Baublatt Magazin Mai 2021
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NR. 5 | 2021
ein magazin der
specialmediacom
DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK
Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Retouren an PF 100, 1350 Wien | Einzelpreis 9,00 € | Mai 2021 | www.baublatt.at
Kurzheckbagger TB325R
Der neue 2,5t-Minibagger mit Kabine oder Überrollbügel
10 | Microtunneling
Das Fernwärme-Netz in Zürich
wurde in Rekordzeit erweitert
72 | GaLaBau
Aktuelle Berichte aus
der grünen Branche
Landschaftsgestalter
Der A 910 Compact Litronic im
Garten- und Landschaftsbau
Die optimierte Arbeitsausrüstung ermöglicht
paralleles und präzises Arbeiten und sorgt für eine
höhere Traglast. In Verbindung mit dem kompakten
Maschinendesign steht der A 910 Compact für
höchste Produktivität auf engstem Raum.
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EDITORIAL
Hamstern 2021
E
s ist ein riesiges Sanierungsprogramm,
das Spitzenvertreter von Baugewerkschaft,
Bauindustrie und Global 2000
Mitte Mai gefordert haben: Rund 140 Mrd.
Euro sollen über zwei Jahrzehnte für den
Klimaschutz und eine Ankurbelung der
Konjunktur nach Corona ausgegeben werden.
Im Mittelpunkt stehen die thermische
Sanierung der 60.000 öffentlichen Gebäude
sowie der Sanierung von Wohngebäuden und
der hausbezogenen Infrastruktur. Es ist vor
allem der langfristige Ansatz, der für dieses
Investitionspaket spricht, denn aktuell läuft
der Bau ohnehin auf Hochtouren.
Im Gegenteil, wie von Seiten des
Baustoff-Handels zu hören ist,
erlebt bei einigen Baufirmen ein
alter Begriff zurzeit eine
Renaissance: Hamstern. Die
Gründe dafür liegen in der
unsicheren Versorgungslage und
den hohen Teuerungsraten für
wichtige Baustoffe. Eine
Preissteigerung von bis zu 80%
bei Baustahl und 50% bei
Bauholz wirft so manche
Kalkulation über den Haufen.
Dazu kommt, dass in vielen
Fällen die Preissteigerungen auch nicht an
den Endkunden weitergegeben werden
können. Die Gründe für diese Entwicklung
dürften einerseits in der weltweit anziehenden
Konjunktur liegen, andererseits auch in
der hohen Baustoff-Nachfrage wegen des
massiven Baubooms. Und natürlich spüren
auch wir die Auswirkungen, wenn sich China
Karl Englert
Verlagsleiter und Herausgeber
BAUBLATT.ÖSTERREICH
vom Eisen-Exporteur zum Importeur entwickelt
oder die USA mit Höchstpreisen den
Weltmarkt für Bauholz leerräumen. Dazu
kommen extrem gestiegene Transportkosten
im internationalen Warenverkehr. Eine
Entspannung ist derzeit leider nicht in Sicht.
Als sehr irritierend empfinden wir eine
Ankündigung, die unmittelbar vor Redaktionsschluss
dieser Ausgabe bekannt wurde. So
erklärt der Jugendrat, eine unabhängige
Organisation von jungen Menschen: „Sollte
der Bau des Lobau-Tunnels tatsächlich
starten, dann werden wir die Bagger persönlich
aufhalten. Wird gebaut, wird
besetzt. Wenn Michael Ludwig
ein zweites Hainburg erleben
will, dann kann er das haben.
Nichts und niemand wird uns
stoppen die Natur zu schützen.“
Viele von uns haben die Bilder
von der Besetzung der Hainburger
Au vor rund 40 Jahren
noch lebhaft in Erinnerung und
niemand will eine derartige
Spaltung erneut erleben. Da die
Mobilisierung großer Massen
heute dank Social Media sehr
einfach geworden ist, steht zu
befürchten, dass hier ein großer
Konflikt bevorsteht. Mehr denn je ist daher
der österreichische Weg gefragt: miteinander
reden und den Argumenten und Anliegen der
Gegenseite aufmerksam zuhören. In diesem
Sinne, bleiben Sie gesund und halten Sie nach
wie vor Abstand!
Meint herzlichst
Ihr Karl Englert
Neuer TB325R: volle Wendigkeit
auch auf engstem Raum
Huppenkothen präsentiert mit dem
TB325R den neuen 2,5-t-Kurzheckbagger
von Takeuchi. Dank minimalem
Heckschwenkradius arbeitet
er effizient und platzsparend und
entfaltet auch auf engsten Baustellen
sein Potenzial. Der Minibagger ist mit
Kabine inklusive Radio und Heizung
oder mit Überrollbügel erhältlich.
Serienmäßig ist er mit 4 hydraulischen
Steuerkreisen ausgestattet,
3 davon mit Proportionalsteuerung.
Der Kurzheckbagger mit leistungsstarkem
Yanmar 3-Zylinder-Dieselmotor
kann gekauft oder gemietet
werden.
IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe Mai 2021, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Tel.: +43/1/3100700-100, Fax: +43/1/3100700-600, E-Mail: office@specialmedia.com, Firma des Herstellers: Bauer Medien Produktion- und Handels GmbH,
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über Baumaschinen, -geräte und –technik, Web: www.baublatt.at.
BAUBLATT.ÖSTERREICH: erscheint monatlich, 10x jährlich mit zwei Doppelnummern, Auflage: 11.500 Exemplare, Einzelpreis Inland € 10,– Jahresabonnement (10 Hefte) € 70,–
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BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021
3
SBM präsentierte die neuen Backenbrecher
Jawmax 400/450 und den ebenfalls neu 36eingeführten Prallbrecher Remax 450.
MENSCHEN + SZENE
08 Menschen bei Messe München, BBT SE,
Rädlinger, Ascendum, RHI Magnesita,
Messe Graz und Montanuniversität Leoben.
PROJEKTE + PLANUNG
10 Schweiz: In Zürich sind beim Ausbau
des Fernwärmenetzes auf einer Länge
von 2,4 km drei Stollenabschnitte im
Microtunneling-Verfahren mit rekordverdächtigen
Arbeitsfortschritten
vorgetrieben worden.
14 Asfinag: Bei Wiener Neudorf entsteht
Österreichs höchste Lärmschutzwand.
MASCHINEN + TECHNIK
16 Liebherr: In der Zentrale in Ybbs setzt die
Firma Schaufler für das Aufbereiten von
Eisen- und Metallschrott einen neuen
LH 50 C High Rise Industry ein.
20 Kuhn: Österreich-Premiere für den neuen
Komatsu PC88MR-11 bei der Firma
Andreas Fritz Erdbau in Oberösterreich.
22 Kuhn-Ladetechnik: Intelligente
Kranspitzensteuerung von Palfinger.
24 Kiesel: Die neue Generation des Bell
B45E 4x4 wird mit zwei Roadshow-
Terminen ab Mitte August auch in
Österreich präsentiert.
28 Zeppelin: In Tirol kommen beim Bau des
neuen Speicherkraftwerks Kühtai auch
16 Cat-Großgeräte zum Einsatz.
29 Prangl: Anspruchsvolle Transportlösung
für Kraftwerkskomponenten in Slowenien.
30 Firestone: Erster OTR-Radialreifen.
30 HKL: Christian Heigl ist neuer Geschäftsführer
von HKL Baumaschinen Austria.
32 Huppenkothen: Im Weinviertel verstärkt
sich die Firma Lehner mit einem neuen
Ammann ARS 110 Walzenzug.
34 Kubota hat mit dem K008-5 und U10-5
zwei neue Minibagger der neuesten
Generation -5 auf den Markt gebracht.
36 SBM Mineral Processing: Insgesamt 19
Händler aus 14 Ländern begrüßte SBM
Anfang Mai zum offiziellen Launch seiner
neuen Backenbrecher Jawmax 400/450
und dem ebenfalls neu eingeführten
Prallbrecher Remax 450 in Liezen.
40 Stirnimann: Neuer Topless-Turmdrehkran
MDT 489 von Manitowoc für großflächige
Bau- und Infrastrukturprojekte.
42 Case: Die neuen Evolution Radlader
der G-Serie präsentieren sich mit
umfangreichen Verbesserungen.
44 Liebherr: Der Elektro-Raupenbagger
R 976-E tritt mit dem R 980 SME-E die
Nachfolge des ER 974 B an.
45 Stehr: Der Plattenverdichter SBV 160/3
bewährt sich beim Bau der TU in Nürnberg.
48 MWT: Exakte Wiegedaten in Echtzeit und
mit digitaler Anbindung verbinden das Beste
aus Wiegetechnologie und Digitalisierung.
50 Wimmer: Wir sprachen mit dem
innovativen Problemlöser Alois Wimmer
über wichtige Meilensteine in der
Produktentwicklung des Unternehmens
und mit dem neuen Geschäftsführer,
Sohn Andreas Wimmer, über seine
Pläne für die Zukunft.
56 Liebherr: ESTA-Award für
WindSpeed-Traglasttabellen.
4 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
INHALT
67 Mecalac: Weiter verbessert wurde der
Baustellenkipper 3.5MDX mit Kabine.
68 Frutiger: MobyDick im weltweit größten
Eisenerz-Bergwerk in Nordschweden.
69 Doka: Digitale Schalungspositionierung
mit sensorbasiertem System DokaXact.
70 Liebherr vergrößert die Verfügbarkeit
von Likufix für weitere Radlader-Modelle.
71 Ritchie Bros. hat sich zur weltweiten
E-Commerce-Plattform gewandelt.
SCHWERPUNKT GALABAU
72 Zeppelin: Die Firma Scheikl startet
als junges GaLaBau-Unternehmen am
Semmering mit Cat-Geräten durch.
74 Tobroco-Giant präsentiert zwei
neue Modelle der Serie G2300.
Nachhaltige Lösungen.
Härtester Stahl.
Seit 1945.
75 Felbermayr erweitert die bestehenden
Gewerke durch die Landschaftsgestaltung.
76 Fliegl: Die Nova Bautec Handels GmbH
hat als Fliegl-Vertriebspartner die erste
Betontankstelle an die Firma Höllwart
in St. Johann im Pongau übergeben.
78 SSAB: Kompaktkehrmaschine
aus hochfestem Baustahl.
80 Wacker Neuson: Ab Herbst 2021
können die Akkus auch in Bomag
Geräten eingesetzt werden.
Verlässliche
Leistungsträger
81 Humbaur: Zuverlässiger Rückwärtskipper
für den gewerblichen Einsatz.
50
57 Solidian: Bewehrung aus
Glas- und Carbonfasern.
58 Rockster: Auch in Schweden überzeugt
ein R1000S beim Bauschutt-Recycling.
60 Kuhn: Die neuen Komatsu-Bagger
PC360LCi-11 und PC360NLCi-11 mit
iMC 2.0 ermöglichen einen deutlich
optimierten Maschineneinsatz.
62 Kommunalmesse: Von 09.-10. September
2021 öffnet die Astrad & austroKommunal
ihre Pforten in der Welser Messe.
63 Zandt: Kirchenglocken sicher transportiert.
64 Wirtgen: Die neue KMA 240(i) ist
eine leistungsstarke Lösung für die
wirtschaftliche Mischgutaufbereitung
in direkter Nähe zum Einsatzort.
66 Herrenknecht: Vortriebsrekord
beim Brenner Basistunnel.
82 Dorn Lift: Die Tullner Firma Staniek setzt
für die Baumpflege im Extrembereich auf
eine Hinowa Raupen-Arbeitsbühne.
84 Liebherr: Die Firmengruppe
verzeichnet im Jahr 2020 einen
Umsatz von über 10 Mrd. Euro.
86 Iveco: Der neue Iveco T-Way ist ein
robuster Offroad-Lkw für schwere Einsätze.
87 Baublatt.Österreich Test:
MG ZS EV
Suzuki Swace Hybrid 1.8
Hyundai Tucson 1.6 T-GDI Hybrid 4WD
03 Editorial
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
FUHRPARK
STANDARDS
89 Service
Urlaubstipp: Lehenriedl Chalets &
Appartements in Wagrain; Literatur
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BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021
5
MENSCHEN + SZENE
MESSE MÜNCHEN
bauma wird in den Oktober 2022 verschoben
Die bauma, Weltleitmesse für Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen,
Baufahrzeuge und Baugeräte, wird von April in den Herbst 2022
verschoben. Dies ist das Ergebnis zahlreicher Gespräche der Messe München
mit Spitzenvertretern der Industrie sowie dem Fachbeirat. Neuer Termin ist
der 24. bis 30. Oktober 2022. Angesichts der besonders langen Planungsvorläufe
für Aussteller und Veranstalter bei der größten Messe der Welt
musste die Entscheidung jetzt getroffen werden. So haben Aussteller und
Besucher Planungssicherheit hinsichtlich der Vorbereitungen auf die kommende
bauma. Rund um die Megatrends Digitalisierung und Nachhaltigkeit
wird die bauma 2022 folgende Themen in den Fokus stellen: „Der Weg zur
Null-Emission“, „Digitale Baustelle“, „Bauweisen und Materialien von
morgen“ sowie „Der Weg zu autonomen Maschinen und Bergbau“.
www.bauma.de
BBT SE
Durchschlag unter dem Fluss Eisack
M
it dem geglückten Durchschlag des
ersten Haupttunnels unter dem Eisack
am 19. April, wurde ein weiterer wichtiger
Schritt im Bau des Brenner Basistunnels
geschafft. Diese hervorragende Leistung
konnte erst erbracht werden, nachdem man
das Gelände mittels Stickstoff vereiste. Im
Anschluss daran wurde zur Aufrechterhaltung
der niedrigen Temperaturen Salzlake
verwendet. Bei der Bodenvereisung entsteht
eine Eisummantelung, um den zu schaffenden
Tunnel herum, wodurch ein sicherer
Vortrieb unterhalb des Flusses gewährleistet
werden kann. Aufgrund dieser speziellen
Methode war es nicht mehr notwendig, das
Flussbett welches die Trasse des Brenner
Basistunnels quert, zu verlegen. Der größere
Aufwand durch die Vereisung hat den
großen Vorteil, dass die Tier- und Pflanzenwelt
im Fluss in ihrer Vielfalt erhalten
bleibt, und dadurch auch die Umwelt nicht
belastet wird. Diese Art der Bodenkonsolidierung
wurde bereits beim Vortrieb eines
ersten Verbindungstunnels im Jahre 2020
eingesetzt, und neben dem jetzigen Haupttunnel
werden noch zwei weitere Tunnel auf
diese Art und Weise errichtet.
www.bbt-se.com
Erfolgreicher Durchschlag der
ersten Haupttunnelröhre (West)
unter dem Fluss Eisack.
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RÄDLINGER
Neuer Projektmanager
B
ei Rolf Nultsch laufen
die Fäden zusammen:
seit kurzem ist der 55-Jährige,
der über 25 Jahre
Vertriebserfahrung verfügt
– davon 13 Jahre in der
Baumaschinenbranche – als
Projektmanager bei der
Rädlinger Maschinen- und
Stahlbau GmbH tätig.
Rädlinger optimiert
dadurch Prozessabläufe –
sowohl unternehmensintern
als auch in der
Projektabwicklung mit
großen Kunden und Partnern. „Mit einem
eigenen Projektmanager wollen wir sicherstellen,
dass große Projekte zielstrebig
angegangen und umgesetzt werden“,
Projektmanager
Rolf Nultsch.
begründet Geschäftsführer
Werner Rädlinger die neu
geschaffene Position
innerhalb des Unternehmens.
Rolf Nultsch fungiert
für alle Projektbeteiligten
als Ansprechpartner,
übernimmt die zentrale
Kosten- und Ressourcenplanung
und trägt letztlich die
Verantwortung für die planmäßige
Umsetzung. Da die
Rädlinger Maschinen- und
Stahlbau GmbH in der
Zukunft neue Wege gehen,
Märkte erschließen und Produktneuheiten
auf den Markt bringen will, ist für zahlreiche
Aufgaben gesorgt.
www.raedlinger.de
6
MAI 2021
BAUBLATT.ÖSTERREICH
MENSCHEN + SZENE
ASCENDUM
Neue Website als
Info- und Serviceplattform
F
ür Ascendum ist die Corona-Krise ein Anstoß für viele neue
Projekte, deren Fokus immer auf Kundenservice und Modernisierung
liegen. So auch bei der neuen Website, die unter anderem einen
Überblick über das gesamte Ascendum Produkt-Portfolio von Volvo
CE, Sennebogen, Epiroc und Volvo Penta bietet. Sie informiert aber
auch über den Gebrauchtmaschinenmarkt mit Premium-Maschinen
aus dem gesamten mitteleuropäischen Ascendum-Netzwerk mit
Fotos, Videos und übersichtlichen technischen Details, wobei Filter
bei der Suche nach bestimmten Maschinen und Kriterien helfen.
Weiters kann über die neue Website die Mietflotte oder ein Wartungstermin
sehr einfach online angefragt werden. Da gut geschulte
Fachkräfte heiß umkämpft sind, bietet Ascendums neuer Webauftritt
auch die Möglichkeit, sich einfach und direkt online zu bewerben. Die
persönliche Beratung und Kundenbeziehung steht bei Ascendum
weiterhin im Vordergrund.
www.ascendum.at
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Dr. Herbert Cordt
(Chairman RHI
Magnesita, links)
sowie Kärntens
Landeshauptmann
Dr. Peter
Kaiser weihten
gemeinsam in einer
Anfeuerungszeremonie
den
Tunnelofen ein.
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Foto: RHI Magnesita/Gleiss
RHI MAGNESITA
Neuer Tunnelofen eingeweiht
R
HI Magnesita investiert rund 50 Mio. Euro in die Modernisierung,
Automatisierung und allumfassende Digitalisierung seines
Werks in Radenthein. Der nun fertiggestellte Tunnelofen stellt das
Herzstück der Feuerfestproduktion dar. Nach einem Hochfahrprozess
von mehreren Wochen bleibt der Tunnelofen bis zu den ersten
Wartungen rund 30 Jahre ununterbrochen bei 1.800°C in Betrieb.
Zudem trägt der Tunnelofen zur wesentlichen Erhöhung der Energieeffizienz
des Werkes bei, indem die überschüssige Wärme für interne
Prozesse wie das Trocknen der Feuerfestprodukte nach der Imprägnierung
verwendet wird. Zusätzlich investiert RHI Magnesita
4,5 Mio. Euro in neue Pressen, die mit der hohen Leistungsfähigkeit
des neuen Tunnelofens die Produktionskapazitäten des Werks um
30% steigern. Die umfassende Erweiterung und Digitalisierung des
Werks Radenthein ist eine klare strategische Entscheidung für den
Standort Österreich. Von hier aus werden die Stahl-, Energie-,
Chemie- und Glasindustrien Europas auch in Zukunft zuverlässig
mit den Produkten von RHI Magnesita beliefert.
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BAUBLATT.ÖSTERREICH
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MENSCHEN + SZENE
MESSE GRAZ
Neuer Organisator der MAWEV-Show
N
ach fast 30 Jahren hat Siegfried Erker
mit 1. April 2021 seinen wohlverdienten
Ruhestand angetreten. Er hat in den
letzten 28 Jahren die Messeabteilung der
Messe Graz durch Höhen und Tiefen
begleitet und war stets ein Garant für
fairen Vertrieb, starke Formate und
Innovation. Über die Jahre betreute er
rund 18.196 Aussteller und verkaufte
1.267.298 Mio. netto-m². Neben anderen
erfolgreichen Veranstaltungen zeichnete
Siegfried Erker auch für den Aufbau der
MAWEV-Show in St. Pölten verantwortlich.
Mag. Alexandra Schäfer (Messeleitung)
und das ganze Team der MCG
bedankt sich bei Siegfried Erker für die
gemeinsame, sehr erfolgreiche Zeit. Dank
seiner zahlreichen Hobbies und Aktivitäten
wird es ihm in seinem Ruhestand
sicherlich nicht langweilig werden.
Ihm folgt Georg Thürauer nach, der einen
Großteil seines Berufslebens im internationalen
und nationalen Vertrieb verbrachte.
Thürauer: „Besonders der Bereich Bau war
und ist – sowohl beruflich als auch privat
– ein wichtiger Bestandteil meines Lebens.
Ich freue mich daher sehr auf die Zusammenarbeit
mit der Bau- und Baumaschinenbranche
und auf die Möglichkeit, im
Rahmen der MAWEV-Show meine
gesammelten Erfahrungen einzubringen.“
Angesichts der aktuell positiven Entwicklungen
besteht die Hoffnung, dass die
MAWEV-Show im April 2022 als erste Baumaschinenfachmesse
die Messesaison am
neu adaptierten Messegelände in St. Pölten
eröffnen wird.
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TERMINE
Neue Prozesse - Vergütungsmodelle im ST
28.05.2021, Wien www.voebu.at
Juristische Grundlagen für Baupraktiker
07.06.2021, Wien www.ars.at
Claims & Co für Baupraktiker
07.-22.06.2021, Wien www.ars.at
Fachtagung: Beweissicherung
und Dokumentation am Bau
10.06.2021; Wien und online www.ars.at
Prüf-, Warn- und Hinweispflicht
22.06.2021, Wien www.ars.at
Ausbildung zum Baukoordinator
28.-30.06.2021, Wien www.ars.at
Astrad & austroKommunal
09.-10.09.2021, Wels www.astrad.at
1. Fachkongress Konstruktiver Ingenieurbau
28.-29.09.2021, Ostfildern/online www.tae.de
Georg Thürauer (rechts) tritt im Team der Messe Graz die Nachfolge von
Siegfried Erker als Ansprechpartner für die nächste MAWEV-Show an.
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MONTANUNIVERSITÄT LEOBEN
Ausbruchmaterial sinnvoll verwenden
Im Rahmen der Forschungsaufgabe „Mining the Future“ am CERN wird ein internationaler
Wettbewerb unter der Leitung von Univ.-Prof. DI Dr. Robert Galler,
Lehrstuhl für Subsurface Engineering der Montanuniversität Leoben, durchgeführt,
der sich mit dem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen aus dem
Tunnelbau befasst. CERN, die europäische Organisation für Kernforschung, beabsichtigt
für ihre Forschungsaktivitäten einen 100 km langen Tunnel, den sogenannten
FCC – Future Circular Collider zu errichten. Im Rahmen des Tunnelprojektes
FCC müssten 9 Mio. m 3 Gestein deponiert werden. Um neue Wege für
die Verwendung von Ausbruchmaterial aus dem Tunnelbau zu schaffen, hat
CERN das EU-Projekt FCC-IS gestartet, bei dem der Lehrstuhl für Subsurface
Engineering der Montanuniversität Leoben Partner ist. Die Teilnahmebedingungen
und weitere Informationen stehen auf der Homepage zur Verfügung.
www.cern.ch/miningthefuture | www.unileoben.ac.at
8 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
CAT MINIBAGGER
306 CR
KLEIN. LEISTUNGSSTARK. FLEXIBEL.
Der Cat Minibagger 306 CR ist klein, leistungsstark und in vielen Anwendungsbereichen einsetzbar. Der intuitive Bedienmonitor
der nächsten Generation bietet anpassbare Maschinenfahrereinstellungen und leicht verständliche Maschineninformationen.
Dank der Joystick-Lenkung ist das Manövrieren am Einsatzort nun noch einfacher. Mit nur einem Knopfdruck können
Sie jederzeit von herkömmlicher Fahrsteuerung mit Hebeln und Pedalen auf Joystick-Steuerung umschalten. Die erhöhte
Hub-, Schwenk-, Fahr- und Multifunktionsleistung hilft Ihnen, die Arbeit effizienter zu erledigen.
zeppelin-cat.at
PROJEKTE + PLANUNG
Beim Ausbau der Fernwärmeversorgung
in der Stadt Zürich stellte das beinahe
gleichzeitige Eintreffen der Microtunneling-Vortriebsmaschinen
„Erika“ und „Claudia“ im Zielschacht
einen Meilenstein dar.
SCHWEIZ
Zürich: Fernwärme-Netz in Rekordzeit
mit Microtunneling-Stollen erweitert
Beim Ausbau des Fernwärmenetzes in der Stadt Zürich vom Heizwerk Hagenholz zur
neuen Energiezentrale Josefstraße sind auf einer Länge von 2,4 km drei Stollenabschnitte
im Microtunneling-Verfahren vorgetrieben und dabei rekordverdächtige
Arbeitsfortschritte erzielt worden.
Autor: Curt M. Mayer
D
er Fernheizkanal von gesamthaft 6 km
Länge setzt sich zusammen aus einem
zwischen dem Kehrichtheizkraftwerk
Hagenholz (KHKW) und der Schachtkaverne
Strickhof bestehenden gut 3 km
langen Stollen und einem Neubaustrang
von 2,7 km. Im Stollen zum Strickhof
werden die Leitungen für den rund 200°
heißen Trockendampf fürs Hochschulquartier
sowie das kalkfrei aufbereitete
Heißwasser, das im Sommer etwa 90°
warm ist und das im Winter auf 105°
aufgeheizt wird, geführt. Der neue Stollen
weist drei Abschnitte auf und reicht vom
Strickhof bis zur im Bau befindlichen
Energiezentrale Josefstraße. Darin werden
zwei Fernwärmeleitungen für den Heizwasservor-
und -rücklauf geführt. Es sind
vier Schachtbauwerke erforderlich, in
denen Leitungsabgänge zu den oberhalb
befindlichen Verteilkammern zur Fernwärmeversorgung
in die Quartiere eingebaut
werden. Nach der Installation der Rohrleitungen
und dem endgültigen Ausbau der
Schächte kann die Abwärme aus dem
Heizwerk Hagenholz in Form von Heißwasser
zur neuen Energiezentrale
geliefert werden.
Bei dem auf einer Gesamtlänge von
2.370 m angewandten Microtunneling-
Vortrieb mit Außendurchmessern von
3,6 m bzw. 3,8 m ist ein Meilenstein
erreicht worden. Die Bohrfortschritte von
bis zu 9 m pro Arbeitstag stellen einen
Schweizer Rekord dar, der europaweit zu
den Spitzenleistungen zählt, bilanziert die
Fotos/Grafik: Entsorgung + Recycling Zürich, C. Mayer
10 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
PROJEKTE + PLANUNG
Der neue Fernwärmeverbund der Stadt Zürich
zwischen dem Heizkraftwerk Hagenholz und dem
Neubau der Energiezentrale Josefstraße.
Für die insgesamt 2.370 m lange Vortriebsstrecke
im Microtunneling-Verfahren sind zwei Automatische
Vortriebsmaschinen Nass von Herrenknecht
mit Durchmessern von 3,6 bzw. 3,8 m und einem
Gewicht von rund 100 t eingesetzt worden.
Blick in den 11 m
tiefen Schacht
Gerstenstraße, von wo
aus der Microtunneling-
Vortrieb Richtung
Rothstraße und der
Grabenvortrieb zur neuen
Energiezentrale Josefstraße
erfolgten.
Ingenieurgemeinschaft Energie mit
Locher Ingenieure AG (FF), Emch +
Berger AG, Architekturbüro Graber
Pulver, Durena Verfahrenstechnik AG. Die
beiden von den Schächten Milchbuck bzw.
Gerstenstraße kommenden Vortriebsmaschinen
haben im Juni 2020 den Zielschacht
Rothstraße erreicht. Auch die
Bauarbeiten für die Energiezentrale
Josefstraße und das Anschlussbauwerk
Hagenholz laufen plangemäß. Ab Frühjahr
2022 werden die ersten Gebäude in der
Stadt Zürich mit Fernwärme aus der
Verbindungsleitung beliefert. Ziel ist es,
dass möglichst viele fossil betriebene
Heizungen durch CO2-neutrale Fernwärmeanschlüsse
ersetzt werden.
Projektgliederung in mehrere Baulose
Das im Jahre 2018 erarbeitete Projekt, für
dessen Bau ein Kredit von rund 210 Mio.
Euro gesprochen worden ist, umfasst die
Verbindungsleitung zwischen dem KHKW
Zürich Nord und dem Gebiet Zürich West
einschließlich einer Versorgungsleitung
ins Quartier Außersihl. Die Trassierung
erfolgte in einer langgezogenen
Raumkurve mit einer maximalen
Überdeckung von 36 m unterhalb
der städtischen Bebauung. Drei
Vortriebsabschnitte sind im
Microtunneling-Verfahren ausgeführt
worden: Los 1 mit 840 m Länge
vom Schacht Milchbuck zum Schacht
Strickhof, Los 2 mit 660 m Länge vom
Schacht Milchbuck zum Schacht Rothstraße,
zu dem auch das Los 3 mit 870 m
Länge vom Schacht Gerstenstraße
herführt. Hinzukommen als Hauptarbeiten
die vier Schächte Milchbuck mit 20 m Tiefe,
Rothstraße 26 m, Landenberg 34 m und
BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021
11
PROJEKTE + PLANUNG
Der Ausbau der Fernwärmeversorgung
Zürich vom Heizwerk Hagenholz bis zur
neuen Energiezentrale Josefstraße
gliedert sich in drei Microtunneling-
Vortriebsstrecken.
In dem mit Betonrohrelementen
von 4,5 m
Länge und 3,0 bzw. 3,2 m
Innendurchmesser ausgekleideten
Stollen
werden Heißwasserleitungen
für die Wärmeversorgung
eingebaut.
Gerstenstraße 11 m, ferner Werkleitungsumlegungen
in den Schachtbereichen.
Erfolgreiche Microtunneling-Vortriebe
Das angewandte Microtunneling ist ein
Vollschnittverfahren, bei dem unter
Grundwasserniveau Rohre ferngesteuert
vorgetrieben werden. Mit den dafür
eingesetzten Micromaschinen lassen sich
auch komplizierte Kanalbaumaßnahmen
zielgenau abwickeln. Diese sind so
konstruiert, dass abgenutzte verschlissene
Bohrmeißel unter Tage ausgewechselt
werden können. Beim Microtunneling-
Vortrieb Los 1 vom Startschacht Milchbuck
Richtung Strickhof war für das
Bohren die auf den Namen „Claudia“
getaufte Automatische Vortriebsmaschine
Nass (AVN) 2500D von Herrenknecht
eingesetzt. Diese hat mit Aufdoppelmantel
einen Außendurchmesser von 3,8 m.
Damit ist eine Strecke von 840 m Länge
im geraden Vortrieb mit 2,6% Gefälle
aufgefahren worden. Die Auskleidung
besteht aus Betonrohren im Durchmesser
BETEILIGTE UNTERNEHMEN
Di/Da von 3.200/3.800mm und mit einer
Länge von L=4.50m, die eine Stärke von
30 cm und hydraulische Fugen aufweisen.
Nach dem Auffahren der ersten Strecke
ist die Maschine aus dem Aufdoppelmantel
herausgezogen und durch den gesamten
Tunnel zurück zum Startschacht
geschleppt worden. Das Schneidrad ist
nach Rückzug der Maschine ebenfalls
demontiert worden. Im Schacht Milchbuck
ist die Maschine gewendet worden und hat
den zweiten Vortrieb von 660 m Länge
zum Schacht Rothstraße ausgeführt.
Dabei erfolgte der Vortrieb mit einem
Außendurchmesser von 3,6 m in einer
leichten Richtungsänderung und mit
einem Gefälle von 6,7%. Für die Microtunneling-Vortriebe
wurde von der Arbeitsgemeinschaft
FWZ Implenia – Walo Bertschinger
als Partner die deutsche Spezialbaufirma
Sonntag beigezogen, die diesbezüglich
über große Erfahrung in ganz
Europa verfügt. Der Vortrieb ist im
Sechs-Tage-Betrieb von Montag bis
Samstag abgewickelt worden.
Bauherr: Stadt Zürich, Entsorgung und Recycling (ERZ)
Projekt und Bauleitung: Inge Energie Locher Ingenieure AG (FF),
Emch + Berger AG, Architekturbüro Graber Pulver,
Durena Verfahrenstechnik AG
Bauausführung: ARGE FWZ Lose 1+2 mit WaloBertschinger AG,
Implenia Schweiz AG, Sonntag Baugesellschaft mbH
Betonrohre: Haba-Beton Johann Bartlechner KG, Aichstetten D
Microtunneling mit
Bohrfortschritt von 9 m/AT
Für das Baulos 2 wurde unter beengten
Platzverhältnissen 2019 der Startschacht
von 12 m Tiefe in der Gerstenstraße
erstellt, dessen Sohle etwa 8 m unterhalb
des Grundwasserspiegels liegt. Von hier
aus ist der 870 m lange Stollen Richtung
Rothstraße im Microtunneling-Verfahren
vorgetrieben worden. Dazu ist im Januar
2020 die 110 t schwere Maschine in den
Schacht eingehoben worden, so dass
Anfang Februar der Vortriebsstart
erfolgen konnte. Die eingesetzte Maschine
„Erika“ vom Typ AVN 2500D mit Aufdoppelmantel
hatte im geraden Vortrieb eine
Steigung von 6,7% aufzufahren. Der
Rohrdurchmesser beträgt Di/Da=
3.000/3.600mm und die Länge der
Betonrohrelemente misst L=4,50m mit
hydraulischer Fuge.
Beim Vortrieb hat sich die Maschine
zunächst durch das Lockergestein bis zum
Fluss Limmat vorgearbeitet und dessen
Sohle mit etwa 7 m Überdeckung unterquert.
Im weiteren Verlauf erfolgte der
12 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
PROJEKTE + PLANUNG
Vom 20 m tiefen Schacht Milchbuckstraße aus sind die beiden Microtunneling-
Vortriebe zu den Schächten Strickhof und Rothstraße ausgeführt worden.
Übergang vom Lockergestein in den Fels.
Weiter bohrte sich die Maschine in
steigendem Vortrieb bis zum Zielschacht.
Trotz verzögertem Vortriebsstart und
teilweise schwieriger Geologie konnten die
Bohrarbeiten termingerecht abgeschlossen
werden. Gemeinsam mit dem lösungsorientierten
Baustellenteam wurden die
Herausforderungen erfolgreich und
unfallfrei im Schutz der heiligen Barbara
gemeistert, heißt es von der Locher
Ingenieure AG, welche die Federführung
in der Ingenieurgemeinschaft Energie
innehat und die unter anderem für die
Projektierung und Bauleitung der Microtunneling-Strecke
Los 2 verantwortlich ist.
Mit dem beinahe gleichzeitigen Eintreffen
der Vortriebsmaschinen „Erika“ (Los 2)
und „Claudia“ (Los 1) im Zielschacht
Rothstraße war der Lückenschluss der
neuen Fernwärme-Verbindungsleitung
zwischen der Kaverne Strickhof und dem
Schacht Gerstenstraße erreicht. Nach
dem Durchschlag sind die beiden Microtunneling-Maschinen
Ende Juni 2020 aus
dem Zielschacht Rothstraße geborgen
worden.
Die Herstellung der Betonrohre erfolgte
bei der Firma Haba Beton, Werk Mantel /
Deutschland. Die Transportabmessungen
erreichten einschließlich Muffe 4,7 m
Länge und der Außendurchmesser ist 3,6
bzw. 3,8 m. Dafür war bei einem Rohrgewicht
von 38 t pro Stück eine begleitete
Anlieferung in Sondertransporten
während der Nacht erforderlich. Wöchentlich
gelangten bis zu 15 Rohrelemente auf
die Baustelle und sind vom Tunnelschacht
aus verbaut worden.
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BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021
13
PROJEKTE + PLANUNG
Der Platzmangel in Kombination mit
der Größe der Lärmschutzwände
erfordert eine ausgeklügelte Baustellenlogistik,
denn es steht lediglich
der Pannenstreifen als Arbeitsbereich
zur Verfügung.
HABAU GROUP
Höchste Lärmschutzwand Österreichs
entsteht auf der A2 bei Wiener Neudorf
Die Asfinag beauftragte die ARGE aus Habau Hoch- und Tiefbaugesellschaft m.b.H.
und Bernegger GmbH mit dem Bau der höchsten Lärmschutzmauer Österreichs auf
der A2 bei Wiener Neudorf. Die Realisierung des Projekts läuft auf Hochtouren – mit
innovativen Konstruktionen sowie zukunftsweisender BIM-Technologie.
A
uf der Südautobahn A2 entstehen
derzeit auf dem Abschnitt Kilometer
6,845 bis 8,700 bei Wiener Neudorf die
höchsten Lärmschutzwände des Landes.
Das zur Habau Group gehörende Unternehmen
Habau Hoch- und Tiefbaugesellschaft
m.b.H. setzt das Projekt gemeinsam
mit dem ARGE-Partner Bernegger GmbH
sowie den Planungs- und Statikbüros Zorn
& Nowy – ZT GmbH sowie Convex ZT
GmbH um. Ebenfalls involviert sind die
Geotechnik-Experten von GB ZT GmbH.
Innovativer Ansatz
Das Vorhaben umfasst insgesamt fünf
Bauabschnitte mit einer jeweiligen Länge
von 65 bis 960 m. Seitens des Auftraggebers
Asfinag war als Tragkonstruktion
ursprünglich eine massive Stahlkonstruktion
ausgeschrieben. Die Habau gewann
den Auftrag dann aber mit einem Alternativangebot,
das stattdessen auf Stahlbetonkonstruktionen
mit Fertigteilstehern
und aufgesetzter schlanker Stahlkonstruktion
beruht. „Mit diesem Projekt zeigen
wir als Habau Group, dass wir ‚out of the
box‘ denken und auf innovative Lösungen
setzen, mit denen wir die Erwartungen
unserer Kundinnen und Kunden übertreffen“,
so der Habau Group CEO Hubert
Wetschnig.
Beeindruckende Dimensionen
Christian Neumer, Projektleiter seitens
Habau, berichtet spannende Details zum
Projekt: „Die Lärmschutzwände weisen
viele Besonderheiten auf. Die höchste
misst 13 m und die Konstruktionen ruhen
auf Bohrpfählen mit einem Durchmesser
von 1,2 m.“ Zu den beachtlichen Dimensionen
ergänzt er: „Für die Planung und
Ausführung setzen wir auf Building
Information Modeling, kurz BIM. Durch
die 3D-Modelle schaffen wir größtmögliche
Transparenz für die auftraggebende
Asfinag, und können Prozesse effizienter
gestalten.“ Die anspruchsvollen Gründungsarbeiten
wurden dabei vom ARGE-
Partner Bernegger GmbH ausgeführt.
An die ausführenden Unternehmen
stellt das Projekt besondere Herausforderungen:
Um den fließenden Verkehr auf
der A2 so wenig wie möglich zu beeinflussen,
wird das Vorhaben rasch und vollständig
bis Jahresende umgesetzt. Von der
Baumaßnahme werden dann rund 5.300
Anrainerinnen und Anrainer profitieren,
für die die Wohn- und Lebensqualität nach
Fertigstellung weiter steigen wird.
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Fotos: Habau Group
14 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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MASCHINEN + TECHNIK
Die Firma Schaufler ist ein
europaweit vernetzter
Spezialist für das Trennen,
Aufbereiten und Verwerten
von Eisen- und Metallschrott.
Aktuell steht in der Zentrale
in Ybbs eine neue Recyclinganlage
vor der Inbetriebnahme,
mit der man in
Zukunft auch Verbundstoffe
klimaschonend aufbereiten
kann. Ebenfalls neu ist ein
LH 50 C High Rise Industry
Litronic der Firma Liebherr.
Er wurde für die Versorgung
der Schrottschere nach den
Wünschen der Firma Schaufler
optimiert und beeindruckt
hinsichtlich Technik und
Verbrauch.
Seit Jahresbeginn versorgt der neue Liebherr LH 50 C
High Rise Industry Litronic die Schrottschere in der
Zentrale der Firma Schaufler in Ybbs. Das maßgeschneiderte
Hightech-Gerät glänzt dabei mit
einem Verbrauch von um die 10 l.
LIEBHERR / SCHAUFLER
Schaufler: effizientes Metall-Recycling
mit maßgeschneidertem Umschlaggerät
S
14 Mobilbagger und
zwei Radlader der
Firma Liebherr
sorgen an den drei
Standorten der
Firma Schaufler für
rasche Abläufe.
Zusätzlich übernehmen
zwei
Abbruchbagger die
Demontagearbeiten
vor Ort.
eit der Gründung als Schrotthandelsbetrieb
durch Alois Schaufler im Jahr
1948 hat sich das Unternehmen nicht nur
in Österreich, sondern auch europaweit als
Spezialist für das Recycling und die
Aufbereitung von Metallen sowie Nichteisen-Metallen
etabliert. In der Zentrale in
Ybbs sowie in den Standorten St. Barbara
im Mürztal und in Wien-Strebersdorf
engagieren sich rund 120 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter für umweltverträgliche
und wirtschaftlich sinnvolle Recyclinglösungen.
Unterstützt werden sie
dabei von modernsten Anlagen, Arbeitsverfahren
und Logistiklösungen.
Ein erster Meilenstein in der Erfolgsgeschichte
des Unternehmens war die
Eröffnung des gutsortierten Eisenfachmarkts
in Ybbs vor rund 30 Jahren. Mit
diesem deckt die Firma Schaufler vor
allem den regionalen Bedarf nach maßgeschneiderten
Einzelstücken ab – eine
Serviceleistung, die in Zeiten der Pandemie
von Privatpersonen stark nachgefragt
ist und die durch einen Onlineshop weiter
ausgebaut wurde. Ein weiterer wichtiger
Schritt war im Jahr 2005 die Erweiterung
des Tätigkeitsbereichs durch die Bewirtschaftung
sämtlicher Abfälle. In der Folge
wurde der Standort Ybbs durch ein
Zwischenlager für gefährliche Abfälle, eine
1.000 t Schrottschere, eine Halle für die
Kabelaufbereitungsanlage sowie eine neue
Werkstätte kontinuierlich ausgebaut.
Zusätzlich wurde die Abteilung für
anwendungsorientierte Forschung in Ybbs
angesiedelt. Zu den Kernkompetenzen der
16 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Hohe Geräte- und Servicequalität bilden die Basis für eine langjährige Partnerschaft (von
rechts): DI Dr. Paul Losbichler (Geschäftsführer der Schaufler GmbH) und Herbert Kreillechner
(Liebherr-Werk Bischofshofen GmbH).
Firma Schaufler zählen auch Containermontagen
und Industrie-Demontagen, bei
denen man von Metallkonstruktionen über
Brücken und Trafos bis hin zur Kraftwerksturbine
den Rückbau bzw. die
Wiederverwertung durchführt.
Die Basis für ein weiteres wichtiges
Standbein legte das Unternehmen mit der
Errichtung einer innovativen und flexiblen
Recyclinganlage in Form einer Verbundstoffaufbereitungshalle
in Ybbs. Die
Anlage ist kurz vor der Fertigstellung und
wird in den nächsten Monaten den Betrieb
aufnehmen. Es handelt sich dabei um ein
zukunftsorientiertes Projekt, in das die
Firma Schaufler ca. 8 Mio. Euro investiert
und das in Zusammenarbeit mit Experten
der Montanuniversität Leoben, der Line
Technology GmbH, der Untha GmbH und
der Binder+Co AG mit den neuesten
Technologien realisiert wird. Verbundstoffe
aus Kunststoffen und Metallen werden
zerkleinert und durch verschiedenste
Technologien, wie etwa Siebtechnik,
Magnettechnik, Wirbelstromtechnik oder
Röntgentechnik aufbereitet. Das zerkleinerte
und sortenrein klassifizierte
Material wird bereits von Abnehmern in
ganz Europa angefragt. Als zusätzlichen
Mehrwert wird man die Erkenntnisse in
den Bereichen Digitalisierung und
Geräte-Vernetzung, die man durch die
neue Anlage gewinnt, schrittweise auf den
gesamten Betrieb umlegen.
Für die Demontagen und das Metallrecycling
sind die 17 Scania-Lkw der Firma
Schaufler in fast ganz Österreich unterwegs.
Von der Zentrale in Ybbs aus werden
Niederösterreich, Oberösterreich und
Salzburg betreut. Der Standort St.
Barbara deckt Kärnten und die Steiermark
ab, die Niederlassung in Wien-Strebersdorf
betreut Wien, Wien-Umgebung,
das Burgenland und Teile von Ungarn.
Jeder der drei Standorte verfügt über
einen Gleisanschluss. Ziel ist es, das
Es hat sich in der Branche schon längst herumgesprochen:
Verlässlichkeit hat einen Namen
– Eisenwagen. Als Ihr Spezialist für das umfangreiche
Rammer®-Sortiment freuen wir uns,
Sie bei Ihren Vorhaben mit der perfekten Lösung
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BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021
17
MASCHINEN + TECHNIK
Material per Lkw zu sammeln und
möglichst große Mengen per Waggons an
die Abnehmer zu liefern.
DI Dr. Paul Losbichler, Geschäftsführer
der Schaufler GmbH, erklärt: „Seit einigen
Jahren arbeiten wir intensiv an unserem
selbstgesteckten Ziel ´Vision 2023`. Unser
Ziel ist es, bis zu dem Jahr, in dem wir
unser 75-jähriges Jubiläum feiern, drei
wichtige Vorhaben umzusetzen. Dazu
zählt erstens die Ausweitung des Handels,
aber auch die Erhöhung der Fertigungstiefe.
Zweitens arbeiten wir daran,
unsere Standorte durch umfangreiche
Investitionen wirklich umweltfit zu
machen. Und drittens wollen wir unsere
Marktposition mit der neuen Verbundstoffaufbereitung
weiter festigen.“
Maßgeschneidert: Liebherr
LH 50 C High Rise Industry Litronic
Bis Ende 2020 wurde die Schrottschere
der Zentrale in Ybbs durch einen Liebherr
A 944 C HD beschickt, der nach über
20.000 Betriebsstunden ausgetauscht
werden musste. Gemeinsam mit dem
zuständigen Liebherr-Betreuer Herbert
Kreillechner machte man sich auf die
Suche nach einem geeigneten Nachfolger.
Da für die Beschickung der Schrottpresse
kaum Fahrwege zurückgelegt werden
müssen, fiel nach vielen Diskussionen die
Wahl schließlich auf einen neuen LH 50 C
High Rise Industry Litronic mit Turmerhöhung
und Raupenfahrwerk.
DI Dr. Losbichler: „Wir verfolgen seit
mehreren Jahren den Ansatz eines
sortenreinen Fuhrparks. Das bedeutet,
dass wir bei unserer Lkw-Flotte auf
Scania setzen und im Gerätepark auf
Liebherr Maschinen. Neben dem Ankaufspreis
ist für uns auch die Service-Qualität
entscheidend und die ist bei der Firma
Liebherr ausgezeichnet. Wir sind mit der
DI Dr. Paul Losbichler (Geschäftsführer der
Schaufler GmbH) in der neuen Verbundstoffaufbereitungshalle,
die in den nächsten
Monaten den Betrieb aufnimmt.
Firma Liebherr seit vielen Jahren durch
eine enge Partnerschaft verbunden, seit
rund 10 Jahren haben wir nur noch
Liebherr Geräte im Fuhrpark. Dieser
umfasst 14 Mobilbagger für den klassischen
Materialumschlag im Metallrecycling
und zwei L 538 Radlader mit Hochkippschaufel
für die Lkw-Beladung. Im
Sommer kommt ein neuer Liebherr LH 24
mit Likufix Schnellwechsler, der mit
Schere und Greifer die anderen Geräte in
den Spitzenzeiten unterstützen wird.
Weiters haben wir auch zwei Abbruchbagger
in Ybbs bzw. in Wien für Demontage-
Arbeiten im Einsatz. Besonders ausgezeichnet
hat sich das Team der Firma
Liebherr aber mit dem neuen LH 50. Für
die Beschickung unserer Schrottschere
brauchten wir ein Gerät, das nicht von der
Stange kommt, sondern wirklich passt.
Die nun gefundene Geräte-Lösung ist
genau auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten
und bestätigt mich in meiner Entscheidung
für die Marke Liebherr.“
Für die Beschickung der Schrottschere
der Firma Schaufler kommt der LH 50 C
Fahrer Marco Hinterndorfer ist von der Technik des Liebherr LH 50 C High Rise Industry
Litronic begeistert. Er schätzt die Premiumausstattung der Kabine und hat durch die
Turmerhöhung in Verbindung mit der Kabinenerhöhung optimale Sichtverhältnisse.
High Rise Industry Litronic ausschließlich
mit Mehrschalengreifer zum Einsatz. Er
nimmt das Material, das von einem
Sortierbagger vorbereitet wird, beschickt
damit die Schrottschere und verlädt im
Anschluss das geschnittene Material –
ohne Zwischenlagerung – direkt in die
Waggons. Dank der eingebauten Waage
wird dabei das Überladen der Waggons
verhindert. Zwar ist der LH 50 C High
Rise Industry Litronic etwas kleiner als
der A 944 C HD, er erreicht mit einem
Betriebsgewicht von ca. 55 t und Industrieausleger
aber trotzdem die geforderten
Werte von 2,8 t Traglast bei ca. 19 m.
Angetrieben wird der LH 50 C High Rise
Industry Litronic, der über die selbe
Standsicherheit wie ein vergleichbarer
Mobilbagger verfügt, durch einen Stufe V
Motor. Damit der Boden nicht beschädigt
wird, ist das Laufwerk mit Flachbodenplatten
bestückt.
Herbert Kreillechner, zuständiger
Betreuer der Liebherr-Werk Bischofshofen
GmbH, ergänzt: „Der LH 50 C High Rise
Industry Litronic der Firma Schaufler ist
vollgepackt mit modernster Technik, die
für hohe Produktivität, Sicherheit und
Langlebigkeit sorgt. Beeindruckend ist
auch der geringe Verbrauch, der seit
Jahresbeginn konstant bei um die 10 l
liegt – das ist weniger als die Hälfte des
Vorgängergeräts. Erzielt wird dieser Wert
unter anderem durch das serienmäßige
Liebherr-Energierückgewinnungssystem.
Die durch das Absenken der Ausrüstung
im ERC-System gespeicherte Energie
steht der Maschine zusätzlich zur Motorleistung
zur Verfügung. Das Resultat sind
kraftvollere, schnellere und homogenere
Arbeitsspiele, welche zu einer erhöhten
Umschlagleistung beitragen. Ergänzend
dazu sorgt auch das 2-Kreis Liebherr-
Synchron-Comfort-System mit LUDV-
Technologie – dabei handelt es sich um
eine lastdruckunabhängige Durchflussverteilung
– für schnellere Arbeitsbewegungen
bei deutlich weniger Kraftstoffverbrauch.
Für die Erhöhung der Lebensdauer
der Komponenten wurde auf
Kundenwunsch eine strombetriebene
Motoröl-, Hydrauliköl- und Dieselkraftstoff-Vorwärmung
eingebaut. Zusätzlich
schützt ein HD-Filter das Hydrauliksystem
vor Abrieb. Unterm Strich ist der LH
50 C High Rise Industry Litronic der
Firma Schaufler in jeder Hinsicht ein
absolutes technisches Highlight. Damit
führt das Unternehmen seine Tradition
als Technik-Pionier fort, denn die Firma
Schaufler hatte auch die ersten Liebherr A
934 mit ERC-System in Österreich in
ihrem Fuhrpark.“
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18 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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MASCHINEN + TECHNIK
KUHN
Der neue Komatsu-Kompaktbagger
erstmals in Österreich im Einsatz
Andreas Fritz und sein fünfköpfiges Team stehen für hochqualitativen Erdbau und
professionelle Baggerarbeiten. Das Unternehmen aus dem oberösterreichischen Mühlviertel
ist der erste Betrieb in Österreich, der den neuen Komatsu-Bagger PC88MR-11
erworben hat. Das Arbeitsgerät steht vor allem für eine hervorragende Effizienz.
S
Gemeinsam mit der Firma Engl wurde
eine Powertilt-Sonderlösung mit
niedriger Bauhöhe erarbeitet.
eit 26 Jahren ist Andreas Fritz im
Bereich Erdbau tätig. 2014 hat er sich
mit seiner eigenen Firma selbständig
gemacht. Fünf Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter arbeiten dabei gemeinsam mit
ihrem Chef in den Bereichen Erdbau,
Baggerungen, dem Errichten von Stützmauern,
dem Transport von Erde, Schotter,
Sand und vielem mehr. Zudem
vertreibt die Firma Baustoffe, Drainagen
und Kanalrohre. Kürzlich hat Andreas
Fritz den ersten Komatsu-Kompaktbagger
PC88MR-11 Österreichs übernommen.
Gekauft wurde das Arbeitsgerät beim
Baumaschinenhändler Kuhn in Eugendorf.
Der neue Bagger basiert auf dem
äußerst erfolgreichen PC88MR-10 und
bietet Kunden herausragende Wettbewerbsvorteile.
Die neuen Funktionen und
Eigenschaften sorgen für eine signifikante
Produktivitätssteigerung, senken den
Kraftstoffverbrauch und ermöglichen
schnellere Arbeitsspiele.
„Bagger werden heute nicht mehr so oft
in ihrer herkömmlichen Ausführung
verkauft. Viele Kunden bringen individuelle
Wünsche ein, die wir natürlich
umsetzen wollen“, erklärt Leo Resch,
Verkäufer bei der Firma Kuhn. So wurden
etwa beim PC88MR-11 für die Firma
Andreas Fritz Erdbau, einige Modifikationen
getätigt, die dem Fahrer des Baggers
Von links: Leo Resch (Verkäufer
Kuhn), Andreas Fritz (Andreas Fritz
Erdbau GmbH), Bernhard Mühlfellner (Kuhn
Baumaschinen, Werkstatt) und Gerhard
Leibetseder (Maschinist, Andreas Fritz
Erdbau GmbH).
ein Lächeln ins Gesicht zaubern. So ist der
Kompaktbagger mit einer Gummikette
geliefert worden, die viel Laufruhe mit
sich bringt und auch den Asphalt nicht
beschädigt, wenn auf der Straße gefahren
wird.
„Die Wendigkeit des Baggers war auch
ein Grund für uns, dieses Gerät zu kaufen.
Unser Fahrer sitzt jährlich rund 1.500
Stunden am Gerät und es war daher
wichtig, die Arbeitsbedingungen für ihn so
angenehm wie möglich zu gestalten“,
erklärt Andreas Fritz. Helmut Schwarzenberger
und Bernhard Mühlfellner in der
Kuhn-Werkstatt in der Hauptniederlassung
in Eugendorf, haben daher noch
einige Anpassungen vorgenommen:
Anstatt eines herkömmlichen Schraubkupplers
wurde ein Multikuppler aufgebaut,
zusätzlich wurde eine Zentralschmieranlage
integriert. Gemeinsam mit der
Firma Engl wurde eine Powertilt-Sonderlösung
mit niedriger Bauhöhe erarbeitet.
Bei Arbeiten mit dem Hydraulikhammer
ermöglicht die Powertilt-Funktion das
Kippen des Werkzeuges, sodass auch
20 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
seitlich und präzise gestemmt werden
kann ohne dass der Bagger ständig
umpositioniert werden muss. Weiters
wurden die Hammer- und Greiferleitungen
des Baggers auf je eine Seite verlegt,
die Seitenkamera wurde umgebaut, eine
Horizontalfederung für den Fahrersitz
sowie ein kleiner Kühlschrank für
Getränke wurden installiert.
„Wichtig war uns auch, dass die
Freisprecheinrichtung mit Schwanenhalsmikrofon
verwirklicht wird, weil bei allen
anderen Lösungen nur schwer zu verstehen
ist, was gesprochen wird“, so Andreas
Fritz, der mit dem neuen Bagger in seinem
Fuhrpark sehr zufrieden ist. Der Löffel des
Baggers wurde noch mit einer Schneide
am Rücken – einer sogenannten Abziehkante
– versehen. Zudem wurde eine 8 cm
Schilderhöhung vorgenommen um die
Baggerlöffel für den Weitertransport
einhängen zu können.
Nicht zuletzt ist dieser neue Kompaktbagger
als erster auf dem europäischen
Markt mit dem neuen 2,4-l-Motor (50,7
kW / 69 PS) gemäß EU-Stufe V mit KDPF
ausgerüstet (kein SCR-Modul nötig). „Die
Kunden dürfen sich nicht nur auf einen
geringeren Kraftstoffverbrauch, höhere
Leistung und eine hervorragende Effizienz
freuen, sie erfüllen auch alle umwelttechnischen
Anforderungen in Ausschreibungen
und sind maximal wettbewerbsfähig“,
so Leo Resch.
www.kuhn-gruppe.com
www.andreas-fritz.at
Die neuen Funktionen – wie die 8 cm
Schilderhöhung für mühelose Löffelaufnahme
– und weitere Eigenschaften des
PC88MR-11 sorgen für eine signifikante
Produktivitätssteigerung, senken den
Kraftstoffverbrauch und ermöglichen
schnellere Arbeitsspiele.
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S oder XXL, in den Bergen oder wie hier in der City auf den Mautner-Markhof-Gründen in Wien: WOLFF ist
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Kranbedienung einfach smart
Mit der intelligenten Kranspitzensteuerung ist Palfinger erneut Innovationstreiber:
Smart Control macht die Arbeit mit dem Kran durch intuitive Steuerung der
Kranspitze noch effizienter. Das intelligente System gibt Kranbedienern mehr
Freiraum für komplexere Hebevorgänge.
P
alfinger ist der erste Ladekranhersteller,
der mit Smart Control eine
innovative Kranspitzensteuerung für die
gesamte Bandbreite von Modellen von 29
bis 58 Metertonnen anbietet. Es lassen
sich bis zu acht Ausschübe steuern –
damit ist die gesamte TEC 7-Baureihe von
Der Palfinger
PK 48002 TEC7 –
ausgestattet mit
Smart Control.
PK 29.502 TEC 7 bis PK 58.002 TEC 7
abgedeckt.
Was ist anders? Die Kranspitze lässt
sich mit einer Hebelbewegung an der
Funkfernsteuerung vertikal oder horizontal
in die gewünschte Position bringen (mit
einem Kreuz- oder zwei Linearhebeln).
Smart Control berechnet und kompensiert
automatisch die Durchbiegung des
Armsystems. Mit drei unterschiedlichen
Bedienungs-Modi kann Smart Control
auch in kniffligen Situationen verwendet
werden. Wenn nötig, ist ein Übersteuern
möglich. Smart Control misst die Fahrzeugneigung
und berücksichtigt diese –
sowohl längs als auch quer.
Die daraus resultierenden Vorteile sind
präzises Positionieren von schweren
Maschinen oder Glasfassaden, Arbeiten
durch enge Öffnungen wie Türen oder
Fenster, Vertikalhub von Unterflur-Containern,
Greiferarbeiten wie Ausbringen von
Kies und Schüttgut, Anwendungen mit
Erdbohrer und Horizontales Versetzen von
Paletten.
Die Logik der neuen Kranspitzensteuerung
wird in der Paltronic Steuereinheit
verarbeitet. Das System berechnet im
Hintergrund selbstständig die Bewegungsrichtung
mittels Sensorik und Elektronik.
In Verbindung mit der Funktion HPSC-
Plus Load kann dabei auch die Fahrzeugneigung
miteinbezogen und kompensiert
werden. Bei ausgefahrenem Schubsystem
berechnet Smart Control die Durchbiegung
des Arms bis zur Kranspitze und
gleicht diese automatisch aus. Durch die
elektronische Ölmengenverteilung Flow
Sharing passt sich die Menge des benötigten
Hydrauliköls immer den aktuellen
Anforderungen an. Das garantiert
gleichmäßige Bewegungsabläufe. Benötigt
der Kranbediener das Assistenzsystem
nicht, kann es jederzeit einfach deaktiviert
oder übersteuert werden.
Krane mit Smart Control können sogar
mit Zusatzknickarmsystem betrieben
werden. Dabei werden Hauptarm,
Knickarm und Schubsystem über die
neue Art der Kranspitzensteuerung
bewegt, ab dem zusätzlichen
Knickarmsystem wird konventionell
gesteuert.
www.kuhn.at
Das neue System ist schnell erlernt.
Die Einschulungsdauer von
neuen Kranbedienern oder erfahrenen
Anwendern auf neue Kranmodelle
von Palfinger verkürzt sich.
22 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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MASCHINEN + TECHNIK
Als hochrobust ausgelegte
Transport-Lösung
positioniert sich die neue
Generation des Bell B45E 4x4 im
ausgedünnten Marktsegment der
40- bis 50-t-SKW und ermöglicht
mit seinem Allrad-Antrieb eine
deutlich höhere Auslastung
gegenüber klassischen 4x2-
Starrkippern.
Am Vorbrecher passt
sich der Bell B45E 4x4
mit einer niedrigen
Kipphöhe von unter
6,50 m perfekt ein. Bild
rechts: Die gefederte
Hinterachse bringt mehr
Komfort und Sicherheit.
KIESEL / BELL
Allrounder für den Steinbruch:
neue Generation Bell B45E 4x4
Mit einer großangelegten Roadshow begleitet der internationale
Bell-Vertriebspartner Kiesel die Markteinführung des grundlegend
überarbeiteten Bell B45E 4x4. Mit neuem Fahrwerk und spezifisch
angepasster Gesteinsmulde entspricht der 41-Tonner noch besser den
Anforderungen kleinerer und mittlerer Gewinnungsbetriebe.
D
ie maßgeblichen Veränderungen
betreffen insbesondere den für alle
Bell-Zweiachser typischen kurzen Hinterwagen
des Bell B45E 4x4. Trotz einer
neuen Achsaufhängung und des stark
angepassten Mulden-Designs blieben
Rahmenlänge und Radstand nahezu
identisch, was die hervorragende Wendigkeit
des Zweiachs-Knicklenkers gewährleistet
(max. Wendekreis: 17,31 m). Wie
beim Sechzigtonner Bell B60E übernehmen
jetzt zwei Öl-/Stickstoff-Stoßdämpfer
die Federung der zwillingsbereiften
Antriebsachse vom deutschen Hersteller
Kessler. In Verbindung mit der serienmäßigen
adaptiven „Comfort-Ride“-Frontfederung
sorgt dies für mehr Fahrkomfort,
insbesondere aber für noch bessere
Fotos: Kiesel GmbH / B. Mair
24 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Traktion und Bremseigenschaften des
beladen rund 78 t schweren Zweiachsers
(Leergewicht: 37.157 kg). Die Hinterachse
bietet neben einem Anti-Schlupf-Differenzial
jetzt auch eine sensor-gestützte
automatische Traktionskontrolle. Anlenkung
und Federwege der neuen Aufhängung
wurden so dimensioniert, dass eine
Ausrüstung der 21.00 R35-Zwillingsbereifung
mit Schneeketten möglich ist.
Komplett neu gezeichnet wurde die
SKW-typische Gesteinsmulde mit flachem
Boden: Ursprünglich an das Design des
Bell B60E angelehnt, der in der Praxis
Uwe Herber,
Kiesel-Branchenleiter
Gewinnung,
und Walter
Michels, Kiesel-
Produktmanager
für knickgelenkte
Muldenkipper, bei
der Präsentation
des neuen Bell
B45E 4x4.
meist von schweren Gewinnungsbaggern
beladen wird, erschwerte die Mulde zuvor
das in kleineren bis mittleren Steinbrüchen
oft übliche Laden mit Radladern. Die
Mulde wurde verlängert und erhielt eine
gerade Stirnwand, was dank längerer
Muldenoberkante und besserem Füllverhalten
jetzt auch die schnelle Beladung
mit 3,5- bis 6-m³-Felsschaufeln ermöglicht.
Dabei blieben sowohl die max. Kipphöhe
(6.485 mm bei 55°) als auch die große
Bodenfreiheit der Schurre (890 mm)
nahezu unverändert. Damit lässt sich der
knickgelenkte 41-t-Zweiachser deutlich
besser in bestehende Infrastrukturen (z.B.
Brecher-Einhausungen) einpassen als
vergleichbare 6x6-Knicklenker mit langer
Erdbau-Mulde, bietet jedoch deren Vorteile
gegenüber konventionellen Starrkippern
mit tiefer Schurre beim schnellen Entladen
in jedem Terrain. Die abgasbeheizte
25-m³-Mulde mit 4.265 mm Standardbreite
(mit Heckklappe: 26 m³ / 4.639 mm)
markiert gleichzeitig die Fahrzeugbreite
– eine in Kürze erhältliche schmälere
„Narrow“-Mulde gleichen Volumens
bringt den Bell B45E 4x4 optional auf
unter 4 m Gesamtbreite.
Während die Anpassungen von Hinterwagen
und Mulde eine weitere Station in
fast 10 Jahren spezifischer 4x4-Entwicklung
darstellen, profitieren die Betreiber
bei Antrieb, Kraftübertragung und
intelligenter Fahrzeugsteuerung von der
ständig weiterentwickelten 6x6-Knicklenker-Großserie
von Bell Equipment. So
besitzt der Bell B45E 4x4 den nahezu
identischen Vorderwagen des 6x6-
Schwestermodells B45E. Unter der Haube
arbeitet der 390 kW starke Reihensechszylinder
OM471LA von Mercedes-Benz in
MTU-Offroadversion. Die Abgasreinigung
nach EU-Stufe V übernimmt ein wartungsarmes
System aus kontrollierter
Abgasrückführung (EGR), SCR-Technologie
und Dieselpartikelfilter. Gemeinsam
mit der „selbstlernenden“ Allison-Siebengang-Automatik
4700 ORS gewährleistet
Durchschnitt ist
für uns keine Option.
Wir bieten unseren Kunden ein echtes Rundum-sorglos-Paket. Ob ganz kleiner Kran
oder größter Kran der Welt – wir liefern Krane für jeden Bedarf. Wer mit uns arbeitet,
muss sich um nichts kümmern. Wir bringen den Kran überall hin: Auf den höchsten Berg
oder in die dichteste Innenstadt. Das können nur echte Profis. Wie wir von Stirnimann.
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MASCHINEN + TECHNIK
Die neu gezeichnete
Gesteinsmulde mit
gerader Stirnwand
bietet vor allem
Vorteile in der
Beschickung durch
Großradlader.
BELL B45E 4X4
Kiesel-Roadshow: zwei Österreich-Termine
„Einmal quer durch Deutschland und Österreich“ lautet die Devise der über viermonatigen
Roadshow „R-Evolution“, auf der Kiesel bis September den neuen knickgelenkten Allrad-
Zweiachser Bell B45E einem breiten Kreis von Interessenten
und Kunden unter realistischen Testbedingungen
näherbringen will.
11. - 12.06. Fulda 02.-03.07. Vogtland
23. - 24.07. Ulm
13. - 14.08. Österreich: Oberösterreich / Salzburg
03. - 04.09. Österreich: Steiermark / Kärnten
Anmeldung und weitere
Informationen unter
www.kiesel.net/de/roadshow
der drehmoment-optimierte Motor (2.460
NM bei 1.300 U/min) eine hohe Kraftstoff-
Effizienz, die sich in niedrigen Verbrauchswerten
niederschlägt. Wie bei den übrigen
aktuellen Bell-Großdumpern übernehmen
Ölbadlamellen-Bremsen an beiden Achsen
die Verzögerung – in Kombination mit der
Jacobs-Motorbremse auch als mehrstufig
programmierbare, vollautomatische
Dauerbremse.
Der Arbeitsplatz in der großräumigen
Bell-Standardkabine des B45E 4x4 bietet
gute Übersicht, hohen Komfort und ein
vollständiges Serien-Paket an fahrerbezogenen
Assistenzsystemen. Dazu zählen
beispielsweise Berganfahrhilfen bzw.
Rückroll-Sperren sowie Lade- und
Kipp-Routinen, die gleichermaßen für
Produktivität und Sicherheit sorgen. Alle
elektronischen Helfer und Status-Anzeigen
basieren auf Echtzeit-Messdaten der
vernetzten Fahrzeug-Sensorik (On-Board-
Waage, Neigungs- und Rollsensoren, etc.),
die über praxisgerechte Auswertungen der
satellitengestützten Bell-Maschinenüberwachung
Fleetm@tic auch zur Leistungsdokumentation
bzw. Wartungsoptimierung
abgerufen werden können.
„In seiner überarbeiteten Auslegung ist
der Bell B45E 4x4 für unsere europäischen
Märkte die ideale Ergänzung im Zweiachser-Angebot
von Bell Equipment“, urteilt
Walter Michels, Kiesel-Produktmanager
für knickgelenkte Muldenkipper. „Hier das
auf schiere Allwetter-Produktivität
ausgerichtete Flaggschiff B60E 4x4, am
anderen Ende der 30-Tonner B30E 4x4,
als hoch wirtschaftliche und dabei
kompakte Lösung für den Untertageeinsatz
sowie im Lockergestein und dazwischen
der 45er, der mit seinen ausgewogenen
Crossover-Qualitäten neue Maßstäbe
im Steinbruch definiert.“
www.kiesel.net
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26 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
ARBEITENOHNEUNTERBRECHUNG .
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konische Verriegelung mit permanent vorgespanntem Konstantdruck
sitzt das Werkzeug immer fest und ist somit spielfrei. Mehr auf bmt.at
MASCHINEN + TECHNIK
In diesen Wochen wird
mit der Bautätigkeit des
Speicherkraftwerks Kühtai
begonnen. Die nächsten fünf
Jahre wird im hinteren
Längental der neue
Speichersee errichtet. Der
gesamte Ausbau beinhaltet
das Kraftwerk Kühtai 2,
den Speicher Kühtai und
Beileitungsstollen mit
sechs Wasserfassungen.
D
as heimische Konsortium Swietelsky
Tunnelbau – Swietelsky – Jäger
– Bodner erhielt den Zuschlag für das
Ausbauprojekt von TIWAG. 16 der dafür
nötigen großen Cat-Maschinen bestellte
die ARGE Kühtai beim Konzernkundenbereich
von Zeppelin, die zusammen mit
der Zeppelin Österreich GmbH den
Auftrag in Rekordhöhe erhielt. Je zwei
ZEPPELIN
16 Cat-Großgeräte für
Kraftwerksausbau Kühtai
Cat Kettenbagger 6015B und 352, sieben
Cat Muldenkipper 777G, je zwei Cat
Dozern D8T und D6XE sowie ein Cat
Motorgrader 140 AWD werden auf der
Großbaustelle auf über 2.000 Höhenmeter
zum Einsatz kommen. Teilweise sind
diese auch schon vor Ort angekommen
und werden von den Servicetechnikern
komplettiert.
Damit es bei diesem Bauprojekt zu
keinen Stillstandzeiten kommt, ist es sehr
wichtig, schnelle Reaktionszeiten für ein
Baumaschinenservice zu ermöglichen. Die
Niederlassung Innsbruck von Zeppelin
Österreich ist 30 km von der Großbaustelle
entfernt, sodass kurze Wege garantiert
sind. Außerdem beinhaltet der
Auftrag für das Maschinenpaket einen
Full-Service-Vertrag mit einer Laufzeit
von fünf Jahren. Aufgrund des Umfangs
werden regelmäßig ein bis zwei feste
Servicetechniker in der ganzen Bauphase
den Maschineneinsatz in Kühtai begleiten.
Ein Konsignationslager für Ersatz- und
Verschleißteile sowie Schmierstoffe wird
von Zeppelin ebenfalls auf der Baustelle
eingerichtet, damit die Monteure sofort
darauf zurückgreifen können.
Dass es sich bei dem Auftrag in der Tat
um ein Großprojekt handelt, zeigt auch die
Menge an Literatur in Form von Bedienungsanleitungen,
Wartungs- und
Ersatzteilhandbücher, wie sie sonst noch
für keinen Auftrag geliefert wurde. Die
Einweisung in die Gerätetechnik übernimmt
das Team der Zeppelin Projektund
Einsatztechnik.
www.zeppelin-cat.at
1
Die Bilder zeigen einige
der 16 Cat-Großgeräte,
die beim Kraftwerksausbau
Kühtai zum Einsatz
kommen: 1 Einer von
zwei Cat Kettenbaggern
352. 2 Einen der beiden
Cat Dozer D6XE. 3 Den
Aufbau von einem der
sieben Cat Muldenkipper
777G. 4 Die umfangreiche
Komplettierung
des 140 t Großhydraulikbaggers
Cat 6015B
wurde ebenfalls direkt
vor Ort durchgeführt.
2 3 4
28 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Foto: Prangl Gesellschaft m.b.H., Wien
PRANGL
Logistische Challenge
Beim Transport von zwei Generatoren
und zwei Gasturbinen für das Kraftwerk
Ljubljana funktionierte die länderüber -
g reifende Kooperation der Prangl-Experten
einwandfrei.
B
ereits der Umschlag der bis
zu 92,5 t schweren Komponenten
vom Schiff und die
anschließende Zwischenlagerung
am Hafengelände von
Koper unter strengen Technikund
Sicherheitsvorgaben des
Herstellers wurde von Prangl
organisiert. Beim anschließenden
Sondertransport der bis zu
13,5 m langen Einzelkomponenten
mussten aufgrund von
Gesamttransportgewichten von
bis zu 186 t statische Untersuchungen
von Brücken und
Viadukten durchgeführt
werden. Schlussendlich kamen
bis zu 46 m lange Transporteinheiten
mit bis zu 18 Achsen
zum Einsatz – aufgrund der
Straßenführung ein Unterfangen
für nur die besten Lkw-
Fahrer. Da mit den
Schwertransportern nicht
direkt zur Einbringungsstelle
zugefahren werden konnte,
wurden die Generatoren und
Gasturbinen außerhalb auf
einer temporär gesperrten
Straße umgeladen. Das
hydraulische Hubportal PHP 63
verfrachtete die vier
Kraftwerks teile jeweils einzeln
auf ein selbstfahrendes
Schwerlastmodul mit 6 Achsen.
Per Fernsteuerung wurden die
Komponenten dann auf diesen
„Selbstfahrern“ der Reihe nach
zum Entladeort geführt. Das
Einfädeln des selbstfahrenden
Schwerlastmoduls war nur mit
höchster Präzision und Vorsicht
möglich. Das finale Einheben
der Kraftwerkskomponenten
war nur mittels hydraulischem
Die 127,5 t schweren Transporte mussten behutsam
Meter für Meter manövriert werden.
Hubportal mit einer maximalen
Hublast von 1.068 t möglich.
Das auf speziellen Fahrschienen
aufgebaute PHP 534 löste
diese Aufgaben souverän. Nach
der Entladung des „Selbstfahrers“
wurden die Lasten auf
dem Schienensystem 48 m
verfahren und schlussendlich
millimetergenau eingebracht.
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MASCHINEN + TECHNIK
BRIDGESTONE
Erster OTR-Radialreifen von Firestone
Firestone bringt mit dem Multi Block T das erste Off-The-
Road (OTR)-Radialreifen Line-up auf den europäischen
Markt. Der neue Firestone Multi Block T (L3/E3-Reifen)
wurde sowohl für Radlader als auch für knickgelenkte
Muldenkipper entwickelt und ist ab sofort in folgenden
fünf Hauptgrößen sukzessive auf dem europäischen
Markt erhältlich: 17.5R25, 20.5R25, 23.5R25, 26.5R25 und
29.5R25. Die Karkasse und das Profildesign des Multi
Block T reduzieren Vibrationen und bieten einen breiten
Einsatzbereich. Die Seitenwand und die Lauffläche des
Reifens sind dabei besonders schnittfest, um unerwartete
Schäden und anschließende Ausfallzeiten zu
vermeiden. Die Profilstege verhindern die Flexion und
Bewegung der Stollen, während das nicht-laufrichtungsgebundene
Profildesign für eine gute, gleichmäßige
Abnutzung sorgt. Das offene Schulterdesign des
Reifens trägt zu seiner Traktionsleistung bei.
www.bridgestone.at
HKL BAUMASCHINEN AUSTRIA
Christian Heigl übernimmt Geschäftsführung
Christian Heigl ist neuer Geschäftsführer von HKL Baumaschinen Austria. In dieser
Funktion wird der in der Branche für seine Expertise anerkannte Maschinenbauer und
Jurist die Leitung des weiteren Ausbaus des HKL Geschäfts im Alpenland übernehmen.
C
hristian Heigl sagt: „Mein klares Ziel
ist es, HKL als verlässlichen und
professionellen Partner der Bauwirtschaft
im weitesten Sinne zu verankern.
Gemeinsam mit unserem starken und
schlagkräftigen Team wollen wir uns als
‚bester Anbieter‘ in der Vermietung und
dem Verkauf in unserem Bereich etablieren.
Der Name HKL muss für Kompetenz,
Qualität und Verlässlichkeit stehen.
Das leben wir und das sollen alle Unternehmen
erfahren. Hier legen wir an
unsere Dienstleistung einen hohen
Anspruch.“
Miete, Kauf, Service – die Breite des
HKL Portfolios gilt in Österreich als
unübertroffen. HKL bietet Produkte
und Dienstleistungen entlang des
gesamten Bauprozesses an. Dabei
gilt die Kombination von Baumaschinen-
und Gerätevermietung
mit einem Baushop, in dem eine
große Auswahl qualitativ
hochwertiger Produkte für
den Baustellenbedarf
erworben
werden können,
als klares
Alleinstellungsmerkmal,
das
gut ankommt. Nach dem Prinzip des
One-Stop-Shops können sich Kunden für
den Baustellentag rüsten – und das ohne
Zeit zu verlieren. Der Umfang des
Mietprogramms reicht von der Säge bis
zum 20-t-Bagger, von der Grabenwalze
bis zur 25-Meter-Arbeitsbühne. Ob
Verdichtungstechnik, Dumper, Radlader,
Mini- und Kompaktbagger, Stromaggregate,
Licht, Arbeitsbühnen- und Teleskopmaschinen
bis hin zu Raumsystemen
und Baustellenabsicherung – Bauunternehmen,
GaLaBau- und Handwerksbetriebe
finden bei HKL alle benötigten
Maschinen zur Miete plus das dazugehörige
Equipment zum Kauf. Die Produkte
stammen ausschließlich von namhaften
Herstellern.
Im Jahr 2021 wird HKL in Österreich
weiter in allen Bereichen investieren. Bei
der Auswahl neuer Maschinen steht
neben der Effizienz und Umweltverträglichkeit
auch die Ausstattung im Fokus.
So werden alle neuen Bagger ab der
3,5-t-Klasse mit Schwenkmotoren
ausgestattet. Auch der Bereich der
Höhenzugangstechnik wird erweitert.
Unter anderem werden Lkw-Arbeitsbühnen
der Marke Multitel ab diesem
Sommer in den HKL Centern zur
Miete bereitstehen. Dazu kommt Verstärkung
im Bereich der Baustelleneinrichtung.
Sanitärcontainer, Bauzäune,
Ab sperrungen und vieles mehr wird ab
sofort für unsere Kunden zur Miete
angeboten.
2012 startete HKL in Österreich mit
dem ersten Center in Wiener Neudorf. In
den folgenden Jahren baute das Unternehmen
seine Präsenz auf heute sieben
Center aus: in Wien, Wiener Neudorf,
Wolkersdorf, Salzburg, Linz, Graz und
seit einigen Monaten auch in Krems.
www.hkl-baumaschinen.at
Branchenprofi
Christian Heigl
ist Geschäftsführer
der HKL
Baumaschinen
Austria GmbH.
Im September 2020 eröffnete das HKL Center
in Krems. Es ist das siebte Center des Baumaschinenvermieters
in Österreich.
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MASCHINEN + TECHNIK
Der neue ARS 110 Walzenzug der
Firma Lehner ist ein ergonomisch
gestaltetes Hightech-Gerät mit innovativem
Antrieb, intelligentem Verdichtungsmesssystem
und großer Steigfähigkeit.
1 2 3
1 Die weitöffnende Heckklappe der ARS 110 erleichtert die Wartungsarbeiten. In Verbindung mit der hohen Kraftstoffeffizienz sorgt der 345 l Tank im
Heckrahmen für lange Einsatzzeiten. 2 Fahrer Walter Axenkopf schätzt die ausgezeichnete Rundumsicht der geräumigen Kabine, die Klimaanlage und
das zentral angeordnete Multifunktionsdisplay. 3 Seit 1997 ist Firmenchef Friedrich Lehner vom Service der Firma Huppenkothen begeistert und fühlt
sich auch von Klaus Grabenweger bestens betreut.
HUPPENKOTHEN / AMMANN / LEHNER
Lehner: mit Ammann Verdichtungstechnik
und Huppenkothen Service erfolgreich
Vom Aushub bis zum Hallenbau ist das Bau- und Transportunternehmen Lehner
im Weinviertel ein gefragter Komplettanbieter. Ein Schlüssel zum Erfolg ist für
Geschäftsführer Friedrich Lehner die regelmäßige Modernisierung des Fuhrparks.
Vor kurzem erfolgte in der Firmenzentrale in Stützenhofen die Übergabe eines
neuen Ammann ARS 110 Walzenzugs durch die Firma Huppenkothen, mit der
der Firmenchef seit fast 25 Jahren eng zusammenarbeitet.
F
riedrich Lehner hat viel gesehen und
viel erlebt. Als Chauffeur im internationalen
Fernverkehr führten ihn seine
Touren bis nach Asien und auch heute
noch nimmt er sich immer wieder Zeit für
seine alte Leidenschaft und setzt sich
hinter das Steuer eines Lkw.
1997 war es Zeit für einen Wechsel und
Friedrich Lehner machte sich mit einem
Takeuchi Minibagger im Bereich Deichgräberei
selbstständig. Drei Jahre später
erwarb er eine Lehmgrube in Neuruppersdorf,
in der bis heute hochwertiges
Material für die eigenen Projekte abgebaut
wird. Kurz darauf gründete er auf dem
32 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Gelände eines ehemaligen Ziegelwerks in
Stützenhofen sein eigenes Bauunternehmen.
Der Standort bietet nicht nur
ausreichend Platz für die Lagerung der
benötigten Baustoffe und Geräte, sondern
auch für eine Bodenaushubdeponie und
einen Recycling-Platz, mit dem Baurestmassen
zu geprüften Recyclingbaustoffen
aufbereitet werden.
Geschäftsführer Friedrich Lehner: „Wir
sind ein 10-köpfiges Team und übernehmen
als Komplettanbieter vom Kelleraushub
über den Kanal- und Leitungsbau bis
hin zum Hochbau und zur Errichtung von
Hallen alle möglichen Arbeiten. Unsere
Lkw-Flotte ist entsprechend leistungsfähig
aufgestellt, dazu zählt auch ein
Kranfahrzeug und in Kürze ein neuer
Tieflader. Raupenbagger haben wir von 1,6
bis 23 t, dazu Mobilbagger, mehrere
Radlader, eine große Schubraupe, einen
Grader mit Lasersteuerung sowie verschiedene
Hebetechnik-Geräte. Alle unsere
Bagger sind mit einem hydraulischen
Schnellwechsler und Gummiketten
ausgerüstet. Die Bagger bis 15 t stammen
ausschließlich von Takeuchi, denn seit
meinem Einstieg in den Erdbau vertraue
ich auf die Betreuung durch die Firma
Huppenkothen. Der Service ist hervorragend
und durch die neue Niederlassung in
Großebersdorf bekomme ich die benötigten
Mietgeräte oder Werkzeuge jetzt noch
schneller.“
Klaus Grabenweger, zuständiger
Betreuer der Niederlassung Großebersdorf
der Huppenkothen GmbH, ergänzt:
„Neben den Takeuchi Baggern betrifft die
enge Zusammenarbeit mit der Firma
Lehner auch verschiedene Ammann
Verdichtungsgeräte, die sich ebenfalls im
Vertrieb der Firma Huppenkothen
befinden. Zum Einsatz kommen mehrere
Rüttelplatten, eine Grabenwalze sowie
eine 2,5 t Aufsitzwalze von Ammann.
Jüngster Neuzugang ist der neue Walzenzug
ARS 110, ein 11 t Gerät mit der
Leistungsfähigkeit einer 13 t Maschine.
Sie ist technisch auf dem neuesten Stand,
verfügt über eine umfangreiche Vollausstattung
und ersetzt eine Walze ohne
Klimaanlage.“
Klaus Smagoi, Gebietsverkaufsleiter
der Ammann Austria GmbH in St. Martin,
ergänzt: „Die Produktpalette der Ammann
Walzenzüge beginnt bei der ARS 70 und
erstreckt sich bis hinauf zur ARS 220. In
den letzten Jahren wurden die Ammann
Walzenzüge in vielen Bereichen weiterentwickelt.
Ein wichtiger Punkt ist das
Von links: Maschinist Jörg
Lehner, Geschäftsführer
Friedrich Lehner, Klaus
Grabenweger, (zuständiger
Betreuer der Huppenkothen
GmbH, Niederlassung Großebersdorf)
und Klaus Smagoi
(Gebietsverkaufsleiter der
Ammann Austria GmbH
in St. Martin).
innovative Antriebkonzept, das anstelle
einer Hinterachse auf Radnabenmotoren
setzt. Dadurch sind die Walzenzüge
extrem kompakt, Motor, Kühlsystem, Tank
und Hydraulikkomponenten finden im
Motorraum bequem Platz. Für den Fahrer
resultieren daraus optimale Sichtverhältnisse
nach hinten, auch ohne Rückfahrkamera.
Verstärkt wird der Effekt noch
dadurch, dass der Überrollbügel in die
Kabinenkonstruktion integriert wurde.
Die Kabine selbst kommt durch die
gebogene Scheibe ohne A-Säule aus und
bietet damit eine optimale 360°-Rundumsicht.
Ein weiteres Highlight ist das
zentral angeordnete Display, das der
Fahrer immer im Blickfeld hat und das so
die Sicherheit erhöht. Auch die ARS 110
verfügt über das patentierte, intelligente
Verdichtungssystem von Ammann, das
den absoluten Verdichtungsgrad misst und
das mit einem Dokumentationssystem
kombiniert werden kann. Darüber hinaus
ist die ARS 110 mit einem innovativen
System von Ammann ausgestattet, das
den Kraftstoffverbrauch senkt und
weniger Betriebsmittel für das Hydraulikund
Vibrationssystem benötigt.“
www.ammann.com
www.huppenkothen.com
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MASCHINEN + TECHNIK
Kubota hat zwei neue
Minibagger der neuesten
Generation -5 auf den
Markt gebracht. Die
neuen Minibagger
K008-5 und U10-5
sind die kleinsten, in
Europa erhältlichen,
kompakten Baumaschinen
und
ersetzen die bisherigen
Modelle
K008-3, U10-3 und
U10-3 SL.
Durch den klappbaren
Sicherheits-Überrollbügel
können die
Maschinen (im Bild
der K008-5) auch in
Fahrstühlen transportiert
werden.
KUBOTA
Neue Minibagger K008-5 und U10-5
er original Kubota Dieselmotor mit
Ddem E-TVCS Verbrennungssystem
bietet hohe Leistung, geringe Geräuschentwicklung
und verbesserte Abgasqualität.
Selbstverständlich erfüllen die
Motoren die geltenden Abgasbestimmungen
der Stage V.
Die kompakte Bauweise und einfache
Verlademöglichkeit
Der U10-5 verfügt nun
serienmäßig über seitliche
Vorsteuerhebel, das neu gestaltete
Heck mit integriertem
Kontergewicht schützt die
Maschinen vor Beschädigungen.
ermöglichen einen
flexiblen Einsatz.
Beide Maschinen
verfügen über
ein hydraulisch
verstellbares
Fahrwerk
(K008-5: 700-860
mm / U10-5:
750-990 mm). Somit
stellen z.B. Gartentüren oder
Hauseingänge kein Hindernis dar.
Durch den klappbaren Sicherheits-Überrollbügel
können die
Maschinen auch in niedrigen
Räumen, wie z.B. Fahrstühlen
transportiert werden. Der U10-5
verfügt nun serienmäßig über
seitliche Vorsteuerhebel (Side
Lever), dadurch wird die Bedienung
der Maschine vereinfacht.
Das neu gestaltete Heck mit
integriertem Kontergewicht
schützt die Maschinen vor
Beschädigungen, serienmäßig
verfügen die Maschinen über eine
LED Arbeitsleuchte am Ausleger,
was die Arbeit bei schlechten Lichtverhältnissen
erleichtert. Die Motorabdeckung,
inklusive Fahrersitz und Bedieneinheit
lässt sich vollständig aufklappen und
ermöglicht dadurch einen hervorragenden
Zugang zu allen relevanten Wartungspunkten.
Die Hydraulikschläuche für
Ausleger- und Löffelstielzylinder sind
innenseitig verlegt und somit vor Beschädigungen
geschützt, eine Segmentierung
der Schläuche am Planierschildzylinder
verringert die Ausfallzeiten in einem
etwaigen Schadensfall erheblich.
Beim Thema Sicherheit geht Kubota,
wie gewohnt, keine Kompromisse ein.
Durch einen Signalton wird der Bediener
an das Anlegen des orangefarbenen
Sicherheitsgurtes erinnert. Beide Maschinen
verfügen serienmäßig über das am
Markt bewährte Kubota Diebstahl
Sicherungssystem.
Jürgen Bidell, Vertriebsleiter der
Kubota Baumaschinen GmbH, betont: „Wir
freuen uns, die neuen ,kleinen‘ Mini-Bagger
in unserem Maschinenprogramm
begrüßen zu können. Der K008-5 und der
U10-5 werden mit ihrem neuen Design, der
optimalen Leistungsperformance und den
Detaillösungen unsere Kunden überzeugen.
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34 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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MASCHINEN + TECHNIK
SBM MINERAL PROCESSING
SBM Jawmax 400/450 & Remax 450:
Paukenschlag in der 40-t-Klasse
Nach der Einführung des kompakten 28-t-Backenbrechers Jawmax 200 im
vergangenen Herbst präsentierte SBM Anfang Mai im Rahmen einer internationalen
Händlertagung mit den Modellen Jawmax 400/450 und dem Prallbrecher Remax 450
gleich drei neue Modelle in der 40-t-Klasse. Alle Maschinen setzen dabei ein weiteres
Mal Maßstäbe in Sachen praxisgerechter Mobilität, qualitätsorientierter Anwendungsvielfalt
und optimierter Produktivität.
A
uch mit der zunehmenden Popularität
hochkompakter Mobilanlagen für
das innerstädtische Recycling und immer
leistungsfähigeren Großbrechern für den
ortsmobilen Einsatz auf Recycling-Plätzen
oder in Naturstein-Betrieben bleibt
die 40-t-Klasse ein wichtiges Referenz-
Segment in der mobilen Aufbereitung.
Exakt abgestimmt auf geltende Transportbestimmungen
und bestehende
Fuhrpark-Ausrüstungen ermöglichen die
Anlagen mit Einsatzgewichten von 35 bis
45 t schnelle und flexible Ortswechsel
ohne große Zugeständnisse an Produktionsleistung
oder aufwändige Sondergenehmigungen.
„Tatsächlich lieferte der
Markt in diesem Segment zuletzt nur
wenig innovative Angebote, was uns auch
die immer zahlreicher werdenden
Anfragen von Bauunternehmen, Brech-
Dienstleistern, kleinen bis mittleren
Gewinnungsbetrieben und vor allem
Vermietern zeigten“, erklärt SBM-Vertriebsleiter
Helmut Haider. „Neue
Brecher-Konzepte mit produktions-steigernder
Peripherie, alternative Antriebe,
intelligente anwender-orientierte Steuerungen,
all das passierte mehr oder
weniger in den anderen Klassen – das
‚Brot-und-Butter‘-Segment der Vierzigtonner
blieb davon weitgehend unberührt.“
Grund genug für SBM, intensiv an der
Weiterentwicklung und Aufwertung der
eigenen Mittelklasse zu arbeiten: Die
neuen Jawmax 400/450 treten als echte
Allrounder mit einem komplett neu
entwickelten Backenbrecher an, dessen
Effizienz und Produktivität durch ein
aktives Vorsieb in der 450er-Version weiter
optimiert wird. Auch das bewährte
40-t-Modell der Remax-Prallbrecher ist
jetzt mit aktiver Doppeldeck-Vorabsiebung
erhältlich, was den Wirkungsgrad, die
Produktivität und Wirtschaftlichkeit des
„1300ers“ Remax 450 nochmals deutlich
steigert. Alle neuen Anlagen besitzen
SBM-typisch einen diesel-elektrischen
Antrieb mit vollelektrischer Netzoption
und verfügen über hochmoderne Steuerungen
mit neuer bedienerfreundlicher
Funkfernsteuerung und Anbindung an das
app-basierte SBM-Anlagenmanagement
„Crush Control“.
Eine Klasse – zwei Modelle
SBM präsentiert seinen neuen raupenmobilen
40-t-Backenbrecher in zwei Versionen:
als Jawmax 450 mit aktivem Zweideck-Vorsieb
(Transportgewicht: 39,2 t
(inkl. Optionen) und als Jawmax 400 (36,5
t) mit konventioneller Aufgaberostrinne
mit 2 Decks – z.B. für den überwiegenden
Einsatz als Vorbrecher. Beide Anlagen
liegen trotz großzügig bemessenem
7-m³-Bunker innerhalb der kritischen
Transportabmessungen, was beim
Jawmax 450 (L x B x H: 14,71 m x 2,88 m
x 3,60 m) bedienerfreundlich durch
hydraulisch klappbare Bunkerwände
gelöst wurde.
Identisch auch das diesel-elektrische/
vollelektrische SBM-Antriebskonzept: Ein
verbrauchsoptimierter 6,7-l-Cummins-
Diesel (170 kW bei 1.500 U/min) nach
Fotos: SBM Mineral Processing; Baublatt.Österreich
36 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
SBM Premiere: Der neue raupenmobile
Backenbrecher Jawmax 450 überzeugt mit
hohen Produktionsleistungen im 40-t-Segment.
Abgasstufe EU-V liefert die Kraft für den
200-kVa-Aufbaugenerator, der wiederum
die nahezu komplett elektrischen Einzelantriebe
auf der Maschine versorgt. Lediglich
Hubzylinder und Fahrantrieb hängen
noch an der elektrisch betriebenen
Arbeitshydraulik, was die notwendigen
Ölmengen auf der Anlage deutlich
reduziert. Durch den optionalen Netzanschluss
kann die Anlage bei voller
Funktionalität auch kostengünstig und
umweltfreundlich über das Stromnetz
betrieben werden. Laut SBM lassen sich
damit bei den direkten Energiekosten bis
zu 60% gegenüber vergleichbaren dieselhydraulischen
Anlagen einsparen.
Neuer Hochleistungsbrecher
Herzstück und dank der gewichtssparenden,
vibrationshemmenden Integration
des Brechergehäuses in die Rahmenstruktur
sogar tragendes Element der aktuellen
Jawmax-400er-Baureihe, ist der neue
Einschwingen-Backenbrecher STE 110-70
von SBM. Speziell für den Mobileinsatz
konzipiert, besitzt der 14.235 kg schwere
Brecher eine Einlauföffnung von 1.100
mm x 700 mm. Bei einer Nenngröße von
0-700 mm erlaubt er max. Aufgabegrößen
von 1.000 x 600 x 600 mm, was Maschinisten
im Bagger oder Lader gerade in der
hochfrequenten Beschickung von Recycling-Material
deutlich entlastet. Die
Brechbacken bestehen aus hochlegiertem
Manganguss und sind um 180° drehbar.
Dies verdoppelt ihre Lebensdauer und
trägt ebenso wie die zweiteilig ausgelegten
Seitenkeile aus hochverschleißfestem
Stahl zu niedrigen Verschleißkosten bei.
Eine Umlenkplatte unter dem Brecherauslauf
leitet das Brechgut in Laufrichtung
auf das 1.000-mm-Austragsband, was
Schäden etwa durch Bewehrungseisen an
dem hochwertig armierten Gurt zuverlässig
vorbeugt.
Ausgelegt auf hohe 400 MPa-Druckfestigkeit
(z.B. Naturstein, Schlacke) bietet
der STE 110-70 einen großen Hub für
hohe Durchsatzleistungen und eine
Brechspalteinstellung von 40-160 mm,
die im Betrieb jederzeit unter Last vom
Bediener nachjustiert werden kann. Die
mechanisch-hydraulische Spaltverstellung
durch das spezifische SBM-Keilsystem
übernimmt auch die optional
verfügbare Überlastsicherung: Messungen
am Brechergehäuse erfassen kontinuierlich
die Druckbelastung – gelangt
„Unbrechbares“ (Holz, Metall, etc.)
zwischen die Backen, öffnet der Brechspalt
bis zum Maximum von 280 mm,
lässt den Fremdkörper passieren und
stellt sich automatisch auf das
Ursprungsmaß zurück. Löst sich die
Blockade nicht, stoppt der Motor und
ermöglicht dem Bediener die manuelle
MACHT’S MÖGLICH
HEAVYDUTY
In der 7-m³-Aufgabeeinheit des Jawmax 450
schließt das Stangenrost-Oberdeck des
unabhängigen Kreisschwinger-Vorsiebs
direkt an die Vibrationsrinne an.
Seit Jänner 2021 ist die Acht
Gruppe für Vertrieb, Service
und Miete der mobilen
Aufbereitungsanlagen von
SBM Mineral Processing in
Österreich und in der
Schweiz zuständig (von
links): Alfred Peer (Kundenbetreuer
SBM Mineral Processing
GmbH), Geschäftsführer
Ing. Erwin Hofstätter
(Mineraltech; acht baurecycling
GmbH), DI Erwin
Schneller, Geschäftsführer
SBM Mineral Processing
GmbH) und SBM Vertriebsleiter
Helmut Haider.
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BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021
37
MASCHINEN + TECHNIK
Nachhaltig aufgewertet: Dank neuer
Vorabsiebung erhöht sich die Produktionsleistung
des Remax 450 auf 450 t/h.
Störungsbehebung – unter anderem
durch einfache Umkehr der Brecher-
Laufrichtung auch unter Last.
Angetrieben wird der STE 110-70 über
Keilriemen durch einen 110-kW-Elektromotor
mit hohem Anlaufmoment. Dieses
bei SBM seit Jahrzehnten bewährte
Antriebsprinzip „puffert“ nicht nur
zuverlässig Brecher-Lastspitzen und sorgt
damit für gleichmäßige, verbrauchsgünstige
Drehzahlen im Dieselbetrieb (1.500 U/
min). Das System ermöglicht auch die
vierstufige Anpassung der Brecher-Drehzahl
zur Optimierung des Brechergebnisses
und optional den Rückwärtslauf des
Backenbrechers, der zum Beispiel beim
Brechen von Asphalt oder anderem
bindigen Material Vorteile bringt. Ebenso
verringert der elektrische Brecherantrieb
erheblich den Wartungsaufwand und lässt
sich einfach in die intelligente Maschinensteuerung
SBM Crush Control integrieren.
Mehr Leistung – weniger Verschleiß
Das gilt auch für das neue aktive Zweideck-Vorsieb
(2 x 2,0 m²) im Jawmax 450,
dessen Stangenrost-Oberdeck im
7-m³-Aufgabebunker unmittelbar an die
stufenlos regulierbare Förderrinne
anschließt. Als effizienter Kreisschwinger
ausgeführt, entzerrt die Siebeinheit das
Aufgabegut sehr wirkungsvoll, separiert
Feinanteile und Verunreinigungen oder
trägt bei hochwertigem Ausgangsmaterial
über die 25-mm-Standardmasche bzw.
optional wählbare Beläge im Unterdeck
eine erste qualifizierte Endkörnung aus.
Die Dreiwege-Klappe am Siebauslauf
ermöglicht dabei die selektive Behandlung
des Siebguts: Je nach Verunreinigung/
Qualität lassen sich beide Fraktionen
komplett oder separat über das seitliche
Feinanteil-Band austragen bzw. als
wertiger Brecher-Bypass dem
Materialstrom auf dem Hauptaustragsband
zuführen.
Die aktive Vorabsiebung senkt deutlich
den Verschleiß im Brecher und kann den
Gesamtdurchsatz um bis zu 25% erhöhen,
was beim Jawmax 450 ein Plus von rund
50 t/h auf eine maximale Stundenleistung
von ca. 450 t ausmacht (vgl. Jawmax 400
ohne Vorsieb: 400 t/h). Der große beidseitig
beschickbare Aufgeber sowie hohe
Haldenkapazitäten am Feinaustrag
(Abwurfhöhe: 2,8 m/ca. 45 m³ und Brecherabzugsband
(4,0 m/ca. 100 m³) ermöglichen
eine kontinuierliche Produktion auch
im Einmann-Betrieb.
Bediener im Mittelpunkt
Wie alle aktuellen SBM-Modelle ist auch
der neue Jawmax 450 auf hohe Bedienungs-
und Wartungsfreundlichkeit
ausgelegt. Das beginnt bei kurzen Ein-
Mann-Rüstzeiten nach Verlassen des
Tiefbetts oder Abkoppeln des optionalen
Dolly-Fahrwerks. Alle Anlagenkomponenten,
wie Bunkerwände oder Förderbänder
verbleiben beim Transport an der
Maschine und lassen sich hydraulisch und
werkzeuglos in die Arbeitsposition bringen
(Zeitbedarf: ca. 10 min.).
Unterstützt wird der Maschinist dabei
von Rüst- und Startroutinen der Anlagensteuerung
SBM Crush Control, die über
einen großen 10“-Touchscreen auch alle
wichtigen Lade- und Betriebszustände
meldet. Das System kommuniziert dabei
über intuitiv erfassbare Symbole – zusätzlich
bietet SBM noch unterschiedliche
Betriebsmodi für den Basisbetrieb bzw.
fortgeschrittene Anwender, die etwa
Mietkunden den Umgang mit der Anlage
weiter vereinfachen sollen. Der Anlagenbetrieb
erfolgt vollautomatisch über die
integrierte SPS-Steuerung, die den
Lastzustand aller Aggregate und weiterer
Sensoren (z.B. optionaler Füllstands-
Radar am Brechereinlauf) überwacht und
die Produktion entlang voreingestellter
Parameter steuert. Alle Anlagenzustände
oder die von optionalen Bandwaagen
erfassten Produktionsmengen lassen sich
über eine Web-basierte App auch fernabfragen
bzw. zur Dokumentation oder
Wartungsplanung in andere Anwendungen
übertragen.
Echte Maßstäbe setzt SBM wiederum
mit der neuen serienmäßigen Funk-Fernbedienung,
die dem Maschinisten in der
Baggerkabine volle Kontrolle über die
Anlage verschafft. Über insgesamt 10
Funktionen lassen sich nicht nur die
Fahrbewegungen des robusten Raupenfahrwerks
proportional steuern (auch im
Brecherbetrieb), die Produktion über die
Aufgebergeschwindigkeit bzw. Spaltverstellung
beeinflussen, sondern auch die
Höhe bzw. Wirkkraft des Magnetaustrags
korrigieren oder die Staubniederschlagung
aktivieren.
Große Wartungsklappen bieten freien
Zugang zu den gut staubgeschützten
Antriebsaggregaten, Elektrik- und
Steuerungskomponenten, was Wartungsarbeiten
erleichtert und die Störungsbehebung
einfach und sicher macht. So lässt
sich z.B. das Brecherabzugsband hydraulisch
um etwa 500 mm absenken und legt
damit die Auslaufzone des Brechers
komplett frei.
Powerboost für den Prallbrecher
Die neue aktive Vorabsiebung verhilft jetzt
auch dem bewährten raupenmobilen
SBM-Prallbrecher Remax 400 zu einem
weiteren Produktivitätssprung. Die in der
Basis-Version rund 42-47 t schwere
Maschine wurde 2018 vorgestellt und
zählt seitdem mit ihrem 1300er Prallbrecher
zu einer der leistungsstärksten
Anlagen im Segment von 40 bis 50 t
Einsatzgewicht.
Die jetzt als Remax 450 präsentierte
Version mit Vorabsiebung wurde parallel
zu den neuen Jawmax 40-Tonnern
entwickelt. Maßgebliche Veränderungen
betreffen dabei insbesondere den hinteren
Rahmenbereich, der jetzt statt einer
Rostrinne auch einen hydraulisch klapp-
38 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
baren 8-m³-Aufgabebunker mit Vibrationsaufgeber
und unabhängigem Vorsieb
erhielt. Bis auf die Breite und die Standard-Ausrüstung
des Stangenrost-Oberdecks
(15/35 mm) ist das Kreisschwinger-
Sieb in der Ausführung identisch zum
Jawmax 450. Dies gilt auch für die
innovative dreistufige Feinaustrag/Bypass-
Klappe, die das Bypass-Material allerdings
auf die 1.300-mm-Abzugsrinne unter dem
Prallbrecher leitet. Dank Vorabsiebung
steigt auch die Nennleistung des Prallbrechers
um etwa 50 t pro Stunde auf jetzt
450 t/h.
Als äußerst vielseitig einsetzbare
Anlage im Rohstoff- und Recyclingbereich
akzeptiert die Remax 450 Aufgabestückgrößen
bis 800 mm und liefert Endkörnungen
in den Bereichen von 0-90 bis 0-22
mm. Auch die in der Basisversion jetzt
rund 43,5 t schwere Anlage besitzt einen
integrierten diesel-elektrischen Antrieb
mit 260-kW-Dieselmotor (EU V), einem
leistungsstarken 300 kVa-Generator und
optionalem Netzbetrieb aller Anlagenfunktionen.
Zahlreiche verfügbare Optionen
wie z.B. die absetzbare Eindeck-Nachsiebeinheit
mit schwenkbarem Rückführ-/
Austragsband, Windsichter, höhenverstellbarem
Magnetabscheider lassen das
Transportgewicht auf gut 49 t anwachsen,
wobei die kompakten Transportabmessungen
inkl. Aufbauoptionen (LxBxH: 17,5 x
3,0 x 3,6 m) auch hier den unkomplizierten
„One-Piece“-Transport per Tiefbett oder
Dreiachs-Dolly ermöglichen.
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Die web-basierte App-Funktion
der Anlagensteuerung SBM
Crush Control ermöglicht die
Fernabfrage umfangreicher
Maschinen-Daten, darunter auch
den aktuellen Standort.
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STIRNIMANN
Neuer MDT 489 von Potain
bietet hohe Tragfähigkeit und
geringe Betriebskosten
Der neue Topless-Turmdrehkran MDT 489 von Manitowoc
schließt die Lücke zwischen dem vielgefragten MDT 389
und dem neuen MDT 569 und eignet sich ideal für
großflächige Bau- und Infrastrukturprojekte.
M
it einer Höchstlast von 20 t bzw. 25 t
entwickelt der MDT 489 eine
beeindruckend hohe Tragfähigkeit. Nicht
weniger eindrucksvoll ist sein 80 m
Ausleger, der nicht nur eine breite
Abdeckung und große Reichweite am
Einsatzort gewährleistet, sondern auch die
kostensparenden Vorteile eines einfachen
Transports und einer schnellen Montage
und Demontage bietet. Darüber hinaus
ermöglicht die kompakte Konfiguration
dieses Krans seinen Einsatz auf knapp
bemessenen Baustellen. Der MDT 489
wurde unter dem Aspekt einer hohen
Leistung entwickelt, aber ohne Kompromisse
am bisherigen Konzept, überschwenkende
Topless-Technologien zu
nutzen, die Kollisionen zwischen mehreren
Kranen am Einsatzort verhindern – im
Gegensatz zu Kranen mit Turmspitze.
Alle Komponenten mit Ausnahme des
Drehmechanismus können in Containern
in Standardgröße befördert werden. Die
drehbaren Komponenten des MDT 489
lassen sich in nur neun Containern
transportieren. Das sind vier bis fünf
weniger, als sie für einen typischen Kran
dieser Größenordnung benötigt werden,
was einerseits die Kosten und Komplexität
des Transports reduziert und andererseits
den Zugang zum Einsatzort deutlich
vereinfacht.
„Mit dem neuen MDT 489 wurde nicht
nur die Modellreihe konsequent
erweitert, sondern der Kran besticht
auch mit vielen Detaillösungen in der
Transportoptimierung sowie der
beispiellosen Service- und Montagefreundlichkeit,
welche man bei einem
Kran dieser Größenklasse nicht vermuten
würde“, betont Arno Enzi (Geschäftsführer
Stirnimann GmbH in Trumau).
Wenn der MDT 489 am Einsatzort
eintrifft, kann er in der Hälfte der Zeit
aufgebaut werden, die im Vergleich für
andere Krane ähnlicher Größe eingeplant
werden muss. Die nur wenig Platz
erfordernde Montage für einen MDT 489
mit einer Hakenhöhe von 50 m und einem
80 m Ausleger dauert maximal zwei Tage.
Der MDT 489 kann auf einem 6 m oder
einem 8 m Fundamentkreuz aufgestellt
und in verschiedenen Konfigurationen
aufgebaut werden, um den auf der
Baustelle vorhandenen Platz und die
verfügbare Ausrüstung bestmöglich zu
nutzen. Der Ausleger ist mit integrierten
Anschlagpunkten ausgeführt, die einen
einfachen und effizienten Aufbau gewährleisten.
Seine einzelnen Auslegerelemente
können in verschiedenen Konfigurationen
zusammengesetzt werden, was die
Auswahl eines Hilfskrans günstig beeinflusst
und durch die Montage-Flexibilität
kann der MDT 489 optimal an den zur
Verfügung stehenden Platz am Einsatzort
angepasst werden. Das schwerste Auslegerelement
wiegt nur 6,7 t. Weiter vereinfacht
wird der Aufbau durch die drehbare Kabine
und das durchdachte Design der Gegenausleger-Anschlussstellen.
Mithilfe des Kransteuersystems (CCS)
von Manitowoc kann der MDT 489 in
gerade einmal 15 min. in Betrieb genommen
werden. Darüber hinaus unterstützt
dieses Funktionsmerkmal den streng
kontrollierten und effizienten Betrieb des
Krans, solange dieser im Einsatz ist. Die
Laufkatze bietet eine Zweifachscherung
für schnelle Hubarbeitszyklen und eine
Vierfachscherung für schwere Lasten.
Durch einfaches Betätigen eines Druckknopfs
im Inneren der Kabine, können die
Drahtseile für die Laufkatze gespannt
werden; auf gleiche Weise wird der Sensor
dann neu kalibriert. Nach Abschluss des
Arbeitseinsatzes kann der MDT 489
schnell und einfach wieder demontiert
werden, um sich auf den Weg zur nächsten
Baustelle zu begeben. Wie alle Potain
CCS-Krane ist der MDT 489 mit dem
CraneStar Diag-System ausgestattet. Mit
dem Ferndiagnosetool von Potain kann der
Kunde die Betriebsdaten des Turmdrehkranes
in Echtzeit abrufen.
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CASE
Neue Case Radlader der G-Serie Evolution
Mitte April gab Case Construction Equipment den europaweiten Verkaufsstart der
neuen Evolution Radlader der G-Serie bekannt. Mit umfangreichen Verbesserungen
quer durch die gesamte Baureihe bietet die neue G-Serie Evolution mehr Verfügbarkeit,
eine verbesserte Leistung und Produktivität sowie eine bessere Feinsteuerung.
D
ie neue G-Serie Evolution verfügt über
eine neue integrierte Nutzlastwaage,
sodass der Fahrer jede einzelne Schaufelladung
ablesen und protokollieren kann.
Die Anzeige wurde direkt in das Hauptdisplay
des Radladers integriert und zeigt die
Schaufelnutzlast, die Anzahl der Ladevorgänge,
das kumulierte Gewicht, die
Auftragsdaten und vieles mehr an. Das
integrierte Wiegesystem erleichtert dem
Fahrer die Überwachung der geladenen
Gesamtmenge, einschließlich des über
einen bestimmten Zeitraum bewegten
Gesamtvolumens, der Ladehistorie sortiert
nach Kunden, Auftrags-Ticket oder
Materialarten. Alle Daten werden in einer
umfassenden Ticket-Historie bereitgestellt.
Case SiteConnect und SiteWatch sind
ebenfalls serienmäßig für drei Jahre bei
jedem Case G-Series Evolution Radlader
inbegriffen. Zur Erinnerung: Die Case
SiteWatch Telematik ist eine Lösung, die
zur Erfassung wichtiger Informationen
über die Leistung und den Standort der
Maschine und der schnellen Bereitstellung
dieser Daten entwickelt wurde. Das mit
einem neuen Dashboard für intuitive
Navigation ausgestattete SiteWatch
ermöglicht per Fernzugriff eine klare
Identifizierung von Problemen, ohne die
physische Anwesenheit des Fahrers oder
Flottenmanagers. Bei Einstellung der
Soll-Last für den Lkw zeigt das System an,
wenn die letzte Schaufel die Soll-Last
überschritten hat. In diesem Fall kann der
„Tip-off“-Modus aktiviert werden, mit dem
der Fahrer das Material in der Schaufel
teilweise entladen kann, bis die Soll-Last
erreicht ist.
Das neue Command Centre verfügt
über ein völlig neues Touchscreen-Display,
das wie ein Tablet den Zugriff auf alle
wichtigen Maschineneinstellungen und
Betriebsdaten ermöglicht, so dass der
Fahrer schneller auf plötzlich eintretende
Betriebsbedingungen reagieren kann.
Dazu gehören innovative elektrohydraulische
Steuerungen, die es dem Fahrer
ermöglichen, das Ansprechverhalten von
Hub (Ausleger) und Neigung (Schaufel)
unabhängig voneinander einzustellen, um
es an die Präferenzen des Fahrers und die
Ladesituation anzupassen. Jede Funktion
kann separat eingestellt werden, wobei
zwischen drei Reaktionsmodi gewählt
werden, kann: weich, moderat und
dynamisch.
Case hat das bisherige Angebot an
Betriebsmodi für das Motorleistungsmanagement
durch zwei neue Modi vereinfacht:
Smart und Max. Der Max Modus
bietet bei harten Einsatzbedingungen
maximale Motorleistung, während der
neue Smart Modus durch eine verbesserte
Kommunikation zwischen Motor und
Getriebe ein komfortables Arbeiten bei
hoher Leistung und guter Kraftstoffeffizienz
bietet.
42 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Die Gesamtheit der
neuen Funktionen
basiert auf
direktem Feedback
von Kunden und
Händlern, angefangen
bei den
Reifen über die
Schaufel bis hin
zum Motor und den
Bedienelementen.
Mit den drei neuen,
konfigurierbaren
Tasten kann der
Fahrer schnell auf
Maschineneinstellungen
zugreifen
ohne die Hand vom
Joystick zu
nehmen.
Das brandneue
Reifendrucküberwachungssystem
(TPMS) warnt den
Fahrer, wenn der
Reifendruck
außerhalb eines
festgelegten
Bereichs liegt.
Dank den verbesserten Ferndiagnosefunktionen
in der neuen Case Evolution G-Serie
und der Möglichkeit zur Softwareaktualisierung
und zur Behebung inaktiver Fehler per
Fernzugriff werden sich die Ausfallzeiten für
den Besitzer und Fahrer erheblich verkürzen.
Diese Technologie wird durch ein neues auf
der Maschine installiertes telematikfähiges
4G SiteConnect Modem unterstützt, auf das
über die neue SiteManager App (verfügbar
auf iOS und Android Geräten) zugegriffen
werden kann. Dank der verlängerten
Serviceintervalle von 500 bis 1000+ Stunden
konnten die Gesamtwartungskosten im
Vergleich zur aktuellen Radlader-Reihe um
bis zu 20% gesenkt werden. Weiters verfügt
das brandneue Reifendrucküberwachungssystem
(TPMS) über Sensoren, die am
Ventilschaft jedes Reifens angebracht
werden, sowie über ein Empfängermodul, das
den Druck für jeden Reifen auf das Display
überträgt und den Fahrer warnt, wenn der
Reifendruck außerhalb eines festgelegten
Bereichs liegt.
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BUSINESS DIRECTOR
Vladimir Knezevic (Bild) ist mit
1. September 2020 zum Business
Director für die Märkte Deutschland,
Österreich und die Schweiz
ernannt worden. Vladimir
Knezevic: „Ich habe diese Position
mit dem Ziel angetreten, die
Marke Case auf dem Baumaschinesektor
erfolgreicher zu machen
und geschäftliche Verbindungen
zu entwickeln und zu stärken. Um
diese Ziele zu erreichen, wollen
wir die Case Produkte und
Services im DACH-Markt besser
positionieren und Geschäftsprozesse
weiter digitalisieren.“
Vladimir Knezevic ist 52 Jahre alt,
in Serbien geboren und hat seine
Laufbahn mit einem Masterstudium
/ Maschinenbau an der
Universität Belgrad begonnen. Er
sammelte umfangreiche Erfahrungen
in Führungspositionen in
den Bereichen Verkauf, Kundendienst,
Händlernetzentwicklung
sowie Finanzierung. Knezevic hat
bei allen Stationen seiner Karriere
erfolgreiche Marken- und Retail-
Strategien entwickelt bzw. umgesetzt
und eine starke Wachstums-
Agenda verwaltet. Unterstützt
wird Knezevic von Dipl. Betriebsökonom
Thomas Fuhr, Head of CE
AMS Marketing Europe. Fuhr
ist 54 Jahre alt und
seit 1999 mit einer
Unterbrechung
bei CNH Industrial
in unterschiedlichen
Funktionen tätig.
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BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021
43
MASCHINEN + TECHNIK
Die Entwicklung und Elektrifizierung der Elektro-Raupenbagger R 980 SME-E und R 976-E (im Bild mit einem
knickgelenkten Muldenkipper TA 230 Litronic) wurde komplett von Liebherr konzipiert und umgesetzt.
LIEBHERR
Zwei neue lokal emissionsfreie Bagger
Der Elektro-Raupenbagger R 976-E tritt zusammen mit dem R 980 SME-E die
Nachfolge des ER 974 B im Bergbau- und Steinbrucheinsatz an. Die neuesten
Elektrobagger, die von Liebherr-France SAS im französischen Colmar entwickelt
werden, sind mehr als nur eine einfache Adaption eines Baggers mit Dieselmotor.
D
iese 90- bzw. 100-t-Bagger halten
durch ihre robuste Konstruktion auch
extremen Bedingungen stand und sind als
Tieflöffel- und Klappschaufel-Version
erhältlich. Sie zeichnen sich durch geringe
Geräuschentwicklung und optimale
Verfügbarkeit aus und verursachen im
Betrieb keine CO2- oder Treibhausgasemissionen.
Das elektrische System des neuen
Liebherr-Raupenbaggers R 976-E mit 400
kW wird mit einer Betriebsspannung von
6.000 V über ein Kabel versorgt, dessen
Eingang in der Mitte des Unterwagens
oder auf Wunsch auch an den Seiten
angeordnet ist. Optional ist auch eine
Kabeltrommel erhältlich. Die Stromversorgung
mit 6.000 V/50 Hz erfolgt über einen
Hochspannungs-Schleifringkollektor. Auf
dem Oberwagen befinden sich ein Transformator-Schaltschrank
(Hochspannung/
Niederspannung) sowie ein Niederspannungs-Schaltschrank
für die Verteilung
und Steuerung der Bordnetzspannungen
von 690 V, 230 V und 24 V.
Die integrierte Technologie in den
Modellen R 976-E und R 980 SME-E bietet
zahlreiche Vorteile. Ein Bagger mit
Elektromotor hat durch die konstante
Geschwindigkeit des Antriebs bei jeder
Belastung eine höhere Lebensdauer. Seine
hochverfügbare Transientenleistung für
die kombinierten Bewegungen der
Maschine ermöglicht zudem eine sehr hohe
Produktivität. Der auf dem R 976-E
installierte Niederspannungs-Asynchron-
Elektromotor treibt das Hydrauliksystem
an. Der Motor verfügt über einen Hitzeschutz
an den Lagern und Wicklungen. Er
ist in einen Rahmen mit verstärktem
Flansch integriert und ermöglicht einen
abgesicherten Softstart. Die beiden
robusten Schaltschränke bestehen aus
einer maschinengeschweißten Spezialstruktur,
die für extreme Arbeitsbedingungen
ausgelegt ist. Die abschließbaren,
wasserdichten Türen (IP 65) sind mit
Sicherheitsschaltern und einer Not-Aus-
Funktion ausgestattet. Der Hochspannungs-Schaltschrank
ist für den Leistungs-
Anschlussstecker und die Transformation
der elektrischen Spannung vorgesehen,
während der Niederspannungs-Schaltschrank
die Verbindung überwacht.
Der Liebherr-Elektrobagger zeichnet
sich im Marktvergleich durch seine hohe
Leistungsfähigkeit aus. Er spiegelt ein
robustes Design wider, das auf Rückmeldungen
aus Bergbauanwendungen basiert.
Seine Zuverlässigkeit wurde unter
extremen Bedingungen getestet. Im
Rahmen eines ökologischen und nachhaltigen
Ansatzes garantiert Liebherr, dass
keine umweltschädlichen Gase freigesetzt
werden. Die gesamte Elektrifizierung
wurde von Liebherr-France SAS unter
dem Aspekt konzipiert und gebaut, dem
Anwender garantierte Qualität zu bieten.
Ein geringer Wartungsaufwand und
niedrigere Betriebskosten gewährleisten
im Vergleich zu einem Bagger mit Dieselmotor
eine größere Wirtschaftlichkeit. Für
zusätzlichen Komfort sorgt die extrem
niedrige Geräuschentwicklung der Modelle
R 976-E und R 980 SME-E.
Der R 976-E und der R 980 SME-E
bieten ihren Bedienern Komfort und
Sicherheit. Sie verfügen über eine geräumige
Kabine mit automatischer Klimaanlage
und Heizung, ein 270°-Kamerasystem
sowie eine Frontscheibe und ein Dachfenster
mit Panzerglas auf der Außenseite. Die
Fahrerkabine ist serienmäßig mit zahlreichen
zusätzlichen Überwachungsfunktionen
und einem großen 9“-Display ausgestattet.
www.liebherr.com
44 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Bei der Errichtung der neuen
Technischen Universität in
Nürnberg, eines der größten
Bauprojekte in Bayern,
erwies sich das Erreichen der
Verdichtungsvorgaben als
schwierig.
I
m Rahmen der Erdarbeiten für die
Hightech-Uni, die von der Firma
Reithelshöfer aus Roth bei Nürnberg
durchgeführt werden, kommen auch die
patentierten Hightech-Maschinen der
Stehr Baumaschinen GmbH zum Einsatz.
Rund 40 cm sandiger Bodenaushub wird
aufgetragen und mit nur einem Übergang
erschütterungsfrei verdichtet. Der
Stehr-Plattenverdichter SBV 160/3 mit
einer Wuchtkraft von 3x160 kN – angebaut
an einen Schlepper der Marke Fendt
939 mit integrierter Stehr-Wasser-Hochdrucksprüheinrichtung
– zeigte auch hier
seine Stärken. Über die Load-Sensing-
Hydraulikanlage wird die hydraulische
Leistung des Traktors genau auf die
geforderte Leistung der Plattenverdichter
angepasst. Somit lässt sich gleichzeitig
STEHR
Hightech baut Hightech
enorm viel Energie oder Kraftstoff und in
gleichem Maße Erzeugung von CO2
einsparen. Dreimal bessere Verdichtungswerte
ergab die Auswertung nach Plattendruckversuchen
gemäß ZTV E-StB
gegenüber einem Walzenzug. Und das bei
3-facher Flächenleistung! Über eine
einfach zu bedienende Verdichtungskontrolleinrichtung
wird über ein im Sichtfeld
des Fahrers angebrachtes Display immer
der optimale Verdichtungsstand angezeigt.
Stehr-Verdichtungsgeräte im Straßenbau
Der Stehr-
Plattenverdichter
SBV 160/3 beim Bau
der neuen Technischen
Universität in
Nürnberg.
arbeiten schon heute mit einer optimalen
Auslegung der Energieeffizienz, was
weniger Kraftstoffverbrauch aber mehr
Leistung bedeutet. Dies wird mit Hilfe der
Stehr-Maschinen erreicht, die dynamisch
die maximalen Verdichtungsleistungen im
Straßenbaumaterial erzeugen und durch
die Überlagerung der Anregungsfrequenzen
zusammen mit der Nutzung
der autoparametrischen Resonanz
nichtlinearer Systeme erreicht.
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Zähigkeit. Hardox ® 500 Tuf kombiniert die besten Eigenschaften aus
Hardox ® 450 und Hardox ® 500. Das Ergebnis ist ein Verschleißblech, das
keine wirkliche Konkurrenz auf dem Markt hat. Es ist perfekt geeignet
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BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021
45
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Viele Baufirmen kaufen jetzt
schon bei uns Kühlanhänger,
die sie z.B. mit „Wir suchen
Mitarbeiter“ bzw. „Komm in
unser Team“ beschriften und
dann in ihrer Region kostenlos
an Vereine verborgen. Somit
sind sie bei jedem Fest und jeder
Veranstaltung mit ihrer Werbung
kostenlos dabei. Das ist eine
sehr günstige Möglichkeit, zu
Mitarbeitern zu kommen und
gleichzeitig ein positives Image
in der Region aufzubauen.
14 Tonnen Nutzlast
HUMER – MASSGESCHNEIDERTE ANHÄNGER-LÖSUNGEN
„Geht nicht gibt‘s nicht“
Exklusiv-Interview mit Bernhard Berger,
Humer-Standortleiter Loosdorf.
STANDORT LOOSDORF
Bernhard Berger
0664 60 94 94 06
b.berger@humer.com
Herr Berger, was bekomme ich außer
einem Anhänger, wenn ich ihn bei
Humer kaufe?
Bei Humer kaufen Sie nicht einfach einen
Anhänger, Sie investieren in eine individuelle
Service- und Transportlösung, die
genau auf Ihre Anforderungen abgestimmt
ist. Jeder Humer Kunde profitiert nicht nur
von der herausragenden Produkt- und
Servicequalität, sondern erwirbt mit
seinem Qualitätsanhänger zusätzlich ein
Mehrwertpaket, das in Österreich einzigartig
ist. Einzigartig ist bei Humer auch die
exzellente Beratung durch ausgebildete
Fachverkäufer mit viel Knowhow. Falls
unsere Standardanhänger die Kundenanforderungen
nicht zu 100% erfüllen können,
entwickeln und bauen wir Transportsonderlösungen
in unserer eigenen Fertigung.
Geht nicht, gibt‘s bei Humer nicht.
Welche Angebote machen Sie mir
VOR dem Kauf?
Unsere zukünftigen Kunden können sich
auf beste Beratung freuen, auf allen sechs
Humer Standorten mit den größten
Anhängerausstellungen Österreichs.
Gemeinsam erheben wir mit den Interessenten
die spezifischen Anforderungen
und Erwartungen an ihren Anhänger,
bevor wir unsere Lösungsvorschläge
präsentieren. Für Unternehmen werden
vor dem Kauf oft schon Servicepakete
geschnürt, die nach dem Kauf erfüllt
werden. Auch Finanzierungsmöglichkeiten
werden vorab mit den Kunden evaluiert
und abgestimmt. Besonderen Wert aber
legen wir schon vor dem Kauf auf Handschlagqualität:
auf uns können sich die
Kunden verlassen.
Und was kann ich von Ihnen NACH
dem Kauf erwarten?
Bei Humer endet die Kundenbeziehung
nicht mit dem Kauf des Anhängers, wir
sind auch nach dem Kauf immer für
unsere Kunden da. Humer Kunden haben
immer einen persönlichen Ansprechpartner,
der sich um Ihre Wünsche und
Anliegen kümmert.
Inwiefern ist Humer die richtige Wahl
besonders auch für die Baubranche?
Seit über 85 Jahren entwickelt Humer als
Full Service Anbieter maßgeschneiderte
Transportlösungen für die Baubranche
und deckt in enger Zusammenarbeit mit
langjährigen Kunden und Entwicklungspartnern
Engpässe ab, die den Einkäufern
etablierter Baufirmen unter den Fingernägeln
brennen. Der Kunde und seine
individuellen Anforderungen stehen bei
Humer im Mittelpunkt – deshalb entwickeln
wir als Komplettanbieter Lösungen,
die einen klaren Mehrwert bieten und
den Bauunternehmen das tägliche
Arbeiten erleichtern.
Was haben Sie für neue Ideen für Ihre
Kunden?
Was sehr oft in letzter Zeit gemacht wird
ist, dass Firmen Kühlanhänger kaufen,
diese beschriften und dann Vereinen für
Veranstaltungen kostenlos zur Verfügung
stellen. Damit wird nicht nur ein positives
Image aufgebaut, sondern es ist auch eine
46 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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Büro- bzw
Aufenthaltsanhänger.
Ü
Sanitärtrailer.
ber 1.500 lagernde Anhänger verschiedenster
Bauarten – wer hier nicht gleich
fündig wird, ist wohl auf der Suche nach einer
ganz speziellen Lösung. Und auch diesen wird
kompetent und rasch geholfen: auf einem von
sechs Humer Standorten mit Österreichs
größten Anhängerausstellungen. Die besten
für die Baubranche: Der flexible High-
End-Tandem-Tieflader HTT 18000, der Sanitärtrailer
mit WC und Duschen, der Büro- bzw.
Aufenthaltsanhänger und der Kühlanhänger.
Tieflader HTT 18000
Jüngstes Modell der HTT Serie – mit Rädern unter
der Ladefläche und optional auch mit der patentierten,
geteilten Rampe mit Klappautomatik – ist
der robuste 18 Tonnen Tandem-Tieflader HTT
18000. Vollausgestattet und bis zur kleinsten
Schweißnaht durchdacht, gleiten auf ihm die
Baumaschinen auch über nicht befestigte Straßen
sanft bis zu Ihrem Einsatzort. Besonders erfreulich:
der Betrieb ist mit einer herkömmlichen 40mm
DIN Zugöse möglich. Ein weiteres Highlight ist die
Hebe- und Senkvorrichtung, mit der der Auffahrtswinkel
beim Auf- und Entladen angepasst werden
kann.
Sanitärtrailer mit Dusche und WC
Konzipiert für Feste und Veranstaltungen ist
der Sanitäranhänger durchaus auch für die
Baustelle bestens geeignet. Erhältlich in vielen
verschiedenen Ausführungen und Größen,
Kühlanhänger.
überzeugt er mit Zuverlässigkeit, hoher Funktionalität
und großer Praxistauglichkeit. Der
wasserunempfindliche Innenraum ist leicht zu
reinigen und diverse Ausführungen in Edelstahl
sorgen neben einer hochwertigen Optik
auch für eine lange Lebensdauer.
Büro-/Aufenthaltsanhänger
Humer Bauwägen können auf vielfältigste
Weise verwendet werden, etwa als Aufenthaltsraum
oder auch als funktionales Büro. Sie
können mit einer performanten Klimaanlage
oder einer Heizung ausgestattet werden und
autarke Stromquellen nutzen. Und bei Bedarf
verfügen sie auch über ein eingebautes WC
samt Waschbereich.
günstige Möglichkeit, um z.B. Mitarbeiter
zu finden.
Warum betreibt Humer derart große
Ausstellungsflächen auf so vielen
Standorten?
Auf unseren Standorten finden Sie über
1500 lagernde Anhänger, Tieflader und
Verkaufsfahrzeuge – so gewährleisten wir
höchstmögliche Verfügbarkeit und
minimale Lieferzeiten. Die meisten
Standardanhänger können gekauft,
anhängt und sofort mitgenommen werden.
Das ist einzigartig in unserer Branche und
darauf sind wir auch stolz. Die digitale
Kommunikation über die Website, Social
Media und andere Kanäle ist natürlich
auch bei Humer ein zentrales Thema, aber
den persönlichen Kontakt kann das nicht
ersetzen. Bei uns müssen die Kunden
nicht die Katze im Sack kaufen: sie
besuchen einfach eine unserer Niederlassungen
in ihrer Nähe, besichtigen und
testen ihren Anhänger und erhalten von
unseren Fachverkäufern eine exzellente
Beratung. Das ist für uns Königsklasse.
Wie groß ist der Anteil an Sonderanfertigungen
und welche werden von
Bauunternehmen nachgefragt?
Der Sonderbau ist ein wichtiges Geschäftsfeld
bei Humer, das immer mehr an
Bedeutung gewinnt. Gemeinsam mit
unseren Kunden erheben wir die individuellen
Anforderungen an das Produkt und
kümmern uns um alle Schritte im Planungs-
und Fertigungsprozess. Die Anforderungen
reichen von Tiefladern mit zwei
Deichseln für den Tunnelbau, über mobile
Stromaggregate und Baumaschinentransportern
mit extrem hohem maximalen
Ladegewicht bis zu Tiefladern mit verstellbaren
Rampenaufbau – es gibt hier wirklich
unzählige Praxisprojekte, die wir erfolgreich
für renommierte Baufirmen umgesetzt
haben. Und oft entstehen aus individuellen
Kundenprojekten Lösungen, die für
bestimmte Branchen einen wirklichen
Mehrwert bieten und dann ins Produktportfolio
aufgenommen werden. Wir setzen
nahezu jeden Sonderbau im Rahmen der
gesetzlichen Möglichkeiten um.
Wie wichtig ist das Mietgeschäft für
Humer bzw. für Ihre Kunden?
Gerade in der Baubranche spielt das
Mietgeschäft eine tragende Rolle. Wir
bieten unseren Kunden eine riesige
Auswahl an Mietanhängern und Tiefladern,
damit Spitzen einfach und schnell
abgedeckt werden können. Während
Reparaturen oder Umbauarbeiten am
Anhänger stellen wir gerne Verleihanhänger
zur Verfügung, damit sich unsere
Kunden auf ihr Kerngeschäft konzentrieren
können und keine Stehzeiten riskieren
müssen. Auch Langzeitmieten und
Mietkauflösungen werden von Kunden
aus dem Bau- und Baunebengewerbe
gerne genutzt.
STANDORT LIEBOCH
Jürgen Nachbagauer
0664 60 94 94 05
j.nachbagauer@humer.com
STANDORT LINDACH
Thomas Stadlmayer
0664 60 94 94 03
t.stadlmayer@humer.com
Herbert Hirschvogel
0664 60 94 94 02
h.hirschvogl@humer.com
STANDORT WIEN
Alexander van Ederen
0664 60 94 94 13
a.ederen@humer.com
STANDORT GUNSKIRCHEN
Robert Bartulovic
0664 60 94 94 08
r.bartulovic@humer.com
STANDORT KRAMSACH
Moritz Zoister
0664 60 94 94 12
m.zoister@humer.com
BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021
47
MASCHINEN + TECHNIK
Die MWT Aufbauverwiegung
ist eichfähig in der
Klasse III und IIII, wodurch
sie auch im rechtsgeschäftlichen
Verkehr eingesetzt
werden kann. Somit erspart
die MWT Aufbauverwiegung
die Fahrt zur nächsten Fahrzeugwaage.
Dies ermöglicht
eine schnelle neue Ladung,
wodurch die Fahrzeuge
wirtschaftlicher eingesetzt
werden können.
MWT
Aufbauverwiegung mit
modernster Wiegeelektronik
D
as Angebot der mobilen Wiegesysteme
beschränkt sich nicht nur auf den
Transport, sondern kommt auch direkt
beim Verladen zum Einsatz. Mit einem
Wiegebereich bis zu 30 t Zuladung und
einer automatischen Kompensation von
Fahrzeugschrägstellungen, lassen sich
Transportmassen genauestens erfassen
und bewerten. Optimierungspotenziale im
Betriebsablauf werden somit schneller
erkannt und die Kunden entsprechend
besser beraten. Die lange Lebensdauer,
eine wartungsarme Bedienung sowie die
hohe Genauigkeit der Waage, sind weitere
Vorteile der MWT Aufbauverwiegung. Im
Gegensatz zu den stationären Waagen
wird mit mobilen Waagen das Transportgewicht
bereits beim Beladen ermittelt
und der Fahrer erkennt sofort die aktuellen
Kosten. Dadurch lassen sich Über- und
Unterladungen vermeiden, sowie überflüssige
Fahrtzeiten zur stationären Waage
einsparen.
Das mobile Wiegesystem WK 60 mit
gehärtetem Sicherheitsglas ist eine
innovative Anzeige- und Schaltzentrale
der neuesten Generation und liefert
messgenaue Informationen. Sie ist eine
kostengünstige Alternative zu stationären
Waagen, denn durch weniger Fahrten
werden auch Kosten eingespart. Außer der
Zeitersparnis und der höheren Effizienz,
bietet das System eine drahtlose Datenübertragung
in das Warenwirtschaftssystem
zur Vollendung des Datenmanagements.
Die Bedienung dieser mobilen Waage
ist sehr einfach, vergleichbar mit der
Bedienoberfläche von einem Smartphone
Das Unterschriftentablet
ermöglicht
eine papierfreie Abrechnung.
Das Wiegesystem
und die wartungsfreien
Messelemente
garantieren
eine eichgenaue
Verwiegung vor Ort.
48 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Exakte Wiegedaten in Echtzeit, kombiniert
mit digitaler Anbindung, verbinden das Beste
aus Wiegetechnologie und Digitalisierung.
Die robuste Wiegeelektronik WK 60
ermöglicht auch individuelle Auswertungsfunktionen.
oder Tablet. Sobald das Gerät eingeschaltet
ist, sind die verschiedenen Funktionen
über entsprechende Symbole intuitiv
erkennbar und zu bedienen. Das System
besteht zusätzlich aus einer grafischen
Gewichtsanzeige mit allen wichtigen
Wiegefunktionen, das in der Führerkabine
montiert wird. Für die Verwaltung wurde
eine entsprechende Softwarelösung
entwickelt, das alle Daten wie Gewicht,
Material, Datum und Ort auf einen Blick
verfügbar macht. Zusätzlich können
Bluetooth- oder WiFi-Hardware, sowie ein
Drucker angeschlossen werden. Für eine
Datenübertragung auf den Computer
benötigt man keine zusätzlichen Speichermedien.
Von der Web Plattform ohne
Installations- und Update-Aufwand bis
zur kompletten Einbindung in ein ERP-
System ist alles möglich. Die Anwender
haben praktisch jederzeit und überall
Zugriff auf die Daten. Zudem ermöglicht
das Unterschriftentablet eine papierfreie
Abrechnung.
„Die Wiegeelektronik WK 60 ist sehr
robust und für den anspruchsvollen
Einsatz, selbst bei rauen Verhältnissen
geeignet. Sie hat sich bereits bestens für
den Dauereinsatz bewährt, wobei individuelle
Auswertungsfunktionen und eine
exakte Verwiegung der Materialströme die
wesentlichen Vorteile sind. Dank dem
wirtschaftlichen Wiegesystem können noch
vor der Beladung Güter gewogen werden
und sind vor Überlastungen von Transportfahrzeugen
abgesichert“, betont MWT
Geschäftsführer Günter Schmalnauer.
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BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021
49
MASCHINEN + TECHNIK
Bilder aus der Zeit der Unternehmensgründung: Anbaugeräte wurden repariert und auch selbst entwickelt. Mit dem
innovativen A-Lock Schnellwechselsystem begann der Wandel des Hydraulikbaggers zum Multifunktionsgerät.
WIMMER
Alois Wimmer: innovativer Problemlöser
verabschiedet sich von der Baubranche
Um seine eigenen Ideen umsetzen zu können, gründete Ing. Alois Wimmer 1984 die
Firma Wimmer Hartstahl in Thalgau. In einer Zeit, in der Bagger nur im Erdbau eingesetzt
wurden, legte er mit dem von ihm erfundenen hydraulischen Schnellwechselsystem A-Lock
die Basis für das heute als selbstverständlich empfundene multifunktionale Trägergerät.
Anlässlich des Generationenwechsels sprachen wir mit dem passionierten Technik-Tüftler
über die wichtigsten Meilensteine in der Produktentwicklung und befragten den neuen
Geschäftsführer, Sohn Andreas Wimmer, nach seinen Plänen für die Zukunft.
M
it ihren innovativen Produkten
etablierte sich die Firma Wimmer
Hartstahl als einer der wichtigsten
Baumaschinenausrüster in Österreich.
Das Unternehmen ist seit über 20 Jahren
auf dem nordamerikanischen Markt
vertreten und verfügt auch über ein
Vertriebsunternehmen in der Schweiz.
1993 erfolgte die Gründung einer tschechischen
Tochterfirma, die arbeitsintensive
Schweißarbeiten durchführt und
Kleinteile in Serie produziert. Nach 37
Jahren als Unternehmer beschäftigte Ing.
Alois Wimmer, der vor kurzem seinen 70.
Geburtstag feierte, insgesamt rund 100
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit
Jänner 2021 erfolgte der Generationenwechsel
und Sohn Andreas Wimmer führt
nun das Unternehmen. Dass die Lust
zum technischen Tüfteln in der Familie
liegt, hat Andreas Wimmer mit dem
selbstentwickelten Blue Badger Tunnelbagger
bereits erfolgreich unter Beweis
gestellt.
50 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Herr Alois Wimmer, damit sich auch
unsere jüngere Leserschaft ein Bild
machen kann: Wie sahen die Rahmenbedingungen
in der Bau- und
Baumaschinenbranche zurzeit Ihrer
Firmengründung aus?
Wimmer: Ich möchte kurz etwas weiter
ausholen, denn schon mein Vater hat in
den 1930er Jahren für sein Tiefbauunternehmen
mit wenig Geld einfache, aber
sehr nützliche Produkte für sein Tiefbauunternehmen
entwickelt. Diesen
ständigen Antrieb, Dinge zu modernisieren,
habe ich von ihm geerbt. Ich hatte
sehr viele eigene Ideen in dieser Richtung,
hatte aber keine Möglichkeit sie
umzusetzen. Nach über zehn Jahren an
der Seite meines Bruders Theo in seiner
Reparaturwerkstatt fasste ich im
Februar 1984 den Entschluss, mich mit
einem eigenen Unternehmen selbständig
zu machen.
Damals haben die kleinsten Bagger um
Die A-Lock Oilmatic der
Firma Wimmer ermöglicht
höchsten Komfort und
maximale Geschwindigkeit
beim Werkzeugwechsel.
BAUBLATT.ÖSTERREICH
Generationenwechsel:
Mit
Jahresbeginn hat
Andreas Wimmer
die Geschäftsführung
des Unternehmens
von
Ing. Alois Wimmer
übernommen.
die 16 t gehabt, denn die Minibagger
kamen erst später. Der Großteil hatte so
um die 20 t. Und auch wenn es für uns
heute seltsam klingt, die Bagger waren
damals praktisch nur im Erdbau eingesetzt.
Zu Beginn bildeten vor allem
Löffel- und Laufwerksreparaturen sowie
erste selbstgefertigte Löffel das Kerngeschäft.
Damals wurden die Baustellen so
um den 10. Dezember herum eingestellt
und es war üblich, die Baggerlöffel bis
Februar in die Werkstätte zu schicken.
Dort wurden fast jedes Jahr die Böden,
die Schneidkanten und vielleicht auch die
Zähne ausgetauscht oder Schweißreparaturen
durchgeführt. Das war ein Riesenaufwand,
der nicht billig war. Ich habe
mich dann entschlossen, den schwedischen
Oxar 360S Stahl einzusetzen – der
Vorgänger des WHD450S=Hardox 450,
der von mir mitentwickelt wurde – und
dessen Qualität alles übertroffen hat. Das
war eine Revolution. Unsere Schaufeln
mobile
wiege
technik
Jedes gramm Zählt
AufbAu
verwiegung
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MASCHINEN + TECHNIK
Auf Basis der selbst entwickelten
Bohrtechnologie bietet die
Firma Wimmer heute Bohranlagen und Reihenbohranlagen
als Anbaugeräte für Hydraulikbagger.
Mit dem eigens entwickelten Wimmer Cockpit
werden mittlerweile Bohrdaten in Echtzeit
aufgezeichnet.
denn ich habe selbst gesehen, wie sich
Baggerfahrer gegenseitig die Löffel
zugeworfen haben. Das war natürlich ein
extremes Risiko für die Arbeiter auf der
Baustelle. Mir war klar, so geht das nicht
und so haben wir die Zweihandbedienung
eingeführt. Dadurch konnte der Fahrer
den Löffel nur mit beiden Händen ver- und
entriegeln. Mancher hat sich darüber
beschwert und gesagt, das ist ein Rückschritt.
Ich war aber immer der Meinung:
Sicherheit ist kein Rückschritt.
Auf Basis des A-Lock Schnellwechslers entwickelte die Firma Wimmer nicht nur
verschiedenste Greifer und Löffel, sondern auch leistungsfähige Abbruchscheren –
im Bild eine TopCut800S-9.
hatten sehr schnell einen ausgezeichneten
Ruf und wir haben sehr gut verkauft. Erst
vor kurzem habe ich wieder eine Schaufel
aus dieser Zeit gesehen, die nach wie vor
funktionstüchtig ist.
Wie kam es zur Entwicklung des
eigenen Schnellwechslersystems?
Wimmer: Ich möchte das am Beispiel einer
Kanalbaustelle verdeutlichen. Damals
wurde der Graben des Kanals mit der 1 m
Schaufel ausgehoben. Für den Hausanschluss
hätten aber 60 cm gereicht. Damit
der Fahrer nicht umständlich mit der
Hand den Löffel wechseln musste, hat er
den Hausanschluss mit der gleichen
Schaufel gegraben. Das bedeutete mehr
Aushub und mehr Hinterfüllung – und
dass jedes Mal. Es war mir also klar, dass
es hier Bedarf für eine technische Lösung
gab.
Die konkrete Idee zum Schnellwechsler
kam mir, als ich auf den Bauhof einer
großen Baufirma gerufen wurde. Dort
lagen viele Qualitätslöffel aus Frankreich
und ich sollte diese Löffel für die neuen
Bagger umbauen. Für mich stellte sich die
Frage: Was passiert, wenn die Bagger
wieder getauscht werden? Ich wollte
dieses Problem daher grundsätzlich
angehen und habe das hydraulische
Schnellwechselsystem A-Lock entwickelt,
patentiert und 1985 in den Markt eingeführt.
Damals gab es nur mechanische
Systeme, die keinen besonders guten Ruf
genossen. Das A-Lock System war
natürlich eine einfache Konstruktion, aber
es war hydraulisch und konnte von der
Kabine aus bedient werden.
Mit diesem Schritt ist die Bedeutung des
Baggers enorm gestiegen, denn er war als
Trägergerät von verschiedenen Arbeitswerkzeugen
plötzlich vielseitig einsetzbar.
Viele Baufirmen haben sehr rasch die
Vorteile erkannt. Neben der Zeitersparnis
gegenüber dem händischen Wechsel war
auch die höhere Sicherheit entscheidend,
denn beim Wechseln hat es auch sehr viele
Unfälle gegeben. Allerdings gab es dann
auch eine problematische Entwicklung,
Was bedeutete der Schnellwechsler
für die weitere Entwicklung der
Firma Wimmer?
Wimmer: Auf Basis des A-Lock Schnellwechslers
haben wir begonnen, einen
Steingreifer zu entwickeln und die
Hydraulik entsprechend angepasst.
Manche Baggerfahrer sind lieber beim
Löffel geblieben, aber die Maschinisten,
die bereit waren umzusteigen, haben sich
über die höhere Arbeitsleistung gefreut.
Neben dem Steingreifer haben wird dann
auch Abbruch- und Sortiergreifer entwickelt.
Der nächste große Schritt waren
unsere eigenen Abbruchzangen. Damals
waren hauptsächlich Schrottscheren im
Einsatz und ich habe mir überlegt, wie
könnte eine Lösung aussehen, die für
Beton und für Schrott verwendet werden
kann. Gemeinsam mit dem Team habe ich
die Universalzange und in der Folge eine
Palette bis hin zur Cut-Croco Abbruchzange
entwickelt. Unsere Technik hat sich
auch sofort bei einem Brückenabbruch
bewährt.
Danach haben wir uns intensiv mit der
Bohrtechnologie beschäftigt, denn ich habe
gesehen, dass ein Bohrwagen im Gelände
schnell Probleme hat. Eine Bohranlage,
die auf einem Ausleger eines Baggers
montiert ist, schien mir sehr sinnvoll. Ich
habe mich informiert, was es am Markt
gibt und kam so zum Vertrieb der Tamrock
Bohrgeräte. Der lief sehr gut, bis Tamrock
die Produktion eingestellt hat. Ich habe
damals die Bohrtechnologie noch nicht zur
Gänze verstanden, denn die Steuerungstechnik
und die Elektrik waren äußerst
kompliziert. Es ist mir aber gelungen,
unsere erste eigene Bohranlage zu
entwickeln. Das Ziel war, dass der Bagger
ein Bohrgerät genauso schnell aufnehmen
kann, wie einen Löffel, einen Abbruchhammer
oder einen Greifer. Dieses Ziel haben
wir erreicht und die Technik durch den
Einsatz einer Fernsteuerung auch gleich
ein bisschen revolutioniert. Damit ist die
Bohranlage für uns ein wichtiges Standbein
geworden und wir haben sie zu einem
sehr intelligenten Produkt weiterentwickelt,
bei dem wir inzwischen auch
Vorreiter sind.
52 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
KEINEN CAT KANN ICH
MIR NICHT LEISTEN.
Unsere Baumaschinen sind jahrelang im harten Einsatz, im Steinbruch genauso wie in Abbruch, Tiefbau und Recycling.
Da erwarte ich neben hoher Leistung, unbedingte Zuverlässigkeit – was mir die Cat Maschinen immer wieder neu beweisen.
Falls nötig, reparieren wir oft selbst, doch Zeppelin mit seinem starken Service hält sich stets bereit. Auf einen
Top-Partner zu verzichten – das können wir uns nicht leisten.
Johannes Zöchling
Geschäftsführer Hans Zöchling GmbH, Hainfeld
zeppelin-cat.at
MASCHINEN + TECHNIK
Im Rahmen des Universitätslehrgangs
NATM Engineering
erkannte Andreas Wimmer
den Bedarf für einen neuen
Tunnelbagger für den
Vortrieb kleiner Querschnitte.
Der von ihm und
seinem Team entwickelte
Blue Badger wird bereits in
der zweiten Generation
als eBadger mit
Elektroantrieb getestet.
Welchen Stellenwert hat für die
Firma Wimmer Forschung und
Entwicklung?
Wimmer: Das ist für uns ein ganz zentraler
und essentieller Bereich. Die Ergebnisse
aus dem Bereich Forschung und
Entwicklung helfen uns dabei, bei den
Themen Qualität, Langlebigkeit und
Sicherheit ständig besser zu werden. Beim
Thema Sicherheit hat für mich die
innerbetriebliche Sicherheit im Zuge der
Produktion übrigens den gleichen Stellenwert,
wie der sichere Einsatz des Produktes
auf der Baustelle. Darüber hinaus
arbeiten wir aber auch ständig daran, mit
den Ressourcen sorgsam umzugehen.
Was heute in einer Abteilung gebündelt
ist, war aber schon immer ein wichtiger
Teil des Unternehmens, denn von Beginn
an sind Kunden mit einem Problem zu uns
gekommen und wir haben versucht es zu
lösen. Ein Beispiel: In der Steiermark kam
es bei einer Wildbachverbauung einmal zu
einem tödlichen Unfall, weil der Greifer
einen großen Stein verloren hat. Jede
Hydraulik hat Leckagen und dann kann
es passieren, dass ein Greifer nicht mehr
mit dem nötigen Hydraulikdruck versorgt
wird. Ich habe in der Nacht bei der
Heimfahrt begonnen, über eine Lösung
nachzudenken und hatte die Idee zu dem
Vorspannspeicher. Auf dem Markt war
damals nichts Brauchbares verfügbar und
so haben wir uns selbst an die Umsetzung
gemacht. Mit unserem Speicher hat der
Greifer den Stein bei abgestelltem Bagger
noch 45 min. gehalten. Eigentlich eine
ganz einfache Geschichte, draufkommen
muss man halt. Wir bringen wirklich neue
Produkte auf den Markt und haben auch
einige Patente angemeldet. Eine unserer
besonderen Stärken ist der Schnellwechsler
im Tunnelvortrieb. In diesem Bereich
sehe ich uns als Nummer eins, denn kaum
ein anderer Betrieb macht so standhafte
Produkte wie wir.
Stichwort Generationenwechsel. Fällt
es Ihnen schwer, die Zügel aus der
Hand zu geben?
Wimmer: Es wäre für mich schwer, wenn
ich nicht die Sicherheit hätte, dass es so
weiterläuft, wie ich mir das vorstelle. Wir
haben den Übergang die letzten fünf Jahre
vorbereitet und im Jänner 2021 hat mein
Sohn Andreas die Firma offiziell übernommen.
Er macht das wirklich sehr gut. Er
macht es anders als ich und das ist auch
richtig so. Mit meiner Erfahrung und mit
meinem Rat stehe ich ihm bei Bedarf
jederzeit zur Seite, aber die Entscheidungen
liegen nun bei ihm. Für einen Familienbetrieb
ist es wichtig, dass die Art und
Weise der Übergabe stimmt und sich auch
langfristig an den nächsten Generationen
orientiert.
Ich persönlich freue mich, dass ich jetzt
endlich mehr Zeit für meine Frau und
meine Lieblingsbeschäftigungen habe.
Nach Corona möchten wir mehr reisen
und als Naturmensch bin ich sehr viel auf
der Jagd. Natürlich spielt die Technik auch
privat eine große Rolle. In meiner Werkstätte
habe ich beispielsweise den ersten
Unimog von meinem Vater aus dem Jahr
1957 restauriert. Auch plane ich ein
kleines Museum mit alter Technik
einzurichten.
Herr Andreas Wimmer, welche Pläne
verfolgen Sie für die Zukunft des
Unternehmens?
Andreas Wimmer: Was definitiv bleibt, ist
unser Grundsatz „Qualität kennt keine
Kompromisse“. Aber auch das Thema
Sicherheit wird in Zukunft ein zentraler
Aspekt unserer Arbeit bleiben. In diesem
Von rechts:
Baublatt.Österreich
Herausgeber
Karl Englert im
Gespräch mit
Ing. Alois Wimmer
und Andreas
Wimmer im
Rahmen der
Werksbesichtigung.
54 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Sinne arbeiten wir schon jetzt an nachhaltigen
und innovativen Zukunftslösungen.
Das betrifft einerseits die Hardware, denn
wir arbeiten ständig daran, bei unseren
Produkten das Verhältnis von Gewicht
und Leistung weiter zu optimieren.
Weniger Gewicht bedeutet auch weniger
Verbrauch, allerdings darf dabei nicht die
Lebensdauer oder die Produktivität leiden.
Neben der Hardware wird aber natürlich
auch die Digitalisierung immer wichtiger.
Im Bereich der Bohrtechnologie haben wir
mit unserem Drillmatic-System ja schon
unter Beweis gestellt, dass wir auch im
Bereich der Steuerungstechnologien zu
den Vorreitern zählen. Jetzt gehen wir
noch einen Schritt weiter und schaffen die
Basis für die Dokumentation und Überwachung
der Bohrdaten. Ich bin überzeugt,
dass in Zukunft viele Bauherren eine
automatisierte Dokumentation der Anker
fordern werden.
Mein ganz persönliches Projekt ist der
Tunnelbagger Blue Badger, der von uns
entwickelt wurde und der speziell für
kleinere Tunnelquerschnitte bis maximal
6 m Arbeitshöhe konzipiert ist. Trotz
seines Gesamtgewichtes von ca. 14 t
besitzt der Blue Badger hohe Losbrechkräfte
für den Vortrieb und eine hohe
Hydraulikleistung für Anbauwerkzeuge.
Das Gerät entwickelt sich auch international
zu einem Erfolgsmodell und ist bereits
bei verschiedenen Tunnelprojekten im
Einsatz. Vor allem in der Tunnelsanierung
sehe ich hier für die Zukunft großes
Potenzial. In Thalgau finalisieren wir
gerade die Entwicklung der zweiten
Generation und testen zurzeit intensiv den
eBadger mit Elektroantrieb. Dieser ist
während des Arbeitsprozesses an das
Stromnetz angeschlossen und erreicht
einen 15% höheren Wirkungsgrad als sein
dieselangetriebenes Pendant.
Neben dem Tunnelbereich, den wir
sicherlich noch weiter ausbauen werden,
sind natürlich auch Abbruch und Recycling
ganz wichtige Zukunftsthemen für
uns. Beispielsweise haben wir auf Kundenwunsch
– ganz im Sinne der Philosophie
meines Vaters – für eine Abbruchzange
ein spezielles Gebiss entwickelt, mit
dem sich auch Kunstfasern schneiden
lassen. Selbstverständlich bleibt auch der
Bereich Erdbewegung und damit die
Fertigung von Baggerlöffeln ein wichtiger
Kernbereich für uns.
Wir danken für das Gespräch!
Ing. Alois Wimmer
„Es ist mir ein großes Anliegen, mich bei
der Branche sowie allen Kunden, Partnern
und Kollegen sehr herzlich für die langjährige
Zusammenarbeit und das entgegengebrachte
Vertrauen zu bedanken.
Ich habe mich immer mit Herz und Seele
für die Sache eingesetzt und mit dem
gleichen Engagement wird mein Sohn
Andreas das Unternehmen weiterführen.
In diesem Sinne sage ich nochmals
aufrichtig Danke und alles Gute!“
-EVOLUTION
Wir freuen uns auf Sie!
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an 7 Stationen in Deutschland
und Österreich Halt.
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BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021
55
MASCHINEN + TECHNIK
LIEBHERR
Auszeichnung für WindSpeed-Traglasttabellen
Die ESTA-Awards sind die höchste Auszeichnung für die Kran- und Schwerlastindustrie.
Liebherr wurde nicht nur in der Kategorie Sicherheit für die Entwicklung spezieller
„WindSpeed Load Charts“ ausgezeichnet, die Liebherr-Werk Nenzing GmbH gewann heuer
auch in der Kategorie „Innovation Manufacturer“.
Ein LTM 1450-8.1 im Windpark
bei der Turmmontage,
ausgerüstet mit den neuen
WindSpeed Load Charts.
A
m 22. April wurden die
Gewinner der ESTA Awards
of Excellence 2021 im Rahmen
einer Online-Zeremonie bekannt
gegeben. Mit den „WindSpeed
Load Charts“ bietet Liebherr
erhöhte Sicherheit und mehr
Betriebszeit beim Kranbetrieb
unter Windeinflüssen. Die
Liebherr-Ingenieure in Biberach,
Ehingen und Nenzing haben eine
große Zahl der neuen Mobil- und
Raupenkrane fit und stabil
gemacht für stürmische Tage.
Christoph Kleiner, Vertriebsgeschäftsführer
der Liebherr-Werk
Ehingen GmbH, nahm den Preis
virtuell entgegen und sagt: „Es ist
großartig, in der Kategorie
Sicherheit ausgezeichnet zu
werden, da dies eine Win-Win-
Situation ist: Erhöhung der
Sicherheit bei gleichzeitiger
Erhöhung der Betriebszeit der
Krane. Und ein dreifacher
Gewinn, da drei Liebherr-Gesellschaften
daran beteiligt sind.“
Begonnen hat diese Entwicklung
bei den Mobilbaukranen
bereits 2000 mit dem MK 80 und
bei Raupenkranen 2008 mit dem
LR 1600/2. Seit 2020 können auch
neuere LTM-Modelle wie der LTM
1650-8.1 oder der LTM 1120-4.1
sowie alle Krane der MK-Baureihe
mit diesem Angebot aufwarten.
Zum großen Vorteil für den
Kunden: der Steigerung von
Sicherheit und Planbarkeit, der
Reduktion von Stillstand aufgrund
Wind sowie einer Zunahme
der Profitabilität.
Die Traglasttabellen von
Kranen gelten in der Regel bei
einer Böen-Windgeschwindigkeit
von bis zu 9 m/s, bei Mobilbaukranen
von bis zu 14 m/s, gemessen
oben am Auslegerkopf, und einer
Windangriffsfläche (inklusive
cw-Wert) der Last von 1,2 m² pro
Tonne. Das ist die Norm, an die
sich alle Wettbewerber halten
müssen. Die daraus errechnete
Windbelastung ergibt 50 Newton
pro Quadratmeter. Damit nun
aber auch bei stärkerem Wind
noch sicher gearbeitet werden
kann, hat Liebherr Traglasttabellen
für zusätzliche maximale
Windgeschwindigkeiten errechnet
und in der Kransteuerung
programmiert. Beim LTM
1650-8.1 sind das zum Beispiel
11,2 m/s und 13,4 m/s, falls mit
Gitterausrüstung gearbeitet wird.
Im reinen Teleskop-Betrieb
kommen sogar noch die Tabellen
für 15,6 m/s hinzu. Beim MK sind
das 17 m/s in den Steilstellungen
und 20 m/s bei horizontalem
Ausleger. Falls beim Einsatz die
am Kranausleger gemessene
Windgeschwindigkeit die eingestellte
Tabellenwindgeschwindigkeit
übersteigt, kann der Kranführer
einfach auf eine Traglasttabelle
mit einer höheren zulässigen
Windgeschwindigkeit
umschalten und damit seine
Kranarbeit oftmals weiterführen.
Auszeichnung für
den LR 1250.1
In der Kategorie „Innovation
Manufacturer“ gewann heuer die
Liebherr-Werk Nenzing GmbH
den ESTA-Award. Eingereicht
wurde der LR 1250.1 unplugged
– der erste batteriebetriebene
Raupenkran der Welt. Er wurde
erst im Dezember gelaunched und
ist bereits auf der ersten Baustelle
in Oslo erfolgreich im Einsatz.
Weitere Modelle der Unplugged-
Serie gehen in den kommenden
Wochen in Großbritannien in
Betrieb. Der LR 1250.1 unplugged
wird von einem Elektromotor mit
einer Systemleistung von 255 kW
angetrieben. Der Unplugged-Kran
hat im Vergleich zur konventionellen
Version keinerlei Einbußen bei
der Leistungsfähigkeit oder
Nutzbarkeit und hat eine maximale
Traglast von 250 t.
www.liehberr.com
56 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
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Bewehrung aus Glasund
Carbonfasern
Die deutsche solidian GmbH bietet mit dem
solidian Rebar eine flexibel einsetzbare,
äußerst tragfähige Stabbewehrung aus
ECR-Glas- oder Carbonfasern an.
D
ie nicht korrosive Stabbewehrung
ist besonders wirtschaftlich
und eignet sich für alle
Einsatzbereiche, bei denen die
Bauteile dauerhaft aggressiven
Umwelteinflüssen ausgesetzt
sind, wie dies zum Beispiel in
Parkhäusern und bei Brücken
(Frost-Tausalz) der Fall ist.
Zudem leiten die ECR-Glas-
Bewehrungsstäbe keinen
elektrischen Strom und können
deshalb in hochvolt- und elektromagnetischer
Umgebung
eingesetzt werden. Da die
Materialien nicht rosten, ist eine
Betondeckung oder ein Oberflächenschutzsystem
zum Schutz
der Bewehrung – anders als bei
herkömmlichem Baustahl – nicht
erforderlich. Dies führt dazu, dass
mit dem solidian Rebar äußerst
schlanke Betonbauteile erstellt
werden können. Die innovative
Je nach Einsatzgebiet sind die Bewehrungsstäbe
solidian Rebar aus ECR-Glas- oder Carbonfasern
gefertigt. Mit der solidian Remat bündelt der
Hersteller die Vorteile des Bewehrungsstabes
solidian Rebar in einer Bewehrungsmatte.
Stabbewehrung lässt sich sowohl
auf der Baustelle als auch im
Fertigteilwerk einsetzen. Hier
erleichtert ihr geringes Gewicht
die Arbeiten enorm. Die Stäbe
sind in einem Standard-Durchmesser
von 4 bis 12 mm erhältlich
und haben eine Standardlänge
von 6,0 m. Größere Durchmesser
und alternative Stablängen
können bei Bedarf angeboten
werden. Um die Vorteile der
solidian Rebar in einer Bewehrungsmatte
zu bündeln, bietet
der Hersteller die solidian Remat
an. Hier sind die Stäbe über
spritzgegossene Kreuzungspunkte
miteinander verbunden,
sodass sie eine starre Matte
bilden. Auf Wunsch bietet solidian
auch individuelle Ausfertigungen
der Bewehrungsstäbe und
-matten an.
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BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021
57
MASCHINEN + TECHNIK
ROCKSTER
Auch in Schweden überzeugt ein
R1000S beim Bauschutt-Recycling
Die Firma Haga R.O.T. Service AB investierte mit Jahresbeginn in
einen mobilen Prallbrecher Rockster R1000S, um ihr Standbein im
Bereich Recycling und effiziente Wiederverwertung von
Abbruchabfällen vor Ort weiter zu stärken.
S
eit über 25 Jahren besitzt Haga R.O.T.
Service AB den Ruf eines Spezialisten
für schwere Abbrucharbeiten, Dekontamination
und Recycling. Etwa 160 km
südwestlich der Hauptstadt Stockholm
besitzt das Unternehmen zwei Standorte
in Norrköping und Linköping. Unabhängig
von der Größe des Projekts engagieren
sich die rund 70 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter für die professionelle Betreuung
der Kunden. Neben der Aufbereitung
von Baurestmassen im neu eröffneten
Recyclingzentrum in Norsholm, etwas
außerhalb von Norrköping, wird Haga
R.O.T. den Brecher auch im Lohnbrechgeschäft
verwenden und damit sowohl
Asphalt als auch Beton aufbereiten.
Der schwedische Vertriebspartner von
Rockster, Niklas Johansson von Biocare
Svenska AB, konnte der Firma Haga
R.O.T. mit dem Rockster R1000S eine
ideale Lösung für seine spezifischen
Aufgabenstellungen liefern. Biocare
Svenska AB ist seit 2008 im Brechgeschäft
tätig und hat sich in dieser Zeit auch zum
Experten der mobilen Aufbereitung
entwickelt. Beide Firmen, Haga R.O.T. und
Biocare Svenska, arbeiten seit langem
partnerschaftlich zusammen. „Zwischen
Haga und uns besteht ein ausgeprägtes
Vertrauen. Sie wissen, dass sie sich auf
unseren erstklassigen Service und Support
sowie auf unser Know-how bei der
Verarbeitung von Materialien verlassen
Ein Vorteil
des R1000S
ist der einfache
Transport, für
den keine
speziellen
Genehmigungen
erforderlich
sind.
Der Rockster
R1000S bricht im
schwedischen
Norrköping schwer
armierten Bauschutt
auf 0-80 mm.
können. Einer der Gründe, warum sie sich
für Rockster R1000S entschieden haben,
ist unsere Fähigkeit, schnell und effizient
Ersatz- und Verschleißteile zu liefern. Ein
weiterer Vorteil des Rockster R1000S
besteht darin, dass keine Transportgenehmigungen
erforderlich sind und er
aufgrund seiner kompakten Größe und
einem Gewicht unter 35 t äußerst mobil
ist“, betont Niklas Johannson.
Der Schwerpunkt der Tätigkeit von
Haga R.O.T. liegt im Östergötland, das ist
der Name der Region rund um die
Standorte Norrköping und Linköping.
Haga R.O.T. ist aber auch in ganz Schweden
aktiv und achtet stets darauf, den
ökologischen Fußabdruck auf ein Minimum
zu beschränken. Passend zu dieser
Philosophie und zur bestehenden Maschinenflotte
ist der R1000S mit dem neuesten
Cat Stufe V Motor und somit der neuesten
Emissionstechnologie ausgestattet.
Zusätzlich besitzt der Brecher einen
hydrostatischen Antrieb und erlaubt
damit den konstanten Betrieb des Dieselmotors
im optimalen Arbeitspunkt. Er
sorgt damit im Vergleich zum Direktantrieb
für eine konstante Brechleistung
sowie einen reduzierten Dieselverbrauch.
Johannson erklärt: „Mit dem hydrostatischen
Antrieb von Rockster bleibt der
58 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Eigentümer John Torsell hat einen
Rockster R1000S Prallbrecher in
Österreich im Einsatz gesehen und
war sofort überzeugt, dass dieser
Brecher die richtige Wahl für seine
vielfältigen Projekte ist.
Dieselmotor immer im optimalen Drehzahl-,
Drehmoment- und Verbrauchsbereich.
Die Hydraulikpumpe passt sich den
Leistungsanforderungen des Brechers an,
was schlussendlich einen geringeren
Kraftstoffverbrauch pro Tonne produziertes
Endmaterial bedeutet.“ Darüber
hinaus ist der R1000S mit einem
RVB1700 Windsichter ausgestattet, der
zahlreiche Leichtstoffe separiert und so zu
einem hochwertigeren Endprodukt
beiträgt.
Der R1000S wird bei Haga R.O.T.
hauptsächlich auf Abbruchstellen zum
Recycling von Baurestmassen eingesetzt,
die entweder vor Ort wiederverwendet
oder für andere Projekte verkauft werden.
Da die Baurestmassen oft große Mengen
an Stahlbeton enthalten, umfasst die
Serienausstattung des R1000S auch einen
vertikal einstellbaren Magnetabscheider,
der Stahl effizient aus dem zerkleinerten
Beton entfernt und so zu einem saubereren
und wertvolleren Endprodukt führt.
„Der Rockster R1000S mit seinem
zusätzlichen Siebsystem, dem Vibrationsförderer
unter dem Brecherauslass, dem
großflächigen Hängesieb und den großen
Motorraumöffnungen für einen einfachen
Servicezugang, erfüllt einfach alle Anforderungen
auf der Brecherwunschliste
unserer Kunden“, so Johannson.
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KUHN
Komatsu PC360LCi-11 mit intelligenter
Maschinensteuerung (iMC 2.0)
Bau- und Erdbauunternehmen, die ihren Maschineneinsatz gerne deutlich
optimieren würden, finden dazu in den neuen Komatsu-Baggern PC360LCi-11
und PC360NLCi-11 mit iMC 2.0 eine sehr interessante Möglichkeit. Die Geräte
bieten ein Komplettpaket aus hoher Produktivität bei Erdbewegungseinsätzen
und präzisem Planum.
R
ob Macintyre, Produktmanager bei
Komatsu Europe, erklärt: „Bei dem
Vorgängermodell hatten
wir Kunden, die ihre
Standardbagger
durch eine iMC
Maschine ersetzt
haben. Sie haben
sofort davon
profitiert, dass
sie die Maschinen
sowohl für
das Planum als
auch zum
Beladen von Lkw einsetzen konnten.
Dadurch konnten sie die übrige Ausrüstung
umstrukturieren und die Flotte auf
der Baustelle optimieren. Die neuen
Maschinen mit iMC 2.0 bieten jetzt noch
mehr Optimierungsmöglichkeiten.“
Das Betriebsgewicht des PC360LCi-11/
NLCi-11 beträgt 35.770 kg bis 36.850 kg.
Die maximal empfohlene Löffelgröße
liegt bei 2,66 m³. Der kraftstoffeffiziente
Komatsu-Motor erfüllt
die europäische Abgasnorm
Stufe V und bietet eine
Nettoleistung von
202 kW / 275 PS bei 1.950 U/min. Durch
die erstklassigen Flottenmanagementfunktionen
der neuesten Version des
Telematiksystems Komtrax und das
Wartungsprogramm Komatsu Care ist die
Maschine vor unberechtigter Nutzung
geschützt und auf maximale Effizienz
ausgelegt. So werden Stillstandzeiten
vermieden.
Neue intelligente Funktionen
Die vollständig ab Werk in die Maschine
integrierte intelligente Maschinensteuerung
von Komatsu kam bereits 2013 auf
den Markt. Heute ist sie allein in Europa
bereits über 1,5 Mio. Betriebsstunden im
Einsatz auf Hydraulikbaggern. Die
erfahrenen „Technology Solution Experts“
der Komatsu-Distributoren unterstützen
ihre Kunden hinsichtlich der einsatzer-
60 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
probten Maschinensteuerungstechnologie,
die sich durch industrieführende Qualität,
Zuverlässigkeit, Präzision und Leistung
auszeichnet.
Mit der Einführung der neuen Modelle
PC360LCi-11 und PC360NLCi-11 kommen
auch zahlreiche neue intelligente Funktionen
zur Steigerung von Produktivität und
Effizienz der Maschinen und Baustellen auf
den europäischen Markt.
Die neue automatische Schwenklöffelsteuerung
von Komatsu vereinfacht Einsätze
an Böschungen und Gräben, indem sie
automatisch ein Untergraben verhindert
und bei jedem Durchgang für einen optimal
gefüllten Löffel sorgt. Der Schwenkwinkel
des Löffels wird automatisch dem Zielprofil
angepasst, sodass der Fahrer nicht manuell
nachjustieren muss.
Dank der neuen Winkelhaltefunktion
muss sich der Fahrer nicht länger darum
kümmern, den Löffelwinkel entsprechend
der Oberfläche anzupassen. Sobald der
gewünschte Winkel eingestellt ist, sorgt das
System beim Schließen des Stiels automatisch
für den korrekten Winkel.
Der neue iMC 2.0 Bildschirm überzeugt
durch konkurrenzlos gute Ergonomie sowie
intuitive Bedienung und Navigation – wie
man sie von einem Smartphone gewohnt ist.
Der Bildschirm ist jetzt schlanker, leichter
und kompakter, besitzt aber gleichzeitig
mehr Speicherkapazität und eine höhere
Datenverarbeitungsrate.
Dank iMC 2.0 und der Einführung eines
neuen IMU-Sensors für Schwenklöffel,
genießen Kunden jetzt höhere Flexibilität
und einen gesteigerten Mehrwert. Der neue
Sensor lässt sich leicht installieren und
kalibrieren und erhöht die Einsatzflexibilität
für Anbaugeräte und Maschinen, da er es
ermöglicht, unterschiedliche Schwenklöffel
nahtlos in die Maschinensteuerung des
Baggers zu integrieren.
Des Weiteren ist ein Fernzugriff möglich
und über Smart Construction Remote
können Projekt- und Profildaten übermittelt
werden.
Die neuen Bagger PC360LCi-11 und
PC360NLCi-11 besitzen ebenfalls die
Original-Funktionen der intelligenten
Maschinensteuerung von Komatsu: Autostopp-Funktion,
Abziehunterstützung und
Abstandskontrolle. Damit haben Fahrer
bereits viele Stunden sicher Material
verschoben und auch zukünftige Fahrer
werden von der schnellen und einfachen
Arbeitsweise profitieren, ohne sich über zu
tiefes Graben Gedanken machen zu müssen.
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Neue Eigenschaften im Überblick:
Automatische Schwenklöffelsteuerung
n schwenkt Löffel automatisch dem Zielprofil entsprechend
n verhindert Untergraben & steigert die im Löffel bewegte Materialmenge
n einfacheres und schnelleres Feinplanum
Winkelhaltefunktion
n hält automatisch den Löffelwinkel konstant, wenn der Stiel bewegt wird
n extrem vereinfachte Bedienung bei Feinarbeiten an Böschungen oder Gräben
n eine gewünschte Oberflächenqualität kann schneller und einfacher erreicht werden
Schlanker, kompakter iMC 2.0-Bedienbildschirm
n 36% schlanker, 38% heller
n leichtere individuelle Ausrichtung für jeden Fahrer
n verbesserte Multitouch-Navigation
n höhere Speicherkapazität und Verarbeitungsgeschwindigkeit
Integration von Schwenklöffel dank IMU-Sensor
n der IMU-Sensor kann an verschiedenen Arten und Formen von
Schwenklöffeln installiert werden
n einfache Kalibrierung für vollständige Systemintegration mehrerer
Schwenklöffel an einem iMC-Bagger
n mehr Flexibilität für Distributoren und Kunden
n Maschine und Anbaugeräte können vielfältig eingesetzt werden
iMC 2.0: jetzt noch besser
n neue Funktionalitäten steigern Effizienz von Maschine und Baustelle
n vollständig ab Werk integriert
n über 1,5 Mio. Betriebsstunden bei europäischen Kunden
n ganzheitlicher Kundendienst durch hochqualifizierte Experten
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BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021
61
MASCHINEN + TECHNIK
ASTRAD 2021
Österreichs größte Kommunalmesse
Am 9. & 10. September 2021 ist es wieder so weit: Die Astrad & austroKommunal öffnet
ihre Pforten in der Welser Messe. Rund 130 Top-Unternehmen stellen ihre Produkte und
Dienstleistungen für Gemeinden, Bauhöfe, Straßen- und Autobahnmeistereien vor.
V
on A wie Abfallentsorgung bis Z wie
Zeitnehmung: Europas führende
Unternehmen für die technische Gemeindeausstattung
haben sich bereits zur
Astrad & austroKommunal angemeldet,
denn die Messe ist bekannt dafür, dass sie
vor allem von Fachpublikum besucht wird.
So finden alle zwei Jahre sowohl Entscheidungsträger
wie Baudirektoren, aber auch
Praktiker aus Bauhöfen, Straßen- und
Autobahnmeistereien ihren Weg nach
Wels, um sich dort zwei Tage lang
umzuschauen, was es Neues auf dem
Markt gibt.
Ob Straßen- und Winterdienst,
Grünraumpflege, Baustellenbedarf oder
Ausstattung für den Bauhof – die Astrad
ist die führende Messe im Bereich der
technischen Gemeindeausrüstung.
Erwartet werden nicht nur Hersteller von
Kommunalmaschinen, sondern auch
Baumaschinenhersteller, denn oftmals
werden Straßenbaulose von den Straßenmeistereien
selbst durchgeführt. Aber
auch Hersteller von Straßenausrüstung
werden in Wels Lichtsignalanlagen,
Verkehrszeichen, Leitschienen oder
Asphaltmischungen präsentieren. Die
Fachbesucher bekommen auf der Messe
einen idealen Überblick über den Markt.
Die Astrad & austroKommunal ist somit
der perfekte Rahmen, um in Ruhe zu
vergleichen, Fachgespräche mit Kollegen
zu führen und mit den Herstellern ins
Gespräch zu kommen.
Hygienemaßnahmen
werden penibel eingehalten
Die Fachmesse findet sowohl im Freien,
als auch in der großzügigen Halle 20 der
Welser Messe statt und bietet damit
ausreichend Platz. „Selbstverständlich
halten wir alle behördlichen Auflagen in
Bezug auf das Coronavirus ein und sind
auch schon im Vorfeld mit dem Magistrat
der Stadt Wels in Kontakt, um alle
Vorschriften bestmöglich erfüllen zu
können“, erklärt Veranstalter Richard
Wawricka, dem die Gesundheit der
Besucher und Aussteller sehr am Herzen
liegt. Eigentlich wäre die Messe im Juni
2021 geplant gewesen, aber die unsichere
Lage hat eine Verschiebung auf
September 2021 unvermeidlich
gemacht. „Ich freue mich jedenfalls
jetzt schon sehr auf die 13. Astrad &
austroKommunal am 9. & 10. September
2021“, so Wawricka.
Traditionell findet in der Messe auch
das Symposium „Straßenerhaltung,
Ausrüstung und Winterdienst“ statt, das
an beiden Tagen hochkarätige Fachvorträge
von international anerkannten
Expertinnen und Experten aus Technik,
Wissenschaft und Praxis bietet. Der
Themenbogen spannt sich von den
neuesten Technologien im Winterdienst
über Straßenbau und Straßenerhaltung,
Grünflächenpflege und Ökologie bis hin
zur Verkehrssicherheit. Das Symposium
ist damit auch eine ideale Gelegenheit, um
fachliche Fortbildung mit Informationen
über Neuerungen auf dem Winterdienstund
Gerätesektor zu verbinden. Beim
Symposium werden natürlich auch alle
geltenden Vorschriften in Bezug auf
Abstand und Hygiene eingehalten.
Testgelände
Auch 2021 gibt es wieder die Gelegenheit,
die ausgestellten Fahrzeuge und Geräteträger
vor Ort zu testen. Neben der Halle
20 stehen zahlreiche Fahrzeuge für eine
Präsentation mit anschließender Probefahrt
bereit.
Die Messe und das Symposium werden
am 9. September 2021 um 10.00 Uhr
feierlich vom oberösterreichischen
Infrastrukturlandesrat Mag. Günther
Steinkellner und dem Welser Bürgermeister
Dr. Andreas Rabl eröffnet, die sich
anschließend auch für einen Ausstellungsrundgang
Zeit nehmen.
www.astrad.at
DATEN & FAKTEN
Termin: 9. & 10. September 2021
Nähere Informationen: www.astrad.at
Der Eintritt zur Fachmesse, Symposium
und Testgelände ist frei.
Für Anfragen von Unternehmen, die sich
für eine Standfläche auf der Kommunalmesse
interessieren, steht Regina Lehner
(r.lehner@eurokommunal.com) gerne für
Auskünfte zur Verfügung.
Foto: EuroKommunal/Simlinger
62 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Foto: Steffi Niemann
Einen Auftrag für himmlische
Glockenklänge erledigte
das Lübecker Kran- und
Schwerlastunternehmen
Otto Longuet mit einem
Zandt cargo Anhänger-Tieflader-Plateau
AT-P 300.
D
as Glockenspiel im Süderturm von St.
Marien ist nun wieder vollständig. In
einem Transport wurden die großen
Glocken von dem Glockengießer Rinecker
aus Sinn/Hessen nach Lübeck transportiert.
Dabei konnte der Kran- und Schwerlastspezialist
Otto Longuet mit seiner
technischen Kompetenz punkten. Die
äußerst empfindlichen Glocken wurden
durch die sachkundigen Mitarbeiter von
Otto Longuet auf einem Zandt cargo AT-P
300 sorgsam verladen. Die Verzurrung
erleichterte das sehr umfangreiche
Ladungssicherungspaket erheblich. Dies
war von besonderer Wichtigkeit, da die
hochwertigen Glocken sehr empfindlich
auf Beschädigungen in ihren Klangfarben
reagieren. Selbst ein kaum zu erkennender
Kratzer kann den Glockenklang
ZANDT
Kirchturmglocken sicher
transportiert
beeinträchtigen. Der sorgfältig geplante
Transport konnte dann auch mit dem
luftgefederten Fahrwerk und dem abgestimmten
elektronischen Bremssystem zur
Zufriedenheit der Kirchengemeinde
durchgeführt werden. Die historischen
sieben Uhrschlagglocken im Dachreiter,
Der
Zandt cargo
AT-P 300
bewährte
sich auch
bei diesem
heiklen
Transport.
gegossen 1508 bis 1510, fielen in der
Palmarum-Nacht den britischen Bombern
zum Opfer. Es ist eine große Freude für die
Kirchengemeinde St. Marien, dass das
Glockenspiel nun wieder mit neuen
Glocken vervollständigt ist.
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Baustellennah: 20 t Kaltrecycling-
Mischgut im 5-Minuten-Takt
Die neue KMA 240(i) ist die leistungsstarke Wirtgen Lösung für die umweltgerechte
und wirtschaftliche Mischgutaufbereitung in direkter Nähe zum Einsatzort.
B
eim Kaltrecycling in-plant wird eine
mobile Kaltrecycling-Mischanlage
(KMA) in der Nähe der Baustelle aufgestellt.
Das spart Zeit, Lkw-Kapazität und
ist zudem äußerst umweltfreundlich: 60%
weniger CO2-Ausstoß durch Kaltaufbereitung,
50% kürzere Bauzeiten und 50%
geringere Baukosten lassen sich so
erzielen.
Die Kaltrecycling-Mischanlage KMA
240(i) erzeugt sofort einbaufähiges
Mischgut und eignet sich für die Herstellung
verschiedener Arten von gebundenen
Tragschichten. So können neben hydraulisch
gebundenen Tragschichten (HGT)
und Walzbeton (roller compacted concrete,
kurz RCC) auch bituminös gebundene
Tragschichten (mit Emulsion oder mit
Effiziente Technik:
Die Wirtgen Kaltrecycling-Mischanlage
arbeitet dank
mikroprozessorgeregelter
Anlagensteuerung
hochpräzise.
Schaumbitumen) hergestellt werden. Das
Anwendungsspektrum der verschiedenen
Mischgüter reicht vom Autobahnbau über
den Straßen- und Wegebau bis hin zum
Bau von Parkplätzen.
Die so gebauten neuen Verkehrs- und
Industrieflächen zeichnen sich durch hohe
Tragfähigkeit, Beständigkeit gegen
Verformung und lange Lebensdauer aus.
Die Kaltrecyclingtechnologie von Wirtgen
steht damit für ein Höchstmaß an Nachhaltigkeit
und bietet neben der Schonung
der natürlichen Ressourcen auch wirtschaftliche
Einsparpotenziale:
100% Wiederverwendung des
vorhandenen Materials
100% weniger Materialentsorgung
90% weniger Baumaterial-Transporte
90% geringerer Ressourceneinsatz
50% weniger Bindemittel
Silos bzw. Tankwagen versorgen die
Kaltrecycling-Mischanlage mit Bindemitteln
wie zum Beispiel Heißbitumen,
Bitumenemulsion und Zement. Die präzise
Dosierung der Ausgangsstoffe und
Bindemittel, deren Verhältnis im Vorfeld
durch Voruntersuchungen im Straßenbaulabor
ermittelt werden, überwacht eine
bewährte Mikroprozessorsteuerung. Die
KMA 240(i) verlädt das neue, homogene
Baustoffgemisch idealerweise direkt auf
den Lkw oder legt es kontinuierlich auf die
Halde ab.
Einsatzbeispiel: Neue HGT
am Flughafen Paderborn
Mit ihrem 6-Zylinder-Dieselmotor kann
die neue mobile Kaltrecycling-Mischanlage
KMA 240(i) pro Stunde 240 t Mischgut aus
verschiedenen Baustoffen herstellen. Bei
der Sanierung des Vorfelds sowie der
Tank- und Enteisungsfläche am Flughafen
Paderborn-Lippstadt war neben der hohen
Mischkapazität auch eine erhöhte Druckfestigkeit
der neuen hydraulisch gebundenen
Tragschicht (HGT) gefordert.
Für den Einbau des Mischguts bereitete
die KMA 240(i) in einem ihrer ersten
Testeinsätze 5.500 t Baustoff in 7 Tagen
auf. Zuvor hatte das bauausführende
64 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Auf dem Hauptbedienpult
der
KMA 240(i) hat
der Bediener das
Materialfließschema,
den
Maschinenstatus
und den gesamten
Produktionsablauf
jederzeit
im Blick.
Unternehmen Oevermann bereits das
15.000 m 2 große, teerhaltige Baustellenareal
mit einer Wirtgen Kaltfräse W 220(i)
abgefräst und den Ausbaustoff auf einem
angrenzenden Parkplatz auf Halde gelegt,
zusammen mit gebrochenem Kalkstein 0/5
als Ergänzungsmaterial. Beide Baustoffe
wurden mittels Radlader und in einem
Verhältnis von 80% Fräsgut zu 20%
Kalkstein in den Doseur der KMA
übergeben und dort im Zweiwellen-
Zwangsmischer mit dem Bindemittel
Zement und Wasser zu einem hochwertigen
Mischgut verarbeitet.
In der Regel beläuft sich die einaxiale
Druckfestigkeit solcher Mischgüter auf 5-7
MPa. In diesem Fall sollte die HGT jedoch
erhöhten Anforderungen entsprechen und
12,5-15 MPa erreichen. Deshalb entschied
sich der Betreiber der KMA 240(i), dem
Baustoffgemisch aus Fräsgranulat und
Kalkstein einen erhöhten Zement anteil
von 10% hinzuzugeben statt wie für
gewöhnlich 5-6%. Dank des täglich rund
800 t produzierten Zementmischguts
waren auch die folgenden Einbau geräte im
Dauereinsatz. Nachdem ein Grader das
Material gleichmäßig auf den einzelnen
Abschnitten verteilt hatte, sorgten zwei
Hamm Walzenzüge vom Typ 3412 für die
optimale Verdichtung der neuen HGT.
www.wirtgen-group.com
MASCHINEN + TECHNIK
HERRENKNECHT
Vortriebsrekord beim Brenner Basistunnel
Die Mineure im Brenner Basistunnel treiben das Eisenbahn-Großprojekt zügig voran.
Mit Ende März 2021 erreichten sie beim Vortrieb der Hauptröhren in Südtirol
eine neue Bestmarke: 860 m gebohrter und ausgebauter Tunnel in einem Monat.
A
uf dem italienischen Baulos „Mauls
2-3“ des Brenner Basistunnels bohren
drei Herrenknecht-Tunnelbohrmaschinen
(TBM) von Süden nach Norden. Sie fahren
die beiden Hauptröhren sowie einen 12 m
tiefer verlaufenden Erkundungs- und
späteren Servicetunnel auf.
Eine neue Bestmarke erreichte im
März 2021 eine dieser drei Maschinen: 860
m legte die auf den Namen „Virginia“
getaufte Maschine vom Typ Doppelschild-
TBM (Ø 10,65 m) in einem Monat zurück.
Das bauausführende Joint Venture BTC
S.c.a.r.l. (Astaldi S.p.A., Ghella S.p.A.,
P.A.C. S.p.A. und Cogeis S.p.A.) erreichte
damit einen Spitzenwert bei der Vortriebsleistung
auf der Baustelle Mauls. Für
März 2021 gab der Bauherr des Brenner
Basistunnels, die österreichisch-italienische
BBT SE, für „Virginia“ eine durchschnittliche
Tagesleistung von 27,7 m
bekannt. Die Tagesbestleistung lag bei
36,75 m.
Dr. Matthias Flora, Vertriebs- und
Projektmanager bei Herrenknecht,
gratuliert dem Team auf der Baustelle:
„Die Mannschaften unseres Kunden BTC
sind absolute Spitzenprofis in ihrem
Metier. Herzlichen Glückwunsch und
unseren größten Respekt für diese
Leistung!“ Anfang April 2021 haben die
beiden Maschinen in den Hauptröhren
bereits über 50% der Gesamtstrecke in
Richtung Losgrenze am Brenner zurückgelegt.
In standsicheren Geologien sind
Doppelschild-TBM prädestiniert für gute
Vortriebsleistungen. Parallel zum Bohrvorgang
erfolgt bereits der Ausbau des
aufgefahrenen Tunnels mit Betonsegmenten,
den sogenannten Tübbingen.
Im Frühjahr 2019
starteten die
Vortriebe in den
südlichen Hauptröhren
des Brenner
Basistunnels. Im
März 2021 fuhr eine
Herrenknecht-
Doppelschild-TBM
den Rekordwert auf
der Baustelle Mauls
2-3 von 860 m
Tunnel auf.
Unter der Regie der österreichischitalienischen
BBT SE entsteht mit dem
Brenner Basistunnel und einer Gesamtlänge
von 64 km die längste unterirdische
Eisenbahnverbindung der Welt. Sie
unterquert die Alpen zwischen Innsbruck
in Österreich und Franzensfeste in
Südtirol/Italien als besonders leistungsfähige
Flachbahn, das heißt mit sehr
geringen Steigungen.
www.herrenknecht.com
Foto: BBT SE/Strabag/Jan Hetfleisch
AM Baugeräte HandelsgmbH ■ Oberes Bahnfeld 2 ■ A-2281 Raasdorf/Wien
Tel. (+43 2249) 28495 ■ office@am-laser.at ■ www.am-laser.at
MASCHINEN + TECHNIK
Die vollverglaste Kabine überzeugt
mit großen Glasflächen und
gewölbter Frontscheibe für perfekte
Rundumsicht und verfügt serienmäßig
vorn und hinten über
LED-Arbeitsscheinwerfer.
Hier geht es
zum Video
vom Sicherheitstest
der
MDX-Kabine
von Mecalac:
MECALAC
Innovativer Baustellenkipper mit Kabine
Der neue Baustellenkipper 3.5MDX mit Kabine und einer Nutzlast von 3,5 t
präsentiert sich hinsichtlich Leistung, Sicherheit und Komfort optimiert und
bietet gleichzeitig alle Vorzüge der MDX-Reihe von Mecalac.
A
ngetrieben von einem Stage V-konformen
Kubota D1803, 1,8 l-Dieselmotor
mit 3 Zylindern, liefert der Baustellenkipper
50 PS (37 kW) bei 2.700 U/min und
einem maximalen Drehmoment von 150,5
Nm bei 1.600 U/min. Der integrierte
Dieselpartikelfilter (DPF) und der
Dieseloxidationskatalysator (DOC) helfen,
Emissionen zu minimieren und gleichzeitig
den Kraftstoffverbrauch zu optimieren.
Das knickgelenkte, pendelnde Fahrwerk
sorgt für eine exzellente Manövrierfähigkeit
und Geländegängigkeit des 3.5MDX,
der mit Frontkippmulde oder einer um
180° drehbaren Schwenkkippmulde
erhältlich ist, die ohne zusätzliches
Manövrieren eine präzise Positionierung
der Lasten seitlich der Maschine
ermöglicht.
Im Vorwärts- und im Rückwärtsgang
verfügt der Baustellenkipper mit hydrostatischem
permanentem Allradantrieb
jeweils über einen hohen und einen
niedrigen Gang. So steht dem Fahrer das
jeweils notwendige Drehmoment zur
Verfügung, um selbst unter anspruchsvollsten
Bedingungen mühelos Lasten zu
transportieren. Dank dieser Funktionen
und einer maximalen Fahrgeschwindigkeit
von 20 km/h bewegt sich die Maschine
schnell und mit Leichtigkeit über die
Baustelle. Mit einem Betriebsgewicht von
2.990 kg überzeugt der 3,8 m lange, 1,9 m
breite und 2,8 m hohe 3.5MDX durch
äußerste Kompaktheit und Wendigkeit.
Für vielfältige Einsatzbereiche und den
Transport hoher Nutzlasten auf engem
Raum ist er die effektive Lösung. Für
maximalen Fahrerkomfort sorgt unter
anderem die bewährte MDX-Kabine mit
optionaler Klimaanlage. Für noch mehr
Fahrerschutz wurde die zertifizierte
ROPS/FOPS-Kabine des MDX von
Mecalac zusätzlich angepasst und auf ihre
Aufprallbeständigkeit beim Beladen der
Kippermulde getestet. Zusätzliche
Sicherheit bietet das Shield-Sicherheitspaket
von Mecalac, mit dem der 3.5MDX
serienmäßig ausgestattet ist.
Vertriebspartner der Mecalac Geräte
sind in Österreich die Firmen Baumaschinen
MKS GmbH in Wien, Mlečka
Baumaschinen GmbH in Oeynhausen und
Laurer Baumaschinen GmbH & CO KG in
Jenbach/Tirol.
www.mecalac.com | www.mlecka.at
www.bmks.at | www.laurer.at
Ihr Spezialist für
Verbausysteme
MASCHINEN + TECHNIK
1 Automatische Reinigung
eines Dumpers. 2 Ein Radlader
wird mit 12.000 l pro
Minute gewaschen. 3 Feinreinigung
mit der integrierten
Sprühlanze.
1
2 3
FRUTIGER
MobyDick im weltweit größten
Eisenerz-Bergwerk in Nordschweden
Die Firma Frutiger mit Hauptsitz in der Schweiz gilt weltweit als Spezialist
in der Planung und Herstellung von Grobschmutzwaschanlagen für
Großfahrzeuge. Jüngster Meilenstein ist die Installation einer MobyDick
Demuckinganlage im weltweit größten Eisenerz-Bergwerk.
D
as Eisenerz-Bergwerk Kiruna gehört
zum schwedischen Bergbaukonzern
LKAB. Es fördert jährlich über 30 Mio. t
Roherz ausschließlich im Untertagebau.
Kiruna ist die nördlichste Stadt von
Schweden und liegt nördlich vom Polarkreis.
Vor rund drei Jahren startete das
Unternehmen mit der Planung einer
modernen Wasch-, Service- und Reparaturhalle,
ausgelegt, um aus dem riesigen
Fuhrpark täglich bis zu 50 Maschinen
abzufertigen. Da die Bodenverhältnisse
unter Tage in den großflächigen Aufschlüssen
und auf oft unbefestigten Transportstraßen
eine massive Verschmutzung an
Rad- und Kettenfahrzeugen verursachen,
sind Service- und Reparaturarbeiten ohne
eine gründliche Reinigung der Fahrzeuge
nicht möglich. Deshalb war das Unternehmen
auf der Suche nach einer Lösung um
die unterschiedlichen Maschinen, vom
kleinen Minibagger bis zum 4,50 m breiten
Muldenkipper, möglichst effizient und
kostensparend zu reinigen. Überzeugt hat
am Ende die MobyDick Technologie „Viel
Wasser – Wenig Druck“, mit welchem die
modernen Demuckinganlagen aus dem
Hause Frutiger arbeiten.
Nach einer längeren Planungsphase
wurde im Spätherbst 2020 eine Demuckinganlage
MobyDick HD-2 in das
Fundament der entstehenden Waschhalle
eingebaut. Auf dieser Großanlage werden
die schmutzigen Fahrzeuge seither mit bis
zu 12.000 l Recyclingwasser pro Minute
und einer hohen Anzahl an Düsen intensiv
gereinigt. Innert weniger Minuten werden
so selbst hartnäckigste Verschmutzungen
aufgeweicht und zuverlässig weggespült.
Bei Bedarf kann anschließend mit einer
integrierten und sehr leistungsfähigen
Sprühlanze (500 l/min) auch noch eine
kurze Nachwäsche der schwer zugänglichen
Stellen erfolgen. Der anfallende
Schmutz wird durch den hohen Wasserfluss
stets automatisch in den seitlichen
Recyclingtank gespült und setzt sich dort,
unter Zugabe eines umweltfreundlichen
Flockungsmittels, ab. Das Waschwasser
wird dabei vollständig recycliert und kann
für den nächsten Reinigungsvorgang
erneut verwendet werden. Damit kann
neben viel Zeit auch eine hohe Menge an
Wasser und Chemikalien gespart werden,
was die Umwelt nachhaltig entlastet.
Vermutlich am meisten geschätzt wird die
neue Waschanlage aber beim Servicepersonal
vor Ort, da die Reinigung aller
Fahrzeuge nun wesentlich komfortabler
ist und nur noch einen Bruchteil der
früheren Zeit in Anspruch nimmt.
Bevor die MobyDick Anlage ihre Arbeit
vor Ort aufnehmen konnte, wurden
mehrere Tests zur Leistungsfähigkeit
durchgeführt. Unter anderem wurden
mehrere Maschinen vor und nach der
Wäsche genau gewogen, wobei bei größeren
Fahrzeugen teils bis zu 1.000 kg
Schmutz abgewaschen wurde. Auch alle
anderen Tests wurden von der MobyDick
Anlage im ersten Anlauf bestanden.
www.mobydick.com
68 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
DOKA
Digitale Schalungspositionierung
Das interaktive, sensorbasierte System
DokaXact ist ein ganz neues Tool im Werkzeugkasten
ausführender Bauunternehmen,
das beim präzisen Einrichten von
Doka-Selbstklettersystemen unterstützt.
D
okaXact besteht aus
mehreren Sensoren, die
an definierten Vermessungspunkten
der Wandschalung
angebracht sind und mit
einer zentralen Recheneinheit
kommunizieren. Das
System unterstützt Baustellenmannschaft
und Vermessungsingenieure
beim
schnellen und präzisen
Justieren und Einrichten
der Wandschalung von
Doka-Selbstklettersystemen
– und das mit einer hohen
Genauigkeit von ± 2 mm.
Mit der Live-Monitoring-
Funktion können Bewegungen
der Schalung in allen
Phasen, von der Positionierung
bis zum Betoniervorgang,
sichtbar gemacht
werden. Auf dem DokaXact-
Webportal werden die Daten
für Bauleiter und Vermessungsingenieure
transparent
zugänglich gemacht. Das
Portal ist somit Berichts-,
Überwachungs- und Analyseplattform
zur Verbesserung
und Optimierung der Abläufe
und Prozesse. Bauleiter sind
nun in der Lage, ihre Bautoleranzen
24/7 von jedem Ort
aus zu beobachten. Somit
kann u.a. vor der Betonage
eingegriffen werden, um
kostenintensive Nacharbeiten
nach dem Betonieren zu
vermeiden. Für ihr DokaXact-
System wurde Doka mit
einem Innovation Award of
Excellence vom CTBUH 2021
Awards Programm ausgezeichnet.
www.doka.com/dokaxact
Perfektes Zusammenspiel.
Drill & Split
Foto: Doka
Zahlreiche Sensoren, die an festgelegten Messpunkten der
Schalung angebracht sind, messen kontinuierlich die aktuelle
Neigung der Schalung und kommunizieren drahtlos mit einer
zentralen Recheneinheit.
BAUBLATT.ÖSTERREICH
| Bohren & Spalten im Steinbruch
| Ausgerüstet mit Darda-Spaltzylinder
| Spaltzylinder abnehmbar
Mehr Info unter:
www.wimmer.info
MASCHINEN + TECHNIK
LIEBHERR
Schnellwechselsystem Likufix für
weitere Liebherr-Radlader erhältlich
Das vollautomatische Schnellwechselsystem Likufix, eine Eigenentwicklung von
Liebherr und bekannt von den Liebherr-Hydraulikbaggern, hat sich in den letzten
Jahren auch bei den Radladern der mittelgroßen Baureihe bewährt. Es entfaltet seine
Vorteile bei Arbeiten, die den Einsatz unterschiedlicher Anbauwerkzeuge erfordern.
Denn mit Likufix kann der Maschinenführer mechanische und hydraulische Anbauwerkzeuge
sicher und komfortabel per Knopfdruck von der Kabine aus tauschen.
Verfügbarkeit
erweitert:
Likufix steht
nun auch für
zahlreiche
Liebherr-Großradlader,
etwa
für den L 556
XPower, zur
Verfügung.
Dank Likufix ist ein effizienter
und sicherer Wechsel zwischen
verschiedenen hydraulischen
Anbauwerkzeugen möglich.
Wie hier bei einem L 507
Stereo zu sehen ist, ist die
Likufix-Hydraulikkupplung
sicher und robust am Schnellwechsler
verbaut.
L
iebherr vergrößert die Verfügbarkeit seines
vollautomatischen Schnellwechselsystems
Likufix für weitere Radlader-Modelle. Likufix
ist ab sofort für die beiden Compactlader L 506
und L 508, für die beiden Stereolader L 507
und L 509 sowie für die XPower-Großradlader
bis zum L 580 erhältlich. Wie gewohnt ist
Likufix auch weiterhin für die mittelgroßen
Liebherr-Radlader L 526, L 538 und L 546 im
Angebot.
Die kleineren Liebherr-Radlader vom L 506
Compact bis zum L 509 Stereo sind als vielseitige
Allrounder bekannt. Mit Likufix erhöht
sich ihre Flexibilität noch weiter. Denn der
Maschinenführer kann binnen Sekunden per
Knopfdruck beispielsweise zwischen einer
hydraulischen 4-in-1 Klappschaufel, einer
Ladegabel oder einer Kehrmaschine wechseln.
Er verliert dabei keine wertvolle Zeit, weil der
Anschluss der hydraulischen Leitungen mit
Likufix automatisch und zuverlässig erfolgt.
Das Arbeiten mit hydraulischen Anbauwerkzeugen
wie Hochkippschaufeln, Schaufeln mit
Niederhalter, Holzgreifern oder Separatorschaufeln
ist typisch für größere Liebherr-Radlader.
Darum bietet Liebherr sein vollautomatisches
Schnellwechselsystem auch für größere
Radlader-Modelle an. Likufix ermöglicht es
dem Maschinenführer, diese und weitere
Werkzeuge unkompliziert per Knopfdruck von
der Kabine aus zu tauschen. Das erhöht die
Sicherheit, denn beim Ausrüstungswechsel
muss er die Kabine nicht verlassen und damit,
etwa auf einem Recyclinghof mit Werksverkehr,
kein Risiko eingehen.
Das Likufix-Schnellwechselsystem ist auf
harte Anforderungen vorbereitet. Die Hydraulikkupplung
lagert auf Federn. Die Kräfte, die
auf den Schnellwechsler wirken, übertragen
sich somit nicht auf das Kupplungssystem.
Selbst bei langen Einsatzzeiten sind die
Verbindungen zwischen den Hydraulikkreisen
absolut dicht. Um die Wartung zu erleichtern,
sind alle beweglichen Einzelteile leicht zugänglich.
Kunden können bei Bedarf Reinigung und
einfache Wartungstätigkeiten, wie das Wechseln
einer Dichtung, leicht selbst durchführen.
www.liebherr.com
70 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Foto: kiqegb/pixabay
RITCHIE BROS
Gebrauchtmaschinen online kaufen
Ritchie Bros., das sich als größter Verkäufer von Gebrauchtmaschinen weltweit einen
Namen machte, hat sich zur weltweit agierenden E-Commerce-Plattform gewandelt.
D
abei profitiert das Unternehmen von
60 Jahren Erfahrung in Bewertung,
Vermarktung und Verkaufs-Abwicklung
von Baumaschinen. Auch wenn sich die
Methoden geändert haben, der Gebrauchtmaschinenkauf
ist und bleibt Vertrauenssache.
„Mit unseren Online-Tools bauen
wir dort Brücken, wo der persönliche
Kontakt nicht möglich ist“, sagt Matthias
Ressel. Als Vertriebsleiter Baumaschinen
betreut er mit seinem sieben Mann
starken Team Deutschland, die Schweiz
und Österreich. Gemeinsam gewährleisten
sie, dass Verkäufer und Käufer online ein
gutes und sicheres Geschäft machen.
Das beginnt mit der Cybersicherheit
durch hauseigene IT-Spezialisten und
findet seine Fortsetzung durch die
Bewertung – wenn nicht vor Ort, dann
digital: Über hundert Fotos und Videomaterial
berücksichtigt das Team von
Matthias Ressel für eine Zustandsbeschreibung.
Für die Einschätzung des
Verkaufspreises berufen die Experten sich,
neben ihrer langen Erfahrung, auf einen
beachtlichen Datenbestand, der mit
digitalen Tools und künstlicher Intelligenz
immer weiterentwickelt wird. Anschließend
entscheidet der Verkäufer über die
Art der Vermarktung: Online-Versteigerung
oder im Online-Marktplatz inserieren.
Über 640.000 Artikel wurden allein
Digitale Tools besiegeln
bei den E-Commerce-
Plattformen von Ritchie
Bros. den virtuellen
Handshake.
2020 durch Ritchie Bros. weltweit verkauft.
Vom Online-Trend profitiert nicht
zuletzt der Verkäufer: Mehr Bieter
generieren mehr Nachfrage; es steigt die
Wahrscheinlichkeit, dass die Ware
tatsächlich zum Marktwert verkauft wird.
Und für Käufer wie Verkäufer bleibt die
Sicherheit, ein gutes Geschäft getätigt zu
haben.
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GALABAU
ZEPPELIN / SCHEIKL
Junges GaLaBau-Unternehmen startet
am Semmering mit Cat-Geräten durch
Seit fünf Jahren bietet die Firma Scheikl Erdbewegungen von der Zentrale in Krieglach
bis zum Semmering sehr erfolgreich ihre Dienstleistungen rund um die Kernbereiche
Erdbewegung, Grünraumpflege, Vermietung und Winterdienst an. Die Wünsche der
überwiegend privaten Bauherren, die aufgrund der Pandemie verstärkt in den eigenen
Garten investieren, werden mit neuen Cat Geräten rasch und präzise umgesetzt.
Mit Joystick Lenkung, verlängertem Stiel und kurzem Hecküberstand ist der neue Cat 306 das ideale Gerät für die
größeren GaLaBau-Projekte der Firma Scheikl. Er ergänzt die beiden Cat 301.8, die mit Komfort-Kabine und
Klimaanlage trotz der Höhenlage auch in der kalten Jahreszeit eingesetzt werden können.
A
ls gelernter Maurer und Schalungszimmerer
war Markus Scheikl
zunächst mehrere Jahre für ein Bauunternehmen
tätig. Nach weiteren sechs Jahren
im Nebenerwerb gründete er auf Basis der
gesammelten Erfahrungen im Jahr 2016
sein eigenes Unternehmen und hat sich
inzwischen gemeinsam mit seinem Team
in der Region einen ausgezeichneten Ruf
erarbeitet. Vor allem im letzten Jahr
sorgten die Auswirkungen der Pandemie
für eine zusätzliche Auslastung, denn viele
private Bauherrn investierten nicht in
eine Urlaubsreise, sondern in die eigenen
vier Wände und den Garten. Aber auch die
umliegenden Gemeinden haben zahlreiche
Aufträge für den kompetenten und breit
aufgestellten Garten- und Landschaftsbaubetrieb.
Verlässlich und professionell werden
die Projekte in den Bereichen Kelleraushub,
Pool- und Teichbau, Gartengestaltung,
Grünflächenbetreuung sowie
Steinmauern, kleine Abbrucharbeiten und
Wegebau durchgeführt. Wenn es die
Auftragslage zulässt, werden die Geräte
auch vermietet. Ab November erledigt
man für mehrere Gemeinden die Winterdienstarbeiten.
Unterstützt wird Markus
Scheikl von seinem Bruder Michael
Laibacher und Mitarbeiter Norbert Dalke,
ein weiterer Mitarbeiter ist zurzeit zur
Probe.
Ebenso schlank und leistungsstark, wie
das Team, ist auch der Fuhrpark aufgestellt.
Er umfasst zwei Cat Minibagger
301.8, eine Aufsitzwalze Cat CB2.5, als
jüngsten Neuzugang einen Cat 306 CR
sowie einen weiteren Bagger der 6 t
Klasse. Zum Einsatz kommen die Bagger
jeweils mit Schnellwechsler und Löffelpaket
der Firma Winkelbauer. Ergänzend
dazu stehen auch alle benötigten Anbaugeräte
zur Verfügung, darunter auch ein
Universalgreifer und ein Sieblöffel für den
neuen Cat 306. Bei der Verdichtung
kleinerer Flächen setzt Markus Scheikl
auf einen reversierbaren Bodenverdichter
CR 5 sowie eine vorwärtslaufende Vibrationsplatte
CF 2 Hd von Weber MT, ebenfalls
im Vertrieb von Zeppelin Österreich.
Firmenchef Markus Scheikl: „Wir sind
ein junges Unternehmen, das sich auf
sämtliche Dienstleistungen rund ums
Haus spezialisiert hat. Vor einem Jahr
habe ich meinem Fuhrpark mit den beiden
neuen Cat 301.8 verstärkt. Ich bin von den
Minibaggern begeistert, denn sie bringen
auch bei Einsätzen mit wenig Platz volle
Leistung. Mit der Joystick-Lenkung ist das
Manövrieren sehr einfach und die automatische
Drehzahlabsenkung hilft mir
Kosten zu sparen. Durch das hydraulisch
verstellbare Laufwerk und den Schnellwechsler
sind die 301.8 für uns wichtige
und leistungsstarke Geräte. Ein echtes
Highlight ist aber die Kabine mit Klimaanlage,
die bei den langen Wintermonaten
hier in der Region extrem wichtig ist. Für
den Cat 306 CR haben wir uns entschieden,
weil die Größe der Baustellen
zugenommen hat. Im Rahmen der
72 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
GALABAU
Für die Verdichtungsarbeiten
kommen
die kompakte
Tandem-Vibrationswalze
Cat CB2.5 sowie
die reversierbare
Rüttelplatte CR
5 (im Bild) und die
vorwärtslaufende
Vibrationsplatte CF
2 Hd von Weber MT
zum Einsatz.
Aufträge müssen wir auch immer wieder
Material über Grünhecken heben, deshalb
ist der Cat 306 CR für mehr Reichweite
mit einem verlängerten Stiel ausgerüstet.
Die Standfestigkeit ist sehr gut, für den
verlängerten Stiel haben wir ein zusätzliches
Gegengewicht montiert. Die Laufwerksbreite
beträgt eigentlich 2,10 m,
unser Gerät hat nur 2 m, damit wir ihn
Das engagierte Team von Scheikl Erdbau (von rechts): Firmenchef
Markus Scheikl, Norbert Dalke und Michael Laibacher.
Markus Scheikl schätzt nicht
nur die technischen Stärken
der Next Generation Geräte,
sondern auch die kompetente
Beratung sowie die rasche
und unkomplizierte Unterstützung
durch Harald
Polleros (zuständiger Betreuer
der Niederlassung Graz der
Firma Zeppelin Österreich).
mit Traktor und Hänger selbst transportieren
können. Wir verstärken uns aber in
Kürze mit einem eigenen Tieflader. Alle
unsere Bagger sind mit Gummiketten
ausgerüstet, dadurch schonen wir die
Grünflächen und die Straßen. Bei den
Verdichtungsarbeiten im Rahmen von
Hauszufahrten, Aufschließungen oder
Parkplätzen leistet uns die kompakte
Tandem-Vibrationswalze Cat CB2.5 sehr
gute Dienste. Für kleinere Arbeiten, etwa
für das Rütteln von Pflastersteinen, setzen
wir die reversierbare Rüttelplatte CR 5
und die vorwärtslaufende Vibrationsplatte
CF 2 Hd ein, die beide sehr handlich sind
und mit ihrer Laufruhe beeindrucken.
Natürlich gilt für jedes Gerät: Preis und
Qualität müssen passen.“
Besonders betont wird von Markus
Scheikl die Betreuung und Unterstützung
durch Harald Polleros, Gebietsverkaufsleiter
Steiermark Nord der Niederlassung
Graz der Firma Zeppelin Österreich.
Scheikl: „Angefangen von der Beratung bei
der Auswahl der optimalen Geräte über
Sonderanfertigungen bis hin zur raschen
Hilfe bei Problemen können wir uns auf
Harald verlassen. Er hilft uns, wenn wir
kurzfristig einen zusätzlichen Bagger als
Mietgerät benötigen, ist für uns immer
erreichbar und setzt sich für eine rasche
Lösung ein.“
Harald Polleros über die Cat Geräte der
Firma Scheikl: „Die Next Generation
Geräte werden von den Kunden sehr gut
angenommen. Das liegt auch an den
zahlreichen Alleinstellungsmerkmalen, zu
denen beispielsweise bereits bei den
Kompaktgeräten eine Klimaanlage und die
Schwimmstellung beim Schild zählen. Aber
auch die Joystick Lenkung wird sehr
geschätzt, denn sie macht das Überstellen
der Maschine auf der Baustelle sehr
einfach – ohne dass der Fahrer die Fußpedale
betätigen muss. Natürlich erfüllen die
Geräte dank modernster Motorentechnologie
die neueste Abgasstufe und punkten
mit der elektronischen Fahrsteuerung. Ich
freue mich, dass moderne Cat Technik und
der engagierte Service der Firma Zeppelin
das junge Unternehmen auf seinem
erfolgreichen Weg unterstützen können.“
www.zeppelin-cat.at
Meter die entscheiden!
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BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021
73
GALABAU
1 2
1 Mit Hilfe einer Bodenfräse
lockert der Giant den Untergrund
auf. 2 Der G2300 X-Tra
HD ist für den Einsatz im
Straßen- und Wegebau dank
großer Hubkraft und Wendigkeit
prädestiniert. 3 Mit Hilfe
von Anbaugeräten wie der
Heckenschere oder Ballenklemme
wird der G2300 zum
Allrounder im kommunalen
Einsatz oder im Garten- und
Landschaftsbau.
TOBROCO-GIANT
Zwei neue Modelle der Serie G2300
Auf den vielfachen Kundenwunsch nach einem Modell, das zwischen den bestehenden
Modellen G2200 HD+ und G2500 HD eingeordnet werden kann, hat Tobroco-Giant
den G2300 HD entwickelt, der auch in der X Tra-Version erhältlich ist.
T
obroco-Giant, der niederländische
Hersteller für Radlader, Teleskoplader
und Anbaugeräte, feiert in diesem Jahr
sein 25-jähriges Bestehen. Gründer,
Eigentümer und Geschäftsführer von
Tobroco-Giant ist Toine Brock. Er hat den
Ein-Mann-Betrieb zu einem Unternehmen
mit über 500 Beschäftigten in drei
Ländern ausgebaut. Toine Brock: „Wenn
bei uns ein Modell neu entwickelt wird,
dann hören wir unseren Kunden ganz
genau zu, was sie brauchen.“
Das neueste Ergebnis des engen
Austausches zwischen Hersteller und
Anwender sind zwei neue Modelle der
Serie G2300. Die Maschine ist mit einem
26 PS-Kubota-Motor mit 1.500 cm 3
Hubraum, vier Zylindern und hohem
Drehmoment ausgestattet und erfüllt
den Standard nach EU Stufe V. Für
großen Fahrkomfort bei gleichzeitig
hoher Leistung weist die Maschine
einen hydrostatischen Vierrad-Antrieb
und ein Differentialgetriebe mit
Sperrwirkung auf beiden Achsen auf.
Die 8-t-Planetenachsen verleihen der
Maschine eine Zugkraft von 23.000 N, die
für viele Arbeiten auf Baustellen, bei
Erdbewegungen, im landwirtschaftlichen
Bereich oder im Garten- und Landschaftsbau
auch dringend benötigt werden.
Kipplasten von 1.595 kg bzw. von 2.260 kg
beim X-Tra-Modell ermöglichen kraftvolle
und effiziente Ladespiele.
Dieser komplette Anstriebsstrang, der
dem des nächst höheren Modells G2500
entspricht, sorgt auch für ein Maximum
an Traktion, eine enorm hohe Zugkraft
und geschmeidige Bewegungen in jeder
Arbeitssituation. Mit all diesen Eigenschaften
verfügt der G2300 HD jedoch
über die kompakteren Maße des G2200,
dessen Rahmen speziell für das neue
Modell an den größeren Motor angepasst
wurde. Er passt daher mit seiner Breite
von 108 cm auf Standardbereifung durch
enge Durchgänge und erreicht somit auch
Baustellen in Hinterhöfen mühelos.
Mit einem Einsatzgewicht von 2.300 kg
bzw. 2.350 kg können beide Modelle
einfach und flexibel auf einem Pkw-
Anhänger von einem Einsatzort zum
anderen transportiert werden, sodass hier
keine unnötigen Standzeiten durch
komplizierten Transport entstehen. Um
eine noch höhere Produktivität zu erreichen,
besteht die Möglichkeit, die
Maschine mit dem patentierten Stabilo-
System auszustatten. Diese Option sorgt
für zusätzliche Sicherheit und Komfort, da
hiermit alle Unebenheiten im Gelände
ohne Einbußen bei der Leistung ausgeglichen
werden. Alle Dächer und Kabinen
sind nach dem ROPS/FOPS-Standard
zertifiziert. Die gebogene Windschutzscheibe
und die schmalen Säulen
er möglichen eine optimale Rundum-Sicht.
Tobroco-Giant bietet mehr als 200
Anbaugeräte an, sodass auch die Modelle
der G2300-Serie das ganze Jahr über
genutzt werden können.
www.tobroco-giant.com/de
74 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
GALABAU
FELBERMAYR BAU
Neues Standbein im Landschaftsbau
Mit der Übernahme des traditionsreichen oberösterreichischen Unternehmens
Danner erweitert das Bauunternehmen Felbermayr die bestehenden Gewerke
durch die Landschaftsgestaltung.
D
anner Landschaftsbau kann auf eine
mehr als 60-jährige Tradition
zurückblicken und ist heute ein Synonym
für die Begrünung von steilen
Hängen, den Erosionsschutz, Landschaftsbau
und die Gestaltung von
Außenanlagen im Allgemeinen. Für den
ehemaligen Eigentümer Reinhard
Danner war der Verkauf an Felbermayr
im Sinne der Nachfolgeregelung eine
logische Konsequenz: „Beim Verkauf
ging es mir vorrangig um den Erhalt der
Arbeitsplätze meiner 20 Mitarbeiter,
welche teils schon seit Jahrzehnten im
Unternehmen sind und nicht um einen
möglichst hohen Preis.“ Zudem ortet
Danner auch Synergien. So zum Beispiel
durch den Einsatz von Kranen bei
Dachbepflanzungen oder durch die
Notwendigkeit von Erdbauleistungen bei
großen Landschaftsbauprojekten im
Infrastrukturbau. Operativ betrachtet
bleibt das Unternehmen Danner
selbstständig und behält auch seinen
Namen. Dazu Horst Felbermayr: „Das
Unternehmen funktioniert seit Jahrzehnten
hervorragend, ich sehe keinen
Grund, etwas zu ändern.“ Lediglich
organisatorisch wird es in den „Tiefbau
Österreich“ eingegliedert. Geleitet wird
der Danner Landschaftsbau von Roman
Laßmann, ein jahrzehntelanger Mitarbeiter
der Firma Danner. Er wird
gemeinsam mit dem Management die
Integration der Danner-Kompetenzen
und die Erarbeitung von Synergien und
neuen Konzepten vorantreiben.
www.felbermayr.cc
Aufspritzbegrünung
durch Danner am neuen
Felbermayr-Standort in
Wels/Oberthan.
GALABAU
Mit ihrer neuen Betontankstelle BTS 1000 deckt die Josef Höllwart Erdbau GmbH nicht nur den Eigenbedarf, sie versorgt
rund um St. Johann im Pongau auch gewerbliche und private Abnehmer mit den benötigten Kleinmengen.
FLIEGL / NOVA BAUTEC / KÖSSNER / HÖLLWART
Frischbeton zum Selberzapfen
Christoph Kössner leitet nicht nur die erfolgreiche Transport- und Erdbaufirma
Kössner GmbH in St. Veit im Pongau, er ist auch Geschäftsführer der Nova
Bautec Handels GmbH. Diese hat seit Juli 2020 die Generalvertretung für
Fliegl-Baukom Abschiebesysteme inne und ist auch für den Vertrieb von Betontankstellen
und Wasserfässern der Firma Fliegl zuständig. Vor kurzem wurde
die erste Betontankstelle an die Josef Höllwart Erdbau GmbH übergeben.
Von links: Christoph Kössner (Geschäftsführer der Firmen Kössner und Nova Bautec Handels
GmbH), Firmenchef Josef Höllwart und Martin Fliegl (Vertriebsleiter Fliegl Baukom).
D
as 1960 von Willi Kössner in St. Veit
im Pongau mit einem 2-Achs Lkw
gegründete Unternehmen ist heute in der
Region einer der führenden Anbieter in
den Bereichen Transporte, Erdbau und
Abbruch. Christoph Kössner, der den
Betrieb seit 25 Jahren leitet und durch
seine langjährige Erfahrung die Herausforderungen
der Transportbranche bestens
kennt, erklärt im Gespräch mit Baublatt.
Österreich die Hintergründe für die
jüngste Entwicklung.
Kössner: „Im Frühjahr 2020 erweiterte
ich meinen Fuhrpark mit drei innovativen
Abschiebewagen. Es handelt sich dabei um
ASW Abschiebewagen und ASS Abschiebesattel
der Firma Fliegl, die es uns ermöglichen,
auf hohem Niveau zeitsparend und
qualitativ beim Asphalteinbauen zu
arbeiten. Beim Kippvorgang gelangt in der
Regel zuerst das kühlere oberflächennahe
Mischgut in den Fertiger und zum Schluss
das grobe Material, das unter Umständen
die berühmten Nester verursacht. Beides ist
nicht ideal. Durch die Abschiebetechnik wird
das Material im Zuge der Übergabe
nochmals homogenisiert und eine höhere
Qualität beim Einbau erzielt. Ich will durch
meine positiven Erfahrungen die zukunftsweisende
Schüttgutabladetechnik vorantreiben
und habe im Juli 2020 mit der von mir
gegründeten Nova Bautec Handels GmbH
die Generalvertretung für Fliegl-Baukom
Abschiebesysteme sowie den Vertrieb von
Betontankstellen und Wasserfässern für den
Straßenbau in Österreich übernommen.
Auch die Betontankstellen der Firma Fliegl
sind ein interessantes und technisch
ausgereiftes Produkt. Es freut mich sehr,
dass wir bereits vier Anlagen verkauft
haben und vor kurzem die erste Betontankstelle
an die ebenfalls in St. Johann im
Pongau ansässige Josef Höllwart Erdbau
GmbH ausliefern konnten.“
76 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
GALABAU
Firmenchef Josef Höllwart demonstriert die
einfache Bedienung der Betontankstelle BTS
1000 der Firma Fliegl. Sie versorgt auch die
Teams der Josef Höllwart Erdbau GmbH beim
Bau der Natursteinmauern.
Betontankstelle: ideale Lösung auch
für den Garten- und Landschaftsbau
Die große Stärke der Betontankstelle:
Kleinabnehmer können mit dieser Anlage
zeitsparend mit Beton für unbewehrte
Bauteile im SB-Betrieb bedient werden.
Insbesondere der „Profi-Kleinabnehmer“
– etwa aus den Bereichen Garten- und
Landschaftsbau, Zaunbau, Steinsetzer oder
Tiefbau – kann durch die Betontankstelle
Frischbeton einfach und bequem beziehen.
Das bedeutet in der Praxis: Aus verschiedenen
Betonsorten kann der Kunde die
BAUBLATT.ÖSTERREICH
benötigte Menge ab 0,15 m³ über das
Bedienprogramm auswählen. Bezahlt wird
per Kundenkarte oder Bankomatkarte.
Nachdem das Fahrzeug richtig positioniert
ist, kann die Betontankstelle eigenständig
durch den Kunden bedient werden. Die
Betontankstelle ist in den beiden Modellen
BTS 500 und BTS 1000 mit Mischleistungen
zwischen ca. 15 m 3 und ca. 25 m 3 pro
Stunde erhältlich. Sie kann je nach Bedarf
mit Einzel- und/oder Doppelbunker, in
einfacher, zweifacher oder dreifacher Form
konfiguriert werden.
Firmenchef Josef Höllwart über seine
Entscheidung für die neue Betontankstelle
BTS 1000: „Ich habe mein Unternehmen
2008 gegründet. Zu den Kunden gehören
Baufirmen, Bauträger, Bergbahnen,
Salzburg AG, Bundesforste, Landwirte und
private Häuslbauer. Im Laufe der Jahre
haben wir uns sehr viel mit dem Bau von
Natursteinmauern beschäftigt und uns
dadurch einen guten Ruf in der Region
aufgebaut. Da diese fast ausschließlich in
Beton versetzt werden, haben wir uns
natürlich sehr viel mit diesem Thema
beschäftigt und uns aus Gründen der
Flexibilität und der zusätzlichen Auslastung
für eine Betontankstelle entschieden.
Wir können damit nun auf ideale Weise
den Eigenbedarf abdecken und gleichzeitig
viele private Bauherren und Profi-Kleinabnehmer
versorgen. Diese sind ja
überwiegend an Samstagen tätig, wenn
große Mischanlagen geschlossen sind.
Natürlich ergibt sich für uns auch ein
Mehrwert, denn wer Beton braucht, hat in
der Regel auch Erdarbeiten zu erledigen.“
Wie erwähnt ist die Nova Bautec
Handels GmbH auch Ansprechpartner für
Wasserfässer der Firma Fliegl für den
Straßen- und Landschaftsbau, wobei der
Fassaufbau auf Lkw oder Tiefladeranhänger
erfolgen kann. Die Behälter mit einem
Fassungsvermögen zwischen 3.000 und
28.000 l sind ideal geeignet für den
Transport von Wasser, Abwasser und
anderen Flüssigkeiten.
www.novabautec.at | www.höllwart-erdbau.at
www.fliegl-baukom.de
Mit ihren vier Abschiebefahrzeugen
ist die Firma Kössner
hoch zufrieden.
Geschäftsführer
Christoph Kössner
übernahm daher mit
der Nova Bautec
Handels GmbH die
Generalvertretung
für Fliegl-Baukom
Abschiebesysteme
in Österreich.
Österreichischer
Baumaschinenverband
KOMPETENZ DURCH
FOKUSSIERTE INFORMATION
Nr. 0124850
11
12
1
10
27
26 21
2
9
25 22
3
8 24 23 4
7
6
5
PRÜFPLAKETTEN &
PRÜFBEFUNDE lt. AM-VO
Ein SERVICE des MAWEV
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GALABAU
RASCO / SSAB
Kompaktkehrmaschine aus hochfestem
Baustahl als Signal für die Zukunft
Die Kompaktkehrmaschine Lynx des kroatischen Unternehmens Rasco kehrt
belebte Straßen in ganz Europa. Für das gesamte Chassis seines neuesten
Produktes wählte Rasco den hochfesten Konstruktionsstahl Strenx 700 und
realisierte damit eine schlanke und leichte Kehrmaschine.
R
asco hat seinen Hauptsitz in
Kalinovac, Kroatien, und begann
1990 als kleine Werkstatt mit nur zwei
Mitarbeitern. Heute sind die beiden die
alleinigen Eigentümer des Unternehmens.
Im Laufe von 30 Jahren hat sich Rasco zu
einem der führenden Hersteller von
Straßeninstandhaltungsgeräten in
Europa entwickelt. Seine Lösungen helfen,
die Straßen in über 40 Ländern auf fünf
Kontinenten, von Kanada bis China,
sauber zu halten. Rasco stellt Streugeräte,
Schneepflüge und Schneebürsten sowie
Auslegemäher, Straßenwasch- und
Kehrgeräte und Kompaktkehrmaschinen
her. Die Produkte des Unternehmens
werden für die Instandhaltung von
Autobahnen und Schnellstraßen, städtischen
Gebieten, Gemeinden und Flughäfen
eingesetzt.
Das wachsende Bewusstsein für eine
nachhaltige Entwicklung, kombiniert mit
dem Wunsch der Menschen, in einer
gesundheitsfördernden, sauberen Umgebung
zu leben, stellt Herausforderungen
an die Instandhaltung der städtischen
Infrastruktur. Rasco stellt seinen Fokus
ganz auf die Entwicklung und Innovation
von Technologien für einen sichereren
Transport und eine sauberere Umwelt.
Aus diesem Grund hat Rasco 2019 sein
Premiumprodukt, die Kompaktkehrmaschine
Lynx, eingeführt. Lynx bietet
Reinigungseffizienz, Manövrierbarkeit,
Benutzerfreundlichkeit, Komfort für den
Fahrer sowie Arbeitsautonomie und ein
funktionales Design. Da die Lynx bis zu
400 l in den Wassertanks und 2 m 3
Kehrgut transportieren kann, brauchte
diese kompakte Kehrmaschine ein starkes,
leichtes und kompaktes Rückgrat, um ihre
täglichen Aufgaben auf den Straßen der
Stadt zu erfüllen.
Der Stahl der Wahl für
eine Premium-Kehrmaschine
Jedes Bauteil wurde mit großer Sorgfalt
entwickelt, um eine Premium-Kehrmaschine
zu erschaffen. Ihr Chassis ist
komplett aus Strenx 700MC Konstruktionsstahl
von SSAB gefertigt. „Wir verwenden
die Stähle von SSAB bereits seit über
15 Jahren für die Herstellung eines großen
Teils unseres Produktportfolios“, sagt Ivan
Franičevič, CEO von Rasco und ergänzt:
„Als wir uns entscheiden mussten,
welchen Stahl wir für unser neuestes
Premiumprodukt, die Kompaktkehrmaschine
Lynx, verwenden sollten, war
Strenx unsere erste Wahl.“
Fotos: SSAB, Deutschland, Düsseldorf
78 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
GALABAU
Das Chassis der Lynx Kehrmaschine ist komplett aus SSAB Strenx Konstruktionsstahl gefertigt.
Chassisdesign: Strenx-Leistungsstahl
für leichtere, dünnere Profile
Strenx 700 ist ein Konstruktionsstahl mit
einer Streckgrenze von 650-700 MPa, je
nach Materialstärke. Er wird als Hochleistungsstahl
bezeichnet, weil er sich für die
Herstellung von Lastwagen und Anhängern,
Kränen und Hebezeugen, landwirtschaftlichen
Geräten und anderen
Anwendungen eignet, die stärkere und
dennoch leichtere Strukturprofile benötigen.
Kreative Ingenieure können die
Designstandards für Stahl weiterentwickeln,
weil Strenx ein sehr beständiger
Konstruktionsstahl ist, der spezifische
Eigenschaften für Dicke, Ebenheit und
Biegeeigenschaften erfüllt.
Rasco untersuchte intensiv, wie
Straßenkehrmaschinen mit der Umgebung
und den Nutzern interagieren. Und sie
fanden heraus, dass es eine Menge Raum
für Verbesserungen gab. Deshalb wählten
sie Strenx 700MC Konstruktionsstahl für
ihre neue kompakte Kehrmaschine. Sie
wollten einen starken Fahrzeugrahmen
mit hohen Leistungsstandards beibehalten,
aber mit einer insgesamt leichteren
und dünnwandigeren Stahlkonstruktion.
Vorteile von hochfestem Stahl
auf der Straße und in der Produktion
Mit Strenx 700 und höheren Güten
können Hersteller wie Rasco die Blechdicke
reduzieren und so weniger Stahl
einsetzen, was zu erheblichen Kostensenkungen
sowohl bei den Material- als auch
bei den Verarbeitungskosten führen kann.
In der Produktion hilft die Verwendung
dünnerer Stahlstärken, die Kosten für das
Schneiden und Schweißen zu senken.
Beim Schweißen können sie die Menge
des aufgetragenen Schweißmaterials und
damit Schweißzusatzwerkstoffe und
Schweißzeiten reduzieren. Allein durch
die Gewichtsreduzierung sparen Anwender
im Betrieb Kraftstoffkosten und
Umweltbelastungen bzw. verbessern die
Nutzlast des Fahrzeuges. Mit einer
Streckgrenze von 700 MPa kann Strenx-
Stahl wesentlich stärker belastet werden
als ein S355-Stahl. Das bedeutet, dass
dünnere Abmessungen bei gleichen
Belastungswerten verwendet werden
können oder der Belastungswert kann
höher sein, wenn die gleichen Abmessungen
verwendet werden. Eine höhere
Streckgrenze kann sowohl das Produkt
verbessern als auch deren Leistungsfähigkeit
erhöhen.
Mit My Inner Strenx den
Weg für Wachstum ebnen
Rascos Einsatz innovativer Konstruktionen
aus hochfestem Stahl trägt dazu bei,
dass seine Straßenwartungsgeräte den
Weg für weiteres Wachstum des Unternehmens
ebnen. Denn seit 2020 ist Rasco
Mitglied des „My Inner Strenx“ Programms
von SSAB und kann damit seinen
Kunden versichern, dass die kompakte
Kehrmaschine Lynx die strengsten
Qualitätskontrollstandards und die
höchsten Anforderungen für hochfesten
Stahl erfüllt. Wenn Anwender den My
Inner Strenx Qualitätsaufkleber auf der
Lynx sehen, wissen sie, dass sie mit Strenx
Konstruktionsstahl und qualitätskontrollierten
Produktionstechniken hergestellt
wurde. Diese Sicherheit hilft Mitgliedern
wie Rasco, ihre Marke aufzuwerten und
ihre Marktpräsenz zu erhöhen, indem sie
ihren Kunden hochmoderne Geräte mit
einem hohen Wiederverkaufswert
anbieten.
„Seit ihrem Markteintritt ist die Lynx
als Star unter den Kompaktkehrmaschinen
anerkannt. Wir sind sehr zuversichtlich,
dass sie bald in vielen weiteren
Städten auf der ganzen Welt zu sehen sein
wird“, sagt Mario Štefanec, CCO von
Rasco. Er lobt die enge Zusammenarbeit
mit SSAB im Rahmen des Programms und
sieht eine glänzende Zukunft für sein
Unternehmen voraus. „Wir können nicht
genug betonen, dass Qualitätslieferanten
wie SSAB und Produkte wie Strenx
Konstruktionsstahl eine entscheidende
Rolle für die Endqualität unserer Produkte
spielen. Unsere weitere Zusammenarbeit
in diesem Bereich ist unumstritten.“
www.ssab.de
www.rasco.hr
BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021
79
GALABAU
WACKER NEUSON
Wacker Neuson öffnet Akku-Plattform
Ab Herbst 2021 kann der von Wacker Neuson entwickelte modulare Baugeräte-
Akku herstellerübergreifend eingesetzt werden: Kooperationspartner ist
Bomag. Damit profitieren Kunden von vereinfachter Baustellenlogistik
sowie von Kosteneinsparungen bei der Investition in Akkugeräte.
V
on Beginn an hat Wacker Neuson bei
der Entwicklung des Akkus konsequent
auf das Konzept „one for all“ gesetzt.
Dies erlaubt es dem Bediener, mit nur
einem Akku verschiedene Baugeräte, wie
beispielsweise Stampfer oder Vibrationsplatten
zu betreiben. Die Investition in
Akku und Ladegerät ist damit nur einmal
nötig.
Zukünftig ergeben sich Synergie- und
Einsparpotenziale, da die Akkus auch in
Baugeräte der Marke Bomag eingesetzt
werden können. Dass Wacker Neuson die
eigene Akku-Technologie damit einem
Mitbewerber im Markt der Bodenverdichtungsgeräte
zur Verfügung stellt, ist kein
Widerspruch. „Wir sind davon überzeugt,
dass viel mehr Baustellen, gerade im
innerstädtischen Bereich, ohne direkte
Abgasemissionen betrieben werden
könnten“, sagt Stefan Pfetsch, Geschäftsführer
der Wacker Neuson Produktionsgesellschaft
in Reichertshofen, dem Kompetenzzentrum
für Verdichtung. „Unser
Wechselakku hat das Potenzial, eine große
Bandbreite verschiedener Baugeräte
anzutreiben. Mit dem Angebot an einen
weiteren Hersteller, unseren Akku zu
nutzen, werden wir die Verbreitung
emissionsfrei arbeitender Baugeräte
weiter beschleunigen. Damit trägt Wacker
Neuson dazu bei, die CO2-Einsparziele
schneller zu erreichen.“
Zur zero emission Reihe von Wacker
Neuson gehören neben Stampfern,
Vibrationsplatten und einem Innenrüttlersystem
auch elektrisch betriebene Bagger,
Rad- und Kettendumper sowie Radlader.
„Bereits heute lässt sich damit eine
gesamte innerstädtische Baustelle ohne
direkte Abgasemissionen betreiben.
Verglichen mit konventionellen Lösungen
der gleichen Klasse können CO2-Einsparungen
von bis zu 93% erreicht werden. So
leistet unsere zero emission Serie einen
wertvollen Beitrag zum Erreichen der
Klimaziele“, sagt Alexander Greschner,
Vertriebsvorstand der Wacker Neuson
Group. „Es gibt aber auch ganz konkrete
Kostenvorteile: In einigen Ländern sparen
sich Kunden die CO2-Steuer, andere
Staaten fördern aktiv den Einsatz
elektrischer Baumaschinen und -geräte
durch Prämien oder bevorzugen bei
Ausschreibungen diejenigen Teilnehmer,
die einen geringeren CO2-Ausstoß sicherstellen.“
Bereits 2014 hat Wacker Neuson den
weltweit ersten akkubetriebenen Stampfer
vorgestellt, als erstes Produkt der zero
emission Reihe. Inzwischen ist das
Portfolio auf sieben Baugeräte – Stampfer,
Vibrationsplatten, Innenrüttler – angewachsen,
die alle mit dem gleichen Akku
betrieben werden können. Damit ist
Wacker Neuson nach wie vor der Anbieter
mit dem umfassendsten Angebot an
akkubetriebenen Profi-Baugeräten im
Markt, weitere Geräte werden in Kürze
verfügbar sein.
Für Baugeräte bietet Wacker Neuson
aktuell zwei Wechselakkus mit einem
Energieinhalt von 1.000 Wh sowie 1.400
Wh an. Bislang gibt es keinen vergleichbaren
Wechselakku in dieser Leistungsklasse
im Markt. Für Baustellenabläufe ist die
Nutzung eines einheitlichen Akkus für
Geräte mehrere Hersteller von Vorteil:
Statt verschiedener Akkus und Ladegeräte
muss nur ein einziges System eingeplant
und transportiert werden. Für die Bediener
werden Unklarheiten, welcher Akku in
welchem Gerät verwendet wird, von
vornherein ausgeschlossen. Eine einheitliche
Ladestruktur und die schnelle
Etablierung eines Lademanagements
erleichtern den Baustellenalltag und
steigern die Akzeptanz für den Einsatz
der Technologie.
www.wackerneuson.com/zeroemission
Die Wechselakkus
von
Wacker Neuson
können in
Zukunft auch in
Bomag-Geräte
eingesetzt
werden. Im Bild
von links der
akkubetriebene
Vibrations-
Stampfer AS50e,
die akkubetriebene
Vibrationsplatte
AP1850e
und der erste
als Rucksack
tragbare Hoch-
frequenz-Akku-
Innenrüttler
ACBe.
80
GALABAU
HUMBAUR
Zuverlässiger Rückwärtskipper
für den gewerblichen Einsatz
Mit dem vielfältigen
Zubehör kann das Einsatzspektrum
des HUK optimal
erweitert werden.
Egal, ob Sand, Kies, Sträucher, Bäume oder
Gartenabfälle: Die Rückwärtskipper HUK des
Gersthofener Anhänger- und Kofferaufbautenspezialisten
sind robust verarbeitet und eignen
sich damit auch für den professionellen Einsatz.
D
er HUK von Humbaur ist
ein hochwertiger und vor
allem langlebiger Rückwärtskipper.
Dank der Ausführung als
Einachser oder Tandemachser
kann der Anhänger passend zur
Transportaufgabe und passend
zum Zugfahrzeug gewählt
werden. Allen gemein sind das
verzinkte Brückenblech mit
V-Nut Außenrahmen und die
versenkten Zurrösen. Dank des
45 Grad Kippwinkels können
Sand, Erde und Kies im Handumdrehen
aus dem Anhänger
gekippt werden. Noch einfacher
geht es mit der optionalen
Elektropumpe. Damit hebt und
senkt sich der HUK per Knopfdruck.
Die verfügbaren Tandem-
Modelle haben ein technisch
zugelassenes Gesamtgewicht
zwischen 2.000 kg und 3.000 kg
und bringen damit Nutzlasten
zwischen 1.470 kg und 2.315 kg
mit. Damit ist man auch für
schwere Ladung wie Streusplitt
oder Wandkies bestens gerüstet.
Alle Modelle sind mit einem
im Tauchbad feuerverzinkten
Fahrgestell und geschweißter
Kippbrücke versehen. Im V-Nut
Außenrahmen sind versenkte
Zurrbügel integriert, welche pro
Anbindestelle einer Zugkraft
von 400 daN Stand halten. Der
verzinkte Brückenboden ist
3 mm stark und damit besonders
robust. Die Bordwände sind
serienmäßig 300 mm hoch und
können rundherum abgeklappt
oder sogar komplett entfernt
werden. Dadurch ist auch eine
Beladung mit dem Stapler
problemlos möglich und das
Fahrzeug kann, bei Bedarf, auch
als Plattformanhänger für
extrem sperriges Transportgut
genutzt werden. Konische
Eckrungen, Zugstangenverschlüsse,
ein Automatikstützrad,
ein 3-stufiger Teleskopzylinder,
die im Unterfahrschutz
integrierte Beleuchtung und
eine doppelwirkende Handpumpe
runden die Serienausstattung
ab.
www.humbaur.com
TILTROTATOR
• Große Drehdurchführung
• XControl Steuersystem
• Front Pin Lock
Jürgen Dietrich +43 (660) 4463493
Jürgen Dietrich +43 (660) 4463493
Kai Bachschuster +49 175 6443530
www.steelwrist.com
www.opens.org
BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021
81
GALABAU
Transparent-Montage mit der Hinowa
Lightlift 20.10 Performance IIIS.
DORN LIFT / STANIEK
Staniek: Baumpflege im Extrembereich
mit Hinowa Raupen-Arbeitsbühne
Seit 1999 steht der Name Staniek für Baumpflege und Baumabtragungen im
Extrembereich, denn Christoph Staniek, Inhaber der Baumpflege Staniek
GmbH in Tulln, teilt als zertifizierter Baumkontrolleur und Baumpfleger mit
seinem Team die Leidenschaft für große Bäume. Eine Hinowa Raupen-Arbeitsbühne
der Firma Dorn Lift ist dabei eine wichtige Basis für den Erfolg.
D
er Fokus der Baumpflegemaßnahmen
liegt auf der Erhaltung des Baumbestandes.
Gezielte Entlastungsschnitte zur
Kronensicherung und zur Vorbeugung von
Sturmschäden verlangen nicht nur viel
Know-how über Baumgesundheit, sondern
natürlich auch die richtige Technik, um
dahin zu kommen, wo der Schnitt gesetzt
werden muss.
In diesem Bereich setzt Staniek seit
mehreren Jahren nicht mehr ausschließlich
auf die Seilzugangstechnik der
zertifizierten Baumpfleger und Baumpfleger,
sondern hat mit einer Hinowa
Raupen-Arbeitsbühne Lightlift 20.10
Performance IIIS das perfekte Werkzeug,
um schnell, sicher und mit allem notwendigen
Werkzeug „an Bord“ in den Baum zu
kommen.
Der Transport der äußerst kompakten
Arbeitsbühne erfolgt mit einem Standard-
82 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
GALABAU
Anhänger am Pkw. Am Einsatzort angekommen,
passiert die Lightlift dank der in
der Breite verstellbaren Raupenketten und
der kompakten Bauform auch kleine
Durchgänge oder Gartentore und lässt sich
dann äußerst bodenschonend und dabei
sehr geländegängig per Kabelfernbedienung
zum Einsatzort manövrieren.
Für die Antriebstechnik steht neben
einem Verbrennungsmotor ein kraftvoller
Elektromotor zur Verfügung – ein Detail,
das in der Gebäudereinigung und bei der
Elektromontage in Hallen eher von Nöten
ist, als im Garten- und Landschaftsbau. Da
die Firma Staniek ihre Hinowa Raupen-
Arbeitsbühne jedoch auch zur Vermietung
anbietet, ist die branchenübergreifende
Nutzbarkeit überaus nützlich.
Die variable Abstützung geschieht dank
der IIIS-Steuerung automatisch und
sicher und so ist die Rüstzeit bis zum
Beginn des Einsatzes extrem kurz. Da alle
Werkzeuge und sogar ein zweiter Mann
dank der zugelassenen Korblast von 230
kg mit in die Höhe genommen werden
können, muss es nicht nur bei der Sichtung
des Baumzustandes bleiben, sondern
die notwendigen Maßnahmen können
direkt angegangen werden. So gestaltet
sich der Einsatz hocheffektiv.
Geschäftsführer Christoph Staniek und
seine Mitarbeiter sind begeistert und
Schnell und unkompliziert
können die Baumexperten
der Firma
Staniek mit der neuen
Hinowa Lightlift 20.10
Performance IIIS den
Zustand der Bäume
sichten und notwendige
Maßnahmen sofort in die
Wege leiten.
Die Mitarbeiter der
Firma Staniek mit der
Hinowa Raupen-
Arbeitsbühne.
freuen sich über die hervorragende
Zusammenarbeit mit Dorn Lift, die sich
durch kompetente Beratung, pünktliche
Lieferung und sorgfältige Einweisung der
Lightlift 20.10 Performance IIIS ausgezeichnet
hat. Auch die nachgelagerten
Wartungs- und Servicearbeiten sind so
effektiv wie möglich gestaltet: dank
R.A.H.M können Fehlerdiagnosen und
Softwareaktualisierungen aus der Ferne
erledigt werden. Und für den Vor-Ort-
Service steht Dorn Lift selbstverständlich
jederzeit zur Verfügung.
Dorn Lift: Kompetenzpartner
für Höhenzugangstechnik
Die Dorn Lift GmbH aus Lauterach,
Vorarlberg, ist der kompetente Händler für
Arbeitsbühnen in Österreich und Deutschland.
Im umfassenden Portfolio des
Familienunternehmens, das auf mittlerweile
45 Jahre Erfahrung zurückblicken
kann, findet sich unter anderem die
Raupen-Arbeitsbühnenserie Lightlift
Performance IIIS von Hinowa. Auch um
den technischen Service der Arbeitsbühne
kümmert sich das Team von Dorn Lift.
Neben Reparaturen und Wartungen bietet
der Arbeitsbühnenspezialist auch einen
umfangreichen Ersatzteilversand an.
Mit den Raupen-Arbeitsbühnen werden
Arbeitshöhen zwischen 13 und 33 m
erreicht. Dank der kompakten Bauweise
und des geringen Eigengewichts sind diese
nicht nur einfach zu transportieren,
sondern auch für Innen- sowie im Außenbereich
einsetzbar. Transportiert werden
können die Arbeitsbühnen auf einem
Anhänger. Kombinationen mit Verbrennungs-
und Elektromotor oder Lithium-
Ionen-Batterien stehen als Antriebsvarianten
zur Auswahl.
In vielen Unternehmen beeinflusst der
Faktor Nachhaltigkeit die Entscheidungen.
Auch auf Grund strengerer Auflagen
hinsichtlich Lärm und Emissionen fällt die
Wahl auf alternative Antriebstechniken.
Daher wird immer öfter eine Raupen-
Arbeitsbühne mit Lithium Ion Antrieb in
den Fuhrpark aufgenommen. Die von
Hinowa verwendeten Batterietypen
zeichnen sich über eine lange Lebensdauer
aus. Durch die innovative Start- &
Stopp-Technologie wird der Motor nur
dann mit Strom bespeist, wenn eine
Bewegung im Gange ist. Des Weiteren
besitzen die Maschinen eine automatische
Abstützung, ein System zur Fernassistenz
und ein GPRS-GPS Modem zur Ortung.
Mit „Auto2Speed“ wird eine Fahrgeschwindigkeit
von 3,5 km/h erreicht.
Im gesamten Arbeitsbereich kann eine
Korblast von 230 kg genutzt werden.
Raupen-Arbeitsbühnen sind einfach und
individuell einsetzbar. Sie verfügen über
eine bedienerfreundliche Steuerung und
garantieren auch in unebenem Gelände
einen sicheren Fahrbetrieb. Zudem sind
die Maschinen mit einer automatischen
Abstützung ausgestattet und auf Knopfdruck
lässt sich die Durchfahrtsbreite der
Raupe auf 80 cm einstellen. Es besteht die
Möglichkeit, die Korbaufhängung einzuklappen.
Daraus ergibt sich eine Verkürzung
der Transportlänge, zum Beispiel bei
der Lightlift 15.70 Performance IIIS. Hier
minimiert sich die Transportlänge auf nur
3,4 m.
Mieten oder kaufen?
Die Arbeitsbühnen können auch gemietet
werden. „In der Regel ist das auch der
erste Schritt, um zu ermitteln, wie die
Bühne im Einsatz funktioniert“, so
Alexander Dorn. „Viele Kunden investieren
dann in eine eigene Arbeitsbühne –
auch, um sie in weiterer Folge selbst
vermieten zu können. Dadurch entsteht
auch mehr Rentabilität fürs Unternehmen,
denn neben der Eigennutzung
können durch die Vermietung die Grundkosten
gedeckt werden”.
Gerne steht das Team der Dorn Lift
GmbH für Fragen rund um das Thema
Arbeitsbühnen zur Verfügung.
www.staniek.at
www.dornlift.com
BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021
83
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
Die Firmengruppe Liebherr
hat im Jahr 2020 einen
Umsatz von 10.341 Mio.
Euro erzielt. Im Vergleich
zum Vorjahr verzeichnete
das Unternehmen damit
insgesamt einen Rückgang
um 1.409 Mio. Euro oder
12% – nach mehreren erfolgreichen
Jahren und vor dem
Hintergrund der besonderen
Rahmenbedingungen im
abgelaufenen Geschäftsjahr
ist dies dennoch
zufriedenstellend.
LIEBHERR
Firmengruppe verzeichnet Umsatz
von über zehn Milliarden Euro
T
rotz der bereits leicht verringerten
Wachstumsdynamik auf den Weltmärkten
waren große Teile des ersten
Quartals 2020 für die Firmengruppe
Liebherr mit einer erfreulichen Auftragslage
verbunden. Jedoch sorgte die Corona-
Pandemie ab Ende des ersten Quartals für
Einschränkungen in der Geschäftstätigkeit
in zahlreichen Märkten. Das wirkte
sich auch auf die Umsätze der Firmengruppe
aus: Sie waren mit Ausnahme der
Kühl- und Gefriergeräte in allen Produktsegmenten
rückläufig. Der Umsatz in
den Produktsegmenten Erdbewegungsmaschinen,
Materialumschlagmaschinen,
Spezialtiefbaumaschinen, Mobil- und
Raupenkrane, Turmdrehkrane, Betontechnik
und Mining lag mit insgesamt 6.848
Mio. Euro 10,4% unter dem Vorjahresniveau.
Auch außerhalb des Bereichs
Baumaschinen und Mining ging der
Umsatz zurück. So erzielte Liebherr mit
den Produktsegmenten Maritime Krane,
Aerospace und Verkehrstechnik, Verzahntechnik
und Automationssysteme, Kühlund
Gefriergeräte sowie Komponenten
und Hotels einen Gesamtumsatz von 3.493
Mio. Euro, was einem Rückgang um 15%
gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Innerhalb der Europäischen Union, der
für die Firmengruppe traditionell stärksten
Absatzregion, war der Umsatz
Ein Prestigeprojekt: Die Liebherr-Schlitzwandfräse
LSC 8-18 bei der S-Bahn-
Erweiterung am Marienhof in München.
rückläufig. Dies ist vor allem auf Rückgänge
in Deutschland und Frankreich
zurückzuführen, während sich die
Geschäfte in Österreich und Polen positiv
entwickelten. Die Umsätze in den Nicht-
EU-Ländern wie auch in Nordamerika
gingen ebenfalls zurück. Die Regionen
Mittel- und Südamerika, Afrika sowie
Naher und Mittlerer Osten blieben
deutlich unter den Umsätzen des Vorjahres.
In Asien und Ozeanien verlief das
Geschäftsjahr für die Firmengruppe stabil.
Insbesondere die Nachfrage in China und
Australien unterstützte diese Entwicklung.
Die Firmengruppe Liebherr erzielte
2020 ein Jahresergebnis von 7 Mio. Euro.
Auch das Betriebsergebnis ist im Vergleich
zum Vorjahr gesunken, ebenso das
Finanzergebnis. Angesichts der besonderen
Herausforderungen und erschwerten
Rahmenbedingungen kann dies dennoch
als Erfolg gewertet werden. Trotz des
deutlichen Umsatzrückgangs blieb die
Mitarbeiterzahl stabil. So beschäftigte
Liebherr zum Jahresende weltweit
insgesamt 47.925 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter, 124 weniger als im Vorjahr.
Traditionell hohe Investitionen
in Forschung und Entwicklung
Als Hochtechnologieunternehmen verfolgt
die Firmengruppe das Ziel, den technologischen
Fortschritt in den für Liebherr
relevanten Branchen maßgeblich mitzugestalten.
Im vergangenen Jahr investierte
die Firmengruppe deshalb 512 Mio. Euro
in Forschung und Entwicklung. Ein
Großteil davon floss in die Entwicklung
neuer Produkte. Zahlreiche Forschungsprojekte
mit Universitäten, Hochschulen
und Forschungsinstituten wurden initiiert
und fortgesetzt. Ein Schwerpunkt dieser
84 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
Zahlreiche Highlights im
Produktsegment Erdbewegungsmaschinen:
Neben der digitalen
Weltpremiere des neuen knickgelenkten
Muldenkippers Ende
Oktober 2020 präsentierte
Liebherr mit dem L 509 Tele erstmalig
einen Teleskopradlader.
543 Mio. Euro gegenüber. In Kempten
(Deutschland) weihte die Liebherr-Verzahntechnik
GmbH das „Liebherr Tech-
Center“ ein, wo in einer rund 700 m²
großen Versuchshalle hochwertige
Automationssysteme getestet und demonstriert
werden. Zudem eröffnete Liebherr
im Produktsegment Kühl- und Gefriergeräte
einen neuen Standort in Ulm
(Deutschland), von dem aus die Bereiche
Vertrieb und Service Deutschland sowie
Digitalisierung arbeiten. Außerhalb
Europas investierte Liebherr unter
anderem in den Bau des neuen Hauptsitzes
der Liebherr Panama S.A. in Panama
City. Im Bereich Aerospace und Verkehrstechnik
nahm die neue Produktionsstätte
der Liebherr-Transportation Systems
(China) Co., Ltd. in Pinghu, Provinz
Zhejiang, ihren Betrieb auf. Um der
Nachfrage im Produktsegment Komponenten
auf dem asiatischen Markt Rechnung
zu tragen, soll ein neues Werk für Komponenten
in China errichtet werden.
Darüber hinaus wurde mit den Vorbereitungen
für die Montage von Getrieben in
Indien begonnen.
Forschungsprojekte ist das Thema
alternative Antriebstechnologien. In 2020
erweiterte Liebherr sein Produktportfolio
um mehrere voll- und teilelektrifizierte
Geräte und Komponenten, unter anderem
in den Produktsegmenten Mobil- und
Raupenkrane, Betontechnik, Mining und
Aerospace und Verkehrstechnik. Zu den
weiteren Entwicklungsschwerpunkten
zählt die Digitalisierung. Unter anderem
wurde erstmals von Deutschland aus ein
Hafenmobilkran vom Typ LHM 420 in
Argentinien mit Hilfe der Liebherr-
Remote-Service-App in Betrieb genommen.
Bei den Kühl- und Gefriergeräten ist das
Smart Monitoring hervorzuheben, das
unter anderem in Forschung und Labor
die Überwachung von Geräten mit einem
webbasierten Dashboard erlaubt. Liebherr
ist Gründungsmitglied des Projekts
„Center Construction Robotics“, dem die
RWTH Aachen University im Berichtsjahr
eine 10.000 m² große Fläche für eine
Referenzbaustelle übergab. Auf der
Baustelle forscht ein interdisziplinäres
Wissenschaftsteam der RWTH Aachen
gemeinsam mit einem europäischen
Industriekonsortium an neuen Bauprozessen,
Bauprodukten, vernetzten Maschinen,
dem Einsatz von Robotern, Softwarelösungen
sowie Lehr-, Arbeits- und Kommunikationskonzepten.
Investitionen in Produktion,
Vertrieb und Service
Investitionen in Höhe von 605 Mio. Euro
flossen in die Produktionsstätten und das
weltweite Vertriebs- und Servicenetz. Die
Investitionen gingen damit im Vergleich
zum Vorjahr um 151 Mio. Euro zurück.
Dem stehen Abschreibungen in Höhe von
INFO
„Mit dem Hintergrund der Corona-Pandemie war die Erwartungshaltung
für das Jahr 2020 von unserer Seite vorsichtig gedämpft.
Deshalb sind wir seitens Vertrieb in Österreich umso mehr
erfreut, dass unsere Produkte und Dienstleistungen so großen
Anklang gefunden haben und das Vorjahresergebnis verbessert
werden konnte. Unterstützend für den guten Erfolg war auch die
bis 28. Februar 2021 gültige Investitionsprämie, wir dürfen aber
auch nach dem Auslaufen dieser Förderung auf eine sehr gute
Auftragslage blicken. Wir gehen davon aus, dass wir im heurigen
Wirtschaftsjahr eine Seitwärtsbewegung zu den Vorjahreswerten
erzielen werden und blicken hoffnungsvoll in die
Zukunft.“
Ing. Otto Singer (Geschäftsführer Liebherr-Werk
Bischofshofen GmbH für den Vertrieb Baumaschinen
Österreich)
Ausblick auf 2021
Die erfreuliche Entwicklung des Auftragseingangs
im ersten Quartal 2021 über
verschiedene Produktsegmente der
Firmengruppe hinweg deutet auf eine
signifikante Steigerung des Absatzes in
2021 hin. Gesamtwirtschaftliche Chancen
ergeben sich aus der weltweiten Erholung
verschiedener Industriezweige, in denen
auch die Firmengruppe Liebherr aktiv ist.
Gleichzeitig bestehen aber weiterhin
Unsicherheiten über die Geschwindigkeit
der gesamtkonjunkturellen Erholung. So
erscheint es z.B. unklar, in welche Richtung
sich der internationale Handel
entwickelt oder inwieweit die fiskalpolitischen
Maßnahmen vieler Regierungen
eine Verschuldungsspirale verhindern
können. Am 19. April 2021 veröffentlichte
die Firmengruppe Liebherr ihren aktuellen
Geschäftsbericht. Dieser enthält neben
detaillierten Zahlen einen Magazinteil, der
auf das vergangene Geschäftsjahr zurückblickt.
In einem Interview ziehen Dr. h.c.
Dipl.-Kfm. Isolde Liebherr, Dr. h.c. DI
(ETH) Willi Liebherr, Sophie Albrecht und
Patricia Rüf ihr Fazit für 2020.
www.liebherr.com
BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021
85
FUHRPARK
IVECO
Der neue Iveco T-Way: robustes
Fahrzeug für schwere Offroad-Einsätze
Iveco vervollständigt die Produktpalette der Iveco Way-Baureihe mit dem neu konzipierten
und entwickelten Offroad-Lkw für schwere Einsätze unter extremen Bedingungen. Der
neue Iveco T-Way ist der Nachfolger des legendären Trakker.
D
er neue Iveco T-Way verfügt über ein
neues automatisiertes HI-Tronix-
Getriebe mit speziell für die Offroad-Mobilität
entwickelten Funktionen. Die
Scheibenbremsen an der Hinterachse, die
hochbelastbare Hinterradaufhängung für
Tandemachsen, das geringere Leergewicht
und eine Vielzahl von Funktionen wie der
HI-Traction Antrieb sorgen zusammen mit
der hohen Konnektivität, den digitalen
Services/Dienstleistungen und dem
hochkomfortablen Fahrerhaus für eine
Der Iveco T-Way ist mit einer
Vielzahl von Funktionen, einem
geringeren Leergewicht, neuen Telematikfunktionen
und digitalen Services/Dienstleistungen
auf Effizienz und Leistungsfähigkeit
ausgelegt.
herausragende Leistungsfähigkeit und
Wirtschaftlichkeit.
Der Iveco T-Way übernimmt von seinen
Vorgängern die legendäre Robustheit des
hochfesten und 10 mm starken Leiterrahmens,
der mit einer Verwindungssteifigkeit
von 177 kNm Maßstäbe setzt. Für
eine hohe Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit
hat die Vorderachse eine maximale
Achslast von bis zu 9 t. Der Radaußenantrieb
in Form eines Planetengetriebes an
der Hinterachse ist Standard. Das neue
Heavy-Duty-Hinterradaufhängungssystem
für Tandemachsen optimiert das
Fahrzeuggewicht und verbessert die
Geländegängigkeit durch eine größere
Bodenfreiheit und einen besseren
Böschungswinkel.
Der Iveco T-Way liefert die für Traktion
und Nebenantrieb (PTO) erforderliche
Leistung mit dem zuverlässigen und
effizienten Iveco Cursor 13-Motor (13 l
Hubraum), der bis zu 510 PS entwickelt
– und damit die Leistung des Trakker um
10 PS übertrifft. Für leichtere Konfigurationen
ist er auch mit dem Cursor
9-Motor erhältlich.
Die Motoren sind
mit dem bewährten
automatisierten
12- und 16-Gang-HI-
Tronix-Getriebe
verfügbar, das jetzt
auch über neue
Funktionen speziell für
die Offroad-Mobilität verfügt.
Dazu gehört eine Hill-Holder-Funktion,
die das Anfahren an Steigungen
erleichtert, ein Rocking-Mode zur Wiederherstellung
der Traktion bei rutschigen
Bedingungen und ein Creep-Mode für
extrem niedrige Geschwindigkeiten im
Standgas. Für die Onroad-Abschnitte im
Einsatz steigert das Iveco HI-Cruise-System
die Effizienz des Getriebes weiter. Es
umfasst vorausschauende Schaltvorgänge,
einen vorausschauenden Tempomat und
eine Eco-Roll-Funktion, die die Trägheit
des Fahrzeugs bei Bergabfahrten nutzt.
Mit diesen neuen Algorithmen liefert das
HI-Tronix für jede Anwendung die
perfekte Schaltstrategie.
www.iveco.at
86 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Startklar – mit dem
ZS EV will MG hierzulande
auch bei den Elektrofahrzeugen
auf die Jagd nach
Marktanteilen gehen.
MG ZS EV
Dieser Engländer kommt aus China
J
a genau, Du fährst jetzt einen MG und
der parkt noch dazu vor der Türe
unserer Redaktion.“ Was zwei Buchstaben
am Kühlergrill doch für Aufruhr im
Kollegenkreis verursachen können. Dabei
sollte es sich doch auch bei nicht so
Pkw-affinen Zeitgenossen wenigstens
annährend herumgesprochen haben, dass
die einstmalige britische Traditionsmarke
hierzulande tatsächlich ein Comeback auf
den Asphalt zaubert. Und was für eines.
Der erste Vertreter der mittlerweile in
China vom Band rollenden Briten, der für
14 Tage unter der Flagge der Baublatt.
Österreich-Redaktion unterwegs war: der
MG ZS EV. Klingt von der Bezeichnung
her zwar eher wie ein technokratisch
kühles Ersatzteil für die heimische
Spielekonsole, ist aber ein putziges, um
nicht zu sagen herziges, rein elektrisch
angetriebenes Kompakt-SUV. Rein
elektrisch?! Keine Sorge, der Ruhepuls
darf ruhig wieder Oberhand gewinnen.
Rein elektrisch heißt beim MG ZS EV (für
den wir uns bei Gelegenheit noch einen
passenden Spitznamen ausdenken
werden) eine realistische Reichweite von
230 km. Das ist auf jeden Fall eine
vernünftige Ausgangslage für einen
emissionsfreien (Arbeits)tag. Laut
Herstellerangaben soll die Batterie mit
44,5 kWh sogar für 260 km reichen. An
einer herkömmlichen 230 V-Steckdose ist
das 4,31 m lange SUV nach eigenen
Versuchen binnen 14-16 Stunden wieder
vollständig geladen.
Gelungenes Gesamtpaket
Was erwartet den Elektromobilitätsfreund
im Innenraum des Kompakt-SUV?
Kritiker würden sagen, eine Designersprache,
die dort und da unübersehbar nicht
Up-to-date ist. Wie z. B. beim wirklich sehr
klein ausgefallenen Info-Display am
Armaturenträger. Dem gegenüber steht
das überzeugende Gesamtkonzept, bei
dem sich die Mannen von MG (die
übrigens immer noch ein Designerbüro in
London betreiben) eindeutig mehr gedacht
haben, als China-SUV plus MG-Logo am
Kühlergrill ist gleich Verkaufserfolg. Denn
der MG ZS EV wickelt Dich mit seinem
kompakten und zugleich sympathischen
Ego schneller um den kleinen Finger, als
Dir vielleicht lieb ist. Zugegeben verzichtet
er dort und da auf übertriebene Technik
und Elektronikspielereien, punktet dafür
aber mit solider und qualitativ ansprechender
Verarbeitung, die es einem gar
nicht so leichtmacht, handfeste Kritikpunkte
zu finden. Finanziell ist der von
Ansprechend – der
Innenraum gefällt
durch eine solide
und zugleich
ansprechende
Verarbeitung
FACTS
Motor: Elektro, 105 kW (143 PS)
Eigengewicht: 1.491 kg
Sitzplätze: 4+1
Batteriekapazität: 44,5 kWh
Reichweite: rund 230 km
Grundpreis: 29.990,– Euro
(exkl. MwSt. und möglicher Förderungen)
+ sympathischer Newcomer
+ rund um durchdachtes Produkt
+ österreichweites Vertriebs- und Servicenetz
- Reichweite ausbaubar
- Rückbank nicht verschiebbar
- keine mittlere Kopfstütze im Fond
uns gefahrene Fronttriebler mit einem
Grundpreis von 29.990,– Euro (inkl.
MwSt.) dort positioniert, wo vergleichbare
Marktbegleiter noch nicht einmal wirklich
anfangen.
Fazit: Ein mehr als verlockendes
Angebot, um endlich in die Welt der
Elektromobile einzusteigen.
Witzig – die Steckdosen zum
Laden verbergen sich hinter dem
aufklappbaren „Kühlergrill“.
BAUBLATT.ÖSTERREICH
MAI 2021
87
FUHRPARK
FACTS
Motoren: 1,8 Liter 4-Zylinder-Benzin,
72 kW (98 PS), Drehstrom-Synchronmotor
(53 kW/72 PS)
Eigengewicht: 1.403 kg
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 450 kg/750 kg
Testverbrauch: 4,8 l/100 km
Listenpreis: 30.890,– Euro
(inkl. MwSt. & NoVA)
+ viel Platz für Fahrer und Passagiere
+ vernünftige Leistung
+ logisch aufgebautes Bedienmenü
- ohne Reserverad
- mit 435 kg überschaubare Nutzlast
- kein Navi serienmäßig
E
s darf durchaus auch mehr sein, als
das seit einer gefühlten Ewigkeit in
Stein gemeißelte kleine Einmaleins des
Kombi-Universums, das da lautet: Praktisch
muss er sein. Im Fall des Suzuki
Swace gesellen sich zur tatsächlich fast
grenzenlos scheinenden Alltagstauglichkeit
(das Kofferraumvolumen von maximal
1.606 l will erst einmal in die Knie gezwungen
werden) ein zeitgemäßes Antriebskonzept
(Hybrid) und nicht zu vergessen, ein
Multitalent – der Suzuki Swace
punktet mit viel Platz,
moderatem Verbrauch und
gefälligem Blechkleid.
SUZUKI SWACE HYBRID 1.8
Vollkommen richtig Kombi-niert
ganz adrettes Blechkleid. Dabei ist es
kaum zu glauben, dass der Swace mit
seiner Gesamtlänge von 4,66 m sogar den
deutlich mächtiger wirkenden Suzuki
Across um immerhin 2 cm über flügelt.
Dem derzeit omnipräsenten Hybrid-
Gedanken wird der Suzuki Swace mit dem
Duo 1,8 l-Benziner (98 PS) und Drehstrom-Synchronmotor
(mit 53 kW) gerecht.
Das stufenlose CVT-Getriebe zeigt sich
durch alle Geschwindigkeitsbereiche als
braver Diener des Herren, treibt den
4-Zylinder bei forschem Beschleunigen
aber immer wieder in astronomisch
wirkende Drehzahlbereiche. Dass das
Gesamtkonzept trotzdem sein (Sprit)Geld
wert ist, zeigt der durchschnittliche
Kraftstoffverbrauch von 4,8 l im gemischten,
vorwiegend regionalen Einsatz.
Fazit: Einmal geht‘s noch: Praktisch
muss er sein, auch wenn das im Fall des
Suzuki Swace bei Weitem nicht alles ist.
HYUNDAI TUCSON 1.6 T-GDI HYBRID 4WD
Mut zu Sicken und Kanten
E
s kommt nicht oft vor, dass Dich ein
Testkandidat, bevor Du noch einen
Meter mit ihm gefahren bist, in seinen
Bann zieht. Der neue Hyundai Tucson hat
es geschafft. Mit ungewöhnlich vielen
Sicken und Kanten im Blechkleid und einer
Frontpartie, die einprägsamer nicht sein
könnte. So beginnt sich diese Geschichte in
Deinem Hinterkopf zu formen, ohne den
Allradler auch nur gestartet zu haben. Der
interessante und zugleich hochwertige
Einprägsam – das Blechkleid
des neuen Hyundai Tucson
ist nicht das einzige, was
sofort in guter Erinnerung
bleibt.
FACTS
Motoren: 1,6 Liter 4-Zylinder-Benzin,
143 kW (195 PS), Drehstrom-Synchronmotor
(44,2 kW/60 PS)
Eigengewicht: 1.695 kg
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 750 kg/1.650 kg
Testverbrauch: 6,8 l/100 km
Listenpreis: 48.990,– Euro
(inkl. MwSt. & NoVA)
+ auffallendes Blechkleid
+ wertige Materialien im Innenraum
+ faire Preisgestaltung
- eher schmale Seitenfenster
- hyperaktiver Lenkassistent
- wenig robuste Ledersitze
Eindruck setzt sich im Innenraum nahtlos
fort. Die Ausstattungslinie? Einmal alles,
und in bestimmten Bereichen (Stichwort
volldigitale Instrumente mit eingeblendetem
Rückspiegelbild beim Abbiegen) sogar
noch mehr.
Antriebsmäßig geht beim neuen
Tucson mit einer Systemleistung von
stolzen 230 PS natürlich mächtig die Post
ab. Der 180 PS starke 1,6 l-Benziner zeigt
sich dabei grundsätzlich artig und kultiviert.
Die 60 Elektro-PS könnten im
unteren Geschwindigkeitsbereich ruhig
etwas langatmiger sein und so das rein
elektrische Vorankommen etwas ausführlicher
gestalten. Verbrauchsmäßig genehmigt
sich das 1.695 kg schwere SUV im überwiegend
regional gestalteten Alltagseinsatz
durchschnittlich 6,8 l Benzin auf 100 km.
Fazit: Der Rest des Tucson hält, was
das Blechkleid auf den ersten Blick
verspricht.
88 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
SERVICE
KURZURLAUB VON DER BAUSTELLE
Rosige Aussichten für den Sommerurlaub
Ein privates Rosen-Chalet, das man völlig ungestört und mit jeder Menge Platz und Ruhe
für die eigene Entspannung und Entfaltung genießen kann – diesen paradiesischen
Sommer-Urlaub in den Bergen bietet das Lehenriedl in Wagrain.
D
er Bergsommer liegt in der Luft, die
warmen Temperaturen lassen nicht
nur die Natur erstrahlen. Am Lehenriedl
erblühen auch Edel-, Alpen- und Wildrose
wieder in voller Pracht. Auf einer idyllischen
Anhöhe in Wagrain gelegen und von
nichts als saftiggrüner Natur umgeben,
machen sich die Lehenriedl Chalets &
Appartements bereit, ihre Bewohner auf
Zeit zu empfangen. Sie morgens mit
sanftem Vogelgezwitscher und dem Duft
von frisch gebrühtem Kaffee aufzuwecken.
Tagsüber den friedlichen Hafen zu bilden,
in den man zwischen den vielen Aktivitäten
gern zurückkehrt. Abends dann zu
Dinner und Spielen in den gemütlichen
vier Wänden zu laden. Und sollte es
zwischendurch mal regnen, mit dem
chaleteigenen Wellnessbereich inklusive
Sauna und Infrarotkabine zu genüsslichen
Diensten zu stehen. Im Bestreben, den
Gästen einen unvergesslichen und vor
allem stressfreien Aufenthalt zu gestalten,
spielt Familie Vorderegger mit Frühstücksdienst,
Freizeittipps und der
spürbaren Leidenschaft fürs Gastgebertum
eine bedeutende Rolle.
Der Sommer in den Bergen steht für
viele Dinge: Verbringt man den einen Tag
auf aktive Weise, in Wanderschuhen, mit
dem Golfschläger oder auf dem Bike
irgendwo in der herrlichen Natur ringsum,
gestaltet sich der nächste vielleicht schon
ganz entspannt auf der Sonnenliege der
Chalet-Terrasse. Auf die Balance kommt
es schließlich nicht nur beim Tapsen auf
dem Barfußweg im wundervoll gestalteten
Garten mit glitzerndem Privat-Badeteich
an. Hier am Lehenriedl wird dem Stress
des Alltags auch in jeder anderen Hinsicht
der Wind aus den Segeln genommen.
Keine Lust auf Kochen? Kein Thema: Der
Chef des Hauses liefert auf Wunsch
Köstlichkeiten von den örtlichen Gastronomiebetrieben
direkt ins Chalet. Etwas
mehr Starthilfe für die eigene Entspannung
gefällig? Eine Shiatsu-Massage
bewirkt wahre Wunder. Ja, nicht einmal
um das Thema Anreise und Mobilität vor
Ort muss man sich dank hauseigenem
Shuttleservice Gedanken machen, wenn
man denn so will. Der Sommer in
Wagrain wird rundum rosig. Für weitere
Infor mationen steht das Team von
Lehenriedl Chalets & Appartements unter
info@lehenriedl.at gerne zur Verfügung.
www.lehenriedl.at
Da kann die letzte Zeit noch so kräftezehrend
gewesen sein: Mit einem Schritt ins eigene Chalet
füllen sich die Energiereserven langsam aber sicher
wieder ganz von selbst.
BAUBLATT.ÖSTERREICH MAI 2021
89
SERVICE
BÜCHER
HOMEOFFICE
Elias Felten, Barbara Trost; Manz Verlag Wien
420 Seiten; 978-3-214-02177-1; 79,00 Euro
Das Praxishandbuch Homeoffice erklärt die
arbeitsrechtliche Rechtslage zum Homeoffice und
unterzieht diese einer eingehenden Analyse. Um
der Praxis einen schnellen Zugang zu den wesentlichen
Erkenntnissen zu ermöglichen, finden sich
im Text eine Vielzahl von Beispielen und Praxishinweisen
sowie am Ende des jeweiligen Kapitels ein
Fazit, das die zentralen Kernaussagen in komprimierter
Form noch einmal zusammenfasst.
Eingehend untersucht und auf ihre Effizienz
überprüft werden vor allem die neuen gesetzlichen
Bestimmungen des Homeoffice-Maßnahmenpaketes
2021 im systematischen Kontext mit dem
alten Rechtsbestand. Das Werk geht dabei auch
den Fragen nach, ob sich Homeoffice (doch nicht) von Heimarbeit unterscheidet,
welche grundrechtlich fundierten Besonderheiten das Homeoffice im
Vergleich zum Betriebsarbeitsverhältnis aufweist und was in jenen Angelegenheiten
gilt, welche vom neuen Gesetz völlig unberührt bleiben.
www.manz.at
STAHLBAU-KALENDER 2021
Schwerpunkte: Brücken; Neue Eurocode-Generation
April 2021; ISBN: 978-3-433-03294-7; 149,00 Euro
Die Schwerpunktthemen des Stahlbau-Kalender 2021 sind der Brückenbau
und die neue Eurocode-Generation. Brücken aus Stahl zeichnen sich durch
eine hohe Lebensdauer und eine hervorragende Tragfähigkeit aus. Durch
Kombination mit anderen Materialien sind den Möglichkeiten im Stahlbrückenbau,
einschließlich der architektonisch anspruchsvollen Gestaltung,
keine Grenzen gesetzt. Brückenneubauten oder Ersatzneubauten unter
laufendem Verkehr erfordern innovative Lösungen mit Fokus auf kurzen
Bauzeiten bei gleichzeitiger Ressourcenschonung. Dafür eignen sich
besonders Brückentypen mit hohem Vorfertigungsgrad und in Modulbauwei-
NEU: LECTURA Analytics
jetzt registrieren & kostenlos testen
www.lectura-analytics.com
se, wie z.B. Stahlverbundbrücken
mit Fertigteilen. Dank
der großen Spannweiten, die
sich mit dem Baustoff Stahl
erreichen lassen, können
Kosten und Aufwendungen
für die Mittelstütze und
beengende Verkehrsführungen
eingespart werden.
Den vielfältigen Planungsaufgaben
beim Entwurf von
Stahl- und Stahlverbundbrücken
wird in dieser
Ausgabe des Stahlbau-
Kalenders mit Beiträgen
über Richtzeichnungen,
Vorplanung, Fertigung und
Montage, Brückenseile, Brückenlager, Fahrbahnübergänge
und Ermüdungsfestigkeit Rechnung getragen.
Als ein grundlegendes Thema des Stahlbaus wird das Beulverhalten
und die Optimierung schlanker Stahlkonstruktionen in einem
ausführlichen Beitrag aktuell behandelt. Der Stahlbau-Kalender
dokumentiert verlässlich und aus erster Hand den aktuellen Stand
der Stahlbau-Regelwerke. In dieser Ausgabe werden neben der
Aktualisierung von Teil 1-8 „Bemessung von Anschlüssen“ auch
Erläuterungen zur Neubewertung des Kerbfallkatalogs nach DIN EN
1993-1-9 - Ermüdung - Ausgabe August 2020 und zur DASt-Richtlinie
über die Ermüdungsbemessung bei Anwendung höhenfrequenter
Hämmerverfahren gegeben.
www.ernst-und-sohn.de
BRÜCKENBAU BEGINNT IM KOPF
Autoren: Menge, Moritz; 1. Aufl. 2021; 199 S.
ISBN 978-3-658-31090-5; Hardcover + eBook 27,46 Euro
Bauingenieur zu sein ist ein
erfüllender Beruf. Bauingenieure
gestalten nachhaltige Infrastruktur.
Wir errichten Häuser,
Straßen, Brücken, Tunnel,
Kulturstätten, Türme und vieles
mehr. Dafür bringen wir häufig
die ganze Ingenieurskunst auf,
um solide Lösungen zu erreichen.
Und häufig noch mehr, was
jenseits der technischen
Ingenieurskunst liegt.
Das Buch schaut über die
technischen Lösungen hinaus in
das weitere Umfeld des Bauingenieurs
und reflektiert seinen Beruf und die eigene Einstellung aus
unterschiedlichsten Perspektiven. „Brückenbau beginnt im Kopf“
bedeutet, sich darauf einzulassen, Verbindungen zu suchen – zu
einem ganzheitlichen Berufsbild und seinem Standort als
Ingenieur. Wenn der sichere Brückenschlag zum Umfeld des
Ingenieurs gelingt, heißt Ingenieursein mehr als perfekte
Technik anzuwenden.
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90 MAI 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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