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Baublatt Magazin Juni 2021

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NR. 6 | 2021

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PC210LCi-11

HYDRAULIKBAGGER

Optimierte Produktivität und Präzision mit

der intelligenten Maschinensteuerung

der zweiten Generation

komatsu_PC210LCi-11_230x260de_Kuhn_AT_Baublatt.indd 1 10.06.2021 10:50:32

12 | Wasserbaulabor

In Wien entsteht eine weltweit

einzigartige Forschungsstätte

50 | Wagrain

Exakter Felsabtrag für neue

unterirdische Mittelstation

62 | IST Austria

Campuserweiterung erfordert

anspruchsvollen Spezialtiefbau



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Arbeit auf Maßhaltigkeit

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EDITORIAL

Quer durchs Land

Die fertige Ausgabe bei der letzten

Kontrolle nochmals durchzusehen, ist

wie ein Blick in ein Tagebuch. Reportage

reiht sich an Reportage und die Baustellen und

Abbaubetriebe, die wir besucht haben, werden

nochmals lebendig. Ich hoffe, die Lektüre

bereitet Ihnen ebenso viel Vergnügen, wie

uns die Erarbeitung der Beiträge.

Das beginnt mit unseren Gesprächspartnern:

hellwache Firmenchefs, kompetente und in sich

ruhende Bauleiter, mit allen Wassern gewaschene

Poliere oder Maschinisten, denen die

Freude über ihr neues Gerät ins Gesicht

geschrieben steht – es ist eine

Freude, die bautechnischen

Leistungen in diesem Land vor

den Vorhang zu holen. Nicht zu

vergessen die engagierten

Projekt-Initiatoren, die mit

Beharrlichkeit dafür sorgen, dass

Bauwerke auch tatsächlich

errichtet werden. Dazu zählt

beispielsweise Univ.Prof. DI Dr.

Helmut Habersack, der an der

Universität für Bodenkultur Wien

das Institut für Wasserbau,

Hydraulik und Fließgewässerforschung

IWA leitet und der über

viele Jahre mit seiner Hartnäckigkeit

wesentlich dazu beigetragen

hat, dass in Wien nun tatsächlich das neue

Wasserbaulabor realisiert wird. Wenn dieses

Ende nächsten Jahres seine praxisnahen

Versuche aufnimmt, kann Wien und Österreich

voller Stolz auf eine weltweit einzigartige

Forschungsstätte verweisen. Und wie unser

Bericht zeigt: der Spezialtiefbau für dieses

Projekt ist vom Feinsten.

Wir haben uns natürlich aber auch wieder in

den Bergen herumgetrieben. Etwa in Wagrain,

wo zurzeit die neue Flying Mozart Gondelbahn

errichtet wird. Das Problem: Beim Bau der

neuen unterirdischen Mittelstation ist aufgrund

Karl Englert

Verlagsleiter und Herausgeber

BAUBLATT.ÖSTERREICH

der Baugrubentiefe kaum ein GNSS-Signal

verfügbar. Wie die beteiligten Unternehmen

trotzdem den exakten Felsabtrag bewerkstelligen,

lesen Sie in dieser Ausgabe.

International beeindruckt ganz aktuell ein

eigentümergeführtes heimisches Unternehmen,

das sich über den bislang größten Auftrag der

Firmengeschichte freut: es konnte sich als

Exklusiv-Lieferant der Betonmischanlagen für

den Bau des Fehmarnbelt-Tunnels profilieren.

Der mit 18 km weltweit längste Absenktunnel

für den kombinierten Schienen- und Straßenverkehr

wird das Reisen zwischen Deutschland

und Dänemark wesentlich

schneller machen.

Nicht zuletzt widmen wir uns dem

Thema BIM (Building Information

Modeling), wo vor kurzem eine

Arbeitsgruppe öffentlicher

Auftraggeber ein Positionspapier

zum Thema Digitalisierung und

Open BIM in Österreich präsentierte.

Ergänzend dazu berichten

wir über eine praxisbezogene

Fachveranstaltung, die über die

bereits heute bestehenden

Umsetzungsmöglichkeiten von

BIM im kommunalen Verkehrswege-

und Tiefbau informierte.

Abschließend noch eine aktuelle

Nachricht, die uns unmittelbar vor Redaktionsschluss

erreichte: Der Österreichische Baumaschinenverband

hat in einer Generalversammlung

beschlossen, dass die nächste

MAWEV Show vom 06. bis 09. April 2022

in St. Pölten stattfinden wird – vorbehaltlich

der jeweils aktuell gesetzlichen

Durchführbarkeitsbestimmungen.

Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre,

einen erholsamen Sommer und bleiben Sie

gesund!

Meint herzlichst

Ihr Karl Englert

Komatsu PC210LCi-11 mit

intelligent Machine Control 2.0

Die Hydraulikbagger PC210LCi-11,

PC290LCi-11 und PC290NLCi-11 bauen

auf den Erfolg der vollständig ab

Werk integrierten Maschinensteuerung

auf. Für noch mehr Effizienz

sorgt iMC 2.0 unter anderem durch

die automatische Schwenklöffelsteuerung,

mit der das Zielprofil

schnell und ohne Übergraben erstellt

werden kann. Weiters durch die

Winkelhaltefunktion für eine vereinfachte

Bedienung bei Feinarbeiten an

Böschungen und die Integration von

Schwenklöffeln dank IMU-Sensor.

IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe Juni 2021, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Tel.: +43/1/3100700-100, Fax: +43/1/3100700-600, E-Mail: office@specialmedia.com, Firma des Herstellers: Bauer Medien Produktion- und Handels GmbH,

Verlagsort: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Herstellungsort: Baumannstraße 3/19, 1030 Wien, Anschrift der Redaktion: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Name des Herausgebers: Karl Englert, Anschrift des Herausgebers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Geschäftsführung: Prof. Hans-Jörgen Manstein und Prof. Ing. Mag. Michael Grabner Verlagsleitung: Karl Englert (KE), karl.englert@ specialmedia.com, DW 800,

Office Management, Anzeigenverrechnung und Redaktionsassistenz: Katja Böhmer (KB), katja.boehmer@specialmedia.com, DW 100,

Chefredakteur: Alexander Riell (AR) alexander.riell@specialmedia.com, DW 840, Grafik: Manfred Fürst

Grundlegende Richtung: BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin für die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung

über Baumaschinen, -geräte und –technik, Web: www.baublatt.at.

BAUBLATT.ÖSTERREICH: erscheint monatlich, 10x jährlich mit zwei Doppelnummern, Auflage: 11.500 Exemplare, Einzelpreis Inland € 10,– Jahresabonnement (10 Hefte) € 70,–

(alle Preise inkl. 10% MwSt.), Auslandsabonnements auf Anfrage, Bankver bindung: Erste Bank, BLZ: 20111, Konto: 291 2145 2900, IBAN: AT85 2011 1291 2145 2900,

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keine Verantwortung übernommen werden. Bei nicht ausgewiesenen Bild- und Fotorechten handelt es sich um von den Unternehmen beigestelltes und zum Abdruck

freigegebenes Fotomaterial. Impressum gemäß § 25 Mediengesetz unter www.baublatt.at abrufbar.

4 JUNI 2021


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Die Errichtung des neuen Wasserbaulabors

in Wien stellte vor allem den Spezialtiefbau 12vor große Herausforderungen.

MENSCHEN + SZENE

08 Menschen bei Mercedes-Benz Trucks

Österreich, Bosch, w&p Zement,

Zeppelin Österreich, Liebherr, Lafarge.

PROJEKTE + PLANUNG

12 Wasserbaulabor: In Wien entsteht eine

moderne Forschungsstätte, die praxisorientierte

Modellversuche ermöglicht.

Für den ersten Bauabschnitt kamen

verschiedene Spezialtiefbau-Techniken

parallel zum Einsatz.

MASCHINEN + TECHNIK

18 Zeppelin: Im Steinbruch Peggau wurden

an die w&p Zement GmbH zwei neue

Cat 745 Muldenkipper übergeben.

22 Powerscreen: In Slowenien nahm eine

von Kuhn verkaufte kufenmobile Zweidecksiebmaschine

mit etwa 10 m 2 Siebfläche

pro Deck den Betrieb auf.

24 Potain: Der neue Selbstmontagekran

Igo T 99 übertrifft alle Vorgängermodelle.

26 Liebherr: Die Mayer Recycling GmbH setzt

in ihrem Gerätepark fast ausschließlich auf

Liebherr – zuletzt mit drei neuen Allround-

Radladern L 526.

30 Winkelbauer erweitert die Betriebsflächen

und investiert in modernste Technik.

32 Kohlschein präsentiert mit den neuen

SK500LC-11 und SK530LC-11 die

nächste Generation der Kobelco-Riesen.

34 MWT: Mit dem neuen Eichfahrzeug

ist das Unternehmen nun in der Lage,

Brückenwaagen bis zu 80.000 t zu eichen.

36 Mlečka: Die Alpe Kanal-Service GmbH

bietet den Kunden mit ihrem neuen

RSP Saugbagger hocheffiziente Lösungen.

38 KTEG / Suncar HK: Kooperation für den

ersten batterieelektrischen Kompaktbagger

der 8-10-t-Klasse aus Serienproduktion.

40 SBM Mineral Processing ist exklusiver

Lieferant der Betonmischanlagen für

den weltweit längsten Absenktunnel.

42 Sandvik baut sein Angebot an batterieelektrischen

Maschinen weiter aus.

43 ÖBB: Super-Bauzug bei Modernisierung

des Karawankentunnels im Einsatz.

44 Doralco: Die Firma Mittendorfer setzt im

Abbaubetrieb der Firma Calmit GmbH in

Bad Ischl auf einen neuen knickgelenkten

Doosan Muldenkipper DA45-7.

46 Westtech: Die Woodcracker CS510 crane

ist das Multitalent unter den Greifersägen.

48 Kuhn: Der Komatsu-Radlader WA475-10

überzeugt im Steinbruch Hohenems-

Unterklien auf ganzer Linie.

49 Fraunhofer IEG: Mikro-Turbine hilft

Ressourcen effizienter zu erschließen.

50 Sitech Austria: Beim Bau der neuen Flying

Mozart Gondelbahn in Wagrain ermöglicht

der Einsatz einer Tachymetersteuerung der

Firma Franz Stöckl den exakten Felsabtrag.

54 Lahofer: Die St. Margaretha-Kapelle in

Auersthal ist ein Kraftort aus Beton und Licht.

6 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


INHALT

68 Kiesel: Mit Top-Technologien steigert der

ZW220-7, der erste Hitachi-Radlader der

Serie 7, Sicherheit und Bedienkomfort.

70 Europa Truck Trial Tour: Der zweite

Lauf findet am 21. und 22. August 2021

in Voitsberg-Zangtal statt.

72 Kleemann bietet mit dem mobilen

Kegelbrecher Mobicone MCO 90(i) EVO2

die perfekte Ergänzung zur neuen Backenbrechanlage

Mobicat MC 110(i) EVO2.

73 xelectrix Power: Neues modulares und

multifunktionales Energiespeichersystem.

74 HS Schoch: Erdbau-Profi Stefan Koren

setzt konsequent auf die Betreuung und

Speziallösungen von HS Schoch.

76 Schwamborn: Langlebige Diamantpads

für das perfekte Polieren von Designund

Industriebeschichtungen.

77 Bau Power Group: Mobile Baustraßen

für kurzfristige Zufahrtslösungen.

78 Motorex: Im Reparaturcenter im Lungau

kommt überwiegend das Motorenöl

Focus QTM SAE 10W/30 zum Einsatz.

79 Rototilt präsentiert einen neuen Reißzahn.

BUILDING INFORMATION MODELING

56 Ascendum: Volvo CE erweitert das Angebot

an hocheffizienten Hybridbaggern mit zwei

neuen Modellen der 25- und 35-t-Klasse.

58 Polixmair bietet mit den Anlagen von

Matec Industries Lösungen für die

Verwertung von taubem Material.

60 Wolffkran: Drei Wolff-Krane errichten in

Dortmund ein „kaiserliches“ Wohnquartier.

61 Yanmar: Brandneues Minibagger-Trio

wurde von Grund auf neu entwickelt.

62 IST Austria: Die Campuserweiterung in

Klosterneuburg stellt die ARGE der Firmen

Bernegger und Karner in den Bereichen

Erdbau und Spezialtiefbau vor

große Herausforderungen.

66 BRV: Der Verband vermeldet die 300.

eingetragene Rückbaukundige Person.

67 Kuhn: Komatsu Driving Academy hilft

eigene Fertigkeiten gezielt zu trainieren.

80 ÖIAV: Die Arbeitsgruppe öffentlicher

Auftraggeber präsentierte erstmals ein

Positionspapier zum Thema Digitalisierung

und Open BIM in Österreich.

82 MTS: Die diesjährigen Innovationstage

widmeten sich der BIM-Idee und den bereits

heute im kommunalen Verkehrswege- und

Tiefbau bestehenden Möglichkeiten.

84 i+R Gruppe: Im Geschäftsjahr 2020/21

konnten die Unternehmen einen Rekordumsatz

von 700 Mio. Euro erwirtschaften.

85 Kuhn: Auch die Kuhn-Gruppe zeigt sich

trotz Pandemie mit dem abgelaufenen

Geschäftsjahr 2020 zufrieden.

86 Scania: Mit dem 770 PS starken Scania

770 S hat Felbermayr eine Weltpremiere

in den Fuhrpark übernommen.

86 Baublatt.Österreich Test:

Mazda CX-30 G150 Comfort+

VW Caddy Cargo Entry TDI

Toyota Hilux 2,8D DC-4WD Invincible

04 Editorial

WIRTSCHAFT + MÄRKTE

FUHRPARK

STANDARDS

89 Service Urlaubstipp: H 2 O-Therme

Bad Waltersdorf; Literatur

MERLO ROTO

DER DREHBARE

WOLKEN

KRATZER

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BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2021

7


MENSCHEN + SZENE

MERCEDES-BENZ TRUCKS ÖSTERREICH

Ausbildungsfahrzeug für Berufsschule

Mercedes-Benz Trucks Österreich übergab den rund 400 Schülerinnen

und Schülern sowie den Lehrkräften der Berufsschule Steyr 1 ein Lehrfahrzeug:

ein Atego 1024 L 4x2 mit 7,7 l Motor OM936, 175 kW (238 PS).

Der Lkw mit Pritsche ist mit einer Reihe von Sicherheitssystemen ausgestattet,

wie dem Brems-Assistenten Active Brake Assist, dem Spurhalte-

Assistenten und vielem mehr. In den nächsten Monaten wird der

Mercedes-Benz Atego im technischen Unterricht der Kraftfahrzeugtechnik-Lehrlinge

eingesetzt. Direktor Franz Winter bedankte sich im

Rahmen der Übergabe: „Eine praxisnahe Ausbildung ist uns besonders

wichtig. Mit dem Lkw können wir die Lehrlinge an unserer Schule vor

allem in der Diagnosetechnik noch besser qualifizieren.“

www.mercedes-benz-trucks.at

IN KÜRZE

Rädlinger: Die Rädlinger primus line GmbH betreut die

D-A-CH-Region nun mit fünf Ansprechpartnern wobei

Lukas Schenkl für Österreich und die Schweiz zuständig

ist. Das Unternehmen ist Hersteller der grabenlosen Sanierungstechnologie

Primus Line für Druckrohrleitungen

und übernimmt deren Einbau in Deutschland, Österreich

und der Schweiz mit eigenen Teams.

www.primusline.com

Messe-Verschiebung: Die Messe Karlsruhe hat sich als

Veranstalter der für den 02. bis 04. September 2021 geplanten

Live-Demo-Messen RecyclingAktiv & TiefbauLive

dazu entschlossen, diese mit 05. bis 07. Mai 2022 neu zu

terminieren.

www.tiefbaulive.com

Ingenieurbaupreis: Zum 17. Mal wird der Ingenieurbaupreis

des Verlages Ernst & Sohn ausgelobt. Die Ingenieurleistung

muss innerhalb Deutschlands, Österreichs oder

der Schweiz erbracht worden sein. Der Standort des zu

prämierenden Bauwerkes ist regional nicht eingeschränkt

und kann sich weltweit befinden. Die Unterlagen können

bis Freitag, den 24. September 2021, auf dem Postweg im

Verlag eingereicht werden. Weitere Informationen dazu

im Internet. www.ernst-und-sohn.de/ingenieurbaupreis

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tel. 0 72 43/51 683, fax 0 72 43/51 683-20

BOSCH

Technik fürs Leben-Preis 2021

S

chwer beeindruckt war die Jury

des Technik fürs Leben-Preis von

den Leistungen der Absolventinnen

und Absolventen der österreichischen

Höheren Technischen Lehranstalten

bei der Bewertung der 67 eingereichten

Diplomarbeiten. 196 Schülerinnen

und Schüler von 20 HTL in acht

Bundesländern haben heuer am

größten unternehmensinitiierten

HTL-Wettbewerb Österreichs

teilgenommen. Durchgesetzt haben

sich Projektteams von der HTL

Neufelden (Kategorie Industrial

Technology: Autonomer Ernteroboter),

dem TGM Wien (Kategorie Connected

Living: BloodFlowMonitoring) sowie

den Klagenfurter HTLs Mössingerstraße

und Lastenstraße in der

Kategorie Mobility Solutions mit dem

Tunnelüberwachungssystem HASCY.

Um jeden Punkt eines

Die Schüler der

Klagenfurter HTLs

Mössingerstraße und

Lastenstraße siegten mit ihrem

Tunnelüberwachungssystem in

der Kategorie Mobility

Solutions.

Autobahntunnels

jederzeit genau

überwachen zu

können, haben

Gilbert Tanner,

Gabriel Tanner

und Andreas

Maier von der Klagenfurter HTL

Mössingerstraße gemeinsam mit

Emanuel Ladinig, Daniel Morak,

Luca Jörg, Lukas Frisch und Dominik

Jerey von der Klagenfurter HTL

Lastenstraße in Zusammenarbeit mit

der Asfinag eine innovative Lösung

entwickelt: HASCY (kurz für: HTLs

Asfinag Safety Cat) ist ein mit

mehreren Kameras ausgestatteter

Schlitten, der den Tunnel mit bis zu

100 km/h auf Schienen an der Decke

befahren kann. Da auch eine Wärmebildkamera

montiert ist, können auch

bei dichtestem Rauch Personen

erkannt werden. Die Arbeit der

Rettungskräfte wird somit optimiert

und die Überlebenschance für

Unfallopfer gesteigert. Auch können

im Tunnel fahrende Gefahrguttransporte

begleitet werden. Den Preisträgern

winkt das begehrte Ticket für

ein 6-monatiges Berufspraktikum in

einem Unternehmen der Bosch-

Gruppe in Österreich sowie die

Einladung zu einem exklusiven

„BehindTheScenes@Bosch“ an einem

Bosch-Standort in Österreich.

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8

JUNI 2021

BAUBLATT.ÖSTERREICH


MENSCHEN + SZENE

W&P ZEMENT

Neues Direktoren-Trio

Seit April 2021 zeichnen Jerneja Potocnik (43), Florian Salzer (36)

und Peter Ramskogler (38) als Direktoren für die Leitung der

w&p Zement GmbH verantwortlich. Ziel des Trios ist es, das familiengeführte

Traditionsunternehmen fit für die Zukunft aufzustellen

und dessen regionale Strukturen nachhaltig zu stärken. Im Kern

wird es um die stärkere Konzentration von w&p Zement auf entwicklungsrelevante

Projekte gehen; allen voran die Modernisierung der

beiden Standorte in Wietersdorf (Kärnten) und Peggau (Steiermark).

Durch die Neuaufstellung des Führungsteams wird darüber hinaus

sichergestellt, dass sich die beiden Geschäftsführer, Lutz Weber und

Bernhard Auer, auf die Entwicklung und das Wachstum der übergeordneten

Alpacem Unternehmensgruppe unter den Gesichtspunkten

der Nachhaltigkeit und Digitalisierung fokussieren können.

www.zement.wup.at

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wirtschaftlich, wartungsfreundlich, sicher,

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Von links: Als Direktoren von w&p Zement werden Florian Salzer,

Peter Ramskogler und Jerneja Potocnik die regionalen Wurzeln

des Unternehmens als Innovationsmotor nutzen.

www.webermt.de · info@webermt.de

ZEPPELIN ÖSTERREICH

Neuer Leiter Power Systems

D

ie sehr erfolgreiche Führung der Power Systems Sparte durch den

bisherigen Leiter Mag. Martin Huber, der nun die Geschäftsleitung

Service bei Zeppelin Österreich verantwortet, wurde mit DI Max

Bachmann neu besetzt. Der 55-jährige gebürtige Tiroler hat mit

Anfang Mai die Geschäfte übernommen und möchte diese weiter

ausbauen. Max Bachmann ist verheiratet und hat seinen Lebensmittelpunkt

seit 1996 in Wien. Sein Ausbildungsweg

führte ihn nach der HTL-Matura in Jenbach

direkt auf die TU-Graz, um dort das Studium

zum Wirtschaftsingenieur für den Maschinenbau

abzuschließen. In seiner beruflichen

Laufbahn war er durchwegs in produzierenden

Industrieunternehmen im Einsatz und

sammelte unter anderem Erfahrungen im

internationalen Vertrieb, Produktmanagement

und Kundendienst. Energie und Ausgleich zum

intensiven Berufsleben findet Max Bachmann

beim Bereisen en der verschiedensten Länder

mit seiner Frau, beim Motorrad- und

Straßenradfahren sowie Mountainbiken.

www.zeppelin-cat.at

Max Bachmann.

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MENSCHEN + SZENE

LIEBHERR

Red Dot Award für den TA 230 Litronic

D

er neue knickgelenkte Muldenkipper

TA 230 Litronic aus dem Hause

Liebherr ist mit dem Red Dot Award:

Product Design 2021 ausgezeichnet

worden. Ein in sich stimmiges, modernes

Maschinen- und Designkonzept überzeugte

die internationale Expertenjury. Wenige

Monate nach der digitalen Produktvorstellung,

in welcher der knickgelenkte

Muldenkipper erstmals der Öffentlichkeit

präsentiert wurde, freut sich die Liebherr-

Hydraulikbagger GmbH über diesen

renommierten Preis. Der Red Dot Award

zählt zu den bedeutendsten internationalen

Auszeichnungen im Bereich Design.

Bei der Entwicklung des neuen knickgelenkten

Muldenkippers wurde neben

maximaler Leistungsfähigkeit und

Produktivität ein besonderer Fokus auf die

Sichtoptimierung der Fahrerkabine, eine

komfortable und durchdachte Maschinenbedienung

sowie die optimale Ausleuchtung

des Fahr- und Arbeitsbereichs gelegt.

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Ausgezeichnet für hohe Designqualität: der neue knickgelenkte

Muldenkipper TA 230 Litronic von Liebherr.

LAFARGE

achhaltigkeit ist ein wichtiger

Teil der Lafarge Unternehmensphilosophie.

Das

Unternehmen setzt an seinen

beiden Standorten Mannersdorf

(NÖ) und Retznei (Stmk.)

zahlreiche Initiativen, um den

ökologischen Fußabdruck zu

verringern. Nun sind im renaturierten

Teil des Lafarge Steinbruchs

in Mannersdorf Bienenvölker

eingezogen. Lafarge CEO DI

Berthold Kren erläutert: „Mit

unserer Initiative ,Bee Smart‘

wollen wir einen Beitrag leisten,

um dem Bienensterben entgegenzutreten.

Auf unserem Weg zur

Klimaneutralität bauen wir eine

Frei von Pestiziden und Monokulturen bietet

der Mannersdorfer Steinbruch von Lafarge

perfekte Lebensbedingungen für die Bienen.

Initiative „Bee Smart“

grünere Welt, so ist es demnach

nur eine logische Konsequenz

gerade Bienen einen intakten

Lebensraum zu bieten, schließlich

tragen sie als Bestäuber-Insekten

besonders zu einem funktionierenden

Ökosystem bei.“ Werksleiter

Dr. Christopher Ehrenberg

ergänzt: „Im renaturierten Teil

des Mannersdorfer Steinbruchs

fühlen sich die Bienen sicherlich

wohl und finden ein intaktes

Ökosystem vor, das beweist die

dort ansässige Fauna und Flora,

die immer wieder Tier- und

Pflanzenliebhaber zum Staunen

bringt.“

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10 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


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Die Spezialtiefbaumaßnahmen für das neue

Wasserbaulabor in Wien-Brigittenau umfassen

Schlitzwand, DSV-Körper, Spundwand, aufgelöste

Bohrpfahlwand, Nagelwand sowie Pfahlgründung und

mussten vielfach zeitgleich ausgeführt werden.

BOKU WASSERBAULABOR

Weltweit einzigartige Forschungsstätte

ermöglicht Gewässer besser zu verstehen

In Wien entsteht zwischen Donau und Donaukanal ein modernes Wasserbaulabor, das

praxisorientierte Modellversuche bis zu einem Maßstab von 1:1 ermöglicht. Ziel dieser

Forschungseinrichtung, die über weltweit einzigartige Rahmenbedingungen verfügt, ist

es Maßnahmen zu entwickeln und zu optimieren, welche die Funktionalität von Wasserstraßen

verbessern können. Für den nun fertiggestellten ersten Bauabschnitt kamen

verschiedene Spezialtiefbau-Techniken parallel zum Einsatz.

D

as Wasserbaulabor, das von einem

Tochterunternehmen der Universität

für Bodenkultur Wien (BOKU) errichtet

wird, soll langfristig zur Erforschung der

Lebensgrundlage Wasser für zukünftige

Generationen beitragen. Projektleiter ist

Univ.Prof. DI Dr. Helmut Habersack, der

an der BOKU auch das Institut für

Wasserbau, Hydraulik und Fließgewässerforschung

IWA leitet. Dieses Institut

widmet sich dem Leitbild des integralen

Wasserbaus, mit den Kernelementen

„Wasser Nutzen“, „Wasser Schützen“ und

„Schutz vor dem Wasser“. Die eingesetzten

Methoden – Feldmessungen, numerische

Modellierungen und Modellversuche auf

Basis theoretischer und anwendungsorientierter

Grundlagenforschung – werden in

Zukunft durch das neue Wasserbaulabor

wesentlich erweitert.

Konkret soll das Wasserbaulabor

(RRMC) dazu beitragen, ablaufende

Prozesse in Flüssen besser zu verstehen,

mathematische Modelle zur Prozessbeschreibung

zu entwickeln, die Auswirkungen

von flussbaulichen Maßnahmen zu

prognostizieren sowie innovative wasserbauliche

Methoden zur Verbesserung von

Schifffahrt, Energiewirtschaft, Hochwasserschutz

und Ökologie zu entwickeln.

Außerdem sollen im neuen Labor Maßnahmen

zur Problemlösung in verschiedenen

wasserbaulichen Themenbereichen

Fotos: Porr AG; Baublatt.Österreich

Visualisierung: ATP/Telegram 71

12 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


PROJEKTE + PLANUNG

Univ.Prof. DI Dr. Helmut

Habersack (BOKU, Institut

für Wasserbau, Hydraulik

und Fließgewässerforschung)

ist Initiator und

Projektleiter des Wasserbaulabors.

Für praktisch jedes

Element musste durch

den Beton- und Ingenieurbau

eine Sonderlösung

entwickelt werden.

Im hier teilweise noch sichtbaren Untergeschoss befindet

sich der Tiefenspeicher für das River Lab. In der Ebene

darüber ist im Hintergrund die Hauptöffnung für den Main

Channel sichtbar, die einen Durchfluss von bis zu 10 m 3

Donauwasser pro Sekunde ermöglicht.

entwickelt werden (z.B. Stauraumverlandung,

Fahrwassertiefe, Uferrückbau,

Sohlstabilisierung, Gewässervernetzung).

Das Projekt wird auf Basis einer

komplexen Finanzierung von den

Bundesländern Wien und Niederösterreich

sowie vier Ministerien realisiert.

Kofinanziert wird es von vier parallellaufenden

EU-Projekten: eines im

nationalen EU-Förderprogramm und

drei davon in den drei grenzüberschreitenden

EU-Programmen mit der

Slowakei, Ungarn und Tschechien. Der

Spatenstich für das Wasserbaulabor

fand am 26. Juni 2018 statt, die

Fertigstellung und Inbetriebnahme ist

für Ende 2022 vorgesehen.

Ideale Rahmenbedingungen

Weltweit einzigartig ist das Wiener

Wasserlabor vor allem durch seine

Lage, denn zwischen dem Stauraum

Freudenau der Donau und dem

Donaukanal besteht eine Wasserspiegeldifferenz

von etwa 3 m. Dieser

Umstand ermöglicht es, Wasser aus der

Donau zu entnehmen und es mit einem

Durchfluss von 10.000 l pro Sekunde

dem Donaukanal wieder zuzuführen.

Ein derartig großer Durchfluss ohne

Pumpen in einem Modellgerinne ist

weltweit einzigartig. Er ermöglicht in

dem 92 m langen, 25 m breiten und

11 m hohen „Main Channel“ im

Untergeschoss Versuchsaufbauten in

großem Maßstab, bei denen unter

anderem die Auswirkungen von

Hochwasser, der Einsatz von Turbinen

und die Bewegung von Sedimenten

erforscht werden können.

Dazu Projektleiter Univ.Prof. DI Dr.

Habersack: „Eines unserer Projekte

wird beispielsweise die Nachbildung

einer Kraftwerks-Staumauer sein.

Diese wird entweder gemauert oder mit

BETEILIGTE UNTERNEHMEN

Bauherr: BOKU-Wasserbaulabor

Errichtungs- und

Betriebs GmbH

Planer: Planungsgemeinschaft

ATP Architekten

Ingenieure und

IC Consulenten

ÖBA und Bau KG: TDC ZT GmbH

Bau 1 (Spezialtiefbau): Porr Spezialtiefbau

(federführend Projektleitung

DI Michael Kern)

gemeinsam mit

Porr Bahn- und

Ingenieurbau (Bauleiter

DI Haydar

Albayrak) und Koller

(Erdbau; Bauleiter

Ing. Daniel Walter)

Bau 2 (Hochbau

und Innenausbau): Gebrüder Haider & Co

Hoch- u. Tiefbau GmbH

BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2021

13


PROJEKTE + PLANUNG

Von rechts: DI Michael Kern (Projektleitung Spezialtiefbau, Porr Bau GmbH), Gottfried Ehrenreich (Hauptpolier Ingenieurbau,

Porr Bahn- und Ingenieurbau) und DI (FH) Emre Akbögür (Techniker, Abteilung BIB Bahn- und Ingenieurbau, Porr Bau GmbH).

Kunststoff ausmodelliert. Die Studenten

packen hier handfest mit an und werden

dabei vor Ort von einer gut ausgerüsteten

Werkstätte unterstützt. Natürlich ist in

diesem Zusammenhang auch der

3D-Druck ein großes Thema. Wir werden

bereits nächstes Jahr, während der

Finalisierung des Bauprojekts, mit den

Aufbauten für die ersten Versuche

beginnen. Über dem Kernelement, dem

Main Channel, sind Bürotrakte und das

River Lab angeordnet. Im River Lab

werden unter anderem flussmorphologische

Untersuchungen in kleinerem

Maßstab in Schnittmodellen durchgeführt.

Außerdem wird der Wissenschaftsbetrieb

durch ein angeschlossenes Public Lab

Stahlaussteifung:

Für die Baugrubensicherung

wurden ergänzend

zur Schlitzwand

durch die Porr

Equipment Service

140 t Stahlrohre mit

60 cm Durchmesser

quer durch die Baugrube

gespannt.

Besuchern nähergebracht. Für den

mittelfristigen Ausbau ist im Außenbereich

ein Outdoor Stream Lab geplant.

Was mich besonders freut, ist die gute

Zusammenarbeit aller beteiligten Behörden

und Institutionen, die etwa im Bereich

der Finanzierung auch über die Parteigrenzen

hinweg funktioniert hat.“

Der Wasserzufluss in den Main

Channel kann über verschieden groß

dimensionierte und verschließbare

Zulauföffnungen gesteuert werden. Neben

der 5 m breiten Hauptöffnung, die durch

ein Stahltor verschlossen wird, sind zwei

weitere Öffnungen für den Wasserkraftversuchsstand

angeordnet. Hier besteht

die Möglichkeit, Turbinen einzubauen und

deren Integration im Gesamtsystem – beispielsweise

unter den Aspekten Durchgängigkeit

für Biota und Sedimente oder

Hydrokinetik – zu untersuchen. Als

Ergänzung zur Hauptöffnung kann das

Wasser auch über drei Rohre mit Schiebern

in wesentlich kleineren Mengen und

damit mit hoher Genauigkeit zugeführt

werden. Am Ende des Main Channels wird

das Donauwasser über ein Auslaufbauwerk

in den Donaukanal geleitet. Unter

dem Main Channel befindet sich ein

Tiefbehälter, in dem Reinwasser für die

Versuche im River Lab gespeichert wird.

Es wird in einem Kreislauf in das River

Lab hochgepumpt und über ein Fallrohr in

den Tiefbehälter zurückgeleitet. An der

Seite zum Donaukanal verläuft parallel

zum Main Channel ein entlastender

Bypass Kanal.

Natürlich stand für die Universität für

Bodenkultur Wien auch das Thema

Nachhaltigkeit bei diesem Projekt im

Mittelpunkt. Dazu der Projektleiter: „Wir

nutzen die Erdwärme über die energieaktivierten

Bohrpfähle und die Betonkernaktivierung

in den Schlitzwänden. Dazu ist

in der Gebäudestruktur über dem Main

Channel eine umfangreiche Haustechnikebene

integriert, in der ein Kalt- und ein

Warmwassertank als Wärmetauscher

dienen. Dieses System versorgt nachhaltig

und umweltfreundlich die Heizung bzw.

Kühlung des Gebäudes.“

Das Wasserbaulabor wird als innovative

Forschungsstätte auch in internationale

Forschungskooperationen eingebunden

sein und in grenzüberschreitenden

Projekten Forschungsarbeiten durchführen.

Eingebettet ist das Wasserbaulabor in

„DREAM SK-AT“, ein Teilprojekt des

„DREAM“ (Danube River Research And

Management). Dieses gilt als ein Flagship-

14 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


HIER IST DIE NEUE GENERATION

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PROJEKTE + PLANUNG

DATEN & FAKTEN

Erdbau: 60.000m 3 Aushub

Baugrube: 6.000 m 2 Schlitzwand, 3-lagig verankert

60 Bohrpfähle DM900 zur Auftriebssicherung

Pfahlwände mit DSV Zwickel

23 Brunnen zur Wasserhaltung sowie Betrieb der Wasserhaltung,

Spundwände teilw. im Donaukanal für das Auslaufbauwerk,

Zusätzlich zu den temporären Ankern

eine 150 t Stahlaussteifung zur Sicherung Baugrube

Geothermie: Geothermische Aktivierung der Gründungselemente

(Schlitzwände + Pfähle) und Bodenplatten

Verlegung von ca. 50.000 lfm Geothermie-Leitungen

Nennleistung 280 kW

Betonbau: 10.000 m 3 Beton in Qualität „Weiße Wanne“

1.200 t Bewehrungsstahl

Über das Auslaufbauwerk wird das Donauwasser

in den Donaukanal abgegeben.

Projekt der EU-Donauraumstrategie.

Kernziele des „DREAM SK-AT“ Projekts

sind der Wissenstransfer zum Flussmanagement

im österreichisch-slowakischen

Donau- und Marchraum und die Entwicklung

innovativer Monitoring- und Modellierungsinstrumente.

Weitere finanzierende

EU Interreg Projekte sind „SED-

DON II“ (mit Ungarn), „SEDECO“ (mit

Tschechien) sowie DREAM-RRMC

(nationales IWB Programm).

Anspruchsvoller Spezialtiefbau

Der nun fertiggestellte Bau 1 umfasst

die Vorbereitungsarbeiten, die kompletten

Aushub- und Spezialtiefbauarbeiten sowie

den gesamten Ingenieurbau bis zur Decke

über dem Kellergeschoß. Wir sprachen

dazu mit DI Michael Kern, Projektleitung

Spezialtiefbau, Porr Bau GmbH, der vor

allem die sehr produktive und harmonische

Zusammenarbeit zwischen den

beteiligten Abteilungen Porr Spezialtiefbau

(federführend), Porr Bahn- und

Ingenieurbau und dem Porr Tochterunternehmen

Koller Erdbau betont. Versorgt

wurde die Baustelle durch zwei Turmdrehkräne,

zusätzlich kamen auch Mobilkräne

und ein zusätzliches Hebegerät zum

Einsatz. In Spitzenzeiten waren bis zu 30

Arbeiter auf der Baustelle tätig.

Die ersten Vorbereitungsmaßnahmen

in Form von Rodungsarbeiten, kleinen

Abbrucharbeiten und Leitungsumlegungen

fanden im Jänner 2020 statt. Eine

erste Herausforderung bildete der

Untergrund, bei dem es sich nicht nur um

gewachsenen Boden, sondern auch um von

der Donau angeschwemmtes Material

handelt. Fehlender Feinsand und das

daraus resultierende lockere Gefüge

machten Niederdruckinjektionen notwendig,

um den Boden zu stabilisieren. So

konnte bei den nachfolgenden Schlitzwandarbeiten

verhindert werden, dass die

Stützflüssigkeit im Boden verloren geht.

Die Schlitzwand wurde von zwei verschiedenen

Höheniveaus (3 m Höhenunterschied)

hergestellt. Da ohne Unterbrechung

gearbeitet werden musste war es

eine große Herausforderung gleichzeitig

die Schlitzwand und die Arbeitsniveaus

auf der engen Baustelle zu errichten. Über

270 lfm und 6.000 m² ist die Baugrube nun

mit einer 60 cm dicken Schlitzwand dicht

umschlossen. Zusätzlich ist noch über die

gesamte Baugrube eine Innenschale als

weiße Wanne ausgeführt. Die 1 m dicke

Bodenplatte, die ebenfalls als weiße

Wanne ausgeführt ist, ruht auf 60 Bohrpfählen

DM900. Diese reichen ca. 15 m tief

in das Erdreich und sind zur Absicherung

gegen die Auftriebskräfte aus dem

Grundwasser für Druck und Zug ausgelegt.

Um während der Bauphase die

Auftriebssicherheit zu gewährleisten,

wurden 23 Brunnen installiert, über die

bis Februar 2021 die Wasserhaltung

aufrechterhalten wurde. Teilweise wurde

Die Leitwand für den

Schlitzwandgreifer

musste auf zwei

verschiedenen Niveaus

parallel zum

beginnenden Aushub

hergestellt werden.

Der Einsatz der

Großgeräte auf

engem Raum war

ebenso eine Herausforderung,

wie die

Bodenbeschaffenheit.

Sie machte

Niederdruckinjektionen

notwendig,

um zu verhindern,

dass die Stützflüssigkeit

im Boden

verschwindet.

16 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


PROJEKTE + PLANUNG

eine aufgelöste Bohrpfahlwand hergestellt,

die aufgrund der Grundwasser-Situation mit

DSV Zwickel abgedichtet wurde. Ergänzend

war eine Spritzbetonschale als Sicherung

vorgesehen.

Parallel zum Abschluss der Schlitzwandarbeiten

haben die tatsächlichen Aushubmaßnahmen

und Ankerungsarbeiten

begonnen. Da auch in den tiefsten Baugrubenbereich

mit bis zu 16 m Niveauunterschied

nur eine Zufahrt möglich war, musste

eine entsprechende Rampe angelegt werden.

Das Aushubmaterial wurde in großen Becken

zwischengelagert, damit es für den Abtransport

trocknen konnte.

Da die Schlitzwand als Stütze der

Baugrube nicht ausgereicht hätte, war es

notwendig, in drei Reihen Anker zu setzen. In

einem Teilbereich musste der tiefe Aushubbereich

mittels Stahlaussteifungen abgesichert

werden. Durch das Team der Porr

Equipment Service wurden dazu in vier

Wochen 140 t Stahlrohre mit 610 mm

Durchmesser quer durch die Baugrube

montiert. Aufgrund der Spannweite von rund

30 m mussten Hilfs lager errichtet werden.

Der Rückbau der Einzelelemente mit bis zu

12 t nach einer Vorhaltephase von vier

Monaten war in der Hochphase des Ingenieurbaues

logistisch durchaus aufwändig

und machte auch Umsteifungen auf die

Bodenplatte erforderlich.

Für die Errichtung des Auslaufbauwerks

wurde in den Donaukanal eine Arbeitsplattform

geschüttet, um die notwendigen Spundwandkästen

herstellen zu können. Zeitgleich

erfolgten die Sicherungsarbeiten für den

Bypass Kanal. Diese Arbeiten sind abgeschlossen

und die Spundwände alle rückgebaut.

DI (FH) Emre Akbögür, Bahn- und

Ingenieurbau, Porr Bau GmbH, betont: „Auch

aus der Sicht des Betonbaus war das ganze

Projekt eine große Herausforderung. Es gibt

keine Regelgeschosse, jeder Bereich musste

neu überlegt und abgewickelt werden.

Daraus resultiert natürlich auch ein hoher

logistischer Materialaufwand hinsichtlich der

Schalungstechnik. Für die Herstellung der

massiven Betonteile kamen große Betonpumpen

im Straßenbereich zum Einsatz. Teilweise

waren auch Schlauchverlängerungen

notwendig, damit wir das ganze Baufeld mit

Beton beschicken konnten.“

Als überaus anspruchsvoll erwies sich

auch die geothermische Aktivierung aller

Gründungselemente. Das heißt, Geothermie-

Leitungen sind in die 60 Bohrpfähle, die

Schlitzwand, die Bohrpfahlwand und auch in

die Wände und Bodenplatte des Bypasses

integriert. Dazu DI Kern: „Jedes Gründungselement,

jeder einzelne Schlitzwandkorb und

jeder Bohrpfahlkorb ist mit einer Geothermie-Leitung

aktiviert. Nur so konnte die

erforderliche Nennleistung von 280 kW

gewährleistet werden. Um dieses Ziel zu

erreichen, wurden von unserem Team rund

50.000 lfm Geothermie-Leitungen verlegt.

Der Anschluss der Leitungen an die Verteiler,

das Befüllen und Einstellen der Anlage sowie

die Betreuung erfolgt über den Spezialtiefbau

der Porr. In Abstimmung mit der Universität

für Bodenkultur Wien ist diese Geothermie-

Anlage auch Teil eines Forschungsprojekts

der Porr Spezialtiefbau, um die Belegung mit

Geothermie-Leitungen weiter zu optimieren.

Neben der Grundbelegung haben wir

zusätzliche Leitungsführungen entwickelt,

etwa die stirnseitige Belegung von Schlitzwandkörben.

Wir haben Teilbereiche mit

Temperatursensoren ausgestattet und

erhoffen uns aus dem laufenden Betrieb

wichtige Erkenntnisse für Folgeprojekte.

Grundsätzlich bestand die Schwierigkeit bei

diesem Projekt vor allem darin, dass wir von

den uns zur Verfügung stehenden Gewerken,

aufgrund des beengten Terminplanes, viele

zeitgleich ausführen mussten. Dazu kommt

die Größe der eingesetzten Maschinen und

die damit verbundene enge Zusammenarbeit

der Abteilungen. Diese Aufgaben haben wir

sehr, sehr gut geschafft. Dank sehr effizienter

Sicherheitskonzepte ist auch niemand zu

Schaden gekommen. In diesem Sinne möchte

ich mich bei allen Mannschaften für die tolle

Leistung bedanken.“

Mit Juni 2021 finden auch die letzten

Restarbeiten des ersten Bauabschnitts ihren

Abschluss und die Firma Gebrüder Haider &

Co Hoch- u. Tiefbau GmbH finalisiert bis

Ende 2022 das Wasserbaulabor mit dem

Bau 2, der die Bereiche Hoch- und

Innenausbau umfasst.

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BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2021

17


MASCHINEN + TECHNIK

Eine der beiden neuen Cat 745 Muldenkipper

im Ladespiel mit dem Cat 374F. Sie übernehmen

seit Ende Mai im Abbaubetrieb in Peggau den

Materialtransport von der Abbaustelle zum

mobilen Brecher.

ZEPPELIN / W&P ZEMENT

w&p Zement: Drohnentechnik und zwei

neue Cat 745 im Steinbruch Peggau

In Südösterreich ist die w&p Zement GmbH mit den zwei Standorten in Wietersdorf

und Peggau als regionaler Hersteller von Zement, Bindemitteln, Gesteinskörnungen und

Spezialbaustoffen ein wichtiger Partner der lokalen Bauwirtschaft. An beiden Standorten

setzen die Abbaubetriebe auf den Einsatz von Drohnentechnik und neueste Cat Geräte.

Aktuelles Highlight ist in Peggau die Übergabe von zwei neuen Cat 745 Muldenkippern

und die Anschaffung eines Cat 988K Radladers mit Funkfernsteuerung.

D

ie w&p Zement GmbH kann auf eine

lange Tradition zurückblicken, die bis

ins Jahr 1893 zurückreicht. Heute sind

sämtliche Zement- und Transportbetonaktivitäten

des Wietersdorfer Geschäftsfeldes

Zement & Beton unter der gemeinsamen

Dachmarke Alpacem gebündelt. Mit

630 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

sowie einem Umsatz von circa 175 Mio.

Euro ist Alpacem Marktführer für Zement

& Bindemittel im Alpe-Adria-Raum.

Zemente und Bindemittel werden innerhalb

der Alpacem GmbH in zwei vollintegrierten

Zementwerken, zwei Mahlwerken

Der Cat 980H

transportiert das

zerkleinerte Rohgut

von der mobilen

Brechanlage zum

Sturzschacht . Im

Hintergrund ist der

Cat 374F auf der Abbauetage

zu sehen.

und zwei Terminals vertrieben und in

Betonwerken zu Transportbeton für den

lokalen Markt weiterverarbeitet.

Die Produktion von w&p Zement erfolgt

an den beiden Standorten Wietersdorf

(Kärnten, Herstellung von Zementklinker,

Zementen sowie Bindemitteln) und

Peggau (Steiermark, Herstellung von

Rohsteinmaterial, Zementen und Bindemitteln).

Am Standort Peggau wird

Zementklinker aus Wietersdorf zu Zement

verarbeitet. Zudem betreibt das Unternehmen

in Peggau einen Bergbau, in dem

hochwertiger Kalkstein abgebaut und am

Standort zu Branntkalk verarbeitet wird.

Seit dem Jahreswechsel treten die

Kalk-Unternehmen der Wietersdorfer

Gruppe unter der gemeinsamen Marke

InterCal auf, die ihren Sitz ebenfalls am

Standort Peggau hat.

DI Jürgen Kolp, Betriebsleiter Bergbau

und Aufbereitung am Standort Peggau,

erklärt: „Am Standort Peggau sind 75

18 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

DI Jürgen Kolp (w&p Zement GmbH,

Betriebsleiter Bergbau und Aufbereitung

am Standort Peggau, Mitte)

mit Jürgen Specht (Niederlassungsleiter

Zeppelin Graz, rechts) und

Wolfgang Windisch (Vertrieb Süd- &

Oststeiermark, Zeppelin Niederlassung

Graz, links) bei der Übergabe der

beiden neuen Cat 745.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt,

davon zehn Personen im Bergbau und

der Aufbereitung. Über unseren Abbaubetrieb

erzeugen wir mit einer jährlichen

Abbaumenge von bis zu 500.000 t die

benötigten Gesteinsprodukte und Körnungen

für die Weiterverarbeitung im

Kalkofen und Belieferung der Kunden.

Der hochwertige Kalkstein wird nach

Produktionserfordernis durch unser

eigenes Team im Bohr- und Sprengbetrieb

gewonnen, mit Muldenkippern zum

Mobilbrecher transportiert, auf Korngröße

kleiner 300 mm gebrochen und danach

über einen Sturzschacht und Förderbänder

der Aufbereitung zugeführt. Aktuell

arbeiten wir in Peggau in einem umfassenden

Prozess an der Optimierung der

Abläufe. Dazu zählt seit diesem Jahr auch

der Einsatz von Drohnen, die nicht nur

Der Cat 352F beim Säubern der Bruchwandgeometrie.

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MASCHINEN + TECHNIK

Die neueste Generation des Cat 745

Muldenkippers mit Stufe V Motor und umfangreichem

Technik-Paket überzeugte das Team des

Abbaubetriebs in Peggau bereits im Rahmen

eines Testbetriebs.

hier in Peggau, sondern auch im Abbaubetrieb

in Wietersdorf für die Erstellung von

3D-Modellen genutzt werden. Diese liefern

uns exakte Messdaten für die weitere

Abbauplanung im Sinne der Qualitätssteuerung,

aber auch für die Wegeoptimierung

in unserem Betrieb. Der nächste

große Schritt hier in Peggau ist der

Einsatz eines Radladers Cat 988K mit

Funkfernsteuerung. Dieses Gerät wird vor

allem in sehr anspruchsvollen Bereichen

zum Einsatz kommen und durch einen

Mitarbeiter von einem sicheren Standort

aus auf Sicht über die Funkfernsteuerung

gelenkt. Der Radlader ist mit einer

vollwertigen Kabine ausgestattet und

kann auch konventionell von einem

Maschinisten bedient werden. Der Cat

988K mit Funkfernsteuerung wurde im

Mai bei der Firma Zeppelin bestellt und

wird mit dem 1. Quartal 2022 einsatzbereit

sein.“

Im Vorfeld der Übergabe der beiden Cat

745 übernahmen seit letztem Dezember in

Peggau zwei Cat 730 Muldenkipper als

Mietgeräte den Materialtransport. Da sich

der Cat 745 Muldenkipper angesichts der

Rahmenbedingungen als besser geeignet

erwies, wurde vom Team der Zeppelin

Österreich Niederlassung in Graz für die

Fahrer die Möglichkeit geschaffen, einen

Cat 745 Muldenkipper in einem anderen

Steinbruch zu testen. Die guten Eindrücke

aus dem Probebetrieb, die hervorragende

Betreuung bei den bereits eingesetzten

Cat Geräten und das überzeugende

Preis-Leistungsverhältnis sprachen am

Ende für die beiden neuen Cat 745. Im

Fuhrpark befinden sich in Peggau im

Bergbau bereits die Hydraulikbagger Cat

374F und Cat 352F, ein Radlader Cat

980H, ein Minibagger Cat 301.8 für die

Rinnenwartung der Oberflächenwässer

sowie in der Aufbereitung zwei Cat 966M

XE. Getrennt davon werden am Standort

Wietersdorf die vorhandenen Cat Geräte

in Kürze durch zwei starre Muldenkipper

Cat 775G verstärkt.

Die beiden knickgelenkten Dreiachs-

Muldenkipper Cat 745 mit 42 t Nutzlast

der neuesten Generation, die Mitte Mai in

Peggau übergeben wurden, verfügen über

einen Motor der Stufe V und eine Fahrerkabine,

die mit zahlreichen Bedien- und

Komfortverbesserungen punktet. Ein

Kombihebel dient gleichzeitig zum

Schalten des Getriebes und Steuern der

Muldenhydraulik – eine Lösung, die den

Fahrer entlastet und ständig wiederkehrende

Bedienvorgänge vereinfacht. Eine

Schutzfunktion während des Fahrtrichtungswechsels

bremst den Muldenkipper

bis zum Stillstand, ehe er sich in die

entgegengesetzte Richtung bewegen kann.

Das Cat Assistenzsystem „Detect mit

Stability Assist“ warnt den Fahrer

akustisch und optisch, sobald der Vorderoder

Hinterwagen in eine definierte

Schräglage gerät, die zum Umkippen

führen könnte. Ausgerüstet sind die

beiden neuen Cat 745 mit einer Scherenheckklappe,

die eine Steigerung der

Nutzlast um 8% ermöglicht. Zur weiteren

Ausrüstung zählen das eingebaute

Wiegesystem für die qualitätsorientierte

Produktionssteuerung, beheizte und von

innen verstellbare Spiegel sowie als

Ergänzung zur Rückfahrkamera eine

zusätzliche Warnung für Bewegungen

hinter dem Fahrzeug.

Jürgen Specht, Leiter der Niederlassung

Graz der Zeppelin Österreich GmbH,

ergänzt: „Als Teil des bereits angesprochenen

Optimierungsprozesses sind die

beiden Cat 745 Muldenkipper auch mit

dem Cat Product Link System ausgerüstet.

Dieses informiert den Betreiber nicht

nur über den Maschinenstandort und

Maschinenzustand, sondern unter

anderem auch über Betriebsstunden,

Kraftstoffverbräuche, Diagnose- und

Fehlercodes oder Wartungsintervalle.

Unsere beiden Unternehmen verbindet

seit mehreren Jahrzehnten eine sehr gute

Zusammenarbeit und ich freue mich sehr,

dass wir als Zeppelin Österreich hier in

Peggau in wenigen Monaten mit der

Übergabe des Cat 988K Radladers mit

Funkfernsteuerung eine spannende

technische Premiere im Tagbau erleben

werden.“

www.zement.wup.at | www.zeppelin-cat.at

In Wietersdorf und Peggau arbeiten die Bergbau-Betriebsleiter DI Bertram Juritsch (Mitte) und DI Jürgen Kolp (links) mit den Teams

zusammen mit Projektleiter DI Christian Novak (IT- und OT-Spezialist, rechts) unter Nutzung modernster Drohnen-Technik konsequent

an der Optimierung der Prozesse. Neben dem Übersichtsbild des Bergbaubetriebs ist auch eine Darstellung der Punktwolke zu sehen,

aus welcher das 3D-Modell auf Basis der Daten der Drohne errechnet wurde.

20 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


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MASCHINEN + TECHNIK

In Slowenien in Einsatz gegangen ist kürzlich

eine von Kuhn verkaufte MHFS2618. Es handelt sich

um eine kufenmobile Zweidecksiebmaschine mit

etwa 10 m 2 Siebfläche pro Deck.

Stratifikation (bzw.

„Schichtung“) bezeichnet

den physikalischen Effekt

der Entmischung durch

Vibration. Erreicht wird

diese Feinheit mit einem

unkonventionellen Siebaufbau

– nicht der Siebkasten,

sondern nur der

Siebbelag selbst wird

mittels abgestimmter

und einzeln einstellbarer

Elektromotoren zum

Schwingen gebracht.

KUHN / POWERSCREEN

Wirtschaftliche Präzisionsarbeit mit dem

neuen Hochfrequenzsieb MHFS2618

Vor allem die Edelsplitt- und Asphaltindustrie benötigen präzise spezifizierte

Materialien mit sehr feinen und trotzdem genauen Siebtrennschnitten. Mit

klassischen Siebanlagen sind diese minimalen Größen meist technisch nicht zu

erreichen, da bei den geforderten Trennschnitten von 0 bis 2 mm Korngröße

normale Kreisschwinger aufgrund der geringen Sieböffnungsweiten schlicht

nicht funktionieren. Es braucht daher innovative Spezialsiebmaschinen.

D

ie neue MFHS-Serie (dabei handelt es

sich um modulare Hochfrequenz-

Siebe) stellt dem Betreiber nun eine

„Baukastenlösung“ mit Ein- und Zweideck-Siebmaschinen

in mobilen und

stationären Konfigurationen und mit

skalierbaren Siebgrößen zur Verfügung.

Diese Hochfrequenz-Siebanlagen nutzen

den Stratifikationseffekt, um damit die

geforderten Trennschnitte in höchster

Qualität zu erreichen. Neben den technischen

Erfolgen kommt es durch die

innovativen Siebanlagen auch zu wirtschaftlichen

Vorteilen. Die Investitionskosten

und der Energieverbrauch fallen sehr

gering aus. Und aufgrund der sehr guten

Trennschärfe der produzierten Materialien

erspart man sich teures Bindemittel,

22 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

das etwa für die Asphaltproduktion

benötigt wird.

Stratifikation (bzw. „Schichtung“)

bezeichnet den physikalischen Effekt der

Entmischung durch Vibration. Bringt man

ein Gemisch aus verschiedenen Körnungen

zum Vibrieren, sammeln sich die feinen

Korbanteile am Boden (sprich direkt am

Siebbelag) während größere und damit

entsprechend schwerere Bestandteile im

Materialgemisch nach oben (und damit

weg vom Siebbelag) gedrückt werden. Erst

die geschickte Ausnutzung dieses physikalischen

Phänomens ermöglicht derartig

feine und präzise Trennungen.

Erreicht wird diese Feinheit mit einem

unkonventionellen Siebaufbau – nicht der

Siebkasten, sondern nur der Siebbelag

selbst wird mittels abgestimmter und

einzeln einstellbarer Elektromotoren zum

Schwingen gebracht. Das aber mit der

vielfachen Geschwindigkeit normaler

Siebanlagen – und erst diese extrem hohe

Schwingfrequenz verursacht die Trennung

des Materials.

In Slowenien in Einsatz gegangen

ist kürzlich eine von Kuhn verkaufte

MHFS2618. Es handelt sich um eine

kufenmobile Zweidecksiebmaschine mit

etwa 10 m 2 Siebfläche pro Deck. Diese

ermöglicht beim vor Ort üblichen Kalkstein

und durch die Aufgabe aus einem

Vertikalbrecher (0 bis 4 mm Korngröße

mit etwa 15% Überkorn) eine Stundenleistung

von etwa 120 t bei 60% Korngröße 0

bis 2 mm und fast 100-prozentigem

Trennschnitt.

„Ein sensationelles Ergebnis und eine

riesige Kostenersparnis für den Betreiber

– nicht nur aufgrund der äußerst geringen

Perfekte

Korngrößen mit fast

100-prozentigem

Trennschnitt.

Betriebskosten, sondern auch und vor

allem aufgrund der perfekten Materialtrennung,

die eine massive Kostenreduktion

beim Bindemittel in der Asphaltproduktion

ermöglicht. Gerade in der

aktuellen Rohstoffsituation mit allgemein

steigenden Preisen ein nicht zu vernachlässigender

Wettbewerbsvorteil“, erklärt

Gerhard Kronlachner, Verkauf Powerscreen

bei Kuhn.

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BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2021

23


MASCHINEN + TECHNIK

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Neuer Potain Selbstmontagekran Igo T 99

Mit seiner höheren Tragfähigkeit und größeren Reichweite setzt der neue Potain Igo T 99

neue, alle Vorgängermodelle übertreffende Maßstäbe für Schnellmontagekrane. Ein

Grundmerkmal der Serie aber bleibt unverändert: die kompakte Stellfläche.

A

ufgrund seiner Abmessungen auf der

Straße und am Einsatzort lässt sich

der Kran mühelos transportieren und

eignet sich ideal für Baustellen, auf denen

es eng zugeht. Der Igo T 99 verfügt über

eine maximale Tragfähigkeit von 6 t und

eine maximale Ausladung von 48 m. Die

Auslegerlänge von 45 m ermöglicht das

Heben von Lasten von bis zu 1,5 t. Bei

einer Konfiguration mit dem 48-m-Ausleger

kann der Kran immerhin noch

eindrucksvolle 1,2 t heben. Daneben

besticht dieser neue Kran aber auch durch

seine erstaunliche Auslegerlänge. Seine

Hakenhöhe von 38,5 erreicht er mit

horizontalem Ausleger, mit der 30°

Auslegersteilstellung sogar 56,5 m. Für

eine maximale Vielseitigkeit auf der

Der Potain Igo T 99 ist ein

vielseitiger teleskopierbarer

Schnellmontagekran mit

einer Tragfähigkeit von 6 t,

einer Ausladung von 48 m

und einer Hakenhöhe

von 38,5 m.

Baustelle kann der Igo T 99 mit sechs

verschiedenen Auslegerlängen arbeiten:

31,7 m, 32 m (bei eingeklapptem Ausleger),

33,8 m, 40 m, 45 m und 48 m. Der

Kran kann mit drei zusätzlichen Mastelementen

ausgerüstet werden, sodass sieben

Arbeitshöhen von 20,5-38,5 m möglich

werden.

Der Transport zur Baustelle ist dank

der Kompaktheit des Igo T 99 fast schon

ein Kinderspiel. Bei einer Ausstattung mit

auf eine Höchstgeschwindigkeit von 80

km/h ausgelegten Achsen beträgt seine

Gesamttransportlänge lediglich 15,65 m

und seine Höhe gerade einmal 4 m. Er ist

mit allen derzeit auf dem Markt angebotenen

Igo- und Igo T-Transportachsen von

Potain kompatibel.

Die Stellfläche des Igo T 99 misst im

aufgebauten Zustand nur 4,5 x 4,5 m, und

ein neuer Entfaltungsmechanismus

ermöglicht den Aufbau des Krans in engen

Räumen in unmittelbarer Nähe zu

Gebäuden. Dieser Mechanismus kommt

mit einer kleineren Standfläche aus, weil

der Kran erst nach der Aufstellung des

Unterwagens platzsparend nach oben

teleskopiert wird. Das Nivellieren des Igo

T 99 durch bloßes Justieren einstellbaren

Spindeln ist denkbar einfach; zum Antrieb

des Krans sind eine 480-V/60-Hz- und eine

400-V-/50-Hz-Stromversorgung vorgesehen.

Mit der Smart-Set-Up-Software von

Potain genügt zu Aufbau und Inbetriebnahme

des Krans eine Funkfernsteuerung.

Die Funkfernsteuerung wird auch für die

verschiedenen Hubfunktionen verwendet.

Mit Hilfe der Bedienersteuerungsfunktion

können drei Fahrprofile vorprogrammiert

werden – das Bedienpersonal kann das

Kranverhalten so ganz seinen Präferenzen

anpassen. Die HPL-Technologie garantiert

auch bei maximaler Last eine hohe

Hubgeschwindigkeit, und der Bediener

kann, die der jeweiligen Arbeitsaufgabe

entsprechende Geschwindigkeit, selbst

auswählen. Die permanente Vierfachscherung

macht einen Wechsel der Seilscherung

auf der Baustelle überflüssig.

Bediener, die den Kran von einer Kabine

aus steuern möchten, haben die Wahl

zwischen einer Ultra View- oder einer

Ultra View Light-Kabine.

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24 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

Die Mayer Recycling GmbH

in Sankt Michael in der

Obersteiermark ist ein innovatives

Familienunternehmen,

das sich durch den

Einsatz modernster Aufbereitungsanlagen

seit

Jahrzehnten immer wieder

als Technik-Vorreiter

positioniert. Für die

Beschickung der Anlagen

bzw. Materialmanipulation

setzt das Unternehmen fast

ausschließlich auf Liebherr

Geräte: von der Umschlagmaschine

LH 26 Elektro

Industry über einen Radlader

L 550 XPower bis hin

zu den vor kurzem übergebenen

drei neuen

Allround-Radladern L 526.

Die Mayer Recycling GmbH in

Sankt Michael in der Obersteiermark

war mit ihren Aufbereitungsanlagen

immer wieder

technischer Vorreiter. Im Bild

die Ende 2019 in Betrieb genommene

mechanische Splittinganlage

für Ersatzbrennstoffe.

LIEBHERR / MAYER RECYCLING

Aufbereitungstechnik-Pionier

setzt weiter auf Liebherr-Geräte

D

Geschäftsführer Ing. Andreas Säumel (Mayer Recycling GmbH, Mitte) mit Mario Demmerer

(zuständiger Betreuer der Liebherr-Werk Bischofshofen GmbH, Kundendienstniederlassung

Peggau, links) und Ing. Josef Pichler (Leiter Kundendienstniederlassung Peggau,

Liebherr-Werk Bischofshofen GmbH).

er 1958 von Anton Mayer als Transportunternehmen

gegründete Betrieb

engagierte sich ab 1993 auch in der

Rückgewinnung von Wertstoffen. Von

Beginn an war es ein zentrales Anliegen

der Firma Mayer Recycling, Vorreiter für

die Abfallwirtschaft in Sachen Aufbereitung,

Qualitätssicherung und Prozessoptimierung

zu sein. In diesem Sinne hat das

Unternehmen im Laufe der Jahre immer

wieder erfolgreich die eigenen Aufbereitungsanlagen

entwickelt bzw. errichtet. So

wurde bereits 1993 die erste „Restmüllsichtungsanlage“

in der Steiermark in

Betrieb genommen, gefolgt vom Bau einer

Bioabfallaufbereitungsanlage zur Herstellung

von Kompost. Im Jahr 2004 nahm die

mechanische Splittinganlage für Hausund

Gewerbeabfälle zur Produktion von

Ersatzbrennstoffen und Rückgewinnung

von Eisen- und Nichteisenmetallen den

Betrieb auf.

Als nächstes Highlight wurde fünf

Jahre später die erste und in Österreich

einzige, speziell für Magnetschrott

ausgelegte Metallverbundtrennanlage

entwickelt und in Betrieb genommen.

Dabei handelt es sich um stark verschmutzten

Schrott, der an Überbandmagneten

abgeschieden wird. Zeitgleich

erfolgte der Bau der in Österreich einzigartigen

Aufbereitungsanlage für Rückstände

aus der Papierindustrie – die

sogenannte Zopfanlage. In dieser werden

österreichweit anfallende Pulperreject-

Zöpfe aus der Papierindustrie verarbeitet.

Diese bestehen aus einer Mischung von

Rückständen der Altpapierverwertung

(z.B. Faserstoffe, Kunststoffe) und Eisendrähten.

Zur Rückgewinnung des Eisens

werden jährlich ca. 15.000 bis 20.000 t

dieses Materials in der Anlage zerkleinert

26 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Drei neue Liebherr L 526 Radlader in Recycling-Ausführung versorgen die Aufbereitungsanlagen.

Das Testgerät, das wesentlich zu dieser Kaufentscheidung beigetragen hat, wird

zurzeit im Liebherr Werk in Bischofshofen auf den neuesten Stand gebracht und kommt

danach in den Fuhrpark der Firma Mayer Recycling zurück.

und mittels Magneten vom Metall befreit.

​Um der Industrie auch Nichteisenmetalle

in geeigneter Qualität zur Verfügung zu

stellen, startete das Unternehmen im Jahr

2013 – basierend auf einem durchgeführten

Forschungsprojekt – den Betrieb der

weltweit ersten Röntgenfluoreszenzanlage

für Metalle. Auch die im Jahr 2016 in

Betrieb gegangene Röntgenfluoreszenz

(XRF)-Metallsortieranlage war weltweit

die erste ihrer Art und wurde in Zusammenarbeit

mit einem Partner konzipiert.

In den letzten Jahren zählt zu den

Neuerungen und Anlagenanpassungen am

Standort vor allem der Bau einer neuen

Behandlungsanlage zur umweltfreundlichen

Herstellung von Ersatzbrennstoffen

für die Zementindustrie. Angelieferte

Haus- und Gewerbeabfälle sowie Sperrmüll

werden in der mechanischen Splittinganlage

zu Ersatzbrennstoffen (EBS)

für Verbrennungs- und Mitverbrennungsanlagen

aufbereitet. Auf diese Weise kann

der in den Abfällen steckende Energiegehalt

genutzt, primäre Ressourcen wie

Kohle und Gas eingespart und CO2-Emissionen

verringert werden. Auch die

bestehende Metallverbundtrennanlage

wurde u.a. durch verschiedene Optimierungen

weiter verbessert.

Heute wird das Familienunternehmen

mit rund 70 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern in dritter Generation von

Ing. Andreas Säumel und seiner Frau

Mag. Claudia Säumel erfolgreich geführt

und ist auch weiterhin Vorreiter in Sachen

Recycling und Entwicklung moderner und

nachhaltiger Lösungen. Je nach Anlagentechnik

erstreckt sich das Einzugsgebiet

über mehrere hundert Kilometer bis in die

angrenzenden Nachbarländer.

Geschäftsführer Ing. Andreas Säumel:

„​Unsere Lkw-Flotte ist heute genauso

groß, wie beim Einstieg in den Recycling-

Bereich. Im Gegensatz dazu hat sich

unsere Anlagentechnik inzwischen aber

vervielfacht. Vor drei Jahren hat uns ein

Feuer in der größten Anlage kurzfristig

zurückgeworfen, in der Folge haben wir

die ohnehin geplanten Ersatzstoffaufbereitungsanlagen

aber früher als geplant

realisiert. Von 2018 bis jetzt wurden zwei

Anlagen errichtet und in Summe rund

20 Mio. Euro investiert. Über 3 Mio. Euro

haben wir nur in den Brandschutz

investiert, damit zählt der Standort in

diesem Bereich auch europaweit zur

Spitze. Aktuell betreiben wir sieben

Aufbereitungsanlagen für das Abfallrecycling

und sind maschinentechnisch bestens

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27


MASCHINEN + TECHNIK

Von links:

Univ.-Prof. DI Dr.mont.

Roland Pomberger

(Montanuniversität

Leoben, Lehrstuhlleiter

Abfallverwertungstechnik

und Abfallwirtschaft),

Geschäftsführer

Ing. Andreas Säumel

(Mayer Recycling GmbH)

und Landesrat Johann

Seitinger anlässlich der

Eröffnung der neuen

Anlagen und der Präsentation

des aktuellen

Forschungsprojekts.

ausgerüstet. Wir sind auch an einem

großen Forschungsprojekt der Montanuniversität

Leoben beteiligt, das sich mit

einer zukunftsorientierten Steuerung der

Anlagenprozesstechnik beschäftigt und

dabei auch den Einsatz von künstlicher

Intelligenz untersucht.“

Die seit rund 25 Jahren bestehende

Kooperation mit der Firma Liebherr

intensivierte sich ab 2017, als das neue

Antriebskonzept des Radladers L 550

XPower das Interesse der Firmenleitung

Der LH 26 Elektro

Industry versorgt

seit 2018 im

Freien im stationären

Einsatz die

Zopfaufbereitungsanlage.

Die beim LH 26

Elektro verwendete

Frequenzumrichtertechnik

senkt die

anfallenden

Stromkosten

erheblich.

weckte. Das Gerät wird seither zur

vollsten Zufriedenheit hauptsächlich für

die Lkw-Beladung eingesetzt. Ing. Säumel

über die darauffolgende Investition in das

Elektro-Umschlaggerät: „Ich bin ein

großer Fan von Elektromobilität und fahre

selbst ein Elektroauto, das von meiner

privaten Photovoltaikanlage gespeist wird.

Da der Wirkungsgrad wesentlich effizienter

ist, als bei einem Dieselmotor und auch

die Betriebskosten deutlich niedriger sind,

setze ich auf diese Technik auch in

Der Liebherr

Radlader L 550

XPower ist für

die Lkw-Beladung

mit

einer massiv

ausgeführten

5,5 m³ Hochkippschaufel

ausgerüstet.

unserem Betrieb. Der erste Schritt in diese

Richtung war der Liebherr LH 26 Elektro

Industry, der mit seiner hochentwickelten

und effizienten Elektrotechnik seit 2018

im Freien die Zopfaufbereitungsanlage

beschickt. Er wird über ein Stromkabel

versorgt, muss kaum Fahrwege zurücklegen

und arbeitet zu unserer vollsten

Zufriedenheit.“

Die jüngste Investition in den Fuhrpark

betrifft drei neue Liebherr L 526 Radlader

in Recycling-Ausführung mit Schutzgitter,

Vollgummi-Reifen und entsprechender

Filtertechnik. Eingesetzt werden die

Liebherr L 526 Radlader vor allem für die

Beschickung der verschiedenen Aufbereitungsanlagen.

Aufgrund aktueller

Umstellungen kommen die Geräte zurzeit

mit Hochkippschaufeln zum Einsatz, auf

Dauer werden sie aber mit herkömmlichen

Schaufeln eingesetzt.

Ing. Säumel: „Ausschlaggebend für

die Entscheidung waren einerseits die

ausgezeichneten Erfahrungen mit dem

L 550 XPower, andererseits auch der

überzeugende Auftritt eines L 526 im

Testbetrieb. Dieser wird zurzeit im

Liebherr Werk in Bischofshofen auf den

neuesten Stand gebracht und kommt

danach zurück in unseren Fuhrpark. Ein

weiterer Grund war sicherlich auch das

sehr positive Feedback meiner Mitarbeiter

auf das Gerät. Was uns sehr gut gefallen

hat, war der ausgezeichnet funktionierende

Service. Das ist für uns sehr wichtig

und ich weiß, dass ich mich auf die

Betreuung durch Mario Demmerer

jederzeit verlassen kann. Darüber hinaus

hat Ing. Josef Pichler als Leiter der

bestens ausgerüsteten Liebherr Kundendienstniederlassung

in Peggau ja bereits

mit meinem Vater zusammengearbeitet.

Wir sind sowohl mit der leistungsfähigen

Gerätetechnik von Liebherr, als auch mit

der persönlichen Betreuung sehr zufrieden.

Ergänzend dazu nutzt unser Team

auch die Vorteile des MyLiebherr Portals

für Online-Services.“

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28 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


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MASCHINEN + TECHNIK

Auf den neu erschlossenen Gründen

haben die weitreichenden

Modernisierungsarbeiten

bei Winkelbauer mit dem Bau

einer Leichtbauhalle begonnen.

WINKELBAUER

Expansionskurs: Winkelbauer stärkt

Standort mit Millioneninvestition

Der steirische Stahlverarbeiter Winkelbauer tätigt eine der größten Investitionen

der jüngeren Unternehmenshistorie. Der Traditionsbetrieb erweitert aktuell die

Betriebsflächen um mehrere tausend Quadratmeter. Parallel dazu wird die bestehende

Produktion digitalisiert und mit modernster Robotik und High-Level-

Zerspanungstechnik ausgestattet. 30 Arbeitsplätze und Lehrstellen entstehen.

Im ersten Quartal wurde der höchste Auftragseingang aller Zeiten verzeichnet.

D

ie neue, in Leichtbauweise gefertigte

Lagerhalle, die im oststeirischen

Anger bei Weiz im Rekordtempo aus dem

Boden gestampft wurde und 1.200 m 2

umfasst, ist Vorbote einer der größten

Expansionsschübe in der jüngeren

Historie des steirischen Traditionsbetriebs

Winkelbauer. Denn der bereits

finalisierte Bau der Infrastruktur

– auf dem neu erschlossenen

etliche tausend Quadratmeter

großen Grundstück der Firma

– ist lediglich der Startschuss

einer Fülle an Investitionen des

aktuell 140-köpfigen Stahlverarbeiters.

Während das Firmenareal

mit der neuen Betriebshalle

und zusätzlichen

2.000 m 2 an

Freilager- und

Logistikflächen

räumlich erweitert wird, sorgen hochmoderne

Anlagen für technologisches

Wachstum. Neben einer weiteren High-

End-Schweißroboteranlage kommt ein

Doppelpack in der CNC-Zerspanung und

im Zuschnitt. Mit zwei hochpräzisen

5-Achs-DMG-Bearbeitungszentren sowie

zwei leistungsfähigen CNC-Brennscheideanlagen

erweitert das

Unternehmen den Maschinenpark

in den kommenden

Monaten systematisch. „Mit der

Expansion und dem Upgrade

können wir die Qualität unserer

Produkte sowie den Automatisierungsgrad

unserer Fertigung

weiter anheben“, betont

Geschäftsführer

Michael Winkelbauer. „Unsere Kernkompetenz,

die Verarbeitung von hochverschleißfestem

Stahl mit extrahoher

Zähigkeit, können wir aber nicht nur in

der für uns wichtigen Baumaschinenindustrie

ausbauen. Wir wollen uns auch im

Bereich der Komponentenfertigung noch

stärker etablieren. Mittelfristig ist es

unser Ziel, den Standort auf Basis der

aktuellen Weiterentwicklungen als

Kompetenzzentrum für die Verarbeitung

von härtestem Stahl zu positionieren“,

betont der Firmenchef. Das Investitionsvolumen

beläuft sich insgesamt auf 5 Mio.

Euro und erstreckt sich bis Ende 2022.

Umfassendes

Digitalisierungsprogramm

Eingerechnet in das Expansionsvolumen

ist dabei bereits ein in die Wege geleitetes,

umfassendes Digitalisierungsprogramm:

Investiert in den Standort:

Geschäftsführer Michael

30 JUNI 2021

Winkelbauer.

BAUBLATT.ÖSTERREICH

Fotos: WI/Melbinger


MASCHINEN + TECHNIK

„Das beginnt beim Shopfloor-Management,

also dem digitalen Ausrichten unserer

Fertigungslinien, geht über die Erneuerung

der digitalen Kundenorganisation bis hin

zur einheitlichen Bereitstellung aller

Produktinformationen über unterschiedlichste

Ausgabekanäle“, erklärt Winkelbauer.

Heißt: Die Digitalisierung greift bei Winkelbauer

auf allen Ebenen. „Das ist entscheidend,

um zukunftsfähig zu bleiben“, sagt der

Anbaugeräte für die internationale Baumaschinenindustrie

entstehen in Anger bei Weiz.

Hochmoderne Roboter und Brennschweißgeräte sorgen

für eine moderne Fertigung bei Winkelbauer.

Geschäftsführer. Die weitverbreitete

Meinung, eine höhere Automatisierung und

mehr digitale Prozesse würden zu einem

niedrigeren Mitarbeiterbedarf führen, kann

Winkelbauer nachhaltig widerlegen. Bereits

während der Pandemie wurden 15 Fachkräfte

neu aufgenommen, um nochmals so

viele Mitarbeiter soll das Unternehmen in

den nächsten 24 Monaten insgesamt

anwachsen. „Wir suchen aktuell in jedem

Unternehmensbereich – ob in der Zerspanung

und in der Schweißtechnik, ebenso wie

im Vertriebsinnendienst und in der Konstruktion.

Interessierte und engagierte

Bewerber haben bei uns immer eine Chance.

Von besonderer Bedeutung sind die Lehrlinge.

Auch hier könnten wir aktuell bis zu

zehn weitere Ausbildungsplätze besetzen“,

erklärt Winkelbauer.

Auftragshoch in Recyclingbranche

Neben dem akuten Fachkräftemangel, der

aus Sicht des Geschäftsführers „Hemmschuh

für die konjunkturelle Widerauferstehung“

sei, drücken aktuell insbesondere die

Rohstoffkosten auf die unternehmerische

Stimmung: „Wir sind mittelfristig gut

ausgelastet und verzeichneten im ersten

Quartal sogar den höchsten Auftragseingang

aller Zeiten. Hier haben sicher auch die

Investitionsanreize mitgeholfen. Die

generellen Materialverfügbarkeiten und die

Rohstoffpreise sind allerdings katastrophal“,

erklärt Winkelbauer. Bedingt durch die

ungebremste Baukonjunktur ist die Auslastung

im Baumaschinenbereich sehr gut und

trifft dabei auf eine rasante Entwicklung in

der Recyclingbranche: Der hochverschleißfeste

und hochfeste Stahl aus Anger kommt

zunehmend in Schredder- und Abfallaufbereitungsanlagen

als Verschleißbauteil zum

Einsatz.

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BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2021

31


MASCHINEN + TECHNIK

Schnelle Arbeitsspiele und eine hohe Effizienz bei

großen Arbeitsradien machen den Kobelco

SK500LC-11 vielseitig einsetzbar. Den neuen

50-Tonner von Kobelco kennzeichnen aber auch

seine große Standfestigkeit und das exakte

Handling schwerer Lasten auch in

seitlicher Auslage.

KOBELCO / KOHLSCHEIN

Nächste Generation der Kobelco-Riesen

Auch bei der Einführung der nächsten Generation seiner 50-t-Bagger orientierte sich

der japanische Hersteller Kobelco wieder an den steigenden Anforderungen seiner

Kunden. Der neue SK500LC-11 und der größere SK530LC-11 bieten eine gesteigerte

Geschwindigkeit und Leistung, bessere Zuverlässigkeit und Wartung, modernste

Ergonomie und Design und erfüllen die aktuelle Abgasnorm Stufe V.

it einem Betriebsgewicht von jetzt

M knapp über 50 t positioniert sich der

SK500LC-11 vor allem dank der Motorleistung

des neuen Stufe V-konformen

13-l-Hino-Turbomotors (300 kW; 1.700 Nm

bei 1.400 min-1) weit vorne im 50-t-Segment.

Für den Betreiber bringt der

Leistungszuwachs um knapp 30 kW im

direkten Vergleich zur 10er-Generation

insbesondere schnellere Arbeitsspiele

(+5,1%), einen geringeren Kraftstoffverbrauch

(-5,4%) und damit eine höhere

Produktivität (+6,2%).

Während der SK500LC-11 vorrangig

auf schwere Einsätze in Erd- und Rückbau

zielt, empfiehlt sich der schwerere

SK530LC-11 auch als Lade- und Produktionsgerät

in der Gewinnungsindustrie.

Beide Bagger setzen dabei auf große

Standfestigkeit und hohe Hubleistung: So

besitzt der SK500LC-11 mit 50.400 kg ein

höheres Betriebsgewicht als sein direkter

Vorgänger; beide Modelle gewährleisten

mit einer leistungsoptimierten Hubhydraulik

(Heavy Lift) große Kräfte am Stiel.

Das ermöglicht bei geringer Auslage ein

reibungsloses und gleichmäßiges Handling

schwerer Lasten – im Vergleich zum

Wettbewerb bieten die Maschinen laut

Kobelco vor allem aber hervorragende

Hubleistungen bei seitlichen Radien von

bis zu 9 m.

Bei einem Betriebsgewicht von knapp

53 t kommt der SK530LC-11 mit einem

verstellbaren Unterwagen, dessen

Spurweite sich auf 2.890 mm erweitern

lässt (SK500LC-11: 2750 mm). Im Betrieb

resultiert daraus eine klassenführende

Standfestigkeit und überlegene Hubleistung.

In Transportstellung misst das

Kettenfahrwerk mit 600 mm breiten

Bodenplatten – und damit die gesamte

Maschine – lediglich noch 2.990 mm in der

Breite (SK500LC-11 mit fixem Unterwagen:

3.350 mm), was Transporte

zwischen den Einsatzorten vereinfacht.

Mit dem Performance X Design-Konzept

von Kobelco setzen die SK500LC/

SK530LC-11 auch neue Maßstäbe in

Kabinendesign und Ergonomie. Arbeitsund

Bedienkomfort für den Baggerführer

auf langen Schichten genießen bei Kobelco

einen sehr hohen Stellenwert, entsprechend

bietet das geräumige Führerhaus

zahlreiche Funktionen zur Verbesserung

von Komfort und Sicherheit.

Der luftgefederte und beheizte Fahrer-

Fotos: Kobelco

32 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

sitz von Grammer absorbiert Stöße selbst

in rauestem Gelände und lässt sich leicht

gemeinsam mit den Armlehnen und den

hydraulischen Bedienelementen verstellen,

um der Ermüdung des Fahrers

entgegen zu wirken. Dabei können die

Positionen der Armlehnen und der

Bedienelemente auch unabhängig vom

Sitz eingerichtet werden und bieten so

eine optimale Ergonomie für Fahrer

jeder Größe.

Der Multifunktions-Drehknopf (Jog

Dial) steuert die Funktionen des großen

10-Zoll-Farbmonitors und kann auch mit

Handschuhen bedient werden. Die Kabine

verfügt serienmäßig über eine Klimaanlage

und ist mit DAB+-Radio (inkl.

Audio-Bluetooth und Freisprecheinrichtung)

und einer 12-V-Steckdose

ausgestattet.

Auch die Arbeitssicherheit wurde

bei den Modellen der neuen Generation

11 weiter optimiert: Drei serienmäßige

Kameras rechts, links und hinten am

Bagger gewährleisten beste Rundumsicht

auch aus der Vogelperspektive, die vom

Fahrer individuell eingestellt werden

kann. Zusätzlich liefert der intuitiv

Product Manager

Peter Stuijt:

„Der SK500LC-11 und

der SK530LC-11

repräsentieren

im Hinblick auf

Baggerleistung

und -design eine

neue Generation.“

bedienbare Monitor auf einen Blick

wichtige Informationen wie Kraftstoffverbrauch,

Wartungsintervalle, Arbeitsmodi

und Anbaugeräte-Einstellungen.

Für die einfache Wartung sorgen eine

verbesserte Anordnung von Motor- und

Ölkühler, sowie ein leichter Zugang zum

Harnstofftank und zum zweistufigen

Luftfilter. Zur leichteren Inspektion und

Reinigung der Kühlersysteme kann zudem

ein optionaler Laufsteg auf der linken

Seite der Maschine montiert werden.

Außerdem wurde bei den Modellen der

neuen Generation 11 die Zuverlässigkeit

des Motors optimiert. Die Lüfter der

Kühlsysteme lassen sich jetzt umkehren,

um die Kühler sauber zu halten, zudem

besitzt der Motorkühler-Riemen jetzt eine

automatische Abspannung, was den

Wartungsaufwand weiter verringert.

Beheizte Harnstoffleitungen tragen dazu

bei, Probleme durch Verstopfungen in

kälteren Umgebungstemperaturen zu

vermeiden. Sowohl der SK500LC-11 als

auch der SK530LC-11 sind mit Standardausleger

und drei unterschiedlichen

Stielen oder als Massenaushubmodell mit

kurzem Ausleger und kurzem Stiel

erhältlich.

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BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2021

33


MASCHINEN + TECHNIK

Der Wert einer Messung ist abhängig von

ihrer Genauigkeit, deshalb müssen die Lkw

für den Eichdienst immer den aktuellen

Richtlinien für das Eich- und Vermessungswesen

entsprechen. Im Bild der neue MWT

Eichdienst-Lkw für mehr Flexibilität und

Genauigkeit.

40 Stück Prüf gewichte

á 500 kg bereit zum

punktgenauen

Platzieren auf der

Über flurwaage.

Eichung einer

stationären

Containerwaage.

Das Eichfahrzeug

Ist österreichweit

im Einsatz.

In vielen Einsatzbereichen

besteht für Waagen eine

gesetzliche Eichpflicht und je

nach Waagentyp und Einsatzbereich

ist es notwendig,

die Wiegegenauigkeit fortlaufend

zu gewährleisten.

Mit dem neuen Eichfahrzeug

ist MWT nun in der Lage

Brückenwaagen bis zu

80.000 t zu eichen.

F

ahrzeugwaagen sind ständig Umwelteinflüssen,

schweren Lasten und

Vibrationen ausgesetzt, die sich auf ihre

Genauigkeit auswirken. Deswegen ist der

Waagenbesitzer dazu verpflichtet, seine

Waage im eichtechnischen Verkehr alle

zwei Jahre von einer ermächtigten

Eichstelle nacheichen zu lassen, sodass die

Wiegeergebnisse der geltenden Norm

entsprechen. Nur die genaue Kenntnis der

Messabweichungsgrenzen und der

MWT

Neuer Eichservice-Lkw

bringt noch mehr Flexibilität

vorbeugende Service, garantieren die

geforderte Messgenauigkeit der Messgeräte

und vermeiden kostenstarke Mehrabgaben

oder sogar Betriebsstörungen.

Seit Juli 2005 ist MWT als ermächtigte

Eichstelle befugt, Eichungen auch ohne

Eichamt durchzuführen. Um die Präzision

der einzelnen Waagen auch in Zukunft

sicherzustellen, verstärkt nun ein neuer

Lkw das Kalibrier- und Wartungsservice

von MWT. Das Eichfahrzeug kommt direkt

zu den Kunden – ausgestattet mit 20 t

Prüfgewichten bis zu einem Gramm an

Bord. Der Zeichnungsberechtigte führt vor

Ort die Eichung durch. Das spart Zeit,

aufwendige Transporte und letzten Endes

bares Geld. Alle Terminabstimmungen mit

den Kunden und der MWT-Eichstelle

liegen dabei in einer Hand.

Ein wesentlicher Vorteil des Eichfahrzeugs

besteht darin, dass beim Eichen

größtmögliche Flexibilität sichergestellt

wird und spezielle Baufahrzeuge sowie

Fahrzeugwaagen vor Ort geeicht werden

können.

„Mit unserem Kran am Eichfahrzeug

sind selbst schwerzugängliche Fahrzeugwaagen

in jeder notwendigen Messpunkt-

Position einwandfrei zu erreichen“, betont

MWT Geschäftsführer Günter Schmalnauer.

Der erste Einsatz des Eichfahrzeugs

wurde bereits bei einer Überflurwaage

absolviert, die in den Besitz des

Transportunternehmens Schrefler GmbH

überging. Mit einem hochmodernen

Fuhrpark übernimmt das Bad Haller

Unternehmen Transporte in ganz Österreich

und den benachbarten Ländern.

Daher kommen auch nur die qualitativ

besten Waagen für den Eigentümer

Manfred Schrefler in Frage.

www.mwt-systeme.at

34 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


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Mieters. Versicherung obligat (Mietpreis ohne Versicherung). Versicherung bei uns möglich (siehe Merkblatt).

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bezahlten Mieten, zuzüglich Zinsen k.k., zuzüglich eventueller Reparaturen. Angebot gültig so lange der Vorrat reicht.

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ermöglicht zusätzliche Dienstleistungen

Von der Kanalinspektion bis zur Kanalsanierung bietet die Alpe Kanal-Service GmbH

nicht nur ein umfassendes Dienstleistungspaket, sie ist auch mit geschultem Personal

und mobilen High-Tech Geräten im Notfall österreichweit schnell und zuverlässig zur

Stelle. Vor kurzem investierte das Unternehmen in einen neuen RSP Saugbagger, mit

dem man den Kunden nun in vielen Bereichen hocheffiziente Lösungen anbieten kann.

R

Der RSP Saugbagger ESE 6 RD 8000 der Firma Alpe Kanal-Service GmbH empfiehlt

sich unter anderem für heikle Aushubarbeiten oder den raschen Abtransport

von Baurestmassen im Rahmen von Altbausanierungen.

und um den Kanal verfügt das Team

der Alpe Kanal-Service GmbH über

umfangreiche Kompetenzen: beginnend

mit der Kanalinspektion und Kanalortung

über die Kanalreinigung und Druckprüfungen

bis hin zur Kanalsanierung

werden die erforderlichen Tätigkeiten

hochprofessionell erledigt.

Rund 120 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter stehen für die Kunden an den

Standorten in Thaur bei Innsbruck, Tiroler

Unterland, Salzburg, Wien und St. Pölten

zur Verfügung. Durch die jüngste Niederlassung

in Ötztal Bahnhof kann nun nicht

nur das Tiroler Oberland noch intensiver

betreut werden, sondern auch Vorarlberg.

Zum Einsatz kommen modernste Geräte

und Techniken, wie etwa Hochdruckspül-

Saugfahrzeuge, Kanal-TV-Systeme und

Fräsroboter. Mit der hochmodernen

Inliner-Technik werden defekte Rohrleitungssysteme

unkompliziert und schnell

repariert – ohne aufwändige Grabungen

oder Stemmarbeiten. Die laufende

Schulung der Mitarbeiter, die Einhaltung

strengster Sicherheitsauflagen und die

Schonung von Umwelt und Ressourcen

sind für das Unternehmen selbstverständlich.

Geschäftsführer Mario Manzl über die

Erfolgsgeschichte des Unternehmens:

„Mein Stiefvater, in dessen Betrieb ich ein

Jahr mitgearbeitet und viel gelernt habe,

war über 30 Jahre mit dem Kanal Service

in Tirol sehr erfolgreich. Ich habe dann

2007 in Thaur mit einem kleinen Team

mein eigenes Kanalreinigungsunternehmen

gegründet und wir haben uns sehr

schnell in ganz Tirol mit unserem Kanalservice

für Hausverwaltungen, Gemeinden

und die Industrie einen Namen gemacht.

Die Schwerpunkte lagen zunächst in der

Kanalinspektion mit Schiebekameras, in

der Behebung von Kanalverstopfungen

und in Kanaldruckprüfungen für Baufirmen.

Ein echter Wachstumsschub war für

uns der Einstieg in die Kanalsanierung,

die wir überwiegend grabenlos mittels

Inliner-Verfahren durchführen. Damit

haben wir uns als Komplettanbieter

positioniert, der die Problemstellen nicht

nur finden kann, sondern sie auch gleich

saniert. Wir sind inzwischen in West-

Österreich die größte Kanalservice- und

Kanalsanierungsfirma und stehen als

größter WC Verleiher praktisch mit jeder

Baufirma in Tirol in Kontakt. Da man sich

auf den Lorbeeren bekanntlich nicht

ausruhen darf, war für mich die Investition

in einen RSP Saugbagger der nächste

zukunftsweisende Schritt für die weitere,

erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens.“

36 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


Sind von den

zahlreichen

Vorteilen der

RSP Saugbagger

überzeugt (von

links): Mario Manzl

(Geschäftsführer

und Inhaber der

Alpe Kanal-Service

GmbH) und Harald

Mlečka (Geschäftsführer

der Mlečka

Baumaschinen

GmbH in

Oeynhausen).

EINFACH MIT

DEM BESTEN

ZUFRIEDEN

SEIN!

Die Firma RSP mit Sitz in Saalfeld/

Saale in Thüringen produziert seit mehr

als 25 Jahren Saugbagger und Spezialsaugtechnik.

Vertriebspartner für die

RSP Saugbagger ist in Österreich die

Firma Mlečka Baumaschinen GmbH in

Oeynhausen. RSP Saugbagger ermöglichen

nicht nur ein schonendes Aushubverfahren

bei erdverlegten Versorgungsleitungen,

sie zeigen ihre Stärken auch

in vielen anderen Bereichen. Beispielsweise

ersetzen sie in der Sanierung

mehrgeschossiger Gebäude den mühsamen

Abtransport des Materials über

Schuttrutschen – dank hochwertiger

Filtertechnik völlig staubfrei. Aber auch

bei der Sanierung von Flachdächern

lässt sich die Kiesschicht zügig und mit

geringem Aufwand entfernen. Und

private Bauherren, die ihren gepflegten

Rasen für einen Pool oder Brunnen nicht

von einem Bagger zerstören lassen

wollen, schätzen den präzisen und

spurlosen Abtransport aus der Distanz

durch den Saugschlauch.

Harald Mlečka, Geschäftsführer der

Firma Mlečka Baumaschinen GmbH,

betont: „Der Saugbaggereinsatz ist bis zu

16-mal effektiver als herkömmliche

Aushubmethoden und ersetzt die

zeit- und kostenintensive Handarbeit in

verschiedenen Bereichen. Saugbagger

sind sicher, sehr schnell vor Ort, sofort

einsatzbereit, arbeiten umweltschonend,

bieten hohe Arbeitssicherheit, benötigen

wenig Platz und saugen auch durch

Mit modernsten

Geräten und

Techniken steht die

Alpe Kanal-Service

GmbH österreichweit

für alle

Servicearbeiten

rund um den Kanal

zur Verfügung.

kleine Öffnungen. Aufgrund unserer

Aktivitäten sowie den Demonstrationen,

die wir mit unserer Maschine durchgeführt

haben, konnten wir bereits einige

Geräte verkaufen. Diese neue Technologie

wurde somit am Markt sehr positiv

angenommen und wir sehen dadurch

einer sehr erfolgreichen Entwicklung

entgegen.“

Bei dem RSP Saugbagger der Firma

Alpe Kanal-Service GmbH handelt es sich

um das Modell ESE 6 RD 8000, aufgebaut

auf einem Mercedes Benz 3751. Das

Fahrzeug verfügt über einen 10 m 3 Behälter,

der seitlich abgekippt werden kann,

und bietet – ab hängig vom Material –

eine Saugtiefe von ca. 45 m und eine

Saugentfernung von ca. 120 m. Mit Hilfe

der hochwirksamen Feinfilter wird eine

konstante und effektive Abluftreinigung

erreicht. Die Feinfilterkammer wird

automatisch beim Kippen entleert.

„Unsere Einsätze mit dem RSP

Saugbagger verlaufen zügig und hocheffizient.

Wir saugen das Abbruch- oder

Aushubmaterial ein und transportieren

es zu entsprechend zertifizierten

Recyclinghöfen. Was mich besonders

beeindruckt ist die extreme Saugkraft,

auch über große Distanzen. Viele Kunden

hatten noch keine persönlichen Erfahrungen

mit einem Saugbagger, aber jeder

war danach wirklich begeistert“, betont

Firmenchef Manzl abschließend.

www.alpekanal.at | www.mlecka.at

www.rsp-germany.com

Industrie- und

Baumaschinen

Service GmbH

Spezial- und Sondermaschinen

für Industrie, Bau und Gewinnung

Generalimporteur

für Österreich

Betriebsgebiet Nord 26

A-3300 Ardagger Stift

Tel.: +43 7472 23 494

Fax: DW 25

info@ibs-maschinen.at

www.ibs-maschinen.at


MASCHINEN + TECHNIK

KIESEL / SUNCAR

Erster batterieelektrischer Kompaktbagger

der 8-10-t-Klasse aus Serienproduktion

Im Rahmen einer erfolgreichen Kooperation haben die Suncar HK AG aus Zürich und

die deutsche KTEG GmbH einen elektrisch betriebenen Kompaktbagger konzipiert und

umgesetzt. Von der Machbarkeitsstudie über die mechanische und elektrische Auslegung

und Umsetzung, bis hin zum Bau der Prototypen und schließlich der Serienfertigung

dauerte dieses Projekt ca. 3 Jahre.

D

as erste Produkt der Zusammenarbeit

zwischen Suncar und KTEG, der

Kompakt-Raupenbagger ZE85, hatte

anlässlich der bauma 2019 seine Weltpremiere

und zählte zu den Messe-Highlights.

Direkt im Anschluss wurde er in dem am

weitest entwickelten Markt für Elektromobilität

in Europa, in Norwegen, im realen

Baustelleneinsatz getestet und zur Serienreife

gebracht. Die erste Charge der

Serienproduktion von 50 Maschinen verließ

im Frühjahr 2021 die Produktion der KTEG.

Die zweite befindet sich bereits in Arbeit.

Ein zweites Modell in der 2-t-Klasse, der

ZE19, steht ebenfalls kurz vor der Serienreife

und wird im Sommer 2021 auf den

Markt kommen.

„Die Verfügbarkeit des Baggers auf der

Baustelle ist eines der wichtigsten Kriterien

für den Betreiber“, erläutert Harald

Thum, Geschäftsführer der KTEG GmbH.

„Mit Suncar haben wir einen der TOP-

Partner für elektrobetriebene Antriebssysteme

an unserer Seite. Die Bagger der

ZE-Serie gehören dank dieser Kooperation

schon heute zu den zuverlässigsten auf

dem Markt.“

Stefan Schneider, Geschäftsführer der

Suncar HK ergänzt: „Für Suncar ist ein

Partner wie die KTEG, der die Möglichkeit

hat die Maschinen in Kleinserien herzustellen,

sehr erfreulich. Wir ergänzen uns

hervorragend, strategisch und im Tagesgeschäft.“

Der ZE85 ist Teil der Zecom Serie von

KTEG und das erste Modell einer Reihe

kompakter Raupenbagger, die im Batteriebetrieb

komplett autark oder bei Bedarf

auch mit Kabel arbeiten. Die Abkürzung

ZE steht für „Zero Emission“, was sowohl

den Ausstoß an Abgasen als auch den reduzierten

Geräuschpegel in der Anwendung

treffend beschreibt. Die Systemarchitektur

bietet, basierend auf einem modernen

800V-System, die momentan besten

Batterielaufzeiten dieser Klasse. So

arbeitet der ZE85 je nach Betriebsart bis

zu 7 Stunden mit einer Batterieladung. Die

Akkus mit ihrer Kapazität von 100 kWh

– vergleichbar mit dem Model S von Tesla

– können in 45 min. im CCS-Schnellladeverfahren

(Gleichstrom) oder in weniger

als zwei Stunden mit 63 Ampere/400

Volt-Wechselstrom – als „Baustrom“ auf

vielen Baustellen verfügbar – wieder

aufgeladen werden.

Unterbringung der Energieversorgung

wurde clever gelöst: zur Aufnahme des

Batteriemoduls wurde das Kontergewicht

des Kurzheckbaggers ersetzt. So behält die

Maschine weiterhin die im Einsatz

wichtige Standfestigkeit und wurde

lediglich um etwa 30 cm länger. Im Inneren

der Maschine stehen dem Bediener alle

Komfortfeatures des bewährten Basismodells

aus dem Hause Hitachi zur Verfügung.

Die Suncar HK ist ein Startup-Unternehmen

der ETH Zürich und Tochtergesellschaft

der KTEG GmbH, sowie der

Huppenkothen Baumaschinen AG. Das

Entwicklungsbüro besteht aus 15 Mitarbeitenden

und ist spezialisiert auf die

Elektrifizierung von Baumaschinen,

Nutz- sowie Kommunalfahrzeugen.

Europaweit sind bereits fast 100 batteriebetriebene

Maschinen, die mit der Suncar

HK AG elektrifiziert wurden, im Einsatz.

Die KTEG GmbH, ein deutsches Unternehmen

der Kiesel Gruppe, befasst sich mit

maßgeschneiderten Lösungen und Innovationen

für die Bau- und Umschlagsbranche.

Neben den Geschäftsfeldern Baggersysteme

und Digitale Services befasst sich

KTEG in ihrer Sparte ZECOM auch mit

Elektromobilität auf Baustellen.

www.kiesel.net | www.suncar-hk.com

Der KTEG ZE85 im Einsatz – dank

der Premium Batterietechnik stellt

auch der Einsatz bei extremen

Temperaturen kein Problem dar.

Harald Thum,

Geschäftsführer

der KTEG GmbH.

38 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


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SCHNELLER .

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Rahofer.

DAS SCHNELLWECHSELSYSTEM VON BAUMASCHINENTECHNIK

Dank der Schnellwechselsysteme SW2-Q, SW2-Q6 und SW3-Q mit Oil-Quickfunktion

für Hydraulikbagger (12t bis 40t) erledigt sich der Werkzeugwechsel wie von alleine.

Mit bis zu sechs automatisch kuppelbaren Hydraulikanschlüssen inklusive

Elektroanschluss wechseln Sie Hydraulikhämmer, Abbruch- und Sortiergreifer

sowie andere hydraulische und elektrische Zusatzwerkzeuge

einfach, schneller – und sicher. Denn durch die selbstnachstellende,

konische Verriegelung mit permanent vorgespanntem Konstantdruck sitzt

das Werkzeug immer fest und ist somit spielfrei. Mehr auf bmt.at


MASCHINEN + TECHNIK

SBM erhielt den bislang

größten Auftrag der

Firmengeschichte: der

Fehmarnbelt-Tunnel

besteht aus einer Eisenbahnstrecke

mit zwei

Gleisen in separaten

Röhren sowie einer

4-spurigen Autobahn, bei

der je zwei Spuren pro

Fahrtrichtung mit durchgehendem

Seitenstreifen

in einer separaten Röhre

geführt werden.

SBM MINERAL PROCESSING

SBM ist exklusiver Lieferant für

den weltweit längsten Absenktunnel

Der Fehmarnbelt-Tunnel wird das Reisen zwischen Deutschland und Dänemark

bequemer und schneller machen. Er ist mit 18 km der weltweit längste Absenktunnel

für den kombinierten Schienen- und Straßenverkehr. Für das Projekt

wurde SBM Mineral Processing GmbH als Exklusiv-Lieferant der Betonmischanlagen

ausgewählt.

D

DI Erwin Schneller, Geschäftsführer

SBM Mineral Processing GmbH.

er Fehmarnbelt-Tunnel wird aus einer

vierspurigen Autobahn und einer

zweigleisigen, elektrifizierten Bahnstrecke

bestehen. Der Tunnel, der Fehmarn

(Deutschland) und Lolland (Dänemark)

verbindet, wird aus 79 Standard-Tunnelelementen

bestehen, die je 217 m lang und

73.000 t schwer sind. Dazu kommen

weitere 10 Spezialelemente, die über ein

Untergeschoss zur Ausrüstung für den

Betrieb und die Wartung des Tunnels

verfügen. Bis zu 3.000 Menschen werden

direkt beim Bau des Fehmarnbelt-Tunnels

Beschäftigung finden. Die Eröffnung ist

für 2029 geplant.

Mit Planung, Bau und Betrieb des

Fehmarnbelt-Tunnels ist Femern A/S

beauftragt. Das Unternehmen gehört zur

Sund & Bælt Holding A/S, die sich zu

100% im Eigentum des dänischen Staats

befindet. Femern A/S vergab 2016 die

Aufträge für die Tunnelportale und

-rampen sowie den Absenktunnel an

Femern Link Contractors (FLC), einem

Joint Venture aus internationalen Bauunternehmen,

die über die entsprechende

Erfahrung mit großen Infrastrukturprojekten

verfügen. Erfreulich dabei ist, dass

die Femern Link Contractors (FLC) bei

diesem Projekt zur Gänze auf Beton-Technologie

aus Oberösterreich vertrauen und

die SBM Mineral Processing GmbH als

Exklusiv-Lieferant der Betonmischanlagen

ausgewählt hat.

Der Auftrag umfasst die Lieferung von

insgesamt 6 Betonmischanlagen zur

Herstellung der 3.000.000 m³ Beton, die

für den Bau des längsten Absenktunnels

der Welt benötigt werden. Im ersten

Schritt liefert SBM Mineral Processing

eine Euromix 3300 Space, die den Beton

für den Bau der Infrastruktur herstellen

wird. Die Euromix gilt aufgrund ihrer

Leistungsfähigkeit als richtungsweisend

in der supermobilen Betonproduktion.

2021 werden 2 von insgesamt 5 Linemix

4500 CM im „Werk B“ ihre Arbeit aufnehmen

und mit der Betonproduktion für die

Tunnelelemente beginnen. Ausgestattet

mit BHS Doppelwellenmischern DKX 4.5

produzieren diese Anlagen eine Leistung

von 4,5 m³ Beton pro Charge. Dies ist ein

neuer Meilenstein in Bezug auf die

Produktionsleistung selbst für containermobile

Betonmischanlagen von SBM.

„Werk A“ wird Mitte 2022 in Betrieb gehen

und weitere 3 SBM Linemix werden daran

beteiligt sein. Und aufgrund der erfolgreichen

Partnerschaft mit CPT A/S kann

SBM den entsprechenden Support und

somit die Sicherung der Produktionsleistung

gewährleisten.

„Beton hat sich zu einem Hightech

Produkt entwickelt. Als Maschinen- und

Anlagenbauer mit jahrzehntelanger

Fotos/Grafiken: Femern A/S; SBM Mineral Processing

40 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Im ersten Schritt liefert SBM Mineral Processing eine Euromix 3300 Space (Bild links), die den Beton für den Bau

der Infrastruktur herstellen wird. Rechts: 2021 werden 2 von insgesamt 5 Linemix 4500 CM ihre Arbeit aufnehmen

und mit der Betonproduktion für die Tunnelelemente beginnen.

Erfahrung bieten wir unseren Kunden

innovative Lösungen und Konzepte – von

der Sand- bzw. Kiesgewinnung bis zur

Herstellung von Beton. Dies gewährleistet,

dass dieser Beton wirtschaftlich, schnell,

möglichst nachhaltig und entsprechend

der erforderlichen Qualitätskriterien

hergestellt werden kann. Unser Anspruch

ist es, unsere Technologieführerschaft

kontinuierlich auszubauen und unsere

Expertise in der Verfahrenstechnik weiter

zu stärken“, hebt DI Erwin Schneller,

Geschäftsführer SBM Mineral Processing

GmbH, den hohen Stellenwert, den

zukunftsgerichtetes Handeln im Unternehmen

hat, hervor. Seit Firmengründung

ist die Produktentwicklung (F&E) von

SBM dynamisch und zukunftsorientiert

geprägt.

www.sbm-mp.at

www.femern.com

Hoch hinaus – mit krandioser Technik und Service von WOLFFKRAN. Ob Laufkatz- oder Wippauslegerkran,

S oder XXL, in den Bergen oder wie hier in der City auf den Mautner-Markhof-Gründen in Wien: WOLFF ist

der Richtige auch für Ihr Projekt. Wir beraten Sie umfassend. Tel. +43 2235 420 21 0 E-Mail: info@wolffkran.at

Der Leitwolf. The leader of the pack.


MASCHINEN + TECHNIK

SANDVIK

Neues Außenhammer-Langlochbohrgerät

erweitert batterieelektrisches Angebot

Sandvik baut sein Angebot an batterieelektrischen Maschinen weiter aus. Das

neue vollautomatische Sandvik DL422iE Außenhammer-Langlochbohrgerät

ist mit einem elektrischen Antriebssystem ausgestattet.

D

er emissionsfreie Sandvik DL422iE ist

neben dem Sandvik DD422iE das

zweite batteriebetriebene Untertagebohrgerät

des Unternehmens. Sandvik geht

davon aus, bis Ende 2021 eine breite

Palette an batterieverfahrbaren Bohrgeräten

anbieten zu können, die alle Untertage-Bohranwendungen

abdeckt. Der neue

Sandvik DL422iE ist für den Untertagebergbau

in 4 x 4 m oder größeren Produktionsstollen

konzipiert. Es verfügt über die

neueste intelligente Technologie, um einen

Der Sandvik DL422iE ist

auf einem knickgelenkten

Trägergerät C400E mit Allradantrieb

montiert, das mit einem elektrischen

Antriebssystem (Batteriepaket und Elektromotor)

ausgestattet ist. Die Batterien

können während des Bohrens

aufgeladen werden.

kontinuierlichen und unbemannten

Betrieb zu ermöglichen, mit Automatisierung

und Fernsteuerung für das Bohren

während Schichtwechseln und Pausen.

Durch diese und andere Funktionen,

kombiniert mit umfassender Datenerfassung

und -übertragung über drahtlose

Netzwerke, trägt der Sandvik DL422iE zu

einer verbesserten Maschinenauslastung

und Produktivität bei.

Der Sandvik DL422iE ist in der Lage,

mit ST58- und ST68-Rohrgestängen

vertikale und geneigte Fächer sowie

einzelne oder parallele Langlöcher mit

Ø89-127 mm bis zu 54 m Tiefe zu bohren.

Er ist mit dem leistungsstarken 33-kW-

Langlochbohrhammer HF1560ST ausgestattet,

der auf einem bewährten Konzept

in Bezug auf Bohrleistung, Zuverlässigkeit

und Betriebskosten basiert. Mit einer

Schlagfrequenz von 40-45 Hz und einer

optimierten Schlagdynamik für ST68-

Rohre liefert der Sandvik DL422iE einen

optimalen Gebirgskontakt der Bohrwerkzeuge

für eine verbesserte Energieübertragung.

Dies führt zu einem geringeren

Spannungsniveau in den Gesteinswerkzeugen,

niedrigeren Bohrstrangtemperaturen

und einer längeren Lebensdauer von

Einsteckende und Rohr.

Der Sandvik DL422iE ist standardmäßig

mit Sandviks Platinum Bohrautomatisierungspaket

für kontinuierliche und

automatisierte Produktionsbohrungen

ausgestattet. Dieses wird mit dem i-Class

iSOLO Bohrsteuerungssystem kombiniert,

um die Produktivität zu maximieren und

die Genauigkeit beim Bohren von Fächern

und parallelen Langlöchern zu verbessern.

Es fungiert als Vollzeit-Steuerung und wird

zum Hochladen von Bohrplänen in das

Steuerungssystem verwendet, wobei die

Bohrplanverwaltung direkt an der Benutzeroberfläche

erfolgt, um ein automatisiertes

Bohren bis zu einer vordefinierten Tiefe

zu gewährleisten. Darüber hinaus erfolgen

Vorschub und Gestängepositionierung zum

nächsten Bohrloch automatisch, während

die Daten per WLAN-Ethernet-Verbindung

übertragen werden. Zusätzlich zum

Standard-Platinum-Paket kann die

Sandvik DL422iE mit einem optionalen

automatischen Bohrkronenwechsler

ausgestattet werden, der das autonome

Bohren kompletter Fächer und das

Durcharbeiten von Schichtwechseln

ermöglicht. Die Geräte sind nicht nur mit

der MySandvik-Fernüberwachung ausgestattet,

sondern können auch in AutoMine

und OptiMine integriert werden, was eine

Steuerung mehrerer Geräte und ein

ferngesteuertes Umsetzen von Fächer zu

Fächer ermöglicht.

www.rocktechnology.sandvik/de

42 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


HANDARBEIT WAR GESTERN!

WDS 530

Dank österreichischem Bahnbau Know-how wird aus

dem historischen Bauwerk des frühen 20. Jahrhunderts

ein state-of-the-art Tunnel, der höchste technische

Ansprüche erfüllt.

Foto: ÖBB/evmedia

ÖBB

Super-Bauzug bei Modernisierung

des Karawankentunnels im Einsatz

Die Arbeiten im Karawankentunnel zwischen Rosenbach

und Jesenice laufen auf Hoch-Touren. Ab Mitte Juli 2021

sollen die Personen- und Güterverkehrszüge wieder rollen.

S

eit September 2020 laufen die

Arbeiten für die Modernisierung des

Karawankentunnels, der Österreich

und Slowenien verbindet. Im Zuge der

planmäßig fortschreitenden Arbeiten,

werden nun die Schienen im rund 8 km

langen Tunnel neu verlegt. Für die

Umsetzung dieser Arbeiten ist auch

der so genannte Schnellumbauzug

(SUZ) im Einsatz.

Der 500 m lange Schienenumbauzug

SUZ 500 war von 29. April bis 5. Mai im

Einsatz. Er hat sich von Norden nach

Süden Richtung Jesenice vorgearbeitet

und verlegte stolze 200 m Gleis pro

Stunde neu, täglich waren es 1.620 m.

Die rund 2.000 t schwere Maschine

bewegt sich dabei im Schritttempo und

verlegt das neue Gleis in die endgültige

Position. Vereinfacht ausgedrückt, der

SUZ arbeitet vor sich her: Schwellen

und Schienen werden vom hinteren

BAUBLATT.ÖSTERREICH

Ende des Zugs nach vorne befördert

und vorne erfolgt die Montage und

somit der fertige Oberbau.

18 Mitarbeiter begleiten die

Maschine beim Verlegen der Gleise.

Im Tunnel werden insgesamt rund

8.000 m Gleise verlegt, dazu kommen

80 m auf der freien Strecke bis zum

Nordportal. Dabei werden insgesamt

circa 13.500 Gleisschwellen verbaut und

etwa 20.000 t Gleisschotter benötigt. Im

Tunnel werden Holzschwellen verlegt,

da sich diese besser an die Umgebung

des bestehenden Tunnels anpassen. Um

den Karawankentunnel auf einen

modernen Stand zu bringen, fließen von

den ÖBB insgesamt rund 73 Mio. Euro

in die Sanierung, insgesamt belaufen

sich die Kosten auf rund 140 Mio. Euro

(Co-Finanzierung mit Slowenien und

der EU).

www.oebb.at

TUNNEL-

SANIERUNG

SO EINFACH

WIE NIE!

Die WDS 530 bietet professionelle

Schleiftechnologie mit überragender

Flächenleistung

Ergonomische und gesundheitsschonende

Entfernung kontaminierter

Wand- und Deckenbeläge

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MASCHINEN + TECHNIK

Die Firma Calmit

GmbH ist einer der

führenden Kalkhersteller

in Europa.

Mit einer neuen

Produktionsanlage im

Werk Bad Ischl nutzt

das Unternehmen eines

der hochwertigsten

Kalksteinvorkommen

Österreichs. Der

Materialtransport im

Abbaubetrieb wird von

der Firma Mittendorfer

durchgeführt, die dafür

einen neuen knickgelenkten

Doosan

Muldenkipper DA45-7

einsetzt.

DORALCO / EISENWAGEN / CALMIT

Calmit: neuer Doosan Muldenkipper

sichert Materialversorgung in Bad Ischl

M

itte 2019 startete Calmit in direkter

Nachbarschaft zum Baumit Fertigputzwerk

mit dem Bau einer hochmodernen

Kalk-Produktionsanlage. Diese

PCC-Anlage (precipitated calcium

carbonate), die synthetisches Calciumcarbonat

herstellt, nahm vor einigen Monaten

den Betrieb auf. Neben der Schaffung von

rund 20 neuen Arbeitsplätzen trägt der

neue Produktzweig mit seiner hohen

Exportquote auch zur Standortsicherung

bei. Die umweltschonende Technologie

bringt zudem eine CO2-Einsparung von

30%. Mit modernster Technologie und

langjähriger Erfahrung produziert Calmit

Stückkalk, Feinkalk, Kalkhydrat und

Steinmehl von qualitativ höchstem

Standard. Calmit Produkte kommen in

vielen Bereichen zum Einsatz, unter

anderem in der Baustoff- und Papierindustrie,

im Straßenbau zur Boden- und

Asphalterhärtung oder als funktioneller

Füllstoff in der Kunst stoffindustrie.

Versorgt wird das Werk in Bad Ischl

durch den nahegelegenen Steinbruch

Starnkogel. Hier werden auf über 700 m

Seehöhe von der Firma Mittendorfer im

Jahr bis zu 250.000 t des hochwertigen

Kalksteins im Bohr- und Sprengbetrieb

gewonnen. Das Material wird von der

Bruchwand zu einem Esch Kreiselbrecher

transportiert und in zerkleinertem

Zustand über einen Sturzschacht, Förderbänder

und Lkw ins Werk transportiert.

Die umfangreichen Kompetenzen der

1948 gegründeten Firmengruppe Mittendorfer

sind im Salzkammergut bei vielen

Projekten gefragt. Firmenchef Alois

Mittendorfer sen., der das Unternehmen

gemeinsam mit Ing. Alois Mittendorfer jun.

leitet, betont: „Das Salzkammergut ist

unsere Heimat und für die gesamte Region

sind wir mit unserem breiten Dienstleistungsangebot

im Einsatz. Bei den Baumaschinen

spielen Doosan Geräte eine

wichtige Rolle. Ich kenne Peter Zeiler seit

2004 und beziehe unsere Doosan Bagger

über die von ihm geleitete Firma Doralco.

Auch unser neuer Doosan Muldenkipper

DA45-7 wurde von Doralco geliefert. In der

Branche bin ich für unsere Doosan Geräte

zuerst belächelt worden. Mit der Zeit

haben die Leute aber gesehen, dass wir

zufrieden sind und haben dann selbst

Doosan Geräte probiert. Viele Fahrer sind

von der Doosan Qualität begeistert. Was

für mich zählt ist Handschlagqualität und

eine Vertrauensbasis: wenn es Probleme

gibt, dann muss das ausgeredet werden.

Und diese Qualitäten schätze ich an der

Firma Doralco. Unterm Strich: mit Doosan

und Doralco sind wir sehr zufrieden.“

Auch im Steinbruch Starnkogel setzt die

Firma Mittendorfer auf Doosan Geräte.

Neben einem Hydraulikbagger Doosan

DX420LC-5, der sich seit Jahren im rauen

Steinbrucheinsatz bewehrt, kommt seit

kurzem mit einem knickgelenkten Doosan

Muldenkipper DA45-7 ein neues Gerät der

45 t Klasse zum Einsatz. Der DA45-7

punktet in allen Bereichen mit modernster

Technik. So übernimmt ein Stufe V-konformer

Scania-Motor vom Typ DC13 mit 501

PS den Antrieb. Die Vorteile des permanenten

Sechsradantriebs, der freischwingen-

44 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


Der knickgelenkte Doosan

Muldenkipper DA45-7 im

Ladespiel im Steinbruch

Starnkogel bei Bad Ischl mit

einem Hydraulikbagger

Doosan DX420LC-5. Beide

Geräte befinden sich im Fuhrpark

der Firma Mittendorfer,

die für die Firma Calmit den

Materialtransport durchführt.

MASCHINEN + TECHNIK

Partnerschaft mit Handschlagqualität (von links): Stefan Struber (Werksleiter Bad Ischl, Firma Calmit), Maschinist

Imi-Ionel Kovacs (Firma Mittendorfer Bau GmbH & Co KG, Altmünster), Ing. Alois Mittendorfer jun. und Alois Mittendorfer

sen. (beide Geschäftsführer der Firma Mittendorfer Bau GmbH & Co KG, Altmünster), Peter Zeiler (Geschäftsführer der

Doralco GesmbH, Oeynhausen), Wolfgang Eisenwagen (Geschäftsführer der Firma Eisenwagen Baumaschinen GmbH,

Himberg) und Michael Gschaider (Technischer Leiter Steinbrüche, Mittendorfer Bau GmbH & Co KG, Altmünster).

Die hochmoderne

Kalk-Produktionsanlage

der Firma Calmit

in Bad Ischl erzeugt

mit modernster Technologie

und langjähriger

Erfahrung

Stückkalk, Feinkalk,

Kalkhydrat und Steinmehl

von qualitativ

höchstem Standard.

den Tandemhinterachse, des frontmontierten

Drehrings, der Einzelradaufhängung vorne und des

abfallenden Heckrahmens sorgen bei den knickgelenkten

Doosan-Muldenkippern für hervorragende

Fahrstabilität. Die Konstruktion der Mulde sowie das

frontmontierte Differenzial und das Getriebe

ermöglichen eine sehr kompakte Bauweise mit

kleinem Wenderadius und hervorragender Standfestigkeit.

Die neue selbstnivellierende Hydro-Gas-

Aufhängung sorgt für eine bequeme Fahrt selbst

unter widrigen Bedingungen. Das Sperrdifferenzial

vorn und hinten sowie das Längsdifferenzial lassen

sich auf Tastendruck sperren. Für hohe Sicherheit

sorgen der Neigungsmesser mit Muldenkippschutz,

abgesicherte Schwerpunktverlagerung, Schutzbleche

und Handläufe rund um die Kabine. Dank Doosan

Connect-System mit Dualmodus (Satellit, GSM) als

Serienausrüstung lassen sich Produktivität, Kraftstoffverbrauch,

Systemwarnungen, Wartungsstatus

usw. laufend kontrollieren. Für die sichere Bergabfahrt

im beladenen Zustand sorgen ölgekühlte

Nassscheibenbremsen mit hoher Lebensdauer sowie

die standardmäßige elektronische Motorbremse und

der hydraulische Getrieberetarder. Der zur Serienausrüstung

gehörende Echtzeit-Nutzlastmesser gibt

einen sofortigen Überblick über die Produktivität.

Betreut werden die Doosan Geräte der Firma

Mittendorfer durch die Firma Doralco in Oeynhausen,

die mit der Firma Eisenwagen in Himberg

– dem Importeur sämtlicher Doosan Geräte für

Ost-Österreich – eine gute Partnerschaft

pflegt. Beide Unternehmen sind mit der Doosan

Technik bestens vertraut, verfügen über ein schlagkräftiges

Service-Team und stehen ihren Kunden

auch für zahlreiche weitere Marken als Ansprechpartner

zur Verfügung. Peter Zeiler, Geschäftsführer

der Doralco GesmbH in Oeyn hausen, ergänzt:

„Unser eingespieltes Team be schäftigt sich seit 2009

zur vollsten Zufriedenheit unserer Kunden mit dem

Verkauf von Bau- und Forstmaschinen der Marken

Doosan und Daewoo sowie von Anbauteilen und

Abbruchgeräten von Indeco und Dehaco. Die Firma

Doralco ist aber auch Ansprechpartner für Industriemaschinen

für Materialhandling von der Firma

Solmec mit Diesel- oder Elektroantrieb. Die langjährige

Verbindung mit der Firma Mittendorfer

unterstreicht den großen Einsatz, mit dem wir für

unsere Kunden da sind.“

www.calmit.at | www.mittendorfer.at

www.doralco.at | www.eisenwagen.co.at

BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2021

45


MASCHINEN + TECHNIK

WESTTECH

Woodcracker CS510 crane:

das Multitalent unter den Greifersägen

Die Westtech Maschinenbau GmbH reagiert bei den Sicherheitsbaumfällungen

auf die verstärkte Kundennachfrage mit der kardanischen Greifersäge

Woodcracker CS510 crane.

D

ie neue Woodcracker CS510 crane

punktet mit mehreren herausragenden

Eigenschaften: Sie hat trotz geringem

Eigengewicht einen Schnittdurchmesser

bis zu 540 mm und weist eine Greiferöffnung

von 1.270 mm auf. Abhängig von der

Ausstattung reicht das Eigengewicht von

360 kg bis zu 440 kg. Der starke 3-Finger-

Greifer drückt während des Sägevorgangs

nach und hat so das Schnittgut sicher im

Griff. Im Herzstück der Maschine, der

Sägeeinheit, ist ein automatischer

Kettenspanner verbaut, der immer für den

richtigen Sitz der Kette sorgt und so ein

Abspringen der Kette verhindert. Unabhängig

davon, ob die Maschine gerade

gestartet wird oder schon mehrere

Stunden im Einsatz ist. Besondere

Robustheit wird durch Hardox-Stahl

erreicht, aus dem die Greifersäge gefertigt

wird. Weiters wird das Westtech-typische

Orange durch ein hochwertiges Lackierungsverfahren

aufgetragen. Die Greifersäge

verfügt über angemessen dimensionierte

Lagerbolzen, mit Glycodur-Büchsen,

die schmierbar sind. Wie alle Woodcracker-

Die Woodcracker CS510 crane mit Woodcracker Telestufe T4000 ermöglicht

eine hohe Reichweite rund um das Trägerfahrzeug.

Links: Woodcracker CS510 crane an Westtech’s eigenem Fellertruck.

Rechts: Woodcracker CS510 crane an Teleskoplader mit Galgen.

Hier geht‘s

zu weiteren

Infos:

Maschinen ist auch diese vielseitige

Greifersäge wartungs- und verschleißarm.

Den möglichen Anbauvarianten für die

Woodcracker CS510 crane sind keine

Grenzen gesetzt. Diese Greifersäge kann

dank ihrer technischen Eigenschaften an

jeden Standard-Kran angebaut werden,

wie z.B. Holz- bzw. Recyclingkräne oder

Ladekräne. Es ist auch möglich, sie an

Bagger, Rückewägen, Lkw oder Teleskoplader

anzubauen.

Die Woodcracker CS510 crane kann

mittels Schreitfuß oder Telestufe an

Bagger angebaut werden. Die mögliche

Baggerklasse reicht hier von 6 t bis zu

22 t. Bei dem Schreitfuß kann man

zwischen zwei verschiedenen Größen

wählen. Der kleinere wird an Bagger von

6-0 t angebaut, der größere an Bagger von

10-15 t. Wird eine höhere Reichweite

benötigt, bietet sich der Anbau an die

Telestufe Woodcracker T4000 an. In dieser

Kombination wird die Reichweite des

Trägerfahrzeugs um bis zu 6 m erhöht.

Dank des optionalen Schnellwechslers

können statt der CS510 crane auch andere

Anbaugeräte an die Telestufe angebaut

werden. Bei den Anbauvarianten an einen

Rückewagen oder an einen kleineren

Teleskoplader mit Galgen ermöglicht die

Woodcracker CS510 crane durch das

geringere Eigengewicht eine höhere

Reichweite. Durch die Vielzahl an unterschiedlichen

Anbaumöglichkeiten bietet

Westtech Maschinenbau bei der Woodcracker

CS510 crane verschiedene hydraulische

Ausführungen an. Dank der ausgeklügelten

Hydrauliksteuerung ist es

möglich, die Greifersäge je nach Anforderung

mit nur einem doppelwirkenden

Hydrauliksteuerkreis zu betreiben. Falls

das Trägerfahrzeug über mehr als einen

Hydraulikkreis verfügt, ist die Tiltfunktion

unabhängig von dem Greifer ansteuerbar.

Durch diese Eigenschaft ist es

möglich, auch Teilstücke des Baumes

stehend zu entnehmen. Daher eignet sich

die Woodcracker CS510 crane, anders als

andere kardanische Greifersägen, auch für

den Einsatz bei Sicherheitsbaumfällungen

in städtischen Gebieten oder Siedlungen.

www.westtech.at | www.fellertruck.com

46 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


Den Fortschritt erleben.

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MASCHINEN + TECHNIK

KUHN

Überzeugt auf ganzer Linie:

Komatsu-Radlader WA475-10

Das neue Hydrauliksystem, eine enorme Standfestigkeit und nicht zuletzt die gut

gestaltete Fahrerkabine sprechen für den Komatsu-Radlader WA475-10. Kürzlich

kaufte der Steinbruch Hohenems-Unterklien, ein Teil der erfolgreichen Rhomberg-

Gruppe, dieses Gerät, um seinen Fuhrpark weiter aufzuwerten.

E

s war vor allem die sehr gute Standsicherheit

des Komatsu-Radladers

WA475-10, die zur Kaufentscheidung

beigetragen hat. „Unsere Fahrer müssen

im Steinbruch zum Teil hohe Rampen

befahren. Dieser Radlader bewegt sich wie

auf Schienen und vermittelt durch seinen

festen Stand ein Gefühl der Sicherheit“,

erklärt Udo Makos, Mitarbeiter der

Rhomberg-Gruppe und Betriebsleiter im

Steinbruch Hohenems-Unterklien, der

zum Teil in Dornbirn und zum anderen

Teil in Hohenems liegt. Die Rhomberg-

Gruppe ist ein Bauunternehmen im

Familienbesitz, das über 3.000 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter beschäftigt und

dessen Firmensitz sich in Bregenz in

Vorarlberg befindet. Kürzlich hat das

Unternehmen beim Baumaschinenhändler

Kuhn aus Eugendorf den leistungsstarken

Radlader WA475-10 erworben.

Weniger Reifenverschleiß

Neben klassischen Steinbrucharbeiten

werden Materialien und Rohstoffe

angeliefert, wiederaufbereitet und dem

Stoffkreislauf rückgeführt. Die Recyclingquote

im Steinbruch Hohenems-

Unterklien ist sehr hoch. Das rentiert sich

auch für die Kunden, die heimische

Produkte in hoher Qualität zum attraktiven

Preis erhalten.

„Ich konnte bereits 2015 einen

Komatsu-Radlader, damals aus der

WA500er-Serie, testen und Probe fahren

und sah einige Vorteile. Auch dieses Mal

hat uns die Firma Kuhn die Möglichkeit

gegeben, den Radlader zu testen“, erzählt

Udo Makos, der weiter meint: „Unser

Fahrer ist mit dem Gerät sehr zufrieden.

Er muss erdige Halden befahren und die

Reifen drehen dabei nicht durch. Wichtig

für uns war beim Kauf auch darauf zu

achten, dass es keinen hohen Reifenverschleiß

geben wird. Überzeugt hat mich

auch die einstellbare Schubkraft des

Radladers“, so Makos zufrieden.

Der WA475-10 bietet ein überarbeitetes

Hydrauliksystem, das mehr Hubkraft und

eine höhere Produktionsrate ermöglicht.

Zudem können die Ansprechzeiten der

Hydraulik sowie die Abkipp- und Hubgeschwindigkeit

an die Anforderungen des

jeweiligen Einsatzes angepasst werden.

Der Radlader muss im Steinbruch

erdige Halden befahren, wobei für die

Firma Rhomberg wichtig ist, dass die

Reifen nicht durchdrehen und es zu

keinem hohen Verschleiß kommt.

„Dieser neue Radlader ist eine

sehr gelungene Maschine. Das

gesamte Fahrverhalten passt und die

Kabine ist schön und übersichtlich

verbaut worden. Auch die Ladehöhe,

die das Gerät mit sich bringt, ist sehr

gut“, sagt Udo Makos. Wichtig beim Kauf

einer neuen Baumaschine ist für das

Unternehmen Rhomberg, dass die

Entscheidung auf breiten Beinen steht.

Udo Makos und sein Chef Philipp

Keckeis, beraten gemeinsam und halten

auch Rücksprache mit den Fahrern,

welche Anschaffung dem Fuhrpark am

besten tun würde.

Im Steinbruch Hohenems-Unterklien

sind 23 Mitarbeiter beschäftigt. Als

Mitglied der Rhomberg-Gruppe arbeitet

man hier, wie im gesamten Unternehmen,

visionär. Immerhin besteht Rhomberg

schon seit 1886. Heute ist man Teil einer

starken Unternehmensgruppe, die in den

Bereichen Bau, Ressourcen und Bahntechnik

international agiert und wortwörtlich

für Bewegung sorgt.

www.kuhn.at

www.rhomberg.com

48 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Foto: Fraunhofer IEG/Geißler

FRAUNHOFER IEG

Mikro-Turbine fräst Pfade in Granit

Fraunhofer IEG hat das „Micro Turbine Drilling (MTD)“ Verfahren,

mit dem sich geologische Ressourcen wie Erdwärme effizienter

erschließen lassen, erfolgreich im Untergrundlabor getestet.

I

m Arsenal der Bohringenieure schließt

Fraunhofer IEG mit einem neuen

Werkzeug eine relevante Lücke. „Unser

neues Bohrverfahren macht es erstmals

möglich, kostengünstig meterlange, dünne

Zweitbohrungen von einer tiefen, verrohrten

Hauptbohrung heraus in das umliegende

Hartgestein herzustellen und so

deren Umfeld zu erschließen“, erläutert

Niklas Geißler, der am Fraunhofer IEG in

Bochum und am Fraunhofer-Chalmers

Centre im schwedischen Göteborg forscht.

Mögliche Einsatzgebiete sind die Geothermie,

aber auch die klassische Erkundung

in Bergwerkstollen oder das Setzen von

tiefen Ankern an schwer zugänglichen

Stellen im Tunnelbau. Das kompakte

Bohrwerkzeug misst gerade einmal

3,6 cm im Durchmesser und 10 cm in der

Länge. Von der Funktionsweise her

wandelt die Mikro-Bohrturbine hydraulische

Energie in mechanische Energie um

und treibt so den Bohrmeißel an, der das

Gestein abträgt. Andererseits schießt das

Wasser durch die rückwärtigen Düsen

und drückt das Werkzeug im harten

Gestein nach vorne und spült das Bohrmehl

heraus. Die kompakte Baugröße des

Werkzeuges erlaubt große Ablenkwinkel

zur Hauptbohrung von bis zu 60° Grad.

Auch durch harte Gesteine wie Granit

bahnt sich das zum Patent angemeldete

Verfahren Pfade und sogar bei Bedarf

durch die bestehende Metallverrohrung

von Bohrlöchern.

www.ieg.fraunhofer.de

Die Ablenkvorrichtung am

geplanten Einsatzort bringt die

Mikroturbine in die richtige Position,

um in das Umfeld der Hauptbohrung

zu erschließen.

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www.wimmer.info


MASCHINEN + TECHNIK

Ende Februar 2021 erfolgte der

Baustart für die neue Flying

Mozart Gondelbahn, mit der die

Wintersportler in Zukunft höchst

komfortabel von Wagrain Kirchboden

zum Skigebiet Grießenkar

gebracht werden. Das Herzstück

der Bahn bildet die neue unterirdische

Mittelstation, die auch den

Umstieg zur G-Link Pendelbahn

ermöglicht. Da hier aufgrund der

Baugrubentiefe kaum ein GNSS-

Signal verfügbar ist, entwickelte

die für den Felsabtrag zuständige

Franz Stöckl GmbH gemeinsam

mit der Sitech Austria GmbH, dem

Trimble Partner in Österreich,

eine Lösung auf Basis einer

Tachymetersteuerung.

STÖCKL / TRIMBLE / SITECH AUSTRIA

Neue Flying Mozart Gondelbahn: exakter

Felsabtrag dank Tachymetersteuerung

D

er Neubau der Flying Mozart Gondelbahn

stellt eine der drei zentralen

Säulen für das Generationenprojekt

„Skifahren über 12 Gipfel und 5 Täler“ dar

und rückt den Ort Wagrain in den

Mittelpunkt des neuen Großskigebiets.

Eine weitere Säule ist die neue in der

Wintersaison 2020/2021 eröffnete Verbindungsbahn

Panorama Link zwischen

Wagrain und Kleinarl/Flachauwinkl. Die

dritte Säule des Großprojekts ist die

ebenfalls für diesen Sommer geplante

Verbindungsbahn Winkl-Link, die den

Shuttleberg mit Flachauwinkl/Zauchensee

verbinden soll. Mit mehr als 200 Pistenkilometern

gehört die Region dann zu den

größten Skigebieten Österreichs.

Wolfgang Hettegger, der Vorstandsvor-

Rendering/Fotos: Snow Space Salzburg; Baublatt.Österreich

Von links: Johann

Bosch (Geschäftsführer

Sitech Austria

GmbH, Trimble

Partner in Österreich),

Martin

Rammler (Polier,

Firma Franz Stöckl

GmbH) und Christian

Lechner (Bauleiter,

Firma Franz Stöckl

GmbH).

Die Trimble

Totalstation SPS930

ermöglicht als

Tachymetersteuerung

ein

alternatives

Positionierungssystem.

50 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


Die Firma Franz

Stöckl GmbH setzt

für die Baugrube der

neuen Mittelstation

einen Bagger mit der

Sitech 3D-Maschinensteuerung

GCS900 Dual GNSS

und zwei Bagger mit

3D-GCS900 Tachymetersteuerung

ein.

Mit der Erneuerung

der Flying

Mozart Gondelbahn

in der

Wintersaison

2021/22 in

Wagrain setzt das

Premium Skigebiet

neue Maßstäbe

in punkto

Komfort und

Förderleistung.

Im Bild die neue

Mittelstation, die

unterirdisch

errichtet wird.

mobiLe

wiege

technik

Jedes gramm ZÄhLt

BAUBLATT.ÖSTERREICH

sitzende der Snow Space Salzburg

Bergbahnen, betont: „Die Fertigstellung

der neuen, hochmodernen 10er Kabinenbahn

bis zur Wintersaison 2021/22 soll

ein deutliches Signal an die vielen

touristischen Betriebe in unserer Region

sein, dass es nach dem Totalausfall der

heurigen Wintersaison, wieder bergauf

gehen wird und in den nächsten Jahren

wieder ganz andere Winter auf uns

zukommen werden.“

Mit 1,3 Mio. Beförderungen pro

Wintersaison zählt die Flying Mozart

Gondelbahn, die über zwei Sektionen

führt, zu den am stärksten frequentierten

Seilbahnen im Skigebiet Snow Space

Salzburg. Mit Beginn der Wintersaison

2021/22 wird die alte Kabinenbahn von

einer neuen, hochmodernen 10er

Gondelbahn abgelöst. Diese wird die

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MASCHINEN + TECHNIK

970 Höhenmeter auf das Grießenkar in

weniger als 11 min. überwinden und bis zu

4.000 Gäste pro Stunde bergwärts

befördern (aktuell 2.500 Personen). Die

Gondelbahn der Firma Doppelmayr zählt

somit zu den leistungsstärksten Einseilumlaufbahnen

weltweit. Die 142 deutlich

größeren Omega-V Gondelkabinen

überzeugen mit ergonomischen Einzelsitzen

mit Sitzheizung und einem modernen

hellen Design mit viel Glas und höchster

Beinfreiheit. Als absolutes Novum werden

die High-Tech Kabinen mit einer integrierten

Beleuchtung und freiem WLAN

ausgerüstet sein und mit zusätzlichen

Features die Gondelfahrt für den Gast

zum Erlebnis machen.

Der Neubau der Gondelbahn startete

im Sommer 2020 mit der Errichtung der

neuen Bergstation, die etwa 50 Höhenmeter

oberhalb der alten Bergstation liegt.

Am 22. Februar 2021 wurde schließlich

mit dem Abriss der 1988 errichteten

Flying Mozart Gondelbahn begonnen und

die Bautätigkeiten für die neue Bahn

fortgesetzt. Anfang Mai folgte der Abriss

der alten Bergstation. Die neue Bergstation

liegt mit ihrem modernen Stationsgebäude

am höchsten Punkt des Grießenkars,

direkt gegenüber der Starjet

3 Bergstation. Von der Kogelalmbahn

gelangt man nun über einen Fahrstuhl zur

Flying Mozart Bergstation. Daraus ergibt

sich ein wesentlich breiteres Pistenangebot

im Bereich der Bergstation.

Das Herzstück der Bahn bildet jedoch die

neue unterirdische Mittelstation, denn sie

ermöglicht künftig einen Zugang auf

demselben Niveau zur G-Link Pendelbahn,

die das Grießenkar mit dem

Grafenberg verbindet. Um die Mittelstation

besser ins Landschaftsbild zu

integrieren, wird diese größtenteils

unterirdisch gebaut.

Durchgeführt werden die Erdbau- und

Felsabtragungsarbeiten durch die Franz

Stöckl GmbH. Der vor 65 Jahren gegründete

Betrieb ist heute im Pinzgau ein breit

aufgestelltes Bauunternehmen mit

umfangreichen Kompetenzen in den

Bereichen Erdbau, Steine, Schotter,

Asphalt, Beton, Sprengungen und Transporte.

Neben der Zentrale in Hollersbach

verfügt das Unternehmen über zwei

Steinbrüche in der Region, eine Betonmischanlage

in Saalfelden und beschäftigt

ca. 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Für den Bau der neuen Mittelstation

mussten rund 100.000 m 3 Material

abgetragen werden. Die Geologie erwies

sich als sehr wechselhaft, was unterschiedliche

Abtraghöhen zur Folge hatte. Nach

dem Abtransport des Materials wurden

– im Gegensatz zur üblichen Vorgehensweise

– zuerst die Anker versetzt, injiziert

und danach die Baugrubensicherung mit

zwei Lagen Baustahlgitter und Spritzbeton

vorgenommen. Ein Teil des Materials

wird vor Ort durch eine Brechanlage zur

Wiederverwendung für Frostkoffer und

Drainagematerial vor Ort aufbereitet.

Exakter Felsabtrag für

die neue Mittelstation

Die Baugrube für die neue Mittelstation

weist eine Breite von bis zu 60 m auf, eine

Länge von rund 150 m und eine Tiefe von

bis zu 27 m. Das Material der Baugrube

wurde stufenweise abgetragen.

Johann Bosch, Geschäftsführer der

Sitech Austria GmbH, über die Herausforderungen

bei diesem Projekt: „Aufgrund

der Tiefe der Baugrube ist hier nahezu

kein GNSS-Empfang vorhanden. Der

Einsatz einer Maschinensteuerung ist

aber unbedingt notwendig, denn die

exakte Umsetzung ist ohne diese Technik

sehr schwierig. In der Praxis wäre es für

einen Vermessungstechniker auch viel zu

gefährlich, ständig die Schremmarbeiten

aus der Nähe zu überwachen. Bauleiter

Christian Lechner und Markus Eder,

Vermessungsprofi der Firma Stöckl, haben

sich mit mir zusammengesetzt und

gemeinsam haben wir die Lösung mit der

Die Trimble

Totalstation

SPS930 liefert auch

bei komplexen

Geländemodellen

zuverlässige Höhenund

Lageinformationen.

Tachymetersteuerung entwickelt. Zum

Einsatz kommen bei diesem Projekt ein

Bagger mit der Sitech 3D-Maschinensteuerung

GNSS GCS900 und zwei Bagger mit

3D-Tachymetersteuerung. Die Basis bildet

die Trimble Totalstation SPS930, die als

Tachymetersteuerung ein alternatives

Positionierungssystem ermöglicht. Sie

liefern auch bei komplexen Geländemodellen

zuverlässige Höhen- und Lageinformationen.

Insbesondere dort, wo der GNSS-

Empfang eingeschränkt ist, müssen

Maschinenführer dadurch nicht auf die

3D-Steuerung von Baggern, Raupen oder

Gradern verzichten. Die Umrüstung eines

vorhandenen GNSS-Systems auf Tachymetersteuerung

ist aufgrund der bereits

vorhandenen Verkabelung sehr einfach

und schnell möglich. Neben der Maschinensteuerung

kann die SPS930 auch für

Vermessungs- und Absteckarbeiten

eingesetzt werden und trägt damit auch in

Projekten ohne Steuerungsaufgabe zur

Steigerung von Genauigkeit und Effizienz

bei.“

Christian Lechner, Firma Franz Stöckl

GmbH, ergänzt: „Aus dem Modell des

Architekten und den Vorgaben des

Statik-Büros hat unser Team zunächst

52 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Durch die Tachymetersteuerung wird bei der Herstellung der Baugrube

unnötiger Mehrabtrag vermieden. Auch der exakte Aushub

für die Fundamente ist dadurch sicher und effizient möglich.

Herstellung der Bohrlöcher für die Anker

der Baugrubensicherung mit einer

Bohrlafette der Firma Wimmer.

einen 3D-Plan erstellt. Im nächsten

Schritt haben wir das maschinentaugliche

Datenmodell in die 3D-Steuerung der drei

eingesetzten gesteuerten Maschinen

übertragen. Dank der hier realisierten

Lösung mit einer Tachymetersteuerung

können wir alle Vorgaben exakt umsetzen.

Das gilt für den gesamten Aushub, wo wir

durch diese Technik unnötigen Mehrabtrag

vermeiden, aber auch für Detailbereiche,

wie etwa die Fundamente, die ohne

diese Technik kaum exakt hergestellt

werden könnten. Unterm Strich: Unsere

Bagger graben sich nach vorne und nach

unten exakt nur so weit, wie es das

3D-Modell vorsieht.“

www.stoeckl-dino.at | www.sitech-austria.at

www.snow-space.com


MASCHINEN + TECHNIK

LAHOFER

Kraftort aus Beton und Licht

Mit ihrer gelungenen Mischung aus Skulptur und zeitgemäßer Architektur entwickelte

sich die St. Margaretha-Kapelle in Auersthal zu einem beliebten Ausflugsziel. Die Besucher

fasziniert das Bauwerk, das auf Wunsch der Baumeisterfamilie Lahofer errichtet wurde,

mit vielen interessanten Details und ungewöhnlichen Blickachsen.

D

er Standort ist bewusst gewählt: Am

Ausläufer des Wagram markiert die

Kapelle den Übergang von den Hügeln in

die Ebene und ermöglicht einen weiten

Blick ins Marchfeld. Der richtige Ort für

einen spirituellen Bau, der mehrere

Widmungszwecke erfüllt.

Baumeister Rudolf Lahofer über die

Gründe für den Bau der St. Margaretha-

Kapelle: „Für unsere Familie ist diese

Kapelle, die wir auf eigenem Grund

errichtet haben, in mehrfacher Hinsicht

ein ganz besonderer Ort. Zunächst dient

sie dem Andenken an meine viel zu früh

verstorbene Schwester Margaretha. Sie ist

aber auch Ausdruck des Danks für die

Genesung von meinem Bruder Franz und

darüber hinaus zwei runden Jubiläen

gewidmet: einerseits meinem siebzigsten

Geburtstag, andererseits dem hundertjährigen

Firmenjubiläum unseres

Unternehmens.“

Geplant wurde die Kapelle von dem

Weinviertler Künstler Manfred H. Bauch,

mit dem die Firma Lahofer vor rund

25 Jahren gemeinsam die bekannten

Stadtsäulen in Gänserndorf errichtete. Er

hat auch das neue Kreuz am Friedhof in

der Ortschaft Auersthal errichtet, auf das

die Kapelle nun Bezug nimmt, indem sie

die Kreuzform zitiert. Von der Kapelle aus

gibt es eine gedachte Achse hierhin sowie

eine direkte Sichtachse zur Kirche im

Dorf. Der Künstler brachte mit seinem

Entwurf für die Kapelle nicht nur die

Erwartungen der Auftraggeber auf den

Punkt, er passte die Form auch ideal an

den Flächenwidmungsplan an. Da dieser

nur einen kleinen Baukörper erlaubt,

entwickelte Manfred H. Bauch sich nach

oben verjüngende Vertikalachsen, denn

der Gebäudegrundriss wird in einem

Meter Höhe gemessen. Der Baukörper

wurde selbsttragend konzipiert, weshalb

er mit sehr dünnen Außenwänden

auskommt. Alle Elemente in Nord-Süd-

Richtung sind in Beton ausgeführt, die

West-Ost-Flächen in Glas. Die Glasflächen

wurden mit der Fusing-Glastechnik

hergestellt, bei der mehrere Glasschichten

in verschiedenen Farben miteinander

verschmolzen werden. Auch die schwarzen

Linien, die an eine klassische Bleiverglasung

erinnern, wurden damit erzeugt. Die

Fundamentplatte, die Decke und das Dach

wurden mit Beton aus dem Werk der

Firma Lahofer gebaut, die schlanken

Säulen wurden als Fertigteile verbaut.

Dazu Baumeister Rudolf Lahofer: „Der

Baustoff Beton ist das direkte Bindeglied

zu unserem Unternehmen, das 1914

gegründet wurde und das seit der Errichtung

eines eigenen Betonwerks im Jahr

1972 sehr stark in diesem Bereich tätig ist.

Wir sind eines der größten familiengeführten

Bauunternehmen in Niederösterreich

Fotos: Lahofer; Romana Fürnkranz; Baublatt.Österreich; SkyExpo Luftbildaufnahmen e.U.

54 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


Frauenpower prägt die vierte Generation der Familie Lahofer (von links): Bmst. Rudolf Lahofer,

Bmst. DI Astrid Lahofer, Birgit Lahofer- Loserl, Mag. (FH) Christiane Lahofer, Petra Lahofer,

Bmst. DI Regina Lahofer- Zimmermann und Ing. Franz Lahofer.

und die Bandbreite unserer Projekte reicht

vom Einfamilienhausbau bis hin zu umfangreichen

Wohn- und Gewerbebauten. Begonnen

hat alles mit dem Baumeisterbetrieb, der im

Laufe der Zeit durch das eigene Sand- und

Schotterwerk, die Betonproduktion und den

Kranverleih erweitert wurde. Wir sind sehr

darauf bedacht, unseren Kunden Qualitätsbetone

zu liefern. Aus diesem Grund ist unser

Unternehmen stark regional verankert.“

Unterstützt werden die beiden Senior-

Chefs – KR Baumeister Ing. Rudolf Lahofer

und Ing. Franz Lahofer – durch die junge

vierte Generation, die ganz im Zeichen der

Frauenpower der Familie steht. Im Betonwerk

wird der technische Bereich durch Birgit

Lahofer-Loserl geleitet, der kaufmännische

Teil liegt bei Christiane Lahofer. Den Baumeisterbetrieb

führen Regina sowie Astrid

Lahofer und die Büroorganisation obliegt

Petra Lahofer.

Einen Schwerpunkt in der laufenden

Erneuerung des eigenen Betriebs bildete

zuletzt die umfassende Modernisierung der

Betonmischanlage. Mit dem eigenen Sandund

Schotterwerk des Unternehmens ist es

mithilfe einer modernen, computergesteuerten

Mischanlage möglich, Transportbeton in konstant

hoher Qualität zu produzieren. Dieser

kommt auf Großbaustellen am Rande von

Wien ebenso zum Einsatz, wie im privaten

Hausbau der Region. Einen großen Beitrag

zur Umweltschonung bzw. Nachhaltigkeit

leistet die Photovoltaikanlage. Das Kiesförderband

wurde neu eingehaust und mit

Photovoltaik-Modulen verkleidet. So wird der

Kies nun klimaneutral transportiert. Neben

dem Betonwerk in der Nähe von Auersthal

betreibt die Firma Lahofer auch das Betonwerk

LSG in Kettlasbrunn, mit dem vor allem

der Großraum Mistelbach mit Frischbeton

versorgt wird. Auch dieses Betonwerk wird

von Auersthal aus mit Sand und Kies

versorgt.

Regelmäßig erneuert wird auch der

Lahofer-Fuhrpark, der über 50 Fahrzeuge

umfasst. Neben verschiedenen Baumaschinen

stehen 15 Fahrmischer, vier Betonpumpen,

Spezialaufleger und zehn Mobilkrane im

Einsatz. Im Mobilkranbereich ist seit einigen

Monaten das größte Gerät ein neuer Liebherr

LTM1230 – ein 230 t Kran, mit dem Höhen

von über 100 m erreicht werden.

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und Gänserndorf verfügt neben

dem Baumeisterbetrieb über

ein eigenes Sand- und Schotterwerk

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Mobilkrane, Lkw und Bagger.

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BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Die neuen EC250E Hybrid, EC300E Hybrid

(im Bild) und EC350E Hybrid verfügen

über modernste Technologie, die Kraftstoff

spart, die Emissionen reduziert und

damit die Profitabilität bei Projekten

zusätzlich erhöht.

Der zusätzliche Energieschub,

den das Hybridsystem

bietet, entlastet

den Motor und sorgt so

für eine verbesserte

Kraftstoffeffizienz.

ASCENDUM

Volvo CE optimiert und erweitert

das Angebot an Hybridbaggern

Mit einer Verbesserung der Kraftstoffeffizienz um 17% gegenüber konventionellen

Maschinen hat Volvo einen völlig neuen Antriebsstrang für seinen revolutionären

Hybridbagger EC300E eingeführt – und die Technologie in zwei neuen Modellen

der 25- und 35-t-Klasse implementiert.

U

nter Verwendung einer völlig neuen

Basismaschine, die selbst eine

10-prozentige Verbesserung der Kraftstoffeffizienz

gegenüber dem Modell ermöglicht,

das sie ersetzt, hat Volvo Construction

Equipment (Volvo CE) drei neue

Hybridbagger eingeführt, die eine weitere

Erhöhung der Kraftstoffeffizienz von bis

zu 17% im Vergleich zu herkömmlichen

Maschinen bieten. Das neue Angebot

besteht nun also aus einem optimierten

Bagger der 30-t-Klasse EC300E Hybrid

und der Einführung der Technologie in

zwei neuen Maschinen: dem EC250E

Hybrid der 25-t-Klasse und dem EC350E

Hybrid der 35-t-Klasse.

Energie aus dem Ausleger gewinnen

Alle drei Maschinen nutzen die neuartige

Volvo-Hydraulik-Hybridtechnologie, die

„kostenlose“ Energie aus der Absenkbewegung

des Baggerauslegers gewinnt. Die

kraftvolle und gleichmäßige Absenkbewegung

des Auslegers lädt Hydraulikdruckspeicher

auf. Mit der gespeicherten

Energie werden dann Hilfsmotoren

angetrieben, die das Motorsystem mit

zusätzlicher Leistung versorgen. Die

Hybrid-Modelle gehen dabei keinerlei

Kompromisse im Hinblick auf Leistung

und Performance ein. Sie bieten das

gleiche hohe Maß an Manövrierbarkeit,

Präzision und Power wie die Standardmaschinen,

inklusive der Möglichkeit,

parallel im ECO- und im Hybrid-Modus

zu arbeiten.

Im Gegensatz zu anderen Hybridsystemen

sind die Komponenten dieser

Maschinen relativ einfach gehalten und

bestehen aus minimalen Zusatzkomponenten,

die leicht zu warten sind. Der zusätzliche

Energieschub, den das Hybridsystem

bietet, entlastet den Motor und sorgt so für

eine verbesserte Kraftstoffeffizienz von bis

zu 17% und bis zu 15% weniger CO2-Emissionen.

Dies prädestiniert ihn beispielsweise

für den Einsatz innerhalb von

Ortschaften. Bei Grab- und Schütteinsätzen

– insbesondere innerhalb eines

56 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Schwenkbereichs von 90° – macht sich

dieser einfache Ansatz sehr schnell

bezahlt.

Optimierter EC300E Hybrid

Während der EC250E Hybrid und der

EC350E Hybrid komplett neu sind, wurde

der EC300E Hybrid umfassend überarbeitet.

Zu seinen neuen Merkmalen gehören:

- eine um 10% höhere Kraftstoffeffizienz

dank intelligenter Elektrohydraulik und

einem neuen Volvo-D8M-Motor, der die

Drehzahl von 1.800 auf 1.600 reduziert

und zugleich 5% mehr Leistung bereitstellt.

- ein 700 kg schwereres Gegengewicht, das

für mehr Stabilität und eine um 5%

höhere Querlastkapazität sorgt.

- neue Prioritätsfunktionen, die es dem

Fahrer ermöglichen, einer Funktion

(Ausleger/Schwenken und Ausleger/

Fahren) Vorrang vor einer anderen zu

geben.

- neue einstellbare Ausleger-Absenkgeschwindigkeit

– ideal für Präzisionsarbeiten,

die maximale Kontrolle erfordern.

- schnelleres Ansprechverhalten dank des

elektrisch gesteuerten Joysticks und der

vollelektrischen Fahrpedale.

Es gibt auch Verbesserungen beim

Bedienerkomfort der Maschine. Eine neue

Stoßdämpfungstechnologie für Ausleger

und Stiel reduziert die Erschütterungen

für den Bagger und sorgt für ein komfortables,

produktives Arbeiten. Die neue

Komfortsteuerung (Comfort Drive Control)

ermöglicht eine Lenkung der Maschine

ganz entspannt über die Drehräder am

Joystick anstatt über die Pedale. Der neue

Zu den Verbesserungen

beim Bedienerkomfort

zählt

unter anderem

eine neue Stoßdämpfungstechnologie

für Ausleger

und Stiel.

Im Bild ein

EC350E Hybrid

im Ladespiel

mit einem

knickgelenkten

Volvo Dumper

A30G.

Drei-Punkt-Zugang auf der rechten Seite

erleichtert den Wartungszugang. Der neue

Spritzschutz am AdBlue-Tank ermöglicht

ein schnelleres und einfacheres Nachfüllen

und verringert die Gefahr des Verschüttens.

Zudem wurden die Wechselintervalle

für Motoröl und Ölfilter auf 1.000 Stunden

verlängert, was für eine weitere Minimierung

der Wartungszeit und -kosten sorgt.

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MASCHINEN + TECHNIK

Die Geschwister Sandra und Ferdinand Polixmair in Ohlsdorf bieten hochentwickelte

Lösungen für die mineralische Recycling- und Rohstoffindustrie.

Durch den Einsatz von Matec Filterpressen

werden Absetzbecken überflüssig. Das

Handling der Verhaldung ist aufgrund der

geringen Restfeuchte im Filterkuchen minimal

und die Wasserrückgewinnung ist hoch.

Hier geht’s

zu weiteren

Informationen:

Die Produktionsstätte der neuen Matec­

Anlagen befindet sich im italienischen

Massa. Der gesamte Bau der Maschinen

erfolgt vollständig bei Matec.

Als Spezialist für Wasseraufbereitung

und Filterpressen

bietet der italienische Hersteller

Matec Industries eine

Lösung für ein Problem, mit

dem viele Rohstoffgewinnungsbetriebe

kämpfen: die

Verwertung der immer

größer werdenden Halde an

taubem Material. Seit diesem

Jahr ist Matec Industries im

Vertrieb der Firma Polixmair

auch in Österreich mit einem

schlagkräftigen Team

vertreten.

P

raktisch jeder Abbaubetrieb ist damit

konfrontiert, dass der hochwertige

Rohstoff durchzogen ist mit eingelagerten

Moränen, die taubes Gestein in Form von

Erden und Tonerden enthalten. Auch

dieses Material wird mit abgebaut und

kann – nachdem es längere Zeit der

Witterung ausgesetzt war – durch die

POLIXMAIR / MATEC

Matec: taubes Material

sinnvoll verwerten

vorhandene Anlage oft nicht aufbereitet

werden. Die Halde mit dem tauben

Gestein wächst kontinuierlich, beansprucht

Platz und das Wichtigste: sie

enthält durchaus noch große Mengen an

verwertbarem Gestein. Hier bietet die

Firma Matec mit ihren Nassaufbereitungsanlagen,

die für jeden Kunden auf

seine speziellen Anforderungen maßgeschneidert

sind, eine interessante Lösung,

um auch dieses taube Material zu einem

hohen Prozentsatz einer sinnvollen

Verwertung zuzuführen.

Polixmair: neuer Vertriebspartner

für Matec Anlagen in Österreich

Die Geschwister Sandra und Ferdinand

Polixmair in Ohlsdorf sind in der mineralischen

Recycling- und Rohstoffindustrie

bestens bekannt für Verkauf, Vermietung

und Servicierung der umfangreichen

Produktpalette der Hersteller McCloskey

International und MDS International. In

diesem Jahr komplettierte man das

Angebot mit dem Vertrieb von Matec

Industries. In der Zentrale im italienischen

Massa, unweit der berühmten

Carrara Marmor Steinbrüche, entwickelt

und fertigt Matec Industries Abwasserbehandlungs-

und Filtrationssysteme für

viele Bereiche. Zu den wichtigsten zählen

Bergbau, Zuschlagstoffe, Kies, Sand,

Bergbau, Stein, Beton, Keramik, Glas und

Kunststoff. Alleine in den letzten zwei

Jahren hat Matec weltweit über 250

Reinigungsanlagen installiert.

Die beiden Geschäftsführer der 2003

gegründeten Firma Matec, Matteo Goich

und Massimo Bertolucci, kennen sich seit

vielen Jahren und sammelten bereits 1997

ihre ersten Erfahrungen im Bereich der

Reinigung und Filtration. Das Unterneh-

58 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


men beschäftigt 150 Mitarbeiter, darunter 20 Ingenieure in

der Entwicklungsabteilung. Die selbst entwickelten

Filtrations- und Reinigungssysteme sind Komplettsysteme,

die für jede Aufgabe geeignet sind – unabhängig von der

Größe des Unternehmens. Matec ist darauf spezialisiert,

schnell und kompetent alle Spezifikationen zu identifizieren

und zu entwickeln die erforderlich sind, um für jeden

einzelnen Kunden ein perfektes System gemäß den

spezifischen Anforderungen zu erstellen. Matec liefert komplette

und schlüsselfertige Anlagen, die als vollautomatische

Systeme arbeiten. Die eingesetzte Hochdrucktechnologie

sorgt für ausgezeichnete Ergebnisse. Die Voraussetzung

dazu sind bessere und stärkere Komponenten – von der

Schlammförderpumpe bis zur Filterpressenstruktur.

Daraus resultieren Trockenschlammblöcke mit einer

Restfeuchtigkeit von unter 15%.

„Wir arbeiten und handeln nach den Leitsätzen Handschlagqualität,

Zuverlässigkeit und Leidenschaft. Durch

die langjährige Erfahrung als Anwender und Mobilaufbereiter,

kompetentes Fachwissen und leistungsstarke

Maschinen unserer Vertriebspartner sowie bestgeschulte

Maschinisten ist es uns möglich, unsere Kunden in allen

Bereichen der Aufbereitungstechnik – darunter auch

Betonaufbereitung für die materialverarbeitende Industrie

– zu beraten“, betont Ferdinand Polixmair.

www.polixmair.com | www.matecindustries.com

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Restdruck und ohne Ölverluste in

Sekundenschnelle an Ihrer Maschine.

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und für alle Baggerklassen erhältlich.

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Matec Filterpressanlagen sind die ideale Lösung für

kleine und mittlere Produktionsanlagen, die auf die

Aufbereitung von Zuschlagstoffen, Sand und Kies in

Steinbrüchen und Bergwerken spezialisiert sind.

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Leistung und

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dem Deutschen Innovationspreis

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Ultrafeinstoffen bietet Matec hochentwickelte Lösungen.

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MASCHINEN + TECHNIK

WOLFFKRAN

Gut geplant ist halb gebaut: drei Wolff-Krane

errichten „kaiserliches“ Wohnquartier

Im neuen Kaiserquartier in Dortmund entstehen im Auftrag der Eric Schmidt

Kaiserquartier GmbH rund 130 Wohnungen sowie Gewerbeflächen, Arztpraxen,

Geschäfte und eine Tiefgarage. Die Freundlieb Bauunternehmen GmbH u. Co. KG

setzt auf eine effiziente Bauweise mit Fertigbauteilen, weshalb sie drei leistungsstarke

Wolff-Laufkatzkrane auf die Baustelle holte.

D

as Krankonzept wurde so ausgelegt,

dass die gesamte Baustellenfläche von

rund 15.600 m 2 mit nur drei Wölffen

abgedeckt wird. Ganz im Zeichen der Zeit

wird das Kaiserquartier maßgeblich mit

Fertigteilen gebaut. Balkone, Loggien und

Treppenhäuser werden vorgefertigt

angeliefert und müssen in einem Stück an

ihren Platz gehoben werden. Rund 10 t

wiegt das schwerste Fertigteil, eine

Loggiaplatte. Um die Großbaustelle mit nur

drei Kranen abzudecken, müssen diese

auch an der Spitze noch Lasten von 5-6 t

heben können. Freundlieb entschied sich

deshalb für den 315 mt Wolff 7532.16 Cross

und zwei 250 mt Wolff 7032.12 Clear

Krane. Durch die geringen Aufbauhöhen

der beiden spitzenlosen Wolff Clear Krane,

wurde das Gesamtkonzept trotz der sich

überschneidenden Ausleger möglichst

Die niedrige Aufbauhöhe

der spitzenlosen Wolff-Krane

halten das Gesamtkonzept

niedrig und damit wirtschaftlich.

Die gesamte

Baustellenfläche kann

mit nur drei Kranen

abgedeckt werden.

Montage und Demontage

wurden vorab detailliert

geplant. Das Foto zeigt die

aufgeschüttete Rampe,

über die Autokran und

Lkw die Baugrube

befahren konnten.

niedrig und damit kosteneffizient gehalten.

Da das Baufeld weitläufig ist und die

Baugrube rund 4 m tief ausgehoben

wurde, wäre eine Montage von der

umliegenden Straße aus unwirtschaftlich

gewesen. Um die günstigsten Montagestandorte

innerhalb des Baufelds zu

erreichen, wurde eine rund 30 m lange

Rampe aufgeschüttet, über die Autokran

und Lkw die Baugrube befahren konnten.

Der Wolff 7532.16 und ein 7032.12 wurden

auf Fundamentanker am Boden der

Tiefgarage platziert, der andere Wolff

7032.12 auf einem Kreuzrahmen außerhalb

der Baugrube. Auch die Demontagen

mussten bereits im Vorfeld exakt geplant

werden. „Nach Fertigstellung wird nahezu

das gesamte Bauensemble durch die

Tiefgarage unterkellert sein“, sagt Carsten

Druske, Leiter Miete Deutschland und

Niederlassungsleiter Wolffkran Dortmund.

„Dadurch weisen weite Teile der umliegenden

Plätze und Innenhöfe nicht mehr die

notwendige Tragfähigkeit für einen

300-t-Autokran auf. Auch die Zufahrten

werden dann durch die Neubauten

limitiert sein, so dass die Kranteile

darüber hinweggehoben werden müssen.“

Deshalb definierte Wolffkran bereits vorab

Stellen außerhalb des Gebäudekomplexes,

von wo aus der Autokran die Wölffe wieder

abbauen kann. „Bei der Planung musste

zudem das Gefälle des Baustellengeländes

einbezogen werden, sowie die unterschiedlichen

Gebäudehöhen im Verlauf der

einzelnen Bauabschnitte“, erläutert

Druske.

„Bei diesem Bauvorhaben hat es sich

wieder einmal gezeigt, dass ein konstanter

Ansprechpartner und eine intensive

Zusammenarbeit während der Baustellenplanung

unerlässlich sind“, sagt Bertram

Müller, Projektleiter bei der Freundlieb

Bauunternehmung. „Mehrere gemeinsame

Vor-Ort-Termine mit dem Wolff-Team aus

Dortmund im Vorfeld der Bauphase waren

der Garant für die hervorragende Konzeption

und den reibungslosen Bauablauf“, so

Müller.

www.wolffkran.com

60 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

YANMAR

Drei Minibagger der nächsten Generation

Das brandneue Trio umfasst die Modelle SV15VT,

SV17VT und SV19VT und wurde von Grund

auf neu entwickelt.

D

ie neue Baureihe setzt laut Yanmar

Maßstäbe in puncto Sicherheit,

Leistungsfähigkeit und Effizienz. „Wir

haben uns mit Anwendern verschiedener

Bereiche ausgetauscht, um ihre

Bedürfnisse genau zu verstehen und

uns entschlossen, die gesamte Produktreihe

neu zu gestalten. Wir sind sehr

stolz darauf, drei komplett neue

Modelle zu präsentieren“, sagt Cedric

Durand, Director Product Management

EMEA bei Yanmar Compact Equipment

EMEA. Alle drei Modelle sind mit

dem hochmodernen, Stufe-V-konformen,

mechanisch gesteuerten 3-Zylinder-Motor

mit indirekter Einspritzung

aus der international bekannten

TNV-Serie von Yanmar ausgestattet.

„Bei der Entwicklung der neuen

Maschinen haben wir den Fokus auf

Bedienerfreundlichkeit und maximale

Produktivität gelegt. Mit der Überarbeitung

verschiedener Komponenten –

u.a. Kabine und Ausleger – konnten

wir die Leistungsfähigkeit unserer

Minibagger noch einmal deutlich

steigern“, betont Sota Takami, Director

European CE Engineering bei Yanmar

Compact Equipment EMEA.

Alle drei Baggermodelle haben die

erstklassige Wartungsfreundlichkeit

gemeinsam und sind außerdem

serienmäßig mit dem Yanmar-Flottenmanagementsystem

der nächsten

Generation, SmartAssist Remote,

ausgestattet. Das System meldet

Standort und Status der Maschinen in

Echtzeit und ermöglicht die Fernverfolgung

per PC oder Smartphone.

www.yanmar.com/de/construction

Die Hydraulik des SV19VT wird durch das

bewährte ViPPS-System von Yanmar angetrieben.

Ein Wählschalter am Schildbedienhebel und ein

serienmäßiges Kickdown-Getriebe sorgen für eine

effizientere manuelle Bedienung.

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MASCHINEN + TECHNIK

BERNEGGER / KARNER

Anspruchsvoller Spezialtiefbau für

die Campuserweiterung am IST Austria

Das 2006 gegründete und 2009 eröffnete Institute of Science and Technology (IST)

Austria in Klosterneuburg widmet sich der Grundlagenforschung auf Weltklasseniveau.

Zurzeit wird der IST Campus durch das neue Laborgebäude „Lab 6“ erweitert, für das

die ARGE der Firmen Bernegger und Karner bis Mitte Juli die anspruchsvollen

Erdbau- und Spezialtiefbauarbeiten finalisiert.

Eingespieltes Team (von rechts): Ing. Helmut Rogatsch (Bauleitung Spezialtiefbau

der Firma Bernegger) und Florian Benischek (Firma Karner) vor dem Bohrgerät der

Firma Bernegger.

M

it einem gemeinsamen Spatenstich

gaben das Bundesministerium für

Bildung, Wissenschaft und Forschung

(BMBWF), das Land Niederösterreich und

das IST Austria Ende April den Startschuss

für den Bau des neuen Laborgebäudes.

Am IST Austria, das insgesamt etwa

860 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus

über 70 Ländern beschäftigt, forschen

aktuell 59 Forschungsgruppen in den

Bereichen Mathematik und Informatik,

Physik, Chemie sowie den Neurowissenschaften

und Biologie. Derzeit verfügt das

IST Austria über vier Laborgebäude, ein

fünftes soll noch heuer fertiggestellt

werden. Die Fertigstellung des Lab 6 ist

2023 geplant, dann sollen etwa 10.000 m 2

Nutzfläche zur Verfügung stehen. Der

Neubau am Gelände soll in Zukunft Platz

für rund 20 Forschungsgruppen bieten

und auch ein Seminarzentrum beherbergen.

2026 werden am IST Austria bis zu

90 Forschungsgruppen in einem internationalen

Umfeld mit modernster

Infrastruktur forschen.

62 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Blick auf die Baustelle Ende

Mai mit den fortschreitenden

Aushubarbeiten und der

Herstellung der Gründungspfähle.

Die Nagelwand weist

eine Höhe von bis zu 17 m auf.

Der IST Campus zeichnet

sich durch eine Kombination

von klassischen und modernen

Gebäuden aus.

Österreichischer

Baumaschinenverband

KOMPETENZ DURCH

FOKUSSIERTE INFORMATION

Nr. 0124850

11

12

1

10

27

26 21

2

9

25 22

3

8 24 23 4

7

6

5

Mit der Baugrubenerstellung für das

Lab 6 beauftragte das Land Niederösterreich

die ARGE der Firmen Bernegger in

Molln und Karner in Greifenstein. Ing.

Helmut Rogatsch, Bauleitung Spezialtiefbau

der Firma Bernegger, erklärt:

„Der Untergrund ist bei diesem Projekt

durch eine stark wechselnde Geologie

geprägt. Die Bandbreite reicht von

Bodenklasse drei bis Bodenklasse sieben

und auf sehr kurzer Distanz haben wir

hier einen Wechsel zwischen einer

wasserführenden Schicht und Sandstein.

BAUBLATT.ÖSTERREICH

Maschinist Wolfgang Amon (Firma Karner) bei der Lkw

Beladung mit einem Cat 320E L RR Kurzheckbagger.

Aufgrund der bindigen Böden haben sich

die vielen Niederschläge im Mai erschwerend

ausgewirkt. Dazu kommt eine enge

Zufahrtstraße und der Einsatz von

Großgeräten in einem beschränkten

Baustellen-Umfeld. Aus diesem Grund

ist es besonders wichtig, dass die

einzelnen Gewerke problemlos Hand in

Hand laufen – vom Aushub über den

Abbruch bis hin zur Baugrubensicherung.

Wir schätzen die Firma Karner

schon seit mehreren Jahren als kompetentes

Erdbauunternehmen und haben

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MASCHINEN + TECHNIK

Florian Benischek (Firma

Karner, rechts) und Baublatt.

Österreich Herausgeber

Karl Englert im Gespräch

über die Herausforderungen

des Projekts.

Souverän setzt Martin

Krohndorfer (Firma Bernegger)

im 120 t schweren

Liebherr Bohrgerät LRB 355.1

in einem engen Raster die

117 Bohrpfähle für die Fundierung

und die 200 überschnittenen

Austauschbohrungen

für die Spundwand.

im Raum Klosterneuburg und Wien schon

verschiedene Bauvorhaben erfolgreich

gemeinsam abgewickelt. Die Teams

kennen sich und das ist bei den genannten

Rahmenbedingungen ein großer Vorteil.“

Konkret übernimmt die Firma Karner

bei diesem Projekt die Rodungsarbeiten,

den Abbruch der alten Stahlbeton-

Kellerwände sowie den Aushub von rund

42.000 m³ Erdreich in einem Zeitraum von

12 Wochen. Zum Einsatz kommen aus dem

firmeneigenen Fuhrpark unter anderem ein

Cat 315F LC, ein Cat 320E L RR Kurzheckbagger

sowie für den Massenaushub und die

Feinprofilierung der Baugrube ein neuer

Doosan DX300NLC-7, der mit einer

3D-Baggersteuerung der österreichischen

Firma „ETiEVE“ ausgerüstet ist. Bis zu

12 Lkw sorgen für den Transport des

Aushubmaterials zu der nahegelegenen

firmeneigenen Bodenaushubdeponie. Der

Betonabbruch wurde zur Recyclinganlage

der Firma Karner in Greifenstein verführt

und wird dort zu einem qualitätsgeprüften

Recyclingprodukt verarbeitet.

Die Spezialtiefbauleistungen werden

durch die Firma Bernegger ausgeführt.

Aufgrund der Bodenverhältnisse wurde

die Wasserhaltung rasch in Betrieb

genommen. Sie erfolgt über 21 Vakuum-

Brunnen mit bis zu 18 m Tiefe und wird

mit der Fertigstellung der Decke des

Kellergeschosses außer Betrieb

genommen.

Für die Gründung müssen 117 Bohrpfähle

mit in Summe 1.500 lfm in einem

sehr engen Raster gesetzt werden. Zum

Einsatz kommt das größte Bohrgerät der

Firma Bernegger, ein LRB 355.1 der Firma

Liebherr mit einem Einsatzgewicht von

120 t, das als kombiniertes Ramm- und

Bohrgerät mit Kellyausrüstung eingesetzt

wird.

Dazu Florian Benischek, Geschäftsleitung

der Firma Karner: „Eine große

Herausforderung war der 1 m hohe

Bodenaustausch im unteren Baugrubenbereich,

denn aufgrund der instabilen

Bodenverhältnisse war es notwendig, für

das 120 t schwere Bohrgerät einen

tragfähigen Boden zu schaffen. Das ist uns

mit einem hochwertigen Geotextil und

einer Schüttung aus massivem Steinbruchmaterial

gelungen. Gemeinsam mit

42.000 m³ Erdreich in 12 Wochen: Maschinist

Hannes Veigel hat mit dem Doosan DX300NLC-7 der

Firma Karner und der 3D-Baggersteuerung der Firma

„ETiEVE“ die Erdarbeiten exakt im Griff.

64 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

der Wasserhaltung durch die Brunnen und

der Austauschschüttung haben wir das

Problem aber in Griff bekommen.“

Straßenseitig muss eine Spundwand mit

ca. 1.600 m² und einer Spundbohlenlänge

bis zu 12 m errichtet werden. Da diese in

den untersten Tiefen aufgrund der Bodenbeschaffenheit

nicht gerammt werden

kann, wird in der Spundwandtrasse das

vorhandene Material durch 200 überschnittene

Austauschbohrungen mit rund 1.600

lfm durch Kies 0-100 ersetzt. Der Durchmesser

für die Bohrpfähle und für die

Austauschbohrungen beträgt 880 mm.

Die Nagelwand weist eine Gesamthöhe

bis 17 m auf, sie wird mit mehreren

Zwischenebenen abgewickelt. Gesetzt

werden die Nägel, die eine Länge von 4 bis

10 m aufweisen, mit einem raupenmobilen

Nagelgeräte und einer Bagger-Anbaulafette.

Zum Einsatz kommt bei diesem

Projekt auch ein Brunnenbohrgerät, ein

Liebherr L 514 Stereo Radlader für den

baustelleninternen Materialtransport und

ein Teleskop-Roto-Stapler für diverse

Arbeiten. Das Abladen und der Transport

der Bohrpfähle sowie der Auf- und Abbau

des Bohrgerätes erfolgte mit einem Dieci

Pegasus 6021, der mit Winde, Lasthaken,

Das Abladen und der Transport der

Bohrpfähle sowie der Auf- und Abbau

des Bohrgerätes erfolgte mit einem

Dieci Pegasus 6021.

Ergänzend zu diesem Nagelgerät kam auch

eine Bagger-Anbaulafette zum Einsatz.

Paletten-Gabel und Arbeitskorb ausgerüstet

ist.

Ein weiterer Schwerpunkt im Spezialtiefbau

ist die Herstellung von 2.000 m²

Spritzbeton, der mit etwa 4.200 lfm

Injektionsbohrankern rückverankert wird.

Der Trockenspritzbeton wird von der

Firma Bernegger in der Zentrale in Molln

produziert, zur Baustelle geliefert, in Silos

zwischengelagert und in Stärken zwischen

12 und 15 cm überwiegend mit einlagiger

Bewehrung aufgebracht. Beim Besuch von

Baublatt.Österreich Ende Mai waren die

Arbeiten geprägt von der zügigen Finalisierung

in den Bereichen Spritzbeton,

Austauschbohrungen und Gründungspfähle.

Gleiches gilt auch für die Spundwand,

die in einem Teilbereich rückverankert

werden muss. Mit Abschluss der

Erdbau- und Spezialtiefbauarbeiten

übernimmt das Team der Kärntner Firma

Kostmann die Baustelle und errichtet den

Hochbau des Lab 6.

www.ist.ac.at | www.bernegger.at

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und schonen Untergründe

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die Natur sagt Ihnen danke. Spurrillen oder andere Beschädigungen

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MASCHINEN + TECHNIK

BRV

Rückbau und Verwertung nehmen Fahrt auf

Der Österreichische Baustoff-Recycling Verband vermeldet

die 300. eingetragene Rückbaukundige Person.

D

amit stehen im gesamten Bundesgebiet

ausreichend Fachkräfte für die

gesetzlich vorgeschriebene Beurteilung von

Bauobjekten vor Abbruch zur Verfügung.

Aufgrund des in zwei Jahren in Kraft

tretenden Deponierungsverbots von

mehreren Baustoffen ist die sortenreine

Trennung von Baurestmassen die beste

Voraussetzung für die Verwertung. „Seit

2016 führt der BRV eine für alle Interessierten

kostenlos einzusehende Auflistung

geeigneter Rückbaukundiger Personen“, so

Martin Car, Geschäftsführer des BRV.

Diese Liste stellt österreichweit die einzig

umfassende, nach Bundesländern sortierte,

Datenbank der Rückbau Experten dar.

„Wir sind stolz, nun mehr 300 Rückbau

Spezialisten auflisten zu können und

damit den verantwortlichen Bauherren

eine gute Auswahlmöglichkeit zu bieten“,

so Car.

Die österreichische Bauwirtschaft ist

europaweit federführend, wenn es um hohe

Recyclingquoten geht: Soeben wurde per

Verordnung auch der letzte Schritt zur

Kreislaufwirtschaft für Beton, Asphalt und

Straßenaufbruch gesetzt. Diese Abfälle aus

hochwertigen Baustoffen müssen ab 2024

rezykliert und dürfen nicht mehr deponiert

werden. „Obwohl die Herausforderungen

groß sind, haben die Recycling-Baustoff

Unternehmen genug Kapazitäten und vor

allem das nötige Know-how um diesen

Herausforderungen zu entsprechen“, hebt

der Geschäftsführer des BRV hervor.

Ob Bauherr, Planer, Bauunternehmen

oder Recyclingbetrieb, der BRV bietet –

teilweise kostenlos, Informationsmaterialien

Merkblätter und Richtlinien zu den

Themen Bodenaushub, Baurestmassen,

Abbruch und Recyclingbetriebe an.

Informationen aus erster Hand können

sowohl in den Bundesländern als auch in

Wien in den BRV Seminaren erhalten

werden.

www.brv.at

DI Martin Car ist stolz, nun mehr 300 Rückbau

Spezialisten auflisten zu können.

INFO

BRV Informations-Veranstaltungen

Baurelevante Neuerungen

beim Abfallverzeichnis

14.09.2021 / Wien (Webseminar)

Neues zum Asphalt-Recycling

27.09.2021 / Wien

03.11.2021 / Linz

Ausbildungskurs „Abbrucharbeiten“:

rückbaukundige Person

04.-06.10.2021 / Wien

AM Baugeräte HandelsgmbH ■ Oberes Bahnfeld 2 ■ A-2281 Raasdorf/Wien

Tel. (+43 2249) 28495 ■ office@am-laser.at ■ www.am-laser.at

Ihr Spezialist für


MASCHINEN + TECHNIK

Das Schulungsangebot

der Komatsu Driving

Academy beinhaltet

vier Trainingskonzepte

für unterschiedliche

Zielgruppen und Zielsetzungen.

Das Angebot

ist über Kuhn Baumaschinen

GmbH als

Komatsu Vertriebspartner

buchbar.

KUHN

Komatsu Driving Academy: eigene

Fertigkeiten gezielt trainieren

F

ür den Arbeitsalltag mit der Baumaschine

gibt es neben dem Erlernen der

grundsätzlichen Arbeitsschritte viele

Kniffe und hilfreiche Tipps, von denen

sowohl Anfänger als auch erfahrene

Baumaschinenführer profitieren können.

Unter Berücksichtigung der Vorkenntnisse

wird neben sicherheitsrelevanten Aspekten

auch die effiziente Bedienung der Baumaschine

im Arbeitseinsatz, welche einen

wesentlichen Einfluss auf die Maschinenbetriebskosten

hat, geschult. In der

Komatsu Driving Academy kann das

sichere und effiziente Bedienen von

Ein Schulungsteilnehmer

testet sein Können am Komatsu

Fahrsimulator unter realistischen

Einsatzbedingungen.

Baumaschinen in Theorie und Praxis mit

Hilfe von ausgewiesenen Experten und

innovativen Technologien – wie einem

Fahrsimulator mit beweglicher Plattform

und einem Virtual Reality Room – erlernt

und erfahren werden.

Zu den vier Trainingskonzepten zählt

zunächst das „Sicherheits- und Funktionstraining“.

Es ist für ungeschulte ebenso wie

geschulte Fahrer ausgelegt und qualifiziert

in der sicheren Handhabung und Funktion

von Komatsu Maschinen gemäß DGuV

Regel 101-003, BGR118. Weiters bietet die

Komatsu Driving Academy das „Basistraining“

für Neueinsteiger und das „Effizienztraining“

für erfahrene Baumaschinenführer.

Nicht zuletzt bietet man Personen, die

künftig als Trainer im eigenen Unternehmen

fungieren sollen, zusätzliches Detailwissen

und Hintergrundinformationen. Die

jeweils mehrtägigen Schulungen finden in

Kleingruppen und mit verschiedenen

Komatsu Maschinen statt. Selbstverständlich

erfolgen alle Trainings unter Berücksichtigung

der aktuell geltenden Maßnahmen

zur Eindämmung der Covid-19 Pandemie.

www.kuhn-gruppe.com

■ Bauvermessung ■ Pumpen ■ Verbausysteme


MASCHINEN + TECHNIK

Ein höheres Drehmoment bei niedrigerer Motordrehzahl

erhöht die Leistungsfähigkeit des ZW 220-7.

KIESEL

ZW220-7: erster Hitachi-Radlader der Serie 7

Drinnen alles im Blick und in Reichweite, draußen kümmern sich Kamera- und Radarwarnsysteme

um die Arbeitssicherheit. Im neuen Hitachi-Radlader ZW220-7 hat der

Fahrer mit den neuen Sicherheitssystemen sein gesamtes Umfeld stets im Blick. Er

kann sich voll auf seine Ladespiele konzentrieren. Extra für den europäischen Markt

entwickelt, hat Hersteller Hitachi beim ZW220-7 mit Top-Technologien den

Bedienkomfort für Anwender gesteigert.

U

m den hohen Ansprüchen der

europäischen Märkte an Fahrerkomfort,

Bedienung und Effizienz gerecht zu

werden, integrierten die Hitachi-Konstrukteure

neue Features zu Ergonomie,

Komfort und digitaler Sicherheits-Technik

im ZW220-7. Sie transformierten die

Kabine in eine digital vernetzte Leitzentrale

mit niedrigstem Geräusch- und

Vibrationspegel.

Kameras und Heckradar

verhindern Unfälle

Höchste Arbeitssicherheit realisierten die

Entwickler beim ZW220-7 mit dem Aerial

Angel-Kamerasystem auf der Kabine und

einem Heck-Radar-Warner. Auf dem

neuen LCD-Monitor sieht der Fahrer die

zur 270°-Luftansicht kombinierten

Aufnahmen dreier Winkelkameras.

Zudem warnt ihn das Display optisch und

akustisch, wenn das Heck-Radar Objekte

erfasst. Bei Einsätzen in Dunkelheit

machen acht LED-Arbeitsscheinwerfer

die Nacht zum Tag.

Die Klimaautomatik in der hydraulisch

gelagerten Kabine schützt den

Bediener vor Schadstoffen und sorgt

dafür, dass er immer einen kühlen Kopf

bewahrt. Das Hitachi-Entertainmentsystem

hat Premium-Qualität und im

luftgefederten, beheizbaren Komfortsitz

arbeitet man ermüdungsfrei. Dazu tragen

die neuen, elektrisch vorgesteuerten

Bedienhebel bei, die am Fahrersitz

mitschwingen. Damit lassen sich das

Hubgerüst, die Schaufel und hydraulische

Anbaugeräte sehr feinfühlig steuern.

Mehr Leistung und Produktivität bei

höchster Maschinenverfügbarkeit sorgen

für höhere Gewinnspannen, das verspricht

der neue Hitachi-Radlader: Der

ZW 220-7 ist Hitachis erster Stage-Vkonformer

Radlader. Sein neuer Cumminsmotor

erreicht mehr Drehmoment

schon bei geringerer Drehzahl. „Der

Bediener erzielt eine starke Leistung und

spart Treibstoff“, sagt Kiesel-Produktexperte

Jonas Lange. Ihm gefällt besonders

das neue ECO-Messinstrument, mit dem

Maschinenführer den Spritverbrauch

68 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Die verbesserten Komfort- und Sicherheitsfunktionen

der Kabine sorgen beim

ZW 220-7 für eine höhere Produktivität,

bequemeres Arbeiten und weniger

Ermüdung.

Mit dem neuen, elektronisch vorgesteuerten

Multifunktions-Hebel lassen sich

Hubgerüst und Hydraulik-Werkzeuge

sehr feinfühlig steuern.

Das Nutzlast-Überwachungssystem

Payload Checker

verhindert Über- oder

Unterladungen von Lkw.

stets im Blick haben und optimieren

können.

Für zusätzliche Effizienz sorgt der

Hitachi-Payload Checker. Er zeigt anhand

der Daten der integrierten Kontrollwaage

Über- oder Unterladungen an. Damit

lassen sich Lkw leicht, zeit- und kostensparend

beladen. Wie alle Hitachi-

Maschinen ist auch der ZW 220-7 aus

robusten Komponenten gefertigt und

hochstabil. „Das sind Radlader, die ewig

laufen“, sagt Radlader-Experte Lange.

„Vor allem sind sie mit ihren weit

öffnenden Motor- und Kühler-Hauben

bequem zu warten.“

Der gesamte Maschinenzustand lässt

sich auch aus der Ferne prüfen. Hitachis

Telematik-Systeme Owner‘s Site und

ConSite sowie die ConSite Pocket App

sichern dabei volle Kontrolle über den

Fuhrpark. „Der ZW 220-7 setzt bei

Bedienkomfort, Leistung, Produktivität

und Sicherheit höchste Qualitätsstandards“,

bekräftigt Kiesel-Produktmanager

Jonas Lange und freut sich auf die

nächsten Demo-Vorführungen.

www.kiesel.net

DAS OEL DER KTM-CHAMPIONS GIBT’S

ÜBRIGENS AUCH FÜR BAUMASCHINEN.

Rennen gewinnt man im Kopf. Und mit dem richtigen Partner. Seit mehr als 10 Jahren trägt MOTOREX mit erstklassigen Oelen

und umfassendem Technologie-Support dazu bei, dass KTM spektakuläre Erfolge einfährt. Doch nicht nur Motorräder müssen

in jeder Situation ihr Bestes geben können. Sondern auch Baumaschinen. Holen Sie sich darum jetzt die Unterstützung von

MOTOREX auch abseits der Rennstrecke. Und hängen Sie mit Ihrem Unternehmen die Konkurrenz ab. www.motorex.com


MASCHINEN + TECHNIK

EUROPA TRUCK TRIAL TOUR

Spektakulär über Stock und Stein

Am 21. und 22. August 2021 findet im Bergbaugelände Muttlkogel bei Voitsberg-

Zangtal der zweite Lauf der diesjährigen Europa Truck Trial Tour statt. Nach

der Zwangspause in 2020 kämpfen sich erneut zahlreiche Teams in den Klassen

Zwei-, Drei- und Vierachser sowie der Kategorie „Prototyp“ durch Strecken-

Passagen, die man oft erst beim zweiten Blick als solche erkannte.

B

ereits 1990 feierte das erste Truck

Trial Event in Frankreich seine

Premiere und schon ein Jahr später

beeindruckten die Fahrerteams mit ihrem

Können erstmals das österreichische

Publikum in Zeltweg. Damals wie heute

galt es den Lkw, unter den strengen Augen

der Kommissare – so heißen die Truck

Trial Schiedsrichter – auf den Zentimeter

genau im schwersten Gelände zu erproben.

Ein detailliertes Regelwerk, vor allem

hinsichtlich der erlaubten Tuning-Maßnahmen,

sorgt für spannende Rennen. So

darf in den drei seriennahen Klassen zwar

der Motor mit Originalzubehörteilen

BUCH-TIPP

Diesel im Blut: ein Rückblick auf 30 Jahre „am Bock“

Das unsichtbare Band, welches Teams und Zuschauer

beim Europa-Truck-Trial gleichermaßen verbindet, ist

neben der Begeisterung fürs Off-Road-Fahren auch die

Verbundenheit zum Medium „Diesel“. Passend dazu hat

der langjährige Teilnehmer Bernhard Fuchs den Roman

„Diesel im Blut“ (ISBN 978-3-95511-168-7) geschrieben,

in dem es nicht nur um Truck-Trial geht. Fuchs: „Erst

bist du der Neue, der Anfänger, einfach nur froh, ohne

Berufserfahrung überhaupt einen Job als Fahrer bekommen

zu haben. Heute bin ich ein ,alter Hase‘ in der

Branche, in meinem Fall sogar ein ,alter Fuchs‘, was

aber nur an meinem Namen liegt. Nach 30 Jahren ,am

Bock‘ ist es an der Zeit, einen kurzen Blick in den

Rückspiegel zu werfen, denn da gibt’s allerhand zu sehen.

Schöne Erlebnisse, herbe Rückschläge, Freundschaften

sowie das Gegenteil davon. Von den allerersten

Erfahrungen hinterm Lenkrad wird ebenso berichtet wie

vom Rundholztransport in einsamen Wäldern. Es geht

um große und weniger große Maschinen, vom Zweirad

bis zum Motorflugdrachen, vom Feuerwehrkran bis zum

russischen Armeelastwagen. Illustriert von nostalgisch

anmutenden Bildern habe ich versucht ein möglichst

spannendes Bild (m)eines Fahrerlebens in einen Roman

zu verpacken. Wenn ich schon angeblich Diesel im Blut

habe, so ist es wohl nicht weiter verwunderlich, wenn

sich in all den Jahren ein ganzer Tank voller Erinnerungen

und Geschichten in meinem Kopf angesammelt

hat. Den habe ich angezapft, was dabei herausgesprudelt

ist, halten die Leserinnen und Leser nun in den

Händen.“

www.ohetaler.de

70 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

In dem Bergbaugelände

Voitsberg-Zangtal wurde

bereits 1994 das erste Mal

ein Europa Truck Trial Lauf

ausgerichtet. In diesem Jahr

messen sich die Teams am

21. und 22. August in den

Klassen Zwei-, Drei- und

Vierachser sowie der

Kategorie „Prototyp“. Die

Europa Truck Trial Tour

startet am 24.-25. Juli 2021

in Frankreich (Fublaines)

und endet am 16.-17.

Oktober 2021 im deutschen

Gröningen.

verbessert, am Fahrwerk, den Radständen

oder Spurweite jedoch nichts verändert

werden. „An erster Stelle steht nichtsdestotrotz

die Sicherheit der Fahrer. Doppelte

Tanks, Überrollbügel, Fünfpunktegurte

und Helme sind nur einige der Sicherheitsmaßnahmen“,

weiß Veranstalter Jürgen

Funke zu berichten.

Ein Blick auf die Anfänge

Als im Jahre 1870 in Voitsberg mit dem

Abbau von Braunkohle begonnen wurde,

hat bestimmt niemand daran gedacht, was

dort in mehr als hundert Jahren über die

Bühne gehen wird. Einige verwegene

Off-Road-Fahrer rund um die Autocross-

Legende Bernd Mörth, den Freunden

Otmar Letnik und Johann Stadler waren

1993 fest entschlossen, einen Europa Truck

Trial Lauf zu organisieren. Der Erfolg gab

ihnen recht: über 4.000 Zuschauer stürmten

an jenem Wochenende den stillgelegten

Tagebau im Zangtal. Nach einigen weiteren

Europameisterschaftsläufen verfiel die

steirische Stadt, in Sachen Truck-Trial,

jedoch wieder in den Dornröschenschlaf.

Eigentlich hätte die Veranstaltung ja

bereits im Vorjahr „wachgeküsst“ werden

sollen, was jedoch von der hartherzigen

„Corona“ auf hinterhältigste Weise

verhindert wurde. Aber heuer gibt es kein

Zurück mehr, unter Einhaltung aller

Sicherheits- und Corona-bedingter

Gesundheitsauflagen wird dieser schöne

Event im Zangtal geplant.

Die Zeit der Pandemie wurde auch

genutzt, um das virtuelle Truck-Trial

#HDCthegame weiter auszubauen, was bei

reger Beteiligung vieler begeisterter Fans

durchaus positiven Anklang findet. Das

staubige Ambiente eines Truck-Trial-

Wochenendes jedoch, mit dem allgegenwärtigen

Dröhnen der Motoren, den Steilhängen,

den atemberaubenden Momenten,

wenn ein schwerer Truck im Gelände

scheinbar kurzzeitig die Gesetze von

Physik und Schwerkraft außer Kraft

setzten will, all das wird ein Spiel alleine

niemals ersetzen können. Andererseits

zeigt sich dadurch einmal mehr, wie

vielfältig Truck-Trial sein kann, quasi von

der gemütlichen Wohnzimmercouch bis

zum Live-Event im Bergbaugelände:

„Einfach jedem das Seine!“ Genau diese

Vielfalt ist es wohl auch, die immer wieder,

die unterschiedlichsten Menschen, jeden

Alters für ein paar Stunden friedlich

vereint. Weitere Informationen über die

einzelnen Termine im Internet.

www.europatrucktrial.org

KAISER Fahrzeugtechnik GmbH

Gewerbestrasse 4, A-6710 Nenzing

Tel. +43-55 25-641 80

Fax +43-55 25-64180-10

www.kaiser-fahrzeugtechnik.at

mail@kaiser-fahrzeugtechnik.at

PAUS Senkmuldenkipper SMK 365

BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2021

71


MASCHINEN + TECHNIK

Kleemann hat mit dem

mobilen Kegelbrecher

Mobicone MCO 90(i)

EVO2 die perfekte

Ergänzung zur neuen

Backenbrechanlage

Mobicat MC 110(i)

EVO2 geschaffen. Der

innovative Kegelbrecher

punktet mit hoher

Wirtschaftlichkeit,

intelligenter Steuerungstechnik

und

bester Produktqualität.

KLEEMANN

Neuer mobiler Kegelbrecher

Mobicone MCO 90(i) EVO2

M

it innovativen Neuentwicklungen, die

in der robusten Mobicone MCO 90(i)

EVO2 verbaut sind, bietet Kleemann

seinen Anwendern aus Steinbrüchen und

Lohnunternehmen entscheidende Qualitätsvorteile

im Arbeitsalltag. Kegelbrecher

müssen im täglichen Einsatz im mittelhartem

bis hartem Gestein – überwiegend in

der 2. oder 3. Brechstufe – oft bis an

Belastungsgrenzen gehen. Mit einer

maximalen Aufgabeleistung von bis zu 270

t/h zeigt der neue Kegelbrecher MCO 90(i)

EVO2 seine Stärken und sorgt für mehr

Betriebssicherheit und hohe Anlagenverfügbarkeit.

Auch die einfache Transportierbarkeit

bei häufig wechselnden

Standorten und das breite Einsatzspektrum

sind überzeugende Argumente für die

Mobicone MCO 90(i) EVO2 von Kleemann.

Effizienter Brecher-Direktantrieb

und kontinuierliche Brechprozesse

Durch das verbesserte Diesel-Direkt-

Antriebskonzept erreicht die Mobicone

MCO 90(i) EVO2 sehr gute Verbrauchswerte

und arbeitet dadurch sehr effizient.

Die Förderbänder werden elektrisch

angetrieben. Das CFS (Continuous Feed

System) überwacht durch eine Sonde den

Brecherfüllstand und regelt die Materialzufuhr

so, dass immer eine optimale

Menge aufgegeben wird. Das sorgt für eine

optimale Brecherauslastung und damit

auch für eine sehr gute Materialqualität.

Brechanlagen werden in ihrer Funktion

immer anspruchsvoller. Kleemann

entwickelte für seine topaktuellen

Brechanlagen der EVO2 Generation ein

intelligentes Steuerungskonzept, das

Bedienbarkeit wesentlich vereinfacht. Mit

Spective hat das Unternehmen die

Messlatte für Benutzeroberflächen in der

Branche weiter angehoben. Dieses

Bedienkonzept ist intuitiv aufgebaut und

revolutioniert mit seinen umfassenden

Features die Anlagenbedienung. Das 12‘‘

große Touchpanel wurde bezüglich der

Benutzerführung und Visualisierung

optimiert. Zudem sind neue Komponenten

wie eine große Funkfernsteuerung und

eine kleine Funkfernsteuerung in die

Spective Welt integriert worden. Die neue

digitale Lösung Spective Connect bringt

alle wichtigen Anlagendaten aufs Smartphone.

Das bedeutet: weniger Stillstand,

mehr Produktivität und mehr Ertrag.

Breites Einsatzspektrum

Die Mobicone MCO 90(i) EVO2 ist für

hohe Brechleistung konzipiert. Mit seinen

neuen Brechwerkzeugen deckt der

Kegelbrecher einen großen Spaltbereich

von 6-45 mm ab und ist so flexibel einsetzbar.

Die verbesserten Brechwerkzeuge mit

optimalen Geometrien für den jeweiligen

Einsatzfall, kommen der Materialqualität

und auch der Leistung der Anlage zugute.

Alle Brechspaltweiten werden komfortabel

über die Funkfernbedienung eingestellt.

Weitere Umbauarbeiten sind dafür nicht

notwendig. Selbst bei kleineren Details hat

Kleemann immer Funktionalität und

Leistungsstark als Team: der

Kegelbrecher Mobicone MCO 90(i)

EVO2 und der Backenbrecher Mobicat

MC 110(i) EVO2.

Arbeitserleichterungen für Anwender im

Blick. Sei es bei zusätzlichen Wartungsöffnungen,

der Vereinheitlichung der

Klemmkeilposition für Brechwerkzeuge

oder der automatischen Positionierung des

Einlauftrichters bei Werkzeugwechsel.

Überlastsysteme verhindern Ausfallzeiten

und erhöhen Produktqualität

Ausgestattet mit einem intelligenten und

damit sehr effektiven Überlastsystem,

können auch unter erschwerten Bedingungen

Sicherheit und stabile Prozesse

gewährleistet werden. Das „Tramp

Release System“ bietet Schutz bei

unbrechbaren Materialien wie zum

Beispiel Holz oder Metall. Noch wichtiger

für die kontinuierliche Produktion ist die

Überlasterkennung „Ringbounce Detection“.

Dieses softwaregestützte Überlastsystem

verfügt über zwei Modi, die dem

Anwender die Wahl lassen, ob sein

Schwerpunkt eher auf Produktqualität

(„Precise Mode“) oder auf Produktmenge

(„Mixture Mode“) liegt.

Die neuen Brechanlagen der EVO2-

Generation von Kleemann, der Backenbrecher

Mobicat MC 110(i) EVO2 und der

Kegelbrecher Mobicone MCO 90(i) EVO2

sind besonders stark, wenn sie gemeinsam

durch Linienkopplung verbunden sind.

Mit einem aufeinander abgestimmten

hohen Leistungsniveau und reibungslosem,

kontinuierlichem Materialfluss

kann so höchste Effizienz erzielt werden.

www.wirtgen-group.de/at

72 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Als Hersteller von

Hochvolt-Energiespeichersystemen

bringt xelectrix Power

mit der XPB Basic Split

ein neues Produkt

auf den Markt.

D

XELECTRIX POWER

Neu: XPB Basic Split Range

ie xelectrix Power GmbH mit Sitz in

Mauthausen ist ein international

tätiges Unternehmen, das sich auf Energiespeicherung,

Optimierung und Steuerung

spezialisiert hat. Das von xelectrix Power

entwickelte Produktsortiment stellt heute

modernste Energiespeicher für On- und

Off-Grid Anwendungen bereit, welche als

Komplettsystem leicht zu installieren (Plug

& Play) sind und Lösungen für eine

Vielzahl von Industrien, darunter erneuerbare

Energien, E-Mobilität, Energieversorger,

Netzbetreiber und insbesondere

auch für die Bauwirtschaft, anbieten.

Vor kurzem präsentierte das Unternehmen

eine weitere Neuheit: Das modulare

und multifunktionale Energiespeichersystem

XPB Basic Split bietet mit der

„Parallel Platform Technology“ ein

einzigartiges Wechselrichterkonzept.

Ergonomisch gestaltet, um den modularen

Aufbau und den einfachen Einbau auch

bei beengten Raumsituationen zu erleichtern,

kombiniert die xelectrix Power Box

Basic Split als 3-phasiges AC-gekoppeltes,

400 Volt Speichersystem mehrere Anwendungsmöglichkeiten.

Das Basic Split

System mit einer breiten Wechselrichterpalette

und Batteriekonfigurationen

eignet sich perfekt für Gewerbe und

Industrie und ermöglicht Peak Shaving,

Die modulare Batteriekapazität ist in 20 kWh

Batteriepaketen von 40 bis 240 kWh erweiterbar.

Backup und Optimierung erneuerbarer

Energien mit Netztrennfunktion. Die

modulare Erweiterung der Batteriekapazität

durch Ein- und Ausfahren von

Batteriemodulen ermöglicht maximale

Flexibilität um den individuellen Kundenanforderungen

zu entsprechen.

www.xelectrix-power.com

Durchschnitt ist

für uns keine Option.

Wir bieten unseren Kunden ein echtes Rundum-sorglos-Paket. Ob ganz kleiner Kran

oder größter Kran der Welt – wir liefern Krane für jeden Bedarf. Wer mit uns arbeitet,

muss sich um nichts kümmern. Wir bringen den Kran überall hin: Auf den höchsten Berg

oder in die dichteste Innenstadt. Das können nur echte Profis. Wie wir von Stirnimann.

Stirnimann GmbH | Tel: +43 2253 22050 | office@stirnimann.at | www.stirnimann.at


MASCHINEN + TECHNIK

KOREN / HS-SCHOCH

Erdbau-Profi Koren setzt in allen

Geräteklassen auf HS Schoch

Stefan Koren weiß was er will: Das Unternehmen, das er vor sechs Jahren von den

Eltern übernommen hat, ist heute nicht nur der größte Erdbeweger im Bezirk Voitsberg,

zurzeit wird der neue Standort in Bärnbach auch für den verstärkten Einstieg in den

Recycling-Bereich vorbereitet. Bei der Ausrüstung seiner Bagger setzt Stefan Koren

konsequent auf die Betreuung und Speziallösungen von HS Schoch.

E

s ist eine Erinnerung daran, wie alles

begann: auf dem neuen Betriebsgelände

der Firma Koren in Bärnbach thronen zwei

betagte Neuson-Geräte auf ihren Podesten.

Es sind die Geräte, mit denen Vater Franz

Koren – gemeinsam mit seiner Frau

Brigitte – 1995 den Schritt in die Selbstständigkeit

wagte. Verlässlichkeit und

große Einsatzbereitschaft führten über die

Jahre zu einem soliden Wachstum und

einer wachsenden Mitarbeiteranzahl. 2006

stieg auch Sohn Stefan Koren intensiv in

das Familienunternehmen ein, das er seit

der Umgründung in die Koren GmbH im

Jahr 2015 leitet.

Heute erledigt das über 20-köpfige Team

der Firma Koren im Bezirk Voitsberg für

private und öffentliche Auftraggeber ein

breites Dienstleistungsspektrum, das vom

traditionellen Erdbau über den Leitungsbau,

die Gestaltung von Außenanlagen,

Steinschlichtungen, Abbruch, Materialaufbereitung

bis hin zu Güter- und Sondertransporten,

Kranarbeiten und Brunnenbzw.

Zisternenbau reicht. Der neue

Standort in Bärnbach wird zurzeit noch

umfassend modernisiert und bietet mit

rund 15.000 m² ausreichend Platz für den

Ausbau des Recycling-Betriebs.

Der Fuhrpark umfasst aktuell sechs

Tatra Phönix Schwer-Lkw, einen Muldenkipper

und 14 Erdbaugeräte von 1,5 bis 30

t, darunter auch vier Mobilbagger. Bei den

Geräten von 10 bis 30 t handelt es sich um

vier fast neue Volvo Bagger, bei den

Geräten bis 10 t setzt Stefan Koren

ausschließlich auf Wacker Neuson. Die

Gründe dafür liegen einerseits in der

Firmengründung des Vaters mit Neuson

Geräten, andererseits in der leistungsfähigen

Gerätetechnik aus heimischer Fertigung

sowie der ausgezeichneten Betreuung

durch die Niederlassung in Feldkirchen bei

Graz. Besonders begeistert zeigt er sich von

der Leistung und der feinfühligen Steuerung

des ersten ET90 in seinem Fuhrpark.

Maschinist Franz

Kager (Firma Koren) mit

dem EW65, einem der drei

neuen Wacker Neuson Bagger der

Firma Koren, beim Aushub für eine

110 kV Leitung in Bärnbach. Der HS

Schoch Tieflöffel ist mit Unterschraubmesser

und vorgezogener

Schneide ausgerüstet.

Dieser wurde Mitte Mai gemeinsam mit

den beiden Mobilbaggern EW65 und

EW100 übergeben.

Ausgerüstet wurden die drei neuen

Wacker Neuson Geräte durch die Niederlassung

der Firma HS Schoch in Amstetten mit

insgesamt 13 Anbaugeräten. Vor drei Jahren

expandierte Anbaugeräte-Experte HS-

Schoch nach Österreich. Seitdem kümmert

sich der Amstettner Felix Funke als

geschäftsführender Gesellschafter um den

Standort und den Vertrieb von Baumaschinenzubehör,

Anbaugeräten und Verschleißteilen

sowie den dazugehörigen Service.

Bereits seit 1986 entwickelt und produziert

HS-Schoch mit Hauptsitz in Deutschland

Anbaugeräte wie Löffel, Schaufeln und

Greifer. Oberste Priorität haben Qualität

und Service. Das Produktsortiment umfasst

u.a. Tieflöffel, Abbruchgeräte, Standardschaufeln,

Kombischaufeln, Hochkippschaufeln,

Sieblöffel, Hydraulikgreifer,

Schnellwechseleinrichtungen, Abbruch-

74 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Firmengründer Franz Koren (Mitte) mit Stefan Koren (rechts) und Felix Funke (links) vor dem

HS Schoch Tieflöffel des fast neuen Volvo EC220EN, der komplett aus Hardox gefertigt ist.

Firmenchef Stefan Koren mit Frau Katrin und

Sohn Michael auf dem neuen Betriebsgelände

in Bärnbach vor den beiden Neuson Geräten,

mit denen Vater Franz Koren 1995 das

Unternehmen gründete.

Nicht nur die Wacker Neuson Bagger der Firma Koren, auch die Geräte bis 30 t werden mit Anbaugeräten von HS Schoch ausgerüstet.

Zum Einsatz kommen aber auch Speziallösungen, die maßgeschneidert für kleine Leitungsbaustellen sind. Dazu zählen beispielsweise

das Asphaltschneidrad und das Verdichterrad (die rein mechanisch wirken), der Abziehbalken oder der Kabelbaulöffel.

greifer und Sonderkonstruktionen. HS-

Schoch ist Hardox-Wearparts Partner und

verfügt über langjährige Erfahrung in der

Verarbeitung von Hardox-Verschleißblech.

Bereits vor dem Markteintritt des

Anbaugeräte-Spezialisten investierte

Stefan Koren in seinen ersten HS Schoch

Löffel. Stefan Koren: „Seit 2017 haben wir

diverse Anbaugeräte von HS Schoch im

Einsatz, auch für unsere großen Kettenbagger.

Beginnend mit den neuen Volvo

Baggern im letzten Jahr werden nun alle

Neugeräte mit HS Schoch ausgerüstet. Mit

der Qualität und der Betreuung bin ich

sehr zufrieden. Was ich besonders schätze,

ist die Flexibilität und Offenheit, mit der

auf meine Wünsche eingegangen wird, denn

ich habe bei den Löffeln sehr bestimmte

Vorstellungen. Damit meine ich etwa die

konische Form der Löffel, damit sie sich in

der Künette nicht verkeilen oder die

Unterschraubmesser für gewisse Löffel, die

beim Leitungsbau in der Form bei uns

vorgeschrieben sind. Auch diverse Sonderlösungen

wurden immer rasch und

unkompliziert realisiert.“

Felix Funke ergänzt: „Nicht zuletzt, da

unsere Unternehmen der innovative und

vorausschauende Blick in die Zukunft

verbindet, freut es mich sehr so positives

Feedback von einem langjährigem Partner

wie der Firma Koren zu erhalten. Die

Tatsache fordernde Kundenaufträge wie

diesen kurzfristig und mit speziellen

Lösungen, die einen Mehrwert in der

Praxis bringen, zu realisieren, stärken uns

in unserem Vorhaben verlässlicher Partner

mit bestem Kundenservice zu sein.“

www.koren-erdbau.at | www.hs-schoch.at

WARUM NICHT GLEICH

DEN ORIGINAL ROLLENSCHLITTEN-VERBAU MIETEN ODER KAUFEN?

www.team-vk.de

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Ohne Überraschungen.

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www.baumaschinen-stueber.at

www.sbh-verbau.de

BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2021

75


MASCHINEN + TECHNIK

1

2 3

4 5

1 Einbringen der zementgebundenen

mineralischen

Beschichtung. 2 Furbypads:

Die dynamische Bindung

einer Vielzahl feinster

Diamanten sorgt für Langlebigkeit.

3 Furby Pads mit

Durchmesser 125 mm, sehr

fein montiert auf Schwamborn

STR 500. 4 Feinschliff

mit der Schwamborn STR

500 und Furby Pads.

5 Glänzendes Ergebnis:

Der polierte, ebene und

fugenlose Bodenbelag einer

70 m 2 großen, neuen

Doppelgarage.

Die neueste Innovation

von langlebigen Diamantpads

bringt mit nur einem

Arbeitsvorgang den

perfekten Schliff auf

zementgebundene,

mineralische

Beschichtungen.

W

er zementgebundene Beschichtungen,

schnell, ergonomisch und im

Trockeneinsatz optisch perfekt und

pflegeleicht machen möchte, ist beim

Fußbodenspezialisten Schwamborn an der

richtigen Adresse, um Boden gut zu

machen. Die jüngste Innovation von

Diamantpads mit dem Namen „Furby

Pads“ vereinfacht die Endbearbeitung von

modernen Design- und Industriebodenbeschichtungen

erheblich. Zementgebundene,

selbst verlaufende Bodenbeschichtungen

sind als Designböden oder in

SCHWAMBORN

Polieren von Design- und

Industriebeschichtungen

Industriehallen voll im Trend. Sie sind

leicht aufzutragen, fugenarm zu verarbeiten,

individuell gestaltbar und dauerhaft

belastbar. Wenn sie langlebig und einfach

zu pflegen sein sollen, empfiehlt sich ein

Feinschliff.

Die Schwamborn-Fußbodenexperten

haben den Anspruch, für jede Aufgabe im

Fußbodenbau die optimale Lösung zu

bieten. So war es nahezu zwangsläufig, die

bestmöglichen Schleifwerkzeuge für diese

mittlerweile sehr beliebten Bodenbeläge

zu entwickeln. Mit den neuartigen „Furby

Pads“ ist dies herausragend gelungen, wie

auch das nachfolgende Praxisbeispiel

zeigt. Diese speziell für das Polieren von

Oberflächen entwickelten Pads besitzen

eine revolutionäre dynamische Bindung

einer Vielzahl feinster Diamanten. Sie

ermöglichen nicht nur eine hohe 3-D

Bewegungsfreiheit beim Polieren, sondern

vor allem eine schnellere Bearbeitung.

Denn der Feinschliff mit diesen Pads hat

nur eine geringe Wärmeentwicklung zur

Folge, was sie ideal für den Trockeneinsatz

macht.

So wurde in nur einer Stunde eine

zementgebundene mineralische Beschichtung

auf 70 m 2 Garagenfläche mit der

Schwamborn STR 500 und Furby Pads

poliert. Wie die Bilder zeigen, ist das

Ergebnis ein optisch herausragender

Boden mit größtmöglicher Ebenheit und

ohne Fugen, der höchste Langlebigkeit

mit Pflegeleichtigkeit verbindet.

www.schwamborn.com

76 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

BAU POWER GROUP

Mobile Baustraßen für

kurzfristige Zufahrtslösungen

Die Böden sind nass und das Wetter unbeständig? Der richtige Zeitpunkt

für den Einsatz mobiler Baustraßen der Bau Power Group.

B

austellen-Zufahrten führen nicht

immer über befestigte Straßen.

Oft geht es über frisch angelegte

Baupisten, Feldwege oder auch mal

über die Wiese. In diesen Fällen lohnt

sich der Einsatz der mobilen Baustraßen

der Bau Power Group, denn sie

schützen den Untergrund, halten die

Zufahrt sauber und mindern die

Probleme im Baustellenverkehr.

Verschiedene Plattengrößen und

-arten ermöglichen für jede Anforderung

die richtige Lösung. Damit die

Zufahrten auch immer passend sind,

hat Bau Power Group sechs verschiedene

Standard-Modelle – wie immer

zum Mieten oder Kaufen. Dabei

entscheidet die Situation, ob die

leichte Platte mit 80-120 t Traglast,

von Hand verlegt werden kann oder

ob die stärkere Version Baustraße

(bis 200 t Traglast) eingesetzt werden

soll. Bei Bedarf sind auch Fahrplatten

verfügbar, die gegenseitig verschraubt

werden. So bleibt die Fläche stabil,

einzelne Platten verschieben sich

nicht und die Oberfläche bleibt

sauberer. Die Bau Power Group

verweist auf eine wachsende Zahl

zufriedener Kunden, die in Österreich

regelmäßig die verschiedenen

Baustraßen-Modelle nutzen. Dabei

schätzen sie auch den umfassenden

Service – von der Beratung bis zur

Miete oder Kauf.

www.baupowergroup.com

Für jede Situation die

richtige Baustraße: Kunststoff-Straßen

PBG Professional

Medium (Traglast bis 120 t/m 2 )

im Einsatz für eine

Bauzufahrt.

RANGE-12/20 - Service communication Mecalac Fotos: Sémaphore - Münchow Industriefotos - Fotolia

DIE GESAMTE MECALAC

PRODUKTPALETTE ERHALTEN

SIE BEI UNSEREN HÄNDLERN:

E-Mail: office@bmks.at

Telefon: +43 (0) 1 615 17 54

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BMKS: Ausschließlich Baustellenkipper

E-Mail: jenbach@laurer.at

Telefon: +43 (0) 5244 6966

www.laurer.at

E-Mail: office@mlecka.at

Telefon: +43 (0) 2252 / 25 30 20

www.mlecka.at

mecalac.com

Kontakt: mecalac-mas@mecalac.com

BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2021

77


MASCHINEN + TECHNIK

Vom mobilen Service für Bagger

und Baumaschinen über die Lkw- und

Pkw-Werkstätte bis hin zum mobilen

Pannenservice bietet das Reparaturcenter

im Lungau ein breites Dienstleistungsspektrum.

Aufgrund der

umfangreichen Herstellerfreigaben

kommt überwiegend das Motorenöl

Focus QTM SAE 10W/30 von

Motorex zum Einsatz.

Freuen sich über zufriedene

Baumaschinen- und Lkw-Kunden (von

links): Gernot Thiel (Werkstattleiter)

und Stefan Bliem (Geschäftsführer).

MOTOREX / REPARATURCENTER IM LUNGAU

Reparatur-Profis für Baumaschinen und Lkw

Es gibt kaum eine Aufgabe, der das engagierte Team der Reparaturcenter im Lungau GmbH

nicht gewachsen wäre. Bau- und Landmaschinen, aber auch Lkw aus der Region, finden

daher immer öfter ihren Weg in die gefragte Werkstätte in St. Michael im Lungau.

S

eit 2017 führen Stefan Bliem als

Geschäftsführer und Gernot Thiel als

Werkstattleiter die Freie Werkstätte für

Baumaschinen, Lkw, Landmaschinen und

Pkw, die aus dem Familienbetrieb Prommegger

entstanden ist. Durchgeführt

werden von den 15 Mitarbeitern und den

Lehrlingen alle Service- und Reparaturarbeiten

inklusive §57a Überprüfung.

Das Spektrum der Dienstleistungen

reicht vom mobilen Service für Bagger und

Baumaschinen über die Lkw- und Pkw-

Werkstätte bis hin zum mobilen Pannenservice.

Hier ist man Partner von Service

24. Im angeschlossenen Shop werden

Ersatzteile für Forstgeräte und Seilbahnen

sowie Arbeitsbekleidung und persönliche

Schutzausrüstung angeboten. Auch

Hydraulik-, Kran- und Kipper-Service

zählt zum Leistungsangebot.

Besonders hervorzuheben ist auch die

Österreich-Vertretung für Spezialbaumaschinen

der Firma Stehr. Hier reicht die

Produktpalette von Kabelfräsen, welche

beispielsweise zur Ausweitung des 5G

Netzes zum Einsatz kommen, bis hin zu

Geräten für die staubfreie Bodenstabilisierung.

Um den Anforderungen all dieser

Fahrzeugtypen und deren Vielfalt an

Herstellern gerecht zu werden, setzt das

Reparaturcenter im Lungau auf das

Motorenöl Focus QTM SAE 10W/30 von

Motorex. „Als Freie Werkstätte für Lkw,

Bau- und Landmaschinen schätzen wir die

umfangreichen Herstellerfreigaben von

Focus QTM SAE 10W/30. Das gibt uns und

unseren Kunden Sicherheit und vereinfacht

die Lagerhaltung“, sind sich Stefan

Bliem und Gernot Thiel einig.

www.motorex.com

www.reparaturcenter.at

78 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

ROTOTILT

Neuer Reißzahn von Rototilt

Rototilt setzt weiterhin auf hochwertige Anbaugeräte.

Das beweist der schwedische Hersteller mit seinem

neuen, kompakten Reißzahn.

D

ank einer robusten Konstruktion

bietet er hohe Losbrechkraft bei

wirklich anspruchsvollen Einsätzen. Der

Reißzahn ist vorn, hinten sowie an den

Seiten in gehärtetem Stahl der Güte

HB450 ausgeführt. Die Fahrer, die bereits

die Gelegenheit zum Testen hatten, geben

dem neuen Modell ausnahmslos gute

Bewertungen. Einer von ihnen ist Niklas

Björn: „Die Losbrechkraft ist sehr hoch.

Das merkt man gleich. Die neue Form ist

kürzer und stärker gekrümmt, weshalb

ich mit dem Reißzahn besser unter den

Dauerfrostboden komme“, berichtet der

Geschäftsführer das Bauunternehmens

Br Bjöörns AB mit Sitz in der schwedischen

Provinz Västerbotten. Der neue, kürzere

Reißzahn ist ab sofort für Maschinen von

2 bis 32 t erhältlich und ergänzt das

bestehende Reißzahnsortiment. Optimiert

ist er für Rototilts Baggerschnellwechsler

und Schwenkrotatoren mit den Aufnahmegrößen

S40, S45, S50, S60 und S70.

www.rototilt.de

Der neue, kürzere Reißzahn von

Rototilt ist ab sofort für Maschinen von

2 bis 32 t erhältlich. Dank der verstärkten

Aufnahme kann der Reißzahn hohe

Losbrechmomente bewältigen.


BUILDING INFORMATION MODELING

ÖIAV

BIM und Digitalisierung: Positionspapier

für leichteren Einstieg und Zugang

Auf Initiative des ÖIAV (Österreichische Ingenieur- und Architektenvereinigung)

arbeitet die Arbeitsgruppe öffentlicher Auftraggeber im Rahmen der Plattform 4.0

intensiv an Zukunftsstrategien zur Digitalisierung der Bauplanung und des Baumanagements.

Erstmals präsentiert die Arbeitsgruppe ein Positionspapier zum

Thema Digitalisierung und Open BIM (Building Information Modeling) in Österreich.

B

uilding Information Modeling (BIM) ist

eine vernetzte Planungsmethode zur

Entwicklung von Gebäudemodellen mit

aufeinander abgestimmten Informationen

unterschiedlicher Planerinnen und Planer

der Architektur, Statik und Haustechnik.

Durch BIM entsteht ein digitaler Gebäudezwilling,

der auch für das Errichten und

Betreiben von Gebäuden genutzt werden

kann. Im Rahmen der Plattform 4.0

arbeiten zahlreiche Experten in der

Arbeitsgruppe öffentlicher Auftraggeber,

die in dem nun präsentierten Arbeitspapier

Handlungsempfehlungen zur Digitalisierung

von Bauprozessen geben und anhand

unterschiedlichster Pilotprojekte neue

Wege in die Zukunft eines modernen Bauund

Prozessmanagements aufzeigen.

Hon. Prof. DI Dr. Wilhelm Reismann,

Präsident des ÖIAV zur Gründung der

Arbeitsgruppe: „BIM ist in der digitalen

Bauwelt in Österreich massiv im Vormarsch.

Zahlreiche innovative, österreichische

Unternehmen und Institutionen

realisieren Projekte im Hoch- und Tiefbau

mit der Unterstützung dieser effizienten

Methode. In der Arbeitsgruppe öffentlicher

Auftraggeber unterstützen wir diesen

Trend und tragen letztendlich dazu bei,

die öffentliche, digitale Infrastruktur in

Österreich auszubauen und den Wirtschaftsstandort

zu stärken.“

Prof. DI Dr. Gerald Goger (TU Wien),

einer der Leiter der Arbeitsgruppe, zu den

Zielsetzungen: „Die Digitalisierung in der

Baubranche, die insbesondere durch BIM

vorangetrieben wird, ist einer der bedeutendsten

Treiber für Innovation und

Fortschritt in der Stadt der Zukunft.

Präsentierten das Arbeitspapier

(von links): Prof. DI Dr. Gerald Goger

(TU Wien & LIB), DI Thomas Mayer

(Magistratsdirektion Bauten

und Technik der Stadt Wien),

Mag. Silke Cubert (Geschäftsführerin

ÖIAV), Hon. Prof. DI

Dr. Wilhelm Reismann

(Präsident ÖIAV) und

DI Andreas Fromm (Asfinag

Bau Management GmbH).

80 JUNI 2021

Fotos: Clemens Beutler/ÖIAV; Shutterstock


BUILDING INFORMATION MODELING

IN KÜRZE

2. Kolloquium Straßenbau in der Praxis

In Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für

Straßenwesen, der Bauwirtschaft Baden-

Württemberg e.V. und der Vereinigung der

Straßen- und Verkehrsingenieure Baden-

Württemberg veranstaltet die Technische

Akademie Esslingen (TAE) am 07. und 08.

September 2021 das 2. Kolloquium Straßenbau

in der Praxis. Mehr als 80 Einzelvorträge

aus Forschung, Industrie und Praxis bilden

ein breites Themenspektrum ab: von BIM aus

der Sicht der unterschiedlichen Projektbeteiligten,

über innovative Methoden zur Zustandserfassung

und Vermessung bis hin zu

„klassischen“ Themen wie Materialien, Herstellung

und Instandhaltung.

www.tae.de/go/strassen

Digital Findet Stadt 2021 Unter dem Titel

„Best Practice Academy“ zeigt der Jahreskongress

von Digital Findet Stadt am 09. September

2021 in Wien, dass Österreich in Sachen

Innovation einiges zu bieten hat. In den

drei disruptiven Themenbereichen BIM, automatisiertes

Bauen und vernetzte Gebäude

werden internationale Exzellenzprojekte

nach aspern Seestadt gebracht und mit

österreichischen Antworten versehen. Mit

dem Kongress öffnet auch das Digital

Building Demonstration Lab als reale Entwicklungs-

und Demonstrationsumgebung in

aspern Seestadt seine Pforten.

www.digitalfindetstadt.at

BIM-Branchenevent Vom 15. bis zum 16.

September 2021 geht der Kongress Infrastruktur

Digital Planen und Bauen 4.0 in der

Universitätsstadt Gießen in die zwischenzeitlich

achte Runde. Die Organisatoren setzen

2021 erneut auf einen Live-Stream aus Gießen

in die Welt. Während sich am ersten Tag

fast alles um die Schiene dreht, rückt die

Straße am zweiten Kongresstag in den Vordergrund.

Wie bereits im Vorjahr werden die

hochkarätigen Referierenden größtenteils

vor Ort sein und ihre Vorträge und Workshops

dort zum Besten geben. Für Teilnehmerinnen

und Teilnehmer besteht die Möglichkeit,

via Chat Fragen zu stellen, die live

beantwortet werden. Sofern Corona es zulässt,

wird es außerdem eine Zubuchoption

für eine Teilnahme vor Ort geben, dies ist

jedoch derzeit noch offen. www.thm.de

ARS Lehrgang Vom 04.11. bis 03.12.2021 bietet

das ARS Seminarzentrum in Wien einen

Lehrgang zur Ausbildung zum zertifizierten

BIM-Practitioner gemäß ÖNorm A 6241-1 und

-2 an. Von der Theorie zur praktischen Anwendung

bietet der Lehrgang nicht nur einen

Überblick über Chancen und Herausforderungen,

welche sich mit der Anwendung der

BIM-Arbeitsweise ergeben, er vermittelt auch

das nötige Grundlagenwissen über Arbeitsweise,

gebräuchliche Begrifflichkeiten und

mögliche Anwendungsfelder sowie zur korrekten

Anwendung der Normen. www.ars.at

BIM und NFC im Tunnelbau Für ein Projekt

am Flughafen Salzburg setzte das zuständige

Planungsbüro erstmals die PlanRadar-Software

in Verbindung mit Near Field Communication

(NFC) und BIM ein. Mussten früher Aktenordner

für die Dokumentation erstellt und

Schäden von Hand eingetragen werden, so

können heute sämtliche geplante Bauteile

dank der BIM-Technologie in der App abgebildet

werden. Schadstellen an Bauteilen können

nun digital dokumentiert und am entsprechenden

Ort ein NFC-Tag angebracht

werden. Um die Ticket-Informationen anzuschauen,

brauchen verantwortliche Personen

lediglich ein NFC-fähiges, mobiles Endgerät,

um den Tag zu lesen und anzupassen. Eine

Fehlauslese wie bei klassischen Beschriftungen

ist nicht mehr möglich.

www.planradar.com

Digitale Technologien ermöglichen nicht

nur ein ressourcenschonendes energieeffizientes

Bauen, sondern unterstützen vor

allem heimische Unternehmen innovativ

und wettbewerbsfähig zu sein. Einheitliche,

transparente Vorgaben für eine

digitalisierte Standardisierung von

Prozessen über den gesamten Lebenszyklus

eines Bauprojektes (Entwicklung,

Planung, Bauausführung, Betrieb und

Erhaltung) fehlen jedoch bis dato in

Österreich. In der Arbeitsgruppe öffentliche

Auftraggeber bündeln wir Ressourcen,

indem branchenübergreifende Regelwerke

und Leitlinien für unterschiedliche

BIM-Anwendungsbereiche transparent

aufgezeigt und damit Auftraggeberinnen

und Auftraggebern

den Einstieg und Zugang in die Digitalisierung

erleichtert wird.“

DI Andreas Fromm, Asfinag Bau

Management GmbH, ergänzt: „Neben der

Erarbeitung einheitlicher Regelwerke und

Normen, steht vor allem die Positionierung

von Vorteilen und Nutzen von BIM

sowie der Ausbau und das Vorantreiben

von BIM-Know-how in den relevanten

Zielgruppen im Vordergrund unserer

Arbeit. Weiters sind wir davon überzeugt,

dass der Erfolg von digitalem Planen,

Bauen und Betreiben wesentlich von der

Fachkompetenz und der praktischen

Erfahrung unserer Facharbeiter abhängt.

Daher unterstützen wir die Schaffung

gemeinsamer State-of-the-Art Schulungsgrundlagen,

die Förderung von neuen

Ausbildungsinitiativen auf diesem

Sektor.“

Wien realisiert die digitale

Baueinreichung der Zukunft

BRISE (Building Regulations

Information for Submission

Envolvement) ist ein

erfolgreiches Leuchtturm-

Digitalisierungs-Projekt

der Stadt Wien, das mit 4,8

Mio. Euro Fördermittel von

der EU-Initiative „Urban

Innovative Actions“ (UIA) gefördert wird.

BRISE setzt neue Maßstäbe für die

Baueinreichung und Baugenehmigung

und verbindet BIM, Künstliche Intelligenz

(KI) und Augmented Reality (AR). Die

BRISE-Lösung bietet eine innovative

Basis für die Verwaltung des gesamten

Bauvorhabens – von der Planung über die

Einreichung bis hin zur Projekt-Kontrolle

vor Ort und der Abnahme des fertigen

Bauwerks.

„Wien ist in den letzten 10 Jahren um

rund 300.000 Einwohnerinnen und

Einwohner gewachsen. Jährlich werden

rund 13.000 Baueinreichungen bearbeitet.

Die zunehmende Komplexität führt bei

Baueinreichungen auf Papier bereits zu

einer Verfahrensdauer von bis zu einem

Jahr. Hier setzen wir mit BRISE neue

Maßstäbe und gestalten künftige Bauansuchen

und Baugenehmigungen digital

– und damit schneller, effizienter, transparenter

und kostengünstiger. Dieser

durchgängig digitale Genehmigungsvorgang

spart in Zukunft allen Beteiligten

Zeit und Geld. BRISE steht eindeutig für

die Zukunft der digitalen Verwaltung“, so

DI Thomas Mayer (projektverantwortlich

von der Magistratsdirektion Bauten und

Technik der Stadt Wien).

www.oiav.at

JUNI 2021

81


BUILDING INFORMATION MODELING

Führungs- und Fachkräfte sowie Planer und

Bauherrenvertreter waren geladen, um sich

bei der fünfstündigen Hybridveranstaltung

auf dem BIM-Parcours ihr ganz persönliches

Bild von den bereits heute bestehenden

Umsetzungsmöglichkeiten von BIM

im kommunalen Verkehrswegeund

Tiefbau zu machen.

MTS

MTS-Innovationstage: BIM in der Praxis

Der Leitgedanke der diesjährigen „MTS-Innovationstage“ war es, das ‚Big Picture‘

der BIM-Idee auf die bereits heute im kommunalen Verkehrswege- und Tiefbau

bestehenden Umsetzungsmöglichkeiten hin runterzubrechen – vor Ort und

via Live-Stream.

Z

u diesem Zweck ließ der Schwäbische

Digitalisierungs- und Automatisierungsexperte

MTS am 22. und 23. April

2021 im Schwäbischen Hayingen die

realen und virtuellen Teilnehmer in

moderierten Kleingruppen im Zwanzig-

Minuten-Takt entlang der 13 Themenstationen

des BIM-Parcours (BIM = Building

Information Modeling) rotieren und sich

ihr eigenes Bild von der greifbaren

Zukunft des kommunalen Verkehrswegeund

Tiefbaus machen. Bei den Stationen

wechselten sich Live-Demonstrationen

innovativer Tiefbau-Technologie mit

Podiumsdiskussionen, Themen-Installationen

und Geräteausstellungen ab.

Zentrale Botschaft der Veranstaltung

war aus Sicht des MTS Vorstandsvorsitzenden

Rainer Schrode, „dass BIM wenig

bis gar nichts mit irgendeiner Software-

Lösung zu tun hat, sondern in erster Linie

eine völlig neue Form der Baukultur

darstellt, deren Herzstück das Miteinander,

die Kommunikation, der Austausch

und die Transparenz zwischen allen

Prozessbeteiligten darstellen. Außerdem

wollten wir unseren Teilnehmern an sehr

konkreten Praxis-Beispielen aufzeigen,

auf welche Weise und unter welchen

Voraussetzungen modellbasiertes Bauen

für kleinere Bauunternehmen, Ingenieurbüros

und Kommunen schon heute

umsetzbar ist.“

Zu den Gästen der diesjährigen Innovationstage

zählten hochkarätige Vertreter

von Auftraggeber, Auftragnehmer- und

Planerseite. Bürgermeister Kevin Dorner

von der Stadt Hayingen betonte: „Wir

versprechen uns, mittels BIM ein maximales

Maß an Transparenz sowie Kosten- und

Terminsicherheit erreichen zu können und

auf der anderen Seite die während der

Bauausführung erhobenen digitalen Daten

als Grundlage für die Bewirtschaftung und

den künftigen Rückbau der Bauwerke

sowie die Planung künftiger Baumaßnahmen

nutzen zu können.“

Marco Herberger vom Planungsbüro

Eisele hatte die Planungen einer ersten

Modell-Baustelle für BIM im Tiefbau

vorgenommen und ergänzte Dorners

Ausführungen: „Den Mehraufwand, den

wir im Vorwege in die digitale Planung

reinstecken, können wir hinten raus in der

digitalen Bauausführung einsparen und

für künftige Bauprozesse nutzen. Hinzu

kommen Vorteile, wie beispielsweise bei

der Abrechnung: Wer nach Plan baut,

kann nach Plan abrechnen.“ Bau-Rechtsanwalt

Rainer Mang fügte abschließend

hinzu: „BIM sorgt nicht zuletzt auch für

mehr Rechtssicherheit: Denn wer erst

plant und dann baut, streitet am Ende

weniger. Modellbasierte Planungsdaten

sind vor Baubeginn auf Fehlerkollisionen

prüfbar, für alle gleichermaßen zugänglich

und direkt für Bauausführung und die

Dokumentation verwendbar. Davon

profitieren unterm Strich alle Seiten.“

„Trotz all dieser Vorteile sei im Hinblick

auf den kommunalen Verkehrswege- und

Tiefbau vielerorts noch ein Weg zu gehen“,

so Rainer Schrode. „Einmal im Hinblick

auf die nötigen rechtlichen Voraussetzungen,

die vielerorts noch nicht an die neuen

Anforderungen angepasst wurden. Auch

gilt es in vielen Fällen, noch das nötige

Grundlagen-Know-how aufzubauen und

Ängste und Vorurteile aus dem Weg zu

räumen.“ Darum möchte Schrode mit

seinen Innovationstagen dazu motivieren,

nicht gleich immer mit 100% starten zu

wollen, sondern sich erst einmal ein Bild

über bereits vorliegende Umsetzungsmöglichkeiten

zu machen und im Rahmen

eigener kleinerer Projekte in die neue

Denkweise einzufinden.

82 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


BUILDING INFORMATION MODELING

Wie konkret modellbasiertes

Bauen sich

bereits heute umsetzen

lässt, erfuhren die Teilnehmer

im Rahmen der

einzelnen Stationen des

BIM-Parcours anschaulich

und praxisnah.

„Ausgehend von der Frage: „Was will

ich, wie komme ich dorthin und wie

vermeide ich den technischen Overkill?

Das ist für alle Seiten eine individuelle

Gratwanderung, die sich aber auch für

alle Seiten auszahlt“, so Schrode. Nicht

zu vergessen sei dabei auch die sensationelle

Steilvorlage, die modellbasiertes

Bauen hinsichtlich der Rekrutierung

von Nachwuchskräften mit sich bringt.

Ebenso wie der enorme Spaßfaktor, den

die aktive Arbeit mit BIM-Modellen für

alle Seiten mit sich bringt.“

Um neugierig gewordenen Teilnehmern

der Innovationstage die Möglichkeit

zu geben, sich auf ihrem künftigen

Weg in die praktische Umsetzung

modellbasierten Bauens begleiten zu

lassen, stellte MTS-Ausbildungsleiter

Tobias Hesse am Ende des BIM-Parcours

den berufsbegleitenden,

hersteller unabhängigen und von der

IHK zertifizierten Ausbildungsgang

zum BIM-Baustellen-Manager vor. Im

Rahmen dessen erwerben die Teilnehmer

sämtliche Kenntnisse, die zum

Verständnis und zum Anleiten modellbasierten

Bauens im eigenen

Unternehmen nötig sind.

www.mts-online.de

Das Wimmer Team sucht

2 Technische Verkaufsberater im Außendienst (m/w/d)

Gebiet: Stmk, Ktn, Südbgld. | Gebiet: Wien, NÖ, Nordbgld.

Mehr Infos auf www.wimmer.info/karriere

Bewerbungen, Rückfragen unter jobs@wimmer.info

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WIRTSCHAFT + MÄRKTE

I+R GRUPPE

Vorarlberger i+R Gruppe mit Rekordjahr

Trotz Pandemie konnten die Unternehmen der i+R Gruppe im Geschäftsjahr

2020/21 insgesamt einen Rekordumsatz von 700 Mio. Euro erwirtschaften.

FACT-BOX

i+R Gruppe – Zahlen und Fakten

n eigentümergeführtes Familienunternehmen

in 4. Generation,

1904 gegründet

n Sparten: Bauen, Immobilien, Bagger

n 50 Standorte in 17 Ländern in Europa

n 700 Mio. Euro Umsatz

n Eigenkapital: 300 Mio. Euro

n Langfristiges Immobilienvermögen:

500 Mio. Euro

n 1.200 Mitarbeitende

n 100 Lehrlinge

n Wesentliche Unternehmen:

Huppenkothen, Martin, i+R Bau,

i+R Industrie- & Gewerbebau,

i+R Wohnbau, i+R Holzbau,

i+R Fensterbau, Lorenz Lift, Digando,

Zürs.Mountain.Club (Hotel Edelweiss

und Hotel Flexen), Höfle Bautruck,

S+B Gruppe.

E

Die i+R Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2020/21 einen Umsatz von

700 Mio. Euro erwirtschaften, rund die Hälfte davon mit der Sparte

Bagger. Die Eigentümer der i+R Gruppe, Joachim Alge und

Reinhard Schertler (von links), beim Pressegespräch Mitte Juni 2021.

twa die Hälfte entfällt auf die Sparte

Bagger, 30% auf Immobilien und 20%

auf die Sparte Bauen. Auch die Zahl der

Mitarbeitenden hat mit 1.200 einen

Höchststand erreicht. Aktuell investiert

das eigentümergeführte Familienunternehmen

am i+R Campus in Lauterach 6,3

Mio. Euro in den Ausbau von 100 Büro-

Arbeitsplätzen und eine eigene Lehrwerkstätte

für Bauberufe.

Letztes Jahr fuhr die i+R Gruppe ihren

bislang wirtschaftlich größten Erfolg ein.

700 Mio. Euro Umsatz erzielten die zur

Gruppe gehörenden Unternehmen in den

drei Sparten Bauen, Immobilien und

Bagger. Dies bedeutet eine Umsatzverdoppelung

in nur sieben Jahren. „Corona hat

auch uns gefordert. Als Familienunternehmen

mit kurzen Entscheidungswegen

konnten wir jedoch schneller und flexibler

agieren als andere. Wir haben es geschafft,

immer die volle Leistung zu bringen.

Unsere Kunden und Partner haben das

sehr positiv wahrgenommen“, berichtet

Eigentümer Joachim Alge.

330 Mio. Euro Umsatz erwirtschaftete

die Sparte Bagger – an deren Spitze

Huppenkothen steht – mit dem Verkauf

von 4.000 Baggern der Marke Takeuchi

und einer Mietflotte mit 6.550 Baggern,

Arbeitsbühnen und sonstigen Baumaschinen.

Auf die Sparte Immobilien entfielen

210 Mio. Euro. Dort liegt der Fokus auf

großen Projektentwicklungen in Süddeutschland:

In Konstanz, Weingarten,

Lindau und Memmingen entwickelt i+R

Foto: Udo Mittelberger

84 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


WIRTSCHAFT + MÄRKTE

ehemalige Industrieareale zu lebendigen,

gemischt genutzten Stadtquartieren mit

rund 3.000 Wohnungen, Büros und

Geschäften. „Boden ist knapp. Daher

kommt der sinnvollen Nachnutzung

solcher Industriebrachen – sogenannte

Brownfield Developments – als hochwertige

Wohn- und Lebensräume besondere

Bedeutung zu. Sie ist ein wichtiger

Beitrag der ökologischen Erneuerung“,

erklärt Eigentümer Reinhard Schertler,

der selbst ausgebildeter Städteplaner ist.

In der Sparte Bauen lag der Umsatz

bei 160 Mio. Euro. Großprojekte wie

beispielsweise das Hochwasserpumpwerk

der ARA Bregenz oder der vor kurzem

unterzeichnete Generalunternehmerauftrag

für die Verpackungsgruppe CCL

Label in Dornbirn stehen in den Auftragsbüchern.

Innert sieben Jahren hat sich die

Mitarbeiterzahl über alle Standorte

hinweg auf 1.200 verdoppelt. Allein 831

Mitarbeiter sind in Vorarlberg tätig.

Dieses Wachstum macht nun Investitionen

nötig: Am i+R Campus in Lauterach

wird ein zweigeschossiger Büro-Neubau

in Holzbauweise errichtet – insgesamt

entstehen 100 zusätzliche Arbeitsplätze

für bestehende und neue Mitarbeiter

samt Besprechungs- und Schulungsräumen,

Begegnungszonen und Dachterrasse

sowie eine Lehrwerkstätte für Bauberufe.

„Unser Standort in Lauterach soll Schritt

für Schritt zu einem i+R Campus werden.

So können wir für die unterschiedlichen

Unternehmen der Gruppe ein hochwertiges

Arbeitsumfeld zur Verfügung stellen“,

sind Joachim Alge und Reinhard Schertler

überzeugt.

Ausblick

Die Eigentümer der i+R Gruppe blicken

positiv in die Zukunft: Die Nachfrage

nach den angebotenen Produkten und

Leistungen sei ungebrochen stark, die

Investitionsbereitschaft groß. So erwarten

Joachim Alge und Reinhard Schertler

auch für das laufende Geschäftsjahr ein

Ergebnis auf dem gleich hohen Niveau.

Investitionen ins Kerngeschäft und in die

Ausbildung von eigenen Fachkräften

schaffen – wie auch in den vergangenen

117 Jahren – die Rahmenbedingungen für

den Erfolg.

www.ir-gruppe.com

KUHN

Die Kuhn-Gruppe trotzt der Krise

Auch für die Kuhn-Gruppe stand das Geschäftsjahr 2020

im Zeichen der Covid-19-Pandemie. Trotzdem zeigt man

sich mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2020/2021,

das mit Ende März abgeschlossen wurde, zufrieden.

D

ie Kauffreude in neue Baumaschinen

stürzte mit Beginn der

Pandemie abrupt um mehr als die

Hälfte ab und es deutete alles auf eine

andauernde Krise hin. Im Herbst kam

das Vertrauen in eine stabile Zukunft

in der Baubranche zurück und von den

Unternehmen wurde wieder stark

investiert. Der anfängliche Rückgang

im Auftragseingang konnte in den

Herbst- und Wintermonaten beinahe

aufgeholt werden. In solchen unsicheren

Zeiten kann Kuhn besonders bei

den Unternehmen punkten. Zu Gute

kommt dem Unternehmen in diesen

Zeiten, dass es familiengeführt ist

sowie die hohe Eigenkapitalquote. Der

Umsatz reduzierte sich um knapp 6%

von 632 Mio. Euro im 2019/20 auf 595

Mio. Euro im abgelaufenen Jahr. Die

Kuhn-Gruppe beschäftigt gut 1.600

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 80

Personen davon befinden sich in der

Lehre, womit auch schon jetzt die

Schlüsselkräfte von morgen im eigenen

Haus ausgebildet werden.

Voller Einsatz der Mitarbeiter

„Wir bedanken uns bei all unseren

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für

ihr Engagement und ihren besonderen

Einsatz in diesem schwierigen Jahr“,

sagt Andreas Kuhn, Geschäftsführer

der Kuhn Holding. Die Firmengruppe

besteht aus den drei strategischen

Unternehmensbereichen Baumaschinen,

Ladetechnik und Emco Werkzeugmaschinen.

Sowohl bei den Baumaschinen

als auch bei der Ladetechnik

Von links:

Stefan Kuhn,

Andreas Kuhn

und Günter

Kuhn.

entwickelten sich die wirtschaftlichen

Zahlen – in Anbetracht der schwierigen

Bedingungen – zur Zufriedenheit der

Kuhn-Gruppe. Bekannte Marken wie

Komatsu, Mitsubishi und Palfinger

tragen in diesen beiden Segmenten zu

wirtschaftlicher Stabilität bei. Zudem

bietet Kuhn jede Menge Systemlösungen

und eine professionelle Ersatzteillogistik,

die zu einer sehr guten

Serviceabdeckung führt.

Schwere Zeit in der Industrie

Während die Baubranche und somit

auch die beiden Kuhn-Segmente

Baumaschinen und Ladetechnik die

Krise relativ gut überwinden konnten,

stellt sich die Situation im industriellen

Bereich etwas schwieriger dar. Der

Geschäftsbereich Emco entwickelt und

produziert als einer der führenden

Werkzeugmaschinenhersteller Europas

innovative High-Tech-Werkzeugmaschinen

für die zerspanende Industrie.

Mit einer umfangreichen Bandbreite

an Produkten ist die Emco ein international

angesehener Kompetenzpartner

für Dreh- und Fräsmaschinen.

Wie die Industrie generell, so wurde

auch Emco im Jahr 2020 von einem

Absturz im Auftragseingang von 18%

getroffen. Vieles deutet jedoch darauf

hin, dass mittlerweile auch die

Industrie dabei ist, Corona hinter sich

zu lassen. Der Impffortschritt ist dabei

ein positiver Aspekt. Kuhn rechnet

wieder mit einem starken Anstieg des

Geschäfts im Jahr 2021.

www.kuhn-gruppe.com

BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2021

85


FUHRPARK

SCANIA / FELBERMAYR

Auf die Leistung kommt es an

Von links: Horst

Felbermayr (CEO Felbermayr

Transport- und Hebetechnik

GmbH & Co KG) und

Manfred Streit (Direktor

Scania Österreich).

Mit dem 770 PS starken Scania 770 S hat die

Felbermayr Transport- und Hebetechnik

GmbH & Co KG eine Weltpremiere in den

Fuhrpark übernommen.

Mit der Auslieferung des vierachsigen Scania

770 S ist nicht nur der stärkste Serien-Lkw,

sondern auch die weltweit erste Schwerlast-

Sattelzugmaschine des neuen Modells im Einsatz.

Für das Schwertransportunternehmen

Felbermayr mit Sitz in Wels ist der „King of

the Road“ ein Aushängeschild für Innovationsfreude

und Zukunftsorientierung. Mit

einem maximalen Drehmoment von 3.700

Newtonmetern verfügt der Scania 770 S

A8x4/4NB über ein Gesamtzuggewicht von

175 t. Neben all der Kraft und Transportkapazität

setzt der „King of the Road“ auch hinsichtlich

des Verbrauchs und Fahrkomforts

Maßstäbe. Der V8-Motor erhielt eine umfassende

Überarbeitung und ist, je nach Version,

3 bis 6% effizienter als die Vorgängergeneration.

Neben dem neuen Fahrerhaus-Design

und der verbesserten Bedienung wird auch

eine Wohlfühl-Einrichtung geboten wie etwa

TV, Kühlschrank, Mikrowelle und Kaffeemaschine

– fast alles ist möglich. In den Werkstätten

von Felbermayr erfolgen noch spezielle

Einbauten: So wird eine Zentralschmieranlage

für die automatische Schmierung von

beispielsweise Sattelkupplungen und Federbolzen

bei den Achsaufhängungen eingebaut.

Für die zahlreichen Sonderaufgaben dieses

Fahrzeuges ist außerdem eine entsprechende

Lichtausstattung für die Ausleuchtung von

Arbeitsbereichen, etwa für das Be- und Entladen

sowie in der Transportüberwachung, notwendig.

Schließlich muss für den anspruchsvollen

Einsatz alles passen.

www.scania.com | www.felbermayr.cc

FACTS

Motor: 2,0 Liter 4-Zylinder-Benzin,

110 kW (150 PS)

Eigengewicht: 1.407 kg

Sitzplätze: 4+1

Anhängelast (ungebremst/

gebremst): 600 kg/1.300 kg

Testverbrauch: 5,7 l/100 km

Listenpreis: 33.690,– Euro

(inkl. MwSt. & NoVA)

+ markante Frontpartie

+ praktische Gummimatte im Kofferraum

+ schnelle Tankentlüftung

- Mini-Knöpfe am Fahrzeugschlüssel

- eigenwillige Farbgestaltung im Cockpit

- kein Dieselmotor mehr im Programm

Sportlich – der Mazda CX-30

wirkt optisch nobel und

zurückhaltend, ist mit 150 PS

aus 2,0 l Hubraum jedoch

temperamentvoll motorisiert.

U

m es gleich auf den Punkt zu bringen:

Der Mazda CX-30 hat es faustdick

hinter den Ohren, oder besser gesagt

hinter den Kotflügeln bzw. unter der

Motorhaube. Dort hält der Japaner

nämlich eine gewaltige Portion Fahrspaß

bereit. Wer schon beim ersten Rundgang

um das 4,40 m lange Lifestyle-SUV seine

Blicke über das makellos wirkende

Blechkleid schweifen lässt, wird jedoch

bestenfalls an den zwei Endrohren des

Auspuffs bemerken, welcher sportliche

Charakter darauf wartet, auf Betriebstemperatur

gebracht zu werden. Sonst gibt

sich der CX-30 optisch edel, aber zurückhaltend.

Gut, noble Zurückhaltung hat der

MAZDA CX-30 G150 COMFORT+

Auch Spaß muss sein

2,0 l-Benziner mit 150 PS bei Bedarf auch

im Repertoire. Wenn er diese auch im mittleren

Drehzahlbereich mit unangenehm in

den Innenraum durchdringenden Schwingungen

quittiert. Über die Drehzahl bei

Laune gehalten, verwandelt er den Mazda

gemeinsam mit dem 6-Gang-Handschalter

in einen sportlich durchtrainierten

Zeitgenossen, der auf der Kurzstrecke

mindestens genauso gut bestehen kann,

wie bei einem Marathon. Der durchschnittliche

Kraftstoffverbrauch im

gemischten Einsatz: moderate

5,7 l/100 km.

Ein guter Tipp zum Schluss: Wem

die 150 PS aus 2,0 l Hubraum irrationaler

Weise noch zu wenig sind: den Mazda

CX-30 gibt es ab sofort auch mit 2,0 l

Hubraum und 186 PS. Wenn das kein

Versuch wert ist.

86 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


VW CADDY CARGO ENTRY TDI

Auf das Wesentliche konzentriert

E

in minimalistischeres Kennenlernen

wäre wohl kaum möglich. Als Einstiegsmodell

Entry steht der neue VW

Caddy Cargo erstmals vor den Toren der

Baublatt.Österreich-Redaktion. An Bord

hat er genau das, was notwendig ist und

keinen Deka mehr. Dafür gibt es ihn auch

schon um moderate 17.500 Euro (exkl.

MwSt., inkl. NoVa). Optisch darf sich der

kleine Bruder des in den Startlöchern

stehenden T7 durchaus etwas auf sein für

ein leichtes Nutzfahrzeug durchaus

adrettes Blechkleid einbilden. Zum

Hingucker wird dabei besonders die

Frontpartie, mit dem einen Stock tiefer

gerutschten Kühlergrill. Von hinten wirkt

der wendige Lieferwagen nicht minder

adrett. Keine Spur von biederer Zweckmäßigkeit.

Im Cockpit Platz genommen, bekommt

die Scharmoffensive des neuen Wolfsburgers

einen ersten, wenn auch nur kleinen

Dämpfer. So schön die geraden Linien des

Armaturenträgers auch sind, die Wertigkeit

der verwendeten Materialien schreit,

wie schon bei anderen VW-Modellen des

Öfteren zu Papier gebracht, dringend nach

Veränderung. Helle Freude kommt

dagegen bei der Zahl und den Abmessungen

der vorhandenen Ablageflächen auf.

Hier darf der neue Wolfsburger im

Klassenvergleich mit gehobenem Haupt

vorangehen.

Arbeitswilliger 4-Zylinder

Einen unglaublichen Tatendrang legt der

102 PS starke, 2,0 l Turbodiesel des VW

Caddy Entry an den Tag. Selbst im 6.

Gang schafft er es scheinbar spielend aus

dem Drehzahlkeller zu klettern und sein

etwas mehr als 1,5 t schweres Umfeld

ganz locker voran zu bringen. Auf einen

Tempomat muss der Caddy Entry-Pilot

verzichten, dafür kann er sich über

äußerst bequeme Sitze freuen, die geradezu

nach einem ausführlichen Test auf

der Langstrecke verlangen. Nochmals

kurz zurück zum Armaturenträger des

Volkswagen: Der Entschluss, abgesehen

von der Lichtsteuerung, sämtliche

Bedienelemente in die Menüstruktur des

LCD-Display in der Mittelkonsole zu

verpacken, ist vorbildlich gelungen. Selbst

die Menüführung für die Fahrzeugheizung

FACTS

Motor: 2,0 Liter 4-Zylinder-Turbodiesel,

75 kW (102 PS)

Eigengewicht: 1.516 kg

Nutzlast: 629 kg

Anhängelast (ungebremst/

gebremst): 740 kg/1.500 kg

Testverbrauch: 5,4 l/100 km

Listenpreis: 21.000,– Euro

(inkl. MwSt.)

+ Newcomer mit sympathischem Ego

+ sparsamer und durchzugsstarker Motor

+ optimales Preis-Leistungsverhältnis

- billiges Plastik im Cockpit

- kein Tempomat

- sehr kurz übersetzter 1. Gang

bzw. -klimatisierung ist auf den ersten

Blick übersichtlich gestaltet und Bediengesten

werden in Bruchteilen einer

Sekunde umgesetzt. So lässt es sich auch

fast ohne klassische Knöpfe und Drehregler

leben. Nur die Rückstellung des

Tageskilometerzählers hat sich als harte

Nuss erwiesen, die auch nach einem Blick

in die Fahrzeugbeschreibung nicht zu

knacken war.

Fazit: Premiere gelungen, schon als

Minimalist macht der neue Caddy

definitiv eine sehr gute Figur.

Blechkleid – nettes Detail am

Rande: der neue VW Caddy Entry

zeigt, dass ein leichtes Nutzfahrzeug

nicht nur praktisch sein

muss.

Klare Linien – das Cockpit kommt

ohne Spielereien aus, hätte sich

aber hochwertigere Materialien

redlich verdient.

Generationswechsel –

nach 16 Jahren hat VW

wieder einen vollkommen

neu entwickelten

Caddy auf

den Asphalt gezaubert.

BAUBLATT.ÖSTERREICH

JUNI 2021

87


FUHRPARK

Arbeiter – der Toyota Hilux

macht als leichtes

Nutzfahrzeug eine

hervorragende Figur.

TOYOTA HILUX 2,8D DC-4WD INVINCIBLE

Ein Pick Up wie damals

L

assen Sie sich durch unseren Titel ja

nicht in die Irre führen. Die aktuelle

Auflage des Toyota Hilux ist keineswegs

überwuzelt oder gar angegraut. Ganz im

Gegenteil: Im Umfeld vieler seiner

Artgenossen, die übertrieben auf trendig

und modern getrimmt an den Start gehen,

ist der Pick Up der Japaner so etwas, wie

der Fels in der sich ständig ändernden

Brandung. Mit einem Lastenheft, an dem

sich andere mehr und mehr die Zähne

ausbeißen. Ein Beispiel gefällig? 2,8 l

Hubraum und 204 PS unter der Haube

wollen im täglichen Arbeitseinsatz nicht

nur gefordert werden, sie verlangen es.

Ihre direkten Gegenspieler: 940 kg

Nutzlast und bis zu 3,5 t Anhängelast.

Und damit jetzt niemand meint, wir sind

drauf und dran, den Hilux zu einem

biederen Lastenesel abzustempeln: Der

4-Zylinder geht in allen Lebenslagen

mächtig ans Werk und vermittelt dabei

Fahrspaß, von dem sich andere ein großes

Stück abschneiden können. Es geht also

immer noch ohne Hubraum-Downsizing

und das ist gut so. Das brettlharte

Fahrwerk verzeiht man dem Pick Up

mindestens genauso schnell, wie das

eindringlich im Cockpit hörbare Motorengeräusch.

Wir wollen den Pick Up ja

erleben und uns nicht mit einem niedlichen

Kleinwagen durch urbane Häuserschluchten

stauen. Der Hilux gehört in die

freie Wildbahn, ganz egal ob mit Personen,

Lasten oder beidem gemeinsam an Bord.

Vollausstattung inklusive

Nicht umsonst trägt unser Testkandidat

den Schriftzug „Invincible“ am Heck, was

im Englischen für unbesiegbar steht.

Nicht zu verwechseln mit „Invisible“, zu

deutsch unsichtbar. Der Innenraum des

Hilux hat es ebenso ausgesprochen schnell

geschafft, unsere Sympathien zu gewinnen.

Wieso? Weil er, dem Ego des Hilux

entsprechend, so gut wie keine Wünsche

offenlässt, ohne dabei übertrieben übertechnisiert

zu sein. Wir freuen uns

mittlerweile über analoge Drehzahlmesser

und Tachos oder eine ganz unspektakuläre,

mechanische Handbremse mehr, als

zehn frei wählbare Displayvarianten für

den voll elektronischen Armaturenträger.

Dort wo der Hilux am Puls der Zeit ist

(Stichwort LCD-Display) erwarten den

Pick Up-Piloten logisch aufgebaute

Menüstrukturen, eine gut lesbare

Schrift und ein Touch-Display, das bereits

ab der ersten Bedienhandlung angenehm

schnell reagiert. So soll es sein.

Ans Herz legen wollen wir Ihnen letztlich

Prächtig – aus 2,8 l

Hubraum zaubert

der 4-Zylinder des

Toyota Hilux stolze

204 PS.

FACTS

Motor: 2,8 Liter 4-Zylinder-Turbodiesel,

150 kW (204 PS)

Eigengewicht: 2.194 kg

Nutzlast: 941 kg

Anhängelast (ungebremst/

gebremst): 750 kg/3.500 kg

Testverbrauch: 9,8 l/100 km

Listenpreis: 35.825,– Euro

(exkl. MwSt.)

+ Vollausstattung

+ ausreichend Nutz- und Anhängelast

+ robuste Gummi-Fußmatten

- großzügiger Wendekreis

- schwere Heckklappe

- angegraute Tempomat-Bedienung

noch ein praktisches Zubehör für den

Hilux: Ein Rollo für die Ladefläche.

Deutlich dezenter als ein Hard Top macht

es das Heck des Pick Up schlechtwettertauglich

und so das ganze Jahr über

nutzbar.

Fazit: Mehr Pick Up geht wirklich

nicht.

Praktisch – die rutschfeste

Trittstufe ebnet den Weg bei

Be- und Entladevorgängen mit

geschlossener Heckklappe.

88 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


SERVICE

KURZURLAUB VON DER BAUSTELLE

Eine gesunde Portion Spaß für die Kids

Einmal mehr zeigte sich in letzter Zeit: Nichts ist so wichtig wie die Gesundheit. Um das

auch dem Nachwuchs zu vermitteln, muss ein bisschen Action schon sein. Die diesjährigen

Gesundheitsangebote der H 2 O-Therme Bad Waltersdorf kommen da gerade recht.

N

eben Spiel und Spaß auf 30.000 m 2

der H 2 O Kindertherme in Bad

Waltersdorf geht es in vielen Angeboten

vor allem um die Gesundheit der Kinder.

Auch heuer gehört sie zu Ferienzeiten

deshalb vorrangig den Jugendlichen. Um

sich zu bewegen, gesund zu essen und vor

allem, um mit Gleichgesinnten jede Menge

Spaß zu haben!

Gleich drei verschiedene Programme

werden angeboten, um dem Nachwuchs

auf spielerische Art zur persönlichen

Gesundheit zu verhelfen. Drinnen, in den

Gesund & actionreich durch die Thermenferien:

Nach all den Monaten Homeschooling bietet die H 2 O

Kindertherme in Bad Waltersdorf ein perfektes

Ferienfeeling.

Weiten der H 2 O Therme selbst – und

natürlich mit einem durchdachten

Safety-Konzept – aber auch draußen, an

der frischen Luft und in der herrlichen

Natur, die die Steiermark zu bieten hat.

Gemeinsam mit dem FIT Team, bestehend

aus Experten in Sachen Medizin, Sportund

Ernährungswissenschaften, Psychologie

und Pädagogik, wird während der

„Gesundheits- und Diätferien“ und im „Fit

& Fun Gesundheits- und Actioncamp“ die

Lust zur Bewegung und der gesunden

Ernährung geweckt. Ganz ohne Leistungsdruck,

dafür mit umso mehr Spaß. So soll

mögliches Übergewicht langfristig

gesenkt und ein Gefühl für die

bewusste Lebensweise

entdeckt werden. „Nebenbei

kann so eine Zeit verbracht

mit Gleichaltrigen und umgeben von dem

Spaßparadies der H 2 O Kindertherme

einen ordentlichen Kick fürs Selbstbewusstsein

bedeuten“, erklärt Christian

Rotter. Auf einzigartige Art und Weise

werden Workshops veranstaltet, erlebnisorientierte

Bewegungsprogramme

unternommen und leckere Speisen nach

FIT-Vorsätzen zubereitet. Ferienfeeling

inklusive, denn das ist nach all den

Monaten Homeschooling auch dringend

nötig. Eine Zeit, die bei den Kindern

nachhaltig Wirkung zeigt, sowohl gesundheitlich

als auch mental. Für weitere

Informationen steht das Team der H 2 O

Hoteltherme in Bad Waltersdorf unter

reservierung@hoteltherme.at gerne zur

Verfügung.

www.hoteltherme.at

Fotos: H2O Hoteltherme / Martina Reithofer

BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2021

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SERVICE

BÜCHER

BAUTRÄGERPROJEKTE UMSETZEN UND VERSTEHEN

Buch kartoniert; 208 Seiten; 3. Auflage 2021

ISBN: 9783707344158; 52,00 Euro

Ob zur Rolle des Bauträgers, zur Projektumsetzung

oder zu den Rücktrittsrechten und

Rückforderungsansprüchen: „Bauträgerprojekte

umsetzen und verstehen“ bietet einen Überblick

über die gesamte Abwicklung eines Bauträgerprojektes

aus rechtlicher Sicht. Der Leitfaden

vereint juristisches Hintergrundwissen mit

Erfahrung aus der Umsetzung in der Praxis und

unterstützt damit – vom Praktiker über Makler,

Architekten, Ziviltechniker, Juristen, werdenden

Bauträger, Hausverwalter bis zu Banken – alle,

die mit Bauträgerprojektabwicklungen befasst

sind. Das Buch bietet verständliche, praxisnahe

und rechtlich fundierte Lösungen für jedes

Stadium der Bauträgerprojektentwicklung.

Zudem enthält die dritte, aktualisierte Auflage einen Überblick über die seit

der Vorauflage ergangene höchstgerichtliche Judikatur und die aktuelle

Literatur zum Thema Bauträgervertragsgesetz.

www.lindeverlag.at

ATLAS TRAGWERKE

Eberhard Möller; 256 Seiten; auch als eBook

ISBN: 978-3-95553-525-4; 119,90 Euro

Der Atlas Tragwerke aus der Edition Detail liefert eine kompetente Hilfestellung

bei konstruktiven Herausforderungen und zeigt anschaulich die große

Bandbreite sinnvoller Lösungsmöglichkeiten für verschiedene Bauaufgaben.

Da großartige und innovative Bauten nur in enger Zusammenarbeit von

Architektur, Tragwerksplanung und Bauherrschaft entstehen können,

versteht sich dieser Atlas auch als Grundlage für die Kommunikation zwischen

diesen Bereichen. Schließlich beeinflussen Entscheidungen zum Tragwerk das

gestalterische, ökonomische und ökologische Resultat enorm. Stark an der

Praxis orientiert, veranschaulicht daher Autor Eberhard Möller die gestalte­

NEU: LECTURA Analytics

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rischen, konstruktiven,

bautechnischen, aber auch

ökonomischen Potenziale

anhand klassischer Meisterwerke

und herausragender

aktueller Projekte. Die Chance

für moderne Tragsysteme liegt

dabei in der sinnvollen

Kombination verschiedener

Baustoffe. Der Atlas Tragwerke

reicht über Materialgrenzen

hinaus und zeigt geeignete

Konstruktionsprinzipien für

verschiedene Bauaufgaben.

Wesentliche Zusammenhänge sind grafisch visualisiert und werden

eingehend erläutert. Der Atlas hilft den Planenden, aus der Fülle

von Möglichkeiten zielgerichtet zu diskutieren und zu entscheiden.

Dabei helfen übersichtlich aufbereitete Strukturprinzipien,

Praxisbeispiele und umfassende technische Hintergrundinformationen.

Dieses Entwurfs- und Konstruktionsfachbuch unterstützt den

kooperativen Prozess beim Entwickeln und Konstruieren von

Tragwerken, indem er die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse

und gründliche Analysen gebauter Vorbilder zu einem

hilfreichen Werkzeug zusammenbringt. Der Band bietet somit eine

Basis für die interdisziplinäre Kommunikation.

www.detail.de

EINE ZÜNDENDE IDEE

Sprengstoff seit 1870; 144 Seiten; 24,5 x 24,5 cm

ISBN 978-3-7025-0986-6; 24,90 Euro

St. Lambrecht ist eine

beschauliche Marktgemeinde

in der Steiermark,

eingebettet in die

Naturlandschaft der

Grebenzen. Die bekannteste

Sehenswürdigkeit des

Ortes ist das Benediktinerstift.

Eine zweite

Besonderheit liegt in der

stillsten Ecke des Tales,

hat aber enorme

Sprengkraft. Seit 1870

wird hier unter

wechselnden Firmennamen

Sprengstoff erzeugt. Er findet

Einsatz beim Bau von Brücken, Straßen oder Tunneln und beim

Abbau von Bodenschätzen. Schon kurz nach der Erfindung des

Dynamits durch Alfred Nobel kamen rege Geister in St. Lambrecht

auf die Idee, das flüssige und hochexplosive Nitroglycerin in einem

anderen Feststoff zu binden und dadurch einen relativ ungefährlich

zu lagernden und zu transportierenden Sprengstoff zu erschaffen.

Dieses Buch erzählt, wer die zündende Idee hatte, wie Traditionen

gelebt werden und wie das Werk und seine Geschichte die Region

und ihre Menschen seit 150 Jahren prägen.

www.pustet.at

90 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


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CAT RADLADER

966M XE

RADLADER, DIE FÜR MEHR GEMACHT SIND

Der Cat Radlader 966M XE vereint erhebliche Kraftstoffeinsparungen und langfristige Kostensenkung mit höherer

Leistung. Durch ihre Zuverlässig-, Langlebig- und Vielseitigkeit sind diese Maschinen noch besser auf Ihre Bedürfnisse

ausgerichtet. Für besonders anspruchsvolle Einsatzzwecke benötigen Sie einen Radlader, der speziell für solche Aufgaben

entwickelt wurde. Mit den wahlweisen verfügbaren Cat-Arbeitsgeräten ist der Radlader so konzipiert, dass er alle Anforderungen

auch spezieller Anwendugen bestens erfüllt.

zeppelin-cat.at

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