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Baublatt Magazin Dezember 2021

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www.baublatt.at

NR. 12 | 2021

ein magazin der

specialmediacom

DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK

Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Retouren an PF 100, 1350 Wien | Einzelpreis 9,00 € | Dezember 2021 | www.baublatt.at

TB370 (V)

Der Midibagger (7 t) mit 4 komplett separat ansteuerbaren Steuerkreisen

und neuen Multifunktionsjoysticks - der Modernste der Takeuchi-Familie.

10 | Wiener Linien

Aktueller Stand beim

Öffi-Ausbau U2xU5

16 | Flugbagger & Co.

Ungewöhnlicher Geräte-Einsatz

beim Leiner-Abbruch in Wien

61 | Materialumschlag

Best-Practice Einsätze aktueller

Umschlaggeräte im Recycling


CAT MINIBAGGER

302.7 CR

KOMPAKT. LEISTUNGSSTARK. VIELSEITIG.

Der Cat Minibagger 302.7 CR ist in der Standardausrüstung mit exklusiver Joystick-Lenkung, Tempomat und fahrerseitiger

Konfigurierbarkeit der Einstellungen ausgestattet. Die nach hinten kippbare Fahrerkabine bietet eine einzigartige Zugänglichkeit

zu Komponenten für Servicearbeiten, wobei wahlweise eine Version mit offenem Fahrstand mit Schutzdach oder einer Fahrerkabine

zur Verfügung steht. Das neue Hydrauliksystem bietet mehr Hubleistung und kürzere Taktzeiten. Dank anpassbarer Fahrereinstellungen

verbessern sich Effizienz und Bedienkomfort. Die Minibagger der neuen Generation ermöglichen dank des kompakten

Schwenkradius einen geringeren Überhang bei seitlichen Arbeiten

zeppelin-cat.at


EDITORIAL

Gemeinsam statt gegeneinander

Was für ein Jahr! Wir starteten mit

dem dritten Lockdown, verfolgten

gespannt, wie das Vereinigte Königreich

den Brexit vollzog, sahen die zunehmenden

Spannungen in unserer Bevölkerung und

waren mit einer Krise in der Innenpolitik

konfrontiert, die zu einem mehrfachen Wechsel

an der Regierungsspitze führte. Dazu kommen

reichlich internationale Konflikte, von denen

einige durchaus das Potenzial für kriegerische

Auseinandersetzungen haben. Nach wie vor

unbeeindruckt von all den Widrigkeiten zeigt

sich die Bauwirtschaft. Müsste ich 2021 an

einem Bild festmachen, dann

wäre es der im Vergleich kleine

Bagger mit Longfront Ausrüstung

beim Suezkanal, der

versucht das riesige Frachtschiff

Ever Given – und damit auch

den Welthandel – wieder flott zu

bekommen. Für mich ein mehr

als symbolträchtiges Bild.

In Österreich haben wir ja vor

kurzem eine Vollbremsung bei

den größeren Straßenbauprojekten

hingelegt – allen voran

natürlich der Lobautunnel.

Baufachleute wissen, welchen

Kraftakt es bedeutet, in unserem

überregulierten Land ein

derartiges Großprojekt über zwei Jahrzehnte

durch alle Instanzen, Verfahren und sonstige

Auflagen bis zur Baureife zu entwickeln. Nur

damit das Projekt von heute auf morgen und

ohne Angabe einer Ersatzlösung als antiquiert

eingestellt wird. Dazu kommt, dass der

Lobautunnel vom Institut für Raumplanung

noch vor wenigen Jahren als alternativlos

bezeichnet wurde. Betroffen sind aber auch die

Marchfeld-Schnellstraße S8, die Traisental-

Karl Englert

Verlagsleiter und Herausgeber

BAUBLATT.ÖSTERREICH

Schnellstraße S34 oder die Verlängerung der

Hollabrunner Schnellstraße S3. So wie beim

Lobautunnel wird auch bei vielen dieser

Projekte der Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel

als Alternative genannt. Ich bin der

Meinung: wir werden beides brauchen. Unsere

leistungsfähige Infrastruktur ist einer der

Gründe für den wirtschaftlichen Erfolg

Österreichs. Das gilt für unser Straßennetz

ebenso, wie für die Öffis. Die Fokussierung auf

die Themen Bodenversiegelung und Klimawandel

sollte aber nicht als einzige Lösung

einen Baustopp zur Folge haben. Als langjähriger

Branchenbeobachter finde ich

es beeindruckend, mit welchem

Tempo die Bau- und Baumaschinenbranche

an allen Ecken und

Enden auf die Herausforderungen

des Klimawandels reagiert.

Ob Antriebstechnik, Digitalisierung

oder Vernetzung – selten

war es so spannend wie jetzt. Auf

dem Weg zur CO2-neutralen

Baustelle kommt auch Unterstützung

von der Wissenschaft, etwa

aktuell der TU Wien, die diesem

Thema ein eigenes Projekt

widmet. Ähnlich wie unsere

Vorfahren, die vor rund 100

Jahren vom Pferdefuhrwerk zu

den ersten Lkw wechselten, stehen auch wir

vor großen Umwälzungen. Es wäre schön,

wenn wir diese Entwicklung gemeinsam, mit

gegenseitigem Respekt und einem offenen Ohr

für die Anliegen der Gegenseite in Angriff

nehmen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen

erholsame Feiertage und einen guten Start in

ein erfolgreiches 2022!

Meint herzlichst

Ihr Karl Englert

Der Modernste der

Takeuchi-Familie

Der Midibagger Takeuchi TB370 (V)

mit Monoblock- oder Verstellausleger

ist dank ECO-Modus, Load-Sensing-

Hydraulik und Standgasautomatik

eine sehr wirtschaftliche Maschine.

Neu verfügt der 7-Tonner serienmäßig

über ein zusätzliches Segment

im Steuerblock für die separate

Ansteuerung des 4. Steuerkreises

und neue Multifunktionsjoysticks.

Darüber hinaus bietet er einen innovativen

3D-Bedienknauf und einen

kratzfesten, intuitiv bedienbaren 8“

Touchscreen. Für optimalen

Fahrkomfort und mehr Sicherheit

ist er serienmäßig mit einer

Rückfahrkamera ausgestattet.

IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe Dezember 2021, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Tel.: +43/1/3100700-100, Fax: +43/1/3100700-600, E-Mail: office@specialmedia.com, Firma des Herstellers: Bauer Medien Produktion- und Handels GmbH,

Verlagsort: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Herstellungsort: Baumannstraße 3/19, 1030 Wien, Anschrift der Redaktion: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Name des Herausgebers: Karl Englert, Anschrift des Herausgebers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Geschäftsführung: Prof. Hans-Jörgen Manstein und Prof. Ing. Mag. Michael Grabner Verlagsleitung: Karl Englert (KE), karl.englert@ specialmedia.com, DW 800,

Office Management, Anzeigenverrechnung und Redaktionsassistenz: Katja Böhmer (KB), katja.boehmer@specialmedia.com, DW 100,

Chefredakteur: Alexander Riell (AR) alexander.riell@specialmedia.com, DW 840, Grafik: Manfred Fürst

Grundlegende Richtung: BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin für die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung

über Baumaschinen, -geräte und –technik, Web: www.baublatt.at.

BAUBLATT.ÖSTERREICH: erscheint monatlich, 10x jährlich mit zwei Doppelnummern, Auflage: 11.500 Exemplare, Einzelpreis Inland € 10,– Jahresabonnement (10 Hefte) € 70,–

(alle Preise inkl. 10% MwSt.), Auslandsabonnements auf Anfrage, Bankver bindung: Erste Bank, BLZ: 20111, Konto: 291 2145 2900, IBAN: AT85 2011 1291 2145 2900,

BIC: GIBAATWW, FN 309377t, UID ATU 64333304, Gerichtsstand ist Wien. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit von elektronisch übertragenen Dokumenten oder Anzeigen kann

keine Verantwortung übernommen werden. Bei nicht ausgewiesenen Bild- und Fotorechten handelt es sich um von den Unternehmen beigestelltes und zum Abdruck

freigegebenes Fotomaterial. Impressum gemäß § 25 Mediengesetz unter www.baublatt.at abrufbar.

BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2021

3


Ein Blick auf den aktuellen Baufortschritt

in den einzelnen Abschnitten beim 12U-Bahn-Bau U2xU5 in Wien.

MENSCHEN + SZENE

06 Menschen bei Liebherr, Case, Goldhofer,

Pappas, Iveco, Strabag, Ascendum und

Zeppelin Österreich.

PROJEKTE + PLANUNG

10 Wiener Linien: Damit der öffentliche

Verkehr auch in Zukunft eine attraktive

Alternative zum Individualverkehr bietet,

investiert Wien mit dem U-Bahn-Bau U2xU5

zurzeit in sein größtes Klimaschutzund

Infrastrukturprojekt.

MASCHINEN + TECHNIK

16 Zöchling / Mayer & Co: Für den Abbruch

des ehemaligen Leiner-Möbelhauses in der

Wiener Mariahilfer Straße kam es aufgrund

der schwierigen Innenstadt-Lage zu einem

ungewöhnlichen Geräte-Einsatz.

22 Zeppelin: Mit dem ersten Cat 988K XE

Österreichs, der über ein diesel-elektrisches

Antriebssystem verfügt, setzt Lafarge auch

im Steinbruch auf CO2-Effizienz.

26 Digando: Felbermayr Transport- und

Hebetechnik beteiligt sich am digitalen

Marktplatz für Baumaschinen.

28 Liebherr: Turmdrehkrane erhalten neues

Touch-Display mit smartem Bediensystem.

30 Kiesel: Mit neuester Technik und weiteren

Verbesserungen unterstützt die breite

Modellpalette von Hitachi Baggern der

neuen Serie-7 die Bauwirtschaft.

32 MWT: Mit dem neuen Kunden-Web-Portal

lassen sich Daten jederzeit online abrufen.

33 TU Wien: Eine Baustellen-Analyse zeigt,

wie Emissionen eingespart werden können.

34 Kuhn-Ladetechnik: Leistungsfähiger

PK 135.002 TEC7-G im Einsatz bei der

Betriebsfeuerwehr am Flughafen Wien.

36 Westtech: Die Telestufe Woodcracker T

erhöht die Reichweite bei Arbeiten im Forst.

37 Yanmar präsentierte seinen ersten

Prototyp eines elektrischen Minibaggers.

40 SMP Parts: Neuer Markenauftritt.

40 HKL Baumaschinen Austria hat seinen

Mietpark umfassend erneuert, modernisiert

und um neue Produkte erweitert.

41 xelectrix Power: Weltpremiere für ein

netzautarkes Brennstoffzellen-Kraftwerk.

42 Ascendum: Schonender Wegebau auf

die Dürsteinalm mit einem Volvo ECR88D.

44 IBS: Ein Sennebogen 653 E Teleskopkran

übernimmt sämtliche Pick & Carry-Arbeiten

auf einer Wiener U-Bahn-Baustelle.

46 Geotechnik: Die VÖBU bekräftigt ihre

Absicht, die 13. ÖGT und die 12. VÖBU Fair

unter Einhaltung aller Schutzmaßnahmen

Ende Jänner 2022 in Wien durchzuführen.

48 Huppenkothen: Leitungsbauspezialist

Schönhofer verstärkte seinen Fuhrpark

mit sieben neuen Takeuchi Geräten.

4 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


INHALT

56 Söndgerath Pumpen: Die Firma

HSHG Hofstetter Service & Handel in Linz

ist die Generalvertretung für Österreich.

57 Meiller: Neuer BTA für Abrollbehälter.

58 Sprengtechnik: In Linz informierte die

51. Internationale Informationstagung für

Sprengtechnik über neue Entwicklungen.

60 Geotechnik II: In Kooperation mit der

ÖBB Infrastruktur organisierte die VÖBU

eine Exkursion in den Abschnitt Fröschnitzgraben

des Semmering Basistunnels.

MATERIALUMSCHLAG SPEZIAL

62 Liebherr: Eisen Neumüller erneuert

seine Materialumschlagmaschinen mit

verschiedenen Liebherr-Modellen.

64 Kreislaufwirtschaft: Im Rahmen einer

Tagung in Wien wurden Leuchtturmprojekte

aus Österreich präsentiert.

66 Zeppelin: Die burgenländische Firma Stipits

nahm den ersten Elektro-Umschlagbagger

MH24 Österreichs in Betrieb.

68 Ascendum: Drei Sennebogen 735 M-HD

bewähren sich auf engstem Raum bei der

Firma Pabst Holz im Sägewerk Obdach.

70 Kiesel: Eine Fuchs MHL434 F zeigt

ihre zahlreichen Stärken als Allrounder

in einem Holzpellets-Werk.

Nachhaltige Lösungen.

Härtester Stahl.

Seit 1945.

Verlässliche

Leistungsträger

49 Mischek Systembau: Ein neuer Roboter

sorgt im Fertigteilwerk für die automatisierte

Verlegung von Aluverbundrohren.

50 Mercedes-Benz: Zwei Mercedes-Benz

Trucks bewähren sich seit einigen Monaten

im Fuhrpark der Firma Gänger in Strasshof.

52 Liebherr: Die Felbermayr Holding GmbH

hat bereits den dritten Liebherr-Raupenkran

vom Typ LR 11000 in Dienst gestellt.

54 MAWEV-Show: Im Gespräch mit

Baublatt.Österreich versichern die

Veranstalter, dass die MAWEV-Show

weiterhin auf Kurs ist.

56 Tyrolit: Spektakulärer Einsatz eines

Bohrsystems auf Tauchgang.

72 EVN: Moderne Krananlagen in Dürnrohr.

72 Brantner: Kompostierung mit Digitalisierung.

74 Kuhn: Die Firma Beinschab Entsorgung

verstärkt sich mit einer leistungsstarken

und vielseitigen Gerätekombination.

76 Rubble Master: Die erfolgreiche Bilanz

und Innovationen sorgen für einen

positiven Blick in die Zukunft.

77 Porr gründet gemeinsam mit

Umdasch Group Ventures eine

digitale Baulogistik-Plattform.

78 Baublatt.Österreich Test:

Renault Express 1.5 DCI 95

Mitsubishi Eclipse Cross PHEV 2,4 4WD

03 Editorial

WIRTSCHAFT + MÄRKTE

FUHRPARK

STANDARDS

80 Service

Literatur; Kurzurlaub von der Baustelle:

Filzmoos und Vier Sterne Kosis Sports Lifestyle

Hotel im Zillertal.

WINKELBAUER GMBH

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BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2021

5


MENSCHEN + SZENE

LIEBHERR-MCCTEC

Goldmedaille für Nachhaltigkeit

Die Liebherr-MCCtec wurde vom unabhängigen Ratingunternehmen

EcoVadis mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. EcoVadis ist

der weltweit renommierteste Anbieter von Nachhaltigkeitsratings

mit über 75.000 bewerteten Unternehmen. Die Liebherr-MCCtec ist

Teil der Liebherr-Gruppe und die Spartenobergesellschaft für

maritime Krane, Raupenkrane, Hydroseilbagger sowie Ramm- und

Bohrgeräte für den Spezialtiefbau. Die Goldmedaille platziert

Liebherr-MCCtec unter den besten 5% aller bewerteten Unternehmen

und den besten 3% der Unternehmen der Branche weltweit.

EcoVadis bewertet Nachhaltigkeit mithilfe von Indikatoren in vier

Themenbereichen: Umwelt, Arbeits- und Menschen rechte, Ethik

und nachhaltige Beschaffung. Im Bild der erste batteriebetriebene

Raupenkran.

www.liebherr.com

CASE

Befreiung der Strände von Plastikmüll

G

emeinsam mit der Muttergesellschaft

CNH Industrial und der Medienplattform

4 Elements engagiert sich Case

Construction Equipment für das Beach

Care Project. Dieses zukunftsweisende, auf

mehrere Jahre angelegte, Umweltprogramm

umfasst Forschungsprojekte,

Stipendien und Bildungsangebote. Dabei

werden Gemeinden lokal bei Projekten zur

Strandsäuberung und beim Abfall-Recycling

unterstützt. Bei der Strandreinigung

wird ein Case 621G Radlader aus

der Evolution-Serie eingesetzt, der mit

einer speziellen, drei Kubikmeter

großen Siebschaufel ausgestattet ist.

An verschiedenen italienischen und

französischen Stränden entfernt der

Radlader Plastikabfälle aus dem Sand

und verhindert so, dass sie ins Mittelmeer

gespült werden. Die von der Case

Maschine gesammelten Abfälle, unterstützt

von örtlichen Grundschulkindern,

werden dann zu Spielzeug-Radladern aus

Kunststoff recycelt, wodurch der Beginn

einer Kreislaufwirtschaft entsteht.

Federico Bullo, Head of Europe Construction

Equipment, erklärt: „Case unterstützt

viele Nachhaltigkeitsinitiativen, die das

Interesse an den Themen Umweltpflege

und Umweltschutz fördern. Ab Jänner

2022 werden mehr als 10.000 Kinder in

Italien und Frankreich etwas über die

Ökosysteme der Strände lernen, wenn das

Beach Care Project in den Schulen mit

Lehrmaterial und gezielten Unterrichtseinheiten

eingeführt wird. Dies ist nur die

erste Phase des Projekts, das alle an das

Mittelmeer angrenzenden Gemeinden

einbeziehen und sensibilisieren soll“.

www.cnhindustrial.com

2022 wird das Projekt mit spanischen

und britischen Stränden fortgesetzt.

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tel. 0 72 43/51 683, fax 0 72 43/51 683-20

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GOLDHOFER

Nachhaltiges Ground Handling

Die Expertenjury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises hat in diesem Jahr den elektrisch

angetriebenen, stangenlosen Flugzeugschlepper „Phoenix“ E von Goldhofer unter die Finalisten

gewählt. Mit seiner 700 V Lithium-Ionen-Batterietechnologie bewegt das emissionsfrei

betriebene Kraftpaket mühelos Fracht- und Passagiermaschinen bis zu einem Startgewicht von

352 t – und damit auch Großraumflugzeuge. Als Flaggschiff unter den stangenlosen Goldhofer-

Flugzeugschleppern bietet der emissionsfrei betriebene „Phoenix“ E im Vergleich zur Dieselvariante,

nicht nur ein identisches Leistungsspektrum hinsichtlich Zugkraft, Manövrierbarkeit

und Zuverlässigkeit, sondern auch geringere Betriebskosten und längere Wartungszyklen.

www.goldhofer.com

6

DEZEMBER 2021

BAUBLATT.ÖSTERREICH


Der neue Standort bietet für Unimog,

Transporter-Gebrauchtwagen und

NGC optimale Rahmenbedingungen.

MENSCHEN + SZENE

www.hain-solutions.com

PAPPAS

Pappas erweitert in

Premstätten Nfz-Bereiche

N

ur drei Jahre nach der Implementierung wichtiger Nutzfahrzeugsparten

am Standort Premstätten ist es für einzelne

Bereiche an der Zeit, weiter zu gehen. Das betrifft in erster Linie die

gebrauchten Nutzfahrzeuge, aber auch den Unimog sowie die

zugehörigen Sonderfahrzeuge, in letzterem Fall Neue und

Gebrauchte. Am neuen Standort in der Industriestraße haben nach

dem vorläufigen Abschluss umfassender Modernisierungsarbeiten

dieser Tage drei verschiedene Bereiche ihre Geschäftstätigkeit

aufgenommen. Den meisten Raum hat dabei das neue NGC, das

mittelfristig ein ständiges Angebot von rund 40 gebrauchten Lkw am

neuen Standort (und ebenso viele am Standort Linz) plant. Engagiert

auch die Ziele der Spezialisten für gebrauchte Transporter aller

Marken, die zurzeit ebenfalls alles daransetzen, die vielen Kundenwünsche

schnellstmöglich und dabei unverändert wirtschaftlich

abzuarbeiten. Den Marktbedürfnissen folgend, werden hier Transporter

aller gängigen Marken angekauft und verkauft. Das kleine

aber feine Angebot echter Neufahrzeuge ist am neuen Standort den

Unimog- und Sonderfahrzeug-Spezialisten vorbehalten.

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Das Pister Multikuppelsystem

Kuppeln Sie Ihre Werkzeuge unter jedem

Restdruck und ohne Ölverluste in

Sekundenschnelle an Ihrer Maschine.

Uneingeschränkt hammerfest, extrem flach

und für alle Baggerklassen erhältlich.

Hain Industrievertretung GmbH

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IVECO

German Design Award

für Iveco T-Way

D

er Iveco T-Way hat die prestigeträchtige Auszeichnung „Excellent-Product-Design“-Winner

in der Kategorie Utility Vehicles

des German Design Awards 2022 erhalten, eine der renommiertesten

Auszeichnungen in der Designlandschaft über alle Branchen hinweg.

Verliehen wurde der Preis vom Rat für Formgebung, einem der

weltweit führenden Kompetenzzentren für Kommunikation und

Markenführung im Bereich Design. Eine Jury aus 37 renommierten

Designexperten aus zehn verschiedenen Ländern, die die Designbranche,

Wirtschaft, Hochschulen und Wissenschaft

repräsentieren, wählte den Iveco

T-Way für diese Auszeichnung aus.

Der T-Way punktet mit Robustheit

und Zuverlässigkeit bei schweren

Offroad-Einsätzen unter extremen

Bedingungen. Er ist der

toughe Lkw der schweren

Baureihe der Marke und

spiegelt wichtige Designelemente

der Iveco Way-Baureihe

und die DNA der Marke wider.

www.iveco.com

mieten

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MOBILE BAUSTRASSEN

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Bürgermeister Ludwig

überreichte Strabag-CEO

Thomas Birtel das

Goldene Ehrenzeichen

für Verdienste um

das Land Wien.

Foto: © Strabag/Anna Rauchenberger

STRABAG

Thomas Birtel erhält Goldenes Ehrenzeichen

A

nfang November hat Thomas Birtel,

Vorstandsvorsitzender der Strabag

SE, von Bürgermeister Michael Ludwig

das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste

um das Land Wien erhalten. Mit dem

Ehrenzeichen werden Personen ausgezeichnet,

die sich durch öffentliches oder

privates Wirken bedeutende Verdienste

um die Stadt Wien erworben haben. „Ich

freue mich darüber, dass ich Dr. Thomas

Birtel wegen seiner unumstrittenen

Managerqualitäten, seiner sozialen – und

auch sozialpartnerschaftlichen – Kompetenz,

seines kulturellen Engagements

und seiner Verbundenheit mit der Stadt

Wien das Goldene Ehrenzeichen für

Verdienste um das Land Wien überreichen

darf – herzliche Gratulation!“,

ZEPPELIN ÖSTERREICH

Spende für die St. Anna

Kinderkrebsforschung

D

ie Zeppelin Österreich GmbH ist

bereits seit 2010 ein verlässlicher

Partner der St. Anna Kinderkrebsforschung

und stellt seitdem jährlich den

Spendenbetrag von 7.500,– Euro zur

Verfügung. Der Firmenleitung ist es ein

großes Anliegen, Kindern, die eine sehr

schwere Zeit durchmachen, die Chance zu

geben, durch Forschung und Entwicklung

hochwirksamer Behandlungsmethoden

eine bestmögliche Heilungsrate zu

erzielen. „Jedes einzelne Kindesleid in

Bezug auf einer Krebserkrankung, ist ein

unvorstellbares Ereignis für das Kind und

die Familie. Deshalb setzen wir jedes Jahr

diese Geldmittel ein, um den Kindern eine

unbeschwerte Zukunft zu ermöglichen und

kommentiert Bürgermeister Michael

Ludwig. Der 67-jährige gebürtige

Deutsche und seit seiner 2013 erfolgten

Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden

berufliche Wahl-Wiener engagiert sich

auch stark für soziale Anliegen und ist

ein Förderer von Kunst und Kultur

– Themen, die er auch innerhalb des

Strabag-Konzerns forciert. Darüber

hinaus ist Birtel Vorstandsmitglied der

Concordia Gemeinnützige Privatstiftung

Österreich, die von Armut bedrohte

Kinder in Rumänien, Bulgarien, der

Republik Moldau und Österreich betreut.

Seine regelmäßigen Reisen in die betroffenen

Länder sind ihm ein persönliches

Anliegen.

www.strabag.com

die Kinderkrebsforschung in ihrer

Tätigkeit zu unterstützen“, betont der

Vorsitzende der Geschäftsführung,

Stephan Bothen.

Die St. Anna Kinderkrebsforschung wird

überwiegend durch Spenden finanziert

und gefördert. Durch die langjährige

medizinintensive Forschung auf höchstem

Niveau konnten große Fortschritte in der

Diagnostik, Therapie und Prognose von

Krebserkrankungen im Kindes- und

Jugendalter erzielt werden.

www.zeppelin-cat.at

ASCENDUM

Erneut in den Top 5 des ALC

Die Ascendum Baumaschinen Österreich

GmbH schafft es zum wiederholten Male in

die Top 5 der Kategorie „National tätigen

Unternehmen“ in Salzburg beim bedeutendsten

Wirtschafts-Wettbewerb des

Landes, dem Austria´s Leading Companies

Award kurz ALC. Der ALC wurde von der

Tageszeitung „Die Presse“ gemeinsam mit

dem KSV1870 und PwC Österreich 2021

bereits zum 23. Mal vergeben. Beim ALC

zählt die Performance des Unternehmens:

Bilanzzahlen, Umsatz und Ergebniswachstum

der vergangenen drei Geschäftsjahre

und ein gewichtetes Kennzahlensystem

sorgen für ein objektives Ergebnis.

www.ascendum.at

TERMINE

Vorbereitungslehrgang zur Befähigungsprüfung

Sprengungsunternehmen

Ab 10.01.2022 www.sprengschule.at

TRVB 119 O Neu – Zusammenfassung

aller nutzungsbezogenen TRVBs

11.01.2022, Wien www.ars.at

Kurzlehrgang Claims & Co

für Baupraktiker

18.01.-02.02.2022, Wien www.ars.at

Baustellen-Controlling – Arbeitskalkulation

und Bauerfolgsrechnung

20.01.2022, Wien www.ars.at

Lieferengpässe und Preissteigerungen

bei Bauprojekten

24.01.2022, online www.ars.at

VDBUM-Großseminar

25.-28.01.2022, Willingen www.vdbum.de

Die aktuelle NÖ Bauordnung

& Bautechnik-Verordnung

27.01.2022, Wien und online www.ars.at

13. ÖGT & VÖBU Fair

27.-28.01.2022, Wien www.voebu.at

13. Kolloquium Bauen in Boden und Fels

01.-02.02.2022, Ostfildern www.tae.de

Claim-Management nach

ÖNorm B 2110 & B 2118

16.02.2022, Wien www.ars.at

8 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


Starke Typen

beherrschen jeden

Handgriff

Geniale Montagelösungen.

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Handgriffe bei Montage und Transport noch einfacher und sicherer zu gestalten.

Reduzierung der Montagegewichte an Drehbühne und Ausleger

Neue LiConnect-Schnellverbindungen für sichere und einfache Montage

Kostensparender Transport durch schmalere Ausleger

Optimiertes Huckepacksystem: Wenige Mobilkranhübe zur Gegenauslegermontage

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PROJEKTE + PLANUNG

WIENER LINIEN

Fotos: @ Baublatt.Österreich; Wiener Linien; Johannes Zinner; Alexandra Gritsevskaja

Öffi-Ausbau U2xU5 in Wien:

2022 geht es in die Tiefe

Wien verzeichnet seit vielen Jahren ein konstantes Wachstum und wird gegen Ende des

Jahrzehnts zwei Millionen Menschen beherbergen. Damit der öffentliche Verkehr auch

in Zukunft eine attraktive Alternative zum Individualverkehr bietet, investiert Wien mit

dem U-Bahn-Bau U2xU5 zurzeit in sein größtes Klimaschutz- und Infrastrukturprojekt.

D

ie Planungsarbeiten für das Linienkreuz

U2xU5 starteten bereits vor

über 20 Jahren. 2014 wurde der Hauptvorschlag

für den U-Bahn-Ausbau erarbeitet

und im Sommer 2017 wurde das Planungsprojekt

von der Stadt Wien - Stadtentwicklung

und Stadtplanung abgeschlossen

und an die Wiener Linien

übergeben. Mit U2xU5 wird die Leistungsfähigkeit

der Wiener Öffis nachhaltig

gesichert: Mehr als 300 Mio. zusätzliche

Fahrgäste pro Jahr können dadurch die

öffentlichen Verkehrsmittel Wiens nutzen

und insgesamt rund 1,3 Mrd. Fahrgäste

pro Jahr in U-Bahn, Bim und Bus befördert

werden.

Der Öffi-Aubau U2xU5 gliedert sich in

drei große Bereiche. Der erste betrifft den

Umbau der U2-Stammstrecke zwischen

Karlsplatz und Rathaus zur U5. Dieser

Abschnitt wird umfassend modernisiert

und für den vollautomatischen Betrieb mit

dem neuen X-Wagen vorbereitet. Dazu

kommen der an diesen Abschnitt anschließende

Neubau der U5 bis zur Station

Frankhplatz und der Bau der neuen

Teilstrecke der U2 Richtung Süden (siehe

Grafik).

Der Ausbau erfolgt in zwei Baustufen.

Die erste Baustufe umfasst die Bauabschnitte

U5 Frankhplatz, U2xU5 Rathaus,

Umbau der U2-Stammstrecke zur U5,

U2xU3 Neubaugasse, U2xU4 Pilgramgasse,

U2 Reinprechtsdorfer Straße,

U2xS Matzleinsdorfer Platz und die

Errichtung der U2-Streckentunnel

mit der Tunnelvortriebsmaschine.

Diese acht Bauabschnitte

wurden in drei

Rohbaupaketen vergeben.

Mit der zweiten Baustufe

werden die Stationen

U5 Arne-Karlsson-

Park, U5xU6

Michelbeuern-

AKH, U5

Elterleinplatz,

U5xS Hernals

10 DEZEMBER 2021


PROJEKTE + PLANUNG

Stromerzeuger

Aktion im Herbst

Abgasstufe V

Moderne emissionsarme

Stromerzeuger

Seit rund sechs

Monaten wird

die bestehende

U2-Strecke zwischen

Rathaus und Karlsplatz

umgebaut und

für den Betrieb der

neuen, vollautomatischen

U-Bahn-

Linie U5 vorbereitet.

sowie die Stationen U2 Gußriegelstraße

und U2 Wienerberg gebaut. Die zweite

Baustufe wird derzeit durch die Magistratsabteilung

18 der Stadt Wien geplant.

Nach Fertigstellung der Umbauarbeiten

fährt die U2 ab Herbst 2023 wieder

durchgehend von Seestadt bis Karlsplatz,

inklusive der neuen Bahnsteigtüren für

den vollautomatischen Betrieb in den

modernisierten Stationen Rathaus bis

Karlsplatz. Die Bauarbeiten für die U5

und die neue U2 laufen dann wieder

unabhängig voneinander weiter. Die neue

Linie U5 geht mit 2026 in Betrieb. Die U2

wird 2028 ab der Station Schottentor auf

ihrer neuen Strecke Richtung Matzleinsdorfer

Platz unterwegs sein. Unterm

Strich bedeutet das: 12 neue U-Bahn-

Stationen im Endausbau (erste und

zweite Baustufe) bringen schnellere

Verbindungen und schaffen mehr Platz

für zusätzliche Fahrgäste.

Seit Anfang Juli leitet DI Martin

Hrunek die Abteilung Ingenieurbau und

Großprojekte-Management bei den

Wiener Linien. Er trat die Nachfolge von

DI Erwin Scheidl an, der in den wohlverdienten

Ruhestand wechselte. DI Hrunek

studierte im Anschluss an die HTL in Wr.

Neustadt an der TU Wien Bauingenieurwesen

und arbeitete bereits studienbegleitend

bei einem Ziviltechniker. 2005

begann seine Tätigkeit bei den Wiener

Linien, zunächst bei der Verlängerung der

U1 Richtung Norden. Nach weiteren

U-Bahn-Baulosen wurde er 2016 Programmleiter

für ein denkmalschutzgerechtes

Umbau- und Sanierungspro-

Leistung

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Management bei den Wiener Linien,

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DEZEMBER 2021

11


PROJEKTE + PLANUNG

Die Grafik veranschaulicht

die neuen Strecken der

beiden Baustufen und

das Update der

bestehenden

U2 Strecke.

Auch die Bohrpfahlarbeiten für das Stationsbauwerk U2xU3 Neubaugasse

mussten unter beengten Verhältnissen durchgeführt werden.

gramm der Straßenbahn-Remisen. Seit

2018 ist er Gesamtprojektleiter für das

Linienkreuz U2xU5 und seit Juli Abteilungsleiter.

Mit seinem Team betreut er

einerseits den kompletten U-Bahn-Neubau

sowie im Bestandsbereich die Ertüchtigung

der U4, die seit mehreren Jahren

läuft. In den Aufgabenbereich fallen aber

auch das erwähnte Remisen-Programm,

verschiedene Infrastrukturbauten im

Bauarbeiten für die U2xS Station Matzleinsdorfer Platz beim Margaretengürtel.

Hochbaubereich wie eine Lehrlingswerkstätte

in der Hauptwerkstätte in

Simmering.

DI Hrunek über den aktuellen Stand

des Projekts und die grundsätzlichen

Herausforderungen: „Der Schwerpunkt

der Arbeiten liegt derzeit in der Herstellung

der Bohrpfähle. Wir haben damit am

11. Jänner 2021 im Bereich Frankhplatz

begonnen und von den insgesamt ca. 2.800

Bohrpfählen derzeit rund die Hälfte

fertiggestellt. Dazu waren in Spitzenzeiten

bis zu 11 Groß-Bohrgeräte im Einsatz. Im

nächsten Frühjahr werden wir die

Bohrpfahlarbeiten überall abschließen.

Aufgrund dieser Arbeiten sind in einigen

Bereichen die Baugrubenumschließungen

bereits fertiggestellt und wir fangen jetzt

schon Zug um Zug damit an, die oberste

Decke zu betonieren. Dabei verbleiben

natürlich Einbringöffnungen für den

weiteren Baufortschritt bzw. Transportöffnungen

für den Aushub. Am Frankhplatz

heben wir jetzt schon in der ersten Ebene

den Schacht aus. Die großen Herausforderungen

bei unseren Tiefbauarbeiten im

innerstädtischen Bereich liegen in den

Auswirkungen auf die Verkehrsführung, in

der Leitungsumlegung und im Grundwassermanagement.

Jedes Baulos wird von

unserer Abteilung durch ein entsprechendes

Baustellenteam betreut, wobei wir

auch die örtliche Bau Aufsicht selbst

durchführen. Aufgrund der langen Vorlaufzeit

wird das Projekt noch nicht mit der

Building Information Modeling Methode

abgewickelt, im Laufe der Realisierung

werden aber alle neuen digitalen Techniken

so weit als möglich berücksichtigt –

auch im Sinne der Optimierung des

späteren Ausbaus bzw. der Erhaltung. Aus

bautechnischer Sicht kommt beim Bau des

12 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


PROJEKTE + PLANUNG

Linienkreuzes U2xU5 fast die ganze

Bandbreite der gängigen Spezialtiefbaumaßnahmen

zum Einsatz, bis hin zur

Tunnelbohrmaschine. Ich bin überzeugt,

dass es in Österreich nicht viele derart

spannende Projekte gibt. Trotz der

Herausforderungen, die sich aus der

Bautätigkeit ergeben, wird uns von der

Bevölkerung eine große Akzeptanz

entgegengebracht.“

Im Rahmen der Vorarbeiten wurden

auch Fundamentüberprüfungen und

Probebohrungen entlang der geplanten

Trassen durchgeführt, um die Geologie

und das Grundwasservorkommen genau

zu dokumentieren. Die Erkenntnisse aus

diesen Bodenuntersuchungen bildeten die

Entscheidungsgrundlage für die Detailplanung

der Bauausführung. Wie bereits

erwähnt, müssen für die neuen U-Bahn-

Strecken rund um die künftigen Stationen

im Rahmen von Einbautenumlegungen

Wasser-, Gas-, Strom-, Fernwärme- und

Datenleitungen sowie der Kanal umgelegt

werden. Für die Neubau-Abschnitte

kommen – je nach Untergrund – die offene

Bauweise, die Neue Österreichische

Tunnelbaumethode und eine Tunnelbohrmaschine

zum Einsatz.

DSV- und Bohrpfahlarbeiten

im Bereich

der U2xU4 Station

Pilgramgasse.

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PROJEKTE + PLANUNG

DI Martin Hrunek

bei seinen

Erläuterungen

über den aktuellen

Stand des Projekts.

Beim U2 Update laufen die Arbeiten

seit einem halben Jahr auf Hochtouren: im

U2-Tunnel wurden seit Ende Mai 2021

zwischen Karlsplatz und Rathaus 4,8 km

Schienen entfernt und 210 km Kabel

ausgebaut. 2022 startet der Einbau der

Bahnsteigtüren. Gemeinsam mit der

Inbetriebnahme des neuen X-Wagens im

Laufe des Jahres 2022 ist das ein

wichtiger Schritt auf den Weg zur

vollautomatischen U5.

Bereits Anfang 2021 starteten mit den

Bohrpfahlarbeiten die umfangreichen und

komplexen Tiefbauarbeiten entlang der

fünf neuen U2-Stationen sowie bei der

neuen U5-Station Frankhplatz. Die

längsten Bohrpfähle werden hinter dem

Bohrpfahlarbeiten

für die U5 Station

Frankhplatz auf

der Landesgerichtsstraße.

Herstellung der

Innenschale in der

Station Matzleinsdorfer

Platz.

Rathaus errichtet, sie reichen mehr als 60

m in die Tiefe. Mit 2022 werden die

Bauarbeiten verstärkt unterirdisch

stattfinden. Alle Bauabschnitte von

Frankhplatz bis Matzleinsdorfer Platz

beginnen dann mit dem Ausheben des

Erdmaterials. Ziel ist das Erreichen der

Bahnsteigtiefe in rund 25 bis 35 m unter

der Erde, wo eine stahlverstärkte, meterdicke

Bodenplatte betoniert wird. In der

Reichratsstraße hinter der Universität

beginnen die ersten Bauarbeiten für den

neuen U2 Tunnel im Frühjahr 2022, beim

Matzleinsdorfer Platz der Bau des ersten

Stationstunnels Mitte des Jahres. Für das

Ableiten des Grundwassers, während der

Tunnelbauarbeiten wird in der ersten

Jahreshälfte eine oberirdische Wasserleitung

von der Baustelle Rathaus bis zum

Donaukanal gebaut.

Beim Matzleinsdorfer Platz sind die

Bauarbeiten schon am weitesten fortgeschritten.

Für den zukünftigen Öffi-Knoten

mit Anbindung zur S-Bahn wurden

bereits 85.000 m 3 Erde ausgehoben. Hier

wird in ein paar Jahren die Tunnelbohrmaschine

starten und sich bis zum

Augustinplatz im siebten Bezirk vorgraben.

Das gesamte Erdmaterial, das die

Tunnelbohrmaschine aushebt, wird über

einen zentralen Schacht am Matzleinsdorfer

Platz abtransportiert. Das erspart

Staub und Lärm für die Anrainerinnen

und Anrainer und ganze 20.000 Lkw-Fahrten

durch die Stadt.

Rund 700 Menschen arbeiten täglich

direkt auf und im Umfeld der Baustellen.

Im Jahr 2021 werden auf den Baustellen

rund 275.000 Arbeitsstunden für die

Realisierung von U2xU5 geleistet. Der

U-Bahn-Ausbau bewirkt dabei eine

enorme Wertschöpfung für den Wirtschaftsstandort

Wien. Rund 60 Unternehmen

sind am Bau beteiligt, 56 davon

stammen aus Österreich und davon

28 aus Wien. Das Investitionsvolumen von

2,1 Mrd. Euro für die erste Baustufe löst

eine österreichweite Bruttowertschöpfung

von 1,1 Mrd. Euro aus. Insgesamt sichern

die erste und zweite Baustufe vom

Öffi-Ausbau rund 30.000 Arbeitsplätze.

„U2xU5 ist ein hochkomplexes U-Bahn-

Bauprojekt, das es in dieser Dimension

seit dem Bau der U3 in der Innenstadt in

den 90er Jahren nicht mehr gegeben hat.

Wir sind mit einem bestvorbereiteten

Projekt zu Jahresbeginn 2021 gestartet.

Die umfassende Detailarbeit im Vorfeld

hat sich mehr als ausgezahlt: Wir liegen

im Zeitplan und werden auch 2022

zahlreiche bauliche Meilensteine setzen“,

betont Geschäftsführer Günter Steinbauer

in seinem Fazit.

14 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH



PROJEKTE + PLANUNG

Stand der Abbrucharbeiten Anfang

September. Links der Liebherr R 960

Abbruch der Firma Zöchling, auf der

obersten Etage der Flugbagger der Firma

Mayer & Co. Das Bild rechts vermittelt

einen Eindruck der innerstädtischen

Lage des Rückbauprojekts.

ZÖCHLING / MAYER & CO

Großgeräte und Flugbagger bei

schwierigem Innenstadt-Abbruch

Das ehemalige Leiner-Möbelhaus in der Wiener Mariahilfer Straße bildete in den letzten

Monaten das größte innerstädtische Rückbauprojekt Österreichs. Angesichts der

extrem schwierigen Rahmenbedingungen und des knappen Zeitfensters realisierte die

ausführende Arbeitsgemeinschaft Rückbau Mayer & Co – Zöchling mit einem ungewöhnlichen

Geräte-Einsatz ein neues Abbruchkonzept.

D

urchgeführt wurde der Rückbau des

Leiner-Möbelhauses im Auftrag von

SIGNA. Als einer der bedeutendsten

Immobilieninvestoren Europas errichtet

sie an der Ecke untere Mariahilfer Straße

und Karl-Schweighofer-Gasse bis 2024 ein

Gebäudeensemble, das nicht nur aus

einem Warenhaus mit 20.000 m² Verkaufsfläche

besteht, sondern auch ein Lifestyle-

Hotel, vielfältige Gastronomie- und

Entertainment-Angebote sowie einen frei

zugäng lichen Dachpark beinhaltet. Für die

Beginn der Abbrucharbeiten

an dem aus 1895

stammenden Bauteil mit

dem Liebherr R 960 an

der Ecke Karl-Schweighofer-Gasse

und Mariahilfer

Straße. Für die

Staub bindung des Ziegelmauerwerks

kommt auch

ein ehemaliges Feuerwehr-Fahrzeug

der Firma

Mayer & Co zum Einsatz.

Fotos: @ Baublatt.Österreich; Zöchling

16 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Von links: Abbruchprofi Reinhard Hasler (Hans Zöchling GmbH), Ing. Daniel Mayer (Mayer & Co

GmbH), Johannes Zöchling (Geschäftsführer Hans Zöchling GmbH), BM DI Günter Sandhacker, BSc.

(Geschäftsführung Hans Zöchling GmbH) und Bauleiter Ing. Fritz Hanisch (Hans Zöchling GmbH).

Planung zeichnet das renommierte

Architekturbüro OMA rund um den

niederländischen Stararchitekten Rem

Koolhaas verantwortlich. Integriert wird in

das neue Konzept die bestehende, denkmalgeschützte

Jugendstil-Fassade an der

Mariahilfer Straße.

Der Altbestand gliederte sich zu Beginn

der Abbrucharbeiten in drei Bauteile, die in

verschiedenen Bauphasen errichtet

wurden. So stammte der mit Ziegel

errichtete Altbau an der Karl-Schweighofer-Gasse,

der als erster abgebrochen

wurde, aus dem Jahr 1895. Dahinter

schließen zwei Stahlbetonbauten aus den

Jahren 1992 und 2004 an. Die drei Bauteile

verfügten über eine Gesamtnutzfläche

von 58.000 m 2 . Insgesamt müssen rund

180.000 m 3 Material entfernt werden. Das

entspricht etwa 55.000 t mineralischem

Material und 2.200 t Stahl. Im Rahmen der

Entfernung der Schad- und Störstoffe

waren zu Spitzenzeiten bis zu 40 Personen

auf der Baustelle. Auch das Jugendstil-

Geländer des Altbestandes, das für einen

guten Zweck versteigert wurde, musste

sehr aufwendig demontiert werden. Nach

den entsprechenden Freigaben konnte mit

dem maschinellen Abbruch begonnen

werden, der bis zur Decke über dem

zweiten Untergeschoß durchgeführt wird.

Der Abtransport der Baurestmassen von

der Baustelle zu den jeweiligen Recyclingbetrieben

erfolgte bereits so weit als

möglich sortenrein.

Eine der großen Herausforderungen bei

diesem Projekt resultiert aus der speziellen

Lage des Objekts. Da eine Zufahrt über die

Mariahilferstraße nicht möglich ist, wurde

hier ein rund 4 m breite Schutzzone

eingerichtet. Somit steht für die Anlieferung

der Geräte und den Abtransport der

Baurestmassen nur die Karl-Schweig hofer-

Gasse zur Verfügung. Es handelt sich dabei

um eine enge Einbahnstraße, die von den

Lkw jeweils nur in einer Richtung befah-

Es hat sich in der Branche schon längst herumgesprochen:

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BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2021

17


PROJEKTE + PLANUNG

Der 14 t Flugbagger Doosan DX 140 der Firma

Mayer & Co (im Bild Ing. Daniel Mayer) sorgte

unter den Zaungästen auf der Mariahilfer

Straße immer wieder für Aufsehen.

Oben: Ein ungewöhnliches Shakehands

der Abbruchgeräte unterstreicht die

gute Zusammenarbeit der Teams.

ren werden kann. Zu Beginn der Abbrucharbeiten

musste der Liebherr R 960 der

Firma Zöchling in der Karl-Schweighofer-

Gasse direkt neben der Fassade des

Möbelhauses aufgebaut werden.

Ing. Daniel Mayer von der Firma Mayer &

Co GmbH über die Zusammenarbeit mit

der Firma Zöchling: „Wir haben diese

Arbeitsgemeinschaft, bei der jedes der

beiden Unternehmen seine besonderen

Stärken einbringt, für anspruchsvolle

Großprojekte ins Leben gerufen. Sie hat

sich bereits bei den Abbruch- und Aushubarbeiten

für das ,LeopoldQuartier‘ in Wien

Die Montage der Großgeräte

auf engstem Raum erforderte

logistische Meisterleistungen.

Mit seinem 114 m Auslegersystem

hob der Raupenkran

der Firma Prangl den Flugbagger

der Firma Mayer & Co

von Etage zu Etage.

sehr gut bewährt und wird nun für den

Rückbau des Leiner-Möbelhauses fortgesetzt.

Die partnerschaftliche Zusammenarbeit

betrifft den abgestimmten Geräteeinsatz

ebenso, wie die Aufteilung der

Tätigkeiten, den zügigen Abtransport der

Baurestmassen und die Größe der

eingesetzten Mannschaften.“

Johannes Zöchling, Geschäftsführer der

Hans Zöchling GmbH in Hainfeld,

erläutert die Gründe für die gewählte

Geräte-Kombination: „Wir haben für den

Rückbau der Bestandsobjekte alle

möglichen Varianten durchgespielt. Dabei

hat sich der Einsatz des Raupenkrans als

die vernünftigste Lösung erwiesen. Der

Hintergrund sind die vorhandenen

Unter- und Tiefgaragengeschosse, die wir

für den Einsatz der Großgeräte mit

rund 14.000 Deckenstehern stützen

hätten müssen. Diesen enorm

aufwändigen Prozess in der

Arbeitsvorbereitung konnten wir

mit unserem Konzept vermeiden,

18 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Aus den Tiefgaragen

wurde der Abbruchasphalt

unter anderem

mit diesem Morooka

Raupentransporter

zur Verladestelle

transportiert.

So weit als möglich

wurden die Baurestmassen

bereits auf der

Baustelle sortenrein

zum Abtransport

verladen.

denn durch die Variante mit dem Raupenkran

und dem Flugbagger der Firma

Mayer & Co wurden die Tiefgeschosse

nicht belastet. Natürlich war bei diesem

Abbruch auch unser Liebherr R 960 ein

wichtiger Leistungsträger. Als größter

Abbruchbagger Österreichs und mit einem

Gewicht von über 100 t kann er mit der

3,5 t Abbruchschere bis in einer Höhe von

über 36 m arbeiten. Ein weiteres Großgerät

aus unserem Fuhrpark war ein Cat

330 Next Generation, der überwiegend in

der Lkw Verladung zum Einsatz kam.“

Die Einsätze des Flugbaggers sorgten

regelmäßig für Aufsehen unter den

Besuchern der Mariahilfer Straße. Es

handelte sich dabei um einen Doosan DX

140 mit einem Einsatzgewicht von 16 t,

der entsprechend adaptiert ist und

ausschließlich als Flugbagger zum Einsatz

kommt. Er bewährt sich bereits seit 14

Jahren und wurde bei diesem Projekt von

einem Demag Gittermast-Raupenkran CC

2400-1 der Firma Prangl mit einem 114 m

Auslegersystem von Etage zu Etage

gehoben. Der Raupenkran weist eine

Tragfähigkeit von bis zu 400 t auf. Ein

weiteres Großgerät der Firma Mayer war

ein Volvo EC380E, der die Abbrucharbeiten

unterstützt und der bei Bedarf mit

einer Longfront-Ausrüstung zum Einsatz

kommt. In der Schlussphase des Projekts

wurde ein Doosan DX 420 mit Longfront-

Ausrüstung der Firma Mayer mit dem

Kran auf eine unzugängliche Stelle hinter

den unbefahrbaren Kellergeschoßen

verhoben und hat sich von dort aus dann

den Weg zur Mariahilferstraße „durchgebrochen“.

Für die Entkernungsarbeiten

kamen mehrere Kompaktgeräte zum

Einsatz. Sie übernahmen auf den Etagen

auch den Transport des Abbruchmaterials

zu den Abwurfstellen in den Sicherheitszonen

bzw. beförderten sie den Altasphalt

aus den Tiefgaragen zu den Verladestellen.

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PROJEKTE + PLANUNG

Robert Hasler (Firma Zöchling) hat die Abbruchzange des italienischen

Herstellers Italmec hinsichtlich Leistung und Wartung optimiert.

Reinhard Hasler, Bruder von Robert Hasler,

ist Stammfahrer für den Liebherr R 960

der Firma Zöchling.

Erstmals

setzte die Firma

Zöchling diesen

Abbruchvorhang

ein.

Optimierte Abbruchschere

Eine weitere technische Besonderheit bei

diesem Projekt ist die zweizylindrige

Betonschere des italienischen Herstellers

Italmek. Sie wurde von Robert Hasler,

einem langjährigen Mitarbeiter der Firma

Zöchling, für den Einsatz mit dem Liebherr

R 960 optimiert. Robert Hasler hat unter

anderem für den Rückbau des Rinterzelt-

Turms in Wien eine spezielle Tragkonstruktion

für den eingesetzten Abbruchroboter

entwickelt, bei der Hydraulikzylinder

seitlich ausfahrbare Pratzen gegen die

Turmwand drücken und die Plattform

damit fixieren. Bei der Abbruchzange hat

sich der passionierte technische Tüftler vor

allem daran gestört, dass bei einer Servicierung

das komplette Anbaugerät in die

Werkstatt muss. Dank der guten Kooperation

mit dem Hersteller wurden seine

technischen Anregungen im Werk umgesetzt,

sodass die in Wien nun eingesetzte

Abbruchzange gewissermaßen ein Prototyp

für eine künftige Serienfertigung ist. So

muss bei diesem Modell nicht mehr das

ganze Gebiss getauscht werden, sondern es

können auf der Baustelle die Betonbrechzähne

sehr rasch und unkompliziert

erneuert werden. Auch für das Aufschweißen

der alten Zähne hat Robert Hasler eine

Verbesserung entwickelt. Die optimierte

Abbruchschere wurde auch vom Hersteller

im Einsatz begutachtet. Zuvor hat Robert

Hasler gemeinsam mit der Firma Wimmer

einen Greifer entwickelt. Er ist für den

Liebherr R 960 konzipiert, hat ein Eigengewicht

von 4,5 t und verfügt mit seinem

Gasdruckspeicher über einen Haltedruck

von knapp 19 t. Nicht zuletzt setzte die

Firma Zöchling bei diesem Projekt erstmals

einen speziellen Abbruchvorhang ein.

Dieser ist 6 m breit, 20 m lang und besteht

aus sechs Bahnen Baggergummi. Er sorgt

dafür, dass Abbruchmaterial nahe der

Wand runterstürzt und nicht wegspringen

kann.

Einen besonderen Aspekt betont Ing.

Fritz Hanisch, Bauleiter Erdbau-Abbruch

der Hans Zöchling GmbH: „Das Projekt hat

für mich auch eine sehr persönliche

Komponente, denn bei der Errichtung des

Bauteils aus dem Jahr 1992 war mein

Vater Alfred Bauleiter. Jetzt, knapp dreißig

Jahre später, leite ich den Abbruch.“

Damit die historische Fassade in das

neue Architektur-Konzept integriert

werden kann, bleibt vom Altbestand eine

Gebäudeachse mit rund 6 m Tiefe erhalten.

Um diesen Bereich auszusteifen, wurden in

jedes Stockwerk mit Schalsteinmauerwerk

vier Querwände eingezogen. Großes

Augenmerk wurde in allen Abbruchphasen

auf die Anrainer gelegt, etwa mit der

konsequenten Staubbindung. Neben den

gängigen Methoden und der Wassersprühvorrichtung

des Liebherr R 960 setzte die

Firma Mayer & Co auch ein ehemaliges

Feuerwehr-Fahrzeug ein. Eine eigene

Ombudsfrau sorgt dafür, dass alle Anliegen

der Anrainer bezüglich des Abbruchs und

des späteren Neubaus so gut als möglich

berücksichtigt werden.

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20 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


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MASCHINEN + TECHNIK

Der erste Cat 988K XE

Österreichs steht im Steinbruch

Mannersdorf im Einsatz. Er verfügt über

ein diesel-elektrisches Antriebssystem und

beeindruckt mit seinem ruckfreien

Fahrverhalten.

LAFARGE / ZEPPELIN

Lafarge: Premiere für den Cat 988K XE

als Teil der Dekarbonisierungs-Roadmap

In Mannersdorf am Leithagebirge betreibt die Lafarge Zementwerke GmbH das größte

österreichische Zementwerk. Bis 2025 soll hier eine Pilotanlage in Betrieb gehen, die

in der Lage ist, CO2 aus dem Abgasstrom der Zementproduktion zu entnehmen. Die

umfassende Optimierung und Effizienzsteigerung betrifft aber auch den nahegelegenen

Steinbruch, der das Zementwerk versorgt: Mit dem ersten Cat 988K XE Österreichs, der

über ein diesel-elektrisches Antriebssystem verfügt, startete auch im Steinbruch eine

grundlegende Umstellung.

Der semimobile O&K Hammerbrecher, der seit 1986 seinen Dienst versieht, wird

jährlich im Winterstillstand an die veränderten Abbaubedingungen angepasst.

A

ls Teil von Holcim, dem weltweit

führenden Unternehmen für Baumaterialien

und -lösungen, betreibt die

Lafarge Zementwerke GmbH in Österreich

die beiden Zementwerke in Mannersdorf

am Leithagebirge und in Retznei in

der Südsteiermark. Die Produktionskapazität

beider Werke liegt bei insgesamt

1,6 Mio. t pro Jahr. Davon werden rund

1,1 Mio. t Zement in Mannersdorf produziert

und den Kunden in Form von sieben

Sorten Zement und einer Sorte Betonzusatzstoff

zur Verfügung gestellt.

Die stetige Verbesserung des CO2-Fußabdrucks

hat für Lafarge höchste Priorität.

Als Teil dieser Bestrebungen veröffentlichte

das Unternehmen 2020 seine

Dekarbonisierungs-Roadmap. Diese

umfasst unter anderem eine Pilotanlage in

Mannersdorf: In ihrer Absichtserklärung

einigen sich die Industrieunternehmen

Lafarge, OMV, Verbund und Borealis auf

eine branchenübergreifende Zusammenarbeit

im Projekt „Carbon2ProductAustria“,

kurz C2PAT. Ziel des Projektes ist die

Schaffung einer sektorübergreifenden

Wertschöpfungskette sowie die Errichtung

Fotos: @ Baublatt.Österreich; Zeppelin Österreich

22 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Der Cat 988K XE bei der Beschickung der Aufbereitungsanlage. Im Load & Carry

Einsatz steigt der Verbrauch kaum über 30 l.

Bei der Übergabe des Cat 988K XE (von links): Ulrich Lissakowski (Verkaufsleiter, Zeppelin

Baumaschinen GmbH), Markus Dubkowitsch (Leitung Steinbruch Mannersdorf, Lafarge

Zementwerke GmbH) und Gerhard Hagleitner (Verkaufsberater Zeppelin Österreich GmbH).

einer Anlage im industriellen Maßstab bis

2030, welche eine Abscheidung von nahezu

100% des jährlichen Ausstoßes im Zementwerk

Mannersdorf von 700.000 t CO2

ermöglicht. Das abgeschiedene CO2 stünde

so als Ressource zur Verfügung. Mit dem

Ziel der Klimaneutralität werden aber

auch laufend weitere Schritte gesetzt. So

wurde von Lafarge unter anderem ein

Klimazement lanciert, der die Nachhaltigkeit

von Beton weiter steigern wird.

Eine der zahlreichen Maßnahmen

betrifft auch den Steinbruch, der das

Zementwerk Mannersdorf versorgt. Mit

einem 10-Mann-Team, das auch die Bohrund

Sprengarbeiten selbst durchführt,

wird hier hochwertiger Kalkstein

im Scheibenabbau gewonnen. Aufgrund

der Abbauform beträgt die Wandhöhe

ca. 20 m, da geringere Wandhöhen mit

dem derzeitigen Abbausystem nicht

kompatibel sind. Bis vor kurzem holte ein

Großradlader alleine das Hauwerk direkt

von der Wand und beschickte damit im

Load & Carry Verfahren den semimobilen

O&K Hammerbrecher, der seit 1986

seinen Dienst versieht. Von dort werden

pro Stunde 700 bis 800 t reiner Kalkstein

über Förderbänder ins Werk transportiert.

Der Brecher und die Förderbänder werden

einmal im Jahr im Winterstillstand an die

sich ändernden Abbaubedingungen

angepasst.

Im Rahmen der konzernweiten Optimierungsstrategie

wurden nun auch hier

die Abläufe auf den Prüfstand gestellt.

Dazu Markus Dubkowitsch, der den

Abbaubetrieb seit 2015 leitet: „Angestrebt

wird in den Abbaubetrieben des Konzerns

der Einsatz von Radladern der 60 t Klasse

für den Materialtransport. Aktuell wird

unser Brecher von einem Großlader mit

105 t Eigengewicht und einer 13 m 3

Schaufel beschickt. Im Vergleich dazu hat

unser neuer Cat 988K XE, der seit einigen

Wochen bei uns zum Einsatz kommt,

ca. 60 t Eigengewicht und eine 7,7 m 3

Schaufel. Zielsetzung ist es, mit einem

zweiten Gerät dieser Größenordnung

unseren Großlader, der bereits über

18.000 Betriebsstunden aufweist, zu

ersetzen. Aufgrund der aktuellen Verbrauchswerte

würde sich mit dieser

Gerätekonstellation unser Dieselverbrauch

fast halbieren und auch die

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BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2021

23


MASCHINEN + TECHNIK

Reifenkosten würden sich enorm verringern.

Demgegenüber stehen natürlich

etwas höhere Personalkosten. Unterm

Strich bedeutet der Einsatz von zwei 60 t

Radladern über eine Laufzeit von etwa

acht Jahren aber eine deutliche Reduktion

des Kraftstoffbedarfes, verbunden mit

einem ebenso deutlich reduzierten CO2

Ausstoß. Eine Reduktion, die bei einer

gleichzeitigen Erhöhung der Gesamtschaufelkubatur

auf rund 15 m 3 erzielt

wird. Diese Kapazitätserhöhung ist auch

deshalb wichtig, weil im Zementwerk im

März 2022 auf eine effizientere, vertikale

Rohmühle umgestellt wird, mit der ca.

10% der Energie eingespart werden

können. Durch diese Umstellung wird

sich die benötigte Materialmenge um

ca. 120.000 t erhöhen.“

Neuer Cat 988K XE mit

diesel-elektrischem Antrieb

Es ist der erste Cat 988K XE Österreichs,

der im Steinbruch Mannersdorf zum

Einsatz kommt. Seine besondere technische

Stärke ist sein hochentwickeltes

diesel-elektrisches Antriebssystem, bei

Steinbruch Leiter

Markus Dubkowitsch

und sein Team sorgen

mit großem Einsatz

dafür, dass das

Zementwerk jederzeit

optimal versorgt wird.

dem ein Cat C18 Acert-Diesel mit Stufe-V-

Abgasreinigungstechnik direkt einen

modernen geschalteten Reluktanz-Generator

antreibt. Im Generator integriert ist

der Pumpenantrieb für die Arbeitshydraulik.

Diese wird nach wie vor mechanisch

angetrieben und elektrohydraulisch

vorgesteuert. Die im Generator erzeugte

elektrische Energie geht über eine

ausgeklügelte Regelelektronik in den

Elektromotor, der dann über eine Welle

den konventionellen Antriebsstrang in

beiden Achsen antreibt. Auch der Elektromotor

ist ein geschalteter Reluktanz-

Motor, eine Technologie, die einfachen

technischen Aufbau, einen hohen Wirkungsgrad

und feine Regelbarkeit

verknüpft.

Da der Diesel ständig im optimalen

Betriebspunkt arbeitet und Getriebe- und

Wandlerverluste beim Cat 988K XE

entfallen, sinkt der Kraftstoffverbrauch im

Vergleich mit dem konventionell angetriebenen

Cat 988K erheblich. Die Fahrgeschwindigkeit

lässt sich sehr feinfühlig

regeln, virtuelle Gänge ermöglichen die

Wahl bestimmter Geschwindigkeitsbereiche,

bergab hält ein elektronischer

Retarder das Tempo konstant. Für die

Fahrer bedeutet die neue Technik kaum

Umgewöhnung. Da viel weniger mechanische

Teile im Eingriff sind, reduziert sich

der Wartungsaufwand. Alle Komponenten

des elektrischen Antriebsstrangs sind

dafür ausgelegt, auch die zweite Lebensdauer

des Motors mit minimalem Wartungsaufwand

zu bestehen. Darüber

hinaus verlängert der Elektroantrieb

durch die günstigen Betriebsbedingungen

die Lebensdauer des Dieselmotors um bis

zu 3.500 Betriebsstunden.

In der Praxis bietet der neue Antrieb

jede Menge Vorteile, wie Steinbruch Leiter

Markus Dubkowitsch betont: „Durch das

für Elektromotoren typische hohe Drehmoment

schon beim Anlauf beschleunigt

die Maschine sehr kraftvoll. Die Richtungswechsel

erfolgen ruckfrei und

komfortabel, die Laufruhe der Maschine

erhöht sich, Gangwechsel entfallen über

den gesamten Geschwindigkeitsbereich.

Im Load & Carry Einsatz ist auch die

Hubgerüstdämpfung ein großer Vorteil, die

zügige Arbeitsspiele erlaubt. Sehr zufrieden

sind wir auch mit dem Verbrauch, der

im Schnitt bei 30 l/h liegt.“

Eine weitere große Umstellung wird im

Steinbruch Mannersdorf in vier bis fünf

Jahren über die Bühne gehen. Dann ist die

aktuelle Scheibe abgebaut und eine neue

Ebene wird begonnen. Zurzeit wird an der

Montanuniversität Leoben im Rahmen

einer wissenschaftlichen Arbeit untersucht,

welche Auswirkungen eine geänderte

Geometrie auf den Abbaubetrieb

haben würde.

www.lafarge.at | www.zeppelin.com/at-de/cat

Dank Hubgerüstdämpfung ermöglicht der Cat 988K XE zügige Arbeitsspiele. Die Schaufel ist mit einer Sägezahn Schneidekante ausgeführt,

damit keine defekten Zähne einen Schaden im Brecher verursachen und das Abziehen der Fahrwege keine Untiefen erzeugt.

24 BAUBLATT.ÖSTERREICH


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Die Arbeitsbühnen

und Teleskopstapler

von Felbermayr – im Bild

die Firmenzentrale in Wels –

sind ab sofort bei Digando

buchbar.

DIGANDO / FELBERMAYR

Felbermayr vermietet jetzt über Digando

Felbermayr Transport- und Hebetechnik beteiligt sich am digitalen Marktplatz für

Baumaschinen Digando. Damit werden Arbeitsbühnen österreichweit verfügbar und

das Start-up-Unternehmen bekommt einen neuen strategischen Partner.

Digando-Geschäftsführer

Alexander Höss

(links) und Christoph

Nüßler, einer der drei

Geschäftsführer von

Felbermayr Transportund

Hebetechnik,

haben die neue

Partnerschaft Mitte

November besiegelt.

M

it 2.750 Mitarbeitern, 73 Standorten

in 19 Ländern und einem Umsatz

von fast einer halben Milliarde Euro ist

die Felbermayr-Gruppe eine feste Größe in

der Bauwirtschaft. Die Arbeitsbühnen und

Teleskopstapler von Felbermayr können

ab sofort bei Digando gebucht werden und

sind an 12 Standorten in ganz Österreich

verfügbar. Darüber hinaus steigt die

Felbermayr Transport- und Hebetechnik

auch als Gesellschafter bei der Digando

GmbH ein.

Über 10.000 Bagger, Anbaugeräte,

Lader, Verdichter, Anhänger und Siebanlagen

können auf dem digitalen Marktplatz

Digando österreichweit online gemietet

werden. „Durch den Beitritt von Felbermayr

können wir jetzt auch Arbeitsbühnen

im ganzen Bundesgebiet anbieten“,

freut sich Digando-Geschäftsführer

Alexander Höss. Dabei handelt es sich um

DATEN & FAKTEN

„Wir wollen auch

neuen Kunden unsere

Produkte auf Digando.

com zur Verfügung

stellen“, sagt Wolfgang

Schellerer,

Geschäftsführer

der Felbermayr

Transport- und

Hebetechnik.

Felbermayr Transport- und Hebetechnik:

Gründung: 1967

Firmensitz: Wels

Mietstationen: 12 in Österreich

Kategorien bei Digando: Scherenarbeitsbühnen, Mastarbeitsbühnen, Gelenkteleskoparbeitsbühnen,

Teleskoparbeitsbühnen, Lkw-Arbeitsbühnen,

Teleskopstapler

Digando

Digitaler Marktplatz für die Baumaschinenmiete

Go-Live: 2019

Firmensitz: Dornbirn

Sortiment: über 10.000 Bagger, Anbaugeräte, Lader, Dumper, Arbeitsbühnen,

Verdichter, Anhänger und Siebanlagen in Österreich

Partner-Stationen: 43 in Österreich

Partner: Felbermayr Transport- und Hebetechnik, Kuhn Baumaschinen,

Huppenkothen Baumaschinen, Kleinheider Baumaschinenhandel,

Humer Anhänger, Wepper Baumaschinen,

BVB Baumaschinen, Messner Arbeitsbühnen

Fotos: @ Digando GmbH; Felbermayr; Michael Thallinger; Mark Sengstbratl

26 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Bei Digando sind

10.000 Bagger,

Anbaugeräte,

Lader, Dumper,

Arbeitsbühnen,

Verdichter,

Anhänger und

Siebanlagen rund

um die Uhr

österreichweit

buchbar.

Die Arbeitsbühnen und

Teleskopstapler von

Felbermayr sind ab sofort

bei Digando buchbar.

eine wesentliche Angebotserweiterung,

weil sich Arbeitsbühnen einer hohen

Nachfrage erfreuen. Digando ist nun der

Anbieter mit den meisten Mietstationen in

Österreich.

Die Felbermayr Transport- und

Hebetechnik bietet bei Digando an 12

Mietstationen Scheren-, Mast-, Gelenkteleskop-,

Teleskop- und Lkw-Arbeitsbühnen

sowie Teleskopstapler an. „Wir

wollen unsere Produkte flächendeckend

auf dieser modernen Plattform speziell für

Neukunden zur Verfügung stellen. Die

Kunden haben den Vorteil der permanenten

Verfügbarkeit der Geräte und wir

erhoffen uns zusätzliche Auslastung“, sagt

Geschäftsführer Wolfgang Schellerer.

Die Felbermayr Transport- und

Hebetechnik wird nicht nur ihre Produkte

über Digando anbieten, sondern sich auch

mit einem kleinen Prozentsatz als

Gesellschafter an der Digando GmbH

beteiligen. „Dadurch können wir unsere

Position als händlerübergreifender

Partner für die gesamte Bauwirtschaft

weiter untermauern und gemeinsam die

Digitalisierung am Bau vorantreiben“,

freut sich Alexander Höss. Auf der

To-do-Liste des Digando-Geschäftsführers

stehen die Ausweitung des Sortiments, die

Akquise weiterer Partner in Österreich

sowie die Expansion nach Deutschland.

www.digando.com | www.felbermayr.cc

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BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2021

27


MASCHINEN + TECHNIK

LIEBHERR

Turmdrehkrane erhalten neues

Touch-Display mit smartem Bediensystem

Für sichere und präzise Hübe müssen Kranfahrer wichtige Betriebsparameter ständig

im Blick haben – und das in einer übersichtlichen Darstellung. Kombiniert mit der

intuitiven Bedienoberfläche TC-OS vereint die neue Anzeigendisplay-Generation EMS-

4 diese beiden Anforderungen auf einer Größe von zwölf Zoll. Per Multitouch navigieren

sich Kranfahrer und Monteure künftig durch eine bedarfsgerechte Menüstruktur.

Nutzerfreundlich und gut zu bedienen:

Viktor Zhezher ist vom neuen

Display überzeugt.

L

iebherr liefert in diesen Tagen die ersten

Turmdrehkrane mit einem neu entwickelten

Anzeigendisplay aus. Das 12-Zoll

Display mit Multitouch und intuitiver

Bedienbarkeit hält ab sofort serienmäßig

Einzug in die Turmdrehkran-Kabinen der

Baureihen EC-B und EC-H. Für Kranfahrer

und Monteure bringt die vierte Generation

des Electronic Monitoring Systems

(EMS) starke Verbesserungen in Bedienbarkeit

und speziell in der Kranskalierung

mit sich.

Das langlebige EMS-4 Display mit der

neuen Bedienoberfläche Tower Cranes

Operating System (TC-OS) ist der zeitgemäße

Nachfolger des EMS-3. Liebherr

hatte bei der Entwicklung mit den User-

Experience-Experten der User Interface

Design GmbH starke Partner an seiner

Seite. Ablenkung vermeiden und genau das

anzeigen, was gebraucht wird – dieser

Grundsatz prägte die Entwicklung der

Bedienoberfläche. Dabei ist eine schlanke

Menüstruktur mit schnell erfassbaren

Icons und Symbolen entstanden. Die

Navigation ist einfach zu verstehen,

intuitiv und mit Freude erlebbar. Durch die

hohe Benutzerfreundlichkeit reduzieren

sich Schulungs- und Einarbeitungszeiten.

Übersichtlich und modern:

das neue Display mit der

Bedienoberfläche TC-OS.

„Wir sind die ersten Nutzer dieser

Displays, weil wir damit jeden neuen Kran

vor der Auslieferung testen. Mir gefällt die

neue Bedienoberfläche sehr gut: Leicht zu

verstehen, logisch aufgebaut und auf die

verschiedenen Nutzer zugeschnitten“,

erzählt Liebherr-Mitarbeiter Viktor

Zhezher. Mit seinen Kollegen aus der

Produktion erlebt er das neue Display am

Revisionsstand täglich in Aktion: „Es geht

alles viel schneller. Die Steuerung mit

Tippen und Wischen ist mir vom Tablet

und Smartphone her sehr vertraut.“

Für Kranfahrer und Monteure stehen

spezielle Menüs, eine große Auswahl an

Sprachen und verständliche Maßeinheiten

(metrisches und angloamerikanisches

System) zur Verfügung. Mit der eindeutigen

Menüzuordnung behalten sie bei

schwierigen Verhältnissen den Überblick

während des Kranbetriebs beziehungsweise

der Kranskalierung. Das bietet ein

Plus an Sicherheit und Komfort. Auch bei

schwierigen Lichtverhältnissen, wie sie in

Krankabinen immer wieder vorkommen

können, ermöglicht der entspiegelte und

schmutzresistente Touchscreen eine hohe

Lesbarkeit. Für Arbeiten am Tag und in

der Nacht gibt es verschiedene Ansichtsmodi.

Zudem lässt sich das Display neigen

und schwenken.

Über ein Kranfahrerprofil lassen sich

personalisierte Einstellungen, die für die

jeweilige Tätigkeit wichtig sind, speichern

und beim Schichtwechsel wieder aufrufen.

Displaymasken können dabei auf verschiedene

Arten kombiniert werden. Künftig ist

kein externer Bildschirm mehr für die

Hakenkamera notwendig, weil dieses Bild

in das EMS-4 integriert werden kann.

Dadurch sind für den Kranfahrer alle

Daten gesammelt auf einem Gerät

sichtbar, sodass er Hübe noch präziser und

sicherer ausführen kann.

Mit der Einführung der neuen Display-

Generation erhöht sich gleichzeitig auch

der Bedienkomfort für die Kranfahrer bei

Einstellungen in der Krankabine. So kann

er zum Beispiel das Klimasystem und die

Scheibenwischer bequem über das

zentrale Multitouch-Display steuern.

Weiterhin besteht die Möglichkeit, dafür

auch die ergonomisch angebrachten

Folientasten in Griffnähe zu nutzen. Alles

ist miteinander vernetzt, sodass jedes

Bedienelement zu jeder Zeit die gleichen

Informationen anzeigt.

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28 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


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für Hydraulik bagger (12t bis 40t) macht das automatische Kuppeln von digital

aufbereiteten Gelände plandaten zum Kinderspiel. Ein zu tiefes Eindringen des Böschungs

löffels über das Zielprofil hinaus wird verhindert, indem die Löffelkante in Echt zeit

und Relation zur Maschinenposition und den Geländeplandaten durch gezielte Sensorik

und 3D-Daten gesteuert wird. Schnell, einfach, intelligent – und sicher. Denn durch die

selbstnach stellende, konische Verriegelung mit permanent vorgespanntem Konstantdruck

sitzt das Werkzeug immer fest und ist somit spielfrei. Mehr auf bmt.at


MASCHINEN + TECHNIK

Der Allrounder ZX210LC-7: Der neue

Motor der Serie-7 Bagger ist Stufe V

konform und kann dank Dieselpartikelfilter

auf ein SCR-System verzichten.

KIESEL / HITACHI

Siebenmal Strich Sieben

Die ZX135 Serie 6 war bisher der meistverkaufte Baggertyp der Kiesel Austria.

Mit einer breiten Modellpalette von Hitachi Baggern der neuen Serie-7 unterstützt

Systempartner Kiesel die Bauwirtschaft nun mit neuester Technik.

ie neue Bagger-Range mit Betriebsge-

von 13.300 kg bis 24.800 Dwichten kg

startet mit den leichten Modellen ZX130-7

und ZX135US-7. Sie wird mit den kompakten

Varianten ZX160-7 und ZX180-7

fortgesetzt und endet mit den Modellen

ZX210-7, ZX225US-7 sowie ZX225USR-7.

Die jüngste Generation der neuen Zaxis-

Bagger aus der 13 bis 25 t Klasse wurde

nicht nur konstruktionsmäßig erneuert,

sondern auch mit zahlreichen innovativen

Features erweitert, die die Produktivität

steigern, Kosten senken, Kraftstoff

einsparen und das Handling komfortabler

und sicherer machen. Kurzum: Besitzer

und Fahrer haben mit ihrem Arbeitsgerät

die volle Kontrolle und mit den Beratern

des Systempartners Kiesel auch den

größtmöglichen Support vor und nach

dem Kauf.

Zu den Pluspunkten der Serie-7 Bagger

zählen – neben diversen Designelementen

– u. a. Verbesserungen im Bereich des

Unterwagens, die die Lebensdauer

verlängern, überarbeitete Wartungs- und

Reinigungszugänge sowie das weiterentwickelte

Tool Control System für die

Anbaugeräte. Der neue Motor ist Stufe V

konform und kann dank Dieselpartikelfilter

auf ein SCR-System verzichten. In der

Praxis bedeutet dies nicht nur die Einsparung

von Ad-Blue-Zusätzen, sondern auch

einen um bis zu 6% reduzierten Kraftstoffverbrauch.

Der ZX180‐7 ist mit einem langen

Unterwagen (LC) für eine optimale

Stabilität oder mit einem schmalen

Unterwagen (LCN) für einen einfachen

Der ZX135US-7 ist der Nachfolger

des bisher meistverkauften

Baggertyps der Kiesel Austria.

Transport erhältlich. Dieses Modell wird

zudem mit Monoblock- oder Verstellausleger

angeboten. Dank des reduzierten

Heckschwenkradius ist der ZX180-7 ideal

für Arbeiten unter beengten Platzverhältnissen.

Die Modelle ZX210-7, ZX225US-7

und ZX225USR-7 sind mit dem TRIAS III

Hydrauliksystem von Hitachi ausgerüstet.

Durch weitere Optimierungsmaßnahmen

kann eine Kraftstoffeinsparung von bis zu

11% erzielt werden.

Die überarbeitete, geräumige Kabine

der Zaxis-7-Bagger bietet dem Maschinisten

durch ergonomisch angeordnete

Bedienelemente, Panoramaverglasung

sowie praktische Ablage- und Staufächer

eine angenehme Arbeitsumgebung. Die

neuen Kabinen zeichnen sich durch

höchsten Komfort, maximale Qualität und

einem der niedrigsten Geräuschpegel auf

dem Markt aus. Um den Bedienerkomfort

weiter zu steigern, wurden die Vibrationen

im Vergleich zu den Vorgängermodellen

um 16% gesenkt. Die mitschwingenden

Konsolen, der luftgefederte Sitz, sowie die

ergonomisch designten Steuerungselemente

und optimierte Pedalen-Anordnung

erhöhen den Bedienerkomfort und sorgen

30 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Der ZX225USLC-7 mit

minimalem Heckschwenkradius

und

Verstellausleger.

Die neue und

größere Kabine

verschafft dem

Fahrer einen noch

besseren Überblick

beim

Arbeiten. Im Bild

ein ZX160LC-7 bei

Aushubarbeiten.

für ein ermüdungsfreies Arbeiten.

Der neue 8-Zoll-LCD-Farbmonitor lässt

sich mittels multifunktionalem Bedienknopf

einfach steuern und ermöglicht dem

Baggerfahrer ein schnelles Navigieren

durch das Menü. Durch den hochauflösenden,

reflexionsarmen Bildschirm wird die

Sichtbarkeit verbessert. Auch das überarbeitete

Layout der Bedienkonsole ermöglicht

eine schnelle und einfache Bedienung

der wichtigen Funktion wie Klimaautomatik,

DAB+ Radio oder Freisprechanlage.

Dank des optimalen Rundum-Blickes auf

Bagger, Anbaugeräte und Arbeitsumgebung

sind Mensch und Maschine weitgehend

vor potenziellen Gefahren geschützt.

Das Aerial Angle-Kamerasystem sorgt

dafür, dass die komplette Baustelle zu

jeder Zeit vollends im Blick – und somit in

Sicherheit – ist. Die unmittelbare Umgebung

wird auf dem 8-Zoll-LCD-Monitor

gut sichtbar dargestellt. Der Maschinist

kann sich je nach Bedarf die einzelnen

Bilder von den Heck- und Seitenkameras

oder die 270°-Vogelperspektive anzeigen

lassen.

Damit auch unter schwierigen Bedingungen

sicher und effizient gearbeitet

werden kann, wurden die Zaxis-7 Bagger

mit zahlreichen neuen Funktionen

ausgestattet. Hierzu zählen unter anderem

die LED-Arbeitsscheinwerfer, der

parallel geführte Scheibenwischer mit

einer sehr großen Wischfläche sowie die

stufenlos einstellbaren Sonnenschutzrollos

in der Kabine.

Für eine vollständige Kontrolle über

den Fuhrpark und das Arbeitsvolumen

stellt Hitachi den Kunden mit den

Systemen Owner’s Site und ConSite

umfangreiche Tools zur Verfügung. Die

Fernüberwachungssysteme senden täglich

die Betriebsdaten des Baggers zum Global

e-Service. ConSite wiederum informiert

den Kunden mit monatlichen Emails und

zeigt ihm zusätzlich in Echtzeit mögliche

Probleme an. Selbst die Qualität des

Motor- und Hydrauliköls wird durch die

innovativen ConSite-Ölsensoren von

Hitachi kontinuierlich überwacht und

täglich an den Global e-Service übermittelt.

Somit wird dokumentiert, ob und

wann die Ölqualität aufgrund von

Verunreinigungen oder niedriger Viskosität

abnimmt. Bei Unregelmäßigkeiten

erhalten die Kunden und der autorisierte

Hitachi-Händler eine Alarmmeldung.

Durch den ständigen Überblick über den

Zustand der Betriebsmittel des Baggers

können ungeplante Standzeiten reduziert

bzw. vermieden werden.

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MASCHINEN + TECHNIK

MWT

MWT präsentiert sein

neues Kunden-Web-Portal

Mit dem neuen Kunden-Web-Portal (KWP) auf der Website von MWT

können Kunden auch außerhalb der Öffnungszeiten, alle relevanten Daten

für ihre Waagen jederzeit online abrufen. In einem passwortgeschützten

Login-Bereich sind sämtliche Bedienungsanleitungen, Eichberichte sowie

Konformitätserklärungen für erworbene Waagen von MWT abrufbar.

s kommt häufig vor, dass Bedienungs-

verlegt werden oder Eanleitungen der

Bericht der letzten Eichung gesucht wird.

Alles zeitaufwendige Recherchen, die bei

Nichtauffinden mit einem Anruf beim

Lieferanten enden. Um dies den Kunden

von MWT zu ersparen, wurde das

benutzerfreundliche KWP entwickelt.

Das Kundenportal ist ein Online-Service

von MWT, das es Kunden rund um die

Uhr ermöglicht, die persönliche

Datensammlung einzusehen und zu

verwalten.

Jeder Neukunde von MWT bekommt ab

Jänner 2022 mit der Bestellung automatisch

die Login-Daten für seine ganz

persönliche Kundenseite. Natürlich

werden auch bestehende Kundendaten

rückwirkend im System integriert und

nach der Freigabe durch die hausinterne

Technikabteilung erfolgt die Information

und das Versenden des Logins. Um die

Sicherheit der Daten zu gewährleisten,

muss der Kunde beim ersten Login sein

Passwort personalisieren. Zusätzlich wird

der Bestellprozess für Wiegekarten

erleichtert. Im Menüpunkt Wiegekarten

werden die zuletzt gelieferten Karten mit

genauer Spezifikation dargestellt und

können so in unveränderter Form per

Mausklick in unterschiedlichen Mengen

nachbestellt werden. Bereits ausgepreiste

Standardangebote für gängige Waagen

befinden sich ebenfalls auf dem persönlichen

Kundenterminal, wovon MWT

Kunden sicherlich profitieren.

Über das neue Kundenportal

können MWT-Kunden rund um

die Uhr die persönliche

Datensammlung einsehen

und verwalten.

Ein doppelt abgesicherter

Login und eine stark

verschlüsselte Verbindung

sorgen für höchste Sicherheit.

Diese Menüpunkte

erleichtern die Orientierung

im Login-Bereich.

Der Grundgedanke

hinter der Erweiterung

MWT ist bestrebt, seinen Kunden immer

ein perfektes Service zu bieten und seine

Dienstleistungen zu optimieren. Jeder

Kunde bekommt nun mit dem Terminal

eine komplette Übersicht aller erworbenen

Produkte und Leistungen von MWT. Dazu

gehören Konformitätserklärungen,

Bedienungsanleitungen sowie Prüfberichte

der zuletzt durchgeführten Eichungen.

Für höchste Sicherheit im Interesse

des Datenschutzes sorgen ein doppelt

abgesicherter Login und eine stark

verschlüsselte Verbindung zu den Kundendaten.

Die benutzerfreundliche Websiteerweiterung

ist somit äußerst sicher und

schafft Erleichterung durch eine schnelle

Verfügbarkeit.

„Natürlich können sich bestehende

Kunden, welche den MWT Kundenterminal

sofort nutzen möchten, direkt an MWT

wenden. Diese werden dann beim Integrieren

ihrer Daten bevorzugt behandelt,

damit sie so rasch wie möglich die

benutzerfreundliche Datenbank nutzen

können“, betont MWT Geschäftsführer

Günter Schmalnauer.

www.mwt-systeme.at

32 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Die Bauindustrie ist für 10%

aller Emissionen weltweit

verantwortlich. Wie in der

Bauausführung Emissionen

eingespart werden können,

zeigen Forschende der

TU Wien.

D

ie Baubetriebsforscher Leopold

Winkler und Maximilian Weigert von

der TU Wien analysierten, wie sich die

CO2-Bilanz im Baubetrieb verbessern

lässt. Klar ist für die beiden Experten: eine

bloße Kompensation der Treibhausgase

greift zu kurz. Die von ihnen veröffentlichte

Studie „CO2 neutrale Baustelle“

zeigt Maßnahmen, die bereits 2022 zur

Verringerung des CO2-Ausstoßes auf

Baustellen beitragen sollen. Die wesentlichen

Punkte in Kürze: Einsatz einer

energieautarken Baustelleneinrichtung,

die besser gedämmt ist und über Solarpanels

verfügt; regional bezogene Materialien,

die just-in-time zur Baustelle gebracht

werden; Baumaschinen, die aufgrund ihrer

Größe nicht elektrisierbar sind, werden mit

nicht-fossilen Kraftstoffen wie E-Fuels,

TECHNISCHE UNIVERSITÄT WIEN

Der Weg zur CO2-neutralen Baustelle

Wasserstoff und Biodiesel angetrieben;

Kontrolle durch einen oder eine Beauftragte

für die Klimaverträglichkeit. „Wir

werden bei Baufahrzeugen einen weiteren

großen Entwicklungsschub feststellen:

neue Antriebstechnologien stellen bereits

in naher Zukunft eine kosteneffiziente

Alternative dar“, erklärt Leopold Winkler.

Energie wird nachhaltig vor Ort erzeugt

oder zugekauft. Die Emissionen, die

dennoch nicht vermieden werden konnten,

werden finanziell kompensiert. In ihrer

Schritte zur

Verringerung der

Treibhausgas-Emissionen.

Studie weisen die Forschenden ein

Reduktionspotenzial vor Kompensation

von bis zu 50% aus. Im Rahmen des

Projekts „CO2-neutrale Baustelle“ fanden

die Forschenden außerdem heraus, dass

vor allem die entstehenden Kosten

abschreckend auf die Akzeptanz der

Maßnahmen wirken. Bereits nächstes Jahr

soll die erste CO2-neutrale Baustelle

Österreichs tatsächlich umgesetzt werden.

Projektpartner werden weiterhin gesucht.

www.tuwien.at | www.tuaustria.at

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BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2021

33


MASCHINEN + TECHNIK

KUHN-LADETECHNIK

Leistungsfähiger PK 135.002 TEC7-G für

die Betriebsfeuerwehr am Flughafen Wien

Ein hervorragendes Verhältnis von Hubleistung zu Eigengewicht ist das besondere

Merkmal des Palfinger-Lkw-Ladekranes PK 135.002 TEC7-G von Kuhn-Ladetechnik.

Seit kurzem verstärkt er auch die Betriebsfeuerwehr am Flughafen in Wien.

Der PK 135.002 TEC 7-G: ein

Allrounder für vielseitige Einsätze.

D

er Ladekran wurde im Kuhn-Krankompetenzzentrum

Vöcklabruck auf eine

MAN TGS 4-Achszugmaschine mit abnehmbarer

Ballastpritsche aufgebaut und in der

Kuhn-Niederlassung Achau bei Wien

kundenspezifisch finalisiert. Die Features

des PK 135.002 TEC7-G mit PJ190E:

- Hydraulischer Achtfachausschub am

Kran und hydraulischer Sechsfachausschub

am Jib mit reflektierenden

Warnmarkierungen gemäß Sicherheitsvorgaben

vom Flughafen Wien

- Schlauchausrüstung Kran und Jib für

den Betrieb von Zusatzgeräten

- Rotzler Treibmatic TR 200/7 (max.

Zugkraft 200 kN) mit Ein-Strang-Betrieb

und einem sonderangefertigten Transportgestell

für Winde zur schnellen

Montage und Demontage am Lkw

- Automatische Seilspannvorrichtung RTC

und Seilwinden-Synchronregelung SRC

- Modul Load-Erfassung der Beladung

Übergabe des Kranfahrzeuges am Flughafen in Wien (von links): Manfred Sommerer

(Stellvertretender Feuerwehrkommandant), Mag Julian Jäger (Vorstand Flughafen Wien AG)

und Ing. Christian Rathmanner (Leiter Kranmontagen Kuhn-Ladetechnik Achau).

Imposant präsentiert sich

das neue Schwerlastkranfahrzeug

der Wiener Flughafenfeuerwehr.

über die Fahrzeugneigung und Einbindung

in das Standsicherheitsüberwachungssystem

- Aktive Schwingungsdämpfung AOS

- P-Fold Assistenzsystem – automatisches

Auseinander- und Zusammenlegen des

Kranes

- Arbeitskorb nach EN280 mit automatischer

Nivellierung und Isolierung

- Erweiterte Hydraulikanlage für Tiefladerbetrieb

Der PK 135.002 TEC7-G erreicht Reichweiten

und Hubkräfte, die ihn um ein bis

zwei Klassen höher einstufen, als die

Bezeichnung vermuten lässt. Die Features

garantieren maximale Standsicherheit bei

unterschiedlicher Beladung und schnelle

Rüstzeiten. Kuhn-Ladetechnik bietet eine

erstklassige Beratung und gewährleistet

eine lückenlose Serviceabdeckung sowie

eine reibungslose Ersatzteillogistik in

ganz Österreich. Das Unternehmen sorgt

seit mehr als drei Jahrzehnten dafür, dass

die Kunden jeden Tag Spitzenleistungen

erbringen können. Die Kuhn-Gruppe mit

Sitz in Eugendorf bei Salzburg erwirtschaftete

im abgelaufenen Geschäftsjahr

mit 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

einen Umsatz von 595 Mio. Euro.

www.kuhn.at

34 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


KEINEN CAT KÖNNEN

WIR UNS NICHT LEISTEN.

Wir sind ein breit aufgestelltes Familienunternehmen mit starken Werten und nachhaltiger Ausrichtung. Qualifizierte Mitarbeiter

und modernste Technologien garantieren unser hohes Niveau, das wir mit starken Partnern permanent verbessern.

Ohne die Maschinen von Caterpillar und den Service von Zeppelin auszukommen, das können wir uns nicht leisten.

Christian, Bruno und Johannes Urschitz,

Ing. Bruno Urschitz GmbH, Finkenstein

zeppelin-cat.at


MASCHINEN + TECHNIK

Hier gibt es weiter Infos zur Telestufe Woodcracker T4000:

Die Telestufe

Woodcracker T4000 im

Einsatz mit der

Greifersäge Woodcracker

CS510 crane.

WESTTECH

Die Telestufe Woodcracker T

für mehr Spielraum im Forst

Der oberösterreichische Forstmaschinenhersteller Westtech Maschinenbau hat

ein neues Produkt in seiner Produktpalette. Die Telestufe Woodcracker T dient

zur Erhöhung der Reichweite von Baggerarmen ohne große Umbauarbeiten.

D

ie Telestufe Woodcracker T4000

wurde speziell für den Anbau

pendelnd aufgehängter Anbaugeräte an

herkömmliche Bagger entwickelt, um

deren Reichweite und Flexibilität zu

erhöhen. Sie dient außerdem als Ergänzung

zur Greifersäge Woodcracker CS

crane, die pendelnd angebaut werden

kann und auch als Greifer funktioniert.

Mit der Telestufe ist ein zusätzlicher

Arbeitsbereich von bis zu 6,2 m möglich.

Durch den Anbau an Bagger zwischen 14

und 22 t können diese auch für Einsätze

genutzt werden, wo höhere Bäume in

Teilstücken abgetragen oder abgelegenere

Orte von Bäumen und Sträuchern

befreit werden müssen. Dabei ist die

äußerst stabile und kompakte Ausführung

der Telestufe besonders hilfreich.

Der Woodcracker T verfügt über einen

doppelten Teleskopausschub von 4 m. Die

Hydraulikschläuche sind innenliegend

verlegt und daher höchst möglichst vor

Schäden von außen geschützt. Um für

alle Fälle gerüstet zu sein, sind insgesamt

vier Hydraulikanschlüsse am

Anschlusspunkt vorhanden.

Neben den herkömmlich pendelnd

Wie die Bilder zeigen, sorgt die Telestufe

Woodcracker T4000 für eine enorme

Erweiterung des Arbeitsbereichs – und das

ohne Umbauarbeiten am Bagger. Die

Hydraulikschläuche sind innenliegend und

daher geschützt gegen Außeneinflüsse.

aufgehängten Anbaugeräten, die auch

auf Kranen verwendet werden, bietet

Westtech diverse optionale Anbaumöglichkeiten

an. Optional kommt die

Telestufe auch mit einem Greifer oder

einer Greifersäge aus dem Hause

Westtech. Bei der Greifersäge handelt es

sich um die kardanische Woodcracker CS

crane, die einen maximalen Schneiddurchmesser

von 540 mm hat. Falls keine

Greifersäge, sondern ein Greifer benötigt

wird, kann der Woodgripper von Westtech

angebaut werden.

www.westtech.at

36 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Der SV17e ist ein

Minibagger, der das

Segment von 1,5 bis 2 t

auf den europäischen

Märkten bedient.

M

it seinem effizienten Elektroantrieb

und den leistungsstarken 48-Volt-

Batterien mit Schnellladefunktion ist der

Yanmar SV17e eine leise, abgasfreie

Maschine, die selbst die strengsten

Emissionsvorschriften erfüllt. Ziel des

Konstruktions- und Ingenieurteams war

die Entwicklung einer Maschine, die ein

Höchstmaß an Komfort, Ergonomie und

Betriebsleistung sowie Präzision und

Kontrolle bietet. In Vorbereitung auf den

Verkaufsstart auf der bauma 2022

durchläuft der Prototyp des SV17e derzeit

das strenge und anspruchsvolle Produkt-

Testprogramm von Yanmar.

Sota Takami, Director Engineering

EMEA, erklärt: „Bisher sind wir mit der

Leistung sehr zufrieden – wie zu erwarten,

haben wir ein strenges Testprogramm, das

jeden Bestandteil der Maschine bis an ihre

Grenzen ausreizt. Die Maschine hat in all

diesen Tests sehr gut abgeschnitten.

YANMAR COMPACT EQUIPMENT

Neuer SV17e: erster Prototyp

eines elektrischen Minibaggers

Besonders gut gefallen uns die Leistung

und die Steuerung des Prototyps. Natürlich

handelt es sich um eine leise,

emissionsfreie Maschine, aber das

allein reicht uns nicht aus. Wir

müssen dem Bediener ein gutes

Gefühl geben. Ich bin mir sicher,

dass sie sich in dieser Maschine

sehr wohlfühlen werden und die

Leistung, die Kontrolle und die

präzise Handhabung spüren, die

sie für große und kleine Arbeiten

gleichermaßen benötigen.“

www.yanmar.com

Hier geht’s zum Video:

Yanmar CE

präsentiert

seinen ersten

Prototyp eines

elektrischen

Minibaggers: den

neuen SV17e.

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MASCHINEN + TECHNIK

SMP PARTS

Neuer Markenauftritt

SMP Parts gehört zu Schwedens führenden Herstellern von Ausrüstung und Anbaugeräten für

Bagger und Baggerlader. Mit 1. Dezember 2021 hat SMP Parts ein Upgrade der Produktfarben

für Tiltrotatoren durchgeführt. „Unser Hauptfocus liegt auf Haltbarkeit, Sicherheit und

Qualität. Die Anpassung der Farben und vor allem die Anpassung auf einen niedrigeren

Glanzwert machen die Produkte noch widerstandsfähiger gegen Kratzer und Schmutz und

­reduziert die Gefahr von störenden Reflexionen. Das erhöht zugleich die Qualität und auch

die Sicherheit unserer Produkte, sagt Patrik Lindqvist, President und CEO von SMP Parts.

www.smpparts.com

HKL BAUMASCHINEN AUSTRIA

HKL baut Mietpark weiter aus

Mit hunderten neuen Maschinen, Modernisierung und Segmenterweiterung

begegnet der Full-Service-Dienstleister der starken Nachfrage im Markt.

D

er erfolgreiche Baumaschinenvermieter

HKL Baumaschinen Austria

GmbH hat im Laufe dieses Jahres seinen

Mietpark umfassend erneuert, modernisiert

und um neue Produkte erweitert. Es

wurden einige hundert neue Baumaschinen

und Geräte angeschafft, ältere

Modelle durch aktuelle ersetzt sowie neue

Maschinenklassen und -typen in das

Miet-Sortiment aufgenommen.

So verfügt die Radlader-Flotte jetzt

weitgehend über neue Modelle – vom

kleinen Kramer 5035 mit 0,5 m 3 bis hin

zum großen Kramer 8155 V mit 1,21 bis zu

1,80 m 3 Schaufelinhalt. Im Bereich

Arbeitsbühnen kamen Lkw-Arbeitsbühnen

von Multitel mit bis zu 27 m Reichweite

hinzu. Ganz neu im Mietpark sind die

Gehwegfertiger Vögele Super 800. Im

Dumper-Segment erhöhte HKL die

Stückzahl, ebenso im Segment Arbeitsbühnen

und Teleskopmaschinen – allein im

HKL Center Krems sind heute 50 Arbeitsbühnen

erhältlich, darunter neue Modelle

von Manitou und Merlo. Bei der Auswahl

der neuen Maschinen standen Effizienz,

Umweltverträglichkeit und Ausstattung

im Fokus.

Und damit nicht genug: Alle neuen

Bagger des großen Mietparks – beginnend

Die neue Kramer

Teleskopmaschine

1245 aus dem hochmodernen

Mietpark

von HKL Baumaschinen

Austria. Die

Maschine eröffnet

ein breites Anwendungsspektrum

und

überzeugt mit

dynamischem

Allradantrieb, hoher

Nutzlast und großer

Wendigkeit.

Ingrid Weinlich,

Betriebsleiterin HKL

in Linz, mit neu

angeschafften Baumaschinen:

einem

Kramer Radlader

5035 (links) und

einem Kramer

Teleskop 1245.

bei den Kubota Maschinen ab 2,7 t bis hin

zu den Komatsu Baggern in der

14-t-Klasse – verfügen über die neueste im

Markt verfügbare Motortechnologie und

sind allesamt mit Schwenkmotoren

ausgestattet.

Christian Heigl, Geschäftsführer HKL

Baumaschinen Austria GmbH, erklärt: „Es

gilt, immer am Puls der Zeit zu sein. Wir

haben darum stets das Ohr am Kunden

und reagieren auf dessen Bedarf. So spielt

heute der Komfort eine zunehmend große

Rolle, Stichwort Arbeitsergonomie. Darauf

haben wir bei der Anschaffung der neuen

Maschinen geachtet. Die Umrüstung auf

Schwenkmotor beispielsweise trägt

erheblich zur Verbesserung von Arbeitsergonomie

und Effizienz bei.“

Mit dem Erwerb der neuen Maschinen,

der Erweiterung und Modernisierung des

gesamten Mietparks und dem weiteren

Ausbau seines Produktsortiments begegnet

HKL der weiterhin starken Nachfrage

im Markt. Christian Heigl, bekräftigt: „Die

Kunden sagen ganz klar: `Auch für 2022

sieht es sehr gut aus!´ Und da wollen wir

als Vermieter mit modernem Equipment

dabei sein.“

Miete, Kauf, Service – die Breite des

Portfolios ist einer der Erfolgsfaktoren der

HKL Baumaschinen Austria GmbH. 2012

startete HKL mit dem ersten Center in

Wiener Neudorf. In den folgenden Jahren

baute das Unternehmen seine Präsenz

immer weiter aus. Heute gewährleisten

sieben HKL Center in Wien, Wiener

Neudorf, Wolkersdorf, Salzburg, Linz, Graz

und in Krems für die HKL Kunden – Bauunternehmen,

Industrie und Kommunen

– kurze Wege und gute Erreichbarkeit im

gesamten Land.

www.hkl-baumaschinen.at

40 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

XELECTRIX POWER

Netzautarkes Brennstoffzellen-Kraftwerk

Proton Motor und xelectrix Power haben gemeinsam eine Weltpremiere

entwickelt, die Brennstoffzellen- und Batteriespeichertechnologien vereint.

G

emeinsam mit Proton Motor Fuel Cell

GmbH, einem deutschen Experten für

emissionsfreie Wasserstoff-Brennstoffzellen,

entwickelte das österreichische

Unternehmen xelectrix Power GmbH ein

Komplettsystem, das 100% grüne Energie

bei 0% CO2-Schadstoffausstoß liefert. Das

System PM-H/LFP-240 wird den Ersatz

von Dieselgeneratoren ermöglichen – ein

zunehmend wichtiger Aspekt im Hinblick

auf die Herausforderungen des Klimaschutzes.

Diese Einheit ist als Inselsystem

konzipiert, sodass fernab eines öffentlichen

Stromnetzes Energie mit hoher

Leistung bereitgestellt werden kann. Die

Anlage verfügt über eine Brennstoffzellenleistung

von max. 129 kW und eine

System-Leistung von 240 kW. Akku-

Pakete mit LFP-Zellen mit einer maximalen

Kapazität von 240 kWh gewährleisten

die entsprechende Lastspitzenabdeckung

Proton Motor

liefert für Shell ein

netzautarkes

Brennstoffzellen-

Kraftwerk in

Kombination mit

xelectrix Power

Batteriespeicher.

Foto: @ xelectrix Power

über die Autonomiezeit. In Kombination

mit dem elektrischen Energiespeicher von

xelectrix Power GmbH, der ebenfalls im

Container untergebracht ist, wird die

notwendige Leistung und Energie für den

elektrischen Verbraucher generiert. Direkt

hinter dem 20-Fuß-Container befindet sich

auf dem Trailer der Kühler zur Abführung

der Reaktionswärme. Nach Überführung

des netzautarken Energie-Arrangements

sind Folgeaufträge für den „HyShelter

240“ respektive für andere Leistungsgrößen

als wasserstoffbasiertes Brennstoffzellen-Kraftwerk

vorgesehen.

www.xelectrix-power.com

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Mit großer Rücksicht auf

die Murmeltiere errichtet der

Volvo ECR88D Kurzheck-

Kompaktbagger eine befahrbare

Straße auf die Dürsteinalm.

ASCENDUM

Volvo ECR88D zwischen

Murmeltieren und feiner Küche

In der „Rauchkuchl“ der Familie Bacher in Stuhlfelden verzichtet Hauben-Koch

Tobias Bacher auf eine Speisekarte, denn für seine Überraschungs-Menüs verwendet

er die Produkte der Region. Als es nun notwendig wurde, die Zufahrtsmöglichkeit zur

Dürsteinalm zu verbessern, war ein Volvo ECR88D Kurzheckbagger die erste Wahl.

N

ach drei Frauen-Generationen wird

die Rauchkuchl mit Tobias Bacher

erstmals wieder von einem Mann geführt.

Er übernahm die Rauchkuchl von seiner

Mutter Theresia, die das Schwaigerlehen

in Stuhlfelden mit ihren Talenten in den

vergangenen Jahrzehnten geprägt hat.

Nun zaubert Sohn Tobias mit einfachster

Küchenausstattung in ihrem Bauernhaus

von 1486 Köstlichkeiten der österreichischen

Haubenküche. Die verarbeiteten

Produkte bezieht er regional und bei der

Auswahl wird explizit auf eine nachhaltige

Produktion geachtet. Alles geht Hand

in Hand mit der Natur. Die Kräuter für

die Speisen werden auf der eigenen

Dürsteinalm in den Hohen Tauern auf

1.450 m Seehöhe gesammelt.

Der Weg auf die Hochalm wurde in den

1960er Jahren erschlossen und da die

Natur langsam und stetig vorrückt, ist

eine Fahrt auf die Dürsteinalm kaum

Obwohl die Murmeltiere extrem scheu sind,

inspizieren sie immer wieder die Baustelle.

Auch Mutter Theresia tauschte für kurze

Zeit den Herd gegen das Steuer

des Volvo ECR88D.

noch möglich. Hier sind auch die Murmeltiere

zuhause und die scheuen – auch

„Mankei“ genannten Tiere – bereiten sich

in ihren unterirdischen Bauten gerade auf

den Winterschlaf vor, als der Wegebau für

die Erneuerung der Hochalmstraße

beginnt.

Auf der Suche nach dem optimalen

Erdbaugerät erkannte Ascendum Sales

Director Kurt Steinkogler im persönlichen

Gespräch sofort die Werte, die der Familie

42 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Der Volvo

ECR88D ist für

diesen Einsatz

das optimale

Gerät.

Bacher bei diesem Bauvorhaben besonders

wichtig sind. Steinkogler: „Kaum zu

glauben, doch die Rauchkuchl mit ihrem

kulinarischen Spitzenniveau und der

Volvo ECR88D Kurzheck-Kompaktbagger

haben mehr Gemeinsamkeiten als man

annehmen würde. Beide stehen für

Nachhaltigkeit, Ambition, Verlässlichkeit

und Tradition. Und um die Mankei so

wenig als möglich zu stören, arbeitet sich

der eingesetzte kompakte Volvo ECR88D

Kurzheckbagger sehr vorsichtig und im

Einklang mit der Natur vor. So schafft

der verlässliche 9 t Bagger mit Präzision

und Kontrolle den Kompromiss, eine

befahrbare Straße im Reich der

Tiere zu bauen.“

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MASCHINEN + TECHNIK

IBS | SENNEBOGEN

Sennebogen 653 E: 50-t-Teleskopkran

im Einsatz auf Wiener U-Bahn-Baustelle

Wenn es ums Heben, Bewegen und Positionieren von schweren Lasten auf Baustellen

mit beengten Platzverhältnissen geht, dann sind Raupen-Teleskopkrane dank ihrer

Flexibilität und hohen Traglast die richtige Wahl. Das stellt zurzeit ein Sennebogen

653 E auf der U-Bahn-Baustelle Bacherplatz (ARGE Porr und Strabag) einmal mehr

unter Beweis: als optimales Gerät für sämtliche Hebe- und Pick & Carry-Arbeiten

unterstützt er alle wichtigen Abläufe.

Von rechts: Projektleiter Gerald Berger (Porr Bau GmbH, ARGE U2 17 21) bespricht mit

Martin Ebner (Gebietsverkaufsleiter der IBS GmbH) die aktuelle Baustellen-Situation.

D

Mit der automatischen

Begrenzung des Arbeitsbereichs

unterstützt der Sennebogen 653 E

den Maschinisten bei seiner

Arbeit.

Die Erweiterung des Wiener U-Bahnnetzes

beinhaltet auch den Aus- bzw.

Umbau der Linie U2, die zwischen

Karlsplatz und Rathaus künftig als U5

fahren wird. Die neue U2-Strecke führt

vom Matzleinsdorfer Platz bis zum

Schottentor, für den Bauabschnitt Matzleinsdorfer

Platz bis zur Mariahilfer

Straße wurde die ARGE U2 aus Porr und

Strabag beauftragt. Derzeit werden die

Schächte für die künftigen U-Bahn-

Zugänge errichtet und so entsteht auf der

Baustelle Bacherplatz zurzeit ein U-Bahn-

Zugang zur Station Reinprechtsdorfer

Straße.

„Jeder Schacht, den wir auf dieser

Strecke zu errichten haben, stellt uns

eigentlich vor die gleiche große Herausforderung:

auf diesen engen, innerstädtischen

Baustellen haben wir sehr wenig Platz für

die doch große Anzahl an Maschinen und

Geräten, die bei einem solchen Projekt

erforderlich sind“, erklärt Projektleiter

Fotos: @ Baublatt.Österreich; P.Landsmann

44 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


mwt

wünsche

Auch schwieriges Gelände ist für den Teleskopkran Sennebogen 653 E dank

seiner robusten Konstruktion und seines starken Fahrantriebes kein Problem.

Gerald Berger, Porr Bau GmbH, ARGE

U2 17 21. Am Bacherplatz sind derzeit

u.a. vier Brunnenbohrgeräte im Einsatz

sowie ein Bohrpfahlgerät. Zur Baugrubensicherung

wurde der Schacht

ringsum bereits mit Bohrpfählen

abgesichert, aktuell werden nun die

Primärstützen für den Deckelaufbau für

den weiteren Aushub eingebracht. Dabei

handelt es sich um Stahlrohre mit

einem Durchmesser von 300 mm, die im

SOB-Verfahren mit einem Bewehrungskorb

eingestellt werden.

Sämtliche Pick & Carry-Aufgaben,

wie etwa auch das Bewegen der Primärstützen,

übernimmt der Teleskopkran

Der leistungsstarke Ausleger, der als Full-

Power Boom auch unter Last teleskopierbar

ist, erreicht eine Länge von 30,4 m.

BAUBLATT.ÖSTERREICH

Sennebogen 653 E, der dank seiner

robusten Konstruktion und seines

starken Fahrantriebes besonders auch

für den Einsatz in schwierigem Gelände

geeignet ist. Er lässt sich leicht transportieren

und ist auch auf dieser engen

Baustelle am Bacherplatz bei Bedarf in

wenigen Minuten einsatzbereit. Wegen

seines leisen Dieselmotors, der sogar

den Schallleistungspegel 2000/14/EG

unterschreitet, ist er besonders auch für

den innerstädtischen Raum bestens

geeignet. Er meistert Steigungen von bis

zu 20° und Neigungen von bis zu 4°. Der

leistungsstarke Ausleger, der als

Full-Power Boom auch unter Last

teleskopierbar ist, erreicht eine Länge

von 30,4 m.

Ausgestattet ist der Telekran mit

einem Raupenfahrwerk, das auch bei

diesen schwierigen Bedingungen eine

gute Traktion ermöglicht. Martin Ebner,

Gebietsverkaufsleiter der IBS GmbH,

ergänzt: „Der Sennebogen 653 E verfügt

auch über eine Arbeitsbereichsbegrenzung,

die gerade auf einer so dicht

gedrängten Baustelle eine wichtige

Unterstützung für den Maschinisten ist.

Wenn sich der Ausleger des Krans im

Drehbereich eines anderen Krans oder

Hindernisses befindet, warnt ihn die

Arbeitsbereichsbegrenzung durch ein

Signal.“

Der Sennebogen 653 E, der am

Bacherplatz zum Einsatz kommt,

bewährt sich seit zwei Jahren bei der

Porr als Mietgerät auf unterschiedlichsten

Baustellen. Für seine aktuelle

Aufgabe wurde er nun angekauft.

Warum die Kaufentscheidung auf genau

diesen Telekran fiel, erklärte Projektleiter

Gerald Berger kurz und knackig

in einem Satz: „Das Gerät funktioniert

einfach.“ Dass er auch noch sparsam im

Verbrauch ist – Martin Ebner spricht je

nach Einsatzart von ca. 150 bis 300 l am

Tag – hat natürlich ebenfalls zur

Kaufentscheidung beigetragen.

www.ibs-maschinen.eu | www.sennebogen.com

www.porr.at | www.strabag.at

an unsere

kunden

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MASCHINEN + TECHNIK

Die 13. Österreichische Geotechniktagung und die 12. VÖBU Fair sind Ende Jänner 2022 ein

wichtiger Treffpunkt für die Branche. Im Bild ein Blick auf die letzte Veranstaltung 2019.

VÖBU FAIR + ÖGT

Geotechnikevent ermöglicht pandemiekonforme

Info- und Netzwerkplattform

Angesichts der positiven Entwicklung der Corona-Zahlen Anfang Dezember

bekräftigt die VÖBU ihre Absicht, die 13. ÖGT - Österreichische Geotechniktagung

und die 12. VÖBU Fair unter Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen am 27. und

28. Jänner 2022 im Messe Congress Center Wien durchzuführen. Das österreichische

Geotechnikevent gibt der Branche die Möglichkeit, sich in einem hochkarätigen

Umfeld wieder persönlich auszutauschen.

A

uf Basis eines umfassenden Sicherheitskonzeptes,

der lückenlosen

Kontrolle der aktuell gültigen 3G-Regel

genesen, getestet, geimpft und natürlich

entsprechend den noch zu erwartenden

behördlichen Vorgaben freut sich die

VÖBU, Vereinigung Österreichischer

VÖBU Geschäftsführer

Ing. Thomas Pirkner blickt

zuversichtlich dem

nächsten großen österreichischen

Geotechnik

Event entgegen. Mit den

Wiener Linien konnte er

vor kurzem ein weiteres

namhaftes VÖBU Mitglied

begrüßen.

Bohr-, Brunnenbau- und Spezialtiefbauunternehmungen,

in Abstimmung mit

dem Messe Congress Center in Wien, auf

die Durchführung der 12. VÖBU Fair bzw.

der 13. ÖGT am 27. und 28. Jänner 2022.

Dazu VÖBU Präsident DI Andreas

Körbler: „Schon vor Corona haben wir mit

der Reed Messe abgestimmt, dass wir uns

mehr Fläche für den Ausstellungsbereich

wünschen, der Vortragssaal der ÖGT war

jedoch immer schon überdimensioniert.

So stehen den Ausstellern nun ca. 30%

mehr Fläche zur Verfügung und auch die

Sitzordnung für die Österreichische

Geotechniktagung wird entsprechend

optimiert. Dazu kommt, dass sich seit

Bestehen der gekoppelten Veranstaltungen

die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

namentlich registrieren müssen, ein

Umstand der das Contact Tracing

erleichtert.“

VÖBU Geschäftsführer Ing. Thomas

Pirkner: „Wir bieten eine hochkarätige

Business-Plattform für Branchenspezialisten,

die unter anderem über die

aktuellen Neuheiten in den Bereichen

Maschinen- und Baugeräte, Geotextilien,

Brunnenbau- und Bohrtechnik, Messund

Werkzeugtechnik, Munitionsbergung,

Planungsbüros und Spezialtiefbau

informiert. Viele wichtige Hersteller und

führende Unternehmen präsentieren im

Rahmen der VÖBU Fair ihre Produkte

und Dienstleistungen. Als Veranstalter

werde ich natürlich sehr genau auf

Einhaltung der 3G-Regel achten.“

Seit 2019 wurde der Zugang zu beiden

Veranstaltungen mit nur einem Ticket

wesentlich vereinfacht, d.h. alle Messeteilnehmer

können den Vorträgen

beiwohnen und umgekehrt. Diesmal

wartet der Veranstalter VÖBU zudem mit

einem besonderen Zuckerl auf. Ing.

Pirkner erklärt das besondere Angebot:

„Erstmals gewähren wir Interessenten

am ersten Ausstellungstag, das ist der

27. Jänner, von 14:00 bis 22:00 freien

Eintritt zur VÖBU Fair. Damit erhalten

diese nach Online-Anmeldung Zugang

zur Messeausstellung und können den

besonderen Flair unserer Veranstaltung

kennenlernen. Für unsere Aussteller

bietet das eine zusätzliche Kontaktmöglichkeit.

Außerdem reagieren wir auf

Fotos: @ Baublatt.Österreich; VÖBU

46 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

ihren Bedarf, weitere Kollegen aus

den teils großen teilnehmenden Organisationen

einzuladen und auch bei unserem

Networking-Event am Donnerstagabend

dabei zu sein. Als Interessensvertretung

ist das Vernetzen eines der Ziele der

VÖBU und gelingt dort in ungezwungenem

Rahmen.“

Das Thema der 13. ÖGT lautet

„Unwägbarkeiten in Planung & Ausführung

von geotechnischen Maßnahmen“.

Ein entsprechend hochkarätiges Vortragsprogramm

zu diesem Thema wurde

in Kooperation mit der TU Wien, Institut

für Geotechnik-Grundbau, Boden- und

Felsmechanik sowie dem Österreichischen

Ingenieur- und Architekten-Verein

ÖIAV zusammengestellt. Neben fünf

Vortragssessions können die Teilnehmer

auch wieder dem Highlight der Österreichischen

Geotechniktagung – der

Vienna-Terzaghi Lecture – beiwohnen.

Diese wird 2022 von Prof. Lyesse Laloui

aus der Schweiz gestaltet.

Die Leistungen des akademischen

Geotechnik-Nachwuchses würdigt die

Verleihung des Österreichischen Grundbaupreises

und vervollständigt das

Dreieck aus Wirtschaft, Wissenschaft und

Praxis. Neben Firmenvertretern folgen

auch Schülerinnen und Schüler bzw.

Studentinnen und Studenten ausgewählter

technischer Einrichtungen

der Einladung, bei der VÖBU Fair

dabei zu sein.

www.voebu.at

DATEN & FAKTEN

Das Thema der

13. ÖGT lautet

„Unwägbarkeiten in

Planung & Ausführung

von

geotechnischen

Maßnahmen“.

VÖBU Fair 2022

27.–28. Jänner 2022

Messe Wien Congress Center

Alle Infos zur Ausstellung & Anmeldung:

https://oegt.voebu.at

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BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2021

47


Ein Teil des

Fuhrparks der

Firma Schönhofer

mit den

sieben fabrikneuen

Miniund

Kompaktbaggern

von

Takeuchi.

HUPPENKOTHEN / SCHÖNHOFER

Voller Einsatz für die Infrastruktur

Leitungsbauspezialist Schönhofer setzt seit mehr als 20 Jahren auf Kompaktmaschinen

und Zubehör von Huppenkothen. Vor kurzem wurde der Fuhrpark

wieder mit sieben neuen Takeuchi Geräten verstärkt.

W

ir alle brauchen Wasser, Strom, Gas,

Internet und natürlich eine ordentliche

Kanalisation zum Leben. Damit die

moderne Infrastruktur alle Ecken des

Landes erreicht, werden Leitungen, Kabel

und Rohre im Boden verlegt. An dieser

Stelle kommt die Firma Schönhofer aus

Purgstall an der Erlauf im niederösterreichischen

Mostviertel ins Spiel. Der auf den

Leitungsbau spezialisierte Familienbetrieb

wird von Martin Schönhofer in zweiter

Generation geführt.

Die 30 Mitarbeiter des Unternehmens

sind im Erdbau und Abbruch, bei Schreitbaggerarbeiten

sowie in den eigenen

Sand- und Schottergruben, am Recyclingplatz

und der Bodenaushubdeponie im

Einsatz. Der weitaus größte Teil des

Geschäfts entfällt jedoch auf die fachmännische

Verlegung von Leitungen, Kabeln

und Kanälen. Zu den Kunden zählen

Glasfasernetzbetreiber und regionale

Energieversorgungsunternehmen genauso

wie Kommunen.

Perfekte Ausrüstung

„Beim Leitungsbau setzen wir auf

modernste, leichte und wendige Geräte.

Dadurch reduzieren wir Flurschäden und

Verlegespuren auf das absolute Minimum

und vermeiden unnötige Bodenverdichtung“,

erklärt Geschäftsführer Martin

Schönhofer. Die Mini- und Kompaktmaschinen

aus dem Hause Huppenkothen

sind wie gemacht für diese Anforderungen.

„Sie haben die perfekten Dimensionen und

die hohe Qualität der Geräte und des

Zubehörs ermöglicht einen Dauerbetrieb“,

verrät Schönhofer. Die intensive Nutzung

erfordert alle paar Jahre einen Tausch des

Maschinenparks.

Im Herbst war es wieder so weit: Da

übergab Christian Schweighofer von

Huppenkothen sieben fabrikneue Miniund

Kompaktbagger des japanischen

Herstellers Takeuchi. Im Maschinenpaket

enthalten: je ein Minibagger TB216 und

TB230 sowie einen TB295W V-P mit

Verstellausleger und Pratzen. Außerdem

zwei größere Maschinen der Typen

TB290-2 und TB370. Diese beiden sowie

der TB295W V-P wurden erstmals mit dem

praktischen Schnellwechselsystem

Huppi-Quick ausgestattet. Ebenfalls neu

bei Schönhofer: Topmodernes Zubehör in

Form von je zwei Anbauverdichtern und

Siebgitterlöffeln.

„Mit der innovativen Technik können

wir unsere Mitarbeiter entlasten, aufwendige

Arbeitsschritte einsparen und so

mehr Zeit für die Kernaufgaben der

Maschinisten gewinnen“, begründet

Martin Schönhofer die Investition. Die

Partnerschaft mit Huppenkothen bietet

für das Erdbauunternehmen noch einen

weiteren Vorteil: Gerade einmal 20 km ist

die nächste Filiale in Bergland bei Ybbs

vom Firmensitz entfernt. „Huppenkothen

ist seit mehr als 20 Jahren der perfekte

Partner für uns. Flexibel, kompetent und

stets zur Stelle“, freut sich Martin

Schönhofer.

www.huppenkothen.com | www.schoenhofer.at

Übergabe der neuen

Takeuchi Geräte an das

Team der Firma Schönhofer.

In der Mitte Martin

Schönhofer (Geschäftsführer

Firma Schönhofer,

links) beim Handschlag

mit Christian Schweighofer

(Leiter der Huppenkothen

Filiale in Bergland

bei Ybbs).

48 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Foto: © Strabag

Mischek Systembau GmbH,

eine Tochterfirma des

Bautechnologiekonzerns

Strabag, nahm im Fertigteilwerk

in Gerasdorf einen

neuen Roboter zur automatisierten

Verlegung von

Aluverbundrohren in

Betrieb.

A

uf Basis der unterstellungsoptimierten

Elementdecke wurde Mischek strong

& active entwickelt. Das vorgefertigte

Element wird durch eine integrierte

Bauteilaktivierung zur funktionellen

Einheit. Sie erlaubt Heizung und Kühlung

durch dieselben Leitungen, die im Werk

mittels eines Roboters eingebracht

werden. Genau dieser Roboter wurde nun

eröffnet. „Der Roboter übernimmt die

Daten aus dem Elementplan eines

Fertigteils und weiß danach, wie die Rohre

zu biegen sind. Aus den Daten des

Programms zur Palettenbelegung kennt er

außerdem die Lage des Fertigteils auf der

Palette. Er biegt also das Aluverbundrohr

MISCHEK SYSTEMBAU

Neuer Rohrverlegeroboter

Der Roboter

wurde direkt für

die Ansprüche der

Produktion des

Fertigteils Mischek

strong & active

geplant und

produziert.

in die gezeichnete Form und legt sie an die

exakt dafür vorgesehene Lage in die

Schalung für das Fertigteil ein“, weiß

Werksleiter Anton Glasmaier. Bereits vor

der Eröffnung des Roboters sind schon

20.000 m 2 der neuen Mischek strong &

active in Auftrag gegeben.

Der Roboter ist einer von drei hochmodernen

robotisierten Anlagen im Mischek

Werk. Die weiteren Anlagen sind ein

Schalungsroboter, der automatisch nach

Elementplänen Schalungen verlegt, und

eine Mattenschweißanlage für die automatische

Herstellung von Bewehrungsmatten

sind schon seit 2019 im Einsatz.

www.mischek-systembau.at

Mehr als nur Schön …

Filzmoos

NEU: sixpack Mooslehen

ab Winter 2021/2022

NEU

www.filzmoos.ski

#mehralsnurschön

Agentur: vlach.digital | Foto: Christian Schartner


MASCHINEN + TECHNIK

MERCEDES-BENZ

Gänger verstärkt Fuhrpark

mit Arocs Trucks

Zwei neue Mercedes-Benz Trucks bewähren sich seit

einigen Monaten im Fuhrpark der Hans-Heimo

Gänger GmbH Schotter, Aushub- und Abbruchmaterial

in Strasshof: Ein Arocs 3745 4-Achser mit Meiller

Dreiseitenkipper sowie eine Arocs 1948 LS Sattelzugmaschine

mit Kippmulde.

A

uf dem großen Recyclinggelände

der Hans-Heimo Gänger GmbH

in Strasshof bei Wien herrscht reger

Betrieb. Routiniert überblickt der

Lkw-Fahrer vom Steuer des Mercedes-Benz

Arocs 3745 das Gelände.

Unebenheiten des Terrains sind dank

der einzigartigen Federungs- und

Rahmenkonstruktion des Arocs kaum

zu spüren und die hohe Bodenfreiheit

ist im Gelände ein absoluter Mehrwert.

Mit seinen zwei gelenkten

Vorderachsen ist der 4-Achs-Kipper

außerdem extrem wendig. Steilere

Anstiege, Schlammpisten oder

unbefestigte Straßen bewältigt der

Arocs problemlos mit dem durchzugsstarken

Reihen-6-Zylinder-Motor OM

471 mit 450 PS (330 kW). Die Geländetauglichkeit

ist für Lukas Schachner,

der den Familienbetrieb mit

seinem Schwiegervater Hans-Heimo

Gänger in dritter Generation leitet,

ein Hauptkriterium das für den

Mercedes-Benz Arocs 3745 spricht.

Höchster Fahrkomfort auf dem Weg

zu Baustellen ist jedoch ebenso

wichtig und auch da punktet der

Arocs.

„Auf der Baustelle, und da vor

allem wenn es eng und unübersichtlich

wird, kann der 4-Achser seine

Stärken voll ausspielen“, sagt Lukas

Schachner. Da ist es auch ein Vorteil,

dass die Kameraarme der MirrorCam

weit oben sitzen und an Engstellen

keine Seitenspiegel im Weg sind. Die

am Dachrahmen der Kabine befestigte

MirrorCam überträgt die Bilder

vom Geschehen seitlich des Lkw auf

die an der A-Säule montierten

Monitore im Fahrerhaus und sorgt

damit stets für besten Überblick. Der

aufgebaute Meiller Dreiseitenkipper

AM Baugeräte HandelsgmbH ■ Oberes Bahnfeld 2 ■ A-2281 Raasdorf/Wien

Tel. (+43 2249) 28495 ■ office@am-laser.at ■ www.am-laser.at


Die am Dachrahmen der

Kabine befestigte MirrorCam

überträgt die Bilder vom

Geschehen seitlich des Lkw auf

die an der A-Säule montierten

Monitore im Fahrerhaus.

Der Mercedes-Benz Arocs

1948 LS mit Sattelkipper wird

für den Transport von Kies oder

Betonresten eingesetzt.

Mit seiner Geländetauglichkeit, hohem

Fahrkomfort und der MirrorCam

überzeugt der Mercedes-Benz Arocs 3745

die Profis der Firma Gänger. Der

aufgebaute Meiller Dreiseitenkipper

bietet hohe Flexibilität beim Abladen.

Fotos: @Mercedes-Benz Trucks Österreich

MASCHINEN + TECHNIK

bietet eine Flexibilität beim Abladen

nach hinten, links oder rechts, die auf

Baustellen oftmals nötig ist und sehr

geschätzt wird.

Der Mercedes-Benz Arocs 1948 LS

mit Sattelkipper hat im Vergleich

zum 4-Achser eine höhere Ladekapazität

und ist im Betrieb in Strasshof

zum Transport von Kies oder

Betonresten im Einsatz. Beide

Fahrzeuge wurden vor gut einem

halben Jahr in den Fuhrpark

aufgenommen.

Die rund 50 Lkw und Baumaschinen

des Unternehmens kommen vor

allem bei Erdbau und Abbrucharbeiten,

beim Transport von Sand,

Schotter und Humus, bei der Entsorgung

von Abbruchmaterial und zur

Materialgewinnung in einer Kiesgrube

zum Einsatz. In der Nähe von

Strasshof betreibt das Unternehmen

zudem eine eigene Deponie. Zu den

Leistungen zählen weiters Tiefladerund

Sondertransporte. Wichtig ist der

Firmenleitung dabei die Handschlagqualität

des Unternehmens. Im

Großraum Wien konnte sich das

Unternehmen damit in den vergangenen

Jahrzehnten eine gute Stammkundschaft

aufbauen. Beim Straßenbau

kommen die Gänger-Lkw und

-Baumaschinen ebenso zum Einsatz

wie beim U-Bahn-Bau, bei der

Errichtung großer Wohnkomplexe

und Einkaufsgebäude oder aufwendigen

Abbrucharbeiten.

www.gaenger.at

www.mercedes-benz-trucks.at

Ihr Spezialist für

Verbausysteme


MASCHINEN + TECHNIK

In diesem Frühsommer hat die Felbermayr

Holding GmbH bereits den dritten Liebherr-

Raupenkran vom Typ LR 11000 in Dienst

gestellt. Der hubstarke Raupenkran wurde

mit allen modernen Features geliefert:

darunter der teilbare Schwebe-Ballast

VarioTray und der hydraulisch

verstellbare Klapprahmen V-Frame.

Felbermayr hat mit einem

LR 1800-1.0 bereits einen weiteren

Liebherr-Großkran bestellt. Die

Auslieferung steht kurz bevor.

Durchdacht: Die 15 m lange

Gitterspitze am 168 m langen

Ausleger ermöglicht ein

sicheres Hantieren mit den

oberen Bauteilen der Windenergieanlage

bei der

Montage. Unser Bild

zeigt den Einbau

der Nabe.

LIEBHERR

Drittes Liebherr-

I

m Burgenland wird derzeit am Repowering

eines bestehenden Windparks

gearbeitet. Auf den weitläufigen Feldern

an der Grenze zur Slowakei werden alte,

kleinere Windenergieanlagen demontiert,

um Platz für modernere Anlagen zu

schaffen. Am Bau der neuen, bedeutend

mächtigeren Windräder arbeitet seit Juli

der fabrikneue Liebherr-Raupenkran LR

11000 von Felbermayr. Dabei werden

insgesamt zehn Anlagen mit einem

Rotordurchmesser von 138 m und einer

Leistung von 4,2 MW aufgestellt.

Ausgestattet ist der nagelneue

1000-t-Kran mit einem 168 m langen

Gittermast, einem Derrickausleger und

der für Montagen im Windpark prädestinierten

F2-Spitze – 15 m lang und leicht

abgewinkelt. Damit lassen sich die oberen

Komponenten der Windräder mit ihren

beachtlichen Nabenhöhen von 160 m mit

ausreichend Raum zum Manövrieren der

einzelnen Bauteile sicher montieren.

Die schwersten Komponenten und

somit die größten Lastfälle für den LR

11000 stellen der Stator und auch der

Rotor dar, aus welchen der Generator

zusammengesetzt wird. Rund 88 t

Bruttolast hängen bei den Montagen

dieser Teile jeweils am Kranhaken. Für

ausreichend Standfestigkeit des Raupenkrans

bei diesen Lasten, einer Hubhöhe

von 160 m und einer erforderlichen

Ausladung von rund 32 m sorgen insgesamt

380 t Zentral-, Schwebe- und

Drehbühnenballast. Weitere 450 t stehen

auf der Baustelle bereit. Sie werden jedoch

nur zum Aufrichten oder Ablegen des

gewaltigen Gitterauslegers benötigt und

können innerhalb weniger Minuten mit

der Schwebeballast-Palette verbolzt

werden.

Nur sechs Tage für

Umzug zu neuem Baufeld

Wenn das Wetter mitspielt, erledigen

Kranmannschaft und Montageteam den

Aufbau einer Windenergieanlage auf den

bereits erstellten 85 m hohen Grundturm

in etwa vier Tagen. Anschließend wird der

LR 11000 abgebaut und zur nächsten

Baustelle im Windpark transportiert. Das

von Liebherr stets weiterentwickelte

Handling beim Rüsten seiner Raupenkrane

macht sich beim Umzug des

1000-t-Raupenkrans deutlich bemerkbar:

Nur etwa sechs Tage vergehen nach der

Montage des letzten Rotorblatts, bis der

Raupenkran wieder fertig gerüstet auf

52 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Muskelpaket für Felbermayr

Kompakt, modern, stark: Der neue

LR 11000 von Felbermayr ist mit allen

innovativen Features ausgestattet.

VarioTray und V-Frame sparen der

Kranmannschaft viel Zeit beim

Arbeiten.

dem neuen Baufeld zugbereit steht.

Der Liebherr LR 11000 ist für Felbermayr

sowohl für Jobs in Windparks als auch bei

Industrie-Einsätzen ein inzwischen nicht

mehr wegzudenkendes Werkzeug. Es stellt

das stärkste Hebezeug im beeindruckend

großen Kranpark des Unternehmens. Im

Sommer 2014 wurde eines der ersten

Exemplare davon an die österreichische

Firmengruppe ausgeliefert. Auch war der

traglaststeigernde Doppelausleger

„Power-Boom“ erstmals an einem blauen

LR 11000 von Felbermayr zu sehen.

Damals hing ein knapp 200 t schweres

Maschinenhaus am Haken und einer der

damals gewaltigsten Flügelsterne mit

einem Durchmesser von 152 m wurde am

Stück von dem Raupenkran montiert.

Schwerlast, Megatransporte, gewaltige

Infrastruktur- und Spezial-Projekte – all

das und noch viel mehr findet sich im Portfolio

der Firmengruppe Felbermayr, deren

Krane und Maschinen mit der markant

blauen Firmenlackierung in Österreich

häufig anzutreffen sind. Vor allem in die

Länder Osteuropas hat sich das Unternehmen

in den vergangenen 30 Jahren stark

ausgedehnt. Europaweit gehören aktuell

insgesamt 72 Standorte in 19 Ländern

zum Familienunternehmen Felbermayr.

www.liebherr.com | www.felbermayr.cc

Kompakter Tunnelvortrieb

| Blue Badger: 50 kW Diesel, Tunnelquerschnitt ab 12m²

| miniBadger: 50 kW Diesel, Tunnelquerschnitt ab 2,3m²

| eBadger: 50 kW E-Motor, emissionsfrei

bluebadger.at | mini-badger.at | e-badger.at


MASCHINEN + TECHNIK

MAWEV / MESSE GRAZ

MAWEV-Show weiterhin auf Kurs

Die Planungen für die Veranstaltungen der nächsten Monate sind aufgrund der

Auswirkungen der Corona Pandemie nach wie vor nicht einfach. Betroffen davon ist auch

die MAWEV-Show, die vom 06. bis 09. April 2022 auf dem Gelände des VAZ in St. Pölten

stattfindet. Wir sprachen dazu mit MAWEV-Präsident Ing. Mag. Gerhard Egger und

Georg Thürauer, dem Projektleiter der MAWEV-Show der Messe Graz.

Thürauer: Das vergangene Jahr hat uns

gezeigt, dass mit steigenden Temperaturen

die Implikationen von Corona zurückgehen

und gerade in der Veranstaltungsbranche

und bei den Messen wieder

Aktivitäten möglich sind. Somit blicken

wir einer planmäßigen Durchführung der

MAWEV-Show 2022 optimistisch entgegen.

Die Mehrzahl unserer Aussteller

und Partner teilen diese Sichtweise.

Auch im Rahmen der nächsten MAWEV-

Show (06. bis 09. April 2022 in St. Pölten)

wird ein Großteil der gezeigten Geräte im

Einsatz zu sehen sein.

Zu Beginn die zentrale Frage an beide

Herren: Wird es die MAWEV-Show

2022 geben?

Egger: Die Organisation und Vorbereitungsarbeit

für diese Veranstaltung sind

voll im Gange und werden mit größtem

Einsatz weitergeführt. Wir sind der

Überzeugung das der angesetzte Termin

Anfang April 2022 gut gewählt ist und bis

zu diesem Zeitpunkt hoffentlich das

Gröbste überstanden ist. Unser Partner

und Veranstalter der MAWEV-Show 2022,

die Grazer Messe mit ihrem CEO Herrn

Armin Egger, stimmt mit mir überein,

dass die Veranstaltung auf jeden Fall

durchgeführt wird. Es sei denn, von

behördlicher Seite wäre eine Veranstaltung

nicht möglich.

Projektleiter Georg Thürauer

(Messe Graz) arbeitet mit seinem

Team intensiv an der Vorbereitung

der MAWEV-Show 2022.

Wie ist die aktuelle Buchungssituation?

Thürauer: Trotz der aktuellen, unsicheren

epidemiologischen Lage und der zum Teil

herrschenden Unsicherheit, haben wir

eine gute Auslastung von knapp 74%.

Natürlich macht es die aktuelle Lage nicht

leichter, Aussteller davon zu überzeugen,

an der MAWEV-Show teilzunehmen. Wir

sind uns aber sicher, mit dem positiven

Engagement unserer Aussteller bzw.

Partner und unserer Beharrlichkeit eine

erfolgreiche MAWEV-Show abhalten zu

können.

Welche Sicherheitsstandards sind

von den Ausstellern aus zu

berücksichtigen?

Egger: Die Sicherheit bei unserer Veranstaltung,

wo viele Maschinen bewegt

werden, ist für uns oberstes Gebot. Das

gilt sowohl für Aussteller und ihre

Instrukteure als auch für Besucher, die

Maschinen bewegen wollen. In diesem Fall

ist es notwendig, dass Sicherheitspässe

ausgegeben werden und die damit

verbundenen Bedingungen erfüllt werden.

Beispielsweise ist Alkohol strikt verboten.

Bekanntlich haben einige Großaussteller

ihre Teilnahme zurückge zogen.

Wie gehen Sie damit um?

Egger: Es ist richtig, dass verschiedene

große und bedeutende Anbieter am

österreichischen Markt an der MAWEV-

Show nicht teilnehmen werden. Größtenteils

deswegen, weil in den internationalen

Konzernzentralen entschieden wurde, dass

viele Veranstaltungen aus Kostengründen

nicht gefördert und durchgeführt werden.

Fotos: @ Baublatt.Österreich; Messe Graz

54 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MAWEV-Präsident

Ing. Mag. Gerhard Egger

sieht einen großen Bedarf

in der Baubranche, sich

über die neuesten Entwicklungen

im persönlichen

Austausch zu informieren.

Auf diese Entscheidungen haben wir

keinen Einfluss.

Das Messejahr 2022 ist vollgespickt

mit hochkarätigen Veranstaltungen.

Wie kann sich die MAWEV-Show

angesichts dieser Konkurrenz

durchsetzen?

Thürauer: Die MAWEV-Show ist die erste

Messe im Bereich Bauen und Maschinen

seit Beginn der Pandemie, daher

erwarten wir sehr großes Publikumsinteresse.

Die Aussteller haben nach

langer Zeit wieder die Möglichkeit, mit

ihren Kunden bzw. Partnern live ins

Gespräch zu kommen und

Verkaufsgespräche zu führen.

Egger: Wir haben den Termin Frühjahr

2022 auch deshalb gewählt, weil wir

damit die ersten sein werden, die im

Baumaschinenbereich eine Veranstaltung

durchführen. Damit haben wir

den Vorteil, den sehr wohl bestehenden

Wissenshunger der Kunden und

Besucher zu befriedigen. Da jetzt längere

Zeit keine Veranstaltungen möglich

waren, gibt es einen Stau im Informationsfluss.

Wenn man bedenkt, dass in

dieser Zeit die Technik weiterentwickelt

wurde und sehr viel Neues von den

Baumaschinenherstellern angeboten

wird, dann ist diese Annahme sicherlich

zu recht getroffen.

Welche besonderen Schwerpunkte

setzen Sie auf der MAWEV-Show?

Egger: Wir haben, wie bei der Veranstaltung

2018, wieder ein eigenes Lkw

Testgelände vorbereitet, wo die Fahrzeuge

in allen Situationen getestet

werden können. Wir haben weiters

einen Schwerpunkt zum Thema Jugend

und Technik gesetzt, der bereits bei der

letzten Veranstaltung ein großer Erfolg

war. Unter dem Thema MAWEV-Show

Experience haben wir einen großen

Ausstellungsstand für die Jugend

eingerichtet. Dort können Jugendliche

und Auszubildende Informationen bzw.

Diskussionen führen und die Welt der

Baumaschinen näher kennenlernen.

Die traditionelle Stärke der MAWEV-

Show ist ja nach wie vor, dass die

Highlights im Maschinenbereich, die

von uns angeboten werden, zum größten

Teil angreifbar und bewegbar sind. Es

gibt bekannterweise eine ganze Reihe

von Neuentwicklungen auf diesem

Gebiet. Ich denke hier an die Sicherheit

des Baustellenpersonals, Assistenzsysteme

wie Rückfahrschutz, Personenerkennung,

Kameraeinrichtungen,

digitalisierter Prozessablauf, Einsatzplanung,

Servicedatenübertragung usw.

Ein zentrales Thema werden sicherlich

neue Antriebssysteme sein, vor allem in

Richtung Elektrifizierung bzw. weitere

Verbesserung der eingebauten Motorensysteme

in Richtung Umweltverträglichkeit.

Welche Vorteile bietet der neue

Standort St. Pölten?

Thürauer: Über die nächsten Jahre hat

die Messe Graz mit dem Gelände des

VAZ nun endlich einen fixen Standort

gefunden, der sich durch eine fixe Hallenstruktur,

ein großzügiges Freigelände

und einen neu adaptierten, ebenen und

geschotterten Freibereich auszeichnet.

Dies bietet in jeder Hinsicht optimale

Rahmenbedingungen um Baumaschinen

zu präsentieren und zu testen. Die

günstige Verkehrsanbindung an die

Westautobahn, die optimale Parkplatzsituation

und die Nähe zur Stadt St. Pölten

macht dieses Gelände für die MAWEV-

Show besonders attraktiv.

Wir danken für das Gespräch!

Für jede Aufgabe

das richtige Werkzeug

Bereit für die

härtesten Einsätze

BAUBLATT.ÖSTERREICH

Kuhn Straße 1

5301 Eugendorf

Österreich

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MASCHINEN + TECHNIK

TYROLIT

Bohrsystem auf Tauchgang

Anfang 2021 war ein künstlich angelegter See in Mailand

zwei Monate lang Schauplatz eines spektakulären Einsatzes

eines Tyrolit Bohrsystems.

E

s galt, 32 Löcher unter Wasser zu

bohren, in die im Anschluss Pfosten für

eine ufernahe Anlegestelle für Boote eingesetzt

wurden. Die mit den Arbeiten

beauftragte Firma Expertagli Aosta ist

Teil der Edil Taglio Cemento Group und

ist in Norditalien bekannt für professionelle

Bohr- und Schneidearbeiten. Für

diesen anspruchsvollen Auftrag entschied

sich das Unternehmen für die Produkte

von Tyrolit, zumal die Durchführung mit

herkömmlichen Maschinen nicht machbar

gewesen wäre. Besonders herausfordernd

war die Durchführung der Bohrarbeiten in

4 bis 5 m Wassertiefe – und das auf Grund

der eingeschränkten Sicht quasi im

„Blindflug“. Eine weitere Herausforderung

waren die Ablagerungen auf dem Boden

des Sees, was den Einsatz von Tyrolit

Spezialwerkzeugen und -maschinen

unabdingbar machte. 350 mm x 4.000 mm

– das sind die Maße der 32 gebohrten

Löcher. Mit der Kapazität für Bohrungen

von bis zu 1.000 mm Durchmesser und der

für Großlochbohrungen optimierten

Bohrkronenaufnahme war das Bohrgetriebe

DGB1000 aus dem Hause Tyrolit

der perfekte Begleiter für das Vorhaben.

Angetrieben wurde das DGB1000 vom

PPH25RR Antrieb, der mit seiner 4-stufigen

Regelung für optimale Schnittgeschwindigkeiten

sorgt. Das Projekt wurde

innerhalb von zwei Monaten erfolgreich

abgeschlossen, und die Tyrolit Maschinen

Das Tyrolit DGB1000 Bohrgetriebe

erwies sich als optimal für die

Unterwasserbohrungen.

bewiesen sich ein weiteres Mal als

optimale Lösung für komplexe Bohrarbeiten.

www.tyrolit.com

Foto: © Expertagli

Die Söndgerath Pumpen

GmbH, Essen, hat die

HSHG Hofstetter Service

& Handel GmbH, Linz, zu

ihrer Generalvertretung

für Österreich bestimmt.

D

as Unternehmen verfügt über eine

Niederlassung im steiermärkischen

Graz. Im Jahre 1948 gegründet, wird es

heute in dritter Generation von Hans-

Jürgen Hofstetter geführt. Für den

Unternehmensbereich Pumpen ist Ing.

Thomas Juric verantwortlich.

Derzeit betreut die HSHG verschiedene

Bauprojekte, für die sie die Söndgerath-

Pumpen bereitstellte. Das sind zum einen

der Erweiterungsbau der Linie U5 der

Wiener U-Bahn, bei der Tauchpumpen für

die Entwässerung während der Tiefbauarbeiten

sorgen. Das Schmutzwasser muss

im Dauerbetrieb auf eine Höhe von 30 m

gefördert werden. Zum anderen stellen

SÖNDGERATH PUMPEN

Söndgerath Pumpen jetzt mit

Generalvertretung in Österreich

SPT-Pumpen beim Semmering-Basis-Tunnel

die Entwässerung während des

zyklischen Vortriebs sicher. Hierbei

kommen verschiedene Pumpenmodelle der

Baureihen SPT, SHL und SPR mit

Leistungen von 0,75 bis 45 Kilowatt zum

Einsatz, um Untertagestrecken von

mehreren hundert Metern zu entwässern.

Ein großes Projekt stellt der Bau des

Koralm-Eisenbahntunnels dar, bei dem die

Pumpen des Essener Unternehmens seit

Anfang 2011 im Einsatz sind. Der Tunnel

soll die Städte Graz mit Klagenfurt als

Hochgeschwindigkeitsstrecke mit bis zu

250 Stundenkilometern verbinden. Derzeit

ist die HSHG im Bauabschnitt Flughafen

Graz mit über 20 Tauchpumpen zur

Grundwasserabsenkung im Einsatz. Die

Fertigstellung der gesamten 32,5 km

langen Strecke ist für 2025 geplant.

Als jüngstes Projekt ist das Linzer

Unternehmen beim Speicherkraftwerk

Kühtai mit der Druckerhöhung der

Brauchwasserversorgung eingebunden:

Mehr als 40 Pumpen sorgen auf der

Baustelle für den sicheren und zuverlässigen

Wassertransport und die Entwässerung.

Wegen ihrer umfassenden Kompetenz

in Sachen Wasserbehandlung – Reinund

Brauchwasserversorgung, das

Abpumpen feststoffhaltiger Wässer oder

auch Druckerhöhung – hat der Essener

Pumpenspezialist die HSHG zu ihrem

Generalvertreter für Österreich gemacht.

Beide Unternehmen arbeiten bereits seit

zehn Jahren erfolgreich zusammen.

www.spt-pumpen.de

www.hshg.at

Hans-Jürgen Hofstetter

(6. v.l.) und seine

Vertriebsmannschaft,

umrahmt von den

Brüdern Carsten (4. v.l.)

und Andreas

Söndgerath (4. v.r.).

56 DEZEMBER 2021


MASCHINEN + TECHNIK

Meiller enthüllte auf der

diesjährigen Nutzfahrzeugmesse

Nufam erstmalig den

neuen Behältertransportanhänger

(BTA) für

Abrollbehälter.

D

ieser ist flexibel für den Transport

verschiedener Abrollcontainer von 5

bis 7 m Länge einsetzbar und besonders

robust dank hochwertiger Komponenten.

Das Familienunternehmen setzt beim BTA

auf eine umfangreiche Serienausstattung

zu der unter anderem LED-Arbeitsscheinwerfer,

ECO Led II-Beleuchtung, Smart-

Board, Scheibenbremsen, seitliche

Zurrösen zur zusätzlichen Ladungssicherung,

ein schraubbarer Unterfahrschutz

sowie ein Werkzeug- und ein Netzkasten

zählen. Optional ist der Anhänger auch

mit einer Rückraumkamera, Ersatzradhalterung

und Ersatzrad, einem Adapter

von 15-polig auf 2 x 7-polig und Trommelbremsen

erhältlich. In Summe ergeben

sich als Vorteile eine hohe Langlebigkeit

durch den steifen Fahrzeugrahmen, ein

MEILLER

Neuer BTA für Abrollbehälter

Meiller setzt

beim neuen

BTA auf eine

umfangreiche

Serienausstattung.

flexibler und sicherer Transport durch die

4-fach pneumatische Containerverriegelung

und steckbare Behälteranschläge,

eine verschleißarme Nutzung durch die

geschlossene, deformationsarme Außenrollenführung

und eine hohe Korrosionsbeständigkeit

dank der KTL-Tauchgrundierung

sowie einer 2K-Decklackierung.

Meiller hat sich seit 1850 von einer

Schmiede hin zur weltweit agierenden

Gruppe entwickelt und ist ein gefragter

Systemlieferant für innovative und

qualitativ hochwertige Kippaufbauten in

verschiedenen Branchen. Mittlerweile

betreibt Meiller zehn Standorte in ganz

Europa und ist auf zahlreichen internationalen

Märkten aktiv.

www.meiller.com

Willkommen in der Welt der Krane

www.kranlogistik.at

XL-Kranlogistik GmbH

Betriebsstraße 1 Objekt 4

2482 Münchendorf

Weingartenstaße 14/6

4100 Ottensheim


MASCHINEN + TECHNIK

Am 11. und 12. November

2021 ging in Linz die

51. Internationale

Informationstagung für

Sprengtechnik unter

Einhaltung der Corona-

Regeln über die Bühne.

Als Nachfolger von Lang zeit-

Präsident Ing. Heinz Berger

führte erstmals Hermann

Richter als Präsident des

Verbands der Sprengbefugten

Österreichs durch

die gewohnt hochkarätige

Veranstaltung.

Ladearbeit mit dem

„dual delay“-Zündsystem

für den Vortrieb der AST

Donau Nord.

Dr. Andreas Gaich (3GSM GmbH, Graz)

widmete sich der Optimierung von

Vermessungen mittels Drohnenbilder.

Trotz Pandemie war die 51. Internationale

Informationstagung für Sprengtechnik

gut besucht.

SPRENGTECHNIK

Sprengkompetenz in Theorie und Praxis

achdem die Informationstagung im

Nletzten

Jahr auf Grund der Pandemie

entfallen musste, freute sich Präsident

Hermann Richter über die zahlreichen

Besucherinnen und Besucher, von denen

nicht wenige auch aus dem Ausland

angereist waren. Im Vorfeld der vom

Verband der Sprengbefugten Österreichs

gemeinsam mit dem WIFI OÖ organisierten

Veranstaltung wurde auch heuer ein

Workshop angeboten. Er fand am 10.

November statt und widmete sich dem

Thema „Drohnenvermessung – überpräzise

und teuer?!“.

Im Rahmen der traditionellen Ehrung

jener Mitglieder, die sich durch hervorragende

Verdienste auf dem Gebiet der

friedlichen Anwendung von Sprengstoff

ausgezeichnet haben, wurde Bmst. Techn.

Rat Ing. Wolfgang Kaim (Josef Kaim Bau-

und Sprengunternehmung GmbH, Wien)

vom österreichischen Sprengverband das

Goldene Verdienstkreuz „Dynamit pro

Pace“ verliehen.

Gewohnt breitgefächert war auch in

diesem Jahr die Themenpalette der

einzelnen Vorträge. Sie reichte unter

anderem von „Metallsprengen – ein Buch

mit sieben Siegel“ über „Optimierung von

Vermessungen mittels Drohnenbilder“ bis

Fotos: @ Baublatt.Österreich; Martin Lang; Kurt Hickisch

58 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Übergabe des Kaspar Weindl Innovationspreis an DI DWI(FH) Josef Johann Plank (Mitte)

durch Präsident Hermann Richter (Verband der Sprengbefugten Österreichs, links)

und DI Martin Lang (Landesgeschäftsstelle Steiermark, Verband der

Sprengbefugten Österreichs, rechts), der auch die Laudatio hielt.

zu „Digitale Erfassung und Bewertung von

Sprengarbeit“ und „Sprengungen im

Hochofen unter Betriebsbedingungen“.

Den Schlusspunkt setzten DI Martin Lang

und DI Franz Sempelmann mit ihrem

Vortrag über „A 26 Linzer Autobahn –

Donauquerung“. Eine wesentliche Herausforderung

bei der A26 stellt der komplette

Tunnelausbruch im Sprengvortrieb im

Stadtgebiet dar, denn die im Einreichprojekt

enthaltenen Vorkehrungen, mit den

ergänzenden Auflagen aus dem Genehmigungsverfahren,

sind zwingende Rahmenbedingungen

für das Projekt. In besonders

sensiblen Bereichen werden daher nach

Erreichen von 80% der Grenzwerte „dual

delay“-Zündsysteme angewendet.

Im Anschluss wurde auch der erst vor

wenigen Jahren neu ins Leben gerufene

Kaspar Weindl Innovationspreis des

Verbandes der Sprengbefugten Österreichs

an DI DWI(FH) Josef Johann Plank

(Betriebsleitung und Vertrieb, Pronat

Steinbruch Preg GmbH) vergeben. Der

Innovationspreis wird nicht allein für die

Neuerung an sich vergeben, sondern auch

für die Anwendung und Marktdurchdringung.

In seiner Laudatio würdigte

DI Martin Lang nicht nur die Karriere von

DI Plank, sondern auch die von ihm

forcierte Einführung und Weiterentwicklung

der elektronischen Zündsysteme in

Österreich, die auch für die Zuerkennung

des Preises ausschlaggebend war.

Der 1962 gegründete Verband wird

2022 sein 60-jähriges Jubiläum feiern,

1970 wurde die erste internationale

Tagung für Sprengtechnik in Kooperation

mit dem WIFI Linz veranstaltet. Mit

einem Mitgliederstand von über 7.000

Sprengbefugten ist der Verband der

Sprengbefugten Österreichs – gemessen

an der Mitgliederzahl – der weltgrößte

behördlich registrierte Sprengverband.

www.sprengverband.at

POWERSCREEN

MARKET LEADING CRUSHING AND SCREENING TECHNOLOGY

www.kuhn.at

Kuhn Baumaschinen GmbH • Zentrale Eugendorf, Kuhn Straße 1, A-5301 Eugendorf bei Salzburg

Telelon: 0043 (0) 6225 8206 0 • Telefax: 0043 (0) 6225 8206 190 • Email: office-bm@kuhn.at

BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2021

59


MASCHINEN + TECHNIK

VÖBU / ÖBB INFRASTRUKTUR

Geotechnik-Experten zu Gast im

Tunnelabschnitt Fröschnitzgraben

Als eines der wichtigsten und komplexesten Infrastrukturprojekte im Herzen

Europas ist der Semmering Basistunnel auch für Geotechnik-Experten extrem

spannend. In Kooperation mit der ÖBB Infrastruktur organisierte die VÖBU

Mitte November eine Exkursion in den Tunnelabschnitt Fröschnitzgraben.

D

er rund 27 km lange Semmering-

Basistunnel wird von 14 Stellen aus

gebaut. Aktuell sind mehr als drei Viertel

des Tunnels im Rohbau gegraben. Wenige

Tage vor dem Lockdown ermöglichte Ing.

Thomas Pirkner, Geschäftsführer der

VÖBU (Vereinigung Österreichischer

Bohr-, Brunnenbau- und Spezialtiefbauunternehmungen)

einer kleinen Gruppe

von acht Geotechnik-Interessierten eine

Führung im Tunnelabschnitt „Fröschnitzgraben“

– dem mit 13 km längsten

Abschnitt.

Nach einer Einführung ober Tage

durch DI Wolfgang Schwengerer, dem

Leiter der Baustellenkoordination, folgte

die eigentliche Besichtigung. Dazu fuhr

die Besuchergruppe 400 m durch einen

der beiden 10 m breiten Zugangsschächte.

„Selbst für uns erfahrenen Spezialtiefbauer

sind die Dimensionen dieser

Baustelle überwältigend, es ist eine eigene

unterirdische Welt“, zeigt sich Ing. Pirkner

beeindruckt.

In Rahmen einer zweistündigen

Führung konnten Teile des Tunnelabschnitts

Fröschnitzgraben und der dort

entstandenen Kaverne, die später als

Nothaltestelle dient, besichtigt werden.

Im Fröschnitzgraben kommen im kontinuierlichen

Vortrieb die beiden Tunnelbohrmaschinen

Carl und Ghega in

Richtung Niederösterreich erfolgreich

voran: Trotz zeitlich versetztem Start sind

sie mittlerweile fast gleich auf und haben

bereits mehr als 90% ihres Weges hinter

sich gebracht. Über 46.000 Tübbinge

wurden so bereits eingebaut. Im Baggerund

Sprengvortrieb in Fröschnitzgraben

West konnten die Mineure bereits die

Vortriebs-Arbeiten erfolgreich abschließen,

somit sind 2 von 14 Vortrieben fertig

gestellt. Alle Teilnehmerinnen und

Teilnehmer zeigten sich von der Größe des

Tunnelprojekts und der aufwendigen

Baustellenorganisation tief beeindruckt

und freuten sich, dass die VÖBU im

Rahmen ihrer Netzwerkaktivitäten auch

solche außergewöhnlichen Besichtigungen

organisiert.

www.voebu.at

1

1 Die kleine VÖBU-Besucher gruppe bei der Führung im

Semmering Basistunnel. 2 Da lacht das Herz des

Geotechnikers: Tunnelbau par excellence. Hier wird mit

schweren Maschinen gearbeitet und Millionen Tonnen

Material bewegt. 3 Die Gruppe beim 400 m tiefen Zugangsschacht

für den Tunnelabschnitt Fröschnitzgraben.

3

2

60 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


SPEZIAL

DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK

SPEZIAL-THEMA

MATERIALUMSCHLAG

Foto: Messe München


MATERIALUMSCHLAG

Geschäftsführer Mag. Johann Neumüller

(Mitte) mit Ing. Martin Zöchbauer (Verkaufsrepräsentant,

Liebherr Österreich Vertriebsund

Service GmbH, links) und Platzmeister

Martin Haneder (rechts). Links der LH 40 M

Industry mit MH 40B Schnellwechselsystem,

rechts der LH 30 M Industry

mit SW 48 Likufix für den einfachen

und sicheren Anbau von schwerem

Werkzeug und Stielverlängerung.

NEUMÜLLER / LIEBHERR

Eisen Neumüller setzt bei den

Materialumschlagmaschinen auf Liebherr

Als einer der modernsten Stahlhändler und Entsorgungsbetriebe Österreichs achtet die Johann

Neumüller GmbH in Ennsdorf/Hafen in allen Bereichen auf höchste Qualität. Aufgrund der

nächsten Wachstumsschritte begann das Unternehmen mit der Erneuerung seiner 13 Materialumschlagmaschinen.

Sie werden im Laufe von zwei Jahren durch die Liebherr Modelle LH 30

M Industry Litronic, LH 40 M Industry Litronic und LH 50 M Industry Litronic ersetzt.

D

ie Wurzeln des erfolgreichen Familienbetriebs

liegen im Stahl- und Schrotthandel,

der von Herma und Johann

Neumüller 1966 in Mauthausen gegründet

wurde. 1999 übersiedelte der Betrieb nach

Ennsdorf, wo ein Gleisanschluss und das

Hafenbecken optimale Rahmenbedingungen

für ein kontinuierliches Wachstum

bilden. Als Teil einer größeren Gruppe von

Recyclingfachbetrieben beschäftigt die

Firma Neumüller heute rund 100 motivierte

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

die in diesem Jahr mit 285 Mio. Euro

einen neuen Umsatzrekord erwirtschaften.

Die vorhandenen Stärken aus Erfahrung,

Tradition und Fortschritt im Stahl- und

Schrottbusiness werden bei Eisen Neumüller

mit modernsten IT-Systemen für

Organisation und Logistik ergänzt. Dabei

gilt auch heute noch das Prinzip des

Handschlags.

Angeliefert bzw. abtransportiert wird

das Material über den Bahnanschluss, die

Hafenanlage und die eigene Lkw-Flotte

bzw. Kundenfahrzeuge. Während aus den

Gemeinden der sogenannte Mischschrott

angeliefert wird, kommt von den Industrie-Betrieben

hochwertigeres Material mit

mehr Inhaltsstoffen. Das angelieferte

Metall wird zuerst einer automatischen

Radioaktivitätsprüfung beim Lkw- und

Bahn-Einfahrtstor unterzogen. Nach der

Verwiegung folgt die Sichtkontrolle zur

Bestimmung der Qualität des Materials.

Dieses wird sorgfältig getrennt, wobei die

langjährige Erfahrung der Mitarbeiter

durch praktische mobile Analysegeräte

unterstützt wird. Nach der Zwischenlagerung

in Boxen werden die Metalle aufbereitet,

wobei hier auch drei Schrottscheren

mit jeweils 1.000 t – darunter auch zwei

mobile Schrottscheren – zum Einsatz

kommen. Abnehmer des Materials sind

Stahlwerke und Metallhütten im Inund

Ausland.

Geschäftsführer Mag. Johann

Neumüller: „Wir verarbeiten hier hauptsächlich

Eisenschrott, der aus Produktionsabfällen

stammt. Der Schrott wird von uns

mit einer Tageskapazität von 1.000 t

entsprechend den Vorgaben der Kunden

aufbereitet. Unser Unternehmen befindet

sich nach wie vor auf Wachstumskurs und

deshalb wird das Gelände im nächsten

Fotos: @ Baublatt.Österreich; Liebherr

62 DEZEMBER 2021 | BAUBLATT.ÖSTERREICH


MATERIALUMSCHLAG

1

1 Das umfassende Qualitätsmanagement ist einer der

Grundpfeiler für den ausgezeichneten Ruf der Firma

Neumüller. Im Bild der neue LH 50 M Industry bei

Sortierarbeiten. 2 Das vollautomatische Kupplungssystem

MH 40B erlaubt den schnellen Wechsel zwischen den

Anbauwerkzeugen. 3 Der LH 40 M Industry mit MH 40B

Schnellwechselsystem bei der Waggonentladung.

4 Den Maschinisten ist die Freude mit den neuen

Liebherr-Materialumschlagmaschinen deutlich

anzumerken.

2 3 4

Jahr weiter ausgebaut. Im Zuge dieser

Erweiterung werden wir durch zusätzliche

Gleisanlagen unsere Bahnkapazität

verdoppeln. Aufgrund dieser Kapazitätssteigerung

und der von uns angestrebten

Geräte-Erneuerung nach drei Jahren,

haben wir begonnen, uns am Markt nach

leistungsfähigen Materialumschlagmaschinen

umzusehen. Eine Testmaschine der

Firma Liebherr und das professionelle

Service-Team haben uns schließlich am

meisten überzeugt. So haben wir uns

entschlossen, im Laufe von zwei Jahren

unsere 13 Materialumschlagmaschinen

durch Liebherr-Maschinen zu erneuern.“

Konkret setzt die Firma Neumüller auf

die Liebherr Modelle LH 30 M Industry,

LH 40 M Industry und LH 50 M Industry.

Die vielseitigen und leistungsstarken

Allroundtalente verfügen nicht nur über

modernste Motorentechnologie der

Abgasstufe V, sondern auch über eine

intelligente Maschinensteuerung, welche

das Zusammenspiel der Antriebskomponenten

in Hinblick auf den Wirkungsgrad

optimiert. Liebherr Power Efficiency (LPE)

ermöglicht den Maschinenbetrieb im

Bereich des niedrigsten spezifischen

Kraftstoffverbrauchs – für weniger

Verbrauch und mehr Effizienz bei maximaler

Leistung. Die Joysticks mit serienmäßiger

Proportionalsteuerung über

4-Wege-Mini-Joysticks erhöhen neben der

Funktionalität auch den Bedienkomfort.

Aktuell befinden sich bei der Firma

Neumüller bereits vier Liebherr-Materialumschlagmaschinen

im Einsatz: eine

LH 30 M Industry, ausgerüstet mit dem

13 neue Liebherr-

Materialumschlagmaschinen

in zwei

Jahren (von links):

Geschäftsführer Mag.

Johann Neumüller (links)

mit Ing. Martin

Zöchbauer (Verkaufsrepräsentant,

Liebherr

Österreich Vertriebsund

Service GmbH).

vollhydraulischen Schnellwechselsystem

Likufix und Stielverlängerung; zwei

LH 40 M Industry – davon einer mit dem

vollautomatischen Kupplungssystem MH

40B für hängende Anbauwerkzeuge wie

Mehrschalengreifer, Schüttgutgreifer oder

Lasthebemagnete – sowie ein LH 50 M

Industry. Auch die verschiedenen Greifer,

mit denen die Maschinen ausgerüstet sind,

stammen von der Firma Liebherr. In Kürze

folgen drei weitere Liebherr-Maschinen,

von denen eine ebenfalls mit dem MH 40B

Schnellwechselsystem ausgerüstet ist. Alle

Maschinen werden durch das Team der

Kundendienstniederlassung der Firma

Liebherr in Wels betreut.

Mag. Johann Neumüller: „Wir sind mit

den Liebherr-Maschinen in jeder Hinsicht

sehr zufrieden. Aufgrund unserer strengen

Vorgaben achten wir natürlich auch sehr

genau auf die Verbrauchswerte und diese

sind beeindruckend niedrig. Aber auch von

unserem Platzmeister Martin Haneder

und den Maschinisten erhalte ich sehr

positive Rückmeldungen. Technik,

Bedienung und Produktivität entsprechen

unseren hohen Erwartungen. Ich bin

überzeugt, dass wir mit der Firma

Liebherr den richtigen Partner für die

weitere erfolgreiche Entwicklung unseres

Unternehmens gefunden haben.“

www.liebherr.com | www.eisen-neumueller.at

BAUBLATT.ÖSTERREICH | DEZEMBER 2021

63


MATERIALUMSCHLAG

VOEB

Leuchtturmprojekte aus Österreich

Im Zuge von Pilotprojekten forscht die Entsorgungs- und Ressourcenwirtschaft schon

längst daran, mittels innovativer Lösungen den Abfall im Kreislauf zu halten und so

Sekundärrohstoffe für die Industrie zu gewinnen. Im Rahmen einer Tagung in Wien

wurden zukunftsweisende Kreislaufwirtschaftskonzepte präsentiert.

I

Im Rahmen der Podiumsdiskussion sprachen Vertreter aus Industrie, Abfall- und Ressourcenwirtschaft und BMK

über Herausforderungen und Chancen einer Kreislaufwirtschaft in Österreich sowie den dafür notwendigen

strukturellen, organisatorischen und politischen Voraussetzungen.

m Jahr 2019 präsentierte EU-Kommissionspräsidentin

Ursula von der Leyen

den Green Deal, der den europäischen Weg

zur Klimaneutralität bis 2050 ebnen soll.

Das EU-Kreislaufwirtschaftspaket ist ein

wesentlicher Eckpfeiler dieser Strategie.

In diesem Zusammenhang luden der

Verband der Österreichischen Entsorgungsbetriebe

(VOEB), die Industriellenvereinigung

(IV) und die Altstoff Recycling

Austria AG (ARA) bereits zum dritten Mal

zur Veranstaltung „Gemeinsam Kreislauf-

Wirtschaften“.

Einige der zentralen Fragestellungen

lauteten: Klimaschädliches CO2 einfangen,

um daraus Kunststoffe zu machen? Abfall

scannen und Wertstoffe erkennen? Mit

Wasserstoff betriebene Müllabfuhr? Damit

die Transformation von einem linearen zu

einem zirkulären Wirtschaftssystem

jedoch rasch gelingt, braucht es nach

Ansicht der Experten mehr Rechtssicherheit

und finanzielle Unterstützung seitens

der Politik. Außerdem müssen Genehmigungsverfahren

verkürzt sowie die

produzierende Industrie stärker in die

Kreislaufwirtschaft eingebunden werden.

Peter Kurth, Präsident des BDE

(Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-,

Wasser- und Rohstoffwirtschaft)

und des FEAD (European Waste Management

Association) sieht die Entsorgungswirtschaft

als Treiber des Klimaschutzes.

„Wir müssen als Entsorger in Brüssel stärkere

Präsenz zeigen, damit unser Beitrag

zum Green Deal deutlich wird“, so Kurth.

„Wir sind bekannt für unsere Abfallbehandlungskompetenz,

jedoch liegt die

Zukunft unserer Branche in der Rohstoffgewinnungskompetenz.“

Weiters betont

Kurth, dass die Recyclingfähigkeit vom

Design der Produkte und somit von der

produzierenden Industrie abhängig ist.

„Wir müssen die Industrie viel stärker in

den Green Deal einbinden, das schaffen

wir nur mittels Mindesteinsatzquoten von

Rezyklaten“, so Kurth. Der Anteil von

recyceltem Material in der Produktion

liege derzeit bei 10 bis 12%, das sei viel zu

niedrig. Würde sich diese weltweit

verdoppeln, wären die Pariser Klimaziele

erreicht. Für Kurth ist die Kreislaufwirtschaft

eine Querschnittsmaterie, die

national nicht nur im Umweltministerium,

sondern genauso im Wirtschaftsministerium

oder im Bundeskanzleramt eingebettet

sein muss, um der Thematik die

notwendige Relevanz zu verleihen.

Eines der präsentierten Leuchtturmprojekte

betrifft das Entsorgungsunternehmen

Brantner, das in Kooperation mit

der Zoeller Gruppe einen wasserstoffbetriebenen

Müllwagen entwickelt hat. Im

Vergleich zu einem herkömmlichen Lkw

werden pro Jahr 80 t CO2 eingespart. Die

Produktion des grünen Wasserstoffs soll

direkt am Betrieb von Brantner in

Niederösterreich erfolgen. Um in Serienproduktion

gehen zu können, braucht es

höhere Förderungen – in Deutschland gibt

es für ähnliche Projekte 80% Zuschuss von

der öffentlichen Hand.

Ein weiteres Beispiel ist die Porr AG,

die das Ziel verfolgt, aus Bauabfall

Ressourcen zu gewinnen, um diese wieder

der Bauwirtschaft zuzuführen und

Stoffkreisläufe zu schließen. Die Branche

ist für zwei Drittel der Abfallstrommengen

und für über 50% der vom Menschen

verursachten THG-Emissionen verantwortlich.

Laut Bundesabfallwirtschaftsplan

2021 liegt in Österreich der Anteil

der Aushubmaterialien (42 Mio. t) sowie

der Bau- und Abbruchabfälle (11,5 Mio. t)

bei insgesamt 78% des Gesamtabfallaufkommens

(68 Mio. t). Jährlich fallen in

Österreich rund 100 Mio. t an mineralischen

Baustoffen an, wobei der Recyclinganteil

unter 10% liegt (8,7 Mio. t). Dieser

Anteil soll in den kommenden Jahren

massiv erhöht werden, um den CO2-Ausstoß

der Branche zu reduzieren.

www.voeb.at

64 DEZEMBER 2021 | BAUBLATT.ÖSTERREICH


PROFI IM

HOLZUMSCHLAG

Ein absolutes Alleinstellungsmerkmal ist der originale „Fuchs Timber Boom“. Durch die Lagerung

des Auslegers weit hinter der Drehmitte bietet die MHL434 F eine ausgezeichnete Rundumsicht

sowie eine große Reichweite.

Kiesel Austria GmbH | Blätterstraße 1 | 2751 Wöllersdorf-Steinabrückl | +43 2622 42 468 | info@kiesel.net

www.kiesel.net


MATERIALUMSCHLAG

1 2

3

STIPITS / ZEPPELIN

Erster Elektro-Umschlagbagger MH24 bei

burgenländischem Technik-Pionier Stipits

Die in Rechnitz ansässige Firma Stipits ist Komplettanbieter von Entsorgungs-, Reinigungsund

Verwertungsleistungen für Gemeinden, Private und Unternehmen. Eine wichtige Basis

für den Erfolg sind die regelmäßigen Investitionen in zukunftsorientierte Technik. Das gilt

auch für den ersten MH24 Österreichs: Der Umschlagbagger mit Elektroantrieb und Kabelanschluss,

der bei Firma Stipits seit der Inbetriebnahme Anfang November problemlos läuft,

wurde von Zeppelin in enger Zusammenarbeit mit Caterpillar entwickelt.

E

in Traktor und ein Vakuumfass – das

genügte Josef Stipits 1970, um sein

eigenes Unternehmen zu gründen. Unter

dem Motto „Geht nicht, gibt’s nicht!“ wurde

er rasch ein gefragter Dienstleister im

Bereich der Kanalräumung und legte

damit den Grundstein für das weitere

Wachstum. Schritt für Schritt entwickelte

sich die Firma Stipits Entsorgung GmbH

vom klassischen Entsorgungs- und

Reinigungsunternehmen hin zu einem

umweltorientierten Verarbeitungsbetrieb,

der natürliche Ressourcen unter ökologischen,

ökonomischen und sozialen

Gesichtspunkten verantwortungsvoll

nutzt. Dabei ziehen sich regelmäßige

Investitionen in neueste technische

Lösungen wie ein roter Faden durch die

Geschichte des Familienbetriebs. Investiert

wurde in den Ausbau der Betriebsstätte

ebenso, wie in modernste Anlagen und

Maschinen oder in das hauseigene Labor

zur Analyse problematischer Stoffe. Auch

der Fuhrpark umfasste immer mehr

Spezialfahrzeuge, wodurch ein komplexes

Entsorgungsunternehmen mit einem

breiten Leistungsspektrum entstand.

Geführt wird das Unternehmen in zweiter

Generation von Ing. Niki Stipits

(Geschäftsführung, Technik) und Wolfgang

Günser (Geschäftsführung, Verkauf). Die

Firma Stipits beschäftigt heute an den drei

Standorten Rechnitz, Güssing und

Donnerskirchen rund 80 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter.

Geschäftsführer Ing. Niki Stipits über

die Kompetenzen des Unternehmens: „Mit

dem Bau der ersten burgenländischen

Biogas-Anlage mit vorgeschalteter

Abfallaufbereitung sind wir regionaler

Vorreiter dieser erneuerbaren Energien.

Durch die Verwendung von Biogas in

unserem Fuhrpark für Lkw, Pkw oder

Stapler sparen wir mehr als 1.000 t CO2

pro Jahr in unserem Unternehmen ein und

ermöglichen dadurch klimaverträgliche

Mobilität auch im Bereich der Schwerst-

Dieselmaschinen. Denn mit unseren

mittlerweile 20 Biogas-Lkw und dem

großteils aus biogenen Abfällen selbst

produzierten Biomethan sparen wir bis zu

100% an Dieselkraftstoff. Wir verfügen

inzwischen über ein komplettes Energiemanagementsystem,

mit dem wir unsere

vernetzten Anlagen regeln. Auf Basis des

von uns selbst erzeugten Photovoltaik- und

Biogasstroms sind wir bereits zu einem

sehr hohen Grad energieautark und

arbeiten im Wesentlichen CO2 neutral.“

Diese engagierte Einstellung ist auch

der Hintergrund für die Investition in den

neuen MH24, einen Umschlagbagger mit

Elektroantrieb und Kabelanschluss. Der

MH24 mit 24 t wurde gemeinsam mit dem

kleineren MH22 von Zeppelin in enger

Zusammenarbeit mit Caterpillar für

Einsätze entwickelt, bei denen es vor allem

auf hohen Materialumsatz und niedrige

Betriebskosten ankommt. Sie basieren auf

den konventionellen Cat Umschlagbaggern

derselben Gewichtsklasse, wurden aber

konsequent für den Elektroantrieb

weiterentwickelt. Beide Typen profitieren

von allen Vorteilen der umweltfreundlichen

Antriebstechnik genauso wie von den

Fotos: @ Baublatt.Österreich

66 DEZEMBER 2021 | BAUBLATT.ÖSTERREICH


MATERIALUMSCHLAG

7

4 5

6

zahlreichen Leistungs- und

Komfortmerkmalen der

Caterpillar MH-Umschlagbagger

mit herkömmlichem

Verbrennungsmotor.

Eingesetzt wird der MH24

bei der Firma Stipits für die

Beschickung eines Elektro-

Schredders, in dem Gewerbeabfälle

und Sperrmüll für die

Verwendung als Ersatzbrennstoff

in der Zementindustrie

aufbereitet werden. Durch das

elektrohydraulische Antriebskonzept

ist es gelungen, die

Betriebskosten des Umschlagbaggers

um bis zur Hälfe

gegenüber herkömmlichen

Dieselmotoren zu senken. Die

elektrische Leistung gelangt

über einen großzügig dimensionierten

Schleifringkörper vom

Unterwagen in den Oberwagen.

Dabei stellt der bürstenlose

Elektromotor eine hohe

Leistung von 90 kW ohne

Zeitverzug und vor allem leise

bereit.

Der Wegfall des Verbrennungsmotors

reduziert den

Wartungs- und Reparaturaufwand

deutlich. Das Kühlsystem

ist vollständig vom

Motorraum getrennt, um den

Elektromotor entsprechend zu

kühlen und die Geräuschentwicklung

zu reduzieren.

Bereits im Standard verfügen

sowohl der MH22 als auch der

MH24 über ein feinmaschiges

Sieb für verbesserten Kühlerschutz

und zwei elektrisch

angetriebene, automatisch

geregelte Umkehrlüfter mit

einstellbaren Intervallen.

Optional wird noch ein

vibrierendes Schutzgitter angeboten.

Die Bedienung und

Überwachung des Elektroantriebs

erfolgt über einen

zusätzlichen Touch-screen-

Monitor in der Fahrerkabine.

Ausgerüstet mit einer Kabeltrommel

kann der MH24 einen

Fahrweg von über 70 m

zurücklegen, alternativ ist auch

ein Schleppkabel verfügbar.

Ing. Niki Stipits über die

Hintergründe der Entscheidung:

„Wir haben grundsätzlich

viel Erfahrung mit allen

möglichen elektrischen

Anlagen auf unserem Betriebsgelände.

Für unseren neuen

Umschlagbagger haben wir uns

die am Markt verfügbaren

Elektrogeräte angesehen, wobei

uns am MH24 besonders gut

gefällt, dass er ohne Frequenzumformer

konzipiert ist. Die

engagierte Betreuung durch

Markus Gaal und der professionelle

Service bestärken uns

darin, die Zusammenarbeit mit

der Firma Zeppelin Österreich

in Zukunft weiter auszubauen.“

www.stipits.at

www.zeppelin.com/at-de/cat

1 Der Elektro-Umschlagbagger MH24 hat keinen Akku und wird

über eine Kabeltrommel mit Strom versorgt. Mit einem Cat Greifer

und nur kurzen Fahrwegen beschickt er bei der Firma Stipits einen

Untha-Schredder mit elektromechanischem Antrieb mit Gewerbemüll.

2 Ing. Niki Stipits (Mitte, Geschäftsführung, Technik) mit

J ürgen Specht (Leiter der Niederlassung Graz der Firma Zeppelin

Österreich, links) und Markus Gaal (Verkäufer Neu- und Gebrauchtmaschinen,

Niederlassung Graz der Firma Zeppelin Österreich).

3 Fahrer Josef Csidei ist mit dem MH24 in jeder Hinsicht zufrieden.

4 Der MH3026 legte vor zwei Jahren den Grundstein für die verstärkte

Zusammenarbeit der Firma Stipits mit Zeppelin Österreich.

5 Hat noch immer Spaß an der Arbeit: Firmengründer Josef Stipits.

6 „Wir machen Rohstoffe aus Altstoffen“ lautet das Motto von Ing.

Niki Stipits (rechts, Geschäftsführung, Technik) und Wolfgang

Günser (Geschäftsführung, Verkauf). 7 Im Zwischenlager, in dem

die Baurestmassen aus den eigenen Abbrucharbeiten aufbereitet

werden, sorgt der Cat 950M für schnelle und effiziente Abläufe.

Sitztechnik GmbH

Tel. 0043(0)5242 90420

office@sitztechnik.com

BAUBLATT.ÖSTERREICH | DEZEMBER 2021

67


MATERIALUMSCHLAG

ASCENDUM / SENNEBOGEN

Drei Sennebogen 735 M-HD auf

engstem Raum bei Pabst Holzindustrie

In ihrem Sägewerk Obdach setzt die Firma Pabst Holz drei Sennebogen 735 der

E-Serie als Pick & Carry Umschlagmaschinen auf sehr beengtem Raum ein. Die

drei identisch konfigurierten 735er punkten durch die hohe Reichweite des

Auslegers, für die auch Stapelhöhen von bis zu 10 m kein Problem darstellen.

D

as Sägewerk in Obdach ist Ursprung

der Firmengeschichte der Johann

Pabst Holzindustrie GmbH. An diesem

Standort im Herzen der steirischen

Holzstraße begann vor über 80 Jahren die

Erfolgsgeschichte des familiengeführten

Traditionsunternehmens. Heute verarbeitet

Pabst Holz jährlich rund 350.000 fm

Rundholz. Dabei handelt es sich um fast

ausschließlich Fichtenrundholz aus dem

steirischen Murtal, das im Umkreis von

rund 120 km geerntet wird. Die Lieferung

erfolgt zu 98% per Lkw. Die drei Sennebogen

735E übernehmen die Logistik am

Rundholzplatz. Dazu gehört das Entladen

der bis zu 60 Lkw am Tag sowie das

Beschicken der Säge. Die maximal 4-5m

langen, sortierten Rundhölzer werden

anschließend durch die drei Pick & Carry

Spezialisten und mithilfe eines Holzgreifers

mit integrierter Flyerkette zu Poltern

in Höhe von bis zu 10 m geschlichtet.

Das Stammwerk Obdach liegt im

waldreichen Herzen der Steiermark: dem

Murtal. Umringt von Fichtenwäldern und

Bergen begann hier bereits 1940 die

Firmengeschichte mit einer kleinen Säge.

Ein guter Ausgangspunkt für die Entwicklung

der Firma Pabst Holz, denn Österreich

zählt zu den waldreichsten Ländern

Europas und dort werden rund 26 Mio. m³

jährlich geerntet. Knapp 65 Jahre wuchs

die Firma stetig, wie ein Baum, bis dann

2005 ein zweiter Standort in Zeltweg

errichtet wurde. Heute erwirtschaftet das

Unternehmen mit rund 280 Mitarbeitern

einen Jahresumsatz von rund 100 Mio.

Euro. In der von Reinhard und Johann

Pabst geführten Zentrale in Zeltweg

befinden sich die beiden Brettschichtholzwerke

sowie die Pabst-Pellets und Alpen-

Span Produktionen. Die Hobelwerke sowie

das Sägewerk befinden sich bis heute am

Standort Obdach.

Die große Herausforderung im Stammwerk

sind die beengten Platzverhältnisse.

Durch die Tallage ist eine Vergrößerung

der Flächen nicht möglich und daher wird

jeder Quadratmeter optimal genutzt. Vor

Ort am Rundholzplatz findet man hohe

Als ideale Holzfahrmaschine

sorgen drei Sennebogen 735 M-HD

im Sägewerk der Firma Pabst Holz

für effiziente Abläufe.

Polter und enge Gassen. Daher wurde das

Sennebogen Dreigespann individuell für

die Bedürfnisse der Johann Pabst Holzindustrie

GmbH abgestimmt. Alle drei

Umschlagbagger haben eine starre

Erhöhung der Sennebogen Maxcab um 1,5

m. Diese Erhöhung macht das Stapeln der

Polter auf 8 m Höhe bei engen Gassen

möglich. Zusätzlich bildet der Mobilunterwagen

mit 70 t Spezialachsen in verstärkter

Super Breitspur-Ausführung und mit

verlängertem Radstand von 3,6 m sozusagen

das starke Fundament der Pick &

Carry Maschinen.

Im Dreischichtbetrieb sind immer

mindestens zwei Holzfahrmaschinen im

Einsatz. Dabei wechseln die Fahrer

regelmäßig mit dem Bediener der Rundholzsortieranlage,

um durch vielseitige

Aufgaben die Konzentration zu stärken.

Das Pabst-Team ist umfassend ausgebildet

und kann bei Bedarf an jeder Position

eingesetzt werden. Das schließt auch

Geschäftsführer Reinhard Pabst und Sohn

Reinhard Christoph Pabst nicht aus. Die

68 DEZEMBER 2021 | BAUBLATT.ÖSTERREICH


MATERIALUMSCHLAG

Österreichischer

Baumaschinenverband

KOMPETENZ DURCH

FOKUSSIERTE INFORMATION

Das Pabst-Team am Rundholzplatz (von links): Michael Pilch, Reinhard Christoph Pabst,

Peter Rieger, Reinhard Pabst, Bernhard Grantner, Franz Bärnthaler und

Ascendum Vertriebsrepräsentant Christian Schweighart.

Erfahrung durch das Arbeiten im Betrieb

macht sich der Geschäftsführer auch bei

der Auswahl seiner Maschinen zum

Vorteil. Pabst versteht die Vorteile und

Sicherheitsaspekte für sein Team nicht

nur theoretisch, sondern auch praktisch.

Die Wahl der Zusatz-Ausstattung der

drei Sennebogen 735 E-Serie mit einem

Lastenstabilisator zur Dämpfung der

Last- und Ausrüstungsschwingungen

im Fahrbetrieb sowie einem umfangreichen

Paket an zusätzlichen LED-

Scheinwerfern für die Arbeit im

Dunkeln wurden ganz bewusst getroffen.

Bernhard Grantner ist für die Instandhaltung

und Wartung der Maschinen am

Standort Obdach zuständig und erklärt:

„Wir haben nach und nach auf Sennebogen

umgestellt. Aktuell fahren drei

Holzfahrmaschinen des Modell 735 bei uns

mit jeweils rund 2.000, 8.000 und 10.000

Betriebsstunden. Insgesamt rechnen wir

mit einer Laufzeit von rund 30.000

Betriebsstunden je Maschine. In unseren

engen Poltergassen können wir mit

unseren Sennebogen ohne aufwendiges

Rangieren schneller Arbeiten, das macht

die Prozesse besonders effizient.“

www.ascendum.at | www.sennebogen.com

www.pabst-holz.com

Nr. 0124850

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PRÜFPLAKETTEN &

PRÜFBEFUNDE lt. AM-VO

Ein SERVICE des MAWEV

Eine echte

Allround-Maschine

die sich auch zum

Entladen der Lkw

und Beschicken

der Säge eignet.

Bestellungen für den Prüfbefund mit zwei

Durchschlagblättern und für die fortlaufend

nummerierte Prüfplakette (hochqualitativ,

äußerst wetterbeständig, – 40° bis +130°)

als Aufkleber richten Sie bitte direkt an

den MAWEV.

Informationen

und Bestellungen:

www.mawev.at

Tel 01/504 26 98

www.mawev.at


MATERIALUMSCHLAG

Der kleine Heckradius der Fuchs MHL434 F von 2,6 m gepaart

mit dem geringen Oberwagen-Schwenkdurchmesser

ermöglicht optimale Arbeitsverhältnisse auch bei

geringer Gassenbreite.

KIESEL / FUCHS

Fuchs MHL434 F als Allrounder

in deutschem Holzpellets-Werk

Die in der Nähe von Bonn ansässige Firma Westerwälder Holzpellets produziert

aktuell bis zu 50.000 t Pellets pro Jahr. Für das Unternehmen ist die neue Fuchs

MHL434 F durch die Vielzahl der Verwendungsmöglichkeiten zum Allrounder

geworden. Das Gerät beeindruckt mit Leistung, ausgezeichneten

Sichtverhält nissen und geringem Verbrauch.

B

ereits im Jahr 1925 legte der 21-jährige

Emil Mann den Grundstein für

ein sich immer weiter entwickelndes

Unternehmen. Angefangen hat alles mit

einem gebrauchten Lkw und dem Transport

von Baustoffen. In den 1970er Jahren

betrieb die Spedition schon 60 Fahrzeuge.

Im Jahr 1991 wurde die erste kommerziell

genutzte Windkraftanlage in Rheinland-

Pfalz errichtet. Mit der hierzu neu

gegründeten Mann Windenergie GmbH

betrat Markus Mann im selben Jahr

erfolgreich Neuland im Bereich der

erneuerbaren Energien. Schon 1994/95

errichtete die Mann Naturenergie GmbH

& Co. KG in Langenbach ein Biomasseheizkraftwerk

zur energetischen Nutzung

von Landschaftspflegeholz und anderen

naturbelassenen Hölzern. 1998 begann der

Komfortabler Arbeitsplatz: Die groß

dimensionierte, elastisch gelagerte und

schallgedämmte Kabine mit Schiebetür

und getönten Scheiben.

Einstieg in den Vertrieb von „grünem“

Strom. Heute verarbeitet das Unternehmen

jährlich bis zu 120.000 fm Rundholz

zu Verpackungsschnittholz und Pellets.

Bei der Verarbeitung von Holz gibt es

keinen Abfall: Rinde und Holzabfallstücke

werden für die Produktion von Strom und

Wärme genutzt. Sägespäne werden zu

CO2-neutralen Holzpellets verarbeitet.

Bereits im Jahr 2001 wurde die Firma

Westerwälder Holzpellets GmbH

ge gründet und die erste großtechnische

Holzpelletsproduktion in Deutschland in

Betrieb genommen. Dort werden aktuell

bis zu 50.000 t Pellets pro Jahr produziert.

Durch das Errichten des Sägewerkes,

genannt SEO-Anlage (Stofflich-Energetische-Optimierungsanlage),

in den Jahren

2015-2017 werden nicht sägefähige

70 DEZEMBER 2021 | BAUBLATT.ÖSTERREICH


MATERIALUMSCHLAG

Rundhölzer teilweise zur Herstellung von

Verpackungsholz verwertet. Nach dem

Einschnitt wird das Holz über die Sortieranlage

geführt. Scanner und geschulte

Mitarbeiter sorgen dabei stets für die

effiziente Auslastung der hochmodernen

Sägelinie. Das Holz kann flexibel in

Standardabmessungen oder nach individuellem

Kundenwunsch auf Maß gesägt

werden. Trotz des hohen Automatisierungsgrads

arbeiten mehrere Mitarbeiter

an der hochkomplexen Linie, steuern die

Produktion und die Qualitätskontrolle. Am

Ende der Fertigungslinie leisten zwei

hochmoderne Roboter wertvolle Dienste

bei der Verpackung und Palettierung der

Endprodukte. So werden durch das

Zusammenspiel von Mensch und Technik

höchste Anforderungen an Qualität und

Effizienz erfüllt.

Dank ihrer Allrounder-Qualitäten wird

die neue MHL434 F im Hause Westerwälder

Holzpellets im Zweischichtbetrieb

5 Tage in der Woche eingesetzt. Neben

verschiedenen Manipulationsaufgaben wie

Boxen leeren, poltern und Sägewerk

beschicken, unterstützt sie auch bei der

Entladung von Lkw und bei der Beschickung

der Sortieranlage. „Die hervorragende

Rundumsicht der MHL434 F durch

den hinten angelenkten Ausleger erhöht

die Arbeitssicherheit auf dem Rundholzplatz

gravierend. Die Leistung der

Maschine ist beeindruckend“, so Betriebsleiter

Joachim Kessler.

Ein absolutes Alleinstellungsmerkmal

in dieser Maschinenklasse ist der originale

Fuchs Timber Boom. Durch die Anordnung

des Auslegers hinter der Drehmitte bietet

die MHL434 F beste Sichtverhältnisse,

wodurch sich die Arbeitssicherheit auf

dem Rundholzplatz erhöht. Dieses

Konzept ermöglicht zudem eine größere

Polterhöhe und somit eine bessere

Ausnutzung der vorhandenen Holzlagerfläche.

Kontroll- und Servicearbeiten

können bequem

vom Boden aus durchgeführt

werden. Die Bilder zeigen weiters

die Fahrtrichtungserkennung, das

Schutzgitter und das Stützschild

mit integriertem Zylinderschutz.

Praktische Features ab Werk

Die reichhaltige Serienausstattung, die

u.a. das Holzschutzgitter, die Fahrerkabine

mit 4 m Sichthöhe, 8 LED-Arbeitsscheinwerfer,

die Hubzylinderdämpfung, eine

kabellose Reifendrucküberwachung,

Batterie-Fremdstartpole, eine erweiterte

Leerlaufautomatik und die Umkehrlüfter

für die separat angeordneten Motor- und

Hydraulikölkühler beinhaltet, wurde

speziell für die Anforderungen im Holzumschlag

zusammengestellt. „Die großen

Front-, Heck- und Seitenscheiben sowie

die gute Sicht nach rechts – dank des

hinten angelenkten Auslegers – ermöglichen

mir, alle Prozesse um mich herum

bestens im Blick zu haben. Zudem mag ich

die kraftvolle, aber dennoch feinfühlige

Arbeit mit der MHL434. Trotz des großen

Arbeitspensums habe ich bei über 70%

meiner täglichen Aufgaben den ECO-Mode

bei unserer MHL434 aktiviert. Dadurch

spare ich bis zu 30% Kraftstoff“, fasst

Sebastian Klein, Fahrer bei Westerwälder

Holzpellets GmbH, zusammen.

www.kiesel.net

BAUBLATT.ÖSTERREICH | DEZEMBER 2021

71


MATERIALUMSCHLAG

EVN

Moderne Krananlagen

in Dürnrohr

Während eines generellen Stillstandes

der thermischen Abfallverwertung

Dürnrohr wurden die Krananlagen

teilweise erneuert.

D

ie Thermische Abfallverwertungsanlage

ist ein wichtiger Eckpfeiler des

Energieknotens Dürnrohr. Das Energiepotenzial

der Anlage beträgt 210 MW.

Beginnt man mit dem in der Regel per

Bahn ankommenden Haushaltsmüll, wird

ein sogenannter Containerkran mit einer

Traglast von 32 t eingesetzt, der die vollen

Container von den Waggons greift und

gleichzeitig auch einen leeren Container

wieder auf den Waggon zurücksetzt. Der

voll beladene Container kommt in die

Kippstation, die über eine Schleuse in den

Abkippraum transportiert wird. Dort

öffnet sich der Deckel automatisch. All

diese Arbeiten werden von der Krankabine

über Kameras gesteuert und überwacht.

Um einen reibungslosen Ablauf weiter zu

garantieren, wurde hier bei der Programmierung

in ein neues Kran-Management

System investiert. Jährlich 500.000 t Müll

landen im Müllbunker der Abfallverwertungsanlage,

wo wieder eine Krananlage

mit drei Müllkränen darauf wartet die

Abkippstellen frei zu halten, den Müll zu

stapeln und zu mischen und schließlich

auch in den Aufgabetrichter der Feuerung

zu befördern. Ein Müllkran mit der

Jährlich landen 500.000 t Müll im Müllbunker der

Abfallverwertungsanlage Dürnrohr.

Traglast von 17 t erhielt bei der Revision

wieder neue Schleppkabel und Klemmkästen

um wieder kräftig zugreifen zu

können, während seine beiden Kollegen

Müllkran 1 und 2 weiterhin einsatzfähig

blieben. Nach dem Verbrennungsvorgang

des Mülls bleibt die sogenannte Schlacke

übrig, die nun aus der Abfallverwertungsanlage

raus befördert werden möchte. Hier

greift der Schlackekran mit einer Traglast

von 12 t noch einmal ordentlich zu. Er

wurde mit einem neuen Rahmen, Seiltrommel

und Lager sowie Hub-Getriebe

bestückt.

Foto: EVN Wurnig

BRANTNER

Kompostierung mit Digitalisierung

In Gneixendorf steht das jüngste Kompost- und Erdenwerk Österreichs, bei

dem modernste Technologien und Verfahrenstechniken zum Einsatz kommen.

I

n den obersten Bodenschichten des

Planeten sind mehrere tausend

Milliarden Tonnen Kohlenstoff gebunden,

mehr als in der Erdatmosphäre

und der gesamten Erdvegetation

zusammen. Mit der industriellen

Erzeugung von Kompost stellt die

Firma Brantner diesen natürlichen

Kreislauf der Umwandlung von

Biomasse im großen Maßstab dar –

Kompost, mit dem darin gebundenen

bzw. umgewandelten CO2, kann zurück

auf den Boden und neuen Pflanzen als

Nährstoffquelle und Wasserspeicher

dienen. Das Unternehmen Brantner

leistet mit seinem neuen Erdenwerk

einen wesentlichen Beitrag dazu und

schließt so regional Kreisläufe.

Gleichzeitig ist die Anlage die Größte

ihrer Art in Niederösterreich. Auf

33.000 m² werden bis zu 35.000 t an

biogenen Abfällen zu frischen Bio-Komposten

und hochwertigen Erdmischungen

verarbeitet. Vernetzte Systeme

regulieren Temperatur, Feuchtigkeit

und Luftzufuhr – das garantiert eine

gleichbleibende Qualität, selbst unter

extremen Wetterbedingungen. Im

Erdenreich werden aber auch mit

Digitalisierungslösungen ganz neue

Wege beschritten: Mit den auf ihren

Lkw installierten, eigens entwickelten,

Störstoffscannern und der mit ihnen

verbundenen Künstlichen Intelligenz

können sie in Echtzeit den Inhalt jeder

Mülltonne analysieren, bewerten und

rückmelden. Dies hilft Brantner derzeit

bei der Bewertung der Anlieferungen

und wie diese verarbeitet werden

sollen, eröffnet aber auch ein weites

Feld an weiteren Einsatzgebieten.

www.erdenreich.brantner.com

Bei der Eröffnung (von links):

LH Stv Dr. Stephan Pernkopf und

Bernd Brantner.

72 DEZEMBER 2021 | BAUBLATT.ÖSTERREICH


Egal was, egal wo!

In zahlreichen Einsatzgebieten, vom Schrott-, Holz- und Hafenumschlag

bis zur Recycling- und Abfallwirtschaft, finden unsere hochwertigen,

umschlagstarken und wirtschaftlichen Industriemaschinen

ihre Anwendung. Ein hoher Praxisbezug und Qualitätsanspruch

sichern enormen Kundennutzen in allen Produktbereichen.

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MATERIALUMSCHLAG

Zerkleinern, sortieren, verladen:

der Komatsu PC190 mit dem

vollhydraulischen Schnellwechselsystem

Multiconnect mit Coupfix 360

der Firma Winkelbauer und der

Zato Cayman 30R Abbruchschere

der Firma Dobrowa Metalltechnik

ist für die Firma Beinschab eine

leistungsfähige und multifunktionale

Gerätekombination.

BEINSCHAB / KUHN / WINKELBAUER / DOBROWA METALLTECHNIK

Beinschab: leistungsstarke und vielseitige

Gerätekombination für das Metallrecycling

Seit fast 25 Jahren zählt die Firma Beinschab weit über das Murtal hinaus zu den

ersten Adressen in der Entsorgung und Aufbereitung von Altmetallen. Als man für

die Zerkleinerung der Metallteile ein neues Trägergerät suchte, fand man die ideale

Lösung mit einem Komatsu PC290 der Firma Kuhn, der mit einem Coupfix Schnellwechselsystem

der Firma Winkelbauer und einer Zato Schere aus dem Vertrieb

der Firma Dobrowa Metalltechnik ausgerüstet ist.

G

emeinsam mit seinem Vater Josef

Beinschab gründete Geschäftsführer

Wolfgang Beinschab das Unternehmen

1997 in einer kleinen Garage in Judenburg.

Innerhalb weniger Jahre entwickelte

sich die Beinschab Entsorgung GmbH zu

einem der größten Familienunternehmen

in der steirischen Entsorgungsbranche

und übersiedelte schon nach kurzer Zeit in

die Thermengemeinde Fohnsdorf. Inzwischen

hat sich das Unternehmen in der

gesamten Obersteiermark als zuverlässiges

Entsorgungsunternehmen für Gemeinden,

Gewerbebetriebe, Industrie und

Abfallwirtschaftsverbände etabliert und

beschäftigt heute rund 25 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter.

Der Schwerpunkt liegt in der Entsorgung

von Alteisen und Buntmetallen sowie

Baurestmassen- und Gewerbemüll. Über

einen professionellen Container-Service

wird das Material von den Kunden – überwiegend

kleinere Gewerbebetriebe und

private Haushalte – abgeholt und auf der

eigenen Brückenwaage verwogen. Danach

wird es auf dem Betriebsgelände abgekippt,

sortiert und die größeren Metallteile

mit einer Schrottschere für die weitere

Aufbereitung zerkleinert. In Summe

werden ca. 30.000 t im Jahr umgeschlagen,

Hauptabnehmer des aufbereiteten

Materials sind Stahlwerke im In- und

Ausland.

Geschäftsführer Wolfgang Beinschab

über die Beweggründe für die jüngste

Investition: „Wir sind auch spezialisiert

auf die Demontagen von Öltanks, Heizkesseln

und Industriehallen. Vor einiger Zeit

haben wir auf verschiedenen Baustellen

damit begonnen, hydraulische Schrottscheren

auf einem Trägergerät mit

vollhydraulischem Schnellwechslersystem

einzusetzen. Das hat sich als sehr gute

und leistungsfähige Kombination erwiesen,

die nicht nur den raschen Wechsel von

der Schere zum Greifer ermöglicht,

sondern mit demselben Gerät auch die

Manipulation und Verladung. Das bedeutet

für uns einen verringerten Geräte- und

Personal-Einsatz, weil alle Tätigkeiten mit

einer Maschine durchgeführt werden

können. Es ist aber auch eine Investition

in die Sicherheit unserer Mitarbeiter, denn

einen Stahlbau mit der Hand zu zerlegen,

erfordert höchste Konzentration. Gleichzeitig

arbeiten wir in unserem Betrieb

kontinuierlich daran, die Recyclingquote

zu erhöhen. Dabei stellt uns vor allem das

nicht immer sortenrein angelieferte

Material vor große Herausforderungen.

Fotos: @ Baublatt.Österreich

74 DEZEMBER 2021 | BAUBLATT.ÖSTERREICH


MATERIALUMSCHLAG

Die metallischen und mineralischen

Verwachsungen müssen dann mit einem

Hydraulikbagger und einer Schrottschere

aufgelöst werden, damit das Material

sortenrein getrennt werden kann. Aufgrund

all dieser Argumente haben wir uns

daher entschlossen, das beschriebene

System auch bei uns im Betrieb einzusetzen.“

Auf der Suche nach der idealen

Gerätekombination für den eigenen Bedarf

setzte das Unternehmen aus mehreren

Gründen auf die Zusammenarbeit mit der

Firma Kuhn. Zunächst hatte man in den

letzten 20 Jahren nur gute Erfahrungen

mit den Lkw-Ladekränen und Hakengeräten

der Firma Kuhn gemacht. Gleiches gilt

auch für den Komatsu Kompaktradler

WA80M, der auf dem Recyclingplatz

Sortier- und Verladetätigkeiten erledigt.

Nicht zuletzt war auch der engagierte

Einsatz von Franz Feichtner ausschlaggebend,

der als zuständiger Betreuer der

Firma Kuhn stets ein offenes Ohr für die

Anliegen der Firma Beinschab hatte.

Bestärkt wurde Wolfgang Beinschab in

seiner Entscheidung auch durch die

Tatsache, dass die Firma Kuhn ein

Gesamtpaket lieferte und er damit nur

einen Ansprechpartner hat.

Ausgerüstet ist der neue Komatsu

PC190 mit dem vollhydraulischen Schnellwechselsystem

Multiconnect mit Coupfix

360 der Firma Winkelbauer. Mit diesem

System kann der Fahrer bequem zwischen

Schere, Sortiergreifer oder Tieflöffel

wechseln, ohne dabei die Kabine verlassen

zu müssen. Für die Zerkleinerung der

großen Metallteile entschied sich die Firma

Beinschab für eine Cayman 30R Abbruchschere

des italienischen Herstellers Zato.

Vertriebspartner von Zato ist in Österreich

die Firma Dobrowa Metalltechnik mit Sitz

in Wals-Siezenheim. Geschäftsführer Klaus

Dobrowa: „Unser Unternehmen ist

Von links: Franz Feichtner (Verkaufsrepräsentant Steiermark, Kuhn Baumaschinen),

DI Alfred Maier (Beinschab Entsorgung GmbH, Abfallrechtlicher Geschäftsführer),

Franz Nagl (Firma Winkelbauer), Geschäftsführer Wolfgang Beinschab (Beinschab

Entsorgung GmbH) und Klaus Dobrowa (Geschäftsführer Dobrowa Metalltechnik GmbH).

Spezialist im Bereich Service und Maschinenhandel

für die Recycling-, Säge- und

Schrottindustrie. Wir liefern Lösungen

rund um das Heben, Schneiden, Verladen

und Zerkleinern, verfügen über eine

20-jährige Erfahrung im technischen

Kundendienst und haben Servicestützpunkte

mit High-Tech-Montagebussen in

St. Michael im Lungau und in Voitsberg

sowie einen Service- und Lagerplatz in

Ybbs/Donau. Von der neuesten Generation

der Zato Abbruchscheren, die seit heuer

verfügbar ist, befinden sich bereits

mehrere Stücke in Österreich im Einsatz.

Die neue Generation ist deutlich schneller

als die Vorgängermodelle und bietet ein

sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Zato

baut seit Jahrzehnten Abbruch- und

Schrottscheren und bietet eine Produktpalette

von 750 kg bis 8,5 t.“

„Ich bin mit dieser Gerätekombination

wirklich sehr zufrieden. Der Komatsu

PC190 ist extrem leistungsfähig und mit

dem Coupfix Schnellwechselsystem

können wir ihn sehr vielseitig einsetzen.

Auch die neue Zato Abbruchschere erfüllt

unsere hohen Erwartungen in jeder

Hinsicht. Unterm Strich sind wir damit

für die Zukunft sehr gut aufgestellt“, so

DI Alfred Maier abschließend.

www.beinschab-entsorgung.at

www.kuhn-gruppe.at

www.winkelbauer.com

www.dobrowa.at

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BAUBLATT.ÖSTERREICH | DEZEMBER 2021

75


WIRTSCHAFT + MÄRKTE

RUBBLE MASTER

Erfolgreiche Bilanz und Innovationen

sorgen für positiven Blick in die Zukunft

Trotz herausfordernder

Rohstoffsituation und

volatilen Lieferketten läuft

das Jahr 2021 für Rubble

Master sehr gut. Die großen

Ausbaupläne wurden weiter

vorange trieben und das Jahr

2021 wird mit einer

zufriedenstellenden Bilanz

abgeschlossen.

N

ach einem Corona-bedingten Umsatzrückgang

2020 konnte die RM Group

dank guter Auftragslage 2021 das Niveau

von 2019 bereits wieder überschreiten.

„Wir haben in dieser herausfordernden

Phase bewiesen, dass wir nicht kurzfristig

agieren, sondern als Team gemeinsam die

Herausforderungen annehmen und in eine

Zukunft investieren, in der wir alle

Mitarbeiter für den zukünftigen Erfolg

benötigen. Auch das ist für uns nachhaltig!“,

bilanziert Firmengründer Gerald

Hanisch. Das dies der richtige Weg ist,

bestätigt das Jahr 2021 und bekräftigt die

Wachstumsstrategie. Energiewende,

Digitalisierung, Elektrifizierung und

Reduktion der Emissionswerte sind u.a.

Themenblöcke, die grundlegende Teile der

Wachstumsstrategie sind. Begleitend dazu

werden Investitionen in den Ausbau der

Standorte schrittweise vorgenommen.

Wachstum im Fokus der Nachhaltigkeit

So wird in den nächsten sechs Jahren

sowohl der Linzer als auch der irische

Standort ausgebaut. In Linz wurden

bereits ein Bürogebäude und eine Produktionshalle

zugekauft. 2022 folgt eine

Erweiterung der bestehenden Produktionshalle

und der Bau des Servicecenters. In

den nächsten Jahren erfolgen ein weiterer

Ausbau der Produktion in Pichling und in

Dungannon, entsprechend dem geplanten

Wachstum. „Damit verdoppeln wir unsere

Produktion in den kommenden drei

Jahren von derzeit 400 bis 500 Maschinen

auf 1.000“, erklärte Hanisch die Ausbaupläne.

Im Rahmen dieser Erweiterung legt

Rubble Master, nicht nur bei den Produkten,

Wert darauf, nachhaltig zu sein. Die

Nachhaltigkeitsstrategie gilt umfassend.

Demnach ist es erklärtes Ziel in drei

Jahren am Standort Linz energieneutral

zu sein. Bestehende Konzepte wie thermalaktive

Bauelemente, die als Heizung

genutzt werden, sowie die Niedrigenergieund

Passivbauweise werden erweitert. So

wird in Linz zukünftig Strom durch eine

Photovoltaik Anlage produziert. Durch

zusätzliche Energiepuffer wird jene

Energie, die bei der Inbetriebnahme von

Anlagen freigesetzt wird, wieder rückgespeist

und am Standort wiederverwendet.

„Mithilfe der Erweiterungen und den

insgesamt 350 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern der RM Group wollen wir

auch künftig zu den führenden Brecherund

Siebherstellern weltweit zählen und

weiterhin der Taktgeber für wesentliche

Innovationen in der mobilen Aufbereitung

sein. Dafür setzen wir sämtliche Hebel in

Bewegung“, bekräftigt Günther Weissenberger,

RM Geschäftsführer, die Unternehmensziele

für die nächste Dekade. So

beschäftigt sich der Innovator neben der

Standorterweiterung momentan stark mit

der Weiterentwicklung seiner Produkte im

Hinblick auf eine digitale, elektrische und

vor allem autonome Zukunft der Baustellen.

An oberster Stelle steht für Rubble

Master hier, stets flexibel auf die einzelnen

Bedürfnisse seiner Kunden eingehen zu

können. Vor allem im urbanen Bereich

wird es immer wichtiger, Lärm, Emissionen

und Staub so gering wie möglich zu

halten. Für Baustellen in entlegenen

Gegenden wie im Dschungel in Südostasien

oder Wüstengegenden in Mittel- und

Südamerika sind hingegen Themen wie

Energieversorgung oder Predictive

Maintenance elementar.

Internationaler Erfolg

am Beispiel Tel Aviv

Als Vorreiter im Bereich Elektrifizierung

führte RM 2020 die neue RM Next Serie

ein, die es ermöglicht, ab sofort dieselfrei

aufzubereiten. Seit Herbst 2020 wird der

RM 120X als erster Brecher im Rahmen

der Next Philosophie in Serie gefertigt und

vereint gesteigerte Sicherheit, maximale

Effizienz und maximale Leistung. Einer

der ersten Unterstützer war der Kunde

Taha Zahir aus Kfar Quasem in Israel, der

seinen Fuhrpark durch einen zweiten RM

Brecher mit dem neuen RM 120X erweiterte.

In einer geschlossenen Halle sollte

der Prallbrecher Bauschutt aufbereiten,

der als Straßenunterbau weiterverwendet

wird. Aufgrund der Aufbereitung in der

Halle waren dabei möglichst geringe

Abgase, Staub- und Lärmemissionen

die zentralen Entscheidungsfaktoren

76 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


WIRTSCHAFT + MÄRKTE

PORR / UMDASCH GROUP VENTURES

„Neben der bereits erfolgten Standorterweiterung

folgen weitere Ausbauschritte.

Die gesamte Zukunftsstrategie ist getragen

von einem gezielten Engagement für

Nachhaltigkeit“, betont CEO Gerald Hanisch,

im Bild vor einem RM 120X.

Foto: @ Baublatt.Österreich

für den neuen RM Next Brecher.

Anfang 2018 investierte Taha Zahir

bereits in seinen ersten RM 120GO!, der in

einer Halle in der Nähe von Tel Aviv

seither verlässlich Bauschutt für den

Straßenunterbau bricht. Die Auftragslage

stieg, weshalb im September 2020 der

neue RM 120X hybrid folgte, der sowohl

dieselelektrisch als auch rein elektrisch

betrieben werden kann. Neben der Option,

komplett dieselfrei zu brechen, überzeugte

die neue Rubble Master Innovation auch

durch ihre enorme Benutzerfreundlichkeit,

sowohl im Betrieb als auch während der

Instandhaltung und die hohe Effizienz.

Pro Tag werden damit nun ca. 1.000 t

Bauschutt – vermischt mit Plastik, Holz

und Textilien – nach Kfar Quasem

geliefert.

Das bewährte RM GO! Prinzip – welches

für intuitive Maschinenbedienung

und unkompliziertes Erreichen der

Maschinenkomponenten steht – wurde für

Next Maschinen weiter ausgebaut. Als

erster Brecher der Next Philosophie wird

beim RM 120X der Betreiber mithilfe

umfassender Mensch-Maschinen-Kommunikation

während des Brechvorganges

komplett aus der Gefahrenzone gehalten.

www.rubblemaster.com

Digitale Baulogistik-Plattform

P

orr und die Umdasch Group

Ventures treiben gemeinsam das

Thema der digitalen Baulogistik in

Europa voran und gründen dafür das

Joint Venture Sequello. Unter diesem

Namen entsteht eine digitale Baulogistik-Plattform,

die Kunden und

Lieferanten miteinander verbindet

und gleichzeitig größtmögliche

Datensicherheit bietet. „Mit Sequello

verfolgen wir eine gemeinsame Vision

und wollen eine Lösung präsentieren,

die zur digitalen Prozessoptimierung

innerhalb der Branche beiträgt“, sagt

Karl-Heinz Strauss, CEO der Porr.

Sobald Sequello Anfang 2022

erscheint, kann man Beton, Kies,

Sand und Schotter digital bestellen.

Außerdem hat man dann alle Lieferungen

im Überblick und kann

sämtliche Eingaben bis zur Rechnungsprüfung

durchführen – vollkommen

digital und vertraulich für

Bauunternehmen und Lieferanten.

Denn alle profitieren: Mit Sequello

spart man acht Minuten pro abgewickeltem

Beleg – bei beispielsweise

100.000 Belegen jährlich eine enorme

Zeitersparnis.

Zusätzlich zu den Basisfunktionen

soll das Software-Paket in naher

Foto: @ Shutterstock

Zukunft auch Lösungen zu Bautagebüchern,

Nachhaltigkeit und Qualitätsprüfung

enthalten. Im operativen

Bereich profitieren von Sequello alle

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als

ein nützliches Werkzeug für ihre

tägliche Arbeit. Aber auch andere

Stakeholder wie Auftraggeber,

Bauaufsicht und Behörden sollen

schrittweise in den Prozess eingebunden

werden.

„Sequello versteht sich als Plattform

– nicht als Marktplatz. Effizienzsteigerung

auf der Baustelle ist ein

Thema, das nur mit vereinten Kräften

angepackt werden kann. Sequello ist

die Idee einer ganzen Branche, nicht

einzelner Teilnehmer. Jedes Unternehmen

– auch der Mitbewerb – ist

daher herzlich eingeladen, sich aktiv

an der Plattform zu beteiligen“, betont

Wolfgang Litzlbauer, CEO der

Umdasch Group sowie deren Tochterunternehmen

Umdasch Group

Ventures. Viele namhafte Unternehmen

haben bereits ihr Interesse

bekundet, sich als strategische

Partner einzubringen.

www.sequello.com

www.porr-group.com

www.umdaschgroupventures.com

Sequello ist ein gemeinschaftliches Konzept zur Digitalisierung

von baulogistischen Kernprozessen.

BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2021

77


FUHRPARK

Gelungen – der neue

Renault Express ist ein

leichtes Nutzfahrzeug mit

äußerst attraktivem

Preis-/Leistungsverhältnis.

RENAULT EXPRESS 1.5 DCI 95

„Du entschuldige I kenn di“

D

er Titel dieser Geschichte kommt

Ihnen bekannt vor? Der Testkandidat

auf dem Bild auf den zweiten Blick auch?

Gratulation. Den Titel haben wir uns

kurzerhand von Peter Cornelius‘ Ohrwurm

aus dem Jahr 1982 ausgeborgt. In

dem Lied geht es zwar um das späte

Happy End einer Schulhofromanze, mit

der der Hauptdarsteller dieser Geschichte

genau genommen nicht wirklich etwas zu

tun hat. Die fünf Worte des Titels bringen

das Wesen des neuen Renault Express

jedoch kurz und bündig auf den Punkt. Er

ist nämlich in der Renault-Palette

tatsächlich neu, hat in den letzten Jahren

mit seinem Vorgängermodell unter

anderem Namen und eher abstrakt

wirkendem Firmenlogo aber schon mehr

als vorzeigbare Erfolge eingefahren. Was

wiederum durchaus der Grund sein

könnte, dass man der zweiten Generation

des prolongierten Verkaufsschlagers

kurzerhand den Rhombus auf Kühlergrill

und Lenkrad montiert hat. Das Ego des

kleinen Bruders des Renault Kangoo

Express (über den sie in einer unserer

nächsten Ausgaben mehr erfahren

werden) ist auf Anhieb vor allem eines:

von Grund auf sympathisch. Begonnen bei

seinen nicht nur kaufmännisch vernünftigen

Eckdaten: Ab 14.500 Euro (exkl.

MwSt.) gibt es einen herrlich einfach zu

bedienenden und gleichzeitig rund um

alltagstauglichen Lieferwagen.

Spritzig motorisiert

Mit dem von uns gefahrenen 95 Diesel-PS

darf sich der Renault Express zudem nicht

zu unrecht als durchtrainierter Amateursportler

fühlen. Die 594 kg Nutzlast

schultert der 1.333 kg schwere Neo-Franzose

mit links, was sich letztlich auch beim

Durchschnittsverbrauch positiv bemerkbar

machte (siehe Info-Box FACTS). Die

Handhabung des 6-Gang-Handschalters

ist exakt, dazu sind die Gänge perfekt auf

den eigentlich überschaubaren Hubraum

des Selbstzünders abgestimmt. Im Cockpit

des kompakten Nutzfahrzeuges matchen

sich Zweckmäßigkeit und ein willkommen

dezenter Hauch von Eleganz um die

Aufmerksamkeit des Chauffeurs. Die

Zweckmäßigkeit ist erwartungsgemäß im

Vorteil, allerdings dürfen auch die betont

eleganten Designelemente, wie z.B. das

optisch gelungene Multifunktionslenkrad

nicht unter den Tisch gekehrt werden.

Gleiches gilt für die dezenten Chromapplikationen

an der Fahrzeugfront. Noch kurz

zurück ins Cockpit: Bei der Haptik der

Materialien ist sicher noch Luft nach oben.

Aber: Wir sind in den letzten Monaten

Herzstück – der 1,5 l

Turbodiesel mit 95 PS

entpuppt sich im

Alltagsbetrieb als

quirliger Kerl, der

auch einiges

stemmen kann.

FACTS

Motor: 1,5 Liter Turbodiesel

70 kW (95 PS)

Eigengewicht: 1.333 kg

Nutzlast: 594 kg

Anhängelast (ungebremst/

gebremst): 685 kg/1.200 kg

Testverbrauch: 5,5 l/100 km

Grundpreis: 14.500,– Euro

(inkl. MwSt.)

+ preislich attraktiv positioniert

+ überzeugendes Gesamtkonzept

+ robuster Laderaumboden

- mit 1,77 m nicht sonderlich breit

- ohne Rückfahrkamera

- kein echtes Handschuhfach

deutlich teurere Autos mit deutlich

schlechter verarbeiteten Armaturenträgern

gefahren. Damit geht auch dieser

letzte Bewertungspunkt eindeutig an den

Renault Express.

Fazit: Der Namen hat sich geändert, der

Sympathiewert ist unverändert im

Steigflug.

Aufgeräumt – das Cockpit ist zweckmäßig

gestaltet und wird von dezenten Designelementen

angenehm aufgewertet.

Fotos: @ Baublatt.Österreich

78 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


FUHRPARK

MITSUBISHI ECLIPSE CROSS PHEV 2,4 4WD

Charmanter Etikettenschwindel

L

assen Sie sich vom Kennzeichen

unseres Testkandidaten nicht verwirren.

Auch wenn er mit W-STROM 1

durch die Gegend fährt, schlagen doch

zwei Herzen unter seiner Motorhaube.

Eines im Takt fossiler, das andere im Takt

erneuerbarer Energieträger. Aufmerksame

Zeitgenossen werden den facegelifteten

Mitsubishi Eclipse Cross jedoch auch ohne

Blick unter die Motorhaube relativ schnell

als Plug-in-Hybrid entlarven. Besitzt er

doch gleich zwei Tankdeckel, links und

rechts über den Hinterrädern. Um Ihnen

aus diesem Blickwinkel unnötige Spaziergänge

rund ums Auto zu ersparen: Der

43 l große Benzintank (mit einer extrem

langsamen Entlüftung) ist linkerhand

angeordnet. Nicht, dass Sie wie wir voller

Freude bei der Zapfsäule stehen, den

Tankdeckel öffnen und auf die Anschlüsse

für die Ladekabel blicken. Zu unserer

Schande müssen wir gestehen, dass der

Mitsubishi Eclipse Cross die 14 Tage unter

der Flagge der Baublatt.Österreich-

Redaktion nur wenige Tankstopps bei

einer Ladestation eingelegt hat. Was aber

daran liegt, dass unsere Standardladestation

gleich gegenüber unseres Stammkaffees

ist. 13,8 kWh Batteriekapazität bei

der 11 kWh-Ladesäule wären normaler

Weise ein gemütlicher Vormittagskaffee,

wobei die Betonung hier eindeutig auf

normaler Weise liegt.

FACTS

Leistung: 72 kW (98 PS) aus 2,4 l

Hubraum, 130 kW (177 PS) elektrisch

Eigengewicht: 1.951 kg

Sitzplätze: 4+1

Anhängelast (ungebremst/

gebremst): 750 kg/1.500 kg

Testverbrauch: 9,5 l/100 km

Grundpreis: 45.995,– Euro

(inkl. MwSt.)

+ alltagstauglicher Plug-in-Hybrid

+ argumentierbarer Preis

+ Sitzheizung auch im Fond

- langsame Tankentlüftung

- blechernes Türgeräusch

- schwache Heizleistung

Gib dem Kabelsalat keine Chance

Die Ladekabel finden praktischer Weise

unter dem aufklappbaren Boden des

Kofferraums Platz. Ladestopps bei voller

Beladung gehören so zwar geplant, der

sonst unvermeidbare Kabelsalat läuft

dafür in geordneten Bahnen. Was uns

wundert: der Kofferraumboden ist mit

Textillaschen fix mit dem Fahrzeug

verschraubt. Keine Chance also, ihn im

anstehenden Reinigungsfall einfach aus

dem Fahrzeug zu nehmen.

Im realen Alltagseinsatz lässt sich der

Mitsubishi Eclipse Cross realistisch mehr

als 30 km voll elektrisch fahren. Kurze

Wege laufen damit vollkommen emissionsfrei

ab. Der 98 PS starke Benziner geht

mit satten 2,4 l Hubraum an den Start.

Bei den wählbaren Fahrprogrammen liegt

es nahe, der Auswahlvariante „Eco“ den

Vorzug zu geben. Etwas nervig: Wird das

Fahrzeug neu gestartet, wechselt der Pkw

stets in den Modus „Normal“ zurück. In

der von uns gefahrenen Top-Ausstattungslinie

Diamond schlägt sich der Plug-in-

Hybrid mit 45.995,– (inkl. MwSt.) zu

Buche. Für das, was geboten wird, ein

Preis, der sich aus allen nur erdenklichen

Blickwinkeln vernünftig argumentieren

lässt.

Fazit: Spätestens jetzt ist es Zeit, die

Hemmschwelle zum Thema Plug-in-

Hybrid hinter sich zu lassen, und je nach

Laune vollelektrisch, kombiniert oder rein

mit fossiler Energie durch die Gegend zu

rollen.

Im Fokus – der facegeliftete

Mitsubishi Eclipse Cross zeigt

sich als absolut alltagstauglicher

Plug-in Hybrid.

Aufgeräumt – das Ladekabel findet

unter dem aufklappbaren Boden des

Kofferraums perfekt Platz.

Wegweiser – hinter dem rechten Tankdeckel

verstecken sich die Ladestecker

für den Elektrobetrieb.

BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2021

79


SERVICE

BÜCHER

TRANSPORT XXL

1. Auflage, November 2021; 176 Seiten

Bestell-Nr. 27219 (Buch); 39,00 Euro

Wenn Transporte die üblichen Maße um Längen überschreiten,

braucht es spezielles Know-how und eine sorgfältige

Planung. Das gerade im Huss-Verlag erschienene Handbuch

„Ladungssicherung bei Großraum- und Schwertransporten“

der Autoren RA Dr. Rudolf Saller und Wolfgang Neumann

richtet sich an Großraum- und Schwertransportunternehmen,

Spediteure, Polizeischulen, Verkehrsbehörden und

Sachverständige und hilft komplexe Transporte sicher,

professionell und effektiv durchzuführen. Der Inhalt

behandelt unter anderem die Themen: Genehmigungs- und

Erlaubnisverfahren für Großraum- und Schwertransporte;

Zivilrechtliche Behandlung von Großraum- und Schwertransporten; Sorgfaltspflichten

des Schwergutunternehmers; Ladung richtig sichern – Rechtsgrundlagen;

Arbeitssicherheit, Verwaltung und Prüfung von Zurrmittel, RFID;

Normen, Richtlinien und Sachverstand; Transportprozessplanung; Die

Einbindung von Sachverständigen in die Transportprozessplanung; Versicherungsschutz

von Sachverständigen; VDI Richtlinien; Grundsätzliche physikalische

Verhaltensweisen; Wirkrichtungen der Beschleunigungskräfte;

Mögliche Folgen ohne ausreichende Sicherung; Einflüsse der klimatischen

Bedingungen; Verhalten von Ladung und Fahrzeugen im Fahrbetrieb;

Erforderliche Kettenkonfigurierung bei statistisch überbestimmten Lasten;

Bildung einer ausreichenden Ladeeinheitenstabilität. „Ladungssicherung bei

Großraum- und Schwertransporten“ ist im Huss-Shop erhältlich:

www.huss-shop.de

LE CORBUSIER

816 Seiten; 170 Abbildungen, November 2021

ISBN 978-3-86922-476-3; 48,00 Euro

„Le Corbusier. Architekt, Künstler, Theoretiker“ ist die erste umfassende

Biografie eines der einflussreichsten Architekten des 20. Jahrhunderts.

Anhand einer Fülle von privaten Briefen zeichnet der amerikanische

Kulturhistoriker Nicholas Fox Weber den schillernden Lebens- und Schaffens-

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weg des schweizerischfranzösischen

Architekten

nach. Keine der bislang

über 400 Monografien

über das Werk Le Corbusiers

lieferte zuvor eine

umfassende Beschreibung

seines gesamten Lebens,

die den Menschen in den

Mittelpunkt stellt.

Le Corbusier wollte mit

revolutionären Wohnkonzepten

eine bessere Gesellschaft schaffen. Als Gallionsfigur der

Moderne war er passionierter Gegner der herkömmlichen, von der

Industrie geprägten Stadt der Jahrhundertwende mit ihren

beengten Verhältnissen. Stattdessen träumte er von großen

lichtdurchfluteten Wohnhäusern in parkähnlicher Umgebung, die

sämtliche neuen Techniken der Gegenwart ausnutzten. Hierfür

schienen ihm fast alle Mittel recht. Eines seiner kühnsten Projekte

sah sogar den Abriss eines Großteils von Paris vor. Am Ende steht

ein differenziertes Bild des so streitbaren wie visionären Künstlers,

der in seinem Facettenreichtum kaum zu fassen ist: mitfühlend und

egoistisch, opportunistisch und kompromisslos, kalkulierend und

poetisch.

www.dom-publishers.com

BAUENTWURFSLEHRE

Ernst Neufert; Springer Fachmedien Wiesbaden

ISBN 978-3-658-34236-4; 133,63 Euro

Die 43. Auflage des Standardwerks für den Bauentwurf wurde

inhaltlich und grafisch weiter überarbeitet und aktualisiert. Einen

Schwerpunkt bildet dabei die Thematik des nachhaltigen und

ressourcenschonenden Planens und Entwerfens, wie das materialgerechte

Entwerfen und Bauen und

die daraus resultierenden Maßund

Konstruktionsabhängigkeiten.

Folgende Themen wurden stark

aktualisiert oder neu aufgenommen:

Gebäudenenergiegesetz

(GEG), Entwerfen und Brandschutzkonzepte,

Treppen (aktualisierte

DIN 18065), Eingangssituationen

Wohnungsbau, Foyersituationen im

Schulbau, Elektrotankstellen,

Küchen- und Ausgabekonzepte in

der Gastronomie, Tiny Houses,

Newsroom, Tierhaltung und

Imkerei. Die Informations- und

Wissensvermittlung wurde seit der 42. Auflage um eine neue Ebene

erweitert: In 15 Architektenvideos, die aus dem Buch heraus mit

einem QR-Code oder über die Eingabe der URL abgerufen werden

können, äußern sich Architekten und Architektinnen zu neufertspezifischen

Themen und schildern ihre individuellen Strategien

und Herangehensweise an eine Entwurfsaufgabe. So wird der

Entwurfsprozess greifbar und anschaulich.

www.springer.com

80 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


Fotos: Christian Fischbacher Photography

Der Wintersportort

Filzmoos, mitten in der

Salzburger Sportwelt

sowie der bekannten Ski

amadé gelegen, beeindruckt

nicht nur mit dem

Charme des kleinen Bergdorfes.

Die neue moderne

6er-Sesselbahn „sixpack

Mooslehen“ sorgt dafür,

dass mehr Zeit fürs

Skifahren bleibt.

Filzmoos steht bei Wintersportlern

hoch im Kurs.

Grund dafür ist die tiefverschneite

Landschaft, die

einem Wintermärchen

gleicht, sowie ausreichend

Platz auf bestens präparierten

Pisten und eine Höhenloipe,

die ihresgleichen

sucht.

T

iefverschneite Winteridylle, ein

atemberaubendes Bergpanorama,

perfekt präparierte Pisten und hohe

Schneesicherheit. Hüttenzauber, Après-Ski

und feine Kulinarik sowie nettes Liftpersonal

und freundliche Gastgeber: Filzmoos

hat alles, was leidenschaftliche Wintersportler

suchen. Dabei kommen gerade

Skifahrer und Boarder auf den rund 20

bestens präparierten Pistenkilometern voll

auf ihre Kosten. Hier lässt sich ungestört

eine Spur in den Schnee ziehen, jeder hat

ausreichend Platz für coole Kurven und es

gibt kaum Warteschlangen am Lift. Ab der

kommenden Saison findet man hier in

KURZURLAUB VON DER BAUSTELLE

Einzigartiges Ski- und

Langlauf-Erlebnis in Filzmoos

Filzmoos tatsächlich ein einzigartiges

Skierlebnis sowie ein außergewöhnliches

Langlauf-Eldorado vor. Besonderes Extra

für die Ski-Gäste sind einige Innovationen

im kleinen aber feinen Skigebiet am Fuße

der Bischofsmütze.

Ein besonderes Highlight in diesem Winter

ist die neue 6er-Sesselbahn „sixpack

Mooslehen“, deren Fertigstellung viele

leidenschaftliche Skifahrer, Snowboarder

und Winterwanderer kaum erwarten

konnten. Die offizielle Eröffnungsfeier ist

zum voraussichtlichen Saisonstart am 17.

Dezember 2021 geplant. Der sixpack ist

nicht nur eine architektonisch gelungene

Innovation, sondern erweitert das einzigartige

Skierlebnis in Filzmoos im Herzen der

ski amadé. Daneben ist die Höhenloipe am

Roßbrand seit vielen Jahren ein beliebtes

Ausflugsziel für Winterwanderer und

Langläufer, die hier oben einen besonders

idyllischen Aufenthalt genießen.

Neben dem einzigartigen Panorama

begeistert ab dieser Wintersaison das neue

Langlaufhaus die Loipenbesucher. So

entstand hier am Roßbrand eine innovative

Langlauf-Trainingsbasis, wo man

einen Inforaum, eine Umkleide, Toiletten

und abschließbaren Stauraum vorfindet.

Die bereits umgesetzte Streckenverlängerung

der Langlauf-Loipe ermöglicht nun

die Nutzung von verschiedenen Routen

(Höhenloipe gesamt 16 km, davon 12 km

rote Loipe und 4 km blaue Loipe). So ist ein

Angebot für alle gegeben – vom Anfänger

bis hin zum Profi – und das Langlauf-Eldorado

auf über 1.700 Höhenmetern perfekt.

Die offizielle Saison soll von 17. Dezember

2021 bis Ostermontag, 18. April 2022

laufen. In diesem Sinne freut sich das

ganze Team der Bergbahnen Filzmoos auf

zahlreiche Wintergäste und ist sich einig:

„Filzmoos ist mehr als nur schön!“

www.filzmoos.at

BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2021

81


SERVICE

KURZURLAUB VON DER BAUSTELLE

Viele royale Momente für Kings und Queens

Was es braucht, um die urlaubenden Kings und Queens von heute zufrieden zu

stimmen? Eine ordentliche Portion Stil und Komfort, das steht fest. Dazu die Wahl

zwischen drei Skigebieten, viele Möglichkeiten für Aktivitäten abseits der Piste,

Lifestyle Spa und jede Menge Gaumenfreuden: mit so viel royalem Ambiente

verwöhnt das Vier Sterne Kosis Sports Lifestyle Hotel im Zillertal seine Gäste.

E

iner darf im Vier Sterne Kosis Sports

Lifestyle Hotel allerdings nicht

mitspielen: der Alltag. Den können die

Gäste schon an der Rezeption hinter sich

lassen und es sich in einem der 70 außerordentlich

stylischen Zimmer und Suiten

gemütlich machen. Eine Aufgabe, die dank

schickem Interieur, grandioser Aussicht

und geschmackvollen Details, wie Kamin

und freistehender Badewanne, nicht allzu

schwerfällt. Dazu garantiert das Kosis

Lifestyle Spa mit Biosauna, finnischer

Erlebnissauna, Sole-Dampfbad und

Fitnessraum Wellnessmomente vom

Feinsten.

Von A wie abendliche Fackelwanderung

bis Z wie das zeitlose Rodelvergnügen:

Weil es einen im schönen Zillertal nicht

lange drinnen hält, geht es dann auch

schon daran, die magische Winterwelt

rund ums Haus zu entdecken. Für das

tägliche Skivergnügen dürfen Gäste gleich

zwischen drei Skigebieten – dem Spieljoch,

Hochfügen und Hochzillertal – wählen.

Damit bleiben, was das Wedeln angeht,

schon einmal keine Wünsche offen. Und

abseits der Piste ist die Aktivitätenliste

für bewegungslustige Royals mindestens

genauso lang: Da heißt es Glühweinschlürfen

vorm Kosis Gartenhaus,

Schwimmen in der Erlebnistherme

Zillertal, Eislaufen, sich von Profis (auf

Skiern oder Schneeschuhen) durch die

glitzernde Landschaft führen lassen und,

und, und – im Hause Kostenzer lebt man

eben gern sportlich. Und als Gast lässt

man sich da nur zu gern mitreißen. Für

Kosis Gäste gibt es außerdem tolle

Vergünstigungen in der hauseigenen

Skischule sowie beim Skiverleih.

Natürlich braucht der aktive Wintertag

auch den passenden Abschluss. In Form

eines gepflegten Gläschen Weins vor dem

knisternden Kaminfeuer zum Beispiel. Die

Kosis Fun Food Bar lädt nach der Pistengaudi

zum Diskistif mit angesagten Beats

und köstlichem Fingerfood. Apropos

köstlich – wie es sich für echte Royals

gehört, wird Kosis Gästen auch kulinarisch

jeden Abend die Wahl gelassen.

Neben der Kosis Fun Food Bar wartet

nämlich auch das Kosis Wine & Dine

darauf, seine anspruchsvollen Besucher zu

verwöhnen. Mit Gerichten, die sich nicht

nur im heimischen Tirol, sondern auch

international sehen (und schmecken)

lassen können.

www.hotel-kosis.at

Jeden Abend ein paar unvergessliche

Gaumenfreuden und ein abwechslungsreiches

Programm, das mal im

kuscheligen Bademantel, mal im

­wärmenden Winter-Outfit stattfindet

– im Vier Sterne Kosis Sports Lifestyle

Hotel in Fügen werden die Gäste zu

Kings und Queens.

82 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


ELEKTRO-UMSCHLAGBAGGER

MH24

ELEKTROANTRIEB: SAUBER. LEISE. SCHNELL. STARK. FEINFÜHLIG.

Für Einsätze, bei denen es vor allem auf hohen Materialumsatz und niedrige Betriebskosten ankommt, hat Zeppelin in enger

Zusammenarbeit mit Caterpillar zwei Umschlagbagger, den MH22 und MH24 mit Elektroantrieb und Kabelanschluß entwickelt.

• Elektro-Umschlagbagger erzeugen keinerlei Abgase, Funkenflug und kaum Abwärme. Damit bieten sie einzigartige Betriebsvorteile

im Halleneinsatz, beim Handling entzündungsgefährdeter Güter oder in vielen anderen umweltsensiblen Bereichen.

• Schleppkabel oder Kabeltrommel erweitern ihren Arbeitsbereich.

• Für den schnellen Ortwechsel ist optional eine dieselhydraulische Verfahrlösung, komplett im Oberwagen integriert, verfügbar.

zeppelin-cat.at


WOODCRACKER ®

Serie

Der Profi unter den Fällgreifern

Die Baumschere zur sicheren Ernte von Bäumen und Sträuchern.

7 t bis 30 t

max. 60 cm

• vier verschiedene Größen

• mit jedem Standardbagger kompatibel

• starker Greifer für sicheren Halt

• langlebiges und hochfestes Messer

• optional: Sammelgreifer mit Schnellwechslersystem,

Autospeed, endlos drehbarer Tiltator oder Power-Tiltator

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