MutundLiebe 56/2025 Engagiert für Offenbach
Liebe Leserinnen und Leser, „Offenbach wartet nicht – Offenbach macht", so treffend schreibt Tobias Müller in seinem Statement zum Thema Ehrenamt (S. 48). Neben seinen tollen Kuchenrezepten erstellt der Kuchenbäcker auch in jeder Mut&Liebe Ausgabe eine lesenswerte Kolumne zum jeweiligen Thema. Engagement und Ehrenamt gehören zur Offenbach-DNA, viele aktive Bürger:innen engagieren sich und halten die Stadt am Laufen. Im Sport, der Kultur, in sozialen Bereichen, der Umwelt, aber auch in Politik und Wirtschaft, vieles funktioniert nur, weil Menschen ehrenamtlich mit anpacken und mitgestalten. Viele gesellschaftliche Aufgaben lassen sich ohne freiwilliges Engagement garnicht bewältigen. Als eine persönliche Bereicherung, Horizonterweiterung und aktive gesellschaftliche Teilhabe beschreiben die Ehrenamtlichen ihren Einsatz, der dazu auch viel Spaß und Freude bringt. Aber auch: „Es ist entscheidend, sich zu engagieren … um Klartext zu sprechen und Demokratie aktiv zu leben." (S. 32, Gertrud Umminger, vom Seniorenrat). Unser Blick auf die verschiedenen Projekte und Menschen in dieser Ausgabe steht nur beispielhaft für die vielen Engagierten in der Stadt und zeigt nur einen kleinen Ausschnitt. Vielleicht finden Sie eine Anregung oder Idee für ein eigenes Engagement. Bunt und vielfältigt zeigen sich auch die zahlreichen Veranstaltungen im Kulturprogramm im Herbst. Die Rumpenheimer Kunsttage am 20. und 21. September verwandeln den idyllische Stadtteil wieder in ein Künstlerdorf. Im Schlosspark und in ihren Ateliers präsentieren 40 Künstler:innen ihre Arbeiten und in der Schlosskirche wird die Rauminstallation des diesjährigen DIANA Kunst.Preis-Trägers zu sehen sein. 150 Designer:innen und Kreative aus ganz Deutschland sind beim 38. Offenbacher Sammelsurium am 8. und 9. November in der Offenbacher Stadthalle live zu erleben und laden ein zu einem Wochenende voller Begegnungen, Ideen und handgefertigter Schätze. Auch die Offenbacher Museen bieten neben ihren interessanten Ausstellungen ein vielfältiges Programm mit Führungen, Workshops, Konzerten… es gibt viel zu entdecken. Dann viel Spaß und Inspiration mit Mut&Liebe Petra Baumgardt, Wolfgang Malik und das Mut&Liebe Team
Liebe Leserinnen und Leser,
„Offenbach wartet nicht – Offenbach macht", so treffend schreibt Tobias Müller in seinem
Statement zum Thema Ehrenamt (S. 48). Neben seinen tollen Kuchenrezepten erstellt
der Kuchenbäcker auch in jeder Mut&Liebe Ausgabe eine lesenswerte Kolumne zum
jeweiligen Thema.
Engagement und Ehrenamt gehören zur Offenbach-DNA, viele aktive Bürger:innen
engagieren sich und halten die Stadt am Laufen. Im Sport, der Kultur, in sozialen
Bereichen, der Umwelt, aber auch in Politik und Wirtschaft, vieles funktioniert
nur, weil Menschen ehrenamtlich mit anpacken und mitgestalten. Viele
gesellschaftliche Aufgaben lassen sich ohne freiwilliges Engagement
garnicht bewältigen. Als eine persönliche Bereicherung, Horizonterweiterung
und aktive gesellschaftliche Teilhabe beschreiben die
Ehrenamtlichen ihren Einsatz, der dazu auch viel Spaß und Freude
bringt. Aber auch: „Es ist entscheidend, sich zu engagieren … um Klartext
zu sprechen und Demokratie aktiv zu leben." (S. 32, Gertrud Umminger,
vom Seniorenrat).
Unser Blick auf die verschiedenen Projekte und Menschen in dieser Ausgabe
steht nur beispielhaft für die vielen Engagierten in der Stadt und zeigt
nur einen kleinen Ausschnitt. Vielleicht finden Sie eine Anregung oder Idee für
ein eigenes Engagement.
Bunt und vielfältigt zeigen sich auch die zahlreichen Veranstaltungen im Kulturprogramm
im Herbst. Die Rumpenheimer Kunsttage am 20. und 21. September verwandeln
den idyllische Stadtteil wieder in ein Künstlerdorf. Im Schlosspark und in ihren
Ateliers präsentieren 40 Künstler:innen ihre Arbeiten und in der Schlosskirche wird die
Rauminstallation des diesjährigen DIANA Kunst.Preis-Trägers zu sehen sein.
150 Designer:innen und Kreative aus ganz Deutschland sind beim 38. Offenbacher
Sammelsurium am 8. und 9. November in der Offenbacher Stadthalle live zu erleben
und laden ein zu einem Wochenende voller Begegnungen, Ideen und handgefertigter
Schätze.
Auch die Offenbacher Museen bieten neben ihren interessanten Ausstellungen ein vielfältiges
Programm mit Führungen, Workshops, Konzerten… es gibt viel zu entdecken.
Dann viel Spaß und Inspiration mit Mut&Liebe
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56
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SEPTEMBER/OKTOBER/NOVEMBER 2025
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MUT&LIEBE / GUDE /
Liebe Leserinnen und Leser,
„Offenbach wartet nicht – Offenbach macht", so treffend schreibt Tobias Müller in seinem
Statement zum Thema Ehrenamt (S. 48). Neben seinen tollen Kuchenrezepten erstellt
der Kuchenbäcker auch in jeder Mut&Liebe Ausgabe eine lesenswerte Kolumne zum
jeweiligen Thema.
Engagement und Ehrenamt gehören zur Offenbach-DNA, viele aktive Bürger:innen
engagieren sich und halten die Stadt am Laufen. Im Sport, der Kultur, in sozialen
Bereichen, der Umwelt, aber auch in Politik und Wirtschaft, vieles funktioniert
nur, weil Menschen ehrenamtlich mit anpacken und mitgestalten. Viele
gesellschaftliche Aufgaben lassen sich ohne freiwilliges Engagement
garnicht bewältigen. Als eine persönliche Bereicherung, Horizonterweiterung
und aktive gesellschaftliche Teilhabe beschreiben die
Ehrenamtlichen ihren Einsatz, der dazu auch viel Spaß und Freude
bringt. Aber auch: „Es ist entscheidend, sich zu engagieren … um Klartext
zu sprechen und Demokratie aktiv zu leben." (S. 32, Gertrud Umminger,
vom Seniorenrat).
Unser Blick auf die verschiedenen Projekte und Menschen in dieser Ausgabe
steht nur beispielhaft für die vielen Engagierten in der Stadt und zeigt
nur einen kleinen Ausschnitt. Vielleicht finden Sie eine Anregung oder Idee für
ein eigenes Engagement.
Bunt und vielfältigt zeigen sich auch die zahlreichen Veranstaltungen im Kulturprogramm
im Herbst. Die Rumpenheimer Kunsttage am 20. und 21. September verwandeln
den idyllische Stadtteil wieder in ein Künstlerdorf. Im Schlosspark und in ihren
Ateliers präsentieren 40 Künstler:innen ihre Arbeiten und in der Schlosskirche wird die
Rauminstallation des diesjährigen DIANA Kunst.Preis-Trägers zu sehen sein.
150 Designer:innen und Kreative aus ganz Deutschland sind beim 38. Offenbacher
Sammelsurium am 8. und 9. November in der Offenbacher Stadthalle live zu erleben
und laden ein zu einem Wochenende voller Begegnungen, Ideen und handgefertigter
Schätze.
Auch die Offenbacher Museen bieten neben ihren interessanten Ausstellungen ein vielfältiges
Programm mit Führungen, Workshops, Konzerten… es gibt viel zu entdecken.
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Dann viel Spaß und Inspiration mit Mut&Liebe
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IMPRESSUM
MUT&LIEBE – Stadtmagazin Offenbach am Main
V.i.s.d.P: Petra Baumgardt und Wolfgang Malik GbR
Magazin Mut&Liebe, Brinkstr. 47, 63069 Offenbach
Tel.: 069 854541, Mail: info@mutundliebeoffenbach.de
www.mulionline.de
Redaktion: Petra Baumgardt, Wolfgang Malik
Layout: Petra Baumgardt • www.grafikdesign-baumgardt.de
Fotos: wie jeweils angegeben oder Rechte bei den
jeweiligen Personen
Titel: © Ghost Friend –, NATALIA – AdobeStock.com
Kostenlose Auslage im ganzen Stadtgebiet, u.a.:
OF InfoCenter, Gastronomie, Jugend- & Kulturstätten, vhs,
Buchläden, Museen, Stadtbücherei, Einzelhandel, Rathaus,
Wochenmarkt
Nächste Ausgabe: 1. Dezember 2025
(Anzeigenschluss: 16.11.2025)
Die Veröffentlichung von Veranstaltungsterminen erfolgt ohne
Gewähr. Nachdruck ist nur mit schriftlicher Genehmigung der
Herausgeber gestattet. Für Druck- und Satzfehler besteht keine
Haftung.
Druck: Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG,
Die Verwendung einer gendergerechten Schreibweise wird von
Frankfurt, Auflage: 4.000 St.
den Autor:innen unterschiedlich gehandhabt. Grundsätzlich sind
Menschen aller Geschlechtsidentitäten gemeint.
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025 3
THEMA
6 Ehrenamt – eine Bereicherung. Ein Gespräch mit
Ilka Mottscheller
10 Engagiert für die Selbsthilfe – 40 Jahre AG-SHGiG
und 35 Jahre Selbsthilfebüro
14 Ich weiß, was es bedeutet sich fremd zu fühlen –
Integrationslots:innen helfen Neuankömmlingen
16 Hier geht es um Engagement – das Freiwilligenzentrum
Offenbach e.V.
18 Offenbach ist das hessische Zentrum für freiwilliges
Engagement
20 Netzwerker aus Leidenschaft – Winfried Männche
22 Ohne Mut und Liebe & ohne Förderung kein Ehrenamt
25 Sterben, Tod und Trauer sind Teil des Lebens
27 Ehrenamtliche bei der IHK Offenbach – unverzichtbar
für die Wirtschaftsregion
30 Sport und Ehrenamt
32 Seniorenrat Offenbach
35 255 Jahre Apotheke zum Löwen – 40 Jahre Glockenspiel
36 Gelebte Inklusion: Brazilian Jiu Jitsu im BC Nordend
40 Innovatives Projekt #ZusammenWachsen in Offenbach
KINDER
20. & 21.09.
2025 //
12–18 UHR
44 Kinderseite
45 Kindertheater
Oben von links: Gesundheitscafé © FzOF, Freiwilligenzentrum © FzOF,
darunter: Rainer Marx (AG-SHGiG), Tom Schüler (Selbsthilfebüro) © P. Baumgardt
4
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
GOURMET
46 Neu auf dem Wochenmarkt: Pure – kaltgepresste Säfte & Co
48 Süßes aus dem Netz: Apfelkuchen mit Marzipan
KUNSTWERK
50 Zollamt Positions 3
51 Neue Künstlerheimat(en) in Aussicht – was kommt
nach den Zollamtsstudios?
53 Ausstellungen: Galerie Sight und Kunst im Turm
54 Ausstellung in der Galerie Artycon:
Morag Hall – LONDONEYE street photography
60 Kunsttage Rumpenheim
63 BOK Galerie im Kulturkarrée
64 Bücherfest Offenbach RheinMain
SEHENSWERT & HÖRBAR
66 Die Offenbacher Oper ist wieder da
68 Riviera Festival 2025
72 Filmtipps
74 Infos der Stadt Offenbach
76 Auswahl aus den Museen
79 Cartoon von Leonore Poth
Oben links: Martin Wilhelm, Winfried Männche, Katja Werner
© Die Bürrgerstiftung Offenbach, Bernd Georg
Oben rechts: PURE © Ingrid Walter
links: Riviera-Festival © Catnapp by Keyi Studio
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
5
MUT&LIEBE / THEMA /
Vom Diner in weiß zum Frauennetzwerk
Später, als die Kinder schon fast erwachsen waren,
begann sie sich im Frauennetzwerk zu engagieren.
Konstanze Schneider, die die „Frauen für Offenbach“
gegründet hatte, fragte bei ihr für Bänke und Tische
an. Das war 2013 als das „Diner en blanc“ am Reichsehrenamt
– eine bereicherung
ein gespräch mit ilka mottscheller
von Ingrid Walter
Wer trägt das schillerndste Kostüm beim Bürgeler Faschingsumzug?
Wer singt bei einer Ausstellungseröffnung „Ich war noch
niemals in New York“ und wer backt für den Neujahrsempfang der
Klingspor Freunde die beste Quiche? Ja, man sieht sie an vielen Orten
und in unterschiedlichen Positionen – denn Ilka Mottscheller hat gleich
drei Ehrenämter im Kulturbereich inne und ist außerdem im Netzwerk „Frauen
für Offenbach“ aktiv. „Für mich ist das Ehrenamt eine Bereicherung. Man kann in andere
Sparten hineinschauen und entdeckt neue Talente an sich“, sagt Ilka Mottscheller, die erste
Vorsitzende des Bundes Offenbacher Künstler e. V. (BOK), aktives Mitglied bei Vereinigung
der Freunde des Klingspor Museums e.V. und in der Ranzengarde 1904 Bürgel e.V. –
dem alteingesessenen Karnevalsverein im Stadtteil.
Wie alles mit der Ranzengarde begann
Vor 25 Jahren war Ilka, ein Nordlicht aus Bremerhaven,
noch neu in Bürgel. Nach einer Zwischenstation
in München, wo sie ihren Mann Frank tatsächlich auf
dem Oktoberfest kennenlernte, zog sie von der Isar an
den Main. Bald hatte sie selbst zwei Töchter und wurde
in das neu gegründete Team der Kindersitzung berufen.
In diesem Jahr kam es mit „König der Löwen“ auf
die Bühne und eroberten schnell die Zuschauerherzen.
„Dafür habe ich nachts das Schild gemalt, in der Originalschrift“,
erinnert sie sich und weiß aus Erfahrung,
dass Ehrenämter manchmal Sondereinsätze fordern.
Die Kindersitzung besteht aus Tanznummern, Vorträgen
und den „Miniröchlern“, die traditionell die Abschlussnummer
bilden. An der Vereinsarbeit mit den
Kindern, gefällt Ilka besonders, dass man sehen kann,
wie die kleinen Akteure an ihren Aufgaben wachsen.
Außerdem ist sie Mitglied der Raga-Frauen, die in
besonders auffälligen Kostümen den Bürgeler Faschingsumzug
bereichern und bei den Elfen, die seit
einigen Jahren den Elferrat in der zweiten Halbzeit
der Gala-Sitzung ablösen.
Ausstellungeröffnung Felicitas Arndt und Kimlotte Stöber
im BOK. Rechts: Ilka Mottscheller © BOK
6 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
MUT&LIEBE / THEMA /
tag in Bürgel stattfinden sollte. Durch ihre Tätigkeit
bei der Raga wurde Ilka zur Kooperationspartnerin für
das schöne Event. Es war schon beim ersten Mal ein
voller Erfolg und Konstanze überredete Ilka ins Planungsteam
des Frauennetzwerks zu kommen. „Durch
die Frauen lernte ich Offenbach kennen. Denn durch
die Kinder war ich meist nur in Bürgel und kannte die
Stadt noch nicht richtig“. In der Folgezeit organisierte
sie einige Diskussionsrunden „Frauen und Erfolg“ mit
Konstanze, führte Interviews mit den Kandidatinnen
und schlug welche für die Runde vor, wie beispielsweise
Eleni, die Chefköchin des Restaurants Mainpromenade
in Bürgel. Bei der Podiumsdiskussion, die
im deutsch-türkischen Freundschaftsverein stattfand,
stellte sie die Köchin, die eine spannende Ankunftsgeschichte
in Offenbach hat, vor. „Ich wollte nicht einfach
meine Rede vom Blatt ablesen und habe ein lockeres Gespräch
mit Eleni geführt“, erzählt sie. Irgendwann hat
mich Konstanze gefragt, ob ich das Amt der Vorsitzenden
übernehme. Inzwischen ist Ilka im Planungsteam
des Netzwerks mit Viola Schwenke und sieben anderen
Frauen aktiv.
Durch ihre Aktivitäten mit den Frauen war sie oft im
Klingspor Museum, besuchte regelmäßig den dortigen
Neujahrsempfang. Das Thema Buch- und Schriftkunst
faszinierte sie von Anfang an – und die Menschen, die
in der Vereinigung der Freunde des Klingspor Museums
aktiv sind, beeindruckten sie. „Barbara und Dieter
fand ich cool“, gibt sie offen zu. Barbara Levi-Wach ist
1. Vorsitzende des Vereins, der die Arbeit des gleichnamigen
Museums fördert und ein zusätzliches Veranstaltungsprogramm
auf die Beine stellt. Durch die
Vereinigung können auch viele wunderbare Bücher
für das Museum angeschafft werden.
Nacht der Museen mit den Freuden des Klingspormuseums.
© Dorothea Ader
Kunst als politischer Impuls
Gleich in nächster Nachbarschaft hatte Konstanze
Schneider (damals 1. Vorsitzende) für den BOK eine
neue Heimat gefunden, der von einem kleinen Atelier
in den Zollamtstudios in einen hellen offenen Galerieraum
ziehen konnte. Ilka ging oft zu den Vernissagen
des BOK und begeisterte sich immer mehr für bildende
Kunst. „Der Funke der Kunst kam über Konstanze“, erzählt
sie. „Es macht mir viel Spaß, mich mit unterschiedlichen
Künstlern zu beschäftigen, das fordert das Denken
heraus.“ Und ergänzt: „Wenn man die Geschichten hinter
der Kunst kennenlernt, dann ändert sich der Blickwinkel.“
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
7
MUT&LIEBE / THEMA /
Für sie ist Kunst auch immer politisch, weil Kunst
zeigt, wie die Menschen untereinander denken – und
was die große Politik oft im Gegensatz dazu unternimmt.
Kunst könne zwar nicht die Welt verändern,
aber sie könne anregen zu reflektieren. „Kunst kann
wachrütteln“, ist sie überzeugt. Und der Mensch brauche
außerdem Schönheit als positiven Effekt für sein
Leben. Wenn eine Ausstellung vorbei ist, bleibt sie
gern mit den Künstlerinnen und Künstlern in Kontakt,
was sie als bereichernd empfindet. Inzwischen kommen
sie sogar von weiter her.
Das ist auch ein Erfolg für den im nächsten Jahr hundertjährigen
Verein, den sie mitträgt. Ihr Ziel ist es
unter anderem auch, sich im BOK dafür einzusetzen,
dass Künstler Honorare bekommen, wenn sie ausstellen.
Die Organisatoren in einem Kunstverein seien oft
selbst Künstler*innen – und die allermeisten haben
neben der Kunst noch einen sogenannten Brotjob,
mit dem sie ihren Lebensunterhalt bestreiten. „Künstler
übernehmen oft Ehrenämter“, weiß Ilka – oft sogar
zwei. Sie gestalten Einladungskarten, kümmern sich
um Pressearbeit etc. Ohne die ehrenamtlichen Helferinnen
und Helfer gäbe es keine Ausstellungen.
„Unser Anliegen ist es auch, die Kunst in Offenbach
sichtbar zu machen. Deshalb bin ich dankbar, ein Teil
dieses wunderbaren Vereins mit seiner hundertjährigen
Historie zu sein.“
Attraktionen und Kulinarik auf dem Bürgeler Markt am 21. September
Gewerbeverein Bürgel aktiv e. V. organisiert einen Festtag für alle
Die komplette Langstraße ist bereits ab 7 Uhr für den
Verkehr gesperrt, die Buslinie 101 Richtung Rumpenheim
wird über den Mainzer Ring umgeleitet.
Für Unterhaltung, Shopping-Erlebnisse und das
reiche kulinarische Angebot sorgen die Bürgeler
Gewerbetreibenden.
Am Sonntag, den 21. September, lädt der Bürgeler
Markt wieder zum bunten Treiben ein: Von 11 bis
18 Uhr warten über 60 originelle Stände entlang der
Langstraße auf große und kleine Besucher. Der Gewerbeverein
Bürgel aktiv e. V. hat ein abwechslungsreiches
Programm organisiert, bei dem alle auf ihre
Kosten kommen. Oberbürgermeister Felix Schwenke
eröffnet um 12 Uhr wie üblich den Bürgeler Markt.
Danach kann man bei der Ranzengarde am Glücksrad
drehen, T-Shirts bemalen oder am Stand der EVO
lustige Tiere aus Ballons zaubern. Für das leibliche
Wohl gibt es fast alles, was das Herz begehrt, von
Kaffee und Kuchen über Pizza und feine Suppen
beim BioEck.
Kulinarische Highlights
Bei Mein Lieblingsbrot wird die beliebte selbstgemachte
Pizza angeboten, dazu kann man sich
ein selbstgebrautes Bier bei Franks Getränkewelt
schmecken lassen. Das BioEck serviert feine
selbstgekochte Suppen, Salate sowie Kaffee und
Kuchen – alles frisch und „bio“. Seit Jahren können
Besucher:innen beim Schaukeltern mit Äpfeln und
Birnen von Kantyba, die extra von der Ronneburg
kommen, zusehen und erfrischenden Süßen trinken.
Außerdem gibt es frischgebackene Kartoffelpuffer,
Brat- und Rindswurst, Cocktails und Apérol Spritz.
(Ingrid Walter)
Weitere Infos: www.buergel-aktiv.de
8
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
MUT&LIEBE / THEMA /
DER Markt für Mode,
Kunst & Handwerk
Über 150 ausgesuchte Kreative aus ganz
Deutschland zeigen handgefertigte Mode,
Schmuck, feines Porzellan, Buchunikate,
Marionetten, Skulpturen, Malerei und
Upcycling-Design. Manches entsteht direkt
am Stand, man kann den Ausstellenden
über die Schulter schauen. Jeder Stand bietet
neue Ideen und handgefertigte Schätze –
für ein Wochenende voller Inspiration und
überraschender Entdeckungen ...
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SAMMELSURIUM
9
MUT&LIEBE / THEMA /
Rainer Marx (l.) und Tom Schüler
© P. Baumgardt
engagiert für die selbsthilfe
40 jahre AG-SHGiG & 35 jahre selbsthilfebüro
In den schönen, neuen Räumen des Selbsthilfebüros des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in
der Berliner Straße 219 sprechen wir mit Tom Schüler und Rainer Marx, zwei Urgesteinen der
Selbsthilfearbeit in Offenbach. In diesem Jahr feiert das Selbsthilfebüro 35-jähriges und die
Arbeitsgemeinschaft der Selbsthilfegruppen im Gesundheitsbereich (AG-SHGiG) 40-jähriges
Jubliäum. Praktisch von Anfang an dabei, haben beide mit ihrem professionellen und ehrenamtlichen
Engagament im Selbsthilfebereich in Offenbach viel bewegt. Tom Schüler ist Leiter des
Selbsthilfebüros des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Regionalgeschäftsstelle Offenbach,
und Rainer Marx seit 2004 Vorsitzender der AG-SHGiG. von Petra Baumgardt und Wolfgang Malik
Die Gründung der AG-SHGiG in Offenbach geht zurück
auf einen Stadtverordnetenbeschluss von 1985.
Finanzielle Mittel sollten bereitgestellt werden, mit
der Vorgabe, dass die Selbsthilfegruppen ihre Arbeit
in einem Gremium koordinieren. Die AG war gedacht
als Plattform zum Erfahrungsaustausch, um Interessen
zu bündeln, diese gemeinsam zu vertreten und in
der Öffentlichkeit sichtbar zu machen. 19 Selbsthilfegruppen
gründeten im Februar 1986 die AG, im gleichen
Jahr organisierte man bereits den ersten Selbsthilfegruppentag
in Offenbach.
10
„Die Verantwortlichen in der Politik wollten den Betroffenen
mehr Mitsprachemöglichkeiten einräumen," erklärt
Tom Schüler. „Zunächst als Gegenbewegung zum etablierten,
medizinischen Versorgungssystem entstanden,
entwickelte sich die Selbsthilfebewegung über die Jahre
als eine der großen "Neuen Sozialen Bewegungen" zu einem
wichtigen Element neben dem professionellen Gesundheitssystem
und familiärer, sozialer Unterstützung."
Seit dem Jahr 2000 sind die gesetzlichen Krankenkassen
verpflichtet, Selbsthilfegruppen, -organisationen
und Selbsthilfekontaktstellen finanziell zu unterstützen.
Dies ermöglichte das Engagement in der Selbsthilfe
auszubauen. Bundesweit gibt es aktuell rund
100.000 Selbsthilfegruppen mit ca. 3,5 Millionen
Mitgliedern. Viele Selbsthilfeorganisationen schlossen
sich in Dachverbänden zusammen. Mit seinen
Grundideen von Toleranz, Offenheit und Vielfalt bot
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
MUT&LIEBE / THEMA /
Jedes Jahr organisiert die AG-SHGiG
gemeinsam mit dem Selbsthilfebüro
den Tag der Selbsthilfegruppen.
Die Selbsthilfegruppen informieren
über ihre Themen und Arbeit.
Die Clowninnen „Charlie & Charly“
sorgten 2024 mit einem „walking
act“ für gute Laune und begleiteten
Besucher:innen zu den Info-Ständen.
Auf dem Sofa: (l.) Carsten Müller,
1. Kreisbeigeordneter und Sozialdezernent
des Landkreises Offenbach
und Martin Wilhelm, Sozialdezernent
der Stadt Offenbach. © AG-SHiG
der Paritätische Wohlfahrtsverband für viele Gruppen
den passenden Rahmen. Im Gefüge der Verbände der
freien Wohlfahrtspflege ist der Paritätische Wohlfahrtsverand,
Landesverband Hessen e.V., mit seiner
Regionalgeschäftsstelle ebenfalls 35 Jahre in Stadt
und Landkreis aktiv. Von Anfang an unterstützte der
Paritätische in Offenbach die Selbsthilfegruppen
und die AG-SHGiG. Zunächst mit der kostenlosen
Nutzung von Räumen und Technik, seit 1991 mit der
Einrichtung des Selbsthilfebüros mit einer festen
Stelle für Beratung, Information und Anlaufstelle für
interessierte Bürger:innen sowie Fachkräfte und Institutionen.
Aktuell treffen sich 14 Selbsthilfegruppen
kostenfrei in den Räumen des Selbsthilfebüros. Interessierte
finden hier auch Informationen über bestehende
Gruppen oder Unterstützung bei Gründung
einer Gruppe zu einem neuen Thema im gesundheitlichen
oder sozialen Bereich. 123 Selbsthilfegruppen
gibt es zur Zeit in Stadt und Kreis Offenbach, 95 davon
sind in der AG-SHGiG organisiert.
„Im Laufe der Zeit wurde die AG-SHGiG zu einem wichtigen
Ansprechpartner für die Stadt", so Rainer Marx. „Es
gab im Rahmen ihrer Zugehörigkeit zum Offenbacher
Inklusionsbeirat z. B. gemeinsame Begehungen mit Menschen
im Rollstuhl oder blinden Bürger:innen und städtischen
Bediensteten zur Umsetzung der Barrierefreiheit
des Hauptbahnhofes oder um auf gefährdende Hindernisse
auf Gehwegen oder fehlende Blindenleitstreifen
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
und -ampeln hinzuweisen. Die Betroffenen kennen die
Probleme aus erster Hand und wissen am besten, was
erforderlich ist."
Selbsthilfegruppen im Gesundheitsbereich bieten Erfahrungsaustausch,
Infos zu speziellen Themen und
wertvolle Tipps aus dem gesammelten Wissen der
Mitglieder. „Betroffene werden zu Experten in eigener
Sache. Der gemeinsame Erfahrungsschatz kommt so allen
zugute. Auch Anfragen von Ärzten und Institutionen
gibt es mittlerweile," berichtet Rainer Marx aus eigener
Erfahrung. Sein Fachwissen im Bereich Fibromyalgie
(eine chronische Schmerzerkrankung) findet bundesweit
Beachtung, er verfasste einen Ratgeber und wird
regelmäßig zu Vorträgen eingeladen.
11
MUT&LIEBE / THEMA /
Das positive Beispiel von Menschen, die trotz einer
Erkrankung mit ihrem Leben klarkommen, gibt Mut
und Zuversicht. Erfahrungen und Tipps zu ganz praktischen
Dingen im Umgang mit einer Erkrankung sind
eine wertvolle Hilfe.
Rainer Marx ist ein wichtiger Ansprechparter für Betroffene
in der Region. Mit seinem unermüdlichen ehrenamtlichen
Engagement setzt er sich außerdem auf
allen Ebenen für Menschen mit Einschränkungen ein.
Neben dem Vorsitz bei der AG-SHGiG ist Marx auch
Vorsitzender des Inklusionsbeirates für behinderte
Menschen der Stadt Offenbach. 2023 verlieh ihm die
Stadt für sein außergewöhnliches Engagement die
Bürgermedaille in Bronze.
Neuer Wegweiser für Menschen
mit Behinderung oder im Alter in Offenbach
Der Inklusionsbeirat für Menschen mit Behinderung
und der Seniorenrat haben gemeinsam eine Broschüre
mit praktischen Hinweisen für Menschen mit Behinderung
oder ältere Bürger:innen herausgegeben.
Hier findet man zahlreiche Informationen zu Unterstützungsangeboten,
Anlaufstellen, Dienstleistungen
und Freizeitmöglichkeiten in Offenbach.
Den Wegweiser findet man unter
https://www.offenbach.de/inklusionsbeirat
Der Bedarf an Selbsthilfegruppen ist im Laufe der
Jahre ständig gestiegen und auch die Themen haben
sich zum Teil geändert. Zum Beispiel gab es in den
Anfangsjahren kaum Gruppen zu psychischen Erkankungen,
dies hat stark zugenommen. Diese Themen
sind jetzt in der Öffentlichkeit mehr präsent und nicht
mehr so stark tabuisiert.
Andere Gruppen haben sich altersbedingt oder aus
gesundheitlichen Gründen aufgelöst. Auch durch
Corona gab es starke Veränderungen, da persönliche
Treffen nicht mehr möglich waren.
"In Zukunft möchten wir auch mehr junge Menschen für
die Selbsthilfe gewinnen. Und gerade in Offenbach auch
Menschen mit Migrationshintergrund für die Selbsthilfe
interessieren", so Tom Schüler. "Interessierte Bürger:innen
können sich jederzeit gerne mit Anregungen oder
Fragen an das Selbsthilfebüro wenden."
Weitere Infos und Kontakt:
Selbsthilfebüro, Tom Schüler
Berliner Str. 219, 63067 Offenbach
Tel.: 069 82 41 62
Mail: selbsthilfe.offenbach@paritaet-projekte.org
www.paritaet-selbsthilfe.org
AG-SHGiG, Rainer Marx
Tel.: 06104 96 98 99
rainer.marx@ag-shgig.de
und rainer.marx@inklusionsbeirat-of.de
12
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
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SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
13
MUT&LIEBE / THEMA /
Gesundheitscafé im Freiwilligenzentrum © FzOF
ich weiß, was es bedeutet
sich fremd zu fühlen
Integrationslots:innen
helfen Neuankömmlingen
bei vielen Fragen
Ein Projekt, das mich bei den Recherchen zum
Ehrenamt besonders beindruckt hat, sind die
Offenbacher Integrationslots:innen. Sie engagieren
sich für Menschen aus anderen Ländern und helfen
ihnen beim Ankommen in der Stadt. Der Großteil
von ihnen weiß, wie es sich anfühlt, sich eine neue
Heimat zu schaffen.
Im Mai 2018 sind die ersten 17 Lots:innen in ihr
Engagement gestartet, heute sind insgesamt etwa
60 Personen aktiv. Ihre Basis ist das Freiwilligenzentrum
Offenbach (FzOF) in der Domstraße.
von Christine Ciampa
Weitere Infos und Kontakt
Freiwilligenzentrum Offenbach e.V.
Domstraße 81, 63067 Offenbach
0176 711 72 990
lotsen@fzof.de
integrationslotsen_offenbach
Lada, 31, Gesundheitslotsin
Ich bin vor drei Jahren aus Russland gekommen, von
Beruf bin ich Biologielehrerin und Forstwirtin. Auf der
Suche nach Möglichkeiten, meine Deutschkenntnisse
zu verbessern und Leute kennenzulernen, bin ich im
Internet eher zufällig auf das Freiwilligenzentrum gestoßen.
Wegen der interessanten Angebote habe ich
hierher gefunden, worüber ich sehr glücklich bin.
Im Sprachtreff, der dreimal pro Woche stattfindet,
sprechen wir in lockerer Atmosphäre über alle möglichen
Themen, über das deutsche politische System,
über Literatur oder über aktuelle Ereignisse. Mittwoch
ist der Tag für Anfänger, Dienstag und Donnerstag für
die Fortgeschrittenen.
Am Kulturabend werden einmal im Monat Filme
gezeigt oder es finden Vorträge statt. Jeder kann sich
mit Ideen einbringen, zum Beispiel über sein Herkunftsland
berichten. So lernen wir uns besser kennen
und verstehen. Es gibt auch einen Spiele-Treff, den
Mitmach-Mittwoch und den Dokumentenbasar.
Ich weiß, was es bedeutet sich fremd zu fühlen. Daher
engagiere ich mich seit zwei Jahren als Gesundheitslotsin.
Was hier vermittelt wird, sind genau die Werte,
die mir am Herzen liegen. Es geht um Ernährung,
Bewegung, Sport, das deutsche Gesundheitssystem,
Begleitung zum Arzt, Kinder und vieles mehr. Zweimal
wöchentlich findet eine offene Sprechstunde statt.
Mein Lieblingsangebot ist das Gesundheitscafé. Einmal
im Monat vertiefen wir hier Themen wie Hitze,
Einsamkeit, Verhütung oder Gewalt gegen Frauen,
manchmal zusammen mit Kooperationspartnern wie
Pro Familia oder dem Frauenbüro.
Ich engagiere mich sechs Stunden pro Woche und
begleite unsere Aktivitäten auch in den Sozialen
Medien. Auf meine Aufgaben bin ich in einer intensiven
Schulung vorbereitet worden.
Das Schönste für mich …
sind die Menschen, die ich hier gefunden habe. Wir
sind ein multitalentiertes Team, jeder bringt seine
Fähigkeiten und Kompetenzen ein und zusammen
bilden wir eine wunderschöne Ganzheit!
14 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
Foto: © Robert Kneschke– AdobeStock.com
Amr, 45 Jahre, Integrationslotse
Ich bin in Deutschland geboren, in Ägypten aufgewachsen,
und habe in beiden Ländern gelebt und
studiert. Ich bin Informatiker - mit Haut und Haaren.
Nachdem ich mehrere Jahre als Berater für große
Firmen tätig war, habe ich mich vor ca. sieben Jahren
in Frankfurt selbstständig gemacht.
Als 2015 wegen des syrischen Bürgerkriegs viele
Flüchtlinge nach Deutschland kamen, habe ich in
meinem damaligen Unternehmen einen Aufruf gestartet,
um möglichst viele meiner Beraterkollegen zu
mobilisieren. Wir haben Workshops organisiert mit
dem Ziel, Geflüchtete dabei zu unterstützen, im deutschen
Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Da waren so viele
Menschen mit einem guten Background, warum sollte
diese Expertise verloren gehen angesichts der Misere
auf dem Arbeitsmarkt?
Mein Engagement für das Bewerbungscafé ist sozusagen
die Fortsetzung meiner Aktivitäten von damals.
Es findet am letzten Freitag im Monat stand und ist
ein offenes, kostenfreies Angebot. Wir helfen allen,
egal wo sie gerade stehen. Manche haben keinen
Lebenslauf, dann erstellen wir diesen gemeinsam,
ebenso wie eine komplette Bewerbung. Wir informieren
darüber, wo und wie man passende offene Stellen
findet, wir begleiten zur Arbeitsagentur oder zu Ämtern
für Förderung, Qualifizierung und Anerkennung
von Abschlüssen.
Wetterpark Offenbach
Wetterpark Offenbach
FAMILIEN
MUT&LIEBE / THEMA /
FEST
AUF DEM
BUCHHÜGEL
FAMILIEN
FEST
AUF DEM
BUCHHÜGEL
11.00 – 17.00
So. 7. Septembe
11.00 – 17.00
In Kooperation mit:
So. Regionalpark 7. September RheinMain
In Gemaa Kooperation Tempelsee mit: 1927 e.V.
Regionalpark RheinMain
Gemaa Tierschutzverein Tempelsee 1927 Offenbach e.V. e.
Tierschutzverein Kinder- und Offenbach Jugendfarm e.V. OF e.V
Kinder- und Magazin Jugendfarm Mut&Liebe
OF e.V.
Magazin Mut&Liebe
Foto: Robert Kneschke–AdobeStock.com
Foto: © Robert Kneschke– AdobeStock.com
Das Schönste für mich …
ist es, wenn Menschen, die wir unterstützen, sich verstanden
fühlen und besser integriert. Und klar, wenn
sie zu Interviews eingeladen werden und einen guten
Job finden. Es gibt so viel Elend in der Welt. Ich kann
nicht in diese Länder reisen, daher möchte ich den
Menschen hier vor Ort helfen.
Bewerbungscafé im Freiwilligenzentrum © FzOF
Wie wird man Integrationslots:in?
Mit einer kostenfreien Schulung erhalten neue Lots:innen eine intensive Vorbereitung
auf ihre Tätigkeit. Während der Qualifizierung lernt sich das Team kennen, baut neue
Netzwerke auf und bildet sich in Kommunikation und interkultureller Kompetenz weiter.
Auch danach trifft sich das Team regelmäßig. Das Freiwilligenzentrum Offenbach führt die
Qualifizierung durch und begleitet die Gruppe weiterhin, ein Team von koordinierenden
Lots:innen organisiert die Einsätze.
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
15
MUT&LIEBE / THEMA /
hier geht es um engagement
das freiwilligenzentrum offenbach e.v.
„Engagement geht immer! Und in jedem Alter!“ Das war das
Motto einer Aktion des Freiwilligenzentrums beim diesjährigen
Fest der Vereine. Viele Menschen haben mit bunten
Klebestreifen markiert, in welchem Alter sie freiwillig
engagiert waren oder es noch immer sind. Gefragt waren
sowohl Zwölfjährige vom THW wie auch engagierte
Senior:innen, die noch immer aktiv sind. Im Gespräch
wurde manchen erst klar, dass auch Klassensprecher:in,
Elternbeirat oder Leitung einer Sportgruppe ehrenamtliche
Engagements sind.
Das Freiwilligenzentrum hat in seiner Datenbank mehr
als 300 Angebote für ehrenamtliches Engagement von
150 Partnerorganisationen gelistet. Ehrenamtliche Beraterinnen
unterstützen Interessierte, das richtige Engagement
für sich zu entdecken.
Horst Thon, Vorsitzender des Freiwiligenzentrums
beim Mainufest 2025 (Fotos: FzOF)
16 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
MUT&LIEBE / THEMA /
Projekte des Freiwilligenzentrums
Das Freiwilligenzentrum bietet auch eigene Projekte
an, in denen inzwischen über 100 Freiwillige aktiv
sind – zugunsten von Senior:innen, Kindern und Jugendlichen,
zugewanderten Menschen ...
In der AusZeit kommen demenziell Erkrankte zusammen,
um miteinander zu singen, zu spielen oder einfach
nur von früher zu erzählen. Für die pflegenden
Angehörigen sind die Nachmittage eine AusZeit von
einem oft anstrengenden Betreuungsalltag.
Beraten, begleiten und begegnen – so unterstützen
die Integrations- und Gesundheitslots:innen zugewanderte
Menschen, z. B. um ihnen Zugänge zu Behörden
und im Gesundheitsbereich zu erleichtern.
Unterstützung für Schüler:innen bieten Lernbegleiter:innen
und Lernbuddies. Letztere sind junge Engagierte,
die in Lerntandems Kinder der 3. und 4. Klasse
betreuen. Die Lernbegleiter:innen unterstützen Lehrkräfte
in Intensivklassen und -kursen für neu zugewanderte
Schüler:innen.
Die Projekte Begegnungsinseln und OOO-Offenes
Ohr Offenbach sind Angebote für Begegnung und
Austausch – für mehr Demokratie und weniger Einsamkeit.
Die Seniorencafés der Wohnanlage Lämmerspieler
Weg und im Anni-Emmerling-Haus bringen Bewohner:innen
und Gäste zusammen.
Die Rikscha-Pilot:innen bieten mit zwei Elektrogefährten
älteren und in ihrer Mobilität eingeschränkten
Menschen Ausflugsfahrten an. Hier werden oft Erinnerungen
ausgetauscht und Orte (wieder-)entdeckt.
Bei der Förderung guter Rahmenbedingungen für
freiwilliges Engagement ist das Freiwilligenzentrum
Ansprechpartner für Einsatzstellen, für neue Projektideen
sowie für Fortbildungen und Qualifizierungen.
Erste Informationen über www.fzof.de,
per Mail unter info@fzof.de oder telefonisch
unter 069 82367039 (fzof)
Offene Angebote
des Freiwilligenzentrums
Kulturabend der Integrationslots:innen*,
jeden 1. Mo, 18:00 – 19:30 Uhr
Seniorencafé Anni-Emmerling-Haus, Bischofsheimer
Weg 77, jeden Di, Do & So, 14:00 – 17:00 Uhr
Begegnungsinsel an wechselnden Orten
jeden Mi, 14:00 – 16:00 Uhr (bis Ende Sept., danach
14-tägig, Infos unter www.fzof.de)
Seniorencafé, Lämmerspieler Weg 43,
jeden Mi, 14:00 – 17:00 Uhr
Offenes Ohr Offenbach im Ringcenter,
jeden 2. & 4. Mi, 12:00 – 16:00 Uhr
Mit-Mach-Mittwoch der Integrationslots:innen*,
jeden 1. Mi, 15:00 – 16:30 Uhr
Offenes Ohr Offenbach in der Roland-Passage,
jeden 1. & 3. Fr, 12:00 – 16:00 Uhr (nicht an
Feiertagen)
Spieletreff der Integrationslots:innen*,
jeden 3. Mi, 15:00 – 16:30 Uhr
Gesundheitscafé der Integrations- und Gesundheitslots:innen,
Fan-Projekt des IB, Luisenstr. 61
(Hinterhof), letzter Mi, 15:30 – 17:30 Uhr
Beratungen zu freiwilligem Engagement
nach Vereinbarung*
*Ort: Freiwilligenzentrum, Domstr. 81, 63067 Offenbach
Qualifizierungsangebote für
Freiwillige über die vhs Offenbach
Pressearbeit für Vereine, vhs-Kurs C1085,
17. & 24.9., 19:00 – 21:15 Uhr, kostenlos
Office 365 - Tools zur Zusammenarbeit im Team,
vhs-Kurs C1095, 20.09., 9:00 – 16 Uhr, Kosten 5 €
Flyer-Erstellung mit Canva, vhs-Kurs C1096,
27.09., 9:00 – 16 Uhr, Kosten 5 €
Künstliche Intelligenz am Beispiel ChatGPT,
vhs-Kurs C1087, 15.10., 18:00 – 19:30 Uhr, kostenlos
Steuer und Vereinsrecht – Was ist wichtig?,
vhs-Kurs C086, 15.11., 10:00 – 16:00 Uhr, Kosten 5 €
Anmeldung: vhs@offenbach.de
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
17
MUT&LIEBE / THEMA /
offenbach ist das hessische zentrum
für freiwilliges engagement
Neben dem Freiwilligenzentrum hat auch die LAG-
FA Hessen (Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen
Hessen e.V.) ihren Sitz in Offenbach
– in den Räumen des Freiwilligenzentrums. Dieses ist
Gründungsmitglied des seit 2008 bestehenden Dachverbands
der 35 Mitgliedsagenturen.
Seit dem Frühjahr hat die LAGFA Hessen erstmals eine
hauptamtliche Geschäftsführung. Für Doris Wirkner ist
das Motto der LAGFA „Ehrenamt braucht Hauptamt“
ein Leitfaden ihrer Arbeit. „Meine Kompetenzen als Diplom-Politologin
und meine Erfahrungen als Geschäftsführerin
eines freien Trägers der Jugendhilfe möchte ich
gerne für die Weiterentwicklung der LAGFA einbringen,“
hat sich Doris Wirkner vorgenommen. Wichtig ist ihr
der Kontakt zu den Mitgliedsagenturen. Gemeinsam
gelte es, das Thema Engagementförderung weiter
zukunftsfähig aufzustellen – in Offenbach, in Hessen
und über Vernetzung bundesweit.
v.l.n.r.: Das LAGFA-Team: Lucia Rutschmann, Monika Pröse,
Doris Wirkner, vom Vorstand Alexandra Böckel, Prof. Dr. Gisela Jakob,
Sigrid Jacob sowie Aurelia Weigel, Buchhaltung. (Foto: LAGFA Hessen)
Engagement sichtbar machen
– Vorschläge für Landesauszeichnung einreichen
Soziales Bürgerengagement wird in Hessen großgeschrieben! Ob in Bürgerinitiativen, in Vereinen, bei der
Nachbarschaftshilfe, in migrantischen Organisationen, bei der Tafel oder Religionsgemeinschaften – auch
in Offenbach sind viele Menschen freiwillig aktiv. Kennen Sie in Ihrem Umfeld, Personen, die sich in besonderer
Weise im sozialen Bereich engagieren? Dann schlagen Sie Einzelpersonen oder Gruppen für die
Landesauszeichnung Soziales Bürgerengagement des hessischen Sozialministeriums vor.
Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von jeweils 1.000 Euro für die jeweiligen Projekte dotiert.
Die feierliche Verleihung der Auszeichnung findet am Internationalen Tag des Ehrenamtes, am Freitag,
5. Dezember 2025, von 14 bis 16 Uhr im Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales
in Wiesbaden statt.
➜
Bis zum Einsendeschluss am 12. September 2025 steht Ihnen das Online-Formular zur Verfügung,
mit dem Sie Ihre Vorschläge einreichen können:
https://soziales.hessen.de/preise-und-ehrungen/soziales-buergerengagement
Nutzen Sie die Möglichkeit, freiwilliges Engagement in Ihrem Umfeld sichtbar zu machen!
Fragen beantwortet das Projektbüro bei der LAGFA Hessen e.V.: landesauszeichnung@lagfa-hessen.de (fzof)
18 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
MUT&LIEBE / THEMA /
Konzertsaison
2025/2026
So, 19. Okt. 25 Vogtland Philharmonie,
Sinfoniekonzert
So, 16. Nov. 25 Claire Huangci,
Klavier-Solokonzert
So, 14. Dez. 25 Opera Classica Europa,
Festliche Operngala zur Adventszeit
So, 11. Jan. 26 Philharmonia Frankfurt,
Neujahrskonzert
So, 22. Feb. 26 Camerata Europeana,
Sinfoniekonzert
So, 22. Mär. 26 Vogtland Philharmonie,
Sounds of Hollywood
Alle Konzerte beginnen um 19 Uhr und finden
in der Neuen Stadthalle Langen statt.
Vorverkauf: Reisebüro „Mister Travel“, Buchhandlung „Litera“
und Neue Stadthalle Langen
Der Kulturfonds Frankfurt RheinMain fördert die Konzerte
Klassische Musik für jedermann der Kunst- und Kulturgemeinde
e.V., Langen.
Getragen wird der gemeinnützige Fonds vom Land Hessen, von Frankfurt am Main, dem Hochtaunuskreis und
dem Main-Taunus-Kreis, Darmstadt, Wiesbaden, Hanau, Bad Vilbel, Offenbach am Main, Oestrich-Winkel, dem
Rheingau-Taunus-Kreis und dem Kreis Offenbach. Weitere herausragende Kunst- und Kulturprojekte finden Sie unter
SEPTEMBER www.kulturfonds-frm.de / OKTOBER / NOVEMBER / Facebook / 2025 Instagram / Newsletter
19
MUT&LIEBE / THEMA /
netzwerker
aus leidenschaft – winfried männche
„Wir sind ein Teil des Mosaiks in Offenbach", so beschreibt
Winfried Männche das Diesterweg-Stipendium,
eines seiner vielen ehrenamtlichen Projekte
in Offenbach. Der langjährige GBO-Chef (Gemeinnützige
Baugesellschaft mbH Offenbach) ist jetzt im
Ruhestand, aber weiterhin sehr engagiert im Einsatz
für ein gutes Zusammenleben und Perspektiven für
die Menschen in seiner Heimatstadt.
„Ich habe viel Glück gehabt im Leben und möchte etwas
zurückgeben", beschreibt er seine Motivation. „Außerdem
habe ich noch immer viele Netzwerke und gute
Kontakte, die ich für die Weiterführung der wichtigen
Projekte nutzen möchte. Ein gutes Miteinander kommt
allen in der Stadtgesellschaft zugute."
Einflussreiche Menschen für eine Idee begeistern,
Netzwerken, Kontakte herstellen und pflegen, auf
diese Weise hat Männche im Laufe der Jahre zahlreiche
Projekte erfolgreich initiiert und mit vielen
Unterstützern umgesetzt. Zum Beispiel der Ostpol
Gründercampus, mit Büros, Ateliers, Veranstaltungsund
Tagungsräumen und der Musikschule oder die
Zollamtsstudios, die Entwicklung der Stadthalle und
des Capitols, die Unterstützung der Classic Lounge
Verleihung des
Integrationspreises der
Stadt Offenbach am
4. Juni 2025 an das
Diesterweg-Stipendium.
(v.l.n.r.): Nina Waibel-
Rohde, Leiterin des
Diesterweg-Stipendiums
Offenbach; Martin Wilhelm,
Sozialdezernent;
Winfried Männche,
Vorsitzender der Bürgerstiftung
Offenbach am
Main; Katja Werner, im
Vorstand der Bürgerstiftung
Offenbach, VON ICH ZU ICH
gGmbH
Foto: Die Bürgerstiftung
Offenbach, Bernd Georg
von Petra Baumgardt und Wolfgang Malik
oder auch die Stiftungsprofessur für Kreativität im
urbanen Kontext an der HFG; kreativ und mit viel
persönlichem Einsatz begeisterte er Politik und Investoren
für ungewöhnliche Ideen, die positiv zur
Stadtentwicklung beigetragen haben und heute unverzichtbar
geworden sind.
Das Diesterweg-Stipendium erhält den
Integrationspreis der Stadt Offenbach 2025
Jetzt im Ruhestand nutzt Winfried Männche seine
Kompetenzen weiter für seine Herzensprojekte.
„Die Förderung und Unterstützung von Kindern auf
ihrem Bildungsweg ist mir ein wichtiges Anliegen. Mit
dem Diesterweg-Stipendium bieten wir ein umfassendes
Bildungsstipendium für Familien in Offenbach. Jeweils
über zwei Jahre werden begabte und motivierte Kinder
gemeinsam mit ihren Eltern umfassend gefördert."
Die Förderung geht dabei über die schulischen Anforderungen
hinaus und bietet Bildungserfahrungen
auf unterschiedlichen Ebenen. Gemeinsame Ausflüge,
Museumsbesuche, Musizieren und Sport stehen
auch auf dem Programm. Eltern werden ermutigt,
aktive Bildungsbegleiter ihrer Kinder zu sein.
20 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
MUT&LIEBE / THEMA /
„Sprachliche oder andere Bildungsbarrieren gibt es in
vielen Familien in Offenbach, diese dürfen aber kein
Hindernis sein für eine erfolgreiche Schulbildung", so
Männche.
Die Bürgerstiftung Offenbach (Winfied Männche ist
Vorstandsvorsitzender) bietet das Diesterweg-Stipendium
seit 2015 in Offenbach an, bisher wurden 83
Kinder mit ihren Familien, insgesamt über 330 Personen
begleitet. In diesem Jahr wurde das Projekt mit
dem Intergrationspreis der Stadt ausgezeichnet.
Dank der vielen, hochkarätigen Unterstützer ist das
Projekt finanziell recht gut ausgestattet. „Viel Geld für
die Zahl der Teilnehmenden, höre ich manchmal", sagt
Männche. „Ich sehe die Familien aber auch als wichtige
Multiplikatoren in ihrem Umfeld. Und die erfolgreichen
Bildungswege der Kinder wirken sich auf die
ganze Stadtgesellschaft aus." Davon ist er überzeugt.
Förderverein Sicheres Offenbach e. V.,
In diese Richtung arbeitet auch der Förderverein
Sicheres Offenbach e. V., eine weitere ehrenamtliche
Intitiative von Winfried Männche.
2002 gegründet, hat der Verein das Ziel, das Zusammenleben
und die Sicherheit in Offenbach zu
verbessern und finanzielle Mittel für Gewaltpräventionsarbeit
bereitzustellen, besonders an Schulen.
Der Netzwerker Winfried Männche überzeugte auch
hier die passenden Personen und Insitutionen, diesen
Förderverein mitzutragen. Die Polizeipräsidenten, die
Staatsanwaltschaft und das Jugendamt zählten u. a. zu
den Gründungsmitgliedern. Den Vorsitz übernahm der
Präsident des Amtsgerichts.
Im Auftrag des Vereins entwickelte Dr. Michael Koch
(damals Mitarbeiter beim Jugendamt Offenbach)
einen Methodenkoffer zur Gewaltprävention für Offenbacher
Schulen. Für die unterschiedlichen Problemlagen
in den Klassen können die Schulen anhand
des Methodenkoffers ein Projekt aussuchen und die
Finanzierung beim Verein Sicheres Offenbach e. V.
beantragen. Dies funktioniert sehr erfolgreich und
Gewaltprävention gehört mittelerweile zum selbstverständlichen
Standard in den Schulprogrammen
in der Stadt. Mit rund 50.000 Euro unterstützt der
Förderverein jährlich präventive Projekte, seit seiner
Gründung wurden rund 1,4 Millionen Euro investiert.
Palliare e. V.
„Die Bürgerstiftung Offenbach engagiert sich auch noch
im Bereich der Pallativmedizin mit dem Verein 'Palliare'.
Ein Förderverein zugunsten Schwerstkranker am Sana-Klinikum
Offenbach", erklärt W. Männche. „Auch in
diesem Bereich brauchen Menschen Unterstützung und
jeder kann in diese Situation kommen."
Das Netzwerk in Offenbach funktioniert Dank engagierter
Menschen wie Winfried Männche und zahlreichen
anderen in den unterschiedlichsten Bereichen.
Sie leisten einen wichtigen Beitrag für den sozialen
Frieden in der Stadt und entwickeln Zukunftsperspektiven
für ein lebenswertes Offenbach.
Weitere Informationen
Bürgerstiftung Offenbach am Main
www.buergerstiftung-offenbach.de
Diesterweg-Stipendium
www.buergerstiftung-offenbach.de/
disterweg-stipendium/
Förderverein Sicheres Offenbach e. V.
https://www.fvsof.de/
Palliare e.V.
www.palliare.org
v.l.n.r.: Dahabia Dahbi sowie Danin, Alisa und Tajra Kaljic
aus der 5. Diesterweg-Generation im Klingspor-Museum
Foto: Die Bürgerstiftung Offenbach
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
21
MUT&LIEBE / THEMA /
Ein Gespräch mit Manuel Dieter, dem Ehrenamtsbeauftragten der Stadt Offenbach, über die neue hessische
Landesförderung #deinehrenamt und die städtische Unterstützung für Vereine und ehrenamtlich Engagierte.
Das Interview führte Alexander Knöß.
ohne mut und liebe & ohne förderung
kein ehrenamt
Herr Dieter, unser Magazin trägt den Titel „Mut&
Liebe“. Was bedeutet das für Sie, gerade in Bezug auf
das Ehrenamt?
Manuel Dieter: Der Titel passt wunderbar. Wenn
wir über bürgerschaftliches Engagement sprechen,
schwingen „Mut und Liebe“ immer mit. Es braucht
Mut, um neue Projekte anzustoßen oder sich für Dinge
einzusetzen. Und es braucht viel Liebe. Liebe zur
Sache, zu den Menschen und zu unserer Stadt. Egal
ob im Kulturverein, beim Sport, im sozialen Bereich,
im Katastrophenschutz, im Umwelt-, Tier- oder Naturschutz,
in der Bildungsarbeit oder in interkulturellen
Projekten.
Aber dieser Einsatz benötigt auch Unterstützung.
Viele Engagierte und Vereine stoßen irgendwann an
Grenzen, gerade wenn es darum geht, finanzielle Mittel
für ihre Projekte zu erhalten. Fördergelder zu beantragen,
ist oft noch eine große bürokratische Hürde.
Genau hier setzt die neue Landesförderung an.
Was ist das Besondere an dieser neuen Förderung?
Das Land Hessen hat das Programm „#deinehrenamt“
überarbeitet, um ehrenamtlich Engagierten und Vereinen
die Arbeit zu erleichtern. Bis zu 30.000 Euro
Förderung pro Projekt sind möglich. Gerade kleinere
Initiativen profitieren besonders, weil für Förderbeträge
bis 1.000 Euro kein aufwändiger Verwendungsnachweis
mehr erforderlich ist. Das ist ein wichtiger
Schritt, das Ehrenamt nicht nur in der Theorie, sondern
spürbar im Alltag der Engagierten zu erleichtern.
Wer kann einen Antrag stellen und wofür genau?
Antragsberechtigt sind gemeinnützige Organisationen,
also Vereine, Stiftungen, Verbände, Freiwilligenagenturen
und sogar erstmals auch private Initiativen,
sofern sie gemeinnützige Ziele verfolgen. Gefördert
werden beispielsweise Maßnahmen zur Gewinnung
und Begleitung von Ehrenamtlichen, der Erfahrungsaustausch,
Vereinsjubiläen und Veranstaltungen zur
Anerkennung – wie Helferfeste oder „Dankeschön-
Abende“.
Besonders wichtig finde ich, dass auch Projekte gefördert
werden können, die die Zukunftsfähigkeit
von Organisationen stärken oder neue Zielgruppen
erreichen. Hier gehören aus meiner Sicht innovative
Formate oder niedrigschwellige und inklusive Angebote
dazu. Solche Ansätze machen das Ehrenamt
offener und zugänglicher.
Wie läuft der Antrag konkret ab? Muss man ein Profi
sein, um die Förderung zu bekommen?
Nein, das ist das Gute. Der Antrag ist online ausfüllbar
und übersichtlich aufgebaut. Wichtig ist, dass das
Projekt mindestens acht Wochen vor dem geplanten
Start eingereicht wird. Für Beträge bis 5.000 Euro
gibt es Pauschalen, das erleichtert die Abwicklung
zusätzlich. Ab einer Fördersumme von 5.000 Euro
ist ein Eigenanteil von mindestens zehn Prozent
der Projektkosten erforderlich. Das sollte bei der
Planung berücksichtigt werden. Das kann sich aber
trotzdem sehr lohnen.
22 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
MUT&LIEBE / THEMA /
Kontakt:
Manuel Dieter (r.)
Ehrenamtsbeauftragter der
Stadt Offenbach
E-Mail: manuel.dieter@offenbach.de
Tel.: 069 8065-2624
Berliner Straße 100
63065 Offenbach am Main
Foto: Katja Lenz
Wie bewerten Sie die Wirkung dieser Förderung für
Offenbach?
Ich sehe eine zusätzliche Chance. In Offenbach gibt
es viele engagierte Menschen mit großartigen Ideen,
die neue Wege gehen wollen. Oft fehlt nur ein kleiner
Anstoß oder ein wenig Geld für Material, die Öffentlichkeitsarbeit
oder auch eine Raummiete. Mit
der Landesförderung können solche Ideen nun einfacher
Wirklichkeit werden. Und Offenbach kann sich
dadurch als Stadt weiterentwickeln. Davon profitieren
am Ende wir alle.
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
Was können Engagierte in Offenbach neben der
Landesförderung an Unterstützung von ihrer Stadt
erwarten?
Das Ehrenamt in Offenbach genießt die volle Unterstützung
von Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke
und dem gesamten Magistrat. Diese Rückendeckung
zeigt sich auch in der politischen Entscheidung, trotz
angespannter Haushaltslage keine Kürzungen bei
den Vereinsförderungen vorzunehmen, was zusätzlich
hilft. Eine Wertschätzung zeigt sich auch durch zahlreiche
Besuche bei Vereinsveranstaltungen durch den
Oberbürgermeister und die Magistratsmitglieder.
Es geht aber nicht immer nur um finanzielle Mittel.
Wir stehen den Einrichtungen und Freiwilligen mit
der Stadtverwaltung über unsere Fachämter immer
gerne beratend und unterstützend zur Seite. Dabei ist
für uns auch der Austausch in städtischen, landesweiten
oder bundesweiten Netzwerken, wie dem Bundesnetzwerk
„Engagierte Stadt“, immer sehr wichtig, um
von guten Beispielen zu lernen und diese weiterzugeben.
Können Sie weitere Beispiele für die städtische
Unterstützung nennen?
Die Stadt unterstützt nicht nur über die allgemeine
Kultur- und Sportförderung. Sie sorgt auch dafür,
dass sich Offenbacher Vereine auf großen Festen wie
dem Mainuferfest, dem Lichterfest oder dem Kulturfest
der Nationen präsentieren können. Zusätzlich
gibt es Formate wie die Vereinshütte auf dem Weihnachtsmarkt
oder den Blaulichttag, die das Ehrenamt
in den Mittelpunkt stellen. Wir fördern die Öffentlichkeitsarbeit
durch Pressemeldungen und den
E-Mail-Newsletter „Ehrenamt und Vereinsarbeit“ zu
aktuellen Themen. Darüber hinaus bieten wir in Kooperation
mit dem Freiwilligenzentrum und der vhs
Fortbildungsangebote an und realisieren mit Kooperationspartnern
gemeinsam Mitmach-Aktionen wie
den diesjährigen Mitmach-Mai. Zur Anerkennung
organisieren wir eine Veranstaltung zum Tag des
Ehrenamtes, verleihen Ehrungen und vergeben die
Ehrenamtskarte an langjährig Engagierte.
Und ganz wichtig ist uns der persönliche Austausch:
Wir nehmen an vielen Veranstaltungen der Organisationen
teil, um vor Ort mit den Menschen ins Gespräch
zu kommen. In einem neuen Projekt laden
wir außerdem Vereine ein, ihre Vorstandssitzung
bei uns im Rathaus durchzuführen und unsere
23
MUT&LIEBE / THEMA /
Räumlichkeiten zu nutzen. So entsteht ein guter Mix
aus Struktur und Nähe.
Bücherfest
RheinMain Offenbach
18. Oktober
19. Oktober
Eintritt frei
SCAPE°
Offenbach am Main
Stefanie de Velasco
Benjamin Cors
Susanne Kaiser
Berit Glanz
Katerina Poladjan
Was möchten Sie zum Schluss den Offenbacher
Engagierten mitgeben?
Ein großes, ehrliches Dankeschön. Für Ihre Zeit, Ihre
Kreativität, Ihre Geduld. Und für Ihren Mut und Ihre
Liebe, mit denen Sie sich für andere einsetzen. Ohne
Sie wäre Offenbach nicht die Stadt, die sie ist. Wir
laden die Vereinsvertreterinnen und Vereinsvertreter
herzlich ein, die neue Förderung des Landes zu nutzen
und bei Fragen auf uns zuzukommen.
Mein herzlicher Dank gilt aber auch dem gesamten
Team von „Mut&Liebe“, das dieses Magazin zum großen
Teil ehrenamtlich und kontinuierlich auf die Beine
stellt und dabei auch immer wieder Menschen und
Projekten aus dem Ehrenamt eine Plattform bietet.
Weitere Informationen:
• Förderrichtlinien und Antragsformular unter:
www.deinehrenamt.de/foerderprogramme
• Allgemeine Informationen zum Ehrenamt:
www.offenbach.de/ehrenamt
• Newsletter „Ehrenamt und Vereinsarbeit“:
www.offenbach.de/newsletter-ehrenamt
www.offenbach.de/kultur
offenbachkultur
Kulturmanagement
24 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
MUT&LIEBE / THEMA /
sterben, tod und trauer sind teil des lebens
Ehrenamtliche Hospizbegleitung heißt, Menschen am Ende ihres
Weges Zeit zu schenken
Die Ökumenische Hospizbewegung Offenbach
e.V. ist ein ambulanter Hospizdienst. Der gemeinnützige
Verein wurde 1998 gegründet
mit dem Ziel, schwerstkranke und sterbende
Menschen zu begleiten, um ihnen ein
würdevolles, selbstbestimmtes Leben bis
zum Ende in gewohnter Umgebung zu ermöglichen.
Auch Angehörige und Trauernde
sollen Halt und Trost erfahren.
Christine Ciampa (Mut&Liebe Redaktion) im Gespräch mit Regina Reinhard-Brehm, ehrenamtliche
Hospizhelferin, und Andreas Schmidt, hauptamtlicher Koordinator im ambulanten Hospizdienst. (Fotos: privat)
Regina Reinhard-Brehm ist ein aktiver, positiver
Mensch. Die 66-jährige ehemalige Verwaltungsangestellte
lebt mit ihrem Mann im Offenbacher Westend,
sie hat zwei erwachsene Kinder. Seit zwei Jahren
ist die leidenschaftliche Joggerin in Rente. „Ich hatte
mich, angeregt durch ein anderes Gemeindemitglied in
St. Peter, schon seit einigen Jahren mit dem Gedanken
getragen, mich in der Sterbebegleitung zu engagieren.
Nach dem Renteneintritt war der Moment gekommen,
wo ich sagte: Und jetzt mache ich das.“
Persönliche Erfahrungen als Motivation
Regina Reinhard-Brehm wuchs in einer christlichen
Familie mit vier Geschwistern auf, sie war die Zweitälteste
und galt immer als „die Starke“. Sie hat ihren
Vater, ihre Mutter und ihren älteren Bruder bis ans
Lebensende begleitet. In diesen intensiven Prozessen
hat sie erfahren, wie wichtig es ist, auf dem mühsamen
und leidvollen Weg Unterstützung zu finden.
„Ich darf mich glücklich schätzen. Es waren immer Menschen
da, die mir Kraft und Halt gegeben haben: Ärzte,
Pflegerinnen, Seelsorger. Und nicht zuletzt mein Glaube
verleiht mir Trost und Zuversicht.“
Viele Angehörige, die mit der Krankheit und der Situation
des nahenden Todes eines lieben Menschen
konfrontiert sind, sind verständlicherweise ängstlich,
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
überfordert und unsicher. Sie wissen nicht, wo sie
qualifizierte Hilfe finden, dass es z.B. Palliativteams
gibt, die darauf spezialisiert sind, Menschen mit
schweren, unheilbaren Erkrankungen am Lebensende
umfassend zu betreuen und ihre Lebensqualität
zu verbessern.
Ein bunter Strauß
Andreas Schmidt, seit 2016 im Team mit Inge Zirkel
und Ute Wagner als Koordinator im ambulanten Hospizdienst
tätig, bezeichnet den Pool von insgesamt
rund 60 Ehrenamtlichen als „bunten Strauß, so vielfältig
und unterschiedlich wie die Menschen, die wir
begleiten.“ Neben den Hospizhelferinnen, die in der
letzten Lebensphase eines Menschen an seiner Seite
stehen, gibt es speziell ausgebildete Trauerbegleiter,
die An- und Zugehörige unterstützen, bei Spaziergängen
und Wanderungen, im Trauercafé oder in einer
Selbsthilfegruppe.
Alle Ehrenamtlichen werden intensiv auf ihre jeweiligen
Aufgaben vorbereitet. Nach einem offenen Informationsabend
erfolgt ein Einzelgespräch mit den
Koordinatoren. Passt es für beide Seiten, absolviert
man ein Qualifikationsprogramm, das einen Grundkurs,
einen Aufbaukurs sowie kurze Hospitationen
umfasst (Gesamtdauer ca. 140 Stunden).
25
MUT&LIEBE / THEMA /
Gespräche sind immer sehr interessant, die Themen
reichen von Büchern, Filmen, Stricken über Erinnerungen
aus ihrem Leben hin zu Religion, Leiden und Tod.“
Andreas Schmidt ergänzt: „Wir haben derzeit etwa
20 Begleitungen. Diese finden zu Hause, im Alten- und
Pflegeheim oder im Krankenhaus statt. Eine Begleitung
kann nur ein bis zwei Tage dauern, drei Monate
oder länger, das ist unterschiedlich.“ Was ihm wichtig
ist: „Wir fungieren oft als Anwalt für die Kranken und
Sterbenden. An erster Stelle stehen ihre Wünsche und
Bedürfnisse.“
Mutig sein und darüber sprechen
Was wünschen sich die beiden in Bezug auf unseren
heutigen Umgang mit Sterben, Tod und Trauer?
„Das Wichtigste ist es, offen und mutig darüber zu
sprechen, die Themen sichtbar zu machen und in die
Normalität zu führen. Der Tod gehört zum Leben.“ „In
unserer Gesellschaft, in der Gesundheit als ‚machbar‘
angesehen wird, in der Familien oft weit voneinander
entfernt und viele Menschen alleine leben, müssen
wir wieder zu einer sorgenden Gemeinschaft finden.“
Regina Reinhard-Brehm erinnert sich: „Als ich den Stuhlkreis
für neun Teilnehmende im Anni-Emmerling-Haus
sah, wollte ich spontan wieder gehen. Am Ende des ersten
Abends war meine Ablehnung verflogen. Ich hatte verstanden,
dass wir ja alle dasselbe wollen.“ Heute betrachtet
sie ihre Gruppe als „erweiterte Familie“, sie treffen sich
einmal im Monat auf eigene Initiative. Erfolgte eine Art
Prüfung zum Abschluss? Sie lächelt auf diese Frage hin
und antwortet: „Die ganze Ausbildung ist eine Prüfung.
Ich habe so viel über mich selbst gelernt wie nie zuvor.“
Dippsche auf Deckelsche
Die frisch qualifizierte Hospizhelferin wollte sofort loslegen
und war enttäuscht, dass es noch eine Weile bis
zu ihrem ersten Einsatz gedauert hat. Andreas Schmidt
erläutert den Hintergrund: „Wir suchen die Begleitungen
sehr sorgfältig aus, die allerwichtigste Frage ist: Wer
passt?“ Inzwischen besucht Regina Reinhard-Brehm einmal
pro Woche eine „feine alte Dame“, bei den beiden
passt es wie „Dippsche auf Deckelsche“. Die 95-Jährige
lebt allein, nach eigener Bekundung aber nicht einsam,
in ihrem Zuhause, die Familie ist weit entfernt. „Unsere
Wir danken Frau Reinhard-Brehm und Herrn
Schmidt für dieses interessante Gespräch.
Kontakt
Ökumenische Hospizbewegung Offenbach e.V.
Platz der Deutschen Einheit 7, Offenbach
Tel.: 069 800 87 998
www.hospiz-offenbach.de
INTERESSIERT?
Die Hospizbewegung freut sich sehr über Zuwachs
für ihren Pool an aktiven Ehrenamtlichen und auch
über Spenden. Da einige Maßnahmen wie die
Qualifizierung der TrauerbegleiterInnen nicht gefördert
werden, ist der Verein für die Fortführung
seiner wertvollen Arbeit immer wieder auf Spenden
angewiesen.
Veranstaltungshinweis:
Offenbacher Hospiztage 2025, 26. Okt. – 14. Nov.
26 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
MUT&LIEBE / THEMA /
ehrenamtliche bei der
ihk offenbach –
unverzichtbar für
die wirtschaftsregion
von Thomas Lemnitzer
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) ist eine
Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie vertritt die
Interessen der gewerblichen Wirtschaft gegenüber
Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Sie ist ein
wichtiger Partner für Unternehmen aller Größen und
Branchen. Mitglied in der IHK ist jedes Unternehmen,
das gewerblich tätig ist – vom Einzelunternehmer
bis zum Großkonzern. Die Interessenvertretung erfolgt
demokratisch: Unternehmer:innen aus der Region
engagieren sich ehrenamtlich in den Gremien,
Ausschüssen und im Parlament der IHK, der Vollversammlung.
Alle regionalen IHK sind bundesweit in einem Netzwerk
vereint. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer
(DIHK) vertritt die gemeinsamen Interessen
bei Beratung und Durchführung von Gesetzgebungsverfahren
auf lokaler, auf Landes- und Bundes und
EU-Ebene mit.
Unterstützung bietet die IHK bei Firmengründungen
z.B. in rechtliche Fragen, bei Innovationsvorhaben, der
Weiterbildung und im Außenhandel. Beratungen und
Seminare zum Fachkräftemangel, der Nachwuchsentwicklung,
aber auch Hilfe bei Nachfolgereglungen,
bürokratischen Hindernissen, den hohen Energiekosten
sind ebenfalls im Beratungsangebot. Ein wichtiger
Teil liegt zudem in der Durchführung sogenannter
hoheitlicher Aufgaben wie der Organisation von
Aus- und Weiterbildungsprüfungen, der Ausstellung
von Außenwirtschaftsdokumenten und einiges mehr.
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
© Thomas Lemnitzer
Im Gegensatz zu den Branchenverbänden tritt die
IHK als Vertretung der gesamten gewerblichen Wirtschaft
auf. Die Aufgabe der IHK liegt darin, das Gesamtinteresse
der Unternehmen in Stadt und Kreis
Offenbach zu ermitteln und gegenüber Politik und
Verwaltung zu vertreten. Das ist nur möglich, da alle
Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft bei der
IHK Mitglied sind. Ob beim morgendlichen Einkauf,
im Restaurant, dem Start in die Selbstständigkeit,
die Innenstadtentwicklung – wir alle profitieren im
Alltag von Unternehmen, die auf starke Strukturen
bauen.
Doch wer sorgt eigentlich im Hintergrund dafür, dass
Wirtschaft, Ausbildung und Qualitätssicherung in der
Region zuverlässig funktionieren? Die Industrie- und
Handelskammer (IHK) Offenbach vertritt die Interessen
von rund 35.000 Unternehmen in Stadt und Kreis
Offenbach. Sie bietet Beratung, organisiert Weiterbildungen,
begleitet Existenzgründer und wirkt an wirtschaftspolitischen
Entscheidungen mit. Ein Blick auf
die Seite www.offenbach.ihk.de lohnt sich.
Ein besonderer Fokus liegt auf der beruflichen Bildung
– und genau hier wird das Ehrenamt unverzichtbar.
Denn jedes Jahr legen tausende Auszubildende
und Weiterbildungswillige ihre Prüfungen bei der
IHK ab. Damit das fair, fachgerecht und effizient geschieht,
braucht es Expert:innen aus der Praxis – also
Ehrenamtliche, die wissen, worauf es im Berufsalltag
27
MUT&LIEBE / THEMA /
Mitgliederversammlung OFFENBACH OFFENSIV e. V. © Verein Offenbach Offensiv e.V.
wirklich ankommt. Rund 1100 ehrenamtlich Aktive,
davon 800 ehrenamtliche Prüfer und Prüferinnen
engagieren sich bei der IHK Offenbach. Sie kommen
aus Unternehmen der Region – die Mischung ist bunt,
praxisnah und spiegelt die Vielfalt der Wirtschaft im
Kreis wider.
Die Aufgaben sind vielfältig: Sie entwickeln Prüfungsfragen,
bewerten schriftliche Prüfungsleistungen,
nehmen praktische Prüfungen ab und führen
Fachgespräche mit den Prüflingen. Ob Kaufleute im
Einzelhandel, IT-Spezialist:innen, Logistiker:innen
oder Mechantroniker:innen – für fast jeden Beruf gibt
es eigene Prüfungsausschüsse.
In Zeiten von Digitalisierung, Fachkräftemangel und
Globalisierung ist das Ehrenamt ein starkes Signal:
Wirtschaft ist nicht nur Zahlen und Gewinn – sondern
auch Gemeinschaft, Verantwortung und Weitergabe
von Erfahrung. Die IHK Offenbach am Main
zeigt, wie modernes Ehrenamt aussehen kann: professionell,
flexibel, praxisnah – und immer mit einem
Herz für die Region.
IHK und Ehrenamt mit Wirkung
Franziska J. Hoefer ist so eine „Ehrenamtliche“, als
Unternehmerin, in vierter Generation mit ca. 70 Beschäftigten.
„Wenn ich schon Mitglied bin, dann muss
ich mich auch engagieren, um mitgestalten zu können.“
Die Liste ihrer ehrenamtlichen Tätigkeiten ist lang:
Ausschuss für Stadtentwicklung und Einzelhandel,
IHK-Expertenrat zukunftsfähige Innenstadt, Vollversammlung
der IHK, Vorstand des von der IHK ins
Leben gerufenen Vereins OFFENBACH OFFENSIV,
Delegierte des HAV (Hessischer Apotheker Verband).
Noch dazu kommt: Sie sitzt im Aufsichtsrat von Cari
Job (eine Initiative der Caritas), engagiert sich im Palliativnetz
Offenbach, im Freiwilligenzentrum, im Kirchenvorstand
der Friedenskirchengemeinde und ist
ehrenamtliche Richterin am Arbeitsgericht.
Wie kommt eine Frau zu so viel gesellschaftlichem
Engagement, was ist die Triebfeder, und wie lässt
sich das mit Job und Familie verbinden?
„Was mich antreibt? Ich möchte etwas bewegen in der
Stadtgesellschaft. Auch wenn wir mit der Familie mal
eine Zeit woanders gelebt haben, so bin ich mit Haut
und Haaren Offenbacherin. Ich bin mit den starken Vorbildern,
den Frauen in unserer Familie (in der vierten
Generation liegen die Geschicke des Unternehmens
in deren Händen) – groß geworden. Das möchte ich
weitergeben. Meist fehlen genau diese „Vorbilder“ für
Frauen, um sich zu beteiligen, sind doch immer noch
die meisten „Chefs“ Männer und auch dementsprechend
in Gremien vertreten - was sich zwar ändert – wenn
auch langsam. Was Job und Familie angeht: Es ist anstrengend,
macht Spaß, ist nicht immer einfach und mit
Unterstützung zu meistern." (Franziska J. Hoefer)
28 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
MUT&LIEBE / THEMA /
Franziska Hoefer ist Vorsitzende des
„OFFENBACH OFFENSIV e.V.“
Seit 2013 engagiert sich der Verein für einen starken
Wirtschaftsstandort, eine lebendige Innenstadt,
und mehr Gemeinschaft in Offenbach. Unter Vorsitz
von Franziska Hoefer bringt das Netzwerk Wirtschaft,
Kultur und Stadtentwicklung zusammen – für ein Offenbach
mit Zukunft. Initiiert wurde er von Unternehmer:innen,
Handwerker:innen, Wissenschaftler:innen
und Freiberufler:innen in Zusammenarbeit mit der
IHK Offenbach am Main. Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort
Offenbach nachhaltig zu stärken. „OFFEN-
BACH OFFENSIV e.V.“ versteht sich (wie auch die IHK)
als aktiver Partner der Stadt sowie als Netzwerkplattform
für lokale Unternehmen. Der Verein unterstützt
strategische und kommunikative Aspekte der Stadtentwicklung.
Ein wenig gerät Franziska Hoefer ins
Schwärmen, wenn sie darüber spricht, was schon erreicht
wurde.
„Wir sind auf einem guten Weg, glaube ich. Insbesondere
im Rahmen des „Masterplan Offenbach 2030“ und des
„Zukunftskonzepts Innenstadt“ entstanden ganzheitliche
Ideen für eine lebendige Innenstadt – entwickelt
mit Partner:innen aus Wirtschaft, Kultur und Verwaltung
und der IHK Offenbach am Main. Weitere Projekte wie
der Testraum, die Musikinitiative „Spiel mich! OF-Klaviere“,
der Wettbewerb „Offenbachs Beste“ oder der Rathaus-Pavillon
zeigen doch, dass sich eine positive Bilanz
abzeichnet. Natürlich geht vieles noch zu langsam; bei
manchen Projekten tauchen erst im Prozess Schwierigkeiten
auf – z. B. der Brandschutz im ehemaligen Kaufhaus
Galeria, der die Planer vor lösbare, aber komplizierte
Aufgaben stellt. Was ich mir wünsche ist, dass wir
noch mehr Geschwindigkeit in die Umsetzung bringen.
Frei nach dem Motto: Einfach machen! Was letztendlich
dabei herauskommt, wie nachhaltig es ist, wird man eh
erst in 10 bis 15 Jahren sehen. Da sind mir manchmal
zu viele Bedenkenträger, Mahner, Zweifler und Meckerer
unterwegs. Es gehört natürlich auch Mut dazu, Fehler zu
machen, aber aus denen kann man lernen, und so entsteht
letztendlich Fortschritt und Zukunft."
Vielen Dank für die Gespräche und Informationen an
Franziska J. Hoefer und Frank Achenbach.
Weitere Informationen: www.offenbach.ihk.de
www.offenbach.offensiv.de
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
Uf fim
Unternehmen
familienfreundlich
in Offenbach
ausgezeichnet
Jahr 2025
UFF!… und zwar mit Auszeichnung
5. Uff-Preisverleihung am 24. Okt.
Wenn im Alltag wieder alles auf einmal kommt: der
frühe Kita-Schluss, der überfällige Arzttermin für den
Vater, das Teammeeting zur ungünstigsten Zeit, dann
hört man ihn oft: den berühmten Stoßseufzer „Uff!“.
In Offenbach steht dieses „Uff“ aber noch für etwas
Anderes: für Unternehmen mit Familienfreundlichkeit,
also für Arbeitgeber, die die Herausforderungen
von Beruf, Familie und Pflege ernst nehmen und ihre
Mitarbeitenden aktiv dabei unterstützen, all das miteinander
zu vereinbaren.
Am 24. Oktober wird der Uff-Preis bereits zum fünften
Mal vom Frauenbüro Offenbach verliehen, im Rahmen
eines feierlichen Festakts im Bernardbau. Mit Musik,
einem Impulsvortrag und der Preisverleihung durch
den Oberbürgermeister wird sichtbar gemacht, was
oft unsichtbar bleibt: das Engagement von Unternehmen,
die zeigen, wie Vereinbarkeit im Arbeitsalltag
konkret gelingen kann.
Die Auszeichnung basiert auf einem Beschluss der
Stadtverordnetenversammlung von 2016 und ist Teil
der lokalen Umsetzung der EU-Charta zur Gleichstellung
von Frauen und Männern auf kommunaler
Ebene. Eine engagierte Jury aus Fachleuten aus Verwaltung,
Arbeitsmarkt und Zivilgesellschaft hat auch
in diesem Jahr wieder Unternehmen ausgewählt, die
mit innovativen Maßnahmen, von flexiblen Arbeitszeiten
über Elternzeitregelungen für Väter bis hin zu
konkreter Unterstützung für pflegende Angehörige,
echte Maßstäbe setzen.
Der Uff-Preis würdigt damit nicht nur gute betriebliche
Praxis, sondern macht sie auch sichtbar, teilbar
und nachahmbar, als Beitrag zur Chancengleichheit
und zu einer modernen Unternehmenskultur in
Offenbach.
Informationen unter:
https://www.offenbach.de/buerger_innen/familie_
soziales/frauen_und_maedchen/beruf_und_familie/
uff-auszeichnung-familienfreundliche-unternehmen-in-of.php
29
MUT&LIEBE / THEMA /
sport und ehrenamt
Alexander Knöß (Mut&Liebe Redaktion) im Gespräch
mit dem Sportkreisvorsitzenden Jörg Wagner.
Die hessische Politik hat eine neue Richtlinie
zum Ehrenamt in Hessen herausgebracht.
Was bedeutet Ehrenamt für Dich?
Ehrenamt ist für mich die Übernahme von
Verantwortung und die Möglichkeit voranzubringen,
was einem am Herzen liegt.
Es ist aber auch die Möglichkeit, sich
selbst aktiv in der Gesellschaft einzubringen
und mitzugestalten.
Welche Verbesserungen für das Ehrenamt gehen
aus der Richtlinie hervor und hilft sie den Vereinen tatsächlich
Ehrenamtliche zu gewinnen?
Eine Verbesserung ist auf alle Fälle der Weg des Bürokratieabbaus,
auch wenn wir hier erst am Anfang stehen.
Es ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung und
kann die Vereine bei der Gewinnung von Ehrenamtlichen
unterstützen.
Wie ist der Blick auf das Ehrenamt bei den Vereinen
im Sportkreis Offenbach.
Die Zahl der Ehrenamtlichen könnte besser sein. Die
Gewinnung von Ehrenamtlichen hat sich aufgrund der
Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft erschwert. Dies
zeigt sich gerade in der Nachwuchsgewinnung. Unsere
Vereine leisten hier eine herausragende Arbeit. Ich möchte
aber auch der kommunalen Politik in Stadt und Kreis
Offenbach danken. Sie haben immer ein offenes Ohr für
die Belange der Ehrenamtlichen. Natürlich sind ihnen bei
der Hilfestellung in einigen Bereichen auch Grenzen gegeben,
die sich kaum bis gar nicht verschieben lassen.
Jörg Wagner ist 57 Jahre alt und seit 30 Jahren
ehrenamtlich aktiv. Neben den ehrenamtlichen
Tätigkeiten als Kreisfußballwart und Vorsitzender
des Sportkreises für Stadt und Kreis
Offenbach ist er unter anderem
Konfliktmanager der Sozialstiftung
des hessischen Fußball
Verbandes und stellvertretender
Vorsitzender der Kommission
gesellschaftliche Verantwortung
sowie ehrenamtlicher Richter am
Verwaltungsgericht Darmstadt.
Als Sportkreisvorsitzender vertritt
er 343 Vereine mit 119.217 Mitgliedern
und damit die größte Personenvereinigung in
Stadt und Kreis Offenbach. Die Unterstützung
und Förderung des Sports und seiner Vereine
steht für Wagner bei den meisten Aufgaben
im Vordergrund und ist ihm eine Herzensangelegenheit.
Die Vertretung der Interessen der
Sportvereine gegenüber der Politik und der
Sportverbände ist dabei (s)eine Kernaufgabe.
Die Zeit, welche er mit Leidenschaft und Liebe
zum Sport für seine Aufgaben aufbringt ist
nicht genau zu beziffern.
„Ich habe sehr viele wunderbare Momente im
Sport und in der Vereinsgemeinschaft erlebt.
Das möchte ich auch anderen ermöglichen
und etwas zurückgeben. Es ist aus meiner Sicht
aber auch wichtig, dass wir Werte wie Respekt,
Toleranz, Hilfsbereitschaft, Freiheit, Demokratie
und Verantwortung vorleben. Ehrenamt kann aber
auch einfach nur Spaß und Freude bringen.“
(Jörg Wagner)
Wie ist die Entwicklung des Ehrenamtes aus Sicht des
Sportkreisvorsitzenden?
Jeder hat im Ehrenamt die Möglichkeit, sich nach seinen
Interessen zu engagieren und Neues auszuprobieren. Ältere
Menschen engagieren sich oft stärker, weil sie mehr
Zeit haben, während junge Leute eher projektorientiert
mitmachen. Diesen Herausforderungen
müssen wir uns stellen. Die Vereine haben
in den vergangenen Jahrzehnten bereits gezeigt,
dass sie innovativ und anpassungsfähig sind.
30 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
Foto: Jörg Wagner © privat
MUT&LIEBE / THEMA /
Was braucht es, um Menschen zu motivieren sich
ehrenamtlich zu engagieren?
Man muss die persönliche Motivation des Ehrenamtlichen
wecken. Dabei sollte man persönliche Interessen
ansprechen und positive Erlebnisse schaffen. Ein
leichter Zugang zum Ehrenamt sowie unkomplizierte
Abläufe sind dabei sicher hilfreich.
Welche Ansätze verfolgt der Sportkreis?
Wir versuchen die Vereine zu unterstützen und beratend
an ihrer Seite zu stehen. Für uns ist die Wertschätzung
der Ehrenamtlichen äußerst wichtig. Eine
Ehrung kann da schon sehr viel bewirken. Wir haben
zum Beispiel gemeinsam mit der Uta und Rolf
Düncher Stiftung und der Offenbach Post den „Erich-
Müller-Preis“ ins Leben gerufen. Mit diesem Preis
sollen ehrenamtlich Tätige für ihr Engagement in
der Jugendarbeit belohnt werden. Ebenfalls versuchen
wir die Rahmenbedingungen des Ehrenamtes
durch Schulungsmaßnahmen zu verbessern.
Was wäre die Folge, wenn das Ehrenamt die Aufgaben
des Sports nicht mehr tragen kann und durch hauptamtliche
Kräfte professionalisiert werden müsste?
Eine vollständige Professionalisierung würde den
Sport deutlich teurer und weniger zugänglich machen.
Höhere Kosten könnten dazu führen, dass es zur
Ausgrenzung von Einkommensschwächeren kommt.
Das Gemeinschaftsgefühl, welches den Sportverein
bzw. das Ehrenamt ausmacht, geht verloren und eine
reine Dienstleistungsstruktur wird weniger persönliche
Bindung schaffen. Was das Ehrenamt leistet,
kann der Staat nicht abdecken.
Wie können der Sportselbstverwaltung und die staatliche
Sportpolitik das Ehrenamt sinnvoll fördern und
stabilisieren?
Es bedarf einer Unterstützung des Ehrenamtes, die
nicht zu Lasten der Vereine geht. Zum Beispiel ist die
angedachte Erhöhung der Ehrenamtspauschale auf
den ersten Blick eine sehr gute Sache. Wer zahlt aber
am Ende die Rechnung: die Vereine. Es muss nach
Lösungen gesucht werden, die nicht zu Lasten der
Vereine gehen. Im Engagementstrategiepapier des
Bundes ist als beispielhaftes Vorhaben genannt, dass
die Bundesregierung die steuerliche Förderung von
freiwilliger Tätigkeit mit der Zielstellung der weiteren
und kontinuierlichen Stärkung freiwilligen Engagements
stetig überprüfen und anpassen wird. Zur
Stärkung des Engagements wird daneben die Einführung
eines Steuerfreibetrages für Engagement
und Ehrenamt wie auch die Absetzbarkeit von Aufwendungen
für die Ausübung von freiwilligem Engagement
geprüft werden. Dies ist aus meiner Sicht ein
Weg in die richtige Richtung. Jetzt muss es nur noch
zur Umsetzung kommen.
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SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
31
MUT&LIEBE / THEMA /
seniorenrat offenbach – „ehrenamt war noch
nie so wichtig, wie heute"
Foto: Astrid Huber
Im Seniorenrat engagieren sich Offenbacher Bürgerinnen und Bürger für die Interessen und Bedürfnisse
älterer Menschen in unserer Stadt – und das ist wichtig, denn auch Offenbach wird älter. Seit kurzem
wissen wir (in der Hessenschau war es zu sehen), dass in Offenbach die meisten Hundertjährigen in Hessen
leben. Der Anteil der über sechzigjährigen Einwohner liegt bei etwa 25-30 Prozent. Seit dem letzten
Jahr gibt es durch den Seniorenrat einige neue Angebote, die gut angenommen wurden – darunter das
Sommerfest im Hof der Parkside Studios und das regelmäßig stattfindende SeniorenKino im Filmklubb.
Ingrid Walter (Mut&Liebe Redaktion) sprach mit Dr. Matthias Gründler und Gertrud Umminger über ihre
Motivation sich im Seniorenrat zu engagieren. Für beide ist es nicht das erste Ehrenamt.
„Während meiner beruflichen Zeit als Kinderarzt war
ich in der Offenbacher Stadtgesellschaft ehrenamtlich
noch nicht aktiv“, erzählt Matthias Gründler, der im
Seniorenrat für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig
ist. „Aber ich bin niemand, der untätig rumsitzt. Ich
muss etwas tun – und ich habe Lust zu schreiben.“ Zuvor
engagierte er sich viele Jahre in einer Gruppe
von 30 bis 40 Ärzten im humanitären Hilfsprojekt
Cargo Human Care e. V. (CHC) für Kinder in Nairobi,
Kenia. Aus dieser Arbeit heraus entstand unter anderem
ein Waisenhaus. Mit dem Eintritt in den Ruhestand
richtete Gründler seinen Blick stärker auf seine
Heimatstadt: „Ich finde Engagement wichtig, weil ich
uns Bürger als Solidargemeinschaft begreife. Außerdem
lerne ich neue Leute kennen und erhalte spannende
Einblicke.“
Ein gutes Miteinander in der Stadt fördern
Der Seniorenrat befindet sich derzeit in der dritten
Legislaturperiode und setzt sich aus sechs Männern
und neun Frauen zusammen. Vorsitzender ist der
Rechtsanwalt Horst Thon, die stellvertretenden Vorsitzenden
sind Doris Hoefer, ehemalige Betreiberin
der Löwen-Apotheke, und Dieter Dänner, der zugleich
die Kassenführung übernimmt. Der Seniorenrat arbeitet
unabhängig, parteipolitisch und konfessionell
32 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
MUT&LIEBE / THEMA /
neutral. Er versteht sich als Beratungsgremium für
den Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung
in Angelegenheiten, die ältere Menschen in Offenbach
betreffen. Dabei geht es um eine seniorengerechte
Stadtentwicklung ebenso wie um ein gutes
Miteinander der Generationen – für ein würdevolles
und selbstbestimmtes Leben im Alter.
Innerhalb des Gremiums übernehmen einzelne Mitglieder
Verantwortung für verschiedene Themenbereiche.
Matthias Gründler beispielsweise kümmert
sich um die Öffentlichkeitsarbeit und gemeinsam
mit Dr. Hans Diefenbach um die Gesundheitsaufklärung
der Offenbacher Senioren. Er freut sich über die
gelungene Überarbeitung der Informationsschrift
„Wegweiser für Menschen mit Behinderung oder
im Alter“, herausgegeben von der Stadt. (s. S. 12. Die
Broschüre ist gedruckt erhältlich und online abrufbar:
https://senioren-offenbach.hessen.de/dokumente/)
Auch der neue Flyer des Seniorenrats wurde realisiert
– in acht Sprachen, denn: „Es ist uns wichtig, alle
älteren Bürgerinnen und Bürger der Stadt zu erreichen“,
so Gründler.
„Durch die Beschäftigung mit unserer Stadtgesellschaft
ist mir klar geworden, dass wir etwas tun müssen“, sagt
er überzeugt. Besonders dankbar ist der Seniorenrat
für die Unterstützung durch Stadtkämmerer Martin
Wilhelm und Altersplanerin Astrid Huber. Ein großes
Ziel: eine mobile, auch digital funktionierende Beratungsstelle.
Ein kleineres, aber konkretes Anliegen:
mehr altersgerechte Ruhebänke im Offenbacher
Stadtbild.
Noch ohne formales Rederecht – das soll sich ändern
Im Gegensatz zum Kinder- und Jugendparlament besitzt
der Seniorenrat bislang kein formales Antragsund
Rederecht in politischen Gremien. Auch hier
setzt sich das Gremium für Veränderung ein – denn
Mitsprache ist Teil demokratischer Teilhabe.
Passende Kulturangebote für Ältere schaffen
Gertrud Umminger ist besonders wichtig, dass ältere
Menschen aktiv am kulturellen Leben der Stadt teilnehmen
können. „Ich habe überlegt, was ich im Seniorenrat
konkret beitragen will – und da erschien mir der
Kulturbereich sinnvoll“, erzählt sie.
Soziale Arbeit prägte ihr Berufsleben über 50 Jahre.
Doch auch das Politische fehlte nicht: „Ich war lange
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
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Stadtverordnete und habe mich in Offenbach und Frankfurt
für Frauenprojekte eingesetzt.“ Für sie steht fest:
„Das Ehrenamt war noch nie so wichtig wie in der heutigen
Zeit. Es ist entscheidend, sich zu engagieren – um
Klartext zu sprechen und Demokratie aktiv zu leben.“
Viele gesellschaftliche Aufgaben ließen sich ihrer
Ansicht nach ohne freiwilliges Engagement gar
nicht bewältigen. Andererseits sollte sich die Politik
aber nicht auf dem Ehrenamt ausruhen.
1989 gründete sie den Verein Calla e. V. (www.callaev.de),
der suchtkranken Frauen hilft – auch durch
betreutes Einzelwohnen in der eigenen Wohnung.
Darüber hinaus veranstaltet sie das Erzählcafé im
Café Frieda – Ende Juli konnte man dort orientalische
und chinesische Märchen hören. Eine weitere
Idee, die in Kooperation mit Nicole Werth vom Filmklubb
entstand, war das SeniorenKino mit Filmen,
die dem Alter mit Mut und Witz begegnen – und bewusst
früher gezeigt werden, da viele Ältere ungern
im Dunkeln unterwegs sind.
„Ältere Menschen nehmen sich oft zurück. Sie sollten
mehr gesehen und geschätzt werden“, findet Umminger.
33
MUT&LIEBE / THEMA /
Senior*innen-Kino im Filmklubb
Insgesamt möchte sie im Seniorenrat erreichen, dass
das Leben älterer Menschen aktiver werden kann. So
kam sie auch auf die Idee mit dem SeniorenKino. „Es
müsste ein kulturelles Angebot geben, wo sich ältere
Menschen treffen und austauschen“, dachte sie. Nach
einem fulminanten Start mit dem ersten Film „Liebesbriefe
aus Nizza“ mit 70 Gästen im letzten Jahr
hat sich das Seniorenkino zweimal im Monat mit
Einlass um 14 Uhr etabliert. Feine Kuchen und
Getränke kann man an der Theke erstehen. Alle
Beteiligten freuen sich außerdem, dass der Lions
Club das Angebot unterstützt und dadurch der
Eintrittspreis vergünstigt ist.
Im August wurde „Der Salzpfad“ gezeigt – die
bewegende Geschichte eines Ehepaars, das nach
Schicksalsschlägen zu Fuß die britische Küste
entlangwandert.
Generationen verbinden:
Lesebegleitung in Grundschulen
Ein weiteres Projekt, das der Seniorenrat fördern
will, ist die Lesebegleitung für Grundschüler. Gertrud
Umminger und Matthias Gründler werben
dafür, dass sich Seniorinnen und Senioren beim Bundesverband
Mentor – Die Leselernhelfer – engagieren,
der auch in Offenbach aktiv werden will.
(https://mentor-bundesverband.de/offenbach)
Senior*innenMittagsKINO im filmklubb
Die Erfolgsstory geht weiter !
Im Filmklubb wird in enger Zusammenarbeit mit dem
Seniorenrat der Stadt Offenbach ein unterhaltsames
MittagsKino angeboten. Ca. alle 14Tage mal Mittwochs
mal Donnerstags,.
Einlass 14h, Beginn 15h. Es wird stets Kaffee und
Kuchen verkauft. Der Eintritt beträgt 8,- €
Mi. 10.09. Film -
WILMA WiLL MEHR
Einlass 14h, Beginn 15h
Mi. 01.10. Film -
DAS FEST GEHT WEITER
Einlass 14h, Beginn 15h
Mi. 15.10. Film -
wird noch bekannt gegeben
Es folgen weitere Termine
und tolle Filme.
Infos
filmklubb, Isenburgring 36,
www.filmklubb.de
Barrieren abbauen – im Kopf und in der Stadt
Viele Veranstaltungen der Stadt sind für ältere Menschen
nach wie vor schwer zugänglich. So befindet
sich der Medienraum in der Sandgasse im fünften
Stock – der Aufzug ist jedoch häufig außer Betrieb.
Ähnliche Probleme bestehen in den Parkside Studios.
Zuständige Stellen der Stadt wurden mehrfach informiert
– eine dauerhafte Lösung steht jedoch noch
aus.
Nächste Veranstaltung des Seniorenrats:
„Aktionstag – älter werden in Offenbach“
Mit Vorträgen und Infoständen.
4. Oktober, von 10.00 – 15.00 Uhr
Veranstaltungssaal im Bernardbau, Herrnstr. 61
https://senioren-offenbach.hessen.de/
34 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
MUT&LIEBE / THEMA /
255 jahre apotheke zum löwen –
40 jahre glockenspiel
von Thomas Lemnitzer
Der 250. Geburtstag ging in der Coronazeit etwas
unter, daher wird nun das Glockenspiel und ein nicht
ganz rundes Jubiläum zusammen gefeiert.
Von heilkundiger Tradition bis zu klingenden Melodien
– mitten in der quirligen Fußgängerzone Offenbachs
steht seit 255 Jahren die Apotheke zum Löwen.
Direkt davor lädt sei 1998 die ungewöhnliche
Bronzeskulptur des Bildhauers Bonifatius Stirnberg
zum Verweilen ein, eine humorvolle Szene: „Krieh
die Kränk“, ein ironisches, öffentliches Kunstwerk,
das Stadtgeschichte und hessische Mundart verbindet.
Seit 40 Jahren ertönen an der Fassade Melodien,
das Glockenspiel begleitet das urbane Treiben am
Platz. Beide Objekte sind Stiftungen der Apotheke
zum Löwen.
Anno Domini 1770 wurde von Andreas Amburger
die Institution die Apotheke zum Löwen gegründet.
Sie hat die Zeit, Kriege und Zerstörung überlebt. Sie
wurde 1949 von Ruth und Horst Stützel aus Ruinen,
die eine Brandbombe hinterlassen hatte, wieder
aufgebaut. Ruth Stützel besorgte die Medikamente
in Darmstadt bei Merck mit dem Fahrrad! Das traditionsreiche
Haus hat viele Umbauten und Modernisierungen
erlebt. 1970 setzte Dr. Horst Stützel als
erster Apotheker in Deutschland ein elektronisches
Bestellsystem mit Lochkarten ein. 1994 ließ Doris
Hoefer-Stützel das Haus deutlich erweitern. Vier
weitere Etagen wurden hinzugefügt. Die Apotheke
entwickelte sich zum Gesundheitszentrum mit Ärzten
im Obergeschoss. Franziska Hoefer übernahm
2009 die Leitung in der vierten Generation. Heute
arbeiten ca. 70 Mitarbeiter:innen (fast nur Frauen),
viele in familienfreundlicher Gleitzeit, auf zwei Etagen.
Vom ersten elektronischen Bestellsystem bis
zum berühmten Glockenspiel und Skulptur – hier verbinden
sich Tradition, Gemeinsinn und Fortschritt im
besten Sinne.
Seit 1985 erklingen über der Eingangstür täglich um
11.00, 12.00, 17.00 und 18.00 Uhr die Glöckchen.
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
© Thomas Lemnitzer
Zum 40. Geburtstag wurde die Initiative „Glock ’n bach
– Dein neuer Klang für Offenbach“ initiiert. Das Projekt
wird von der Apotheke zum Löwen unter Leitung
von Franziska Hoefer umgesetzt. Die Apotheke ist sowohl
Initiatorin als auch Stifterin – in Kooperation mit
dem „Kulturmanagement der Stadt Offenbach“, „Das
ist Offenbach“ (lokale Stadtmarketing-Initiative) und
„Like Offenbach“ (digitale Stadt-Community)
Die Offenbacher:innen wurden eingeladen, neue
Melodien einzureichen. Mit Hilfe einer Jury und in
Publikumsabstimmung wurden aus über 600 Einsendungen
sechs neue Stücke ausgewählt, die von der
Offenbacher Musikkoryphäe Peter Krausch für das
Glockenspiel arrangiert werden. Die Einreichungszeit
lief bis Ende Juli. Danach folgten Jury und Publikumsabstimmung.
Die Finalmelodien – darunter
Vorschläge wie „Hells Bells“, „Forever OFC“ oder die
„Melodie der Maus“ – werden ab dem 20. September
2025 zu hören sein.
Franziska Hoefer betont: „Ich erhoffe mir, mit ‚Glock ’n
bach‘ die Stadtgesellschaft ein Stück näher zusammenzubringen.
Gemeinschaft ist gesund und für Gesundheit
und Lebensqualität bringen wir uns als Apotheke gerne
ein.“
255 Jahre nach Gründung klingt Offenbach hier wie
es ist: lebendig, vielfältig, modern – und mit einem
Augenzwinkern, manchmal auch etwas rustikal.
35
MUT&LIEBE / THEMA /
Trainer Yakup Mutlu (l.) und Wolfgang Malik, Präsident des
BC-Nordend Offenbach e. V.
Foto: P. Baumgardt
„Wahrnehmung ist wichtig", sagt Yakup Mutlu. „Die
Wahrnehmung des eigenen Körpers und die Wahrnehmnung
meines Gegenübers." Der Kampfsportler und
ehemalige Physiotherapeut trainiert im Boxclub
Nordend Offenbach ehrenamtlich Kinder, Jugendliche
und Erwachsene in Brazilian Jiu Jitsu. Dies ist
eine spezielle Kampfsportart, die auf dem Boden
ausgeübt wird. „Seit 35 Jahren betreibe ich Kampfsport,
früher auch Karate, Judo und Ju-Jutsu. Jetzt geht
nur noch Brazilian Jiu Jitsu."
Yakup Mutlu erkrankte an Hereditäre Ataxie, Polyneuropathie
(eine neurologische Erkrankung, die das
Nervensystem unterschiedlich beeinträchtigt). Er ist
auf den Rollstuhl angewiesen und auch das Sprechen
ist eingeschränkt. Trotzdem trainiert Yakup regelmäßig
seit 2022 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in
Brazilian Jiu Jitsu, einer Sportart, die auch Menschen
mit Behinderungen ausüben können. Die Kurse im BC
Nordend werden inklusiv angeboten für Teilnehmende
mit und ohne Behinderung.
gelebte inklusion:
brazilian jiu jitsu
im boxclub nordend
offenbach e.v.
von Petra Baumgardt
„Die Kinder und Jugendlichen in meinen Kursen regagieren
meist zuerst verunsichert auf meine Behinderung.
Sie kennen soetwas nicht und wissen nicht, wie
sie mit mir umgehen können. Ich mache dann den ersten
Schritt, gehe auf sie einzeln zu und spreche mit jedem.
Auch dabei geht es um Wahrnehmung", so Yakup.
Einen Menschen mit dieser Einschränkung als Trainer
in einer Kampfsportart zu erleben, verändert wohl
grundlegend die Wahrnehmung und den Umgang
miteinander. Respekt, Achtsamkeit und die Überwindung
von Vorurteilen werden so auf direktem Weg
erlernt.
Sehr erfolgreich in Brazilian Jiu Jitsu ist Yakup Mutlu
auch auf nationaler und internationaler Wettkampfebene.
Zur Zeit ist er Deutscher Meister und auf Platz
zwei bei der Europameisterschaft. Bei den Weltmeisterschaften
2024 auf Kreta erkämpfte er ebenfalls
den 2. Platz. „Das alles kostet sehr viel Kraft", so Yakup.
„Aber Bewegung ist die beste Threapie."
Aktuell trainiert der Sportler für die nächsten großen
Wettkämpfe, die Europameisterschaft in Belgien
und im November die Weltmeisterschaft in Thailand.
„Die Titel sind mir dabei nicht so wichtig", so der ambitionierte
Kämpfer. „Vor allen Dingen möchte ich,
dass die Leistung von Menschen mit Behinderung mehr
wahrgenommen wird und meinen Teil dazu beitragen."
Für die Weltmeisterschaft hat Yakup eine Einladung
des Verbandes, die Reisekosten für ihn und seine
notwendige Begleitperson werden allerdings nicht
übernommen. Der Boxclub Nordend startet jetzt
eine Spendenaktion, um die Wettkampfteilnahme
seines engagierten Trainers zu unterstützen.
36 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
MUT&LIEBE / THEMA /
Yakup Mutlu (r.) erkämpfte den 2. Platz bei der Weltmeisterschaft
2024 auf Kreta.
Trainingszeiten Brazilian Jiu Jitsu
im BC Nordend Offenbach, Hafenallee 59
Kinder + Jugendliche: Di.: 16.00 – 17.00 Uhr
Erwachsene: Di. + Fr.: 20.00 – 22.00 Uhr
Interessierte können gerne direkt zu den
Trainingszeiten vorbeikommen.
boxclub-offenbach.de
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Weitere Infos:
Boxclub Nordend Offenbach e.V.
Bernd Hackfort, E-Mail: B.Hackfort@gmx.de
Spende (betreff: Yakup): Boxclub Nordend Offenbach e.V.
Bankverbindung: Städtische Sparkasse Offenbach
IBAN: DE51 5055 0020 0005 9250 61
Samstag, 20.09.2025
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MUT&LIEBE
In Teilzeit zur gefragten Fachkraft
Maryam N. macht eine Ausbildung zur
Medizinischen Fachangestellten in Teilzeit
Wer kennt sie nicht, die Hinweise beim Besuch der Fachärztin
oder des Hausarztes, dass leider mit Wartezeiten
zu rechnen ist – weil zu wenig medizinisches Fachpersonal
anwesend ist. Wenn es um die eigene Gesundheit
geht, möchte man das eigentlich nicht.
In Offenbach absolviert eine junge Frau eine Ausbildung
zur medizinischen Fachangestellten in Teilzeit -
wenn man ihre Geschichte erfährt, hofft man, dass man
beim nächsten Arztbesuch jemandem wie ihr begegnet.
Denn Maryam N. musste einige Hürden überwinden, bevor
es so weit war. Sie kam vor zehn Jahren aus Afghanistan
nach Deutschland. In Afghanistan hatte sie einen
Hochschulabschluss erworben und wollte Ärztin werden.
Dann wurde die Situation in dem krisengeschüttelten
Land immer unerträglicher und sie beschloss, sich
auf den Weg nach Deutschland zu machen. Als sie in
Offenbach ankam, war sie voller Optimismus, hatte aber
noch keine ausreichenden deutschen Sprachkenntnisse.
Maryam N. hat alle Wege hin zur gefragten Fachkraft in
enger Abstimmung mit den Beraterinnen der Agentur
für Arbeit Offenbach gemacht. Aber für das Gelingen ist
vor allem sie selbst verantwortlich: ihre Ausdauer, ihr
Fleiß und ihre Zielstrebigkeit, mit der sie auch Hürden
überwindet.
Der Spracherwerb stand für die junge Frau an vorderster
Stelle. Alle Sprachkurse bis zum B2-Level hat sie in
kürzester Zeit absolviert. Sie konnte auch ihre Zeugnisse
aus Afghanistan anerkennen lassen. Es kristallisierte
sich in den intensiven Beratungsgesprächen heraus,
dass sie eine duale Ausbildung machen würde, denn sie
wollte in Deutschland bleiben und sich auch beruflich
integrieren.
Ihre größte berufliche Chance sah sie in gesundheitlichen
Berufen. Sie absolvierte auf Anraten ihrer Berufsberaterin
mehrere Praktika und entschied, dass ihr
das Berufsbild der medizinischen Fachangestellten am
meisten entsprach. Die Mischung aus medizinischem
Wissen, dem empathischen Zugang zu Menschen sowie
dem technischen und kaufmännischen Know-how, das
in diesem anspruchsvollen Beruf erforderlich ist, lag
genau auf ihrer Linie.
Die Schwangerschaft brachte Maryam N. nicht von
ihrem Ziel ab. Sie musste den Ausbildungsbeginn verschieben,
ließ in ihren Bemühungen aber nicht nach.
Sobald die Kinderbetreuung für ihre Tochter gesichert
war, entschloss sie sich, die Ausbildung in Teilzeit zu
machen. Das ist machbar, wenn auch der Ausbildungsbetrieb
mitspielt.
Informationen zur Ausbildung in Teilzeit
bei der Agentur für Arbeit Offenbach
Sonja Schicktanz
Beauftragte für Chancengleichheit
am Arbeitsmarkt
Tel.: 069 82997 822
Offenbach.bca@
arbeitsagentur.de
Eva Seyrling
Studien- und Berufsberaterin
Berufsberatung zur
Ausbildung in Teilzeit
Offenbach.berufsberatung@
arbeitsagentur.de
38 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
MUT&LIEBE
Eva Seyrling, Berufsberaterin der Agentur für Arbeit
Offenbach: „Es war ein längerer Prozess, bis Frau N. ihre
Ausbildung starten konnte. Aber sie hat sich in allen Stadien
ihres Vorhabens ausführlich beraten lassen - so konnten
alle Möglichkeiten durchgesprochen werden. Das ist
wichtig. Dass eine Ausbildung auch in Teilzeit absolviert
werden kann, kann Müttern und Vätern neue Wege eröffnen.
Frau N. hat auch unsere Vermittlungsvorschläge ernst
genommen und als das genutzt, was sie sind: eine Chance.
Aber überzeugt hat sie mit ihrer Persönlichkeit.“
Dass es die Möglichkeit einer Ausbildung in Teilzeit
gibt, ist wenig bekannt. Gründe können Erziehungszeiten,
aber auch die Pflege von Familienangehörigen sein.
Im September 2023 begann Maryam N. mit ihrer Ausbildung.
Ausbildung in Teilzeit bedeutet, dass alle
theoretischen Ausbildungsabschnitte voll belegt
werden, aber die Praxisanteile verringert oder zeitlich
gestreckt stattfinden. Deswegen kann eine Teilzeit-Ausbildung
auch auf vier Jahre verlängert werden.
Maryam N. wird ihre Ausbildung aber voraussichtlich
in der Regelzeit schaffen. Die Betreuung ihrer Tochter
hat sie gemeinsam mit ihrem Mann so geregelt, dass
sie genügend Lernzeiten hat.
„Es ist sehr anstrengend“, lacht sie. „Aber es macht auch
Spaß und ich habe noch mein ganzes Berufsleben vor mir.
Durch die Beratungsgespräche wurde mir klar, dass man
mit einer Ausbildung in Deutschland sehr viele Möglichkeiten
hat. Bis jetzt habe ich es noch keinen Tag bereut,
diesen Weg eingeschlagen zu haben.“
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
39
MUT&LIEBE / THEMA /
innovatives projekt
#ZusammenWachsen in offenbach
– einsamkeit trifft auf resilienz
von Stefanie Schlemm, wissenschaftliche Begleitung und Produktentwicklung bei Honjok-Offenbach
Unser buntes, lebendiges Offenbach ist reich an
kulturellen Angeboten, an künstlerischer Vielfalt
und internationalem Flair. Wir wohnen gerne hier,
wir lieben die Dynamik unserer Stadt. Für Menschen
in Notlagen gibt es viele Hilfsangebote,
Beratung zu den unterschiedlichsten Themen und
Problemen.
Für viele ist es kaum vorstellbar, dass es hier auch
Menschen gibt, die von chronischer Einsamkeit
betroffen sind. Viele Menschen. Wissenschaftliche
Schätzungen gehen von bis zu einem Drittel der
Bevölkerung aus.
Was ist chronische Einsamkeit überhaupt?
Jeder Mensch ist manchmal einsam. Es ist das Gefühl,
nicht dazu zu gehören, keinen zu haben, der zuhört
und versteht. Einsam kann man auch unter vielJen
anderen Menschen sein. Es ist kein schönes Gefühl
und unterscheidet sich vom „Alleinsein“, das man
auch genießen kann.
Wenn man sich sehr oft oder gar dauerhaft einsam
fühlt, spricht man von chronischer Einsamkeit. Es ist
ein Zustand, der die Lebensqualität senkt und sich
gravierend auf die Gesundheit auswirken kann. Die
Ursachen liegen in einer Vielzahl von sozial-strukturellen
Gegebenheiten, die sich häufig noch gegenseitig
verstärken. Wer betroffenist, nimmt immer weniger
am sozialen und kulturellen Leben teil, zieht sich zurück.
Dies verfestigt die Einsamkeit immer weiter.
Vorbild aus Süd-Korea
Das Wort „Honjok“ steht für eine von Süd-Korea ausgehende
Bewegung für einen positiven Umgang
mit Einsamkeit. Genau dies ist der Fokus unseres
Projekts Honjok-Offenbach. Unser Ziel ist es, innovative
Ansätze zu entwickeln, um die Resilienz bei
chronischer Einsamkeit zu stärken und soziale Teilhabe
fördern.
40
Bei Honjok-Offenbach finden potenziell Betroffene
die Möglichkeit und den Raum, sich auszutauschen,
Unterstützung zu finden, gemeinsam Angebote zu
schaffen, die helfen, Resilienz zu entwickeln. Wir haben
im September 2024 im kleinen Kreis damit angefangen.
Unter dem Motto #ZusammenWachsen ist
es unsere Vision, im Laufe der nächsten Jahre, ganz
Offenbach mit an Bord zu haben, als DIE Stadt, in der
Einsamkeit auf Resilienz trifft.
ÜBER HONJOK-OFFENBACH:
Das Projekt „HONJOK Offenbach“ wird im Rahmen
des ESF Plus-Programms “Zusammenhalt stärken –
Menschen verbinden” durch das Bundesministerium für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend und durch die
Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds
Plus (ESF Plus) gefördert.
Es ist eine Zusammenarbeit der MainArbeit, dem kommunalen
Jobcenter der Stadt Offenbach und KIZ Sinnova
gGmbH, bei der in Offenbach ein bisher einzigartiges
Angebot zur Stärkung der Resilienz gegen Einsamkeit
entsteht, um Menschen in Offenbach zusammenzubringen
und den sozialen Zusammenhalt nachhaltig zu fördern.
Projektleitung: Oliver Werner Kommunales Jobcenter
Offenbach, oliver.werner@offenbach.de
Pädagogische Leitung: Alexander Geiling,
KIZ SINNOVA gGmbH, honjok@kiz.de
Wissenschaftliche Leitung: Stefanie Schlemm,
KIZ SINNOVA gGmbH, stefanieschlemm@kiz.de
Blühende Oasen in Offenbach
Die gemeinsamen Aktionen Gärtnern, Kochen und
Reparieren sind wichtige Säulen des Projekts. Schon
im Winter haben wir Pflänzchen in Töpfen vorgezogen.
Heute sind an vielen Orten mit viel Liebe kleine
Honjok-Oasen mit blühenden Beeten, Insekten-Spas,
Gemüse und Kräutern entstanden. Mit der Ernte kochen
wir frische Gerichte und essen gemeinsam.
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
MUT&LIEBE / THEMA /
An diesen Orten sind blühende Honjok-Oasen in Offenbach entstanden und werden von uns mit Liebe gepflegt.
Infografik von Alexander Geiling. © HonjokOffenbach
Durch den Umgang mit der Natur und die Verwertung
unserer eigenen Lebensmittel erfahren wir Gemeinschaft
und Austausch, lernen täglich Neues. All
dies im Bewusstsein, dass nachhaltiges, ressourcenschonendes
Handeln uns verbindet.
In diesem Sinne entsteht bei Honjok auch ein Repairund
Upcycling-Café, wo ausrangierte Elektrogeräte
wie Radios, Boxen oder auch Laptops repariert oder
zu neuen Geräten verarbeitet werden.
#ZusammenWachsen in Offenbach
Anfang des Jahres kamen die wichtigen Player der
Stadt zu einem Barcamp bei uns im Waldhof zusammen,
einem ersten fachlichen Austausch zum Thema
Einsamkeit in Offenbach. Das Ergebnis dieses Tages
war der Auftakt für eine visionäre Zusammenarbeit
in diesem Netzwerk, mit dem Ziel, das Thema Einsamkeit
aus der Tabu-Zone auf die öffentliche Agenda
zu holen, die zahlreichen und vielfältigen Angebote
in Offenbach zu vernetzen und ihre Sichtbarkeit
zu steigern – mit dem Ziel: #ZusammenWachsen.
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
EINLADUNG
Das zweite Netzwerk-Barcamp findet am
19. September 2025 bei KIZ in Offenbach-
Waldhof statt. Bei Interesse bitte kurze
E-Mail an honjok@kiz.de
Unser Instagram-Kanal:
@HonjokOffenbach
© HonjokOffenbach
41
Ich bin mal kurz weg....
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42 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
© Leonore Poth
Kinder-
Seite
Bratapfel mit Vanilleeis
Du brauchst:
Äpfel • Rosinen • gehackte Nüsse
• Honig/Ahornsirup • Zimt
• Vanilleeis • einen Apfelentkerner/ein
Messer • Backpapier
• ein Backblech
Du musst selbst entscheiden, wie viel
du von allem benutzen möchtest, passe es aber an
die Anzahl der Bratäpfel an.
So geht`s:
Entkerne die Äpfel, nachdem du sie gewaschen hast.
Am leichtesten geht das Entkernen mit einem Apfelentkerner,
du kannst aber auch ein Messer benutzen.
Wichtig ist, dass der Apfel danach ein Loch an Stelle
des Strunks hat.
Nun kannst du mit allen anderen Zutaten, außer des Eises,
das Loch füllen. Dann muss der Backofen auf 180°C
Ober-/Unterhitze vorgeheizt werden. Zuletzt legst du
die gefüllten Äpfel auf das Blech, schiebst sie für 20
Minuten in den Backofen und servierst sie danach mit
beliebig viel Vanilleeis. Guten Appetit!
Hallo, das hier ist die Kinderseite.
Da jetzt wieder der Herbst ansteht, stelle
ich dieses Mal Sachen aus der Küche vor,
die ihr super in der kuscheligen Jahreszeit
zu einem Film, einem Buch oder auch
einfach so verzehren könnt.
Viel Spaß, eure Louise
Zimt-Knusper-Mandeln
Du brauchst:
150g Mandeln • 2EL Ahornsirup/Honig • 1TL Zimt
1TL Kokosöl • Backpapier • ein Backblech
So geht`s:
Zuerst erwärmst du das Kokosöl, sodass es flüssig
ist. Dann rührst du Ahornsirup oder Honig und Zimt
unter. Die Mandeln werden in eine Schüssel gegeben
und dann von der Öl-Zimt-Mischung übergossen und
mariniert.
Als nächstes wird der Backofen auf 175°C vorgeheizt.
Zuletzt werden die Mandeln einzelnd auf das
Backblech verteilt und im Backofen für 10-15 Minuten
gebacken.
Achte darauf, sie nach der Hälfte
der Zeit zu wenden, damit sie
rundum knusprig werden.
Die fertigen Zimt-Knusper-
Mandeln sind super zum
Verschenken, du kannst sie
aber natürlich auch selber
verspeisen.
Guten Appetit!
© Michelle-
Fotos © pixabay
Spillner
44
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SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
MUT&LIEBE / KINDER /
das ensembleTHEATERATELIER14H /
Projekt Bleichstraße 14H
Gruppenvorstellungen, Kindertheatertage und
„Süßer Sonntag“ mit Familienvorstellungen
"Unterm Schermsche"
Figurentheater Kania auf dem Wochenmarkt
Infos & verbindliche Kartenreservierung:
dasensemble@theateratelier.info, 069 82 36 39 90 (AB)
Karten sind nur an der Tageskasse erhältlich
Eintritt: „Süßer Sonntag“: Erw. / Kind: 7,- € (VV.: 6,- €)
übriges Programm: Gruppenvorstellungen: 3 € Kind
Einzelpreise: Kind: 4,00 €; Erw.: 5,50 €
Neu ist die Vorverkaufsstelle für Karten für den
„Süßer Sonntag“: BioEck, Falltorstraße 11, OF-Bürgel
Infos unter www.theateratelier.info
Das Gefühlskarussell (ab 8 Jahren)
das ensembleTHEATERATELIER 14H
07.09.25, 15.00 Uhr, Süßer Sonntag
09. / 10. / 11.09.25, jeweils 11.00 Uhr
Wenn Jan mit Auguste tanzt! (ab 3 Jahren)
puppen.etc. / Christiane Klatt
23.10.25, 11.00 + 14.00 Uhr
Ein Stück über den Einklang mit der Natur und ihren
Jahreszyklen.
JundA © puppen-etc.
Das Figurentheater Kania ist zu Gast „Unterm Schermsche“
auf dem Wilhelmsplatz mit dem Märchen
„Schneewittchen“ frei nach den Brüdern Grimm.
Das Stück ist für Menschen ab vier Jahren geeignet.
Passend zum Märchen bekommt jedes Kind einen
Apfel, frisch vom Wochenmarkt.
Organisiert wird das Ganze vom City Management und
der Abteilung Liegenschaften.
Sa. 12. Sept., jeweils 10.00, 11.00 und 12.00 Uhr
_ _ _ _ _ _ _ _ _
© Georg Diederichs
KINDERTHEATERTAGE im Theateratelier, Bleichstr. 14 H
Die zweite Prinzessin das ensembleTHEATERATELIER
14H, (ab 4 J.)
18.11.25, 11.00 Uhr
Die zweite Prinzessin (ab 4 Jahren)
das ensembleTHEATERATELIER 14H
16.11.25, 15.00 Uhr, Süßer Sonntag
Die zweite Prinzessin wollte auch unbedingt einmal die
Erste sein und nahm sie die Sache selbst in die Hand…
„PAPIERWELTEN“ (ab 4 Jahren)
das ensembleTHEATERATELIER 14H
04. / 05.+ 06.11.25, jeweils 11.00 Uhr
Ulrike Happel und Sabine Scholz loten spielerisch die
Möglichkeiten des Materials Papier aus. Immer neue
Spielebenen werden geschaffen, kleine Geschichten entstehen
und erzählen sich ganz ohne Sprache. Da Sprache
nicht eingesetzt wird, sind keine Deutschkenntnisse
erforderlich, auch Gehörlose können der Handlung ohne
Probleme folgen.
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
Amanda, das kleine Huhn, Doris Friedmann (ab 3 J.)
19.11.25, 11.00 + 14.00 Uhr
PUNKT PUNKT KOMMA STRICH Theater Monteure
(ab 3 Jahren)
20.11.25, 11.00 + 14.00 Uhr
_ _ _ _ _ _ _ _ _
© rotes zebra amanda das kleine huhn
45
MUT&LIEBE / GOURMET /
NEU
AUF DEM
WOCHEN-
MARKT
pure
kaltgepresste säfte & co.
Text / Foto von Ingrid Walter
An der linken Ecke des Wochenmarkts, gleich
hinter dem wunderschönen Blumenstand „Tausendschön“
leuchtet ein neuer salbeigrüner Wagen.
Kommt man näher heran liest man den Slogan:
„Handmade. Mit Liebe gemacht.“ Darunter findet
man Karten mit den fantasievollen Namen: „Samt
und Sonne“, „Rote Seele“, „Kraftgrün“, „Orange Laune“
und „Offenbacher Kick“. Die Beschreibungen der
Inhaltsstoffe machen ebenfalls Laune. Denn sie
hören sich lecker und gesund an. Verkauft werden
bei Pure frisch gepresste Säfte, die man entweder
direkt am Stand aus kompostierbaren Maisstärke-
Bechern trinken oder in Glasflaschen mit nach
Hause nehmen kann (im Kühlschrank sind sie
mindestens drei Tage haltbar).
Seit Anfang Juli steht Benjamin Michalik an allen
Markttagen (Di, Fr und Sa) auf dem Offenbacher Wochenmarkt
– und hat schon eine kleine Stammkundschaft
mit seinen frischen und gesunden kaltgepressten
Säften erobert. Die Idee kam dem Ingenieur, der
früher in der Automobilbranche arbeitete, während
eines längeren Aufenthalts in Indien. „Ich habe immer
gern gekocht und mich dann stärker mit den Inhaltsstoffen
von Lebensmitteln befasst. Auch, weil ich eine
stressige Phase hinter mir hatte, die mir buchstäblich
auf den Magen geschlagen war“, erzählt er. „Ich habe
angefangen mich selbst noch besser zu ernähren – und
das hat Wirkung gezeigt.“ Wieder zurück in Offenbach,
das ihm in den letzten siebzehn ans Herz gewachsen
ist, begann er die Neugründung eines eigenen
Unternehmens umzusetzen, schrieb Konzepte und
einen Businessplan für das Angebot seiner frischen
Produkte aus Obst und Gemüse – und fand einen
Namen dafür.
Bei Pure gibt es außer den Säften noch gesunde
Naschereien wie Fruchtschlangen, Fruchtchips und
Granola, das Benjamin aus dem gepressten Trester
der Früchte gewinnt. Es wird also nichts weggeworfen
– und das Naschwerk besitzt dank der
schonenden Trocknung im Trockenofen bei niedriger
Temperatur (40 Grad) noch nahezu alle Vitamine.
46 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
MUT&LIEBE / GOURMET /
vhs-Specials
Volks
Kreis
Um Anmeldung bei der vhs Offenbach wird gebeten,
Tel. 069 8065 3141 oder www.vhs-offenbach.de
Benjam Michalik schenkt gern Gesundes ein
an seinem Stand auf dem Wochenmarkt.
Das Angebot wechselt saisonal, je nachdem,
was gerade reif ist. In den Sommermonaten
war das „italienische Frühstück“ der Verkaufshit,
so nennt er sein Sorbet aus Pfirsichen,
verfeinert mit Zitronenthymian. Zum Herbst
und Winter dürfte der „Offenbacher Kick“ mit
Ingwer, Orange und Kurkuma die Offenbacher*innen
begeistern.
Alle Produkte werden ohne den Zusatz von
Zucker direkt am Stand hergestellt und sind
deshalb vor allem auch für Kinder eine wohlschmeckende
und gesunde Alternative zu süßen Limonaden.
Überraschend gut und anders schmecken
vor allem auch die Gemüsesäfte, wie „Kraftgrün“ mit
Sellerie und Spinat oder „Rote Seele“ mit Rote Beete
und Gurke. „Ich habe lange an den Rezepten gefeilt
und es ist mir wichtig, auch Gemüsesäfte, die wirklich
schmecken, unter die Leute zu bringen“, sagt er. Daneben
achtet Benjamin auf erstklassige Qualität der
Zutaten und Endprodukte. Alle seine Drinks sind
dazu fein abgestimmt mit Kräutern und/oder Zitrusnoten.
Den Platz vorne links (mit dem Markhäuschen im Rücken)
hat Benjamin mit Bedacht gewählt. Er mag es,
wenn die Menschen sich am Stand unterhalten – dafür
ist ein Stehtisch bereit, wo man vor Ort probieren
und genießen kann. „Ich habe gerne Gäste“, sagt er und
freut sich über die Neugier der Kunden, die sein besonderes
Angebot gut annehmen. Bisher ist er damit
exklusiv in Offenbach vertreten. Auch woanders gibt
es solche kaltgepressten Säfte kaum. Kunden und
Kundinnen klärt er gern über die Inhaltsstoffe auf und
gibt Informationen über deren wohltuende Wirkung.
Da sagt man gerne „Prost“ – auch, wenn die durchsichtigen
Maisstärkebecher nicht klingen.
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
Gemeinschaftlich und selbstorganisiert wohnen
in Offenbach – Was ist das und wie geht das?
Ein Infoabend von: Mietshäusersyndikat-Projekt LaRo 5,
Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V.,
Volkshochschule Offenbach
Kursnummer: C1023VO
Termin: Do., 11.09.2025, 18:00 - 20:00 Uhr
Ort: vhs, Raum 110 (Saal), kostenlos
Gemeinschaftliche Wohnprojekte bauen auf die kollektive
Gestaltung des Zusammenlebens. Selbstorganisierte
Wohnformen wie das Mietshäuser-Syndikat setzen
dabei zusätzlich auf die Autonomie und Mitbestimmung
der Bewohnenden. Wie können wir das Wohnen bezahlbar
machen und selbst in unsere Hände nehmen?
Welche Möglichkeiten bietet gemeinschaftliches und
selbstorganisiertes Wohnen in der Stadt Offenbach?
_ _ _ _ _ _ _ _ _
Lehrer und Lausbuben –
Ein Parkspaziergang mit Schulgedichten
Eine Führung mit Winno Sahm
Kursnummer: C6102FU
Termin: Sa., 13.09.2025, 15:00 - 17:00 Uhr
Treffpunkt: Leibnizschule Altbau, Parkstr. 1, Gebühr: 7,00 €
Der Dreieichpark in der Nachbarschaft des historischen
Gebäudes der Leibnizschule liefert die Szenerie für eine
deutschsprachige Lyrikauswahl aus dem weiten Feld
der Pädagogik. Selten ohne Komplikationen, aber mit
großem Unterhaltungspotential bieten sich Beziehungen
zwischen Lehrenden und Lernenden in vielfältigen
Konstellationen dar. Kultur- und literaturhistorische
Anmerkungen ergänzen die Gedichtvorträge.
_ _ _ _ _ _ _ _ _
Kinder stärken – wie Mobbingprävention gelingt
Kursnummer: C1512VO
Termin: Di., 30.09.2025, 19:00 - 21:00 Uhr
Kursort: vhs, Raum 231, Gebühr: 7,00 €
Kinder brauchen Stärken und Wege mit Konfliktsituationen
umzugehen. Wo fängt Mobbing an und wie
begleiten wir unsere Kinder respektvoll in Konfliktsituationen?
Der Vortrag gibt Ihnen Impulse in diesem
Bereich. Es braucht starke Kinder, die achtsam mit sich
und ihrer Umwelt umgehen. Lassen Sie uns gemeinsam
ein Vorbild sein und präventiv wirken.
47
MUT&LIEBE / GOURMET /
süßes aus
dem netz
www.kuchenbaecker.com
Liebe Leserinnen und Leser des
Mut&Liebe Magazins,
wer durch Offenbach geht, flaniert vorbei an Häuserfronten
und erreicht vermutlich irgendwann das Mainufer.
Man hört Sprachen aus aller Welt und riecht den
Duft aus Bäckereien, Imbissen und Cafés. Was man nicht
sofort sieht, ist das unsichtbare Geflecht, das all das zusammenhält:
Menschen, die ihre Zeit verschenken, weil
sie wissen, dass eine Stadt nicht nur aus Straßen und
Häusern besteht, sondern aus Beziehungen.
Dieses Engagement zeigt sich an vielen Orten. Da ist
das Freiwilligenzentrum Offenbach, das Menschen zusammenbringt
– die, die helfen wollen, und die, die
Unterstützung brauchen. Da sind Sportvereine, in denen
Trainerinnen und Trainer nicht nur Bälle verteilen,
sondern Mut und Gemeinschaft. Da sind Kulturinitiativen
wie der Kunstverein Offenbach, wo Ausstellungen
und Veranstaltungen entstehen, weil Freiwillige
anpacken, aufbauen, organisieren. Und es gibt Stadtteilgruppen,
die Blumen pflanzen, Müll sammeln oder
einfach dafür sorgen, dass niemand allein bleibt.
Oft ist Ehrenamt leise. Es passiert, wenn jemand bei
den Hausaufgaben hilft, ohne dass es in der Zeitung
steht. Wenn eine Handvoll Menschen im Park den Müll
aufsammelt, bevor er zur Gewohnheit wird. Diese Gesten
sind vielleicht klein, aber sie sind das Herz unserer
Stadt.
Es gibt keinen „richtigen“ oder „falschen“ Weg, sich zu
engagieren. Ehrenamt in Offenbach ist bunt. Es passiert
im Freiwilligenzentrum, in Sportvereinen, bei Umweltaktionen,
in Kulturinitiativen oder einfach zwischen
Nachbarn. Es ist nicht auf eine Bühne angewiesen, sondern
entfaltet seine Kraft oft im Stillen. Manche packen
einmal im Jahr mit an, andere jede Woche – gemeinsam
formen sie das Gesicht der Stadt.
Und genau das macht Offenbach lebendig: Menschen,
die nicht abwarten, sondern anpacken. Die sehen, was
fehlt, und es einfach tun. Kein großes Spektakel, sondern
unzählige kleine Gesten, die sich zu etwas Großem
summieren.
Apfelkuchen mit
Marzipan
Darum: Wenn Sie schon länger denken, Sie könnten etwas
beitragen – tun Sie es. Die Möglichkeiten sind fast
so vielfältig wie die Menschen selbst. Ob im Stadtteil,
im Verein, in der Kultur oder im Umweltschutz: Offenbach
wartet nicht – Offenbach macht. Werden Sie ein
Teil davon.
Wussten Sie, dass Menschen, die sich in besonderem
Maße engagieren, die sogenannte E-card bekommen
können? Sie ist ein Dankeschön an alle die sich ehrenamtlich
für andere einsetzen. Mit der Karte können in
ganz Hessen viele Vergünstigungen in Anspruch genommen
werden. (www.deinehrenamt.de/ecard-hessen)
Passend zur Jahreszeit habe ich Ihnen einen köstlichen
Apfelkuchen mit Marzipan mitgebracht.
Viel Spaß beim Nachbacken.
Bis zum nächsten Mal, bleiben Sie gesund
Ihr Kuchenbäcker Tobias Müller
© Tobias Müller
48
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
Foto: © Stadt Offenbach / Katja Lenz • Econ Referenten Agentur
•••••• Zutaten ••••••
3-4 Äpfel z. B. Boskop oder Elstar
Saft einer halben Zitrone • 50g weiche Butter
100g Marzipanrohmasse gekühlt
100g weiche Butter • 100g Zucker • 1Prise Salz
1Pck Bourbon Vanillezucker
3 Eier • 180g Mehl • 1TL Backpulver • 50ml Milch
3-4 EL Aprikosenkonfitüre • 50g Mandelblättchen
Puderzucker nach Belieben
DIE
BLAUE
Freitag,
5. September
DIE
ab 18.30 – 22.30 Uhr:
STUNDE
Freitag,
• Vortrag von Thomas Ranft
BLAUE
5. September
(ARD-Wettermoderator) zum
ab 18.30 Thema – 22.30 Klimawandel
Uhr:
• Vortrag • Film: von ‚Rückkehr Thomas Ranft zum Land der
(ARD-Wettermoderator) Pinguine‘ von Luc zum Jacquet,
STUNDE Thema präsentiert Klimawandel vom filmklubb Offenba
• Film: ‚Rückkehr zum Land der
Eintritt frei.
Pinguine‘ von Luc Jacquet,
Bitte Picknickdecke mitbringen.
präsentiert vom filmklubb Offenbach
20
JAHRE
20
JAHRE
Eintritt frei.
Bitte Picknickdecke mitbringen.
•••••• So geht's ••••••
Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die Äpfel waschen, das Kerngehäuse ausstechen und
anschließend in 1 cm dicke Spalten schneiden.
Den Saft der halben Zitrone darüber gießen, kurz vermengen
so dass alle Apfelspalten mit Zitronensaft
benetzt sind und beiseite stellen.
Wetterpark Offenbach
Wetterpark Offenbach
Foto: © Stadt Offenbach / Katja Lenz • Econ Referenten Agentur
Die Marzipanmasse grob raspeln und mit 50 g weicher
Butter mit dem Mixer cremig rühren. Beiseite stellen.
In einer separaten Schüssel 100 g weiche Butter mit
Zucker, Vanillezucker und einer Prise Salz hellcremig
aufschlagen.
Die vorbereitete Marzipanmasse dazugeben und unterrühren.
Anschließend nacheinander die Eier unterrühren.
Das Mehl mit dem Backpulver mischen und
abwechselnd mit der Milch unter den Teig rühren.
Den fertigen Teig in eine gefettete oder mit Backpapier
ausgelegte Springform füllen und glattstreichen.
MUT&LIEBE / GOURMET /
OF Unverpackt
LADEN & CAFE
Einkaufen ohne Verpackungsmüll!
Lebensmittel ❊ Hygieneartikel ❊ Putzmittel
Haushaltswaren ❊ selbstgebackenen Kuchen
Die vorbereiteten Apfelspalten von außen nach innen
kreisförmig auf dem Teig auslegen. Im vorgeheizten
Backofen auf der mittleren Schiene für 45 Min. backen.
Während der Kuchen im Ofen backt, die Mandelblättchen
in einer beschichteten Pfanne ohne Fett leicht
anrösten, bis sie goldbraun sind.
Die Aprikosenkonfitüre in einem kleinen Topf bei
mittlerer Hitze und unter umrühren erwärmen, bis sie
etwas flüssiger wird. Den fertigen, noch warmen Kuchen
aus dem Ofen nehmen mit der Aprikosenkonfitüre
bestreichen. Anschließend mit den gerösteten Mandelblättchen
bestreuen.
Den Kuchen abkühlen lassen und nach Belieben mit
Puderzucker bestäuben.
OF Unverpackt
Gabelsbergerstr. 48, OF
Öffnungszeiten:
Di. bis Fr.: 10.00 – 19.00
Samstag: 10.00 – 18.00
49
MUT&LIEBE / KUNSTWERK /
Rund 80 Kunstschaffende aus den Bereichen
Musik, Bildhauerei, Tanz, Schriftstellerei, Malerei
und Film arbeiten derzeit in den über 50 Ateliers
der Zollamt Studios. Am letzten Septemberwochenende
(26. bis 28.9.) möchten die Künstlerinnen
und Künstler in der Ausstellung „Zollamt Positions
3“ nochmal zeigen, was in dem Atelierhaus
in der Frankfurter Straße 91 so alles entsteht.
Die „Zollamt Positions“ finden zum dritten Mal statt.
In einer vielfältigen Schau geben die Künstlerinnen
und Künstler Einblicke in ihr Schaffen. Präsentiert
werden im Ausstellungsraum im Erdgeschoss die
unterschiedlichsten künstlerischen Positionen.
Jeder ausstellende Künstler, jede ausstellende
Künstlerin hat dafür eine bestimmte Wandfläche
zur Verfügung. So möchte etwa Michelle Concepción
kleinformatige abstrakte Gemälde aus ihrer
Serie „Pearls“ zeigen – die selbstverständlich auch
erworben werden können. In den Arbeiten, die in
ihrem Atelier über mehrere Monaten entstehen,
verweben sich Farben und Formen zu faszinierenden
Welten.
zollamt
positions 3
– ein atelierhaus
zeigt sein innenleben
von Ingrid Walter
Ulrike von der Osten, disperse 1, Acryl auf Glas, 77 x 74, 2025
Ulrike von der Osten zeigt ebenfalls abstrakte
Gemälde. In ihren neuen Arbeiten stehen geometrische
Flächen im spannenden Widerstreit zu
gestischer und fluider Malweise. Andrea Blumör
verwendet für ihre Malerei Vorlagen aus der Wirklichkeit.
Fahrkarten, Passseiten, Notizzettel, von
Behörden gestempelte Schriftstücke etc., die sie
POSITIONS
Zollamt Galerie, Frankfurter Str. 91, OF
26. Sept., 19.00 – 22.00 Uhr,
Vernissage mit Live-Musik und kühlen Dinks
27. Sept., 14.00 – 20.00 Uhr:
Ausstellungsöffnung und Workshops im Hof
28. Sept., 14.00 – 20.00 Uhr:
Artist Talks bei Kaffee und Kuchen
Detaillierte Informationen finden sich auch auf
den Social Media Plattformen.
50 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
MUT&LIEBE / KUNSTWERK /
auf Reisen gesammelt hat, werden hier zu etwas Neuem.
Lukas Magnin baut eine Skulptur für sein Videoprojekt
und zeigt außerdem Fotografien. Insgesamt
erhalten Besucher einen guten Querschnitt dessen,
was in den Zollamt Studios, hinter sonst verschlossenen
Türen, an Kunst erwacht.
Im Rahmenprogramm zur Gemeinschaftsausstellung
werden Workshops angeboten. So wird Lukas Magnin
am Samstag um 14 und 16 Uhr Graffiti Workshops
mit Schablonen veranstalten. Dafür stehen
im Hof Übungsflächen und Spraydosen bereit. Mit
Zahnschmuckkünstlerin Melanie Brendel kann man
einen Gipsabdruck am eigenen Kiefer nehmen.
Die Künstler hoffen mit ihren Angeboten möglichst
viele Menschen zu erreichen – auch solche die sonst
wenig mit Kunst in Berührung kommen. Das kleine
Kunstfestival lohnt auf jeden Fall einen Besuch und
inspiriert zum Mitmachen.
neue künstlerheimat(en)
in aussicht
– was kommt nach den
zollamtsstudios?
Ingrid Walter im Gespräch mit Martin Wilhelm
Künstler:innen haben Mut&Liebe angesprochen
und berichtet, dass sie die Kündigung für ihre Ateliers
in den Zollamtstudios erhalten haben. Im April 2026
muss das Gebäude gegenüber dem Ledermuseum geräumt
sein. Ingrid Walter sprach mit Martin Wilhelm,
Stadtkämmerer und Sozialdezernent Offenbachs, über
die Situation und das Angebot neuer Atelierflächen
von Seiten der Stadt.
INGRID WALTER: Es war es klar, dass das Haus, in dem
die Zollamtstudios logieren, der Kunst nur für einen
begrenzten Zeitraum zur Verfügung steht, dass die
Nutzung also endlich ist. 2022 gab es schon einmal
Diskussionen um den Fortbestand. Nun ist der Ernstfall
eingetreten – und die Zeit bis April ist knapp. Was tut
die Stadt, um die Künstler zu beruhigen und bei der
Ateliersuche zu helfen?
MARTIN WILHELM: Ja, die Nutzungsdauer war begrenzt.
Das wusste auch jeder, der dort ein Atelier betreibt.
In den letzten Jahren konnten wir bzw. die GBO die
Verträge immer noch einmal verlängern. Das Gebäude
gehört nämlich nicht der Stadt und die GBO ist auch
nur Mieter. Es ist Bundeseigentum, genauer im Besitz
der BImA (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben).
Die BImA hat nun der GBO gekündigt, weil das Objekt
baufällig ist und dringend saniert werden müsste.
Zu einer weiteren Verlängerung war man nicht zu
bewegen. Fest steht damit leider, dass es am alten Ort
nicht weitergehen kann.
Uns ist das Projekt „Zollamtstudios“ sehr wichtig. Deshalb
haben wir die GBO beauftragt, etwas Neues zu
suchen, sobald die Anmietung ausläuft. Das war auch
von Anfang an klar. Für die Kunstschaffenden soll es
Optionen geben, weiterzumachen.
I.W.: In den Zollamtstudios gibt es über 50 Ateliers, die
alle belegt sind. Wo möchte die Stadt die Künstler unterbringen?
Welche Vorschläge für Alternativen gibt es?
GBO Immobilie in der Senefelder Str. 166
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
M.W.: Über die GBO haben wir eine geeignete Immobilie
auf Höhe des Ringcenters, in der Senefelder Straße
166 gefunden. In dem dreistöckigen Gebäude waren
51
MUT&LIEBE / KUNSTWERK /
bislang Büros untergebracht, künftig kann es als
Atelierhaus genutzt werden. Außerdem gibt es derzeit
12 freie Gewerbeeinheiten im Ostpol in der Hermann-
Steinhäuser-Straße. Ein Vorteil ist, dass beide Gebäude
der GBO gehören und wir dann nicht mehr von externen
Vermietern abhängig sind.
I.W.: In den Zollamtstudios hat sich seit dem Einzug
2014 unter den Künstlern eine Gemeinschaft gebildet.
Von 26. bis 28. September ist noch eine große Ausstellung
POSITIONS 3 geplant. Es wäre schade, wenn eine
solche Gemeinschaftsarbeit in Zukunft nicht mehr
stattfinden könnte.
M.W.: Uns war es wichtig, Alternativen anzubieten –
und wir haben wirklich alles in Bewegung gesetzt,
damit es weitergehen kann. Wir sind froh, dass wir
eine Lösung gefunden haben – und möchten auf
jeden Fall eine gute Durchmischung an den beiden
neuen Standorten erreichen. Es gibt ein Kuratorium
in den Zollamtstudios um Prof. Heiner Blum, Dr. Ralph
Philipp Ziegler sowie Künstlerinnen und Künstlern,
das beratend zur Verfügung steht und den Prozess
des Umzugs begleiten wird. Wir hoffen, dass unser
Lösungsvorschlag von den Künstlerinnen und Künstlern
gut angenommen wird und durch die neuen Orte
und Begegnungen Kreatives und Neues entsteht.
I.W.: Die Zollamtstudios liegen sehr zentral gegenüber
dem Ledermuseum und der IHK, sind dadurch auch für
Besucher gut zu erreichen. Es ist ein Kulturangebot in
der Innenstadt. Stichwort Innenstadtbelebung. Wie ist
dieser Aspekt bedacht worden, bei der Wahl anderer
Standorte?
M.W.: In der Innenstadt verfügt die GBO leider über
keine Immobilie in einem ähnlichen preislichen Rahmen.
Wir möchten ja auch, dass die Mieten bezahlbar
bleiben. Ich weiß, dass die Senefelder Straße nicht
der zentralste Ort ist, aber ich denke, das Gebäude
hat eine Chance verdient. Es liegt verkehrsgünstig:
direkt vor der Tür befinden sich ein Fahrradweg, sowie
mehrere Bushaltestellen. Auch mit dem Auto ist die
Adresse gut zu erreichen. Der Ostpol ist sehr innenstadtnah.
Auch dort wären Ausstellungen denkbar.
Mut&Liebe bedankt sich, dass Sie sich für das informative
Interview Zeit genommen haben.
SENEFELDERSTR. 63•63069 OFFENBACH •069 20026922
Di. – Fr. 11.00 –18.00 Uhr | Sa. 11.00 –14.00 UHR
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ACCESSOIRES FÜR EIN SCHÖNES ZUHAUSE
52 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
MUT&LIEBE / KUNSTWERK /
Women in Water © James Francis Gill
ausstellung in der galerie sight
JAMES FRANCIS GILL -
WOMEN IN WATER
James Francis Gill, geboren 1934 in Texas, gehört
zu den wichtigsten Repräsentanten der amerikanischen
Pop-Art. Gill erlangte in den 1960er Jahren
Anerkennung für seine kühnen und ausdrucksstarken
Gemälde, die Elemente der Popkultur mit Techniken
der bildenden Kunst verbanden. Sein Durchbruch
kam, als sein Marilyn-Triptychon 1962 vom Museum
of Modern Art in New York erworben wurde und ihn
neben Andy Warhol und Roy Lichtenstein zu den
führenden Künstlern der Pop-Art-Ära machte. Anders
als viele seiner Zeitgenossen integrierte Gill oft
tiefere psychologische und soziale Kommentare in
seine Werke und verwendete leuchtende Farben und
vielschichtige Kompositionen, um gesellschaftliche
und politische Themen zu behandeln und kritisch zu
hinterfragen. Elf seiner frühen Werke wurden in diesem
Jahr in die Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart
aufgenommen und gezeigt.
Heute gilt Gill als wegweisender Künstler, dessen
Werk die Brücke zwischen klassischer Pop-Art und
modernem künstlerischen Ausdruck schlägt. Seine
Werke befinden sich in den Sammlungen vieler
führender Museen. Im Alter von 91 Jahren präsentiert
Gill nun seine neueste Werkserie „Women in Water“.
Der Künstler wird zur Vernissage in der Galerie sight
anwesend sein.
Vernissage: 25. September, 19.00 Uhr
Ausstellung: 25.09. bis 02.11.2025
SIGHT Galerie und Kunstberatung, Schillstr. 2, OF
www.sight-art.de
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
Ausstellung mit Arbeiten der Bildhauer:innen
Emilia Neumann, Georg Hüter und Urban Hüter
Geöffnet am 7. + 14. Sept., ab 11.15 Uhr
(nach dem Gottesdienst). Im Turm der Friedenskirche,
Geleitsstr. 104, OF
„Wie es leuchtet“ © Christina Dirlich und Oliver Klier
„Wie es leuchtet“
Fotografien von Christina Dirlich und Oliver Klier
Vernissage: 19. Sept., 18.00 Uhr
Geöffnet am 21. + 28. Sept und 5., 12. + 19. Okt.,
jeweils nach dem Gottesdienst ab 11.15 Uhr
Das Gewächshaus ist ein einzigartiger Ort: Es
strahlt Ruhe aus, obwohl gleichzeitig so viel darin
passiert. Pflanzen wachsen, Reihe in Reihe, unter
dem Schutz des Glases. Hier entwickelt sich Leben.
Die Atmosphäre ist warm und wohlig. Von außen
besticht die Glas-Stahl-Konstruktion durch ihre einfache
Form, die viel Platz für Projektionen bietet.
Das Licht der Scheinwerfer hat das Gewächshaus
aus seiner alltäglichen Funktion heraus in eine
neue Dimension gehoben und es so zu einem
Kunst-Objekt gemacht. Wie es leuchtet!
Die Fotograf:innen haben das Gewächshaus der
Kooperative in Frankfurt-Oberrad von innen beleuchtet
und während der Dämmerung fotografiert.
Das Projekt ist eine Kooperation mit der Kooperative.
53
MUT&LIEBE / KUNSTWERK /
morag hall
LONDONEYE
street photography
als spiegel urbaner
realitäten
von Thomas Lemnitzer
mut&liebe und galerie
artycon präsentieren:
Morag Hall
LONDONEYE
Street Photography als Spiegel
urbaner Realitäten
Galerie Artycon, Wilhelmsplatz 2,
Offenbach
Vernissage: Sa. 06.09.2025
Finissage: Sa. 04.10.2025
jeweils: 11.00 – 16.00 Uhr
Weitere Termine nach Vereinbarung
unter 0179 1065469
www.artycon.de
Morag Hall: oben (links): Escalator, Canary
Wharf (rechts): Vauxhall
unten: Pizza Hut Victoria
54 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
/ KUNSTWERK /
Morag Hall ist eine schottische Fotografin, die heute in der Nähe von
Frankfurt ihren Lebens- und Arbeitsort gefunden hat. Anfang der 1980er-Jahre
studierte sie an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach, lebte in Frankfurt
und war im Laufe der Jahre öfter in London.
Ihre künstlerische Arbeit ist geprägt von politischem Bewusstsein und fotografischer
Intuition. Ihre Bilder sind Zeitdokumente des Alltags, soziale Beobachtungen,
visuelle Erzählungen über Identität und Veränderungen im öffentlichen
Raum.
Morag Halls fotografische Sichtweise ist ein feinsinnig
poetischer Balanceakt zwischen Dokumentation
und Interpretation. Ein Hauch von Jazz durchzieht
ihre Bildsprache. Ein Thema, ein paar Variationen,
kompositorisch manchmal schräg aber immer auf
dem Punkt, schwankend zwischen Drama und Heiterkeit,
mit feinem Gespür für jene Zwischentöne, die
im Alltagsrauschen gerne verloren gehen. Ihre Bilder
fordern geradezu auf, genauer hinzusehen, Fragen zu
stellen und den urbanen Raum zeitlich neu zu denken.
In der „Street Photography Szene“ hat sie sich
als kritische Chronistin unserer Zeit einen Platz erarbeitet.
Die Ausstellung zeigt frühe schwarz-weiß
Handabzüge auf Barytpapier, farbige Ilfochrome Abzüge,
die durch ihre Schärfe und farbliche Brillanz
heute noch beeindrucken, und aktuelle digital geprintete
Arbeiten.
MORAG HALL:
LONDON – eine Metropole mit vielen Kontrasten. In
den Bankenvierteln City und Canary Wharf schießen
in den letzten Jahren futuristische Gebäude aus dem
Boden; ganze Stadtgebiete verändern sich rapide.
Gleichzeitig bewahren viele der dorfähnlichen Stadtviertel
von London ihren Charakter.
1980 fing ich an, die Umgebung um Vauxhall in
Schwarz-Weiß zu fotografieren und erkundete dann
andere Gegenden von London. Im Jahre 2000 begann
ich, auch in Farbe zu fotografieren, anfangs analog
mit Farbdiafilm und später mit einer Digitalkamera.
Vielleicht hebt die Farbfotografie die Veränderungen
im 21. Jahrhundert hervor. Neulich besuchte ich die
Brick Lane im östlichen Teil von London und bemerkte,
dass diese Gegend ein vollkommen anderes Erscheinungsbild
hat gegenüber den Aufnahmen, die ich in
den achtziger Jahren gemacht hatte.
Die 26 Bilder in dieser Ausstellung sind Teil einer
fortlaufenden Fotodokumentation über London.
Dabei versuche ich, ein Gefühl für die Zeiten und die
gesellschaftlichen Veränderungen im Straßenbild zu
vermitteln; das Tempo auf der Straße, das Drängen
der Menschenmassen und dennoch die Einsamkeit
des Einzelnen. Während sich das Gesicht der Stadt
konstant verändert, fokussiert das Standfoto einen
gewissen Zeitmoment und friert diesen ein.
Morag Hall: American Embassy, Nine Elms
Als ich Schottland mit achtzehn Jahren verließ, war
London das Sprungbrett auf meinem Weg nach
Deutschland. Seit Anfang der 80er-Jahre kam ich
schon viele Male nach London und blieb bei meinen
Geschwistern in Vauxhall, einem Stadtteil, der selbst
voller Kontraste ist. Kleine Wohninseln mit alten
viktorianischen Häusern befinden sich inmitten eines
Straßenknotenpunktes und sind von dem MI5 Gebäude
an der Themse überschattet.
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
55
MUT&LIEBE / TIPP /
WILLKOMMEN BEI UNSEREN
NÄHKURSEN – wo Kreativität auf Individualität trifft!
Unsere Vision: Ich breche aus dem üblichen Muster aus, um euch
etwas Einzigartiges zu bieten. Bei uns findet Ihr keinen Massenbetrieb,
sondern wir gehen auf eure persönlichen Wünsche ein.
Individuell für Dich: Egal, ob Du dich in die Welt des Nähens wagen
möchtest oder bereits Erfahrung hast – ich gestalte die Kurse nach
deinen Bedürfnissen. Von Kindern über Schüler und Jugendlichen
bis hin zu Frauen und Männern – bei mir findet jede:r seinen Platz,
der Freude an handwerklicher Arbeit hat.
Unsere Ziele:
Sei einzigartig: Mein Fokus liegt darauf, dein kreatives Potenzial zu
entfalten. Gemeinsam gestalten wir Unikate, die deine Persönlichkeit
widerspiegelt.
Jenseits der Massen: Kleine Gruppen oder sogar Einzelunterricht
garantieren eine persönliche Atmosphäre.
Lieblingsstücke so schön und individuell wie das Leben, die genauso
einzigartig sind, wie Du.
Coole Unikate mit Nachhaltigkeit: Ich setzen auf Nachhaltigkeit,
denn einzigartige Mode sollte nicht auf Kosten unserer Umwelt gehen.
Unsere Projekte fördern bewusstes Schaffen und Konsumieren.
Grandiose Stoffe und deine Schnittideen: Tauch ein in eine Welt von
hochwertigen Stoffen und coolen Schnittideen. Deiner Kreativität
sind keine Grenzen gesetzt.
Neues aus Altem – Upcycling: Gemeinsam entdecken wir die Kunst
des Upcycling und erschaffen Neues aus scheinbar Vergessenem.
Ich lade Dich ein, mit mir eine kreative Reise anzutreten. Egal ob
Anfänger:in oder Fortgeschrittene, bei meinen Nähkursen steht die
Individualität im Mittelpunkt.
Lass dich von mir inspirieren, deine eigenen Ideen umzusetzen.
Melde dich bei meinen Nähkursen an und erlebe deine Kreativität.
www.Naehkurse-Offenbach.de
© Etagerie
PAPIERBLUMEN-
WORKSHOP MIT KATJA
Tauche ein in die faszinierende Welt
der Papierblumen!
Nur mit Krepppapier, Draht und Kleber
entstehen täuschend echte Blüten.
Lerne Grundtechniken und baue deine
erste Blume nach echtem Vorbild nach.
Papierblumen sind langlebig, kreativ –
und absolut im Trend! Ob Dahlie oder
Sonnenblume – du wirst staunen, wie
echt sie wirken.
Das Material wird gestellt – bitte nur
eine Schere mitbringen. Keine Vorkenntnisse
nötig, nur Freude am Basteln!
Wann: 20.09. oder 01.11., jeweils
15.15 – 18.15 Uhr
Wo: Etagerie, Taunusstraße 1, OF
Infos & Anmeldung: www.etagerie.eu
56 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
MUT&LIEBE / TIPP /
38. OFFENBACHER SAMMELSURIUM
DER Markt für Mode, Kunst & Handwerk
Über 150 Künstler:innen und Designer:innen aus ganz
Deutschland bringen ihre Arbeiten nach Offenbach.
Die Vielfalt reicht von handgefertigter Mode – mal
extravagant, mal zeitlos – über feinen Schmuck, zartes
Porzellan und Buchunikate bis hin zu Marionetten,
Skulpturen und Malerei. Auch Upcycling-Design, Glasobjekte,
Papierkunst und textile Arbeiten gehören dazu.
Alles entsteht in eigenen Werkstätten – von Einzelstücken
bis zu kleinen Editionen. Viele zeigen ihr Können
direkt am Stand, sodass Besucher den Entstehungsprozess
live erleben können. So wird der Markt zu einem
Ort voller Begegnungen, Ideen und handgefertigter
Schätze.
Jeder Stand lädt zum Staunen ein – ein Wochenende
voller Qualität, Inspiration und Überraschungen.
Wann: 8. und 9. November,
Sa. 11.00 – 18.00 Uhr, So. 10.00 – 18.00 Uhr
Wo: Stadthalle Offenbach, Eintritt: 6,- €, außen frei
offenbacher-sammelsurium.de
ZWEITLOF.FT – PROGRAMM
Bernardstraße 13, HH., OF
7. September | 15.00 Uhr
Irgendwer und Allewelt träumen vom Fliegen
(Familien)Musiktheater
Ein außergewöhnliches Theaterstück mit Geschichten
aus Allewelt von Drachen, Hummeln und anderen
Tieren, die fliegen können oder auch nicht. Von Seifenblasen
und vom Wind.
Begleitet von Musik auf dem Cello, Akkordeon, Saz
und der Rahmentrommel. Und gesungenen Liedern
aus vielen Ländern.
© Anka Hirsch
23. Oktober | 19.00 Uhr
7 Kurzgeschichten aus der Buchstabenwerkstatt
HER | AN | ZU | KUNFT Lesung aus dem Werkstattheft 4
Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache – das ist Johann
Kreißels Spezialgebiet. Zusammen mit Yasemin Ünlü
unterrichtet er Zugewanderte aller Couleur. Dabei entstehen
tolle Werkstatthefte mit Kurzgeschichten und
Gedichten. So lernen alle die wichtigsten Elemente der
Sprache auf wunderbare Weise kennen und tragen ihre
Werke und Werte auf der Bühne im zweitlof.ft vor.
Der Gitarrist Patrick Steinbach begleitet die Lesung
musikalisch.
KARIN MÜLLER
Senefelder Str. 15 | Offenbach | Tel.: 069/269 103 78
Öffnungszeiten:
Mo., Di., Do., Fr.: 9.00 – 13.00 und 15.00 – 18.00 Uhr
Sa.: 9.00 – 13.00 Uhr, Mi. Ruhetag
31. Oktober
Wir reisen in den kalifornischen Weingarten
Gedanklich und vinophil geht’s über den Teich
Miriam Freislederer vom Weingarten Eden lässt eine
extravagante Auswahl an kalifornischen Spitzenweinen
von Weltklasse aus den bekanntesten Regionen
probieren. Begleitet von passenden Leckereien. Wie
immer präsentiert von unserem Partner Winehattan.
Irgendwann Ende des Jahres
Bernard lädt ein | Die ganze Gass hat wieder auf |
Infos (zu Eintritt/Anmeldung): https://zweitlofft.de
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
57
MUT&LIEBE / TIPP /
INTERIMSLÖSUNG:
Exklusive Plätze im Fahrradparkhaus Berliner Straße
Direkt neben dem Laden artefakt liegt das neue Fahrradparkhaus
Innenstadt. Es ist fast fertig, aber leider immer
noch nicht öffentlich nutzbar: Aktuell fehlt es der
Stadt noch an Mitteln für Zugangstechnik und Betrieb.
Anja und Blümmel vom Fahrradladen artefakt möchten
an dieser Situation etwas ändern und machen das Parken
trotzdem möglich.
Ab sofort könnt ihr euer Rad in der Berliner Straße
sicher abstellen – für kurze Erledigungen, wie einen
Gang über den Wochenmarkt, längere Zeiträume, beispielsweise
euren Urlaub oder tagsüber, wenn ihr vom
Marktplatz mit der S-Bahn weiterfahrt.
© artefakt
So easy funktioniert’s:
– Im Laden bekommt ihr eine persönliche artefakt-
Karte, dafür müsst ihr nur die Nutzungsbedingungen
unterschreiben und eure Daten werden aufgenommen.
– Ihr beachtet die Öffnungszeiten des Ladengeschäfts
fürs Bringen und Abholen.
– Ihr schließt euer Rad mit einem eigenen Schloss an
den vorhandenen Ständern an.
Noch mehr Service – Wellness im Fahrradhotel
Das Fahrradparkhaus ermöglicht es dem Laden artefakt
das Serviceangebot zu erweitern. Schickt euer
Rad ins „Fahrradhotel“ und gönnt ihm ein Wellnesspaket
zur Rundumerneuerung. Gebt' euer Rad dann
in die Behandlung, wenn ihr es gerade nicht braucht,
vielleicht selbst im Urlaub seid. Das Team vom Laden
kümmert sich um eine grundlegende Inspektion und
Überprüfung, erneuert Verschleißteile und sorgt für
bequeme und sichere Nutzbarkeit.
Ihr bekommt euer Rad erholt, geputzt und gepflegt
zurück. Die Kosten findet ihr im neuen Flyer.
Aktuelle Infos: https://artefakt-offenbach.de/
Extra: Ganz nebenbei ist auch ein Besuch der Ausstellung WALLSHOW
möglich. Im Fahrradparkhaus präsentieren über 20 internationale und
regionale Künstler:innen vor Ort gefertigte Wandbilder, ein spektakuläres
Panorama zeitgenössischer Malerei.
ALLE
AUF’ S RAD !
Reparatur/Beratung/Werkstatt/
Probefahrt/Kaffee/Kino/Kultur
artefakt-offenbach.de
T 069 83838344
E laden@artefakt-offenbach.de
– – – – –
– – – – –
Berliner Straße 43–47 Di–Fr 10–18 Uhr
58 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
63065 Offenbach Sa 10–14 Uhr
– – – – –
– – – – –
MUT&LIEBE / THEMA /
Aktionstage am
12. und 13. September 2025
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
59
MUT&LIEBE / KUNSTWERK /
20. & 21.09.
2025 //
12–18 UHR
© Kirill Stefanov, „Currently on View“
die kunsttage rumpenheim
locken mit kunst im park und offenen ateliers
von Ingrid Walter
Zu den Rumpenheimer Kunsttagen im September wird neben der Schlosskirche auch der
Schlosspark wieder mit Kunst begeistern. An 12 Stationen im Park wird aktuelle temporäre Kunst
zu erleben sein. Zusätzlich gibt es Ausstellungen in Innenräumen (Ev. Gemeindehaus, Kulturhaus).
Und parallel öffnen mehr als 15 Künstler und Künstlerinnen ihre Ateliers in dem zauberhaften
Stadtteil. Gäste können anhand des Kunst.Plans (Flyer) ein Wochenende lang kunstwandeln –
oder die Orte bequem mit den Fahrradrikschas des Offenbacher Freiwilligenzentrums erreichen.
Am 20. und 21. September von 12.00 – 18.00 Uhr
wird der malerische Stadtteil Rumpenheim zum
Künstlerdorf. Zu den diesjährigen Rumpenheimer
Kunsttagen bespielen knapp 40 Künstlerinnen und
Künstler den Ort, die Kirche und den Schlosspark mit
zeitgenössischer Kunst aller Richtungen. Den Höhepunkt
der Rumpenheimer Kunsttage bildet die Rauminstallation
des diesjährigen DIANA Kunst.Preis Trägers
„Modulare Zeichnung X“ von Sebastian von Papp
in der Ev. Schlosskirche. Seine zarten und zugleich
kontrastschaffenden schwebenden Zeichenmodule
schwarzer Linienbündel aus lackierter Pappe verändern
den Kirchenraum wundersam und neu erlebbar.
Schlosspark wird Kunst.Park
Auch der Kunst.Park wartet mit außergewöhnlichen
Kunst-Überraschungen: An 12 markanten Stellen im
Park zeigen internationale Künstlerinnen und Künstler
Werke, die Kunst und Landschaft miteinander verbinden.
So leuchtet die Text Installation „Currently
on View“ des russischen Künstlers Kirill Stefanov am
Schloss Rondell wie eine freudige Ankündigung dessen,
was die Besucher im Park erwartet. Auf der großen
Wiese wird David Snyder, der extra aus den USA
anreist, seine künstlerische Forschungsstation „Double
Blind“ aufstellen. Die Ergebnisse werden während
der Kunsttage auf der Website dokumentiert. In Sichtweite
leuchtet das vier Meter hohe „Parkgipfel“-Kreuz
aus Holz des Vorstandsvorsitzenden und Künstlers
Matthias Block. Wie bei seinen letzten Arbeiten handelt
es sich um interaktive Interventionen: Es liegt ein
Gipfelbuch bereit, das Besucherinnen und Besucher
einlädt, ihre persönlichen Eindrücke hineinzuschreiben
– so werden sie zu einem Teil des Kunstwerks.
60 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
MUT&LIEBE / KUNSTWERK /
Ein paar Schritte weiter im Türkischen Pavillon wartet
die geheimnisvolle Installation „H. oder die sieben
Todsünden“ von Hagen Bonifer auf neugierige Entdecker.
Hinter einem Zelt verbergen sich sieben große
Bildtafeln und sieben Bücher auf sieben freistehenden
Postamenten.
Auf der gegenüberliegenden Wiese kann man die
beeindruckenden Metall-Skulpturen von Chris Ködel
bestaunen. Richtung Monopteros in der Platanenallee
klettern die zarten Figuren von Christiane Seitz
„Fledermaus und Hängesack“ aus den Ästen. Auf einer
denkmalgeschützten Sandsteinsäule räkelt sich die
Figur eines humanoiden Außerirdischen, geschaffen
von Wilhelm Hardt. Nahe der Kirche gibt die Installation
„12 Millionen“ von Jo Wilhelm Aufschluss über
das dramatische Schicksal der „Verschickungskinder“.
Auf dem Rundweg stellt sich Kunst in den Weg: Eine
überdimensionale Schnecke aus Holz, gefertigt von
Marina Lüdecke. „PoeTree“ – eine Lauschintervention
von Ingrid Walter lädt ein, Gedichte an neun markanten
Bäumen im Park zu hören. Geschichte, Gegenwart
und persönliche Erlebnisse sind darin verwoben und
werden sinnlich erfahrbar.
Nächste Haltestelle: Kunst
Der Kunst.Ort.Rumpenheim freut sich über eine Kooperation
mit dem Freiwilligenzentrum Offenbach –
das zwei Fahrradrikschas mit Fahrern zur Verfügung
stellt. Die Haltestellen sind auf dem Flyer vermerkt.
Gemeinde- und Kulturhaus laden ein
Im evangelischen Gemeindehaus in der Dornberger
Straße 23 können Besucher sich an den überlebensgroßen
Holzfiguren und farbenfrohen Körperdarstellungen
von Reinhold Mehling begeistern. Dort gehen
sie eine wunderbare Symbiose mit den abstrakten
Farbspielen von Wolfgang Erb ein. Im Foyer können
Besucher mit Gabriele Horcher über KI in der Kunst
in einen Dialog treten. Andrea Plefka zeigt neue
Aquarelle und Drahtskulpturen. In den Räumen der
Bürgerinitiative Rumpenheim, in der Landgraf-Friedrich-Straße
1, stoßen die ausdrucksstarken Gemälde
von Erwin Blau auf zarte Figuren von Kirsten Lippek.
Den Garten schmücken die expressionistischen Holzskulpturen
von Bianca Scheich. Im ersten Stock zeigt
Filmproduzent David Sarno im Entrée Video Stills aus
seinem Kurzspielfilm. Im Atelierraum von Petra Maria
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
Einweihungsfest
Neues Percussionstudio
Samstag, 27. September 2025
Gereon Nicolay
Amadou Diallo
Einlass ab 14:30 Uhr
Alles außer
Schlagzeug?
WORKSHOP UND KONZERT
Hasan Özgür Tuna
Marton Ludwig
Anmeldung und mehr unter:
WWW.OFFENBACH-MACHT-MUSIK.DE
Mühl führen Installationen in eine „Welt im Verborgenen“
und halten Dialog mit Dürer zwischen Kunst
und Natur. Ein paar Schritte weiter im roten Marstallgebäude
leuchten die Gemälde der ortsansässigen
Malerin Ilona Lesnaja, die zwischen Symbolismus und
magischem Realismus schweben.
MOF_Anzeige_MuL_82x117_Anschnitt_20250813.indd 1 13.08.25 1
Ateliers im Ortskern öffnen Türen zur Kunst
Im alten Marstallgebäude neben der freiwilligen
Feuerwehr öffnet Wolfgang Uhl sein Schmuckatelier
und die faszinierende Welt der Edelsteine. Er hat
zwei Künstler zu Gast. Auf dem Fabrikgelände „Kleines
Gässchen“ zeigt Cordula Jäger ihre nachhaltigen
Schmuck-Ideen, die oft aus alten Familienpreziosen
entstehen. Annetta Palmisano hat wieder spannende
Gäste in ihr Atelier geladen. Janine Bruchet-Collins
mit abstrakten Aquarellen und weitere Künstlerinnen
beleben das interessante Industriedenkmal mit
Kunst. In der Neugasse 4 kann man bei der Malerin
Anja Hantelmann in der Kunsthalle neue Werke im
61
MUT&LIEBE / KUNSTWERK /
Entstehen auf sich wirken lassen. Im Keramik-Atelier
von Birgit Palt in der Landgraf-Friedrich-Straße 25a
gibt es die beliebte Dotty-Serie, mit der sich die eigene
Sammlung ergänzen lässt.
Rumpenheimer Kunstbecher zum Sammeln
Ein ebenfalls lohnendes Sammlerobjekt sind die
Rumpenheimer Kunstbecher, die die Keramikkünstlerin
für das Event anfertigt, gestaltet mit Entwürfen
Rumpenheimer Künstler:innen. Diese können im
Park neben den Catering-Ständen für 25 Euro erworben
werden. Jedes Jahr kommen neue Motive hinzu.
Das Sammeln lohnt sich – und es kommt dem Verein
und den Kunsttagen zugute.
Ergänzend zum Buchladen
finden Sie uns auch in der
Bleichstraße 43.
In unserem Concept Store
4 Zimmer+ Garten haben
wir alles, was das Wohnen und
Schenken schöner macht.
Wir freuen uns auf Sie!
Weitere Infos und Ausstellungsplan:
www.kunst-ort-rumpenheim.de/kunsttage/
bam Buchladen am Markt
Wilhelmsplatz 12 | Offenbach
Di. bis Fr.: 10.00 – 18.00 Uhr,
Sa.: 9.00 – 15.00 Uhr
(Mo. geschlossen)
4 Zimmer + Garten
Bleichstraße 43 | Offenbach
Di., Do., Fr.: 10.00 – 18.00 Uhr,
Sa.: 9.00 – 15.00 Uhr
(Mo. + Mi. geschlossen)
62
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
MUT&LIEBE / KUNSTWERK /
BOK Galerie im Kulturkarrée
Kirchgasse 29, OF | Tel.: 0171 2842234, www.bund-offenbacher-kuenstler.de
Do. / Fr. / Sa. 16.00 – 19.00, So. 11.00 – 15.00 Uhr
Ausstellung: 26. September – 12. Oktober / Vernissage: 25. September, 19 Uhr
Claudia Weber – Tell me a story
Claudia Weber lässt ihre großformatigen Bilder kleine Geschichten erzählen.
Die Werke, mit Acrylfarbe, Kreide und Kohle bearbeitet, sind Momentaufnahmen
aus einer Welt, die ständig in Bewegung ist. In einem offenen, malerischen
Prozeß entstanden, bewegen sie sich zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit.
„Tell me a story“ versteht sich als Aufforderung des Betrachters an das
Bild, ihm eine Geschichte zu erzählen. Gleichermaßen kann das Bild dies auch
vom Betrachter verlangen.
Claudia Weber, Stillleben mit kleinem Stuhl, 2025 © Claudia Weber
Ausstellung: 24. Oktober – 9. November / Vernissage: 23. Oktober, 19 Uhr
Katja von Ruville und Thomas Lemnitzer – federleicht.slaughtering
Malerei, Objekte, Fotografie
Katja von Ruvilles Arbeiten erzählen von Verletzlichkeit und Imperfektion,
von Durchhaltevermögen und der Entscheidung in Krisensituationen erst
recht weiterzumachen. Sie spielt mit federleichten kleinsten Formen aus der
Natur und lenkt so den Blick auf Dinge, die wir im Alltag leicht übersehen.
In ihrer großformatigen Malerei lässt sie den Betrachter eintauchen in
unendliche Welten.
Thomas Lemnitzer schaut hin, wo andere wegschauen. Seine Fotoserie
„slaughtering“ ist der ästhetische Versuch ein Jahrtausend altes Handwerk
jenseits der industriellen Maschinerie zu dokumentieren. Was für die einen
Bilder sind, ist für andere eine emotionale Katastrophe. Zwischen dem was
wir konsumieren und dem was wir sehen wollen, kann die Diskrepanz nicht
größer sein. Die kontrastierenden Arbeiten der beiden Künstler präsentieren
sich in dieser Ausstellung so zum erstem Mal.
(oben) Thomas Lemnitzer, slaughtering o.T. 01, 2025, Fotografie, © Thomas Lemnitzer
Katja von Ruville, federleicht_01, 2021, Samen, Gips, Pigmente, Holz, 20 × 20 cm,
© Katja von Ruville
Ausstellung: 21. November – 7. Dezember / Vernissage: 20. November, 19 Uhr
Künstler: Klaus Puth – Erwünschte Nebenwirkung
Karikaturen, satirische Zeichnungen und Radierungen
Der Karikaturist und Zeichner Klaus Puth veröffentlichte vor genau 50 Jahren
erste Arbeiten im Frankfurter Satiremagazin „Pardon“. Seitdem ist Klaus Puth
seinem Metier in unterschiedlichen Stilen, Techniken und immer neuen Erfindungen
treu geblieben. Die Zeichnungen und Druckgrafiken in der BOK-Galerie
zeigen in der Kombination aus früheren und aktuell neuen Karikaturen ein
satirisch-vergnügliches Panoptikum.
Klaus Puth, Begegnung, 2024, Rohrfederzeichnung, Tusche auf Bütten, 17 x 23 cm, © Klaus Puth
63
MUT&LIEBE / LITERATUR /
bücherfest offenbach rheinmain
– die welt der literatur im scape°
Offenbach steht ganz im Zeichen der Literatur. Das Bücherfest im SCAPE° lädt ein zu inspirierenden
Lesungen und spannenden Diskursen. Zu Gast sind die Autorinnen und Autoren Stefanie
de Velasco, Benjamin Cors, Berit Glanz, Susanne Kaiser und Katerina Poladjan. Bei Kaffee und
Kuchen und freiem Eintritt können alle Lesebegeisterten in die Welt der Literatur eintauchen.
Stefanie de Velasco © Christian-Werner
18. + 19. Oktober, SCAPE°, Frankfurter Str. 39, OF
Samstag, 18.10.
19.30 Uhr: Stefanie de Velasco ("Heiß") und
Silke Hartmann zum Thema Wechseljahre
Sonntag, 19.10.
14.00 Uhr: Benjamin Cors „Aschesommer“
15.00 Uhr: Susanne Kaiser „Riot Girl“
16.00 Uhr: Berit Glanz „Unter weitem Himmel“
Katerina Poladjan „Goldstrand“
Der Eintritt ist frei. Infos www.offenbach.de/kultur.
Stefanie de Velasco zum Thema Wechseljahre
Den Auftakt macht am Samstag, 18. Oktober ein besonderer
Diskursabend: Stefanie de Velasco diskutiert
mit Moderatorin Silke Hartmann ein Tabuthema, das
die Hälfte der Bevölkerung betrifft: die Wechseljahre.
Die grauen Haare waren ein Schock, dann kam der
Schlafentzug und diese unkontrollierte Wut auf alles
und jeden – aber Wechseljahre? „Das ist doch übertrieben“,
dachte Stefanie de Velasco und fühlte sich
radikal verunsichert. Die meisten erwischt es kalt,
wenn die erste Hitzewallung kommt. In „Heiß“ erzählt
Stefanie de Velasco auf sehr persönliche Weise von
der Menopause – mit all ihren Schrecken, aber auch
ihrer Verheißung.
„Krimi und Thriller“ und „Herbstauslese“.
Der Sonntag, 19. Oktober, steht klassisch im Zeichen
von „Krimi und Thriller“ und „Herbstauslese“. Benjamin
Cors stellt seinen packenden Thriller „Aschesommer“
vor, in dem der Fund zweier Leichen in einem
Kühlhaus den Beginn einer beispiellosen Mordserie
markiert. Um 15 Uhr wird Susanne Kaisers Ermittlerin
Oblanski im Kriminalroman „Riot Girl“ ins Münchner
Jugendamt eingeschleust, nachdem eine Gruppierung
Katerina Poladjan © Francesco Gattoni
junger Frauen Deutschland mit ihren Aktionen erschüttert.
Den literarischen Nachmittag rundet die
„Herbstauslese“ ab: Um 16 Uhr spürt Berit Glanz
in ihrem Roman „Unter weitem Himmel“ der Frage
nach, wie kultureller Austausch Identität formt und
welche Rolle dabei die Liebe spielt. Zum Abschluss
fügt Katerina Poladjan in ihrem neuen Roman „Goldstrand“
in einer Familiengeschichte, die durch ein
ganzes Jahrhundert und quer über den europäischen
Kontinent führt, Splitter des alten Europas zu einem
heiter-melancholischen Bild der Gegenwart.
64 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
MUT&LIEBE / LITERATUR /
die „offenbacher einladung“
geht mit frischen texten
in die zweite auflage
5 jahre bücherbus on the road
offenbach liest vor – von 8 – 88
Offenbacher:innen lesen zum Jubiläum aus ihren
Lieblingsbüchern.
Bei den LiteraTouren durch Offenbach steuert der
Bücherbus ein Stadtviertel oder einen besonderen
Ort an. Dort wird aus literarischen Lieblingstexten
gelesen oder vom Schreiben berichtet.
Moderation: Ida Todisco
Die beliebte Anthologie „Offenbacher Einladung“
liegt frischgedruckt in zweiter Auflage vor. S. Katharina
Eismann und Ingrid Walter haben auch diesmal die
Herausgeberschaft übernommen – und zwar im Main-
Verlag. Zu Wort kommen in dem Buch 28 Autor:innen,
darunter Schriftsteller:innen und Kulturschaffende, die
der Stadt ein poetisches Gesicht geben. Im Vorwort
schreibt Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke, dass
die Texte einen guten Überblick geben, wie vielfältig
man sich mit der Stadt auch literarisch auseinandersetzen
kann.
In der vorliegenden Auflage sind neue Texte hinzugekommen,
beispielsweise von Dr. Ralph Philipp Ziegler
(Leiter Amt für Kulturmanagement), Dr. Dorothee Ader
(Leiterin Klingspor-Museum), Daniel Brettschneider
(Kinomacher) und Thorsten Fiedler (Krimi-Autor). Abwechslungsreich,
persönlich machen Lyrik und Prosa
die Lesart von Offenbach zum Vergnügen.
Die Texte sprühen vor Offenbach-Spirit, machen neugierig
und bieten gebürtigen Offenbacher:innen und
Neubürgern Einblicke ins historische und aktuelle
Stadtgeschehen.
Lesungen an unterschiedlichen Orten sind geplant.
5 Jahre & 5 Minuten
Wer am 18. September 5 Minuten aus einem
seiner Lieblingsbücher vorlesen möchte, kann
sich bei ida.todisco@web.de melden.
5 Jahre Bücherbus auf LiteraTour
durch Offenbach:
• 1 Bücherbus-Koloss
• Über 20 Autor:innen
• Über 60 Vorleser:innen mit ihren Lieblingsbüchern
im Gepäck
• Über 700 Laugenbrezeln
• Jede Menge obernetter Gäste & Passant:innen
Offenbacher Einladung, Main-Verlag
Ingrid Walter & S. Katharina Eismann
(Hrsg.)
Anthologie, 172 Seiten, 14,00 €
ISBN: 978-3-95949-762-6
(Buchladen am Markt,
Steinmetz’sche Buchhandlung
sowie bei Thalia im KOMM)
Oder direkt beim Verlag:
https://main-verlag.de/produkt/offenbacher-einladung/
Jubiläums-LiteraTour am 18. September,
ab 18.00 Uhr auf der Hafentreppe Offenbach
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
65
MUT&LIEBE / TIPP /
die offenbacher oper ist wieder da
wiederaufführung in der "classic lounge"
Große Gefühle, deren Hitze die Messbarkeit im Thermometer sprengt – und die dennoch, fein
säuberlich mit einer feinen Kordel zusammengebunden, in dezent angestaubten Regalen in
einem uralten Kabinett unterhalb der Straßen der Stadt lagern. Gibt’s nicht? Gibt’s doch!
An einem Ort, an dem es so manches gibt, das eher ungewöhnlich ist: Offenbach am Main!
von Dr. Ralph Philipp Ziegler, Kulturamtsleiter der Stadt Offenbach
Die Essenz explosiver Emotionen liegt im Archiv
des 251-jährigen Musikverlags Johann André mitten
in der Offenbacher Innenstadt, wo sie Kulturamtsleiter
Dr. Ralph Philipp Ziegler gemeinsam mit der Familie
André entdeckte. Das Werk heißt „RICCIO“ und ist eine
packende Oper in einem Akt aus den Goldenen Zwanzigern,
die genre- und zeitgemäß eine schwelgerisch
romantische Mixtur aus Liebe und Tod zelebriert. Und
sie wird am 9. November dieses Jahrs nach 75 Jahren
erstmal wieder zu hören sein: natürlich im Offenbacher
Capitol Theater!
Mehrere Kritiker sahen nach der Uraufführung von
„RICCIO“ deutliche Parallelen zu Richard Strauss‘ Meisteroper
nach Oscar Wilde, der „Salome“. Aber die Oper
„RICCIO“ hat durchaus sehr eigene Züge. Und, nicht zuletzt:
Sie ist eine durch und durch Offenbacher Oper.
Wenn wir ganz genau sind: eine vor allem Offenbacher,
aber auch ein bisschen New Yorker
und ein bisschen Frankfurter Oper.
Komponiert hat sie Erich Riede, der am
3. Mai 1903 in London als Sohn eines
in Offenburg geborenen Offenbachers
und einer Londonerin geboren wurde.
Seine ersten drei Lebensjahrzehnte
wohnte Riede in Offenbach und besuchte
u. a. gemeinsam mit dem späteren
Außenminister Adenauers, Heinrich
von Brentano, die heutige Leibnizschule.
Als die Oper in Druck ging, war der
gerade einmal 26-jährige Riede schon
Assistenzdirigent für deutsches Repertoire
an der New Yorker „Met“ und bei den Bayreuther
Der Offenbacher Erich Riede (1931)
Festspielen Assistent des berühmtesten Dirigenten
der Zeit, Arturo Toscanini.
Die Textautorin Dr. Martha Wertheimer war damals
eine enorm agile Figur in der Kulturszene Offenbachs
und Frankfurts. So war sie als Redakteurin der ‚Offenbacher
Zeitung‘ unter anderem publizistische Wegbereiterin
von Helene Mayer, dazu eine enthusiastische
Aktivistin in kulturellen und religiösen Dingen. In der
Offenbacher und Frankfurter Gesellschaft war sie
bestens vernetzt – und kämpfte später mit aller Kraft
gegen Verbrechen des NS-Regimes.
„RICCIO“ spielt am Hof der Maria Stuart, an dem in
der Opernhandlung die Königin und der italienische
Sänger Riccio einander verfallen. Die Tonsprache ist
spät(est)romantisch, die Handlung zwischen sinnlich
und turbulent gelagert – kurz, eine faszinierende
klingende Welt. Ganz klar ist, dass sie vom brennenden
Wunsch beseelt ist, eine hochdramatische Szenerie
zu gestalten. Die eigentliche Premiere war 1947 in
Coburg, gefolgt von einer Produktion am Staatstheater
Mannheim. Danach war die Oper erst einmal passé
– weniger wegen ihrer absoluten Qualität,
sondern deshalb, weil die Wirtschaftswunderzeit
keine Musik junger
Feuerköpfe aus den 1920-ern brauchte.
Heute kann uns diese Musik wieder
begeistern und eröffnet ungeahnte
Facetten eines schillernden Dramas
voller Elan!
Im November dieses Jahres wird „RIC-
CIO“ nun unter Leitung von Yuval Zorn
mit dem Capitol Symphonie Orchester
und zwölf Gesangssolist*innen aufgezeichnet
und dann live als Bestandteil
der Capitol Classic Lounge und des Jahresprojekts
„LOVESTORIES – Der Anfang, das Ende und alles dazwischen“
wiederaufgeführt.
www.capitol-classic-lounge.de.
66 SEPTEMBER DEZEMBER // OKTOBER JANUAR // FEBRUAR NOVEMBER 2024/25 2025
MUT&LIEBE / TIPP /
MEHRGENERATIONENWOHN-
HAUS W58
Weikertsblochstraße 58, OF, Verein Lebenszeiten e.V.
20 JAHRE Theater im t-raum
Wilhelmstraße 13, OF, www.of-t-raum.de
Infos zum aktuellen Spielplan s. Website oder Facebook.
Karten bitte vorbestellen auf www.of-t-raum.de/contact/
REPERTOIRE (jeweils 20.00 Uhr)
Es war die Lerche: Sa. 06.09., Fr. 12.09., Sa. 13.09., Fr. 19.09.
Herrliches Weib: Sa. 20.09., Sa. 15.11., Sa. 29.11
Johan vom Po entdeckt Amerika: Fr. 26.09. Sa. 04.10.
Genug gewartet: Sa. 11.10., Fr. 17.10.
Emmas Glück: Fr. 21.11.
So. 07.09., 17.00 Uhr Open-Air-Konzert
mit „Die wilden 2“ – Krautrock
So. 21.09., 15.00 Uhr Sonntags-Café mit einem Vortrag
Do. 09.10., 19.00 Uhr Lesung
mit Mahshid Najafi Fereshteh Ghodstinat
Do. 16.10., 18.30 Uhr Thomas Dütsch liest alte und
neue Gedichte (Lyrik)
So. 19.10., 15.00 Uhr Sonntags-Café mit Infos über
und Musik von Kurt Weill
So. 09.11., 11.00 Uhr Filmmatinee mit Jürgen Volz und
dem Film „Detroit – Wiederbelebung einer toten Stadt“
Kostenbeitrag: 6,50 € für Bewirtung (nur mit Voranmeldung
unter 871534 oder juergen.heidi.platt@gmx.de)
So. 16.11., 15.00 Uhr Sonntags-Café
Mi. 26.11., 18.00 Uhr Repair-Café/Reparatur-Treff
Anmeldung: 0171 2817309 o. mahshid100@hotmail.com
BERRY BLUE JAZZ MATINEE
Parkside Studios Offenbach, Friedhofstraße 59,
12.00 Uhr / Einlass: 11.30 Uhr, auch Online-Reservierung
unter: www.berryblue.de, www.parksidestudios.de
Parken im Hof ist möglich!
14. Sept.: Die Musik von George & Ira Gershwin
19. Okt.: Die Musik von Cole Porter & Henri Mancini
16. Nov.: American Songbook: Ein Mix aus Jazz, Blues,
Pop, Oldies…
SPECIALS:
Mi. 10.09., 20.00 Uhr, Eintritt frei Vernissage:
Aus der Zeit gefallen – Veronique Staat-Bachmann
Foto-Collagen und Malerei in Acryl-Technik
So. 14.09., 20.00 Uhr Gastspiel-Premiere im t-raum
Einfach normal – Auf Liedersehn
Ein Chanson -Kabarett für Hörende und GEHÖRLOSE:
Kabarett-Chansons in die Gebärdensprache übersetzen
bedeutet, Liedtexte nicht nur hör-, sondern auch sichtbar
machen. Freuen Sie sich auf einen energiegeladenen
Abend mit dem Gebärdenchor Lukas 14 aus Frankfurt.
Sa. 27.09., 20.00 Uhr
Von Gaunern und anderen Galgenvögeln
– ein Abend mit Bertolt Brecht
t-raum-produktion mit Sarah C. Baumann u. Frank Geisler;
Gast: Günter Bozem
Sa. 08.11., 20.00 Uhr
„Da geht noch was” mit dem Comedy-Duo Gerda und
Lisbeth… alias Rita Winter und Gitte Diatschuk
Frech, witzig, manchmal laut, manchmal leise, aber niemals
normal!
Fr. 14. 11., 20.00 Uhr.
MainFairLadies – Konzert
Stilvolle Livemusik von Latin, Swing, Bossa, Salonmusik bis
hin zu Eigenkompositionen von Julia Kindermann (Violine),
Susanne Hirsch (Cello/Bass) und Heike Michaelis (Klavier/
Gesang). Ein ebenso chilliger wie schwungvoller Abend:
Klassisch, Modern – Zeitlos: ein echter Geheimtipp!
Riviera 24 DJ-Set HfG-Kapelle © Vlada Shcholkina
MUT&LIEBE / TIPP /
Von Untergrund-Rap bis Indie-Pop,
von queerer Performance bis knallhartem
Post-Punk und elektronischer
Clubmusik: Das Riviera Festival bringt
wieder eine inspirierende Mischung
aus Musik, Kunst und Diskurs an die
Offenbacher „Riviera“. An Kulturorten
wie dem Hafen 2, Robert Johnson,
Hafengarten, Waggon am Kulturgleis,
HfG Kapelle, KJK Sandgasse, Parkside
Studios, dem Innenhof des Büsingpalais‘
und in der Kunstgalerie ayayay
entfaltet sich ein vielfältiges, dezentrales
Festivalerlebnis. Ergänzt wird
das musikalische Programm durch
Lesungen, eine Graffiti-Jam, Kunstinstallationen
und einen familienfreundlichen
Festivaltag.
Musik, die bewegt – von Untergrund
bis Popavantgarde
Mit Lugatti steht eine der markantesten
Stimmen des Kölner Rap-Untergrunds
auf der Bühne. Maurice Conrad,
ehemaliger Software Engineer, rappt
unbequem über queere Sexualität
und mit feiner Ironie. Aus Wien kommt
Donna Savage, die sich kompromisslos
über Rollenklischees hinwegsetzt.
Auch Fans von Indie und Post-Punk
kommen auf ihre Kosten: Die gefeierten
International Music präsentieren
ihren eigenwilligen Sound zwischen
Krautrock, New Wave und Shoegaze.
The Red Flags, zuletzt als Support von
Die Ärzte und bei Rock am Ring zu
sehen, liefern energiegeladenen Feminismus
mit Grunge-Gitarren. Dazu
kommen Acts wie Gigolo Tears oder
die experimentelle Produzentin Catnapp
aus Buenos Aires, die Drum &
Bass mit Hyperpop verschmilzt. Für
den Riviera Sundowner treffen die
Catnapp by Keyi Studio
RIVIERA
FESTIVAL
2025
künstlerischen Positionen von Dolorosa
und Rosa Anschütz aufeinander.
Rhein-Main im Fokus
Stark vertreten ist auch die lokale Szene.
Mit dabei: NI-KA und Alyzah, zwei
Frankfurter Rap- und Neo-Soul-Stimmen
mit Haltung und Talent. Die Ska-
Veteranen von Frau Doktor feiern ihr
30-jähriges Jubiläum, während das Ramatou
Orchestra mit achtköpfiger Besetzung
Groove in allen Farben auf die
Bühne bringt. SÍKARO bringt karibische
Rhythmen, Punk und Electro aus
Offenbach – und beweist, dass globale
Sounds lokal entstehen können.
Clubsounds & Afterhours
Die Clubnächte des Festivals versprechen
durchtanzte Stunden: Das DJ-Programm
legt den Fokus auf Artists aus
dem Rhein-Main-Gebiet – darunter
festival für pop- und
clubkultur
5. bis 7. september
3 tage, 9 locations,
35 konzerte, lesungen und
DJ-sets in offenbach
Becksham, Dario Milkovic oder MSKI,
die mit Techno, Trance und House stilistisch
weit auffächern. Das Label RA-
WAX kuratiert wieder eine rauschende
Afterhour mit DJs wie Move D, Robert
Drewek und Luzie.
Mehr als Musik: Literatur, Tanz, Kunst
In den Parkside Studios finden Lesungen
und Talks mit literarischem Tiefgang
statt: Hengameh Yaghoobifarah
liest aus ihrem Roman „Schwindel“,
der trans Schauspieler Brix Schaumburg
erzählt von seiner Radreise durch
Deutschland, und Dr. Natasha A. Kelly
diskutiert mit Mirrianne Mahn über ihr
Buch „Schwarz. Deutsch. Weiblich.“.
„Im Tanz erinnern wir“ verbindet im
Hafengarten afro-indigene Traditionen
mit postmigrantischen Perspektiven.
Zeitgenössische Kunst zeigt u. a.
68 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
HAZE'EVOT by Dorel Sivan
NI-KA © Levi Ofoe
Riviera 24, Parkside Studios, Live Podcast
© Vlada Shcholkina
MUT&LIEBE / TIPP /
Riviera 24 Kinderprogramm Hafen 2 © Vlada Shcholkina
Tiêu-Anh Ly mit einer Installation zu
Identität und Wahrnehmung. Eine Graffiti-Jam
mit lokalen Sprayer*innen rundet
das urbane Kunstprogramm ab.
Family & Friends
Am dritten Festivaltag lädt „Riviera
Family & Friends“ zum entspannten
Ausklang. Wieder gibt es ein günstiges
Tages-Ticket, mit dem zwei Erwachsene
und bis zu fünf Kinder ein abwechslungsreiches
Familienprogramm
erleben können. Im Innenhof des Büsingpalais
warten kreative Workshops
von Jakob & Tatze und SCAPE°, Clown-
Shows, Live-Musik von NI-KA und dem
Ramatou Orchestra und weitere Überraschungen
auf Groß und Klein.
hafen2.net
Infos und Tickets
Festivaltickets zu 65 Euro sowie Tagestickets,
das „Family & Friends“-Tickets
sowie Einzeltickets für die Lesungen sind
unter https://riviera.reservix.de sowie an
allen bekannten VVK-Stellen erhältlich.
Ermäßigungen für Studierende und
Menschen mit Behinderung sind
verfügbar.
Das komplette Programm mit Zeitplan
und weiteren Infos gibt es unter
www.riviera-offenbach.de
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
69
MUT&LIEBE / TIPP /
Eine Ausstellung der Bundesstiftung
für Aufarbeitung der SED Diktatur von Clara Manz
im Haus der Stadtgeschichte Offenbach
Ausstellungsort
Erich Martin Raum,
Graphische Sammlung, Bernardbau
Eingang B, 2. Stock,
Herrnstraße 61, 63065 Offenbach
Öffnungszeiten
Die Ausstellung ist zu den Veranstaltungen
oder zu den Öffnungszeiten
des Hauses der Stadtgeschichte auf
Nachfrage zu besuchen.
Rufen Sie uns gerne an unter
069 8065 2446
Sie möchten eine Führung für Schulklassen
und Gruppen?
Schreiben Sie uns unter
hds-terminplanung@offenbach.de
oder rufen Sie uns an unter:
Tel. 069 8065 2475
Ab dem 2. Oktober ist die Ausstellung »Frauen im geteilten
Deutschland« im Haus der Stadtgeschichte im Erich Martin Raum zu
sehen. Über drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung halten sich
immer noch viele Klischees über die typische „Ost-“und „Westfrau“.
Was ist dran an diesen Klischees? Wie sahen die Lebensrealitäten
der Frauen im geteilten Deutschland aus? Wie unterschiedlich
waren die Möglichkeiten der gesellschaftlichen und politischen Teilhabe
und wie organisiert waren die Selbstbestimmungsbemühungen
der Frauen? Die Plakatausstellung stellt sich diesen Fragen und
rundet das Schrift- und Bildmaterial mit Zeitzeuginneninterviews
und wissenschaftlichen Einordnungen ab.
Das Frauenbüro Offenbach und das Haus der Stadtgeschichte
rahmen die Ausstellung mit einem Programm, dass die historische
Dimension des Themas würdigt und zugleich eine Brücke in die
Realitäten der heutigen jungen Frauen in Deutschland schlägt.
Eröffnung der Ausstellung mit Vortrag und Erzählcafe
Donnerstag, 2. Oktober, 18.30 Uhr
Erich Martin Raum, Graphische Sammlung, Bernardbau Eingang B,
2. Stock, Eintritt frei
Den Auftakt der Ausstellung gestaltet Dr. Julia Paulus, wissenschaftliche
Referentin für Frauen- und Geschlechtergeschichte am Institut für Regionalgeschichte
in Münster und Expertin für Frauenpolitik in Ost- und
Westdeutschland. Sie führt mit einem wissenschaftlichen Vortrag in das
Thema der Ausstellung ein. Im Anschluss berichten Frauen aus Ost und
West über ihre politischen und persönlichen Erfahrungen im geteilten
Deutschland.
Gästinnen: Andrea Siegert, Dipl. Sozialpädagogin, Supervisorin, Lehrsupervisorin,
Coach DGSv, systemische Therapeutin SG und Autorin.
Siegert hat zur Wende das Frauenbildungszentrum und das Frauenzentrum
in Dresden mit aufgebaut. Dort arbeitete sie 14 Jahre hauptberuflich
als Beraterin im Bereich Gegen Gewalt an Frauen und
Mädchen und gegen sexualisierte Gewalt an Frauen und Mädchen.
Cornelia Jokisch, Mitarbeiterin im Haus der Stadtgeschichte (ehemals
Amtsleitung Vermessungsamt), wurde in Ostdeutschland sozialisiert.
Karin Dörr, bis 2020 Kommunale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte.
Sie hat die Frauenbewegung mehr als drei Jahrzehnte aktiv
mitgestaltet.
Begrüßung: Dr. Jürgen Eichenauer, Amtsleiter Haus der Stadtgeschichte
Moderation: Dr. Inga Halwachs, Kommunale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte
und Astrid Jäger, Museumspädagogin im Haus der
Stadtgeschichte Offenbach
70 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
MUT&LIEBE / TIPP /
Workshop zum internationalen Mädchentag
„Frauen im geteilten Deutschland –
Frauen im vereinten Deutschland“
Samstag, 11. Oktober, 14.00 – 17.00 Uhr
Erich Martin Raum, Graphische Sammlung,
Bernardbau Eingang B, 2. Stock, Eintritt frei
Gemeinsam mit den jungen Frauen des Offenbacher
Projekts „SheRoes“ werfen wir einen Blick auf Frauenleben
in Ost- und Westdeutschland und auf die Lebensrealitäten
von Frauen und Mädchen im heutigen Offenbach.
Ausgangspunkt des Workshops ist die Plakatausstellung
„Frauen im geteilten Deutschland“ der Bundesstiftung
für Aufarbeitung des SED Regimes.
Infos u. Anmeldung: hds-terminplanung@offenbach.de
oder 069 8065 2475
Filmvorführung »Zwischen uns die Mauer«
Donnerstag, 13. November, 18.30 Uhr
Erich Martin Raum, Graphische Sammlung,
Bernardbau Eingang B, 2. Stock, Eintritt frei
Der Film erzählt die Geschichte einer Liebe, die durch
die Mauer getrennt ist.
1986 lernen sich Anna aus dem Westen und Philipp aus
dem Osten bei einem Begegnungstreffen von Jugendgruppen
in Ostberlin kennen und verlieben sich. Doch
zwischen ihnen steht nicht nur eine große Entfernung,
sondern auch das geteilte Deutschland.
D 2019, Regie: Norbert Lechner, 115 Min.
Produktion: Kevin Lee Film, ZDF
ORANGE DAYS
IN OFFENBACH
25. NOV. – 10. DEZ. 2025
EIN ZEICHEN SETZEN
GEGEN GEWALT AN FRAUEN
Offenbach
GEGEN GEWALT
an Frauen
Offenbach beteiligt ich an den Orange Days, einer weltweiten
Kampagne von UN Women gegen geschlechtsspezifische
Gewalt. Das Rathaus und weitere öffentliche
Gebäude werden in leuchtendem Orange angestrahlt, als
sichtbares Zeichen der Solidarität mit Betroffenen und
als Signal für eine Zukunft ohne Gewalt. Offenbacher Institutionen,
Geschäfte und Bürger*innen sind eingeladen,
sich anzuschließen und ebenfalls Farbe zu bekennen.
KUNDGEBUNG AM 25. NOVEMBER
Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen lädt
das Frauenbüro gemeinsam mit Frauen helfen Frauen
e.V. zur Kundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz vor dem
Rathaus ein.
AUSSTELLUNG: „FEMIZIDE STOPPEN!”
Vom 1. bis 12. Dezember ist im Rathausfoyer zudem die
Ausstellung „Femizide stoppen!“ zu sehen.
Weitere Aktionen und Veranstaltungen sind geplant.
Informationen: https://www.offenbach.de/buerger_innen/
familie_soziales/frauen_und_maedchen/gewalt_gegen_
frauen/orange-your-city-intro.php
PROBETERMIN MACHEN:
info@offenbach-macht-musik.de
Mit Musik in die Welt
Musik für Mäuse
Musikalische Früherziehung
Musikalische Grundausbildung
0 – 2 Jahre SCHULE
2 – 4 Jahre 4 – 6 Jahre 6 – 8 Jahre
Musikschule Offenbach am Main e. V.
Hermann-Steinhäuser-Str. 43-47 | 63065 Offenbach am Main | Telefon: (069) 98 55 76 – 0 | info@offenbach-macht-musik.de
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
MOF_Anzeige_MuL_146x54_20250724.indd 1 24.07.25 13:59
MUT&LIEBE / FILM /
filmklubb specials
Unterwegs mit Julia Finkernagel
Multimediale Lesungen mit Filmausschnitten
Seit 2008 ist die Reisejournalistin und Filmemacherin
Julia Finkernagel mit der Reportageserie „Ostwärts“
im Fernsehen und den Mediatheken präsent. Mittlerweile
gibt es auch einen Podcast: „Ostwärts – Reisen
zwischen Fernweh und Fettnäpfchen“ und zwei Bücher
über ihre Abenteuer. Aktuell tourt sie mit ihren multimedialen
Lesungen und Reise-Abenden durch Kinound
Theatersäle. Im Filmklubb ist live mit drei unterschiedlichen
Programmen zu erleben.
(Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr,
Karten über www.filmklubb.de)
Mi. 17.9. Usbekistan-Abend
Lesung mit Bildern und Film
Fr. 17.10. Reisefieber to go
Das neue Programm! Multimediale
Lesung mit Bildern und Filmausschnitten
Sa. 15.11. Noch einmal Ostwärts
Von Offenbach über Rumänien, Georgien, Russland
und Tadschikistan bis in die Mongolei – multimediale
Lesung mit Bildern und Filmausschnitten
Das neue Buch: „Reisefieber“
Nun hat Julia Finkernagel ihr
drittes Buch geschrieben. In
„Reisefieber“ gibt die Berufsreisende
außer neuen Stories von
unterwegs auch Insidertipps für
die kurze Auszeit, das Gapyear
oder Sabbatjahr zum Besten. Sie
präsentiert darin Lifehacks und
Packlisten für Trips von arktischkalt
bis wüstenheiß. Dazu
gibt sie aus ihrer Coaching-Praxis einfache, aber wertvolle
Tipps für den Umgang mit Ängsten, Heimweh,
Schüchternheit und sonstigem unvorhergesehenen
auf Lager. Auch zur Vermeidung von Fettnäpfchen, wobei
die gar nicht so zu verteufeln sind, wie sie findet.
Podcast: „Ostwärts – Reisen zwischen
Fernweh und Fettnäpfchen“
Was macht eine gute Reise aus?
Julia Finkernagel: Für mich sind es nicht immer das topp
Wetter oder die instafähigen Motive, die mir eine Reise
unvergesslich machen. Vielmehr sind es die Erlebnisse,
die mich innerlich bewegt haben. Hier war ich ergriffen.
Das war zum Schreien komisch. Da konnte ich mein Glück
kaum fassen. Aber auch: Da hatte ich Angst. Das war irre
anstrengend. War das eklig! Sprich: wann immer ich auf
Reisen aus meiner Komfortzone geholt werde, ist das
zwar nicht immer schön, aber es steckt meist etwas persönliches
Wachstum drin. Außerdem ist es im Nachhinein
oft das Beste, was es zu erzählen gibt. Ostwärts lebt ja
auch vom Ungeplanten. Die besten Geschichten
finden sich nicht unbedingt immer da, wo
alles glattläuft, sondern wo es unvorhergesehen
und oft sehr komisch zugeht. Das sind
die Stories, die man nach einer Reise selbst
am liebsten hört.
Mittlerweile arbeitet Julia Finkernagel
auch als zertifizierter Coach. Sie unterstützt
Menschen, die den Wunsch verspüren, mal
eine andere Abzweigung zu nehmen, aber
noch nicht so richtig wissen, wie oder welche. Oder
solche mit dem Wunsch, beim öffentlichen Sprechen
und auf Bühnen ihr Lampenfieber abzulegen und eine
gute, authentische Präsenz auszubilden. Noch so ein
Abenteuer.
Das Prinzip Mord – True-Crime-Lesung
mit den ZDF-Autoren Sascha Lapp und
David Sarno
Die Autoren berichten von authentischen Kriminalfällen,
die sie für das ZDF und ihr Buch recherchiert haben. Im
Mittelpunkt steht der mysteriöse Fall „Königsbrand“. Mit
dabei: Spurensicherer Martin Schweer von der Kriminalpolizei
Heilbronn, der mit seiner Arbeit entscheidend zur
Aufklärung des Verbrechens beigetragen hat. Die Lesung
verspricht spannende Einblicke in die Arbeit der Mordkommission
mit exklusivem Bildmaterial und bewegenden
Geschichten über Ermittlungen, Zufall, Intuition und
der Suche nach Gerechtigkeit.
https://davidsarno.info, https://das-prinzip-mord.de
Sa. 11.10. TrueCrimeLesung – DAS PRINZIP MORD
Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr
72 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEBER 2025
MUT&LIEBE / FILM /
MittagsKINO - Senior*innenKino
Mi. 10.09. Film - WILMA WiLL MEHR Einlass 14h Beginn 15h
Mi. 10.09. Film - ROCKETMAN
Mitte der 1960er-Jahre: Reginald Dwight ist ein ganz
normaler Junge, ein bisschen dick, viel zu schüchtern - nur
am Klavier fühlt er sich wirklich wohl. Als er nach London
kommt, kann er endlich seine wahre Leidenschaft ausleben:
den Rock 'n' Roll. Nur der Name passt noch nicht: Erst als
Reginald sich in Elton John umbenennt, steht seinem raketengleichen
Aufstieg nichts mehr im Weg
Einlass 18h Beginn 19h
Do. 11.09. Film - WILLKOMMEN UM ZU BLEIBEN
Einlass 18h Beginn 19h
Fr. 12.09. Tanz - DU SOLLST MEHR TANZEN SCHATZ
mit DJ Funk Einlass 19h Beginn 20h
Sa. 13.09. Film
WAS UNS VERBINDET
Publikumsliebling in Frankreich
- Der Film verhandelt
moderne Familienkonstruktionen
in der Großstadt neu.
Er zeigt das zerbrechliche
Band moderner Patchworkfamilien
mit viel Herz und
Melancholie.
Einlass 18h Beginn 19:30
Mi. 17.9. MultimediaLesung -
Usbekistan-Abend mit
Julia Finkernagel - live
Einlass18h Beginn 19h
Do. 18.09. Architekturfilm - SEP RUF Einlass 18h Beginn 19h
Fr. 19.09. Film - BITTER GOLD Einlass 18h Beginn 19.30
MittagsKINO - Senior*innenKino
Mi. 01.10. Film DAS FEST GEHT WEITER
Einlass 14h Beginn 15h
KINO & COUCH in Zusammenarbeit mit dem Institut für
Psychoanalyse
Mi. 01.10. Film - BARBIE oder von der Unmöglichkeit, eine
Frau zu sein. Einlass 18h Beginn 19h
Do. 02.10. Konzert WELTHITS AUF HESSISCH
Einlass 18h Beginn19.30h
Sa. 04.10. Film & Live GO WEST POETRY mit RALPH TURN-
HEIM Was muht das muht - Einlass 18h Beginn 19.30h
Filmklubb, Isenburgring 36, OF
www.filmklubb.de
Einlass 18.00, Beginn 19.30
(bis auf die Ausnahmen)
MITTAGSKINO Einlass 14.00 Uhr, Beginn 15.00 Uhr
Es werden Speisen & Getränke angeboten.
Wir freuen uns sehr euch zu sehen.
Das Team von Filmklubb
Tickets auf: www.eventim-light.com/de/a/64c2946e8bf0d973efeaa7b3
Ab sofort gibt es bei Eventim unter -> Ermäßigt, günstige
Preise für Schüler, Studies & FilmKlubbMitglieder (außer bei
LiveKünstlern). Die Mitgliedschaft bitte dann beim Einlass
mit den Tickets vorzeigen.
Sa. 11.10. TrueCrimeLesung
- DAS PRINZIP MORD mit
den ZDF-Autoren Sascha
Lapp und David Sarno
Einlass 18h Beginn 19.30h
Sa. 25.10. Film + GO WEST POETRY ...nochmal mit GEIGE
live begleitet Was muht das muht
Einlass 18h Beginn 19:30
Di. 28.10. Multimedialesung
- BACH BEWEGT –
Knut Elstermann »Bach bewegt«
eine MultimediaLesung
mit begleitenden Filmausschnitten.
Einlass 18h Beginn 19h
Fr. 07.11. Live VORPREMIERE
- TILMAN BIRR AM KLAVIER
Neus Programm Einlass 18h
Beginn 19:30
Sa. 22.11.Tanz - DU SOLLST MEHR TANZEN SCHATZ
mit DJ Funk Einlass 19h Beginn 20h
Do. 27.11. Film FREERIDE FILMFESTIVAL Sensationelle
Filme über Freeride Snowboarder und Skifahrer
Einlass 18h Beginn 19h Genaueres wird noch bekannt
gegeben
Mi. 08.10. QUEER (mit Daniel Craig) Einlass18h Beginn 19h
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEBER 2025
73
Stadt Offenbach, Blaue Stunde Wetterpark © Katja Lenz
5. Sept., 18.45 Uhr, Besucherzentrum und Wetterpark
Blaue Stunde im Wetterpark
Das Open Air-Event „Blaue Stunde” im Wetterpark ist ein Highlight
im Veranstaltungskalender des Wetterparks: Besucherinnen
und Besucher können sich in diesem Jahr auf den Vortrag über
die Grundlagen des Klimawandels von ARD-Wettermoderator
und Wissenschaftsjournalist Thomas Ranft freuen. Ab 21 Uhr
zeigt Nicole Werth vom Filmklubb den Film „Rückkehr zum Land
der Pinguine“. Picknickdecken nicht vergessen!
www.offenbach.de/wetterpark
5. – 7. Sept., diverse Locations, Offenbach
Riviera Festival für Pop- und Clubkultur
Das Riviera Festival für Pop- und Clubkultur lädt dazu ein, eine
große Bandbreite an Newcomern und Headlinern aus Indie, Rap,
Elektro, Post-Punk, Pop und mehr an etablierten, neuen und
temporären Kultur-Orten rund um die Offenbacher „Riviera“ zu
entdecken. Zu den Veranstaltungsorten zählen u. a. der Hafen 2,
der Waggon am Kulturgleis, die Parkside Studios und das KJK
Sandgasse. Lesungen, Workshops und Kunst-Installationen ergänzen
das musikalische Programm. Tickets sind online und an
allen bekannten VVK-Stellen verfügbar.
www.riviera-offenbach.de
7. Sept., 11 bis 17 Uhr, Wetterpark
Buchhügelfest
Der Regionalpark Rhein Main und die Stadt Offenbach laden ab
11 Uhr zum alljährlichen Familienfest auf dem Buchhügel ein.
Das Fest ist vor allem für Familien geeignet, da ein kinderfreundliches
Programm angeboten wird. Es gibt Familienkurzführungen
durch den Wetterpark, Wetterexperimente, Kinderanimation,
Bastelstationen und vieles mehr. Ergänzt wird das
Buchhügelfest durch das Tierheimfest und dem Spielefest auf
der Kinder- und Jugendfarm.
www.wetterpark-offenbach.de
OF InfoCenter, Salzgäßchen 1, OF,
069 840004-170
info.osg@stadtwerke-of.de
Stadt Offenbach, Kulturfest der Nationen © Katja Lenz
sept/okt/nov
infos
stadt
OF
7. Sept., 11 bis 18 Uhr, Wilhelmsplatz
Künstlermarkt
Von 11 bis 18 Uhr findet erneut der beliebte und auch für Familien
geeignete Künstlermarkt Offenbach auf dem Wilhelmsplatz
statt. Kunstschaffende aus Offenbach und Umgebung bieten zum
Beispiel Aquarelle, Keramik, Kunstkarten, Schmuck und Porzellan
an. Für Kinder gibt es verschiedene Kunstaktionen.
www.offenbach.de/raus
13. und 14. Sept., Sa. 18 – 22 Uhr, So. 10 – 20 Uhr,
Wilhelmsplatz
Kulturfest der Nationen
Der Ausländerbeirat lädt zum Feiern der Offenbacher Vielfalt
auf den Wilhelmsplatz ein: zahlreiche Kulturvereine bringen
mit traditionellen Tänzen, Musik, Folklore, Essen und Getränken
internationales Flair auf den schönsten Platz Offenbachs.
www.offenbach.de
TIPP: Günstige Early-Bird-Tickets für den KonfettiClub
ab dem 11.11. erhältlich
Offebach Hallau! Zum KonfettiClub verwandelt sich das Capitol
Theater am Freitag, 13. Februar, in ein kunterbuntes Karnevalsparadies.
Musikalisch bietet der Abend aktuelle Charts, die
besten Partyhits und Musik aus den 80ern und 90ern. Garniert
von einem kunterbunten Rahmenprogramm wird ausgelassen
die fünfte Jahreszeit gefeiert.
Early-Bird-Tickets zu günstigen 16 Euro zzgl. Gebühren (20%
Rabatt für Menschen mit einer Behinderung ab GdB 50) sind
pünktlich zum Beginn der Karnevalszeit ab dem 11.11. um
11:11 Uhr nur für kurze Zeit über Reservix erhältlich.
Weitere Infos unter www.offenbach.de/kultur.
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
MUT&LIEBE / TIPP /
Stadt Offenbach, Capitol Calssic Lounge © Bernd Georg
28. Sept., 17 Uhr, Capitol Theater Offenbach
Capitol Classic Lounge „Deutsche Dinge“
Dr. Ralph Philipp Ziegler, spiritus rector der Capitol Classic
Lounge, sucht zum 75-sten Geburtstag der Bundesrepublik
Deutschland ikonische deutsche Musikstücke quer durch das
Dreivierteljahrhundert. Die Namen der Komponisten kennen
oft nicht einmal Fachleute. Aber der Marimba-Klingelton, den
der deutsche Arzt und Informatiker Gerhard Lengeling fürs
iPhone schrieb, erklingt häufiger als sämtliche Beatles-Titel
zusammen. Mit Schubert und Mendelssohn erklingt zudem ein
Konzertteil mit großer Klassik, wie sie (auch) die Wirtschaftswunderzeit
prägte.
3. Okt., 10 bis 15 Uhr, Hafen Offenbach
Offenbacher Kranlauf
Am Tag der deutschen Einheit findet traditionell der Kranlauf
Offenbach statt. Alle Einnahmen gehen an die AIDS-Hilfe e.V.
in Offenbach, die seit 1988 besteht. Einzelne Läuferinnen und
Läufer oder Gruppen können sich für verschiedene Distanzen
anmelden. Begleitet wird der Kranlauf durch ein kleines
Hafenfest mit Musik, Vorführungen, Essen und Getränken.
www.kranlauf.de
18. – 19. Okt, SCAPE°, Sa. 19.30, So 14 bis 18 Uhr
Bücherfest Offenbach RheinMain
Das Bücherfest Offenbach RheinMain lädt zu inspirierenden
Lesungen, spannenden Diskursen und packenden Geschichten.
Stefanie de Velasco diskutiert am Samstag um 19:30 Uhr
mit Moderatorin Silke Hartmann das Tabuthema Wechseljahre.
Die Autorinnen und Autoren Benjamin Cors, Berit Glanz,
Susanne Kaiser und Katerina Poladjan lesen am Sonntag von
14 bis 18 Uhr in den Themenblöcken „Krimi und Thriller“ und
„Herbstauslese“ aus ihren Werken. Bei Kaffee und Kuchen aus
den benachbarten Cafés und freiem Eintritt können alle Lesebegeisterten
entspannt in die Welt der Literatur eintauchen.
www.scape-offenbach.de
DEUTSCHE
DINGE
SO. 28. SEPTEMBER 2025
17.00 UHR
VON PRIL-BLUME ZUM
IPHONE-KLINGELTON
OFFENBACHER
WEIHNACHTS-
KONZERT
SO. 7. DEZEMBER 2025
17.00 UHR
RICCIO-
DIE OPER
SO. 9. NOVEMBER 2025
17.00 UHR
NACH 75 JAHREN
WIEDER ZURÜCK
AUF DER BÜHNE
CAPITOL
SYMPHONIE
ORCHESTER
Kartenvorverkauf: OF InfoCenter
Salzgässchen 1 | 63065 Offenbach am Main
www.frankfurtticket.de | Hotline: 069-1340-400
WWW.CAPITOL-CLASSIC-LOUNGE.DE
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
75
MUT&LIEBE / TIPP /
THEATERATELIER
BLEICHSTRASSE 14H Abendprogramm
Bleichstraße 14 H, OF, https://www.theateratelier.info
...auswahl aus
Haus der Stadtgeschichte Herrnstr. 61, OF
www.haus-der-stadtgeschichte.de
Di, Mi, Fr.: 13.00 – 18.00 Uhr / Do. 14.00 – 21.00 Uhr
Sa., So.: 11.00 – 18.00 Uhr / Freitags Eintritt frei
Ausstellungen:
01. Nov., 20.00 Uhr „Warum der Handkäs die Musik
macht“ Improtheater Restrisiko (Gastveranstalter)
Viele Nichthessen suchen im Supermarkt die Musik im
Handkäs. Warum hat Offenbach ein Capitol, ist aber nicht
Hauptstadt? Es gibt viele ungeklärte Fragen im Leben der
Offenbacher:innen. Das Publikum ist eingeladen, seine
Fragen mitzubringen. Es entstehen spontane, einzigartige
Szenen. Jeder Abend ist eine Premiere! Theater wird zu
einem spannenden und interaktivem Erlebnis.
Online VV: 12,50 €, Abendkasse (nur bar): 14,50 €
07. Nov., 20.00 Uhr „Der Zauber des Lebens – Zauberleben
/ Magie und mehr“ mit Michelle Spillner
Michelle Spillner liest Gedanken, kann Dinge verwandeln
und Menschen verzaubern – rätselhaft, unergründlich,
magisch und faszinierend. Online VV (eventim) 16,- €
(zzgl. Gebühren), Abendkasse (nur bar): 18,- €
HEINRICH-HEINE-CLUB
Locomotion Tanzstudio, Seligenstädter Str. 107, OF Bieber
Antikriegsdrama „DRAUSSEN VOR DER TÜR"
Mo. 22. Sept., Einlass: 19.00 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr
„Ein Stück, das kein Publikum sehen und kein Theater spielen
will“ von Wolfgang Borchert. Es spielen Susanne Fey und
Julia Fey in einer Inszenierung von Susanne Fey.
„Grundgesetzlich Deutschland“ mit dem Polit-Poeten
Thorsten Stelzner
Mo. 20. Okt., Einlass: 19.00 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr
„MESSAGES - BOTSCHAFTEN VON BREL, BARBARA,
STROMAE UND ANDEREN“ Ein Chansonabend mit
Natanaël Lienhard und Jacob Bussmann.
Mo. 17. Nov., Einlass: 19.00 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr
Eintritt 15.- €. Nach Vorstellungsbeginn kein Einlass!
Reservierung & Infos: www.heinrich-heine-club.de
76
© Restrisiko
Der Anfang, das Ende und alles dazwischen.
Love Stories. Noch bis 16. November
Unterschiedliche Beziehungskonzepte und Gemeinschaften
werden auf ihre Tragfähigkeit befragt. Künstlerische
Positionen von Marina Abramovic und Ulay, Liliane Lijn,
Robert Schwarz, Oskar Kokoschka oder Barbara Cain
stehen neben Erinnerungen und Gedanken zahlreicher
beteiligter Menschen.
Ausstellungsreihe: NEUE KUNSTFREUNDE
Junge Kunst im Haus der Stadtgeschichte Offenbach
Juli – Dezember 2025, Vernissage: 11. Sept., 18 Uhr
Diese Veranstaltungsreihe bietet jungen und lokal verorteten
Künstler/Kurator*innen, welche sich im Studium
bzw. im Übergang in die freien Berufe befinden, die
Möglichkeit ihre Arbeiten in einer öffentlichen Kulturinstitution
zu zeigen.
Mike Schäfer, Jule Wertheimer und Pierre Verago bilden
das Kuratorinnen-Team »NEUE KUNSTFREUNDE«.
Veranstaltungen:
Frauen im geteilten
Deutschland
Eine Ausstellung der Bundesstiftung
für Aufarbeitung der
SED Diktatur von Clara Manz
Ein Kooperationsprojekt des
Frauenbüros Offenbach und des
Hauses der Stadtgeschichte
2. Okt. bis 13. Nov.,
Vernissage: 2. Okt., 18.30 Uhr
Erich Martin Raum, Graphische
Sammlung, Bernardbau Eingang
B, 2. Stock.
Ausführliche Infos s. Seite 70.
»Lieder rund um die Liebe« Ein Abend fürs Herz.
Carola Baumgarten, Gregoris Revzin, Annina Schubert,
Joachim Dohm, Liederabend mit Lindy Hop Danceact
Do. 18. Sept., 18 Uhr, 5 € Eintritt
Liebe hat viele Gesichter. Der Abend ist eine musikalische
Zeitreise durch diese Vielfalt: von schwungvollen Chansons
bis zu Liedern über die Liebe zur Freiheit. Zwischen
den Musiksets sehen Sie eine getanzte Form der Liebe.
Annina Schubert und Joachim Dohm begeistern mit
ihrem Lindy-Hop Danceact.
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
den museen...
auswahl aus den m
Tanzshow: Raag E Isqh. Melodie der Liebe
Surangama Dasgupta, Lokeshwari Dasgupta, Suramyo
Dasgupta. Klassisch indischer Kathak Tanz mit Live
Musik.
Do. 25. Sept., 18 Uhr, 5 € Eintritt
Das Wort Kathak bedeutet „Geschichten erzählen“ und
so zeigen die Tänzerinnen nicht nur spektakuläre Schritte
und rasante Drehungen, sie erzählen Geschichten mit
ihrem Tanz.
Kuratorinnenführung durch beide Teile der Ausstellung
»Der Anfang, das Ende und alles dazwischen.
Love Stories«
Dr. Dorothee Ader, Katja M. Schneider
Sa. 20. Sept., 17 Uhr und So. 26. Okt., 15 Uhr
Eintritt zzgl. 2 €, Treffpunkt: Haus der Stadtgeschichte
Die Kuratorinnen geben besondere Einblicke in Inhalt
und Hintergründe der Ausstellung. In künstlerischen
Positionen, historischen Exponaten und interaktiven
Stationen können die Besuchenden in unterschiedliche
Liebesgeschichten eintauchen. Auch die Geschichte von
Goethe und Lili wird selbstverständlich nicht zu kurz
kommen.
»Her Dark Power«
Lesung und Signierstunde mit Carina Schnell
Do. 30. Okt., 18 Uhr, 5 € Eintritt
Erfolgsautorin Carina Schnell liest aus ihrem neuen
Spiegel Bestseller „Her Dark Power“. Im Anschluss wird
die Autorin für eine Signierstunde zur Verfügung stehen.
Klingspor Museum Herrnstr. 80, OF,
www.klingspor-museum.de
Di, Mi, Do.: 13.00 – 18.00 Uhr / Fr. 14.00 – 21.00 Uhr
Sa., So.: 11.00 – 18.00 Uhr / Freitags Eintritt frei
Ausstellung: Der Anfang, das Ende und alles
dazwischen. Love Stories. Noch bis 16. November
SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025
© Sara Richter
Veranstaltungen:
Fr. 12. Sept., 19 Uhr, Comiclesung. Ulli Lust liest aus
ihrem Comic 'Die Frau als Mensch': Am Anfang der
Geschichte. Eintritt nach Wahl
Fr. 19. Sept., 19 Uhr, Kino Love Stories.
Das Mädchen mit dem roten Kopftuch (1977)
Selvi Boylum Al Yazmalım. Eintritt nach Wahl
Fr. 3. Okt., 18 – 20 Uhr, Liebesfunken. Zeichenworkshop
mit Johanna und Cristóbal Schmal. Es sind keine Vorkenntnisse
erforderlich. Eintritt nach Wahl
Di. 7. – Fr. 10. Okt., 10.00 – 13.00 Uhr.
Ferienprogramm Freundschaft. Mein Körper. Du und ich.
Für Kinder von 6-12 Jahren. Anhand von Kunstwerken
in der Ausstellung „Love Stories“ wird nachgespürt, was
Freundschaft und Zuneigung zu einer anderen Person
alles beinhalten kann. In dieser Woche wird ein Buch
mit Farben, Formen und Pop-Ups gestaltet und eine
Performance einstudiert. Mit Anmeldung. Kosten 50 €.
Fr. 10. Okt., 19 Uhr, Kino Love Stories. Too young to die
(2002), Koreanisch mit Untertiteln. Der Film handelt von
einem Liebespaar. Zwei Menschen lernen sich kennen,
sie flirten, streiten und haben Sex, ungewöhnlich ist nur,
dass beide schon Mitte 70 sind. Eintritt nach Wahl
Fr. 31. Okt., 19 Uhr, Lesung und Gespräch mit Laura
Melina Berling „Modern Heartbreak – Feministischer
lieben“. Ein Plädoyer für eine Liebe, die frei ist von
Diskriminierung, die auf Augenhöhe basiert und die Beziehungsarbeit
gerecht verteilt. Eintritt nach Wahl
Sa. 8. Nov., 15 Uhr, Mein Hoffnungswort auf Postkarten.
Workshop im Rahmen der MutMachTage der Evangelischen
Stadtkirchenarbeit Offenbach. Mit Anmeldung,
Eintritt frei
Fr. 14. Nov., 19 Uhr, Drag-Show. Ein performativer Abend
mit Dragkünstler*innen aus dem Rhein-Main-Gebiet.
Es geht nicht nur um Spaß, Unterhaltung und tolle Kostüme,
sondern Drag hat auch ein politisches Anliegen.
Es geht darum normierte Rollenbilder zu hinterfragen
und Toleranz zu leben. Hier sind queere Ausdrucksformen
aller Art zu erleben, Performances und Kunst in
ihren vielfältigen Formen. Die Künstler*innen erzählen
mutige Geschichten und fordern Freiheit für queere
Lebensformen.
Eintritt nach Wahl
77
...auswahl aus den museen...
Deutsches Ledermuseum
Frankfurter Str. 86, OF, www.ledermuseum.de
Mi. bis Fr.: 10.00 – 17.00 Uhr
Sa., So., Feiertag 11.00 – 18.00 Uhr
verlängert bis 25. Januar 2026
Ausstellung: immer dabei: DIE TASCHE
Fr. 26. Sept., 19.00 Uhr, Filmabend: DRIES
(93 Min.; OmdU; 2016), Der Regisseur Reiner Holzemer
zeichnet im Dokumentarfilm DRIES ein sehr persönliches
Portrait über den Modedesigner Dries Van Noten.
Eintritt 12 €; mit Anmeldung*
Sa. 27. Sept., 12.30 – 17.30 Uhr, PERLENTASCHE
Samstagswerkstatt für Erwachsene
Nach einem kurzen Einblick in die Ausstellung immer
dabei: DIE TASCHE knüpfen die Teilnehmer*innen eine
modisch auffallende Perlentasche. Alle Materialien werden
gestellt, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
50 €; mit Anmeldung*
Mo. 6. Okt. – Fr. 10. Okt., 9.00 – 13.00 Uhr
KREATIV IN DEN FERIEN Herbstwerkstatt für Kinder
Licht an, Fantasie los! In der Herbstwerkstatt verwandeln
Kinder Ideen in leuchtende Geschichten. Inspiriert
von einem chinesischem Schattenspieltheater bauen sie
eigene Figuren, gestalten ein Lederbüchlein fürs Drehbuch
und zaubern bunte Kulissen. Mit Musik, Licht und
Kreativität entsteht eine magische Aufführung.
Gefördert durch die Kulturstiftung der Städtischen Sparkasse
Offenbach am Main
6 bis 12 Jahre, kostenfrei; mit Anmeldung*
Mo. 13. Okt. – Fr. 17. Okt., 9.00 – 13.00 Uhr
KREATIV IN DEN FERIEN Herbstwerkstatt für Kinder
und Jugendliche
Finde heraus, was Demokratie für Dich bedeutet – und
setze Deine Ideen kreativ um. Gemeinsam im Team
entwickelst Du Lösungen für echte gesellschaftliche
Ausschnitt Film DRIES © RH Film
Fragen. Mit Leder, Design Thinking und einer Portion
Kreativität erschaffst Du eigene Projekte. Lerne, Fake
News zu hinterfragen, mitzudiskutieren und Verantwortung
zu übernehmen.
Gefördert durch die Kulturstiftung der Städtischen Sparkasse
Offenbach am Main
13 bis 18 Jahre, kostenfrei; mit Anmeldung*
Sa. 18. Okt., 13.00 – 17.00 Uhr
HALLOWEEN SPEZIAL Samstagswerkstatt für
Erwachsene
Im Workshop der besonderen Art entstehen trendige
Accessoires im „Nightmare Before Christmas“-Look!
Unter fachkundiger Anleitung von Saskia Buschbaum
entstehen stylishe Bag Charms aus hochwertigem Leder,
inspiriert von den Figuren aus Tim Burtons Klassiker.
45 €; mit Anmeldung*
So. 2. Nov., 14.00 Uhr
TASCHENABENTEUER Familienzeit
Ausgestattet mit einer besonderen Tasche voller Rätsel
und einer kleinen Geschichte werden die Teilnehmenden
spielerisch durch die Ausstellung geführt. Bitte
beachten: Eine Anmeldung ist erforderlich.
Alle Besucher*innen können ohne Anmeldung an der
offenen WERKSTATT teilzunehmen. Stofftaschen können
kreativ gestaltet, mit Stempeln bedruckt oder mit Textilfarben
bemalt werden.
ENTDECKUNGSTOUR Familienführung
um 14.00 Uhr; 2 € zzgl. Eintritt; mit Anmeldung*
OFFENE WERKSTATT Stofftaschen kreativ gestalten
bis 17.30 Uhr; im Eintritt inbegriffen, ohne Anmeldung
Sa. 8. Nov., 14.00 – 15.30 Uhr
EINFACH REINKOMMEN
Inklusive Führung und Workshop für alle
Seit 2024 ist das Deutsche Ledermuseum Teil des inklusiven
Projekts EINFACH REINKOMMEN der Lebenshilfe
Frankfurt. Menschen mit Behinderung sind im Museum
nicht nur Gäste – sie gestalten das Museum aktiv mit.
In selbst entwickelten Führungen teilen sie persönliche
Geschichten, besondere Sichtweisen und eigene Erfahrungen.
Anschließend laden wir zu einem Workshop ein,
in dem ein Objekt aus Leder gestaltet werden kann.
Eintritt & Führung & Workshop 10 €; mit Anmeldung*
*Das Deutsche Ledermuseum bittet um vorherige Anmeldung
telefonisch unter 069 829798-0 oder per E-Mail an
info@ledermuseum.de.
78 SEPTEMBER DEZEMBER // OKTOBER JANUAR // FEBRUAR NOVEMBER 2022/23 2025
MUT&LIEBE / LETZTE SEITE /
© Leonore Poth
Volkshochschule
Offenbach am Main
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Volkshochschule – Weiterbildung und Bildungsmanagement
Future Skills –
Kompetenzen für morgen.
© d-YEMSBdoTs-unsplash