31.08.2025 Aufrufe

MutundLiebe 56/2025 Engagiert für Offenbach

Liebe Leserinnen und Leser, „Offenbach wartet nicht – Offenbach macht", so treffend schreibt Tobias Müller in seinem Statement zum Thema Ehrenamt (S. 48). Neben seinen tollen Kuchenrezepten erstellt der Kuchenbäcker auch in jeder Mut&Liebe Ausgabe eine lesenswerte Kolumne zum jeweiligen Thema. Engagement und Ehrenamt gehören zur Offenbach-DNA, viele aktive Bürger:innen engagieren sich und halten die Stadt am Laufen. Im Sport, der Kultur, in sozialen Bereichen, der Umwelt, aber auch in Politik und Wirtschaft, vieles funktioniert nur, weil Menschen ehrenamtlich mit anpacken und mitgestalten. Viele gesellschaftliche Aufgaben lassen sich ohne freiwilliges Engagement garnicht bewältigen. Als eine persönliche Bereicherung, Horizonterweiterung und aktive gesellschaftliche Teilhabe beschreiben die Ehrenamtlichen ihren Einsatz, der dazu auch viel Spaß und Freude bringt. Aber auch: „Es ist entscheidend, sich zu engagieren … um Klartext zu sprechen und Demokratie aktiv zu leben." (S. 32, Gertrud Umminger, vom Seniorenrat). Unser Blick auf die verschiedenen Projekte und Menschen in dieser Ausgabe steht nur beispielhaft für die vielen Engagierten in der Stadt und zeigt nur einen kleinen Ausschnitt. Vielleicht finden Sie eine Anregung oder Idee für ein eigenes Engagement. Bunt und vielfältigt zeigen sich auch die zahlreichen Veranstaltungen im Kulturprogramm im Herbst. Die Rumpenheimer Kunsttage am 20. und 21. September verwandeln den idyllische Stadtteil wieder in ein Künstlerdorf. Im Schlosspark und in ihren Ateliers präsentieren 40 Künstler:innen ihre Arbeiten und in der Schlosskirche wird die Rauminstallation des diesjährigen DIANA Kunst.Preis-Trägers zu sehen sein. 150 Designer:innen und Kreative aus ganz Deutschland sind beim 38. Offenbacher Sammelsurium am 8. und 9. November in der Offenbacher Stadthalle live zu erleben und laden ein zu einem Wochenende voller Begegnungen, Ideen und handgefertigter Schätze. Auch die Offenbacher Museen bieten neben ihren interessanten Ausstellungen ein vielfältiges Programm mit Führungen, Workshops, Konzerten… es gibt viel zu entdecken. Dann viel Spaß und Inspiration mit Mut&Liebe Petra Baumgardt, Wolfgang Malik und das Mut&Liebe Team

Liebe Leserinnen und Leser,
„Offenbach wartet nicht – Offenbach macht", so treffend schreibt Tobias Müller in seinem
Statement zum Thema Ehrenamt (S. 48). Neben seinen tollen Kuchenrezepten erstellt
der Kuchenbäcker auch in jeder Mut&Liebe Ausgabe eine lesenswerte Kolumne zum
jeweiligen Thema.
Engagement und Ehrenamt gehören zur Offenbach-DNA, viele aktive Bürger:innen
engagieren sich und halten die Stadt am Laufen. Im Sport, der Kultur, in sozialen
Bereichen, der Umwelt, aber auch in Politik und Wirtschaft, vieles funktioniert
nur, weil Menschen ehrenamtlich mit anpacken und mitgestalten. Viele
gesellschaftliche Aufgaben lassen sich ohne freiwilliges Engagement
garnicht bewältigen. Als eine persönliche Bereicherung, Horizonterweiterung
und aktive gesellschaftliche Teilhabe beschreiben die
Ehrenamtlichen ihren Einsatz, der dazu auch viel Spaß und Freude
bringt. Aber auch: „Es ist entscheidend, sich zu engagieren … um Klartext
zu sprechen und Demokratie aktiv zu leben." (S. 32, Gertrud Umminger,
vom Seniorenrat).
Unser Blick auf die verschiedenen Projekte und Menschen in dieser Ausgabe
steht nur beispielhaft für die vielen Engagierten in der Stadt und zeigt
nur einen kleinen Ausschnitt. Vielleicht finden Sie eine Anregung oder Idee für
ein eigenes Engagement.
Bunt und vielfältigt zeigen sich auch die zahlreichen Veranstaltungen im Kulturprogramm
im Herbst. Die Rumpenheimer Kunsttage am 20. und 21. September verwandeln
den idyllische Stadtteil wieder in ein Künstlerdorf. Im Schlosspark und in ihren
Ateliers präsentieren 40 Künstler:innen ihre Arbeiten und in der Schlosskirche wird die
Rauminstallation des diesjährigen DIANA Kunst.Preis-Trägers zu sehen sein.
150 Designer:innen und Kreative aus ganz Deutschland sind beim 38. Offenbacher
Sammelsurium am 8. und 9. November in der Offenbacher Stadthalle live zu erleben
und laden ein zu einem Wochenende voller Begegnungen, Ideen und handgefertigter
Schätze.
Auch die Offenbacher Museen bieten neben ihren interessanten Ausstellungen ein vielfältiges
Programm mit Führungen, Workshops, Konzerten… es gibt viel zu entdecken.
Dann viel Spaß und Inspiration mit Mut&Liebe
Petra Baumgardt, Wolfgang Malik und das Mut&Liebe Team

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m ut

56

S T A D T M A G A Z I N

engagiert für offenbach

© Ghost Friend –, NATALIA – AdobeStock.com

KOSTENLOS

SEPTEMBER/OKTOBER/NOVEMBER 2025

o f f e n b a c h


Spezialisten im

Bestand und

Individualisten im

Neubau.

Wir sind kreative

Architekten, Berater

und Sachverständige

für Offenbach und

Frankfurt am Main.

T. +49 69 2475493 0

info@diewerkplaner.com

www.diewerkplaner.com

gebaut wie geplant.


MUT&LIEBE / GUDE /

Liebe Leserinnen und Leser,

„Offenbach wartet nicht – Offenbach macht", so treffend schreibt Tobias Müller in seinem

Statement zum Thema Ehrenamt (S. 48). Neben seinen tollen Kuchenrezepten erstellt

der Kuchenbäcker auch in jeder Mut&Liebe Ausgabe eine lesenswerte Kolumne zum

jeweiligen Thema.

Engagement und Ehrenamt gehören zur Offenbach-DNA, viele aktive Bürger:innen

engagieren sich und halten die Stadt am Laufen. Im Sport, der Kultur, in sozialen

Bereichen, der Umwelt, aber auch in Politik und Wirtschaft, vieles funktioniert

nur, weil Menschen ehrenamtlich mit anpacken und mitgestalten. Viele

gesellschaftliche Aufgaben lassen sich ohne freiwilliges Engagement

garnicht bewältigen. Als eine persönliche Bereicherung, Horizonterweiterung

und aktive gesellschaftliche Teilhabe beschreiben die

Ehrenamtlichen ihren Einsatz, der dazu auch viel Spaß und Freude

bringt. Aber auch: „Es ist entscheidend, sich zu engagieren … um Klartext

zu sprechen und Demokratie aktiv zu leben." (S. 32, Gertrud Umminger,

vom Seniorenrat).

Unser Blick auf die verschiedenen Projekte und Menschen in dieser Ausgabe

steht nur beispielhaft für die vielen Engagierten in der Stadt und zeigt

nur einen kleinen Ausschnitt. Vielleicht finden Sie eine Anregung oder Idee für

ein eigenes Engagement.

Bunt und vielfältigt zeigen sich auch die zahlreichen Veranstaltungen im Kulturprogramm

im Herbst. Die Rumpenheimer Kunsttage am 20. und 21. September verwandeln

den idyllische Stadtteil wieder in ein Künstlerdorf. Im Schlosspark und in ihren

Ateliers präsentieren 40 Künstler:innen ihre Arbeiten und in der Schlosskirche wird die

Rauminstallation des diesjährigen DIANA Kunst.Preis-Trägers zu sehen sein.

150 Designer:innen und Kreative aus ganz Deutschland sind beim 38. Offenbacher

Sammelsurium am 8. und 9. November in der Offenbacher Stadthalle live zu erleben

und laden ein zu einem Wochenende voller Begegnungen, Ideen und handgefertigter

Schätze.

Auch die Offenbacher Museen bieten neben ihren interessanten Ausstellungen ein vielfältiges

Programm mit Führungen, Workshops, Konzerten… es gibt viel zu entdecken.

Zum selbermachen:

Papierblumenworkshop

in der Etagerie

(Infos S. 56) © Etagerie

Dann viel Spaß und Inspiration mit Mut&Liebe

Petra Baumgardt, Wolfgang Malik und das Mut&Liebe Team

IMPRESSUM

MUT&LIEBE – Stadtmagazin Offenbach am Main

V.i.s.d.P: Petra Baumgardt und Wolfgang Malik GbR

Magazin Mut&Liebe, Brinkstr. 47, 63069 Offenbach

Tel.: 069 854541, Mail: info@mutundliebeoffenbach.de

www.mulionline.de

Redaktion: Petra Baumgardt, Wolfgang Malik

Layout: Petra Baumgardt • www.grafikdesign-baumgardt.de

Fotos: wie jeweils angegeben oder Rechte bei den

jeweiligen Personen

Titel: © Ghost Friend –, NATALIA – AdobeStock.com

Kostenlose Auslage im ganzen Stadtgebiet, u.a.:

OF InfoCenter, Gastronomie, Jugend- & Kulturstätten, vhs,

Buchläden, Museen, Stadtbücherei, Einzelhandel, Rathaus,

Wochenmarkt

Nächste Ausgabe: 1. Dezember 2025

(Anzeigenschluss: 16.11.2025)

Die Veröffentlichung von Veranstaltungsterminen erfolgt ohne

Gewähr. Nachdruck ist nur mit schriftlicher Genehmigung der

Herausgeber gestattet. Für Druck- und Satzfehler besteht keine

Haftung.

Druck: Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG,

Die Verwendung einer gendergerechten Schreibweise wird von

Frankfurt, Auflage: 4.000 St.

den Autor:innen unterschiedlich gehandhabt. Grundsätzlich sind

Menschen aller Geschlechtsidentitäten gemeint.

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025 3


THEMA

6 Ehrenamt – eine Bereicherung. Ein Gespräch mit

Ilka Mottscheller

10 Engagiert für die Selbsthilfe – 40 Jahre AG-SHGiG

und 35 Jahre Selbsthilfebüro

14 Ich weiß, was es bedeutet sich fremd zu fühlen –

Integrationslots:innen helfen Neuankömmlingen

16 Hier geht es um Engagement – das Freiwilligenzentrum

Offenbach e.V.

18 Offenbach ist das hessische Zentrum für freiwilliges

Engagement

20 Netzwerker aus Leidenschaft – Winfried Männche

22 Ohne Mut und Liebe & ohne Förderung kein Ehrenamt

25 Sterben, Tod und Trauer sind Teil des Lebens

27 Ehrenamtliche bei der IHK Offenbach – unverzichtbar

für die Wirtschaftsregion

30 Sport und Ehrenamt

32 Seniorenrat Offenbach

35 255 Jahre Apotheke zum Löwen – 40 Jahre Glockenspiel

36 Gelebte Inklusion: Brazilian Jiu Jitsu im BC Nordend

40 Innovatives Projekt #ZusammenWachsen in Offenbach

KINDER

20. & 21.09.

2025 //

12–18 UHR

44 Kinderseite

45 Kindertheater

Oben von links: Gesundheitscafé © FzOF, Freiwilligenzentrum © FzOF,

darunter: Rainer Marx (AG-SHGiG), Tom Schüler (Selbsthilfebüro) © P. Baumgardt

4

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025


GOURMET

46 Neu auf dem Wochenmarkt: Pure – kaltgepresste Säfte & Co

48 Süßes aus dem Netz: Apfelkuchen mit Marzipan

KUNSTWERK

50 Zollamt Positions 3

51 Neue Künstlerheimat(en) in Aussicht – was kommt

nach den Zollamtsstudios?

53 Ausstellungen: Galerie Sight und Kunst im Turm

54 Ausstellung in der Galerie Artycon:

Morag Hall – LONDONEYE street photography

60 Kunsttage Rumpenheim

63 BOK Galerie im Kulturkarrée

64 Bücherfest Offenbach RheinMain

SEHENSWERT & HÖRBAR

66 Die Offenbacher Oper ist wieder da

68 Riviera Festival 2025

72 Filmtipps

74 Infos der Stadt Offenbach

76 Auswahl aus den Museen

79 Cartoon von Leonore Poth

Oben links: Martin Wilhelm, Winfried Männche, Katja Werner

© Die Bürrgerstiftung Offenbach, Bernd Georg

Oben rechts: PURE © Ingrid Walter

links: Riviera-Festival © Catnapp by Keyi Studio

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

5


MUT&LIEBE / THEMA /

Vom Diner in weiß zum Frauennetzwerk

Später, als die Kinder schon fast erwachsen waren,

begann sie sich im Frauennetzwerk zu engagieren.

Konstanze Schneider, die die „Frauen für Offenbach“

gegründet hatte, fragte bei ihr für Bänke und Tische

an. Das war 2013 als das „Diner en blanc“ am Reichsehrenamt

– eine bereicherung

ein gespräch mit ilka mottscheller

von Ingrid Walter

Wer trägt das schillerndste Kostüm beim Bürgeler Faschingsumzug?

Wer singt bei einer Ausstellungseröffnung „Ich war noch

niemals in New York“ und wer backt für den Neujahrsempfang der

Klingspor Freunde die beste Quiche? Ja, man sieht sie an vielen Orten

und in unterschiedlichen Positionen – denn Ilka Mottscheller hat gleich

drei Ehrenämter im Kulturbereich inne und ist außerdem im Netzwerk „Frauen

für Offenbach“ aktiv. „Für mich ist das Ehrenamt eine Bereicherung. Man kann in andere

Sparten hineinschauen und entdeckt neue Talente an sich“, sagt Ilka Mottscheller, die erste

Vorsitzende des Bundes Offenbacher Künstler e. V. (BOK), aktives Mitglied bei Vereinigung

der Freunde des Klingspor Museums e.V. und in der Ranzengarde 1904 Bürgel e.V. –

dem alteingesessenen Karnevalsverein im Stadtteil.

Wie alles mit der Ranzengarde begann

Vor 25 Jahren war Ilka, ein Nordlicht aus Bremerhaven,

noch neu in Bürgel. Nach einer Zwischenstation

in München, wo sie ihren Mann Frank tatsächlich auf

dem Oktoberfest kennenlernte, zog sie von der Isar an

den Main. Bald hatte sie selbst zwei Töchter und wurde

in das neu gegründete Team der Kindersitzung berufen.

In diesem Jahr kam es mit „König der Löwen“ auf

die Bühne und eroberten schnell die Zuschauerherzen.

„Dafür habe ich nachts das Schild gemalt, in der Originalschrift“,

erinnert sie sich und weiß aus Erfahrung,

dass Ehrenämter manchmal Sondereinsätze fordern.

Die Kindersitzung besteht aus Tanznummern, Vorträgen

und den „Miniröchlern“, die traditionell die Abschlussnummer

bilden. An der Vereinsarbeit mit den

Kindern, gefällt Ilka besonders, dass man sehen kann,

wie die kleinen Akteure an ihren Aufgaben wachsen.

Außerdem ist sie Mitglied der Raga-Frauen, die in

besonders auffälligen Kostümen den Bürgeler Faschingsumzug

bereichern und bei den Elfen, die seit

einigen Jahren den Elferrat in der zweiten Halbzeit

der Gala-Sitzung ablösen.

Ausstellungeröffnung Felicitas Arndt und Kimlotte Stöber

im BOK. Rechts: Ilka Mottscheller © BOK

6 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025


MUT&LIEBE / THEMA /

tag in Bürgel stattfinden sollte. Durch ihre Tätigkeit

bei der Raga wurde Ilka zur Kooperationspartnerin für

das schöne Event. Es war schon beim ersten Mal ein

voller Erfolg und Konstanze überredete Ilka ins Planungsteam

des Frauennetzwerks zu kommen. „Durch

die Frauen lernte ich Offenbach kennen. Denn durch

die Kinder war ich meist nur in Bürgel und kannte die

Stadt noch nicht richtig“. In der Folgezeit organisierte

sie einige Diskussionsrunden „Frauen und Erfolg“ mit

Konstanze, führte Interviews mit den Kandidatinnen

und schlug welche für die Runde vor, wie beispielsweise

Eleni, die Chefköchin des Restaurants Mainpromenade

in Bürgel. Bei der Podiumsdiskussion, die

im deutsch-türkischen Freundschaftsverein stattfand,

stellte sie die Köchin, die eine spannende Ankunftsgeschichte

in Offenbach hat, vor. „Ich wollte nicht einfach

meine Rede vom Blatt ablesen und habe ein lockeres Gespräch

mit Eleni geführt“, erzählt sie. Irgendwann hat

mich Konstanze gefragt, ob ich das Amt der Vorsitzenden

übernehme. Inzwischen ist Ilka im Planungsteam

des Netzwerks mit Viola Schwenke und sieben anderen

Frauen aktiv.

Durch ihre Aktivitäten mit den Frauen war sie oft im

Klingspor Museum, besuchte regelmäßig den dortigen

Neujahrsempfang. Das Thema Buch- und Schriftkunst

faszinierte sie von Anfang an – und die Menschen, die

in der Vereinigung der Freunde des Klingspor Museums

aktiv sind, beeindruckten sie. „Barbara und Dieter

fand ich cool“, gibt sie offen zu. Barbara Levi-Wach ist

1. Vorsitzende des Vereins, der die Arbeit des gleichnamigen

Museums fördert und ein zusätzliches Veranstaltungsprogramm

auf die Beine stellt. Durch die

Vereinigung können auch viele wunderbare Bücher

für das Museum angeschafft werden.

Nacht der Museen mit den Freuden des Klingspormuseums.

© Dorothea Ader

Kunst als politischer Impuls

Gleich in nächster Nachbarschaft hatte Konstanze

Schneider (damals 1. Vorsitzende) für den BOK eine

neue Heimat gefunden, der von einem kleinen Atelier

in den Zollamtstudios in einen hellen offenen Galerieraum

ziehen konnte. Ilka ging oft zu den Vernissagen

des BOK und begeisterte sich immer mehr für bildende

Kunst. „Der Funke der Kunst kam über Konstanze“, erzählt

sie. „Es macht mir viel Spaß, mich mit unterschiedlichen

Künstlern zu beschäftigen, das fordert das Denken

heraus.“ Und ergänzt: „Wenn man die Geschichten hinter

der Kunst kennenlernt, dann ändert sich der Blickwinkel.“

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

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MUT&LIEBE / THEMA /

Für sie ist Kunst auch immer politisch, weil Kunst

zeigt, wie die Menschen untereinander denken – und

was die große Politik oft im Gegensatz dazu unternimmt.

Kunst könne zwar nicht die Welt verändern,

aber sie könne anregen zu reflektieren. „Kunst kann

wachrütteln“, ist sie überzeugt. Und der Mensch brauche

außerdem Schönheit als positiven Effekt für sein

Leben. Wenn eine Ausstellung vorbei ist, bleibt sie

gern mit den Künstlerinnen und Künstlern in Kontakt,

was sie als bereichernd empfindet. Inzwischen kommen

sie sogar von weiter her.

Das ist auch ein Erfolg für den im nächsten Jahr hundertjährigen

Verein, den sie mitträgt. Ihr Ziel ist es

unter anderem auch, sich im BOK dafür einzusetzen,

dass Künstler Honorare bekommen, wenn sie ausstellen.

Die Organisatoren in einem Kunstverein seien oft

selbst Künstler*innen – und die allermeisten haben

neben der Kunst noch einen sogenannten Brotjob,

mit dem sie ihren Lebensunterhalt bestreiten. „Künstler

übernehmen oft Ehrenämter“, weiß Ilka – oft sogar

zwei. Sie gestalten Einladungskarten, kümmern sich

um Pressearbeit etc. Ohne die ehrenamtlichen Helferinnen

und Helfer gäbe es keine Ausstellungen.

„Unser Anliegen ist es auch, die Kunst in Offenbach

sichtbar zu machen. Deshalb bin ich dankbar, ein Teil

dieses wunderbaren Vereins mit seiner hundertjährigen

Historie zu sein.“

Attraktionen und Kulinarik auf dem Bürgeler Markt am 21. September

Gewerbeverein Bürgel aktiv e. V. organisiert einen Festtag für alle

Die komplette Langstraße ist bereits ab 7 Uhr für den

Verkehr gesperrt, die Buslinie 101 Richtung Rumpenheim

wird über den Mainzer Ring umgeleitet.

Für Unterhaltung, Shopping-Erlebnisse und das

reiche kulinarische Angebot sorgen die Bürgeler

Gewerbetreibenden.

Am Sonntag, den 21. September, lädt der Bürgeler

Markt wieder zum bunten Treiben ein: Von 11 bis

18 Uhr warten über 60 originelle Stände entlang der

Langstraße auf große und kleine Besucher. Der Gewerbeverein

Bürgel aktiv e. V. hat ein abwechslungsreiches

Programm organisiert, bei dem alle auf ihre

Kosten kommen. Oberbürgermeister Felix Schwenke

eröffnet um 12 Uhr wie üblich den Bürgeler Markt.

Danach kann man bei der Ranzengarde am Glücksrad

drehen, T-Shirts bemalen oder am Stand der EVO

lustige Tiere aus Ballons zaubern. Für das leibliche

Wohl gibt es fast alles, was das Herz begehrt, von

Kaffee und Kuchen über Pizza und feine Suppen

beim BioEck.

Kulinarische Highlights

Bei Mein Lieblingsbrot wird die beliebte selbstgemachte

Pizza angeboten, dazu kann man sich

ein selbstgebrautes Bier bei Franks Getränkewelt

schmecken lassen. Das BioEck serviert feine

selbstgekochte Suppen, Salate sowie Kaffee und

Kuchen – alles frisch und „bio“. Seit Jahren können

Besucher:innen beim Schaukeltern mit Äpfeln und

Birnen von Kantyba, die extra von der Ronneburg

kommen, zusehen und erfrischenden Süßen trinken.

Außerdem gibt es frischgebackene Kartoffelpuffer,

Brat- und Rindswurst, Cocktails und Apérol Spritz.

(Ingrid Walter)

Weitere Infos: www.buergel-aktiv.de

8

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025


MUT&LIEBE / THEMA /

DER Markt für Mode,

Kunst & Handwerk

Über 150 ausgesuchte Kreative aus ganz

Deutschland zeigen handgefertigte Mode,

Schmuck, feines Porzellan, Buchunikate,

Marionetten, Skulpturen, Malerei und

Upcycling-Design. Manches entsteht direkt

am Stand, man kann den Ausstellenden

über die Schulter schauen. Jeder Stand bietet

neue Ideen und handgefertigte Schätze –

für ein Wochenende voller Inspiration und

überraschender Entdeckungen ...

Stadthalle Offenbach

8. & 9. November

Sa. 11 18 – 00 ∙ So. 10– 18 00

Eintritt 6 € ∙ außen frei

offenbacher-sammelsurium.de

38. OFFENBACHER

SAMMELSURIUM

9


MUT&LIEBE / THEMA /

Rainer Marx (l.) und Tom Schüler

© P. Baumgardt

engagiert für die selbsthilfe

40 jahre AG-SHGiG & 35 jahre selbsthilfebüro

In den schönen, neuen Räumen des Selbsthilfebüros des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in

der Berliner Straße 219 sprechen wir mit Tom Schüler und Rainer Marx, zwei Urgesteinen der

Selbsthilfearbeit in Offenbach. In diesem Jahr feiert das Selbsthilfebüro 35-jähriges und die

Arbeitsgemeinschaft der Selbsthilfegruppen im Gesundheitsbereich (AG-SHGiG) 40-jähriges

Jubliäum. Praktisch von Anfang an dabei, haben beide mit ihrem professionellen und ehrenamtlichen

Engagament im Selbsthilfebereich in Offenbach viel bewegt. Tom Schüler ist Leiter des

Selbsthilfebüros des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Regionalgeschäftsstelle Offenbach,

und Rainer Marx seit 2004 Vorsitzender der AG-SHGiG. von Petra Baumgardt und Wolfgang Malik

Die Gründung der AG-SHGiG in Offenbach geht zurück

auf einen Stadtverordnetenbeschluss von 1985.

Finanzielle Mittel sollten bereitgestellt werden, mit

der Vorgabe, dass die Selbsthilfegruppen ihre Arbeit

in einem Gremium koordinieren. Die AG war gedacht

als Plattform zum Erfahrungsaustausch, um Interessen

zu bündeln, diese gemeinsam zu vertreten und in

der Öffentlichkeit sichtbar zu machen. 19 Selbsthilfegruppen

gründeten im Februar 1986 die AG, im gleichen

Jahr organisierte man bereits den ersten Selbsthilfegruppentag

in Offenbach.

10

„Die Verantwortlichen in der Politik wollten den Betroffenen

mehr Mitsprachemöglichkeiten einräumen," erklärt

Tom Schüler. „Zunächst als Gegenbewegung zum etablierten,

medizinischen Versorgungssystem entstanden,

entwickelte sich die Selbsthilfebewegung über die Jahre

als eine der großen "Neuen Sozialen Bewegungen" zu einem

wichtigen Element neben dem professionellen Gesundheitssystem

und familiärer, sozialer Unterstützung."

Seit dem Jahr 2000 sind die gesetzlichen Krankenkassen

verpflichtet, Selbsthilfegruppen, -organisationen

und Selbsthilfekontaktstellen finanziell zu unterstützen.

Dies ermöglichte das Engagement in der Selbsthilfe

auszubauen. Bundesweit gibt es aktuell rund

100.000 Selbsthilfegruppen mit ca. 3,5 Millionen

Mitgliedern. Viele Selbsthilfeorganisationen schlossen

sich in Dachverbänden zusammen. Mit seinen

Grundideen von Toleranz, Offenheit und Vielfalt bot

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025


MUT&LIEBE / THEMA /

Jedes Jahr organisiert die AG-SHGiG

gemeinsam mit dem Selbsthilfebüro

den Tag der Selbsthilfegruppen.

Die Selbsthilfegruppen informieren

über ihre Themen und Arbeit.

Die Clowninnen „Charlie & Charly“

sorgten 2024 mit einem „walking

act“ für gute Laune und begleiteten

Besucher:innen zu den Info-Ständen.

Auf dem Sofa: (l.) Carsten Müller,

1. Kreisbeigeordneter und Sozialdezernent

des Landkreises Offenbach

und Martin Wilhelm, Sozialdezernent

der Stadt Offenbach. © AG-SHiG

der Paritätische Wohlfahrtsverband für viele Gruppen

den passenden Rahmen. Im Gefüge der Verbände der

freien Wohlfahrtspflege ist der Paritätische Wohlfahrtsverand,

Landesverband Hessen e.V., mit seiner

Regionalgeschäftsstelle ebenfalls 35 Jahre in Stadt

und Landkreis aktiv. Von Anfang an unterstützte der

Paritätische in Offenbach die Selbsthilfegruppen

und die AG-SHGiG. Zunächst mit der kostenlosen

Nutzung von Räumen und Technik, seit 1991 mit der

Einrichtung des Selbsthilfebüros mit einer festen

Stelle für Beratung, Information und Anlaufstelle für

interessierte Bürger:innen sowie Fachkräfte und Institutionen.

Aktuell treffen sich 14 Selbsthilfegruppen

kostenfrei in den Räumen des Selbsthilfebüros. Interessierte

finden hier auch Informationen über bestehende

Gruppen oder Unterstützung bei Gründung

einer Gruppe zu einem neuen Thema im gesundheitlichen

oder sozialen Bereich. 123 Selbsthilfegruppen

gibt es zur Zeit in Stadt und Kreis Offenbach, 95 davon

sind in der AG-SHGiG organisiert.

„Im Laufe der Zeit wurde die AG-SHGiG zu einem wichtigen

Ansprechpartner für die Stadt", so Rainer Marx. „Es

gab im Rahmen ihrer Zugehörigkeit zum Offenbacher

Inklusionsbeirat z. B. gemeinsame Begehungen mit Menschen

im Rollstuhl oder blinden Bürger:innen und städtischen

Bediensteten zur Umsetzung der Barrierefreiheit

des Hauptbahnhofes oder um auf gefährdende Hindernisse

auf Gehwegen oder fehlende Blindenleitstreifen

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

und -ampeln hinzuweisen. Die Betroffenen kennen die

Probleme aus erster Hand und wissen am besten, was

erforderlich ist."

Selbsthilfegruppen im Gesundheitsbereich bieten Erfahrungsaustausch,

Infos zu speziellen Themen und

wertvolle Tipps aus dem gesammelten Wissen der

Mitglieder. „Betroffene werden zu Experten in eigener

Sache. Der gemeinsame Erfahrungsschatz kommt so allen

zugute. Auch Anfragen von Ärzten und Institutionen

gibt es mittlerweile," berichtet Rainer Marx aus eigener

Erfahrung. Sein Fachwissen im Bereich Fibromyalgie

(eine chronische Schmerzerkrankung) findet bundesweit

Beachtung, er verfasste einen Ratgeber und wird

regelmäßig zu Vorträgen eingeladen.

11


MUT&LIEBE / THEMA /

Das positive Beispiel von Menschen, die trotz einer

Erkrankung mit ihrem Leben klarkommen, gibt Mut

und Zuversicht. Erfahrungen und Tipps zu ganz praktischen

Dingen im Umgang mit einer Erkrankung sind

eine wertvolle Hilfe.

Rainer Marx ist ein wichtiger Ansprechparter für Betroffene

in der Region. Mit seinem unermüdlichen ehrenamtlichen

Engagement setzt er sich außerdem auf

allen Ebenen für Menschen mit Einschränkungen ein.

Neben dem Vorsitz bei der AG-SHGiG ist Marx auch

Vorsitzender des Inklusionsbeirates für behinderte

Menschen der Stadt Offenbach. 2023 verlieh ihm die

Stadt für sein außergewöhnliches Engagement die

Bürgermedaille in Bronze.

Neuer Wegweiser für Menschen

mit Behinderung oder im Alter in Offenbach

Der Inklusionsbeirat für Menschen mit Behinderung

und der Seniorenrat haben gemeinsam eine Broschüre

mit praktischen Hinweisen für Menschen mit Behinderung

oder ältere Bürger:innen herausgegeben.

Hier findet man zahlreiche Informationen zu Unterstützungsangeboten,

Anlaufstellen, Dienstleistungen

und Freizeitmöglichkeiten in Offenbach.

Den Wegweiser findet man unter

https://www.offenbach.de/inklusionsbeirat

Der Bedarf an Selbsthilfegruppen ist im Laufe der

Jahre ständig gestiegen und auch die Themen haben

sich zum Teil geändert. Zum Beispiel gab es in den

Anfangsjahren kaum Gruppen zu psychischen Erkankungen,

dies hat stark zugenommen. Diese Themen

sind jetzt in der Öffentlichkeit mehr präsent und nicht

mehr so stark tabuisiert.

Andere Gruppen haben sich altersbedingt oder aus

gesundheitlichen Gründen aufgelöst. Auch durch

Corona gab es starke Veränderungen, da persönliche

Treffen nicht mehr möglich waren.

"In Zukunft möchten wir auch mehr junge Menschen für

die Selbsthilfe gewinnen. Und gerade in Offenbach auch

Menschen mit Migrationshintergrund für die Selbsthilfe

interessieren", so Tom Schüler. "Interessierte Bürger:innen

können sich jederzeit gerne mit Anregungen oder

Fragen an das Selbsthilfebüro wenden."

Weitere Infos und Kontakt:

Selbsthilfebüro, Tom Schüler

Berliner Str. 219, 63067 Offenbach

Tel.: 069 82 41 62

Mail: selbsthilfe.offenbach@paritaet-projekte.org

www.paritaet-selbsthilfe.org

AG-SHGiG, Rainer Marx

Tel.: 06104 96 98 99

rainer.marx@ag-shgig.de

und rainer.marx@inklusionsbeirat-of.de

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SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025


MUT&LIEBE / THEMA /

regional & original

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Aktionen findet Ihr,

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SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

13


MUT&LIEBE / THEMA /

Gesundheitscafé im Freiwilligenzentrum © FzOF

ich weiß, was es bedeutet

sich fremd zu fühlen

Integrationslots:innen

helfen Neuankömmlingen

bei vielen Fragen

Ein Projekt, das mich bei den Recherchen zum

Ehrenamt besonders beindruckt hat, sind die

Offenbacher Integrationslots:innen. Sie engagieren

sich für Menschen aus anderen Ländern und helfen

ihnen beim Ankommen in der Stadt. Der Großteil

von ihnen weiß, wie es sich anfühlt, sich eine neue

Heimat zu schaffen.

Im Mai 2018 sind die ersten 17 Lots:innen in ihr

Engagement gestartet, heute sind insgesamt etwa

60 Personen aktiv. Ihre Basis ist das Freiwilligenzentrum

Offenbach (FzOF) in der Domstraße.

von Christine Ciampa

Weitere Infos und Kontakt

Freiwilligenzentrum Offenbach e.V.

Domstraße 81, 63067 Offenbach

0176 711 72 990

lotsen@fzof.de

integrationslotsen_offenbach

Lada, 31, Gesundheitslotsin

Ich bin vor drei Jahren aus Russland gekommen, von

Beruf bin ich Biologielehrerin und Forstwirtin. Auf der

Suche nach Möglichkeiten, meine Deutschkenntnisse

zu verbessern und Leute kennenzulernen, bin ich im

Internet eher zufällig auf das Freiwilligenzentrum gestoßen.

Wegen der interessanten Angebote habe ich

hierher gefunden, worüber ich sehr glücklich bin.

Im Sprachtreff, der dreimal pro Woche stattfindet,

sprechen wir in lockerer Atmosphäre über alle möglichen

Themen, über das deutsche politische System,

über Literatur oder über aktuelle Ereignisse. Mittwoch

ist der Tag für Anfänger, Dienstag und Donnerstag für

die Fortgeschrittenen.

Am Kulturabend werden einmal im Monat Filme

gezeigt oder es finden Vorträge statt. Jeder kann sich

mit Ideen einbringen, zum Beispiel über sein Herkunftsland

berichten. So lernen wir uns besser kennen

und verstehen. Es gibt auch einen Spiele-Treff, den

Mitmach-Mittwoch und den Dokumentenbasar.

Ich weiß, was es bedeutet sich fremd zu fühlen. Daher

engagiere ich mich seit zwei Jahren als Gesundheitslotsin.

Was hier vermittelt wird, sind genau die Werte,

die mir am Herzen liegen. Es geht um Ernährung,

Bewegung, Sport, das deutsche Gesundheitssystem,

Begleitung zum Arzt, Kinder und vieles mehr. Zweimal

wöchentlich findet eine offene Sprechstunde statt.

Mein Lieblingsangebot ist das Gesundheitscafé. Einmal

im Monat vertiefen wir hier Themen wie Hitze,

Einsamkeit, Verhütung oder Gewalt gegen Frauen,

manchmal zusammen mit Kooperationspartnern wie

Pro Familia oder dem Frauenbüro.

Ich engagiere mich sechs Stunden pro Woche und

begleite unsere Aktivitäten auch in den Sozialen

Medien. Auf meine Aufgaben bin ich in einer intensiven

Schulung vorbereitet worden.

Das Schönste für mich …

sind die Menschen, die ich hier gefunden habe. Wir

sind ein multitalentiertes Team, jeder bringt seine

Fähigkeiten und Kompetenzen ein und zusammen

bilden wir eine wunderschöne Ganzheit!

14 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025


Foto: © Robert Kneschke– AdobeStock.com

Amr, 45 Jahre, Integrationslotse

Ich bin in Deutschland geboren, in Ägypten aufgewachsen,

und habe in beiden Ländern gelebt und

studiert. Ich bin Informatiker - mit Haut und Haaren.

Nachdem ich mehrere Jahre als Berater für große

Firmen tätig war, habe ich mich vor ca. sieben Jahren

in Frankfurt selbstständig gemacht.

Als 2015 wegen des syrischen Bürgerkriegs viele

Flüchtlinge nach Deutschland kamen, habe ich in

meinem damaligen Unternehmen einen Aufruf gestartet,

um möglichst viele meiner Beraterkollegen zu

mobilisieren. Wir haben Workshops organisiert mit

dem Ziel, Geflüchtete dabei zu unterstützen, im deutschen

Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Da waren so viele

Menschen mit einem guten Background, warum sollte

diese Expertise verloren gehen angesichts der Misere

auf dem Arbeitsmarkt?

Mein Engagement für das Bewerbungscafé ist sozusagen

die Fortsetzung meiner Aktivitäten von damals.

Es findet am letzten Freitag im Monat stand und ist

ein offenes, kostenfreies Angebot. Wir helfen allen,

egal wo sie gerade stehen. Manche haben keinen

Lebenslauf, dann erstellen wir diesen gemeinsam,

ebenso wie eine komplette Bewerbung. Wir informieren

darüber, wo und wie man passende offene Stellen

findet, wir begleiten zur Arbeitsagentur oder zu Ämtern

für Förderung, Qualifizierung und Anerkennung

von Abschlüssen.

Wetterpark Offenbach

Wetterpark Offenbach

FAMILIEN

MUT&LIEBE / THEMA /

FEST

AUF DEM

BUCHHÜGEL

FAMILIEN

FEST

AUF DEM

BUCHHÜGEL

11.00 – 17.00

So. 7. Septembe

11.00 – 17.00

In Kooperation mit:

So. Regionalpark 7. September RheinMain

In Gemaa Kooperation Tempelsee mit: 1927 e.V.

Regionalpark RheinMain

Gemaa Tierschutzverein Tempelsee 1927 Offenbach e.V. e.

Tierschutzverein Kinder- und Offenbach Jugendfarm e.V. OF e.V

Kinder- und Magazin Jugendfarm Mut&Liebe

OF e.V.

Magazin Mut&Liebe

Foto: Robert Kneschke–AdobeStock.com

Foto: © Robert Kneschke– AdobeStock.com

Das Schönste für mich …

ist es, wenn Menschen, die wir unterstützen, sich verstanden

fühlen und besser integriert. Und klar, wenn

sie zu Interviews eingeladen werden und einen guten

Job finden. Es gibt so viel Elend in der Welt. Ich kann

nicht in diese Länder reisen, daher möchte ich den

Menschen hier vor Ort helfen.

Bewerbungscafé im Freiwilligenzentrum © FzOF

Wie wird man Integrationslots:in?

Mit einer kostenfreien Schulung erhalten neue Lots:innen eine intensive Vorbereitung

auf ihre Tätigkeit. Während der Qualifizierung lernt sich das Team kennen, baut neue

Netzwerke auf und bildet sich in Kommunikation und interkultureller Kompetenz weiter.

Auch danach trifft sich das Team regelmäßig. Das Freiwilligenzentrum Offenbach führt die

Qualifizierung durch und begleitet die Gruppe weiterhin, ein Team von koordinierenden

Lots:innen organisiert die Einsätze.

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

15


MUT&LIEBE / THEMA /

hier geht es um engagement

das freiwilligenzentrum offenbach e.v.

„Engagement geht immer! Und in jedem Alter!“ Das war das

Motto einer Aktion des Freiwilligenzentrums beim diesjährigen

Fest der Vereine. Viele Menschen haben mit bunten

Klebestreifen markiert, in welchem Alter sie freiwillig

engagiert waren oder es noch immer sind. Gefragt waren

sowohl Zwölfjährige vom THW wie auch engagierte

Senior:innen, die noch immer aktiv sind. Im Gespräch

wurde manchen erst klar, dass auch Klassensprecher:in,

Elternbeirat oder Leitung einer Sportgruppe ehrenamtliche

Engagements sind.

Das Freiwilligenzentrum hat in seiner Datenbank mehr

als 300 Angebote für ehrenamtliches Engagement von

150 Partnerorganisationen gelistet. Ehrenamtliche Beraterinnen

unterstützen Interessierte, das richtige Engagement

für sich zu entdecken.

Horst Thon, Vorsitzender des Freiwiligenzentrums

beim Mainufest 2025 (Fotos: FzOF)

16 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025


MUT&LIEBE / THEMA /

Projekte des Freiwilligenzentrums

Das Freiwilligenzentrum bietet auch eigene Projekte

an, in denen inzwischen über 100 Freiwillige aktiv

sind – zugunsten von Senior:innen, Kindern und Jugendlichen,

zugewanderten Menschen ...

In der AusZeit kommen demenziell Erkrankte zusammen,

um miteinander zu singen, zu spielen oder einfach

nur von früher zu erzählen. Für die pflegenden

Angehörigen sind die Nachmittage eine AusZeit von

einem oft anstrengenden Betreuungsalltag.

Beraten, begleiten und begegnen – so unterstützen

die Integrations- und Gesundheitslots:innen zugewanderte

Menschen, z. B. um ihnen Zugänge zu Behörden

und im Gesundheitsbereich zu erleichtern.

Unterstützung für Schüler:innen bieten Lernbegleiter:innen

und Lernbuddies. Letztere sind junge Engagierte,

die in Lerntandems Kinder der 3. und 4. Klasse

betreuen. Die Lernbegleiter:innen unterstützen Lehrkräfte

in Intensivklassen und -kursen für neu zugewanderte

Schüler:innen.

Die Projekte Begegnungsinseln und OOO-Offenes

Ohr Offenbach sind Angebote für Begegnung und

Austausch – für mehr Demokratie und weniger Einsamkeit.

Die Seniorencafés der Wohnanlage Lämmerspieler

Weg und im Anni-Emmerling-Haus bringen Bewohner:innen

und Gäste zusammen.

Die Rikscha-Pilot:innen bieten mit zwei Elektrogefährten

älteren und in ihrer Mobilität eingeschränkten

Menschen Ausflugsfahrten an. Hier werden oft Erinnerungen

ausgetauscht und Orte (wieder-)entdeckt.

Bei der Förderung guter Rahmenbedingungen für

freiwilliges Engagement ist das Freiwilligenzentrum

Ansprechpartner für Einsatzstellen, für neue Projektideen

sowie für Fortbildungen und Qualifizierungen.

Erste Informationen über www.fzof.de,

per Mail unter info@fzof.de oder telefonisch

unter 069 82367039 (fzof)

Offene Angebote

des Freiwilligenzentrums

Kulturabend der Integrationslots:innen*,

jeden 1. Mo, 18:00 – 19:30 Uhr

Seniorencafé Anni-Emmerling-Haus, Bischofsheimer

Weg 77, jeden Di, Do & So, 14:00 – 17:00 Uhr

Begegnungsinsel an wechselnden Orten

jeden Mi, 14:00 – 16:00 Uhr (bis Ende Sept., danach

14-tägig, Infos unter www.fzof.de)

Seniorencafé, Lämmerspieler Weg 43,

jeden Mi, 14:00 – 17:00 Uhr

Offenes Ohr Offenbach im Ringcenter,

jeden 2. & 4. Mi, 12:00 – 16:00 Uhr

Mit-Mach-Mittwoch der Integrationslots:innen*,

jeden 1. Mi, 15:00 – 16:30 Uhr

Offenes Ohr Offenbach in der Roland-Passage,

jeden 1. & 3. Fr, 12:00 – 16:00 Uhr (nicht an

Feiertagen)

Spieletreff der Integrationslots:innen*,

jeden 3. Mi, 15:00 – 16:30 Uhr

Gesundheitscafé der Integrations- und Gesundheitslots:innen,

Fan-Projekt des IB, Luisenstr. 61

(Hinterhof), letzter Mi, 15:30 – 17:30 Uhr

Beratungen zu freiwilligem Engagement

nach Vereinbarung*

*Ort: Freiwilligenzentrum, Domstr. 81, 63067 Offenbach

Qualifizierungsangebote für

Freiwillige über die vhs Offenbach

Pressearbeit für Vereine, vhs-Kurs C1085,

17. & 24.9., 19:00 – 21:15 Uhr, kostenlos

Office 365 - Tools zur Zusammenarbeit im Team,

vhs-Kurs C1095, 20.09., 9:00 – 16 Uhr, Kosten 5 €

Flyer-Erstellung mit Canva, vhs-Kurs C1096,

27.09., 9:00 – 16 Uhr, Kosten 5 €

Künstliche Intelligenz am Beispiel ChatGPT,

vhs-Kurs C1087, 15.10., 18:00 – 19:30 Uhr, kostenlos

Steuer und Vereinsrecht – Was ist wichtig?,

vhs-Kurs C086, 15.11., 10:00 – 16:00 Uhr, Kosten 5 €

Anmeldung: vhs@offenbach.de

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

17


MUT&LIEBE / THEMA /

offenbach ist das hessische zentrum

für freiwilliges engagement

Neben dem Freiwilligenzentrum hat auch die LAG-

FA Hessen (Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen

Hessen e.V.) ihren Sitz in Offenbach

– in den Räumen des Freiwilligenzentrums. Dieses ist

Gründungsmitglied des seit 2008 bestehenden Dachverbands

der 35 Mitgliedsagenturen.

Seit dem Frühjahr hat die LAGFA Hessen erstmals eine

hauptamtliche Geschäftsführung. Für Doris Wirkner ist

das Motto der LAGFA „Ehrenamt braucht Hauptamt“

ein Leitfaden ihrer Arbeit. „Meine Kompetenzen als Diplom-Politologin

und meine Erfahrungen als Geschäftsführerin

eines freien Trägers der Jugendhilfe möchte ich

gerne für die Weiterentwicklung der LAGFA einbringen,“

hat sich Doris Wirkner vorgenommen. Wichtig ist ihr

der Kontakt zu den Mitgliedsagenturen. Gemeinsam

gelte es, das Thema Engagementförderung weiter

zukunftsfähig aufzustellen – in Offenbach, in Hessen

und über Vernetzung bundesweit.

v.l.n.r.: Das LAGFA-Team: Lucia Rutschmann, Monika Pröse,

Doris Wirkner, vom Vorstand Alexandra Böckel, Prof. Dr. Gisela Jakob,

Sigrid Jacob sowie Aurelia Weigel, Buchhaltung. (Foto: LAGFA Hessen)

Engagement sichtbar machen

– Vorschläge für Landesauszeichnung einreichen

Soziales Bürgerengagement wird in Hessen großgeschrieben! Ob in Bürgerinitiativen, in Vereinen, bei der

Nachbarschaftshilfe, in migrantischen Organisationen, bei der Tafel oder Religionsgemeinschaften – auch

in Offenbach sind viele Menschen freiwillig aktiv. Kennen Sie in Ihrem Umfeld, Personen, die sich in besonderer

Weise im sozialen Bereich engagieren? Dann schlagen Sie Einzelpersonen oder Gruppen für die

Landesauszeichnung Soziales Bürgerengagement des hessischen Sozialministeriums vor.

Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von jeweils 1.000 Euro für die jeweiligen Projekte dotiert.

Die feierliche Verleihung der Auszeichnung findet am Internationalen Tag des Ehrenamtes, am Freitag,

5. Dezember 2025, von 14 bis 16 Uhr im Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales

in Wiesbaden statt.

Bis zum Einsendeschluss am 12. September 2025 steht Ihnen das Online-Formular zur Verfügung,

mit dem Sie Ihre Vorschläge einreichen können:

https://soziales.hessen.de/preise-und-ehrungen/soziales-buergerengagement

Nutzen Sie die Möglichkeit, freiwilliges Engagement in Ihrem Umfeld sichtbar zu machen!

Fragen beantwortet das Projektbüro bei der LAGFA Hessen e.V.: landesauszeichnung@lagfa-hessen.de (fzof)

18 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025


MUT&LIEBE / THEMA /

Konzertsaison

2025/2026

So, 19. Okt. 25 Vogtland Philharmonie,

Sinfoniekonzert

So, 16. Nov. 25 Claire Huangci,

Klavier-Solokonzert

So, 14. Dez. 25 Opera Classica Europa,

Festliche Operngala zur Adventszeit

So, 11. Jan. 26 Philharmonia Frankfurt,

Neujahrskonzert

So, 22. Feb. 26 Camerata Europeana,

Sinfoniekonzert

So, 22. Mär. 26 Vogtland Philharmonie,

Sounds of Hollywood

Alle Konzerte beginnen um 19 Uhr und finden

in der Neuen Stadthalle Langen statt.

Vorverkauf: Reisebüro „Mister Travel“, Buchhandlung „Litera“

und Neue Stadthalle Langen

Der Kulturfonds Frankfurt RheinMain fördert die Konzerte

Klassische Musik für jedermann der Kunst- und Kulturgemeinde

e.V., Langen.

Getragen wird der gemeinnützige Fonds vom Land Hessen, von Frankfurt am Main, dem Hochtaunuskreis und

dem Main-Taunus-Kreis, Darmstadt, Wiesbaden, Hanau, Bad Vilbel, Offenbach am Main, Oestrich-Winkel, dem

Rheingau-Taunus-Kreis und dem Kreis Offenbach. Weitere herausragende Kunst- und Kulturprojekte finden Sie unter

SEPTEMBER www.kulturfonds-frm.de / OKTOBER / NOVEMBER / Facebook / 2025 Instagram / Newsletter

19


MUT&LIEBE / THEMA /

netzwerker

aus leidenschaft – winfried männche

„Wir sind ein Teil des Mosaiks in Offenbach", so beschreibt

Winfried Männche das Diesterweg-Stipendium,

eines seiner vielen ehrenamtlichen Projekte

in Offenbach. Der langjährige GBO-Chef (Gemeinnützige

Baugesellschaft mbH Offenbach) ist jetzt im

Ruhestand, aber weiterhin sehr engagiert im Einsatz

für ein gutes Zusammenleben und Perspektiven für

die Menschen in seiner Heimatstadt.

„Ich habe viel Glück gehabt im Leben und möchte etwas

zurückgeben", beschreibt er seine Motivation. „Außerdem

habe ich noch immer viele Netzwerke und gute

Kontakte, die ich für die Weiterführung der wichtigen

Projekte nutzen möchte. Ein gutes Miteinander kommt

allen in der Stadtgesellschaft zugute."

Einflussreiche Menschen für eine Idee begeistern,

Netzwerken, Kontakte herstellen und pflegen, auf

diese Weise hat Männche im Laufe der Jahre zahlreiche

Projekte erfolgreich initiiert und mit vielen

Unterstützern umgesetzt. Zum Beispiel der Ostpol

Gründercampus, mit Büros, Ateliers, Veranstaltungsund

Tagungsräumen und der Musikschule oder die

Zollamtsstudios, die Entwicklung der Stadthalle und

des Capitols, die Unterstützung der Classic Lounge

Verleihung des

Integrationspreises der

Stadt Offenbach am

4. Juni 2025 an das

Diesterweg-Stipendium.

(v.l.n.r.): Nina Waibel-

Rohde, Leiterin des

Diesterweg-Stipendiums

Offenbach; Martin Wilhelm,

Sozialdezernent;

Winfried Männche,

Vorsitzender der Bürgerstiftung

Offenbach am

Main; Katja Werner, im

Vorstand der Bürgerstiftung

Offenbach, VON ICH ZU ICH

gGmbH

Foto: Die Bürgerstiftung

Offenbach, Bernd Georg

von Petra Baumgardt und Wolfgang Malik

oder auch die Stiftungsprofessur für Kreativität im

urbanen Kontext an der HFG; kreativ und mit viel

persönlichem Einsatz begeisterte er Politik und Investoren

für ungewöhnliche Ideen, die positiv zur

Stadtentwicklung beigetragen haben und heute unverzichtbar

geworden sind.

Das Diesterweg-Stipendium erhält den

Integrationspreis der Stadt Offenbach 2025

Jetzt im Ruhestand nutzt Winfried Männche seine

Kompetenzen weiter für seine Herzensprojekte.

„Die Förderung und Unterstützung von Kindern auf

ihrem Bildungsweg ist mir ein wichtiges Anliegen. Mit

dem Diesterweg-Stipendium bieten wir ein umfassendes

Bildungsstipendium für Familien in Offenbach. Jeweils

über zwei Jahre werden begabte und motivierte Kinder

gemeinsam mit ihren Eltern umfassend gefördert."

Die Förderung geht dabei über die schulischen Anforderungen

hinaus und bietet Bildungserfahrungen

auf unterschiedlichen Ebenen. Gemeinsame Ausflüge,

Museumsbesuche, Musizieren und Sport stehen

auch auf dem Programm. Eltern werden ermutigt,

aktive Bildungsbegleiter ihrer Kinder zu sein.

20 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025


MUT&LIEBE / THEMA /

„Sprachliche oder andere Bildungsbarrieren gibt es in

vielen Familien in Offenbach, diese dürfen aber kein

Hindernis sein für eine erfolgreiche Schulbildung", so

Männche.

Die Bürgerstiftung Offenbach (Winfied Männche ist

Vorstandsvorsitzender) bietet das Diesterweg-Stipendium

seit 2015 in Offenbach an, bisher wurden 83

Kinder mit ihren Familien, insgesamt über 330 Personen

begleitet. In diesem Jahr wurde das Projekt mit

dem Intergrationspreis der Stadt ausgezeichnet.

Dank der vielen, hochkarätigen Unterstützer ist das

Projekt finanziell recht gut ausgestattet. „Viel Geld für

die Zahl der Teilnehmenden, höre ich manchmal", sagt

Männche. „Ich sehe die Familien aber auch als wichtige

Multiplikatoren in ihrem Umfeld. Und die erfolgreichen

Bildungswege der Kinder wirken sich auf die

ganze Stadtgesellschaft aus." Davon ist er überzeugt.

Förderverein Sicheres Offenbach e. V.,

In diese Richtung arbeitet auch der Förderverein

Sicheres Offenbach e. V., eine weitere ehrenamtliche

Intitiative von Winfried Männche.

2002 gegründet, hat der Verein das Ziel, das Zusammenleben

und die Sicherheit in Offenbach zu

verbessern und finanzielle Mittel für Gewaltpräventionsarbeit

bereitzustellen, besonders an Schulen.

Der Netzwerker Winfried Männche überzeugte auch

hier die passenden Personen und Insitutionen, diesen

Förderverein mitzutragen. Die Polizeipräsidenten, die

Staatsanwaltschaft und das Jugendamt zählten u. a. zu

den Gründungsmitgliedern. Den Vorsitz übernahm der

Präsident des Amtsgerichts.

Im Auftrag des Vereins entwickelte Dr. Michael Koch

(damals Mitarbeiter beim Jugendamt Offenbach)

einen Methodenkoffer zur Gewaltprävention für Offenbacher

Schulen. Für die unterschiedlichen Problemlagen

in den Klassen können die Schulen anhand

des Methodenkoffers ein Projekt aussuchen und die

Finanzierung beim Verein Sicheres Offenbach e. V.

beantragen. Dies funktioniert sehr erfolgreich und

Gewaltprävention gehört mittelerweile zum selbstverständlichen

Standard in den Schulprogrammen

in der Stadt. Mit rund 50.000 Euro unterstützt der

Förderverein jährlich präventive Projekte, seit seiner

Gründung wurden rund 1,4 Millionen Euro investiert.

Palliare e. V.

„Die Bürgerstiftung Offenbach engagiert sich auch noch

im Bereich der Pallativmedizin mit dem Verein 'Palliare'.

Ein Förderverein zugunsten Schwerstkranker am Sana-Klinikum

Offenbach", erklärt W. Männche. „Auch in

diesem Bereich brauchen Menschen Unterstützung und

jeder kann in diese Situation kommen."

Das Netzwerk in Offenbach funktioniert Dank engagierter

Menschen wie Winfried Männche und zahlreichen

anderen in den unterschiedlichsten Bereichen.

Sie leisten einen wichtigen Beitrag für den sozialen

Frieden in der Stadt und entwickeln Zukunftsperspektiven

für ein lebenswertes Offenbach.

Weitere Informationen

Bürgerstiftung Offenbach am Main

www.buergerstiftung-offenbach.de

Diesterweg-Stipendium

www.buergerstiftung-offenbach.de/

disterweg-stipendium/

Förderverein Sicheres Offenbach e. V.

https://www.fvsof.de/

Palliare e.V.

www.palliare.org

v.l.n.r.: Dahabia Dahbi sowie Danin, Alisa und Tajra Kaljic

aus der 5. Diesterweg-Generation im Klingspor-Museum

Foto: Die Bürgerstiftung Offenbach

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

21


MUT&LIEBE / THEMA /

Ein Gespräch mit Manuel Dieter, dem Ehrenamtsbeauftragten der Stadt Offenbach, über die neue hessische

Landesförderung #deinehrenamt und die städtische Unterstützung für Vereine und ehrenamtlich Engagierte.

Das Interview führte Alexander Knöß.

ohne mut und liebe & ohne förderung

kein ehrenamt

Herr Dieter, unser Magazin trägt den Titel „Mut&

Liebe“. Was bedeutet das für Sie, gerade in Bezug auf

das Ehrenamt?

Manuel Dieter: Der Titel passt wunderbar. Wenn

wir über bürgerschaftliches Engagement sprechen,

schwingen „Mut und Liebe“ immer mit. Es braucht

Mut, um neue Projekte anzustoßen oder sich für Dinge

einzusetzen. Und es braucht viel Liebe. Liebe zur

Sache, zu den Menschen und zu unserer Stadt. Egal

ob im Kulturverein, beim Sport, im sozialen Bereich,

im Katastrophenschutz, im Umwelt-, Tier- oder Naturschutz,

in der Bildungsarbeit oder in interkulturellen

Projekten.

Aber dieser Einsatz benötigt auch Unterstützung.

Viele Engagierte und Vereine stoßen irgendwann an

Grenzen, gerade wenn es darum geht, finanzielle Mittel

für ihre Projekte zu erhalten. Fördergelder zu beantragen,

ist oft noch eine große bürokratische Hürde.

Genau hier setzt die neue Landesförderung an.

Was ist das Besondere an dieser neuen Förderung?

Das Land Hessen hat das Programm „#deinehrenamt“

überarbeitet, um ehrenamtlich Engagierten und Vereinen

die Arbeit zu erleichtern. Bis zu 30.000 Euro

Förderung pro Projekt sind möglich. Gerade kleinere

Initiativen profitieren besonders, weil für Förderbeträge

bis 1.000 Euro kein aufwändiger Verwendungsnachweis

mehr erforderlich ist. Das ist ein wichtiger

Schritt, das Ehrenamt nicht nur in der Theorie, sondern

spürbar im Alltag der Engagierten zu erleichtern.

Wer kann einen Antrag stellen und wofür genau?

Antragsberechtigt sind gemeinnützige Organisationen,

also Vereine, Stiftungen, Verbände, Freiwilligenagenturen

und sogar erstmals auch private Initiativen,

sofern sie gemeinnützige Ziele verfolgen. Gefördert

werden beispielsweise Maßnahmen zur Gewinnung

und Begleitung von Ehrenamtlichen, der Erfahrungsaustausch,

Vereinsjubiläen und Veranstaltungen zur

Anerkennung – wie Helferfeste oder „Dankeschön-

Abende“.

Besonders wichtig finde ich, dass auch Projekte gefördert

werden können, die die Zukunftsfähigkeit

von Organisationen stärken oder neue Zielgruppen

erreichen. Hier gehören aus meiner Sicht innovative

Formate oder niedrigschwellige und inklusive Angebote

dazu. Solche Ansätze machen das Ehrenamt

offener und zugänglicher.

Wie läuft der Antrag konkret ab? Muss man ein Profi

sein, um die Förderung zu bekommen?

Nein, das ist das Gute. Der Antrag ist online ausfüllbar

und übersichtlich aufgebaut. Wichtig ist, dass das

Projekt mindestens acht Wochen vor dem geplanten

Start eingereicht wird. Für Beträge bis 5.000 Euro

gibt es Pauschalen, das erleichtert die Abwicklung

zusätzlich. Ab einer Fördersumme von 5.000 Euro

ist ein Eigenanteil von mindestens zehn Prozent

der Projektkosten erforderlich. Das sollte bei der

Planung berücksichtigt werden. Das kann sich aber

trotzdem sehr lohnen.

22 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025


MUT&LIEBE / THEMA /

Kontakt:

Manuel Dieter (r.)

Ehrenamtsbeauftragter der

Stadt Offenbach

E-Mail: manuel.dieter@offenbach.de

Tel.: 069 8065-2624

Berliner Straße 100

63065 Offenbach am Main

Foto: Katja Lenz

Wie bewerten Sie die Wirkung dieser Förderung für

Offenbach?

Ich sehe eine zusätzliche Chance. In Offenbach gibt

es viele engagierte Menschen mit großartigen Ideen,

die neue Wege gehen wollen. Oft fehlt nur ein kleiner

Anstoß oder ein wenig Geld für Material, die Öffentlichkeitsarbeit

oder auch eine Raummiete. Mit

der Landesförderung können solche Ideen nun einfacher

Wirklichkeit werden. Und Offenbach kann sich

dadurch als Stadt weiterentwickeln. Davon profitieren

am Ende wir alle.

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

Was können Engagierte in Offenbach neben der

Landesförderung an Unterstützung von ihrer Stadt

erwarten?

Das Ehrenamt in Offenbach genießt die volle Unterstützung

von Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke

und dem gesamten Magistrat. Diese Rückendeckung

zeigt sich auch in der politischen Entscheidung, trotz

angespannter Haushaltslage keine Kürzungen bei

den Vereinsförderungen vorzunehmen, was zusätzlich

hilft. Eine Wertschätzung zeigt sich auch durch zahlreiche

Besuche bei Vereinsveranstaltungen durch den

Oberbürgermeister und die Magistratsmitglieder.

Es geht aber nicht immer nur um finanzielle Mittel.

Wir stehen den Einrichtungen und Freiwilligen mit

der Stadtverwaltung über unsere Fachämter immer

gerne beratend und unterstützend zur Seite. Dabei ist

für uns auch der Austausch in städtischen, landesweiten

oder bundesweiten Netzwerken, wie dem Bundesnetzwerk

„Engagierte Stadt“, immer sehr wichtig, um

von guten Beispielen zu lernen und diese weiterzugeben.

Können Sie weitere Beispiele für die städtische

Unterstützung nennen?

Die Stadt unterstützt nicht nur über die allgemeine

Kultur- und Sportförderung. Sie sorgt auch dafür,

dass sich Offenbacher Vereine auf großen Festen wie

dem Mainuferfest, dem Lichterfest oder dem Kulturfest

der Nationen präsentieren können. Zusätzlich

gibt es Formate wie die Vereinshütte auf dem Weihnachtsmarkt

oder den Blaulichttag, die das Ehrenamt

in den Mittelpunkt stellen. Wir fördern die Öffentlichkeitsarbeit

durch Pressemeldungen und den

E-Mail-Newsletter „Ehrenamt und Vereinsarbeit“ zu

aktuellen Themen. Darüber hinaus bieten wir in Kooperation

mit dem Freiwilligenzentrum und der vhs

Fortbildungsangebote an und realisieren mit Kooperationspartnern

gemeinsam Mitmach-Aktionen wie

den diesjährigen Mitmach-Mai. Zur Anerkennung

organisieren wir eine Veranstaltung zum Tag des

Ehrenamtes, verleihen Ehrungen und vergeben die

Ehrenamtskarte an langjährig Engagierte.

Und ganz wichtig ist uns der persönliche Austausch:

Wir nehmen an vielen Veranstaltungen der Organisationen

teil, um vor Ort mit den Menschen ins Gespräch

zu kommen. In einem neuen Projekt laden

wir außerdem Vereine ein, ihre Vorstandssitzung

bei uns im Rathaus durchzuführen und unsere

23


MUT&LIEBE / THEMA /

Räumlichkeiten zu nutzen. So entsteht ein guter Mix

aus Struktur und Nähe.

Bücherfest

RheinMain Offenbach

18. Oktober

19. Oktober

Eintritt frei

SCAPE°

Offenbach am Main

Stefanie de Velasco

Benjamin Cors

Susanne Kaiser

Berit Glanz

Katerina Poladjan

Was möchten Sie zum Schluss den Offenbacher

Engagierten mitgeben?

Ein großes, ehrliches Dankeschön. Für Ihre Zeit, Ihre

Kreativität, Ihre Geduld. Und für Ihren Mut und Ihre

Liebe, mit denen Sie sich für andere einsetzen. Ohne

Sie wäre Offenbach nicht die Stadt, die sie ist. Wir

laden die Vereinsvertreterinnen und Vereinsvertreter

herzlich ein, die neue Förderung des Landes zu nutzen

und bei Fragen auf uns zuzukommen.

Mein herzlicher Dank gilt aber auch dem gesamten

Team von „Mut&Liebe“, das dieses Magazin zum großen

Teil ehrenamtlich und kontinuierlich auf die Beine

stellt und dabei auch immer wieder Menschen und

Projekten aus dem Ehrenamt eine Plattform bietet.

Weitere Informationen:

• Förderrichtlinien und Antragsformular unter:

www.deinehrenamt.de/foerderprogramme

• Allgemeine Informationen zum Ehrenamt:

www.offenbach.de/ehrenamt

• Newsletter „Ehrenamt und Vereinsarbeit“:

www.offenbach.de/newsletter-ehrenamt

www.offenbach.de/kultur

offenbachkultur

Kulturmanagement

24 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025


MUT&LIEBE / THEMA /

sterben, tod und trauer sind teil des lebens

Ehrenamtliche Hospizbegleitung heißt, Menschen am Ende ihres

Weges Zeit zu schenken

Die Ökumenische Hospizbewegung Offenbach

e.V. ist ein ambulanter Hospizdienst. Der gemeinnützige

Verein wurde 1998 gegründet

mit dem Ziel, schwerstkranke und sterbende

Menschen zu begleiten, um ihnen ein

würdevolles, selbstbestimmtes Leben bis

zum Ende in gewohnter Umgebung zu ermöglichen.

Auch Angehörige und Trauernde

sollen Halt und Trost erfahren.

Christine Ciampa (Mut&Liebe Redaktion) im Gespräch mit Regina Reinhard-Brehm, ehrenamtliche

Hospizhelferin, und Andreas Schmidt, hauptamtlicher Koordinator im ambulanten Hospizdienst. (Fotos: privat)

Regina Reinhard-Brehm ist ein aktiver, positiver

Mensch. Die 66-jährige ehemalige Verwaltungsangestellte

lebt mit ihrem Mann im Offenbacher Westend,

sie hat zwei erwachsene Kinder. Seit zwei Jahren

ist die leidenschaftliche Joggerin in Rente. „Ich hatte

mich, angeregt durch ein anderes Gemeindemitglied in

St. Peter, schon seit einigen Jahren mit dem Gedanken

getragen, mich in der Sterbebegleitung zu engagieren.

Nach dem Renteneintritt war der Moment gekommen,

wo ich sagte: Und jetzt mache ich das.“

Persönliche Erfahrungen als Motivation

Regina Reinhard-Brehm wuchs in einer christlichen

Familie mit vier Geschwistern auf, sie war die Zweitälteste

und galt immer als „die Starke“. Sie hat ihren

Vater, ihre Mutter und ihren älteren Bruder bis ans

Lebensende begleitet. In diesen intensiven Prozessen

hat sie erfahren, wie wichtig es ist, auf dem mühsamen

und leidvollen Weg Unterstützung zu finden.

„Ich darf mich glücklich schätzen. Es waren immer Menschen

da, die mir Kraft und Halt gegeben haben: Ärzte,

Pflegerinnen, Seelsorger. Und nicht zuletzt mein Glaube

verleiht mir Trost und Zuversicht.“

Viele Angehörige, die mit der Krankheit und der Situation

des nahenden Todes eines lieben Menschen

konfrontiert sind, sind verständlicherweise ängstlich,

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

überfordert und unsicher. Sie wissen nicht, wo sie

qualifizierte Hilfe finden, dass es z.B. Palliativteams

gibt, die darauf spezialisiert sind, Menschen mit

schweren, unheilbaren Erkrankungen am Lebensende

umfassend zu betreuen und ihre Lebensqualität

zu verbessern.

Ein bunter Strauß

Andreas Schmidt, seit 2016 im Team mit Inge Zirkel

und Ute Wagner als Koordinator im ambulanten Hospizdienst

tätig, bezeichnet den Pool von insgesamt

rund 60 Ehrenamtlichen als „bunten Strauß, so vielfältig

und unterschiedlich wie die Menschen, die wir

begleiten.“ Neben den Hospizhelferinnen, die in der

letzten Lebensphase eines Menschen an seiner Seite

stehen, gibt es speziell ausgebildete Trauerbegleiter,

die An- und Zugehörige unterstützen, bei Spaziergängen

und Wanderungen, im Trauercafé oder in einer

Selbsthilfegruppe.

Alle Ehrenamtlichen werden intensiv auf ihre jeweiligen

Aufgaben vorbereitet. Nach einem offenen Informationsabend

erfolgt ein Einzelgespräch mit den

Koordinatoren. Passt es für beide Seiten, absolviert

man ein Qualifikationsprogramm, das einen Grundkurs,

einen Aufbaukurs sowie kurze Hospitationen

umfasst (Gesamtdauer ca. 140 Stunden).

25


MUT&LIEBE / THEMA /

Gespräche sind immer sehr interessant, die Themen

reichen von Büchern, Filmen, Stricken über Erinnerungen

aus ihrem Leben hin zu Religion, Leiden und Tod.“

Andreas Schmidt ergänzt: „Wir haben derzeit etwa

20 Begleitungen. Diese finden zu Hause, im Alten- und

Pflegeheim oder im Krankenhaus statt. Eine Begleitung

kann nur ein bis zwei Tage dauern, drei Monate

oder länger, das ist unterschiedlich.“ Was ihm wichtig

ist: „Wir fungieren oft als Anwalt für die Kranken und

Sterbenden. An erster Stelle stehen ihre Wünsche und

Bedürfnisse.“

Mutig sein und darüber sprechen

Was wünschen sich die beiden in Bezug auf unseren

heutigen Umgang mit Sterben, Tod und Trauer?

„Das Wichtigste ist es, offen und mutig darüber zu

sprechen, die Themen sichtbar zu machen und in die

Normalität zu führen. Der Tod gehört zum Leben.“ „In

unserer Gesellschaft, in der Gesundheit als ‚machbar‘

angesehen wird, in der Familien oft weit voneinander

entfernt und viele Menschen alleine leben, müssen

wir wieder zu einer sorgenden Gemeinschaft finden.“

Regina Reinhard-Brehm erinnert sich: „Als ich den Stuhlkreis

für neun Teilnehmende im Anni-Emmerling-Haus

sah, wollte ich spontan wieder gehen. Am Ende des ersten

Abends war meine Ablehnung verflogen. Ich hatte verstanden,

dass wir ja alle dasselbe wollen.“ Heute betrachtet

sie ihre Gruppe als „erweiterte Familie“, sie treffen sich

einmal im Monat auf eigene Initiative. Erfolgte eine Art

Prüfung zum Abschluss? Sie lächelt auf diese Frage hin

und antwortet: „Die ganze Ausbildung ist eine Prüfung.

Ich habe so viel über mich selbst gelernt wie nie zuvor.“

Dippsche auf Deckelsche

Die frisch qualifizierte Hospizhelferin wollte sofort loslegen

und war enttäuscht, dass es noch eine Weile bis

zu ihrem ersten Einsatz gedauert hat. Andreas Schmidt

erläutert den Hintergrund: „Wir suchen die Begleitungen

sehr sorgfältig aus, die allerwichtigste Frage ist: Wer

passt?“ Inzwischen besucht Regina Reinhard-Brehm einmal

pro Woche eine „feine alte Dame“, bei den beiden

passt es wie „Dippsche auf Deckelsche“. Die 95-Jährige

lebt allein, nach eigener Bekundung aber nicht einsam,

in ihrem Zuhause, die Familie ist weit entfernt. „Unsere

Wir danken Frau Reinhard-Brehm und Herrn

Schmidt für dieses interessante Gespräch.

Kontakt

Ökumenische Hospizbewegung Offenbach e.V.

Platz der Deutschen Einheit 7, Offenbach

Tel.: 069 800 87 998

www.hospiz-offenbach.de

INTERESSIERT?

Die Hospizbewegung freut sich sehr über Zuwachs

für ihren Pool an aktiven Ehrenamtlichen und auch

über Spenden. Da einige Maßnahmen wie die

Qualifizierung der TrauerbegleiterInnen nicht gefördert

werden, ist der Verein für die Fortführung

seiner wertvollen Arbeit immer wieder auf Spenden

angewiesen.

Veranstaltungshinweis:

Offenbacher Hospiztage 2025, 26. Okt. – 14. Nov.

26 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025


MUT&LIEBE / THEMA /

ehrenamtliche bei der

ihk offenbach –

unverzichtbar für

die wirtschaftsregion

von Thomas Lemnitzer

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) ist eine

Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie vertritt die

Interessen der gewerblichen Wirtschaft gegenüber

Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Sie ist ein

wichtiger Partner für Unternehmen aller Größen und

Branchen. Mitglied in der IHK ist jedes Unternehmen,

das gewerblich tätig ist – vom Einzelunternehmer

bis zum Großkonzern. Die Interessenvertretung erfolgt

demokratisch: Unternehmer:innen aus der Region

engagieren sich ehrenamtlich in den Gremien,

Ausschüssen und im Parlament der IHK, der Vollversammlung.

Alle regionalen IHK sind bundesweit in einem Netzwerk

vereint. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer

(DIHK) vertritt die gemeinsamen Interessen

bei Beratung und Durchführung von Gesetzgebungsverfahren

auf lokaler, auf Landes- und Bundes und

EU-Ebene mit.

Unterstützung bietet die IHK bei Firmengründungen

z.B. in rechtliche Fragen, bei Innovationsvorhaben, der

Weiterbildung und im Außenhandel. Beratungen und

Seminare zum Fachkräftemangel, der Nachwuchsentwicklung,

aber auch Hilfe bei Nachfolgereglungen,

bürokratischen Hindernissen, den hohen Energiekosten

sind ebenfalls im Beratungsangebot. Ein wichtiger

Teil liegt zudem in der Durchführung sogenannter

hoheitlicher Aufgaben wie der Organisation von

Aus- und Weiterbildungsprüfungen, der Ausstellung

von Außenwirtschaftsdokumenten und einiges mehr.

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

© Thomas Lemnitzer

Im Gegensatz zu den Branchenverbänden tritt die

IHK als Vertretung der gesamten gewerblichen Wirtschaft

auf. Die Aufgabe der IHK liegt darin, das Gesamtinteresse

der Unternehmen in Stadt und Kreis

Offenbach zu ermitteln und gegenüber Politik und

Verwaltung zu vertreten. Das ist nur möglich, da alle

Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft bei der

IHK Mitglied sind. Ob beim morgendlichen Einkauf,

im Restaurant, dem Start in die Selbstständigkeit,

die Innenstadtentwicklung – wir alle profitieren im

Alltag von Unternehmen, die auf starke Strukturen

bauen.

Doch wer sorgt eigentlich im Hintergrund dafür, dass

Wirtschaft, Ausbildung und Qualitätssicherung in der

Region zuverlässig funktionieren? Die Industrie- und

Handelskammer (IHK) Offenbach vertritt die Interessen

von rund 35.000 Unternehmen in Stadt und Kreis

Offenbach. Sie bietet Beratung, organisiert Weiterbildungen,

begleitet Existenzgründer und wirkt an wirtschaftspolitischen

Entscheidungen mit. Ein Blick auf

die Seite www.offenbach.ihk.de lohnt sich.

Ein besonderer Fokus liegt auf der beruflichen Bildung

– und genau hier wird das Ehrenamt unverzichtbar.

Denn jedes Jahr legen tausende Auszubildende

und Weiterbildungswillige ihre Prüfungen bei der

IHK ab. Damit das fair, fachgerecht und effizient geschieht,

braucht es Expert:innen aus der Praxis – also

Ehrenamtliche, die wissen, worauf es im Berufsalltag

27


MUT&LIEBE / THEMA /

Mitgliederversammlung OFFENBACH OFFENSIV e. V. © Verein Offenbach Offensiv e.V.

wirklich ankommt. Rund 1100 ehrenamtlich Aktive,

davon 800 ehrenamtliche Prüfer und Prüferinnen

engagieren sich bei der IHK Offenbach. Sie kommen

aus Unternehmen der Region – die Mischung ist bunt,

praxisnah und spiegelt die Vielfalt der Wirtschaft im

Kreis wider.

Die Aufgaben sind vielfältig: Sie entwickeln Prüfungsfragen,

bewerten schriftliche Prüfungsleistungen,

nehmen praktische Prüfungen ab und führen

Fachgespräche mit den Prüflingen. Ob Kaufleute im

Einzelhandel, IT-Spezialist:innen, Logistiker:innen

oder Mechantroniker:innen – für fast jeden Beruf gibt

es eigene Prüfungsausschüsse.

In Zeiten von Digitalisierung, Fachkräftemangel und

Globalisierung ist das Ehrenamt ein starkes Signal:

Wirtschaft ist nicht nur Zahlen und Gewinn – sondern

auch Gemeinschaft, Verantwortung und Weitergabe

von Erfahrung. Die IHK Offenbach am Main

zeigt, wie modernes Ehrenamt aussehen kann: professionell,

flexibel, praxisnah – und immer mit einem

Herz für die Region.

IHK und Ehrenamt mit Wirkung

Franziska J. Hoefer ist so eine „Ehrenamtliche“, als

Unternehmerin, in vierter Generation mit ca. 70 Beschäftigten.

„Wenn ich schon Mitglied bin, dann muss

ich mich auch engagieren, um mitgestalten zu können.“

Die Liste ihrer ehrenamtlichen Tätigkeiten ist lang:

Ausschuss für Stadtentwicklung und Einzelhandel,

IHK-Expertenrat zukunftsfähige Innenstadt, Vollversammlung

der IHK, Vorstand des von der IHK ins

Leben gerufenen Vereins OFFENBACH OFFENSIV,

Delegierte des HAV (Hessischer Apotheker Verband).

Noch dazu kommt: Sie sitzt im Aufsichtsrat von Cari

Job (eine Initiative der Caritas), engagiert sich im Palliativnetz

Offenbach, im Freiwilligenzentrum, im Kirchenvorstand

der Friedenskirchengemeinde und ist

ehrenamtliche Richterin am Arbeitsgericht.

Wie kommt eine Frau zu so viel gesellschaftlichem

Engagement, was ist die Triebfeder, und wie lässt

sich das mit Job und Familie verbinden?

„Was mich antreibt? Ich möchte etwas bewegen in der

Stadtgesellschaft. Auch wenn wir mit der Familie mal

eine Zeit woanders gelebt haben, so bin ich mit Haut

und Haaren Offenbacherin. Ich bin mit den starken Vorbildern,

den Frauen in unserer Familie (in der vierten

Generation liegen die Geschicke des Unternehmens

in deren Händen) – groß geworden. Das möchte ich

weitergeben. Meist fehlen genau diese „Vorbilder“ für

Frauen, um sich zu beteiligen, sind doch immer noch

die meisten „Chefs“ Männer und auch dementsprechend

in Gremien vertreten - was sich zwar ändert – wenn

auch langsam. Was Job und Familie angeht: Es ist anstrengend,

macht Spaß, ist nicht immer einfach und mit

Unterstützung zu meistern." (Franziska J. Hoefer)

28 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025


MUT&LIEBE / THEMA /

Franziska Hoefer ist Vorsitzende des

„OFFENBACH OFFENSIV e.V.“

Seit 2013 engagiert sich der Verein für einen starken

Wirtschaftsstandort, eine lebendige Innenstadt,

und mehr Gemeinschaft in Offenbach. Unter Vorsitz

von Franziska Hoefer bringt das Netzwerk Wirtschaft,

Kultur und Stadtentwicklung zusammen – für ein Offenbach

mit Zukunft. Initiiert wurde er von Unternehmer:innen,

Handwerker:innen, Wissenschaftler:innen

und Freiberufler:innen in Zusammenarbeit mit der

IHK Offenbach am Main. Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort

Offenbach nachhaltig zu stärken. „OFFEN-

BACH OFFENSIV e.V.“ versteht sich (wie auch die IHK)

als aktiver Partner der Stadt sowie als Netzwerkplattform

für lokale Unternehmen. Der Verein unterstützt

strategische und kommunikative Aspekte der Stadtentwicklung.

Ein wenig gerät Franziska Hoefer ins

Schwärmen, wenn sie darüber spricht, was schon erreicht

wurde.

„Wir sind auf einem guten Weg, glaube ich. Insbesondere

im Rahmen des „Masterplan Offenbach 2030“ und des

„Zukunftskonzepts Innenstadt“ entstanden ganzheitliche

Ideen für eine lebendige Innenstadt – entwickelt

mit Partner:innen aus Wirtschaft, Kultur und Verwaltung

und der IHK Offenbach am Main. Weitere Projekte wie

der Testraum, die Musikinitiative „Spiel mich! OF-Klaviere“,

der Wettbewerb „Offenbachs Beste“ oder der Rathaus-Pavillon

zeigen doch, dass sich eine positive Bilanz

abzeichnet. Natürlich geht vieles noch zu langsam; bei

manchen Projekten tauchen erst im Prozess Schwierigkeiten

auf – z. B. der Brandschutz im ehemaligen Kaufhaus

Galeria, der die Planer vor lösbare, aber komplizierte

Aufgaben stellt. Was ich mir wünsche ist, dass wir

noch mehr Geschwindigkeit in die Umsetzung bringen.

Frei nach dem Motto: Einfach machen! Was letztendlich

dabei herauskommt, wie nachhaltig es ist, wird man eh

erst in 10 bis 15 Jahren sehen. Da sind mir manchmal

zu viele Bedenkenträger, Mahner, Zweifler und Meckerer

unterwegs. Es gehört natürlich auch Mut dazu, Fehler zu

machen, aber aus denen kann man lernen, und so entsteht

letztendlich Fortschritt und Zukunft."

Vielen Dank für die Gespräche und Informationen an

Franziska J. Hoefer und Frank Achenbach.

Weitere Informationen: www.offenbach.ihk.de

www.offenbach.offensiv.de

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

Uf fim

Unternehmen

familienfreundlich

in Offenbach

ausgezeichnet

Jahr 2025

UFF!… und zwar mit Auszeichnung

5. Uff-Preisverleihung am 24. Okt.

Wenn im Alltag wieder alles auf einmal kommt: der

frühe Kita-Schluss, der überfällige Arzttermin für den

Vater, das Teammeeting zur ungünstigsten Zeit, dann

hört man ihn oft: den berühmten Stoßseufzer „Uff!“.

In Offenbach steht dieses „Uff“ aber noch für etwas

Anderes: für Unternehmen mit Familienfreundlichkeit,

also für Arbeitgeber, die die Herausforderungen

von Beruf, Familie und Pflege ernst nehmen und ihre

Mitarbeitenden aktiv dabei unterstützen, all das miteinander

zu vereinbaren.

Am 24. Oktober wird der Uff-Preis bereits zum fünften

Mal vom Frauenbüro Offenbach verliehen, im Rahmen

eines feierlichen Festakts im Bernardbau. Mit Musik,

einem Impulsvortrag und der Preisverleihung durch

den Oberbürgermeister wird sichtbar gemacht, was

oft unsichtbar bleibt: das Engagement von Unternehmen,

die zeigen, wie Vereinbarkeit im Arbeitsalltag

konkret gelingen kann.

Die Auszeichnung basiert auf einem Beschluss der

Stadtverordnetenversammlung von 2016 und ist Teil

der lokalen Umsetzung der EU-Charta zur Gleichstellung

von Frauen und Männern auf kommunaler

Ebene. Eine engagierte Jury aus Fachleuten aus Verwaltung,

Arbeitsmarkt und Zivilgesellschaft hat auch

in diesem Jahr wieder Unternehmen ausgewählt, die

mit innovativen Maßnahmen, von flexiblen Arbeitszeiten

über Elternzeitregelungen für Väter bis hin zu

konkreter Unterstützung für pflegende Angehörige,

echte Maßstäbe setzen.

Der Uff-Preis würdigt damit nicht nur gute betriebliche

Praxis, sondern macht sie auch sichtbar, teilbar

und nachahmbar, als Beitrag zur Chancengleichheit

und zu einer modernen Unternehmenskultur in

Offenbach.

Informationen unter:

https://www.offenbach.de/buerger_innen/familie_

soziales/frauen_und_maedchen/beruf_und_familie/

uff-auszeichnung-familienfreundliche-unternehmen-in-of.php

29


MUT&LIEBE / THEMA /

sport und ehrenamt

Alexander Knöß (Mut&Liebe Redaktion) im Gespräch

mit dem Sportkreisvorsitzenden Jörg Wagner.

Die hessische Politik hat eine neue Richtlinie

zum Ehrenamt in Hessen herausgebracht.

Was bedeutet Ehrenamt für Dich?

Ehrenamt ist für mich die Übernahme von

Verantwortung und die Möglichkeit voranzubringen,

was einem am Herzen liegt.

Es ist aber auch die Möglichkeit, sich

selbst aktiv in der Gesellschaft einzubringen

und mitzugestalten.

Welche Verbesserungen für das Ehrenamt gehen

aus der Richtlinie hervor und hilft sie den Vereinen tatsächlich

Ehrenamtliche zu gewinnen?

Eine Verbesserung ist auf alle Fälle der Weg des Bürokratieabbaus,

auch wenn wir hier erst am Anfang stehen.

Es ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung und

kann die Vereine bei der Gewinnung von Ehrenamtlichen

unterstützen.

Wie ist der Blick auf das Ehrenamt bei den Vereinen

im Sportkreis Offenbach.

Die Zahl der Ehrenamtlichen könnte besser sein. Die

Gewinnung von Ehrenamtlichen hat sich aufgrund der

Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft erschwert. Dies

zeigt sich gerade in der Nachwuchsgewinnung. Unsere

Vereine leisten hier eine herausragende Arbeit. Ich möchte

aber auch der kommunalen Politik in Stadt und Kreis

Offenbach danken. Sie haben immer ein offenes Ohr für

die Belange der Ehrenamtlichen. Natürlich sind ihnen bei

der Hilfestellung in einigen Bereichen auch Grenzen gegeben,

die sich kaum bis gar nicht verschieben lassen.

Jörg Wagner ist 57 Jahre alt und seit 30 Jahren

ehrenamtlich aktiv. Neben den ehrenamtlichen

Tätigkeiten als Kreisfußballwart und Vorsitzender

des Sportkreises für Stadt und Kreis

Offenbach ist er unter anderem

Konfliktmanager der Sozialstiftung

des hessischen Fußball

Verbandes und stellvertretender

Vorsitzender der Kommission

gesellschaftliche Verantwortung

sowie ehrenamtlicher Richter am

Verwaltungsgericht Darmstadt.

Als Sportkreisvorsitzender vertritt

er 343 Vereine mit 119.217 Mitgliedern

und damit die größte Personenvereinigung in

Stadt und Kreis Offenbach. Die Unterstützung

und Förderung des Sports und seiner Vereine

steht für Wagner bei den meisten Aufgaben

im Vordergrund und ist ihm eine Herzensangelegenheit.

Die Vertretung der Interessen der

Sportvereine gegenüber der Politik und der

Sportverbände ist dabei (s)eine Kernaufgabe.

Die Zeit, welche er mit Leidenschaft und Liebe

zum Sport für seine Aufgaben aufbringt ist

nicht genau zu beziffern.

„Ich habe sehr viele wunderbare Momente im

Sport und in der Vereinsgemeinschaft erlebt.

Das möchte ich auch anderen ermöglichen

und etwas zurückgeben. Es ist aus meiner Sicht

aber auch wichtig, dass wir Werte wie Respekt,

Toleranz, Hilfsbereitschaft, Freiheit, Demokratie

und Verantwortung vorleben. Ehrenamt kann aber

auch einfach nur Spaß und Freude bringen.“

(Jörg Wagner)

Wie ist die Entwicklung des Ehrenamtes aus Sicht des

Sportkreisvorsitzenden?

Jeder hat im Ehrenamt die Möglichkeit, sich nach seinen

Interessen zu engagieren und Neues auszuprobieren. Ältere

Menschen engagieren sich oft stärker, weil sie mehr

Zeit haben, während junge Leute eher projektorientiert

mitmachen. Diesen Herausforderungen

müssen wir uns stellen. Die Vereine haben

in den vergangenen Jahrzehnten bereits gezeigt,

dass sie innovativ und anpassungsfähig sind.

30 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

Foto: Jörg Wagner © privat


MUT&LIEBE / THEMA /

Was braucht es, um Menschen zu motivieren sich

ehrenamtlich zu engagieren?

Man muss die persönliche Motivation des Ehrenamtlichen

wecken. Dabei sollte man persönliche Interessen

ansprechen und positive Erlebnisse schaffen. Ein

leichter Zugang zum Ehrenamt sowie unkomplizierte

Abläufe sind dabei sicher hilfreich.

Welche Ansätze verfolgt der Sportkreis?

Wir versuchen die Vereine zu unterstützen und beratend

an ihrer Seite zu stehen. Für uns ist die Wertschätzung

der Ehrenamtlichen äußerst wichtig. Eine

Ehrung kann da schon sehr viel bewirken. Wir haben

zum Beispiel gemeinsam mit der Uta und Rolf

Düncher Stiftung und der Offenbach Post den „Erich-

Müller-Preis“ ins Leben gerufen. Mit diesem Preis

sollen ehrenamtlich Tätige für ihr Engagement in

der Jugendarbeit belohnt werden. Ebenfalls versuchen

wir die Rahmenbedingungen des Ehrenamtes

durch Schulungsmaßnahmen zu verbessern.

Was wäre die Folge, wenn das Ehrenamt die Aufgaben

des Sports nicht mehr tragen kann und durch hauptamtliche

Kräfte professionalisiert werden müsste?

Eine vollständige Professionalisierung würde den

Sport deutlich teurer und weniger zugänglich machen.

Höhere Kosten könnten dazu führen, dass es zur

Ausgrenzung von Einkommensschwächeren kommt.

Das Gemeinschaftsgefühl, welches den Sportverein

bzw. das Ehrenamt ausmacht, geht verloren und eine

reine Dienstleistungsstruktur wird weniger persönliche

Bindung schaffen. Was das Ehrenamt leistet,

kann der Staat nicht abdecken.

Wie können der Sportselbstverwaltung und die staatliche

Sportpolitik das Ehrenamt sinnvoll fördern und

stabilisieren?

Es bedarf einer Unterstützung des Ehrenamtes, die

nicht zu Lasten der Vereine geht. Zum Beispiel ist die

angedachte Erhöhung der Ehrenamtspauschale auf

den ersten Blick eine sehr gute Sache. Wer zahlt aber

am Ende die Rechnung: die Vereine. Es muss nach

Lösungen gesucht werden, die nicht zu Lasten der

Vereine gehen. Im Engagementstrategiepapier des

Bundes ist als beispielhaftes Vorhaben genannt, dass

die Bundesregierung die steuerliche Förderung von

freiwilliger Tätigkeit mit der Zielstellung der weiteren

und kontinuierlichen Stärkung freiwilligen Engagements

stetig überprüfen und anpassen wird. Zur

Stärkung des Engagements wird daneben die Einführung

eines Steuerfreibetrages für Engagement

und Ehrenamt wie auch die Absetzbarkeit von Aufwendungen

für die Ausübung von freiwilligem Engagement

geprüft werden. Dies ist aus meiner Sicht ein

Weg in die richtige Richtung. Jetzt muss es nur noch

zur Umsetzung kommen.

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SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

31


MUT&LIEBE / THEMA /

seniorenrat offenbach – „ehrenamt war noch

nie so wichtig, wie heute"

Foto: Astrid Huber

Im Seniorenrat engagieren sich Offenbacher Bürgerinnen und Bürger für die Interessen und Bedürfnisse

älterer Menschen in unserer Stadt – und das ist wichtig, denn auch Offenbach wird älter. Seit kurzem

wissen wir (in der Hessenschau war es zu sehen), dass in Offenbach die meisten Hundertjährigen in Hessen

leben. Der Anteil der über sechzigjährigen Einwohner liegt bei etwa 25-30 Prozent. Seit dem letzten

Jahr gibt es durch den Seniorenrat einige neue Angebote, die gut angenommen wurden – darunter das

Sommerfest im Hof der Parkside Studios und das regelmäßig stattfindende SeniorenKino im Filmklubb.

Ingrid Walter (Mut&Liebe Redaktion) sprach mit Dr. Matthias Gründler und Gertrud Umminger über ihre

Motivation sich im Seniorenrat zu engagieren. Für beide ist es nicht das erste Ehrenamt.

„Während meiner beruflichen Zeit als Kinderarzt war

ich in der Offenbacher Stadtgesellschaft ehrenamtlich

noch nicht aktiv“, erzählt Matthias Gründler, der im

Seniorenrat für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig

ist. „Aber ich bin niemand, der untätig rumsitzt. Ich

muss etwas tun – und ich habe Lust zu schreiben.“ Zuvor

engagierte er sich viele Jahre in einer Gruppe

von 30 bis 40 Ärzten im humanitären Hilfsprojekt

Cargo Human Care e. V. (CHC) für Kinder in Nairobi,

Kenia. Aus dieser Arbeit heraus entstand unter anderem

ein Waisenhaus. Mit dem Eintritt in den Ruhestand

richtete Gründler seinen Blick stärker auf seine

Heimatstadt: „Ich finde Engagement wichtig, weil ich

uns Bürger als Solidargemeinschaft begreife. Außerdem

lerne ich neue Leute kennen und erhalte spannende

Einblicke.“

Ein gutes Miteinander in der Stadt fördern

Der Seniorenrat befindet sich derzeit in der dritten

Legislaturperiode und setzt sich aus sechs Männern

und neun Frauen zusammen. Vorsitzender ist der

Rechtsanwalt Horst Thon, die stellvertretenden Vorsitzenden

sind Doris Hoefer, ehemalige Betreiberin

der Löwen-Apotheke, und Dieter Dänner, der zugleich

die Kassenführung übernimmt. Der Seniorenrat arbeitet

unabhängig, parteipolitisch und konfessionell

32 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025


MUT&LIEBE / THEMA /

neutral. Er versteht sich als Beratungsgremium für

den Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung

in Angelegenheiten, die ältere Menschen in Offenbach

betreffen. Dabei geht es um eine seniorengerechte

Stadtentwicklung ebenso wie um ein gutes

Miteinander der Generationen – für ein würdevolles

und selbstbestimmtes Leben im Alter.

Innerhalb des Gremiums übernehmen einzelne Mitglieder

Verantwortung für verschiedene Themenbereiche.

Matthias Gründler beispielsweise kümmert

sich um die Öffentlichkeitsarbeit und gemeinsam

mit Dr. Hans Diefenbach um die Gesundheitsaufklärung

der Offenbacher Senioren. Er freut sich über die

gelungene Überarbeitung der Informationsschrift

„Wegweiser für Menschen mit Behinderung oder

im Alter“, herausgegeben von der Stadt. (s. S. 12. Die

Broschüre ist gedruckt erhältlich und online abrufbar:

https://senioren-offenbach.hessen.de/dokumente/)

Auch der neue Flyer des Seniorenrats wurde realisiert

– in acht Sprachen, denn: „Es ist uns wichtig, alle

älteren Bürgerinnen und Bürger der Stadt zu erreichen“,

so Gründler.

„Durch die Beschäftigung mit unserer Stadtgesellschaft

ist mir klar geworden, dass wir etwas tun müssen“, sagt

er überzeugt. Besonders dankbar ist der Seniorenrat

für die Unterstützung durch Stadtkämmerer Martin

Wilhelm und Altersplanerin Astrid Huber. Ein großes

Ziel: eine mobile, auch digital funktionierende Beratungsstelle.

Ein kleineres, aber konkretes Anliegen:

mehr altersgerechte Ruhebänke im Offenbacher

Stadtbild.

Noch ohne formales Rederecht – das soll sich ändern

Im Gegensatz zum Kinder- und Jugendparlament besitzt

der Seniorenrat bislang kein formales Antragsund

Rederecht in politischen Gremien. Auch hier

setzt sich das Gremium für Veränderung ein – denn

Mitsprache ist Teil demokratischer Teilhabe.

Passende Kulturangebote für Ältere schaffen

Gertrud Umminger ist besonders wichtig, dass ältere

Menschen aktiv am kulturellen Leben der Stadt teilnehmen

können. „Ich habe überlegt, was ich im Seniorenrat

konkret beitragen will – und da erschien mir der

Kulturbereich sinnvoll“, erzählt sie.

Soziale Arbeit prägte ihr Berufsleben über 50 Jahre.

Doch auch das Politische fehlte nicht: „Ich war lange

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

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Stadtverordnete und habe mich in Offenbach und Frankfurt

für Frauenprojekte eingesetzt.“ Für sie steht fest:

„Das Ehrenamt war noch nie so wichtig wie in der heutigen

Zeit. Es ist entscheidend, sich zu engagieren – um

Klartext zu sprechen und Demokratie aktiv zu leben.“

Viele gesellschaftliche Aufgaben ließen sich ihrer

Ansicht nach ohne freiwilliges Engagement gar

nicht bewältigen. Andererseits sollte sich die Politik

aber nicht auf dem Ehrenamt ausruhen.

1989 gründete sie den Verein Calla e. V. (www.callaev.de),

der suchtkranken Frauen hilft – auch durch

betreutes Einzelwohnen in der eigenen Wohnung.

Darüber hinaus veranstaltet sie das Erzählcafé im

Café Frieda – Ende Juli konnte man dort orientalische

und chinesische Märchen hören. Eine weitere

Idee, die in Kooperation mit Nicole Werth vom Filmklubb

entstand, war das SeniorenKino mit Filmen,

die dem Alter mit Mut und Witz begegnen – und bewusst

früher gezeigt werden, da viele Ältere ungern

im Dunkeln unterwegs sind.

„Ältere Menschen nehmen sich oft zurück. Sie sollten

mehr gesehen und geschätzt werden“, findet Umminger.

33


MUT&LIEBE / THEMA /

Senior*innen-Kino im Filmklubb

Insgesamt möchte sie im Seniorenrat erreichen, dass

das Leben älterer Menschen aktiver werden kann. So

kam sie auch auf die Idee mit dem SeniorenKino. „Es

müsste ein kulturelles Angebot geben, wo sich ältere

Menschen treffen und austauschen“, dachte sie. Nach

einem fulminanten Start mit dem ersten Film „Liebesbriefe

aus Nizza“ mit 70 Gästen im letzten Jahr

hat sich das Seniorenkino zweimal im Monat mit

Einlass um 14 Uhr etabliert. Feine Kuchen und

Getränke kann man an der Theke erstehen. Alle

Beteiligten freuen sich außerdem, dass der Lions

Club das Angebot unterstützt und dadurch der

Eintrittspreis vergünstigt ist.

Im August wurde „Der Salzpfad“ gezeigt – die

bewegende Geschichte eines Ehepaars, das nach

Schicksalsschlägen zu Fuß die britische Küste

entlangwandert.

Generationen verbinden:

Lesebegleitung in Grundschulen

Ein weiteres Projekt, das der Seniorenrat fördern

will, ist die Lesebegleitung für Grundschüler. Gertrud

Umminger und Matthias Gründler werben

dafür, dass sich Seniorinnen und Senioren beim Bundesverband

Mentor – Die Leselernhelfer – engagieren,

der auch in Offenbach aktiv werden will.

(https://mentor-bundesverband.de/offenbach)

Senior*innenMittagsKINO im filmklubb

Die Erfolgsstory geht weiter !

Im Filmklubb wird in enger Zusammenarbeit mit dem

Seniorenrat der Stadt Offenbach ein unterhaltsames

MittagsKino angeboten. Ca. alle 14Tage mal Mittwochs

mal Donnerstags,.

Einlass 14h, Beginn 15h. Es wird stets Kaffee und

Kuchen verkauft. Der Eintritt beträgt 8,- €

Mi. 10.09. Film -

WILMA WiLL MEHR

Einlass 14h, Beginn 15h

Mi. 01.10. Film -

DAS FEST GEHT WEITER

Einlass 14h, Beginn 15h

Mi. 15.10. Film -

wird noch bekannt gegeben

Es folgen weitere Termine

und tolle Filme.

Infos

filmklubb, Isenburgring 36,

www.filmklubb.de

Barrieren abbauen – im Kopf und in der Stadt

Viele Veranstaltungen der Stadt sind für ältere Menschen

nach wie vor schwer zugänglich. So befindet

sich der Medienraum in der Sandgasse im fünften

Stock – der Aufzug ist jedoch häufig außer Betrieb.

Ähnliche Probleme bestehen in den Parkside Studios.

Zuständige Stellen der Stadt wurden mehrfach informiert

– eine dauerhafte Lösung steht jedoch noch

aus.

Nächste Veranstaltung des Seniorenrats:

„Aktionstag – älter werden in Offenbach“

Mit Vorträgen und Infoständen.

4. Oktober, von 10.00 – 15.00 Uhr

Veranstaltungssaal im Bernardbau, Herrnstr. 61

https://senioren-offenbach.hessen.de/

34 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025


MUT&LIEBE / THEMA /

255 jahre apotheke zum löwen –

40 jahre glockenspiel

von Thomas Lemnitzer

Der 250. Geburtstag ging in der Coronazeit etwas

unter, daher wird nun das Glockenspiel und ein nicht

ganz rundes Jubiläum zusammen gefeiert.

Von heilkundiger Tradition bis zu klingenden Melodien

– mitten in der quirligen Fußgängerzone Offenbachs

steht seit 255 Jahren die Apotheke zum Löwen.

Direkt davor lädt sei 1998 die ungewöhnliche

Bronzeskulptur des Bildhauers Bonifatius Stirnberg

zum Verweilen ein, eine humorvolle Szene: „Krieh

die Kränk“, ein ironisches, öffentliches Kunstwerk,

das Stadtgeschichte und hessische Mundart verbindet.

Seit 40 Jahren ertönen an der Fassade Melodien,

das Glockenspiel begleitet das urbane Treiben am

Platz. Beide Objekte sind Stiftungen der Apotheke

zum Löwen.

Anno Domini 1770 wurde von Andreas Amburger

die Institution die Apotheke zum Löwen gegründet.

Sie hat die Zeit, Kriege und Zerstörung überlebt. Sie

wurde 1949 von Ruth und Horst Stützel aus Ruinen,

die eine Brandbombe hinterlassen hatte, wieder

aufgebaut. Ruth Stützel besorgte die Medikamente

in Darmstadt bei Merck mit dem Fahrrad! Das traditionsreiche

Haus hat viele Umbauten und Modernisierungen

erlebt. 1970 setzte Dr. Horst Stützel als

erster Apotheker in Deutschland ein elektronisches

Bestellsystem mit Lochkarten ein. 1994 ließ Doris

Hoefer-Stützel das Haus deutlich erweitern. Vier

weitere Etagen wurden hinzugefügt. Die Apotheke

entwickelte sich zum Gesundheitszentrum mit Ärzten

im Obergeschoss. Franziska Hoefer übernahm

2009 die Leitung in der vierten Generation. Heute

arbeiten ca. 70 Mitarbeiter:innen (fast nur Frauen),

viele in familienfreundlicher Gleitzeit, auf zwei Etagen.

Vom ersten elektronischen Bestellsystem bis

zum berühmten Glockenspiel und Skulptur – hier verbinden

sich Tradition, Gemeinsinn und Fortschritt im

besten Sinne.

Seit 1985 erklingen über der Eingangstür täglich um

11.00, 12.00, 17.00 und 18.00 Uhr die Glöckchen.

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

© Thomas Lemnitzer

Zum 40. Geburtstag wurde die Initiative „Glock ’n bach

– Dein neuer Klang für Offenbach“ initiiert. Das Projekt

wird von der Apotheke zum Löwen unter Leitung

von Franziska Hoefer umgesetzt. Die Apotheke ist sowohl

Initiatorin als auch Stifterin – in Kooperation mit

dem „Kulturmanagement der Stadt Offenbach“, „Das

ist Offenbach“ (lokale Stadtmarketing-Initiative) und

„Like Offenbach“ (digitale Stadt-Community)

Die Offenbacher:innen wurden eingeladen, neue

Melodien einzureichen. Mit Hilfe einer Jury und in

Publikumsabstimmung wurden aus über 600 Einsendungen

sechs neue Stücke ausgewählt, die von der

Offenbacher Musikkoryphäe Peter Krausch für das

Glockenspiel arrangiert werden. Die Einreichungszeit

lief bis Ende Juli. Danach folgten Jury und Publikumsabstimmung.

Die Finalmelodien – darunter

Vorschläge wie „Hells Bells“, „Forever OFC“ oder die

„Melodie der Maus“ – werden ab dem 20. September

2025 zu hören sein.

Franziska Hoefer betont: „Ich erhoffe mir, mit ‚Glock ’n

bach‘ die Stadtgesellschaft ein Stück näher zusammenzubringen.

Gemeinschaft ist gesund und für Gesundheit

und Lebensqualität bringen wir uns als Apotheke gerne

ein.“

255 Jahre nach Gründung klingt Offenbach hier wie

es ist: lebendig, vielfältig, modern – und mit einem

Augenzwinkern, manchmal auch etwas rustikal.

35


MUT&LIEBE / THEMA /

Trainer Yakup Mutlu (l.) und Wolfgang Malik, Präsident des

BC-Nordend Offenbach e. V.

Foto: P. Baumgardt

„Wahrnehmung ist wichtig", sagt Yakup Mutlu. „Die

Wahrnehmung des eigenen Körpers und die Wahrnehmnung

meines Gegenübers." Der Kampfsportler und

ehemalige Physiotherapeut trainiert im Boxclub

Nordend Offenbach ehrenamtlich Kinder, Jugendliche

und Erwachsene in Brazilian Jiu Jitsu. Dies ist

eine spezielle Kampfsportart, die auf dem Boden

ausgeübt wird. „Seit 35 Jahren betreibe ich Kampfsport,

früher auch Karate, Judo und Ju-Jutsu. Jetzt geht

nur noch Brazilian Jiu Jitsu."

Yakup Mutlu erkrankte an Hereditäre Ataxie, Polyneuropathie

(eine neurologische Erkrankung, die das

Nervensystem unterschiedlich beeinträchtigt). Er ist

auf den Rollstuhl angewiesen und auch das Sprechen

ist eingeschränkt. Trotzdem trainiert Yakup regelmäßig

seit 2022 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in

Brazilian Jiu Jitsu, einer Sportart, die auch Menschen

mit Behinderungen ausüben können. Die Kurse im BC

Nordend werden inklusiv angeboten für Teilnehmende

mit und ohne Behinderung.

gelebte inklusion:

brazilian jiu jitsu

im boxclub nordend

offenbach e.v.

von Petra Baumgardt

„Die Kinder und Jugendlichen in meinen Kursen regagieren

meist zuerst verunsichert auf meine Behinderung.

Sie kennen soetwas nicht und wissen nicht, wie

sie mit mir umgehen können. Ich mache dann den ersten

Schritt, gehe auf sie einzeln zu und spreche mit jedem.

Auch dabei geht es um Wahrnehmung", so Yakup.

Einen Menschen mit dieser Einschränkung als Trainer

in einer Kampfsportart zu erleben, verändert wohl

grundlegend die Wahrnehmung und den Umgang

miteinander. Respekt, Achtsamkeit und die Überwindung

von Vorurteilen werden so auf direktem Weg

erlernt.

Sehr erfolgreich in Brazilian Jiu Jitsu ist Yakup Mutlu

auch auf nationaler und internationaler Wettkampfebene.

Zur Zeit ist er Deutscher Meister und auf Platz

zwei bei der Europameisterschaft. Bei den Weltmeisterschaften

2024 auf Kreta erkämpfte er ebenfalls

den 2. Platz. „Das alles kostet sehr viel Kraft", so Yakup.

„Aber Bewegung ist die beste Threapie."

Aktuell trainiert der Sportler für die nächsten großen

Wettkämpfe, die Europameisterschaft in Belgien

und im November die Weltmeisterschaft in Thailand.

„Die Titel sind mir dabei nicht so wichtig", so der ambitionierte

Kämpfer. „Vor allen Dingen möchte ich,

dass die Leistung von Menschen mit Behinderung mehr

wahrgenommen wird und meinen Teil dazu beitragen."

Für die Weltmeisterschaft hat Yakup eine Einladung

des Verbandes, die Reisekosten für ihn und seine

notwendige Begleitperson werden allerdings nicht

übernommen. Der Boxclub Nordend startet jetzt

eine Spendenaktion, um die Wettkampfteilnahme

seines engagierten Trainers zu unterstützen.

36 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025


MUT&LIEBE / THEMA /

Yakup Mutlu (r.) erkämpfte den 2. Platz bei der Weltmeisterschaft

2024 auf Kreta.

Trainingszeiten Brazilian Jiu Jitsu

im BC Nordend Offenbach, Hafenallee 59

Kinder + Jugendliche: Di.: 16.00 – 17.00 Uhr

Erwachsene: Di. + Fr.: 20.00 – 22.00 Uhr

Interessierte können gerne direkt zu den

Trainingszeiten vorbeikommen.

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Weitere Infos:

Boxclub Nordend Offenbach e.V.

Bernd Hackfort, E-Mail: B.Hackfort@gmx.de

Spende (betreff: Yakup): Boxclub Nordend Offenbach e.V.

Bankverbindung: Städtische Sparkasse Offenbach

IBAN: DE51 5055 0020 0005 9250 61

Samstag, 20.09.2025

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MUT&LIEBE

In Teilzeit zur gefragten Fachkraft

Maryam N. macht eine Ausbildung zur

Medizinischen Fachangestellten in Teilzeit

Wer kennt sie nicht, die Hinweise beim Besuch der Fachärztin

oder des Hausarztes, dass leider mit Wartezeiten

zu rechnen ist – weil zu wenig medizinisches Fachpersonal

anwesend ist. Wenn es um die eigene Gesundheit

geht, möchte man das eigentlich nicht.

In Offenbach absolviert eine junge Frau eine Ausbildung

zur medizinischen Fachangestellten in Teilzeit -

wenn man ihre Geschichte erfährt, hofft man, dass man

beim nächsten Arztbesuch jemandem wie ihr begegnet.

Denn Maryam N. musste einige Hürden überwinden, bevor

es so weit war. Sie kam vor zehn Jahren aus Afghanistan

nach Deutschland. In Afghanistan hatte sie einen

Hochschulabschluss erworben und wollte Ärztin werden.

Dann wurde die Situation in dem krisengeschüttelten

Land immer unerträglicher und sie beschloss, sich

auf den Weg nach Deutschland zu machen. Als sie in

Offenbach ankam, war sie voller Optimismus, hatte aber

noch keine ausreichenden deutschen Sprachkenntnisse.

Maryam N. hat alle Wege hin zur gefragten Fachkraft in

enger Abstimmung mit den Beraterinnen der Agentur

für Arbeit Offenbach gemacht. Aber für das Gelingen ist

vor allem sie selbst verantwortlich: ihre Ausdauer, ihr

Fleiß und ihre Zielstrebigkeit, mit der sie auch Hürden

überwindet.

Der Spracherwerb stand für die junge Frau an vorderster

Stelle. Alle Sprachkurse bis zum B2-Level hat sie in

kürzester Zeit absolviert. Sie konnte auch ihre Zeugnisse

aus Afghanistan anerkennen lassen. Es kristallisierte

sich in den intensiven Beratungsgesprächen heraus,

dass sie eine duale Ausbildung machen würde, denn sie

wollte in Deutschland bleiben und sich auch beruflich

integrieren.

Ihre größte berufliche Chance sah sie in gesundheitlichen

Berufen. Sie absolvierte auf Anraten ihrer Berufsberaterin

mehrere Praktika und entschied, dass ihr

das Berufsbild der medizinischen Fachangestellten am

meisten entsprach. Die Mischung aus medizinischem

Wissen, dem empathischen Zugang zu Menschen sowie

dem technischen und kaufmännischen Know-how, das

in diesem anspruchsvollen Beruf erforderlich ist, lag

genau auf ihrer Linie.

Die Schwangerschaft brachte Maryam N. nicht von

ihrem Ziel ab. Sie musste den Ausbildungsbeginn verschieben,

ließ in ihren Bemühungen aber nicht nach.

Sobald die Kinderbetreuung für ihre Tochter gesichert

war, entschloss sie sich, die Ausbildung in Teilzeit zu

machen. Das ist machbar, wenn auch der Ausbildungsbetrieb

mitspielt.

Informationen zur Ausbildung in Teilzeit

bei der Agentur für Arbeit Offenbach

Sonja Schicktanz

Beauftragte für Chancengleichheit

am Arbeitsmarkt

Tel.: 069 82997 822

Offenbach.bca@

arbeitsagentur.de

Eva Seyrling

Studien- und Berufsberaterin

Berufsberatung zur

Ausbildung in Teilzeit

Offenbach.berufsberatung@

arbeitsagentur.de

38 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025


MUT&LIEBE

Eva Seyrling, Berufsberaterin der Agentur für Arbeit

Offenbach: „Es war ein längerer Prozess, bis Frau N. ihre

Ausbildung starten konnte. Aber sie hat sich in allen Stadien

ihres Vorhabens ausführlich beraten lassen - so konnten

alle Möglichkeiten durchgesprochen werden. Das ist

wichtig. Dass eine Ausbildung auch in Teilzeit absolviert

werden kann, kann Müttern und Vätern neue Wege eröffnen.

Frau N. hat auch unsere Vermittlungsvorschläge ernst

genommen und als das genutzt, was sie sind: eine Chance.

Aber überzeugt hat sie mit ihrer Persönlichkeit.“

Dass es die Möglichkeit einer Ausbildung in Teilzeit

gibt, ist wenig bekannt. Gründe können Erziehungszeiten,

aber auch die Pflege von Familienangehörigen sein.

Im September 2023 begann Maryam N. mit ihrer Ausbildung.

Ausbildung in Teilzeit bedeutet, dass alle

theoretischen Ausbildungsabschnitte voll belegt

werden, aber die Praxisanteile verringert oder zeitlich

gestreckt stattfinden. Deswegen kann eine Teilzeit-Ausbildung

auch auf vier Jahre verlängert werden.

Maryam N. wird ihre Ausbildung aber voraussichtlich

in der Regelzeit schaffen. Die Betreuung ihrer Tochter

hat sie gemeinsam mit ihrem Mann so geregelt, dass

sie genügend Lernzeiten hat.

„Es ist sehr anstrengend“, lacht sie. „Aber es macht auch

Spaß und ich habe noch mein ganzes Berufsleben vor mir.

Durch die Beratungsgespräche wurde mir klar, dass man

mit einer Ausbildung in Deutschland sehr viele Möglichkeiten

hat. Bis jetzt habe ich es noch keinen Tag bereut,

diesen Weg eingeschlagen zu haben.“

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

39


MUT&LIEBE / THEMA /

innovatives projekt

#ZusammenWachsen in offenbach

– einsamkeit trifft auf resilienz

von Stefanie Schlemm, wissenschaftliche Begleitung und Produktentwicklung bei Honjok-Offenbach

Unser buntes, lebendiges Offenbach ist reich an

kulturellen Angeboten, an künstlerischer Vielfalt

und internationalem Flair. Wir wohnen gerne hier,

wir lieben die Dynamik unserer Stadt. Für Menschen

in Notlagen gibt es viele Hilfsangebote,

Beratung zu den unterschiedlichsten Themen und

Problemen.

Für viele ist es kaum vorstellbar, dass es hier auch

Menschen gibt, die von chronischer Einsamkeit

betroffen sind. Viele Menschen. Wissenschaftliche

Schätzungen gehen von bis zu einem Drittel der

Bevölkerung aus.

Was ist chronische Einsamkeit überhaupt?

Jeder Mensch ist manchmal einsam. Es ist das Gefühl,

nicht dazu zu gehören, keinen zu haben, der zuhört

und versteht. Einsam kann man auch unter vielJen

anderen Menschen sein. Es ist kein schönes Gefühl

und unterscheidet sich vom „Alleinsein“, das man

auch genießen kann.

Wenn man sich sehr oft oder gar dauerhaft einsam

fühlt, spricht man von chronischer Einsamkeit. Es ist

ein Zustand, der die Lebensqualität senkt und sich

gravierend auf die Gesundheit auswirken kann. Die

Ursachen liegen in einer Vielzahl von sozial-strukturellen

Gegebenheiten, die sich häufig noch gegenseitig

verstärken. Wer betroffenist, nimmt immer weniger

am sozialen und kulturellen Leben teil, zieht sich zurück.

Dies verfestigt die Einsamkeit immer weiter.

Vorbild aus Süd-Korea

Das Wort „Honjok“ steht für eine von Süd-Korea ausgehende

Bewegung für einen positiven Umgang

mit Einsamkeit. Genau dies ist der Fokus unseres

Projekts Honjok-Offenbach. Unser Ziel ist es, innovative

Ansätze zu entwickeln, um die Resilienz bei

chronischer Einsamkeit zu stärken und soziale Teilhabe

fördern.

40

Bei Honjok-Offenbach finden potenziell Betroffene

die Möglichkeit und den Raum, sich auszutauschen,

Unterstützung zu finden, gemeinsam Angebote zu

schaffen, die helfen, Resilienz zu entwickeln. Wir haben

im September 2024 im kleinen Kreis damit angefangen.

Unter dem Motto #ZusammenWachsen ist

es unsere Vision, im Laufe der nächsten Jahre, ganz

Offenbach mit an Bord zu haben, als DIE Stadt, in der

Einsamkeit auf Resilienz trifft.

ÜBER HONJOK-OFFENBACH:

Das Projekt „HONJOK Offenbach“ wird im Rahmen

des ESF Plus-Programms “Zusammenhalt stärken –

Menschen verbinden” durch das Bundesministerium für

Familie, Senioren, Frauen und Jugend und durch die

Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds

Plus (ESF Plus) gefördert.

Es ist eine Zusammenarbeit der MainArbeit, dem kommunalen

Jobcenter der Stadt Offenbach und KIZ Sinnova

gGmbH, bei der in Offenbach ein bisher einzigartiges

Angebot zur Stärkung der Resilienz gegen Einsamkeit

entsteht, um Menschen in Offenbach zusammenzubringen

und den sozialen Zusammenhalt nachhaltig zu fördern.

Projektleitung: Oliver Werner Kommunales Jobcenter

Offenbach, oliver.werner@offenbach.de

Pädagogische Leitung: Alexander Geiling,

KIZ SINNOVA gGmbH, honjok@kiz.de

Wissenschaftliche Leitung: Stefanie Schlemm,

KIZ SINNOVA gGmbH, stefanieschlemm@kiz.de

Blühende Oasen in Offenbach

Die gemeinsamen Aktionen Gärtnern, Kochen und

Reparieren sind wichtige Säulen des Projekts. Schon

im Winter haben wir Pflänzchen in Töpfen vorgezogen.

Heute sind an vielen Orten mit viel Liebe kleine

Honjok-Oasen mit blühenden Beeten, Insekten-Spas,

Gemüse und Kräutern entstanden. Mit der Ernte kochen

wir frische Gerichte und essen gemeinsam.

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025


MUT&LIEBE / THEMA /

An diesen Orten sind blühende Honjok-Oasen in Offenbach entstanden und werden von uns mit Liebe gepflegt.

Infografik von Alexander Geiling. © HonjokOffenbach

Durch den Umgang mit der Natur und die Verwertung

unserer eigenen Lebensmittel erfahren wir Gemeinschaft

und Austausch, lernen täglich Neues. All

dies im Bewusstsein, dass nachhaltiges, ressourcenschonendes

Handeln uns verbindet.

In diesem Sinne entsteht bei Honjok auch ein Repairund

Upcycling-Café, wo ausrangierte Elektrogeräte

wie Radios, Boxen oder auch Laptops repariert oder

zu neuen Geräten verarbeitet werden.

#ZusammenWachsen in Offenbach

Anfang des Jahres kamen die wichtigen Player der

Stadt zu einem Barcamp bei uns im Waldhof zusammen,

einem ersten fachlichen Austausch zum Thema

Einsamkeit in Offenbach. Das Ergebnis dieses Tages

war der Auftakt für eine visionäre Zusammenarbeit

in diesem Netzwerk, mit dem Ziel, das Thema Einsamkeit

aus der Tabu-Zone auf die öffentliche Agenda

zu holen, die zahlreichen und vielfältigen Angebote

in Offenbach zu vernetzen und ihre Sichtbarkeit

zu steigern – mit dem Ziel: #ZusammenWachsen.

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

EINLADUNG

Das zweite Netzwerk-Barcamp findet am

19. September 2025 bei KIZ in Offenbach-

Waldhof statt. Bei Interesse bitte kurze

E-Mail an honjok@kiz.de

Unser Instagram-Kanal:

@HonjokOffenbach

© HonjokOffenbach

41


Ich bin mal kurz weg....

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42 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025



© Leonore Poth

Kinder-

Seite

Bratapfel mit Vanilleeis

Du brauchst:

Äpfel • Rosinen • gehackte Nüsse

• Honig/Ahornsirup • Zimt

• Vanilleeis • einen Apfelentkerner/ein

Messer • Backpapier

• ein Backblech

Du musst selbst entscheiden, wie viel

du von allem benutzen möchtest, passe es aber an

die Anzahl der Bratäpfel an.

So geht`s:

Entkerne die Äpfel, nachdem du sie gewaschen hast.

Am leichtesten geht das Entkernen mit einem Apfelentkerner,

du kannst aber auch ein Messer benutzen.

Wichtig ist, dass der Apfel danach ein Loch an Stelle

des Strunks hat.

Nun kannst du mit allen anderen Zutaten, außer des Eises,

das Loch füllen. Dann muss der Backofen auf 180°C

Ober-/Unterhitze vorgeheizt werden. Zuletzt legst du

die gefüllten Äpfel auf das Blech, schiebst sie für 20

Minuten in den Backofen und servierst sie danach mit

beliebig viel Vanilleeis. Guten Appetit!

Hallo, das hier ist die Kinderseite.

Da jetzt wieder der Herbst ansteht, stelle

ich dieses Mal Sachen aus der Küche vor,

die ihr super in der kuscheligen Jahreszeit

zu einem Film, einem Buch oder auch

einfach so verzehren könnt.

Viel Spaß, eure Louise

Zimt-Knusper-Mandeln

Du brauchst:

150g Mandeln • 2EL Ahornsirup/Honig • 1TL Zimt

1TL Kokosöl • Backpapier • ein Backblech

So geht`s:

Zuerst erwärmst du das Kokosöl, sodass es flüssig

ist. Dann rührst du Ahornsirup oder Honig und Zimt

unter. Die Mandeln werden in eine Schüssel gegeben

und dann von der Öl-Zimt-Mischung übergossen und

mariniert.

Als nächstes wird der Backofen auf 175°C vorgeheizt.

Zuletzt werden die Mandeln einzelnd auf das

Backblech verteilt und im Backofen für 10-15 Minuten

gebacken.

Achte darauf, sie nach der Hälfte

der Zeit zu wenden, damit sie

rundum knusprig werden.

Die fertigen Zimt-Knusper-

Mandeln sind super zum

Verschenken, du kannst sie

aber natürlich auch selber

verspeisen.

Guten Appetit!

© Michelle-

Fotos © pixabay

Spillner

44

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SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025


MUT&LIEBE / KINDER /

das ensembleTHEATERATELIER14H /

Projekt Bleichstraße 14H

Gruppenvorstellungen, Kindertheatertage und

„Süßer Sonntag“ mit Familienvorstellungen

"Unterm Schermsche"

Figurentheater Kania auf dem Wochenmarkt

Infos & verbindliche Kartenreservierung:

dasensemble@theateratelier.info, 069 82 36 39 90 (AB)

Karten sind nur an der Tageskasse erhältlich

Eintritt: „Süßer Sonntag“: Erw. / Kind: 7,- € (VV.: 6,- €)

übriges Programm: Gruppenvorstellungen: 3 € Kind

Einzelpreise: Kind: 4,00 €; Erw.: 5,50 €

Neu ist die Vorverkaufsstelle für Karten für den

„Süßer Sonntag“: BioEck, Falltorstraße 11, OF-Bürgel

Infos unter www.theateratelier.info

Das Gefühlskarussell (ab 8 Jahren)

das ensembleTHEATERATELIER 14H

07.09.25, 15.00 Uhr, Süßer Sonntag

09. / 10. / 11.09.25, jeweils 11.00 Uhr

Wenn Jan mit Auguste tanzt! (ab 3 Jahren)

puppen.etc. / Christiane Klatt

23.10.25, 11.00 + 14.00 Uhr

Ein Stück über den Einklang mit der Natur und ihren

Jahreszyklen.

JundA © puppen-etc.

Das Figurentheater Kania ist zu Gast „Unterm Schermsche“

auf dem Wilhelmsplatz mit dem Märchen

„Schneewittchen“ frei nach den Brüdern Grimm.

Das Stück ist für Menschen ab vier Jahren geeignet.

Passend zum Märchen bekommt jedes Kind einen

Apfel, frisch vom Wochenmarkt.

Organisiert wird das Ganze vom City Management und

der Abteilung Liegenschaften.

Sa. 12. Sept., jeweils 10.00, 11.00 und 12.00 Uhr

_ _ _ _ _ _ _ _ _

© Georg Diederichs

KINDERTHEATERTAGE im Theateratelier, Bleichstr. 14 H

Die zweite Prinzessin das ensembleTHEATERATELIER

14H, (ab 4 J.)

18.11.25, 11.00 Uhr

Die zweite Prinzessin (ab 4 Jahren)

das ensembleTHEATERATELIER 14H

16.11.25, 15.00 Uhr, Süßer Sonntag

Die zweite Prinzessin wollte auch unbedingt einmal die

Erste sein und nahm sie die Sache selbst in die Hand…

„PAPIERWELTEN“ (ab 4 Jahren)

das ensembleTHEATERATELIER 14H

04. / 05.+ 06.11.25, jeweils 11.00 Uhr

Ulrike Happel und Sabine Scholz loten spielerisch die

Möglichkeiten des Materials Papier aus. Immer neue

Spielebenen werden geschaffen, kleine Geschichten entstehen

und erzählen sich ganz ohne Sprache. Da Sprache

nicht eingesetzt wird, sind keine Deutschkenntnisse

erforderlich, auch Gehörlose können der Handlung ohne

Probleme folgen.

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

Amanda, das kleine Huhn, Doris Friedmann (ab 3 J.)

19.11.25, 11.00 + 14.00 Uhr

PUNKT PUNKT KOMMA STRICH Theater Monteure

(ab 3 Jahren)

20.11.25, 11.00 + 14.00 Uhr

_ _ _ _ _ _ _ _ _

© rotes zebra amanda das kleine huhn

45


MUT&LIEBE / GOURMET /

NEU

AUF DEM

WOCHEN-

MARKT

pure

kaltgepresste säfte & co.

Text / Foto von Ingrid Walter

An der linken Ecke des Wochenmarkts, gleich

hinter dem wunderschönen Blumenstand „Tausendschön“

leuchtet ein neuer salbeigrüner Wagen.

Kommt man näher heran liest man den Slogan:

„Handmade. Mit Liebe gemacht.“ Darunter findet

man Karten mit den fantasievollen Namen: „Samt

und Sonne“, „Rote Seele“, „Kraftgrün“, „Orange Laune“

und „Offenbacher Kick“. Die Beschreibungen der

Inhaltsstoffe machen ebenfalls Laune. Denn sie

hören sich lecker und gesund an. Verkauft werden

bei Pure frisch gepresste Säfte, die man entweder

direkt am Stand aus kompostierbaren Maisstärke-

Bechern trinken oder in Glasflaschen mit nach

Hause nehmen kann (im Kühlschrank sind sie

mindestens drei Tage haltbar).

Seit Anfang Juli steht Benjamin Michalik an allen

Markttagen (Di, Fr und Sa) auf dem Offenbacher Wochenmarkt

– und hat schon eine kleine Stammkundschaft

mit seinen frischen und gesunden kaltgepressten

Säften erobert. Die Idee kam dem Ingenieur, der

früher in der Automobilbranche arbeitete, während

eines längeren Aufenthalts in Indien. „Ich habe immer

gern gekocht und mich dann stärker mit den Inhaltsstoffen

von Lebensmitteln befasst. Auch, weil ich eine

stressige Phase hinter mir hatte, die mir buchstäblich

auf den Magen geschlagen war“, erzählt er. „Ich habe

angefangen mich selbst noch besser zu ernähren – und

das hat Wirkung gezeigt.“ Wieder zurück in Offenbach,

das ihm in den letzten siebzehn ans Herz gewachsen

ist, begann er die Neugründung eines eigenen

Unternehmens umzusetzen, schrieb Konzepte und

einen Businessplan für das Angebot seiner frischen

Produkte aus Obst und Gemüse – und fand einen

Namen dafür.

Bei Pure gibt es außer den Säften noch gesunde

Naschereien wie Fruchtschlangen, Fruchtchips und

Granola, das Benjamin aus dem gepressten Trester

der Früchte gewinnt. Es wird also nichts weggeworfen

– und das Naschwerk besitzt dank der

schonenden Trocknung im Trockenofen bei niedriger

Temperatur (40 Grad) noch nahezu alle Vitamine.

46 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025


MUT&LIEBE / GOURMET /

vhs-Specials

Volks

Kreis

Um Anmeldung bei der vhs Offenbach wird gebeten,

Tel. 069 8065 3141 oder www.vhs-offenbach.de

Benjam Michalik schenkt gern Gesundes ein

an seinem Stand auf dem Wochenmarkt.

Das Angebot wechselt saisonal, je nachdem,

was gerade reif ist. In den Sommermonaten

war das „italienische Frühstück“ der Verkaufshit,

so nennt er sein Sorbet aus Pfirsichen,

verfeinert mit Zitronenthymian. Zum Herbst

und Winter dürfte der „Offenbacher Kick“ mit

Ingwer, Orange und Kurkuma die Offenbacher*innen

begeistern.

Alle Produkte werden ohne den Zusatz von

Zucker direkt am Stand hergestellt und sind

deshalb vor allem auch für Kinder eine wohlschmeckende

und gesunde Alternative zu süßen Limonaden.

Überraschend gut und anders schmecken

vor allem auch die Gemüsesäfte, wie „Kraftgrün“ mit

Sellerie und Spinat oder „Rote Seele“ mit Rote Beete

und Gurke. „Ich habe lange an den Rezepten gefeilt

und es ist mir wichtig, auch Gemüsesäfte, die wirklich

schmecken, unter die Leute zu bringen“, sagt er. Daneben

achtet Benjamin auf erstklassige Qualität der

Zutaten und Endprodukte. Alle seine Drinks sind

dazu fein abgestimmt mit Kräutern und/oder Zitrusnoten.

Den Platz vorne links (mit dem Markhäuschen im Rücken)

hat Benjamin mit Bedacht gewählt. Er mag es,

wenn die Menschen sich am Stand unterhalten – dafür

ist ein Stehtisch bereit, wo man vor Ort probieren

und genießen kann. „Ich habe gerne Gäste“, sagt er und

freut sich über die Neugier der Kunden, die sein besonderes

Angebot gut annehmen. Bisher ist er damit

exklusiv in Offenbach vertreten. Auch woanders gibt

es solche kaltgepressten Säfte kaum. Kunden und

Kundinnen klärt er gern über die Inhaltsstoffe auf und

gibt Informationen über deren wohltuende Wirkung.

Da sagt man gerne „Prost“ – auch, wenn die durchsichtigen

Maisstärkebecher nicht klingen.

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

Gemeinschaftlich und selbstorganisiert wohnen

in Offenbach – Was ist das und wie geht das?

Ein Infoabend von: Mietshäusersyndikat-Projekt LaRo 5,

Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V.,

Volkshochschule Offenbach

Kursnummer: C1023VO

Termin: Do., 11.09.2025, 18:00 - 20:00 Uhr

Ort: vhs, Raum 110 (Saal), kostenlos

Gemeinschaftliche Wohnprojekte bauen auf die kollektive

Gestaltung des Zusammenlebens. Selbstorganisierte

Wohnformen wie das Mietshäuser-Syndikat setzen

dabei zusätzlich auf die Autonomie und Mitbestimmung

der Bewohnenden. Wie können wir das Wohnen bezahlbar

machen und selbst in unsere Hände nehmen?

Welche Möglichkeiten bietet gemeinschaftliches und

selbstorganisiertes Wohnen in der Stadt Offenbach?

_ _ _ _ _ _ _ _ _

Lehrer und Lausbuben –

Ein Parkspaziergang mit Schulgedichten

Eine Führung mit Winno Sahm

Kursnummer: C6102FU

Termin: Sa., 13.09.2025, 15:00 - 17:00 Uhr

Treffpunkt: Leibnizschule Altbau, Parkstr. 1, Gebühr: 7,00 €

Der Dreieichpark in der Nachbarschaft des historischen

Gebäudes der Leibnizschule liefert die Szenerie für eine

deutschsprachige Lyrikauswahl aus dem weiten Feld

der Pädagogik. Selten ohne Komplikationen, aber mit

großem Unterhaltungspotential bieten sich Beziehungen

zwischen Lehrenden und Lernenden in vielfältigen

Konstellationen dar. Kultur- und literaturhistorische

Anmerkungen ergänzen die Gedichtvorträge.

_ _ _ _ _ _ _ _ _

Kinder stärken – wie Mobbingprävention gelingt

Kursnummer: C1512VO

Termin: Di., 30.09.2025, 19:00 - 21:00 Uhr

Kursort: vhs, Raum 231, Gebühr: 7,00 €

Kinder brauchen Stärken und Wege mit Konfliktsituationen

umzugehen. Wo fängt Mobbing an und wie

begleiten wir unsere Kinder respektvoll in Konfliktsituationen?

Der Vortrag gibt Ihnen Impulse in diesem

Bereich. Es braucht starke Kinder, die achtsam mit sich

und ihrer Umwelt umgehen. Lassen Sie uns gemeinsam

ein Vorbild sein und präventiv wirken.

47


MUT&LIEBE / GOURMET /

süßes aus

dem netz

www.kuchenbaecker.com

Liebe Leserinnen und Leser des

Mut&Liebe Magazins,

wer durch Offenbach geht, flaniert vorbei an Häuserfronten

und erreicht vermutlich irgendwann das Mainufer.

Man hört Sprachen aus aller Welt und riecht den

Duft aus Bäckereien, Imbissen und Cafés. Was man nicht

sofort sieht, ist das unsichtbare Geflecht, das all das zusammenhält:

Menschen, die ihre Zeit verschenken, weil

sie wissen, dass eine Stadt nicht nur aus Straßen und

Häusern besteht, sondern aus Beziehungen.

Dieses Engagement zeigt sich an vielen Orten. Da ist

das Freiwilligenzentrum Offenbach, das Menschen zusammenbringt

– die, die helfen wollen, und die, die

Unterstützung brauchen. Da sind Sportvereine, in denen

Trainerinnen und Trainer nicht nur Bälle verteilen,

sondern Mut und Gemeinschaft. Da sind Kulturinitiativen

wie der Kunstverein Offenbach, wo Ausstellungen

und Veranstaltungen entstehen, weil Freiwillige

anpacken, aufbauen, organisieren. Und es gibt Stadtteilgruppen,

die Blumen pflanzen, Müll sammeln oder

einfach dafür sorgen, dass niemand allein bleibt.

Oft ist Ehrenamt leise. Es passiert, wenn jemand bei

den Hausaufgaben hilft, ohne dass es in der Zeitung

steht. Wenn eine Handvoll Menschen im Park den Müll

aufsammelt, bevor er zur Gewohnheit wird. Diese Gesten

sind vielleicht klein, aber sie sind das Herz unserer

Stadt.

Es gibt keinen „richtigen“ oder „falschen“ Weg, sich zu

engagieren. Ehrenamt in Offenbach ist bunt. Es passiert

im Freiwilligenzentrum, in Sportvereinen, bei Umweltaktionen,

in Kulturinitiativen oder einfach zwischen

Nachbarn. Es ist nicht auf eine Bühne angewiesen, sondern

entfaltet seine Kraft oft im Stillen. Manche packen

einmal im Jahr mit an, andere jede Woche – gemeinsam

formen sie das Gesicht der Stadt.

Und genau das macht Offenbach lebendig: Menschen,

die nicht abwarten, sondern anpacken. Die sehen, was

fehlt, und es einfach tun. Kein großes Spektakel, sondern

unzählige kleine Gesten, die sich zu etwas Großem

summieren.

Apfelkuchen mit

Marzipan

Darum: Wenn Sie schon länger denken, Sie könnten etwas

beitragen – tun Sie es. Die Möglichkeiten sind fast

so vielfältig wie die Menschen selbst. Ob im Stadtteil,

im Verein, in der Kultur oder im Umweltschutz: Offenbach

wartet nicht – Offenbach macht. Werden Sie ein

Teil davon.

Wussten Sie, dass Menschen, die sich in besonderem

Maße engagieren, die sogenannte E-card bekommen

können? Sie ist ein Dankeschön an alle die sich ehrenamtlich

für andere einsetzen. Mit der Karte können in

ganz Hessen viele Vergünstigungen in Anspruch genommen

werden. (www.deinehrenamt.de/ecard-hessen)

Passend zur Jahreszeit habe ich Ihnen einen köstlichen

Apfelkuchen mit Marzipan mitgebracht.

Viel Spaß beim Nachbacken.

Bis zum nächsten Mal, bleiben Sie gesund

Ihr Kuchenbäcker Tobias Müller

© Tobias Müller

48

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025


Foto: © Stadt Offenbach / Katja Lenz • Econ Referenten Agentur

•••••• Zutaten ••••••

3-4 Äpfel z. B. Boskop oder Elstar

Saft einer halben Zitrone • 50g weiche Butter

100g Marzipanrohmasse gekühlt

100g weiche Butter • 100g Zucker • 1Prise Salz

1Pck Bourbon Vanillezucker

3 Eier • 180g Mehl • 1TL Backpulver • 50ml Milch

3-4 EL Aprikosenkonfitüre • 50g Mandelblättchen

Puderzucker nach Belieben

DIE

BLAUE

Freitag,

5. September

DIE

ab 18.30 – 22.30 Uhr:

STUNDE

Freitag,

• Vortrag von Thomas Ranft

BLAUE

5. September

(ARD-Wettermoderator) zum

ab 18.30 Thema – 22.30 Klimawandel

Uhr:

• Vortrag • Film: von ‚Rückkehr Thomas Ranft zum Land der

(ARD-Wettermoderator) Pinguine‘ von Luc zum Jacquet,

STUNDE Thema präsentiert Klimawandel vom filmklubb Offenba

• Film: ‚Rückkehr zum Land der

Eintritt frei.

Pinguine‘ von Luc Jacquet,

Bitte Picknickdecke mitbringen.

präsentiert vom filmklubb Offenbach

20

JAHRE

20

JAHRE

Eintritt frei.

Bitte Picknickdecke mitbringen.

•••••• So geht's ••••••

Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Äpfel waschen, das Kerngehäuse ausstechen und

anschließend in 1 cm dicke Spalten schneiden.

Den Saft der halben Zitrone darüber gießen, kurz vermengen

so dass alle Apfelspalten mit Zitronensaft

benetzt sind und beiseite stellen.

Wetterpark Offenbach

Wetterpark Offenbach

Foto: © Stadt Offenbach / Katja Lenz • Econ Referenten Agentur

Die Marzipanmasse grob raspeln und mit 50 g weicher

Butter mit dem Mixer cremig rühren. Beiseite stellen.

In einer separaten Schüssel 100 g weiche Butter mit

Zucker, Vanillezucker und einer Prise Salz hellcremig

aufschlagen.

Die vorbereitete Marzipanmasse dazugeben und unterrühren.

Anschließend nacheinander die Eier unterrühren.

Das Mehl mit dem Backpulver mischen und

abwechselnd mit der Milch unter den Teig rühren.

Den fertigen Teig in eine gefettete oder mit Backpapier

ausgelegte Springform füllen und glattstreichen.

MUT&LIEBE / GOURMET /

OF Unverpackt

LADEN & CAFE

Einkaufen ohne Verpackungsmüll!

Lebensmittel ❊ Hygieneartikel ❊ Putzmittel

Haushaltswaren ❊ selbstgebackenen Kuchen

Die vorbereiteten Apfelspalten von außen nach innen

kreisförmig auf dem Teig auslegen. Im vorgeheizten

Backofen auf der mittleren Schiene für 45 Min. backen.

Während der Kuchen im Ofen backt, die Mandelblättchen

in einer beschichteten Pfanne ohne Fett leicht

anrösten, bis sie goldbraun sind.

Die Aprikosenkonfitüre in einem kleinen Topf bei

mittlerer Hitze und unter umrühren erwärmen, bis sie

etwas flüssiger wird. Den fertigen, noch warmen Kuchen

aus dem Ofen nehmen mit der Aprikosenkonfitüre

bestreichen. Anschließend mit den gerösteten Mandelblättchen

bestreuen.

Den Kuchen abkühlen lassen und nach Belieben mit

Puderzucker bestäuben.

OF Unverpackt

Gabelsbergerstr. 48, OF

Öffnungszeiten:

Di. bis Fr.: 10.00 – 19.00

Samstag: 10.00 – 18.00

49


MUT&LIEBE / KUNSTWERK /

Rund 80 Kunstschaffende aus den Bereichen

Musik, Bildhauerei, Tanz, Schriftstellerei, Malerei

und Film arbeiten derzeit in den über 50 Ateliers

der Zollamt Studios. Am letzten Septemberwochenende

(26. bis 28.9.) möchten die Künstlerinnen

und Künstler in der Ausstellung „Zollamt Positions

3“ nochmal zeigen, was in dem Atelierhaus

in der Frankfurter Straße 91 so alles entsteht.

Die „Zollamt Positions“ finden zum dritten Mal statt.

In einer vielfältigen Schau geben die Künstlerinnen

und Künstler Einblicke in ihr Schaffen. Präsentiert

werden im Ausstellungsraum im Erdgeschoss die

unterschiedlichsten künstlerischen Positionen.

Jeder ausstellende Künstler, jede ausstellende

Künstlerin hat dafür eine bestimmte Wandfläche

zur Verfügung. So möchte etwa Michelle Concepción

kleinformatige abstrakte Gemälde aus ihrer

Serie „Pearls“ zeigen – die selbstverständlich auch

erworben werden können. In den Arbeiten, die in

ihrem Atelier über mehrere Monaten entstehen,

verweben sich Farben und Formen zu faszinierenden

Welten.

zollamt

positions 3

– ein atelierhaus

zeigt sein innenleben

von Ingrid Walter

Ulrike von der Osten, disperse 1, Acryl auf Glas, 77 x 74, 2025

Ulrike von der Osten zeigt ebenfalls abstrakte

Gemälde. In ihren neuen Arbeiten stehen geometrische

Flächen im spannenden Widerstreit zu

gestischer und fluider Malweise. Andrea Blumör

verwendet für ihre Malerei Vorlagen aus der Wirklichkeit.

Fahrkarten, Passseiten, Notizzettel, von

Behörden gestempelte Schriftstücke etc., die sie

POSITIONS

Zollamt Galerie, Frankfurter Str. 91, OF

26. Sept., 19.00 – 22.00 Uhr,

Vernissage mit Live-Musik und kühlen Dinks

27. Sept., 14.00 – 20.00 Uhr:

Ausstellungsöffnung und Workshops im Hof

28. Sept., 14.00 – 20.00 Uhr:

Artist Talks bei Kaffee und Kuchen

Detaillierte Informationen finden sich auch auf

den Social Media Plattformen.

50 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025


MUT&LIEBE / KUNSTWERK /

auf Reisen gesammelt hat, werden hier zu etwas Neuem.

Lukas Magnin baut eine Skulptur für sein Videoprojekt

und zeigt außerdem Fotografien. Insgesamt

erhalten Besucher einen guten Querschnitt dessen,

was in den Zollamt Studios, hinter sonst verschlossenen

Türen, an Kunst erwacht.

Im Rahmenprogramm zur Gemeinschaftsausstellung

werden Workshops angeboten. So wird Lukas Magnin

am Samstag um 14 und 16 Uhr Graffiti Workshops

mit Schablonen veranstalten. Dafür stehen

im Hof Übungsflächen und Spraydosen bereit. Mit

Zahnschmuckkünstlerin Melanie Brendel kann man

einen Gipsabdruck am eigenen Kiefer nehmen.

Die Künstler hoffen mit ihren Angeboten möglichst

viele Menschen zu erreichen – auch solche die sonst

wenig mit Kunst in Berührung kommen. Das kleine

Kunstfestival lohnt auf jeden Fall einen Besuch und

inspiriert zum Mitmachen.

neue künstlerheimat(en)

in aussicht

– was kommt nach den

zollamtsstudios?

Ingrid Walter im Gespräch mit Martin Wilhelm

Künstler:innen haben Mut&Liebe angesprochen

und berichtet, dass sie die Kündigung für ihre Ateliers

in den Zollamtstudios erhalten haben. Im April 2026

muss das Gebäude gegenüber dem Ledermuseum geräumt

sein. Ingrid Walter sprach mit Martin Wilhelm,

Stadtkämmerer und Sozialdezernent Offenbachs, über

die Situation und das Angebot neuer Atelierflächen

von Seiten der Stadt.

INGRID WALTER: Es war es klar, dass das Haus, in dem

die Zollamtstudios logieren, der Kunst nur für einen

begrenzten Zeitraum zur Verfügung steht, dass die

Nutzung also endlich ist. 2022 gab es schon einmal

Diskussionen um den Fortbestand. Nun ist der Ernstfall

eingetreten – und die Zeit bis April ist knapp. Was tut

die Stadt, um die Künstler zu beruhigen und bei der

Ateliersuche zu helfen?

MARTIN WILHELM: Ja, die Nutzungsdauer war begrenzt.

Das wusste auch jeder, der dort ein Atelier betreibt.

In den letzten Jahren konnten wir bzw. die GBO die

Verträge immer noch einmal verlängern. Das Gebäude

gehört nämlich nicht der Stadt und die GBO ist auch

nur Mieter. Es ist Bundeseigentum, genauer im Besitz

der BImA (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben).

Die BImA hat nun der GBO gekündigt, weil das Objekt

baufällig ist und dringend saniert werden müsste.

Zu einer weiteren Verlängerung war man nicht zu

bewegen. Fest steht damit leider, dass es am alten Ort

nicht weitergehen kann.

Uns ist das Projekt „Zollamtstudios“ sehr wichtig. Deshalb

haben wir die GBO beauftragt, etwas Neues zu

suchen, sobald die Anmietung ausläuft. Das war auch

von Anfang an klar. Für die Kunstschaffenden soll es

Optionen geben, weiterzumachen.

I.W.: In den Zollamtstudios gibt es über 50 Ateliers, die

alle belegt sind. Wo möchte die Stadt die Künstler unterbringen?

Welche Vorschläge für Alternativen gibt es?

GBO Immobilie in der Senefelder Str. 166

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

M.W.: Über die GBO haben wir eine geeignete Immobilie

auf Höhe des Ringcenters, in der Senefelder Straße

166 gefunden. In dem dreistöckigen Gebäude waren

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MUT&LIEBE / KUNSTWERK /

bislang Büros untergebracht, künftig kann es als

Atelierhaus genutzt werden. Außerdem gibt es derzeit

12 freie Gewerbeeinheiten im Ostpol in der Hermann-

Steinhäuser-Straße. Ein Vorteil ist, dass beide Gebäude

der GBO gehören und wir dann nicht mehr von externen

Vermietern abhängig sind.

I.W.: In den Zollamtstudios hat sich seit dem Einzug

2014 unter den Künstlern eine Gemeinschaft gebildet.

Von 26. bis 28. September ist noch eine große Ausstellung

POSITIONS 3 geplant. Es wäre schade, wenn eine

solche Gemeinschaftsarbeit in Zukunft nicht mehr

stattfinden könnte.

M.W.: Uns war es wichtig, Alternativen anzubieten –

und wir haben wirklich alles in Bewegung gesetzt,

damit es weitergehen kann. Wir sind froh, dass wir

eine Lösung gefunden haben – und möchten auf

jeden Fall eine gute Durchmischung an den beiden

neuen Standorten erreichen. Es gibt ein Kuratorium

in den Zollamtstudios um Prof. Heiner Blum, Dr. Ralph

Philipp Ziegler sowie Künstlerinnen und Künstlern,

das beratend zur Verfügung steht und den Prozess

des Umzugs begleiten wird. Wir hoffen, dass unser

Lösungsvorschlag von den Künstlerinnen und Künstlern

gut angenommen wird und durch die neuen Orte

und Begegnungen Kreatives und Neues entsteht.

I.W.: Die Zollamtstudios liegen sehr zentral gegenüber

dem Ledermuseum und der IHK, sind dadurch auch für

Besucher gut zu erreichen. Es ist ein Kulturangebot in

der Innenstadt. Stichwort Innenstadtbelebung. Wie ist

dieser Aspekt bedacht worden, bei der Wahl anderer

Standorte?

M.W.: In der Innenstadt verfügt die GBO leider über

keine Immobilie in einem ähnlichen preislichen Rahmen.

Wir möchten ja auch, dass die Mieten bezahlbar

bleiben. Ich weiß, dass die Senefelder Straße nicht

der zentralste Ort ist, aber ich denke, das Gebäude

hat eine Chance verdient. Es liegt verkehrsgünstig:

direkt vor der Tür befinden sich ein Fahrradweg, sowie

mehrere Bushaltestellen. Auch mit dem Auto ist die

Adresse gut zu erreichen. Der Ostpol ist sehr innenstadtnah.

Auch dort wären Ausstellungen denkbar.

Mut&Liebe bedankt sich, dass Sie sich für das informative

Interview Zeit genommen haben.

SENEFELDERSTR. 63•63069 OFFENBACH •069 20026922

Di. – Fr. 11.00 –18.00 Uhr | Sa. 11.00 –14.00 UHR

fb: conceptstore tafelgold | #conceptstoretafelgold

ACCESSOIRES FÜR EIN SCHÖNES ZUHAUSE

52 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025


MUT&LIEBE / KUNSTWERK /

Women in Water © James Francis Gill

ausstellung in der galerie sight

JAMES FRANCIS GILL -

WOMEN IN WATER

James Francis Gill, geboren 1934 in Texas, gehört

zu den wichtigsten Repräsentanten der amerikanischen

Pop-Art. Gill erlangte in den 1960er Jahren

Anerkennung für seine kühnen und ausdrucksstarken

Gemälde, die Elemente der Popkultur mit Techniken

der bildenden Kunst verbanden. Sein Durchbruch

kam, als sein Marilyn-Triptychon 1962 vom Museum

of Modern Art in New York erworben wurde und ihn

neben Andy Warhol und Roy Lichtenstein zu den

führenden Künstlern der Pop-Art-Ära machte. Anders

als viele seiner Zeitgenossen integrierte Gill oft

tiefere psychologische und soziale Kommentare in

seine Werke und verwendete leuchtende Farben und

vielschichtige Kompositionen, um gesellschaftliche

und politische Themen zu behandeln und kritisch zu

hinterfragen. Elf seiner frühen Werke wurden in diesem

Jahr in die Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart

aufgenommen und gezeigt.

Heute gilt Gill als wegweisender Künstler, dessen

Werk die Brücke zwischen klassischer Pop-Art und

modernem künstlerischen Ausdruck schlägt. Seine

Werke befinden sich in den Sammlungen vieler

führender Museen. Im Alter von 91 Jahren präsentiert

Gill nun seine neueste Werkserie „Women in Water“.

Der Künstler wird zur Vernissage in der Galerie sight

anwesend sein.

Vernissage: 25. September, 19.00 Uhr

Ausstellung: 25.09. bis 02.11.2025

SIGHT Galerie und Kunstberatung, Schillstr. 2, OF

www.sight-art.de

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

Ausstellung mit Arbeiten der Bildhauer:innen

Emilia Neumann, Georg Hüter und Urban Hüter

Geöffnet am 7. + 14. Sept., ab 11.15 Uhr

(nach dem Gottesdienst). Im Turm der Friedenskirche,

Geleitsstr. 104, OF

„Wie es leuchtet“ © Christina Dirlich und Oliver Klier

„Wie es leuchtet“

Fotografien von Christina Dirlich und Oliver Klier

Vernissage: 19. Sept., 18.00 Uhr

Geöffnet am 21. + 28. Sept und 5., 12. + 19. Okt.,

jeweils nach dem Gottesdienst ab 11.15 Uhr

Das Gewächshaus ist ein einzigartiger Ort: Es

strahlt Ruhe aus, obwohl gleichzeitig so viel darin

passiert. Pflanzen wachsen, Reihe in Reihe, unter

dem Schutz des Glases. Hier entwickelt sich Leben.

Die Atmosphäre ist warm und wohlig. Von außen

besticht die Glas-Stahl-Konstruktion durch ihre einfache

Form, die viel Platz für Projektionen bietet.

Das Licht der Scheinwerfer hat das Gewächshaus

aus seiner alltäglichen Funktion heraus in eine

neue Dimension gehoben und es so zu einem

Kunst-Objekt gemacht. Wie es leuchtet!

Die Fotograf:innen haben das Gewächshaus der

Kooperative in Frankfurt-Oberrad von innen beleuchtet

und während der Dämmerung fotografiert.

Das Projekt ist eine Kooperation mit der Kooperative.

53


MUT&LIEBE / KUNSTWERK /

morag hall

LONDONEYE

street photography

als spiegel urbaner

realitäten

von Thomas Lemnitzer

mut&liebe und galerie

artycon präsentieren:

Morag Hall

LONDONEYE

Street Photography als Spiegel

urbaner Realitäten

Galerie Artycon, Wilhelmsplatz 2,

Offenbach

Vernissage: Sa. 06.09.2025

Finissage: Sa. 04.10.2025

jeweils: 11.00 – 16.00 Uhr

Weitere Termine nach Vereinbarung

unter 0179 1065469

www.artycon.de

Morag Hall: oben (links): Escalator, Canary

Wharf (rechts): Vauxhall

unten: Pizza Hut Victoria

54 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025


/ KUNSTWERK /

Morag Hall ist eine schottische Fotografin, die heute in der Nähe von

Frankfurt ihren Lebens- und Arbeitsort gefunden hat. Anfang der 1980er-Jahre

studierte sie an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach, lebte in Frankfurt

und war im Laufe der Jahre öfter in London.

Ihre künstlerische Arbeit ist geprägt von politischem Bewusstsein und fotografischer

Intuition. Ihre Bilder sind Zeitdokumente des Alltags, soziale Beobachtungen,

visuelle Erzählungen über Identität und Veränderungen im öffentlichen

Raum.

Morag Halls fotografische Sichtweise ist ein feinsinnig

poetischer Balanceakt zwischen Dokumentation

und Interpretation. Ein Hauch von Jazz durchzieht

ihre Bildsprache. Ein Thema, ein paar Variationen,

kompositorisch manchmal schräg aber immer auf

dem Punkt, schwankend zwischen Drama und Heiterkeit,

mit feinem Gespür für jene Zwischentöne, die

im Alltagsrauschen gerne verloren gehen. Ihre Bilder

fordern geradezu auf, genauer hinzusehen, Fragen zu

stellen und den urbanen Raum zeitlich neu zu denken.

In der „Street Photography Szene“ hat sie sich

als kritische Chronistin unserer Zeit einen Platz erarbeitet.

Die Ausstellung zeigt frühe schwarz-weiß

Handabzüge auf Barytpapier, farbige Ilfochrome Abzüge,

die durch ihre Schärfe und farbliche Brillanz

heute noch beeindrucken, und aktuelle digital geprintete

Arbeiten.

MORAG HALL:

LONDON – eine Metropole mit vielen Kontrasten. In

den Bankenvierteln City und Canary Wharf schießen

in den letzten Jahren futuristische Gebäude aus dem

Boden; ganze Stadtgebiete verändern sich rapide.

Gleichzeitig bewahren viele der dorfähnlichen Stadtviertel

von London ihren Charakter.

1980 fing ich an, die Umgebung um Vauxhall in

Schwarz-Weiß zu fotografieren und erkundete dann

andere Gegenden von London. Im Jahre 2000 begann

ich, auch in Farbe zu fotografieren, anfangs analog

mit Farbdiafilm und später mit einer Digitalkamera.

Vielleicht hebt die Farbfotografie die Veränderungen

im 21. Jahrhundert hervor. Neulich besuchte ich die

Brick Lane im östlichen Teil von London und bemerkte,

dass diese Gegend ein vollkommen anderes Erscheinungsbild

hat gegenüber den Aufnahmen, die ich in

den achtziger Jahren gemacht hatte.

Die 26 Bilder in dieser Ausstellung sind Teil einer

fortlaufenden Fotodokumentation über London.

Dabei versuche ich, ein Gefühl für die Zeiten und die

gesellschaftlichen Veränderungen im Straßenbild zu

vermitteln; das Tempo auf der Straße, das Drängen

der Menschenmassen und dennoch die Einsamkeit

des Einzelnen. Während sich das Gesicht der Stadt

konstant verändert, fokussiert das Standfoto einen

gewissen Zeitmoment und friert diesen ein.

Morag Hall: American Embassy, Nine Elms

Als ich Schottland mit achtzehn Jahren verließ, war

London das Sprungbrett auf meinem Weg nach

Deutschland. Seit Anfang der 80er-Jahre kam ich

schon viele Male nach London und blieb bei meinen

Geschwistern in Vauxhall, einem Stadtteil, der selbst

voller Kontraste ist. Kleine Wohninseln mit alten

viktorianischen Häusern befinden sich inmitten eines

Straßenknotenpunktes und sind von dem MI5 Gebäude

an der Themse überschattet.

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

55


MUT&LIEBE / TIPP /

WILLKOMMEN BEI UNSEREN

NÄHKURSEN – wo Kreativität auf Individualität trifft!

Unsere Vision: Ich breche aus dem üblichen Muster aus, um euch

etwas Einzigartiges zu bieten. Bei uns findet Ihr keinen Massenbetrieb,

sondern wir gehen auf eure persönlichen Wünsche ein.

Individuell für Dich: Egal, ob Du dich in die Welt des Nähens wagen

möchtest oder bereits Erfahrung hast – ich gestalte die Kurse nach

deinen Bedürfnissen. Von Kindern über Schüler und Jugendlichen

bis hin zu Frauen und Männern – bei mir findet jede:r seinen Platz,

der Freude an handwerklicher Arbeit hat.

Unsere Ziele:

Sei einzigartig: Mein Fokus liegt darauf, dein kreatives Potenzial zu

entfalten. Gemeinsam gestalten wir Unikate, die deine Persönlichkeit

widerspiegelt.

Jenseits der Massen: Kleine Gruppen oder sogar Einzelunterricht

garantieren eine persönliche Atmosphäre.

Lieblingsstücke so schön und individuell wie das Leben, die genauso

einzigartig sind, wie Du.

Coole Unikate mit Nachhaltigkeit: Ich setzen auf Nachhaltigkeit,

denn einzigartige Mode sollte nicht auf Kosten unserer Umwelt gehen.

Unsere Projekte fördern bewusstes Schaffen und Konsumieren.

Grandiose Stoffe und deine Schnittideen: Tauch ein in eine Welt von

hochwertigen Stoffen und coolen Schnittideen. Deiner Kreativität

sind keine Grenzen gesetzt.

Neues aus Altem – Upcycling: Gemeinsam entdecken wir die Kunst

des Upcycling und erschaffen Neues aus scheinbar Vergessenem.

Ich lade Dich ein, mit mir eine kreative Reise anzutreten. Egal ob

Anfänger:in oder Fortgeschrittene, bei meinen Nähkursen steht die

Individualität im Mittelpunkt.

Lass dich von mir inspirieren, deine eigenen Ideen umzusetzen.

Melde dich bei meinen Nähkursen an und erlebe deine Kreativität.

www.Naehkurse-Offenbach.de

© Etagerie

PAPIERBLUMEN-

WORKSHOP MIT KATJA

Tauche ein in die faszinierende Welt

der Papierblumen!

Nur mit Krepppapier, Draht und Kleber

entstehen täuschend echte Blüten.

Lerne Grundtechniken und baue deine

erste Blume nach echtem Vorbild nach.

Papierblumen sind langlebig, kreativ –

und absolut im Trend! Ob Dahlie oder

Sonnenblume – du wirst staunen, wie

echt sie wirken.

Das Material wird gestellt – bitte nur

eine Schere mitbringen. Keine Vorkenntnisse

nötig, nur Freude am Basteln!

Wann: 20.09. oder 01.11., jeweils

15.15 – 18.15 Uhr

Wo: Etagerie, Taunusstraße 1, OF

Infos & Anmeldung: www.etagerie.eu

56 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025


MUT&LIEBE / TIPP /

38. OFFENBACHER SAMMELSURIUM

DER Markt für Mode, Kunst & Handwerk

Über 150 Künstler:innen und Designer:innen aus ganz

Deutschland bringen ihre Arbeiten nach Offenbach.

Die Vielfalt reicht von handgefertigter Mode – mal

extravagant, mal zeitlos – über feinen Schmuck, zartes

Porzellan und Buchunikate bis hin zu Marionetten,

Skulpturen und Malerei. Auch Upcycling-Design, Glasobjekte,

Papierkunst und textile Arbeiten gehören dazu.

Alles entsteht in eigenen Werkstätten – von Einzelstücken

bis zu kleinen Editionen. Viele zeigen ihr Können

direkt am Stand, sodass Besucher den Entstehungsprozess

live erleben können. So wird der Markt zu einem

Ort voller Begegnungen, Ideen und handgefertigter

Schätze.

Jeder Stand lädt zum Staunen ein – ein Wochenende

voller Qualität, Inspiration und Überraschungen.

Wann: 8. und 9. November,

Sa. 11.00 – 18.00 Uhr, So. 10.00 – 18.00 Uhr

Wo: Stadthalle Offenbach, Eintritt: 6,- €, außen frei

offenbacher-sammelsurium.de

ZWEITLOF.FT – PROGRAMM

Bernardstraße 13, HH., OF

7. September | 15.00 Uhr

Irgendwer und Allewelt träumen vom Fliegen

(Familien)Musiktheater

Ein außergewöhnliches Theaterstück mit Geschichten

aus Allewelt von Drachen, Hummeln und anderen

Tieren, die fliegen können oder auch nicht. Von Seifenblasen

und vom Wind.

Begleitet von Musik auf dem Cello, Akkordeon, Saz

und der Rahmentrommel. Und gesungenen Liedern

aus vielen Ländern.

© Anka Hirsch

23. Oktober | 19.00 Uhr

7 Kurzgeschichten aus der Buchstabenwerkstatt

HER | AN | ZU | KUNFT Lesung aus dem Werkstattheft 4

Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache – das ist Johann

Kreißels Spezialgebiet. Zusammen mit Yasemin Ünlü

unterrichtet er Zugewanderte aller Couleur. Dabei entstehen

tolle Werkstatthefte mit Kurzgeschichten und

Gedichten. So lernen alle die wichtigsten Elemente der

Sprache auf wunderbare Weise kennen und tragen ihre

Werke und Werte auf der Bühne im zweitlof.ft vor.

Der Gitarrist Patrick Steinbach begleitet die Lesung

musikalisch.

KARIN MÜLLER

Senefelder Str. 15 | Offenbach | Tel.: 069/269 103 78

Öffnungszeiten:

Mo., Di., Do., Fr.: 9.00 – 13.00 und 15.00 – 18.00 Uhr

Sa.: 9.00 – 13.00 Uhr, Mi. Ruhetag

31. Oktober

Wir reisen in den kalifornischen Weingarten

Gedanklich und vinophil geht’s über den Teich

Miriam Freislederer vom Weingarten Eden lässt eine

extravagante Auswahl an kalifornischen Spitzenweinen

von Weltklasse aus den bekanntesten Regionen

probieren. Begleitet von passenden Leckereien. Wie

immer präsentiert von unserem Partner Winehattan.

Irgendwann Ende des Jahres

Bernard lädt ein | Die ganze Gass hat wieder auf |

Infos (zu Eintritt/Anmeldung): https://zweitlofft.de

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

57


MUT&LIEBE / TIPP /

INTERIMSLÖSUNG:

Exklusive Plätze im Fahrradparkhaus Berliner Straße

Direkt neben dem Laden artefakt liegt das neue Fahrradparkhaus

Innenstadt. Es ist fast fertig, aber leider immer

noch nicht öffentlich nutzbar: Aktuell fehlt es der

Stadt noch an Mitteln für Zugangstechnik und Betrieb.

Anja und Blümmel vom Fahrradladen artefakt möchten

an dieser Situation etwas ändern und machen das Parken

trotzdem möglich.

Ab sofort könnt ihr euer Rad in der Berliner Straße

sicher abstellen – für kurze Erledigungen, wie einen

Gang über den Wochenmarkt, längere Zeiträume, beispielsweise

euren Urlaub oder tagsüber, wenn ihr vom

Marktplatz mit der S-Bahn weiterfahrt.

© artefakt

So easy funktioniert’s:

– Im Laden bekommt ihr eine persönliche artefakt-

Karte, dafür müsst ihr nur die Nutzungsbedingungen

unterschreiben und eure Daten werden aufgenommen.

– Ihr beachtet die Öffnungszeiten des Ladengeschäfts

fürs Bringen und Abholen.

– Ihr schließt euer Rad mit einem eigenen Schloss an

den vorhandenen Ständern an.

Noch mehr Service – Wellness im Fahrradhotel

Das Fahrradparkhaus ermöglicht es dem Laden artefakt

das Serviceangebot zu erweitern. Schickt euer

Rad ins „Fahrradhotel“ und gönnt ihm ein Wellnesspaket

zur Rundumerneuerung. Gebt' euer Rad dann

in die Behandlung, wenn ihr es gerade nicht braucht,

vielleicht selbst im Urlaub seid. Das Team vom Laden

kümmert sich um eine grundlegende Inspektion und

Überprüfung, erneuert Verschleißteile und sorgt für

bequeme und sichere Nutzbarkeit.

Ihr bekommt euer Rad erholt, geputzt und gepflegt

zurück. Die Kosten findet ihr im neuen Flyer.

Aktuelle Infos: https://artefakt-offenbach.de/

Extra: Ganz nebenbei ist auch ein Besuch der Ausstellung WALLSHOW

möglich. Im Fahrradparkhaus präsentieren über 20 internationale und

regionale Künstler:innen vor Ort gefertigte Wandbilder, ein spektakuläres

Panorama zeitgenössischer Malerei.

ALLE

AUF’ S RAD !

Reparatur/Beratung/Werkstatt/

Probefahrt/Kaffee/Kino/Kultur

artefakt-offenbach.de

T 069 83838344

E laden@artefakt-offenbach.de

– – – – –

– – – – –

Berliner Straße 43–47 Di–Fr 10–18 Uhr

58 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

63065 Offenbach Sa 10–14 Uhr

– – – – –

– – – – –


MUT&LIEBE / THEMA /

Aktionstage am

12. und 13. September 2025

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

59


MUT&LIEBE / KUNSTWERK /

20. & 21.09.

2025 //

12–18 UHR

© Kirill Stefanov, „Currently on View“

die kunsttage rumpenheim

locken mit kunst im park und offenen ateliers

von Ingrid Walter

Zu den Rumpenheimer Kunsttagen im September wird neben der Schlosskirche auch der

Schlosspark wieder mit Kunst begeistern. An 12 Stationen im Park wird aktuelle temporäre Kunst

zu erleben sein. Zusätzlich gibt es Ausstellungen in Innenräumen (Ev. Gemeindehaus, Kulturhaus).

Und parallel öffnen mehr als 15 Künstler und Künstlerinnen ihre Ateliers in dem zauberhaften

Stadtteil. Gäste können anhand des Kunst.Plans (Flyer) ein Wochenende lang kunstwandeln –

oder die Orte bequem mit den Fahrradrikschas des Offenbacher Freiwilligenzentrums erreichen.

Am 20. und 21. September von 12.00 – 18.00 Uhr

wird der malerische Stadtteil Rumpenheim zum

Künstlerdorf. Zu den diesjährigen Rumpenheimer

Kunsttagen bespielen knapp 40 Künstlerinnen und

Künstler den Ort, die Kirche und den Schlosspark mit

zeitgenössischer Kunst aller Richtungen. Den Höhepunkt

der Rumpenheimer Kunsttage bildet die Rauminstallation

des diesjährigen DIANA Kunst.Preis Trägers

„Modulare Zeichnung X“ von Sebastian von Papp

in der Ev. Schlosskirche. Seine zarten und zugleich

kontrastschaffenden schwebenden Zeichenmodule

schwarzer Linienbündel aus lackierter Pappe verändern

den Kirchenraum wundersam und neu erlebbar.

Schlosspark wird Kunst.Park

Auch der Kunst.Park wartet mit außergewöhnlichen

Kunst-Überraschungen: An 12 markanten Stellen im

Park zeigen internationale Künstlerinnen und Künstler

Werke, die Kunst und Landschaft miteinander verbinden.

So leuchtet die Text Installation „Currently

on View“ des russischen Künstlers Kirill Stefanov am

Schloss Rondell wie eine freudige Ankündigung dessen,

was die Besucher im Park erwartet. Auf der großen

Wiese wird David Snyder, der extra aus den USA

anreist, seine künstlerische Forschungsstation „Double

Blind“ aufstellen. Die Ergebnisse werden während

der Kunsttage auf der Website dokumentiert. In Sichtweite

leuchtet das vier Meter hohe „Parkgipfel“-Kreuz

aus Holz des Vorstandsvorsitzenden und Künstlers

Matthias Block. Wie bei seinen letzten Arbeiten handelt

es sich um interaktive Interventionen: Es liegt ein

Gipfelbuch bereit, das Besucherinnen und Besucher

einlädt, ihre persönlichen Eindrücke hineinzuschreiben

– so werden sie zu einem Teil des Kunstwerks.

60 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025


MUT&LIEBE / KUNSTWERK /

Ein paar Schritte weiter im Türkischen Pavillon wartet

die geheimnisvolle Installation „H. oder die sieben

Todsünden“ von Hagen Bonifer auf neugierige Entdecker.

Hinter einem Zelt verbergen sich sieben große

Bildtafeln und sieben Bücher auf sieben freistehenden

Postamenten.

Auf der gegenüberliegenden Wiese kann man die

beeindruckenden Metall-Skulpturen von Chris Ködel

bestaunen. Richtung Monopteros in der Platanenallee

klettern die zarten Figuren von Christiane Seitz

„Fledermaus und Hängesack“ aus den Ästen. Auf einer

denkmalgeschützten Sandsteinsäule räkelt sich die

Figur eines humanoiden Außerirdischen, geschaffen

von Wilhelm Hardt. Nahe der Kirche gibt die Installation

„12 Millionen“ von Jo Wilhelm Aufschluss über

das dramatische Schicksal der „Verschickungskinder“.

Auf dem Rundweg stellt sich Kunst in den Weg: Eine

überdimensionale Schnecke aus Holz, gefertigt von

Marina Lüdecke. „PoeTree“ – eine Lauschintervention

von Ingrid Walter lädt ein, Gedichte an neun markanten

Bäumen im Park zu hören. Geschichte, Gegenwart

und persönliche Erlebnisse sind darin verwoben und

werden sinnlich erfahrbar.

Nächste Haltestelle: Kunst

Der Kunst.Ort.Rumpenheim freut sich über eine Kooperation

mit dem Freiwilligenzentrum Offenbach –

das zwei Fahrradrikschas mit Fahrern zur Verfügung

stellt. Die Haltestellen sind auf dem Flyer vermerkt.

Gemeinde- und Kulturhaus laden ein

Im evangelischen Gemeindehaus in der Dornberger

Straße 23 können Besucher sich an den überlebensgroßen

Holzfiguren und farbenfrohen Körperdarstellungen

von Reinhold Mehling begeistern. Dort gehen

sie eine wunderbare Symbiose mit den abstrakten

Farbspielen von Wolfgang Erb ein. Im Foyer können

Besucher mit Gabriele Horcher über KI in der Kunst

in einen Dialog treten. Andrea Plefka zeigt neue

Aquarelle und Drahtskulpturen. In den Räumen der

Bürgerinitiative Rumpenheim, in der Landgraf-Friedrich-Straße

1, stoßen die ausdrucksstarken Gemälde

von Erwin Blau auf zarte Figuren von Kirsten Lippek.

Den Garten schmücken die expressionistischen Holzskulpturen

von Bianca Scheich. Im ersten Stock zeigt

Filmproduzent David Sarno im Entrée Video Stills aus

seinem Kurzspielfilm. Im Atelierraum von Petra Maria

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

Einweihungsfest

Neues Percussionstudio

Samstag, 27. September 2025

Gereon Nicolay

Amadou Diallo

Einlass ab 14:30 Uhr

Alles außer

Schlagzeug?

WORKSHOP UND KONZERT

Hasan Özgür Tuna

Marton Ludwig

Anmeldung und mehr unter:

WWW.OFFENBACH-MACHT-MUSIK.DE

Mühl führen Installationen in eine „Welt im Verborgenen“

und halten Dialog mit Dürer zwischen Kunst

und Natur. Ein paar Schritte weiter im roten Marstallgebäude

leuchten die Gemälde der ortsansässigen

Malerin Ilona Lesnaja, die zwischen Symbolismus und

magischem Realismus schweben.

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Ateliers im Ortskern öffnen Türen zur Kunst

Im alten Marstallgebäude neben der freiwilligen

Feuerwehr öffnet Wolfgang Uhl sein Schmuckatelier

und die faszinierende Welt der Edelsteine. Er hat

zwei Künstler zu Gast. Auf dem Fabrikgelände „Kleines

Gässchen“ zeigt Cordula Jäger ihre nachhaltigen

Schmuck-Ideen, die oft aus alten Familienpreziosen

entstehen. Annetta Palmisano hat wieder spannende

Gäste in ihr Atelier geladen. Janine Bruchet-Collins

mit abstrakten Aquarellen und weitere Künstlerinnen

beleben das interessante Industriedenkmal mit

Kunst. In der Neugasse 4 kann man bei der Malerin

Anja Hantelmann in der Kunsthalle neue Werke im

61


MUT&LIEBE / KUNSTWERK /

Entstehen auf sich wirken lassen. Im Keramik-Atelier

von Birgit Palt in der Landgraf-Friedrich-Straße 25a

gibt es die beliebte Dotty-Serie, mit der sich die eigene

Sammlung ergänzen lässt.

Rumpenheimer Kunstbecher zum Sammeln

Ein ebenfalls lohnendes Sammlerobjekt sind die

Rumpenheimer Kunstbecher, die die Keramikkünstlerin

für das Event anfertigt, gestaltet mit Entwürfen

Rumpenheimer Künstler:innen. Diese können im

Park neben den Catering-Ständen für 25 Euro erworben

werden. Jedes Jahr kommen neue Motive hinzu.

Das Sammeln lohnt sich – und es kommt dem Verein

und den Kunsttagen zugute.

Ergänzend zum Buchladen

finden Sie uns auch in der

Bleichstraße 43.

In unserem Concept Store

4 Zimmer+ Garten haben

wir alles, was das Wohnen und

Schenken schöner macht.

Wir freuen uns auf Sie!

Weitere Infos und Ausstellungsplan:

www.kunst-ort-rumpenheim.de/kunsttage/

bam Buchladen am Markt

Wilhelmsplatz 12 | Offenbach

Di. bis Fr.: 10.00 – 18.00 Uhr,

Sa.: 9.00 – 15.00 Uhr

(Mo. geschlossen)

4 Zimmer + Garten

Bleichstraße 43 | Offenbach

Di., Do., Fr.: 10.00 – 18.00 Uhr,

Sa.: 9.00 – 15.00 Uhr

(Mo. + Mi. geschlossen)

62

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025


MUT&LIEBE / KUNSTWERK /

BOK Galerie im Kulturkarrée

Kirchgasse 29, OF | Tel.: 0171 2842234, www.bund-offenbacher-kuenstler.de

Do. / Fr. / Sa. 16.00 – 19.00, So. 11.00 – 15.00 Uhr

Ausstellung: 26. September – 12. Oktober / Vernissage: 25. September, 19 Uhr

Claudia Weber – Tell me a story

Claudia Weber lässt ihre großformatigen Bilder kleine Geschichten erzählen.

Die Werke, mit Acrylfarbe, Kreide und Kohle bearbeitet, sind Momentaufnahmen

aus einer Welt, die ständig in Bewegung ist. In einem offenen, malerischen

Prozeß entstanden, bewegen sie sich zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit.

„Tell me a story“ versteht sich als Aufforderung des Betrachters an das

Bild, ihm eine Geschichte zu erzählen. Gleichermaßen kann das Bild dies auch

vom Betrachter verlangen.

Claudia Weber, Stillleben mit kleinem Stuhl, 2025 © Claudia Weber

Ausstellung: 24. Oktober – 9. November / Vernissage: 23. Oktober, 19 Uhr

Katja von Ruville und Thomas Lemnitzer – federleicht.slaughtering

Malerei, Objekte, Fotografie

Katja von Ruvilles Arbeiten erzählen von Verletzlichkeit und Imperfektion,

von Durchhaltevermögen und der Entscheidung in Krisensituationen erst

recht weiterzumachen. Sie spielt mit federleichten kleinsten Formen aus der

Natur und lenkt so den Blick auf Dinge, die wir im Alltag leicht übersehen.

In ihrer großformatigen Malerei lässt sie den Betrachter eintauchen in

unendliche Welten.

Thomas Lemnitzer schaut hin, wo andere wegschauen. Seine Fotoserie

„slaughtering“ ist der ästhetische Versuch ein Jahrtausend altes Handwerk

jenseits der industriellen Maschinerie zu dokumentieren. Was für die einen

Bilder sind, ist für andere eine emotionale Katastrophe. Zwischen dem was

wir konsumieren und dem was wir sehen wollen, kann die Diskrepanz nicht

größer sein. Die kontrastierenden Arbeiten der beiden Künstler präsentieren

sich in dieser Ausstellung so zum erstem Mal.

(oben) Thomas Lemnitzer, slaughtering o.T. 01, 2025, Fotografie, © Thomas Lemnitzer

Katja von Ruville, federleicht_01, 2021, Samen, Gips, Pigmente, Holz, 20 × 20 cm,

© Katja von Ruville

Ausstellung: 21. November – 7. Dezember / Vernissage: 20. November, 19 Uhr

Künstler: Klaus Puth – Erwünschte Nebenwirkung

Karikaturen, satirische Zeichnungen und Radierungen

Der Karikaturist und Zeichner Klaus Puth veröffentlichte vor genau 50 Jahren

erste Arbeiten im Frankfurter Satiremagazin „Pardon“. Seitdem ist Klaus Puth

seinem Metier in unterschiedlichen Stilen, Techniken und immer neuen Erfindungen

treu geblieben. Die Zeichnungen und Druckgrafiken in der BOK-Galerie

zeigen in der Kombination aus früheren und aktuell neuen Karikaturen ein

satirisch-vergnügliches Panoptikum.

Klaus Puth, Begegnung, 2024, Rohrfederzeichnung, Tusche auf Bütten, 17 x 23 cm, © Klaus Puth

63


MUT&LIEBE / LITERATUR /

bücherfest offenbach rheinmain

– die welt der literatur im scape°

Offenbach steht ganz im Zeichen der Literatur. Das Bücherfest im SCAPE° lädt ein zu inspirierenden

Lesungen und spannenden Diskursen. Zu Gast sind die Autorinnen und Autoren Stefanie

de Velasco, Benjamin Cors, Berit Glanz, Susanne Kaiser und Katerina Poladjan. Bei Kaffee und

Kuchen und freiem Eintritt können alle Lesebegeisterten in die Welt der Literatur eintauchen.

Stefanie de Velasco © Christian-Werner

18. + 19. Oktober, SCAPE°, Frankfurter Str. 39, OF

Samstag, 18.10.

19.30 Uhr: Stefanie de Velasco ("Heiß") und

Silke Hartmann zum Thema Wechseljahre

Sonntag, 19.10.

14.00 Uhr: Benjamin Cors „Aschesommer“

15.00 Uhr: Susanne Kaiser „Riot Girl“

16.00 Uhr: Berit Glanz „Unter weitem Himmel“

Katerina Poladjan „Goldstrand“

Der Eintritt ist frei. Infos www.offenbach.de/kultur.

Stefanie de Velasco zum Thema Wechseljahre

Den Auftakt macht am Samstag, 18. Oktober ein besonderer

Diskursabend: Stefanie de Velasco diskutiert

mit Moderatorin Silke Hartmann ein Tabuthema, das

die Hälfte der Bevölkerung betrifft: die Wechseljahre.

Die grauen Haare waren ein Schock, dann kam der

Schlafentzug und diese unkontrollierte Wut auf alles

und jeden – aber Wechseljahre? „Das ist doch übertrieben“,

dachte Stefanie de Velasco und fühlte sich

radikal verunsichert. Die meisten erwischt es kalt,

wenn die erste Hitzewallung kommt. In „Heiß“ erzählt

Stefanie de Velasco auf sehr persönliche Weise von

der Menopause – mit all ihren Schrecken, aber auch

ihrer Verheißung.

„Krimi und Thriller“ und „Herbstauslese“.

Der Sonntag, 19. Oktober, steht klassisch im Zeichen

von „Krimi und Thriller“ und „Herbstauslese“. Benjamin

Cors stellt seinen packenden Thriller „Aschesommer“

vor, in dem der Fund zweier Leichen in einem

Kühlhaus den Beginn einer beispiellosen Mordserie

markiert. Um 15 Uhr wird Susanne Kaisers Ermittlerin

Oblanski im Kriminalroman „Riot Girl“ ins Münchner

Jugendamt eingeschleust, nachdem eine Gruppierung

Katerina Poladjan © Francesco Gattoni

junger Frauen Deutschland mit ihren Aktionen erschüttert.

Den literarischen Nachmittag rundet die

„Herbstauslese“ ab: Um 16 Uhr spürt Berit Glanz

in ihrem Roman „Unter weitem Himmel“ der Frage

nach, wie kultureller Austausch Identität formt und

welche Rolle dabei die Liebe spielt. Zum Abschluss

fügt Katerina Poladjan in ihrem neuen Roman „Goldstrand“

in einer Familiengeschichte, die durch ein

ganzes Jahrhundert und quer über den europäischen

Kontinent führt, Splitter des alten Europas zu einem

heiter-melancholischen Bild der Gegenwart.

64 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025


MUT&LIEBE / LITERATUR /

die „offenbacher einladung“

geht mit frischen texten

in die zweite auflage

5 jahre bücherbus on the road

offenbach liest vor – von 8 – 88

Offenbacher:innen lesen zum Jubiläum aus ihren

Lieblingsbüchern.

Bei den LiteraTouren durch Offenbach steuert der

Bücherbus ein Stadtviertel oder einen besonderen

Ort an. Dort wird aus literarischen Lieblingstexten

gelesen oder vom Schreiben berichtet.

Moderation: Ida Todisco

Die beliebte Anthologie „Offenbacher Einladung“

liegt frischgedruckt in zweiter Auflage vor. S. Katharina

Eismann und Ingrid Walter haben auch diesmal die

Herausgeberschaft übernommen – und zwar im Main-

Verlag. Zu Wort kommen in dem Buch 28 Autor:innen,

darunter Schriftsteller:innen und Kulturschaffende, die

der Stadt ein poetisches Gesicht geben. Im Vorwort

schreibt Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke, dass

die Texte einen guten Überblick geben, wie vielfältig

man sich mit der Stadt auch literarisch auseinandersetzen

kann.

In der vorliegenden Auflage sind neue Texte hinzugekommen,

beispielsweise von Dr. Ralph Philipp Ziegler

(Leiter Amt für Kulturmanagement), Dr. Dorothee Ader

(Leiterin Klingspor-Museum), Daniel Brettschneider

(Kinomacher) und Thorsten Fiedler (Krimi-Autor). Abwechslungsreich,

persönlich machen Lyrik und Prosa

die Lesart von Offenbach zum Vergnügen.

Die Texte sprühen vor Offenbach-Spirit, machen neugierig

und bieten gebürtigen Offenbacher:innen und

Neubürgern Einblicke ins historische und aktuelle

Stadtgeschehen.

Lesungen an unterschiedlichen Orten sind geplant.

5 Jahre & 5 Minuten

Wer am 18. September 5 Minuten aus einem

seiner Lieblingsbücher vorlesen möchte, kann

sich bei ida.todisco@web.de melden.

5 Jahre Bücherbus auf LiteraTour

durch Offenbach:

• 1 Bücherbus-Koloss

• Über 20 Autor:innen

• Über 60 Vorleser:innen mit ihren Lieblingsbüchern

im Gepäck

• Über 700 Laugenbrezeln

• Jede Menge obernetter Gäste & Passant:innen

Offenbacher Einladung, Main-Verlag

Ingrid Walter & S. Katharina Eismann

(Hrsg.)

Anthologie, 172 Seiten, 14,00 €

ISBN: 978-3-95949-762-6

(Buchladen am Markt,

Steinmetz’sche Buchhandlung

sowie bei Thalia im KOMM)

Oder direkt beim Verlag:

https://main-verlag.de/produkt/offenbacher-einladung/

Jubiläums-LiteraTour am 18. September,

ab 18.00 Uhr auf der Hafentreppe Offenbach

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

65


MUT&LIEBE / TIPP /

die offenbacher oper ist wieder da

wiederaufführung in der "classic lounge"

Große Gefühle, deren Hitze die Messbarkeit im Thermometer sprengt – und die dennoch, fein

säuberlich mit einer feinen Kordel zusammengebunden, in dezent angestaubten Regalen in

einem uralten Kabinett unterhalb der Straßen der Stadt lagern. Gibt’s nicht? Gibt’s doch!

An einem Ort, an dem es so manches gibt, das eher ungewöhnlich ist: Offenbach am Main!

von Dr. Ralph Philipp Ziegler, Kulturamtsleiter der Stadt Offenbach

Die Essenz explosiver Emotionen liegt im Archiv

des 251-jährigen Musikverlags Johann André mitten

in der Offenbacher Innenstadt, wo sie Kulturamtsleiter

Dr. Ralph Philipp Ziegler gemeinsam mit der Familie

André entdeckte. Das Werk heißt „RICCIO“ und ist eine

packende Oper in einem Akt aus den Goldenen Zwanzigern,

die genre- und zeitgemäß eine schwelgerisch

romantische Mixtur aus Liebe und Tod zelebriert. Und

sie wird am 9. November dieses Jahrs nach 75 Jahren

erstmal wieder zu hören sein: natürlich im Offenbacher

Capitol Theater!

Mehrere Kritiker sahen nach der Uraufführung von

„RICCIO“ deutliche Parallelen zu Richard Strauss‘ Meisteroper

nach Oscar Wilde, der „Salome“. Aber die Oper

„RICCIO“ hat durchaus sehr eigene Züge. Und, nicht zuletzt:

Sie ist eine durch und durch Offenbacher Oper.

Wenn wir ganz genau sind: eine vor allem Offenbacher,

aber auch ein bisschen New Yorker

und ein bisschen Frankfurter Oper.

Komponiert hat sie Erich Riede, der am

3. Mai 1903 in London als Sohn eines

in Offenburg geborenen Offenbachers

und einer Londonerin geboren wurde.

Seine ersten drei Lebensjahrzehnte

wohnte Riede in Offenbach und besuchte

u. a. gemeinsam mit dem späteren

Außenminister Adenauers, Heinrich

von Brentano, die heutige Leibnizschule.

Als die Oper in Druck ging, war der

gerade einmal 26-jährige Riede schon

Assistenzdirigent für deutsches Repertoire

an der New Yorker „Met“ und bei den Bayreuther

Der Offenbacher Erich Riede (1931)

Festspielen Assistent des berühmtesten Dirigenten

der Zeit, Arturo Toscanini.

Die Textautorin Dr. Martha Wertheimer war damals

eine enorm agile Figur in der Kulturszene Offenbachs

und Frankfurts. So war sie als Redakteurin der ‚Offenbacher

Zeitung‘ unter anderem publizistische Wegbereiterin

von Helene Mayer, dazu eine enthusiastische

Aktivistin in kulturellen und religiösen Dingen. In der

Offenbacher und Frankfurter Gesellschaft war sie

bestens vernetzt – und kämpfte später mit aller Kraft

gegen Verbrechen des NS-Regimes.

„RICCIO“ spielt am Hof der Maria Stuart, an dem in

der Opernhandlung die Königin und der italienische

Sänger Riccio einander verfallen. Die Tonsprache ist

spät(est)romantisch, die Handlung zwischen sinnlich

und turbulent gelagert – kurz, eine faszinierende

klingende Welt. Ganz klar ist, dass sie vom brennenden

Wunsch beseelt ist, eine hochdramatische Szenerie

zu gestalten. Die eigentliche Premiere war 1947 in

Coburg, gefolgt von einer Produktion am Staatstheater

Mannheim. Danach war die Oper erst einmal passé

– weniger wegen ihrer absoluten Qualität,

sondern deshalb, weil die Wirtschaftswunderzeit

keine Musik junger

Feuerköpfe aus den 1920-ern brauchte.

Heute kann uns diese Musik wieder

begeistern und eröffnet ungeahnte

Facetten eines schillernden Dramas

voller Elan!

Im November dieses Jahres wird „RIC-

CIO“ nun unter Leitung von Yuval Zorn

mit dem Capitol Symphonie Orchester

und zwölf Gesangssolist*innen aufgezeichnet

und dann live als Bestandteil

der Capitol Classic Lounge und des Jahresprojekts

„LOVESTORIES – Der Anfang, das Ende und alles dazwischen“

wiederaufgeführt.

www.capitol-classic-lounge.de.

66 SEPTEMBER DEZEMBER // OKTOBER JANUAR // FEBRUAR NOVEMBER 2024/25 2025


MUT&LIEBE / TIPP /

MEHRGENERATIONENWOHN-

HAUS W58

Weikertsblochstraße 58, OF, Verein Lebenszeiten e.V.

20 JAHRE Theater im t-raum

Wilhelmstraße 13, OF, www.of-t-raum.de

Infos zum aktuellen Spielplan s. Website oder Facebook.

Karten bitte vorbestellen auf www.of-t-raum.de/contact/

REPERTOIRE (jeweils 20.00 Uhr)

Es war die Lerche: Sa. 06.09., Fr. 12.09., Sa. 13.09., Fr. 19.09.

Herrliches Weib: Sa. 20.09., Sa. 15.11., Sa. 29.11

Johan vom Po entdeckt Amerika: Fr. 26.09. Sa. 04.10.

Genug gewartet: Sa. 11.10., Fr. 17.10.

Emmas Glück: Fr. 21.11.

So. 07.09., 17.00 Uhr Open-Air-Konzert

mit „Die wilden 2“ – Krautrock

So. 21.09., 15.00 Uhr Sonntags-Café mit einem Vortrag

Do. 09.10., 19.00 Uhr Lesung

mit Mahshid Najafi Fereshteh Ghodstinat

Do. 16.10., 18.30 Uhr Thomas Dütsch liest alte und

neue Gedichte (Lyrik)

So. 19.10., 15.00 Uhr Sonntags-Café mit Infos über

und Musik von Kurt Weill

So. 09.11., 11.00 Uhr Filmmatinee mit Jürgen Volz und

dem Film „Detroit – Wiederbelebung einer toten Stadt“

Kostenbeitrag: 6,50 € für Bewirtung (nur mit Voranmeldung

unter 871534 oder juergen.heidi.platt@gmx.de)

So. 16.11., 15.00 Uhr Sonntags-Café

Mi. 26.11., 18.00 Uhr Repair-Café/Reparatur-Treff

Anmeldung: 0171 2817309 o. mahshid100@hotmail.com

BERRY BLUE JAZZ MATINEE

Parkside Studios Offenbach, Friedhofstraße 59,

12.00 Uhr / Einlass: 11.30 Uhr, auch Online-Reservierung

unter: www.berryblue.de, www.parksidestudios.de

Parken im Hof ist möglich!

14. Sept.: Die Musik von George & Ira Gershwin

19. Okt.: Die Musik von Cole Porter & Henri Mancini

16. Nov.: American Songbook: Ein Mix aus Jazz, Blues,

Pop, Oldies…

SPECIALS:

Mi. 10.09., 20.00 Uhr, Eintritt frei Vernissage:

Aus der Zeit gefallen – Veronique Staat-Bachmann

Foto-Collagen und Malerei in Acryl-Technik

So. 14.09., 20.00 Uhr Gastspiel-Premiere im t-raum

Einfach normal – Auf Liedersehn

Ein Chanson -Kabarett für Hörende und GEHÖRLOSE:

Kabarett-Chansons in die Gebärdensprache übersetzen

bedeutet, Liedtexte nicht nur hör-, sondern auch sichtbar

machen. Freuen Sie sich auf einen energiegeladenen

Abend mit dem Gebärdenchor Lukas 14 aus Frankfurt.

Sa. 27.09., 20.00 Uhr

Von Gaunern und anderen Galgenvögeln

– ein Abend mit Bertolt Brecht

t-raum-produktion mit Sarah C. Baumann u. Frank Geisler;

Gast: Günter Bozem

Sa. 08.11., 20.00 Uhr

„Da geht noch was” mit dem Comedy-Duo Gerda und

Lisbeth… alias Rita Winter und Gitte Diatschuk

Frech, witzig, manchmal laut, manchmal leise, aber niemals

normal!

Fr. 14. 11., 20.00 Uhr.

MainFairLadies – Konzert

Stilvolle Livemusik von Latin, Swing, Bossa, Salonmusik bis

hin zu Eigenkompositionen von Julia Kindermann (Violine),

Susanne Hirsch (Cello/Bass) und Heike Michaelis (Klavier/

Gesang). Ein ebenso chilliger wie schwungvoller Abend:

Klassisch, Modern – Zeitlos: ein echter Geheimtipp!


Riviera 24 DJ-Set HfG-Kapelle © Vlada Shcholkina

MUT&LIEBE / TIPP /

Von Untergrund-Rap bis Indie-Pop,

von queerer Performance bis knallhartem

Post-Punk und elektronischer

Clubmusik: Das Riviera Festival bringt

wieder eine inspirierende Mischung

aus Musik, Kunst und Diskurs an die

Offenbacher „Riviera“. An Kulturorten

wie dem Hafen 2, Robert Johnson,

Hafengarten, Waggon am Kulturgleis,

HfG Kapelle, KJK Sandgasse, Parkside

Studios, dem Innenhof des Büsingpalais‘

und in der Kunstgalerie ayayay

entfaltet sich ein vielfältiges, dezentrales

Festivalerlebnis. Ergänzt wird

das musikalische Programm durch

Lesungen, eine Graffiti-Jam, Kunstinstallationen

und einen familienfreundlichen

Festivaltag.

Musik, die bewegt – von Untergrund

bis Popavantgarde

Mit Lugatti steht eine der markantesten

Stimmen des Kölner Rap-Untergrunds

auf der Bühne. Maurice Conrad,

ehemaliger Software Engineer, rappt

unbequem über queere Sexualität

und mit feiner Ironie. Aus Wien kommt

Donna Savage, die sich kompromisslos

über Rollenklischees hinwegsetzt.

Auch Fans von Indie und Post-Punk

kommen auf ihre Kosten: Die gefeierten

International Music präsentieren

ihren eigenwilligen Sound zwischen

Krautrock, New Wave und Shoegaze.

The Red Flags, zuletzt als Support von

Die Ärzte und bei Rock am Ring zu

sehen, liefern energiegeladenen Feminismus

mit Grunge-Gitarren. Dazu

kommen Acts wie Gigolo Tears oder

die experimentelle Produzentin Catnapp

aus Buenos Aires, die Drum &

Bass mit Hyperpop verschmilzt. Für

den Riviera Sundowner treffen die

Catnapp by Keyi Studio

RIVIERA

FESTIVAL

2025

künstlerischen Positionen von Dolorosa

und Rosa Anschütz aufeinander.

Rhein-Main im Fokus

Stark vertreten ist auch die lokale Szene.

Mit dabei: NI-KA und Alyzah, zwei

Frankfurter Rap- und Neo-Soul-Stimmen

mit Haltung und Talent. Die Ska-

Veteranen von Frau Doktor feiern ihr

30-jähriges Jubiläum, während das Ramatou

Orchestra mit achtköpfiger Besetzung

Groove in allen Farben auf die

Bühne bringt. SÍKARO bringt karibische

Rhythmen, Punk und Electro aus

Offenbach – und beweist, dass globale

Sounds lokal entstehen können.

Clubsounds & Afterhours

Die Clubnächte des Festivals versprechen

durchtanzte Stunden: Das DJ-Programm

legt den Fokus auf Artists aus

dem Rhein-Main-Gebiet – darunter

festival für pop- und

clubkultur

5. bis 7. september

3 tage, 9 locations,

35 konzerte, lesungen und

DJ-sets in offenbach

Becksham, Dario Milkovic oder MSKI,

die mit Techno, Trance und House stilistisch

weit auffächern. Das Label RA-

WAX kuratiert wieder eine rauschende

Afterhour mit DJs wie Move D, Robert

Drewek und Luzie.

Mehr als Musik: Literatur, Tanz, Kunst

In den Parkside Studios finden Lesungen

und Talks mit literarischem Tiefgang

statt: Hengameh Yaghoobifarah

liest aus ihrem Roman „Schwindel“,

der trans Schauspieler Brix Schaumburg

erzählt von seiner Radreise durch

Deutschland, und Dr. Natasha A. Kelly

diskutiert mit Mirrianne Mahn über ihr

Buch „Schwarz. Deutsch. Weiblich.“.

„Im Tanz erinnern wir“ verbindet im

Hafengarten afro-indigene Traditionen

mit postmigrantischen Perspektiven.

Zeitgenössische Kunst zeigt u. a.

68 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

HAZE'EVOT by Dorel Sivan

NI-KA © Levi Ofoe

Riviera 24, Parkside Studios, Live Podcast

© Vlada Shcholkina


MUT&LIEBE / TIPP /

Riviera 24 Kinderprogramm Hafen 2 © Vlada Shcholkina

Tiêu-Anh Ly mit einer Installation zu

Identität und Wahrnehmung. Eine Graffiti-Jam

mit lokalen Sprayer*innen rundet

das urbane Kunstprogramm ab.

Family & Friends

Am dritten Festivaltag lädt „Riviera

Family & Friends“ zum entspannten

Ausklang. Wieder gibt es ein günstiges

Tages-Ticket, mit dem zwei Erwachsene

und bis zu fünf Kinder ein abwechslungsreiches

Familienprogramm

erleben können. Im Innenhof des Büsingpalais

warten kreative Workshops

von Jakob & Tatze und SCAPE°, Clown-

Shows, Live-Musik von NI-KA und dem

Ramatou Orchestra und weitere Überraschungen

auf Groß und Klein.

hafen2.net

Infos und Tickets

Festivaltickets zu 65 Euro sowie Tagestickets,

das „Family & Friends“-Tickets

sowie Einzeltickets für die Lesungen sind

unter https://riviera.reservix.de sowie an

allen bekannten VVK-Stellen erhältlich.

Ermäßigungen für Studierende und

Menschen mit Behinderung sind

verfügbar.

Das komplette Programm mit Zeitplan

und weiteren Infos gibt es unter

www.riviera-offenbach.de

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

69


MUT&LIEBE / TIPP /

Eine Ausstellung der Bundesstiftung

für Aufarbeitung der SED Diktatur von Clara Manz

im Haus der Stadtgeschichte Offenbach

Ausstellungsort

Erich Martin Raum,

Graphische Sammlung, Bernardbau

Eingang B, 2. Stock,

Herrnstraße 61, 63065 Offenbach

Öffnungszeiten

Die Ausstellung ist zu den Veranstaltungen

oder zu den Öffnungszeiten

des Hauses der Stadtgeschichte auf

Nachfrage zu besuchen.

Rufen Sie uns gerne an unter

069 8065 2446

Sie möchten eine Führung für Schulklassen

und Gruppen?

Schreiben Sie uns unter

hds-terminplanung@offenbach.de

oder rufen Sie uns an unter:

Tel. 069 8065 2475

Ab dem 2. Oktober ist die Ausstellung »Frauen im geteilten

Deutschland« im Haus der Stadtgeschichte im Erich Martin Raum zu

sehen. Über drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung halten sich

immer noch viele Klischees über die typische „Ost-“und „Westfrau“.

Was ist dran an diesen Klischees? Wie sahen die Lebensrealitäten

der Frauen im geteilten Deutschland aus? Wie unterschiedlich

waren die Möglichkeiten der gesellschaftlichen und politischen Teilhabe

und wie organisiert waren die Selbstbestimmungsbemühungen

der Frauen? Die Plakatausstellung stellt sich diesen Fragen und

rundet das Schrift- und Bildmaterial mit Zeitzeuginneninterviews

und wissenschaftlichen Einordnungen ab.

Das Frauenbüro Offenbach und das Haus der Stadtgeschichte

rahmen die Ausstellung mit einem Programm, dass die historische

Dimension des Themas würdigt und zugleich eine Brücke in die

Realitäten der heutigen jungen Frauen in Deutschland schlägt.

Eröffnung der Ausstellung mit Vortrag und Erzählcafe

Donnerstag, 2. Oktober, 18.30 Uhr

Erich Martin Raum, Graphische Sammlung, Bernardbau Eingang B,

2. Stock, Eintritt frei

Den Auftakt der Ausstellung gestaltet Dr. Julia Paulus, wissenschaftliche

Referentin für Frauen- und Geschlechtergeschichte am Institut für Regionalgeschichte

in Münster und Expertin für Frauenpolitik in Ost- und

Westdeutschland. Sie führt mit einem wissenschaftlichen Vortrag in das

Thema der Ausstellung ein. Im Anschluss berichten Frauen aus Ost und

West über ihre politischen und persönlichen Erfahrungen im geteilten

Deutschland.

Gästinnen: Andrea Siegert, Dipl. Sozialpädagogin, Supervisorin, Lehrsupervisorin,

Coach DGSv, systemische Therapeutin SG und Autorin.

Siegert hat zur Wende das Frauenbildungszentrum und das Frauenzentrum

in Dresden mit aufgebaut. Dort arbeitete sie 14 Jahre hauptberuflich

als Beraterin im Bereich Gegen Gewalt an Frauen und

Mädchen und gegen sexualisierte Gewalt an Frauen und Mädchen.

Cornelia Jokisch, Mitarbeiterin im Haus der Stadtgeschichte (ehemals

Amtsleitung Vermessungsamt), wurde in Ostdeutschland sozialisiert.

Karin Dörr, bis 2020 Kommunale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte.

Sie hat die Frauenbewegung mehr als drei Jahrzehnte aktiv

mitgestaltet.

Begrüßung: Dr. Jürgen Eichenauer, Amtsleiter Haus der Stadtgeschichte

Moderation: Dr. Inga Halwachs, Kommunale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

und Astrid Jäger, Museumspädagogin im Haus der

Stadtgeschichte Offenbach

70 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025


MUT&LIEBE / TIPP /

Workshop zum internationalen Mädchentag

„Frauen im geteilten Deutschland –

Frauen im vereinten Deutschland“

Samstag, 11. Oktober, 14.00 – 17.00 Uhr

Erich Martin Raum, Graphische Sammlung,

Bernardbau Eingang B, 2. Stock, Eintritt frei

Gemeinsam mit den jungen Frauen des Offenbacher

Projekts „SheRoes“ werfen wir einen Blick auf Frauenleben

in Ost- und Westdeutschland und auf die Lebensrealitäten

von Frauen und Mädchen im heutigen Offenbach.

Ausgangspunkt des Workshops ist die Plakatausstellung

„Frauen im geteilten Deutschland“ der Bundesstiftung

für Aufarbeitung des SED Regimes.

Infos u. Anmeldung: hds-terminplanung@offenbach.de

oder 069 8065 2475

Filmvorführung »Zwischen uns die Mauer«

Donnerstag, 13. November, 18.30 Uhr

Erich Martin Raum, Graphische Sammlung,

Bernardbau Eingang B, 2. Stock, Eintritt frei

Der Film erzählt die Geschichte einer Liebe, die durch

die Mauer getrennt ist.

1986 lernen sich Anna aus dem Westen und Philipp aus

dem Osten bei einem Begegnungstreffen von Jugendgruppen

in Ostberlin kennen und verlieben sich. Doch

zwischen ihnen steht nicht nur eine große Entfernung,

sondern auch das geteilte Deutschland.

D 2019, Regie: Norbert Lechner, 115 Min.

Produktion: Kevin Lee Film, ZDF

ORANGE DAYS

IN OFFENBACH

25. NOV. – 10. DEZ. 2025

EIN ZEICHEN SETZEN

GEGEN GEWALT AN FRAUEN

Offenbach

GEGEN GEWALT

an Frauen

Offenbach beteiligt ich an den Orange Days, einer weltweiten

Kampagne von UN Women gegen geschlechtsspezifische

Gewalt. Das Rathaus und weitere öffentliche

Gebäude werden in leuchtendem Orange angestrahlt, als

sichtbares Zeichen der Solidarität mit Betroffenen und

als Signal für eine Zukunft ohne Gewalt. Offenbacher Institutionen,

Geschäfte und Bürger*innen sind eingeladen,

sich anzuschließen und ebenfalls Farbe zu bekennen.

KUNDGEBUNG AM 25. NOVEMBER

Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen lädt

das Frauenbüro gemeinsam mit Frauen helfen Frauen

e.V. zur Kundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz vor dem

Rathaus ein.

AUSSTELLUNG: „FEMIZIDE STOPPEN!”

Vom 1. bis 12. Dezember ist im Rathausfoyer zudem die

Ausstellung „Femizide stoppen!“ zu sehen.

Weitere Aktionen und Veranstaltungen sind geplant.

Informationen: https://www.offenbach.de/buerger_innen/

familie_soziales/frauen_und_maedchen/gewalt_gegen_

frauen/orange-your-city-intro.php

PROBETERMIN MACHEN:

info@offenbach-macht-musik.de

Mit Musik in die Welt

Musik für Mäuse

Musikalische Früherziehung

Musikalische Grundausbildung

0 – 2 Jahre SCHULE

2 – 4 Jahre 4 – 6 Jahre 6 – 8 Jahre

Musikschule Offenbach am Main e. V.

Hermann-Steinhäuser-Str. 43-47 | 63065 Offenbach am Main | Telefon: (069) 98 55 76 – 0 | info@offenbach-macht-musik.de

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

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MUT&LIEBE / FILM /

filmklubb specials

Unterwegs mit Julia Finkernagel

Multimediale Lesungen mit Filmausschnitten

Seit 2008 ist die Reisejournalistin und Filmemacherin

Julia Finkernagel mit der Reportageserie „Ostwärts“

im Fernsehen und den Mediatheken präsent. Mittlerweile

gibt es auch einen Podcast: „Ostwärts – Reisen

zwischen Fernweh und Fettnäpfchen“ und zwei Bücher

über ihre Abenteuer. Aktuell tourt sie mit ihren multimedialen

Lesungen und Reise-Abenden durch Kinound

Theatersäle. Im Filmklubb ist live mit drei unterschiedlichen

Programmen zu erleben.

(Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr,

Karten über www.filmklubb.de)

Mi. 17.9. Usbekistan-Abend

Lesung mit Bildern und Film

Fr. 17.10. Reisefieber to go

Das neue Programm! Multimediale

Lesung mit Bildern und Filmausschnitten

Sa. 15.11. Noch einmal Ostwärts

Von Offenbach über Rumänien, Georgien, Russland

und Tadschikistan bis in die Mongolei – multimediale

Lesung mit Bildern und Filmausschnitten

Das neue Buch: „Reisefieber“

Nun hat Julia Finkernagel ihr

drittes Buch geschrieben. In

„Reisefieber“ gibt die Berufsreisende

außer neuen Stories von

unterwegs auch Insidertipps für

die kurze Auszeit, das Gapyear

oder Sabbatjahr zum Besten. Sie

präsentiert darin Lifehacks und

Packlisten für Trips von arktischkalt

bis wüstenheiß. Dazu

gibt sie aus ihrer Coaching-Praxis einfache, aber wertvolle

Tipps für den Umgang mit Ängsten, Heimweh,

Schüchternheit und sonstigem unvorhergesehenen

auf Lager. Auch zur Vermeidung von Fettnäpfchen, wobei

die gar nicht so zu verteufeln sind, wie sie findet.

Podcast: „Ostwärts – Reisen zwischen

Fernweh und Fettnäpfchen“

Was macht eine gute Reise aus?

Julia Finkernagel: Für mich sind es nicht immer das topp

Wetter oder die instafähigen Motive, die mir eine Reise

unvergesslich machen. Vielmehr sind es die Erlebnisse,

die mich innerlich bewegt haben. Hier war ich ergriffen.

Das war zum Schreien komisch. Da konnte ich mein Glück

kaum fassen. Aber auch: Da hatte ich Angst. Das war irre

anstrengend. War das eklig! Sprich: wann immer ich auf

Reisen aus meiner Komfortzone geholt werde, ist das

zwar nicht immer schön, aber es steckt meist etwas persönliches

Wachstum drin. Außerdem ist es im Nachhinein

oft das Beste, was es zu erzählen gibt. Ostwärts lebt ja

auch vom Ungeplanten. Die besten Geschichten

finden sich nicht unbedingt immer da, wo

alles glattläuft, sondern wo es unvorhergesehen

und oft sehr komisch zugeht. Das sind

die Stories, die man nach einer Reise selbst

am liebsten hört.

Mittlerweile arbeitet Julia Finkernagel

auch als zertifizierter Coach. Sie unterstützt

Menschen, die den Wunsch verspüren, mal

eine andere Abzweigung zu nehmen, aber

noch nicht so richtig wissen, wie oder welche. Oder

solche mit dem Wunsch, beim öffentlichen Sprechen

und auf Bühnen ihr Lampenfieber abzulegen und eine

gute, authentische Präsenz auszubilden. Noch so ein

Abenteuer.

Das Prinzip Mord – True-Crime-Lesung

mit den ZDF-Autoren Sascha Lapp und

David Sarno

Die Autoren berichten von authentischen Kriminalfällen,

die sie für das ZDF und ihr Buch recherchiert haben. Im

Mittelpunkt steht der mysteriöse Fall „Königsbrand“. Mit

dabei: Spurensicherer Martin Schweer von der Kriminalpolizei

Heilbronn, der mit seiner Arbeit entscheidend zur

Aufklärung des Verbrechens beigetragen hat. Die Lesung

verspricht spannende Einblicke in die Arbeit der Mordkommission

mit exklusivem Bildmaterial und bewegenden

Geschichten über Ermittlungen, Zufall, Intuition und

der Suche nach Gerechtigkeit.

https://davidsarno.info, https://das-prinzip-mord.de

Sa. 11.10. TrueCrimeLesung – DAS PRINZIP MORD

Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr

72 SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEBER 2025


MUT&LIEBE / FILM /

MittagsKINO - Senior*innenKino

Mi. 10.09. Film - WILMA WiLL MEHR Einlass 14h Beginn 15h

Mi. 10.09. Film - ROCKETMAN

Mitte der 1960er-Jahre: Reginald Dwight ist ein ganz

normaler Junge, ein bisschen dick, viel zu schüchtern - nur

am Klavier fühlt er sich wirklich wohl. Als er nach London

kommt, kann er endlich seine wahre Leidenschaft ausleben:

den Rock 'n' Roll. Nur der Name passt noch nicht: Erst als

Reginald sich in Elton John umbenennt, steht seinem raketengleichen

Aufstieg nichts mehr im Weg

Einlass 18h Beginn 19h

Do. 11.09. Film - WILLKOMMEN UM ZU BLEIBEN

Einlass 18h Beginn 19h

Fr. 12.09. Tanz - DU SOLLST MEHR TANZEN SCHATZ

mit DJ Funk Einlass 19h Beginn 20h

Sa. 13.09. Film

WAS UNS VERBINDET

Publikumsliebling in Frankreich

- Der Film verhandelt

moderne Familienkonstruktionen

in der Großstadt neu.

Er zeigt das zerbrechliche

Band moderner Patchworkfamilien

mit viel Herz und

Melancholie.

Einlass 18h Beginn 19:30

Mi. 17.9. MultimediaLesung -

Usbekistan-Abend mit

Julia Finkernagel - live

Einlass18h Beginn 19h

Do. 18.09. Architekturfilm - SEP RUF Einlass 18h Beginn 19h

Fr. 19.09. Film - BITTER GOLD Einlass 18h Beginn 19.30

MittagsKINO - Senior*innenKino

Mi. 01.10. Film DAS FEST GEHT WEITER

Einlass 14h Beginn 15h

KINO & COUCH in Zusammenarbeit mit dem Institut für

Psychoanalyse

Mi. 01.10. Film - BARBIE oder von der Unmöglichkeit, eine

Frau zu sein. Einlass 18h Beginn 19h

Do. 02.10. Konzert WELTHITS AUF HESSISCH

Einlass 18h Beginn19.30h

Sa. 04.10. Film & Live GO WEST POETRY mit RALPH TURN-

HEIM Was muht das muht - Einlass 18h Beginn 19.30h

Filmklubb, Isenburgring 36, OF

www.filmklubb.de

Einlass 18.00, Beginn 19.30

(bis auf die Ausnahmen)

MITTAGSKINO Einlass 14.00 Uhr, Beginn 15.00 Uhr

Es werden Speisen & Getränke angeboten.

Wir freuen uns sehr euch zu sehen.

Das Team von Filmklubb

Tickets auf: www.eventim-light.com/de/a/64c2946e8bf0d973efeaa7b3

Ab sofort gibt es bei Eventim unter -> Ermäßigt, günstige

Preise für Schüler, Studies & FilmKlubbMitglieder (außer bei

LiveKünstlern). Die Mitgliedschaft bitte dann beim Einlass

mit den Tickets vorzeigen.

Sa. 11.10. TrueCrimeLesung

- DAS PRINZIP MORD mit

den ZDF-Autoren Sascha

Lapp und David Sarno

Einlass 18h Beginn 19.30h

Sa. 25.10. Film + GO WEST POETRY ...nochmal mit GEIGE

live begleitet Was muht das muht

Einlass 18h Beginn 19:30

Di. 28.10. Multimedialesung

- BACH BEWEGT –

Knut Elstermann »Bach bewegt«

eine MultimediaLesung

mit begleitenden Filmausschnitten.

Einlass 18h Beginn 19h

Fr. 07.11. Live VORPREMIERE

- TILMAN BIRR AM KLAVIER

Neus Programm Einlass 18h

Beginn 19:30

Sa. 22.11.Tanz - DU SOLLST MEHR TANZEN SCHATZ

mit DJ Funk Einlass 19h Beginn 20h

Do. 27.11. Film FREERIDE FILMFESTIVAL Sensationelle

Filme über Freeride Snowboarder und Skifahrer

Einlass 18h Beginn 19h Genaueres wird noch bekannt

gegeben

Mi. 08.10. QUEER (mit Daniel Craig) Einlass18h Beginn 19h

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEBER 2025

73


Stadt Offenbach, Blaue Stunde Wetterpark © Katja Lenz

5. Sept., 18.45 Uhr, Besucherzentrum und Wetterpark

Blaue Stunde im Wetterpark

Das Open Air-Event „Blaue Stunde” im Wetterpark ist ein Highlight

im Veranstaltungskalender des Wetterparks: Besucherinnen

und Besucher können sich in diesem Jahr auf den Vortrag über

die Grundlagen des Klimawandels von ARD-Wettermoderator

und Wissenschaftsjournalist Thomas Ranft freuen. Ab 21 Uhr

zeigt Nicole Werth vom Filmklubb den Film „Rückkehr zum Land

der Pinguine“. Picknickdecken nicht vergessen!

www.offenbach.de/wetterpark

5. – 7. Sept., diverse Locations, Offenbach

Riviera Festival für Pop- und Clubkultur

Das Riviera Festival für Pop- und Clubkultur lädt dazu ein, eine

große Bandbreite an Newcomern und Headlinern aus Indie, Rap,

Elektro, Post-Punk, Pop und mehr an etablierten, neuen und

temporären Kultur-Orten rund um die Offenbacher „Riviera“ zu

entdecken. Zu den Veranstaltungsorten zählen u. a. der Hafen 2,

der Waggon am Kulturgleis, die Parkside Studios und das KJK

Sandgasse. Lesungen, Workshops und Kunst-Installationen ergänzen

das musikalische Programm. Tickets sind online und an

allen bekannten VVK-Stellen verfügbar.

www.riviera-offenbach.de

7. Sept., 11 bis 17 Uhr, Wetterpark

Buchhügelfest

Der Regionalpark Rhein Main und die Stadt Offenbach laden ab

11 Uhr zum alljährlichen Familienfest auf dem Buchhügel ein.

Das Fest ist vor allem für Familien geeignet, da ein kinderfreundliches

Programm angeboten wird. Es gibt Familienkurzführungen

durch den Wetterpark, Wetterexperimente, Kinderanimation,

Bastelstationen und vieles mehr. Ergänzt wird das

Buchhügelfest durch das Tierheimfest und dem Spielefest auf

der Kinder- und Jugendfarm.

www.wetterpark-offenbach.de

OF InfoCenter, Salzgäßchen 1, OF,

069 840004-170

info.osg@stadtwerke-of.de

Stadt Offenbach, Kulturfest der Nationen © Katja Lenz

sept/okt/nov

infos

stadt

OF

7. Sept., 11 bis 18 Uhr, Wilhelmsplatz

Künstlermarkt

Von 11 bis 18 Uhr findet erneut der beliebte und auch für Familien

geeignete Künstlermarkt Offenbach auf dem Wilhelmsplatz

statt. Kunstschaffende aus Offenbach und Umgebung bieten zum

Beispiel Aquarelle, Keramik, Kunstkarten, Schmuck und Porzellan

an. Für Kinder gibt es verschiedene Kunstaktionen.

www.offenbach.de/raus

13. und 14. Sept., Sa. 18 – 22 Uhr, So. 10 – 20 Uhr,

Wilhelmsplatz

Kulturfest der Nationen

Der Ausländerbeirat lädt zum Feiern der Offenbacher Vielfalt

auf den Wilhelmsplatz ein: zahlreiche Kulturvereine bringen

mit traditionellen Tänzen, Musik, Folklore, Essen und Getränken

internationales Flair auf den schönsten Platz Offenbachs.

www.offenbach.de

TIPP: Günstige Early-Bird-Tickets für den KonfettiClub

ab dem 11.11. erhältlich

Offebach Hallau! Zum KonfettiClub verwandelt sich das Capitol

Theater am Freitag, 13. Februar, in ein kunterbuntes Karnevalsparadies.

Musikalisch bietet der Abend aktuelle Charts, die

besten Partyhits und Musik aus den 80ern und 90ern. Garniert

von einem kunterbunten Rahmenprogramm wird ausgelassen

die fünfte Jahreszeit gefeiert.

Early-Bird-Tickets zu günstigen 16 Euro zzgl. Gebühren (20%

Rabatt für Menschen mit einer Behinderung ab GdB 50) sind

pünktlich zum Beginn der Karnevalszeit ab dem 11.11. um

11:11 Uhr nur für kurze Zeit über Reservix erhältlich.

Weitere Infos unter www.offenbach.de/kultur.

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025


MUT&LIEBE / TIPP /

Stadt Offenbach, Capitol Calssic Lounge © Bernd Georg

28. Sept., 17 Uhr, Capitol Theater Offenbach

Capitol Classic Lounge „Deutsche Dinge“

Dr. Ralph Philipp Ziegler, spiritus rector der Capitol Classic

Lounge, sucht zum 75-sten Geburtstag der Bundesrepublik

Deutschland ikonische deutsche Musikstücke quer durch das

Dreivierteljahrhundert. Die Namen der Komponisten kennen

oft nicht einmal Fachleute. Aber der Marimba-Klingelton, den

der deutsche Arzt und Informatiker Gerhard Lengeling fürs

iPhone schrieb, erklingt häufiger als sämtliche Beatles-Titel

zusammen. Mit Schubert und Mendelssohn erklingt zudem ein

Konzertteil mit großer Klassik, wie sie (auch) die Wirtschaftswunderzeit

prägte.

3. Okt., 10 bis 15 Uhr, Hafen Offenbach

Offenbacher Kranlauf

Am Tag der deutschen Einheit findet traditionell der Kranlauf

Offenbach statt. Alle Einnahmen gehen an die AIDS-Hilfe e.V.

in Offenbach, die seit 1988 besteht. Einzelne Läuferinnen und

Läufer oder Gruppen können sich für verschiedene Distanzen

anmelden. Begleitet wird der Kranlauf durch ein kleines

Hafenfest mit Musik, Vorführungen, Essen und Getränken.

www.kranlauf.de

18. – 19. Okt, SCAPE°, Sa. 19.30, So 14 bis 18 Uhr

Bücherfest Offenbach RheinMain

Das Bücherfest Offenbach RheinMain lädt zu inspirierenden

Lesungen, spannenden Diskursen und packenden Geschichten.

Stefanie de Velasco diskutiert am Samstag um 19:30 Uhr

mit Moderatorin Silke Hartmann das Tabuthema Wechseljahre.

Die Autorinnen und Autoren Benjamin Cors, Berit Glanz,

Susanne Kaiser und Katerina Poladjan lesen am Sonntag von

14 bis 18 Uhr in den Themenblöcken „Krimi und Thriller“ und

„Herbstauslese“ aus ihren Werken. Bei Kaffee und Kuchen aus

den benachbarten Cafés und freiem Eintritt können alle Lesebegeisterten

entspannt in die Welt der Literatur eintauchen.

www.scape-offenbach.de

DEUTSCHE

DINGE

SO. 28. SEPTEMBER 2025

17.00 UHR

VON PRIL-BLUME ZUM

IPHONE-KLINGELTON

OFFENBACHER

WEIHNACHTS-

KONZERT

SO. 7. DEZEMBER 2025

17.00 UHR

RICCIO-

DIE OPER

SO. 9. NOVEMBER 2025

17.00 UHR

NACH 75 JAHREN

WIEDER ZURÜCK

AUF DER BÜHNE

CAPITOL

SYMPHONIE

ORCHESTER

Kartenvorverkauf: OF InfoCenter

Salzgässchen 1 | 63065 Offenbach am Main

www.frankfurtticket.de | Hotline: 069-1340-400

WWW.CAPITOL-CLASSIC-LOUNGE.DE

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

75


MUT&LIEBE / TIPP /

THEATERATELIER

BLEICHSTRASSE 14H Abendprogramm

Bleichstraße 14 H, OF, https://www.theateratelier.info

...auswahl aus

Haus der Stadtgeschichte Herrnstr. 61, OF

www.haus-der-stadtgeschichte.de

Di, Mi, Fr.: 13.00 – 18.00 Uhr / Do. 14.00 – 21.00 Uhr

Sa., So.: 11.00 – 18.00 Uhr / Freitags Eintritt frei

Ausstellungen:

01. Nov., 20.00 Uhr „Warum der Handkäs die Musik

macht“ Improtheater Restrisiko (Gastveranstalter)

Viele Nichthessen suchen im Supermarkt die Musik im

Handkäs. Warum hat Offenbach ein Capitol, ist aber nicht

Hauptstadt? Es gibt viele ungeklärte Fragen im Leben der

Offenbacher:innen. Das Publikum ist eingeladen, seine

Fragen mitzubringen. Es entstehen spontane, einzigartige

Szenen. Jeder Abend ist eine Premiere! Theater wird zu

einem spannenden und interaktivem Erlebnis.

Online VV: 12,50 €, Abendkasse (nur bar): 14,50 €

07. Nov., 20.00 Uhr „Der Zauber des Lebens – Zauberleben

/ Magie und mehr“ mit Michelle Spillner

Michelle Spillner liest Gedanken, kann Dinge verwandeln

und Menschen verzaubern – rätselhaft, unergründlich,

magisch und faszinierend. Online VV (eventim) 16,- €

(zzgl. Gebühren), Abendkasse (nur bar): 18,- €

HEINRICH-HEINE-CLUB

Locomotion Tanzstudio, Seligenstädter Str. 107, OF Bieber

Antikriegsdrama „DRAUSSEN VOR DER TÜR"

Mo. 22. Sept., Einlass: 19.00 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr

„Ein Stück, das kein Publikum sehen und kein Theater spielen

will“ von Wolfgang Borchert. Es spielen Susanne Fey und

Julia Fey in einer Inszenierung von Susanne Fey.

„Grundgesetzlich Deutschland“ mit dem Polit-Poeten

Thorsten Stelzner

Mo. 20. Okt., Einlass: 19.00 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr

„MESSAGES - BOTSCHAFTEN VON BREL, BARBARA,

STROMAE UND ANDEREN“ Ein Chansonabend mit

Natanaël Lienhard und Jacob Bussmann.

Mo. 17. Nov., Einlass: 19.00 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr

Eintritt 15.- €. Nach Vorstellungsbeginn kein Einlass!

Reservierung & Infos: www.heinrich-heine-club.de

76

© Restrisiko

Der Anfang, das Ende und alles dazwischen.

Love Stories. Noch bis 16. November

Unterschiedliche Beziehungskonzepte und Gemeinschaften

werden auf ihre Tragfähigkeit befragt. Künstlerische

Positionen von Marina Abramovic und Ulay, Liliane Lijn,

Robert Schwarz, Oskar Kokoschka oder Barbara Cain

stehen neben Erinnerungen und Gedanken zahlreicher

beteiligter Menschen.

Ausstellungsreihe: NEUE KUNSTFREUNDE

Junge Kunst im Haus der Stadtgeschichte Offenbach

Juli – Dezember 2025, Vernissage: 11. Sept., 18 Uhr

Diese Veranstaltungsreihe bietet jungen und lokal verorteten

Künstler/Kurator*innen, welche sich im Studium

bzw. im Übergang in die freien Berufe befinden, die

Möglichkeit ihre Arbeiten in einer öffentlichen Kulturinstitution

zu zeigen.

Mike Schäfer, Jule Wertheimer und Pierre Verago bilden

das Kuratorinnen-Team »NEUE KUNSTFREUNDE«.

Veranstaltungen:

Frauen im geteilten

Deutschland

Eine Ausstellung der Bundesstiftung

für Aufarbeitung der

SED Diktatur von Clara Manz

Ein Kooperationsprojekt des

Frauenbüros Offenbach und des

Hauses der Stadtgeschichte

2. Okt. bis 13. Nov.,

Vernissage: 2. Okt., 18.30 Uhr

Erich Martin Raum, Graphische

Sammlung, Bernardbau Eingang

B, 2. Stock.

Ausführliche Infos s. Seite 70.

»Lieder rund um die Liebe« Ein Abend fürs Herz.

Carola Baumgarten, Gregoris Revzin, Annina Schubert,

Joachim Dohm, Liederabend mit Lindy Hop Danceact

Do. 18. Sept., 18 Uhr, 5 € Eintritt

Liebe hat viele Gesichter. Der Abend ist eine musikalische

Zeitreise durch diese Vielfalt: von schwungvollen Chansons

bis zu Liedern über die Liebe zur Freiheit. Zwischen

den Musiksets sehen Sie eine getanzte Form der Liebe.

Annina Schubert und Joachim Dohm begeistern mit

ihrem Lindy-Hop Danceact.

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025


den museen...

auswahl aus den m

Tanzshow: Raag E Isqh. Melodie der Liebe

Surangama Dasgupta, Lokeshwari Dasgupta, Suramyo

Dasgupta. Klassisch indischer Kathak Tanz mit Live

Musik.

Do. 25. Sept., 18 Uhr, 5 € Eintritt

Das Wort Kathak bedeutet „Geschichten erzählen“ und

so zeigen die Tänzerinnen nicht nur spektakuläre Schritte

und rasante Drehungen, sie erzählen Geschichten mit

ihrem Tanz.

Kuratorinnenführung durch beide Teile der Ausstellung

»Der Anfang, das Ende und alles dazwischen.

Love Stories«

Dr. Dorothee Ader, Katja M. Schneider

Sa. 20. Sept., 17 Uhr und So. 26. Okt., 15 Uhr

Eintritt zzgl. 2 €, Treffpunkt: Haus der Stadtgeschichte

Die Kuratorinnen geben besondere Einblicke in Inhalt

und Hintergründe der Ausstellung. In künstlerischen

Positionen, historischen Exponaten und interaktiven

Stationen können die Besuchenden in unterschiedliche

Liebesgeschichten eintauchen. Auch die Geschichte von

Goethe und Lili wird selbstverständlich nicht zu kurz

kommen.

»Her Dark Power«

Lesung und Signierstunde mit Carina Schnell

Do. 30. Okt., 18 Uhr, 5 € Eintritt

Erfolgsautorin Carina Schnell liest aus ihrem neuen

Spiegel Bestseller „Her Dark Power“. Im Anschluss wird

die Autorin für eine Signierstunde zur Verfügung stehen.

Klingspor Museum Herrnstr. 80, OF,

www.klingspor-museum.de

Di, Mi, Do.: 13.00 – 18.00 Uhr / Fr. 14.00 – 21.00 Uhr

Sa., So.: 11.00 – 18.00 Uhr / Freitags Eintritt frei

Ausstellung: Der Anfang, das Ende und alles

dazwischen. Love Stories. Noch bis 16. November

SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2025

© Sara Richter

Veranstaltungen:

Fr. 12. Sept., 19 Uhr, Comiclesung. Ulli Lust liest aus

ihrem Comic 'Die Frau als Mensch': Am Anfang der

Geschichte. Eintritt nach Wahl

Fr. 19. Sept., 19 Uhr, Kino Love Stories.

Das Mädchen mit dem roten Kopftuch (1977)

Selvi Boylum Al Yazmalım. Eintritt nach Wahl

Fr. 3. Okt., 18 – 20 Uhr, Liebesfunken. Zeichenworkshop

mit Johanna und Cristóbal Schmal. Es sind keine Vorkenntnisse

erforderlich. Eintritt nach Wahl

Di. 7. – Fr. 10. Okt., 10.00 – 13.00 Uhr.

Ferienprogramm Freundschaft. Mein Körper. Du und ich.

Für Kinder von 6-12 Jahren. Anhand von Kunstwerken

in der Ausstellung „Love Stories“ wird nachgespürt, was

Freundschaft und Zuneigung zu einer anderen Person

alles beinhalten kann. In dieser Woche wird ein Buch

mit Farben, Formen und Pop-Ups gestaltet und eine

Performance einstudiert. Mit Anmeldung. Kosten 50 €.

Fr. 10. Okt., 19 Uhr, Kino Love Stories. Too young to die

(2002), Koreanisch mit Untertiteln. Der Film handelt von

einem Liebespaar. Zwei Menschen lernen sich kennen,

sie flirten, streiten und haben Sex, ungewöhnlich ist nur,

dass beide schon Mitte 70 sind. Eintritt nach Wahl

Fr. 31. Okt., 19 Uhr, Lesung und Gespräch mit Laura

Melina Berling „Modern Heartbreak – Feministischer

lieben“. Ein Plädoyer für eine Liebe, die frei ist von

Diskriminierung, die auf Augenhöhe basiert und die Beziehungsarbeit

gerecht verteilt. Eintritt nach Wahl

Sa. 8. Nov., 15 Uhr, Mein Hoffnungswort auf Postkarten.

Workshop im Rahmen der MutMachTage der Evangelischen

Stadtkirchenarbeit Offenbach. Mit Anmeldung,

Eintritt frei

Fr. 14. Nov., 19 Uhr, Drag-Show. Ein performativer Abend

mit Dragkünstler*innen aus dem Rhein-Main-Gebiet.

Es geht nicht nur um Spaß, Unterhaltung und tolle Kostüme,

sondern Drag hat auch ein politisches Anliegen.

Es geht darum normierte Rollenbilder zu hinterfragen

und Toleranz zu leben. Hier sind queere Ausdrucksformen

aller Art zu erleben, Performances und Kunst in

ihren vielfältigen Formen. Die Künstler*innen erzählen

mutige Geschichten und fordern Freiheit für queere

Lebensformen.

Eintritt nach Wahl

77


...auswahl aus den museen...

Deutsches Ledermuseum

Frankfurter Str. 86, OF, www.ledermuseum.de

Mi. bis Fr.: 10.00 – 17.00 Uhr

Sa., So., Feiertag 11.00 – 18.00 Uhr

verlängert bis 25. Januar 2026

Ausstellung: immer dabei: DIE TASCHE

Fr. 26. Sept., 19.00 Uhr, Filmabend: DRIES

(93 Min.; OmdU; 2016), Der Regisseur Reiner Holzemer

zeichnet im Dokumentarfilm DRIES ein sehr persönliches

Portrait über den Modedesigner Dries Van Noten.

Eintritt 12 €; mit Anmeldung*

Sa. 27. Sept., 12.30 – 17.30 Uhr, PERLENTASCHE

Samstagswerkstatt für Erwachsene

Nach einem kurzen Einblick in die Ausstellung immer

dabei: DIE TASCHE knüpfen die Teilnehmer*innen eine

modisch auffallende Perlentasche. Alle Materialien werden

gestellt, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

50 €; mit Anmeldung*

Mo. 6. Okt. – Fr. 10. Okt., 9.00 – 13.00 Uhr

KREATIV IN DEN FERIEN Herbstwerkstatt für Kinder

Licht an, Fantasie los! In der Herbstwerkstatt verwandeln

Kinder Ideen in leuchtende Geschichten. Inspiriert

von einem chinesischem Schattenspieltheater bauen sie

eigene Figuren, gestalten ein Lederbüchlein fürs Drehbuch

und zaubern bunte Kulissen. Mit Musik, Licht und

Kreativität entsteht eine magische Aufführung.

Gefördert durch die Kulturstiftung der Städtischen Sparkasse

Offenbach am Main

6 bis 12 Jahre, kostenfrei; mit Anmeldung*

Mo. 13. Okt. – Fr. 17. Okt., 9.00 – 13.00 Uhr

KREATIV IN DEN FERIEN Herbstwerkstatt für Kinder

und Jugendliche

Finde heraus, was Demokratie für Dich bedeutet – und

setze Deine Ideen kreativ um. Gemeinsam im Team

entwickelst Du Lösungen für echte gesellschaftliche

Ausschnitt Film DRIES © RH Film

Fragen. Mit Leder, Design Thinking und einer Portion

Kreativität erschaffst Du eigene Projekte. Lerne, Fake

News zu hinterfragen, mitzudiskutieren und Verantwortung

zu übernehmen.

Gefördert durch die Kulturstiftung der Städtischen Sparkasse

Offenbach am Main

13 bis 18 Jahre, kostenfrei; mit Anmeldung*

Sa. 18. Okt., 13.00 – 17.00 Uhr

HALLOWEEN SPEZIAL Samstagswerkstatt für

Erwachsene

Im Workshop der besonderen Art entstehen trendige

Accessoires im „Nightmare Before Christmas“-Look!

Unter fachkundiger Anleitung von Saskia Buschbaum

entstehen stylishe Bag Charms aus hochwertigem Leder,

inspiriert von den Figuren aus Tim Burtons Klassiker.

45 €; mit Anmeldung*

So. 2. Nov., 14.00 Uhr

TASCHENABENTEUER Familienzeit

Ausgestattet mit einer besonderen Tasche voller Rätsel

und einer kleinen Geschichte werden die Teilnehmenden

spielerisch durch die Ausstellung geführt. Bitte

beachten: Eine Anmeldung ist erforderlich.

Alle Besucher*innen können ohne Anmeldung an der

offenen WERKSTATT teilzunehmen. Stofftaschen können

kreativ gestaltet, mit Stempeln bedruckt oder mit Textilfarben

bemalt werden.

ENTDECKUNGSTOUR Familienführung

um 14.00 Uhr; 2 € zzgl. Eintritt; mit Anmeldung*

OFFENE WERKSTATT Stofftaschen kreativ gestalten

bis 17.30 Uhr; im Eintritt inbegriffen, ohne Anmeldung

Sa. 8. Nov., 14.00 – 15.30 Uhr

EINFACH REINKOMMEN

Inklusive Führung und Workshop für alle

Seit 2024 ist das Deutsche Ledermuseum Teil des inklusiven

Projekts EINFACH REINKOMMEN der Lebenshilfe

Frankfurt. Menschen mit Behinderung sind im Museum

nicht nur Gäste – sie gestalten das Museum aktiv mit.

In selbst entwickelten Führungen teilen sie persönliche

Geschichten, besondere Sichtweisen und eigene Erfahrungen.

Anschließend laden wir zu einem Workshop ein,

in dem ein Objekt aus Leder gestaltet werden kann.

Eintritt & Führung & Workshop 10 €; mit Anmeldung*

*Das Deutsche Ledermuseum bittet um vorherige Anmeldung

telefonisch unter 069 829798-0 oder per E-Mail an

info@ledermuseum.de.

78 SEPTEMBER DEZEMBER // OKTOBER JANUAR // FEBRUAR NOVEMBER 2022/23 2025


MUT&LIEBE / LETZTE SEITE /

© Leonore Poth


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© d-YEMSBdoTs-unsplash

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