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Baublatt Magazin Mai 2021

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www.baublatt.at

NR. 5 | 2021

ein magazin der

specialmediacom

DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK

Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Retouren an PF 100, 1350 Wien | Einzelpreis 9,00 € | Mai 2021 | www.baublatt.at

Kurzheckbagger TB325R

Der neue 2,5t-Minibagger mit Kabine oder Überrollbügel

10 | Microtunneling

Das Fernwärme-Netz in Zürich

wurde in Rekordzeit erweitert

72 | GaLaBau

Aktuelle Berichte aus

der grünen Branche


Landschaftsgestalter

Der A 910 Compact Litronic im

Garten- und Landschaftsbau

Die optimierte Arbeitsausrüstung ermöglicht

paralleles und präzises Arbeiten und sorgt für eine

höhere Traglast. In Verbindung mit dem kompakten

Maschinendesign steht der A 910 Compact für

höchste Produktivität auf engstem Raum.

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EDITORIAL

Hamstern 2021

E

s ist ein riesiges Sanierungsprogramm,

das Spitzenvertreter von Baugewerkschaft,

Bauindustrie und Global 2000

Mitte Mai gefordert haben: Rund 140 Mrd.

Euro sollen über zwei Jahrzehnte für den

Klimaschutz und eine Ankurbelung der

Konjunktur nach Corona ausgegeben werden.

Im Mittelpunkt stehen die thermische

Sanierung der 60.000 öffentlichen Gebäude

sowie der Sanierung von Wohngebäuden und

der hausbezogenen Infrastruktur. Es ist vor

allem der langfristige Ansatz, der für dieses

Investitionspaket spricht, denn aktuell läuft

der Bau ohnehin auf Hochtouren.

Im Gegenteil, wie von Seiten des

Baustoff-Handels zu hören ist,

erlebt bei einigen Baufirmen ein

alter Begriff zurzeit eine

Renaissance: Hamstern. Die

Gründe dafür liegen in der

unsicheren Versorgungslage und

den hohen Teuerungsraten für

wichtige Baustoffe. Eine

Preissteigerung von bis zu 80%

bei Baustahl und 50% bei

Bauholz wirft so manche

Kalkulation über den Haufen.

Dazu kommt, dass in vielen

Fällen die Preissteigerungen auch nicht an

den Endkunden weitergegeben werden

können. Die Gründe für diese Entwicklung

dürften einerseits in der weltweit anziehenden

Konjunktur liegen, andererseits auch in

der hohen Baustoff-Nachfrage wegen des

massiven Baubooms. Und natürlich spüren

auch wir die Auswirkungen, wenn sich China

Karl Englert

Verlagsleiter und Herausgeber

BAUBLATT.ÖSTERREICH

vom Eisen-Exporteur zum Importeur entwickelt

oder die USA mit Höchstpreisen den

Weltmarkt für Bauholz leerräumen. Dazu

kommen extrem gestiegene Transportkosten

im internationalen Warenverkehr. Eine

Entspannung ist derzeit leider nicht in Sicht.

Als sehr irritierend empfinden wir eine

Ankündigung, die unmittelbar vor Redaktionsschluss

dieser Ausgabe bekannt wurde. So

erklärt der Jugendrat, eine unabhängige

Organisation von jungen Menschen: „Sollte

der Bau des Lobau-Tunnels tatsächlich

starten, dann werden wir die Bagger persönlich

aufhalten. Wird gebaut, wird

besetzt. Wenn Michael Ludwig

ein zweites Hainburg erleben

will, dann kann er das haben.

Nichts und niemand wird uns

stoppen die Natur zu schützen.“

Viele von uns haben die Bilder

von der Besetzung der Hainburger

Au vor rund 40 Jahren

noch lebhaft in Erinnerung und

niemand will eine derartige

Spaltung erneut erleben. Da die

Mobilisierung großer Massen

heute dank Social Media sehr

einfach geworden ist, steht zu

befürchten, dass hier ein großer

Konflikt bevorsteht. Mehr denn je ist daher

der österreichische Weg gefragt: miteinander

reden und den Argumenten und Anliegen der

Gegenseite aufmerksam zuhören. In diesem

Sinne, bleiben Sie gesund und halten Sie nach

wie vor Abstand!

Meint herzlichst

Ihr Karl Englert

Neuer TB325R: volle Wendigkeit

auch auf engstem Raum

Huppenkothen präsentiert mit dem

TB325R den neuen 2,5-t-Kurzheckbagger

von Takeuchi. Dank minimalem

Heckschwenkradius arbeitet

er effizient und platzsparend und

entfaltet auch auf engsten Baustellen

sein Potenzial. Der Minibagger ist mit

Kabine inklusive Radio und Heizung

oder mit Überrollbügel erhältlich.

Serienmäßig ist er mit 4 hydraulischen

Steuerkreisen ausgestattet,

3 davon mit Proportionalsteuerung.

Der Kurzheckbagger mit leistungsstarkem

Yanmar 3-Zylinder-Dieselmotor

kann gekauft oder gemietet

werden.

IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe Mai 2021, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Tel.: +43/1/3100700-100, Fax: +43/1/3100700-600, E-Mail: office@specialmedia.com, Firma des Herstellers: Bauer Medien Produktion- und Handels GmbH,

Verlagsort: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Herstellungsort: Baumannstraße 3/19, 1030 Wien, Anschrift der Redaktion: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Name des Herausgebers: Karl Englert, Anschrift des Herausgebers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Geschäftsführung: Prof. Hans-Jörgen Manstein und Prof. Ing. Mag. Michael Grabner Verlagsleitung: Karl Englert (KE), karl.englert@ specialmedia.com, DW 800,

Office Management, Anzeigenverrechnung und Redaktionsassistenz: Katja Böhmer (KB), katja.boehmer@specialmedia.com, DW 100,

Chefredakteur: Alexander Riell (AR) alexander.riell@specialmedia.com, DW 840, Grafik: Manfred Fürst

Grundlegende Richtung: BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin für die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung

über Baumaschinen, -geräte und –technik, Web: www.baublatt.at.

BAUBLATT.ÖSTERREICH: erscheint monatlich, 10x jährlich mit zwei Doppelnummern, Auflage: 11.500 Exemplare, Einzelpreis Inland € 10,– Jahresabonnement (10 Hefte) € 70,–

(alle Preise inkl. 10% MwSt.), Auslandsabonnements auf Anfrage, Bankver bindung: Erste Bank, BLZ: 20111, Konto: 291 2145 2900, IBAN: AT85 2011 1291 2145 2900,

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freigegebenes Fotomaterial. Impressum gemäß § 25 Mediengesetz unter www.baublatt.at abrufbar.

BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021

3


SBM präsentierte die neuen Backenbrecher

Jawmax 400/450 und den ebenfalls neu 36eingeführten Prallbrecher Remax 450.

MENSCHEN + SZENE

08 Menschen bei Messe München, BBT SE,

Rädlinger, Ascendum, RHI Magnesita,

Messe Graz und Montanuniversität Leoben.

PROJEKTE + PLANUNG

10 Schweiz: In Zürich sind beim Ausbau

des Fernwärmenetzes auf einer Länge

von 2,4 km drei Stollenabschnitte im

Microtunneling-Verfahren mit rekordverdächtigen

Arbeitsfortschritten

vorgetrieben worden.

14 Asfinag: Bei Wiener Neudorf entsteht

Österreichs höchste Lärmschutzwand.

MASCHINEN + TECHNIK

16 Liebherr: In der Zentrale in Ybbs setzt die

Firma Schaufler für das Aufbereiten von

Eisen- und Metallschrott einen neuen

LH 50 C High Rise Industry ein.

20 Kuhn: Österreich-Premiere für den neuen

Komatsu PC88MR-11 bei der Firma

Andreas Fritz Erdbau in Oberösterreich.

22 Kuhn-Ladetechnik: Intelligente

Kranspitzensteuerung von Palfinger.

24 Kiesel: Die neue Generation des Bell

B45E 4x4 wird mit zwei Roadshow-

Terminen ab Mitte August auch in

Österreich präsentiert.

28 Zeppelin: In Tirol kommen beim Bau des

neuen Speicherkraftwerks Kühtai auch

16 Cat-Großgeräte zum Einsatz.

29 Prangl: Anspruchsvolle Transportlösung

für Kraftwerkskomponenten in Slowenien.

30 Firestone: Erster OTR-Radialreifen.

30 HKL: Christian Heigl ist neuer Geschäftsführer

von HKL Baumaschinen Austria.

32 Huppenkothen: Im Weinviertel verstärkt

sich die Firma Lehner mit einem neuen

Ammann ARS 110 Walzenzug.

34 Kubota hat mit dem K008-5 und U10-5

zwei neue Minibagger der neuesten

Generation -5 auf den Markt gebracht.

36 SBM Mineral Processing: Insgesamt 19

Händler aus 14 Ländern begrüßte SBM

Anfang Mai zum offiziellen Launch seiner

neuen Backenbrecher Jawmax 400/450

und dem ebenfalls neu eingeführten

Prallbrecher Remax 450 in Liezen.

40 Stirnimann: Neuer Topless-Turmdrehkran

MDT 489 von Manitowoc für großflächige

Bau- und Infrastrukturprojekte.

42 Case: Die neuen Evolution Radlader

der G-Serie präsentieren sich mit

umfangreichen Verbesserungen.

44 Liebherr: Der Elektro-Raupenbagger

R 976-E tritt mit dem R 980 SME-E die

Nachfolge des ER 974 B an.

45 Stehr: Der Plattenverdichter SBV 160/3

bewährt sich beim Bau der TU in Nürnberg.

48 MWT: Exakte Wiegedaten in Echtzeit und

mit digitaler Anbindung verbinden das Beste

aus Wiegetechnologie und Digitalisierung.

50 Wimmer: Wir sprachen mit dem

innovativen Problemlöser Alois Wimmer

über wichtige Meilensteine in der

Produktentwicklung des Unternehmens

und mit dem neuen Geschäftsführer,

Sohn Andreas Wimmer, über seine

Pläne für die Zukunft.

56 Liebherr: ESTA-Award für

WindSpeed-Traglasttabellen.

4 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


INHALT

67 Mecalac: Weiter verbessert wurde der

Baustellenkipper 3.5MDX mit Kabine.

68 Frutiger: MobyDick im weltweit größten

Eisenerz-Bergwerk in Nordschweden.

69 Doka: Digitale Schalungspositionierung

mit sensorbasiertem System DokaXact.

70 Liebherr vergrößert die Verfügbarkeit

von Likufix für weitere Radlader-Modelle.

71 Ritchie Bros. hat sich zur weltweiten

E-Commerce-Plattform gewandelt.

SCHWERPUNKT GALABAU

72 Zeppelin: Die Firma Scheikl startet

als junges GaLaBau-Unternehmen am

Semmering mit Cat-Geräten durch.

74 Tobroco-Giant präsentiert zwei

neue Modelle der Serie G2300.

Nachhaltige Lösungen.

Härtester Stahl.

Seit 1945.

75 Felbermayr erweitert die bestehenden

Gewerke durch die Landschaftsgestaltung.

76 Fliegl: Die Nova Bautec Handels GmbH

hat als Fliegl-Vertriebspartner die erste

Betontankstelle an die Firma Höllwart

in St. Johann im Pongau übergeben.

78 SSAB: Kompaktkehrmaschine

aus hochfestem Baustahl.

80 Wacker Neuson: Ab Herbst 2021

können die Akkus auch in Bomag

Geräten eingesetzt werden.

Verlässliche

Leistungsträger

81 Humbaur: Zuverlässiger Rückwärtskipper

für den gewerblichen Einsatz.

50

57 Solidian: Bewehrung aus

Glas- und Carbonfasern.

58 Rockster: Auch in Schweden überzeugt

ein R1000S beim Bauschutt-Recycling.

60 Kuhn: Die neuen Komatsu-Bagger

PC360LCi-11 und PC360NLCi-11 mit

iMC 2.0 ermöglichen einen deutlich

optimierten Maschineneinsatz.

62 Kommunalmesse: Von 09.-10. September

2021 öffnet die Astrad & austroKommunal

ihre Pforten in der Welser Messe.

63 Zandt: Kirchenglocken sicher transportiert.

64 Wirtgen: Die neue KMA 240(i) ist

eine leistungsstarke Lösung für die

wirtschaftliche Mischgutaufbereitung

in direkter Nähe zum Einsatzort.

66 Herrenknecht: Vortriebsrekord

beim Brenner Basistunnel.

82 Dorn Lift: Die Tullner Firma Staniek setzt

für die Baumpflege im Extrembereich auf

eine Hinowa Raupen-Arbeitsbühne.

84 Liebherr: Die Firmengruppe

verzeichnet im Jahr 2020 einen

Umsatz von über 10 Mrd. Euro.

86 Iveco: Der neue Iveco T-Way ist ein

robuster Offroad-Lkw für schwere Einsätze.

87 Baublatt.Österreich Test:

MG ZS EV

Suzuki Swace Hybrid 1.8

Hyundai Tucson 1.6 T-GDI Hybrid 4WD

03 Editorial

WIRTSCHAFT + MÄRKTE

FUHRPARK

STANDARDS

89 Service

Urlaubstipp: Lehenriedl Chalets &

Appartements in Wagrain; Literatur

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BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021

5


MENSCHEN + SZENE

MESSE MÜNCHEN

bauma wird in den Oktober 2022 verschoben

Die bauma, Weltleitmesse für Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen,

Baufahrzeuge und Baugeräte, wird von April in den Herbst 2022

verschoben. Dies ist das Ergebnis zahlreicher Gespräche der Messe München

mit Spitzenvertretern der Industrie sowie dem Fachbeirat. Neuer Termin ist

der 24. bis 30. Oktober 2022. Angesichts der besonders langen Planungsvorläufe

für Aussteller und Veranstalter bei der größten Messe der Welt

musste die Entscheidung jetzt getroffen werden. So haben Aussteller und

Besucher Planungssicherheit hinsichtlich der Vorbereitungen auf die kommende

bauma. Rund um die Megatrends Digitalisierung und Nachhaltigkeit

wird die bauma 2022 folgende Themen in den Fokus stellen: „Der Weg zur

Null-Emission“, „Digitale Baustelle“, „Bauweisen und Materialien von

morgen“ sowie „Der Weg zu autonomen Maschinen und Bergbau“.

www.bauma.de

BBT SE

Durchschlag unter dem Fluss Eisack

M

it dem geglückten Durchschlag des

ersten Haupttunnels unter dem Eisack

am 19. April, wurde ein weiterer wichtiger

Schritt im Bau des Brenner Basistunnels

geschafft. Diese hervorragende Leistung

konnte erst erbracht werden, nachdem man

das Gelände mittels Stickstoff vereiste. Im

Anschluss daran wurde zur Aufrechterhaltung

der niedrigen Temperaturen Salzlake

verwendet. Bei der Bodenvereisung entsteht

eine Eisummantelung, um den zu schaffenden

Tunnel herum, wodurch ein sicherer

Vortrieb unterhalb des Flusses gewährleistet

werden kann. Aufgrund dieser speziellen

Methode war es nicht mehr notwendig, das

Flussbett welches die Trasse des Brenner

Basistunnels quert, zu verlegen. Der größere

Aufwand durch die Vereisung hat den

großen Vorteil, dass die Tier- und Pflanzenwelt

im Fluss in ihrer Vielfalt erhalten

bleibt, und dadurch auch die Umwelt nicht

belastet wird. Diese Art der Bodenkonsolidierung

wurde bereits beim Vortrieb eines

ersten Verbindungstunnels im Jahre 2020

eingesetzt, und neben dem jetzigen Haupttunnel

werden noch zwei weitere Tunnel auf

diese Art und Weise errichtet.

www.bbt-se.com

Erfolgreicher Durchschlag der

ersten Haupttunnelröhre (West)

unter dem Fluss Eisack.

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RÄDLINGER

Neuer Projektmanager

B

ei Rolf Nultsch laufen

die Fäden zusammen:

seit kurzem ist der 55-Jährige,

der über 25 Jahre

Vertriebserfahrung verfügt

– davon 13 Jahre in der

Baumaschinenbranche – als

Projektmanager bei der

Rädlinger Maschinen- und

Stahlbau GmbH tätig.

Rädlinger optimiert

dadurch Prozessabläufe –

sowohl unternehmensintern

als auch in der

Projektabwicklung mit

großen Kunden und Partnern. „Mit einem

eigenen Projektmanager wollen wir sicherstellen,

dass große Projekte zielstrebig

angegangen und umgesetzt werden“,

Projektmanager

Rolf Nultsch.

begründet Geschäftsführer

Werner Rädlinger die neu

geschaffene Position

innerhalb des Unternehmens.

Rolf Nultsch fungiert

für alle Projektbeteiligten

als Ansprechpartner,

übernimmt die zentrale

Kosten- und Ressourcenplanung

und trägt letztlich die

Verantwortung für die planmäßige

Umsetzung. Da die

Rädlinger Maschinen- und

Stahlbau GmbH in der

Zukunft neue Wege gehen,

Märkte erschließen und Produktneuheiten

auf den Markt bringen will, ist für zahlreiche

Aufgaben gesorgt.

www.raedlinger.de

6

MAI 2021

BAUBLATT.ÖSTERREICH


MENSCHEN + SZENE

ASCENDUM

Neue Website als

Info- und Serviceplattform

F

ür Ascendum ist die Corona-Krise ein Anstoß für viele neue

Projekte, deren Fokus immer auf Kundenservice und Modernisierung

liegen. So auch bei der neuen Website, die unter anderem einen

Überblick über das gesamte Ascendum Produkt-Portfolio von Volvo

CE, Sennebogen, Epiroc und Volvo Penta bietet. Sie informiert aber

auch über den Gebrauchtmaschinenmarkt mit Premium-Maschinen

aus dem gesamten mitteleuropäischen Ascendum-Netzwerk mit

Fotos, Videos und übersichtlichen technischen Details, wobei Filter

bei der Suche nach bestimmten Maschinen und Kriterien helfen.

Weiters kann über die neue Website die Mietflotte oder ein Wartungstermin

sehr einfach online angefragt werden. Da gut geschulte

Fachkräfte heiß umkämpft sind, bietet Ascendums neuer Webauftritt

auch die Möglichkeit, sich einfach und direkt online zu bewerben. Die

persönliche Beratung und Kundenbeziehung steht bei Ascendum

weiterhin im Vordergrund.

www.ascendum.at

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Restdruck und ohne Ölverluste in

Sekundenschnelle an Ihrer Maschine.

Uneingeschränkt hammerfest, extrem flach

und für alle Baggerklassen erhältlich.

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Dr. Herbert Cordt

(Chairman RHI

Magnesita, links)

sowie Kärntens

Landeshauptmann

Dr. Peter

Kaiser weihten

gemeinsam in einer

Anfeuerungszeremonie

den

Tunnelofen ein.

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Foto: RHI Magnesita/Gleiss

RHI MAGNESITA

Neuer Tunnelofen eingeweiht

R

HI Magnesita investiert rund 50 Mio. Euro in die Modernisierung,

Automatisierung und allumfassende Digitalisierung seines

Werks in Radenthein. Der nun fertiggestellte Tunnelofen stellt das

Herzstück der Feuerfestproduktion dar. Nach einem Hochfahrprozess

von mehreren Wochen bleibt der Tunnelofen bis zu den ersten

Wartungen rund 30 Jahre ununterbrochen bei 1.800°C in Betrieb.

Zudem trägt der Tunnelofen zur wesentlichen Erhöhung der Energieeffizienz

des Werkes bei, indem die überschüssige Wärme für interne

Prozesse wie das Trocknen der Feuerfestprodukte nach der Imprägnierung

verwendet wird. Zusätzlich investiert RHI Magnesita

4,5 Mio. Euro in neue Pressen, die mit der hohen Leistungsfähigkeit

des neuen Tunnelofens die Produktionskapazitäten des Werks um

30% steigern. Die umfassende Erweiterung und Digitalisierung des

Werks Radenthein ist eine klare strategische Entscheidung für den

Standort Österreich. Von hier aus werden die Stahl-, Energie-,

Chemie- und Glasindustrien Europas auch in Zukunft zuverlässig

mit den Produkten von RHI Magnesita beliefert.

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MENSCHEN + SZENE

MESSE GRAZ

Neuer Organisator der MAWEV-Show

N

ach fast 30 Jahren hat Siegfried Erker

mit 1. April 2021 seinen wohlverdienten

Ruhestand angetreten. Er hat in den

letzten 28 Jahren die Messeabteilung der

Messe Graz durch Höhen und Tiefen

begleitet und war stets ein Garant für

fairen Vertrieb, starke Formate und

Innovation. Über die Jahre betreute er

rund 18.196 Aussteller und verkaufte

1.267.298 Mio. netto-m². Neben anderen

erfolgreichen Veranstaltungen zeichnete

Siegfried Erker auch für den Aufbau der

MAWEV-Show in St. Pölten verantwortlich.

Mag. Alexandra Schäfer (Messeleitung)

und das ganze Team der MCG

bedankt sich bei Siegfried Erker für die

gemeinsame, sehr erfolgreiche Zeit. Dank

seiner zahlreichen Hobbies und Aktivitäten

wird es ihm in seinem Ruhestand

sicherlich nicht langweilig werden.

Ihm folgt Georg Thürauer nach, der einen

Großteil seines Berufslebens im internationalen

und nationalen Vertrieb verbrachte.

Thürauer: „Besonders der Bereich Bau war

und ist – sowohl beruflich als auch privat

– ein wichtiger Bestandteil meines Lebens.

Ich freue mich daher sehr auf die Zusammenarbeit

mit der Bau- und Baumaschinenbranche

und auf die Möglichkeit, im

Rahmen der MAWEV-Show meine

gesammelten Erfahrungen einzubringen.“

Angesichts der aktuell positiven Entwicklungen

besteht die Hoffnung, dass die

MAWEV-Show im April 2022 als erste Baumaschinenfachmesse

die Messesaison am

neu adaptierten Messegelände in St. Pölten

eröffnen wird.

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TERMINE

Neue Prozesse - Vergütungsmodelle im ST

28.05.2021, Wien www.voebu.at

Juristische Grundlagen für Baupraktiker

07.06.2021, Wien www.ars.at

Claims & Co für Baupraktiker

07.-22.06.2021, Wien www.ars.at

Fachtagung: Beweissicherung

und Dokumentation am Bau

10.06.2021; Wien und online www.ars.at

Prüf-, Warn- und Hinweispflicht

22.06.2021, Wien www.ars.at

Ausbildung zum Baukoordinator

28.-30.06.2021, Wien www.ars.at

Astrad & austroKommunal

09.-10.09.2021, Wels www.astrad.at

1. Fachkongress Konstruktiver Ingenieurbau

28.-29.09.2021, Ostfildern/online www.tae.de

Georg Thürauer (rechts) tritt im Team der Messe Graz die Nachfolge von

Siegfried Erker als Ansprechpartner für die nächste MAWEV-Show an.

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MONTANUNIVERSITÄT LEOBEN

Ausbruchmaterial sinnvoll verwenden

Im Rahmen der Forschungsaufgabe „Mining the Future“ am CERN wird ein internationaler

Wettbewerb unter der Leitung von Univ.-Prof. DI Dr. Robert Galler,

Lehrstuhl für Subsurface Engineering der Montanuniversität Leoben, durchgeführt,

der sich mit dem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen aus dem

Tunnelbau befasst. CERN, die europäische Organisation für Kernforschung, beabsichtigt

für ihre Forschungsaktivitäten einen 100 km langen Tunnel, den sogenannten

FCC – Future Circular Collider zu errichten. Im Rahmen des Tunnelprojektes

FCC müssten 9 Mio. m 3 Gestein deponiert werden. Um neue Wege für

die Verwendung von Ausbruchmaterial aus dem Tunnelbau zu schaffen, hat

CERN das EU-Projekt FCC-IS gestartet, bei dem der Lehrstuhl für Subsurface

Engineering der Montanuniversität Leoben Partner ist. Die Teilnahmebedingungen

und weitere Informationen stehen auf der Homepage zur Verfügung.

www.cern.ch/miningthefuture | www.unileoben.ac.at

8 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


CAT MINIBAGGER

306 CR

KLEIN. LEISTUNGSSTARK. FLEXIBEL.

Der Cat Minibagger 306 CR ist klein, leistungsstark und in vielen Anwendungsbereichen einsetzbar. Der intuitive Bedienmonitor

der nächsten Generation bietet anpassbare Maschinenfahrereinstellungen und leicht verständliche Maschineninformationen.

Dank der Joystick-Lenkung ist das Manövrieren am Einsatzort nun noch einfacher. Mit nur einem Knopfdruck können

Sie jederzeit von herkömmlicher Fahrsteuerung mit Hebeln und Pedalen auf Joystick-Steuerung umschalten. Die erhöhte

Hub-, Schwenk-, Fahr- und Multifunktionsleistung hilft Ihnen, die Arbeit effizienter zu erledigen.

zeppelin-cat.at


PROJEKTE + PLANUNG

Beim Ausbau der Fernwärmeversorgung

in der Stadt Zürich stellte das beinahe

gleichzeitige Eintreffen der Microtunneling-Vortriebsmaschinen

„Erika“ und „Claudia“ im Zielschacht

einen Meilenstein dar.

SCHWEIZ

Zürich: Fernwärme-Netz in Rekordzeit

mit Microtunneling-Stollen erweitert

Beim Ausbau des Fernwärmenetzes in der Stadt Zürich vom Heizwerk Hagenholz zur

neuen Energiezentrale Josefstraße sind auf einer Länge von 2,4 km drei Stollenabschnitte

im Microtunneling-Verfahren vorgetrieben und dabei rekordverdächtige

Arbeitsfortschritte erzielt worden.

Autor: Curt M. Mayer

D

er Fernheizkanal von gesamthaft 6 km

Länge setzt sich zusammen aus einem

zwischen dem Kehrichtheizkraftwerk

Hagenholz (KHKW) und der Schachtkaverne

Strickhof bestehenden gut 3 km

langen Stollen und einem Neubaustrang

von 2,7 km. Im Stollen zum Strickhof

werden die Leitungen für den rund 200°

heißen Trockendampf fürs Hochschulquartier

sowie das kalkfrei aufbereitete

Heißwasser, das im Sommer etwa 90°

warm ist und das im Winter auf 105°

aufgeheizt wird, geführt. Der neue Stollen

weist drei Abschnitte auf und reicht vom

Strickhof bis zur im Bau befindlichen

Energiezentrale Josefstraße. Darin werden

zwei Fernwärmeleitungen für den Heizwasservor-

und -rücklauf geführt. Es sind

vier Schachtbauwerke erforderlich, in

denen Leitungsabgänge zu den oberhalb

befindlichen Verteilkammern zur Fernwärmeversorgung

in die Quartiere eingebaut

werden. Nach der Installation der Rohrleitungen

und dem endgültigen Ausbau der

Schächte kann die Abwärme aus dem

Heizwerk Hagenholz in Form von Heißwasser

zur neuen Energiezentrale

geliefert werden.

Bei dem auf einer Gesamtlänge von

2.370 m angewandten Microtunneling-

Vortrieb mit Außendurchmessern von

3,6 m bzw. 3,8 m ist ein Meilenstein

erreicht worden. Die Bohrfortschritte von

bis zu 9 m pro Arbeitstag stellen einen

Schweizer Rekord dar, der europaweit zu

den Spitzenleistungen zählt, bilanziert die

Fotos/Grafik: Entsorgung + Recycling Zürich, C. Mayer

10 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


PROJEKTE + PLANUNG

Der neue Fernwärmeverbund der Stadt Zürich

zwischen dem Heizkraftwerk Hagenholz und dem

Neubau der Energiezentrale Josefstraße.

Für die insgesamt 2.370 m lange Vortriebsstrecke

im Microtunneling-Verfahren sind zwei Automatische

Vortriebsmaschinen Nass von Herrenknecht

mit Durchmessern von 3,6 bzw. 3,8 m und einem

Gewicht von rund 100 t eingesetzt worden.

Blick in den 11 m

tiefen Schacht

Gerstenstraße, von wo

aus der Microtunneling-

Vortrieb Richtung

Rothstraße und der

Grabenvortrieb zur neuen

Energiezentrale Josefstraße

erfolgten.

Ingenieurgemeinschaft Energie mit

Locher Ingenieure AG (FF), Emch +

Berger AG, Architekturbüro Graber

Pulver, Durena Verfahrenstechnik AG. Die

beiden von den Schächten Milchbuck bzw.

Gerstenstraße kommenden Vortriebsmaschinen

haben im Juni 2020 den Zielschacht

Rothstraße erreicht. Auch die

Bauarbeiten für die Energiezentrale

Josefstraße und das Anschlussbauwerk

Hagenholz laufen plangemäß. Ab Frühjahr

2022 werden die ersten Gebäude in der

Stadt Zürich mit Fernwärme aus der

Verbindungsleitung beliefert. Ziel ist es,

dass möglichst viele fossil betriebene

Heizungen durch CO2-neutrale Fernwärmeanschlüsse

ersetzt werden.

Projektgliederung in mehrere Baulose

Das im Jahre 2018 erarbeitete Projekt, für

dessen Bau ein Kredit von rund 210 Mio.

Euro gesprochen worden ist, umfasst die

Verbindungsleitung zwischen dem KHKW

Zürich Nord und dem Gebiet Zürich West

einschließlich einer Versorgungsleitung

ins Quartier Außersihl. Die Trassierung

erfolgte in einer langgezogenen

Raumkurve mit einer maximalen

Überdeckung von 36 m unterhalb

der städtischen Bebauung. Drei

Vortriebsabschnitte sind im

Microtunneling-Verfahren ausgeführt

worden: Los 1 mit 840 m Länge

vom Schacht Milchbuck zum Schacht

Strickhof, Los 2 mit 660 m Länge vom

Schacht Milchbuck zum Schacht Rothstraße,

zu dem auch das Los 3 mit 870 m

Länge vom Schacht Gerstenstraße

herführt. Hinzukommen als Hauptarbeiten

die vier Schächte Milchbuck mit 20 m Tiefe,

Rothstraße 26 m, Landenberg 34 m und

BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021

11


PROJEKTE + PLANUNG

Der Ausbau der Fernwärmeversorgung

Zürich vom Heizwerk Hagenholz bis zur

neuen Energiezentrale Josefstraße

gliedert sich in drei Microtunneling-

Vortriebsstrecken.

In dem mit Betonrohrelementen

von 4,5 m

Länge und 3,0 bzw. 3,2 m

Innendurchmesser ausgekleideten

Stollen

werden Heißwasserleitungen

für die Wärmeversorgung

eingebaut.

Gerstenstraße 11 m, ferner Werkleitungsumlegungen

in den Schachtbereichen.

Erfolgreiche Microtunneling-Vortriebe

Das angewandte Microtunneling ist ein

Vollschnittverfahren, bei dem unter

Grundwasserniveau Rohre ferngesteuert

vorgetrieben werden. Mit den dafür

eingesetzten Micromaschinen lassen sich

auch komplizierte Kanalbaumaßnahmen

zielgenau abwickeln. Diese sind so

konstruiert, dass abgenutzte verschlissene

Bohrmeißel unter Tage ausgewechselt

werden können. Beim Microtunneling-

Vortrieb Los 1 vom Startschacht Milchbuck

Richtung Strickhof war für das

Bohren die auf den Namen „Claudia“

getaufte Automatische Vortriebsmaschine

Nass (AVN) 2500D von Herrenknecht

eingesetzt. Diese hat mit Aufdoppelmantel

einen Außendurchmesser von 3,8 m.

Damit ist eine Strecke von 840 m Länge

im geraden Vortrieb mit 2,6% Gefälle

aufgefahren worden. Die Auskleidung

besteht aus Betonrohren im Durchmesser

BETEILIGTE UNTERNEHMEN

Di/Da von 3.200/3.800mm und mit einer

Länge von L=4.50m, die eine Stärke von

30 cm und hydraulische Fugen aufweisen.

Nach dem Auffahren der ersten Strecke

ist die Maschine aus dem Aufdoppelmantel

herausgezogen und durch den gesamten

Tunnel zurück zum Startschacht

geschleppt worden. Das Schneidrad ist

nach Rückzug der Maschine ebenfalls

demontiert worden. Im Schacht Milchbuck

ist die Maschine gewendet worden und hat

den zweiten Vortrieb von 660 m Länge

zum Schacht Rothstraße ausgeführt.

Dabei erfolgte der Vortrieb mit einem

Außendurchmesser von 3,6 m in einer

leichten Richtungsänderung und mit

einem Gefälle von 6,7%. Für die Microtunneling-Vortriebe

wurde von der Arbeitsgemeinschaft

FWZ Implenia – Walo Bertschinger

als Partner die deutsche Spezialbaufirma

Sonntag beigezogen, die diesbezüglich

über große Erfahrung in ganz

Europa verfügt. Der Vortrieb ist im

Sechs-Tage-Betrieb von Montag bis

Samstag abgewickelt worden.

Bauherr: Stadt Zürich, Entsorgung und Recycling (ERZ)

Projekt und Bauleitung: Inge Energie Locher Ingenieure AG (FF),

Emch + Berger AG, Architekturbüro Graber Pulver,

Durena Verfahrenstechnik AG

Bauausführung: ARGE FWZ Lose 1+2 mit WaloBertschinger AG,

Implenia Schweiz AG, Sonntag Baugesellschaft mbH

Betonrohre: Haba-Beton Johann Bartlechner KG, Aichstetten D

Microtunneling mit

Bohrfortschritt von 9 m/AT

Für das Baulos 2 wurde unter beengten

Platzverhältnissen 2019 der Startschacht

von 12 m Tiefe in der Gerstenstraße

erstellt, dessen Sohle etwa 8 m unterhalb

des Grundwasserspiegels liegt. Von hier

aus ist der 870 m lange Stollen Richtung

Rothstraße im Microtunneling-Verfahren

vorgetrieben worden. Dazu ist im Januar

2020 die 110 t schwere Maschine in den

Schacht eingehoben worden, so dass

Anfang Februar der Vortriebsstart

erfolgen konnte. Die eingesetzte Maschine

„Erika“ vom Typ AVN 2500D mit Aufdoppelmantel

hatte im geraden Vortrieb eine

Steigung von 6,7% aufzufahren. Der

Rohrdurchmesser beträgt Di/Da=

3.000/3.600mm und die Länge der

Betonrohrelemente misst L=4,50m mit

hydraulischer Fuge.

Beim Vortrieb hat sich die Maschine

zunächst durch das Lockergestein bis zum

Fluss Limmat vorgearbeitet und dessen

Sohle mit etwa 7 m Überdeckung unterquert.

Im weiteren Verlauf erfolgte der

12 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


PROJEKTE + PLANUNG

Vom 20 m tiefen Schacht Milchbuckstraße aus sind die beiden Microtunneling-

Vortriebe zu den Schächten Strickhof und Rothstraße ausgeführt worden.

Übergang vom Lockergestein in den Fels.

Weiter bohrte sich die Maschine in

steigendem Vortrieb bis zum Zielschacht.

Trotz verzögertem Vortriebsstart und

teilweise schwieriger Geologie konnten die

Bohrarbeiten termingerecht abgeschlossen

werden. Gemeinsam mit dem lösungsorientierten

Baustellenteam wurden die

Herausforderungen erfolgreich und

unfallfrei im Schutz der heiligen Barbara

gemeistert, heißt es von der Locher

Ingenieure AG, welche die Federführung

in der Ingenieurgemeinschaft Energie

innehat und die unter anderem für die

Projektierung und Bauleitung der Microtunneling-Strecke

Los 2 verantwortlich ist.

Mit dem beinahe gleichzeitigen Eintreffen

der Vortriebsmaschinen „Erika“ (Los 2)

und „Claudia“ (Los 1) im Zielschacht

Rothstraße war der Lückenschluss der

neuen Fernwärme-Verbindungsleitung

zwischen der Kaverne Strickhof und dem

Schacht Gerstenstraße erreicht. Nach

dem Durchschlag sind die beiden Microtunneling-Maschinen

Ende Juni 2020 aus

dem Zielschacht Rothstraße geborgen

worden.

Die Herstellung der Betonrohre erfolgte

bei der Firma Haba Beton, Werk Mantel /

Deutschland. Die Transportabmessungen

erreichten einschließlich Muffe 4,7 m

Länge und der Außendurchmesser ist 3,6

bzw. 3,8 m. Dafür war bei einem Rohrgewicht

von 38 t pro Stück eine begleitete

Anlieferung in Sondertransporten

während der Nacht erforderlich. Wöchentlich

gelangten bis zu 15 Rohrelemente auf

die Baustelle und sind vom Tunnelschacht

aus verbaut worden.

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BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021

13


PROJEKTE + PLANUNG

Der Platzmangel in Kombination mit

der Größe der Lärmschutzwände

erfordert eine ausgeklügelte Baustellenlogistik,

denn es steht lediglich

der Pannenstreifen als Arbeitsbereich

zur Verfügung.

HABAU GROUP

Höchste Lärmschutzwand Österreichs

entsteht auf der A2 bei Wiener Neudorf

Die Asfinag beauftragte die ARGE aus Habau Hoch- und Tiefbaugesellschaft m.b.H.

und Bernegger GmbH mit dem Bau der höchsten Lärmschutzmauer Österreichs auf

der A2 bei Wiener Neudorf. Die Realisierung des Projekts läuft auf Hochtouren – mit

innovativen Konstruktionen sowie zukunftsweisender BIM-Technologie.

A

uf der Südautobahn A2 entstehen

derzeit auf dem Abschnitt Kilometer

6,845 bis 8,700 bei Wiener Neudorf die

höchsten Lärmschutzwände des Landes.

Das zur Habau Group gehörende Unternehmen

Habau Hoch- und Tiefbaugesellschaft

m.b.H. setzt das Projekt gemeinsam

mit dem ARGE-Partner Bernegger GmbH

sowie den Planungs- und Statikbüros Zorn

& Nowy – ZT GmbH sowie Convex ZT

GmbH um. Ebenfalls involviert sind die

Geotechnik-Experten von GB ZT GmbH.

Innovativer Ansatz

Das Vorhaben umfasst insgesamt fünf

Bauabschnitte mit einer jeweiligen Länge

von 65 bis 960 m. Seitens des Auftraggebers

Asfinag war als Tragkonstruktion

ursprünglich eine massive Stahlkonstruktion

ausgeschrieben. Die Habau gewann

den Auftrag dann aber mit einem Alternativangebot,

das stattdessen auf Stahlbetonkonstruktionen

mit Fertigteilstehern

und aufgesetzter schlanker Stahlkonstruktion

beruht. „Mit diesem Projekt zeigen

wir als Habau Group, dass wir ‚out of the

box‘ denken und auf innovative Lösungen

setzen, mit denen wir die Erwartungen

unserer Kundinnen und Kunden übertreffen“,

so der Habau Group CEO Hubert

Wetschnig.

Beeindruckende Dimensionen

Christian Neumer, Projektleiter seitens

Habau, berichtet spannende Details zum

Projekt: „Die Lärmschutzwände weisen

viele Besonderheiten auf. Die höchste

misst 13 m und die Konstruktionen ruhen

auf Bohrpfählen mit einem Durchmesser

von 1,2 m.“ Zu den beachtlichen Dimensionen

ergänzt er: „Für die Planung und

Ausführung setzen wir auf Building

Information Modeling, kurz BIM. Durch

die 3D-Modelle schaffen wir größtmögliche

Transparenz für die auftraggebende

Asfinag, und können Prozesse effizienter

gestalten.“ Die anspruchsvollen Gründungsarbeiten

wurden dabei vom ARGE-

Partner Bernegger GmbH ausgeführt.

An die ausführenden Unternehmen

stellt das Projekt besondere Herausforderungen:

Um den fließenden Verkehr auf

der A2 so wenig wie möglich zu beeinflussen,

wird das Vorhaben rasch und vollständig

bis Jahresende umgesetzt. Von der

Baumaßnahme werden dann rund 5.300

Anrainerinnen und Anrainer profitieren,

für die die Wohn- und Lebensqualität nach

Fertigstellung weiter steigen wird.

www.habaugroup.com

Fotos: Habau Group

14 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


30% höhere Kraftstoffeffizienz

im Vergleich zum Vorgängermodell

Möglichkeit bis zu*

14 %

INVESTITIONS PRÄMIE

ÖKOLOGISIERUNG

* Kuhn ist nicht verantwortlich für den Erhalt der Förderung - Förderung wird vom Käufer beantragt und Förderstelle entscheidet

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und Arbeitsausrüstung ermöglicht schnellste Ladespiele bei einfachster Bedienung.

KUHN

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Telefon: 0043 (0)6225 8206 0 · Telefax: 0043 (0)6225 8206 190 · e-mail: office-bm@kuhn.at

www.kuhn.at


MASCHINEN + TECHNIK

Die Firma Schaufler ist ein

europaweit vernetzter

Spezialist für das Trennen,

Aufbereiten und Verwerten

von Eisen- und Metallschrott.

Aktuell steht in der Zentrale

in Ybbs eine neue Recyclinganlage

vor der Inbetriebnahme,

mit der man in

Zukunft auch Verbundstoffe

klimaschonend aufbereiten

kann. Ebenfalls neu ist ein

LH 50 C High Rise Industry

Litronic der Firma Liebherr.

Er wurde für die Versorgung

der Schrottschere nach den

Wünschen der Firma Schaufler

optimiert und beeindruckt

hinsichtlich Technik und

Verbrauch.

Seit Jahresbeginn versorgt der neue Liebherr LH 50 C

High Rise Industry Litronic die Schrottschere in der

­Zentrale der Firma Schaufler in Ybbs. Das maßgeschneiderte

Hightech-Gerät glänzt dabei mit

einem Verbrauch von um die 10 l.

LIEBHERR / SCHAUFLER

Schaufler: effizientes Metall-Recycling

mit maßgeschneidertem Umschlaggerät

S

14 Mobilbagger und

zwei Radlader der

Firma Liebherr

sorgen an den drei

Standorten der

­Firma Schaufler für

rasche Abläufe.

­Zusätzlich übernehmen

zwei

Abbruchbagger die

Demontagearbeiten

vor Ort.

eit der Gründung als Schrotthandelsbetrieb

durch Alois Schaufler im Jahr

1948 hat sich das Unternehmen nicht nur

in Österreich, sondern auch europaweit als

Spezialist für das Recycling und die

Aufbereitung von Metallen sowie Nichteisen-Metallen

etabliert. In der Zentrale in

Ybbs sowie in den Standorten St. Barbara

im Mürztal und in Wien-Strebersdorf

engagieren sich rund 120 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter für umweltverträgliche

und wirtschaftlich sinnvolle Recyclinglösungen.

Unterstützt werden sie

dabei von modernsten Anlagen, Arbeitsverfahren

und Logistiklösungen.

Ein erster Meilenstein in der Erfolgsgeschichte

des Unternehmens war die

Eröffnung des gutsortierten Eisenfachmarkts

in Ybbs vor rund 30 Jahren. Mit

diesem deckt die Firma Schaufler vor

allem den regionalen Bedarf nach maßgeschneiderten

Einzelstücken ab – eine

Serviceleistung, die in Zeiten der Pandemie

von Privatpersonen stark nachgefragt

ist und die durch einen Onlineshop weiter

ausgebaut wurde. Ein weiterer wichtiger

Schritt war im Jahr 2005 die Erweiterung

des Tätigkeitsbereichs durch die Bewirtschaftung

sämtlicher Abfälle. In der Folge

wurde der Standort Ybbs durch ein

Zwischenlager für gefährliche Abfälle, eine

1.000 t Schrottschere, eine Halle für die

Kabelaufbereitungsanlage sowie eine neue

Werkstätte kontinuierlich ausgebaut.

Zusätzlich wurde die Abteilung für

anwendungsorientierte Forschung in Ybbs

angesiedelt. Zu den Kernkompetenzen der

16 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Hohe Geräte- und Servicequalität bilden die Basis für eine langjährige Partnerschaft (von

rechts): DI Dr. Paul Losbichler (Geschäftsführer der Schaufler GmbH) und Herbert Kreillechner

(Liebherr-Werk Bischofshofen GmbH).

Firma Schaufler zählen auch Containermontagen

und Industrie-Demontagen, bei

denen man von Metallkonstruktionen über

Brücken und Trafos bis hin zur Kraftwerksturbine

den Rückbau bzw. die

Wiederverwertung durchführt.

Die Basis für ein weiteres wichtiges

Standbein legte das Unternehmen mit der

Errichtung einer innovativen und flexiblen

Recyclinganlage in Form einer Verbundstoffaufbereitungshalle

in Ybbs. Die

Anlage ist kurz vor der Fertigstellung und

wird in den nächsten Monaten den Betrieb

aufnehmen. Es handelt sich dabei um ein

zukunftsorientiertes Projekt, in das die

Firma Schaufler ca. 8 Mio. Euro investiert

und das in Zusammenarbeit mit Experten

der Montanuniversität Leoben, der Line

Technology GmbH, der Untha GmbH und

der Binder+Co AG mit den neuesten

Technologien realisiert wird. Verbundstoffe

aus Kunststoffen und Metallen werden

zerkleinert und durch verschiedenste

Technologien, wie etwa Siebtechnik,

Magnettechnik, Wirbelstromtechnik oder

Röntgentechnik aufbereitet. Das zerkleinerte

und sortenrein klassifizierte

Material wird bereits von Abnehmern in

ganz Europa angefragt. Als zusätzlichen

Mehrwert wird man die Erkenntnisse in

den Bereichen Digitalisierung und

Geräte-Vernetzung, die man durch die

neue Anlage gewinnt, schrittweise auf den

gesamten Betrieb umlegen.

Für die Demontagen und das Metallrecycling

sind die 17 Scania-Lkw der Firma

Schaufler in fast ganz Österreich unterwegs.

Von der Zentrale in Ybbs aus werden

Niederösterreich, Oberösterreich und

Salzburg betreut. Der Standort St.

Barbara deckt Kärnten und die Steiermark

ab, die Niederlassung in Wien-Strebersdorf

betreut Wien, Wien-Umgebung,

das Burgenland und Teile von Ungarn.

Jeder der drei Standorte verfügt über

einen Gleisanschluss. Ziel ist es, das

Es hat sich in der Branche schon längst herumgesprochen:

Verlässlichkeit hat einen Namen

– Eisenwagen. Als Ihr Spezialist für das umfangreiche

Rammer®-Sortiment freuen wir uns,

Sie bei Ihren Vorhaben mit der perfekten Lösung

unterstützen zu dürfen.

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BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021

17


MASCHINEN + TECHNIK

Material per Lkw zu sammeln und

möglichst große Mengen per Waggons an

die Abnehmer zu liefern.

DI Dr. Paul Losbichler, Geschäftsführer

der Schaufler GmbH, erklärt: „Seit einigen

Jahren arbeiten wir intensiv an unserem

selbstgesteckten Ziel ´Vision 2023`. Unser

Ziel ist es, bis zu dem Jahr, in dem wir

unser 75-jähriges Jubiläum feiern, drei

wichtige Vorhaben umzusetzen. Dazu

zählt erstens die Ausweitung des Handels,

aber auch die Erhöhung der Fertigungstiefe.

Zweitens arbeiten wir daran,

unsere Standorte durch umfangreiche

Investitionen wirklich umweltfit zu

machen. Und drittens wollen wir unsere

Marktposition mit der neuen Verbundstoffaufbereitung

weiter festigen.“

Maßgeschneidert: Liebherr

LH 50 C High Rise Industry Litronic

Bis Ende 2020 wurde die Schrottschere

der Zentrale in Ybbs durch einen Liebherr

A 944 C HD beschickt, der nach über

20.000 Betriebsstunden ausgetauscht

werden musste. Gemeinsam mit dem

zuständigen Liebherr-Betreuer Herbert

Kreillechner machte man sich auf die

Suche nach einem geeigneten Nachfolger.

Da für die Beschickung der Schrottpresse

kaum Fahrwege zurückgelegt werden

müssen, fiel nach vielen Diskussionen die

Wahl schließlich auf einen neuen LH 50 C

High Rise Industry Litronic mit Turmerhöhung

und Raupenfahrwerk.

DI Dr. Losbichler: „Wir verfolgen seit

mehreren Jahren den Ansatz eines

sortenreinen Fuhrparks. Das bedeutet,

dass wir bei unserer Lkw-Flotte auf

Scania setzen und im Gerätepark auf

Liebherr Maschinen. Neben dem Ankaufspreis

ist für uns auch die Service-Qualität

entscheidend und die ist bei der Firma

Liebherr ausgezeichnet. Wir sind mit der

DI Dr. Paul Losbichler (Geschäftsführer der

Schaufler GmbH) in der neuen Verbundstoffaufbereitungshalle,

die in den nächsten

­Monaten den Betrieb aufnimmt.

Firma Liebherr seit vielen Jahren durch

eine enge Partnerschaft verbunden, seit

rund 10 Jahren haben wir nur noch

Liebherr Geräte im Fuhrpark. Dieser

umfasst 14 Mobilbagger für den klassischen

Materialumschlag im Metallrecycling

und zwei L 538 Radlader mit Hochkippschaufel

für die Lkw-Beladung. Im

Sommer kommt ein neuer Liebherr LH 24

mit Likufix Schnellwechsler, der mit

Schere und Greifer die anderen Geräte in

den Spitzenzeiten unterstützen wird.

Weiters haben wir auch zwei Abbruchbagger

in Ybbs bzw. in Wien für Demontage-

Arbeiten im Einsatz. Besonders ausgezeichnet

hat sich das Team der Firma

Liebherr aber mit dem neuen LH 50. Für

die Beschickung unserer Schrottschere

brauchten wir ein Gerät, das nicht von der

Stange kommt, sondern wirklich passt.

Die nun gefundene Geräte-Lösung ist

genau auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten

und bestätigt mich in meiner Entscheidung

für die Marke Liebherr.“

Für die Beschickung der Schrottschere

der Firma Schaufler kommt der LH 50 C

Fahrer Marco Hinterndorfer ist von der Technik des Liebherr LH 50 C High Rise Industry

­Litronic begeistert. Er schätzt die Premiumausstattung der Kabine und hat durch die

­Turmerhöhung in Verbindung mit der ­Kabinenerhöhung optimale Sichtverhältnisse.

High Rise Industry Litronic ausschließlich

mit Mehrschalengreifer zum Einsatz. Er

nimmt das Material, das von einem

Sortierbagger vorbereitet wird, beschickt

damit die Schrottschere und verlädt im

Anschluss das geschnittene Material –

ohne Zwischenlagerung – direkt in die

Waggons. Dank der eingebauten Waage

wird dabei das Überladen der Waggons

verhindert. Zwar ist der LH 50 C High

Rise Industry Litronic etwas kleiner als

der A 944 C HD, er erreicht mit einem

Betriebsgewicht von ca. 55 t und Industrieausleger

aber trotzdem die geforderten

Werte von 2,8 t Traglast bei ca. 19 m.

Angetrieben wird der LH 50 C High Rise

Industry Litronic, der über die selbe

Standsicherheit wie ein vergleichbarer

Mobilbagger verfügt, durch einen Stufe V

Motor. Damit der Boden nicht beschädigt

wird, ist das Laufwerk mit Flachbodenplatten

bestückt.

Herbert Kreillechner, zuständiger

Betreuer der Liebherr-Werk Bischofshofen

GmbH, ergänzt: „Der LH 50 C High Rise

Industry Litronic der Firma Schaufler ist

vollgepackt mit modernster Technik, die

für hohe Produktivität, Sicherheit und

Langlebigkeit sorgt. Beeindruckend ist

auch der geringe Verbrauch, der seit

Jahresbeginn konstant bei um die 10 l

liegt – das ist weniger als die Hälfte des

Vorgängergeräts. Erzielt wird dieser Wert

unter anderem durch das serienmäßige

Liebherr-Energierückgewinnungssystem.

Die durch das Absenken der Ausrüstung

im ERC-System gespeicherte Energie

steht der Maschine zusätzlich zur Motorleistung

zur Verfügung. Das Resultat sind

kraftvollere, schnellere und homogenere

Arbeitsspiele, welche zu einer erhöhten

Umschlagleistung beitragen. Ergänzend

dazu sorgt auch das 2-Kreis Liebherr-

Synchron-Comfort-System mit LUDV-

Technologie – dabei handelt es sich um

eine lastdruckunabhängige Durchflussverteilung

– für schnellere Arbeitsbewegungen

bei deutlich weniger Kraftstoffverbrauch.

Für die Erhöhung der Lebensdauer

der Komponenten wurde auf

Kundenwunsch eine strombetriebene

Motoröl-, Hydrauliköl- und Dieselkraftstoff-Vorwärmung

eingebaut. Zusätzlich

schützt ein HD-Filter das Hydrauliksystem

vor Abrieb. Unterm Strich ist der LH

50 C High Rise Industry Litronic der

Firma Schaufler in jeder Hinsicht ein

absolutes technisches Highlight. Damit

führt das Unternehmen seine Tradition

als Technik-Pionier fort, denn die Firma

Schaufler hatte auch die ersten Liebherr A

934 mit ERC-System in Österreich in

ihrem Fuhrpark.“

www.liebherr.com

www.schaufler-metalle.at

18 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


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MASCHINEN + TECHNIK

KUHN

Der neue Komatsu-Kompaktbagger

erstmals in Österreich im Einsatz

Andreas Fritz und sein fünfköpfiges Team stehen für hochqualitativen Erdbau und

professionelle Baggerarbeiten. Das Unternehmen aus dem oberösterreichischen Mühlviertel

ist der erste Betrieb in Österreich, der den neuen Komatsu-Bagger PC88MR-11

erworben hat. Das Arbeitsgerät steht vor allem für eine hervorragende Effizienz.

S

Gemeinsam mit der Firma Engl wurde

eine Powertilt-Sonderlösung mit

­niedriger Bauhöhe erarbeitet.

eit 26 Jahren ist Andreas Fritz im

Bereich Erdbau tätig. 2014 hat er sich

mit seiner eigenen Firma selbständig

gemacht. Fünf Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter arbeiten dabei gemeinsam mit

ihrem Chef in den Bereichen Erdbau,

Baggerungen, dem Errichten von Stützmauern,

dem Transport von Erde, Schotter,

Sand und vielem mehr. Zudem

vertreibt die Firma Baustoffe, Drainagen

und Kanalrohre. Kürzlich hat Andreas

Fritz den ersten Komatsu-Kompaktbagger

PC88MR-11 Österreichs übernommen.

Gekauft wurde das Arbeitsgerät beim

Baumaschinenhändler Kuhn in Eugendorf.

Der neue Bagger basiert auf dem

äußerst erfolgreichen PC88MR-10 und

bietet Kunden herausragende Wettbewerbsvorteile.

Die neuen Funktionen und

Eigenschaften sorgen für eine signifikante

Produktivitätssteigerung, senken den

Kraftstoffverbrauch und ermöglichen

schnellere Arbeitsspiele.

„Bagger werden heute nicht mehr so oft

in ihrer herkömmlichen Ausführung

verkauft. Viele Kunden bringen individuelle

Wünsche ein, die wir natürlich

umsetzen wollen“, erklärt Leo Resch,

Verkäufer bei der Firma Kuhn. So wurden

etwa beim PC88MR-11 für die Firma

Andreas Fritz Erdbau, einige Modifikationen

getätigt, die dem Fahrer des Baggers

Von links: Leo Resch (Verkäufer

Kuhn), Andreas Fritz (Andreas Fritz

Erdbau GmbH), Bernhard Mühlfellner (Kuhn

Baumaschinen, Werkstatt) und Gerhard

­Leibetseder (Maschinist, Andreas Fritz

Erdbau GmbH).

ein Lächeln ins Gesicht zaubern. So ist der

Kompaktbagger mit einer Gummikette

geliefert worden, die viel Laufruhe mit

sich bringt und auch den Asphalt nicht

beschädigt, wenn auf der Straße gefahren

wird.

„Die Wendigkeit des Baggers war auch

ein Grund für uns, dieses Gerät zu kaufen.

Unser Fahrer sitzt jährlich rund 1.500

Stunden am Gerät und es war daher

wichtig, die Arbeitsbedingungen für ihn so

angenehm wie möglich zu gestalten“,

erklärt Andreas Fritz. Helmut Schwarzenberger

und Bernhard Mühlfellner in der

Kuhn-Werkstatt in der Hauptniederlassung

in Eugendorf, haben daher noch

einige Anpassungen vorgenommen:

Anstatt eines herkömmlichen Schraubkupplers

wurde ein Multikuppler aufgebaut,

zusätzlich wurde eine Zentralschmieranlage

integriert. Gemeinsam mit der

Firma Engl wurde eine Powertilt-Sonderlösung

mit niedriger Bauhöhe erarbeitet.

Bei Arbeiten mit dem Hydraulikhammer

ermöglicht die Powertilt-Funktion das

Kippen des Werkzeuges, sodass auch

20 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

seitlich und präzise gestemmt werden

kann ohne dass der Bagger ständig

umpositioniert werden muss. Weiters

wurden die Hammer- und Greiferleitungen

des Baggers auf je eine Seite verlegt,

die Seitenkamera wurde umgebaut, eine

Horizontalfederung für den Fahrersitz

sowie ein kleiner Kühlschrank für

Getränke wurden installiert.

„Wichtig war uns auch, dass die

Freisprecheinrichtung mit Schwanenhalsmikrofon

verwirklicht wird, weil bei allen

anderen Lösungen nur schwer zu verstehen

ist, was gesprochen wird“, so Andreas

Fritz, der mit dem neuen Bagger in seinem

Fuhrpark sehr zufrieden ist. Der Löffel des

Baggers wurde noch mit einer Schneide

am Rücken – einer sogenannten Abziehkante

– versehen. Zudem wurde eine 8 cm

Schilderhöhung vorgenommen um die

Baggerlöffel für den Weitertransport

einhängen zu können.

Nicht zuletzt ist dieser neue Kompaktbagger

als erster auf dem europäischen

Markt mit dem neuen 2,4-l-Motor (50,7

kW / 69 PS) gemäß EU-Stufe V mit KDPF

ausgerüstet (kein SCR-Modul nötig). „Die

Kunden dürfen sich nicht nur auf einen

geringeren Kraftstoffverbrauch, höhere

Leistung und eine hervorragende Effizienz

freuen, sie erfüllen auch alle umwelttechnischen

Anforderungen in Ausschreibungen

und sind maximal wettbewerbsfähig“,

so Leo Resch.

www.kuhn-gruppe.com

www.andreas-fritz.at

Die neuen Funktionen – wie die 8 cm

Schilderhöhung für mühelose Löffelaufnahme

– und weitere Eigenschaften des

PC88MR-11 sorgen für eine signifikante

Produktivitätssteigerung, senken den

Kraftstoffverbrauch und ermöglichen

schnellere Arbeitsspiele.

Hoch hinaus – mit krandioser Technik und Service von WOLFFKRAN. Ob Laufkatz- oder Wippauslegerkran,

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MASCHINEN + TECHNIK

KUHN-LADETECHNIK

Kranbedienung einfach smart

Mit der intelligenten Kranspitzensteuerung ist Palfinger erneut Innovationstreiber:

Smart Control macht die Arbeit mit dem Kran durch intuitive Steuerung der

Kranspitze noch effizienter. Das intelligente System gibt Kranbedienern mehr

Freiraum für komplexere Hebevorgänge.

P

alfinger ist der erste Ladekranhersteller,

der mit Smart Control eine

innovative Kranspitzensteuerung für die

gesamte Bandbreite von Modellen von 29

bis 58 Metertonnen anbietet. Es lassen

sich bis zu acht Ausschübe steuern –

damit ist die gesamte TEC 7-Baureihe von

Der Palfinger

PK 48002 TEC7 –

ausgestattet mit

Smart Control.

PK 29.502 TEC 7 bis PK 58.002 TEC 7

abgedeckt.

Was ist anders? Die Kranspitze lässt

sich mit einer Hebelbewegung an der

Funkfernsteuerung vertikal oder horizontal

in die gewünschte Position bringen (mit

einem Kreuz- oder zwei Linearhebeln).

Smart Control berechnet und kompensiert

automatisch die Durchbiegung des

Armsystems. Mit drei unterschiedlichen

Bedienungs-Modi kann Smart Control

auch in kniffligen Situationen verwendet

werden. Wenn nötig, ist ein Übersteuern

möglich. Smart Control misst die Fahrzeugneigung

und berücksichtigt diese –

sowohl längs als auch quer.

Die daraus resultierenden Vorteile sind

präzises Positionieren von schweren

Maschinen oder Glasfassaden, Arbeiten

durch enge Öffnungen wie Türen oder

Fenster, Vertikalhub von Unterflur-Containern,

Greiferarbeiten wie Ausbringen von

Kies und Schüttgut, Anwendungen mit

Erdbohrer und Horizontales Versetzen von

Paletten.

Die Logik der neuen Kranspitzensteuerung

wird in der Paltronic Steuereinheit

verarbeitet. Das System berechnet im

Hintergrund selbstständig die Bewegungsrichtung

mittels Sensorik und Elektronik.

In Verbindung mit der Funktion HPSC-

Plus Load kann dabei auch die Fahrzeugneigung

miteinbezogen und kompensiert

werden. Bei ausgefahrenem Schubsystem

berechnet Smart Control die Durchbiegung

des Arms bis zur Kranspitze und

gleicht diese automatisch aus. Durch die

elektronische Ölmengenverteilung Flow

Sharing passt sich die Menge des benötigten

Hydrauliköls immer den aktuellen

Anforderungen an. Das garantiert

gleichmäßige Bewegungsabläufe. Benötigt

der Kranbediener das Assistenzsystem

nicht, kann es jederzeit einfach deaktiviert

oder übersteuert werden.

Krane mit Smart Control können sogar

mit Zusatzknickarmsystem betrieben

werden. Dabei werden Hauptarm,

Knickarm und Schubsystem über die

neue Art der Kranspitzensteuerung

bewegt, ab dem zusätzlichen

Knickarmsystem wird konventionell

gesteuert.

www.kuhn.at

Das neue System ist schnell erlernt.

Die Einschulungsdauer von

neuen Kranbedienern oder erfahrenen

Anwendern auf neue Kranmodelle

von Palfinger verkürzt sich.

22 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


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MASCHINEN + TECHNIK

Als hochrobust ausgelegte

Transport-Lösung

positioniert sich die neue

­Generation des Bell B45E 4x4 im

ausgedünnten Marktsegment der

40- bis 50-t-SKW und ermöglicht

mit seinem Allrad-Antrieb eine

deutlich höhere Auslastung

­gegenüber klassischen 4x2-

Starrkippern.

Am Vorbrecher passt

sich der Bell B45E 4x4

mit einer niedrigen

Kipphöhe von unter

6,50 m perfekt ein. Bild

rechts: Die gefederte

Hinterachse bringt mehr

Komfort und Sicherheit.

KIESEL / BELL

Allrounder für den Steinbruch:

neue Generation Bell B45E 4x4

Mit einer großangelegten Roadshow begleitet der internationale

Bell-Vertriebspartner Kiesel die Markteinführung des grundlegend

überarbeiteten Bell B45E 4x4. Mit neuem Fahrwerk und spezifisch

angepasster Gesteinsmulde entspricht der 41-Tonner noch besser den

Anforderungen kleinerer und mittlerer Gewinnungsbetriebe.

D

ie maßgeblichen Veränderungen

betreffen insbesondere den für alle

Bell-Zweiachser typischen kurzen Hinterwagen

des Bell B45E 4x4. Trotz einer

neuen Achsaufhängung und des stark

angepassten Mulden-Designs blieben

Rahmenlänge und Radstand nahezu

identisch, was die hervorragende Wendigkeit

des Zweiachs-Knicklenkers gewährleistet

(max. Wendekreis: 17,31 m). Wie

beim Sechzigtonner Bell B60E übernehmen

jetzt zwei Öl-/Stickstoff-Stoßdämpfer

die Federung der zwillingsbereiften

Antriebsachse vom deutschen Hersteller

Kessler. In Verbindung mit der serienmäßigen

adaptiven „Comfort-Ride“-Frontfederung

sorgt dies für mehr Fahrkomfort,

insbesondere aber für noch bessere

Fotos: Kiesel GmbH / B. Mair

24 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Traktion und Bremseigenschaften des

beladen rund 78 t schweren Zweiachsers

(Leergewicht: 37.157 kg). Die Hinterachse

bietet neben einem Anti-Schlupf-Differenzial

jetzt auch eine sensor-gestützte

automatische Traktionskontrolle. Anlenkung

und Federwege der neuen Aufhängung

wurden so dimensioniert, dass eine

Ausrüstung der 21.00 R35-Zwillingsbereifung

mit Schneeketten möglich ist.

Komplett neu gezeichnet wurde die

SKW-typische Gesteinsmulde mit flachem

Boden: Ursprünglich an das Design des

Bell B60E angelehnt, der in der Praxis

Uwe Herber,

Kiesel-Branchenleiter

Gewinnung,

und Walter

Michels, Kiesel-

Produktmanager

für knickgelenkte

Muldenkipper, bei

der Präsentation

des neuen Bell

B45E 4x4.

meist von schweren Gewinnungsbaggern

beladen wird, erschwerte die Mulde zuvor

das in kleineren bis mittleren Steinbrüchen

oft übliche Laden mit Radladern. Die

Mulde wurde verlängert und erhielt eine

gerade Stirnwand, was dank längerer

Muldenoberkante und besserem Füllverhalten

jetzt auch die schnelle Beladung

mit 3,5- bis 6-m³-Felsschaufeln ermöglicht.

Dabei blieben sowohl die max. Kipphöhe

(6.485 mm bei 55°) als auch die große

Bodenfreiheit der Schurre (890 mm)

nahezu unverändert. Damit lässt sich der

knickgelenkte 41-t-Zweiachser deutlich

besser in bestehende Infrastrukturen (z.B.

Brecher-Einhausungen) einpassen als

vergleichbare 6x6-Knicklenker mit langer

Erdbau-Mulde, bietet jedoch deren Vorteile

gegenüber konventionellen Starrkippern

mit tiefer Schurre beim schnellen Entladen

in jedem Terrain. Die abgasbeheizte

25-m³-Mulde mit 4.265 mm Standardbreite

(mit Heckklappe: 26 m³ / 4.639 mm)

markiert gleichzeitig die Fahrzeugbreite

– eine in Kürze erhältliche schmälere

„Narrow“-Mulde gleichen Volumens

bringt den Bell B45E 4x4 optional auf

unter 4 m Gesamtbreite.

Während die Anpassungen von Hinterwagen

und Mulde eine weitere Station in

fast 10 Jahren spezifischer 4x4-Entwicklung

darstellen, profitieren die Betreiber

bei Antrieb, Kraftübertragung und

intelligenter Fahrzeugsteuerung von der

ständig weiterentwickelten 6x6-Knicklenker-Großserie

von Bell Equipment. So

besitzt der Bell B45E 4x4 den nahezu

identischen Vorderwagen des 6x6-

Schwestermodells B45E. Unter der Haube

arbeitet der 390 kW starke Reihensechszylinder

OM471LA von Mercedes-Benz in

MTU-Offroadversion. Die Abgasreinigung

nach EU-Stufe V übernimmt ein wartungsarmes

System aus kontrollierter

Abgasrückführung (EGR), SCR-Technologie

und Dieselpartikelfilter. Gemeinsam

mit der „selbstlernenden“ Allison-Siebengang-Automatik

4700 ORS gewährleistet

Durchschnitt ist

für uns keine Option.

Wir bieten unseren Kunden ein echtes Rundum-sorglos-Paket. Ob ganz kleiner Kran

oder größter Kran der Welt – wir liefern Krane für jeden Bedarf. Wer mit uns arbeitet,

muss sich um nichts kümmern. Wir bringen den Kran überall hin: Auf den höchsten Berg

oder in die dichteste Innenstadt. Das können nur echte Profis. Wie wir von Stirnimann.

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MASCHINEN + TECHNIK

Die neu gezeichnete

Gesteinsmulde mit

gerader Stirnwand

bietet vor allem

Vorteile in der

­Beschickung durch

Großradlader.

BELL B45E 4X4

Kiesel-Roadshow: zwei Österreich-Termine

„Einmal quer durch Deutschland und Österreich“ lautet die Devise der über viermonatigen

Roadshow „R-Evolution“, auf der Kiesel bis September den neuen knickgelenkten Allrad-

Zweiachser Bell B45E einem breiten Kreis von Interessenten

und Kunden unter realistischen Testbedingungen

näherbringen will.

11. - 12.06. Fulda 02.-03.07. Vogtland

23. - 24.07. Ulm

13. - 14.08. Österreich: Oberösterreich / Salzburg

03. - 04.09. Österreich: Steiermark / Kärnten

Anmeldung und weitere

Informationen unter

www.kiesel.net/de/roadshow

der drehmoment-optimierte Motor (2.460

NM bei 1.300 U/min) eine hohe Kraftstoff-

Effizienz, die sich in niedrigen Verbrauchswerten

niederschlägt. Wie bei den übrigen

aktuellen Bell-Großdumpern übernehmen

Ölbadlamellen-Bremsen an beiden Achsen

die Verzögerung – in Kombination mit der

Jacobs-Motorbremse auch als mehrstufig

programmierbare, vollautomatische

Dauerbremse.

Der Arbeitsplatz in der großräumigen

Bell-Standardkabine des B45E 4x4 bietet

gute Übersicht, hohen Komfort und ein

vollständiges Serien-Paket an fahrerbezogenen

Assistenzsystemen. Dazu zählen

beispielsweise Berganfahrhilfen bzw.

Rückroll-Sperren sowie Lade- und

Kipp-Routinen, die gleichermaßen für

Produktivität und Sicherheit sorgen. Alle

elektronischen Helfer und Status-Anzeigen

basieren auf Echtzeit-Messdaten der

vernetzten Fahrzeug-Sensorik (On-Board-

Waage, Neigungs- und Rollsensoren, etc.),

die über praxisgerechte Auswertungen der

satellitengestützten Bell-Maschinenüberwachung

Fleetm@tic auch zur Leistungsdokumentation

bzw. Wartungsoptimierung

abgerufen werden können.

„In seiner überarbeiteten Auslegung ist

der Bell B45E 4x4 für unsere europäischen

Märkte die ideale Ergänzung im Zweiachser-Angebot

von Bell Equipment“, urteilt

Walter Michels, Kiesel-Produktmanager

für knickgelenkte Muldenkipper. „Hier das

auf schiere Allwetter-Produktivität

ausgerichtete Flaggschiff B60E 4x4, am

anderen Ende der 30-Tonner B30E 4x4,

als hoch wirtschaftliche und dabei

kompakte Lösung für den Untertageeinsatz

sowie im Lockergestein und dazwischen

der 45er, der mit seinen ausgewogenen

Crossover-Qualitäten neue Maßstäbe

im Steinbruch definiert.“

www.kiesel.net

www.bellequipment.de

26 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


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konische Verriegelung mit permanent vorgespanntem Konstantdruck

sitzt das Werkzeug immer fest und ist somit spielfrei. Mehr auf bmt.at


MASCHINEN + TECHNIK

In diesen Wochen wird

mit der Bautätigkeit des

Speicherkraftwerks Kühtai

begonnen. Die nächsten fünf

Jahre wird im hinteren

Längental der neue

Speichersee errichtet. Der

gesamte Ausbau beinhaltet

das Kraftwerk Kühtai 2,

den Speicher Kühtai und

Beileitungsstollen mit

sechs Wasserfassungen.

D

as heimische Konsortium Swietelsky

Tunnelbau – Swietelsky – Jäger

– Bodner erhielt den Zuschlag für das

Ausbauprojekt von TIWAG. 16 der dafür

nötigen großen Cat-Maschinen bestellte

die ARGE Kühtai beim Konzernkundenbereich

von Zeppelin, die zusammen mit

der Zeppelin Österreich GmbH den

Auftrag in Rekordhöhe erhielt. Je zwei

ZEPPELIN

16 Cat-Großgeräte für

Kraftwerksausbau Kühtai

Cat Kettenbagger 6015B und 352, sieben

Cat Muldenkipper 777G, je zwei Cat

Dozern D8T und D6XE sowie ein Cat

Motorgrader 140 AWD werden auf der

Großbaustelle auf über 2.000 Höhenmeter

zum Einsatz kommen. Teilweise sind

diese auch schon vor Ort angekommen

und werden von den Servicetechnikern

komplettiert.

Damit es bei diesem Bauprojekt zu

keinen Stillstandzeiten kommt, ist es sehr

wichtig, schnelle Reaktionszeiten für ein

Baumaschinenservice zu ermöglichen. Die

Niederlassung Innsbruck von Zeppelin

Österreich ist 30 km von der Großbaustelle

entfernt, sodass kurze Wege garantiert

sind. Außerdem beinhaltet der

Auftrag für das Maschinenpaket einen

Full-Service-Vertrag mit einer Laufzeit

von fünf Jahren. Aufgrund des Umfangs

werden regelmäßig ein bis zwei feste

Servicetechniker in der ganzen Bauphase

den Maschineneinsatz in Kühtai begleiten.

Ein Konsignationslager für Ersatz- und

Verschleißteile sowie Schmierstoffe wird

von Zeppelin ebenfalls auf der Baustelle

eingerichtet, damit die Monteure sofort

darauf zurückgreifen können.

Dass es sich bei dem Auftrag in der Tat

um ein Großprojekt handelt, zeigt auch die

Menge an Literatur in Form von Bedienungsanleitungen,

Wartungs- und

Ersatzteilhandbücher, wie sie sonst noch

für keinen Auftrag geliefert wurde. Die

Einweisung in die Gerätetechnik übernimmt

das Team der Zeppelin Projektund

Einsatztechnik.

www.zeppelin-cat.at

1

Die Bilder zeigen einige

der 16 Cat-Großgeräte,

die beim Kraftwerksausbau

Kühtai zum Einsatz

kommen: 1 Einer von

zwei Cat Kettenbaggern

352. 2 Einen der beiden

Cat Dozer D6XE. 3 Den

Aufbau von einem der

sieben Cat Muldenkipper

777G. 4 Die umfangreiche

Komplettierung

des 140 t Großhydraulikbaggers

Cat 6015B

­wurde ebenfalls direkt

vor Ort durchgeführt.

2 3 4

28 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Foto: Prangl Gesellschaft m.b.H., Wien

PRANGL

Logistische Challenge

Beim Transport von zwei Generatoren

und zwei Gasturbinen für das Kraftwerk

Ljubljana funktionierte die länderüber -

g reifende Kooperation der Prangl-Experten

einwandfrei.

B

ereits der Umschlag der bis

zu 92,5 t schweren Komponenten

vom Schiff und die

anschließende Zwischenlagerung

am Hafengelände von

Koper unter strengen Technikund

Sicherheitsvorgaben des

Herstellers wurde von Prangl

organisiert. Beim anschließenden

Sondertransport der bis zu

13,5 m langen Einzelkomponenten

mussten aufgrund von

Gesamttransportgewichten von

bis zu 186 t statische Untersuchungen

von Brücken und

Viadukten durchgeführt

werden. Schlussendlich kamen

bis zu 46 m lange Transporteinheiten

mit bis zu 18 Achsen

zum Einsatz – aufgrund der

Straßenführung ein Unterfangen

für nur die besten Lkw-

Fahrer. Da mit den

Schwertransportern nicht

direkt zur Einbringungsstelle

zugefahren werden konnte,

wurden die Generatoren und

Gasturbinen außerhalb auf

einer temporär gesperrten

Straße umgeladen. Das

hydraulische Hubportal PHP 63

verfrachtete die vier

Kraftwerks teile jeweils einzeln

auf ein selbstfahrendes

Schwerlastmodul mit 6 Achsen.

Per Fernsteuerung wurden die

Komponenten dann auf diesen

„Selbstfahrern“ der Reihe nach

zum Entladeort geführt. Das

Einfädeln des selbstfahrenden

Schwerlastmoduls war nur mit

höchster Präzision und Vorsicht

möglich. Das finale Einheben

der Kraftwerkskomponenten

war nur mittels hydraulischem

Die 127,5 t schweren Transporte mussten behutsam

Meter für Meter manövriert werden.

Hubportal mit einer maximalen

Hublast von 1.068 t möglich.

Das auf speziellen Fahrschienen

aufgebaute PHP 534 löste

diese Aufgaben souverän. Nach

der Entladung des „Selbstfahrers“

wurden die Lasten auf

dem Schienensystem 48 m

verfahren und schlussendlich

millimetergenau eingebracht.

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MASCHINEN + TECHNIK

BRIDGESTONE

Erster OTR-Radialreifen von Firestone

Firestone bringt mit dem Multi Block T das erste Off-The-

Road (OTR)-Radialreifen Line-up auf den europäischen

Markt. Der neue Firestone Multi Block T (L3/E3-Reifen)

wurde sowohl für Radlader als auch für knickgelenkte

Muldenkipper entwickelt und ist ab sofort in folgenden

fünf Hauptgrößen sukzessive auf dem europäischen

Markt erhältlich: 17.5R25, 20.5R25, 23.5R25, 26.5R25 und

29.5R25. Die Karkasse und das Profildesign des Multi

Block T reduzieren Vibrationen und bieten einen breiten

Einsatzbereich. Die Seitenwand und die Lauffläche des

Reifens sind dabei besonders schnittfest, um unerwartete

Schäden und anschließende Ausfallzeiten zu

vermeiden. Die Profilstege verhindern die Flexion und

Bewegung der Stollen, während das nicht-laufrichtungsgebundene

Profildesign für eine gute, gleichmäßige

Abnutzung sorgt. Das offene Schulterdesign des

Reifens trägt zu seiner Traktionsleistung bei.

www.bridgestone.at

HKL BAUMASCHINEN AUSTRIA

Christian Heigl übernimmt Geschäftsführung

Christian Heigl ist neuer Geschäftsführer von HKL Baumaschinen Austria. In dieser

Funktion wird der in der Branche für seine Expertise anerkannte Maschinenbauer und

Jurist die Leitung des weiteren Ausbaus des HKL Geschäfts im Alpenland übernehmen.

C

hristian Heigl sagt: „Mein klares Ziel

ist es, HKL als verlässlichen und

professionellen Partner der Bauwirtschaft

im weitesten Sinne zu verankern.

Gemeinsam mit unserem starken und

schlagkräftigen Team wollen wir uns als

‚bester Anbieter‘ in der Vermietung und

dem Verkauf in unserem Bereich etablieren.

Der Name HKL muss für Kompetenz,

Qualität und Verlässlichkeit stehen.

Das leben wir und das sollen alle Unternehmen

erfahren. Hier legen wir an

unsere Dienstleistung einen hohen

Anspruch.“

Miete, Kauf, Service – die Breite des

HKL Portfolios gilt in Österreich als

unübertroffen. HKL bietet Produkte

und Dienstleistungen entlang des

gesamten Bauprozesses an. Dabei

gilt die Kombination von Baumaschinen-

und Gerätevermietung

mit einem Baushop, in dem eine

große Auswahl qualitativ

hochwertiger Produkte für

den Baustellenbedarf

erworben

werden können,

als klares

Alleinstellungsmerkmal,

das

gut ankommt. Nach dem Prinzip des

One-Stop-Shops können sich Kunden für

den Baustellentag rüsten – und das ohne

Zeit zu verlieren. Der Umfang des

Mietprogramms reicht von der Säge bis

zum 20-t-Bagger, von der Grabenwalze

bis zur 25-Meter-Arbeitsbühne. Ob

Verdichtungstechnik, Dumper, Radlader,

Mini- und Kompaktbagger, Stromaggregate,

Licht, Arbeitsbühnen- und Teleskopmaschinen

bis hin zu Raumsystemen

und Baustellenabsicherung – Bauunternehmen,

GaLaBau- und Handwerksbetriebe

finden bei HKL alle benötigten

Maschinen zur Miete plus das dazugehörige

Equipment zum Kauf. Die Produkte

stammen ausschließlich von namhaften

Herstellern.

Im Jahr 2021 wird HKL in Österreich

weiter in allen Bereichen investieren. Bei

der Auswahl neuer Maschinen steht

neben der Effizienz und Umweltverträglichkeit

auch die Ausstattung im Fokus.

So werden alle neuen Bagger ab der

3,5-t-Klasse mit Schwenkmotoren

ausgestattet. Auch der Bereich der

Höhenzugangstechnik wird erweitert.

Unter anderem werden Lkw-Arbeitsbühnen

der Marke Multitel ab diesem

Sommer in den HKL Centern zur

Miete bereitstehen. Dazu kommt Verstärkung

im Bereich der Baustelleneinrichtung.

Sanitärcontainer, Bauzäune,

Ab sperrungen und vieles mehr wird ab

sofort für unsere Kunden zur Miete

angeboten.

2012 startete HKL in Österreich mit

dem ersten Center in Wiener Neudorf. In

den folgenden Jahren baute das Unternehmen

seine Präsenz auf heute sieben

Center aus: in Wien, Wiener Neudorf,

Wolkersdorf, Salzburg, Linz, Graz und

seit einigen Monaten auch in Krems.

www.hkl-baumaschinen.at

Branchenprofi

Christian Heigl

ist Geschäftsführer

der HKL

Baumaschinen

Austria GmbH.

Im September 2020 ­eröffnete das HKL Center

in Krems. Es ist das siebte Center des Baumaschinenvermieters

in Österreich.


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MASCHINEN + TECHNIK

Der neue ARS 110 Walzenzug der

Firma Lehner ist ein ergonomisch

­gestaltetes Hightech-Gerät mit innovativem

Antrieb, intelligentem Verdichtungsmesssystem

und großer Steigfähigkeit.

1 2 3

1 Die weitöffnende Heckklappe der ARS 110 erleichtert die Wartungsarbeiten. In Verbindung mit der hohen Kraftstoffeffizienz sorgt der 345 l Tank im

Heckrahmen für lange Einsatzzeiten. 2 Fahrer Walter Axenkopf schätzt die ausgezeichnete Rundumsicht der geräumigen Kabine, die Klimaanlage und

das zentral angeordnete Multifunktionsdisplay. 3 Seit 1997 ist Firmenchef Friedrich Lehner vom Service der Firma Huppenkothen begeistert und fühlt

sich auch von Klaus Grabenweger bestens betreut.

HUPPENKOTHEN / AMMANN / LEHNER

Lehner: mit Ammann Verdichtungstechnik

und Huppenkothen Service erfolgreich

Vom Aushub bis zum Hallenbau ist das Bau- und Transportunternehmen Lehner

im Weinviertel ein gefragter Komplettanbieter. Ein Schlüssel zum Erfolg ist für

Geschäftsführer Friedrich Lehner die regelmäßige Modernisierung des Fuhrparks.

Vor kurzem erfolgte in der Firmenzentrale in Stützenhofen die Übergabe eines

neuen Ammann ARS 110 Walzenzugs durch die Firma Huppenkothen, mit der

der Firmenchef seit fast 25 Jahren eng zusammenarbeitet.

F

riedrich Lehner hat viel gesehen und

viel erlebt. Als Chauffeur im internationalen

Fernverkehr führten ihn seine

Touren bis nach Asien und auch heute

noch nimmt er sich immer wieder Zeit für

seine alte Leidenschaft und setzt sich

hinter das Steuer eines Lkw.

1997 war es Zeit für einen Wechsel und

Friedrich Lehner machte sich mit einem

Takeuchi Minibagger im Bereich Deichgräberei

selbstständig. Drei Jahre später

erwarb er eine Lehmgrube in Neuruppersdorf,

in der bis heute hochwertiges

Material für die eigenen Projekte abgebaut

wird. Kurz darauf gründete er auf dem

32 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Gelände eines ehemaligen Ziegelwerks in

Stützenhofen sein eigenes Bauunternehmen.

Der Standort bietet nicht nur

ausreichend Platz für die Lagerung der

benötigten Baustoffe und Geräte, sondern

auch für eine Bodenaushubdeponie und

einen Recycling-Platz, mit dem Baurestmassen

zu geprüften Recyclingbaustoffen

aufbereitet werden.

Geschäftsführer Friedrich Lehner: „Wir

sind ein 10-köpfiges Team und übernehmen

als Komplettanbieter vom Kelleraushub

über den Kanal- und Leitungsbau bis

hin zum Hochbau und zur Errichtung von

Hallen alle möglichen Arbeiten. Unsere

Lkw-Flotte ist entsprechend leistungsfähig

aufgestellt, dazu zählt auch ein

Kranfahrzeug und in Kürze ein neuer

Tieflader. Raupenbagger haben wir von 1,6

bis 23 t, dazu Mobilbagger, mehrere

Radlader, eine große Schubraupe, einen

Grader mit Lasersteuerung sowie verschiedene

Hebetechnik-Geräte. Alle unsere

Bagger sind mit einem hydraulischen

Schnellwechsler und Gummiketten

ausgerüstet. Die Bagger bis 15 t stammen

ausschließlich von Takeuchi, denn seit

meinem Einstieg in den Erdbau vertraue

ich auf die Betreuung durch die Firma

Huppenkothen. Der Service ist hervorragend

und durch die neue Niederlassung in

Großebersdorf bekomme ich die benötigten

Mietgeräte oder Werkzeuge jetzt noch

schneller.“

Klaus Grabenweger, zuständiger

Betreuer der Niederlassung Großebersdorf

der Huppenkothen GmbH, ergänzt:

„Neben den Takeuchi Baggern betrifft die

enge Zusammenarbeit mit der Firma

Lehner auch verschiedene Ammann

Verdichtungsgeräte, die sich ebenfalls im

Vertrieb der Firma Huppenkothen

befinden. Zum Einsatz kommen mehrere

Rüttelplatten, eine Grabenwalze sowie

eine 2,5 t Aufsitzwalze von Ammann.

Jüngster Neuzugang ist der neue Walzenzug

ARS 110, ein 11 t Gerät mit der

Leistungsfähigkeit einer 13 t Maschine.

Sie ist technisch auf dem neuesten Stand,

verfügt über eine umfangreiche Vollausstattung

und ersetzt eine Walze ohne

Klimaanlage.“

Klaus Smagoi, Gebietsverkaufsleiter

der Ammann Austria GmbH in St. Martin,

ergänzt: „Die Produktpalette der Ammann

Walzenzüge beginnt bei der ARS 70 und

erstreckt sich bis hinauf zur ARS 220. In

den letzten Jahren wurden die Ammann

Walzenzüge in vielen Bereichen weiterentwickelt.

Ein wichtiger Punkt ist das

Von links: Maschinist Jörg

­Lehner, Geschäftsführer

­Friedrich Lehner, Klaus

­Grabenweger, (zuständiger

Betreuer der Huppenkothen

GmbH, Niederlassung Großebersdorf)

und Klaus Smagoi

(Gebietsverkaufsleiter der

Ammann Austria GmbH

in St. Martin).

innovative Antriebkonzept, das anstelle

einer Hinterachse auf Radnabenmotoren

setzt. Dadurch sind die Walzenzüge

extrem kompakt, Motor, Kühlsystem, Tank

und Hydraulikkomponenten finden im

Motorraum bequem Platz. Für den Fahrer

resultieren daraus optimale Sichtverhältnisse

nach hinten, auch ohne Rückfahrkamera.

Verstärkt wird der Effekt noch

dadurch, dass der Überrollbügel in die

Kabinenkonstruktion integriert wurde.

Die Kabine selbst kommt durch die

gebogene Scheibe ohne A-Säule aus und

bietet damit eine optimale 360°-Rundumsicht.

Ein weiteres Highlight ist das

zentral angeordnete Display, das der

Fahrer immer im Blickfeld hat und das so

die Sicherheit erhöht. Auch die ARS 110

verfügt über das patentierte, intelligente

Verdichtungssystem von Ammann, das

den absoluten Verdichtungsgrad misst und

das mit einem Dokumentationssystem

kombiniert werden kann. Darüber hinaus

ist die ARS 110 mit einem innovativen

System von Ammann ausgestattet, das

den Kraftstoffverbrauch senkt und

weniger Betriebsmittel für das Hydraulikund

Vibrationssystem benötigt.“

www.ammann.com

www.huppenkothen.com

powered by

POLIXMAIR GmbH | Ehrenfeld Betriebspark 5 | 4694 OHLSDORF | Tel.: 07612/64597 | office@polixmair.com


MASCHINEN + TECHNIK

Kubota hat zwei neue

Minibagger der neuesten

Generation -5 auf den

Markt gebracht. Die

neuen Minibagger

K008-5 und U10-5

sind die kleinsten, in

Europa erhältlichen,

kompakten Baumaschinen

und

ersetzen die bisherigen

Modelle

K008-3, U10-3 und

U10-3 SL.

Durch den klappbaren

Sicherheits-Überrollbügel

können die

­Maschinen (im Bild

der K008-5) auch in

Fahrstühlen transportiert

werden.

KUBOTA

Neue Minibagger K008-5 und U10-5

er original Kubota Dieselmotor mit

Ddem E-TVCS Verbrennungssystem

bietet hohe Leistung, geringe Geräuschentwicklung

und verbesserte Abgasqualität.

Selbstverständlich erfüllen die

Motoren die geltenden Abgasbestimmungen

der Stage V.

Die kompakte Bauweise und einfache

Verlademöglichkeit

Der U10-5 verfügt nun

­serienmäßig über seitliche

Vorsteuerhebel, das neu gestaltete

Heck mit integriertem

Kontergewicht schützt die

­Maschinen vor Beschädigungen.

ermöglichen einen

flexiblen Einsatz.

Beide Maschinen

verfügen über

ein hydraulisch

verstellbares

Fahrwerk

(K008-5: 700-860

mm / U10-5:

750-990 mm). Somit

stellen z.B. Gartentüren oder

Hauseingänge kein Hindernis dar.

Durch den klappbaren Sicherheits-Überrollbügel

können die

Maschinen auch in niedrigen

Räumen, wie z.B. Fahrstühlen

transportiert werden. Der U10-5

verfügt nun serienmäßig über

seitliche Vorsteuerhebel (Side

Lever), dadurch wird die Bedienung

der Maschine vereinfacht.

Das neu gestaltete Heck mit

integriertem Kontergewicht

schützt die Maschinen vor

Beschädigungen, serienmäßig

verfügen die Maschinen über eine

LED Arbeitsleuchte am Ausleger,

was die Arbeit bei schlechten Lichtverhältnissen

erleichtert. Die Motorabdeckung,

inklusive Fahrersitz und Bedieneinheit

lässt sich vollständig aufklappen und

ermöglicht dadurch einen hervorragenden

Zugang zu allen relevanten Wartungspunkten.

Die Hydraulikschläuche für

Ausleger- und Löffelstielzylinder sind

innenseitig verlegt und somit vor Beschädigungen

geschützt, eine Segmentierung

der Schläuche am Planierschildzylinder

verringert die Ausfallzeiten in einem

etwaigen Schadensfall erheblich.

Beim Thema Sicherheit geht Kubota,

wie gewohnt, keine Kompromisse ein.

Durch einen Signalton wird der Bediener

an das Anlegen des orangefarbenen

Sicherheitsgurtes erinnert. Beide Maschinen

verfügen serienmäßig über das am

Markt bewährte Kubota Diebstahl

Sicherungssystem.

Jürgen Bidell, Vertriebsleiter der

Kubota Baumaschinen GmbH, betont: „Wir

freuen uns, die neuen ,kleinen‘ Mini-Bagger

in unserem Maschinenprogramm

begrüßen zu können. Der K008-5 und der

U10-5 werden mit ihrem neuen Design, der

optimalen Leistungsperformance und den

Detaillösungen unsere Kunden überzeugen.

Wie gehabt, Maschine und Motor, alles

aus einer Hand, Kubota.“

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34 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


Die Doppelmesse

tiefbaulive.com

2. – 4. Sept. 2021

und

recycling-aktiv.com


MASCHINEN + TECHNIK

SBM MINERAL PROCESSING

SBM Jawmax 400/450 & Remax 450:

Paukenschlag in der 40-t-Klasse

Nach der Einführung des kompakten 28-t-Backenbrechers Jawmax 200 im

vergangenen Herbst präsentierte SBM Anfang Mai im Rahmen einer internationalen

Händlertagung mit den Modellen Jawmax 400/450 und dem Prallbrecher Remax 450

gleich drei neue Modelle in der 40-t-Klasse. Alle Maschinen setzen dabei ein weiteres

Mal Maßstäbe in Sachen praxisgerechter Mobilität, qualitätsorientierter Anwendungsvielfalt

und optimierter Produktivität.

A

uch mit der zunehmenden Popularität

hochkompakter Mobilanlagen für

das innerstädtische Recycling und immer

leistungsfähigeren Großbrechern für den

ortsmobilen Einsatz auf Recycling-Plätzen

oder in Naturstein-Betrieben bleibt

die 40-t-Klasse ein wichtiges Referenz-

Segment in der mobilen Aufbereitung.

Exakt abgestimmt auf geltende Transportbestimmungen

und bestehende

Fuhrpark-Ausrüstungen ermöglichen die

Anlagen mit Einsatzgewichten von 35 bis

45 t schnelle und flexible Ortswechsel

ohne große Zugeständnisse an Produktionsleistung

oder aufwändige Sondergenehmigungen.

„Tatsächlich lieferte der

Markt in diesem Segment zuletzt nur

wenig innovative Angebote, was uns auch

die immer zahlreicher werdenden

Anfragen von Bauunternehmen, Brech-

Dienstleistern, kleinen bis mittleren

Gewinnungsbetrieben und vor allem

Vermietern zeigten“, erklärt SBM-Vertriebsleiter

Helmut Haider. „Neue

Brecher-Konzepte mit produktions-steigernder

Peripherie, alternative Antriebe,

intelligente anwender-orientierte Steuerungen,

all das passierte mehr oder

weniger in den anderen Klassen – das

‚Brot-und-Butter‘-Segment der Vierzigtonner

blieb davon weitgehend unberührt.“

Grund genug für SBM, intensiv an der

Weiterentwicklung und Aufwertung der

eigenen Mittelklasse zu arbeiten: Die

neuen Jawmax 400/450 treten als echte

Allrounder mit einem komplett neu

entwickelten Backenbrecher an, dessen

Effizienz und Produktivität durch ein

aktives Vorsieb in der 450er-Version weiter

optimiert wird. Auch das bewährte

40-t-Modell der Remax-Prallbrecher ist

jetzt mit aktiver Doppeldeck-Vorabsiebung

erhältlich, was den Wirkungsgrad, die

Produktivität und Wirtschaftlichkeit des

„1300ers“ Remax 450 nochmals deutlich

steigert. Alle neuen Anlagen besitzen

SBM-typisch einen diesel-elektrischen

Antrieb mit vollelektrischer Netzoption

und verfügen über hochmoderne Steuerungen

mit neuer bedienerfreundlicher

Funkfernsteuerung und Anbindung an das

app-basierte SBM-Anlagenmanagement

„Crush Control“.

Eine Klasse – zwei Modelle

SBM präsentiert seinen neuen raupenmobilen

40-t-Backenbrecher in zwei Versionen:

als Jawmax 450 mit aktivem Zweideck-Vorsieb

(Transportgewicht: 39,2 t

(inkl. Optionen) und als Jawmax 400 (36,5

t) mit konventioneller Aufgaberostrinne

mit 2 Decks – z.B. für den überwiegenden

Einsatz als Vorbrecher. Beide Anlagen

liegen trotz großzügig bemessenem

7-m³-Bunker innerhalb der kritischen

Transportabmessungen, was beim

Jawmax 450 (L x B x H: 14,71 m x 2,88 m

x 3,60 m) bedienerfreundlich durch

hydraulisch klappbare Bunkerwände

gelöst wurde.

Identisch auch das diesel-elektrische/

vollelektrische SBM-Antriebskonzept: Ein

verbrauchsoptimierter 6,7-l-Cummins-

Diesel (170 kW bei 1.500 U/min) nach

Fotos: SBM Mineral Processing; Baublatt.Österreich

36 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

SBM Premiere: Der neue raupenmobile

Backenbrecher Jawmax 450 überzeugt mit

hohen Produktionsleistungen im 40-t-Segment.

Abgasstufe EU-V liefert die Kraft für den

200-kVa-Aufbaugenerator, der wiederum

die nahezu komplett elektrischen Einzelantriebe

auf der Maschine versorgt. Lediglich

Hubzylinder und Fahrantrieb hängen

noch an der elektrisch betriebenen

Arbeitshydraulik, was die notwendigen

Ölmengen auf der Anlage deutlich

reduziert. Durch den optionalen Netzanschluss

kann die Anlage bei voller

Funktionalität auch kostengünstig und

umweltfreundlich über das Stromnetz

betrieben werden. Laut SBM lassen sich

damit bei den direkten Energiekosten bis

zu 60% gegenüber vergleichbaren dieselhydraulischen

Anlagen einsparen.

Neuer Hochleistungsbrecher

Herzstück und dank der gewichtssparenden,

vibrationshemmenden Integration

des Brechergehäuses in die Rahmenstruktur

sogar tragendes Element der aktuellen

Jawmax-400er-Baureihe, ist der neue

Einschwingen-Backenbrecher STE 110-70

von SBM. Speziell für den Mobileinsatz

konzipiert, besitzt der 14.235 kg schwere

Brecher eine Einlauföffnung von 1.100

mm x 700 mm. Bei einer Nenngröße von

0-700 mm erlaubt er max. Aufgabegrößen

von 1.000 x 600 x 600 mm, was Maschinisten

im Bagger oder Lader gerade in der

hochfrequenten Beschickung von Recycling-Material

deutlich entlastet. Die

Brechbacken bestehen aus hochlegiertem

Manganguss und sind um 180° drehbar.

Dies verdoppelt ihre Lebensdauer und

trägt ebenso wie die zweiteilig ausgelegten

Seitenkeile aus hochverschleißfestem

Stahl zu niedrigen Verschleißkosten bei.

Eine Umlenkplatte unter dem Brecherauslauf

leitet das Brechgut in Laufrichtung

auf das 1.000-mm-Austragsband, was

Schäden etwa durch Bewehrungseisen an

dem hochwertig armierten Gurt zuverlässig

vorbeugt.

Ausgelegt auf hohe 400 MPa-Druckfestigkeit

(z.B. Naturstein, Schlacke) bietet

der STE 110-70 einen großen Hub für

hohe Durchsatzleistungen und eine

Brechspalteinstellung von 40-160 mm,

die im Betrieb jederzeit unter Last vom

Bediener nachjustiert werden kann. Die

mechanisch-hydraulische Spaltverstellung

durch das spezifische SBM-Keilsystem

übernimmt auch die optional

verfügbare Überlastsicherung: Messungen

am Brechergehäuse erfassen kontinuierlich

die Druckbelastung – gelangt

„Unbrechbares“ (Holz, Metall, etc.)

zwischen die Backen, öffnet der Brechspalt

bis zum Maximum von 280 mm,

lässt den Fremdkörper passieren und

stellt sich automatisch auf das

Ursprungsmaß zurück. Löst sich die

Blockade nicht, stoppt der Motor und

ermöglicht dem Bediener die manuelle

MACHT’S MÖGLICH

HEAVYDUTY

In der 7-m³-Aufgabeeinheit des Jawmax 450

schließt das Stangenrost-Oberdeck des

­unabhängigen Kreisschwinger-Vorsiebs

­direkt an die Vibrationsrinne an.

Seit Jänner 2021 ist die Acht

Gruppe für Vertrieb, Service

und Miete der mobilen

­Aufbereitungsanlagen von

SBM Mineral Processing in

Österreich und in der

Schweiz zuständig (von

links): Alfred Peer (Kundenbetreuer

SBM Mineral Processing

GmbH), Geschäftsführer

Ing. Erwin Hofstätter

(Mineraltech; acht baurecycling

GmbH), DI Erwin

Schneller, Geschäftsführer

SBM Mineral Processing

GmbH) und SBM Vertriebsleiter

Helmut Haider.

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BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021

37


MASCHINEN + TECHNIK

Nachhaltig aufgewertet: Dank neuer

Vorabsiebung erhöht sich die Produktionsleistung

des Remax 450 auf 450 t/h.

Störungsbehebung – unter anderem

durch einfache Umkehr der Brecher-

Laufrichtung auch unter Last.

Angetrieben wird der STE 110-70 über

Keilriemen durch einen 110-kW-Elektromotor

mit hohem Anlaufmoment. Dieses

bei SBM seit Jahrzehnten bewährte

Antriebsprinzip „puffert“ nicht nur

zuverlässig Brecher-Lastspitzen und sorgt

damit für gleichmäßige, verbrauchsgünstige

Drehzahlen im Dieselbetrieb (1.500 U/

min). Das System ermöglicht auch die

vierstufige Anpassung der Brecher-Drehzahl

zur Optimierung des Brechergebnisses

und optional den Rückwärtslauf des

Backenbrechers, der zum Beispiel beim

Brechen von Asphalt oder anderem

bindigen Material Vorteile bringt. Ebenso

verringert der elektrische Brecherantrieb

erheblich den Wartungsaufwand und lässt

sich einfach in die intelligente Maschinensteuerung

SBM Crush Control integrieren.

Mehr Leistung – weniger Verschleiß

Das gilt auch für das neue aktive Zweideck-Vorsieb

(2 x 2,0 m²) im Jawmax 450,

dessen Stangenrost-Oberdeck im

7-m³-Aufgabebunker unmittelbar an die

stufenlos regulierbare Förderrinne

anschließt. Als effizienter Kreisschwinger

ausgeführt, entzerrt die Siebeinheit das

Aufgabegut sehr wirkungsvoll, separiert

Feinanteile und Verunreinigungen oder

trägt bei hochwertigem Ausgangsmaterial

über die 25-mm-Standardmasche bzw.

optional wählbare Beläge im Unterdeck

eine erste qualifizierte Endkörnung aus.

Die Dreiwege-Klappe am Siebauslauf

ermöglicht dabei die selektive Behandlung

des Siebguts: Je nach Verunreinigung/

Qualität lassen sich beide Fraktionen

komplett oder separat über das seitliche

Feinanteil-Band austragen bzw. als

wertiger Brecher-Bypass dem

Materialstrom auf dem Hauptaustragsband

zuführen.

Die aktive Vorabsiebung senkt deutlich

den Verschleiß im Brecher und kann den

Gesamtdurchsatz um bis zu 25% erhöhen,

was beim Jawmax 450 ein Plus von rund

50 t/h auf eine maximale Stundenleistung

von ca. 450 t ausmacht (vgl. Jawmax 400

ohne Vorsieb: 400 t/h). Der große beidseitig

beschickbare Aufgeber sowie hohe

Haldenkapazitäten am Feinaustrag

(Abwurfhöhe: 2,8 m/ca. 45 m³ und Brecherabzugsband

(4,0 m/ca. 100 m³) ermöglichen

eine kontinuierliche Produktion auch

im Einmann-Betrieb.

Bediener im Mittelpunkt

Wie alle aktuellen SBM-Modelle ist auch

der neue Jawmax 450 auf hohe Bedienungs-

und Wartungsfreundlichkeit

ausgelegt. Das beginnt bei kurzen Ein-

Mann-Rüstzeiten nach Verlassen des

Tiefbetts oder Abkoppeln des optionalen

Dolly-Fahrwerks. Alle Anlagenkomponenten,

wie Bunkerwände oder Förderbänder

verbleiben beim Transport an der

Maschine und lassen sich hydraulisch und

werkzeuglos in die Arbeitsposition bringen

(Zeitbedarf: ca. 10 min.).

Unterstützt wird der Maschinist dabei

von Rüst- und Startroutinen der Anlagensteuerung

SBM Crush Control, die über

einen großen 10“-Touchscreen auch alle

wichtigen Lade- und Betriebszustände

meldet. Das System kommuniziert dabei

über intuitiv erfassbare Symbole – zusätzlich

bietet SBM noch unterschiedliche

Betriebsmodi für den Basisbetrieb bzw.

fortgeschrittene Anwender, die etwa

Mietkunden den Umgang mit der Anlage

weiter vereinfachen sollen. Der Anlagenbetrieb

erfolgt vollautomatisch über die

integrierte SPS-Steuerung, die den

Lastzustand aller Aggregate und weiterer

Sensoren (z.B. optionaler Füllstands-

Radar am Brechereinlauf) überwacht und

die Produktion entlang voreingestellter

Parameter steuert. Alle Anlagenzustände

oder die von optionalen Bandwaagen

erfassten Produktionsmengen lassen sich

über eine Web-basierte App auch fernabfragen

bzw. zur Dokumentation oder

Wartungsplanung in andere Anwendungen

übertragen.

Echte Maßstäbe setzt SBM wiederum

mit der neuen serienmäßigen Funk-Fernbedienung,

die dem Maschinisten in der

Baggerkabine volle Kontrolle über die

Anlage verschafft. Über insgesamt 10

Funktionen lassen sich nicht nur die

Fahrbewegungen des robusten Raupenfahrwerks

proportional steuern (auch im

Brecherbetrieb), die Produktion über die

Aufgebergeschwindigkeit bzw. Spaltverstellung

beeinflussen, sondern auch die

Höhe bzw. Wirkkraft des Magnetaustrags

korrigieren oder die Staubniederschlagung

aktivieren.

Große Wartungsklappen bieten freien

Zugang zu den gut staubgeschützten

Antriebsaggregaten, Elektrik- und

Steuerungskomponenten, was Wartungsarbeiten

erleichtert und die Störungsbehebung

einfach und sicher macht. So lässt

sich z.B. das Brecherabzugsband hydraulisch

um etwa 500 mm absenken und legt

damit die Auslaufzone des Brechers

komplett frei.

Powerboost für den Prallbrecher

Die neue aktive Vorabsiebung verhilft jetzt

auch dem bewährten raupenmobilen

SBM-Prallbrecher Remax 400 zu einem

weiteren Produktivitätssprung. Die in der

Basis-Version rund 42-47 t schwere

Maschine wurde 2018 vorgestellt und

zählt seitdem mit ihrem 1300er Prallbrecher

zu einer der leistungsstärksten

Anlagen im Segment von 40 bis 50 t

Einsatzgewicht.

Die jetzt als Remax 450 präsentierte

Version mit Vorabsiebung wurde parallel

zu den neuen Jawmax 40-Tonnern

entwickelt. Maßgebliche Veränderungen

betreffen dabei insbesondere den hinteren

Rahmenbereich, der jetzt statt einer

Rostrinne auch einen hydraulisch klapp-

38 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

baren 8-m³-Aufgabebunker mit Vibrationsaufgeber

und unabhängigem Vorsieb

erhielt. Bis auf die Breite und die Standard-Ausrüstung

des Stangenrost-Oberdecks

(15/35 mm) ist das Kreisschwinger-

Sieb in der Ausführung identisch zum

Jawmax 450. Dies gilt auch für die

innovative dreistufige Feinaustrag/Bypass-

Klappe, die das Bypass-Material allerdings

auf die 1.300-mm-Abzugsrinne unter dem

Prallbrecher leitet. Dank Vorabsiebung

steigt auch die Nennleistung des Prallbrechers

um etwa 50 t pro Stunde auf jetzt

450 t/h.

Als äußerst vielseitig einsetzbare

Anlage im Rohstoff- und Recyclingbereich

akzeptiert die Remax 450 Aufgabestückgrößen

bis 800 mm und liefert Endkörnungen

in den Bereichen von 0-90 bis 0-22

mm. Auch die in der Basisversion jetzt

rund 43,5 t schwere Anlage besitzt einen

integrierten diesel-elektrischen Antrieb

mit 260-kW-Dieselmotor (EU V), einem

leistungsstarken 300 kVa-Generator und

optionalem Netzbetrieb aller Anlagenfunktionen.

Zahlreiche verfügbare Optionen

wie z.B. die absetzbare Eindeck-Nachsiebeinheit

mit schwenkbarem Rückführ-/

Austragsband, Windsichter, höhenverstellbarem

Magnetabscheider lassen das

Transportgewicht auf gut 49 t anwachsen,

wobei die kompakten Transportabmessungen

inkl. Aufbauoptionen (LxBxH: 17,5 x

3,0 x 3,6 m) auch hier den unkomplizierten

„One-Piece“-Transport per Tiefbett oder

Dreiachs-Dolly ermöglichen.

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Die web-basierte App-Funktion

der Anlagensteuerung SBM

Crush Control ermöglicht die

Fernabfrage umfangreicher

­Maschinen-Daten, darunter auch

den aktuellen Standort.

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MASCHINEN + TECHNIK

STIRNIMANN

Neuer MDT 489 von Potain

bietet hohe Tragfähigkeit und

geringe Betriebskosten

Der neue Topless-Turmdrehkran MDT 489 von Manitowoc

schließt die Lücke zwischen dem vielgefragten MDT 389

und dem neuen MDT 569 und eignet sich ideal für

großflächige Bau- und Infrastrukturprojekte.

M

it einer Höchstlast von 20 t bzw. 25 t

entwickelt der MDT 489 eine

beeindruckend hohe Tragfähigkeit. Nicht

weniger eindrucksvoll ist sein 80 m

Ausleger, der nicht nur eine breite

Abdeckung und große Reichweite am

Einsatzort gewährleistet, sondern auch die

kostensparenden Vorteile eines einfachen

Transports und einer schnellen Montage

und Demontage bietet. Darüber hinaus

ermöglicht die kompakte Konfiguration

dieses Krans seinen Einsatz auf knapp

bemessenen Baustellen. Der MDT 489

wurde unter dem Aspekt einer hohen

Leistung entwickelt, aber ohne Kompromisse

am bisherigen Konzept, überschwenkende

Topless-Technologien zu

nutzen, die Kollisionen zwischen mehreren

Kranen am Einsatzort verhindern – im

Gegensatz zu Kranen mit Turmspitze.

Alle Komponenten mit Ausnahme des

Drehmechanismus können in Containern

in Standardgröße befördert werden. Die

drehbaren Komponenten des MDT 489

lassen sich in nur neun Containern

transportieren. Das sind vier bis fünf

weniger, als sie für einen typischen Kran

dieser Größenordnung benötigt werden,

was einerseits die Kosten und Komplexität

des Transports reduziert und andererseits

den Zugang zum Einsatzort deutlich

vereinfacht.

„Mit dem neuen MDT 489 wurde nicht

nur die Modellreihe konsequent

erweitert, sondern der Kran besticht

auch mit vielen Detaillösungen in der

Transportoptimierung sowie der

beispiellosen Service- und Montagefreundlichkeit,

welche man bei einem

Kran dieser Größenklasse nicht vermuten

würde“, betont Arno Enzi (Geschäftsführer

Stirnimann GmbH in Trumau).

Wenn der MDT 489 am Einsatzort

eintrifft, kann er in der Hälfte der Zeit

aufgebaut werden, die im Vergleich für

andere Krane ähnlicher Größe eingeplant

werden muss. Die nur wenig Platz

erfordernde Montage für einen MDT 489

mit einer Hakenhöhe von 50 m und einem

80 m Ausleger dauert maximal zwei Tage.

Der MDT 489 kann auf einem 6 m oder

einem 8 m Fundamentkreuz aufgestellt

und in verschiedenen Konfigurationen

aufgebaut werden, um den auf der

Baustelle vorhandenen Platz und die

verfügbare Ausrüstung bestmöglich zu

nutzen. Der Ausleger ist mit integrierten

Anschlagpunkten ausgeführt, die einen

einfachen und effizienten Aufbau gewährleisten.

Seine einzelnen Auslegerelemente

können in verschiedenen Konfigurationen

zusammengesetzt werden, was die

Auswahl eines Hilfskrans günstig beeinflusst

und durch die Montage-Flexibilität

kann der MDT 489 optimal an den zur

Verfügung stehenden Platz am Einsatzort

angepasst werden. Das schwerste Auslegerelement

wiegt nur 6,7 t. Weiter vereinfacht

wird der Aufbau durch die drehbare Kabine

und das durchdachte Design der Gegenausleger-Anschlussstellen.

Mithilfe des Kransteuersystems (CCS)

von Manitowoc kann der MDT 489 in

gerade einmal 15 min. in Betrieb genommen

werden. Darüber hinaus unterstützt

dieses Funktionsmerkmal den streng

kontrollierten und effizienten Betrieb des

Krans, solange dieser im Einsatz ist. Die

Laufkatze bietet eine Zweifachscherung

für schnelle Hubarbeitszyklen und eine

Vierfachscherung für schwere Lasten.

Durch einfaches Betätigen eines Druckknopfs

im Inneren der Kabine, können die

Drahtseile für die Laufkatze gespannt

werden; auf gleiche Weise wird der Sensor

dann neu kalibriert. Nach Abschluss des

Arbeitseinsatzes kann der MDT 489

schnell und einfach wieder demontiert

werden, um sich auf den Weg zur nächsten

Baustelle zu begeben. Wie alle Potain

CCS-Krane ist der MDT 489 mit dem

CraneStar Diag-System ausgestattet. Mit

dem Ferndiagnosetool von Potain kann der

Kunde die Betriebsdaten des Turmdrehkranes

in Echtzeit abrufen.

www.stirnimann.at

www.manitowoc.com

40 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


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Regina Lehner

Tel.: +43 676 84 676 055

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MASCHINEN + TECHNIK

CASE

Neue Case Radlader der G-Serie Evolution

Mitte April gab Case Construction Equipment den europaweiten Verkaufsstart der

neuen Evolution Radlader der G-Serie bekannt. Mit umfangreichen Verbesserungen

quer durch die gesamte Baureihe bietet die neue G-Serie Evolution mehr Verfügbarkeit,

eine verbesserte Leistung und Produktivität sowie eine bessere Feinsteuerung.

D

ie neue G-Serie Evolution verfügt über

eine neue integrierte Nutzlastwaage,

sodass der Fahrer jede einzelne Schaufelladung

ablesen und protokollieren kann.

Die Anzeige wurde direkt in das Hauptdisplay

des Radladers integriert und zeigt die

Schaufelnutzlast, die Anzahl der Ladevorgänge,

das kumulierte Gewicht, die

Auftragsdaten und vieles mehr an. Das

integrierte Wiegesystem erleichtert dem

Fahrer die Überwachung der geladenen

Gesamtmenge, einschließlich des über

einen bestimmten Zeitraum bewegten

Gesamtvolumens, der Ladehistorie sortiert

nach Kunden, Auftrags-Ticket oder

Materialarten. Alle Daten werden in einer

umfassenden Ticket-Historie bereitgestellt.

Case SiteConnect und SiteWatch sind

ebenfalls serienmäßig für drei Jahre bei

jedem Case G-Series Evolution Radlader

inbegriffen. Zur Erinnerung: Die Case

SiteWatch Telematik ist eine Lösung, die

zur Erfassung wichtiger Informationen

über die Leistung und den Standort der

Maschine und der schnellen Bereitstellung

dieser Daten entwickelt wurde. Das mit

einem neuen Dashboard für intuitive

Navigation ausgestattete SiteWatch

ermöglicht per Fernzugriff eine klare

Identifizierung von Problemen, ohne die

physische Anwesenheit des Fahrers oder

Flottenmanagers. Bei Einstellung der

Soll-Last für den Lkw zeigt das System an,

wenn die letzte Schaufel die Soll-Last

überschritten hat. In diesem Fall kann der

„Tip-off“-Modus aktiviert werden, mit dem

der Fahrer das Material in der Schaufel

teilweise entladen kann, bis die Soll-Last

erreicht ist.

Das neue Command Centre verfügt

über ein völlig neues Touchscreen-Display,

das wie ein Tablet den Zugriff auf alle

wichtigen Maschineneinstellungen und

Betriebsdaten ermöglicht, so dass der

Fahrer schneller auf plötzlich eintretende

Betriebsbedingungen reagieren kann.

Dazu gehören innovative elektrohydraulische

Steuerungen, die es dem Fahrer

ermöglichen, das Ansprechverhalten von

Hub (Ausleger) und Neigung (Schaufel)

unabhängig voneinander einzustellen, um

es an die Präferenzen des Fahrers und die

Ladesituation anzupassen. Jede Funktion

kann separat eingestellt werden, wobei

zwischen drei Reaktionsmodi gewählt

werden, kann: weich, moderat und

dynamisch.

Case hat das bisherige Angebot an

Betriebsmodi für das Motorleistungsmanagement

durch zwei neue Modi vereinfacht:

Smart und Max. Der Max Modus

bietet bei harten Einsatzbedingungen

maximale Motorleistung, während der

neue Smart Modus durch eine verbesserte

Kommunikation zwischen Motor und

Getriebe ein komfortables Arbeiten bei

hoher Leistung und guter Kraftstoffeffizienz

bietet.

42 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Die Gesamtheit der

neuen Funktionen

basiert auf

­direktem Feedback

von Kunden und

Händlern, angefangen

bei den

­Reifen über die

Schaufel bis hin

zum Motor und den

Bedienelementen.

Mit den drei neuen,

konfigurierbaren

Tasten kann der

Fahrer schnell auf

Maschineneinstellungen

zugreifen

ohne die Hand vom

Joystick zu

­nehmen.

Das brandneue

Reifendrucküberwachungssystem

(TPMS) warnt den

Fahrer, wenn der

Reifendruck

außerhalb eines

fest­gelegten

Bereichs liegt.

Dank den verbesserten Ferndiagnosefunktionen

in der neuen Case Evolution G-Serie

und der Möglichkeit zur Softwareaktualisierung

und zur Behebung inaktiver Fehler per

Fernzugriff werden sich die Ausfallzeiten für

den Besitzer und Fahrer erheblich verkürzen.

Diese Technologie wird durch ein neues auf

der Maschine installiertes telematikfähiges

4G SiteConnect Modem unterstützt, auf das

über die neue SiteManager App (verfügbar

auf iOS und Android Geräten) zugegriffen

werden kann. Dank der verlängerten

Serviceintervalle von 500 bis 1000+ Stunden

konnten die Gesamtwartungskosten im

Vergleich zur aktuellen Radlader-Reihe um

bis zu 20% gesenkt werden. Weiters verfügt

das brandneue Reifendrucküberwachungssystem

(TPMS) über Sensoren, die am

Ventilschaft jedes Reifens angebracht

werden, sowie über ein Empfängermodul, das

den Druck für jeden Reifen auf das Display

überträgt und den Fahrer warnt, wenn der

Reifendruck außerhalb eines festgelegten

Bereichs liegt.

www.casece.com

www.cnhindustrial.com

BUSINESS DIRECTOR

Vladimir Knezevic (Bild) ist mit

1. September 2020 zum Business

Director für die Märkte Deutschland,

Österreich und die Schweiz

ernannt worden. Vladimir

Knezevic: „Ich habe diese Position

mit dem Ziel angetreten, die

Marke Case auf dem Baumaschinesektor

erfolgreicher zu machen

und geschäftliche Verbindungen

zu entwickeln und zu stärken. Um

diese Ziele zu erreichen, wollen

wir die Case Produkte und

Services im DACH-Markt besser

positionieren und Geschäftsprozesse

weiter digitalisieren.“

Vladimir Knezevic ist 52 Jahre alt,

in Serbien geboren und hat seine

Laufbahn mit einem Masterstudium

/ Maschinenbau an der

Universität Belgrad begonnen. Er

sammelte umfangreiche Erfahrungen

in Führungspositionen in

den Bereichen Verkauf, Kundendienst,

Händlernetzentwicklung

sowie Finanzierung. Knezevic hat

bei allen Stationen seiner Karriere

erfolgreiche Marken- und Retail-

Strategien entwickelt bzw. umgesetzt

und eine starke Wachstums-

Agenda verwaltet. Unterstützt

wird Knezevic von Dipl. Betriebsökonom

Thomas Fuhr, Head of CE

AMS Marketing Europe. Fuhr

ist 54 Jahre alt und

seit 1999 mit einer

Unterbrechung

bei CNH Industrial

in unterschiedlichen

Funktionen tätig.

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BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021

43


MASCHINEN + TECHNIK

Die Entwicklung und Elektrifizierung der Elektro-Raupenbagger R 980 SME-E und R 976-E (im Bild mit einem

knickgelenkten Muldenkipper TA 230 Litronic) wurde komplett von Liebherr konzipiert und umgesetzt.

LIEBHERR

Zwei neue lokal emissionsfreie Bagger

Der Elektro-Raupenbagger R 976-E tritt zusammen mit dem R 980 SME-E die

Nachfolge des ER 974 B im Bergbau- und Steinbrucheinsatz an. Die neuesten

Elektrobagger, die von Liebherr-France SAS im französischen Colmar entwickelt

werden, sind mehr als nur eine einfache Adaption eines Baggers mit Dieselmotor.

D

iese 90- bzw. 100-t-Bagger halten

durch ihre robuste Konstruktion auch

extremen Bedingungen stand und sind als

Tieflöffel- und Klappschaufel-Version

erhältlich. Sie zeichnen sich durch geringe

Geräuschentwicklung und optimale

Verfügbarkeit aus und verursachen im

Betrieb keine CO2- oder Treibhausgasemissionen.

Das elektrische System des neuen

Liebherr-Raupenbaggers R 976-E mit 400

kW wird mit einer Betriebsspannung von

6.000 V über ein Kabel versorgt, dessen

Eingang in der Mitte des Unterwagens

oder auf Wunsch auch an den Seiten

angeordnet ist. Optional ist auch eine

Kabeltrommel erhältlich. Die Stromversorgung

mit 6.000 V/50 Hz erfolgt über einen

Hochspannungs-Schleifringkollektor. Auf

dem Oberwagen befinden sich ein Transformator-Schaltschrank

(Hochspannung/

Niederspannung) sowie ein Niederspannungs-Schaltschrank

für die Verteilung

und Steuerung der Bordnetzspannungen

von 690 V, 230 V und 24 V.

Die integrierte Technologie in den

Modellen R 976-E und R 980 SME-E bietet

zahlreiche Vorteile. Ein Bagger mit

Elektromotor hat durch die konstante

Geschwindigkeit des Antriebs bei jeder

Belastung eine höhere Lebensdauer. Seine

hochverfügbare Transientenleistung für

die kombinierten Bewegungen der

Maschine ermöglicht zudem eine sehr hohe

Produktivität. Der auf dem R 976-E

installierte Niederspannungs-Asynchron-

Elektromotor treibt das Hydrauliksystem

an. Der Motor verfügt über einen Hitzeschutz

an den Lagern und Wicklungen. Er

ist in einen Rahmen mit verstärktem

Flansch integriert und ermöglicht einen

abgesicherten Softstart. Die beiden

robusten Schaltschränke bestehen aus

einer maschinengeschweißten Spezialstruktur,

die für extreme Arbeitsbedingungen

ausgelegt ist. Die abschließbaren,

wasserdichten Türen (IP 65) sind mit

Sicherheitsschaltern und einer Not-Aus-

Funktion ausgestattet. Der Hochspannungs-Schaltschrank

ist für den Leistungs-

Anschlussstecker und die Transformation

der elektrischen Spannung vorgesehen,

während der Niederspannungs-Schaltschrank

die Verbindung überwacht.

Der Liebherr-Elektrobagger zeichnet

sich im Marktvergleich durch seine hohe

Leistungsfähigkeit aus. Er spiegelt ein

robustes Design wider, das auf Rückmeldungen

aus Bergbauanwendungen basiert.

Seine Zuverlässigkeit wurde unter

extremen Bedingungen getestet. Im

Rahmen eines ökologischen und nachhaltigen

Ansatzes garantiert Liebherr, dass

keine umweltschädlichen Gase freigesetzt

werden. Die gesamte Elektrifizierung

wurde von Liebherr-France SAS unter

dem Aspekt konzipiert und gebaut, dem

Anwender garantierte Qualität zu bieten.

Ein geringer Wartungsaufwand und

niedrigere Betriebskosten gewährleisten

im Vergleich zu einem Bagger mit Dieselmotor

eine größere Wirtschaftlichkeit. Für

zusätzlichen Komfort sorgt die extrem

niedrige Geräuschentwicklung der Modelle

R 976-E und R 980 SME-E.

Der R 976-E und der R 980 SME-E

bieten ihren Bedienern Komfort und

Sicherheit. Sie verfügen über eine geräumige

Kabine mit automatischer Klimaanlage

und Heizung, ein 270°-Kamerasystem

sowie eine Frontscheibe und ein Dachfenster

mit Panzerglas auf der Außenseite. Die

Fahrerkabine ist serienmäßig mit zahlreichen

zusätzlichen Überwachungsfunktionen

und einem großen 9“-Display ausgestattet.

www.liebherr.com

44 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Bei der Errichtung der neuen

Technischen Universität in

Nürnberg, eines der größten

Bauprojekte in Bayern,

erwies sich das Erreichen der

Verdichtungsvorgaben als

schwierig.

I

m Rahmen der Erdarbeiten für die

Hightech-Uni, die von der Firma

Reithelshöfer aus Roth bei Nürnberg

durchgeführt werden, kommen auch die

patentierten Hightech-Maschinen der

Stehr Baumaschinen GmbH zum Einsatz.

Rund 40 cm sandiger Bodenaushub wird

aufgetragen und mit nur einem Übergang

erschütterungsfrei verdichtet. Der

Stehr-Plattenverdichter SBV 160/3 mit

einer Wuchtkraft von 3x160 kN – angebaut

an einen Schlepper der Marke Fendt

939 mit integrierter Stehr-Wasser-Hochdrucksprüheinrichtung

– zeigte auch hier

seine Stärken. Über die Load-Sensing-

Hydraulikanlage wird die hydraulische

Leistung des Traktors genau auf die

geforderte Leistung der Plattenverdichter

angepasst. Somit lässt sich gleichzeitig

STEHR

Hightech baut Hightech

enorm viel Energie oder Kraftstoff und in

gleichem Maße Erzeugung von CO2

einsparen. Dreimal bessere Verdichtungswerte

ergab die Auswertung nach Plattendruckversuchen

gemäß ZTV E-StB

gegenüber einem Walzenzug. Und das bei

3-facher Flächenleistung! Über eine

einfach zu bedienende Verdichtungskontrolleinrichtung

wird über ein im Sichtfeld

des Fahrers angebrachtes Display immer

der optimale Verdichtungsstand angezeigt.

Stehr-Verdichtungsgeräte im Straßenbau

Der Stehr-

Plattenverdichter

SBV 160/3 beim Bau

der neuen Technischen

Universität in

­Nürnberg.

arbeiten schon heute mit einer optimalen

Auslegung der Energieeffizienz, was

weniger Kraftstoffverbrauch aber mehr

Leistung bedeutet. Dies wird mit Hilfe der

Stehr-Maschinen erreicht, die dynamisch

die maximalen Verdichtungsleistungen im

Straßenbaumaterial erzeugen und durch

die Überlagerung der Anregungsfrequenzen

zusammen mit der Nutzung

der autoparametrischen Resonanz

nichtlinearer Systeme erreicht.

www.stehr.com | www.stehr.tv

Hardox ® 500 Tuf bietet hohe Festigkeit, extreme Härte und garantierte

Zähigkeit. Hardox ® 500 Tuf kombiniert die besten Eigenschaften aus

Hardox ® 450 und Hardox ® 500. Das Ergebnis ist ein Verschleißblech, das

keine wirkliche Konkurrenz auf dem Markt hat. Es ist perfekt geeignet

für stark beanspruchte Schaufeln in allen Größen und Formen.

Die vollständige Beschreibung zu Hardox ® 500 Tuf finden

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Hardox ® Verschleißblech

BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021

45


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Viele Baufirmen kaufen jetzt

schon bei uns Kühlanhänger,

die sie z.B. mit „Wir suchen

Mitarbeiter“ bzw. „Komm in

unser Team“ beschriften und

dann in ihrer Region kostenlos

an Vereine verborgen. Somit

sind sie bei jedem Fest und jeder

Veranstaltung mit ihrer Werbung

kostenlos dabei. Das ist eine

sehr günstige Möglichkeit, zu

Mitarbeitern zu kommen und

gleichzeitig ein positives Image

in der Region aufzubauen.

14 Tonnen Nutzlast

HUMER – MASSGESCHNEIDERTE ANHÄNGER-LÖSUNGEN

„Geht nicht gibt‘s nicht“

Exklusiv-Interview mit Bernhard Berger,

Humer-Standortleiter Loosdorf.

STANDORT LOOSDORF

Bernhard Berger

0664 60 94 94 06

b.berger@humer.com

Herr Berger, was bekomme ich außer

einem Anhänger, wenn ich ihn bei

Humer kaufe?

Bei Humer kaufen Sie nicht einfach einen

Anhänger, Sie investieren in eine individuelle

Service- und Transportlösung, die

genau auf Ihre Anforderungen abgestimmt

ist. Jeder Humer Kunde profitiert nicht nur

von der herausragenden Produkt- und

Servicequalität, sondern erwirbt mit

seinem Qualitätsanhänger zusätzlich ein

Mehrwertpaket, das in Österreich einzigartig

ist. Einzigartig ist bei Humer auch die

exzellente Beratung durch ausgebildete

Fachverkäufer mit viel Knowhow. Falls

unsere Standardanhänger die Kundenanforderungen

nicht zu 100% erfüllen können,

entwickeln und bauen wir Transportsonderlösungen

in unserer eigenen Fertigung.

Geht nicht, gibt‘s bei Humer nicht.

Welche Angebote machen Sie mir

VOR dem Kauf?

Unsere zukünftigen Kunden können sich

auf beste Beratung freuen, auf allen sechs

Humer Standorten mit den größten

Anhängerausstellungen Österreichs.

Gemeinsam erheben wir mit den Interessenten

die spezifischen Anforderungen

und Erwartungen an ihren Anhänger,

bevor wir unsere Lösungsvorschläge

präsentieren. Für Unternehmen werden

vor dem Kauf oft schon Servicepakete

geschnürt, die nach dem Kauf erfüllt

werden. Auch Finanzierungsmöglichkeiten

werden vorab mit den Kunden evaluiert

und abgestimmt. Besonderen Wert aber

legen wir schon vor dem Kauf auf Handschlagqualität:

auf uns können sich die

Kunden verlassen.

Und was kann ich von Ihnen NACH

dem Kauf erwarten?

Bei Humer endet die Kundenbeziehung

nicht mit dem Kauf des Anhängers, wir

sind auch nach dem Kauf immer für

unsere Kunden da. Humer Kunden haben

immer einen persönlichen Ansprechpartner,

der sich um Ihre Wünsche und

Anliegen kümmert.

Inwiefern ist Humer die richtige Wahl

besonders auch für die Baubranche?

Seit über 85 Jahren entwickelt Humer als

Full Service Anbieter maßgeschneiderte

Transportlösungen für die Baubranche

und deckt in enger Zusammenarbeit mit

langjährigen Kunden und Entwicklungspartnern

Engpässe ab, die den Einkäufern

etablierter Baufirmen unter den Fingernägeln

brennen. Der Kunde und seine

individuellen Anforderungen stehen bei

Humer im Mittelpunkt – deshalb entwickeln

wir als Komplettanbieter Lösungen,

die einen klaren Mehrwert bieten und

den Bauunternehmen das tägliche

Arbeiten erleichtern.

Was haben Sie für neue Ideen für Ihre

Kunden?

Was sehr oft in letzter Zeit gemacht wird

ist, dass Firmen Kühlanhänger kaufen,

diese beschriften und dann Vereinen für

Veranstaltungen kostenlos zur Verfügung

stellen. Damit wird nicht nur ein positives

Image aufgebaut, sondern es ist auch eine

46 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


BEZAHLTE ANZEIGE

Büro- bzw

Aufenthaltsanhänger.

Ü

Sanitärtrailer.

ber 1.500 lagernde Anhänger verschiedenster

Bauarten – wer hier nicht gleich

fündig wird, ist wohl auf der Suche nach einer

ganz speziellen Lösung. Und auch diesen wird

kompetent und rasch geholfen: auf einem von

sechs Humer Standorten mit Österreichs

größten Anhängerausstellungen. Die besten

für die Baubranche: Der flexible High-

End-Tandem-Tieflader HTT 18000, der Sanitärtrailer

mit WC und Duschen, der Büro- bzw.

Aufenthaltsanhänger und der Kühlanhänger.

Tieflader HTT 18000

Jüngstes Modell der HTT Serie – mit Rädern unter

der Ladefläche und optional auch mit der patentierten,

geteilten Rampe mit Klappautomatik – ist

der robuste 18 Tonnen Tandem-Tieflader HTT

18000. Vollausgestattet und bis zur kleinsten

Schweißnaht durchdacht, gleiten auf ihm die

Baumaschinen auch über nicht befestigte Straßen

sanft bis zu Ihrem Einsatzort. Besonders erfreulich:

der Betrieb ist mit einer herkömmlichen 40mm

DIN Zugöse möglich. Ein weiteres Highlight ist die

Hebe- und Senkvorrichtung, mit der der Auffahrtswinkel

beim Auf- und Entladen angepasst werden

kann.

Sanitärtrailer mit Dusche und WC

Konzipiert für Feste und Veranstaltungen ist

der Sanitäranhänger durchaus auch für die

Baustelle bestens geeignet. Erhältlich in vielen

verschiedenen Ausführungen und Größen,

Kühlanhänger.

überzeugt er mit Zuverlässigkeit, hoher Funktionalität

und großer Praxistauglichkeit. Der

wasserunempfindliche Innenraum ist leicht zu

reinigen und diverse Ausführungen in Edelstahl

sorgen neben einer hochwertigen Optik

auch für eine lange Lebensdauer.

Büro-/Aufenthaltsanhänger

Humer Bauwägen können auf vielfältigste

Weise verwendet werden, etwa als Aufenthaltsraum

oder auch als funktionales Büro. Sie

können mit einer performanten Klimaanlage

oder einer Heizung ausgestattet werden und

autarke Stromquellen nutzen. Und bei Bedarf

verfügen sie auch über ein eingebautes WC

samt Waschbereich.

günstige Möglichkeit, um z.B. Mitarbeiter

zu finden.

Warum betreibt Humer derart große

Ausstellungsflächen auf so vielen

Standorten?

Auf unseren Standorten finden Sie über

1500 lagernde Anhänger, Tieflader und

Verkaufsfahrzeuge – so gewährleisten wir

höchstmögliche Verfügbarkeit und

minimale Lieferzeiten. Die meisten

Standardanhänger können gekauft,

anhängt und sofort mitgenommen werden.

Das ist einzigartig in unserer Branche und

darauf sind wir auch stolz. Die digitale

Kommunikation über die Website, Social

Media und andere Kanäle ist natürlich

auch bei Humer ein zentrales Thema, aber

den persönlichen Kontakt kann das nicht

ersetzen. Bei uns müssen die Kunden

nicht die Katze im Sack kaufen: sie

besuchen einfach eine unserer Niederlassungen

in ihrer Nähe, besichtigen und

testen ihren Anhänger und erhalten von

unseren Fachverkäufern eine exzellente

Beratung. Das ist für uns Königsklasse.

Wie groß ist der Anteil an Sonderanfertigungen

und welche werden von

Bauunternehmen nachgefragt?

Der Sonderbau ist ein wichtiges Geschäftsfeld

bei Humer, das immer mehr an

Bedeutung gewinnt. Gemeinsam mit

unseren Kunden erheben wir die individuellen

Anforderungen an das Produkt und

kümmern uns um alle Schritte im Planungs-

und Fertigungsprozess. Die Anforderungen

reichen von Tiefladern mit zwei

Deichseln für den Tunnelbau, über mobile

Stromaggregate und Baumaschinentransportern

mit extrem hohem maximalen

Ladegewicht bis zu Tiefladern mit verstellbaren

Rampenaufbau – es gibt hier wirklich

unzählige Praxisprojekte, die wir erfolgreich

für renommierte Baufirmen umgesetzt

haben. Und oft entstehen aus individuellen

Kundenprojekten Lösungen, die für

bestimmte Branchen einen wirklichen

Mehrwert bieten und dann ins Produktportfolio

aufgenommen werden. Wir setzen

nahezu jeden Sonderbau im Rahmen der

gesetzlichen Möglichkeiten um.

Wie wichtig ist das Mietgeschäft für

Humer bzw. für Ihre Kunden?

Gerade in der Baubranche spielt das

Mietgeschäft eine tragende Rolle. Wir

bieten unseren Kunden eine riesige

Auswahl an Mietanhängern und Tiefladern,

damit Spitzen einfach und schnell

abgedeckt werden können. Während

Reparaturen oder Umbauarbeiten am

Anhänger stellen wir gerne Verleihanhänger

zur Verfügung, damit sich unsere

Kunden auf ihr Kerngeschäft konzentrieren

können und keine Stehzeiten riskieren

müssen. Auch Langzeitmieten und

Mietkauflösungen werden von Kunden

aus dem Bau- und Baunebengewerbe

gerne genutzt.

STANDORT LIEBOCH

Jürgen Nachbagauer

0664 60 94 94 05

j.nachbagauer@humer.com

STANDORT LINDACH

Thomas Stadlmayer

0664 60 94 94 03

t.stadlmayer@humer.com

Herbert Hirschvogel

0664 60 94 94 02

h.hirschvogl@humer.com

STANDORT WIEN

Alexander van Ederen

0664 60 94 94 13

a.ederen@humer.com

STANDORT GUNSKIRCHEN

Robert Bartulovic

0664 60 94 94 08

r.bartulovic@humer.com

STANDORT KRAMSACH

Moritz Zoister

0664 60 94 94 12

m.zoister@humer.com

BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021

47


MASCHINEN + TECHNIK

Die MWT Aufbauverwiegung

ist eichfähig in der

Klasse III und IIII, wodurch

sie auch im rechtsgeschäftlichen

Verkehr eingesetzt

werden kann. Somit erspart

die MWT Aufbauverwiegung

die Fahrt zur nächsten Fahrzeugwaage.

Dies ermöglicht

eine schnelle neue Ladung,

wodurch die Fahrzeuge

wirtschaftlicher eingesetzt

werden können.

MWT

Aufbauverwiegung mit

modernster Wiegeelektronik

D

as Angebot der mobilen Wiegesysteme

beschränkt sich nicht nur auf den

Transport, sondern kommt auch direkt

beim Verladen zum Einsatz. Mit einem

Wiegebereich bis zu 30 t Zuladung und

einer automatischen Kompensation von

Fahrzeugschrägstellungen, lassen sich

Transportmassen genauestens erfassen

und bewerten. Optimierungspotenziale im

Betriebsablauf werden somit schneller

erkannt und die Kunden entsprechend

besser beraten. Die lange Lebensdauer,

eine wartungsarme Bedienung sowie die

hohe Genauigkeit der Waage, sind weitere

Vorteile der MWT Aufbauverwiegung. Im

Gegensatz zu den stationären Waagen

wird mit mobilen Waagen das Transportgewicht

bereits beim Beladen ermittelt

und der Fahrer erkennt sofort die aktuellen

Kosten. Dadurch lassen sich Über- und

Unterladungen vermeiden, sowie überflüssige

Fahrtzeiten zur stationären Waage

einsparen.

Das mobile Wiegesystem WK 60 mit

gehärtetem Sicherheitsglas ist eine

innovative Anzeige- und Schaltzentrale

der neuesten Generation und liefert

messgenaue Informationen. Sie ist eine

kostengünstige Alternative zu stationären

Waagen, denn durch weniger Fahrten

werden auch Kosten eingespart. Außer der

Zeitersparnis und der höheren Effizienz,

bietet das System eine drahtlose Datenübertragung

in das Warenwirtschaftssystem

zur Vollendung des Datenmanagements.

Die Bedienung dieser mobilen Waage

ist sehr einfach, vergleichbar mit der

Bedienoberfläche von einem Smartphone

Das Unterschriftentablet

ermöglicht

eine papierfreie Abrechnung.

Das Wiegesystem

und die wartungsfreien

Messelemente

garantieren

eine eichgenaue

Verwiegung vor Ort.

48 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Exakte Wiegedaten in Echtzeit, kombiniert

mit digitaler Anbindung, verbinden das Beste

aus Wiegetechnologie und Digitalisierung.

Die robuste Wiegeelektronik WK 60

ermöglicht auch individuelle Auswertungsfunktionen.

oder Tablet. Sobald das Gerät eingeschaltet

ist, sind die verschiedenen Funktionen

über entsprechende Symbole intuitiv

erkennbar und zu bedienen. Das System

besteht zusätzlich aus einer grafischen

Gewichtsanzeige mit allen wichtigen

Wiegefunktionen, das in der Führerkabine

montiert wird. Für die Verwaltung wurde

eine entsprechende Softwarelösung

entwickelt, das alle Daten wie Gewicht,

Material, Datum und Ort auf einen Blick

verfügbar macht. Zusätzlich können

Bluetooth- oder WiFi-Hardware, sowie ein

Drucker angeschlossen werden. Für eine

Datenübertragung auf den Computer

benötigt man keine zusätzlichen Speichermedien.

Von der Web Plattform ohne

Installations- und Update-Aufwand bis

zur kompletten Einbindung in ein ERP-

System ist alles möglich. Die Anwender

haben praktisch jederzeit und überall

Zugriff auf die Daten. Zudem ermöglicht

das Unterschriftentablet eine papierfreie

Abrechnung.

„Die Wiegeelektronik WK 60 ist sehr

robust und für den anspruchsvollen

Einsatz, selbst bei rauen Verhältnissen

geeignet. Sie hat sich bereits bestens für

den Dauereinsatz bewährt, wobei individuelle

Auswertungsfunktionen und eine

exakte Verwiegung der Materialströme die

wesentlichen Vorteile sind. Dank dem

wirtschaftlichen Wiegesystem können noch

vor der Beladung Güter gewogen werden

und sind vor Überlastungen von Transportfahrzeugen

abgesichert“, betont MWT

Geschäftsführer Günter Schmalnauer.

www.mwt-systeme.at

RM NEXT LEVEL ELECTRIFICATION

30 YEARS XPERIENCE – THE BEST IS JUST THE START

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BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021

49


MASCHINEN + TECHNIK

Bilder aus der Zeit der Unternehmensgründung: Anbaugeräte wurden repariert und auch selbst entwickelt. Mit dem

innovativen A-Lock Schnellwechselsystem begann der Wandel des Hydraulikbaggers zum Multifunktionsgerät.

WIMMER

Alois Wimmer: innovativer Problemlöser

verabschiedet sich von der Baubranche

Um seine eigenen Ideen umsetzen zu können, gründete Ing. Alois Wimmer 1984 die

Firma Wimmer Hartstahl in Thalgau. In einer Zeit, in der Bagger nur im Erdbau eingesetzt

wurden, legte er mit dem von ihm erfundenen hydraulischen Schnellwechselsystem A-Lock

die Basis für das heute als selbstverständlich empfundene multifunktionale Trägergerät.

Anlässlich des Generationenwechsels sprachen wir mit dem passionierten Technik-Tüftler

über die wichtigsten Meilensteine in der Produktentwicklung und befragten den neuen

Geschäftsführer, Sohn Andreas Wimmer, nach seinen Plänen für die Zukunft.

M

it ihren innovativen Produkten

etablierte sich die Firma Wimmer

Hartstahl als einer der wichtigsten

Baumaschinenausrüster in Österreich.

Das Unternehmen ist seit über 20 Jahren

auf dem nordamerikanischen Markt

vertreten und verfügt auch über ein

Vertriebsunternehmen in der Schweiz.

1993 erfolgte die Gründung einer tschechischen

Tochterfirma, die arbeitsintensive

Schweißarbeiten durchführt und

Kleinteile in Serie produziert. Nach 37

Jahren als Unternehmer beschäftigte Ing.

Alois Wimmer, der vor kurzem seinen 70.

Geburtstag feierte, insgesamt rund 100

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit

Jänner 2021 erfolgte der Generationenwechsel

und Sohn Andreas Wimmer führt

nun das Unternehmen. Dass die Lust

zum technischen Tüfteln in der Familie

liegt, hat Andreas Wimmer mit dem

selbstentwickelten Blue Badger Tunnelbagger

bereits erfolgreich unter Beweis

gestellt.

50 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


Herr Alois Wimmer, damit sich auch

unsere jüngere Leserschaft ein Bild

machen kann: Wie sahen die Rahmenbedingungen

in der Bau- und

Baumaschinenbranche zurzeit Ihrer

Firmengründung aus?

Wimmer: Ich möchte kurz etwas weiter

ausholen, denn schon mein Vater hat in

den 1930er Jahren für sein Tiefbauunternehmen

mit wenig Geld einfache, aber

sehr nützliche Produkte für sein Tiefbauunternehmen

entwickelt. Diesen

ständigen Antrieb, Dinge zu modernisieren,

habe ich von ihm geerbt. Ich hatte

sehr viele eigene Ideen in dieser Richtung,

hatte aber keine Möglichkeit sie

umzusetzen. Nach über zehn Jahren an

der Seite meines Bruders Theo in seiner

Reparaturwerkstatt fasste ich im

Februar 1984 den Entschluss, mich mit

einem eigenen Unternehmen selbständig

zu machen.

Damals haben die kleinsten Bagger um

Die A-Lock Oilmatic der

Firma Wimmer ermöglicht

höchsten Komfort und

­maximale Geschwindigkeit

beim Werkzeugwechsel.

BAUBLATT.ÖSTERREICH

Generationenwechsel:

Mit

Jahresbeginn hat

Andreas Wimmer

die Geschäftsführung

des Unternehmens

von

Ing. Alois Wimmer

übernommen.

die 16 t gehabt, denn die Minibagger

kamen erst später. Der Großteil hatte so

um die 20 t. Und auch wenn es für uns

heute seltsam klingt, die Bagger waren

damals praktisch nur im Erdbau eingesetzt.

Zu Beginn bildeten vor allem

Löffel- und Laufwerksreparaturen sowie

erste selbstgefertigte Löffel das Kerngeschäft.

Damals wurden die Baustellen so

um den 10. Dezember herum eingestellt

und es war üblich, die Baggerlöffel bis

Februar in die Werkstätte zu schicken.

Dort wurden fast jedes Jahr die Böden,

die Schneidkanten und vielleicht auch die

Zähne ausgetauscht oder Schweißreparaturen

durchgeführt. Das war ein Riesenaufwand,

der nicht billig war. Ich habe

mich dann entschlossen, den schwedischen

Oxar 360S Stahl einzusetzen – der

Vorgänger des WHD450S=Hardox 450,

der von mir mitentwickelt wurde – und

dessen Qualität alles übertroffen hat. Das

war eine Revolution. Unsere Schaufeln

mobile

wiege

technik

Jedes gramm Zählt

AufbAu

verwiegung

eichfähig

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MASCHINEN + TECHNIK

Auf Basis der selbst entwickelten

Bohrtechnologie bietet die

Firma Wimmer heute Bohranlagen und Reihenbohranlagen

als Anbaugeräte für Hydraulikbagger.

Mit dem eigens entwickelten Wimmer Cockpit

werden mittlerweile Bohrdaten in Echtzeit

aufgezeichnet.

denn ich habe selbst gesehen, wie sich

Baggerfahrer gegenseitig die Löffel

zugeworfen haben. Das war natürlich ein

extremes Risiko für die Arbeiter auf der

Baustelle. Mir war klar, so geht das nicht

und so haben wir die Zweihandbedienung

eingeführt. Dadurch konnte der Fahrer

den Löffel nur mit beiden Händen ver- und

entriegeln. Mancher hat sich darüber

beschwert und gesagt, das ist ein Rückschritt.

Ich war aber immer der Meinung:

Sicherheit ist kein Rückschritt.

Auf Basis des A-Lock Schnellwechslers entwickelte die Firma Wimmer nicht nur

­verschiedenste Greifer und Löffel, sondern auch leistungsfähige Abbruchscheren –

im Bild eine TopCut800S-9.

hatten sehr schnell einen ausgezeichneten

Ruf und wir haben sehr gut verkauft. Erst

vor kurzem habe ich wieder eine Schaufel

aus dieser Zeit gesehen, die nach wie vor

funktionstüchtig ist.

Wie kam es zur Entwicklung des

eigenen Schnellwechslersystems?

Wimmer: Ich möchte das am Beispiel einer

Kanalbaustelle verdeutlichen. Damals

wurde der Graben des Kanals mit der 1 m

Schaufel ausgehoben. Für den Hausanschluss

hätten aber 60 cm gereicht. Damit

der Fahrer nicht umständlich mit der

Hand den Löffel wechseln musste, hat er

den Hausanschluss mit der gleichen

Schaufel gegraben. Das bedeutete mehr

Aushub und mehr Hinterfüllung – und

dass jedes Mal. Es war mir also klar, dass

es hier Bedarf für eine technische Lösung

gab.

Die konkrete Idee zum Schnellwechsler

kam mir, als ich auf den Bauhof einer

großen Baufirma gerufen wurde. Dort

lagen viele Qualitätslöffel aus Frankreich

und ich sollte diese Löffel für die neuen

Bagger umbauen. Für mich stellte sich die

Frage: Was passiert, wenn die Bagger

wieder getauscht werden? Ich wollte

dieses Problem daher grundsätzlich

angehen und habe das hydraulische

Schnellwechselsystem A-Lock entwickelt,

patentiert und 1985 in den Markt eingeführt.

Damals gab es nur mechanische

Systeme, die keinen besonders guten Ruf

genossen. Das A-Lock System war

natürlich eine einfache Konstruktion, aber

es war hydraulisch und konnte von der

Kabine aus bedient werden.

Mit diesem Schritt ist die Bedeutung des

Baggers enorm gestiegen, denn er war als

Trägergerät von verschiedenen Arbeitswerkzeugen

plötzlich vielseitig einsetzbar.

Viele Baufirmen haben sehr rasch die

Vorteile erkannt. Neben der Zeitersparnis

gegenüber dem händischen Wechsel war

auch die höhere Sicherheit entscheidend,

denn beim Wechseln hat es auch sehr viele

Unfälle gegeben. Allerdings gab es dann

auch eine problematische Entwicklung,

Was bedeutete der Schnellwechsler

für die weitere Entwicklung der

Firma Wimmer?

Wimmer: Auf Basis des A-Lock Schnellwechslers

haben wir begonnen, einen

Steingreifer zu entwickeln und die

Hydraulik entsprechend angepasst.

Manche Baggerfahrer sind lieber beim

Löffel geblieben, aber die Maschinisten,

die bereit waren umzusteigen, haben sich

über die höhere Arbeitsleistung gefreut.

Neben dem Steingreifer haben wird dann

auch Abbruch- und Sortiergreifer entwickelt.

Der nächste große Schritt waren

unsere eigenen Abbruchzangen. Damals

waren hauptsächlich Schrottscheren im

Einsatz und ich habe mir überlegt, wie

könnte eine Lösung aussehen, die für

Beton und für Schrott verwendet werden

kann. Gemeinsam mit dem Team habe ich

die Universalzange und in der Folge eine

Palette bis hin zur Cut-Croco Abbruchzange

entwickelt. Unsere Technik hat sich

auch sofort bei einem Brückenabbruch

bewährt.

Danach haben wir uns intensiv mit der

Bohrtechnologie beschäftigt, denn ich habe

gesehen, dass ein Bohrwagen im Gelände

schnell Probleme hat. Eine Bohranlage,

die auf einem Ausleger eines Baggers

montiert ist, schien mir sehr sinnvoll. Ich

habe mich informiert, was es am Markt

gibt und kam so zum Vertrieb der Tamrock

Bohrgeräte. Der lief sehr gut, bis Tamrock

die Produktion eingestellt hat. Ich habe

damals die Bohrtechnologie noch nicht zur

Gänze verstanden, denn die Steuerungstechnik

und die Elektrik waren äußerst

kompliziert. Es ist mir aber gelungen,

unsere erste eigene Bohranlage zu

entwickeln. Das Ziel war, dass der Bagger

ein Bohrgerät genauso schnell aufnehmen

kann, wie einen Löffel, einen Abbruchhammer

oder einen Greifer. Dieses Ziel haben

wir erreicht und die Technik durch den

Einsatz einer Fernsteuerung auch gleich

ein bisschen revolutioniert. Damit ist die

Bohranlage für uns ein wichtiges Standbein

geworden und wir haben sie zu einem

sehr intelligenten Produkt weiterentwickelt,

bei dem wir inzwischen auch

Vorreiter sind.

52 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


KEINEN CAT KANN ICH

MIR NICHT LEISTEN.

Unsere Baumaschinen sind jahrelang im harten Einsatz, im Steinbruch genauso wie in Abbruch, Tiefbau und Recycling.

Da erwarte ich neben hoher Leistung, unbedingte Zuverlässigkeit – was mir die Cat Maschinen immer wieder neu beweisen.

Falls nötig, reparieren wir oft selbst, doch Zeppelin mit seinem starken Service hält sich stets bereit. Auf einen

Top-Partner zu verzichten – das können wir uns nicht leisten.

Johannes Zöchling

Geschäftsführer Hans Zöchling GmbH, Hainfeld

zeppelin-cat.at


MASCHINEN + TECHNIK

Im Rahmen des Universitätslehrgangs

NATM Engineering

erkannte Andreas Wimmer

den Bedarf für einen neuen

Tunnelbagger für den

Vortrieb kleiner Querschnitte.

Der von ihm und

seinem Team entwickelte

Blue ­Badger wird bereits in

der zweiten Generation

als eBadger mit

Elektroantrieb getestet.

Welchen Stellenwert hat für die

Firma Wimmer Forschung und

Entwicklung?

Wimmer: Das ist für uns ein ganz zentraler

und essentieller Bereich. Die Ergebnisse

aus dem Bereich Forschung und

Entwicklung helfen uns dabei, bei den

Themen Qualität, Langlebigkeit und

Sicherheit ständig besser zu werden. Beim

Thema Sicherheit hat für mich die

innerbetriebliche Sicherheit im Zuge der

Produktion übrigens den gleichen Stellenwert,

wie der sichere Einsatz des Produktes

auf der Baustelle. Darüber hinaus

arbeiten wir aber auch ständig daran, mit

den Ressourcen sorgsam umzugehen.

Was heute in einer Abteilung gebündelt

ist, war aber schon immer ein wichtiger

Teil des Unternehmens, denn von Beginn

an sind Kunden mit einem Problem zu uns

gekommen und wir haben versucht es zu

lösen. Ein Beispiel: In der Steiermark kam

es bei einer Wildbachverbauung einmal zu

einem tödlichen Unfall, weil der Greifer

einen großen Stein verloren hat. Jede

Hydraulik hat Leckagen und dann kann

es passieren, dass ein Greifer nicht mehr

mit dem nötigen Hydraulikdruck versorgt

wird. Ich habe in der Nacht bei der

Heimfahrt begonnen, über eine Lösung

nachzudenken und hatte die Idee zu dem

Vorspannspeicher. Auf dem Markt war

damals nichts Brauchbares verfügbar und

so haben wir uns selbst an die Umsetzung

gemacht. Mit unserem Speicher hat der

Greifer den Stein bei abgestelltem Bagger

noch 45 min. gehalten. Eigentlich eine

ganz einfache Geschichte, draufkommen

muss man halt. Wir bringen wirklich neue

Produkte auf den Markt und haben auch

einige Patente angemeldet. Eine unserer

besonderen Stärken ist der Schnellwechsler

im Tunnelvortrieb. In diesem Bereich

sehe ich uns als Nummer eins, denn kaum

ein anderer Betrieb macht so standhafte

Produkte wie wir.

Stichwort Generationenwechsel. Fällt

es Ihnen schwer, die Zügel aus der

Hand zu geben?

Wimmer: Es wäre für mich schwer, wenn

ich nicht die Sicherheit hätte, dass es so

weiterläuft, wie ich mir das vorstelle. Wir

haben den Übergang die letzten fünf Jahre

vorbereitet und im Jänner 2021 hat mein

Sohn Andreas die Firma offiziell übernommen.

Er macht das wirklich sehr gut. Er

macht es anders als ich und das ist auch

richtig so. Mit meiner Erfahrung und mit

meinem Rat stehe ich ihm bei Bedarf

jederzeit zur Seite, aber die Entscheidungen

liegen nun bei ihm. Für einen Familienbetrieb

ist es wichtig, dass die Art und

Weise der Übergabe stimmt und sich auch

langfristig an den nächsten Generationen

orientiert.

Ich persönlich freue mich, dass ich jetzt

endlich mehr Zeit für meine Frau und

meine Lieblingsbeschäftigungen habe.

Nach Corona möchten wir mehr reisen

und als Naturmensch bin ich sehr viel auf

der Jagd. Natürlich spielt die Technik auch

privat eine große Rolle. In meiner Werkstätte

habe ich beispielsweise den ersten

Unimog von meinem Vater aus dem Jahr

1957 restauriert. Auch plane ich ein

kleines Museum mit alter Technik

einzurichten.

Herr Andreas Wimmer, welche Pläne

verfolgen Sie für die Zukunft des

Unternehmens?

Andreas Wimmer: Was definitiv bleibt, ist

unser Grundsatz „Qualität kennt keine

Kompromisse“. Aber auch das Thema

Sicherheit wird in Zukunft ein zentraler

Aspekt unserer Arbeit bleiben. In diesem

Von rechts:

­Baublatt.Österreich

Herausgeber

Karl Englert im

Gespräch mit

Ing. Alois Wimmer

und Andreas

Wimmer im

Rahmen der

Werksbesichtigung.

54 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Sinne arbeiten wir schon jetzt an nachhaltigen

und innovativen Zukunftslösungen.

Das betrifft einerseits die Hardware, denn

wir arbeiten ständig daran, bei unseren

Produkten das Verhältnis von Gewicht

und Leistung weiter zu optimieren.

Weniger Gewicht bedeutet auch weniger

Verbrauch, allerdings darf dabei nicht die

Lebensdauer oder die Produktivität leiden.

Neben der Hardware wird aber natürlich

auch die Digitalisierung immer wichtiger.

Im Bereich der Bohrtechnologie haben wir

mit unserem Drillmatic-System ja schon

unter Beweis gestellt, dass wir auch im

Bereich der Steuerungstechnologien zu

den Vorreitern zählen. Jetzt gehen wir

noch einen Schritt weiter und schaffen die

Basis für die Dokumentation und Überwachung

der Bohrdaten. Ich bin überzeugt,

dass in Zukunft viele Bauherren eine

automatisierte Dokumentation der Anker

fordern werden.

Mein ganz persönliches Projekt ist der

Tunnelbagger Blue Badger, der von uns

entwickelt wurde und der speziell für

kleinere Tunnelquerschnitte bis maximal

6 m Arbeitshöhe konzipiert ist. Trotz

seines Gesamtgewichtes von ca. 14 t

besitzt der Blue Badger hohe Losbrechkräfte

für den Vortrieb und eine hohe

Hydraulikleistung für Anbauwerkzeuge.

Das Gerät entwickelt sich auch international

zu einem Erfolgsmodell und ist bereits

bei verschiedenen Tunnelprojekten im

Einsatz. Vor allem in der Tunnelsanierung

sehe ich hier für die Zukunft großes

Potenzial. In Thalgau finalisieren wir

gerade die Entwicklung der zweiten

Generation und testen zurzeit intensiv den

eBadger mit Elektroantrieb. Dieser ist

während des Arbeitsprozesses an das

Stromnetz angeschlossen und erreicht

einen 15% höheren Wirkungsgrad als sein

dieselangetriebenes Pendant.

Neben dem Tunnelbereich, den wir

sicherlich noch weiter ausbauen werden,

sind natürlich auch Abbruch und Recycling

ganz wichtige Zukunftsthemen für

uns. Beispielsweise haben wir auf Kundenwunsch

– ganz im Sinne der Philosophie

meines Vaters – für eine Abbruchzange

ein spezielles Gebiss entwickelt, mit

dem sich auch Kunstfasern schneiden

lassen. Selbstverständlich bleibt auch der

Bereich Erdbewegung und damit die

Fertigung von Baggerlöffeln ein wichtiger

Kernbereich für uns.

Wir danken für das Gespräch!

Ing. Alois Wimmer

„Es ist mir ein großes Anliegen, mich bei

der Branche sowie allen Kunden, Partnern

und Kollegen sehr herzlich für die langjährige

Zusammenarbeit und das entgegengebrachte

Vertrauen zu bedanken.

Ich habe mich immer mit Herz und Seele

für die Sache eingesetzt und mit dem

gleichen Engagement wird mein Sohn

Andreas das Unternehmen weiterführen.

In diesem Sinne sage ich nochmals

aufrichtig Danke und alles Gute!“

-EVOLUTION

Wir freuen uns auf Sie!

Die Bell-Roadshow 2021 macht

an 7 Stationen in Deutschland

und Österreich Halt.

Anmeldung

& Termine

ROADSHOW 2021

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WIR KOMMEN ZU IHNEN!

BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021

55


MASCHINEN + TECHNIK

LIEBHERR

Auszeichnung für WindSpeed-Traglasttabellen

Die ESTA-Awards sind die höchste Auszeichnung für die Kran- und Schwerlastindustrie.

Liebherr wurde nicht nur in der Kategorie Sicherheit für die Entwicklung spezieller

„WindSpeed Load Charts“ ausgezeichnet, die Liebherr-Werk Nenzing GmbH gewann heuer

auch in der Kategorie „Innovation Manufacturer“.

Ein LTM 1450-8.1 im Windpark

bei der Turmmontage,

ausgerüstet mit den neuen

WindSpeed Load Charts.

A

m 22. April wurden die

Gewinner der ESTA Awards

of Excellence 2021 im Rahmen

einer Online-Zeremonie bekannt

gegeben. Mit den „WindSpeed

Load Charts“ bietet Liebherr

erhöhte Sicherheit und mehr

Betriebszeit beim Kranbetrieb

unter Windeinflüssen. Die

Liebherr-Ingenieure in Biberach,

Ehingen und Nenzing haben eine

große Zahl der neuen Mobil- und

Raupenkrane fit und stabil

gemacht für stürmische Tage.

Christoph Kleiner, Vertriebsgeschäftsführer

der Liebherr-Werk

Ehingen GmbH, nahm den Preis

virtuell entgegen und sagt: „Es ist

großartig, in der Kategorie

Sicherheit ausgezeichnet zu

werden, da dies eine Win-Win-

Situation ist: Erhöhung der

Sicherheit bei gleichzeitiger

Erhöhung der Betriebszeit der

Krane. Und ein dreifacher

Gewinn, da drei Liebherr-Gesellschaften

daran beteiligt sind.“

Begonnen hat diese Entwicklung

bei den Mobilbaukranen

bereits 2000 mit dem MK 80 und

bei Raupenkranen 2008 mit dem

LR 1600/2. Seit 2020 können auch

neuere LTM-Modelle wie der LTM

1650-8.1 oder der LTM 1120-4.1

sowie alle Krane der MK-Baureihe

mit diesem Angebot aufwarten.

Zum großen Vorteil für den

Kunden: der Steigerung von

Sicherheit und Planbarkeit, der

Reduktion von Stillstand aufgrund

Wind sowie einer Zunahme

der Profitabilität.

Die Traglasttabellen von

Kranen gelten in der Regel bei

einer Böen-Windgeschwindigkeit

von bis zu 9 m/s, bei Mobilbaukranen

von bis zu 14 m/s, gemessen

oben am Auslegerkopf, und einer

Windangriffsfläche (inklusive

cw-Wert) der Last von 1,2 m² pro

Tonne. Das ist die Norm, an die

sich alle Wettbewerber halten

müssen. Die daraus errechnete

Windbelastung ergibt 50 Newton

pro Quadratmeter. Damit nun

aber auch bei stärkerem Wind

noch sicher gearbeitet werden

kann, hat Liebherr Traglasttabellen

für zusätzliche maximale

Windgeschwindigkeiten errechnet

und in der Kransteuerung

programmiert. Beim LTM

1650-8.1 sind das zum Beispiel

11,2 m/s und 13,4 m/s, falls mit

Gitterausrüstung gearbeitet wird.

Im reinen Teleskop-Betrieb

kommen sogar noch die Tabellen

für 15,6 m/s hinzu. Beim MK sind

das 17 m/s in den Steilstellungen

und 20 m/s bei horizontalem

Ausleger. Falls beim Einsatz die

am Kranausleger gemessene

Windgeschwindigkeit die eingestellte

Tabellenwindgeschwindigkeit

übersteigt, kann der Kranführer

einfach auf eine Traglasttabelle

mit einer höheren zulässigen

Windgeschwindigkeit

umschalten und damit seine

Kranarbeit oftmals weiterführen.

Auszeichnung für

den LR 1250.1

In der Kategorie „Innovation

Manufacturer“ gewann heuer die

Liebherr-Werk Nenzing GmbH

den ESTA-Award. Eingereicht

wurde der LR 1250.1 unplugged

– der erste batteriebetriebene

Raupenkran der Welt. Er wurde

erst im Dezember gelaunched und

ist bereits auf der ersten Baustelle

in Oslo erfolgreich im Einsatz.

Weitere Modelle der Unplugged-

Serie gehen in den kommenden

Wochen in Großbritannien in

Betrieb. Der LR 1250.1 unplugged

wird von einem Elektromotor mit

einer Systemleistung von 255 kW

angetrieben. Der Unplugged-Kran

hat im Vergleich zur konventionellen

Version keinerlei Einbußen bei

der Leistungsfähigkeit oder

Nutzbarkeit und hat eine maximale

Traglast von 250 t.

www.liehberr.com

56 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

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SOLIDIAN

Bewehrung aus Glasund

Carbonfasern

Die deutsche solidian GmbH bietet mit dem

solidian Rebar eine flexibel einsetzbare,

äußerst tragfähige Stabbewehrung aus

ECR-Glas- oder Carbonfasern an.

D

ie nicht korrosive Stabbewehrung

ist besonders wirtschaftlich

und eignet sich für alle

Einsatzbereiche, bei denen die

Bauteile dauerhaft aggressiven

Umwelteinflüssen ausgesetzt

sind, wie dies zum Beispiel in

Parkhäusern und bei Brücken

(Frost-Tausalz) der Fall ist.

Zudem leiten die ECR-Glas-

Bewehrungsstäbe keinen

elektrischen Strom und können

deshalb in hochvolt- und elektromagnetischer

Umgebung

eingesetzt werden. Da die

Materialien nicht rosten, ist eine

Betondeckung oder ein Oberflächenschutzsystem

zum Schutz

der Bewehrung – anders als bei

herkömmlichem Baustahl – nicht

erforderlich. Dies führt dazu, dass

mit dem solidian Rebar äußerst

schlanke Betonbauteile erstellt

werden können. Die innovative

Je nach Einsatzgebiet sind die Bewehrungsstäbe

solidian Rebar aus ECR-Glas- oder Carbonfasern

­gefertigt. Mit der solidian Remat bündelt der

­Hersteller die Vorteile des Bewehrungsstabes

­solidian Rebar in einer Bewehrungsmatte.

Stabbewehrung lässt sich sowohl

auf der Baustelle als auch im

Fertigteilwerk einsetzen. Hier

erleichtert ihr geringes Gewicht

die Arbeiten enorm. Die Stäbe

sind in einem Standard-Durchmesser

von 4 bis 12 mm erhältlich

und haben eine Standardlänge

von 6,0 m. Größere Durchmesser

und alternative Stablängen

können bei Bedarf angeboten

werden. Um die Vorteile der

solidian Rebar in einer Bewehrungsmatte

zu bündeln, bietet

der Hersteller die solidian Remat

an. Hier sind die Stäbe über

spritzgegossene Kreuzungspunkte

miteinander verbunden,

sodass sie eine starre Matte

bilden. Auf Wunsch bietet solidian

auch individuelle Ausfertigungen

der Bewehrungsstäbe und

-matten an.

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BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021

57


MASCHINEN + TECHNIK

ROCKSTER

Auch in Schweden überzeugt ein

R1000S beim Bauschutt-Recycling

Die Firma Haga R.O.T. Service AB investierte mit Jahresbeginn in

einen mobilen Prallbrecher Rockster R1000S, um ihr Standbein im

Bereich Recycling und effiziente Wiederverwertung von

Abbruchabfällen vor Ort weiter zu stärken.

S

eit über 25 Jahren besitzt Haga R.O.T.

Service AB den Ruf eines Spezialisten

für schwere Abbrucharbeiten, Dekontamination

und Recycling. Etwa 160 km

südwestlich der Hauptstadt Stockholm

besitzt das Unternehmen zwei Standorte

in Norrköping und Linköping. Unabhängig

von der Größe des Projekts engagieren

sich die rund 70 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter für die professionelle Betreuung

der Kunden. Neben der Aufbereitung

von Baurestmassen im neu eröffneten

Recyclingzentrum in Norsholm, etwas

außerhalb von Norrköping, wird Haga

R.O.T. den Brecher auch im Lohnbrechgeschäft

verwenden und damit sowohl

Asphalt als auch Beton aufbereiten.

Der schwedische Vertriebspartner von

Rockster, Niklas Johansson von Biocare

Svenska AB, konnte der Firma Haga

R.O.T. mit dem Rockster R1000S eine

ideale Lösung für seine spezifischen

Aufgabenstellungen liefern. Biocare

Svenska AB ist seit 2008 im Brechgeschäft

tätig und hat sich in dieser Zeit auch zum

Experten der mobilen Aufbereitung

entwickelt. Beide Firmen, Haga R.O.T. und

Biocare Svenska, arbeiten seit langem

partnerschaftlich zusammen. „Zwischen

Haga und uns besteht ein ausgeprägtes

Vertrauen. Sie wissen, dass sie sich auf

unseren erstklassigen Service und Support

sowie auf unser Know-how bei der

Verarbeitung von Materialien verlassen

Ein Vorteil

des R1000S

ist der einfache

Transport, für

den keine

speziellen

Genehmigungen

erforderlich

sind.

Der Rockster

R1000S bricht im

schwedischen

­Norrköping schwer

­armierten Bauschutt

auf 0-80 mm.

können. Einer der Gründe, warum sie sich

für Rockster R1000S entschieden haben,

ist unsere Fähigkeit, schnell und effizient

Ersatz- und Verschleißteile zu liefern. Ein

weiterer Vorteil des Rockster R1000S

besteht darin, dass keine Transportgenehmigungen

erforderlich sind und er

aufgrund seiner kompakten Größe und

einem Gewicht unter 35 t äußerst mobil

ist“, betont Niklas Johannson.

Der Schwerpunkt der Tätigkeit von

Haga R.O.T. liegt im Östergötland, das ist

der Name der Region rund um die

Standorte Norrköping und Linköping.

Haga R.O.T. ist aber auch in ganz Schweden

aktiv und achtet stets darauf, den

ökologischen Fußabdruck auf ein Minimum

zu beschränken. Passend zu dieser

Philosophie und zur bestehenden Maschinenflotte

ist der R1000S mit dem neuesten

Cat Stufe V Motor und somit der neuesten

Emissionstechnologie ausgestattet.

Zusätzlich besitzt der Brecher einen

hydrostatischen Antrieb und erlaubt

damit den konstanten Betrieb des Dieselmotors

im optimalen Arbeitspunkt. Er

sorgt damit im Vergleich zum Direktantrieb

für eine konstante Brechleistung

sowie einen reduzierten Dieselverbrauch.

Johannson erklärt: „Mit dem hydrostatischen

Antrieb von Rockster bleibt der

58 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Eigentümer John Torsell hat einen

Rockster R1000S Prallbrecher in

­Österreich im Einsatz gesehen und

war sofort überzeugt, dass dieser

­Brecher die richtige Wahl für seine

vielfältigen Projekte ist.

Dieselmotor immer im optimalen Drehzahl-,

Drehmoment- und Verbrauchsbereich.

Die Hydraulikpumpe passt sich den

Leistungsanforderungen des Brechers an,

was schlussendlich einen geringeren

Kraftstoffverbrauch pro Tonne produziertes

Endmaterial bedeutet.“ Darüber

hinaus ist der R1000S mit einem

RVB1700 Windsichter ausgestattet, der

zahlreiche Leichtstoffe separiert und so zu

einem hochwertigeren Endprodukt

beiträgt.

Der R1000S wird bei Haga R.O.T.

hauptsächlich auf Abbruchstellen zum

Recycling von Baurestmassen eingesetzt,

die entweder vor Ort wiederverwendet

oder für andere Projekte verkauft werden.

Da die Baurestmassen oft große Mengen

an Stahlbeton enthalten, umfasst die

Serienausstattung des R1000S auch einen

vertikal einstellbaren Magnetabscheider,

der Stahl effizient aus dem zerkleinerten

Beton entfernt und so zu einem saubereren

und wertvolleren Endprodukt führt.

„Der Rockster R1000S mit seinem

zusätzlichen Siebsystem, dem Vibrationsförderer

unter dem Brecherauslass, dem

großflächigen Hängesieb und den großen

Motorraumöffnungen für einen einfachen

Servicezugang, erfüllt einfach alle Anforderungen

auf der Brecherwunschliste

unserer Kunden“, so Johannson.

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MASCHINEN + TECHNIK

KUHN

Komatsu PC360LCi-11 mit intelligenter

Maschinensteuerung (iMC 2.0)

Bau- und Erdbauunternehmen, die ihren Maschineneinsatz gerne deutlich

optimieren würden, finden dazu in den neuen Komatsu-Baggern PC360LCi-11

und PC360NLCi-11 mit iMC 2.0 eine sehr interessante Möglichkeit. Die Geräte

bieten ein Komplettpaket aus hoher Produktivität bei Erdbewegungseinsätzen

und präzisem Planum.

R

ob Macintyre, Produktmanager bei

Komatsu Europe, erklärt: „Bei dem

Vorgängermodell hatten

wir Kunden, die ihre

Standardbagger

durch eine iMC

Maschine ersetzt

haben. Sie haben

sofort davon

profitiert, dass

sie die Maschinen

sowohl für

das Planum als

auch zum

Beladen von Lkw einsetzen konnten.

Dadurch konnten sie die übrige Ausrüstung

umstrukturieren und die Flotte auf

der Baustelle optimieren. Die neuen

Maschinen mit iMC 2.0 bieten jetzt noch

mehr Optimierungsmöglichkeiten.“

Das Betriebsgewicht des PC360LCi-11/

NLCi-11 beträgt 35.770 kg bis 36.850 kg.

Die maximal empfohlene Löffelgröße

liegt bei 2,66 m³. Der kraftstoffeffiziente

Komatsu-Motor erfüllt

die europäische Abgasnorm

Stufe V und bietet eine

Nettoleistung von

202 kW / 275 PS bei 1.950 U/min. Durch

die erstklassigen Flottenmanagementfunktionen

der neuesten Version des

Telematiksystems Komtrax und das

Wartungsprogramm Komatsu Care ist die

Maschine vor unberechtigter Nutzung

geschützt und auf maximale Effizienz

ausgelegt. So werden Stillstandzeiten

vermieden.

Neue intelligente Funktionen

Die vollständig ab Werk in die Maschine

integrierte intelligente Maschinensteuerung

von Komatsu kam bereits 2013 auf

den Markt. Heute ist sie allein in Europa

bereits über 1,5 Mio. Betriebsstunden im

Einsatz auf Hydraulikbaggern. Die

erfahrenen „Technology Solution Experts“

der Komatsu-Distributoren unterstützen

ihre Kunden hinsichtlich der einsatzer-

60 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

probten Maschinensteuerungstechnologie,

die sich durch industrieführende Qualität,

Zuverlässigkeit, Präzision und Leistung

auszeichnet.

Mit der Einführung der neuen Modelle

PC360LCi-11 und PC360NLCi-11 kommen

auch zahlreiche neue intelligente Funktionen

zur Steigerung von Produktivität und

Effizienz der Maschinen und Baustellen auf

den europäischen Markt.

Die neue automatische Schwenklöffelsteuerung

von Komatsu vereinfacht Einsätze

an Böschungen und Gräben, indem sie

automatisch ein Untergraben verhindert

und bei jedem Durchgang für einen optimal

gefüllten Löffel sorgt. Der Schwenkwinkel

des Löffels wird automatisch dem Zielprofil

angepasst, sodass der Fahrer nicht manuell

nachjustieren muss.

Dank der neuen Winkelhaltefunktion

muss sich der Fahrer nicht länger darum

kümmern, den Löffelwinkel entsprechend

der Oberfläche anzupassen. Sobald der

gewünschte Winkel eingestellt ist, sorgt das

System beim Schließen des Stiels automatisch

für den korrekten Winkel.

Der neue iMC 2.0 Bildschirm überzeugt

durch konkurrenzlos gute Ergonomie sowie

intuitive Bedienung und Navigation – wie

man sie von einem Smartphone gewohnt ist.

Der Bildschirm ist jetzt schlanker, leichter

und kompakter, besitzt aber gleichzeitig

mehr Speicherkapazität und eine höhere

Datenverarbeitungsrate.

Dank iMC 2.0 und der Einführung eines

neuen IMU-Sensors für Schwenklöffel,

genießen Kunden jetzt höhere Flexibilität

und einen gesteigerten Mehrwert. Der neue

Sensor lässt sich leicht installieren und

kalibrieren und erhöht die Einsatzflexibilität

für Anbaugeräte und Maschinen, da er es

ermöglicht, unterschiedliche Schwenklöffel

nahtlos in die Maschinensteuerung des

Baggers zu integrieren.

Des Weiteren ist ein Fernzugriff möglich

und über Smart Construction Remote

können Projekt- und Profildaten übermittelt

werden.

Die neuen Bagger PC360LCi-11 und

PC360NLCi-11 besitzen ebenfalls die

Original-Funktionen der intelligenten

Maschinensteuerung von Komatsu: Autostopp-Funktion,

Abziehunterstützung und

Abstandskontrolle. Damit haben Fahrer

bereits viele Stunden sicher Material

verschoben und auch zukünftige Fahrer

werden von der schnellen und einfachen

Arbeitsweise profitieren, ohne sich über zu

tiefes Graben Gedanken machen zu müssen.

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bei der HS-Schoch GmbH

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Neue Eigenschaften im Überblick:

Automatische Schwenklöffelsteuerung

n schwenkt Löffel automatisch dem Zielprofil entsprechend

n verhindert Untergraben & steigert die im Löffel bewegte Materialmenge

n einfacheres und schnelleres Feinplanum

Winkelhaltefunktion

n hält automatisch den Löffelwinkel konstant, wenn der Stiel bewegt wird

n extrem vereinfachte Bedienung bei Feinarbeiten an Böschungen oder Gräben

n eine gewünschte Oberflächenqualität kann schneller und einfacher erreicht werden

Schlanker, kompakter iMC 2.0-Bedienbildschirm

n 36% schlanker, 38% heller

n leichtere individuelle Ausrichtung für jeden Fahrer

n verbesserte Multitouch-Navigation

n höhere Speicherkapazität und Verarbeitungsgeschwindigkeit

Integration von Schwenklöffel dank IMU-Sensor

n der IMU-Sensor kann an verschiedenen Arten und Formen von

Schwenklöffeln installiert werden

n einfache Kalibrierung für vollständige Systemintegration mehrerer

Schwenklöffel an einem iMC-Bagger

n mehr Flexibilität für Distributoren und Kunden

n Maschine und Anbaugeräte können vielfältig eingesetzt werden

iMC 2.0: jetzt noch besser

n neue Funktionalitäten steigern Effizienz von Maschine und Baustelle

n vollständig ab Werk integriert

n über 1,5 Mio. Betriebsstunden bei europäischen Kunden

n ganzheitlicher Kundendienst durch hochqualifizierte Experten

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BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021

61


MASCHINEN + TECHNIK

ASTRAD 2021

Österreichs größte Kommunalmesse

Am 9. & 10. September 2021 ist es wieder so weit: Die Astrad & austroKommunal öffnet

ihre Pforten in der Welser Messe. Rund 130 Top-Unternehmen stellen ihre Produkte und

Dienstleistungen für Gemeinden, Bauhöfe, Straßen- und Autobahnmeistereien vor.

V

on A wie Abfallentsorgung bis Z wie

Zeitnehmung: Europas führende

Unternehmen für die technische Gemeindeausstattung

haben sich bereits zur

Astrad & austroKommunal angemeldet,

denn die Messe ist bekannt dafür, dass sie

vor allem von Fachpublikum besucht wird.

So finden alle zwei Jahre sowohl Entscheidungsträger

wie Baudirektoren, aber auch

Praktiker aus Bauhöfen, Straßen- und

Autobahnmeistereien ihren Weg nach

Wels, um sich dort zwei Tage lang

umzuschauen, was es Neues auf dem

Markt gibt.

Ob Straßen- und Winterdienst,

Grünraumpflege, Baustellenbedarf oder

Ausstattung für den Bauhof – die Astrad

ist die führende Messe im Bereich der

technischen Gemeindeausrüstung.

Erwartet werden nicht nur Hersteller von

Kommunalmaschinen, sondern auch

Baumaschinenhersteller, denn oftmals

werden Straßenbaulose von den Straßenmeistereien

selbst durchgeführt. Aber

auch Hersteller von Straßenausrüstung

werden in Wels Lichtsignalanlagen,

Verkehrszeichen, Leitschienen oder

Asphaltmischungen präsentieren. Die

Fachbesucher bekommen auf der Messe

einen idealen Überblick über den Markt.

Die Astrad & austroKommunal ist somit

der perfekte Rahmen, um in Ruhe zu

vergleichen, Fachgespräche mit Kollegen

zu führen und mit den Herstellern ins

Gespräch zu kommen.

Hygienemaßnahmen

werden penibel eingehalten

Die Fachmesse findet sowohl im Freien,

als auch in der großzügigen Halle 20 der

Welser Messe statt und bietet damit

ausreichend Platz. „Selbstverständlich

halten wir alle behördlichen Auflagen in

Bezug auf das Coronavirus ein und sind

auch schon im Vorfeld mit dem Magistrat

der Stadt Wels in Kontakt, um alle

Vorschriften bestmöglich erfüllen zu

können“, erklärt Veranstalter Richard

Wawricka, dem die Gesundheit der

Besucher und Aussteller sehr am Herzen

liegt. Eigentlich wäre die Messe im Juni

2021 geplant gewesen, aber die unsichere

Lage hat eine Verschiebung auf

September 2021 unvermeidlich

gemacht. „Ich freue mich jedenfalls

jetzt schon sehr auf die 13. Astrad &

austroKommunal am 9. & 10. September

2021“, so Wawricka.

Traditionell findet in der Messe auch

das Symposium „Straßenerhaltung,

Ausrüstung und Winterdienst“ statt, das

an beiden Tagen hochkarätige Fachvorträge

von international anerkannten

Expertinnen und Experten aus Technik,

Wissenschaft und Praxis bietet. Der

Themenbogen spannt sich von den

neuesten Technologien im Winterdienst

über Straßenbau und Straßenerhaltung,

Grünflächenpflege und Ökologie bis hin

zur Verkehrssicherheit. Das Symposium

ist damit auch eine ideale Gelegenheit, um

fachliche Fortbildung mit Informationen

über Neuerungen auf dem Winterdienstund

Gerätesektor zu verbinden. Beim

Symposium werden natürlich auch alle

geltenden Vorschriften in Bezug auf

Abstand und Hygiene eingehalten.

Testgelände

Auch 2021 gibt es wieder die Gelegenheit,

die ausgestellten Fahrzeuge und Geräteträger

vor Ort zu testen. Neben der Halle

20 stehen zahlreiche Fahrzeuge für eine

Präsentation mit anschließender Probefahrt

bereit.

Die Messe und das Symposium werden

am 9. September 2021 um 10.00 Uhr

feierlich vom oberösterreichischen

Infrastrukturlandesrat Mag. Günther

Steinkellner und dem Welser Bürgermeister

Dr. Andreas Rabl eröffnet, die sich

anschließend auch für einen Ausstellungsrundgang

Zeit nehmen.

www.astrad.at

DATEN & FAKTEN

Termin: 9. & 10. September 2021

Nähere Informationen: www.astrad.at

Der Eintritt zur Fachmesse, Symposium

und Testgelände ist frei.

Für Anfragen von Unternehmen, die sich

für eine Standfläche auf der Kommunalmesse

interessieren, steht Regina Lehner

(r.lehner@eurokommunal.com) gerne für

Auskünfte zur Verfügung.

Foto: EuroKommunal/Simlinger

62 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Foto: Steffi Niemann

Einen Auftrag für himmlische

Glockenklänge erledigte

das Lübecker Kran- und

Schwerlastunternehmen

Otto Longuet mit einem

Zandt cargo Anhänger-Tieflader-Plateau

AT-P 300.

D

as Glockenspiel im Süderturm von St.

Marien ist nun wieder vollständig. In

einem Transport wurden die großen

Glocken von dem Glockengießer Rinecker

aus Sinn/Hessen nach Lübeck transportiert.

Dabei konnte der Kran- und Schwerlastspezialist

Otto Longuet mit seiner

technischen Kompetenz punkten. Die

äußerst empfindlichen Glocken wurden

durch die sachkundigen Mitarbeiter von

Otto Longuet auf einem Zandt cargo AT-P

300 sorgsam verladen. Die Verzurrung

erleichterte das sehr umfangreiche

Ladungssicherungspaket erheblich. Dies

war von besonderer Wichtigkeit, da die

hochwertigen Glocken sehr empfindlich

auf Beschädigungen in ihren Klangfarben

reagieren. Selbst ein kaum zu erkennender

Kratzer kann den Glockenklang

ZANDT

Kirchturmglocken sicher

transportiert

beeinträchtigen. Der sorgfältig geplante

Transport konnte dann auch mit dem

luftgefederten Fahrwerk und dem abgestimmten

elektronischen Bremssystem zur

Zufriedenheit der Kirchengemeinde

durchgeführt werden. Die historischen

sieben Uhrschlagglocken im Dachreiter,

Der

Zandt cargo

AT-P 300

bewährte

sich auch

bei diesem

heiklen

Transport.

gegossen 1508 bis 1510, fielen in der

Palmarum-Nacht den britischen Bombern

zum Opfer. Es ist eine große Freude für die

Kirchengemeinde St. Marien, dass das

Glockenspiel nun wieder mit neuen

Glocken vervollständigt ist.

www.zandt-cargo.de

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Komatsu

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www.emb.eu


MASCHINEN + TECHNIK

Die Kaltrecycling-Mischanlage KMA 240(i) von Wirtgen

kann unterschiedlichste Ausgangsmaterialien wie

Recycling-Baustoffe, Asphaltfräsgut, Betonabbruch

oder frische Straßenbaustoffe sowie Bindemittel

wie Zement, Emulsion oder Schaumbitumen

verarbeiten.

WIRTGEN GROUP

Baustellennah: 20 t Kaltrecycling-

Mischgut im 5-Minuten-Takt

Die neue KMA 240(i) ist die leistungsstarke Wirtgen Lösung für die umweltgerechte

und wirtschaftliche Mischgutaufbereitung in direkter Nähe zum Einsatzort.

B

eim Kaltrecycling in-plant wird eine

mobile Kaltrecycling-Mischanlage

(KMA) in der Nähe der Baustelle aufgestellt.

Das spart Zeit, Lkw-Kapazität und

ist zudem äußerst umweltfreundlich: 60%

weniger CO2-Ausstoß durch Kaltaufbereitung,

50% kürzere Bauzeiten und 50%

geringere Baukosten lassen sich so

erzielen.

Die Kaltrecycling-Mischanlage KMA

240(i) erzeugt sofort einbaufähiges

Mischgut und eignet sich für die Herstellung

verschiedener Arten von gebundenen

Tragschichten. So können neben hydraulisch

gebundenen Tragschichten (HGT)

und Walzbeton (roller compacted concrete,

kurz RCC) auch bituminös gebundene

Tragschichten (mit Emulsion oder mit

Effiziente Technik:

Die Wirtgen Kaltrecycling-Mischanlage

arbeitet dank

mikroprozessorgeregelter

Anlagensteuerung

hochpräzise.

Schaumbitumen) hergestellt werden. Das

Anwendungsspektrum der verschiedenen

Mischgüter reicht vom Autobahnbau über

den Straßen- und Wegebau bis hin zum

Bau von Parkplätzen.

Die so gebauten neuen Verkehrs- und

Industrieflächen zeichnen sich durch hohe

Tragfähigkeit, Beständigkeit gegen

Verformung und lange Lebensdauer aus.

Die Kaltrecyclingtechnologie von Wirtgen

steht damit für ein Höchstmaß an Nachhaltigkeit

und bietet neben der Schonung

der natürlichen Ressourcen auch wirtschaftliche

Einsparpotenziale:

100% Wiederverwendung des

vorhandenen Materials

100% weniger Materialentsorgung

90% weniger Baumaterial-Transporte

90% geringerer Ressourceneinsatz

50% weniger Bindemittel

Silos bzw. Tankwagen versorgen die

Kaltrecycling-Mischanlage mit Bindemitteln

wie zum Beispiel Heißbitumen,

Bitumenemulsion und Zement. Die präzise

Dosierung der Ausgangsstoffe und

Bindemittel, deren Verhältnis im Vorfeld

durch Voruntersuchungen im Straßenbaulabor

ermittelt werden, überwacht eine

bewährte Mikroprozessorsteuerung. Die

KMA 240(i) verlädt das neue, homogene

Baustoffgemisch idealerweise direkt auf

den Lkw oder legt es kontinuierlich auf die

Halde ab.

Einsatzbeispiel: Neue HGT

am Flughafen Paderborn

Mit ihrem 6-Zylinder-Dieselmotor kann

die neue mobile Kaltrecycling-Mischanlage

KMA 240(i) pro Stunde 240 t Mischgut aus

verschiedenen Baustoffen herstellen. Bei

der Sanierung des Vorfelds sowie der

Tank- und Enteisungsfläche am Flughafen

Paderborn-Lippstadt war neben der hohen

Mischkapazität auch eine erhöhte Druckfestigkeit

der neuen hydraulisch gebundenen

Tragschicht (HGT) gefordert.

Für den Einbau des Mischguts bereitete

die KMA 240(i) in einem ihrer ersten

Testeinsätze 5.500 t Baustoff in 7 Tagen

auf. Zuvor hatte das bauausführende

64 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Auf dem Hauptbedienpult

der

KMA 240(i) hat

der Bediener das

Materialfließschema,

den

Maschinenstatus

und den gesamten

Produktionsablauf

jederzeit

im Blick.

Unternehmen Oevermann bereits das

15.000 m 2 große, teerhaltige Baustellenareal

mit einer Wirtgen Kaltfräse W 220(i)

abgefräst und den Ausbaustoff auf einem

angrenzenden Parkplatz auf Halde gelegt,

zusammen mit gebrochenem Kalkstein 0/5

als Ergänzungsmaterial. Beide Baustoffe

wurden mittels Radlader und in einem

Verhältnis von 80% Fräsgut zu 20%

Kalkstein in den Doseur der KMA

übergeben und dort im Zweiwellen-

Zwangsmischer mit dem Bindemittel

Zement und Wasser zu einem hochwertigen

Mischgut verarbeitet.

In der Regel beläuft sich die einaxiale

Druckfestigkeit solcher Mischgüter auf 5-7

MPa. In diesem Fall sollte die HGT jedoch

erhöhten Anforderungen entsprechen und

12,5-15 MPa erreichen. Deshalb entschied

sich der Betreiber der KMA 240(i), dem

Baustoffgemisch aus Fräsgranulat und

Kalkstein einen erhöhten Zement anteil

von 10% hinzuzugeben statt wie für

gewöhnlich 5-6%. Dank des täglich rund

800 t produzierten Zementmischguts

waren auch die folgenden Einbau geräte im

Dauereinsatz. Nachdem ein Grader das

Material gleichmäßig auf den einzelnen

Abschnitten verteilt hatte, sorgten zwei

Hamm Walzenzüge vom Typ 3412 für die

optimale Verdichtung der neuen HGT.

www.wirtgen-group.com


MASCHINEN + TECHNIK

HERRENKNECHT

Vortriebsrekord beim Brenner Basistunnel

Die Mineure im Brenner Basistunnel treiben das Eisenbahn-Großprojekt zügig voran.

Mit Ende März 2021 erreichten sie beim Vortrieb der Hauptröhren in Südtirol

eine neue Bestmarke: 860 m gebohrter und ausgebauter Tunnel in einem Monat.

A

uf dem italienischen Baulos „Mauls

2-3“ des Brenner Basistunnels bohren

drei Herrenknecht-Tunnelbohrmaschinen

(TBM) von Süden nach Norden. Sie fahren

die beiden Hauptröhren sowie einen 12 m

tiefer verlaufenden Erkundungs- und

späteren Servicetunnel auf.

Eine neue Bestmarke erreichte im

März 2021 eine dieser drei Maschinen: 860

m legte die auf den Namen „Virginia“

getaufte Maschine vom Typ Doppelschild-

TBM (Ø 10,65 m) in einem Monat zurück.

Das bauausführende Joint Venture BTC

S.c.a.r.l. (Astaldi S.p.A., Ghella S.p.A.,

P.A.C. S.p.A. und Cogeis S.p.A.) erreichte

damit einen Spitzenwert bei der Vortriebsleistung

auf der Baustelle Mauls. Für

März 2021 gab der Bauherr des Brenner

Basistunnels, die österreichisch-italienische

BBT SE, für „Virginia“ eine durchschnittliche

Tagesleistung von 27,7 m

bekannt. Die Tagesbestleistung lag bei

36,75 m.

Dr. Matthias Flora, Vertriebs- und

Projektmanager bei Herrenknecht,

gratuliert dem Team auf der Baustelle:

„Die Mannschaften unseres Kunden BTC

sind absolute Spitzenprofis in ihrem

Metier. Herzlichen Glückwunsch und

unseren größten Respekt für diese

Leistung!“ Anfang April 2021 haben die

beiden Maschinen in den Hauptröhren

bereits über 50% der Gesamtstrecke in

Richtung Losgrenze am Brenner zurückgelegt.

In standsicheren Geologien sind

Doppelschild-TBM prädestiniert für gute

Vortriebsleistungen. Parallel zum Bohrvorgang

erfolgt bereits der Ausbau des

aufgefahrenen Tunnels mit Betonsegmenten,

den sogenannten Tübbingen.

Im Frühjahr 2019

starteten die

Vortriebe in den

südlichen Hauptröhren

des Brenner

Basistunnels. Im

März 2021 fuhr eine

Herrenknecht-­

Doppelschild-TBM

den Rekordwert auf

der Baustelle Mauls

2-3 von 860 m

­Tunnel auf.

Unter der Regie der österreichischitalienischen

BBT SE entsteht mit dem

Brenner Basistunnel und einer Gesamtlänge

von 64 km die längste unterirdische

Eisenbahnverbindung der Welt. Sie

unterquert die Alpen zwischen Innsbruck

in Österreich und Franzensfeste in

Südtirol/Italien als besonders leistungsfähige

Flachbahn, das heißt mit sehr

geringen Steigungen.

www.herrenknecht.com

Foto: BBT SE/Strabag/Jan Hetfleisch

AM Baugeräte HandelsgmbH ■ Oberes Bahnfeld 2 ■ A-2281 Raasdorf/Wien

Tel. (+43 2249) 28495 ■ office@am-laser.at ■ www.am-laser.at


MASCHINEN + TECHNIK

Die vollverglaste Kabine überzeugt

mit großen Glasflächen und

­gewölbter Frontscheibe für perfekte

Rundumsicht und verfügt serienmäßig

vorn und hinten über

LED-Arbeitsscheinwerfer.

Hier geht es

zum Video

vom Sicherheitstest

der

MDX-Kabine

von Mecalac:

MECALAC

Innovativer Baustellenkipper mit Kabine

Der neue Baustellenkipper 3.5MDX mit Kabine und einer Nutzlast von 3,5 t

präsentiert sich hinsichtlich Leistung, Sicherheit und Komfort optimiert und

bietet gleichzeitig alle Vorzüge der MDX-Reihe von Mecalac.

A

ngetrieben von einem Stage V-konformen

Kubota D1803, 1,8 l-Dieselmotor

mit 3 Zylindern, liefert der Baustellenkipper

50 PS (37 kW) bei 2.700 U/min und

einem maximalen Drehmoment von 150,5

Nm bei 1.600 U/min. Der integrierte

Dieselpartikelfilter (DPF) und der

Dieseloxidationskatalysator (DOC) helfen,

Emissionen zu minimieren und gleichzeitig

den Kraftstoffverbrauch zu optimieren.

Das knickgelenkte, pendelnde Fahrwerk

sorgt für eine exzellente Manövrierfähigkeit

und Geländegängigkeit des 3.5MDX,

der mit Frontkippmulde oder einer um

180° drehbaren Schwenkkippmulde

erhältlich ist, die ohne zusätzliches

Manövrieren eine präzise Positionierung

der Lasten seitlich der Maschine

ermöglicht.

Im Vorwärts- und im Rückwärtsgang

verfügt der Baustellenkipper mit hydrostatischem

permanentem Allradantrieb

jeweils über einen hohen und einen

niedrigen Gang. So steht dem Fahrer das

jeweils notwendige Drehmoment zur

Verfügung, um selbst unter anspruchsvollsten

Bedingungen mühelos Lasten zu

transportieren. Dank dieser Funktionen

und einer maximalen Fahrgeschwindigkeit

von 20 km/h bewegt sich die Maschine

schnell und mit Leichtigkeit über die

Baustelle. Mit einem Betriebsgewicht von

2.990 kg überzeugt der 3,8 m lange, 1,9 m

breite und 2,8 m hohe 3.5MDX durch

äußerste Kompaktheit und Wendigkeit.

Für vielfältige Einsatzbereiche und den

Transport hoher Nutzlasten auf engem

Raum ist er die effektive Lösung. Für

maximalen Fahrerkomfort sorgt unter

anderem die bewährte MDX-Kabine mit

optionaler Klimaanlage. Für noch mehr

Fahrerschutz wurde die zertifizierte

ROPS/FOPS-Kabine des MDX von

Mecalac zusätzlich angepasst und auf ihre

Aufprallbeständigkeit beim Beladen der

Kippermulde getestet. Zusätzliche

Sicherheit bietet das Shield-Sicherheitspaket

von Mecalac, mit dem der 3.5MDX

serienmäßig ausgestattet ist.

Vertriebspartner der Mecalac Geräte

sind in Österreich die Firmen Baumaschinen

MKS GmbH in Wien, Mlečka

Baumaschinen GmbH in Oeynhausen und

Laurer Baumaschinen GmbH & CO KG in

Jenbach/Tirol.

www.mecalac.com | www.mlecka.at

www.bmks.at | www.laurer.at

Ihr Spezialist für

Verbausysteme


MASCHINEN + TECHNIK

1 Automatische Reinigung

eines Dumpers. 2 Ein Radlader

wird mit 12.000 l pro

Minute gewaschen. 3 Feinreinigung

mit der integrierten

Sprühlanze.

1

2 3

FRUTIGER

MobyDick im weltweit größten

Eisenerz-Bergwerk in Nordschweden

Die Firma Frutiger mit Hauptsitz in der Schweiz gilt weltweit als Spezialist

in der Planung und Herstellung von Grobschmutzwaschanlagen für

Großfahrzeuge. Jüngster Meilenstein ist die Installation einer MobyDick

Demuckinganlage im weltweit größten Eisenerz-Bergwerk.

D

as Eisenerz-Bergwerk Kiruna gehört

zum schwedischen Bergbaukonzern

LKAB. Es fördert jährlich über 30 Mio. t

Roherz ausschließlich im Untertagebau.

Kiruna ist die nördlichste Stadt von

Schweden und liegt nördlich vom Polarkreis.

Vor rund drei Jahren startete das

Unternehmen mit der Planung einer

modernen Wasch-, Service- und Reparaturhalle,

ausgelegt, um aus dem riesigen

Fuhrpark täglich bis zu 50 Maschinen

abzufertigen. Da die Bodenverhältnisse

unter Tage in den großflächigen Aufschlüssen

und auf oft unbefestigten Transportstraßen

eine massive Verschmutzung an

Rad- und Kettenfahrzeugen verursachen,

sind Service- und Reparaturarbeiten ohne

eine gründliche Reinigung der Fahrzeuge

nicht möglich. Deshalb war das Unternehmen

auf der Suche nach einer Lösung um

die unterschiedlichen Maschinen, vom

kleinen Minibagger bis zum 4,50 m breiten

Muldenkipper, möglichst effizient und

kostensparend zu reinigen. Überzeugt hat

am Ende die MobyDick Technologie „Viel

Wasser – Wenig Druck“, mit welchem die

modernen Demuckinganlagen aus dem

Hause Frutiger arbeiten.

Nach einer längeren Planungsphase

wurde im Spätherbst 2020 eine Demuckinganlage

MobyDick HD-2 in das

Fundament der entstehenden Waschhalle

eingebaut. Auf dieser Großanlage werden

die schmutzigen Fahrzeuge seither mit bis

zu 12.000 l Recyclingwasser pro Minute

und einer hohen Anzahl an Düsen intensiv

gereinigt. Innert weniger Minuten werden

so selbst hartnäckigste Verschmutzungen

aufgeweicht und zuverlässig weggespült.

Bei Bedarf kann anschließend mit einer

integrierten und sehr leistungsfähigen

Sprühlanze (500 l/min) auch noch eine

kurze Nachwäsche der schwer zugänglichen

Stellen erfolgen. Der anfallende

Schmutz wird durch den hohen Wasserfluss

stets automatisch in den seitlichen

Recyclingtank gespült und setzt sich dort,

unter Zugabe eines umweltfreundlichen

Flockungsmittels, ab. Das Waschwasser

wird dabei vollständig recycliert und kann

für den nächsten Reinigungsvorgang

erneut verwendet werden. Damit kann

neben viel Zeit auch eine hohe Menge an

Wasser und Chemikalien gespart werden,

was die Umwelt nachhaltig entlastet.

Vermutlich am meisten geschätzt wird die

neue Waschanlage aber beim Servicepersonal

vor Ort, da die Reinigung aller

Fahrzeuge nun wesentlich komfortabler

ist und nur noch einen Bruchteil der

früheren Zeit in Anspruch nimmt.

Bevor die MobyDick Anlage ihre Arbeit

vor Ort aufnehmen konnte, wurden

mehrere Tests zur Leistungsfähigkeit

durchgeführt. Unter anderem wurden

mehrere Maschinen vor und nach der

Wäsche genau gewogen, wobei bei größeren

Fahrzeugen teils bis zu 1.000 kg

Schmutz abgewaschen wurde. Auch alle

anderen Tests wurden von der MobyDick

Anlage im ersten Anlauf bestanden.

www.mobydick.com

68 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


DOKA

Digitale Schalungspositionierung

Das interaktive, sensorbasierte System

DokaXact ist ein ganz neues Tool im Werkzeugkasten

ausführender Bauunternehmen,

das beim präzisen Einrichten von

Doka-Selbstklettersystemen unterstützt.

D

okaXact besteht aus

mehreren Sensoren, die

an definierten Vermessungspunkten

der Wandschalung

angebracht sind und mit

einer zentralen Recheneinheit

kommunizieren. Das

System unterstützt Baustellenmannschaft

und Vermessungsingenieure

beim

schnellen und präzisen

Justieren und Einrichten

der Wandschalung von

Doka-Selbstklettersystemen

– und das mit einer hohen

Genauigkeit von ± 2 mm.

Mit der Live-Monitoring-

Funktion können Bewegungen

der Schalung in allen

Phasen, von der Positionierung

bis zum Betoniervorgang,

sichtbar gemacht

werden. Auf dem DokaXact-

Webportal werden die Daten

für Bauleiter und Vermessungsingenieure

transparent

zugänglich gemacht. Das

Portal ist somit Berichts-,

Überwachungs- und Analyseplattform

zur Verbesserung

und Optimierung der Abläufe

und Prozesse. Bauleiter sind

nun in der Lage, ihre Bautoleranzen

24/7 von jedem Ort

aus zu beobachten. Somit

kann u.a. vor der Betonage

eingegriffen werden, um

kostenintensive Nacharbeiten

nach dem Betonieren zu

vermeiden. Für ihr DokaXact-

System wurde Doka mit

einem Innovation Award of

Excellence vom CTBUH 2021

Awards Programm ausgezeichnet.

www.doka.com/dokaxact

Perfektes Zusammenspiel.

Drill & Split

Foto: Doka

Zahlreiche Sensoren, die an festgelegten Messpunkten der

Schalung angebracht sind, messen kontinuierlich die aktuelle

Neigung der Schalung und kommunizieren drahtlos mit einer

zentralen Recheneinheit.

BAUBLATT.ÖSTERREICH

| Bohren & Spalten im Steinbruch

| Ausgerüstet mit Darda-Spaltzylinder

| Spaltzylinder abnehmbar

Mehr Info unter:

www.wimmer.info


MASCHINEN + TECHNIK

LIEBHERR

Schnellwechselsystem Likufix für

weitere Liebherr-Radlader erhältlich

Das vollautomatische Schnellwechselsystem Likufix, eine Eigenentwicklung von

Liebherr und bekannt von den Liebherr-Hydraulikbaggern, hat sich in den letzten

Jahren auch bei den Radladern der mittelgroßen Baureihe bewährt. Es entfaltet seine

Vorteile bei Arbeiten, die den Einsatz unterschiedlicher Anbauwerkzeuge erfordern.

Denn mit Likufix kann der Maschinenführer mechanische und hydraulische Anbauwerkzeuge

sicher und komfortabel per Knopfdruck von der Kabine aus tauschen.

Verfügbarkeit

erweitert:

Likufix steht

nun auch für

zahlreiche

Liebherr-Großradlader,

etwa

für den L 556

XPower, zur

Verfügung.

Dank Likufix ist ein ­effizienter

und ­sicherer Wechsel ­zwischen

verschiedenen hydraulischen

Anbau­werkzeugen möglich.

Wie hier bei einem L 507

Stereo zu sehen ist, ist die

Likufix-Hydraulikkupplung

sicher und robust am Schnellwechsler

verbaut.

L

iebherr vergrößert die Verfügbarkeit seines

vollautomatischen Schnellwechselsystems

Likufix für weitere Radlader-Modelle. Likufix

ist ab sofort für die beiden Compactlader L 506

und L 508, für die beiden Stereolader L 507

und L 509 sowie für die XPower-Großradlader

bis zum L 580 erhältlich. Wie gewohnt ist

Likufix auch weiterhin für die mittelgroßen

Liebherr-Radlader L 526, L 538 und L 546 im

Angebot.

Die kleineren Liebherr-Radlader vom L 506

Compact bis zum L 509 Stereo sind als vielseitige

Allrounder bekannt. Mit Likufix erhöht

sich ihre Flexibilität noch weiter. Denn der

Maschinenführer kann binnen Sekunden per

Knopfdruck beispielsweise zwischen einer

hydraulischen 4-in-1 Klappschaufel, einer

Ladegabel oder einer Kehrmaschine wechseln.

Er verliert dabei keine wertvolle Zeit, weil der

Anschluss der hydraulischen Leitungen mit

Likufix automatisch und zuverlässig erfolgt.

Das Arbeiten mit hydraulischen Anbauwerkzeugen

wie Hochkippschaufeln, Schaufeln mit

Niederhalter, Holzgreifern oder Separatorschaufeln

ist typisch für größere Liebherr-Radlader.

Darum bietet Liebherr sein vollautomatisches

Schnellwechselsystem auch für größere

Radlader-Modelle an. Likufix ermöglicht es

dem Maschinenführer, diese und weitere

Werkzeuge unkompliziert per Knopfdruck von

der Kabine aus zu tauschen. Das erhöht die

Sicherheit, denn beim Ausrüstungswechsel

muss er die Kabine nicht verlassen und damit,

etwa auf einem Recyclinghof mit Werksverkehr,

kein Risiko eingehen.

Das Likufix-Schnellwechselsystem ist auf

harte Anforderungen vorbereitet. Die Hydraulikkupplung

lagert auf Federn. Die Kräfte, die

auf den Schnellwechsler wirken, übertragen

sich somit nicht auf das Kupplungssystem.

Selbst bei langen Einsatzzeiten sind die

Verbindungen zwischen den Hydraulikkreisen

absolut dicht. Um die Wartung zu erleichtern,

sind alle beweglichen Einzelteile leicht zugänglich.

Kunden können bei Bedarf Reinigung und

einfache Wartungstätigkeiten, wie das Wechseln

einer Dichtung, leicht selbst durchführen.

www.liebherr.com

70 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Foto: kiqegb/pixabay

RITCHIE BROS

Gebrauchtmaschinen online kaufen

Ritchie Bros., das sich als größter Verkäufer von Gebrauchtmaschinen weltweit einen

Namen machte, hat sich zur weltweit agierenden E-Commerce-Plattform gewandelt.

D

abei profitiert das Unternehmen von

60 Jahren Erfahrung in Bewertung,

Vermarktung und Verkaufs-Abwicklung

von Baumaschinen. Auch wenn sich die

Methoden geändert haben, der Gebrauchtmaschinenkauf

ist und bleibt Vertrauenssache.

„Mit unseren Online-Tools bauen

wir dort Brücken, wo der persönliche

Kontakt nicht möglich ist“, sagt Matthias

Ressel. Als Vertriebsleiter Baumaschinen

betreut er mit seinem sieben Mann

starken Team Deutschland, die Schweiz

und Österreich. Gemeinsam gewährleisten

sie, dass Verkäufer und Käufer online ein

gutes und sicheres Geschäft machen.

Das beginnt mit der Cybersicherheit

durch hauseigene IT-Spezialisten und

findet seine Fortsetzung durch die

Bewertung – wenn nicht vor Ort, dann

digital: Über hundert Fotos und Videomaterial

berücksichtigt das Team von

Matthias Ressel für eine Zustandsbeschreibung.

Für die Einschätzung des

Verkaufspreises berufen die Experten sich,

neben ihrer langen Erfahrung, auf einen

beachtlichen Datenbestand, der mit

digitalen Tools und künstlicher Intelligenz

immer weiterentwickelt wird. Anschließend

entscheidet der Verkäufer über die

Art der Vermarktung: Online-Versteigerung

oder im Online-Marktplatz inserieren.

Über 640.000 Artikel wurden allein

Digitale Tools besiegeln

bei den E-Commerce-

Plattformen von Ritchie

Bros. den virtuellen

Handshake.

2020 durch Ritchie Bros. weltweit verkauft.

Vom Online-Trend profitiert nicht

zuletzt der Verkäufer: Mehr Bieter

generieren mehr Nachfrage; es steigt die

Wahrscheinlichkeit, dass die Ware

tatsächlich zum Marktwert verkauft wird.

Und für Käufer wie Verkäufer bleibt die

Sicherheit, ein gutes Geschäft getätigt zu

haben.

www.rbauction.de

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GALABAU

ZEPPELIN / SCHEIKL

Junges GaLaBau-Unternehmen startet

am Semmering mit Cat-Geräten durch

Seit fünf Jahren bietet die Firma Scheikl Erdbewegungen von der Zentrale in Krieglach

bis zum Semmering sehr erfolgreich ihre Dienstleistungen rund um die Kernbereiche

Erdbewegung, Grünraumpflege, Vermietung und Winterdienst an. Die Wünsche der

überwiegend privaten Bauherren, die aufgrund der Pandemie verstärkt in den eigenen

Garten investieren, werden mit neuen Cat Geräten rasch und präzise umgesetzt.

Mit Joystick Lenkung, verlängertem Stiel und kurzem Hecküberstand ist der neue Cat 306 das ideale Gerät für die

größeren GaLaBau-Projekte der Firma Scheikl. Er ergänzt die beiden Cat 301.8, die mit Komfort-Kabine und

Klimaanlage trotz der Höhenlage auch in der kalten Jahreszeit eingesetzt werden können.

A

ls gelernter Maurer und Schalungszimmerer

war Markus Scheikl

zunächst mehrere Jahre für ein Bauunternehmen

tätig. Nach weiteren sechs Jahren

im Nebenerwerb gründete er auf Basis der

gesammelten Erfahrungen im Jahr 2016

sein eigenes Unternehmen und hat sich

inzwischen gemeinsam mit seinem Team

in der Region einen ausgezeichneten Ruf

erarbeitet. Vor allem im letzten Jahr

sorgten die Auswirkungen der Pandemie

für eine zusätzliche Auslastung, denn viele

private Bauherrn investierten nicht in

eine Urlaubsreise, sondern in die eigenen

vier Wände und den Garten. Aber auch die

umliegenden Gemeinden haben zahlreiche

Aufträge für den kompetenten und breit

aufgestellten Garten- und Landschaftsbaubetrieb.

Verlässlich und professionell werden

die Projekte in den Bereichen Kelleraushub,

Pool- und Teichbau, Gartengestaltung,

Grünflächenbetreuung sowie

Steinmauern, kleine Abbrucharbeiten und

Wegebau durchgeführt. Wenn es die

Auftragslage zulässt, werden die Geräte

auch vermietet. Ab November erledigt

man für mehrere Gemeinden die Winterdienstarbeiten.

Unterstützt wird Markus

Scheikl von seinem Bruder Michael

Laibacher und Mitarbeiter Norbert Dalke,

ein weiterer Mitarbeiter ist zurzeit zur

Probe.

Ebenso schlank und leistungsstark, wie

das Team, ist auch der Fuhrpark aufgestellt.

Er umfasst zwei Cat Minibagger

301.8, eine Aufsitzwalze Cat CB2.5, als

jüngsten Neuzugang einen Cat 306 CR

sowie einen weiteren Bagger der 6 t

Klasse. Zum Einsatz kommen die Bagger

jeweils mit Schnellwechsler und Löffelpaket

der Firma Winkelbauer. Ergänzend

dazu stehen auch alle benötigten Anbaugeräte

zur Verfügung, darunter auch ein

Universalgreifer und ein Sieblöffel für den

neuen Cat 306. Bei der Verdichtung

kleinerer Flächen setzt Markus Scheikl

auf einen reversierbaren Bodenverdichter

CR 5 sowie eine vorwärtslaufende Vibrationsplatte

CF 2 Hd von Weber MT, ebenfalls

im Vertrieb von Zeppelin Österreich.

Firmenchef Markus Scheikl: „Wir sind

ein junges Unternehmen, das sich auf

sämtliche Dienstleistungen rund ums

Haus spezialisiert hat. Vor einem Jahr

habe ich meinem Fuhrpark mit den beiden

neuen Cat 301.8 verstärkt. Ich bin von den

Minibaggern begeistert, denn sie bringen

auch bei Einsätzen mit wenig Platz volle

Leistung. Mit der Joystick-Lenkung ist das

Manövrieren sehr einfach und die automatische

Drehzahlabsenkung hilft mir

Kosten zu sparen. Durch das hydraulisch

verstellbare Laufwerk und den Schnellwechsler

sind die 301.8 für uns wichtige

und leistungsstarke Geräte. Ein echtes

Highlight ist aber die Kabine mit Klimaanlage,

die bei den langen Wintermonaten

hier in der Region extrem wichtig ist. Für

den Cat 306 CR haben wir uns entschieden,

weil die Größe der Baustellen

zugenommen hat. Im Rahmen der

72 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


GALABAU

Für die Verdichtungsarbeiten

kommen

die kompakte

Tandem-Vibrationswalze

Cat CB2.5 sowie

die reversierbare

Rüttelplatte CR

5 (im Bild) und die

vorwärtslaufende

Vibrationsplatte CF

2 Hd von Weber MT

zum Einsatz.

Aufträge müssen wir auch immer wieder

Material über Grünhecken heben, deshalb

ist der Cat 306 CR für mehr Reichweite

mit einem verlängerten Stiel ausgerüstet.

Die Standfestigkeit ist sehr gut, für den

verlängerten Stiel haben wir ein zusätzliches

Gegengewicht montiert. Die Laufwerksbreite

beträgt eigentlich 2,10 m,

unser Gerät hat nur 2 m, damit wir ihn

Das engagierte Team von Scheikl Erdbau (von rechts): Firmenchef

Markus Scheikl, Norbert Dalke und Michael Laibacher.

Markus Scheikl schätzt nicht

nur die technischen Stärken

der Next Generation Geräte,

sondern auch die kompetente

Beratung sowie die rasche

und unkomplizierte Unterstützung

durch Harald

Polleros (zuständiger Betreuer

der Niederlassung Graz der

Firma Zeppelin Österreich).

mit Traktor und Hänger selbst transportieren

können. Wir verstärken uns aber in

Kürze mit einem eigenen Tieflader. Alle

unsere Bagger sind mit Gummiketten

ausgerüstet, dadurch schonen wir die

Grünflächen und die Straßen. Bei den

Verdichtungsarbeiten im Rahmen von

Hauszufahrten, Aufschließungen oder

Parkplätzen leistet uns die kompakte

Tandem-Vibrationswalze Cat CB2.5 sehr

gute Dienste. Für kleinere Arbeiten, etwa

für das Rütteln von Pflastersteinen, setzen

wir die reversierbare Rüttelplatte CR 5

und die vorwärtslaufende Vibrationsplatte

CF 2 Hd ein, die beide sehr handlich sind

und mit ihrer Laufruhe beeindrucken.

Natürlich gilt für jedes Gerät: Preis und

Qualität müssen passen.“

Besonders betont wird von Markus

Scheikl die Betreuung und Unterstützung

durch Harald Polleros, Gebietsverkaufsleiter

Steiermark Nord der Niederlassung

Graz der Firma Zeppelin Österreich.

Scheikl: „Angefangen von der Beratung bei

der Auswahl der optimalen Geräte über

Sonderanfertigungen bis hin zur raschen

Hilfe bei Problemen können wir uns auf

Harald verlassen. Er hilft uns, wenn wir

kurzfristig einen zusätzlichen Bagger als

Mietgerät benötigen, ist für uns immer

erreichbar und setzt sich für eine rasche

Lösung ein.“

Harald Polleros über die Cat Geräte der

Firma Scheikl: „Die Next Generation

Geräte werden von den Kunden sehr gut

angenommen. Das liegt auch an den

zahlreichen Alleinstellungsmerkmalen, zu

denen beispielsweise bereits bei den

Kompaktgeräten eine Klimaanlage und die

Schwimmstellung beim Schild zählen. Aber

auch die Joystick Lenkung wird sehr

geschätzt, denn sie macht das Überstellen

der Maschine auf der Baustelle sehr

einfach – ohne dass der Fahrer die Fußpedale

betätigen muss. Natürlich erfüllen die

Geräte dank modernster Motorentechnologie

die neueste Abgasstufe und punkten

mit der elektronischen Fahrsteuerung. Ich

freue mich, dass moderne Cat Technik und

der engagierte Service der Firma Zeppelin

das junge Unternehmen auf seinem

erfolgreichen Weg unterstützen können.“

www.zeppelin-cat.at

Meter die entscheiden!

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BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021

73


GALABAU

1 2

1 Mit Hilfe einer Bodenfräse

lockert der Giant den Untergrund

auf. 2 Der G2300 X-Tra

HD ist für den Einsatz im

Straßen- und Wegebau dank

großer Hubkraft und Wendigkeit

prädestiniert. 3 Mit Hilfe

von Anbaugeräten wie der

Heckenschere oder Ballenklemme

wird der G2300 zum

Allrounder im kommunalen

Einsatz oder im Garten- und

Landschaftsbau.

TOBROCO-GIANT

Zwei neue Modelle der Serie G2300

Auf den vielfachen Kundenwunsch nach einem Modell, das zwischen den bestehenden

Modellen G2200 HD+ und G2500 HD eingeordnet werden kann, hat Tobroco-Giant

den G2300 HD entwickelt, der auch in der X Tra-Version erhältlich ist.

T

obroco-Giant, der niederländische

Hersteller für Radlader, Teleskoplader

und Anbaugeräte, feiert in diesem Jahr

sein 25-jähriges Bestehen. Gründer,

Eigentümer und Geschäftsführer von

Tobroco-Giant ist Toine Brock. Er hat den

Ein-Mann-Betrieb zu einem Unternehmen

mit über 500 Beschäftigten in drei

Ländern ausgebaut. Toine Brock: „Wenn

bei uns ein Modell neu entwickelt wird,

dann hören wir unseren Kunden ganz

genau zu, was sie brauchen.“

Das neueste Ergebnis des engen

Austausches zwischen Hersteller und

Anwender sind zwei neue Modelle der

Serie G2300. Die Maschine ist mit einem

26 PS-Kubota-Motor mit 1.500 cm 3

Hubraum, vier Zylindern und hohem

Drehmoment ausgestattet und erfüllt

den Standard nach EU Stufe V. Für

großen Fahrkomfort bei gleichzeitig

hoher Leistung weist die Maschine

einen hydrostatischen Vierrad-Antrieb

und ein Differentialgetriebe mit

Sperrwirkung auf beiden Achsen auf.

Die 8-t-Planetenachsen verleihen der

Maschine eine Zugkraft von 23.000 N, die

für viele Arbeiten auf Baustellen, bei

Erdbewegungen, im landwirtschaftlichen

Bereich oder im Garten- und Landschaftsbau

auch dringend benötigt werden.

Kipplasten von 1.595 kg bzw. von 2.260 kg

beim X-Tra-Modell ermöglichen kraftvolle

und effiziente Ladespiele.

Dieser komplette Anstriebsstrang, der

dem des nächst höheren Modells G2500

entspricht, sorgt auch für ein Maximum

an Traktion, eine enorm hohe Zugkraft

und geschmeidige Bewegungen in jeder

Arbeitssituation. Mit all diesen Eigenschaften

verfügt der G2300 HD jedoch

über die kompakteren Maße des G2200,

dessen Rahmen speziell für das neue

Modell an den größeren Motor angepasst

wurde. Er passt daher mit seiner Breite

von 108 cm auf Standardbereifung durch

enge Durchgänge und erreicht somit auch

Baustellen in Hinterhöfen mühelos.

Mit einem Einsatzgewicht von 2.300 kg

bzw. 2.350 kg können beide Modelle

einfach und flexibel auf einem Pkw-

Anhänger von einem Einsatzort zum

anderen transportiert werden, sodass hier

keine unnötigen Standzeiten durch

komplizierten Transport entstehen. Um

eine noch höhere Produktivität zu erreichen,

besteht die Möglichkeit, die

Maschine mit dem patentierten Stabilo-

System auszustatten. Diese Option sorgt

für zusätzliche Sicherheit und Komfort, da

hiermit alle Unebenheiten im Gelände

ohne Einbußen bei der Leistung ausgeglichen

werden. Alle Dächer und Kabinen

sind nach dem ROPS/FOPS-Standard

zertifiziert. Die gebogene Windschutzscheibe

und die schmalen Säulen

er möglichen eine optimale Rundum-Sicht.

Tobroco-Giant bietet mehr als 200

Anbaugeräte an, sodass auch die Modelle

der G2300-Serie das ganze Jahr über

genutzt werden können.

www.tobroco-giant.com/de

74 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


GALABAU

FELBERMAYR BAU

Neues Standbein im Landschaftsbau

Mit der Übernahme des traditionsreichen oberösterreichischen Unternehmens

Danner erweitert das Bauunternehmen Felbermayr die bestehenden Gewerke

durch die Landschaftsgestaltung.

D

anner Landschaftsbau kann auf eine

mehr als 60-jährige Tradition

zurückblicken und ist heute ein Synonym

für die Begrünung von steilen

Hängen, den Erosionsschutz, Landschaftsbau

und die Gestaltung von

Außenanlagen im Allgemeinen. Für den

ehemaligen Eigentümer Reinhard

Danner war der Verkauf an Felbermayr

im Sinne der Nachfolgeregelung eine

logische Konsequenz: „Beim Verkauf

ging es mir vorrangig um den Erhalt der

Arbeitsplätze meiner 20 Mitarbeiter,

welche teils schon seit Jahrzehnten im

Unternehmen sind und nicht um einen

möglichst hohen Preis.“ Zudem ortet

Danner auch Synergien. So zum Beispiel

durch den Einsatz von Kranen bei

Dachbepflanzungen oder durch die

Notwendigkeit von Erdbauleistungen bei

großen Landschaftsbauprojekten im

Infrastrukturbau. Operativ betrachtet

bleibt das Unternehmen Danner

selbstständig und behält auch seinen

Namen. Dazu Horst Felbermayr: „Das

Unternehmen funktioniert seit Jahrzehnten

hervorragend, ich sehe keinen

Grund, etwas zu ändern.“ Lediglich

organisatorisch wird es in den „Tiefbau

Österreich“ eingegliedert. Geleitet wird

der Danner Landschaftsbau von Roman

Laßmann, ein jahrzehntelanger Mitarbeiter

der Firma Danner. Er wird

gemeinsam mit dem Management die

Integration der Danner-Kompetenzen

und die Erarbeitung von Synergien und

neuen Konzepten vorantreiben.

www.felbermayr.cc

Aufspritzbegrünung

durch Danner am neuen

Felbermayr-Standort in

Wels/Oberthan.


GALABAU

Mit ihrer neuen Betontankstelle BTS 1000 deckt die Josef Höllwart Erdbau GmbH nicht nur den Eigenbedarf, sie versorgt

rund um St. Johann im Pongau auch gewerbliche und private Abnehmer mit den benötigten Kleinmengen.

FLIEGL / NOVA BAUTEC / KÖSSNER / HÖLLWART

Frischbeton zum Selberzapfen

Christoph Kössner leitet nicht nur die erfolgreiche Transport- und Erdbaufirma

Kössner GmbH in St. Veit im Pongau, er ist auch Geschäftsführer der Nova

Bautec Handels GmbH. Diese hat seit Juli 2020 die Generalvertretung für

Fliegl-Baukom Abschiebesysteme inne und ist auch für den Vertrieb von Betontankstellen

und Wasserfässern der Firma Fliegl zuständig. Vor kurzem wurde

die erste Betontankstelle an die Josef Höllwart Erdbau GmbH übergeben.

Von links: Christoph Kössner (Geschäftsführer der Firmen Kössner und Nova Bautec Handels

GmbH), Firmenchef Josef Höllwart und Martin Fliegl (Vertriebsleiter Fliegl Baukom).

D

as 1960 von Willi Kössner in St. Veit

im Pongau mit einem 2-Achs Lkw

gegründete Unternehmen ist heute in der

Region einer der führenden Anbieter in

den Bereichen Transporte, Erdbau und

Abbruch. Christoph Kössner, der den

Betrieb seit 25 Jahren leitet und durch

seine langjährige Erfahrung die Herausforderungen

der Transportbranche bestens

kennt, erklärt im Gespräch mit Baublatt.

Österreich die Hintergründe für die

jüngste Entwicklung.

Kössner: „Im Frühjahr 2020 erweiterte

ich meinen Fuhrpark mit drei innovativen

Abschiebewagen. Es handelt sich dabei um

ASW Abschiebewagen und ASS Abschiebesattel

der Firma Fliegl, die es uns ermöglichen,

auf hohem Niveau zeitsparend und

qualitativ beim Asphalteinbauen zu

arbeiten. Beim Kippvorgang gelangt in der

Regel zuerst das kühlere oberflächennahe

Mischgut in den Fertiger und zum Schluss

das grobe Material, das unter Umständen

die berühmten Nester verursacht. Beides ist

nicht ideal. Durch die Abschiebetechnik wird

das Material im Zuge der Übergabe

nochmals homogenisiert und eine höhere

Qualität beim Einbau erzielt. Ich will durch

meine positiven Erfahrungen die zukunftsweisende

Schüttgutabladetechnik vorantreiben

und habe im Juli 2020 mit der von mir

gegründeten Nova Bautec Handels GmbH

die Generalvertretung für Fliegl-Baukom

Abschiebesysteme sowie den Vertrieb von

Betontankstellen und Wasserfässern für den

Straßenbau in Österreich übernommen.

Auch die Betontankstellen der Firma Fliegl

sind ein interessantes und technisch

ausgereiftes Produkt. Es freut mich sehr,

dass wir bereits vier Anlagen verkauft

haben und vor kurzem die erste Betontankstelle

an die ebenfalls in St. Johann im

Pongau ansässige Josef Höllwart Erdbau

GmbH ausliefern konnten.“

76 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


GALABAU

Firmenchef Josef Höllwart demonstriert die

einfache Bedienung der Betontankstelle BTS

1000 der Firma Fliegl. Sie versorgt auch die

Teams der Josef Höllwart Erdbau GmbH beim

Bau der Natursteinmauern.

Betontankstelle: ideale Lösung auch

für den Garten- und Landschaftsbau

Die große Stärke der Betontankstelle:

Kleinabnehmer können mit dieser Anlage

zeitsparend mit Beton für unbewehrte

Bauteile im SB-Betrieb bedient werden.

Insbesondere der „Profi-Kleinabnehmer“

– etwa aus den Bereichen Garten- und

Landschaftsbau, Zaunbau, Steinsetzer oder

Tiefbau – kann durch die Betontankstelle

Frischbeton einfach und bequem beziehen.

Das bedeutet in der Praxis: Aus verschiedenen

Betonsorten kann der Kunde die

BAUBLATT.ÖSTERREICH

benötigte Menge ab 0,15 m³ über das

Bedienprogramm auswählen. Bezahlt wird

per Kundenkarte oder Bankomatkarte.

Nachdem das Fahrzeug richtig positioniert

ist, kann die Betontankstelle eigenständig

durch den Kunden bedient werden. Die

Betontankstelle ist in den beiden Modellen

BTS 500 und BTS 1000 mit Mischleistungen

zwischen ca. 15 m 3 und ca. 25 m 3 pro

Stunde erhältlich. Sie kann je nach Bedarf

mit Einzel- und/oder Doppelbunker, in

einfacher, zweifacher oder dreifacher Form

konfiguriert werden.

Firmenchef Josef Höllwart über seine

Entscheidung für die neue Betontankstelle

BTS 1000: „Ich habe mein Unternehmen

2008 gegründet. Zu den Kunden gehören

Baufirmen, Bauträger, Bergbahnen,

Salzburg AG, Bundesforste, Landwirte und

private Häuslbauer. Im Laufe der Jahre

haben wir uns sehr viel mit dem Bau von

Natursteinmauern beschäftigt und uns

dadurch einen guten Ruf in der Region

aufgebaut. Da diese fast ausschließlich in

Beton versetzt werden, haben wir uns

natürlich sehr viel mit diesem Thema

beschäftigt und uns aus Gründen der

Flexibilität und der zusätzlichen Auslastung

für eine Betontankstelle entschieden.

Wir können damit nun auf ideale Weise

den Eigenbedarf abdecken und gleichzeitig

viele private Bauherren und Profi-Kleinabnehmer

versorgen. Diese sind ja

überwiegend an Samstagen tätig, wenn

große Mischanlagen geschlossen sind.

Natürlich ergibt sich für uns auch ein

Mehrwert, denn wer Beton braucht, hat in

der Regel auch Erdarbeiten zu erledigen.“

Wie erwähnt ist die Nova Bautec

Handels GmbH auch Ansprechpartner für

Wasserfässer der Firma Fliegl für den

Straßen- und Landschaftsbau, wobei der

Fassaufbau auf Lkw oder Tiefladeranhänger

erfolgen kann. Die Behälter mit einem

Fassungsvermögen zwischen 3.000 und

28.000 l sind ideal geeignet für den

Transport von Wasser, Abwasser und

anderen Flüssigkeiten.

www.novabautec.at | www.höllwart-erdbau.at

www.fliegl-baukom.de

Mit ihren vier Abschiebefahrzeugen

ist die Firma Kössner

hoch zufrieden.

Geschäftsführer

Christoph Kössner

übernahm daher mit

der Nova Bautec

Handels GmbH die

Generalvertretung

für Fliegl-Baukom

Abschiebesysteme

in Österreich.

Österreichischer

Baumaschinenverband

KOMPETENZ DURCH

FOKUSSIERTE INFORMATION

Nr. 0124850

11

12

1

10

27

26 21

2

9

25 22

3

8 24 23 4

7

6

5

PRÜFPLAKETTEN &

PRÜFBEFUNDE lt. AM-VO

Ein SERVICE des MAWEV

Bestellungen für den Prüfbefund mit zwei

Durchschlagblättern und für die fortlaufend

nummerierte Prüfplakette (hochqualitativ,

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GALABAU

RASCO / SSAB

Kompaktkehrmaschine aus hochfestem

Baustahl als Signal für die Zukunft

Die Kompaktkehrmaschine Lynx des kroatischen Unternehmens Rasco kehrt

belebte Straßen in ganz Europa. Für das gesamte Chassis seines neuesten

Produktes wählte Rasco den hochfesten Konstruktionsstahl Strenx 700 und

realisierte damit eine schlanke und leichte Kehrmaschine.

R

asco hat seinen Hauptsitz in

Kalinovac, Kroatien, und begann

1990 als kleine Werkstatt mit nur zwei

Mitarbeitern. Heute sind die beiden die

alleinigen Eigentümer des Unternehmens.

Im Laufe von 30 Jahren hat sich Rasco zu

einem der führenden Hersteller von

Straßeninstandhaltungsgeräten in

Europa entwickelt. Seine Lösungen helfen,

die Straßen in über 40 Ländern auf fünf

Kontinenten, von Kanada bis China,

sauber zu halten. Rasco stellt Streugeräte,

Schneepflüge und Schneebürsten sowie

Auslegemäher, Straßenwasch- und

Kehrgeräte und Kompaktkehrmaschinen

her. Die Produkte des Unternehmens

werden für die Instandhaltung von

Autobahnen und Schnellstraßen, städtischen

Gebieten, Gemeinden und Flughäfen

eingesetzt.

Das wachsende Bewusstsein für eine

nachhaltige Entwicklung, kombiniert mit

dem Wunsch der Menschen, in einer

gesundheitsfördernden, sauberen Umgebung

zu leben, stellt Herausforderungen

an die Instandhaltung der städtischen

Infrastruktur. Rasco stellt seinen Fokus

ganz auf die Entwicklung und Innovation

von Technologien für einen sichereren

Transport und eine sauberere Umwelt.

Aus diesem Grund hat Rasco 2019 sein

Premiumprodukt, die Kompaktkehrmaschine

Lynx, eingeführt. Lynx bietet

Reinigungseffizienz, Manövrierbarkeit,

Benutzerfreundlichkeit, Komfort für den

Fahrer sowie Arbeitsautonomie und ein

funktionales Design. Da die Lynx bis zu

400 l in den Wassertanks und 2 m 3

Kehrgut transportieren kann, brauchte

diese kompakte Kehrmaschine ein starkes,

leichtes und kompaktes Rückgrat, um ihre

täglichen Aufgaben auf den Straßen der

Stadt zu erfüllen.

Der Stahl der Wahl für

eine Premium-Kehrmaschine

Jedes Bauteil wurde mit großer Sorgfalt

entwickelt, um eine Premium-Kehrmaschine

zu erschaffen. Ihr Chassis ist

komplett aus Strenx 700MC Konstruktionsstahl

von SSAB gefertigt. „Wir verwenden

die Stähle von SSAB bereits seit über

15 Jahren für die Herstellung eines großen

Teils unseres Produktportfolios“, sagt Ivan

Franičevič, CEO von Rasco und ergänzt:

„Als wir uns entscheiden mussten,

welchen Stahl wir für unser neuestes

Premiumprodukt, die Kompaktkehrmaschine

Lynx, verwenden sollten, war

Strenx unsere erste Wahl.“

Fotos: SSAB, Deutschland, Düsseldorf

78 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


GALABAU

Das Chassis der Lynx Kehrmaschine ist komplett aus SSAB Strenx Konstruktionsstahl gefertigt.

Chassisdesign: Strenx-Leistungsstahl

für leichtere, dünnere Profile

Strenx 700 ist ein Konstruktionsstahl mit

einer Streckgrenze von 650-700 MPa, je

nach Materialstärke. Er wird als Hochleistungsstahl

bezeichnet, weil er sich für die

Herstellung von Lastwagen und Anhängern,

Kränen und Hebezeugen, landwirtschaftlichen

Geräten und anderen

Anwendungen eignet, die stärkere und

dennoch leichtere Strukturprofile benötigen.

Kreative Ingenieure können die

Designstandards für Stahl weiterentwickeln,

weil Strenx ein sehr beständiger

Konstruktionsstahl ist, der spezifische

Eigenschaften für Dicke, Ebenheit und

Biegeeigenschaften erfüllt.

Rasco untersuchte intensiv, wie

Straßenkehrmaschinen mit der Umgebung

und den Nutzern interagieren. Und sie

fanden heraus, dass es eine Menge Raum

für Verbesserungen gab. Deshalb wählten

sie Strenx 700MC Konstruktionsstahl für

ihre neue kompakte Kehrmaschine. Sie

wollten einen starken Fahrzeugrahmen

mit hohen Leistungsstandards beibehalten,

aber mit einer insgesamt leichteren

und dünnwandigeren Stahlkonstruktion.

Vorteile von hochfestem Stahl

auf der Straße und in der Produktion

Mit Strenx 700 und höheren Güten

können Hersteller wie Rasco die Blechdicke

reduzieren und so weniger Stahl

einsetzen, was zu erheblichen Kostensenkungen

sowohl bei den Material- als auch

bei den Verarbeitungskosten führen kann.

In der Produktion hilft die Verwendung

dünnerer Stahlstärken, die Kosten für das

Schneiden und Schweißen zu senken.

Beim Schweißen können sie die Menge

des aufgetragenen Schweißmaterials und

damit Schweißzusatzwerkstoffe und

Schweißzeiten reduzieren. Allein durch

die Gewichtsreduzierung sparen Anwender

im Betrieb Kraftstoffkosten und

Umweltbelastungen bzw. verbessern die

Nutzlast des Fahrzeuges. Mit einer

Streckgrenze von 700 MPa kann Strenx-

Stahl wesentlich stärker belastet werden

als ein S355-Stahl. Das bedeutet, dass

dünnere Abmessungen bei gleichen

Belastungswerten verwendet werden

können oder der Belastungswert kann

höher sein, wenn die gleichen Abmessungen

verwendet werden. Eine höhere

Streckgrenze kann sowohl das Produkt

verbessern als auch deren Leistungsfähigkeit

erhöhen.

Mit My Inner Strenx den

Weg für Wachstum ebnen

Rascos Einsatz innovativer Konstruktionen

aus hochfestem Stahl trägt dazu bei,

dass seine Straßenwartungsgeräte den

Weg für weiteres Wachstum des Unternehmens

ebnen. Denn seit 2020 ist Rasco

Mitglied des „My Inner Strenx“ Programms

von SSAB und kann damit seinen

Kunden versichern, dass die kompakte

Kehrmaschine Lynx die strengsten

Qualitätskontrollstandards und die

höchsten Anforderungen für hochfesten

Stahl erfüllt. Wenn Anwender den My

Inner Strenx Qualitätsaufkleber auf der

Lynx sehen, wissen sie, dass sie mit Strenx

Konstruktionsstahl und qualitätskontrollierten

Produktionstechniken hergestellt

wurde. Diese Sicherheit hilft Mitgliedern

wie Rasco, ihre Marke aufzuwerten und

ihre Marktpräsenz zu erhöhen, indem sie

ihren Kunden hochmoderne Geräte mit

einem hohen Wiederverkaufswert

anbieten.

„Seit ihrem Markteintritt ist die Lynx

als Star unter den Kompaktkehrmaschinen

anerkannt. Wir sind sehr zuversichtlich,

dass sie bald in vielen weiteren

Städten auf der ganzen Welt zu sehen sein

wird“, sagt Mario Štefanec, CCO von

Rasco. Er lobt die enge Zusammenarbeit

mit SSAB im Rahmen des Programms und

sieht eine glänzende Zukunft für sein

Unternehmen voraus. „Wir können nicht

genug betonen, dass Qualitätslieferanten

wie SSAB und Produkte wie Strenx

Konstruktionsstahl eine entscheidende

Rolle für die Endqualität unserer Produkte

spielen. Unsere weitere Zusammenarbeit

in diesem Bereich ist unumstritten.“

www.ssab.de

www.rasco.hr

BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021

79


GALABAU

WACKER NEUSON

Wacker Neuson öffnet Akku-Plattform

Ab Herbst 2021 kann der von Wacker Neuson entwickelte modulare Baugeräte-

Akku herstellerübergreifend eingesetzt werden: Kooperationspartner ist

Bomag. Damit profitieren Kunden von vereinfachter Baustellenlogistik

sowie von Kosteneinsparungen bei der Investition in Akkugeräte.

V

on Beginn an hat Wacker Neuson bei

der Entwicklung des Akkus konsequent

auf das Konzept „one for all“ gesetzt.

Dies erlaubt es dem Bediener, mit nur

einem Akku verschiedene Baugeräte, wie

beispielsweise Stampfer oder Vibrationsplatten

zu betreiben. Die Investition in

Akku und Ladegerät ist damit nur einmal

nötig.

Zukünftig ergeben sich Synergie- und

Einsparpotenziale, da die Akkus auch in

Baugeräte der Marke Bomag eingesetzt

werden können. Dass Wacker Neuson die

eigene Akku-Technologie damit einem

Mitbewerber im Markt der Bodenverdichtungsgeräte

zur Verfügung stellt, ist kein

Widerspruch. „Wir sind davon überzeugt,

dass viel mehr Baustellen, gerade im

innerstädtischen Bereich, ohne direkte

Abgasemissionen betrieben werden

könnten“, sagt Stefan Pfetsch, Geschäftsführer

der Wacker Neuson Produktionsgesellschaft

in Reichertshofen, dem Kompetenzzentrum

für Verdichtung. „Unser

Wechselakku hat das Potenzial, eine große

Bandbreite verschiedener Baugeräte

anzutreiben. Mit dem Angebot an einen

weiteren Hersteller, unseren Akku zu

nutzen, werden wir die Verbreitung

emissionsfrei arbeitender Baugeräte

weiter beschleunigen. Damit trägt Wacker

Neuson dazu bei, die CO2-Einsparziele

schneller zu erreichen.“

Zur zero emission Reihe von Wacker

Neuson gehören neben Stampfern,

Vibrationsplatten und einem Innenrüttlersystem

auch elektrisch betriebene Bagger,

Rad- und Kettendumper sowie Radlader.

„Bereits heute lässt sich damit eine

gesamte innerstädtische Baustelle ohne

direkte Abgasemissionen betreiben.

Verglichen mit konventionellen Lösungen

der gleichen Klasse können CO2-Einsparungen

von bis zu 93% erreicht werden. So

leistet unsere zero emission Serie einen

wertvollen Beitrag zum Erreichen der

Klimaziele“, sagt Alexander Greschner,

Vertriebsvorstand der Wacker Neuson

Group. „Es gibt aber auch ganz konkrete

Kostenvorteile: In einigen Ländern sparen

sich Kunden die CO2-Steuer, andere

Staaten fördern aktiv den Einsatz

elektrischer Baumaschinen und -geräte

durch Prämien oder bevorzugen bei

Ausschreibungen diejenigen Teilnehmer,

die einen geringeren CO2-Ausstoß sicherstellen.“

Bereits 2014 hat Wacker Neuson den

weltweit ersten akkubetriebenen Stampfer

vorgestellt, als erstes Produkt der zero

emission Reihe. Inzwischen ist das

Portfolio auf sieben Baugeräte – Stampfer,

Vibrationsplatten, Innenrüttler – angewachsen,

die alle mit dem gleichen Akku

betrieben werden können. Damit ist

Wacker Neuson nach wie vor der Anbieter

mit dem umfassendsten Angebot an

akkubetriebenen Profi-Baugeräten im

Markt, weitere Geräte werden in Kürze

verfügbar sein.

Für Baugeräte bietet Wacker Neuson

aktuell zwei Wechselakkus mit einem

Energieinhalt von 1.000 Wh sowie 1.400

Wh an. Bislang gibt es keinen vergleichbaren

Wechselakku in dieser Leistungsklasse

im Markt. Für Baustellenabläufe ist die

Nutzung eines einheitlichen Akkus für

Geräte mehrere Hersteller von Vorteil:

Statt verschiedener Akkus und Ladegeräte

muss nur ein einziges System eingeplant

und transportiert werden. Für die Bediener

werden Unklarheiten, welcher Akku in

welchem Gerät verwendet wird, von

vornherein ausgeschlossen. Eine einheitliche

Ladestruktur und die schnelle

Etablierung eines Lademanagements

erleichtern den Baustellenalltag und

steigern die Akzeptanz für den Einsatz

der Technologie.

www.wackerneuson.com/zeroemission

Die Wechselakkus

von

Wacker Neuson

können in

Zukunft auch in

Bomag-Geräte

eingesetzt

werden. Im Bild

von links der

akkubetriebene

Vibrations-

Stampfer AS50e,

die akkubetriebene

Vibrationsplatte

AP1850e

und der erste

als Rucksack

tragbare Hoch-

frequenz-Akku-

Innenrüttler

ACBe.

80


GALABAU

HUMBAUR

Zuverlässiger Rückwärtskipper

für den gewerblichen Einsatz

Mit dem vielfältigen

Zubehör kann das Einsatzspektrum

des HUK optimal

erweitert werden.

Egal, ob Sand, Kies, Sträucher, Bäume oder

Gartenabfälle: Die Rückwärtskipper HUK des

Gersthofener Anhänger- und Kofferaufbautenspezialisten

sind robust verarbeitet und eignen

sich damit auch für den professionellen Einsatz.

D

er HUK von Humbaur ist

ein hochwertiger und vor

allem langlebiger Rückwärtskipper.

Dank der Ausführung als

Einachser oder Tandemachser

kann der Anhänger passend zur

Transportaufgabe und passend

zum Zugfahrzeug gewählt

werden. Allen gemein sind das

verzinkte Brückenblech mit

V-Nut Außenrahmen und die

versenkten Zurrösen. Dank des

45 Grad Kippwinkels können

Sand, Erde und Kies im Handumdrehen

aus dem Anhänger

gekippt werden. Noch einfacher

geht es mit der optionalen

Elektropumpe. Damit hebt und

senkt sich der HUK per Knopfdruck.

Die verfügbaren Tandem-

Modelle haben ein technisch

zugelassenes Gesamtgewicht

zwischen 2.000 kg und 3.000 kg

und bringen damit Nutzlasten

zwischen 1.470 kg und 2.315 kg

mit. Damit ist man auch für

schwere Ladung wie Streusplitt

oder Wandkies bestens gerüstet.

Alle Modelle sind mit einem

im Tauchbad feuerverzinkten

Fahrgestell und geschweißter

Kippbrücke versehen. Im V-Nut

Außenrahmen sind versenkte

Zurrbügel integriert, welche pro

Anbindestelle einer Zugkraft

von 400 daN Stand halten. Der

verzinkte Brückenboden ist

3 mm stark und damit besonders

robust. Die Bordwände sind

serienmäßig 300 mm hoch und

können rundherum abgeklappt

oder sogar komplett entfernt

werden. Dadurch ist auch eine

Beladung mit dem Stapler

problemlos möglich und das

Fahrzeug kann, bei Bedarf, auch

als Plattformanhänger für

extrem sperriges Transportgut

genutzt werden. Konische

Eckrungen, Zugstangenverschlüsse,

ein Automatikstützrad,

ein 3-stufiger Teleskopzylinder,

die im Unterfahrschutz

integrierte Beleuchtung und

eine doppelwirkende Handpumpe

runden die Serienausstattung

ab.

www.humbaur.com

TILTROTATOR

• Große Drehdurchführung

• XControl Steuersystem

• Front Pin Lock

Jürgen Dietrich +43 (660) 4463493

Jürgen Dietrich +43 (660) 4463493

Kai Bachschuster +49 175 6443530

www.steelwrist.com

www.opens.org

BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021

81


GALABAU

Transparent-Montage mit der Hinowa

Lightlift 20.10 Performance IIIS.

DORN LIFT / STANIEK

Staniek: Baumpflege im Extrembereich

mit Hinowa Raupen-Arbeitsbühne

Seit 1999 steht der Name Staniek für Baumpflege und Baumabtragungen im

Extrembereich, denn Christoph Staniek, Inhaber der Baumpflege Staniek

GmbH in Tulln, teilt als zertifizierter Baumkontrolleur und Baumpfleger mit

seinem Team die Leidenschaft für große Bäume. Eine Hinowa Raupen-Arbeitsbühne

der Firma Dorn Lift ist dabei eine wichtige Basis für den Erfolg.

D

er Fokus der Baumpflegemaßnahmen

liegt auf der Erhaltung des Baumbestandes.

Gezielte Entlastungsschnitte zur

Kronensicherung und zur Vorbeugung von

Sturmschäden verlangen nicht nur viel

Know-how über Baumgesundheit, sondern

natürlich auch die richtige Technik, um

dahin zu kommen, wo der Schnitt gesetzt

werden muss.

In diesem Bereich setzt Staniek seit

mehreren Jahren nicht mehr ausschließlich

auf die Seilzugangstechnik der

zertifizierten Baumpfleger und Baumpfleger,

sondern hat mit einer Hinowa

Raupen-Arbeitsbühne Lightlift 20.10

Performance IIIS das perfekte Werkzeug,

um schnell, sicher und mit allem notwendigen

Werkzeug „an Bord“ in den Baum zu

kommen.

Der Transport der äußerst kompakten

Arbeitsbühne erfolgt mit einem Standard-

82 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


GALABAU

Anhänger am Pkw. Am Einsatzort angekommen,

passiert die Lightlift dank der in

der Breite verstellbaren Raupenketten und

der kompakten Bauform auch kleine

Durchgänge oder Gartentore und lässt sich

dann äußerst bodenschonend und dabei

sehr geländegängig per Kabelfernbedienung

zum Einsatzort manövrieren.

Für die Antriebstechnik steht neben

einem Verbrennungsmotor ein kraftvoller

Elektromotor zur Verfügung – ein Detail,

das in der Gebäudereinigung und bei der

Elektromontage in Hallen eher von Nöten

ist, als im Garten- und Landschaftsbau. Da

die Firma Staniek ihre Hinowa Raupen-

Arbeitsbühne jedoch auch zur Vermietung

anbietet, ist die branchenübergreifende

Nutzbarkeit überaus nützlich.

Die variable Abstützung geschieht dank

der IIIS-Steuerung automatisch und

sicher und so ist die Rüstzeit bis zum

Beginn des Einsatzes extrem kurz. Da alle

Werkzeuge und sogar ein zweiter Mann

dank der zugelassenen Korblast von 230

kg mit in die Höhe genommen werden

können, muss es nicht nur bei der Sichtung

des Baumzustandes bleiben, sondern

die notwendigen Maßnahmen können

direkt angegangen werden. So gestaltet

sich der Einsatz hocheffektiv.

Geschäftsführer Christoph Staniek und

seine Mitarbeiter sind begeistert und

Schnell und unkompliziert

können die Baumexperten

der Firma

Staniek mit der neuen

Hinowa Lightlift 20.10

Performance IIIS den

Zustand der Bäume

sichten und notwendige

Maßnahmen sofort in die

Wege leiten.

Die Mitarbeiter der

Firma Staniek mit der

Hinowa Raupen-

Arbeitsbühne.

freuen sich über die hervorragende

Zusammenarbeit mit Dorn Lift, die sich

durch kompetente Beratung, pünktliche

Lieferung und sorgfältige Einweisung der

Lightlift 20.10 Performance IIIS ausgezeichnet

hat. Auch die nachgelagerten

Wartungs- und Servicearbeiten sind so

effektiv wie möglich gestaltet: dank

R.A.H.M können Fehlerdiagnosen und

Softwareaktualisierungen aus der Ferne

erledigt werden. Und für den Vor-Ort-

Service steht Dorn Lift selbstverständlich

jederzeit zur Verfügung.

Dorn Lift: Kompetenzpartner

für Höhenzugangstechnik

Die Dorn Lift GmbH aus Lauterach,

Vorarlberg, ist der kompetente Händler für

Arbeitsbühnen in Österreich und Deutschland.

Im umfassenden Portfolio des

Familienunternehmens, das auf mittlerweile

45 Jahre Erfahrung zurückblicken

kann, findet sich unter anderem die

Raupen-Arbeitsbühnenserie Lightlift

Performance IIIS von Hinowa. Auch um

den technischen Service der Arbeitsbühne

kümmert sich das Team von Dorn Lift.

Neben Reparaturen und Wartungen bietet

der Arbeitsbühnenspezialist auch einen

umfangreichen Ersatzteilversand an.

Mit den Raupen-Arbeitsbühnen werden

Arbeitshöhen zwischen 13 und 33 m

erreicht. Dank der kompakten Bauweise

und des geringen Eigengewichts sind diese

nicht nur einfach zu transportieren,

sondern auch für Innen- sowie im Außenbereich

einsetzbar. Transportiert werden

können die Arbeitsbühnen auf einem

Anhänger. Kombinationen mit Verbrennungs-

und Elektromotor oder Lithium-

Ionen-Batterien stehen als Antriebsvarianten

zur Auswahl.

In vielen Unternehmen beeinflusst der

Faktor Nachhaltigkeit die Entscheidungen.

Auch auf Grund strengerer Auflagen

hinsichtlich Lärm und Emissionen fällt die

Wahl auf alternative Antriebstechniken.

Daher wird immer öfter eine Raupen-

Arbeitsbühne mit Lithium Ion Antrieb in

den Fuhrpark aufgenommen. Die von

Hinowa verwendeten Batterietypen

zeichnen sich über eine lange Lebensdauer

aus. Durch die innovative Start- &

Stopp-Technologie wird der Motor nur

dann mit Strom bespeist, wenn eine

Bewegung im Gange ist. Des Weiteren

besitzen die Maschinen eine automatische

Abstützung, ein System zur Fernassistenz

und ein GPRS-GPS Modem zur Ortung.

Mit „Auto2Speed“ wird eine Fahrgeschwindigkeit

von 3,5 km/h erreicht.

Im gesamten Arbeitsbereich kann eine

Korblast von 230 kg genutzt werden.

Raupen-Arbeitsbühnen sind einfach und

individuell einsetzbar. Sie verfügen über

eine bedienerfreundliche Steuerung und

garantieren auch in unebenem Gelände

einen sicheren Fahrbetrieb. Zudem sind

die Maschinen mit einer automatischen

Abstützung ausgestattet und auf Knopfdruck

lässt sich die Durchfahrtsbreite der

Raupe auf 80 cm einstellen. Es besteht die

Möglichkeit, die Korbaufhängung einzuklappen.

Daraus ergibt sich eine Verkürzung

der Transportlänge, zum Beispiel bei

der Lightlift 15.70 Performance IIIS. Hier

minimiert sich die Transportlänge auf nur

3,4 m.

Mieten oder kaufen?

Die Arbeitsbühnen können auch gemietet

werden. „In der Regel ist das auch der

erste Schritt, um zu ermitteln, wie die

Bühne im Einsatz funktioniert“, so

Alexander Dorn. „Viele Kunden investieren

dann in eine eigene Arbeitsbühne –

auch, um sie in weiterer Folge selbst

vermieten zu können. Dadurch entsteht

auch mehr Rentabilität fürs Unternehmen,

denn neben der Eigennutzung

können durch die Vermietung die Grundkosten

gedeckt werden”.

Gerne steht das Team der Dorn Lift

GmbH für Fragen rund um das Thema

Arbeitsbühnen zur Verfügung.

www.staniek.at

www.dornlift.com

BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021

83


WIRTSCHAFT + MÄRKTE

Die Firmengruppe Liebherr

hat im Jahr 2020 einen

Umsatz von 10.341 Mio.

Euro erzielt. Im Vergleich

zum Vorjahr verzeichnete

das Unternehmen damit

insgesamt einen Rückgang

um 1.409 Mio. Euro oder

12% – nach mehreren erfolgreichen

Jahren und vor dem

Hintergrund der besonderen

Rahmenbedingungen im

abgelaufenen Geschäftsjahr

ist dies dennoch

zufriedenstellend.

LIEBHERR

Firmengruppe verzeichnet Umsatz

von über zehn Milliarden Euro

T

rotz der bereits leicht verringerten

Wachstumsdynamik auf den Weltmärkten

waren große Teile des ersten

Quartals 2020 für die Firmengruppe

Liebherr mit einer erfreulichen Auftragslage

verbunden. Jedoch sorgte die Corona-

Pandemie ab Ende des ersten Quartals für

Einschränkungen in der Geschäftstätigkeit

in zahlreichen Märkten. Das wirkte

sich auch auf die Umsätze der Firmengruppe

aus: Sie waren mit Ausnahme der

Kühl- und Gefriergeräte in allen Produktsegmenten

rückläufig. Der Umsatz in

den Produktsegmenten Erdbewegungsmaschinen,

Materialumschlagmaschinen,

Spezialtiefbaumaschinen, Mobil- und

Raupenkrane, Turmdrehkrane, Betontechnik

und Mining lag mit insgesamt 6.848

Mio. Euro 10,4% unter dem Vorjahresniveau.

Auch außerhalb des Bereichs

Baumaschinen und Mining ging der

Umsatz zurück. So erzielte Liebherr mit

den Produktsegmenten Maritime Krane,

Aerospace und Verkehrstechnik, Verzahntechnik

und Automationssysteme, Kühlund

Gefriergeräte sowie Komponenten

und Hotels einen Gesamtumsatz von 3.493

Mio. Euro, was einem Rückgang um 15%

gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Innerhalb der Europäischen Union, der

für die Firmengruppe traditionell stärksten

Absatzregion, war der Umsatz

Ein Prestigeprojekt: Die Liebherr-Schlitzwandfräse

LSC 8-18 bei der S-Bahn-

Erweiterung am Marienhof in München.

rückläufig. Dies ist vor allem auf Rückgänge

in Deutschland und Frankreich

zurückzuführen, während sich die

Geschäfte in Österreich und Polen positiv

entwickelten. Die Umsätze in den Nicht-

EU-Ländern wie auch in Nordamerika

gingen ebenfalls zurück. Die Regionen

Mittel- und Südamerika, Afrika sowie

Naher und Mittlerer Osten blieben

deutlich unter den Umsätzen des Vorjahres.

In Asien und Ozeanien verlief das

Geschäftsjahr für die Firmengruppe stabil.

Insbesondere die Nachfrage in China und

Australien unterstützte diese Entwicklung.

Die Firmengruppe Liebherr erzielte

2020 ein Jahresergebnis von 7 Mio. Euro.

Auch das Betriebsergebnis ist im Vergleich

zum Vorjahr gesunken, ebenso das

Finanzergebnis. Angesichts der besonderen

Herausforderungen und erschwerten

Rahmenbedingungen kann dies dennoch

als Erfolg gewertet werden. Trotz des

deutlichen Umsatzrückgangs blieb die

Mitarbeiterzahl stabil. So beschäftigte

Liebherr zum Jahresende weltweit

insgesamt 47.925 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter, 124 weniger als im Vorjahr.

Traditionell hohe Investitionen

in Forschung und Entwicklung

Als Hochtechnologieunternehmen verfolgt

die Firmengruppe das Ziel, den technologischen

Fortschritt in den für Liebherr

relevanten Branchen maßgeblich mitzugestalten.

Im vergangenen Jahr investierte

die Firmengruppe deshalb 512 Mio. Euro

in Forschung und Entwicklung. Ein

Großteil davon floss in die Entwicklung

neuer Produkte. Zahlreiche Forschungsprojekte

mit Universitäten, Hochschulen

und Forschungsinstituten wurden initiiert

und fortgesetzt. Ein Schwerpunkt dieser

84 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


WIRTSCHAFT + MÄRKTE

Zahlreiche Highlights im

Produktsegment Erdbewegungsmaschinen:

Neben der digitalen

Weltpremiere des neuen knickgelenkten

Muldenkippers Ende

Oktober 2020 präsentierte

Liebherr mit dem L 509 Tele erstmalig

einen Teleskopradlader.

543 Mio. Euro gegenüber. In Kempten

(Deutschland) weihte die Liebherr-Verzahntechnik

GmbH das „Liebherr Tech-

Center“ ein, wo in einer rund 700 m²

großen Versuchshalle hochwertige

Automationssysteme getestet und demonstriert

werden. Zudem eröffnete Liebherr

im Produktsegment Kühl- und Gefriergeräte

einen neuen Standort in Ulm

(Deutschland), von dem aus die Bereiche

Vertrieb und Service Deutschland sowie

Digitalisierung arbeiten. Außerhalb

Europas investierte Liebherr unter

anderem in den Bau des neuen Hauptsitzes

der Liebherr Panama S.A. in Panama

City. Im Bereich Aerospace und Verkehrstechnik

nahm die neue Produktionsstätte

der Liebherr-Transportation Systems

(China) Co., Ltd. in Pinghu, Provinz

Zhejiang, ihren Betrieb auf. Um der

Nachfrage im Produktsegment Komponenten

auf dem asiatischen Markt Rechnung

zu tragen, soll ein neues Werk für Komponenten

in China errichtet werden.

Darüber hinaus wurde mit den Vorbereitungen

für die Montage von Getrieben in

Indien begonnen.

Forschungsprojekte ist das Thema

alternative Antriebstechnologien. In 2020

erweiterte Liebherr sein Produktportfolio

um mehrere voll- und teilelektrifizierte

Geräte und Komponenten, unter anderem

in den Produktsegmenten Mobil- und

Raupenkrane, Betontechnik, Mining und

Aerospace und Verkehrstechnik. Zu den

weiteren Entwicklungsschwerpunkten

zählt die Digitalisierung. Unter anderem

wurde erstmals von Deutschland aus ein

Hafenmobilkran vom Typ LHM 420 in

Argentinien mit Hilfe der Liebherr-

Remote-Service-App in Betrieb genommen.

Bei den Kühl- und Gefriergeräten ist das

Smart Monitoring hervorzuheben, das

unter anderem in Forschung und Labor

die Überwachung von Geräten mit einem

webbasierten Dashboard erlaubt. Liebherr

ist Gründungsmitglied des Projekts

„Center Construction Robotics“, dem die

RWTH Aachen University im Berichtsjahr

eine 10.000 m² große Fläche für eine

Referenzbaustelle übergab. Auf der

Baustelle forscht ein interdisziplinäres

Wissenschaftsteam der RWTH Aachen

gemeinsam mit einem europäischen

Industriekonsortium an neuen Bauprozessen,

Bauprodukten, vernetzten Maschinen,

dem Einsatz von Robotern, Softwarelösungen

sowie Lehr-, Arbeits- und Kommunikationskonzepten.

Investitionen in Produktion,

Vertrieb und Service

Investitionen in Höhe von 605 Mio. Euro

flossen in die Produktionsstätten und das

weltweite Vertriebs- und Servicenetz. Die

Investitionen gingen damit im Vergleich

zum Vorjahr um 151 Mio. Euro zurück.

Dem stehen Abschreibungen in Höhe von

INFO

„Mit dem Hintergrund der Corona-Pandemie war die Erwartungshaltung

für das Jahr 2020 von unserer Seite vorsichtig gedämpft.

Deshalb sind wir seitens Vertrieb in Österreich umso mehr

erfreut, dass unsere Produkte und Dienstleistungen so großen

Anklang gefunden haben und das Vorjahresergebnis verbessert

werden konnte. Unterstützend für den guten Erfolg war auch die

bis 28. Februar 2021 gültige Investitionsprämie, wir dürfen aber

auch nach dem Auslaufen dieser Förderung auf eine sehr gute

Auftragslage blicken. Wir gehen davon aus, dass wir im heurigen

Wirtschaftsjahr eine Seitwärtsbewegung zu den Vorjahreswerten

erzielen werden und blicken hoffnungsvoll in die

Zukunft.“

Ing. Otto Singer (Geschäftsführer Liebherr-Werk

Bischofshofen GmbH für den Vertrieb Baumaschinen

Österreich)

Ausblick auf 2021

Die erfreuliche Entwicklung des Auftragseingangs

im ersten Quartal 2021 über

verschiedene Produktsegmente der

Firmengruppe hinweg deutet auf eine

signifikante Steigerung des Absatzes in

2021 hin. Gesamtwirtschaftliche Chancen

ergeben sich aus der weltweiten Erholung

verschiedener Industriezweige, in denen

auch die Firmengruppe Liebherr aktiv ist.

Gleichzeitig bestehen aber weiterhin

Unsicherheiten über die Geschwindigkeit

der gesamtkonjunkturellen Erholung. So

erscheint es z.B. unklar, in welche Richtung

sich der internationale Handel

entwickelt oder inwieweit die fiskalpolitischen

Maßnahmen vieler Regierungen

eine Verschuldungsspirale verhindern

können. Am 19. April 2021 veröffentlichte

die Firmengruppe Liebherr ihren aktuellen

Geschäftsbericht. Dieser enthält neben

detaillierten Zahlen einen Magazinteil, der

auf das vergangene Geschäftsjahr zurückblickt.

In einem Interview ziehen Dr. h.c.

Dipl.-Kfm. Isolde Liebherr, Dr. h.c. DI

(ETH) Willi Liebherr, Sophie Albrecht und

Patricia Rüf ihr Fazit für 2020.

www.liebherr.com

BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021

85


FUHRPARK

IVECO

Der neue Iveco T-Way: robustes

Fahrzeug für schwere Offroad-Einsätze

Iveco vervollständigt die Produktpalette der Iveco Way-Baureihe mit dem neu konzipierten

und entwickelten Offroad-Lkw für schwere Einsätze unter extremen Bedingungen. Der

neue Iveco T-Way ist der Nachfolger des legendären Trakker.

D

er neue Iveco T-Way verfügt über ein

neues automatisiertes HI-Tronix-

Getriebe mit speziell für die Offroad-Mobilität

entwickelten Funktionen. Die

Scheibenbremsen an der Hinterachse, die

hochbelastbare Hinterradaufhängung für

Tandemachsen, das geringere Leergewicht

und eine Vielzahl von Funktionen wie der

HI-Traction Antrieb sorgen zusammen mit

der hohen Konnektivität, den digitalen

Services/Dienstleistungen und dem

hochkomfortablen Fahrerhaus für eine

Der Iveco T-Way ist mit einer

Vielzahl von Funktionen, einem

geringeren Leergewicht, neuen Telematikfunktionen

und digitalen Services/Dienstleistungen

auf Effizienz und Leistungsfähigkeit

ausgelegt.

herausragende Leistungsfähigkeit und

Wirtschaftlichkeit.

Der Iveco T-Way übernimmt von seinen

Vorgängern die legendäre Robustheit des

hochfesten und 10 mm starken Leiterrahmens,

der mit einer Verwindungssteifigkeit

von 177 kNm Maßstäbe setzt. Für

eine hohe Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit

hat die Vorderachse eine maximale

Achslast von bis zu 9 t. Der Radaußenantrieb

in Form eines Planetengetriebes an

der Hinterachse ist Standard. Das neue

Heavy-Duty-Hinterradaufhängungssystem

für Tandemachsen optimiert das

Fahrzeuggewicht und verbessert die

Geländegängigkeit durch eine größere

Bodenfreiheit und einen besseren

Böschungswinkel.

Der Iveco T-Way liefert die für Traktion

und Nebenantrieb (PTO) erforderliche

Leistung mit dem zuverlässigen und

effizienten Iveco Cursor 13-Motor (13 l

Hubraum), der bis zu 510 PS entwickelt

– und damit die Leistung des Trakker um

10 PS übertrifft. Für leichtere Konfigurationen

ist er auch mit dem Cursor

9-Motor erhältlich.

Die Motoren sind

mit dem bewährten

automatisierten

12- und 16-Gang-HI-

Tronix-Getriebe

verfügbar, das jetzt

auch über neue

Funktionen speziell für

die Offroad-Mobilität verfügt.

Dazu gehört eine Hill-Holder-Funktion,

die das Anfahren an Steigungen

erleichtert, ein Rocking-Mode zur Wiederherstellung

der Traktion bei rutschigen

Bedingungen und ein Creep-Mode für

extrem niedrige Geschwindigkeiten im

Standgas. Für die Onroad-Abschnitte im

Einsatz steigert das Iveco HI-Cruise-System

die Effizienz des Getriebes weiter. Es

umfasst vorausschauende Schaltvorgänge,

einen vorausschauenden Tempomat und

eine Eco-Roll-Funktion, die die Trägheit

des Fahrzeugs bei Bergabfahrten nutzt.

Mit diesen neuen Algorithmen liefert das

HI-Tronix für jede Anwendung die

perfekte Schaltstrategie.

www.iveco.at

86 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


Startklar – mit dem

ZS EV will MG hierzulande

auch bei den Elektrofahrzeugen

auf die Jagd nach

Marktanteilen gehen.

MG ZS EV

Dieser Engländer kommt aus China

J

a genau, Du fährst jetzt einen MG und

der parkt noch dazu vor der Türe

unserer Redaktion.“ Was zwei Buchstaben

am Kühlergrill doch für Aufruhr im

Kollegenkreis verursachen können. Dabei

sollte es sich doch auch bei nicht so

Pkw-affinen Zeitgenossen wenigstens

annährend herumgesprochen haben, dass

die einstmalige britische Traditionsmarke

hierzulande tatsächlich ein Comeback auf

den Asphalt zaubert. Und was für eines.

Der erste Vertreter der mittlerweile in

China vom Band rollenden Briten, der für

14 Tage unter der Flagge der Baublatt.

Österreich-Redaktion unterwegs war: der

MG ZS EV. Klingt von der Bezeichnung

her zwar eher wie ein technokratisch

kühles Ersatzteil für die heimische

Spielekonsole, ist aber ein putziges, um

nicht zu sagen herziges, rein elektrisch

angetriebenes Kompakt-SUV. Rein

elektrisch?! Keine Sorge, der Ruhepuls

darf ruhig wieder Oberhand gewinnen.

Rein elektrisch heißt beim MG ZS EV (für

den wir uns bei Gelegenheit noch einen

passenden Spitznamen ausdenken

werden) eine realistische Reichweite von

230 km. Das ist auf jeden Fall eine

vernünftige Ausgangslage für einen

emissionsfreien (Arbeits)tag. Laut

Herstellerangaben soll die Batterie mit

44,5 kWh sogar für 260 km reichen. An

einer herkömmlichen 230 V-Steckdose ist

das 4,31 m lange SUV nach eigenen

Versuchen binnen 14-16 Stunden wieder

vollständig geladen.

Gelungenes Gesamtpaket

Was erwartet den Elektromobilitätsfreund

im Innenraum des Kompakt-SUV?

Kritiker würden sagen, eine Designersprache,

die dort und da unübersehbar nicht

Up-to-date ist. Wie z. B. beim wirklich sehr

klein ausgefallenen Info-Display am

Armaturenträger. Dem gegenüber steht

das überzeugende Gesamtkonzept, bei

dem sich die Mannen von MG (die

übrigens immer noch ein Designerbüro in

London betreiben) eindeutig mehr gedacht

haben, als China-SUV plus MG-Logo am

Kühlergrill ist gleich Verkaufserfolg. Denn

der MG ZS EV wickelt Dich mit seinem

kompakten und zugleich sympathischen

Ego schneller um den kleinen Finger, als

Dir vielleicht lieb ist. Zugegeben verzichtet

er dort und da auf übertriebene Technik

und Elektronikspielereien, punktet dafür

aber mit solider und qualitativ ansprechender

Verarbeitung, die es einem gar

nicht so leichtmacht, handfeste Kritikpunkte

zu finden. Finanziell ist der von

Ansprechend – der

Innenraum gefällt

durch eine solide

und zugleich

ansprechende

Verarbeitung

FACTS

Motor: Elektro, 105 kW (143 PS)

Eigengewicht: 1.491 kg

Sitzplätze: 4+1

Batteriekapazität: 44,5 kWh

Reichweite: rund 230 km

Grundpreis: 29.990,– Euro

(exkl. MwSt. und möglicher Förderungen)

+ sympathischer Newcomer

+ rund um durchdachtes Produkt

+ österreichweites Vertriebs- und Servicenetz

- Reichweite ausbaubar

- Rückbank nicht verschiebbar

- keine mittlere Kopfstütze im Fond

uns gefahrene Fronttriebler mit einem

Grundpreis von 29.990,– Euro (inkl.

MwSt.) dort positioniert, wo vergleichbare

Marktbegleiter noch nicht einmal wirklich

anfangen.

Fazit: Ein mehr als verlockendes

Angebot, um endlich in die Welt der

Elektromobile einzusteigen.

Witzig – die Steckdosen zum

Laden verbergen sich hinter dem

aufklappbaren „Kühlergrill“.

BAUBLATT.ÖSTERREICH

MAI 2021

87


FUHRPARK

FACTS

Motoren: 1,8 Liter 4-Zylinder-Benzin,

72 kW (98 PS), Drehstrom-Synchronmotor

(53 kW/72 PS)

Eigengewicht: 1.403 kg

Anhängelast (ungebremst/

gebremst): 450 kg/750 kg

Testverbrauch: 4,8 l/100 km

Listenpreis: 30.890,– Euro

(inkl. MwSt. & NoVA)

+ viel Platz für Fahrer und Passagiere

+ vernünftige Leistung

+ logisch aufgebautes Bedienmenü

- ohne Reserverad

- mit 435 kg überschaubare Nutzlast

- kein Navi serienmäßig

E

s darf durchaus auch mehr sein, als

das seit einer gefühlten Ewigkeit in

Stein gemeißelte kleine Einmaleins des

Kombi-Universums, das da lautet: Praktisch

muss er sein. Im Fall des Suzuki

Swace gesellen sich zur tatsächlich fast

grenzenlos scheinenden Alltagstauglichkeit

(das Kofferraumvolumen von maximal

1.606 l will erst einmal in die Knie gezwungen

werden) ein zeitgemäßes Antriebskonzept

(Hybrid) und nicht zu vergessen, ein

Multitalent – der Suzuki Swace

punktet mit viel Platz,

moderatem Verbrauch und

gefälligem Blechkleid.

SUZUKI SWACE HYBRID 1.8

Vollkommen richtig Kombi-niert

ganz adrettes Blechkleid. Dabei ist es

kaum zu glauben, dass der Swace mit

seiner Gesamtlänge von 4,66 m sogar den

deutlich mächtiger wirkenden Suzuki

Across um immerhin 2 cm über flügelt.

Dem derzeit omnipräsenten Hybrid-

Gedanken wird der Suzuki Swace mit dem

Duo 1,8 l-Benziner (98 PS) und Drehstrom-Synchronmotor

(mit 53 kW) gerecht.

Das stufenlose CVT-Getriebe zeigt sich

durch alle Geschwindigkeitsbereiche als

braver Diener des Herren, treibt den

4-Zylinder bei forschem Beschleunigen

aber immer wieder in astronomisch

wirkende Drehzahlbereiche. Dass das

Gesamtkonzept trotzdem sein (Sprit)Geld

wert ist, zeigt der durchschnittliche

Kraftstoffverbrauch von 4,8 l im gemischten,

vorwiegend regionalen Einsatz.

Fazit: Einmal geht‘s noch: Praktisch

muss er sein, auch wenn das im Fall des

Suzuki Swace bei Weitem nicht alles ist.

HYUNDAI TUCSON 1.6 T-GDI HYBRID 4WD

Mut zu Sicken und Kanten

E

s kommt nicht oft vor, dass Dich ein

Testkandidat, bevor Du noch einen

Meter mit ihm gefahren bist, in seinen

Bann zieht. Der neue Hyundai Tucson hat

es geschafft. Mit ungewöhnlich vielen

Sicken und Kanten im Blechkleid und einer

Frontpartie, die einprägsamer nicht sein

könnte. So beginnt sich diese Geschichte in

Deinem Hinterkopf zu formen, ohne den

Allradler auch nur gestartet zu haben. Der

interessante und zugleich hochwertige

Einprägsam – das Blechkleid

des neuen Hyundai Tucson

ist nicht das einzige, was

sofort in guter Erinnerung

bleibt.

FACTS

Motoren: 1,6 Liter 4-Zylinder-Benzin,

143 kW (195 PS), Drehstrom-Synchronmotor

(44,2 kW/60 PS)

Eigengewicht: 1.695 kg

Anhängelast (ungebremst/

gebremst): 750 kg/1.650 kg

Testverbrauch: 6,8 l/100 km

Listenpreis: 48.990,– Euro

(inkl. MwSt. & NoVA)

+ auffallendes Blechkleid

+ wertige Materialien im Innenraum

+ faire Preisgestaltung

- eher schmale Seitenfenster

- hyperaktiver Lenkassistent

- wenig robuste Ledersitze

Eindruck setzt sich im Innenraum nahtlos

fort. Die Ausstattungslinie? Einmal alles,

und in bestimmten Bereichen (Stichwort

volldigitale Instrumente mit eingeblendetem

Rückspiegelbild beim Abbiegen) sogar

noch mehr.

Antriebsmäßig geht beim neuen

Tucson mit einer Systemleistung von

stolzen 230 PS natürlich mächtig die Post

ab. Der 180 PS starke 1,6 l-Benziner zeigt

sich dabei grundsätzlich artig und kultiviert.

Die 60 Elektro-PS könnten im

unteren Geschwindigkeitsbereich ruhig

etwas langatmiger sein und so das rein

elektrische Vorankommen etwas ausführlicher

gestalten. Verbrauchsmäßig genehmigt

sich das 1.695 kg schwere SUV im überwiegend

regional gestalteten Alltagseinsatz

durchschnittlich 6,8 l Benzin auf 100 km.

Fazit: Der Rest des Tucson hält, was

das Blechkleid auf den ersten Blick

verspricht.

88 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


SERVICE

KURZURLAUB VON DER BAUSTELLE

Rosige Aussichten für den Sommerurlaub

Ein privates Rosen-Chalet, das man völlig ungestört und mit jeder Menge Platz und Ruhe

für die eigene Entspannung und Entfaltung genießen kann – diesen paradiesischen

Sommer-Urlaub in den Bergen bietet das Lehenriedl in Wagrain.

D

er Bergsommer liegt in der Luft, die

warmen Temperaturen lassen nicht

nur die Natur erstrahlen. Am Lehenriedl

erblühen auch Edel-, Alpen- und Wildrose

wieder in voller Pracht. Auf einer idyllischen

Anhöhe in Wagrain gelegen und von

nichts als saftiggrüner Natur umgeben,

machen sich die Lehenriedl Chalets &

Appartements bereit, ihre Bewohner auf

Zeit zu empfangen. Sie morgens mit

sanftem Vogelgezwitscher und dem Duft

von frisch gebrühtem Kaffee aufzuwecken.

Tagsüber den friedlichen Hafen zu bilden,

in den man zwischen den vielen Aktivitäten

gern zurückkehrt. Abends dann zu

Dinner und Spielen in den gemütlichen

vier Wänden zu laden. Und sollte es

zwischendurch mal regnen, mit dem

chaleteigenen Wellnessbereich inklusive

Sauna und Infrarotkabine zu genüsslichen

Diensten zu stehen. Im Bestreben, den

Gästen einen unvergesslichen und vor

allem stressfreien Aufenthalt zu gestalten,

spielt Familie Vorderegger mit Frühstücksdienst,

Freizeittipps und der

spürbaren Leidenschaft fürs Gastgebertum

eine bedeutende Rolle.

Der Sommer in den Bergen steht für

viele Dinge: Verbringt man den einen Tag

auf aktive Weise, in Wanderschuhen, mit

dem Golfschläger oder auf dem Bike

irgendwo in der herrlichen Natur ringsum,

gestaltet sich der nächste vielleicht schon

ganz entspannt auf der Sonnenliege der

Chalet-Terrasse. Auf die Balance kommt

es schließlich nicht nur beim Tapsen auf

dem Barfußweg im wundervoll gestalteten

Garten mit glitzerndem Privat-Badeteich

an. Hier am Lehenriedl wird dem Stress

des Alltags auch in jeder anderen Hinsicht

der Wind aus den Segeln genommen.

Keine Lust auf Kochen? Kein Thema: Der

Chef des Hauses liefert auf Wunsch

Köstlichkeiten von den örtlichen Gastronomiebetrieben

direkt ins Chalet. Etwas

mehr Starthilfe für die eigene Entspannung

gefällig? Eine Shiatsu-Massage

bewirkt wahre Wunder. Ja, nicht einmal

um das Thema Anreise und Mobilität vor

Ort muss man sich dank hauseigenem

Shuttleservice Gedanken machen, wenn

man denn so will. Der Sommer in

Wagrain wird rundum rosig. Für weitere

Infor mationen steht das Team von

Lehenriedl Chalets & Appartements unter

info@lehenriedl.at gerne zur Verfügung.

www.lehenriedl.at

Da kann die letzte Zeit noch so kräftezehrend

gewesen sein: Mit einem Schritt ins eigene Chalet

füllen sich die Energiereserven langsam aber sicher

wieder ganz von selbst.

BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021

89


SERVICE

BÜCHER

HOMEOFFICE

Elias Felten, Barbara Trost; Manz Verlag Wien

420 Seiten; 978-3-214-02177-1; 79,00 Euro

Das Praxishandbuch Homeoffice erklärt die

arbeitsrechtliche Rechtslage zum Homeoffice und

unterzieht diese einer eingehenden Analyse. Um

der Praxis einen schnellen Zugang zu den wesentlichen

Erkenntnissen zu ermöglichen, finden sich

im Text eine Vielzahl von Beispielen und Praxishinweisen

sowie am Ende des jeweiligen Kapitels ein

Fazit, das die zentralen Kernaussagen in komprimierter

Form noch einmal zusammenfasst.

Eingehend untersucht und auf ihre Effizienz

überprüft werden vor allem die neuen gesetzlichen

Bestimmungen des Homeoffice-Maßnahmenpaketes

2021 im systematischen Kontext mit dem

alten Rechtsbestand. Das Werk geht dabei auch

den Fragen nach, ob sich Homeoffice (doch nicht) von Heimarbeit unterscheidet,

welche grundrechtlich fundierten Besonderheiten das Homeoffice im

Vergleich zum Betriebsarbeitsverhältnis aufweist und was in jenen Angelegenheiten

gilt, welche vom neuen Gesetz völlig unberührt bleiben.

www.manz.at

STAHLBAU-KALENDER 2021

Schwerpunkte: Brücken; Neue Eurocode-Generation

April 2021; ISBN: 978-3-433-03294-7; 149,00 Euro

Die Schwerpunktthemen des Stahlbau-Kalender 2021 sind der Brückenbau

und die neue Eurocode-Generation. Brücken aus Stahl zeichnen sich durch

eine hohe Lebensdauer und eine hervorragende Tragfähigkeit aus. Durch

Kombination mit anderen Materialien sind den Möglichkeiten im Stahlbrückenbau,

einschließlich der architektonisch anspruchsvollen Gestaltung,

keine Grenzen gesetzt. Brückenneubauten oder Ersatzneubauten unter

laufendem Verkehr erfordern innovative Lösungen mit Fokus auf kurzen

Bauzeiten bei gleichzeitiger Ressourcenschonung. Dafür eignen sich

besonders Brückentypen mit hohem Vorfertigungsgrad und in Modulbauwei-

NEU: LECTURA Analytics

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www.lectura-analytics.com

se, wie z.B. Stahlverbundbrücken

mit Fertigteilen. Dank

der großen Spannweiten, die

sich mit dem Baustoff Stahl

erreichen lassen, können

Kosten und Aufwendungen

für die Mittelstütze und

beengende Verkehrsführungen

eingespart werden.

Den vielfältigen Planungsaufgaben

beim Entwurf von

Stahl- und Stahlverbundbrücken

wird in dieser

Ausgabe des Stahlbau-

Kalenders mit Beiträgen

über Richtzeichnungen,

Vorplanung, Fertigung und

Montage, Brückenseile, Brückenlager, Fahrbahnübergänge

und Ermüdungsfestigkeit Rechnung getragen.

Als ein grundlegendes Thema des Stahlbaus wird das Beulverhalten

und die Optimierung schlanker Stahlkonstruktionen in einem

ausführlichen Beitrag aktuell behandelt. Der Stahlbau-Kalender

dokumentiert verlässlich und aus erster Hand den aktuellen Stand

der Stahlbau-Regelwerke. In dieser Ausgabe werden neben der

Aktualisierung von Teil 1-8 „Bemessung von Anschlüssen“ auch

Erläuterungen zur Neubewertung des Kerbfallkatalogs nach DIN EN

1993-1-9 - Ermüdung - Ausgabe August 2020 und zur DASt-Richtlinie

über die Ermüdungsbemessung bei Anwendung höhenfrequenter

Hämmerverfahren gegeben.

www.ernst-und-sohn.de

BRÜCKENBAU BEGINNT IM KOPF

Autoren: Menge, Moritz; 1. Aufl. 2021; 199 S.

ISBN 978-3-658-31090-5; Hardcover + eBook 27,46 Euro

Bauingenieur zu sein ist ein

erfüllender Beruf. Bauingenieure

gestalten nachhaltige Infrastruktur.

Wir errichten Häuser,

Straßen, Brücken, Tunnel,

Kulturstätten, Türme und vieles

mehr. Dafür bringen wir häufig

die ganze Ingenieurskunst auf,

um solide Lösungen zu erreichen.

Und häufig noch mehr, was

jenseits der technischen

Ingenieurskunst liegt.

Das Buch schaut über die

technischen Lösungen hinaus in

das weitere Umfeld des Bauingenieurs

und reflektiert seinen Beruf und die eigene Einstellung aus

unterschiedlichsten Perspektiven. „Brückenbau beginnt im Kopf“

bedeutet, sich darauf einzulassen, Verbindungen zu suchen – zu

einem ganzheitlichen Berufsbild und seinem Standort als

Ingenieur. Wenn der sichere Brückenschlag zum Umfeld des

Ingenieurs gelingt, heißt Ingenieursein mehr als perfekte

Technik anzuwenden.

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90 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


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