und CandyPlus sind Teil der
Fotos: stock.adobe.com/Rumana Icon Lab; pixabay: Anema, Penelope883, maxmann
Mintel Spotlight – der Marktforschungs-Blog mit
erfrischenden Perspektiven, neuen Daten und bahnbrechenden
Analysen der Märkte, die wirklich zählen.
Im Fokus: Weihnachtliches
Trotz globaler Krisen war vergangenes Weihnachten ein
Fest des Zusammenkommens. Vielleicht auch gerade
aufgrund der schwelenden Konflikte blieb der Wunsch
nach Gemeinschaft, Genuss und festlicher Stimmung
ungebrochen. Der Trend zum geselligen Beisammensein
in den eigenen vier Wänden verlieh dem saisonalen
Konsum zusätzlichen Auftrieb:
Premiumprodukte standen
hoch im Kurs. Mit Blick
auf Süßgebäck erklärt
Mintel, worauf es dieses
Jahr ankommt.
Das Auge isst mit
„Instagram-Appeal“
Die ästhetische Wertschätzung für Kuchen und süße
Backwaren aus dem Supermarkt ist besonders stark bei
den unter 35-Jährigen ausgeprägt – dieselbe Altersgruppe,
die verstärkt Wert auf eine „auffällige Optik“ als
gewünschte Eigenschaft bei diesen Produkten legt.
Das lässt sich auf die zentrale Rolle zurückführen, die
soziale Medien im Leben jüngerer Deutscher spielen.
Infolgedessen müssen süße Backwaren heute
„Instagram-tauglich“ sein, um möglichst viele Käufer
und Konsumenten aus dieser Kategorie anzusprechen.
Gerade an Weihnachten werden viele Fotos – auch vom
Essen – öffentlich geteilt. Hier besteht die Möglichkeit für
Markenhersteller, sowohl geschmacklich als auch visuell
zu punkten.
_
ZAHLEN
TICKER
Markteinführung
35 PROZENT
der Weihnachts- und
Winterlaunches zwischen
Oktober 2024 und Januar
2025 entfielen auf saisonale
Schokoladenprodukte.
Aufmerksamkeiten
44 %
der Konsumenten in
Deutschland kauften an
Weihnachten 2024 Lebensmittel
und Getränke für den
feierlichen Anlass – 30 %,
um sie zu verschenken.
Qualitäts-Produkt
39 PROZENT
der Schokoladenkonsumenten
finden, dass sich
Premiumschokolade durch
eine Marke mit langer
Tradition auszeichnet.
Derselbe Anteil sieht
einen hohen Kakaogehalt
als Merkmal für Premiumschokolade.
Branche
Zahlen & Fakten
Auf einen Blick
Einkaufsverhalten
36 %
achten beim Kauf von
süßen Backwaren für Feiern
oder zum Verschenken
darauf, dass diese
54 %
nutzen gesellige
Treffen zu Hause, um
Neues auszuprobieren.
ins Auge fallen.
22 %
gingen 2024 davon
aus, an Weihnachten
mehr für Essen/Trinken
auszugeben.
Potenzial für nachhaltigere Zutaten
Volatile Kakaopreise
Die Weltmarktpreise für Kakao stiegen zwischen
November und Dezember 2024 um
30 Prozent – verursacht durch schlechtes
Wetter in Westafrika, extreme Hitze, Dürre
und eine starke saisonale Nachfrage. Diese
Faktoren sorgen weiterhin für Preisschwankungen.
Dies könnte
die Wahl der Hersteller für
nachhaltigere Zutaten
wie Carob (aus dem
Johannisbrotbaum)
und Schoko-Alternativen
wie ChoViva (aus
Sonnenblumenkernen)
begünstigen.
„Kuchen oder Süßgebäck
mit großzügigen
Füllungen
oder Toppings werden
besonders für
Konsumanlässe nachgefragt,
bei denen man sich selbst und
anderen etwas bieten möchte.”
Hannah Sandow
Associate Director,
Mintel Food & Drink Germany
Haushalten
88 PROZENT
der Deutschen kauften
in den drei Monaten bis
März 2025 Kuchen und
süßes Gebäck – ein Anstieg
gegenüber 85 Prozent im
Jahr 2022. Relevant fürs
Weihnachtsgeschäft, denn
dies spiegelt den Trend zum
Sparen wider, bei dem Verbraucher
vermehrt auf den
Besuch von Gastronomiebetrieben
verzichten.
Hoch im Kurs
Fruchtsüße gefragt
Das Interesse an Backwaren, die nur mit
Früchten gesüßt sind, kommt bei Verbrauchern
jeden Alters gut an – ein Hinweis auf
den Wert natürlichen Zuckers im Vergleich
zu künstlichen Süßstoffen. Das tatsächliche
Interesse an der Einbeziehung von Obst in
die Backmischung ist
jedoch bei jüngeren
Deutschen am höchsten
(33 % im Alter von
16–24 Jahren).
13
Branche Nachwuchsförderung
RUNDSCHAU-Ausbildertag '25
Nachwuchskräfte erfolgreich zu
begleiten, bedeutet mehr denn je,
nicht nur Fachwissen zu vermitteln.
Es geht darum, mit Herz, Haltung
und dem richtigen Handwerkszeug
junge Menschen auf ihrem Weg ins
Berufsleben zu unterstützen.
Als Ausbilderin oder Ausbilder übernimmt
man eine zentrale und verantwortungsvolle
Rolle im Unternehmen
– man ist nicht nur Wissensvermittler, sondern
auch Begleiter, Mentor und Vorbild für
die nächste Generation von Fachkräften. Es
geht darum, junge Talente ins Boot zu holen,
sie zu fördern und ihre persönliche Entwicklung
zu stärken – mit Engagement, Klarheit
und einer wertschätzenden Haltung. Dabei
steht nicht nur die fachliche Qualifikation im
Vordergrund, sondern auch die individuelle
Förderung und Stärkung ihrer persönlichen
Entwicklung. Mit einem klaren, engagierten
und wertschätzenden Auftreten schafft man
ein Umfeld, in dem Lernen gelingen kann
– und legt so den Grundstein für eine erfolgreiche
berufliche Zukunft der Auszubildenden
sowie für nachhaltigen Unternehmenserfolg.
Genau mit diesem Thema befasst sich der diesjährige
RUNDSCHAU-Ausbildertag, der am
14. Oktober in der Food Akademie in Neuwied
stattfindet. Allgemein spiegeln die Themen
den Alltag auf der Fläche wider. Daher stehen
auch diese Fragen im Fokus: „Was tun bei
Fotos: stock.adobe.com/Lou W/peopleimages.com; André Fister
mit Unterstützung von:
14
fitfortrade • RUNDSCHAU 09/25
fitfortrade-Markentrainer
Hier kann man die neuen fitfortrade-Markentrainer
ganz leicht und direkt bestellen. Es fallen lediglich
Versandkosten an.
Text: Jenny Rommel
respektlosem Verhalten?“ oder „Wie gehen
wir mit dem Fehlen schulischer Basics um?“
Gemeinsam können sich Ausbilder über ihre
Erfahrungen austauschen und Lösungen für
solche Situationen erarbeiten.
Impulse & Austausch
Neben dem Austausch mit Kollegen und praxisnahen
Impulsen stehen zwei parallele
Workshop-Reihen auf dem Programm. Die
eine befasst sich mit dem Schwerpunkt „Soft
Skills & Persönlichkeitsentwicklung“. Hier stehen
zentrale Kompetenzen wie Kommunikation,
Selbstreflexion, Empathie und Konfliktlösung
im Fokus. Ziel ist es, die persönliche
Entwicklung zu stärken und damit die tägliche
Arbeit mit Auszubildenden oder Mitarbeitenden
bewusster und wirksamer zu gestalten.
Beim zweiten Workshop geht es um das Thema
„Leitungs- & Ausbildungskonzepte“. In diesem
Strang werden praxisnahe Ansätze vorgestellt,
wie zeitgemäße Ausbildung gestaltet, Teams
geführt und nachhaltige Strukturen in der
Ausbildungsarbeit entwickelt werden können.
Auch Fragen der Motivation, Organisation und
Führungskultur stehen hier im Mittelpunkt.
Zusätzlich darf natürlich auch dieser Punkt
beim RUNDSCHAU-Ausbildertag 2025 nicht
fehlen: ein anschaulicher Praxisbericht mit
Auch beim RU-
Ausbildertag 2024
wurde gemeinsam
intensiv an Ansätzen
gearbeitet.
Im vergangenen
Jahr beschäftigte
das Thema „Junge
Talente gewinnen
und langfristig
binden“ die
Teilnehmer in
Neuwied.
dem Titel „Mitarbeiter führen & fördern“.
Anhand konkreter Erfahrungen aus dem
Berufsalltag wird gezeigt, wie Führung gelingen
kann – mit dem richtigen Maß an Vertrauen,
Klarheit und individueller Förderung.
Der Beitrag liefert wertvolle Einblicke und
Anregungen für alle, die Verantwortung für
Menschen in Ausbildung und Beruf tragen.
Jede Meinung zählt
Nach den positiven Rückmeldungen und auf
Wunsch der Teilnehmer aus dem vergangenen
Jahr wird es beim Ausbildertag zusätzlich
erstmals auch eine zweistündige Barcamp-
Session geben. Denn wir wollen wissen: Welche
Themen brennen Ihnen unter den Nägeln? Was
möchten Sie mit den anderen diskutieren, teilen
oder weiterdenken? Bringen Sie Ihre Ideen
ein – ob als kurzen Impuls, offene Frage oder
konkreten Vorschlag. Lassen Sie uns gemeinsam
gestalten, was jetzt wirklich zählt! ☐
Hier geht es zur Anmeldung
für den Ausbildertag 2025:
Entwickeln und stärken Sie Ihre
Nachwuchskräfte – wir freuen
uns auf Ihre Teilnahme!
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Protein-Pow(d)er!
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Branche
Tour des Handels
Text: Marcelo Crescenti
Hatte eigentlich andere Karrierepläne: Stefanie
Brehm gehören fünf Supermärkte in Berlin.
Am Puls der Branche
Von Leipzig bis Mannheim, von Dortmund bis Berlin: Die diesjährige Tour des Handels der
RUNDSCHAU führte quer durch die Republik zu ganz verschiedenen selbstständigen Händlern.
Gemeinsam haben sie den Willen, den eigenen Erfolg zu gestalten. Sie zeigen beispielhaft, was
Kaufleute heute beschäftigt – und wie sie aktuelle Herausforderungen meistern.
16 Branche • RUNDSCHAU 09/25
Selbstständige Händler werden
immer wieder von den Handelszentralen
als „Motor“ der Entwicklung
von Rewe und Edeka
bezeichnet. Dabei sollte man sie eher als
Seele der jeweiligen Unternehmensgruppe
begreifen – die freundlichen Gesichter
der Marke vor Ort, die Kundenkenner, die
Extra-Meilen-Geher, die Sortimentsversteher.
Im ländlichen Adelsdorf bei Nürnberg,
im urbanen Berlin, als Nahversorger
in Mannheim und Leipzig oder im studentischen
Umfeld in Dortmund. Dorthin
reiste die RUNDSCHAU-Redaktion, um
sich ein aktuelles Bild der Lage bei den
Kaufleuten zu machen. Das Fazit: Das Geschäft
läuft. Doch die Herausforderungen
werden immer vielfältiger.
Kaufleute als Wachstumstreiber
Selbstständige stehen für Erfolg: Ihre
Umsätze wachsen regelmäßig stärker als
die ihrer jeweiligen Handelsgruppen. Bei
Edeka tragen inhabergeführte Märkte mit
nahezu zwei Dritteln zum LEH-Umsatz
bei, bei der Rewe sind es rund 46 Prozent
– Tendenz steigend. 2024 kamen
bei der Rewe laut EHI Handelsdaten.de
160 neue Märkte hinzu, bei der Edeka
gab es im Saldo fast 400 Märkte weniger.
Woran das gelegen hat, wollte die
RUNDSCHAU von Edeka-Vorstandschef
Markus Mosa wissen, leider stand er nicht
für ein Interview zur Verfügung.
„Diese Entwicklung ist vor dem Hintergrund
des Generationswechsels sowie
veränderter Marktbedingungen zu sehen“,
analysiert Peter Cyganek, Projektleiter
Handelsstrukturen beim EHI Retail Institute,
die Lage. „Zugleich ermöglicht
Edeka jedes Jahr mehr als 100 Kaufleuten
den Schritt in die Selbstständigkeit.“ Bei
der Rewe sind es zwischen 70 und 80 neue
Kaufleute pro Jahr, sagt Thomas Nonn,
Bereichsvorstand Selbstständigkeit und
Genossenschaft (s. Interview S. 22)
Der Generationswechsel ist nur eine der
Herausforderungen, mit denen Kaufleute
aktuell zu tun haben. Personalsuche,
Lohnpolitik, steigende Lebensmittelpreise
und Bürokratie werden ebenfalls als Hürden
genannt. Und doch sagten alle von der
RUNDSCHAU auf der diesjährigen „Tour
des Handels“ besuchten Kaufleute über
die eigene Selbstständigkeit: „Ich würde
es wieder machen.“
Gelungene Staffelübergabe
Das Thema Nachfolge hat die Familie
Degen jedenfalls gut gemeistert. Um nach
Adelsdorf zu gelangen, dem Sitz des Unternehmens
mit zwei Edeka-Märkten, fährt
man über Erlangen an Orten wie
Röttenbach oder Hemhofen vorbei,
Anzahl selbstständige Händler (SEH)
Anzahl der von SEH betriebenen Märkten
1.573 3.200 2.250 5.365
Edeka
Rewe
2024 / Quelle: EHI handelsdaten.de
Branche
Tour des Handels
△ Lust auf mehr: Rewe-Händlerin Mandy Bronsert aus Leipzig hat zwei
Märkte und schließt die Übernahme weiterer Standorte nicht aus.
△ Edeka-Kauffrau Anna Degen führt in Süddeutschland die Märkte, die
früher ihren Eltern gehörten. Ihr Erfolgsrezept: Familienpower.
wo einer der Märkte steht. Anna Degen
empfängt die RUNDSCHAU mit Vater
Manfred im Büro. Sie hat seit knapp vier Jahren
das Sagen. Ruft ein Lieferant ihn an, stellt
Manfred Degen an die Tochter durch – um
deutlich zu machen, wer jetzt die Chefin ist.
„Man muss sich zurückziehen und sie machen
lassen, sonst funktioniert die Nachfolge nicht“,
betont der Senior. Trotzdem sagt Anna Degen:
„Familienpower macht den Unterschied.“
Wie viel Verantwortung der Schritt in die
Selbstständigkeit bedeutet, habe sie anfangs
nicht genau überblickt. „Es ist viel, man muss
damit umgehen können.“ Als junge Frau sei
der Rollenwechsel in die Unternehmensleitung
nicht gerade leicht gewesen, bei so manchem
Geschäftspartner musste sie sich erst ein-
mal Respekt verschaffen. Ihre Bilanz ist aber
positiv. Ihr Antrieb: „Ich kann entscheiden.“
Quereinsteiger willkommen
Ganz anderer Ort, ganz anderer Hintergrund,
aber derselbe Glanz in den Augen, wenn es
um die eigene Selbstständigkeit geht: Mandy
Bronsert führt zwei Rewe-Märkte mit jeweils
rund 1.000 Quadtratmetern Fläche mitten
im Leipzig. Obwohl diese kaum einen Kilometer
voneinander entfernt sind, hat sie mit
zwei komplett verschiedenen Kundschaften
zu tun: Am Felsenkeller sind es die Bio- und
Vegan-Fans, an der Elsterstraße die Käufer
hochwertigen Sortiments. „Das macht den
Job so spannend. Kein Tag, kein Kunde, kein
Mitarbeiter ist gleich.“
Auch Bronsert genießt die Entscheidungsfreiheit,
ist zum Beispiel stolz, den ersten
Rewe-Markt mit Floristikabteilung in Leipzig
zu führen. Ihre Ausbildung hat sie als Jahrgangsbeste
absolviert, bereits mit 22 Jahren
hatte sie einen Job als stellvertretende Marktleiterin.
Mitarbeitende rekrutiert sie mit Vorliebe
unter Quereinsteigern: „Wir haben hier
Menschen, die früher Maler, Maurer, Putzfrau
oder Chemiker waren – und sie sind zufrieden
bei uns.“ Eine Abteilungsleiterin Obst &
Gemüse ist gelernte Malerin, ein Marktleiter
hat früher Wände hochgezogen. Die Personalsuche
sei heute herausfordernd, Bewerber
und Mitarbeitende stellten deutlich mehr
Ansprüche als früher. „Darauf muss man sich
einstellen“, sagt Bronsert.
Wir haben hier Menschen, die früher
Maler, Maurer, Putzfrau oder Chemiker
waren – und sie sind zufrieden bei uns.
Mandy Bronsert
Rewe-Kauffrau aus Leipzig
Top-Thema Personalsuche
Überhaupt Personal: Die Suche nach Fachkräften
und Auszubildenden ist derzeit das Top-
Thema im Lebensmittelhandel. Die Branche
ächzt unter dem Mangel an Mitarbeitenden.
Das geht zum Teil an die Substanz: Vielerorts
werden Theken deshalb schon früh geschlossen
oder gar abgeschafft. Auch die Expansion
wird gebremst – so mancher Händler verzichtet
vorsichtshalber darauf, einen neuen
18 Branche • RUNDSCHAU 09/25
RUNDSCHAU auf LinkedIn
Bleiben Sie auf dem Laufenden und folgen
Sie der RUNDSCHAU auf LinkedIn:
linkedin.com/showcase/rundschauleh
Standort zu eröffnen, aus Furcht, kein geeignetes
Personal zu finden.
„Mitarbeitende machen lassen“
Stefanie Brehm plädiert in Sachen Personalführung
für mehr Coolness. Die Unternehmerin
führt fünf Edeka-Märkte in Berlin.
Man sollte nicht das Gefühl haben, ständig
etwas mit den Mitarbeitenden ausfechten zu
müssen, zudem die Dinge nicht persönlich
nehmen, rät sie. Ihr größter Lernprozess:
„Mitarbeitende machen lassen.“ Manchmal
nicht so einfach, aber notwendig.
„Ich hatte vom ersten Tag an Spaß an der
Selbstständigkeit“, sagt Brehm, die sich vorher
anderweitig beworben hatte – unter anderem
bei einer Zeitung. Was sie dabei fasziniert:
„Die Möglichkeit, Dinge zu tun, aber auch zu
lassen. Trends zu setzen.“ Sie war die erste
8,4 MIO.
Euro ist der Durchschnittsumsatz
eines SEH-Marktes bei Rewe, bei Edeka sind es 7,6 Mio.
Quelle: EHI handelsdaten.de
Händlerin mit einer Edeka-Großfläche in der
Hauptstadt, musste zum Teil hart für ihr Konzept
kämpfen. Heute gibt ihr der Erfolg recht.
Mitarbeitende sind heute anspruchsvoll und
kompromisslos wie nie, sagt sie. Und doch
müsse man auf sie zugehen und versuchen, auf
ihre Bedürfnisse einzugehen, ohne die Regeln
zu sehr zu verbiegen. Der persönliche Draht
sei wichtig, sollte aber nicht zu eng sein. „Die
Leute müssen sagen können: Ich fühle mich
hier wohl.“ Eine Führung à la Markleiter der
alten Schule funktioniere heute nicht mehr.
Zu lässig dürfe man aber auch nicht sein. „Das
ist oft eine schwierige Balance.“
Fachkräfte aus Übersee
Sahin Karaaslan sitzt im Bistrobereich
seines neueröffneten Marktes im Mann-
Seafoodvielfalt von Deutsche See:
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Ob für die Theke, die Tiefkühl- oder Frischetruhe, das Fischfeinkostoder
Konservenregal – Deutsche See liefert Ihnen das volle
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Markt: Feine Fischfilets und Meeresfrüchte, Räucherfisch, Matjes,
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△ Da schlägt das Mannheimer Herz höher: Der neue Markt des Rewe-Händlers Sahin Karaaslan in der Quadratstadt setzt auf breite Gänge und dekorative Stadtmotive.
heimer Spinelli-Gelände. Wo einst die
Bundesgartenschau veranstaltet wurde,
entsteht nun ein neues Quartier mit Hunderten
von Wohnungen. Hier hat der Rewe-
Kaufmann Anfang August seinen sechsten
Standort eröffnet.
„Als Selbstständiger stehst du vor der Frage:
Gebe ich Verantwortung ab, oder mache ich
es selbst? Ich mache es selbst“, sagt er und
schmunzelt. Karaaslan ist ständig auf der
Fläche. Seine Devise: „Die Märkte müssen
immer aussehen wie bei einer Neueröffnung.“
Sein 1.500-Quadratmeter-Markt in Mannheim
tut es – und punktet mit sehr breiten
Gängen, Sushi-Theke und einem großen Biound
Vegan-Sortiment. Großflächige Bilder
der Quadratstadt lassen die Herzen der lokalen
Kunden höher schlagen. Der Check-out
ist mit zwei Service- und vier Selbstbedienungskassen
ungewöhnlich, aber praktisch
gestaltet. Der Betrieb erfolgt ganz ohne fossile
Brennstoffe.
Als es darum ging, die 30 neu geschaffenen
Vollzeitstellen im Markt zu besetzen,
setzte der Kaufmann auf Inder: Eine Agentur
suchte in seinem Auftrag im südasiatischen
Land Arbeitswillige, kümmerte sich um Verträge
und Visa. Mittlerweile beschäftigt er
50 indische Mitarbeitende, ganz legal und
nach Tarif bezahlt. Das ist ein Sechstel
▽ Rewe-Kaufmann Karaaslan hat nun den sechsten Markt eröffnet. Wie das für
ihn war? „Ganz entspannt“, sagt er und schmunzelt.
▽ Breite Gänge, viel Platz: Der Markt im Mannheimer Spirelli-Gelände soll das
neue Viertel versorgen, das gerade entsteht.
20 Branche • RUNDSCHAU 09/25
Unterstützung
des Launch durch Verkostungen
am PoS, Sampling und
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Branche
Tour des Handels
△ Rewe-Markt von Lukas Sanecki in Dortmund: viel Obst und Gemüse,
Theken und Weinkompetenz als Trumpf am umkämpften Standort.
△ Muss sich vor der Konkurrenz nicht verstecken: Rewe-Kaufmann
Lukas Sanecki ist auch im Aufsichtsrat der Rewe Dortmund aktiv.
_
INFO
Tour des Handels
Urban oder ländlich, erfahren oder jung,
groß oder klein – die RUNDSCHAU besuchte
fünf verschiedene selbstständige Händler,
um sich ein Bild ihrer Herausforderungen
und Bedürfnisse zu machen. Die Tour
des Handels führte von Heidelberg nach
Dortmund über Berlin und Leipzig nach
Adelsdorf bei Nürnberg und zurück zu den
RUNDSCHAU-Büros in Baden-Baden.
seiner gesamten Belegschaft. Dabei setzt
er in Mannheim auf eine gute Mischung
im Team: eine Hälfte Einheimische, die
andere Hälfte aus dem Ausland. „Es wäre sehr
schwer gewesen, diese Anzahl an Kräften hier
zu finden“, begründet Karaaslan den Schritt.
Die Neuankömmlinge müssen die Prozesse
kennenlernen und Sprachbarrieren überwinden.
Insgesamt ist er aber sehr zufrieden.
Der selbstständige Händler aus Heidelberg
ist einer der wenigen, die eindeutig „Nein“
sagen, wenn er gefragt wird, ob er jungen
Menschen raten würde, den Sprung in die
Selbstständigkeit im LEH zu wagen. „Da bin
ich sehr kritisch.“ Man erfahre als „Selfmademan“
kaum Anerkennung in Deutschland,
habe vielmehr mit Problemen wie Bürokratie
und Neid zu tun. „Dir wird das Leben als
Selbstständiger schwer gemacht.“ Trotzdem
macht er weiter, auch mit seiner Eigenmarke
Delikatessa, die mittlerweile rund 250 Produkte
umfasst. Mögen die Herausforderungen
groß sein – dem Elan von Karaaslan tun sie
keinen Abbruch.
„Möllern“ vor dem Supermarkt
„Natürlich würde ich einem jungen Menschen
jederzeit raten, sich im LEH selbstständig zu
machen“, sagt Lukas Sanecki entschieden.
Der Rewe-Händler sitzt im hart erarbeiteten
Bistrobereich seines Marktes in Dortmund:
Insgesamt zweieinhalb lange Jahre hat hier
der Umbau gedauert. Auch das ist Selbstständigkeit:
Man trägt das Risiko für Umbauten,
Sortimentswechsel, fehlendes Personal. „Es
macht trotzdem Spaß“, sagt der Kaufmann
gut gelaunt.
Sanecki ist im Aufsichtsrat der Rewe Dortmund
aktiv. Sein Standort ist die erste Anlaufstelle
für ein studentisches Publikum,
das sich gerne abends auf der sich vor dem
Markt befindenden Möllerbrücke trifft, um
zu „möllern“ – reden, trinken, Musik machen,
Karten spielen. Aufgrund dieser Kundschaft
testet die Industrie in seinem Markt schon
mal neue Produkte für die junge Zielgruppe,
etwa Energydrinks oder Matcha-Varianten.
Optimistischer Blick
Auf den Bewerbermangel reagierte Sanecki
mit einem neuen Imagevideo. Es hat funktioniert,
auch wenn im kleinen Maßstab.
Sorge bereitet ihm auch die Tatsache, dass
viele Kunden nicht mehr bereit sind, teurere
Produkte zu kaufen. Parallel dazu steigt
der Aktionsanteil am Sortiment und nagt
an den Margen. Alles keine Gründe, um das
Handtuch zu werfen. Sanecki blickt vielmehr
optimistisch in die Zukunft. „Man hat viel
Verantwortung, aber auch viele Freiheiten“,
sagt er. Besser kann man Selbstständigkeit
nicht zusammenfassen.
☐
Fotos: Santiago Engelhardt (1), RUNDSCHAU, Rewe (1), Screenshot Google Maps
22 Branche • RUNDSCHAU 09/25
9
INTERVIEW
Thomas Nonn
Bereichsvorstand
Selbstständigkeit &
Genossenschaft,
Rewe Group
Wie treiben selbstständige Händler die
Rewe voran?
Indem sie die Marke Rewe lokal übersetzen:
Unsere Kaufleute passen Sortiment
und Auftritt an die jeweiligen Standorte
und Kundenbedürfnisse an. Und sie individualisieren
das Angebot, setzen eigene
Schwerpunkte und auf lokale Erzeugnisse.
Das sind wesentliche Erfolgsfaktoren für
die einzelnen Kaufleute, aber auch für die
ganze Gruppe. Auch wichtig: Die Selbstständigen
tragen mit ihrem Engagement
in verschiedenen Gremien und bei strategischen
und vertrieblichen Projekten
ebenfalls zur Entwicklung der Gruppe bei.
Aktiv involviert sind bei der Rewe rund
400 Händlerinnen und Händler, die etwa
bei internen Projekten mit anpacken.
Wie findet man Menschen, die sich im
Handel selbstständig machen wollen?
Vor allem in den eigenen Reihen: Zwei
Drittel unserer neuen Kaufleute kommen
aus dem Kreis der Marktmanagerinnen
und Marktmanager. Wir gewinnen aber
auch viele Kandidaten im Quereinstieg,
zum Beispiel aus Management oder Verwaltung.
Und wir umwerben gezielt Hochschulabsolventen
– mit einem Trainee-Programm,
das sie fit für die Fläche macht.
Mundpropaganda ist dabei wichtig: Unser
Partnerschaftsmodell wirbt für sich, denn
mit der Beteiligung der Rewe ist die Kapitalerfordernis
geringer – gerade bei jungen
Gründerinnen und Gründern ein wichtiger
Punkt. 95 Prozent unserer Selbstständigen
arbeiten mit diesem Modell.
Wie viele neue Selbstständige gewinnt
die Rewe pro Jahr?
Im Schnitt zwischen 70 und 80 pro Jahr.
Was macht die Selbstständigkeit für
Hochschulabsolventen attraktiv?
Je nachdem, was sie studieren, beschäftigen
sie sich mit einem Aspekt der Wirtschaft –
zum Beispiel Controlling oder Finanzen.
Als Selbstständige haben sie dagegen mit
einer ganzen Palette an Themen zu tun,
von Personal über Prozesse bis hin zu Ware
und Marketing. Das ist spannend.
Wie unterstützen Sie bei der Nachfolge?
Das ist natürlich immer wieder ein Thema.
Dabei ist es wichtig, sich frühzeitig damit
auseinanderzusetzen. Zu diesem Zweck
bringen wir beispielsweise verschiedene
Kaufleute zusammen. Wir haben auch
ein Netzwerk mit rund 160 Unternehmerkindern,
um auch hier bei der Nachfolge
zu unterstützen und früh auf die Herausforderungen
der Selbstständigkeit vorzubereiten.
Personalsuche und der Mangel an Fachkräften
sind derzeit die Top-Themen
bei selbstständigen Händlern. Kann die
Zentrale hier unterstützen?
Unsere Kaufleute haben Zugriff auf das
Recruiting Center, das ist auch eine Dienstleistung,
die wir anbieten. Sie können sich
dort melden, das gewünschte Mitarbeiterprofil
eingeben und wir helfen Ihnen bei
der Suche. Natürlich ist und bleibt die
Personalsuche trotzdem ein herausforderndes
Thema.
Bremst der Personalmangel die
Expansion der Kaufleute?
Das wurde ich so nicht sagen. Es ist aber
heute auf jeden Fall ein fordernderes
Thema als früher.
Branche
Smart Stores
Text: Martina Kausch
Flexibler und autonomer
Innerhalb von sechs Jahren sind in Deutschland über 700 Smart Stores eröffnet worden – als Grab & Go auch am
Frankfurter Flughafen. Immer mehr Anbieter werben um Standorte und Kunden – aber das Konzept muss passen.
Ein Besuch, ein Einkauf, ein Fehler – aber
der hatte nichts mit der Technik, sondern
mit der Auszeichnung der Ware
zu tun. Sonst funktioniert alles perfekt
beim Besuch des bundesweit ersten kassenlosen
Lebensmittelshops an einem Flughafen,
den Rewe am Airport Frankfurt eröffnet hat
(s. Abb. oben). Bank- oder Kreditkarte am Eingang
scannen, schon öffnet sich die Schwenktür.
Das 570-Artikel-Sortiment auf 70 Quadratmetern
ist auf die Bedürfnisse von Reisenden
abgestimmt: Sandwichs und Salate, Getränke,
Eis, Knabberartikel, Ladekabel, Zahnbürsten.
Man nimmt sich den Einkauf – und verlässt
den Shop durch die zweite Schwenktür. „Ja, du
darfst einfach gehen“, trifft die Aufforderung
auf einem Schild die gedankliche Frage des
Kunden. Die Tür öffnet sich. Zwar kommt
trotz Scannen eines Codes keine Rechnung
per Mail und abgerechnet wird der mit 69 Cent
ausgezeichnete Apfel mit 89 Cent – aber die
Beziehung zwischen Kassen- und Regalpreis
ist auch in Shops mit Personal manchmal
verbesserungsfähig.
Smart Stores auf dem Vormarsch
Innerhalb von sechs Jahren sind in Deutschland
über 700 Smart Stores eröffnet worden,
hat die Duale Hochschule Baden-Württemberg
(DHBW) gezählt – alle mit 24/7-Konzepten.
Die am meisten verbreitete Zugangstechnik
ist dabei das Selfscanning, über 400 Stores
geben Kunden durch Scannen von Kundenoder
Bankkarten Zutritt. Als Nahversorger auf
dem Land arbeiten laut DHBW-Untersuchung
„Smart Stores 24/7“ die „Großen Drei“: Tante
Enso (73 Stores), Tante M (60 Stores) und Teo
(das Konzept von Tegut, rund 40 Stores).
Laut der Kundenumfrage „Warum Kunden
in Smart Stores 24/7 einkaufen“ vom Juli 2025
empfinden Kunden Automaten als unattraktiver
als begehbare Stores. Auch regionale
Fotos: RUNDSCHAU/ Kausch; Edeka Nord; MCS; Werner Kuhnle
24 Branche • RUNDSCHAU 09/25
Neue Entwicklungen und Zahlen
zum Thema Smart Stores und das White
paper der DHBW Heilbronn finden Sie
nach dem Scannen des QR-Codes.
_
INFO
Grab & Go: So funktioniert’s
2021 wurde der erste Grab & Go-
Store in Deutschland eröffnet,
heute gibt es 24. Und 90 Prozent
der befragten Kunden wollen auf
ihren unbemannten Nahversorger
nicht mehr verzichten.
Stephan Rüschen
Studiengangsleiter Lebensmittelhandel, DHBW Heilbronn
Filialisten betreiben 24/7-Stores, wie beispielsweise
die Edeka-Kaufleute David Ott
(in Wassersleben in der Flensburger Förde).
Die Edeka-Kaufmannsfamilie Alpen hat eine
autonome Smartbox am Strand (Hohwacht
in Schleswig-Holstein) und außerdem einen
Shop, der nach dem Ladenschluss als autonomer
Betrieb organisiert ist. Je nach Standortansprüchen
sind also auch hybride Shoplösungen
denkbar und umgesetzt – gerade
in Gebieten mit saisonal sehr schwankenden
Kundenströmen wie Ferienorten kann man
Personal- und Wareneinsatz so besser steuern.
Die meisten 24/7-Stores gibt es übrigens in
Bayern (182) und Baden-Württemberg (180).
Angesichts der wachsenden Akzeptanz von
Smart Stores verwundert nicht, dass immer
mehr Anbieter auf den Markt drängen. Das
Konzept Qwik24 ging in Form eines Containers
kürzlich an einer unbemannten Tankstelle
von BK Benzin-Kontor im oberbayerischen
Bruckmühl in Betrieb. Angeboten werden
sogar Produkte einer lokalen Landmetzgerei.
Vermutlich aber machen mittelfristig die
großen Handelsunternehmen das Rennen.
Rewe beabsichtigt, im Jahr 2025 noch mehr
als zehn neue Smart Stores zu eröffnen, auch
der erste Standort an einer Autobahn (A2,
Raststätte Rhynern Nord) ist gerade als Pilotprojekt
gestartet.
☐
Die Schwenktür öffnet sich, wenn
sich ein Kunde durch Scannen seiner
Bank- oder Kundenkarte am Eingangsterminal
identifiziert hat. Die
Karte mit Kundendaten wird erfasst.
Im Store verfolgen Kameras den Weg
des Kunden (Computer Vision), allerdings
anonymisiert. Durch Gewichtssensoren
und Bilderkennung an den
Regalen wird registriert, welche Ware
der Kunde entnimmt – und wieder
zurücklegt.
Die Bezahlung wird automatisch
ausgelöst, wenn der Kunde den Shop
verlässt. Auf Verlangen kann sich
der Kunde eine Rechnung per Mail
schicken lassen.
Im Rewe-Shop am Frankfurter Flughafen
und auch bei anderen Store-
Betreibern wird beim Betreten ein
Betrag auf dem Kartenkonto als „Vorautorisierung“
reserviert. Bei der
Bezahlung wird der vorautorisierte
Betrag komplett wieder freigegeben.
▽ Der Smart Store von Edeka-Händler David Ott an der Strandpromenade
von Wassersleben liegt unweit der dänischen Grenze.
▽ Das Konzept von Qwik 24 zielt auf unbemannte Tankstellenstandorte.
Rund um die Uhr kann man Lebensmittel kaufen.
www.rundschau.de
25
Branche
Lebensmittel-Lieferdienste
Text: Mirko Jeschke
Einfach liefern lassen
Zwei Konzepte, ein Ziel: Kunden zu Hause mit Lebensmitteln zu beliefern. Die Anbieter Flink
und Picnic haben die Bereinigungswelle im Markt der Lieferdienste überstanden
und befinden sich nun auf Expansionskurs – mit ganz unterschiedlichen Strategien.
Lucas Rietz
Managing
Director
Flink Germany
Wo in Deutschland bieten Sie derzeit Ihren
Lieferdienst an bzw. in welchen Regionen
sind Sie am stärksten vertreten?
Flink ist heute in rund 90 Städten in Deutschland
und den Niederlanden aktiv – darunter
alle großen Metropolen, aber auch zahlreiche
mittelgroße Städte und wachsende urbane
Regionen. Unsere stärksten Gebiete sind nach
wie vor die Ballungsräume – allen voran
Berlin, Hamburg, München, das Rhein-Ruhrund
das Rhein-Main-Gebiet.
Wie sehen die Ausbaupläne für dieses und
die kommenden Jahre aus?
Wir haben erst kürzlich den größten Gebietsausbau
unserer Firmengeschichte umgesetzt
und erreichen bundesweit nun 15 Millionen
Menschen. Unser Fokus bleibt darauf, die
Liefergebiete rund um bestehende Hubs weiter
auszubauen – insbesondere in Randlagen und
bislang unterversorgten Stadtteilen.
Was wird am häufigsten geordert und wie
hoch sind die Lieferkosten?
Am häufigsten geordert werden frisches Obst
und Gemüse, zum Beispiel Tomaten, Bananen,
Gurken oder Paprika, daneben auch Milchprodukte
und Backwaren. Die Lieferung ist
ab einem Bestellwert von 59 Euro kostenlos.
Mit welchen Fahrzeugen liefern Sie aus
und wie lange dauert die Zustellung?
Unsere Lieferungen erfolgen ausschließlich
mit modernen E-Bikes, die speziell auf die Anforderungen
urbaner und suburbaner Schnelllieferungen
ausgelegt sind. Im Schnitt dauert
eine Lieferung rund 30 Minuten – in vielen
Fällen sind wir sogar noch schneller. ☐
Fotos: stock.adobe.com/miguel; Flink SE; Calo Ballaera
26 Branche • RUNDSCHAU 09/25
Frederic Knaudt
Mitgründer
Picnic
Deutschland
Wo in Deutschland bieten Sie derzeit Ihren
Lieferdienst an bzw. in welchen Regionen
sind Sie am stärksten vertreten?
Wir liefern aktuell in über 230 Städten in ganz
Deutschland. Unsere stärkste Präsenz haben
wir in Nordrhein-Westfalen, wo wir bereits seit
2018 aktiv sind. Aber auch andere Regionen
wachsen stark.
Wie sehen die Ausbaupläne für dieses und
die kommenden Jahre aus?
Wir setzen auf eine bundesweite Expansion.
Der Fokus in den nächsten zwölf Monaten
wird auf Süd- und Ostdeutschland liegen.
Wie hat sich die Nachfrage seit Corona
entwickelt?
Online wächst seit Corona deutlich stärker
als offline. Viele Familien verlagern ihren
Wocheneinkauf ins Netz, um im Alltag Zeit
zu sparen.
Was wird am häufigsten geordert und wie
hoch sind die Lieferkosten?
Unsere Top-Seller sind Klassiker wie Milch,
Bananen, Gurken, Eier und Brot. Der Warenkorb
unterscheidet sich kaum vom stationären
Handel. Die Lieferung ist kostenlos, der
Mindestbestellwert für die Kunden beläuft
sich auf 40 Euro.
Mit welchen Fahrzeugen liefern Sie aus
und wie lange dauert die Zustellung?
Wir liefern am Folgetag in einem 20-Minuten-Zeitfenster
– komplett emissionsfrei mit
E-Vans. Dank unseres Milchmannprinzips
erreichen wir sechs bis acht Lieferungen pro
Stunde. Das ist effizient und nachhaltig. ☐
Taste the SUN
Majestätisch gut – unsere Ananas-Welt.
Unsere Ananas – sonnengelb und tropisch-süß – ist
die Königin der Tropen. Herzstück der SanLucar
Ananas-Welt: unsere Schälmaschine. Sie portioniert
in nur 22 Sekunden – hygienisch, effizient und super
bequem. Dazu: auffällige Deko, Schneide-Shows
und unsere Ananaspflanze für tropisches Flair.
Ananas-Welt - Im Durchschnitt
127 % mehr Umsatz bei deutlich
weniger Abschriften.
Neues Duo-Pack: wiederverwendbar
als Frischhaltedose, spülmaschinenund
mikrowellengeeignet.
Intelligente Messfunktion:
Weniger Abfall durch automatische
Schnittanpassung.
@sanlucarfruit
Branche
Thekenkonzepte
Text: Mirko Jeschke, Martina Kausch
Die Macht der Frischetheken
Eindrucksvolle Frischetheken sind nicht nur ein Eyechatcher für die Kunden, sie sind auch ein starkes
Differenzierungsmerkmal gegenüber Discountern. Der Betrieb von personal- und wartungsintensiven Bedientheken
will jedoch gut überlegt sein. Wir stellen unterschiedliche Thekenkonzepte vor.
Vor zehn Jahren hätte wahrscheinlich
noch kein Händler größere Bedenken
geäußert, ob sich der Betrieb einer Bedientheke
für ihn am Ende tatsächlich
auszahlt. Doch die Zeiten haben sich geändert:
Relativ hohe Lebensmittelpreise, die sich verschärfende
Situation rund um fehlendes Fachpersonal,
stetig steigende Energiekosten sowie
ein spürbar verändertes Konsumverhalten,
insbesondere bei der jüngeren Kundschaft,
zwingen die Unternehmer zum Umdenken.
Gefragt sind in den Frischeabteilungen nun
attraktive, kreative und vor allem zeitgemäße
Angebote, die mit Blick auf die laufenden
Kosten sowie die notwendigen Kapazitäten
überschaubar bleiben.
Aufmerksamkeit schaffen
Entscheidet sich ein Händler bewusst für
den Betrieb einer Bedientheke, ist eine aufmerksamkeitsstarke
Inszenierung zwingend
notwendig. Denn ein Wow-Effekt sorgt nicht
nur für Staunen beim Publikum, er kann
auch dabei helfen, die derzeit relativ hohen
Preise für tierische Lebensmittel gegenüber
den Kunden zu legitimieren.
Große Ladenbauer wie Schweitzer, Wanzl
oder Aichinger stellen bereits bei der Planung
sicher, dass die individuellen Anforderungen
vor Ort erfüllt werden können, und bieten
sogar für Kaufleute, deren Verkaufsfläche
eher überschaubar ist, passende Lösungen
an (s. Interview S. 18).
28 Branche • RUNDSCHAU 09/25
Kreative Platzierung
Der XL-Markt Wehr (Baden-Württemberg)
von Edeka Schmidt, der im Jahr 2022
komplett neu errichtet wurde, verfügt
über eine großzügig gestaltete Bedientheke
inklusive Dry-Age-Schrank sowie
einen vielfältigen SB-Bereich.
An der halbrunden Fischtheke finden
Kunden nicht nur eine Auswahl an hochwertigem
Fisch und Meeresfrüchten,
sondern können sich zudem mit Krabbenchips
eindecken. Mit dieser durchaus
innovativen (Zweit-)Platzierung dürften
Fisch-Fans auch beim Snacken voll auf
ihre Kosten kommen.
Apropos kleinere Verkaufsfläche: Dass man
auch auf nur 1.200 Quadratmetern erfolgreich
eine Bedientheke betreiben kann, beweist
ein Rewe-Markt im Zentrum von Bayreuth.
Wurst und Fleisch im Fokus
Denn Innenstadtmärkte ohne Bedientheke
gibt es immer öfter. In Bayreuth ZOH hat sich
Rewe anders entschieden – angesichts der geschätzten
fränkischen Wurstspezialitäten eine
nachvollziehbare Entscheidung. Denn auch
wenn, wie Marktmanager Marcel Bertelmann
bemerkt, die Nachfrage nach Veganem und
Vegetarischem stetig steigt, möchten viele
Kunden auf Schwarzgeräuchertes, Kulmbacher
Bratwurst, Kümmelmettwurst und
Co. von Metzgern möglichst aus der Region
nicht verzichten. Rewe setzt außerdem auch
in diesem Markt auf sein Strohschwein-Programm,
auch Fleisch und Wurst mit dem
bayerischen GQB-Label (Geprüfte Qualität
– Bayern) werden angeboten. Die immer-
PROTINELLA PUSHT
DEN ABSATZ.
OB ALS KUGEL ODER
BAMBINI, DER LECKERE
PROTEIN-KÄSE SCHMECKT
GROSS UND KLEIN.
Hohe Nachfrage.
Protein-Produkte boomen weiterhin –
echte Umsatztreiber!
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Hoher Proteingehalt.
Viel Protein, wenig Kalorien,
wenig Fett & viel Geschmack.
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Käse-Verkostung
Mit zwei der neun Sorten
seiner Produkte geht der niederländische
Käsespezialist
Wyngaard Kaas neue Wege:
Trüffel und Explosion gibt es
nun auch in den Bedientheken
deutscher Supermärkte. Damit
das Verkaufspersonal den
Käse besser anbieten und verkaufen
kann, gibt es zu jeder
Bestellung ein Promo-Paket
inkl. Käsebrett für die Verkostung
sowie Thekenmaterial.
Premium-Salami erklärt
△ Aufgeräumt und edel mutet die Metzgerei im Wasgau-Markt in Landstuhl an. Der Blick in den
hinteren Bereich bietet Kunden zudem eine hohe Transparenz.
Die Aoste-Initiative „Fleur
Blanche – Charcuterie à la
française“ bringt Verbrauchern
die besondere Lufttrocknung
der französischen
Salamispezialitäten näher.
Sie erfahren Neues über die
Produkte, für Händler und
Hersteller steigen Rotation
und Absatz.
hin acht Meter lange Frischetheke bietet
ein durchaus gediegenes Sortiment mit
viel regionalem Bezug einschließlich einer
gut sortierten Käseauswahl.
Käse clever inszeniert
Ein Händler, der das Potenzial groß dimensionierter
Käsetheken erkannt hat, ist Edeka
Kohler in Offenburg. Dessen Kern- und
Schmuckstück ist – neben der spektakulären
Wein-, Schaumwein- und Spirituosenabteilung
– die L-förmige Theke mit Käse und
frischer Feinkost. Dort steht das SB-Käse-
Angebot optimal platziert unmittelbar gegenüber
der verlockenden Bedientheke. Einmal
sich drehen genügt also, um von den Verkostungsangeboten
des Teams um die Käsesommelière
dort angesprochen zu werden.
Insgesamt wird im E-Center Kohler auf fast
16 Metern Käse in Bedienung angeboten, rund
550 Sorten stehen zur Auswahl. Dabei wird
alles sehr aufwendig und edel präsentiert.
Dass man Käse inszenieren muss, ist auch
die Auffassung des Anbieters Savencia. „Die
Viele Menschen sind experimentierfreudig
und haben auch bei Fisch
Lust auf Neues.
Marion Seifert
Rewe Haase
30 Branche • RUNDSCHAU 09/25
Branche
Thekenkonzepte
Käsetheke ist ein Ort des Teilens von Fachwissen
und guter Beratung, ein sozialer Treffpunkt
am PoS. Hier wird beraten, eingeladen
und die Welt des Käses entdeckt. Darum setzen
wir auf einen eigenen Außendienst für die
Theke, der die Thekenteams begeistert und
Expertise und attraktives Storytelling vermittelt“,
so Cécile Dueymes-Gascho, Marketing
Director Germany.
Bei Käse gibt es demnach größeren Beratungsbedarf
als beispielsweise bei
Wurst, da die Vielfalt etwa im Hinblick
Die helle und einladende Frischeabteilung bei
Edeka Pessios (Taunusstein-Wehen). Die Fischtheke
wird durch schicke Hängelampen besonders
aufmerksamkeitsstark in Szene gesetzt.
Artgerechte Tierhaltung
und hochwertiges Futter
Fair produziert aus
bester heimischer Milch
Traditionell handwerkliche
Herstellung und lange Reifung
Frei von Gentechnik
und frei von Zusatzstoffen
Garantierte
Schweizer Qualität
Erlesene Genussvielfalt
mit würzigem Geschmack
Werte, die wirklich zählen.
9
INTERVIEW
Branche
Thekenkonzepte
Sebastian
Holzberger
Leiter Marketing
Aichinger GmbH
Welche Anforderungen stellt der LEH
heute an Bedientheken?
Attraktive Frischebereiche sind Umsatzund
Ertragbringer. Wir wollen frischen,
hochwertigen Waren die bestmögliche
Verkaufsbühne bieten: nach dem Motto
„Fresh Food on Stage“. Gleichzeitig gilt
es, die Theke wirtschaftlich zu betreiben
und sie für die Mitarbeiter möglichst
attraktiv zu gestalten. Die Gen Z und
die Millennials kaufen zielgerichteter
ein, wollen schneller zum Check-out,
weshalb häufiger in SB gekauft wird.
Welche Konzepte sind auch für
Händler mit wenig Fläche attraktiv?
Um Bedientheken mit weniger Personal
betreiben zu können, lässt sich bei einigen
Thekenmodulen der Glasaufsatz in
die Thekenfront absenken. Eine Bedientheke
kann so an frequenzschwachen
Tagen in Sekunden in eine SB-Theke umgewandelt
werden. Damit auch Kaufende
mit Prepack-Präferenz an die Bedientheke
kommen, ist zu empfehlen, halbhohe
SB-Kühlregale in die Thekenlinie
zu integrieren oder in unmittelbarer
Nähe der Bedientheke zu platzieren.
Was ist generell zu beachten?
Theken sollten „Instagram-kompatibel“
sein. Das umschließt ein aufmerksamkeitsstarkes
Design und eine hochwertige
Warenpräsentation. Zudem sollten
Arbeitsplätze mit Blick auf den Kunden
in die Thekenlinie integriert werden.
△ Bei Edeka Zurheide in Düsseldorf steht Feinschmeckern eine vielfältige Auswahl an hochwertigen
Käsespezialitäten aus Frankreich zur Verfügung, auch in der SB-Theke.
auf Herkunftsregionen, Terroirs und
Geschmäcker deutlich größer ist.
Mit Fisch begeistern
Wie man die Kundschaft auf frischen Fisch
neugierig macht, zeigt Rewe-Händler Haase
in Neustadt in Holstein. Dank Lage und Ausstattung
der Theke werden die Kunden quasi in
die Seafood-Welt hineingezogen. Etwa 40 verschiedene
Sorten sind hier im Angebot, dazu
rund 35 Räucherprodukte und 70 Fischsalate.
Fischsommelière Marion Seifert kennt die
wichtigsten Regeln: Nach Saison, Nachfrage
und Verzehranlässen passt sie das Angebot an.
Immer lockt Top-Ware, die sie täglich frisch
nach vielen eigenen Rezepten vorbereitet:
Fertig zum Grillen liegen beispielsweise die
Doraden mit Basilikum und Zitronenspalten
gut sichtbar auf der Grillseite.
Junge Kunden sind experimentierfreudig,
aber für Beratung extrem dankbar. Die Unsicherheit
und Ratlosigkeit, die viele Kunden
beim Anblick von Seafood befällt, kann Seifert
durch Fachwissen und Freundlichkeit in
Käufe verwandeln.
Für die konkrete Gestaltung und Präsentation
der Fischtheke hat Marion Seifert folgende
Tipps: Mit Lachs und Wels kann man
farbliche Akzente setzen. Süßwasserfische
und Salzwasserfische sollten in der Theke
getrennt platziert werden. Auch sollten keine
weißen Filets nebeneinander liegen – lieber
Lachsforellenfilet oder Lachs dazwischen
platzieren.
Es wirkt auch toll, wenn man die ganzen
Fische neben die Filets legt. Manche Kunden
wissen tatsächlich nicht, wie ein ganzer
Kabeljau oder Rotbarsch aussieht. ☐
Fotos: Michael Bode, Daniel Horn, RUNDSCHAU/Kausch, Aoste, Wyngaard Kaas, Wasgau, Wanzl, Sylvia Wendland/ Ruhr Medien, Aichinger
32 Branche • RUNDSCHAU 09/25
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Branche
Jahresgespräche
Text: Marcus Kroth
Daten schlagen Meinung – und Händler sind
hier zunehmend im Vorteil.
KI verändert das Verhandlungsspiel
auf beiden Seiten
Noch vor wenigen Jahren basierten Preisverhandlungen
vor allem auf Erfahrung, Bauchgefühl
und interner Excel-Logik. Im Jahr
2025 hingegen ist die künstliche Intelligenz
allgegenwärtig und sorgt für ein neues Maß
an analytischer Präzision.
Hersteller und Händler gehen mit datengetriebenen
Argumenten in die Gespräche:
Planogramme, Promotion-Effektivität und
-Effizienz, Preissensitivitäten – alles wird
simuliert, modelliert und in Echtzeit bewertet.
Wer hier nicht technologisch mithalten kann,
riskiert, auf der Strecke zu bleiben. Es ist das
erste Jahr, in dem beide Seiten „AI ready“ in
die Verhandlungen gehen können.
Die neue Dynamik
im Jahresgespräch
Künstliche Intelligenz, neue Einkaufskooperationen seitens des Handels
und die wachsende Macht der Kundendaten verändern dieses Jahr die
Dynamik der Gespräche zwischen Industrie und Handel erheblich. Unser
Gastbeitrag zeigt fünf Faktoren, auf die man achten sollte.
Es ist Herbst, und traditionell beginnt im
Lebensmittelhandel bald das Tauziehen
um Preise, Konditionen und Sortimente
für das folgende Jahr. Diesmal stehen
die Verhandlungen jedoch unter neuen Vorzeichen:
Die anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit,
technologische Quantensprünge
und ein struktureller Wandel in der Beziehung
zwischen Handel und Industrie zwingen beide
Seiten zum Umdenken. Welche Entwicklungen
prägen die Verhandlungen in diesem Jahr am
stärksten und was wird sich dadurch ändern?
First-Party-Daten verschieben
die Machtverhältnisse
Immer mehr Händler bringen ihr wertvollstes
Gut mit in die Verhandlungen ein: ihre
Kundendaten. Mit präzisen First-Party-Daten
zu Kaufverhalten, Promotion-Wirkung und
Loyalität fordern sie datenbasierte Argumente
von der Industrie – und setzen gleichzeitig
ihre eigenen Erkenntnisse als Druckmittel
ein. Die klassischen Standardargument der
Industrie („unser Produkt ist beliebt, hat hohe
Rotation“) reichen deshalb nun nicht mehr.
Rohstoffkosten kommen stärker
unter die Lupe
Zwar hat sich die geopolitische Lage rund um
Energie- und Rohstoffpreise etwas stabilisiert
– doch in vielen Kategorien besteht erheblicher
Nachholbedarf in der Bereinigung von
Kostenzuschlägen. Die Industrie muss nun
belegen, ob sich Rohstoffkosten tatsächlich
auf dem vermeintlich hohen Niveau eingependelt
haben. Der Handel hingegen fordert
Preisnachlässe, wenn Kosten für Rohstoffe
wieder rückläufig sind.
Hier wird es zu harten Auseinandersetzungen
kommen, gerade bei Produkten mit
volatileren Inputkosten. Für den Preiskampf
im Handel ist es erfolgskritisch, möglichst „vor
der Welle“ zu sein und als Hersteller nachhaltig
gestiegene Kostenstrukturen sauber
zu verargumentieren.
Einkaufskooperationen von Händlern
nehmen zu
Die Kooperationsdichte im Handel nimmt
weiter zu. Einkaufsgemeinschaften und
länderübergreifende Allianzen gewinnen
an Bedeutung – auch, um gegenüber global
agierenden FMCG-Konzernen nicht ins Hintertreffen
zu geraten. Dieser Trend erschwert
die Verhandlungen für Hersteller zusätz-
Fotos: stock.adobe.com/Rido; Moments Studio by Ackermann Media, Unternehmen
34 Branche • RUNDSCHAU 09/25
lich: Preisunterschiede zwischen Märkten
oder Produktlinien lassen sich kaum noch
durchsetzen. Transparenz, Harmonisierung
und globale (oder zumindest europäische)
Argumentationslinien werden zur Pflicht.
(Anmerkung der Redaktion: Das jüngste Beispiel
hierfür ist der Zusammenschluss von
RTG International, Carrefour und Coopérative
U zur neuen europäischen Einkaufsallianz
Concordis. Die drei Gründungspartner repräsentieren
gemeinsam einen Außenumsatz von
über 125 Milliarden Euro. Mehr dazu auf S. 8.)
Neue Partnerschaftsmodelle zwischen
Handel und Industrie entstehen
Neben aller Härte in Preisverhandlungen
beobachten wir gleichzeitig einen Trend zur
strategischen Annäherung. Händler und
Hersteller erkennen, dass sie angesichts
von Margendruck, Inflation und Konsumzurückhaltung
enger zusammenarbeiten
müssen. Gemeinsame Innovationsprojekte,
neue Logistikmodelle oder Co-Investitionen
in Shopper-Marketing oder Retail Media gewinnen
an Bedeutung. Wer langfristig Erfolg
haben möchte, muss den Spagat zwischen
Verhandlungsstrategie und echter Partnerschaft
meistern.
Der Autor:
Marcus Kroth
Handelsexperte
und Partner, Boston
Consulting Group
Fazit: Der Vehandlungspoker wird
auf eine neue Ebene gehoben
Der Einkauf im Lebensmitteleinzelhandel war
schon immer ein harter Verhandlungspoker.
Doch 2025 wird er durch Technologie, Daten
und strategische Weichenstellungen auf eine
neue Ebene gehoben.
Wer als Hersteller oder Händler jetzt nicht in
die Weiterentwicklung seiner Verhandlungslogik
investiert, riskiert Relevanzverlust. Es
braucht Klarheit in der eigenen Rolle, Offenheit
für neue Modelle – und den Mut, auch
ungewohnte Partnerschaften einzugehen.
Nur wer diese Dynamiken an der Schnittstelle
zwischen Handel und Industrie früh
erkennt und entschlossen angeht, wird im
neuen Marktgefüge bestehen.
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68
Mitarbeitende
im Team von Hamza Cesur
sorgen für reibungslose Abläufe im neuen Rewe-
Markt in der Frankfurter Speicherstraße in Mainnähe.
beträgt der Durchschnittsbon im
neuen Markt. Der Frische-Anteil am Umsatz liegt bei
13Euro
18 Prozent, Obst macht 19 Prozent am Umsatz aus.
Sortimentswunder
am Mainufer
Der neue Rewe in Frankfurts schick werdendem In-Viertel Speicherstraße
ist ein Beispiel dafür, wie ein Marktmanager die Kundenwünsche kennt und
erfüllt. Der durch Umplanung herausfordernde Grundriss stört kaum.
schmal, aber dafür führt ein bequem großer
Fahrstuhl direkt in den Markt.
Im Erdgeschoss angekommen, die nächste
Überraschung. Man steht in einer Art Flur,
trifft frontal auf einen Grillaufbau, muss
sich zu der Eat-Happy-Station einmal links
um die Ecke wenden und realisiert, dass sich
der Vorkassenbäcker in einem anderen Raum
befindet – Durchgang durch einen Türrahmen
ohne Tür. Was ist denn hier wohl passiert?
Neben der Tür entdeckt man neben den Einkaufswagen
an der Wand einen Küchenunterschrank
mit Mikrowelle und Kaffeeautomat.
Zugegeben, von außen vermutet man keinen besonderen
Markt, wenn man in Frankfurts städtebaulich
upgedatetem Gutleutviertel an der Speicherstraße
das Rewe-Schild entdeckt. Man schaut zweimal
verwundert auf die rotbraune Klinkerfassade, wo die
Supermarktfenster durch die schmalen Mauerzonen im
Erdgeschoss erst auf den zweiten Blick sichtbar sind. Dann
fürchtet man im Vorbeifahren auch noch ein Parkplatzproblem
– die neue In-Meile am Main ist so autofrei wie
möglich angelegt. Die Lösung ist ein Hinweis auf die Einfahrt
der Tiefgarage in der Nebenstraße – für Rewe-Kunden
90 Minuten kostenfrei. Die Einfahrt in der Zanderstraße ist
Herausforderung Grundriss
Ein Blick in die Baugeschichte des Gebäudes
Speicherstraße 44 liefert Aufklärung: „Eine
ursprünglich geplante Ladenreihe mit drei
kleineren Cafés und Geschäften erwies sich
im Betrieb als schwer vermietbar und wurde
nach einigen Jahren zur Erweiterung des
Supermarktes genutzt“, heißt es vonseiten
des Architekturbüros, das für den Komplex
Westgarten 01 verantwortlich ist. Nun ist die
räumliche Lage klar, aber diesen Eingangsbereich
zu bespielen, ist eine Herausforderung.
Fotos: RUNDSCHAU/ Kausch
36 Branche • RUNDSCHAU 09/25
Store-Check
Rewe Frankfurt, Speicherstraße
Text: Martina Kausch
Obst macht rund 19 Prozent vom
Umsatz aus, und das liegt vor allem
an den Fresh-Cut-Produkten.
Hamza Cesur
Marktmanager
△ Zur Begrüßung bietet man im
Markt im neuerdings hippen
Gutleutviertel Convenience.
Der erste Eindruck verwundert also ein wenig,
das liegt eindeutig an der schwierigen
Grundriss-Situation. Doch schon der zweite
Eindruck ist einfach nur positiv, denn bereits
zu Beginn des Kundenlaufs zeigt sich die
Stärke des Markts: ein unglaublich vielfältiges
und offenbar sehr auf die Kundenwünsche
abgestimmtes Sortiment.
Deli im Markt einmal anders
Überraschenderweise beginnt der Kundenlauf
in einem schmalen Eingangsbereich
mit gekühlter Convenience an der linken
Wand – nach dem Motto „Schnell und einfach
genießen“. Gegenüber gibt es gleich ein
besonderes Angebot von Fertigkuchen, italienischem
und sogar spanischem Gebäck.
Einige Meter weiter stößt man auf die Salatbar
und gleich danach tatsächlich auf Deli im
Markt. Das meistens als heiße Theke gespielte
Rewe-Format ist hier als Speiseninsel mitten
im Gang platziert und bietet eine Auswahl
verzehrfertiger Gerichte. Putengeschnetzeltes
in Paprikarahmsoße mit Nudeln, Rindergulasch
mit Kartoffeln, Gnocchi mit Tomaten
und Kräutern kann sich der Kunde für
1,49 Euro pro 100 Gramm in Einwegschüsseln
zum Mitnehmen abfüllen. Es sind also echte,
teilweise traditionelle Mittagsgerichte, wie
sie in vielen Ländern in Supermärkten zum
Aufwärmen zu Hause oder im Büro angeboten
werden. Mitgebrachte Behälter soll der Kunde
allerdings nicht verwenden.
Vier Sorten Auberginen
Den zweiten Teil der Speiseinsel im vorderen
Marktbereich bildet eine Salatbar, die auch
Besonderes wie Nudelsalat mit Ajvar bietet.
Immer noch gibt der schmale Gang den Weg
vor. Nun schließt sich die Obst- und Gemüseabteilung
an, die die Ware in vier Etagen
übereinander präsentiert. Auch hier ist
Ein besonderes
Angebot neben der
üblichen Salatbar:
Verzehrfertige
Gerichte von
Gnocchi bis zum
Rindergulasch.
▽ So kann man auch ein SB-Käseangebot
attraktiv präsentieren: Käsekörbchen im
Rewe in der Frankfurter Speicherstraße.
www.rundschau.de
37
9
INTERVIEW
Store-Check
Rewe Frankfurt, Speicherstraße
Hamza Cesur
Marktmanager
Wie wirkt sich die Lage in der Speicherstraße
auf das Sortiment aus?
Wir haben einerseits viele Büros rundherum,
aber auch Wohnungen. Freitags
und samstags machen die Kunden die
Wocheneinkäufe, aber vor allem ist täglich
zwischen 11.30 Uhr und 13.30 Uhr
die Hölle los. Deswegen haben wir zwei
Salattheken und die Hot Bar mit täglich
wechselnden warmen Gerichten.
Was hat sich am Sortiment seit der
Neueröffnung verändert?
Seit der Neueröffnung habe ich 20 Meter
mehr Platz und mehr Streckenlieferanten
aufgenommen. Man muss manches
einfach testen. Vor allem die frische
Pasta und italienische Spezialitäten
wie Kuchen und Cannoli laufen prima.
Außerdem gab es einige Wochen lang
frische Waffeln für die Kunden, die die
Rewe-App downloaden.
Knapp 19 Prozent am Umsatz macht
Obst aus, das ist viel!
Das liegt vor allem an unseren Fresh-
Cut-Produkten, die im Markt produziert
werden. Davon produzieren wir so viel,
dass auch nachmittags Ware vorhanden
ist. Mit acht Selfscan-Kassen geht das
Bezahlen sehr schnell, auch das ist in
der Mittagszeit wichtig.
△ Dank niedriger Regale wirkt der Markt luftig. Die hängenden Sortimentsschilder bieten gute Orientierung,
die helle Decke und der helle Boden schaffen ohne Tageslicht eine angenehme Atmosphäre.
das Sortiment überraschend: Vier Sorten
Auberginen gibt es bei einem Markt dieser
Größe selten. Gegenüber den „grünen Regalen“
steht die vegane Ware in der Kühlung. Wertig
präsentiert wird in einem schönen großen
Flechtkorb eine feine und gepflegte Auswahl
an Exoten bis hin zu Pitahaya.
Ohne Tageslicht mit Atmosphäre
Helle Böden und die helle Decke prägen neben
Elementen im Holzlook die Optik des Markts,
der durch die Lage in einem Wohngebäude
ohne Tageslicht auskommen muss. Ein kleines
Wunder: Die hängende Decke verbirgt die
Leitungen, die in so vielen anderen Märkten
schwarz umhüllt unter dunkler Decke hängen
und und trotzdem sichtbar sind. Obwohl die
Gänge nicht sehr breit sind, wirkt der Markt
durch die relativ niedrigen Regale luftig. Hängende
schwarze Sortimentsschilder mit weißer
Schrift bringen Übersicht, die Wandschilder
weisen unübersehbar auf die Abteilungen
hin. Im hinteren Teil des Markts kann man
sich zwischen Sortimenten frei bewegen und
nimmt die immer wieder toll durchdachte
Auswahl und viele Details in der Präsentation
der Ware wahr. Kleine Weichkäse liegen im
Kühlregal in hellen Körbchen, Teddy Cheese
gibt es in verschiedenen Sorten, auf neue
Leerdamer-Produkte (Knusper Minis) weisen
Aufkleber auf der Kühlungstür hin. Warenkunde-Informationen
an Regalen werden
laut einiger Category-Management-Experten
in den meisten Märkten zu wenig eingesetzt.
Ausgefeiltes Sortiment
Noch einige Beispiele für die ausgefeilte Sortimentsarbeit:
In den TK-Schränken sind die
Kräuter der Iglo-Range platzsparend hochkant
präsentiert, im Trockensortiment reicht die
Meienburg-Auswahl vom Tokio-Reisgebäck bin
zum Trendprodukt Kokoswürfel.Eine Besonderheit
im Spirituosenregal ist der Chandon
Garden Spritz. Die Knusperente Beste Wahl
38 Branche • RUNDSCHAU 09/25
Mehr Bilder und Store-Checks online
nach dem Scannen des QR-Codes. Auf der
RUNDSCHAU-Homepage finden Sie auch mehr
Eindrücke vom Rewe Markt in der Speicherstraße.
_
MARKT-
DATEN
Rewe Frankfurt,
Speicherstraße
> Adresse: Speicherstraße 44,
60327 Frankfurt, Gutleutviertel
> Öffnungszeiten: Montag bis
Samstag 7 – 22 Uhr
> Eröffnung: 21. November 2024
> Verkaufsfläche: 1.000 m²
> Zahl der Mitarbeitenden: 68
> Zahl der Produkte: rund 16.800
> Zahl der Bioprodukte: rund 1.400
> Gastrobereich: Café mit
rund 30 Plätzen
> Zahl der Parkplätze: 71 in der
Tiefgarage, Parken 90 Minuten
gebührenfrei
> Besonderheiten: Getränkemarkt
über einen Durchgang separat
erreichbar, Eat Happy.
△ Der Hinweis auf neue Produkte ist in der Käsekühlung direkt an der Glastür auf Augenhöhe und im richtigen
Lesewinkel platziert. Wer da nicht neugierig wird ...
liegt unmittelbar neben dem Wichmann-
Produkt – die Kunden haben die Wahl. Es
gibt ein breites Angebot an Sportlernahrung
und ein Nonfood-Sortiment von Tierspielzeug
bis zu Haushaltswaren des täglichen Bedarfs
einschließlich Elektrokleingeräten. Die Internationalen
Spezialitäten umfassen außergewöhnlich
viele ost- und südeuropäische
Produkte. Das Eigenmarkenangebot reicht von
Bio-Expressgetreide in mehreren Sorten bis
zu Feta Lesbos und Birnenbällchen im Glas.
Verbundplatzierungen wie Sparschäler neben
Petersilienwurzeln überzeugen. Es gibt ein
Blumen- und Grünpflanzenregal und einen
Saatgut-Aufsteller, denn tatsächlich liegt über
dem Markt auf dem Dach ein großer Garten,
und genügend Balkone gibt es auch. Kein
Zweifel: Hier weiß der Marktmanager sehr
genau, was seine Kunden gerne kaufen – und
wie sie bezahlen möchten, nämlich meistens
an den acht Selfscan-Kassen.
☐
Branche
70 Jahre Tiefkühlkost in Deutschland
Text: Sibylle Menzel
Der coole Gamechanger
Auch eine Branche, die heute hierzulande rund 23 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr macht, fängt mal klein an:
1955 stellen sechs TK-Hersteller die ersten Tiefkühlprodukte auf der Lebensmittelmesse Anuga in Köln vor. Im
Gepäck haben sie tiefgekühlten Spinat und TK-Gemüse. Lange dauert es nicht, bis Angebot und Nachfrage zulegen.
Solo Feinfrost, heute Iglo, erfunden – und
schreiben seither Erfolgsgeschichte.
▶ 1970 – Start der TK-Pizza-Ära
Pizza alla Romana heißt 1970 die erste TK-Pizza
von Dr. Oetker; 1985 kommt als Innovation
die erste TK-Pizza aus dem Steinofen von
Original Wagner in die Truhen. Heute werden
hierzulande im Schnitt 15 TK-Pizzen pro Kopf
konsumiert, sie zählen zu den Top-Sellern
und Innovationstreibern. Aktuell im Trend:
Premiumqualität.
▶ 1974 – das sahnige Geheimnis
1975 gründen die Vettern Aloys Coppenrath
und Josef Wiese die Conditorei Coppenrath
und Wiese; ein Jahr zuvor legen sie den Grundstein
für ihre sahnigen TK-Torten: ihr Verfahren
zum kontinuierlichen Aufschlagen von
Sahne. Das erste Produkt: die Wiener Platte
mit sechs Sahneteilchen.
☐
Fisch, Fischfilets, Gemüse und Fleisch
zählen zu den ersten TK-Produkten,
die Kunden nach der aufsehenerregenden
Präsentation auf der Anuga in
den Supermärkten finden. Zum Beispiel in
400 Tiefkühltruhen rheinländischer Lebensmittelgeschäfte
beim sogenannten Köln-
Bonner-Truhentest. Der Handel wird geschult,
Hersteller bewerben ihre Produkte über Plakate
und Anzeigen, auch Informationsblätter
und Rezepte werden verteilt.
Das Deutsche Tiefkühlinstitut (dti) hält zum
70-jährigen Jubiläum der Tiefkühlkost in
Deutschland weiter Rückblick: Spinat und
Suppengemüse zählen in den Anfangsjahren
zu den beliebstesten Produkten aus der Truhe.
Rund fünf Jahre nach der Premiere liegt der
durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch von
TK-Produkten bei 800 Gramm jährlich. 2024 ist
er laut dti auf 50 Kilogramm gestiegen; rund
11.000 TK-Artikel sind im deutschen Handel
zu haben (YouGov Shopper Panel 2024). Zu den
heutigen Favoriten zählen TK-Pizza, -Fertiggerichte
und -Snacks – conveniente Lösungen
für den modernen Alltag der Verbraucher.
Meilensteine in der TK-Truhe
Trendaffine innovative Launches von Gemüse,
Gerichten, Kartoffelprodukten, Backwaren
und Co. bestimmen heute das Bild in der
Truhe. So nahmen Klassiker ihren Anfang:
▶ 1959 – kleiner Fisch kommt groß raus
Bis heute sind sie immer 9,0 x 2,6 x 1,1 Zentimeter
groß: Fischstäbchen werden 1959 von
▽ Auftakt in Köln auf der Anuga: 1955 werden den
Fachbesuchern tiefgefrorene Produkte in Haushaltspackungen
vorgestellt.
Fotos: dti; Dirk Wetzel; iglo
40 Branche • RUNDSCHAU 09/25
9
INTERVIEW
Karsten Pabst
Geschäftsführer
Hieber’s Frische
Center
Weit über 90 Prozent der Haushalte kaufen
heute Tiefkühlkost, das trendaffine Sortiment
hat sich als feste und umsatzstarke
Größe im LEH etabliert. Was waren Ihre
ersten Berührungspunkte mit Tiefkühlkost?
Die Frage geht an Karsten Pabst. Er
ist Geschäftsführer von Hieberʼs Frische
Center und erinnert sich an seine Ausbildungszeit
im Lebensmittelhandel:
Wovon war das TK-Angebot in den
80er-Jahren geprägt?
Im Vergleich zu heute war Geflügel in allen
Variationen ein ganz großes Thema. Bei
Aktionswochen oder den wöchentlichen
Flugblättern war TK-Geflügel immer ganz
oben mit dabei. TK-Pizza war bereits sehr
präsent; TK-Gemüse wurde gerne gekauft.
Das Angebot an TK-Kuchen und -Torten
wurde immer größer und auch sehr gut
angenommen.
Wie fiel generell das Kunden-Feedback
zur Tiefkühlkost aus?
Tiefkühlkost war ja schon seit geraumer
Zeit im Markt, die Tiefkühl-Lieferdienste
waren inzwischen aktiv und auch sehr beliebt.
Aber kam etwas Neues in die Truhe,
wurde dem Aufmerksamkeit geschenkt
– gerade bei Fisch, Pizza, Torten oder
Gemüse. Die Branche war schon immer
innovativ, die Produkte wurden wahrgenommen.
Vor allem die Zeitersparnis,
die diese Produkte mit sich bringen, war
wie heute ein Kaufanreiz.
Bei den TK-Truhen und -Schränken hat
sich ja mittlerweile viel getan ...
... das ist auch gut so. Während der Sommermonate
konnten wir als Azubis hin
und wieder die ganze Abteilung ausräumen
und ins Tiefkühllager bringen,
weil die Aggregate der Markttruhen die-
Temperaturen nicht gehalten haben. Heute
unvorstellbar. Aber die Zuverlässigkeit
moderner Truhen, die Energieeffizienz
„Für große und
kleine Angler“:
Die Fischstäbchen
von
Iglo gehören zu
den frühen und
beliebten TK-
Produkten.
und eine ansprechende Optik, das alles
kam erst mit den Jahren.
Was zählt zu Ihren persönlichen ersten
Erinnerungen an Tiefkühlkost?
Dazu gehören definitiv die Fischstäbchen
und der Spinat mit dem „Blubb“. Das waren
übrigens auch bei meinen ersten Ferienjobs
und während der Ausbildung im LEH
ganz zentrale und sehr beliebte Bausteine
in der Tiefkühltruhe, die bis heute ja nicht
an Beliebtheit verloren haben.
Was haben Sie denn zu Hause immer im
Tiefkühlfach?
Aufbackbrötchen – sie sind geschmacklich
einfach unvergleichlich gut. Und Eis!
Frischer Blumenkohl, herzhafter
Goudakäse und feine Gewürze:
Das ist das köstliche Geheimnis unserer
vegetarischen Gemüse-Medaillons.
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NEU
Verbandsinfo
HDE
Pakt für Rechtsstaat für wirksame
Rechtsdurchsetzung
Ausbildungsstart
NACHWUCHSKRÄFTE Zum 1. August 2025 ist das neue
Ausbildungsjahr gestartet. Der Handelsverband Deutschland
(HDE) heißt die neuen Auszubildenden im Einzelhandel zum
Ausbildungsbeginn willkommen. Mit Blick auf die langfristige
Fachkräftesicherung und künftige Ausbildungsjahrgänge mahnt
der HDE gleichzeitig zu einem Umdenken in der Bildungspolitik.
„Wir freuen uns über alle jungen Menschen, die sich für eine
Ausbildung im Einzelhandel entscheiden“, so HDE-Hauptgeschäftsführer
Stefan Genth. Der Einzelhandel habe mit rund
60 Berufen ein außergewöhnlich breites Feld an Tätigkeiten und
Berufsbildern zu bieten. „Im Einzelhandel legt eine Ausbildung
den Grundstein für spannende Karrierewege“, so Genth.
LADENDIEBSTAHL Der Handelsverband Deutschland (HDE) bewertet
die Ankündigung der Bundesregierung, die Funktionsfähigkeit
der Justiz mit einem neu aufgesetzten „Pakt für den Rechtsstaat“
ab 2026 sicherzustellen, positiv. „Eine bessere Ausstattung
der Justiz und Strafverfolgungsbehörden ist dringend geboten, um
eine effiziente Strafverfolgung zu gewährleisten“, so HDE-Hauptgeschäftsführer
Stefan Genth. Der Einzelhandel habe daher schon im
Vorfeld der Bundestagswahl die personelle und technische Ertüchtigung
der Strafverfolgungsbehörden und Gerichte gefordert. „Im
Hinblick auf die Erfahrungen der Einzelhändler mit zunehmenden
Ladendiebstählen ist diese Maßnahme überfällig“, betont Genth.
„Bei den Händlerinnen und Händlern hat sich schon seit längerem
aufgrund der praktischen Erfahrungen der Eindruck verfestigt,
dass dem Staat teilweise die Möglichkeiten zur Rechtsdurchsetzung
fehlen und er die zunehmenden Übergriffe auf das Eigentum der
Unternehmer ignoriert oder sogar bagatellisiert“, so Genth. Ermittlungstätigkeiten
finden nach Erfahrung der Handelsunternehmen
und unabhängig von abweichenden Versicherungen der zuständigen
Landesbehörden in der Realität nur sehr selten statt. „Das ist ein
unhaltbarer Zustand, der Staat muss hier dringend gegensteuern“,
fordert Genth.
www.einzelhandel.de
Umsatz von rund 725 Millionen Euro
SCHULSTART Mit dem Ende der Sommerferien beginnt für viele Schülerinnen und Schüler das
erste Schuljahr. Anlässlich der Einschulung geben Verbraucherinnen und Verbraucher in diesem Jahr
rund 725 Millionen Euro aus. Das geht aus einer im Auftrag des Handelsverbandes Deutschland (HDE)
vom IFH Köln durchgeführten, bevölkerungsrepräsentativen Umfrage unter gut 500 Personen hervor.
Im vergangenen Jahr lag der Einzelhandelsumsatz zur Einschulung bei 702 Millionen Euro. Der Anstieg
auf die erwarteten 725 Millionen Euro im Jahr 2025 entspricht einem Zuwachs um 3,3 Prozent.
https://einzelhandel.de/einschulung
Verbraucherstimmung
stagniert
KONSUM Nachdem sich die Verbraucherstimmung in
Deutschland zuletzt weiter aufgehellt hatte, legt der Aufwärtstrend
im August eine Pause ein. Das geht aus dem aktuellen
Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE)
hervor. Demnach bewegt sich der Index nahezu auf dem Niveau
des Vormonats. Ob die Stagnation der Verbraucherstimmung
der Beginn eines negativen Trends ist, bleibt abzuwarten und
ist von den wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Bundesregierung
sowie von der Entwicklung der geopolitischen
Rahmenbedingungen in den kommenden Monaten abhängig.
www.einzelhandel.de/konsumbarometer
Das ist der Trend für August
97,51 98,86 97,76 97,70 96,93 97,25 97,54 97,64
96,09
96,13 96,02
94,99 95,31 96,10 97,35 97,73
95,36
03/24 04/24 05/24 06/24 07/24 08/24 09/24 10/24 11/24 12/24 01/25 02/25 03/25 04/25 05/25 06/25 07/25
Quelle: HDE
Fotos: stock.adobe.com/Robert Kneschke, Jonas
42 RUNDSCHAU 09/25
Sortiment
Jahresendgeschäft
Feierlich genießen
Das Jahresendgeschäft ist die umsatzstärkste Zeit im Handel – jetzt heißt es: Kunden begeistern, Impulse setzen
und passende Sortimente präsentieren. Nutzen Sie die festliche Stimmung, um mit verkaufsstarken Produkten
neue Kaufanreize zu schaffen und den Endspurt erfolgreich zu gestalten.
Zwischen Oktober und Dezember
erreicht die Kaufbereitschaft vieler
Verbraucher ihren Höhepunkt – angetrieben
von saisonalen Anlässen wie
Weihnachten, Silvester und dem Jahreswechsel.
Für Händler bedeutet diese besondere
Zeit des Jahres: Sortimente gezielt ausrichten,
Impulskäufe fördern und emotionale Kaufanreize
setzen.
Gezielt platzieren
Besonders gefragt sind jetzt Produkte, die sich
als Geschenk eignen oder für festliche Anlässe
gedacht sind – von Adventskalendern, Feinkost,
Schokoladen und Wein über Convenience-Produkte
bis hin zu Dekorationsartikeln.
Auch regionale Spezialitäten, Limited Editions
oder hochwertig verpackte Klassiker rücken
verstärkt in den Fokus. Gleichzeitig steigen die
Erwartungen an Verfügbarkeit, Inszenierung
und Servicequalität. Wer frühzeitig plant,
Sortiment und Aktionen auf die Zielgruppe
abstimmt und Einkaufserlebnisse schafft,
kann sich in einem umkämpften Marktumfeld
erfolgreich positionieren.
Auch digitale Angebote gewinnen weiter an
Bedeutung: So sind Social-Media-Kanäle,
spannende Newsletter oder digitale Handzettel
effektive Kanäle, um Kunden gezielt zu
informieren und Zusatzumsätze zu generieren.
Kreative Aktionsideen, Themenwelten
und Cross-Selling-Angebote können im hart
umkämpften Weihnachtsgeschäft zusätzliche
Kaufimpulse setzen.
Umsatzchancen nutzen
Ob Genuss, Geschenke oder Last-Minute-
Käufe: Das Jahresendgeschäft bietet Händlern
viele Chancen und ist mehr als nur eine umsatzstarke
Phase. Es ist die ideale Gelegenheit,
die Kundenbindung zu stärken, Marken zu
profilieren und das Geschäftsjahr mit einem
starken Abschluss zu krönen.
Für eine entsprechende Inspiration soll unsere
vielfältige Produktauswahl sorgen. Wir wünschen
viel Erfolg!
☐
Ankerkraut
Vorfreude auf Weihnachten:
Der Premium-Adventskalender
– einer von sieben
Varianten – von Ankerkraut
beinhaltet 18 Korkengläser,
sechs wiederverschließbare
Beutel, darunter exklusive
Produkte, sowie ein Rezeptheft.
UVP: 69,90 Euro
Don Papa
Der Spiced Rum „Don Papa Alon“
ist inspiriert von den Küsten der
Philippinen. Hergestellt aus
100 % Zuckerrohrmelasse von der
Insel Negros und verfeinert mit
Aromen von gerösteter Kokosnuss,
Jackfruit und wärmenden Gewürzen.
UVP: 49,99 Euro
44
Sortiment • RUNDSCHAU 09/25
Pura Vida
Diversa vertreibt ab sofort und erstmals in
Deutschland exklusiv Pura Vida, einen Single
Estate Rum aus Costa Rica. Die Spirituose
kombiniert drei traditionelle Elemente der
Rumherstellung – reinen Zuckerrohrsaft,
Zuckerrohrhonig und Melasse. Erhältlich in
zwei Qualitäten – Pura Vida Añejo mit
37,5 Vol.-% und Pura Vida XO mit 40 Vol.-%.
In den Märkten werben wir je nach
Platz mit verschiedenen Aktionen
wie „Wünsch dir was“, Nikolaustüten
zum Befüllen, Unterstützung
der Riding Santas, Verlosungen
über Social Media und vieles mehr.
Sven Stiegler
Edeka Stiegler
MARKE MIT STRAHLKRAFT
Über 80 % der Gesamtbevölke rung
kennen Verpoorten – ein Spitzenwert
in der Markenbekanntheit.*
1
ERSTE WAHL BEI EIERLIKÖR
Für mehr als 50 % ist Verpoorten
die Nummer 1.*
HOHES POTENZIAL
Jeder dritte Verpoorten-Fan greift
auch zu Bombardino.*
Quelle: *Innofact AG, Verpoorten Markentracking 2025
…
verpoorten.de
Sortiment
Jahresendgeschäft
Wir setzen auf stimmungsvolle
Themenwelten im Markt, Probieraktionen,
gezielte Preis- und
Bundle-Angebote, forcieren die
Nutzung der Rewe-App und werben
via Social Media. Ergänzt wird dies
durch Treueaktionen am PoS und
attraktive Geschenkgutscheine.
Jenny Zinnow
Rewe Zinnow
THERE’S ONLY
ONE JACK
Cupper
Neues Design und neue Teemomente:
Der Cupper Adventskalender umfasst
zwölf verschiedene Bio-Teesorten à
zwei Beutel, darunter die beiden Exklusivsorten
After Dinner Mints und Green
Tea Lemon sowie die Sorten My Happy
Place, Mango Citrus oder Skinni Vanilli
in neuer Rezeptur. UVP: 4,49 Euro
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MARKTFÜHRER PROFITIEREN.*
Reh Kendermann
Die Weinkellerei Reh Kendermann
bringt ihre international
erfolgreiche Weinmarke Black
Tower erstmals deutschlandweit
in den LEH – in einem modernen,
auf den deutschen Markt
zugeschnittenen Design. Erhältlich
sind die Weine in den Sorten
Black Tower Fresh Rosé und
Black Tower Fruity White.
UVP: 3,99 Euro – 4,49 Euro
RESPONSIBLEdrinking.eu
Bitte genieße verantwortungsbewusst.
© 2025 Jack Daniel's
46
Sortiment • RUNDSCHAU 09/25
*NielsenIQ MarketTrack, Deutschland, Whiskey auf Sub-Brand Level, Umsatzanteil in %,
LEH+DM+TS+TOP GAM, MAT KW30 2025, Copyright © 2025 NielsenIQ (Germany) GmbH
Advertorial
Getränke Trends
Sekt
Die Menschen gönnen sich
etwas, stehen aber auch exorbitanten
Preiserhöhungen
kritisch gegenüber, gerade
bei Saisonartikeln.
Steffen Ueltzhöfer
Edeka Ueltzhöfer
Fürst von Metternich launcht Grauburgunder
Fürst von Metternich hat sein Sortiment um den Grauburgunder
Sekt erweitert – einen deutschen Qualitätsschaumwein
mit Premiumausrichtung.
Dr. Oetker
40 Jahre Pizzagenuss feiert Dr. Oetker mit der limitierten Birthday
Edition Ristorante Pizza à la Tiramisu: Hier trifft ein dünner und
knuspriger Pizzaboden auf eine feine Mascarpone-Creme, Coffee-
Cream-Mascarpone-Spots sowie Amarettini-Stückchen. Eignet sich
besonders für Genussmomente zur Dessert- oder Kaffeezeit.
UVP: 3,49 Euro
BESCHREIBUNG Sekt von Fürst von Metternich entsteht aus
sorgfältig ausgewählten Weinen, die aus „Cool Climate“-Regionen der
deutschen Weinanbaugebiete rechts und links des Rheins, wie dem
Rheingau, der Pfalz und Rheinhessen, stammen. Das dort herrschende
Klima lässt die Trauben sanft reifen und verleiht ihnen ausgeprägte
Fruchtaromen. Der Grauburgunder überzeugt mit einem facettenreichen
Aromenspiel und ausgewogenem Charakter. In der Nase entfalten
sich Noten von reifem Apfel, Birne und Quitte. Das Geschmacksbild
wird abgerundet durch Pink Grapefruit, Pomelo und einer Würze.
WERBUNG
VERPACKUNGSEINHEIT
Premiumausrichtung, POS
0,75 l-Flasche/ VE-Inhalt: 6 Flaschen à 0,75 l
KONTAKT
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Biebricher Allee 142
65187 Wiesbaden
www.henkell-freixenet.com
Sortiment
Jahresendgeschäft
Trotz Polykrise gehen wir zuversichtlich
in das Jahresendgeschäft.
Denn wenn es auf die Weihnachtszeit
zugeht, spielen bei unseren
Kunden Genuss und Geselligkeit
eine zentrale Rolle. Dies werden
wir mit einem Champagner-Event
im November und passenden
Feinkostartikeln im Markt bieten.
Bernd Wilger
Edeka Wilger
Herzhaft.
Festlich.
Burgis.
Manner
Hinter den 24 Türchen des Manner Advents
kalenders verbergen sich fünf verschiedene
Waffelsorten: die Manner Original Neapolitaner
Schnitte, die Manner Snack Minis in den
Geschmacksrichtungen Milch-Haselnuss und
Milch-Schoko sowie die Manner Vollkorn Schnitte
und Manner Schokolade. UVP: 13,99 Euro
Deserteur Bibo Runge
Kein Alkohol (unter 0,5 Vol.-%), viel Geschmack
und wenig Zucker: Das bietet der Deserteuer
Bibo Runge in den Varianten Sparkling Riesling
und Sparkling Rosé. So bringen 100 Milliliter
nur 15 bis 17 Kilokalorien auf die Waage.
UVP: je 12,99 Euro
Fotos: pixabay/iPicture, MiM326; Unternehmen, Reh Kendermann, ,Ankerkraut GmbH
MEHR FLÜÜÜGEL
FÜR DEN UMSATZ.
IN 3 SCHRITTEN ERFOLGREICH AKTIVIEREN:
MULTIPACK-WACHSTUM
STARKE REGALPRÄSENZ
BEVORZUGTE WAHL
BEIM VORRATSKAUF
Das Umsatzwachstum von 11,6 % im
Vergleich zum Vorjahr bei allen Red Bull
Multipacks zeigt ihre Beliebtheit:
Wir empfehlen eine strategische Platzierung
im Regal, die den Abverkauf fördert. 1
Am besten prominent platziert
im Energy-Drink-Stammregal – dort finden
62 % der Bevorrater die Multipacks
für ihren Einkauf. 2
Beim Kauf auf Vorrat greifen
Konsumenten bei Energy-Drinks lieber
zu Multipacks als zu mehreren
einzelnen Dosen. 3
DER RED BULL MULTIPACK-SHOPPER KAUFT IM SCHNITT
8 DOSEN PRO EINKAUFSAKT. 4
1
CIRCANA, LEH, RED BULL, UMSATZVERÄNDERUNG IN %, 2024 VS. VJ. 2 RED BULL HOMESTOCKING RESEARCH, 2021.
3
HOMESTOCKING-STUDIE, APPINIO FÜR RED BULL, 11/2022. 4 YOUGOV CP, GESAMTMARKT, RED BULL MULTIPACKS, MENGE PRO EINKAUFSAKT, MAT JUN 2024.
Genuss-Gipfel
Die deutschen Nachbarländer Österreich und Schweiz locken nicht nur mit prächtigen
Bergwelten und Landschaftspanoramen, sondern auch mit herausragenden Erzeugnissen
und Spezialitäten. Mit einem Wert von rund 6,6 Milliarden Euro war Deutschland auch 2024
wieder der wichtigste Exportmarkt für österreichische Agrarprodukte. Und die Schweiz konnte
im vergangenen Jahr mit einem Exportvolumen von insgesamt 79.268 Tonnen Käse den
zweithöchsten Wert aller Zeiten erreichen – ebenfalls schöne Perspektiven.
50
Sortiment • RUNDSCHAU 09/25
Sortiment
Länderreport Österreich & Schweiz
Text: Silke Detlefsen
Die Exporte von landwirtschaftlichen
Produkten aus Österreich nach Deutschland
hatten 2024 einen Wert von rund
6,6 Milliarden Euro – im Vergleich zum Vorjahr
bedeutet das einen Zuwachs von drei Prozent.
Die mengenmäßige Steigerung lag bei sieben
Prozent (rund 3,9 Mrd. Tonnen Ausfuhren
insgesamt nach Deutschland). Dabei spielen
Milch und Milchprodukte eine wichtige Rolle
(Wert von rund 0,9 Mrd. Euro).
Die Qualität der regionalen Produkte für
den Verbraucher untermauern sollen generell
die verschiedenen Gütesiegel der AMA
(AgrarMarkt Austria)-Marketing. Als Meilenstein
betrachtet man dort die Einführung
des AMA-Gütesiegels „Tierhaltung plus“ bei
Milchviehbetrieben im vergangenen Jahr. Es
steht etwa für palmölfreies Futter aus Europa,
mehr Bewegung und Gesundheit für die
Tiere, eine Pflichtmitgliedschaft beim Tiergesundheitsdienst
und häufigere Kontrollen.
Konsumenten können das Siegel auf Produkten
wie Milch, Käse, Butter oder Joghurt finden.
Laut AMA nehmen bereits 85 Prozent aller
Milchviehbetriebe an diesem Gütesiegel oder
am AMA-Biosiegel teil. „Fast 18.000 Betriebe
arbeiten schon nach verbesserten Tierhaltungsstandards“,
so Christina Mutenthaler-
Sipek, Geschäftsführerin der AMA-Marketing.
„Damit reagieren wir auf die steigenden Erwartungen
an Tierwohl und schaffen gleichzeitig
zukunftsfähige Rahmenbedingungen für die
regionale Milchwirtschaft.“ Insgesamt wurden
ihr zufolge im vergangenen Jahr 30.171 Gütesiegel-Kontrollen
durchgeführt, was einen
neuen Höchstwert markiert. Über 20.000
davon erfolgten ohne jegliche Beanstandung.
Lediglich in rund 200 Fällen wurde die Lieferberechtigung
ins AMA-Gütesiegelprogramm
zumindest zeitlich begrenzt entzogen.
Siegel für immer mehr Bereiche
Auch das AMA-Gütesiegel für Brot und Backwaren
konnte 2024 erfolgreich etabliert werden
und deckt nun die gesamte Wertschöpfungskette
vom Acker bis ins Brotregal ab:
Fast 18.000 Betriebe arbeiten in
Österreich schon nach verbesserten
Tierhaltungsstandards.
Christina Mutenthaler-Sipek
Geschäftsführerin AMA-Marketing
„Aktuell erfreut sich die AMA-Gütesiegel-
Richtlinie ‚Ackerfrüchte‘ für landwirtschaftliche
Betriebe einer Teilnehmerzahl von
nahezu 7.000 Ackerbaubetrieben. Bereits
75 Agrarhändler und Mühlen tragen das AMA-
Gütesiegel für Brot und Backwaren ebenso wie
zwölf Großbäckereien sowie die Handelsketten
Spar, Hofer und Lidl.“
Ab kommenden Januar soll das AMA-Gütesiegel
auch pflanzliche Drinks kennzeichnen.
Entscheidend ist, dass der Hauptrohstoff wie
Hafer, Dinkel oder Soja aus Österreich stammt
und gemäß den AMA-Kriterien erzeugt wurde.
Ein Verbot von Farb- und Konservierungsstoffen,
regelmäßige Analysen sowie eine lückenlose
Rückverfolgbarkeit entlang der gesamten
Wertschöpfungskette sollen Qualität und
Naturbelassenheit garantieren.
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Arabica-Bohnen
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besonders hoher
Fruchtanteil
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Palmöl
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Sortiment
Länderreport Österreich & Schweiz
Wertsteigerung von 5,3 Prozent im Vergleich
zur Vorjahresperiode entspricht. Besonders
die Exporte in europäische Länder, die rund
83 Prozent der Gesamtexporte ausmachen,
stiegen um 9,5 Prozent. „Dies zeigen eine
starke Erholung und steigende Nachfrage in
den EU-Märkten, insbesondere in Ländern
wie Deutschland, Spanien und Italien“, so die
Switzerland Cheese Marketing (SCM). Die Exporte
von Schweizer Käse nach Deutschland,
dem wichtigsten Exportmarkt für die Schweiz,
stiegen um 13,6 Prozent und erreichten ein
Rekordniveau von über 38.443 Tonnen.
△ Bern wird im November drei Tage lang zur „Capitol of Cheese“. Dann finden dort in der neuen Festhalle die
„World Cheese Awards“ statt. Auch in der Stadt direkt wird es Aktivitäten wie Verkostungen geben.
Nach zwei schwierigen Jahren konnte
der Schweizer Käseexport wieder an frühere
Erfolge anknüpfen. Mit einem Exportvolumen
von 79.268 Tonnen lag das Jahr 2024
laut TSM Treuhand Bern zwar noch unter
dem Covid-bedingten Rekordjahr 2021, markierte
jedoch das zweitbeste Exportjahr seit
Beginn der Aufzeichnungen. Im Vergleich
zu 2023 entspricht das einem Anstieg von
7,9 Prozent. Alle Käsekategorien mit Ausnahme
von „Schmelzkäse“, „andere Käse“
und „Fertigfondue“ konnten demnach ein
Wachstum verzeichnen. Der Gesamterlös 2024
für die Schweizer Käsebranche (Milchbauern,
Käser, Affineure und Handel) belief sich auf
748,5 Millionen Schweizer Franken, was einer
World Cheese Awards 2025 in Bern
Vom 13. bis 15. November werden übrigens
die „World Cheese Awards“, ein internationales
Käseereignis, erstmals in der Schweiz
stattfinden (www.worldcheeseawards25.
com). Präsentiert werden in Bern rund
5.000 Käse aus 50 Ländern, die um die begehrten
Auszeichnungen wetteifern. Rund um
die neue Festhalle findet dann auch der große
Käsemarkt des Cheese Festivals statt. Hier
hat man die Möglichkeit, die verschiedenen
Spezialitäten vor Ort zu testen und direkt mit
den Produzenten in den Dialog zu treten. Beim
„Swiss Fine Food Market“ stehen außerdem
auch andere Produkte aus der Schweiz – wie
etwa Wein und Fleisch – im Blickpunkt. ☐
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Theater.
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WO LENZ MOSER DRAUFSTEHT, IST ÖSTERREICH DRIN.
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Hier dreht sich alles um den Schweizer Käse
Ganz Bern verwandelt sich vom 13. bis 15. November in die internationale
«Capitol of Cheese». Neben den „World Cheese Awards“ erwarten
die Besucher auch Podiumsdiskussionen und Fachvorträge zum Thema.
Alles auf Wachstum
2019 hat sich Mövenpick strategisch neu positioniert.
Stolz schaut man seither auf die Erfolgsbilanz.
Mövenpick hat es laut NielsenIQ
innerhalb von fünf Jahren geschafft,
die Haushaltsdurchdringung
in Deutschland von 39,9 Prozent
im Jahr 2019 auf 49,3 Prozent (2024)
zu steigern. Damit ist die Marke in fast
jedem zweiten deutschen Haushalt präsent;
sogar ein Drittel aller Haushalte
bevorzugt Mövenpick in mehr als einer
Kategorie (Homescan Consumer Panel,
Deutschland 2020 – 2024).
△ Immer mehr greifen zu Produkten
der Marke Mövenpick.
Die Brand Power über verschiedene Kategorien bündeln
Das Modell der Lizenzpartnerschaften betrachtet Mövenpick als eine
Win-win-Situation für alle Beteiligten. Maßgeblich für den Erfolg seien
neben der Arbeit an der Marke die guten Partnerschaften, die auf einer
soliden Grundlage von Vertrauen, gemeinsamen Werten und klaren
Qualitätsanforderungen stünden. So sieht man sich gut dafür aufgestellt,
das Wachstum fortzusetzen. „Mit starken Partnerschaften und
unseren genussvollen Premiumprodukten setzen wir immer wieder
neue Akzente, beleben die Kategorien und schaffen Wertschöpfung für
den Handel“, so CEO Jürgen Herrmann. „Wichtig ist dabei der Fokus
auf besten Geschmack, Qualität und ein innovatives und vielfältiges
Produktangebot.“ www.moevenpick-finefood.com☐
Käsevielfalt erleben
Käse aus der Schweiz ist in Deutschland beliebt. Daran
hat auch die Switzerland Cheese Marketing ihren Anteil.
Die Käsetheke ist für Schweizer Käse laut Switzerland Cheese Marketing
(SCM) der wichtigste Absatzkanal. In Deutschland findet
sich „Käse aus der Schweiz“ hier im Umsatzranking gemäß Nielsen
(2024) auf Platz 3 nach Länderherkunft – vor Käse aus Italien, Österreich
und Frankreich (nach deutschem und niederländischem Käse).
Facettenreiche Unterstützung für den Handel
Die vier Top-Seller sind dabei der Appenzeller, Le Gruyère AOP, Emmentaler
AOP und Tête des Moine AOP. Doch auch wenn die Schweizer
Qualitäten selbst auf hohem Preisniveau gefragt werden, sind die
Zeiten für Premiumkäseanbieter herausfordernd.
Daher hat die SCM ihre
Marketingaktivitäten besonders an den
Käsetheken verstärkt: mit Zugabeartikeln,
Rezeptbroschüren, Promotionen
für Endverbraucher oder Konzepten
speziell für den Prepacking-Bereich.
Die Neuheit Appenzellerin Elegant
wurde mit vielfätigen Maßnahmen
inklusive TV-Werbung eingeführt. Für
die Abverkaufsförderung werden gratis
die Werbemittel-App „SCM Pro“ und
versandkostenfreie Werbemittel angeboten.
www.schweizerkaese.de☐
△ Die Appenzellerin Elegant: seit
März auch im deutschen LEH.
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Köln
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Sortiment
Länderreport Österreich & Schweiz
Rapso feiert Geburtstag
30 Jahre Rapso: 1995 präsentierte sich die Marke erstmals auf der Anuga in
Köln und hat seitdem eine besondere Erfolgsgeschichte geschrieben.
△ In den letzten 30 Jahren wurden insgesamt
34.500 Verträge mit ausschließlich österreichischen
Landwirten zum Rapsanbau geschlossen.
Damals war Rapso das erste deklarierte
Rapsöl auf dem deutschsprachigen
Markt. Mit ihm wurde eine eigene Produktkategorie
im Speiseölsegment entwickelt,
die heutzutage nicht mehr wegzudenken ist.
Auf 217.000 Hektar Fläche
„Seit drei Jahrzehnten setzen wir auf Qualität,
Nachhaltigkeit und Regionalität. Rapso wurde
zum stärksten Öleinzelprodukt in Österreich
und zur Nummer 2 im Ölsegment in Deutschland“,
zeigt sich die Marke stolz. In diesem
Zeitraum wurden insgesamt 217.000 Hektar
Vertragsfläche bewirtschaftet – auf Basis von
34.500 Verträgen mit ausschließlich österreichischen
Landwirten. Daraus entstanden rund
696.000 Tonnen Raps, die in der Ölmühle in
Aschach zu Rapso verarbeitet wurden.
Das Öl wird hier durch einen einfachen
Pressvorgang der angequetschten und erwärmten
Saatkörner gewonnen. Auf eine
nachfolgende Extraktion mit chemischen
Lösungsmitteln wird verzichtet, um Rückstände
im Öl sicher auschließen zu können.
Raffiiniert bzw. gereinigt wird das Öl nicht
auf chemischer Basis, sondern durch ein speziell
entwickeltes physikalisches Verfahren:
„Durch diese schonende Verarbeitung bleibt
der hohe natürliche Vitamin-E-Gehalt großteils
erhalten, künstliche Additive sind daher
bei Rapso nicht erforderlich.“
www.rapso.at, www.vog.at☐
Gemeinsam teilen
„Glück verbindet“: Die neue internationale Manner-
Markenkampagne verbindet Menschen und Momente.
Ganz ohne Tamtam
Ehrlich, unkompliziert und ausgezeichnet: Unter diesem
Motto präsentiert Lenz Moser seine Weine.
Seit über 130 Jahren steht die
Marke Manner für Genuss, der
verbindet. Mit der neuen, internationalen
Markenkampagne „Glück
verbindet“ feiert Manner echte Genussmomente
voller rosa Lebensfreude,
denn „Glück verbindet“. Die Kampagne
zeigt in warmen, authentischen Geschichten,
wie aus kleinen Augenblicken
Verbundenheit entsteht. Manner
△ Kampagne auf verschiedenen
Kanälen, auch Out-of-Home.
übersetzt den Markenkern in eine moderne Welt und zeigt: Glück ist
am schönsten, wenn es gemeinsam erlebt wird.
Das ikonische Manner-Rosa als zentrales Markenzeichen
Visuell bleibt das ikonische Manner-Rosa dabei das zentrale Markenzeichen,
ergänzt durch moderne und emotionale Bildwelten. Mit „Glück
verbindet“ wird die neue Manner-Markenwelt in all ihrer Vielfalt erlebbar
– in Geschichten, starken Bildern und emotionalem Bewegtbild.
Die Kampagne wird länderspezifisch in Deutschland, Österreich und
fünf weiteren Kernmärkten ausgerollt. Alle Kampagnensujets, Hintergründe
und Einblicke zur neuen Markenplattform gibtʼs auf der neu
gestalteten Website: www.manner.com/de-at/glueck-verbindet/☐
Guter Wein braucht kein Theater, ist man bei Lenz Moser überzeugt:
„Er braucht Persönlichkeit, Herkunft und einen klaren
Fokus: den Geschmack.“ In Rohrendorf bei Krems werden Weine
produziert, die alltagstauglich und doch besonders sein sollen.
Langfristige Zusammenarbeit mit regionalen Weinbauern
„Was Lenz Moser auszeichnet, ist das Zusammenspiel von echter
Handarbeit, regionaler Verantwortung und moderner Klarheit“, so
das Unternehmen. Verarbeitet werden ausschließlich Trauben aus
Niederösterreich und dem Burgenland,
vinifiziert wird direkt im Kremstal.
Die langjährige Zusammenarbeit mit
regionalen Weinbaubetrieben sorgt für
kurze Wege sowie nachhaltige Strukturen
und ist Basis für kontinuierliche
Qualität. Schließlich werden die
Weine regelmäßig durch unabhängige
Jurys ausgezeichnet. Der Schauspieler
Gregor Bloéb sagt: „Mir ist wichtig,
dass der Wein ehrlich in Österreich
gemacht wird – und dass er mir einfach
schmeckt.“ www.lenzmoser.at☐
△ Schauspieler Gregor Bloéb ist
Testimonial von Lenz Moser.
Fotos: stock.adobe.com/Oleksii, Frank Lambert, Sergii Figurnyi; Lenz Moser; Rapso; Manner; Mövenpick; SCM
54 Sortiment • RUNDSCHAU 09/25
Wir stellen dem Handel Ihre Neuheiten vor. Schicken Sie
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Anmeldeschluss: 5. Januar 2026
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Sortiment
Das große Backen
Text: Sibylle Menzel
In der Weihnachtsbäckerei
... gibt es manche Leckerei, singt Liedermacher Rolf Zuckowski. In vielen deutschen Haushalten ist
das Backen zu Weihnachten traditionsgebunden, zugleich kommen zunehmend Neuinterpretationen
der Klassiker in den Ofen. Die Backszene, auch jenseits von X-Mas, befindet sich im Wandel.
Traditionelles Gebäck nach überlieferten
Rezepten: Das macht die Weihnachtsbäckerei
vor allem aus. Im Südschwarzwald
gehören für Edeka-Kaufmann
Tobias Haas Plätzchen dazu, Springerle,
Zimtsterne, Vanillekipferl und Anisplätzchen
zählen in der Region zu den beliebtesten Klassikern,
die Großeltern und Eltern mit ihren
Kindern backen; wer mehr Aufwand betreibt,
stellt Lebkuchen und Christstollen her.
Die Nachfrage nach Backzutaten legt in jedem
Fall spätestens im Oktober deutlich zu, neben
den Standards wie Mehl und Zucker vor allem
nach Deko-Elementen zum Verzieren und nach
den klassischen Weihnachtsgewürzen. Nüsse
in allen Variationen und Trockenfrüchte dürfen
ebenfalls nicht fehlen. Traditionen sind
allerdings nicht unveränderbar. Gerade die
jüngere Generation zeigt Experimentierfreude
und lässt Trendthemen wie nachhaltige oder
gesundheitliche Aspekte in die Auswahl der
Zutaten und Produkte miteinfließen.
Erfahrung trifft Probierfreude
„Ältere Kunden haben über Jahrzehnte ihre
Erfahrungen mit bestimmten Produkten gemacht
und möchten sie entsprechend auch
im Markt vorfinden; zum Beispiel das Mehl
mit einem bestimmten Mahlgrad aus einer
regionalen Mühle. Die jüngere Generation
probiert im Vergleich dazu mehr Neues aus.
Die Basis mag das Rezept der Großmutter sein,
aber anstelle von Weizenmehl wird Dinkel-
mehl verwendet, die Schokolade ist Fairtrade,
andere Zutaten sind bio. Ein ganz wichtiges
Thema ist auch die Zuckerreduktion; viele
stellen fest, dass Omas Rezept mit der Hälfte
an Zucker auch noch süß genug ist“, fasst
Tobias Haas seine Beobachtungen zusammen.
Trendgebäcke zu Weihnachten? Da herrscht
nach Beobachtung von Haas eher Zurückhaltung,
gleichwohl sind Social-Media-getriebene
Zutaten durchaus gefragt: „Bevorzugen
Influencer eine bestimmte Streuselsorte für
die Deko oder bringen selbst eine heraus,
dann werden sie von jüngeren Kunden auch
gekauft, während die älteren Kunden zu den
klassischen Streuseln greifen.“ In der traditionell
geprägten Weihnachtsbäckerei herrscht
56 Sortiment • RUNDSCHAU 09/25
9
INTERVIEW
also Bewegung; das Sortiment an Zutaten und
Dekorationen weitet sich zunehmend aus.
Klassik trifft Lifestyle
Die Backstudie 2024 der YouGov-Marktforscher
im Auftrag von Dr. Oetker bestätigt die
Beobachtungen von Tobias Haas: 39 Prozent
der Befragten schieben ihre Weihnachtsplätzchen
am liebsten gemeinsam mit der Familie,
den Verwandten oder Freunden in den Ofen;
jeder Dritte (34 %) greift in der Weihnachtsbäckerei
außerdem auf ein Familienrezept
zurück. Es sind die Klassiker, die besonders
hoch im Kurs liegen: Für 41 Prozent sind es
die Ausstechplätzchen, besonders beliebt
in Haushalten mit Kindern unter 18 Jahren
23,4 %
macht 2025 der Promo-Anteil
bei Backmischungen am Umsatz aus.
2024 waren es 19 Prozent, und 2023 belief
sich der Promo-Anteil auf 16,7 Prozent.
Quelle: NielsenIQ, LEH + DM, Deutschland, MAT 29/06/25 vs. MAT 02/07/23
(47 %). Knapp dahinter folgen Vanillekipferl
(39 %) und Mürbeteigplätzchen (34 %).
Aber: Ebenfalls ein Drittel der Befragten
(34 %) probiert auch gerne neue Rezepte aus,
das gilt in erster Linie für die Hobbybäcker,
die mindestens einmal pro Monat oder öfter
backen (38 %).
Zur Weihnachtszeit zeigt sich das Backen
als besondere Verbindung von Tradition
und Moderne, erklärt Christoph M. Ludwig,
geschäftsführender Gesellschafter von Backzutatenhersteller
Pickerd. Klassiker wie Vanillekipferl,
Zimtsterne oder Stollen bleiben
zwar beliebt, werden jedoch zunehmend
Tobias Haas
Geschäftsleitung
Edeka Haas
Wie schätzen Sie die Markenaffinität
beim Thema Backen ein?
Wir beobachten, dass speziell zu Weihnachten
für traditionelle Rezepte eher
zur bevorzugten, bewährten Marke gegriffen
wird. Unterjährig spielen Handelsmarken
eine größere Rolle.
Wie sieht es mit Bio-Qualität aus?
Jüngere Kunden greifen innerhalb der
Marke zunehmend nach Bio-Qualität.
Bei Produkten wie Zitronen- oder Orangenschale
steht Bio mittlerweile bei allen
Generationen im Fokus.
Ihre Tipps für Weihnachten am PoS?
Spätestens ab Anfang November ist die
Dekoration im ganzen Markt extrem
wichtig, sodass zum 1. Advent das Weihnachtsfeeling
voll da ist. Für den Verkauf
sind auch Nonfood-Artikel zum Backen
und Dekorieren sehr relevant.
Dein NEUER Farmer’s Snack – JETZT LISTEN!
Für heiße Umsätze in der kalten Jahreszeit.
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Beliebte Winter-Klassiker neu
interpretiert: Aufmerksamkeitsstark
und perfekt als Zweitplatzierung.
Für kuschlige Kaminabende oder
zum Snacken unterwegs!
Nur für kurze Zeit.
Sortiment
Das große Backen
kreativ neu interpretiert – etwa in veganen,
glutenfreien, zuckerreduzierten oder
auch proteinreichen Varianten.
Unabhängig vom saisonalen Anlass befinde
sich die Backszene im Wandel – geprägt von
Individualisierung, Gesundheitsbewusstsein
und Nachhaltigkeit: „Angetrieben werden
die Trends beim Backen von den allgemeinen
Ernährungs- und Nachhaltigkeitstrends,
dem Wunsch nach Selbstausdruck und der
Inszenierung in Social Media. Backen wird
so immer mehr zum Ausdruck eines modernen,
bewussten Lebensstils“, kommentiert
Pickerd-Chef Ludwig.
Die Trends aus der Backszene
An einer Ikone der französischen Backtradition
wird deutlich, welcher Trend die Backszene
gleichermaßen bestimmt: Die Experimentierfreude,
mit der das klassische Croissant neue
Formen, Farben und Geschmacksrichtungen
annimmt, hält unvermindert an. Aktuell
werden Pizza-Croissants gehypt. Ein Rezept
für gelingsichere Cookie-Croissants hält Ruf,
Hersteller für Backmischungen und -zutaten,
für seine Community bereit. Es gibt runde
und würfelförmige Croissants, der Einfallsreichtum
scheint unerschöpflich.
Mit seiner Range „Rührkuchen
mal anders“ trifft Hersteller
Kathi den Nerv und liefert
den Klassiker in neu interpretierter
Form, auch bei den
Kleingebäcken zahlen Crossover-Produkte
wie „Broffins“, eine Mischung aus Brownie
und Muffin, auf den Trend ein. Nicht nur geschmacklich,
auch visuell wird mit auffälligen
Farben, bunten Glasuren oder 3D-Motiven
viel experimentiert. Der Erfolg von bunten
Kuchenglasuren und Dekorauflegern spreche
dafür, so Pickerd-Chef Ludwig. „Immer
gefragter sind personalisierte Backwaren,
die sich in Geschmack, Optik oder Zutaten
anpassen lassen.“
Mit Cross-Selling punkten
Für Backutensilien, so die Erfahrung der
Hersteller, fällt der Kaufentscheid meist vor
dem Marktbesuch. Daher kann der Kontakt
zu Backbegeisterten über den PoS hinaus
beispielsweise über Social-Media-Plattformen
ein guter Weg sein, um auf Angebote und
Neuheiten aufmerksam zu machen.
Eine moderne, kreative Ansprache mit klaren
Kennzeichnungen, beispielsweise um
△ Croissants bunt, süß, herzhaft, gefüllt oder
würfelförmig: Experimentierfreude ist trendy.
Immer gefragter sind Backwaren,
die sich in Geschmack, Optik oder
Zutaten anpassen lassen.
Christoph M. Ludwig
Geschäftsführer, Pickerd
DR. OETKER
Das saisonale Sortiment The Taste of
Christmas ist um sechs neue Back- und
Dekorprodukte sowie zwei neue Desserts
reicher. Mit dabei: Aromapaste Typ
Lebkuchen zum vielseitigen Verfeinern.
KATHI
„Rührkuchen mal anders – Zimt“ ist eine
Interpretation des Kastenkuchens und
wird in der Springform gebacken. Die
Backmischung bildet die Basis für einen
saftigen Kuchen mit Frischkäse-Frosting.
PICKERD
Neu in der Lieblingsstreusel-Range ist
die Variante Sweetheart. Der zuckerfreie
Mix mit Herzformen verschiedener
Größe in pastelligen Farben eignet sich
zum kreativen Verzieren.
KUCHENMEISTER
Passend zum Start der finalen Staffel
von Stranger Things bringt KuchenMeister
gemeinsam mit Netflix als offizelles
Lizenzprodukt die Demo Cakes heraus:
Rührkuchen mit schaurig-saurer Füllung.
Fotos: stock.adobe.com/ricka_kinamoto, PNG King; Unternehmen; Edeka Haas
58 Sortiment • RUNDSCHAU 09/25
_
INFO
Die Lieblingskuchen
der Deutschen
vegane oder Bio-Produkte hervorzuheben,
lässt aber auch den PoS zum Inspirationsort
werden. Themenwelten, empfiehlt etwa
Pickerd, schaffen Orientierung und laden
zum Stöbern ein. Rezeptideen auf Flyern, QR-
Codes zu Tutorials und passende Kombinationen
(z. B. Mehl + Gewürze + Dekorprodukte)
fördern dabei die Impulskäufe.
Ob Innovationen, praktische Backmischungen,
conveniente Fertigkuchen und Kuchenböden
oder (Grund-)Zutaten zum Backen und
Dekorieren – in der Platzierung jenseits der
klassischen Warenpräsentation liegt nach Erfahrung
zahlreicher Hersteller viel Potenzial
für zusätzlichen Abverkauf. Kreatives Cross-
Selling kann sich über den Markt verteilt
lukrativ auswirken: zum Beispiel mit bunten
Streuseln an der Eistruhe, Backmischungen
für Käsekuchen in Nähe der Molkereiprodukte
oder für Obstkuchen in der Obstabteilung.
Auch die Platzierung im Umfeld von Heißgetränken,
Dessertzutaten oder festlicher
Deko regen zu Impulskäufen an.
Besonders wirksam, so Marc Albersmann,
Head of Sales bei KuchenMeister, sind thematische
Zweitplatzierungen, die konkrete
Nutzungsideen transportieren, wie etwa die
Betonung auf den Kaffee- und Kuchengenuss
an kalten Tagen oder die unkomplizierte
Zubereitung für den Adventskaffee: „Wer am
PoS die Verbindung aus Inspiration, Emotionalität
und praktischer Lösung schafft, steigert
nicht nur die Sichtbarkeit, sondern auch die
Kaufbereitschaft.“
☐
Die beliebtesten Anlässe zum Backen:
Geburtstage (50 %), Feiertage wie
Ostern und Weihnachten (47 %) sowie
als Freizeitvergnügen (47 %).
Weitere Ergebnisse aus der Backstudie
2024 von YouGov: Blechkuchen
backen die Deutschen am liebsten
(57 %), gefolgt von Marmorkuchen
(44 %) und Kleingebäck wie Muffins,
Cakepops etc. (43 %).
Kleingebäcke sind bei Jung und Alt
beliebt, werden aber am häufigsten
von den Befragten im Alter von
25 – 34 Jahren zubereitet (50 %); die
auch die größte Lust haben, Gebäck
individuell zu verzieren (32 %).
GOURMET VOLLKORN CLASSIC
& GOURMET PUMPERNICKEL
REZEPTIDEEN:
Mestemacher GmbH • 33254 Gütersloh • Telefon + 49 5241 8709-0
mestemacher.de • Folge uns auf Instagram: mestemacher_thelifestylebakery
Sortiment
Tabak
Text: Gerhard Hörner, Marcelo Crescenti
InterTabac will
Erfolgs story fortsetzen
Auf ein Neues! In diesem Jahr wird Dortmund wieder zum Mekka der Tabakwelt. Unter
dem Motto „Together for Tomorrow“ trifft sich die Branche vom 18. bis 20. September zur
InterTabac, der weltweit größten Fachmesse für Tabakwaren und Raucherbedarf.
60 Sortiment • RUNDSCHAU 09/25
Die InterTabac zeigt, wie professionell
und verantwortungsbewusst
die E-Zigarettenindustrie aufgestellt
ist, und ist für uns ein
zentrales Forum für Austausch,
Dialog und Vernetzung.
Philip Drögemüller
Geschäftsführer, Bündnis für Tabakfreien Genuss
Die innovative Art, Tabak
rauchfrei zu genießen.
59 €(UVP)
IQOS ILUMA i
Einen besseren Start ins Messegeschäft
hätte sich Sabine Loos
kaum wünschen können. Denn
kurz nach ihrem Einstand als
Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen
Unternehmensgruppe im Jahr 2011
fand die InterTabac statt. „Schon damals
war die Tabakmesse der Branchentreffpunkt
Nummer eins und vereinte rund
300 Aussteller unter unserem Dach.“
2024 waren es bereits 805. Das heißt, mehr
als doppelt so viele. Davon kamen 129 aus
Deutschland, 676 aus weiteren 70 Nationen
weit über Europa hinaus. Angefangen von
A wie Aserbaidschan über China, Nigeria,
USA sowie die Vereinigten Arabischen
Emirate bis hin zu Z wie Zypern. In elf
Hallen präsentierten sie ihre Produkte
und Dienstleistungen. Auf einer Fläche
von mehr als 60.000 Quadratmetern.
Das entspricht der Größe von sechs Fußballfeldern.
Gleichzeitig wurden an den
beiden Eingängen zu den elf Hallen
14.250 Personen gezählt.
Mit großer Wahrscheinlichkeit dürfte
die InterTabac 2025 nahtlos an ihre
lange Erfolgsgeschichte anknüpfen, die
1978 als „Fachschau für Tabakwaren und
Raucherbedarf“ Premiere feierte. Mit der
Idee, eine Plattform zu etablieren, auf der
sich Marktteilnehmer treffen und über
neue Produkte informieren können. Alles
an einem Ort. Von diesen Anfängen hat
sich die InterTabac zur Weltleitmesse der
internationalen Tabakbranche entwickelt.
Als Zentrum für Innovation, Austausch
und Networking, das neue Trends setzt
und Herstellern, Händlern sowie Fachbesuchern
wichtige Impulse für ihr Geschäfte
gibt. In diesem Jahr könnte die
InterTabac vielleicht neue Rekordzahlen
schreiben. Darauf lässt eine Umfrage nach
der letzten Messe schließen: 88 Prozent
der Aussteller hatten angekündigt, wieder
nach Dortmund zu kommen. Bei den Besuchern
waren es sogar 94 Prozent. Dass
sie ihre Worte in die Tat umsetzen wollen,
zeigen die bislang getätigten Buchungen
und Ticketverkäufe.
Starkes Rahmenprogramm
Loos macht den Erfolg des Events aber
nicht allein an den Zahlen fest. „In den
letzten Jahren haben wir viele neue
Meilensteine gesetzt.“ Ein Beispiel ist die
InterSupply, die seit 2015 mit der Inter-
Tabac ein Messe-Duo bildet und den gesamten
Herstellungsprozess von Tabakwaren,
E-Zigaretten, Pfeifen und Shishas
abdeckt. „Außerdem haben wir seit 2019
ein hochkarätiges Rahmenprogramm
etabliert, das tiefe Einblicke in die wichtigen
Branchenthemen ermöglicht und
einen großen Mehrwert bietet.“ Auch in
diesem Jahr. Bei diesen Side Events
gibt es eine Reihe von Vorträgen,
Pause-Modus
Unterbrechen und bis
zu 8 Minuten pausieren.*
Touchscreen
Genussmomente
per Touch
individuell steuern.
FlexPuff
Bis zu 4
zusätzliche Züge.**
* Nur während der ersten 3 Minuten oder 8 Züge verfügbar. Der Pause-
Modus ist nur für eine der zwei aufeinanderfolgenden Nutzungen möglich.
Nicht im Eco-Modus verfügbar. ** FlexPuff ist für die Verwendung
mit Tabaksticks konzipiert. Die Aktivierung und die Anzahl der Züge
hängen vom individuellen Nutzungsverhalten ab, so dass ein längeres
Erlebnis möglicherweise nicht bei allen erwachsenen Konsumenten
und/oder Nutzungen auftritt. FlexPuff ist nicht mit dem Pause-Modus
kombinierbar.
Verwende SMARTCORE STICKS TM nicht mit bisherigen IQOS Tabakerhitzern,
da dies zu Schäden am Gerät führen kann. SMARTCORE
STICKS TM (und HEETS Tabaksticks) dürfen nicht verschluckt oder zerlegt
werden. SMARTCORE STICKS TM enthalten ein scharfes Metallteil,
das beim Verschlucken schwere Verletzungen verursachen kann. Außerhalb
der Reichweite von Kindern aufbewahren. Nicht anzünden. Weitere
Informationen auf IQOS.com
Dieses Produkt ist nicht risikofrei und
enthält Nikotin, das sehr stark
abhängig macht. Nur für Erwachsene,
die sonst weiter rauchen oder andere
Nikotinprodukte verwenden würden.
9
INTERVIEW
Markentrainer Tabak
Interessante Fakten und spannende Hintergrundinformationen
zum Thema Tabak finden Sie im
aktuellen fotfortrade Markentrainer „Tabak & Co.“.
TABAKWAREN UND CO.
Markentrainer
besser verkaufen lernen
Tabak
& Co.
Sabine Loos
Hauptgeschäftsführerin,
Westfalenhallen
Unternehmens
gruppe
Nach Absage der InterTabac wegen
Corona in 2020 und 2021 sind die
Zahlen der Aussteller und Besucher
schnell kontinuierlich gestiegen.
Haben Sie damit gerechnet?
Wir sind froh, wie sich die Messe seit
der Pandemie entwickelt hat. Als wir
2022 zur Präsenzveranstaltung zurückgekehrt
sind, waren wir unsicher. Werden
Aussteller und Besucher wiederkommen?
Werden sie den persönlichen
Kontakt und den direkten Austausch
weiterhin schätzen? Schnell war klar,
dass sie das tun. Das beweist, dass diese
starke Branche den Herausforderungen
der Pandemie getrotzt hat. Der bisherige
Buchungsstand sagt uns, dass sich das
auch bei der 45. Ausgabe nicht ändert.
Welche Trends gibt es?
Die Themen, die sich durch alle Segmente
ziehen, sind z. B. Nachhaltigkeit,
Qualität und Innovation. Das Thema
Nachhaltigkeit, das seit Jahren eine
immer wichtigere Rolle in der Branche
spielt, bilden nicht nur die Aussteller mit
ihren innovativen Lösungen ab. Auch
mehrere Veranstaltungen im Rahmenprogramm
werden sich damit befassen.
In diesem Jahr stehen zudem orale Produkte
stark im Fokus.
Auf welche Highlights dürfen sich
Aussteller und Besucher freuen?
Am 17. September feiert der „Cigar Culture
Summit“ Premiere. Dieses Gipfeltreffen
bringt die führenden Persönlichkeiten
der Zigarrenwelt zusammen.
Highlight-Events wird es auch bei den alternativen
Nikotinprodukten geben: Zum
zweiten Mal werden 2025 die „InterTabac
World Alternative Awards“ verliehen.
△ Prominenter Messestand: Lost Mary ist wie Elfbar eine der führenden Marken im Segment E-Zigaretten.
Diskussionen und Panels. Dort können
sich Hersteller und Händler über aktuelle
Trends, neue Produkte, Marktentwicklungen
und Potenziale einzelner Segmente informieren.
Außerdem erfahren sie aus erster Hand,
welche Regulierungsmaßnahmen auf die
Branche zukommen können.
All diese Themen werden sich an den Ständen
der Aussteller widerspiegeln. Auch bei den
Next-Generation-Products (NGP), die immer
mehr an Bedeutung gewinnen. Schon 2024
kamen mehr als 180 Unternehmen aus dem
Die InterTabac ist für uns ein absolutes
Highlight und eine wichtige
Plattform, um aktuelle Entwicklungen
zu diskutieren, Kontakte
zu pflegen und gemeinsam mit der
Branche nach vorn zu blicken.
Oliver Pohland
Geschäftsführer, Verband des eZigarettenhandels
Vaping-Bereich. Mit Spannung wird erwartet,
welche Neuheiten Unternehmen wie InnoCigs
oder Intrade Concepts (E-Zigaretten-Handel)
präsentieren, die auf dieses Segment spezialisiert
sind. Ebenso interessant ist stets, mit
welchen innovativen Produkten Newcomer die
Besucher überraschen. Auch von etablierten
Tabakwarenherstellern wie Philip Morris,
JTI, Reemtsma und BAT gibt es inzwischen
Zeit ein breites Angebot von E-Zigaretten und
Tabakerhitzern. Das sah vor nicht allzu langer
Zeit noch ganz anders aus. Deutlich macht dies
62 Sortiment • RUNDSCHAU 09/25
Sortiment
Tabak
ein Rückblick von Guy Daniel Grobe, National
Manager Food bei Philip Morris Germany
(PMG): „Keiner hätte ernsthaft damit gerechnet,
dass wir bei der InterTabac 2015 zum
letzten Mal ausschließlich mit Zigaretten
vertreten sind.“ Doch schon ein Jahr später
kam die Kehrtwende: der erste PMG-Auftritt
ohne Marlboro und Co., dafür aber mit
dem Logo des neuen Tabakerhitzers Iqos.
„Zunächst“, erzählt Grobe, „wurden wir von
den großen Wettbewerbern belächelt und
misstrauisch beäugt.“ Das ist längst vorbei.
„Inzwischen sind 23,2 Millionen erwachsene
Raucher weltweit auf das Heat-not-Burn-
Produkt Iqos umgestiegen, das in 95 Ländern
erhältlich ist. Und unsere ,Terea‘-Tabaksticks
stehen im Marken-Ranking auf Platz zwei hinter
Marlboro.“ Für Sabine Loos beweist diese
Entwicklung, „wie dynamisch die Branche
Die InterTabac
ist wie
jedes Jahr
ein wichtiger Termin für die
Tabakbranche. Sie ist eine perfekte
Plattform, um Produkte
und Neuheiten zu präsentieren
und sich auszutauschen.
Bodo Mehrlein
Geschäftsführer, Bundesverband der
Zigarrenindustrie
ist“. Das zeigt sich auch an der zunehmenden
Beliebtheit von modernen oralen Produkten.
Nicht nur in Schweden, wo sie Zigaretten
weitgehend abgelöst haben. Auch bei der
InterTabac spielt das Segment eine wichtige
Rolle. Mit der PouchXchange widmet die Messe
diesen Produkten sogar ein spezielles Veranstaltungsformat.
In Deutschland unterliegen
tabakfreie Nikotinbeutel allerdings einem
De-facto-Verbot. Sehr zum Ärger der Branche,
zumal das Institut für Risikobewertung das
geringe Schadenspotenzial solcher Produkte
bestätigt hat.
Klassiker weiterhin gefragt
Eine nach wie vor feste und starke Konstante
bildet das klassische Segment. Dazu
tragen nicht zuletzt die neuen Zigaretten
und Feinschnitt-Tabake bei, die allein in
20
60
€
St.
JT International Germany GmbH · Peter-Huppertz-Straße 11 · 51063 Köln
Qualität
Handverlesener Premiumtabak für
ausgezeichneten Tabakgenuss.
Top Marke
Winston ist die zweit meistverkaufte
Zigarettenmarke der Welt.
Experte
Als Tabakexperte in aller Munde -
mit Verlässlichkeit seit 1954.
Rauchen ist tödlich
Sortiment
Tabak
◁ Raucherbedarfsartikel
sind ein
Muss im Regal:
Dazu gehören zum
Beispiel Blättchen,
Aktivkohlefilter
und Filterhülsen.
hülsen für Konsumenten, die ihre Zigaretten
drehen oder stopfen. Auch in dieser Kategorie
bietet die Messe dem Fachpublikum eine
breite Auswahl bekannter Marken wie Bic,
Clipper, Zippo, Gizeh und OCB. Besucher,
die sich für Shisha-Produkte interessieren,
werden in Dortmund ebenfalls bestens bedient.
Mit einem breiten Angebot von Tabak,
Wasserpfeifen und Zubehör. Nachdem das
Bundesfinanzministerium im Juli 2024 das
Verbot von Großpackungen zurückgenommen
hat, können Händler wieder optimistischer
in die Zukunft blicken – und Aussteller mit
guten Geschäften auf der Messe rechnen. ☐
diesem Jahr gelauncht wurden. Zum Beispiel
von PMG, Landewyck, JTI, Pöschl,
Reemtsma und von Eicken. Hinzu kommt
der Großhändler Hauser, der auf der Inter-
Tabac eine neue Superslim-Zigarette vorstellen
wird. Ebenfalls zum klassischen Segment
gehören Zigarren und Zigarillos, die zwar
Nischenprodukte sind, aber als Ergänzung
des Shopsortiments nicht fehlen sollten. Damit
gemeint sind insbesondere trendige Marken
wie Mini (Villiger) oder Clubmaster und die
Shisha-Zigarillo-Mischung WTF! Shisharillo
von Arnold André, die auch jüngere Zielgruppen
ansprechen.
Ebenfalls ein Muss im Regal sind Raucherbedarfsartikel.
Dazu gehören Feuerzeuge
sowie Blättchen, Aktivkohlefilter und Filter-
Die InterTabac und InterSupply bieten dem
Handel frische Impulse, starke Kontakte
und jede Menge Umsatzpotenzial. Besonders
Zigarrenfans kommen auf ihre Kosten:
Der Cigar Culture Summit beginnt bereits
einen Tag vor dem offiziellen Messestart.
Steffen Kahnt
Geschäftsführer, Bundesverband des Tabakwaren-Einzelhandels
ELFBAR
Die Elfbar 800 Einweg-E-Zigarette von
InnoCigs mit 550 mAh Akku-Kapazität
ist mit 2 ml NicSalt befüllt und ermöglicht,
abhängig vom Nutzungsverhalten,
bis zu 800 Züge. In 20 Sorten verfügbar.
DAVIDOFF
Die Slim-Line-Variante Rosé der Reemtsma-Marke
Davidoff in oktonaler Verpackung
ist seit Juli im Handel erhältlich.
Die Zigaretten mit weißem Filter haben
einen besonders milden Geschmack.
ELIXYR
Elixyr Blue Fine Flavour aus dem
Hause Landewyck ist ein hochwertiger
Volumentabak mit typischem American
Blend und eignet sich hervorragend zum
Stopfen von Zigaretten.
JAMMIN’
Tradition gepaart mit Innovation: Mit
Jammin’ startet Arnold André, Deutschlands
größter Zigarrenhersteller, ein
neue Marke in einer Packung, die zwei
Cones enthält.
Fotos: Gerhard Hörner, Prinz Sportlich, Unternehmen
64 Sortiment • RUNDSCHAU 09/25
9
INTERVIEW
Guy Daniel Grobe
National Manager
Food, Philip Morris
Der Zigarettenabsatz stagniert, Großpackungen
sind eher gefragt. Warum
führen Sie nun eine neue Marlboro-
Linie mit einer 20er-Packung ein?
Mit der Einführung von Marlboro Crafted
in den Packungsvarianten OP und 2XL
setzen wir nach über zehn Jahren wieder
ein Zeichen im Produktportfolio. Es ist
eine strategische Weiterentwicklung der
weltweit führenden Zigarettenmarke – mit
dem Ziel, neue Impulse im Markt zu setzen.
Welche Zielgruppe möchten Sie damit
erreichen?
Wir richten uns mit Marlboro Crafted an
erwachsene Raucherinnen und Raucher,
die bewusst auf den Preis achten, dabei
aber nicht auf Qualität und Geschmack
verzichten möchten. Zum einen sprechen
wir jene an, die sich mittelfristig nach einer
preislich attraktiveren Option umsehen.
Zum anderen aber auch ehemalige Marboro-Raucher,
die zu günstigeren Marken
gewechselt haben, sich aber nach dem
vertrauten Geschmack und Markenversprechen
von Marlboro sehnen.
Marlboro Crafted ist für eine Premiummarke
ziemlich günstig positioniert.
Besteht nicht die Gefahr, dass Konsumenten
dadurch bei der Zigarette
bleiben, anstatt auf potenziell
risikoreduzierte Alternativen
umzusteigen?
Unser Ziel bleibt klar: Wir wollen erwachsenen
Raucherinnen und Rauchern den
Umstieg auf schadstoffreduzierte Alternativen
ermöglichen. Gleichzeitig sehen
wir, dass die Nachfrage nach preislich
attraktiveren Produkten zunimmt. Mit
Marlboro Crafted reagieren wir auf diese
Entwicklung, ohne das langfristige Ziel
aus den Augen zu verlieren.
Haben Sie bereits Erfahrungen mit dem
neuen Produkt in anderen Märkten
gesammelt?
Die Produktlinie wurde bereits erfolgreich
in Italien und Spanien eingeführt und
erfreut sich dort wachsender Beliebtheit.
Sortiment
Internationale Spezialitäten
Text: Han Nguyen, Alexander Purka, M. Crescenti
Der Gastro-Blick
Welche Spezialitäten aus ihren Ländern schätzen ausländische
Gastronomen besonders, welche vermissen sie im Supermarktregal?
Die RUNDSCHAU hat bei drei Restaurantbesitzern nachgefragt.
Zuerst im Restaurant, dann im Supermarktregal:
Viele Foodtrends im LEH
haben ihren Ursprung in der Gastronomie.
Die RUNDSCHAU wollte daher
von drei ausländischen Gastwirten wissen,
welche Spezialitäten aus ihren Heimatländern
ihrer Meinung nach einen festen Platz im
Regal verdient haben.
Nachgefragt bei Miled Naimian in Köln: Der
Gastronom hat große Pläne und möchte es in
den kommenden Jahren mit seinem Restaurant
„Italian Kiss“ auf die renommierte Liste
„50 Top Pizza Europa“ schaffen. Müsste er
selbst einen Supermarkt einrichten, würde es
bei ihm vor allem frisch zugehen. „Aromatisches
Gemüse und eine schöne lange Fleischund
Käsetheke mit vielen verschiedenen,
richtig frischen Sachen.“ Sein italienischer
Spezialitätentipp: Arancini, frittierte Reisbällchen,
findet man noch selten im LEH.
halle 11.2
a010 - do61
Müsste er selbst einen
Supermarkt einrichten, würde
es bei ihm vor allem frisch
zugehen, sagt Miled Naimian
vom Restaurant Italian Kiss.
Fotos: stock.adobe.com/st.kolesnikov; H. Nguyen; A. Purka; M. Crescenti
Glasnudeln und
Klebreis als Basissortiment:
Restaurantbesitzerin
Thị
Thanh Vân Nguyễn
aus Köln.
◁ Schwärmt für
die griechische
Bauernwurst
und für Tarama:
Vasileios Chaidaris,
Gastronom aus
Mainz.
Und auch Cannolo, ein mit Ricotta gefülltes
Gebäck aus Keksteig.
„In deutschen Supermärkten gibt es kaum
vietnamesische Produkte“, bedauert Thị
Thanh Vân Nguyễn, die seit elf Jahren das
Restaurant HaiO in Köln-Sülz betreibt. Immerhin
findet sie im LEH bekannte Produkte wie
Reispapier, Reisnudeln oder Sriracha-Sauce.
Auch wichtige Zutaten wie Naturtofu und Pak
Choi sind mittlerweile dort häufig vorhanden.
Um die Reisnudelsuppe aus ihrer Heimatstadt
Hanoi zu kochen, sind Zutaten wie
Thaibasilikum oder Sternanis wichtig – im
herkömmlichen Lebensmittelhandel findet
Arancini und Cannoli sind
beliebte Spezialitäten, finden
im LEH aber kaum statt.
Miled Naimian
Restaurant Italian Kiss, Köln
sie diese Produkte selten. Was auf keinen
Fall im Angebot fehlen sollte, ihrer Meinung
nach: Instant-Phở-Nudeln sowie Glasnudeln
und Klebreis.
Vasileios Chaidaris führt das Dionysos,
eines der besten griechischen Restaurants
in Mainz. Allein im vergangenen Jahr haben
seine Mitarbeitenden rund 1,6 Tonnen Tzaziki
selbst hergestellt, hat er ausgerechnet. Der
griechische Joghurt, Hauptzutat des Tzaziki,
muss unbedingt fest sein, mahnt er. Chaidaris
vermisst im LEH-Angebot vor allem die griechische
Bauernwurst, die es in verschiedenen
Variationen gibt, zum Beipiel mit Pfeffer oder
Knoblauch. Und er schwärmt von Tarama,
einer leicht salzigen Creme aus Fischrogen.
„Die Vielfalt der griechischen Küche ist enorm,
da steckt ein großes Potenzial.“ ☐
HEROES AM POS
Langbein überzeugt:
Marktführerend in der Kategorie
• 45 % Anteil Gesamtmarkt Markenfonds*
• 52 % Marktanteil im Bio-Markenfondmarkt*
Wertschöpfung par excellence
25 % mehr Inhalt der konventionellen
500ml Fonds zum relevanten Wettbewerb
Trendsetter mit modernem Look & Feel
Vegan
+14 % **
Konventionell
Bio
+26 % * +6 % *
*Circana Fond-Markenmarkt MAT Jun 2025, Absatz in Stk. Markt Gesamt/Konventionell/Bio,
**ZDB Rila Unternehmensgruppe YDT Jun 2025 Absatz in Stk Vegane Fonds
DE-ÖKO-009
www.rila.de · www.langbein.de · www.daily-meal.de
Sortiment
Im Trend
Text: Mirko Jeschke
Wintergrillen
Auch wenn es bei den teils extrem hohen Temperaturen in diesem
Sommer schwerfällt, schon an die kalte Jahreszeit zu denken – für
eingefleischte BBQ-Liebhaber ist Grillen ein Ganzjahres-Event.
Welches Grillgut sich diesen Winter besonders gut auf dem Rost
machen könnte, zeigen wir mit der folgenden kleinen Auswahl an
spannenden Neuprodukten. Dabei kommen übrigens auch Veggie-
Fans auf ihre Kosten.
Bratwurst-
Spaß
Zum Kinofilm „Das Kanu
des Manitu“ bietet Metten
zwei Bratwurst-Aktionsartikel:
die Rostbratwurst
„Griechischer Art“ (Abb.)
und Schinken-Krakauer
„Feuerwurst“.
Plant-
Burger
Der pflanzliche Crispy Burger
(The Green Mountain)
wird ohne Methylcellulose
hergestellt. Geschmack,
Textur und Biss sind kaum
vom fleischigen Pendant
zu unterscheiden.
Ideal zur
Wies’n
Zum Oktoberfest
gibt es wieder die
Wies´n Schmankerl von
Wiesenhof – zwei saftige
Minutenschnitzel aus der
Hähnchenbrust mit einer
Rösti-Brie-Füllung.
Fotos: stock.adobe.com/exclusive-design, winvic; Unternehmen
68 Sortiment • RUNDSCHAU 09/25
im Segment Knabbermischungen 3
im Segment Besondere Chips 3
AKTIONSZEITRAUM:
KW 48/2025 – 01/2026
EIN JAHRESABSCHLUSS
GEWINNER!
2
Platz
im Segment Kartofelchips3
FÜR ECHTE
NEU
1
Platz
im Segment Erdnussfips 3
1
Platz
3.
TÄGLICH
WACHSENDE
CASH-GEWINNE
2.
SO GEHT’S:
2 beliebige Produkte
1. kaufen
Kassenbon hochladen
auf lorenz-aktion.de
Mit etwas Glück
Tagesgewinn sichern!
1
Platz
1
Platz
im Segment teigummantelte Erdnüsse3
1
Platz
im Segment Salzstangen 3
+ 72 % 1
BONSUMME
UMSATZ 2 + 4 %
salzige
Snacks
+ 11 %
Lorenz
Top 5 Brands
PLATZIEREN
PROFITIEREN
Crunchips Display
6-fach / 120er-Chep
UND
!
DANK UNSERER
JAHRESENDAKTION!
STARKER
UMSATZKNALLER
Design nicht final.
1
Quelle: SimIT, D gesamt, FMCG und Lorenz Snack-World, Umsatz, Käufer, Durchschnittsbon 2024 vs. Durchschnittsbon KW 48–52 2024.
2
Quelle: Circana, LEH inkl. Discounter + DM, Lorenz Kernmarken, Salzige Snacks, Verkauf 1.000 €, Promo-Zeitraum 2024 (KW 48–01) vs. KW 42–47.
3
Quelle: Circana, LEH exkl. Discounter-Regionen, Verkauf 1.000 €, ausgewählte Marken und Segmente, FY Dez. 2024.
Neue Produkte
September 2025
Berchtesgadener Land
Ob aufs Brot, direkt aus dem Becher,
im Salat oder als Basis von Fühstücks-
Bowls: der Körnige Frischkäse ist ein
echter Alleskönner. Der Proteingehalt
beträgt 24 Gramm pro 200-Gramm-
Becher. UVP: 1,59 Euro
Paloma
Die Limonade Watermelon –
eine Kombination aus fruchtiger
Wassermelone, feiner
Limette und süßem Agavendicksaft
– ergänzt ab sofort die
Paloma-Lemonade-Range der
330-Milliliter-Glas-Mehrweg-
Flaschen. UVP: k.A.
Wolfra
Die neue Sorte Winter Kirsche-
Himbeere mit Vanille ergänzt ab
Oktober das Winter-Sortiment. Aus
Apfelsaft, Sauerkirschsaft, Himbeersaft
und Vanillearoma, mit
99 Prozent Fruchtgehalt. UVP: k.A.
Alpenhain
Oktoberfest-Stimmung
ins Kühlregal bringt der
Obazda mit typisch bayrischen
Sprüchen. Erhältlich in den
Varianten Klassisch, Röstzwiebel
sowie Lauchzwiebel.
UVP: 2,29 Euro
Pretzel Pete
Pretzel-Crunch Bavarian Style:
Knusprige ofengebackene Pretzels
treffen auf einen herzhaft-würzigen
Bier-Senf-Geschmack. Im praktischen
160-Gramm-Format. UVP: k.A.
Lorenz
Neu im Regal: die NicNac’s
Sour Cream Style – Erdnüsse,
die auf einen Sour-
Cream-Crunch-Teigmantel
treffen. Außerdem neu: die
NicNac’s Volles Rohr BBQ im
333-Gramm-Gebinde.
UVP: 1,99 Euro/ 2,99 Euro
Dr. Karg’s
Das Protein-Knäcke Pita-Style
ist vom klassischen Pita-Fladenbrot
inspiriert. Es enthält über
30 Prozent Eiweiß aus natürlichen
Proteinquellen und hat
eine orientalisch-würzige Note.
Verfeinert mit Schwarzkümmel
und Meersalz, bestreut mit
weißem und schwarzem Sesam.
UVP: k.A.
Reese’s
Die Marke Reese’s erweitert ihr
Sortiment um die Dipped Peanuts im
90-Gramm-Beutel – genauer gesagt
um geröstete Erdnüsse in cremiger
Erdnussbutter sowie Erdnüsse ummantelt
mit Kakao. UVP: 2,19 Euro
70
RUNDSCHAU 09/25
%
Ihr Produkt in der RUNDSCHAU
Infos und Bildmaterial zu Ihren Neuprodukten
schicken Sie gerne an: produkte@rundschau.de
Heinz
Neue Produktrange von Heinz: vier
Pastasaucen in den Geschmacksrichtungen
Sonnengereifte Kirschtomaten
& Basilikum, Tomaten & Chili Arrabbiata,
Tomaten & Mascarpone sowie
Bolognese. UVP: 2,69 Euro – 3,49 Euro
Griesson - De Beukelaer
Cereola Cookies (mit Haferflocken
und Haselnüssen) und Cereola Oaties
(Mini-Haferkekse mit Vollkorn) von De
Beukelaer: vegan, mit der kakaofreien
Schokoladenalternative ChoViva.
UVP: k. A.
Bohlsener Mühle
Ab sofort erhältlich: fünf neue
Bioland-zertifizierte Müslis in den
Geschmacksrichtungen Basis,
Beere, Früchte, Schoko-Vollmilch
sowie Schoko-Zartbitter. Alle
Sorten kombinieren Hafer-,
Gersten- und Dinkelvollkornflocken.UVP:
2,99 Euro/4,49 Euro
Kletzzz
Wolfram Berge führt ab sofort
verschiedene Kletzzz-Früchtebrote
in der 170-Gramm-
Packung: Feigen Nüsse,
Aprikosen Nüsse, Cranberry
Nüsse und Datteln Nüsse. In
Scheiben verpackt für schnellen
Genuss. UVP: 3,99 Euro
3 Bears
Harry Kane launcht Protein-Haferriegel
mit 3Bears: ohne Industriezucker, mit
100 Prozent Vollkornhafer. Erhältlich in
den Geschmacksrichtungen Crispy Kakao
und Salted Peanut. UVP: k.A.
McCain
Ob im Airfryer, im Backofen
oder in der Fritteuse:
die Spicy Fries mit leicht
scharfem Chili-Knuspermantel
in der 500-Gramm-
Packung lassen sich
vielseitig zubereiten.
UVP: 2,79 Euro
www.rundschau.de 71
IMPRESSUM
Die RUNDSCHAU enthält offizielle Mitteilungen für:
Handelsverband Deutschland – Der Einzelhandel e.V.
(HDE); Handelsverband Bayern – Der Einzelhandel e.V.;
Einzelhandelsverband Baden-Württemberg e.V. (EHV);
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Die Verbandsseiten geben die Meinung der Handelsverbände
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Geschäftsführer: Carsten Augsburger
Verlagsleiterin: Maria Akhavan
Chefredakteur: Marcelo Crescenti (V.i.S.d.P.)
Chef vom Dienst (CvD): Mirko Jeschke
Redaktion: Martina Kausch, Sibylle Menzel,
Jenny Rommel, Sabrina Reiter
Mitarbeiter dieser Ausgabe: Silke Detlefsen, Gerhard
Hörner
Layout: Michael Schmidt, Schmidt Media Design
Anzeigenleiterin: Sanela Svjetlanovic
Mediaberatung: Vanessa Werdin, Sevda Srna
Gesamtleitung Veranstaltungen: Edith Villwock
Wasa
Das neue Wasa Protein+ liefert
20 Gramm pflanzliches Protein
pro 100 Gramm Knäckebrot.
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verfeinert. UVP: 2,49 Euro
Bad Heilbrunner
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in der Geschmacksrichtung Kürbis-Zimt im
LEH erhältlich. Inhalt: 500 Mililiter in der
Glasflasche – ergibt circa zehn Shots.
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Veranstaltungen: Anja Hurrle, Jana Lewark
Anzeigendisposition: dispo@medialog.de
Anzeigenpreisliste: Nr. 58, gültig ab 01.01.2025
Abonnenten-Betreuung:
E-Mail: service@medialog.de
Titel: stock.adobe.com/สุธากร รอดเรื องฤทธิ์,
Santiago Engelhardt (1), RUNDSCHAU
Produktfotos: HITCHCOCK GmbH, Wolfra Bayrische
Natursaft Kelterei GmbH, Hersteller
Erscheinungsweise: monatlich, ISSN 0939 – 6209
Bezugspreise: Einzelheft 4,20 Euro, Jahresabonnement
Inland 20,50 Euro / Ausland 43,20 Euro (alle Preise inkl.
Versandkosten). Für Mitglieder folgender Verbände ist
der Bezugspreis mit dem Mitgliedsbeitrag abgegolten:
Handelsverband Baden-Württemberg e. V., Handelsverband
Bayern – Der Einzelhandel e.V., Handelsverband
Berlin-Brandenburg e. V., Bundesverband der Deutschen
Spirituosen-Industrie und -Importeure e. V., Handelsverband
Sachsen e. V., Einzelhandelsverband Nordbaden
e. V., Einzelhandelsverband Nordrhein-Westfalen e. V.,
Einzelhandels verband Nordsee Bremen e. V., Fachverbände
des Hamburger Einzelhandels e. V., Einzelhandelsverband
Nord e. V., Unternehmerverband Einzelhandel
Nordwest e. V., Landesverband Einzelhandel und
Dienstleistung Saarland e. V., Einzelhandelsverband des
Freistaates Thüringen e. V., Handelsverband Südbaden
e. V., EHI Retail Institute GmbH, Mittelständische Lebensmittel
Filialbetriebe (MLF) e. V. Das Abonnement
verlängert sich um ein Jahr, wenn es nicht einen Monat
vor Ende der Laufzeit gekündigt wird.
Druck: westermann DRUCK | pva
Georg-Westermann-Allee 66
38104 Braunschweig
Nachdruck, fotomechanische Wiedergabe oder sonstige
Vervielfältigung/Übersetzung von Text und Anzeigen, auch
nur auszugsweise, sind nur mit ausdrücklicher Genehmigung
des Verlages gestattet. Redaktion und Verlag haften nicht
für unverlangt eingesandte Manuskripte und Bildmaterial.
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und als solche schriftlich bestätigte Manuskripte
liegt ausschließlich bei der medialog GmbH & Co. KG.
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mild-würzigen Geschmack,
eine intensive Kurkuma-Note
und besteht aus 100 Prozent
natürlichen Zutaten.
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Hilcona
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besteht aus einem dünnen Pastateig,
der mit einer Kombination aus
Sommertrüffeln, Trüffelöl, Ricotta
und Hartkäse gefüllt ist (Füllungsanteil
49 %). UVP: 3,49 Euro
Dr. Oetker
Dr. Oetker ergänzt sein
Sortiment um den High
Protein Porridge Klassisch.
Mit glutenfreiem Vollkornhafer
und 30 Gramm Protein
pro 400-Gramm-Becher.
UVP: 2,59 Euro
IVWII/2025
Druckauflage:
60.121 Exemplare,
tatsächlich verbreitete
Auflage: 59.957 Exemplare
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September 2025
Bonne Maman
Mit „La Bonne Chance“ startet
Bonne Maman eine Gewinnspielkampagne,
in der Verbraucher
attraktive Preise gewinnen
können – vom Wohnmobil über
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Genuss-Preisen. Teilnahme:
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Nature Love stärkt das OTC-Regal – mit 18 innovativen Produkten
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KONTAKT Tauron Ventures GmbH
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Homann und Nordsee eine
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Produkte.
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73
FORSCHERAUFTRITT
Stephan Grünewald
>
Stephan Grünewald
Der Psychologe und Autor leitet das Rheingold Institut. Hier
wechselt er sich mit David Bosshart, Martin Fassnacht und
Florian Klaus ab. www.stephangruenewald.de
Text: Marcelo Crescenti
„Fürsorglicher Anker“
Stephan Grünewald vom Rheingold Institut gewährt Einblick in sein neues Buch und erklärt, was die Krisen der
Gegenwart mit dem LEH zu tun haben – und warum der Supermarkt dabei eine heilende Rolle spielt.
Ihr neues Buch* erscheint in Oktober, darin
umreißen sie das „Psychogramm einer unsicheren
Gesellschaft“. Wie ist die Lage?
Wir haben in Deutschland derzeit eine
Krise der sozialen Verbundenheit. Viele
Menschen verschanzen sich in sozialen
Bollwerken und blenden andere
Meinungen aus, dazu wächst die
Selbstbezüglichkeit – es gibt eine Art
Wagenburg-Mentalität. Die Aggressivität
nimmt zu. Da bricht uns gerade
was weg. Wenn das so weitergeht,
verlieren wir den Zusammenhalt in
der Gesellschaft. Interessanterweise
spielen Supermärkte in diesem Kontext,
bei dem Menschen den Wunsch
nach Sicherheit und Geborgenheit spüren,
eine ganz wichtige Rolle.
Das müssen Sie erklären.
Der Supermarkt ist ein fürsorglicher Anker im Alltag.
Er ist auch einer der letzten demokratischen
Erlebnisorte, in denen man aus der eigenen Blase
tritt und mit anderen Menschen in den Austausch
geht. Im LEH ist die Welt für die Kunden noch in Ordnung, hier
funktioniert alles, das Angebot ist breit. Der Akt des Einkaufs bietet
zudem eine stabilisierende Selbstwirksamkeit. Und man sollte den
sozialen Aspekt nicht unterschätzen: In einer Zeit, in der sich immer
mehr Menschen ins Schneckenhaus zurückziehen, findet hier nach
wie vor der wärmende Plausch an der Kasse statt.
In diesem Heft berichten wir darüber, dass automatisierte Supermärkte
auf dem Vormarsch sind (Seite 24). Da wird nicht mehr
geplauscht.
Solche 24/7-Konzepte passen in die Zeit, sie stehen für eine effiziente
Selbstversorgung. Ich möchte aber hier eine Lanze für den bemannten
(oder befrauten) stationären Markt brechen. Supermärkte
dienen nicht nur der kapitalistischen Gewinnmaximierung, sondern
haben auch eine soziale Funktion. Sie bieten Aufenthaltsqualität und
sind ein Begegnungsort, der jedoch auch eine gewisse soziale Kon-
Stephan Grünewald
Geschäftsführer, Rheingold Institut
trolle braucht. Wenn das Bestreben nach Effizienz
überhandnimmt und das moderierende und
fürsorgliche Personal durch immer mehr
Technik im Markt ersetzt wird, auch in
Gestalt von SB-Kassen, kann dies zur
Verrohung der Gesellschaft beitragen.
Das sollte nicht unterschätzt werden.
Wir berichten ebenfalls über das
Wachstum bei Lieferdiensten
(Seite 26). Wie sieht das aus Ihrer
Warte aus?
Lieferdienste haben ihre Berechtigung,
vor allem für Ergänzungskäufe.
Wenn sich aber die Menschen immer
öfter kontaktlos und anonym versorgen,
wenn sie noch länger zu Hause bleiben, im
wohltemperierten Homeoffice, und die Welt
nur durch den Bildschirm sehen, dann führt
das zu einem Wirklichkeitsentzug. Man verliert
den Bezug zur Welt. Es ist, wie wenn man zu lange
in der warmen Badewanne sitzt: Es ist zwar schön
und kuschelig warm, doch irgendwann spürt man
sich nicht mehr.
Woraus kann man in diesen Zeiten Optimismus schöpfen?
Aus der Tatsache, dass die Gesellschaft in Notzeiten zusammenhält
und in der Lage ist, gemeinsam etwas zu bewegen. Das ist zum Beispiel
bei der Energiekrise passiert, als uns das Gas auszugehen drohte.
Da haben alle gespart und mitgemacht, und die Bundesregierung
hat konkrete Schritte unternommen, um die Notlage abzuwenden.
Am Ende war es ein Verdienst von uns allen, dass 20 Prozent an Gas
gespart wurden. Die Krise blieb aus.
Es gibt in Deutschland eine gestaute Bewegungsenergie. Die Politik
muss jetzt klare Ansagen machen und aktivierende Handlungsperspektiven
eröffnen. Dann ist die Chance da, dass diese Energie
etwas im Lande bewegt.
☐
* Stephan Grünewald: Wir Krisenakrobaten – Psychogramm einer
verunsicherten Gesellschaft. Kiepenheuer & Witsch. Erscheint am 9.10.
Foto: Unternehmen
74 FORSCHERAUFTRITT • RUNDSCHAU 09/25
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3-fach-Misch-Chep 128 LE
*
Quelle: Ipsos, Saltletts Crunchy Bites, Concept & Product Test Germany, 2025.