altlandkreis - Das Magazin für den westlichen Pfaffenwinkel - Ausgabe September-Oktober 2025
Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
Ausgabe 91 | September / Oktober 2025
.de
Eine Produktion von
mit Veranstaltungskalender für zwei Monate
Titelbild: Kloster Rottenbuch,
Johannes Schelle
Auf der Roten Couch
Arbeitsamtschefin Ulrike Sommer
Motocross-Spektakel
In Reichling sind sogar Profis am Start
Worum die Welt uns beneidet
Massenstart, mitreißende Positionskämpfe,
spektakuläre
Sprünge und extreme Schräglagen:
Dafür stehen die vom
MSC Reichling organisierten
Motocross-Rennen. In wenigen
Wochen ist es wieder so
weit, duellieren sich bis zu
200 Lizenzfahrer um Punkte
zur Südbayerischen
Meisterschaft. Dagegen
eher konkurrenzlos unterwegs:
Die Kraftfahrer der
Tierkörperbeseitigungsanlage
Kraftisried. Sie sorgen dafür,
dass verstorbene Hausund
Nutztiere zeitnah und
fachgerecht entsorgt werden, keine
schweren Krankheiten und Seuchen ausbrechen.
Wir durften den Fahrer begleiten, der schwerpunktmäßig
für Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen
zuständig ist. Einem nochmals deutlich
größeren Einzugsgebiet steht Ulrike Sommer vor. Die
vorsitzende Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit
Weilheim ist für Arbeitsvermittlung und Berufsorientierung
in gleich fünf Landkreisen verantwortlich.
Im großen Interview auf der Roten Couch verrät die
studierte Theologin, warum sie sich gegen die Seelsorge
in der Kirche entschieden hat, welch hohes Gut
in Deutschland wieder mehr wertgeschätzt werden
müsste und wie schlimm es um die Arbeitslosigkeit
in der Region steht. Wer voll erwerbstätig ist, gut verdient
und im Idealfall Geld auf der sprichwörtlichen
hohen Kante hat, könnte sich in Zeiten der offensichtlichen
Klimaerwärmung mal Gedanken machen über
die Energieeffizienz seines Eigenheims. Landratsamt,
Energiewende Oberland und Verbraucherzentrale
starten zum Ende des Jahres eine Art Großoffensive,
um Hausbesitzern das Thema „Energetische Sanierung
des Eigenheims“ schmackhaft zu machen. Immer
wieder renoviert, besser gesagt modernisiert,
wurde die Klosterkirche in Rottenbuch, die bayernweit
etwas ganz Besonderes darstellt. Der Grund:
Drei, wenn nicht sogar vier verschiedene Baustile,
in Harmonie vereint. Wir durften mit Pfarrgemeinderat
Albrecht Bögle hinter die Kulissen blicken und
hautnah entdecken, was in welcher Epoche errichtet
wurde. Nicht in Rottenbuch an der Ammer, sondern
in Rott am Lech, haben wir ebenfalls eine Besonderheit
in Augenschein genommen. Die Streuobstwiese
Lugensee, benannt nach einem früheren See, in dem
die alten Dorfbewohner noch das Schwimmen lernten
– und dank vorbildlicher Arbeit des dort örtlichen
Obst- und Gartenbauvereins nun wieder an die gute
alte Zeit zurückerinnert werden. Schöne Erinnerungen
haben die alteingesessenen Wildsteiger, wenn
sie an die Anfänge des Leonhardiritts zurückdenken.
Der jährt sich heuer zum 100. Mal, was wiederum mit
einer frischgeschnitzten Heiligenfigur gefeiert werden
soll. Auf eine fette Feier am anderen Ende der
Welt dürfen sich auch bald Trommler, Schützen und
Musiker aus Rottenbuch und Hohenfurch freuen – sie
nehmen heuer an der geschichtsträchtigen Steuben-
Parade in New York City teil, heben schon bald im
Doppeldecker-Airbus ab in Richtung Land der unbegrenzten
Möglichkeiten. Eine USA-Reise muss man
sich aber auch leisten können. Was an dieser Stelle
immer hilft: Eine duale Ausbildung, um die wir
Deutschen weltweit beneidet werden, wie aus erster
Hand erfahren durfte,
Ihr Johannes Schelle
> > > AUS DEM INHALT
Seite 4
Schlechte Sicht und tiefe
Rillen: Motocross-Spektakel
beim MSC Reichling
Seite 6
Tierkörperbeseitigung:
Auf Reportage mit dem
Kadaverfahrer von Kraftisried
Seite 9
Auf der Roten Couch:
Ulrike Sommer, die Chefin
vom Arbeitsamt
Seite 14
Eine Kirche, viele Baustile:
Darum ist Rottenbuchs
Münster einzigartig
Seite 18
Lebensgefährliche Aufgabe:
Polizei-Arbeit auf der
Raserautobahn A95
Seite 26
Monte Rigi Classic:
Gleichmäßigkeitsfahren auf
den Hohen Peißenberg
Seite 28
Artenreiche Ausgleichsfläche:
Ein Vorzeige-Biotop der
Lechraingemeinde Rott
Seite 34
Zu „100 Jahre Leonhardi“
in Wildsteig: Eine frischgeschnitzte
Heiligenfigur
Seite 36
Geschichtsträchtige Reise:
Trommler, Musiker & Schützen
fliegen nach New York
Seite 38
Ehrenamtlich aufgebautes
Einsatzleitfahrzeug
auf sechs Rädern
Seite 44
Das Beste aus Esel und
Pferd: Hufschmied erfüllt sich
Traum vom eigenen Muli
Seite 47
Torwartlegende Sepp
Maier erzählt aus seinem
bewegten Leben
ab Seite 50
Die Basis des beruflichen
Erfolgs — informative Themen
zu Ausbildung
Seite 64
Auf in den Spätsommer und
Herbst — Veranstaltungstipps
für September und Oktober
Am Bahnhof 2 – Telefon 08862-8498 – Fax -7667
NEUWAGEN – JAHRESWAGEN – GEBRAUCHTWAGEN
Jeden Dienstag, Donnerstag und Freitag TÜV im Haus!
• Unfall-Instandsetzung • Reparaturen aller Fahrzeuge
• Lackierung im Haus • Mietwagen (OPEL-Rent)
• Steinschlag-Reparaturen • TÜV/AU
• Klimaanlagen-Checks • Tankautomat für sämtliche Karten
NEU!
Öffnungszeiten
Mo. bis Do. 7.00 - 18.30 Uhr
Fr. 7.00 - 18.00 Uhr
Sa. 8.00 - 14.00 Uhr
So. geschlossen
und nach Vereinbarung
september / oktober 2025 | 3
Motocross-Spektakel in Reichling — auch Profis am Start
Schlechte Sicht, tiefe Rillen
Reichling | Sie ist 1800 Meter lang,
umfasst 17 Kurven, zwölf Sprünge
und eine Wellenpassage mit sechs
Hügeln: Die Motocrossstrecke des
MSC Reichling, die sich im Nordosten
der 1750 Einwohner starken
Lechraingemeinde befindet – und
in wenigen Wochen wieder mehr
als 1000 begeisterte Zuschauer
aus Nah und Fern in ihren Bann
ziehen wird. Der Grund: Das alljährliche
Motocross-Spektakel
der Süd-Bayern-Serie, an dem in
Summe bis zu 200 Lizenzfahrer im
Alter von sechs bis über 60 Jahren
aus ganz Bayern und darüber
hinaus teilnehmen. „Im Rahmen
der SBS-Serie geht es um die Südbayerische
Meisterschaft, die aus
insgesamt sechs Rennen in den
Orten Freising, Eichenried, Essenbach,
Manching, Reichling und
Gablingen besteht“, erklärt Vollblutmotocrosser
Franz Socher aus
dem Peitinger Ortsteil Birkland,
der selbst viele Male am Start gestanden
war, fester Bestandteil der
MSC-Vorstandschaft, verletzungsbedingt
heuer selbst nicht antreten
kann und trotzdem aufgeregter ist
denn je, weil sein erst sechsjähriger
Sohn erstmals an den Start
gehen wird mit seiner Automatikbetriebenen
Minicross. Obwohl
es sich bei den Rennen der SBS-
Serie um die quasi tiefste Liga im
lizenzierten Motocrosssport samt
offener Klasse (erlaubt sind bei
den Erwachsenen Maschinen von
125 bis 450 Kubik) handelt, ist
das sportliche Niveau bereits sehr
hoch. „Wir reden grundsätzlich
von einer Nischensportart, in der
es generell nicht viele Rennserien
gibt – die nächsthöhere zu unserer
ist dann schon die um die
Deutsche Meisterschaft.“ Insofern
werden am Wochenende des 20.
und 21. September im Nordosten
Reichlings jede Menge Topfahrer
am Start stehen. Zum Beispiel
die Profis Valentin Kees, 20, aus
Schwabniederhofen sowie Marcel
Schrötter, 32, aus Vilgertshofen,
der bekannter ist als erfolgreicher
Motorradrennfahrer. Gute Chancen
auf eine Topplatzierung hat aber
auch ein weiterer Lokalmatador:
Lukas Socher, 26, ebenfalls aus
Birkland und obendrein sportli-
Hier staubt's ordentlich! Zum Vordermann versetztes
Fahren verhilft zu besserer Sicht.
cher Leiter beim MSC, der unter Jugendlichen, am Sonntag die wachsenen. Los geht’s jeweils um
Eranderem
für die Organisation von
Trainings und Rennen auf der weit 8.30 Uhr mit ersten Warm-Ups und
und breit einzigartigen Strecke in Trainingsläufen, ehe es gegen 10
Reichling verantwortlich ist. Uhr im Rahmen von Qualifikations-
Runden bereits um die sprichwörtliche
Wurst geht. „Bei der Quali gilt
Training, Quali, Rennen
es eine Runde so schnell wie möglich
zurückzulegen – die schnells-
Sofern das Wetter auf der aus natürlichem
Material wie Kies und ten Fahrer aus der Quali kommen
Humus gebauten Strecke mitspielt, dann in die gleiche Leistungsklasse
fahren am Samstag die Kinder und und können sich die besten Startplätze
aussuchen.“ Nach der Quali
stärken sich die Fahrer nochmals
mit beispielsweise Nudeln und
Tomatensoße, ehe es ab 13.30 Uhr
zurück an den Start geht. „Bei anderen
Rennen starten oft 40 Fahrer
nebeneinander, bei uns in Reichling
16 Fahrer aus der ersten und
16 weitere aus der zweiten Reihe,
insofern bis zu 32 Fahrer gleichzeitig“,
erklärt Franz Socher, der von
einer enormen Anspannung unter
den Fahrern spricht – und von
absolutem Fokus, von Tunnelblick,
unmittelbar vor dem Startsignal.
Dies erfolgt von einem Startrichter,
der eine beidseitig bedruckte Tafel
hochhält. Erst zeigt er die Seite
mit „15 Sekunden“, dann die mit
„5 Sekunden“, ehe blitzartig die
Eisenbügel des Startgatters, hinter
dem die in erster Reihe stehenden
Fahrer platziert sind, nach unten
Fallen. „Der Start ist allesentscheidend
– wer zu ungeduldig ist und
auch nur einen Sekundenbruchteil
zu früh losfährt, hat quasi schon
4 | altlandkreis
verloren, weil der nach unten fallende
Bügel dann meist auf dem
Vorderrad liegen bleibt und dich
am Weiterfahren hindert“, bekräftigt
Franz Socher, der in der Szene
als sehr guter Starter bekannt ist
und spannende Tipps preisgibt:
„Immer im zweiten Gang starten,
die Kette via gekonntem Kuppeln
auf Spannung bringen, die richtige
Sitzposition einnehmen, nur zu 75
Prozent Gas geben und dann eine
gesunde Mischung aus Tempo,
Kontrolle und Grip finden, was allerdings
je nach Wetterverhältnissen
und Bodenbeschaffenheit ganz
unterschiedlich sein kann und angepasst
werden muss.“ Geht dieser
Plan auf, schießen die Fahrer
mit ihren Maschinen regelrecht
aus dem Startgatter hinaus und
fädeln nach einer kurzen Gerade
über eine engere Rechtskurve in
die eigentliche Strecke ein.
30 Meter weite Sprünge
Die Kleinsten bestreiten das Rennen
über zunächst acht Minuten,
ehe sie abschließend nochmals
eine letzte Runde zu fahren haben.
Bei den Erwachsenen sind
es 20 Minuten plus abschließende
Runde. „Was für Außenstehende
nach einer kurzen Einheit klingt,
ist für uns Fahrer extrem anstrengend.“
Um Kraft, Konzentration
und Kontrolle über Maschine und
Linienwahl die volle Renndistanz
aufrechthalten zu können, müssen
die Athleten auch abseits der Motocrossstrecken
sich durch Kraft-,
Ausdauer- und Koordinationstraining
fit machen und fit halten.
Auch deshalb, um Verletzungen
vorzubeugen. „Die bleiben bei
diesem spektakulären Sport leider
nicht aus“, gibt Franz Socher offen
und ehrlich zu. In Reichling springen
manche Teilnehmer bis zu 30
(!) Meter weit und fünf Meter hoch.
Welche Spitzengeschwindigkeiten
dabei erreicht werden? „Kann ich
ehrlicherweise gar nicht sagen,
weil wir ohne Tacho unterwegs
Tunnelblicke hinter den Gattern: Bereits ein guter oder schlechter Start
entscheidet beim Motocross über Sieg oder Niederlage.
sind.“ Die mit größte Schwierigkeit
jedenfalls ist: Sicht und Spurtreue.
„Wenn du das Rennen nicht
anführst, musst du etwas versetzt
zum Vordermann fahren, damit
dir nicht ununterbrochen Dreck
und Gestein ins Gesicht spritzt.
Gleichzeitig gilt es die oft extrem
tiefen Spurrillen, insbesondere bei
der Anfahrt auf einen Sprung, mittig
zu treffen.“ Insofern eine Gratwanderung,
die von den Athleten
alles abverlangt.
„Distanzieren uns
von Rowdys“
Wer also in Reichling am Start
steht, hat nicht nur Talent, Mut
und eine ausgeprägte Affinität
zum Motorsport, sondern auch
sehr viel Ehrgeiz, Trainingsfleiß
und Professionalität mit im Gepäck.
„Wir waren noch nie die
Säufer, Schlägertypen und Landschaftszerstörer,
die unkontrolliert
und querfeldein durch Wälder und
Wiesen fahren – so werden wir
nämlich von manchen Teilen der
Gesellschaft gesehen. In Wahrheit
aber distanzieren wir uns von den
sogenannten Rowdys und halten
uns stets an die strengen Vorgaben,
die unserem Sport gesetzlich
auferlegt sind.“ Aus Lärm- und
Umweltschutzgründen darf auf
der Strecke in Reichling beispielsweise
nur 20-mal im Jahr trainiert
werden (Interessierte dürfen sich
jederzeit unter www.msc-reichling.de
melden). Ob das aus Sicht
der Lokalmatadoren letztlich ausreicht,
um den Heimvorteil auszunutzen?
Das Rennwochenende
am 20. und 21. September wird
Aufschluss darüber geben. Und
auch den Nicht-Motorsport-Fan
begeistern. „Bei keinem anderen
Rennen im Rahmen der SBS-Serie
sind mehr Zuschauer als bei uns
in Reichling“, bekräftigt Hubert
Graf, Vorsitzender des rund 300
Mitglieder starken MSC. Die Gründe:
Dass die Strecke von allen Seiten
nahezu vollständig überblickt,
das Renngeschehen so detailliert
verfolgt werden kann. Nahbare
Topfahrer, die Einblicke in Ausstattung,
Technik und Fahrerlager
gewähren. Die gute, professionelle
Organisation von bis zu 100 ehrenamtlichen
Helfern. Und die fast
schon legendär gewordene Halbe-
Meter-Bratwurst, die es sonst nur
auf Weihnachtsmärkten zu kaufen
und genießen gibt.
js
september / oktober 2025 | 5
Professionelle Tierkörperbeseitigung
Der Kadaverfahrer
Kraftisried | Als die tote Milchkuh
der Rasse Braunvieh via Seilzug
vorsichtig über die Laderampe in
das Edelstahlgehäuse des Lkws
gezogen wird, ist der danebenstehende
Landwirt sichtlich den
Tränen nahe. „Sie war eine gute,
weshalb wir alles versucht haben –
drei Mal war der Tierarzt da, aber
am Ende konnte sie kaum noch
aufstehen und musste von ihrem
Leid erlöst werden“, sagt er, dreht
sich weg und schreitet über den
Futtertisch hinweg zurück in den
Stall. Für Kraftfahrer Manfred Steck,
57, ist das Abholen dieses Milchkuhkadavers
Routine. Und nicht
die erste Station an diesem wechselwolkigen
Mittwoch. Bereits seit
6 Uhr in der Früh ist er im Dienst,
seit rund 6.30 Uhr mit einem 240
PS starken 15-Tonner samt Spezialaufbau
auf den Straßen unterwegs.
In Bidingen, Königsried, Apfeldorf,
Forst, Peiting, Peißenberg, Obersöchering,
Eglfing und Uffing war
er schon, hat bereits mehrere tote
Hühner, Kälber, Schafe, Füchse,
Enten und Hauskatzen über den
baggerschaufelähnlichen Seitenlader
in die Ladefläche gekippt
sowie eine weitere Kuh via Seilzug
hineingezogen. „Normalerweise
fahre ich mit einem Lkw-Modell,
bei dem wir Großtiere wie Kühe
oder Pferde mit einem Kran in die
Ladefläche heben.“ Das hätte das
Hineinsteigen zu den anderen toten
Tieren, um letztlich den Haken
des Seilzugs von der Kuh wieder zu
lösen, erspart. „Ist für mich aber
kein Problem“, sagt der Vater dreier
erwachsener Söhne während
des Händewaschens an dem am
Lkw angebrachten Wasserhahn auf
die Frage, wie er mit dem leicht
beißenden Geruch der toten Tiere
6 | altlandkreis
zurechtkommt. Dann steigt er zurück
ins Führerhaus, setzt seine Lesebrille
auf, zieht das Arbeitshandy
aus der Navi-Halterung und tippt
gezielt aufs Display. „Dokumentation
der eben aufgeladenen Kuh.
Läuft bei uns seit rund zehn Jahren
alles über das Smartphone.“
Auftragsabwicklung via
Smartphone
Bereits am Vortag, am frühen Morgen
sowie während der Fährt hat
Manfred Steck von seinen Kollegen
aus der Dispo die Adressen der
Kunden samt Angabe von Rasse,
Alter und Ohrmarkennummer des
jeweils verstorbenen Tieres auf
die betriebsinterne Spezialapp geschickt
bekommen. Und zwar in
genau der Reihenfolge, dass sich
für ihn eine fahreffiziente, wirtschaftlich
rentable Rundtour ohne
Umwege ergibt. Auch wichtig, bevor
es von diesem Hof bei Böbing
weitergeht: Das Einkassieren des
originalen Rinderpasses der verstorbenen
Kuh. Und? „Passt alles –
die Passnummer stimmt mit der
Ohrmarkennummer überein“, sagt
Manfred Steck, senkt die Front des
Lkws, die er zur Absenkung der
Laderampe erst aufgebockt hatte,
wieder ab, zieht die Fahrertüre zu,
startet den Motor und lenkt das nun
immer voller werdende Tierkadavergefährt
aus der Hofeinfahrt in
Richtung Hauptverkehrsachse. Die
nächsten Stationen sind Rottenbuch,
Peiting-Kreut, Altenstadt und
Schwabbruck. „Eine vergleichsweise
kleine Tour“, sagt der einst
gelernte Landwirt, der seit mittlerweile
35 Jahren als Lkw-Fahrer für
die Tierkörperbeseitigungsanlage
in Kraftisried arbeitet, schwerpunktmäßig
für die Landkreise
Weilheim-Schongau
und Garmisch-Partenkirchen
zuständig ist und an stressigen
Tagen mehr als 30 Kunden
anfährt. Und im Zuge
dessen auch immer wieder
mal zur Spraydose greift.
„Alle Kühe, die älter als 48
Monate sind, müssen von uns präventiv
auf BSE untersucht werden,
bekommen deshalb eine grüne
Markierung auf den Schädel.“ Die
Farbe „Blau“ bedeutet dagegen,
dass sich der Halter des verstorbenen
Tieres nach Absprache mit
einem Veterinärmediziner eine
Sektion wünscht, um so die unklare
Todesursache herauszufinden
und damit etwaigen Gefahren von
Krankheiten und Seuchen für den
Rest der Herde vorbeugen kann.
„Die aus dem Maul ragende, stark
aufgeschwollene Zunge gefällt
mir gar nicht, deshalb wollen wir
unbedingt wissen, woran genau
unser Schaf verstorben ist“, meint
dazu der Halter einer sehr seltenen
Rasse, bei der auch die Weibchen
Hörner tragen.
Endstation ist Kraftisried
Historisch betrachtet reicht die
Aufgabe der Beseitigung von toten
Tierkörpern bis ins Mittelalter
zurück. Damals waren es die
sogenannten Abdecker, die dafür
sorgten, Ausbruch und Verbreitung
von gesundheitsgefährdenden Erregern,
Krankheiten und Seuchen,
die von toten Tieren ausgehen können,
bestmöglich zu verhindern.
Im Zuge der Industriealisierung
und damit gewachsenem Wissen
zum Thema „Seuchengefahr“ wurde
die Tierkörperbeseitigung, wie
Manfred Steck beim Bedienen des für
Kleintiere geeigneten Seitenladers.
sie heute heißt, im Laufe des 19.
und 20. Jahrhunderts zunehmend
professionalisiert und zur staatlichen
Pflichtaufgabe ähnlich der
klassischen Müllabfuhr erklärt. In
den Landkreisen Ostallgäu, Unterallgäu,
Garmisch-Partenkirchen,
Günzburg, Oberallgäu und Weilheim-Schongau
sowie den Städten
Kaufbeuren, Kempten, Lindau,
Memmingen und Neu-Ulm ist die
bereits im Jahre 1943 in Betrieb gegangene
Tierkörperbeseitigungsanlage
in Kraftisried dafür verantwortlich,
die wiederum seit 2007
von der in Oberding (Landkreis
Erding) ansässigen Berndt GmbH
betrieben wird. In Kraftisried beschäftigt
die GmbH derzeit 66 Mitarbeiter,
darunter überwiegend
Kraftfahrer, aber auch Kaufleute
für Disposition und Verwaltung,
Maschinen- und Anlagenführer,
Elektriker, Aushilfskräfte sowie
Spezialisten für Hof- und Sektionsarbeiten.
Manfred Steck gehört zu
den Dienstältesten und ist inzwischen,
nach rund 250 Kilometern
Strecke, wieder an der Tierkörperbeseitigungsanlage
in Kraftisried
angekommen.
Verarbeitung
zu Fett und Mehl
Nachdem sich das Schiebetor des
komplett umzäunten Areals geöffnet
hat, lenkt Manfred Steck den
Lkw vorsichtig auf die im Boden
integrierte Waage. Keine Minute
später verrät der Blick aufs
Smartphone: 2620 Kilogramm
netto! Dann bittet er Redakteur
Schelle, auszusteigen, um
die toten Tiere in die strenghygienische
Rohwarenhalle
ohne ihn hineinfahren und darin
abkippen zu können. Dort
werden die toten Tiere dann
von gelernten Metzgern sortiert:
Die blaumarkierten kommen
zur Sektion, die grünmarkierten
werden durch eine Entnahmeprobe
aus dem Gehirn auf BSE
untersucht und den toten Kälbern
die Haut abgezogen. Danach
kommen die Tierkadaver,
gemeinsam mit Schlachtabfällen,
in die sogenannte „Mulde“,
in der sie bei einer Temperatur
von 133 Grad, einem Druck von drei
Bar sowie einer Zeit von 20 Minuten
sterilisiert, wiederum danach
getrocknet und entfettet – und im
Zuge weiterer, energieaufwendiger,
Verarbeitungsprozesse zu
zwei Endprodukten verarbeitet
werden. Das eine: Tiermehl, das
einen ähnlichen Brennwert aufweist
wie Braunkohle und derzeit
als Brennstoff für die Herstellung
von Zement verwendet wird. Das
andere: Tierfett, das momentan
der Herstellung von Bio-Diesel
beigemengt wird. Und die bereits
vor der Sterilisation abgezogenen
Kälberhäute? „Die gehen an eine
italienische Gerberei, die daraus
hochwertiges Leder für die Modebranche
fertigt“, erklärt Jochem
Schuller, technischer Betriebsleiter
der Tierkörperbeseitigungsanlage
in Kraftisried, der an dieser Stelle
bekräftigt, „dass wir entgegen einiger
Meinungen der umliegenden
Bevölkerung die Tierkadaver nicht
verbrennen“. Auch das beim Verarbeitungsprozess
entstehende Abwasser
wird dank betriebseigener
Kläranlage intensiv gesäubert. Und
der in diesem Gewerbe drohende
Gestank? „Der wird über unsere
riesengroße Biofilteranlage, befüllt
Kühe mit grüner Markierung müssen
auf BSE untersucht werden.
mit Hackschnitzeln und Rinde aus
Fichte, vollständig neu-tralisiert.“
Dass diese Filtermethode funktioniert,
fällt auch „altlandkreis“-
Redakteur Schelle im Rahmen der
Betriebsbesichtigung auf, die ohne
jeglichen Hauch von unerträglichem
Gestank vonstattengeht.
Mehr als 31 000 Tonnen
pro Jahr!
Prinzipiell werden Tierkadaver
und Schlachtabfälle in die drei
Gefahrenstufen Kategorie 1 (hohes
Risiko für Krankheiten und Seuchen),
Kategorie 2 und Kategorie
3 eingestuft. Allein 2024 wurden in
der Tierkörperbeseitigungsanlage
Kraftisried mehr als 31000 Tonnen
(!) an Tierkadavern und Schlachtabfällen
aus den Kategorien 1 und
2 verarbeitet, darunter 533 Tonnen
an Tierkörpern nur aus dem Landkreis
Weilheim-Schongau. Neben
landwirtschaftlichen Nutztieren,
Haustieren und Wildtieren wurden
in Kraftisried auch schon exotische
Tiere wie Schlangen oder Elefanten
(aus Tierparks) zu Mehl und
Fett verarbeitet. Davon abgesehen
gilt, dass Tierhalter in Deutschland
gesetzlich dazu verpflichtet
DREISCHICHTPLATTEN
-Betonschalung
-Zeltböden
-Hausbau
-Innenausbau, Fußboden
HOLZBRIKETT
Die umweltschonende
Verbrennung, der günstige
Preis unserer Briketts sowie
ihre praktische Handhabung
machen sie zum idealen
Brennstoff für Ihren
Ofen oder Kamin.
Schwerblmühle 4 - 86984 Prem - Tel. 0 88 62 - 71 15 - www.gebr-heisserer.de
september / oktober 2025 | 7
WIE?
PELLETS FÜR UMME?
Biomassehof Allgäu verlost jeden Monat
eine Ladung Holzpellets. Mach mit: biomassehof.de/gewinnspiel
Arbeitsbühnenverleih . Malerfachbetrieb
sind, tote Tiere unverzüglich
und ordnungsgemäß
zu entsorgen, um die Ausbreitung
von Krankheiten
sowie den Ausbruch von
Seuchen zu verhindern.
Im privaten Bereich ist es
bei kleineren Haustieren
wie Hamster, Hase oder
Katze durchaus erlaubt,
diese auf Privatgrund
zu beerdigen, sofern
die Tiere mindestens 50
Zentimeter tief begraben
werden und sich das jeweilige
Grundstück nicht auf oder in der
Nähe eines Wasserschutzgebietes
befindet. Es gibt auch Krematorien
zur Einäscherung von verstorbenen
Haustieren. Landwirtschaftliche
Nutztiere oder durch Unfall
zu Tode gekommene Wildtiere
werden in der Regel aber immer
über eine professionelle Tierkörperbeseitigungsanstalt
wie der
in Kraftisried entsorgt. Kosten, je
nach Tiergröße: Zwischen 32,84
und 230,92 Euro.
Prägend und emotional
Die Tierkörperbeseitigungsanlage in Kraftisried.
„In der Regel rufen uns die Halter
oder auch Tierärzte unmittelbar
nach dem Tod eines Tieres an,
sodass es in der Regel gleich am
nächsten Tag von uns abgeholt
werden kann“, betont Manfred
Steck. „Deshalb müssen unsere
Ladeflächen auch nicht gekühlt
werden.“ Lediglich über Wochenenden,
bei extrem hoher Auftragslage
oder einer speziellen
Konstellation aus Feiertagen und
Wochenenden könne es mal vorkommen,
dass ein Tier erst zwei
oder drei Tage nach dem Tod abgeholt
und fachgerecht entsorgt wird.
„Dann ist der beißende Geruch
schon unangenehmer“, sagt Manfred
Steck, der in diesen 35 Jahren
nahezu alles gesehen hat. Zum
Beispiel verwahrloste Ställe, in denen
ganze Rinderherden elendig
verreckt im stark verdreckten Stall
gelegen waren. Ein Verkehrsunfall,
bei dem 40 Schweine auf eine
Wiese geschleudert wurden. Seuchenbedingte
Notschlachtungen in
Mastbetrieben von bis zu 160 000
Puten auf einmal. Aber auch stark
trauernde Halter, die von ihrem
geliebten Tier kaum loslassen
konnten oder gar wollten. „Wenn
ein junges Mädchen ein Pferd
verliert, ist bei der Abholung sehr
viel Fingerspitzengefühl und Einfühlsamkeit
gefragt.“ Dagegen ist
dieser wechselwolkige Mittwoch
ein vergleichsweise humaner Arbeitstag
für Manfred Steck gewesen.
„Dass du dich in diesem Beruf
zwangsläufig intensiver mit Leben
und Tod auseinandersetzt, ich mir
insbesondere zu Anfangszeiten
auch den einen oder anderen blöden
Spruch anhören musste, liegt
auf der Hand.“ Es sei auch nicht
schön, tote Zwillingskälber zu entsorgen.
Andererseits handelt
es sich um einen systemrelevanten
Beruf von
enormer Wichtigkeit, „der
nun mal gemacht werden
muss und von den Leuten
durchaus geschätzt wird“.
Doch zurück zur Arbeit:
Während die frischangelieferte
Kadaverware noch
fleißig sortiert wird, spritzt
Manfred Steck die Ladefläche
seines Lkws mit Hochdruckreiniger
und Desinfektionsmittel
eigenhändig aus,
fährt dann den Lkw an den Ausgang
der Rohwarenhalle, wo alle
vier Reifen nochmals gründlich
desinfiziert werden. Bei Bedarf
lenkt er das Fahrzeug auch noch
in die Waschanlage, tankt voll und
stellt es schließlich auf der Parkfläche
des Fuhrparks so ab, dass
es am nächsten Morgen wieder
einsatzbereit ist. Er selbst darf allerdings
noch immer nicht in den
Feierabend. Denn zur strengen
Hygiene-Vorschrift gehört auch:
Ausstempeln, Arbeitsklamotten
ausziehen, nur in Unterwäsche
durch eine Schleuse huschen, duschen,
Privatklamotten anziehen,
kurz Servus sagen und im Idealfall
– trotz aller Routine – die Bilder
der vielen toten Tiere möglichst
hinter sich zu lassen, sie nicht mit
nach Hause zu nehmen.
js
Tierkadaver-Entsorgung an einer Sammelstelle eines Bauhofs.
8 | altlandkreis
Auf der Roten Couch
Gelassene Gestalterin
Vor dem Haupteingang an der
Karwendelstraße: Ulrike Sommer,
seit November 2024 vorsitzende
Geschäftsführerin der Agentur für
Arbeit in Weilheim. Foto: Felix Baab
september / oktober 2025 | 9
Weilheim | Fünf Landkreise, 20 000
Arbeitgeber und mehr als 400
Mitarbeiter: Die Verantwortung,
die auf den Schultern von Ulrike
Sommer lastet, ist riesig. Seit November
2024 leitet die 64-Jährige
als vorsitzende Geschäftsführerin
die Agentur für Arbeit Weilheim.
Im großen Interview auf der Roten
Couch verrät die einst aus Südhessen
stammende Wahl-Münchnerin,
warum 60 Stunden die Woche
kein Problem für sie sind, welche
Kernaufgaben die Agentur für Arbeit
zu erledigen hat, wie es um
die Arbeitslosigkeit in der Region
steht, warum der Standort Schongau
eventuell geschlossen wird,
wie sie mit Stress, Druck und Verantwortung
umgeht – und was sie
jungen Menschen in Zeiten schier
erschlagender Berufsvielfalt ans
Herz legt.
Frau Sommer, die Kernaufgabe der
Agentur für Arbeit Weilheim?
Menschen, die arbeitssuchend
sind, in Beschäftigung zu bringen
und damit Arbeitgeber bei der Besetzung
offener Stellen zu unterstützen.
Jugendlichen, die vor der
ersten Schwelle zum Berufsleben
stehen, zu orientieren, zu beraten
und eine Ausbildungsstelle zu
vermitteln oder über Studienmöglichkeiten
zu informieren. Damit
vermeiden wir zum einen Arbeitslosigkeit
und unterstützen zum anderen
Betriebe bei der Gewinnung
von Fachkräften. Wir unterstützen
Menschen mit gesundheitlichen
Einschränkungen mit Maßnahmen
der beruflichen Rehabilitation. Darüber
hinaus sichern wir die Auszahlung
von Arbeitslosengeld. Im
Sinne der Sozialversicherungslogik
ist es aber immer unser Ziel, möglichst
wenig zu zahlen – Ziel ist es
deshalb, Arbeitslosigkeit zu vermeiden
oder wenn sie eingetreten ist,
die Dauer möglichst kurz zu halten.
„Gute Lösungen entstehen interaktiv.“ Ulrike Sommer, 64, im Gespräch
mit „altlandkreis“-Redakteur Johannes Schelle.
Der Begriff „Agentur für Arbeit
Weilheim“ ist ein wenig irreführend.
Mit Fürstenfeldbruck, Garmisch-Partenkirchen,
Landsberg
am Lech, Starnberg und Weilheim-
Schongau sind Sie für fünf Landkreise
zuständig – wie behalten Sie
hier den Überblick?
Das ist tatsächlich ein großer Bezirk,
zusammengerechnet auf
einer Fläche von 4000 Quadratkilometern.
Die KI hat mir gesagt,
dass ich mehrere Jahre bräuchte,
um alle Wege im Bezirk zu Fuß
zu durchlaufen. Letztlich haben
wir in jedem Landkreis eigene
Geschäftsstellen, mit deren
Geschäftsstellenleiter*innen ich in
regelmäßigem Austausch bin. Wir
haben Controlling-Daten, Statistik-
Daten und einen engen Draht zu im
Bezirk ansässigen Partnern, Schulen
und Betrieben.
Wie viele Arbeitslose gibt es momentan?
Stand Juli, bezogen auf alle fünf
Landkreise, haben wir eine Arbeitslosenquote
von 3,4 Prozent. Damit
liegen wir unter dem bayernweiten
Schnitt von 4,0 Prozent und
unter dem bundesweiten Schnitt
von 6,3 Prozent. Hier im Landkreis
Weilheim-Schongau haben wir die
niedrigste Arbeitslosenquote mit
derzeit drei Prozent, während sie
in den zu München näher gelegenen
Landkreisen Fürstenfeldbruck
und Starnberg bei derzeit 3,7 und
3,6 Prozent liegt. Im Vergleich zum
Vorjahr verzeichnen wir somit einen
leichten Anstieg an Arbeitslosigkeit
bei gleichzeitigem Rückgang
freier Arbeitsstellen. Dennoch
ist die Anzahl an sozialversicherungspflichtig
Beschäftigten im
Bereich unseres Agenturbezirks
um 2,9 Prozent auf derzeit 244 000
Menschen gestiegen. Was jedoch
nicht automatisch heißt, dass
durch diese Mehrbeschäftigung
das Arbeitsvolumen zugenommen
hat – hier arbeiten viele Menschen
in Teilzeit.
Vom Rückgang freier Stellen abgesehen:
Was sind die Gründe des
leichten Anstiegs der Arbeitslosenquote
im Vergleich zum Vorjahr?
Die Transformation durch Digitalisierung,
durch die neue Berufe
entstehen und noch nicht erworbene
Qualifikationen erforderlich
sind. Die erschwerte Absatzsituation
in der Automobilindustrie – die
Wirtschaft in unserem Agenturbezirk
ist auch von Automobilzulieferern
geprägt. Der Klimawandel, der
veränderte Rahmenbedingungen
und Berufsbilder mit sich bringt.
Welcher Teil unserer Gesellschaft ist
am stärksten von Arbeitslosigkeit
betroffen – eher Alt oder Jung, in
Deutschland Geborene oder Menschen
mit Migrationshintergrund?
Wir haben momentan gut 54 Prozent
Männer und etwa 46 Prozent
Frauen unter den Arbeitslosen, darunter
36 Prozent an Ausländern.
Der Anteil mit 50 Jahren und älter
liegt bei 41,5 Prozent.
Angenommen, ein Unternehmen
geht pleite. Was passiert dann?
Unsere primäre Aufgabe ist es
immer, Arbeitslosigkeit möglichst
zu vermeiden. Sobald wir
davon erfahren, dass eine Firma
Mitarbeiter*innen ausstellen wird,
sprechen wir noch gar nicht von
Arbeitslosen, sondern von Arbeitsuchenden,
die von Arbeitslosigkeit
bedroht sind. In diesem Zusammenhang
wünschen wir uns
eine sehr frühzeitige Meldung der
von Insolvenz betroffenen Betriebe,
damit wir schauen können, wo die
Mitarbeiter mit ihrer jeweiligen
Qualifikation anderweitig untergebracht
werden können – und zwar
möglichst regional, da wir die in
der Region ansässige Wirtschaft
nicht schwächen, sondern stärken
wollen. Hierfür werbe ich derzeit
auch explizit um das Vertrauen von
Betrieben, damit wir frühzeitig in
unternehmerische Entwicklungen
eingebunden werden und uns, im
Idealfall, bereits darüber austauschen
können, bevor das Thema
an die Öffentlichkeit gelangt. Es
gibt auch die Möglichkeit der Kurzarbeit,
um wirtschaftlich kritische
Phasen zu überbrücken. Gleichzeitig
wissen wir aber, dass die hier
ansässigen Betriebe ein großes
Verantwortungsbewusstsein für
ihre Mitarbeitenden haben – die
Unternehmer haben selbst großes
Interesse daran, in einer solchen
Situation niemanden ohne Anschlussperspektive
vor die Tür zu
setzen.
Wenn doch?
Bemühen wir uns, frühzeitig zu
agieren. Zum Beispiel in Form von
Vermittlungs-Börsen, wozu wir
Arbeitgeber und die von Arbeitslosigkeit
betroffenen Menschen zu
gemeinsamen Terminen einladen,
so dass beide Parteien in direkten
Austausch gehen können.
Von betrieblicher Insolvenz losgelöst:
Was ist zu tun, sobald jemand
tatsächlich arbeitslos ist?
Sobald ich höre, von Arbeitslosigkeit
bedroht zu sein, muss ich mich
persönlich bei der Agentur für
Arbeit melden. In der Regel drei
Monate vor Eintritt der Arbeitslosigkeit.
Das geht sowohl online
als auch hier vor Ort in Weilheim,
Karwendelstraße 1. Im Zuge dessen
bekommt man die Einladung
zu einem Erstgespräch mit einer
Beratungsfachkraft, mit der die
jeweilige Situation individuell besprochen
und geklärt wird, wie der
Weg in ein neues Beschäftigungsverhältnis
aussehen kann – nach
diesem Erstgespräch hat der von
Arbeitslosigkeit betroffene Mensch
also einen relativ klaren Plan an
der Hand, wie es mit ihm weitergeht.
Die einen finden daraufhin
sehr schnell eine für sie passende,
neue Stelle. Andere brauchen länger.
Wieder andere benötigen neue
Qualifikationen, weil ihre bisherige
nicht mehr gefragt ist auf dem Arbeitsmarkt.
Wie hoch ist das Arbeitslosengeld
momentan?
Wer mindestens ein Jahr eingezahlt
hat, bekommt für mindestens sechs
Monate, sowie für maximal zwei
Jahre, Arbeitslosengeld in Höhe
von 60 Prozent des jüngsten Nettoverdienstes
ohne Kind, und 67 Prozent
des jüngsten Nettoverdienstes
mit Kind.
Wer nach diesen sechs bis 24 Monaten
noch immer keine Arbeit gefunden
hat?
Sofern das Leben dann nicht aus
eigenen finanziellen Mitteln bestritten
werden kann, ist ein Wechsel
in das Bürgergeld erforderlich.
Das liegt derzeit bei monatlich 563
Euro für alleinstehende Erwachsene,
bei 506 Euro für Partner in Bedarfsgemeinschaften,
bei 451 Euro
für Volljährige in Einrichtungen,
bei 471 Euro für Jugendliche im
Alter von 14 bis 17 Jahren, bei 390
10 | altlandkreis
Euro für Kinder im Alter von sechs
bis 13 Jahren und bei 357 Euro bei
Kindern bis fünf Jahren.
Ist das Bürgergeld Ihrer Meinung
nach zu hoch?
Die neue Bundesregierung wird
das Thema nach der Sommerpause
angehen. Wir warten
ab, was die Politik entscheidet.
Wichtig sind Regelungen, die
die Mitwirkungsbereitschaft der
Bürgergeldempfänger*innen und
deren Motivation, Arbeit aufzunehmen,
erhöhen.
Im Rahmen der Terminfindung für
dieses Interview wurde deutlich,
wie stark eingespannt Sie sind –
wie sieht der Arbeitsalltag von Ulrike
Sommer aus?
Für einen Bürotag hier in Weilheim
pendle ich vom Süden Münchens
erst einmal mit der S-Bahn zum
Münchner Hauptbahnhof und von
dort mit der Werdenfelsbahn zum
Bahnhof Weilheim, von wo aus ich,
durch die Fußgängerzone der Altstadt,
zu Fuß zur Agentur für Arbeit
gehe. Von Tür zu Tür sind das gut
eineinhalb Stunden, die ich da einfach
unterwegs bin.
Klingt nach verdammt frühem Aufstehen?
Um Viertel nach Sechs fahre ich
morgens los, bin das aber gewohnt,
weil ich zuvor vom gleichen
Wohnort sieben Jahre lang nach
Nürnberg gependelt bin – dort befindet
sich sowohl die Zentrale der
Bundesagentur für Arbeit als auch
der Sitz der Regionaldirektion Bayern.
Diese Strecke nach Nürnberg
war zwar weiter, die Reisezeit dank
ICE jedoch nicht länger. Was aber
positiv auffällt: Die Werdenfelsbahn
ist pünktlicher als der ICE.
Ihre Arbeitsaufgaben an sich?
Da ich gerne im Zug arbeite, lese
und beantworte ich die ersten E-
Mails bereits in der Bahn. Hier
vor Ort ist der Alltag dann meist
sehr bunt. Mal sind es Meetings,
mal Telefonate, mal Treffen mit
Führungskräften, mal externe
Termine, mal Interviews. Mitarbeitergespräche
sind zu führen,
Trägerversammlungen abzuhalten,
mit Jobcentern und Arbeitgebern
sich auszutauschen – für letzteres
mache ich momentan eine Rundtour
durch den Agenturbezirk,
um einige der insgesamt 20 000
Arbeitgeber in den fünf Landkreisen
persönlich kennenzulernen.
Ich besuche natürlich auch unsere
Geschäftsstellen und die Jobcenter
in Fürstenfeldbruck, Starnberg,
Landsberg und Garmisch-Partenkirchen.
Je nach Örtlichkeiten fahre
ich nicht immer über Weilheim,
sondern auch mal direkt von zu
Hause auf Termine – dann auch
mal mit dem Pkw, weil das Netz
der Öffentlichen in unserem ländlich
geprägten Agenturbezirk bekanntlich
nicht so engmaschig ist
wie in München.
Klingt in der Tat nach einem
bunten, aber auch zeitintensiven
Job. Bleibt da noch Zeit für
Familie, Freunde, Hobbys?
Wir legen bereits Anfang des
Jahres unseren Familienurlaub
fest. Und auch die Wochenenden
gehören vorrangig der Familie.
Wobei ich sehr gerne arbeite,
sich von daher die Frage
stellt: Wo hört das berufliche
Interesse auf, wo fängt das private
an. 60 Stunden die Woche
sind deshalb kein Problem.
F O R S T S E R V I C E
Manfred Schmid
Web forstservice-schmid.de
Telefon 08861 90 99 473
Brennholz
Rindenmulch
Lohnhäckseln Forstmulcher
Hackgutankauf
Hackschnitzel
Rindenmulch Lohnhäckseln
Hackschnitzel
Hackgutankauf
Forstmulcher
Brennholz
Manfred Schmid
Hoheneggstr. 35a
86978 Hohenfurch
september / oktober 2025 | 11
Schon gar nicht in dieser wunderschönen
Gegend hier, in der wir
privat inzwischen auch schon des
Öfteren waren, unter anderem die
Museen in Murnau und Bernried
besucht haben. Kunst ist eine Leidenschaft
von mir.
Im Rahmen derer Sie vom stressigen
Berufsalltag abschalten können?
Mit zunehmendem Alter habe ich
gelernt, besser mit Stress und Druck
umzugehen. Eine Drucksituation
entsteht meist dann, wenn eine
kurzfristige Lösung gefragt ist. In
der IT, in der ich sieben Jahre tätig
war, habe ich gelernt, dass Lösungen
niemals auf Anhieb gefunden
werden können. Gute Lösungen
entstehen interaktiv und ich suche
sie in der Regel im Austausch
mit Kolleginnen und Kollegen, mit
Expert*innen vor Ort – hier Druck
und Nervosität weiterzugeben, hilft
nicht. Besser ist eine gewisse Gelassenheit,
denn in der Ruhe liegt
bekanntlich die Kraft.
Hilft an dieser Stelle auch Ihr Studium
in Theologie?
Jede Geisteswissenschaft hilft, analytisch
zu denken, Texte zu analysieren,
mit komplexen Situationen
mental richtig umzugehen und
sich kommunikative Kompetenzen
anzueignen – insofern habe ich im
Rahmen des Theologie-Studiums
Schlüsselqualifikationen erlernt,
die mir bis heute helfen, den beruflichen
und privaten Alltag zu
meistern. Das trifft aber nicht nur
auf Theologie zu – jede Ausbildung
vermittelt Schlüsselqualifikationen,
die im späteren Privat- und Berufsleben
hilfreich sind.
Wie wichtig sind Ihnen christliche
Werte wie Glaube, Liebe, Hoffnung?
Das christliche Menschenbild leitet
mich, die christlichen Werte geben
mir Orientierung und Kraft. Auch
das kann in Drucksituationen helfen.
Vor allen Dingen aber dabei,
wie man sozial miteinander umgeht
– ich würde behaupten, dass
mein Führungsverständnis schon
stark von christlichen Werten geprägt
ist.
Inwiefern?
Ich suche die Kommunikation auf
Augenhöhe und entscheide stets
auf der Basis sachlicher Argumente.
Dass ich Verantwortung übernehmen
muss auf einer anderen
Ebene ist auch klar, aber es gibt
für mich selten Situationen, in denen
ich gezwungen bin, aus einer
Machtposition heraus direktiv handeln
zu müssen.
Warum haben Sie sich – trotz Theologie-Studium
und Predigerausbildung
– gegen den Beruf der Evangelischen
Priesterin entschieden?
Ich habe nicht evangelische, sondern
katholische Theologie studiert,
wobei auch in der Katholischen Kirche
die Arbeit als Pastoralreferentin
möglich ist für Frauen. Letztlich
habe ich mich aber nicht gegen
die Seelsorge, sondern für das
Trainee-Angebot der Bundesagentur
entschieden, weil Arbeit ein
zentrales Element unseres
gesellschaftlichen Zusammenseins
ist, Teilhabe
ermöglicht, Innovation
und Wohlstand sichert.
Und nicht zuletzt ist die
Sozialversicherung eine
wichtige Säule unserer
Demokratie.
Ursprünglich stammen Sie
aus Hanau, studierten in
Würzburg, und haben in der Folge
quasi ganz Deutschland gesehen.
Nach Abschluss meines Studiums
in Theologie habe ich zunächst als
wissenschaftliche Mitarbeiterin an
der Uni Würzburg gearbeitet, war
dann Frauenbeauftragte an der
Medizinischen Universität Lübeck,
ehe ich 1993 zur Agentur für Arbeit
in Kiel als Trainee für Führungskräfte
gekommen bin. Als meine
Kinder zur Welt kamen, habe ich
mir ganz bewusst eine Erziehungspause
von acht Jahren genommen.
Danach: Beruflicher Wiedereinstig
als Bereichsleiterin in verschiedenen
Abteilungen bei der Agentur
für Arbeit in München, interimistische
Geschäftsführerin der Agentur
für Arbeit in Freising, Leiterin des
Fachbereichs Jugend in der Regionaldirektion
für Bayern in Nürnberg
sowie sieben Jahre IT-Ressort
in der Zentrale der Bundesagentur
für Arbeit, die ebenfalls in Nürnberg
sitzt. Letztlich wollte ich dann
auf eigenen Wunsch nochmals ins
operative Geschäft – und da hat
sich dann der Posten hier in Weilheim
aufgetan, worüber ich sehr
glücklich bin.
Beeindruckender Lebenslauf! Vermissen
Sie trotzdem Ihre ursprüngliche
Heimat?
Da ich bereits seit 1999 in München
lebe, ist Bayern mein Zuhause geworden.
Wenn ich aber süd-hessische
Schmankerl wie Handkäs‘ mit
Musik, Grüne Soß‘ oder Äppelwoi
bekomme, schmeckt das immer
noch nach zu Hause.
Im Chefbüro: Am großen Bildschirm präsentiert Ulrike Sommer die
aktuellen Zahlen der Arbeitslosen in der Region.
Im Rahmen Ihrer Amtseinführung
sprach Dr. Markus Schmitz, Chef
der bayerischen Arbeitsagenturen
und Jobcenter, von gravierenden
Veränderungen und stürmischen
Zeiten, bezogen auf die weltpolitische
Lage, den demographischen
Wandel sowie Fach- und Arbeitskräftemangel.
Hatte er Recht?
Dass er Recht hat, hören und sehen
wir täglich in den Nachrichten.
Die unsicheren Rahmenbedingungen
für die Wirtschaft, die Geflüchteten
aus der Ukraine, die bei uns
in den Jobcentern gemeldet sind
und hier Arbeit suchen, die bereits
erwähnten Megatrends wie Digitalisierung
und demografischer
Wandel sowie der damit verbundene
Fachkräftemangel in allen
Branchen machen sich in unserer
täglichen Arbeit bemerkbar.
Heißt für Sie und Ihre Mitarbeiter?
Dass sich ein Arbeitsmarkt nicht
einfach so entwickelt, sondern
wir ihn aktiv gestalten müssen im
Rahmen unserer Möglichkeiten.
Möchten Sie deshalb den Standort
in Schongau schließen?
Es gibt eine bundesweite Überprüfung
der Flächenpräsenz der
Agentur für Arbeit, um zu schauen,
ob wir kleinere Geschäftsstellen
aufrechterhalten können und
müssen – fast 80 Prozent aller Anträge
werden in unserem Agenturbezirk
mittlerweile online gestellt,
immer häufiger unsere Angebote
der Video-Beratung genutzt.
Schülerinnen und Schüler werden
an den Schulen beraten. Orientierungsveranstaltungen
finden
in digitaler Form statt. Schongau
steht in diesem Zusammenhang
unter dem Vorbehalt eines Beschlusses
unseres Verwaltungsausschusses,
deshalb kann ich zu
einer möglichen Schließung noch
nichts sagen. Was ich sagen kann:
Wer eine Beratung braucht, wird
auch beraten. Zwar setzen wir für
die persönliche Vor-Ort-Beratung
eine gewisse Mobilität voraus. Ist
jedoch jemand weder mobil noch
videoaffin, werden wir trotzdem
Beratung dort anbieten, wo wir
vielleicht in Zukunft keine Geschäftsstelle
mehr haben werden.
Das Jobcenter verbleibt mit seiner
Dienststelle in Schongau.
Wie viele Mitarbeiter wären von der
Schließung in Schongau betroffen?
Insgesamt sind in der Arbeitsagentur
und den Jobcentern im
Bezirk rund 400 Beschäftigte tätig.
In den Dienststellen in Weilheim
und Schongau arbeiten davon
aktuell rund 120 Kolleginnen und
Kollegen. Von einer Schließung
der Geschäftsstelle der Agentur in
Schongau wären acht Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter betroffen.
Eine Herzensangelegenheit von Ihnen:
Berufsberatung und -orientierung
von zukünftigen Schulabgängern.
Warum?
Erstens haben junge Menschen
ihr Leben noch vor sich. Zweitens
sind die Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten
so unübersichtlich
groß geworden, dass das kein
Mensch mehr überblicken kann.
Bundesweit gibt es inzwischen
mehr als 20 000 Bachelor- und
Masterstudiengänge! Umso wichtiger
ist für junge Menschen be-
12 | altlandkreis
rufliche Orientierung – einmal die
nach außen hinsichtlich der vielfältigen
Möglichkeiten. Vor allen
Dingen aber die Berufsorientierung
nach innen: Was sind meine
Neigungen, Kompetenzen und
Fähigkeiten? Bei mir selbst, später
auch bei meinen Kindern, habe
ich erlebt, wie wenig einem gegen
Ende der Schulzeit bewusst ist,
welch weitreichende Entscheidung
man in dieser Phase fürs weitere
Leben trifft. Was den jungen Menschen
in jedem Falle gut tut, um
in die Berufswelt hineinzuschnuppern:
Betriebs-Praktika. Darüber
hinaus sind wir mit unseren
Berufsberater*innen regelmäßig
an allen weiterführenden Schulen
und bieten Berufsorientierung
sowohl vor der ganzen Klasse als
auch im Rahmen individueller Einzelgespräche
an.
Apropos: Gibt es noch offene Lehrstellen
für September 2025?
In den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen,
Starnberg, Landsberg
am Lech und Weilheim-Schongau
waren Stand Juni noch 1 224 Ausbildungsstellen
aus den unterschiedlichsten
Branchen offen.
Raten Sie dem Nachwuchs überhaupt
zur dualen Ausbildung, oder
eher zum Studium?
Eine duale Ausbildung kann ich
allen Jugendlichen empfehlen –
ich kann als Maurer bis zum Bauingenieur
kommen. Es geht aber
auch der umgekehrte Weg: Ein
studierter Betriebswirt, wie neulich
erfahren, macht jetzt eine
Schreiner-Ausbildung und hat darin
sein Glück gefunden. Wichtig
ist mir, dass beide Ausbildungswege
– Studium oder duale Ausbildung
– gleichberechtigt nebeneinanderstehen.
Es gibt kein besser
oder schlechter. Außerdem sollte
uns allen wieder bewusst werden,
dass wir hier in Deutschland eine
freie Berufswahl haben – das ist
ein ganz hohes, im Grundgesetz
verankertes Gut.
Welchen Karriere-Tipp haben Sie
Ihren eigenen Kindern mit auf den
Weg gegeben?
Immer wieder neugierig, sachlich,
fachlich und lernwillig zu sein,
weil Veränderung die Realität ist.
In meinem Studium hatte ich auch
keine IT gelernt und war dann sieben
Jahre im IT-Resort tätig. Darüber
hinaus hilfreich: Eine gute
Basis an Schlüsselkompetenzen
wie Fremdsprachen, Kommunikation,
Teamfähigkeit und die Bereitschaft,
Verantwortung zu übernehmen.
Arbeitgeber sagen mir
immer wieder: Ich brauche nicht
spezielles Wissen oder Können,
sondern Mitarbeiter, die Intelligenz
und Motivation mitbringen – alles
andere bringen wir ihnen bei.
Wenn Sie die Zeit zurückdrehen
könnten, würden Sie es genau so
wieder machen?
Ja, ich würde heute wieder Theologie
studieren, weil es einfach ein
spannendes, für mich interessantes
Studium war. Ich würde auch
gerne wieder bei der Bundesagentur
für Arbeit anfangen, weil
die Aufgaben, die mir hier gestellt
werden und mit denen ich täglich
konfrontiert werde, alles andere
als trocken und bürokratisch, sondern
ganz nah am Menschen dran
sind. Wir haben nicht umsonst in
unserer Strategie den Leitsatz stehen:
Der Mensch im Mittelpunkt.
Leider steht der Mensch nicht überall
im Mittelpunkt. Wie sehr besorgt
Sie die weltpolitische Entwicklung?
Meine Eltern haben den Zweiten
Weltkrieg noch miterlebt, während
wir in den Wohlstand hineingeboren
wurden – die vergangenen 80
Jahre ist es stetig bergauf gegangen.
Auch die Friedensentwicklung
war für uns eine lineare und
konsequente durch den Abbau
der Bundeswehr, das Wegfallen
der Wehrpflicht, die Öffnung der
Grenzen. Mittlerweile befinden
wir uns aber in einer Zeitenwende,
die ein Umdenken erfordert.
Ich kann mich natürlich zurückziehen,
die aktuelle Entwicklung
beklagen und bedauern. Oder
versuchen, darauf Antworten zu
finden. Ich vertraue da der Politik,
dass hier das Richtige getan wird.
Aber es ist auch die Aufgabe eines
jeden Einzelnen, sich in dieser
Welt entsprechend zu verhalten,
damit wir in einem friedlichen,
sozialen Miteinander leben können.
Dazu braucht es Fähigkeiten
und Kompetenzen, die wir, glaube
ich, wieder schulen müssen. Wie
empathisch sind wir gegenüber
Schwächeren? Wie empathisch
sind wir gegenüber unseren Mitmenschen,
unseren Kolleginnen
und Kollegen? Weltpolitisch betrachtet
kann man dagegen nur
hoffen, dass die Vernunft am Ende
siegt.
js
*Rechtsberater
Linda Heidemann
Rechtsanwältin
Allgemeines Zivilrecht,
Miet- und Wohnungseigentumsrecht
T 0881 / 63 80 90 Mittlerer Graben 18
F 0881 / 9 23 27 44
82362 Weilheim
info@kanzlei-weilheim.de www.kanzlei-weilheim.de
Hochland SE : LOGO – Outline – 4C EUROSCALE
Käseladen
Schongau
Internationale Auswahl
& frisch zubereitete
Aufstriche
Ausschließlich
bargeldlose
Bezahlung
Öffnungszeiten:
Montag – Mittwoch: 9 – 13 Uhr
Donnerstag & Freitag: 9 – 18 Uhr
Samstag: 8 – 12 Uhr
Pascal de Coulon*
Fachanwalt für Miet- und
Wohnungseigentumsrecht
Fachanwalt für Bau- und
Architektenrecht
Hochland
Käseladen Schongau
Bernbeurener Str. 9
86956 Schongau
Tel. +49 8861 220189
Ab jetzt auch in
SCHONGAU:
Christophstr. 16
86956 Schongau
T 08861 / 7137077
Dr. Maria Hagenauer*
Fachanwältin für Miet- und
Wohnungseigentumsrecht
Verwaltungsrecht
september / oktober 2025 | 13
Darum ist Rottenbuchs Münster einzigartig
Baustilistischer
Facettenreichtum
Rottenbuch | Die weltberühmte
Wieskirche wurde von 1745 bis
1754 von den Brüdern Johann Baptist
und Dominikus Zimmermann
erbaut. Und gilt bis heute als
Rokokojuwel, das im Jahre 1983
in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten
aufgenommen
wurde. Rottenbuchs Pfarrgemeinderatsvorsitzender
Albrecht Bögle
möchte an dieser Stelle Status
und Besonderheit der Wieskirche
keinesfalls schmälern. „Rein
baustilistisch betrachtet ist sie im
Vergleich zu unserer Klosterkirche
jedoch geradezu langweilig“, sagt
er, grinst und erklärt auch gleich
warum: „Während die Wieskirche
innerhalb von knapp zehn Jahren
erdacht, geplant und erbaut wurde
und bis heute nur einen einzigen
Baustil darstellt, eint unsere
Klosterkirche in Rottenbuch mit
Romanik, Gotik, Barock und Rokoko
alle großen baustilistischen
Epochen.“ Und zwar so, dass das
Gesamtbild der Kirche trotz dieses
stilistischen Facettenreichtums in
sich stimmig wirkt, Böden, Sitzreihen,
Altäre, Figuren, Gemälde,
Fenster, Türen und Mauerwerke
weder optisch noch bautechnisch
sich sprichwörtlich beißen. Genau
das macht die Rottenbucher
Klosterkirche, auch bekannt als
„Münster“, zu einer der schönsten
und bedeutsamsten Kirchen
in ganz Bayern. Als Beweisstück
für dieses Einen aller großen Bauformen
der Zeitgeschichte zieht
Albrecht Bögle kurzerhand zwei
DIN-A4-große Blätter aus seiner
Aktentasche hervor. Darauf eingezeichnet:
Die Umrisse der beiden
großflächigen Außenwände im
Süden und Norden des Gotteshauses,
in denen wiederum verschiedene
Fenster in unterschiedlichen
Formen und Größen abgebildet
sind. „Diese vier ganz kleinen
Fenster da sind einst bei Putzabtragungen
zum Vorschein gekommen
und stehen eindeutig für
den ältesten Baustil unserer Kirche
– den romanischen. Die dann
deutlich größeren Fenster mit
Spitzbogen sind aus der Spätgotik.
Und die ähnlich großen Fenster,
jedoch mit Stuckelementen, sind
eindeutig ein Zeugnis aus dem
Barock und Rokoko.“ Ursprünglich
errichtet wurde die Rottenbucher
Klosterkirche von 1085 bis 1125,
also inmitten der Zeit der Romanik
von 1000 bis 1250 nach Christus.
Heißt an dieser Stelle auch: Dass
die erste finale Fertigstellung der
Rottenbucher Klosterkirche sich
heuer zum 900. Mal jährt. Und im
Zuge dessen das diesjährige Patrozinium
am Sonntag, 14. September,
um 10 Uhr mit Bischof Rupert
Graf zu Stolberg auch diesem ganz
besonderen runden Geburtstag
gewidmet wird.
Romanischer Tuffstein,
gotischer Ziegel
Warum letztlich die Augustiner
Chorherren, die das Kloster Rottenbuch
seit seiner Gründung im
Jahre 1073 bis zur Auflösung im
Jahre 1803 betrieben, ihr Gottes-
14 | altlandkreis
Beweismaterial auf DIN A4: Rottenbuchs Pfarrgemeinderatsvorsitzender
Albrecht Bögle zeigt die unterschiedlichen Fensterformen.
haus nicht in diesem ursprünglichen
romanischen Baustil aufrechterhalten,
sondern immer
wieder um- und neugebaut hatten?
„Das künstlerische Empfinden
der Menschheit hat sich durch
neue Trends und Entwicklungen
immer wieder verändert, weshalb
sich sowohl die Chorherren als
auch die Kirchgänger aus dem
einfacheren Volk im jeweiligen
alten Baustil nicht mehr so wohl
gefühlt haben und sich nach
zeitgemäßer Anpassung sehnten“,
meint Albrecht Bögle. Dass
dies in Rottenbuch tatsächlich
in die Tat umgesetzt werden
konnte, hatte letztlich finanzielle
Hintergründe. „Als im Jahre
1803 im Rahmen der Säkularisation
bayernweit 600 Klöster
aufgelöst wurden, kam heraus,
dass es sich beim Rottenbucher
Kloster um das kapitalstärkste
in ganz Bayern gehandelt hat.“
Heißt: Nach diesen zeitgemäßen,
baustilistischen Anpassungen
sehnten sich die Menschen
überall, nur konnten es sich
nicht alle Klöster, allen voran
nicht die kleineren Dorfkirchen
Dieser einst als Tür genutzte Rundbogen
stammt aus der Zeit der Romanik.
leisten und mussten deshalb am
jeweils ursprünglichen Baustil
ihrer Kirchen nachhaltig festhalten.
Die Rottenbucher Kirche stattdessen
wurde eben ursprünglich
von 1085 bis 1125 im romanischen
Baustil errichtet, jedoch Mitte des
15. Jahrhunderts über mehrere
Jahrzehnte hinweg im Stile der
Spätgotik umgebaut und erweitert
– und ab 1737 im Stile des Barocks
und Rokoko nochmals umgestaltet.
Als Beweis dieser einzigartigen
Baustil-Mixtur dienen jedoch
nicht nur die Fenster von einst.
„Wir haben auch andere Beweise
an die unterschiedlichsten Baustile“,
sagt Albrecht Bögle und
deutet auf die seitliche Treppe,
die zur Empore hinaufführt. Dort
oben angekommen, öffnet er eine
schmale Seitentüre aus Holz, steigt
in den schmalen Gang hinter die
weithin bekannte Freywis-Orgel.
„Dieses Mauerwerk hier ist noch
im Original aus der Zeit der Romanik
und besteht aus Tuffstein,
der hier in der Region, vermutlich
unten an der Ammer, abgebaut
wurde.“ Auch beim Hinaufsteigen
unter das Dachgeschoss der Rottenbucher
Kirche sind immer wieder
Tuffsteine im Mauerwerk zu
erkennen, aber eben auch Ziegel
aus der Zeit der Gotik.
Kirchturm steht isoliert
Auch außergewöhnlich in Rottenbuch,
jedoch typisch für Kirchen
im romanischen Stil: Dass der 8,50
auf 8,50 Meter breite und 67 Meter
hohe Kirchturm des Münsters Kundennr: 1350259
isoliert steht, nicht ins eigentli-
Auftrag:
Kundennr:
6031143, 1350259
Motiv: 001
che Gotteshaus integriert ist. Der
Stand:
Auftrag:
03.02.2021 6031143,
um Motiv:
14:35:07
001
Hauptgrund: Statische Entlas-
Art:
Stand:
UNB, 03.02.2021
Farben: um
Black 14:35:07
Cyan Magenta Yellow
tung des Gotteshauses, da Bau-
Art: UNB, Farben: Black Cyan Magenta Yellow
ten aus damaliger Zeit ohnehin
Dieser graue Rahmen gehoert nicht zur Anzeige
sehr massiv und schwer waren.
Dieser graue Rahmen gehoert nicht zur Anzeige
Aber auch die eigenständige
Funktion des Turmes als Wehrturm
oder Glockenturm, der
freistehend eine bessere Schallausbreitung
in alle Richtungen
erzeugen konnte, sprach für den
isolierten Kirchturmbau. Ebenso
interessant: Die Eingangstüre
in den Turm von heute, die es
lange Zeit nicht gegeben hatte.
„Früher konnte man von außen
gar nicht in den Turm, weil der
untere Bereich als Tresor für
Wertgegenstände diente, der
so vor potentiellen Dieben gut
geschützt war – zugänglich war
der Turm anno dazumal lediglich
über die erste Etage
Energie-Effizienz-Experte für BAFA & KFW Förderprogramme
• Vor-Ort-Energieberatung für Wohn-/ Nichtwohngebäude
• Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans (ISFP)
• Fachplanung / Baubegleitung (Qualitätssicherung)
• Energieausweise für Wohngebäude und Gewerbe
jetzt Vorteile sichern
jetzt Vorteile sichern
*1350259-6031143-0
*1350259-6031143-0
Sommeraktion!
Winteraktion!
Markisen
• Wintergärten-
Markisen
• Wintergärten-
Pergolabeschattungen
Neubespannungen
Pergolabeschattungen
• Neubespannungen
Handelsvertretungen
S. Forstmann Handelsvertretungen
Klausenweg 1 b · 86971 Peiting Tel. 0 88 61 / 9 30 73 63
Fax Klausenweg 9 30 73 64 1· b www.sforstmann.de · 86971 Peiting Tel. · 0info@sforstmann.de
88 61 / 9 30 73 63
Fax 9 30 73 64 · www.sforstmann.de · info@sforstmann.de
Fenster · Haustüren · Garagentore · Rollläden
Fenster · Haustüren · Garagentore · Rollläden
september / oktober 2025 | 15
N
Brandstatt 18 82
Brandstatt 18 82435 Bad Bayersoien 08845/9146
andstatt 18 82435 Bad Bayersoien 08845/9146
Brandstatt 18
82435 Bad Bayersoien
08845/9146
Brandstatt 18 82435 Bad Bayersoien 08845/9146
FlipFlop und Hausschuhe nach Maß
FlipFlop und Einlagen Hausschuhe nach Maß
nach Maß
FlipFlop und Einlagen Schuhreparatur
Hausschuhe nach Maß nach Maß
Einlagen Schuhreparatur nach Maß
Neubesohlung Schuhreparatur deiner alten
Neubesohlung deiner alten
eubesohlung deiner alten
Vorher
Vorher
Schuhe
Schuhe
des nordseitig angeschlossenen
Klostergebäudes.“
Apropos weiter oben: Nach
zwei Drittel der erklommenen
alten Holztreppe im
Kirchturm ist das museumstaugliche
Uhrwerk erreicht,
das die jeweils zwei an der
Außenwand angebrachten
Zeigeruhren sekundengenau
ansteuert. Noch weitere
Stufen der engen, steilen
Holztreppen hinauf steht
man schließlich vor sieben
gusseisernen Glocken, die
aus 1947 stammen „und
hoffentlich bald erneuert
werden können“. Das Dach
des Turms stammt dagegen
aus der Zeit des Klassizismus,
ist baustilistisch betrachtet
so etwas wie das Modernste der
Rottenbucher Klosterkirche und
schließt mit einem 3,49 Meter
hohen Kreuz ab, das gen Himmel
ragt. „In Zeiten ohne Handynavigation
dienten Kirchtürme der Orientierung,
weil sie von Reisenden
von weitem erkannt wurden und
ihnen signalisierten: Dort muss
es ein Kloster geben, dort ist die
Chance auf Übernachtung, Essen
und Wundversorgung groß.“ Nette
Anekdote dazu: Die Rottenbucher
glaubten bis vor wenigen Jahren,
dass ihr isoliert stehender Kirchturm
nicht 67, sondern 75 Meter
hoch ist. „Weil man uns damals
in der Schule schon immer gesagt
hat, dass er exakt unter die Echelsbacher
Brücke passt. Die Ammer
unter der von 2017 bis 2021 sanierten
Brücke fließt in der Tat in der
75 Meter tiefer liegenden Schlucht.
1 600 Quadratmeter
Dachfläche
16 | altlandkreis
Hinter den Kulissen: Diese Treppe befindet
sich im vom Kirchengebäude isolierten Turm.
Doch zurück in das neben dem
Kirchturm stehende Hauptgebäude
der Rottenbucher Klosterkirche:
Es besteht aus einem Hauptschiff,
zwei Seitenschiffen, einem
Querschiff sowie dem vordersten
Bereich aus freistehendem, modernerem
Altar sowie klassischem
Hochaltar. Hintergrund: Man
spricht beim Kircheninnenraum
symbolisch von Schiffen, weil er
als rettendes Schiff auf den stürmischen
Meeren des Lebens gesehen,
er als Zufluchtsort vor den
Gefahren der Welt betrachtet wird.
Der Rottenbucher „Zufluchtsort“
ist in Summe 72 Meter lang, 20,55
Meter breit sowie 26,60 Meter
hoch (Firsthöhe) und misst eine
Dachfläche von 1600 Quadratmetern
mit Ziegeln von 160
Tonnen Gewicht. Zum
Vergleich: Die Dachfläche
eines durchschnittlichen
Einfamilienhauses
beträgt lediglich 100
Quadratmeter. „Insofern
ein riesiges Gebäude,
wenn nicht sogar die
größte Kirche im Pfaffenwinkel“,
meint Albrecht
Bögle, der an diesem
Freitagvormittag auch
noch Sakristei, Kapelle,
Nebenaltare und weitere
Highlights der einst
aus Tuff, Ziegel, Sandstein
und Holz gebauten
Klosterkirche zeigt. Dazu
gehören, natürlich, auch
die künstlerisch wertvollen
Arbeiten. Zum
Beispiel die herausragenden
Stuckarbeiten von Baumeister
Joseph Schmuzer aus Wessobrunn,
die Malerarbeiten von
Matthäus Günther, der von
einem Bauernhof auf dem
Hohen Peißenberg stammte
und dessen Talent als Maler
im Rahmen seiner Ministranten-Tätigkeit
auf dem Hohen
Peißenberg entdeckt wurde.
Oder die von Franz-Xaver
Schmädl geschnitzten und
gestalteten Altäre und Figuren
aus der Zeit der Rokoko-
Umgestaltung. „Schmädl
stammte aus dem Allgäu,
lernte in Weilheim und übernahm
dort auch die Werkstätte,
in der er lernte.“ Auch interessant:
Dass Schmuzer, Schmädl
und Günther im Rahmen mehrerer
Projekte eng zusammengearbeitet,
auch Kirchen in beispielsweise
Oberammergau, Mittenwald oder
Hohenpeißenberg gemeinsam
ausgestaltet haben. Keine dieser
anderen Kirchen aber eint so
viele baustilistische Epochen wie
die Rottenbucher Klosterkirche,
die insofern auch ohne UNESCO-
Weltkulturerbe-Status bayernweit
etwas ganz besonderes ist. js
Neubesohl
Schuhe
Nachher
Nachher
Das Uhrwerk im Glockenturm
hat Museumscharakter.
Br
Brandstatt 18 82435 Bad Bayersoien 08845/9146
08845/9146
Bayersoien Bad 82435 18 Brandstatt
FlipFlop u
E
FlipFlop und nach Einlagen Maß
Hausschuhe Maß
Schuhreparatur nach
nach Maß
Einlagen nach Maß
Hausschuhe und FlipFlop Brandstatt 18
Brandstatt 18 82435 Bad Bayersoien 08845/9146
Brandstatt 18 82435 Bad Bayersoien 08845/9146
FlipFl
S
FlipFlop und Hausschuhe nach Maß
Schuhreparatur
nach Maß
Schuhreparatur
Einlagen
Neubeso
Neubesohlung deiner alten
Neubesohlung deiner alten
Schuhe
Schuhe
Vorher Nachher
Vorher Nachher
Star-Kabarettist Willy Astor kommt nach Peiting
Wortakrobatischer
Liederniederschreiber
Peiting | Gleich oder ähnlich klingende
Wörter in neue, oft absurde
Zusammenhänge zu bringen:
Kaum ein anderer beherrscht
diese Form der künstlerischen Unterhaltung
besser als Willy Astor.
Der inzwischen 63-Jährige ist einst
im Münchner Stadtteil Hasenbergl
aufgewachsen und absolvierte
nach Abschluss der damaligen
Hauptschule eine Ausbildung zum
Werkzeugmacher bei BMW sowie
anschließend eine Weiterbildung
> > > TICKETS ZU GEWINNEN
zum Maschinenbautechniker.
Was er mindestens genauso gut
konnte als bereits Jugendlicher:
Sprechen, Singen, Musizieren und
Menschen auf unvergleichlichem
Niveau unterhalten – bereits mit
14 Jahren lernte er Akkordeon,
ab 1979 Gitarre und entscheidet
sich ab Mitte der 1980er Jahre
für eine künstlerische Laufbahn.
Unter anderem mit kongenialen
Kabarettprogrammen mit Titeln
wie „Der Schatz im Silbensee“,
aber auch mit dem Schreiben von
Songs wie „The Sound of Islands“,
„Kindischer Ozean“, „Deutschland
wir lieben dich“, „In Afrika, In Af-
rika“ oder „Maschin scho putzt“.
Aus der Feder von Willy Astor
stammt auch „Stern des Südens“,
die Vereinshymne des FC Bayern
München. Darüber hinaus schrieb
der Wortakrobat auch mehrere
Bücher wie „Unverrichteter Dinge
– Humor direkt vom Erzeuger“
oder, erst 2024 veröffentlicht: „Wir
sehen uns vor Gericht! Kochen mit
Freunden.“
Als „Wolfgang
Amadeus Notarzt“
Berühmt wurde Willy Astor auch
als Werbesprecher für Funk und
Fernsehen, vor allem aber für
seine unverfälschten Live-Auftritte
Ihr Regionalmagazin „altlandkreis“ verlost für den Kabarettauftritt
am Freitag, 24. Oktober, um 20 Uhr in Peitings Schloßberghalle
2 x 2 Ticktes. Schicken Sie uns bis Montag, 15. September, eine Postkarte
mit dem Stichwort „Willy Astor“ an „altlandkreis“, Birkland
40, in 86971 Peiting. Oder eine E-Mail an info@altlandkreis.de.
Bitte unbedingt, auch im Falle einer E-Mail, einen telefonischen
Kontakt für gute Erreichbarkeit mitangeben. Das Los entscheidet,
der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wir wünschen viel Erfolg!
auf kleiner wie großer Bühne,
im Rahmen derer er meist allein
und mit Gitarre auf dem Schoß
vor dem Mikrofon sitzt. Und das
allerschönste aus Sicht seiner
zahlreichen Fans dabei ist, dass er
genau das noch immer gerne und
in aller Regelmäßigkeit macht,
unter anderem mit seinem aktuellen
Programm durch ganz Bayern
tourt. Es heißt „Reimart und Lachkunde
– Prädikat wertvoll“ und
handelt von was? „Von einer Welt,
in der kaum mehr was easy ist in
Brindisi und nix mehr im Lack am
Skagerak.“ Und von einem Universum,
dass sich auch nicht mehr an
die Regeln hält. Insofern zielt das
jüngte Astor-Programm auf die
inzwischen immer verrückter werdende
Zeit ab, in der ein Meister
der Wortakrobatik wie eben Willy
Astor nicht oft genug um die Ecke
kommen kann um aus seinem
breitgefächertem Einfallsreich
wieder Freude in den Alltag von
uns Menschen zu bringen. Zum
Beispiel als „Wolfgang Amadeus
Notarzt“.
Und genau das macht der wortgewandte
Liederniederschreiber, der
sich aufgrund seines inzwischen
etwas fortgeschritteneren Alters
recht treffend als „zukunftsfähiges
Auslaufmodell mit vierjahrzehntelanger
Bühnenerfahrung“ beschreibt,
auch bald im Pfaffenwinkel.
Am Freitag, 24. Oktober, um
20 Uhr kommt der Wortakrobat
nämlich in die Schloßberghalle
nach Peiting, Münchener Straße
13. Und zwar „persönlich, allein
stehend und selbst redend“. js
september / oktober 2025 | 17
Polizei-Arbeit auf Raser-Autobahn
Lebensgefährliche Aufgabe
Weilheim | Es gibt Reiseanbieter,
die für Action- und Abenteuerurlaube
Wildwasserrafting, Bungeejumping
oder Tandemfallschirmspringen
anbieten. Und die, die
ihre Kunden ganz gezielt damit
anlocken, einmal im Leben einen
PS-starken Luxusschlitten mit bis
zu 300 Stundenkilometern über
die A95 jagen zu dürfen. Immer
wieder ist die gut 68,8 Kilometer
lange, erst drei, dann zweispurig
ausgebaute Autobahn von München
bis nach Eschenlohe als „Raser-Autobahn“
in den medialen
Schlagzeilen präsent. Der Grund:
Dass es in ganz Bayern und wohl
auch Deutschland keine andere
Autobahn mit längeren Abschnitten
ohne Geschwindigkeitsbegrenzungen
gibt. „Aus München
raus haben wir erst 60 Stundenkilometer,
bis zur Stadtgrenze 80
Stundenkilometer, dann bis zur
Ausfahrt nach Starnberg, dem
sogenannten Starnberger Ast, keine
Geschwindigkeitsbegrenzung
mehr – und auch nach dem Bereich
des Starnberger Astes wird
erst wieder am Ende der Autobahn
in Eschenlohe auf 80 Stundenkilometer
begrenzt“, bekräftigt
Am 5er BMW: VPI-Leiterin Christina Blaschke und Andreas Wewior.
Bastian Straif, stellvertretender
Leiter der Verkehrspolizeiinspektion
Weilheim, die schwerpunktmäßig
für verkehrspolizeiliche
Aufgaben auf der A95 zuständig
ist. Darüber hinaus reizvoll für
alle Freunde des motorisierten
Highspeeds auf der Autobahn, die
von Höhe Seeshaupt bis Penzberg
(rund 20 Kilometer) durch den
Landkreis Weilheim-Schongau
führt: Kaum vorhandener Schwerlastverkehr,
weil die A95 einerseits
als touristisch geprägte Autobahn
gedacht und als solche auch bekannt
ist, quasi dem Münchner
schnellen Zugang zum ländlich
geprägten Alpenraum ermöglicht.
Obendrein dürfen 40-Tonner, an
Sonn- und Feiertagen auch die
kleineren 7,5-Tonner, den Zirler
Berg im grenznahen Österreich
nicht befahren. Heißt: Eine Weiterfahrt
nach Ende der A95 über
Garmisch-Partenkirchen,
Scharnitz,
Zirl und Innsbruck
auf die begehrte Brennerautobahn
nach letztlich Italien ist für
Schwerlastverkehr uninteressant,
weshalb dieser auch den Hobby-
Rennfahrer beim Ausfahren eines
500-PS-Sportwagens nicht
ausbremsen kann. Insbesondere
nicht an Werktagen, nach Feierabend,
wenn die oft ganze Autobahn
nahezu verkehrsleer ist und
die Fahrer eigener oder gebuchter
Luxusschlitten quasi freie Fahrt
haben.
460 Meter Bremsweg
bei 200 km/h
Ob die Polizisten der Weilheimer
Verkehrspolizeiinspektion
damit fein sind, dass die A95
bundesweit, ja sogar im Ausland
als Raser-Autobahn bekannt ist?
„Eine Frage, die sich für uns nicht
stellt, weil es schlichtweg eine
politische Entscheidung ist und es
auf deutschen Autobahnen nun
mal keine allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung
gibt, wir
allein deshalb niemandem vor-
schreiben können, sich
an die sinnvolle Richtgeschwindigkeit
von 130 Stundenkilometern
zu halten“, gibt sich Christina
Blaschke, Leiterin der VPI Weilheim,
diplomatisch. Was jedoch
nicht heißt, dass die Arbeit ihrer
Kolleginnen und Kollegen ungefährlich
ist. Ganz im Gegenteil
sogar. „Ich bin inzwischen seit 20
Jahren bei der Verkehrspolizeiinspektion
Weilheim und gebe trotz
aller Erfahrung und Professionalität
ganz offen und ehrlich zu,
immer wieder aufs Neue Angst
zu haben, wenn ich auf der Autobahn
eine Unfallstelle abzusichern
habe und andere Verkehrsteilnehmer
mit oft 200 Stundenkilometern
an mir vorbeirauschen – wir
reden hier von einer tödlichen
Gefahr, der wir uns bei jedem Einsatz
auf der A95 aussetzen“, sagt
Andreas Wewior, innerhalb der
VPI Weilheim Leiter für zentrale
Verkehrsaufgaben. Wobei auch er
bestätigen kann, dass diese tödliche
Gefahr nicht schwerpunktmäßig
von diesen über Reiseagenturen
gebuchten Rasereien ausgeht.
18 | altlandkreis
Gefährlich wird es auf der A95
vor allem dann, wenn das Wetter
umschlägt, sich Nässe, Schnee
und Eis über die Fahrbahn legt
und die Verkehrsteilnehmer ihre
Geschwindigkeit nicht den Witterungsverhältnissen
anpassen.
„Wir haben hier das Phänomen,
dass sich die Straßenverhältnisse
innerhalb weniger Kilometer oft
komplett verändern – während
es im Bereich nach München und
Starnberg aufgrund niedrigerer
Seehöhe oft nur nass oder feucht
ist auf der Fahrbahn, ist sie auf
Höhe Wolfratshausen dann schon
von Schnee und Eis bedeckt“, betont
Bastian Straif, der trotzdem
zu Bedenken gibt, „dass der Anhalteweg
bei 200 Stundenkilometern
stolze 460 Meter, selbst bei
einer Gefahrenbremsung immer
noch 260 Meter beträgt, wohlgemerkt
bei trockenen Straßenverhältnissen“.
Im Jahr 2024 sind auf
der A95 knapp 600 Unfälle (578)
insgesamt passiert, darunter zwei
mit tödlichem Ausgang und 180
aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit.
Die Leitung der
VPI Weilheim hofft deshalb auch
darauf, bald ganzjahrestaugliche
Warnkleidung (gelb und orange)
statt der normalen blauen
Uniform für ihre Beamten
zu bekommen, damit
diese bei ihrer Arbeit
schon von weitem
gesehen
werden
– derzeit
beschränkt
sich das
auf Regen-
Vollgepackt mit Sonderausstattung
ist der Kofferraum des 5er BMWs.
schutzkleidung, die insbesondere
im Sommer extrem warm ist.
Standortnachteil und
Zweigstelle
Derzeit arbeiten für die Verkehrspolizeiinspektion
Weilheim 38 Polizisten,
die ihre jeweilige Schicht
immer am Hauptsitz in Weilheim
beginnen. 16 Schichtbeamte sind
dann im wechselnden Dienst zuständig
für die 20 Autominuten
(über Seeshaupt) entfernte A95,
arbeiten dann abseits von Unfallaufnahme
und -absicherung,
Unfallfluchtfahndung,
Schwerverkehrskontrollen
sowie Alkohol-
und Drogenkontrollen am
Starnberger Weiler Oberdill, „wo
wir direkt an der Autobahn eine
kleine Zweigstelle haben“. Warum
eine für eine Autobahn zuständige
Verkehrspolizei nicht vollständig
direkt an der Strecke liegt?
„Hat historische und finanzielle
Gründe“, meint Andreas Wewior.
Bereits vor dem Bau der A95 zwischen
den Jahren 1965 und 1982
war in Weilheim ein sogenannter
polizeilicher Verkehrszug
stationiert, der sich
um verkehrspolizeiliche
Aufgaben wie Blitzen
oder Fahrzeugkontrolle
im Dienststellenbereich
der PI Weilheim und
darüber hinaus gekümmert hat.
„Ein Aufgabenspektrum, das wir
neben unserer Tätigkeit auf der
Autobahn nach wie vor abdecken
in Weilheim-Schongau, Garmisch-
Partenkirchen und Tölz-Wolfratshausen
– wenn uns die PI Schongau
mitteilt, dass in Peiting-Süd
das Aufstellen eines Blitzers sinnvoll
wäre, kümmern wir uns um
den Aufbau“, betont Bastian Straif.
Darüber hinaus war Weilheim vor
der Polizeireform im Jahre 1975 ein
Polizeidirektions-Standort – insofern
das, was heute das Polizeipräsidium
Oberbayern Süd für die
Landkreise Rosenheim, Miesbach,
Berchtesgadener Land, Traunstein,
Altötting, Mühldorf, Weilheim-
Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen
und Garmisch-Partenkirchen
darstellt. Will heißen: Ein Standort
von solch hoher historischer
Bedeutung wird nicht einfach so
aufgesplittet oder verlegt, weshalb
in Weilheim neben der klassischen
Polizeiinspektion und Kripo eben
auch die für die A95 zuständige
Verkehrspolizeiinspektion stationiert
ist. „Nichtsdestotrotz würde
der Hauptsitz direkt an der Autobahn
unsere Arbeit natürlich
professioneller gestalten“, macht
Christina Blaschke über diesen
Standortnachteil abseits der Autobahn
keinen Hehl daraus. Trotzdem
haben die VPI-ler, wie sie umgangssprachlich
genannt werden,
ihr Ressort voll im Griff. Auch dank
moderner Ausstattung wie PSstarken
fünfer BMWs, mit denen
die Autobahnpolizisten nahezu
täglich ausrücken. Allerdings nur
selten aufgrund von urlaubsgeplanter
Raserei in Luxusschlitten –
der letzte schwere Unfall dahingehend
passierte im Jahr 2019.
Insofern ist dieser Mythos um
Deutschlands bekannteste Raser-
Autobahn mehr Hype als Realität.
Trotzdem ist Christina Blaschke
jeden Tag froh, wenn ihre Mitarbeiter
unversehrt vom Autobahndienst
zurückkommen.
js
HINTERLÜFTETE FASSADEN
VOLLWÄRMESCHUTZ
THERM
FASSADEN GMBH
VERPUTZARBEITEN Gewerbepark 1
87640 Biessenhofen
TEL 0 83 42 . 96 91 5-0
september / oktober 2025 | 19
TRANSPORTER ZUM MIETEN
HABEN SIE
?
TRANSPORT-
PROBLEME
Wir haben die Lösung!
TAGESTARIFE
Mercedes Sprinter Lang/Hoch ab € 69,-
Mercedes Sprinter Mittellang ab € 59,-
LKW Mercedes Atego 7,5 t
mit Hebebühne ab € 99,-
Sie können alle Fahrzeuge auch stundenweise mieten.
STUNDENTARIFE ab € 15,-
Ihre Adresse für mehr Fahrspaß!
Großes Feuerwehrjubiläum an der Schönach
Lebensrettende
Ersthelfer
auto.rieser
Bahnhofstraße 31 • 86971 PEITING • 08861/6392 • www.auto-rieser.de
Schwabniederhofen | Viele Feuerwehren
in der Region gibt es
nicht, die kleiner sind als die in
Schwabniederhofen. Die in den
zu Steingaden gehörenden Ortsteilen
Fronreiten und Lauterbach
vielleicht, die in Tannenberg, aber
dann? „Verhältnismäßig betrachtet
sind wir aber gar nicht so klein,
wie es auf den ersten Blick den Anschein
macht“, sagt Manfred Lang,
41, seit 22 Jahren Mitglied der Niederhofener
Wehr und seit elf Jahren
deren Kommandant. In der Tat
kann sich die Mann-Frau-Stärke
bei 37 Aktiven im Alter von 16 bis
60 Jahren mehr als sehen lassen
vor dem Hintergrund, dass der zu
Altenstadt gehörende Ortsteil am
Westufer der Schönach lediglich
600 Einwohner zählt. Auch der
Fuhrpark mit einem Tragkraftspritzenfahrzeug,
kurz TSF, Baujahr
1999, sowie zwei Löschwasserpumpen
und Schläuchen von rund
einem Kilometer Länge „ist für die
Art von Einsätzen, zu denen wir
ausrücken, ausreichend für uns“.
Wobei: Bei genauerer Betrachtung
des Feuerwehrhäuschens
schräg gegenüber des weithin bekannten
„Kulzes“ meint Zeugwart
Gabriel Zick, quasi der Sandkastenfreund
von Kommandant Lang,
dann doch, „dass es im Falle eines
Einsatzes ganz schön eng zugeht,
wenn 30 Männer und Frauen
gleichzeitig in unser garagenähnliches
Feuerwehrhaus stürmen
und sich zwischen Spint, Fahrzeug
und Schlauchwaschwanne blitzartig
umziehen müssen“. Sieben,
acht
Einsätze
sind es pro
Jahr, zu denen
die Ehrenamtler
in Schwabniederhofen
ausrücken.
Sei es zum Auspumpen vollgelaufener
Keller, weil das Unterdorf
von der übergelaufenen Schönach
heimgesucht wurde, sei es zum
Ausleuchten des Landeplatzes für
den Rettungshubschrauber, zum
Lotsen größerer Feuerwehren
hin zu einem versteckten Waldbrand,
wo gute Ortskenntnis trotz
modernster Navigationstechnik
schlichtweg essentiell ist. Apropos
Helieinsatz: Seit Schließung des
Schongauer Krankenhauses und
dem damit verbundenen Wegfall
einer Rund-um-die-Uhr-Notaufnahme
werden die Schwabniederhofener
Feuerwehrler immer
häufiger zu sogenannten First-Responder-Einsätzen
gerufen. Damit
20 | altlandkreis
gemeint: Erste-Hilfe-Leistung bei
dass man mit dem altersbeding-
beispielsweise ten, „die wir inzwischen häufig Dienst mit 67 Jahren langjährige
Herzinfarktpatienten
Ausscheiden aus dem aktiven
sehr viel schneller erreichen als Kameraden plötzlich nicht mehr
der bodengebundene Rettungsdienst,
der aufgrund der weiteren voll integriert waren und fachlich
gesehen hat, obwohl sie bis dahin
Wege ins nächstgelegene Krankenhaus
wie Weilheim, Füssen rung für uns waren – dank Verein
wie menschlich eine Bereiche-
oder Landsberg oft nicht in der sind sie nun weiterhin vollwertige
Nähe ist“, bekräftigt Michael Vosta,
27, Vizevereinsvorsitzender der guten Grund, bei bestimmten Ak-
Mitglieder und haben somit einen
Niederhofener Wehr, diesen neuen tivitäten trotzdem dazuzustoßen.“
Einsatzschwerpunkt.
Überhaupt sei die gute Kameradschaft
innerhalb der Schwabniederhofener
Feuerwehr, aber auch
Vorbild bei Integration
von Frauen
innerhalb des kompletten Dorfes,
eine sehr vorbildliche. „Hier kann
sich Jeder auf Jeden verlassen, völlig
gleich ob Mann oder Frau, ob
jung oder alt – und dieses blinde
Vertrauen ist für unsere Arbeit,
Während manch andere Feuerwehren
über diese Entwicklung
nicht zu Unrecht schimpfen, sehen
es die Schwabniederhofener professionell.
„Wir sind gut ausgebildet
in Erster Hilfe, frischen das alle
zwei Jahre auf und wenn wir nun
mal die Ersten sein können, um
Leben zu retten, tun wir das natürlich
gerne“, sagt an dieser Stelle
Quirin Zörr. Der erst 22-Jährige ist
seit gut einem Jahr Vorsitzender
des Schwabniederhofener Feuerwehrvereins,
der sich erst vor
rund zwei Jahren gegründet hat.
Anlass dazu: Das bevorstehende
Jubiläumsfest zum 150-jährigen
Bestehen der Wehr. Aber auch
der gute Grund, so altersbedingt
ausgeschiedene Aktive weiterhin
an die kameradschaftliche Gruppe
zu binden. „Früher war es oft so,
Passend zum Jubiläum: Neue Bilder im alten Look.
aber auch über das Engagement
in der Feuerwehr hinaus, schlichtweg
goldwert“, betont Manfred
Lang. Apropos Frauen: Mit derzeit
vier aktiven Damen von insgesamt
37 Aktiven, sind die Schwabniederhofener
mit ihrer Frauen-Quote
in Feuerwehren echte Vorbilder.
Und das nicht erst seit gestern.
„Wir waren ganz generell eine der
ersten Feuerwehren in der Region,
die Frauen in den aktiven Dienst
integriert haben.“
Maschinenhalle statt
Festzelt
Dass im beschaulichen Ortsteil an
der Schönach Mann und Frau sowie
Alt und Jung an einem Strang
ziehen, ist auch die Basis für die
> > > WICHTIGE INFOS ZUM FEST
Stahl und Glas für
Haus und Garten
Qualität nach Maß mit bestem Service und Beratung
Wir gratulieren der
Freiwilligen Feuerwehr
Schwabniederhofen
herzlich zum Jubiläum!
Organisation des Jubiläumsfestes
über nun doch
drei Tage. „Weil alle anderen
Feuerwehren in unserem
Bezirk ihre runden Jubiläen
bereits groß gefeiert haben,
wollten wir es eigentlich ruhiger
angehen lassen – doch
insbesondere bei Festbesuchen
anderer Feuerwehren konnten
wir so viele gute Ideen für unser
eigenes Fest aufschnappen,
dass es letztlich doch ein ganzes
Festwochenende geworden ist“,
sind sich Quirin Zörr und Michael
Vosta einig. „An dieser Stelle auch
gleich der Dank an unser Mitglied
Robert Waldmann, dessen Maschinenhalle
im Saliterweg wir
ausräumen und zu einer Festhalle
mit Platz für 500 Leuten umfunktionieren
dürfen.“ Los geht’s am
Freitag, 3. Oktober, um 18 Uhr mit
einem Weinfest. Für musikalische
Unterhaltung sorgen an diesem
Abend die Xafranzl-Musi aus Hohenfurch
sowie die überregional
bekannteren Blech-Bätscher, die
Blas- und Partymusik gleichermaßen
beherrschen und für ordentlich
Stimmung sorgen werden.
Am Samstag, 4. Oktober, sind ab
11 Uhr alle Nostalgiebegeisterten
zu einem offenen Oldtimertreffen
samt Rundfahrt eingeladen. Über
Mittag spielt hier die Musikkapelle
Altenstadt zünftig auf, ehe es
am Abend, ab 19 Uhr, so richtig
laut werden wird beim Wiagsägschneide-Wettbewerb
samt musikalischer
Unterhaltung der Hohenfurcher
Blaskapelle. Das große
Finale zum 150-Jährigen startet
aber am Sonntag, 5. Oktober, mit
Kirchenzug (Aufstellung um 9 Uhr
an der Festhalle), Gottesdienst in
der Heilig-Kreuz-Kirche (9.30 Uhr),
Frühschoppen (11 Uhr) in der Festhalle
und großem Festumzug (14
Uhr) mit allen im Altlandkreis ansässigen
Feuerwehren samt Musikkapellen,
Pferdegespannen und
Trommlerzügen. Wer danach noch
Lust hat, ist recht herzlich zum
Festausklang mit „Woazn Blosn“
eingeladen – eine Bläsergruppe
mit Musikanten aus dem kompletten
Schongauer Altlandkreis. js
Tischreservierungen für das Weinfest sowie Anmeldungen für den
Wiagsägewettbewerb nimmt die Freiwillige Feuerwehr Schwabniederhofen
unter info@ffw-schwabniederhofen.bayern entgegen.
Birkenweg 26 –86972 Schwabniederhofen
Tel. 08861/1214–Fax: 08861/900125–www.mannseichner.de
september / oktober 2025 | 21
> > > ALLERLEI IM ALTLANDKREIS
Bräuche, Feste, Frauenroman und Sport
Deutschlands größter Kaltblutfohlenmarkt
Waldfest im Sachsenrieder Forst
Rottenbuch | Er steht für Tradition und Brauchtum, für buntes Markttreiben,
ausgelassene Stimmung im Bierzelt, aber auch für tränenreiche
Abschiede: Der Fohlenmarkt in Rottenbuch, der als größter Kaltblutfohlenmarkt
Deutschlands weit über die Grenzen des Schongauer
Altlandkreises hinaus bekannt und beliebt ist – und traditionell am ersten
Freitag des Monats September nicht nur Rosserer und Rossbegeisterte
in seinen Bann zieht. Heuer am
Freitag, 5. September, mit Auftrieb
der Fohlen um 10 Uhr sowie Versteigerung
ab 12 Uhr. Anschließend spielt
die Musikkapelle Rottenbuch im be-
wirteten Festzelt, während drumherum
rund 70 Fieranten ihre
Produkte zur Schau len und verkaufen.
steljs
Sachsenried | Um das größte zusammenhängende
Waldstück der Region ranken sich viele Mythen.
Umso aufregender dürfte für Viele die Location
des alljährlichen Waldfestes
der Musikkapelle Sachsenried
sein, das heuer am
Sonntag, 7. September, stattfinden
wird. Und zwar unter
freiem Himmel inmitten
des Sachsenrieder Forstes,
genaugenommen am ehemaligen
Waldbahnhof. Los
geht’s bereits um 9.30 Uhr
mit einer feierlichen Feldmesse.
Anschließend spielt
die Musikkapelle Altenstadt zum Frühschoppen
und Mittagessen (ab 12 Uhr), nachmittags (ab 14
Uhr) dann die Sachsenrieder Musikkapelle zu Kaf-
fee und Kuchen. Die Anreise
ist ausschließlich via Fahrrad
oder zu Fuß möglich, da es
vor Ort keine Pkw-Parkplätze
gibt. Eine mögliche, witterungsbedingte
Absage wird
online unter www.musikkapelle-sachsenried.de
veröf-
fentlicht. Herzlich eingeladen
sind Alt und
Jung aus Nah und
Fern.
js
Eishockeyvereine starten
in die neue Saison
Peiting / Schongau / Peißenberg | Die Herrenmannschaften
des EC Peiting, der EA Schongau sowie der Peißenberg
Miners starten im September und Oktober in die
neue Eishockeysaison 2025 / 2026. Los geht's für die Peitinger
in der Oberliga Süd, der dritthöchsten Spielklasse
Deutschlands, am Freitag, 19. September, um 19.30 Uhr
mit einem Heimspiel gegen die Stuttgart Rebels. Für die
Schongauer Mammuts beginnt die Bayernligasaison am
Sonntag, 12. Oktober, um 17.30 Uhr mit einem Heimspiel
gegen den ESC Kempten. Und die Peißenberg Miners,
ebenfalls in der Bayernliga aktiv, empfangen zum Auftakt
am Sonntag, 12. Oktober, um 17.30 Uhr den EHC
Waldkraiburg. Weitere Infos, auch zum Kauf von Saisonkarten,
halten die Social-Media-Kanäle und Internetseiten
der Vereine wie www.ec-peiting.de, www.schongau-mammuts.de
und www.peissenberg-miners.de
bereit. Bis dahin trainieren die Teams fleißig, bestreiten
mehrere Testspiele. Ein Highlight: Das Vorbereitungs-
Derby zwischen der EA Schongau und dem
EC Peiting am Freitag, 12. September, um 20
Uhr im Eisstadion Schongau.
js
Open Airs und Ballermann-Party –
die Gewinner
Altlandkreis | Rock, Pop, Electro und ein Hauch
von „Malle“: Im Juli und August war partymäßig
so Einiges geboten im Schongauer Altlandkreis.
Dazu passend verlosten wir je zwei Tickets für das
Freibad-Open-Air „Esconova“ in Altenstadt – gewonnen
haben in diesem Falle Christian Schneider
aus Bad Bayersoien und Michaela Heißerer
aus Prem. Das Losglück für je zwei Zwei-Tages-
Tickets für das legendäre Böbing Open Air war
heuer auf der Seite von Gerda Gößwald aus
Birkland und Reiner Hettmer aus Peiting. Und
zur Ballermann-Party des Bad Bayersoier Burschenvereins
mit Malle-Star Nancy Franck durf-
ten, jeweils mit Begleitperson, Franziska Linder
aus Steingädele und Maria
Brigitte Geiger aus
Schwabbruck. Wir gratulieren
recht herzlich
und bedanken
uns fürs Mitmachen.
js
Dreieckmusi im Kulze
Schwabniederhofen | Kaum
ein Ziach-Spieler polarisiert
mit seiner herausragenden
Art zu musizieren
so sehr wie der
Südtiroler Herbert Pixner.
Das besondere aus Sicht
der „altlandkreis“-Leser
an dieser Stelle: Man muss
nicht zwingend weite Wege auf sich nehmen, um erstklassige
Musik dieser Art live hören zu können. Die Dreieckmusi
aus Epfach mit Ziachspieler Fabian Eglhofer, Gitarrist
Daniel Schmid und Tubist Ulrich Linder schlagen mit ihrer
überwiegend eigens komponierten Musik sehr stark in die
Kerbe des „Herbert Pixner Projekts“. Und sind vom musikalischen
Niveau betrachtet gar nicht so weit weg von
den international bekannten Stars. Beweis gefällig? Am
Samstag, 27. September, spielt das Trio aus den Lechrain-
gemeinden Epfach, Reichling und Apfeldorf im kultigen
Kulze, Sankt Florian-Weg 1, in Altenstadt, Ortsteil
Schwabniederhofen. Eintritt bei freier wahl: 12 Euro. Beginn: 19 Uhr.
Platzjs
22 | altlandkreis
Staffelsprint um Schlammweiher
Peiting | Die Skiclubs in Peiting und Wildsteig veranstalten
im jährlichen Wechsel ein Run & Bike.
Heuer sind wieder die Peitinger dran, die dazu alle
sportbegeisterten Mountainbiker und Läufer am
Samstag, 20. September, auf 13 Uhr (Startnummernausgabe
ab 11.30 Uhr) zum Schlammweiher an der
Schnalzstraße im Südwesten von Peiting (oberhalb
der Ammer, des Kalkofenstegs) recht herzlich einladen.
Gestartet wird, in Alters- und Geschlechterklassen
unterteilt, immer in Zweier-Teams, bestehend
aus Läufer und Biker (Helmpflicht). Wobei auch
Mixed-Teams aus männlich und weiblich gewertet
werden. Kinder und Schüler laufen eine 600-Meter-
Runde sowie fahren eine 1400-Meter-Runde. Jugendliche
und Erwachsene laufen 1100 Meter und
biken 2500 Meter. Alle Rundstrecken führen über
Wiesen, Waldböden und Schotter, sind ohne nennenswerte
Steigungen und Abfahrten für jedermann
geeignet. Infos und Anmeldung (bis Donnerstag, 18.
September) unter www.skiclub-peiting.de sowie
www.rennmeldung.de. Für Kurzentschlossene sind
auch Nachmeldungen am Tag des Wettkampfs bis 12
Uhr möglich.
js
Stadlfest an Litzauer Schleife
„Morgen sind wir
wild und frei“
Niederpöcking | Die in Niederpöcking lebende
SPIEGEL-Bestsellerautorin Stephanie
Schuster hat nach ihrer erfolgreichen Trilogie
von „Die Wunderfrauen“ sowie ihrem
Roman „Glückstöchter – einfach Leben“ nun
ein weiteres, im Fischer-Verlag erschienenes
Werk auf dem Büchermarkt veröffentlicht:
Es heißt „Morgen sind wir wild und
frei“, ist 520 Seiten
dick und für 17 Euro
ab sofort in allen
regionalen Buchhandlungen
sowie
online erhältlich.
Der Roman spielt
um 1909 und handelt
von drei mu-
tigen Frauen zwi-
schen Emanzipation
und Wahlrecht, Aufbruch
und Abenteuer
sowie Liebe und
Freundschaft.
>>> „altlandkreis“ verlost drei Exemplare.
Schicken Sie uns bis 15. September eine
Postkarte mit dem Stichwort „Stephanie
Schuster“ an „altlandkreis“, Birkland 40,
in 86971 Peiting. Oder eine Mail an info@
altlandkreis.de. Angabe der Adresse bitte
nicht vergessen! Das Los entscheidet,
der Rechtsweg ist
ausgeschlossen. Viel Erfolg! js
Smarte Energie
für Ihr Zuhause
Ihr Photovoltaik-Partner
im 5-Seen-Land
Facebook/Insta: eniosol
OLFGANG
ENKE
0172 88 03 92 5
sanieren@w-denke.de
www.w-denke.de
86972 Schwabniederhofen
UMBAU
SANIERUNG
RENOVIERUNG
ENTRÜMPELUNG
01 Photovoltaik
02 Batteriespeicher
03 Wärme
04 E–Mobilität
Niederhofener Str. 6-8
86972 Altenstadt
08861 — 713 77 04
eniosol.de
Burggen | Oberhalb der Litzauer Schleife, inmitten
idyllischer Natur (südöstlich von Burggen), laden
die Organisatoren des Rosstags in Burggen am
Sonntag, 14. September, zu ihrem traditionellen
Stadlfest. Das Fest beginnt um 10.15 Uhr mit einer
feierlichen Feldmesse. Im Anschluss erwartet
die Gäste ein zünftiges Stadlfest mit kulinarischen
Schmankerln wie Kesselfleisch, aber auch Spezialitäten
aus einer Feldküche sowie aus einem historischen
Erdäpfeldämpfer. Für musikalische Unterhaltung
sorgen die Musikkapelle Burggen sowie
die Alphornbläser aus Ingenried, außerdem treten
Jugend- und Erwachsenengruppe des örtlichen
Trachtenvereins auf. Außerdem wird als Hommage
an den Rosstag, der wieder 2027 stattfinden wird,
eine im Original erhaltene Bandbremse
so präsentiert, wie sie einst in der
Landwirtschaft zum Einsatz kam.
js
Wir suchen Sie!
e_87x100_2024.indd 1 30.10.24 09:30
Für unseren Standort in Peiting suchen wir (m/w/d)
• Mitarbeiter in der Produktionslogistik
• Maschinenbediener Stanzerei
• Teamleiter Accounting /
Finanzbuchhaltung
• Business Controller
PEITING • BUCHING • AUGSBURG • TSCHECHIEN • USA • CHINA
september / oktober 2025 | 23
– ANZEIGE –
Geriatrische Kompetenz in der Krankenhaus GmbH
Gut versorgt im Alter
Weilheim / Schongau | Die Gesellschaft
altert. Damit steigen auch
die Anforderungen an eine ganzheitliche
medizinische Versorgung
älterer Patienten. Die Krankenhaus
GmbH Weilheim-Schongau hat
früh auf diesen Wandel reagiert
und ein standortübergreifendes
Kompetenznetzwerk rund um das
Thema Altersmedizin aufgebaut. In
seiner gebündelten Form ist dieses
einzigartig im Oberland.
Ein starker Verbund
für ein starkes Altern
Im Zentrum des Angebots stehen
gleich vier ineinandergreifende
Bausteine: Die Klinik für Akutgeriatrie
im Krankenhaus Weilheim,
die Klinik für Geriatrische Rehabilitation
im Medizinischen Zentrum
SOGESUND in Schongau, das Zentrum
für Alterstraumatologie sowie
– ganz neu – die geriatrische
Sprechstunde im MVZ Schongau.
„Wir begleiten unsere Patientinnen
und Patienten nicht nur während
eines akuten Krankenhausaufenthalts,
sondern schaffen auch
durchgängige Übergänge in Reha,
Nachsorge und Alltag. Alles aus einer
Hand, alles mit kurzen Wegen“,
betont Dr. Sebastian Mühle, Chefarzt
der Kliniken für Akutgeriatrie
und Geriatrische Rehabilitation.
Seit April bietet er zusätzlich zur
stationären Versorgung eine neue
geriatrische Sprechstunde im MVZ
Schongau an. Diese ist eine wichtige
Schnittstelle zwischen ambulanter
und stationärer Versorgung
älterer Patienten. Gleichzeitig dient
sie als Anlaufstelle bei speziellen
Sonderveröffentlichung der
Dr. Sebastian Mühle bietet seit
April 2025 eine Sprechstunde für
Patienten der Altersmedizin an.
Fragstellungen und gesundheitlichen
Problemen im Alter.
Von der Akutversorgung
bis zur Reha
Die Klinik für Akutgeriatrie in Weilheim
ist spezialisiert auf ältere
Patientinnen und Patienten, die
aufgrund akuter Erkrankungen ins
Krankenhaus müssen, etwa nach
Stürzen, Operationen oder bei internistischen
Notfällen. Hier steht
nicht nur die Behandlung der Akuterkrankung
im Fokus, sondern
auch das, was im Alter darüber
hinaus zählt: Mobilität, Selbstständigkeit
und Lebensqualität. Hierfür
steht ein multiprofessionelles Team
aus den Bereichen Pflege, Physio-
und Ergotherapie, Sozialdienst,
Psychologie, Ernährungsberatung
und spezialisierte Altersmedizin
zur Verfügung.
> > > KONTAKT
Ergänzt wird dieses Angebot durch
die Klinik für Geriatrische Rehabilitation
im Medizinischen Zentrum
SOGESUND in Schongau. Deren
Schwerpunkt ist die Wiedergewinnung
der Selbsthilfefähigkeit und
Mobilität der Patienten. Auch hier
kümmert sich ein multiprofessionelles
Team aus Pflegfachkräften,
Physiotherapeuten, Ergotherapeuten,
Psychologen, Ernährungsberatern,
Mitarbeitern des Sozialdiensts
und spezialisierten Altersmedizinern
um die Patienten. Sie sorgen
dafür, dass ältere Menschen
nach einem Klinikaufenthalt wieder
möglichst selbstständig in ihr
gewohntes Umfeld zurückkehren
können.
Zentrum für Alterstraumatologie:
Spezialversorgung
bei Knochenbrüchen
Ein besonderes Angebot ist das
Zentrum für Alterstraumatologie,
das als interdisziplinäre Kooperation
der Klinik für Akutgeriatrie und
der Klinik für Unfallchirurgie im
Krankenhaus Weilheim organisiert
ist. Ältere Patienten mit Frakturen
– etwa nach Stürzen – werden dort
nicht nur chirurgisch versorgt, sondern
erhalten im Anschluss eine
intensive geriatrische Behandlung.
Dieses Modell hat sich bewährt: Es
reduziert Komplikationen, fördert
die Mobilität und verkürzt die Verweildauer
im Krankenhaus.
Geriatrische Sprechstunde im MVZ – Ärztezentrum Schongau
Jeden Freitag, MVZ – Ärztezentrum Schongau
8.00 bis 16.00 Uhr Telefon: 08861 / 215 - 9602
Termine nach Vereinbarung E-Mail: Schongau@meinmvz.one
Geriatrische Sprechstunde:
Nachsorge mit Konzept
Neu im Angebot ist seit April 2025
die geriatrische Sprechstunde im
Medizinischen Versorgungszentrum
(MVZ) in Schongau. Sie richtet
sich an ältere Menschen nach
einem Krankenhaus- oder Reha-
Aufenthalt oder bei altersmedizinischen
Fragestellungen im Alltag.
„Wir analysieren in der Sprechstunde
den aktuellen Gesundheitszustand
sehr genau. Dabei
nutzen wir funktionelle Tests zu
Mobilität, Sturzrisiko, Hirnleistung
und Selbsthilfefähigkeit“, erklärt
Dr. Mühle. „Mit Hilfe der Tests erkennen
wir frühzeitig Risiken und
entwickeln ein maßgeschneidertes
Therapiekonzept inklusive Medikamentenanpassung,
sozialmedizinischer
Beratung und Organisation
von Hilfsmitteln.“
Die geriatrische Sprechstunde findet
jeden Freitag von 8 bis 16 Uhr
im MVZ – Ärztezentrum Schongau
statt. Ob Rollator, Sitzhilfe,
Greifzange oder Gehschiene – die
Sprechstunde bietet Hilfe bei der
Auswahl und Beantragung von
orthopädischen Hilfsmitteln. Auch
Kurze Wege
sind im MVZ –
Ärztezentrum
Schongau
sichergestellt.
Ein Arzt mit Fachexpertise und
Empathie für seine Patienten: Dr. Mühle.
ambulante Physiotherapie kann
direkt mitvermittelt werden. Der
große Vorteil: Alles geschieht aus
einer Hand – mit kurzen Wegen,
schneller Rückkopplung zu Klinik
oder Hausarzt und persönlicher
Betreuung durch erfahrene Altersmediziner.
Ein Angebot, das in der
Region seinesgleichen sucht
Mit diesem integrierten Konzept zur
Altersmedizin nimmt die Krankenhaus
GmbH eine Vorreiterrolle in
der Region ein. „Eine geriatrische
Sprechstunde, gekoppelt mit einer
geriatrischen Akutklinik, einer Reha
und einem Alterstraumazentrum,
gibt es sonst nirgends im Oberland“,
betont Dr. Mühle. Das Angebot
sei nicht nur medizinisch wertvoll,
sondern auch ein Beitrag zur
Sicherung der Lebensqualität älterer
Menschen im ländlichen Raum.
In Zeiten des demografischen
Wandels ist das laut Dr. Mühle eine
starke Antwort auf die Frage, wie
medizinische Versorgung für ältere
Menschen künftig aussehen kann:
„Wohnortnah, abgestimmt und
menschlich.“
> > > DAS HEIMATRÄTSEL
Ruhe bewahren!
> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG
Zwei neuwertige Trinkwasserbrunnen zum Auffüllen
der Radel- oder Wanderflaschen hatten wir in unserer
Juli / August-Ausgabe abgebildet und wollten von
Ihnen wissen, wo diese sich befinden. Brunnen A in
Gestalt eines Froschkönigs steht am Lechstausee Urspring.
Brunnen B in Bad Bayersoien, westlich der B23
Altlandkreis | In der Regel geht
von Wildschweinen keine Gefahr
für uns Menschen aus. Der Grund:
Die Tiere bemerken uns Zweibeiner
beim Spaziergang durch den
Wald meist frühzeitig und ergreifen
aus Angst vor uns die Flucht,
bevor es zum Sichtkontakt kommt.
Gänzlich auszuschließen ist ein
Angriff der Tiere auf Menschen
trotzdem nicht. Allen voran dann,
wenn Bachen (weibliche Wildschweine)
ihre Frischlinge verteidigen
möchten, was überwiegend
im Frühjahr der Fall ist, wenngleich
Bachen inzwischen hierzulande
das ganze Jahr über Junge
zur Welt bringen. Eine weitere
Gefahr kann von Wildschweinen
ausgehen, wenn sie von uns Menschen
erschreckt werden und sich
dadurch bedroht fühlen – allen
voran Keiler, die männlichen Wildschweine,
können dann zum Angriff
ansetzen. Der wäre wiederum
niemandem zu wünschen, weil
die Tiere mit ihren messerscharfen
Hauern (aus dem Maul ragende,
selbstschärfende Zähne) sowie
ihrer enormen Kraft im Schulterbereich
Menschen ohne weiteres
tödlich verletzen könnten. Sollte
es tatsächlich zu einer Begegnung
zwischen Ihnen und einem Wildschwein
kommen, raten wir folgendes:
Ruhig bleiben, langsam
zurückgehen ohne das Tier dabei
aus den Augen zu verlieren und
sich so den notwendigen Respektabstand
zu verschaffen. Sollte das
Tier tatsächlich aktiv angreifen,
hilft nur noch die blitzartige Flucht
auf einen Baum. Davon abgesehen
weisen in einigen Waldgebieten
der Region Schilder auf
erhöhtes Vorkommen von Wildschweinen
hin. Eines davon
haben wir neulich entdeckt,
für Sie festgehalten, hier
abgebildet und möchten
nun von Ihnen wissen: Wo
versteckt sich diese Wild-
am Wohngebiet unterhalb des Aubichl. Gewusst hatten
das in diesem Falle nur wenige. Unter anderem Roland
Bair aus Burggen, dem wir recht herzlich zum Gewinn
des Spezialitätenkorbs der Schönegger Käse-Alm mit
Almbutter, Heumilch-Camembert, Erdbeer-Konfitüre,
Alprahm-Käse und Gipfelstürmer gratulieren.
schwein-Warntafel aus
Holz, die einem klassischen
Verkehrsschild so gar nicht
ähnlich sieht? Kleiner Tipp:
In unmittelbarer Nähe befindet
sich eine Parkbucht.
Schicken Sie uns eine Postkarte
mit der Lösung und
dem Stichwort „Heimaträtsel“
an „altlandkreis“,
Birkland 40, in 86971 Peiting.
Oder eine Mail an info@
altlandkreis.de. Adresse mit Telefonnummer
bitte nicht vergessen!
Zu gewinnen gibt es einmal mehr
einen leckeren Spezialitätenkorb
der Schönegger Käse-Alm, bestückt
mit König-Ludwig-Bierkäse,
Bergler, Obazda, Hartwurst, Brotzeitbier
und Knabbertalern. Das
Los entscheidet, der Rechtsweg ist
ausgeschlossen. Viel Erfolg!
js
> > > IMPRESSUM
der „altlandkreis“ ist ein Medium von
„altlandkreis“
Birkland 40 in 86971 Peiting
Telefon: 08869 / 91 22-16
Fax: 08869 / 91 22-17
Mail: info@altlandkreis.de
Stand bei Drucklegung im Aug. 2025.
Änderungen und Fehler vorbehalten.
Auflage: 28000 Exemplare
Geplanter Erscheinungstermin der nächsten Ausgabe
November / Dezember 2025: Freitag, 31. Oktober 2025
(Anzeigenschluss: 13. Oktober 2025) – für eingesandte
Manuskripte wird keine Haftung und keine Erscheinungsgewähr
übernommen.
Herausgeber: Peter Ostenrieder
Redaktion: Johannes Schelle, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)
Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler, Rainer Hornberger
Mitarbeiter dieser Ausgabe:
Ernst-Dietrich Limper, Christian Rauch
Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder,
Kurt Zarbock, Irmgard Gruber, Alexander Berndt,
Heidi Berndt
Druck: Gebr. Geiselberger GmbH,
Martin-Moser-Str. 23, 84503 Altötting
Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH,
Am Weidenbach 8, 82362 Weilheim
Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose
Verteilung an alle Haushalte im Altlandkreis
Schongau und einzelnen angrenzenden
Gemeinden
Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten
sowie Erscheinungstermine und weitere
technische Angaben finden Sie auf unserer
Webseite www.altlandkreis.de.
Fotos: Felix Baab, Johannes Schelle, Adobe Stock, Joanna
pics, Tierkörperbeseitigungsanlage Kraftisried, Nils
Schwarz, Verkehrspolizeiinspektion Weilheim, Freiwillige
Feuerwehr Schwabniederhofen, Astrid Horbach, Dr.
Helmut Stahl, Skicub Peiting, Michael Kögel, Schönegger
Käse-Alm, Matthias Sachse, Ernst-Dietrich Limper, Gerulf
Hänel, Leonhardiverein Wildsteig, Stefan Strauß, Christian
Rauch, Bettina Eder, Deutsche Bundeswehr/Kästner,
Christian Manitz, Beate Bentele, Barbara Jansen, Fred
Joch, Sepp Mair, Katrin Kirner, Ökumenische Sozialstation,
Berufsschule Weilheim, Zimmerei Bertl, Gaplast, Netzwerk
Schule-Wirtschaft für Weilheim-Schongau
www.altlandkreis.de
september / oktober 2025 | 25
Gartenweg 10
86975 Bernbeuren
Tel: 08860 922570
dreher-haustechnik.de
Die Lehre des Buddha
verstehen, üben, anwenden:
Es ist der Weg zu innerem
Frieden und spiritueller Tiefe
mit Hilfe von Meditation,
Kontemplation und Studium.
SANITÄR HEIZUNG SPENGLEREI
Wir installieren
Zukunft!
Premium Pellets
Holzbriketts
Heizöl, Bontherma ® s´frei
Dieselkraftstoffe
AdBlue ®
Schmierstoffe
Dharma-Tor Zentrum
für buddhistische Meditation und Studien
Info: www.dharma-tor.com Kontakt: info@dharma-tor.de
Huttenried 2, 86980 Ingenried
Neuer Gleichmäßigkeitswettbewerb
Monte Rigi Classic
Hohenpeißenberg | Wenn am 13.
September zwischen 9 und 17 Uhr
Motorengeräusche entlang der
Bergstraße auf den Hohen Peißenberg
hinauf aufheulen, feiert der
Motorsportclub Bayerischer Rigi
nicht nur sein 50-jähriges Vereinsjubiläum
sondern auch eine
spannende Premiere: Zum ersten
Mal richtet der Verein eine „Monte
Rigi Classic“ aus. Damit gemeint:
Eine Gleichmäßigkeitsfahrt für
historische Autos, die den Ort in
ein Zentrum für Oldtimerfreunde
verwandeln wird. Gegründet wurde
der MSC im Jahre 1975 unter
motorsportbegeisterten Freunden.
„In den 1980er Jahren war
Motorsport angesagt, da ist jeder
zum MSC gekommen“, erinnert
sich Andrea Kuchler, die seit 1984
Mitglied ist und seit 2020 als erste
Vorsitzende die Geschicke des Vereins
leitet. Anfangs standen Orientierungsfahrten
und Rallye-Sprints
im Mittelpunkt, später folgte die
Oberland-Rallye, die es bis zur
Deutschen Rallye-Meisterschaft
schaffte. „Das war unser sportlicher
Höhepunkt“, so Kuchler.
Doch die Rahmenbedingungen
änderten sich. „Motorsport hatte
irgendwann keine Lobby mehr,
Genehmigungen waren kaum
noch zu bekommen“, erklärt sie.
Der Verein suchte neue Wege
und fand sie im Oldtimerbereich.
1995 lud der MSC anlässlich seines
20-jährigen Jubiläums erstmals
zu einem Oldtimertreffen ein –
damals noch im kleinen Rahmen
auf einer Wiese am Bahnhof. „Wir
hätten nie gedacht, dass daraus so
etwas Großes wird“, erinnert sich
Kuchler. Über die Jahre wuchs die
Veranstaltung kontinuierlich, 2018
zog sie auf den großen Parkplatz
am Hohen Peißenberg um und
lockte zuletzt knapp 1 000 Fahrzeuge
und mehrere tausend Besucher
an. Auch heute engagiert sich der
MSC weit über die eigenen Grenzen
hinaus: Er unterstützt Veranstaltungen
wie die Pfaffenwinkel
Classik und das Bergrennen in
Mickhausen. „Ohne uns gäbe es
viele dieser Events nicht“, betont
Ali Schachtner, Oldtimerreferent
des Vereins.
Gleichmäßigkeit statt
Geschwindigkeit
Mit der Monte Rigi Classic erfüllt
sich der MSC nun einen lang
gehegten Traum. „Die Idee hatten
wir schon 2022, aber erst
jetzt, passend zum 50-Jährigen,
konnten wir sie umsetzen“, berichtet
Kuchler. Gefahren wird
auf einer 1,8 Kilometer langen
Strecke vom Start über die
„Dorsch-Gerade“ bis zum Ziel
am Schellehaus. „Es geht nicht
darum, wer am schnellsten ist“,
betont Schachtner. „Gewonnen
hat, wer seine Zeit am genauesten
wiederholt. Schon eine halbe
Sekunde Abweichung kann entscheidend
sein.“ Zunächst absolvieren
die Fahrer einen Probelauf,
danach müssen sie die ermittelte
Zeit in drei Wertungsläufen
möglichst exakt bestätigen. Zugelassen
sind 100 Fahrzeuge mit
Straßenzulassung, darunter zehn
Vorkriegsautos. Einer der Starter
reist eigens aus der Schweiz an.
„Wir haben querbeet alles – vom
Fiat 131 TC bis zum Mercedes-Flügeltürer“,
verrät Matthias Sachse,
der gemeinsam mit Ali Schachtner
hauptverantwortlich für die Organisation
der Gleichmäßigkeitsfahrt
zuständig ist. Für die Zuschauer
wird einiges geboten: Zwei große
Videoleinwände am Start und Ziel
sowie acht Kameras entlang der
Strecke sorgen dafür, dass die
Fahrzeuge jederzeit im Blick
bleiben. Shuttlebusse – betrieben
von der Firma Ortner
mit modernen E-Bussen –
bringen die Besucher bequem
und nachhaltig vom Tal hin-
26 | altlandkreis
Voller Vorfreude: Oliver von Zerboni di Sposetti, Ali Schachtner, Andrea
Kuchler, Florian Jungbauer und Sylvia Neumeier vom MSC.
auf. Unten wie oben sorgen sechs
Ortsvereine für Essen und Getränke.
„Uns war wichtig, dass es eine
Veranstaltung für den ganzen Ort
wird, nicht nur für den MSC“, betont
Kuchler. Das Fahrerlager befindet
sich am unteren Parkplatz,
wo die Zuschauer die Oldtimer aus
nächster Nähe bestaunen können.
„Für viele ist es ein Highlight, die
Autos nicht nur vorbeifahren zu
sehen, sondern auch im Stand zu
bewundern“, sagt Florian Jungbauer.
Besonderer Höhepunkt
vor dem Start: Der Überflug eines
Doppeldeckers, vorausgesetzt, das
Wetter spielt mit.
Flair der Bergrennen
von Früher
Die Atmosphäre des Gleichmäßigkeitswettbewerbs
soll letztlich
so nah wie möglich an die
legendären Bergrennen früherer
Zeiten erinnern. „Wir wollen, dass
die Zuschauer das Gefühl haben,
wieder mittendrin zu sein – so wie
damals, als der Motorsport noch
fester Bestandteil unserer Region
war“, beschreibt Oliver von Zerboni
di Sposetti. Viele der Gäste
kommen nicht nur wegen der
Fahrzeuge, sondern auch wegen
des besonderen Flairs, das ein
solches Event in Hohenpeißenberg
entfaltet. Die Mitglieder des MSC
eint die Liebe zum historischen
Motorsport. Andrea Kuchler fährt
einen Opel Commodore von 1973.
Oliver von Zerboni di Sposetti, seit
2023 dabei, tritt mit einem Fiat
Abarth 1000 TC von 1971 an. „Ich
bin der Einzige aus dem Verein,
der mitfahren darf, alle anderen
arbeiten rund um die Strecke“,
erzählt er. Ali Schachtner kann auf
eine beeindruckende Vergangenheit
im Motorsport und Eisspeedway
zurückblicken, wo er gemeinsam
mit Jungbauer an den Start
ging. Jungbauer selbst fährt einen
Autobianchi A112 von 1983. „Für
mich ist es ein Stück Jugend, das
ich mit meinem Auto immer wieder
aufleben lasse.“ Auch seine
Partnerin Sylvia Neumeier kennt
die Faszination seit Kindertagen.
„Ich bin schon früher mit meiner
Mutter Orientierungsfahrten gefahren.
Jetzt freue ich mich, Teil
des MSC zu sein und an diesem
Jubiläum mitzuwirken.“
Nachwuchsgewinnung
größte Herausforderung
Die Organisation der Monte Rigi
Classic ist in der Tat ein Gemeinschaftswerk.
Rund 40 Mitglieder
helfen, dazu engagieren sich
sechs Ortsvereine mit Ständen und
Programmpunkten. Der Gewinn
wird vollständig gespendet – unter
anderem an soziale Projekte
im Pfaffenwinkel. „Das gehört
für uns einfach dazu“, sagt Kuchler.
Gleichzeitig denkt der Verein
auch an die kommenden Jahrzehnte.
„Nachwuchsgewinnung
ist eine der größten Herausforderungen
– für junge Leute ist der
Einstieg schwer, die Kosten für
Führerschein und Fahrzeuge sind
hoch“, erklärt Schachtner. „Aber
ein Oldtimer ist auch ein Dauerprojekt
– er wird nie fertig, was
den Reiz auch ausmacht.“ Andrea
Kuchler ergänzt an dieser Stelle,
„dass wir uns über jeden freuen,
der Interesse zeigt, die Türen des
MSC stets offen stehen“. Insofern
ist die Monte Rigi Classic mehr als
nur eine Motorsportveranstaltung
– sie ist ein Zeichen für Zusammenhalt,
Tradition und Leidenschaft.
Und ein Blick in die Zukunft
des MSC. Am 13. September 2025
wird der Hohe Peißenberg zum
Treffpunkt für alle, die Benzin im
Blut haben. Und für alle, die die
Faszination von Oldtimern hautnah
erleben möchten.
edl
september / okt 2025 | 27
NACHHALTIGE MODE FÜR DIE MODERNE FRAU
Slow Fashion aus
Merino-Wolle
Designed in Dänemark
Made in Europe
ALTSTADT SCHONGAU
ECKE WEINSTRASSE/AMTSGERICHTSTRASSE
ÖFFNUNGSZEITEN
MO-FR 9.30 - 18 UHR
SA 9.30 - 14 UHR
Wintermode aus 100%
Yak-Wolle ‒ unglaublich
weich ‒ purer und
nachhaltiger
als jede
andere
Wollart.
Streuobstwiese „Lugensee“ – ein Vorzeige-Biotop
Artenreiche
Ausgleichsfläche
Rott | Die über 70-jährigen Rotter
werden es noch wissen: Das
Schwimmen und Schlittschuhlaufen,
das lernten sie im und auf
dem Lugensee. Ein einst natürliches
Gewässer nordöstlich des
1700-Einwohner-Dorfes am Lech,
das bei anhaltenden Regenfällen
eine Größe von bis zu zwei Fußballfeldern
erreichte. Bei anhaltender
Hitze trocknete es jedoch
fast vollständig aus. Für landwirtschaftlich
effizientere Nutzung
wurde der See letztlich um 1960
herum im Rahmen einer Flurbereinigung
via Drainagen und
Materialauffüllung weitgehend
trockengelegt. Damit war der Lugensee
für lange Zeit Geschichte –
und mit ihm ein wertvoller Ort der
Naherholung sowie Lebensraum
für zahlreiche Tiere und Pflanzen.
Auf Trockenlegung folgt
Mekka der Artenvielfalt
Einige Jahrzehnte später aber, im
Jahr 2005, wurde das Lugensee-
Grundstück auf Drängen des örtlichen
Obst- und Gartenbauvereins
sowie des ehemaligen zweiten
Bürgermeisters Jakob Hirschauer
von der Rotter Gemeinde gekauft.
Ihr dient die Fläche einerseits für
Regenrückhaltung, um Bewohner
und deren Häuser vor potentiellem
Hochwasser besser schützen
zu können, und andererseits als
ökologische Ausgleichsfläche für
Flächenversiegelung durch Neubauten.
Die Frage im Rahmen des
gemeindlichen Erwerbs, wer sich
um die Pflege des Areals kümmert,
wurde damals rasch beantwortet:
Der örtliche Obst- und
Gartenbauverein mit derzeit rund
290 Mitgliedern, von denen sich 50
Männer und Frauen unterschiedlichen
Alters in verschiedensten
Bereichen aktiv engagieren. Und
die heuer mit großem Stolz auf
„20 Jahre Streuobstwiese Lugensee“
blicken können – eine Zeit, in
der in unzähligen ehrenamtlichen
Arbeitsstunden das einst trockengelegte,
drei Hektar große Areal
zu einem echten Mekka der Artenvielfalt
umgestaltet wurde. Im südlichen
Bereich findet zum Beispiel
die gehörnte Mauerbiene wieder
eine bunte Mischung aus wilden
Kräutern und Blumen vor. Salbei,
Glockenblumen, Margeriten, Lichtnelken,
Wiesenstorchschnäbel,
Hornschotenklee oder Wiesenschaumkraut
sind an dieser Stelle
nur wenige Bespiele. „Von 1960
bis 2005 wurde das Areal intensiv
bewirtschaftet, heute mähen wir
die Wiesenblumen und Kräuter
ganz bewusst nur noch zwei Mal
im Jahr – Mitte Juni für Heuernte,
Mitte September für Silo oder
Grummet“, bekräftigt Rotts Gartenbauvereinsvorsitzender
Gerulf
Magischer Moment: Sonnenaufgang über der Streuobstwiese „Lugensee“.
28 | altlandkreis
Führt wieder Wasser: Der Lugensee im Osten der Gemeinde Rott.
Hänel das gezielte Stehenlassen
für den Erhalt der dort erreichten
Artenvielfalt.
100 Obstbäume mit
200 Sorten
Am Tag des „altlandkreis“-Besuchs
führt auch der einst trockengelegte
Lugensee wieder Wasser,
gleicht einem filmreifen Wasserloch
der afrikanischen Savanne
und ist schlichtweg wunderschön
anzuschauen. Auch, weil ein in
Oberbayern eher selten anzutreffendes
Rostganspärchen majestätisch
über die Wasseroberfläche
schwimmt – und einen bunten
Strauß an heimischen Singvögeln
bei der Jagd nach fliegenden Mücken
beobachtet. Spatzen, Meisen,
Schwalben, Rotkelchen, Grünfinken,
Amseln, Elstern, Buchfinken,
Schwalben – hier sind beinahe
alle heimischen Arten vertreten.
Plötzlich, von halblinks kommend:
Ein auffallend großer Rotmilan,
der über den Lugensee hinweg
gleitet und mit seinen sehkräftigen
Augen den von hohem Gras
bedeckten Boden absucht. Der
Aasfresser scheint auf der Suche
nach Beute zu sein. Wühlmäuse,
Blindschleichen, Zauneidechsen,
Heuschrecken, Frösche, Kröten,
Molche, Wasserschnecken oder
Regenwürmer? „Die größte Besonderheit
unseres Biotops ist,
dass wir im Bereich des tieferliegenden
Wasserlochs viele feuchte,
sumpfige Stellen haben, während
es hier oben im Westen deutlich
magerer und trockener ist“, erklärt
an dieser Stelle Christa Hänel, die
den Rotter Obst- und Gartenbauverein
zwischen 1994 und 2011
geleitet hat, somit federführend
mitverantwortlich war für die gelungene
Lugensee-Gestaltung. Der
dabei größte Schwerpunkt lag auf
dem Pflanzen von Obstbäumen.
100 Hochstämme, aufgeteilt in 86
Apfelbäume, acht Birnbäume, vier
Kirschbäume und zwei Zwetschgenbäume,
sind es mittlerweile.
„Hochstämme haben den Vorteil,
dass der Landwirt oder auch wir
maschinell um den Stamm herummähen
können, ohne dabei
Äste zu berühren und sie zu verletzen.“
Noch viel wertvoller aber
ist, dass viele dieser Obstbäume
unterschiedliche Sorten tragen.
„Wir haben sogar einzelne Bäume
mit bis zu zehn verschiedenen
Apfelsorten“, so Gerulf Hänel über
gekonnte Veredelung.
Schüler lieben den
Dracula-Apfel
Der Genpool-Erhalt von rund 200
(!) verschiedenen Sorten ist den
Rottern besonders wichtig, weil
die üblichen Supermarkt-Äpfel nur
noch von sechs bis acht verschiedenen
Sorten abstammen. „Wenn
die mal krankheits- oder witterungsbedingt
eingehen, haben
wir ein echtes Apfelproblem.“ Ein
weiterer Vorteil laut Christa Hänel:
„Wir kennen Apfelallergiker, die
beim Verzehr unserer alten, ungespritzten
Sorten wie Boskop, Goldparmäne
oder Prinz-Albrecht keine
Die Streuobstwiese ist reich an Kräutern, Blumen und Gräsern.
Probleme haben.“ Der beliebteste
Apfel unter den jüngsten Besuchern
ist jedoch ein anderer: Der
Blutapfel, der seinem Namen alle
Ehre macht, weil er innen wie außen
blutrot ist, entsprechend auch
daraus gepresster Apfelsaft rotfarbig
ist. „Geschmacklich zwar mau,
weil neutral, lieben den Dracula-
Apfel in der Tat die Schulkinder aus
Rott und Umgebung sehr – bis zu
fünf Klassen pro Jahr nutzen unsere
Streuobstwiese als grünes Klassenzimmer.“
Direkt vom Baum empfehlenswert
sei auch der Frühapfel
„Helios“, der viel besser schmecke
als der klassische Klarapfel. Ebenso
der quietschgelbe Seestermüher
Zitronenapfel, der jedoch nicht
sauer schmeckt. Oder die große,
optisch ansprechende wie knackige
„Biesterfelder Renette“, die für
ihr intensives, ausgewogenes Aroma
aus süß und sauer bekannt ist.
Geerntet werden die Äpfel je nach
Reifezeit zwischen August und Oktober.
Zum Teil vom Rotter Obstund
Gartenbauverein, zu einem
anderen von Spaziergängern. Der
Rest bleibt letztlich der Natur. „Hier
ist jeder willkommen, der Natur erleben
möchte, deshalb ist das Areal
auch nicht eingezäunt.“ Wichtig sei
nur, dass die Artenvielfalt von den
Leuten geschätzt, nichts kaputtgetrampelt,
vermüllt oder herausgerissen
wird. Ein wenig geschützt
ist diese in der Region einzigartige
Vorzeige-Streuobstwiese dank
dichten Bäumen und Sträuchern
im Westen sowie Buschbäumen im
Süden trotzdem. „Mit den naturbelassenen
Einfriedungen möchten
wir Bürger dazu anregen, ihre
eigenen Gärten im Sinne einer
ökologischen Vielfalt einzuzäunen.“
Buschbaum statt Stahl, Beton,
Kunststoff? „Ganz genau, was
einige im Dorf bereits verwirklicht
haben.“ Ein anderer schöner Nebeneffekt
des Projekts außerdem:
Dass die Rotter Kinder auf dem
im Winter zugefrorenen Lugensee
wieder Schlittschuhlaufen können.
So wie damals.
js
september / okt 2025 | 29
Zu „500 Jahre Treueschwur“
Die Kriegsverweigerer
©OpernwerkstaÊamÊRhein ZweiÊMännerÊ©ChrisanÊSchwier DieÊDreigroschenoperÊ©FLTB
DonÊGiovanniÊ©FLTB
Hohenpeißenberg | Unterdrückung,
Ausbeutung,
nahezu keine Rechte: Das
Leben der Bauern war vor
mehr als 500 Jahren besonders
hart. Doch nicht alle
ließen sich von der Obrigkeit
an der Nase herumführen,
forderten Gleichgesinnte
dazu auf, sich gegen die
Unterdrückung des Adels zu
wehren. So schlossen sich
im Jahre 1524 insbesondere
im Bereich des heutigen
Südwestdeutschlands zahlreiche
Bauern zusammen,
um gegen den Adel in den
Krieg zu ziehen. Als Waffen
dienten ihnen zunächst
hofeigene Werkzeuge und
Geräte wie Sensen und
Mistgabeln – nach ersten
Erfolgen durch Plünderung
und Brandschatzung von
Burgen und Städten erbeuteten
sie auch schärfere Waffen wie
Hellebarden, Schwerter und erste
Formen von Feuerwaffen. Und
rückten damit immer weiter vor.
Stattgefunden hat der Bauernkrieg
auch im Gebiet des heutigen,
westlichen Pfaffenwinkels.
Der „Allgäuer Haufen“, wie die
kriegerischen Bauern genannt
wurden, zogen unter anderem
> > > FESTGOTTESDIENST & FESTAKT
Treueschwur-Erinnerung an der Außenwand
der Wallfahrtskirche auf dem Berg.
Anlässlich „500 Jahre Treueschwur“ sind am Kirchweihsonntag, 19.
Oktober, alle Interessierten recht herzlich zu einem Festgottesdienst
in die Wallfahrtskirche auf dem Hohen Peißenberg eingeladen. Die
Messe hält Barnabas Bögle, Abt des Klosters Ettal. Anschließend:
Festakt mit historischem Vortrag von Kreisheimatpfleger Klaus Gast
und musikalischer Umrahmung von Gruppen des Lechgau-Trachtenverbands.
Beginn ist um 10.30 Uhr. Eintritt: frei.
über Füssen nach Steingaden,
plünderten und brandschatzten
dort das Kloster und machten sich
daraufhin weiter auf in Richtung
Schongau. Um diesen Feldzug,
der logischerweise von Beginn an
auch mit vielen Toten und Verletzten
in den eigenen Reihen verbunden
war, erfolgreich weiterzuführen,
waren die Bauern darauf
angewiesen, dass sich ihnen immer
mehr kampfeswillige
Männer anschließen. Als
sie vor den Toren Schongaus
angelangt waren, forderten
sie die Bauern rund um den
Hohen Peißenberg auf, sich
dem Bauernaufstand anzuschließen.
Doch die Hohenpeißenberger
weigerten sich
aus zwei nachvollziehbaren
Gründen: Zum einen dienten
sie der Kirche, die damals
nicht ganz so ausbeuterisch
und brutal gewesen zu sein
scheint wie das Regiment
des Adels im benachbarten
Allgäu. Vor allen Dingen
aber waren die Hohenpeißenberger
Bauern klug genug
um zu wissen, dass sich
von Seiten der Wittelsbacher
ein militärisches Heer aufstellen
würde, gegen das sie
in keinster Weise eine Chance
hätten. Letztlich trafen sich die
Anführer des Allgäuer Haufens mit
Vertretern der Hohenpeißenberger
Bauern nicht auf dem Hohen
Peißenberg wie öffentlich dargestellt,
sondern an einem großen,
weißen Stein bei Peiting-Hohenbrand
– und schworen an dieser
Stelle ihrer Obrigkeit, den Wittelsbachern,
die Treue.
Lockerung der
Leibeigenschaften
Sicherlich erstaunlich: Dass die
Vertreter des Allgäuer Haufens
diese Entscheidung hingenommen
haben und die Hohenpeißenberger
Bauern aus Frust nicht
verteufelten oder gar töteten.
Dagegen weniger schön: Dass
die Wittelsbacher die Kriegsverweigerung
der Hohenpeißen-
30 | altlandkreis
berger zu Propaganda-Zwecken
nutzten, diese als Treueschwur
an sie selbst überregional publik
machten – unterdrückt
und ausgebeutet wurden die
Bauern in der Folge trotzdem,
sowohl von Seiten der Kirche
als auch von Seiten des Adels.
Dennoch war dieser Kriegsverzicht
der ger Bauern die sicherlich klügere
Entscheidung. Einerseits
retteten sie so ihr eigenes
Leben, andererseits setzten
Hohenpeißenber-
sie ein Zeichen der Mensch-
lichkeit hinsichtlich „Frieden
schaffen ohne Waffen“. Denn
der Aufstand des Allgäuer
Haufens, der ohne Unterstützung
der Hohenpeißenberger
Bauern lechabwärts weiterzog,
endete letztlich so, wie von
den Hohenpeißenbergern vorausgeahnt:
Er wurde von den Heeren
des Schwäbischen Bundes sowie
von anderen Landesherren brutal
niedergeschlagen. Zahlreiche
Bauern wurden im Zuge dessen
getötet, hingerichtet, verstümmelt.
Ein kleiner Trost für die Hinterbliebenen
der Bauernkriegs-
opfer immerhin: Dass letztlich in
den darauffolgenden Jahrzehnten
doch einige Forderungen
der Bauern, zum Beispiel die
Lockerung der Leibeigenschaft,
schrittweise umgesetzt
wurden. Und auch die Propaganda
der Wittelsbacher,
die grundsätzlich heuchlerisch
war, brachte mittel- bis
langfristig etwas positives mit
sich: Sie machte den Hohen
Peißenberg überregional bekannt
und letztlich zu dem beliebten
Wallfahrtsort, der er
bis heute ist. „Vor dem Treueschwur
stand dort oben eine
kleine Kapelle, für die sich
überregional kaum jemand
interessierte“, sagt Hohenpeißenbergs
Bürgermeister
Thomas Dorsch. In der Zeit danach
aber: Bau der bis heute über den
Pfaffenwinkel trohnenden Wallfahrtskirche.
Die weltweit ältesten
Wetterbeobachtungen durch die
Augustiner Chorherren des Klosters
Rottenbuch. Der Hauptsitz des
Lechgau-Trachtenverbands in Hohenpeißenberg.
Alles Dinge, die
laut Überlieferung auf die Nachwirkungen
des Kriegsverzichts der
damals hier heimischen Bauern
zurückzuführen sind.
Festgottesdienst in Zeiten
der Waffenrüstung
Weil sich dieses Ereignis heuer
zum 500. Mal jährt, berichteten
bereits Tages- und Wochenzeitung
darüber. Die Gemeinde feierte anlässlich
dazu die „Hetten-Woche“
am Stiefelweiher, dem künstlich
angelegten Badesee am westlichen
Fuße des Hohen Peißenbergs.
Und es wird am Kirchweihsonntag,
19. Oktober, um 10.30
Uhr einen Festgottesdienst in der
Wallfahrtskirche auf dem Hohen
Peißenberg mit Barnabas Bögle,
Abt des Klosters Ettal, sowie einem
anschließenden Festakt mit musikalischer
Umrahmung von Volksmusikgruppen
aus dem Gebiet des
Lechgau-Trachtenverbands samt
historischem Vortrag von Kreisheimatpfleger
Klaus Gast zu „500 Jahre
Treueschwur“ geben. Hierzu ist
die breite Masse der Bevölkerung
recht herzlich eingeladen. Und
kann diesen Rahmen der Festmesse
auch dazu nutzen, ein Zeichen
zu setzen für ein Miteinander in
Frieden, für einen bewussten Verzicht
auf Waffen. Denn aufgrund
der massiven Waffenrüstung, aufgrund
des europanahen Kriegs
in der Ukraine, sowie aufgrund
zahlreicher waffengeprägter Unruhen
weltweit wackelt das friedliche,
demokratisches Miteinander
in Europa, Deutschland und dem
Pfaffenwinkel so stark wie seit den
Wirren des Zweiten Weltkriegs
nicht. Und deren Ausmaße waren
weitaus gravierender als die des
Bauernkriegs vor 500 Jahren. js
Direkt.
Persönlich.
Nah.
Fanschuhstr. 16, 86956 Schongau
T: + 49 8861 2374 0
M: info@beckstein-sporer.de
www.beckstein-sporer.de september / oktober 2025 | 31
Zu 100 Jahre Leonhardi Wildsteig
„Schönster Tag im Jahr“
Wildsteig | In der Zeit vor
dem Zweiten Weltkrieg
durften an Leonhardi ausschließlich
Männer mitreiten.
In Wildsteig gab es
aber zwei junge Mädels,
die derart Pferde-narrisch
gewesen waren, dass
sie unbedingt trotz dieses
allgemein bekannten
Frauenverbots mitreiten
wollten. Dem damaligen
Vize-Bürgermeister von
Wildsteig war diese ungebrochene
Liebe und
Leidenschaft zu Pferd und
Brauchtum bewusst, drückte deshalb
ein Auge zu und erlaubte
den beiden, bestens getarnt und
als Männer verkleidet mit Lederhose,
Joppe, Mantel und Hut
mitzureiten. Leider ist es dazu nie
gekommen, weil noch im selben
Jahr, 1939, der Zweite Weltkrieg
ausgebrochen war – und im Zuge
dessen jegliches Vereinsleben untersagt
wurde von der Nazi-Partei
NSDAP. Erzählgrund dieser eher
traurigen Anekdote aus anno dazumal
ist ein umso freudigerer
Anlass im Hier und Jetzt: Ein geschichtsträchtiger
runder Geburtstag
– der Leonhardiritt in Wildsteig
fand erstmals vor exakt 100 Jahren
statt. Wenngleich der Grund der
Gründung noch weiter, nämlich
102 Jahre, zurückreicht: Wildsteig
bekam damals mit Meinrad
Klein einen neuen Pfarrer, der in
einem mit Almrosen geschmückten
Landauer (Kutsche mit vier
Sitzplätzen) von Steingaden nach
Wildsteig kutschiert wurde – und
im Rahmen dieser Fahrt von über
100 (!) Reitern auf prächtig herausgeputzten
und geschmückten
Pferden begleitet wurde. „Dieses
Ein Pfarrer, der sich traut: Josef Fegg (Mitte) wird
auch dieses Jahr wieder mitreiten.
Bild muss derart beeindruckend
gewesen sein, dass die Wildsteiger
beschlossen haben, so etwas
in Zukunft regelmäßig machen zu
wollen“, erzählt Xaver Gindhart,
amtierender Vorsitzender des Leonhardivereins
Wildsteig. Daraus
geboren ist letztlich der Wildsteiger
Leonhardiritt, der erstmals im
Jahre 1925 stattfand – und damit
der älteste Leonhardiritt im Schongauer
Altlandkreis ist. Sowohl der
Rottenbucher (seit 1947) als auch
der Schongauer (seit 1979) sind
später ins Leben gerufen worden.
Vorbereitung beginnt
bei Hufbeschlag
Der Name „Leonhardi“ bezieht
sich allerdings nicht auf einen
Primizianten, sondern auf den
Heiligen Sankt Leonhard, der im
römisch-katholischen Glauben als
Schutzpatron für Haus, Hof und
Nutztier verehrt wird. Insofern ist
der Leonhardiritt eine alte Glaubenstradition,
an der die Wildsteiger
seit 1925 nahezu ungebrochen
festhalten. „Ausgefallen ist der Ritt
lediglich während des Zweiten
Weltkriegs und Corona –
ansonsten lassen wir ihn
immer stattfinden, auch
bei schlechtem Wetter“,
bekräftigt Xaver Gindhart
den für ihn schönsten Tag
im ganzen Jahr. Ein Tag,
der für die hiesigen Rosserer
bereits ein bis zwei
Wochen vorher beginnt.
Nämlich mit dem Hufbeschlag
der am Ritt teilnehmenden
Pferde. Und
dem Putzen, Reparieren
und Polieren von Sattel,
Halfter oder auch Geschirr
für all jene, die bei Leonhardi nicht
reiten, sondern einen festlich geschmückten
Wagen als Kutscher
führen. Gewaschen werden die
Reit- und Fahrpferde dagegen erst
am Abend vor dem Ritt. „Wir spritzen
sie wasserdruckreduziert mit
dem Hochdruckreiniger ab, was
sie in vollen Zügen genießen, weil
es für sie wie eine Massage ist. Andere
verwenden Gartenschlauch
oder Putzkübel mit Schwamm“,
sagt Franziska Mayr aus Wildsteig-Kreut,
die heuer ihre zwei
braunen Kaltblutstuten Perla und
Josie für den großen Jubiläumsritt
herausputzen wird. Weiter gehen
die Vorbereitungen schließlich in
den frühen Morgenstunden am
Tag des Umrittes selbst, wenn
gegen 4.30 Uhr bis zu zwölf Zöpfe
aus Hanf in die zuvor gestriegelten
Mähnen eingeflochten werden.
Sind die Pferde startklar, schlüpfen
die Reiter in die Volltracht ihres jeweiligen
Heimatvereins, die Frauen
ins Dirndl – und werfen, insbesondere
in der Früh, noch einen
dicken Mantel über. Die Kreuter
und Peustelsauer (wie Xaver Gindhart)
reiten dann in einer Kolonne
32 | altlandkreis
Bilder aus vergangener Zeit
zeigen recht eindrucksvoll,
wie detailgetreu die Wildsteiger
diesen 100 Jahre
alten Brauch aufrechterhalten
und gepflegt haben.
mit bis zu 20 Pferden gemeinsam zu Roß an diesem Tag, ab 10.30
über Wildsteig-Hausen zum Aufstellplatz
– eine Wiese südlich und
unterhalb der Gemeindehalle. Der
Rekord liegt bei 140 Teilnehmern.
Uhr einen rund einstündigen Gottesdienst
samt Pferdesegnung ab.
Danach, gegen 11.30 Uhr, wird der
Umritt durch Wildsteig hindurch
„Die vergangenen Jahre waren fortgesetzt, führt wieder hinunter
es meist so 110 bis 120“, so Xaver Richtung Aufstellplatz, gen Süden
weiter Richtung Sportplatz,
Gindhart über die Rosserer, die
auch aus außerhalb von Wildsteig kurz davor wieder links hinauf ins
teilnehmen: Unterammergau, Wohngebiet, vorbei an Dorfmetzgerei
Rottenbuch, Böbing, Bad Bayersoien,
Steingaden, Prem, Trauchgau,
Schwangau, Burggen, Bernbeuren,
Peiting, Schongau, Forst,
und Kirchplatz zurück zur
Schulwiese. Dort angekommen,
bekommen Reiter und Besucher
die wohlverdiente Stärkung. Es
vereinzelt bis aus Großweil oder gibt traditionell Wiener mit Semmeln,
Miesbach. „Die weiter Entfernten
Bier, alternativ auch Spezi,
reisen mit Viehanhänger an, Fanta, Wasser, Apfelschorle. „Zwei
haben in der Regel Stammkundenparkplätze
auf den Höfen der
Wildsteiger Bauern.“
Mal, das war 1992 und 2007, hatten
wir so viel Neuschnee, Eis
und Kälte, dass es nur eine kurze
Segnung für die Pferde gab.“ Eine
Auch bei Schnee und Absage sei jedoch nie im Raum
Eiseskälte
gestanden. „Wir ziehen unseren
Leonhardiritt immer durch, weil es
Sind alle bereit, reitet der Tross uns in erster Linie um den Erhalt
um Punkt 10 Uhr vom Aufstellplatz
über Wiesweg und Kirchbergstraße
der religiösen Tradition geht, nicht
um das Event für die Besucher.“
zur Schulwiese hinauf. Dort Letztere sind selbstverständlich
hält Pfarrer Josef Fegg, selbst hoch trotzdem herzlich eingeladen.
„Bei gutem Wetter kommen locker
1200 Zuschauer“, schätzt Xaver
Gindhart. Heuer findet der Leonhardiritt
in Wildsteig am Sonntag,
19. Oktober, ab 10 Uhr statt.
Bereits einen Monat vorher, am
13. September, feiert der Leonhardiverein
mit geladenen Gästen
in der örtlichen Gemeindehalle
sein 100-Jähriges. „Mit allen uns
bekannten Reitern aus Wildsteig
und Umgebung, die uns seit vielen
Jahren die Treue halten und
diesen wunderschönen Brauch
mit uns gemeinsam pflegen.“
An diesem Abend wird sicherlich
auch die eine oder andere weitere
Anekdote erzählt. Zum Beispiel
die, als der Leonhardiritt vom Aussterben
bedroht war. „Als in den
1960er und 1970er Jahren der Bulldog
das Süddeutsche Kaltblut als
Arbeitstier ersetzt hat, haben viele
Landwirte ihre Pferdehaltung aufgegeben
– allein in Wildsteig reduzierte
sich die Anzahl der Pferde
von rund 250 auf 40.“ Um den
Umritt damals aufrechtzuerhalten,
habe Wildsteig mit Steingaden die
Vereinbarung getroffen, „dass wir
beim Ulrichsritt, dafür die Steingadener
bei uns teilnehmen“. Seither
sei es völlig normal, dass auch
Nicht-Wildsteiger am Leonhardiritt
im höchstgelegenen Dorf des Pfaffenwinkels
(860 Meter Seehöhe)
teilnehmen. Vorausgesetzt, die
Halter kommen ausschließlich mit
den Pferderassen Süddeutsches
Kaltblut oder Haflinger. Auch das
ist eine alte Tradition, die in Wildsteig
nicht gebrochen wird. js
september / oktober 2025 | 33
Zu „100 Jahre Leonhardi“ in Wildsteig
Frischgeschnitzter Schutzpatron
Wildsteig | Wenn Thomas Ort
keine Touristen durch Schloss
Neuschwanstein führt, steht er
mit Stemmeisen und Klüpfel am
selbstgebauten Schnitzbock. Die
gemütlich eingerichtete Werkstätte
im Erdgeschoss seines Wohnhauses
befindet sich an der Riedstraße
12 in Wildsteig. Als der Zeiger auf
9.30 Uhr springt, wirft er intuitiv
einen kurzen Blick auf seine alte
schweizer Wanduhr. „Um halb
Zehn mach ich immer meine Kaffeepause“,
sagt er, setzt sich an
den Drehhocker vor die Werkbank
und schaut durch die großzügige
Fensterfront hinauf zu Deutschlands
größter Lourdesgrotte, die
im Hintergrund nochmals überragt
wird vom Wildsteiger Pfarrkirchturm.
„Neulich kam in genau diesem
Moment der Postbote vorbei
und meinte, dass er gerne auch
so ein schönes Leben hätte wie
ich.“ Was der Mann in Schwarz-
Gelb jedoch nicht erkannte: Dass
Holzbildhauermeister Thomas Ort
die Kaffeepause nicht nur zu Erholungszwecken
nutzt, sondern auch
zum intensiven Nachdenken – die
Umsetzung seiner kunsthandwerklichen
Aufträge, die beginnen
schließlich in seinem Kopf. „Das
ist die Arbeit, die keiner sieht und
auch keiner bezahlen möchte“,
sagt er, grinst, blickt nochmals auf
die Wanduhr, dreht sich Richtung
Schnitzbock zurück und macht sich
wieder, stehend, an die sichtbare
Arbeit: Einen 97 Zentimeter großen
Heiligen Sankt Leonhard zu
schnitzen. Auftraggeber ist der
Leonhardiverein Wildsteig, der
zum 100-Jährigen am Sonntag,
19. Oktober, diesen bis dahin fertiggeschnitzten
und -bemalten
Schutzpatron für Haus, Hof, Rind
34 | altlandkreis
Holzbildhauermeister Thomas Ort beim Schnitzen des Leonhards.
München und Selbstständigkeit als
freischaffender Künstler. Erst mit
eigener Werkstätte im Kloster- und
Künstlerdorf Polling, seit 1993 hier
in Wildsteig.
„Sitzen in einem
fragilen Schiff“
und Pferd auf einem prächtig geschmückten
Wagen den Zuschauern
präsentieren möchte.
Thomas Ort, geboren in Mittenwald,
großgeworden in Murnau
am Staffelsee, ist letztlich wegen
der Liebe zu seiner sehr heimatverbundenen
Frau nach Wildsteig
gezogen. Als Holzbildhauer arbeitet
er bereits seit Anfang der
1980er Jahre – die Ausbildung
absolvierte er im Schnitzerdorf
Oberammergau, wo er auch eini-
Als beim Freistaat angestellter
Schlossführer ist er bei Menschen
aus aller Welt gefragt, erzählt in
Deutsch und Englisch alles Wisge
Jahre als Geselle
senswerte über den Kini, den
werkelte. Dann:
Bau und die Einrichtung dieses
Meisterschule in
märchenhaften
Königsschlosses.
Im Rahmen seiner Bildhauerarbeiten
fragen Kunden aus ganz
Deutschland sowie dem deutschsprachigen
Raum bei ihm an. Der
klassische Herrgottsschnitzer ist
der heute 61-Jährige jedoch schon
lange nicht mehr. „Ist nicht mehr
gefragt, ehrlich gesagt auch nicht
mehr zeitgemäß.“ Die in Schuhgröße
37 nachgemachten Busi-
ness-Pumps fertigte er für eine
einst gut bezahlte Bänkerin aus
Tirol. Anlass des Auftrags? „Der
Arbeitsplatz der Dame in diesen
schicken Pumps wurde wegrationalisiert.“
Die originalgetreu nachgeschnitzten
Schuhe dienen der
Dame somit als Erinnerungsstück
an vergangene Tage. Die handgemachten
Totenköpfe, die Thomas
Ort in seinem mit Bildern beklebten
Auftragsbuch vorzeigt, gingen
an einen Kunden aus Hamburg.
Wieder andere Arbeiten „behalte
ich einfach für mich“. Zum Beispiel
einen rechteckigen Block mit der
Inschrift „Stürmische Zeiten“ und
einem kleinen, fragilen, holzgeschnitzten
Papierschiffchen. Es
symbolisiert sehr treffend die gesellschaftspolitische
Entwicklung
im Hier und Jetzt, die moralisch,
wirtschaftlich wie machthaberisch
auf quasi Kante genäht ist, national
wie international. „Und wir sitzen
in genau dieser stürmischen Zeit
nun drin in diesem fragilen Schiff,
das jederzeit untergehen kann,
aber nicht untergehen muss.“ Die
zusammengeknüllte Getränkedose
im Maßstab 2:1 steht wiederum
für die westliche „Wegwerfgesellschaft“,
die alles hat, sich immer
mehr kauft, und viel zu viel Neuwertiges
wieder entsorgt. Insofern
jede Menge zeitgemäße Arbeiten,
die zum Nach- und Umdenken anregen.
Und trotzdem ist dieser Auftrag
des Heiligen Sankt Leonhards
von nochmals größerer Bedeutung
für Thomas Ort, „weil er aus den
Reihen des eigenen Dorfes kommt,
insofern eine große Ehre für mich
ist“.
„Wichtig, dass er nicht
so steif dasteht“
Trotz beruflicher Doppelbelastung
ist Thomas Ort gut in der
Zeit. An diesem Freitagvormittag
sind bereits zwei Drittel des Heiligen
St. Leonhards, gefertigt aus
heimischem, im Jahr 2006 geschlagenen
Lindenholz, geschafft.
„Grundsätzlich werden Bildhauerarbeiten
in die drei Phasen Raushauen,
Anlegen und Fertigwerden
unterteilt – ich bin gerade beim
Anlegen, wo es darum geht, mit
immer kleineren, filigraneren
Stemmeisen der Figur den finalen
Schliff zu verpassen, sie an die
finalen Maße anzupassen.“ Bis
zur Mittagspause steht an diesem
Freitagvormittag das rechte Ohr
auf dem Programm, das Thomas
Ort gezielt und wohldosiert mit
Klüpfel und nur wenige Millimeter
breitem Stemmeisen Span
um Span herausschlägt. Dadurch
verändert sich auch automatisch
die Frisur des Heiligen St. Leonhards
– von der lässigen, langhaarigeren
Beatles-Frisur zur eher
klassischen Kurzhaar-Hut-Frisur,
die dem hier heimischen, eingefleischten
Trachtler bekanntlich
besser gefällt. Auch auffallend:
Die Dynamik, die in dieser eigentlich
starren Heiligenfigur erkennbar
ist. „Mir war wichtig, dass er
nicht so steif dasteht“, bestätigt
Thomas Ort die Beobachtung von
„altlandkreis“-Redakteur Schelle:
Über das geradestehende Standbein
kippt die Figur das linke Becken
nach außen, die linke Schulter
hängt nach unten, der Kopf
blickt leicht nach links, während
der rechte Fuß des sogenannten
Spielbeins auf einem flachen Stein
steht. Passend zur Sage des Heiligen
Sankt Leonhards verpasst ihm
Tomas Ort auch einen Heiligenstab,
einen Heiligenschein und
eine in zwei geteilte Kette. Laut
Überlieferung heißt es nämlich:
Beteten Gefangene den Heiligen
Sankt Leonhard an, sprengte es
deren Kette und sie waren wieder
frei. Auch das gehört also zum Beruf
des Bildhauers – sich über die
Bedeutung der jeweiligen Figur
weit über das allgemeinbekannte
Wissen hinaus zu informieren.
Thomas Ort hat hierfür extra ein
dickes, blau umschlagenes Buch
mit dem Titel „Das Jahrbuch der
Heiligen — große Gestalten für
jeden Tag“. Darin steht im Übrigen
auch geschrieben,
dass der Heilige Sankt
Leonhard nicht nur der
Schutzpatron von Bauern,
Hof, Vieh und Gefangenen,
sondern auch
Helfer für gute Geburten
sowie gegen das Aufkommen
von Geisteskrankheiten
sei. js
Maßstabsgetreue Größe: Thomas
Ort misst nach, ob die Proportionen
der Heiligenfigur stimmig
sind von Kopf bis Fuß.
Unsere Highlights im Herbst.
Bereit für neue Wege? Dein Audi wartet. Im Autohaus Heuberger GmbH – wo Vertrauen
und Qualität serienmäßig sind.
Sichere dir vom 12. September bis 13. Oktober 2025 attraktive Leasingskonditionen 1
und finde deinen Audi in unserem vielseitigen Gebrauchtwagenangebot. Wir freuen uns
auf deinen Besuch.
1
Gültig für Audi Mietfahrzeuge und Audi Werksdienstwagen der Modelle Audi A3, Audi A4, Audi A5,
Audi A6, Audi Q3 jeweils frühestens 2 Monate und spätestens 24 Monate nach Erstzulassung. Ausgenommen
sind S- und RS Modelle. Max. Gesamtfahrleistung bei Vertragsbeginn: 40.000 km. Für das
Fahrzeugalter gilt als Stichtag das Datum der Gebrauchtwagenleasingbestellung. Gültig vom 12.09.–
13.10.2025 (Gebrauchtwagenleasingbestellung), späteste Ummeldung 29.12.2025. Für private und
gewerbliche Einzelabnehmer. Nur bei teilnehmenden Audi Gebrauchtwagen :plus Partnern.
Alle Angaben basieren auf den Merkmalen des deutschen Marktes.
A
Audi Gebrauchtwagen :plus Wochen.
Autohaus Heuberger Füssen
Hiebelerstraße 65, 87629 Füssen
+49 8362 919229
anfrage@autohaus-heuberger.de
www.heuberger-fuessen.audi
Autohaus Heuberger Bernbeuren
Schongauer Straße 14, 86975 Bernbeuren
+49 8860 91920
bernbeuren@autohaus-heuberger.de
www.heuberger-bernbeuren.audi
september / oktober 2025 | 35
Trommler, Schützen & Musiker fliegen zur Steuben Parade
Geschichtsträchtige
Reise nach New York
Rottenbuch / Hohenfurch | Montagabend
am Stammtisch des
Rottenbucher Sportheims: In der
WhatsApp-Gruppe „Steuben Parade
2025“ herrscht reger Betrieb,
weshalb es die Blicke von Trommler
Stefan Schmid, Trommlermajor
Johannes Erhard und Schütze Stefan
Strauß immer wieder auf das
Display ihrer Smartphones zieht.
„Für die meisten von uns dürfte
es die erste große Reise, der erste
Flug sein“, sind sich die drei
einig. Damit bei der Beantragung
des Visums keine Fehler passieren,
„haben wir denen, die Hilfe
brauchen, angeboten, den Antrag
gemeinsam auszufüllen“. Die dafür
notwendigen Reisepässe der
Rottenbucher Reise-Neulinge sind
bereits gedruckt. „Viele hatten
noch keinen, weshalb unser Rathaus
im Frühjahr in wenigen Tagen
regelrecht gestürmt, rund 40
Pässe auf einmal beantragt wurden“,
berichten Schmid, Strauß
und Erhard, die im Rahmen des
„altlandkreis“-Interviews eine eigentlich
ganz andere Frage beantworten
wollten: Warum fliegen am
17. September 2025 Rottenbuchs
Bürgermeister Markus Bader, Rottenbuchs
Pfarrer Josef Fegg, 28
Rottenbucher Trommler und 16
Rottenbucher Schützen gemeinsam
mit 15 Musikern aus Hohenfurch
sowie der fast vollständigen
Blaskapelle aus Steinach, Mittelfranken,
ins Land er unbegrenzten
Möglichkeiten? „Das hängt
ursprünglich mit unserer Teilnahme
am Oktoberfestumzug 2022
zusammen“, verrät Mitorganisator
Stefan Schmid. Damals marschierte
der Rottenbucher Trommlerzug
direkt vor der MON-Musikkapelle,
bei der auch einige Musikanten
aus Steinach dabei waren. Deren
Dirigent Bernd Borst schwärmt
wiederum seit vielen Jahren davon,
an der Steuben Parade teilnehmen
zu wollen. Weil sich die
Rottenbucher mit den Steinachern
auch im Bierzelt nach dem Oktoberfestumzug
prächtig verstanden,
daraus eine Freundschaft
entstand, fragte Bernd Borst, „ob
das nicht auch für uns was wäre“.
Im Zuge dessen kam wiederum
auf, dass auch Stefan Strauß‘ Vater
in seiner Zeit als Schützenmeister
den Wunsch einer Steuben-Parade-Teilnahme
äußerte. „Und vor
dem Hintergrund, dass dies für
viele eine einmalige Chance ist, in
einer großen Gemeinschaft nach
New York zu reisen, hat keiner lange
überlegen müssen“, bekräftigt
Johannes Erhard. Damit der Trupp
von in Summe 100 Männern und
Frauen musikalischen Eindruck
hinterlassen kann in Übersee,
werden die nichtbesetzten Instrumente
der Steinacher Blaskapelle
von Hohenfurcher Musikanten
gespielt. „Der Kontakt nach Hohenfurch
ist wiederum über eine
private Freundschaft zustande gekommen.“
Selten, aber kein Novum
Die „German-American Steuben
Parade“, wie sie offiziell heißt,
steht für das größte kulturelle Fest
im Zeichen deutsch-amerikanischer
Freundschaft. Sie findet bereits
seit 1957 jährlich auf der für
ihre luxuriösen Geschäfte, Kaufhäuser,
Museen und historischen
Gebäude bekannten Fifth Avenue
im New Yorker Stadtteil Manhattan
statt. Benannt ist die Parade nach
dem ehemaligen preußischen
Offizier Friedrich Wilhelm von
Steuben, der im Amerikanischen
Unabhängigkeitskrieg (1775 bis
1783) eine wichtige Rolle bei der
Ausbildung der damaligen Kontinentalarmee
spielte. Die Parade
zieht seit jeher mehrere tausend
Teilnehmer und Besucher aus
ganz Deutschland, Österreich, der
Schweiz und USA in ihren Bann.
Neben dem klassischen Festumzug
laden viele weitere kulturelle
Veranstaltungen rund um diese
Parade zum Verweilen und Feiern
ein, unter anderem an München
angelehnte Oktoberfeste. Dass
dieses Jahr mit den Rottenbuchern
und Hohenfurchern auch einige
Männer und Frauen sich aus dem
bayerischen Oberland aktiv an der
Parade beteiligen, ist aus regionaler
Sicht eine Seltenheit, jedoch
kein Novum. Alte Tageszeitungsberichte
verraten, dass beispielsweise
die Gebirgsschützen sowie
das Jugendblasorchester aus Murnau
in den Jahren 1991 und 2017 an
der Steuben Parade teilnahmen.
Im Jahr 2019 war die Unterammergauer
Blaskapelle mit dabei. Und
auch heuer sind die hiesigen Teilnehmer
aus Hohenfurch und Rottenbuch
nicht die einzigen aus der
Region – auch der Spielmannszug
aus Mittenwald fliegt anlässlich
36 | altlandkreis
DEIN PARTNER FÜR DEN
SPASS AM
SPORT
Diese Trommler und Schützen aus Rottenbuch sowie die Musiker aus
Hohenfurch fliegen heuer nach New York, um dort an der legendären
Steuben Parade teilzunehmen.
seines 40-jährigen Vereinsjubiläums
in die knapp 8,5 Millionen
Einwohner starke Stadt.
Hoher logistischer
Aufwand
Einfach zu planen ist diese außergewöhnliche,
in Summe sechstägige
All-Inklusive-Reise samt
zweier Stadtführungen nicht.
„Um überhaupt die Chance auf
eine Teilnahme an der Steuben
Parade zu haben, gilt es sich bereits
mehr als ein Jahr im Voraus
bei ausgewählten, in Deutschland
ansässigen Reiseanbietern wie
Mercian zu bewerben“, wissen
Schmid, Erhard und Strauß, die
sich an dieser Stelle bei Dirigent
Bernd Borst für die federführende
Organisation und Buchung der
Reise bedanken möchten. Neben
benötigtem Reisepass sowie der
Beantragung eines gültigen Visums
ist diese Reise auch logistisch
betrachtet eine Herausforderung.
„Wir fahren bereits eine
Woche vorher unsere Trommeln
und Musikinstrumente mit einem
Kleinbus nach Steinach, weil die
Mittelfranken von Frankfurt aus
fliegen und den genehmigungspflichtigen
Instrumentenflugtransport
für uns übernehmen.“
Das Einführen von Hölzern sei bei
Flügen in die USA besonders kritisch.
„Was wir in allen Holzblasinstrumenten
verbaut haben.“ Hinzu
kommt die Größe diverser, nicht
wirklich koffergerechten Utensilien.
„Den Trommlermajor-Stab
haben wir in zwei geteilt und mit
einem Gewinde versehen, damit
wir ihn kompakt verstauen können“,
weiß Johannes Erhard. Und
auch das für das Aufgabegepäck
zu lange „Täfele“ der Rottenbucher
Trommler wird ohne Stil
transportiert. „Da kaufen wir vor
Ort einfach einen Schaufelstil, an
den wir unser Täfele dann montieren.“
Am Tag der finalen Abreise
treffen sich die Rottenbucher um
6.30 Uhr in der Früh an der Post,
fahren mit einem 55-Mann-Bus
sowie einem weiteren Kleinbus
dann über Hohenfurch zum Franz-
Josef-Strauß-Flughafen hinter
München, checken dort mit 65
Leuten am Lufthansa-Schalter
ein, gönnen sich im Air-Bräu ein
deftiges Weißwurstfrühstück und
heben planmäßig um 12 Uhr mit
einem Airbus A380 ab, um nach
neun Stunden Direktflug am John-
F-Kennedy-Flughafen in New
York zu landen – und von dort via
Shuttle zum Hotel zu kommen.
Kostenpunkt der Reise inklusive
Flug, Hotel samt Frühstück,
Teilnahme an der Steuben Parade
sowie Stadtführungen: 1600
Euro pro Person. Hinzu kommt
die Verpflegung zu Mittag und
Abend, „weshalb wir schon mit
mindestens 2200 Euro für diese
eine Woche pro Person rechnen“.
Wobei nicht alle an Tag sechs der
Reise wieder zurückfliegen. „Viele
verbinden den Trip nach New York
mit einer Weiterreise durch die
USA, unter anderem nach Florida,
Miami, Las Vegas, zu den Niagara-Fällen“,
weiß Stefan Schmid,
der als einer der wenigen bereits
mehrfach in den USA war und
in höchsten Tönen von Land und
Leuten schwärmt. „Die Größe, die
Vielfalt, die Freundlichkeit – der
Lifestyle der Amerikaner gefällt
mir einfach.“ Eindrücke, die schon
bald viele weitere Männer und
Frauen aus dem Oberland sammeln
werden. Insbesondere am
Samstag, 20. September, wenn
die Rottenbucher und Hohenfurcher
im Rahmen der Steuben
Parade Deutschland, Bayern und
den Pfaffenwinkel mit Trommeln,
Musikinstrumenten und fescher
Vereinstracht repräsentieren – und
dabei sicherlich auch die schönen
Erinnerungen der Murnauer wieder
wecken werden.
js
september / oktober 2025 | 37
Hiking, Running,
Biking und vieles
mehr ...
#Laufschuh- Analyse
#Fuss vermessung
#Bootfitting
#Ski-Service
#Snowboard-Service
#Racket- Service
#Flock- Service
An der Leithe 7 · 86956 Schongau
Telefon 08861 / 4585
www.sprengers-sportland.de
Ehrenamtlich aufgebautes Einsatzleitfahrzeug
Hightech auf
sechs Rädern
STARKE TECHNISCHE
LÖSUNGEN, DIE
GROSSES BEWEGEN
Leiste gemeinsam mit uns und unseren
nachhaltigen, mechatronischen Lösungen
deinen individuellen Beitrag für die
Sicherheit der Gesellschaft und wachse
mit jedem Projekt weiter über dich
hinaus. #wirsindVINCORION – Wann
können wir dich für uns gewinnen?
www.vincorion.com/karriere
Weilheim | Herzstück des Fahrzeugs
sind zwei große Bildschirme:
einer außen, einer innen,
direkt über einem Tisch. Im Einsatzfall
beraten hier der leitende
Notarzt und der Organisatorische
Leiter vom BRK-Kreisverband
Weilheim-Schongau und weitere
Einsatzkräfte über die Situation.
So auch vergangenen März in
Bernried. „Wir wurden alarmiert,
da eine ältere Person als vermisst
gemeldet wurde“, erklärt
Fachdienstleiter Martin Pickenhahn.
Es ging an die Gemeinde
am Starnberger See. „Dort haben
wir zusammen mit der Polizei auf
unserem Monitor, der an die Einsatzleitsoftware
angeschlossen ist,
Gebiete um den Ort eingeteilt.“
Die blauen Zonen auf dem Monitor
durchkämmten anschließend
Hundeführer mit ihren Suchhunden.
„Sie bekamen, wie immer
in so einem Fall, GPS-Geräte
und digitale Funkgeräte. Damit
können sie uns sofort Meldung
erstatten und wir sehen immer,
wo sie mit ihren Hunden gerade
sind.“ Im Fall in Bernried wurde
die Suche nach Stunden abgebrochen,
weil die Person unverletzt
wieder aufgetaucht war. Tragisch
endete hingegen die Suche nach
einem Stand Up-Paddler am Lech
in Schongau im Sommer vergangenen
Jahres. Das Team des BRK-
Einsatzleitfahrzeugs koordinierte
mit ihrer Software Bootsführer
und Tauchtrupps der Wasserwacht
und Hundeführer. Mittels eigenem
lokalen WLAN, mobilem Internet
und Satelliten-Internet konnte das
38 | altlandkreis
Fahrzeug durchgehend
Kontakt mit anderen Einsatzteams
halten. Leider
konnte der Mann nach tagelanger
Suche nur noch
tot geborgen werden.
Vermisstensuchen und
Bombenevakuierung
Das BRK-Einsatzleitfahrzeug und
das Team rund um Martin Pickenhahn
sind immer an Ort und
Stelle, wenn Koordinations- und
Organisationsarbeit geleistet werden
muss. „Wir leisten keine Erste
Hilfe oder Krankentransporte,
dafür hat das BRK andere Fahrzeuge
und Teams“, stellt Pickenhahn
klar. „Wir sind ein fahrendes
Büro, eine fahrende Funkstation.“
Zu den häufigsten Fällen, zu denen
das Team ausrücken muss,
zählen vermisste Personen. Aber
auch Bombenfunde, wie im Juni
2018 in Weilheim. Im Umkreis von
500 Metern um die Fundstelle
mussten vorübergehend tausende
Menschen evakuiert, der Verkehr
noch großflächiger abgesperrt
werden. Und wieder half Pickenhahns
Team und die Einsatzleitsoftware
bei der Koordination
der Absperrungen, Evakuierungen
und der Versorgung der Menschen:
Insgesamt waren mehrere
hundert Einsatzkräfte von THW,
BRK, Polizei und Feuerwehr einen
halben Tag lang im Einsatz, ehe
die Bombe erfolgreich entschärft
werden konnte. Und regelmäßig
ist das Einsatzleitfahrzeug auch
bei Großveranstaltungen vor Ort,
zum Beispiel beim Schongau Tri-
Links der Einsatzleitwagen des in
Weilheim stationierten Bayerischen Roten Kreuzes,
rechts der des Landratsamtes Weilheim-Schongau.
Blick auf die im Einsatzleitfahrzeug integrierte
Funkzentrale (oben) sowie BRK-Fachdienstleiter
Martin Pickenhahn (links) am Monitor.
athlon, der dieses Jahr am 27. Juli
war. „Wir postieren uns da etwas
außerhalb und können dann bei
Notfällen unsere Kräfte vor Ort
koordinieren.“
Große Batterie und
Notstromaggregat
Das Einsatzleitfahrzeug sieht aus
wie eine Mischung aus Van und
kleinem Lkw. Innen ist es vollgestopft
mit Technik. Die zwei
großen Bildschirme für die Einsatzplanung,
mehrere kleinere
Monitore und Computer, zahlreiche
Funk- und GPS-Geräte, Antennen
für Analog-, Digital- und
Mobilfunk sowie Satellit stellen
Kommunikation und Organisation
jederzeit und überall sicher. Unter
dem Fahrzeug und am Heck
sorgen eine große Batterie und
ein Notstromaggregat
für eine
sichere Energieversorgung.
Seit
drei Jahren ist das
High-Tech-Fahrzeug
des BRK
Kreisverbands im
Einsatz. „Unser
Fahrzeug davor
war halb so groß
und technisch
nicht mehr auf
dem neuesten
Stand“, erzählt Pickenhahn. Doch
ein neues Einsatzleitfahrzeug
kaufe man nicht einfach von der
Stange. „Wir haben uns, während
wir noch das alte Fahrzeug verwendeten,
jahrelang Gedanken
gemacht, wie der Nachfolger aussehen
soll.“ Schließlich entschied
man sich für einen Sprinter von
Mercedes, den eine Spezialfirma
in Wasserburg mit den Anforderungen
des BRK-Teams umbaute.
„Wir wollten vor allem einen größeren
und breiteren Kofferaufbau,
um innen genügend Platz zu haben.“
Und die Firma lieferte den
Platz für zwei Funker, die Kommunikation
und Vernetzung, einen
Sichter, der das Lagebild vor
Augen hat und den großen Tisch,
an dem sich im Notfall bis zu vier
Menschen am großen Bildschirm
beraten können.
Sehr viel Eigenleistung
Doch dann musste das BRK-Team
die ganze Technik konfigurieren
und einstellen. „Was wir geliefert
bekamen, ist in einem gewissen
Sinn blank“, erklärt Thomas
Ströhm, der in seinem Hauptberuf
IT-Fachmann ist. „Wir mussten das
alles auf unsere Region einstellen,
auf unsere Form der Teamarbeit,
haben Kabel gezogen und einiges
noch um- und eingebaut.“ Zum
Beispiel zusätzliche WLAN-Access
Points. Damit kann das WLAN
rund um das Einsatzleitfahrzeug
auf mehrere hundert Meter Radius
vergrößert werden. „Und die
Ereignisse im Ahrtal 2021 haben
uns vor Augen geführt, dass in
einem extremen Katastrophenfall
auch Funk- und Mobilfunksysteme
ausfallen können“, erklärt Martin
Pickenhahn. „Aus Altbeständen
der Bundeswehr haben wir daher
Feldkabel erworben.“ Die dünnen
Drähte können in einem großflächigen
Katastrophenfall viele
Kilometer weit gezogen werden,
bis zu einem anderen Einsatzfahrzeug,
zu einer Polizeistation oder
ins Landratsamt – und die Kommunikation
sicherstellen, wenn
sonst nichts mehr funktioniert.
Um diese alte, robuste Technik für
den Fall des Falles einsatzbereit zu
machen, mussten Thomas Ströhm
und seine Kollegen Anschlüsse
und Schnittstellen selbst in das
Fahrzeug einbauen.
Alles ehrenamtlich
All diese Tätigkeiten, von den
ersten Gedanken über das neue
Fahrzeug, über Gespräche mit
Herstellern und Ausrüstern bis zu
eigenen Anschaffungen, Verkabelungen
und Montagearbeiten
leisteten Martin Pickenhahn, sein
Stellvertreter Tobias Kunert und
das gesamte Team ehrenamtlich.
Wie auch die durchschnittlich
rund 900 Stunden bei Einsätzen,
Übungen und Fortbildungen pro
Jahr. „Kater WM 12-2“ ist der Rufname
des Einsatzleitfahrzeugs.
Es gibt auch „Kater WM 12-1“.
Das ist das ähnlich ausgerüstete
Einsatzleitfahrzeug des Landratsamts.
Es kommt vor allem in
ausgewiesenen Katastrophenfällen
wie bei Hochwasser zum Einsatz.
Manchmal sind die beiden
„Kater“, der Name wurde von
„Katastrophen(schutz)“ abgeleitet,
auch gleichzeitig im Einsatz.
„Dann bekommen wir Anweisungen“,
so Martin Pickenhahn. Zum
Beispiel, um die Versorgung von
Menschen in Überschwemmungsgebieten
zu organisieren. cr
september / oktober 2025 | 39
Saisonal und regional – Tapas der Hauswirtschafterei
Rezepte mit Temperament
Peiting | Im Jahr 2015 haben Silvia
Schlögel, Christine Schilcher und
Bettina Eder ihren Eigenverlag gegründet,
seither jährlich ein neues
Koch- oder Backbuch mit saisonalen
und regionalen Rezepten auf
den Büchermarkt gebracht. Und
ausgerechnet heuer, zum Zehnjährigen,
gibt’s keins? Denkste!
Selbstverständlich waren die drei
Damen der Hauswirtschafterei
auch dieses Jahr fleißig und kreativ
– und werden ihre Fangemeinde
aus ganz Bayern, Deutschland
und zum Teil darüber hinaus nicht
enttäuschen. Das Resultat heißt
„Alpentapas“, umfasst 60 Rezepte
auf 128 Seiten und verbindet
spanisches Lebensgefühl mit den
bayerischen Bergen. Erhältlich ist
das neue Werk für 13,90 Euro ab
voraussichtlich Mitte September in
allen regionalen Buchhandlungen
sowie online unter www.diehauswirtschafterei.de.
Wer es bis dahin
nicht erwarten kann: Wir vom „altlandkreis“
haben bereits vorab drei
heiße Rezepte aus dem brandneuen
Koch- und Backbuch exklusiv
zur Veröffentlichung bekommen.
Viel Spaß beim Ausprobieren!
Warme Kartoffelpralinen
ZUTATEN:
Kartoffelteig:
500 g mehligk. Kartoffeln
50 g Mehl, 1 Eigelb
50 g Hartweizengrieß
Salz, Pfeffer, ger. Muskatnuss
Rapsöl zum Ausbacken
Füllung:
120 g Raclette-Käse
Zum Anrichten:
6 dünne Scheiben roh geräuchertes
Wammerl
6 Cocktailtomaten
40 | altlandkreis
Kartoffelpralinen
ZUBEREITUNG: Die Kartoffeln in
der Schale weichkochen. Schälen
und sofort durch eine Kartoffelpresse
drücken. Ausdampfen und
abkühlen lassen. Den Käse in zwölf
kleine Würfel schneiden.
Die restlichen Teigzutaten zu den
Kartoffeln geben und zu einem
Teig verkneten. In zwölf Portionen
teilen. Diese jeweils leicht flach
drücken und ein Käsestück in die
Mitte geben. Mit Teig umhüllen
und zu kleinen Bällchen formen.
In reichlich heißem Öl rundum
goldbraun ausbacken. Auf Küchenkrepp
kurz abtropfen lassen.
Die Wammerlscheiben halbieren
und ohne Fettbeigabe goldbraun
braten. Die Tomaten waschen, halbieren
und kurz beim Wammerl
mitbraten. Die Kartoffelpralinen
damit anrichten.
Tipp: Als vegetarische Variante das
Wammerl zum Anrichten weglassen.
Kässpatzen-Sushi
ZUTATEN:
250 g getrocknete Spätzle
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 EL Rapsöl
100 g Bergkäse
100 g Romadur
2 Eier
Salz, Pfeffer, ger. Muskatnuss
Zum Aufrollen:
100 g roh geräuchertes Wammerl,
dünn geschnitten
Zum Anrichten:
Röstzwiebeln
ZUBEREITUNG: Die Spätzle in
reichlich Salzwasser nach Packungsanleitung
bissfest kochen
und abgießen. Abkühlen lassen.
Die Frühlingszwiebeln putzen, waschen
und fein schneiden. Im heißen
Öl andünsten. Bergkäse und
Romadur in kleine Würfel schneiden.
Spätzle, Frühlingszwiebeln, Käse
und Eier gut miteinander vermischen
und würzen.
Das Wammerl leicht überlappend
auf Backpapier auslegen. Die
Spätzlemasse darauf verteilen. Mit
Hilfe des Backpapiers aufrollen.
Auf ein mit Backpapier ausgelegtes
Backblech legen und backen.
Backzeit: ca. 20 Minuten bei 180 °C
(160 °C)
Zum Servieren in Stücke schneiden
und mit Röstzwiebeln anrichten.
Kässpatzen-Sushi
Obatzda-Stangen
ZUTATEN:
Quarkblätterteig:
125 g Dinkelmehl Type 630
1 Prise Salz
125 g Topfen (20 %)
100 g weiche Butter
Obatzda:
100 g Romadur
100 g Camembert
100 g Frischkäse
50 g weiche Butter
Salz, Pfeffer, Paprikapulver
ZUBEREITUNG: Aus den
Teigzutaten einen weichen
Knetteig herstellen und 30
Minuten kühl stellen.
Für den Obatzden den Romadur
und den Camembert fein
würfeln und mit einer Gabel
zerdrücken. Mit Frischkäse
und Butter verrühren und
würzen.
Den Teig zu einem ca. 20 cm hohen
Rechteck gleichmäßig ausrollen.
Anschließend die Hälfte
der Teigplatte mit dem Obatzden
bestreichen. Die zweite Teighälfte
darüber klappen und leicht andrücken.
Mit einem Teigrädchen in ca. 3
cm breite Streifen schneiden und
diese wie eine Kordel leicht verdrehen.
Auf mit Backpapier ausgelegte
Backbleche legen und
backen.
Backzeit: 15 bis 20 Minuten bei
200 °C (180 °C)
Tipp: Anstelle des Dinkelmehls
kann ohne weiteres auch Weizenmehl
verwendet werden. Der
Quarkblätterteig kann bereits 1 bis
2 Tage vorher zubereitet werden.
Einfach im Kühlschrank aufbewahren.
js
Obatzda-Stangen
> > > KOCHBÜCHER ZU GEWINNEN
Ihr „altlandkreis“ verlost drei Exemplare von
„Alpentapas“. Schicken Sie uns bis 15. September
eine Postkarte mit dem Stichwort „Hauswirtschafterei“
an „altlandkreis“, Birkland 40,
in 86971 Peiting. Oder eine Mail an info@altlandkreis.de.
Adressangabe nicht vergessen!
Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!
september / oktober 2025 | 41
Der Hospizverein im Pfaffenwinkel e.V. betreibt im Kloster
Polling ein stationäres Hospiz mit 10 Plätzen für schwerkranke
und sterbende Menschen. Das Wirken unseres
Vereins ist in der gesamten Region bekannt und anerkannt.
Zur Verstärkung unseres Pflegeteams im Hospiz Polling
suchen wir eine
Gesundheits- und
Krankenpflegekraft/
Altenpflegekraft (w/m/d)
Wir wünschen uns ...
jemanden, der zu uns passt.
Wir bieten Ihnen ...
mehr als andere.
Interesse? Rufen Sie uns an oder
bewerben Sie sich bitte schriftlich oder online:
Hospizverein im Pfaffenwinkel e.V.
Frau Barbara Rosengart, PDL
Tel. 0881-92772-42
Kirchplatz 3 . 82398 Polling
E-Mail: b.rosengart@hospizverein-pfaffenwinkel.de
www.hospiz-pfaffenwinkel.de
alle Ausgaben online unter
www.altlandkreis.de
Hufschmied erfüllt sich Muli-Traum
Das Beste aus
Esel und Pferd
Peiting / Denklingen / Penzberg |
Maultiere kennen die „altlandkreis“-Leserinnen
und Leser eigentlich
nur aus alten Westernfilmen
– von Szenen, in denen die
langohrigen Vierbeiner vier- oder
gar sechsspännig vollbeladene
Planenwagen durch wilde Prärien
ziehen. Es gibt aber auch Rossnarrische
im Hier und Jetzt, die
sich ganz bewusst für die seltene
Kreuzung von Pferdestute und
Eselhengst entschieden haben.
Einer davon ist Simon Hefele aus
Denklingen, hauptberuflich als
Hufschmied tätig, der sich vor gut
einem Jahr den Traum eines hofeigenen
Mulis erfüllte. „Ich habe
damals den Grundwehrdienst bei
der Deutschen Bundeswehr bei
den Gebirgsjägern im Berchtesgadener
Land abgeleistet – ein
wesentlicher Bestandteil der dortigen
Einheit ist die Arbeit mit
Maultieren, die mich aufgrund ihrer
speziellen Eigenschaften nicht
mehr losgelassen haben.“ In der
Tat weisen Mulis eine ganze Reihe
an positiven Eigenschaften auf,
einen im Grunde das Beste aus
ihren Elterntieren, dem Pferd und
Esel. Angefangen beim Huf, der
deutlich schmaler ist als der eines
Pferdes, dafür härter, weshalb
Mulis als äußerst trittsicher gelten.
Insbesondere auch in schwierigfelsigem
Gelände. Sie gelten als
sehr belastbar, können große Lasten
von bis zu 150 Kilogramm über
weite Strecken in eben schwierigem
Terrain tragen. Unter anderem
auch deshalb, weil sie in der
Lage sind, sich von körperlicher
Anstrengung schneller zu erholen
und sie obendrein widerstandsfähiger
gegenüber Hunger, Durst
und Krankheiten sind als ihre Elterntiere.
Dazu passend: Die außergewöhnlichen
Charaktereigenschaften
wie Besonnenheit, hohe
Intelligenz, Vorsicht ohne Furcht,
eine hohes Maß an Lernfähigkeit
sowie auch eine gewisse Eigenwilligkeit,
jedoch ohne Sturheit.
„All das macht sie bei richtiger
Führung zu sehr wertvollen Arbeitstieren“,
weiß Simon Hefele,
dessen Mulistute namens Mona
am Ostersonntag 2024 zur Welt
gekommen war.
Geburt verlief
reibungslos
„Die Geburt unsers Mulis war
schon aufregender als die bei
42 | altlandkreis
Ausgebildet und trainiert in den Bergen
bei Bad Reichenhall: Mulis, die der Deutschen
Bundeswehr als Tragtiere dienen.
Exotischer Anblick: Die Denklinger Simon Hefele und seine Frau Franziska
mit ihrem Muli, hier auf einer Weide oberhalb von Peiting.
einem Pferd, weil man schon gespannt
war, ob das alles klappt
und letztlich tatsächlich ein gesundes
Mulifohlen rauskommt“,
weiß Simons Frau Franziska Hefele
noch ganz genau. Und? „Hat
alles reibungslos, im Grunde sogar
besser geklappt als erwartet.
Weil das Mulifohlen kleiner und
zierlicher war als es bei Kaltblutfohlen
der Fall ist, musste sich unsere
Stute weniger anstrengen.“
Der Deckvorgang fand mehr als elf
Monate vorher, im Frühjahr 2023,
auf dem Hof von Peter Demmel
bei Penzberg statt – der Mann ist
seit vielen Jahren bekannt als Eselhengsthalter
für die Zucht von Mulis
und führte einen seiner Prachtkerle
auch an die Kaltblutstute
von Familie Hefele. „Wenn sich
zwei Kaltblüter paaren, dauert der
Deckvorgang mit Beschnuppern
und Besteigen oft nur zwei Minuten“,
sagt Simon Hefele. In diesem
Falle dauerte das Paarungsprocedere
mit rund zehn Minuten deutlich
länger, weil der Eselhengst zu
Beginn nicht wirklich den Drang
hatte, aufzuspringen. „Was er am
Ende dann aber doch mühelos
gemacht hat.“ Um den Größenunterschied
von Pferd und Esel
auszugleichen, stand die Kaltblutstute
von Simon Hefele mit den
Hinterbeinen in einer Art Mulde –
so konnte der kleinere Eselhengst
mühelos von hinten Aufspringen
und die Stute decken. Außergewöhnlich
ist: Dass Maultierhengste
stets unfruchtbar zur Welt
kommen, selbst gar nicht zur Fortpflanzung
ihrer Art beitragen können,
insofern Mulis immer aus der
Kreuzung von Pferd und Esel entstehen.
Und auch Maultierstuten
wie die von Familie Demmel sind
in der Regel unfruchtbar, können
nur sehr selten trächtig werden.
„Ein Phänomen, das die Maultierzucht
nochmals spezieller macht.“
Optische Markenzeichen
des Mulis
Aktuell genießt die inzwischen ein
Jahr und fünf Monate alte Mulistute
Mona ein freies Leben an der
frischen Luft – bereits seit mehr
als einem Jahr ist sie gemeinsam
mit zwei gleichaltrigen Kaltblütern
auf einer Weide bei Peiting
unterwegs, war zuvor, über die
Wintermonate, in einem Stall bei
Burggen und davor ebenfalls mit
diesen zwei Kaltblutfohlen auf
verschiedenen Weiden in Peiting
bestens untergebracht. „Das ist
nicht untypisch, dass sich mehrere
Pferdehalter zusammentun.“
Sobald die Muli-Stute ihr drittes
Lebensjahr vollendet hat, „ist sie
dann so weit ausgereift und körperlich
stabil, dass wir sie abrichten
können“. Abrichten heißt in
diesem Falle: Sie schrittweise an
den Umgang mit Menschen gewöhnen
– vom Spazierengehen
am Halfter über erste Reitversuche
bis hin zum Einspannen. „Mittelbis
langfristig ist unser Ziel, dass
wir mit unserem Muli die gleichen
Freizeitaktivitäten machen können
wie mit unseren Kaltblütern
auch“, sagt Simon Hefele, der
gemeinsam mit seiner Frau inzwischen
14 Pferde hält, darunter
auch – für die Kinder – Ponys und
eben diese Exotin, die sich auch an
diesem Mittwochvormittag recht
deutlich von den danebenstehenden,
gleichaltrigen jungen Kaltblutstuten
abhebt: Die Feldhasenähnlichen
Ohren sind wahnsinnig
langgezogen, der Kopf schlank,
aber ebenfalls langgezogen, das
Stockmaß etwas niedriger als das
der Kaltblüter, der Körper etwas
schlanker, das Fell auch feiner,
dichter, kürzer sowie gleichmäßiger
angeordnet. Auch Mähne und
Schweif sind – von individuellen
Schnitten von Seiten der Halter
abgesehen – kürzer und robuster.
Vor allem aber die echt schlanken,
regelrecht zierlich wirkenden Hufe
unter dem doch großen Körperbau
machen dieses Tier auch optisch
betrachtet zu etwas ganz Besonderem.
Und wer weiß: Vielleicht
ist im Rahmen hiesiger Umritte
sowie Festzügen von Trachten-,
Schützen- oder Musikvereinen
schon bald auch ein Muli mit dabei.
Ob geritten oder vor festlich
geschmückten Wagen gespannt,
wird sich zeigen.
js
september / oktober 2025 | 43
Ausgezeichnet!
RUF IMMOBILIEN ZÄHLT AUCH 2025
WIEDER ZU DEN TOP-MAKLERN
DEUTSCHLANDS.
✓ Spitzenplatzierung unter den
1.000 besten Maklern Deutschlands
✓ Über 25 Jahre Erfahrung und
tiefgreifendes Marktverständnis
✓ Leidenschaftliches und engagiertes Team
✓ Bewährter Erfolg und
hervorragender Ruf in der Branche
Mit Ruf Immobilien haben Sie einen
starken Partner an Ihrer Seite – für
kompetente Beratung und maßgeschneiderte
Lösungen rund um Ihre Immobilie.
RUF IMMOBILIEN
Münzstraße 14 • 86956 Schongau
T 08861 254660 • E info@ruf-immo.de
WWW.RUF-IMMO.DE
FOCUS
TOP
IMMOBILIEN
MAKLER
2025
Mitglied im
Kostenlose Beratung für Hausbesitzer
Klimaschutz
im Eigenheim
Altlandkreis | „Im Bereich der
Stromgewinnung aus regenerativen
Energien wie Sonne und
Wasser sind wir im bayerischen
Oberland inzwischen auf einem
ganz guten Weg“, betont Susanne
Seeling von der Energiewende
Oberland. Wo jedoch noch sehr
viel Luft nach oben sei, um die
CO 2 -Bilanz nach unten zu drücken
und so die Klimaerwärmung zu
stoppen, ja zumindest zu verlangsamen:
Im Bereich der energetischen
Sanierung von Altbauten.
„Deutschlandweit betrachtet werden
bislang nur ein Prozent aller
Altbauten jährlich auf einen energieeffizienten
Stand gebracht“, so
die Expertin. Mit Altbauten an dieser
Stelle primär gemeint: Ein- und
Zweifamilienhäuser, die in etwa
zwischen 1960 und 1995 gebaut
wurden und aufgrund von meist
dünnen Wänden, schwach oder
gar nicht gedämmten Dächern und
kaum vorhandenen Isolierungen
einen deutlich höheren Strom- und
Wärmeverbrauch aufweisen als es
bei Neubauten der Fall ist. Hintergrund:
Wer heutzutage neu baut,
ist zur Ausstellung eines Energieausweises
nach dem bundesweit
gültigen Gebäudeenergiegesetz
(GEG) verpflichtet, was wiederum
zwangsläufig eine energieeffiziente
Bauweise erforderlich macht.
Bei Altbauten besteht diese gesetzliche
Sanierungspflicht zu mehr
Energieeffizienz prinzipiell nicht.
Es sei denn, es kommt zu einem
Eigentümerwechsel – dann ist der
neue Eigentümer dazu verpflichtet,
die Anforderungen des GEGs zu
erfüllen, hat dafür zwei Jahre Zeit.
Unter anderem deshalb möchte
die Energiewende Oberland nun in
Kooperation mit dem Landratsamt
Weilheim-Schongau sowie der Verbraucherzentrale
Bayern die hier
lebenden Bürgerinnen und Bürger
ganz gezielt dazu informieren und
motivieren, sich mit dem Thema
„Energetische Sanierung von Altbauten“
konkret auseinanderzusetzen
im Sinne von: Kommt für mich
eine Sanierung im Bestand in Frage?
Welche Möglichkeiten gibt es?
Welche Kosten kommen auf mich
zu? Ist ein Altbau mit einer Wärmepumpe
oder Hackschnitzelheizung
kompatibel? Diese und viele
weitere Fragen liegen zahlreichen
Hausbesitzern ohnehin seit Jahren
auf der Zunge – und werden nun
ganz konkret und ohne Kostenaufwand
beantwortet. Doch dazu später
mehr.
Dachdämmung bis
Wärmepumpe
Grundsätzlich kann die energetische
Altbau-Sanierung in zwei
Bereiche unterteilt werden – in die
Sanierung der Gebäudehülle sowie
in die Sanierung der Technik. Zur
Hülle gehören Dach, Fassade und
Fenster. Zur Technik in erster Linie
Heizung und Stromgewinnung. Ein
Vorzeigebeispiel hinsichtlich energetischer
Altbausanierung durften
sich Susanne Seeling, Naomi Watzlawik-Hammer
aus dem Bereich
„Klimaschutz und Kreisentwicklung“
im Landratsamt Weilheim-
Schongau sowie „altlandkreis“-Re-
44 | altlandkreis
Aufdopplung und Dämmung des Daches eines Einfamilienhauses,
das im Jahr 1972 gebaut wurde.
dakteur Johannes Schelle neulich
im Schongauer Wohngebiet „Forchet“
hautnah anschauen. Die
Rede ist von einem großzügigen
Einfamilienhaus samt Einliegerwohnung
im Kellergeschoss, das
einst im Jahre 1972 in klassischer
Ziegelmassiv-Bauweise mit 230
Quadratmetern Wohnfläche auf
1000 Quadratmetern Grund errichtet
wurde – und nach einer nahezu
vollständigen Komplettsanierung
nun einem Neubau gleicht. Angefangen
bei der Sanierung des Daches,
das in etwa doppelt so dick
gebaut und dank Holzfaserdämmung
zwischen den Sparren nun
kaum mehr im Haus erzeugte Wärme
nach draußen gibt, gleichzeitig
im Winter vorherrschende Kälte
bestens abhält. Im Zuge dessen
wurden auch die einst einfachverglasten
Dachfenster durch dreifachverglaste
ausgetauscht. Gleiches
gilt für die 21 Fenster in der Fassade
des Hauses, die bereits im Jahr
2011 durch dreifachverglaste ersetzt
wurden. Auch alle Wasser- und
Stromleitungen wurden neu verlegt.
Die alte Ölheizung durch eine
Wärmepumpe in Kombination mit
Fußbodenheizung ausgetauscht.
Eine Zisterne in den Garten gesetzt,
in der Regenwasser zur Nutzung
der Klospülung gespeichert wird.
Eine Photovoltaik-Anlage auf dem
Hausdach installiert, die umweltfreundlichen
Sonnenstrom produziert.
Und auch der im Wohnzimmer
eingebaute Kachelofen kann
mit Brennholz zum Heizen genutzt
werden. „Insgesamt betrachtet
sind wir nun nahezu Energieautark“,
sagt Inhaber Christian Manitz
sichtlich mit Stolz, gibt an
dieser Stelle aber auch offen und
ehrlich zu, dass dieses Sanierungsvorhaben
fast so teuer wie ein
Neubau war.
Kampagne startet
Ende September
Eine energetische Komplettsanierung
in Höhe von mehreren hundert
tausend Euro darf freilich kein
Maßstab für die breite Masse der
Gesellschaft sein. Für viele käme
aber auch eine punktuelle oder
schrittweise Sanierung in Frage,
um den Klimaschutz in den eigenen
vier Wänden zu verbessern.
Nur wie? Wertvolle Informationen
rund ums Thema „Energetische
Sanierung in Altbauten“ bietet das
seit zweieinhalb Jahren laufende,
EU-weit geförderte Programm „GO
Altbau“, was ausgeschrieben für
„Grenzüberschreitende Offensive
Altbau“ steht. Über diese Initiative
> > > ANMELDUNG ZUM KOSTENLOSEN CHECK
Die Anmeldung zum kostenlosen Haus-Ceck erfolgt zwischen 1. September
und 14. Oktober per E-Mail unter kreisentwicklung@lra-wm.
bayern.de. Im Zuge dessen bitte Vor- und Nachnamen sowie vollständige
Adresse und Wohnort angeben.
können sich Bürgerinnen und Bürger
online zum Thema informieren,
finden sowohl auf der Internetseite
der Energiewende Oberland unter
www.energiewende-oberland.de/
hp20212/Sanierung-im-Bestand als
auch unter www.go-altbau.eu hilfreiche
Videos, Texte und weiterführende
Links zu unterschiedlichsten
Themen rund um die energetische
Sanierung von Altbauten. Darüber
hinaus wurde vom Landratsamt
Weilheim-Schongau in Zusammenarbeit
mit der Energiewende
Oberland und der Verbraucherzentrale
Bayern das Projekt „Check
dein Haus“ ins Leben gerufen. Im
Zuge dessen können sich Hausbesitzer
von Häusern, die vor 1995
gebaut wurden, ebenfalls über
die Möglichkeiten einer energetischen
Eigenheim-Sanierung informieren.
Das Besondere dabei:
Wer sich bis spätestens 14. Oktober
2025 beim Landratsamt Weilheim-
Schongau anmeldet (siehe Infokasten),
hat gute Karten auf eine
kostenlose Beratung – die Verbraucherzentrale
Bayern schickt
nämlich bis Ende des Jahres zertifizierte
Energieberater zu den ersten
125 Bewerbern direkt nach Hause,
wo dann für ein bis zwei Stunden
energetisches Sanierungspotential
vor Ort besprochen wird. Dem
voraus geht bereits am Dienstag,
30. September, um 19 Uhr, im Zugspitzsaal
des Landratsamtes in der
Stainhartstraße 7 in Weilheim eine
kostenlose Auftaktveranstaltung
zur „Check dein Haus“-Kampagne.
Alle Interessierten sind dazu herzlich
eingeladen.
js
Peter Szikora
Freier Sachverständiger
für Schäden an Gebäuden
Sachverständiger
für Schimmelsanierung
Flößerstraße 1a
86974 Apfeldorf
Telefon 0 88 69 / 92 10 66
Telefax 0 88 69 / 92 10 63
info@szikora-baubetreuung.de
sit_p_szikora2.indd 1 03.11.09 17:35
21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40
september / oktober 2025 | 45
Lechgau lädt zum Volksmusikseminar
Tanzen, Singen, Musizieren
Schongau | Mal humorvoll, mal
augenzwinkernd, mal gesellschaftskritisch
oder einfach nur
unter die Haut gehend schön:
Kaum eine andere Art von Musik
transportiert bayerisches Lebensgefühl
besser als originelle Volksmusik.
Auch deshalb, weil sie für
absolut authentische, handgemachte
Musik fernab jeglicher
elektronischer oder gar von Künstlicher
Intelligenz geprägter Unterstützung
steht – und absolut nichts
mit kitschiger, kommerzialisierter
Volksmusik aus den aus Funk und
Fernsehen bekannten Schlager-
Hit-Paraden zu tun hat. Das allerschönste
aber ist: Sie wird gleichermaßen
von Alt und Jung, von
Hobbymusikern wie Profis leidenschaftlich
gerne praktiziert, ist salonfähig
in fast allen bayerischen
Gesellschaftsschichten. Landler,
Polka, Walzer oder Jodler sind
typische Musikformen der originellen
Volksmusik in Bayern, aber
auch diverse Eigenkompositionen
Leo Meixner
und -interpretationen, aus denen
wiederum lustige, freche Lieder
entstehen und die das alltägliche
Leben von Früher oder Heute widerspiegeln,
prägen die originelle
Volksmusik auf eine ganz eigene
Art und Weise. Auch hier im Pfaffenwinkel
wird das Praktizieren
origineller Volksmusik altersübergreifend
großgeschrieben: Von
Bläsergruppen, besetzt mit Flügelhörnern,
Posaunen und Tuba über
Tanzlmusik-Gruppen mit Bariton,
Ziach und Gitarre oder Stubenmusik-Gruppen
mit Instrumenten
wie Gitarre, Hackbrett, Zither oder
Harfe bis hin zu Zwei-, Drei-, oder
Viergesangs-Gruppen, die mehrstimmig
singen oder jodeln – die
originelle bayerische Volksmusik
könnte facettenreicher kaum sein.
Doch von nix kommt bekanntlich
nix. Auch im Bereich der originellen
Volksmusik ist sprichwörtlich
noch kein Meister vom Himmel
gefallen, muss das Spielen von
Instrumenten sowie das Singen
von in Mundart geschriebenen
Texten gelernt und geübt werden.
Im Idealfall von Kindesbeinen an.
Denn wie heißt es so schön: Was
Hänschen nicht lernt, lernt Hans
nimmermehr. Genau deshalb lädt
die Musikschule Schongau auch
heuer wieder, genaugenommen
am Samstag, 20. September, und
Sonntag, 21. September, jeweils
ab 9 Uhr zu einem Volksmusikseminar
an den Marienplatz 7 in
Schongaus Altstadt.
Mit Volksmusikpfleger
Leo Meixner
Eingeladen sind zum in Summe
dritten Volksmusikseminar der
Musikschule Schongau wirklich
alle, die an Volksmusik, Volkstanz
sowie an Pflege von Tradition
und Brauchtum interessiert
sind, wenngleich sich das Seminar
schwerpunktmäßig schon an Kinder
und Jugendliche richtet. „Wir
starten heuer am Samstag in der
Früh gleich mit Volkstänzen, die
schon früher in unserer Region,
dem Lechrain, getanzt wurden“,
berichten Heidi Kirchhofer und Petra
Schadt, beide Volksmusikwart
im Lechgau-Trachtenverband und
federführend für die Organisation
des Volksmusikseminars in Schongaus
Musikschule verantwortlich.
Das besondere bei diesen Tänzen
ist auch, dass sie vom aus Funk und
Fernsehen bekannten und in Dießen
lebenden Tanzmeister Magnus
Kaindl gezeigt und gelehrt
werden. Am Samstagnachmittag
finden dagegen in verschiedenen
Kleingruppen und musikalischen
Besetzungen volksmusikalische
Übungseinheiten zu Musik und
Gesang für Kinder und Jugendliche
statt – genaugenommen zu
den Themen „Musizieren in der
Gruppe“, „Singen in der Gruppe“
und „Tanzspiele für die Kleinen“
statt. Neben Tanzmeister Magnus
Kaindl konnten die Organisatorinnen
auch einen anderen, in der
Volksmusikszene sehr bekannten,
erstklassigen Referenten gewinnen:
Leonhard Meixner, Volksmusikpfleger
von Oberbayern, der
unter anderem sein Können auf
der Ziach nicht nur vor den Besuchern
zum Besten geben wird,
sondern es eben auch mit den
Kindern und Jugendlichen übt und
mit ihnen gemeinsam musiziert.
Darüber hinaus ergänzt sich das
Referenten-Team mit den besten
lokalansässigen Volksmusikanten
wie beispielsweise
Irmi Barnsteiner aus
Peiting an der Harfe,
Ulrike Kölbl aus Apfeldorf
am Hackbrett sowie
für Kindergesang,
Blechblasexperte und
Musikschulleiter Marcus
Graf oder Heidi
Kirchhofers Bruder
Bernhard aus Burggen,
bekannt als guter
Akkordeonspieler.
Übernachten in der
Musikschule
Tanzmeister Magnus Kaindl kommt auch.
Ein weiteres Highlight für die
Kinder: Dass sie von Samstag auf
Sonntag in den Räumlichkeiten
der Musikschule Pfaffenwinkel
übernachten dürfen. „Wir werden
hierfür extra ein Matratzenlager
einrichten“, betont Heidi Kirchhofer.
Weiter geht’s schließlich
am Sonntagmorgen mit einem
gemeinsam ausgestalteten Gottesdienst.
Damit das Volksmusikseminar
bis ins Detail gut durchgeplant
werden kann, wünschen sich
die Organisatorinnen, dass sich
die interessierten Teilnehmerinnen
und Teilnehmer im Vorfeld
anmelden. Kosten fallen für das
Seminar an sich dank Sponsoring
der Otto-Therese-Stumpf-Stiftung
aus Eberfing keine an – lediglich
für die Übernachtung im Matratzenlager
samt Verpflegung werden
20 Euro pro Person verlangt.
Apropos Anmeldung: „Wir würden
uns natürlich auch über Interessierte
ohne Trachtlerhintergrund
sehr freuen“, betont Heidi Kirchhofer
ausdrücklich. Anmeldefrist
gibt es im Übrigen keine, weshalb
auch Kurzentschlossenen herzlich
willkommen sind. Und dann bei
hoffentlich schönem Wetter ein
unterhaltsames wie lehrreiches
Volksmusikseminar miterleben
dürfen. „Wenn das Wetter passt,
können wir sicherlich auch draußen
tanzen, musizieren und singen.“
Die Veranstaltung kooperiert
nämlich mit der Gastronomie des
gegenüberliegenden Ballenhauses
– für das leibliche Wohl ist
insofern ebenfalls bestens gesorgt
beim insgesamt dritten Volksmusikseminar
des Lechgau-Trachtenverbandes.
js
> > > ANMELDUNG ZUM VOLKSMUSIKSEMINAR
Die Anmeldung zum kostenlosen Volksmusikseminar am Samstag,
20. September und Sonntag, 21. September, jeweils ab 9 Uhr,
nimmt Volkmusikwart Heidi Kirchhofer per E-Mail unter Kiheidemarie@aol.com
entgegen.
46 | altlandkreis
Sepp Maier kommt nach Peiting
Die Höhen und Tiefen einer
lebenden Torwartlegende
Peiting | Rund 120 Autokilometer
von Peitings Schloßberghalle
entfernt: Das 4300 Einwohner
starke Dorf Anzing, das seit den
1970er Jahren weltweit bekannt
ist. Der Grund: Torwartlegende
Sepp Maier, aufgewachsen in
Anzing, der zwischen 1962 bis
1979 mehr als 700 (!) Pflichtspiele
für den FC Bayern München
absolvierte, dabei den
sensationellen Rekord von 442
gespielten Bundesligaspielen in
Folge aufstellte – und in dieser
Zeit schier unglaubliche Erfolge Was ihn von vielen anderen stars im Fußballgeschäft bis heu-
Topsowohl
auf Vereins- als auch Nationalmannschaftsebene
erreichen te auszeichnet: Dass er trotz aller
konnte. Über allem steht natürlich Erfolge stets am Boden geblieben
der Gewinn der Weltmeisterschaft ist – und neben seinen herausragenden
Fähigkeiten als Torwart
1974, gefolgt vom Europameister-
Titel 1972, aber auch der dreimalige
Gewinn des Europapokals der stets zu überzeugen wusste. Zum
auch abseits des Fußballplatzes
Landesmeister (war damals die einen als sympathischer Entertainer,
der nie um einen flotten
Champions League von heute), der
Gewinn des Weltpokals sowie – netten Spruch verlegen war. Zum
jeweils vier Mal – der Gewinn der anderen aber auch als ein Mann
Deutschen Meisterschaft sowie der der klaren Worte, dem die wirklich
Gewinn des Deutschen Pokals. wichtigen Dinge des Lebens nie
egal waren und sind. Insofern
eine seltene Kombination, mit
der er damals wie heute die
Menschenmassen begeistern
konnte und kann. Eventmanager
Holger König ist es nun
gelungen, die Katze von Anzing
dazu zu überreden, sein
bewegtes Leben noch einmal
auf die Bühne zu bringen.
Nicht auf die des grünen Rasens,
sondern auf die in diversen
Kulturveranstaltungshäusern.
Konkret geplant: Eine
abwechslungsreiche Porträtshow,
im Rahmen derer Sepp Maier mit
einem Musiker und Moderator namens
Sepp Bücklein (aus Konstanz
am Bodensee) auf der Bühne sitzen
und über die Höhen und Tiefen
seiner beeindruckenden Karriere
sprechen wird.
Die Schmach von Cordoba
> > > TICKETS ZU GEWINNEN
Eine Karriere, zu der neben den
eingangs erwähnten Erfolgen auch
die Schmach von Cordoba dazugehört.
Damals, bei der WM 1978 in
Argentinien, verlor die als haushoher
Favorit ins Spiel gegangene
deutsche Nationalmannschaft gegen
die deutlich schwächer einzuschätzenden
„kleinen Nachbarn“
aus Österreich mit 2:3 – dieser
Sieg wurde von den Österreichern
damals als „Wunder von Cordoba“
gefeiert und war damals in etwa
so hoch einzuschätzen wie der
Sieg des ehemaligen deutschen
Skirennfahrers Thomas Dreßen auf
der legendären Streif in Kitzbühel.
Sepp Maier hat diese historische
Niederlage natürlich nicht aus der
Bahn gebracht – auch als Torwarttrainer
des FC Bayern München
(von 1994 bis 2008) sowie der
Deutschen Nationalmannschaft
(1988 bis 2004) konnte er zahlreiche
weitere sportlichen Erfolge
feiern. Doch darum wird es im
Rahmen dieses neuen Bühnenprogramms
schwerpunktmäßig
nicht gehen, sondern vielmehr um
all die hintergründigen Erfahrungen,
die der heute 81-Jährige national
wie international erlebt hat.
Wann? Am Mittwoch, 15. Oktober,
um 19.30 Uhr in Peitings Schloßberghalle,
Münchener Str. 13. Vorverkaufskarten
gibt es online unter
www.expeditionleben.com. js
Ihr Regionalmagazin „altlandkreis“ verlost für „Sepp Maier Live“
am Mittwoch, 15. Oktober, um 19.30 Uhr in Peitings Schloßberghalle
2 x 2 Tickets. Schicken Sie uns bis 15. September eine Postkarte
mit dem Stichwort „Katze von Anzing“ an „altlandkreis“, Birkland
40, in 86971 Peiting. Oder eine E-Mail an info@altlandkreis.de. Das
Los entscheidet, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Erfolg!
september / oktober 2025 | 47
Das Fischrecht auf den großen Seen
Geburt, Adoption, Einheiraten
Seeshaupt | Nach Angaben des
Tourismusverbandes „Starnberg-
Ammersee“ kann das Fischrecht
für den Ammersee und Starnberger
See nicht gekauft, sondern
ausschließlich weitervererbt werden.
Würde im Umkehrschluss
bedeuten: Finden die derzeit 34
Familien am Ammersee sowie
34 Familien am Starnberger See,
die heute noch das traditionsreiche
Fischrecht besitzen, keine
familieninterne Nachfolge, stirbt
die Fischerei am zweit- und drittgrößten
See Bayerns zwangsläufig
aus? „Jaein“, sind sich an dieser
Stelle Regina Metzner aus Riederau,
Vorsitzende der Fischereigenossenschaft
Ammersee, und
Katrin Kirner aus Seeshaupt, Vorsitzende
der Fischereigenossenschaft
Würmsee am Starnberger
See, einig. Grundsätzlich gehören
der 56,36 Quadratkilometer
große Starnberger See und der
46,60 Quadratkilometer große
Ammersee der Bayrischen Seenund
Schlösserverwaltung, die das
Fischrecht wiederum an die jeweilige
Fischereigenossenschaft an
den Seen weitergibt. Die Mitglieder
der jeweiligen Genossenschaft
sind wiederum die Pächter des
Fischrechts. Weil es sich bei
diesen Mitgliedern nahezu
ausschließlich um
Beim Ausschwärmen: Katrin Kirner, Vorsitzende der Fischereigenossenschaft
Würmsee, in diesem Falle wetterfest eingepackt.
Familien handelt, die seit vielen
Generationen an den Seen leben
und ihre Fischereibetriebe meist
von ihren Vorfahren übernommen
und weitergeführt haben, ist diese
Aussage des Tourismusverbandes
hinsichtlich der traditionellen
Weitervererbung im Grunde nicht
falsch. „Gekauft werden kann das
Fischrecht bei uns am Starnberger
See in der Tat nicht – man bekommt
es entweder
durch
Geburt, Adoption oder Einheiraten“,
bekräftigt Katrin Kirner. Regina
Metzger ergänzt an dieser Stelle
aber, „dass jeder Inhaber einer
Fischerei, der bei uns am Ammersee
in Besitz des Fischereipachtrechts
ist, seine Nachfolge selbst
regeln kann“. Gewöhnlich geschehe
dies sehr wohl innerhalb der
eigenen Familie. „Im Laufe der
Geschichte sind aber auch einige
Nachfolger eingesetzt worden, die
keinen direkten verwandtschaftlichen
Bezug hatten, sondern lediglich
die berufliche Voraussetzung
erfüllten, um den Hege- und
Fischereiauftrag ordentlich erfüllen
zu können.“
Von der Renke
bis zum Aal
Gefischt wird von den zugelassenen
Fischereibetrieben auf dem
Ammersee und Starnberger See
im Prinzip das ganze Jahr über,
Sommer wie Winter. „Lediglich
drei Wochen im November fischen
wir auf dem Starnberger See nicht,
weil in dieser Zeit viel besetzt wird
und wir diese Fische gezielt schützen
möchten“, betont Katrin Kirner
die im Pachtvertrag wichtige
Aufgabe der „Hege und Pflege“.
Heißt konkret? „Wir sind nicht nur
dafür verantwortlich, dass Fische
entnommen, sondern eben auch
wieder besetzt werden – darüber
hinaus sind wir als Pächter
des Fischrechts dafür zuständig,
Berechtigungsscheine für Angler
auszustellen.“ Ebenfalls wichtig:
Dass sich die Fischer an die im
Bayerischen Fischereigesetz verankerten
Schonzeiten halten. Bestimmte
Fischarten dürfen demzufolge
nur zu bestimmten Zeiten im
Jahr aus dem Netz geholten werden.
Die Schonzeit der Renke gilt
beispielsweise von Mitte Oktober
bis Ende Dezember, die des Hechts
von Mitte Februar bis Ende April.
So idyllisch kann der Beruf des
Fischers bei Sonnenaufgang sein.
Weitere Arten, die aus den großen
Seen gefischt werden? „Waller,
Barsche, Karpfen und Aale.“ Die
wie vermarktet werden? „Wir räuchern
und veredeln die Fische, es
gibt frisches Filet und Spezialitäten
wie Renke nach Matjesart, Fischsalate
und Fischpflanzerl“, erklärt
Regina Metzger ein bewährtes
Beispiel der Direktvermarktung
anhand ihres eigenen Betriebs,
der die Nachfrage der Kunden neben
den Fischen aus dem Ammersee
jedoch auch aus einer parallel
betriebenen Fischzucht von Saiblingen
und Forellen bedient. „Wir
hatten bis vergangenes Jahr auch
einen eigenen Hofladen, verkaufen
heuer jedoch ausschließlich an
die Gastronomie und ab nächstes
Jahr dann wieder vom Hof, jedoch
über Automaten“, so Katrin Kirner.
Die Art der Vermarktung ist inso-
Magischer Blick über den idyllischen Ammersee,
auf dem rund 20 Berufsfischer, meist im Nebenerwerb, tätig sind.
48 | altlandkreis
Fetter Fang von Renken, der Brotfisch hiesiger Fischereien.
fern von Betrieb zu Betrieb ganz
unterschiedlich, verändert sich mit
dem Wandel der Zeit, ist letztlich
aber jedem selbst überlassen.
Das älteste Handwerk
am See
Grundsätzlich ist der frische Fisch
aus der Region stark nachgefragt
bei Einheimischen wie Urlaubern
wie Tagesausflüglern, entsprechend
auch in der
Gastronomie. Und auch
das Image der traditionellen
Fischerei ist
trotz einer inzwischen
sehr rührigen Szene an
Tierschützern sowie der
neuen, trendigen veganen
Ernährungsform
sehr positiv. „Unsere
Fische leben in einem
natürlichen Gewässer,
werden nicht gemästet
und haben im Starnberger See
reichlich Platz für ein glückliches
Leben – das Thema Regionalität
und Nachhaltigkeit ist auch unseren
Kundinnen und Kunden
immer wichtiger“, betont Katrin
Kirner. Dennoch ist die Fischerei
an sich ein hartes Geschäft.
„Von der Fischerei gelebt hat bei
uns am See im Grunde noch nie
jemand – es waren damals wie
heute stets Betriebe im Nebenerwerb.“
Auch Regina Metzger bekräftigt
einerseits, wie sehr die Arbeit
der Fischerei von den Leuten
geschätzt wird, wie stolz sie darauf
ist, dass ihr Sohn diese jahrhundertealte
Tradition weiterführen
wird. „Wir reden hier, neben der
Töpferei, vom ältesten Handwerk
am Ammersee.“ Einfacher wird es
andererseits in Zukunft aber nicht
werden. Auch wegen des Klimawandels
und Nährstoffeinträgen
aus beispielsweise Kläranlagen,
Landwirtschaft und Industrie. „Die
vergangenen Jahre war im Ammersee
die Burgunderblutalge
stark vertreten und hat im Frühjahr
die Renken aus der Schicht
im See verdrängt, in der ihr Futter,
das Zooplankton, zu finden ist.“
Auch das ist sicherlich ein Grund,
warum von den 34 Familien, die
das Fischrecht am Ammersee besitzen,
es derzeit nur noch 22 aktiv
nutzen. Und auch am Starnberger
See schwärmen von den insgesamt
34 Fischrechtlern inzwischen
nur noch 28 aktiv aus. Das Schöne
dabei aber ist: Dass im Rahmen
des Fischrechts alle Pächter die
gleichen Rechte besitzen, keiner
größere Netze und Flächen
zur Verfügung hat
als der andere. Und natürlich
die Einsamkeit
und Stille, die um vier
Uhr in der Früh auf der
Wasseroberfläche des
Starnberger Sees und
Ammersees vorherrscht.
Allen voran bei Sonnenaufgang,
der an diesen
Orten magischer kaum
sein könnte.
js
september / oktober 2025 | 49
Das Image der dualen Ausbildung
Viel besser
als ihr Ruf
Wir bilden Dich am Stammsitz in Schwabsoien aus
Infos unter eirenschmalz.de
Industriemechaniker*
Fachkraft
für Lagerlogistik*
Elektroniker
für Betriebstechnik*
Industriekaufmann*
Altlandkreis | Wann und warum
begann in Deutschland eigentlich
diese Zeit, in der alles außer
Abitur und Studium weniger wert
ist? „Wir sind vor rund 15 Jahren
stark dazu übergegangen, den
akademischen Bereich gezielt zu
bewerben, aufzubauen und unterstützen,
um die Entwicklung
unseres Landes weiter nach oben
zu bringen“, sagt Petra Callwitz
von der Agentur für Arbeit Weilheim.
Heißt: Möglichst hoher
Schulabschluss und Studium, um
das Leistungsvermögen der Gesellschaft
voranzutreiben. „Ich
würde es auch an den Ergebnissen
der PISA-Studien vor 15 bis 20
Jahren festmachen, bei denen wir
deutlich schlechter abgeschnitten
hatten als viele andere Länder in
Europa“, sagt dazu Roland Streim,
Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft
Oberland. Was im
Zuge dieser Kursänderung offensichtlich
wenig bedacht worden
war von Seiten der (politischen)
Entscheidungsträger: Dass es
nicht nur kluge Köpfe, Denker und
Lenker, sondern auch fleißige,
handwerklich begabte Anpacker
braucht, um diese Landesentwicklung
tatsächlich voranzutreiben.
Heute, in Zeiten des branchenübergreifenden
Fachkräftemangels,
ist dieses Fehlen von guten
Arbeitern an allen Ecken und
Enden zu spüren, sind gut ausbildete
Fachkräfte selbst in derzeit
wirtschaftlich schwierigeren Zeiten
stark nachgefragt. Und trotzdem
schwingt beim Thema duale
Ausbildung – Praxis im Betrieb,
50 | altlandkreis
Theorie in einer staatlich anerkannten
Berufsschule – noch immer
dieses Gefühl mit, nur Teil der
zweiten Klasse der Gesellschaft zu
sein. Aus dieser Statussymbol-
Betrachtung heraus raten bereits
vielen Eltern ihren Kindern,
unbedingt einen akademischen
Weg einschlagen zu müssen. Zurecht?
„De Facto betrachtet ganz
und gar nicht – die ganze Welt
beneidet uns um unser duales
Ausbildungssystem, nur wir selbst
schätzen es zu wenig wert“, sind
sich Roland Streim, Petra Callwitz
und Peißenbergs Mittelschulleiter
Armin Mutzbauer einig. Insofern
ein guter Grund, mit dem in weiten
Teilen der Gesellschaft noch
immer viel zu präsenten schlechten
Ruf der klassischen Berufsausbildung
aufzuräumen.
15 Jahre kein Gehalt
Gründe, sich nach Abschluss der
Schule ganz bewusst für eine
klassische duale Ausbildung zu
entscheiden, gibt es zu Hauf.
„Akademiker fangen häufig mit
erst 30 Jahren, Azubis bereits mit
15 oder 16 Jahren an, Geld zu verdienen“,
betont Roland Streim.
Und das nicht zu wenig. Nach
jüngsten Informationen verdient
ein hiesiger Azubi inzwischen
1 150 Euro brutto im ersten Lehrjahr
durchschnittlich, während
Studenten ohne finanzielle Unterstützung
aus dem Elternhaus
über Jahre hinweg kein geregeltes
Einkommen haben, neben einem
anspruchsvollen und zeitintensi-
An der Hochschule: Wer möchte
und dazu in der Lage ist, kann
auch nach Abschluss einer
dualen Ausbildung studieren.
Wir suchen für unseren Standort
Schongau ab sofort:
Anlagenmechaniker SHK
(m/w/d)
Kundendienstmonteur SHK
(m/w/d)
Projektleiter SHK (m/w/d)
Auszubildende Anlagenmechaniker
SHK (m/w/d)
für das Ausbildungsjahr 2026
„Handwerk ist keine Sackgasse“,
sagt Roland Streim, Geschäftsführer
der Kreishandwerkerschaft
Oberland.
ven Vollzeit-Stundenplan an Uni
oder Hochschule zusätzlich jobben
müssen und später zum Teil
beträchtliche Summen an Bafög
(Bundesausbildungsförderungsgesetz)
zurückzahlen müssen. „15
Jahre sind eine lange Zeit, die du
nach Abschluss eines Studiums
erst einmal reinverdienen musst
im Laufe eines Berufslebens“, ergänzt
Roland Streim insbesondere
vor dem Hintergrund, dass nicht
jedes abgeschlossene Studium
ein hohes Einstiegsgehalt garantiert
und bei weitem nicht jeder
Student Arzt, Physiker, Ingenieur
oder Topmanager werden kann.
Obendrein sind die Löhne und
Gehälter für Facharbeiter in fast
allen Berufen gestiegen – Handwerker
verdienen zum Teil ähnlich
gut wie Facharbeiter in der Industrie.
Und auch in sozialen Berufen
hat sich in Sachen fairer Bezahlung
einiges getan, verdient eine
frischausgelernte Pflegefachkraft
rund 4 000 Euro brutto im Monat,
wohlgemerkt ohne Wochenend-,
Nachtschicht- und Feiertagszuschlägen.
Noch wertvoller als die
Löhne und Gehälter sind im Rahmen
einer dualen Ausbildung jedoch
die praktischen, realitätsnahen
und alltagstauglichen Inhalte,
die junge Männer und Frauen
im Zuge dessen durch gezieltes
fordern und fördern beigebracht
bekommen von ihren Ausbildern
und Kollegen. Denn: Was bringt
die im Büro sitzende Führungskraft,
wenn der Werkzeugmacher
fehlt, um den Schneidstempel auf
ein Tausendstel genau zu schleifen,
der Maurer fehlt, um den
Rundbogen zu mauern, die Pflegefachkraft
fehlt, die altersschwache,
demenzgeplagte 88-jährige
Frau fachgerecht aufzurichten und
zu füttern?
Erfreuliches
Umfrageergebnis
Erfreulich an dieser Stelle: Dass
das Image der dualen Ausbildung
speziell hier im ländlich geprägten
Raum nicht in allen Teilen der
Gesellschaft einen weniger wertigen
Stellenwert hat. Bereits während
der Corona-Pandemie wurde
vielen (wieder) bewusst, dass die
Metzger, Bäcker und Heizungsbauer
es waren, die das Land am
Laufen hielten, trotz Stillstand
september / oktober 2025 | 51
Deine Vorteile:
Wir
suchen
Dich!
Attraktive Vergütung
30 + 1,5 Tage Urlaub
Betriebliche Altersvorsorge
Betriebsrat
Sicherer Arbeitsplatz
Weiterbildungsmöglichkeiten
Kommunikation per App
Direkt bei uns bewerben!
Sende Deine Bewerbung an jobs@baywa.com
oder bewirb Dich über unser Karriereportal
www.baywa-haustechnik.de/karriere.
Bei Fragen ist Selina Thaumüller gerne für
Dich da: 0170 3780200.
WIR BRINGEN DEINE
KARRIERE INS ROLLEN
WIR BILDEN AUS:
• Kunststoff- und Kautschuktechnologe
(m/w/d) für Formteile
• Mechatroniker (m/w/d)
• Elektroniker für Betriebstechnik (m/w/d)
• Werkzeugmechaniker (m/w/d)
• Industriemechaniker (m/w/d)
• Fachkraft für Lagerlogistik (m/w/d)
• Fachinformatiker (m/w/d)
Fachrichtung Systemintegration
• Industriekaufmann (m/w/d)
• Technischer Produktdesigner (m/w/d)
Fachrichtung Maschinen- und Anlagenkonstruktion
Wir freuen uns auf Deine Bewerbung
für einen Ausbildungsplatz unter
bewerbung@gaplast.de
BEI UNS BEKOMMST DU
eine attraktive Ausbildungsvergütung
31 Tage Urlaub
eine hohe Übernahmechance
große Weiterentwicklungsmöglichkeiten
Fahrtkosten- & Essenszuschüsse
Sonderurlaubstage für
Prüfungsvorbereitung
Zugang zu einem breiten
Wissensspektrum
uvm.
Follow us:
Standorte Peiting und Altenau
und strenger Auflagen hochwerti-
ge Lebensmittel produzierten und
kaputtgegangene Heizungen reparierten,
damit eben der Topmanager
nachts nicht frieren muss.
Auch erfreulich: Das Ergebnis ner 2025 durchgeführten Umfrage
von Seiten des Ausbildungskom-
eipasses,
bei der 2000 Eltern, 2000
Schüler sowie 380 Lehrkräfte die
Frage „Wie benotet ihr das Image
der dualen Ausbildung?“ wie folgt
beantwortet hatten: Die Eltern mit
der Note 1,6, die Schüler mit 2,4
und die Lehrkräfte mit 1,6. „Inso-
fern sehe ich das Image-Problem
im Bereich der dualen Ausbildung
insbesondere hier in der Region
gar nicht so kritisch“, sagt ka Uhl vom Ausbildungskompass
Monidass
diese noch immer in viel zu
vielen Köpfen präsente Denke,
dass ein Akademiker der bessere
Mensch ist, in Zukunft der Vergangenheit
angehört, es innerhalb
der Gesellschaft keine Statusunterscheidungen
mehr gibt, der
Arbeiter ebenso wertgeschätzt
wird wie der Akademiker. „Am
über eine Statistik, die Hoffnung
macht. Hoffnung dahingehend,
Ende des Tages funktioniert es
ohnehin nur im Miteinander“, so
Roland Streim. Und wer nach Abschluss
einer dualen Berufsausbildung
sowie wertvollen Jahren
der Berufserfahrung als Geselle
dennoch Zeit, Lust und entsprechende
Qualifikationen mitbringt,
dem stehen über den zweiten
Bildungsweg noch immer alle Türen
offen. IHK-Bildungsberaterin
Cornelia Gaide weist an dieser
Stelle auf die Weiterbildungsmöglichkeiten
zum Meister oder
Techniker hin, die spannende
Jobs mit Ingenieurs-ähnlichen
Gehältern und Aufgaben oder den
mutigen Schritt zur Selbstständigkeit
ermöglichen. Aber auch auf
die Option, den akademischen
Weg doch noch einzuschlagen.
Schließlich hat der körperlich
hart arbeitende Maurer draußen
auf der Baustelle sicherlich mehr
Respekt vor der Bauingenieurin,
die einst selbst eine Maurer-Lehre
absolviert hatte und somit aus einer
praktischen Erfahrung heraus
weiß, wovon sie spricht. Auch das
beweist, wie wertvoll und wichtig
die weltweit anerkannte und von
vielen anderen Ländern beneidenswerte
duale Berufsausbildung
in Deutschland, Bayern und
im Pfaffenwinkel ist.
js
Bauingenieure mit Erfahrung als Maurer oder Zimmerer sind gefragt.
52 | altlandkreis
Gymnasiast sahnt bei Schongauer Ausbildungsmesse ab
Spontanbesuch bringt Hauptgewinn
Ingenried | Spontan ist bekanntlich
am besten. Das ist vor kurzem auch
Moritz Höldrich aus Ingenried so
richtig bewusst geworden. Der erst
14-Jährige besuchte im vergangenen
Schuljahr die achte Klasse des
Welfen-Gymnasiums in Schongau,
hatte früher Unterrichtsschluss
und wartete gemeinsam mit seiner
Mama auf seinen jüngeren Bruder
David (12), um letztlich zu dritt
nach Hause fahren zu können. Zufälligerweise
fand an diesem Mittwochnachmittag
die Schongauer
Ausbildungsmesse in der angrenzenden
Lechsporthalle statt. Da
dachte sich der leidenschaftliche
Hobbyfußballer kurzerhand, die
Wartezeit sich ja mit frischfrittierten
Pommes samt Ketchup und Majo
am Foodtruck vor dem Halleingang
verkürzen zu können. Wiederum
dann dachte sich Moritz: „Wenn ich
schon mal da bin, kann ich auch
in die Halle schauen und mich
informieren, obwohl das für mich
eigentlich noch zu früh ist.“ Gesagt
getan, durschritt der sympathische
Ingenrieder gemeinsam mit seiner
Mama alle Ausstellungsreihen in
der Lechsporthalle – und suchte
auch prompt und ganz gezielt das
direkte Gespräch mit Ausbildern,
Azubis oder Geschäftsführern
der jeweiligen Firmen. Denn von
diesem Spontanbesuch mal abgesehen,
liebäugelt Moritz schon
seit längerem damit, das Welfen-
Gymnasium in Schongau nach erfolgreichem
Bestehen der zehnten
Klasse mit dann Mittlerer Reife
vorzeitig zu verlassen. „Nicht wegen
zu schlechten Noten, sondern
weil ich einfach Lust habe zu arbeiten,
Geld zu verdienen und gerne
was mit den Händen mache, gerne
anpacke.“ Vor diesem Hintergrund
hatte sich dieser Spontanbesuch
also ohnehin bezahlt gemacht, zumal
er auf der SAM auch gleich ein
Praktikum in der Kfz-Branche klarmachen
konnte. Womit der junge
Gymnasiast jedoch nicht gerechnet
hatte: Dass sich sein Spontan-Besuch
auf der SAM2025 gleich doppelt
lohnen sollte. Wer dort mutig
ist, mit den Ausstellern spricht und
sich den im Eingangsbereich ausliegenden
Messepass vollstempeln
lässt, kann Teil eines Gewinnspiels
werden. Und ausgerechnet Moritz
Höldrich, der ja eigentlich gar nicht
hingegangen wäre, hätte sein Bruder
zeitgleich Schulschluss gehabt,
ist letztlich der glückliche Gewinner
des großen SAM-Gewinnspiels
geworden. „So richtig glauben
kann und will ich es ehrlich gesagt
noch immer nicht“, sagt er
mit verschmitztem Grinsen, als er
von den SAM-Organisatoren der in
Peiting-Birkland ansässigen Agentur
Ostenrieder Design & Marketing
das nigelnagelneue iPad der Edelmarke
Apple überreicht bekommen
hatte. „Fußballvideos auf YouTube
schauen – und für die Schule brauche
ich dann in der Zehnten eh
eins“, so Moritz Höldrich auf die
Frage, ob er denn so ein schickes
Tablett überhaupt gebrauchen
könne. Noch wichtiger aber wird
für ihn kommendes Jahr das Thema
Berufsorientierung werden.
Im Zuge dessen Pflicht für ihn: Der
Besuch der SAM2026 in Schongaus
Lechsporthalle.
js
Excellence in
sustainable technology
Noch keine Zukunftspläne?
Starte deine Ausbildung bei GROB
Unsere Ausbildungsberufe (m/w/d)
• Elektroniker für Automatisierungstechnik
• Fachinformatiker
• Fachkraft für Lagerlogistik
• Industriekaufleute
• Industriemechaniker
• Konstruktionsmechaniker
• Mechatroniker
• Technische Produktdesigner
• Werkstoffprüfer
• Zerspanungsmechaniker
Unsere dualen Studiengänge (m/w/d)
• Elektro- & Informationstechnik
• Wirtschaftsingenieurwesen
• Maschinenbau
• Mechatronik
Schwerbehinderte und deren gleichgestellte
Bewerberinnen und Bewerber
werden bei gleicher Eignung
besonders berücksichtigt.
GROB-WERKE GmbH & Co. KG I Industriestraße 4 I 87719 Mindelheim
september / oktober 2025 | 53
Der Ausbildungsverbund Oberland-Pfaffenwinkel
Kooperation statt Konkurrenz
Schongau | Aus drei mach eins:
Zum 1. Januar 2020 ist von Seiten
der damaligen Bundesregierung
die Pflegeausbildung reformiert
worden. Die bis dato drei eigenständigen
Ausbildungsberufe zur
Krankenpflege, Kinderkrankenpflege
und Altenpflege wurden im
Zuge dessen zur „Generalistischen
Pflegeausbildung“ zusammengefasst.
Vorteile dieser Zusammenlegung:
Azubis bekommen
wertvolle Einblicke in nahezu alle
#verdAMTcool
AUSBILDUNG ODER
DUALES STUDIUM
BEWIRB
DICH
JETZT!
54 | altlandkreis
Unser Landkreis.
... die ganze Vielfalt Oberbayerns.
wichtigen Aufgaben in der Pflege.
Sie müssen sich nicht schon vor
Beginn der Ausbildung auf eine
Fachrichtung festlegen, können so
während der Lehrzeit herausfinden,
ob Krankenhaus, Altenheim,
?
Dein Start in die berufliche Zukunft.
UNSERE
Mit einer Ausbildung im Landratsamt.
AUSBILDUNGSANGEBOTE: (m/w/d)
Verwaltungsfachangestellter
Verwaltungswirt
Fachinformatiker Systemintegration
Fachangestellter für Bäderbetriebe
UNSERE
STUDIENANGEBOTE: (m/w/d)
Diplom-Verwaltungswirt (FH)
Diplom-Verwaltungsinformatiker (FH)
Soziale Arbeit – kommunal (B.A.)
Mehr
Infos
DEINE
VORTEILE:
vielseitige
Aufgabengebiete
zukunftssichere
Karrierechancen
in der Region
Bezahlung
während des
Studiums
Bitte die konkreten
Stellenausschreibungen beachten!
Dein Kontakt: Verena Steidl | Telefon: 0881/681 1135
ausbildung@lra-wm.bayern.de | www.weilheim-schongau.de
Kinderkrankenhaus, ambulante
oder stationäre Pflege besser
zu ihnen passt. Das Durchlaufen
verschiedenster Abteilungen erweitert
außerdem den Horizont,
weil die Azubis mehr Menschen
allen Alters aber auch Betriebe
und deren unterschiedlichen
Strukturen und Philosophien
kennenlernen. Die Nachteile der
Generalistischen Pflegeausbildung
dagegen: Dass durch das
Zusammenfassen von vormals
drei unterschiedlichen Ausbildungen
über jeweils drei Jahre
entsprechend viel Fachwissen
entweder auf der Strecke bleibt,
oder auf die Azubis ein Stück weit
erschlagend einwirkt, insofern
mehr Engagement, Anstrengung
und Fleiß abverlangt wird. Dass
die Azubis aufgrund gesetzlich
vorgeschriebener Pflichteinsätze
und Praxisanleitungen (praxisnahes
Lernen am Menschen an der
Hand einer erfahrenen Fachkraft)
in unterschiedlichen Einrichtungen
deutlich öfter den Arbeitsplatz
wechseln müssen, was nicht selten
mit weiteren Anfahrten in verschiedenste
Richtungen verbunden
ist – ein logistisches Problem,
insbesondere für noch minderjährige
Azubis, die noch keinen
Führerschein machen können,
aber auch für all diejenigen, die
sich den Führerschein schlichtweg
nicht leisten können. Aus Sicht
der ausbildenden Einrichtungen
und Fachschulen ist es dagegen
eine echte Mammutaufgabe, die
generalistische Ausbildung zu organisieren
– schließlich fehlt dem
Krankenhaus die Abteilung der Altenpflege,
der Altenpflege die Abteilung
der Kinderkrankenpflege
und der Kinderkrankenpflege die
Abteilung der Krankenpflege von
Erwachsenen. An genau dieser
Stelle kommt der Ausbildungsverbund
Oberland-Pfaffenwinkel
ins Spiel – ein Zusammenschluss
von in der Region ansässigen Berufsfachschulen
sowie stationären
Mitglieder des Ausbildungsverbundes Oberland-Pfaffenwinkel, die sich
für die Umsetzung der Generalistischen Pflegeausbildung einsetzen.
und ambulanten Pflegeeinrichtungen,
die Menschen zur Generalistischen
Pflegefachkraft in
Theorie und Praxis ausbilden.
Ein Azubi, viele Verträge
Empfohlen hat die Bundesregierung
die Gründung eines solchen
Verbunds bereits im Januar
2020. Der Ausbildungsverbund
Oberland-Pfaffenwinkel gründete
sich letztlich zwei Jahre später,
Anfang 2023, aus Vertretern der
Krankenhaus GmbH Weilheim-
Schongau, der Berufsfachschule
für Pflege Schongau, der Heimerer-Schule
Schongau, der Ökumenischen
Sozialstation Oberland
Peißenberg sowie des Altenheims
der Heilig-Geist-Spital-Stiftung
Schongau heraus. Heute, rund
zweieinhalb Jahre später, erfreut
sich der Zusammenschluss
wachsender Beliebtheit, ist von
anfangs fünf auf mittlerweile 16
Kooperationspartner in ganz Weilheim-Schongau,
vereinzelt auch
aus den Landkreisen Landsberg
am Lech, Garmisch-Partenkirchen
und Ostallgäu angewachsen. „Wir
bilden nicht nur für unsere jeweils
eigene Einrichtung aus, sondern
für die Pflege im Allgemeinen“,
betont Christian Osterried, Einrichtungsleiter
des Altenheims der
Heiliggeist-Spitalstiftung Schongau
vor dem Hintergrund, „dass
wir aufgrund des demografischen
Wandels und den immer älter
werdenden Menschen regional
wie überregional betrachtet in Zukunft
deutlich mehr Pflegekräfte
in allen Fachbereichen brauchen,
Konkurrenzdenken allein deshalb
fehl am Platz ist“. Um diese generationenübergreifende
Lebensaufgabe
effizienter umsetzen zu
können, sei deshalb diese schulund
einrichtungsübergreifende
Zusammenarbeit unabdingbar.
„Vorher mussten wir für die fachpraktischen
Abteilungsdurchläufe
unserer Berufsfachschüler mit
jeder Einrichtung Einzelverträge
zu unterschiedlichen Konditionen
abschließen, was zu einem kaum
schaffbaren Bürokratiewahnsinn
führte – über den Verbund können
wir die Azubis nun mit einem
Ausbildungsvertrag ausstatten,
der letztlich für alle Anlaufstellen
innerhalb dieser dreijährigen
Ausbildung gilt“, betont Julian
Mayr, Praxiskoordinator der
Heimerer-Schulen in Schongau
und Landsberg. Ein weiterer Vorteil
des Verbunds: „Dass wir nun
einen einheitlichen Überblick
darüber haben, welcher Schüler
zu welcher Zeit in welcher Einrichtung
seine Praxisanleitung
bekommt, wann er für wie lange
in welcher Berufsfachschule
unterrichtet wird, welche fachpraktischen
Kenntnisse er bereits
in Theorie und Praxis vermittelt
bekommen hat und wann er sich
im Urlaub befindet“, sagt Claudia
Hörbrand, Geschäftsführerin
der Ökumenischen Sozialstation
Oberland. Auch das Thema „Kosten“
der Ausbildung kann über
den Verbund nun einheitlich und
gerecht geregelt werden. „Vorher
verlangten manche Träger zu viel,
manche zu wenig, wieder andere
gar nichts – inzwischen sind die
Kosten für die jeweilige Praxisanleitung
der Schülerinnen und
Schüler klar definiert und tariflich
einheitlich geregelt“, betont Julian
Mayr, der sich gemeinsam mit
Simone Klausmann von der Krankenhaus
GmbH Weilheim-Schongau
um die Koordination der
Pflegefachausbildung im Pfaffenwinkel
und Umgebung kümmert.
Praxisanleiter nehmen
Azubis an die Hand
Grundsätzlich wird die Generalistische
Pflegefachausbildung
ausschließlich in einer Pflegefach-
schule absolviert. Im Landkreis
Weilheim-Schongau gibt es hierfür
zwei Anlaufstellen: Die Heimerer-
Schule am Marienplatz in Schongau
und die Berufsfachschule für
Pflege der Krankenhaus GmbH
Weilheim-Schongau neben dem
ehemaligen Schongauer Krankenhaus,
inzwischen bekannter als
„SOGESUND“. Beide Schulen vermitteln
Fachwissen in Theorie und
Praxis, sind darüber hinaus jedoch
dazu verpflichtet, ihren Schülern
mehrwöchige Fachpraktika in
verschiedenen Einrichtungen wie
eben Krankenhäusern, Altenheimen,
ambulanten wie stationären
Pflegediensten und Kinderkrankenhäusern
zu ermöglichen. Dort
draußen im realen Berufsleben
werden die Azubis jedoch nicht ins
sprichwörtliche kalte Wasser geworfen,
sondern von sogenannten
Praxisanleitern (Fachkräfte mit Zusatzqualifikation
für das Anlernen
von Azubis) an die Hand genommen.
Die Praxisanleiter der jeweils
kooperierenden Einrichtung sind
wiederum über den Ausbildungsverbund
Oberland-Pfaffenwinkel
untereinander vernetzt und erarbeiten
gemeinsam in Arbeits-
kreisen, was in welchem Bereich
und in welcher Einrichtung erlernt
werden kann. „Damit wollen wir
die Qualität der Ausbildung in
der Praxis erhöhen“, sagt Simone
Klausmann. Ein Nachteil an dieser
Stelle allerdings ist, dass es hier
im Weilheim-Schongauer Landkreis
keine Kinderklinik gibt. Um
den Azubis für praktische Einblicke
in diesem Fachbereich nicht noch
weiterer Wege zuzumuten, dürfen
die Schüler deshalb ausnahmsweise
in Kindertageseinrichtungen
ihre praktischen Erfahrungen im
Bereich der „Pädiatrie“ machen.
Insofern eine aus der Not heraus
geborene Lösung, die fachlich
betrachtet schwierig, logistisch
gesehen jedoch nachvollziehbar
ist. Umso erfreulicher: Dass dieses
ewig leidige Thema der den Wertschätzung
mangeln-
aufgrund
Morgen. Mit uns.
Erfolgreich!
UNSERE AUSBILDUNGSBERUFE:
PACKMITTELTECHNOLOGE (m/w/d)
MASCHINEN- &
ANLAGENFÜHRER (m/w/d)
Kunert Peiting GmbH & Co KG
Papierverarbeitungswerk
Schönriedlstraße 15
86971 Peiting
zählt als Unternehmen der Kunert Gruppe zu einem der
weltweit führenden Anbieter innovativer Hartpapierhülsen
und Kantenschutzprodukte.
Wir freuen uns auf Dich, Deine Fragen und Deine Bewerbung:
Dein Ansprechpartner:
Roland Stindl
roland.stindl@paulundco.de
Tel. +49 (88 61) 25 71-24
alle Ausgaben online unter
www.altlandkreis.de
www.paulundco.de
september / oktober 2025 | 55
Komm ins Team.
Wir bilden dich aus.
von schlechter Bezahlung in Pflegeberufen
de facto der Vergangenheit
angehört. Wer die dreijährige
Ausbildung zur Pflegefachkraft
antritt, verdient aktuell 1 340 Euro
brutto monatlich im ersten, 1 402
Euro im zweiten und 1 503 Euro
im dritten Lehrjahr. Und auch frischausgelernt
verdient eine Pflegefachkraft
mit monatlich 4 000
Euro brutto inzwischen gutes Geld,
was sich via Nachtschicht-, Sonntags-
und Feiertagszulagen nochmals
steigern lässt.
Feinwerkmechaniker (m/w/d)
Metallbauer (m/w/d)
Kraftfahrzeugmechatroniker (m/w/d)
Fachkraft für Lagerlogistik (m/w/d)
www.pfanzelt.com
Keine Einzelkämpfe mehr
Schlechte Bezahlung ist insofern
nicht mehr das Thema – und auch
andere Gründe sprechen für ein
Berufsleben in der Pflege. „Wir
reden hier von einer sicheren
Branche mit wahnsinnig flexiblen,
familienfreundlichen Arbeitszeitmodellen“,
sind sich Judith Gabel,
Geschäftsführerin des gleichnamigen
Pflegedienstes mit Sitz in
Schongau sowie Sandra Buchner,
Pflegedienstleiterin in der Krankenhaus
GmbH Weilheim-Schongau,
einig. Letztere berichtet sogar
von 54 (!) verschiedenen Schichtmodellen,
„die wir momentan im
Krankenhaus etabliert haben“.
Darüber hinaus handelt es sich bei
der Pflegefachkraft um einen Beruf,
bei dem Menschlichkeit trotz
Social Media, Künstlicher Intelligenz
und Robotik auch in Zukunft
an oberster Stelle stehen
wird, eine soziale
Entfremdung
durch
stundenlanges
Eintauchen
in virtuelle
Welten eher ausgeschlossen
ist. Auch
bemerkenswert: Alle
acht Führungskräfte,
die sich zum Interview
mit „tassilo“ und
„altlandkreis“
zum
Thema „Ausbildungsverbund
Oberland-
Pfaffenwinkel“
getroffen
haben, lernten
56 | altlandkreis
Mit Menschen für Menschen: In der Pflege zählt der direkte Kontakt und
nicht das Eintauchen in virtuelle Welten.
einst selbst den Beruf der Pflegefachkraft,
kommen insofern von
der praktischen Basis und wissen,
wovon sie sprechen. Insofern
hat der regelmäßige Austausch
über dieses auf Freiwilligkeit basierende,
aber auch gesetzlich
notwendig machende Netzwerk
viele positive, befruchtende Auswirkungen
auf die Generalistische
Pflegefachausbildung. „Ich möchte
einfach, dass wir unsere Azubis
so gut es geht ausbilden, damit
wir hier in Deutschland auch in
zehn, 20 Jahren und darüber hinaus
noch gute Fachkräfte haben“,
bekräftigt Christian Osterried seine
Motivation, Teil des Ausbildungsverbundes
Oberland-Pfaffenwinkel
zu sein. „Der für mich
größte Vorteil dieses Zusammenschlusses
ist, dass man nicht mehr
der Einzelkämpfer ist, sondern
wir gemeinsam mit einheitlichen
Strukturen und Standards arbeiten
können – das hilft, die Qualität
der generalistischen Ausbildung
zur Pflegefachkraft zu steigern“,
betont Julian Mayr. Die allerwertvollste
Erkenntnis beim Thema
Pflege aber ist, „dass es sich hier
um einen Beruf handelt, der einem
auf zwischenmenschlicher
Ebene wahnsinnig viel zurückgibt“,
weiß Birgit Stögbauer, Praxisanleiterin
der Ökumenischen
Sozialstation, aus eigener Erfahrung.
Dem kann Thomas Schäfer
nur zustimmen: „In
unserem Beruf geht es
wahrlich nicht immer
nur ums Geld – genau
dafür lohnt es sich, diesen
Aufwand zu betreiben.“
js
So wird es gemacht:
Hier zeigt eine
Praxisanleiterin
das fachgerechte
Aufrichten einer
Person im Pflegebett.
– ANZEIGE –
Die hauseigene Ausbildung bei M. Haseitl
Eine Investition in die Zukunft
Schongau | Die Ausbildung junger
Menschen ist bei Haseitl nicht nur
ein zentraler Baustein der Unternehmensstrategie,
sondern eine
Herzensangelegenheit für die
ganze Region. „Als mittelständisches
Unternehmen sehen wir es
als unsere Verantwortung, Fachkräfte
von morgen auszubilden
und ihnen eine langfristige Perspektive
zu bieten“, betont Holger
Wallisch, Geschäftsführer des 135
Mitarbeiter starken Bauunternehmens
an der Dießener Straße in
Schongau. Um dieser Verantwortung
in Zeiten des branchenübergreifenden
Fachkräftemangels
gerecht zu werden, investiert Haseitl
viel Zeit, Geld und Herzblut,
um junge Menschen für eine
Ausbildung in der Baubranche zu
begeistern. „Bereits in der ersten
Hälfte dieses Jahres waren wir
sehr aktiv – wir nahmen an vier
regionalen Ausbildungsmessen
teil, um interessierte Schüler direkt
anzusprechen und ihnen Einblicke
in die spannenden Ausbildungs-
und Karrieremöglichkeiten
bei Haseitl zu geben.“
Sechs verschiedene
Ausbildungsberufe
> > > KONTAKT
M. Haseitl
Baugesellschaft mbH & Co. Betriebs KG
Dießener Straße 12 . 86956 Schongau
Tel. 08861 2351-0 . info@haseitlbau.de
www.haseitlbau.de
In der Lehrwerkstätte: Haseitl-Azubis beim Mauern eines Rundbogens.
Insgesamt bildet die Firma Haseitl
mit Beton- und Stahlbetonbauern,
Maurern, Straßenbauern und Kanalbauern
vier Berufe im gewerblichen
Bereich aus – sowie mit Industriekaufleuten
und Kaufleuten
für Büromanagement zwei Berufe
im kaufmännischen Bereich. Die
Dauer aller sechs Ausbildungen
beträgt jeweils drei Jahre, kann
bei guten Leistungen auf 2,5 Jahre
verkürzt werden und zeichnet sich
durch eine gelungene Kombination
aus Theorie und Praxis aus.
„Wir haben für unsere gewerblichen
Ausbildungsberufe eine
hauseigene Lehrwerkstatt, in der
beispielsweise Maurer das händische
Fertigen eines Rundbogens
üben können“, erklärt Holger
Wallisch. Überwiegend sind
die Auszubildenden aus
dem gewerblichen Bereich
jedoch draußen auf
den Baustellen des Unternehmens
im Einsatz,
während die kaufmännischen
Auszubildenden
die Fachabteilungen für
Einkauf, Personal und
Buchhaltung im Büro-
und Verwaltungsgebäude des
traditionsreichen Unternehmens
durchlaufen.
Kooperation
mit Hochschulen
Neben dem breiten Angebot an
Ausbildungsplätzen engagiert sich
Haseitl auch gezielt im Hochschulmarketing
– mit dem Ziel, Studierende
für Praktika, Praxissemester
oder ein Duales Studium im Bauingenieurwesen
zu gewinnen.
„Gerade in diesem Bereich sehen
wir großes Potential für die Entwicklung
unseres Unternehmens
und die Sicherung von Fachkräften
in der Region. Daher kooperieren
wir mit den Hochschulen in
München und Augsburg“, betont
Holger Wallisch. „Wir fördern die
Talente unserer Auszubildenden
und Studierenden ganz gezielt
und versuchen stets, aus den
dann ausgelernten Fachkräften
Führungskräfte zu entwickeln“,
ergänzt er und unterstreicht damit
die Ausbildungsphilosophie
von Haseitl.
Die Erfahrung habe
gezeigt, dass etwa
ein gelernter Maurer
sich aufgrund
seiner praktischen
Erfahrungen ganz hervorragend
als Vorarbeiter, Polier, Bauleiter
oder sogar Bereichsleiter eignen
könne.
Noch eine Lehrstelle
zu vergeben
Auch spannend: Die kaufmännische Ausbildung
im Büro- und Verwaltungsgebäude.
Die hauseigene Ausbildung bildet
somit ganz wesentlich die Grundlage
für den langjährigen unternehmerischen
Erfolg der Firma
Haseitl. „Umso erfreulicher, dass
wir diese Geschichte fortschreiben
können – für den Ausbildungsstart
im September 2025 konnten
wir bereits vier neue Auszubildende
gewinnen“, betont Holger
Wallisch. Damit steigt die Zahl
der Haseitl-Azubis auf insgesamt
neun. Darüber hinaus beschäftigt
das Bauunternehmen derzeit eine
duale Studentin im Bereich Bauingenieurwesen.
„Damit sind wir
in Sachen Nachwuchskräfte gut
aufgestellt, hätten aber dennoch
Kapazitäten für einen weiteren
Auszubildenden im gewerblichen
Bereich.“
Für Kurzentschlossene
Wer Zeit und Lust auf eine Ausbildung
in einer sicheren und
sinnstiftenden Branche mit sehr
guten Aufstiegschancen, überdurchschnittlicher
Bezahlung und
finanzieller Unterstützung beim
Führerschein hat, kann sich noch
als Nachrücker für den Ausbildungsstart
2025 bei Haseitl bewerben
– und Teil eines Teams gut
ausgebildeter Fachkräfte werden,
die nicht nur für Haseitl, sondern
für die ganze Region wertvoll
sind.
Freuen sich auf ihre berufliche Zukunft: Die Azubis der Firma Haseitl.
september / oktober 2025 | 57
Die traditionsreiche Ausbildung zum Zimmerer
Handwerklicher
Alleskönner
OHNE DICH LÄUFT NICHTS.
Werde Teil davon, die Welt am Laufen zu halten…
… Notfallwagen für Krankenhäuser
… Ausstattungen für Rettungskräfte
… Leitern fürs Handwerk
… und noch vieles mehr!
Deine Berufsausbildung bei uns:
Industriekaufmann (m/w/d)
Industriemechaniker (m/w/d)
Fachkraft für Metalltechnik (m/w/d)
Warum ZARGES?
Top-Ausbilder, überdurchschnittliche Vergütung,
gleitende Arbeitszeit, sehr gute Übernahmechancen,
viele Möglichkeiten zur Weiterbildung
und vieles mehr.
Mehr Infos zur Ausbildung & Kontakt
www.zarges.de/ausbildung
bewerbung@zarges.de
0881 687-237
58 | altlandkreis
Wildsteig | Bereits im Mittelalter
war der „Zimmermann“, wie er
früher häufiger genannt wurde,
unentbehrlich, sorgte mit Arbeits-
techniken wie Dachausmittlung,
Schiftung oder Vergatterung für
sichere, langlebige und wettergeschützte
Gebäude. Insofern ein
Beruf mit Systemrelevanz, dessen
Wichtigkeit bis heute unverändert
groß ist. Nicht selten wird der
„Zimmerer“ sogar als ner auf dem Bau“ bezeichnet, weil
sein Aufgabenspektrum facetten-
„Alleskönreicher
kaum sein könnte – es
reicht vom Schneiden, Hobeln,
Fräsen, Schleifen oder Verbinden
von Holz über fachkundigen
Umgang mit Werkzeugen wie
Stemmeisen, Bundaxt, rerhammer, Klopfholz, Zirkel oder
Winkeleisen bis hin zur Anwendung
manueller und CNC-gesteuerter
Fräsmaschinen, Sägen und
Abbundanlagen und vieles mehr.
Zimme-
Hinzu kommt das Fahren oder
Steuern von Betriebswagen, belstapler, Bulldog, Teleskoplader
oder Baukran. Doch der Reihe
Ga-
nach. Wie jeder Beruf, muss auch
der des Zimmerers erst einmal
von der Pike auf gelernt werden.
Die Ausbildung zum Zimmerer
erstreckt sich prinzipiell über drei
Jahre, beginnt entgegen vieler anderer
dualer Ausbildungsberufe
jedoch nicht gleich im jeweiligen
Lehrbetrieb und dazu passender
Berufsschule im wöchentlichen
oder blockweisen Wechsel, sondern
mit einem sogenannten
Berufsgrundschuljahr, kurz BGJ.
Hiesige Zimmerer-Azubis bestreiten
dieses BGJ an der Berufsschule
am Narbonner Ring in Weilheim,
werden dort in Holzprodukte,
Innenausbau, Wand- und Dachkonstruktionen,
Gründungen und
Holzbaukonstruktionen unterrichtet.
Ob es, davon abgesehen, ein
Nachteil für den jeweiligen Ausbildungsbetrieb
ist, den Azubi erst
unter Vertrag zu nehmen, um ihn
dann für ein ganzes Jahr nicht zur
Verfügung zu haben? „In meinen
Augen überhaupt nicht, weil das
BGJ ein Riesenvorteil für die Azubis
ist – dort lernen sie sowohl die
theoretischen als auch praktischen
Grundkenntnisse des Zimmererberufs,
die ein Betrieb in dieser
Bandbreite meist gar nicht vermitteln
könnte“, sagt Zimmerermeister
Stefan Hindelang, seit
April 2008 Inhaber der in Wildsteig
ansässigen Zimmerei Bertl,
die seit Jahrzehnten als anerkannter
Ausbildungsbetrieb für dieses
ehrenwerte Traditionshandwerk
bekannt ist, schon mehrfach Innungssieger
hervorbrachte und
auch dieses Jahr, pünktlich zum
1. September, wieder zwei neue
Azubis einstellt. Hinzu komme,
dass der Azubi während seines
BGJs kein Azubigehalt bekommt,
insofern dem Ausbildungsbetrieb
im ersten Lehrjahr kein Geld kostet.
Auf BGJ folgt üppiges
Azubi-Gehalt
Aus Sicht der Azubis sehr lukrativer:
Dass sie nach Bestehen des
staatlich anerkannten Berufsgrundschuljahrs
mit rund 1 300
Euro brutto im zweiten sowie
1 550 Euro brutto im dritten Lehr-
In der Berufsschule: Zimmerer-Azubis beim Zeichnen von Dachstühlen.
Ein Zimmerer-Azubi in der Produktionshalle
der Zimmerei Bertl.
jahr inzwischen ordentlichen Lohn
bekommen – und ab dann auch
(endlich) raus auf die richtigen
Baustellen dürfen, um dort das
Handwerk im Sinne von „learning
by doing“ sowie an der Seite etablierter
Gesellen oder Meister praxisnah
zu erlernen. Ein Vorteil der
Ausbildung bei Stefan Hindelang
ist, „dass wir eine Zimmerei sind,
die vom Gartenzaun über Dachstuhlbau,
Innenausbau, Treppenbau
und energetische Sanierung
von Altbauten bis hin zum Neubau
von Holzhäusern im Grunde alles
macht“. Für die Azubis heißt das:
Einblicke in alle berufsrelevanten
Richtungen zu bekommen, die bei
entsprechendem Ehrgeiz tatsächlich
vom zunächst unerfahrenen
Lehrling zu einem „Alleskönner
auf dem Bau“ führen können.
Vorausgesetzt, der Beruf des Zimmerers
ist auch für den jeweiligen
zukünftigen Schulabgänger geeignet:
Trittsicherheit und Schwindelfreiheit
für Arbeiten auf
Dächern in oft luftiger Höhe
sollten trotz Einhaltung von
Sicherheitsvorkehrungen wie
Baugerüsten und griffigen
Schuhen kein Problem darstellen.
Die Lust auf Arbeiten
im Freien, auch wenn es mal
nass, kalt oder brütend-heiß
ist. Ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen,
um sich
im wahrsten Sinne in Ecken,
Winkel und Räumlichkeiten
hineindenken zu können, bevor
ein Auftrag in die Praxis
umgesetzt wird. Die Lust auf
Geruch und Haptik von Holz,
dem einzigen natürlichen,
nachwachsenden und somit
nachhaltigen Rohstoff in der
Baubranche. Treff- und Zielsicherheit
beim Einschlagen
von langen, dicken Nägeln.
Eine gewisse Grundfitness.
Teamfähigkeit, da auf dem
Bau nahezu alle Arbeiten in
Gemeinschaftsarbeit erledigt
werden, man sich stets
auf die Kollegen verlassen
können muss. Gewisse Stärken in
Mathematik oder Physik, um beispielsweise
Werkstückmaße, Materialkosten
oder Materialbedarf
berechnen und physikalische Zusammenhänge
von Baustoffen beurteilen
zu können. Und natürlich
Freude und Geschick am Umgang
mit traditionellen Werkzeugen
ebenso wie mit moderner Technik
und modernen Hilfsmitteln,
die wiederum das schwere Heben
von früher ersetzen und die einst
körperlich sehr schwere Arbeit in
vielen Bereichen erleichtert.
Werkzeuge immer
am Mann
„Wir arbeiten beispielsweise sehr
viel mit Teleskopladern, die flexibel
und wendig sind, mit denen
wir lange, schwere Balken unkompliziert
nach oben stemmen
können und die eine gute Alternative
zum Baukran sind“, bekräftigt
Stefan Hindelang, der seine
Azubis bereits zu BGJ-Beginn vollständig
mit hochwertigem Zimmererwerkzeug
ausstattet. „Das
dürfen sie auch privat nutzen und
für immer behalten, auch dann,
falls sie unseren Betrieb verlassen
sollten“, so der Firmeninhaber
über die Bedeutung des „Gewöhnens
an das Werkzeug“, mit dem
letztlich auch das Gesellenstück
zur Abschlussprüfung geplant
und gefertigt wird. Zum Beispiel
ein Dachstuhl in kleinerem Maßstab,
oder eine Holztreppe. Ein
anderer Grund, dass bei Zimmerei
Bertl aber auch anderen hiesigen
Praxisnah: Das Berufsgrundschuljahr (BGJ) für Zimmerer in Weilheim.
Zimmereien sehr viel Wert auf die
hauseigene Ausbildung gelegt
wird. „Dass die Arbeit mit jungen
Menschen schlichtweg Spaß
macht“, meint Stefan Hindelang,
dem regelrecht das Herz aufgeht,
wenn er sieht, wie ein Schulabgänger
sich ohne Berufserfahrung
in nur wenigen Jahren zu einem
Schongau
HEY
DU
BEWIRB DICH JETZT
UND WERDE TEIL UNSERES TEAMS!
PEITING | BUCHING | AUGSBURG
guten Handwerker entwickelt –
und die Zimmererkluft über das
ganze Jahr hinweg voller Stolz und
Leidenschaft am Körper trägt. Und
dafür sorgt, dass auch heute noch,
im Jahr 2025, gleichermaßen
schöne wie stabile wie wohnliche
Häuser, Hütten und Gewerbehallen
gebaut werden.
js
Möchten Sie die Zukunft der Pflege
mitgestalten?
Dann werden Sie Ausbildungspartner
und Teil unseres Netzwerks.
Berufsfachschulen Heimerer GmbH | www.heimerer.de
september / oktober 2025 | 59
Technologen für Kunststoff und Kautschuk
Ihre Ausbildung
an der Fachakademie für Sozialpädagogik oder
an der Berufsfachschule für Kinderpflege
bei Regens Wagner Rottenbuch:
Erzieher/in (m/w/d)
Kinderpfleger/in (m/w/d)
Nähere Infos auf der
Homepage:
faks-rottenbuch.de
bfs-rottenbuch.de
Als Mensch
voll gefragt.
Jetzt
bewerben!
Präzisionsarbeit an
der Blasmaschine
Peiting | Schon mal vom Beruf
des Kunststoff- und Kautschuktechnologen
gehört? Dazu passend
haben wir zwei Mitarbeiter
der Firma Gaplast interviewt.
Das im Jahre 1969 gegründete,
inzwischen 340 Mitarbeiter
starke Unternehmen mit Hauptsitz
in Altenau sowie moderner
Produktionsstätte in Peiting ist
auf die Herstellung von Kunststoffverpackungen
für Pharmazie,
Medizin und Kosmetik spezialisiert.
Die Basis dafür: Gut
ausgebildete Fachkräfte. Maja
Brandl, 22, arbeitet bereits im
Unternehmen und beginnt im
September nun die Ausbildung
zur Kunststoff- und Kautschuktechnologin.
Jonas Bichler, 26,
ist bereits ausgelernter Kunststoff- Maja: Ich finde es schlichtweg
Produkte, hergestellt von Gaplast.
und Kautschuktechnologe mit spannend, wie Kunststoffe und
mehreren Jahren Berufserfahrung. Kautschuk von der ersten Idee bis
zum fertigen Produkt hergestellt
Liebe Maja, lieber Jonas, warum werden. Nach ersten Erfahrungen
habt Ihr Euch für die Ausbildung als Produktionsmitarbeiterin habe
zum Kunststoff- und technologen entschieden? die Ausbildung zur Kunststoff-
Jonas: Ein entscheidender Schritt und Kautschuktechnologin anzu-
war für mich ein Praktikum, das treten.
ich damals, im Jahr 2015, bei Ga-
Kautschuk- ich mich nun dazu entschieden,
plast gemacht habe. Der Maschinenpark
mit seinen hochmodernen
und kostspieligen Anlagen hat
mich auf Anhieb beeindruckt und
letztlich dazu motiviert, dort auch
meine Ausbildung zu absolvieren.
Hinzu kommt, dass ich über meinen
Vater und Onkel, die beide
auch diesen Beruf erlernt haben,
schon sehr früh mit Kunststoffverarbeitung
in Berührung men
gekom-
bin.
Die Ausbildung erstreckt sich über
drei Jahre, findet abwechselnd in
Betrieb und Berufsschule statt?
Maja: Ganz genau. Im Betrieb
arbeiten wir Azubis an der Seite
erfahrener Ausbilder und Fachkräfte.
Die Berufsschule für Kunststoff-
und Kautschuktechnologen
befindet sich in Wasserburg am
Inn, wo wir blockweise Unterricht
haben und im Schülerwohnheim
übernachten können.
Was hat Euch im Rahmen erster
Berufserfahrungen am meisten
überrascht?
Maja: Wie vielfältig die Werkstoffe
im Detail sind – nicht
jeder Kunststoff ist in seinen
Eigenschaften gleich.
Jonas: Mich hat überrascht, in
wie vielen Punkten sich das
Hohlkörperblasformen vom
Spritzgussverfahren unterscheidet.
Wie sieht der typische Arbeitstag
eines Kunststoff- und Kautschuktechnologen
aus?
Jonas: Zu meinen täglichen
Aufgaben zählen der Umbau
und das Rüsten von sogenannten
Blasmaschinen. Dabei richte
ich die Anlagen entsprechend
der Produktionsvorgaben ein und
stelle alle relevanten Prozessparameter
exakt ein. Im Anschluss
daran prüfe ich, ob die gefertigten
Produkte den Maßvorgaben entsprechen
und die Produktqualität
sichergestellt ist. Zusätzlich umfasst
mein Aufgabenbereich die
Wartung und Instandhaltung der
Maschinen sowie die Umsetzung
technischer Verbesserungen und
Anpassungen im Bereich der Materialversorgung.
Was sagen Freunde, Bekannte und
Familie zur Wahl dieses doch speziellen
Berufs?
Jonas: Beeindruckt sind viele von
der technischen Komplexität und
Präzision, mit der wir an den Blasmaschinen
arbeiten müssen. Viele
gewinnen auch den Eindruck, dass
60 | altlandkreis
An den Maschinen: Maja Brandl (li.) und Jonas Bichler.
der Beruf einerseits anspruchsvoll,
andererseits auch zukunftsorientiert
ist und meinen, dass die
Kombination aus handwerklichem
Geschick, technischem Verständnis
und Verantwortungsbewusstsein
gut zu mir passt. Insofern freut es
mich, dass Freunde, Bekannte und
Familie meine Begeisterung für
den Beruf nachvollziehen können.
Maja: Wenn ich von meiner bevorstehenden
Ausbildung erzähle,
merke ich immer wieder, dass den
Beruf des Kunststoff- und Kautschuktechnologen
viele gar nicht
kennen und durchaus überrascht
sind, was da alles dahintersteckt –
Maschinen, Materialien, Technik
und Chemie.
Welche Möglichkeiten ergeben sich
für Euch nach Abschluss der Ausbildung?
Jonas: Man kann sich beispielweise
zum Meister oder Techniker
fortbilden. Darüber hinaus gibt es
innerhalb der Abteilungen gute
Chancen, durch Erfahrung und
Engagement in verantwortungsvollere
Aufgaben hineinzuwachsen,
etwa als Tagschichteinrichter
oder Schichtleiter.
Maja: Ein weiterer Vorteil in diesem
Beruf ist sicherlich, dass
Kunststoff- und Kautschuktechnologen
grundsätzlich in vielen verschiedenen
Branchen gefragt sind.
Wenn Ihr zeigen würdet, wie spannend
Euer Beruf ist, wäre das was?
Jonas: Ich würde an die Blasmaschinen
gehen, weil man dort auf
Anhieb sieht, wie aus präziser
Vorbereitung und technischem
Feingefühl funktionsfähige Kunststoffprodukte
entstehen. Besonders
das Einrichten, Rüsten und
die exakte Abstimmung der Anlagen
zeigen, wie viel Know-how
dahintersteckt. Auch die Unterschiede
zwischen Spritzguss und
Hohlkörperblasformen sind eindrucksvoll
und machen die Vielfalt
des Berufs deutlich.
Maja: Ein Rundgang durch die
Produktionshalle und ein Video
vom Prozess ist enorm beeindruckend,
weil beides zeigt, wie präzise
und kraftvoll die Maschinen
arbeiten.
Und abschließend: Was würdet Ihr
jüngeren Menschen mit auf den
Weg geben?
Jonas: Jeder Mensch kann mit Interesse,
Disziplin und Leidenschaft
nahezu alles erlernen. Auch im
Beruf des Kunststoff- und Kautschuktechnologen
zeigt sich:
Erfahrung und kontinuierliches
Lernen ist entscheidend. Nach nun
fast zehn Jahren in diesem Bereich
ist mir klar geworden, wie wichtig
es ist, sich intensiv mit den Hintergründen
einzelner Komponenten
auseinanderzusetzen, um sie zu
verstehen. Man lernt nie aus.
js
Hebt sich optisch von anderen Industriegebäuden in der Region ab:
Die Produktionshalle der Firma Gaplast im Südosten von Peiting.
september / oktober 2025 | 61
Berufsorientierung im Netzwerk Schule-Wirtschaft
Schnittstelle zweier
Parallelwelten
Peißenberg | Schule und Wirtschaft?
„Das sind zwei Parallelwelten“,
gibt Peißenbergs Mittelschulleiter
Armin Mutzbauer offen
und ehrlich zu. „Wenn Lehrer nach
Abi und Studium in Schulen gehen
und unterrichten, bringen sie eine
praktische Erfahrung aus dem
richtigen Arbeitsleben – wenn
überhaupt – nur rudimentär mit.“
Gleichzeitig wissen Ausbildungsbetriebe
oft nicht, was genau in
Schulen unterrichtet und vermittelt
wird, wie Schüler ticken,
welche Trends und Entwicklungen
angesagt sind – und welche Fähigund
Fertigkeiten die Jugendlichen
mitbringen, mit denen sie später
einmal beruflich durchstarten
könnten. An dieser Stelle kommt
das Netzwerk „Schule-Wirtschaft“
ins Spiel – eine bundesweite Kooperation
zwischen Schulen und
Unternehmen, die es bereits seit
1982 gibt. Und die dank 400 lokalorganisierten
Netzwerken auch
auf regionaler Ebene zum Tragen
kommt. Unter anderem in Weilheim-Schongau
mit Armin Mutzbauer
als Vorsitzenden, Monika
Uhl vom Ausbildungskompass
als Geschäftsführerin und Markus
Lanz, Vorstandsvorsitzender
der Sparkasse Oberland. Alle drei
verfolgen im Rahmen dieses Netzwerks
das große Ziel, einerseits
den hier heimischen Jugendlichen
den Übergang aus der Schule in
die Arbeitswelt zu erleichtern.
Andererseits hier ansässigen
Ausbildungsbetrieben den dringend
benötigten Nachwuchs zu
sichern. Heißt konkret? „Dass wir
uns drei, vier Mal im Jahr zu einem
Austausch in größerer Runde
mit bis zu 40 Teilnehmern treffen“,
betont Monika Uhl. Darunter
seien Geschäftsführer oder Ausbilder
von Ausbildungsbetrieben
unterschiedlichster Branchen,
Vertreter der im Landkreis ansässigen
Mittelschulen, Realschulen,
Gymnasien, der Wirtschaftsschule
sowie der Fach- und Berufsfachoberschule,
aber auch Vertreter
von öffentlich-rechtlichen Körperschaften
wie Industrie- und
Peißenbergs Mittellschulleiter Armin Mutzbauer (li.), Monika Uhl vom
Ausbildungskompass und Markus Lanz, Sparkasse Oberland.
Handelskammer (IHK), Agentur
für Arbeit oder Kreishandwerkerschaft
Oberland, die allgemeinhin
bekannt sind als Sprachrohr, Forderer
und Förderer der Wirtschaft.
Berufsentwicklungsgespräch
mit Eltern
„Für mich sind die Treffen des
Netzwerks Schule-Wirtschaft die
schönsten Termine im Jahr, weil
hier alle Teilnehmer freiwillig
kommen und schlichtweg Bock
darauf haben, die Berufsorientierung
für Jugendliche zu verbessern“,
schwärmt Roland Streim,
Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft
Oberland. „Im Rahmen
des jüngsten Treffens wurde
darüber diskutiert, wie es künftig
gelingen könnte, eine bessere
Kommunikation auf Augenhöhe
zwischen Schülern, Lehrern und
Unternehmern hinzubekommen“,
verrät Monika Uhl. Was von Seiten
der Schulen und Betriebe bereits
im Hier und Jetzt gemacht wird
hinsichtlich Berufsorientierung
für Schüler, erklärt an dieser
Stelle Armin Mutzbauer anhand
konkreter Beispiele aus der Mittelschule
Peißenberg. Beginnend
in den siebten Klassen mit sogenannten
Zugangserkundungen,
wonach die Schüler anstelle des
gewohnten Klassenzimmers einen
in der Gegend ansässigen
Ausbildungsbetrieb besuchen,
gemeinsam mit dem Bus zu beispielsweise
ept oder Hoerbiger
fahren und dort einen ersten
hautnahen Einblick in die Berufswelt
von Werkzeugmachern,
Industriekaufleuten, Mechatronikern
bekommen. Ganz neu,
ebenfalls für Siebtklässler: Persönliche
Berufsentwicklungsgespräche
zwischen Schüler, Eltern
und Lehrer, um eben frühzeitig
und gemeinsam herauszufinden:
Was kann und möchte der Schüler
beruflich werden? „Dafür, dass wir
dieses Angebot erst zum Schuljahr
2024 / 2025 neu eingeführt hatten,
wurde es sehr gut angenommen
– von 21 Schülern sind 18 samt Eltern
zum Gespräch gekommen“,
62 | altlandkreis
betont Armin Mutzbauer, der an
dieser Stelle eine weitere Neuheit
an seiner Schule verrät: Den
Business-Tag, basierend auf Freiwilligkeit,
der jeden Freitag die
Schülerinnen und Schüler dazu
animiert, die Jogginghose durch
schicke, quasi Büro-tauglichere
Kleidung einzutauschen. Denn
Kleider machen bekanntlich Leute.
Bewerbungsgespräche
im Schulhaus
Intensiviert wird die Berufsorientierung
an der Mittelschule
Peißenberg schließlich bei den
Achtklässlern: Zwei Mal eine Woche
Berufspraktikum nach Wahl.
Entdeckertour im Handwerk.
Besuch der Ausbildungsmessen
in Weilheim und Schongau mit
kompletter Klasse via gemeinsamer
Busanreise. Bewerbertag
mit Vertretern von Ausbildungsbetrieben,
die im Schulhaus reale
Bewerbungsgespräche mit den
Schülern führen – das qualifizierte
Feedback im Anschluss hilft den
Jugendlichen ungemein, sich hinsichtlich
Auftretens, Kleidungsstil
sowie inhaltlicher Vorbereitung
zu Ausbildungsberuf und Unternehmen
zu verbessern. „Für den
Bewerbertag bereiten unsere
Schüler auch Bewerbungsunterlagen
vor, die von den Vertretern
der Betriebe gecheckt werden“,
sagt Armin Mutzbauer, der begeistert
ist von den positiven Effekten
dieses Tages. „Die Schüler gehen
meist zitternd vor Aufregung in
diese Gespräche rein und kommen
voller Selbstbewusstsein und Stolz
wieder raus.“ Roland Streim kann
dies bestätigen, sprang kürzlich
für kleinere Handwerksbetriebe
ein, die aus zeitlichen Gründen
nicht in der Lage waren, Personal
für den Bewerbertag abzustellen
– und führte Bewerbergespräche
zum Zimmerer, Maurer, Schreiner,
Kaminkehrer. „Ein Tag, den ich
nicht vergessen werde, weil er mir
nochmals bewusst gemacht hat,
wie gut und umfangreich unsere
Mittelschulen ihre Schüler auf das
Leben nach der Schule vorbereiten
– und wie bewusst sich die
Jugendlichen mit erst 13, 14 oder
15 Jahren für einen Beruf, den sie
bereits über ein Praktikum näher
kennenlernten, entscheiden und
sich über diesen bis ins Detail
informieren.“ Noch individueller
wird die schulinterne Berufsorientierung
an Mittelschulen schließlich
für Neuntklässler gestaltet.
„Hier geht es dann überwiegend
um individuelle Berufsorientierungshilfe
und im besten Falle
darum, dass alle unsere Schülerinnen
und Schüler bis spätestens
Ostern einen Ausbildungsvertrag
unterschrieben in der Tasche haben“,
sagt Armin Mutzbauer. Im
Rahmen der individuellen Berufsorientierung
spielen auch die
facettenreichen Angebote von IHK
und Agentur für Arbeit, die ebenfalls
sehr eng mit hiesigen Schulen
kooperieren, eine gewichtige Rol-
le. „Es gibt Schüler, die wir von der
achten Klasse weg begleitend terstützen, bei Bedarf auch dann
noch, wenn sie bereits eine Ausbildungsstelle
angetreten haben“,
bekräftigt Petra Callwitz von der
Agentur für Arbeit. „Wir von der
IHK schicken unsere Ausbildungs-
Scouts in die Schulen und treiben
Bildungspartnerschaften zwischen
Schulen und Betrieben voran“,
betont
IHK-Bildungsberaterin
Cornelia Gaide. Davon unabhängig
erfreulich: Dass sich über das
Netzwerk Schule-Wirtschaft immer
mehr Schulen und Betriebe für das
Thema Berufsorientierung interessieren,
die bis zu vier zwanglosen
Treffen pro Jahr an Beliebtheit
gewinnen. „Je intensiver der Austausch,
desto erfolgreicher die Integration
unserer Schüler ins Berufsleben“,
so Armin Mutzbauer.
Auch deshalb, „weil wir Lehrer die
Betriebe im Rahmen der Treffen
besser kennenlernen und entsprechend
wissen, wo unsere Schüler
un-
gut aufgehoben sind“.
js
Ausbildungsplätze (m/w/d)
CHANCEN FÜR IHR KIND!
Die Privaten Oberlandschulen in Weilheim
WIRTSCHAFTSSCHULE
(staatl. anerkannt)
KAUFMÄNNISCHE SCHULE
Berufsfachschule für Büromanagement (staatl. anerkannt)
FREMDSPRACHENSCHULE
Berufsfachschule für Fremdsprachen/Fachrichtung Wirtschaft (staatl. anerkannt)
GYMNASIUM (staatl. genehmigt)
Jetzt ist
Anmeldezeit!
WIRTSCHAFTSSCHULE
KAUFMÄNNISCHE SCHULE
Bewirb
Dich
jetzt!
• Feinwerkmechaniker (2025)
• Mechatroniker (2026)
• Elektroniker für Betriebstechnik (2026)
• Kaufmann für Büromanagement (2026)
• Technischer Produktdesigner (2026)
• Fachinformatiker - Fachrichtung Systemintegration
(2026)
Werde Teil unseres Teams! Wir sind SCHRÖDER - ein traditionsreiches,
mittelständisches Familienunternehmen mit Liebe zum Maschinenbau
und zur Blechbearbeitung.
Mehr Infos über uns findest Du unter www.schroedergroup.eu
FREMDSPRACHENSCHULE
Standort: Wessobrunn-Forst
Bei uns erwarten Dich u.a.:
• Praxisnahes Lernen
• Firmenfitness mit Wellpass
• Fahrradleasing mit JobRad
• Betriebliche Altersvorsorge
OBERLANDSCHULEN
GYMNASIUM
SCAN ME
Neu!
Jetzt schon
ab der 6. Klasse!
GEMEINSAM ZUM ZIEL
Private Oberlandschulen Weilheim e. V. | Leprosenweg 14 | D-82362 W eilheim i.OB | Tel 0881 9253503 | www.oberlandschulen.de
september / oktober 2025 | 63
Noch mehr Termine und ausführlichere Informationen im Online-Kalender unter www.altlandkreis.biz/veranstaltungskalender/
Veranstaltungskalender
1. September bis 31. Oktober 2025
MO 01.09.
BERNBEUREN
16.00 bis 18.30 Uhr
Bücherei geöffnet. Jeden Montag
und Donnerstag
LECHBRUCK
18.00 bis 20.00 Uhr
Laternenführung „Zwischen Licht
und Legenden“. Treffpunkt am
Rathaus in der Flößerstr. 1. Kosten
5 € Erwachsene: 3 € Kinder. Anmeldung
bis Montag 12 Uhr in der
Tourist-Info unter 08862 / 987830
DI 02.09.
PEITING
ab 14.00 Uhr
Bankmuseum im Hauptgebäude
der Raiffeisenbank Pfaffenwinkel
eG in der Bahnhofstraße 26
geöffnet. Besichtigung nur mit
Anmeldung unter 08861 / 6760.
Jeden 1. Dienstag im Monat
HOHENPEISSENBERG
09.30 bis 11.00 Uhr
Seniorentreff in gemütlicher
Runde im HOP im Schächen. Jeden
Dienstag
LECHBRUCK
17.00 bis 19.00 Uhr
Floßfahrt auf dem Lech am
Bootshafen in der Siebenbürgerstr.
36. Anmeldungen ab zwei Wochen
vorher in der Tourist Info unter Tel.
08862 / 987830
Ab 19.00 Uhr
Stammtisch der Motorradfreunde
im Gasthof Holler. Jeden 1. Dienstag
im Monat
19.30 bis 20.00 Uhr
Alphornblasen auf dem Floß am
Bootshafen in der Siebenbürgerstr.
36 mit den Roßhauptener
Alphornbläsern
STEINGADEN
15.00 bis 17.00 Uhr
Klostermuseum im Pfarrhof geöffnet.
Eintritt frei. Sonderführungen
auf Anfrage unter Tel. 08862 / 200.
Jeden Dienstag und Donnerstag von
April bis September
MI 03.09.
SCHONGAU
14.30 bis 18.00 Uhr
Weinhandel Pfalz in der Bernbeurener
Str. 7 geöffnet. Jeden
Mittwoch und Donnerstag. Siehe
Anzeige rechts
> > > BLUTSPENDETERMINE VOM ROTEN KREUZ
Do, 04. Sept. 16.00 bis 20.00 Uhr Weilheim, BRK-Haus
Fr, 05. Sept. 16.00 bis 20.00 Uhr Weilheim, BRK-Haus
Fr, 19. Sept. 16.00 bis 20.00 Uhr Fuchstal/Leeder, Mittelschule
Di, 23. Sept. 16.30 bis 20.00 Uhr Steingaden, Grundschule
Mi, 24. Sept. 16.00 bis 20.00 Uhr Schongau, Jakob-Pfeiffer-Haus
Do, 02. Okt. 16.00 bis 20.00 Uhr Ludenhausen, Happerger
Di, 07. Okt. 15.30 bis 20.00 Uhr Peißenberg, Tiefstollenhalle
Infos und Terminreservierung unter www.blutspendedienst.com
64 | altlandkreis
PEITING
14.00 bis 17.00 Uhr
Museum im Klösterle geöffnet,
Kapellenstr. 1. Jeden Mittwoch
außer an Feiertagen
17.00 bis 19.00 Uhr
Raum der Begegnung – offener
Treffpunkt für Trauernde für
Jung und Alt in den Räumen von
VerdeSia in der Angermoosstr. 28.
Jeden 1. Mittwoch im Monat
ALTENSTADT
19.30 bis 21.00 Uhr
Treffen der Fotogruppe im MIZ,
Schulweg 10. Kontakt: info@
fotogruppe-altenstadt.de, Veranstaltungen
sind für alle offen und
kostenlos. Jeden Mittwoch
LECHBRUCK
14.30 bis16.00 Uhr
Kinder stärken mit Pferdestärken.
Familie Riedle in Helmenstein
2. Anmeldung telefonisch unter
08367 / 9122792. Unkostenbeitrag
pro Reiter 16 €. Jeden Mittwoch
WILDSTEIG
SEPTEMBER /
17.00 bis 19.00 Uhr
Bücherei geöffnet. jeden Mittwoch
BAD BAYERSOIEN
14.30 bis 17.30 Uhr
Museum im Bierlinghaus geöffnet.
Eintritt 2,50 €. Jeden Mittwoch
KINSAU
14.45 bis 17.30 Uhr
Bücherstube im Turnraum der
Schule geöffnet. Jeden Mittwoch
15.00 bis 16.00 Uhr
Vorlesestunde im Turnraum der
Schule. Jeden Mittwoch
DO 04.09.
SCHONGAU
14.00 bis 17.00 Uhr
Gesellschafts- & Spielenachmittag
in der AWO. Infos unter
08861 / 3625. Jeden Donnerstag
14.30 bis 18.00 Uhr
Weinhandel Pfalz in der Bernbeurener
Str. 7 geöffnet. Jeden
Mittwoch und Donnerstag. Siehe
Anzeige rechts
BERNBEUREN
16.00 bis 18.30 Uhr
Bücherei geöffnet. Jeden Montag
und Donnerstag
LECHBRUCK
10.30 bis 12.30 Uhr
Floßfahrt auf dem Lech am
Bootshafen in der Lechwiesenstr.
36. Anmeldungen ab zwei Wochen
vorher in der Tourist Info unter Tel.
08862 / 987830
17.30 bis 19.00 Uhr
Flößermuseum im Weidach 8
geöffnet
Ab 19.30 Uhr
Dämmerschoppen am Musikpavillon
in der Flößerstr. 1. Es spielt die
Musikkapelle Prem
STEINGADEN
14.00 bis 18.00 Uhr
Kameramuseum in der Füssener
Str. 5 geöffnet. Jeden Donnerstag
ROTTENBUCH
11.00 bis 12.00 Uhr
Schaukäsen auf der Schönegger
Käse-Alm Jeden Donnerstag von
Mai bis Oktober
FR 05.09.
SCHONGAU
13.30 bis 15.30 Uhr
Treffen der Selbsthilfegruppe Lunge
im Besprechungsraum der AOK
in der Blumenstraße. Infos unter
www.shg-lunge.de
15.00 bis 18.00 Uhr
Weibsdeifi-Markt. Der Flohmarkt
von Frauen für Frauen in der Passage
Münzstr. 9 mit Kunst, Musik,
Tand und viel guter Laune. Jeden
Freitag
PEITING
8.30 bis 12.00 Uhr
Bauernmarkt am oberen Hauptplatz
mit Gemüse und Obst (nach
Saison), Schmalzgebäck, Kesselfleisch
und frischem Ziegenfleisch
sowie Produkte aus der Partnerstadt
Calvi dell Umbria uvm. Jeden
ersten Freitag im Monat
19.30 Uhr
Heimspiel EC Peiting vs. Erding
Gladiators im Eisstadion
HERZOGSÄGMÜHLE
18.00 bis 21.00 Uhr
Burgerabend im Café & Wirtshaus
Herzog am Dorfplatz 8. Reservierung
unter 08861 / 219213
LECHBRUCK
15.00 bis 17.00 Uhr
BERNBEUREN
Führung: Baumerlebnisse entlang
10.30 bis 12.00 Uhr
der Schongauer Stadtmauer. Info
Ortsführung mit Geschichte „Die
und Anmeldung bei der Tourist
Flößer von damals“. Treffpunkt am
Info unter Tel. 08861 / 214181 oder
Rathaus, Flößerstr. 1. Kosten ab 3
touristinfo@schongau.de
€. Anmeldung bei der Tourist-Info
LECHBRUCK
unter 08862 / 987830
20.00 Uhr
Erlebnis-Führung „Mit Wein, Weib
16.00 bis 18.00 Uhr
und Wacht durch die Schongauer
Familienführung im Flößermuseum
im Weidach 8. Kosten: Erwach-
Nacht“. Treffpunkt vor dem Rathaus
in der Münzstr. 1-3. Kosten 18 €.
sene 3 €: Kinder 2 €. Anmeldung
ROTTENBUCH
Info und Anmeldung bei der Tourist
bis spätestens 17 Uhr bei Tourist-Info
Info unter Tel. 08861 / 214181 oder
unter 08862 / 987830 oder info@
touristinfo@schongau.de
lechbruck.de
PEITING
ROTTENBUCH
14.00 bis 16.00 Uhr
Ab 8.00 Uhr
Führung an der Villa Rustica. Es ist
Fohlenmarkt auf dem alten Gärtnereigelände.
Beliebter Kaltblut-
keine Anmeldung notwendig und
die Führung ist kostenlos. Jeden
fohlenmarkt mit Versteigerung
Samstag von Mai bis Oktober
von Kaltblutfohlen, Marktständen
und Festzeltbetrieb bei zünftiger
Blasmusik. Siehe Seite 22
SA 06.09.
LANDKREIS WEILHEIM-SCHONGAU
13.00 bis 18.00 Uhr
Gartenwinkel-Tag in diversen
Gärten im Pfaffenwinkel zwischen
Lech und Loisach. Weitere Infos
unter www.gartenwinkel-pfaffenwinkel.de/aktuelles
SO 07.09.
PEITING
14.30 bis 18.00 Uhr
Tanz in Peiting im Pfarrsaal St.
Michael, Pfarrweg 1. Die „Original
Tanzfreunde“ laden ein das
Tanzbein zu schwingen. Unkostenbeitrag
8 €
HOHENPEISSENBERG
14.00 bis 16.00 Uhr
Auerbergmuseum geöffnet. Jeden
Sonntag
16.00 bis 18.00 Uhr
Flößermuseum im Weidach 8
geöffnet. Jeden Sonntag
Ab 10.00 Uhr
Eucharistiefeier und anschließende
Führung in der Pfarrkirche
mit Pfarrer Josef Fegg. Gruppenführungen
nach Anmeldung im
Pfarrbüro 08867 / 1008. Siehe Seite
14-16
WILDSTEIG
MO 08.09.
LECHBRUCK
18.00 bis 20.00 Uhr
Laternenführung „Zwischen Licht
und Legenden“. Treffpunkt am
Rathaus in der Flößerstr. 1. Kosten
5 € Erwachsene: 3 € Kinder. Anmeldung
bis Montag 12 Uhr in der
Tourist-Info unter 08862 / 987830
ROTTENBUCH
19.00 Uhr
Lichterprozession „Maria Geburt“
auf dem alten Gärtnereigelände
und Gottesdienst im Klosterhof
LECHBRUCK
DI 09.09.
17.00 bis 19.00 Uhr
Floßfahrt auf dem Lech. Anmeldungen
ab zwei Wochen vorher in
der Tourist Information unter Tel.
08862 / 987830
LECHBRUCK
DO 11.09.
10.30 bis 12.30 Uhr
Floßfahrt auf dem Lech am
Bootshafen. Anmeldungen ab zwei
Wochen vorher in der Tourist Information
unter Tel. 08862 / 987830
9.15 bis 12.00 Uhr
9.30 bis 11.30 Uhr
SCHONGAU
Gauwallfahrt auf den Hohen
Bücherei geöffnet. Jeden Sonntag
Peißenberg
10.00 bis 11.30 Uhr
Führung „Spurensuche im Museum“.
Führung für Kinder von 11
BAD BAYERSOIEN
HOHENFURCH
17.00 bis 20.00 Uhr
bis 14 Jahren. Treffpunkt vor dem 13.00 bis 17.00 Uhr
Museum im Bierlinghaus geöffnet.
Rathaus in der Münzstr. 1-3. Kosten Schausonntag bei Holz Fichtl.
STEINGADEN
Eintritt 2,50 €. Jeden 1. Sonntag im
5 €. Info und Anmeldung bei der Siehe Anzeige Seite 11
Monat
Tourist Info unter Tel. 08861 / 214181
oder touristinfo@schongau.de SCHWABSOIEN
PEISSENBERG
10.00 bis 16.00 Uhr
9.30 bis 17.30 Uhr
13.30 bis 16.30 Uhr
Weibsdeifi-Markt in der Passage Waldfest am ehemaligen Waldbahnhof
im Sachsenrieder Forst.
Bergbaumuseum geöffnet.
Münzstr. 9. Der Flohmarkt von
Jeden 1. und 3. Sonntag im Monat
Frauen für Frauen in der Passage Anreise nur mit dem Rad oder zu
Münzstr. 9 mit Kunst, Musik, Tand Fuß möglich. Das Fest findet nur bei
OKTOBER 2025
und viel guter Laune. 1. Samstag gutem Wetter statt. Siehe Seite 22
im Monat 10.00 – 16.00 Uhr Folgesamstage
10.00 bis 14.00 Uhr
17.30 bis 19.00 Uhr
Flößermuseum im Weidach 8
geöffnet
Ab 14.00 Uhr
Geschwistertagung 2025 in der
Bildungs- und Erholungsstätte
Langau. Für Geschwister von Menschen
mit Behinderung. Weitere
Infos unter https://www.langau.de/
geschwistertagung-2025/. Bis 14.09.
um 16.00 Uhr
ROTTENBUCH
11.00 bis 12.00 Uhr
Schaukäsen auf der Schönegger
Käse-Alm
FR 12.09.
SCHONGAU
20.00 Uhr
Heimspiel EA Schongau vs. EC
Peiting im Eisstadion
LECHBRUCK
10.30 bis 12.00 Uhr
Ortsführung mit Geschichte „Die
Flößer von damals“. Treffpunkt am
Rathaus, Flößerstr. 1. Kosten ab 3
€. Anmeldung bei Tourist-Info unter
08862 / 987830
16.00 bis 18.00 Uhr
Familienführung im Flößermuseum
im Weidach 8. Kosten:
Erwachsene 3 €: Kinder 2 €.
Anmeldung bei der Tourist-Info
unter 08862 / 987830 oder info@
lechbruck.de
Ab 19.30 Uhr
MSC Clubabend im Gasthof Holler
Jeden 2. Freitag im Monat
ROTTENBUCH
Ab 18.00 Uhr
Führung durch das Münster mit
Ursula Heitmeier. Gruppenführungen
nach Anmeldung im Pfarrbüro
unter 08867 / 1008. Siehe Seite 14-16
SCHÖNBERG
Ab 20.00 Uhr
Atomfete
SA 13.09.
SCHONGAU
9.00 bis 12.00 Uhr
Kreative Schreibgruppe – für alle,
die Freude am Schreiben entdecken.
Kosten 30 €, weitere Infos und
Anmeldung unter carmen.janssen@
gmx.de
september / oktober 2025 | 65
Noch mehr Termine und ausführlichere Informationen im Online-Kalender unter www.altlandkreis.biz/veranstaltungskalender/
10.00 bis 11.30 Uhr
Familien-Erlebnisführung –
Entdecke Schongau mit Schohu.
Treffpunkt vor dem Rauthaus in
der Münzstr. 1-3. Kosten 5 €. Info
und Anmeldung bei der Tourist
Info unter Tel. 08861 /214181 oder
touristinfo@schongau.de
Ab 17.30 Uhr
Musik im historischen Rössle-
Biergarten. Mit Live Musik an der
historischen Stadtmauer an der
Christophstr. 49. Eintritt frei. Infos
unter www.brauhaus-schongau.de
oder Tel. 08861 / 9336222
PEITING
10.00 bis 16.00 Uhr
Trödel Rendezvous – Garagenflohmarkt
in Privathaushalten in ganz
Peiting. Für das leibliche Wohl
wird in Zwischenstation gesorgt
HOHENPEISSENBERG
9.00 bis 17.00 Uhr
Monte Rigi Classic – Oldtimer
Gleichmäßigkeitsfahrt auf den
Hohen Peissenberg. Für das
leibliche Wohl ist gesorgt. Weitere
Infos unter www.mscbr.de. Siehe
Seite 26 / 27
66 | altlandkreis
LECHBRUCK
Ab 17.00 Uhr
ERC Sommerfest im Musikpavillon
in der Flößerstr. 1 mit Vorstellung
der verschiedenen ERC Mannschaften
SO 14.09.
HERZOGSÄGMÜHLE
9.00 bis 12.00 Uhr
Tauschtag der Sammlerfreunde
Peiting und Umgebung für Briefmarken,
Postkarten und Münzen
im Rainer-Endisch-Saal
SCHWABNIEDERHOFEN
Ab 16.00 Uhr
Gartenfest im Kulze im St. Florian-
Weg 1. Auf der Außenbühne. De
Tschiggas & Die Bumbleboys.
Eintritt frei, keine Reservierung
erforderlich
BURGGEN
Ab 10.15 Uhr
Feldmesse mit anschließendem
Stadlfest am Haldenwiesle oberhalb
der Litzauer Schleife. Für das
leibliche Wohl und Unterhaltung
wird gesorgt. Siehe Seite 23
LECHBRUCK
9.00 bis 10.00 Uhr
Vogelkundliche Wanderung um
den oberen Lechsee. Treffpunkt:
Flößerstr. 1. Die Führung ist kostenlos.
Infos unter 0881 / 9249941 oder
0160 / 90917247
16.00 bis 18.00 Uhr
Flößermuseum im Weidach 8
geöffnet
ROTTENBUCH
10.00 Uhr
Pontifikalamt zum Patrozinium
des Münsters Mariae Geburt mit
Joseph Hadns Kleiner Orgelsolomesse
– Missa brevis in B. Siehe
Seite 14-16
15.00 Uhr
Orgelführung mit Florian Löffler.
Gruppenführungen nach Anmeldung
im Pfarrbüro 08867 / 1008.
Siehe Seite 14-16
19.00 Uhr
Internationales Orgelkonzert in
Kooperation mit dem Orgelfestival
„Mächtige Klänge“ an der Freywies-Orgel
im Münster mit dem
Domorganist Konstantin Reymaier
aus Wien. Siehe Seite 14-16
KINSAU
7.00 bis 15.30 Uhr
Wanderritt - Treffpunkt an der B17
Einfahrt Kinsau. Startgeld zwischen
17 € und 25 €. Reitstrecke ca. 25 km.
Anfragen unter 01520 / 4021144 oder
01520 / 3457623
LECHBRUCK
DI 16.09.
17.00 bis 19.00 Uhr
Floßfahrt auf dem Lech am
Bootshafen in der Siebenbürgerstr.
36. Anmeldungen ab zwei Wochen
vorher in der Tourist Information
unter Tel. 08862 / 987830
MI 17.09.
SCHONGAU
11.00 bis 17.00 Uhr
Kleiderkammer in der Blumenstraße
2 geöffnet. Jeden Mittwoch
außer in den Ferien
APFELDORF
15.45 bis1 6.30 Uhr
Bücherei im Untergeschoß der
Grundschule geöffnet. Jeden Mittwoch
außer in den Ferien
DO 18.09.
LECHBRUCK
10.30 bis 12.30 Uhr
Floßfahrt auf dem Lech am
Bootshafen in der Siebenbürgerstr.
36. Anmeldungen ab zwei Wochen
vorher in der Tourist Information
unter Tel. 08862 / 987830
17.30 bis 19.00 Uhr
Flößermuseum im Weidach 8
geöffnet
ROTTENBUCH
11.00 bis 12.00 Uhr
Schaukäsen auf der Schönegger
Käse-Alm
DENKLINGEN
SEPTEMBER /
16.00 bis 18.00 Uhr
Gemeindebücherei geöffnet. Jeden
Donnerstag außer in den Ferien
WEILHEIM
15.00 bis 17.00 Uhr
Infoveranstaltung: Leben mit Parkinson:
Information, Unterstützung
und Perspektiven im Landratsamt
Zugspitzsaal, Stainhardtstr. 7, III
Stock
FR 19.09.
SCHONGAU
11.00 bis 22.00 Uhr
1. Schongauer Stadtgeflüster. Es
präsentiert sich der Altstadt-Einzelhandel.
Verschiedene Geschäfte
geöffnet bis 22 Uhr
15.00 bis 18.00 Uhr
Weibsdeifi-Markt. Der Flohmarkt
von Frauen für Frauen in der Passage
Münzstr. 9 mit Kunst, Musik,
Tand und viel guter Laune. Jeden
Freitag
18.00 bis 19.00 Uhr
Klamottenkiste – Einlass für
Schwangere und Behinderte in
der Pfarrei Verklärung Christi in
Schongau West. Verkauf von gut
erhaltener Kinderkleidung usw.
PEITING
19.30 Uhr
Heimspiel EC Peiting vs. Stuttgart
Rebels im Eisstadion. Siehe Seite
22
LECHBRUCK
10.30 bis 12.00 Uhr
Ortsführung mit Geschichte „Die
Flößer von damals“. Treffpunkt
am Rathaus. Kosten ab 3 €.
Anmeldung bei Tourist-Info unter
08862 / 987830
SA 20.09.
SCHONGAU
9.00 bis 12.00 Uhr
Klamottenkiste in der Pfarrei Verklärung
Christi in Schongau West.
(Vergabe der Chiffre-Nr. am 08.09.)
9.00 Uhr
Volksmusikseminar in der Musikschule
Pfaffenwinkel. Anmeldung
per E-Mail unter Kiheidemarie@
aol.com. Siehe Seite 46
PEITING
11.30 Uhr
Run & Bike Staffelsprint in der
Schnalzstraße am Schlammweiher.
Weitere Infos unter www.skiclubpeiting.de.
Siehe Seite 23
LECHBRUCK
Ab 18.00 Uhr
Soul-Night mit Irma & Die
Wouldliketos im Flößermuseum,
Weidach 8. Kartenvorverkauf und
Reservierung bei der Tourist Info
Lechbruck unter 08862 / 987830.
Kosten 16 €
ROTTENBUCH-SCHÖNBERG
Ganztags
Wallfahrt nach Füssen organisiert
vom Pfarrverband Rottenbuch
REICHLING
12 Uhr
Motocrossrennen in Reichling –
Jugend und Ladies. Ab 8.30 Uhr
Warm-Ups. Siehe Seite 4 / 5
SO 21.09.
SCHONGAU
9.00 Uhr
Volksmusikseminar in der Musikschule
Pfaffenwinkel. Anmeldung
per E-Mail unter Kiheidemarie@
aol.com. Siehe Seite 46
LECHBRUCK
16.00 bis 18.00 Uhr
Flößermuseum im Weidach 8
geöffnet
STEINGADEN
16.00 bis 17.00 Uhr
Verweilmusik und Spätsommergedanken
in der Hl.-Kreuz-Kirche am
Kreuzberg 3
ROTTENBUCH
10.00 Uhr
Eucharistiefeier und anschließende
Führung mit Albrecht Bögle.
Gruppenführungen nach Anmeldung
im Pfarrbüro 08867 / 1008.
Siehe Seite 14-16
REICHLING
12 Uhr
Motocrossrennen in Reichling –
Offene Leistungsklassen. Ab 8.30
Uhr Warm-Ups. Siehe Seite 4 / 5
LUDENHAUSEN
8.00 bis 14.00 Uhr
Flohmarkt beim Happerger.
Infos und Anmeldung unter
www.happerger.com
SDI 23.09.
LECHBRUCK
17.00 bis 19.00 Uhr
Floßfahrt auf dem Lech am
Bootshafen in der Siebenbürgerstr.
36. Anmeldungen ab zwei Wochen
vorher in der Tourist Information
unter Tel. 08862 / 987830
MI 24.09.
STEINGADEN
Ab 12.00 Uhr
Gartentage im Herbst in der
Bildungs- und Erholungsstätte
Langau. Infos unter: https://www.
langau.de/events/gartentage-imherbst/.
Bis 28.09. 13.00 Uhr
DO 25.09.
LECHBRUCK
10.30 bis 12.30 Uhr
Floßfahrt auf dem Lech am
Bootshafen. Anmeldungen ab zwei
Wochen vorher in der Tourist Information
unter Tel. 08862 / 987830
17.30 bis 19.00 Uhr
Flößermuseum im Weidach 8
geöffnet
WEILHEIM
19.30 Uhr
Vortrag zum Thema „Geschwisterstreit
um Erbe und Pflichtteil“ von
Rechtsanwältin Caroline Kistler im
Dachs-Bräustüberl in der Murnauer
Str. 5, siehe Anzeige links
FR 26.09.
LECHBRUCK
10.30 bis 12.00 Uhr
Ortsführung mit Geschichte „Die
Flößer von damals“. Treffpunkt
am Rathaus. Kosten ab 3 €.
Anmeldung bei Tourist-Info unter
08862 / 987830
Ab 19.00 Uhr
Rockabend am Bootshafen in der
Siebenbürgerstr. 36 mit Live Musik
„Iron Moon“
ROTTENBUCH
11.00 bis 12.00 Uhr
Schaukäsen auf der Schönegger
Käse-Alm
SA 27.09.
SCHONGAU
10.00 bis 11.30 Uhr
Familien-Erlebnisführung –
Entdecke Schongau mit Schohu.
Treffpunkt vor dem Rathaus. Kosten
5 €. Info und Anmeldung bei der
Tourist Info unter Tel. 08861 / 214181
oder touristinfo@schongau.de
16.00 bis 17.30 Uhr
Führung: Zünfte, Zunfthandwerk,
Zunftbräuche. Treffpunkt vor dem
Rathaus, Kosten: 12 €. Anmeldung
unter Tel. 08861 / 214181 oder
touristinfo@schongau.de
PEITING
9.30 bis 11.30 Uhr
Kinderkleiderbasar Herbst/Winter
in der Schloßberghalle. Infos und
Anmeldung unter www.basarlino.
de/NI44
HOHENPEISSENBERG
10.00 bis 12.00 Uhr
Kinderkleidermarkt in der Nordstr.
3. Vergabe der Verkäufernummern
ab 12.September unter WhatsApp
0152 / 36611076 oder kinderkleidermarkt-hpbg@web.de
ALTENSTADT
18.00 bis 19.00 Uhr
Konzert in der Basilika, Cellosuiten
von Johann Sebastian Bach mit
Cellist Andreas Thiemig. Eintritt ist
kostenlos
SCHWABNIEDERHOFEN
19.00 Uhr
Dreieckmusi im Kulze im St.
Florian-Weg 1. Freie Platzwahl, Eintritt
12 €. Weitere Infos unter www.
dreieckmusi.de. Siehe Seite 22
STEINGADEN
14.00 bis 17.00 Uhr
Sing mit! Offenes Singen in der
Bildungs- und Erholungsstätte
Langau. Weitere Informationen
unter: https://www.langau.de/
veranstaltungen-langau/
ROTTENBUCH
14.00 bis 16.00 Uhr
Pflanzenflohmarkt im Fohlenhof
Ab 19.00 Uhr
Abschlusskonzert zum Rottenbucher
Festsommer an der
Freywies-Orgel im Münster.
Siehe Seite 14-16
DENKLINGEN
9.30 bis 12.00 Uhr
68. Klamottenkiste/Kleiderbasar
für Kinder und Teenager in der
Schulturnhalle, Birkenstr. 4.
Infos und Anmeldung unter
klamottenkiste-denklingen@gmx.de
OKTOBER 2025
september / oktober 2025 | 67
Noch mehr Termine und ausführlichere Informationen im Online-Kalender unter www.altlandkreis.biz/veranstaltungskalender/
68 | altlandkreis
LUDENHAUSEN
17.00 bis 19.00 Uhr
Raum der Begegnung – offener
Ab 20.00 Uhr
Treffpunkt für Trauernde für
Kabarett Theresa Reichl – Obacht, i
Jung und Alt in den Räumen von
kann wos! Beim Happerger in der
VerdeSia in der Angermoosstr. 28.
Hauptstr. 20. Eintritt 22 €. Infos und
Jeden 1. Mittwoch im Monat
Karten unter www.happerger.com
ALTENSTADT
SO 28.09.
19.30 bis 21.00 Uhr
Treffen der Fotogruppe im MIZ,
PEITING
Schulweg 10. Kontakt: info@
18.00 Uhr
fotogruppe-altenstadt.de, Veranstaltungen
sind für alle offen und
Heimspiel EC Peiting vs. Höchstadter
Alligators im Eisstadion kostenlos. Jeden Mittwoch
LECHBRUCK
16.00 bis 18.00 Uhr
Flößermuseum geöffnet
ROTTENBUCH
11.00 Uhr
Bergmesse am Hennenkopf
KINSAU
11.00 bis 15.00 Uhr
Flohmarkt im Dorfgemeinschaftshaus
DI 30.09.
LECHBRUCK
17.00 bis 19.00 Uhr
Floßfahrt auf dem Lech am
Bootshafen in der Siebenbürgerstr.
36. Anmeldungen ab zwei Wochen
vorher in der Tourist Information
unter Tel. 08862 / 987830
MI 01.10.
SCHONGAU
14.30 bis 18.00 Uhr
Weinhandel Pfalz in der Bernbeurener
Str. 7 geöffnet. Jeden
Mittwoch und Donnerstag
PEITING
SEPTEMBER /
14.00 bis 17.00 Uhr
Museum im Klösterle geöffnet. Jeden
Mittwoch außer an Feiertagen
HOHENFURCH
Ab 9.30 Uhr
Abverkauf bei der Geschenketruhe
Knop im Bayerweg 11. Kerzen und
Geschenkartikel in großer Auswahl
& für jeden Anlass, siehe Anzeige
Seite 49
LECHBRUCK
14.30 bis 16.00 Uhr
Kinder stärken mit Pferdestärken
bei Familie Riedle in Helmenstein.
Anmeldung telefonisch unter
08367 / 9122792. Unkostenbeitrag
pro Reiter 16 €. Jeden Mittwoch
ROTTENBUCH
18.00 bis 20.00 Uhr
Lesung mit Kabarett zum Buch
„Törtchen, Tod und Techtelmechtel“
von Alexandra Stiglmeier im
Café Mandala im Klosterhof
WILDSTEIG
17.00 bis 19.00 Uhr
Bücherei geöffnet. Jeden Mittwoch
BAD BAYERSOIEN
14.30 bis 17.30 Uhr
Museum im Bierlinghaus geöffnet.
Eintritt 2,50 €. Jeden Mittwoch
KINSAU
14.45 bis 17.30 Uhr
Bücherstube im Turnraum der
Schule geöffnet. Jeden Mittwoch
15.00 bis 16.00 Uhr
Vorlesestunde im Turnraum der
Schule. Jeden Mittwoch
DO 02.10.
SCHONGAU
14.00 bis 17.00 Uhr
Gesellschafts- & Spielenachmittag
mit Bewirtung in der AWO. Infos
unter 08861 / 3625. Jeden Donnerstag
14.30 bis 18.00 Uhr
Weinhandel Pfalz in der Bernbeurener
Str. 7 geöffnet. Jeden
Mittwoch und Donnerstag. Siehe
Anzeige Seite 65
BERNBEUREN
16.00 bis 18.30 Uhr
Bücherei geöffnet. Jeden Montag
und Donnerstag
STEINGADEN
14.00 bis 18.00 Uhr
Kameramuseum in der Füssener
Str. 5 geöffnet. Jeden Donnerstag
ROTTENBUCH
11.00 bis 12.00 Uhr
Schaukäsen auf der Schönegger
Käse-Alm Jeden Donnerstag von
Mai bis Oktober
FR 03.10.
Tag der deutschen Einheit
SCHWABNIEDERHOFEN
18.00 Uhr
150 Jahre Feuerwehr Schwabniederhofen
– Weinfest mit der
Xafranzlmusi und den Blech-
Bätschern in der Festhalle im
Saliterweg. Siehe Seite 20 / 21
HERZOGSÄGMÜHLE
18.00 bis 21.00 Uhr
Schnitzel-Abend im Café &
Wirtshaus Herzog am Dorfplatz 8.
Reservierung unter 08861 / 219213
DENKLINGEN
Ab 19.00 Uhr
Ein Chor muckt auf (The special
Musical) im Bürger- und Vereinszentrum.
Der Denklinger Chor
„Spirit of Joy“ feiert 55-jähriges
Jubiläum. Karten unter https://
spirit-of-joy.blankmusic.org/
SA 04.10.
SCHONGAU
10.00 bis 16.00 Uhr
Weibsdeifi-Markt in der Passage
Münzstr. 9. Der Flohmarkt von
Frauen für Frauen mit Kunst,
Musik, Tand und viel guter Laune.
1. Samstag im Monat 10 – 16 Uhr
Folgesamstage 10 bis 14 Uhr
PEITING
14.00 bis 16.00 Uhr
Führung an der Villa Rustica. Es ist
keine Anmeldung notwendig und
die Führung ist kostenlos. Jeden
Samstag von Mai bis Oktober
SCHWABNIEDERHOFEN
11.00 Uhr
150 Jahre Feuerwehr Schwabniederhofen
– Oldtimertreffen mit
Rundfahrt und Unterhaltung mit
der Musikkapelle Altenstadt an
der Festhalle im Saliterweg. Siehe
Seite 20 / 21
19.00 Uhr
150 Jahre Feuerwehr Schwabniederhofen
– Wiagsägschneid-
Wettbewerb und Unterhaltung mit
der Musikkapelle Hohenfurch an
der Festhalle im Saliterweg. Siehe
Seite 20 / 21
LECHBRUCK
18.00 Uhr
Indian Summer Live-Cooking Festival
mit 10 Spitzen- und Sterneköchen
auf der Gsteig. Tickets unter
www.gsteig.de/indiansummer.
Siehe Anzeige Seite 67
DENKLINGEN
19.00 Uhr
Ein Chor muckt auf (The special
Musical) im Bürger- und Vereinszentrum.
Der Denklinger Chor
„Spirit of Joy“ feiert 55-jähriges
Jubiläum. Karten unter https://
spirit-of-joy.blankmusic.org/
SO 05.10.
PEITING
18.00 Uhr
Heimspiel EC Peiting vs. EV Füssen
im Eisstadion
SCHWABNIEDERHOFEN
9.00 Uhr
150 Jahre Feuerwehr Schwabniederhofen
– Festgottesdienst
in der Heilig-Kreuzkirche, anschl.
Frühschoppen in der Festhalle im
Saliterweg und großem Festumzug
um 14 Uhr. Siehe Seite 20 / 21
BERNBEUREN
14.00 bis 16.00 Uhr
Auerbergmuseum geöffnet.
Jeden Sonntag
LECHBRUCK
8.00 bis 17.00 Uhr
Schwäbische Kart-Meisterschaft
am Haus der Vereine
ROTTENBUCH
10.00 Uhr
Eucharistiefeier und anschließende
Führung in der Pfarrkirche mit
Pfarrer Josef Fegg. Siehe Seite 14-16
WILDSTEIG
9.30 bis 11.30 Uhr
Bücherei geöffnet. Jeden Sonntag
BAD BAYERSOIEN
OKTOBER 2025
17.00 bis 20.00 Uhr
Museum im Bierlinghaus geöffnet.
Eintritt 2,50 € . Jeden 1. Sonntag im
Monat
DENKLINGEN
16.00 Uhr
Ein Chor muckt auf (The special
Musical) im Bürger- und Vereinszentrum.
Der Denklinger Chor
„Spirit of Joy“ feiert 55-jähriges
Jubiläum. Karten unter https://
spirit-of-joy.blankmusic.org/
PEISSENBERG
13.30 bis 16.30 Uhr
Bergbaumuseum geöffnet.
Jeden 1. und 3. Sonntag im Monat
POLLING
16.00 Uhr
Musik im Pfaffenwinkel im Bibliotheksaal.
Wolfgang Amadeus
Mozart, Die Hochzeit des Figaro.
Kartenvorverkauf: www.gap-ticket.
de, info@gap-ticket.de, www.
muenchenticket.de und bei Judith
Huppertz unter 08861 / 9309098
oder s.copycenter@live.de.
MO 06.10.
BERNBEUREN
16.00 bis 18.30 Uhr
Bücherei geöffnet. Jeden Montag
und Donnerstag
DI 07.10.
PEITING
14.00 Uhr
Bankmuseum im Hauptgebäude
der Raiffeisenbank Pfaffenwinkel
eG in der Bahnhofstraße 26
geöffnet. Besichtigung nur mit
Anmeldung unter 08861 / 6760.
Jeden 1. Dienstag im Monat
HOHENPEISSENBERG
9.30 bis 11.00 Uhr
Seniorentreff in gemütlicher
Runde im HOP im Schächen. Jeden
Dienstag
LECHBRUCK
Ab 19.30 Uhr
MSC-Motorrad-Stammtisch im
Gasthof Holler. Jeden 1. Dienstag
im Monat
FR 10.10.
SCHONGAU
7.30 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Marienplatz.
Jeden Freitag
13.30 bis 15.30 Uhr
Treffen der Selbsthilfegruppe Lunge
im Besprechungsraum der AOK
in der Blumenstraße. Infos unter
www.shg-lunge.de
15.00 bis 18.00 Uhr
Weibsdeifi-Markt. Der Flohmarkt
von Frauen für Frauen in der Passage
Münzstr. 9 mit Kunst, Musik,
Tand und viel guter Laune. Jeden
Freitag
PEITING
8.30 bis 12.00 Uhr
Herbst-Bauernmarkt am oberen
Hauptplatz mit Gemüse und Obst
(nach Saison), Schmalzgebäck,
Kesselfleisch und frischem Ziegenfleisch
sowie Produkten aus der
Partnerstadt Calvi dell Umbria mit
Porchetta uvm.
LECHBRUCK
10.30 bis 12.00 Uhr
Ortsführung mit Geschichte „Die
Flößer von damals“. Treffpunkt am
Rathaus, Flößerstr. 1. Kosten ab 3
€. Anmeldung bei Tourist-Info unter
08862 / 987830
Ab 19.30 Uhr
MSC Clubabend im Gasthof Holler
Jeden 2. Freitag im Monat
september / oktober 2025 | 69
Noch mehr Termine und ausführlichere Informationen im Online-Kalender unter www.altlandkreis.biz/veranstaltungskalender/
SA 11.10.
SCHONGAU
20.00 bis 23.00 Uhr
Weinfest im Trachtenheim
PEITING
10.00 bis 17.00 Uhr
Tag der offenen Tür & Hausmesse
bei Wechner Haustechnik in
der Klammspitzstr. 4 + 11. Mit
Vorträgen, externen Ausstellern,
Kinderprogramm und kulinarischen
Schmankerln. Siehe Anzeige
Seite 2
LECHBRUCK
Ab 12.00 Uhr
Flößerstadl’s Oktoberfest am
Bootshafen in der Siebenbürgerstr.
31. Eintritt frei, Reservierung unter
0176 / 63485038
SO 12.10.
SCHONGAU
17.30 Uhr
Heimspiel der EA Schongau vs.
Kempten Sharks im Eisstadion
PEITING
18.00 Uhr
Heimspiel EC Peiting vs. Erding
Gladiators im Eisstadion
PEITING
14.30 bis 18.00 Uhr
Tanz in Peiting im Pfarrsaal St.
Michael, Pfarrweg 1. Die „Original
Tanzfreunde“ laden ein das
Tanzbein zu schwingen. Unkostenbeitrag
8 €
HERZOGSÄGMÜHLE
9.00 bis 12.00 Uhr
Tauschtag der Sammlerfreunde
Peiting und Umgebung für Briefmarken,
Postkarten und Münzen
im Rainer-Endisch-Saal
70 | altlandkreis
ROTTENBUCH
10.00 Uhr
Eucharistiefeier und anschließende
Führung in der Pfarrkirche mit
Albrecht Bögle. Gruppenführungen
nach Anmeldung im Pfarrbüro
08867 / 1008. Siehe Seite 14-16
DI 14.10.
PEITING
Ab 15.00 Uhr
Stammtisch der Frauen Union Peiting
im Café Central am Hauptplatz
5. Jeden 2. Dienstag
MI 15.10.
PEITING
19.30 bis 21.30 Uhr
Sepp Maier Live – Porträtshow mit
Tobias Bücklein in der Schloßberghalle.
Tickets unter www.expeditionleben.com.
Siehe Seite 47
FR 17.10.
PEITING
20.00 Uhr
Heimspiel EC Peiting vs. Tölzer
Löwen im Eisstadion
SCHWABNIEDERHOFEN
19.00 Uhr
Tod auf dem Nil – nach Agatha
Christie des Theatervereins Treibhaus
e.V. im St. Florian-Weg 1.
Kosten 18 € weitere Infos und Karten
unter www.theaterverein-treibhaus.
de oder Tourist Info Schongau
LECHBRUCK
10.30 bis 12.00 Uhr
Ortsführung mit Geschichte „Die
Flößer von damals“. Treffpunkt am
Rathaus, Flößerstr. 1. Kosten ab 3 €.
Anmeldung bei Tourist-Info unter
08862 / 987830
SCHWABNIEDERHOFEN
SA 18.10.
Ab 19.00 Uhr
Tod auf dem Nil – nach Agatha
PEITING
Christie des Theatervereins Treibhaus
e.V. im St. Florian-Weg 1.
Ab 14 Uhr
LECHBRUCK
Herbstfestival in der Xaver Bar Kosten 18 € weitere Infos und Karten
Lounge mit vielen Ausstellern von unter www.theaterverein.treibhaus.
Gin, Rum, Whisky, Aperitifs u.v.m. de oder Tourist Info Schongau
in der Ammergauer Str. 16. Siehe
Anzeige Seite 69
LECHBRUCK
11.30 bis 14.00 Uhr
SCHWABNIEDERHOFEN
Kirchweih auf der Gsteig, Kirchweih-Ganserl
oder Ente à la carte.
STEINGADEN
19.00 Uhr
Tod auf dem Nil – nach Agatha Reservierung unter 08862 / 987749
Christie des Theatervereins Treibhaus
e.V. im St. Florian-Weg 1. WILDSTEIG
Kosten 18 € weitere Infos und Karten
10.00 Uhr
unter www.theaterverein-treibhaus.
Leonhardiritt mit Festgottesdienst
de oder Tourist Info Schongau
und Umritt. Siehe Seite 32 / 33
WEILHEIM
WEILHEIM
20.00 Uhr
Ab 18.00 Uhr
Theaterstück: Glaube, Liebe,
SCHONGAU
Theaterstück: Glaube, Liebe,
Hoffnung von Ödön von Horváth
Hoffnung von Ödön von Horváth
im Stadttheater. Tickets unter www.
im Stadttheater. Tickets unter www.
weilheimer-festspiele.de. Siehe
weilheimer-festspiele.de. Siehe
Anzeige Seite 66
Anzeige Seite 66
SO 19.10.
SCHONGAU
17.00 bis 18.30 Uhr
Themenführung: Henker, Heiler,
Hexen - Geschichten aus dem
Kräutergarten. Treffpunkt am
Rathaus in der Münzstr. 1-3. Kosten
12 €. Info und Anmeldung bei der
Tourist Info unter Tel. 08861 / 214181
oder touristinfo@schongau.de
17.30 Uhr
Heimspiel der EA Schongau vs.
ERSC Amberg im Eisstadion
HOHENPEISSENBERG
10.30 Uhr
Festgottesdienst anlässlich
„500 Jahre Treueschwur“ in der
Wallfahrtskirche auf dem Hohen
Peißenberg. Siehe Seite 30/ 31
DO 23.10.
ROTTENBUCH
11.00 bis 12.00 Uhr
Schaukäsen auf der Schönegger
Käse-Alm
FR 24.10.
PEITING
20.00 bis 22.00 Uhr
Willy Astor: Reimart und Lachkunde
in der Schloßberghalle.
Tickets bei der Tourist Info unter
08861 / 59962 oder www.kulturticketshop.de/kultur-peiting.
Siehe S. 17
SCHWABNIEDERHOFEN
SEPTEMBER /
19.00 Uhr
Tod auf dem Nil – nach Agatha
Christie des Theatervereins Treibhaus
e.V. im St. Florian-Weg 1.
Kosten 18 € weitere Infos und Karten
unter www.theaterverein-treibhaus.
de oder Tourist Info Schongau
10.30 bis 12.00 Uhr
Ortsführung mit Geschichte „Die
Flößer von damals“. Kosten ab 3 €.
Anmeldung bei Tourist-Info unter
08862 / 987830
18.00 Uhr
Schreibwerkstatt in der Bildungsund
Erholungsstätte Langau. Weitere
Infos unter https://www.langau.
de/events/schreibwerkstatt-5/
Bis 26.10. um 13.30 Uhr
SA 25.10.
14.00 bis 15.30 Uhr
Themenführung: Kostbarkeiten im
Museum. Treffpunkt am Rathaus
in der Münzstr. 1-3. Kosten 10 €.
Info und Anmeldung bei der Tourist
Info unter Tel. 08861 / 214181 oder
touristinfo@schongau.de
SCHWABNIEDERHOFEN
Ab 19.00 Uhr
Tod auf dem Nil – nach Agatha
Christie des Theatervereins Treibhaus
e.V. im St. Florian-Weg 1.
Kosten 18 €, weitere Infos und
Karten unter www.theatervereintreibhaus.de
oder Tourist Info
Schongau
LECHBRUCK
20.00 bis 22.00 Uhr
„Rocket“ mit der Dreieckmusi im
Flößermuseum am Weidach 8.
Eintritt 12 €. Weitere Infos und
Karten unter Tourist Info Lechbruck
08862 / 987830 oder info@
lechbruck.de
STEINGADEN
14.00 bis 17.00 Uhr
Sing mit! Offenes Singen in der
Bildungs- und Erholungsstätte
Langau. Weitere Informationen
unter: www.langau.de/veranstaltungen-langau/
LUDENHAUSEN
10.00 bis 16.00 Uhr
Jodelworkshop im Happerger.
Kursgebühr 45 €. Infos und Anmeldung
unter www.happerger.com
MARKTOBERDORF
19.00 bis 22.00 Uhr
Don Giovanni – Oper von W. A.
Mozart im MODEON in der Schwabenstr.
58. Alle Infos unter www.
modeon.de. Siehe Anzeige Seite 30
SO 26.10.
SCHONGAU
14.00 bis 15.30 Uhr
Themenführung: Verschwundenes,
Verborgenes und kleine Juwelen.
Treffpunkt vor dem Rathaus in der
Münzstr. 1-3. Kosten 10 €. Info und
Anmeldung bei der Tourist Info
unter Tel. 08861 / 214181 oder
touristinfo@schongau.de
17.30 Uhr
Heimspiel der EA Schongau vs.
Peißenberg Miners im Eisstadion
PEITING
18.00 Uhr
Heimspiel EC Peiting vs. Heilbronner
Falken im Eisstadion
LECHBRUCK
10.00 Uhr
Wendelinsritt an der St. Wendelinskirche.
Gottesdienst mit
anschließender Pferdesegnung
11.00 bis 14.00 Uhr
Goldener Oktober-Brunch auf
der Gsteig. Kosten 39 € Tischreservierung
erforderlich unter
08862 / 987749
WEILHEIM
18.00 Uhr
Theaterstück: Glaube, Liebe,
Hoffnung von Ödön von Horváth
im Stadttheater. Tickets unter www.
weilheimer-festspiele.de. Siehe
Anzeige Seite 66
LUDENHAUSEN
20.00 Uhr
Konzert Maxjoseph im Happerger.
Eintritt 12 €. Infos und Karten unter
www.happerger.com
DO 30.10.
WEILHEIM
20.00 Uhr
Theaterstück: Glaube, Liebe,
Hoffnung von Ödön von Horváth
im Stadttheater. Tickets unter www.
weilheimer-festspiele.de. Siehe
Anzeige Seite 66
FR 31.10.
HEUTE ERSCHEINT
DER NEUE ALTLANDKREIS
SCHONGAU
19.00 bis 20.30 Uhr
Erlebnis-Führung „Mit Wein, Weib
und Wacht durch die Schongauer
Nacht“. Treffpunkt vor dem Rathaus
in der Münzstr. 1-3. Kosten 18 €.
Info und Anmeldung bei der Tourist
Info unter Tel. 08861 / 214181 oder
touristinfo@schongau.de
20.00 Uhr
Heimspiel der EA Schongau vs.
VFE Ulm/Neu-Ulm im Eisstadion
LECHBRUCK
10.30 bis 12.00 Uhr
Ortsführung mit Geschichte „Die
Flößer von damals“. Treffpunkt am
Rathaus, Flößerstr. 1. Kosten ab 3 €.
Anmeldung bei Tourist-Info unter
08862 / 987830
STEINGADEN
14.00 Uhr
Geschwistertagung 2025 in der
Bildungs- und Erholungsstätte
Langau. Für Geschwister von Menschen
mit Behinderung. Weitere
Infos unter https://www.langau.de/
geschwistertagung-2025/. Bis 04.11.
um 12.00 Uhr
WEILHEIM
20.00 Uhr
Theaterstück: Glaube, Liebe,
Hoffnung von Ödön von Horváth
im Stadttheater. Tickets unter www.
weilheimer-festspiele.de. Siehe
Anzeige Seite 66
Änderungen und Fehler vorbehalten
> > > SO ERREICHEN SIE DEN „ALTLANDKREIS“
Anschrift
„altlandkreis“
Birkland 40
86971 Peiting
9.00 bis 12.00 Uhr
Vogelkundliche Wanderung am
OKTOBER
oberen Lechsee. Treffpunkt am
2025
Rathaus in der Flößerstr. 1. Weitere
Infos unter 0881 / 9249941 oder
0160 / 90917247
Tel.: 08869 / 91 22-16
Fax: 08869 / 91 22-17
www.altlandkreis.de
Redaktion: redaktion@altlandkreis.de
Termine: veranstaltungen@altlandkreis.de
Anzeigen: anzeigen@altlandkreis.de
Anregungen / Kritik: info@altlandkreis.de
Das Impressum finden Sie auf Seite 25.
september / oktober 2025 | 71
Veranstaltungen
Termine für den Kalender online melden!
für die Region Altlandkreis Schongau
• Keine anfallenden Kosten
• Jederzeit eintragen (Freigabe kann 2-3 Tage dauern)
• Mit Bild, Plakat oder Flyer möglich
• Textmenge online nicht begrenzt
• Erscheint online und gedruckt * !
Hier gehts direkt
zum Meldeformular
Veranstaltungskalender online unter
www.altlandkreis.de
* soweit rechtzeitig gemeldet und Platz vorhanden
WELCHER TYP
BIST DU?
Finde es
heraus
und scan
den Code!