info 1.2006 - Aids-Hilfe

duesseldorf.aidshilfe.de

info 1.2006 - Aids-Hilfe

:info # 1 2006

Das Magazin der Düsseldorfer AIDS-Hilfe

Prävention und Aufklärung

Blind vertrauen auf den Cocktail


Inhalt · Impressum

Editorial 3

Titelthema 4

Wichtiger denn je – Prävention und Aufklärung

11 Jahre Praktikum für alle

Abenteuer Praktikum

med:info 9

Integrasehemmer mit vielversprechenden Daten

Gruppen & Projekte 10

Neues vom Kuckucksei

Care24

HEARTBREAKER

FrauenSache 14

Termine und News für Frauen

Positiv schwanger

Rückblick 16

ALL FOR ONE

HEARTWORK

Help & Fly

11. Tuntenlauf

LeuteLeute 20

Neue Mitarbeiter in der AIDS-Hilfe Düsseldorf e.V.

Harald Schüll geehrt

Kompassnadel des Schwulen Netzwerks NRW

Spenderporträt

Die letzte Seite 22

Tipps und Termine

Angebote und Kontakt 23

:info #1 2006 Magazin der AIDS-Hilfe Düsseldorf e.V.

Herausgeber AIDS-Hilfe Düsseldorf e.V. (V.i.S.d.P.), Gemeinnütziger Verein, Mitglied der Deutschen AIDS-Hilfe, der AH NRW und des

Paritätischen Wohlfahrtsverbandes

Redaktion Yvonne Hochtritt

Mitarbeiter dieser Ausgabe

Text Ulrike Anhamm, Ralf Berghoff, Helmut Budroni, Peter von der Forst, Marco Grober, Helmut Kiolbassa, Kerstin Kollenberg,

Stefan Kraushaar, Verena Lulei, Stefan Pischke, Tanja Rest, Guido Schlimbach, Carsten Schultze, Christian Sandrock, U. Sonnenberg-

Schwan, Robert Wick

Foto AHD-Archiv, Hermann Bliesener, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, BZgA, Peter von der Forst, Marc Frankenhauser,

Yvonne Hochtritt, Kuckucksei-Archiv, Volker Nünninghoff Illustrationen Matthias Brucklacher, Anna Mars

Titelbild Marc Frankenhauser (Guildo Horn bei »Help & Fly«)

Layout Hanneli Hahn

Redaktionsadresse AIDS-Hilfe Düsseldorf e.V., Oberbilker Allee 310, 40227 Düsseldorf, info@duesseldorf.aidshilfe.de

Druck DRUCKSTUDIO Düsseldorf, Prof.-Oehler-Straße 10, 40589 Düsseldorf

Auflage 1.500 Exemplare

Der Bezug der Zeitung ist kostenlos. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Stellungnahmen kann keine Haftung übernommen

werden. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Wenn Sie daran interessiert sind, Ihre Anzeige im :info zu veröffentlichen, schicken wir Ihnen unsere Mediadaten gerne zu

(Anfragen unter Telefon 02 11/7 70 95-40).

Diese Ausgabe wurde unterstützt von HEARTBREAKER, Förderkreis der AIDS-Hilfe Düsseldorf e.V.

2


Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

die nordrhein-westfälische Landesregierung

plant, im Bereich Drogen und

Aids alle Maßnahmen einzustellen! Kürzung:

100 %! Dies betrifft konkret das

landesweite Spritzenautomatenprojekt

und die Arbeit der Drogenselbsthilfe JES

NRW (Junkies – Ehemalige – Substituierte).

JES ist die einzige Selbsthilfe-Organisation,

die – aufgrund ihrer Authentizität

– den unmittelbaren Zugang zu den drei

Zielgruppen hat. JES trägt mit der kostenlosen

Abgabe von Safer Use Materialien,

wie z. B. Spritzen und Nadeln, und

Safer Use Informationen erheblich zu einer

qualitätsgesicherten Präventionsarbeit

bei. Mit Wegfall der Landesförderung

kann diese ehrenamtliche Präventions-

Arbeit nicht mehr geleistet werden, weil

die Kosten für Safer Use Materialien

selbstständig aufgebracht werden müssten.

Durch die Bereitstellung von sterilem

Spritzbesteck und Kondomen bietet das

Spritzenautomatenprojekt intravenös

spritzenden Drogengebrauchern die Möglichkeit,

sich aktiv vor HIV und Hepatitis

zu schützen. Da die Automaten jederzeit

zugänglich sind, werden auch die Menschen

erreicht, die das klassische Drogenhilfesystem

nicht in Anspruch nehmen.

Der Wegfall der Förderung würde Wartung,

Pflege und Neuanschaffung der

Automaten selbst sowie die Kosten für

die Materialien verteuern.

Überproportional starke Kürzungen

in der Höhe von 37 % sind im Bereich

schwul-lesbischer Projekte vorgesehen.

Die Kürzung dürfte als Signal verstanden

werden, dass die Förderung der nach wie

vor bei weitem nicht ausreichenden

Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Lebensformen

in der Bevölkerung aus Sicht der

Landesregierung nicht sonderlich unterstützenswert

ist. Zu befürchten ist ein

Anstieg antihomosexueller Gewalt. Ohne

Zweifel werden die angesprochenen Kürzungen

auch auf unsere Arbeit im

Bereich der HIV- und Aids-Prävention

ungünstige Auswirkungen haben. Denn

Sie wollen uns unterstützen?

Das ist ganz einfach!

neben der reinen Sachinformation in

Bezug auf die Vermeidung sexuell übertragbarer

Infektionen ist letztlich ein

gesundes und ungebrochenes Selbstwertgefühl

entscheidend für die Umsetzung

von Safer Sex. Emanzipationsarbeit

ist auch in dieser Hinsicht von großem

Wert.

Der Gesamtetat des Landes für die

Aids-Arbeit in Nordrhein-Westfalen soll

im Jahr 2006 um insgesamt 300.000 Euro

gekürzt werden. Ob die erklärte Absicht

des zuständigen Ministeriums, die laufenden

Zuschüsse für die AIDS-Hilfen auf

bisherigem Niveau zu erhalten, Bestand

haben wird, kann noch nicht sicher

gesagt werden.

Kürzungen, die negative Auswirkungen

auf das Safer Sex und Safer Use Verhalten

der von Aids hauptbetroffenen

Gruppen haben, sind gefährlich. Erst im

letzten :info haben wir über ansteigende

Neuinfektionszahlen mit HIV berichtet.

Streichung öffentlicher Mittel werden

diesen Trend bedrohlich verstärken.

Mehr Informationen zu Kürzungen

und zur Präventionsarbeit der AIDS-Hilfe

Düsseldorf e.V. finden sich im Heft.

Mit herzlichen Grüßen

Peter von der Forst

Überweisen Sie Ihre Spende auf unser Konto

0 002 509 008

bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank Düsseldorf, BLZ 300 606 01.

Oder Sie werden Mitglied und unterstützen uns mit Ihrem jährlichen Beitrag von 60 Euro.

Mehr Infos hierzu erhalten Sie unter Tel. 02 11/ 7 70 95-0.

3


Titelthema

Wichtiger denn je – Prävention und Aufklärung

Steigende Neuinfektionen mit HIV

Immer wieder berichten wir im :info darüber.

Immer wieder lösen diese Berichte

die Frage aus: tut AIDS-Hilfe denn genug

und was tut sie überhaupt, um Menschen

über die Risiken und die Schutzmöglichkeiten

aufzuklären und sie immer

wieder zu erinnern, dass Aids trotz der

zur Verfügung stehenden Medikamente

eine schwere und nicht heilbare Erkrankung

ist?

Wir drucken deshalb Berichte über

unsere Präventionsarbeit in dieser :info-

Ausgabe ab. Die Artikel wurden aus der

Sicht von Außenstehenden geschrieben

und sind gerade deshalb besonders

interessant. Den Autoren danken wir für

ihre Arbeit und die Abdruckgenehmigung!

Und wie immer freuen wir uns

über Meinungen unserer Leserinnen und

Leser!

Beide äußerst lesenswerten Artikel

findet man ungekürzt auf unserer

Homepage:

www.duesseldorf.aidshilfe.de

4

Weitere Informationen zu epidemiologischen

Fakten gibt es hier:

www.duesseldorf.aidshilfe.de

www.rki.de

www.aidshilfe.de

www.bzga.de

Hier ein Auszug aus dem Artikel der Süddeutschen

Zeitung vom 29. 11. 2005 anlässlich

des Welt-Aids-Tages 2005.

Aids: Warum die Infektionszahlen

wieder stark steigen

Blind vertrauen auf den Cocktail

Im Rückblick kann er nicht mehr sagen,

wann genau die Angst eigentlich weg

war.Mitte der Neunziger? Als das Thema

aus den Medien verschwand, weil die

Zahl der Toten stetig abnahm? Ende der

Neunziger, als die Medikamente so gut

wurden, dass manche schon hoffnungsvoll

von Heilung sprachen?

Anfang 2000, als die Jungen nichts

mehr wussten vom großen Sterben und

die, die sich erinnern konnten, dachten:

Scheiß drauf? Die Angst verschwand

nicht einfach. Sie stahl sich davon. Irgendwann

war sie nur noch das Gespenst

einer anderen Zeit …

Nachmittag, ein Schwulenbistro im

Düsseldorfer Bahnhofsviertel; am Tresen

liegt das Szeneblatt »Exit«, auf Seite 22,

unten rechts im Kleingedruckten, stehen

die Zahlen. »Robert-Koch-Institut ... Zahl

der HIV-Infektionen in Deutschland im

ersten Halbjahr 2005 weiter angestiegen

... um 20 Prozent höher als im Vergleichszeitraum

des Vorjahres ... Männer

mit gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten

mit nahezu 60 Prozent der Neu-

Infektionen die größte Betroffenengruppe

... Anlass zur Sorge ... ist das Risiko, sich

mit HIV zu infizieren, für Männer mit

gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten

aktuell so groß wie nie ... nämlich fast

doppelt so hoch wie noch vor vier Jahren.«

… Abend. Das Bahnhofsviertel, ein

paar Straßenzüge weiter. In der Schwulenbar

»Seitensprung« hängen entlang

der Treppe zur Toilette schwarzweiße

Männer-Akte, pralle Bizepse, muskulöse

Torsi, Waschbrettbäuche. Über einem

makellosen Hintern steht: »Manche Entscheidungen

sollten Sie besser nicht mit

dem Kopf treffen.«

Das ist ungefähr das Gegenteil von

dem, was Marco Grober sagt. Sein Job ist

es, die Leute wieder dazu zu bringen,

manche Entscheidung besser nicht mehr

aus dem Bauch heraus zu treffen. Marco

Grober, 32, Diplom-Pädagoge, seit sechs

Jahren bei der Aids-Hilfe. Und nein, es ist

wirklich kein leichter Job.

Neue Hemmungslosigkeit

Grober macht Streetwork, er schlägt die

Brücke von der Düsseldorfer Aids-Hilfe

zur Szene. Mehrmals jede Woche ist er

in Schwulen-Bars und

-Kneipen unterwegs,

wobei er die Gäste nie

direkt auf HIV anspricht.

»Das würde

nicht funktionieren.

Manche denken ja

sogar: Wenn ich mit

dem rede, sieht das so aus, als sei ich infiziert.«

Er ist vor allem einfach anwesend,

wenn es gut läuft, vertrauen ihm die

Leute und kommen vielleicht mal zur

Beratung. Oder erinnern sich wenigstens

kurz daran, dass Aids noch existiert.

Marco Grober … berichtet von einer

neuen Hemmungslosigkeit der Szene,

auch er wundert sich, dass die Infizierten-Zahlen

nicht noch höher sind. Die

Ursachen für den auffälligen Anstieg von

HIV bei den Schwulen und Bisexuellen

kann er aus dem Effeff herunterbeten,

und er fängt bei der Angst an.

40 Jahre hin oder her

»Diese Todesangst in den Achtzigern: Man

darf nicht unterschätzen, was die bei den

Leuten ausgelöst hat. Die Szene war

regelrecht traumatisiert, da gab’s keinen

Spaß mehr am Sex.« Und dann, endlich,

die Medikamente. Er sagt, es sei wie bei

einem Pendel gewesen, das von einem

Extrem ins andere schwingt.

Text: Peter von der Forst / Quelle: Süddeutsche Zeitung · Text: Tanja Rest · Foto: Volker Nünninghoff


Foto: Hermann Bliesener

Quelle: No. 199, 1. Dezember 2005, »Campus Delicti«

Text: Robert Wick

� Titelthema

»Plötzlich schien es gar nicht mehr so

schlimm zu sein, positiv zu sein. Man

konnte ja erstmal weiterleben.« Plötzlich

hieß es, jetzt erst recht. 100 Prozent Spaß!

Und Sex sei dann einfach so konsumiert

worden. »Die ganzen Saunas, Dark

Rooms, Fickschuppen: Die Läden, wo man

unmittelbar Geschlechtsverkehr haben

kann, die laufen zurzeit am besten.« Der

Teufelskreis von HIV: Dank ständig besserer

Medikamente leben die Infizierten

immer länger; so gelangen immer mehr

Viren in die Szene; und weil dort auch

mehr Sex stattfindet, infizieren sich

immer mehr Menschen.

Im Rahmen des Welt-Aids-Tages 2005

war Robert Wick, Redakteur der Düsseldorfer

Uni- und FH-Zeitung »Campus

Delicti« Gast in der AIDS-Hilfe Düsseldorf

e.V. Hier ein Auszug aus der Sicht

eines Besuchers der AHD, während er von

Marco Grober im Café herumgeführt wird.

Gegen eine positive Zukunft –

Ein Vormittag in der AIDS-Hilfe

Düsseldorf e.V.

… »Hier machen wir aber auch Informationsseminare

für Schulklassen.«,

erklärt er mir. Währenddessen rückt seine

Natürlich wissen alle, dass sie nach wie

vor ein Kondom benutzen müssten.

»Aber man darf nicht vergessen, dass es

hier um den intimsten Bereich geht. Wo

man sich ja eigentlich ganz gehen lassen

will.« Welche Disziplin Safer Sex erfordert,

auch für Heteros, sei lang völlig

unterschätzt worden, sagt Grober.

Hinzu komme ein heikler Jugendwahn,

»diese gerade bei den Jungen sehr

verbreitete Haltung: die volle Ladung Fun

jetzt – wenn ich 50 bin, hab’ ich eh das

Beste hinter mir.« Hier schaltet sich ein

Mann ein, der am Tisch sitzt und bisher

nur zugehört hat. »Ich hab’ mal so einen

Kollegin Claudia Corsten eine Schüssel

mit Kondomen zurecht. »Die Arbeit mit

Jugendlichen ist mir wichtig«, sagt die

Diplompädagogin, »die entwickeln in

dem Alter gerade ihre Sexualität«. Die

28-Jährige ist, wie Marco Grober, feste

Mitarbeiterin der AIDS-Hilfe und klärt

Jugendliche über HIV sowie Infektionsrisiken

und Schutzmöglichkeiten auf. Sie

leitet die ›RaveAngels‹, ein Team aus fest

angestellten und ehrenamtlichen Streetworkern,

die vor allen Dingen in Discos

und Bars junge Menschen über die

Krankheit informieren. Sie arbeitet aber

Jungen, der’s ganz wild getrieben hat,

drauf angesprochen«, erzählt Mario

Schultz. »Und der sagte: Jetzt bin ich 20;

wenn ich mich mit 30 infiziere und mit 40

sterbe, falls es dann noch kein Heilmittel

gibt: O.K. Waren das halt 40 geile Jahre.«

Es ist ein schmaler Grat, auf dem

Streetworker Marco Grober balanciert.

Abschreckung funktioniert nicht, er muss

anders bei der Risikogruppe ankommen.

Also Aufklärung durch die Hintertür,

»Preventainment« nennen sie das. Das

Präventions-Team läuft mit »Was ist

AIDS?«-Shirts durch die Szene, sie verteilen

Kondome und Gleitmittel, treten

beim Christopher Street Day auf, unterstützen

Safer-Sex-Partys.

»Wir wollen diejenigen, die geschützten

Geschlechtsverkehr praktizieren,

darin bestärken. Und den anderen vermitteln:

Versuch’s weiterhin.« Grober

weiß, dass das nicht furchtbar viel ist. Er

geht davon aus, dass die HIV-Zahlen weiter

steigen werden. »Klar, ich kann

nachts 2.000 Kondome über Düsseldorf

abwerfen. Aber ob die auch benutzt werden,

darauf hab’ ich keinen Einfluss.«

Am Ende muss jeder für sich selbst

entscheiden, ob »40 geile Jahre« nicht

ein paar Jahrzehnte Leben zu wenig sind.

auch mit Schulklassen, die sich bereits im

Unterricht mit Aids auseinandergesetzt

haben. So wie heute.

Inzwischen ist das Café der AIDS-Hilfe

voller Jugendlicher. Die 9a eines Düsseldorfer

Gymnasiums ist angerückt. Marco

Grober hat sich wieder in sein Büro

zurückgezogen. Hinter der Theke stehen

Carlo und Kathi und werfen die Kaffeemaschine

an. Die beiden Ehrenamtlichen

sind HIV-positiv und werden den Schülern

später Fragen zu ihrer Krankheit

beantworten. »Hier lernen die mehr als

in zwei Stunden Bio«, sagt die 44-jährige

5


� Titelthema

Kathi. Die hagere Frührentnerin mit den

langen braunen Haaren verschwindet

fast in ihrem Norwegerpulli. Sie lebt seit

16 Jahren mit Aids, hat eine Drogenkarriere

hinter sich. Ein Freund infizierte sie,

als sie sich die Heroinspritze teilten.

»Guten Morgen!« Die Neuntklässler

begrüßen Claudia Corsten wie aus einem

Mund. Ihre Lehrerin hat sich zurückgezogen,

so können die Schüler freier über

private Themen reden. An der Theke

kocht Carlo Kaffee, die Maschine ist laut

und der gelb gestrichene Raum mit dem

blauen Linoleumboden füllt sich bald mit

Kaffeeduft.

Tom* kippelt mit dem Stuhl. Auf der

Lehne hängt seine schwarze Daunenjacke.

Der 15-Jährige hört gebannt der

Streetworkerin zu. Die guckt in die Runde

und erklärt der Klasse, wie der Vormittag

ablaufen wird. »Mit den Fragebögen

könnt ihr euch gleich überall im Raum

verteilen und euch interviewen. Die besprechen

wir dann und danach erzähl’

ich was über HIV und den Schutz davor.

Am Ende könnt Ihr dann zwei Betroffenen

eure Fragen stellen. Vorher könnt Ihr

aber noch an den Infotisch gehen und

Euch Broschüren, Schleifen und Kondome

mitnehmen. Jeder aber nur ein Kondom.

Nicht, dass einer alle abgreift.«

Tom verzieht sich mit seinen Freunden

in den Nebenraum. In dem stehen

Sofas und ein Couchtisch, auf dem die

Schüler die Fragebögen bearbeiten.

»Wer sind Freddie Mercury und Magic

Johnson?« Tom weiß die Antwort sofort.

»Der Frontmann von Queen und ein

Basketballer.« Als er in die fragenden

Gesichter seiner Mitschüler guckt, fügt

er noch schnell hinzu: »Die haben beide

HIV und Mercury ist daran gestorben.«

Die beiden Prominenten spielen in dem

Fragebogen eine große Rolle. »Die sind

den Jugendlichen immer noch ein

6

Begriff«, sagt Corsten, während sie sich

ihre Hände an der Kaffeetasse wärmt.

Durch die offenen Türen ist es kühl. »Und

das ist wichtig, genau wie die Fragebögen

an sich, damit die Schüler einen

Zugang zu dem Thema kriegen.«

»Safer Sex oder Treue – was ist der

beste Schutz vor HIV?« Die Klasse sitzt

wieder im Stuhlkreis, die Fragerunde ist

eröffnet. »Treue!« »Nee«, sagt Lena. Sie

hat sich eine AIDS-Schleife vom Infotisch

genommen und sofort an ihren grünen

Kapuzenpulli gesteckt. »Du kannst ja nie

wissen, ob der Andere nicht doch fremdgegangen

ist.«

„Richtig«. Claudia bekräftigt die Schülerin,

und fügt noch an, dass der beste

Schutz gegen eine Infektion das Kondom

ist. »Anstecken kann man sich aber nicht

nur durch Sperma und Vaginalflüssigkeit,

sondern auch über Muttermilch oder

Blut.« Wieviel Infizierte es in Deutschland

gibt, will sie wissen. Die Schüler

rätseln. »500.000?« fragt einer vorsichtig.

»Ganz so schlimm ist es nicht. Die

offizielle Rate liegt bei 49.000, wir gehen

wegen der Dunkelziffer aber von

100.000 Infizierten aus.«

Zu denen gehören auch Carlo und

Kathi. Die sitzen jetzt zwischen den

Schülern und Carlo sagt: »Ihr dürft fragen,

was ihr wollt. Auch wenn’s privat

wird. Es gibt für mich keine Tabus.« Der

schlaksige 57-jährige mit dem grauen

Pferdeschwanz und dem Schnäuzer

erzählt, dass er sich bei seiner festen

Partnerin angesteckt hat. Die Schüler

wollen wissen, wie sie mit der Krankheit

leben. Kathi lässt eine braune Apothekerdose

herumgehen. Darin sind riesige Pillen.

»Es gab Zeiten, da musste ich morgens

und abends zehn Stück nehmen. Da

haste dann keinen Bock mehr auf Frühstück.

Die Berge von Medizin, die ich

geschluckt habe, möchte ich nicht

sehen«, sagt Kathi und Carlo nickt

zustimmend. »Aber man arrangiert sich

mit der Krankheit.« sagt er. »Es gibt eben

Dinge, die kann man nicht mehr machen.

Das ist halt so. Früher hab ich Extremsport

gemacht. Das kann ich mir heute

natürlich sparen. Durch die Medikamente

hab ich 25 Kilo abgenommen.« »Die

Nebenwirkungen sind schon heftig. Deswegen

bin ich dauernd im Krankenhaus,

ich hab Nierensteine gehabt, Anämien,

meine Leber ist kaputt.« Kathi rasselt

ihre Beschwerden runter wie eine Einkaufsliste.

»Krass«, entfährt es den Schülern.

Nach dem Gespräch verabschieden

sich die Schüler schnell: Sie müssen

zurück in die Schule.

… Claudia Corsten trinkt sich an der

Bar noch einen Tee. »Das war eine angenehme

Klasse«, sagt sie. »Die waren

interessiert und vor allem gut vorbereitet.«

Dass Corsten durch die Schülerarbeit

auch heute etwas bewirkt hat, erfahre

ich an der U-Bahn-Station. Da stehen

Lena und Tom. »Voll geil, wie die mit der

Krankheit umgehen«, sagen sie. Die

Begegnung mit den HIV-Positiven hat sie

beeindruckt. Für die Zukunft haben sie

auch etwas mitgenommen. »In Zukunft

nur noch mit Kondom«, meinen sie und

verschwinden in der U-Bahn.

*Namen von der Redaktion geändert.

Abb.: BZgA


Text: Helmut Kiolbassa · Foto: Volker Nünninghoff

� Titelthema

11 Jahre Praktikum für Alle!

1995 entschloss sich der Jugendbereich

auf Anfrage, erstmalig ein berufsorientierendes

Praktikum für elf Schülerinnen

einer katholischen Mädchenrealsschule

anzubieten und erfolgreich durch zuführen.

Dieses Praktikum beinhaltete einen

Einblick in das Leben von HIV-Betroffenen

sowie in die verschiedenen Arbeitsfelder

und Berufsbilder, die in den Bereichen

wie z. B. psychosoziales oder pflegerisches

in der AIDS-Hilfe anzutreffen sind. Während

ihres Praktikums erfuhren die Praktikanten

einiges über die Geschichte von

HIV und Aids sowie über die Strukturen

des primären, sekundären und tertiären

Bereichs.

Dies war immer durch eine unkomplizierte,

engagierte Zusammenarbeit

mit Ehrenamtlern, Hauptamtlern und

Gästen sowie externen Kooperationspartnern

(Care24, Gesundheitsamt, Uni-

Kliniken, Pro Familia) möglich. Die erste

Erfahrung mit einem Berufspraktikum

war so gut, dass im Laufe der Jahre zehn

Health!angels

Wieder mal haben die Health!angels

ihren guten Willen, ihre hohe Einsatzbereitschaft

und Belastungsfähigkeit

bewiesen: An Karneval waren die

Angels an vier Tagen hintereinander

unterwegs im bunten Treiben Düsseldorfs.

Ein Höhepunkt war sicherlich

auch in diesem Jahr wieder der Tuntenlauf

auf der Kö, bei dem wir (natürlich)

gut angekommen sind!

Aber es sieht auch für die kommende

Frühlings-Saison mit den vielen bunten

Straßenfesten und CSD’s wieder nach

Berufspraktika für Gesamt-Realschulen

und Gymnasien durchgeführt wurden. Es

handelt sich immer um mindestens

sechs maximal zwölf Jugendliche. In aller

Regel dokumentierten die Praktikanten

ihr Praktikum für die Schulen, aus denen

sie kamen, durch die Erstellung von Informationswänden,

Theatersketchen, Videoaufnahmen,

Umfrageaktionen usw. Einige

der Jugendlichen haben sich nach

dem Praktikum weiterhin im Bereich HIV

und Aids auf verschiedene Art und Weise

engagiert, durch Mitarbeit bei der AIDS-

Hilfe, Spenden sammeln und ehrenamtliche

Hilfe bei Großveranstaltungen.

Seit 2000 führen wir auch regelmäßig

Sozialpraktika für Schüler dreier Schulen

durch, die ähnlich strukturiert sind wie

die Berufspraktika mit einer stärkeren

sozialen Komponente, wie z. B. Teilnahme

und Mithilfe an Aktionen wie Welt-Aids-

Tag, Festival of Friendship, LoveLife, Positiven-Frühstück,

Grillnachmittag beim

Betreuten Wohnen und anderes.

einem vollen Programm aus! Hier mal

eine kleine Auswahlübersicht:

3./4. Juni 2006 CSD Düsseldorf

16. Juli 2006 CSD Köln

17. Juli 2006 Pink Monday auf der

Rheinkirmes Düsseldorf

22. Juli 2006 CSD Wuppertal

19. August 2006 Love Life

Wir würden uns freuen,

Euch bei diesen

Veranstaltungen zu

treffen!

Ansonsten ermöglichte es der Präventionsbereich

Studenten Praktika in der

AIDS-Hilfe abzuleisten. Zur Zeit führt der

amerikanische Austauschstudent Ian mit

viel Engagement sein Praktikum durch.

Die Beratungsstelle wird auch zukünftig

Praktika ermöglichen, weil sie eine gute

Voraussetzung zum wirklichen Einblick

in die Erfahrungs- und Erlebniswelt zum

Thema HIV und Aids bieten und von

einem hohen Maß an Kooperation

geprägt sind. Dazu empfiehlt es sich den

Artikel Abenteuer Praktikum zu lesen.

Helmut Kiolbassa

Youthworker

Tel. 02 11/7 70 95-17

helmut.kiolbassa@

duesseldorf.aidshilfe.de

Help wanted!

Du kennst dich in der Partyszene aus?

Du kannst gut auf junge Leute zugehen?

Du möchtest was gegen Neuinfektionen

tun? Dann bist du bei uns

genau richtig! Wir bauen gerade ein

ehrenamtliches Präventionsteam für

die Party Szene neu auf und brauchen

noch dringend Verstärkung!

Ausführliche Einarbeitung und Spaß

sind garantiert! Melde dich bei Stefan

Kraushaar unter 02 11/7 70 95-16

oder per Email an stefan.kraushaar@

duesseldorf.aidshilfe.de

7


� Titelthema

Abenteuer Praktikum

Sechs Schülerinnen berichten

über ihr Praktikum bei der AIDS-Hilfe

Düsseldorf

Wir, Schülerinnen der Dieter-Forte-Gesamtschule

Düsseldorf, besprachen im

Unterricht das Thema HIV und Aids. Zur

Ergänzung unseres Unterrichts vereinbarte

unsere Biolehrerin, Frau Mielcarek,

einen Termin mit Helmut Kiolbassa von

der AIDS-Hilfe Düsseldorf. Dieser Besuch

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weckte unser Interesse, hier unser Berufspraktikum

zu machen.

Wir fragten nach und erfuhren, dass

wir mindestens zu sechst sein müssten,

um dies möglich zu machen. Nachdem

wir endlich genügend Mitstreiter gefunden

hatten, riefen wir Helmut an, der uns

einen Termin für ein Vorstellungsgespräch

gab. Wir wurden sofort angenommen

und so begann unser Praktikum am

14.11. 2005. Natürlich mussten wir zuerst

eine Schweigepflichterklärung unterschreiben.

Wir wurden über unseren

Tagesablauf aufgeklärt und erfuhren

dabei, dass wir in vielen verschiedenen

Bereichen eingesetzt würden. Gleich am

ersten Nachmittag mussten wir z. B. für

das Positiven-Frühstück einkaufen.

Wir durften auch die verschiedenen

Bereiche der AIDS-Hilfe kennen lernen.

Wir führten Gespräche mit dem Psychologen,

den Sozialarbeitern, den Sozialund

Sexualpädagogen, den Mitarbeitern

in der Prävention und der Verwaltung

und den Leuten von HEARTBREAKER.

Außerdem besuchten wir verschiedene

Trödel gesucht

Der Frühling naht, die Schränke werden ausgemistet und die lange überfällige

Kellerentrümpelung steht an. Wenn Ihnen dabei Trödel in die Hände fallen sollte,

bitte denken Sie an uns. Auch in diesem Jahr möchte HEARTBREAKER im Rahmen

von »LoveLife!« einen Trödelstand organisieren. Dazu werden hochwertige Bekleidung,

Spielsachen, CDs, Bücher und vieles mehr gesucht.

Sie können Ihre Sachen im Büro von Heartbreaker, Oberbilker Alle 310, abgeben.

Oder einfach zu »LoveLife!« im August auf dem Marktplatz mitbringen. Aber bitte

wirklich nur Sachen, die auch einen Wiederverkaufswert haben!

Bei Fragen steht Ihnen Stefan Pischke unter der Rufnummer 02 11/7 70 95-40 oder

stefan.pischke@duesseldorf.aidshilfe.de gerne zur Verfügung.

Einrichtungen wie das Gesundheitsamt,

pro familia und den Pflegedienst Care24.

In unserer letzten Woche wurden wir

auch noch bei den Jugendfilmtagen und

der Aktion zum Welt-Aids-Tag im Sevens

an der Königsallee eingesetzt.

Wir durften uns außerdem mit zwei

HIV-Positiven, Kathy und Harald, über ihr

Leben mit dem Virus unterhalten. Am

Ende der zweiten Woche hatten wir auch

ein Interview mit der Westdeutschen

Zeitung. Unsere Klassenlehrerin schlug

daraufhin vor, uns noch ein weiteres

Interview zum Welt-Aids-Tag geben zu

lassen.

Alles in allem fanden wir unser Praktikum

sehr interessant. Es war reich an

Erfahrungen, wir gewannen Einblicke in

sämtliche Bereiche der AIDS-Hilfe und

glauben, dass es uns für unsere berufliche

Zukunft sehr hilfreich sein wird.

Fazit: Unser Praktikum war einfach toll!

Wir werden uns in Zukunft auch

weiterhin ehrenamtlich engagieren um

den Kontakt mit der AIDS-Hilfe zu halten.

Schwules Überfall Telefon (SÜT)

Das SÜT, seit Jahren schon beheimatet

in der AHD, hat nun Verstärkung

bekommen. Seit März ist Marco Grober

ebenfalls Berater und somit

konnte das Beratungsangebot

erhöht werden. Bei Fragen rund um

Überfälle oder bei anti-schwulen

Gewalterfahrungen findet man

unter Tel. 02 11/1 92 28 ein offenes

Ohr.

Foto: Robert Billerbeck


Quelle: HIVlife, ISSN 1619-9448, © 2006: Anhamm Neue Medien

Ulrike Anhamm, Dyroffstraße 12, D-53113 Bonn

med:info

Integrasehemmer mit vielversprechenden Daten

Auf der 13. Conference on Retroviruses

and Opportunistic Infections (CROI) in

Denver wurden die Ergebnisse erster klinischer

Studien zu zwei neuen Substanzen,

die zu den so genannten Integrasehemmern

gezählt werden, vorgestellt.

Die Integrase ist ein Enzym, das die

Erbsubstanz des HI-Virus mit der

menschlichen DNA verschmelzen lässt.

Wird die Integrase nun also an ihrer

Arbeit gehindert, so hätte man die Virusvermehrung

an ihrer wichtigsten Stelle

unterbunden.

Neue Testbroschüren

Im letzten :info

haben wir die überarbeitete

Broschüre

der DAH zum HIV-

Test vorgestellt.

Mittlerweile gibt es

für MSM zwei weitere Broschüren, die

ebenfalls beide in der AHD erhältlich

sind: zum einen »Der HIV Test« herausgegeben

vom Checkpoint Köln und

Dieter

* 20.September 1955

† 1.März 2006

In stillem Gedenken

AIDS-Hilfe Düsseldorf e.V.

Gleich zwei Hersteller präsentierten ihre

neuen Substanzen und deren Daten:

Zum einen das von Merck & Co entwickelte

MK-0518, zum anderen GS-9137

von Gilead Sciences.

In Mercks 16wöchiger Studie mit 80

mehrfach antiretroviral vorbehandelten

Patienten, die entsprechende Resistenzen

entwickelt hatten, wurde einer Gruppe

MK-0518 verabreicht, einer Kontrollgruppe

ein Placebo. Bei der Mehrheit der

ersten Gruppe sank die Viruslast unter

die Nachweisgrenze, in der Placebo-

Gruppe geschah dies bei nur 19 % der

Patienten. Der Anteil der Nebenwirkungen

blieb relativ gering.

Check up Köln,

zum anderen

»Weißt Du’s?« von

der Deutschen

AIDS-Hilfe.

Ebenfalls von der

DAH neu veröffentlicht

wurde die

Broschüre mit dem fröhlichen Namen

»Die Syphilis ist wieder da!«.

Ralf

* 11.Dezember 1968

† 27. Februar 2006

In stillem Gedenken

AIDS-Hilfe Düsseldorf e.V.

In Gileads erster 10tägiger Studie mit 30

HIV-positiven Patienten konnte gezeigt

werden, dass 99 % der Teilnehmer eine

geringere Viruslast aufwiesen. Zehn

Patienten einer Placebostudie hatten

ebenfalls eine geringere Viruslast. Über

Nebenwirkungen konnte aufgrund der

Kürze der Studie keine Aussage gemacht

werden.

Beide Substanzen werden im Laufe

des Jahres in weiteren Studien getestet

werden; Merck plant eine Anmeldung

bei der FDA für 2007.

Darin gibt es für

schwule Männer

Infos zur Syphilis,

deren Neuinfektionszahleninnerhalb

der ›Community‹

weiterhin

ansteigen.

Dirk

Dirk war fast 20 Jahre ehrenamtlich

in unserem Verein aktiv. Das Angebot

der telefonischen Beratung wurde von

ihm maßgeblich geprägt.

Am 6. Februar 2006 ist Dirk an

den Folgen seiner Krebserkrankung

verstorben.

In Dankbarkeit und stiller Trauer

AIDS-Hilfe Düsseldorf e.V.

9


Gruppen und Projekte

Neues vom Kuckucksei

Bei den Kuckuckseiern – Düsseldorfs

schwuler Jugendgruppe – hat sich einiges

getan.

Die Jugendgruppe der Düsseldorfer

AIDS-Hilfe hat ihr Programm in den vergangenen

Wochen und Monaten

erweitert.

Neu ist zum Beispiel »Kuckucksei on

Tour«. Die Jungs treffen sich, um gemeinsam

Veranstaltungen zu besuchen. Ziele

sind vor allem Partys in ganz NRW. Die

Jugendlichen und jungen Erwachsenen

treffen sich dann zentral und fahren in

einer Fahrgemeinschaft oder mit öffentlichen

Verkehrsmitteln zu ihren Zielen.

Später geht es gemeinsam wieder

zurück nach Düsseldorf.

Aber nicht nur Partys, wie zum Beispiel

die »dreamfactory« oder die

»70er/80er Party« werden besucht, sondern

auch Konzerte, Theaterveranstaltungen

und vieles mehr. Entscheidend

ist, was die jungen Leute sich wünschen.

Die Kuckuckseier haben nach langer

Zeit auch ihren Info-Folder neu aufgelegt

und ihn dafür komplett überarbeitet.

Geplant ist auch, einen neuen Info-Flyer

und ein Plakat zu erstellen. Die Jugendgruppe

möchte in Düsseldorfer Schulen

und Jugendeinrichtungen auf sich aufmerksam

machen.

Auf ihren regelmäßigen Cocktail-

Partys laden sie Jugendliche und »Ältere«

ein, um einen gemütlichen Abend im

Loft-Café zu verbringen. Die nächste

Party findet am Freitag, den 19. Mai, ab

19 Uhr im Loft-Café der Düsseldorfer

AIDS-Hilfe statt.

Geboten werden leckere Cocktails zu

fairen Preisen, Bier vom Fass sowie

Naschereien. Nebenbei gibt es Infos zu

den Kuckuckseiern, Coming-Out und

Safer Sex.

10

Auch beim kommenden Christopher-

Street-Day am Pfingstwochenende ist

die Jugendgruppe wieder dabei. Sie

haben einen größeren Stand geplant mit

einer »Chill-Out-Zone«, um dort einen

geschlossenen Raum zu bieten. Für die

Parade am Sonntag haben sie sich auch

etwas Besonderes einfallen lassen.

Anfang des Jahres gab es einen Führungswechsel

innerhalb der Gruppe. Die

»alten Hasen« Marc und Clemens haben

sich von der Gruppenbegleitung zurückgezogen.

Sie wurden von der Gruppe auf

der Weihnachtsfeier für ihre Verdienste

geehrt.

Auch Jan, der sich um die Website der

Kuckuckseier kümmert, und Maik, der

bereits seit Jahren den Thekendienst am

Dienstagabend macht und sich auch

sonst für die Gruppe immer einsetzt,

wurden geehrt.

Die Begleitung der Gruppe hat Christian

als Hauptansprechpartner übernommen.

Jan Michael, Uwe und Florian

unterstützen ihn dabei.

Nicht zu vergessen die Gruppenbetreuer

Helmut Kiolbassa und John

Stapleton von der Düsseldorfer AIDS-

Hilfe. Herzlichen Dank an alle, die die

Jugendgruppe unterstützen und fördern.

Informationen zu den Kuckuckseiern

gibt es bei Helmut Kiolbassa

Tel. 02 11/7 70 95-17

helmut.kiolbassa@ duesseldorf.

aidshilfe.de

oder bei Christian Sandrock

Tel. 02 11/7 00 65 01

christian@kuckucksei.de

www.kuckucksei.de

Treffen jeden Dienstag

von 19 bis 22 Uhr im Loft-Café

Text: Christian Sandrock · Foto: Kuckucksei-Archiv


Text: Helmut Budroni

� Gruppen und Projekte

Pflege für mehr Leben:

Die Entwicklung von Care24

Care24 ist ein Unternehmen, das mit

seinen Angeboten im Sektor sozialer

Dienstleistungen in Düsseldorf inzwischen

einen wichtigen Platz einnimmt.

Mit nunmehr 15-jähriger Erfahrung in

der Beratung, Begleitung und Pflege von

Menschen mit HIV und Aids und vielen

anderen pflegebedürftigen Menschen,

bietet Care24 ein Dienstleistungs- und

Unterstützungsangebot, das in seiner

Vielfalt und seinem Charakter von Menschen

mit Unterstützungsbedarf, Kooperationspartnern

und den Mitarbeitern

des Teams gleichermaßen geschätzt wird.

Der Name Care24 PflegeService soll

diese Vielfältigkeit zum Ausdruck bringen.

Dabei wurde der englische Begriff

Care nicht nur als eine modische Variante

von »Pflegen« gewählt, sondern weil

er in seiner Bedeutung umfassender als

der deutsche Begriff ist. So steht »care«

etwa dafür, sich um jemanden zu sorgen,

ihn oder sie zu pflegen. Neben Fürsorge,

Pflege und Behandlung steht »care« aber

auch für Sorgfalt und Sorgsamkeit ebenso

wie für Umsicht und Achtsamkeit.

Dabei gilt die Aufmerksamkeit zunächst

einmal demjenigen, der in seinem Alltag

und das oftmals rund um die Uhr auf

Unterstützung angewiesen ist.

Die Klienten von Care24 können aus

einer breiten Angebotspalette diejenige

Unterstützung auswählen, die sie in ihrer

persönlichen Situation brauchen. Wer

bei vorübergehender oder chronischer

Krankheit auf pflegerische Unterstützung

beispielsweise wegen Wunden

beim Verbandswechsel, bei Injektionen,

Infusionen oder bei Bettlägerigkeit ange-

wiesen ist, der findet diese bei den Mitarbeitern

des Pflegeteams. Ist der Alltag

nicht ohne assistierende Hilfe zu bewältigen,

ob bei der Sorge um den eigenen

Körper, den Haushalt oder das soziale

Leben, bietet das Betreuungsteam von

der wöchentlichen Haushaltshilfe bis zur

Rund-um-die-Uhr-Begleitung Unterstützung

für Alltägliches. Wer Unterstützung

bei der Teilhabe am Leben in der Gesellschaft,

oder bei der allzu oft wegen

Krankheit oder Behinderung beschwerlichen

Gestaltung des Alltags benötigt,

wird vom Psychosozialen Team aus Sozialarbeitern

unterstützt.

Hier werden gemeinsam Strategien

erarbeitet, wie mit den Einschränkungen

durch Krankheit oder Behinderung, mit

dem Unterstützungs- und/oder Pflegebedarf

am besten zu leben ist. Dabei

spielen die Möglichkeiten der Klienten

zur Selbstsorge eine zentrale Rolle; sie zu

erhalten oder wieder herzustellen, ist

das handlungsleitende Ziel. Soll heißen,

dass der Service auch wieder abbestellt

werden kann, wenn er nicht mehr benötigt

wird, oder sich andere Möglichkeiten

der Alltagsgestaltung ergeben haben.

Einst aus einer Selbsthilfeinitiative

entstanden, war es für die Arbeit von

Care24, dem ›Tochterunternehmen‹ der

AIDS-Hilfe Düsseldorf, seit seinem Bestehen

von vorrangiger Bedeutung, die Perspektive

aus Betroffenensicht, die individuelle

Situation des einzelnen Klienten

und den Bedarf an Unterstützung zum

Maßstab zu nehmen und sich für eine

Verbesserung ihrer Situation individuell,

aber auch gesellschaftlich einzusetzen.

Dabei können inzwischen, neben allen

bekanntermaßen menschlichen und

manchmal auch unmenschlichen Hürden

und durchaus auch Misserfolgen,

auf eine Reihe an Erfolgen geblickt werden,

die eine Erwähnung verdient haben.

Der Dienst konnte vor einem Zusammenbruch

bewahrt werden, wie ihn die meisten

anderen Pflegedienste erlebten, die

von AIDS-Hilfen oder themennahen

Organisationen gegründet wurden.

Als die Zahl derjenigen Menschen, die

auf Grund der Krankheit Aids auf Unterstützung

und Pflege angewiesen sind,

dank der verbesserten Therapien Ende

der neunziger Jahre massiv zurückging,

hatten bereits Menschen mit anderen

Erkrankungen und Behinderungen die

Angebote des Pflegedienstes genutzt.

Menschen, die sich in ihrer letzten

Lebensphase befanden, chronisch kranke

Personen, aber auch Menschen, deren

Leben vollkommen aus der Bahn geraten

war, die auf der Straße leben oder die von

existenziellen Krisen bedroht waren.

Genauso auch Menschen, die seit Jahren

beispielsweise in psychiatrischen Kliniken

gelebt hatten. Vielen Menschen

konnte ein Leben nicht nur trotz, sondern

auch mit der Krankheit ermöglicht werden

– und vielen Menschen auch ein

friedliches, ein würdevolles Sterben.

Die zum Teil rasanten Entwicklungen

gerade in der medizinischen Forschung,

aber auch in der gesellschaftlichen Einstellung

zu Aids haben sich dabei auf den

Pflegedienst insofern besonders ausgewirkt,

als diese auch Veränderungen in

der Angebots- und Leistungsstruktur

des Pflegedienstes erforderten. Waren

zunächst noch Leistungen der »Schwerstpflege«

erforderlich, die zumeist spezifischen

Behandlungen und Unterstützung

am Lebensende einherging, kamen

zunehmend psychosoziale Aspekte in

den Vordergrund, die mehr auf die

11


� Gruppen und Projekte

Lebensgestaltung bei einer sich chronifizierenden

Erkrankung oder Behinderung

zielt. So wurde auch aus der ursprünglichen

Idee eines Hospizes ein inzwischen

seit vier Jahren bestehendes von

Care24 betreutes Wohnprojekt, in dem

zehn Menschen ein Zuhause gefunden

haben, die auf Grund ihrer Lebenssituation

diese Wohnform für sich gewählt

haben. Dabei können neben den Leistungen

des psychosozialen Teams auch

gemeinsame Aktivitäten der Hausgemeinschaft

genutzt werden, ebenso Leistungen

des Pflege- oder Betreuungsteams.

Die AIDS-Hilfe und Care24 wollen das

Leistungsspektrum nun um ein Angebot

ergänzen, welches sich vor allem an

junge Menschen richtet. Junge Menschen,

die auf Grund einer chronischen

Erkrankung, eines Unfalls oder einer

angeborenen Behinderung auf umfangreiche

Unterstützung und Pflege im Alltag

angewiesen sind und die aufgrund

ihrer Situation nicht in einer eigenen

Wohnung leben können oder wollen. In

drei Wohngemeinschaften zu je acht Personen

können diese Menschen ein barrierefreies

Appartement beziehen.

Mit ihrem jeweiligen persönlichen

Begleiter (Casemanager) erörtern sie

ihren Unterstützungsbedarf und planen

die erforderlichen Hilfen. Ein Team, welches

auch für die Betreuung und Pflege

beatmungsbedürftiger Menschen geschult

ist, leistet bei Bedarf Unterstützung im

Alltag. Ein Pool ehrenamtlicher Kräfte

steht für Aktivitäten zur Verfügung, die

nicht über das Sozialleistungssystem

refinanziert werden. Dies können Freizeitaktivitäten,

Begleitung bei Unternehmungen

oder einfach Besuche zur

sozialen Kontaktpflege sein. Neben

Gruppenangeboten für Klienten oder

Angehörige, werden auch Schulungen

für diese angeboten. Dabei können bei-

12

spielsweise Themen behandelt werden

wie der Umgang mit bestimmten Hilfsmitteln,

die Vermeidung von Sekundärschäden

(z. B. Druckgeschwüre), die Pflege

oder die Ernährung bei spezifischen

Erkrankungen. Das Ziel ist es, die jeweils

gewünschte und erforderliche Hilfe zur

Verfügung stellen zu können – und sei es

auch ›nur‹ die Unterstützung dabei, beispielsweise

eigene Hilfsteams auszuwählen

und einzusetzen. Dabei könnte

die individuelle Betreuung durch Beratung

des Hilfenehmers und/oder der

Wohngemeinschaften, Schulung der

Hilfskräfte oder der Angehörigen, durch

Behandlungspflegeleistungen oder durch

administrative Unterstützung ergänzt

werden.

Aber auch eine vollständig organisierte

Begleitung ›rund um die Uhr‹ oder der

Einsatz von Pflegefachkräften bei spezifischen

Bedarfslagen ist denkbar. Entscheidend

ist die Art der Betreuung, die

von dem jeweiligen WG-Mitglied oder

der Wohngemeinschaft gewünscht wird.

Auch die Bildung von Betreuungsgemeinschaften

könnte eine mögliche Variante

für ein Unterstützungsmodell sein,

wie es in Wohngemeinschaften für andere

Zielgruppen bereits erfolgreich und

zunehmend praktiziert wird.

Nun kann man und wird man sich

vermutlich die Frage stellen, warum

gerade die AHD? Warum überhaupt soll

ausgerechnet eine AIDS-Hilfe sich den

Problemen schwerstkranker oder schwerbehinderter

Menschen widmen, die nun

mit Aids zunächst gar nichts, ja nicht einmal

mit HIV, mit Hepatitis und auch

nicht mit Geschlechtskrankheiten zu tun

haben. Um deren sexuelle Gesundheit,

so könnte man meinen, man sich vermutlich

am allerwenigsten sorgen muss.

Warum soll eine AIDS-Hilfe und ausgerechnet

diejenige in Düsseldorf ein so

umfangreiches Projekt realisieren, wel-

ches sehr viel Know-how und sehr viel

Geld erfordert und zusätzliche Risiken

bergen kann. Wo doch die aus der

Beschaffenheit öffentlicher Haushalte

resultierenden Unsicherheiten schon

groß genug sind.

Zunächst sei hier erst einmal die

Gegenfrage erlaubt: Warum denn nicht?

Warum denn nicht soll eine AIDS-

Hilfe, die sich inzwischen seit zwei Jahrzehnten

dadurch auszeichnet, dass sie

ihre eigenen Wege gegangen ist, in Richtung

des den überwiegenden Teil aller

AIDS-Hilfen einenden Ziels der strukturellen

Prävention, welches bekanntlich

auch Betreuung und Pflege beinhaltet,

warum denn nicht soll dieser Weg nun

auch über ein neues Modell führen, das

der beschriebenen Zielgruppe entspricht?

An dieser Stelle sollte vielleicht

erwähnt werden, dass das Management

von Beratungsstelle und Pflegedienst

neue Projektideen nicht einfach nur aus

der Lust an neuen Abenteuern gebiert.

Vielmehr ist es die Bedarfslage, welche

die aktuelle alltägliche Praxis hier und da

an ihre Grenzen führt: Mehrere und beinahe

regelmäßige Anfragen junger

Altenheimbewohner – darunter auch

HIV-Infizierte und alle jünger als 40 (!) –

können nicht befriedigend erfüllt werden,

weil Wohnprojekte oder andere

Alternativen nicht in ausreichender Zahl

zur Verfügung stehen. Junge Menschen

mit schwersten Behinderungen, nach

einem Unfall oder einem Schlaganfall,

warten nach einem oft jahrelangem Klinikaufenthalt

darauf, ein neues Leben

beginnen zu können. Und das möglichst

in einem neuen Zuhause – nicht in einem

neuen Heim.

Dass Betreuung und Pflege jetzt und

in Zukunft zum Leistungsangebot der

AHD gehören, dazu bedarf es angesichts

bisheriger Entwicklungen und aktueller

Zahlen keiner Diskussion mehr. Dass der


Text: Yvonne Hochtritt · Illustration: Matthias Brucklacher

� Gruppen und Projekte

Pflegedienst der AHD – so wie ja auch die

Beratungsstelle selbst – wie in den vergangenen

Jahren sein Profil und sein

Leistungsspektrum nicht nur an die

jeweils aktuellen Entwicklungen auf

dem Themengebiet HIV und Aids, sondern

auch an die gesundheits- und sozialpolitischen

Veränderungen anpassen,

sich den daraus erwachsenden Herausforderungen

stellen muss, wird niemand

ernsthaft bestreiten wollen. Care24 ist

bereits in seiner bestehenden Form

Förderkreis ist größter Unterstützer

der AIDS-Hilfe Düsseldorf e.V.

1993 aus einer privaten Initiative entstanden,

1994 als gemeinnütziger Verein

gegründet, hat es sich HEARTBREAKER

zur Aufgabe gemacht, die Anliegen von

Menschen mit HIV und Aids in Düsseldorf

zu fördern. Gemäß Satzung realisiert

der Förderkreis dies durch Öffentlichkeitsarbeit

und Fundraisingmaßnahmen.

Veranstaltungen wie das »Festival

of Friendship«, »LoveLife!« oder auch die

Kunstauktion »HEARTWORK« sind beliebt

und über die Grenzen NRWs hinaus

bekannt.

schon jetzt und mit seinen skizzierten

Projektplänen hoffentlich auch in

Zukunft eine Antwort auf diese Herausforderungen.

Entscheidend sind dabei vor allem

Unterstützung und das Vertrauen im

eigenen Hause.

Und das zunächst weniger auf der

praktischen, als vielmehr auf der ideellen

Ebene – für die Handarbeit war bei

Care24 ja auch bisher immer ausreichend

gesorgt.

HEARTBREAKER öffnet Portemonnaies

Seit 1996 finanziert der Förderkreis mit

seinen Spendeneinnahmen u. a. die Personalstelle

des Projektes »Frauen und

ihre Familien« der AIDS-Hilfe Düsseldorf

e.V. (AHD). Ohne die HEARTBREAKER-

Unterstützung könnte das wichtige

Angebot nicht erhalten bleiben.

HEARTBREAKER unterstützt über

Events hinaus die AHD mit »Manpower«

im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Zum

Beispiel bei der Erstellung des AHD-

Magazins »:info« oder bei der Internetgestaltung.

Seit 2003 hat sich die Kunstauktion

»HEARTWORK« zu einer großen Spen-

Helmut Budroni

Vorstand der AIDS-

Hilfe Düsseldorf e.V.

denquelle entwickelt (siehe Seite 17).

Dadurch ist es dem Förderkreis möglich,

weitere Projekte der AHD zu unterstützen.

Hier ein Einblick:

■ Projekt »Frauen und ihre Familien«

■ Streetwork/Prävention in der schwulen

Szene

■ Sozialberatung/mobile psychosoziale

Betreuung von Menschen mit HIV

und Aids

■ Hilfsfond (ehemals Nothilfe)

■ Reise für Menschen mit HIV und Aids

■ Frühstück für Menschen mit HIV und

Aids

In den Jahren 2004 und 2005 wurden

über 250.000 Euro an die AHD überwiesen.

HEARTBREAKER ist mittlerweile der

größte Spender der AHD und hat damit

viel Verantwortung für die Arbeit

zugunsten Menschen mit HIV und Aids

übernommen. Vielen Dank an alle Unterstützer

und Spender des Vereins!!!

Die Arbeit geht auch in diesem Jahr

weiter. »LoveLife!« und »HEARTWORK«

sind bereits in Vorbereitung. Mehr Infos

unter www.heartbreaker-duesseldorf.de

13


FrauenSache

Termine und News für Frauen

Buchtipp

Ich will doch leben! Nadine ist HIV-positiv

von Marliese Arnold, Juni 2003

Als die 17-jährige Nadine einen Brief

von Florian bekommt, freut sie sich. Florian

war ihre erste große Liebe. Doch Florian

schreibt, dass er Aids hat und dass er

sie vielleicht auch infiziert hat. Nadine

reagiert verstört, verunsichert und hat

Angst. Der HIV-Test fällt positiv aus. Für

Nadine bricht erst einmal eine Welt

zusammen.

Fazit: Dieses spannend geschriebene

Buch berichtet sensibel über Erfahrungen

mit dem positiven Leben. Gleichzeitig

gibt es Informationen, ohne Angst zu

machen. Gut lesbar ist es für Jugendliche

ab 15 Jahren – und auch für Erwachsene.

Seminare

Der Veranstaltungskalender der Deutschen

AIDS-Hilfe e.V. für 2006 ist da!

Wieder werden interessante Workshops

und Seminare angeboten, jeweils mit

Unterbringung und Vollverpflegung.

Das komplette Programm ist in der AIDS-

Hilfe Düsseldorf erhältlich. Hier ein kleiner

Auszug:

14

Ein Besuch beim Frühstück bei der AIDS-Hilfe

Es ist Dienstag 9.30 Uhr, ich fahre los

zum Frühstück bei der AIDS-Hilfe.

Gegen 10.00 Uhr bin ich da, ich werde

von einigen Bekannten begrüßt mit

»Wie geht’s?«

Mit Positiven leben

29. Juni bis 2. Juli 2006 in Reinhausen

Eingeladen sind positive Frauen und

Männer mit PartnerInnen, egal ob sie

kurz oder lang mit der Infektion leben.

Thema sind die Veränderungen in der

Beziehung, der Sexualität, Ängste und

alles, was die Teilnehmenden bewegt.

Bundesweites Treffen für HIV-positive,

heterosexuelle Frauen und Männer

26. bis 29. Oktober 2006 in Königswinter

Das Treffen dient dem Erfahrungsund

Wissensaustausch rund um den Alltag

mit der HIV-Infektion.

Bundesweites Treffen HIV-positiver

und aidskranker Frauen

1. bis 03. Dezember 2006 in Reinhausen

Diese Fortbildung will über gesundheitliche

und soziale Fragen informieren

und Themen anbieten, die positiven

Frauen besonders am Herzen liegen.

www.xxelle-nrw.de

Mal reinschauen – das ist der Internetauftritt

der Initiative Frauen und Aids in

NRW.

Ich setze mich an einen freien Platz an

einen Tisch, und hole mir einen Teller von

dem an der Wand aufgestellten Tisch, wo

es auch Brötchen, Fisch, Wurst, Käse,

Jogurt und sonst noch alles gibt, was

man bei einem Frühstück braucht.

Am Tisch spricht man über alles mögliche,

wie es dem ein oder anderen geht,

oder was man die Woche so gemacht

hat. Nach einiger Zeit kommt jemand

mit einer Kasse herum, weil man für das

Frühstück 1,50 Euro zahlt. Man hat aber

auch die Möglichkeit, wenn man keine

Kohle hat, vorher Bescheid zu sagen und

DEpoT

Treffpunkt für heterosexuelle HIV-positive

Menschen, Freunde und Angehörige

Das DEpoT ist der erste offene Treffpunkt

für heterosexuelle HIV-positive Menschen

und deren Angehörige, die Kontakt

zu anderen Betroffenen suchen. Angeboten

wird die Möglichkeit sich rund um

HIV und Aids auszutauschen und zu

informieren.

Café der AIDS-Hilfe Essen,

Varnhorststr. 17, Essen-City,

Tel. 02 01/1 05 37 00

Jeden 1. Montag im Monat

zwischen 18.00 und 20.00 Uhr

Kerstin Kollenberg

ist die Frauenreferentin

der AHD

Tel. 02 11/7 70 95-15

kerstin.kollenberg@duesseldorf.

aidshilfe.de

dann kann man anstatt zu zahlen, nach

dem Frühstück mit abwaschen. Es ist

eine ausgelassene Situation, man kann

dort über alles sprechen was einen

bewegt.

Wenn man zu HIV, Aids oder was damit

zusammen hängt Fragen hat, bekommt

man meist auch die richtige Antwort.

Also Dienstag um 10 bis 12 Uhr zum

Frühstück kommen, kostet 1,50 Euro, in

der AIDS-Hilfe Düsseldorf an der Oberbilker

Allee 310.

(Julian, Frühstücksgast)

Text: Kerstin Kollenberg · Foto: Volker Nünninghoff


Aus: U. Sonnenberg-Schwan: Der Kinderwunsch HIV-positiver Frauen und Möglichkeiten zur Verwirklichung;

J. Bogner, T. A. Grubert: HIV und Schwangerschaft · Illustration © Anna Mars, www.annamars.com

� FrauenSache

Positiv schwanger

Durch die verbesserten Therapiemöglichkeiten

beschäftigen sich auch Frauen,

die schon länger von ihrer HIV-Infektion

wissen, mit ihrem Kinderwunsch. In

Deutschland entscheiden sich jährlich

ca. 250 HIV-positive Frauen zu einer

Schwangerschaft.

Doch wie kann der Kinderwunsch verwirklicht

werden, ohne einen HIV-negativen

Partner einem Risiko auszusetzen?

HIV-positive Frauen und ihre Partner

haben die Möglichkeit zur Selbstinsemination

(Selbstbefruchtung). Dafür müssen

beide fruchtbar sein. Die Methode –

das Einführen von Sperma in die Vagina

an den Gebärmutterhals – ist technisch

nicht kompliziert und beinhaltet kein

Infektionsrisiko für den HIV-negativen

Partner.

Vor Verwirklichung des Kinderwunsches

sollte eine positive Frau mit ihrer

HIV-Ärztin ihrem HIV-Arzt sprechen und

Informationen einholen. Abgeklärt werden

sollte u. a. der Gesundheitszustand

und eine mögliche Behandlungsbedürftigkeit.

Eine Medikamentenkombination

sollte ein möglichst geringes Risiko für

das Ungeborene haben.

Der nächste Schritt ist die Bestimmung

des Eisprunges. Das ist durch einen Familienplanungscomputer

oder durch Zykloteststäbchen

möglich. Bei einem regelmäßigen

Zyklus kann der Eisprung auch

durch Messung der Basaltemperatur

(Temperaturmethode) festgestellt werden.

Frauenärztinnen/-ärzte oder pro

familia beraten über die geeignete

Methode.

Frühestens drei Tage vor dem

Eisprung und spätestens am Tag des

Eisprungs sollte das frische Sperma des

Partners eingeführt werden.

■ Das Sperma wird aus einem spermizidfreien(!)

Kondom direkt nach

einem geschützten Geschlechtsverkehr

umgestülpt bzw. in die Scheide

entleert. (Spermizidfreie Kondome

sind in der AIDS-Hilfe Düsseldorf e.V.

erhältlich)

■ Das Sperma wird aus dem Kondom

oder aus dem Gefäß, in dem sich das

Ejakulat befindet, mit einer Spritze

(natürlich ohne Kanüle) aufgezogen

und am Gebärmutterhals entleert.

■ Die Portiokappe wird von vielen Frauen

als Verhütungsmittel angewendet

und muss von der Gynäkologin/dem

Gynäkologen individuell angepasst

werden. Zum Schwangerwerden wird

das Sperma in die Portiokappe

gefüllt, die dann direkt am Gebärmutterhals

platziert wird. Dort kann

das Sperma einige Zeit wirken.

Danach sollte die Frau einige Zeit liegen

bleiben und das Becken hoch lagern.

Empfohlen werden nicht mehr als zwei

Inseminationen pro Zyklus, zwischen

zwei Versuchen sollten ein bis zwei Tage

liegen. Von häufigeren Versuchen wird

abgeraten, da dann der Gehalt des Ejakulats

an reifen motilen Spermien geringer

wird. Auch steigt die psychische Belastung

für das Paar durch Planungsaufwand

und Termindruck.

Etwa ab dem 12. Tag nach der Insemination

kann ein Schwangerschaftstest

durchgeführt werden.

Weitere Informationen finden sich

hier http://hetero.aidshilfe.de unter Kinderwunsch.

15


Rückblick

»ALL FOR ONE«

Der Name war Programm!

Das hatte es in Düsseldorf an der Königsallee

auch noch nicht gegeben: Über 100

bekannte Menschen aus TV, Politik,

Entertainment und Musik machten in

und um Düsseldorfs bekanntester Shopping

Mall, dem Sevens, auf die nach wie

vor bestehenden Risiken einer Infektion

mit dem HI-Virus aufmerksam und warben

für Sympathie und einen ›normalen‹

Umgang mit Menschen mit HIV und

Aids.

Nach Wochen der Vorbereitung ging

»ALL FOR ONE« anlässlich des Welt-Aids-

Tages an den Start. An einem kalten, aber

strahlend schönen 1. Dezember präsentierte

die AIDS-Hilfe Düsseldorf e.V.

gemeinsam mit der AIDS-Hilfe NRW

eine große Spenden-Sammelaktion mit

äußerst unterhaltsamen Bühnenprogramm,

welches von der Düsseldorfer

Agentur D-Artists zusammengestellt

worden war.

Engagierte und gut gelaunte Helfer

sorgten für einen reibungslosen Ablauf

der neun- stündigen Show, sammelten

gemeinsam mit den Künstlern Spenden

und führten Gespräche mit Besuchern

und Passanten rund um den Infostand.

Unermüdlich von Anfang an dabei

war Düsseldorfs Travestie-Ikone Käthe

Köstlich. Sie begrüßte zum Bespiel an

diesem Tag die ›Elite‹ der QVC-Moderatoren

aus dem Medienhafen.

16

Besonders früh begann der Tag auch für

die Bandmitglieder von tHink posItiVe.

ReGino, Shane und Sunny bestiegen

einen der ersten Flüge an diesem Tage

und kamen von Berlin extra für eine

Stippvisite nach Düsseldorf. Da die drei

mit ihrer Musik als Botschafter in Sachen

HIV- und Aids-Prävention unterwegs

sind, war die Lufthansa spontan bereit

die Flüge zu spendieren.

Bürgermeisterin Gudrun Hock würdigte

die Arbeit der AIDS-Hilfen in einer

Ansprache, bezog Stellung zu den neuen

Infektionszahlen und warb für Aufklärung.

Käthe Köstlich begrüßte im Anschluss

Frau Prof. Dr. Gabriele Arendt,

Vorstand der AIDS-Hilfe Düsseldorf e.V.,

die einen Appell an die Besucher richtete

und aufforderte, nicht Aids eine Chance

zu geben, sondern sich selbst.

Gegen 18.00 Uhr kamen dann alle

Fans der ARD-Vorabendserie »Verbotene

Liebe« auf Ihre Kosten. ARD »STUDIOeins«-Moderatorin

Christiane Stein hatte

eigens im Studio einen Einspieler zur

Anmoderation aufgenommen, der zur

Begrüßung der Schauspieler Andreas

Jancke und Isabel Dotzauer auf dem riesigen

Video-Eye über der Bühne ausgestrahlt

wurde. In einem kurzweiligen

Interview entlockte sie den Stars dann

einige Hintergrund-Infos und begleitete

diese dann zur Autogramm-Stunde.

Sichtliche Erleichterung stellte sich dann

zwischenzeitlich auch bei Michael Bünnagel

ein – als Centermanager hatte er

natürlich auch Bedenken bezüglich der

Beschallung seiner Mieter bei einem

solch prallen Bühnenprogramm. Aber die

ausgewogene Programm-Gestaltung und

Songauswahl sorgte auch bei den

Geschäften für Begeisterung.

Der erste Benefizevent im Sevens

schloss mit Weltstars. John und Kaybee

Cashmore, die Traumstimmen der Musicalwelt,

sorgten mit bekannten Melodien

und Dance-Klassikern für ausgelassene

Stimmung und leiteten nach der

Schweigeminute mit »Seasons Of Love«

aus dem Musical »Rent« das Finale ein.

Dank dem visuellen Gespür von akki

e.V. und dem Team von Telemaz konnten

die Besucher des Sevens das Bühnenprogramm

von allen Etagen und vom Eingang

Königsallee auf dem riesigen

Video-Eye verfolgen. Für den guten Ton

sorgte die professionelle Technik der MTS

Medientechnik.

Ein herzliches Dankeschön gilt auch

den Unterstützern Kamps, Hanneli Hahn

Design & mehr, Holiday Inn Düsseldorf,

Lufthansa und Mediapex, sowie allen

Künstlern, die auf ihr Honorar verzichtet

haben um durch ihren Auftritt die wichtige

Arbeit der AIDS-Hilfen zu unterstützen.

Text: Ralf Berghoff, Yvonne Hochtritt · Fotos: Yvonne Hochtritt


Text: Yvonne Hochtritt · Fotos: Hermann Bliesener

� Rückblick

Ein ganz besonderes Dankeschön geht

an die Leitung und die Geschäfte des

Sevens, welche die Aktion (und die damit

verbundene Unruhe) ausgehalten und

unterstützt haben.

Der Erlös in Höhe von ca. 6.000 Euro

kommt wichtigen Projekten für Menschen

mit HIV und Aids zugute. Über

eine Fortführung des Events in diesem

Jahr wird bereits nachgedacht.

Ein ganz besonders herzliches Dankeschön

geht an Ralf Berghoff und D-

Artists für die Idee und das große Engagement!!!

Seit Monaten liefen bei HEARTBREAKER,

dem Förderkreis der AIDS-Hilfe Düsseldorf

e.V. die Vorbereitungen. Viele Menschen

waren als Ratgeber und Unterstützer

involviert. Die Werbeagentur BBDO

Campaign konzipierte und realisierte

kostenlos die »HEARTWORK-Kampagne«.

Dr. Dorothee Achenbach konnte als

Schirmherrin gewonnen werden. Die

Wir bedanken uns herzlich bei den

Künstlern: Ralf Benson, Kerstin Braukmann,

Eduard Burza, John und Kaybee

Cashmore, Cem, Dance Addiction, Mike

Davids, Isabel Dotzauer, Birgit Fußhöller,

Angie Herzog, Sascha Heyn, Leonard

Hornsby, Bernd E. Jäger van Boxen, Andreas

Jancke, Jennifer, Pasqual Justin, Volker

Kirst, Käthe Köstlich, Andreas Külzer, Thomas

Lang, Magic Angels, Charly Martin,

Wolfgang Müller, Patric, Zacharias Preen,

Cast Saturday Night Fever, Christian Schneider,

Mayne Shalaan, Christiane Stein,

tHink posItiVe, Mayo Velvo, Waschkraft

Kunstvolle Hilfe:

Benefizauktion »HEARTWORK« war ein Riesenerfolg!

Künstlerauswahl war excellent, und die

gespendeten Arbeiten konnten auf der

Internetseite www.heartbreaker-duesseldorf.de

besichtigt werden.

Am 12. Dezember war es dann soweit:

die Kunstauktion »HEARTWORK« fand

bereits zum dritten Mal im K21 (Kunstsammlung

des 21. Jahrhunderts des Landes

NRW), auf der Piazza des alten Ständehauses

statt. ›Hausherr‹ Dr. Julian

Heynen begrüßte persönlich die Gäste

und zeigte sich von dem regen Interesse

beeindruckt.

Die Gäste fühlten sich im Rahmen der

Vorbesichtigung sichtlich wohl und wurden

von dem großartigem Team (das

übrigens auch kostenlos gearbeitet hat)

der Bar am Kaiserteich umsorgt. Moderator

René Heinersdorff und Schirmherrin

Dorothee Achenbach brachten die Gäste

in Stimmung und Kauflaune.

Das Auktionshaus CHRISTIE’S war für

die Auktion zuständig und brachte mit

Geschäftsführer Andreas Rumbler einen

charmanten und professionellen Auktionator

›ins Rennen‹. Und dann ging es los:

es wurde geboten und geboten. Den 500

Gästen aus Kunst, Kultur, Politik und

Wirtschaft blieb fast die Spucke weg, als

das Werk von Daniel Richter für 20.000

Euro und die Arbeit von Peter Doig für

35.000 Euro versteigert wurden.

Am Ende waren 55 Arbeiten versteigert

und der Förderkreis der AIDS-Hilfe

Düsseldorf e.V. konnte fast 150.000 Euro

mit nach Hause nehmen. Alle Beteiligten

sind sich einig: welch ein Abend, welch

ein Erfolg!

17


� Rückblick

LTU-Benefizaktion »Help & Fly« war ein grosser Erfolg!

Am Sonntag, den 3. Dezember 2005 startete

die LTU in ihrem Jubiläumsjahr zum

achten Mal den beliebten Benefiz-Rundflug

»Help & Fly« anlässlich des Welt-

Aids-Tages.

Der 1,5-stündige Benefiz-Rundflug wurde

wieder von einer prominenten Gästecrew

begleitet. U. a. waren dabei: Heidi

Stern, Gaby Köster, Kalle Pohl, Käthe Köstlich

& Ladies First, Sascha Klaar und Patty

Ryan.

Alle Flugtickets fanden reißenden

Absatz und der Flug war schnell ausverkauft.

Aufgrund der großen Nachfrage

gab es auch diesmal zusätzliche »Bodentickets«.

Als alle wieder festen Boden unter

den Füßen hatten, ging es im Terminal C

des Düsseldorfer Flughafens mit einer

18

After-Landing-Party weiter. Für großartige

Stimmung sorgten u. a. Hans Meiser,

Guildo Horn & die Orthopädischen

Strümpfe, das Capitol Theater mit Ausschnitten

des Kultmusicals Saturday

Night Fever, sowie die stimmgewaltige

A-Capella-Formation »Die Kellner«. Die

Brauerei Füchschen lud zu einem zünftigen

Buffet und leckeren Getränken ein.

Neben diesem bunten Programm und

der fabelhaften Unterhaltung kam auch

der gute Zweck nicht zu kurz. Außer den

Einnahmen aus den Flug- und Bodentickets

konnten zusätzliche Euros durch

die Versteigerung einer ›Spucktüte‹ eingenommen

werden, welche die Unterschriften

der beteiligten Künstler trug.

Insgesamt durfte sich die AIDS-Hilfe

Düsseldorf über einen Spendenbetrag

von 46.000 Euro freuen.

Auf diesem Wege nochmals vielen

Dank dafür!

Und auch in diesem Jahr geht »Help &

Fly« wieder an den Start: am 2. Dezember

2006 geht es für die AIDS-Hilfe rund.

Mehr Infos demnächst unter www.ltu.de

Text: Stefan Pischke · Fotos: Marc Frankenhauser


Text: Stefan Pischke · Fotos: AHD-Archiv, Hermann Bliesener

� Rückblick

11. Tuntenlauf – Närrisches Jubiläum!

Über 15.000 Besucher feierten am Karnevalsamstag,

den 25. Februar auf der Kö

den traditionellen Tuntenlauf von

HEARTBREAKER und dem Comitée Düsseldorfer

Karneval.

Bereits ab 14.00 Uhr wohnten die

ersten Schaulustigen den Aufbauarbeiten

bei. Die vor Ort für die Sicherheit

zuständigen ›entliehenen‹ Zugbegleiter

hatten alle Hände voll zu tun. Rund um

die Veranstaltung ging nichts mehr! Clevere

hatten sich bereits Tage vorher für

zwölf Euro eine Tribünenkarte gesichert

und konnten so gelassen die Aussicht

genießen…

Etwas verspätet wurde das Publikum

von Travestie-Star Käthe Köstlich und

Yvonne Hochtritt von HEARTBREAKER

den Moderatorinnen des Tages, im asiatischen

Look begrüßt. Auch Peter König,

der Präsident des Comitée Düsseldorfer

Carneval, ließ es sich nicht nehmen den

Zuschauern und dem Tuntenlauf ein dreifaches

»Düsseldorf – Helau« zuzujubeln.

Dann wurde den Zuschauern erstmal

kräftig eingeheizt. Den Anfang machten

das Karnevalsduo Achim und Olli, gefolgt

von den Magic Angels – Cheerleadern

der Magics Basketball Mannschaft, die

noch mal mit »DJ-Ötzi« auf den Laufsteg

gingen. Den krönenden Abschluss im

Vorprogramm machte die KG Regenbogen,

die ihren neuen Sessions-Hit präsentierten.

Als die Stimmung ihren Höhepunkt

erreichte, war es dann auch endlich

soweit.

Der eigentlichen Tuntenlauf wurde

eröffnet: »Auf die Stöckel, fertig – los!«

Dieses Mal war nicht nur die Schnelligkeit

und Grazie der Läuferinnen, sondern

auch das Publikum gefordert. Sie

stellten den Tunten pantomimisch Tiere

dar, welche erraten werden sollten. Bei

eng gedrängten Besucherreihen kein

leichtes Unterfangen.

Wunderschöne Kostüme, schrille Outfits

und zum Teil viel nackte Haut zogen

die Blicke der Zuschauer auf sich. Insgesamt

16 ›Tunten« gaben ihr Bestes und

die prominente Jury (Karl Kirchhoff,

erster Vorsitzender der KG Regenbogen;

Bernd Jost, Pressesprecher des Comitée

Düsseldorfer Carneval und LTU-Mitarbeiter

Karl-Hermann Hansen) hatte es nicht

leicht, eine Gewinnerin zu ermitteln. Am

Ende durfte sich die langbeinige Lolita

als Siegerin u. a. über ein Langstrecken-

Ticket der LTU für zwei Personen freuen.

Platz 2 (u. a. 2 Karten für die Rathaustribüne

für Rosenmontag) ging an Jose-

phine, einer Gewinnerin des letzten Jahres

in ihrem bunten Blumenkleid. Den 3.

Platz (u.a. eine Karte für Roncalli’s Apollo

Varieté) gewann Rosigrot in einer

schwarz-roten Kombination, die zusammen

mit Schneeweißchen angetreten

war. Der von einer Publikums-Jury

ermittelte Kostümpreis (111,11 Euro –

Cäsch in de Täsch) ging in diesem Jahr an

die Knusperhexe – Rosina Leckermaul,

die durch ihr detailverliebtes Kostüm

bestach.

Beim traditionellen »Tuntenball« im

Parkhouse feierte die Partyszene bis in

den frühen Morgen. Hier gingen 600

Euro in den Spendentopf vom Förderkreis

der AIDS-Hilfe Düsseldorf.

HEARTBREAKER dankt allen Beteiligten,

besonders dem Comitée Düsseldorfer

Carneval e.V., Käthe Köstlich, der LTU,

Roncallis Apollo Varieté, dem Capitol-

Theater, Der Weinladen, Blumen Smits,

MTS-Medientechnik, Hanneli Hahn, dem

Parkhouse-Team Theo & Savi, sowie allen

Läufern und Ehrenamtlern für das wunderbare

Engagement!

Die gesamten Spenden verwendet

HEARTBREAKER zu Gunsten wichtiger

Projekte für Menschen mit HIV und Aids.

Eine Bildergalerie des Spektakels findet

man auf der HEARTBREAKER-Homepage

www.heartbreaker-duesseldorf.de

19


LeuteLeute

Neue Mitarbeiter in der AIDS-Hilfe Düsseldorf e.V.

Verena Lulei

Einigen :info-Lesern

werde ich bereits

bekannt sein, für

die Leser, welche

mich noch nicht

kennen, möchte ich

diese Gelegenheit

nutzen und mich als

Mitarbeiterin der AIDS-Hilfe Düsseldorf

im Bereich Psychosoziale Betreuung von

HIV-positiven Substituierten vorstellen.

Am besten beginne ich bei der Vorstellung

mit meinem Aufenthalt in den

U.S.A. Aus meinem Vorsatz, die Welt kennen

zu lernen, wurde ein einjähriger Aufenthalt

in Washington D.C.

Hier arbeitete ich in einem der größten

Obdachlosenheime Amerikas, der

Community for Creative Non Violence.

Das Obdachlosenheim wurde von ehemals

Obdachlosen geführt und basierte

auf dem Prinzip der Selbsthilfe. Unter

den Obdachlosen war zu dieser Zeit die

Droge Crack weit verbreitet. Ich machte

erste Erfahrungen in der Arbeit mit

abhängigen Menschen und erlebte, wie

komplex und vielschichtig diese Arbeit

ist. Die Erfahrungen und Erlebnisse, welche

ich in dieser Zeit gemacht hatte,

führten zu meinem Entschluss, Sozialpädagogik

zu studieren.

Während meiner Studienzeit verschaffte

ich mir Einblicke in die verschiedensten

Bereiche des Drogenhilfesystems.

Nach Abschluss meines Studiums

folgte mein Anerkennungsjahr in einer

Entgiftungsklinik für Opiatabhängige

und danach meine erste Anstellung als

Diplom-Sozialpädagogin in der Heroinstudie

Bonn. Meine Zeit in Bonn war prägend

für mich und meine Einstellung zur

Arbeit mit Heroinabhängigen. Im Rahmen

der Studie war es heroinabhängigen

Menschen erstmalig in Deutschland

möglich, Heroin ärztlich verordnet und

unter hygienischen Bedingungen zu konsumieren.

Für viele der Klienten eröffne-

20

te das ungeahnte Möglichkeiten. Ihr

Gesundheitszustand verbesserte sich

deutlich und die Klienten waren wieder

in der Lage, sich Gedanken über ihre

Lebensgestaltung zu machen.

Bevor ich im November meine Arbeit

für die AIDS-Hilfe Düsseldorf begann,

arbeitete ich noch knapp zwei Jahre in

einer großen Substitutionsambulanz in

Bonn und war für die psychosoziale

Betreuung der Substituierten verantwortlich.

Seit knapp fünf Monaten arbeite

ich nun mit HIV-positiven Drogenabhängigen

in der AIDS-Hilfe Düsseldorf.

Ich habe bereits viel Neues dazugelernt

und freue mich auf meine weitere Zeit

bei der AIDS-Hilfe Düsseldorf.

Stefan Kraushaar

Mit dem Frühling

kommt nicht nur

schönes Wetter,

sondern auch frischer

Wind in die

Prävention in der

Partyszene!

Seit dem 15. März hat Stefan Kraushaar

die Stelle von Claudia Corsten übernommen

und mit dem Personalwechsel

wird auch dem Präventionsprojekt ein

kräftiges Facelift verpasst.

Unter neuem Namen wird er mit Verstärkung

eines ehrenamtlichen Teams lebhafte

Aktionen in der Partyszene Düsseldorfs

betreiben.

Er ist der Überzeugung, dass »HIV-

Prävention am wirksamsten ist, wenn

junge Leute persönlich angesprochen

werden und Safer Sex Regeln durch einprägsame

Vor-Ort-Aktionen in Erinnerung

bleiben«.

Stefan ist 34 Jahre alt, wohnt in Köln

und hat schon vier Jahre Erfahrung mit

Streetwork bei der AIDS-Hilfe Frankfurt

e.V. gesammelt. In Frankfurt hat er zuvor

an der FH Sozialarbeit studiert und schon

in seiner Diplomarbeit und im Anerkennungsjahr

war HIV-Prävention der

Schwerpunkt. Stefan ist befreundet,

seine Hobbys sind Squash, Skifahren, reisen,

Fotografieren, Kino, Bücher und

Party. Außerdem organisiert er einmal im

Monat Safer-Sex Partys in Frankfurt.

Carsten Schultze

Der ein oder andere

kennt mich schon,

aber ich stelle mich

trotzdem noch mal

vor. Ich heiße Carsten

Schultze, bin

vor zweieinhalb

Jahren aus dem schönen Thüringen nach

Düsseldorf gezogen und studiere seitdem

Sozialpädagogik an der Fachhochschule

Düsseldorf.

Ich bin schwul und ehrenamtlich bei

SchLAu-Düsseldorf tätig, wo »schlau« für

schwul-lesbische Aufklärung (in Schulen)

steht. Nachdem ich im letzten Jahr mein

Praxissemester in der AHD beendet

habe, war ich weiterhin ehrenamtlich

tätig. Nun starte ich hoch motiviert als

Herzenslust-Koordinator durch.

Herzenslust ist eine Kampagne der

AIDS-Hilfe NRW zur Prävention von HIV

und Aids für Männer die Sex mit Männern

haben. Mit bunten Aktionen sind

wir, die Health!angels (Herzenslust-Düsseldorf)

in der schwulen Szene Düsseldorfs

unterwegs und bringen HIV-Prävention

an den ›schwulen‹ Mann. In

Planung ist zur Zeit eine regionale Internet-Präsenz

in schwulen Web-Foren. Bei

diesem Beratungsangebot sind wir

Ansprechpartner für schwule Männer die

Fragen zu Themen, wie HIV und Safer-

Sex haben.

Wer Lust und Zeit hat bei den

Health!angels ehrenamtlich mitzumachen

ist herzlich willkommen.Wir treffen

uns jeden 2. Donnerstag im Monat, 19.00

Uhr im Loft-Café der AIDS-Hilfe (2. Etage).

Interesse?

Carsten Schultze, Tel. 02 11/7 70 95-31

carsten.schultze@duesseldorf.aidshilfe.de

Texte: Verena Lulei, Stefan Kraushaar, Carsten Schultze · Fotos: Privat, AHD-Archiv


Text: Peter von der Forst · Foto: Peter von der Forst

Text: Guido Schlimbach (gekürzt) · Foto: Bundesministerium für Arbeit und Soziales

� LeuteLeute

Harald Schüll geehrt

Tag des Ehrenamtes der

Düsseldorfer SPD

Zum fünften Mal veranstaltete die Düsseldorfer

SPD den von Karin Kortmann,

Bundestagsabgeordnete der SPD, initiierten

Tag des Ehrenamtes. Mit der Verleihung

einer eigens hierfür gestalteten

Radschlägerskulptur wurde am 10. Dezember

2005 wieder herausragendes

ehrenamtliches Engagement dreier Personen

bzw. Gruppen geehrt.

Mit dabei auch Harald Schüll, 1985 Mitgründer

der AIDS-Hilfe Düsseldorf, seit

1996 im Vorstand der AIDS-Hilfe und in

der Schüleraufklärung tätig.

Eingeleitet wurde die Preisverleihung

an Harald Schüll durch die Vorführung

des von der Werbeagentur BBDO Campaign

für die AIDS-Hilfe Düsseldorf entwickelten

Kinospots zur Aids-Prävention.

Als Laudator betonte Bernd Flessenkemper:

»In 20 Jahren Arbeit für die

AIDS-Hilfe hat Schüll prägende Zeichen

gesetzt«. Gesundheit, Information, Auf-

Kompassnadel Spenderporträt

Der Vizekanzler

setzte sich als

»Mann der ersten

Stunde« für aktive

Minderheitenpolitik

für Lesben und

Schwule ein – Vorbild

in Politik und

Gesellschaft

Das Schwule Netzwerk NRW zeichnet in

diesem Jahr den Vizekanzler und Sozialminister

der Bundesrepublik Deutschland,

Franz Müntefering, und den ehrenamtlichen

Akteur in der schwulen

Onlineberatung Deniz Yücel mit der

Kompassnadel aus. Das teilte der Vorstand

des Netzwerks auf einem Empfang

in Köln mit. Mit der Kompassnadel werden

Persönlichkeiten aus dem öffentlichen

Leben und der ehrenamtlichen

Arbeit geehrt, die sich um die Förderung

der gesellschaftlichen Akzeptanz der

schwulen Minderheit besonders verdient

gemacht haben. Der Preis wird am 15. Juli

auf dem CSD-Empfang im Kölner Gürzenich

überreicht.

klärung, Öffentlichkeitsarbeit sowie

Hilfe für die Betroffenen und deren Familien

sind Schülls Anliegen, so Flessenkemper

weiter. (Quelle: www.karin-kortmann.de)

Harald Schüll antwortete

sichtlich gerührt und gab das Lob weiter

an alle ehren- und hauptamtlich in der

AIDS-Hilfe Düsseldorf engagierten Menschen.

Für ihn, als selbst von HIV und

Aids Betroffenen, sei das Engagement

immer selbstverständlich gewesen und

habe ihm viel Kraft zum Durchhalten

gerade in den schwierigen Krankheitsphasen

gegeben. »Dieser Preis wird mich

immer daran erinnern, nicht nachzulassen,

solange mir die Zeit und die Kraft

dafür gegeben ist.«

Eine Frau, die bewegt: Dorothee Achenbach

Die promovierte Kunsthistorikerin Dorothee Achenbach wurde

für HEARTBREAKER von Carmen Knoebel (Schirmherrin »HEART-

WORK« 2003) angesprochen. Bei einem ersten Treffen fielen

sofort Dorothee Achenbachs Natürlichkeit, Charme und Hilfsbereitschaft

auf. Spontan entschied sie sich, die Schirmherrschaft

über die nächste Kunstauktion zu übernehmen. Dieses Ehrenamt

macht der engagierten ›Powerfrau‹ so viel Freude, dass sie

es im letzten Jahr fortführte.

Dorothee Achenbach lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Düsseldorf. Sie

arbeitet unter anderem als freie Journalistin für die Rheinische Post und engagiert

sich besonders für die Anliegen von Kindern. Zum Beispiel bei »Sterntaler« und dem

Deutschen Roten Kreuz.

Das von HEARTBREAKER unterstützte Projekt »Frauen und ihre Familien« liegt der

zweifachen Mutter besonders am Herzen. Denn durch ein positives Testergebnis

ändert sich für Frauen vieles. Plötzlich erscheinen Gesundheit, Beziehung und Familie,

Kinderwunsch oder die finanzielle Situation in einem ganz anderen Licht. Fragen und

Ängste entstehen. Dafür bietet die AIDS-Hilfe Düsseldorf konkrete Hilfen für Betroffene

und ihre Angehörigen. Die Kunstliebhaberin gibt nicht nur ihren Namen für die

Schirmherrschaft, sondern unterstützt »HEARTWORK« mit viel persönlichem Einsatz.

Dorothee Achenbach nutzt unter anderem ihre Kontakte zu Künstlern und überzeugt

sie, Werke für den guten Zweck zu spenden.

Für die nächste »HEARTWORK« Aktion Ende 2006 hat Dorothee Achenbach erneut

die Schirmherrschaft übernommen. Sie ist ein echter HEARTBEAKER!

Liebe Dorothee: wir danken Dir für die großartige Zusammenarbeit, Deinen liebevollen

Einsatz und Dein großes Engagement!!!

21

Text: Yvonne Hochtritt · Foto: Hermann Bliesener


Die letzte Seite

Tipps und Termine

22

Fahrrad für den guten Zweck

HEARTBREAKER, dem Förderverein der

AIDS-Hilfe Düsseldorf, wurde von

einem großzügigen Menschen ein

Fahrrad gespendet. Dieses soll nun

gegen eine Spende abgegeben werden.

Es handelt sich um ein rotes 26 Zoll

Mountainbike. Es ist ausgestattet mit

einer 21-Gang Shimano STX Schaltung

und Shimano M 65/T Bremsen. Es hat

LoveLife! 2006

Am 19. August ist es wieder einmal

soweit. HEARTBREAKER, der Förderkreis

der AIDS-Hilfe Düsseldorf veranstaltet

auf dem Rathausvorplatz das Benefiz-

Fest »LoveLife!«.

Die Besucher erwartet ein abwechslungsreiches

Bühnenprogramm, jede

Menge Köstlichkeiten und viele Aktionen

für Jung und Alt, wie z. B. eine

Hüpfburg für Kinder und eine Bühne,

auf der Friseure Haare für den guten

Zweck schneiden. Alle Einnahmen des

einen CrMo Oversize-Rahmen und ist

vorne mit einer Federgabel versehen.

Reifen und Sattel können durch

Schnellspanner problemlos gewechselt

bzw. justiert werden.

Als weiteres Zubehör sind ein Fahrradschloss,

ein Ständer und ein Getränkehalter

dabei.

Das Rad wurde kaum gefahren und ist

in einem neuwertigen Zustand. Der

Preis liegt bei 250,– Euro.

Interessierte melden sich bitte bei

Stefan Pischke Tel. 02 11/7 70 95-40 oder

stefan.pischke@duesseldorf.aidshilfe.de

Das Geld kommt wichtigen Projekten

für Menschen mit HIV und Aids zu

Gute.

Tages kommen Menschen mit HIV und

Aids zu Gute.

Ab sofort können Interessierte im Vorfeld

die »HEARTBOX« erhalten. Hierin

sammeln sie Spenden im Bekannten-,

Freundes- und Kollegenkreis. Unter allen

Sammlern werden dann während des

Festes schöne Preise verlost.

Weitere Infos erhalten Sie unter

heartbreaker@duesseldorf.aidshilfe.de

oder unter

Tel. 02 11/7 70 95-40.

CSD in Düsseldorf

Der dritte Düsseldorfer CSD findet am 3. und 4. Juni 2006 auf dem Schadowplatz

statt. Die AIDS-Hilfe Düsseldorf wird auf dem zweitätigen Straßenfest mit einem

Infostand vertreten sein. Mehr CSD-Infos unter www.csd-d.de.

Demo-Parade

Die AIDS-Hilfe Düsseldorf und HEARTBREAKER, der Förderkreis der AIDS-Hilfe Düsseldorf

werden mit Fußgruppen an der Demoparade am 4. Juni teilnehmen. Start

13.00 Uhr. Wer mitmachen möchte, meldet sich bitte bei Yvonne Hochtritt unter

Tel. 02 11/7 70 95-41 oder yvonne.hochtritt@duesseldorf.

aidshilfe.de.

Jahresbericht 2005

Pünktlich zur Mitgliederversammlung

der AIDS-Hilfe Düsseldorf

erschien der Jahresbericht 2005.

Darin wird über die Projekte und

Arbeit der AHD berichtet. Der Jahresbericht

kann kostenlos bei der AIDS-

Hilfe bestellt oder im Internet unter

www.duesseldorf.aidshilfe.de downgeloaded

werden.

Abtritt

Peter König, vielen bekannt als »Peter

vom Füchschen« und langjähriger

Unterstützer der AIDS-Hilfe, ist von

seinem Amt als Präsident des Comitée

Düsseldorfer Carneval zurückgetreten.

Wir bedauern dies sehr. Peter

König hat sich immer wieder für den

Tuntenlauf eingesetzt und hat es mit

zu ›verantworten‹, dass dieses Jahr

das närrische Jubiläum »1 x 11 Jahre«

gefeiert werden konnte.

Shopping

Im Shop der AIDS-Hilfe im Loft-Café

können zu den Öffnungszeiten zu

besonders guten Konditionen Kondome,

Gleitmittel, Femidome, Rote

Schleifen, Internationale Pins, Teddies

und T-Shirts erworben werden. Für

Infos steht Marco Grober unter der

Tel. 02 11/7 70 95-30 oder marco.grober

@duesseldorf.aidshilfe.de gerne zur

Verfügung.


Angebote

Gruppen

Hepatitis

14tägig montags (gerade Wochen),

18.00 bis 20.00 Uhr. Selbsthilfegruppe

für Hepatitis-Infizierte. Infos und aktuelle

Termine auf Anfrage.

SaM

14tägig montags, 20.00 bis 22.00 Uhr.

Gesprächsrunde für SM-Interessierte.

Kontakt: Michael, Tel. 0 21 61/46 02 19

Friends-Gruppe

14tägig mittwochs (ungerade Wochen),

18.00 bis 19.30 Uhr. Gesprächsgruppe für

HIV-positive Menschen. Anmeldung bei

Norbert Münst, Tel. 02 11/7 70 95-20

SchLAu

Jeden ersten Mittwoch im Monat,

19.00 bis 21.00 Uhr. Ehrenamtlergruppe

für schwul-lesbische Aufklärung.

Anmeldung bei Stefan Pischke,

Tel. 02 11/7 70 95-40

Gottesdienst

Auch in diesem Jahr finden wieder

ökumenische AHD-Gottesdienste statt.

Hier die nächsten Termine:

Am 19. Juni und am 18. September

jeweils um 19.30 Uhr im Franziskaner-

Kloster, Oststraße, Ecke Immermannstraße.

Offene Treffs

Frühstück

Jeden Dienstag von 10.00 bis 12.00 Uhr.

Frühstück für Menschen mit HIV und

Aids und ihren Freunden im Loft-Café

der AIDS-Hilfe Düsseldorf.

Unkostenbeitrag: 1,50 Euro

Kuckuckseier

Jeden Dienstag, 19.00 bis 22.00 Uhr.

Offenes Jugendcafé für schwule Jugendliche

bis 27 Jahre. www.kuckucksei.de

Friends-Café

14tägig mittwochs (ungerade Wochen),

19.30 bis 22.00 Uhr. Café für alle, die sich

der AIDS-Hilfe Düsseldorf verbunden

fühlen.

Freitagstreff

Jeden Freitag, 18.00 bis 22.00 Uhr.

Treff für HIV-positive schwule Männer.

Info bei Klaus Bleymehl,

Tel. 02 11/7 70 95-14

Und sonst…

»Ich will was tun…«

Jeden zweiten Donnerstag im Monat

19.00 Uhr. Infoabend für Leute, die sich

für ehrenamtliche Mitarbeit bei der

AIDS-Hilfe oder ihrem Förderkreis

HEARTBREAKER interessieren.

SportHIV

Jeden Montag 20.00 bis 22.00 Uhr.

Stressfreier Sport für Männer mit HIV

und Aids. Turnschuhe nicht vergessen!

Turnhalle Luisenstraße 73. Einmalige

Anmeldegebühr.

Gayrobic

Aerobic der AHD für schwule Männer.

Neue Termine: Günter, Tel. 02 11/39 67 05

www.gayrobic-duesseldorf.de

Soweit nicht anders angegeben, finden alle Veranstaltungen in den Räumen der

AIDS-Hilfe, Oberbilker Allee 310, statt.

Kontakt

AIDS-Hilfe Düsseldorf e.V.

Oberbilker Allee 310, 40227 Düsseldorf,

Telefon 02 11/7 70 95-0, Fax 7 70 95-27

Öffnungszeiten: montags bis donnerstags:

10.00 bis 18.00 Uhr, freitags: 10.00

bis 16.00 Uhr

Beratungstelefon 0700.44533.211

(12 Cent/Minute) während der Öffnungszeiten

Beratung auch online unter

www.duesseldorf.aidshilfe.de

info@duesseldorf.aidshilfe.de

Care24 PflegeService gGmbH

Borsigstraße 34, 40227 Düsseldorf,

Telefon 02 11/ 72 01 86, Fax 7 26 00 63

www.care24-pflegeservice.de

HEARTBREAKER

Förderkreis der AIDS-Hilfe Düsseldorf e.V.

Oberbilker Allee 310, 40227 Düsseldorf,

Telefon 02 11/7 70 95-41, Fax 7 70 95-45

www.heartbreaker-duesseldorf.de

heartbreaker@duesseldorf.aidshilfe.de

AIDS-Beratung

des Gesundheitsamtes Düsseldorf

Kölner Straße 180, 40227 Düsseldorf,

Telefon 02 11/ 8 99 26 63

HIV-Test anonym und kostenlos

Schwules Überfalltelefon

Telefon 02 11/1 92 28

23


Der Förderkreis der AIDS-Hilfe Düsseldorf e.V. organisiert

regelmäßig Projekte, um Spenden für Menschen

mit HIV und Aids zu sammeln. Ob Kunstauktion, Karnevalsaktion

oder Straßenfest – es werden Events und

Aktionen geplant, organisiert und durchgeführt.

Dafür werden immer Menschen gesucht, die Lust

haben, sich ehrenamtlich zu engagieren. Die »Herzens-

HEARTBREAKER gesucht

brecher« treffen sich einmal im Monat um die nächsten

Aktionen zu besprechen und/oder auch mal nur ein

Bierchen zu trinken.

Informationen dazu findet man auch auf der Homepage

unter www.heartbreaker-duesseldorf.de oder unter der

Rufnummer 02 11/7 70 95-40.

Interessierte sind herzlich willkommen!

Aids? Hilfe...

0700.44 5 33.211 *

Die Beratungsnummer der AIDS-Hilfe Düsseldorf e.V.

* wochentags von 9–18 Uhr: 12 Cent, sonst 6 Cent

www.duesseldorf.aidshilfe.de

online-Beratung

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