26.08.2025 Aufrufe

Verfahrenstechnik 6/2025

Verfahrenstechnik 6/2025

Verfahrenstechnik 6/2025

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

19098

06

September 2025

€ 13,00

TITEL

14 Drucklufttechnik:

Verlässliche Prozesse

10

Powtech Technopharm:

Trends der Messe

20 Rohstoffrückgewinnung:

Sichere Entwässerung

verfahrenstechnik.de


Scannen und direkt lesen!

Exklusiver Zugang zu Expertenwissen

Hochwertige, tiefgreifende Artikel, die über

den Tellerand blicken – von Branchenexperten!

Nur die wirklich relevanten Trends

Keine oberflächlichen News, sondern faktenbasierende

Inhalte, die Ihnen echte Wettbewerbsvorteile verschaffen!

Für Macher. Von Machern.

Wer hier nicht liest, bleibt zurück!

Während andere noch rätseln, wissen Sie bereits,

was die Branche als Nächstes bewegt.


EDITORIAL

INNOVATIONEN BRINGEN

WACHSTUM

Herbstzeit ist Messezeit auch für die verschiedenen Bereiche der Verfahrenstechnik.

München, Nürnberg und Düsseldorf laden zu Drinktec, Powtech Technopharm und K-Messe

ein. Die Stimmung in der Deutschen Wirtschaft ist im Vorfeld allerdings schlecht; kein

Merz-Aufschwung ist bislang in Sicht. Das aber ist nicht die ganze Wahrheit. Die Zahlen

der pharmazeutischen Industrie zum

INNOVATIONEN BRINGEN DEN

ENTSCHEIDENDEN VORTEIL IN

SCHWIERIGEN ZEITEN

Beispiel zeigen nach oben. Fünf Prozent

Umsatz- und zwei Prozent Produktionswachstum

im ersten Halbjahr 2025 im

Vergleich zum Vorjahreszeitraum und

die Prognosen sehen auch für dieses Jahr

dem Branchenverband VCI zufolge ein weiteres Wachstum von vier beziehungsweise drei

Prozent vor. Für die Messe Nürnberg war es da keine schlechte Entscheidung, die Branche

schon im neuen Messetitel „Powtech Technopharm“ hervorzuheben und organisatorisch auf

der Messe aufzuwerten; mehr dazu ab Seite 10 in diesem Heft. Das Potenzial

der Branche wird auch an unserem Verlagsstandort in Mainz erkennbar.

Nicht nur Biontech baut hier an ihrem neuen Biotech-Campus, auch andere

Unternehmen der Labor- und Pharmabranche errichten ihre Neubauten

rund um die Kliniken der Stadt. Sie alle sind auf ihre Partner in der Industrie

angewiesen, die am Ende helfen müssen, aus innovativen Ideen einen soliden,

industriellen Prozess zu erschaffen, der allen Vorschriften und Regularien

genügt und dabei doch wirtschaftlich effizient ist. Die Powtech Technopharm

ist der richtige Ort, um sich das anzusehen; auch über die Pharmazeutik

hinaus in den anderen Bereichen der Verfahrenstechnik. Denn Innovationen

können den entscheidenden Vorteil bringen in einem schwierigen wirtschaftlichen

Umfeld. So ist es vielleicht kein Zufall, dass mit der Pharmazeutischen

Industrie ausgerechnet eine Branche wächst, die im Schnitt 16 Prozent des

Umsatzes in Forschung und Entwicklung steckt.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie in dieser Ausgabe oder

auf einer der Messen, Ihre nächste Innovation finden,

Daniel Schilling

Redakteur

VERFAHRENSTECHNIK

Zertifizierter Brandschutz

für die Schüttgutindustrie.

Von der Absauganlage bis

zum Zerkleinerer.

www.tbelectronic.eu

Wir beraten Sie gern.

POWTECH | Stand 10-488


10

EDITORIAL

03 Innovationen bringen Wachstum

PERSPEKTIVE

06 Ernährung der Zukunft

NACHRICHTEN

07 Aktuelles aus der Branche

MESSE POWTECH TECHNOPHARM

10 Fachmesse in Nürnberg: Treffpunkt der

Verfahrenstechnik

12 Marktplatz: Produkte, Technologien, Trends

BETRIEBSTECHNIK

TITELSTORY

14 100% Verfügbarkeit, 0% Probleme:

Aerzen-Aggregate sorgen bei A+S BioTec für

verlässliche Transportprozesse

18 Marktplatz: Produkte, Technologien, Trends

TITEL

14

Marianny

Eisenhofer,

Direktorin der

Powtech

Technopharm

SPECIAL LEBENSMITTELTECHNIK

20 Drinktec 2025: Entwässerungslösung für

flüssige Ausschussware

24 Hygienisch, effizient und nachhaltig: Moderne

Messtechnik für Milchpulvertrocknungsanlagen

26 Interview mit Richard Clemens:

„Neue Technologien für die Getränkeindustrie“

VERFAHREN UND ANLAGEN

28 Lösung für Medizin und Pharma: Verpackungslinie

erstmals mit Sechsachs-Kinematik

30 Inline-Kavitation: Effizienz neu gedacht in der

Prozessindustrie

31 Marktplatz: Produkte, Technologien, Trends

Anzeige: Aerzener Maschinenfabrik GmbH

ANZEIGE

BEILAGE

Ein Teil dieser Ausgabe enthält eine

Beilage der MEORGA GmbH, Dillingen.

Lesen Sie, wie Aggregate für verlässliche

Transportprozesse sorgen

4 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de


KOMPONENTEN UND SYSTEME

32 Teilchenphysik: Membrandosierpumpen zur

Kühlung empfindlicher Siliziumkomponenten

34 Vakuumpumpen: Betriebstemperatur halten

bei Hitze

35 Marktplatz: Produkte, Technologien, Trends

26

NEU UND NACHHALTIG

36 Klima- und Umweltschutz in der

Prozessindustrie

MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN

38 Präzise Durchflussmessung im Abgas:

Prozesssicherheit im Fokus

41 Marktplatz: Produkte, Technologien, Trends

SPECIAL

20

41 Impressum

43 Vorschau

32

Anzeige: Strautmann Umwelttechnik GmbH


PERSPEKTIVE

ERNÄHRUNG

DER ZUKUNFT

Im Leitprojekt »FutureProteins« haben sechs

Fraunhofer-Institute geschlossene und

platzsparende Indoor-Anbauanlagen für eine

ganzjährige, klima- und saisonunabhängige

Gewinnung von Proteinen aus alternativen

Quellen entwickelt. Die erzeugten Proteine

und Rohstoffe werden zum ersten Mal auch

miteinander kombiniert und zu Prototypen

für Lebensmittel verarbeitet.

Auf alternative Proteine aus Pflanzen, Insekten, Pilzen

und Algen setzen Forschende im Fraunhofer-Leitprojekt

»FutureProteins«. Sechs Institute bündeln ihre Expertise,

um neue Proteinquellen mit eigens entwickelten, ganzjährig

nutzbaren, flächen-, klima- und standortunabhängigen

Indoor-Anbausystemen nachhaltig zu erschließen und daraus

Nahrungsmittel zu produziere. Neben vier Indoor-Agraranbauanlagen

– Vertical Farming für Pflanzen, Insect Farming für

Insekten, Bioreaktoren für Pilze sowie Photobioreaktoren für die

Kultivierung von Algen – haben die Forschenden außerdem aus

den Produkten eine Reihe schmackhafter Nahrungsmittel für die

Lebensmittelindustrie entwickelt.

Zudem sind die vier Anlagen miteinander verzahnt: Die

Nebenströme aus den unterschiedlichen Verarbeitungsstufen

lassen sich für die Kultivierung weiterer Proteinsysteme nutzen.

ERBSEN AUF BERG- UND TALFAHRT

Mit der am Fraunhofer IME in Aachen entwickelten OrbiPlant-

Technologie gelang es den Forschenden zum Beispiel erstmals,

Erbsen im Indoorbereich effizient anzubauen. Das förderbandbasierte

System macht nicht nur den Einsatz von Pestiziden

obsolet, sondern ermöglicht eine platzsparende Anbauweise, mit

der sich 95 Prozent des Wasserverbrauchs und 50 Prozent des

Düngerbedarfs einsparen lassen. Die Anlage zeichnet sich durch

eine integrierte natürliche Klimatisierung aus und bewegt sich

wellenförmig. Das ermöglicht einen platzsparenden Anbau.

Während der stetigen Auf- und Abbewegung des Förderbands

werden die eingehängten Pflanzen aeroponisch mit Wasser und

Nährstoffen versorgt.

An der Entwicklung hochwertiger und schmackhafter

Lebensmittel aus verschiedenen Proteinquellen arbeiten die

Forschenden am Fraunhofer IVV in Freising. Ein Lebensmitteltechnikum

mit den vorhandenen Pilotanlagen zur Herstellung

von Fleisch- und Milchalternativen sowie Backwaren am

Standort bei München bietet die Voraussetzungen, um

Lebensmittel bis zur Marktreife zu führen. Die so entwickelten

veganen Fleisch alternativen kombinieren unterschiedliche

Proteinquellen wie Erbsen und Pilze. Das Resultat sind zum

Beispiel besonders saftige Burgerpatties mit verbessertem

Nährwertprofil.

Bild: Fraunhofer IME

www.ime.fraunhofer.de/

www.ivv.fraunhofer.de/

6 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de


MITUTOYO UND NEMERA:

PARTNERSCHAFT FÜR PRÄZISES MESSEN

Extreme Präzision und Maßgenauigkeit sind zentrale Eigenschaften der

medizintechnischen Kunststoffprodukte, die Nemera in Neuenburg am

Rhein in hoher Stückzahl herstellt. Dazu zählen Spendersystemen wie

Insulinpens, Inhalatoren und Dispenser. Mit fast 700 Mitarbeitenden und

einer Produktionsfläche von rund 11.000 m 2 verteilt auf 13 Hallen ist dieser

Standort der größte von Nemera. Der Aufwand an Messtechnik, den

Nemera treibt, ist hoch. Das Unternehmen arbeitet

in diesem Bereich seit mehr als dreißig Jahren mit

Mitutoyo zusammen. Die Kooperation hat Nemera

jetzt weiter vertieft mit der Anschaffung eines

hochauflösenden Computertomografie-Systems (CT)

von RX Solutions, einem Partnerunternehmen von

Mitutoyo. Gemeinsam mit Mitutoyo erarbeiten die

Verantwortlichen in Neuenburg im Augenblick

werksübergreifende Standards für die Hard - und

Software der Messtechnik.

www.mitutoyo.de

DORTMUND

18. - 19. MÄRZ 2026

Special Area:

STAND ZUM

Prozessautomatisierung

VORTEILSPREIS

SICHERN

SEW-EURODRIVE BETEILIGT SICH AN BBH PRODUCTS

SEW-Eurodrive hat eine hat eine 34-Prozent-Beteiligung an BBH Products

erworben. BBH Products wird auch künftig unabhängig am Markt als

Anbieter von Lösungen der Funktionalen Sicherheit agieren und seine

Bestandskunden und Neukunden unverändert bedienen. Beide Unternehmen

legen großen Wert auf Partnerschaften, die auf Innovation und

technologischen Fortschritt fokussiert sind. Die kürzlich vertraglich

besiegelte Zusammenarbeit ist ein weiterer wichtiger Schritt in diese

Richtung und betont das gemeinsame Engagement beider Unternehmen

für technologische Fortschritte und sichere Lösungskonzepte.

Dr. Hans Krattenmacher, Geschäftsführer Innovation Mechatronik bei

SEW-Eurodrive, freut sich auf die zukünftigen

Möglichkeiten: „Diese Partnerschaft ermöglicht es

SEW-Eurodrive, alle relevanten Produkte von BBH

Products als Brandlabel zu vertreiben und selbst zu

produzieren. Ab sofort werden wir gemeinschaftlich

weitere Lösungen definieren und entwickeln sowie

intensiv in der Produktion zusammenarbeiten.“

www.sew-eurodrive.de

© 2025 Easyfairs Group

MOBIL-IN-TIME ÜBERNIMMT ACR CHILLER RENT

Die Mobil-in-Time-Gruppe übernimmt Acr chiller rent. Acr ist spezialisiert

auf Mietkälte-Lösungen und bietet seine Leistungen deutschlandweit an.

Mit diesem Schritt verdoppelt die Mobil-in-Time-Gruppe ihre Mietkältesparte.

Im Ergebnis können die Kunden beider Unternehmen zukünftig mit

übergreifenden Mietkälte- und -wärme-Lösungen bedient werden. Acr

wurde 2004 als Tochterunternehmen der Kältetechnik aircool gegründet

und wird inzwischen in zweiter Generation geführt. Seit der Gründung hat

Acr sich mit mehr 2.000 umgesetzten Projekten als wichtiger Anbieter für

Mietkälte etabliert. Das Portfolio

umfasst ein breites Spektrum von

mittlerweile rund 500 Anlagen wie

Kaltwassersätze, Rückkühler, Tiefkältezentralen,

Klimageräte, Umluftkühler,

Lüftungsgeräte, Hydraulik-Module

sowie umfangreiches Zubehör.

www.mobilintime.com

Parallel

zur:

NEU: Special Area

Prozessautomatisierung

www.solids-recycling-technik.de

Premiumpartner:


STRATEGISCHE PARTNERSCHAFT

Fette Compacting

und die führende

Contract Development

and Manufacturing

Organization

(CDMO)

CMIC CMO USA

gehen eine

strategische Kooperation ein. Im Zentrum der

Zusammenarbeit steht die Integration des kontinuierlichen

Direktverpressungssystems FE CPS mit

einer Rundläufertablettenpresse FE55 von Fette

Compacting in die GMP-zertifizierten Reinräume

von CMIC in Cranbury, New Jersey. Pharmaunternehmen

können dort, mit Hilfe von Fette Compacting

und CMIC, kontinuierliche Fertigungsprozesse

entwickeln und validieren sowie klinische Muster

unter regulierten Bedingungen herstellen lassen.

Die Kombination aus CMICs regulatorischer

Expertise und Fette Compactings technologischer

Führungsrolle schafft somit eine einzigartige

Entwicklungsplattform.

www.fette-compacting.de

ERWEITERUNG DES PRÜFLABORS

Tüv Süd investiert weiter in seine Prüfkapazitäten für Innovationen,

Qualität und Sicherheit von Produkten und erweitert

sein Labor in Frankfurt am Main. Die neuen Prüfeinrichtungen

wurden im Rahmen eines feierlichen „Open Lab Days“ am

Standort vorgestellt, an dem Kunden und Mitarbeiter exklusiv

Einblicke in die hochmodernen neuen Testumgebungen

erhielten. Das Frankfurter Labor, gegründet im Jahr 1990 mit

16 Mitarbeitern und

heute auf fast 100

Mitarbeiter gewachsen,

ist zentraler Bestandteil

des globalen Tüv Süd-

Netzwerks und bietet ein

breites Spektrum an

Prüfleistungen für

verschiedene Industrien.

Zu den bestehenden Services gehören im Kompetenzbereich

„Elektro / Mechanik“ umfassende Prüfungen von elektrischen

und mechanischen Werkzeugen, elektrischen Komponenten,

einschließlich Kabeltrommeln, Mehrfachsteckdosen und

Installationszubehör, elektrischen und mechanischen

Reinigungsgeräten sowie Hochdruck- und Pumpensystemen.

www.tuvsud.com

NEUES KOMPETENZZENTRUM KUNSTSTOFFTECHNIK

Im Juli 2023 startete der Bau des

neuen Kompetenzzentrums

Kunststofftechnik am Bürkert

Campus Criesbach. Auf einer

Nutzfläche von rund 6.000 m2

entstand bis Dezember 2024

zunächst eine Halle, in der die

komplette Prozesskette der

Kunststofftechnik des Unternehmens räumlich eng

zusammen rückt. Alle Anforderungen an das Kunststoffbauteil,

die passenden Materialien und die geplanten

Fertigungsschritte werden frühzeitig überprüft und

aufeinander abgestimmt. Bürkert prüft die Teile im

Verbund – von Entwicklung, Werkzeugbau und dem

Technikum – legt sie werkstoffgerecht aus, qualifiziert und

stellt sie her. Auch Analyselabor

und Technikum profitieren von der

neu gewonnenen Nähe: Notwendige

Untersuchungen können in

enger Verzahnung bearbeitet und

gelöst werden. Die im Rahmen der

Baumaßnahmen auf dem Campus

freigewordenen Flächen nutzt das

Unternehmen künftig für die Erweiterung der kundenspezifischen

Systementwicklung sowie den Ausbau der

Zerspanungstechnik. Diese Flächen werden damit um rund

30 Prozent erweitert und ermöglichen das weitere

Wachstum am Standort. Insgesamt investierte Bürkert

rund 20 Millionen Euro in den Bau am Campus Criesbach.

www.buerkert.de

CHEMIEPARK GENDORF ERHÄLT ZUWACHS

Das Fürther Unternehmen Pruvia errichtet seit dem Sommer eine der europaweit größten, kommerziellen Plastic-to-Oil-

Anlagen. Das gaben der Betreiber des Chemieparks, InfraServ Gendorf, und Pruvia im Rahmen eines gemeinsamen

Pressegesprächs in Gendorf bekannt. Das von Pruvia entwickelte und patentierte Verfahren wandelt nicht recycelbare

Mischkunststoffabfälle mittels eines kontinuierlichen Pyrolyse-Prozesses in zirkuläres, nicht fossiles Naphtha um. Dieser

aus Abfall wiedergewonnene Rohstoff kann in der petrochemischen Industrie zur Herstellung von neuen Kunststoffen

verwendet werden. Die moderne Pruvia Anlage ersetzt fossile

Rohstoffe und trägt gleichzeitig zur nachhaltigen Defossilisierung

der chemischen Industrie durch umweltschonende Kreislaufwirtschaft

von Kunststoffen bei. Mit der Inbetriebnahme, die für das

4. Quartal 2026 geplant ist, wird die Anlage in Gendorf eine Jahreskapazität

von 35.000 Tonnen Mischkunststoffabfälle verarbeiten. Das

Unternehmen investiert einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag

in Gendorf und wird dort rund 30 Mitarbeiter beschäftigen.

www.infraserv.gendorf.de

8 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de


NACHRICHTEN

SEMINARE, TAGUNGEN, KURSE

VERANSTALTUNG

Fachmesse Drinktec 2025. Fachmesse für die Getränkeund

Liquid-Food-Industrie.

bit.ly/472lB42

Tagung 29. Fachtagung Schüttgutfördertechnik

bit.ly/45xjlkl

Fachmessen Powtech Technopharm 2025 und Fachpack

2025. Fachmessen für Verfahrenstechnik und Verpackung,

bit.ly/45p7OU5 und bit.ly/3JiWIHy

Fachmesse K-Messe 2025. Internationale Messe für die

Innovationen der Kunststoff- und Kautschukindustrie:

bit.ly/4lvTQ7C

DATUM, ORT

ABB UND BILFINGER

KOOPERIEREN

15.-19.09.2025, München

17.-18.09.2025, Magdeburg

23.-25.09.2025, Nürnberg

08.-15.10.2025, Düsseldorf

ABB wird mit dem Industriedienstleister

Bilfinger kooperieren. Beide Unternehmen

wollen gemeinsam Lösungen entwickeln,

um betriebliche Effizienz in Energie- und

Prozessindustrie zu steigern. Ziel ist das

Angebot an Messtechnik und digitalen Technologien für Branchen wie

Energie, Chemie, Petrochemie, Pharma, Biopharma sowie Öl und Gas zu

erweitern. ABB bringt ein breites Portfolio an Instrumentierungs- und

digitalen Technologien ein, Bilfinger hat ein umfassendes Know-how bei

konventionellen und erneuerbaren Energien.

www.abb.com

5,2 %

226,4 Milliarden Euro – so hoch

lagen die FuE-Ausgaben der

Chemie- und Pharmaindustrie

weltweit. Fast 50 % davon entfallen

auf die USA. Deutschland

hat einen Anteil von 5,2 % an

den globalen FuE-Investitionen

und belegt damit Platz 4, nach

den USA, China und Japan.

Quelle: VCI

50 %

Zuschuss gibt es für die Umstellung

auf Prozesswärme aus

nicht-fossilen Quellen maximal

im Förderprogramm EEW

Quelle: Bundeswirtschaftsministerium

MIT NEUEN TECHNOLOGIEN DEN

MITTELSTAND STÄRKEN

Das Technologie-Netzwerk it‘s OWL ist ein wichtiger

Motor, um die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie in

OWL zu sichern. 230 Unternehmen und Forschungseinrichtungen

engagieren sich hier. Mit einer neuen

Strategie will it‘s OWL nun Unternehmen unterstützen,

Innovationen zu entwickeln und Wachstumsimpulse zu

setzen. Dazu dienen neben 20 Forschungsprojekten

auch ein neues Leistungszentrum, themenbezogene

Fokusgruppen und eine Weiterbildungsplattform.

Dr. Stefan Breit, der

Vorsitzende des

Clusterboards und

Geschäftsführer bei

Miele, gibt sich

zuversichtlich für den

heimischen Mittelstand:

„Die globale

Wirtschaft hat das

Potenzial, 2025 wieder

stärker zu wachsen. Das wurde auch jüngst auf dem

Wirtschaftsforum in Davos sehr deutlich.“ Künstliche

Intelligenz sei ein entscheidender Schlüssel für die

Unternehmen, neue datenbasierte Geschäftsmodelle zu

entwickeln und so Wachstum zu fördern. Mit dem

Rückenwind von it‘s OWL werden wir unsere Chancen

strategisch nutzen und als Gewinner aus der

Transformation hervorgehen“, erklärte er.

www.its-owl.de

SOLIDS UND RECYCLING-TECHNIK

DORTMUND 2026

Am 18. und 19. März

feiert die Solids

Dortmund 2026,

Fachmesse für

Granulat-, Pulverund

Schüttgut-

Technologien, ihr

20-jähriges Jubiläum.

Parallel dazu findet

die 9. Ausgabe der

Recycling-Technik

Dortmund statt. Die

Aussteller zeigen in

vier Hallen neue und bewährte Technologien und Lösungen für die

Schüttgut-, Prozess- und Recycling-Industrie. Besucher erwarten

zahlreiche Highlights. Dazu gehören eine neue Special Area

„Prozessautomatisierung“, der Polish Pavilion, ein zum ersten Mal

vergebener Start-Up-Award sowie der neue Branchen-Podcast

„Bulk-Talk“. Bereits über 300 Aussteller haben ihre Teilnahme

bestätigt. Mit dabei sind langjährige Partner wie GKM Siebtechnik,

Emde Automation oder Bückmann, sowie neue Unternehmen und

Institutionen aus dem In- und Ausland wie zum Beispiel das

Fraunhofer IZFP, Grenzebach Maschinenbau, NT Service, SEW-

Eurodrive, SMF oder Strabag. Technologie-Anbieter können sich bis

zum 17. September 2025 einen Stand zum Vorteilspreis sichern. Die

Anmeldung kann über die Webseite der Messe oder direkt über das

Organisationsteam erfolgen.

www.solids-recycling-technik.de

www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 9


MESSE POWTECH TECHNOPHARM

FACHMESSE IN NÜRNBERG

TREFFPUNKT DER

VERFAHRENSTECHNIK

Kaum eine andere Messe in Deutschland stellt

das Thema Verfahrenstechnik seit 1984 so in

den Mittelpunkt wie die Powtech in Nürnberg.

Dieses Jahr findet die Messe als Powtech

Technopharm vom 23. bis zum 25. September

statt. Mit Veranstaltungsleiterin Marianny

Eisenhofer sprach Verfahrenstechnik-

Redakteur Daniel Schilling über den

Schwerpunkt Pharmazeutik,

Live-Demonstrationen und die

parallele Messe Fachpack.

Frau Eisenhofer, aus der Powtech wird die Powtech Technopharm:

Was ist neu? Wieviel Raum nimmt das Thema Pharma

2025 auf der Messe ein?

MARIANNY EISENHOFER: Die Pharmabranche war schon

immer eine der Top drei Besucherbranchen der Powtech. Nun

rücken wir diese mit dem Zusatz Technopharm noch gezielter in

den Fokus und widmen uns zusätzlich der GxP-konformen

Herstellung von pharmazeutischen Produkten in fester, halbfester

und flüssiger Form.

Das spiegelt sich sowohl auf der Messe als auch im Begleitprogramm

wider. Neu ist unter anderem der Pavillon „Pharma

in Focus“ in Halle 10, wo Unternehmen ihre aktuellen Produkte

und Dienstleistungen rund um die pharmazeutische Verfahrenstechnik

vorstellen. Im Technopharm Forum – kuratiert und

moderiert von unserem ideellen Träger APV (Arbeitsgemeinschaft

für pharmazeutische Verfahrenstechnik e.V.) – erwarten

die Besucher ebenfalls in Halle 10 zudem Vorträge, Diskussionen

und Impulse zu Technologien für Entwicklung, Produktion

und Qualitätssicherung. Hier wird bewusst out-of-the-box

gedacht, etwa mit Speakern des BDI (Bundesverband der Deut-

Traditionell gibt

es auf der Powtech

viele Live-Exponate

zu sehen

schen Industrie e. V.) oder des VEA (Bundesverband der Energie-Abnehmer

e. V.). Und neu: Auch Anwender kommen hier zu

Wort – nicht nur Hersteller.

Natürlich gibt es auch darüber hinaus weitere Neuerungen:

Besonders am Herzen liegt mir „Women4Processing“, das neue

Netzwerk für Frauen in der Prozesstechnologie. Hier begegnen

sich engagierte Frauen aus Industrie, Forschung & Entwicklung,

Marketing & Sales sowie Wissenschaft, um Wissen zu teilen,

voneinander zu lernen und gemeinsam neue Impulse für die

Verfahrenstechnik zu setzen.

Auch neue Partner dürfen wir dieses Jahr an Bord der Powtech

Technopharm begrüßen, wie zum Beispiel das ZLV (Zentrum für

Lebensmittel- und Verpackungstechnologie e. V.) oder auch die

IND EX (Intercontinental Association of Experts for INDustrial

EXplosion Protection e. V.). Insofern gilt: Nicht alles, aber vieles

neu macht die Powtech Technopharm im September.

Gibt es noch bei anderen Bereichen der Verfahrenstechnik

einen Schwerpunkt?

MARIANNY EISENHOFER: Neben der Pharmaindustrie stehen

die Branchen Chemie, Food sowie der allgemeine Maschinenund

Anlagenbau im Fokus. Und dennoch bleibt die Powtech

Technopharm traditionell der Treffpunkt der internationalen

Verfahrenstechnik-Community in ihrer ganzen Breite. Unser

Ziel ist es nicht, einzelne Schwerpunkte zu setzen, vielmehr lebt

die Messe von ihrer Vielfalt. Die Pharmabranche bildet eine

besondere Facette, da sie mit spezifischen Anforderungen einhergeht.

Was die Veranstaltung auszeichnet, ist der lebendige

Austausch quer über alle Anwendungsbereiche hinweg. Durch

Cross-Industry-Denken entstehen individuelle Lösungen – und

oft auch neue Perspektiven über den gewohnten Tellerrand

hinaus.

Mein Tipp zur Vorbereitung des Messebesuchs: In der

Aussteller- und Produktdatenbank auf unserer Website

können Besucher je nach gewünschter Produktkategorie

oder Branche filtern und sich ihren individuellen

Plan für den Messebesuch erstellen.

10 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de


POWTECH TECHNOPHARM 2025

23. bis 25. September

9:00 bis 18:00 (Donnerstag bis 17:00)

Messegelände Nürnberg

(Parallel: Kongress Partec 2025 und Fachpack 2025)

Tageskarte (mit Fachpack): 70 Euro

Dauerkarte(mit Fachpack): 95 Euro

Partec industry: 1450 Euro

www.powtech-technopharm.com

www.fachpack.de

Welche Live-Demonstrationen erwarten die Messebesucher in

diesem Jahr in den und um die Hallen?

MARIANNY EISENHOFER: Da die Powtech Technopharm eine

Messe zum „Anfassen“ ist, erleben Besucher in den Hallen zahlreiche

Exponate der Aussteller hautnah. Wie gewohnt, finden

täglich mehrmals die Live-Demonstrationen zum Explosionsschutz

im Messeparkt statt. Auch in diesem Jahr macht das

REMBE Research + Technology Center (RTC) die Auswirkungen

einer Explosion sicht- und spürbar. Ein weiteres Highlight in

diesem Jahr ist der Wettbewerb ChemCar des VDI-GVC, bei dem

Modellfahrzeuge ins Rennen gehen, die von (bio-)chemischen

Reaktionen angetrieben werden – und zwar mitten im Messegeschehen

am zweiten Messetag um 15:30 Uhr im Eingangsbereich

NCC West.

Wie lief die Abstimmung mit der Fachpack? Gibt es Aussteller,

die auf beiden Messen präsent sind? Gibt es Hinweise für die

Besucher der einen Messe, was auf der jeweils anderen für sie

sehenswert ist?

MARIANNY EISENHOFER: Wir sind ein Team und arbeiten an

vielen Stellen messeübergreifend, daher gab es eine enge Abstimmung

beiderseits – wie bereits 2022. Insgesamt verzeichnen

wir über 300 Aussteller, die ein Angebot für die Besucher beider

Messen haben. Das sind unter anderem Syntegon, Lutena, Steriline,

Piab, SSB, Gröning, AviteQ, Nerak, Mesutronic, Agrama,

Bernhardt, AST, Safecontech, GreifVelox, Beumer, Piab, Altrimex,

um nur einige zu nennen. Zur Orientierung der Besucher gibt es

eine dementsprechende Kennzeichnung in unserem Print-Messebegleiter

und auch digital in der Aussteller- und Produktdatenbank

auf der Website.

DAS INTERVIEW FÜHRTE DANIEL SCHILLING,

REDAKTEUR VERFAHRENSTECHNIK

Bilder: NürnbergMesse

www.powtech-technopharm.com

Verschiebe die Grenze

des Möglichen

Mit dem einzigartigen Eirich-Mischprinzip steht

Dir die Welt der Prozesstechnik offen. Wir haben

es erfunden und weiterentwickelt um unsere

Kunden und ihre Produkte besser zu machen.

Tag für Tag.

UNTERNEHMEN

NürnbergMesse GmbH

Messezentrum, 90471 Nürnberg

Tel. 0911 86 06-0

E-Mail: info@nuernbergmesse.de

eirich.de

www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 11


MESSE POWTECH TECHNOPHARM

INDUSTRIESAUGER UND ABSAUG-

ANLAGEN FÜR SCHÜTTGUT

Wo Schüttgüter verarbeitet oder hergestellt

werden, kommt es zu Staubentwicklung. Hier

kommen Industriesauger zum Einsatz. Häufig sind

es keine klassischen, kompakten Universalsauger,

sondern

deutlich

größere mobile

oder stationäre

Anlagen, da die

Staubmengen

ebenfalls

größer sind.

Auf der

Powtech 2025

wird Ruwac in Halle 10.0, Stand 438 beispielhafte

Industriesauger für diese Einsatzzwecke vorstellen

– unter anderem eine Anlage der DA 5-Serie, die

sich als leistungsstarker mobiler Sauger einsetzen

lässt, aber auch als stationäres Saugaggregat einer

zentralen Absauganlage. In beiden Fällen verfügt

der DA 5 über einen kraftvollen Drehstromantrieb,

der auch im 24/7-Betrieb eingesetzt werden kann.

Ein weiteres Exponat wird ein Entstauber mit

Absaugarm sein. Diese kompakten und modular

konstruierten Anlagen ermöglichen das Absaugen

direkt an der Entstehungsstelle des Staubes. Das

verringert die Staubmenge, die in die Umgebung

gerät. Entsprechend weniger muss dort gesaugt

werden. Auch bei Gefahrstoffen ist diese Lösung

der beste Weg.

www.ruwac.de

POWTECH: RICO ZEIGT INNOVATIONEN

IM EXPLOSIONSSCHUTZ

ANZEIGE

REDEX® Ball überzeugt mit erweitertem Zertifikat: Die

RICO Sicherheitstechnik AG präsentiert auf der POW-

TECH ihre neuesten Technologien im Bereich des

Explosionsschutzes. Am Stand 12-454 in Halle 12.0

erwartet Fachbesucher ein vielseitiges Produktportfolio

mit praxisnahen Lösungen. Eines der Highlights der

Messe ist der weiterentwickelte REDEX® Ball, der für die

pneumatische Förderung

bei gleichzeitigem

Explosionsschutzbedarf

entwickelt wurde. Das

Produkt konzentriert sich

auf die Staubexplosionsklassen

St1 und St2 für

organische Stäube.

Während bisher sowohl ein IR- als auch ein Druck-Sensor

für die Detektion einer Explosion erforderlich waren, ist

der REDEX® Ball neuerdings für die niedrigere Staubexplosionsklasse

St1 mit ausschließlichem Einsatz eines

IR-Sensors zugelassen. Dies ermöglicht eine kompaktere

Steuerungseinheit und spürbare Kosteneinsparungen

bei gleichbleibend hoher Funktionssicherheit. Zusätzlich

zeigt RICO den aktuellen Entwicklungsstand des innovativen

REDEX® Flap sowie bewährte Lösungen wie das

VENTEX® Ventil. Auch aktive Entkopplungssysteme wie

der Explosionsschutzschieber RSV und der REDEX® Slide

stehen im Fokus – speziell konzipiert für anspruchsvolle

staubführende Anwendungen.

www.rico.ch

DIE NÄCHSTE GENERATION DER

PROZESSLUFTERZEUGUNG

Aerzen-Verdichter, -Gebläse und -Turbos sind das

Herzstück unzähliger pneumatischer Anwendungen

zur Förderung von Pulvern, Schüttgütern und

festen Stoffen. Das

Unternehmen bietet ein

breites Produktportfolio

maßgeschneiderter

Lösungen von - 850

mbar bis 10,5 bar und

realisiert effiziente,

ressourcenschonende

und wirtschaftliche Anlagenkonzepte. Davon

können sich die Besucher der Powtech in Nürnberg

an Stand 420 in Halle 9 überzeugen. Powtech-

Premiere feiern die neue zweistufige, ölfreie

Druckluftkompressor-Serie DS, die nagelneue

Schraubengebläse-Baugröße D31S (Delta Hybrid),

die neue Schraubenverdichterstufe VM200 (Delta

Screw) und ein Drehkolbengebläse (Delta Blower)

vom Typ GM4S in ATEX-Ausführung einschließlich

Zonentrennfilter und ohne Haube für Unterdruckanwendungen.

www.aerzen.com/powtech

ZUVERLÄSSIGE FÜLLSTANDMESSTECHNIK

FÜR SCHÜTTGÜTER

Schüttgut sicher im Griff

– unter diesem Motto

präsentiert Vega

Grieshaber auf der

diesjährigen Powtech

Technopharm in Halle

10.0, Stand 304 Sensorik

für die Messung von

Füll- und Grenzstand. Im

Fokus stehen Lösungen für anspruchsvolle Anwendungen in

der Schüttgut- und Pulvertechnik. Ein Highlight ist der

Vegapuls 6X. Der 80-GHz-Radarsensor überzeugt in schmutzoder

staubintensiven Prozessen durch den optionalen

Spülluftanschluss, der für dauerhaft saubere Antennen und

störungsfreie Messergebnisse sorgt. Ebenfalls zu sehen: der

kompakte Radarsensor Vegapuls C 23 aus der Basic-Serie. Für

kleinere Silos oder Behälter bietet er eine smarte Einstiegslösung

in die 80-GHz-Radartechnologie. Abgerundet wird das

Messeportfolio durch die bewährten Vibrationsgrenzschalter

Vegavib und Vegawave. Ob feinkörniges Pulver oder grobkörniges

Schüttgut – die robusten Sensoren melden zuverlässig

jede Über- oder Unterschreitung definierter Grenzstände.

www.vega.com

12 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de


SCHONENDE ZERKLEINERUNG

IN PERFEKTION

Auf der Powtech 2025 präsentiert

Bauermeister an Stand 219 in Halle 9 die

neueste Weiterentwicklung der UW

Walzenmühle. Die neue Generation wurde

in erster Linie für die präzise, schonende

Vermahlung von geröstetem Kaffee

entwickelt. Dank einer großen Bandbreite an Walzenoberflächen eignet sie sich

jedoch ebenso für zahlreiche weitere trockene, spröde und mittelharte Produkte.

Neben den Walzenmühlen sind auch Prallmühlen für die Pulverisierung kristalliner,

spröder und trockener Produkte im Angebot. Die UM Universalmühlen

arbeiten dabei nach dem Rotor-Stator-Prinzip. Das Mahlwerkzeug schleudert das

Produkt gegen einen Siebkorb, den es erst nach Erreichen der Zielfeinheit

passiert. Die Funktionsweise der Bauermeister GM Gap Mill basiert ebenfalls auf

dem Prallprinzip, verzichtet jedoch auf den Siebkorb. Beide Mühlentypen lassen

sich jeweils mit dem CL Air Classifier kombinieren. Dieser ermöglicht eine präzise

Oberkornabtrennung, bei der das Grobgut automatisch in den Mahlprozess

zurückgeführt wird.

www.probat.com

ABSPERRKLAPPE MIT MINIMALEN

DRUCKVERLUSTEN

Ebro (Halle 9, Stand 439) entwickelte die Absperrklappe

WS112 für Wasser anwendungen. Dank

minimaler Druckverluste durch strömungsoptimiertes

Design eignet sie sich für Leitungen, die große Mengen

transportieren. Das Seal-on-Disc-Design der Doppelflansch-Armatur

gewährleistet eine beidseitig leckagefreie Abdichtung. Dabei

deckt sie anspruchsvolle Einsatzbedingungen ab. Die doppelt exzentrische

Konstruktion mit polygonaler Welle reduziert Reibung und minimiert Verschleiß.

Sieist ideal für Rohrleitungen, über die große Wassermengen transportiert

werden. Das Polygonprofil der Welle sorgt für eine optimierte Kraftübertragung

von der Welle auf die Scheibe. Bolzen oder Stifte, die die Welle mit der Scheibe

verbinden, sind damit überflüssig. Das Polygonprofil sichert eine formschlüssige

Verbindung und das Dry-Shaft-Design mit Präzisionslagern, O-Ringen und

geschlossenen Scheibennaben gewährleistet dauerhaften Korrosionsschutz.

www.ebro-armaturen.com

GRECON GEWINNT GOLDENEN IF DESIGN AWARD

Fagus-Grecon (Halle 9, Stand 500) wurde für den Grecon Protector mit der

höchsten Auszeichnung des iF Design Awards 2025 gewürdigt. Dieser Award zählt

zu den weltweit renommiertesten Auszeichnungen für herausragendes Design.

Die unabhängige iF-Jury prämierte die nächste Generation des vorbeugenden

industriellen Brandschutzsystems, bestehend aus der Funken- und Flammenerkennung,

der Steuerzentrale und dem Löschungsmodul, mit dem iF Gold Award.

Vor allem wegen seiner intuitiven Benutzerführung, dem modularen Aufbau und

der konsequenten Verbindung von Funktionalität und Design setzt der Protector

neue Standards in Bezug auf industrielle Sicherheit, urteilte die Wettbewerbsjury.

Er erkennt und löscht Funken sowohl in

Rohrleitungen als auch im Maschinenbrandschutz

sowie im Objektschutz

und trägt so dazu bei, Brände und

Explosionen in Produktionsanlagen zu

verhindern – noch bevor sie überhaupt

erst entstehen können.

www.fagus-grecon.com


BETRIEBSTECHNIK

100% VERFÜGBARKEIT, 0% PROBLEME

AERZEN-AGGREGATE SORGEN BEI

A+S BIOTEC FÜR VERLÄSSLICHE

TRANSPORTPROZESSE

Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit haben bei A+S BioTec oberste

Priorität. Das saarländische Familienunternehmen nutzt daher zur

pneumatischen Förderung seiner Rohwaren und Produkte seit über

50 Jahren ausschließlich Gebläse und Verdichter von Aerzen.

Die Aggregate stellen absolut öl- und absorptionsmaterialfreie Luft

zur Verfügung und garantieren einen sicheren, zuverlässigen

Materialfluss. Auch Service und Support stimmen.

14 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de


BETRIEBSTECHNIK

Ob Haferflocken, Aprikosenkerne oder Kleie: Geht es um

die Herstellung, Verarbeitung und Veredelung von

Rohstoffen für Lebensmittel-, Kosmetik-, Technologieund

Pharmaindustrie, kommt an der A+S BioTec GmbH

niemand vorbei. Das Familienunternehmen mit Stammsitz im

saarländischen Völklingen hat sich auf das Mahlen, Trocknen,

Sieben, Mischen, Rösten und Verpacken spezialisiert und gehört

zu den führenden Unternehmen der Branche. Auch in puncto

Gebläsetechnik macht A+S BioTec keine Kompromisse und setzt

seit über 50 Jahren auf die robusten und zuverlässigen Aggregate

von Aerzen. Rund 40 Drehkolbengebläse Typ Delta Blower und

zwei Schraubenverdichter der Baureihe Delta Screw garantieren

maximale Sicherheit und Verfügbarkeit bei der pneumatischen

Förderung von pulverförmigen und kleinkörnigen Materialien.

ENTWICKLUNG, HERSTELLUNG UND

VEREDELUNG FÜR DIE GROSSINDUSTRIE

A+S BioTec ist Teil der global agierenden Abel+Schäfer Gruppe,

die als Mühlenbetrieb 1892 gegründet wurde. Das Unternehmen

blickt demnach auf eine lange Tradition zurück, ist geprägt von

Innovationen und bis heute in Familienhand. Inzwischen lenkt

bereits die fünfte Generation die Geschicke des Traditionsbetriebs.

Als einer der ersten Hersteller weltweit brachte

Abel+Schäfer Mitte des 20. Jahrhunderts Backvormischungen auf

den Markt und bedient seitdem in diesem Segment erfolgreich

die wachsende Nachfrage. Heute produziert die Unternehmensgruppe

an 14 Standorten rund um den Globus.

In Völklingen liegt der Fokus nach wie vor auf der Mühlentechnologie.

Schwerpunkte bilden die Zerkleinerung sowie das

Mischen und Trocknen. Die Bandbreite reicht von pulverisierten

Rohstoffen über fermentierte oder thermisch behandelte bis hin

zu proteinangereicherten Produkten. Natürlich auch in bio,

01

IN VÖLKLINGEN LIEGT DER

FOKUS NACH WIE VOR AUF

DER MÜHLENTECHNOLOGIE

koscher und halal sowie gentechnik- und allergenfrei. Neben

eigenen Produkten stellt A+S BioTec ihre moderne, flexible

Technik sowie ihr Know-how und Manpower Auftragskunden im

Rahmen von Contract Manufacturing Services zur Verfügung.

ÖLFREIE FÖRDERLUFT FÜR DEN

TRANSPORT VON A NACH B

Von der Anlieferung der Rohware bis zum fertigen Endprodukt

durchlaufen die Materialien mehrere Prozessschritte und

müssen dafür oft große Distanzen zurücklegen. So erstreckt sich

etwa die Rohrleitung vom Einfülltrichter im Erdgeschoss bis zum

Vorsilo für die Vermahlung unter dem Dach über fünf Etagen.

Auch der Abtransport nach der Vermahlung in die Absackung, wo

die Abfüllung in 25-kg-Säcke oder Big Bags erfolgt, ist nicht gerade

ein Katzensprung. Hier kommen die Drehkolbengebläse von

Aerzen ins Spiel. Die rund 40 Delta Blower stellen absolut öl- und

absorptionsmaterialfreie Luft zur Verfügung und sorgen mit

Volumenströmen zwischen 3 und 20 m³/min, einer Fördergeschwindigkeit

von 25 bis 30 m/s sowie einem Förderdruck von

300 bis 500 mbar für einen effizienten, produktschonenden und

zuverlässigen Transport der sensiblen Schüttgüter.

„Wir produzieren 24 Stunden, fünf Tage die Woche. Dafür

brauchen wir 100 Prozent Maschinenverfügbarkeit“, betont Horst

Schweitzer, der Technische Leiter am Standort Völklingen.

Zuverlässigkeit und geringe Ausfallzeiten haben oberste Priorität.

02

01 Der Gebläsekeller beherbergt den Großteil der Aerzen-Aggregate

02 Über das silberne Rohr wird die Rohware mittels Förderluft

von Aerzen aus dem Erdgeschoss bis in die fünfte Etage

ins Vorsilo für die Vermahlung transportiert

„Bei uns kommen daher seit über 50 Jahren ausschließlich

Aerzen-Gebläse zum Einsatz. Die Maschinen sind leistungsstark,

wartungsarm, robust und langlebig. Das passt wunderbar“, so

Horst Schweitzer und ergänzt: „Was ich an Aerzen besonders

schätze, ist die Erreichbarkeit der Mitarbeiter. Im Zweifelsfall

steht uns jederzeit ein Ansprechpartner zur Verfügung. Ein tolles

Produkt und ein tolles Team.“

www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 15


BETRIEBSTECHNIK

AERZEN-DREHKOLBENGEBLÄSE SIND

ROBUSTE DAUERLÄUFER

Die erprobte Zuverlässigkeit der Delta Blower hat ihren Grund:

Aerzen fertigt alle Kernkomponenten, vom Aggregat bis hin zur

Steuerung, selbst. Dabei legt das Familienunternehmen Wert auf

Qualität und Nachhaltigkeit. Für die Produktion werden nur

hochwertige Materialien verwendet. Entwicklung, Produktion,

Vertrieb, Montage und Wartung von Produkten des Unternehmens

sowie das Qualitätsmanagementsystem sind mehrfach

zertifiziert. 1868 hat Aerzen das erste Drehkolbengebläse Europas

auf den Markt gebracht. Heute zählen diese Stufen und Aggregate

zu den erfolgreichsten Kompressoren überhaupt.

DELTA BLOWER: ERSTE WAHL ZUR

ERZEUGUNG PNEUMATISCHER FÖRDERLUFT

Die Drehkolbengebläse von Aerzen zeichnen sich durch hohe

Effizienz, niedrige Wartungskosten, reduzierte Life-Cycle-Costs,

Kompaktheit sowie einfaches Handling aus und gelten wegen

ihrer hohen Qualität und Zuverlässigkeit als erste Wahl zur

Erzeugung pneumatischer Förderluft. Sie erreichen dabei

Ansaugvolumenströme von 30 bis 15.000 m³/h bei einem Regelbereich

von 25 bis 100 Prozent sowie Förderdrücke bis 1 bar

Überdruck oder Druckdifferenzen bis 1.000 mbar (g). Das

Antriebskonzept mit Riementrieb ermöglicht eine optimale

Volumenstromauslegung. Und auch nachträgliche Leistungsanpassungen

sind einfach und schnell realisierbar. A+S BioTec

und ihr Produktionsbetrieb nutzen diese Flexibilität, um schnell

und unkompliziert auf Kundenwünsche zu reagieren.

Aerzen ist ISO 22000 zertifiziert, garantiert eine Ölfreiheit nach

ISO 8573-1, Klasse 0 und setzt auf Schalldämpfer ohne Absorptionsmaterial.

Damit erfüllen die Aerzen-Maschinen höchste

Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit und gewährleisten

03 In der Mikronisierung werden die Produkte fein vermahlen.

Beim Abtransport kommen Drehkolbengebläse von Aerzen

zum Einsatz (silbernes Rohr)

04 Im Schnitt sind die eingesetzten Delta Blower

schon seit über 15 Jahren im Einsatz

05 In der Absackung wird das Endprodukt

in 25 kg Säcke oder Big Bags abgefüllt

03

16 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de


BETRIEBSTECHNIK

04 05

absolute Produktreinheit. Die Prozessluft ist garantiert frei von

Verunreinigungen wie Öl, Abrieb oder Dämmmaterial.

Neben den rund 40 Drehkolbengebläsen setzen die Saarländer

zudem zwei VML-Schraubenverdichter mit Anfahrentlastung ein.

Die einstufigen Aggregate können einen Differenzdruck von

3.500 mbar überwinden und eignen sich damit ideal für die

Entladung der anliefernden Silofahrzeuge hoch in die Silos.

JÄHRLICHE WARTUNG GARANTIERT OPTIMALE

VERFÜGBARKEIT

DIE MASCHINEN SIND

LEISTUNGSSTARK, WARTUNGS-

ARM, ROBUST UND LANGLEBIG

EINMAL AERZEN, IMMER AERZEN

Neue Anwendungsfelder, neue Verfahren, neue Prozesse: A+S

BioTec geht mit den Anforderungen ihrer Kunden. Das Unternehmen

ist in der Lebensmittelwelt zuhause, produziert aber

auch für die Kosmetik- und Technikindustrie. Tendenz steigend,

denn natürliche, pflanzliche Materialien – wie sie in Völklingen

ausschließlich bearbeitet werden – liegen im Trend. So braucht

es zum Beispiel ein speziell aufbereitetes Mehl für die Leimherstellung,

zerkleinerte Getreidespelzen für Kunststoffprofile oder

gemahlene Aprikosenkerne für Gesichts- und Körperpeelings.

An einer Sache wird sich jedoch auch zukünftig so schnell

nichts ändern bei A+S BioTec: Die Gebläsetechnik für die

pneumatische Förderung kommt von Aerzen. Horst Schweitzer

bringt es auf den Punkt: „Wenn es um Gebläse geht, ist Aerzen

unser Partner. Dort sind wir rundum gut versorgt.“

Bilder: Aerzen

www.aerzen.com

www.as-biotec.de

Das Unternehmen Aerzen fertigt seit über 150 Jahren Qualitätsprodukte

und gehört heute zu den weltweit führenden Anwendungsspezialisten

in der Förderung und Verdichtung von Gasen.

Die hohe Kundenorientierung spiegelt sich nicht nur im Produktportfolio

wider, sondern auch in den Services. Mit maßgeschneiderten

Angeboten für jede Lebensphase der Maschinen unterstützt

Aerzen seine Kunden bei der Wartung und Instandhaltung

ihrer Aggregate. Auch Abel+Schäfer am Standort Völklingen greift

gerne auf das Know-how der Aerzen-Servicetechniker zurück

und lässt einmal im Jahr alle Gebläse und Verdichter auf Herz

und Nieren prüfen. Die Wartungsarbeiten beinhalten unter

anderem den Ölwechsel, den Wechsel des Ansaugfilters sowie

den Austausch der Komponenten für die Kraftübertragung (Keilriemen,

Spannbuchsen). Auch wird der Zustand der Aggregate

untersucht und möglicher Reparaturbedarf ermittelt. „Der

Wartungsvertrag ist für uns von großem Vorteil. So können wir

uns auf unsere Kernaufgaben konzentrieren und profitieren

gleichzeitig von einer optimalen Verfügbarkeit“, macht Horst

Schweitzer deutlich und freut sich: „Seitdem wir den Wartungsvertrag

haben – also seit circa zehn Jahren –, gab es keinen

einzigen Maschinenausfall mehr.“

UNTERNEHMEN

Aerzener Maschinenfabrik GmbH

Reherweg 28, 31855 Aerzen

Tel. 05154 81-0

E-Mail: info@aerzen.com

AUTOR

Sebastian Meißler, Marketing,

Aerzener Maschinenfabrik GmbH

www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 17


BETRIEBSTECHNIK

SILOFAHRZEUGE REIBUNGSLOS

ENTLADEN

Das SKL-E Pack von CVS ist eine energieeffiziente

Lösung zur schnellen stationären Entladung von

Silofahrzeugen. Das emissionsfreie Aggregat sorgt für

einen reibungslosen Prozess beim Schüttgut-Handling.

Ein Vorteil der Anlage: Während des Entladens

von Getreide,

Zucker, Mehl,

Zement, Kalk,

PVC-Granulaten,

Soda oder

Tierfutter muss

kein Motor oder

Kompressor des

anliefernden LKW laufen, wodurch ein schadstoffund

geräuscharmer Prozess gesichert ist. Das

stationäre System kann zudem unabhängig vom

Fahrzeug betrieben werden und steht kontinuierlich

zur Verfügung. Für den Schüttgut-Empfänger

ermöglicht das Aggregat eine gleichbleibende

Entladequalität – unabhängig davon, mit welchem

Fahrzeug oder Subunternehmer angeliefert wird. Der

Entladevorgang lässt sich sauber, leise und effizient

gestalten, was vor allem in sensiblen Bereichen wie

Lebensmittelfabriken, Brauereien oder innerstädtischen

Produktionsstandorten relevant ist.

www.cvs-eng.de

ABWESENHEIT VON FREIEM CHLOR

SICHER ÜBERWACHEN

In Umkehrosmoseanlagen kann bereits eine geringe

Menge an freiem Chlor Membranen irreparabel

beschädigen. Das Überwachungssystem Dulcozero

FCL von Prominent erkennt schon kleinste Chlordurchbrüche

und verhindert so kostspielige Schäden.

Das System kombiniert Messungen

eines amperometrischen Sensors für

freies Chlor mit den Hilfsmessgrößen

pH- und Redox-Wert. Ein

spezieller Algorithmus wertet die

Daten aus und minimiert Störungen

in der Messung. Chlordurchbrüche

ab 0,02 mg/l erkennt das System in

weniger als drei Minuten und löst

Alarm aus. Durch lange Kalibrierintervalle

von bis zu drei Monaten

sinken Wartungsaufwand und

Betriebskosten. Alle Komponenten

sind auf einer Montageplatte

befestigt, einschließlich Mess- und Regelgerät,

Schlauchpumpe und Sensoren. Eine automatische

Kalibrierfunktion ermöglicht die Anpassung auch

ohne Chlor im Wasser. Das System eignet sich für die

Aufbereitung von Trink-, Brauch- und Prozesswasser

sowie für industrielle Reinstwasseranwendungen. Es

lässt sich einfach in die webbasierte Prominent-IoT-

Plattform Dulconnex einbinden.

www.prominent.com

CO2-REDUZIERUNG DURCH

LUFTLECKSUCHE

Teledyne Flir stellt tragbare Analysegeräte wie Wärmebildund

akustische Kameras her. Die akustische Kamera Flir

Si2-LD macht die Suche nach Leckagen in Rohrleitungen

einfacher. Indem die Kamera einfach auf eine Luftleitung

gerichtet wird, kann sie Leckagen von 0,05 l/min aus einer

Entfernung von 10 m erkennen. Bei einer Entfernung von

2,5 m können Leckagen von nur 0,0032 l/min entdeckt

werden. Die Flir Si2-LD zeigt Luftlecks auf dem hochauflösenden

5-Zoll-

Farbdisplay an,

wenn das Handgerät

auf die

Pneumatikleitung

gerichtet wird.

Teledyne Flir stellt

nicht nur eine

breite Palette an

Kameras her,

sondern bietet

auch die dazugehörige

Software

für die Erfassung und Analyse der Daten an. Die Flir

Si2-LD-Kamera ist mit einer solchen Software ausgestattet.

Mithilfe des Industrial Gas Quantification Systems kann

die Kamera den finanziellen Verlust berechnen, der bei

jedem identifizierten Leck entsteht. Neben Luft kann die

Software auch Verluste für zahlreiche anderer Gassysteme

wie Ammoniak, Helium, Wasserstoff, Argon und Kohlendioxid

berechnen. Die Reduzierung des Stromverbrauchs

durch die Beseitigung von Luftlecks kann mit vergleichsweise

geringem Aufwand einen großen Beitrag zu einem

möglichst geringen ökologischen Fußabdruck eines

Unternehmens leisten.

www.flir.de

NEUER

ULTRASCHALL-LUFTBLASENDETEKTOR

Mit dem AD-102 (Air Bubble Detector, ABD) bietet Amsys

einen hochgenauen Luftblasendetektor an. Dieser kommt

zur Erkennung einer Flüssigkeitsstromunterbrechung bei

Anwendungen wie Infusionspumpen, Hämodialyse, der

Blutflussüber wachung, aber auch beim 3D-Druck und in

der Lebens mittelverarbeitung zum Einsatz. Der kompakte

AD-102 wird zur nicht-invasiven, kontinu ierlichen Überwachung

von Flüssigkeiten zum Erkennen von Luftblasen

genutzt. Dabei kann er auch kleinste Luftblasen von nur

25 Prozent des Schlauchdurchmessers eindeutig erkennen

und die Zufuhr durch ein Signal innerhalb von 0,5 ms

stoppen. Der ABD ist für Schlauchdurchmesser von 6 mm

erhältlich. Auf Anfrage sind

auch Versionen für Schlauchdurchmesser

von 3 bis 10 mm

möglich. Damit können

Luftblasen mit einem Volumen

von nur 0,5 µl oder 300 µm

Radius erkannt werden.

www.amsys-sensor.com

18 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de


BETRIEBSTECHNIK

STROMVERSORGUNG GESICHERT

Rolls-Royce hat von Pharma-Dienstleister Vetter einen Auftrag

zur Lieferung von drei MTU Kinetic PowerPacks (KPP) erhalten.

Die Anlagen sollen an den Standorten des Unternehmens in

Langenargen (Deutschland) und Rankweil (Österreich) eine

zuverlässige Stromversorgung gewährleisten und werden dort

vor allem für die Absicherung der Abläufe in Reinräumen, also

für das aseptische Abfüllen von Medikamenten, eingesetzt.

Der Standort Langenargen erhält zwei weitere MTU KPP mit

einer Leistung von jeweils 2.000 kVA (1.600 kWe), Rankweil

eine weitere Anlage mit einer Leistung von 1.750 kVA

(1.400 kWe). Der Pharma-Dienstleister mit Sitz in Ravensburg

(Deutschland) setzt bereits seit 2005 auf die dynamischen

unterbrechungsfreien Stromversorgungssysteme (DUSV) von

Rolls-Royce: Derzeit sind neun Anlagen an verschiedenen

Standorten des Unternehmens in Betrieb, zwei weitere

werden aktuell installiert und sollen zeitnah in Betrieb gehen.

Die Firma mit Produktionsstandorten in Deutschland,

Österreich und den USA ist darauf spezialisiert, Medikamente

in Injektionssysteme abzufüllen. Damit dies völlig keimfrei

geschieht, sichert Vetter seine Produktionsprozesse mit den

unterbrechungsfreien Stromversorgungssystemen von

Rolls-Royce ab.

www.rolls-royce.com

SICHERE LEBENSMITTEL DANK

KONSEQUENTEM SCHÄDLINGSMANAGEMENT

Die befallsunabhängige Dauerbeköderung

mit Antikoagulanzien

ist in Deutschland ab Januar 2026

verboten. Mit digitalem Schädlingsmanagement

lässt sich die Lebensmittelsicherheit

gewährleisten.

Rentokil bietet mit PestConnect ein

smartes System, das möglichen

regulatorischen Änderungen

standhält und verlässliche Sicherheit

bietet. Die Lösung besteht aus

unterschiedlichen, miteinander vernetzten Komponenten, die

je nach Bedarf individuell zusammengestellt werden. Sie

überwachen den gesamten Betrieb permanent, melden das

Eindringen von Schädlingen sofort an den Techniker von

Rentokil und dokumentieren den Befall digital. Das sichert die

Früherkennung und gibt den Spezialisten die Gelegenheit, in

Absprache Maßnahmen einzuleiten. Alle auditrelevanten

Unterlagen können außerdem von allen dazu berechtigten

Personen bequem im Reporting- und Analysetool myRentokil

abgerufen werden.

www.rentokil-initial.com

SICHERHEIT UND KOMFORT BEI DER GEFAHRSTOFFLAGERUNG

Protecto erweitert seine Brandschutzcontainer um digitale Überwachungslösungen. Mit der

LTE-Kommunikationsbox lassen sich ethernetfähige Komponenten kabellos an das Internet

anbinden. Über eine fixe öffentliche IP-Adresse ist der Zugriff via Webbrowser jederzeit

möglich. Eine VPN-Funktion ist integriert. Temperaturdaten werden kontinuierlich aufgezeichnet

und für mindestens ein Jahr gespeichert. Zudem können Anwender alle Betriebsparameter

der angeschlossenen Regler aus der Ferne anpassen. Alarmmeldungen lassen sich per E-Mail

verschicken. Die Box kommt steckerfertig mit produktspezifischer Konfiguration und kann

sofort in Betrieb genommen werden.

www.protecto.de

Richtige Entscheidung – nachhaltig Energie sparen

Wärmerückgewinnung

Flexibel für jeden Bedarf

• Energieeffizient – Verwendung gewonnener Wärme zur Beheizung

von Räumen, zur Warmwasserbereitung oder zur Unterstützung industrieller

Prozesse

• Nachhaltig – Erhebliche Reduktion des CO 2

-Ausstoßes

• Bedarfsgerecht – Verschiedene Wassertemperaturen wählbar

• BAFA-Förderung Modul 1 – geförderte Wärmerückgewinnung

bei Kompressoren

ca. 96%

nutzbare Wärme

Halle C5, Stand 440,

15. - 19.09.2025 in München

Halle 9, Stand 221,

23. - 25.09.2025 in Nürnberg

www.kaeser.com


SPECIAL LEBENSMITTELTECHNIK

DRINKTEC 2025

ENTWÄSSERUNGSLÖSUNG FÜR

FLÜSSIGE AUSSCHUSSWARE


Die Entsorgung und Entleerung befüllter

Gebinde stellt Getränkeproduzenten und

Zählzentren regelmäßig vor besondere

Herausforderungen: Hohes Volumen,

hygienische Anforderungen und steigender

Kostendruck verlangen nach durchdachten

Lösungen. Eine Lösung für dieses Problem ist

auf der Fachmesse Drinktec in München bei

Strautmann Umwelttechnik zu sehen.

www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2025/xx 21


01

02

03

Für Einweg-Getränke- und -Flüssigkeitsverpackungen gibt

es inzwischen vielfältige Recyclingverfahren, die für eine

hohe Wiederverwertungsquote der eingesetzten Rohstoffe

sorgen. Vor der Wiederverwertung steht allerdings ein

unumgänglicher Prozessschritt, der in vielen Betrieben noch

nicht effizient gelöst ist: Die Trennung von Flüssigkeitsresten

und Leergut erfolgt oft noch manuell. Ein weiteres Problem ist

Ausschussware: Fertig abgefüllte und verpackte Ware, die nicht

in den Verkauf gelangen darf. Hier kam es in der Vergangenheit

zu Unterschlagungen durch Mitarbeiter, die die Ausschussware

illegal weiterverkauften. Daher verlangen die Hersteller heute in

der Regel einen Nachweis über die ordnungsgemäß erfolgte

Vernichtung der Ware.

Strautmann Umwelttechnik aus Glandorf bei Osnabrück führt

auf der Drinktec 2025 in München an Stand 508 in Halle C6 live

den Besuchern eine durchdachte Lösung für diese Aufgabe vor.

Über die Entleerung hinaus lässt sich dort auch die nahtlose

Integration der nächsten Prozessschritte, die Verdichtung der

entleerten Verpackungen, beobachten.

EFFIZIENT, HYGIENISCH, ZUVERLÄSSIG:

ENTLEEREN AUF KNOPFDRUCK

Der gezeigte LiquiDrainer von Strautmann Umwelttechnik übernimmt

das automatische Entleeren und Entwerten befüllter

Verpackungen im Dauerbetrieb, egal ob PET-Flaschen, TetraPaks,

Dosen oder Getränkekartons. Das System öffnet die Gebinde,

trennt die Flüssigkeit vollständig vom Verpackungsmaterial,

entwertet die Verpackung und leitet die Flüssigkeit getrennt von

der Verpackung ab.

„In vielen Betrieben werden noch manuelle oder aufwendige

Prozesse eingesetzt. Der LiquiDrainer automatisiert diesen

Schritt und erhöht zugleich die Prozesssicherheit – gerade im

sensiblen Lebensmittelbereich. So wird sichergestellt, dass

betroffene Chargen nicht mehr in den Verkauf oder auf den

Schwarzmarkt gelangen“, sagt das Produktmanagement bei

Strautmann Umwelttechnik. Das geschlossene System verhindert

Geruchsbildung, minimiert den Reinigungsaufwand

und reduziert die Personalbindung. Die

Flüssigkeiten werden sauber abgeleitet und das

Verpackungsmaterial steht direkt zur weiteren

Verdichtung bereit.

22 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06


SPECIAL LEBENSMITTELTECHNIK

04

MODULARE SYSTEMLÖSUNGEN: PASSENDE

KOMBINATIONEN FÜR JEDES VOLUMEN

Besonderes Augenmerk legt Strautmann bei der Löung auf die

Kombinierbarkeit des LiquiDrainer mit den verschiedenen

Verdichtungssystemen aus dem eigenen Angebot:

n LiquiDrainer + BaleTainer: Die vollautomatische Ballenpresse

BaleTainer verdichtet große Mengen entleerter Verpackungen zu

sortenreinen Ballen. Ideal für industrielle Abfüller mit hohem

Durchsatz, nicht nur für leere Flüssigverpackung, sondern auch

für Kartonage oder Folie.

n LiquiDrainer + JumboLoadBaler: Die halbautomatische

Ballenpresse eignet sich für mittlere Volumina. Der JumboLoad-

Baler überzeugt mit großer Einfüllöffnung, kompakter Bauweise

und der zuverlässigen Verdichtung von Kartonage, Papier, Folien,

Oktabins, PET-Flaschen und Getränkedosen.

n LiquiDrainer + BrikPress: Diese Brikettierpresse erzeugt

besonders kompakte Einheiten, reduziert das Volumen um bis zu

95 % und eignet sich für Betriebe mit geringem Platzangebot und

besonders für eine nahe Aufstellung am Anfallort.

DAS GESCHLOSSENE SYSTEM

VERHINDERT GERUCHSBILDUNG,

MINIMIERT REINIGUNGSAUFWAND

UND REDUZIERT PERSONALBINDUNG

01 Ausschussware wird im LiquiDrainer zuverlässig vernichtet.

Die Flüssigkeiten werden direkt abgeleitet

02 Der LiquiDrainer trennt zuverlässig große Mengen an

Verpackungsmaterial von den enthaltenen Flüssigkeiten

03Am Ende bleiben sauber entleerte und optimal verdichtete

Rohstoffe, die zur Wiederverwertung verbracht werden können

04 In Verbindung mit dem BaleTainer lassen sich große Mengen

entleerter Verpackungen zu sortenreinen Ballen verdichten

Zudem lassen sich die Anlagen in bestehende Produktionslinien

integrieren und weisen einen geringen Wartungsaufwand auf –

ein Schritt in Richtung vorausschauender Instandhaltung und

höherer Anlagenverfügbarkeit.

Die Drinktec 2025 als international führende Fachmesse für die

Getränke- und Liquid-Food-Industrie ist für Strautmann die

zentrale Plattform, um zukunftsfähige Lösungen direkt im

Austausch mit der Branche zu präsentieren. „Wir freuen uns, den

LiquiDrainer auf unserem Messestand im Livebetrieb zu zeigen

und mit Besuchern über konkrete Anforderungen und Prozesslösungen

ins Gespräch zu kommen“, so die Geschäftsführung.

Bilder: Strautmann Umwelttechnik

www.strautmann-umwelt.com

„Unser Anspruch ist es, für jede Betriebsgröße eine passende

Lösung zu bieten – skalierbar, effizient und betriebssicher“,

erklärt das Produktmanagement.

KREISLAUFWIRTSCHAFT BEGINNT BEIM

ENTSORGUNGSKONZEPT

Die Entsorgung befüllter Gebinde ist nicht nur eine Kostenfrage.

Durch die Trennung von Flüssigkeiten und Verpackungsmaterial

schafft der LiquiDrainer die Voraussetzung für sortenreines

Recycling. Dies trägt zur Umsetzung betrieblicher Nachhaltigkeitsstrategien

bei, von der CO₂-Reduktion über den Ressourcenschutz

bis hin zur Kreislaufführung wertvoller Materialien.

UNTERNEHMEN

Strautmann Umwelttechnik GmbH

Heidestraße 9, 49219 Glandorf

Tel. 05426 8077770

E-Mail: info@strautmann-umwelt.de

AUTORIN

Katharina Sokoll, Marketing

Strautmann Umwelttechnik GmbH

www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 23


HYGIENISCH, EFFIZIENT UND NACHHALTIG

MODERNE MESSTECHNIK FÜR

MILCHPULVERTROCKNUNGSANLAGEN

Milchpulver ist ein unverzichtbarer Bestandteil in der globalen Lebensmittelindustrie.

Seine Vielseitigkeit macht es zu einem wesentlichen Bestandteil vieler

Herstellungsprozesse. Um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden,

sind präzise und hygienische Messtechniken unerlässlich. Innovative Lösungen

für die effiziente, sichere und ressourcenschonende Produktion von Milchpulver

kommen zum Beispiel von Jumo.

Milchpulver wird global in großen Mengen produziert,

um die hohe Nachfrage bei Babynahrung, Backwaren,

Schokolade und vielen anderen Bereichen zu

decken. Jährlich werden global rund 9–10 Millionen

Tonnen Milchpulver hergestellt, wobei auf Vollmilchpulver

(WMP) etwa 6,6 Millionen Tonnen entfallen. Größte Produktionsländer

sind Neuseeland, das mit rund 1,42 Mio. t/Jahr führend

bei WMP ist, und China mit rund 1,27 Mio. t/Jahr. Zusammen

stellen sie mehr als 40 % der WMP-Weltproduktion her. Die EU ist

insbesondere im Markt für Magermilchpulver (SMP) stark mit

rund 1,37 Mio. t/Jahr; die USA folgen mit rund 1,17 Mio. t/Jahr.

Daneben gehören Brasilien und Argentinien zu den größten

Erzeugern. Wertmäßig wird der Weltmarkt für Milchpulver auf

etwa 36,5 Milliarden USD im Jahr 2024 beziffert. Prognosen

erwarten ein Wachstum auf rund 58 Mrd. USD bis 2033, was einer

jährlichen Wachstumsrate von rund 5 % entspricht.

Treiber dieser Entwicklung ist vor allem der Boom im Babynahrungs-Segment

– die steigende Nachfrage nach Säuglingsanfangsnahrung,

besonders in Asien und anderen aufstrebenden

Märkten, lässt den Milchpulverkonsum stetig wachsen. Zugleich

findet Milchpulver verstärkt Einsatz in Convenience-Lebensmitteln

und in Regionen mit limitierter Frischmilchversorgung.

Auch Nachhaltigkeit und Energieeffizienz rücken in den Fokus

der Branche. Die Sprühtrocknung ist energieintensiv – für die

Verdampfung von Wasser zu Pulver werden rund 8 MJ Prozesswärme

pro kg Milchpulver benötigt. Hersteller investieren daher

in Wärmerückgewinnung und effiziente Trocknungstechniken,

um den Energieverbrauch und CO₂-Fußabdruck zu senken. So

kann zum Beispiel durch Vorwärmen der Milch mit rückgewonnener

Abwärme eine Einsparung von rund 14 % der Energie

erzielt werden (reduziert auf etwa 7,3 MJ/kg). So trägt die präzise

Prozessführung mittels moderner Messtechnik dazu bei,

Ressourcen zu schonen und Abweichungen zu minimieren – ein

wichtiger Aspekt, um den wachsenden Anforderungen an eine

nachhaltige Produktion gerecht zu werden.

EIN BLICK IN DIE PRODUKTION:

SPRÜHTROCKNUNG ALS SCHLÜSSELPROZESS

Bei der Herstellung von Milchpulver hat sich die Sprühtrocknung

als Standardverfahren etabliert. In diesem Prozess wird flüssige

Milch unter hohem Druck durch feine Düsen in einen Heißluftstrom

eingebracht. Die Temperaturen von bis zu 200 °C führen in

Sekundenbruchteilen zur Verdampfung des Wassers und lassen

24 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de


SPECIAL LEBENSMITTELTECHNIK

01 Der Prozessdruckmessumformer Jumo dTRANS p20 misst

den Relativ- und Absolutdruck von Gasen, Dämpfen und

Flüssigkeiten; für den Einsatz mit hygienischen Anforderungen

stehen frontbündige Prozessanschlüsse zur

Verfügung

02 Der induktive Leitfähigkeitsmessumformer

mit Schaltkontakten Jumo CTI-750 misst und

steuert die Leitfähigkeit oder Konzentration von

flüssigen Medien und ermöglicht eine exakte

und schnelle Temperaturkompensation

ein feines Pulver entstehen. Zur Effizienzsteigerung wird die

entstehende Prozesswärme recycelt, indem beispielsweise die

Milch vor Eintritt in den Sprühturm vorgeheizt wird.

Damit der Prozess reibungslos und sicher abläuft, müssen

kritische Parameter wie Temperatur, Druck, Feuchtigkeit und

Leitfähigkeit genau überwacht und gesteuert werden. Die Messtechnik

spielt dabei eine zentrale Rolle – sowohl im hygienischen

Nassbereich als auch im sensiblen Trockenbereich.

TECHNISCHE KENNDATEN DER

TROCKNUNGSTECHNIK

Im Milchpulver-Produktionsprozess herrschen in den einzelnen

Phasen charakteristische Bedingungen, die von der Messtechnik

genau überwacht werden müssen. Vor dem Sprühtrocknen wird

die Milch auf etwa 70 - 90 °C vorgeheizt, um die Verdampfung zu

beschleunigen. Anschließend wird sie im Sprühturm als feiner

Nebel einem Strom aus heißer Luft (typischerweise 150 - 220 °C)

ausgesetzt. So verdampft das Wasser in Sekundenbruchteilen;

NACHHALTIGKEIT UND ENERGIE-

EFFIZIENZ RÜCKEN IN DEN

FOKUS DER BRANCHE

die austretende Abluft und das entstehende Pulver haben noch

Temperaturen von rund 70 - 90 °C. In einem nachgeschalteten

Wirbelschicht-Bett werden die Pulverpartikel dann auf knapp

unter 30 °C abgekühlt und auf den angestrebten Endwassergehalt

von meist 3 - 4 % Restfeuchte gebracht, um eine klumpenfreie

Lagerung und lange Haltbarkeit sicherzustellen.

Zur Kontrolle dieser Prozessparameter kommen hochpräzise

Sensoren zum Einsatz. Moderne Temperaturfühler, die zum

Beispiel Pt100/Pt1000-basiert sind, erreichen Messgenauigkeiten

von ± 0,1 °C oder besser. Drucktransmitter für den Trockner und

die Verdampferstufen arbeiten mit typischen Genauigkeiten um

± 0,1 % vom Endwert, was im Bereich weniger mbar Abweichung

liegen kann. Feuchtesensoren zur Überwachung der relativen

Luftfeuchte (etwa in der Abluft) bieten Genauigkeiten von

± 1 - 2 % rF, während Leitfähigkeitssensoren (zur Überwachung

der Milchkonzentration oder der Reinigungsbäder in CIP-Prozessen)

meist eine Messunsicherheit von ~± 0,5 % des Messbereichs

aufweisen. Diese hohe Präzision ist entscheidend, um kritische

Größen wie Produktfeuchte und -temperatur exakt einzuhalten

und so eine gleichbleibend hohe Pulverqualität zu gewährleisten.

FOKUS HYGIENE UND EX-SCHUTZ

Neben der Genauigkeit spielt die hygienegerechte und sichere

Ausführung der Messtechnik eine zentrale Rolle. Alle messführenden

Komponenten in Kontakt mit dem Produkt müssen

den strengen Hygienestandards genügen. Vorgaben der EHEDG

(European Hygienic Engineering & Design Group) und der FDA

verlangen totraumfreie Konstruktionen, polierte Edelstahl-

Oberflächen (zum Beispiel 316L) und dichtungsfreie oder FDAkonforme

Dichtungsmaterialien an allen medienberührten

Teilen. Dies stellt sicher, dass Sensoren und Anschlüsse leicht zu

reinigen sind (CIP/SIP) und keine Kontaminationsgefahr für das

Lebensmittel besteht. Im Trockenbereich der Anlage – besonders

im Sprühturm und bei der Pulverabfüllung – besteht zudem

Explosionsgefahr durch aufgewirbelten Milchpulverstaub. Feine

organische Partikel können in Luft ein explosives Gemisch bilden,

sodass hier ATEX-Zonen ausgewiesen werden. Typischerweise

sind das Zone 20 im Trocknerinneren und Zone 21 in angrenzenden

Bereichen. Die Messtechnik muss daher ATEX-zertifiziert

sein. Beispielsweise werden Temperatursensoren mit druckfest

gekapselter Elektronik oder eigensicheren Stromkreisen (Ex i)

eingesetzt, wie zum Beispiel das kabellose Thermometer Jumo

Wtrans T-Ex mit Funksignalübertragung aus Ex-Bereichen.

Dadurch ist die Gewährleistung gegeben, dass keine Zündquelle

in die Umgebung gelangt und der Milchpulvertrocknungsbetrieb

sowohl hygienisch einwandfrei als auch sicher geschützt gegen

Explosionsrisiken abläuft.

Mit den innovativen Lösungen von Jumo können Molkereien

und Lebensmittelhersteller den hohen Anforderungen der heutigen

Lebensmittelindustrie gerecht werden. Hygienisch, effizient

und nachhaltig – so gestaltet Jumo die Produktion von Milchpulver

für eine sichere und erfolgreiche Zukunft.

Bilder: Jumo

www.jumo.de

01

UNTERNEHMEN

JUMO GmbH & Co. KG

Moritz-Juchheim-Straße 1, 36039 Fulda

Tel. 0661 6003-0

E-Mail: mail@jumo.net

AUTOR

Guy Beaho, Jumo

02

www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 25


SPECIAL LEBENSMITTELTECHNIK

DRINKTEC 2025

15. bis 19. September

9:00 bis 18:00 (Freitag bis 17:00)

Messegelände München

Tageskarte: 38 Euro

Dauerkarte: 89 Euro

www.drinktec.com

DRINKTEC 2025

NEUE TECHNOLOGIEN FÜR

DIE GETRÄNKEINDUSTRIE

Der Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen

im VDMA ist ideeller Träger der Messe Drinktec 2025.

Im Interview mit VERFAHRENSTECHNIK spricht Geschäftsführer

Richard Clemens über die wichtigsten Trends auf der Messe,

neue Technologien und die positive Stimmung in diesem

Industriesegment.

26 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de


SPECIAL LEBENSMITTELTECHNIK

Welche Themen stehen für Sie als Verband im Mittelpunkt der

diesjährigen Veranstaltung? Was erwartet die Besucher der

Messe in diesem Jahr?

RICHARD CLEMENS: Auf der Drinktec 2025 stehen besonders

drei Themen im Fokus: Circularity & Ressource Management,

Data2Value und Lifestyle & Health. Im Zentrum stehen die

nachhaltige Kreislaufwirtschaft und die Ressourcenschonung

im gesamten Produktions- und Verpackungsprozess und der

verantwortungsvolle Umgang mit Rohstoffen. Dazu gehören

vor allen Dingen die Reduzierung des Wasserverbrauchs in der

Getränkeherstellung, die Abwasseraufbereitung, das Einsparen

NACHHALTIGKEIT IST NIE NUR

EIN UMWELTFAKTOR, SONDERN

HAT IMMER AUCH EINE WIRT-

SCHAFTLICHE KOMPONENTE

von Energie durch die Verwertung von Reststoffen, die

Nutzung von Prozesswärme und die vollständige Verwertung

von Rohstoffen.

Neue faserbasierte Materialien und Recyclingverfahren für

Mehrschichtverpackungen sowie der Einsatz von rPET bei

Flaschen sind ebenfalls wichtige Bausteine für intelligente

Kreislaufwirtschaftssysteme.

Bei Data2Value geht es darum, zu zeigen, wie mit Hilfe von

Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz Daten in Echtzeit

erfasst, analysiert, Muster erkannt und Optimierungspotentiale

identi fiziert und präzise Vorhersagen getroffen werden können.

Durch diesen Mehrwert, den wir aus den Daten schöpfen,

lassen sich der Ressourceneinsatz optimieren, Produktions ausfälle

reduzieren und die Anlagenauslastung flexibler gestalten

und so transparente, effiziente und vor allem nachhaltige

Prozesse schaffen.

Lifestyle & Health greift den Trend zu gesundheitsorientierten

Getränken auf. Konsumenten wünschen funktionale Produkte

mit Vitaminen, Mineralien, Proteinen oder Probiotika. Aber

auch Pflanzliche Alternativen, personalisierte Ernährung und

„Energy-on-the-go“ treiben stark die Entwicklung innovativer

Getränkekonzepte voran.

Die Drinktec bildet traditionell die gesamte Prozesskette der

Getränke- und Liquid-Food-Produktion ab: An welchen

Stationen der Prozesskette lohnt es sich im Augenblick

besonders zu investieren? Welche Technologien haben seit der

Drinktec 2022 eine besonders positive Entwicklung in Hinblick

auf Marktreife, Anwendernutzen und Investitionskosten

genommen?

RICHARD CLEMENS: Es lohnt sich in Automatisierung, flexible

Anlagenkonzepte sowie digitale und nachhaltige Technologien

zu investieren, die sich in den letzten Jahren weiterentwickelt

haben. Durch die dadurch ermöglichte Optimierung der

Produktionsprozesse werden Zeit, Ressourcen und Kosten

gespart. Man kann auch sagen: Die Digitalisierung ermöglicht

Nachhaltigkeit. Und Nachhaltigkeit ist nie nur ein Umweltfaktor,

sondern hat immer auch eine wirtschaftliche Komponente.

Im Vorfeld der Messe hat Ihr Fachverband Anfang Juni die

aktuellen, wirtschaftlichen Kennzahlen für Nahrungsmittelund

Verpackungsmaschinen vorgestellt. Wie sieht die

Stimmung unter Ihren Mitgliedern aktuell aus: Besteht

Investitionsbereitschaft in Deutschland?

RICHARD CLEMENS: Die Stimmung in unserer Branche ist gut

und - wie so häufig - besser als im Maschinenbaudurchschnitt.

Nach der aktuellen VDMA-Konjunkturumfrage, die im Juli

durchgeführt wurde, beurteilten Hersteller von Nahrungsmittelmaschinen

und Verpackungsmaschinen ihre aktuelle Geschäftslage

zu knapp 60 Prozent mit gut bis sehr gut und weitere

37 Prozent mit zufriedenstellend.

Auch die Absatzchancen in Deutschland wurden nach einem

schwierigen Jahr 2024 von den Branchenunternehmen wieder

deutlich positiver eingeschätzt. Die Investitionen ziehen offensichtlich

wieder an. Das ist im Vorfeld der Drinktec ein gutes

Signal, und wir wünschen uns auch zu dieser internationalen

Leitmesse wieder mehr Besucher aus Deutschland.

Organisatorisch finden BrauBeviale und Drinktec inzwischen

beide unter dem Dach des Messeveranstalters Yontex statt.

Was unterscheidet die Drinktec 2025 in München von der

BrauBeviale 2026 in Nürnberg?

RICHARD CLEMENS: Die Drinktec ist seit Jahrzehnten die Weltleitmesse

für die gesamte globale Getränke- und Liquidfood-

Industrie und als solche fest auf allen Kontinenten verankert.

Sie ist der globale Treffpunkt mit sehr hoher Internationalität.

Ein gutes Drittel der Besucher kommt aus Ländern außerhalb

Europas und will Innovationen erleben und Investitionen

tätigen. Als ideell-fachlicher Träger der Drinktec unterstützen

wir das Drinktec-Team bei der Bewerbung der Messe, besonders

in den aufstrebenden Märkten, wo der Getränke konsum steigt.

Wir waren gemeinsam unterwegs in wichtigen Märkten Asiens

und Lateinamerikas und haben in Nigeria, Kenia und Algerien

Pressekonferenzen durchgeführt.

Die BrauBeviale hat ein anderes Profil und legt in Bezug auf

Aussteller und Besucher einen stärkeren Fokus auf Deutschland

und Europa. Als jährliche Veranstaltung (außer im Drinktec Jahr)

adressiert sie besonders die mittelständischen Unternehmen

und stellt deren aktuelle Themen in den Mittelpunkt.

DAS INTERVIEW FÜHRTE DANIEL SCHILLING,

REDAKTEUR VERFAHRENSTECHNIK

Bild: VDMA

www.drinktec.com

UNTERNEHMEN

VDMA e.V. – Nahrungsmittelmaschinen

und Verpackungsmaschinen

60528 Frankfurt am Main

Tel. 069 6603-1157

E-Mail: serviceteam@vdma.org

Web: nuv@vdma.eu

www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 27


LÖSUNG FÜR MEDIZIN UND PHARMA

VERPACKUNGSLINIE ERSTMALS MIT

SECHSACHS-KINEMATIK

Mit der GMP-konformen Tiefziehverpackungsmaschine RX 4.0 setzt Multivac neue

Maßstäbe in der Medizingüter- und Pharmaindustrie. Der erstmalige Einsatz eines

Yaskawa Sechsachsroboters in ebenfalls GMP-gerechter Ausführung am Ende der

Linie bringt dabei neben anderen Vorteilen ein Plus in puncto Flexibilität.

Die Multivac Group aus Wolfertschwenden im Allgäu hat

sich mit anwendungsspezifischen Verpackungslösungen

in der Pharma- und Medizingüterbranche sowie der

Lebensmittelindustrie einen Namen gemacht. Das Produktportfolio

des 1961 gegründeten Unternehmens mit seinen

rund 7.400 Beschäftigten umfasst unterschiedliche Verpackungstechnologien,

Automatisierungslösungen, Kennzeichnungs- und

Inspektionssysteme und nicht zuletzt Verpackungsmaterialien.

Die wachsenden Anforderungen an die Prozessgenauigkeit und

Prozessreproduzierbarkeit in der Medizingüter- und Pharmaindustrie

beim Verpacken sensibler Produkte hat Multivac dazu

veranlasst, eine Tiefziehverpackungsmaschine zu entwickeln, die

den strengeren Anforderungen seitens der Kunden, des Marktes

und der Gesetzgebung gerecht wird. Gleichzeitig gelang es mit der

RX 4.0 genannten Maschine, Durchlaufzeiten zu reduzieren sowie

Produktionseffizienz und Flexibilität zu maximieren.

Ein Novum an der Verpackungsmaschine ist der Einsatz eines

für die Medizin- und Pharmabranche geeigneten Sechsachs-

Roboter, wobei Multivac erstmalig ein Drittanbieterfabrikat

einsetzt. „Eine eigene Sechsachskinematik zu entwickeln, hätte

bei dem bereits bestehenden Angebot keinen Sinn ergeben.

Deshalb haben wir uns für einen Roboter von Yaskawa

entschieden“, erklärt Wolfgang Buchenberg, Senior Director

Technics Solutions bei Multivac.

Warum die Verpackungsspezialisten bei der neuen Maschine

eine Sechsachskinematik bevorzugen, erklärt der Blick auf die

Funktionsweise der Maschine. Die zu verpackenden Produkte

werden von einem SCARA-Roboter, einer Multivac-Eigen-

28 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de


VERFAHREN UND ANLAGEN

entwicklung, in tiefgezogene Packungskavitäten eingelegt, die

die Tiefziehverpackungsmaschine im ersten Schritt aus geformt

hat. Die RX 4.0 übernimmt die weiteren primären Verpackungsprozesse,

darunter die Versiegelung der Unterfolie mit einer

Ober folie, die vor dem Siegeln inline mehrfarbig bedruckt wird.

Im Anschluss daran erfolgt eine visuelle Druckbildüberwachung

und die Vereinzelung der Packungen mittels Komplettschnitt.

SECHS ACHSEN SORGEN FÜR NOCH MEHR

FLEXIBILITÄT

Am Auslauf der Tiefziehverpackungsmaschine erfolgen

die direkte Entnahme aus der Schneidung und die Vereinzelung

der Packungen durch den Yaskawa-Roboter.

Warum hier der der Motoman HD7 die beste Wahl ist,

erklärt Wolfgang Buchenberg: „Die Verwendung des Motoman

HD7 bringt entscheidende Vorteile, allem voran in

Hinblick auf die Flexibilität. Wir können auf Basis von Singleoder

Multipicks entladen. Bei unserer Demo anlage haben wir

zum Beispiel einen Fünffach-Vakuumgreifer im Einsatz. Ebenso

kann die Vereinzelung der Packungen auf sich bewegende Transportbänder

erfolgen oder auf definierte still stehende Positionen.

Und dank der sechs Achsen haben wir keine Einschränkungen,

DANK DER SECHS ACHSEN HABEN

WIR KEINE EINSCHRÄNKUNGEN,

WAS DIE ERREICHBARKEIT VON

POSITIONEN ANBELANGT

bei der Erreichbarkeit von Positionen und können viele unterschiedliche

Formate handhaben.“

Die Entscheidung für den generellen Einsatz von Yaskawa

Sechsachs-Robotern in den Tiefziehverpackungsmaschinen hat

man sich bei Multivac nicht leicht gemacht. Im Gegenteil: Die

Verantwortlichen haben das Reinraumroboter-Angebot der fünf

größten Hersteller in einer ausführlichen Marktstudie analysiert,

anhand eines komplexen Anforderungsprofils verglichen und am

Ende eine fundierte Entscheidung getroffen.

EINE EUROPÄISCHE ENTWICKLUNG FÜR

REINRÄUME ALLER ART

Als Gewinner des Auswahlprocederes ging Yaskawas Motoman

hervor. Bei diesem Hochleistungsroboter handelt es sich um eine

europäische Neuentwicklung für sensible Applikationen, die in

Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik

und Automatisierung IPA entstand. Der HD7 eignet sich,

wie sein größerer Bruder HD8, für den Einsatz in Reinräumen der

Klasse ISO 5 bis zur höchsten GMP-Klasse A. Damit erfüllt er die

Anforderungen, die Multivac an die Reinraum tauglichkeit der

Roboter stellt in jeder Hinsicht.

Aber die GMP-konforme und reinraumtaugliche Ausführung

war nur ein Aspekt unter vielen, die die Entscheidung pro

Yaskawa beeinflusste. Dazu erläutert Wolfgang Buchenberg: „Für

Multivac ist auch das Thema ‚Steuerungstechnik und Integration‘

von entscheidender Bedeutung. Die Yaskawa Softwareschnittstelle

‚MotoLogix‘ ermöglicht es, Motoman-Kinematiken, einschließlich

der Cobots, nahtlos in die Steuerungsplattform von

Multivac zu integrieren, wodurch auch für Sechsachs-Roboter

eine zentrale Linienbedienung aus einer Hand gewährleistet

bleibt.“

Die Yaskawa HD Serie überzeugte aber auch mit ihrem

reduzierten Kinematik-Design, das entscheidende Vorteile im

Grundsätzlich kann

auf Basis von Singleoder

Multipicks

entladen werden, an

der Demoanlage ist ein

Fünffach-Vakuumgreifer

im Einsatz

Pharma- und Medizinbereich bringt. Die Verlegung von Kabeln

und Anschlüssen im Innern des Arms, die geringe Partikelbildung

und die FDA-Konformität sorgen für die notwendige Kundenakzeptanz

und erleichtern zentrale Anforderungen wie zum

Beispiel eine einfache „Line Clearance“.

SETZT NEUE MASSSTÄBE: DIE

TIEFZIEHVERPACKUNGSMASCHINE RX 4.0

Alles in allem ist es Multivac mit der neuen Tiefziehverpackungsmaschine

RX 4.0 und der erstmaligen Integration eines Yaskawa-

Sechsachsers gelungen, eine maßgeschneiderte Lösung für den

Pharma- und Medizinsektor auf den Weg zu bringen, die sich für

Applikationen in der Primär-, Sekundär- und Tertiärverpackung

gleichermaßen eignet.

Sterile Medizinprodukte wie zum Beispiel Implantate, Katheter,

Nahtmaterial, Nadeln sowie pharmazeutische Spritzen, Vials,

Ampullen, Pens, Injektoren und Kombinationen daraus lassen

sich mit der RX 4.0 in kleinen und großen Produktionschargen

prozesssicher, wirtschaftlich und nachhaltig verpacken.

„Mit dieser Linie und ihrem durchgängig sensorgesteuerten

Verpackungsprozess erreichen wir ein neues Level an Prozessgenauigkeit

und Prozessreproduzierbarkeit. Dank konsequenter

Datenerfassung und -auswertung kann sich die Maschine selbst

nahe am optimalen Betriebspunkt parametrieren und bei

Abweichungen vom Soll automatisch korrigieren. Zudem sorgen

die einfache Bedienung, die schnelle Umrüstung, der optimierte

Siegelprozess sowie der erstmalige Einsatz des Yaskawa Roboters

dafür, dass wir die Wünsche der Medizin- und Pharmaindustrie

optimal erfüllen können“, so Wolfgang Buchenberg.

Bilder: Yaskawa

www.yaskawa.de

UNTERNEHMEN

Yaskawa Europe GmbH - Robotics Division

Yaskawastr. 1

85391 Allershausen

E-Mail: robotics@yaskawa.eu

AUTOR

Ralf Högel, Journalist

www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 29


VERFAHREN UND ANLAGEN

INLINE-KAVITATION

EFFIZIENZ NEU GEDACHT IN

DER PROZESSINDUSTRIE

Kavitation mittels Ultraschall ist eine bewährte

Prozesslösung für hochwertiges Homogenisieren

und Dispergieren. Es ist mit am

wirkungsvollsten im Inline-Verfahren. Mit den

modularen CaviFlow-Systemen bietet Raptech

eine smarte Plug-and-Play-Alternative zu

herkömmlichen Ultraschall-Großanlagen.

Kontrollierte Inline-Kavitation steht für das gezielte

Implodieren mikroskopisch kleiner Gas- oder kavitäten in Flüssigkeiten. Die Technologie eröffnet in n

der Verfahrenstechnik neue Dimensionen der Prozessführung

und punktet mit Effizienz, Kosten- und Zeiteinsparung.

Raptech Eberswalde hat sich auf diese Methode spezialisiert.

Das Brandenburger Unternehmen entwickelt auf seiner in

Europa einmaligen Pilotanlage zukunftsweisende Ultraschall-

Dampf-

Dispergier- und Homogenisierungslösungen mit patentierter

Technologie. Geschäftsführer Jürgen Gärtner ist sich sicher:

„Kavitation ist die Prozesslösung von morgen.“

KAVITATION OHNE ULTRASCHALLQUELLE

Grundlage ist das Raptech CaviFlow Ultraschall-Akustik-

Durchfluss-Aggregat (UADA). Das Inline-Modul ist hydrodynamisch

und akustisch optimiert und erzeugt Kavitation rein

physikalisch. Dabei strömt das Medium unter Hochdruck durch

präzise designte Mikroöffnungen einer Akustikplatte. Die so

entstehenden Strömungsgradienten sorgen für extreme Wirbelzonen

und lokale Druckunterschiede.

Zusätzliche Metallstifte im Strömungskanal strukturieren und

fokussieren die Strömung weiter und erhöhen damit nochmals

die Kavitationsintensität. „Im Gegensatz zu klassischen Ultraschallanlagen

verzichtet unsere Lösung vollständig auf externe

Schallquellen“, erklärt Gärtner.

Die Kavitationsreaktion ist vollständig im Modul gekapselt. Ein

Risiko für nachgeschaltete Anlagenkomponenten besteht nicht.

Gleichzeitig lässt sich CaviFlow in bereits bestehende Systeme

integrieren. Die Module sind sofort betriebsbereit.

ULTRAFEINE DISPERSIONEN DIREKT INLINE

ERZEUGT

Die Einsatzbereiche sind vielfältig: Von pharmazeutischen oder

chemischen Medien über kosmetische Emulsionen bis hin zu

Lebensmittelanwendungen. UADA-Kavitation erzeugt stabile,

ultrafeine Dispersionen mit Partikelgrößen unter 5 Mikrometer.

Temperatur- und Druckspitzen sowie extreme Scherkräfte

beim Blasenkollaps bewirken nicht nur Homogenisierung,

sondern auch Desinfektion. Denn hydrodynamische Kavitation

kann Mikroorganismen wie Bakterien und Viren zerstören – ganz

ohne Chemikalien. Gerade für die Lebensmittelverarbeitung ist

das ein echter Mehrwert.

Ein weiterer Vorteil: Die Module selbst benötigen keinen Strom,

nur die Pumpe. Das technische Design verzichtet auf bewegliche

Innenteile. Das minimiert Wartungsaufwand und Betriebskosten.

Flexibel skalierbare Module ersetzen energieintensive Systeme

wie Zentrifugen oder Ultraschallhomogenisatoren.

„Wir reduzieren damit den Flächenbedarf in der Produktion,

vermeiden unnötiges Umfüllen und ermöglichen kontinuierliche

Prozesse“, betont Gärtner. Seit der Markteinführung im Jahr 2016

wurden die CaviFlow-Module in verschiedenste industrielle

Anwendungen integriert.

Neben fertigen Modulen bietet Raptech auf seiner europaweit

einzigartigen Pilotanlage auch Forschungs-und-Entwicklungs-

Leistungen. „Wir testen reale Prozessbedingungen – nicht nur in

Simulation“, so Dmitri Cheboriukov, Business Development

Manager. Besonders Raffinerien profitieren davon, denn die

Technologie eignet sich auch zur Homogenisierung von Schweröl

oder zur Herstellung von Kraftstoff-Emulsionen – etwa als Basis

für nachhaltige maritime Fuels.

Ein aktuelles Beispiel ist ein emulgierter Bunkerkraftstoff für

die Seeschifffahrt, der im Rahmen der EU-Initiative „FuelEU

Maritime“ zur CO2-Reduktion entwickelt wurde. „Solche Future

Fuels senken Ruß, Ablagerungen und Emissionen um bis zu 25 %“,

sagt Cheboriukov. Für ihn steht dabei fest: „Die Zukunft gehört

der Kavitationstechnologie.“

Bilder: Raptech

www.raptech-technologie.de

UNTERNEHMEN

Raptech Eberswalde GmbH

Angermünder Str. 60, 16225 Eberswalde

Tel. 03334 49197-00

E-Mail: j.gaertner@raptech-technologie.de

AUTORIN

Saskia Vogel, Fachjournalistin

30 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de


Reeeeiiinnnnnniiiggguunnnnnnggg

Sprrrr ühhhttrrrr occkknnnnnnuunnnnnnggg

Veeeerrrrfahhhrrrr eeeennnnnnstteeeecchhhnnnnnniiikk

SSDX

Neeeeeeeehmmeeeeeeeennnnnn SSiiiiieeeeeeee Koonnnnnntttaaaakttt

wwwwwwwww...ddddddiiiiivvaaaa--dddddduuuueeeeeeeessseeeeeeeennnnnn...ddddddeeeeeeee

mmiiiiittt uuuunnnnnnsss aaaauuuuff! iiiiinnnnnnffoo@ddddddiiiiivvaaaa--dddddduuuueeeeeeeessseeeeeeeennnnnn...ddddddeeeeeeee

+4499 (0000) 440000/85 17 000099 0000

VERFAHREN UND ANLAGEN

GEBLÄSE OPTIMIEREN

KLÄRANLAGENBELÜFTUNG

Die Betreiber einer Kläranlage im tschechischen

Prerov beauftragten Invent, vier alte

Gebläse auszutauschen. Das Ergebnis: ein

um 36 % reduzierter Stromverbrauch und

eine um 65 % erhöhte Zufuhr der Luftmenge.

Zu jedem getauchten Belüftungssystem

in der Abwasserreinigung gehört eine

Druckluftzufuhr, um die Luft für den Austritt

unter der Wasseroberfläche zu komprimieren.

Speziell für diesen Einsatzzweck hat

Invent ein Turbogebläse entwickelt, das sich

an die individuellen Anforderungen der

jeweiligen Kläranlage anpassen lässt. Dieses

Vorgehen optimiert den Energieverbrauch

und den Betriebsbereich für den jeweiligen

spezifischen Prozess. Das erste Gebläse

dieser Art installierte Invent bereitsim Jahre

2020 bei der Kläranlage in Prerov. Über eine

Computational FluidDynamics (CFD)­

Analyse und über zusätzliches Finetuning

erreichte das System die maximale Effizienz.

Eine Auswertung der möglichen Energieeinsparungen

überzeugte die Betreiber, die

vier alten 132-kW-Maschinen, die bislang in

der Anlage eingesetzt wurden, ebenfalls

durch die effizienteren 75-kW-Gebläse zu

ersetzen. Aufgrund der viel kompakteren

Abmessungen wurden am Ende sogar

Flächen in der Anlage frei, die der Kläranlagenbetreiber

seitdem als Lagerplatz

nutzt. Auch die Geräuschentwicklung ließ

sich merklich reduzieren.

www.invent-uv.de

WEICHE OBERFLÄCHEN EFFIZIENT UND

KOSTENGÜNSTIG EXTRUDIEREN

Vliesstoffprodukte aus Polypropylen

(PP) mit extra weichen

Oberflächen lassen sich jetzt

effizient und kostengünstig mit

den neuentwickelten Softening-

Agents des Masterbatch-Spezialisten

Polyvel fertigen. Mit einer

ganzen Produktfamilie unterstützt

das Unternehmen Faserhersteller und Anwender dabei, Alltagsprodukte

aus PP-Vliesstoff mit einer besonders Softhaptik herzustellen.

Da bereits die Zugabe kleiner Dosierungen ausreicht, lässt

sich das Masterbatch sehr effizient und kostengünstig nutzen. Die

Prozesshilfen sind für alle Produkte geeignet, deren Oberflächen

sich sehr weich anfühlen und wertig anmuten sollen. Insbesondere

Hersteller von Hygienetextilien setzen sie ein. Daneben werden sie

in vielen weiteren Branchen verwendet, unter anderem in der

Automobil- und Möbelindustrie, der Medizintechnik, sowie der

verarbeitenden Industrie und der Bauwirtschaft. Bei Bedarf bietet

das Unternehmen außerdem an, die Softening-Agents für kundenspezifische

Anwendungsfälle zu optimieren.

www.polyvel-europe.com

NACHHALTIGE IONENCHROMATOGRAFIE

Die Ionenchromatographie

(IC) von Metrohm

sorgt für Nachhaltigkeit

im Labor. Durch den

verantwortungsvollen

Umgang mit Ressourcen

ist die Technologie eine

umweltschonende

Alternative zu anderen

Analyseverfahren. Die

IC-Systeme bieten

darüber hinaus eine Reihe zusätzlicher Vorteile, die auch den

ökologischen Fußabdruck im Labor weiter verringern. Das neue

Continuous IC Module reduziert die Betriebskosten dank der

Mehrfachverwendung der Eluent Producer-Kartusche. Zudem sorgt

das Metrohm Suppressor Modul (MSM) mit seiner langen Standzeit

für eine noch ressourcenschonendere Nutzung. Die Inline-Probenvorbereitungstechniken

sparen nicht nur Zeit, sondern verringern

auch den Verbrauch von Materialien und Abfällen.

www.metrohm.de


VERFAHREN UND ANLAGEN

TEILCHENPHYSIK

MEMBRANDOSIERPUMPEN ZUR KÜHLUNG

EMPFINDLICHER SILIZIUMKOMPONENTEN

Die Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) hat den

leistungsstärksten Teilchenbeschleuniger der Welt, den Large Hadron

Collider (LHC), optimiert. Die Allzweckdetektoren ATLAS und CMS

verwenden künftig ein Zwei-Phasen-CO 2

-Kühlsystem für alle Silizium-

Spur- und Endkappenkalorimeter-Detektoren. Eine entscheidende

Komponente sind die Membrandosierpumpen von Lewa.

Unweit des Genfer Sees betreibt CERN einen rund 27 Kilometer

langen Ringtunnel mit dem leistungsstärksten

Teilchenbeschleuniger der Welt LHC. Er enthält vier

Messpunkte, darunter die beiden Allzweckdetektoren

ATLAS und CMS. Sie zeichnen mit Präzisionsmessungen an den

verschiedenen Detektions-Subsystemen die Bahn, den Impuls

und die Energie der freigesetzten Teilchen auf, um diese nach der

Kollision der beschleunigten Protonen einzeln identifizieren und

messen zu können.

ATLAS ist mit 46 Metern Länge und 25 Metern Durchmesser

der größte Detektor des LHC. CMS ist mit 12.500 Tonnen Gewicht

der schwerste Detektor. Beide sind mit Siliziumsensormodulen

bedeckt. Um präzise Messungen sicherzustellen und Schäden

durch die hohe Strahlendosis zu vermeiden, sind Temperaturen

von bis zu -55 °C erforderlich. Denn Elektronik und Sensoren

erzeugen auch viel Wärme, die abgeleitet werden muss. „ATLAS

und CMS verwenden künftig ein Zwei-Phasen-CO 2

-Kühlsystem

für alle Silizium-Spurdetektoren und Endkappenkalorimeter­

Detektoren, was im Vergleich zu anderen geeigneten Kühlmitteln

eine umweltfreundliche Option darstellt“, erklärt Jérôme Daguin,

Cooling Engineer am CERN. „Das System ermöglicht eine hohe

Wärmeübertragung bei niedriger Viskosität und einen Temperaturbereich,

der für den Betrieb des Detektors gut geeignet ist.“

Um das Kühlmittel präzise und sicher zuzuführen, arbeitete

das CERN erneut mit den Pumpenexperten von Lewa zusammen,

deren Schweizer Tochter bereits andere Einrichtungen auf dem

Forschungscampus mit Pumpen für den Einsatz von flüssigem

CO 2

versorgt hat. Das Team testete die Membrandosierpumpen

ab 2018 speziell für die obigen Anforderungen und optimiert sie

bis zum Start der ersten Pumpenlieferung 2023. Im Rahmen

eines weiteren Upgrades der beiden Detektoren installierten sie

die Einheiten. Diese bilden nun das Herzstück der Kühleinheiten

für die Siliziumdetektoren des „Phase 2 Upgrades“ bei den

Experimenten mit ATLAS und CMS am CERN.

PROTOTYPEN NACH CERN-SPEZIFIKATIONEN

„Auch in diesem Fall war es wichtig, eine robuste und langlebige

Lösung realisieren zu können“, erklärt Wieland Wolff, Vertriebsgebietsleiter

Lewa Switzerland. „Da das Triebwerk nicht mit den

niedrigen Temperaturen des CO 2

in Berührung kommen darf, hat

die Pumpe ein spezielles Remote-Head-Design: Der Ventilkopf

ist getrennt vom Verdrängersystem der Pumpe installiert.“ Keiner

wollte beim Transport des anspruchsvollen Kühlmittels von den

Servicekavernen in den Experimentierraum mit dem Detektor

ein Risiko eingehen. Sie bauten daher mehrere Prototypen für die

angepasste Version mit Remote-Head-Design, die unter realen

Bedingungen und überwacht von CERN-Mitarbeitern als Prüfstände

fungierten. Sie wurden zunächst mit Wasser getestet,

dann mit Ethanol gereinigt und anschließend im Dauerbetrieb

mit CO 2

getestet.

„Die Liste der Anforderungen war ziemlich ambitioniert und

erforderte einige sehr spezielle Anpassungen, die wir während

der Entwicklung des Prototyps vornahmen“, erinnert sich Wolff.

32 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de


VERFAHREN UND ANLAGEN

01 Der CMS-Detektor wurde entwickelt, um Teilchen zu untersuchen,

die in Proton-Proton- und Schwerionen-Kollisionen entstehen

02 Da das Triebwerk nicht mit den extrem niedrigen Temperaturen

des CO 2

in Kontakt kommen darf, ist die Pumpe im Remote-Head-

Design ausgeführt

Um beispielsweise Kavitation und damit eine Einschränkung der

Funktionalität der Pumpen zu vermeiden, müssen sie auch im

Dauerbetrieb bei einer Drehzahl von 212 U/min gegen 90 bar

einwandfrei funktionieren. Die niedrigen Temperaturen machen

ein spezielles Silikonöl erforderlich. Für dieses Medium wurden

die Dichtungen der Basisversion zunächst validiert und dann

durch geeignetere Versionen ersetzt. Um zu verhindern, dass die

CO 2

-Warnmelder nach der Installation vor Ort versehentlich

auslösen, wurden die hermetisch dichten Geräte auch mit PTFE

an den Flanschanschlüssen beschichtet und kritische Stellen wie

die Linsendichtungen mehrfach im Betrieb geprüft. Andernfalls

würden CO 2

-Leckagen zu Evakuierung und Stillstand des

gesamten Systems führen. Darüber hinaus wurden Triebwerk

und Antriebskopf modifiziert, um geeignete Messpunkte für die

CERN-Instrumente bereitzustellen.

01

DIE LEWA-PUMPEN SIND VON

DEN DETEKTOREN ENTFERNT IN

SERVICEKAVERNEN INSTALLIERT

Aufgrund der rigorosen Anforderungen gelang es Lewa, seine

vorhandenen Niedrig-Temperatur-Modelle für noch tiefere

Temperaturen zu verbessern. „Für kalte Temperaturen bis -55 °C

haben wir einen größeren Membran-Pumpenkopf gewählt,

damit die Durchbiegung der Sandwich-Membran geringer ist“,

erklärt Wolff. Dies verringert die mechanische Belastung und das

Risiko von Rissen oder Brüchen in der Membran, die sonst durch

die Kälte spröde werden könnte.

Da Kühlmittel und Hydrauliköl im Pumpenkopf nur durch die

dünne PTFE-Membran getrennt sind, musste sich das Öl für

niedrige Temperaturen eignen und durfte nicht einfrieren.

Zudem darf die weitergeleitete Temperatur am Triebwerk nicht

unter -20 °C fallen. Daher fügten die Lewa-Ingenieure eine

Pendelleitung hinzu, in der sich das Hydrauliköl erwärmen kann,

damit das CO 2

mit -55 °C nicht das Triebwerk erreicht. Das Rohr

ist so konstruiert, dass die Kompressibilitätsverluste minimiert

und die gewünschte Durchflussmenge erreicht wird. Bei

Mehrfachpumpen wurden die Hydraulikbehälter über eine

Sammelleitung und einen Filter verbunden, um zu verhindern,

dass Hydrauliköldämpfe entweichen und das empfindliche

Silikonöl durch die Luftfeuchtigkeit vorzeitig altert.

Die umfangreichen Vorarbeiten seit 2018 haben sich für alle

ausgezahlt: Lewa hat mit der Anpassung und Auslieferung der

ersten Charge von insgesamt 18 Lewa ecoflow LDG-Pumpen

begonnen. „Sie sind das Kernelement der Kühleinheiten für die

Siliziumdetektoren des „Phase 2 Upgrade“ der Experimente mit

ATLAS und CMS am CERN“, erklärt Daguin.

„Die Lewa-Pumpen sind von den Detektoren entfernt in den

Servicekavernen installiert, außerhalb des Strahlungs- und

Magnetfeldbereichs der Kavernen für die Experimente.“ So lassen

sie sich vom Kontrollraum aus über elektrische Hubverstellung

und einen Frequenzumrichter steueren. Wenn die Abschaltung

der beiden Detektoren und die Umbauarbeiten im Jahr 2028

abgeschlossen sind, kühlen die installierten Pumpen Elektronik

und Siliziumsensoren im Detektor über ein komplexes Netzwerk

02

aus Übertragungsleitungen, Verteilungssammlern und kleinen

Kühlrohren, die mit den Siliziumsensoren in Kontakt sind.

Für die Lewa-Pumpenexperten geht die Suche nach Antworten

jedoch weiter: „Gemeinsam mit den Experten vor Ort möchten

wir Biegezyklustests durchführen, um die Lebensdauer der

Membranen im Dauerbetrieb komplett zu untersuchen. Diese

Anregung kam vom CERN und unterstreicht die hervorragende

Zusammenarbeit und unser wichtigstes Ziel: Alle Beteiligten

sollen von dem Projekt profitieren“, resümiert Wolff.

Bilder: CERN, Lewa

www.lewa.com

UNTERNEHMEN

LEWA GmbH

Ulmer Straße 10, 71229 Leonberg

Tel. 07152 14-0

E-Mail: lewa@lewa.de

AUTOR

Pietro Pettoruto, General Manager

of LEWA Switzerland

www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 33


KOMPONENTEN UND SYSTEME

VAKUUMPUMPEN

BETRIEBSTEMPERATUR

HALTEN BEI HITZE

Höhere Temperaturen können Leistung und

Langlebigkeit von Vakuumpumpen erheblich

beeinträchtigen. Die meisten Pumpen sind

auf Temperaturen von bis zu 40 °C ausgelegt.

Daher sollte darauf geachtet werden, dass

die Umgebungstemperaturen nicht zu stark

ansteigen. Dabei helfen ein paar einfach

umzusetzende Maßnahmen.

Wenn Vakuumpumpen bei höheren Umgebungstemperaturen

betrieben werden als vorgesehen,

zersetzt sich das Öl schneller. Das bedeutet, dass

das Vakuumpumpenöl häufiger gewechselt werden

muss, und damit die Wartungskosten steigen. Bei Temperaturen

über 40 °C können Vakuumpumpen überhitzen und ausfallen.

Die Wirksamkeit einer natürlichen Belüftung über Lüftungsschlitze

und Kühlöffnungen hängt von Luftbewegung durch

Wind oder Konvektion ab. Bei warmem Wetter können aber die

erforderlichen hohen Luftströme in der Regel nicht allein durch

80-90 % DER AUFGENOMMENEN

LEISTUNG EINES VAKUUM-

PUMPENMOTORS GELANGEN

ALS WÄRME IN DEN RAUM

natürliche Belüftung erreicht werden. Vor allem bei beengten

Platzverhältnissen sollte eine Zwangsbelüftung erfolgen, um

angemessene Temperaturen aufrechtzuerhalten.

In einem Technikraum von 8 m × 4 m Größe mit einer Wärme ­

abgabe der Anlagen von 25 kW variiert die Anzahl der Luftwechsel,

die pro Stunde nötig sind, um ein Überschreiten von

40 °C zu verhindern, je nach Außentemperatur stark:

n 26 Luftwechsel bei 10 °C Außentemperatur

n 79 Luftwechsel bei 30 °C Außentemperatur

In der Regel werden 80-90 % der aufgenommenen Leistung

eines Vakuumpumpenmotors als Wärme in den Raum abgegeben.

Anhand der folgenden Berechnung kann geschätzt werden,

wie hoch der Lüftungsbedarf ist, um die Temperatur in einem

geschlossenen Technikraum an einem heißen Sommertag unter

40 °C zu halten. Die Summe aller Betriebsleistungen der Vakuumpumpenmotoren

kann zur Schätzung der Wärmeabgabe in den

Raum herangezogen werden:

Wärmeabgabe (in kW) × 200 = erforderliche Belüftungsrate

(in m³/h).

Hinweis: Berücksichtigen Sie auch den Belüftungsbedarf anderer

Geräte im Technikraum.

WÄRMEMANAGEMENTLÖSUNGEN

Zwangsbelüftung: Die Installation eines Ventilatorensystems zur

Ableitung warmer und Ansaugung kühler Luft ist eine effektive

Möglichkeit, den Technikraum kühl zu halten. Ein Steuerungssystem,

das die Temperatur im Technikraum durch Einschalten

der erforderlichen Anzahl von Ventilatoren effektiv regelt, kann

die Energieeffizienz steigern.

Abluftrohrleitungen: Durch die direkte Ableitung der Abluft von

Vakuumpumpen aus dem Technikraum lässt sich die Wärmeabgabe

in den Raum um bis zu 35 % reduzieren. Dabei ist auf die

richtige Materialauswahl und Isolierung für Rohrleitungen zu

achten, da diese heiß werden können.

Wärmerückgewinnung: Durch den Einbau von Nachrüstsätzen

für die Wärmerückgewinnung, wie sie für bestimmte Vakuumpumpen

von Busch erhältlich sind, können bis zu 80 % der von

den Vakuumpumpen verbrauchten Energie zurückgewonnen

werden, etwa zur Erwärmung von Wasser, was zwei Vorteile

bietet: Energieeinsparungen und geringerer Belüftungsbedarf.

Technikraum-Auslegung: Mit einer durchdachten Auslegung

lässt sich eine Überhitzung verhindern: Ausreichend Abstand

zwischen den Pumpen sorgt für angemessene Luftzirkulation.

Auch durch die richtige Verlegung von Abluftrohrleitungen und

die korrekte Ausrichtung von Ventilatoren kann die Übertragung

von Wärme auf benachbarte Maschinen verhindert werden.

Bild: Busch Vacuum Solutions

www.buschvacuum.com

UNTERNEHMEN

Busch Vacuum Solutions

Schauinslandstraße 1, 79689 Maulburg

Tel. 07622 681-2020

E-Mail: info@busch.de

www.buschgroup.com

34 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de


KOMPONENTEN UND SYSTEME

SPRÜHVENTILE FÜR

PRÄZISEN AUFTRAG

Mit neuen volumetrischen

Sprühventilen lassen sich

Schmierstoffe vollflächig

und wiederholgenau in

kleinen Mengen auftragen.

Sie eigenen sich für alle

Anwendungen in der

Industrie, bei denen Fette – oft auch an schwer

zugänglichen Stellen – präzise aufgesprüht werden

sollen. Die Ventile sind in zwei Ausführungen

erhältlich: auf Basis des Nadeldosierventils mit

einer Dosiermenge von 0,003 bis 0,2 ml, oder auf

Basis des Kammerdosierventils dann mit einer

Dosiermenge von 0,05 bis 3 ml. Im Vergleich zu

herkömmlichen Sprühadaptern verfügen die

Ventile über eine integrierte Materialdrosselung.

Das Sprühmuster ist damit individuell einstellbar

und Spritzer werden vermieden. Zusätzlich ist eine

Vielzahl an Düsenverlängerungen verfügbar, um

die Zugänglichkeit für alle Formen und Geometrien

zu ermöglichen. Je nach Anforderung sind auch

Spezialverlängerungen nach Kundenwunsch

möglich.

www.dopag.com

KOMPAKTE EHEDG-ZERTIFIZIERTE

KABELVERSCHRAUBUNG

Mit Cleanplus ergänzt Pflitsch sein Hygienic-

Design-Portfolio um eine Kabelverschraubung. Sie

ermöglicht mit weniger Einzelteilen und großen

Dichtbereichen pro Anschlussgewinde eine

einfache Montage und Handling. Die neue,

zertifizierte Hygienic-Design-

Kabelverschraubung bietet

eine glatte Edelstahl-Optik

und lässt sich mit ihrem

EHEDG-konformen Design

einfach reinigen. Die

Cleanplus ist in fünf Größen

M12 bis M32 erhältlich. Damit lassen sich Kabeldurchmesser

von 3 bis 23 mm sicher abdichten. Die

Dichteinsätze aus HTS-Silikon verfügen über einen

Verdrehschutz, sodass beim Anziehen der Druckschraube

das Kabel sicher in Position bleibt. Die

Cleanplus ist für Temperaturen von - 55 bis 180 °C

geeignet. Die kompakte Komponente bietet eine

glatte Ober- sowie gerundete Schlüsselflächen.

Pflitsch hat sie so konzipiert, dass sich bei der

Montage keine Spalten bilden oder Gewindegänge

offenliegen. Die Cleanplus hält die der EHEDG

geforderten maximalen Spaltmaße von ± 0,2 mm

ein. Das stellt sicher, dass Schmutzpartikel nicht

anhaften können. Für Dichteinsätze setzt Pflitsch

ein Ecolab-zertifiziertes Silikon-Material gemäß der

FDA 21 CFR §177.2600 ein, das für den Kontakt mit

Lebensmitteln zugelassen ist.

www.pflitsch.de

DRUCKLUFT WEITERGEDACHT: ENERGIEEFFI-

ZIENZ UND ZUVERLÄSSIGKEIT IM FOKUS

Der Gebläse- und Verdichterspezialist Aerzen baut sein

Sortiment im höheren Druckbereich deutlich aus und hat sein

Produktportfolio um innovative Druckluft-Kompressoren aus

dem Standardsegment für

Druckdifferenzen bis 13 bar

erweitert. Für die Drucklufterzeugung

bietet Aerzen

zwei neue Baureihen:

2-stufige, ölfreie Schraubenkompressoren

(Serie DS)

sowie 1-stufige, öleinspritzte

Verdichter mit Permanent-Magnet-Motor

(Serie SI). Die Kompressoren vereinen

hohe Performance, Energieeffizienz sowie Zuverlässigkeit. Sie

wurden für höchste Ansprüche entwickelt, um Prozesse noch

kosteneffektiver, nachhaltiger und leistungsfähiger zu

gestalten. Ob Arbeits-, Instrumenten-, Werkstatt- und

Prozessluft oder Steuerluft für pneumatische Regelsysteme:

Die neuen Druckluftaggregate von Aerzen sind in allen

Branchen und Industrien zuhause und unterstützen auf dem

Weg zu mehr Effizienz und Prozesssicherheit. Sie überzeugen

mit einem innovativen Design, punkten mit ihrer Performance,

halten die Lebenszykluskosten gering und sorgen für

erhebliche Kostensenkungen. Das umfangreiche Zubehörprogramm

lässt keine Wünsche offen und erlaubt eine gezielte

Anpassung an die kundenindividuellen Prozessanforderungen

sowie an herausfordernde klimatische Bedingungen. Unter

bit.ly/3F9yuhi finden sich weitere Informationen.

www.aerzen.com/de

LEISTUNGSSTARK LDG-PROZESSPUMPE

MIT GERINGEM PLATZBEDARF

Lewa hat die hydraulische

Leistung der Lewa Ecoflow

LDG-Prozesspumpe verbessert.

Beim überarbeiteten Modell ist

diese um 15 Prozent höher bei

gleichem Platzbedarf. Betreiber

profitieren von einer besseren

Leistung, ohne gesteigerten

Platzbedarf oder Kosten. Bei

einem Förderstrom von 300 l/h erhöht sich beispielsweise der

maximale Förderdruck von 659 bar auf 713 bar. Umgekehrt

steigt bei 100 bar Förderdruck die maximale Fördermenge von

2600 l/h auf 2950 l/h. Die hydraulische Leistung erhöht sich

von 35 auf 40 kN. Die LDG ist Teil der Lewa-Ecoflow-Familie,

einem umfangreichen Baukastensystem von Membran- und

Kolbendosierpumpen, das acht Triebwerksgrößen mit sechs

verschiedenen Pumpenkopftypen kombiniert. Der modulare

Aufbau ermöglicht ein hohes Maß an Individualisierung.

Weitere Optionen umfassen verschiedene Materialien und

Ventilausführungen, die kombiniert werden können, um

spezifische Anwendungskriterien wie Temperatur, Kompressibilität,

Fördermenge und Druck zu erfüllen. Die Ecoflow

kommt auch mit aggressiven, abrasiven, toxischen und

entflammbaren Fluiden zurecht.

www.lewa.com

www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 35


NEU UND NACHHALTIG

HEIMKOMPOSTIERBARE LEBENSMITTEL-

VERPACKUNGEN AUS BESCHICHTETEM PAPIER

Metpack und BASF kooperieren bei der

Zertifizierung von heimkompostierbarem,

beschichtetem Papier für Lebensmittelverpackungen.

Metpack Spezialist für

Extrusionsbeschichtungen aus Istanbul

bietet dafür ab sofort beschichtete

Papiere und Pappen an, die mit OK

Compost Home des TÜV Austria als

heimkompostierbar zertifiziert sind. Das

Papier Ezycompost von Metpack profitiert

dabei von der Beschichtung mit ecovio 70

PS14H6 der BASF. Das Biopolymer ist als heimkompostierbar

zertifiziert (OK Compost Home) und hat für Papier, das zu

Lebensmittelverpackungen verarbeitet wird, mehrere funktionale

Vorteile: Es ist für den Lebensmittelkontakt zugelassen (FDA) und

zeigt hervorragende Barriereeigenschaften gegen Flüssigkeiten, Fett,

Schmierfett und Mineralöl sowie auch Temperaturstabilität bei

kochendem Wasser bis zu 100 °C. Diese Kombination aus bewährter

Kompostierbarkeit und hervorragender Leistung gibt Herstellern von

Papierverpackungen und Markenartikeln die Gewissheit, dass

Lebensmittelverpackungen aus Ezycompost von Verbrauchern sicher

verwendet werden können und nach Gebrauch kein langlebiges

Mikroplastik im Heimkompost erzeugen. Die heimkompostierbare

Lösung unterstützt somit das organische Recycling von Lebensmittelabfällen

und hilft, den Nährstoffkreislauf zu schließen, um eine Kreislaufwirtschaft

zu erreichen.

www.metpack.com

NACHWUCHSWISSENSCHAFTLERINNEN

GEEHRT

Der Umweltpreis der Viktor & Sigrid Dulger Stiftung 2024

geht an Dr. Dagmar Brombierstäudl vom Südasien Institut und

Dr. Patricia Nayna Schwerdtle vom Heidelberg Institute of

Global Health. Sie teilen sich den mit 10.000 Euro dotierten

Preis für ihre exzellenten Forschungsleistungen mit hoher

Relevanz für die Umweltforschung. Dieser wird vom Heidelberg

Center for the

Environment

(HCE), dem

umweltwissenschaftlichen

Forschungszentrum

der Universität

vergeben. Dr.

Dagmar Brombierstäudl

widmete

sich in ihrer

Dissertation „Exploring Aufeis in the Trans-Himalaya“ dem

bisher vernachlässigten Phänomen des so genannten „Aufeis“.

Damit werden Ablagerungen von geschichtetem Eis bezeichnet,

welche durch das Gefrieren von aufeinanderfolgenden

Wasseraustritten entstehen. Dr. Patricia Nayna Schwerdtle

untersuchte in ihrer Dissertation „The nexus of climate

change, migration and health“ die Gesundheitsrisiken von

Migrantinnen und Migranten in Bangladesch.

www.prominent.de

RECYCLING VON PVC-PHARMABLISTERN

Mit der Initiative VinylPlus

PharmPack setzt die

europäische PVC-Industrie

in Zusammenarbeit mit

Folienherstellern und

Recyclingunternehmen

entlang der gesamten

Wertschöpfungskette auf

die Weiterentwicklung der

Kreislaufwirtschaft von PVC-Pharmablistern. Ein zentrales

Element der Initiative ist die erfolgreiche Trennung von PVC

und Aluminium aus Blisterabfällen im technischen Maßstab.

So können beide Wertstofffraktionen gezielt recycelt und dem

Materialkreislauf wieder zugeführt werden. Bereits heute

werden bei der Herstellung von Pharmablistern anfallende

Produktionsreste gesammelt und werkstofflich verwertet.

Daneben werden Innovationen, wie das lösemittelbasierte

Recycling, weiterentwickelt. Zukünftig sollen auch gebrauchte

Blisterverpackungen, sogenannte Post-Consumer-Abfälle, in

das Recycling einbezogen werden, um Ressourcen zu schonen

und den CO2-Fußabdruck weiter zu reduzieren. Erste Krankenhaus-Apotheken

engagieren sich bereits in der Initiative.

Solche Sammelstellen sind essenziell, da die Blisterverpackungen

dort vollständig entleert und dem Recycling zugeführt

werden, wogegen für unvollständig entleerte Verpackungen

sonst nur die thermische Verwertung bleibt.

www.vinylplus.de

36 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de


NEU UND NACHHALTIG

DÜSENHEIZELEMENTE MIT

LEISTUNGSVERTEILUNG

Die Düsenheizelemente

von Telemeter Electronic

erlauben die präzise

Beheizung von

Heißkanaldüsen im

Kunststoff-Spritzguss.

Basierend auf Wendelrohrpatronen,

die in ein

Trägerrohr aus Messing eingepresst werden, bieten sie eine

gleichmäßige und gezielte Temperierung für hohe Prozesssicherheit.

Dank der geringen Wandstärke ab 1,5 mm ermöglichen

die Heizelemente enge Nestabstände. Der Nutverlauf für

den Heizer sowie die Anschlussvarianten sind individuell

anpassbar. Die Heizelemente erlauben flexible Bauformen. Sie

sind sowohl als Drehteil als auch als Trägerplatte realisierbar.

Die einfache Integration von Thermoelementen, auch mit

wechselbarer Position, sorgt für eine präzise Temperaturkontrolle.

Die Düsenheizelemente bestehen aus Messing,

während der Mantel aus Edelstahl gefertigt ist. Sie erreichen

eine Manteltemperatur von bis zu 450 °C und bieten eine

Hochspannungsfestigkeit von 800 V AC. Die Leistungstoleranz

beträgt ± 10 %, die Standard-Spannungsversorgung liegt bei

230 V.

www.telemeter.info

DAS NACHHALTIGSTE UNTERNEHMEN

DER WELT

Schneider Electric wurde vom kanadischen Medien- und Forschungsunternehmen

Corporate Knights als das nachhaltigste

Unternehmen der Welt 2025 ausgezeichnet und ist damit

bislang das einzige, das zweimal den ersten Platz im Global

100-Ranking belegt. Das Ergebnis spiegelt Schneiders Rolle

bei der nachhaltigen Entwicklung wider, wie beispielsweise

seine innovativen Lösungen zur Förderung der Energieeffizienz,

Elektrifizierung und

Dekarbonisierung. Schneider

erzielte ebenfalls hohe

Punktzahlen für seine

Bemühungen, den Energieverbrauch

und die Kohlenstoffemissionen

von seinem

Geschäftswachstum zu entkoppeln sowie für seine hohen

Investitionen in nachhaltige Forschung und Entwicklung.

Corporate Knights hob zudem den Zusammenhang zwischen

der Vergütung von Führungskräften und der Nachhaltigkeitsleistung

sowie den ESG-Bewertungen von Schneider Electric

hervor. Der jährlich von Global Knights zusammengestellte

Global-100-Index basiert auf öffentlich bekannt gegebenen,

quantitativen Daten zu Ressourcen, Mitarbeitern, Lieferanten,

nachhaltigen Einnahmen und Investitionen.

www.se.com

DAMPF-LUFTBEFEUCHTER MIT KALK-MANAGEMENT

Die Dampf-Luftbefeuchter der Serie Condair RS sind für den Betrieb mit mineralfreiem Befeuchtungs- und

Trinkwasser optimiert. Die konstruktiven Detaillösungen ermöglichen eine hohe Betriebssicherheit und präzise

Regelgenauigkeit. Ein innovatives Kalk-Managementsystem sorgt für lange Wartungsintervalle. Mit dem

Touch-Controller bietet Condair Benutzeroberfläche, intuitive Gerätesteuerung und Diagnostik in einem.

Aktuelle Leistungsdaten können vor Ort oder aus der Ferne optional über eine IoT-Verbindung abgerufen

werden.

www.condair.de

Zeit für eine neue

Herausforderung.

MICRODEX

Die neue modulare

Förderschnecke

RSM

Der neue manuelle

Sackentleerer

UNSERE INNOVATIONEN

AUF DER POWTECH

Halle 9, Stand 9-225 & 9-227

VPM

Die neue Mehrfach-

Drosselklappe

VFD

Die neue

Flügelschleuse

www.wamgroup.de

WAMAIR Stand-Alone

Der neue Entstaubungsfilter

www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 37


Natalya Prodan

und Wolfgang Ringel

im Technikum am

Unternehmenscampus

in Neukirchen-Vluyn

PRÄZISE DURCHFLUSSMESSUNG IM ABGAS

PROZESSSICHERHEIT

IM FOKUS

Eine exakte Messung im Abgas ist unerlässlich, wenn daraus Rückschlüsse

auf den Prozessablauf gezogen werden sollen – insbesondere, wenn es um

Effizienz, Emissionskontrolle und Prozessoptimierung geht. Coriolis-

Massedurchflussmesser bieten hierbei eine besonders hohe Messgenauigkeit.

Natalya Prodan ist Chemieingenieurin bei der Schwing

Technologies, einem Unternehmen mit Sitz am Niederrhein,

das sich unter anderem auf Systeme und Lösungen

für Wirbelbett-Wärmebehandlungen spezialisiert

hat. Gemeinsam mit ihrem Team untersucht die Ingenieurin

Gas-Feststoff-Reaktionen in Wirbelschichtanlagen, um Prozesse

gezielt zu entwickeln und zu optimieren. Nach erfolgreichen

Scale-up-Versuchen konzipieren sie auf dem Campus des Unternehmens

Anlagen, die speziell auf den jeweiligen Prozess

zugeschnitten sind.

In einem aktuellen Versuch untersuchte das Team die

thermische Zersetzung eines Feststoffes für ein internationales

Unternehmen, das im Bereich der CO2-Abscheidung und

-Verwertung sowie der Chemieproduktion tätig ist. Beim Erhitzen

des Feststoffes im Wirbelbett wurde Chlorwasserstoff (HCl)

freigesetzt. Ziel war es, diesen im Abgasstrom zu erfassen und zu

neutralisieren, um daraus Rückschlüsse auf die Zersetzungsrate

des Ausgangsmaterials und die Produktbildung zu ziehen.

SICHERE ERFASSUNG VON ABGAS

Die Herausforderungen bei der Abgasmessung sind groß,

besonders im Umgang mit aggressiven, feuchten Gasen.

Erschwerend kommen hohe Temperaturen hinzu, die die

Anforderungen an die Messtechnik weiter erhöhen. Um unter

diesen Bedingungen eine zuverlässige Messung zu sichern, war

Kreativität gefragt. „Die Bestimmung der HCl-Freisetzungsrate

war entscheidend, um die erforderliche Verweilzeit zu ermitteln

und eine sichere Abgasüberwachung zu gewährleisten“, erklärt

Natalya Prodan. „Hohe HCl-Konzentrationen, Feuchtigkeit und

Temperatur erschwerten jedoch eine direkte Messung erheblich.

Deshalb entschieden wir uns für eine kosteneffiziente und

dennoch zuverlässige Alternative: Statt HCl direkt im Abgas zu

messen, haben wir den Verbrauch von Natriumhydroxid (NaOH)

im Gaswäscher erfasst.“

Das Diagramm auf der übernächsten Seite verdeutlicht die

kontinuierliche Zudosierung der Natronlauge während des

38 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de


MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN

01 Gaswäscher mit Coriolis-Massedurchflussmessgerät –

Coriolis Sensor RHM04S und aufgesetztem Transmitter RHE45

Erhitzungsprozesses im Wirbelschichtreaktor – ein wichtiger

Schritt zur Prozess kontrolle und Effizienzsteigerung.

Die Neutralisation des HCl-haltigen Abgases erfolgte in einer

Nasswäsche, wobei der NaOH-Massenstrom präzise mit einem

Coriolis-Massedurchflussmessgerät der Schwing Verfahrenstechnik

gemessen wurde. Das Schwesterunternehmen mit Sitz

auf dem Unternehmenscampus ist spezialisiert auf Prozessmesstechnik

und Sicherheitstechnik. Bei den Messarmaturen

handelte es sich um eine individuell zusammengesetzte Messeinheit

aus Coriolis Sensor und einem aufgesetzten Transmitter

des bayerischen Herstellers Rheonik.

PRÄZISE DURCHFLUSSMESSUNG MIT

CORIOLIS-TECHNOLOGIE

HOHE HCL-KONZENTRATIONEN,

FEUCHTIGKEIT UND TEMPERATUR

ERSCHWEREN EINE DIREKTE

MESSUNG ERHEBLICH

„Die Wahl des Messverfahrens zur Durchflussbestimmung von

Natronlauge hängt, neben dem Durchflussmessbereich, maßgeblich

auch von Parametern wie Konzentration, Temperatur,

Druck und der geforderten Messgenauigkeit ab“, weiß Wolfgang

Ringel, Technischer Experte der Schwing Verfahrenstechnik. Die

Durchflussmessung von NaOH sollte an dieser Stelle direkt im

Massenstrom, also in Gramm- oder Kilogramm gemessen

werden. Aufgrund ihrer hochgradigen Korrosivität ist Natronlauge

ein besonders anspruchsvolles Medium, sowohl mit Blick

auf die Messtechnik als auch auf die eingesetzten Werkstoffe.

„Ein hervor ragend geeignetes Verfahren ist die Coriolis-Massedurchflussmessung“,

betont Wolfgang Ringel. „Die individuell

konfigurierten Systeme sind insbesondere auch für Kleinstmengen

und Kurzzeit dosierungen optimal geeignet.“

Diese Massedurchflussmesser bieten eine hohe Messgenauigkeit,

erfassen den Massenstrom direkt und sind unabhängig von

Faktoren wie Leitfähigkeit oder Dichteänderungen. In der

konkreten Anwendung kam ein Coriolis-Sensor des Typs

RHM04S in Kombination mit dem kompakten Transmitter

RHE45 zum Einsatz. Letzterer unterstützt eine Vielzahl an

Kommunikationsschnittstellen zur Anbindung an Steuerungsund

SCADA-Systeme – „elektronische Signale, die unsere Kunden

direkt weiterverarbeiten können“, so der Experte.

Weitere Vorteile des Systems sind verschiedene Sensorgrößen,

einfache und schnelle Inbetriebnahme sowie die Eignung für

Betriebsdrücke bis zu 1.722 bar und große Temperaturbereiche.

Hinzu kommen eine zuverlässige digitale Messwerterfassung

und integrierte Selbstdiagnosefunktionen.

„Für die Anwendung mit Natronlauge haben wir eine

Standardausführung aus Edelstahl gewählt“, erläutert Wolfgang

Ringel. Alternativ sind die Geräte auch in Sonderwerkstoffen wie

beispielsweise Hastelloy oder Super Duplex erhältlich. „Die

Auswahl der Sensorgröße erfolgt dabei stets in Abhängigkeit vom

gewünschten Messbereich.“

Zeit für eine neue

Herausforderung.

UNSERE HIGHLIGHTS

AUF DER POWTECH

Halle 9, Stand 9-226

WBO Flexiclean

Der neue Einwellenmischer

MLH

Labormischer

www.mapgmbh.com

WBR

Bandwendelmischer

WBH Lithium

Mischer für Batteriemassen

www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 39


MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN

02 Darstellung der kontinuierlichen Zugabe von Natronlauge in Relation zu den Temperaturen

am Gaseintritt sowie in verschiedenen Höhen des Wirbelschichtreaktors

PRAXISNAHE AUSLEGUNG VON

MASSEDURCHFLUSSMESSERN

Den typischen Projektablauf beschreibt Wolfgang Ringel so:

„Kundinnen und Kunden wie Natalya Prodan kommen üblicherweise

mit einer konkreten Aufgabenstellung zu uns – meist mit

Angaben zu Durchfluss, Dichte und Viskosität. Auf dieser Basis

legen wir das passende Gerät aus, abgestimmt auf spezifische

Anforderungen wie Messbereich und Messgenauigkeit sowie

maximal zulässigen Druckverlust.“

Die Auslegung kann auch systematisch mit standardisierten

Fragebögen erfolgen. „In 99 Prozent der Fälle reicht dieses

Anforderungsprofil aus“, sagt der Experte. „In Ausnahmefällen können

wir zusätzlich einen Versuch direkt beim Kunden anbieten.“

Standardgeräte sind in der Regel innerhalb von vier bis sechs

Wochen lieferbar: Kunden erhalten dann eine detaillierte

Einbauanweisung. Die Inbetriebnahme erfolgt bei Bedarf mit

telefonischer Unterstützung, per Videoschalte oder durch einen

Servicetechniker vor Ort.

„Da die Geräte in der Regel bereits vorkonfiguriert sind, können

sie sofort in Betrieb genommen werden“, erklärt Wolfgang Ringel

abschließend. Bei Rückfragen stehen die Experten jederzeit per

Telefon oder Video bereit.

FAZIT

In Neukirchen-Vluyn profitierten Natalya Prodan und Wolfgang

Ringel von den kurzen Wegen und der interdisziplinären

Zusammenarbeit auf dem Unternehmenscampus. „Dank der

kontinuierlichen Erfassung des NaOH-Massenstroms konnten

wir die Prozessstabilität erheblich verbessern und die Effizienz

des Prozesses nachhaltig steigern“, resümiert Natalya Prodan.

Das Projekt zeigt, wie sich anspruchsvolle Reaktionen in

Wirbelschichtsystemen durch präzise Messtechnik gezielt

steuern lassen. Die Kombination aus verfahrenstechnischem

Know-how und passgenauer Armaturenauslegung ermöglicht

eine praxisnahe Umsetzung bis hin zum industriellen Maßstab.

Gleichzeitig unterstreicht der Einsatz der Coriolis-Technologie

den Wert zuverlässiger Messsysteme für sicherheitsrelevante

Prozesse in der chemischen Verfahrenstechnik.

Bilder: Schwing Technologies / Schwing Verfahrenstechnik

www.schwing-pmt.de

UNTERNEHMEN

Schwing Verfahrenstechnik GmbH

Prozessmess- und Sicherheitstechnik

Oderstr. 7, 47506 Neukirchen-Vluyn

Tel. 02845 930 0

E-Mail: mail@schwing-pmt.de

AUTORIN

Nicola Leffelsend, Graurosarot –

Agentur für Kommunikation, Bochum

40 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de


MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN

VELOCITY SUITE BESCHLEUNIGT PROZESSINNOVATION MIT GENERATIVER KI

Infor kündigt die allgemeine Verfügbarkeit der Infor

Velocity Suite an. Das Produkt ist ein umfassendes

Portfolio an Lösungen und Dienstleistungen, die

Prozessinnovation vereinfachen und Kunden dabei

helfen, agil, anpassungsfähig und innovativ zu bleiben.

Die Infor Velocity Suite basiert auf der Infor Industry

Cloud Platform und wurde entwickelt, um Hindernisse

bei der Prozessinnovation zu beseitigen. Dabei kommt

ein Paket aus Infors fortschrittlichsten Technologien und

Services zum Einsatz, das Kunden bei der Wertschöpfung

unterstützt: 75 Prozent der Führungskräfte

und Software-Anwender in 3.600 Unternehmen haben

angegeben, dass durch den Einsatz fortschrittlicher

Technologien Mehrwert geschaffen wird. Die Infor

Velocity Suite bietet Zugang zu Infor Value+, einem

Katalog branchenspezifischer Lösungen, die Technologien

wie generative KI und RPA nutzen. Damit lässt

sich innerhalb von Wochen die Effizienz steigern und

Mehrwert generieren.

www.infor.com

DIGITALE GERÄTE-DOKUMENTATION

Was tun gegen überquellende Aktenschränke und zeitraubende Dokumentensuche? Für die Prozessindustrie setzt

Messtechnikhersteller Vega auf standardisierte, digitale Datenpakete nach VDI 2770 und sorgt damit für einen

Effizienzschub. Anwender erhalten schnellen, strukturierten Zugriff auf alle relevanten Produktunterlagen und

können die Dokumentation kompletter verfahrenstechnischer Anlagen automatisieren. Anlagenbetreiber profitieren

von einer nahtlosen Integration der Vega-Dokumentation in

bestehende Systeme. Der Schlüssel dazu ist das .xml-Dateiformat.

Jedem Dokument ist eine xml-Datei mit serialisiertem

ID-Link nach IEC 61406 zugeordnet, der zusätzlich auf den

Typenschildern der Feldgeräte als QR-Code aufgedruckt ist.

Somit ist ein direkter Zugriff auf die spezifische Geräte-Dokumentation

durch einfaches Abscannen des QR-Codes auf den

Feldgeräten möglich. Dabei setzt Vega auch auf Sicherheit, denn

auf die individualisierte Dokumentation können Anwender nur

über ihren persönlichen myVEGAAccount zugreifen.

www.vega.com

IMPRESSUM

erscheint 2025 im 59. Jahrgang,

ISSN: 0175-5315 / ISSN E-Paper: 2747-8025

REDAKTION

Chefredakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Nicole Steinicke (ni),

Tel.: 06131/992-350, E-Mail: n.steinicke@vfmz.de

(verantwortlich i.S.d. $ 18 Abs. 2 MStV / i.S.d. Presserechts)

Redakteur/innen: Daniel Schilling (dsc), M.A.,

Tel.: 06131/992-205, E-Mail: d.schilling@vfmz.de

Dipl.-Ing. (FH) Inga Ronsdorf (iro),

Tel.: 06131/992-259, E-Mail: i.ronsdorf@vfmz.de

Redaktionsassistenz:

Melanie Lerch, Tel.: 06131/992-261,

Petra Weidt, Tel.: 06131/992-371,

E-Mail: redaktionsassistenz_vfv@vfmz.de,

(Redaktionsadresse siehe Verlag)

GESTALTUNG

Sonja Daniel, Anette Fröder, Conny Grothe

SALES

Andreas Zepig, Tel.: 06131/992-206,

E-Mail: a.zepig@vfmz.de

Auftragsmanagement: Nevenka Islamovic,

Tel.: 06131/992-113, E-Mail: n.islamovic@vfmz.de

Anzeigenpreisliste 2025, gültig ab 01.10.2024

LESERSERVICE

VU.SOLUTIONS GmbH & Co. KG,

Große Hub 10, 65344 Eltville,

Tel.: 06123/9238-266

Bitte teilen Sie uns Anschriften- und sonstige

Änderungen Ihrer Bezugsdaten schriftlich mit

(Fax: 06123/9238-267, E-Mail: vfv@vertriebsunion.de).

Preise und Lieferbedingungen:

Einzelheftpreis: € 13,- (zzgl. Versandkosten)

Jahresabonnement Inland: € 99,- (inkl. Versandkosten)

Jahresabonnement Ausland: € 115,- (inkl. Versandkosten)

Abonnements verlängern sich automatisch um ein

weiteres Jahr, wenn sie nicht spätestens vier Wochen vor

Ablauf des Bezugsjahres schriftlich gekündigt werden.

VERLAG

Vereinigte Fachverlage GmbH

Lise-Meitner-Straße 2, 55129 Mainz

Postfach 100465, 55135 Mainz

Tel.: 06131/992-200

E-Mail: info@vfmz.de

www.vereinigte-fachverlage.de

Handelsregister-Nr.: HRB 2270, Amtsgericht Mainz

Umsatzsteuer-ID: DE149063659

Ein Unternehmen der Cahensly Medien

Geschäftsführer: Dr. Olaf Theisen, Matthias Niewiem

Verlagsleiter: Dr. Michael Werner, Tel.: 06131/992-401

Chef vom Dienst: Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer

Leitende Chefredakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Nicole Steinicke

Head of Sales: Carmen Müller-Nawrath

Tel.: 06131/992-245, E-Mail: c.nawrath@vfmz.de

(verantwortlich für den Anzeigenteil)

Vertrieb: Sarina Granzin, Tel.: 06131/992-148,

E-Mail: s.granzin@vfmz.de

DRUCK UND VERARBEITUNG

Bonifatius GmbH, Druck – Buch – Verlag

Karl-Schurz-Straße 26, 33100 Paderborn

DATENSPEICHERUNG

Ihre Daten werden von der Vereinigte Fachverlage GmbH

gespeichert, um Ihnen berufsbezogene, hochwertige

Informationen zukommen zu lassen. Sowie möglicherweise

von ausgewählten Unternehmen genutzt, um Sie

über berufsbezogene Produkte und Dienstleistungen zu

informieren. Dieser Speicherung und Nutzung kann jederzeit

schriftlich beim Verlag widersprochen werden

(vertrieb@vfmz.de).

Die Zeitschrift sowie alle in ihr enthaltenen Beiträge und

Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Mit der

Annahme des redaktionellen Contents (Texte, Fotos,

Grafiken etc.) und seiner Veröffentlichung in dieser

Zeitschrift geht das umfassende, ausschließliche, räumlich,

zeitlich und inhaltlich unbeschränkte Nutzungsrecht

auf den Verlag über. Dies umfasst insbesondere

das Recht zur Veröffentlichung in Printmedien aller Art

sowie entsprechender Vervielfältigung und Verbreitung,

das Recht zur Bearbeitung, Umgestaltung und Übersetzung,

das Recht zur Nutzung für eigene Werbezwecke,

das

Recht zur elektronischen/digitalen Verwertung, z. B. Einspeicherung

und Bearbeitung in elektronischen Systemen,

zur Veröffentlichung in Datennetzen sowie Datenträger

jedweder Art, wie z. B. die Darstellung im Rahmen

von Internet- und Online-Dienstleistungen, CD-ROM, CD

und DVD und der Datenbanknutzung und das Recht, die

vorgenannten Nutzungsrechte auf Dritte zu übertragen,

d. h. Nachdruckrechte einzuräumen. Eine Haftung für die

Richtigkeit des redaktionellen Contents kann trotz sorgfältiger

Prüfung durch die Redaktion nicht übernommen

werden. Signierte Beiträge stellen nicht unbedingt die

Ansicht der Redaktion dar. Für unverlangt eingesandte

Manuskripte kann keine Gewähr übernommen werden.

Grundsätzlich dürfen nur Werke eingesandt werden,

über deren Nutzungsrechte der Einsender verfügt, und

die nicht gleichzeitig an anderer Stelle zur Veröffentlichung

eingereicht oder bereits veröffentlicht wurden.

Datenschutzerklärung: ds-vfv.vfmz.de

Es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen.

www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 41


MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN

ANSPRUCHSVOLLE

TEMPERATURMESSUNGEN

Die Platin-Dünnfilmthermometer bieten laut

Telemeter Electronic eine hohe Genauigkeit und

gute Stabilität über einen weiten Temperaturbereich

hinweg. Dank des dünnen Platinfilms

reagieren sie schnell auf Temperaturänderungen

und eignen sich für Anwendungen, bei denen

rasche und präzise Messungen entscheidend sind.

Der Hersteller konfektioniert die Sensoren

individuell mit gewünschter Leitungslänge und

passendem Steckertyp nach Anforderung.

Sie lassen sich zum Beispiel in der Umweltüberwachung

für zuverlässige Temperaturkontrolle

sowie in der Lebensmittelindustrie zur Sicherstellung

der Produktionsprozesse einsetzen. Die

Sensoren arbeiten in einem Temperaturbereich

von - 200 bis 600 °C. Zudem zeichnen sie sich

durch ihre hohe Widerstandsfähigkeit gegen

Vibrationen und Stöße aus.

www.telemeter.info

SOFTWARE INTERPRETIERT

IR-SPEKTREN

Mit der Software irAnalyze erkennen Anwender

automatisch Banden in Infrarotspektren und

ordnen sie zu. Sie berut auf einem leistungsstarken

Analyse-Regelwerks mit über 1.000 Interpretationsregeln.

IR Spektrenauswertung

ist für

viele Anwender

im Laboralltag

eine aufwendige

Aufgabe. Mit

irAnalyze von

LabCognition

lassen sich jetzt

rasch und

zuverlässig qualitativ hochwertige IR- Bandenzuordnungen

erzeugen. Die Software beinhaltet

die gesamte spektroskopische Erfahrung im

Umgang mit charakteristischen Bandenlagen,

funktionellen Gruppen, erwarteten Intensitäten

und Struktur abhängigkeiten. Spektroskopisches

Wissen ist in ein umfangreiches Regelwerk

eingebettet und kann auch als Nachschlagewerk

verwendet werden.

www.labcognition.com

LABOR-MANAGEMENT-SYSTEM ERHÖHT

EFFIZIENZ

Labore mit einem

hohen Automatisierungsgrad

und einer

großen täglichen

Probenmenge haben

jetzt die Möglichkeit,

ihre Messprozesse

im UV/

Vis-Bereich zu

zentralisieren sowie

zu digitalisieren. Das Update der UV/Vis-Gerätesoftware

ASpect UV ermöglicht die Steuerung der Specord-Plus-Geräte

von Analytik Jena über ein externes Labor-Management­

System (LMS). Durch das neue Soap-Schnittstellenmodul der

Software lassen sich direkt aus dem LMS heraus Methoden

erstellen, Messungen durchführen und Ergebnisse an das

System zurückmelden. Das zugehörige Analysegerät Specord

Plus ist somit komplett in die Systemlandschaft eingebunden.

Der Anwender kann dadurch in seinem bestehenden LMS

arbeiten – ohne dass er eine separate Gerätesoftware nutzen

muss. Zudem lassen sich die Messungen flexibel von überall

starten. Das Softwaremodul verfolgt alle Inhalte und Abläufe

nach, wodurch händische Kopierfehler von Daten zwischen

verschiedenen Systemen vermieden werden.

www.analytik-jena.de

ABSTANDSSENSOR MIT

IO-LINK-SCHNITTSTELLE

Pepperl+Fuchs hat

induktive Abstandssensoren

mit IO-Link-

Schnittstelle auf den

Markt gebracht. Die

neuen Geräte sind für

Industrie-4.0­

Anwendungen

geeignet, messen

hochpräzise und

liefern umfassende Informationen für Condition Monitoring

und die vorausschauende Wartung. Die Sensoren können

Objekte mit einer Geschwindigkeit von bis zu 3 m/s erfassen

und liefern ihre Messdaten mit einer Wiederholgenauigkeit

von fünf Prozent. Ihr Messbereich beträgt bis zu 30 mm. Die

Sensoren ermitteln Geschwindigkeit und Beschleunigung des

Bedämpfungselementes. Zwei unabhängige Schaltfenster und

definierte Grenzwerte können individuell parametriert

werden. Mit einstellbaren Filtern lassen sich die Messgeschwindigkeit

und -genauigkeit anpassen. Die Schaltfrequenz

von bis zu 1.300 Hz erlaubt sehr kurze Durchlaufzeiten. Über

die IO-Link-Schnittstelle werden zusätzliche Daten, unter

anderem zu Temperatur und Betriebszeiten sowie von Zählern

übermittelt. Die Überwachung von Geschwindigkeit und

Beschleunigung sowie die Verlaufswerte dieser Größen

ermöglichen die detaillierte Analyse von Teilprozessen wie

Öffnen/Schließen bei Ventilen oder Beschleunigen/Bremsen

bei Dämpfungselementen.

www.pepperl-fuchs.com

42 VERFAHRENSTECHNIK 2025/06 www.verfahrenstechnik.de


VORSCHAU

IM NÄCHSTEN HEFT: 07/2025

ERSCHEINUNGSTERMIN: 01. 10. 2025

ANZEIGENSCHLUSS: 16. 09. 2025

01

Werden Sie Teil der B2B-Plattform

für industrielle Entscheider.

Bringen Sie Ihr Wissen ein,

setzen Sie Trends und knüpfen

Sie neue Partnerschaften.

Jetzt entdecken unter

www.industriemacher.de

02

03

01 Block-and-Bleed-Lösungen leisten einen wertvollen Beitrag zur

Prozesssicherheit bei Wartungs- und Kalibrierungsarbeiten oder zur

Vermeidung von Kreuzkontaminationen

Bild: GEMÜ

02 Für einen effizienten Prozess spielt auch die Auswahl des richtigen Sammelbehälters

für die Absauganlage eine entscheidende Rolle

Bild: Ruwac

03 Betriebssicherheit für Kühlanlagen: Speziell für ammoniakhaltige

Umgebungen konzipierte Filterelemente erhöhen die Betriebssicherheit

industrieller Kühlanlagen deutlich

Bild: Stauff

(Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten)

IHR WEG ZU UNS

INTERNET:

www.verfahrenstechnik.de

E-PAPER:

digital.verfahrenstechnik.de

REDAKTION:

redaktion@verfahrenstechnik.de

VON MACHERN.

FÜR MACHER.


VORSCHAU

Kommen Sie sicher

zu innovativen

Lösungen durch

den Wissensvorsprung

mit Ihrem Abonnement

der Fachzeitschrift

Verfahrenstechnik !

Internet: shop.vereinigte-fachverlage.de @ E-Mail: vertrieb@vfmz.de Telefon: 06131/992-148

Jahresabo nur 99 €:

8 Print-Ausgaben im Jahr

Abo-Begrüßungsgeschenk:

Die Konturenlehre

Das Kopieren eines Profils war noch nie so einfach!

Mit dieser Konturenlehre können Sie die Form von unregelmäßigen

Objekten messen, um eine Sofortvorlage zu erstellen, mit der präzise

Schnitte markiert werden können. Messbreite 25 cm, Messtiefe 6 cm.

(Die Farbe der Konturenlehre ist variabel)

+

44 VERFAHRENSTECHNIK 2025/xx www.verfahrenstechnik.de

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!