Verfahrenstechnik 6/2025
Verfahrenstechnik 6/2025
Verfahrenstechnik 6/2025
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19098
06
September 2025
€ 13,00
TITEL
14 Drucklufttechnik:
Verlässliche Prozesse
10
Powtech Technopharm:
Trends der Messe
20 Rohstoffrückgewinnung:
Sichere Entwässerung
verfahrenstechnik.de
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Wer hier nicht liest, bleibt zurück!
Während andere noch rätseln, wissen Sie bereits,
was die Branche als Nächstes bewegt.
EDITORIAL
INNOVATIONEN BRINGEN
WACHSTUM
Herbstzeit ist Messezeit auch für die verschiedenen Bereiche der Verfahrenstechnik.
München, Nürnberg und Düsseldorf laden zu Drinktec, Powtech Technopharm und K-Messe
ein. Die Stimmung in der Deutschen Wirtschaft ist im Vorfeld allerdings schlecht; kein
Merz-Aufschwung ist bislang in Sicht. Das aber ist nicht die ganze Wahrheit. Die Zahlen
der pharmazeutischen Industrie zum
INNOVATIONEN BRINGEN DEN
ENTSCHEIDENDEN VORTEIL IN
SCHWIERIGEN ZEITEN
Beispiel zeigen nach oben. Fünf Prozent
Umsatz- und zwei Prozent Produktionswachstum
im ersten Halbjahr 2025 im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum und
die Prognosen sehen auch für dieses Jahr
dem Branchenverband VCI zufolge ein weiteres Wachstum von vier beziehungsweise drei
Prozent vor. Für die Messe Nürnberg war es da keine schlechte Entscheidung, die Branche
schon im neuen Messetitel „Powtech Technopharm“ hervorzuheben und organisatorisch auf
der Messe aufzuwerten; mehr dazu ab Seite 10 in diesem Heft. Das Potenzial
der Branche wird auch an unserem Verlagsstandort in Mainz erkennbar.
Nicht nur Biontech baut hier an ihrem neuen Biotech-Campus, auch andere
Unternehmen der Labor- und Pharmabranche errichten ihre Neubauten
rund um die Kliniken der Stadt. Sie alle sind auf ihre Partner in der Industrie
angewiesen, die am Ende helfen müssen, aus innovativen Ideen einen soliden,
industriellen Prozess zu erschaffen, der allen Vorschriften und Regularien
genügt und dabei doch wirtschaftlich effizient ist. Die Powtech Technopharm
ist der richtige Ort, um sich das anzusehen; auch über die Pharmazeutik
hinaus in den anderen Bereichen der Verfahrenstechnik. Denn Innovationen
können den entscheidenden Vorteil bringen in einem schwierigen wirtschaftlichen
Umfeld. So ist es vielleicht kein Zufall, dass mit der Pharmazeutischen
Industrie ausgerechnet eine Branche wächst, die im Schnitt 16 Prozent des
Umsatzes in Forschung und Entwicklung steckt.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie in dieser Ausgabe oder
auf einer der Messen, Ihre nächste Innovation finden,
Daniel Schilling
Redakteur
VERFAHRENSTECHNIK
Zertifizierter Brandschutz
für die Schüttgutindustrie.
Von der Absauganlage bis
zum Zerkleinerer.
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Wir beraten Sie gern.
POWTECH | Stand 10-488
10
EDITORIAL
03 Innovationen bringen Wachstum
PERSPEKTIVE
06 Ernährung der Zukunft
NACHRICHTEN
07 Aktuelles aus der Branche
MESSE POWTECH TECHNOPHARM
10 Fachmesse in Nürnberg: Treffpunkt der
Verfahrenstechnik
12 Marktplatz: Produkte, Technologien, Trends
BETRIEBSTECHNIK
TITELSTORY
14 100% Verfügbarkeit, 0% Probleme:
Aerzen-Aggregate sorgen bei A+S BioTec für
verlässliche Transportprozesse
18 Marktplatz: Produkte, Technologien, Trends
TITEL
14
Marianny
Eisenhofer,
Direktorin der
Powtech
Technopharm
SPECIAL LEBENSMITTELTECHNIK
20 Drinktec 2025: Entwässerungslösung für
flüssige Ausschussware
24 Hygienisch, effizient und nachhaltig: Moderne
Messtechnik für Milchpulvertrocknungsanlagen
26 Interview mit Richard Clemens:
„Neue Technologien für die Getränkeindustrie“
VERFAHREN UND ANLAGEN
28 Lösung für Medizin und Pharma: Verpackungslinie
erstmals mit Sechsachs-Kinematik
30 Inline-Kavitation: Effizienz neu gedacht in der
Prozessindustrie
31 Marktplatz: Produkte, Technologien, Trends
Anzeige: Aerzener Maschinenfabrik GmbH
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BEILAGE
Ein Teil dieser Ausgabe enthält eine
Beilage der MEORGA GmbH, Dillingen.
Lesen Sie, wie Aggregate für verlässliche
Transportprozesse sorgen
4 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de
KOMPONENTEN UND SYSTEME
32 Teilchenphysik: Membrandosierpumpen zur
Kühlung empfindlicher Siliziumkomponenten
34 Vakuumpumpen: Betriebstemperatur halten
bei Hitze
35 Marktplatz: Produkte, Technologien, Trends
26
NEU UND NACHHALTIG
36 Klima- und Umweltschutz in der
Prozessindustrie
MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN
38 Präzise Durchflussmessung im Abgas:
Prozesssicherheit im Fokus
41 Marktplatz: Produkte, Technologien, Trends
SPECIAL
20
41 Impressum
43 Vorschau
32
Anzeige: Strautmann Umwelttechnik GmbH
PERSPEKTIVE
ERNÄHRUNG
DER ZUKUNFT
Im Leitprojekt »FutureProteins« haben sechs
Fraunhofer-Institute geschlossene und
platzsparende Indoor-Anbauanlagen für eine
ganzjährige, klima- und saisonunabhängige
Gewinnung von Proteinen aus alternativen
Quellen entwickelt. Die erzeugten Proteine
und Rohstoffe werden zum ersten Mal auch
miteinander kombiniert und zu Prototypen
für Lebensmittel verarbeitet.
Auf alternative Proteine aus Pflanzen, Insekten, Pilzen
und Algen setzen Forschende im Fraunhofer-Leitprojekt
»FutureProteins«. Sechs Institute bündeln ihre Expertise,
um neue Proteinquellen mit eigens entwickelten, ganzjährig
nutzbaren, flächen-, klima- und standortunabhängigen
Indoor-Anbausystemen nachhaltig zu erschließen und daraus
Nahrungsmittel zu produziere. Neben vier Indoor-Agraranbauanlagen
– Vertical Farming für Pflanzen, Insect Farming für
Insekten, Bioreaktoren für Pilze sowie Photobioreaktoren für die
Kultivierung von Algen – haben die Forschenden außerdem aus
den Produkten eine Reihe schmackhafter Nahrungsmittel für die
Lebensmittelindustrie entwickelt.
Zudem sind die vier Anlagen miteinander verzahnt: Die
Nebenströme aus den unterschiedlichen Verarbeitungsstufen
lassen sich für die Kultivierung weiterer Proteinsysteme nutzen.
ERBSEN AUF BERG- UND TALFAHRT
Mit der am Fraunhofer IME in Aachen entwickelten OrbiPlant-
Technologie gelang es den Forschenden zum Beispiel erstmals,
Erbsen im Indoorbereich effizient anzubauen. Das förderbandbasierte
System macht nicht nur den Einsatz von Pestiziden
obsolet, sondern ermöglicht eine platzsparende Anbauweise, mit
der sich 95 Prozent des Wasserverbrauchs und 50 Prozent des
Düngerbedarfs einsparen lassen. Die Anlage zeichnet sich durch
eine integrierte natürliche Klimatisierung aus und bewegt sich
wellenförmig. Das ermöglicht einen platzsparenden Anbau.
Während der stetigen Auf- und Abbewegung des Förderbands
werden die eingehängten Pflanzen aeroponisch mit Wasser und
Nährstoffen versorgt.
An der Entwicklung hochwertiger und schmackhafter
Lebensmittel aus verschiedenen Proteinquellen arbeiten die
Forschenden am Fraunhofer IVV in Freising. Ein Lebensmitteltechnikum
mit den vorhandenen Pilotanlagen zur Herstellung
von Fleisch- und Milchalternativen sowie Backwaren am
Standort bei München bietet die Voraussetzungen, um
Lebensmittel bis zur Marktreife zu führen. Die so entwickelten
veganen Fleisch alternativen kombinieren unterschiedliche
Proteinquellen wie Erbsen und Pilze. Das Resultat sind zum
Beispiel besonders saftige Burgerpatties mit verbessertem
Nährwertprofil.
Bild: Fraunhofer IME
www.ime.fraunhofer.de/
www.ivv.fraunhofer.de/
6 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de
MITUTOYO UND NEMERA:
PARTNERSCHAFT FÜR PRÄZISES MESSEN
Extreme Präzision und Maßgenauigkeit sind zentrale Eigenschaften der
medizintechnischen Kunststoffprodukte, die Nemera in Neuenburg am
Rhein in hoher Stückzahl herstellt. Dazu zählen Spendersystemen wie
Insulinpens, Inhalatoren und Dispenser. Mit fast 700 Mitarbeitenden und
einer Produktionsfläche von rund 11.000 m 2 verteilt auf 13 Hallen ist dieser
Standort der größte von Nemera. Der Aufwand an Messtechnik, den
Nemera treibt, ist hoch. Das Unternehmen arbeitet
in diesem Bereich seit mehr als dreißig Jahren mit
Mitutoyo zusammen. Die Kooperation hat Nemera
jetzt weiter vertieft mit der Anschaffung eines
hochauflösenden Computertomografie-Systems (CT)
von RX Solutions, einem Partnerunternehmen von
Mitutoyo. Gemeinsam mit Mitutoyo erarbeiten die
Verantwortlichen in Neuenburg im Augenblick
werksübergreifende Standards für die Hard - und
Software der Messtechnik.
www.mitutoyo.de
DORTMUND
18. - 19. MÄRZ 2026
Special Area:
STAND ZUM
Prozessautomatisierung
VORTEILSPREIS
SICHERN
SEW-EURODRIVE BETEILIGT SICH AN BBH PRODUCTS
SEW-Eurodrive hat eine hat eine 34-Prozent-Beteiligung an BBH Products
erworben. BBH Products wird auch künftig unabhängig am Markt als
Anbieter von Lösungen der Funktionalen Sicherheit agieren und seine
Bestandskunden und Neukunden unverändert bedienen. Beide Unternehmen
legen großen Wert auf Partnerschaften, die auf Innovation und
technologischen Fortschritt fokussiert sind. Die kürzlich vertraglich
besiegelte Zusammenarbeit ist ein weiterer wichtiger Schritt in diese
Richtung und betont das gemeinsame Engagement beider Unternehmen
für technologische Fortschritte und sichere Lösungskonzepte.
Dr. Hans Krattenmacher, Geschäftsführer Innovation Mechatronik bei
SEW-Eurodrive, freut sich auf die zukünftigen
Möglichkeiten: „Diese Partnerschaft ermöglicht es
SEW-Eurodrive, alle relevanten Produkte von BBH
Products als Brandlabel zu vertreiben und selbst zu
produzieren. Ab sofort werden wir gemeinschaftlich
weitere Lösungen definieren und entwickeln sowie
intensiv in der Produktion zusammenarbeiten.“
www.sew-eurodrive.de
© 2025 Easyfairs Group
MOBIL-IN-TIME ÜBERNIMMT ACR CHILLER RENT
Die Mobil-in-Time-Gruppe übernimmt Acr chiller rent. Acr ist spezialisiert
auf Mietkälte-Lösungen und bietet seine Leistungen deutschlandweit an.
Mit diesem Schritt verdoppelt die Mobil-in-Time-Gruppe ihre Mietkältesparte.
Im Ergebnis können die Kunden beider Unternehmen zukünftig mit
übergreifenden Mietkälte- und -wärme-Lösungen bedient werden. Acr
wurde 2004 als Tochterunternehmen der Kältetechnik aircool gegründet
und wird inzwischen in zweiter Generation geführt. Seit der Gründung hat
Acr sich mit mehr 2.000 umgesetzten Projekten als wichtiger Anbieter für
Mietkälte etabliert. Das Portfolio
umfasst ein breites Spektrum von
mittlerweile rund 500 Anlagen wie
Kaltwassersätze, Rückkühler, Tiefkältezentralen,
Klimageräte, Umluftkühler,
Lüftungsgeräte, Hydraulik-Module
sowie umfangreiches Zubehör.
www.mobilintime.com
Parallel
zur:
NEU: Special Area
Prozessautomatisierung
www.solids-recycling-technik.de
Premiumpartner:
STRATEGISCHE PARTNERSCHAFT
Fette Compacting
und die führende
Contract Development
and Manufacturing
Organization
(CDMO)
CMIC CMO USA
gehen eine
strategische Kooperation ein. Im Zentrum der
Zusammenarbeit steht die Integration des kontinuierlichen
Direktverpressungssystems FE CPS mit
einer Rundläufertablettenpresse FE55 von Fette
Compacting in die GMP-zertifizierten Reinräume
von CMIC in Cranbury, New Jersey. Pharmaunternehmen
können dort, mit Hilfe von Fette Compacting
und CMIC, kontinuierliche Fertigungsprozesse
entwickeln und validieren sowie klinische Muster
unter regulierten Bedingungen herstellen lassen.
Die Kombination aus CMICs regulatorischer
Expertise und Fette Compactings technologischer
Führungsrolle schafft somit eine einzigartige
Entwicklungsplattform.
www.fette-compacting.de
ERWEITERUNG DES PRÜFLABORS
Tüv Süd investiert weiter in seine Prüfkapazitäten für Innovationen,
Qualität und Sicherheit von Produkten und erweitert
sein Labor in Frankfurt am Main. Die neuen Prüfeinrichtungen
wurden im Rahmen eines feierlichen „Open Lab Days“ am
Standort vorgestellt, an dem Kunden und Mitarbeiter exklusiv
Einblicke in die hochmodernen neuen Testumgebungen
erhielten. Das Frankfurter Labor, gegründet im Jahr 1990 mit
16 Mitarbeitern und
heute auf fast 100
Mitarbeiter gewachsen,
ist zentraler Bestandteil
des globalen Tüv Süd-
Netzwerks und bietet ein
breites Spektrum an
Prüfleistungen für
verschiedene Industrien.
Zu den bestehenden Services gehören im Kompetenzbereich
„Elektro / Mechanik“ umfassende Prüfungen von elektrischen
und mechanischen Werkzeugen, elektrischen Komponenten,
einschließlich Kabeltrommeln, Mehrfachsteckdosen und
Installationszubehör, elektrischen und mechanischen
Reinigungsgeräten sowie Hochdruck- und Pumpensystemen.
www.tuvsud.com
NEUES KOMPETENZZENTRUM KUNSTSTOFFTECHNIK
Im Juli 2023 startete der Bau des
neuen Kompetenzzentrums
Kunststofftechnik am Bürkert
Campus Criesbach. Auf einer
Nutzfläche von rund 6.000 m2
entstand bis Dezember 2024
zunächst eine Halle, in der die
komplette Prozesskette der
Kunststofftechnik des Unternehmens räumlich eng
zusammen rückt. Alle Anforderungen an das Kunststoffbauteil,
die passenden Materialien und die geplanten
Fertigungsschritte werden frühzeitig überprüft und
aufeinander abgestimmt. Bürkert prüft die Teile im
Verbund – von Entwicklung, Werkzeugbau und dem
Technikum – legt sie werkstoffgerecht aus, qualifiziert und
stellt sie her. Auch Analyselabor
und Technikum profitieren von der
neu gewonnenen Nähe: Notwendige
Untersuchungen können in
enger Verzahnung bearbeitet und
gelöst werden. Die im Rahmen der
Baumaßnahmen auf dem Campus
freigewordenen Flächen nutzt das
Unternehmen künftig für die Erweiterung der kundenspezifischen
Systementwicklung sowie den Ausbau der
Zerspanungstechnik. Diese Flächen werden damit um rund
30 Prozent erweitert und ermöglichen das weitere
Wachstum am Standort. Insgesamt investierte Bürkert
rund 20 Millionen Euro in den Bau am Campus Criesbach.
www.buerkert.de
CHEMIEPARK GENDORF ERHÄLT ZUWACHS
Das Fürther Unternehmen Pruvia errichtet seit dem Sommer eine der europaweit größten, kommerziellen Plastic-to-Oil-
Anlagen. Das gaben der Betreiber des Chemieparks, InfraServ Gendorf, und Pruvia im Rahmen eines gemeinsamen
Pressegesprächs in Gendorf bekannt. Das von Pruvia entwickelte und patentierte Verfahren wandelt nicht recycelbare
Mischkunststoffabfälle mittels eines kontinuierlichen Pyrolyse-Prozesses in zirkuläres, nicht fossiles Naphtha um. Dieser
aus Abfall wiedergewonnene Rohstoff kann in der petrochemischen Industrie zur Herstellung von neuen Kunststoffen
verwendet werden. Die moderne Pruvia Anlage ersetzt fossile
Rohstoffe und trägt gleichzeitig zur nachhaltigen Defossilisierung
der chemischen Industrie durch umweltschonende Kreislaufwirtschaft
von Kunststoffen bei. Mit der Inbetriebnahme, die für das
4. Quartal 2026 geplant ist, wird die Anlage in Gendorf eine Jahreskapazität
von 35.000 Tonnen Mischkunststoffabfälle verarbeiten. Das
Unternehmen investiert einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag
in Gendorf und wird dort rund 30 Mitarbeiter beschäftigen.
www.infraserv.gendorf.de
8 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de
NACHRICHTEN
SEMINARE, TAGUNGEN, KURSE
VERANSTALTUNG
Fachmesse Drinktec 2025. Fachmesse für die Getränkeund
Liquid-Food-Industrie.
bit.ly/472lB42
Tagung 29. Fachtagung Schüttgutfördertechnik
bit.ly/45xjlkl
Fachmessen Powtech Technopharm 2025 und Fachpack
2025. Fachmessen für Verfahrenstechnik und Verpackung,
bit.ly/45p7OU5 und bit.ly/3JiWIHy
Fachmesse K-Messe 2025. Internationale Messe für die
Innovationen der Kunststoff- und Kautschukindustrie:
bit.ly/4lvTQ7C
DATUM, ORT
ABB UND BILFINGER
KOOPERIEREN
15.-19.09.2025, München
17.-18.09.2025, Magdeburg
23.-25.09.2025, Nürnberg
08.-15.10.2025, Düsseldorf
ABB wird mit dem Industriedienstleister
Bilfinger kooperieren. Beide Unternehmen
wollen gemeinsam Lösungen entwickeln,
um betriebliche Effizienz in Energie- und
Prozessindustrie zu steigern. Ziel ist das
Angebot an Messtechnik und digitalen Technologien für Branchen wie
Energie, Chemie, Petrochemie, Pharma, Biopharma sowie Öl und Gas zu
erweitern. ABB bringt ein breites Portfolio an Instrumentierungs- und
digitalen Technologien ein, Bilfinger hat ein umfassendes Know-how bei
konventionellen und erneuerbaren Energien.
www.abb.com
5,2 %
226,4 Milliarden Euro – so hoch
lagen die FuE-Ausgaben der
Chemie- und Pharmaindustrie
weltweit. Fast 50 % davon entfallen
auf die USA. Deutschland
hat einen Anteil von 5,2 % an
den globalen FuE-Investitionen
und belegt damit Platz 4, nach
den USA, China und Japan.
Quelle: VCI
50 %
Zuschuss gibt es für die Umstellung
auf Prozesswärme aus
nicht-fossilen Quellen maximal
im Förderprogramm EEW
Quelle: Bundeswirtschaftsministerium
MIT NEUEN TECHNOLOGIEN DEN
MITTELSTAND STÄRKEN
Das Technologie-Netzwerk it‘s OWL ist ein wichtiger
Motor, um die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie in
OWL zu sichern. 230 Unternehmen und Forschungseinrichtungen
engagieren sich hier. Mit einer neuen
Strategie will it‘s OWL nun Unternehmen unterstützen,
Innovationen zu entwickeln und Wachstumsimpulse zu
setzen. Dazu dienen neben 20 Forschungsprojekten
auch ein neues Leistungszentrum, themenbezogene
Fokusgruppen und eine Weiterbildungsplattform.
Dr. Stefan Breit, der
Vorsitzende des
Clusterboards und
Geschäftsführer bei
Miele, gibt sich
zuversichtlich für den
heimischen Mittelstand:
„Die globale
Wirtschaft hat das
Potenzial, 2025 wieder
stärker zu wachsen. Das wurde auch jüngst auf dem
Wirtschaftsforum in Davos sehr deutlich.“ Künstliche
Intelligenz sei ein entscheidender Schlüssel für die
Unternehmen, neue datenbasierte Geschäftsmodelle zu
entwickeln und so Wachstum zu fördern. Mit dem
Rückenwind von it‘s OWL werden wir unsere Chancen
strategisch nutzen und als Gewinner aus der
Transformation hervorgehen“, erklärte er.
www.its-owl.de
SOLIDS UND RECYCLING-TECHNIK
DORTMUND 2026
Am 18. und 19. März
feiert die Solids
Dortmund 2026,
Fachmesse für
Granulat-, Pulverund
Schüttgut-
Technologien, ihr
20-jähriges Jubiläum.
Parallel dazu findet
die 9. Ausgabe der
Recycling-Technik
Dortmund statt. Die
Aussteller zeigen in
vier Hallen neue und bewährte Technologien und Lösungen für die
Schüttgut-, Prozess- und Recycling-Industrie. Besucher erwarten
zahlreiche Highlights. Dazu gehören eine neue Special Area
„Prozessautomatisierung“, der Polish Pavilion, ein zum ersten Mal
vergebener Start-Up-Award sowie der neue Branchen-Podcast
„Bulk-Talk“. Bereits über 300 Aussteller haben ihre Teilnahme
bestätigt. Mit dabei sind langjährige Partner wie GKM Siebtechnik,
Emde Automation oder Bückmann, sowie neue Unternehmen und
Institutionen aus dem In- und Ausland wie zum Beispiel das
Fraunhofer IZFP, Grenzebach Maschinenbau, NT Service, SEW-
Eurodrive, SMF oder Strabag. Technologie-Anbieter können sich bis
zum 17. September 2025 einen Stand zum Vorteilspreis sichern. Die
Anmeldung kann über die Webseite der Messe oder direkt über das
Organisationsteam erfolgen.
www.solids-recycling-technik.de
www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 9
MESSE POWTECH TECHNOPHARM
FACHMESSE IN NÜRNBERG
TREFFPUNKT DER
VERFAHRENSTECHNIK
Kaum eine andere Messe in Deutschland stellt
das Thema Verfahrenstechnik seit 1984 so in
den Mittelpunkt wie die Powtech in Nürnberg.
Dieses Jahr findet die Messe als Powtech
Technopharm vom 23. bis zum 25. September
statt. Mit Veranstaltungsleiterin Marianny
Eisenhofer sprach Verfahrenstechnik-
Redakteur Daniel Schilling über den
Schwerpunkt Pharmazeutik,
Live-Demonstrationen und die
parallele Messe Fachpack.
Frau Eisenhofer, aus der Powtech wird die Powtech Technopharm:
Was ist neu? Wieviel Raum nimmt das Thema Pharma
2025 auf der Messe ein?
MARIANNY EISENHOFER: Die Pharmabranche war schon
immer eine der Top drei Besucherbranchen der Powtech. Nun
rücken wir diese mit dem Zusatz Technopharm noch gezielter in
den Fokus und widmen uns zusätzlich der GxP-konformen
Herstellung von pharmazeutischen Produkten in fester, halbfester
und flüssiger Form.
Das spiegelt sich sowohl auf der Messe als auch im Begleitprogramm
wider. Neu ist unter anderem der Pavillon „Pharma
in Focus“ in Halle 10, wo Unternehmen ihre aktuellen Produkte
und Dienstleistungen rund um die pharmazeutische Verfahrenstechnik
vorstellen. Im Technopharm Forum – kuratiert und
moderiert von unserem ideellen Träger APV (Arbeitsgemeinschaft
für pharmazeutische Verfahrenstechnik e.V.) – erwarten
die Besucher ebenfalls in Halle 10 zudem Vorträge, Diskussionen
und Impulse zu Technologien für Entwicklung, Produktion
und Qualitätssicherung. Hier wird bewusst out-of-the-box
gedacht, etwa mit Speakern des BDI (Bundesverband der Deut-
Traditionell gibt
es auf der Powtech
viele Live-Exponate
zu sehen
schen Industrie e. V.) oder des VEA (Bundesverband der Energie-Abnehmer
e. V.). Und neu: Auch Anwender kommen hier zu
Wort – nicht nur Hersteller.
Natürlich gibt es auch darüber hinaus weitere Neuerungen:
Besonders am Herzen liegt mir „Women4Processing“, das neue
Netzwerk für Frauen in der Prozesstechnologie. Hier begegnen
sich engagierte Frauen aus Industrie, Forschung & Entwicklung,
Marketing & Sales sowie Wissenschaft, um Wissen zu teilen,
voneinander zu lernen und gemeinsam neue Impulse für die
Verfahrenstechnik zu setzen.
Auch neue Partner dürfen wir dieses Jahr an Bord der Powtech
Technopharm begrüßen, wie zum Beispiel das ZLV (Zentrum für
Lebensmittel- und Verpackungstechnologie e. V.) oder auch die
IND EX (Intercontinental Association of Experts for INDustrial
EXplosion Protection e. V.). Insofern gilt: Nicht alles, aber vieles
neu macht die Powtech Technopharm im September.
Gibt es noch bei anderen Bereichen der Verfahrenstechnik
einen Schwerpunkt?
MARIANNY EISENHOFER: Neben der Pharmaindustrie stehen
die Branchen Chemie, Food sowie der allgemeine Maschinenund
Anlagenbau im Fokus. Und dennoch bleibt die Powtech
Technopharm traditionell der Treffpunkt der internationalen
Verfahrenstechnik-Community in ihrer ganzen Breite. Unser
Ziel ist es nicht, einzelne Schwerpunkte zu setzen, vielmehr lebt
die Messe von ihrer Vielfalt. Die Pharmabranche bildet eine
besondere Facette, da sie mit spezifischen Anforderungen einhergeht.
Was die Veranstaltung auszeichnet, ist der lebendige
Austausch quer über alle Anwendungsbereiche hinweg. Durch
Cross-Industry-Denken entstehen individuelle Lösungen – und
oft auch neue Perspektiven über den gewohnten Tellerrand
hinaus.
Mein Tipp zur Vorbereitung des Messebesuchs: In der
Aussteller- und Produktdatenbank auf unserer Website
können Besucher je nach gewünschter Produktkategorie
oder Branche filtern und sich ihren individuellen
Plan für den Messebesuch erstellen.
10 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de
POWTECH TECHNOPHARM 2025
23. bis 25. September
9:00 bis 18:00 (Donnerstag bis 17:00)
Messegelände Nürnberg
(Parallel: Kongress Partec 2025 und Fachpack 2025)
Tageskarte (mit Fachpack): 70 Euro
Dauerkarte(mit Fachpack): 95 Euro
Partec industry: 1450 Euro
www.powtech-technopharm.com
www.fachpack.de
Welche Live-Demonstrationen erwarten die Messebesucher in
diesem Jahr in den und um die Hallen?
MARIANNY EISENHOFER: Da die Powtech Technopharm eine
Messe zum „Anfassen“ ist, erleben Besucher in den Hallen zahlreiche
Exponate der Aussteller hautnah. Wie gewohnt, finden
täglich mehrmals die Live-Demonstrationen zum Explosionsschutz
im Messeparkt statt. Auch in diesem Jahr macht das
REMBE Research + Technology Center (RTC) die Auswirkungen
einer Explosion sicht- und spürbar. Ein weiteres Highlight in
diesem Jahr ist der Wettbewerb ChemCar des VDI-GVC, bei dem
Modellfahrzeuge ins Rennen gehen, die von (bio-)chemischen
Reaktionen angetrieben werden – und zwar mitten im Messegeschehen
am zweiten Messetag um 15:30 Uhr im Eingangsbereich
NCC West.
Wie lief die Abstimmung mit der Fachpack? Gibt es Aussteller,
die auf beiden Messen präsent sind? Gibt es Hinweise für die
Besucher der einen Messe, was auf der jeweils anderen für sie
sehenswert ist?
MARIANNY EISENHOFER: Wir sind ein Team und arbeiten an
vielen Stellen messeübergreifend, daher gab es eine enge Abstimmung
beiderseits – wie bereits 2022. Insgesamt verzeichnen
wir über 300 Aussteller, die ein Angebot für die Besucher beider
Messen haben. Das sind unter anderem Syntegon, Lutena, Steriline,
Piab, SSB, Gröning, AviteQ, Nerak, Mesutronic, Agrama,
Bernhardt, AST, Safecontech, GreifVelox, Beumer, Piab, Altrimex,
um nur einige zu nennen. Zur Orientierung der Besucher gibt es
eine dementsprechende Kennzeichnung in unserem Print-Messebegleiter
und auch digital in der Aussteller- und Produktdatenbank
auf der Website.
DAS INTERVIEW FÜHRTE DANIEL SCHILLING,
REDAKTEUR VERFAHRENSTECHNIK
Bilder: NürnbergMesse
www.powtech-technopharm.com
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des Möglichen
Mit dem einzigartigen Eirich-Mischprinzip steht
Dir die Welt der Prozesstechnik offen. Wir haben
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Kunden und ihre Produkte besser zu machen.
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NürnbergMesse GmbH
Messezentrum, 90471 Nürnberg
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www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 11
MESSE POWTECH TECHNOPHARM
INDUSTRIESAUGER UND ABSAUG-
ANLAGEN FÜR SCHÜTTGUT
Wo Schüttgüter verarbeitet oder hergestellt
werden, kommt es zu Staubentwicklung. Hier
kommen Industriesauger zum Einsatz. Häufig sind
es keine klassischen, kompakten Universalsauger,
sondern
deutlich
größere mobile
oder stationäre
Anlagen, da die
Staubmengen
ebenfalls
größer sind.
Auf der
Powtech 2025
wird Ruwac in Halle 10.0, Stand 438 beispielhafte
Industriesauger für diese Einsatzzwecke vorstellen
– unter anderem eine Anlage der DA 5-Serie, die
sich als leistungsstarker mobiler Sauger einsetzen
lässt, aber auch als stationäres Saugaggregat einer
zentralen Absauganlage. In beiden Fällen verfügt
der DA 5 über einen kraftvollen Drehstromantrieb,
der auch im 24/7-Betrieb eingesetzt werden kann.
Ein weiteres Exponat wird ein Entstauber mit
Absaugarm sein. Diese kompakten und modular
konstruierten Anlagen ermöglichen das Absaugen
direkt an der Entstehungsstelle des Staubes. Das
verringert die Staubmenge, die in die Umgebung
gerät. Entsprechend weniger muss dort gesaugt
werden. Auch bei Gefahrstoffen ist diese Lösung
der beste Weg.
www.ruwac.de
POWTECH: RICO ZEIGT INNOVATIONEN
IM EXPLOSIONSSCHUTZ
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REDEX® Ball überzeugt mit erweitertem Zertifikat: Die
RICO Sicherheitstechnik AG präsentiert auf der POW-
TECH ihre neuesten Technologien im Bereich des
Explosionsschutzes. Am Stand 12-454 in Halle 12.0
erwartet Fachbesucher ein vielseitiges Produktportfolio
mit praxisnahen Lösungen. Eines der Highlights der
Messe ist der weiterentwickelte REDEX® Ball, der für die
pneumatische Förderung
bei gleichzeitigem
Explosionsschutzbedarf
entwickelt wurde. Das
Produkt konzentriert sich
auf die Staubexplosionsklassen
St1 und St2 für
organische Stäube.
Während bisher sowohl ein IR- als auch ein Druck-Sensor
für die Detektion einer Explosion erforderlich waren, ist
der REDEX® Ball neuerdings für die niedrigere Staubexplosionsklasse
St1 mit ausschließlichem Einsatz eines
IR-Sensors zugelassen. Dies ermöglicht eine kompaktere
Steuerungseinheit und spürbare Kosteneinsparungen
bei gleichbleibend hoher Funktionssicherheit. Zusätzlich
zeigt RICO den aktuellen Entwicklungsstand des innovativen
REDEX® Flap sowie bewährte Lösungen wie das
VENTEX® Ventil. Auch aktive Entkopplungssysteme wie
der Explosionsschutzschieber RSV und der REDEX® Slide
stehen im Fokus – speziell konzipiert für anspruchsvolle
staubführende Anwendungen.
www.rico.ch
DIE NÄCHSTE GENERATION DER
PROZESSLUFTERZEUGUNG
Aerzen-Verdichter, -Gebläse und -Turbos sind das
Herzstück unzähliger pneumatischer Anwendungen
zur Förderung von Pulvern, Schüttgütern und
festen Stoffen. Das
Unternehmen bietet ein
breites Produktportfolio
maßgeschneiderter
Lösungen von - 850
mbar bis 10,5 bar und
realisiert effiziente,
ressourcenschonende
und wirtschaftliche Anlagenkonzepte. Davon
können sich die Besucher der Powtech in Nürnberg
an Stand 420 in Halle 9 überzeugen. Powtech-
Premiere feiern die neue zweistufige, ölfreie
Druckluftkompressor-Serie DS, die nagelneue
Schraubengebläse-Baugröße D31S (Delta Hybrid),
die neue Schraubenverdichterstufe VM200 (Delta
Screw) und ein Drehkolbengebläse (Delta Blower)
vom Typ GM4S in ATEX-Ausführung einschließlich
Zonentrennfilter und ohne Haube für Unterdruckanwendungen.
www.aerzen.com/powtech
ZUVERLÄSSIGE FÜLLSTANDMESSTECHNIK
FÜR SCHÜTTGÜTER
Schüttgut sicher im Griff
– unter diesem Motto
präsentiert Vega
Grieshaber auf der
diesjährigen Powtech
Technopharm in Halle
10.0, Stand 304 Sensorik
für die Messung von
Füll- und Grenzstand. Im
Fokus stehen Lösungen für anspruchsvolle Anwendungen in
der Schüttgut- und Pulvertechnik. Ein Highlight ist der
Vegapuls 6X. Der 80-GHz-Radarsensor überzeugt in schmutzoder
staubintensiven Prozessen durch den optionalen
Spülluftanschluss, der für dauerhaft saubere Antennen und
störungsfreie Messergebnisse sorgt. Ebenfalls zu sehen: der
kompakte Radarsensor Vegapuls C 23 aus der Basic-Serie. Für
kleinere Silos oder Behälter bietet er eine smarte Einstiegslösung
in die 80-GHz-Radartechnologie. Abgerundet wird das
Messeportfolio durch die bewährten Vibrationsgrenzschalter
Vegavib und Vegawave. Ob feinkörniges Pulver oder grobkörniges
Schüttgut – die robusten Sensoren melden zuverlässig
jede Über- oder Unterschreitung definierter Grenzstände.
www.vega.com
12 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de
SCHONENDE ZERKLEINERUNG
IN PERFEKTION
Auf der Powtech 2025 präsentiert
Bauermeister an Stand 219 in Halle 9 die
neueste Weiterentwicklung der UW
Walzenmühle. Die neue Generation wurde
in erster Linie für die präzise, schonende
Vermahlung von geröstetem Kaffee
entwickelt. Dank einer großen Bandbreite an Walzenoberflächen eignet sie sich
jedoch ebenso für zahlreiche weitere trockene, spröde und mittelharte Produkte.
Neben den Walzenmühlen sind auch Prallmühlen für die Pulverisierung kristalliner,
spröder und trockener Produkte im Angebot. Die UM Universalmühlen
arbeiten dabei nach dem Rotor-Stator-Prinzip. Das Mahlwerkzeug schleudert das
Produkt gegen einen Siebkorb, den es erst nach Erreichen der Zielfeinheit
passiert. Die Funktionsweise der Bauermeister GM Gap Mill basiert ebenfalls auf
dem Prallprinzip, verzichtet jedoch auf den Siebkorb. Beide Mühlentypen lassen
sich jeweils mit dem CL Air Classifier kombinieren. Dieser ermöglicht eine präzise
Oberkornabtrennung, bei der das Grobgut automatisch in den Mahlprozess
zurückgeführt wird.
www.probat.com
ABSPERRKLAPPE MIT MINIMALEN
DRUCKVERLUSTEN
Ebro (Halle 9, Stand 439) entwickelte die Absperrklappe
WS112 für Wasser anwendungen. Dank
minimaler Druckverluste durch strömungsoptimiertes
Design eignet sie sich für Leitungen, die große Mengen
transportieren. Das Seal-on-Disc-Design der Doppelflansch-Armatur
gewährleistet eine beidseitig leckagefreie Abdichtung. Dabei
deckt sie anspruchsvolle Einsatzbedingungen ab. Die doppelt exzentrische
Konstruktion mit polygonaler Welle reduziert Reibung und minimiert Verschleiß.
Sieist ideal für Rohrleitungen, über die große Wassermengen transportiert
werden. Das Polygonprofil der Welle sorgt für eine optimierte Kraftübertragung
von der Welle auf die Scheibe. Bolzen oder Stifte, die die Welle mit der Scheibe
verbinden, sind damit überflüssig. Das Polygonprofil sichert eine formschlüssige
Verbindung und das Dry-Shaft-Design mit Präzisionslagern, O-Ringen und
geschlossenen Scheibennaben gewährleistet dauerhaften Korrosionsschutz.
www.ebro-armaturen.com
GRECON GEWINNT GOLDENEN IF DESIGN AWARD
Fagus-Grecon (Halle 9, Stand 500) wurde für den Grecon Protector mit der
höchsten Auszeichnung des iF Design Awards 2025 gewürdigt. Dieser Award zählt
zu den weltweit renommiertesten Auszeichnungen für herausragendes Design.
Die unabhängige iF-Jury prämierte die nächste Generation des vorbeugenden
industriellen Brandschutzsystems, bestehend aus der Funken- und Flammenerkennung,
der Steuerzentrale und dem Löschungsmodul, mit dem iF Gold Award.
Vor allem wegen seiner intuitiven Benutzerführung, dem modularen Aufbau und
der konsequenten Verbindung von Funktionalität und Design setzt der Protector
neue Standards in Bezug auf industrielle Sicherheit, urteilte die Wettbewerbsjury.
Er erkennt und löscht Funken sowohl in
Rohrleitungen als auch im Maschinenbrandschutz
sowie im Objektschutz
und trägt so dazu bei, Brände und
Explosionen in Produktionsanlagen zu
verhindern – noch bevor sie überhaupt
erst entstehen können.
www.fagus-grecon.com
BETRIEBSTECHNIK
100% VERFÜGBARKEIT, 0% PROBLEME
AERZEN-AGGREGATE SORGEN BEI
A+S BIOTEC FÜR VERLÄSSLICHE
TRANSPORTPROZESSE
Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit haben bei A+S BioTec oberste
Priorität. Das saarländische Familienunternehmen nutzt daher zur
pneumatischen Förderung seiner Rohwaren und Produkte seit über
50 Jahren ausschließlich Gebläse und Verdichter von Aerzen.
Die Aggregate stellen absolut öl- und absorptionsmaterialfreie Luft
zur Verfügung und garantieren einen sicheren, zuverlässigen
Materialfluss. Auch Service und Support stimmen.
14 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de
BETRIEBSTECHNIK
Ob Haferflocken, Aprikosenkerne oder Kleie: Geht es um
die Herstellung, Verarbeitung und Veredelung von
Rohstoffen für Lebensmittel-, Kosmetik-, Technologieund
Pharmaindustrie, kommt an der A+S BioTec GmbH
niemand vorbei. Das Familienunternehmen mit Stammsitz im
saarländischen Völklingen hat sich auf das Mahlen, Trocknen,
Sieben, Mischen, Rösten und Verpacken spezialisiert und gehört
zu den führenden Unternehmen der Branche. Auch in puncto
Gebläsetechnik macht A+S BioTec keine Kompromisse und setzt
seit über 50 Jahren auf die robusten und zuverlässigen Aggregate
von Aerzen. Rund 40 Drehkolbengebläse Typ Delta Blower und
zwei Schraubenverdichter der Baureihe Delta Screw garantieren
maximale Sicherheit und Verfügbarkeit bei der pneumatischen
Förderung von pulverförmigen und kleinkörnigen Materialien.
ENTWICKLUNG, HERSTELLUNG UND
VEREDELUNG FÜR DIE GROSSINDUSTRIE
A+S BioTec ist Teil der global agierenden Abel+Schäfer Gruppe,
die als Mühlenbetrieb 1892 gegründet wurde. Das Unternehmen
blickt demnach auf eine lange Tradition zurück, ist geprägt von
Innovationen und bis heute in Familienhand. Inzwischen lenkt
bereits die fünfte Generation die Geschicke des Traditionsbetriebs.
Als einer der ersten Hersteller weltweit brachte
Abel+Schäfer Mitte des 20. Jahrhunderts Backvormischungen auf
den Markt und bedient seitdem in diesem Segment erfolgreich
die wachsende Nachfrage. Heute produziert die Unternehmensgruppe
an 14 Standorten rund um den Globus.
In Völklingen liegt der Fokus nach wie vor auf der Mühlentechnologie.
Schwerpunkte bilden die Zerkleinerung sowie das
Mischen und Trocknen. Die Bandbreite reicht von pulverisierten
Rohstoffen über fermentierte oder thermisch behandelte bis hin
zu proteinangereicherten Produkten. Natürlich auch in bio,
01
IN VÖLKLINGEN LIEGT DER
FOKUS NACH WIE VOR AUF
DER MÜHLENTECHNOLOGIE
koscher und halal sowie gentechnik- und allergenfrei. Neben
eigenen Produkten stellt A+S BioTec ihre moderne, flexible
Technik sowie ihr Know-how und Manpower Auftragskunden im
Rahmen von Contract Manufacturing Services zur Verfügung.
ÖLFREIE FÖRDERLUFT FÜR DEN
TRANSPORT VON A NACH B
Von der Anlieferung der Rohware bis zum fertigen Endprodukt
durchlaufen die Materialien mehrere Prozessschritte und
müssen dafür oft große Distanzen zurücklegen. So erstreckt sich
etwa die Rohrleitung vom Einfülltrichter im Erdgeschoss bis zum
Vorsilo für die Vermahlung unter dem Dach über fünf Etagen.
Auch der Abtransport nach der Vermahlung in die Absackung, wo
die Abfüllung in 25-kg-Säcke oder Big Bags erfolgt, ist nicht gerade
ein Katzensprung. Hier kommen die Drehkolbengebläse von
Aerzen ins Spiel. Die rund 40 Delta Blower stellen absolut öl- und
absorptionsmaterialfreie Luft zur Verfügung und sorgen mit
Volumenströmen zwischen 3 und 20 m³/min, einer Fördergeschwindigkeit
von 25 bis 30 m/s sowie einem Förderdruck von
300 bis 500 mbar für einen effizienten, produktschonenden und
zuverlässigen Transport der sensiblen Schüttgüter.
„Wir produzieren 24 Stunden, fünf Tage die Woche. Dafür
brauchen wir 100 Prozent Maschinenverfügbarkeit“, betont Horst
Schweitzer, der Technische Leiter am Standort Völklingen.
Zuverlässigkeit und geringe Ausfallzeiten haben oberste Priorität.
02
01 Der Gebläsekeller beherbergt den Großteil der Aerzen-Aggregate
02 Über das silberne Rohr wird die Rohware mittels Förderluft
von Aerzen aus dem Erdgeschoss bis in die fünfte Etage
ins Vorsilo für die Vermahlung transportiert
„Bei uns kommen daher seit über 50 Jahren ausschließlich
Aerzen-Gebläse zum Einsatz. Die Maschinen sind leistungsstark,
wartungsarm, robust und langlebig. Das passt wunderbar“, so
Horst Schweitzer und ergänzt: „Was ich an Aerzen besonders
schätze, ist die Erreichbarkeit der Mitarbeiter. Im Zweifelsfall
steht uns jederzeit ein Ansprechpartner zur Verfügung. Ein tolles
Produkt und ein tolles Team.“
www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 15
BETRIEBSTECHNIK
AERZEN-DREHKOLBENGEBLÄSE SIND
ROBUSTE DAUERLÄUFER
Die erprobte Zuverlässigkeit der Delta Blower hat ihren Grund:
Aerzen fertigt alle Kernkomponenten, vom Aggregat bis hin zur
Steuerung, selbst. Dabei legt das Familienunternehmen Wert auf
Qualität und Nachhaltigkeit. Für die Produktion werden nur
hochwertige Materialien verwendet. Entwicklung, Produktion,
Vertrieb, Montage und Wartung von Produkten des Unternehmens
sowie das Qualitätsmanagementsystem sind mehrfach
zertifiziert. 1868 hat Aerzen das erste Drehkolbengebläse Europas
auf den Markt gebracht. Heute zählen diese Stufen und Aggregate
zu den erfolgreichsten Kompressoren überhaupt.
DELTA BLOWER: ERSTE WAHL ZUR
ERZEUGUNG PNEUMATISCHER FÖRDERLUFT
Die Drehkolbengebläse von Aerzen zeichnen sich durch hohe
Effizienz, niedrige Wartungskosten, reduzierte Life-Cycle-Costs,
Kompaktheit sowie einfaches Handling aus und gelten wegen
ihrer hohen Qualität und Zuverlässigkeit als erste Wahl zur
Erzeugung pneumatischer Förderluft. Sie erreichen dabei
Ansaugvolumenströme von 30 bis 15.000 m³/h bei einem Regelbereich
von 25 bis 100 Prozent sowie Förderdrücke bis 1 bar
Überdruck oder Druckdifferenzen bis 1.000 mbar (g). Das
Antriebskonzept mit Riementrieb ermöglicht eine optimale
Volumenstromauslegung. Und auch nachträgliche Leistungsanpassungen
sind einfach und schnell realisierbar. A+S BioTec
und ihr Produktionsbetrieb nutzen diese Flexibilität, um schnell
und unkompliziert auf Kundenwünsche zu reagieren.
Aerzen ist ISO 22000 zertifiziert, garantiert eine Ölfreiheit nach
ISO 8573-1, Klasse 0 und setzt auf Schalldämpfer ohne Absorptionsmaterial.
Damit erfüllen die Aerzen-Maschinen höchste
Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit und gewährleisten
03 In der Mikronisierung werden die Produkte fein vermahlen.
Beim Abtransport kommen Drehkolbengebläse von Aerzen
zum Einsatz (silbernes Rohr)
04 Im Schnitt sind die eingesetzten Delta Blower
schon seit über 15 Jahren im Einsatz
05 In der Absackung wird das Endprodukt
in 25 kg Säcke oder Big Bags abgefüllt
03
16 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de
BETRIEBSTECHNIK
04 05
absolute Produktreinheit. Die Prozessluft ist garantiert frei von
Verunreinigungen wie Öl, Abrieb oder Dämmmaterial.
Neben den rund 40 Drehkolbengebläsen setzen die Saarländer
zudem zwei VML-Schraubenverdichter mit Anfahrentlastung ein.
Die einstufigen Aggregate können einen Differenzdruck von
3.500 mbar überwinden und eignen sich damit ideal für die
Entladung der anliefernden Silofahrzeuge hoch in die Silos.
JÄHRLICHE WARTUNG GARANTIERT OPTIMALE
VERFÜGBARKEIT
DIE MASCHINEN SIND
LEISTUNGSSTARK, WARTUNGS-
ARM, ROBUST UND LANGLEBIG
EINMAL AERZEN, IMMER AERZEN
Neue Anwendungsfelder, neue Verfahren, neue Prozesse: A+S
BioTec geht mit den Anforderungen ihrer Kunden. Das Unternehmen
ist in der Lebensmittelwelt zuhause, produziert aber
auch für die Kosmetik- und Technikindustrie. Tendenz steigend,
denn natürliche, pflanzliche Materialien – wie sie in Völklingen
ausschließlich bearbeitet werden – liegen im Trend. So braucht
es zum Beispiel ein speziell aufbereitetes Mehl für die Leimherstellung,
zerkleinerte Getreidespelzen für Kunststoffprofile oder
gemahlene Aprikosenkerne für Gesichts- und Körperpeelings.
An einer Sache wird sich jedoch auch zukünftig so schnell
nichts ändern bei A+S BioTec: Die Gebläsetechnik für die
pneumatische Förderung kommt von Aerzen. Horst Schweitzer
bringt es auf den Punkt: „Wenn es um Gebläse geht, ist Aerzen
unser Partner. Dort sind wir rundum gut versorgt.“
Bilder: Aerzen
www.aerzen.com
www.as-biotec.de
Das Unternehmen Aerzen fertigt seit über 150 Jahren Qualitätsprodukte
und gehört heute zu den weltweit führenden Anwendungsspezialisten
in der Förderung und Verdichtung von Gasen.
Die hohe Kundenorientierung spiegelt sich nicht nur im Produktportfolio
wider, sondern auch in den Services. Mit maßgeschneiderten
Angeboten für jede Lebensphase der Maschinen unterstützt
Aerzen seine Kunden bei der Wartung und Instandhaltung
ihrer Aggregate. Auch Abel+Schäfer am Standort Völklingen greift
gerne auf das Know-how der Aerzen-Servicetechniker zurück
und lässt einmal im Jahr alle Gebläse und Verdichter auf Herz
und Nieren prüfen. Die Wartungsarbeiten beinhalten unter
anderem den Ölwechsel, den Wechsel des Ansaugfilters sowie
den Austausch der Komponenten für die Kraftübertragung (Keilriemen,
Spannbuchsen). Auch wird der Zustand der Aggregate
untersucht und möglicher Reparaturbedarf ermittelt. „Der
Wartungsvertrag ist für uns von großem Vorteil. So können wir
uns auf unsere Kernaufgaben konzentrieren und profitieren
gleichzeitig von einer optimalen Verfügbarkeit“, macht Horst
Schweitzer deutlich und freut sich: „Seitdem wir den Wartungsvertrag
haben – also seit circa zehn Jahren –, gab es keinen
einzigen Maschinenausfall mehr.“
UNTERNEHMEN
Aerzener Maschinenfabrik GmbH
Reherweg 28, 31855 Aerzen
Tel. 05154 81-0
E-Mail: info@aerzen.com
AUTOR
Sebastian Meißler, Marketing,
Aerzener Maschinenfabrik GmbH
www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 17
BETRIEBSTECHNIK
SILOFAHRZEUGE REIBUNGSLOS
ENTLADEN
Das SKL-E Pack von CVS ist eine energieeffiziente
Lösung zur schnellen stationären Entladung von
Silofahrzeugen. Das emissionsfreie Aggregat sorgt für
einen reibungslosen Prozess beim Schüttgut-Handling.
Ein Vorteil der Anlage: Während des Entladens
von Getreide,
Zucker, Mehl,
Zement, Kalk,
PVC-Granulaten,
Soda oder
Tierfutter muss
kein Motor oder
Kompressor des
anliefernden LKW laufen, wodurch ein schadstoffund
geräuscharmer Prozess gesichert ist. Das
stationäre System kann zudem unabhängig vom
Fahrzeug betrieben werden und steht kontinuierlich
zur Verfügung. Für den Schüttgut-Empfänger
ermöglicht das Aggregat eine gleichbleibende
Entladequalität – unabhängig davon, mit welchem
Fahrzeug oder Subunternehmer angeliefert wird. Der
Entladevorgang lässt sich sauber, leise und effizient
gestalten, was vor allem in sensiblen Bereichen wie
Lebensmittelfabriken, Brauereien oder innerstädtischen
Produktionsstandorten relevant ist.
www.cvs-eng.de
ABWESENHEIT VON FREIEM CHLOR
SICHER ÜBERWACHEN
In Umkehrosmoseanlagen kann bereits eine geringe
Menge an freiem Chlor Membranen irreparabel
beschädigen. Das Überwachungssystem Dulcozero
FCL von Prominent erkennt schon kleinste Chlordurchbrüche
und verhindert so kostspielige Schäden.
Das System kombiniert Messungen
eines amperometrischen Sensors für
freies Chlor mit den Hilfsmessgrößen
pH- und Redox-Wert. Ein
spezieller Algorithmus wertet die
Daten aus und minimiert Störungen
in der Messung. Chlordurchbrüche
ab 0,02 mg/l erkennt das System in
weniger als drei Minuten und löst
Alarm aus. Durch lange Kalibrierintervalle
von bis zu drei Monaten
sinken Wartungsaufwand und
Betriebskosten. Alle Komponenten
sind auf einer Montageplatte
befestigt, einschließlich Mess- und Regelgerät,
Schlauchpumpe und Sensoren. Eine automatische
Kalibrierfunktion ermöglicht die Anpassung auch
ohne Chlor im Wasser. Das System eignet sich für die
Aufbereitung von Trink-, Brauch- und Prozesswasser
sowie für industrielle Reinstwasseranwendungen. Es
lässt sich einfach in die webbasierte Prominent-IoT-
Plattform Dulconnex einbinden.
www.prominent.com
CO2-REDUZIERUNG DURCH
LUFTLECKSUCHE
Teledyne Flir stellt tragbare Analysegeräte wie Wärmebildund
akustische Kameras her. Die akustische Kamera Flir
Si2-LD macht die Suche nach Leckagen in Rohrleitungen
einfacher. Indem die Kamera einfach auf eine Luftleitung
gerichtet wird, kann sie Leckagen von 0,05 l/min aus einer
Entfernung von 10 m erkennen. Bei einer Entfernung von
2,5 m können Leckagen von nur 0,0032 l/min entdeckt
werden. Die Flir Si2-LD zeigt Luftlecks auf dem hochauflösenden
5-Zoll-
Farbdisplay an,
wenn das Handgerät
auf die
Pneumatikleitung
gerichtet wird.
Teledyne Flir stellt
nicht nur eine
breite Palette an
Kameras her,
sondern bietet
auch die dazugehörige
Software
für die Erfassung und Analyse der Daten an. Die Flir
Si2-LD-Kamera ist mit einer solchen Software ausgestattet.
Mithilfe des Industrial Gas Quantification Systems kann
die Kamera den finanziellen Verlust berechnen, der bei
jedem identifizierten Leck entsteht. Neben Luft kann die
Software auch Verluste für zahlreiche anderer Gassysteme
wie Ammoniak, Helium, Wasserstoff, Argon und Kohlendioxid
berechnen. Die Reduzierung des Stromverbrauchs
durch die Beseitigung von Luftlecks kann mit vergleichsweise
geringem Aufwand einen großen Beitrag zu einem
möglichst geringen ökologischen Fußabdruck eines
Unternehmens leisten.
www.flir.de
NEUER
ULTRASCHALL-LUFTBLASENDETEKTOR
Mit dem AD-102 (Air Bubble Detector, ABD) bietet Amsys
einen hochgenauen Luftblasendetektor an. Dieser kommt
zur Erkennung einer Flüssigkeitsstromunterbrechung bei
Anwendungen wie Infusionspumpen, Hämodialyse, der
Blutflussüber wachung, aber auch beim 3D-Druck und in
der Lebens mittelverarbeitung zum Einsatz. Der kompakte
AD-102 wird zur nicht-invasiven, kontinu ierlichen Überwachung
von Flüssigkeiten zum Erkennen von Luftblasen
genutzt. Dabei kann er auch kleinste Luftblasen von nur
25 Prozent des Schlauchdurchmessers eindeutig erkennen
und die Zufuhr durch ein Signal innerhalb von 0,5 ms
stoppen. Der ABD ist für Schlauchdurchmesser von 6 mm
erhältlich. Auf Anfrage sind
auch Versionen für Schlauchdurchmesser
von 3 bis 10 mm
möglich. Damit können
Luftblasen mit einem Volumen
von nur 0,5 µl oder 300 µm
Radius erkannt werden.
www.amsys-sensor.com
18 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de
BETRIEBSTECHNIK
STROMVERSORGUNG GESICHERT
Rolls-Royce hat von Pharma-Dienstleister Vetter einen Auftrag
zur Lieferung von drei MTU Kinetic PowerPacks (KPP) erhalten.
Die Anlagen sollen an den Standorten des Unternehmens in
Langenargen (Deutschland) und Rankweil (Österreich) eine
zuverlässige Stromversorgung gewährleisten und werden dort
vor allem für die Absicherung der Abläufe in Reinräumen, also
für das aseptische Abfüllen von Medikamenten, eingesetzt.
Der Standort Langenargen erhält zwei weitere MTU KPP mit
einer Leistung von jeweils 2.000 kVA (1.600 kWe), Rankweil
eine weitere Anlage mit einer Leistung von 1.750 kVA
(1.400 kWe). Der Pharma-Dienstleister mit Sitz in Ravensburg
(Deutschland) setzt bereits seit 2005 auf die dynamischen
unterbrechungsfreien Stromversorgungssysteme (DUSV) von
Rolls-Royce: Derzeit sind neun Anlagen an verschiedenen
Standorten des Unternehmens in Betrieb, zwei weitere
werden aktuell installiert und sollen zeitnah in Betrieb gehen.
Die Firma mit Produktionsstandorten in Deutschland,
Österreich und den USA ist darauf spezialisiert, Medikamente
in Injektionssysteme abzufüllen. Damit dies völlig keimfrei
geschieht, sichert Vetter seine Produktionsprozesse mit den
unterbrechungsfreien Stromversorgungssystemen von
Rolls-Royce ab.
www.rolls-royce.com
SICHERE LEBENSMITTEL DANK
KONSEQUENTEM SCHÄDLINGSMANAGEMENT
Die befallsunabhängige Dauerbeköderung
mit Antikoagulanzien
ist in Deutschland ab Januar 2026
verboten. Mit digitalem Schädlingsmanagement
lässt sich die Lebensmittelsicherheit
gewährleisten.
Rentokil bietet mit PestConnect ein
smartes System, das möglichen
regulatorischen Änderungen
standhält und verlässliche Sicherheit
bietet. Die Lösung besteht aus
unterschiedlichen, miteinander vernetzten Komponenten, die
je nach Bedarf individuell zusammengestellt werden. Sie
überwachen den gesamten Betrieb permanent, melden das
Eindringen von Schädlingen sofort an den Techniker von
Rentokil und dokumentieren den Befall digital. Das sichert die
Früherkennung und gibt den Spezialisten die Gelegenheit, in
Absprache Maßnahmen einzuleiten. Alle auditrelevanten
Unterlagen können außerdem von allen dazu berechtigten
Personen bequem im Reporting- und Analysetool myRentokil
abgerufen werden.
www.rentokil-initial.com
SICHERHEIT UND KOMFORT BEI DER GEFAHRSTOFFLAGERUNG
Protecto erweitert seine Brandschutzcontainer um digitale Überwachungslösungen. Mit der
LTE-Kommunikationsbox lassen sich ethernetfähige Komponenten kabellos an das Internet
anbinden. Über eine fixe öffentliche IP-Adresse ist der Zugriff via Webbrowser jederzeit
möglich. Eine VPN-Funktion ist integriert. Temperaturdaten werden kontinuierlich aufgezeichnet
und für mindestens ein Jahr gespeichert. Zudem können Anwender alle Betriebsparameter
der angeschlossenen Regler aus der Ferne anpassen. Alarmmeldungen lassen sich per E-Mail
verschicken. Die Box kommt steckerfertig mit produktspezifischer Konfiguration und kann
sofort in Betrieb genommen werden.
www.protecto.de
Richtige Entscheidung – nachhaltig Energie sparen
Wärmerückgewinnung
Flexibel für jeden Bedarf
• Energieeffizient – Verwendung gewonnener Wärme zur Beheizung
von Räumen, zur Warmwasserbereitung oder zur Unterstützung industrieller
Prozesse
• Nachhaltig – Erhebliche Reduktion des CO 2
-Ausstoßes
• Bedarfsgerecht – Verschiedene Wassertemperaturen wählbar
• BAFA-Förderung Modul 1 – geförderte Wärmerückgewinnung
bei Kompressoren
ca. 96%
nutzbare Wärme
Halle C5, Stand 440,
15. - 19.09.2025 in München
Halle 9, Stand 221,
23. - 25.09.2025 in Nürnberg
www.kaeser.com
SPECIAL LEBENSMITTELTECHNIK
DRINKTEC 2025
ENTWÄSSERUNGSLÖSUNG FÜR
FLÜSSIGE AUSSCHUSSWARE
Die Entsorgung und Entleerung befüllter
Gebinde stellt Getränkeproduzenten und
Zählzentren regelmäßig vor besondere
Herausforderungen: Hohes Volumen,
hygienische Anforderungen und steigender
Kostendruck verlangen nach durchdachten
Lösungen. Eine Lösung für dieses Problem ist
auf der Fachmesse Drinktec in München bei
Strautmann Umwelttechnik zu sehen.
www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2025/xx 21
01
02
03
Für Einweg-Getränke- und -Flüssigkeitsverpackungen gibt
es inzwischen vielfältige Recyclingverfahren, die für eine
hohe Wiederverwertungsquote der eingesetzten Rohstoffe
sorgen. Vor der Wiederverwertung steht allerdings ein
unumgänglicher Prozessschritt, der in vielen Betrieben noch
nicht effizient gelöst ist: Die Trennung von Flüssigkeitsresten
und Leergut erfolgt oft noch manuell. Ein weiteres Problem ist
Ausschussware: Fertig abgefüllte und verpackte Ware, die nicht
in den Verkauf gelangen darf. Hier kam es in der Vergangenheit
zu Unterschlagungen durch Mitarbeiter, die die Ausschussware
illegal weiterverkauften. Daher verlangen die Hersteller heute in
der Regel einen Nachweis über die ordnungsgemäß erfolgte
Vernichtung der Ware.
Strautmann Umwelttechnik aus Glandorf bei Osnabrück führt
auf der Drinktec 2025 in München an Stand 508 in Halle C6 live
den Besuchern eine durchdachte Lösung für diese Aufgabe vor.
Über die Entleerung hinaus lässt sich dort auch die nahtlose
Integration der nächsten Prozessschritte, die Verdichtung der
entleerten Verpackungen, beobachten.
EFFIZIENT, HYGIENISCH, ZUVERLÄSSIG:
ENTLEEREN AUF KNOPFDRUCK
Der gezeigte LiquiDrainer von Strautmann Umwelttechnik übernimmt
das automatische Entleeren und Entwerten befüllter
Verpackungen im Dauerbetrieb, egal ob PET-Flaschen, TetraPaks,
Dosen oder Getränkekartons. Das System öffnet die Gebinde,
trennt die Flüssigkeit vollständig vom Verpackungsmaterial,
entwertet die Verpackung und leitet die Flüssigkeit getrennt von
der Verpackung ab.
„In vielen Betrieben werden noch manuelle oder aufwendige
Prozesse eingesetzt. Der LiquiDrainer automatisiert diesen
Schritt und erhöht zugleich die Prozesssicherheit – gerade im
sensiblen Lebensmittelbereich. So wird sichergestellt, dass
betroffene Chargen nicht mehr in den Verkauf oder auf den
Schwarzmarkt gelangen“, sagt das Produktmanagement bei
Strautmann Umwelttechnik. Das geschlossene System verhindert
Geruchsbildung, minimiert den Reinigungsaufwand
und reduziert die Personalbindung. Die
Flüssigkeiten werden sauber abgeleitet und das
Verpackungsmaterial steht direkt zur weiteren
Verdichtung bereit.
22 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06
SPECIAL LEBENSMITTELTECHNIK
04
MODULARE SYSTEMLÖSUNGEN: PASSENDE
KOMBINATIONEN FÜR JEDES VOLUMEN
Besonderes Augenmerk legt Strautmann bei der Löung auf die
Kombinierbarkeit des LiquiDrainer mit den verschiedenen
Verdichtungssystemen aus dem eigenen Angebot:
n LiquiDrainer + BaleTainer: Die vollautomatische Ballenpresse
BaleTainer verdichtet große Mengen entleerter Verpackungen zu
sortenreinen Ballen. Ideal für industrielle Abfüller mit hohem
Durchsatz, nicht nur für leere Flüssigverpackung, sondern auch
für Kartonage oder Folie.
n LiquiDrainer + JumboLoadBaler: Die halbautomatische
Ballenpresse eignet sich für mittlere Volumina. Der JumboLoad-
Baler überzeugt mit großer Einfüllöffnung, kompakter Bauweise
und der zuverlässigen Verdichtung von Kartonage, Papier, Folien,
Oktabins, PET-Flaschen und Getränkedosen.
n LiquiDrainer + BrikPress: Diese Brikettierpresse erzeugt
besonders kompakte Einheiten, reduziert das Volumen um bis zu
95 % und eignet sich für Betriebe mit geringem Platzangebot und
besonders für eine nahe Aufstellung am Anfallort.
DAS GESCHLOSSENE SYSTEM
VERHINDERT GERUCHSBILDUNG,
MINIMIERT REINIGUNGSAUFWAND
UND REDUZIERT PERSONALBINDUNG
01 Ausschussware wird im LiquiDrainer zuverlässig vernichtet.
Die Flüssigkeiten werden direkt abgeleitet
02 Der LiquiDrainer trennt zuverlässig große Mengen an
Verpackungsmaterial von den enthaltenen Flüssigkeiten
03Am Ende bleiben sauber entleerte und optimal verdichtete
Rohstoffe, die zur Wiederverwertung verbracht werden können
04 In Verbindung mit dem BaleTainer lassen sich große Mengen
entleerter Verpackungen zu sortenreinen Ballen verdichten
Zudem lassen sich die Anlagen in bestehende Produktionslinien
integrieren und weisen einen geringen Wartungsaufwand auf –
ein Schritt in Richtung vorausschauender Instandhaltung und
höherer Anlagenverfügbarkeit.
Die Drinktec 2025 als international führende Fachmesse für die
Getränke- und Liquid-Food-Industrie ist für Strautmann die
zentrale Plattform, um zukunftsfähige Lösungen direkt im
Austausch mit der Branche zu präsentieren. „Wir freuen uns, den
LiquiDrainer auf unserem Messestand im Livebetrieb zu zeigen
und mit Besuchern über konkrete Anforderungen und Prozesslösungen
ins Gespräch zu kommen“, so die Geschäftsführung.
Bilder: Strautmann Umwelttechnik
www.strautmann-umwelt.com
„Unser Anspruch ist es, für jede Betriebsgröße eine passende
Lösung zu bieten – skalierbar, effizient und betriebssicher“,
erklärt das Produktmanagement.
KREISLAUFWIRTSCHAFT BEGINNT BEIM
ENTSORGUNGSKONZEPT
Die Entsorgung befüllter Gebinde ist nicht nur eine Kostenfrage.
Durch die Trennung von Flüssigkeiten und Verpackungsmaterial
schafft der LiquiDrainer die Voraussetzung für sortenreines
Recycling. Dies trägt zur Umsetzung betrieblicher Nachhaltigkeitsstrategien
bei, von der CO₂-Reduktion über den Ressourcenschutz
bis hin zur Kreislaufführung wertvoller Materialien.
UNTERNEHMEN
Strautmann Umwelttechnik GmbH
Heidestraße 9, 49219 Glandorf
Tel. 05426 8077770
E-Mail: info@strautmann-umwelt.de
AUTORIN
Katharina Sokoll, Marketing
Strautmann Umwelttechnik GmbH
www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 23
HYGIENISCH, EFFIZIENT UND NACHHALTIG
MODERNE MESSTECHNIK FÜR
MILCHPULVERTROCKNUNGSANLAGEN
Milchpulver ist ein unverzichtbarer Bestandteil in der globalen Lebensmittelindustrie.
Seine Vielseitigkeit macht es zu einem wesentlichen Bestandteil vieler
Herstellungsprozesse. Um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden,
sind präzise und hygienische Messtechniken unerlässlich. Innovative Lösungen
für die effiziente, sichere und ressourcenschonende Produktion von Milchpulver
kommen zum Beispiel von Jumo.
Milchpulver wird global in großen Mengen produziert,
um die hohe Nachfrage bei Babynahrung, Backwaren,
Schokolade und vielen anderen Bereichen zu
decken. Jährlich werden global rund 9–10 Millionen
Tonnen Milchpulver hergestellt, wobei auf Vollmilchpulver
(WMP) etwa 6,6 Millionen Tonnen entfallen. Größte Produktionsländer
sind Neuseeland, das mit rund 1,42 Mio. t/Jahr führend
bei WMP ist, und China mit rund 1,27 Mio. t/Jahr. Zusammen
stellen sie mehr als 40 % der WMP-Weltproduktion her. Die EU ist
insbesondere im Markt für Magermilchpulver (SMP) stark mit
rund 1,37 Mio. t/Jahr; die USA folgen mit rund 1,17 Mio. t/Jahr.
Daneben gehören Brasilien und Argentinien zu den größten
Erzeugern. Wertmäßig wird der Weltmarkt für Milchpulver auf
etwa 36,5 Milliarden USD im Jahr 2024 beziffert. Prognosen
erwarten ein Wachstum auf rund 58 Mrd. USD bis 2033, was einer
jährlichen Wachstumsrate von rund 5 % entspricht.
Treiber dieser Entwicklung ist vor allem der Boom im Babynahrungs-Segment
– die steigende Nachfrage nach Säuglingsanfangsnahrung,
besonders in Asien und anderen aufstrebenden
Märkten, lässt den Milchpulverkonsum stetig wachsen. Zugleich
findet Milchpulver verstärkt Einsatz in Convenience-Lebensmitteln
und in Regionen mit limitierter Frischmilchversorgung.
Auch Nachhaltigkeit und Energieeffizienz rücken in den Fokus
der Branche. Die Sprühtrocknung ist energieintensiv – für die
Verdampfung von Wasser zu Pulver werden rund 8 MJ Prozesswärme
pro kg Milchpulver benötigt. Hersteller investieren daher
in Wärmerückgewinnung und effiziente Trocknungstechniken,
um den Energieverbrauch und CO₂-Fußabdruck zu senken. So
kann zum Beispiel durch Vorwärmen der Milch mit rückgewonnener
Abwärme eine Einsparung von rund 14 % der Energie
erzielt werden (reduziert auf etwa 7,3 MJ/kg). So trägt die präzise
Prozessführung mittels moderner Messtechnik dazu bei,
Ressourcen zu schonen und Abweichungen zu minimieren – ein
wichtiger Aspekt, um den wachsenden Anforderungen an eine
nachhaltige Produktion gerecht zu werden.
EIN BLICK IN DIE PRODUKTION:
SPRÜHTROCKNUNG ALS SCHLÜSSELPROZESS
Bei der Herstellung von Milchpulver hat sich die Sprühtrocknung
als Standardverfahren etabliert. In diesem Prozess wird flüssige
Milch unter hohem Druck durch feine Düsen in einen Heißluftstrom
eingebracht. Die Temperaturen von bis zu 200 °C führen in
Sekundenbruchteilen zur Verdampfung des Wassers und lassen
24 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de
SPECIAL LEBENSMITTELTECHNIK
01 Der Prozessdruckmessumformer Jumo dTRANS p20 misst
den Relativ- und Absolutdruck von Gasen, Dämpfen und
Flüssigkeiten; für den Einsatz mit hygienischen Anforderungen
stehen frontbündige Prozessanschlüsse zur
Verfügung
02 Der induktive Leitfähigkeitsmessumformer
mit Schaltkontakten Jumo CTI-750 misst und
steuert die Leitfähigkeit oder Konzentration von
flüssigen Medien und ermöglicht eine exakte
und schnelle Temperaturkompensation
ein feines Pulver entstehen. Zur Effizienzsteigerung wird die
entstehende Prozesswärme recycelt, indem beispielsweise die
Milch vor Eintritt in den Sprühturm vorgeheizt wird.
Damit der Prozess reibungslos und sicher abläuft, müssen
kritische Parameter wie Temperatur, Druck, Feuchtigkeit und
Leitfähigkeit genau überwacht und gesteuert werden. Die Messtechnik
spielt dabei eine zentrale Rolle – sowohl im hygienischen
Nassbereich als auch im sensiblen Trockenbereich.
TECHNISCHE KENNDATEN DER
TROCKNUNGSTECHNIK
Im Milchpulver-Produktionsprozess herrschen in den einzelnen
Phasen charakteristische Bedingungen, die von der Messtechnik
genau überwacht werden müssen. Vor dem Sprühtrocknen wird
die Milch auf etwa 70 - 90 °C vorgeheizt, um die Verdampfung zu
beschleunigen. Anschließend wird sie im Sprühturm als feiner
Nebel einem Strom aus heißer Luft (typischerweise 150 - 220 °C)
ausgesetzt. So verdampft das Wasser in Sekundenbruchteilen;
NACHHALTIGKEIT UND ENERGIE-
EFFIZIENZ RÜCKEN IN DEN
FOKUS DER BRANCHE
die austretende Abluft und das entstehende Pulver haben noch
Temperaturen von rund 70 - 90 °C. In einem nachgeschalteten
Wirbelschicht-Bett werden die Pulverpartikel dann auf knapp
unter 30 °C abgekühlt und auf den angestrebten Endwassergehalt
von meist 3 - 4 % Restfeuchte gebracht, um eine klumpenfreie
Lagerung und lange Haltbarkeit sicherzustellen.
Zur Kontrolle dieser Prozessparameter kommen hochpräzise
Sensoren zum Einsatz. Moderne Temperaturfühler, die zum
Beispiel Pt100/Pt1000-basiert sind, erreichen Messgenauigkeiten
von ± 0,1 °C oder besser. Drucktransmitter für den Trockner und
die Verdampferstufen arbeiten mit typischen Genauigkeiten um
± 0,1 % vom Endwert, was im Bereich weniger mbar Abweichung
liegen kann. Feuchtesensoren zur Überwachung der relativen
Luftfeuchte (etwa in der Abluft) bieten Genauigkeiten von
± 1 - 2 % rF, während Leitfähigkeitssensoren (zur Überwachung
der Milchkonzentration oder der Reinigungsbäder in CIP-Prozessen)
meist eine Messunsicherheit von ~± 0,5 % des Messbereichs
aufweisen. Diese hohe Präzision ist entscheidend, um kritische
Größen wie Produktfeuchte und -temperatur exakt einzuhalten
und so eine gleichbleibend hohe Pulverqualität zu gewährleisten.
FOKUS HYGIENE UND EX-SCHUTZ
Neben der Genauigkeit spielt die hygienegerechte und sichere
Ausführung der Messtechnik eine zentrale Rolle. Alle messführenden
Komponenten in Kontakt mit dem Produkt müssen
den strengen Hygienestandards genügen. Vorgaben der EHEDG
(European Hygienic Engineering & Design Group) und der FDA
verlangen totraumfreie Konstruktionen, polierte Edelstahl-
Oberflächen (zum Beispiel 316L) und dichtungsfreie oder FDAkonforme
Dichtungsmaterialien an allen medienberührten
Teilen. Dies stellt sicher, dass Sensoren und Anschlüsse leicht zu
reinigen sind (CIP/SIP) und keine Kontaminationsgefahr für das
Lebensmittel besteht. Im Trockenbereich der Anlage – besonders
im Sprühturm und bei der Pulverabfüllung – besteht zudem
Explosionsgefahr durch aufgewirbelten Milchpulverstaub. Feine
organische Partikel können in Luft ein explosives Gemisch bilden,
sodass hier ATEX-Zonen ausgewiesen werden. Typischerweise
sind das Zone 20 im Trocknerinneren und Zone 21 in angrenzenden
Bereichen. Die Messtechnik muss daher ATEX-zertifiziert
sein. Beispielsweise werden Temperatursensoren mit druckfest
gekapselter Elektronik oder eigensicheren Stromkreisen (Ex i)
eingesetzt, wie zum Beispiel das kabellose Thermometer Jumo
Wtrans T-Ex mit Funksignalübertragung aus Ex-Bereichen.
Dadurch ist die Gewährleistung gegeben, dass keine Zündquelle
in die Umgebung gelangt und der Milchpulvertrocknungsbetrieb
sowohl hygienisch einwandfrei als auch sicher geschützt gegen
Explosionsrisiken abläuft.
Mit den innovativen Lösungen von Jumo können Molkereien
und Lebensmittelhersteller den hohen Anforderungen der heutigen
Lebensmittelindustrie gerecht werden. Hygienisch, effizient
und nachhaltig – so gestaltet Jumo die Produktion von Milchpulver
für eine sichere und erfolgreiche Zukunft.
Bilder: Jumo
www.jumo.de
01
UNTERNEHMEN
JUMO GmbH & Co. KG
Moritz-Juchheim-Straße 1, 36039 Fulda
Tel. 0661 6003-0
E-Mail: mail@jumo.net
AUTOR
Guy Beaho, Jumo
02
www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 25
SPECIAL LEBENSMITTELTECHNIK
DRINKTEC 2025
15. bis 19. September
9:00 bis 18:00 (Freitag bis 17:00)
Messegelände München
Tageskarte: 38 Euro
Dauerkarte: 89 Euro
www.drinktec.com
DRINKTEC 2025
NEUE TECHNOLOGIEN FÜR
DIE GETRÄNKEINDUSTRIE
Der Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen
im VDMA ist ideeller Träger der Messe Drinktec 2025.
Im Interview mit VERFAHRENSTECHNIK spricht Geschäftsführer
Richard Clemens über die wichtigsten Trends auf der Messe,
neue Technologien und die positive Stimmung in diesem
Industriesegment.
26 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de
SPECIAL LEBENSMITTELTECHNIK
Welche Themen stehen für Sie als Verband im Mittelpunkt der
diesjährigen Veranstaltung? Was erwartet die Besucher der
Messe in diesem Jahr?
RICHARD CLEMENS: Auf der Drinktec 2025 stehen besonders
drei Themen im Fokus: Circularity & Ressource Management,
Data2Value und Lifestyle & Health. Im Zentrum stehen die
nachhaltige Kreislaufwirtschaft und die Ressourcenschonung
im gesamten Produktions- und Verpackungsprozess und der
verantwortungsvolle Umgang mit Rohstoffen. Dazu gehören
vor allen Dingen die Reduzierung des Wasserverbrauchs in der
Getränkeherstellung, die Abwasseraufbereitung, das Einsparen
NACHHALTIGKEIT IST NIE NUR
EIN UMWELTFAKTOR, SONDERN
HAT IMMER AUCH EINE WIRT-
SCHAFTLICHE KOMPONENTE
von Energie durch die Verwertung von Reststoffen, die
Nutzung von Prozesswärme und die vollständige Verwertung
von Rohstoffen.
Neue faserbasierte Materialien und Recyclingverfahren für
Mehrschichtverpackungen sowie der Einsatz von rPET bei
Flaschen sind ebenfalls wichtige Bausteine für intelligente
Kreislaufwirtschaftssysteme.
Bei Data2Value geht es darum, zu zeigen, wie mit Hilfe von
Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz Daten in Echtzeit
erfasst, analysiert, Muster erkannt und Optimierungspotentiale
identi fiziert und präzise Vorhersagen getroffen werden können.
Durch diesen Mehrwert, den wir aus den Daten schöpfen,
lassen sich der Ressourceneinsatz optimieren, Produktions ausfälle
reduzieren und die Anlagenauslastung flexibler gestalten
und so transparente, effiziente und vor allem nachhaltige
Prozesse schaffen.
Lifestyle & Health greift den Trend zu gesundheitsorientierten
Getränken auf. Konsumenten wünschen funktionale Produkte
mit Vitaminen, Mineralien, Proteinen oder Probiotika. Aber
auch Pflanzliche Alternativen, personalisierte Ernährung und
„Energy-on-the-go“ treiben stark die Entwicklung innovativer
Getränkekonzepte voran.
Die Drinktec bildet traditionell die gesamte Prozesskette der
Getränke- und Liquid-Food-Produktion ab: An welchen
Stationen der Prozesskette lohnt es sich im Augenblick
besonders zu investieren? Welche Technologien haben seit der
Drinktec 2022 eine besonders positive Entwicklung in Hinblick
auf Marktreife, Anwendernutzen und Investitionskosten
genommen?
RICHARD CLEMENS: Es lohnt sich in Automatisierung, flexible
Anlagenkonzepte sowie digitale und nachhaltige Technologien
zu investieren, die sich in den letzten Jahren weiterentwickelt
haben. Durch die dadurch ermöglichte Optimierung der
Produktionsprozesse werden Zeit, Ressourcen und Kosten
gespart. Man kann auch sagen: Die Digitalisierung ermöglicht
Nachhaltigkeit. Und Nachhaltigkeit ist nie nur ein Umweltfaktor,
sondern hat immer auch eine wirtschaftliche Komponente.
Im Vorfeld der Messe hat Ihr Fachverband Anfang Juni die
aktuellen, wirtschaftlichen Kennzahlen für Nahrungsmittelund
Verpackungsmaschinen vorgestellt. Wie sieht die
Stimmung unter Ihren Mitgliedern aktuell aus: Besteht
Investitionsbereitschaft in Deutschland?
RICHARD CLEMENS: Die Stimmung in unserer Branche ist gut
und - wie so häufig - besser als im Maschinenbaudurchschnitt.
Nach der aktuellen VDMA-Konjunkturumfrage, die im Juli
durchgeführt wurde, beurteilten Hersteller von Nahrungsmittelmaschinen
und Verpackungsmaschinen ihre aktuelle Geschäftslage
zu knapp 60 Prozent mit gut bis sehr gut und weitere
37 Prozent mit zufriedenstellend.
Auch die Absatzchancen in Deutschland wurden nach einem
schwierigen Jahr 2024 von den Branchenunternehmen wieder
deutlich positiver eingeschätzt. Die Investitionen ziehen offensichtlich
wieder an. Das ist im Vorfeld der Drinktec ein gutes
Signal, und wir wünschen uns auch zu dieser internationalen
Leitmesse wieder mehr Besucher aus Deutschland.
Organisatorisch finden BrauBeviale und Drinktec inzwischen
beide unter dem Dach des Messeveranstalters Yontex statt.
Was unterscheidet die Drinktec 2025 in München von der
BrauBeviale 2026 in Nürnberg?
RICHARD CLEMENS: Die Drinktec ist seit Jahrzehnten die Weltleitmesse
für die gesamte globale Getränke- und Liquidfood-
Industrie und als solche fest auf allen Kontinenten verankert.
Sie ist der globale Treffpunkt mit sehr hoher Internationalität.
Ein gutes Drittel der Besucher kommt aus Ländern außerhalb
Europas und will Innovationen erleben und Investitionen
tätigen. Als ideell-fachlicher Träger der Drinktec unterstützen
wir das Drinktec-Team bei der Bewerbung der Messe, besonders
in den aufstrebenden Märkten, wo der Getränke konsum steigt.
Wir waren gemeinsam unterwegs in wichtigen Märkten Asiens
und Lateinamerikas und haben in Nigeria, Kenia und Algerien
Pressekonferenzen durchgeführt.
Die BrauBeviale hat ein anderes Profil und legt in Bezug auf
Aussteller und Besucher einen stärkeren Fokus auf Deutschland
und Europa. Als jährliche Veranstaltung (außer im Drinktec Jahr)
adressiert sie besonders die mittelständischen Unternehmen
und stellt deren aktuelle Themen in den Mittelpunkt.
DAS INTERVIEW FÜHRTE DANIEL SCHILLING,
REDAKTEUR VERFAHRENSTECHNIK
Bild: VDMA
www.drinktec.com
UNTERNEHMEN
VDMA e.V. – Nahrungsmittelmaschinen
und Verpackungsmaschinen
60528 Frankfurt am Main
Tel. 069 6603-1157
E-Mail: serviceteam@vdma.org
Web: nuv@vdma.eu
www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 27
LÖSUNG FÜR MEDIZIN UND PHARMA
VERPACKUNGSLINIE ERSTMALS MIT
SECHSACHS-KINEMATIK
Mit der GMP-konformen Tiefziehverpackungsmaschine RX 4.0 setzt Multivac neue
Maßstäbe in der Medizingüter- und Pharmaindustrie. Der erstmalige Einsatz eines
Yaskawa Sechsachsroboters in ebenfalls GMP-gerechter Ausführung am Ende der
Linie bringt dabei neben anderen Vorteilen ein Plus in puncto Flexibilität.
Die Multivac Group aus Wolfertschwenden im Allgäu hat
sich mit anwendungsspezifischen Verpackungslösungen
in der Pharma- und Medizingüterbranche sowie der
Lebensmittelindustrie einen Namen gemacht. Das Produktportfolio
des 1961 gegründeten Unternehmens mit seinen
rund 7.400 Beschäftigten umfasst unterschiedliche Verpackungstechnologien,
Automatisierungslösungen, Kennzeichnungs- und
Inspektionssysteme und nicht zuletzt Verpackungsmaterialien.
Die wachsenden Anforderungen an die Prozessgenauigkeit und
Prozessreproduzierbarkeit in der Medizingüter- und Pharmaindustrie
beim Verpacken sensibler Produkte hat Multivac dazu
veranlasst, eine Tiefziehverpackungsmaschine zu entwickeln, die
den strengeren Anforderungen seitens der Kunden, des Marktes
und der Gesetzgebung gerecht wird. Gleichzeitig gelang es mit der
RX 4.0 genannten Maschine, Durchlaufzeiten zu reduzieren sowie
Produktionseffizienz und Flexibilität zu maximieren.
Ein Novum an der Verpackungsmaschine ist der Einsatz eines
für die Medizin- und Pharmabranche geeigneten Sechsachs-
Roboter, wobei Multivac erstmalig ein Drittanbieterfabrikat
einsetzt. „Eine eigene Sechsachskinematik zu entwickeln, hätte
bei dem bereits bestehenden Angebot keinen Sinn ergeben.
Deshalb haben wir uns für einen Roboter von Yaskawa
entschieden“, erklärt Wolfgang Buchenberg, Senior Director
Technics Solutions bei Multivac.
Warum die Verpackungsspezialisten bei der neuen Maschine
eine Sechsachskinematik bevorzugen, erklärt der Blick auf die
Funktionsweise der Maschine. Die zu verpackenden Produkte
werden von einem SCARA-Roboter, einer Multivac-Eigen-
28 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de
VERFAHREN UND ANLAGEN
entwicklung, in tiefgezogene Packungskavitäten eingelegt, die
die Tiefziehverpackungsmaschine im ersten Schritt aus geformt
hat. Die RX 4.0 übernimmt die weiteren primären Verpackungsprozesse,
darunter die Versiegelung der Unterfolie mit einer
Ober folie, die vor dem Siegeln inline mehrfarbig bedruckt wird.
Im Anschluss daran erfolgt eine visuelle Druckbildüberwachung
und die Vereinzelung der Packungen mittels Komplettschnitt.
SECHS ACHSEN SORGEN FÜR NOCH MEHR
FLEXIBILITÄT
Am Auslauf der Tiefziehverpackungsmaschine erfolgen
die direkte Entnahme aus der Schneidung und die Vereinzelung
der Packungen durch den Yaskawa-Roboter.
Warum hier der der Motoman HD7 die beste Wahl ist,
erklärt Wolfgang Buchenberg: „Die Verwendung des Motoman
HD7 bringt entscheidende Vorteile, allem voran in
Hinblick auf die Flexibilität. Wir können auf Basis von Singleoder
Multipicks entladen. Bei unserer Demo anlage haben wir
zum Beispiel einen Fünffach-Vakuumgreifer im Einsatz. Ebenso
kann die Vereinzelung der Packungen auf sich bewegende Transportbänder
erfolgen oder auf definierte still stehende Positionen.
Und dank der sechs Achsen haben wir keine Einschränkungen,
DANK DER SECHS ACHSEN HABEN
WIR KEINE EINSCHRÄNKUNGEN,
WAS DIE ERREICHBARKEIT VON
POSITIONEN ANBELANGT
bei der Erreichbarkeit von Positionen und können viele unterschiedliche
Formate handhaben.“
Die Entscheidung für den generellen Einsatz von Yaskawa
Sechsachs-Robotern in den Tiefziehverpackungsmaschinen hat
man sich bei Multivac nicht leicht gemacht. Im Gegenteil: Die
Verantwortlichen haben das Reinraumroboter-Angebot der fünf
größten Hersteller in einer ausführlichen Marktstudie analysiert,
anhand eines komplexen Anforderungsprofils verglichen und am
Ende eine fundierte Entscheidung getroffen.
EINE EUROPÄISCHE ENTWICKLUNG FÜR
REINRÄUME ALLER ART
Als Gewinner des Auswahlprocederes ging Yaskawas Motoman
hervor. Bei diesem Hochleistungsroboter handelt es sich um eine
europäische Neuentwicklung für sensible Applikationen, die in
Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik
und Automatisierung IPA entstand. Der HD7 eignet sich,
wie sein größerer Bruder HD8, für den Einsatz in Reinräumen der
Klasse ISO 5 bis zur höchsten GMP-Klasse A. Damit erfüllt er die
Anforderungen, die Multivac an die Reinraum tauglichkeit der
Roboter stellt in jeder Hinsicht.
Aber die GMP-konforme und reinraumtaugliche Ausführung
war nur ein Aspekt unter vielen, die die Entscheidung pro
Yaskawa beeinflusste. Dazu erläutert Wolfgang Buchenberg: „Für
Multivac ist auch das Thema ‚Steuerungstechnik und Integration‘
von entscheidender Bedeutung. Die Yaskawa Softwareschnittstelle
‚MotoLogix‘ ermöglicht es, Motoman-Kinematiken, einschließlich
der Cobots, nahtlos in die Steuerungsplattform von
Multivac zu integrieren, wodurch auch für Sechsachs-Roboter
eine zentrale Linienbedienung aus einer Hand gewährleistet
bleibt.“
Die Yaskawa HD Serie überzeugte aber auch mit ihrem
reduzierten Kinematik-Design, das entscheidende Vorteile im
Grundsätzlich kann
auf Basis von Singleoder
Multipicks
entladen werden, an
der Demoanlage ist ein
Fünffach-Vakuumgreifer
im Einsatz
Pharma- und Medizinbereich bringt. Die Verlegung von Kabeln
und Anschlüssen im Innern des Arms, die geringe Partikelbildung
und die FDA-Konformität sorgen für die notwendige Kundenakzeptanz
und erleichtern zentrale Anforderungen wie zum
Beispiel eine einfache „Line Clearance“.
SETZT NEUE MASSSTÄBE: DIE
TIEFZIEHVERPACKUNGSMASCHINE RX 4.0
Alles in allem ist es Multivac mit der neuen Tiefziehverpackungsmaschine
RX 4.0 und der erstmaligen Integration eines Yaskawa-
Sechsachsers gelungen, eine maßgeschneiderte Lösung für den
Pharma- und Medizinsektor auf den Weg zu bringen, die sich für
Applikationen in der Primär-, Sekundär- und Tertiärverpackung
gleichermaßen eignet.
Sterile Medizinprodukte wie zum Beispiel Implantate, Katheter,
Nahtmaterial, Nadeln sowie pharmazeutische Spritzen, Vials,
Ampullen, Pens, Injektoren und Kombinationen daraus lassen
sich mit der RX 4.0 in kleinen und großen Produktionschargen
prozesssicher, wirtschaftlich und nachhaltig verpacken.
„Mit dieser Linie und ihrem durchgängig sensorgesteuerten
Verpackungsprozess erreichen wir ein neues Level an Prozessgenauigkeit
und Prozessreproduzierbarkeit. Dank konsequenter
Datenerfassung und -auswertung kann sich die Maschine selbst
nahe am optimalen Betriebspunkt parametrieren und bei
Abweichungen vom Soll automatisch korrigieren. Zudem sorgen
die einfache Bedienung, die schnelle Umrüstung, der optimierte
Siegelprozess sowie der erstmalige Einsatz des Yaskawa Roboters
dafür, dass wir die Wünsche der Medizin- und Pharmaindustrie
optimal erfüllen können“, so Wolfgang Buchenberg.
Bilder: Yaskawa
www.yaskawa.de
UNTERNEHMEN
Yaskawa Europe GmbH - Robotics Division
Yaskawastr. 1
85391 Allershausen
E-Mail: robotics@yaskawa.eu
AUTOR
Ralf Högel, Journalist
www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 29
VERFAHREN UND ANLAGEN
INLINE-KAVITATION
EFFIZIENZ NEU GEDACHT IN
DER PROZESSINDUSTRIE
Kavitation mittels Ultraschall ist eine bewährte
Prozesslösung für hochwertiges Homogenisieren
und Dispergieren. Es ist mit am
wirkungsvollsten im Inline-Verfahren. Mit den
modularen CaviFlow-Systemen bietet Raptech
eine smarte Plug-and-Play-Alternative zu
herkömmlichen Ultraschall-Großanlagen.
Kontrollierte Inline-Kavitation steht für das gezielte
Implodieren mikroskopisch kleiner Gas- oder kavitäten in Flüssigkeiten. Die Technologie eröffnet in n
der Verfahrenstechnik neue Dimensionen der Prozessführung
und punktet mit Effizienz, Kosten- und Zeiteinsparung.
Raptech Eberswalde hat sich auf diese Methode spezialisiert.
Das Brandenburger Unternehmen entwickelt auf seiner in
Europa einmaligen Pilotanlage zukunftsweisende Ultraschall-
Dampf-
Dispergier- und Homogenisierungslösungen mit patentierter
Technologie. Geschäftsführer Jürgen Gärtner ist sich sicher:
„Kavitation ist die Prozesslösung von morgen.“
KAVITATION OHNE ULTRASCHALLQUELLE
Grundlage ist das Raptech CaviFlow Ultraschall-Akustik-
Durchfluss-Aggregat (UADA). Das Inline-Modul ist hydrodynamisch
und akustisch optimiert und erzeugt Kavitation rein
physikalisch. Dabei strömt das Medium unter Hochdruck durch
präzise designte Mikroöffnungen einer Akustikplatte. Die so
entstehenden Strömungsgradienten sorgen für extreme Wirbelzonen
und lokale Druckunterschiede.
Zusätzliche Metallstifte im Strömungskanal strukturieren und
fokussieren die Strömung weiter und erhöhen damit nochmals
die Kavitationsintensität. „Im Gegensatz zu klassischen Ultraschallanlagen
verzichtet unsere Lösung vollständig auf externe
Schallquellen“, erklärt Gärtner.
Die Kavitationsreaktion ist vollständig im Modul gekapselt. Ein
Risiko für nachgeschaltete Anlagenkomponenten besteht nicht.
Gleichzeitig lässt sich CaviFlow in bereits bestehende Systeme
integrieren. Die Module sind sofort betriebsbereit.
ULTRAFEINE DISPERSIONEN DIREKT INLINE
ERZEUGT
Die Einsatzbereiche sind vielfältig: Von pharmazeutischen oder
chemischen Medien über kosmetische Emulsionen bis hin zu
Lebensmittelanwendungen. UADA-Kavitation erzeugt stabile,
ultrafeine Dispersionen mit Partikelgrößen unter 5 Mikrometer.
Temperatur- und Druckspitzen sowie extreme Scherkräfte
beim Blasenkollaps bewirken nicht nur Homogenisierung,
sondern auch Desinfektion. Denn hydrodynamische Kavitation
kann Mikroorganismen wie Bakterien und Viren zerstören – ganz
ohne Chemikalien. Gerade für die Lebensmittelverarbeitung ist
das ein echter Mehrwert.
Ein weiterer Vorteil: Die Module selbst benötigen keinen Strom,
nur die Pumpe. Das technische Design verzichtet auf bewegliche
Innenteile. Das minimiert Wartungsaufwand und Betriebskosten.
Flexibel skalierbare Module ersetzen energieintensive Systeme
wie Zentrifugen oder Ultraschallhomogenisatoren.
„Wir reduzieren damit den Flächenbedarf in der Produktion,
vermeiden unnötiges Umfüllen und ermöglichen kontinuierliche
Prozesse“, betont Gärtner. Seit der Markteinführung im Jahr 2016
wurden die CaviFlow-Module in verschiedenste industrielle
Anwendungen integriert.
Neben fertigen Modulen bietet Raptech auf seiner europaweit
einzigartigen Pilotanlage auch Forschungs-und-Entwicklungs-
Leistungen. „Wir testen reale Prozessbedingungen – nicht nur in
Simulation“, so Dmitri Cheboriukov, Business Development
Manager. Besonders Raffinerien profitieren davon, denn die
Technologie eignet sich auch zur Homogenisierung von Schweröl
oder zur Herstellung von Kraftstoff-Emulsionen – etwa als Basis
für nachhaltige maritime Fuels.
Ein aktuelles Beispiel ist ein emulgierter Bunkerkraftstoff für
die Seeschifffahrt, der im Rahmen der EU-Initiative „FuelEU
Maritime“ zur CO2-Reduktion entwickelt wurde. „Solche Future
Fuels senken Ruß, Ablagerungen und Emissionen um bis zu 25 %“,
sagt Cheboriukov. Für ihn steht dabei fest: „Die Zukunft gehört
der Kavitationstechnologie.“
Bilder: Raptech
www.raptech-technologie.de
UNTERNEHMEN
Raptech Eberswalde GmbH
Angermünder Str. 60, 16225 Eberswalde
Tel. 03334 49197-00
E-Mail: j.gaertner@raptech-technologie.de
AUTORIN
Saskia Vogel, Fachjournalistin
30 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de
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VERFAHREN UND ANLAGEN
GEBLÄSE OPTIMIEREN
KLÄRANLAGENBELÜFTUNG
Die Betreiber einer Kläranlage im tschechischen
Prerov beauftragten Invent, vier alte
Gebläse auszutauschen. Das Ergebnis: ein
um 36 % reduzierter Stromverbrauch und
eine um 65 % erhöhte Zufuhr der Luftmenge.
Zu jedem getauchten Belüftungssystem
in der Abwasserreinigung gehört eine
Druckluftzufuhr, um die Luft für den Austritt
unter der Wasseroberfläche zu komprimieren.
Speziell für diesen Einsatzzweck hat
Invent ein Turbogebläse entwickelt, das sich
an die individuellen Anforderungen der
jeweiligen Kläranlage anpassen lässt. Dieses
Vorgehen optimiert den Energieverbrauch
und den Betriebsbereich für den jeweiligen
spezifischen Prozess. Das erste Gebläse
dieser Art installierte Invent bereitsim Jahre
2020 bei der Kläranlage in Prerov. Über eine
Computational FluidDynamics (CFD)
Analyse und über zusätzliches Finetuning
erreichte das System die maximale Effizienz.
Eine Auswertung der möglichen Energieeinsparungen
überzeugte die Betreiber, die
vier alten 132-kW-Maschinen, die bislang in
der Anlage eingesetzt wurden, ebenfalls
durch die effizienteren 75-kW-Gebläse zu
ersetzen. Aufgrund der viel kompakteren
Abmessungen wurden am Ende sogar
Flächen in der Anlage frei, die der Kläranlagenbetreiber
seitdem als Lagerplatz
nutzt. Auch die Geräuschentwicklung ließ
sich merklich reduzieren.
www.invent-uv.de
WEICHE OBERFLÄCHEN EFFIZIENT UND
KOSTENGÜNSTIG EXTRUDIEREN
Vliesstoffprodukte aus Polypropylen
(PP) mit extra weichen
Oberflächen lassen sich jetzt
effizient und kostengünstig mit
den neuentwickelten Softening-
Agents des Masterbatch-Spezialisten
Polyvel fertigen. Mit einer
ganzen Produktfamilie unterstützt
das Unternehmen Faserhersteller und Anwender dabei, Alltagsprodukte
aus PP-Vliesstoff mit einer besonders Softhaptik herzustellen.
Da bereits die Zugabe kleiner Dosierungen ausreicht, lässt
sich das Masterbatch sehr effizient und kostengünstig nutzen. Die
Prozesshilfen sind für alle Produkte geeignet, deren Oberflächen
sich sehr weich anfühlen und wertig anmuten sollen. Insbesondere
Hersteller von Hygienetextilien setzen sie ein. Daneben werden sie
in vielen weiteren Branchen verwendet, unter anderem in der
Automobil- und Möbelindustrie, der Medizintechnik, sowie der
verarbeitenden Industrie und der Bauwirtschaft. Bei Bedarf bietet
das Unternehmen außerdem an, die Softening-Agents für kundenspezifische
Anwendungsfälle zu optimieren.
www.polyvel-europe.com
NACHHALTIGE IONENCHROMATOGRAFIE
Die Ionenchromatographie
(IC) von Metrohm
sorgt für Nachhaltigkeit
im Labor. Durch den
verantwortungsvollen
Umgang mit Ressourcen
ist die Technologie eine
umweltschonende
Alternative zu anderen
Analyseverfahren. Die
IC-Systeme bieten
darüber hinaus eine Reihe zusätzlicher Vorteile, die auch den
ökologischen Fußabdruck im Labor weiter verringern. Das neue
Continuous IC Module reduziert die Betriebskosten dank der
Mehrfachverwendung der Eluent Producer-Kartusche. Zudem sorgt
das Metrohm Suppressor Modul (MSM) mit seiner langen Standzeit
für eine noch ressourcenschonendere Nutzung. Die Inline-Probenvorbereitungstechniken
sparen nicht nur Zeit, sondern verringern
auch den Verbrauch von Materialien und Abfällen.
www.metrohm.de
VERFAHREN UND ANLAGEN
TEILCHENPHYSIK
MEMBRANDOSIERPUMPEN ZUR KÜHLUNG
EMPFINDLICHER SILIZIUMKOMPONENTEN
Die Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) hat den
leistungsstärksten Teilchenbeschleuniger der Welt, den Large Hadron
Collider (LHC), optimiert. Die Allzweckdetektoren ATLAS und CMS
verwenden künftig ein Zwei-Phasen-CO 2
-Kühlsystem für alle Silizium-
Spur- und Endkappenkalorimeter-Detektoren. Eine entscheidende
Komponente sind die Membrandosierpumpen von Lewa.
Unweit des Genfer Sees betreibt CERN einen rund 27 Kilometer
langen Ringtunnel mit dem leistungsstärksten
Teilchenbeschleuniger der Welt LHC. Er enthält vier
Messpunkte, darunter die beiden Allzweckdetektoren
ATLAS und CMS. Sie zeichnen mit Präzisionsmessungen an den
verschiedenen Detektions-Subsystemen die Bahn, den Impuls
und die Energie der freigesetzten Teilchen auf, um diese nach der
Kollision der beschleunigten Protonen einzeln identifizieren und
messen zu können.
ATLAS ist mit 46 Metern Länge und 25 Metern Durchmesser
der größte Detektor des LHC. CMS ist mit 12.500 Tonnen Gewicht
der schwerste Detektor. Beide sind mit Siliziumsensormodulen
bedeckt. Um präzise Messungen sicherzustellen und Schäden
durch die hohe Strahlendosis zu vermeiden, sind Temperaturen
von bis zu -55 °C erforderlich. Denn Elektronik und Sensoren
erzeugen auch viel Wärme, die abgeleitet werden muss. „ATLAS
und CMS verwenden künftig ein Zwei-Phasen-CO 2
-Kühlsystem
für alle Silizium-Spurdetektoren und Endkappenkalorimeter
Detektoren, was im Vergleich zu anderen geeigneten Kühlmitteln
eine umweltfreundliche Option darstellt“, erklärt Jérôme Daguin,
Cooling Engineer am CERN. „Das System ermöglicht eine hohe
Wärmeübertragung bei niedriger Viskosität und einen Temperaturbereich,
der für den Betrieb des Detektors gut geeignet ist.“
Um das Kühlmittel präzise und sicher zuzuführen, arbeitete
das CERN erneut mit den Pumpenexperten von Lewa zusammen,
deren Schweizer Tochter bereits andere Einrichtungen auf dem
Forschungscampus mit Pumpen für den Einsatz von flüssigem
CO 2
versorgt hat. Das Team testete die Membrandosierpumpen
ab 2018 speziell für die obigen Anforderungen und optimiert sie
bis zum Start der ersten Pumpenlieferung 2023. Im Rahmen
eines weiteren Upgrades der beiden Detektoren installierten sie
die Einheiten. Diese bilden nun das Herzstück der Kühleinheiten
für die Siliziumdetektoren des „Phase 2 Upgrades“ bei den
Experimenten mit ATLAS und CMS am CERN.
PROTOTYPEN NACH CERN-SPEZIFIKATIONEN
„Auch in diesem Fall war es wichtig, eine robuste und langlebige
Lösung realisieren zu können“, erklärt Wieland Wolff, Vertriebsgebietsleiter
Lewa Switzerland. „Da das Triebwerk nicht mit den
niedrigen Temperaturen des CO 2
in Berührung kommen darf, hat
die Pumpe ein spezielles Remote-Head-Design: Der Ventilkopf
ist getrennt vom Verdrängersystem der Pumpe installiert.“ Keiner
wollte beim Transport des anspruchsvollen Kühlmittels von den
Servicekavernen in den Experimentierraum mit dem Detektor
ein Risiko eingehen. Sie bauten daher mehrere Prototypen für die
angepasste Version mit Remote-Head-Design, die unter realen
Bedingungen und überwacht von CERN-Mitarbeitern als Prüfstände
fungierten. Sie wurden zunächst mit Wasser getestet,
dann mit Ethanol gereinigt und anschließend im Dauerbetrieb
mit CO 2
getestet.
„Die Liste der Anforderungen war ziemlich ambitioniert und
erforderte einige sehr spezielle Anpassungen, die wir während
der Entwicklung des Prototyps vornahmen“, erinnert sich Wolff.
32 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de
VERFAHREN UND ANLAGEN
01 Der CMS-Detektor wurde entwickelt, um Teilchen zu untersuchen,
die in Proton-Proton- und Schwerionen-Kollisionen entstehen
02 Da das Triebwerk nicht mit den extrem niedrigen Temperaturen
des CO 2
in Kontakt kommen darf, ist die Pumpe im Remote-Head-
Design ausgeführt
Um beispielsweise Kavitation und damit eine Einschränkung der
Funktionalität der Pumpen zu vermeiden, müssen sie auch im
Dauerbetrieb bei einer Drehzahl von 212 U/min gegen 90 bar
einwandfrei funktionieren. Die niedrigen Temperaturen machen
ein spezielles Silikonöl erforderlich. Für dieses Medium wurden
die Dichtungen der Basisversion zunächst validiert und dann
durch geeignetere Versionen ersetzt. Um zu verhindern, dass die
CO 2
-Warnmelder nach der Installation vor Ort versehentlich
auslösen, wurden die hermetisch dichten Geräte auch mit PTFE
an den Flanschanschlüssen beschichtet und kritische Stellen wie
die Linsendichtungen mehrfach im Betrieb geprüft. Andernfalls
würden CO 2
-Leckagen zu Evakuierung und Stillstand des
gesamten Systems führen. Darüber hinaus wurden Triebwerk
und Antriebskopf modifiziert, um geeignete Messpunkte für die
CERN-Instrumente bereitzustellen.
01
DIE LEWA-PUMPEN SIND VON
DEN DETEKTOREN ENTFERNT IN
SERVICEKAVERNEN INSTALLIERT
Aufgrund der rigorosen Anforderungen gelang es Lewa, seine
vorhandenen Niedrig-Temperatur-Modelle für noch tiefere
Temperaturen zu verbessern. „Für kalte Temperaturen bis -55 °C
haben wir einen größeren Membran-Pumpenkopf gewählt,
damit die Durchbiegung der Sandwich-Membran geringer ist“,
erklärt Wolff. Dies verringert die mechanische Belastung und das
Risiko von Rissen oder Brüchen in der Membran, die sonst durch
die Kälte spröde werden könnte.
Da Kühlmittel und Hydrauliköl im Pumpenkopf nur durch die
dünne PTFE-Membran getrennt sind, musste sich das Öl für
niedrige Temperaturen eignen und durfte nicht einfrieren.
Zudem darf die weitergeleitete Temperatur am Triebwerk nicht
unter -20 °C fallen. Daher fügten die Lewa-Ingenieure eine
Pendelleitung hinzu, in der sich das Hydrauliköl erwärmen kann,
damit das CO 2
mit -55 °C nicht das Triebwerk erreicht. Das Rohr
ist so konstruiert, dass die Kompressibilitätsverluste minimiert
und die gewünschte Durchflussmenge erreicht wird. Bei
Mehrfachpumpen wurden die Hydraulikbehälter über eine
Sammelleitung und einen Filter verbunden, um zu verhindern,
dass Hydrauliköldämpfe entweichen und das empfindliche
Silikonöl durch die Luftfeuchtigkeit vorzeitig altert.
Die umfangreichen Vorarbeiten seit 2018 haben sich für alle
ausgezahlt: Lewa hat mit der Anpassung und Auslieferung der
ersten Charge von insgesamt 18 Lewa ecoflow LDG-Pumpen
begonnen. „Sie sind das Kernelement der Kühleinheiten für die
Siliziumdetektoren des „Phase 2 Upgrade“ der Experimente mit
ATLAS und CMS am CERN“, erklärt Daguin.
„Die Lewa-Pumpen sind von den Detektoren entfernt in den
Servicekavernen installiert, außerhalb des Strahlungs- und
Magnetfeldbereichs der Kavernen für die Experimente.“ So lassen
sie sich vom Kontrollraum aus über elektrische Hubverstellung
und einen Frequenzumrichter steueren. Wenn die Abschaltung
der beiden Detektoren und die Umbauarbeiten im Jahr 2028
abgeschlossen sind, kühlen die installierten Pumpen Elektronik
und Siliziumsensoren im Detektor über ein komplexes Netzwerk
02
aus Übertragungsleitungen, Verteilungssammlern und kleinen
Kühlrohren, die mit den Siliziumsensoren in Kontakt sind.
Für die Lewa-Pumpenexperten geht die Suche nach Antworten
jedoch weiter: „Gemeinsam mit den Experten vor Ort möchten
wir Biegezyklustests durchführen, um die Lebensdauer der
Membranen im Dauerbetrieb komplett zu untersuchen. Diese
Anregung kam vom CERN und unterstreicht die hervorragende
Zusammenarbeit und unser wichtigstes Ziel: Alle Beteiligten
sollen von dem Projekt profitieren“, resümiert Wolff.
Bilder: CERN, Lewa
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Ulmer Straße 10, 71229 Leonberg
Tel. 07152 14-0
E-Mail: lewa@lewa.de
AUTOR
Pietro Pettoruto, General Manager
of LEWA Switzerland
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KOMPONENTEN UND SYSTEME
VAKUUMPUMPEN
BETRIEBSTEMPERATUR
HALTEN BEI HITZE
Höhere Temperaturen können Leistung und
Langlebigkeit von Vakuumpumpen erheblich
beeinträchtigen. Die meisten Pumpen sind
auf Temperaturen von bis zu 40 °C ausgelegt.
Daher sollte darauf geachtet werden, dass
die Umgebungstemperaturen nicht zu stark
ansteigen. Dabei helfen ein paar einfach
umzusetzende Maßnahmen.
Wenn Vakuumpumpen bei höheren Umgebungstemperaturen
betrieben werden als vorgesehen,
zersetzt sich das Öl schneller. Das bedeutet, dass
das Vakuumpumpenöl häufiger gewechselt werden
muss, und damit die Wartungskosten steigen. Bei Temperaturen
über 40 °C können Vakuumpumpen überhitzen und ausfallen.
Die Wirksamkeit einer natürlichen Belüftung über Lüftungsschlitze
und Kühlöffnungen hängt von Luftbewegung durch
Wind oder Konvektion ab. Bei warmem Wetter können aber die
erforderlichen hohen Luftströme in der Regel nicht allein durch
80-90 % DER AUFGENOMMENEN
LEISTUNG EINES VAKUUM-
PUMPENMOTORS GELANGEN
ALS WÄRME IN DEN RAUM
natürliche Belüftung erreicht werden. Vor allem bei beengten
Platzverhältnissen sollte eine Zwangsbelüftung erfolgen, um
angemessene Temperaturen aufrechtzuerhalten.
In einem Technikraum von 8 m × 4 m Größe mit einer Wärme
abgabe der Anlagen von 25 kW variiert die Anzahl der Luftwechsel,
die pro Stunde nötig sind, um ein Überschreiten von
40 °C zu verhindern, je nach Außentemperatur stark:
n 26 Luftwechsel bei 10 °C Außentemperatur
n 79 Luftwechsel bei 30 °C Außentemperatur
In der Regel werden 80-90 % der aufgenommenen Leistung
eines Vakuumpumpenmotors als Wärme in den Raum abgegeben.
Anhand der folgenden Berechnung kann geschätzt werden,
wie hoch der Lüftungsbedarf ist, um die Temperatur in einem
geschlossenen Technikraum an einem heißen Sommertag unter
40 °C zu halten. Die Summe aller Betriebsleistungen der Vakuumpumpenmotoren
kann zur Schätzung der Wärmeabgabe in den
Raum herangezogen werden:
Wärmeabgabe (in kW) × 200 = erforderliche Belüftungsrate
(in m³/h).
Hinweis: Berücksichtigen Sie auch den Belüftungsbedarf anderer
Geräte im Technikraum.
WÄRMEMANAGEMENTLÖSUNGEN
Zwangsbelüftung: Die Installation eines Ventilatorensystems zur
Ableitung warmer und Ansaugung kühler Luft ist eine effektive
Möglichkeit, den Technikraum kühl zu halten. Ein Steuerungssystem,
das die Temperatur im Technikraum durch Einschalten
der erforderlichen Anzahl von Ventilatoren effektiv regelt, kann
die Energieeffizienz steigern.
Abluftrohrleitungen: Durch die direkte Ableitung der Abluft von
Vakuumpumpen aus dem Technikraum lässt sich die Wärmeabgabe
in den Raum um bis zu 35 % reduzieren. Dabei ist auf die
richtige Materialauswahl und Isolierung für Rohrleitungen zu
achten, da diese heiß werden können.
Wärmerückgewinnung: Durch den Einbau von Nachrüstsätzen
für die Wärmerückgewinnung, wie sie für bestimmte Vakuumpumpen
von Busch erhältlich sind, können bis zu 80 % der von
den Vakuumpumpen verbrauchten Energie zurückgewonnen
werden, etwa zur Erwärmung von Wasser, was zwei Vorteile
bietet: Energieeinsparungen und geringerer Belüftungsbedarf.
Technikraum-Auslegung: Mit einer durchdachten Auslegung
lässt sich eine Überhitzung verhindern: Ausreichend Abstand
zwischen den Pumpen sorgt für angemessene Luftzirkulation.
Auch durch die richtige Verlegung von Abluftrohrleitungen und
die korrekte Ausrichtung von Ventilatoren kann die Übertragung
von Wärme auf benachbarte Maschinen verhindert werden.
Bild: Busch Vacuum Solutions
www.buschvacuum.com
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Tel. 07622 681-2020
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34 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de
KOMPONENTEN UND SYSTEME
SPRÜHVENTILE FÜR
PRÄZISEN AUFTRAG
Mit neuen volumetrischen
Sprühventilen lassen sich
Schmierstoffe vollflächig
und wiederholgenau in
kleinen Mengen auftragen.
Sie eigenen sich für alle
Anwendungen in der
Industrie, bei denen Fette – oft auch an schwer
zugänglichen Stellen – präzise aufgesprüht werden
sollen. Die Ventile sind in zwei Ausführungen
erhältlich: auf Basis des Nadeldosierventils mit
einer Dosiermenge von 0,003 bis 0,2 ml, oder auf
Basis des Kammerdosierventils dann mit einer
Dosiermenge von 0,05 bis 3 ml. Im Vergleich zu
herkömmlichen Sprühadaptern verfügen die
Ventile über eine integrierte Materialdrosselung.
Das Sprühmuster ist damit individuell einstellbar
und Spritzer werden vermieden. Zusätzlich ist eine
Vielzahl an Düsenverlängerungen verfügbar, um
die Zugänglichkeit für alle Formen und Geometrien
zu ermöglichen. Je nach Anforderung sind auch
Spezialverlängerungen nach Kundenwunsch
möglich.
www.dopag.com
KOMPAKTE EHEDG-ZERTIFIZIERTE
KABELVERSCHRAUBUNG
Mit Cleanplus ergänzt Pflitsch sein Hygienic-
Design-Portfolio um eine Kabelverschraubung. Sie
ermöglicht mit weniger Einzelteilen und großen
Dichtbereichen pro Anschlussgewinde eine
einfache Montage und Handling. Die neue,
zertifizierte Hygienic-Design-
Kabelverschraubung bietet
eine glatte Edelstahl-Optik
und lässt sich mit ihrem
EHEDG-konformen Design
einfach reinigen. Die
Cleanplus ist in fünf Größen
M12 bis M32 erhältlich. Damit lassen sich Kabeldurchmesser
von 3 bis 23 mm sicher abdichten. Die
Dichteinsätze aus HTS-Silikon verfügen über einen
Verdrehschutz, sodass beim Anziehen der Druckschraube
das Kabel sicher in Position bleibt. Die
Cleanplus ist für Temperaturen von - 55 bis 180 °C
geeignet. Die kompakte Komponente bietet eine
glatte Ober- sowie gerundete Schlüsselflächen.
Pflitsch hat sie so konzipiert, dass sich bei der
Montage keine Spalten bilden oder Gewindegänge
offenliegen. Die Cleanplus hält die der EHEDG
geforderten maximalen Spaltmaße von ± 0,2 mm
ein. Das stellt sicher, dass Schmutzpartikel nicht
anhaften können. Für Dichteinsätze setzt Pflitsch
ein Ecolab-zertifiziertes Silikon-Material gemäß der
FDA 21 CFR §177.2600 ein, das für den Kontakt mit
Lebensmitteln zugelassen ist.
www.pflitsch.de
DRUCKLUFT WEITERGEDACHT: ENERGIEEFFI-
ZIENZ UND ZUVERLÄSSIGKEIT IM FOKUS
Der Gebläse- und Verdichterspezialist Aerzen baut sein
Sortiment im höheren Druckbereich deutlich aus und hat sein
Produktportfolio um innovative Druckluft-Kompressoren aus
dem Standardsegment für
Druckdifferenzen bis 13 bar
erweitert. Für die Drucklufterzeugung
bietet Aerzen
zwei neue Baureihen:
2-stufige, ölfreie Schraubenkompressoren
(Serie DS)
sowie 1-stufige, öleinspritzte
Verdichter mit Permanent-Magnet-Motor
(Serie SI). Die Kompressoren vereinen
hohe Performance, Energieeffizienz sowie Zuverlässigkeit. Sie
wurden für höchste Ansprüche entwickelt, um Prozesse noch
kosteneffektiver, nachhaltiger und leistungsfähiger zu
gestalten. Ob Arbeits-, Instrumenten-, Werkstatt- und
Prozessluft oder Steuerluft für pneumatische Regelsysteme:
Die neuen Druckluftaggregate von Aerzen sind in allen
Branchen und Industrien zuhause und unterstützen auf dem
Weg zu mehr Effizienz und Prozesssicherheit. Sie überzeugen
mit einem innovativen Design, punkten mit ihrer Performance,
halten die Lebenszykluskosten gering und sorgen für
erhebliche Kostensenkungen. Das umfangreiche Zubehörprogramm
lässt keine Wünsche offen und erlaubt eine gezielte
Anpassung an die kundenindividuellen Prozessanforderungen
sowie an herausfordernde klimatische Bedingungen. Unter
bit.ly/3F9yuhi finden sich weitere Informationen.
www.aerzen.com/de
LEISTUNGSSTARK LDG-PROZESSPUMPE
MIT GERINGEM PLATZBEDARF
Lewa hat die hydraulische
Leistung der Lewa Ecoflow
LDG-Prozesspumpe verbessert.
Beim überarbeiteten Modell ist
diese um 15 Prozent höher bei
gleichem Platzbedarf. Betreiber
profitieren von einer besseren
Leistung, ohne gesteigerten
Platzbedarf oder Kosten. Bei
einem Förderstrom von 300 l/h erhöht sich beispielsweise der
maximale Förderdruck von 659 bar auf 713 bar. Umgekehrt
steigt bei 100 bar Förderdruck die maximale Fördermenge von
2600 l/h auf 2950 l/h. Die hydraulische Leistung erhöht sich
von 35 auf 40 kN. Die LDG ist Teil der Lewa-Ecoflow-Familie,
einem umfangreichen Baukastensystem von Membran- und
Kolbendosierpumpen, das acht Triebwerksgrößen mit sechs
verschiedenen Pumpenkopftypen kombiniert. Der modulare
Aufbau ermöglicht ein hohes Maß an Individualisierung.
Weitere Optionen umfassen verschiedene Materialien und
Ventilausführungen, die kombiniert werden können, um
spezifische Anwendungskriterien wie Temperatur, Kompressibilität,
Fördermenge und Druck zu erfüllen. Die Ecoflow
kommt auch mit aggressiven, abrasiven, toxischen und
entflammbaren Fluiden zurecht.
www.lewa.com
www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 35
NEU UND NACHHALTIG
HEIMKOMPOSTIERBARE LEBENSMITTEL-
VERPACKUNGEN AUS BESCHICHTETEM PAPIER
Metpack und BASF kooperieren bei der
Zertifizierung von heimkompostierbarem,
beschichtetem Papier für Lebensmittelverpackungen.
Metpack Spezialist für
Extrusionsbeschichtungen aus Istanbul
bietet dafür ab sofort beschichtete
Papiere und Pappen an, die mit OK
Compost Home des TÜV Austria als
heimkompostierbar zertifiziert sind. Das
Papier Ezycompost von Metpack profitiert
dabei von der Beschichtung mit ecovio 70
PS14H6 der BASF. Das Biopolymer ist als heimkompostierbar
zertifiziert (OK Compost Home) und hat für Papier, das zu
Lebensmittelverpackungen verarbeitet wird, mehrere funktionale
Vorteile: Es ist für den Lebensmittelkontakt zugelassen (FDA) und
zeigt hervorragende Barriereeigenschaften gegen Flüssigkeiten, Fett,
Schmierfett und Mineralöl sowie auch Temperaturstabilität bei
kochendem Wasser bis zu 100 °C. Diese Kombination aus bewährter
Kompostierbarkeit und hervorragender Leistung gibt Herstellern von
Papierverpackungen und Markenartikeln die Gewissheit, dass
Lebensmittelverpackungen aus Ezycompost von Verbrauchern sicher
verwendet werden können und nach Gebrauch kein langlebiges
Mikroplastik im Heimkompost erzeugen. Die heimkompostierbare
Lösung unterstützt somit das organische Recycling von Lebensmittelabfällen
und hilft, den Nährstoffkreislauf zu schließen, um eine Kreislaufwirtschaft
zu erreichen.
www.metpack.com
NACHWUCHSWISSENSCHAFTLERINNEN
GEEHRT
Der Umweltpreis der Viktor & Sigrid Dulger Stiftung 2024
geht an Dr. Dagmar Brombierstäudl vom Südasien Institut und
Dr. Patricia Nayna Schwerdtle vom Heidelberg Institute of
Global Health. Sie teilen sich den mit 10.000 Euro dotierten
Preis für ihre exzellenten Forschungsleistungen mit hoher
Relevanz für die Umweltforschung. Dieser wird vom Heidelberg
Center for the
Environment
(HCE), dem
umweltwissenschaftlichen
Forschungszentrum
der Universität
vergeben. Dr.
Dagmar Brombierstäudl
widmete
sich in ihrer
Dissertation „Exploring Aufeis in the Trans-Himalaya“ dem
bisher vernachlässigten Phänomen des so genannten „Aufeis“.
Damit werden Ablagerungen von geschichtetem Eis bezeichnet,
welche durch das Gefrieren von aufeinanderfolgenden
Wasseraustritten entstehen. Dr. Patricia Nayna Schwerdtle
untersuchte in ihrer Dissertation „The nexus of climate
change, migration and health“ die Gesundheitsrisiken von
Migrantinnen und Migranten in Bangladesch.
www.prominent.de
RECYCLING VON PVC-PHARMABLISTERN
Mit der Initiative VinylPlus
PharmPack setzt die
europäische PVC-Industrie
in Zusammenarbeit mit
Folienherstellern und
Recyclingunternehmen
entlang der gesamten
Wertschöpfungskette auf
die Weiterentwicklung der
Kreislaufwirtschaft von PVC-Pharmablistern. Ein zentrales
Element der Initiative ist die erfolgreiche Trennung von PVC
und Aluminium aus Blisterabfällen im technischen Maßstab.
So können beide Wertstofffraktionen gezielt recycelt und dem
Materialkreislauf wieder zugeführt werden. Bereits heute
werden bei der Herstellung von Pharmablistern anfallende
Produktionsreste gesammelt und werkstofflich verwertet.
Daneben werden Innovationen, wie das lösemittelbasierte
Recycling, weiterentwickelt. Zukünftig sollen auch gebrauchte
Blisterverpackungen, sogenannte Post-Consumer-Abfälle, in
das Recycling einbezogen werden, um Ressourcen zu schonen
und den CO2-Fußabdruck weiter zu reduzieren. Erste Krankenhaus-Apotheken
engagieren sich bereits in der Initiative.
Solche Sammelstellen sind essenziell, da die Blisterverpackungen
dort vollständig entleert und dem Recycling zugeführt
werden, wogegen für unvollständig entleerte Verpackungen
sonst nur die thermische Verwertung bleibt.
www.vinylplus.de
36 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de
NEU UND NACHHALTIG
DÜSENHEIZELEMENTE MIT
LEISTUNGSVERTEILUNG
Die Düsenheizelemente
von Telemeter Electronic
erlauben die präzise
Beheizung von
Heißkanaldüsen im
Kunststoff-Spritzguss.
Basierend auf Wendelrohrpatronen,
die in ein
Trägerrohr aus Messing eingepresst werden, bieten sie eine
gleichmäßige und gezielte Temperierung für hohe Prozesssicherheit.
Dank der geringen Wandstärke ab 1,5 mm ermöglichen
die Heizelemente enge Nestabstände. Der Nutverlauf für
den Heizer sowie die Anschlussvarianten sind individuell
anpassbar. Die Heizelemente erlauben flexible Bauformen. Sie
sind sowohl als Drehteil als auch als Trägerplatte realisierbar.
Die einfache Integration von Thermoelementen, auch mit
wechselbarer Position, sorgt für eine präzise Temperaturkontrolle.
Die Düsenheizelemente bestehen aus Messing,
während der Mantel aus Edelstahl gefertigt ist. Sie erreichen
eine Manteltemperatur von bis zu 450 °C und bieten eine
Hochspannungsfestigkeit von 800 V AC. Die Leistungstoleranz
beträgt ± 10 %, die Standard-Spannungsversorgung liegt bei
230 V.
www.telemeter.info
DAS NACHHALTIGSTE UNTERNEHMEN
DER WELT
Schneider Electric wurde vom kanadischen Medien- und Forschungsunternehmen
Corporate Knights als das nachhaltigste
Unternehmen der Welt 2025 ausgezeichnet und ist damit
bislang das einzige, das zweimal den ersten Platz im Global
100-Ranking belegt. Das Ergebnis spiegelt Schneiders Rolle
bei der nachhaltigen Entwicklung wider, wie beispielsweise
seine innovativen Lösungen zur Förderung der Energieeffizienz,
Elektrifizierung und
Dekarbonisierung. Schneider
erzielte ebenfalls hohe
Punktzahlen für seine
Bemühungen, den Energieverbrauch
und die Kohlenstoffemissionen
von seinem
Geschäftswachstum zu entkoppeln sowie für seine hohen
Investitionen in nachhaltige Forschung und Entwicklung.
Corporate Knights hob zudem den Zusammenhang zwischen
der Vergütung von Führungskräften und der Nachhaltigkeitsleistung
sowie den ESG-Bewertungen von Schneider Electric
hervor. Der jährlich von Global Knights zusammengestellte
Global-100-Index basiert auf öffentlich bekannt gegebenen,
quantitativen Daten zu Ressourcen, Mitarbeitern, Lieferanten,
nachhaltigen Einnahmen und Investitionen.
www.se.com
DAMPF-LUFTBEFEUCHTER MIT KALK-MANAGEMENT
Die Dampf-Luftbefeuchter der Serie Condair RS sind für den Betrieb mit mineralfreiem Befeuchtungs- und
Trinkwasser optimiert. Die konstruktiven Detaillösungen ermöglichen eine hohe Betriebssicherheit und präzise
Regelgenauigkeit. Ein innovatives Kalk-Managementsystem sorgt für lange Wartungsintervalle. Mit dem
Touch-Controller bietet Condair Benutzeroberfläche, intuitive Gerätesteuerung und Diagnostik in einem.
Aktuelle Leistungsdaten können vor Ort oder aus der Ferne optional über eine IoT-Verbindung abgerufen
werden.
www.condair.de
Zeit für eine neue
Herausforderung.
MICRODEX
Die neue modulare
Förderschnecke
RSM
Der neue manuelle
Sackentleerer
UNSERE INNOVATIONEN
AUF DER POWTECH
Halle 9, Stand 9-225 & 9-227
VPM
Die neue Mehrfach-
Drosselklappe
VFD
Die neue
Flügelschleuse
www.wamgroup.de
WAMAIR Stand-Alone
Der neue Entstaubungsfilter
www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 37
Natalya Prodan
und Wolfgang Ringel
im Technikum am
Unternehmenscampus
in Neukirchen-Vluyn
PRÄZISE DURCHFLUSSMESSUNG IM ABGAS
PROZESSSICHERHEIT
IM FOKUS
Eine exakte Messung im Abgas ist unerlässlich, wenn daraus Rückschlüsse
auf den Prozessablauf gezogen werden sollen – insbesondere, wenn es um
Effizienz, Emissionskontrolle und Prozessoptimierung geht. Coriolis-
Massedurchflussmesser bieten hierbei eine besonders hohe Messgenauigkeit.
Natalya Prodan ist Chemieingenieurin bei der Schwing
Technologies, einem Unternehmen mit Sitz am Niederrhein,
das sich unter anderem auf Systeme und Lösungen
für Wirbelbett-Wärmebehandlungen spezialisiert
hat. Gemeinsam mit ihrem Team untersucht die Ingenieurin
Gas-Feststoff-Reaktionen in Wirbelschichtanlagen, um Prozesse
gezielt zu entwickeln und zu optimieren. Nach erfolgreichen
Scale-up-Versuchen konzipieren sie auf dem Campus des Unternehmens
Anlagen, die speziell auf den jeweiligen Prozess
zugeschnitten sind.
In einem aktuellen Versuch untersuchte das Team die
thermische Zersetzung eines Feststoffes für ein internationales
Unternehmen, das im Bereich der CO2-Abscheidung und
-Verwertung sowie der Chemieproduktion tätig ist. Beim Erhitzen
des Feststoffes im Wirbelbett wurde Chlorwasserstoff (HCl)
freigesetzt. Ziel war es, diesen im Abgasstrom zu erfassen und zu
neutralisieren, um daraus Rückschlüsse auf die Zersetzungsrate
des Ausgangsmaterials und die Produktbildung zu ziehen.
SICHERE ERFASSUNG VON ABGAS
Die Herausforderungen bei der Abgasmessung sind groß,
besonders im Umgang mit aggressiven, feuchten Gasen.
Erschwerend kommen hohe Temperaturen hinzu, die die
Anforderungen an die Messtechnik weiter erhöhen. Um unter
diesen Bedingungen eine zuverlässige Messung zu sichern, war
Kreativität gefragt. „Die Bestimmung der HCl-Freisetzungsrate
war entscheidend, um die erforderliche Verweilzeit zu ermitteln
und eine sichere Abgasüberwachung zu gewährleisten“, erklärt
Natalya Prodan. „Hohe HCl-Konzentrationen, Feuchtigkeit und
Temperatur erschwerten jedoch eine direkte Messung erheblich.
Deshalb entschieden wir uns für eine kosteneffiziente und
dennoch zuverlässige Alternative: Statt HCl direkt im Abgas zu
messen, haben wir den Verbrauch von Natriumhydroxid (NaOH)
im Gaswäscher erfasst.“
Das Diagramm auf der übernächsten Seite verdeutlicht die
kontinuierliche Zudosierung der Natronlauge während des
38 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de
MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN
01 Gaswäscher mit Coriolis-Massedurchflussmessgerät –
Coriolis Sensor RHM04S und aufgesetztem Transmitter RHE45
Erhitzungsprozesses im Wirbelschichtreaktor – ein wichtiger
Schritt zur Prozess kontrolle und Effizienzsteigerung.
Die Neutralisation des HCl-haltigen Abgases erfolgte in einer
Nasswäsche, wobei der NaOH-Massenstrom präzise mit einem
Coriolis-Massedurchflussmessgerät der Schwing Verfahrenstechnik
gemessen wurde. Das Schwesterunternehmen mit Sitz
auf dem Unternehmenscampus ist spezialisiert auf Prozessmesstechnik
und Sicherheitstechnik. Bei den Messarmaturen
handelte es sich um eine individuell zusammengesetzte Messeinheit
aus Coriolis Sensor und einem aufgesetzten Transmitter
des bayerischen Herstellers Rheonik.
PRÄZISE DURCHFLUSSMESSUNG MIT
CORIOLIS-TECHNOLOGIE
HOHE HCL-KONZENTRATIONEN,
FEUCHTIGKEIT UND TEMPERATUR
ERSCHWEREN EINE DIREKTE
MESSUNG ERHEBLICH
„Die Wahl des Messverfahrens zur Durchflussbestimmung von
Natronlauge hängt, neben dem Durchflussmessbereich, maßgeblich
auch von Parametern wie Konzentration, Temperatur,
Druck und der geforderten Messgenauigkeit ab“, weiß Wolfgang
Ringel, Technischer Experte der Schwing Verfahrenstechnik. Die
Durchflussmessung von NaOH sollte an dieser Stelle direkt im
Massenstrom, also in Gramm- oder Kilogramm gemessen
werden. Aufgrund ihrer hochgradigen Korrosivität ist Natronlauge
ein besonders anspruchsvolles Medium, sowohl mit Blick
auf die Messtechnik als auch auf die eingesetzten Werkstoffe.
„Ein hervor ragend geeignetes Verfahren ist die Coriolis-Massedurchflussmessung“,
betont Wolfgang Ringel. „Die individuell
konfigurierten Systeme sind insbesondere auch für Kleinstmengen
und Kurzzeit dosierungen optimal geeignet.“
Diese Massedurchflussmesser bieten eine hohe Messgenauigkeit,
erfassen den Massenstrom direkt und sind unabhängig von
Faktoren wie Leitfähigkeit oder Dichteänderungen. In der
konkreten Anwendung kam ein Coriolis-Sensor des Typs
RHM04S in Kombination mit dem kompakten Transmitter
RHE45 zum Einsatz. Letzterer unterstützt eine Vielzahl an
Kommunikationsschnittstellen zur Anbindung an Steuerungsund
SCADA-Systeme – „elektronische Signale, die unsere Kunden
direkt weiterverarbeiten können“, so der Experte.
Weitere Vorteile des Systems sind verschiedene Sensorgrößen,
einfache und schnelle Inbetriebnahme sowie die Eignung für
Betriebsdrücke bis zu 1.722 bar und große Temperaturbereiche.
Hinzu kommen eine zuverlässige digitale Messwerterfassung
und integrierte Selbstdiagnosefunktionen.
„Für die Anwendung mit Natronlauge haben wir eine
Standardausführung aus Edelstahl gewählt“, erläutert Wolfgang
Ringel. Alternativ sind die Geräte auch in Sonderwerkstoffen wie
beispielsweise Hastelloy oder Super Duplex erhältlich. „Die
Auswahl der Sensorgröße erfolgt dabei stets in Abhängigkeit vom
gewünschten Messbereich.“
Zeit für eine neue
Herausforderung.
UNSERE HIGHLIGHTS
AUF DER POWTECH
Halle 9, Stand 9-226
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MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN
02 Darstellung der kontinuierlichen Zugabe von Natronlauge in Relation zu den Temperaturen
am Gaseintritt sowie in verschiedenen Höhen des Wirbelschichtreaktors
PRAXISNAHE AUSLEGUNG VON
MASSEDURCHFLUSSMESSERN
Den typischen Projektablauf beschreibt Wolfgang Ringel so:
„Kundinnen und Kunden wie Natalya Prodan kommen üblicherweise
mit einer konkreten Aufgabenstellung zu uns – meist mit
Angaben zu Durchfluss, Dichte und Viskosität. Auf dieser Basis
legen wir das passende Gerät aus, abgestimmt auf spezifische
Anforderungen wie Messbereich und Messgenauigkeit sowie
maximal zulässigen Druckverlust.“
Die Auslegung kann auch systematisch mit standardisierten
Fragebögen erfolgen. „In 99 Prozent der Fälle reicht dieses
Anforderungsprofil aus“, sagt der Experte. „In Ausnahmefällen können
wir zusätzlich einen Versuch direkt beim Kunden anbieten.“
Standardgeräte sind in der Regel innerhalb von vier bis sechs
Wochen lieferbar: Kunden erhalten dann eine detaillierte
Einbauanweisung. Die Inbetriebnahme erfolgt bei Bedarf mit
telefonischer Unterstützung, per Videoschalte oder durch einen
Servicetechniker vor Ort.
„Da die Geräte in der Regel bereits vorkonfiguriert sind, können
sie sofort in Betrieb genommen werden“, erklärt Wolfgang Ringel
abschließend. Bei Rückfragen stehen die Experten jederzeit per
Telefon oder Video bereit.
FAZIT
In Neukirchen-Vluyn profitierten Natalya Prodan und Wolfgang
Ringel von den kurzen Wegen und der interdisziplinären
Zusammenarbeit auf dem Unternehmenscampus. „Dank der
kontinuierlichen Erfassung des NaOH-Massenstroms konnten
wir die Prozessstabilität erheblich verbessern und die Effizienz
des Prozesses nachhaltig steigern“, resümiert Natalya Prodan.
Das Projekt zeigt, wie sich anspruchsvolle Reaktionen in
Wirbelschichtsystemen durch präzise Messtechnik gezielt
steuern lassen. Die Kombination aus verfahrenstechnischem
Know-how und passgenauer Armaturenauslegung ermöglicht
eine praxisnahe Umsetzung bis hin zum industriellen Maßstab.
Gleichzeitig unterstreicht der Einsatz der Coriolis-Technologie
den Wert zuverlässiger Messsysteme für sicherheitsrelevante
Prozesse in der chemischen Verfahrenstechnik.
Bilder: Schwing Technologies / Schwing Verfahrenstechnik
www.schwing-pmt.de
UNTERNEHMEN
Schwing Verfahrenstechnik GmbH
Prozessmess- und Sicherheitstechnik
Oderstr. 7, 47506 Neukirchen-Vluyn
Tel. 02845 930 0
E-Mail: mail@schwing-pmt.de
AUTORIN
Nicola Leffelsend, Graurosarot –
Agentur für Kommunikation, Bochum
40 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de
MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN
VELOCITY SUITE BESCHLEUNIGT PROZESSINNOVATION MIT GENERATIVER KI
Infor kündigt die allgemeine Verfügbarkeit der Infor
Velocity Suite an. Das Produkt ist ein umfassendes
Portfolio an Lösungen und Dienstleistungen, die
Prozessinnovation vereinfachen und Kunden dabei
helfen, agil, anpassungsfähig und innovativ zu bleiben.
Die Infor Velocity Suite basiert auf der Infor Industry
Cloud Platform und wurde entwickelt, um Hindernisse
bei der Prozessinnovation zu beseitigen. Dabei kommt
ein Paket aus Infors fortschrittlichsten Technologien und
Services zum Einsatz, das Kunden bei der Wertschöpfung
unterstützt: 75 Prozent der Führungskräfte
und Software-Anwender in 3.600 Unternehmen haben
angegeben, dass durch den Einsatz fortschrittlicher
Technologien Mehrwert geschaffen wird. Die Infor
Velocity Suite bietet Zugang zu Infor Value+, einem
Katalog branchenspezifischer Lösungen, die Technologien
wie generative KI und RPA nutzen. Damit lässt
sich innerhalb von Wochen die Effizienz steigern und
Mehrwert generieren.
www.infor.com
DIGITALE GERÄTE-DOKUMENTATION
Was tun gegen überquellende Aktenschränke und zeitraubende Dokumentensuche? Für die Prozessindustrie setzt
Messtechnikhersteller Vega auf standardisierte, digitale Datenpakete nach VDI 2770 und sorgt damit für einen
Effizienzschub. Anwender erhalten schnellen, strukturierten Zugriff auf alle relevanten Produktunterlagen und
können die Dokumentation kompletter verfahrenstechnischer Anlagen automatisieren. Anlagenbetreiber profitieren
von einer nahtlosen Integration der Vega-Dokumentation in
bestehende Systeme. Der Schlüssel dazu ist das .xml-Dateiformat.
Jedem Dokument ist eine xml-Datei mit serialisiertem
ID-Link nach IEC 61406 zugeordnet, der zusätzlich auf den
Typenschildern der Feldgeräte als QR-Code aufgedruckt ist.
Somit ist ein direkter Zugriff auf die spezifische Geräte-Dokumentation
durch einfaches Abscannen des QR-Codes auf den
Feldgeräten möglich. Dabei setzt Vega auch auf Sicherheit, denn
auf die individualisierte Dokumentation können Anwender nur
über ihren persönlichen myVEGAAccount zugreifen.
www.vega.com
IMPRESSUM
erscheint 2025 im 59. Jahrgang,
ISSN: 0175-5315 / ISSN E-Paper: 2747-8025
REDAKTION
Chefredakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Nicole Steinicke (ni),
Tel.: 06131/992-350, E-Mail: n.steinicke@vfmz.de
(verantwortlich i.S.d. $ 18 Abs. 2 MStV / i.S.d. Presserechts)
Redakteur/innen: Daniel Schilling (dsc), M.A.,
Tel.: 06131/992-205, E-Mail: d.schilling@vfmz.de
Dipl.-Ing. (FH) Inga Ronsdorf (iro),
Tel.: 06131/992-259, E-Mail: i.ronsdorf@vfmz.de
Redaktionsassistenz:
Melanie Lerch, Tel.: 06131/992-261,
Petra Weidt, Tel.: 06131/992-371,
E-Mail: redaktionsassistenz_vfv@vfmz.de,
(Redaktionsadresse siehe Verlag)
GESTALTUNG
Sonja Daniel, Anette Fröder, Conny Grothe
SALES
Andreas Zepig, Tel.: 06131/992-206,
E-Mail: a.zepig@vfmz.de
Auftragsmanagement: Nevenka Islamovic,
Tel.: 06131/992-113, E-Mail: n.islamovic@vfmz.de
Anzeigenpreisliste 2025, gültig ab 01.10.2024
LESERSERVICE
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weiteres Jahr, wenn sie nicht spätestens vier Wochen vor
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VERLAG
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Handelsregister-Nr.: HRB 2270, Amtsgericht Mainz
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Ein Unternehmen der Cahensly Medien
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Verlagsleiter: Dr. Michael Werner, Tel.: 06131/992-401
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Leitende Chefredakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Nicole Steinicke
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(verantwortlich für den Anzeigenteil)
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www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 41
MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN
ANSPRUCHSVOLLE
TEMPERATURMESSUNGEN
Die Platin-Dünnfilmthermometer bieten laut
Telemeter Electronic eine hohe Genauigkeit und
gute Stabilität über einen weiten Temperaturbereich
hinweg. Dank des dünnen Platinfilms
reagieren sie schnell auf Temperaturänderungen
und eignen sich für Anwendungen, bei denen
rasche und präzise Messungen entscheidend sind.
Der Hersteller konfektioniert die Sensoren
individuell mit gewünschter Leitungslänge und
passendem Steckertyp nach Anforderung.
Sie lassen sich zum Beispiel in der Umweltüberwachung
für zuverlässige Temperaturkontrolle
sowie in der Lebensmittelindustrie zur Sicherstellung
der Produktionsprozesse einsetzen. Die
Sensoren arbeiten in einem Temperaturbereich
von - 200 bis 600 °C. Zudem zeichnen sie sich
durch ihre hohe Widerstandsfähigkeit gegen
Vibrationen und Stöße aus.
www.telemeter.info
SOFTWARE INTERPRETIERT
IR-SPEKTREN
Mit der Software irAnalyze erkennen Anwender
automatisch Banden in Infrarotspektren und
ordnen sie zu. Sie berut auf einem leistungsstarken
Analyse-Regelwerks mit über 1.000 Interpretationsregeln.
IR Spektrenauswertung
ist für
viele Anwender
im Laboralltag
eine aufwendige
Aufgabe. Mit
irAnalyze von
LabCognition
lassen sich jetzt
rasch und
zuverlässig qualitativ hochwertige IR- Bandenzuordnungen
erzeugen. Die Software beinhaltet
die gesamte spektroskopische Erfahrung im
Umgang mit charakteristischen Bandenlagen,
funktionellen Gruppen, erwarteten Intensitäten
und Struktur abhängigkeiten. Spektroskopisches
Wissen ist in ein umfangreiches Regelwerk
eingebettet und kann auch als Nachschlagewerk
verwendet werden.
www.labcognition.com
LABOR-MANAGEMENT-SYSTEM ERHÖHT
EFFIZIENZ
Labore mit einem
hohen Automatisierungsgrad
und einer
großen täglichen
Probenmenge haben
jetzt die Möglichkeit,
ihre Messprozesse
im UV/
Vis-Bereich zu
zentralisieren sowie
zu digitalisieren. Das Update der UV/Vis-Gerätesoftware
ASpect UV ermöglicht die Steuerung der Specord-Plus-Geräte
von Analytik Jena über ein externes Labor-Management
System (LMS). Durch das neue Soap-Schnittstellenmodul der
Software lassen sich direkt aus dem LMS heraus Methoden
erstellen, Messungen durchführen und Ergebnisse an das
System zurückmelden. Das zugehörige Analysegerät Specord
Plus ist somit komplett in die Systemlandschaft eingebunden.
Der Anwender kann dadurch in seinem bestehenden LMS
arbeiten – ohne dass er eine separate Gerätesoftware nutzen
muss. Zudem lassen sich die Messungen flexibel von überall
starten. Das Softwaremodul verfolgt alle Inhalte und Abläufe
nach, wodurch händische Kopierfehler von Daten zwischen
verschiedenen Systemen vermieden werden.
www.analytik-jena.de
ABSTANDSSENSOR MIT
IO-LINK-SCHNITTSTELLE
Pepperl+Fuchs hat
induktive Abstandssensoren
mit IO-Link-
Schnittstelle auf den
Markt gebracht. Die
neuen Geräte sind für
Industrie-4.0
Anwendungen
geeignet, messen
hochpräzise und
liefern umfassende Informationen für Condition Monitoring
und die vorausschauende Wartung. Die Sensoren können
Objekte mit einer Geschwindigkeit von bis zu 3 m/s erfassen
und liefern ihre Messdaten mit einer Wiederholgenauigkeit
von fünf Prozent. Ihr Messbereich beträgt bis zu 30 mm. Die
Sensoren ermitteln Geschwindigkeit und Beschleunigung des
Bedämpfungselementes. Zwei unabhängige Schaltfenster und
definierte Grenzwerte können individuell parametriert
werden. Mit einstellbaren Filtern lassen sich die Messgeschwindigkeit
und -genauigkeit anpassen. Die Schaltfrequenz
von bis zu 1.300 Hz erlaubt sehr kurze Durchlaufzeiten. Über
die IO-Link-Schnittstelle werden zusätzliche Daten, unter
anderem zu Temperatur und Betriebszeiten sowie von Zählern
übermittelt. Die Überwachung von Geschwindigkeit und
Beschleunigung sowie die Verlaufswerte dieser Größen
ermöglichen die detaillierte Analyse von Teilprozessen wie
Öffnen/Schließen bei Ventilen oder Beschleunigen/Bremsen
bei Dämpfungselementen.
www.pepperl-fuchs.com
42 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de
VORSCHAU
IM NÄCHSTEN HEFT: 07/2025
ERSCHEINUNGSTERMIN: 01. 10. 2025
ANZEIGENSCHLUSS: 16. 09. 2025
01
Werden Sie Teil der B2B-Plattform
für industrielle Entscheider.
Bringen Sie Ihr Wissen ein,
setzen Sie Trends und knüpfen
Sie neue Partnerschaften.
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02
03
01 Block-and-Bleed-Lösungen leisten einen wertvollen Beitrag zur
Prozesssicherheit bei Wartungs- und Kalibrierungsarbeiten oder zur
Vermeidung von Kreuzkontaminationen
Bild: GEMÜ
02 Für einen effizienten Prozess spielt auch die Auswahl des richtigen Sammelbehälters
für die Absauganlage eine entscheidende Rolle
Bild: Ruwac
03 Betriebssicherheit für Kühlanlagen: Speziell für ammoniakhaltige
Umgebungen konzipierte Filterelemente erhöhen die Betriebssicherheit
industrieller Kühlanlagen deutlich
Bild: Stauff
(Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten)
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Die Konturenlehre
Das Kopieren eines Profils war noch nie so einfach!
Mit dieser Konturenlehre können Sie die Form von unregelmäßigen
Objekten messen, um eine Sofortvorlage zu erstellen, mit der präzise
Schnitte markiert werden können. Messbreite 25 cm, Messtiefe 6 cm.
(Die Farbe der Konturenlehre ist variabel)
+
44 VERFAHRENSTECHNIK 2025/xx www.verfahrenstechnik.de