Baublatt Magazin Juni 2021
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NR. 6 | 2021
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der zweiten Generation
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12 | Wasserbaulabor
In Wien entsteht eine weltweit
einzigartige Forschungsstätte
50 | Wagrain
Exakter Felsabtrag für neue
unterirdische Mittelstation
62 | IST Austria
Campuserweiterung erfordert
anspruchsvollen Spezialtiefbau
»
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Dein Bagger macht genau das, was du willst.
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EDITORIAL
Quer durchs Land
Die fertige Ausgabe bei der letzten
Kontrolle nochmals durchzusehen, ist
wie ein Blick in ein Tagebuch. Reportage
reiht sich an Reportage und die Baustellen und
Abbaubetriebe, die wir besucht haben, werden
nochmals lebendig. Ich hoffe, die Lektüre
bereitet Ihnen ebenso viel Vergnügen, wie
uns die Erarbeitung der Beiträge.
Das beginnt mit unseren Gesprächspartnern:
hellwache Firmenchefs, kompetente und in sich
ruhende Bauleiter, mit allen Wassern gewaschene
Poliere oder Maschinisten, denen die
Freude über ihr neues Gerät ins Gesicht
geschrieben steht – es ist eine
Freude, die bautechnischen
Leistungen in diesem Land vor
den Vorhang zu holen. Nicht zu
vergessen die engagierten
Projekt-Initiatoren, die mit
Beharrlichkeit dafür sorgen, dass
Bauwerke auch tatsächlich
errichtet werden. Dazu zählt
beispielsweise Univ.Prof. DI Dr.
Helmut Habersack, der an der
Universität für Bodenkultur Wien
das Institut für Wasserbau,
Hydraulik und Fließgewässerforschung
IWA leitet und der über
viele Jahre mit seiner Hartnäckigkeit
wesentlich dazu beigetragen
hat, dass in Wien nun tatsächlich das neue
Wasserbaulabor realisiert wird. Wenn dieses
Ende nächsten Jahres seine praxisnahen
Versuche aufnimmt, kann Wien und Österreich
voller Stolz auf eine weltweit einzigartige
Forschungsstätte verweisen. Und wie unser
Bericht zeigt: der Spezialtiefbau für dieses
Projekt ist vom Feinsten.
Wir haben uns natürlich aber auch wieder in
den Bergen herumgetrieben. Etwa in Wagrain,
wo zurzeit die neue Flying Mozart Gondelbahn
errichtet wird. Das Problem: Beim Bau der
neuen unterirdischen Mittelstation ist aufgrund
Karl Englert
Verlagsleiter und Herausgeber
BAUBLATT.ÖSTERREICH
der Baugrubentiefe kaum ein GNSS-Signal
verfügbar. Wie die beteiligten Unternehmen
trotzdem den exakten Felsabtrag bewerkstelligen,
lesen Sie in dieser Ausgabe.
International beeindruckt ganz aktuell ein
eigentümergeführtes heimisches Unternehmen,
das sich über den bislang größten Auftrag der
Firmengeschichte freut: es konnte sich als
Exklusiv-Lieferant der Betonmischanlagen für
den Bau des Fehmarnbelt-Tunnels profilieren.
Der mit 18 km weltweit längste Absenktunnel
für den kombinierten Schienen- und Straßenverkehr
wird das Reisen zwischen Deutschland
und Dänemark wesentlich
schneller machen.
Nicht zuletzt widmen wir uns dem
Thema BIM (Building Information
Modeling), wo vor kurzem eine
Arbeitsgruppe öffentlicher
Auftraggeber ein Positionspapier
zum Thema Digitalisierung und
Open BIM in Österreich präsentierte.
Ergänzend dazu berichten
wir über eine praxisbezogene
Fachveranstaltung, die über die
bereits heute bestehenden
Umsetzungsmöglichkeiten von
BIM im kommunalen Verkehrswege-
und Tiefbau informierte.
Abschließend noch eine aktuelle
Nachricht, die uns unmittelbar vor Redaktionsschluss
erreichte: Der Österreichische Baumaschinenverband
hat in einer Generalversammlung
beschlossen, dass die nächste
MAWEV Show vom 06. bis 09. April 2022
in St. Pölten stattfinden wird – vorbehaltlich
der jeweils aktuell gesetzlichen
Durchführbarkeitsbestimmungen.
Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre,
einen erholsamen Sommer und bleiben Sie
gesund!
Meint herzlichst
Ihr Karl Englert
Komatsu PC210LCi-11 mit
intelligent Machine Control 2.0
Die Hydraulikbagger PC210LCi-11,
PC290LCi-11 und PC290NLCi-11 bauen
auf den Erfolg der vollständig ab
Werk integrierten Maschinensteuerung
auf. Für noch mehr Effizienz
sorgt iMC 2.0 unter anderem durch
die automatische Schwenklöffelsteuerung,
mit der das Zielprofil
schnell und ohne Übergraben erstellt
werden kann. Weiters durch die
Winkelhaltefunktion für eine vereinfachte
Bedienung bei Feinarbeiten an
Böschungen und die Integration von
Schwenklöffeln dank IMU-Sensor.
IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe Juni 2021, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Tel.: +43/1/3100700-100, Fax: +43/1/3100700-600, E-Mail: office@specialmedia.com, Firma des Herstellers: Bauer Medien Produktion- und Handels GmbH,
Verlagsort: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Herstellungsort: Baumannstraße 3/19, 1030 Wien, Anschrift der Redaktion: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Name des Herausgebers: Karl Englert, Anschrift des Herausgebers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Geschäftsführung: Prof. Hans-Jörgen Manstein und Prof. Ing. Mag. Michael Grabner Verlagsleitung: Karl Englert (KE), karl.englert@ specialmedia.com, DW 800,
Office Management, Anzeigenverrechnung und Redaktionsassistenz: Katja Böhmer (KB), katja.boehmer@specialmedia.com, DW 100,
Chefredakteur: Alexander Riell (AR) alexander.riell@specialmedia.com, DW 840, Grafik: Manfred Fürst
Grundlegende Richtung: BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin für die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung
über Baumaschinen, -geräte und –technik, Web: www.baublatt.at.
BAUBLATT.ÖSTERREICH: erscheint monatlich, 10x jährlich mit zwei Doppelnummern, Auflage: 11.500 Exemplare, Einzelpreis Inland € 10,– Jahresabonnement (10 Hefte) € 70,–
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4 JUNI 2021
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Die Errichtung des neuen Wasserbaulabors
in Wien stellte vor allem den Spezialtiefbau 12vor große Herausforderungen.
MENSCHEN + SZENE
08 Menschen bei Mercedes-Benz Trucks
Österreich, Bosch, w&p Zement,
Zeppelin Österreich, Liebherr, Lafarge.
PROJEKTE + PLANUNG
12 Wasserbaulabor: In Wien entsteht eine
moderne Forschungsstätte, die praxisorientierte
Modellversuche ermöglicht.
Für den ersten Bauabschnitt kamen
verschiedene Spezialtiefbau-Techniken
parallel zum Einsatz.
MASCHINEN + TECHNIK
18 Zeppelin: Im Steinbruch Peggau wurden
an die w&p Zement GmbH zwei neue
Cat 745 Muldenkipper übergeben.
22 Powerscreen: In Slowenien nahm eine
von Kuhn verkaufte kufenmobile Zweidecksiebmaschine
mit etwa 10 m 2 Siebfläche
pro Deck den Betrieb auf.
24 Potain: Der neue Selbstmontagekran
Igo T 99 übertrifft alle Vorgängermodelle.
26 Liebherr: Die Mayer Recycling GmbH setzt
in ihrem Gerätepark fast ausschließlich auf
Liebherr – zuletzt mit drei neuen Allround-
Radladern L 526.
30 Winkelbauer erweitert die Betriebsflächen
und investiert in modernste Technik.
32 Kohlschein präsentiert mit den neuen
SK500LC-11 und SK530LC-11 die
nächste Generation der Kobelco-Riesen.
34 MWT: Mit dem neuen Eichfahrzeug
ist das Unternehmen nun in der Lage,
Brückenwaagen bis zu 80.000 t zu eichen.
36 Mlečka: Die Alpe Kanal-Service GmbH
bietet den Kunden mit ihrem neuen
RSP Saugbagger hocheffiziente Lösungen.
38 KTEG / Suncar HK: Kooperation für den
ersten batterieelektrischen Kompaktbagger
der 8-10-t-Klasse aus Serienproduktion.
40 SBM Mineral Processing ist exklusiver
Lieferant der Betonmischanlagen für
den weltweit längsten Absenktunnel.
42 Sandvik baut sein Angebot an batterieelektrischen
Maschinen weiter aus.
43 ÖBB: Super-Bauzug bei Modernisierung
des Karawankentunnels im Einsatz.
44 Doralco: Die Firma Mittendorfer setzt im
Abbaubetrieb der Firma Calmit GmbH in
Bad Ischl auf einen neuen knickgelenkten
Doosan Muldenkipper DA45-7.
46 Westtech: Die Woodcracker CS510 crane
ist das Multitalent unter den Greifersägen.
48 Kuhn: Der Komatsu-Radlader WA475-10
überzeugt im Steinbruch Hohenems-
Unterklien auf ganzer Linie.
49 Fraunhofer IEG: Mikro-Turbine hilft
Ressourcen effizienter zu erschließen.
50 Sitech Austria: Beim Bau der neuen Flying
Mozart Gondelbahn in Wagrain ermöglicht
der Einsatz einer Tachymetersteuerung der
Firma Franz Stöckl den exakten Felsabtrag.
54 Lahofer: Die St. Margaretha-Kapelle in
Auersthal ist ein Kraftort aus Beton und Licht.
6 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
INHALT
68 Kiesel: Mit Top-Technologien steigert der
ZW220-7, der erste Hitachi-Radlader der
Serie 7, Sicherheit und Bedienkomfort.
70 Europa Truck Trial Tour: Der zweite
Lauf findet am 21. und 22. August 2021
in Voitsberg-Zangtal statt.
72 Kleemann bietet mit dem mobilen
Kegelbrecher Mobicone MCO 90(i) EVO2
die perfekte Ergänzung zur neuen Backenbrechanlage
Mobicat MC 110(i) EVO2.
73 xelectrix Power: Neues modulares und
multifunktionales Energiespeichersystem.
74 HS Schoch: Erdbau-Profi Stefan Koren
setzt konsequent auf die Betreuung und
Speziallösungen von HS Schoch.
76 Schwamborn: Langlebige Diamantpads
für das perfekte Polieren von Designund
Industriebeschichtungen.
77 Bau Power Group: Mobile Baustraßen
für kurzfristige Zufahrtslösungen.
78 Motorex: Im Reparaturcenter im Lungau
kommt überwiegend das Motorenöl
Focus QTM SAE 10W/30 zum Einsatz.
79 Rototilt präsentiert einen neuen Reißzahn.
BUILDING INFORMATION MODELING
56 Ascendum: Volvo CE erweitert das Angebot
an hocheffizienten Hybridbaggern mit zwei
neuen Modellen der 25- und 35-t-Klasse.
58 Polixmair bietet mit den Anlagen von
Matec Industries Lösungen für die
Verwertung von taubem Material.
60 Wolffkran: Drei Wolff-Krane errichten in
Dortmund ein „kaiserliches“ Wohnquartier.
61 Yanmar: Brandneues Minibagger-Trio
wurde von Grund auf neu entwickelt.
62 IST Austria: Die Campuserweiterung in
Klosterneuburg stellt die ARGE der Firmen
Bernegger und Karner in den Bereichen
Erdbau und Spezialtiefbau vor
große Herausforderungen.
66 BRV: Der Verband vermeldet die 300.
eingetragene Rückbaukundige Person.
67 Kuhn: Komatsu Driving Academy hilft
eigene Fertigkeiten gezielt zu trainieren.
80 ÖIAV: Die Arbeitsgruppe öffentlicher
Auftraggeber präsentierte erstmals ein
Positionspapier zum Thema Digitalisierung
und Open BIM in Österreich.
82 MTS: Die diesjährigen Innovationstage
widmeten sich der BIM-Idee und den bereits
heute im kommunalen Verkehrswege- und
Tiefbau bestehenden Möglichkeiten.
84 i+R Gruppe: Im Geschäftsjahr 2020/21
konnten die Unternehmen einen Rekordumsatz
von 700 Mio. Euro erwirtschaften.
85 Kuhn: Auch die Kuhn-Gruppe zeigt sich
trotz Pandemie mit dem abgelaufenen
Geschäftsjahr 2020 zufrieden.
86 Scania: Mit dem 770 PS starken Scania
770 S hat Felbermayr eine Weltpremiere
in den Fuhrpark übernommen.
86 Baublatt.Österreich Test:
Mazda CX-30 G150 Comfort+
VW Caddy Cargo Entry TDI
Toyota Hilux 2,8D DC-4WD Invincible
04 Editorial
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
FUHRPARK
STANDARDS
89 Service Urlaubstipp: H 2 O-Therme
Bad Waltersdorf; Literatur
MERLO ROTO
DER DREHBARE
WOLKEN
KRATZER
BURGKIRCHEN 07724 2107 mauch.at
BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2021
7
MENSCHEN + SZENE
MERCEDES-BENZ TRUCKS ÖSTERREICH
Ausbildungsfahrzeug für Berufsschule
Mercedes-Benz Trucks Österreich übergab den rund 400 Schülerinnen
und Schülern sowie den Lehrkräften der Berufsschule Steyr 1 ein Lehrfahrzeug:
ein Atego 1024 L 4x2 mit 7,7 l Motor OM936, 175 kW (238 PS).
Der Lkw mit Pritsche ist mit einer Reihe von Sicherheitssystemen ausgestattet,
wie dem Brems-Assistenten Active Brake Assist, dem Spurhalte-
Assistenten und vielem mehr. In den nächsten Monaten wird der
Mercedes-Benz Atego im technischen Unterricht der Kraftfahrzeugtechnik-Lehrlinge
eingesetzt. Direktor Franz Winter bedankte sich im
Rahmen der Übergabe: „Eine praxisnahe Ausbildung ist uns besonders
wichtig. Mit dem Lkw können wir die Lehrlinge an unserer Schule vor
allem in der Diagnosetechnik noch besser qualifizieren.“
www.mercedes-benz-trucks.at
IN KÜRZE
Rädlinger: Die Rädlinger primus line GmbH betreut die
D-A-CH-Region nun mit fünf Ansprechpartnern wobei
Lukas Schenkl für Österreich und die Schweiz zuständig
ist. Das Unternehmen ist Hersteller der grabenlosen Sanierungstechnologie
Primus Line für Druckrohrleitungen
und übernimmt deren Einbau in Deutschland, Österreich
und der Schweiz mit eigenen Teams.
www.primusline.com
Messe-Verschiebung: Die Messe Karlsruhe hat sich als
Veranstalter der für den 02. bis 04. September 2021 geplanten
Live-Demo-Messen RecyclingAktiv & TiefbauLive
dazu entschlossen, diese mit 05. bis 07. Mai 2022 neu zu
terminieren.
www.tiefbaulive.com
Ingenieurbaupreis: Zum 17. Mal wird der Ingenieurbaupreis
des Verlages Ernst & Sohn ausgelobt. Die Ingenieurleistung
muss innerhalb Deutschlands, Österreichs oder
der Schweiz erbracht worden sein. Der Standort des zu
prämierenden Bauwerkes ist regional nicht eingeschränkt
und kann sich weltweit befinden. Die Unterlagen können
bis Freitag, den 24. September 2021, auf dem Postweg im
Verlag eingereicht werden. Weitere Informationen dazu
im Internet. www.ernst-und-sohn.de/ingenieurbaupreis
mobile u. stationäre
tankanlagen
tel. 0 72 43/51 683, fax 0 72 43/51 683-20
BOSCH
Technik fürs Leben-Preis 2021
S
chwer beeindruckt war die Jury
des Technik fürs Leben-Preis von
den Leistungen der Absolventinnen
und Absolventen der österreichischen
Höheren Technischen Lehranstalten
bei der Bewertung der 67 eingereichten
Diplomarbeiten. 196 Schülerinnen
und Schüler von 20 HTL in acht
Bundesländern haben heuer am
größten unternehmensinitiierten
HTL-Wettbewerb Österreichs
teilgenommen. Durchgesetzt haben
sich Projektteams von der HTL
Neufelden (Kategorie Industrial
Technology: Autonomer Ernteroboter),
dem TGM Wien (Kategorie Connected
Living: BloodFlowMonitoring) sowie
den Klagenfurter HTLs Mössingerstraße
und Lastenstraße in der
Kategorie Mobility Solutions mit dem
Tunnelüberwachungssystem HASCY.
Um jeden Punkt eines
Die Schüler der
Klagenfurter HTLs
Mössingerstraße und
Lastenstraße siegten mit ihrem
Tunnelüberwachungssystem in
der Kategorie Mobility
Solutions.
Autobahntunnels
jederzeit genau
überwachen zu
können, haben
Gilbert Tanner,
Gabriel Tanner
und Andreas
Maier von der Klagenfurter HTL
Mössingerstraße gemeinsam mit
Emanuel Ladinig, Daniel Morak,
Luca Jörg, Lukas Frisch und Dominik
Jerey von der Klagenfurter HTL
Lastenstraße in Zusammenarbeit mit
der Asfinag eine innovative Lösung
entwickelt: HASCY (kurz für: HTLs
Asfinag Safety Cat) ist ein mit
mehreren Kameras ausgestatteter
Schlitten, der den Tunnel mit bis zu
100 km/h auf Schienen an der Decke
befahren kann. Da auch eine Wärmebildkamera
montiert ist, können auch
bei dichtestem Rauch Personen
erkannt werden. Die Arbeit der
Rettungskräfte wird somit optimiert
und die Überlebenschance für
Unfallopfer gesteigert. Auch können
im Tunnel fahrende Gefahrguttransporte
begleitet werden. Den Preisträgern
winkt das begehrte Ticket für
ein 6-monatiges Berufspraktikum in
einem Unternehmen der Bosch-
Gruppe in Österreich sowie die
Einladung zu einem exklusiven
„BehindTheScenes@Bosch“ an einem
Bosch-Standort in Österreich.
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8
JUNI 2021
BAUBLATT.ÖSTERREICH
MENSCHEN + SZENE
W&P ZEMENT
Neues Direktoren-Trio
Seit April 2021 zeichnen Jerneja Potocnik (43), Florian Salzer (36)
und Peter Ramskogler (38) als Direktoren für die Leitung der
w&p Zement GmbH verantwortlich. Ziel des Trios ist es, das familiengeführte
Traditionsunternehmen fit für die Zukunft aufzustellen
und dessen regionale Strukturen nachhaltig zu stärken. Im Kern
wird es um die stärkere Konzentration von w&p Zement auf entwicklungsrelevante
Projekte gehen; allen voran die Modernisierung der
beiden Standorte in Wietersdorf (Kärnten) und Peggau (Steiermark).
Durch die Neuaufstellung des Führungsteams wird darüber hinaus
sichergestellt, dass sich die beiden Geschäftsführer, Lutz Weber und
Bernhard Auer, auf die Entwicklung und das Wachstum der übergeordneten
Alpacem Unternehmensgruppe unter den Gesichtspunkten
der Nachhaltigkeit und Digitalisierung fokussieren können.
www.zement.wup.at
Stark, funktionell, robust,
wirtschaftlich, wartungsfreundlich, sicher,
INNOVATIV GESTEUERT
dynamisch, vielseitig
Grabenwalze MC 85
Von links: Als Direktoren von w&p Zement werden Florian Salzer,
Peter Ramskogler und Jerneja Potocnik die regionalen Wurzeln
des Unternehmens als Innovationsmotor nutzen.
www.webermt.de · info@webermt.de
ZEPPELIN ÖSTERREICH
Neuer Leiter Power Systems
D
ie sehr erfolgreiche Führung der Power Systems Sparte durch den
bisherigen Leiter Mag. Martin Huber, der nun die Geschäftsleitung
Service bei Zeppelin Österreich verantwortet, wurde mit DI Max
Bachmann neu besetzt. Der 55-jährige gebürtige Tiroler hat mit
Anfang Mai die Geschäfte übernommen und möchte diese weiter
ausbauen. Max Bachmann ist verheiratet und hat seinen Lebensmittelpunkt
seit 1996 in Wien. Sein Ausbildungsweg
führte ihn nach der HTL-Matura in Jenbach
direkt auf die TU-Graz, um dort das Studium
zum Wirtschaftsingenieur für den Maschinenbau
abzuschließen. In seiner beruflichen
Laufbahn war er durchwegs in produzierenden
Industrieunternehmen im Einsatz und
sammelte unter anderem Erfahrungen im
internationalen Vertrieb, Produktmanagement
und Kundendienst. Energie und Ausgleich zum
intensiven Berufsleben findet Max Bachmann
beim Bereisen en der verschiedensten Länder
mit seiner Frau, beim Motorrad- und
Straßenradfahren sowie Mountainbiken.
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MENSCHEN + SZENE
LIEBHERR
Red Dot Award für den TA 230 Litronic
D
er neue knickgelenkte Muldenkipper
TA 230 Litronic aus dem Hause
Liebherr ist mit dem Red Dot Award:
Product Design 2021 ausgezeichnet
worden. Ein in sich stimmiges, modernes
Maschinen- und Designkonzept überzeugte
die internationale Expertenjury. Wenige
Monate nach der digitalen Produktvorstellung,
in welcher der knickgelenkte
Muldenkipper erstmals der Öffentlichkeit
präsentiert wurde, freut sich die Liebherr-
Hydraulikbagger GmbH über diesen
renommierten Preis. Der Red Dot Award
zählt zu den bedeutendsten internationalen
Auszeichnungen im Bereich Design.
Bei der Entwicklung des neuen knickgelenkten
Muldenkippers wurde neben
maximaler Leistungsfähigkeit und
Produktivität ein besonderer Fokus auf die
Sichtoptimierung der Fahrerkabine, eine
komfortable und durchdachte Maschinenbedienung
sowie die optimale Ausleuchtung
des Fahr- und Arbeitsbereichs gelegt.
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Ausgezeichnet für hohe Designqualität: der neue knickgelenkte
Muldenkipper TA 230 Litronic von Liebherr.
LAFARGE
achhaltigkeit ist ein wichtiger
Teil der Lafarge Unternehmensphilosophie.
Das
Unternehmen setzt an seinen
beiden Standorten Mannersdorf
(NÖ) und Retznei (Stmk.)
zahlreiche Initiativen, um den
ökologischen Fußabdruck zu
verringern. Nun sind im renaturierten
Teil des Lafarge Steinbruchs
in Mannersdorf Bienenvölker
eingezogen. Lafarge CEO DI
Berthold Kren erläutert: „Mit
unserer Initiative ,Bee Smart‘
wollen wir einen Beitrag leisten,
um dem Bienensterben entgegenzutreten.
Auf unserem Weg zur
Klimaneutralität bauen wir eine
Frei von Pestiziden und Monokulturen bietet
der Mannersdorfer Steinbruch von Lafarge
perfekte Lebensbedingungen für die Bienen.
Initiative „Bee Smart“
grünere Welt, so ist es demnach
nur eine logische Konsequenz
gerade Bienen einen intakten
Lebensraum zu bieten, schließlich
tragen sie als Bestäuber-Insekten
besonders zu einem funktionierenden
Ökosystem bei.“ Werksleiter
Dr. Christopher Ehrenberg
ergänzt: „Im renaturierten Teil
des Mannersdorfer Steinbruchs
fühlen sich die Bienen sicherlich
wohl und finden ein intaktes
Ökosystem vor, das beweist die
dort ansässige Fauna und Flora,
die immer wieder Tier- und
Pflanzenliebhaber zum Staunen
bringt.“
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10 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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PROJEKTE + PLANUNG
Die Spezialtiefbaumaßnahmen für das neue
Wasserbaulabor in Wien-Brigittenau umfassen
Schlitzwand, DSV-Körper, Spundwand, aufgelöste
Bohrpfahlwand, Nagelwand sowie Pfahlgründung und
mussten vielfach zeitgleich ausgeführt werden.
BOKU WASSERBAULABOR
Weltweit einzigartige Forschungsstätte
ermöglicht Gewässer besser zu verstehen
In Wien entsteht zwischen Donau und Donaukanal ein modernes Wasserbaulabor, das
praxisorientierte Modellversuche bis zu einem Maßstab von 1:1 ermöglicht. Ziel dieser
Forschungseinrichtung, die über weltweit einzigartige Rahmenbedingungen verfügt, ist
es Maßnahmen zu entwickeln und zu optimieren, welche die Funktionalität von Wasserstraßen
verbessern können. Für den nun fertiggestellten ersten Bauabschnitt kamen
verschiedene Spezialtiefbau-Techniken parallel zum Einsatz.
D
as Wasserbaulabor, das von einem
Tochterunternehmen der Universität
für Bodenkultur Wien (BOKU) errichtet
wird, soll langfristig zur Erforschung der
Lebensgrundlage Wasser für zukünftige
Generationen beitragen. Projektleiter ist
Univ.Prof. DI Dr. Helmut Habersack, der
an der BOKU auch das Institut für
Wasserbau, Hydraulik und Fließgewässerforschung
IWA leitet. Dieses Institut
widmet sich dem Leitbild des integralen
Wasserbaus, mit den Kernelementen
„Wasser Nutzen“, „Wasser Schützen“ und
„Schutz vor dem Wasser“. Die eingesetzten
Methoden – Feldmessungen, numerische
Modellierungen und Modellversuche auf
Basis theoretischer und anwendungsorientierter
Grundlagenforschung – werden in
Zukunft durch das neue Wasserbaulabor
wesentlich erweitert.
Konkret soll das Wasserbaulabor
(RRMC) dazu beitragen, ablaufende
Prozesse in Flüssen besser zu verstehen,
mathematische Modelle zur Prozessbeschreibung
zu entwickeln, die Auswirkungen
von flussbaulichen Maßnahmen zu
prognostizieren sowie innovative wasserbauliche
Methoden zur Verbesserung von
Schifffahrt, Energiewirtschaft, Hochwasserschutz
und Ökologie zu entwickeln.
Außerdem sollen im neuen Labor Maßnahmen
zur Problemlösung in verschiedenen
wasserbaulichen Themenbereichen
Fotos: Porr AG; Baublatt.Österreich
Visualisierung: ATP/Telegram 71
12 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
PROJEKTE + PLANUNG
Univ.Prof. DI Dr. Helmut
Habersack (BOKU, Institut
für Wasserbau, Hydraulik
und Fließgewässerforschung)
ist Initiator und
Projektleiter des Wasserbaulabors.
Für praktisch jedes
Element musste durch
den Beton- und Ingenieurbau
eine Sonderlösung
entwickelt werden.
Im hier teilweise noch sichtbaren Untergeschoss befindet
sich der Tiefenspeicher für das River Lab. In der Ebene
darüber ist im Hintergrund die Hauptöffnung für den Main
Channel sichtbar, die einen Durchfluss von bis zu 10 m 3
Donauwasser pro Sekunde ermöglicht.
entwickelt werden (z.B. Stauraumverlandung,
Fahrwassertiefe, Uferrückbau,
Sohlstabilisierung, Gewässervernetzung).
Das Projekt wird auf Basis einer
komplexen Finanzierung von den
Bundesländern Wien und Niederösterreich
sowie vier Ministerien realisiert.
Kofinanziert wird es von vier parallellaufenden
EU-Projekten: eines im
nationalen EU-Förderprogramm und
drei davon in den drei grenzüberschreitenden
EU-Programmen mit der
Slowakei, Ungarn und Tschechien. Der
Spatenstich für das Wasserbaulabor
fand am 26. Juni 2018 statt, die
Fertigstellung und Inbetriebnahme ist
für Ende 2022 vorgesehen.
Ideale Rahmenbedingungen
Weltweit einzigartig ist das Wiener
Wasserlabor vor allem durch seine
Lage, denn zwischen dem Stauraum
Freudenau der Donau und dem
Donaukanal besteht eine Wasserspiegeldifferenz
von etwa 3 m. Dieser
Umstand ermöglicht es, Wasser aus der
Donau zu entnehmen und es mit einem
Durchfluss von 10.000 l pro Sekunde
dem Donaukanal wieder zuzuführen.
Ein derartig großer Durchfluss ohne
Pumpen in einem Modellgerinne ist
weltweit einzigartig. Er ermöglicht in
dem 92 m langen, 25 m breiten und
11 m hohen „Main Channel“ im
Untergeschoss Versuchsaufbauten in
großem Maßstab, bei denen unter
anderem die Auswirkungen von
Hochwasser, der Einsatz von Turbinen
und die Bewegung von Sedimenten
erforscht werden können.
Dazu Projektleiter Univ.Prof. DI Dr.
Habersack: „Eines unserer Projekte
wird beispielsweise die Nachbildung
einer Kraftwerks-Staumauer sein.
Diese wird entweder gemauert oder mit
BETEILIGTE UNTERNEHMEN
Bauherr: BOKU-Wasserbaulabor
Errichtungs- und
Betriebs GmbH
Planer: Planungsgemeinschaft
ATP Architekten
Ingenieure und
IC Consulenten
ÖBA und Bau KG: TDC ZT GmbH
Bau 1 (Spezialtiefbau): Porr Spezialtiefbau
(federführend Projektleitung
DI Michael Kern)
gemeinsam mit
Porr Bahn- und
Ingenieurbau (Bauleiter
DI Haydar
Albayrak) und Koller
(Erdbau; Bauleiter
Ing. Daniel Walter)
Bau 2 (Hochbau
und Innenausbau): Gebrüder Haider & Co
Hoch- u. Tiefbau GmbH
BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2021
13
PROJEKTE + PLANUNG
Von rechts: DI Michael Kern (Projektleitung Spezialtiefbau, Porr Bau GmbH), Gottfried Ehrenreich (Hauptpolier Ingenieurbau,
Porr Bahn- und Ingenieurbau) und DI (FH) Emre Akbögür (Techniker, Abteilung BIB Bahn- und Ingenieurbau, Porr Bau GmbH).
Kunststoff ausmodelliert. Die Studenten
packen hier handfest mit an und werden
dabei vor Ort von einer gut ausgerüsteten
Werkstätte unterstützt. Natürlich ist in
diesem Zusammenhang auch der
3D-Druck ein großes Thema. Wir werden
bereits nächstes Jahr, während der
Finalisierung des Bauprojekts, mit den
Aufbauten für die ersten Versuche
beginnen. Über dem Kernelement, dem
Main Channel, sind Bürotrakte und das
River Lab angeordnet. Im River Lab
werden unter anderem flussmorphologische
Untersuchungen in kleinerem
Maßstab in Schnittmodellen durchgeführt.
Außerdem wird der Wissenschaftsbetrieb
durch ein angeschlossenes Public Lab
Stahlaussteifung:
Für die Baugrubensicherung
wurden ergänzend
zur Schlitzwand
durch die Porr
Equipment Service
140 t Stahlrohre mit
60 cm Durchmesser
quer durch die Baugrube
gespannt.
Besuchern nähergebracht. Für den
mittelfristigen Ausbau ist im Außenbereich
ein Outdoor Stream Lab geplant.
Was mich besonders freut, ist die gute
Zusammenarbeit aller beteiligten Behörden
und Institutionen, die etwa im Bereich
der Finanzierung auch über die Parteigrenzen
hinweg funktioniert hat.“
Der Wasserzufluss in den Main
Channel kann über verschieden groß
dimensionierte und verschließbare
Zulauföffnungen gesteuert werden. Neben
der 5 m breiten Hauptöffnung, die durch
ein Stahltor verschlossen wird, sind zwei
weitere Öffnungen für den Wasserkraftversuchsstand
angeordnet. Hier besteht
die Möglichkeit, Turbinen einzubauen und
deren Integration im Gesamtsystem – beispielsweise
unter den Aspekten Durchgängigkeit
für Biota und Sedimente oder
Hydrokinetik – zu untersuchen. Als
Ergänzung zur Hauptöffnung kann das
Wasser auch über drei Rohre mit Schiebern
in wesentlich kleineren Mengen und
damit mit hoher Genauigkeit zugeführt
werden. Am Ende des Main Channels wird
das Donauwasser über ein Auslaufbauwerk
in den Donaukanal geleitet. Unter
dem Main Channel befindet sich ein
Tiefbehälter, in dem Reinwasser für die
Versuche im River Lab gespeichert wird.
Es wird in einem Kreislauf in das River
Lab hochgepumpt und über ein Fallrohr in
den Tiefbehälter zurückgeleitet. An der
Seite zum Donaukanal verläuft parallel
zum Main Channel ein entlastender
Bypass Kanal.
Natürlich stand für die Universität für
Bodenkultur Wien auch das Thema
Nachhaltigkeit bei diesem Projekt im
Mittelpunkt. Dazu der Projektleiter: „Wir
nutzen die Erdwärme über die energieaktivierten
Bohrpfähle und die Betonkernaktivierung
in den Schlitzwänden. Dazu ist
in der Gebäudestruktur über dem Main
Channel eine umfangreiche Haustechnikebene
integriert, in der ein Kalt- und ein
Warmwassertank als Wärmetauscher
dienen. Dieses System versorgt nachhaltig
und umweltfreundlich die Heizung bzw.
Kühlung des Gebäudes.“
Das Wasserbaulabor wird als innovative
Forschungsstätte auch in internationale
Forschungskooperationen eingebunden
sein und in grenzüberschreitenden
Projekten Forschungsarbeiten durchführen.
Eingebettet ist das Wasserbaulabor in
„DREAM SK-AT“, ein Teilprojekt des
„DREAM“ (Danube River Research And
Management). Dieses gilt als ein Flagship-
14 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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PROJEKTE + PLANUNG
DATEN & FAKTEN
Erdbau: 60.000m 3 Aushub
Baugrube: 6.000 m 2 Schlitzwand, 3-lagig verankert
60 Bohrpfähle DM900 zur Auftriebssicherung
Pfahlwände mit DSV Zwickel
23 Brunnen zur Wasserhaltung sowie Betrieb der Wasserhaltung,
Spundwände teilw. im Donaukanal für das Auslaufbauwerk,
Zusätzlich zu den temporären Ankern
eine 150 t Stahlaussteifung zur Sicherung Baugrube
Geothermie: Geothermische Aktivierung der Gründungselemente
(Schlitzwände + Pfähle) und Bodenplatten
Verlegung von ca. 50.000 lfm Geothermie-Leitungen
Nennleistung 280 kW
Betonbau: 10.000 m 3 Beton in Qualität „Weiße Wanne“
1.200 t Bewehrungsstahl
Über das Auslaufbauwerk wird das Donauwasser
in den Donaukanal abgegeben.
Projekt der EU-Donauraumstrategie.
Kernziele des „DREAM SK-AT“ Projekts
sind der Wissenstransfer zum Flussmanagement
im österreichisch-slowakischen
Donau- und Marchraum und die Entwicklung
innovativer Monitoring- und Modellierungsinstrumente.
Weitere finanzierende
EU Interreg Projekte sind „SED-
DON II“ (mit Ungarn), „SEDECO“ (mit
Tschechien) sowie DREAM-RRMC
(nationales IWB Programm).
Anspruchsvoller Spezialtiefbau
Der nun fertiggestellte Bau 1 umfasst
die Vorbereitungsarbeiten, die kompletten
Aushub- und Spezialtiefbauarbeiten sowie
den gesamten Ingenieurbau bis zur Decke
über dem Kellergeschoß. Wir sprachen
dazu mit DI Michael Kern, Projektleitung
Spezialtiefbau, Porr Bau GmbH, der vor
allem die sehr produktive und harmonische
Zusammenarbeit zwischen den
beteiligten Abteilungen Porr Spezialtiefbau
(federführend), Porr Bahn- und
Ingenieurbau und dem Porr Tochterunternehmen
Koller Erdbau betont. Versorgt
wurde die Baustelle durch zwei Turmdrehkräne,
zusätzlich kamen auch Mobilkräne
und ein zusätzliches Hebegerät zum
Einsatz. In Spitzenzeiten waren bis zu 30
Arbeiter auf der Baustelle tätig.
Die ersten Vorbereitungsmaßnahmen
in Form von Rodungsarbeiten, kleinen
Abbrucharbeiten und Leitungsumlegungen
fanden im Jänner 2020 statt. Eine
erste Herausforderung bildete der
Untergrund, bei dem es sich nicht nur um
gewachsenen Boden, sondern auch um von
der Donau angeschwemmtes Material
handelt. Fehlender Feinsand und das
daraus resultierende lockere Gefüge
machten Niederdruckinjektionen notwendig,
um den Boden zu stabilisieren. So
konnte bei den nachfolgenden Schlitzwandarbeiten
verhindert werden, dass die
Stützflüssigkeit im Boden verloren geht.
Die Schlitzwand wurde von zwei verschiedenen
Höheniveaus (3 m Höhenunterschied)
hergestellt. Da ohne Unterbrechung
gearbeitet werden musste war es
eine große Herausforderung gleichzeitig
die Schlitzwand und die Arbeitsniveaus
auf der engen Baustelle zu errichten. Über
270 lfm und 6.000 m² ist die Baugrube nun
mit einer 60 cm dicken Schlitzwand dicht
umschlossen. Zusätzlich ist noch über die
gesamte Baugrube eine Innenschale als
weiße Wanne ausgeführt. Die 1 m dicke
Bodenplatte, die ebenfalls als weiße
Wanne ausgeführt ist, ruht auf 60 Bohrpfählen
DM900. Diese reichen ca. 15 m tief
in das Erdreich und sind zur Absicherung
gegen die Auftriebskräfte aus dem
Grundwasser für Druck und Zug ausgelegt.
Um während der Bauphase die
Auftriebssicherheit zu gewährleisten,
wurden 23 Brunnen installiert, über die
bis Februar 2021 die Wasserhaltung
aufrechterhalten wurde. Teilweise wurde
Die Leitwand für den
Schlitzwandgreifer
musste auf zwei
verschiedenen Niveaus
parallel zum
beginnenden Aushub
hergestellt werden.
Der Einsatz der
Großgeräte auf
engem Raum war
ebenso eine Herausforderung,
wie die
Bodenbeschaffenheit.
Sie machte
Niederdruckinjektionen
notwendig,
um zu verhindern,
dass die Stützflüssigkeit
im Boden
verschwindet.
16 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
PROJEKTE + PLANUNG
eine aufgelöste Bohrpfahlwand hergestellt,
die aufgrund der Grundwasser-Situation mit
DSV Zwickel abgedichtet wurde. Ergänzend
war eine Spritzbetonschale als Sicherung
vorgesehen.
Parallel zum Abschluss der Schlitzwandarbeiten
haben die tatsächlichen Aushubmaßnahmen
und Ankerungsarbeiten
begonnen. Da auch in den tiefsten Baugrubenbereich
mit bis zu 16 m Niveauunterschied
nur eine Zufahrt möglich war, musste
eine entsprechende Rampe angelegt werden.
Das Aushubmaterial wurde in großen Becken
zwischengelagert, damit es für den Abtransport
trocknen konnte.
Da die Schlitzwand als Stütze der
Baugrube nicht ausgereicht hätte, war es
notwendig, in drei Reihen Anker zu setzen. In
einem Teilbereich musste der tiefe Aushubbereich
mittels Stahlaussteifungen abgesichert
werden. Durch das Team der Porr
Equipment Service wurden dazu in vier
Wochen 140 t Stahlrohre mit 610 mm
Durchmesser quer durch die Baugrube
montiert. Aufgrund der Spannweite von rund
30 m mussten Hilfs lager errichtet werden.
Der Rückbau der Einzelelemente mit bis zu
12 t nach einer Vorhaltephase von vier
Monaten war in der Hochphase des Ingenieurbaues
logistisch durchaus aufwändig
und machte auch Umsteifungen auf die
Bodenplatte erforderlich.
Für die Errichtung des Auslaufbauwerks
wurde in den Donaukanal eine Arbeitsplattform
geschüttet, um die notwendigen Spundwandkästen
herstellen zu können. Zeitgleich
erfolgten die Sicherungsarbeiten für den
Bypass Kanal. Diese Arbeiten sind abgeschlossen
und die Spundwände alle rückgebaut.
DI (FH) Emre Akbögür, Bahn- und
Ingenieurbau, Porr Bau GmbH, betont: „Auch
aus der Sicht des Betonbaus war das ganze
Projekt eine große Herausforderung. Es gibt
keine Regelgeschosse, jeder Bereich musste
neu überlegt und abgewickelt werden.
Daraus resultiert natürlich auch ein hoher
logistischer Materialaufwand hinsichtlich der
Schalungstechnik. Für die Herstellung der
massiven Betonteile kamen große Betonpumpen
im Straßenbereich zum Einsatz. Teilweise
waren auch Schlauchverlängerungen
notwendig, damit wir das ganze Baufeld mit
Beton beschicken konnten.“
Als überaus anspruchsvoll erwies sich
auch die geothermische Aktivierung aller
Gründungselemente. Das heißt, Geothermie-
Leitungen sind in die 60 Bohrpfähle, die
Schlitzwand, die Bohrpfahlwand und auch in
die Wände und Bodenplatte des Bypasses
integriert. Dazu DI Kern: „Jedes Gründungselement,
jeder einzelne Schlitzwandkorb und
jeder Bohrpfahlkorb ist mit einer Geothermie-Leitung
aktiviert. Nur so konnte die
erforderliche Nennleistung von 280 kW
gewährleistet werden. Um dieses Ziel zu
erreichen, wurden von unserem Team rund
50.000 lfm Geothermie-Leitungen verlegt.
Der Anschluss der Leitungen an die Verteiler,
das Befüllen und Einstellen der Anlage sowie
die Betreuung erfolgt über den Spezialtiefbau
der Porr. In Abstimmung mit der Universität
für Bodenkultur Wien ist diese Geothermie-
Anlage auch Teil eines Forschungsprojekts
der Porr Spezialtiefbau, um die Belegung mit
Geothermie-Leitungen weiter zu optimieren.
Neben der Grundbelegung haben wir
zusätzliche Leitungsführungen entwickelt,
etwa die stirnseitige Belegung von Schlitzwandkörben.
Wir haben Teilbereiche mit
Temperatursensoren ausgestattet und
erhoffen uns aus dem laufenden Betrieb
wichtige Erkenntnisse für Folgeprojekte.
Grundsätzlich bestand die Schwierigkeit bei
diesem Projekt vor allem darin, dass wir von
den uns zur Verfügung stehenden Gewerken,
aufgrund des beengten Terminplanes, viele
zeitgleich ausführen mussten. Dazu kommt
die Größe der eingesetzten Maschinen und
die damit verbundene enge Zusammenarbeit
der Abteilungen. Diese Aufgaben haben wir
sehr, sehr gut geschafft. Dank sehr effizienter
Sicherheitskonzepte ist auch niemand zu
Schaden gekommen. In diesem Sinne möchte
ich mich bei allen Mannschaften für die tolle
Leistung bedanken.“
Mit Juni 2021 finden auch die letzten
Restarbeiten des ersten Bauabschnitts ihren
Abschluss und die Firma Gebrüder Haider &
Co Hoch- u. Tiefbau GmbH finalisiert bis
Ende 2022 das Wasserbaulabor mit dem
Bau 2, der die Bereiche Hoch- und
Innenausbau umfasst.
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BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2021
17
MASCHINEN + TECHNIK
Eine der beiden neuen Cat 745 Muldenkipper
im Ladespiel mit dem Cat 374F. Sie übernehmen
seit Ende Mai im Abbaubetrieb in Peggau den
Materialtransport von der Abbaustelle zum
mobilen Brecher.
ZEPPELIN / W&P ZEMENT
w&p Zement: Drohnentechnik und zwei
neue Cat 745 im Steinbruch Peggau
In Südösterreich ist die w&p Zement GmbH mit den zwei Standorten in Wietersdorf
und Peggau als regionaler Hersteller von Zement, Bindemitteln, Gesteinskörnungen und
Spezialbaustoffen ein wichtiger Partner der lokalen Bauwirtschaft. An beiden Standorten
setzen die Abbaubetriebe auf den Einsatz von Drohnentechnik und neueste Cat Geräte.
Aktuelles Highlight ist in Peggau die Übergabe von zwei neuen Cat 745 Muldenkippern
und die Anschaffung eines Cat 988K Radladers mit Funkfernsteuerung.
D
ie w&p Zement GmbH kann auf eine
lange Tradition zurückblicken, die bis
ins Jahr 1893 zurückreicht. Heute sind
sämtliche Zement- und Transportbetonaktivitäten
des Wietersdorfer Geschäftsfeldes
Zement & Beton unter der gemeinsamen
Dachmarke Alpacem gebündelt. Mit
630 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
sowie einem Umsatz von circa 175 Mio.
Euro ist Alpacem Marktführer für Zement
& Bindemittel im Alpe-Adria-Raum.
Zemente und Bindemittel werden innerhalb
der Alpacem GmbH in zwei vollintegrierten
Zementwerken, zwei Mahlwerken
Der Cat 980H
transportiert das
zerkleinerte Rohgut
von der mobilen
Brechanlage zum
Sturzschacht . Im
Hintergrund ist der
Cat 374F auf der Abbauetage
zu sehen.
und zwei Terminals vertrieben und in
Betonwerken zu Transportbeton für den
lokalen Markt weiterverarbeitet.
Die Produktion von w&p Zement erfolgt
an den beiden Standorten Wietersdorf
(Kärnten, Herstellung von Zementklinker,
Zementen sowie Bindemitteln) und
Peggau (Steiermark, Herstellung von
Rohsteinmaterial, Zementen und Bindemitteln).
Am Standort Peggau wird
Zementklinker aus Wietersdorf zu Zement
verarbeitet. Zudem betreibt das Unternehmen
in Peggau einen Bergbau, in dem
hochwertiger Kalkstein abgebaut und am
Standort zu Branntkalk verarbeitet wird.
Seit dem Jahreswechsel treten die
Kalk-Unternehmen der Wietersdorfer
Gruppe unter der gemeinsamen Marke
InterCal auf, die ihren Sitz ebenfalls am
Standort Peggau hat.
DI Jürgen Kolp, Betriebsleiter Bergbau
und Aufbereitung am Standort Peggau,
erklärt: „Am Standort Peggau sind 75
18 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
DI Jürgen Kolp (w&p Zement GmbH,
Betriebsleiter Bergbau und Aufbereitung
am Standort Peggau, Mitte)
mit Jürgen Specht (Niederlassungsleiter
Zeppelin Graz, rechts) und
Wolfgang Windisch (Vertrieb Süd- &
Oststeiermark, Zeppelin Niederlassung
Graz, links) bei der Übergabe der
beiden neuen Cat 745.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt,
davon zehn Personen im Bergbau und
der Aufbereitung. Über unseren Abbaubetrieb
erzeugen wir mit einer jährlichen
Abbaumenge von bis zu 500.000 t die
benötigten Gesteinsprodukte und Körnungen
für die Weiterverarbeitung im
Kalkofen und Belieferung der Kunden.
Der hochwertige Kalkstein wird nach
Produktionserfordernis durch unser
eigenes Team im Bohr- und Sprengbetrieb
gewonnen, mit Muldenkippern zum
Mobilbrecher transportiert, auf Korngröße
kleiner 300 mm gebrochen und danach
über einen Sturzschacht und Förderbänder
der Aufbereitung zugeführt. Aktuell
arbeiten wir in Peggau in einem umfassenden
Prozess an der Optimierung der
Abläufe. Dazu zählt seit diesem Jahr auch
der Einsatz von Drohnen, die nicht nur
Der Cat 352F beim Säubern der Bruchwandgeometrie.
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MASCHINEN + TECHNIK
Die neueste Generation des Cat 745
Muldenkippers mit Stufe V Motor und umfangreichem
Technik-Paket überzeugte das Team des
Abbaubetriebs in Peggau bereits im Rahmen
eines Testbetriebs.
hier in Peggau, sondern auch im Abbaubetrieb
in Wietersdorf für die Erstellung von
3D-Modellen genutzt werden. Diese liefern
uns exakte Messdaten für die weitere
Abbauplanung im Sinne der Qualitätssteuerung,
aber auch für die Wegeoptimierung
in unserem Betrieb. Der nächste
große Schritt hier in Peggau ist der
Einsatz eines Radladers Cat 988K mit
Funkfernsteuerung. Dieses Gerät wird vor
allem in sehr anspruchsvollen Bereichen
zum Einsatz kommen und durch einen
Mitarbeiter von einem sicheren Standort
aus auf Sicht über die Funkfernsteuerung
gelenkt. Der Radlader ist mit einer
vollwertigen Kabine ausgestattet und
kann auch konventionell von einem
Maschinisten bedient werden. Der Cat
988K mit Funkfernsteuerung wurde im
Mai bei der Firma Zeppelin bestellt und
wird mit dem 1. Quartal 2022 einsatzbereit
sein.“
Im Vorfeld der Übergabe der beiden Cat
745 übernahmen seit letztem Dezember in
Peggau zwei Cat 730 Muldenkipper als
Mietgeräte den Materialtransport. Da sich
der Cat 745 Muldenkipper angesichts der
Rahmenbedingungen als besser geeignet
erwies, wurde vom Team der Zeppelin
Österreich Niederlassung in Graz für die
Fahrer die Möglichkeit geschaffen, einen
Cat 745 Muldenkipper in einem anderen
Steinbruch zu testen. Die guten Eindrücke
aus dem Probebetrieb, die hervorragende
Betreuung bei den bereits eingesetzten
Cat Geräten und das überzeugende
Preis-Leistungsverhältnis sprachen am
Ende für die beiden neuen Cat 745. Im
Fuhrpark befinden sich in Peggau im
Bergbau bereits die Hydraulikbagger Cat
374F und Cat 352F, ein Radlader Cat
980H, ein Minibagger Cat 301.8 für die
Rinnenwartung der Oberflächenwässer
sowie in der Aufbereitung zwei Cat 966M
XE. Getrennt davon werden am Standort
Wietersdorf die vorhandenen Cat Geräte
in Kürze durch zwei starre Muldenkipper
Cat 775G verstärkt.
Die beiden knickgelenkten Dreiachs-
Muldenkipper Cat 745 mit 42 t Nutzlast
der neuesten Generation, die Mitte Mai in
Peggau übergeben wurden, verfügen über
einen Motor der Stufe V und eine Fahrerkabine,
die mit zahlreichen Bedien- und
Komfortverbesserungen punktet. Ein
Kombihebel dient gleichzeitig zum
Schalten des Getriebes und Steuern der
Muldenhydraulik – eine Lösung, die den
Fahrer entlastet und ständig wiederkehrende
Bedienvorgänge vereinfacht. Eine
Schutzfunktion während des Fahrtrichtungswechsels
bremst den Muldenkipper
bis zum Stillstand, ehe er sich in die
entgegengesetzte Richtung bewegen kann.
Das Cat Assistenzsystem „Detect mit
Stability Assist“ warnt den Fahrer
akustisch und optisch, sobald der Vorderoder
Hinterwagen in eine definierte
Schräglage gerät, die zum Umkippen
führen könnte. Ausgerüstet sind die
beiden neuen Cat 745 mit einer Scherenheckklappe,
die eine Steigerung der
Nutzlast um 8% ermöglicht. Zur weiteren
Ausrüstung zählen das eingebaute
Wiegesystem für die qualitätsorientierte
Produktionssteuerung, beheizte und von
innen verstellbare Spiegel sowie als
Ergänzung zur Rückfahrkamera eine
zusätzliche Warnung für Bewegungen
hinter dem Fahrzeug.
Jürgen Specht, Leiter der Niederlassung
Graz der Zeppelin Österreich GmbH,
ergänzt: „Als Teil des bereits angesprochenen
Optimierungsprozesses sind die
beiden Cat 745 Muldenkipper auch mit
dem Cat Product Link System ausgerüstet.
Dieses informiert den Betreiber nicht
nur über den Maschinenstandort und
Maschinenzustand, sondern unter
anderem auch über Betriebsstunden,
Kraftstoffverbräuche, Diagnose- und
Fehlercodes oder Wartungsintervalle.
Unsere beiden Unternehmen verbindet
seit mehreren Jahrzehnten eine sehr gute
Zusammenarbeit und ich freue mich sehr,
dass wir als Zeppelin Österreich hier in
Peggau in wenigen Monaten mit der
Übergabe des Cat 988K Radladers mit
Funkfernsteuerung eine spannende
technische Premiere im Tagbau erleben
werden.“
www.zement.wup.at | www.zeppelin-cat.at
In Wietersdorf und Peggau arbeiten die Bergbau-Betriebsleiter DI Bertram Juritsch (Mitte) und DI Jürgen Kolp (links) mit den Teams
zusammen mit Projektleiter DI Christian Novak (IT- und OT-Spezialist, rechts) unter Nutzung modernster Drohnen-Technik konsequent
an der Optimierung der Prozesse. Neben dem Übersichtsbild des Bergbaubetriebs ist auch eine Darstellung der Punktwolke zu sehen,
aus welcher das 3D-Modell auf Basis der Daten der Drohne errechnet wurde.
20 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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MASCHINEN + TECHNIK
In Slowenien in Einsatz gegangen ist kürzlich
eine von Kuhn verkaufte MHFS2618. Es handelt sich
um eine kufenmobile Zweidecksiebmaschine mit
etwa 10 m 2 Siebfläche pro Deck.
Stratifikation (bzw.
„Schichtung“) bezeichnet
den physikalischen Effekt
der Entmischung durch
Vibration. Erreicht wird
diese Feinheit mit einem
unkonventionellen Siebaufbau
– nicht der Siebkasten,
sondern nur der
Siebbelag selbst wird
mittels abgestimmter
und einzeln einstellbarer
Elektromotoren zum
Schwingen gebracht.
KUHN / POWERSCREEN
Wirtschaftliche Präzisionsarbeit mit dem
neuen Hochfrequenzsieb MHFS2618
Vor allem die Edelsplitt- und Asphaltindustrie benötigen präzise spezifizierte
Materialien mit sehr feinen und trotzdem genauen Siebtrennschnitten. Mit
klassischen Siebanlagen sind diese minimalen Größen meist technisch nicht zu
erreichen, da bei den geforderten Trennschnitten von 0 bis 2 mm Korngröße
normale Kreisschwinger aufgrund der geringen Sieböffnungsweiten schlicht
nicht funktionieren. Es braucht daher innovative Spezialsiebmaschinen.
D
ie neue MFHS-Serie (dabei handelt es
sich um modulare Hochfrequenz-
Siebe) stellt dem Betreiber nun eine
„Baukastenlösung“ mit Ein- und Zweideck-Siebmaschinen
in mobilen und
stationären Konfigurationen und mit
skalierbaren Siebgrößen zur Verfügung.
Diese Hochfrequenz-Siebanlagen nutzen
den Stratifikationseffekt, um damit die
geforderten Trennschnitte in höchster
Qualität zu erreichen. Neben den technischen
Erfolgen kommt es durch die
innovativen Siebanlagen auch zu wirtschaftlichen
Vorteilen. Die Investitionskosten
und der Energieverbrauch fallen sehr
gering aus. Und aufgrund der sehr guten
Trennschärfe der produzierten Materialien
erspart man sich teures Bindemittel,
22 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
das etwa für die Asphaltproduktion
benötigt wird.
Stratifikation (bzw. „Schichtung“)
bezeichnet den physikalischen Effekt der
Entmischung durch Vibration. Bringt man
ein Gemisch aus verschiedenen Körnungen
zum Vibrieren, sammeln sich die feinen
Korbanteile am Boden (sprich direkt am
Siebbelag) während größere und damit
entsprechend schwerere Bestandteile im
Materialgemisch nach oben (und damit
weg vom Siebbelag) gedrückt werden. Erst
die geschickte Ausnutzung dieses physikalischen
Phänomens ermöglicht derartig
feine und präzise Trennungen.
Erreicht wird diese Feinheit mit einem
unkonventionellen Siebaufbau – nicht der
Siebkasten, sondern nur der Siebbelag
selbst wird mittels abgestimmter und
einzeln einstellbarer Elektromotoren zum
Schwingen gebracht. Das aber mit der
vielfachen Geschwindigkeit normaler
Siebanlagen – und erst diese extrem hohe
Schwingfrequenz verursacht die Trennung
des Materials.
In Slowenien in Einsatz gegangen
ist kürzlich eine von Kuhn verkaufte
MHFS2618. Es handelt sich um eine
kufenmobile Zweidecksiebmaschine mit
etwa 10 m 2 Siebfläche pro Deck. Diese
ermöglicht beim vor Ort üblichen Kalkstein
und durch die Aufgabe aus einem
Vertikalbrecher (0 bis 4 mm Korngröße
mit etwa 15% Überkorn) eine Stundenleistung
von etwa 120 t bei 60% Korngröße 0
bis 2 mm und fast 100-prozentigem
Trennschnitt.
„Ein sensationelles Ergebnis und eine
riesige Kostenersparnis für den Betreiber
– nicht nur aufgrund der äußerst geringen
Perfekte
Korngrößen mit fast
100-prozentigem
Trennschnitt.
Betriebskosten, sondern auch und vor
allem aufgrund der perfekten Materialtrennung,
die eine massive Kostenreduktion
beim Bindemittel in der Asphaltproduktion
ermöglicht. Gerade in der
aktuellen Rohstoffsituation mit allgemein
steigenden Preisen ein nicht zu vernachlässigender
Wettbewerbsvorteil“, erklärt
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BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2021
23
MASCHINEN + TECHNIK
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Mit seiner höheren Tragfähigkeit und größeren Reichweite setzt der neue Potain Igo T 99
neue, alle Vorgängermodelle übertreffende Maßstäbe für Schnellmontagekrane. Ein
Grundmerkmal der Serie aber bleibt unverändert: die kompakte Stellfläche.
A
ufgrund seiner Abmessungen auf der
Straße und am Einsatzort lässt sich
der Kran mühelos transportieren und
eignet sich ideal für Baustellen, auf denen
es eng zugeht. Der Igo T 99 verfügt über
eine maximale Tragfähigkeit von 6 t und
eine maximale Ausladung von 48 m. Die
Auslegerlänge von 45 m ermöglicht das
Heben von Lasten von bis zu 1,5 t. Bei
einer Konfiguration mit dem 48-m-Ausleger
kann der Kran immerhin noch
eindrucksvolle 1,2 t heben. Daneben
besticht dieser neue Kran aber auch durch
seine erstaunliche Auslegerlänge. Seine
Hakenhöhe von 38,5 erreicht er mit
horizontalem Ausleger, mit der 30°
Auslegersteilstellung sogar 56,5 m. Für
eine maximale Vielseitigkeit auf der
Der Potain Igo T 99 ist ein
vielseitiger teleskopierbarer
Schnellmontagekran mit
einer Tragfähigkeit von 6 t,
einer Ausladung von 48 m
und einer Hakenhöhe
von 38,5 m.
Baustelle kann der Igo T 99 mit sechs
verschiedenen Auslegerlängen arbeiten:
31,7 m, 32 m (bei eingeklapptem Ausleger),
33,8 m, 40 m, 45 m und 48 m. Der
Kran kann mit drei zusätzlichen Mastelementen
ausgerüstet werden, sodass sieben
Arbeitshöhen von 20,5-38,5 m möglich
werden.
Der Transport zur Baustelle ist dank
der Kompaktheit des Igo T 99 fast schon
ein Kinderspiel. Bei einer Ausstattung mit
auf eine Höchstgeschwindigkeit von 80
km/h ausgelegten Achsen beträgt seine
Gesamttransportlänge lediglich 15,65 m
und seine Höhe gerade einmal 4 m. Er ist
mit allen derzeit auf dem Markt angebotenen
Igo- und Igo T-Transportachsen von
Potain kompatibel.
Die Stellfläche des Igo T 99 misst im
aufgebauten Zustand nur 4,5 x 4,5 m, und
ein neuer Entfaltungsmechanismus
ermöglicht den Aufbau des Krans in engen
Räumen in unmittelbarer Nähe zu
Gebäuden. Dieser Mechanismus kommt
mit einer kleineren Standfläche aus, weil
der Kran erst nach der Aufstellung des
Unterwagens platzsparend nach oben
teleskopiert wird. Das Nivellieren des Igo
T 99 durch bloßes Justieren einstellbaren
Spindeln ist denkbar einfach; zum Antrieb
des Krans sind eine 480-V/60-Hz- und eine
400-V-/50-Hz-Stromversorgung vorgesehen.
Mit der Smart-Set-Up-Software von
Potain genügt zu Aufbau und Inbetriebnahme
des Krans eine Funkfernsteuerung.
Die Funkfernsteuerung wird auch für die
verschiedenen Hubfunktionen verwendet.
Mit Hilfe der Bedienersteuerungsfunktion
können drei Fahrprofile vorprogrammiert
werden – das Bedienpersonal kann das
Kranverhalten so ganz seinen Präferenzen
anpassen. Die HPL-Technologie garantiert
auch bei maximaler Last eine hohe
Hubgeschwindigkeit, und der Bediener
kann, die der jeweiligen Arbeitsaufgabe
entsprechende Geschwindigkeit, selbst
auswählen. Die permanente Vierfachscherung
macht einen Wechsel der Seilscherung
auf der Baustelle überflüssig.
Bediener, die den Kran von einer Kabine
aus steuern möchten, haben die Wahl
zwischen einer Ultra View- oder einer
Ultra View Light-Kabine.
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24 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Die Mayer Recycling GmbH
in Sankt Michael in der
Obersteiermark ist ein innovatives
Familienunternehmen,
das sich durch den
Einsatz modernster Aufbereitungsanlagen
seit
Jahrzehnten immer wieder
als Technik-Vorreiter
positioniert. Für die
Beschickung der Anlagen
bzw. Materialmanipulation
setzt das Unternehmen fast
ausschließlich auf Liebherr
Geräte: von der Umschlagmaschine
LH 26 Elektro
Industry über einen Radlader
L 550 XPower bis hin
zu den vor kurzem übergebenen
drei neuen
Allround-Radladern L 526.
Die Mayer Recycling GmbH in
Sankt Michael in der Obersteiermark
war mit ihren Aufbereitungsanlagen
immer wieder
technischer Vorreiter. Im Bild
die Ende 2019 in Betrieb genommene
mechanische Splittinganlage
für Ersatzbrennstoffe.
LIEBHERR / MAYER RECYCLING
Aufbereitungstechnik-Pionier
setzt weiter auf Liebherr-Geräte
D
Geschäftsführer Ing. Andreas Säumel (Mayer Recycling GmbH, Mitte) mit Mario Demmerer
(zuständiger Betreuer der Liebherr-Werk Bischofshofen GmbH, Kundendienstniederlassung
Peggau, links) und Ing. Josef Pichler (Leiter Kundendienstniederlassung Peggau,
Liebherr-Werk Bischofshofen GmbH).
er 1958 von Anton Mayer als Transportunternehmen
gegründete Betrieb
engagierte sich ab 1993 auch in der
Rückgewinnung von Wertstoffen. Von
Beginn an war es ein zentrales Anliegen
der Firma Mayer Recycling, Vorreiter für
die Abfallwirtschaft in Sachen Aufbereitung,
Qualitätssicherung und Prozessoptimierung
zu sein. In diesem Sinne hat das
Unternehmen im Laufe der Jahre immer
wieder erfolgreich die eigenen Aufbereitungsanlagen
entwickelt bzw. errichtet. So
wurde bereits 1993 die erste „Restmüllsichtungsanlage“
in der Steiermark in
Betrieb genommen, gefolgt vom Bau einer
Bioabfallaufbereitungsanlage zur Herstellung
von Kompost. Im Jahr 2004 nahm die
mechanische Splittinganlage für Hausund
Gewerbeabfälle zur Produktion von
Ersatzbrennstoffen und Rückgewinnung
von Eisen- und Nichteisenmetallen den
Betrieb auf.
Als nächstes Highlight wurde fünf
Jahre später die erste und in Österreich
einzige, speziell für Magnetschrott
ausgelegte Metallverbundtrennanlage
entwickelt und in Betrieb genommen.
Dabei handelt es sich um stark verschmutzten
Schrott, der an Überbandmagneten
abgeschieden wird. Zeitgleich
erfolgte der Bau der in Österreich einzigartigen
Aufbereitungsanlage für Rückstände
aus der Papierindustrie – die
sogenannte Zopfanlage. In dieser werden
österreichweit anfallende Pulperreject-
Zöpfe aus der Papierindustrie verarbeitet.
Diese bestehen aus einer Mischung von
Rückständen der Altpapierverwertung
(z.B. Faserstoffe, Kunststoffe) und Eisendrähten.
Zur Rückgewinnung des Eisens
werden jährlich ca. 15.000 bis 20.000 t
dieses Materials in der Anlage zerkleinert
26 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Drei neue Liebherr L 526 Radlader in Recycling-Ausführung versorgen die Aufbereitungsanlagen.
Das Testgerät, das wesentlich zu dieser Kaufentscheidung beigetragen hat, wird
zurzeit im Liebherr Werk in Bischofshofen auf den neuesten Stand gebracht und kommt
danach in den Fuhrpark der Firma Mayer Recycling zurück.
und mittels Magneten vom Metall befreit.
Um der Industrie auch Nichteisenmetalle
in geeigneter Qualität zur Verfügung zu
stellen, startete das Unternehmen im Jahr
2013 – basierend auf einem durchgeführten
Forschungsprojekt – den Betrieb der
weltweit ersten Röntgenfluoreszenzanlage
für Metalle. Auch die im Jahr 2016 in
Betrieb gegangene Röntgenfluoreszenz
(XRF)-Metallsortieranlage war weltweit
die erste ihrer Art und wurde in Zusammenarbeit
mit einem Partner konzipiert.
In den letzten Jahren zählt zu den
Neuerungen und Anlagenanpassungen am
Standort vor allem der Bau einer neuen
Behandlungsanlage zur umweltfreundlichen
Herstellung von Ersatzbrennstoffen
für die Zementindustrie. Angelieferte
Haus- und Gewerbeabfälle sowie Sperrmüll
werden in der mechanischen Splittinganlage
zu Ersatzbrennstoffen (EBS)
für Verbrennungs- und Mitverbrennungsanlagen
aufbereitet. Auf diese Weise kann
der in den Abfällen steckende Energiegehalt
genutzt, primäre Ressourcen wie
Kohle und Gas eingespart und CO2-Emissionen
verringert werden. Auch die
bestehende Metallverbundtrennanlage
wurde u.a. durch verschiedene Optimierungen
weiter verbessert.
Heute wird das Familienunternehmen
mit rund 70 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern in dritter Generation von
Ing. Andreas Säumel und seiner Frau
Mag. Claudia Säumel erfolgreich geführt
und ist auch weiterhin Vorreiter in Sachen
Recycling und Entwicklung moderner und
nachhaltiger Lösungen. Je nach Anlagentechnik
erstreckt sich das Einzugsgebiet
über mehrere hundert Kilometer bis in die
angrenzenden Nachbarländer.
Geschäftsführer Ing. Andreas Säumel:
„Unsere Lkw-Flotte ist heute genauso
groß, wie beim Einstieg in den Recycling-
Bereich. Im Gegensatz dazu hat sich
unsere Anlagentechnik inzwischen aber
vervielfacht. Vor drei Jahren hat uns ein
Feuer in der größten Anlage kurzfristig
zurückgeworfen, in der Folge haben wir
die ohnehin geplanten Ersatzstoffaufbereitungsanlagen
aber früher als geplant
realisiert. Von 2018 bis jetzt wurden zwei
Anlagen errichtet und in Summe rund
20 Mio. Euro investiert. Über 3 Mio. Euro
haben wir nur in den Brandschutz
investiert, damit zählt der Standort in
diesem Bereich auch europaweit zur
Spitze. Aktuell betreiben wir sieben
Aufbereitungsanlagen für das Abfallrecycling
und sind maschinentechnisch bestens
Made in Germany
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BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2021
27
MASCHINEN + TECHNIK
Von links:
Univ.-Prof. DI Dr.mont.
Roland Pomberger
(Montanuniversität
Leoben, Lehrstuhlleiter
Abfallverwertungstechnik
und Abfallwirtschaft),
Geschäftsführer
Ing. Andreas Säumel
(Mayer Recycling GmbH)
und Landesrat Johann
Seitinger anlässlich der
Eröffnung der neuen
Anlagen und der Präsentation
des aktuellen
Forschungsprojekts.
ausgerüstet. Wir sind auch an einem
großen Forschungsprojekt der Montanuniversität
Leoben beteiligt, das sich mit
einer zukunftsorientierten Steuerung der
Anlagenprozesstechnik beschäftigt und
dabei auch den Einsatz von künstlicher
Intelligenz untersucht.“
Die seit rund 25 Jahren bestehende
Kooperation mit der Firma Liebherr
intensivierte sich ab 2017, als das neue
Antriebskonzept des Radladers L 550
XPower das Interesse der Firmenleitung
Der LH 26 Elektro
Industry versorgt
seit 2018 im
Freien im stationären
Einsatz die
Zopfaufbereitungsanlage.
Die beim LH 26
Elektro verwendete
Frequenzumrichtertechnik
senkt die
anfallenden
Stromkosten
erheblich.
weckte. Das Gerät wird seither zur
vollsten Zufriedenheit hauptsächlich für
die Lkw-Beladung eingesetzt. Ing. Säumel
über die darauffolgende Investition in das
Elektro-Umschlaggerät: „Ich bin ein
großer Fan von Elektromobilität und fahre
selbst ein Elektroauto, das von meiner
privaten Photovoltaikanlage gespeist wird.
Da der Wirkungsgrad wesentlich effizienter
ist, als bei einem Dieselmotor und auch
die Betriebskosten deutlich niedriger sind,
setze ich auf diese Technik auch in
Der Liebherr
Radlader L 550
XPower ist für
die Lkw-Beladung
mit
einer massiv
ausgeführten
5,5 m³ Hochkippschaufel
ausgerüstet.
unserem Betrieb. Der erste Schritt in diese
Richtung war der Liebherr LH 26 Elektro
Industry, der mit seiner hochentwickelten
und effizienten Elektrotechnik seit 2018
im Freien die Zopfaufbereitungsanlage
beschickt. Er wird über ein Stromkabel
versorgt, muss kaum Fahrwege zurücklegen
und arbeitet zu unserer vollsten
Zufriedenheit.“
Die jüngste Investition in den Fuhrpark
betrifft drei neue Liebherr L 526 Radlader
in Recycling-Ausführung mit Schutzgitter,
Vollgummi-Reifen und entsprechender
Filtertechnik. Eingesetzt werden die
Liebherr L 526 Radlader vor allem für die
Beschickung der verschiedenen Aufbereitungsanlagen.
Aufgrund aktueller
Umstellungen kommen die Geräte zurzeit
mit Hochkippschaufeln zum Einsatz, auf
Dauer werden sie aber mit herkömmlichen
Schaufeln eingesetzt.
Ing. Säumel: „Ausschlaggebend für
die Entscheidung waren einerseits die
ausgezeichneten Erfahrungen mit dem
L 550 XPower, andererseits auch der
überzeugende Auftritt eines L 526 im
Testbetrieb. Dieser wird zurzeit im
Liebherr Werk in Bischofshofen auf den
neuesten Stand gebracht und kommt
danach zurück in unseren Fuhrpark. Ein
weiterer Grund war sicherlich auch das
sehr positive Feedback meiner Mitarbeiter
auf das Gerät. Was uns sehr gut gefallen
hat, war der ausgezeichnet funktionierende
Service. Das ist für uns sehr wichtig
und ich weiß, dass ich mich auf die
Betreuung durch Mario Demmerer
jederzeit verlassen kann. Darüber hinaus
hat Ing. Josef Pichler als Leiter der
bestens ausgerüsteten Liebherr Kundendienstniederlassung
in Peggau ja bereits
mit meinem Vater zusammengearbeitet.
Wir sind sowohl mit der leistungsfähigen
Gerätetechnik von Liebherr, als auch mit
der persönlichen Betreuung sehr zufrieden.
Ergänzend dazu nutzt unser Team
auch die Vorteile des MyLiebherr Portals
für Online-Services.“
www.liebherr.com | www.mayer-recycling.at
28 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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MASCHINEN + TECHNIK
Auf den neu erschlossenen Gründen
haben die weitreichenden
Modernisierungsarbeiten
bei Winkelbauer mit dem Bau
einer Leichtbauhalle begonnen.
WINKELBAUER
Expansionskurs: Winkelbauer stärkt
Standort mit Millioneninvestition
Der steirische Stahlverarbeiter Winkelbauer tätigt eine der größten Investitionen
der jüngeren Unternehmenshistorie. Der Traditionsbetrieb erweitert aktuell die
Betriebsflächen um mehrere tausend Quadratmeter. Parallel dazu wird die bestehende
Produktion digitalisiert und mit modernster Robotik und High-Level-
Zerspanungstechnik ausgestattet. 30 Arbeitsplätze und Lehrstellen entstehen.
Im ersten Quartal wurde der höchste Auftragseingang aller Zeiten verzeichnet.
D
ie neue, in Leichtbauweise gefertigte
Lagerhalle, die im oststeirischen
Anger bei Weiz im Rekordtempo aus dem
Boden gestampft wurde und 1.200 m 2
umfasst, ist Vorbote einer der größten
Expansionsschübe in der jüngeren
Historie des steirischen Traditionsbetriebs
Winkelbauer. Denn der bereits
finalisierte Bau der Infrastruktur
– auf dem neu erschlossenen
etliche tausend Quadratmeter
großen Grundstück der Firma
– ist lediglich der Startschuss
einer Fülle an Investitionen des
aktuell 140-köpfigen Stahlverarbeiters.
Während das Firmenareal
mit der neuen Betriebshalle
und zusätzlichen
2.000 m 2 an
Freilager- und
Logistikflächen
räumlich erweitert wird, sorgen hochmoderne
Anlagen für technologisches
Wachstum. Neben einer weiteren High-
End-Schweißroboteranlage kommt ein
Doppelpack in der CNC-Zerspanung und
im Zuschnitt. Mit zwei hochpräzisen
5-Achs-DMG-Bearbeitungszentren sowie
zwei leistungsfähigen CNC-Brennscheideanlagen
erweitert das
Unternehmen den Maschinenpark
in den kommenden
Monaten systematisch. „Mit der
Expansion und dem Upgrade
können wir die Qualität unserer
Produkte sowie den Automatisierungsgrad
unserer Fertigung
weiter anheben“, betont
Geschäftsführer
Michael Winkelbauer. „Unsere Kernkompetenz,
die Verarbeitung von hochverschleißfestem
Stahl mit extrahoher
Zähigkeit, können wir aber nicht nur in
der für uns wichtigen Baumaschinenindustrie
ausbauen. Wir wollen uns auch im
Bereich der Komponentenfertigung noch
stärker etablieren. Mittelfristig ist es
unser Ziel, den Standort auf Basis der
aktuellen Weiterentwicklungen als
Kompetenzzentrum für die Verarbeitung
von härtestem Stahl zu positionieren“,
betont der Firmenchef. Das Investitionsvolumen
beläuft sich insgesamt auf 5 Mio.
Euro und erstreckt sich bis Ende 2022.
Umfassendes
Digitalisierungsprogramm
Eingerechnet in das Expansionsvolumen
ist dabei bereits ein in die Wege geleitetes,
umfassendes Digitalisierungsprogramm:
Investiert in den Standort:
Geschäftsführer Michael
30 JUNI 2021
Winkelbauer.
BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: WI/Melbinger
MASCHINEN + TECHNIK
„Das beginnt beim Shopfloor-Management,
also dem digitalen Ausrichten unserer
Fertigungslinien, geht über die Erneuerung
der digitalen Kundenorganisation bis hin
zur einheitlichen Bereitstellung aller
Produktinformationen über unterschiedlichste
Ausgabekanäle“, erklärt Winkelbauer.
Heißt: Die Digitalisierung greift bei Winkelbauer
auf allen Ebenen. „Das ist entscheidend,
um zukunftsfähig zu bleiben“, sagt der
Anbaugeräte für die internationale Baumaschinenindustrie
entstehen in Anger bei Weiz.
Hochmoderne Roboter und Brennschweißgeräte sorgen
für eine moderne Fertigung bei Winkelbauer.
Geschäftsführer. Die weitverbreitete
Meinung, eine höhere Automatisierung und
mehr digitale Prozesse würden zu einem
niedrigeren Mitarbeiterbedarf führen, kann
Winkelbauer nachhaltig widerlegen. Bereits
während der Pandemie wurden 15 Fachkräfte
neu aufgenommen, um nochmals so
viele Mitarbeiter soll das Unternehmen in
den nächsten 24 Monaten insgesamt
anwachsen. „Wir suchen aktuell in jedem
Unternehmensbereich – ob in der Zerspanung
und in der Schweißtechnik, ebenso wie
im Vertriebsinnendienst und in der Konstruktion.
Interessierte und engagierte
Bewerber haben bei uns immer eine Chance.
Von besonderer Bedeutung sind die Lehrlinge.
Auch hier könnten wir aktuell bis zu
zehn weitere Ausbildungsplätze besetzen“,
erklärt Winkelbauer.
Auftragshoch in Recyclingbranche
Neben dem akuten Fachkräftemangel, der
aus Sicht des Geschäftsführers „Hemmschuh
für die konjunkturelle Widerauferstehung“
sei, drücken aktuell insbesondere die
Rohstoffkosten auf die unternehmerische
Stimmung: „Wir sind mittelfristig gut
ausgelastet und verzeichneten im ersten
Quartal sogar den höchsten Auftragseingang
aller Zeiten. Hier haben sicher auch die
Investitionsanreize mitgeholfen. Die
generellen Materialverfügbarkeiten und die
Rohstoffpreise sind allerdings katastrophal“,
erklärt Winkelbauer. Bedingt durch die
ungebremste Baukonjunktur ist die Auslastung
im Baumaschinenbereich sehr gut und
trifft dabei auf eine rasante Entwicklung in
der Recyclingbranche: Der hochverschleißfeste
und hochfeste Stahl aus Anger kommt
zunehmend in Schredder- und Abfallaufbereitungsanlagen
als Verschleißbauteil zum
Einsatz.
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BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2021
31
MASCHINEN + TECHNIK
Schnelle Arbeitsspiele und eine hohe Effizienz bei
großen Arbeitsradien machen den Kobelco
SK500LC-11 vielseitig einsetzbar. Den neuen
50-Tonner von Kobelco kennzeichnen aber auch
seine große Standfestigkeit und das exakte
Handling schwerer Lasten auch in
seitlicher Auslage.
KOBELCO / KOHLSCHEIN
Nächste Generation der Kobelco-Riesen
Auch bei der Einführung der nächsten Generation seiner 50-t-Bagger orientierte sich
der japanische Hersteller Kobelco wieder an den steigenden Anforderungen seiner
Kunden. Der neue SK500LC-11 und der größere SK530LC-11 bieten eine gesteigerte
Geschwindigkeit und Leistung, bessere Zuverlässigkeit und Wartung, modernste
Ergonomie und Design und erfüllen die aktuelle Abgasnorm Stufe V.
it einem Betriebsgewicht von jetzt
M knapp über 50 t positioniert sich der
SK500LC-11 vor allem dank der Motorleistung
des neuen Stufe V-konformen
13-l-Hino-Turbomotors (300 kW; 1.700 Nm
bei 1.400 min-1) weit vorne im 50-t-Segment.
Für den Betreiber bringt der
Leistungszuwachs um knapp 30 kW im
direkten Vergleich zur 10er-Generation
insbesondere schnellere Arbeitsspiele
(+5,1%), einen geringeren Kraftstoffverbrauch
(-5,4%) und damit eine höhere
Produktivität (+6,2%).
Während der SK500LC-11 vorrangig
auf schwere Einsätze in Erd- und Rückbau
zielt, empfiehlt sich der schwerere
SK530LC-11 auch als Lade- und Produktionsgerät
in der Gewinnungsindustrie.
Beide Bagger setzen dabei auf große
Standfestigkeit und hohe Hubleistung: So
besitzt der SK500LC-11 mit 50.400 kg ein
höheres Betriebsgewicht als sein direkter
Vorgänger; beide Modelle gewährleisten
mit einer leistungsoptimierten Hubhydraulik
(Heavy Lift) große Kräfte am Stiel.
Das ermöglicht bei geringer Auslage ein
reibungsloses und gleichmäßiges Handling
schwerer Lasten – im Vergleich zum
Wettbewerb bieten die Maschinen laut
Kobelco vor allem aber hervorragende
Hubleistungen bei seitlichen Radien von
bis zu 9 m.
Bei einem Betriebsgewicht von knapp
53 t kommt der SK530LC-11 mit einem
verstellbaren Unterwagen, dessen
Spurweite sich auf 2.890 mm erweitern
lässt (SK500LC-11: 2750 mm). Im Betrieb
resultiert daraus eine klassenführende
Standfestigkeit und überlegene Hubleistung.
In Transportstellung misst das
Kettenfahrwerk mit 600 mm breiten
Bodenplatten – und damit die gesamte
Maschine – lediglich noch 2.990 mm in der
Breite (SK500LC-11 mit fixem Unterwagen:
3.350 mm), was Transporte
zwischen den Einsatzorten vereinfacht.
Mit dem Performance X Design-Konzept
von Kobelco setzen die SK500LC/
SK530LC-11 auch neue Maßstäbe in
Kabinendesign und Ergonomie. Arbeitsund
Bedienkomfort für den Baggerführer
auf langen Schichten genießen bei Kobelco
einen sehr hohen Stellenwert, entsprechend
bietet das geräumige Führerhaus
zahlreiche Funktionen zur Verbesserung
von Komfort und Sicherheit.
Der luftgefederte und beheizte Fahrer-
Fotos: Kobelco
32 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
sitz von Grammer absorbiert Stöße selbst
in rauestem Gelände und lässt sich leicht
gemeinsam mit den Armlehnen und den
hydraulischen Bedienelementen verstellen,
um der Ermüdung des Fahrers
entgegen zu wirken. Dabei können die
Positionen der Armlehnen und der
Bedienelemente auch unabhängig vom
Sitz eingerichtet werden und bieten so
eine optimale Ergonomie für Fahrer
jeder Größe.
Der Multifunktions-Drehknopf (Jog
Dial) steuert die Funktionen des großen
10-Zoll-Farbmonitors und kann auch mit
Handschuhen bedient werden. Die Kabine
verfügt serienmäßig über eine Klimaanlage
und ist mit DAB+-Radio (inkl.
Audio-Bluetooth und Freisprecheinrichtung)
und einer 12-V-Steckdose
ausgestattet.
Auch die Arbeitssicherheit wurde
bei den Modellen der neuen Generation
11 weiter optimiert: Drei serienmäßige
Kameras rechts, links und hinten am
Bagger gewährleisten beste Rundumsicht
auch aus der Vogelperspektive, die vom
Fahrer individuell eingestellt werden
kann. Zusätzlich liefert der intuitiv
Product Manager
Peter Stuijt:
„Der SK500LC-11 und
der SK530LC-11
repräsentieren
im Hinblick auf
Baggerleistung
und -design eine
neue Generation.“
bedienbare Monitor auf einen Blick
wichtige Informationen wie Kraftstoffverbrauch,
Wartungsintervalle, Arbeitsmodi
und Anbaugeräte-Einstellungen.
Für die einfache Wartung sorgen eine
verbesserte Anordnung von Motor- und
Ölkühler, sowie ein leichter Zugang zum
Harnstofftank und zum zweistufigen
Luftfilter. Zur leichteren Inspektion und
Reinigung der Kühlersysteme kann zudem
ein optionaler Laufsteg auf der linken
Seite der Maschine montiert werden.
Außerdem wurde bei den Modellen der
neuen Generation 11 die Zuverlässigkeit
des Motors optimiert. Die Lüfter der
Kühlsysteme lassen sich jetzt umkehren,
um die Kühler sauber zu halten, zudem
besitzt der Motorkühler-Riemen jetzt eine
automatische Abspannung, was den
Wartungsaufwand weiter verringert.
Beheizte Harnstoffleitungen tragen dazu
bei, Probleme durch Verstopfungen in
kälteren Umgebungstemperaturen zu
vermeiden. Sowohl der SK500LC-11 als
auch der SK530LC-11 sind mit Standardausleger
und drei unterschiedlichen
Stielen oder als Massenaushubmodell mit
kurzem Ausleger und kurzem Stiel
erhältlich.
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BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2021
33
MASCHINEN + TECHNIK
Der Wert einer Messung ist abhängig von
ihrer Genauigkeit, deshalb müssen die Lkw
für den Eichdienst immer den aktuellen
Richtlinien für das Eich- und Vermessungswesen
entsprechen. Im Bild der neue MWT
Eichdienst-Lkw für mehr Flexibilität und
Genauigkeit.
40 Stück Prüf gewichte
á 500 kg bereit zum
punktgenauen
Platzieren auf der
Über flurwaage.
Eichung einer
stationären
Containerwaage.
Das Eichfahrzeug
Ist österreichweit
im Einsatz.
In vielen Einsatzbereichen
besteht für Waagen eine
gesetzliche Eichpflicht und je
nach Waagentyp und Einsatzbereich
ist es notwendig,
die Wiegegenauigkeit fortlaufend
zu gewährleisten.
Mit dem neuen Eichfahrzeug
ist MWT nun in der Lage
Brückenwaagen bis zu
80.000 t zu eichen.
F
ahrzeugwaagen sind ständig Umwelteinflüssen,
schweren Lasten und
Vibrationen ausgesetzt, die sich auf ihre
Genauigkeit auswirken. Deswegen ist der
Waagenbesitzer dazu verpflichtet, seine
Waage im eichtechnischen Verkehr alle
zwei Jahre von einer ermächtigten
Eichstelle nacheichen zu lassen, sodass die
Wiegeergebnisse der geltenden Norm
entsprechen. Nur die genaue Kenntnis der
Messabweichungsgrenzen und der
MWT
Neuer Eichservice-Lkw
bringt noch mehr Flexibilität
vorbeugende Service, garantieren die
geforderte Messgenauigkeit der Messgeräte
und vermeiden kostenstarke Mehrabgaben
oder sogar Betriebsstörungen.
Seit Juli 2005 ist MWT als ermächtigte
Eichstelle befugt, Eichungen auch ohne
Eichamt durchzuführen. Um die Präzision
der einzelnen Waagen auch in Zukunft
sicherzustellen, verstärkt nun ein neuer
Lkw das Kalibrier- und Wartungsservice
von MWT. Das Eichfahrzeug kommt direkt
zu den Kunden – ausgestattet mit 20 t
Prüfgewichten bis zu einem Gramm an
Bord. Der Zeichnungsberechtigte führt vor
Ort die Eichung durch. Das spart Zeit,
aufwendige Transporte und letzten Endes
bares Geld. Alle Terminabstimmungen mit
den Kunden und der MWT-Eichstelle
liegen dabei in einer Hand.
Ein wesentlicher Vorteil des Eichfahrzeugs
besteht darin, dass beim Eichen
größtmögliche Flexibilität sichergestellt
wird und spezielle Baufahrzeuge sowie
Fahrzeugwaagen vor Ort geeicht werden
können.
„Mit unserem Kran am Eichfahrzeug
sind selbst schwerzugängliche Fahrzeugwaagen
in jeder notwendigen Messpunkt-
Position einwandfrei zu erreichen“, betont
MWT Geschäftsführer Günter Schmalnauer.
Der erste Einsatz des Eichfahrzeugs
wurde bereits bei einer Überflurwaage
absolviert, die in den Besitz des
Transportunternehmens Schrefler GmbH
überging. Mit einem hochmodernen
Fuhrpark übernimmt das Bad Haller
Unternehmen Transporte in ganz Österreich
und den benachbarten Ländern.
Daher kommen auch nur die qualitativ
besten Waagen für den Eigentümer
Manfred Schrefler in Frage.
www.mwt-systeme.at
34 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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und um den Kanal verfügt das Team
der Alpe Kanal-Service GmbH über
umfangreiche Kompetenzen: beginnend
mit der Kanalinspektion und Kanalortung
über die Kanalreinigung und Druckprüfungen
bis hin zur Kanalsanierung
werden die erforderlichen Tätigkeiten
hochprofessionell erledigt.
Rund 120 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter stehen für die Kunden an den
Standorten in Thaur bei Innsbruck, Tiroler
Unterland, Salzburg, Wien und St. Pölten
zur Verfügung. Durch die jüngste Niederlassung
in Ötztal Bahnhof kann nun nicht
nur das Tiroler Oberland noch intensiver
betreut werden, sondern auch Vorarlberg.
Zum Einsatz kommen modernste Geräte
und Techniken, wie etwa Hochdruckspül-
Saugfahrzeuge, Kanal-TV-Systeme und
Fräsroboter. Mit der hochmodernen
Inliner-Technik werden defekte Rohrleitungssysteme
unkompliziert und schnell
repariert – ohne aufwändige Grabungen
oder Stemmarbeiten. Die laufende
Schulung der Mitarbeiter, die Einhaltung
strengster Sicherheitsauflagen und die
Schonung von Umwelt und Ressourcen
sind für das Unternehmen selbstverständlich.
Geschäftsführer Mario Manzl über die
Erfolgsgeschichte des Unternehmens:
„Mein Stiefvater, in dessen Betrieb ich ein
Jahr mitgearbeitet und viel gelernt habe,
war über 30 Jahre mit dem Kanal Service
in Tirol sehr erfolgreich. Ich habe dann
2007 in Thaur mit einem kleinen Team
mein eigenes Kanalreinigungsunternehmen
gegründet und wir haben uns sehr
schnell in ganz Tirol mit unserem Kanalservice
für Hausverwaltungen, Gemeinden
und die Industrie einen Namen gemacht.
Die Schwerpunkte lagen zunächst in der
Kanalinspektion mit Schiebekameras, in
der Behebung von Kanalverstopfungen
und in Kanaldruckprüfungen für Baufirmen.
Ein echter Wachstumsschub war für
uns der Einstieg in die Kanalsanierung,
die wir überwiegend grabenlos mittels
Inliner-Verfahren durchführen. Damit
haben wir uns als Komplettanbieter
positioniert, der die Problemstellen nicht
nur finden kann, sondern sie auch gleich
saniert. Wir sind inzwischen in West-
Österreich die größte Kanalservice- und
Kanalsanierungsfirma und stehen als
größter WC Verleiher praktisch mit jeder
Baufirma in Tirol in Kontakt. Da man sich
auf den Lorbeeren bekanntlich nicht
ausruhen darf, war für mich die Investition
in einen RSP Saugbagger der nächste
zukunftsweisende Schritt für die weitere,
erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens.“
36 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Sind von den
zahlreichen
Vorteilen der
RSP Saugbagger
überzeugt (von
links): Mario Manzl
(Geschäftsführer
und Inhaber der
Alpe Kanal-Service
GmbH) und Harald
Mlečka (Geschäftsführer
der Mlečka
Baumaschinen
GmbH in
Oeynhausen).
EINFACH MIT
DEM BESTEN
ZUFRIEDEN
SEIN!
Die Firma RSP mit Sitz in Saalfeld/
Saale in Thüringen produziert seit mehr
als 25 Jahren Saugbagger und Spezialsaugtechnik.
Vertriebspartner für die
RSP Saugbagger ist in Österreich die
Firma Mlečka Baumaschinen GmbH in
Oeynhausen. RSP Saugbagger ermöglichen
nicht nur ein schonendes Aushubverfahren
bei erdverlegten Versorgungsleitungen,
sie zeigen ihre Stärken auch
in vielen anderen Bereichen. Beispielsweise
ersetzen sie in der Sanierung
mehrgeschossiger Gebäude den mühsamen
Abtransport des Materials über
Schuttrutschen – dank hochwertiger
Filtertechnik völlig staubfrei. Aber auch
bei der Sanierung von Flachdächern
lässt sich die Kiesschicht zügig und mit
geringem Aufwand entfernen. Und
private Bauherren, die ihren gepflegten
Rasen für einen Pool oder Brunnen nicht
von einem Bagger zerstören lassen
wollen, schätzen den präzisen und
spurlosen Abtransport aus der Distanz
durch den Saugschlauch.
Harald Mlečka, Geschäftsführer der
Firma Mlečka Baumaschinen GmbH,
betont: „Der Saugbaggereinsatz ist bis zu
16-mal effektiver als herkömmliche
Aushubmethoden und ersetzt die
zeit- und kostenintensive Handarbeit in
verschiedenen Bereichen. Saugbagger
sind sicher, sehr schnell vor Ort, sofort
einsatzbereit, arbeiten umweltschonend,
bieten hohe Arbeitssicherheit, benötigen
wenig Platz und saugen auch durch
Mit modernsten
Geräten und
Techniken steht die
Alpe Kanal-Service
GmbH österreichweit
für alle
Servicearbeiten
rund um den Kanal
zur Verfügung.
kleine Öffnungen. Aufgrund unserer
Aktivitäten sowie den Demonstrationen,
die wir mit unserer Maschine durchgeführt
haben, konnten wir bereits einige
Geräte verkaufen. Diese neue Technologie
wurde somit am Markt sehr positiv
angenommen und wir sehen dadurch
einer sehr erfolgreichen Entwicklung
entgegen.“
Bei dem RSP Saugbagger der Firma
Alpe Kanal-Service GmbH handelt es sich
um das Modell ESE 6 RD 8000, aufgebaut
auf einem Mercedes Benz 3751. Das
Fahrzeug verfügt über einen 10 m 3 Behälter,
der seitlich abgekippt werden kann,
und bietet – ab hängig vom Material –
eine Saugtiefe von ca. 45 m und eine
Saugentfernung von ca. 120 m. Mit Hilfe
der hochwirksamen Feinfilter wird eine
konstante und effektive Abluftreinigung
erreicht. Die Feinfilterkammer wird
automatisch beim Kippen entleert.
„Unsere Einsätze mit dem RSP
Saugbagger verlaufen zügig und hocheffizient.
Wir saugen das Abbruch- oder
Aushubmaterial ein und transportieren
es zu entsprechend zertifizierten
Recyclinghöfen. Was mich besonders
beeindruckt ist die extreme Saugkraft,
auch über große Distanzen. Viele Kunden
hatten noch keine persönlichen Erfahrungen
mit einem Saugbagger, aber jeder
war danach wirklich begeistert“, betont
Firmenchef Manzl abschließend.
www.alpekanal.at | www.mlecka.at
www.rsp-germany.com
Industrie- und
Baumaschinen
Service GmbH
Spezial- und Sondermaschinen
für Industrie, Bau und Gewinnung
Generalimporteur
für Österreich
Betriebsgebiet Nord 26
A-3300 Ardagger Stift
Tel.: +43 7472 23 494
Fax: DW 25
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MASCHINEN + TECHNIK
KIESEL / SUNCAR
Erster batterieelektrischer Kompaktbagger
der 8-10-t-Klasse aus Serienproduktion
Im Rahmen einer erfolgreichen Kooperation haben die Suncar HK AG aus Zürich und
die deutsche KTEG GmbH einen elektrisch betriebenen Kompaktbagger konzipiert und
umgesetzt. Von der Machbarkeitsstudie über die mechanische und elektrische Auslegung
und Umsetzung, bis hin zum Bau der Prototypen und schließlich der Serienfertigung
dauerte dieses Projekt ca. 3 Jahre.
D
as erste Produkt der Zusammenarbeit
zwischen Suncar und KTEG, der
Kompakt-Raupenbagger ZE85, hatte
anlässlich der bauma 2019 seine Weltpremiere
und zählte zu den Messe-Highlights.
Direkt im Anschluss wurde er in dem am
weitest entwickelten Markt für Elektromobilität
in Europa, in Norwegen, im realen
Baustelleneinsatz getestet und zur Serienreife
gebracht. Die erste Charge der
Serienproduktion von 50 Maschinen verließ
im Frühjahr 2021 die Produktion der KTEG.
Die zweite befindet sich bereits in Arbeit.
Ein zweites Modell in der 2-t-Klasse, der
ZE19, steht ebenfalls kurz vor der Serienreife
und wird im Sommer 2021 auf den
Markt kommen.
„Die Verfügbarkeit des Baggers auf der
Baustelle ist eines der wichtigsten Kriterien
für den Betreiber“, erläutert Harald
Thum, Geschäftsführer der KTEG GmbH.
„Mit Suncar haben wir einen der TOP-
Partner für elektrobetriebene Antriebssysteme
an unserer Seite. Die Bagger der
ZE-Serie gehören dank dieser Kooperation
schon heute zu den zuverlässigsten auf
dem Markt.“
Stefan Schneider, Geschäftsführer der
Suncar HK ergänzt: „Für Suncar ist ein
Partner wie die KTEG, der die Möglichkeit
hat die Maschinen in Kleinserien herzustellen,
sehr erfreulich. Wir ergänzen uns
hervorragend, strategisch und im Tagesgeschäft.“
Der ZE85 ist Teil der Zecom Serie von
KTEG und das erste Modell einer Reihe
kompakter Raupenbagger, die im Batteriebetrieb
komplett autark oder bei Bedarf
auch mit Kabel arbeiten. Die Abkürzung
ZE steht für „Zero Emission“, was sowohl
den Ausstoß an Abgasen als auch den reduzierten
Geräuschpegel in der Anwendung
treffend beschreibt. Die Systemarchitektur
bietet, basierend auf einem modernen
800V-System, die momentan besten
Batterielaufzeiten dieser Klasse. So
arbeitet der ZE85 je nach Betriebsart bis
zu 7 Stunden mit einer Batterieladung. Die
Akkus mit ihrer Kapazität von 100 kWh
– vergleichbar mit dem Model S von Tesla
– können in 45 min. im CCS-Schnellladeverfahren
(Gleichstrom) oder in weniger
als zwei Stunden mit 63 Ampere/400
Volt-Wechselstrom – als „Baustrom“ auf
vielen Baustellen verfügbar – wieder
aufgeladen werden.
Unterbringung der Energieversorgung
wurde clever gelöst: zur Aufnahme des
Batteriemoduls wurde das Kontergewicht
des Kurzheckbaggers ersetzt. So behält die
Maschine weiterhin die im Einsatz
wichtige Standfestigkeit und wurde
lediglich um etwa 30 cm länger. Im Inneren
der Maschine stehen dem Bediener alle
Komfortfeatures des bewährten Basismodells
aus dem Hause Hitachi zur Verfügung.
Die Suncar HK ist ein Startup-Unternehmen
der ETH Zürich und Tochtergesellschaft
der KTEG GmbH, sowie der
Huppenkothen Baumaschinen AG. Das
Entwicklungsbüro besteht aus 15 Mitarbeitenden
und ist spezialisiert auf die
Elektrifizierung von Baumaschinen,
Nutz- sowie Kommunalfahrzeugen.
Europaweit sind bereits fast 100 batteriebetriebene
Maschinen, die mit der Suncar
HK AG elektrifiziert wurden, im Einsatz.
Die KTEG GmbH, ein deutsches Unternehmen
der Kiesel Gruppe, befasst sich mit
maßgeschneiderten Lösungen und Innovationen
für die Bau- und Umschlagsbranche.
Neben den Geschäftsfeldern Baggersysteme
und Digitale Services befasst sich
KTEG in ihrer Sparte ZECOM auch mit
Elektromobilität auf Baustellen.
www.kiesel.net | www.suncar-hk.com
Der KTEG ZE85 im Einsatz – dank
der Premium Batterietechnik stellt
auch der Einsatz bei extremen
Temperaturen kein Problem dar.
Harald Thum,
Geschäftsführer
der KTEG GmbH.
38 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
S
EINFACH
C
H
SCHNELLER .
R
Rahofer.
DAS SCHNELLWECHSELSYSTEM VON BAUMASCHINENTECHNIK
Dank der Schnellwechselsysteme SW2-Q, SW2-Q6 und SW3-Q mit Oil-Quickfunktion
für Hydraulikbagger (12t bis 40t) erledigt sich der Werkzeugwechsel wie von alleine.
Mit bis zu sechs automatisch kuppelbaren Hydraulikanschlüssen inklusive
Elektroanschluss wechseln Sie Hydraulikhämmer, Abbruch- und Sortiergreifer
sowie andere hydraulische und elektrische Zusatzwerkzeuge
einfach, schneller – und sicher. Denn durch die selbstnachstellende,
konische Verriegelung mit permanent vorgespanntem Konstantdruck sitzt
das Werkzeug immer fest und ist somit spielfrei. Mehr auf bmt.at
MASCHINEN + TECHNIK
SBM erhielt den bislang
größten Auftrag der
Firmengeschichte: der
Fehmarnbelt-Tunnel
besteht aus einer Eisenbahnstrecke
mit zwei
Gleisen in separaten
Röhren sowie einer
4-spurigen Autobahn, bei
der je zwei Spuren pro
Fahrtrichtung mit durchgehendem
Seitenstreifen
in einer separaten Röhre
geführt werden.
SBM MINERAL PROCESSING
SBM ist exklusiver Lieferant für
den weltweit längsten Absenktunnel
Der Fehmarnbelt-Tunnel wird das Reisen zwischen Deutschland und Dänemark
bequemer und schneller machen. Er ist mit 18 km der weltweit längste Absenktunnel
für den kombinierten Schienen- und Straßenverkehr. Für das Projekt
wurde SBM Mineral Processing GmbH als Exklusiv-Lieferant der Betonmischanlagen
ausgewählt.
D
DI Erwin Schneller, Geschäftsführer
SBM Mineral Processing GmbH.
er Fehmarnbelt-Tunnel wird aus einer
vierspurigen Autobahn und einer
zweigleisigen, elektrifizierten Bahnstrecke
bestehen. Der Tunnel, der Fehmarn
(Deutschland) und Lolland (Dänemark)
verbindet, wird aus 79 Standard-Tunnelelementen
bestehen, die je 217 m lang und
73.000 t schwer sind. Dazu kommen
weitere 10 Spezialelemente, die über ein
Untergeschoss zur Ausrüstung für den
Betrieb und die Wartung des Tunnels
verfügen. Bis zu 3.000 Menschen werden
direkt beim Bau des Fehmarnbelt-Tunnels
Beschäftigung finden. Die Eröffnung ist
für 2029 geplant.
Mit Planung, Bau und Betrieb des
Fehmarnbelt-Tunnels ist Femern A/S
beauftragt. Das Unternehmen gehört zur
Sund & Bælt Holding A/S, die sich zu
100% im Eigentum des dänischen Staats
befindet. Femern A/S vergab 2016 die
Aufträge für die Tunnelportale und
-rampen sowie den Absenktunnel an
Femern Link Contractors (FLC), einem
Joint Venture aus internationalen Bauunternehmen,
die über die entsprechende
Erfahrung mit großen Infrastrukturprojekten
verfügen. Erfreulich dabei ist, dass
die Femern Link Contractors (FLC) bei
diesem Projekt zur Gänze auf Beton-Technologie
aus Oberösterreich vertrauen und
die SBM Mineral Processing GmbH als
Exklusiv-Lieferant der Betonmischanlagen
ausgewählt hat.
Der Auftrag umfasst die Lieferung von
insgesamt 6 Betonmischanlagen zur
Herstellung der 3.000.000 m³ Beton, die
für den Bau des längsten Absenktunnels
der Welt benötigt werden. Im ersten
Schritt liefert SBM Mineral Processing
eine Euromix 3300 Space, die den Beton
für den Bau der Infrastruktur herstellen
wird. Die Euromix gilt aufgrund ihrer
Leistungsfähigkeit als richtungsweisend
in der supermobilen Betonproduktion.
2021 werden 2 von insgesamt 5 Linemix
4500 CM im „Werk B“ ihre Arbeit aufnehmen
und mit der Betonproduktion für die
Tunnelelemente beginnen. Ausgestattet
mit BHS Doppelwellenmischern DKX 4.5
produzieren diese Anlagen eine Leistung
von 4,5 m³ Beton pro Charge. Dies ist ein
neuer Meilenstein in Bezug auf die
Produktionsleistung selbst für containermobile
Betonmischanlagen von SBM.
„Werk A“ wird Mitte 2022 in Betrieb gehen
und weitere 3 SBM Linemix werden daran
beteiligt sein. Und aufgrund der erfolgreichen
Partnerschaft mit CPT A/S kann
SBM den entsprechenden Support und
somit die Sicherung der Produktionsleistung
gewährleisten.
„Beton hat sich zu einem Hightech
Produkt entwickelt. Als Maschinen- und
Anlagenbauer mit jahrzehntelanger
Fotos/Grafiken: Femern A/S; SBM Mineral Processing
40 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Im ersten Schritt liefert SBM Mineral Processing eine Euromix 3300 Space (Bild links), die den Beton für den Bau
der Infrastruktur herstellen wird. Rechts: 2021 werden 2 von insgesamt 5 Linemix 4500 CM ihre Arbeit aufnehmen
und mit der Betonproduktion für die Tunnelelemente beginnen.
Erfahrung bieten wir unseren Kunden
innovative Lösungen und Konzepte – von
der Sand- bzw. Kiesgewinnung bis zur
Herstellung von Beton. Dies gewährleistet,
dass dieser Beton wirtschaftlich, schnell,
möglichst nachhaltig und entsprechend
der erforderlichen Qualitätskriterien
hergestellt werden kann. Unser Anspruch
ist es, unsere Technologieführerschaft
kontinuierlich auszubauen und unsere
Expertise in der Verfahrenstechnik weiter
zu stärken“, hebt DI Erwin Schneller,
Geschäftsführer SBM Mineral Processing
GmbH, den hohen Stellenwert, den
zukunftsgerichtetes Handeln im Unternehmen
hat, hervor. Seit Firmengründung
ist die Produktentwicklung (F&E) von
SBM dynamisch und zukunftsorientiert
geprägt.
www.sbm-mp.at
www.femern.com
Hoch hinaus – mit krandioser Technik und Service von WOLFFKRAN. Ob Laufkatz- oder Wippauslegerkran,
S oder XXL, in den Bergen oder wie hier in der City auf den Mautner-Markhof-Gründen in Wien: WOLFF ist
der Richtige auch für Ihr Projekt. Wir beraten Sie umfassend. Tel. +43 2235 420 21 0 E-Mail: info@wolffkran.at
Der Leitwolf. The leader of the pack.
MASCHINEN + TECHNIK
SANDVIK
Neues Außenhammer-Langlochbohrgerät
erweitert batterieelektrisches Angebot
Sandvik baut sein Angebot an batterieelektrischen Maschinen weiter aus. Das
neue vollautomatische Sandvik DL422iE Außenhammer-Langlochbohrgerät
ist mit einem elektrischen Antriebssystem ausgestattet.
D
er emissionsfreie Sandvik DL422iE ist
neben dem Sandvik DD422iE das
zweite batteriebetriebene Untertagebohrgerät
des Unternehmens. Sandvik geht
davon aus, bis Ende 2021 eine breite
Palette an batterieverfahrbaren Bohrgeräten
anbieten zu können, die alle Untertage-Bohranwendungen
abdeckt. Der neue
Sandvik DL422iE ist für den Untertagebergbau
in 4 x 4 m oder größeren Produktionsstollen
konzipiert. Es verfügt über die
neueste intelligente Technologie, um einen
Der Sandvik DL422iE ist
auf einem knickgelenkten
Trägergerät C400E mit Allradantrieb
montiert, das mit einem elektrischen
Antriebssystem (Batteriepaket und Elektromotor)
ausgestattet ist. Die Batterien
können während des Bohrens
aufgeladen werden.
kontinuierlichen und unbemannten
Betrieb zu ermöglichen, mit Automatisierung
und Fernsteuerung für das Bohren
während Schichtwechseln und Pausen.
Durch diese und andere Funktionen,
kombiniert mit umfassender Datenerfassung
und -übertragung über drahtlose
Netzwerke, trägt der Sandvik DL422iE zu
einer verbesserten Maschinenauslastung
und Produktivität bei.
Der Sandvik DL422iE ist in der Lage,
mit ST58- und ST68-Rohrgestängen
vertikale und geneigte Fächer sowie
einzelne oder parallele Langlöcher mit
Ø89-127 mm bis zu 54 m Tiefe zu bohren.
Er ist mit dem leistungsstarken 33-kW-
Langlochbohrhammer HF1560ST ausgestattet,
der auf einem bewährten Konzept
in Bezug auf Bohrleistung, Zuverlässigkeit
und Betriebskosten basiert. Mit einer
Schlagfrequenz von 40-45 Hz und einer
optimierten Schlagdynamik für ST68-
Rohre liefert der Sandvik DL422iE einen
optimalen Gebirgskontakt der Bohrwerkzeuge
für eine verbesserte Energieübertragung.
Dies führt zu einem geringeren
Spannungsniveau in den Gesteinswerkzeugen,
niedrigeren Bohrstrangtemperaturen
und einer längeren Lebensdauer von
Einsteckende und Rohr.
Der Sandvik DL422iE ist standardmäßig
mit Sandviks Platinum Bohrautomatisierungspaket
für kontinuierliche und
automatisierte Produktionsbohrungen
ausgestattet. Dieses wird mit dem i-Class
iSOLO Bohrsteuerungssystem kombiniert,
um die Produktivität zu maximieren und
die Genauigkeit beim Bohren von Fächern
und parallelen Langlöchern zu verbessern.
Es fungiert als Vollzeit-Steuerung und wird
zum Hochladen von Bohrplänen in das
Steuerungssystem verwendet, wobei die
Bohrplanverwaltung direkt an der Benutzeroberfläche
erfolgt, um ein automatisiertes
Bohren bis zu einer vordefinierten Tiefe
zu gewährleisten. Darüber hinaus erfolgen
Vorschub und Gestängepositionierung zum
nächsten Bohrloch automatisch, während
die Daten per WLAN-Ethernet-Verbindung
übertragen werden. Zusätzlich zum
Standard-Platinum-Paket kann die
Sandvik DL422iE mit einem optionalen
automatischen Bohrkronenwechsler
ausgestattet werden, der das autonome
Bohren kompletter Fächer und das
Durcharbeiten von Schichtwechseln
ermöglicht. Die Geräte sind nicht nur mit
der MySandvik-Fernüberwachung ausgestattet,
sondern können auch in AutoMine
und OptiMine integriert werden, was eine
Steuerung mehrerer Geräte und ein
ferngesteuertes Umsetzen von Fächer zu
Fächer ermöglicht.
www.rocktechnology.sandvik/de
42 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
HANDARBEIT WAR GESTERN!
WDS 530
Dank österreichischem Bahnbau Know-how wird aus
dem historischen Bauwerk des frühen 20. Jahrhunderts
ein state-of-the-art Tunnel, der höchste technische
Ansprüche erfüllt.
Foto: ÖBB/evmedia
ÖBB
Super-Bauzug bei Modernisierung
des Karawankentunnels im Einsatz
Die Arbeiten im Karawankentunnel zwischen Rosenbach
und Jesenice laufen auf Hoch-Touren. Ab Mitte Juli 2021
sollen die Personen- und Güterverkehrszüge wieder rollen.
S
eit September 2020 laufen die
Arbeiten für die Modernisierung des
Karawankentunnels, der Österreich
und Slowenien verbindet. Im Zuge der
planmäßig fortschreitenden Arbeiten,
werden nun die Schienen im rund 8 km
langen Tunnel neu verlegt. Für die
Umsetzung dieser Arbeiten ist auch
der so genannte Schnellumbauzug
(SUZ) im Einsatz.
Der 500 m lange Schienenumbauzug
SUZ 500 war von 29. April bis 5. Mai im
Einsatz. Er hat sich von Norden nach
Süden Richtung Jesenice vorgearbeitet
und verlegte stolze 200 m Gleis pro
Stunde neu, täglich waren es 1.620 m.
Die rund 2.000 t schwere Maschine
bewegt sich dabei im Schritttempo und
verlegt das neue Gleis in die endgültige
Position. Vereinfacht ausgedrückt, der
SUZ arbeitet vor sich her: Schwellen
und Schienen werden vom hinteren
BAUBLATT.ÖSTERREICH
Ende des Zugs nach vorne befördert
und vorne erfolgt die Montage und
somit der fertige Oberbau.
18 Mitarbeiter begleiten die
Maschine beim Verlegen der Gleise.
Im Tunnel werden insgesamt rund
8.000 m Gleise verlegt, dazu kommen
80 m auf der freien Strecke bis zum
Nordportal. Dabei werden insgesamt
circa 13.500 Gleisschwellen verbaut und
etwa 20.000 t Gleisschotter benötigt. Im
Tunnel werden Holzschwellen verlegt,
da sich diese besser an die Umgebung
des bestehenden Tunnels anpassen. Um
den Karawankentunnel auf einen
modernen Stand zu bringen, fließen von
den ÖBB insgesamt rund 73 Mio. Euro
in die Sanierung, insgesamt belaufen
sich die Kosten auf rund 140 Mio. Euro
(Co-Finanzierung mit Slowenien und
der EU).
www.oebb.at
TUNNEL-
SANIERUNG
SO EINFACH
WIE NIE!
Die WDS 530 bietet professionelle
Schleiftechnologie mit überragender
Flächenleistung
Ergonomische und gesundheitsschonende
Entfernung kontaminierter
Wand- und Deckenbeläge
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Tel.: +49 (0) 7161 2005 0
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MASCHINEN + TECHNIK
Die Firma Calmit
GmbH ist einer der
führenden Kalkhersteller
in Europa.
Mit einer neuen
Produktionsanlage im
Werk Bad Ischl nutzt
das Unternehmen eines
der hochwertigsten
Kalksteinvorkommen
Österreichs. Der
Materialtransport im
Abbaubetrieb wird von
der Firma Mittendorfer
durchgeführt, die dafür
einen neuen knickgelenkten
Doosan
Muldenkipper DA45-7
einsetzt.
DORALCO / EISENWAGEN / CALMIT
Calmit: neuer Doosan Muldenkipper
sichert Materialversorgung in Bad Ischl
M
itte 2019 startete Calmit in direkter
Nachbarschaft zum Baumit Fertigputzwerk
mit dem Bau einer hochmodernen
Kalk-Produktionsanlage. Diese
PCC-Anlage (precipitated calcium
carbonate), die synthetisches Calciumcarbonat
herstellt, nahm vor einigen Monaten
den Betrieb auf. Neben der Schaffung von
rund 20 neuen Arbeitsplätzen trägt der
neue Produktzweig mit seiner hohen
Exportquote auch zur Standortsicherung
bei. Die umweltschonende Technologie
bringt zudem eine CO2-Einsparung von
30%. Mit modernster Technologie und
langjähriger Erfahrung produziert Calmit
Stückkalk, Feinkalk, Kalkhydrat und
Steinmehl von qualitativ höchstem
Standard. Calmit Produkte kommen in
vielen Bereichen zum Einsatz, unter
anderem in der Baustoff- und Papierindustrie,
im Straßenbau zur Boden- und
Asphalterhärtung oder als funktioneller
Füllstoff in der Kunst stoffindustrie.
Versorgt wird das Werk in Bad Ischl
durch den nahegelegenen Steinbruch
Starnkogel. Hier werden auf über 700 m
Seehöhe von der Firma Mittendorfer im
Jahr bis zu 250.000 t des hochwertigen
Kalksteins im Bohr- und Sprengbetrieb
gewonnen. Das Material wird von der
Bruchwand zu einem Esch Kreiselbrecher
transportiert und in zerkleinertem
Zustand über einen Sturzschacht, Förderbänder
und Lkw ins Werk transportiert.
Die umfangreichen Kompetenzen der
1948 gegründeten Firmengruppe Mittendorfer
sind im Salzkammergut bei vielen
Projekten gefragt. Firmenchef Alois
Mittendorfer sen., der das Unternehmen
gemeinsam mit Ing. Alois Mittendorfer jun.
leitet, betont: „Das Salzkammergut ist
unsere Heimat und für die gesamte Region
sind wir mit unserem breiten Dienstleistungsangebot
im Einsatz. Bei den Baumaschinen
spielen Doosan Geräte eine
wichtige Rolle. Ich kenne Peter Zeiler seit
2004 und beziehe unsere Doosan Bagger
über die von ihm geleitete Firma Doralco.
Auch unser neuer Doosan Muldenkipper
DA45-7 wurde von Doralco geliefert. In der
Branche bin ich für unsere Doosan Geräte
zuerst belächelt worden. Mit der Zeit
haben die Leute aber gesehen, dass wir
zufrieden sind und haben dann selbst
Doosan Geräte probiert. Viele Fahrer sind
von der Doosan Qualität begeistert. Was
für mich zählt ist Handschlagqualität und
eine Vertrauensbasis: wenn es Probleme
gibt, dann muss das ausgeredet werden.
Und diese Qualitäten schätze ich an der
Firma Doralco. Unterm Strich: mit Doosan
und Doralco sind wir sehr zufrieden.“
Auch im Steinbruch Starnkogel setzt die
Firma Mittendorfer auf Doosan Geräte.
Neben einem Hydraulikbagger Doosan
DX420LC-5, der sich seit Jahren im rauen
Steinbrucheinsatz bewehrt, kommt seit
kurzem mit einem knickgelenkten Doosan
Muldenkipper DA45-7 ein neues Gerät der
45 t Klasse zum Einsatz. Der DA45-7
punktet in allen Bereichen mit modernster
Technik. So übernimmt ein Stufe V-konformer
Scania-Motor vom Typ DC13 mit 501
PS den Antrieb. Die Vorteile des permanenten
Sechsradantriebs, der freischwingen-
44 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Der knickgelenkte Doosan
Muldenkipper DA45-7 im
Ladespiel im Steinbruch
Starnkogel bei Bad Ischl mit
einem Hydraulikbagger
Doosan DX420LC-5. Beide
Geräte befinden sich im Fuhrpark
der Firma Mittendorfer,
die für die Firma Calmit den
Materialtransport durchführt.
MASCHINEN + TECHNIK
Partnerschaft mit Handschlagqualität (von links): Stefan Struber (Werksleiter Bad Ischl, Firma Calmit), Maschinist
Imi-Ionel Kovacs (Firma Mittendorfer Bau GmbH & Co KG, Altmünster), Ing. Alois Mittendorfer jun. und Alois Mittendorfer
sen. (beide Geschäftsführer der Firma Mittendorfer Bau GmbH & Co KG, Altmünster), Peter Zeiler (Geschäftsführer der
Doralco GesmbH, Oeynhausen), Wolfgang Eisenwagen (Geschäftsführer der Firma Eisenwagen Baumaschinen GmbH,
Himberg) und Michael Gschaider (Technischer Leiter Steinbrüche, Mittendorfer Bau GmbH & Co KG, Altmünster).
Die hochmoderne
Kalk-Produktionsanlage
der Firma Calmit
in Bad Ischl erzeugt
mit modernster Technologie
und langjähriger
Erfahrung
Stückkalk, Feinkalk,
Kalkhydrat und Steinmehl
von qualitativ
höchstem Standard.
den Tandemhinterachse, des frontmontierten
Drehrings, der Einzelradaufhängung vorne und des
abfallenden Heckrahmens sorgen bei den knickgelenkten
Doosan-Muldenkippern für hervorragende
Fahrstabilität. Die Konstruktion der Mulde sowie das
frontmontierte Differenzial und das Getriebe
ermöglichen eine sehr kompakte Bauweise mit
kleinem Wenderadius und hervorragender Standfestigkeit.
Die neue selbstnivellierende Hydro-Gas-
Aufhängung sorgt für eine bequeme Fahrt selbst
unter widrigen Bedingungen. Das Sperrdifferenzial
vorn und hinten sowie das Längsdifferenzial lassen
sich auf Tastendruck sperren. Für hohe Sicherheit
sorgen der Neigungsmesser mit Muldenkippschutz,
abgesicherte Schwerpunktverlagerung, Schutzbleche
und Handläufe rund um die Kabine. Dank Doosan
Connect-System mit Dualmodus (Satellit, GSM) als
Serienausrüstung lassen sich Produktivität, Kraftstoffverbrauch,
Systemwarnungen, Wartungsstatus
usw. laufend kontrollieren. Für die sichere Bergabfahrt
im beladenen Zustand sorgen ölgekühlte
Nassscheibenbremsen mit hoher Lebensdauer sowie
die standardmäßige elektronische Motorbremse und
der hydraulische Getrieberetarder. Der zur Serienausrüstung
gehörende Echtzeit-Nutzlastmesser gibt
einen sofortigen Überblick über die Produktivität.
Betreut werden die Doosan Geräte der Firma
Mittendorfer durch die Firma Doralco in Oeynhausen,
die mit der Firma Eisenwagen in Himberg
– dem Importeur sämtlicher Doosan Geräte für
Ost-Österreich – eine gute Partnerschaft
pflegt. Beide Unternehmen sind mit der Doosan
Technik bestens vertraut, verfügen über ein schlagkräftiges
Service-Team und stehen ihren Kunden
auch für zahlreiche weitere Marken als Ansprechpartner
zur Verfügung. Peter Zeiler, Geschäftsführer
der Doralco GesmbH in Oeyn hausen, ergänzt:
„Unser eingespieltes Team be schäftigt sich seit 2009
zur vollsten Zufriedenheit unserer Kunden mit dem
Verkauf von Bau- und Forstmaschinen der Marken
Doosan und Daewoo sowie von Anbauteilen und
Abbruchgeräten von Indeco und Dehaco. Die Firma
Doralco ist aber auch Ansprechpartner für Industriemaschinen
für Materialhandling von der Firma
Solmec mit Diesel- oder Elektroantrieb. Die langjährige
Verbindung mit der Firma Mittendorfer
unterstreicht den großen Einsatz, mit dem wir für
unsere Kunden da sind.“
www.calmit.at | www.mittendorfer.at
www.doralco.at | www.eisenwagen.co.at
BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2021
45
MASCHINEN + TECHNIK
WESTTECH
Woodcracker CS510 crane:
das Multitalent unter den Greifersägen
Die Westtech Maschinenbau GmbH reagiert bei den Sicherheitsbaumfällungen
auf die verstärkte Kundennachfrage mit der kardanischen Greifersäge
Woodcracker CS510 crane.
D
ie neue Woodcracker CS510 crane
punktet mit mehreren herausragenden
Eigenschaften: Sie hat trotz geringem
Eigengewicht einen Schnittdurchmesser
bis zu 540 mm und weist eine Greiferöffnung
von 1.270 mm auf. Abhängig von der
Ausstattung reicht das Eigengewicht von
360 kg bis zu 440 kg. Der starke 3-Finger-
Greifer drückt während des Sägevorgangs
nach und hat so das Schnittgut sicher im
Griff. Im Herzstück der Maschine, der
Sägeeinheit, ist ein automatischer
Kettenspanner verbaut, der immer für den
richtigen Sitz der Kette sorgt und so ein
Abspringen der Kette verhindert. Unabhängig
davon, ob die Maschine gerade
gestartet wird oder schon mehrere
Stunden im Einsatz ist. Besondere
Robustheit wird durch Hardox-Stahl
erreicht, aus dem die Greifersäge gefertigt
wird. Weiters wird das Westtech-typische
Orange durch ein hochwertiges Lackierungsverfahren
aufgetragen. Die Greifersäge
verfügt über angemessen dimensionierte
Lagerbolzen, mit Glycodur-Büchsen,
die schmierbar sind. Wie alle Woodcracker-
Die Woodcracker CS510 crane mit Woodcracker Telestufe T4000 ermöglicht
eine hohe Reichweite rund um das Trägerfahrzeug.
Links: Woodcracker CS510 crane an Westtech’s eigenem Fellertruck.
Rechts: Woodcracker CS510 crane an Teleskoplader mit Galgen.
Hier geht‘s
zu weiteren
Infos:
Maschinen ist auch diese vielseitige
Greifersäge wartungs- und verschleißarm.
Den möglichen Anbauvarianten für die
Woodcracker CS510 crane sind keine
Grenzen gesetzt. Diese Greifersäge kann
dank ihrer technischen Eigenschaften an
jeden Standard-Kran angebaut werden,
wie z.B. Holz- bzw. Recyclingkräne oder
Ladekräne. Es ist auch möglich, sie an
Bagger, Rückewägen, Lkw oder Teleskoplader
anzubauen.
Die Woodcracker CS510 crane kann
mittels Schreitfuß oder Telestufe an
Bagger angebaut werden. Die mögliche
Baggerklasse reicht hier von 6 t bis zu
22 t. Bei dem Schreitfuß kann man
zwischen zwei verschiedenen Größen
wählen. Der kleinere wird an Bagger von
6-0 t angebaut, der größere an Bagger von
10-15 t. Wird eine höhere Reichweite
benötigt, bietet sich der Anbau an die
Telestufe Woodcracker T4000 an. In dieser
Kombination wird die Reichweite des
Trägerfahrzeugs um bis zu 6 m erhöht.
Dank des optionalen Schnellwechslers
können statt der CS510 crane auch andere
Anbaugeräte an die Telestufe angebaut
werden. Bei den Anbauvarianten an einen
Rückewagen oder an einen kleineren
Teleskoplader mit Galgen ermöglicht die
Woodcracker CS510 crane durch das
geringere Eigengewicht eine höhere
Reichweite. Durch die Vielzahl an unterschiedlichen
Anbaumöglichkeiten bietet
Westtech Maschinenbau bei der Woodcracker
CS510 crane verschiedene hydraulische
Ausführungen an. Dank der ausgeklügelten
Hydrauliksteuerung ist es
möglich, die Greifersäge je nach Anforderung
mit nur einem doppelwirkenden
Hydrauliksteuerkreis zu betreiben. Falls
das Trägerfahrzeug über mehr als einen
Hydraulikkreis verfügt, ist die Tiltfunktion
unabhängig von dem Greifer ansteuerbar.
Durch diese Eigenschaft ist es
möglich, auch Teilstücke des Baumes
stehend zu entnehmen. Daher eignet sich
die Woodcracker CS510 crane, anders als
andere kardanische Greifersägen, auch für
den Einsatz bei Sicherheitsbaumfällungen
in städtischen Gebieten oder Siedlungen.
www.westtech.at | www.fellertruck.com
46 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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MASCHINEN + TECHNIK
KUHN
Überzeugt auf ganzer Linie:
Komatsu-Radlader WA475-10
Das neue Hydrauliksystem, eine enorme Standfestigkeit und nicht zuletzt die gut
gestaltete Fahrerkabine sprechen für den Komatsu-Radlader WA475-10. Kürzlich
kaufte der Steinbruch Hohenems-Unterklien, ein Teil der erfolgreichen Rhomberg-
Gruppe, dieses Gerät, um seinen Fuhrpark weiter aufzuwerten.
E
s war vor allem die sehr gute Standsicherheit
des Komatsu-Radladers
WA475-10, die zur Kaufentscheidung
beigetragen hat. „Unsere Fahrer müssen
im Steinbruch zum Teil hohe Rampen
befahren. Dieser Radlader bewegt sich wie
auf Schienen und vermittelt durch seinen
festen Stand ein Gefühl der Sicherheit“,
erklärt Udo Makos, Mitarbeiter der
Rhomberg-Gruppe und Betriebsleiter im
Steinbruch Hohenems-Unterklien, der
zum Teil in Dornbirn und zum anderen
Teil in Hohenems liegt. Die Rhomberg-
Gruppe ist ein Bauunternehmen im
Familienbesitz, das über 3.000 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter beschäftigt und
dessen Firmensitz sich in Bregenz in
Vorarlberg befindet. Kürzlich hat das
Unternehmen beim Baumaschinenhändler
Kuhn aus Eugendorf den leistungsstarken
Radlader WA475-10 erworben.
Weniger Reifenverschleiß
Neben klassischen Steinbrucharbeiten
werden Materialien und Rohstoffe
angeliefert, wiederaufbereitet und dem
Stoffkreislauf rückgeführt. Die Recyclingquote
im Steinbruch Hohenems-
Unterklien ist sehr hoch. Das rentiert sich
auch für die Kunden, die heimische
Produkte in hoher Qualität zum attraktiven
Preis erhalten.
„Ich konnte bereits 2015 einen
Komatsu-Radlader, damals aus der
WA500er-Serie, testen und Probe fahren
und sah einige Vorteile. Auch dieses Mal
hat uns die Firma Kuhn die Möglichkeit
gegeben, den Radlader zu testen“, erzählt
Udo Makos, der weiter meint: „Unser
Fahrer ist mit dem Gerät sehr zufrieden.
Er muss erdige Halden befahren und die
Reifen drehen dabei nicht durch. Wichtig
für uns war beim Kauf auch darauf zu
achten, dass es keinen hohen Reifenverschleiß
geben wird. Überzeugt hat mich
auch die einstellbare Schubkraft des
Radladers“, so Makos zufrieden.
Der WA475-10 bietet ein überarbeitetes
Hydrauliksystem, das mehr Hubkraft und
eine höhere Produktionsrate ermöglicht.
Zudem können die Ansprechzeiten der
Hydraulik sowie die Abkipp- und Hubgeschwindigkeit
an die Anforderungen des
jeweiligen Einsatzes angepasst werden.
Der Radlader muss im Steinbruch
erdige Halden befahren, wobei für die
Firma Rhomberg wichtig ist, dass die
Reifen nicht durchdrehen und es zu
keinem hohen Verschleiß kommt.
„Dieser neue Radlader ist eine
sehr gelungene Maschine. Das
gesamte Fahrverhalten passt und die
Kabine ist schön und übersichtlich
verbaut worden. Auch die Ladehöhe,
die das Gerät mit sich bringt, ist sehr
gut“, sagt Udo Makos. Wichtig beim Kauf
einer neuen Baumaschine ist für das
Unternehmen Rhomberg, dass die
Entscheidung auf breiten Beinen steht.
Udo Makos und sein Chef Philipp
Keckeis, beraten gemeinsam und halten
auch Rücksprache mit den Fahrern,
welche Anschaffung dem Fuhrpark am
besten tun würde.
Im Steinbruch Hohenems-Unterklien
sind 23 Mitarbeiter beschäftigt. Als
Mitglied der Rhomberg-Gruppe arbeitet
man hier, wie im gesamten Unternehmen,
visionär. Immerhin besteht Rhomberg
schon seit 1886. Heute ist man Teil einer
starken Unternehmensgruppe, die in den
Bereichen Bau, Ressourcen und Bahntechnik
international agiert und wortwörtlich
für Bewegung sorgt.
www.kuhn.at
www.rhomberg.com
48 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Foto: Fraunhofer IEG/Geißler
FRAUNHOFER IEG
Mikro-Turbine fräst Pfade in Granit
Fraunhofer IEG hat das „Micro Turbine Drilling (MTD)“ Verfahren,
mit dem sich geologische Ressourcen wie Erdwärme effizienter
erschließen lassen, erfolgreich im Untergrundlabor getestet.
I
m Arsenal der Bohringenieure schließt
Fraunhofer IEG mit einem neuen
Werkzeug eine relevante Lücke. „Unser
neues Bohrverfahren macht es erstmals
möglich, kostengünstig meterlange, dünne
Zweitbohrungen von einer tiefen, verrohrten
Hauptbohrung heraus in das umliegende
Hartgestein herzustellen und so
deren Umfeld zu erschließen“, erläutert
Niklas Geißler, der am Fraunhofer IEG in
Bochum und am Fraunhofer-Chalmers
Centre im schwedischen Göteborg forscht.
Mögliche Einsatzgebiete sind die Geothermie,
aber auch die klassische Erkundung
in Bergwerkstollen oder das Setzen von
tiefen Ankern an schwer zugänglichen
Stellen im Tunnelbau. Das kompakte
Bohrwerkzeug misst gerade einmal
3,6 cm im Durchmesser und 10 cm in der
Länge. Von der Funktionsweise her
wandelt die Mikro-Bohrturbine hydraulische
Energie in mechanische Energie um
und treibt so den Bohrmeißel an, der das
Gestein abträgt. Andererseits schießt das
Wasser durch die rückwärtigen Düsen
und drückt das Werkzeug im harten
Gestein nach vorne und spült das Bohrmehl
heraus. Die kompakte Baugröße des
Werkzeuges erlaubt große Ablenkwinkel
zur Hauptbohrung von bis zu 60° Grad.
Auch durch harte Gesteine wie Granit
bahnt sich das zum Patent angemeldete
Verfahren Pfade und sogar bei Bedarf
durch die bestehende Metallverrohrung
von Bohrlöchern.
www.ieg.fraunhofer.de
Die Ablenkvorrichtung am
geplanten Einsatzort bringt die
Mikroturbine in die richtige Position,
um in das Umfeld der Hauptbohrung
zu erschließen.
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MASCHINEN + TECHNIK
Ende Februar 2021 erfolgte der
Baustart für die neue Flying
Mozart Gondelbahn, mit der die
Wintersportler in Zukunft höchst
komfortabel von Wagrain Kirchboden
zum Skigebiet Grießenkar
gebracht werden. Das Herzstück
der Bahn bildet die neue unterirdische
Mittelstation, die auch den
Umstieg zur G-Link Pendelbahn
ermöglicht. Da hier aufgrund der
Baugrubentiefe kaum ein GNSS-
Signal verfügbar ist, entwickelte
die für den Felsabtrag zuständige
Franz Stöckl GmbH gemeinsam
mit der Sitech Austria GmbH, dem
Trimble Partner in Österreich,
eine Lösung auf Basis einer
Tachymetersteuerung.
STÖCKL / TRIMBLE / SITECH AUSTRIA
Neue Flying Mozart Gondelbahn: exakter
Felsabtrag dank Tachymetersteuerung
D
er Neubau der Flying Mozart Gondelbahn
stellt eine der drei zentralen
Säulen für das Generationenprojekt
„Skifahren über 12 Gipfel und 5 Täler“ dar
und rückt den Ort Wagrain in den
Mittelpunkt des neuen Großskigebiets.
Eine weitere Säule ist die neue in der
Wintersaison 2020/2021 eröffnete Verbindungsbahn
Panorama Link zwischen
Wagrain und Kleinarl/Flachauwinkl. Die
dritte Säule des Großprojekts ist die
ebenfalls für diesen Sommer geplante
Verbindungsbahn Winkl-Link, die den
Shuttleberg mit Flachauwinkl/Zauchensee
verbinden soll. Mit mehr als 200 Pistenkilometern
gehört die Region dann zu den
größten Skigebieten Österreichs.
Wolfgang Hettegger, der Vorstandsvor-
Rendering/Fotos: Snow Space Salzburg; Baublatt.Österreich
Von links: Johann
Bosch (Geschäftsführer
Sitech Austria
GmbH, Trimble
Partner in Österreich),
Martin
Rammler (Polier,
Firma Franz Stöckl
GmbH) und Christian
Lechner (Bauleiter,
Firma Franz Stöckl
GmbH).
Die Trimble
Totalstation SPS930
ermöglicht als
Tachymetersteuerung
ein
alternatives
Positionierungssystem.
50 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Die Firma Franz
Stöckl GmbH setzt
für die Baugrube der
neuen Mittelstation
einen Bagger mit der
Sitech 3D-Maschinensteuerung
GCS900 Dual GNSS
und zwei Bagger mit
3D-GCS900 Tachymetersteuerung
ein.
Mit der Erneuerung
der Flying
Mozart Gondelbahn
in der
Wintersaison
2021/22 in
Wagrain setzt das
Premium Skigebiet
neue Maßstäbe
in punkto
Komfort und
Förderleistung.
Im Bild die neue
Mittelstation, die
unterirdisch
errichtet wird.
mobiLe
wiege
technik
Jedes gramm ZÄhLt
BAUBLATT.ÖSTERREICH
sitzende der Snow Space Salzburg
Bergbahnen, betont: „Die Fertigstellung
der neuen, hochmodernen 10er Kabinenbahn
bis zur Wintersaison 2021/22 soll
ein deutliches Signal an die vielen
touristischen Betriebe in unserer Region
sein, dass es nach dem Totalausfall der
heurigen Wintersaison, wieder bergauf
gehen wird und in den nächsten Jahren
wieder ganz andere Winter auf uns
zukommen werden.“
Mit 1,3 Mio. Beförderungen pro
Wintersaison zählt die Flying Mozart
Gondelbahn, die über zwei Sektionen
führt, zu den am stärksten frequentierten
Seilbahnen im Skigebiet Snow Space
Salzburg. Mit Beginn der Wintersaison
2021/22 wird die alte Kabinenbahn von
einer neuen, hochmodernen 10er
Gondelbahn abgelöst. Diese wird die
eichstelle für
waagen
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970 Höhenmeter auf das Grießenkar in
weniger als 11 min. überwinden und bis zu
4.000 Gäste pro Stunde bergwärts
befördern (aktuell 2.500 Personen). Die
Gondelbahn der Firma Doppelmayr zählt
somit zu den leistungsstärksten Einseilumlaufbahnen
weltweit. Die 142 deutlich
größeren Omega-V Gondelkabinen
überzeugen mit ergonomischen Einzelsitzen
mit Sitzheizung und einem modernen
hellen Design mit viel Glas und höchster
Beinfreiheit. Als absolutes Novum werden
die High-Tech Kabinen mit einer integrierten
Beleuchtung und freiem WLAN
ausgerüstet sein und mit zusätzlichen
Features die Gondelfahrt für den Gast
zum Erlebnis machen.
Der Neubau der Gondelbahn startete
im Sommer 2020 mit der Errichtung der
neuen Bergstation, die etwa 50 Höhenmeter
oberhalb der alten Bergstation liegt.
Am 22. Februar 2021 wurde schließlich
mit dem Abriss der 1988 errichteten
Flying Mozart Gondelbahn begonnen und
die Bautätigkeiten für die neue Bahn
fortgesetzt. Anfang Mai folgte der Abriss
der alten Bergstation. Die neue Bergstation
liegt mit ihrem modernen Stationsgebäude
am höchsten Punkt des Grießenkars,
direkt gegenüber der Starjet
3 Bergstation. Von der Kogelalmbahn
gelangt man nun über einen Fahrstuhl zur
Flying Mozart Bergstation. Daraus ergibt
sich ein wesentlich breiteres Pistenangebot
im Bereich der Bergstation.
Das Herzstück der Bahn bildet jedoch die
neue unterirdische Mittelstation, denn sie
ermöglicht künftig einen Zugang auf
demselben Niveau zur G-Link Pendelbahn,
die das Grießenkar mit dem
Grafenberg verbindet. Um die Mittelstation
besser ins Landschaftsbild zu
integrieren, wird diese größtenteils
unterirdisch gebaut.
Durchgeführt werden die Erdbau- und
Felsabtragungsarbeiten durch die Franz
Stöckl GmbH. Der vor 65 Jahren gegründete
Betrieb ist heute im Pinzgau ein breit
aufgestelltes Bauunternehmen mit
umfangreichen Kompetenzen in den
Bereichen Erdbau, Steine, Schotter,
Asphalt, Beton, Sprengungen und Transporte.
Neben der Zentrale in Hollersbach
verfügt das Unternehmen über zwei
Steinbrüche in der Region, eine Betonmischanlage
in Saalfelden und beschäftigt
ca. 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Für den Bau der neuen Mittelstation
mussten rund 100.000 m 3 Material
abgetragen werden. Die Geologie erwies
sich als sehr wechselhaft, was unterschiedliche
Abtraghöhen zur Folge hatte. Nach
dem Abtransport des Materials wurden
– im Gegensatz zur üblichen Vorgehensweise
– zuerst die Anker versetzt, injiziert
und danach die Baugrubensicherung mit
zwei Lagen Baustahlgitter und Spritzbeton
vorgenommen. Ein Teil des Materials
wird vor Ort durch eine Brechanlage zur
Wiederverwendung für Frostkoffer und
Drainagematerial vor Ort aufbereitet.
Exakter Felsabtrag für
die neue Mittelstation
Die Baugrube für die neue Mittelstation
weist eine Breite von bis zu 60 m auf, eine
Länge von rund 150 m und eine Tiefe von
bis zu 27 m. Das Material der Baugrube
wurde stufenweise abgetragen.
Johann Bosch, Geschäftsführer der
Sitech Austria GmbH, über die Herausforderungen
bei diesem Projekt: „Aufgrund
der Tiefe der Baugrube ist hier nahezu
kein GNSS-Empfang vorhanden. Der
Einsatz einer Maschinensteuerung ist
aber unbedingt notwendig, denn die
exakte Umsetzung ist ohne diese Technik
sehr schwierig. In der Praxis wäre es für
einen Vermessungstechniker auch viel zu
gefährlich, ständig die Schremmarbeiten
aus der Nähe zu überwachen. Bauleiter
Christian Lechner und Markus Eder,
Vermessungsprofi der Firma Stöckl, haben
sich mit mir zusammengesetzt und
gemeinsam haben wir die Lösung mit der
Die Trimble
Totalstation
SPS930 liefert auch
bei komplexen
Geländemodellen
zuverlässige Höhenund
Lageinformationen.
Tachymetersteuerung entwickelt. Zum
Einsatz kommen bei diesem Projekt ein
Bagger mit der Sitech 3D-Maschinensteuerung
GNSS GCS900 und zwei Bagger mit
3D-Tachymetersteuerung. Die Basis bildet
die Trimble Totalstation SPS930, die als
Tachymetersteuerung ein alternatives
Positionierungssystem ermöglicht. Sie
liefern auch bei komplexen Geländemodellen
zuverlässige Höhen- und Lageinformationen.
Insbesondere dort, wo der GNSS-
Empfang eingeschränkt ist, müssen
Maschinenführer dadurch nicht auf die
3D-Steuerung von Baggern, Raupen oder
Gradern verzichten. Die Umrüstung eines
vorhandenen GNSS-Systems auf Tachymetersteuerung
ist aufgrund der bereits
vorhandenen Verkabelung sehr einfach
und schnell möglich. Neben der Maschinensteuerung
kann die SPS930 auch für
Vermessungs- und Absteckarbeiten
eingesetzt werden und trägt damit auch in
Projekten ohne Steuerungsaufgabe zur
Steigerung von Genauigkeit und Effizienz
bei.“
Christian Lechner, Firma Franz Stöckl
GmbH, ergänzt: „Aus dem Modell des
Architekten und den Vorgaben des
Statik-Büros hat unser Team zunächst
52 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Durch die Tachymetersteuerung wird bei der Herstellung der Baugrube
unnötiger Mehrabtrag vermieden. Auch der exakte Aushub
für die Fundamente ist dadurch sicher und effizient möglich.
Herstellung der Bohrlöcher für die Anker
der Baugrubensicherung mit einer
Bohrlafette der Firma Wimmer.
einen 3D-Plan erstellt. Im nächsten
Schritt haben wir das maschinentaugliche
Datenmodell in die 3D-Steuerung der drei
eingesetzten gesteuerten Maschinen
übertragen. Dank der hier realisierten
Lösung mit einer Tachymetersteuerung
können wir alle Vorgaben exakt umsetzen.
Das gilt für den gesamten Aushub, wo wir
durch diese Technik unnötigen Mehrabtrag
vermeiden, aber auch für Detailbereiche,
wie etwa die Fundamente, die ohne
diese Technik kaum exakt hergestellt
werden könnten. Unterm Strich: Unsere
Bagger graben sich nach vorne und nach
unten exakt nur so weit, wie es das
3D-Modell vorsieht.“
www.stoeckl-dino.at | www.sitech-austria.at
www.snow-space.com
MASCHINEN + TECHNIK
LAHOFER
Kraftort aus Beton und Licht
Mit ihrer gelungenen Mischung aus Skulptur und zeitgemäßer Architektur entwickelte
sich die St. Margaretha-Kapelle in Auersthal zu einem beliebten Ausflugsziel. Die Besucher
fasziniert das Bauwerk, das auf Wunsch der Baumeisterfamilie Lahofer errichtet wurde,
mit vielen interessanten Details und ungewöhnlichen Blickachsen.
D
er Standort ist bewusst gewählt: Am
Ausläufer des Wagram markiert die
Kapelle den Übergang von den Hügeln in
die Ebene und ermöglicht einen weiten
Blick ins Marchfeld. Der richtige Ort für
einen spirituellen Bau, der mehrere
Widmungszwecke erfüllt.
Baumeister Rudolf Lahofer über die
Gründe für den Bau der St. Margaretha-
Kapelle: „Für unsere Familie ist diese
Kapelle, die wir auf eigenem Grund
errichtet haben, in mehrfacher Hinsicht
ein ganz besonderer Ort. Zunächst dient
sie dem Andenken an meine viel zu früh
verstorbene Schwester Margaretha. Sie ist
aber auch Ausdruck des Danks für die
Genesung von meinem Bruder Franz und
darüber hinaus zwei runden Jubiläen
gewidmet: einerseits meinem siebzigsten
Geburtstag, andererseits dem hundertjährigen
Firmenjubiläum unseres
Unternehmens.“
Geplant wurde die Kapelle von dem
Weinviertler Künstler Manfred H. Bauch,
mit dem die Firma Lahofer vor rund
25 Jahren gemeinsam die bekannten
Stadtsäulen in Gänserndorf errichtete. Er
hat auch das neue Kreuz am Friedhof in
der Ortschaft Auersthal errichtet, auf das
die Kapelle nun Bezug nimmt, indem sie
die Kreuzform zitiert. Von der Kapelle aus
gibt es eine gedachte Achse hierhin sowie
eine direkte Sichtachse zur Kirche im
Dorf. Der Künstler brachte mit seinem
Entwurf für die Kapelle nicht nur die
Erwartungen der Auftraggeber auf den
Punkt, er passte die Form auch ideal an
den Flächenwidmungsplan an. Da dieser
nur einen kleinen Baukörper erlaubt,
entwickelte Manfred H. Bauch sich nach
oben verjüngende Vertikalachsen, denn
der Gebäudegrundriss wird in einem
Meter Höhe gemessen. Der Baukörper
wurde selbsttragend konzipiert, weshalb
er mit sehr dünnen Außenwänden
auskommt. Alle Elemente in Nord-Süd-
Richtung sind in Beton ausgeführt, die
West-Ost-Flächen in Glas. Die Glasflächen
wurden mit der Fusing-Glastechnik
hergestellt, bei der mehrere Glasschichten
in verschiedenen Farben miteinander
verschmolzen werden. Auch die schwarzen
Linien, die an eine klassische Bleiverglasung
erinnern, wurden damit erzeugt. Die
Fundamentplatte, die Decke und das Dach
wurden mit Beton aus dem Werk der
Firma Lahofer gebaut, die schlanken
Säulen wurden als Fertigteile verbaut.
Dazu Baumeister Rudolf Lahofer: „Der
Baustoff Beton ist das direkte Bindeglied
zu unserem Unternehmen, das 1914
gegründet wurde und das seit der Errichtung
eines eigenen Betonwerks im Jahr
1972 sehr stark in diesem Bereich tätig ist.
Wir sind eines der größten familiengeführten
Bauunternehmen in Niederösterreich
Fotos: Lahofer; Romana Fürnkranz; Baublatt.Österreich; SkyExpo Luftbildaufnahmen e.U.
54 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Frauenpower prägt die vierte Generation der Familie Lahofer (von links): Bmst. Rudolf Lahofer,
Bmst. DI Astrid Lahofer, Birgit Lahofer- Loserl, Mag. (FH) Christiane Lahofer, Petra Lahofer,
Bmst. DI Regina Lahofer- Zimmermann und Ing. Franz Lahofer.
und die Bandbreite unserer Projekte reicht
vom Einfamilienhausbau bis hin zu umfangreichen
Wohn- und Gewerbebauten. Begonnen
hat alles mit dem Baumeisterbetrieb, der im
Laufe der Zeit durch das eigene Sand- und
Schotterwerk, die Betonproduktion und den
Kranverleih erweitert wurde. Wir sind sehr
darauf bedacht, unseren Kunden Qualitätsbetone
zu liefern. Aus diesem Grund ist unser
Unternehmen stark regional verankert.“
Unterstützt werden die beiden Senior-
Chefs – KR Baumeister Ing. Rudolf Lahofer
und Ing. Franz Lahofer – durch die junge
vierte Generation, die ganz im Zeichen der
Frauenpower der Familie steht. Im Betonwerk
wird der technische Bereich durch Birgit
Lahofer-Loserl geleitet, der kaufmännische
Teil liegt bei Christiane Lahofer. Den Baumeisterbetrieb
führen Regina sowie Astrid
Lahofer und die Büroorganisation obliegt
Petra Lahofer.
Einen Schwerpunkt in der laufenden
Erneuerung des eigenen Betriebs bildete
zuletzt die umfassende Modernisierung der
Betonmischanlage. Mit dem eigenen Sandund
Schotterwerk des Unternehmens ist es
mithilfe einer modernen, computergesteuerten
Mischanlage möglich, Transportbeton in konstant
hoher Qualität zu produzieren. Dieser
kommt auf Großbaustellen am Rande von
Wien ebenso zum Einsatz, wie im privaten
Hausbau der Region. Einen großen Beitrag
zur Umweltschonung bzw. Nachhaltigkeit
leistet die Photovoltaikanlage. Das Kiesförderband
wurde neu eingehaust und mit
Photovoltaik-Modulen verkleidet. So wird der
Kies nun klimaneutral transportiert. Neben
dem Betonwerk in der Nähe von Auersthal
betreibt die Firma Lahofer auch das Betonwerk
LSG in Kettlasbrunn, mit dem vor allem
der Großraum Mistelbach mit Frischbeton
versorgt wird. Auch dieses Betonwerk wird
von Auersthal aus mit Sand und Kies
versorgt.
Regelmäßig erneuert wird auch der
Lahofer-Fuhrpark, der über 50 Fahrzeuge
umfasst. Neben verschiedenen Baumaschinen
stehen 15 Fahrmischer, vier Betonpumpen,
Spezialaufleger und zehn Mobilkrane im
Einsatz. Im Mobilkranbereich ist seit einigen
Monaten das größte Gerät ein neuer Liebherr
LTM1230 – ein 230 t Kran, mit dem Höhen
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BAUBLATT.ÖSTERREICH
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Die neuen EC250E Hybrid, EC300E Hybrid
(im Bild) und EC350E Hybrid verfügen
über modernste Technologie, die Kraftstoff
spart, die Emissionen reduziert und
damit die Profitabilität bei Projekten
zusätzlich erhöht.
Der zusätzliche Energieschub,
den das Hybridsystem
bietet, entlastet
den Motor und sorgt so
für eine verbesserte
Kraftstoffeffizienz.
ASCENDUM
Volvo CE optimiert und erweitert
das Angebot an Hybridbaggern
Mit einer Verbesserung der Kraftstoffeffizienz um 17% gegenüber konventionellen
Maschinen hat Volvo einen völlig neuen Antriebsstrang für seinen revolutionären
Hybridbagger EC300E eingeführt – und die Technologie in zwei neuen Modellen
der 25- und 35-t-Klasse implementiert.
U
nter Verwendung einer völlig neuen
Basismaschine, die selbst eine
10-prozentige Verbesserung der Kraftstoffeffizienz
gegenüber dem Modell ermöglicht,
das sie ersetzt, hat Volvo Construction
Equipment (Volvo CE) drei neue
Hybridbagger eingeführt, die eine weitere
Erhöhung der Kraftstoffeffizienz von bis
zu 17% im Vergleich zu herkömmlichen
Maschinen bieten. Das neue Angebot
besteht nun also aus einem optimierten
Bagger der 30-t-Klasse EC300E Hybrid
und der Einführung der Technologie in
zwei neuen Maschinen: dem EC250E
Hybrid der 25-t-Klasse und dem EC350E
Hybrid der 35-t-Klasse.
Energie aus dem Ausleger gewinnen
Alle drei Maschinen nutzen die neuartige
Volvo-Hydraulik-Hybridtechnologie, die
„kostenlose“ Energie aus der Absenkbewegung
des Baggerauslegers gewinnt. Die
kraftvolle und gleichmäßige Absenkbewegung
des Auslegers lädt Hydraulikdruckspeicher
auf. Mit der gespeicherten
Energie werden dann Hilfsmotoren
angetrieben, die das Motorsystem mit
zusätzlicher Leistung versorgen. Die
Hybrid-Modelle gehen dabei keinerlei
Kompromisse im Hinblick auf Leistung
und Performance ein. Sie bieten das
gleiche hohe Maß an Manövrierbarkeit,
Präzision und Power wie die Standardmaschinen,
inklusive der Möglichkeit,
parallel im ECO- und im Hybrid-Modus
zu arbeiten.
Im Gegensatz zu anderen Hybridsystemen
sind die Komponenten dieser
Maschinen relativ einfach gehalten und
bestehen aus minimalen Zusatzkomponenten,
die leicht zu warten sind. Der zusätzliche
Energieschub, den das Hybridsystem
bietet, entlastet den Motor und sorgt so für
eine verbesserte Kraftstoffeffizienz von bis
zu 17% und bis zu 15% weniger CO2-Emissionen.
Dies prädestiniert ihn beispielsweise
für den Einsatz innerhalb von
Ortschaften. Bei Grab- und Schütteinsätzen
– insbesondere innerhalb eines
56 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Schwenkbereichs von 90° – macht sich
dieser einfache Ansatz sehr schnell
bezahlt.
Optimierter EC300E Hybrid
Während der EC250E Hybrid und der
EC350E Hybrid komplett neu sind, wurde
der EC300E Hybrid umfassend überarbeitet.
Zu seinen neuen Merkmalen gehören:
- eine um 10% höhere Kraftstoffeffizienz
dank intelligenter Elektrohydraulik und
einem neuen Volvo-D8M-Motor, der die
Drehzahl von 1.800 auf 1.600 reduziert
und zugleich 5% mehr Leistung bereitstellt.
- ein 700 kg schwereres Gegengewicht, das
für mehr Stabilität und eine um 5%
höhere Querlastkapazität sorgt.
- neue Prioritätsfunktionen, die es dem
Fahrer ermöglichen, einer Funktion
(Ausleger/Schwenken und Ausleger/
Fahren) Vorrang vor einer anderen zu
geben.
- neue einstellbare Ausleger-Absenkgeschwindigkeit
– ideal für Präzisionsarbeiten,
die maximale Kontrolle erfordern.
- schnelleres Ansprechverhalten dank des
elektrisch gesteuerten Joysticks und der
vollelektrischen Fahrpedale.
Es gibt auch Verbesserungen beim
Bedienerkomfort der Maschine. Eine neue
Stoßdämpfungstechnologie für Ausleger
und Stiel reduziert die Erschütterungen
für den Bagger und sorgt für ein komfortables,
produktives Arbeiten. Die neue
Komfortsteuerung (Comfort Drive Control)
ermöglicht eine Lenkung der Maschine
ganz entspannt über die Drehräder am
Joystick anstatt über die Pedale. Der neue
Zu den Verbesserungen
beim Bedienerkomfort
zählt
unter anderem
eine neue Stoßdämpfungstechnologie
für Ausleger
und Stiel.
Im Bild ein
EC350E Hybrid
im Ladespiel
mit einem
knickgelenkten
Volvo Dumper
A30G.
Drei-Punkt-Zugang auf der rechten Seite
erleichtert den Wartungszugang. Der neue
Spritzschutz am AdBlue-Tank ermöglicht
ein schnelleres und einfacheres Nachfüllen
und verringert die Gefahr des Verschüttens.
Zudem wurden die Wechselintervalle
für Motoröl und Ölfilter auf 1.000 Stunden
verlängert, was für eine weitere Minimierung
der Wartungszeit und -kosten sorgt.
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MASCHINEN + TECHNIK
Die Geschwister Sandra und Ferdinand Polixmair in Ohlsdorf bieten hochentwickelte
Lösungen für die mineralische Recycling- und Rohstoffindustrie.
Durch den Einsatz von Matec Filterpressen
werden Absetzbecken überflüssig. Das
Handling der Verhaldung ist aufgrund der
geringen Restfeuchte im Filterkuchen minimal
und die Wasserrückgewinnung ist hoch.
Hier geht’s
zu weiteren
Informationen:
Die Produktionsstätte der neuen Matec
Anlagen befindet sich im italienischen
Massa. Der gesamte Bau der Maschinen
erfolgt vollständig bei Matec.
Als Spezialist für Wasseraufbereitung
und Filterpressen
bietet der italienische Hersteller
Matec Industries eine
Lösung für ein Problem, mit
dem viele Rohstoffgewinnungsbetriebe
kämpfen: die
Verwertung der immer
größer werdenden Halde an
taubem Material. Seit diesem
Jahr ist Matec Industries im
Vertrieb der Firma Polixmair
auch in Österreich mit einem
schlagkräftigen Team
vertreten.
P
raktisch jeder Abbaubetrieb ist damit
konfrontiert, dass der hochwertige
Rohstoff durchzogen ist mit eingelagerten
Moränen, die taubes Gestein in Form von
Erden und Tonerden enthalten. Auch
dieses Material wird mit abgebaut und
kann – nachdem es längere Zeit der
Witterung ausgesetzt war – durch die
POLIXMAIR / MATEC
Matec: taubes Material
sinnvoll verwerten
vorhandene Anlage oft nicht aufbereitet
werden. Die Halde mit dem tauben
Gestein wächst kontinuierlich, beansprucht
Platz und das Wichtigste: sie
enthält durchaus noch große Mengen an
verwertbarem Gestein. Hier bietet die
Firma Matec mit ihren Nassaufbereitungsanlagen,
die für jeden Kunden auf
seine speziellen Anforderungen maßgeschneidert
sind, eine interessante Lösung,
um auch dieses taube Material zu einem
hohen Prozentsatz einer sinnvollen
Verwertung zuzuführen.
Polixmair: neuer Vertriebspartner
für Matec Anlagen in Österreich
Die Geschwister Sandra und Ferdinand
Polixmair in Ohlsdorf sind in der mineralischen
Recycling- und Rohstoffindustrie
bestens bekannt für Verkauf, Vermietung
und Servicierung der umfangreichen
Produktpalette der Hersteller McCloskey
International und MDS International. In
diesem Jahr komplettierte man das
Angebot mit dem Vertrieb von Matec
Industries. In der Zentrale im italienischen
Massa, unweit der berühmten
Carrara Marmor Steinbrüche, entwickelt
und fertigt Matec Industries Abwasserbehandlungs-
und Filtrationssysteme für
viele Bereiche. Zu den wichtigsten zählen
Bergbau, Zuschlagstoffe, Kies, Sand,
Bergbau, Stein, Beton, Keramik, Glas und
Kunststoff. Alleine in den letzten zwei
Jahren hat Matec weltweit über 250
Reinigungsanlagen installiert.
Die beiden Geschäftsführer der 2003
gegründeten Firma Matec, Matteo Goich
und Massimo Bertolucci, kennen sich seit
vielen Jahren und sammelten bereits 1997
ihre ersten Erfahrungen im Bereich der
Reinigung und Filtration. Das Unterneh-
58 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
men beschäftigt 150 Mitarbeiter, darunter 20 Ingenieure in
der Entwicklungsabteilung. Die selbst entwickelten
Filtrations- und Reinigungssysteme sind Komplettsysteme,
die für jede Aufgabe geeignet sind – unabhängig von der
Größe des Unternehmens. Matec ist darauf spezialisiert,
schnell und kompetent alle Spezifikationen zu identifizieren
und zu entwickeln die erforderlich sind, um für jeden
einzelnen Kunden ein perfektes System gemäß den
spezifischen Anforderungen zu erstellen. Matec liefert komplette
und schlüsselfertige Anlagen, die als vollautomatische
Systeme arbeiten. Die eingesetzte Hochdrucktechnologie
sorgt für ausgezeichnete Ergebnisse. Die Voraussetzung
dazu sind bessere und stärkere Komponenten – von der
Schlammförderpumpe bis zur Filterpressenstruktur.
Daraus resultieren Trockenschlammblöcke mit einer
Restfeuchtigkeit von unter 15%.
„Wir arbeiten und handeln nach den Leitsätzen Handschlagqualität,
Zuverlässigkeit und Leidenschaft. Durch
die langjährige Erfahrung als Anwender und Mobilaufbereiter,
kompetentes Fachwissen und leistungsstarke
Maschinen unserer Vertriebspartner sowie bestgeschulte
Maschinisten ist es uns möglich, unsere Kunden in allen
Bereichen der Aufbereitungstechnik – darunter auch
Betonaufbereitung für die materialverarbeitende Industrie
– zu beraten“, betont Ferdinand Polixmair.
www.polixmair.com | www.matecindustries.com
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Matec Filterpressanlagen sind die ideale Lösung für
kleine und mittlere Produktionsanlagen, die auf die
Aufbereitung von Zuschlagstoffen, Sand und Kies in
Steinbrüchen und Bergwerken spezialisiert sind.
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dem Deutschen Innovationspreis
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Auch für die Rückgewinnung von Fein- und
Ultrafeinstoffen bietet Matec hochentwickelte Lösungen.
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MASCHINEN + TECHNIK
WOLFFKRAN
Gut geplant ist halb gebaut: drei Wolff-Krane
errichten „kaiserliches“ Wohnquartier
Im neuen Kaiserquartier in Dortmund entstehen im Auftrag der Eric Schmidt
Kaiserquartier GmbH rund 130 Wohnungen sowie Gewerbeflächen, Arztpraxen,
Geschäfte und eine Tiefgarage. Die Freundlieb Bauunternehmen GmbH u. Co. KG
setzt auf eine effiziente Bauweise mit Fertigbauteilen, weshalb sie drei leistungsstarke
Wolff-Laufkatzkrane auf die Baustelle holte.
D
as Krankonzept wurde so ausgelegt,
dass die gesamte Baustellenfläche von
rund 15.600 m 2 mit nur drei Wölffen
abgedeckt wird. Ganz im Zeichen der Zeit
wird das Kaiserquartier maßgeblich mit
Fertigteilen gebaut. Balkone, Loggien und
Treppenhäuser werden vorgefertigt
angeliefert und müssen in einem Stück an
ihren Platz gehoben werden. Rund 10 t
wiegt das schwerste Fertigteil, eine
Loggiaplatte. Um die Großbaustelle mit nur
drei Kranen abzudecken, müssen diese
auch an der Spitze noch Lasten von 5-6 t
heben können. Freundlieb entschied sich
deshalb für den 315 mt Wolff 7532.16 Cross
und zwei 250 mt Wolff 7032.12 Clear
Krane. Durch die geringen Aufbauhöhen
der beiden spitzenlosen Wolff Clear Krane,
wurde das Gesamtkonzept trotz der sich
überschneidenden Ausleger möglichst
Die niedrige Aufbauhöhe
der spitzenlosen Wolff-Krane
halten das Gesamtkonzept
niedrig und damit wirtschaftlich.
Die gesamte
Baustellenfläche kann
mit nur drei Kranen
abgedeckt werden.
Montage und Demontage
wurden vorab detailliert
geplant. Das Foto zeigt die
aufgeschüttete Rampe,
über die Autokran und
Lkw die Baugrube
befahren konnten.
niedrig und damit kosteneffizient gehalten.
Da das Baufeld weitläufig ist und die
Baugrube rund 4 m tief ausgehoben
wurde, wäre eine Montage von der
umliegenden Straße aus unwirtschaftlich
gewesen. Um die günstigsten Montagestandorte
innerhalb des Baufelds zu
erreichen, wurde eine rund 30 m lange
Rampe aufgeschüttet, über die Autokran
und Lkw die Baugrube befahren konnten.
Der Wolff 7532.16 und ein 7032.12 wurden
auf Fundamentanker am Boden der
Tiefgarage platziert, der andere Wolff
7032.12 auf einem Kreuzrahmen außerhalb
der Baugrube. Auch die Demontagen
mussten bereits im Vorfeld exakt geplant
werden. „Nach Fertigstellung wird nahezu
das gesamte Bauensemble durch die
Tiefgarage unterkellert sein“, sagt Carsten
Druske, Leiter Miete Deutschland und
Niederlassungsleiter Wolffkran Dortmund.
„Dadurch weisen weite Teile der umliegenden
Plätze und Innenhöfe nicht mehr die
notwendige Tragfähigkeit für einen
300-t-Autokran auf. Auch die Zufahrten
werden dann durch die Neubauten
limitiert sein, so dass die Kranteile
darüber hinweggehoben werden müssen.“
Deshalb definierte Wolffkran bereits vorab
Stellen außerhalb des Gebäudekomplexes,
von wo aus der Autokran die Wölffe wieder
abbauen kann. „Bei der Planung musste
zudem das Gefälle des Baustellengeländes
einbezogen werden, sowie die unterschiedlichen
Gebäudehöhen im Verlauf der
einzelnen Bauabschnitte“, erläutert
Druske.
„Bei diesem Bauvorhaben hat es sich
wieder einmal gezeigt, dass ein konstanter
Ansprechpartner und eine intensive
Zusammenarbeit während der Baustellenplanung
unerlässlich sind“, sagt Bertram
Müller, Projektleiter bei der Freundlieb
Bauunternehmung. „Mehrere gemeinsame
Vor-Ort-Termine mit dem Wolff-Team aus
Dortmund im Vorfeld der Bauphase waren
der Garant für die hervorragende Konzeption
und den reibungslosen Bauablauf“, so
Müller.
www.wolffkran.com
60 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
YANMAR
Drei Minibagger der nächsten Generation
Das brandneue Trio umfasst die Modelle SV15VT,
SV17VT und SV19VT und wurde von Grund
auf neu entwickelt.
D
ie neue Baureihe setzt laut Yanmar
Maßstäbe in puncto Sicherheit,
Leistungsfähigkeit und Effizienz. „Wir
haben uns mit Anwendern verschiedener
Bereiche ausgetauscht, um ihre
Bedürfnisse genau zu verstehen und
uns entschlossen, die gesamte Produktreihe
neu zu gestalten. Wir sind sehr
stolz darauf, drei komplett neue
Modelle zu präsentieren“, sagt Cedric
Durand, Director Product Management
EMEA bei Yanmar Compact Equipment
EMEA. Alle drei Modelle sind mit
dem hochmodernen, Stufe-V-konformen,
mechanisch gesteuerten 3-Zylinder-Motor
mit indirekter Einspritzung
aus der international bekannten
TNV-Serie von Yanmar ausgestattet.
„Bei der Entwicklung der neuen
Maschinen haben wir den Fokus auf
Bedienerfreundlichkeit und maximale
Produktivität gelegt. Mit der Überarbeitung
verschiedener Komponenten –
u.a. Kabine und Ausleger – konnten
wir die Leistungsfähigkeit unserer
Minibagger noch einmal deutlich
steigern“, betont Sota Takami, Director
European CE Engineering bei Yanmar
Compact Equipment EMEA.
Alle drei Baggermodelle haben die
erstklassige Wartungsfreundlichkeit
gemeinsam und sind außerdem
serienmäßig mit dem Yanmar-Flottenmanagementsystem
der nächsten
Generation, SmartAssist Remote,
ausgestattet. Das System meldet
Standort und Status der Maschinen in
Echtzeit und ermöglicht die Fernverfolgung
per PC oder Smartphone.
www.yanmar.com/de/construction
Die Hydraulik des SV19VT wird durch das
bewährte ViPPS-System von Yanmar angetrieben.
Ein Wählschalter am Schildbedienhebel und ein
serienmäßiges Kickdown-Getriebe sorgen für eine
effizientere manuelle Bedienung.
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MASCHINEN + TECHNIK
BERNEGGER / KARNER
Anspruchsvoller Spezialtiefbau für
die Campuserweiterung am IST Austria
Das 2006 gegründete und 2009 eröffnete Institute of Science and Technology (IST)
Austria in Klosterneuburg widmet sich der Grundlagenforschung auf Weltklasseniveau.
Zurzeit wird der IST Campus durch das neue Laborgebäude „Lab 6“ erweitert, für das
die ARGE der Firmen Bernegger und Karner bis Mitte Juli die anspruchsvollen
Erdbau- und Spezialtiefbauarbeiten finalisiert.
Eingespieltes Team (von rechts): Ing. Helmut Rogatsch (Bauleitung Spezialtiefbau
der Firma Bernegger) und Florian Benischek (Firma Karner) vor dem Bohrgerät der
Firma Bernegger.
M
it einem gemeinsamen Spatenstich
gaben das Bundesministerium für
Bildung, Wissenschaft und Forschung
(BMBWF), das Land Niederösterreich und
das IST Austria Ende April den Startschuss
für den Bau des neuen Laborgebäudes.
Am IST Austria, das insgesamt etwa
860 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus
über 70 Ländern beschäftigt, forschen
aktuell 59 Forschungsgruppen in den
Bereichen Mathematik und Informatik,
Physik, Chemie sowie den Neurowissenschaften
und Biologie. Derzeit verfügt das
IST Austria über vier Laborgebäude, ein
fünftes soll noch heuer fertiggestellt
werden. Die Fertigstellung des Lab 6 ist
2023 geplant, dann sollen etwa 10.000 m 2
Nutzfläche zur Verfügung stehen. Der
Neubau am Gelände soll in Zukunft Platz
für rund 20 Forschungsgruppen bieten
und auch ein Seminarzentrum beherbergen.
2026 werden am IST Austria bis zu
90 Forschungsgruppen in einem internationalen
Umfeld mit modernster
Infrastruktur forschen.
62 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Blick auf die Baustelle Ende
Mai mit den fortschreitenden
Aushubarbeiten und der
Herstellung der Gründungspfähle.
Die Nagelwand weist
eine Höhe von bis zu 17 m auf.
Der IST Campus zeichnet
sich durch eine Kombination
von klassischen und modernen
Gebäuden aus.
Österreichischer
Baumaschinenverband
KOMPETENZ DURCH
FOKUSSIERTE INFORMATION
Nr. 0124850
11
12
1
10
27
26 21
2
9
25 22
3
8 24 23 4
7
6
5
Mit der Baugrubenerstellung für das
Lab 6 beauftragte das Land Niederösterreich
die ARGE der Firmen Bernegger in
Molln und Karner in Greifenstein. Ing.
Helmut Rogatsch, Bauleitung Spezialtiefbau
der Firma Bernegger, erklärt:
„Der Untergrund ist bei diesem Projekt
durch eine stark wechselnde Geologie
geprägt. Die Bandbreite reicht von
Bodenklasse drei bis Bodenklasse sieben
und auf sehr kurzer Distanz haben wir
hier einen Wechsel zwischen einer
wasserführenden Schicht und Sandstein.
BAUBLATT.ÖSTERREICH
Maschinist Wolfgang Amon (Firma Karner) bei der Lkw
Beladung mit einem Cat 320E L RR Kurzheckbagger.
Aufgrund der bindigen Böden haben sich
die vielen Niederschläge im Mai erschwerend
ausgewirkt. Dazu kommt eine enge
Zufahrtstraße und der Einsatz von
Großgeräten in einem beschränkten
Baustellen-Umfeld. Aus diesem Grund
ist es besonders wichtig, dass die
einzelnen Gewerke problemlos Hand in
Hand laufen – vom Aushub über den
Abbruch bis hin zur Baugrubensicherung.
Wir schätzen die Firma Karner
schon seit mehreren Jahren als kompetentes
Erdbauunternehmen und haben
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MASCHINEN + TECHNIK
Florian Benischek (Firma
Karner, rechts) und Baublatt.
Österreich Herausgeber
Karl Englert im Gespräch
über die Herausforderungen
des Projekts.
Souverän setzt Martin
Krohndorfer (Firma Bernegger)
im 120 t schweren
Liebherr Bohrgerät LRB 355.1
in einem engen Raster die
117 Bohrpfähle für die Fundierung
und die 200 überschnittenen
Austauschbohrungen
für die Spundwand.
im Raum Klosterneuburg und Wien schon
verschiedene Bauvorhaben erfolgreich
gemeinsam abgewickelt. Die Teams
kennen sich und das ist bei den genannten
Rahmenbedingungen ein großer Vorteil.“
Konkret übernimmt die Firma Karner
bei diesem Projekt die Rodungsarbeiten,
den Abbruch der alten Stahlbeton-
Kellerwände sowie den Aushub von rund
42.000 m³ Erdreich in einem Zeitraum von
12 Wochen. Zum Einsatz kommen aus dem
firmeneigenen Fuhrpark unter anderem ein
Cat 315F LC, ein Cat 320E L RR Kurzheckbagger
sowie für den Massenaushub und die
Feinprofilierung der Baugrube ein neuer
Doosan DX300NLC-7, der mit einer
3D-Baggersteuerung der österreichischen
Firma „ETiEVE“ ausgerüstet ist. Bis zu
12 Lkw sorgen für den Transport des
Aushubmaterials zu der nahegelegenen
firmeneigenen Bodenaushubdeponie. Der
Betonabbruch wurde zur Recyclinganlage
der Firma Karner in Greifenstein verführt
und wird dort zu einem qualitätsgeprüften
Recyclingprodukt verarbeitet.
Die Spezialtiefbauleistungen werden
durch die Firma Bernegger ausgeführt.
Aufgrund der Bodenverhältnisse wurde
die Wasserhaltung rasch in Betrieb
genommen. Sie erfolgt über 21 Vakuum-
Brunnen mit bis zu 18 m Tiefe und wird
mit der Fertigstellung der Decke des
Kellergeschosses außer Betrieb
genommen.
Für die Gründung müssen 117 Bohrpfähle
mit in Summe 1.500 lfm in einem
sehr engen Raster gesetzt werden. Zum
Einsatz kommt das größte Bohrgerät der
Firma Bernegger, ein LRB 355.1 der Firma
Liebherr mit einem Einsatzgewicht von
120 t, das als kombiniertes Ramm- und
Bohrgerät mit Kellyausrüstung eingesetzt
wird.
Dazu Florian Benischek, Geschäftsleitung
der Firma Karner: „Eine große
Herausforderung war der 1 m hohe
Bodenaustausch im unteren Baugrubenbereich,
denn aufgrund der instabilen
Bodenverhältnisse war es notwendig, für
das 120 t schwere Bohrgerät einen
tragfähigen Boden zu schaffen. Das ist uns
mit einem hochwertigen Geotextil und
einer Schüttung aus massivem Steinbruchmaterial
gelungen. Gemeinsam mit
42.000 m³ Erdreich in 12 Wochen: Maschinist
Hannes Veigel hat mit dem Doosan DX300NLC-7 der
Firma Karner und der 3D-Baggersteuerung der Firma
„ETiEVE“ die Erdarbeiten exakt im Griff.
64 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
der Wasserhaltung durch die Brunnen und
der Austauschschüttung haben wir das
Problem aber in Griff bekommen.“
Straßenseitig muss eine Spundwand mit
ca. 1.600 m² und einer Spundbohlenlänge
bis zu 12 m errichtet werden. Da diese in
den untersten Tiefen aufgrund der Bodenbeschaffenheit
nicht gerammt werden
kann, wird in der Spundwandtrasse das
vorhandene Material durch 200 überschnittene
Austauschbohrungen mit rund 1.600
lfm durch Kies 0-100 ersetzt. Der Durchmesser
für die Bohrpfähle und für die
Austauschbohrungen beträgt 880 mm.
Die Nagelwand weist eine Gesamthöhe
bis 17 m auf, sie wird mit mehreren
Zwischenebenen abgewickelt. Gesetzt
werden die Nägel, die eine Länge von 4 bis
10 m aufweisen, mit einem raupenmobilen
Nagelgeräte und einer Bagger-Anbaulafette.
Zum Einsatz kommt bei diesem
Projekt auch ein Brunnenbohrgerät, ein
Liebherr L 514 Stereo Radlader für den
baustelleninternen Materialtransport und
ein Teleskop-Roto-Stapler für diverse
Arbeiten. Das Abladen und der Transport
der Bohrpfähle sowie der Auf- und Abbau
des Bohrgerätes erfolgte mit einem Dieci
Pegasus 6021, der mit Winde, Lasthaken,
Das Abladen und der Transport der
Bohrpfähle sowie der Auf- und Abbau
des Bohrgerätes erfolgte mit einem
Dieci Pegasus 6021.
Ergänzend zu diesem Nagelgerät kam auch
eine Bagger-Anbaulafette zum Einsatz.
Paletten-Gabel und Arbeitskorb ausgerüstet
ist.
Ein weiterer Schwerpunkt im Spezialtiefbau
ist die Herstellung von 2.000 m²
Spritzbeton, der mit etwa 4.200 lfm
Injektionsbohrankern rückverankert wird.
Der Trockenspritzbeton wird von der
Firma Bernegger in der Zentrale in Molln
produziert, zur Baustelle geliefert, in Silos
zwischengelagert und in Stärken zwischen
12 und 15 cm überwiegend mit einlagiger
Bewehrung aufgebracht. Beim Besuch von
Baublatt.Österreich Ende Mai waren die
Arbeiten geprägt von der zügigen Finalisierung
in den Bereichen Spritzbeton,
Austauschbohrungen und Gründungspfähle.
Gleiches gilt auch für die Spundwand,
die in einem Teilbereich rückverankert
werden muss. Mit Abschluss der
Erdbau- und Spezialtiefbauarbeiten
übernimmt das Team der Kärntner Firma
Kostmann die Baustelle und errichtet den
Hochbau des Lab 6.
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und schonen Untergründe
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MASCHINEN + TECHNIK
BRV
Rückbau und Verwertung nehmen Fahrt auf
Der Österreichische Baustoff-Recycling Verband vermeldet
die 300. eingetragene Rückbaukundige Person.
D
amit stehen im gesamten Bundesgebiet
ausreichend Fachkräfte für die
gesetzlich vorgeschriebene Beurteilung von
Bauobjekten vor Abbruch zur Verfügung.
Aufgrund des in zwei Jahren in Kraft
tretenden Deponierungsverbots von
mehreren Baustoffen ist die sortenreine
Trennung von Baurestmassen die beste
Voraussetzung für die Verwertung. „Seit
2016 führt der BRV eine für alle Interessierten
kostenlos einzusehende Auflistung
geeigneter Rückbaukundiger Personen“, so
Martin Car, Geschäftsführer des BRV.
Diese Liste stellt österreichweit die einzig
umfassende, nach Bundesländern sortierte,
Datenbank der Rückbau Experten dar.
„Wir sind stolz, nun mehr 300 Rückbau
Spezialisten auflisten zu können und
damit den verantwortlichen Bauherren
eine gute Auswahlmöglichkeit zu bieten“,
so Car.
Die österreichische Bauwirtschaft ist
europaweit federführend, wenn es um hohe
Recyclingquoten geht: Soeben wurde per
Verordnung auch der letzte Schritt zur
Kreislaufwirtschaft für Beton, Asphalt und
Straßenaufbruch gesetzt. Diese Abfälle aus
hochwertigen Baustoffen müssen ab 2024
rezykliert und dürfen nicht mehr deponiert
werden. „Obwohl die Herausforderungen
groß sind, haben die Recycling-Baustoff
Unternehmen genug Kapazitäten und vor
allem das nötige Know-how um diesen
Herausforderungen zu entsprechen“, hebt
der Geschäftsführer des BRV hervor.
Ob Bauherr, Planer, Bauunternehmen
oder Recyclingbetrieb, der BRV bietet –
teilweise kostenlos, Informationsmaterialien
Merkblätter und Richtlinien zu den
Themen Bodenaushub, Baurestmassen,
Abbruch und Recyclingbetriebe an.
Informationen aus erster Hand können
sowohl in den Bundesländern als auch in
Wien in den BRV Seminaren erhalten
werden.
www.brv.at
DI Martin Car ist stolz, nun mehr 300 Rückbau
Spezialisten auflisten zu können.
INFO
BRV Informations-Veranstaltungen
Baurelevante Neuerungen
beim Abfallverzeichnis
14.09.2021 / Wien (Webseminar)
Neues zum Asphalt-Recycling
27.09.2021 / Wien
03.11.2021 / Linz
Ausbildungskurs „Abbrucharbeiten“:
rückbaukundige Person
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Ihr Spezialist für
MASCHINEN + TECHNIK
Das Schulungsangebot
der Komatsu Driving
Academy beinhaltet
vier Trainingskonzepte
für unterschiedliche
Zielgruppen und Zielsetzungen.
Das Angebot
ist über Kuhn Baumaschinen
GmbH als
Komatsu Vertriebspartner
buchbar.
KUHN
Komatsu Driving Academy: eigene
Fertigkeiten gezielt trainieren
F
ür den Arbeitsalltag mit der Baumaschine
gibt es neben dem Erlernen der
grundsätzlichen Arbeitsschritte viele
Kniffe und hilfreiche Tipps, von denen
sowohl Anfänger als auch erfahrene
Baumaschinenführer profitieren können.
Unter Berücksichtigung der Vorkenntnisse
wird neben sicherheitsrelevanten Aspekten
auch die effiziente Bedienung der Baumaschine
im Arbeitseinsatz, welche einen
wesentlichen Einfluss auf die Maschinenbetriebskosten
hat, geschult. In der
Komatsu Driving Academy kann das
sichere und effiziente Bedienen von
Ein Schulungsteilnehmer
testet sein Können am Komatsu
Fahrsimulator unter realistischen
Einsatzbedingungen.
Baumaschinen in Theorie und Praxis mit
Hilfe von ausgewiesenen Experten und
innovativen Technologien – wie einem
Fahrsimulator mit beweglicher Plattform
und einem Virtual Reality Room – erlernt
und erfahren werden.
Zu den vier Trainingskonzepten zählt
zunächst das „Sicherheits- und Funktionstraining“.
Es ist für ungeschulte ebenso wie
geschulte Fahrer ausgelegt und qualifiziert
in der sicheren Handhabung und Funktion
von Komatsu Maschinen gemäß DGuV
Regel 101-003, BGR118. Weiters bietet die
Komatsu Driving Academy das „Basistraining“
für Neueinsteiger und das „Effizienztraining“
für erfahrene Baumaschinenführer.
Nicht zuletzt bietet man Personen, die
künftig als Trainer im eigenen Unternehmen
fungieren sollen, zusätzliches Detailwissen
und Hintergrundinformationen. Die
jeweils mehrtägigen Schulungen finden in
Kleingruppen und mit verschiedenen
Komatsu Maschinen statt. Selbstverständlich
erfolgen alle Trainings unter Berücksichtigung
der aktuell geltenden Maßnahmen
zur Eindämmung der Covid-19 Pandemie.
www.kuhn-gruppe.com
■ Bauvermessung ■ Pumpen ■ Verbausysteme
MASCHINEN + TECHNIK
Ein höheres Drehmoment bei niedrigerer Motordrehzahl
erhöht die Leistungsfähigkeit des ZW 220-7.
KIESEL
ZW220-7: erster Hitachi-Radlader der Serie 7
Drinnen alles im Blick und in Reichweite, draußen kümmern sich Kamera- und Radarwarnsysteme
um die Arbeitssicherheit. Im neuen Hitachi-Radlader ZW220-7 hat der
Fahrer mit den neuen Sicherheitssystemen sein gesamtes Umfeld stets im Blick. Er
kann sich voll auf seine Ladespiele konzentrieren. Extra für den europäischen Markt
entwickelt, hat Hersteller Hitachi beim ZW220-7 mit Top-Technologien den
Bedienkomfort für Anwender gesteigert.
U
m den hohen Ansprüchen der
europäischen Märkte an Fahrerkomfort,
Bedienung und Effizienz gerecht zu
werden, integrierten die Hitachi-Konstrukteure
neue Features zu Ergonomie,
Komfort und digitaler Sicherheits-Technik
im ZW220-7. Sie transformierten die
Kabine in eine digital vernetzte Leitzentrale
mit niedrigstem Geräusch- und
Vibrationspegel.
Kameras und Heckradar
verhindern Unfälle
Höchste Arbeitssicherheit realisierten die
Entwickler beim ZW220-7 mit dem Aerial
Angel-Kamerasystem auf der Kabine und
einem Heck-Radar-Warner. Auf dem
neuen LCD-Monitor sieht der Fahrer die
zur 270°-Luftansicht kombinierten
Aufnahmen dreier Winkelkameras.
Zudem warnt ihn das Display optisch und
akustisch, wenn das Heck-Radar Objekte
erfasst. Bei Einsätzen in Dunkelheit
machen acht LED-Arbeitsscheinwerfer
die Nacht zum Tag.
Die Klimaautomatik in der hydraulisch
gelagerten Kabine schützt den
Bediener vor Schadstoffen und sorgt
dafür, dass er immer einen kühlen Kopf
bewahrt. Das Hitachi-Entertainmentsystem
hat Premium-Qualität und im
luftgefederten, beheizbaren Komfortsitz
arbeitet man ermüdungsfrei. Dazu tragen
die neuen, elektrisch vorgesteuerten
Bedienhebel bei, die am Fahrersitz
mitschwingen. Damit lassen sich das
Hubgerüst, die Schaufel und hydraulische
Anbaugeräte sehr feinfühlig steuern.
Mehr Leistung und Produktivität bei
höchster Maschinenverfügbarkeit sorgen
für höhere Gewinnspannen, das verspricht
der neue Hitachi-Radlader: Der
ZW 220-7 ist Hitachis erster Stage-Vkonformer
Radlader. Sein neuer Cumminsmotor
erreicht mehr Drehmoment
schon bei geringerer Drehzahl. „Der
Bediener erzielt eine starke Leistung und
spart Treibstoff“, sagt Kiesel-Produktexperte
Jonas Lange. Ihm gefällt besonders
das neue ECO-Messinstrument, mit dem
Maschinenführer den Spritverbrauch
68 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Die verbesserten Komfort- und Sicherheitsfunktionen
der Kabine sorgen beim
ZW 220-7 für eine höhere Produktivität,
bequemeres Arbeiten und weniger
Ermüdung.
Mit dem neuen, elektronisch vorgesteuerten
Multifunktions-Hebel lassen sich
Hubgerüst und Hydraulik-Werkzeuge
sehr feinfühlig steuern.
Das Nutzlast-Überwachungssystem
Payload Checker
verhindert Über- oder
Unterladungen von Lkw.
stets im Blick haben und optimieren
können.
Für zusätzliche Effizienz sorgt der
Hitachi-Payload Checker. Er zeigt anhand
der Daten der integrierten Kontrollwaage
Über- oder Unterladungen an. Damit
lassen sich Lkw leicht, zeit- und kostensparend
beladen. Wie alle Hitachi-
Maschinen ist auch der ZW 220-7 aus
robusten Komponenten gefertigt und
hochstabil. „Das sind Radlader, die ewig
laufen“, sagt Radlader-Experte Lange.
„Vor allem sind sie mit ihren weit
öffnenden Motor- und Kühler-Hauben
bequem zu warten.“
Der gesamte Maschinenzustand lässt
sich auch aus der Ferne prüfen. Hitachis
Telematik-Systeme Owner‘s Site und
ConSite sowie die ConSite Pocket App
sichern dabei volle Kontrolle über den
Fuhrpark. „Der ZW 220-7 setzt bei
Bedienkomfort, Leistung, Produktivität
und Sicherheit höchste Qualitätsstandards“,
bekräftigt Kiesel-Produktmanager
Jonas Lange und freut sich auf die
nächsten Demo-Vorführungen.
www.kiesel.net
DAS OEL DER KTM-CHAMPIONS GIBT’S
ÜBRIGENS AUCH FÜR BAUMASCHINEN.
Rennen gewinnt man im Kopf. Und mit dem richtigen Partner. Seit mehr als 10 Jahren trägt MOTOREX mit erstklassigen Oelen
und umfassendem Technologie-Support dazu bei, dass KTM spektakuläre Erfolge einfährt. Doch nicht nur Motorräder müssen
in jeder Situation ihr Bestes geben können. Sondern auch Baumaschinen. Holen Sie sich darum jetzt die Unterstützung von
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MASCHINEN + TECHNIK
EUROPA TRUCK TRIAL TOUR
Spektakulär über Stock und Stein
Am 21. und 22. August 2021 findet im Bergbaugelände Muttlkogel bei Voitsberg-
Zangtal der zweite Lauf der diesjährigen Europa Truck Trial Tour statt. Nach
der Zwangspause in 2020 kämpfen sich erneut zahlreiche Teams in den Klassen
Zwei-, Drei- und Vierachser sowie der Kategorie „Prototyp“ durch Strecken-
Passagen, die man oft erst beim zweiten Blick als solche erkannte.
B
ereits 1990 feierte das erste Truck
Trial Event in Frankreich seine
Premiere und schon ein Jahr später
beeindruckten die Fahrerteams mit ihrem
Können erstmals das österreichische
Publikum in Zeltweg. Damals wie heute
galt es den Lkw, unter den strengen Augen
der Kommissare – so heißen die Truck
Trial Schiedsrichter – auf den Zentimeter
genau im schwersten Gelände zu erproben.
Ein detailliertes Regelwerk, vor allem
hinsichtlich der erlaubten Tuning-Maßnahmen,
sorgt für spannende Rennen. So
darf in den drei seriennahen Klassen zwar
der Motor mit Originalzubehörteilen
BUCH-TIPP
Diesel im Blut: ein Rückblick auf 30 Jahre „am Bock“
Das unsichtbare Band, welches Teams und Zuschauer
beim Europa-Truck-Trial gleichermaßen verbindet, ist
neben der Begeisterung fürs Off-Road-Fahren auch die
Verbundenheit zum Medium „Diesel“. Passend dazu hat
der langjährige Teilnehmer Bernhard Fuchs den Roman
„Diesel im Blut“ (ISBN 978-3-95511-168-7) geschrieben,
in dem es nicht nur um Truck-Trial geht. Fuchs: „Erst
bist du der Neue, der Anfänger, einfach nur froh, ohne
Berufserfahrung überhaupt einen Job als Fahrer bekommen
zu haben. Heute bin ich ein ,alter Hase‘ in der
Branche, in meinem Fall sogar ein ,alter Fuchs‘, was
aber nur an meinem Namen liegt. Nach 30 Jahren ,am
Bock‘ ist es an der Zeit, einen kurzen Blick in den
Rückspiegel zu werfen, denn da gibt’s allerhand zu sehen.
Schöne Erlebnisse, herbe Rückschläge, Freundschaften
sowie das Gegenteil davon. Von den allerersten
Erfahrungen hinterm Lenkrad wird ebenso berichtet wie
vom Rundholztransport in einsamen Wäldern. Es geht
um große und weniger große Maschinen, vom Zweirad
bis zum Motorflugdrachen, vom Feuerwehrkran bis zum
russischen Armeelastwagen. Illustriert von nostalgisch
anmutenden Bildern habe ich versucht ein möglichst
spannendes Bild (m)eines Fahrerlebens in einen Roman
zu verpacken. Wenn ich schon angeblich Diesel im Blut
habe, so ist es wohl nicht weiter verwunderlich, wenn
sich in all den Jahren ein ganzer Tank voller Erinnerungen
und Geschichten in meinem Kopf angesammelt
hat. Den habe ich angezapft, was dabei herausgesprudelt
ist, halten die Leserinnen und Leser nun in den
Händen.“
www.ohetaler.de
70 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
In dem Bergbaugelände
Voitsberg-Zangtal wurde
bereits 1994 das erste Mal
ein Europa Truck Trial Lauf
ausgerichtet. In diesem Jahr
messen sich die Teams am
21. und 22. August in den
Klassen Zwei-, Drei- und
Vierachser sowie der
Kategorie „Prototyp“. Die
Europa Truck Trial Tour
startet am 24.-25. Juli 2021
in Frankreich (Fublaines)
und endet am 16.-17.
Oktober 2021 im deutschen
Gröningen.
verbessert, am Fahrwerk, den Radständen
oder Spurweite jedoch nichts verändert
werden. „An erster Stelle steht nichtsdestotrotz
die Sicherheit der Fahrer. Doppelte
Tanks, Überrollbügel, Fünfpunktegurte
und Helme sind nur einige der Sicherheitsmaßnahmen“,
weiß Veranstalter Jürgen
Funke zu berichten.
Ein Blick auf die Anfänge
Als im Jahre 1870 in Voitsberg mit dem
Abbau von Braunkohle begonnen wurde,
hat bestimmt niemand daran gedacht, was
dort in mehr als hundert Jahren über die
Bühne gehen wird. Einige verwegene
Off-Road-Fahrer rund um die Autocross-
Legende Bernd Mörth, den Freunden
Otmar Letnik und Johann Stadler waren
1993 fest entschlossen, einen Europa Truck
Trial Lauf zu organisieren. Der Erfolg gab
ihnen recht: über 4.000 Zuschauer stürmten
an jenem Wochenende den stillgelegten
Tagebau im Zangtal. Nach einigen weiteren
Europameisterschaftsläufen verfiel die
steirische Stadt, in Sachen Truck-Trial,
jedoch wieder in den Dornröschenschlaf.
Eigentlich hätte die Veranstaltung ja
bereits im Vorjahr „wachgeküsst“ werden
sollen, was jedoch von der hartherzigen
„Corona“ auf hinterhältigste Weise
verhindert wurde. Aber heuer gibt es kein
Zurück mehr, unter Einhaltung aller
Sicherheits- und Corona-bedingter
Gesundheitsauflagen wird dieser schöne
Event im Zangtal geplant.
Die Zeit der Pandemie wurde auch
genutzt, um das virtuelle Truck-Trial
#HDCthegame weiter auszubauen, was bei
reger Beteiligung vieler begeisterter Fans
durchaus positiven Anklang findet. Das
staubige Ambiente eines Truck-Trial-
Wochenendes jedoch, mit dem allgegenwärtigen
Dröhnen der Motoren, den Steilhängen,
den atemberaubenden Momenten,
wenn ein schwerer Truck im Gelände
scheinbar kurzzeitig die Gesetze von
Physik und Schwerkraft außer Kraft
setzten will, all das wird ein Spiel alleine
niemals ersetzen können. Andererseits
zeigt sich dadurch einmal mehr, wie
vielfältig Truck-Trial sein kann, quasi von
der gemütlichen Wohnzimmercouch bis
zum Live-Event im Bergbaugelände:
„Einfach jedem das Seine!“ Genau diese
Vielfalt ist es wohl auch, die immer wieder,
die unterschiedlichsten Menschen, jeden
Alters für ein paar Stunden friedlich
vereint. Weitere Informationen über die
einzelnen Termine im Internet.
www.europatrucktrial.org
KAISER Fahrzeugtechnik GmbH
Gewerbestrasse 4, A-6710 Nenzing
Tel. +43-55 25-641 80
Fax +43-55 25-64180-10
www.kaiser-fahrzeugtechnik.at
mail@kaiser-fahrzeugtechnik.at
PAUS Senkmuldenkipper SMK 365
BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2021
71
MASCHINEN + TECHNIK
Kleemann hat mit dem
mobilen Kegelbrecher
Mobicone MCO 90(i)
EVO2 die perfekte
Ergänzung zur neuen
Backenbrechanlage
Mobicat MC 110(i)
EVO2 geschaffen. Der
innovative Kegelbrecher
punktet mit hoher
Wirtschaftlichkeit,
intelligenter Steuerungstechnik
und
bester Produktqualität.
KLEEMANN
Neuer mobiler Kegelbrecher
Mobicone MCO 90(i) EVO2
M
it innovativen Neuentwicklungen, die
in der robusten Mobicone MCO 90(i)
EVO2 verbaut sind, bietet Kleemann
seinen Anwendern aus Steinbrüchen und
Lohnunternehmen entscheidende Qualitätsvorteile
im Arbeitsalltag. Kegelbrecher
müssen im täglichen Einsatz im mittelhartem
bis hartem Gestein – überwiegend in
der 2. oder 3. Brechstufe – oft bis an
Belastungsgrenzen gehen. Mit einer
maximalen Aufgabeleistung von bis zu 270
t/h zeigt der neue Kegelbrecher MCO 90(i)
EVO2 seine Stärken und sorgt für mehr
Betriebssicherheit und hohe Anlagenverfügbarkeit.
Auch die einfache Transportierbarkeit
bei häufig wechselnden
Standorten und das breite Einsatzspektrum
sind überzeugende Argumente für die
Mobicone MCO 90(i) EVO2 von Kleemann.
Effizienter Brecher-Direktantrieb
und kontinuierliche Brechprozesse
Durch das verbesserte Diesel-Direkt-
Antriebskonzept erreicht die Mobicone
MCO 90(i) EVO2 sehr gute Verbrauchswerte
und arbeitet dadurch sehr effizient.
Die Förderbänder werden elektrisch
angetrieben. Das CFS (Continuous Feed
System) überwacht durch eine Sonde den
Brecherfüllstand und regelt die Materialzufuhr
so, dass immer eine optimale
Menge aufgegeben wird. Das sorgt für eine
optimale Brecherauslastung und damit
auch für eine sehr gute Materialqualität.
Brechanlagen werden in ihrer Funktion
immer anspruchsvoller. Kleemann
entwickelte für seine topaktuellen
Brechanlagen der EVO2 Generation ein
intelligentes Steuerungskonzept, das
Bedienbarkeit wesentlich vereinfacht. Mit
Spective hat das Unternehmen die
Messlatte für Benutzeroberflächen in der
Branche weiter angehoben. Dieses
Bedienkonzept ist intuitiv aufgebaut und
revolutioniert mit seinen umfassenden
Features die Anlagenbedienung. Das 12‘‘
große Touchpanel wurde bezüglich der
Benutzerführung und Visualisierung
optimiert. Zudem sind neue Komponenten
wie eine große Funkfernsteuerung und
eine kleine Funkfernsteuerung in die
Spective Welt integriert worden. Die neue
digitale Lösung Spective Connect bringt
alle wichtigen Anlagendaten aufs Smartphone.
Das bedeutet: weniger Stillstand,
mehr Produktivität und mehr Ertrag.
Breites Einsatzspektrum
Die Mobicone MCO 90(i) EVO2 ist für
hohe Brechleistung konzipiert. Mit seinen
neuen Brechwerkzeugen deckt der
Kegelbrecher einen großen Spaltbereich
von 6-45 mm ab und ist so flexibel einsetzbar.
Die verbesserten Brechwerkzeuge mit
optimalen Geometrien für den jeweiligen
Einsatzfall, kommen der Materialqualität
und auch der Leistung der Anlage zugute.
Alle Brechspaltweiten werden komfortabel
über die Funkfernbedienung eingestellt.
Weitere Umbauarbeiten sind dafür nicht
notwendig. Selbst bei kleineren Details hat
Kleemann immer Funktionalität und
Leistungsstark als Team: der
Kegelbrecher Mobicone MCO 90(i)
EVO2 und der Backenbrecher Mobicat
MC 110(i) EVO2.
Arbeitserleichterungen für Anwender im
Blick. Sei es bei zusätzlichen Wartungsöffnungen,
der Vereinheitlichung der
Klemmkeilposition für Brechwerkzeuge
oder der automatischen Positionierung des
Einlauftrichters bei Werkzeugwechsel.
Überlastsysteme verhindern Ausfallzeiten
und erhöhen Produktqualität
Ausgestattet mit einem intelligenten und
damit sehr effektiven Überlastsystem,
können auch unter erschwerten Bedingungen
Sicherheit und stabile Prozesse
gewährleistet werden. Das „Tramp
Release System“ bietet Schutz bei
unbrechbaren Materialien wie zum
Beispiel Holz oder Metall. Noch wichtiger
für die kontinuierliche Produktion ist die
Überlasterkennung „Ringbounce Detection“.
Dieses softwaregestützte Überlastsystem
verfügt über zwei Modi, die dem
Anwender die Wahl lassen, ob sein
Schwerpunkt eher auf Produktqualität
(„Precise Mode“) oder auf Produktmenge
(„Mixture Mode“) liegt.
Die neuen Brechanlagen der EVO2-
Generation von Kleemann, der Backenbrecher
Mobicat MC 110(i) EVO2 und der
Kegelbrecher Mobicone MCO 90(i) EVO2
sind besonders stark, wenn sie gemeinsam
durch Linienkopplung verbunden sind.
Mit einem aufeinander abgestimmten
hohen Leistungsniveau und reibungslosem,
kontinuierlichem Materialfluss
kann so höchste Effizienz erzielt werden.
www.wirtgen-group.de/at
72 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Als Hersteller von
Hochvolt-Energiespeichersystemen
bringt xelectrix Power
mit der XPB Basic Split
ein neues Produkt
auf den Markt.
D
XELECTRIX POWER
Neu: XPB Basic Split Range
ie xelectrix Power GmbH mit Sitz in
Mauthausen ist ein international
tätiges Unternehmen, das sich auf Energiespeicherung,
Optimierung und Steuerung
spezialisiert hat. Das von xelectrix Power
entwickelte Produktsortiment stellt heute
modernste Energiespeicher für On- und
Off-Grid Anwendungen bereit, welche als
Komplettsystem leicht zu installieren (Plug
& Play) sind und Lösungen für eine
Vielzahl von Industrien, darunter erneuerbare
Energien, E-Mobilität, Energieversorger,
Netzbetreiber und insbesondere
auch für die Bauwirtschaft, anbieten.
Vor kurzem präsentierte das Unternehmen
eine weitere Neuheit: Das modulare
und multifunktionale Energiespeichersystem
XPB Basic Split bietet mit der
„Parallel Platform Technology“ ein
einzigartiges Wechselrichterkonzept.
Ergonomisch gestaltet, um den modularen
Aufbau und den einfachen Einbau auch
bei beengten Raumsituationen zu erleichtern,
kombiniert die xelectrix Power Box
Basic Split als 3-phasiges AC-gekoppeltes,
400 Volt Speichersystem mehrere Anwendungsmöglichkeiten.
Das Basic Split
System mit einer breiten Wechselrichterpalette
und Batteriekonfigurationen
eignet sich perfekt für Gewerbe und
Industrie und ermöglicht Peak Shaving,
Die modulare Batteriekapazität ist in 20 kWh
Batteriepaketen von 40 bis 240 kWh erweiterbar.
Backup und Optimierung erneuerbarer
Energien mit Netztrennfunktion. Die
modulare Erweiterung der Batteriekapazität
durch Ein- und Ausfahren von
Batteriemodulen ermöglicht maximale
Flexibilität um den individuellen Kundenanforderungen
zu entsprechen.
www.xelectrix-power.com
Durchschnitt ist
für uns keine Option.
Wir bieten unseren Kunden ein echtes Rundum-sorglos-Paket. Ob ganz kleiner Kran
oder größter Kran der Welt – wir liefern Krane für jeden Bedarf. Wer mit uns arbeitet,
muss sich um nichts kümmern. Wir bringen den Kran überall hin: Auf den höchsten Berg
oder in die dichteste Innenstadt. Das können nur echte Profis. Wie wir von Stirnimann.
Stirnimann GmbH | Tel: +43 2253 22050 | office@stirnimann.at | www.stirnimann.at
MASCHINEN + TECHNIK
KOREN / HS-SCHOCH
Erdbau-Profi Koren setzt in allen
Geräteklassen auf HS Schoch
Stefan Koren weiß was er will: Das Unternehmen, das er vor sechs Jahren von den
Eltern übernommen hat, ist heute nicht nur der größte Erdbeweger im Bezirk Voitsberg,
zurzeit wird der neue Standort in Bärnbach auch für den verstärkten Einstieg in den
Recycling-Bereich vorbereitet. Bei der Ausrüstung seiner Bagger setzt Stefan Koren
konsequent auf die Betreuung und Speziallösungen von HS Schoch.
E
s ist eine Erinnerung daran, wie alles
begann: auf dem neuen Betriebsgelände
der Firma Koren in Bärnbach thronen zwei
betagte Neuson-Geräte auf ihren Podesten.
Es sind die Geräte, mit denen Vater Franz
Koren – gemeinsam mit seiner Frau
Brigitte – 1995 den Schritt in die Selbstständigkeit
wagte. Verlässlichkeit und
große Einsatzbereitschaft führten über die
Jahre zu einem soliden Wachstum und
einer wachsenden Mitarbeiteranzahl. 2006
stieg auch Sohn Stefan Koren intensiv in
das Familienunternehmen ein, das er seit
der Umgründung in die Koren GmbH im
Jahr 2015 leitet.
Heute erledigt das über 20-köpfige Team
der Firma Koren im Bezirk Voitsberg für
private und öffentliche Auftraggeber ein
breites Dienstleistungsspektrum, das vom
traditionellen Erdbau über den Leitungsbau,
die Gestaltung von Außenanlagen,
Steinschlichtungen, Abbruch, Materialaufbereitung
bis hin zu Güter- und Sondertransporten,
Kranarbeiten und Brunnenbzw.
Zisternenbau reicht. Der neue
Standort in Bärnbach wird zurzeit noch
umfassend modernisiert und bietet mit
rund 15.000 m² ausreichend Platz für den
Ausbau des Recycling-Betriebs.
Der Fuhrpark umfasst aktuell sechs
Tatra Phönix Schwer-Lkw, einen Muldenkipper
und 14 Erdbaugeräte von 1,5 bis 30
t, darunter auch vier Mobilbagger. Bei den
Geräten von 10 bis 30 t handelt es sich um
vier fast neue Volvo Bagger, bei den
Geräten bis 10 t setzt Stefan Koren
ausschließlich auf Wacker Neuson. Die
Gründe dafür liegen einerseits in der
Firmengründung des Vaters mit Neuson
Geräten, andererseits in der leistungsfähigen
Gerätetechnik aus heimischer Fertigung
sowie der ausgezeichneten Betreuung
durch die Niederlassung in Feldkirchen bei
Graz. Besonders begeistert zeigt er sich von
der Leistung und der feinfühligen Steuerung
des ersten ET90 in seinem Fuhrpark.
Maschinist Franz
Kager (Firma Koren) mit
dem EW65, einem der drei
neuen Wacker Neuson Bagger der
Firma Koren, beim Aushub für eine
110 kV Leitung in Bärnbach. Der HS
Schoch Tieflöffel ist mit Unterschraubmesser
und vorgezogener
Schneide ausgerüstet.
Dieser wurde Mitte Mai gemeinsam mit
den beiden Mobilbaggern EW65 und
EW100 übergeben.
Ausgerüstet wurden die drei neuen
Wacker Neuson Geräte durch die Niederlassung
der Firma HS Schoch in Amstetten mit
insgesamt 13 Anbaugeräten. Vor drei Jahren
expandierte Anbaugeräte-Experte HS-
Schoch nach Österreich. Seitdem kümmert
sich der Amstettner Felix Funke als
geschäftsführender Gesellschafter um den
Standort und den Vertrieb von Baumaschinenzubehör,
Anbaugeräten und Verschleißteilen
sowie den dazugehörigen Service.
Bereits seit 1986 entwickelt und produziert
HS-Schoch mit Hauptsitz in Deutschland
Anbaugeräte wie Löffel, Schaufeln und
Greifer. Oberste Priorität haben Qualität
und Service. Das Produktsortiment umfasst
u.a. Tieflöffel, Abbruchgeräte, Standardschaufeln,
Kombischaufeln, Hochkippschaufeln,
Sieblöffel, Hydraulikgreifer,
Schnellwechseleinrichtungen, Abbruch-
74 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Firmengründer Franz Koren (Mitte) mit Stefan Koren (rechts) und Felix Funke (links) vor dem
HS Schoch Tieflöffel des fast neuen Volvo EC220EN, der komplett aus Hardox gefertigt ist.
Firmenchef Stefan Koren mit Frau Katrin und
Sohn Michael auf dem neuen Betriebsgelände
in Bärnbach vor den beiden Neuson Geräten,
mit denen Vater Franz Koren 1995 das
Unternehmen gründete.
Nicht nur die Wacker Neuson Bagger der Firma Koren, auch die Geräte bis 30 t werden mit Anbaugeräten von HS Schoch ausgerüstet.
Zum Einsatz kommen aber auch Speziallösungen, die maßgeschneidert für kleine Leitungsbaustellen sind. Dazu zählen beispielsweise
das Asphaltschneidrad und das Verdichterrad (die rein mechanisch wirken), der Abziehbalken oder der Kabelbaulöffel.
greifer und Sonderkonstruktionen. HS-
Schoch ist Hardox-Wearparts Partner und
verfügt über langjährige Erfahrung in der
Verarbeitung von Hardox-Verschleißblech.
Bereits vor dem Markteintritt des
Anbaugeräte-Spezialisten investierte
Stefan Koren in seinen ersten HS Schoch
Löffel. Stefan Koren: „Seit 2017 haben wir
diverse Anbaugeräte von HS Schoch im
Einsatz, auch für unsere großen Kettenbagger.
Beginnend mit den neuen Volvo
Baggern im letzten Jahr werden nun alle
Neugeräte mit HS Schoch ausgerüstet. Mit
der Qualität und der Betreuung bin ich
sehr zufrieden. Was ich besonders schätze,
ist die Flexibilität und Offenheit, mit der
auf meine Wünsche eingegangen wird, denn
ich habe bei den Löffeln sehr bestimmte
Vorstellungen. Damit meine ich etwa die
konische Form der Löffel, damit sie sich in
der Künette nicht verkeilen oder die
Unterschraubmesser für gewisse Löffel, die
beim Leitungsbau in der Form bei uns
vorgeschrieben sind. Auch diverse Sonderlösungen
wurden immer rasch und
unkompliziert realisiert.“
Felix Funke ergänzt: „Nicht zuletzt, da
unsere Unternehmen der innovative und
vorausschauende Blick in die Zukunft
verbindet, freut es mich sehr so positives
Feedback von einem langjährigem Partner
wie der Firma Koren zu erhalten. Die
Tatsache fordernde Kundenaufträge wie
diesen kurzfristig und mit speziellen
Lösungen, die einen Mehrwert in der
Praxis bringen, zu realisieren, stärken uns
in unserem Vorhaben verlässlicher Partner
mit bestem Kundenservice zu sein.“
www.koren-erdbau.at | www.hs-schoch.at
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BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2021
75
MASCHINEN + TECHNIK
1
2 3
4 5
1 Einbringen der zementgebundenen
mineralischen
Beschichtung. 2 Furbypads:
Die dynamische Bindung
einer Vielzahl feinster
Diamanten sorgt für Langlebigkeit.
3 Furby Pads mit
Durchmesser 125 mm, sehr
fein montiert auf Schwamborn
STR 500. 4 Feinschliff
mit der Schwamborn STR
500 und Furby Pads.
5 Glänzendes Ergebnis:
Der polierte, ebene und
fugenlose Bodenbelag einer
70 m 2 großen, neuen
Doppelgarage.
Die neueste Innovation
von langlebigen Diamantpads
bringt mit nur einem
Arbeitsvorgang den
perfekten Schliff auf
zementgebundene,
mineralische
Beschichtungen.
W
er zementgebundene Beschichtungen,
schnell, ergonomisch und im
Trockeneinsatz optisch perfekt und
pflegeleicht machen möchte, ist beim
Fußbodenspezialisten Schwamborn an der
richtigen Adresse, um Boden gut zu
machen. Die jüngste Innovation von
Diamantpads mit dem Namen „Furby
Pads“ vereinfacht die Endbearbeitung von
modernen Design- und Industriebodenbeschichtungen
erheblich. Zementgebundene,
selbst verlaufende Bodenbeschichtungen
sind als Designböden oder in
SCHWAMBORN
Polieren von Design- und
Industriebeschichtungen
Industriehallen voll im Trend. Sie sind
leicht aufzutragen, fugenarm zu verarbeiten,
individuell gestaltbar und dauerhaft
belastbar. Wenn sie langlebig und einfach
zu pflegen sein sollen, empfiehlt sich ein
Feinschliff.
Die Schwamborn-Fußbodenexperten
haben den Anspruch, für jede Aufgabe im
Fußbodenbau die optimale Lösung zu
bieten. So war es nahezu zwangsläufig, die
bestmöglichen Schleifwerkzeuge für diese
mittlerweile sehr beliebten Bodenbeläge
zu entwickeln. Mit den neuartigen „Furby
Pads“ ist dies herausragend gelungen, wie
auch das nachfolgende Praxisbeispiel
zeigt. Diese speziell für das Polieren von
Oberflächen entwickelten Pads besitzen
eine revolutionäre dynamische Bindung
einer Vielzahl feinster Diamanten. Sie
ermöglichen nicht nur eine hohe 3-D
Bewegungsfreiheit beim Polieren, sondern
vor allem eine schnellere Bearbeitung.
Denn der Feinschliff mit diesen Pads hat
nur eine geringe Wärmeentwicklung zur
Folge, was sie ideal für den Trockeneinsatz
macht.
So wurde in nur einer Stunde eine
zementgebundene mineralische Beschichtung
auf 70 m 2 Garagenfläche mit der
Schwamborn STR 500 und Furby Pads
poliert. Wie die Bilder zeigen, ist das
Ergebnis ein optisch herausragender
Boden mit größtmöglicher Ebenheit und
ohne Fugen, der höchste Langlebigkeit
mit Pflegeleichtigkeit verbindet.
www.schwamborn.com
76 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
BAU POWER GROUP
Mobile Baustraßen für
kurzfristige Zufahrtslösungen
Die Böden sind nass und das Wetter unbeständig? Der richtige Zeitpunkt
für den Einsatz mobiler Baustraßen der Bau Power Group.
B
austellen-Zufahrten führen nicht
immer über befestigte Straßen.
Oft geht es über frisch angelegte
Baupisten, Feldwege oder auch mal
über die Wiese. In diesen Fällen lohnt
sich der Einsatz der mobilen Baustraßen
der Bau Power Group, denn sie
schützen den Untergrund, halten die
Zufahrt sauber und mindern die
Probleme im Baustellenverkehr.
Verschiedene Plattengrößen und
-arten ermöglichen für jede Anforderung
die richtige Lösung. Damit die
Zufahrten auch immer passend sind,
hat Bau Power Group sechs verschiedene
Standard-Modelle – wie immer
zum Mieten oder Kaufen. Dabei
entscheidet die Situation, ob die
leichte Platte mit 80-120 t Traglast,
von Hand verlegt werden kann oder
ob die stärkere Version Baustraße
(bis 200 t Traglast) eingesetzt werden
soll. Bei Bedarf sind auch Fahrplatten
verfügbar, die gegenseitig verschraubt
werden. So bleibt die Fläche stabil,
einzelne Platten verschieben sich
nicht und die Oberfläche bleibt
sauberer. Die Bau Power Group
verweist auf eine wachsende Zahl
zufriedener Kunden, die in Österreich
regelmäßig die verschiedenen
Baustraßen-Modelle nutzen. Dabei
schätzen sie auch den umfassenden
Service – von der Beratung bis zur
Miete oder Kauf.
www.baupowergroup.com
Für jede Situation die
richtige Baustraße: Kunststoff-Straßen
PBG Professional
Medium (Traglast bis 120 t/m 2 )
im Einsatz für eine
Bauzufahrt.
RANGE-12/20 - Service communication Mecalac Fotos: Sémaphore - Münchow Industriefotos - Fotolia
DIE GESAMTE MECALAC
PRODUKTPALETTE ERHALTEN
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Telefon: +43 (0) 5244 6966
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Telefon: +43 (0) 2252 / 25 30 20
www.mlecka.at
mecalac.com
Kontakt: mecalac-mas@mecalac.com
BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2021
77
MASCHINEN + TECHNIK
Vom mobilen Service für Bagger
und Baumaschinen über die Lkw- und
Pkw-Werkstätte bis hin zum mobilen
Pannenservice bietet das Reparaturcenter
im Lungau ein breites Dienstleistungsspektrum.
Aufgrund der
umfangreichen Herstellerfreigaben
kommt überwiegend das Motorenöl
Focus QTM SAE 10W/30 von
Motorex zum Einsatz.
Freuen sich über zufriedene
Baumaschinen- und Lkw-Kunden (von
links): Gernot Thiel (Werkstattleiter)
und Stefan Bliem (Geschäftsführer).
MOTOREX / REPARATURCENTER IM LUNGAU
Reparatur-Profis für Baumaschinen und Lkw
Es gibt kaum eine Aufgabe, der das engagierte Team der Reparaturcenter im Lungau GmbH
nicht gewachsen wäre. Bau- und Landmaschinen, aber auch Lkw aus der Region, finden
daher immer öfter ihren Weg in die gefragte Werkstätte in St. Michael im Lungau.
S
eit 2017 führen Stefan Bliem als
Geschäftsführer und Gernot Thiel als
Werkstattleiter die Freie Werkstätte für
Baumaschinen, Lkw, Landmaschinen und
Pkw, die aus dem Familienbetrieb Prommegger
entstanden ist. Durchgeführt
werden von den 15 Mitarbeitern und den
Lehrlingen alle Service- und Reparaturarbeiten
inklusive §57a Überprüfung.
Das Spektrum der Dienstleistungen
reicht vom mobilen Service für Bagger und
Baumaschinen über die Lkw- und Pkw-
Werkstätte bis hin zum mobilen Pannenservice.
Hier ist man Partner von Service
24. Im angeschlossenen Shop werden
Ersatzteile für Forstgeräte und Seilbahnen
sowie Arbeitsbekleidung und persönliche
Schutzausrüstung angeboten. Auch
Hydraulik-, Kran- und Kipper-Service
zählt zum Leistungsangebot.
Besonders hervorzuheben ist auch die
Österreich-Vertretung für Spezialbaumaschinen
der Firma Stehr. Hier reicht die
Produktpalette von Kabelfräsen, welche
beispielsweise zur Ausweitung des 5G
Netzes zum Einsatz kommen, bis hin zu
Geräten für die staubfreie Bodenstabilisierung.
Um den Anforderungen all dieser
Fahrzeugtypen und deren Vielfalt an
Herstellern gerecht zu werden, setzt das
Reparaturcenter im Lungau auf das
Motorenöl Focus QTM SAE 10W/30 von
Motorex. „Als Freie Werkstätte für Lkw,
Bau- und Landmaschinen schätzen wir die
umfangreichen Herstellerfreigaben von
Focus QTM SAE 10W/30. Das gibt uns und
unseren Kunden Sicherheit und vereinfacht
die Lagerhaltung“, sind sich Stefan
Bliem und Gernot Thiel einig.
www.motorex.com
www.reparaturcenter.at
78 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
ROTOTILT
Neuer Reißzahn von Rototilt
Rototilt setzt weiterhin auf hochwertige Anbaugeräte.
Das beweist der schwedische Hersteller mit seinem
neuen, kompakten Reißzahn.
D
ank einer robusten Konstruktion
bietet er hohe Losbrechkraft bei
wirklich anspruchsvollen Einsätzen. Der
Reißzahn ist vorn, hinten sowie an den
Seiten in gehärtetem Stahl der Güte
HB450 ausgeführt. Die Fahrer, die bereits
die Gelegenheit zum Testen hatten, geben
dem neuen Modell ausnahmslos gute
Bewertungen. Einer von ihnen ist Niklas
Björn: „Die Losbrechkraft ist sehr hoch.
Das merkt man gleich. Die neue Form ist
kürzer und stärker gekrümmt, weshalb
ich mit dem Reißzahn besser unter den
Dauerfrostboden komme“, berichtet der
Geschäftsführer das Bauunternehmens
Br Bjöörns AB mit Sitz in der schwedischen
Provinz Västerbotten. Der neue, kürzere
Reißzahn ist ab sofort für Maschinen von
2 bis 32 t erhältlich und ergänzt das
bestehende Reißzahnsortiment. Optimiert
ist er für Rototilts Baggerschnellwechsler
und Schwenkrotatoren mit den Aufnahmegrößen
S40, S45, S50, S60 und S70.
www.rototilt.de
Der neue, kürzere Reißzahn von
Rototilt ist ab sofort für Maschinen von
2 bis 32 t erhältlich. Dank der verstärkten
Aufnahme kann der Reißzahn hohe
Losbrechmomente bewältigen.
BUILDING INFORMATION MODELING
ÖIAV
BIM und Digitalisierung: Positionspapier
für leichteren Einstieg und Zugang
Auf Initiative des ÖIAV (Österreichische Ingenieur- und Architektenvereinigung)
arbeitet die Arbeitsgruppe öffentlicher Auftraggeber im Rahmen der Plattform 4.0
intensiv an Zukunftsstrategien zur Digitalisierung der Bauplanung und des Baumanagements.
Erstmals präsentiert die Arbeitsgruppe ein Positionspapier zum
Thema Digitalisierung und Open BIM (Building Information Modeling) in Österreich.
B
uilding Information Modeling (BIM) ist
eine vernetzte Planungsmethode zur
Entwicklung von Gebäudemodellen mit
aufeinander abgestimmten Informationen
unterschiedlicher Planerinnen und Planer
der Architektur, Statik und Haustechnik.
Durch BIM entsteht ein digitaler Gebäudezwilling,
der auch für das Errichten und
Betreiben von Gebäuden genutzt werden
kann. Im Rahmen der Plattform 4.0
arbeiten zahlreiche Experten in der
Arbeitsgruppe öffentlicher Auftraggeber,
die in dem nun präsentierten Arbeitspapier
Handlungsempfehlungen zur Digitalisierung
von Bauprozessen geben und anhand
unterschiedlichster Pilotprojekte neue
Wege in die Zukunft eines modernen Bauund
Prozessmanagements aufzeigen.
Hon. Prof. DI Dr. Wilhelm Reismann,
Präsident des ÖIAV zur Gründung der
Arbeitsgruppe: „BIM ist in der digitalen
Bauwelt in Österreich massiv im Vormarsch.
Zahlreiche innovative, österreichische
Unternehmen und Institutionen
realisieren Projekte im Hoch- und Tiefbau
mit der Unterstützung dieser effizienten
Methode. In der Arbeitsgruppe öffentlicher
Auftraggeber unterstützen wir diesen
Trend und tragen letztendlich dazu bei,
die öffentliche, digitale Infrastruktur in
Österreich auszubauen und den Wirtschaftsstandort
zu stärken.“
Prof. DI Dr. Gerald Goger (TU Wien),
einer der Leiter der Arbeitsgruppe, zu den
Zielsetzungen: „Die Digitalisierung in der
Baubranche, die insbesondere durch BIM
vorangetrieben wird, ist einer der bedeutendsten
Treiber für Innovation und
Fortschritt in der Stadt der Zukunft.
Präsentierten das Arbeitspapier
(von links): Prof. DI Dr. Gerald Goger
(TU Wien & LIB), DI Thomas Mayer
(Magistratsdirektion Bauten
und Technik der Stadt Wien),
Mag. Silke Cubert (Geschäftsführerin
ÖIAV), Hon. Prof. DI
Dr. Wilhelm Reismann
(Präsident ÖIAV) und
DI Andreas Fromm (Asfinag
Bau Management GmbH).
80 JUNI 2021
Fotos: Clemens Beutler/ÖIAV; Shutterstock
BUILDING INFORMATION MODELING
IN KÜRZE
2. Kolloquium Straßenbau in der Praxis
In Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für
Straßenwesen, der Bauwirtschaft Baden-
Württemberg e.V. und der Vereinigung der
Straßen- und Verkehrsingenieure Baden-
Württemberg veranstaltet die Technische
Akademie Esslingen (TAE) am 07. und 08.
September 2021 das 2. Kolloquium Straßenbau
in der Praxis. Mehr als 80 Einzelvorträge
aus Forschung, Industrie und Praxis bilden
ein breites Themenspektrum ab: von BIM aus
der Sicht der unterschiedlichen Projektbeteiligten,
über innovative Methoden zur Zustandserfassung
und Vermessung bis hin zu
„klassischen“ Themen wie Materialien, Herstellung
und Instandhaltung.
www.tae.de/go/strassen
Digital Findet Stadt 2021 Unter dem Titel
„Best Practice Academy“ zeigt der Jahreskongress
von Digital Findet Stadt am 09. September
2021 in Wien, dass Österreich in Sachen
Innovation einiges zu bieten hat. In den
drei disruptiven Themenbereichen BIM, automatisiertes
Bauen und vernetzte Gebäude
werden internationale Exzellenzprojekte
nach aspern Seestadt gebracht und mit
österreichischen Antworten versehen. Mit
dem Kongress öffnet auch das Digital
Building Demonstration Lab als reale Entwicklungs-
und Demonstrationsumgebung in
aspern Seestadt seine Pforten.
www.digitalfindetstadt.at
BIM-Branchenevent Vom 15. bis zum 16.
September 2021 geht der Kongress Infrastruktur
Digital Planen und Bauen 4.0 in der
Universitätsstadt Gießen in die zwischenzeitlich
achte Runde. Die Organisatoren setzen
2021 erneut auf einen Live-Stream aus Gießen
in die Welt. Während sich am ersten Tag
fast alles um die Schiene dreht, rückt die
Straße am zweiten Kongresstag in den Vordergrund.
Wie bereits im Vorjahr werden die
hochkarätigen Referierenden größtenteils
vor Ort sein und ihre Vorträge und Workshops
dort zum Besten geben. Für Teilnehmerinnen
und Teilnehmer besteht die Möglichkeit,
via Chat Fragen zu stellen, die live
beantwortet werden. Sofern Corona es zulässt,
wird es außerdem eine Zubuchoption
für eine Teilnahme vor Ort geben, dies ist
jedoch derzeit noch offen. www.thm.de
ARS Lehrgang Vom 04.11. bis 03.12.2021 bietet
das ARS Seminarzentrum in Wien einen
Lehrgang zur Ausbildung zum zertifizierten
BIM-Practitioner gemäß ÖNorm A 6241-1 und
-2 an. Von der Theorie zur praktischen Anwendung
bietet der Lehrgang nicht nur einen
Überblick über Chancen und Herausforderungen,
welche sich mit der Anwendung der
BIM-Arbeitsweise ergeben, er vermittelt auch
das nötige Grundlagenwissen über Arbeitsweise,
gebräuchliche Begrifflichkeiten und
mögliche Anwendungsfelder sowie zur korrekten
Anwendung der Normen. www.ars.at
BIM und NFC im Tunnelbau Für ein Projekt
am Flughafen Salzburg setzte das zuständige
Planungsbüro erstmals die PlanRadar-Software
in Verbindung mit Near Field Communication
(NFC) und BIM ein. Mussten früher Aktenordner
für die Dokumentation erstellt und
Schäden von Hand eingetragen werden, so
können heute sämtliche geplante Bauteile
dank der BIM-Technologie in der App abgebildet
werden. Schadstellen an Bauteilen können
nun digital dokumentiert und am entsprechenden
Ort ein NFC-Tag angebracht
werden. Um die Ticket-Informationen anzuschauen,
brauchen verantwortliche Personen
lediglich ein NFC-fähiges, mobiles Endgerät,
um den Tag zu lesen und anzupassen. Eine
Fehlauslese wie bei klassischen Beschriftungen
ist nicht mehr möglich.
www.planradar.com
Digitale Technologien ermöglichen nicht
nur ein ressourcenschonendes energieeffizientes
Bauen, sondern unterstützen vor
allem heimische Unternehmen innovativ
und wettbewerbsfähig zu sein. Einheitliche,
transparente Vorgaben für eine
digitalisierte Standardisierung von
Prozessen über den gesamten Lebenszyklus
eines Bauprojektes (Entwicklung,
Planung, Bauausführung, Betrieb und
Erhaltung) fehlen jedoch bis dato in
Österreich. In der Arbeitsgruppe öffentliche
Auftraggeber bündeln wir Ressourcen,
indem branchenübergreifende Regelwerke
und Leitlinien für unterschiedliche
BIM-Anwendungsbereiche transparent
aufgezeigt und damit Auftraggeberinnen
und Auftraggebern
den Einstieg und Zugang in die Digitalisierung
erleichtert wird.“
DI Andreas Fromm, Asfinag Bau
Management GmbH, ergänzt: „Neben der
Erarbeitung einheitlicher Regelwerke und
Normen, steht vor allem die Positionierung
von Vorteilen und Nutzen von BIM
sowie der Ausbau und das Vorantreiben
von BIM-Know-how in den relevanten
Zielgruppen im Vordergrund unserer
Arbeit. Weiters sind wir davon überzeugt,
dass der Erfolg von digitalem Planen,
Bauen und Betreiben wesentlich von der
Fachkompetenz und der praktischen
Erfahrung unserer Facharbeiter abhängt.
Daher unterstützen wir die Schaffung
gemeinsamer State-of-the-Art Schulungsgrundlagen,
die Förderung von neuen
Ausbildungsinitiativen auf diesem
Sektor.“
Wien realisiert die digitale
Baueinreichung der Zukunft
BRISE (Building Regulations
Information for Submission
Envolvement) ist ein
erfolgreiches Leuchtturm-
Digitalisierungs-Projekt
der Stadt Wien, das mit 4,8
Mio. Euro Fördermittel von
der EU-Initiative „Urban
Innovative Actions“ (UIA) gefördert wird.
BRISE setzt neue Maßstäbe für die
Baueinreichung und Baugenehmigung
und verbindet BIM, Künstliche Intelligenz
(KI) und Augmented Reality (AR). Die
BRISE-Lösung bietet eine innovative
Basis für die Verwaltung des gesamten
Bauvorhabens – von der Planung über die
Einreichung bis hin zur Projekt-Kontrolle
vor Ort und der Abnahme des fertigen
Bauwerks.
„Wien ist in den letzten 10 Jahren um
rund 300.000 Einwohnerinnen und
Einwohner gewachsen. Jährlich werden
rund 13.000 Baueinreichungen bearbeitet.
Die zunehmende Komplexität führt bei
Baueinreichungen auf Papier bereits zu
einer Verfahrensdauer von bis zu einem
Jahr. Hier setzen wir mit BRISE neue
Maßstäbe und gestalten künftige Bauansuchen
und Baugenehmigungen digital
– und damit schneller, effizienter, transparenter
und kostengünstiger. Dieser
durchgängig digitale Genehmigungsvorgang
spart in Zukunft allen Beteiligten
Zeit und Geld. BRISE steht eindeutig für
die Zukunft der digitalen Verwaltung“, so
DI Thomas Mayer (projektverantwortlich
von der Magistratsdirektion Bauten und
Technik der Stadt Wien).
www.oiav.at
JUNI 2021
81
BUILDING INFORMATION MODELING
Führungs- und Fachkräfte sowie Planer und
Bauherrenvertreter waren geladen, um sich
bei der fünfstündigen Hybridveranstaltung
auf dem BIM-Parcours ihr ganz persönliches
Bild von den bereits heute bestehenden
Umsetzungsmöglichkeiten von BIM
im kommunalen Verkehrswegeund
Tiefbau zu machen.
MTS
MTS-Innovationstage: BIM in der Praxis
Der Leitgedanke der diesjährigen „MTS-Innovationstage“ war es, das ‚Big Picture‘
der BIM-Idee auf die bereits heute im kommunalen Verkehrswege- und Tiefbau
bestehenden Umsetzungsmöglichkeiten hin runterzubrechen – vor Ort und
via Live-Stream.
Z
u diesem Zweck ließ der Schwäbische
Digitalisierungs- und Automatisierungsexperte
MTS am 22. und 23. April
2021 im Schwäbischen Hayingen die
realen und virtuellen Teilnehmer in
moderierten Kleingruppen im Zwanzig-
Minuten-Takt entlang der 13 Themenstationen
des BIM-Parcours (BIM = Building
Information Modeling) rotieren und sich
ihr eigenes Bild von der greifbaren
Zukunft des kommunalen Verkehrswegeund
Tiefbaus machen. Bei den Stationen
wechselten sich Live-Demonstrationen
innovativer Tiefbau-Technologie mit
Podiumsdiskussionen, Themen-Installationen
und Geräteausstellungen ab.
Zentrale Botschaft der Veranstaltung
war aus Sicht des MTS Vorstandsvorsitzenden
Rainer Schrode, „dass BIM wenig
bis gar nichts mit irgendeiner Software-
Lösung zu tun hat, sondern in erster Linie
eine völlig neue Form der Baukultur
darstellt, deren Herzstück das Miteinander,
die Kommunikation, der Austausch
und die Transparenz zwischen allen
Prozessbeteiligten darstellen. Außerdem
wollten wir unseren Teilnehmern an sehr
konkreten Praxis-Beispielen aufzeigen,
auf welche Weise und unter welchen
Voraussetzungen modellbasiertes Bauen
für kleinere Bauunternehmen, Ingenieurbüros
und Kommunen schon heute
umsetzbar ist.“
Zu den Gästen der diesjährigen Innovationstage
zählten hochkarätige Vertreter
von Auftraggeber, Auftragnehmer- und
Planerseite. Bürgermeister Kevin Dorner
von der Stadt Hayingen betonte: „Wir
versprechen uns, mittels BIM ein maximales
Maß an Transparenz sowie Kosten- und
Terminsicherheit erreichen zu können und
auf der anderen Seite die während der
Bauausführung erhobenen digitalen Daten
als Grundlage für die Bewirtschaftung und
den künftigen Rückbau der Bauwerke
sowie die Planung künftiger Baumaßnahmen
nutzen zu können.“
Marco Herberger vom Planungsbüro
Eisele hatte die Planungen einer ersten
Modell-Baustelle für BIM im Tiefbau
vorgenommen und ergänzte Dorners
Ausführungen: „Den Mehraufwand, den
wir im Vorwege in die digitale Planung
reinstecken, können wir hinten raus in der
digitalen Bauausführung einsparen und
für künftige Bauprozesse nutzen. Hinzu
kommen Vorteile, wie beispielsweise bei
der Abrechnung: Wer nach Plan baut,
kann nach Plan abrechnen.“ Bau-Rechtsanwalt
Rainer Mang fügte abschließend
hinzu: „BIM sorgt nicht zuletzt auch für
mehr Rechtssicherheit: Denn wer erst
plant und dann baut, streitet am Ende
weniger. Modellbasierte Planungsdaten
sind vor Baubeginn auf Fehlerkollisionen
prüfbar, für alle gleichermaßen zugänglich
und direkt für Bauausführung und die
Dokumentation verwendbar. Davon
profitieren unterm Strich alle Seiten.“
„Trotz all dieser Vorteile sei im Hinblick
auf den kommunalen Verkehrswege- und
Tiefbau vielerorts noch ein Weg zu gehen“,
so Rainer Schrode. „Einmal im Hinblick
auf die nötigen rechtlichen Voraussetzungen,
die vielerorts noch nicht an die neuen
Anforderungen angepasst wurden. Auch
gilt es in vielen Fällen, noch das nötige
Grundlagen-Know-how aufzubauen und
Ängste und Vorurteile aus dem Weg zu
räumen.“ Darum möchte Schrode mit
seinen Innovationstagen dazu motivieren,
nicht gleich immer mit 100% starten zu
wollen, sondern sich erst einmal ein Bild
über bereits vorliegende Umsetzungsmöglichkeiten
zu machen und im Rahmen
eigener kleinerer Projekte in die neue
Denkweise einzufinden.
82 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
BUILDING INFORMATION MODELING
Wie konkret modellbasiertes
Bauen sich
bereits heute umsetzen
lässt, erfuhren die Teilnehmer
im Rahmen der
einzelnen Stationen des
BIM-Parcours anschaulich
und praxisnah.
„Ausgehend von der Frage: „Was will
ich, wie komme ich dorthin und wie
vermeide ich den technischen Overkill?
Das ist für alle Seiten eine individuelle
Gratwanderung, die sich aber auch für
alle Seiten auszahlt“, so Schrode. Nicht
zu vergessen sei dabei auch die sensationelle
Steilvorlage, die modellbasiertes
Bauen hinsichtlich der Rekrutierung
von Nachwuchskräften mit sich bringt.
Ebenso wie der enorme Spaßfaktor, den
die aktive Arbeit mit BIM-Modellen für
alle Seiten mit sich bringt.“
Um neugierig gewordenen Teilnehmern
der Innovationstage die Möglichkeit
zu geben, sich auf ihrem künftigen
Weg in die praktische Umsetzung
modellbasierten Bauens begleiten zu
lassen, stellte MTS-Ausbildungsleiter
Tobias Hesse am Ende des BIM-Parcours
den berufsbegleitenden,
hersteller unabhängigen und von der
IHK zertifizierten Ausbildungsgang
zum BIM-Baustellen-Manager vor. Im
Rahmen dessen erwerben die Teilnehmer
sämtliche Kenntnisse, die zum
Verständnis und zum Anleiten modellbasierten
Bauens im eigenen
Unternehmen nötig sind.
www.mts-online.de
Das Wimmer Team sucht
2 Technische Verkaufsberater im Außendienst (m/w/d)
Gebiet: Stmk, Ktn, Südbgld. | Gebiet: Wien, NÖ, Nordbgld.
Mehr Infos auf www.wimmer.info/karriere
Bewerbungen, Rückfragen unter jobs@wimmer.info
wimmer.info
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
I+R GRUPPE
Vorarlberger i+R Gruppe mit Rekordjahr
Trotz Pandemie konnten die Unternehmen der i+R Gruppe im Geschäftsjahr
2020/21 insgesamt einen Rekordumsatz von 700 Mio. Euro erwirtschaften.
FACT-BOX
i+R Gruppe – Zahlen und Fakten
n eigentümergeführtes Familienunternehmen
in 4. Generation,
1904 gegründet
n Sparten: Bauen, Immobilien, Bagger
n 50 Standorte in 17 Ländern in Europa
n 700 Mio. Euro Umsatz
n Eigenkapital: 300 Mio. Euro
n Langfristiges Immobilienvermögen:
500 Mio. Euro
n 1.200 Mitarbeitende
n 100 Lehrlinge
n Wesentliche Unternehmen:
Huppenkothen, Martin, i+R Bau,
i+R Industrie- & Gewerbebau,
i+R Wohnbau, i+R Holzbau,
i+R Fensterbau, Lorenz Lift, Digando,
Zürs.Mountain.Club (Hotel Edelweiss
und Hotel Flexen), Höfle Bautruck,
S+B Gruppe.
E
Die i+R Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2020/21 einen Umsatz von
700 Mio. Euro erwirtschaften, rund die Hälfte davon mit der Sparte
Bagger. Die Eigentümer der i+R Gruppe, Joachim Alge und
Reinhard Schertler (von links), beim Pressegespräch Mitte Juni 2021.
twa die Hälfte entfällt auf die Sparte
Bagger, 30% auf Immobilien und 20%
auf die Sparte Bauen. Auch die Zahl der
Mitarbeitenden hat mit 1.200 einen
Höchststand erreicht. Aktuell investiert
das eigentümergeführte Familienunternehmen
am i+R Campus in Lauterach 6,3
Mio. Euro in den Ausbau von 100 Büro-
Arbeitsplätzen und eine eigene Lehrwerkstätte
für Bauberufe.
Letztes Jahr fuhr die i+R Gruppe ihren
bislang wirtschaftlich größten Erfolg ein.
700 Mio. Euro Umsatz erzielten die zur
Gruppe gehörenden Unternehmen in den
drei Sparten Bauen, Immobilien und
Bagger. Dies bedeutet eine Umsatzverdoppelung
in nur sieben Jahren. „Corona hat
auch uns gefordert. Als Familienunternehmen
mit kurzen Entscheidungswegen
konnten wir jedoch schneller und flexibler
agieren als andere. Wir haben es geschafft,
immer die volle Leistung zu bringen.
Unsere Kunden und Partner haben das
sehr positiv wahrgenommen“, berichtet
Eigentümer Joachim Alge.
330 Mio. Euro Umsatz erwirtschaftete
die Sparte Bagger – an deren Spitze
Huppenkothen steht – mit dem Verkauf
von 4.000 Baggern der Marke Takeuchi
und einer Mietflotte mit 6.550 Baggern,
Arbeitsbühnen und sonstigen Baumaschinen.
Auf die Sparte Immobilien entfielen
210 Mio. Euro. Dort liegt der Fokus auf
großen Projektentwicklungen in Süddeutschland:
In Konstanz, Weingarten,
Lindau und Memmingen entwickelt i+R
Foto: Udo Mittelberger
84 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
ehemalige Industrieareale zu lebendigen,
gemischt genutzten Stadtquartieren mit
rund 3.000 Wohnungen, Büros und
Geschäften. „Boden ist knapp. Daher
kommt der sinnvollen Nachnutzung
solcher Industriebrachen – sogenannte
Brownfield Developments – als hochwertige
Wohn- und Lebensräume besondere
Bedeutung zu. Sie ist ein wichtiger
Beitrag der ökologischen Erneuerung“,
erklärt Eigentümer Reinhard Schertler,
der selbst ausgebildeter Städteplaner ist.
In der Sparte Bauen lag der Umsatz
bei 160 Mio. Euro. Großprojekte wie
beispielsweise das Hochwasserpumpwerk
der ARA Bregenz oder der vor kurzem
unterzeichnete Generalunternehmerauftrag
für die Verpackungsgruppe CCL
Label in Dornbirn stehen in den Auftragsbüchern.
Innert sieben Jahren hat sich die
Mitarbeiterzahl über alle Standorte
hinweg auf 1.200 verdoppelt. Allein 831
Mitarbeiter sind in Vorarlberg tätig.
Dieses Wachstum macht nun Investitionen
nötig: Am i+R Campus in Lauterach
wird ein zweigeschossiger Büro-Neubau
in Holzbauweise errichtet – insgesamt
entstehen 100 zusätzliche Arbeitsplätze
für bestehende und neue Mitarbeiter
samt Besprechungs- und Schulungsräumen,
Begegnungszonen und Dachterrasse
sowie eine Lehrwerkstätte für Bauberufe.
„Unser Standort in Lauterach soll Schritt
für Schritt zu einem i+R Campus werden.
So können wir für die unterschiedlichen
Unternehmen der Gruppe ein hochwertiges
Arbeitsumfeld zur Verfügung stellen“,
sind Joachim Alge und Reinhard Schertler
überzeugt.
Ausblick
Die Eigentümer der i+R Gruppe blicken
positiv in die Zukunft: Die Nachfrage
nach den angebotenen Produkten und
Leistungen sei ungebrochen stark, die
Investitionsbereitschaft groß. So erwarten
Joachim Alge und Reinhard Schertler
auch für das laufende Geschäftsjahr ein
Ergebnis auf dem gleich hohen Niveau.
Investitionen ins Kerngeschäft und in die
Ausbildung von eigenen Fachkräften
schaffen – wie auch in den vergangenen
117 Jahren – die Rahmenbedingungen für
den Erfolg.
www.ir-gruppe.com
KUHN
Die Kuhn-Gruppe trotzt der Krise
Auch für die Kuhn-Gruppe stand das Geschäftsjahr 2020
im Zeichen der Covid-19-Pandemie. Trotzdem zeigt man
sich mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2020/2021,
das mit Ende März abgeschlossen wurde, zufrieden.
D
ie Kauffreude in neue Baumaschinen
stürzte mit Beginn der
Pandemie abrupt um mehr als die
Hälfte ab und es deutete alles auf eine
andauernde Krise hin. Im Herbst kam
das Vertrauen in eine stabile Zukunft
in der Baubranche zurück und von den
Unternehmen wurde wieder stark
investiert. Der anfängliche Rückgang
im Auftragseingang konnte in den
Herbst- und Wintermonaten beinahe
aufgeholt werden. In solchen unsicheren
Zeiten kann Kuhn besonders bei
den Unternehmen punkten. Zu Gute
kommt dem Unternehmen in diesen
Zeiten, dass es familiengeführt ist
sowie die hohe Eigenkapitalquote. Der
Umsatz reduzierte sich um knapp 6%
von 632 Mio. Euro im 2019/20 auf 595
Mio. Euro im abgelaufenen Jahr. Die
Kuhn-Gruppe beschäftigt gut 1.600
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 80
Personen davon befinden sich in der
Lehre, womit auch schon jetzt die
Schlüsselkräfte von morgen im eigenen
Haus ausgebildet werden.
Voller Einsatz der Mitarbeiter
„Wir bedanken uns bei all unseren
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für
ihr Engagement und ihren besonderen
Einsatz in diesem schwierigen Jahr“,
sagt Andreas Kuhn, Geschäftsführer
der Kuhn Holding. Die Firmengruppe
besteht aus den drei strategischen
Unternehmensbereichen Baumaschinen,
Ladetechnik und Emco Werkzeugmaschinen.
Sowohl bei den Baumaschinen
als auch bei der Ladetechnik
Von links:
Stefan Kuhn,
Andreas Kuhn
und Günter
Kuhn.
entwickelten sich die wirtschaftlichen
Zahlen – in Anbetracht der schwierigen
Bedingungen – zur Zufriedenheit der
Kuhn-Gruppe. Bekannte Marken wie
Komatsu, Mitsubishi und Palfinger
tragen in diesen beiden Segmenten zu
wirtschaftlicher Stabilität bei. Zudem
bietet Kuhn jede Menge Systemlösungen
und eine professionelle Ersatzteillogistik,
die zu einer sehr guten
Serviceabdeckung führt.
Schwere Zeit in der Industrie
Während die Baubranche und somit
auch die beiden Kuhn-Segmente
Baumaschinen und Ladetechnik die
Krise relativ gut überwinden konnten,
stellt sich die Situation im industriellen
Bereich etwas schwieriger dar. Der
Geschäftsbereich Emco entwickelt und
produziert als einer der führenden
Werkzeugmaschinenhersteller Europas
innovative High-Tech-Werkzeugmaschinen
für die zerspanende Industrie.
Mit einer umfangreichen Bandbreite
an Produkten ist die Emco ein international
angesehener Kompetenzpartner
für Dreh- und Fräsmaschinen.
Wie die Industrie generell, so wurde
auch Emco im Jahr 2020 von einem
Absturz im Auftragseingang von 18%
getroffen. Vieles deutet jedoch darauf
hin, dass mittlerweile auch die
Industrie dabei ist, Corona hinter sich
zu lassen. Der Impffortschritt ist dabei
ein positiver Aspekt. Kuhn rechnet
wieder mit einem starken Anstieg des
Geschäfts im Jahr 2021.
www.kuhn-gruppe.com
BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2021
85
FUHRPARK
SCANIA / FELBERMAYR
Auf die Leistung kommt es an
Von links: Horst
Felbermayr (CEO Felbermayr
Transport- und Hebetechnik
GmbH & Co KG) und
Manfred Streit (Direktor
Scania Österreich).
Mit dem 770 PS starken Scania 770 S hat die
Felbermayr Transport- und Hebetechnik
GmbH & Co KG eine Weltpremiere in den
Fuhrpark übernommen.
Mit der Auslieferung des vierachsigen Scania
770 S ist nicht nur der stärkste Serien-Lkw,
sondern auch die weltweit erste Schwerlast-
Sattelzugmaschine des neuen Modells im Einsatz.
Für das Schwertransportunternehmen
Felbermayr mit Sitz in Wels ist der „King of
the Road“ ein Aushängeschild für Innovationsfreude
und Zukunftsorientierung. Mit
einem maximalen Drehmoment von 3.700
Newtonmetern verfügt der Scania 770 S
A8x4/4NB über ein Gesamtzuggewicht von
175 t. Neben all der Kraft und Transportkapazität
setzt der „King of the Road“ auch hinsichtlich
des Verbrauchs und Fahrkomforts
Maßstäbe. Der V8-Motor erhielt eine umfassende
Überarbeitung und ist, je nach Version,
3 bis 6% effizienter als die Vorgängergeneration.
Neben dem neuen Fahrerhaus-Design
und der verbesserten Bedienung wird auch
eine Wohlfühl-Einrichtung geboten wie etwa
TV, Kühlschrank, Mikrowelle und Kaffeemaschine
– fast alles ist möglich. In den Werkstätten
von Felbermayr erfolgen noch spezielle
Einbauten: So wird eine Zentralschmieranlage
für die automatische Schmierung von
beispielsweise Sattelkupplungen und Federbolzen
bei den Achsaufhängungen eingebaut.
Für die zahlreichen Sonderaufgaben dieses
Fahrzeuges ist außerdem eine entsprechende
Lichtausstattung für die Ausleuchtung von
Arbeitsbereichen, etwa für das Be- und Entladen
sowie in der Transportüberwachung, notwendig.
Schließlich muss für den anspruchsvollen
Einsatz alles passen.
www.scania.com | www.felbermayr.cc
FACTS
Motor: 2,0 Liter 4-Zylinder-Benzin,
110 kW (150 PS)
Eigengewicht: 1.407 kg
Sitzplätze: 4+1
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 600 kg/1.300 kg
Testverbrauch: 5,7 l/100 km
Listenpreis: 33.690,– Euro
(inkl. MwSt. & NoVA)
+ markante Frontpartie
+ praktische Gummimatte im Kofferraum
+ schnelle Tankentlüftung
- Mini-Knöpfe am Fahrzeugschlüssel
- eigenwillige Farbgestaltung im Cockpit
- kein Dieselmotor mehr im Programm
Sportlich – der Mazda CX-30
wirkt optisch nobel und
zurückhaltend, ist mit 150 PS
aus 2,0 l Hubraum jedoch
temperamentvoll motorisiert.
U
m es gleich auf den Punkt zu bringen:
Der Mazda CX-30 hat es faustdick
hinter den Ohren, oder besser gesagt
hinter den Kotflügeln bzw. unter der
Motorhaube. Dort hält der Japaner
nämlich eine gewaltige Portion Fahrspaß
bereit. Wer schon beim ersten Rundgang
um das 4,40 m lange Lifestyle-SUV seine
Blicke über das makellos wirkende
Blechkleid schweifen lässt, wird jedoch
bestenfalls an den zwei Endrohren des
Auspuffs bemerken, welcher sportliche
Charakter darauf wartet, auf Betriebstemperatur
gebracht zu werden. Sonst gibt
sich der CX-30 optisch edel, aber zurückhaltend.
Gut, noble Zurückhaltung hat der
MAZDA CX-30 G150 COMFORT+
Auch Spaß muss sein
2,0 l-Benziner mit 150 PS bei Bedarf auch
im Repertoire. Wenn er diese auch im mittleren
Drehzahlbereich mit unangenehm in
den Innenraum durchdringenden Schwingungen
quittiert. Über die Drehzahl bei
Laune gehalten, verwandelt er den Mazda
gemeinsam mit dem 6-Gang-Handschalter
in einen sportlich durchtrainierten
Zeitgenossen, der auf der Kurzstrecke
mindestens genauso gut bestehen kann,
wie bei einem Marathon. Der durchschnittliche
Kraftstoffverbrauch im
gemischten Einsatz: moderate
5,7 l/100 km.
Ein guter Tipp zum Schluss: Wem
die 150 PS aus 2,0 l Hubraum irrationaler
Weise noch zu wenig sind: den Mazda
CX-30 gibt es ab sofort auch mit 2,0 l
Hubraum und 186 PS. Wenn das kein
Versuch wert ist.
86 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
VW CADDY CARGO ENTRY TDI
Auf das Wesentliche konzentriert
E
in minimalistischeres Kennenlernen
wäre wohl kaum möglich. Als Einstiegsmodell
Entry steht der neue VW
Caddy Cargo erstmals vor den Toren der
Baublatt.Österreich-Redaktion. An Bord
hat er genau das, was notwendig ist und
keinen Deka mehr. Dafür gibt es ihn auch
schon um moderate 17.500 Euro (exkl.
MwSt., inkl. NoVa). Optisch darf sich der
kleine Bruder des in den Startlöchern
stehenden T7 durchaus etwas auf sein für
ein leichtes Nutzfahrzeug durchaus
adrettes Blechkleid einbilden. Zum
Hingucker wird dabei besonders die
Frontpartie, mit dem einen Stock tiefer
gerutschten Kühlergrill. Von hinten wirkt
der wendige Lieferwagen nicht minder
adrett. Keine Spur von biederer Zweckmäßigkeit.
Im Cockpit Platz genommen, bekommt
die Scharmoffensive des neuen Wolfsburgers
einen ersten, wenn auch nur kleinen
Dämpfer. So schön die geraden Linien des
Armaturenträgers auch sind, die Wertigkeit
der verwendeten Materialien schreit,
wie schon bei anderen VW-Modellen des
Öfteren zu Papier gebracht, dringend nach
Veränderung. Helle Freude kommt
dagegen bei der Zahl und den Abmessungen
der vorhandenen Ablageflächen auf.
Hier darf der neue Wolfsburger im
Klassenvergleich mit gehobenem Haupt
vorangehen.
Arbeitswilliger 4-Zylinder
Einen unglaublichen Tatendrang legt der
102 PS starke, 2,0 l Turbodiesel des VW
Caddy Entry an den Tag. Selbst im 6.
Gang schafft er es scheinbar spielend aus
dem Drehzahlkeller zu klettern und sein
etwas mehr als 1,5 t schweres Umfeld
ganz locker voran zu bringen. Auf einen
Tempomat muss der Caddy Entry-Pilot
verzichten, dafür kann er sich über
äußerst bequeme Sitze freuen, die geradezu
nach einem ausführlichen Test auf
der Langstrecke verlangen. Nochmals
kurz zurück zum Armaturenträger des
Volkswagen: Der Entschluss, abgesehen
von der Lichtsteuerung, sämtliche
Bedienelemente in die Menüstruktur des
LCD-Display in der Mittelkonsole zu
verpacken, ist vorbildlich gelungen. Selbst
die Menüführung für die Fahrzeugheizung
FACTS
Motor: 2,0 Liter 4-Zylinder-Turbodiesel,
75 kW (102 PS)
Eigengewicht: 1.516 kg
Nutzlast: 629 kg
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 740 kg/1.500 kg
Testverbrauch: 5,4 l/100 km
Listenpreis: 21.000,– Euro
(inkl. MwSt.)
+ Newcomer mit sympathischem Ego
+ sparsamer und durchzugsstarker Motor
+ optimales Preis-Leistungsverhältnis
- billiges Plastik im Cockpit
- kein Tempomat
- sehr kurz übersetzter 1. Gang
bzw. -klimatisierung ist auf den ersten
Blick übersichtlich gestaltet und Bediengesten
werden in Bruchteilen einer
Sekunde umgesetzt. So lässt es sich auch
fast ohne klassische Knöpfe und Drehregler
leben. Nur die Rückstellung des
Tageskilometerzählers hat sich als harte
Nuss erwiesen, die auch nach einem Blick
in die Fahrzeugbeschreibung nicht zu
knacken war.
Fazit: Premiere gelungen, schon als
Minimalist macht der neue Caddy
definitiv eine sehr gute Figur.
Blechkleid – nettes Detail am
Rande: der neue VW Caddy Entry
zeigt, dass ein leichtes Nutzfahrzeug
nicht nur praktisch sein
muss.
Klare Linien – das Cockpit kommt
ohne Spielereien aus, hätte sich
aber hochwertigere Materialien
redlich verdient.
Generationswechsel –
nach 16 Jahren hat VW
wieder einen vollkommen
neu entwickelten
Caddy auf
den Asphalt gezaubert.
BAUBLATT.ÖSTERREICH
JUNI 2021
87
FUHRPARK
Arbeiter – der Toyota Hilux
macht als leichtes
Nutzfahrzeug eine
hervorragende Figur.
TOYOTA HILUX 2,8D DC-4WD INVINCIBLE
Ein Pick Up wie damals
L
assen Sie sich durch unseren Titel ja
nicht in die Irre führen. Die aktuelle
Auflage des Toyota Hilux ist keineswegs
überwuzelt oder gar angegraut. Ganz im
Gegenteil: Im Umfeld vieler seiner
Artgenossen, die übertrieben auf trendig
und modern getrimmt an den Start gehen,
ist der Pick Up der Japaner so etwas, wie
der Fels in der sich ständig ändernden
Brandung. Mit einem Lastenheft, an dem
sich andere mehr und mehr die Zähne
ausbeißen. Ein Beispiel gefällig? 2,8 l
Hubraum und 204 PS unter der Haube
wollen im täglichen Arbeitseinsatz nicht
nur gefordert werden, sie verlangen es.
Ihre direkten Gegenspieler: 940 kg
Nutzlast und bis zu 3,5 t Anhängelast.
Und damit jetzt niemand meint, wir sind
drauf und dran, den Hilux zu einem
biederen Lastenesel abzustempeln: Der
4-Zylinder geht in allen Lebenslagen
mächtig ans Werk und vermittelt dabei
Fahrspaß, von dem sich andere ein großes
Stück abschneiden können. Es geht also
immer noch ohne Hubraum-Downsizing
und das ist gut so. Das brettlharte
Fahrwerk verzeiht man dem Pick Up
mindestens genauso schnell, wie das
eindringlich im Cockpit hörbare Motorengeräusch.
Wir wollen den Pick Up ja
erleben und uns nicht mit einem niedlichen
Kleinwagen durch urbane Häuserschluchten
stauen. Der Hilux gehört in die
freie Wildbahn, ganz egal ob mit Personen,
Lasten oder beidem gemeinsam an Bord.
Vollausstattung inklusive
Nicht umsonst trägt unser Testkandidat
den Schriftzug „Invincible“ am Heck, was
im Englischen für unbesiegbar steht.
Nicht zu verwechseln mit „Invisible“, zu
deutsch unsichtbar. Der Innenraum des
Hilux hat es ebenso ausgesprochen schnell
geschafft, unsere Sympathien zu gewinnen.
Wieso? Weil er, dem Ego des Hilux
entsprechend, so gut wie keine Wünsche
offenlässt, ohne dabei übertrieben übertechnisiert
zu sein. Wir freuen uns
mittlerweile über analoge Drehzahlmesser
und Tachos oder eine ganz unspektakuläre,
mechanische Handbremse mehr, als
zehn frei wählbare Displayvarianten für
den voll elektronischen Armaturenträger.
Dort wo der Hilux am Puls der Zeit ist
(Stichwort LCD-Display) erwarten den
Pick Up-Piloten logisch aufgebaute
Menüstrukturen, eine gut lesbare
Schrift und ein Touch-Display, das bereits
ab der ersten Bedienhandlung angenehm
schnell reagiert. So soll es sein.
Ans Herz legen wollen wir Ihnen letztlich
Prächtig – aus 2,8 l
Hubraum zaubert
der 4-Zylinder des
Toyota Hilux stolze
204 PS.
FACTS
Motor: 2,8 Liter 4-Zylinder-Turbodiesel,
150 kW (204 PS)
Eigengewicht: 2.194 kg
Nutzlast: 941 kg
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 750 kg/3.500 kg
Testverbrauch: 9,8 l/100 km
Listenpreis: 35.825,– Euro
(exkl. MwSt.)
+ Vollausstattung
+ ausreichend Nutz- und Anhängelast
+ robuste Gummi-Fußmatten
- großzügiger Wendekreis
- schwere Heckklappe
- angegraute Tempomat-Bedienung
noch ein praktisches Zubehör für den
Hilux: Ein Rollo für die Ladefläche.
Deutlich dezenter als ein Hard Top macht
es das Heck des Pick Up schlechtwettertauglich
und so das ganze Jahr über
nutzbar.
Fazit: Mehr Pick Up geht wirklich
nicht.
Praktisch – die rutschfeste
Trittstufe ebnet den Weg bei
Be- und Entladevorgängen mit
geschlossener Heckklappe.
88 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
SERVICE
KURZURLAUB VON DER BAUSTELLE
Eine gesunde Portion Spaß für die Kids
Einmal mehr zeigte sich in letzter Zeit: Nichts ist so wichtig wie die Gesundheit. Um das
auch dem Nachwuchs zu vermitteln, muss ein bisschen Action schon sein. Die diesjährigen
Gesundheitsangebote der H 2 O-Therme Bad Waltersdorf kommen da gerade recht.
N
eben Spiel und Spaß auf 30.000 m 2
der H 2 O Kindertherme in Bad
Waltersdorf geht es in vielen Angeboten
vor allem um die Gesundheit der Kinder.
Auch heuer gehört sie zu Ferienzeiten
deshalb vorrangig den Jugendlichen. Um
sich zu bewegen, gesund zu essen und vor
allem, um mit Gleichgesinnten jede Menge
Spaß zu haben!
Gleich drei verschiedene Programme
werden angeboten, um dem Nachwuchs
auf spielerische Art zur persönlichen
Gesundheit zu verhelfen. Drinnen, in den
Gesund & actionreich durch die Thermenferien:
Nach all den Monaten Homeschooling bietet die H 2 O
Kindertherme in Bad Waltersdorf ein perfektes
Ferienfeeling.
Weiten der H 2 O Therme selbst – und
natürlich mit einem durchdachten
Safety-Konzept – aber auch draußen, an
der frischen Luft und in der herrlichen
Natur, die die Steiermark zu bieten hat.
Gemeinsam mit dem FIT Team, bestehend
aus Experten in Sachen Medizin, Sportund
Ernährungswissenschaften, Psychologie
und Pädagogik, wird während der
„Gesundheits- und Diätferien“ und im „Fit
& Fun Gesundheits- und Actioncamp“ die
Lust zur Bewegung und der gesunden
Ernährung geweckt. Ganz ohne Leistungsdruck,
dafür mit umso mehr Spaß. So soll
mögliches Übergewicht langfristig
gesenkt und ein Gefühl für die
bewusste Lebensweise
entdeckt werden. „Nebenbei
kann so eine Zeit verbracht
mit Gleichaltrigen und umgeben von dem
Spaßparadies der H 2 O Kindertherme
einen ordentlichen Kick fürs Selbstbewusstsein
bedeuten“, erklärt Christian
Rotter. Auf einzigartige Art und Weise
werden Workshops veranstaltet, erlebnisorientierte
Bewegungsprogramme
unternommen und leckere Speisen nach
FIT-Vorsätzen zubereitet. Ferienfeeling
inklusive, denn das ist nach all den
Monaten Homeschooling auch dringend
nötig. Eine Zeit, die bei den Kindern
nachhaltig Wirkung zeigt, sowohl gesundheitlich
als auch mental. Für weitere
Informationen steht das Team der H 2 O
Hoteltherme in Bad Waltersdorf unter
reservierung@hoteltherme.at gerne zur
Verfügung.
www.hoteltherme.at
Fotos: H2O Hoteltherme / Martina Reithofer
BAUBLATT.ÖSTERREICH JUNI 2021
89
SERVICE
BÜCHER
BAUTRÄGERPROJEKTE UMSETZEN UND VERSTEHEN
Buch kartoniert; 208 Seiten; 3. Auflage 2021
ISBN: 9783707344158; 52,00 Euro
Ob zur Rolle des Bauträgers, zur Projektumsetzung
oder zu den Rücktrittsrechten und
Rückforderungsansprüchen: „Bauträgerprojekte
umsetzen und verstehen“ bietet einen Überblick
über die gesamte Abwicklung eines Bauträgerprojektes
aus rechtlicher Sicht. Der Leitfaden
vereint juristisches Hintergrundwissen mit
Erfahrung aus der Umsetzung in der Praxis und
unterstützt damit – vom Praktiker über Makler,
Architekten, Ziviltechniker, Juristen, werdenden
Bauträger, Hausverwalter bis zu Banken – alle,
die mit Bauträgerprojektabwicklungen befasst
sind. Das Buch bietet verständliche, praxisnahe
und rechtlich fundierte Lösungen für jedes
Stadium der Bauträgerprojektentwicklung.
Zudem enthält die dritte, aktualisierte Auflage einen Überblick über die seit
der Vorauflage ergangene höchstgerichtliche Judikatur und die aktuelle
Literatur zum Thema Bauträgervertragsgesetz.
www.lindeverlag.at
ATLAS TRAGWERKE
Eberhard Möller; 256 Seiten; auch als eBook
ISBN: 978-3-95553-525-4; 119,90 Euro
Der Atlas Tragwerke aus der Edition Detail liefert eine kompetente Hilfestellung
bei konstruktiven Herausforderungen und zeigt anschaulich die große
Bandbreite sinnvoller Lösungsmöglichkeiten für verschiedene Bauaufgaben.
Da großartige und innovative Bauten nur in enger Zusammenarbeit von
Architektur, Tragwerksplanung und Bauherrschaft entstehen können,
versteht sich dieser Atlas auch als Grundlage für die Kommunikation zwischen
diesen Bereichen. Schließlich beeinflussen Entscheidungen zum Tragwerk das
gestalterische, ökonomische und ökologische Resultat enorm. Stark an der
Praxis orientiert, veranschaulicht daher Autor Eberhard Möller die gestalte
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rischen, konstruktiven,
bautechnischen, aber auch
ökonomischen Potenziale
anhand klassischer Meisterwerke
und herausragender
aktueller Projekte. Die Chance
für moderne Tragsysteme liegt
dabei in der sinnvollen
Kombination verschiedener
Baustoffe. Der Atlas Tragwerke
reicht über Materialgrenzen
hinaus und zeigt geeignete
Konstruktionsprinzipien für
verschiedene Bauaufgaben.
Wesentliche Zusammenhänge sind grafisch visualisiert und werden
eingehend erläutert. Der Atlas hilft den Planenden, aus der Fülle
von Möglichkeiten zielgerichtet zu diskutieren und zu entscheiden.
Dabei helfen übersichtlich aufbereitete Strukturprinzipien,
Praxisbeispiele und umfassende technische Hintergrundinformationen.
Dieses Entwurfs- und Konstruktionsfachbuch unterstützt den
kooperativen Prozess beim Entwickeln und Konstruieren von
Tragwerken, indem er die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse
und gründliche Analysen gebauter Vorbilder zu einem
hilfreichen Werkzeug zusammenbringt. Der Band bietet somit eine
Basis für die interdisziplinäre Kommunikation.
www.detail.de
EINE ZÜNDENDE IDEE
Sprengstoff seit 1870; 144 Seiten; 24,5 x 24,5 cm
ISBN 978-3-7025-0986-6; 24,90 Euro
St. Lambrecht ist eine
beschauliche Marktgemeinde
in der Steiermark,
eingebettet in die
Naturlandschaft der
Grebenzen. Die bekannteste
Sehenswürdigkeit des
Ortes ist das Benediktinerstift.
Eine zweite
Besonderheit liegt in der
stillsten Ecke des Tales,
hat aber enorme
Sprengkraft. Seit 1870
wird hier unter
wechselnden Firmennamen
Sprengstoff erzeugt. Er findet
Einsatz beim Bau von Brücken, Straßen oder Tunneln und beim
Abbau von Bodenschätzen. Schon kurz nach der Erfindung des
Dynamits durch Alfred Nobel kamen rege Geister in St. Lambrecht
auf die Idee, das flüssige und hochexplosive Nitroglycerin in einem
anderen Feststoff zu binden und dadurch einen relativ ungefährlich
zu lagernden und zu transportierenden Sprengstoff zu erschaffen.
Dieses Buch erzählt, wer die zündende Idee hatte, wie Traditionen
gelebt werden und wie das Werk und seine Geschichte die Region
und ihre Menschen seit 150 Jahren prägen.
www.pustet.at
90 JUNI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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Der Cat Radlader 966M XE vereint erhebliche Kraftstoffeinsparungen und langfristige Kostensenkung mit höherer
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entwickelt wurde. Mit den wahlweisen verfügbaren Cat-Arbeitsgeräten ist der Radlader so konzipiert, dass er alle Anforderungen
auch spezieller Anwendugen bestens erfüllt.
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