Baublatt Magazin Dezember 2021
Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
www.baublatt.at
NR. 12 | 2021
ein magazin der
specialmediacom
DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK
Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Retouren an PF 100, 1350 Wien | Einzelpreis 9,00 € | Dezember 2021 | www.baublatt.at
TB370 (V)
Der Midibagger (7 t) mit 4 komplett separat ansteuerbaren Steuerkreisen
und neuen Multifunktionsjoysticks - der Modernste der Takeuchi-Familie.
10 | Wiener Linien
Aktueller Stand beim
Öffi-Ausbau U2xU5
16 | Flugbagger & Co.
Ungewöhnlicher Geräte-Einsatz
beim Leiner-Abbruch in Wien
61 | Materialumschlag
Best-Practice Einsätze aktueller
Umschlaggeräte im Recycling
CAT MINIBAGGER
302.7 CR
KOMPAKT. LEISTUNGSSTARK. VIELSEITIG.
Der Cat Minibagger 302.7 CR ist in der Standardausrüstung mit exklusiver Joystick-Lenkung, Tempomat und fahrerseitiger
Konfigurierbarkeit der Einstellungen ausgestattet. Die nach hinten kippbare Fahrerkabine bietet eine einzigartige Zugänglichkeit
zu Komponenten für Servicearbeiten, wobei wahlweise eine Version mit offenem Fahrstand mit Schutzdach oder einer Fahrerkabine
zur Verfügung steht. Das neue Hydrauliksystem bietet mehr Hubleistung und kürzere Taktzeiten. Dank anpassbarer Fahrereinstellungen
verbessern sich Effizienz und Bedienkomfort. Die Minibagger der neuen Generation ermöglichen dank des kompakten
Schwenkradius einen geringeren Überhang bei seitlichen Arbeiten
zeppelin-cat.at
EDITORIAL
Gemeinsam statt gegeneinander
Was für ein Jahr! Wir starteten mit
dem dritten Lockdown, verfolgten
gespannt, wie das Vereinigte Königreich
den Brexit vollzog, sahen die zunehmenden
Spannungen in unserer Bevölkerung und
waren mit einer Krise in der Innenpolitik
konfrontiert, die zu einem mehrfachen Wechsel
an der Regierungsspitze führte. Dazu kommen
reichlich internationale Konflikte, von denen
einige durchaus das Potenzial für kriegerische
Auseinandersetzungen haben. Nach wie vor
unbeeindruckt von all den Widrigkeiten zeigt
sich die Bauwirtschaft. Müsste ich 2021 an
einem Bild festmachen, dann
wäre es der im Vergleich kleine
Bagger mit Longfront Ausrüstung
beim Suezkanal, der
versucht das riesige Frachtschiff
Ever Given – und damit auch
den Welthandel – wieder flott zu
bekommen. Für mich ein mehr
als symbolträchtiges Bild.
In Österreich haben wir ja vor
kurzem eine Vollbremsung bei
den größeren Straßenbauprojekten
hingelegt – allen voran
natürlich der Lobautunnel.
Baufachleute wissen, welchen
Kraftakt es bedeutet, in unserem
überregulierten Land ein
derartiges Großprojekt über zwei Jahrzehnte
durch alle Instanzen, Verfahren und sonstige
Auflagen bis zur Baureife zu entwickeln. Nur
damit das Projekt von heute auf morgen und
ohne Angabe einer Ersatzlösung als antiquiert
eingestellt wird. Dazu kommt, dass der
Lobautunnel vom Institut für Raumplanung
noch vor wenigen Jahren als alternativlos
bezeichnet wurde. Betroffen sind aber auch die
Marchfeld-Schnellstraße S8, die Traisental-
Karl Englert
Verlagsleiter und Herausgeber
BAUBLATT.ÖSTERREICH
Schnellstraße S34 oder die Verlängerung der
Hollabrunner Schnellstraße S3. So wie beim
Lobautunnel wird auch bei vielen dieser
Projekte der Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel
als Alternative genannt. Ich bin der
Meinung: wir werden beides brauchen. Unsere
leistungsfähige Infrastruktur ist einer der
Gründe für den wirtschaftlichen Erfolg
Österreichs. Das gilt für unser Straßennetz
ebenso, wie für die Öffis. Die Fokussierung auf
die Themen Bodenversiegelung und Klimawandel
sollte aber nicht als einzige Lösung
einen Baustopp zur Folge haben. Als langjähriger
Branchenbeobachter finde ich
es beeindruckend, mit welchem
Tempo die Bau- und Baumaschinenbranche
an allen Ecken und
Enden auf die Herausforderungen
des Klimawandels reagiert.
Ob Antriebstechnik, Digitalisierung
oder Vernetzung – selten
war es so spannend wie jetzt. Auf
dem Weg zur CO2-neutralen
Baustelle kommt auch Unterstützung
von der Wissenschaft, etwa
aktuell der TU Wien, die diesem
Thema ein eigenes Projekt
widmet. Ähnlich wie unsere
Vorfahren, die vor rund 100
Jahren vom Pferdefuhrwerk zu
den ersten Lkw wechselten, stehen auch wir
vor großen Umwälzungen. Es wäre schön,
wenn wir diese Entwicklung gemeinsam, mit
gegenseitigem Respekt und einem offenen Ohr
für die Anliegen der Gegenseite in Angriff
nehmen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen
erholsame Feiertage und einen guten Start in
ein erfolgreiches 2022!
Meint herzlichst
Ihr Karl Englert
Der Modernste der
Takeuchi-Familie
Der Midibagger Takeuchi TB370 (V)
mit Monoblock- oder Verstellausleger
ist dank ECO-Modus, Load-Sensing-
Hydraulik und Standgasautomatik
eine sehr wirtschaftliche Maschine.
Neu verfügt der 7-Tonner serienmäßig
über ein zusätzliches Segment
im Steuerblock für die separate
Ansteuerung des 4. Steuerkreises
und neue Multifunktionsjoysticks.
Darüber hinaus bietet er einen innovativen
3D-Bedienknauf und einen
kratzfesten, intuitiv bedienbaren 8“
Touchscreen. Für optimalen
Fahrkomfort und mehr Sicherheit
ist er serienmäßig mit einer
Rückfahrkamera ausgestattet.
IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe Dezember 2021, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Tel.: +43/1/3100700-100, Fax: +43/1/3100700-600, E-Mail: office@specialmedia.com, Firma des Herstellers: Bauer Medien Produktion- und Handels GmbH,
Verlagsort: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Herstellungsort: Baumannstraße 3/19, 1030 Wien, Anschrift der Redaktion: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Name des Herausgebers: Karl Englert, Anschrift des Herausgebers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Geschäftsführung: Prof. Hans-Jörgen Manstein und Prof. Ing. Mag. Michael Grabner Verlagsleitung: Karl Englert (KE), karl.englert@ specialmedia.com, DW 800,
Office Management, Anzeigenverrechnung und Redaktionsassistenz: Katja Böhmer (KB), katja.boehmer@specialmedia.com, DW 100,
Chefredakteur: Alexander Riell (AR) alexander.riell@specialmedia.com, DW 840, Grafik: Manfred Fürst
Grundlegende Richtung: BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin für die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung
über Baumaschinen, -geräte und –technik, Web: www.baublatt.at.
BAUBLATT.ÖSTERREICH: erscheint monatlich, 10x jährlich mit zwei Doppelnummern, Auflage: 11.500 Exemplare, Einzelpreis Inland € 10,– Jahresabonnement (10 Hefte) € 70,–
(alle Preise inkl. 10% MwSt.), Auslandsabonnements auf Anfrage, Bankver bindung: Erste Bank, BLZ: 20111, Konto: 291 2145 2900, IBAN: AT85 2011 1291 2145 2900,
BIC: GIBAATWW, FN 309377t, UID ATU 64333304, Gerichtsstand ist Wien. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit von elektronisch übertragenen Dokumenten oder Anzeigen kann
keine Verantwortung übernommen werden. Bei nicht ausgewiesenen Bild- und Fotorechten handelt es sich um von den Unternehmen beigestelltes und zum Abdruck
freigegebenes Fotomaterial. Impressum gemäß § 25 Mediengesetz unter www.baublatt.at abrufbar.
BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2021
3
Ein Blick auf den aktuellen Baufortschritt
in den einzelnen Abschnitten beim 12U-Bahn-Bau U2xU5 in Wien.
MENSCHEN + SZENE
06 Menschen bei Liebherr, Case, Goldhofer,
Pappas, Iveco, Strabag, Ascendum und
Zeppelin Österreich.
PROJEKTE + PLANUNG
10 Wiener Linien: Damit der öffentliche
Verkehr auch in Zukunft eine attraktive
Alternative zum Individualverkehr bietet,
investiert Wien mit dem U-Bahn-Bau U2xU5
zurzeit in sein größtes Klimaschutzund
Infrastrukturprojekt.
MASCHINEN + TECHNIK
16 Zöchling / Mayer & Co: Für den Abbruch
des ehemaligen Leiner-Möbelhauses in der
Wiener Mariahilfer Straße kam es aufgrund
der schwierigen Innenstadt-Lage zu einem
ungewöhnlichen Geräte-Einsatz.
22 Zeppelin: Mit dem ersten Cat 988K XE
Österreichs, der über ein diesel-elektrisches
Antriebssystem verfügt, setzt Lafarge auch
im Steinbruch auf CO2-Effizienz.
26 Digando: Felbermayr Transport- und
Hebetechnik beteiligt sich am digitalen
Marktplatz für Baumaschinen.
28 Liebherr: Turmdrehkrane erhalten neues
Touch-Display mit smartem Bediensystem.
30 Kiesel: Mit neuester Technik und weiteren
Verbesserungen unterstützt die breite
Modellpalette von Hitachi Baggern der
neuen Serie-7 die Bauwirtschaft.
32 MWT: Mit dem neuen Kunden-Web-Portal
lassen sich Daten jederzeit online abrufen.
33 TU Wien: Eine Baustellen-Analyse zeigt,
wie Emissionen eingespart werden können.
34 Kuhn-Ladetechnik: Leistungsfähiger
PK 135.002 TEC7-G im Einsatz bei der
Betriebsfeuerwehr am Flughafen Wien.
36 Westtech: Die Telestufe Woodcracker T
erhöht die Reichweite bei Arbeiten im Forst.
37 Yanmar präsentierte seinen ersten
Prototyp eines elektrischen Minibaggers.
40 SMP Parts: Neuer Markenauftritt.
40 HKL Baumaschinen Austria hat seinen
Mietpark umfassend erneuert, modernisiert
und um neue Produkte erweitert.
41 xelectrix Power: Weltpremiere für ein
netzautarkes Brennstoffzellen-Kraftwerk.
42 Ascendum: Schonender Wegebau auf
die Dürsteinalm mit einem Volvo ECR88D.
44 IBS: Ein Sennebogen 653 E Teleskopkran
übernimmt sämtliche Pick & Carry-Arbeiten
auf einer Wiener U-Bahn-Baustelle.
46 Geotechnik: Die VÖBU bekräftigt ihre
Absicht, die 13. ÖGT und die 12. VÖBU Fair
unter Einhaltung aller Schutzmaßnahmen
Ende Jänner 2022 in Wien durchzuführen.
48 Huppenkothen: Leitungsbauspezialist
Schönhofer verstärkte seinen Fuhrpark
mit sieben neuen Takeuchi Geräten.
4 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
INHALT
56 Söndgerath Pumpen: Die Firma
HSHG Hofstetter Service & Handel in Linz
ist die Generalvertretung für Österreich.
57 Meiller: Neuer BTA für Abrollbehälter.
58 Sprengtechnik: In Linz informierte die
51. Internationale Informationstagung für
Sprengtechnik über neue Entwicklungen.
60 Geotechnik II: In Kooperation mit der
ÖBB Infrastruktur organisierte die VÖBU
eine Exkursion in den Abschnitt Fröschnitzgraben
des Semmering Basistunnels.
MATERIALUMSCHLAG SPEZIAL
62 Liebherr: Eisen Neumüller erneuert
seine Materialumschlagmaschinen mit
verschiedenen Liebherr-Modellen.
64 Kreislaufwirtschaft: Im Rahmen einer
Tagung in Wien wurden Leuchtturmprojekte
aus Österreich präsentiert.
66 Zeppelin: Die burgenländische Firma Stipits
nahm den ersten Elektro-Umschlagbagger
MH24 Österreichs in Betrieb.
68 Ascendum: Drei Sennebogen 735 M-HD
bewähren sich auf engstem Raum bei der
Firma Pabst Holz im Sägewerk Obdach.
70 Kiesel: Eine Fuchs MHL434 F zeigt
ihre zahlreichen Stärken als Allrounder
in einem Holzpellets-Werk.
Nachhaltige Lösungen.
Härtester Stahl.
Seit 1945.
Verlässliche
Leistungsträger
49 Mischek Systembau: Ein neuer Roboter
sorgt im Fertigteilwerk für die automatisierte
Verlegung von Aluverbundrohren.
50 Mercedes-Benz: Zwei Mercedes-Benz
Trucks bewähren sich seit einigen Monaten
im Fuhrpark der Firma Gänger in Strasshof.
52 Liebherr: Die Felbermayr Holding GmbH
hat bereits den dritten Liebherr-Raupenkran
vom Typ LR 11000 in Dienst gestellt.
54 MAWEV-Show: Im Gespräch mit
Baublatt.Österreich versichern die
Veranstalter, dass die MAWEV-Show
weiterhin auf Kurs ist.
56 Tyrolit: Spektakulärer Einsatz eines
Bohrsystems auf Tauchgang.
72 EVN: Moderne Krananlagen in Dürnrohr.
72 Brantner: Kompostierung mit Digitalisierung.
74 Kuhn: Die Firma Beinschab Entsorgung
verstärkt sich mit einer leistungsstarken
und vielseitigen Gerätekombination.
76 Rubble Master: Die erfolgreiche Bilanz
und Innovationen sorgen für einen
positiven Blick in die Zukunft.
77 Porr gründet gemeinsam mit
Umdasch Group Ventures eine
digitale Baulogistik-Plattform.
78 Baublatt.Österreich Test:
Renault Express 1.5 DCI 95
Mitsubishi Eclipse Cross PHEV 2,4 4WD
03 Editorial
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
FUHRPARK
STANDARDS
80 Service
Literatur; Kurzurlaub von der Baustelle:
Filzmoos und Vier Sterne Kosis Sports Lifestyle
Hotel im Zillertal.
WINKELBAUER GMBH
Viertelfeistritz 64 \ 8184 Anger \ Austria
Tel. +43 3175 7110-0 \ office@winkelbauer.com
winkelbauer.com
Baumaschinenausrüstung Wear Parts
Komponentenfertigung Ideenschmiede
BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2021
5
MENSCHEN + SZENE
LIEBHERR-MCCTEC
Goldmedaille für Nachhaltigkeit
Die Liebherr-MCCtec wurde vom unabhängigen Ratingunternehmen
EcoVadis mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. EcoVadis ist
der weltweit renommierteste Anbieter von Nachhaltigkeitsratings
mit über 75.000 bewerteten Unternehmen. Die Liebherr-MCCtec ist
Teil der Liebherr-Gruppe und die Spartenobergesellschaft für
maritime Krane, Raupenkrane, Hydroseilbagger sowie Ramm- und
Bohrgeräte für den Spezialtiefbau. Die Goldmedaille platziert
Liebherr-MCCtec unter den besten 5% aller bewerteten Unternehmen
und den besten 3% der Unternehmen der Branche weltweit.
EcoVadis bewertet Nachhaltigkeit mithilfe von Indikatoren in vier
Themenbereichen: Umwelt, Arbeits- und Menschen rechte, Ethik
und nachhaltige Beschaffung. Im Bild der erste batteriebetriebene
Raupenkran.
www.liebherr.com
CASE
Befreiung der Strände von Plastikmüll
G
emeinsam mit der Muttergesellschaft
CNH Industrial und der Medienplattform
4 Elements engagiert sich Case
Construction Equipment für das Beach
Care Project. Dieses zukunftsweisende, auf
mehrere Jahre angelegte, Umweltprogramm
umfasst Forschungsprojekte,
Stipendien und Bildungsangebote. Dabei
werden Gemeinden lokal bei Projekten zur
Strandsäuberung und beim Abfall-Recycling
unterstützt. Bei der Strandreinigung
wird ein Case 621G Radlader aus
der Evolution-Serie eingesetzt, der mit
einer speziellen, drei Kubikmeter
großen Siebschaufel ausgestattet ist.
An verschiedenen italienischen und
französischen Stränden entfernt der
Radlader Plastikabfälle aus dem Sand
und verhindert so, dass sie ins Mittelmeer
gespült werden. Die von der Case
Maschine gesammelten Abfälle, unterstützt
von örtlichen Grundschulkindern,
werden dann zu Spielzeug-Radladern aus
Kunststoff recycelt, wodurch der Beginn
einer Kreislaufwirtschaft entsteht.
Federico Bullo, Head of Europe Construction
Equipment, erklärt: „Case unterstützt
viele Nachhaltigkeitsinitiativen, die das
Interesse an den Themen Umweltpflege
und Umweltschutz fördern. Ab Jänner
2022 werden mehr als 10.000 Kinder in
Italien und Frankreich etwas über die
Ökosysteme der Strände lernen, wenn das
Beach Care Project in den Schulen mit
Lehrmaterial und gezielten Unterrichtseinheiten
eingeführt wird. Dies ist nur die
erste Phase des Projekts, das alle an das
Mittelmeer angrenzenden Gemeinden
einbeziehen und sensibilisieren soll“.
www.cnhindustrial.com
2022 wird das Projekt mit spanischen
und britischen Stränden fortgesetzt.
mobile u. stationäre
tankanlagen
tel. 0 72 43/51 683, fax 0 72 43/51 683-20
www.emtec-tankanlagen.at
GOLDHOFER
Nachhaltiges Ground Handling
Die Expertenjury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises hat in diesem Jahr den elektrisch
angetriebenen, stangenlosen Flugzeugschlepper „Phoenix“ E von Goldhofer unter die Finalisten
gewählt. Mit seiner 700 V Lithium-Ionen-Batterietechnologie bewegt das emissionsfrei
betriebene Kraftpaket mühelos Fracht- und Passagiermaschinen bis zu einem Startgewicht von
352 t – und damit auch Großraumflugzeuge. Als Flaggschiff unter den stangenlosen Goldhofer-
Flugzeugschleppern bietet der emissionsfrei betriebene „Phoenix“ E im Vergleich zur Dieselvariante,
nicht nur ein identisches Leistungsspektrum hinsichtlich Zugkraft, Manövrierbarkeit
und Zuverlässigkeit, sondern auch geringere Betriebskosten und längere Wartungszyklen.
www.goldhofer.com
6
DEZEMBER 2021
BAUBLATT.ÖSTERREICH
Der neue Standort bietet für Unimog,
Transporter-Gebrauchtwagen und
NGC optimale Rahmenbedingungen.
MENSCHEN + SZENE
www.hain-solutions.com
PAPPAS
Pappas erweitert in
Premstätten Nfz-Bereiche
N
ur drei Jahre nach der Implementierung wichtiger Nutzfahrzeugsparten
am Standort Premstätten ist es für einzelne
Bereiche an der Zeit, weiter zu gehen. Das betrifft in erster Linie die
gebrauchten Nutzfahrzeuge, aber auch den Unimog sowie die
zugehörigen Sonderfahrzeuge, in letzterem Fall Neue und
Gebrauchte. Am neuen Standort in der Industriestraße haben nach
dem vorläufigen Abschluss umfassender Modernisierungsarbeiten
dieser Tage drei verschiedene Bereiche ihre Geschäftstätigkeit
aufgenommen. Den meisten Raum hat dabei das neue NGC, das
mittelfristig ein ständiges Angebot von rund 40 gebrauchten Lkw am
neuen Standort (und ebenso viele am Standort Linz) plant. Engagiert
auch die Ziele der Spezialisten für gebrauchte Transporter aller
Marken, die zurzeit ebenfalls alles daransetzen, die vielen Kundenwünsche
schnellstmöglich und dabei unverändert wirtschaftlich
abzuarbeiten. Den Marktbedürfnissen folgend, werden hier Transporter
aller gängigen Marken angekauft und verkauft. Das kleine
aber feine Angebot echter Neufahrzeuge ist am neuen Standort den
Unimog- und Sonderfahrzeug-Spezialisten vorbehalten.
www.pappas.at
Das Pister Multikuppelsystem
Kuppeln Sie Ihre Werkzeuge unter jedem
Restdruck und ohne Ölverluste in
Sekundenschnelle an Ihrer Maschine.
Uneingeschränkt hammerfest, extrem flach
und für alle Baggerklassen erhältlich.
Hain Industrievertretung GmbH
Einsteinstraße 25 . 87616 Marktoberdorf
+49 83 42 969 83 00 . info@hain-solutions.com
kaufen
IVECO
German Design Award
für Iveco T-Way
D
er Iveco T-Way hat die prestigeträchtige Auszeichnung „Excellent-Product-Design“-Winner
in der Kategorie Utility Vehicles
des German Design Awards 2022 erhalten, eine der renommiertesten
Auszeichnungen in der Designlandschaft über alle Branchen hinweg.
Verliehen wurde der Preis vom Rat für Formgebung, einem der
weltweit führenden Kompetenzzentren für Kommunikation und
Markenführung im Bereich Design. Eine Jury aus 37 renommierten
Designexperten aus zehn verschiedenen Ländern, die die Designbranche,
Wirtschaft, Hochschulen und Wissenschaft
repräsentieren, wählte den Iveco
T-Way für diese Auszeichnung aus.
Der T-Way punktet mit Robustheit
und Zuverlässigkeit bei schweren
Offroad-Einsätzen unter extremen
Bedingungen. Er ist der
toughe Lkw der schweren
Baureihe der Marke und
spiegelt wichtige Designelemente
der Iveco Way-Baureihe
und die DNA der Marke wider.
www.iveco.com
mieten
leasen
MOBILE BAUSTRASSEN
www.twf.at
Ihr Partner im TIEFBAU!
Bürgermeister Ludwig
überreichte Strabag-CEO
Thomas Birtel das
Goldene Ehrenzeichen
für Verdienste um
das Land Wien.
Foto: © Strabag/Anna Rauchenberger
STRABAG
Thomas Birtel erhält Goldenes Ehrenzeichen
A
nfang November hat Thomas Birtel,
Vorstandsvorsitzender der Strabag
SE, von Bürgermeister Michael Ludwig
das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste
um das Land Wien erhalten. Mit dem
Ehrenzeichen werden Personen ausgezeichnet,
die sich durch öffentliches oder
privates Wirken bedeutende Verdienste
um die Stadt Wien erworben haben. „Ich
freue mich darüber, dass ich Dr. Thomas
Birtel wegen seiner unumstrittenen
Managerqualitäten, seiner sozialen – und
auch sozialpartnerschaftlichen – Kompetenz,
seines kulturellen Engagements
und seiner Verbundenheit mit der Stadt
Wien das Goldene Ehrenzeichen für
Verdienste um das Land Wien überreichen
darf – herzliche Gratulation!“,
ZEPPELIN ÖSTERREICH
Spende für die St. Anna
Kinderkrebsforschung
D
ie Zeppelin Österreich GmbH ist
bereits seit 2010 ein verlässlicher
Partner der St. Anna Kinderkrebsforschung
und stellt seitdem jährlich den
Spendenbetrag von 7.500,– Euro zur
Verfügung. Der Firmenleitung ist es ein
großes Anliegen, Kindern, die eine sehr
schwere Zeit durchmachen, die Chance zu
geben, durch Forschung und Entwicklung
hochwirksamer Behandlungsmethoden
eine bestmögliche Heilungsrate zu
erzielen. „Jedes einzelne Kindesleid in
Bezug auf einer Krebserkrankung, ist ein
unvorstellbares Ereignis für das Kind und
die Familie. Deshalb setzen wir jedes Jahr
diese Geldmittel ein, um den Kindern eine
unbeschwerte Zukunft zu ermöglichen und
kommentiert Bürgermeister Michael
Ludwig. Der 67-jährige gebürtige
Deutsche und seit seiner 2013 erfolgten
Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden
berufliche Wahl-Wiener engagiert sich
auch stark für soziale Anliegen und ist
ein Förderer von Kunst und Kultur
– Themen, die er auch innerhalb des
Strabag-Konzerns forciert. Darüber
hinaus ist Birtel Vorstandsmitglied der
Concordia Gemeinnützige Privatstiftung
Österreich, die von Armut bedrohte
Kinder in Rumänien, Bulgarien, der
Republik Moldau und Österreich betreut.
Seine regelmäßigen Reisen in die betroffenen
Länder sind ihm ein persönliches
Anliegen.
www.strabag.com
die Kinderkrebsforschung in ihrer
Tätigkeit zu unterstützen“, betont der
Vorsitzende der Geschäftsführung,
Stephan Bothen.
Die St. Anna Kinderkrebsforschung wird
überwiegend durch Spenden finanziert
und gefördert. Durch die langjährige
medizinintensive Forschung auf höchstem
Niveau konnten große Fortschritte in der
Diagnostik, Therapie und Prognose von
Krebserkrankungen im Kindes- und
Jugendalter erzielt werden.
www.zeppelin-cat.at
ASCENDUM
Erneut in den Top 5 des ALC
Die Ascendum Baumaschinen Österreich
GmbH schafft es zum wiederholten Male in
die Top 5 der Kategorie „National tätigen
Unternehmen“ in Salzburg beim bedeutendsten
Wirtschafts-Wettbewerb des
Landes, dem Austria´s Leading Companies
Award kurz ALC. Der ALC wurde von der
Tageszeitung „Die Presse“ gemeinsam mit
dem KSV1870 und PwC Österreich 2021
bereits zum 23. Mal vergeben. Beim ALC
zählt die Performance des Unternehmens:
Bilanzzahlen, Umsatz und Ergebniswachstum
der vergangenen drei Geschäftsjahre
und ein gewichtetes Kennzahlensystem
sorgen für ein objektives Ergebnis.
www.ascendum.at
TERMINE
Vorbereitungslehrgang zur Befähigungsprüfung
Sprengungsunternehmen
Ab 10.01.2022 www.sprengschule.at
TRVB 119 O Neu – Zusammenfassung
aller nutzungsbezogenen TRVBs
11.01.2022, Wien www.ars.at
Kurzlehrgang Claims & Co
für Baupraktiker
18.01.-02.02.2022, Wien www.ars.at
Baustellen-Controlling – Arbeitskalkulation
und Bauerfolgsrechnung
20.01.2022, Wien www.ars.at
Lieferengpässe und Preissteigerungen
bei Bauprojekten
24.01.2022, online www.ars.at
VDBUM-Großseminar
25.-28.01.2022, Willingen www.vdbum.de
Die aktuelle NÖ Bauordnung
& Bautechnik-Verordnung
27.01.2022, Wien und online www.ars.at
13. ÖGT & VÖBU Fair
27.-28.01.2022, Wien www.voebu.at
13. Kolloquium Bauen in Boden und Fels
01.-02.02.2022, Ostfildern www.tae.de
Claim-Management nach
ÖNorm B 2110 & B 2118
16.02.2022, Wien www.ars.at
8 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Starke Typen
beherrschen jeden
Handgriff
Geniale Montagelösungen.
Die neuen EC-B.
Wir haben die neuen EC-B-Krantypen konstruktiv überarbeitet, um die nötigen
Handgriffe bei Montage und Transport noch einfacher und sicherer zu gestalten.
Reduzierung der Montagegewichte an Drehbühne und Ausleger
Neue LiConnect-Schnellverbindungen für sichere und einfache Montage
Kostensparender Transport durch schmalere Ausleger
Optimiertes Huckepacksystem: Wenige Mobilkranhübe zur Gegenauslegermontage
#liftinghero
www.liebherr.com/tc/EC-B
PROJEKTE + PLANUNG
WIENER LINIEN
Fotos: @ Baublatt.Österreich; Wiener Linien; Johannes Zinner; Alexandra Gritsevskaja
Öffi-Ausbau U2xU5 in Wien:
2022 geht es in die Tiefe
Wien verzeichnet seit vielen Jahren ein konstantes Wachstum und wird gegen Ende des
Jahrzehnts zwei Millionen Menschen beherbergen. Damit der öffentliche Verkehr auch
in Zukunft eine attraktive Alternative zum Individualverkehr bietet, investiert Wien mit
dem U-Bahn-Bau U2xU5 zurzeit in sein größtes Klimaschutz- und Infrastrukturprojekt.
D
ie Planungsarbeiten für das Linienkreuz
U2xU5 starteten bereits vor
über 20 Jahren. 2014 wurde der Hauptvorschlag
für den U-Bahn-Ausbau erarbeitet
und im Sommer 2017 wurde das Planungsprojekt
von der Stadt Wien - Stadtentwicklung
und Stadtplanung abgeschlossen
und an die Wiener Linien
übergeben. Mit U2xU5 wird die Leistungsfähigkeit
der Wiener Öffis nachhaltig
gesichert: Mehr als 300 Mio. zusätzliche
Fahrgäste pro Jahr können dadurch die
öffentlichen Verkehrsmittel Wiens nutzen
und insgesamt rund 1,3 Mrd. Fahrgäste
pro Jahr in U-Bahn, Bim und Bus befördert
werden.
Der Öffi-Aubau U2xU5 gliedert sich in
drei große Bereiche. Der erste betrifft den
Umbau der U2-Stammstrecke zwischen
Karlsplatz und Rathaus zur U5. Dieser
Abschnitt wird umfassend modernisiert
und für den vollautomatischen Betrieb mit
dem neuen X-Wagen vorbereitet. Dazu
kommen der an diesen Abschnitt anschließende
Neubau der U5 bis zur Station
Frankhplatz und der Bau der neuen
Teilstrecke der U2 Richtung Süden (siehe
Grafik).
Der Ausbau erfolgt in zwei Baustufen.
Die erste Baustufe umfasst die Bauabschnitte
U5 Frankhplatz, U2xU5 Rathaus,
Umbau der U2-Stammstrecke zur U5,
U2xU3 Neubaugasse, U2xU4 Pilgramgasse,
U2 Reinprechtsdorfer Straße,
U2xS Matzleinsdorfer Platz und die
Errichtung der U2-Streckentunnel
mit der Tunnelvortriebsmaschine.
Diese acht Bauabschnitte
wurden in drei
Rohbaupaketen vergeben.
Mit der zweiten Baustufe
werden die Stationen
U5 Arne-Karlsson-
Park, U5xU6
Michelbeuern-
AKH, U5
Elterleinplatz,
U5xS Hernals
10 DEZEMBER 2021
PROJEKTE + PLANUNG
Stromerzeuger
Aktion im Herbst
Abgasstufe V
Moderne emissionsarme
Stromerzeuger
Seit rund sechs
Monaten wird
die bestehende
U2-Strecke zwischen
Rathaus und Karlsplatz
umgebaut und
für den Betrieb der
neuen, vollautomatischen
U-Bahn-
Linie U5 vorbereitet.
sowie die Stationen U2 Gußriegelstraße
und U2 Wienerberg gebaut. Die zweite
Baustufe wird derzeit durch die Magistratsabteilung
18 der Stadt Wien geplant.
Nach Fertigstellung der Umbauarbeiten
fährt die U2 ab Herbst 2023 wieder
durchgehend von Seestadt bis Karlsplatz,
inklusive der neuen Bahnsteigtüren für
den vollautomatischen Betrieb in den
modernisierten Stationen Rathaus bis
Karlsplatz. Die Bauarbeiten für die U5
und die neue U2 laufen dann wieder
unabhängig voneinander weiter. Die neue
Linie U5 geht mit 2026 in Betrieb. Die U2
wird 2028 ab der Station Schottentor auf
ihrer neuen Strecke Richtung Matzleinsdorfer
Platz unterwegs sein. Unterm
Strich bedeutet das: 12 neue U-Bahn-
Stationen im Endausbau (erste und
zweite Baustufe) bringen schnellere
Verbindungen und schaffen mehr Platz
für zusätzliche Fahrgäste.
Seit Anfang Juli leitet DI Martin
Hrunek die Abteilung Ingenieurbau und
Großprojekte-Management bei den
Wiener Linien. Er trat die Nachfolge von
DI Erwin Scheidl an, der in den wohlverdienten
Ruhestand wechselte. DI Hrunek
studierte im Anschluss an die HTL in Wr.
Neustadt an der TU Wien Bauingenieurwesen
und arbeitete bereits studienbegleitend
bei einem Ziviltechniker. 2005
begann seine Tätigkeit bei den Wiener
Linien, zunächst bei der Verlängerung der
U1 Richtung Norden. Nach weiteren
U-Bahn-Baulosen wurde er 2016 Programmleiter
für ein denkmalschutzgerechtes
Umbau- und Sanierungspro-
Leistung
1 bis
3500 KVA
Gesucht!!!
VertriebsmitarbeiterIn
Außendienst für
Teilgebiete von Österreich
Ihre aussagekräftige Bewerbung
senden Sie bitte an
staudacher@erich-hartner.at
Tel: +43 660 4001559
DI Martin Hrunek, Abteilungsleiter
Ingenieurbau und Großprojekte-
Management bei den Wiener Linien,
informiert sich regelmäßig vor Ort
über den Baufortschritt.
www.erich-hartner.at
tel.: +43 7614/79640
DEZEMBER 2021
11
PROJEKTE + PLANUNG
Die Grafik veranschaulicht
die neuen Strecken der
beiden Baustufen und
das Update der
bestehenden
U2 Strecke.
Auch die Bohrpfahlarbeiten für das Stationsbauwerk U2xU3 Neubaugasse
mussten unter beengten Verhältnissen durchgeführt werden.
gramm der Straßenbahn-Remisen. Seit
2018 ist er Gesamtprojektleiter für das
Linienkreuz U2xU5 und seit Juli Abteilungsleiter.
Mit seinem Team betreut er
einerseits den kompletten U-Bahn-Neubau
sowie im Bestandsbereich die Ertüchtigung
der U4, die seit mehreren Jahren
läuft. In den Aufgabenbereich fallen aber
auch das erwähnte Remisen-Programm,
verschiedene Infrastrukturbauten im
Bauarbeiten für die U2xS Station Matzleinsdorfer Platz beim Margaretengürtel.
Hochbaubereich wie eine Lehrlingswerkstätte
in der Hauptwerkstätte in
Simmering.
DI Hrunek über den aktuellen Stand
des Projekts und die grundsätzlichen
Herausforderungen: „Der Schwerpunkt
der Arbeiten liegt derzeit in der Herstellung
der Bohrpfähle. Wir haben damit am
11. Jänner 2021 im Bereich Frankhplatz
begonnen und von den insgesamt ca. 2.800
Bohrpfählen derzeit rund die Hälfte
fertiggestellt. Dazu waren in Spitzenzeiten
bis zu 11 Groß-Bohrgeräte im Einsatz. Im
nächsten Frühjahr werden wir die
Bohrpfahlarbeiten überall abschließen.
Aufgrund dieser Arbeiten sind in einigen
Bereichen die Baugrubenumschließungen
bereits fertiggestellt und wir fangen jetzt
schon Zug um Zug damit an, die oberste
Decke zu betonieren. Dabei verbleiben
natürlich Einbringöffnungen für den
weiteren Baufortschritt bzw. Transportöffnungen
für den Aushub. Am Frankhplatz
heben wir jetzt schon in der ersten Ebene
den Schacht aus. Die großen Herausforderungen
bei unseren Tiefbauarbeiten im
innerstädtischen Bereich liegen in den
Auswirkungen auf die Verkehrsführung, in
der Leitungsumlegung und im Grundwassermanagement.
Jedes Baulos wird von
unserer Abteilung durch ein entsprechendes
Baustellenteam betreut, wobei wir
auch die örtliche Bau Aufsicht selbst
durchführen. Aufgrund der langen Vorlaufzeit
wird das Projekt noch nicht mit der
Building Information Modeling Methode
abgewickelt, im Laufe der Realisierung
werden aber alle neuen digitalen Techniken
so weit als möglich berücksichtigt –
auch im Sinne der Optimierung des
späteren Ausbaus bzw. der Erhaltung. Aus
bautechnischer Sicht kommt beim Bau des
12 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
PROJEKTE + PLANUNG
Linienkreuzes U2xU5 fast die ganze
Bandbreite der gängigen Spezialtiefbaumaßnahmen
zum Einsatz, bis hin zur
Tunnelbohrmaschine. Ich bin überzeugt,
dass es in Österreich nicht viele derart
spannende Projekte gibt. Trotz der
Herausforderungen, die sich aus der
Bautätigkeit ergeben, wird uns von der
Bevölkerung eine große Akzeptanz
entgegengebracht.“
Im Rahmen der Vorarbeiten wurden
auch Fundamentüberprüfungen und
Probebohrungen entlang der geplanten
Trassen durchgeführt, um die Geologie
und das Grundwasservorkommen genau
zu dokumentieren. Die Erkenntnisse aus
diesen Bodenuntersuchungen bildeten die
Entscheidungsgrundlage für die Detailplanung
der Bauausführung. Wie bereits
erwähnt, müssen für die neuen U-Bahn-
Strecken rund um die künftigen Stationen
im Rahmen von Einbautenumlegungen
Wasser-, Gas-, Strom-, Fernwärme- und
Datenleitungen sowie der Kanal umgelegt
werden. Für die Neubau-Abschnitte
kommen – je nach Untergrund – die offene
Bauweise, die Neue Österreichische
Tunnelbaumethode und eine Tunnelbohrmaschine
zum Einsatz.
DSV- und Bohrpfahlarbeiten
im Bereich
der U2xU4 Station
Pilgramgasse.
Hoch hinaus – mit krandioser Technik und Service von WOLFFKRAN. Ob Laufkatz- oder Wippauslegerkran,
S oder XXL, Hochbau oder Spezialanwendung wie hier auf der ÖSWAG Werft in Linz: WOLFF ist der Richtige
für Ihr Projekt. Wir beraten Sie umfassend. Willkommen im Rudel: Tel. +43 2235 420 21 0 / info@wolffkran.at
Der Leitwolf. The leader of the pack.
PROJEKTE + PLANUNG
DI Martin Hrunek
bei seinen
Erläuterungen
über den aktuellen
Stand des Projekts.
Beim U2 Update laufen die Arbeiten
seit einem halben Jahr auf Hochtouren: im
U2-Tunnel wurden seit Ende Mai 2021
zwischen Karlsplatz und Rathaus 4,8 km
Schienen entfernt und 210 km Kabel
ausgebaut. 2022 startet der Einbau der
Bahnsteigtüren. Gemeinsam mit der
Inbetriebnahme des neuen X-Wagens im
Laufe des Jahres 2022 ist das ein
wichtiger Schritt auf den Weg zur
vollautomatischen U5.
Bereits Anfang 2021 starteten mit den
Bohrpfahlarbeiten die umfangreichen und
komplexen Tiefbauarbeiten entlang der
fünf neuen U2-Stationen sowie bei der
neuen U5-Station Frankhplatz. Die
längsten Bohrpfähle werden hinter dem
Bohrpfahlarbeiten
für die U5 Station
Frankhplatz auf
der Landesgerichtsstraße.
Herstellung der
Innenschale in der
Station Matzleinsdorfer
Platz.
Rathaus errichtet, sie reichen mehr als 60
m in die Tiefe. Mit 2022 werden die
Bauarbeiten verstärkt unterirdisch
stattfinden. Alle Bauabschnitte von
Frankhplatz bis Matzleinsdorfer Platz
beginnen dann mit dem Ausheben des
Erdmaterials. Ziel ist das Erreichen der
Bahnsteigtiefe in rund 25 bis 35 m unter
der Erde, wo eine stahlverstärkte, meterdicke
Bodenplatte betoniert wird. In der
Reichratsstraße hinter der Universität
beginnen die ersten Bauarbeiten für den
neuen U2 Tunnel im Frühjahr 2022, beim
Matzleinsdorfer Platz der Bau des ersten
Stationstunnels Mitte des Jahres. Für das
Ableiten des Grundwassers, während der
Tunnelbauarbeiten wird in der ersten
Jahreshälfte eine oberirdische Wasserleitung
von der Baustelle Rathaus bis zum
Donaukanal gebaut.
Beim Matzleinsdorfer Platz sind die
Bauarbeiten schon am weitesten fortgeschritten.
Für den zukünftigen Öffi-Knoten
mit Anbindung zur S-Bahn wurden
bereits 85.000 m 3 Erde ausgehoben. Hier
wird in ein paar Jahren die Tunnelbohrmaschine
starten und sich bis zum
Augustinplatz im siebten Bezirk vorgraben.
Das gesamte Erdmaterial, das die
Tunnelbohrmaschine aushebt, wird über
einen zentralen Schacht am Matzleinsdorfer
Platz abtransportiert. Das erspart
Staub und Lärm für die Anrainerinnen
und Anrainer und ganze 20.000 Lkw-Fahrten
durch die Stadt.
Rund 700 Menschen arbeiten täglich
direkt auf und im Umfeld der Baustellen.
Im Jahr 2021 werden auf den Baustellen
rund 275.000 Arbeitsstunden für die
Realisierung von U2xU5 geleistet. Der
U-Bahn-Ausbau bewirkt dabei eine
enorme Wertschöpfung für den Wirtschaftsstandort
Wien. Rund 60 Unternehmen
sind am Bau beteiligt, 56 davon
stammen aus Österreich und davon
28 aus Wien. Das Investitionsvolumen von
2,1 Mrd. Euro für die erste Baustufe löst
eine österreichweite Bruttowertschöpfung
von 1,1 Mrd. Euro aus. Insgesamt sichern
die erste und zweite Baustufe vom
Öffi-Ausbau rund 30.000 Arbeitsplätze.
„U2xU5 ist ein hochkomplexes U-Bahn-
Bauprojekt, das es in dieser Dimension
seit dem Bau der U3 in der Innenstadt in
den 90er Jahren nicht mehr gegeben hat.
Wir sind mit einem bestvorbereiteten
Projekt zu Jahresbeginn 2021 gestartet.
Die umfassende Detailarbeit im Vorfeld
hat sich mehr als ausgezahlt: Wir liegen
im Zeitplan und werden auch 2022
zahlreiche bauliche Meilensteine setzen“,
betont Geschäftsführer Günter Steinbauer
in seinem Fazit.
14 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
PROJEKTE + PLANUNG
Stand der Abbrucharbeiten Anfang
September. Links der Liebherr R 960
Abbruch der Firma Zöchling, auf der
obersten Etage der Flugbagger der Firma
Mayer & Co. Das Bild rechts vermittelt
einen Eindruck der innerstädtischen
Lage des Rückbauprojekts.
ZÖCHLING / MAYER & CO
Großgeräte und Flugbagger bei
schwierigem Innenstadt-Abbruch
Das ehemalige Leiner-Möbelhaus in der Wiener Mariahilfer Straße bildete in den letzten
Monaten das größte innerstädtische Rückbauprojekt Österreichs. Angesichts der
extrem schwierigen Rahmenbedingungen und des knappen Zeitfensters realisierte die
ausführende Arbeitsgemeinschaft Rückbau Mayer & Co – Zöchling mit einem ungewöhnlichen
Geräte-Einsatz ein neues Abbruchkonzept.
D
urchgeführt wurde der Rückbau des
Leiner-Möbelhauses im Auftrag von
SIGNA. Als einer der bedeutendsten
Immobilieninvestoren Europas errichtet
sie an der Ecke untere Mariahilfer Straße
und Karl-Schweighofer-Gasse bis 2024 ein
Gebäudeensemble, das nicht nur aus
einem Warenhaus mit 20.000 m² Verkaufsfläche
besteht, sondern auch ein Lifestyle-
Hotel, vielfältige Gastronomie- und
Entertainment-Angebote sowie einen frei
zugäng lichen Dachpark beinhaltet. Für die
Beginn der Abbrucharbeiten
an dem aus 1895
stammenden Bauteil mit
dem Liebherr R 960 an
der Ecke Karl-Schweighofer-Gasse
und Mariahilfer
Straße. Für die
Staub bindung des Ziegelmauerwerks
kommt auch
ein ehemaliges Feuerwehr-Fahrzeug
der Firma
Mayer & Co zum Einsatz.
Fotos: @ Baublatt.Österreich; Zöchling
16 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Von links: Abbruchprofi Reinhard Hasler (Hans Zöchling GmbH), Ing. Daniel Mayer (Mayer & Co
GmbH), Johannes Zöchling (Geschäftsführer Hans Zöchling GmbH), BM DI Günter Sandhacker, BSc.
(Geschäftsführung Hans Zöchling GmbH) und Bauleiter Ing. Fritz Hanisch (Hans Zöchling GmbH).
Planung zeichnet das renommierte
Architekturbüro OMA rund um den
niederländischen Stararchitekten Rem
Koolhaas verantwortlich. Integriert wird in
das neue Konzept die bestehende, denkmalgeschützte
Jugendstil-Fassade an der
Mariahilfer Straße.
Der Altbestand gliederte sich zu Beginn
der Abbrucharbeiten in drei Bauteile, die in
verschiedenen Bauphasen errichtet
wurden. So stammte der mit Ziegel
errichtete Altbau an der Karl-Schweighofer-Gasse,
der als erster abgebrochen
wurde, aus dem Jahr 1895. Dahinter
schließen zwei Stahlbetonbauten aus den
Jahren 1992 und 2004 an. Die drei Bauteile
verfügten über eine Gesamtnutzfläche
von 58.000 m 2 . Insgesamt müssen rund
180.000 m 3 Material entfernt werden. Das
entspricht etwa 55.000 t mineralischem
Material und 2.200 t Stahl. Im Rahmen der
Entfernung der Schad- und Störstoffe
waren zu Spitzenzeiten bis zu 40 Personen
auf der Baustelle. Auch das Jugendstil-
Geländer des Altbestandes, das für einen
guten Zweck versteigert wurde, musste
sehr aufwendig demontiert werden. Nach
den entsprechenden Freigaben konnte mit
dem maschinellen Abbruch begonnen
werden, der bis zur Decke über dem
zweiten Untergeschoß durchgeführt wird.
Der Abtransport der Baurestmassen von
der Baustelle zu den jeweiligen Recyclingbetrieben
erfolgte bereits so weit als
möglich sortenrein.
Eine der großen Herausforderungen bei
diesem Projekt resultiert aus der speziellen
Lage des Objekts. Da eine Zufahrt über die
Mariahilferstraße nicht möglich ist, wurde
hier ein rund 4 m breite Schutzzone
eingerichtet. Somit steht für die Anlieferung
der Geräte und den Abtransport der
Baurestmassen nur die Karl-Schweig hofer-
Gasse zur Verfügung. Es handelt sich dabei
um eine enge Einbahnstraße, die von den
Lkw jeweils nur in einer Richtung befah-
Es hat sich in der Branche schon längst herumgesprochen:
Verlässlichkeit hat einen Namen –
Eisenwagen. Als Ihr Spezialist für das gesamte
Bobcat®-Sortiment, für Rammer®-Hämmer und
Doosan®-Bagger – aber auch als Ihr kompetenter,
hilfsbereiter Partner für Vieles in der Branche –
sind wir stets jederzeit gerne für Sie da!
www.eisenwagen.co.at
Eisenwagen Baumaschinen GmbH • Industriestraße 31, 2325 Himberg, Österreich • office@eisenwagen.co.at • +43 (0)2235/846 22
BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2021
17
PROJEKTE + PLANUNG
Der 14 t Flugbagger Doosan DX 140 der Firma
Mayer & Co (im Bild Ing. Daniel Mayer) sorgte
unter den Zaungästen auf der Mariahilfer
Straße immer wieder für Aufsehen.
Oben: Ein ungewöhnliches Shakehands
der Abbruchgeräte unterstreicht die
gute Zusammenarbeit der Teams.
ren werden kann. Zu Beginn der Abbrucharbeiten
musste der Liebherr R 960 der
Firma Zöchling in der Karl-Schweighofer-
Gasse direkt neben der Fassade des
Möbelhauses aufgebaut werden.
Ing. Daniel Mayer von der Firma Mayer &
Co GmbH über die Zusammenarbeit mit
der Firma Zöchling: „Wir haben diese
Arbeitsgemeinschaft, bei der jedes der
beiden Unternehmen seine besonderen
Stärken einbringt, für anspruchsvolle
Großprojekte ins Leben gerufen. Sie hat
sich bereits bei den Abbruch- und Aushubarbeiten
für das ,LeopoldQuartier‘ in Wien
Die Montage der Großgeräte
auf engstem Raum erforderte
logistische Meisterleistungen.
Mit seinem 114 m Auslegersystem
hob der Raupenkran
der Firma Prangl den Flugbagger
der Firma Mayer & Co
von Etage zu Etage.
sehr gut bewährt und wird nun für den
Rückbau des Leiner-Möbelhauses fortgesetzt.
Die partnerschaftliche Zusammenarbeit
betrifft den abgestimmten Geräteeinsatz
ebenso, wie die Aufteilung der
Tätigkeiten, den zügigen Abtransport der
Baurestmassen und die Größe der
eingesetzten Mannschaften.“
Johannes Zöchling, Geschäftsführer der
Hans Zöchling GmbH in Hainfeld,
erläutert die Gründe für die gewählte
Geräte-Kombination: „Wir haben für den
Rückbau der Bestandsobjekte alle
möglichen Varianten durchgespielt. Dabei
hat sich der Einsatz des Raupenkrans als
die vernünftigste Lösung erwiesen. Der
Hintergrund sind die vorhandenen
Unter- und Tiefgaragengeschosse, die wir
für den Einsatz der Großgeräte mit
rund 14.000 Deckenstehern stützen
hätten müssen. Diesen enorm
aufwändigen Prozess in der
Arbeitsvorbereitung konnten wir
mit unserem Konzept vermeiden,
18 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Aus den Tiefgaragen
wurde der Abbruchasphalt
unter anderem
mit diesem Morooka
Raupentransporter
zur Verladestelle
transportiert.
So weit als möglich
wurden die Baurestmassen
bereits auf der
Baustelle sortenrein
zum Abtransport
verladen.
denn durch die Variante mit dem Raupenkran
und dem Flugbagger der Firma
Mayer & Co wurden die Tiefgeschosse
nicht belastet. Natürlich war bei diesem
Abbruch auch unser Liebherr R 960 ein
wichtiger Leistungsträger. Als größter
Abbruchbagger Österreichs und mit einem
Gewicht von über 100 t kann er mit der
3,5 t Abbruchschere bis in einer Höhe von
über 36 m arbeiten. Ein weiteres Großgerät
aus unserem Fuhrpark war ein Cat
330 Next Generation, der überwiegend in
der Lkw Verladung zum Einsatz kam.“
Die Einsätze des Flugbaggers sorgten
regelmäßig für Aufsehen unter den
Besuchern der Mariahilfer Straße. Es
handelte sich dabei um einen Doosan DX
140 mit einem Einsatzgewicht von 16 t,
der entsprechend adaptiert ist und
ausschließlich als Flugbagger zum Einsatz
kommt. Er bewährt sich bereits seit 14
Jahren und wurde bei diesem Projekt von
einem Demag Gittermast-Raupenkran CC
2400-1 der Firma Prangl mit einem 114 m
Auslegersystem von Etage zu Etage
gehoben. Der Raupenkran weist eine
Tragfähigkeit von bis zu 400 t auf. Ein
weiteres Großgerät der Firma Mayer war
ein Volvo EC380E, der die Abbrucharbeiten
unterstützt und der bei Bedarf mit
einer Longfront-Ausrüstung zum Einsatz
kommt. In der Schlussphase des Projekts
wurde ein Doosan DX 420 mit Longfront-
Ausrüstung der Firma Mayer mit dem
Kran auf eine unzugängliche Stelle hinter
den unbefahrbaren Kellergeschoßen
verhoben und hat sich von dort aus dann
den Weg zur Mariahilferstraße „durchgebrochen“.
Für die Entkernungsarbeiten
kamen mehrere Kompaktgeräte zum
Einsatz. Sie übernahmen auf den Etagen
auch den Transport des Abbruchmaterials
zu den Abwurfstellen in den Sicherheitszonen
bzw. beförderten sie den Altasphalt
aus den Tiefgaragen zu den Verladestellen.
BILE BRECHER-, SIEB- und FÖRDERANLAGEN
PERFORMANCE IN EVERY DETAIL
RAUPENMOBILE SIEB- UND BRECHERANLAGEN
HALDENBÄNDER, SICHTER, SPRÜHER
www.mineraltech.at
Gruppe
VERTRAGSHÄNDLER, MIET- UND SERVICEPARTNER FÜR:
mineraltech - ing. erwin hofstätter GmbH, 2512 Tribuswinkel, Werksgasse 11, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 82, mail: office@mineraltech.at
mineraltech west - Handel mit Aufbereitungsanlagen GmbH, 6911 Lochau, Hofriedenstraße 71, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 82 18
PROJEKTE + PLANUNG
Robert Hasler (Firma Zöchling) hat die Abbruchzange des italienischen
Herstellers Italmec hinsichtlich Leistung und Wartung optimiert.
Reinhard Hasler, Bruder von Robert Hasler,
ist Stammfahrer für den Liebherr R 960
der Firma Zöchling.
Erstmals
setzte die Firma
Zöchling diesen
Abbruchvorhang
ein.
Optimierte Abbruchschere
Eine weitere technische Besonderheit bei
diesem Projekt ist die zweizylindrige
Betonschere des italienischen Herstellers
Italmek. Sie wurde von Robert Hasler,
einem langjährigen Mitarbeiter der Firma
Zöchling, für den Einsatz mit dem Liebherr
R 960 optimiert. Robert Hasler hat unter
anderem für den Rückbau des Rinterzelt-
Turms in Wien eine spezielle Tragkonstruktion
für den eingesetzten Abbruchroboter
entwickelt, bei der Hydraulikzylinder
seitlich ausfahrbare Pratzen gegen die
Turmwand drücken und die Plattform
damit fixieren. Bei der Abbruchzange hat
sich der passionierte technische Tüftler vor
allem daran gestört, dass bei einer Servicierung
das komplette Anbaugerät in die
Werkstatt muss. Dank der guten Kooperation
mit dem Hersteller wurden seine
technischen Anregungen im Werk umgesetzt,
sodass die in Wien nun eingesetzte
Abbruchzange gewissermaßen ein Prototyp
für eine künftige Serienfertigung ist. So
muss bei diesem Modell nicht mehr das
ganze Gebiss getauscht werden, sondern es
können auf der Baustelle die Betonbrechzähne
sehr rasch und unkompliziert
erneuert werden. Auch für das Aufschweißen
der alten Zähne hat Robert Hasler eine
Verbesserung entwickelt. Die optimierte
Abbruchschere wurde auch vom Hersteller
im Einsatz begutachtet. Zuvor hat Robert
Hasler gemeinsam mit der Firma Wimmer
einen Greifer entwickelt. Er ist für den
Liebherr R 960 konzipiert, hat ein Eigengewicht
von 4,5 t und verfügt mit seinem
Gasdruckspeicher über einen Haltedruck
von knapp 19 t. Nicht zuletzt setzte die
Firma Zöchling bei diesem Projekt erstmals
einen speziellen Abbruchvorhang ein.
Dieser ist 6 m breit, 20 m lang und besteht
aus sechs Bahnen Baggergummi. Er sorgt
dafür, dass Abbruchmaterial nahe der
Wand runterstürzt und nicht wegspringen
kann.
Einen besonderen Aspekt betont Ing.
Fritz Hanisch, Bauleiter Erdbau-Abbruch
der Hans Zöchling GmbH: „Das Projekt hat
für mich auch eine sehr persönliche
Komponente, denn bei der Errichtung des
Bauteils aus dem Jahr 1992 war mein
Vater Alfred Bauleiter. Jetzt, knapp dreißig
Jahre später, leite ich den Abbruch.“
Damit die historische Fassade in das
neue Architektur-Konzept integriert
werden kann, bleibt vom Altbestand eine
Gebäudeachse mit rund 6 m Tiefe erhalten.
Um diesen Bereich auszusteifen, wurden in
jedes Stockwerk mit Schalsteinmauerwerk
vier Querwände eingezogen. Großes
Augenmerk wurde in allen Abbruchphasen
auf die Anrainer gelegt, etwa mit der
konsequenten Staubbindung. Neben den
gängigen Methoden und der Wassersprühvorrichtung
des Liebherr R 960 setzte die
Firma Mayer & Co auch ein ehemaliges
Feuerwehr-Fahrzeug ein. Eine eigene
Ombudsfrau sorgt dafür, dass alle Anliegen
der Anrainer bezüglich des Abbruchs und
des späteren Neubaus so gut als möglich
berücksichtigt werden.
www.zoechling.at
www.mayer-abbruch.at
20 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
30% höhere Kraftstoffeffizienz
im Vergleich zum Vorgängermodell
WA475-10
RADLADER
MOTORLEISTUNG 217 kW / 295 PS BETRIEBSGEWICHT 25.100 - 26.850 kg SCHAUFELVOLUMEN 4,2 - 4,9 m³
Komatsu WA475-10 – das Arbeitstier der nächsten Generation
Mit seinem neuen, leistungsverzweigten Komatsu-Getriebe (K-HMT), das extrem niedrigen
Kraftstoffverbrauch mit massiver Produktivitätssteigerung kombiniert, wird der WA475‐10 zum
marktführenden Top-Performer. Seine einzigartige, unabhängige Steuerung von Antriebsstrang
und Arbeitsausrüstung ermöglicht schnellste Ladespiele bei einfachster Bedienung.
KUHN
GRUPPE
Kuhn Baumaschinen GmbH · Zentrale Eugendorf, Kuhn Straße 1, A-5301 Eugendorf bei Salzburg
Telefon: 0043 (0)6225 8206 0 · Telefax: 0043 (0)6225 8206 190 · e-mail: office-bm@kuhn.at
www.kuhn.at
MASCHINEN + TECHNIK
Der erste Cat 988K XE
Österreichs steht im Steinbruch
Mannersdorf im Einsatz. Er verfügt über
ein diesel-elektrisches Antriebssystem und
beeindruckt mit seinem ruckfreien
Fahrverhalten.
LAFARGE / ZEPPELIN
Lafarge: Premiere für den Cat 988K XE
als Teil der Dekarbonisierungs-Roadmap
In Mannersdorf am Leithagebirge betreibt die Lafarge Zementwerke GmbH das größte
österreichische Zementwerk. Bis 2025 soll hier eine Pilotanlage in Betrieb gehen, die
in der Lage ist, CO2 aus dem Abgasstrom der Zementproduktion zu entnehmen. Die
umfassende Optimierung und Effizienzsteigerung betrifft aber auch den nahegelegenen
Steinbruch, der das Zementwerk versorgt: Mit dem ersten Cat 988K XE Österreichs, der
über ein diesel-elektrisches Antriebssystem verfügt, startete auch im Steinbruch eine
grundlegende Umstellung.
Der semimobile O&K Hammerbrecher, der seit 1986 seinen Dienst versieht, wird
jährlich im Winterstillstand an die veränderten Abbaubedingungen angepasst.
A
ls Teil von Holcim, dem weltweit
führenden Unternehmen für Baumaterialien
und -lösungen, betreibt die
Lafarge Zementwerke GmbH in Österreich
die beiden Zementwerke in Mannersdorf
am Leithagebirge und in Retznei in
der Südsteiermark. Die Produktionskapazität
beider Werke liegt bei insgesamt
1,6 Mio. t pro Jahr. Davon werden rund
1,1 Mio. t Zement in Mannersdorf produziert
und den Kunden in Form von sieben
Sorten Zement und einer Sorte Betonzusatzstoff
zur Verfügung gestellt.
Die stetige Verbesserung des CO2-Fußabdrucks
hat für Lafarge höchste Priorität.
Als Teil dieser Bestrebungen veröffentlichte
das Unternehmen 2020 seine
Dekarbonisierungs-Roadmap. Diese
umfasst unter anderem eine Pilotanlage in
Mannersdorf: In ihrer Absichtserklärung
einigen sich die Industrieunternehmen
Lafarge, OMV, Verbund und Borealis auf
eine branchenübergreifende Zusammenarbeit
im Projekt „Carbon2ProductAustria“,
kurz C2PAT. Ziel des Projektes ist die
Schaffung einer sektorübergreifenden
Wertschöpfungskette sowie die Errichtung
Fotos: @ Baublatt.Österreich; Zeppelin Österreich
22 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Der Cat 988K XE bei der Beschickung der Aufbereitungsanlage. Im Load & Carry
Einsatz steigt der Verbrauch kaum über 30 l.
Bei der Übergabe des Cat 988K XE (von links): Ulrich Lissakowski (Verkaufsleiter, Zeppelin
Baumaschinen GmbH), Markus Dubkowitsch (Leitung Steinbruch Mannersdorf, Lafarge
Zementwerke GmbH) und Gerhard Hagleitner (Verkaufsberater Zeppelin Österreich GmbH).
einer Anlage im industriellen Maßstab bis
2030, welche eine Abscheidung von nahezu
100% des jährlichen Ausstoßes im Zementwerk
Mannersdorf von 700.000 t CO2
ermöglicht. Das abgeschiedene CO2 stünde
so als Ressource zur Verfügung. Mit dem
Ziel der Klimaneutralität werden aber
auch laufend weitere Schritte gesetzt. So
wurde von Lafarge unter anderem ein
Klimazement lanciert, der die Nachhaltigkeit
von Beton weiter steigern wird.
Eine der zahlreichen Maßnahmen
betrifft auch den Steinbruch, der das
Zementwerk Mannersdorf versorgt. Mit
einem 10-Mann-Team, das auch die Bohrund
Sprengarbeiten selbst durchführt,
wird hier hochwertiger Kalkstein
im Scheibenabbau gewonnen. Aufgrund
der Abbauform beträgt die Wandhöhe
ca. 20 m, da geringere Wandhöhen mit
dem derzeitigen Abbausystem nicht
kompatibel sind. Bis vor kurzem holte ein
Großradlader alleine das Hauwerk direkt
von der Wand und beschickte damit im
Load & Carry Verfahren den semimobilen
O&K Hammerbrecher, der seit 1986
seinen Dienst versieht. Von dort werden
pro Stunde 700 bis 800 t reiner Kalkstein
über Förderbänder ins Werk transportiert.
Der Brecher und die Förderbänder werden
einmal im Jahr im Winterstillstand an die
sich ändernden Abbaubedingungen
angepasst.
Im Rahmen der konzernweiten Optimierungsstrategie
wurden nun auch hier
die Abläufe auf den Prüfstand gestellt.
Dazu Markus Dubkowitsch, der den
Abbaubetrieb seit 2015 leitet: „Angestrebt
wird in den Abbaubetrieben des Konzerns
der Einsatz von Radladern der 60 t Klasse
für den Materialtransport. Aktuell wird
unser Brecher von einem Großlader mit
105 t Eigengewicht und einer 13 m 3
Schaufel beschickt. Im Vergleich dazu hat
unser neuer Cat 988K XE, der seit einigen
Wochen bei uns zum Einsatz kommt,
ca. 60 t Eigengewicht und eine 7,7 m 3
Schaufel. Zielsetzung ist es, mit einem
zweiten Gerät dieser Größenordnung
unseren Großlader, der bereits über
18.000 Betriebsstunden aufweist, zu
ersetzen. Aufgrund der aktuellen Verbrauchswerte
würde sich mit dieser
Gerätekonstellation unser Dieselverbrauch
fast halbieren und auch die
DAS Geotechnik-
Event 2022
27. + 28.01.2022
Messe Wien CC
ZANDTcargo
Flexibler Einsatz mit dem TAT-K 180
i.L. 2460 mm
voebu.at/fair
Container Baumaschine Schüttgut
T 09631 6423 • info@zandt-cargo.de • www.zandt-cargo.de
BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2021
23
MASCHINEN + TECHNIK
Reifenkosten würden sich enorm verringern.
Demgegenüber stehen natürlich
etwas höhere Personalkosten. Unterm
Strich bedeutet der Einsatz von zwei 60 t
Radladern über eine Laufzeit von etwa
acht Jahren aber eine deutliche Reduktion
des Kraftstoffbedarfes, verbunden mit
einem ebenso deutlich reduzierten CO2
Ausstoß. Eine Reduktion, die bei einer
gleichzeitigen Erhöhung der Gesamtschaufelkubatur
auf rund 15 m 3 erzielt
wird. Diese Kapazitätserhöhung ist auch
deshalb wichtig, weil im Zementwerk im
März 2022 auf eine effizientere, vertikale
Rohmühle umgestellt wird, mit der ca.
10% der Energie eingespart werden
können. Durch diese Umstellung wird
sich die benötigte Materialmenge um
ca. 120.000 t erhöhen.“
Neuer Cat 988K XE mit
diesel-elektrischem Antrieb
Es ist der erste Cat 988K XE Österreichs,
der im Steinbruch Mannersdorf zum
Einsatz kommt. Seine besondere technische
Stärke ist sein hochentwickeltes
diesel-elektrisches Antriebssystem, bei
Steinbruch Leiter
Markus Dubkowitsch
und sein Team sorgen
mit großem Einsatz
dafür, dass das
Zementwerk jederzeit
optimal versorgt wird.
dem ein Cat C18 Acert-Diesel mit Stufe-V-
Abgasreinigungstechnik direkt einen
modernen geschalteten Reluktanz-Generator
antreibt. Im Generator integriert ist
der Pumpenantrieb für die Arbeitshydraulik.
Diese wird nach wie vor mechanisch
angetrieben und elektrohydraulisch
vorgesteuert. Die im Generator erzeugte
elektrische Energie geht über eine
ausgeklügelte Regelelektronik in den
Elektromotor, der dann über eine Welle
den konventionellen Antriebsstrang in
beiden Achsen antreibt. Auch der Elektromotor
ist ein geschalteter Reluktanz-
Motor, eine Technologie, die einfachen
technischen Aufbau, einen hohen Wirkungsgrad
und feine Regelbarkeit
verknüpft.
Da der Diesel ständig im optimalen
Betriebspunkt arbeitet und Getriebe- und
Wandlerverluste beim Cat 988K XE
entfallen, sinkt der Kraftstoffverbrauch im
Vergleich mit dem konventionell angetriebenen
Cat 988K erheblich. Die Fahrgeschwindigkeit
lässt sich sehr feinfühlig
regeln, virtuelle Gänge ermöglichen die
Wahl bestimmter Geschwindigkeitsbereiche,
bergab hält ein elektronischer
Retarder das Tempo konstant. Für die
Fahrer bedeutet die neue Technik kaum
Umgewöhnung. Da viel weniger mechanische
Teile im Eingriff sind, reduziert sich
der Wartungsaufwand. Alle Komponenten
des elektrischen Antriebsstrangs sind
dafür ausgelegt, auch die zweite Lebensdauer
des Motors mit minimalem Wartungsaufwand
zu bestehen. Darüber
hinaus verlängert der Elektroantrieb
durch die günstigen Betriebsbedingungen
die Lebensdauer des Dieselmotors um bis
zu 3.500 Betriebsstunden.
In der Praxis bietet der neue Antrieb
jede Menge Vorteile, wie Steinbruch Leiter
Markus Dubkowitsch betont: „Durch das
für Elektromotoren typische hohe Drehmoment
schon beim Anlauf beschleunigt
die Maschine sehr kraftvoll. Die Richtungswechsel
erfolgen ruckfrei und
komfortabel, die Laufruhe der Maschine
erhöht sich, Gangwechsel entfallen über
den gesamten Geschwindigkeitsbereich.
Im Load & Carry Einsatz ist auch die
Hubgerüstdämpfung ein großer Vorteil, die
zügige Arbeitsspiele erlaubt. Sehr zufrieden
sind wir auch mit dem Verbrauch, der
im Schnitt bei 30 l/h liegt.“
Eine weitere große Umstellung wird im
Steinbruch Mannersdorf in vier bis fünf
Jahren über die Bühne gehen. Dann ist die
aktuelle Scheibe abgebaut und eine neue
Ebene wird begonnen. Zurzeit wird an der
Montanuniversität Leoben im Rahmen
einer wissenschaftlichen Arbeit untersucht,
welche Auswirkungen eine geänderte
Geometrie auf den Abbaubetrieb
haben würde.
www.lafarge.at | www.zeppelin.com/at-de/cat
Dank Hubgerüstdämpfung ermöglicht der Cat 988K XE zügige Arbeitsspiele. Die Schaufel ist mit einer Sägezahn Schneidekante ausgeführt,
damit keine defekten Zähne einen Schaden im Brecher verursachen und das Abziehen der Fahrwege keine Untiefen erzeugt.
24 BAUBLATT.ÖSTERREICH
HÖCHSTE PRÄZISION
UND SICHERHEIT
Mit Trimble Groundworks
Erzielen Sie maximale Produktivität und Genauigkeit mit dem
Trimble ® Groundworks Maschinensteuerungssystem für Rammen
und Bohrgeräte. Mit Trimble Groundworks können Sie die
Sicherheit, Präzision und Effizienz Ihrer Bohr-, Ramm- und
Verdichtungsarbeiten steigern. Tag für Tag – bei jedem Wetter.
Kontaktieren Sie uns, um mehr zu erfahren!
SITECH AUSTRIA
Infangstrasse 2, 4407 Steyr-Gleink
Tel: +43 7252 84433
office@sitech-austria.at
www.SITECH-AUSTRIA.at
Die Arbeitsbühnen
und Teleskopstapler
von Felbermayr – im Bild
die Firmenzentrale in Wels –
sind ab sofort bei Digando
buchbar.
DIGANDO / FELBERMAYR
Felbermayr vermietet jetzt über Digando
Felbermayr Transport- und Hebetechnik beteiligt sich am digitalen Marktplatz für
Baumaschinen Digando. Damit werden Arbeitsbühnen österreichweit verfügbar und
das Start-up-Unternehmen bekommt einen neuen strategischen Partner.
Digando-Geschäftsführer
Alexander Höss
(links) und Christoph
Nüßler, einer der drei
Geschäftsführer von
Felbermayr Transportund
Hebetechnik,
haben die neue
Partnerschaft Mitte
November besiegelt.
M
it 2.750 Mitarbeitern, 73 Standorten
in 19 Ländern und einem Umsatz
von fast einer halben Milliarde Euro ist
die Felbermayr-Gruppe eine feste Größe in
der Bauwirtschaft. Die Arbeitsbühnen und
Teleskopstapler von Felbermayr können
ab sofort bei Digando gebucht werden und
sind an 12 Standorten in ganz Österreich
verfügbar. Darüber hinaus steigt die
Felbermayr Transport- und Hebetechnik
auch als Gesellschafter bei der Digando
GmbH ein.
Über 10.000 Bagger, Anbaugeräte,
Lader, Verdichter, Anhänger und Siebanlagen
können auf dem digitalen Marktplatz
Digando österreichweit online gemietet
werden. „Durch den Beitritt von Felbermayr
können wir jetzt auch Arbeitsbühnen
im ganzen Bundesgebiet anbieten“,
freut sich Digando-Geschäftsführer
Alexander Höss. Dabei handelt es sich um
DATEN & FAKTEN
„Wir wollen auch
neuen Kunden unsere
Produkte auf Digando.
com zur Verfügung
stellen“, sagt Wolfgang
Schellerer,
Geschäftsführer
der Felbermayr
Transport- und
Hebetechnik.
Felbermayr Transport- und Hebetechnik:
Gründung: 1967
Firmensitz: Wels
Mietstationen: 12 in Österreich
Kategorien bei Digando: Scherenarbeitsbühnen, Mastarbeitsbühnen, Gelenkteleskoparbeitsbühnen,
Teleskoparbeitsbühnen, Lkw-Arbeitsbühnen,
Teleskopstapler
Digando
Digitaler Marktplatz für die Baumaschinenmiete
Go-Live: 2019
Firmensitz: Dornbirn
Sortiment: über 10.000 Bagger, Anbaugeräte, Lader, Dumper, Arbeitsbühnen,
Verdichter, Anhänger und Siebanlagen in Österreich
Partner-Stationen: 43 in Österreich
Partner: Felbermayr Transport- und Hebetechnik, Kuhn Baumaschinen,
Huppenkothen Baumaschinen, Kleinheider Baumaschinenhandel,
Humer Anhänger, Wepper Baumaschinen,
BVB Baumaschinen, Messner Arbeitsbühnen
Fotos: @ Digando GmbH; Felbermayr; Michael Thallinger; Mark Sengstbratl
26 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Bei Digando sind
10.000 Bagger,
Anbaugeräte,
Lader, Dumper,
Arbeitsbühnen,
Verdichter,
Anhänger und
Siebanlagen rund
um die Uhr
österreichweit
buchbar.
Die Arbeitsbühnen und
Teleskopstapler von
Felbermayr sind ab sofort
bei Digando buchbar.
eine wesentliche Angebotserweiterung,
weil sich Arbeitsbühnen einer hohen
Nachfrage erfreuen. Digando ist nun der
Anbieter mit den meisten Mietstationen in
Österreich.
Die Felbermayr Transport- und
Hebetechnik bietet bei Digando an 12
Mietstationen Scheren-, Mast-, Gelenkteleskop-,
Teleskop- und Lkw-Arbeitsbühnen
sowie Teleskopstapler an. „Wir
wollen unsere Produkte flächendeckend
auf dieser modernen Plattform speziell für
Neukunden zur Verfügung stellen. Die
Kunden haben den Vorteil der permanenten
Verfügbarkeit der Geräte und wir
erhoffen uns zusätzliche Auslastung“, sagt
Geschäftsführer Wolfgang Schellerer.
Die Felbermayr Transport- und
Hebetechnik wird nicht nur ihre Produkte
über Digando anbieten, sondern sich auch
mit einem kleinen Prozentsatz als
Gesellschafter an der Digando GmbH
beteiligen. „Dadurch können wir unsere
Position als händlerübergreifender
Partner für die gesamte Bauwirtschaft
weiter untermauern und gemeinsam die
Digitalisierung am Bau vorantreiben“,
freut sich Alexander Höss. Auf der
To-do-Liste des Digando-Geschäftsführers
stehen die Ausweitung des Sortiments, die
Akquise weiterer Partner in Österreich
sowie die Expansion nach Deutschland.
www.digando.com | www.felbermayr.cc
RM NEXT LEVEL ELECTRIFICATION
30 YEARS XPERIENCE – THE BEST IS JUST THE START
Kosten senken
Flexibilität schaffen
Effizienz steigern
Verantwortung übernehmen
Geschäftsmöglichkeiten erweitern
Klima schützen
RUBBLE MASTER Marketing u. Vertrieb GmbH | A-4030 Linz, Österreich | +43 732 73 71 17 - 700 | verkauf-miete@rubblemaster.at
RUBBLEMASTER.COM
BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2021
27
MASCHINEN + TECHNIK
LIEBHERR
Turmdrehkrane erhalten neues
Touch-Display mit smartem Bediensystem
Für sichere und präzise Hübe müssen Kranfahrer wichtige Betriebsparameter ständig
im Blick haben – und das in einer übersichtlichen Darstellung. Kombiniert mit der
intuitiven Bedienoberfläche TC-OS vereint die neue Anzeigendisplay-Generation EMS-
4 diese beiden Anforderungen auf einer Größe von zwölf Zoll. Per Multitouch navigieren
sich Kranfahrer und Monteure künftig durch eine bedarfsgerechte Menüstruktur.
Nutzerfreundlich und gut zu bedienen:
Viktor Zhezher ist vom neuen
Display überzeugt.
L
iebherr liefert in diesen Tagen die ersten
Turmdrehkrane mit einem neu entwickelten
Anzeigendisplay aus. Das 12-Zoll
Display mit Multitouch und intuitiver
Bedienbarkeit hält ab sofort serienmäßig
Einzug in die Turmdrehkran-Kabinen der
Baureihen EC-B und EC-H. Für Kranfahrer
und Monteure bringt die vierte Generation
des Electronic Monitoring Systems
(EMS) starke Verbesserungen in Bedienbarkeit
und speziell in der Kranskalierung
mit sich.
Das langlebige EMS-4 Display mit der
neuen Bedienoberfläche Tower Cranes
Operating System (TC-OS) ist der zeitgemäße
Nachfolger des EMS-3. Liebherr
hatte bei der Entwicklung mit den User-
Experience-Experten der User Interface
Design GmbH starke Partner an seiner
Seite. Ablenkung vermeiden und genau das
anzeigen, was gebraucht wird – dieser
Grundsatz prägte die Entwicklung der
Bedienoberfläche. Dabei ist eine schlanke
Menüstruktur mit schnell erfassbaren
Icons und Symbolen entstanden. Die
Navigation ist einfach zu verstehen,
intuitiv und mit Freude erlebbar. Durch die
hohe Benutzerfreundlichkeit reduzieren
sich Schulungs- und Einarbeitungszeiten.
Übersichtlich und modern:
das neue Display mit der
Bedienoberfläche TC-OS.
„Wir sind die ersten Nutzer dieser
Displays, weil wir damit jeden neuen Kran
vor der Auslieferung testen. Mir gefällt die
neue Bedienoberfläche sehr gut: Leicht zu
verstehen, logisch aufgebaut und auf die
verschiedenen Nutzer zugeschnitten“,
erzählt Liebherr-Mitarbeiter Viktor
Zhezher. Mit seinen Kollegen aus der
Produktion erlebt er das neue Display am
Revisionsstand täglich in Aktion: „Es geht
alles viel schneller. Die Steuerung mit
Tippen und Wischen ist mir vom Tablet
und Smartphone her sehr vertraut.“
Für Kranfahrer und Monteure stehen
spezielle Menüs, eine große Auswahl an
Sprachen und verständliche Maßeinheiten
(metrisches und angloamerikanisches
System) zur Verfügung. Mit der eindeutigen
Menüzuordnung behalten sie bei
schwierigen Verhältnissen den Überblick
während des Kranbetriebs beziehungsweise
der Kranskalierung. Das bietet ein
Plus an Sicherheit und Komfort. Auch bei
schwierigen Lichtverhältnissen, wie sie in
Krankabinen immer wieder vorkommen
können, ermöglicht der entspiegelte und
schmutzresistente Touchscreen eine hohe
Lesbarkeit. Für Arbeiten am Tag und in
der Nacht gibt es verschiedene Ansichtsmodi.
Zudem lässt sich das Display neigen
und schwenken.
Über ein Kranfahrerprofil lassen sich
personalisierte Einstellungen, die für die
jeweilige Tätigkeit wichtig sind, speichern
und beim Schichtwechsel wieder aufrufen.
Displaymasken können dabei auf verschiedene
Arten kombiniert werden. Künftig ist
kein externer Bildschirm mehr für die
Hakenkamera notwendig, weil dieses Bild
in das EMS-4 integriert werden kann.
Dadurch sind für den Kranfahrer alle
Daten gesammelt auf einem Gerät
sichtbar, sodass er Hübe noch präziser und
sicherer ausführen kann.
Mit der Einführung der neuen Display-
Generation erhöht sich gleichzeitig auch
der Bedienkomfort für die Kranfahrer bei
Einstellungen in der Krankabine. So kann
er zum Beispiel das Klimasystem und die
Scheibenwischer bequem über das
zentrale Multitouch-Display steuern.
Weiterhin besteht die Möglichkeit, dafür
auch die ergonomisch angebrachten
Folientasten in Griffnähe zu nutzen. Alles
ist miteinander vernetzt, sodass jedes
Bedienelement zu jeder Zeit die gleichen
Informationen anzeigt.
www.liebherr.com
28 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
VERNETZTES
ARBEITEN
Rahofer.
MIT BAUMASCHINENTECHNIK DIE ZUKUNFT KOPPELN
Die Schnellwechselvorrichtung SW2-Q GPS und SW3-Q GPS mit Oil- und Elektro-Quickfunktion
für Hydraulik bagger (12t bis 40t) macht das automatische Kuppeln von digital
aufbereiteten Gelände plandaten zum Kinderspiel. Ein zu tiefes Eindringen des Böschungs
löffels über das Zielprofil hinaus wird verhindert, indem die Löffelkante in Echt zeit
und Relation zur Maschinenposition und den Geländeplandaten durch gezielte Sensorik
und 3D-Daten gesteuert wird. Schnell, einfach, intelligent – und sicher. Denn durch die
selbstnach stellende, konische Verriegelung mit permanent vorgespanntem Konstantdruck
sitzt das Werkzeug immer fest und ist somit spielfrei. Mehr auf bmt.at
MASCHINEN + TECHNIK
Der Allrounder ZX210LC-7: Der neue
Motor der Serie-7 Bagger ist Stufe V
konform und kann dank Dieselpartikelfilter
auf ein SCR-System verzichten.
KIESEL / HITACHI
Siebenmal Strich Sieben
Die ZX135 Serie 6 war bisher der meistverkaufte Baggertyp der Kiesel Austria.
Mit einer breiten Modellpalette von Hitachi Baggern der neuen Serie-7 unterstützt
Systempartner Kiesel die Bauwirtschaft nun mit neuester Technik.
ie neue Bagger-Range mit Betriebsge-
von 13.300 kg bis 24.800 Dwichten kg
startet mit den leichten Modellen ZX130-7
und ZX135US-7. Sie wird mit den kompakten
Varianten ZX160-7 und ZX180-7
fortgesetzt und endet mit den Modellen
ZX210-7, ZX225US-7 sowie ZX225USR-7.
Die jüngste Generation der neuen Zaxis-
Bagger aus der 13 bis 25 t Klasse wurde
nicht nur konstruktionsmäßig erneuert,
sondern auch mit zahlreichen innovativen
Features erweitert, die die Produktivität
steigern, Kosten senken, Kraftstoff
einsparen und das Handling komfortabler
und sicherer machen. Kurzum: Besitzer
und Fahrer haben mit ihrem Arbeitsgerät
die volle Kontrolle und mit den Beratern
des Systempartners Kiesel auch den
größtmöglichen Support vor und nach
dem Kauf.
Zu den Pluspunkten der Serie-7 Bagger
zählen – neben diversen Designelementen
– u. a. Verbesserungen im Bereich des
Unterwagens, die die Lebensdauer
verlängern, überarbeitete Wartungs- und
Reinigungszugänge sowie das weiterentwickelte
Tool Control System für die
Anbaugeräte. Der neue Motor ist Stufe V
konform und kann dank Dieselpartikelfilter
auf ein SCR-System verzichten. In der
Praxis bedeutet dies nicht nur die Einsparung
von Ad-Blue-Zusätzen, sondern auch
einen um bis zu 6% reduzierten Kraftstoffverbrauch.
Der ZX180‐7 ist mit einem langen
Unterwagen (LC) für eine optimale
Stabilität oder mit einem schmalen
Unterwagen (LCN) für einen einfachen
Der ZX135US-7 ist der Nachfolger
des bisher meistverkauften
Baggertyps der Kiesel Austria.
Transport erhältlich. Dieses Modell wird
zudem mit Monoblock- oder Verstellausleger
angeboten. Dank des reduzierten
Heckschwenkradius ist der ZX180-7 ideal
für Arbeiten unter beengten Platzverhältnissen.
Die Modelle ZX210-7, ZX225US-7
und ZX225USR-7 sind mit dem TRIAS III
Hydrauliksystem von Hitachi ausgerüstet.
Durch weitere Optimierungsmaßnahmen
kann eine Kraftstoffeinsparung von bis zu
11% erzielt werden.
Die überarbeitete, geräumige Kabine
der Zaxis-7-Bagger bietet dem Maschinisten
durch ergonomisch angeordnete
Bedienelemente, Panoramaverglasung
sowie praktische Ablage- und Staufächer
eine angenehme Arbeitsumgebung. Die
neuen Kabinen zeichnen sich durch
höchsten Komfort, maximale Qualität und
einem der niedrigsten Geräuschpegel auf
dem Markt aus. Um den Bedienerkomfort
weiter zu steigern, wurden die Vibrationen
im Vergleich zu den Vorgängermodellen
um 16% gesenkt. Die mitschwingenden
Konsolen, der luftgefederte Sitz, sowie die
ergonomisch designten Steuerungselemente
und optimierte Pedalen-Anordnung
erhöhen den Bedienerkomfort und sorgen
30 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Der ZX225USLC-7 mit
minimalem Heckschwenkradius
und
Verstellausleger.
Die neue und
größere Kabine
verschafft dem
Fahrer einen noch
besseren Überblick
beim
Arbeiten. Im Bild
ein ZX160LC-7 bei
Aushubarbeiten.
für ein ermüdungsfreies Arbeiten.
Der neue 8-Zoll-LCD-Farbmonitor lässt
sich mittels multifunktionalem Bedienknopf
einfach steuern und ermöglicht dem
Baggerfahrer ein schnelles Navigieren
durch das Menü. Durch den hochauflösenden,
reflexionsarmen Bildschirm wird die
Sichtbarkeit verbessert. Auch das überarbeitete
Layout der Bedienkonsole ermöglicht
eine schnelle und einfache Bedienung
der wichtigen Funktion wie Klimaautomatik,
DAB+ Radio oder Freisprechanlage.
Dank des optimalen Rundum-Blickes auf
Bagger, Anbaugeräte und Arbeitsumgebung
sind Mensch und Maschine weitgehend
vor potenziellen Gefahren geschützt.
Das Aerial Angle-Kamerasystem sorgt
dafür, dass die komplette Baustelle zu
jeder Zeit vollends im Blick – und somit in
Sicherheit – ist. Die unmittelbare Umgebung
wird auf dem 8-Zoll-LCD-Monitor
gut sichtbar dargestellt. Der Maschinist
kann sich je nach Bedarf die einzelnen
Bilder von den Heck- und Seitenkameras
oder die 270°-Vogelperspektive anzeigen
lassen.
Damit auch unter schwierigen Bedingungen
sicher und effizient gearbeitet
werden kann, wurden die Zaxis-7 Bagger
mit zahlreichen neuen Funktionen
ausgestattet. Hierzu zählen unter anderem
die LED-Arbeitsscheinwerfer, der
parallel geführte Scheibenwischer mit
einer sehr großen Wischfläche sowie die
stufenlos einstellbaren Sonnenschutzrollos
in der Kabine.
Für eine vollständige Kontrolle über
den Fuhrpark und das Arbeitsvolumen
stellt Hitachi den Kunden mit den
Systemen Owner’s Site und ConSite
umfangreiche Tools zur Verfügung. Die
Fernüberwachungssysteme senden täglich
die Betriebsdaten des Baggers zum Global
e-Service. ConSite wiederum informiert
den Kunden mit monatlichen Emails und
zeigt ihm zusätzlich in Echtzeit mögliche
Probleme an. Selbst die Qualität des
Motor- und Hydrauliköls wird durch die
innovativen ConSite-Ölsensoren von
Hitachi kontinuierlich überwacht und
täglich an den Global e-Service übermittelt.
Somit wird dokumentiert, ob und
wann die Ölqualität aufgrund von
Verunreinigungen oder niedriger Viskosität
abnimmt. Bei Unregelmäßigkeiten
erhalten die Kunden und der autorisierte
Hitachi-Händler eine Alarmmeldung.
Durch den ständigen Überblick über den
Zustand der Betriebsmittel des Baggers
können ungeplante Standzeiten reduziert
bzw. vermieden werden.
www.kiesel.net
JETZT NOCH
STANDPLATZ AUF
DEM LEITEVENT
DER BRANCHE
SICHERN
ST. PÖLTEN–VAZ
B20
VAZ St. Pölten
(MAWEV Show 2022)
Ausstellungsgelände
Kelsengasse 9
3100 St. Pölten
Richtung
Wien
65 km
Richtung
Linz
110 km
Abfahrt
St.Pölten-Süd
Knoten
St.Pölten
Flughafen
Schwechat
90 km
powered by
POLIXMAIR GmbH | Ehrenfeld Betriebspark 5 | 4694 OHLSDORF | Tel.: 07612/64597 | office@polixmair.com
MAWEV SHOW 2022
PROJEKTLEITUNG MAWEV-Show 2022
Georg Thürauer / T. 0043 316 8088 – 264
E. georg.thuerauer@mcg.at
NUTZEN SIE DIE GELEGENHEIT UND
SICHERN SIE SICH RECHTZEITIG IHRE
Hier zur
MAWEV-
Show 2022
anmelden!
06.-09. PRÄSENZ AUF APRIL, DER MAWEV SHOW VAZ 2022! ST. PÖLTEN, NÖ
Österreichs größte „Baustelle“
auf rund 200.000 m² mit über
1.000 Baugiganten
#mawevshow
www.mawev-show.at
MASCHINEN + TECHNIK
MWT
MWT präsentiert sein
neues Kunden-Web-Portal
Mit dem neuen Kunden-Web-Portal (KWP) auf der Website von MWT
können Kunden auch außerhalb der Öffnungszeiten, alle relevanten Daten
für ihre Waagen jederzeit online abrufen. In einem passwortgeschützten
Login-Bereich sind sämtliche Bedienungsanleitungen, Eichberichte sowie
Konformitätserklärungen für erworbene Waagen von MWT abrufbar.
s kommt häufig vor, dass Bedienungs-
verlegt werden oder Eanleitungen der
Bericht der letzten Eichung gesucht wird.
Alles zeitaufwendige Recherchen, die bei
Nichtauffinden mit einem Anruf beim
Lieferanten enden. Um dies den Kunden
von MWT zu ersparen, wurde das
benutzerfreundliche KWP entwickelt.
Das Kundenportal ist ein Online-Service
von MWT, das es Kunden rund um die
Uhr ermöglicht, die persönliche
Datensammlung einzusehen und zu
verwalten.
Jeder Neukunde von MWT bekommt ab
Jänner 2022 mit der Bestellung automatisch
die Login-Daten für seine ganz
persönliche Kundenseite. Natürlich
werden auch bestehende Kundendaten
rückwirkend im System integriert und
nach der Freigabe durch die hausinterne
Technikabteilung erfolgt die Information
und das Versenden des Logins. Um die
Sicherheit der Daten zu gewährleisten,
muss der Kunde beim ersten Login sein
Passwort personalisieren. Zusätzlich wird
der Bestellprozess für Wiegekarten
erleichtert. Im Menüpunkt Wiegekarten
werden die zuletzt gelieferten Karten mit
genauer Spezifikation dargestellt und
können so in unveränderter Form per
Mausklick in unterschiedlichen Mengen
nachbestellt werden. Bereits ausgepreiste
Standardangebote für gängige Waagen
befinden sich ebenfalls auf dem persönlichen
Kundenterminal, wovon MWT
Kunden sicherlich profitieren.
Über das neue Kundenportal
können MWT-Kunden rund um
die Uhr die persönliche
Datensammlung einsehen
und verwalten.
Ein doppelt abgesicherter
Login und eine stark
verschlüsselte Verbindung
sorgen für höchste Sicherheit.
Diese Menüpunkte
erleichtern die Orientierung
im Login-Bereich.
Der Grundgedanke
hinter der Erweiterung
MWT ist bestrebt, seinen Kunden immer
ein perfektes Service zu bieten und seine
Dienstleistungen zu optimieren. Jeder
Kunde bekommt nun mit dem Terminal
eine komplette Übersicht aller erworbenen
Produkte und Leistungen von MWT. Dazu
gehören Konformitätserklärungen,
Bedienungsanleitungen sowie Prüfberichte
der zuletzt durchgeführten Eichungen.
Für höchste Sicherheit im Interesse
des Datenschutzes sorgen ein doppelt
abgesicherter Login und eine stark
verschlüsselte Verbindung zu den Kundendaten.
Die benutzerfreundliche Websiteerweiterung
ist somit äußerst sicher und
schafft Erleichterung durch eine schnelle
Verfügbarkeit.
„Natürlich können sich bestehende
Kunden, welche den MWT Kundenterminal
sofort nutzen möchten, direkt an MWT
wenden. Diese werden dann beim Integrieren
ihrer Daten bevorzugt behandelt,
damit sie so rasch wie möglich die
benutzerfreundliche Datenbank nutzen
können“, betont MWT Geschäftsführer
Günter Schmalnauer.
www.mwt-systeme.at
32 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Die Bauindustrie ist für 10%
aller Emissionen weltweit
verantwortlich. Wie in der
Bauausführung Emissionen
eingespart werden können,
zeigen Forschende der
TU Wien.
D
ie Baubetriebsforscher Leopold
Winkler und Maximilian Weigert von
der TU Wien analysierten, wie sich die
CO2-Bilanz im Baubetrieb verbessern
lässt. Klar ist für die beiden Experten: eine
bloße Kompensation der Treibhausgase
greift zu kurz. Die von ihnen veröffentlichte
Studie „CO2 neutrale Baustelle“
zeigt Maßnahmen, die bereits 2022 zur
Verringerung des CO2-Ausstoßes auf
Baustellen beitragen sollen. Die wesentlichen
Punkte in Kürze: Einsatz einer
energieautarken Baustelleneinrichtung,
die besser gedämmt ist und über Solarpanels
verfügt; regional bezogene Materialien,
die just-in-time zur Baustelle gebracht
werden; Baumaschinen, die aufgrund ihrer
Größe nicht elektrisierbar sind, werden mit
nicht-fossilen Kraftstoffen wie E-Fuels,
TECHNISCHE UNIVERSITÄT WIEN
Der Weg zur CO2-neutralen Baustelle
Wasserstoff und Biodiesel angetrieben;
Kontrolle durch einen oder eine Beauftragte
für die Klimaverträglichkeit. „Wir
werden bei Baufahrzeugen einen weiteren
großen Entwicklungsschub feststellen:
neue Antriebstechnologien stellen bereits
in naher Zukunft eine kosteneffiziente
Alternative dar“, erklärt Leopold Winkler.
Energie wird nachhaltig vor Ort erzeugt
oder zugekauft. Die Emissionen, die
dennoch nicht vermieden werden konnten,
werden finanziell kompensiert. In ihrer
Schritte zur
Verringerung der
Treibhausgas-Emissionen.
Studie weisen die Forschenden ein
Reduktionspotenzial vor Kompensation
von bis zu 50% aus. Im Rahmen des
Projekts „CO2-neutrale Baustelle“ fanden
die Forschenden außerdem heraus, dass
vor allem die entstehenden Kosten
abschreckend auf die Akzeptanz der
Maßnahmen wirken. Bereits nächstes Jahr
soll die erste CO2-neutrale Baustelle
Österreichs tatsächlich umgesetzt werden.
Projektpartner werden weiterhin gesucht.
www.tuwien.at | www.tuaustria.at
DUMPERS-11/20 - Service communication Mecalac ©Fotos: Sémaphore - Fotolia
DIE GESAMTEN BAUREIHEN DER MECALAC
TA & MDX BAUSTELLENKIPPER ERHALTEN
SIE BEI UNSEREN HÄNDLERN:
E-Mail: office@bmks.at
Telefon: +43 (0) 1 615 17 54
www.bmks.at
E-Mail: jenbach@laurer.at
Telefon: +43 (0) 5244 6966
www.laurer.at
mecalac.com
Kontakt: mecalac-mas@mecalac.com
BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2021
33
MASCHINEN + TECHNIK
KUHN-LADETECHNIK
Leistungsfähiger PK 135.002 TEC7-G für
die Betriebsfeuerwehr am Flughafen Wien
Ein hervorragendes Verhältnis von Hubleistung zu Eigengewicht ist das besondere
Merkmal des Palfinger-Lkw-Ladekranes PK 135.002 TEC7-G von Kuhn-Ladetechnik.
Seit kurzem verstärkt er auch die Betriebsfeuerwehr am Flughafen in Wien.
Der PK 135.002 TEC 7-G: ein
Allrounder für vielseitige Einsätze.
D
er Ladekran wurde im Kuhn-Krankompetenzzentrum
Vöcklabruck auf eine
MAN TGS 4-Achszugmaschine mit abnehmbarer
Ballastpritsche aufgebaut und in der
Kuhn-Niederlassung Achau bei Wien
kundenspezifisch finalisiert. Die Features
des PK 135.002 TEC7-G mit PJ190E:
- Hydraulischer Achtfachausschub am
Kran und hydraulischer Sechsfachausschub
am Jib mit reflektierenden
Warnmarkierungen gemäß Sicherheitsvorgaben
vom Flughafen Wien
- Schlauchausrüstung Kran und Jib für
den Betrieb von Zusatzgeräten
- Rotzler Treibmatic TR 200/7 (max.
Zugkraft 200 kN) mit Ein-Strang-Betrieb
und einem sonderangefertigten Transportgestell
für Winde zur schnellen
Montage und Demontage am Lkw
- Automatische Seilspannvorrichtung RTC
und Seilwinden-Synchronregelung SRC
- Modul Load-Erfassung der Beladung
Übergabe des Kranfahrzeuges am Flughafen in Wien (von links): Manfred Sommerer
(Stellvertretender Feuerwehrkommandant), Mag Julian Jäger (Vorstand Flughafen Wien AG)
und Ing. Christian Rathmanner (Leiter Kranmontagen Kuhn-Ladetechnik Achau).
Imposant präsentiert sich
das neue Schwerlastkranfahrzeug
der Wiener Flughafenfeuerwehr.
über die Fahrzeugneigung und Einbindung
in das Standsicherheitsüberwachungssystem
- Aktive Schwingungsdämpfung AOS
- P-Fold Assistenzsystem – automatisches
Auseinander- und Zusammenlegen des
Kranes
- Arbeitskorb nach EN280 mit automatischer
Nivellierung und Isolierung
- Erweiterte Hydraulikanlage für Tiefladerbetrieb
Der PK 135.002 TEC7-G erreicht Reichweiten
und Hubkräfte, die ihn um ein bis
zwei Klassen höher einstufen, als die
Bezeichnung vermuten lässt. Die Features
garantieren maximale Standsicherheit bei
unterschiedlicher Beladung und schnelle
Rüstzeiten. Kuhn-Ladetechnik bietet eine
erstklassige Beratung und gewährleistet
eine lückenlose Serviceabdeckung sowie
eine reibungslose Ersatzteillogistik in
ganz Österreich. Das Unternehmen sorgt
seit mehr als drei Jahrzehnten dafür, dass
die Kunden jeden Tag Spitzenleistungen
erbringen können. Die Kuhn-Gruppe mit
Sitz in Eugendorf bei Salzburg erwirtschaftete
im abgelaufenen Geschäftsjahr
mit 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
einen Umsatz von 595 Mio. Euro.
www.kuhn.at
34 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
KEINEN CAT KÖNNEN
WIR UNS NICHT LEISTEN.
Wir sind ein breit aufgestelltes Familienunternehmen mit starken Werten und nachhaltiger Ausrichtung. Qualifizierte Mitarbeiter
und modernste Technologien garantieren unser hohes Niveau, das wir mit starken Partnern permanent verbessern.
Ohne die Maschinen von Caterpillar und den Service von Zeppelin auszukommen, das können wir uns nicht leisten.
Christian, Bruno und Johannes Urschitz,
Ing. Bruno Urschitz GmbH, Finkenstein
zeppelin-cat.at
MASCHINEN + TECHNIK
Hier gibt es weiter Infos zur Telestufe Woodcracker T4000:
Die Telestufe
Woodcracker T4000 im
Einsatz mit der
Greifersäge Woodcracker
CS510 crane.
WESTTECH
Die Telestufe Woodcracker T
für mehr Spielraum im Forst
Der oberösterreichische Forstmaschinenhersteller Westtech Maschinenbau hat
ein neues Produkt in seiner Produktpalette. Die Telestufe Woodcracker T dient
zur Erhöhung der Reichweite von Baggerarmen ohne große Umbauarbeiten.
D
ie Telestufe Woodcracker T4000
wurde speziell für den Anbau
pendelnd aufgehängter Anbaugeräte an
herkömmliche Bagger entwickelt, um
deren Reichweite und Flexibilität zu
erhöhen. Sie dient außerdem als Ergänzung
zur Greifersäge Woodcracker CS
crane, die pendelnd angebaut werden
kann und auch als Greifer funktioniert.
Mit der Telestufe ist ein zusätzlicher
Arbeitsbereich von bis zu 6,2 m möglich.
Durch den Anbau an Bagger zwischen 14
und 22 t können diese auch für Einsätze
genutzt werden, wo höhere Bäume in
Teilstücken abgetragen oder abgelegenere
Orte von Bäumen und Sträuchern
befreit werden müssen. Dabei ist die
äußerst stabile und kompakte Ausführung
der Telestufe besonders hilfreich.
Der Woodcracker T verfügt über einen
doppelten Teleskopausschub von 4 m. Die
Hydraulikschläuche sind innenliegend
verlegt und daher höchst möglichst vor
Schäden von außen geschützt. Um für
alle Fälle gerüstet zu sein, sind insgesamt
vier Hydraulikanschlüsse am
Anschlusspunkt vorhanden.
Neben den herkömmlich pendelnd
Wie die Bilder zeigen, sorgt die Telestufe
Woodcracker T4000 für eine enorme
Erweiterung des Arbeitsbereichs – und das
ohne Umbauarbeiten am Bagger. Die
Hydraulikschläuche sind innenliegend und
daher geschützt gegen Außeneinflüsse.
aufgehängten Anbaugeräten, die auch
auf Kranen verwendet werden, bietet
Westtech diverse optionale Anbaumöglichkeiten
an. Optional kommt die
Telestufe auch mit einem Greifer oder
einer Greifersäge aus dem Hause
Westtech. Bei der Greifersäge handelt es
sich um die kardanische Woodcracker CS
crane, die einen maximalen Schneiddurchmesser
von 540 mm hat. Falls keine
Greifersäge, sondern ein Greifer benötigt
wird, kann der Woodgripper von Westtech
angebaut werden.
www.westtech.at
36 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Der SV17e ist ein
Minibagger, der das
Segment von 1,5 bis 2 t
auf den europäischen
Märkten bedient.
M
it seinem effizienten Elektroantrieb
und den leistungsstarken 48-Volt-
Batterien mit Schnellladefunktion ist der
Yanmar SV17e eine leise, abgasfreie
Maschine, die selbst die strengsten
Emissionsvorschriften erfüllt. Ziel des
Konstruktions- und Ingenieurteams war
die Entwicklung einer Maschine, die ein
Höchstmaß an Komfort, Ergonomie und
Betriebsleistung sowie Präzision und
Kontrolle bietet. In Vorbereitung auf den
Verkaufsstart auf der bauma 2022
durchläuft der Prototyp des SV17e derzeit
das strenge und anspruchsvolle Produkt-
Testprogramm von Yanmar.
Sota Takami, Director Engineering
EMEA, erklärt: „Bisher sind wir mit der
Leistung sehr zufrieden – wie zu erwarten,
haben wir ein strenges Testprogramm, das
jeden Bestandteil der Maschine bis an ihre
Grenzen ausreizt. Die Maschine hat in all
diesen Tests sehr gut abgeschnitten.
YANMAR COMPACT EQUIPMENT
Neuer SV17e: erster Prototyp
eines elektrischen Minibaggers
Besonders gut gefallen uns die Leistung
und die Steuerung des Prototyps. Natürlich
handelt es sich um eine leise,
emissionsfreie Maschine, aber das
allein reicht uns nicht aus. Wir
müssen dem Bediener ein gutes
Gefühl geben. Ich bin mir sicher,
dass sie sich in dieser Maschine
sehr wohlfühlen werden und die
Leistung, die Kontrolle und die
präzise Handhabung spüren, die
sie für große und kleine Arbeiten
gleichermaßen benötigen.“
www.yanmar.com
Hier geht’s zum Video:
Yanmar CE
präsentiert
seinen ersten
Prototyp eines
elektrischen
Minibaggers: den
neuen SV17e.
Arbeitsbühnen von
Jetzt online mieten.
Felbermayr.
www.digando.com
MAWEV SHOW 2022
06.-09. APRIL, VAZ ST. PÖLTEN, NÖ
Österreichs größte „Baustelle“
auf rund 200.000 m² mit über
1.000 Baugiganten
BAUMASCHINEN – LKW – KOMMUNALTECHNIK
Hier gibt es
mehr Infos !
JETZT NOCH
STANDPLATZ AUF
DEM LEITEVENT
DER BRANCHE
SICHERN
ST. PÖLTEN–VAZ
B20
VAZ St. Pölten
(MAWEV Show 2022)
Ausstellungsgelände
Kelsengasse 9
3100 St. Pölten
Richtung
Wien
65 km
Richtung
Linz
110 km
Abfahrt
St.Pölten-Süd
Knoten
St.Pölten
Flughafen
Schwechat
90 km
PROJEKTLEITUNG MAWEV-Show 2022
Georg Thürauer / T. 0043 316 8088 – 264
E. georg.thuerauer@mcg.at
NUTZEN SIE DIE GELEGENHEIT UND
SICHERN SIE SICH RECHTZEITIG IHRE
PRÄSENZ AUF DER MAWEV SHOW 2022!
Hier zur
MAWEV-
Show 2022
anmelden!
#mawevshow
www.mawev-show.at
MASCHINEN + TECHNIK
SMP PARTS
Neuer Markenauftritt
SMP Parts gehört zu Schwedens führenden Herstellern von Ausrüstung und Anbaugeräten für
Bagger und Baggerlader. Mit 1. Dezember 2021 hat SMP Parts ein Upgrade der Produktfarben
für Tiltrotatoren durchgeführt. „Unser Hauptfocus liegt auf Haltbarkeit, Sicherheit und
Qualität. Die Anpassung der Farben und vor allem die Anpassung auf einen niedrigeren
Glanzwert machen die Produkte noch widerstandsfähiger gegen Kratzer und Schmutz und
reduziert die Gefahr von störenden Reflexionen. Das erhöht zugleich die Qualität und auch
die Sicherheit unserer Produkte, sagt Patrik Lindqvist, President und CEO von SMP Parts.
www.smpparts.com
HKL BAUMASCHINEN AUSTRIA
HKL baut Mietpark weiter aus
Mit hunderten neuen Maschinen, Modernisierung und Segmenterweiterung
begegnet der Full-Service-Dienstleister der starken Nachfrage im Markt.
D
er erfolgreiche Baumaschinenvermieter
HKL Baumaschinen Austria
GmbH hat im Laufe dieses Jahres seinen
Mietpark umfassend erneuert, modernisiert
und um neue Produkte erweitert. Es
wurden einige hundert neue Baumaschinen
und Geräte angeschafft, ältere
Modelle durch aktuelle ersetzt sowie neue
Maschinenklassen und -typen in das
Miet-Sortiment aufgenommen.
So verfügt die Radlader-Flotte jetzt
weitgehend über neue Modelle – vom
kleinen Kramer 5035 mit 0,5 m 3 bis hin
zum großen Kramer 8155 V mit 1,21 bis zu
1,80 m 3 Schaufelinhalt. Im Bereich
Arbeitsbühnen kamen Lkw-Arbeitsbühnen
von Multitel mit bis zu 27 m Reichweite
hinzu. Ganz neu im Mietpark sind die
Gehwegfertiger Vögele Super 800. Im
Dumper-Segment erhöhte HKL die
Stückzahl, ebenso im Segment Arbeitsbühnen
und Teleskopmaschinen – allein im
HKL Center Krems sind heute 50 Arbeitsbühnen
erhältlich, darunter neue Modelle
von Manitou und Merlo. Bei der Auswahl
der neuen Maschinen standen Effizienz,
Umweltverträglichkeit und Ausstattung
im Fokus.
Und damit nicht genug: Alle neuen
Bagger des großen Mietparks – beginnend
Die neue Kramer
Teleskopmaschine
1245 aus dem hochmodernen
Mietpark
von HKL Baumaschinen
Austria. Die
Maschine eröffnet
ein breites Anwendungsspektrum
und
überzeugt mit
dynamischem
Allradantrieb, hoher
Nutzlast und großer
Wendigkeit.
Ingrid Weinlich,
Betriebsleiterin HKL
in Linz, mit neu
angeschafften Baumaschinen:
einem
Kramer Radlader
5035 (links) und
einem Kramer
Teleskop 1245.
bei den Kubota Maschinen ab 2,7 t bis hin
zu den Komatsu Baggern in der
14-t-Klasse – verfügen über die neueste im
Markt verfügbare Motortechnologie und
sind allesamt mit Schwenkmotoren
ausgestattet.
Christian Heigl, Geschäftsführer HKL
Baumaschinen Austria GmbH, erklärt: „Es
gilt, immer am Puls der Zeit zu sein. Wir
haben darum stets das Ohr am Kunden
und reagieren auf dessen Bedarf. So spielt
heute der Komfort eine zunehmend große
Rolle, Stichwort Arbeitsergonomie. Darauf
haben wir bei der Anschaffung der neuen
Maschinen geachtet. Die Umrüstung auf
Schwenkmotor beispielsweise trägt
erheblich zur Verbesserung von Arbeitsergonomie
und Effizienz bei.“
Mit dem Erwerb der neuen Maschinen,
der Erweiterung und Modernisierung des
gesamten Mietparks und dem weiteren
Ausbau seines Produktsortiments begegnet
HKL der weiterhin starken Nachfrage
im Markt. Christian Heigl, bekräftigt: „Die
Kunden sagen ganz klar: `Auch für 2022
sieht es sehr gut aus!´ Und da wollen wir
als Vermieter mit modernem Equipment
dabei sein.“
Miete, Kauf, Service – die Breite des
Portfolios ist einer der Erfolgsfaktoren der
HKL Baumaschinen Austria GmbH. 2012
startete HKL mit dem ersten Center in
Wiener Neudorf. In den folgenden Jahren
baute das Unternehmen seine Präsenz
immer weiter aus. Heute gewährleisten
sieben HKL Center in Wien, Wiener
Neudorf, Wolkersdorf, Salzburg, Linz, Graz
und in Krems für die HKL Kunden – Bauunternehmen,
Industrie und Kommunen
– kurze Wege und gute Erreichbarkeit im
gesamten Land.
www.hkl-baumaschinen.at
40 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
XELECTRIX POWER
Netzautarkes Brennstoffzellen-Kraftwerk
Proton Motor und xelectrix Power haben gemeinsam eine Weltpremiere
entwickelt, die Brennstoffzellen- und Batteriespeichertechnologien vereint.
G
emeinsam mit Proton Motor Fuel Cell
GmbH, einem deutschen Experten für
emissionsfreie Wasserstoff-Brennstoffzellen,
entwickelte das österreichische
Unternehmen xelectrix Power GmbH ein
Komplettsystem, das 100% grüne Energie
bei 0% CO2-Schadstoffausstoß liefert. Das
System PM-H/LFP-240 wird den Ersatz
von Dieselgeneratoren ermöglichen – ein
zunehmend wichtiger Aspekt im Hinblick
auf die Herausforderungen des Klimaschutzes.
Diese Einheit ist als Inselsystem
konzipiert, sodass fernab eines öffentlichen
Stromnetzes Energie mit hoher
Leistung bereitgestellt werden kann. Die
Anlage verfügt über eine Brennstoffzellenleistung
von max. 129 kW und eine
System-Leistung von 240 kW. Akku-
Pakete mit LFP-Zellen mit einer maximalen
Kapazität von 240 kWh gewährleisten
die entsprechende Lastspitzenabdeckung
Proton Motor
liefert für Shell ein
netzautarkes
Brennstoffzellen-
Kraftwerk in
Kombination mit
xelectrix Power
Batteriespeicher.
Foto: @ xelectrix Power
über die Autonomiezeit. In Kombination
mit dem elektrischen Energiespeicher von
xelectrix Power GmbH, der ebenfalls im
Container untergebracht ist, wird die
notwendige Leistung und Energie für den
elektrischen Verbraucher generiert. Direkt
hinter dem 20-Fuß-Container befindet sich
auf dem Trailer der Kühler zur Abführung
der Reaktionswärme. Nach Überführung
des netzautarken Energie-Arrangements
sind Folgeaufträge für den „HyShelter
240“ respektive für andere Leistungsgrößen
als wasserstoffbasiertes Brennstoffzellen-Kraftwerk
vorgesehen.
www.xelectrix-power.com
www.proton-motor.de
mit unseren hydraulischen anbauteilen bewegen sie welten
anrufen & mehr erfahren
+43 7247 81224
große auswahl für
jedes TrägergeräT
WERKZEUG&MEHR
TOOLS&MORE
vermietung
wartung
verkauf
rasche
verfügbarkeit
AAB Eisterer GmbH | 4632 Pichl bei Wels | Kaplanstraße 12 | Telefon +43 7247 81224 | www.aab-eisterer.at
Mit großer Rücksicht auf
die Murmeltiere errichtet der
Volvo ECR88D Kurzheck-
Kompaktbagger eine befahrbare
Straße auf die Dürsteinalm.
ASCENDUM
Volvo ECR88D zwischen
Murmeltieren und feiner Küche
In der „Rauchkuchl“ der Familie Bacher in Stuhlfelden verzichtet Hauben-Koch
Tobias Bacher auf eine Speisekarte, denn für seine Überraschungs-Menüs verwendet
er die Produkte der Region. Als es nun notwendig wurde, die Zufahrtsmöglichkeit zur
Dürsteinalm zu verbessern, war ein Volvo ECR88D Kurzheckbagger die erste Wahl.
N
ach drei Frauen-Generationen wird
die Rauchkuchl mit Tobias Bacher
erstmals wieder von einem Mann geführt.
Er übernahm die Rauchkuchl von seiner
Mutter Theresia, die das Schwaigerlehen
in Stuhlfelden mit ihren Talenten in den
vergangenen Jahrzehnten geprägt hat.
Nun zaubert Sohn Tobias mit einfachster
Küchenausstattung in ihrem Bauernhaus
von 1486 Köstlichkeiten der österreichischen
Haubenküche. Die verarbeiteten
Produkte bezieht er regional und bei der
Auswahl wird explizit auf eine nachhaltige
Produktion geachtet. Alles geht Hand
in Hand mit der Natur. Die Kräuter für
die Speisen werden auf der eigenen
Dürsteinalm in den Hohen Tauern auf
1.450 m Seehöhe gesammelt.
Der Weg auf die Hochalm wurde in den
1960er Jahren erschlossen und da die
Natur langsam und stetig vorrückt, ist
eine Fahrt auf die Dürsteinalm kaum
Obwohl die Murmeltiere extrem scheu sind,
inspizieren sie immer wieder die Baustelle.
Auch Mutter Theresia tauschte für kurze
Zeit den Herd gegen das Steuer
des Volvo ECR88D.
noch möglich. Hier sind auch die Murmeltiere
zuhause und die scheuen – auch
„Mankei“ genannten Tiere – bereiten sich
in ihren unterirdischen Bauten gerade auf
den Winterschlaf vor, als der Wegebau für
die Erneuerung der Hochalmstraße
beginnt.
Auf der Suche nach dem optimalen
Erdbaugerät erkannte Ascendum Sales
Director Kurt Steinkogler im persönlichen
Gespräch sofort die Werte, die der Familie
42 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Der Volvo
ECR88D ist für
diesen Einsatz
das optimale
Gerät.
Bacher bei diesem Bauvorhaben besonders
wichtig sind. Steinkogler: „Kaum zu
glauben, doch die Rauchkuchl mit ihrem
kulinarischen Spitzenniveau und der
Volvo ECR88D Kurzheck-Kompaktbagger
haben mehr Gemeinsamkeiten als man
annehmen würde. Beide stehen für
Nachhaltigkeit, Ambition, Verlässlichkeit
und Tradition. Und um die Mankei so
wenig als möglich zu stören, arbeitet sich
der eingesetzte kompakte Volvo ECR88D
Kurzheckbagger sehr vorsichtig und im
Einklang mit der Natur vor. So schafft
der verlässliche 9 t Bagger mit Präzision
und Kontrolle den Kompromiss, eine
befahrbare Straße im Reich der
Tiere zu bauen.“
www.ascendum.at | www.schwaigerlehen.at
120 YEARS EXPERIENCE
MOBILE KOMPAKT-BRECHERANLAGEN
wie zb. REMAX 200: 25 To, Leistung bis 200 To/h
www.mineraltech.at
Gruppe
VERTRAGSHÄNDLER, MIET- UND SERVICEPARTNER FÜR:
mineraltech - ing. erwin hofstätter GmbH, 2512 Tribuswinkel, Werksgasse 11, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 82, mail: office@mineraltech.at
mineraltech west - Handel mit Aufbereitungsanlagen GmbH, 6911 Lochau, Hofriedenstraße 71, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 82 18
MASCHINEN + TECHNIK
IBS | SENNEBOGEN
Sennebogen 653 E: 50-t-Teleskopkran
im Einsatz auf Wiener U-Bahn-Baustelle
Wenn es ums Heben, Bewegen und Positionieren von schweren Lasten auf Baustellen
mit beengten Platzverhältnissen geht, dann sind Raupen-Teleskopkrane dank ihrer
Flexibilität und hohen Traglast die richtige Wahl. Das stellt zurzeit ein Sennebogen
653 E auf der U-Bahn-Baustelle Bacherplatz (ARGE Porr und Strabag) einmal mehr
unter Beweis: als optimales Gerät für sämtliche Hebe- und Pick & Carry-Arbeiten
unterstützt er alle wichtigen Abläufe.
Von rechts: Projektleiter Gerald Berger (Porr Bau GmbH, ARGE U2 17 21) bespricht mit
Martin Ebner (Gebietsverkaufsleiter der IBS GmbH) die aktuelle Baustellen-Situation.
D
Mit der automatischen
Begrenzung des Arbeitsbereichs
unterstützt der Sennebogen 653 E
den Maschinisten bei seiner
Arbeit.
Die Erweiterung des Wiener U-Bahnnetzes
beinhaltet auch den Aus- bzw.
Umbau der Linie U2, die zwischen
Karlsplatz und Rathaus künftig als U5
fahren wird. Die neue U2-Strecke führt
vom Matzleinsdorfer Platz bis zum
Schottentor, für den Bauabschnitt Matzleinsdorfer
Platz bis zur Mariahilfer
Straße wurde die ARGE U2 aus Porr und
Strabag beauftragt. Derzeit werden die
Schächte für die künftigen U-Bahn-
Zugänge errichtet und so entsteht auf der
Baustelle Bacherplatz zurzeit ein U-Bahn-
Zugang zur Station Reinprechtsdorfer
Straße.
„Jeder Schacht, den wir auf dieser
Strecke zu errichten haben, stellt uns
eigentlich vor die gleiche große Herausforderung:
auf diesen engen, innerstädtischen
Baustellen haben wir sehr wenig Platz für
die doch große Anzahl an Maschinen und
Geräten, die bei einem solchen Projekt
erforderlich sind“, erklärt Projektleiter
Fotos: @ Baublatt.Österreich; P.Landsmann
44 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
mwt
wünsche
Auch schwieriges Gelände ist für den Teleskopkran Sennebogen 653 E dank
seiner robusten Konstruktion und seines starken Fahrantriebes kein Problem.
Gerald Berger, Porr Bau GmbH, ARGE
U2 17 21. Am Bacherplatz sind derzeit
u.a. vier Brunnenbohrgeräte im Einsatz
sowie ein Bohrpfahlgerät. Zur Baugrubensicherung
wurde der Schacht
ringsum bereits mit Bohrpfählen
abgesichert, aktuell werden nun die
Primärstützen für den Deckelaufbau für
den weiteren Aushub eingebracht. Dabei
handelt es sich um Stahlrohre mit
einem Durchmesser von 300 mm, die im
SOB-Verfahren mit einem Bewehrungskorb
eingestellt werden.
Sämtliche Pick & Carry-Aufgaben,
wie etwa auch das Bewegen der Primärstützen,
übernimmt der Teleskopkran
Der leistungsstarke Ausleger, der als Full-
Power Boom auch unter Last teleskopierbar
ist, erreicht eine Länge von 30,4 m.
BAUBLATT.ÖSTERREICH
Sennebogen 653 E, der dank seiner
robusten Konstruktion und seines
starken Fahrantriebes besonders auch
für den Einsatz in schwierigem Gelände
geeignet ist. Er lässt sich leicht transportieren
und ist auch auf dieser engen
Baustelle am Bacherplatz bei Bedarf in
wenigen Minuten einsatzbereit. Wegen
seines leisen Dieselmotors, der sogar
den Schallleistungspegel 2000/14/EG
unterschreitet, ist er besonders auch für
den innerstädtischen Raum bestens
geeignet. Er meistert Steigungen von bis
zu 20° und Neigungen von bis zu 4°. Der
leistungsstarke Ausleger, der als
Full-Power Boom auch unter Last
teleskopierbar ist, erreicht eine Länge
von 30,4 m.
Ausgestattet ist der Telekran mit
einem Raupenfahrwerk, das auch bei
diesen schwierigen Bedingungen eine
gute Traktion ermöglicht. Martin Ebner,
Gebietsverkaufsleiter der IBS GmbH,
ergänzt: „Der Sennebogen 653 E verfügt
auch über eine Arbeitsbereichsbegrenzung,
die gerade auf einer so dicht
gedrängten Baustelle eine wichtige
Unterstützung für den Maschinisten ist.
Wenn sich der Ausleger des Krans im
Drehbereich eines anderen Krans oder
Hindernisses befindet, warnt ihn die
Arbeitsbereichsbegrenzung durch ein
Signal.“
Der Sennebogen 653 E, der am
Bacherplatz zum Einsatz kommt,
bewährt sich seit zwei Jahren bei der
Porr als Mietgerät auf unterschiedlichsten
Baustellen. Für seine aktuelle
Aufgabe wurde er nun angekauft.
Warum die Kaufentscheidung auf genau
diesen Telekran fiel, erklärte Projektleiter
Gerald Berger kurz und knackig
in einem Satz: „Das Gerät funktioniert
einfach.“ Dass er auch noch sparsam im
Verbrauch ist – Martin Ebner spricht je
nach Einsatzart von ca. 150 bis 300 l am
Tag – hat natürlich ebenfalls zur
Kaufentscheidung beigetragen.
www.ibs-maschinen.eu | www.sennebogen.com
www.porr.at | www.strabag.at
an unsere
kunden
Ein frohes Weihnachtsfest
Gesundheit für Sie und Ihre Liebsten
Zufriedenheit mit dem was kommt
Eine absehbare Normalität
Ein erfolgreiches,
glückliches neues Jahr
danke für
ihre treue
JEDES GRAMM ZÄHLT
... jedes Gramm zählt
MWT Mobile Wiegetechnik GmbH
+43 (0) 7247 50186-0
office@mwt-systeme.at
www.mwt-systeme.at
MASCHINEN + TECHNIK
Die 13. Österreichische Geotechniktagung und die 12. VÖBU Fair sind Ende Jänner 2022 ein
wichtiger Treffpunkt für die Branche. Im Bild ein Blick auf die letzte Veranstaltung 2019.
VÖBU FAIR + ÖGT
Geotechnikevent ermöglicht pandemiekonforme
Info- und Netzwerkplattform
Angesichts der positiven Entwicklung der Corona-Zahlen Anfang Dezember
bekräftigt die VÖBU ihre Absicht, die 13. ÖGT - Österreichische Geotechniktagung
und die 12. VÖBU Fair unter Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen am 27. und
28. Jänner 2022 im Messe Congress Center Wien durchzuführen. Das österreichische
Geotechnikevent gibt der Branche die Möglichkeit, sich in einem hochkarätigen
Umfeld wieder persönlich auszutauschen.
A
uf Basis eines umfassenden Sicherheitskonzeptes,
der lückenlosen
Kontrolle der aktuell gültigen 3G-Regel
genesen, getestet, geimpft und natürlich
entsprechend den noch zu erwartenden
behördlichen Vorgaben freut sich die
VÖBU, Vereinigung Österreichischer
VÖBU Geschäftsführer
Ing. Thomas Pirkner blickt
zuversichtlich dem
nächsten großen österreichischen
Geotechnik
Event entgegen. Mit den
Wiener Linien konnte er
vor kurzem ein weiteres
namhaftes VÖBU Mitglied
begrüßen.
Bohr-, Brunnenbau- und Spezialtiefbauunternehmungen,
in Abstimmung mit
dem Messe Congress Center in Wien, auf
die Durchführung der 12. VÖBU Fair bzw.
der 13. ÖGT am 27. und 28. Jänner 2022.
Dazu VÖBU Präsident DI Andreas
Körbler: „Schon vor Corona haben wir mit
der Reed Messe abgestimmt, dass wir uns
mehr Fläche für den Ausstellungsbereich
wünschen, der Vortragssaal der ÖGT war
jedoch immer schon überdimensioniert.
So stehen den Ausstellern nun ca. 30%
mehr Fläche zur Verfügung und auch die
Sitzordnung für die Österreichische
Geotechniktagung wird entsprechend
optimiert. Dazu kommt, dass sich seit
Bestehen der gekoppelten Veranstaltungen
die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
namentlich registrieren müssen, ein
Umstand der das Contact Tracing
erleichtert.“
VÖBU Geschäftsführer Ing. Thomas
Pirkner: „Wir bieten eine hochkarätige
Business-Plattform für Branchenspezialisten,
die unter anderem über die
aktuellen Neuheiten in den Bereichen
Maschinen- und Baugeräte, Geotextilien,
Brunnenbau- und Bohrtechnik, Messund
Werkzeugtechnik, Munitionsbergung,
Planungsbüros und Spezialtiefbau
informiert. Viele wichtige Hersteller und
führende Unternehmen präsentieren im
Rahmen der VÖBU Fair ihre Produkte
und Dienstleistungen. Als Veranstalter
werde ich natürlich sehr genau auf
Einhaltung der 3G-Regel achten.“
Seit 2019 wurde der Zugang zu beiden
Veranstaltungen mit nur einem Ticket
wesentlich vereinfacht, d.h. alle Messeteilnehmer
können den Vorträgen
beiwohnen und umgekehrt. Diesmal
wartet der Veranstalter VÖBU zudem mit
einem besonderen Zuckerl auf. Ing.
Pirkner erklärt das besondere Angebot:
„Erstmals gewähren wir Interessenten
am ersten Ausstellungstag, das ist der
27. Jänner, von 14:00 bis 22:00 freien
Eintritt zur VÖBU Fair. Damit erhalten
diese nach Online-Anmeldung Zugang
zur Messeausstellung und können den
besonderen Flair unserer Veranstaltung
kennenlernen. Für unsere Aussteller
bietet das eine zusätzliche Kontaktmöglichkeit.
Außerdem reagieren wir auf
Fotos: @ Baublatt.Österreich; VÖBU
46 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
ihren Bedarf, weitere Kollegen aus
den teils großen teilnehmenden Organisationen
einzuladen und auch bei unserem
Networking-Event am Donnerstagabend
dabei zu sein. Als Interessensvertretung
ist das Vernetzen eines der Ziele der
VÖBU und gelingt dort in ungezwungenem
Rahmen.“
Das Thema der 13. ÖGT lautet
„Unwägbarkeiten in Planung & Ausführung
von geotechnischen Maßnahmen“.
Ein entsprechend hochkarätiges Vortragsprogramm
zu diesem Thema wurde
in Kooperation mit der TU Wien, Institut
für Geotechnik-Grundbau, Boden- und
Felsmechanik sowie dem Österreichischen
Ingenieur- und Architekten-Verein
ÖIAV zusammengestellt. Neben fünf
Vortragssessions können die Teilnehmer
auch wieder dem Highlight der Österreichischen
Geotechniktagung – der
Vienna-Terzaghi Lecture – beiwohnen.
Diese wird 2022 von Prof. Lyesse Laloui
aus der Schweiz gestaltet.
Die Leistungen des akademischen
Geotechnik-Nachwuchses würdigt die
Verleihung des Österreichischen Grundbaupreises
und vervollständigt das
Dreieck aus Wirtschaft, Wissenschaft und
Praxis. Neben Firmenvertretern folgen
auch Schülerinnen und Schüler bzw.
Studentinnen und Studenten ausgewählter
technischer Einrichtungen
der Einladung, bei der VÖBU Fair
dabei zu sein.
www.voebu.at
DATEN & FAKTEN
Das Thema der
13. ÖGT lautet
„Unwägbarkeiten in
Planung & Ausführung
von
geotechnischen
Maßnahmen“.
VÖBU Fair 2022
27.–28. Jänner 2022
Messe Wien Congress Center
Alle Infos zur Ausstellung & Anmeldung:
https://oegt.voebu.at
KTEG Zero Emission
ZUKUNFT NEU
DENKEN
Kiesel Austria GmbH | Blätterstraße 1 | 2751 Wöllersdorf-Steinabrückl | +43 2622 42 468 | info@kiesel.net | www.kiesel.net
BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2021
47
Ein Teil des
Fuhrparks der
Firma Schönhofer
mit den
sieben fabrikneuen
Miniund
Kompaktbaggern
von
Takeuchi.
HUPPENKOTHEN / SCHÖNHOFER
Voller Einsatz für die Infrastruktur
Leitungsbauspezialist Schönhofer setzt seit mehr als 20 Jahren auf Kompaktmaschinen
und Zubehör von Huppenkothen. Vor kurzem wurde der Fuhrpark
wieder mit sieben neuen Takeuchi Geräten verstärkt.
W
ir alle brauchen Wasser, Strom, Gas,
Internet und natürlich eine ordentliche
Kanalisation zum Leben. Damit die
moderne Infrastruktur alle Ecken des
Landes erreicht, werden Leitungen, Kabel
und Rohre im Boden verlegt. An dieser
Stelle kommt die Firma Schönhofer aus
Purgstall an der Erlauf im niederösterreichischen
Mostviertel ins Spiel. Der auf den
Leitungsbau spezialisierte Familienbetrieb
wird von Martin Schönhofer in zweiter
Generation geführt.
Die 30 Mitarbeiter des Unternehmens
sind im Erdbau und Abbruch, bei Schreitbaggerarbeiten
sowie in den eigenen
Sand- und Schottergruben, am Recyclingplatz
und der Bodenaushubdeponie im
Einsatz. Der weitaus größte Teil des
Geschäfts entfällt jedoch auf die fachmännische
Verlegung von Leitungen, Kabeln
und Kanälen. Zu den Kunden zählen
Glasfasernetzbetreiber und regionale
Energieversorgungsunternehmen genauso
wie Kommunen.
Perfekte Ausrüstung
„Beim Leitungsbau setzen wir auf
modernste, leichte und wendige Geräte.
Dadurch reduzieren wir Flurschäden und
Verlegespuren auf das absolute Minimum
und vermeiden unnötige Bodenverdichtung“,
erklärt Geschäftsführer Martin
Schönhofer. Die Mini- und Kompaktmaschinen
aus dem Hause Huppenkothen
sind wie gemacht für diese Anforderungen.
„Sie haben die perfekten Dimensionen und
die hohe Qualität der Geräte und des
Zubehörs ermöglicht einen Dauerbetrieb“,
verrät Schönhofer. Die intensive Nutzung
erfordert alle paar Jahre einen Tausch des
Maschinenparks.
Im Herbst war es wieder so weit: Da
übergab Christian Schweighofer von
Huppenkothen sieben fabrikneue Miniund
Kompaktbagger des japanischen
Herstellers Takeuchi. Im Maschinenpaket
enthalten: je ein Minibagger TB216 und
TB230 sowie einen TB295W V-P mit
Verstellausleger und Pratzen. Außerdem
zwei größere Maschinen der Typen
TB290-2 und TB370. Diese beiden sowie
der TB295W V-P wurden erstmals mit dem
praktischen Schnellwechselsystem
Huppi-Quick ausgestattet. Ebenfalls neu
bei Schönhofer: Topmodernes Zubehör in
Form von je zwei Anbauverdichtern und
Siebgitterlöffeln.
„Mit der innovativen Technik können
wir unsere Mitarbeiter entlasten, aufwendige
Arbeitsschritte einsparen und so
mehr Zeit für die Kernaufgaben der
Maschinisten gewinnen“, begründet
Martin Schönhofer die Investition. Die
Partnerschaft mit Huppenkothen bietet
für das Erdbauunternehmen noch einen
weiteren Vorteil: Gerade einmal 20 km ist
die nächste Filiale in Bergland bei Ybbs
vom Firmensitz entfernt. „Huppenkothen
ist seit mehr als 20 Jahren der perfekte
Partner für uns. Flexibel, kompetent und
stets zur Stelle“, freut sich Martin
Schönhofer.
www.huppenkothen.com | www.schoenhofer.at
Übergabe der neuen
Takeuchi Geräte an das
Team der Firma Schönhofer.
In der Mitte Martin
Schönhofer (Geschäftsführer
Firma Schönhofer,
links) beim Handschlag
mit Christian Schweighofer
(Leiter der Huppenkothen
Filiale in Bergland
bei Ybbs).
48 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Foto: © Strabag
Mischek Systembau GmbH,
eine Tochterfirma des
Bautechnologiekonzerns
Strabag, nahm im Fertigteilwerk
in Gerasdorf einen
neuen Roboter zur automatisierten
Verlegung von
Aluverbundrohren in
Betrieb.
A
uf Basis der unterstellungsoptimierten
Elementdecke wurde Mischek strong
& active entwickelt. Das vorgefertigte
Element wird durch eine integrierte
Bauteilaktivierung zur funktionellen
Einheit. Sie erlaubt Heizung und Kühlung
durch dieselben Leitungen, die im Werk
mittels eines Roboters eingebracht
werden. Genau dieser Roboter wurde nun
eröffnet. „Der Roboter übernimmt die
Daten aus dem Elementplan eines
Fertigteils und weiß danach, wie die Rohre
zu biegen sind. Aus den Daten des
Programms zur Palettenbelegung kennt er
außerdem die Lage des Fertigteils auf der
Palette. Er biegt also das Aluverbundrohr
MISCHEK SYSTEMBAU
Neuer Rohrverlegeroboter
Der Roboter
wurde direkt für
die Ansprüche der
Produktion des
Fertigteils Mischek
strong & active
geplant und
produziert.
in die gezeichnete Form und legt sie an die
exakt dafür vorgesehene Lage in die
Schalung für das Fertigteil ein“, weiß
Werksleiter Anton Glasmaier. Bereits vor
der Eröffnung des Roboters sind schon
20.000 m 2 der neuen Mischek strong &
active in Auftrag gegeben.
Der Roboter ist einer von drei hochmodernen
robotisierten Anlagen im Mischek
Werk. Die weiteren Anlagen sind ein
Schalungsroboter, der automatisch nach
Elementplänen Schalungen verlegt, und
eine Mattenschweißanlage für die automatische
Herstellung von Bewehrungsmatten
sind schon seit 2019 im Einsatz.
www.mischek-systembau.at
Mehr als nur Schön …
Filzmoos
NEU: sixpack Mooslehen
ab Winter 2021/2022
NEU
www.filzmoos.ski
#mehralsnurschön
Agentur: vlach.digital | Foto: Christian Schartner
MASCHINEN + TECHNIK
MERCEDES-BENZ
Gänger verstärkt Fuhrpark
mit Arocs Trucks
Zwei neue Mercedes-Benz Trucks bewähren sich seit
einigen Monaten im Fuhrpark der Hans-Heimo
Gänger GmbH Schotter, Aushub- und Abbruchmaterial
in Strasshof: Ein Arocs 3745 4-Achser mit Meiller
Dreiseitenkipper sowie eine Arocs 1948 LS Sattelzugmaschine
mit Kippmulde.
A
uf dem großen Recyclinggelände
der Hans-Heimo Gänger GmbH
in Strasshof bei Wien herrscht reger
Betrieb. Routiniert überblickt der
Lkw-Fahrer vom Steuer des Mercedes-Benz
Arocs 3745 das Gelände.
Unebenheiten des Terrains sind dank
der einzigartigen Federungs- und
Rahmenkonstruktion des Arocs kaum
zu spüren und die hohe Bodenfreiheit
ist im Gelände ein absoluter Mehrwert.
Mit seinen zwei gelenkten
Vorderachsen ist der 4-Achs-Kipper
außerdem extrem wendig. Steilere
Anstiege, Schlammpisten oder
unbefestigte Straßen bewältigt der
Arocs problemlos mit dem durchzugsstarken
Reihen-6-Zylinder-Motor OM
471 mit 450 PS (330 kW). Die Geländetauglichkeit
ist für Lukas Schachner,
der den Familienbetrieb mit
seinem Schwiegervater Hans-Heimo
Gänger in dritter Generation leitet,
ein Hauptkriterium das für den
Mercedes-Benz Arocs 3745 spricht.
Höchster Fahrkomfort auf dem Weg
zu Baustellen ist jedoch ebenso
wichtig und auch da punktet der
Arocs.
„Auf der Baustelle, und da vor
allem wenn es eng und unübersichtlich
wird, kann der 4-Achser seine
Stärken voll ausspielen“, sagt Lukas
Schachner. Da ist es auch ein Vorteil,
dass die Kameraarme der MirrorCam
weit oben sitzen und an Engstellen
keine Seitenspiegel im Weg sind. Die
am Dachrahmen der Kabine befestigte
MirrorCam überträgt die Bilder
vom Geschehen seitlich des Lkw auf
die an der A-Säule montierten
Monitore im Fahrerhaus und sorgt
damit stets für besten Überblick. Der
aufgebaute Meiller Dreiseitenkipper
AM Baugeräte HandelsgmbH ■ Oberes Bahnfeld 2 ■ A-2281 Raasdorf/Wien
Tel. (+43 2249) 28495 ■ office@am-laser.at ■ www.am-laser.at
Die am Dachrahmen der
Kabine befestigte MirrorCam
überträgt die Bilder vom
Geschehen seitlich des Lkw auf
die an der A-Säule montierten
Monitore im Fahrerhaus.
Der Mercedes-Benz Arocs
1948 LS mit Sattelkipper wird
für den Transport von Kies oder
Betonresten eingesetzt.
Mit seiner Geländetauglichkeit, hohem
Fahrkomfort und der MirrorCam
überzeugt der Mercedes-Benz Arocs 3745
die Profis der Firma Gänger. Der
aufgebaute Meiller Dreiseitenkipper
bietet hohe Flexibilität beim Abladen.
Fotos: @Mercedes-Benz Trucks Österreich
MASCHINEN + TECHNIK
bietet eine Flexibilität beim Abladen
nach hinten, links oder rechts, die auf
Baustellen oftmals nötig ist und sehr
geschätzt wird.
Der Mercedes-Benz Arocs 1948 LS
mit Sattelkipper hat im Vergleich
zum 4-Achser eine höhere Ladekapazität
und ist im Betrieb in Strasshof
zum Transport von Kies oder
Betonresten im Einsatz. Beide
Fahrzeuge wurden vor gut einem
halben Jahr in den Fuhrpark
aufgenommen.
Die rund 50 Lkw und Baumaschinen
des Unternehmens kommen vor
allem bei Erdbau und Abbrucharbeiten,
beim Transport von Sand,
Schotter und Humus, bei der Entsorgung
von Abbruchmaterial und zur
Materialgewinnung in einer Kiesgrube
zum Einsatz. In der Nähe von
Strasshof betreibt das Unternehmen
zudem eine eigene Deponie. Zu den
Leistungen zählen weiters Tiefladerund
Sondertransporte. Wichtig ist der
Firmenleitung dabei die Handschlagqualität
des Unternehmens. Im
Großraum Wien konnte sich das
Unternehmen damit in den vergangenen
Jahrzehnten eine gute Stammkundschaft
aufbauen. Beim Straßenbau
kommen die Gänger-Lkw und
-Baumaschinen ebenso zum Einsatz
wie beim U-Bahn-Bau, bei der
Errichtung großer Wohnkomplexe
und Einkaufsgebäude oder aufwendigen
Abbrucharbeiten.
www.gaenger.at
www.mercedes-benz-trucks.at
Ihr Spezialist für
Verbausysteme
MASCHINEN + TECHNIK
In diesem Frühsommer hat die Felbermayr
Holding GmbH bereits den dritten Liebherr-
Raupenkran vom Typ LR 11000 in Dienst
gestellt. Der hubstarke Raupenkran wurde
mit allen modernen Features geliefert:
darunter der teilbare Schwebe-Ballast
VarioTray und der hydraulisch
verstellbare Klapprahmen V-Frame.
Felbermayr hat mit einem
LR 1800-1.0 bereits einen weiteren
Liebherr-Großkran bestellt. Die
Auslieferung steht kurz bevor.
Durchdacht: Die 15 m lange
Gitterspitze am 168 m langen
Ausleger ermöglicht ein
sicheres Hantieren mit den
oberen Bauteilen der Windenergieanlage
bei der
Montage. Unser Bild
zeigt den Einbau
der Nabe.
LIEBHERR
Drittes Liebherr-
I
m Burgenland wird derzeit am Repowering
eines bestehenden Windparks
gearbeitet. Auf den weitläufigen Feldern
an der Grenze zur Slowakei werden alte,
kleinere Windenergieanlagen demontiert,
um Platz für modernere Anlagen zu
schaffen. Am Bau der neuen, bedeutend
mächtigeren Windräder arbeitet seit Juli
der fabrikneue Liebherr-Raupenkran LR
11000 von Felbermayr. Dabei werden
insgesamt zehn Anlagen mit einem
Rotordurchmesser von 138 m und einer
Leistung von 4,2 MW aufgestellt.
Ausgestattet ist der nagelneue
1000-t-Kran mit einem 168 m langen
Gittermast, einem Derrickausleger und
der für Montagen im Windpark prädestinierten
F2-Spitze – 15 m lang und leicht
abgewinkelt. Damit lassen sich die oberen
Komponenten der Windräder mit ihren
beachtlichen Nabenhöhen von 160 m mit
ausreichend Raum zum Manövrieren der
einzelnen Bauteile sicher montieren.
Die schwersten Komponenten und
somit die größten Lastfälle für den LR
11000 stellen der Stator und auch der
Rotor dar, aus welchen der Generator
zusammengesetzt wird. Rund 88 t
Bruttolast hängen bei den Montagen
dieser Teile jeweils am Kranhaken. Für
ausreichend Standfestigkeit des Raupenkrans
bei diesen Lasten, einer Hubhöhe
von 160 m und einer erforderlichen
Ausladung von rund 32 m sorgen insgesamt
380 t Zentral-, Schwebe- und
Drehbühnenballast. Weitere 450 t stehen
auf der Baustelle bereit. Sie werden jedoch
nur zum Aufrichten oder Ablegen des
gewaltigen Gitterauslegers benötigt und
können innerhalb weniger Minuten mit
der Schwebeballast-Palette verbolzt
werden.
Nur sechs Tage für
Umzug zu neuem Baufeld
Wenn das Wetter mitspielt, erledigen
Kranmannschaft und Montageteam den
Aufbau einer Windenergieanlage auf den
bereits erstellten 85 m hohen Grundturm
in etwa vier Tagen. Anschließend wird der
LR 11000 abgebaut und zur nächsten
Baustelle im Windpark transportiert. Das
von Liebherr stets weiterentwickelte
Handling beim Rüsten seiner Raupenkrane
macht sich beim Umzug des
1000-t-Raupenkrans deutlich bemerkbar:
Nur etwa sechs Tage vergehen nach der
Montage des letzten Rotorblatts, bis der
Raupenkran wieder fertig gerüstet auf
52 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Muskelpaket für Felbermayr
Kompakt, modern, stark: Der neue
LR 11000 von Felbermayr ist mit allen
innovativen Features ausgestattet.
VarioTray und V-Frame sparen der
Kranmannschaft viel Zeit beim
Arbeiten.
dem neuen Baufeld zugbereit steht.
Der Liebherr LR 11000 ist für Felbermayr
sowohl für Jobs in Windparks als auch bei
Industrie-Einsätzen ein inzwischen nicht
mehr wegzudenkendes Werkzeug. Es stellt
das stärkste Hebezeug im beeindruckend
großen Kranpark des Unternehmens. Im
Sommer 2014 wurde eines der ersten
Exemplare davon an die österreichische
Firmengruppe ausgeliefert. Auch war der
traglaststeigernde Doppelausleger
„Power-Boom“ erstmals an einem blauen
LR 11000 von Felbermayr zu sehen.
Damals hing ein knapp 200 t schweres
Maschinenhaus am Haken und einer der
damals gewaltigsten Flügelsterne mit
einem Durchmesser von 152 m wurde am
Stück von dem Raupenkran montiert.
Schwerlast, Megatransporte, gewaltige
Infrastruktur- und Spezial-Projekte – all
das und noch viel mehr findet sich im Portfolio
der Firmengruppe Felbermayr, deren
Krane und Maschinen mit der markant
blauen Firmenlackierung in Österreich
häufig anzutreffen sind. Vor allem in die
Länder Osteuropas hat sich das Unternehmen
in den vergangenen 30 Jahren stark
ausgedehnt. Europaweit gehören aktuell
insgesamt 72 Standorte in 19 Ländern
zum Familienunternehmen Felbermayr.
www.liebherr.com | www.felbermayr.cc
Kompakter Tunnelvortrieb
| Blue Badger: 50 kW Diesel, Tunnelquerschnitt ab 12m²
| miniBadger: 50 kW Diesel, Tunnelquerschnitt ab 2,3m²
| eBadger: 50 kW E-Motor, emissionsfrei
bluebadger.at | mini-badger.at | e-badger.at
MASCHINEN + TECHNIK
MAWEV / MESSE GRAZ
MAWEV-Show weiterhin auf Kurs
Die Planungen für die Veranstaltungen der nächsten Monate sind aufgrund der
Auswirkungen der Corona Pandemie nach wie vor nicht einfach. Betroffen davon ist auch
die MAWEV-Show, die vom 06. bis 09. April 2022 auf dem Gelände des VAZ in St. Pölten
stattfindet. Wir sprachen dazu mit MAWEV-Präsident Ing. Mag. Gerhard Egger und
Georg Thürauer, dem Projektleiter der MAWEV-Show der Messe Graz.
Thürauer: Das vergangene Jahr hat uns
gezeigt, dass mit steigenden Temperaturen
die Implikationen von Corona zurückgehen
und gerade in der Veranstaltungsbranche
und bei den Messen wieder
Aktivitäten möglich sind. Somit blicken
wir einer planmäßigen Durchführung der
MAWEV-Show 2022 optimistisch entgegen.
Die Mehrzahl unserer Aussteller
und Partner teilen diese Sichtweise.
Auch im Rahmen der nächsten MAWEV-
Show (06. bis 09. April 2022 in St. Pölten)
wird ein Großteil der gezeigten Geräte im
Einsatz zu sehen sein.
Zu Beginn die zentrale Frage an beide
Herren: Wird es die MAWEV-Show
2022 geben?
Egger: Die Organisation und Vorbereitungsarbeit
für diese Veranstaltung sind
voll im Gange und werden mit größtem
Einsatz weitergeführt. Wir sind der
Überzeugung das der angesetzte Termin
Anfang April 2022 gut gewählt ist und bis
zu diesem Zeitpunkt hoffentlich das
Gröbste überstanden ist. Unser Partner
und Veranstalter der MAWEV-Show 2022,
die Grazer Messe mit ihrem CEO Herrn
Armin Egger, stimmt mit mir überein,
dass die Veranstaltung auf jeden Fall
durchgeführt wird. Es sei denn, von
behördlicher Seite wäre eine Veranstaltung
nicht möglich.
Projektleiter Georg Thürauer
(Messe Graz) arbeitet mit seinem
Team intensiv an der Vorbereitung
der MAWEV-Show 2022.
Wie ist die aktuelle Buchungssituation?
Thürauer: Trotz der aktuellen, unsicheren
epidemiologischen Lage und der zum Teil
herrschenden Unsicherheit, haben wir
eine gute Auslastung von knapp 74%.
Natürlich macht es die aktuelle Lage nicht
leichter, Aussteller davon zu überzeugen,
an der MAWEV-Show teilzunehmen. Wir
sind uns aber sicher, mit dem positiven
Engagement unserer Aussteller bzw.
Partner und unserer Beharrlichkeit eine
erfolgreiche MAWEV-Show abhalten zu
können.
Welche Sicherheitsstandards sind
von den Ausstellern aus zu
berücksichtigen?
Egger: Die Sicherheit bei unserer Veranstaltung,
wo viele Maschinen bewegt
werden, ist für uns oberstes Gebot. Das
gilt sowohl für Aussteller und ihre
Instrukteure als auch für Besucher, die
Maschinen bewegen wollen. In diesem Fall
ist es notwendig, dass Sicherheitspässe
ausgegeben werden und die damit
verbundenen Bedingungen erfüllt werden.
Beispielsweise ist Alkohol strikt verboten.
Bekanntlich haben einige Großaussteller
ihre Teilnahme zurückge zogen.
Wie gehen Sie damit um?
Egger: Es ist richtig, dass verschiedene
große und bedeutende Anbieter am
österreichischen Markt an der MAWEV-
Show nicht teilnehmen werden. Größtenteils
deswegen, weil in den internationalen
Konzernzentralen entschieden wurde, dass
viele Veranstaltungen aus Kostengründen
nicht gefördert und durchgeführt werden.
Fotos: @ Baublatt.Österreich; Messe Graz
54 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MAWEV-Präsident
Ing. Mag. Gerhard Egger
sieht einen großen Bedarf
in der Baubranche, sich
über die neuesten Entwicklungen
im persönlichen
Austausch zu informieren.
Auf diese Entscheidungen haben wir
keinen Einfluss.
Das Messejahr 2022 ist vollgespickt
mit hochkarätigen Veranstaltungen.
Wie kann sich die MAWEV-Show
angesichts dieser Konkurrenz
durchsetzen?
Thürauer: Die MAWEV-Show ist die erste
Messe im Bereich Bauen und Maschinen
seit Beginn der Pandemie, daher
erwarten wir sehr großes Publikumsinteresse.
Die Aussteller haben nach
langer Zeit wieder die Möglichkeit, mit
ihren Kunden bzw. Partnern live ins
Gespräch zu kommen und
Verkaufsgespräche zu führen.
Egger: Wir haben den Termin Frühjahr
2022 auch deshalb gewählt, weil wir
damit die ersten sein werden, die im
Baumaschinenbereich eine Veranstaltung
durchführen. Damit haben wir
den Vorteil, den sehr wohl bestehenden
Wissenshunger der Kunden und
Besucher zu befriedigen. Da jetzt längere
Zeit keine Veranstaltungen möglich
waren, gibt es einen Stau im Informationsfluss.
Wenn man bedenkt, dass in
dieser Zeit die Technik weiterentwickelt
wurde und sehr viel Neues von den
Baumaschinenherstellern angeboten
wird, dann ist diese Annahme sicherlich
zu recht getroffen.
Welche besonderen Schwerpunkte
setzen Sie auf der MAWEV-Show?
Egger: Wir haben, wie bei der Veranstaltung
2018, wieder ein eigenes Lkw
Testgelände vorbereitet, wo die Fahrzeuge
in allen Situationen getestet
werden können. Wir haben weiters
einen Schwerpunkt zum Thema Jugend
und Technik gesetzt, der bereits bei der
letzten Veranstaltung ein großer Erfolg
war. Unter dem Thema MAWEV-Show
Experience haben wir einen großen
Ausstellungsstand für die Jugend
eingerichtet. Dort können Jugendliche
und Auszubildende Informationen bzw.
Diskussionen führen und die Welt der
Baumaschinen näher kennenlernen.
Die traditionelle Stärke der MAWEV-
Show ist ja nach wie vor, dass die
Highlights im Maschinenbereich, die
von uns angeboten werden, zum größten
Teil angreifbar und bewegbar sind. Es
gibt bekannterweise eine ganze Reihe
von Neuentwicklungen auf diesem
Gebiet. Ich denke hier an die Sicherheit
des Baustellenpersonals, Assistenzsysteme
wie Rückfahrschutz, Personenerkennung,
Kameraeinrichtungen,
digitalisierter Prozessablauf, Einsatzplanung,
Servicedatenübertragung usw.
Ein zentrales Thema werden sicherlich
neue Antriebssysteme sein, vor allem in
Richtung Elektrifizierung bzw. weitere
Verbesserung der eingebauten Motorensysteme
in Richtung Umweltverträglichkeit.
Welche Vorteile bietet der neue
Standort St. Pölten?
Thürauer: Über die nächsten Jahre hat
die Messe Graz mit dem Gelände des
VAZ nun endlich einen fixen Standort
gefunden, der sich durch eine fixe Hallenstruktur,
ein großzügiges Freigelände
und einen neu adaptierten, ebenen und
geschotterten Freibereich auszeichnet.
Dies bietet in jeder Hinsicht optimale
Rahmenbedingungen um Baumaschinen
zu präsentieren und zu testen. Die
günstige Verkehrsanbindung an die
Westautobahn, die optimale Parkplatzsituation
und die Nähe zur Stadt St. Pölten
macht dieses Gelände für die MAWEV-
Show besonders attraktiv.
Wir danken für das Gespräch!
Für jede Aufgabe
das richtige Werkzeug
Bereit für die
härtesten Einsätze
BAUBLATT.ÖSTERREICH
Kuhn Straße 1
5301 Eugendorf
Österreich
+43-(0)6225-8206-0
office@kuhn-gruppe.com
www.kuhn.at
MASCHINEN + TECHNIK
TYROLIT
Bohrsystem auf Tauchgang
Anfang 2021 war ein künstlich angelegter See in Mailand
zwei Monate lang Schauplatz eines spektakulären Einsatzes
eines Tyrolit Bohrsystems.
E
s galt, 32 Löcher unter Wasser zu
bohren, in die im Anschluss Pfosten für
eine ufernahe Anlegestelle für Boote eingesetzt
wurden. Die mit den Arbeiten
beauftragte Firma Expertagli Aosta ist
Teil der Edil Taglio Cemento Group und
ist in Norditalien bekannt für professionelle
Bohr- und Schneidearbeiten. Für
diesen anspruchsvollen Auftrag entschied
sich das Unternehmen für die Produkte
von Tyrolit, zumal die Durchführung mit
herkömmlichen Maschinen nicht machbar
gewesen wäre. Besonders herausfordernd
war die Durchführung der Bohrarbeiten in
4 bis 5 m Wassertiefe – und das auf Grund
der eingeschränkten Sicht quasi im
„Blindflug“. Eine weitere Herausforderung
waren die Ablagerungen auf dem Boden
des Sees, was den Einsatz von Tyrolit
Spezialwerkzeugen und -maschinen
unabdingbar machte. 350 mm x 4.000 mm
– das sind die Maße der 32 gebohrten
Löcher. Mit der Kapazität für Bohrungen
von bis zu 1.000 mm Durchmesser und der
für Großlochbohrungen optimierten
Bohrkronenaufnahme war das Bohrgetriebe
DGB1000 aus dem Hause Tyrolit
der perfekte Begleiter für das Vorhaben.
Angetrieben wurde das DGB1000 vom
PPH25RR Antrieb, der mit seiner 4-stufigen
Regelung für optimale Schnittgeschwindigkeiten
sorgt. Das Projekt wurde
innerhalb von zwei Monaten erfolgreich
abgeschlossen, und die Tyrolit Maschinen
Das Tyrolit DGB1000 Bohrgetriebe
erwies sich als optimal für die
Unterwasserbohrungen.
bewiesen sich ein weiteres Mal als
optimale Lösung für komplexe Bohrarbeiten.
www.tyrolit.com
Foto: © Expertagli
Die Söndgerath Pumpen
GmbH, Essen, hat die
HSHG Hofstetter Service
& Handel GmbH, Linz, zu
ihrer Generalvertretung
für Österreich bestimmt.
D
as Unternehmen verfügt über eine
Niederlassung im steiermärkischen
Graz. Im Jahre 1948 gegründet, wird es
heute in dritter Generation von Hans-
Jürgen Hofstetter geführt. Für den
Unternehmensbereich Pumpen ist Ing.
Thomas Juric verantwortlich.
Derzeit betreut die HSHG verschiedene
Bauprojekte, für die sie die Söndgerath-
Pumpen bereitstellte. Das sind zum einen
der Erweiterungsbau der Linie U5 der
Wiener U-Bahn, bei der Tauchpumpen für
die Entwässerung während der Tiefbauarbeiten
sorgen. Das Schmutzwasser muss
im Dauerbetrieb auf eine Höhe von 30 m
gefördert werden. Zum anderen stellen
SÖNDGERATH PUMPEN
Söndgerath Pumpen jetzt mit
Generalvertretung in Österreich
SPT-Pumpen beim Semmering-Basis-Tunnel
die Entwässerung während des
zyklischen Vortriebs sicher. Hierbei
kommen verschiedene Pumpenmodelle der
Baureihen SPT, SHL und SPR mit
Leistungen von 0,75 bis 45 Kilowatt zum
Einsatz, um Untertagestrecken von
mehreren hundert Metern zu entwässern.
Ein großes Projekt stellt der Bau des
Koralm-Eisenbahntunnels dar, bei dem die
Pumpen des Essener Unternehmens seit
Anfang 2011 im Einsatz sind. Der Tunnel
soll die Städte Graz mit Klagenfurt als
Hochgeschwindigkeitsstrecke mit bis zu
250 Stundenkilometern verbinden. Derzeit
ist die HSHG im Bauabschnitt Flughafen
Graz mit über 20 Tauchpumpen zur
Grundwasserabsenkung im Einsatz. Die
Fertigstellung der gesamten 32,5 km
langen Strecke ist für 2025 geplant.
Als jüngstes Projekt ist das Linzer
Unternehmen beim Speicherkraftwerk
Kühtai mit der Druckerhöhung der
Brauchwasserversorgung eingebunden:
Mehr als 40 Pumpen sorgen auf der
Baustelle für den sicheren und zuverlässigen
Wassertransport und die Entwässerung.
Wegen ihrer umfassenden Kompetenz
in Sachen Wasserbehandlung – Reinund
Brauchwasserversorgung, das
Abpumpen feststoffhaltiger Wässer oder
auch Druckerhöhung – hat der Essener
Pumpenspezialist die HSHG zu ihrem
Generalvertreter für Österreich gemacht.
Beide Unternehmen arbeiten bereits seit
zehn Jahren erfolgreich zusammen.
www.spt-pumpen.de
www.hshg.at
Hans-Jürgen Hofstetter
(6. v.l.) und seine
Vertriebsmannschaft,
umrahmt von den
Brüdern Carsten (4. v.l.)
und Andreas
Söndgerath (4. v.r.).
56 DEZEMBER 2021
MASCHINEN + TECHNIK
Meiller enthüllte auf der
diesjährigen Nutzfahrzeugmesse
Nufam erstmalig den
neuen Behältertransportanhänger
(BTA) für
Abrollbehälter.
D
ieser ist flexibel für den Transport
verschiedener Abrollcontainer von 5
bis 7 m Länge einsetzbar und besonders
robust dank hochwertiger Komponenten.
Das Familienunternehmen setzt beim BTA
auf eine umfangreiche Serienausstattung
zu der unter anderem LED-Arbeitsscheinwerfer,
ECO Led II-Beleuchtung, Smart-
Board, Scheibenbremsen, seitliche
Zurrösen zur zusätzlichen Ladungssicherung,
ein schraubbarer Unterfahrschutz
sowie ein Werkzeug- und ein Netzkasten
zählen. Optional ist der Anhänger auch
mit einer Rückraumkamera, Ersatzradhalterung
und Ersatzrad, einem Adapter
von 15-polig auf 2 x 7-polig und Trommelbremsen
erhältlich. In Summe ergeben
sich als Vorteile eine hohe Langlebigkeit
durch den steifen Fahrzeugrahmen, ein
MEILLER
Neuer BTA für Abrollbehälter
Meiller setzt
beim neuen
BTA auf eine
umfangreiche
Serienausstattung.
flexibler und sicherer Transport durch die
4-fach pneumatische Containerverriegelung
und steckbare Behälteranschläge,
eine verschleißarme Nutzung durch die
geschlossene, deformationsarme Außenrollenführung
und eine hohe Korrosionsbeständigkeit
dank der KTL-Tauchgrundierung
sowie einer 2K-Decklackierung.
Meiller hat sich seit 1850 von einer
Schmiede hin zur weltweit agierenden
Gruppe entwickelt und ist ein gefragter
Systemlieferant für innovative und
qualitativ hochwertige Kippaufbauten in
verschiedenen Branchen. Mittlerweile
betreibt Meiller zehn Standorte in ganz
Europa und ist auf zahlreichen internationalen
Märkten aktiv.
www.meiller.com
Willkommen in der Welt der Krane
www.kranlogistik.at
XL-Kranlogistik GmbH
Betriebsstraße 1 Objekt 4
2482 Münchendorf
Weingartenstaße 14/6
4100 Ottensheim
MASCHINEN + TECHNIK
Am 11. und 12. November
2021 ging in Linz die
51. Internationale
Informationstagung für
Sprengtechnik unter
Einhaltung der Corona-
Regeln über die Bühne.
Als Nachfolger von Lang zeit-
Präsident Ing. Heinz Berger
führte erstmals Hermann
Richter als Präsident des
Verbands der Sprengbefugten
Österreichs durch
die gewohnt hochkarätige
Veranstaltung.
Ladearbeit mit dem
„dual delay“-Zündsystem
für den Vortrieb der AST
Donau Nord.
Dr. Andreas Gaich (3GSM GmbH, Graz)
widmete sich der Optimierung von
Vermessungen mittels Drohnenbilder.
Trotz Pandemie war die 51. Internationale
Informationstagung für Sprengtechnik
gut besucht.
SPRENGTECHNIK
Sprengkompetenz in Theorie und Praxis
achdem die Informationstagung im
Nletzten
Jahr auf Grund der Pandemie
entfallen musste, freute sich Präsident
Hermann Richter über die zahlreichen
Besucherinnen und Besucher, von denen
nicht wenige auch aus dem Ausland
angereist waren. Im Vorfeld der vom
Verband der Sprengbefugten Österreichs
gemeinsam mit dem WIFI OÖ organisierten
Veranstaltung wurde auch heuer ein
Workshop angeboten. Er fand am 10.
November statt und widmete sich dem
Thema „Drohnenvermessung – überpräzise
und teuer?!“.
Im Rahmen der traditionellen Ehrung
jener Mitglieder, die sich durch hervorragende
Verdienste auf dem Gebiet der
friedlichen Anwendung von Sprengstoff
ausgezeichnet haben, wurde Bmst. Techn.
Rat Ing. Wolfgang Kaim (Josef Kaim Bau-
und Sprengunternehmung GmbH, Wien)
vom österreichischen Sprengverband das
Goldene Verdienstkreuz „Dynamit pro
Pace“ verliehen.
Gewohnt breitgefächert war auch in
diesem Jahr die Themenpalette der
einzelnen Vorträge. Sie reichte unter
anderem von „Metallsprengen – ein Buch
mit sieben Siegel“ über „Optimierung von
Vermessungen mittels Drohnenbilder“ bis
Fotos: @ Baublatt.Österreich; Martin Lang; Kurt Hickisch
58 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Übergabe des Kaspar Weindl Innovationspreis an DI DWI(FH) Josef Johann Plank (Mitte)
durch Präsident Hermann Richter (Verband der Sprengbefugten Österreichs, links)
und DI Martin Lang (Landesgeschäftsstelle Steiermark, Verband der
Sprengbefugten Österreichs, rechts), der auch die Laudatio hielt.
zu „Digitale Erfassung und Bewertung von
Sprengarbeit“ und „Sprengungen im
Hochofen unter Betriebsbedingungen“.
Den Schlusspunkt setzten DI Martin Lang
und DI Franz Sempelmann mit ihrem
Vortrag über „A 26 Linzer Autobahn –
Donauquerung“. Eine wesentliche Herausforderung
bei der A26 stellt der komplette
Tunnelausbruch im Sprengvortrieb im
Stadtgebiet dar, denn die im Einreichprojekt
enthaltenen Vorkehrungen, mit den
ergänzenden Auflagen aus dem Genehmigungsverfahren,
sind zwingende Rahmenbedingungen
für das Projekt. In besonders
sensiblen Bereichen werden daher nach
Erreichen von 80% der Grenzwerte „dual
delay“-Zündsysteme angewendet.
Im Anschluss wurde auch der erst vor
wenigen Jahren neu ins Leben gerufene
Kaspar Weindl Innovationspreis des
Verbandes der Sprengbefugten Österreichs
an DI DWI(FH) Josef Johann Plank
(Betriebsleitung und Vertrieb, Pronat
Steinbruch Preg GmbH) vergeben. Der
Innovationspreis wird nicht allein für die
Neuerung an sich vergeben, sondern auch
für die Anwendung und Marktdurchdringung.
In seiner Laudatio würdigte
DI Martin Lang nicht nur die Karriere von
DI Plank, sondern auch die von ihm
forcierte Einführung und Weiterentwicklung
der elektronischen Zündsysteme in
Österreich, die auch für die Zuerkennung
des Preises ausschlaggebend war.
Der 1962 gegründete Verband wird
2022 sein 60-jähriges Jubiläum feiern,
1970 wurde die erste internationale
Tagung für Sprengtechnik in Kooperation
mit dem WIFI Linz veranstaltet. Mit
einem Mitgliederstand von über 7.000
Sprengbefugten ist der Verband der
Sprengbefugten Österreichs – gemessen
an der Mitgliederzahl – der weltgrößte
behördlich registrierte Sprengverband.
www.sprengverband.at
POWERSCREEN
MARKET LEADING CRUSHING AND SCREENING TECHNOLOGY
www.kuhn.at
Kuhn Baumaschinen GmbH • Zentrale Eugendorf, Kuhn Straße 1, A-5301 Eugendorf bei Salzburg
Telelon: 0043 (0) 6225 8206 0 • Telefax: 0043 (0) 6225 8206 190 • Email: office-bm@kuhn.at
BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2021
59
MASCHINEN + TECHNIK
VÖBU / ÖBB INFRASTRUKTUR
Geotechnik-Experten zu Gast im
Tunnelabschnitt Fröschnitzgraben
Als eines der wichtigsten und komplexesten Infrastrukturprojekte im Herzen
Europas ist der Semmering Basistunnel auch für Geotechnik-Experten extrem
spannend. In Kooperation mit der ÖBB Infrastruktur organisierte die VÖBU
Mitte November eine Exkursion in den Tunnelabschnitt Fröschnitzgraben.
D
er rund 27 km lange Semmering-
Basistunnel wird von 14 Stellen aus
gebaut. Aktuell sind mehr als drei Viertel
des Tunnels im Rohbau gegraben. Wenige
Tage vor dem Lockdown ermöglichte Ing.
Thomas Pirkner, Geschäftsführer der
VÖBU (Vereinigung Österreichischer
Bohr-, Brunnenbau- und Spezialtiefbauunternehmungen)
einer kleinen Gruppe
von acht Geotechnik-Interessierten eine
Führung im Tunnelabschnitt „Fröschnitzgraben“
– dem mit 13 km längsten
Abschnitt.
Nach einer Einführung ober Tage
durch DI Wolfgang Schwengerer, dem
Leiter der Baustellenkoordination, folgte
die eigentliche Besichtigung. Dazu fuhr
die Besuchergruppe 400 m durch einen
der beiden 10 m breiten Zugangsschächte.
„Selbst für uns erfahrenen Spezialtiefbauer
sind die Dimensionen dieser
Baustelle überwältigend, es ist eine eigene
unterirdische Welt“, zeigt sich Ing. Pirkner
beeindruckt.
In Rahmen einer zweistündigen
Führung konnten Teile des Tunnelabschnitts
Fröschnitzgraben und der dort
entstandenen Kaverne, die später als
Nothaltestelle dient, besichtigt werden.
Im Fröschnitzgraben kommen im kontinuierlichen
Vortrieb die beiden Tunnelbohrmaschinen
Carl und Ghega in
Richtung Niederösterreich erfolgreich
voran: Trotz zeitlich versetztem Start sind
sie mittlerweile fast gleich auf und haben
bereits mehr als 90% ihres Weges hinter
sich gebracht. Über 46.000 Tübbinge
wurden so bereits eingebaut. Im Baggerund
Sprengvortrieb in Fröschnitzgraben
West konnten die Mineure bereits die
Vortriebs-Arbeiten erfolgreich abschließen,
somit sind 2 von 14 Vortrieben fertig
gestellt. Alle Teilnehmerinnen und
Teilnehmer zeigten sich von der Größe des
Tunnelprojekts und der aufwendigen
Baustellenorganisation tief beeindruckt
und freuten sich, dass die VÖBU im
Rahmen ihrer Netzwerkaktivitäten auch
solche außergewöhnlichen Besichtigungen
organisiert.
www.voebu.at
1
1 Die kleine VÖBU-Besucher gruppe bei der Führung im
Semmering Basistunnel. 2 Da lacht das Herz des
Geotechnikers: Tunnelbau par excellence. Hier wird mit
schweren Maschinen gearbeitet und Millionen Tonnen
Material bewegt. 3 Die Gruppe beim 400 m tiefen Zugangsschacht
für den Tunnelabschnitt Fröschnitzgraben.
3
2
60 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
SPEZIAL
DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK
SPEZIAL-THEMA
MATERIALUMSCHLAG
Foto: Messe München
MATERIALUMSCHLAG
Geschäftsführer Mag. Johann Neumüller
(Mitte) mit Ing. Martin Zöchbauer (Verkaufsrepräsentant,
Liebherr Österreich Vertriebsund
Service GmbH, links) und Platzmeister
Martin Haneder (rechts). Links der LH 40 M
Industry mit MH 40B Schnellwechselsystem,
rechts der LH 30 M Industry
mit SW 48 Likufix für den einfachen
und sicheren Anbau von schwerem
Werkzeug und Stielverlängerung.
NEUMÜLLER / LIEBHERR
Eisen Neumüller setzt bei den
Materialumschlagmaschinen auf Liebherr
Als einer der modernsten Stahlhändler und Entsorgungsbetriebe Österreichs achtet die Johann
Neumüller GmbH in Ennsdorf/Hafen in allen Bereichen auf höchste Qualität. Aufgrund der
nächsten Wachstumsschritte begann das Unternehmen mit der Erneuerung seiner 13 Materialumschlagmaschinen.
Sie werden im Laufe von zwei Jahren durch die Liebherr Modelle LH 30
M Industry Litronic, LH 40 M Industry Litronic und LH 50 M Industry Litronic ersetzt.
D
ie Wurzeln des erfolgreichen Familienbetriebs
liegen im Stahl- und Schrotthandel,
der von Herma und Johann
Neumüller 1966 in Mauthausen gegründet
wurde. 1999 übersiedelte der Betrieb nach
Ennsdorf, wo ein Gleisanschluss und das
Hafenbecken optimale Rahmenbedingungen
für ein kontinuierliches Wachstum
bilden. Als Teil einer größeren Gruppe von
Recyclingfachbetrieben beschäftigt die
Firma Neumüller heute rund 100 motivierte
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
die in diesem Jahr mit 285 Mio. Euro
einen neuen Umsatzrekord erwirtschaften.
Die vorhandenen Stärken aus Erfahrung,
Tradition und Fortschritt im Stahl- und
Schrottbusiness werden bei Eisen Neumüller
mit modernsten IT-Systemen für
Organisation und Logistik ergänzt. Dabei
gilt auch heute noch das Prinzip des
Handschlags.
Angeliefert bzw. abtransportiert wird
das Material über den Bahnanschluss, die
Hafenanlage und die eigene Lkw-Flotte
bzw. Kundenfahrzeuge. Während aus den
Gemeinden der sogenannte Mischschrott
angeliefert wird, kommt von den Industrie-Betrieben
hochwertigeres Material mit
mehr Inhaltsstoffen. Das angelieferte
Metall wird zuerst einer automatischen
Radioaktivitätsprüfung beim Lkw- und
Bahn-Einfahrtstor unterzogen. Nach der
Verwiegung folgt die Sichtkontrolle zur
Bestimmung der Qualität des Materials.
Dieses wird sorgfältig getrennt, wobei die
langjährige Erfahrung der Mitarbeiter
durch praktische mobile Analysegeräte
unterstützt wird. Nach der Zwischenlagerung
in Boxen werden die Metalle aufbereitet,
wobei hier auch drei Schrottscheren
mit jeweils 1.000 t – darunter auch zwei
mobile Schrottscheren – zum Einsatz
kommen. Abnehmer des Materials sind
Stahlwerke und Metallhütten im Inund
Ausland.
Geschäftsführer Mag. Johann
Neumüller: „Wir verarbeiten hier hauptsächlich
Eisenschrott, der aus Produktionsabfällen
stammt. Der Schrott wird von uns
mit einer Tageskapazität von 1.000 t
entsprechend den Vorgaben der Kunden
aufbereitet. Unser Unternehmen befindet
sich nach wie vor auf Wachstumskurs und
deshalb wird das Gelände im nächsten
Fotos: @ Baublatt.Österreich; Liebherr
62 DEZEMBER 2021 | BAUBLATT.ÖSTERREICH
MATERIALUMSCHLAG
1
1 Das umfassende Qualitätsmanagement ist einer der
Grundpfeiler für den ausgezeichneten Ruf der Firma
Neumüller. Im Bild der neue LH 50 M Industry bei
Sortierarbeiten. 2 Das vollautomatische Kupplungssystem
MH 40B erlaubt den schnellen Wechsel zwischen den
Anbauwerkzeugen. 3 Der LH 40 M Industry mit MH 40B
Schnellwechselsystem bei der Waggonentladung.
4 Den Maschinisten ist die Freude mit den neuen
Liebherr-Materialumschlagmaschinen deutlich
anzumerken.
2 3 4
Jahr weiter ausgebaut. Im Zuge dieser
Erweiterung werden wir durch zusätzliche
Gleisanlagen unsere Bahnkapazität
verdoppeln. Aufgrund dieser Kapazitätssteigerung
und der von uns angestrebten
Geräte-Erneuerung nach drei Jahren,
haben wir begonnen, uns am Markt nach
leistungsfähigen Materialumschlagmaschinen
umzusehen. Eine Testmaschine der
Firma Liebherr und das professionelle
Service-Team haben uns schließlich am
meisten überzeugt. So haben wir uns
entschlossen, im Laufe von zwei Jahren
unsere 13 Materialumschlagmaschinen
durch Liebherr-Maschinen zu erneuern.“
Konkret setzt die Firma Neumüller auf
die Liebherr Modelle LH 30 M Industry,
LH 40 M Industry und LH 50 M Industry.
Die vielseitigen und leistungsstarken
Allroundtalente verfügen nicht nur über
modernste Motorentechnologie der
Abgasstufe V, sondern auch über eine
intelligente Maschinensteuerung, welche
das Zusammenspiel der Antriebskomponenten
in Hinblick auf den Wirkungsgrad
optimiert. Liebherr Power Efficiency (LPE)
ermöglicht den Maschinenbetrieb im
Bereich des niedrigsten spezifischen
Kraftstoffverbrauchs – für weniger
Verbrauch und mehr Effizienz bei maximaler
Leistung. Die Joysticks mit serienmäßiger
Proportionalsteuerung über
4-Wege-Mini-Joysticks erhöhen neben der
Funktionalität auch den Bedienkomfort.
Aktuell befinden sich bei der Firma
Neumüller bereits vier Liebherr-Materialumschlagmaschinen
im Einsatz: eine
LH 30 M Industry, ausgerüstet mit dem
13 neue Liebherr-
Materialumschlagmaschinen
in zwei
Jahren (von links):
Geschäftsführer Mag.
Johann Neumüller (links)
mit Ing. Martin
Zöchbauer (Verkaufsrepräsentant,
Liebherr
Österreich Vertriebsund
Service GmbH).
vollhydraulischen Schnellwechselsystem
Likufix und Stielverlängerung; zwei
LH 40 M Industry – davon einer mit dem
vollautomatischen Kupplungssystem MH
40B für hängende Anbauwerkzeuge wie
Mehrschalengreifer, Schüttgutgreifer oder
Lasthebemagnete – sowie ein LH 50 M
Industry. Auch die verschiedenen Greifer,
mit denen die Maschinen ausgerüstet sind,
stammen von der Firma Liebherr. In Kürze
folgen drei weitere Liebherr-Maschinen,
von denen eine ebenfalls mit dem MH 40B
Schnellwechselsystem ausgerüstet ist. Alle
Maschinen werden durch das Team der
Kundendienstniederlassung der Firma
Liebherr in Wels betreut.
Mag. Johann Neumüller: „Wir sind mit
den Liebherr-Maschinen in jeder Hinsicht
sehr zufrieden. Aufgrund unserer strengen
Vorgaben achten wir natürlich auch sehr
genau auf die Verbrauchswerte und diese
sind beeindruckend niedrig. Aber auch von
unserem Platzmeister Martin Haneder
und den Maschinisten erhalte ich sehr
positive Rückmeldungen. Technik,
Bedienung und Produktivität entsprechen
unseren hohen Erwartungen. Ich bin
überzeugt, dass wir mit der Firma
Liebherr den richtigen Partner für die
weitere erfolgreiche Entwicklung unseres
Unternehmens gefunden haben.“
www.liebherr.com | www.eisen-neumueller.at
BAUBLATT.ÖSTERREICH | DEZEMBER 2021
63
MATERIALUMSCHLAG
VOEB
Leuchtturmprojekte aus Österreich
Im Zuge von Pilotprojekten forscht die Entsorgungs- und Ressourcenwirtschaft schon
längst daran, mittels innovativer Lösungen den Abfall im Kreislauf zu halten und so
Sekundärrohstoffe für die Industrie zu gewinnen. Im Rahmen einer Tagung in Wien
wurden zukunftsweisende Kreislaufwirtschaftskonzepte präsentiert.
I
Im Rahmen der Podiumsdiskussion sprachen Vertreter aus Industrie, Abfall- und Ressourcenwirtschaft und BMK
über Herausforderungen und Chancen einer Kreislaufwirtschaft in Österreich sowie den dafür notwendigen
strukturellen, organisatorischen und politischen Voraussetzungen.
m Jahr 2019 präsentierte EU-Kommissionspräsidentin
Ursula von der Leyen
den Green Deal, der den europäischen Weg
zur Klimaneutralität bis 2050 ebnen soll.
Das EU-Kreislaufwirtschaftspaket ist ein
wesentlicher Eckpfeiler dieser Strategie.
In diesem Zusammenhang luden der
Verband der Österreichischen Entsorgungsbetriebe
(VOEB), die Industriellenvereinigung
(IV) und die Altstoff Recycling
Austria AG (ARA) bereits zum dritten Mal
zur Veranstaltung „Gemeinsam Kreislauf-
Wirtschaften“.
Einige der zentralen Fragestellungen
lauteten: Klimaschädliches CO2 einfangen,
um daraus Kunststoffe zu machen? Abfall
scannen und Wertstoffe erkennen? Mit
Wasserstoff betriebene Müllabfuhr? Damit
die Transformation von einem linearen zu
einem zirkulären Wirtschaftssystem
jedoch rasch gelingt, braucht es nach
Ansicht der Experten mehr Rechtssicherheit
und finanzielle Unterstützung seitens
der Politik. Außerdem müssen Genehmigungsverfahren
verkürzt sowie die
produzierende Industrie stärker in die
Kreislaufwirtschaft eingebunden werden.
Peter Kurth, Präsident des BDE
(Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-,
Wasser- und Rohstoffwirtschaft)
und des FEAD (European Waste Management
Association) sieht die Entsorgungswirtschaft
als Treiber des Klimaschutzes.
„Wir müssen als Entsorger in Brüssel stärkere
Präsenz zeigen, damit unser Beitrag
zum Green Deal deutlich wird“, so Kurth.
„Wir sind bekannt für unsere Abfallbehandlungskompetenz,
jedoch liegt die
Zukunft unserer Branche in der Rohstoffgewinnungskompetenz.“
Weiters betont
Kurth, dass die Recyclingfähigkeit vom
Design der Produkte und somit von der
produzierenden Industrie abhängig ist.
„Wir müssen die Industrie viel stärker in
den Green Deal einbinden, das schaffen
wir nur mittels Mindesteinsatzquoten von
Rezyklaten“, so Kurth. Der Anteil von
recyceltem Material in der Produktion
liege derzeit bei 10 bis 12%, das sei viel zu
niedrig. Würde sich diese weltweit
verdoppeln, wären die Pariser Klimaziele
erreicht. Für Kurth ist die Kreislaufwirtschaft
eine Querschnittsmaterie, die
national nicht nur im Umweltministerium,
sondern genauso im Wirtschaftsministerium
oder im Bundeskanzleramt eingebettet
sein muss, um der Thematik die
notwendige Relevanz zu verleihen.
Eines der präsentierten Leuchtturmprojekte
betrifft das Entsorgungsunternehmen
Brantner, das in Kooperation mit
der Zoeller Gruppe einen wasserstoffbetriebenen
Müllwagen entwickelt hat. Im
Vergleich zu einem herkömmlichen Lkw
werden pro Jahr 80 t CO2 eingespart. Die
Produktion des grünen Wasserstoffs soll
direkt am Betrieb von Brantner in
Niederösterreich erfolgen. Um in Serienproduktion
gehen zu können, braucht es
höhere Förderungen – in Deutschland gibt
es für ähnliche Projekte 80% Zuschuss von
der öffentlichen Hand.
Ein weiteres Beispiel ist die Porr AG,
die das Ziel verfolgt, aus Bauabfall
Ressourcen zu gewinnen, um diese wieder
der Bauwirtschaft zuzuführen und
Stoffkreisläufe zu schließen. Die Branche
ist für zwei Drittel der Abfallstrommengen
und für über 50% der vom Menschen
verursachten THG-Emissionen verantwortlich.
Laut Bundesabfallwirtschaftsplan
2021 liegt in Österreich der Anteil
der Aushubmaterialien (42 Mio. t) sowie
der Bau- und Abbruchabfälle (11,5 Mio. t)
bei insgesamt 78% des Gesamtabfallaufkommens
(68 Mio. t). Jährlich fallen in
Österreich rund 100 Mio. t an mineralischen
Baustoffen an, wobei der Recyclinganteil
unter 10% liegt (8,7 Mio. t). Dieser
Anteil soll in den kommenden Jahren
massiv erhöht werden, um den CO2-Ausstoß
der Branche zu reduzieren.
www.voeb.at
64 DEZEMBER 2021 | BAUBLATT.ÖSTERREICH
PROFI IM
HOLZUMSCHLAG
Ein absolutes Alleinstellungsmerkmal ist der originale „Fuchs Timber Boom“. Durch die Lagerung
des Auslegers weit hinter der Drehmitte bietet die MHL434 F eine ausgezeichnete Rundumsicht
sowie eine große Reichweite.
Kiesel Austria GmbH | Blätterstraße 1 | 2751 Wöllersdorf-Steinabrückl | +43 2622 42 468 | info@kiesel.net
www.kiesel.net
MATERIALUMSCHLAG
1 2
3
STIPITS / ZEPPELIN
Erster Elektro-Umschlagbagger MH24 bei
burgenländischem Technik-Pionier Stipits
Die in Rechnitz ansässige Firma Stipits ist Komplettanbieter von Entsorgungs-, Reinigungsund
Verwertungsleistungen für Gemeinden, Private und Unternehmen. Eine wichtige Basis
für den Erfolg sind die regelmäßigen Investitionen in zukunftsorientierte Technik. Das gilt
auch für den ersten MH24 Österreichs: Der Umschlagbagger mit Elektroantrieb und Kabelanschluss,
der bei Firma Stipits seit der Inbetriebnahme Anfang November problemlos läuft,
wurde von Zeppelin in enger Zusammenarbeit mit Caterpillar entwickelt.
E
in Traktor und ein Vakuumfass – das
genügte Josef Stipits 1970, um sein
eigenes Unternehmen zu gründen. Unter
dem Motto „Geht nicht, gibt’s nicht!“ wurde
er rasch ein gefragter Dienstleister im
Bereich der Kanalräumung und legte
damit den Grundstein für das weitere
Wachstum. Schritt für Schritt entwickelte
sich die Firma Stipits Entsorgung GmbH
vom klassischen Entsorgungs- und
Reinigungsunternehmen hin zu einem
umweltorientierten Verarbeitungsbetrieb,
der natürliche Ressourcen unter ökologischen,
ökonomischen und sozialen
Gesichtspunkten verantwortungsvoll
nutzt. Dabei ziehen sich regelmäßige
Investitionen in neueste technische
Lösungen wie ein roter Faden durch die
Geschichte des Familienbetriebs. Investiert
wurde in den Ausbau der Betriebsstätte
ebenso, wie in modernste Anlagen und
Maschinen oder in das hauseigene Labor
zur Analyse problematischer Stoffe. Auch
der Fuhrpark umfasste immer mehr
Spezialfahrzeuge, wodurch ein komplexes
Entsorgungsunternehmen mit einem
breiten Leistungsspektrum entstand.
Geführt wird das Unternehmen in zweiter
Generation von Ing. Niki Stipits
(Geschäftsführung, Technik) und Wolfgang
Günser (Geschäftsführung, Verkauf). Die
Firma Stipits beschäftigt heute an den drei
Standorten Rechnitz, Güssing und
Donnerskirchen rund 80 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter.
Geschäftsführer Ing. Niki Stipits über
die Kompetenzen des Unternehmens: „Mit
dem Bau der ersten burgenländischen
Biogas-Anlage mit vorgeschalteter
Abfallaufbereitung sind wir regionaler
Vorreiter dieser erneuerbaren Energien.
Durch die Verwendung von Biogas in
unserem Fuhrpark für Lkw, Pkw oder
Stapler sparen wir mehr als 1.000 t CO2
pro Jahr in unserem Unternehmen ein und
ermöglichen dadurch klimaverträgliche
Mobilität auch im Bereich der Schwerst-
Dieselmaschinen. Denn mit unseren
mittlerweile 20 Biogas-Lkw und dem
großteils aus biogenen Abfällen selbst
produzierten Biomethan sparen wir bis zu
100% an Dieselkraftstoff. Wir verfügen
inzwischen über ein komplettes Energiemanagementsystem,
mit dem wir unsere
vernetzten Anlagen regeln. Auf Basis des
von uns selbst erzeugten Photovoltaik- und
Biogasstroms sind wir bereits zu einem
sehr hohen Grad energieautark und
arbeiten im Wesentlichen CO2 neutral.“
Diese engagierte Einstellung ist auch
der Hintergrund für die Investition in den
neuen MH24, einen Umschlagbagger mit
Elektroantrieb und Kabelanschluss. Der
MH24 mit 24 t wurde gemeinsam mit dem
kleineren MH22 von Zeppelin in enger
Zusammenarbeit mit Caterpillar für
Einsätze entwickelt, bei denen es vor allem
auf hohen Materialumsatz und niedrige
Betriebskosten ankommt. Sie basieren auf
den konventionellen Cat Umschlagbaggern
derselben Gewichtsklasse, wurden aber
konsequent für den Elektroantrieb
weiterentwickelt. Beide Typen profitieren
von allen Vorteilen der umweltfreundlichen
Antriebstechnik genauso wie von den
Fotos: @ Baublatt.Österreich
66 DEZEMBER 2021 | BAUBLATT.ÖSTERREICH
MATERIALUMSCHLAG
7
4 5
6
zahlreichen Leistungs- und
Komfortmerkmalen der
Caterpillar MH-Umschlagbagger
mit herkömmlichem
Verbrennungsmotor.
Eingesetzt wird der MH24
bei der Firma Stipits für die
Beschickung eines Elektro-
Schredders, in dem Gewerbeabfälle
und Sperrmüll für die
Verwendung als Ersatzbrennstoff
in der Zementindustrie
aufbereitet werden. Durch das
elektrohydraulische Antriebskonzept
ist es gelungen, die
Betriebskosten des Umschlagbaggers
um bis zur Hälfe
gegenüber herkömmlichen
Dieselmotoren zu senken. Die
elektrische Leistung gelangt
über einen großzügig dimensionierten
Schleifringkörper vom
Unterwagen in den Oberwagen.
Dabei stellt der bürstenlose
Elektromotor eine hohe
Leistung von 90 kW ohne
Zeitverzug und vor allem leise
bereit.
Der Wegfall des Verbrennungsmotors
reduziert den
Wartungs- und Reparaturaufwand
deutlich. Das Kühlsystem
ist vollständig vom
Motorraum getrennt, um den
Elektromotor entsprechend zu
kühlen und die Geräuschentwicklung
zu reduzieren.
Bereits im Standard verfügen
sowohl der MH22 als auch der
MH24 über ein feinmaschiges
Sieb für verbesserten Kühlerschutz
und zwei elektrisch
angetriebene, automatisch
geregelte Umkehrlüfter mit
einstellbaren Intervallen.
Optional wird noch ein
vibrierendes Schutzgitter angeboten.
Die Bedienung und
Überwachung des Elektroantriebs
erfolgt über einen
zusätzlichen Touch-screen-
Monitor in der Fahrerkabine.
Ausgerüstet mit einer Kabeltrommel
kann der MH24 einen
Fahrweg von über 70 m
zurücklegen, alternativ ist auch
ein Schleppkabel verfügbar.
Ing. Niki Stipits über die
Hintergründe der Entscheidung:
„Wir haben grundsätzlich
viel Erfahrung mit allen
möglichen elektrischen
Anlagen auf unserem Betriebsgelände.
Für unseren neuen
Umschlagbagger haben wir uns
die am Markt verfügbaren
Elektrogeräte angesehen, wobei
uns am MH24 besonders gut
gefällt, dass er ohne Frequenzumformer
konzipiert ist. Die
engagierte Betreuung durch
Markus Gaal und der professionelle
Service bestärken uns
darin, die Zusammenarbeit mit
der Firma Zeppelin Österreich
in Zukunft weiter auszubauen.“
www.stipits.at
www.zeppelin.com/at-de/cat
1 Der Elektro-Umschlagbagger MH24 hat keinen Akku und wird
über eine Kabeltrommel mit Strom versorgt. Mit einem Cat Greifer
und nur kurzen Fahrwegen beschickt er bei der Firma Stipits einen
Untha-Schredder mit elektromechanischem Antrieb mit Gewerbemüll.
2 Ing. Niki Stipits (Mitte, Geschäftsführung, Technik) mit
J ürgen Specht (Leiter der Niederlassung Graz der Firma Zeppelin
Österreich, links) und Markus Gaal (Verkäufer Neu- und Gebrauchtmaschinen,
Niederlassung Graz der Firma Zeppelin Österreich).
3 Fahrer Josef Csidei ist mit dem MH24 in jeder Hinsicht zufrieden.
4 Der MH3026 legte vor zwei Jahren den Grundstein für die verstärkte
Zusammenarbeit der Firma Stipits mit Zeppelin Österreich.
5 Hat noch immer Spaß an der Arbeit: Firmengründer Josef Stipits.
6 „Wir machen Rohstoffe aus Altstoffen“ lautet das Motto von Ing.
Niki Stipits (rechts, Geschäftsführung, Technik) und Wolfgang
Günser (Geschäftsführung, Verkauf). 7 Im Zwischenlager, in dem
die Baurestmassen aus den eigenen Abbrucharbeiten aufbereitet
werden, sorgt der Cat 950M für schnelle und effiziente Abläufe.
Sitztechnik GmbH
Tel. 0043(0)5242 90420
office@sitztechnik.com
BAUBLATT.ÖSTERREICH | DEZEMBER 2021
67
MATERIALUMSCHLAG
ASCENDUM / SENNEBOGEN
Drei Sennebogen 735 M-HD auf
engstem Raum bei Pabst Holzindustrie
In ihrem Sägewerk Obdach setzt die Firma Pabst Holz drei Sennebogen 735 der
E-Serie als Pick & Carry Umschlagmaschinen auf sehr beengtem Raum ein. Die
drei identisch konfigurierten 735er punkten durch die hohe Reichweite des
Auslegers, für die auch Stapelhöhen von bis zu 10 m kein Problem darstellen.
D
as Sägewerk in Obdach ist Ursprung
der Firmengeschichte der Johann
Pabst Holzindustrie GmbH. An diesem
Standort im Herzen der steirischen
Holzstraße begann vor über 80 Jahren die
Erfolgsgeschichte des familiengeführten
Traditionsunternehmens. Heute verarbeitet
Pabst Holz jährlich rund 350.000 fm
Rundholz. Dabei handelt es sich um fast
ausschließlich Fichtenrundholz aus dem
steirischen Murtal, das im Umkreis von
rund 120 km geerntet wird. Die Lieferung
erfolgt zu 98% per Lkw. Die drei Sennebogen
735E übernehmen die Logistik am
Rundholzplatz. Dazu gehört das Entladen
der bis zu 60 Lkw am Tag sowie das
Beschicken der Säge. Die maximal 4-5m
langen, sortierten Rundhölzer werden
anschließend durch die drei Pick & Carry
Spezialisten und mithilfe eines Holzgreifers
mit integrierter Flyerkette zu Poltern
in Höhe von bis zu 10 m geschlichtet.
Das Stammwerk Obdach liegt im
waldreichen Herzen der Steiermark: dem
Murtal. Umringt von Fichtenwäldern und
Bergen begann hier bereits 1940 die
Firmengeschichte mit einer kleinen Säge.
Ein guter Ausgangspunkt für die Entwicklung
der Firma Pabst Holz, denn Österreich
zählt zu den waldreichsten Ländern
Europas und dort werden rund 26 Mio. m³
jährlich geerntet. Knapp 65 Jahre wuchs
die Firma stetig, wie ein Baum, bis dann
2005 ein zweiter Standort in Zeltweg
errichtet wurde. Heute erwirtschaftet das
Unternehmen mit rund 280 Mitarbeitern
einen Jahresumsatz von rund 100 Mio.
Euro. In der von Reinhard und Johann
Pabst geführten Zentrale in Zeltweg
befinden sich die beiden Brettschichtholzwerke
sowie die Pabst-Pellets und Alpen-
Span Produktionen. Die Hobelwerke sowie
das Sägewerk befinden sich bis heute am
Standort Obdach.
Die große Herausforderung im Stammwerk
sind die beengten Platzverhältnisse.
Durch die Tallage ist eine Vergrößerung
der Flächen nicht möglich und daher wird
jeder Quadratmeter optimal genutzt. Vor
Ort am Rundholzplatz findet man hohe
Als ideale Holzfahrmaschine
sorgen drei Sennebogen 735 M-HD
im Sägewerk der Firma Pabst Holz
für effiziente Abläufe.
Polter und enge Gassen. Daher wurde das
Sennebogen Dreigespann individuell für
die Bedürfnisse der Johann Pabst Holzindustrie
GmbH abgestimmt. Alle drei
Umschlagbagger haben eine starre
Erhöhung der Sennebogen Maxcab um 1,5
m. Diese Erhöhung macht das Stapeln der
Polter auf 8 m Höhe bei engen Gassen
möglich. Zusätzlich bildet der Mobilunterwagen
mit 70 t Spezialachsen in verstärkter
Super Breitspur-Ausführung und mit
verlängertem Radstand von 3,6 m sozusagen
das starke Fundament der Pick &
Carry Maschinen.
Im Dreischichtbetrieb sind immer
mindestens zwei Holzfahrmaschinen im
Einsatz. Dabei wechseln die Fahrer
regelmäßig mit dem Bediener der Rundholzsortieranlage,
um durch vielseitige
Aufgaben die Konzentration zu stärken.
Das Pabst-Team ist umfassend ausgebildet
und kann bei Bedarf an jeder Position
eingesetzt werden. Das schließt auch
Geschäftsführer Reinhard Pabst und Sohn
Reinhard Christoph Pabst nicht aus. Die
68 DEZEMBER 2021 | BAUBLATT.ÖSTERREICH
MATERIALUMSCHLAG
Österreichischer
Baumaschinenverband
KOMPETENZ DURCH
FOKUSSIERTE INFORMATION
Das Pabst-Team am Rundholzplatz (von links): Michael Pilch, Reinhard Christoph Pabst,
Peter Rieger, Reinhard Pabst, Bernhard Grantner, Franz Bärnthaler und
Ascendum Vertriebsrepräsentant Christian Schweighart.
Erfahrung durch das Arbeiten im Betrieb
macht sich der Geschäftsführer auch bei
der Auswahl seiner Maschinen zum
Vorteil. Pabst versteht die Vorteile und
Sicherheitsaspekte für sein Team nicht
nur theoretisch, sondern auch praktisch.
Die Wahl der Zusatz-Ausstattung der
drei Sennebogen 735 E-Serie mit einem
Lastenstabilisator zur Dämpfung der
Last- und Ausrüstungsschwingungen
im Fahrbetrieb sowie einem umfangreichen
Paket an zusätzlichen LED-
Scheinwerfern für die Arbeit im
Dunkeln wurden ganz bewusst getroffen.
Bernhard Grantner ist für die Instandhaltung
und Wartung der Maschinen am
Standort Obdach zuständig und erklärt:
„Wir haben nach und nach auf Sennebogen
umgestellt. Aktuell fahren drei
Holzfahrmaschinen des Modell 735 bei uns
mit jeweils rund 2.000, 8.000 und 10.000
Betriebsstunden. Insgesamt rechnen wir
mit einer Laufzeit von rund 30.000
Betriebsstunden je Maschine. In unseren
engen Poltergassen können wir mit
unseren Sennebogen ohne aufwendiges
Rangieren schneller Arbeiten, das macht
die Prozesse besonders effizient.“
www.ascendum.at | www.sennebogen.com
www.pabst-holz.com
Nr. 0124850
11
12
1
10
27
26 21
2
9
25 22
3
8 24 23 4
7
6
5
PRÜFPLAKETTEN &
PRÜFBEFUNDE lt. AM-VO
Ein SERVICE des MAWEV
Eine echte
Allround-Maschine
die sich auch zum
Entladen der Lkw
und Beschicken
der Säge eignet.
Bestellungen für den Prüfbefund mit zwei
Durchschlagblättern und für die fortlaufend
nummerierte Prüfplakette (hochqualitativ,
äußerst wetterbeständig, – 40° bis +130°)
als Aufkleber richten Sie bitte direkt an
den MAWEV.
Informationen
und Bestellungen:
www.mawev.at
Tel 01/504 26 98
www.mawev.at
MATERIALUMSCHLAG
Der kleine Heckradius der Fuchs MHL434 F von 2,6 m gepaart
mit dem geringen Oberwagen-Schwenkdurchmesser
ermöglicht optimale Arbeitsverhältnisse auch bei
geringer Gassenbreite.
KIESEL / FUCHS
Fuchs MHL434 F als Allrounder
in deutschem Holzpellets-Werk
Die in der Nähe von Bonn ansässige Firma Westerwälder Holzpellets produziert
aktuell bis zu 50.000 t Pellets pro Jahr. Für das Unternehmen ist die neue Fuchs
MHL434 F durch die Vielzahl der Verwendungsmöglichkeiten zum Allrounder
geworden. Das Gerät beeindruckt mit Leistung, ausgezeichneten
Sichtverhält nissen und geringem Verbrauch.
B
ereits im Jahr 1925 legte der 21-jährige
Emil Mann den Grundstein für
ein sich immer weiter entwickelndes
Unternehmen. Angefangen hat alles mit
einem gebrauchten Lkw und dem Transport
von Baustoffen. In den 1970er Jahren
betrieb die Spedition schon 60 Fahrzeuge.
Im Jahr 1991 wurde die erste kommerziell
genutzte Windkraftanlage in Rheinland-
Pfalz errichtet. Mit der hierzu neu
gegründeten Mann Windenergie GmbH
betrat Markus Mann im selben Jahr
erfolgreich Neuland im Bereich der
erneuerbaren Energien. Schon 1994/95
errichtete die Mann Naturenergie GmbH
& Co. KG in Langenbach ein Biomasseheizkraftwerk
zur energetischen Nutzung
von Landschaftspflegeholz und anderen
naturbelassenen Hölzern. 1998 begann der
Komfortabler Arbeitsplatz: Die groß
dimensionierte, elastisch gelagerte und
schallgedämmte Kabine mit Schiebetür
und getönten Scheiben.
Einstieg in den Vertrieb von „grünem“
Strom. Heute verarbeitet das Unternehmen
jährlich bis zu 120.000 fm Rundholz
zu Verpackungsschnittholz und Pellets.
Bei der Verarbeitung von Holz gibt es
keinen Abfall: Rinde und Holzabfallstücke
werden für die Produktion von Strom und
Wärme genutzt. Sägespäne werden zu
CO2-neutralen Holzpellets verarbeitet.
Bereits im Jahr 2001 wurde die Firma
Westerwälder Holzpellets GmbH
ge gründet und die erste großtechnische
Holzpelletsproduktion in Deutschland in
Betrieb genommen. Dort werden aktuell
bis zu 50.000 t Pellets pro Jahr produziert.
Durch das Errichten des Sägewerkes,
genannt SEO-Anlage (Stofflich-Energetische-Optimierungsanlage),
in den Jahren
2015-2017 werden nicht sägefähige
70 DEZEMBER 2021 | BAUBLATT.ÖSTERREICH
MATERIALUMSCHLAG
Rundhölzer teilweise zur Herstellung von
Verpackungsholz verwertet. Nach dem
Einschnitt wird das Holz über die Sortieranlage
geführt. Scanner und geschulte
Mitarbeiter sorgen dabei stets für die
effiziente Auslastung der hochmodernen
Sägelinie. Das Holz kann flexibel in
Standardabmessungen oder nach individuellem
Kundenwunsch auf Maß gesägt
werden. Trotz des hohen Automatisierungsgrads
arbeiten mehrere Mitarbeiter
an der hochkomplexen Linie, steuern die
Produktion und die Qualitätskontrolle. Am
Ende der Fertigungslinie leisten zwei
hochmoderne Roboter wertvolle Dienste
bei der Verpackung und Palettierung der
Endprodukte. So werden durch das
Zusammenspiel von Mensch und Technik
höchste Anforderungen an Qualität und
Effizienz erfüllt.
Dank ihrer Allrounder-Qualitäten wird
die neue MHL434 F im Hause Westerwälder
Holzpellets im Zweischichtbetrieb
5 Tage in der Woche eingesetzt. Neben
verschiedenen Manipulationsaufgaben wie
Boxen leeren, poltern und Sägewerk
beschicken, unterstützt sie auch bei der
Entladung von Lkw und bei der Beschickung
der Sortieranlage. „Die hervorragende
Rundumsicht der MHL434 F durch
den hinten angelenkten Ausleger erhöht
die Arbeitssicherheit auf dem Rundholzplatz
gravierend. Die Leistung der
Maschine ist beeindruckend“, so Betriebsleiter
Joachim Kessler.
Ein absolutes Alleinstellungsmerkmal
in dieser Maschinenklasse ist der originale
Fuchs Timber Boom. Durch die Anordnung
des Auslegers hinter der Drehmitte bietet
die MHL434 F beste Sichtverhältnisse,
wodurch sich die Arbeitssicherheit auf
dem Rundholzplatz erhöht. Dieses
Konzept ermöglicht zudem eine größere
Polterhöhe und somit eine bessere
Ausnutzung der vorhandenen Holzlagerfläche.
Kontroll- und Servicearbeiten
können bequem
vom Boden aus durchgeführt
werden. Die Bilder zeigen weiters
die Fahrtrichtungserkennung, das
Schutzgitter und das Stützschild
mit integriertem Zylinderschutz.
Praktische Features ab Werk
Die reichhaltige Serienausstattung, die
u.a. das Holzschutzgitter, die Fahrerkabine
mit 4 m Sichthöhe, 8 LED-Arbeitsscheinwerfer,
die Hubzylinderdämpfung, eine
kabellose Reifendrucküberwachung,
Batterie-Fremdstartpole, eine erweiterte
Leerlaufautomatik und die Umkehrlüfter
für die separat angeordneten Motor- und
Hydraulikölkühler beinhaltet, wurde
speziell für die Anforderungen im Holzumschlag
zusammengestellt. „Die großen
Front-, Heck- und Seitenscheiben sowie
die gute Sicht nach rechts – dank des
hinten angelenkten Auslegers – ermöglichen
mir, alle Prozesse um mich herum
bestens im Blick zu haben. Zudem mag ich
die kraftvolle, aber dennoch feinfühlige
Arbeit mit der MHL434. Trotz des großen
Arbeitspensums habe ich bei über 70%
meiner täglichen Aufgaben den ECO-Mode
bei unserer MHL434 aktiviert. Dadurch
spare ich bis zu 30% Kraftstoff“, fasst
Sebastian Klein, Fahrer bei Westerwälder
Holzpellets GmbH, zusammen.
www.kiesel.net
BAUBLATT.ÖSTERREICH | DEZEMBER 2021
71
MATERIALUMSCHLAG
EVN
Moderne Krananlagen
in Dürnrohr
Während eines generellen Stillstandes
der thermischen Abfallverwertung
Dürnrohr wurden die Krananlagen
teilweise erneuert.
D
ie Thermische Abfallverwertungsanlage
ist ein wichtiger Eckpfeiler des
Energieknotens Dürnrohr. Das Energiepotenzial
der Anlage beträgt 210 MW.
Beginnt man mit dem in der Regel per
Bahn ankommenden Haushaltsmüll, wird
ein sogenannter Containerkran mit einer
Traglast von 32 t eingesetzt, der die vollen
Container von den Waggons greift und
gleichzeitig auch einen leeren Container
wieder auf den Waggon zurücksetzt. Der
voll beladene Container kommt in die
Kippstation, die über eine Schleuse in den
Abkippraum transportiert wird. Dort
öffnet sich der Deckel automatisch. All
diese Arbeiten werden von der Krankabine
über Kameras gesteuert und überwacht.
Um einen reibungslosen Ablauf weiter zu
garantieren, wurde hier bei der Programmierung
in ein neues Kran-Management
System investiert. Jährlich 500.000 t Müll
landen im Müllbunker der Abfallverwertungsanlage,
wo wieder eine Krananlage
mit drei Müllkränen darauf wartet die
Abkippstellen frei zu halten, den Müll zu
stapeln und zu mischen und schließlich
auch in den Aufgabetrichter der Feuerung
zu befördern. Ein Müllkran mit der
Jährlich landen 500.000 t Müll im Müllbunker der
Abfallverwertungsanlage Dürnrohr.
Traglast von 17 t erhielt bei der Revision
wieder neue Schleppkabel und Klemmkästen
um wieder kräftig zugreifen zu
können, während seine beiden Kollegen
Müllkran 1 und 2 weiterhin einsatzfähig
blieben. Nach dem Verbrennungsvorgang
des Mülls bleibt die sogenannte Schlacke
übrig, die nun aus der Abfallverwertungsanlage
raus befördert werden möchte. Hier
greift der Schlackekran mit einer Traglast
von 12 t noch einmal ordentlich zu. Er
wurde mit einem neuen Rahmen, Seiltrommel
und Lager sowie Hub-Getriebe
bestückt.
Foto: EVN Wurnig
BRANTNER
Kompostierung mit Digitalisierung
In Gneixendorf steht das jüngste Kompost- und Erdenwerk Österreichs, bei
dem modernste Technologien und Verfahrenstechniken zum Einsatz kommen.
I
n den obersten Bodenschichten des
Planeten sind mehrere tausend
Milliarden Tonnen Kohlenstoff gebunden,
mehr als in der Erdatmosphäre
und der gesamten Erdvegetation
zusammen. Mit der industriellen
Erzeugung von Kompost stellt die
Firma Brantner diesen natürlichen
Kreislauf der Umwandlung von
Biomasse im großen Maßstab dar –
Kompost, mit dem darin gebundenen
bzw. umgewandelten CO2, kann zurück
auf den Boden und neuen Pflanzen als
Nährstoffquelle und Wasserspeicher
dienen. Das Unternehmen Brantner
leistet mit seinem neuen Erdenwerk
einen wesentlichen Beitrag dazu und
schließt so regional Kreisläufe.
Gleichzeitig ist die Anlage die Größte
ihrer Art in Niederösterreich. Auf
33.000 m² werden bis zu 35.000 t an
biogenen Abfällen zu frischen Bio-Komposten
und hochwertigen Erdmischungen
verarbeitet. Vernetzte Systeme
regulieren Temperatur, Feuchtigkeit
und Luftzufuhr – das garantiert eine
gleichbleibende Qualität, selbst unter
extremen Wetterbedingungen. Im
Erdenreich werden aber auch mit
Digitalisierungslösungen ganz neue
Wege beschritten: Mit den auf ihren
Lkw installierten, eigens entwickelten,
Störstoffscannern und der mit ihnen
verbundenen Künstlichen Intelligenz
können sie in Echtzeit den Inhalt jeder
Mülltonne analysieren, bewerten und
rückmelden. Dies hilft Brantner derzeit
bei der Bewertung der Anlieferungen
und wie diese verarbeitet werden
sollen, eröffnet aber auch ein weites
Feld an weiteren Einsatzgebieten.
www.erdenreich.brantner.com
Bei der Eröffnung (von links):
LH Stv Dr. Stephan Pernkopf und
Bernd Brantner.
72 DEZEMBER 2021 | BAUBLATT.ÖSTERREICH
Egal was, egal wo!
In zahlreichen Einsatzgebieten, vom Schrott-, Holz- und Hafenumschlag
bis zur Recycling- und Abfallwirtschaft, finden unsere hochwertigen,
umschlagstarken und wirtschaftlichen Industriemaschinen
ihre Anwendung. Ein hoher Praxisbezug und Qualitätsanspruch
sichern enormen Kundennutzen in allen Produktbereichen.
www.liebherr.com
Materialumschlagmaschinen
Liebherr Österreich Vertriebs- und Service GmbH • Dr.-Hans-Liebherr-Straße 4 • 5500 Bischofshofen • Phone +43 50809 1 0
info.lat@liebherr.com • www.facebook.com/LiebherrConstruction • www.liebherr.com
MATERIALUMSCHLAG
Zerkleinern, sortieren, verladen:
der Komatsu PC190 mit dem
vollhydraulischen Schnellwechselsystem
Multiconnect mit Coupfix 360
der Firma Winkelbauer und der
Zato Cayman 30R Abbruchschere
der Firma Dobrowa Metalltechnik
ist für die Firma Beinschab eine
leistungsfähige und multifunktionale
Gerätekombination.
BEINSCHAB / KUHN / WINKELBAUER / DOBROWA METALLTECHNIK
Beinschab: leistungsstarke und vielseitige
Gerätekombination für das Metallrecycling
Seit fast 25 Jahren zählt die Firma Beinschab weit über das Murtal hinaus zu den
ersten Adressen in der Entsorgung und Aufbereitung von Altmetallen. Als man für
die Zerkleinerung der Metallteile ein neues Trägergerät suchte, fand man die ideale
Lösung mit einem Komatsu PC290 der Firma Kuhn, der mit einem Coupfix Schnellwechselsystem
der Firma Winkelbauer und einer Zato Schere aus dem Vertrieb
der Firma Dobrowa Metalltechnik ausgerüstet ist.
G
emeinsam mit seinem Vater Josef
Beinschab gründete Geschäftsführer
Wolfgang Beinschab das Unternehmen
1997 in einer kleinen Garage in Judenburg.
Innerhalb weniger Jahre entwickelte
sich die Beinschab Entsorgung GmbH zu
einem der größten Familienunternehmen
in der steirischen Entsorgungsbranche
und übersiedelte schon nach kurzer Zeit in
die Thermengemeinde Fohnsdorf. Inzwischen
hat sich das Unternehmen in der
gesamten Obersteiermark als zuverlässiges
Entsorgungsunternehmen für Gemeinden,
Gewerbebetriebe, Industrie und
Abfallwirtschaftsverbände etabliert und
beschäftigt heute rund 25 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter.
Der Schwerpunkt liegt in der Entsorgung
von Alteisen und Buntmetallen sowie
Baurestmassen- und Gewerbemüll. Über
einen professionellen Container-Service
wird das Material von den Kunden – überwiegend
kleinere Gewerbebetriebe und
private Haushalte – abgeholt und auf der
eigenen Brückenwaage verwogen. Danach
wird es auf dem Betriebsgelände abgekippt,
sortiert und die größeren Metallteile
mit einer Schrottschere für die weitere
Aufbereitung zerkleinert. In Summe
werden ca. 30.000 t im Jahr umgeschlagen,
Hauptabnehmer des aufbereiteten
Materials sind Stahlwerke im In- und
Ausland.
Geschäftsführer Wolfgang Beinschab
über die Beweggründe für die jüngste
Investition: „Wir sind auch spezialisiert
auf die Demontagen von Öltanks, Heizkesseln
und Industriehallen. Vor einiger Zeit
haben wir auf verschiedenen Baustellen
damit begonnen, hydraulische Schrottscheren
auf einem Trägergerät mit
vollhydraulischem Schnellwechslersystem
einzusetzen. Das hat sich als sehr gute
und leistungsfähige Kombination erwiesen,
die nicht nur den raschen Wechsel von
der Schere zum Greifer ermöglicht,
sondern mit demselben Gerät auch die
Manipulation und Verladung. Das bedeutet
für uns einen verringerten Geräte- und
Personal-Einsatz, weil alle Tätigkeiten mit
einer Maschine durchgeführt werden
können. Es ist aber auch eine Investition
in die Sicherheit unserer Mitarbeiter, denn
einen Stahlbau mit der Hand zu zerlegen,
erfordert höchste Konzentration. Gleichzeitig
arbeiten wir in unserem Betrieb
kontinuierlich daran, die Recyclingquote
zu erhöhen. Dabei stellt uns vor allem das
nicht immer sortenrein angelieferte
Material vor große Herausforderungen.
Fotos: @ Baublatt.Österreich
74 DEZEMBER 2021 | BAUBLATT.ÖSTERREICH
MATERIALUMSCHLAG
Die metallischen und mineralischen
Verwachsungen müssen dann mit einem
Hydraulikbagger und einer Schrottschere
aufgelöst werden, damit das Material
sortenrein getrennt werden kann. Aufgrund
all dieser Argumente haben wir uns
daher entschlossen, das beschriebene
System auch bei uns im Betrieb einzusetzen.“
Auf der Suche nach der idealen
Gerätekombination für den eigenen Bedarf
setzte das Unternehmen aus mehreren
Gründen auf die Zusammenarbeit mit der
Firma Kuhn. Zunächst hatte man in den
letzten 20 Jahren nur gute Erfahrungen
mit den Lkw-Ladekränen und Hakengeräten
der Firma Kuhn gemacht. Gleiches gilt
auch für den Komatsu Kompaktradler
WA80M, der auf dem Recyclingplatz
Sortier- und Verladetätigkeiten erledigt.
Nicht zuletzt war auch der engagierte
Einsatz von Franz Feichtner ausschlaggebend,
der als zuständiger Betreuer der
Firma Kuhn stets ein offenes Ohr für die
Anliegen der Firma Beinschab hatte.
Bestärkt wurde Wolfgang Beinschab in
seiner Entscheidung auch durch die
Tatsache, dass die Firma Kuhn ein
Gesamtpaket lieferte und er damit nur
einen Ansprechpartner hat.
Ausgerüstet ist der neue Komatsu
PC190 mit dem vollhydraulischen Schnellwechselsystem
Multiconnect mit Coupfix
360 der Firma Winkelbauer. Mit diesem
System kann der Fahrer bequem zwischen
Schere, Sortiergreifer oder Tieflöffel
wechseln, ohne dabei die Kabine verlassen
zu müssen. Für die Zerkleinerung der
großen Metallteile entschied sich die Firma
Beinschab für eine Cayman 30R Abbruchschere
des italienischen Herstellers Zato.
Vertriebspartner von Zato ist in Österreich
die Firma Dobrowa Metalltechnik mit Sitz
in Wals-Siezenheim. Geschäftsführer Klaus
Dobrowa: „Unser Unternehmen ist
Von links: Franz Feichtner (Verkaufsrepräsentant Steiermark, Kuhn Baumaschinen),
DI Alfred Maier (Beinschab Entsorgung GmbH, Abfallrechtlicher Geschäftsführer),
Franz Nagl (Firma Winkelbauer), Geschäftsführer Wolfgang Beinschab (Beinschab
Entsorgung GmbH) und Klaus Dobrowa (Geschäftsführer Dobrowa Metalltechnik GmbH).
Spezialist im Bereich Service und Maschinenhandel
für die Recycling-, Säge- und
Schrottindustrie. Wir liefern Lösungen
rund um das Heben, Schneiden, Verladen
und Zerkleinern, verfügen über eine
20-jährige Erfahrung im technischen
Kundendienst und haben Servicestützpunkte
mit High-Tech-Montagebussen in
St. Michael im Lungau und in Voitsberg
sowie einen Service- und Lagerplatz in
Ybbs/Donau. Von der neuesten Generation
der Zato Abbruchscheren, die seit heuer
verfügbar ist, befinden sich bereits
mehrere Stücke in Österreich im Einsatz.
Die neue Generation ist deutlich schneller
als die Vorgängermodelle und bietet ein
sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Zato
baut seit Jahrzehnten Abbruch- und
Schrottscheren und bietet eine Produktpalette
von 750 kg bis 8,5 t.“
„Ich bin mit dieser Gerätekombination
wirklich sehr zufrieden. Der Komatsu
PC190 ist extrem leistungsfähig und mit
dem Coupfix Schnellwechselsystem
können wir ihn sehr vielseitig einsetzen.
Auch die neue Zato Abbruchschere erfüllt
unsere hohen Erwartungen in jeder
Hinsicht. Unterm Strich sind wir damit
für die Zukunft sehr gut aufgestellt“, so
DI Alfred Maier abschließend.
www.beinschab-entsorgung.at
www.kuhn-gruppe.at
www.winkelbauer.com
www.dobrowa.at
GEMMA’S AN!
Was immer Sie vorhaben – mit HKL, einem der
größten Vermieter für Baumaschinen, Baugeräte,
Raumsysteme u. v. m. in Österreich, bauen Sie
besser! Mit sieben modernen HKL Centern und
dem größten Online-Angebot Österreichs
stehen wir der heimischen Bauwirtschaft
bei jeder Herausforderung zur Seite.
Immer in Ihrer Nähe:
HKL ist 7x in Österreich!
hkl-baumaschinen.at
IHR VERMIETER IN ÖSTERREICH
210503_AZ_Buddymotiv_baublatt_AT_188x62mm_RZ.indd 1 03.05.21 15:54
BAUBLATT.ÖSTERREICH | DEZEMBER 2021
75
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
RUBBLE MASTER
Erfolgreiche Bilanz und Innovationen
sorgen für positiven Blick in die Zukunft
Trotz herausfordernder
Rohstoffsituation und
volatilen Lieferketten läuft
das Jahr 2021 für Rubble
Master sehr gut. Die großen
Ausbaupläne wurden weiter
vorange trieben und das Jahr
2021 wird mit einer
zufriedenstellenden Bilanz
abgeschlossen.
N
ach einem Corona-bedingten Umsatzrückgang
2020 konnte die RM Group
dank guter Auftragslage 2021 das Niveau
von 2019 bereits wieder überschreiten.
„Wir haben in dieser herausfordernden
Phase bewiesen, dass wir nicht kurzfristig
agieren, sondern als Team gemeinsam die
Herausforderungen annehmen und in eine
Zukunft investieren, in der wir alle
Mitarbeiter für den zukünftigen Erfolg
benötigen. Auch das ist für uns nachhaltig!“,
bilanziert Firmengründer Gerald
Hanisch. Das dies der richtige Weg ist,
bestätigt das Jahr 2021 und bekräftigt die
Wachstumsstrategie. Energiewende,
Digitalisierung, Elektrifizierung und
Reduktion der Emissionswerte sind u.a.
Themenblöcke, die grundlegende Teile der
Wachstumsstrategie sind. Begleitend dazu
werden Investitionen in den Ausbau der
Standorte schrittweise vorgenommen.
Wachstum im Fokus der Nachhaltigkeit
So wird in den nächsten sechs Jahren
sowohl der Linzer als auch der irische
Standort ausgebaut. In Linz wurden
bereits ein Bürogebäude und eine Produktionshalle
zugekauft. 2022 folgt eine
Erweiterung der bestehenden Produktionshalle
und der Bau des Servicecenters. In
den nächsten Jahren erfolgen ein weiterer
Ausbau der Produktion in Pichling und in
Dungannon, entsprechend dem geplanten
Wachstum. „Damit verdoppeln wir unsere
Produktion in den kommenden drei
Jahren von derzeit 400 bis 500 Maschinen
auf 1.000“, erklärte Hanisch die Ausbaupläne.
Im Rahmen dieser Erweiterung legt
Rubble Master, nicht nur bei den Produkten,
Wert darauf, nachhaltig zu sein. Die
Nachhaltigkeitsstrategie gilt umfassend.
Demnach ist es erklärtes Ziel in drei
Jahren am Standort Linz energieneutral
zu sein. Bestehende Konzepte wie thermalaktive
Bauelemente, die als Heizung
genutzt werden, sowie die Niedrigenergieund
Passivbauweise werden erweitert. So
wird in Linz zukünftig Strom durch eine
Photovoltaik Anlage produziert. Durch
zusätzliche Energiepuffer wird jene
Energie, die bei der Inbetriebnahme von
Anlagen freigesetzt wird, wieder rückgespeist
und am Standort wiederverwendet.
„Mithilfe der Erweiterungen und den
insgesamt 350 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern der RM Group wollen wir
auch künftig zu den führenden Brecherund
Siebherstellern weltweit zählen und
weiterhin der Taktgeber für wesentliche
Innovationen in der mobilen Aufbereitung
sein. Dafür setzen wir sämtliche Hebel in
Bewegung“, bekräftigt Günther Weissenberger,
RM Geschäftsführer, die Unternehmensziele
für die nächste Dekade. So
beschäftigt sich der Innovator neben der
Standorterweiterung momentan stark mit
der Weiterentwicklung seiner Produkte im
Hinblick auf eine digitale, elektrische und
vor allem autonome Zukunft der Baustellen.
An oberster Stelle steht für Rubble
Master hier, stets flexibel auf die einzelnen
Bedürfnisse seiner Kunden eingehen zu
können. Vor allem im urbanen Bereich
wird es immer wichtiger, Lärm, Emissionen
und Staub so gering wie möglich zu
halten. Für Baustellen in entlegenen
Gegenden wie im Dschungel in Südostasien
oder Wüstengegenden in Mittel- und
Südamerika sind hingegen Themen wie
Energieversorgung oder Predictive
Maintenance elementar.
Internationaler Erfolg
am Beispiel Tel Aviv
Als Vorreiter im Bereich Elektrifizierung
führte RM 2020 die neue RM Next Serie
ein, die es ermöglicht, ab sofort dieselfrei
aufzubereiten. Seit Herbst 2020 wird der
RM 120X als erster Brecher im Rahmen
der Next Philosophie in Serie gefertigt und
vereint gesteigerte Sicherheit, maximale
Effizienz und maximale Leistung. Einer
der ersten Unterstützer war der Kunde
Taha Zahir aus Kfar Quasem in Israel, der
seinen Fuhrpark durch einen zweiten RM
Brecher mit dem neuen RM 120X erweiterte.
In einer geschlossenen Halle sollte
der Prallbrecher Bauschutt aufbereiten,
der als Straßenunterbau weiterverwendet
wird. Aufgrund der Aufbereitung in der
Halle waren dabei möglichst geringe
Abgase, Staub- und Lärmemissionen
die zentralen Entscheidungsfaktoren
76 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
PORR / UMDASCH GROUP VENTURES
„Neben der bereits erfolgten Standorterweiterung
folgen weitere Ausbauschritte.
Die gesamte Zukunftsstrategie ist getragen
von einem gezielten Engagement für
Nachhaltigkeit“, betont CEO Gerald Hanisch,
im Bild vor einem RM 120X.
Foto: @ Baublatt.Österreich
für den neuen RM Next Brecher.
Anfang 2018 investierte Taha Zahir
bereits in seinen ersten RM 120GO!, der in
einer Halle in der Nähe von Tel Aviv
seither verlässlich Bauschutt für den
Straßenunterbau bricht. Die Auftragslage
stieg, weshalb im September 2020 der
neue RM 120X hybrid folgte, der sowohl
dieselelektrisch als auch rein elektrisch
betrieben werden kann. Neben der Option,
komplett dieselfrei zu brechen, überzeugte
die neue Rubble Master Innovation auch
durch ihre enorme Benutzerfreundlichkeit,
sowohl im Betrieb als auch während der
Instandhaltung und die hohe Effizienz.
Pro Tag werden damit nun ca. 1.000 t
Bauschutt – vermischt mit Plastik, Holz
und Textilien – nach Kfar Quasem
geliefert.
Das bewährte RM GO! Prinzip – welches
für intuitive Maschinenbedienung
und unkompliziertes Erreichen der
Maschinenkomponenten steht – wurde für
Next Maschinen weiter ausgebaut. Als
erster Brecher der Next Philosophie wird
beim RM 120X der Betreiber mithilfe
umfassender Mensch-Maschinen-Kommunikation
während des Brechvorganges
komplett aus der Gefahrenzone gehalten.
www.rubblemaster.com
Digitale Baulogistik-Plattform
P
orr und die Umdasch Group
Ventures treiben gemeinsam das
Thema der digitalen Baulogistik in
Europa voran und gründen dafür das
Joint Venture Sequello. Unter diesem
Namen entsteht eine digitale Baulogistik-Plattform,
die Kunden und
Lieferanten miteinander verbindet
und gleichzeitig größtmögliche
Datensicherheit bietet. „Mit Sequello
verfolgen wir eine gemeinsame Vision
und wollen eine Lösung präsentieren,
die zur digitalen Prozessoptimierung
innerhalb der Branche beiträgt“, sagt
Karl-Heinz Strauss, CEO der Porr.
Sobald Sequello Anfang 2022
erscheint, kann man Beton, Kies,
Sand und Schotter digital bestellen.
Außerdem hat man dann alle Lieferungen
im Überblick und kann
sämtliche Eingaben bis zur Rechnungsprüfung
durchführen – vollkommen
digital und vertraulich für
Bauunternehmen und Lieferanten.
Denn alle profitieren: Mit Sequello
spart man acht Minuten pro abgewickeltem
Beleg – bei beispielsweise
100.000 Belegen jährlich eine enorme
Zeitersparnis.
Zusätzlich zu den Basisfunktionen
soll das Software-Paket in naher
Foto: @ Shutterstock
Zukunft auch Lösungen zu Bautagebüchern,
Nachhaltigkeit und Qualitätsprüfung
enthalten. Im operativen
Bereich profitieren von Sequello alle
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als
ein nützliches Werkzeug für ihre
tägliche Arbeit. Aber auch andere
Stakeholder wie Auftraggeber,
Bauaufsicht und Behörden sollen
schrittweise in den Prozess eingebunden
werden.
„Sequello versteht sich als Plattform
– nicht als Marktplatz. Effizienzsteigerung
auf der Baustelle ist ein
Thema, das nur mit vereinten Kräften
angepackt werden kann. Sequello ist
die Idee einer ganzen Branche, nicht
einzelner Teilnehmer. Jedes Unternehmen
– auch der Mitbewerb – ist
daher herzlich eingeladen, sich aktiv
an der Plattform zu beteiligen“, betont
Wolfgang Litzlbauer, CEO der
Umdasch Group sowie deren Tochterunternehmen
Umdasch Group
Ventures. Viele namhafte Unternehmen
haben bereits ihr Interesse
bekundet, sich als strategische
Partner einzubringen.
www.sequello.com
www.porr-group.com
www.umdaschgroupventures.com
Sequello ist ein gemeinschaftliches Konzept zur Digitalisierung
von baulogistischen Kernprozessen.
BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2021
77
FUHRPARK
Gelungen – der neue
Renault Express ist ein
leichtes Nutzfahrzeug mit
äußerst attraktivem
Preis-/Leistungsverhältnis.
RENAULT EXPRESS 1.5 DCI 95
„Du entschuldige I kenn di“
D
er Titel dieser Geschichte kommt
Ihnen bekannt vor? Der Testkandidat
auf dem Bild auf den zweiten Blick auch?
Gratulation. Den Titel haben wir uns
kurzerhand von Peter Cornelius‘ Ohrwurm
aus dem Jahr 1982 ausgeborgt. In
dem Lied geht es zwar um das späte
Happy End einer Schulhofromanze, mit
der der Hauptdarsteller dieser Geschichte
genau genommen nicht wirklich etwas zu
tun hat. Die fünf Worte des Titels bringen
das Wesen des neuen Renault Express
jedoch kurz und bündig auf den Punkt. Er
ist nämlich in der Renault-Palette
tatsächlich neu, hat in den letzten Jahren
mit seinem Vorgängermodell unter
anderem Namen und eher abstrakt
wirkendem Firmenlogo aber schon mehr
als vorzeigbare Erfolge eingefahren. Was
wiederum durchaus der Grund sein
könnte, dass man der zweiten Generation
des prolongierten Verkaufsschlagers
kurzerhand den Rhombus auf Kühlergrill
und Lenkrad montiert hat. Das Ego des
kleinen Bruders des Renault Kangoo
Express (über den sie in einer unserer
nächsten Ausgaben mehr erfahren
werden) ist auf Anhieb vor allem eines:
von Grund auf sympathisch. Begonnen bei
seinen nicht nur kaufmännisch vernünftigen
Eckdaten: Ab 14.500 Euro (exkl.
MwSt.) gibt es einen herrlich einfach zu
bedienenden und gleichzeitig rund um
alltagstauglichen Lieferwagen.
Spritzig motorisiert
Mit dem von uns gefahrenen 95 Diesel-PS
darf sich der Renault Express zudem nicht
zu unrecht als durchtrainierter Amateursportler
fühlen. Die 594 kg Nutzlast
schultert der 1.333 kg schwere Neo-Franzose
mit links, was sich letztlich auch beim
Durchschnittsverbrauch positiv bemerkbar
machte (siehe Info-Box FACTS). Die
Handhabung des 6-Gang-Handschalters
ist exakt, dazu sind die Gänge perfekt auf
den eigentlich überschaubaren Hubraum
des Selbstzünders abgestimmt. Im Cockpit
des kompakten Nutzfahrzeuges matchen
sich Zweckmäßigkeit und ein willkommen
dezenter Hauch von Eleganz um die
Aufmerksamkeit des Chauffeurs. Die
Zweckmäßigkeit ist erwartungsgemäß im
Vorteil, allerdings dürfen auch die betont
eleganten Designelemente, wie z.B. das
optisch gelungene Multifunktionslenkrad
nicht unter den Tisch gekehrt werden.
Gleiches gilt für die dezenten Chromapplikationen
an der Fahrzeugfront. Noch kurz
zurück ins Cockpit: Bei der Haptik der
Materialien ist sicher noch Luft nach oben.
Aber: Wir sind in den letzten Monaten
Herzstück – der 1,5 l
Turbodiesel mit 95 PS
entpuppt sich im
Alltagsbetrieb als
quirliger Kerl, der
auch einiges
stemmen kann.
FACTS
Motor: 1,5 Liter Turbodiesel
70 kW (95 PS)
Eigengewicht: 1.333 kg
Nutzlast: 594 kg
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 685 kg/1.200 kg
Testverbrauch: 5,5 l/100 km
Grundpreis: 14.500,– Euro
(inkl. MwSt.)
+ preislich attraktiv positioniert
+ überzeugendes Gesamtkonzept
+ robuster Laderaumboden
- mit 1,77 m nicht sonderlich breit
- ohne Rückfahrkamera
- kein echtes Handschuhfach
deutlich teurere Autos mit deutlich
schlechter verarbeiteten Armaturenträgern
gefahren. Damit geht auch dieser
letzte Bewertungspunkt eindeutig an den
Renault Express.
Fazit: Der Namen hat sich geändert, der
Sympathiewert ist unverändert im
Steigflug.
Aufgeräumt – das Cockpit ist zweckmäßig
gestaltet und wird von dezenten Designelementen
angenehm aufgewertet.
Fotos: @ Baublatt.Österreich
78 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
FUHRPARK
MITSUBISHI ECLIPSE CROSS PHEV 2,4 4WD
Charmanter Etikettenschwindel
L
assen Sie sich vom Kennzeichen
unseres Testkandidaten nicht verwirren.
Auch wenn er mit W-STROM 1
durch die Gegend fährt, schlagen doch
zwei Herzen unter seiner Motorhaube.
Eines im Takt fossiler, das andere im Takt
erneuerbarer Energieträger. Aufmerksame
Zeitgenossen werden den facegelifteten
Mitsubishi Eclipse Cross jedoch auch ohne
Blick unter die Motorhaube relativ schnell
als Plug-in-Hybrid entlarven. Besitzt er
doch gleich zwei Tankdeckel, links und
rechts über den Hinterrädern. Um Ihnen
aus diesem Blickwinkel unnötige Spaziergänge
rund ums Auto zu ersparen: Der
43 l große Benzintank (mit einer extrem
langsamen Entlüftung) ist linkerhand
angeordnet. Nicht, dass Sie wie wir voller
Freude bei der Zapfsäule stehen, den
Tankdeckel öffnen und auf die Anschlüsse
für die Ladekabel blicken. Zu unserer
Schande müssen wir gestehen, dass der
Mitsubishi Eclipse Cross die 14 Tage unter
der Flagge der Baublatt.Österreich-
Redaktion nur wenige Tankstopps bei
einer Ladestation eingelegt hat. Was aber
daran liegt, dass unsere Standardladestation
gleich gegenüber unseres Stammkaffees
ist. 13,8 kWh Batteriekapazität bei
der 11 kWh-Ladesäule wären normaler
Weise ein gemütlicher Vormittagskaffee,
wobei die Betonung hier eindeutig auf
normaler Weise liegt.
FACTS
Leistung: 72 kW (98 PS) aus 2,4 l
Hubraum, 130 kW (177 PS) elektrisch
Eigengewicht: 1.951 kg
Sitzplätze: 4+1
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 750 kg/1.500 kg
Testverbrauch: 9,5 l/100 km
Grundpreis: 45.995,– Euro
(inkl. MwSt.)
+ alltagstauglicher Plug-in-Hybrid
+ argumentierbarer Preis
+ Sitzheizung auch im Fond
- langsame Tankentlüftung
- blechernes Türgeräusch
- schwache Heizleistung
Gib dem Kabelsalat keine Chance
Die Ladekabel finden praktischer Weise
unter dem aufklappbaren Boden des
Kofferraums Platz. Ladestopps bei voller
Beladung gehören so zwar geplant, der
sonst unvermeidbare Kabelsalat läuft
dafür in geordneten Bahnen. Was uns
wundert: der Kofferraumboden ist mit
Textillaschen fix mit dem Fahrzeug
verschraubt. Keine Chance also, ihn im
anstehenden Reinigungsfall einfach aus
dem Fahrzeug zu nehmen.
Im realen Alltagseinsatz lässt sich der
Mitsubishi Eclipse Cross realistisch mehr
als 30 km voll elektrisch fahren. Kurze
Wege laufen damit vollkommen emissionsfrei
ab. Der 98 PS starke Benziner geht
mit satten 2,4 l Hubraum an den Start.
Bei den wählbaren Fahrprogrammen liegt
es nahe, der Auswahlvariante „Eco“ den
Vorzug zu geben. Etwas nervig: Wird das
Fahrzeug neu gestartet, wechselt der Pkw
stets in den Modus „Normal“ zurück. In
der von uns gefahrenen Top-Ausstattungslinie
Diamond schlägt sich der Plug-in-
Hybrid mit 45.995,– (inkl. MwSt.) zu
Buche. Für das, was geboten wird, ein
Preis, der sich aus allen nur erdenklichen
Blickwinkeln vernünftig argumentieren
lässt.
Fazit: Spätestens jetzt ist es Zeit, die
Hemmschwelle zum Thema Plug-in-
Hybrid hinter sich zu lassen, und je nach
Laune vollelektrisch, kombiniert oder rein
mit fossiler Energie durch die Gegend zu
rollen.
Im Fokus – der facegeliftete
Mitsubishi Eclipse Cross zeigt
sich als absolut alltagstauglicher
Plug-in Hybrid.
Aufgeräumt – das Ladekabel findet
unter dem aufklappbaren Boden des
Kofferraums perfekt Platz.
Wegweiser – hinter dem rechten Tankdeckel
verstecken sich die Ladestecker
für den Elektrobetrieb.
BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2021
79
SERVICE
BÜCHER
TRANSPORT XXL
1. Auflage, November 2021; 176 Seiten
Bestell-Nr. 27219 (Buch); 39,00 Euro
Wenn Transporte die üblichen Maße um Längen überschreiten,
braucht es spezielles Know-how und eine sorgfältige
Planung. Das gerade im Huss-Verlag erschienene Handbuch
„Ladungssicherung bei Großraum- und Schwertransporten“
der Autoren RA Dr. Rudolf Saller und Wolfgang Neumann
richtet sich an Großraum- und Schwertransportunternehmen,
Spediteure, Polizeischulen, Verkehrsbehörden und
Sachverständige und hilft komplexe Transporte sicher,
professionell und effektiv durchzuführen. Der Inhalt
behandelt unter anderem die Themen: Genehmigungs- und
Erlaubnisverfahren für Großraum- und Schwertransporte;
Zivilrechtliche Behandlung von Großraum- und Schwertransporten; Sorgfaltspflichten
des Schwergutunternehmers; Ladung richtig sichern – Rechtsgrundlagen;
Arbeitssicherheit, Verwaltung und Prüfung von Zurrmittel, RFID;
Normen, Richtlinien und Sachverstand; Transportprozessplanung; Die
Einbindung von Sachverständigen in die Transportprozessplanung; Versicherungsschutz
von Sachverständigen; VDI Richtlinien; Grundsätzliche physikalische
Verhaltensweisen; Wirkrichtungen der Beschleunigungskräfte;
Mögliche Folgen ohne ausreichende Sicherung; Einflüsse der klimatischen
Bedingungen; Verhalten von Ladung und Fahrzeugen im Fahrbetrieb;
Erforderliche Kettenkonfigurierung bei statistisch überbestimmten Lasten;
Bildung einer ausreichenden Ladeeinheitenstabilität. „Ladungssicherung bei
Großraum- und Schwertransporten“ ist im Huss-Shop erhältlich:
www.huss-shop.de
LE CORBUSIER
816 Seiten; 170 Abbildungen, November 2021
ISBN 978-3-86922-476-3; 48,00 Euro
„Le Corbusier. Architekt, Künstler, Theoretiker“ ist die erste umfassende
Biografie eines der einflussreichsten Architekten des 20. Jahrhunderts.
Anhand einer Fülle von privaten Briefen zeichnet der amerikanische
Kulturhistoriker Nicholas Fox Weber den schillernden Lebens- und Schaffens-
NEU: LECTURA Analytics
jetzt registrieren & kostenlos testen
www.lectura-analytics.com
weg des schweizerischfranzösischen
Architekten
nach. Keine der bislang
über 400 Monografien
über das Werk Le Corbusiers
lieferte zuvor eine
umfassende Beschreibung
seines gesamten Lebens,
die den Menschen in den
Mittelpunkt stellt.
Le Corbusier wollte mit
revolutionären Wohnkonzepten
eine bessere Gesellschaft schaffen. Als Gallionsfigur der
Moderne war er passionierter Gegner der herkömmlichen, von der
Industrie geprägten Stadt der Jahrhundertwende mit ihren
beengten Verhältnissen. Stattdessen träumte er von großen
lichtdurchfluteten Wohnhäusern in parkähnlicher Umgebung, die
sämtliche neuen Techniken der Gegenwart ausnutzten. Hierfür
schienen ihm fast alle Mittel recht. Eines seiner kühnsten Projekte
sah sogar den Abriss eines Großteils von Paris vor. Am Ende steht
ein differenziertes Bild des so streitbaren wie visionären Künstlers,
der in seinem Facettenreichtum kaum zu fassen ist: mitfühlend und
egoistisch, opportunistisch und kompromisslos, kalkulierend und
poetisch.
www.dom-publishers.com
BAUENTWURFSLEHRE
Ernst Neufert; Springer Fachmedien Wiesbaden
ISBN 978-3-658-34236-4; 133,63 Euro
Die 43. Auflage des Standardwerks für den Bauentwurf wurde
inhaltlich und grafisch weiter überarbeitet und aktualisiert. Einen
Schwerpunkt bildet dabei die Thematik des nachhaltigen und
ressourcenschonenden Planens und Entwerfens, wie das materialgerechte
Entwerfen und Bauen und
die daraus resultierenden Maßund
Konstruktionsabhängigkeiten.
Folgende Themen wurden stark
aktualisiert oder neu aufgenommen:
Gebäudenenergiegesetz
(GEG), Entwerfen und Brandschutzkonzepte,
Treppen (aktualisierte
DIN 18065), Eingangssituationen
Wohnungsbau, Foyersituationen im
Schulbau, Elektrotankstellen,
Küchen- und Ausgabekonzepte in
der Gastronomie, Tiny Houses,
Newsroom, Tierhaltung und
Imkerei. Die Informations- und
Wissensvermittlung wurde seit der 42. Auflage um eine neue Ebene
erweitert: In 15 Architektenvideos, die aus dem Buch heraus mit
einem QR-Code oder über die Eingabe der URL abgerufen werden
können, äußern sich Architekten und Architektinnen zu neufertspezifischen
Themen und schildern ihre individuellen Strategien
und Herangehensweise an eine Entwurfsaufgabe. So wird der
Entwurfsprozess greifbar und anschaulich.
www.springer.com
80 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: Christian Fischbacher Photography
Der Wintersportort
Filzmoos, mitten in der
Salzburger Sportwelt
sowie der bekannten Ski
amadé gelegen, beeindruckt
nicht nur mit dem
Charme des kleinen Bergdorfes.
Die neue moderne
6er-Sesselbahn „sixpack
Mooslehen“ sorgt dafür,
dass mehr Zeit fürs
Skifahren bleibt.
Filzmoos steht bei Wintersportlern
hoch im Kurs.
Grund dafür ist die tiefverschneite
Landschaft, die
einem Wintermärchen
gleicht, sowie ausreichend
Platz auf bestens präparierten
Pisten und eine Höhenloipe,
die ihresgleichen
sucht.
T
iefverschneite Winteridylle, ein
atemberaubendes Bergpanorama,
perfekt präparierte Pisten und hohe
Schneesicherheit. Hüttenzauber, Après-Ski
und feine Kulinarik sowie nettes Liftpersonal
und freundliche Gastgeber: Filzmoos
hat alles, was leidenschaftliche Wintersportler
suchen. Dabei kommen gerade
Skifahrer und Boarder auf den rund 20
bestens präparierten Pistenkilometern voll
auf ihre Kosten. Hier lässt sich ungestört
eine Spur in den Schnee ziehen, jeder hat
ausreichend Platz für coole Kurven und es
gibt kaum Warteschlangen am Lift. Ab der
kommenden Saison findet man hier in
KURZURLAUB VON DER BAUSTELLE
Einzigartiges Ski- und
Langlauf-Erlebnis in Filzmoos
Filzmoos tatsächlich ein einzigartiges
Skierlebnis sowie ein außergewöhnliches
Langlauf-Eldorado vor. Besonderes Extra
für die Ski-Gäste sind einige Innovationen
im kleinen aber feinen Skigebiet am Fuße
der Bischofsmütze.
Ein besonderes Highlight in diesem Winter
ist die neue 6er-Sesselbahn „sixpack
Mooslehen“, deren Fertigstellung viele
leidenschaftliche Skifahrer, Snowboarder
und Winterwanderer kaum erwarten
konnten. Die offizielle Eröffnungsfeier ist
zum voraussichtlichen Saisonstart am 17.
Dezember 2021 geplant. Der sixpack ist
nicht nur eine architektonisch gelungene
Innovation, sondern erweitert das einzigartige
Skierlebnis in Filzmoos im Herzen der
ski amadé. Daneben ist die Höhenloipe am
Roßbrand seit vielen Jahren ein beliebtes
Ausflugsziel für Winterwanderer und
Langläufer, die hier oben einen besonders
idyllischen Aufenthalt genießen.
Neben dem einzigartigen Panorama
begeistert ab dieser Wintersaison das neue
Langlaufhaus die Loipenbesucher. So
entstand hier am Roßbrand eine innovative
Langlauf-Trainingsbasis, wo man
einen Inforaum, eine Umkleide, Toiletten
und abschließbaren Stauraum vorfindet.
Die bereits umgesetzte Streckenverlängerung
der Langlauf-Loipe ermöglicht nun
die Nutzung von verschiedenen Routen
(Höhenloipe gesamt 16 km, davon 12 km
rote Loipe und 4 km blaue Loipe). So ist ein
Angebot für alle gegeben – vom Anfänger
bis hin zum Profi – und das Langlauf-Eldorado
auf über 1.700 Höhenmetern perfekt.
Die offizielle Saison soll von 17. Dezember
2021 bis Ostermontag, 18. April 2022
laufen. In diesem Sinne freut sich das
ganze Team der Bergbahnen Filzmoos auf
zahlreiche Wintergäste und ist sich einig:
„Filzmoos ist mehr als nur schön!“
www.filzmoos.at
BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2021
81
SERVICE
KURZURLAUB VON DER BAUSTELLE
Viele royale Momente für Kings und Queens
Was es braucht, um die urlaubenden Kings und Queens von heute zufrieden zu
stimmen? Eine ordentliche Portion Stil und Komfort, das steht fest. Dazu die Wahl
zwischen drei Skigebieten, viele Möglichkeiten für Aktivitäten abseits der Piste,
Lifestyle Spa und jede Menge Gaumenfreuden: mit so viel royalem Ambiente
verwöhnt das Vier Sterne Kosis Sports Lifestyle Hotel im Zillertal seine Gäste.
E
iner darf im Vier Sterne Kosis Sports
Lifestyle Hotel allerdings nicht
mitspielen: der Alltag. Den können die
Gäste schon an der Rezeption hinter sich
lassen und es sich in einem der 70 außerordentlich
stylischen Zimmer und Suiten
gemütlich machen. Eine Aufgabe, die dank
schickem Interieur, grandioser Aussicht
und geschmackvollen Details, wie Kamin
und freistehender Badewanne, nicht allzu
schwerfällt. Dazu garantiert das Kosis
Lifestyle Spa mit Biosauna, finnischer
Erlebnissauna, Sole-Dampfbad und
Fitnessraum Wellnessmomente vom
Feinsten.
Von A wie abendliche Fackelwanderung
bis Z wie das zeitlose Rodelvergnügen:
Weil es einen im schönen Zillertal nicht
lange drinnen hält, geht es dann auch
schon daran, die magische Winterwelt
rund ums Haus zu entdecken. Für das
tägliche Skivergnügen dürfen Gäste gleich
zwischen drei Skigebieten – dem Spieljoch,
Hochfügen und Hochzillertal – wählen.
Damit bleiben, was das Wedeln angeht,
schon einmal keine Wünsche offen. Und
abseits der Piste ist die Aktivitätenliste
für bewegungslustige Royals mindestens
genauso lang: Da heißt es Glühweinschlürfen
vorm Kosis Gartenhaus,
Schwimmen in der Erlebnistherme
Zillertal, Eislaufen, sich von Profis (auf
Skiern oder Schneeschuhen) durch die
glitzernde Landschaft führen lassen und,
und, und – im Hause Kostenzer lebt man
eben gern sportlich. Und als Gast lässt
man sich da nur zu gern mitreißen. Für
Kosis Gäste gibt es außerdem tolle
Vergünstigungen in der hauseigenen
Skischule sowie beim Skiverleih.
Natürlich braucht der aktive Wintertag
auch den passenden Abschluss. In Form
eines gepflegten Gläschen Weins vor dem
knisternden Kaminfeuer zum Beispiel. Die
Kosis Fun Food Bar lädt nach der Pistengaudi
zum Diskistif mit angesagten Beats
und köstlichem Fingerfood. Apropos
köstlich – wie es sich für echte Royals
gehört, wird Kosis Gästen auch kulinarisch
jeden Abend die Wahl gelassen.
Neben der Kosis Fun Food Bar wartet
nämlich auch das Kosis Wine & Dine
darauf, seine anspruchsvollen Besucher zu
verwöhnen. Mit Gerichten, die sich nicht
nur im heimischen Tirol, sondern auch
international sehen (und schmecken)
lassen können.
www.hotel-kosis.at
Jeden Abend ein paar unvergessliche
Gaumenfreuden und ein abwechslungsreiches
Programm, das mal im
kuscheligen Bademantel, mal im
wärmenden Winter-Outfit stattfindet
– im Vier Sterne Kosis Sports Lifestyle
Hotel in Fügen werden die Gäste zu
Kings und Queens.
82 DEZEMBER 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
ELEKTRO-UMSCHLAGBAGGER
MH24
ELEKTROANTRIEB: SAUBER. LEISE. SCHNELL. STARK. FEINFÜHLIG.
Für Einsätze, bei denen es vor allem auf hohen Materialumsatz und niedrige Betriebskosten ankommt, hat Zeppelin in enger
Zusammenarbeit mit Caterpillar zwei Umschlagbagger, den MH22 und MH24 mit Elektroantrieb und Kabelanschluß entwickelt.
• Elektro-Umschlagbagger erzeugen keinerlei Abgase, Funkenflug und kaum Abwärme. Damit bieten sie einzigartige Betriebsvorteile
im Halleneinsatz, beim Handling entzündungsgefährdeter Güter oder in vielen anderen umweltsensiblen Bereichen.
• Schleppkabel oder Kabeltrommel erweitern ihren Arbeitsbereich.
• Für den schnellen Ortwechsel ist optional eine dieselhydraulische Verfahrlösung, komplett im Oberwagen integriert, verfügbar.
zeppelin-cat.at
WOODCRACKER ®
Serie
Der Profi unter den Fällgreifern
Die Baumschere zur sicheren Ernte von Bäumen und Sträuchern.
7 t bis 30 t
max. 60 cm
• vier verschiedene Größen
• mit jedem Standardbagger kompatibel
• starker Greifer für sicheren Halt
• langlebiges und hochfestes Messer
• optional: Sammelgreifer mit Schnellwechslersystem,
Autospeed, endlos drehbarer Tiltator oder Power-Tiltator
mehr zu den effizienten Forsttechnikmaschinen von Woodcracker ®
0 7277 27730 office@westtech.at www.westtech.at