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Baublatt Magazin April 2021

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www.baublatt.at

NR. 4 | 2021

ein magazin der

specialmediacom

DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK

Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Retouren an PF 100, 1350 Wien | Einzelpreis 9,00 € | April 2021 | www.baublatt.at

12 | Linzer Westring

Aktueller Baufortschritt im

ersten Abschnitt der A 26

20 | Zweiwegebagger

Erster Cat M323F Österreichs

bei Winkler in Frauental

70 | Beton

Innovatives Wechselsystem für

noch effizienteren Fahrzeugeinsatz



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Magnetfelder möglich

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sanftes Bremsverhalten

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oder einzeln einsetzbar

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EDITORIAL

Schon wieder Linz

Nachdem wir in der letzten Ausgabe

sehr ausführlich über den Einschwimmvorgang

der Neuen Donaubrücke

Linz berichtet haben, sind wir nun ein

kleines Stück weiter flussaufwärts gefahren.

Denn auch der erste Bauabschnitt des Linzer

Westrings lässt das Herz von jedem Bautechniker

höherschlagen. Ein sehr komplexes

Bauvorhaben, das zurzeit noch vom Tunnelvortrieb

für die Anschlussstellen der A 26

unter beengten Verhältnissen geprägt ist und

das wir ebenfalls sehr ausführlich beleuchten.

Voller Vorfreude blicken wir schon heute auf

die Montage der spektakulären Hängebrücke,

auch wenn das noch ein wenig dauert.

Nach wie vor steht die Bauwirtschaft

wie ein Fels in der

Brandung. In vielen Betrieben

herrscht Zufriedenheit mit der

momentanen Situation, vor

allem wenn man sich die

Probleme in anderen Branchen

vor Augen führt. Aber auch

wenn die Auftragslage gut ist

und die Schwimmbadbauer

schon wieder auf Monate hinaus

ausgebucht sind, der Facharbeitermangel

und die steigenden

Rohstoffpreise erzeugen bei so

manchem Firmenchef Sorgenfalten.

Neben der Preisexplosion

beim Stahl werden Dämmstoffe

oder Kunststoffrohe zur Mangelware und

die Zementhersteller warnen bereits vor

möglichen Engpässen. Eine Entwicklung, die

natürlich auch für die brummende Bauwirtschaft

problematisch werden kann.

Andererseits ist es erfreulich zu sehen, dass

viele Betriebe in ihre Zukunft investieren und

sich durch neueste Gerätetechnik einen

Vorteil verschaffen. Ein schönes Beispiel ist

die Firma Bau Mayr im oberösterreichischen

Karl Englert

Verlagsleiter und Herausgeber

BAUBLATT.ÖSTERREICH

Waldzell. Sie hat sich für ein neues und sehr

spezielles Wechselsystem entschieden, das

von den Firmen Liebherr, Volvo Trucks und

Meiller in enger Zusammenarbeit entwickelt

wurde. Ein weiteres gerätetechnisches

Highlight in dieser Ausgabe ist natürlich der

erste Cat Zweiwegebagger Österreichs, der

vor kurzem an die Firma Winkler in Frauental

übergeben wurde. Etwas untergegangen

ist die Deponieverordnungsnovelle, die

Anfang April veröffentlicht wurde. Der

zentrale Punkt: Ab 2024 können Abfälle, die

sich für Recycling und andere Formen der

Verwertung eignen, nicht auf Deponien zur

Ablagerung angenommen werden. Zu all

diesen Themen finden Sie

ausführliche Beiträge in dieser

Ausgabe.

Apropos Recycling: Österreich

kann mit stolz auf die heimischen

Unternehmen blicken, die

sich mit modernster Gerätetechnik

auch weltweit an der

Spitze der Branche etabliert

haben. Namen wie Hartl, Rubble

Master oder SBM sind in vielen

Ländern ein Begriff. Kurz vor

Redaktionsschluss erreichte uns

leider die traurige Nachricht,

dass mit Wolfgang Kormann ein

weiteres Urgestein der heimischen

Aufbereitungsbranche

verstorben ist. Er gründete 2004 die Firma

Rockster und machte die Marke mit viel

Einsatz auch international bekannt. In vielen

Gesprächen haben wir seine technische, aber

auch seine menschliche Kompetenz schätzen

gelernt. Das Team von Baublatt.Österreich

trauert mit den Angehörigen und Kollegen

um einen Großen der Branche.

Meint herzlichst

Ihr Karl Englert

Perfekter Allrounder: der

neue Cat Radlader 920-14A

Auch als Abfallentsorgungsmaschine

setzt der neue Cat Radlader 920-14A

neue Maßstäbe in puncto Produktivität,

Kraftstoffeffizienz und Komfort.

Extrem niedrige Geräuschpegel, eine

große und geräumige Fahrerkabine

und intuitive Bedienelemente sorgen

für ein ermüdungsfreies Arbeiten.

Optional stehen neben der Highlift-

Ausführung auch größere Reifen mit

der Dimension 20.5 R25 zur Verfügung.

Die Maschine erreicht

dadurch eine maximale Ladehöhe

von 4.200 mm.

IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe April 2021, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Tel.: +43/1/3100700-100, Fax: +43/1/3100700-600, E-Mail: office@specialmedia.com, Firma des Herstellers: Bauer Medien Produktion- und Handels GmbH,

Verlagsort: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Herstellungsort: Baumannstraße 3/19, 1030 Wien, Anschrift der Redaktion: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Name des Herausgebers: Karl Englert, Anschrift des Herausgebers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Geschäftsführung: Prof. Hans-Jörgen Manstein und Prof. Ing. Mag. Michael Grabner Verlagsleitung: Karl Englert (KE), karl.englert@ specialmedia.com, DW 800,

Office Management, Anzeigenverrechnung und Redaktionsassistenz: Katja Böhmer (KB), katja.boehmer@specialmedia.com, DW 100,

Chefredakteur: Alexander Riell (AR) alexander.riell@specialmedia.com, DW 840, Grafik: Manfred Fürst

Grundlegende Richtung: BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin für die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung

über Baumaschinen, -geräte und –technik, Web: www.baublatt.at.

BAUBLATT.ÖSTERREICH: erscheint monatlich, 10x jährlich mit zwei Doppelnummern, Auflage: 11.500 Exemplare, Einzelpreis Inland € 10,– Jahresabonnement (10 Hefte) € 70,–

(alle Preise inkl. 10% MwSt.), Auslandsabonnements auf Anfrage, Bankver bindung: Erste Bank, BLZ: 20111, Konto: 291 2145 2900, IBAN: AT85 2011 1291 2145 2900,

BIC: GIBAATWW, FN 309377t, UID ATU 64333304, Gerichtsstand ist Wien. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit von elektronisch übertragenen Dokumenten oder Anzeigen kann

keine Verantwortung übernommen werden. Bei nicht ausgewiesenen Bild- und Fotorechten handelt es sich um von den Unternehmen beigestelltes und zum Abdruck

freigegebenes Fotomaterial. Impressum gemäß § 25 Mediengesetz unter www.baublatt.at abrufbar.

4 APRIL 2021


Wir sagen

DANKE!

An euch Kunden für eure Treue.

An euch Lieferanten für eure Verlässlichkeit.

An euch Vertriebspartner für eure Unterstützung.

An euch Mitarbeitende für euren unermüdlichen Einsatz.

Ohne euch gäbe es keine Qualität ohne Kompromisse.

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70

Liebherr,

Die Firma Bau Mayr in Waldzell investierte in ein

innovatives Wechselsystem, das von den Firmen

Volvo Trucks und Meiller entwickelt wurde.

MENSCHEN + SZENE

08 Menschen bei Winkelbauer, Forum

Mineralische Rohstoffe, Wacker Neuson,

Mercedes-Benz Trucks Österreich, TU Graz,

Kohlschein, xelectrix Power und ZF.

PROJEKTE + PLANUNG

12 Linzer Westring: Wir berichten über den

Baufortschritt im ersten Abschnitt, wo auf

beiden Seiten der Donau der Vortrieb für

die Tunnel der Anschlussstellen an die

B 127 bzw. B 129 zügig voranschreitet.

MASCHINEN + TECHNIK

20 Zeppelin: Die in Frauental ansässige

Ing. Robert Winkler GmbH etabliert

ein neues Standbein im Bereich Bahnbau

und investierte dazu in den ersten Cat

M323F Zweiwegebagger Österreichs.

24 Wacker Neuson: Die angegebene

CO2-Reduktion der zero emission Reihe

wurde nun von TÜV Austria geprüft.

25 Rockster: Die Firma Rockster trauert um

Firmengründer Wolfgang Kormann.

26 Liebherr: Der neue Mobilbaukran

MK 73-3.1 punktet als kompakter Taxikran.

28 Bobcat: Das erste Exemplar des neuen

Kompakt-Radladers L85 hat das Werk in

der Tschechischen Republik verlassen.

30 MWT: Digitalisierte Wiegetechnik bedeutet

weniger Arbeitsaufwand und mehr Effizienz.

32 Rubble Master: Einsatz eines neuen

RM 120X hybrid, der sowohl rein elektrisch,

als auch dieselelektrisch betrieben werden

kann, bei einem Recyclingbetrieb in Israel.

33 Rototilt bedient mit einem erweiterten

QuickChange-Programm jetzt auch das

Kompaktsegment.

34 Motorex: Im Transport- und Baumaschinenbereich

setzt die Firma Schernthaner auf

ein modernes Leichtlaufmotorenöl.

36 Digando: Drei neue Partner erweitern das

Sortiment der Baumaschinen-Mietplattform

um in Echtzeit mietbare Arbeitsbühnen.

38 Kuhn: Die Firma Christian Sonnleithner

Transporte aus Piesendorf investierte vor

kurzem in den zweiten WA320-8.

40 HS-Schoch bietet auch für den Gartenund

Landschaftsbau Spezialwerkzeuge.

42 Liebherr: Für die geneigten Grundpfeiler

von Norwegens längster Eisenbahnbrücke

kommt ein LRH 600 zum Einsatz.

43 Felbermayr: Neuer Leiter der Bühnenvermietung

in Wien/Lanzendorf.

44 Dorn Lift: Geräte-Jubiläum krönt

erfolgreiche Zusammenarbeit mit Hinowa.

46 TWF: Für eine TBM-Rettungsmission in

Kalkutta wurde über mehrere Monate ein

Großdrehbohrgerät aus Wien eingesetzt.

47 Kiesel: Im Coreum in Stockstadt können

verschiedene Kompaktmaschinen auf

Demobaustellen getestet werden.

48 Kuhn: Komatsu-Hybridbagger beschickt

Aufbereitungsanlagen bei Hilti & Jehle.

49 ZF erweitert das Produktportfolio um

elektrische Antriebe für Mobilbagger.

50 Eisenwagen: Jüngster Neuzugang der

Firma Karner in Greifenstein ist ein Doosan

DX300NLC-7, der im Testbetrieb als

leistungsstarker Spritverächter überzeugte.

53 Mecalac: Hydraulischer Baggerdaumen

für die Modelle 6MCR und 7MWR.

6 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


INHALT

12

54 Kleemann: Neue Mobicat MC 110(i) EVO2

und zwei neue mobile Klassiersiebanlagen.

56 OilQuick: Nachrüstung bringt auch bei

älteren Modellen mehr Arbeitssicherheit.

58 Kohlschein: Kobelco präsentiert seinen

größten Kurzheck-Bagger im 38-t-Segment.

60 Hain Industrievertretung: Die Freyer

Hafenlogistik GmbH setzt im Materialumschlag

auf Pister Multikupplungen.

62 Kuhn Ladetechnik: An die Bezirksfeuerwehr

Steyr-Stadt wurde ein Palfinger PK-42002 SH

mit einem Hakengerät T-15 übergeben.

63 Ammann: Die Tandemwalzen ARX 23.1-2

und ARX 26.1-2 erfüllen die Stufe V.

64 MB Crusher: Optimierte Anbaugeräte

für Trockenmauern und bewehrte Erde.

65 Bauer: Innovatives Lift-Cell-Verfahren

bewährt sich in Kopenhagen.

66 Stabila: Vielseitiger Multilinien-Laser.

66 Bau Power Group bietet als neuen

Miet-Service Dynapac Kompaktfertiger

auch mit Maschinisten an.

67 Kuhn: Neuer Kompaktbagger PC88MR-11

überzeugt mit Effizienz und Leistung.

68 Kubota hat mit zwei neuen Modellen das

Angebot an Raupendumpern erweitert.

69 Humbaur: Neuer HTD 40 mit Radmulden.

70 Bau Mayr: Das in Waldzell ansässige

Unternehmen investierte in ein spezielles

Wechselsystem, das auf Kundenwunsch

von den Firmen Liebherr, Volvo Trucks und

Meiller gemeinsam entwickelt wurde.

73 Max Frank: Aufkantung aus Faserbeton

als verlorene Schalung für Betonfertigteile.

74 SBM: Die Umgestaltung des Basler Roche-

Areals in beengter Innenstadtlage ist durch

eine schwierige Material-Logistik geprägt.

Drei mobile Betonmischanlagen von SBM

Mineral zeigen bei dem Projekt ihre Stärken.

79 Lafarge warnt aufgrund der Nachfrage auf

Rekord-Niveau vor Zement-Engpässen.

80 Doka: Dank Software und Sensorik hatte

man beim neuen Bürogebäude der Firma

Fröschl den Bauprozess stets im Blick.

82 Stetter: Mit Hardox Verschleißblechen

wurden Verschleißfestigkeit und Nutzlast

der Fahrmischer nochmals optimiert.

84 Recycling-Branche: Im Sinne der

europäischen Vorgaben zur Stärkung

der Kreislaufwirtschaft hat sich Österreich

entschlossen, in gut zwei Jahren das

Deponieren der meisten mineralischen

Baustoffe zu verbieten.

86 Baublatt.Österreich Test:

VW Arteon SB R-Line TDI DSG 4Motion

Suzuki Across 2.5 PHEV E-Four E-CVT

Mitsubishi L200 DI-D 2,2 Diamond

88 Fliegl: Neuer 2-Achs-Satteltieflader mit 22 t

Nutzlast und hydraulisch gelenkten Achsen.

04 Editorial

BETON + SCHALUNG

WIRTSCHAFT + MÄRKTE

FUHRPARK

STANDARDS

89 Service

Urlaubstipp: Drei Sterne Superior Hotel Gasthof

Niederreiter in Maria Alm; Literatur

MERLO ROTO

DER DREHBARE

WOLKEN

KRATZER

BURGKIRCHEN 07724 2107 mauch.at

BAUBLATT.ÖSTERREICH APRIL 2021

7


MENSCHEN + SZENE

WINKELBAUER

Erfolgreicher Online-Lehrlingstalk

Mit großem Erfolg ging Anfang April eine digitale Informationsveranstaltung

rund um die Lehre beim Maschinenbaubetrieb Winkelbauer in Anger über

die Bühne. Über 45 min. wurde in einem Livestream die Lehrlingsausbildung

des Unternehmens in all ihren Facetten beleuchtet. Über 250 Schülerinnen

und Schüler aus acht Schulen verfolgten die Livesendung. Diese konnten ihre

zahlreichen Fragen direkt via WhatsApp ins Sendestudio schicken, wo sie

dann live beantwortet wurden. „Wir danken allen Schulen und Direktoren,

die es uns ermöglicht haben, unseren Online-Lehrlingstalk durchzuführen.

Wir hoffen, dass unser Online-Event Früchte trägt und freuen uns auf viele

Bewerbungen“, betont Firmenchef Michael Winkelbauer. Alles Wissenswerte

über die Ausbildungsmöglichkeiten sowie alle Informationen zur Bewerbung

gibt es auf der Winkelbauer Website.

www.winkelbauer.com

Dr. Petra

Gradischnig.

FORUM MINERALISCHE ROHSTOFFE

Neue Geschäftsführerin

M

it 23. März 2021 übernahm Dr. Petra

Gradischnig (40) die Geschäftsführung

des Forums mineralische Rohstoffe. Sie folgt

Mag. Robert Wasserbacher, der dem Forum

Rohstoffe seit dem Jahr 2012 vorstand und

nun in den Ruhestand geht. Das Forum

mineralische Rohstoffe vertritt als freiwillige

Plattform in der Wirtschaftskammer

Österreich, die Interessen von 116 Sand,

Kies und Natursteine gewinnenden Unternehmen.

Ein besonderes Augenmerk möchte

Gradischnig der Bewusstseinsbildung zur

Notwenigkeit der Rohstoffgewinnung und

der Versorgungssicherheit mit mineralischen

Rohstoffen aus der Region widmen. Weitere

Schwerpunkte sind die Österreichische

Rohstoffstrategie 2030 sowie die Themen

Ausbildung, Biodiversität, Kreislaufwirtschaft

und Öffentlichkeitsarbeit. Gradischnig

vertritt die Interessen der Rohstoffwirtschaft

national und international in zahlreichen

Gremien. International hat sie u.a. den

Vorsitz der Biodiversity Task Force des

europäischen Gesteinsverbands UEPG inne

und ist Mitglied des Secretary General

Network im europäischen Gipsverband

Eurogypsum.

www.forumrohstoffe.at

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tel. 0 72 43/51 683, fax 0 72 43/51 683-20

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WACKER NEUSON SE

Neuer Vorstandsvorsitzender und CEO

M

it Wirkung zum 1. Juni

2021 wird Dr. Karl Tragl

neuer Vorstandsvorsitzender

und CEO der Wacker Neuson

SE. Er folgt auf Mag. Kurt

Helletzgruber, der aus dem

Aufsichtsrat in den Vorstand

entsendet ist und derzeit

interimistisch das Amt des CEO

und CFO innehat.

„Mit Herrn Dr. Tragl holen

wir eine international erfahrene

Dr. Karl Tragl.

sitzender, die Ressorts Strategie,

M&A, Recht & Compliance,

Personal, Investor Relations,

Unternehmenskommunikation,

Nachhaltigkeit und Immobilien

verantworten. „Die Elektrifizierung

und Digitalisierung in der

Baumaschinenindustrie bringen

Herausforderungen mit sich,

bergen aber gleichzeitig enormes

Potenzial für die Wacker Neuson

Group. Mein klares Ziel ist es,

Führungspersönlichkeit mit besten Kenntnissen

der Maschinenbaubranche an die

Spitze unseres Unternehmens“, sagt Hans

Neunteufel, Aufsichtsratsvorsitzender der

Wacker Neuson SE. Karl Tragl wird in

seiner Rolle als CEO der Wacker Neuson SE,

neben seiner Aufgabe als Vorstandsvor­

nachhaltig zur Wertsteigerung des Unternehmens

beizutragen. Ich freue mich auf

diese spannende Aufgabe und auf eine

erfolgreiche Zusammenarbeit“,

kommentiert Dr. Tragl.

www.wackerneuson.com

www.wackerneusongroup.com

8

APRIL 2021

BAUBLATT.ÖSTERREICH


MENSCHEN + SZENE

Foto: Flausen - Andreas Brandl

MERCEDES-BENZ TRUCKS ÖSTERREICH

Spende an Verein

Fahrer für Kinder eV

D

ie Mercedes-Benz Trucks Österreich GmbH unterstützt den

Verein Fahrer für Kinder eV, der gezielt Kindern mit besonderen

Bedürfnissen und deren Familien unter die Arme greift, mit einer

Spende in Höhe von 4.000 Euro. Der Verein Fahrer für Kinder eV

wurde 2017 von Christian Lahnsteiner ins Leben gerufen. Mit dem

Betrag finanziert der gemeinnützige Verein Therapien, Therapie-

Geräte und andere Maßnahmen für Familien mit Kindern, die

aufgrund der Situation in Notlage geraten sind und sonst wenig

Unterstützung erhalten. Die Einnahmen des Vereins kommen aus

Spenden und zum Großteil aus den Erlösen des jährlichen Fahrerfür-Kinder-Wochenendes.

„Wir sind uns der gesellschaftlichen

Verantwortung als Unternehmen bewusst. Und das geht weit über

die Nachhaltigkeit unserer Produkte und der Zusammenarbeit mit

unseren Partnern hinaus. Deshalb möchten wir es auch nicht bei der

einzelnen finanziellen Unterstützung belassen, sondern überlegen

gemeinsam mit den Verantwortlichen des Vereins, was noch getan

werden kann“, sagt Heiko Selzam, CEO Mercedes-Benz Trucks

Österreich GmbH. Die Übergabe der Spende fand am 20. März im

kleinen Kreise statt.

www.fahrerfuerkinder.at | www.mercedes-benz-trucks.at

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TIEFBAU

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D-88410 Bad Wurzach

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Von links: Christian Lahnsteiner (Obmann Verein Fahrer für

Kinder eV) und Heiko Selzam (CEO Mercedes-Benz Trucks

Österreich GmbH) bei der Spendenübergabe.

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GRABENVERBAUSYSTEME

TU GRAZ

Fachverband stiftet TU Graz-Professur

Die TU Graz und der Fachverband der Stein- und keramischen Industrie

haben sich vertraglich auf die Einrichtung einer Stiftungsprofessur für

„Nachhaltiges Bauen“ geeinigt. Der Fachverband finanziert die

Professur nach §99 des Universitätsgesetzes für die Dauer von drei

Jahren, mit der Option auf Verlängerung. Die TU Graz bringt wissenschaftliche

Stellen, Administrationsunterstützung sowie Infrastruktur

für Forschung und Lehre ein. Die inhaltlichen Schwerpunkte sollen in

der Weiterentwicklung der Methoden der lebenszyklusbasierten Nachhaltigkeitsbewertung

sowie in der Umsetzung von weitgehend treibhausgasfreien

und klimarobusten Bauvorhaben liegen. Die Professur

soll damit wesentlich zum Erreichen der Pariser Klimaziele und damit

auch zur Umsetzung des UN-Aktionsplans Agenda 2030 beitragen.

www.tugraz.at

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MENSCHEN + SZENE

TERMINE

Ausbildungskurs Abbrucharbeiten

03.-05.05.2021, Wien www.brv.at

Brunnen- und Quellensanierung

06.05.2021, Tirol www.voebu.at

Abrechnung von Bauprojekten

11.05.2021, Wien www.ars.at

Vergaberecht für Bauaufträge

18.05.2021, Wien www.ars.at

Neue Prozesse - Vergütungsmodelle im ST

28.05.2021, Wien www.voebu.at

Juristische Grundlagen für Baupraktiker

07.06.2021, Wien www.ars.at

Astrad & Austrokommunal

16.-17.06.2021, Wels www.astrad.at

Ausbildung zum Baukoordinator

28.-30.06.2021, Wien www.ars.at

IN KÜRZE

Messe München: Große Ereignisse werfen

ihre Schatten voraus, so auch die Verleihung

des bauma Innovationspreises anlässlich

der bauma vom 4.-10. April 2022, die traditionell

als Startschuss für die Messewoche

gilt. Die Bewerbungsfrist startet am 3. Mai

und endet am 3. September 2021. Alle notwendigen

Informationen zu den Teilnahmebedingungen

sind im Internet abrufbar.

www.bauma-innovationspreis.de

AustrianSkills: Die österreichischen

Staatsmeisterschaften der Berufe finden

heuer von 18. bis 21. November 2021 in

Salzburg statt. Die Besten qualifizieren sich

für die Berufs-WM 2022 in Shanghai und die

Berufs-EM 2023 in St. Petersburg. Die Anmeldefrist

für AustrianSkills 2021 endet am

30. Juni 2021. Die Liste der Bewerbe der

Staatsmeisterschaften, alle Details zur

Anmeldung sowie Musteraufgaben zu

Trainingszwecken, finden interessierte

Leserinnen und Leser im Internet.

www.skillsaustria.at

Bauherrenpreis: Heuer werden wieder die

spannendsten Bauprojekte Österreichs mit

dem ZV-Bauherrenpreis 2021 ausgezeichnet.

Die Einreichung ist noch bis zum 28.

Mai 2021 über die Plattform www.bauherrenpreis.at

möglich. Gesucht werden herausragende

Bauten, Freiraumgestaltungen

sowie städtebauliche Lösungen, die in den

vergangenen drei Jahren entstanden sind.

www.bauherrenpreis.at

KOHLSCHEIN

XELECTRIX POWER

Auszeichnung mit Red Dot Award

D

Ing. Walter Schwarz völlig unerwartet verstorben

Ing. Walter Schwarz, langjähriger Mitarbeiter der Firma Kohlschein, starb

trotz seines Herzleidens völlig unerwartet am 30. März 2021 im 60. Lebensjahr.

1961 in Anger in der Steiermark geboren, war Walter Schwarz von seiner

Jugend an im Bereich Bergbau und Baumaschinen tätig – zunächst als

Monteur, später im Verkauf. Abgesehen von einer kurzen Unterbrechung

war er seit 2005 ein wichtiges Mitglied im Verkaufsteam der Firma Kohlschein,

wo er das Gebiet Steiermark und Südburgenland betreute. „Leider

müssen wir uns von einem Freund verabschieden, der immer

auch ein großartiger Kollege und Mensch war. Das ganze Kohlschein

Team ist dankbar, die letzten Jahre gemeinsam mit ihm gearbeitet

zu haben. Seine positive Einstellung, seine Einsatzbereitschaft und

die Fähigkeit, sich auch an den kleinen Dingen des Lebens zu

erfreuen, werden uns sehr fehlen“, betont Mag. Stefan Jonke,

Geschäftsführer der Firma Kohlschein.

Ing. Walter Schwarz.

ZF FRIEDRICHSHAFEN

Neuer Leiter in Off-Highway-Sparte

ie Lösungen der xelectrix Power

GmbH sind für Anwendungen auf

netzunabhängigen, robusten Baustellen

bis hin zu gewerblichen und industriellen

Innenprojekten konzipiert. Das funktionelle

Produkt Design setzt auf Benutzerfreundlichkeit:

Batteriespeicher, Leistungselektronik

und Steuerung sind in

einem Komplettsystem vereint und leicht

zu installieren. Das modulare und

multifunktionale Energiespeichersystem

bietet mit der „Parallel

Platform Technology“ ein einzigartiges

Wechselrichterkonzept für

On- und Off-Grid Anwendungen.

Vor kurzem vergab eine internationale

Jury die Auszeichnung „Red

Dot“, die für hohe Designqualität

steht, an die xelectrix Power Box

- XPB PRO Range. Ab dem 21.

Juni 2021 ist diese in der Online-

Ausstellung auf der Red Dot-Webseite

zu sehen.

www.xelectrix-power.com

Die xelectrix Power GmbH hat

erfolgreich am Red Dot Award:

Product Design 2021 teilgenommen.

Zum 1. April 2021 bekam die Business Unit Arbeitsmaschinen- und Prüfsysteme

von ZF einen neuen Leiter: Daniel Härter (Bild) übernimmt die größte

Business Unit innerhalb der ZF-Division Industrietechnik. Daniel Härter ist

bereits seit 2003 in verschiedenen verantwortlichen Positionen für ZF tätig.

Die Business Unit Arbeitsmaschinen- und Prüfsysteme, die von Passau aus

geleitet wird, ist der größte Bereich innerhalb der ZF-Division Industrietechnik.

Er umfasst die Entwicklung und Produktion von Getrieben sowie Achsen für

Land- und Baumaschinen ebenso wie Antriebstechnik für Stapler. Ebenfalls

zum Portfolio zählen Prüfsysteme für die verschiedensten Anwendungen

in der Antriebs- und Fahrwerktechnik.

www.zf.com

10 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


30% höhere Kraftstoffeffizienz

im Vergleich zum Vorgängermodell

Möglichkeit bis zu*

14 %

INVESTITIONS PRÄMIE

ÖKOLOGISIERUNG

* Kuhn ist nicht verantwortlich für den Erhalt der Förderung - Förderung wird vom Käufer beantragt und Förderstelle entscheidet

WA475-10

RADLADER

MOTORLEISTUNG 217 kW / 295 PS BETRIEBSGEWICHT 25.100 - 26.850 kg SCHAUFELVOLUMEN 4,2 - 4,9 m³

Komatsu WA475-10 – das Arbeitstier der nächsten Generation

Mit seinem neuen, leistungsverzweigten Komatsu-Getriebe (K-HMT), das extrem niedrigen

Kraftstoffverbrauch mit massiver Produktivitätssteigerung kombiniert, wird der WA475‐10 zum

marktführenden Top-Performer. Seine einzigartige, unabhängige Steuerung von Antriebsstrang

und Arbeitsausrüstung ermöglicht schnellste Ladespiele bei einfachster Bedienung.

KUHN

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Kuhn Baumaschinen GmbH · Zentrale Eugendorf, Kuhn Straße 1, A-5301 Eugendorf bei Salzburg

Telefon: 0043 (0)6225 8206 0 · Telefax: 0043 (0)6225 8206 190 · e-mail: office-bm@kuhn.at

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PROJEKTE + PLANUNG

1

3

LINZER WESTRING

Erster Bauabschnitt der A 26: zügig

durch den Berg und über die Donau

Die regelmäßigen Staus rund um die Nibelungenbrücke und den Römerbergtunnel sind nur

zwei Beispiele für die angespannte Verkehrslage in Linz. Eine spürbare Entlastung soll die

A 26 Linzer Autobahn bringen, die in drei Abschnitten errichtet wird. Wir informierten uns

vor Ort über den Baufortschritt im ersten Abschnitt, wo auf beiden Seiten der Donau der

Vortrieb für die Tunnel der Anschlussstellen an die B 127 bzw. B 129 zügig voranschreitet

und bereits die Vorbereitungen für die Seilzugarbeiten der Hängebrücke laufen.

D

er Bau des Linzer Westrings ist ein

Generationenprojekt, dessen erste

Konzepte bis in die frühen 1970er Jahre

zurückreichen. Mit der nun realisierten

Trassenführung bildet die A 26 nach ihrer

Fertigstellung eine leistungsfähige

Straßenverbindung zwischen der A 7

Mühlkreis Autobahn beim Knoten

Hummelhof und der B 129 Eferdinger

Straße bzw. der B 127 Rohrbacher Straße.

Durch diese hochrangige Verbindung wird

in Zukunft nicht nur das städtische

Straßennetz entlastet, sondern auch die

Anbindung ins westliche Mühlviertel.

Bereits mit der Verkehrsfreigabe der

neuen Donaubrücke 2024 wird die

städtische Nibelungenbrücke um

20.000 Autos pro Tag entlastet.

Das Projekt im Überblick

Die gesamte geplante Strecke der A 26 ist

4,7 km lang, davon verlaufen 4 km im

Tunnel. Kernelement des zweiten Bauabschnitts

ist der Bau des Tunnels Freinberg

Fotos: Mike Wolf; Baublatt.Österreich; Doka; Asfinag (Grafik)

12 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


PROJEKTE + PLANUNG

2

4 5

1 Seit dem Frühjahr laufen die Arbeiten im ersten Abschnitt der A 26 Linzer Autobahn. Im Bild das Südufer mit dem zweiröhrigen Tunnelportal

in der Mitte, den beiden seitlichen Auf- und Abfahrten zur B 129 Eferdinger Straße sowie darüber den Ankerblock für die Tragseile der

Hängebrücke. 2 Das Tunnelsystem der Auf- und Abfahrten im ersten Bauabschnitt hat insgesamt eine Länge von 3.200 m. Der größte Teil

(gelb gekennzeichnet) wird gemeinsam mit einem Fahrstreifen pro Richtung auf der Brücke voraussichtlich im 1. Quartal 2024 für den

Verkehr freigegeben. 3 In den Verzweigungsbereichen der Tunnel weisen die Querschnitte teilweise sehr große Spannweiten auf. Unter

den zahlreichen Volvo Geräten befinden sich auch drei neue Volvo ECR355ENL Tunnelbagger im Einsatz, die nach der Sprengung mit Fräsen

loses Material entfernen. 4 + 5 Der Ankerblock auf dem Nordufer, für den 3.650 m³ Beton verbaut wurden. Bewehrung, Schalung und

Betonmonitoring stellten die ausführenden Unternehmen vor große Herausforderungen. Die 70 m langen Felsanker wurden von

der Firma Dolomiti Rocce mit einer maximalen Abweichung von 1% gebohrt.

mit zwei getrennten Röhren mit jeweils

zwei Fahrspuren pro Richtung und

Pannenstreifen. Weiters umfasst der

zweite Abschnitt auch den Bahnhofknoten

und die Unterflurstraße Waldeggstraße.

Im dritten Ausbauschritt wird die Westbrücke

als Autobahnbrücke neu errichtet

und somit die Verbindung zur A 7 Mühlkreis

Autobahn hergestellt.

Seit 2019 wird intensiv am ersten der

drei Bauabschnitte der A 26 gearbeitet. Er

ist in die beiden Baulose „Brückenbau und

Straßenbau“ bzw. „Tunnelbau und

Straßenbau“ unterteilt, die gleichzeitig

hergestellt werden. Optisches Highlight

dieses ersten Abschnitts ist die schlanke,

4-spurige Hängebrücke, denn sie wird

ohne Tragpfeiler über der Donau „schweben“.

Sie besteht aus einem Tragwerk für

beide Richtungsfahrbahnen, ist also „aus

einem Guss“. Die zwei horizontalen

Hauptseile über die Donau, die das

Brückengewicht von 13.000 t tragen, sind

500 m lang und wiegen jeweils 85 t. Jedes

Hauptseil besteht wiederum aus einem

Bündel von zwölf einzelnen Seilen. Die

kleineren Hängeseile, die die Tragseile mit

der Fahrbahn verbinden, haben zueinander

einen Abstand von 15 m. Die tragenden

Seile werden auf jedem Donauufer an

einem Ankerblock befestigt, denn die

guten geologischen Verhältnisse erlauben

eine Verankerung großer Kräfte mit

Felsankern.

Für die Anschlussstellen nördlich und

südlich der Donau entsteht ein Tunnelsystem

mit einer Gesamtlänge von 3.200 m.

Mit Sprengarbeiten wurde an der B 129

und B 127 der Platz für die beiden

Tunnelportale geschaffen, von denen die

Strecke unterirdisch in die Urfahrwände

sowie in den Freinberg führt. Für die Auf-

BAUBLATT.ÖSTERREICH APRIL 2021

13


PROJEKTE + PLANUNG

Die neue Linzer Donaubrücke wird als echte Hängebrücke realisiert. Jedes der beiden Tragseilpakete

ist 500 m lang und besteht aus zwölf einzelnen Spiralseilen mit je 145 mm Durchmesser.

und Abfahrten von und zu den Landesstraßen

werden jeweils zwei weitere

Stollen in den Berg getrieben. Die Arbeiten

am Tunnelsystem werden auf der Südseite

voraussichtlich Mitte Oktober 2021

abgeschlossen sein, auf der Nordseite

im Juli 2022.

ARGE A 26 Donau Brücke

Für die Errichtung des ersten Abschnitts

der A 26 hat im September 2018 die

österreichisch-italienische Arbeitsgemeinschaft

der Firmen f-pile GmbH (Wien),

ICM Spa (Vicenza) und Maeg Costruzioni

Spa (Vazzola) den Zuschlag erhalten.

Projektleiter Bau im ersten Abschnitt von

Seiten der Asfinag Bau Management

GmbH ist DI Franz Sempelmann.

Die ICM Gruppe, die heuer ihr 100-jähriges

Jubiläum feiert, zählt weltweit zu

den 200 größten Generalunternehmen.

Für den Tunnelbau in diesem Abschnitt

wurde von ICM Spa und der f-pile GmbH

das gemeinsame Tochterunternehmen

ICM construction gmbh gegründet. Die

f-pile GmbH selbst kann auf das umfangreiche

Know-how der früheren GK

Construction im Spezialtiefbau zurückgreifen.

Für den Stahlbau zeichnet die

Maeg Costruzioni SpA verantwortlich, die

in diesem Bereich bereits zahlreiche

internationale Großprojekte realisiert hat.

Ein weiterer Spezialist ist die Dolomiti

Rocce 4.0 S.p.A. mit Sitz in Bozen,

die mit den Ankerungsarbeiten

beauftragt wurde.

Die Tragseile (24 Hochleistungs-Stahlseile)

für die neue Hängebrücke fertigt die

Firma Teufelberger aus Wels. Jedes dieser

Stahlseile weist eine Länge von 500 m, einen

Durchmesser von 144 mm und ein Stückgewicht

von 85 t auf. Zusätzlich werden 40

Hängeseile mit einem Durchmesser von

95 mm benötigt. Eine wichtige Rolle spielt

das italienische Traditionsunternehmen

Redaelli, das über großes Know-how in der

Produktion von Stahl seilen für den Bau von

Brücken und Stadien verfügt und 2017 von

Teufelberger übernommen wurde. ÖBA und

Projektsteuerung erfolgt durch die Ziviltechnikerbüros

Afry Austria und Metz & Partner

Bau management. Die Investition in diese

erste Etappe der A 26 beträgt 260 Mio. Euro,

wobei die Bau kosten in etwa jeweils zur

Hälfte auf die Brücke bzw. die Tunnel

entfallen.

Von links: DI Manfredo Papa (Bauleiter Tunnel, ICM construction gmbh), Projektleiter

ARGE 26 Ing. Günter Keuschnig, EMBA (Geschäftsführer ICM construction

gmbh), Bauführer Ralph Zauner (ICM construction gmbh) und Patrick Stellmach

(zuständiger Betreuer der Firma Ascendum, Niederlassung St. Marien).

Technisch anspruchsvolle Ankerblöcke

Ing. Günter Keuschnig, EMBA, ist

Projektleiter der ARGE 26 Donau Brücke

und Geschäftsführer ICM construction

gmbh. Er betont im Gespräch mit Baublatt.Österreich:

„Geprägt ist dieser erste

Bauabschnitt durch ein herausforderndes

Umfeld, eine komplexe Genehmigungslage

sowie extrem knappe Platzverhältnisse

vor Ort, die das Projektteam vor große

Herausforderungen stellen. Im Tunnelvortrieb

haben wir es mit sehr abrasivem

Gestein zu tun. Für maximalen Schutz

und weniger Lärm und Staub werden die

Baustellen akustisch abgeschirmt. Um ein

möglichst geringes Verkehrsaufkommen

sicherzustellen erfolgt der Abtransport des

Abbruchmaterials aus der Anschlussstelle

Donau Süd und später auch aus dem

Tunnel Freinberg ausschließlich mittels

Schiff.“

Grafik: Asfinag / Geoconsult Holding ZT GmbH

Foto: Baublatt.Österreich

14 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


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PROJEKTE + PLANUNG

Blick auf das nördliche

Hauptportal mit dem darüber

liegenden Ankerblock.

Im Februar 2019 begannen die Arbeiten

an den beiden Ankerblöcken, die sich sehr

anspruchsvoll gestalteten. Die Ankerblöcke

bilden den Übergang zwischen den

rund 120 Felsankern und den Seilen, die

die Brücke tragen werden. Pro Anker liegt

die Rückhaltekraft bei ca. 200 t. Die erste

große Herausforderung lag in den rund

70 m langen Bohrungen für die Felsanker,

denn die maximale Abweichung durfte nur

1% betragen. Eine Aufgabe, der sich die

Spezialisten der Firma Dolomiti Rocce

erfolgreich stellten. Mit Hilfe einer

gesteuerten Bohrung, bei der mit Hilfe

einer Sonde der exakte Bohrverlauf immer

wieder kontrolliert und korrigiert wurde,

konnte diese enge Vorgabe erfolgreich

erfüllt werden.

Für den Ankerblock Nord wurden

3.650 m³ Beton verbaut. Abgesehen vom

gewaltigen Volumen war seine besondere

Geometrie mit einem nach oben zulaufenden

Radius, den Durchgängen für Spannrohre

und Ankerschwerter und zahlreichen

Stufen für die Abspannung eine große

schalungstechnische Herausforderung.

Hier schaffte der Sonderschalungsbau von

Doka eine maßgeschneiderte Lösung.

Beim dritten Bauteil des Ankerblock Nord

wurden 450 m³ Beton auf einmal betoniert.

Um die Gefahr von Rissbildungen aufgrund

von Temperaturspannungen im

Massenbeton zu minimieren, setzte das

ausführende Bauunternehmen das

Betonmonitoring Concremote ein. An 18

Messpunkten erfolgte im Betonquerschnitt

die kontinuierliche Temperaturüberwachung

zur gezielten Steuerung der

Betonnachbehandlung. Sobald sich die

Kerntemperatur gegen 50° C bewegte,

wurde der Beton über in der Lehrverrohrung

verlaufende Wasserleitungen gekühlt.

Das Ankerschwert, das für die Aufnahme

der Seile ebenfalls mit höchster Präzision

versetzt werden musste, wiegt 50 t.

Südliches Donauufer: Das Material der Vortriebssprengung wird von einem

Volvo Radlader L180H auf eine Volvo A25G Mulde verladen, die es zu der im

Tunnel stationierten Brechanlage transportiert.

Sprengvortrieb mit vier

Sandvik Bohrwägen

Die Tunnelbaumaßnahmen der Anschlussstellen

Süd und Nord unterteilen sich in

Fahr- oder Hauptröhren und in Rampen.

Eine Besonderheit in dem 3.200 m langen

Tunnelsystem bilden die Querschnitte der

Verzweigungsbereiche, die eine sehr große

Spannweite mit Ausbruchsflächen an den

breitesten Stellen im Süden von ca. 300 m 2

und im Norden ca. 370 m 2 aufweisen. Zur

Ausführung gelangen zwei-, drei- und

vierstreifige Querschnitte mit einer

maximalen Fahrbahnbreite von 14,50 m.

Eingesetzt werden im Sprengvortrieb zwei

zweiarmige Bohrwagen Sandvik DT922i

Fotos: Mike Wolf; Avesco; Baublatt.Österreich; Ascendum

16 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


PROJEKTE + PLANUNG

Für den Sprengvortrieb in dem 3.200 m langen Tunnelsystem werden zwei

zweiarmige Bohrwagen Sandvik DT922i und zwei dreiarmige Bohrwagen

Sandvik DT1130i der Firma Avesco eingesetzt.

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und zwei dreiarmige Bohrwagen Sandvik

DT1130i der Firma Avesco. Der Sandvik

DT922i Tunnel-Bohrwagen ist ein computergesteuerter

elektro-hydraulischer zweiarmiger

Bohrwagen mit knickgelenktem Trägerfahrzeug

für den Tunnelausbruch von 12-125

m² Querschnitt, einschließlich Planbohren,

Ankerlochbohren und mechanisiertem

Langlochbohren. Die Firma Avesco betreut

die Baustelle mit einem speziellen Servicekonzept.

Unter anderem ist fix ein Servicetechniker

vor Ort, um bei notwendigen

Reparaturen die Reaktionszeit möglichst

kurz zu halten um den Vortrieb zu gewährleisten.

Drei neue Volvo Tunnelbagger

Gerätetechnisch prägen vor allem Maschinen

von Volvo CE die Baustellen auf den beiden

Donauufern. Dazu Patrick Stellmach,

zuständiger Betreuer der Firma Ascendum in

der Niederlassung St. Marien bei Linz: „Im

Sommer 2019 erhielten wir eine Anfrage vom

Leiter des Fuhrparkmanagements der Firma

ICM Spa aus Italien. Das Unternehmen

suchte einen Hersteller, der in der Lage war,

Verlässliche

Leistungsträger

Einer der drei Volvo ECR355ENL Tunnelbagger, die von der Firma Schöller

special machines auf Basis von Volvo CE Geräten entwickelt wurden. Sie

überzeugen bei der Bearbeitung der Tunnelprofile nicht nur aus technischer

Sicht, sondern auch durch den geringen Spritverbrauch.

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BAUBLATT.ÖSTERREICH APRIL 2021

17


PROJEKTE + PLANUNG

DATEN & FAKTEN

Brücke

Spannweite 305,55 m

Länge Hauptseile 500 m

Breite Brückendeck 22,54 m

Bauhöhe 2,53 m ohne Belag

Haupttragseile Bündel, 12 einzeln

vollverschlossene Spiralseile

d = 145 mm

Abstand der Hänger 14,55 m

Hängerseile Durchmesser von 95 mm

Mögliche Belastung 3.100 t

Eigengewicht 12.900 t

Ergänzend zu den 15 Volvo-Geräten der ARGE 26 kommen auch

weitere Volvo-Geräte der Subunternehmer zum Einsatz.

Tunnel

Gesamtvortriebsstrecke 3.200 m

Hauptröhren 1.100 m

Rampen mit sehr engen Radien 2.090 m

Pfeilerstollen ca. 20 m

ein Gesamtpaket aus Tunnelbaggern,

Radladern und knickgelenkten Muldenkippern

aus einer Hand anzubieten. ICM Spa

war darüber informiert, dass Volvo CE

gemeinsam mit der Firma Schöller special

machines einen neuen Tunnelbagger

entwickelt hat. Es folgte schon bald der

erste persönliche Kontakt und ein Besuch

in der Fertigung der Tunnelbagger in

Hausen am Bach in der Nähe von Rothenburg

ob der Tauber. Im Herbst 2019 wurde

das erste Gerätepaket fixiert, das zwei

Volvo ECR355ENL Tunnelbagger, zwei

Radlader L180H und zwei knickgelenkte

Dumper A25G umfasste. Inzwischen

stehen rund 15 verschiedene Volvo CE

Geräte bei der Firma ICM construction im

Einsatz. Vertreten sind die Gerätetypen

L45H, L150H, ECR88D, EWR150E und

EC220EN. Weitere Volvo Geräte werden

von Subunternehmen eingesetzt. Im

Herbst 2020 wurde von uns dann nicht nur

der dritte Tunnelbagger übergeben,

sondern im Paket auch der dritte L180H.

Die Firma Ascendum konnte hier nicht nur

mit einer vollständigen Gerätelösung

überzeugen, sondern in Zusammenarbeit

mit der Firma SSM auch mit einem

umfassenden Dienstleistungspaket. Dieses

umfasst neben Kauf, Finanzierung, Miete

und Wartungsvertrag auch eine Maschinenbruch-Versicherung,

die gerade bei

einer eng getakteten Tunnelbaustelle

extrem wichtig ist.“

Die Schöller special machines

GmbH & Co.KG (SSM) wurde im Jahre

2014 gegründet, kann durch ihre Mitarbeiter

aber auf jahrelange Erfahrung im

Sondermaschinenbau zurückblicken.

Inhaber und Geschäftsführer Willy

Schöller: „Wir sind ein erfolgreiches

Unternehmen, das im Bereich Sondermaschinen,

Tunnelvortriebsmaschinen,

Reparaturen und im Ersatzteilservice zu

den Weltmarktführern gehört. Mit

Herzblut konfigurieren, konstruieren und

fertigen wir Maschinen nach speziellen

Kundenanforderungen und vertreiben

dazu die passenden Anbauwerkzeuge. Ein

sehr schönes Beispiel dafür sind die Volvo

ECR355ENL Tunnelbagger und wir sind

stolz auf den erfolgreichen und problemlosen

Einsatz der Geräte im Rahmen der

Tunnelbaustelle in Linz.“

Zum Einsatz kommen die drei Volvo

ECR355ENL Tunnelbagger mit jeweils

einer Anbaufräse der Firma Kinshofer. Der

Schwerpunkt der Arbeiten liegt im Entfernen

des lockeren Materials im Tunnelquerschnitt

nach der Sprengung. Auch ein

eventuell vorhandenes Unterprofil wird

weggefräst. Ergänzend steht auch ein

Reißlöffel und ein Montabert Hammer zur

Verfügung. Bereits im Zuge der Vorarbeiten

im Frühjahr 2019 wurden durch die Firma

f-pile die ersten Volvo-Geräte angemietet.

Die ersten beiden Tunnelbagger wurden im

März 2020 geliefert, vorerst auf Mietbasis

für 6 Monate. Diese beiden Maschinen

wurden dann im Oktober 2020 vom

Kunden übernommen und über die Volvo

Financial Service GmbH finanziert. Der

dritte Tunnelbagger wurde im Dezember

2020 geliefert, ebenfalls vorerst auf

Mietbasis für eine Laufzeit von 12 Monaten.

Wartung und Reparaturen werden von

den Firmen Ascendum und SSM in

Kooperation durchgeführt.

Dazu Bauführer Ralph Zauner, Firma

ICM construction: „Wir arbeiten hier im

24-Stunden-Betrieb und da summiert sich

natürlich auch bei den Geräten die

Stundenzahl. Trotz der rauen Einsatzbedingungen

beeindrucken uns die Volvo

Geräte mit Verlässlichkeit und ihrem

geringen Spritverbrauch. Die Maschinen

funktionieren, die Fahrer sind sehr

zufrieden und auch die Betreuung ist sehr

gut. Gerade im Tunnelbau ist eine schnelle

Reaktion extrem wichtig und darauf

können wir uns beim Team von Ascendum

verlassen.“

Materiallogistik als Herausforderung

Wie bereits erwähnt erfolgt der Abtransport

des Abbruchmaterials aus der

Anschlussstelle Donau Süd ausschließlich

über die Donau. Rund 3.000 t werden

täglich mit zwei bis drei Bargen zu

weiteren Aufbereitung nach Ennshafen

abtransportiert. Nachdem zu Beginn die

Aufbereitung im Freien erfolgte, wurde

der Brecher so rasch als möglich in den

neuen Tunnel verlegt. Seitdem erfolgt die

Materialaufbereitung mit einem Nordberg-Brecher

im Tunnel und das auf

Korngröße 0-150 zerkleinerte Material

wird über Transportbänder auf die Schiffe

verladen. Auf der Nordseite wird das

Material ungebrochen mittels Lkw

abtransportiert. In Summe fallen im

ersten Abschnitt auf der Südseite ca.

800.000 t Ausbruch an, und auf der

Nordseite ca. 300.000 t.

Maßgeschneiderter

Tunnelschalwagen

Eine weitere Herausforderung des

Projekts stellt die Herstellung der

Tunnel-Innenschale dar. Durch die

Kooperation zwischen der Abteilung ISSU

(Infrastructure Sale Support Unit) und

Peri Österreich konnte der Auftrag für die

Fotos: Ascendum; Baublatt.Österreich; Peri

18 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


Auf der Südseite wird das Material von

der Brechanlage durch Förderbänder direkt

auf Schiffe verladen. Zwei bis drei Bargen

transportieren es täglich zur weiteren

Aufbereitung nach Ennshafen.

PROJEKTE + PLANUNG

Aufgrund der verschiedenen Tunnelprofile und

engen Radien wurde von der Firma Peri ein

maßgeschneiderter Tunnelschalwagen entwickelt.

ca. 1,5 km langen Zufahrtstunnel Donaubrücke

A 26 für Peri gewonnen werden.

Die ISSU wurde im Zuge dessen mit der

Lieferung eines Schalwagens beauftragt.

Fünf verschiedene Tunnelprofile, die

Profil-Übergänge, enge Radien in den

Kurven, verschiedene Steigungen und

andere Besonderheiten sind die Herausforderungen

bei diesem Projekt. Da es

nicht möglich ist, Verankerungen zu

fixieren, müssen die Lasten über den

Tunnelschalwagen abgetragen werden.

Aus Gründen der Abbindefrist des Betons

erfolgt das Betonieren auf Lücke. Der

12 m lange Schalwagen kann in zwei

6 m lange Einheiten geteilt werden.

Somit können trotz enger Radien der

tägliche Betoniertakt von 12 m und somit

auch der strenge Zeitplan eingehalten

werden. Da aufgrund der unbefestigten

Sohle die Fortbewegung des Schalwagens

auf Schienen ungeeignet ist, bewegt sich

dieser auf motorisierten Raupenketten

fort. Um den Wagen einfach, sicher und

schnell für die fünf verschiedenen

Querschnitte umbauen zu können, ist

er in der Breite durch ein Teleskopsystem

hydraulisch verstellbar. Für diese

Umbauten sind keine zusätzlichen

Geräte erforderlich. Abschnitte, in denen

die Profile zu groß sind, werden mit einer

Holzschalung betoniert. Wenn die Südseite

fertig ist, wird der Schalwagen auf die

Nordseite transportiert. Die Betonversorgung

erfolgt mit Fahrmischern. Bis

Sommer 2023 sollen die Betonierarbeiten

für die Tunnel-Innenschale abgeschlossen

sein.

Ausblick

Was sind nun die nächsten großen

Schritte? Zunächst wird ein Kabelkran

errichtet, der voraussichtlich ab Juni die

einzelnen Stränge der Hauptseile über den

Fluss zieht. Das Brückentragwerk selbst

wird teilweise vor Ort errichtet, einzelne

Elemente werden auf einem Vormontageplatz

in Asten zusammengeschweißt. Nach

Abschluss der Seilzugarbeiten werden

die Tragwerkselemente aus Asten mit

Potonschiffen eingeschwommen. Im

Gegensatz zur kürzlich errichteten

Eisenbahnbrücke werden die einzelnen

Elemente aber nicht abgesenkt, sondern

über die Hängeseile hochgezogen. Vor der

Verkehrsfreigabe im ersten Quartal 2024

steht für zehn Monate der Einbau der

elektrotechnischen Ausrüstung auf dem

Programm – die Tunnel erhalten die

modernste Ausstattung in Sachen

Beleuchtung, Belüftung, Funkanlagen,

Notruf und Videosysteme. Der auf der

südlichen Seite stadteinwärts gelegene

Tunnelkomplex bleibt aber noch länger

den Mineuren und Baugeräten vorbehalten:

von hier aus läuft von 2024 bis 2028

der Vortrieb weiter über 3,2 km durch den

Tunnel Freinberg bis zum Bahnhof. Mit

der Freigabe dieses zweiten Abschnitts ist

es möglich, auch die Tunnelstrecken bei

der Donau sowie die Brücke durchgehend

zweispurig für den Verkehr zu öffnen.

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Die in Frauental ansässige

Ing. Robert Winkler GmbH

bietet als traditionsreiches

Hoch- und Tiefbauunternehmen

in den Bereichen

Neubau und Sanierung alles

aus einer Hand. Mit dem

bevorstehenden Generationenwechsel

möchte das

Unternehmen für die

Zukunft ein neues Standbein

im Bereich Bahnbau

etablieren und investierte

dazu in den ersten Cat

M323F Zweiwegebagger

Österreichs.

Im neuen Cat Zweiwegebagger

M323F erfolgt der Schienenradantrieb

an beiden Gleisachsen hydrostatisch, also

ohne den klassischen Reibradantrieb.

Daraus resultieren herausragende Fahrund

Bremsleistungen.

ZEPPELIN / WINKLER

Winkler: neues Standbein im Bahnbau

mit erstem Cat M323F Österreichs

ls Maurermeister Anton Winkler 1927

Adas Bauunternehmen Winkler

gründete, standen ihm nur einfachste

Hilfsmitteln für seine Projekte zur

Verfügung. Heute leitet Ing. Robert

Winkler ein Unternehmen mit rund 60

Fachkräften und Lehrlingen, das vom

kleinsten Handgriff bis zu der als

Eigenprojekt realisierten Wohnanlage für

seine hohen Qualitätsstandards bekannt

ist. Seit fünf Jahren unterstützt ihn dabei

bereits Sohn Robert Winkler junior.

Geschäftsführer Ing. Robert Winkler:

„Wir haben immer kleinere Aufträge für

die Bahn übernommen, waren aber nie am

Gleis direkt tätig. Ohne die richtigen

Geräte ist es schwierig, als Bahnbaufirma

wahrgenommen zu werden. Da auch mein

Sohn diese Leidenschaft teilt, haben wir

gemeinsam beschlossen, dieses Thema

intensiver zu verfolgen. Neben den ganzen

Wartungsarbeiten an den Gleisen muss ja

immer wieder auch der Unterbau saniert,

hin und wieder neue Lärmschutzwände

Von links bei der Übergabe Cat M323F: Jürgen Specht (Niederlassungsleiter Zeppelin Graz), Wolfgang Windisch (zuständiger Betreuer,

Zeppelin Niederlassung Graz), Ing. Franz Ratzenböck (Verkaufsleiter Zweiwege-Geräte, Zeppelin Österreich), Geschäftsführer

Ing. Robert Winkler und Sohn Robert Winkler junior (beide Ing. Robert Winkler GmbH) und Ronald Duchow

(Senior Einsatztechniker, Zeppelin Baumaschinen GmbH, Erfurt).

Fotos: Baublatt.Österreich

20 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Foto: Karl Heinz Ferk

Damit der Cat M323F auch Waggons mitführen kann,

erhielt er eine Waggonbremsanlage und Schleppstange.

Die gesamte Zuglast beträgt 220 t.

oder ein Bahnbegleitweg errichtet werden.

Dazu kommt, dass in den nächsten Jahren

die Errichtungen von Oberleitungen als

Alternative zum Dieselantrieb ein großes

Thema sein wird. Aufgrund dieser

Überlegungen haben wir uns entschlossen

in unseren eigenen Zweiwegebagger zu

investieren und dabei der neuen Gerätetechnik

von Caterpillar den Vorzug

gegeben.“

Mit dem Cat M323F präsentiert

Zeppelin eine komplette Neuentwicklung

auf Basis bewährter Caterpillar Komponenten.

Eine der zentralen technischen

Besonderheiten des Geräts liegt im

Antrieb, denn der Fahrantrieb sowie das

Bremsen im Gleisbetrieb erfolgt bei der

auf dem Markt bestehenden Technik über

die auf die Schienen drückenden Reifen

des Baggers. Daraus resultiert ein hoher

und meist einseitiger Reifenverschleiß und

es kommt häufig zu Beschädigungen von

Sicherheitseinrichtungen im Gleisbett.

Woraus natürlich nicht nur hohe Kosten

im Zuge der Reparatur resultieren,

sondern auch Behinderungen durch

Gleissperrungen bzw. Umleitungen

entstehen.

Caterpillar hat beim Antrieb einen

anderen Weg gewählt und kommt ohne

den klassischen Reibradantrieb aus. Im

M323F erfolgt der Schienenradantrieb an

beiden Gleisachsen hydrostatisch. Eine

hohe Bodenfreiheit trägt dazu bei, die

Sicherheitseinrichtungen im Gleisbett

beim Fahren nicht zu tangieren. Dies

bringt für den Fahrer eine enorme

Zeitersparnis mit sich und bietet ihm

somit einen komfortablen Einsatz. Mit

dem beidachsigen Bremssystem im Ölbad

und den Scheibenbremsen für alle

Gleisräder gewährleistet der Cat M323F

sicheren Vortrieb und kraftvolle Beschleunigung

bis auf 19 km/h.

Robert Winkler junior über die Besonderheiten

des Cat Zweiwegebaggers aus

Unternehmersicht: „Im Gegensatz zu

einem Standardgerät sind die zur

Inbetriebnahme erforderlichen Genehmigungsverfahren

extrem aufwändig und

erstrecken sich über mehrere Monate. Das

Gerät muss eine Netzzulassung für das

Bahnnetz sowie eine technische Einsatzgenehmigung

haben. Der Fahrer selbst

braucht eine Triebfahrzeugführer-Ausbildung

– das ist ein zehnwöchiger Kurs bei

einer zertifizierten Schulungseinrichtung

– und im Anschluss eine maschinenspezifische

Ausbildung. Wir haben jetzt einen

Maschinisten für den Cat M323F ausgebildet,

für die Zukunft ist ein zweiter Fahrer

geplant. Da es sich um den ersten Cat

Zweiwegebagger handelt, müssen auch die

Made in Germany

kehren räumen streuen

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21


MASCHINEN + TECHNIK

Trotz des

kompakten

Hecks bietet die

Maschine mit

dem robusten

Verstellausleger

auch auf dem

Gleis viel Reichweite

und hohes

Hubvermögen.

Robert Winkler

junior ist von

der Kabine und

der neuen

Gerätetechnik

des Cat M323F

begeistert.

Prüfer selbst erst auf dieses Gerät

eingeschult werden. Daher werden drei

sachverständige Prüfer der Graz Köflacher

Bahn eingeschult, die in weiterer Folge

wieder Fahrer für den Cat M323F prüfen

dürfen. Obwohl wir jetzt, Mitte März, noch

in den Schulungen stecken, haben wir

bereits Anfragen für verschiedene Einsätze

in der Steiermark und Kärnten.“

Trotz des kompakten Hecks bietet die

Maschine mit dem robusten Verstellausleger

auch auf dem Gleis viel Reichweite

und hohes Hubvermögen, wie es gerade im

Gleisbau erforderlich ist. Die Load-Sensing-Hydraulik

des Cat M323F sorgt für

schnelle Taktzeiten sowie hohe Losbrechund

Reißkräfte. Die Zusatzhydraulik mit

Hoch- und Mitteldruckkreisen sowie

Schnellwechslerleitungen ermöglichen

einen einfachen Wechsel der Anbauwerkzeuge.

Über den Monitor in der

Kabine können bis zu 20 Hydraulikpumpenströme

und -drücke für

Anbaugeräte voreingestellt werden.

Für konstant hohe Leistung des neuen Cat

Zweiwegebaggers und ein schnelles

Ansprechen bei wechselnden Lasten sorgt

ein Cat Motor mit 117 kW (159 PS) und

Dieselpartikelfilter. Der mit seinen

22,5-23,9 t Einsatzgewicht ausgelegte

Zwei wegebagger weist kompakte

Ab messungen aus und beansprucht einen

Schwenkradius von nur 1.566 mm – und

das, ohne auf eine hohe Standsicherheit,

Reichweite und Hubvermögen zu verzichten.

Denn genau darauf kommt es im

Gleisbau an, wenn Betreiber so ein Gerät

bei weiter Ausladung nutzen wollen, wie

beim Beladen von Waggons auf dem

Nachbargleis oder beim Positionieren

von Gleisbauteilen.

Ing. Franz Ratzenböck, Verkaufsleiter

Zweiwege-Geräte der Zeppelin Österreich

GmbH: „Eine Folge dieser Technik ist auch

ein wesentlich höherer Fahrkomfort, etwa

bei der Fahrt über Weichen. Ein ganz

großer Vorteil der Antriebstechnik besteht

darin, dass wir die Signalanlagen der

induktiven Zugsicherung nicht beschädigen.

Diese Anlagen werden von einem

Fahrer manchmal übersehen, denn er

muss beim Antrieb mit den Reibrädern die

Maschine heben und wieder absenken. Das

ist mit unserem Antrieb nicht notwendig.

Im Zuge unserer Vorführungen bekommen

wir sehr viel positives Feedback. Gelobt

wird nicht nur die feinfühlige Steuerung,

sondern auch die Standfestigkeit in

Verbindung mit den hohen Hub lasten.

Dafür sorgt auch das Zusatzgegengewicht

mit 900 kg, das im Heck integriert ist. Eine

Besonderheit des Geräts sind auch die 220

t Anhängelast. Da das Wagenmaterial, das

er als Zuggerät bewegen kann, druckluftgebremst

ist, verfügt der Cat M323F über

eine komplette Druckluftanlage. In

Deutschland sind schon an die 40 Maschinen

im Betrieb.“

Die kompakten Abmessungen des Cat

M323F ermöglichen es auch, dass der

Schienenverkehr auf dem Nachbargleis

ungehindert weiterfahren kann. Dadurch

verkürzt sich die Bauzeit, weil die Strecke

nicht gesperrt oder die Arbeit eingestellt

werden muss, wenn ein Zug auf dem

Nachbargleis die Baustelle passiert. Selbst

mit dem Kontergewicht bleibt der kurze

Heckschwenkradius am Heck erhalten. Der

Cat M323F verfügt selbstverständlich auch

über eine Schwenk- und Hubbegrenzung.

Auf dem Monitor in der Kabine wird

durch die dynamische Last-Kontrolle das

Lastgewicht inklusive Arbeitsausrüstung

angezeigt und die Hydraulik gesperrt,

wenn die maximale Hublast von 13 t

überschritten wird. Nicht zuletzt sorgen

Rückraum- und Seitenkameras plus

LED-Beleuchtung für den nötigen Überblick

und ein helles Arbeitsumfeld. Die

schallgedämmte Kabine verfügt unter

anderem über einen luftgefederten Sitz

und eine Klimaautomatik. Wartungsarbeiten

lassen sich sicher und bequem

vom Boden aus erledigen.

www.bauwinkler.at | www.zeppelin-cat.at

Für die verschiedenen

Anbaugeräte des Cat M323F

hat sich die Firma Winkler für

das OilQuick Rail-Schnellwechselsystem

entschieden, das speziell

für Zweiwegebagger

entwickelt wurde.

22 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


Die komplett neue

Radlader-7 Reihe

Außergewöhnliche Kraft kombiniert mit erstklassiger Verarbeitung

ergeben eine Maschine mit maximalem Leistungsverhalten. Der DL280-7

steigert Ihre Produktivität in jeder Hinsicht. Eindrucksvolle Ausbrechkraft

und hohe Traktion sorgen für leichtes Eindringen selbst in härtestes

Material.

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MASCHINEN + TECHNIK

WACKER NEUSON

CO2-Ausstoß jetzt TÜV Austria geprüft

Seit 2015 erweitert die Wacker Neuson Group stetig ihr Angebot an elektrisch

betriebenen Baumaschinen und -geräten aus der zero emission Reihe, mit denen bis

zu 93% an CO2-Emissionen gegenüber konventionell betriebenen Modellen eingespart

werden können. Die angegebene CO2-Reduktion wurde nun von TÜV Austria

geprüft und mit einem Siegel ausgezeichnet.

D

ie Wacker Neuson Group bietet ihren

Kunden mit der zero emission Linie

eine Lösung für Einsätze in abgas- und

lärmsensiblen Umgebungen an. „Unsere

E-Geräte Linie heißt ‚zero emission‘, denn

im Einsatz auf der Baustelle oder dem

landwirtschaftlichen Betrieb sind die

Maschinen und Geräte frei von Abgasemissionen“,

erklärt Alexander Greschner,

Vertriebsvorstand der Wacker Neuson

Group. „Gleichzeitig wollen wir transparenter

werden und es unseren Kunden

ermöglichen, ihren Carbon Footprint zu

ermitteln. Wir haben die CO2-Emissionen

über die gesamte Produktlebensdauer

betrachtet und TÜV Austria hat die von

uns ermittelten Werte nun geprüft und mit

einem Siegel bestätigt.“

Zum zero emission Portfolio der Wacker

Neuson Group gehören 15 verschiedene

Produkte für die Bau- und die Landwirtschaft,

darunter Stampfer und Vibrationsplatten

zur Boden- und Asphaltverdichtung,

ein Innenrüttler-System zur Betonverdichtung,

Bagger, Rad- und Kettendumper

sowie Radlader. Die Prüfung durch

TÜV Austria bestätigt: Bis zu 93%

CO2-Emissionen, direkt und indirekt,

können über die gesamte Produktlebensdauer

im Betrieb eingespart werden,

einschließlich der Batterieproduktion und

Energiegewinnung (EU-Mix), verglichen

mit einem konventionellen Produkt der

gleichen Klasse.

„Mit CO2-Einsparungen von bis zu 93%

leistet unsere zero emission Serie einen

wertvollen Beitrag zum Erreichen der

Klimaziele“, ergänzt Alexander Greschner.

„Für unsere Kunden gibt es aber auch ganz

konkrete Kostenvorteile: In vielen Ländern

sparen sie sich durch den Einsatz der

E-Geräte eine sonst fällige CO2-Steuer,

andere Staaten fördern aktiv den Einsatz

elektrischer Baumaschinen und -geräte

durch Prämien oder bevorzugen bei

Ausschreibungen diejenigen Teilnehmer,

die einen geringeren CO2-Ausstoß sicherstellen.“

Darüber hinaus ergeben sich

weitere Vorteile: Elektromotoren sind

wesentlich effizienter als Verbrennungsmotoren

und extrem wartungsarm. Dadurch

reduzieren sich die Energie- und Betriebskosten

und der höhere Anschaffungspreis

hat sich schnell amortisiert.

Auch die Bediener und die direkte

Baustellenumgebung profitieren vom

Einsatz der zero emission Lösungen: Sie

werden weniger belastet, da die Maschinen

sehr leise arbeiten – abseits des Prozessgeräuschs

beim Verdichten verursachen die

E-Maschinen nur sehr geringe Geräuschemissionen.

Beim elektrischen Wacker

Neuson Raddumper DW15e beispielsweise

wurden die Geräuschemissionen im

Vergleich zu einem konventionellen Modell

um mehr als 20 Dezibel auf 60 Dezibel

dB(A)* reduziert, was in etwa normaler

Zimmerlautstärke entspricht. Darüber

hinaus können keine Bodenverunreinigungen,

etwa beim Betanken, entstehen, was

beispielsweise in Wasserschutzgebieten ein

großer Vorteil ist. Die Bedienung der zero

emission Maschinen ist einfach und

intuitiv und es steht sofort die volle

Leistung zur Verfügung – und das einen

durchschnittlichen Arbeitstag lang, ohne

nachzuladen.

www.wackerneuson.com

24 APRIL 2021

*Emissions-Schalldruckpegel (LpA): Er gibt die Geräuschemission des Geräts an dem ihm direkt

z ugeordneten Arbeitsplatz an, beispiels weise in der Kabine oder auf dem Fahrerstand.

Die TÜV Austria Prüfung umfasst

die Modelle AS30e, AS50e, AS60e,

AP1840e, AP1850e, AP2560e, ACBe mit

IEe38/IEe45/IEe58, WL20e, Weidemann

1160e, Kramer 5055e und KL25.5e, DT10e,

DW15e, EZ17e und 803 Dual Power.


MASCHINEN + TECHNIK

ROCKSTER

Trauer um Firmengründer

Wolfgang Kormann

Die Mannschaft der Firma Rockster Austria International

GmbH nimmt Abschied von Wolfgang Kormann, dem

Firmengründer des Unternehmens, der nach kurzer

schwerer Krankheit leider viel zu früh verstorben ist.

„Wolfgang Kormann hat das Unternehmen im Jahr 2004

gegründet und mit viel Engagement und großer Leidenschaft

sein Lebenswerk geschaffen. Mit unermüdlichem

persönlichen Einsatz, Ideenkraft und Zielstrebigkeit hat

er die ständige Weiterentwicklung des Unternehmens

vorangetrieben und es zu einem international

anerkannten Aufbereitungsspezialisten entwickelt. Seine

Begeisterung für neue Märkte und Entwicklungen haben

die Firma nachhaltig verändert und geprägt. Wir behalten

Wolfgang Kormann als Chef, Freund, Vorbild und

Mensch mit großer Wertschätzung und Dankbarkeit in

Erinnerung. Als Rockster Team werden wir das Lebenswerk

von Wolfgang Kormann mit voller Motivation und

im ehrlichen Respekt vor seinen großen persönlichen

Leistungen mit Kompetenz und Leidenschaft weiterführen

und weiterentwickeln“, erklärt

Geschäftsführer DI Norbert Feichtinger.

Wolfgang Kormann.

Neu bei uns:

Zaxis-7 Serie von Hitachi

Kiesel Austria GmbH | Blätterstraße 1 | 2751 Wöllersdorf-Steinabrückl | +43 2622 42 468 | info@kiesel.net | www.kiesel.net

BAUBLATT.ÖSTERREICH APRIL 2021

25


MASCHINEN + TECHNIK

LIEBHERR

Neuer Mobilbaukran MK 73-3.1:

kompakter Taxikran mit großer Reichweite

Der neue Mobilbaukran MK 73-3.1 ist der kleinste in der Mobilbaukranfamilie von Liebherr.

Er rundet das Kranprogramm bestehend aus MK 88-4.1 und MK 140 nach unten ab. Der

kompakte 3-Achser ist die Antwort auf die Marktanforderungen nach einem kleinen,

kompakten und wendigen Mobilbaukran, der äußerst schnell und flexibel im Einsatz ist.

M

obilbaukrane sind als Taxikrane

prädestiniert – so ist auch der MK 73

3.1 für den Ein-Mann-Betrieb konzipiert.

In rund 10 Minuten ist dieser Kran

zugbereit. Zusätzliche Transportfahrzeuge

werden beim Mobilbaukran MK 73 3.1

nicht benötigt. Der elektrisch betriebene

Kran kann mit Baustellenstrom oder

mittels integriertem Stromaggregat

versorgt werden. Das von Liebherr-Mobilkranen

bekannte Ein-Motor-Konzept mit

dem EcoMode ermöglicht eine zuverlässige

Fahrt und den wirtschaftlichen Betrieb

auf der Baustelle.

Liebherr setzt mit dem MK 73-3.1 auf

Bewährtes in äußerst kompakter Form.

Der kleine Mobilbaukran vereinigt

sämtliche Features des großen Bruders

MK 88-4.1. Er ist mit 13,80 m Gesamtlänge,

einer Breite von 2,75 m und einer

Höhe von 4,0 m enorm kompakt und somit

äußerst wendig. Die maximale Traglast

beträgt 6,0 t.

Um die klassischen Anforderungen von

innerstädtischen und dicht bebauten

Baustellen mit Störkanten zu erfüllen,

wurde die Entwicklung dieses neuen

Mobilbaukrans auf die großen Reichweiten

hin konzipiert: Er bietet bei einer Auslegerlänge

von 38,5 m eine Spitzen-Traglast

von 2.000 kg mit entsprechendem Zusatzballast.

In der 45°-Auslegersteilstellung

erreicht der Kran eine Hubhöhe von 51 m

und Traglasten von maximal 2.800 kg bis

1.850 kg an der Spitze. Das Augenmerk

der Ingenieure wurde auf die Auslegung

einer konstant hohen Maximaltraglast bei

allen Auslegersteilstellungen gelegt. Dabei

Der kompakte und wendige Mobilbaukran MK 73-3.1. Liebherr hat in diesen kleinen

Mobilbaukran sämtliche Technologiefeatures seiner großen Brüder gesteckt.

sichern drei unterschiedliche Auslegersteilstellungen

den flexiblen Einsatz.

Elektrischer Kranbetrieb

Der kleine Mobilbaukran MK 73-3.1 wird

ebenso wie seine großen Brüder auf der

Baustelle elektrisch betrieben und lässt

sich durch Baustellenstrom oder das

interne Stromaggregat versorgen. Hierdurch

ist er auf der Baustelle sehr leise

und emissionsfrei. Das prädestiniert ihn

für Arbeiten bei Nacht oder auch in

lärmsensiblen Gebieten. Auch der kleine

Mobilbaukran ist für den Betrieb mit 63

Ampere bzw. 32 Ampere ausgelegt. Eine

Einschränkung der Arbeitsgeschwindigkeiten

ist auch beim 32 Ampere-Betrieb

nicht der Fall.

Der Kranfahrer wird, wie auch bei den

anderen Mobilbaukranen der Baureihe,

durch viele Assistenzsysteme unterstützt.

Hierzu zählen im Besonderen die stufenlos

verstellbare Liftkabine und moderne

Kamerasysteme – die Last und der

Unterwagen sind so immer im Blick.

Assistenzsysteme wie das Feinpositioniersystem

Micromove sorgen für präzises

Handling der Last. Die fünf Lenkprogramme

mit aktiver Hinterachslenkung

und die halbseitige Abstützung erlauben

die Verwendung des Krans bei besonders

engen Baustellen.

Durch zusätzliche Optionen wie der

Load-Plus-Traglastkurve und dem

verstärkten Katzfahrwerk kann die

Leistungsfähigkeit des Krans zusätzlich

gesteigert werden. Bei der 45°-Steilstellung

werden somit bis zu 50% schwerere

Lasten gehoben.

Beim MK 73-3.1 wurde das Ein-Motor-

Konzept, welches bereits bei den

Mobilkranen der Schwestergesellschaft

Liebherr-Werk Ehingen GmbH zum

Einsatz kommt, übernommen. Durch

dieses Konzept ist der Betrieb noch

wirtschaftlicher: Das Stromaggregat beim

Mobilbaukran MK 73 3.1 wird lediglich

durch den Fahrmotor im Unterwagen

betrieben. Zusätzlich kommt der ECO-

Mode zum Zug.

www.liebherr.com

26 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


ARBEITENOHNEUNTERBRECHUNG .

Rahofer.

DAS SCHNELLWECHSELSYSTEM VON BAUMASCHINENTECHNIK

Dank dem Schnellwechselsystem SW2-Q, SW2-Q6 und SW3-Q mit Oil-Quickfunktion

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Mit bis zu sechs automatisch kuppelbaren Hydraulikanschlüssen inklusive

Elektroanschluss wechseln Sie Hydraulikhämmer, Abbruch- und Sortiergreifer

sowie andere hydraulische und elektrische Zusatzwerkzeuge

schnell, einfach – und sicher. Denn durch die selbstnachstellende,

konische Verriegelung mit permanent vorgespanntem Konstantdruck

sitzt das Werkzeug immer fest und ist somit spielfrei. Mehr auf bmt.at


MASCHINEN + TECHNIK

Zwei vollverglaste Türen,

niedrige Frontscheibenecken

und die Konstruktion der

Kabinenhaube ermöglichen

dem Fahrer des L85 eine

hervorragende Rundumsicht.

Um der Nachfrage nach

Kompakt-Radladern gerecht zu

werden, wurde im Bobcat-Werk

in der Tschechischen Republik

eine vierte Produktionslinie

mit einer Kapazität von rund

1.000 Maschinen pro Jahr errichtet.

Die gesamte Neuinvestition beläuft

sich auf über 1 Mio. Euro. Nun hat

das erste Exemplar des neuen

Kompakt-Radladers L85 die

Fertigung verlassen.

Die Produktion der neuen

Modellreihe im Bobcat-Werk

im tschechischen Dobříš ist

voll angelaufen. Im Bild Jiri

Karmazin, Product Manager

Lader bei Bobcat.

BOBCAT

Multifunktionsmaschine: erster Bobcat

Kompakt-Radlader rollt vom Band

J

iri Karmazin, Product Manager Lader

bei Bobcat, erläutert: „Das jüngste

Produkt aus unserer Innovationsschmiede

in Dobříš wird im Marktsegment der

Kompakt-Radlader neue Leistungsmaßstäbe

setzen. Bei der Herstellung des L85

kamen bewährte und erprobte Komponenten

zum Einsatz: So stammen u. a.

Motoren, Strukturen, Achsen, Elektronik

und Hydraulik entweder von Bobcat selbst

oder von einem unserer renommierten

Direktzulieferer. Viele der Komponenten

werden bereits im großen Stil in unseren

marktführenden Kompaktladern, Minibaggern

und Teleskopen verbaut und der

L85 durchläuft dieselben Endmontageund

Testverfahren wie diese Produkte.“

Der kraftvolle Bobcat-Motor und die

Hydraulik sorgen für die hohe Leistung

des Kompakt-Radladers, der sich darüber

hinaus durch hervorragende Stabilität,

exzellente Ausbrech-, Schub- und Zugkräfte

sowie eine große Auswahl an

Bobcat-Anbaugeräten auszeichnet. Auch

der hohe Fahrerkomfort und die intuitive

und unkomplizierte Bedienung tragen

dazu bei, dass sich für den Kompakt-Radlader

L85 ein breites Anwendungsspektrum

in unterschiedlichsten Branchen

eröffnet. Es gibt bereits mehrere Bobcat

Anbaugeräte, die für den L85 zugelassen

sind, weitere werden in naher Zukunft

präsentiert. Das aktuelle Angebot an

Anbaugeräten beinhaltet Allzweckschaufel,

Leichtgutschaufel, Kombischaufel,

Palettengabel, Schwenkbesen und

Schneefräse und macht damit den L85 zu

einer echten Mehrzweckmaschine.

Der L85-Lader ist serienmäßig mit dem

Power Quick-Tach System ausgestattet,

einem mit allen gängigen Kupplungen der

Branche kompatiblen Wechselsystem. Mit

28 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

einer optional verfügbaren Hochleistungshydraulik

von 100 l/min. ist der Kompaktlader

fit für Anbaugeräte mit hohem

hydraulischen Leistungsbedarf, wie zum

Beispiel Schneefräsen und Schwenkbesen.

Eine weitere interessante Funktion ist die

erweiterte Anbaugerätesteuerung. Dieses

System ermöglicht den Wechsel des

Steuermodus per Tastendruck, sodass sich

die Motordrehzahl (und maximale

Zusatzhydraulik) sowie die Fahrgeschwindigkeit

der Maschine unabhängig voneinander

steuern lassen. Über den 7-poligen

Anschluss sind selbst die kompliziertesten

Anbaugeräte intuitiv und effizient

steuerbar.

Der Motor wird generell mit dem

Standardschlüssel gestartet. Für den

Schnell-Start und -Stopp der Maschine

während des Arbeitstages können aber

auch die Soft-Touch-Taster genutzt

werden, die sich in Reichweite auf der

rechten Konsole befinden. Darüber hinaus

ist die Maschine mit einer automatischen

Feststellbremse und unterstützenden

Funktionen bei Neigungen ausgestattet,

die dafür sorgen, dass die Feststellbremse

des L85 bei Bedarf automatisch aktiviert

Das Angebot an Anbaugeräten macht den L85 zu einer echten Mehrzweckmaschine.

bzw. deaktiviert wird. Diese aus der

Kfz-Technik bekannten Funktionen sind

bei diesem Maschinentyp branchenweit

einzigartig.

Der L85 ist serienmäßig mit einem

Heizsystem ausgestattet. Ein komplettes

Heizungs-, Belüftungs- und Klimaanlagensystem

ist als ab Werk installierte

Sonderausstattung erhältlich. Offizielle

Vertriebspartner von Bobcat sind in

Österreich die Eisenwagen Baumaschinen

GmbH in Himberg und die Kaiser Fahrzeugtechnik

GmbH in Nenzing.

www.bobcat.com

www.eisenwagen.co.at

www.kaiser-fahrzeugtechnik.at

Hoch hinaus – mit krandioser Technik und Service von WOLFFKRAN. Ob Laufkatz- oder Wippauslegerkran,

S oder XXL, Hochbau oder Spezialanwendung wie hier auf der ÖSWAG Werft in Linz: WOLFF ist der Richtige

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Der Leitwolf. The leader of the pack.


MASCHINEN + TECHNIK

MWT

Wiegetechnik digitalisiert: weniger

Arbeitsaufwand, mehr Effizienz

Zahlreiche Wiegesysteme bieten zwar ein geeichtes Resultat, sind aber

aufgrund fehlender Digitalisierung mit viel Arbeitsaufwand durch die

notwendige manuelle Datenerfassung verbunden. Eine professionelle

Abhilfe bietet hier die Firma MWT Mobile Wiegetechnik in Pichl bei Wels.

H

ier werden komplett digitalisierte

Fahrzeugwaagen installiert sowie

bestehende Wiegesysteme an modernste

Anforderungen angepasst. Das MWT

Fahrzeugwaagen Management ermöglicht

die Anbindung unterschiedlichster

Waagen.

Ein vom Unternehmen angebotenes

„Sorglos Paket“ umfasst PC, Bildschirm,

Funktastatur, Funkmaus und Kartenleser.

Für die Verwaltung wurde eine entsprechende

Softwarelösung entwickelt, welche

alle Daten wie Gewicht, Material, Datum

und Ort auf einen Blick verfügbar macht.

Gewichtsermittlungen und anfallende

Informationen werden auf eine effektive

Weise an ERP-Systeme überspielt.

Zusätzlich können Bluetooth- oder

WiFi-Hardware sowie ein Drucker

angeschlossen werden.

Die Anbindung an eine Software zur

Weiterverarbeitung der Daten ist genauso

flexibel und einfach. Von der Web-Plattform

ohne Installations- und Update-Aufwand

bis zur kompletten Einbindung in

ein ERP-System ist alles möglich. Die

Anwender haben praktisch jederzeit und

überall – ob im Büro, auf dem PC oder von

unterwegs über Smartphone und Tablet

– Zugriff auf die Daten. Die mit höchster

Datensicherheit verschlüsselte Software

eignet sich zur Fernwartung, welche einen

unkomplizierten Serviceeinsatz durch

MWT ermöglicht.

Das MWT Fahrzeugwaagen Management ermöglicht

die Anbindung unterschiedlichster Waagen.

Das Onboard-System übermittelt die Daten der Fahrzeugwaagen an die Zentrale

und erleichtert speziell in Zeiten von Covid-19 eine kontaktlose Datenübertragung.

Es kann mit einem Drucker für Wiegescheine und Rechnungen sowie einem

Onboard-Unterschriften-Pad erweitert werden.

Bord-Master im Fahrzeug

Die einzelnen Fahrzeugwaagen sind mit

einem Onboard-System – einem sogenannten

MultiControlPanel der Serie BM

(Boardmaster) – ausgestattet, welches

wahlweise via UMTS, LAN, WLAN oder

Bluetooth die Daten an die Zentrale

übermittelt. Das Onboard-System kann

zusätzlich mit einem Drucker für Wiegescheine

und Rechnungen sowie einem

Onboard-Unterschriften-Pad erweitert

werden. Die ultrahelle 10 Zoll Matrixanzeige

garantiert auch bei starker Sonneneinstrahlung

ein einfaches Ablesen in der

Fahrzeugkabine. Die userfreundliche

MWT Wiegesoftware verfügt über eine

Fernwartungsfunktion, welche dem

Kunden kostspielige Wartungsbesuche

erspart.

„Speziell in Zeiten von Covid-19

erleichtert dieses System durch eine

kontaktlose Datenübertragung den harten

Alltag im täglichen Geschäft. Persönliche

Kontakte zwischen Fahrzeuglenker,

Kunden und Buchhaltung können so auf

ein Minimum reduziert werden“, unterstreicht

MWT Geschäftsführer Günter

Schmalnauer. „Zahlreich erfolgte Installationen

bürgen für den einwandfreien und

arbeitserleichterten Einsatz nach der

Einführung unseres digitalen Wiegesystems

und dem wesentlichen Vorteil der

Fernwartung.“

www.mwt-systeme.at

30 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


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Unsere Mitarbeiter beraten Sie gern bei der Antragstellung der Investitionsprämie 2020.

Kuhn ist nicht verantwortlich für den Erhalt der Förderung. Förderung wird vom Käufer beantragt und die Förderstelle entscheidet.

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Telefon: +43 6255 8206

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MASCHINEN + TECHNIK

RUBBLE MASTER

Dieselfrei mit RM 120X hybrid

Als sich der israelische Kunde Taha Zahir im September 2020 dazu entschloss,

seinen Fuhrpark durch einen zweiten RM Brecher zu erweitern, fiel seine Wahl

auf den neuen RM 120X. Da der Prallbrecher in einer geschlossenen Halle in

Kfar Quasem Bauschutt aufbereitet, standen möglichst geringe Staub- und

Lärmemissionen im Mittelpunkt.

Seit Herbst 2020 wird der RM 120X als erster Brecher im Rahmen der Next Philosophie in Serie

gefertigt und vereint gesteigerte Sicherheit, maximale Effizienz und maximale Leistung.

A

nfang 2018 investierte Taha Zahir in

seinen ersten RM 120GO!. In der

Nähe von Tel Aviv bricht der Hochleistungsbrecher

seither verlässlich Bauschutt

für den Straßenunterbau. Aufbereitet wird

in einer geschlossenen Halle, weshalb es

dem Kunden sehr wichtig war, beim

Brechprozess so wenig Abgase, Staub- und

Lärmemissionen wie möglich zu erzeugen.

Die Auftragslage stieg, weshalb Taha

Zahir sich für einen zweiten, emissionsarmen

Brecher interessierte.

Die Wahl fiel auf den neuen RM 120X

hybrid, welcher sowohl dieselelektrisch,

als auch rein elektrisch betrieben werden

kann. Die Bauschuttbrocken mit einer

Kantenlänge bis zu 800 mm werden nun

voll elektrisch zu kubischem Endkorn

(0-32 mm) verarbeitet. Um die Staubbelastung

während des Brechvorganges so

gering wie möglich zu halten, entschied

sich Taha Zahir zusätzlich für die Anbringung

einer Staubniederhaltungsanlage

welche mittels einer Wasserpumpe und

Sprühbalken die Staubbildung durch

Wassernebel minimiert.

Neben der Option, komplett dieselfrei

zu brechen, überzeugte die Rubble Master

Innovation auch durch ihre enorme

Benutzerfreundlichkeit, sowohl im Betrieb

als auch während der Instandhaltung. Das

bewährte RM GO! Prinzip – welches für

intuitive Maschinenbedienung und

unkompliziertes Erreichen der Maschinenkomponenten

steht – wurde für Next

Maschinen weiter ausgebaut. Mit der

innovativen Maschinenkommunikationsbeleuchtung

kann der Kunde nun ganz

einfach den aktuellen Status der Anlage

ablesen: Zeigt die Maschine grünes Licht,

arbeitet sie einwandfrei. Bei gelbem Licht

erkennt der Maschinist, dass ein notweniger

Service ansteht und Rot steht für

Warnung.

Auch über die Weiterentwicklung im

Bereich Sicherheit freuen sich die Mitarbeiter

von Taha Zahir: Als erster Brecher

der Next Philosophie wird beim RM 120X

der Betreiber während des Brechvorganges

komplett aus der Gefahrenzone

gehalten. Die Funkfernsteuerung mit

Display, RM GO! Smart (optional) sowie

die Maschinenkommunikationsbeleuchtung

erhöhen die Sicherheit des Maschinisten

beträchtlich. Alle Informationen

zum Brechprozess, werden innerhalb der

RM GO! Smart App am mobilen Endgerät,

Smartphone oder Tablet, angezeigt.

Pro Tag werden ca. 1.000 t Bauschutt

– vermischt mit Plastik, Holz und Textilien

– nach Kfar Quasem geliefert. Um

sauberes, qualitativ hochwertiges Endkorn

zu erzeugen, entschied sich Taha Zahir bei

beiden RM Prallbrechern für die Anbringung

eines Windsichters. Der Bauschutt

wird so ganz einfach von den ungewünschten

Leichtstoffen freigelegt, sodass ein

qualitativ hochwertiges Endkorn entsteht.

www.rubblemaster.com

32 APRIL 2021


Bei den mit QuickChange

Generation II ausgestatteten

Geräten wird das Schnellwechsler-Sicherheitssystem

SecureLock standardmäßig

verbaut.

Rototilt bedient mit einem

erweiterten QuickChange-

Programm jetzt auch das

Kompaktsegment.

EINFACH MIT

DEM BESTEN

ZUFRIEDEN

SEIN!

ROTOTILT

QuickChange für

die Kompakt-Klasse

Das vollhydraulische Schnellwechsler-System Quick-

Change Generation II von Rototilt erreicht die nächste

Entwicklungsstufe. Das Angebot wird um die Modelle

QC45-4 und QC45-5 sowie QC60-4 erweitert. Die

Auslieferung startet ab Mai 2021.

Q

uickChange Generation II ist nun

für die Schwenkrotator-Modelle R3

bis R8 und die QuickChange-Baggerschnellwechsler

für Maschinen von 5 bis

45 t verfügbar, bislang galt dies für

Maschinen ab 10 t. Standardmäßig wird

das preisgekrönte Schnellwechsler-

Sicherheitssystem SecureLock verbaut,

das das Unfallrisiko im Zusammenhang

mit unsachgemäß gekoppelten Schnellwechsler-Verriegelungen

reduziert. Hierfür

sorgt die kontinuierliche Überwachung

der Schnellwechsler-Verriegelung

an Baggerschnellwechsler und Schwenkrotator.

„Wir erkennen bei den Anwendern

von Kompaktmaschinen ganz klar

ein erhöhtes Interesse an vollhydraulischen

Schnellwechsler-Systemen. Jetzt

können wir auch für diese Maschinen

die neueste Technik bieten“, erklärt

Produktmanager Sven-Roger Ekström.

„Von der Erweiterung des Spektrums

nach unten profitieren alle Anwender,

bei denen häufige Werkzeugwechsel an

BAUBLATT.ÖSTERREICH

der Tagesordnung sind“, ergänzt

Wolfgang Vogl, Geschäftsführer der

Rototilt GmbH. Mit Rototilt Quick-

Change kann der Schwenkrotator

schnell abgekoppelt werden. Der Bagger

wird so zu einem vollwertigen Werkzeugträger,

mit dem sich die Arbeit

schneller, effektiver und präziser

ausführen lässt.

Rototilt QuickChange Generation II für

Bagger, Schwenkrotatoren und Anbaugeräte

erlaubt den Bedienern, hydraulische

und elektrische Anbaugeräte zu

wechseln, ohne die Kabine zu verlassen.

Das Schnellwechsler-System basiert auf

dem kompakten und sehr robusten

S-Standard und ist Teil des übergreifenden

Standards Open-S, der bei der

hydraulischen Schnittstelle zwischen

Baggerschnellwechsler, Schwenkrotator

und Anbaugerät die Kompatibilität

unter den verschiedenen Herstellern

gewährleistet.

www.rototilt.de

Industrie- und

Baumaschinen

Service GmbH

Spezial- und Sondermaschinen

für Industrie, Bau und Gewinnung

Generalimporteur

für Österreich

Betriebsgebiet Nord 26

A-3300 Ardagger Stift

Tel.: +43 7472 23 494

Fax: DW 25

info@ibs-maschinen.at

www.ibs-maschinen.at


MASCHINEN + TECHNIK

Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung,

Flexibilität und fachlicher Kompetenz

genießt das Team rund um Firmenchef

Ferdinand Schernthaner einen hervorragenden

Ruf als zuverlässiger Partner

mit Handschlagqualität.

MOTOREX / SCHERNTHANER

Erfolgsgeschichte an der Glocknerstraße

Mit einem breiten Leistungsangebot hat sich die in Bruck an der Glocknerstraße

ansässige Schernthaner Erdbau und Transporte GmbH auch überregional als

gefragter Dienstleister etabliert. Im Fuhrpark vertraut die Firmenleitung auf

ein modernes Leichtlaufmotorenöl von Motorex, das den Transport und

Baumaschinenbereich gleichermaßen abdeckt.

F

erdinand Schernthaner startete 1987

mit einem Lkw in Fusch seine unternehmerische

Laufbahn. Zielstrebig und

mit großem Einsatz sorgte er dafür, dass

aus dem Ein-Mann-Betrieb rasch ein

kontinuierlich wachsender Betrieb wurde.

Schon bald konnte er mit dem ersten

Bagger ein breiteres Dienstleistungsangebot

für die Baubranche anbieten. Immer

größere Projekte führten zur Erweiterung

des Maschinen- und Fahrzeugparks. 2007

übersiedelte das Unternehmen an den

heutigen Standort in Bruck an der

Glocknerstraße. Mit diesem Schritt stiegen

auch die Kinder Eva und Thomas Schernthaner

ins Unternehmen ein. Das Leistungsangebot

umfasst heute Transporte,

Kranarbeiten, Erdbau, Abbrucharbeiten

sowie Wege- und Straßenbau. Zum

Kundenkreis des Familienunternehmens

zählen Baufirmen, Gemeinden, das Land

und Private. Baumaschinentransporte

werden auch für Fremdfirmen angeboten.

Aktuell beschäftigt das Unternehmen

über 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Der Fuhrpark umfasst über 20 Baumaschinen,

bei denen es sich in erster Linie

um Volvo und Takeuchi Geräte handelt.

Bei den 15 Lkw für den Baustellenverkehr

dominieren die Marken Volvo und Mercedes.

Gewartet werden die Maschinen in

der firmeneigenen Werkstätte. Zum

Einsatz kommt dabei das moderne

Leichtlaufmotorenöl Focus QTM SAE

10W/30 von Motorex, welches ein sehr

breites Einsatzspektrum im Transport

und Baumaschinenbereich bietet. „Mit

dem Motorex Focus QTM SAE 10W/30

decken wir die unterschiedlichen Anforderungen

der Lkw- und Baggerhersteller ab

und vermeiden dadurch Verwechslungsgefahren“,

sind Eva und Thomas

Schernthaner überzeugt.

www.motorex.com

www.schernthaner-erdbau.at

34 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


EINE SOFTWARE

GRENZENLOSE MÖGLICHKEITEN

Mit Trimble Business Center profitieren Sie von einer breiten Palette an leistungsstarken Werkzeugen, mit denen

Sie Aufgaben während des gesamten Bauprozesses bewältigen können. Die benutzerfreundliche Bürosoftware

liefert exakte Massenermittlung, Geländemodelle, aktuelle Bestandsberichte und mehr. Nahtlose Datenverwaltung

zwischen Büro, Baustelle und Maschinen.

Für mehr Effizienz im Büro und auf der Baustelle!

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MASCHINEN + TECHNIK

Ab sofort hat die Baumaschinen-

Mietplattform Digando.com auch

Arbeitsbühnen im Sortiment.

Johann Messner

in Saalfelden

(Salzburg) vermietet

seine Arbeitsbühnen

künftig auch über

Digando.com.

DIGANDO

Digando.com erweitert mit drei neuen

Partnern das Sortiment um Arbeitsbühnen

Drei neue Partner in Salzburg, Ober- und Niederösterreich schließen sich Digando.

com an. Sie bringen in Echtzeit mietbare Arbeitsbühnen ins Angebot der

Baumaschinen-Mietplattform ein.

Ü

ber 6.000 Bagger, Anbaugeräte, Lader,

Verdichter, Anhänger und Siebanlagen

können auf der digitalen Baumaschinen-

Mietplattform Digando.com österreichweit

online gemietet werden. „Durch den

Beitritt unserer drei neuen Partner haben

wir jetzt auch Arbeitsbühnen aller Art im

Angebot“, freut sich Digando-Geschäftsführer

Alexander Höss. Mit den Partnern

erhöht sich die Anzahl der Mietstationen

auf 29. Damit ist Digando mittlerweile

österreichweit der Anbieter mit den

meisten Mietstationen.

Scheren-, Mast- und Lkw-Arbeitsbühnen

sind jetzt ebenso im Angebot vertreten

wie (Gelenk-)Teleskop- und Anhängerbühnen.

Arbeitsbühnen-Spezialist Johann

Messner ist Geschäftsführer der J.

Messner GmbH in Saalfelden (Salzburg)

und von den Vorzügen des digitalen

Vertriebsweges überzeugt: „Mit Digando.

com wird die Baumaschinenvermietung

für alle Beteiligten einfacher, sowohl für

Vermieter als auch für Mieter.“

Einen weiteren Vorteil beim digitalen

Vertrieb führt der zweite neue Partner

Bruno Vallandt, Geschäftsführer der BVB

Baumaschinen GmbH in Lanzenkirchen

(Niederösterreich), an: „Mit Digando.com

wollen wir die Auslastung unseres

Maschinenparks erhöhen.“

Der dritte neue Anbieter ist die Wepper

Baumaschinen GmbH in Sankt Georgen

am Walde (Oberösterreich). Geschäftsführer

Daniel Wepper bringt zusätzlich zu

seinen Arbeitsbühnen auch Minibagger,

Greifer, Hydraulikhammer, Teleskopstapler

und Anhänger auf Digando.com ein.

Auch ihn hat das einfache Handling

überzeugt: „Digando.com erleichtert die

Baumaschinen-Disposition wesentlich, für

mich und für meine Kunden.“

Das Arbeitsbühnen-Angebot soll in den

kommenden Monaten auf ganz Österreich

ausgeweitet werden. Hierzu sind bereits

Gespräche im Gang. Die Sortimentserweiterung

kommt gerade rechtzeitig zum

alljährlichen Frühjahrs-Boom beim

Fotos: Digando GmbH; Martin Maiburger; BVB Baumaschinen; Wepper Baumaschinen

36 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Für Daniel Wepper vereinfacht

sich mit Digando.com die

Baumaschinen-Disposition, auch

für seine Kunden.

Mietgeschäft: „Wenn die Temperaturen steigen,

erhöht sich auch die Anzahl der Baustellen und die

Nachfrage nach Baumaschinen. Nur auf Digando.

com kann jeder in Sekundenschnelle feststellen,

welche Baumaschinen wo verfügbar sind“, streicht

Alexander Höss den Vorteil seines Systems hervor.

Digando ist der einzige Anbieter in Österreich, der

eine Echtzeit-Abfrage ermöglicht.

Mit wenigen Klicks zur

Buchung – immer und überall

Die Buchung kann online in kürzester Zeit durchgeführt

werden, rund um die Uhr und ortsunabhängig.

Bei Mietbeginn kann die Maschine an einem von

österreichweit über 29 Standorten abgeholt werden.

Wahlweise wird sie auch geliefert. Mit den drei

neuen erhöht sich die Anzahl der Partner auf sieben.

Der nächste strategische Schritt ist die Expansion

nach Deutschland: „Die werden wir noch dieses Jahr

in Angriff nehmen“, erklärt Alexander Höss.

digando.com

FACTBOX DIGANDO

Das Baumaschinenunternehmen BVB in Lanzenkirchen

ist einer der neuen Partner bei Digando.

com. Für BVB-Geschäftsführer Bruno Vallandt

ist Digando.com eine gute Chance, um die Auslastung

seines Maschinenparks zu erhöhen.

Online-Baumaschinenmiete

für das Baugewerbe

Gründung: 2019

Firmensitz: Dornbirn

Sortiment: über 6.000 Bagger, Anbaugeräte,

Lader, Verdichter,

Anhänger, Siebanlagen und

Arbeitsbühnen

Partner-Stationen

in Österreich: 29

Partner: Huppenkothen Baumaschinen,

Kuhn Baumaschinen, Kleinheider

Baumaschinenhandel, Humer Anhänger,

Messner Arbeitsbühnen,

BVB Baumaschinen, Wepper

Baumaschinen

powered by

POLIXMAIR GmbH | Ehrenfeld Betriebspark 5 | 4694 OHLSDORF | Tel.: 07612/64597 | office@polixmair.com


MASCHINEN + TECHNIK

2018 schaffte Sonnleithner den ersten Komatsu Radlader

WA320-8 an. Um bestens für alle Aufträge gerüstet zu sein,

erwarb man kürzlich bei Kuhn dieselbe

Maschine noch einmal.

KUHN / SONNLEITHNER

Winterdienst und Erdbau: Sonnleithner

setzt erneut auf leistungsstarken WA320-8

In diesem Jahr feiert die Christian Sonnleithner Transporte GmbH aus Piesendorf

im Pinzgau ihr 25-jähriges Jubiläum. Um hocheffizient und professionell arbeiten zu

können, erweitert und modernisiert der Betrieb laufend seinen Fuhrpark. Da der vor

drei Jahren angeschaffte Komatsu-Radlader WA320-8 durch Leistung und Zuverlässigkeit

überzeugt, investierte das Unternehmen vor kurzem in den zweiten WA320-8.

M

it dem ersten eigenen Lkw startete

Christian Sonnleithner sen. 1996 in

Piesendorf bei Zell am See erfolgreich in

die Selbständigkeit. Zehn Jahre später

stieg das rasch wachsende Unternehmen

auch in den Erdbau ein. Im Juli 2019 fand

die offizielle Übergabe an seinen Sohn

Christian Sonnleithner jun. und seine

Tochter Maria Bayr statt. Beide agieren

bereits seit ihren Eintritten in den Betrieb

vor 13 bzw. 17 Jahren eigen- und hauptverantwortlich.

Maria Bayr im Büro und

Christian Sonnleithner jun. in den

Bereichen Erdbau, Disposition und

Fuhrparkinstandhaltung. Neben Transport-

und Erdbauarbeiten werden Kran-,

Grabungs-, Abbruch- und Aushubarbeiten

erledigt, Wegbauten, Steinmauern,

Projekte im Straßen- und Pistenbau,

Geländemodellierung, Bachverbauten und

Wildbachsperren durchgeführt. Weiters

zählen der Schotterhandel, Winterdienstund

Humusierungsarbeiten zum Angebot.

Im Rahmen der regelmäßigen Erneuerung

des Fuhrparks verstärkte sich die

Firma Sonnleithner anlässlich des

20-jährigen Firmenjubiläum mit der

Komatsu Planierraupe D61PX-24. Das

Gerät ist ein Alleskönner und die erste

Wahl für Planier- und Erdbewegungseinsätze.

2018 kaufte das Pinzgauer Unternehmen

wieder beim Baumaschinenhändler

Kuhn aus Eugendorf ein. Diesmal den

Komatsu-Radlader WA320-8, der zur

kältesten Jahreszeit seither vorwiegend

im Winterdienst zum Einsatz kommt und

im Sommer vor allem für die Erdbewegung

eingesetzt wird.

„Wir konnten immer auf das verlässliche

Gerät bauen und waren mit seiner

Leistung sehr zufrieden. Deshalb haben

wir uns kürzlich entschieden, denselben

38 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

„Der WA320-8 arbeitet sehr schnell, ist dabei wendig und spritzig und er bringt vor

allem eine enorme Schubkraft mit“, zeigt sich Christian Sonnleithner jun. zufrieden.

Radlader noch einmal zu kaufen“, erklärt

Christian Sonnleithner jun. Der Bedarf an

Schneeräumung ist weiter angestiegen, und

während der erste Radlader vor allem in

und rund um Piesendorf seinen Winterdienst

verrichtet, wurde das zweite Gerät im

zu Ende gegangenen Winter für die Betreuung

der kompletten Park- und Straßenflächen

der Gletscherbahnen Kaprun eingesetzt.

Das Kitzsteinhorn findet sich in

Kaprun und zählt zu der in den Hohen

Tauern gelegenen Glocknergruppe. Im

Sommer kommt auch dieser Radlader im

Erdbau und zur Bewegung von Schotter

zum Einsatz.

„Der WA320-8 arbeitet sehr schnell, ist

dabei wendig und spritzig und er bringt vor

allem eine enorme Schubkraft mit“, zeigt

sich Christian Sonnleithner jun. zufrieden.

Das neueste Gerät wurde vom Pinzgauer

Familienunternehmen in Vollausstattung

angeschafft und noch mit speziellen Reifen

aufgerüstet.

Im Winter beschäftigt die Christian

Sonnleithner Transporte GmbH etwa 18

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, im

Sommer bis zu 25. Eine Zahl passend zum

heurigen Firmenjubiläum, auf das man

zurecht sehr stolz sein darf. Das Piesendorfer

Unternehmen steht für fachliche

Kompetenz, Flexibilität und persönlichen

Einsatz. Ein Versprechen an die Kunden,

dass man auch in den nächsten Jahrzehnten

aufrechterhalten will.

www.kuhn.at

www.sonnleithner-transporte.at

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Werksbeton

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Neben dem Winterdienst kommt der neue WA320-8 im Sommer auch

im Erdbau und zur Bewegung von Schotter zum Einsatz.

BAUBLATT.ÖSTERREICH APRIL 2021

39


MASCHINEN + TECHNIK

HS-SCHOCH

Maßgeschneiderte Anbaugeräte

für den GaLaBau-Einsatz

Weil mit dem richtigen Werkzeug vieles leichter und schneller von der

Hand geht, entwickelt und produziert die HS-Schoch Gruppe mit den

Tochterfirmen ZFE GmbH und bsg GmbH auch für den Garten- und

Landschaftsbau entsprechende Spezialwerkzeuge.

G

roßen Wert legt das Unternehmen

dabei auf Funktionalität und Verschleißfestigkeit.

Auch teure Ausfallzeiten

gilt es mit den standfesten Geräten der

HS-Schoch Gruppe zu vermeiden. Neben

bewährten Standardlösungen bietet das

Unternehmen auch individuelle kundenspezifische

Lösungen an, mit deren Hilfe

sich Projekte wesentlich effizienter

realisieren lässt.

Aus diesem Grund hat der Anbaugerätespezialist

und Verschleißexperte

Entfernt Baumstümpfe und

Wurzelstöcke samt Seitenwurzeln:

HS-Wurzelkönig.

Perfekt für Waldrodungsarbeiten

und das Auflockern von stark gebundenem

Material: Roderechen

von HS-Schoch.

speziell für Rodungsarbeiten einen

Wurzelhobel entwickelt – den „HS-

WurzelKönig“. Mit dem Wurzelkönig

lassen sich Baumstümpfe und Wurzelstöcke

samt Seitenwurzeln schnell,

effizient und kostengünstig ohne

Einsatz von Fräsen und Spezialmaschinen

komplett roden. Die Hobelfunktion

schneidet die Wurzeln in

brennholzartige Stücke, die nicht

mehr geschreddert oder in der Deponie

entsorgt werden müssen.

Im Gegensatz zum Fräsen, bei dem

Steine, Wurzelstücke etc. aufgewirbelt

werden und durch die Luft fliegen, erlaubt

der Wurzelhobel auch innerorts neben

Gehwegen ein sicheres Arbeiten ohne

Personengefährdung. Nebenbei wird der

Boden beim Abhobeln der Wurzelstöcke so

stark aufgelockert, dass nach dem

Entfernen der Wurzelstöcke sofort mit der

Neupflanzung begonnen werden kann.

Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist das

geringe Eigengewicht des Wurzelhobels,

dadurch ist er leicht zu handhaben und zu

transportieren. Für den Anbau ist keine

besondere Baggerhydraulik erforderlich.

Der Wurzelkönig lässt sich an alle

marktüblichen Schnellwechselsysteme,

Baggergrößen und Mini Bagger ab 1,5 t

anbauen.

Das gilt auch für den HS-Roderechen.

Er wird für Waldrodungsarbeiten und das

Auflockern von stark gebundenem

Material eingesetzt oder wenn die

Wurzeln komplett entfernt werden sollen.

Je nach Einsatzgebiet können Stegabstand

und die Anzahl der Zinken vom

Kunden individuell bestimmt werden.

Auch Ausführungen in Hardox-Verschleißstahl

sind möglich.

Wer „Berge“ oder auch nur einzelne

Felssteine „versetzen“ will benötigt dazu

entsprechende Greifer. Ob in Rippen- oder

in Langlochschalenblech-Ausführung –

der HS-Universalgreifer überzeugt durch

hohe Schließkräfte bei gleichzeitig großen

Öffnungsweiten. Für schwere Reißarbeiten

hat der Anbaugerätehersteller einen

Reißzahn entwickelt, der neben seinen

hohen punktuellen Losbrechkräften mit

sehr guten Eindringungseigenschaften

punkten kann. Weiters bietet das Unternehmen

für das Säubern von Wiesen,

Gräben und Waldstücken einen speziellen

Reisigrechen in verschiedenen Ausführungen

an. Damit man auch lange genug

Freude an seinen Arbeitsgeräten hat,

werden HS-Anbaugeräte mit dem

ESCO-Ultralok Zahnsystem ausgestattet

und auf Wunsch komplett aus Hardox-

Verschleißblech gefertigt.

www.hs-schoch.de

40 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

LIEBHERR

LRH 600 rammt geneigte Grundpfeiler

für Norwegens längste Eisenbahnbrücke

Eine extreme Neigung und die Umsetzung von einer Barge aus: Die Gründungspfähle

für die Eisenbahnbrücke in Minnevika sind eine Herausforderung. Die

Spezialisten von Aarsleff Ground Engineering haben in der LRH-Serie von

Liebherr die richtige Maschine dafür gefunden. Das ganze Projekt

schreibt ein Kapitel in Norwegens Buch der Superlative.

D

ie Brücke in Minnevika ist Teil von

Bane Nors Ausbau des Eisenbahnsystems

in Norwegen. Das Projekt wird die

Reisezeit zwischen Oslo und Hamar

erheblich verkürzen. In zwei Jahren

werden auf dieser Strecke Hochgeschwindigkeitszüge

verkehren und über diesen

Abschnitt düsen. Obwohl derzeit überall

im Land an der Infrastruktur auf Schienen

gebaut wird, ist die Brücke über den

Fluss Vorma etwas ganz Besonderes.

„Bevor der Zugverkehr zugelassen wird,

müssen die Pfähle mindestens zwei Jahre

ruhen.“ Dennis Jensen arbeitet als Senior

Project Manager bei Aarsleff Ground

Engineering, ein spezialisiertes Unternehmen

mit Sitz in Newark in der Nähe von

Aarsleff Ground Engineering rammt

die Pfähle mit dem Liebherr-Rammgerät

LRH 600 in einer Neigung

bis 1:5. Als Trägergerät ist der

Seilbagger HS 895 HD im Einsatz.

Die Stabilität des LRH 600 blieb

auch auf der Barge erhalten.

Nottingham. PNC, ein Unternehmen der

Porr, beauftragte Aarsleff, die Tiefengründung

der Brücke umzusetzen. Die Konstruktion

besteht aus 20 Brückenpfeilern

mit 280 Mantelreibungspfählen, die

Aarsleff in den Boden rammen muss. „Die

Herausforderung ist, die Tragfähigkeit zu

erreichen, da das Gestein so tief liegt und

daher geneigte Pfähle erforderlich sind.

Das Projekt befindet sich außerdem in

einem Binnensee, was den Transport von

großen Geräten sehr erschwert.“

Aarsleff hat das Liebherr-Rammgerät

mit Hängemäklersystem LRH 600 im

Einsatz, um die anspruchsvollen Arbeiten

umzusetzen: „Wir haben uns wegen der

möglichen Hammergrößen bei geneigten

Pfählen für dieses Gerät entschieden. Es

ist sehr stark und stabil.“ Dennis betont

einen wichtigen Punkt: „Wir müssen die

Pfähle in einer Neigung bis 1:5 rammen.

Die Hammergröße war eine wichtige

Anforderung für Aarsleff und auch für die

Kapazität des LRH 600. Liebherr war der

einzige Anbieter, der unsere technischen

Ansprüche kurzfristig erfüllen und

Trägergerät und Mäkler als Gesamtpaket

liefern konnte.“

Als Trägergerät ist der Seilbagger HS

895 HD im Einsatz. Von Aarsleff auf einer

Barge positioniert, rammt dieser die

Hälfte der Pfähle in den Fluss Vorma. „Die

Stabilität des Rammgerätes auf der Barge

ist sehr überraschend. Wir können die

Pfähle selbst bei starker Strömung

innerhalb der vom Projekt vorgegebenen

Toleranzen in 12-14 m tiefem Wasser

positionieren.“ Die Stahlrohre haben eine

Gründungslänge von 58 m, einen Durchmesser

von 1.016 mm und ein Gewicht

von 29 t.

Ein Vorteil des LRH 600 ist, dass der

Mäkler einfach nach vorne oder hinten

geneigt werden kann, anstatt für jeden

einzelnen Pfahl die Barge neu zu positionieren.

Der Mäkler und der Spotter sind

über Halterohre am Auslegerkopf befestigt.

Dadurch kann der Gerätefahrer die

Mäklerhöhe verändern, ohne die Mäklerneigung

zu beeinflussen. Durch die

zusätzliche Mäklerabsenkung wird beim

Rammen mehr Stabilität und eine höhere

Genauigkeit erreicht.

„Das Rammen der Pfähle war ein

wichtiger Meilenstein des Projektes,“ sagt

Dennis. „Wir erreichten diesen acht

Monate früher als geplant.“ Wenn man die

Lockdown-bedingten Unterbrechungen der

Arbeiten bedenkt, ist das umso bemerkenswerter.

Die Pfähle bilden die Grundpfeiler

für die Brücke über den Fluss

Vorma in Minnevika. Diese wird im

Herbst 2023 für den Zugverkehr freigegeben.

Dann ist sie mit 836 m die längste

Eisenbahnbrücke Norwegens.

www.liebherr.com

42 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


Mobile

wiege

technik

FELBERMAYR

Bühnenvermietung in

Wien unter neuer Leitung

Seit wenigen Wochen ist Dieter Reuberger neuer

Leiter der Felbermayr-Bühnenvermietung am

Standort in Wien/Lanzendorf.

M

it fast drei Jahrzehnten Erfahrung

gehört Dieter Reuberger zu den

erfahrensten Branchenkennern am

österreichischen Baumaschinenmarkt.

Im Speziellen kann Reuberger auch auf

eine mehr als 20-jährige Erfahrung bei

einem österreichischen Arbeitsbühnenvermieter

verweisen. Dort war der

heute 54-jährige auch als Prokurist

tätig. Zuletzt war Reuberger als

Geschäftsführer fünf Jahre für einen

international tätigen Hersteller und

Vermieter für Turmdrehkrane tätig.

Reuberger zu seiner Rückkehr in die

Welt der Arbeitsbühnen: „Es ist schön

zu sehen, was sich in den vergangenen

Jahren in der Höhenzugangstechnik

getan hat. Da ist es mir natürlich eine

Freude, für einen der ganz Großen wie

Felbermayr tätig zu sein.“ Nach eigenen

Angaben seien es ergänzend zu

technischem Know-how auch Handschlagqualität

und die Fähigkeit,

Mitarbeiter zu motivieren, welche seine

berufliche Entwicklung im Baumaschinenmarkt

zum Erfolg führten. Parallel

dazu ist es aber auch die Begeisterung

für technische Innovationen. Das führte

dazu, dass Reuberger, wie bei seinem

BAUBLATT.ÖSTERREICH

Dieter Reuberger ist Abteilungsleiter der

Felbermayr-Bühnenabteilung in Lanzendorf.

liebsten Hobby, dem Tennis, auch in der

Höhenzugangstechnik immer am Ball

blieb.

Für seine Tätigkeit als Abteilungsleiter

der Bühnenvermietung bei Felbermayr

sieht Reuberger Potenzial in der

Gewinnung von neuen Kunden und der

Erschließung von neuen Märkten in der

Baubranche. Damit wird er den

erfolgreichen Weg des bisherigen

Abteilungsleiters für Bühnenvermietung,

Thomas Daxelmüller, fortführen

– dieser widmet sich fortan der

Kranvermietung und wird parallel

dazu auch als stellvertretender

Niederlassungs leiter in Lanzendorf bei

Wien Verantwortung übernehmen.

​Aktuell verfügt die europaweit tätige

Bühnenvermietung von Felbermayr

über eine Mietflotte von mehr als 2.800

Arbeitsbühnen mit Arbeitshöhen von

mehr als 100 m. Optional erhältliche

Ausstattungen wie Weißketten und

Gummiraupenfahrwerke sind ebenso

erhältlich und erlauben einen abriebfesten

Einsatz im Indoor-Bereich.

Weiters im Mietpark: Gabel- und

Teleskopstapler sowie Minikrane.

www.felbermayr.cc

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MASCHINEN + TECHNIK

DORN LIFT

Dorn Lift und Hinowa: Geräte-Jubiläum

krönt erfolgreiche Zusammenarbeit

Seit der Gründung im Jahr 1987 kann Hinowa auf eine Reihe von bedeutenden Meilensteinen

in seiner Unternehmensentwicklung zurückblicken. Der jüngste ist die Lieferung

der 1.000ten Raupen-Arbeitsbühne, eine Lightlift 17.75 Performance IIIS, an seinen

österreichischen Händler Dorn Lift GmbH mit Sitz in Lauterach am Bodensee.

Hinowa Lightlift 17.75 Performance IIIS

Die Raupenarbeitsbühne Lightlift 17.75 Performance

IIIS von Hinowa ist in der Anwendung äußerst vielseitig

und kann auch einfach mit einem Transportanhänger

befördert werden.

H

inowa weist eine lange Tradition in

der Herstellung von Hubarbeitsbühnen,

aber auch von Minidumpern und

anderen Maschinen für Erdbewegungen

auf. Die Zusammenarbeit zwischen

Hinowa und Dorn Lift besteht seit Beginn

der 2000er Jahre und hat sich zunehmend

konsolidiert. Das österreichische Unternehmen

mit über 40 Jahren Erfahrung im

Arbeitsbühnen-Bereich ist ein wichtiger

Bezugspunkt in seinen Einsatzgebieten

und bietet seinen Kunden neben Verkauf

und Vermietung auch professionelle

Unterstützung bei der Besichtigung des

jeweiligen Einsatzortes, Schulungen,

Kundenservice und Wartung. Basis dieses

Erfolgs sind langjährige Erfahrung im

technischen und kaufmännischen Bereich

sowie ein top motiviertes Team. Seit rund

20 Jahren ist Dorn Lift mittlerweile

Hinowa-Händler und deckt neben Österreich

auch Süddeutschland ab.

„Wir freuen uns sehr über die 1.000ste

gelieferte Hinowa Arbeitsbühne“, sagen

Evelyn und Alexander Dorn, Eigentümer

der Dorn Lift GmbH. „Zwischen unseren

beiden Unternehmen besteht eine sehr

starke Bindung, die auf einem gemeinsamen

Ziel basiert: Endnutzern Arbeitsmaschinen

anzubieten, die für jeden Einsatzbereich

und jede Bodenbeschaffenheit

geeignet sind. Unsere beiden Unternehmen

folgen den gleichen Prioritäten:

Gewährleistung von Sicherheit, Vielseitigkeit,

professionelle Unterstützung und

schnelles Eingreifen sowie der Verkauf

moderner Maschinen und Technologien,

mit denen unsere Kunden ihre Zeit und

Kosten optimieren und somit die Produktivität

steigern können.“

Leistungsstark und produktiv

Unter den Maschinen der Performance-

Serie zeichnet sich die Lightlift 17.75

Performance IIIS Raupen-Arbeitsbühne

durch Kompaktheit, Leistung und

Produktivität aus. Dieses Modell ist mit

einer Spitzentechnologie und Sicherheitssystemen

ausgestattet, die einen präzisen,

schnellen und zuverlässigen Betrieb bis zu

Fotos: Studio 22, Marcel Hagen

44 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

einer Arbeitshöhe von 17,06 m ermöglichen

und kann in vielfältigen Anwendungsbereichen

eingesetzt werden, wie

z.B. beim Baumschnitt, bei Anstricharbeiten,

für Innen- und Außensanierung,

Reinigungsarbeiten, Montage von Solaranlagen

sowie für die Installation und

Wartung von elektrischen Anlagen.

Aufgrund seiner technischen Besonderheiten

ist die Hinowa Lightlift 17.75 Performance

IIIS heute ein bekanntes und

geschätztes Modell unter einer Vielzahl

von Anwendern wie Vermietunternehmen,

Gärtnern, landwirtschaftlichen Betrieben,

Elektrikern, Malern, Bau- und Reinigungsunternehmen

und Restauratoren.

Für all diese Fachbetriebe bietet die

Lightlift 17.75 Raupen-Arbeitsbühne dank

des Performance-Hydrauliksystems

maximale Sicherheit, Stabilität, flüssige

Bewegungen und Präzision sowie eine

hohe Wendigkeit (Durchfahrtshöhe < 2m).

Aber nicht nur das, denn diese Arbeitsbühne

mit Abstütz- und Einfahrautomatik

weist eine uneingeschränkte Korblast von

230 kg im gesamten Arbeitsbereich auf

und garantiert durch das Pantograph-

Gelenk-Hubsystem einfaches und

Das Unternehmerpaar Evelyn und Alexander Dorn.

präzises Arbeiten parallel zur Fassade.

Dank der Version mit Elektromotor kann

die Hinowa Lightlift 17.75 Performance

IIIS Raupen-Arbeitsbühne an jedem Ort

geräuschlos und sauber eingesetzt werden.

Optional besteht auch die Möglichkeit,

diese Maschine mit einem Lithium Ionen

Akku auszustatten. Auch die nachgelagerten

Wartungs- und Servicearbeiten sind

so effektiv wie möglich gestaltet: Dank

R.A.H.M können Fehlerdiagnosen und

Softwareaktualisierungen aus der Ferne

erledigt werden. Und für den Vor-Ort-

Service steht Dorn Lift gerne zur

Verfügung.

www.dornlift.com

Entdecken Sie den

Boost der Minibagger

ET42 und EZ50

Mehr Informationen unter:

www.wackerneuson.com/boost


MASCHINEN + TECHNIK

TWF

TWF unterstützt mit Großdrehbohrgerät

TBM-Rettungsmission in Kalkutta

In der indischen Metropole Kalkutta laufen aktuell die Arbeiten für den Bau

der Metro Linie 2. Da eine der beiden TBMs beschädigt ist, wird nun ein

Schacht zur Demontage dieser TBM errichtet. Ein Großdrehbohrgerät

BG 36 H der Firma TWF, das im August 2020 von Wien zu dem Einsatz

in Kalkutta transportiert wurde, konnte Anfang Februar die

Bohrarbeiten planmäßig beenden.

K

alkutta, offiziell Kolkata, ist die

Hauptstadt des Bundesstaates

Westbengalen und mit über 14 Mio.

Einwohnern der drittgrößte Ballungsraum

in Indien. Das offizielle U-Bahn-Netz

umfasst derzeit die Linie 1 mit Nord-Süd-

Ausrichtung und die Linie 2 mit Ost-West-

Ausrichtung. So wie an der zweiröhrigen

Linie 2 wird derzeit auch an weiteren

Linien gebaut. Konkret führt die Linie 2

über eine Länge von ca. 16 km vom Osten

der Stadt bis nach Howrah, wobei sie den

Fluss Hooghly unterquert. Geplant sind

insgesamt 12 Stationen, an der Station

Central wird die Linie 1 gekreuzt. Errichtet

wird die Linie 2 durch die ITD-Cementation

India Limited, den Betrieb übernimmt

die Kolkata Metro Rail Corporation.

Der Vortrieb der Linie 2 erfolgte

zunächst durch die beiden TBMs Urvi und

Chundi, wobei Chundi Ende August 2020

in rund 16 m Tiefe durch eine grundwasserführende

Sandschicht nahe Durga

Pithuri Lane beschädigt wurde. Weiterer

Schaden am 9 m breiten Schild der TBM

entstand durch die Abdichtungsmaßnahmen

gegen den Wassereintritt in Form von

Betoninjektionen. Neben der TBM selbst

wurde auch der Bereich an der Oberfläche

durch Absenkungen so stark beeinträchtigt,

dass rund 30 Häuser abgerissen

werden mussten. In der entstandenen

Freifläche wird nun der Schacht für die

Bergung der beschädigten TBM abgeteuft.

Die Bilder zeigen das

Großdrehbohrgerät BG 36 H

der Firma TWF bei den Bohrarbeiten

für den Schacht, der zur

Demontage der beschädigten TBM

errichtet wird. Inzwischen sind die

Bohrarbeiten abgeschlossen und

das Bohrgerät ist nach

Österreich zurückgekehrt.

Die Arbeiten starteten Anfang August

2020, wobei ein Großdrehbohrgerät Bauer

BG 36 H PremiumLine, beigestellt von der

Firma TWF in Wien, eine zentrale Rolle

für die Herstellung der Pfeiler für die

Schachtwände spielte. Der Schacht wird

mit einer Tiefe von rund 22 m, einer Länge

von 40 m und einer Breite von 15 m direkt

über dem U-Bahntunnel errichtet. Er

ermöglicht zunächst die notwendigen

Demontagearbeiten an der TBM Chundi

und wird später auch den Zielschacht für

die TBM Urvi bilden. Diese wurde vor

kurzem fertig zusammengebaut und

begann bereits mit dem Hauptvortrieb.

Mitte September wird Urvi in Sealdah

Station ankommen, dort demontiert, in der

Gegenrichtung wieder zusammengebaut

und dann den noch offenen Vortrieb

Richtung Durga Pithuri Lane abschließen.

www.twf.at

46 BAUBLATT.ÖSTERREICH


HANDARBEIT WAR GESTERN!

WDS 530

Foto: Coreum GmbH

Dutzende Kompaktmaschinen warten auf den

Demobaustellen auf Interessenten.

COREUM

Kompaktmaschinen

im Coreum live testen

Das Coreum in Stockstadt ist seit 2018 eine deutschlandweit

einmalige Plattform für Innovationen in den

Bereichen Bau, Umschlag und Recycling.

W

BAUBLATT.ÖSTERREICH

er noch überlegt, welche kompakte

Baumaschine sinnvoll für seine

nächsten Bauprojekte wäre, sollte jetzt

ins Coreum kommen: Im In- wie im

Outdoor Bauma-Park wird für den

Fachbesucher erlebbar, wie Mini- und

Kompaktbagger, Kompaktradlader und

Skidsteer mit einer schier unerschöpflichen

Palette von Anbaugeräten und

passender Technologien ganzheitliche

Bauprozesse abbilden. Vor Ort können

dutzende Maschinen verschiedener

Hersteller im Zusammenspiel getestet

werden. Darunter auch der erste rein

elektrisch betriebene Kompaktbagger

seiner Klasse, der Hitachi ZE85. Mit

diesem Pioniermodell tritt die KTEG

überzeugend den Beweis an, dass

E-Antriebe absolut alltagstauglich sind.

Die ersten gut 2.000 Stunden hat der

ZE85 bereits in Norwegen unter härtesten

Bedingungen absolviert! Im „Sandkasten“,

dem Inhouse-Übungsgelände,

lässt sich der große Vorteil der Elektromaschinen

direkt erleben: Ohne Leistungsverlust

auch im geschlossenen

Raum völlig abgasfrei zu arbeiten.

Etliche weitere kompakte Stromer und

eine große Auswahl an Handgeräten

machen die Zero-Emission-Baustelle zur

zukunftsweisenden Erfahrung.

Mit dem Format „Coreum Expo“ greift

das Team dreimal jährlich ein spezielles

Thema auf. Passend zur Jahreszeit dreht

sich in Stockstadt im Frühjahr 2021 alles

um den Bereich Kompaktmaschinen: Bis

in den Mai hinein präsentieren über 50

Hersteller und Dienstleister sich und

ihre Leistungen in der Sonderausstellung

Kompaktmaschinen. Geplant sind

die Expo Kanalbau im Juni 2021 und die

Expo Abbruch und mineralische Stoffe

im September 2021.

www.coreum.de

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SANIERUNG

SO EINFACH

WIE NIE!

Die WDS 530 bietet professionelle

Schleiftechnologie mit überragender

Flächenleistung

Ergonomische und gesundheitsschonende

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MASCHINEN + TECHNIK

Die zuverlässigen Baugruppen des Hybridsystems von

Komatsu wandeln die freigesetzte kinetische Energie in

elektrische Spannung um und sorgen für einen kraftvollen

und geräuscharmen Einsatz des HB365LC/NLC-3.

KUHN / HILTI & JEHLE

Komatsu-Hybridbagger beschickt

Aufbereitungsanlagen bei Hilti & Jehle

Der neue Hydraulikbagger HB365LC/NLC-3 ist bereits die elfte Komatsu-

Maschine im Gerätepark des Bauunternehmens Hilti & Jehle. Für das Gerät

sprechen extrem geringe Emissionen, ein niedriger Geräuschpegel, der drastisch

gesenkte Treibstoffverbrauch und eine herausragende Produktivität.

S

eit der Gründung im Jahr 1876 hat

sich das traditionelle Hoch- und

Tiefbauunternehmen Hilti & Jehle aus

Feldkirch in Vorarlberg zum Gesamtanbieter

mit internationaler Ausrichtung

entwickelt. Zahlreiche Innovationen lassen

der Firma bei großen Infrastrukturprojekten

mittlerweile eine Vorreiterrolle

zukommen. Wichtig für das Unternehmen

ist auch der Faktor Umwelt, was durch

den Geschäftszweig Baustoff-Recycling

unterstrichen wird. Hilti & Jehle garantiert

dabei einen maßvollen und sicheren

Umgang mit Gefahrenstoffen und trennt

Abfälle und Bauschutt, um die Umwelt zu

schonen. An Standorten in Tirol und

Vorarlberg werden Recycling-Baustoff-

Produkte erzeugt.

Für die Abbrucharbeiten im Hoch- und

Tiefbau und für die Recyclingbetriebe von

Hilti & Jehle mitverantwortlich ist Bernd

Rünzler, dessen Abteilung kürzlich einen

modernen Komatsu-Hybridbagger beim

Baumaschinenhändler Kuhn erworben

hat. „Der neue Komatsu HB365LC/NLC-3

ersetzt einen mittlerweile in die Jahre

gekommenen Komatsu PC350 in unserem

Maschinenpark. Bei Neuanschaffungen

achten wir stets auf neueste Technologien,

den Stand der Technik insbesondere zum

Thema Kraftstoffverbrauch, auf Effizienz

und eine geringe Abgasemission“, erklärt

Bernd Rünzler.

Umso besser, dass sich mit dem

HB365LC/NLC-3 von Komatsu die

CO2-Bilanz und die Kraftstoffeffizienz um

bis zu 30% im Vergleich zum Vorgängermodell

verbessern lassen. Der Hybridbagger

wird bei Hilti & Jehle hauptsächlich

im Bereich der Recyclingbaustoff-Produktion

eingesetzt. „Er beschickt dazu

Aufarbeitungsanlagen, die elektrisch

betrieben werden und stellt somit die

ideale Ergänzung dar. Der Fahrer ist sehr

zufrieden mit dem neuen Hybridbagger, er

hat bereits den nun ersetzten Komatsu

PC350 gesteuert und freut sich über die

ganzen Neuerungen des Hybridbaggers

sowie über den Komfort in der neuen

Fahrerkabine“, betont Bernd Rünzler.

Der Hybridbagger ist mit einem

einzigartigen, zu 100% elektrischen

Schwenkwerk ausgestattet. So kann die

ganze Hydraulikkraft für die Bewegungen

von Ausleger, Stiel und Löffel genutzt

werden. Das Resultat zeigt sich in einer

bemerkenswerten Produktivitätssteigerung.

Ein Indikator für die ausgezeichnete

Partnerschaft von Hilti & Jehle und dem

Baumaschinenhändler Kuhn ist der

Umstand, dass das Vorarlberger Bauunternehmen

nicht weniger als elf Komatsu-

Maschinen in seinem Gerätepark einsetzt.

Im Geschäftsbereich Baumaschinen

vermarktet Kuhn Komatsu-Baumaschinen

exklusiv in den Ländern Österreich,

Ungarn, Tschechien, Slowakei, Slowenien,

Süddeutschland, der Schweiz und Kroatien.

„Die Firma Kuhn ist stets bemüht,

unseren hohen Ansprüchen Sorge zu

tragen und stellt für uns einen verlässlichen

Partner dar“, formuliert es Bernd

Rünzler von Hilti & Jehle.

www.kuhn.at

www.hilti-jehle.at

48 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Bilder: ZF

ZF FRIEDRICHSHAFEN

Elektrisches Antriebssystem für Mobilbagger

Als Spezialist für konventionelle Antriebsstranglösungen für Mobilbagger erweitert

ZF nun das Produktportfolio für diese Applikation um elektrische Antriebe.

K

urz nach Beginn der Serienproduktion

des elektrifizierten Antriebssystems

eTrac eCD20 für kompakte Baumaschinen

kann ZF nun einen weiteren Meilenstein

auf dem Weg zu emissionsfreien

Baustellen verzeichnen. Das neu entwickelte

System besteht aus einem 2-Gang-

Lastschaltgetriebe, eMotor sowie Wechselrichter.

Es kann bis zu einem Spitzenmoment

von 850 Nm und einer Dauerleistung

von 80 kW skaliert werden. Es

stehen drei Systeme – eCD50, eCD70 und

eCD90 – zur Verfügung, um unterschiedliche

Fahrzeuggrößen abzudecken.

Das Produktportfolio für Mobilbagger

wird durch einen neu entwickelten,

elektrischen Schwenkantrieb sowie die

bereits bestens etablierten Multisteer und

Multitrac Vorder- und Hinterachsen

abgerundet. Das elektrische Antriebssystem

erfüllt alle Erwartungen hinsichtlich

Leistung und Produktivität verglichen mit

ZF eTrac eCD70: neuer

Benchmark für elektrische

Antriebe.

konventionellen Antriebssträngen und

kombiniert sie mit den umfassenden

Vorteilen und Möglichkeiten elektrischer

Systeme.

Dank seiner modularen Bauweise lässt

sich die neue Reihe von elektrischen

Zentralantrieben ohne großen Aufwand

ZF elektrifiziert Mobilbagger

und macht sie somit bereit für

emissionsfreie Baustellen.

für verschiedene Fahrzeuganwendungen

wie beispielsweise Baggerlader, Telehandler,

Forstanwendungen etc.

adaptieren. Erste Prototypen wurden

vor Kurzem bereits an einen Pilotkunden

ausgeliefert.

www.zf.com/baumaschine

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BAUBLATT.ÖSTERREICH APRIL 2021

49


MASCHINEN + TECHNIK

KARNER / EISENWAGEN

Flink, kräftig und hocheffizient:

Nach einem erfolgreichen

Testeinsatz hat der Doosan DX300NLC-7

nun einen fixen Platz im Fuhrpark der

Firma Karner.

Doosan-Qualität und Eisenwagen-Service

überzeugen Karner in Greifenstein

Nicht viele Bauunternehmen können auf eine derart lange Tradition zurückblicken, wie die 1870

gegründete Firma Karner. Sie zählt im Bezirk Tulln und den angrenzenden Wiener Bezirken zu

den ersten Adressen rund um die Themen Erdbau, Steinlegung, Abbruch und Recycling sowie

Sand und Schotter. Jüngster Neuzugang im Fuhrpark ist ein neuer Doosan DX300NLC-7 mit

GPS-Steuerung, der im Testbetrieb als leistungsstarker Spritverächter überzeugte.

V

or über 150 Jahren legten die Gebrüder

Josef und Johann Karner mit der

Gründung ihres Bauunternehmens in St.

Andrä-Wördern den Grundstein für eine

beeindruckende Erfolgsgeschichte. Die

Qualität ihrer Arbeit fand auch in Wien

Beachtung, wo sie unter anderem mehrere

Villen errichteten. Was mit einem Pferdefuhrwerk

begann, entwickelte sich im Lauf

der Zeit zu einem leistungsstarken und

breit aufgestellten Bauunternehmen, das

sich immer aufgeschlossen für die neuesten

technischen Lösungen zeigte. 1998

übergab Erhard Karner den Betrieb an

seinen Schwiegersohn Johann Benischek,

der das Unternehmen unter Beibehaltung

des traditionsreichen Namens seither

erfolgreich leitet.

Basis für das beständige Wachstum war

unter anderem die kontinuierliche

Erweiterung des Leistungsspektrums.

Dazu Junior-Chef Florian Benischek, der

gemeinsam mit Schwester Anna bereits in

der 6. Generation die Zukunft des Unternehmens

sichert: „Neben der verlässlichen

Durchführung diverser Transportaufgaben

zählen auch Erd-, Steinlege-, Aushub-,

Rodungs- und Abbrucharbeiten sowie die

Bereiche Sand und Schotter zu unseren

Kernkompetenzen. Der Schwerpunkt

unserer Tätigkeiten liegt im Bezirk Tulln

und in den Wiener Randbezirken. Mit dem

Das hochmotivierte Team der

Firma Karner ist mit vollem Einsatz

für die Kunden unterwegs.

50 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


Von links:

Florian Benischek

(Firma Karner)

vertraut auf die

Handschlagqualität

von

Wolfgang Eisenwagen

(Geschäftsführer

der Firma

Eisenwagen Baumaschinen

GmbH

in Himberg).

Kauf des alten Steinbruchgeländes in

Greifenstein und der Schaffung einer der

größten genehmigten Bodenaushubdeponien

im Raum Tulln konnten wir unseren Tätigkeitsbereich

entscheidend erweitern. Im

nächsten Schritt investierten wir in unsere

eigene Recyclinganlage, mit der wir am

Firmengelände unter Einhaltung aller

behördlichen Auflagen Betonabbruch, Ziegel,

Altasphalt und Abbruchholz zur Wiederverwendung

aufbereiten. Unsere Kunden

schätzen nicht nur unsere Verlässlichkeit und

Handschlagqualität, sie wissen auch, dass sie

bei uns viele Bereiche mit nur einem

Ansprechpartner abdecken können.“

Der Betriebsstandort der Firma Karner im

Steinbruchgelände in Greifenstein bietet dem

motivierten Team aus rund 60 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern nicht nur eine moderne

Bürostruktur, sondern auch eine gut ausgerüstete

Reparaturwerkstatt sowie einen

regelmäßig erneuerten Fuhrpark. Unter den

ca. 40 Baumaschinen befindet sich mit einem

DX300NLC-7 seit kurzem auch der erste

Doosan Hydraulikbagger des Unternehmens.

Übergeben wurde der DX300NLC-7, ein

Gerät der 30 t Klasse, durch die Firma

Eisenwagen in Himberg, die neben Doosan

auch Vertriebspartner für die Marken Bobcat

und Rammer ist. So wie die anderen Modelle

der Stufe V-konformen Bagger der Baureihe

LC-7 baut auch der DX300NLC-7 auf der

erfolgreichen Konstruktion der Vorgängermaschinen

auf. Zum Erfüllen der Abgasnorm der

Stufe V wird der DX300NLC-7 von einem

Doosan-Motor vom Typ DL08 ohne Abgasrückführung

(EGR) zur Feinstaubreduzierung

angetrieben und nutzt als Nachbehandlungstechnologien

Dieseloxidationskatalysator

(DOC)/Dieselpartikelfilter (DPF) + SCR,

für die erst nach 8.000 Betriebsstunden eine

Wartung fällig ist. Zu den wichtigsten neuen

Leistungsmerkmalen der Kabine zählen

unter anderem die neue 8-Zoll-Instrumententafel

mit Touchscreen und das schlüssellose

Zündsystem.

Eine der großen Stärken des DX300NLC-7

ist das effiziente Kraftstoffmanagement: Die

vier verfügbaren Power-Modi Eco, Standard,

Power und Power Plus sowie ein automatisches

Smart Power Control (SPC)-System

sorgen unter allen Bedingungen für optimale

Leistung und geringeren Kraftstoffverbrauch.

Das SPC-System senkt die Motordrehzahl

und passt das Pumpendrehmoment an die

jeweiligen Einsatzbedingungen an, dadurch

wird der Kraftstoffverbrauch optimiert und

die Emissionen reduziert. Zusätzlich kann

vom Fahrer als Option über den Touchscreen

die automatische Motorabschaltung nach

einer voreingestellten Leerlaufzeit der

Maschine eingestellt werden.

Condecta Schnelleinsatzkrane

sind zu 100 % feuerverzinkt.

Ausladung von 24 m bis 45 m,

Hakenhöhe bis 30 m.

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MASCHINEN + TECHNIK

Die Firma Karner hat

sich zu einem leistungsstarken

und breit

aufgestellten Bauunternehmen

entwickelt.

Florian Benischek: „Ich weiß aus

langjähriger Erfahrung, dass ich mich auf

Wolfgang Eisenwagen nicht nur verlassen

kann, wenn bei einem Gerät ein Notfall

auftritt, sondern auch in allen Servicefragen.

Was ich besonders schätze, ist die

Möglichkeit, den Chef selbst zu erreichen,

denn wir haben schon einige weniger

erfreuliche Erfahrungen mit plötzlichen

Betreuerwechseln bei den Mitbewerbern

gemacht. Schließlich schätzen es auch

unsere Kunden, dass die Firmenleitung für

sie erreichbar ist. Der konkrete Anlass für

den neuen DX300NLC-7 war ein größerer

Aushub in Wien Hernals, mit dem wir im

letzten Sommer beauftragt wurden.

Dadurch, dass die Firma Eisenwagen auch

die großen Kettenbagger von Doosan im

Programm hat, habe ich angefragt und

Wolfgang Eisenwagen hat mir sehr

kurzfristig das Gerät zur Verfügung

gestellt. Unser Fahrer war von der

Leistung begeistert, der niedrige Verbrauch

hat mich beeindruckt und das Preis-Leistungsverhältnis

sowie das Service passen.“

Wolfgang Eisenwagen: „Der Doosan

DX300NLC-7 zeichnet sich in seiner

Klasse dadurch aus, dass er ein sehr

flinker Bagger mit extremer Leistung ist.

Dazu kommt der niedrige Dieselverbrauch,

der sich bei allen Geräten bestätigt hat.

Das Gerät der Firma Karner ist bereits der

zehnte DX300NLC-7, den wir in den rund

14 Monaten, in denen wir auch die

Großgeräte betreuen, im Markt platzieren

konnten. Dieser Erfolg wäre sicher nicht

möglich gewesen, wenn das Gesamtkonzept

nicht passen würde. Wir haben auch

einige Kunden, die bereits den zweiten

Bagger dieses Modells im Einsatz haben.“

Nach der Übergabe des Doosan

DX300NLC-7 an die Firma Karner Anfang

März wird das Gerät im Rahmen seines

ersten Einsatzes für einige Monate bei

einem Baugrubenaushub von ca. 45.000

m³ zum Einsatz kommen, bei dem auch

Abbrucharbeiten von alten Betonstützmauern

durchzuführen sind. Zuvor wurde

das Gerät noch mit einer 3D-Baggersteuerung

der Firma „ETiEVE“ ausgerüstet.

Florian Benischek sieht seine Mannschaft

mit dem DX300NLC-7 für diesen Auftrag

jedenfalls bestens gerüstet.

www.karner-gmbh.at | www.zeppelin-cat.at

Die Komfort-Kabine des Doosan DX300NLC-7

punktet mit geringen Geräusch- und

Vibrationswerten. Über den 8 Zoll großen

Touchscreen hat der Fahrer alle Funktionen

im Griff, einschließlich der Leistungs- und

Zusatzhydraulikeinstellungen.

Effizientes Kraftstoffmanagement: Das

automatische Smart Power Control (SPC)-System

senkt die Motordrehzahl und passt das

Pumpendrehmoment an die jeweiligen

Einsatzbedingungen an.

52 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

MECALAC

Hydraulischer Baggerdaumen

für die Modelle 6MCR und 7MWR

Mecalac bietet einen hydraulischen Baggerdaumen für

seinen Skid-Raupenbagger 6MCR und Mobilbagger 7MWR

an. Beide Modelle sind mit dem zweiteiligen Ausleger mit

Seitenversatz ausgestattet.

D

er Baggerdaumen besteht aus 4

Zähnen, die am Löffelgestänge

montiert sind und von einem Zylinder

betätigt werden. Mit diesem Werkzeug

lassen sich große und lange Objekte

einfach aufnehmen und bewegen und

durch einen konstanten Druck des

Zylinders auf den Baggerdaumen präzise

steuern. Zudem bietet es den Vorteil, dass

der Baggerdaumen auch während

Grabarbeiten an der Maschine verbleiben

kann. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen

Greifer, welcher demontiert

werden müsste. Diese Option ist mit dem

Mecalac Connect Schnellwechsler

kompatibel und kann ab Werk bestellt

oder nachträglich montiert werden. Mecalac

ist ein internationaler Hersteller von

kompakten Baumaschinen für innerstädtische

Baustellen. Universell und

vielseitig einsetzbare Geräte sind in

5 Produktlinien erhältlich, darunter

Bagger, Lader, Baggerlader, Baustellenkipper

und Verdichtungswalzen. Vertriebspartner

der Mecalac-Geräte sind in

Österreich die Firmen Baumaschinen

MKS GmbH in Wien, Mlečka Baumaschinen

GmbH in Oeynhausen und Laurer

Baumaschinen GmbH & CO KG in

Jenbach/Tirol.

www.mecalac.com | www.mlecka.at

www.bmks.at | www.laurer.at

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Mecalac 6MCR & 7MWR mit zweiteiligem

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MASCHINEN + TECHNIK

Die Mobicat MC 110(i) EVO2 ist für die erste Brechstufe

konzipiert und wird im mittel-harten bis harten

Naturstein und im Recycling eingesetzt.

KLEEMANN

Neue Mobicat MC 110(i) EVO2 und

zwei neue mobile Klassiersiebanlagen

Mit der Markteinführung der neuen Mobicat MC 110(i) EVO2 präsentiert Kleemann

eine mobile Backenbrechanlage der neuen Generation. Ergänzend dazu rundet

Kleemann das Siebprogramm nach oben ab: Um auch größere Mengen effektiv

absieben zu können, bietet der Aufbereitungsspezialist zwei neue mobile

Klassiersiebanlagen mit einer Aufgabeleistung von bis zu 750 t/h an.

K

leemann hat sich bei der Entwicklung

der mobilen Backenbrechanlage

Mobicat MC 110(i) EVO2 auf die Anforderungen

von Abbruch- und Bauunternehmern,

Lohnbrecher und Steinbruchbetreibern

konzentriert. Mit einer Stundenleistung

von bis zu 400 t/h erfüllt der neue

mobile Backenbrecher Anforderungen im

mittleren Leistungsbereich. Sie liefert eine

überzeugende Performance in vielfältigen

Steinbruch- und Recycling-Anwendungen,

wo es auf eine effektive Grobzerkleinerung

ankommt.

Die Entwicklungsingenieure von

Kleemann im deutschen Stammwerk in

Göppingen haben bei der Weiterentwicklung

der MC 110(i) EVO2 einen Schwerpunkt

auf eine optimale Transportierbarkeit

und eine schnelle Inbetriebnahme

gelegt. Die Transporthöhe wurde um

20 cm auf 3,40 m reduziert. Standortwechsel

sind jetzt mit vereinfachtem Transport

durch Semitieflader möglich. Der Startvorgang

selbst beträgt inklusive Rüstzeit für

Martin Friedl, Geschäftsführer Wirtgen Österreich, freut sich

über das große Interesse der heimischen Unternehmen an

den Aufbereitungslösungen von Kleemann.

Klappen, Bänder und Aufgabetrichter nur

gut 10 Minuten.

Besonderes Highlight der Mobicat MC

110(i) EVO2 ist ein neues, effektives,

zweistufiges Überlastsystem. Damit lassen

sich Blockaden und Verbrückungen, die zu

ungewollten Stillstandszeiten führen

können, effektiv vermeiden. Gelangt

unbrechbares Material in den Brechprozess

öffnet sich der CSS 2x schneller als

bei der Vorgängeranlage, optional sogar

bis zu 40x schneller. Das erhöht die

Verfügbarkeit und damit die Gesamtleistung.

Kleemann zeigt hier erneut seine

Kompetenzen mit innovativen Lösungen

für Brechanlagen.

Mit der Weiterentwicklung von Spective

hat Kleemann die Messlatte für Benutzeroberflächen

in der Branche weiter angehoben.

Dieses digitale Bedienkonzept ist

intuitiv aufgebaut und revolutioniert mit

seinen umfassenden Features die Anlagenbedienung.

Das 12‘‘ große Touchpanel

wurde bezüglich der Benutzerführung und

Visualisierung optimiert. Zudem sind neue

Komponenten wie eine Funkfernsteuerung

und eine kleine Funkfernsteuerung in die

Spective Welt integriert worden. Die neue

digitale Lösung Spective Connect bringt

alle wichtigen Anlagendaten aufs Smartphone.

In die neue Mobicat MC 110(i) EVO2

hat Kleemann eine Reihe neuer Technologien

und Verbesserungen integriert.

So sorgt das CFS – Continuous Feed

System – für eine kontinuierliche Brecherauslastung

und damit für bis zu 10% mehr

Tagesleistung. Das unabhängige Doppeldecker-Vorsieb

scheidet Feinanteile

effektiv ab, bevor sie in den Brechprozess

gelangen. Das erhöht den Anlagengesamtdurchsatz

und schont beispielsweise

nachfolgende Kegelbrecher in der zweiten

Brechstufe. Für ein verbessertes Einzugsverhalten

sorgt zum einen die extra lange

bewegliche Brechbacke, während ein

abgeflachter Übergang in den Brechraum

einen optimalen Materialfluss ermöglicht.

54 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Auch die Zugänglichkeit für schnelle,

sichere und komfortable Wartung wurde

optimiert.

Mit seinen innovativen technischen

Lösungen konzentriert sich Kleemann bei

allen Neu- und Weiterentwicklungen auf

das Thema Energieeffizienz. Das verbesserte

Diesel-Direkt-Antriebskonzept

zeichnet sich durch den sparsamen

Umgang mit Kraftstoff aus und minimiert

Betriebskosten. Der leistungsabhängige

Lüfter sorgt für erhöhte Kühlleistung,

arbeitet nur bei Bedarf und reduziert den

Kraftstoffverbrauch.

Kleemann rundet

Siebprogramm ab

Die Mobiscreen MS 1202 bzw. MS 1203

sind mit zwei oder drei Siebdecks erhältlich

und haben Siebflächen von 12 m² im

Ober- und Mitteldeck sowie 11 m² im

Unterdeck. Somit ermöglichen sie Stundenleistungen

von bis zu 750 t. Doch

worauf kommt es bei solchen Siebanlagen

außer einer hohen Maximalleistung noch

an? Dazu Aiko Fischer, Produktmanager

für Siebanlagen bei Kleemann: „Um diese

hohen Leistungen zu erreichen, muss der

Materialfluss gut konzipiert sein. So hat

Kleemann den Aufgabetrichter mit einem

Fassungsvolumen von 10 m³ großzügig

dimensioniert. Damit ist eine Beschickung

sowohl mit einer Brechanlage als auch mit

einem großen Radlader möglich. Trotz

diskontinuierlicher Beschickung durch

den Radlader sorgt das große Trichtervolumen

für eine kontinuierliche Materialversorgung

des Siebes. Entsprechend breite

Aufgabe- und Austragsbänder sorgen für

einen ungehinderten Materialfluss über

das Sieb. Der durchzugsstarke Diesel

wiederum stellt sicher, dass der Anlage

dabei nicht die Puste ausgeht.“

„Neben den reinen Leistungsdaten darf

das Wichtigste nicht vergessen werden:

Die Einstellbarkeit von Siebwinkel und

Amplitude auf die unterschiedlichen

Aufgabematerialien und deren Beschaffenheit.

Neben der Wahl der passenden

Siebbeläge entscheidet die richtige Wahl

dieser Parameter am Ende über die

Siebleistung und Produktqualität“, so

Fischer weiter. Beide Siebe können sehr

gut sowohl mit den Brechanlagen der

Kleemann EVO- als auch der PRO-Serie

kombiniert werden. Fischer: „Je kleiner

der Trennschnitt und je höher die geforderte

Endproduktmenge, desto größer

muss die Siebfläche sein. Eigentlich ganz

einfach.“

Wie die anderen Siebanlagen der

Mobiscreen Serie werden die MS 1202/MS

1203 mit effizienten und kraftvollen

Hydraulikaggregaten angetrieben. Mit der

optionalen Dual Power Option können die

Siebe auch rein elektrisch angetrieben

werden, was die Effizienz weiter steigert

Hohe Leistung: Mit bis zu 750 t pro Stunde sind die mobilen

Siebanlagen MS 1202 und MS 1203 sehr leistungsfähig.

und durch verringerte Lärm- und Abgasemissionen

die Umwelt entlastet.

Für den flexiblen Einsatz bietet

Kleemann eine große Auswahl an Siebbelägen

an, von verschiedenen Maschenformen

– Quadrat, Rechteck oder Harfe – bis

hin zur richtigen Beschaffenheit, beispielsweise

Stahl oder Kunststoff. Damit die

Siebe nicht nur flexibel in der Anwendung,

sondern auch im Hinblick auf verschiedene

Einsatzorte sind, sind gute

Transport eigenschaften und schnelle

Auf- und Abbauzeiten sehr wichtig. Auch

da punkten die MS 1202/MS 1203 als eine

der weltweit größten, an einem Stück

transportierbaren mobilen Siebanlagen.

Für weitere Informationen steht das Team

der Wirtgen Österreich GmbH. in Steyrermühl

zur Verfügung.

www.kleemann.info

www.wirtgen-group.com

KAISER Fahrzeugtechnik GmbH

Gewerbestrasse 4, A-6710 Nenzing

Tel. +43-55 25-641 80

Fax +43-55 25-64180-10

www.kaiser-fahrzeugtechnik.at

mail@kaiser-fahrzeugtechnik.at

PAUS Senkmuldenkipper SMK 365

BAUBLATT.ÖSTERREICH APRIL 2021

55


MASCHINEN + TECHNIK

OQ-Schnellwechsler mit MRL und Fallsicherung. Damit auch ältere

Schnellwechsler-Modelle mit den aktuellen Sicherheitsstandards Schritt

halten können und trotz einwandfreiem Zustand nicht ersetzt werden müssen,

bietet OilQuick die Möglichkeit der Nachrüstung an.

OILQUICK

Nachrüstung bringt auch bei älteren

Modellen noch mehr Arbeitssicherheit

OilQuick setzt seit einigen Jahren innovative Ideen zum Arbeitsschutz um. So

verhindern die Fallsicherung und die Sichtanzeige MRL zum Verriegelungscheck

das Herabstürzen von Anbaugeräten, auch wenn die Verriegelung des Schnellwechslers

nicht richtig geschlossen wurde. Nicht nur neue Schnellwechsler

kommen mit diesem Plus an Sicherheit, auf Kundenwunsch rüstet OilQuick

auch ältere Modelle mit diesen wichtigen Elementen nach.

I

mmer wieder ereignen sich Arbeitsunfälle

durch unzureichend gesicherte und

herabstürzende Anbauwerkzeuge. Um

dem entgegenzuwirken, hat OilQuick in

den letzten Jahren mehrere Ideen zur

Verbesserung der Sicherheit umgesetzt.

Dazu zählen die Fallsicherung und die

Sichtanzeige MRL.

Bei der Fallsicherung wird das Anbaugerät

beim Aufnehmen durch zwei

zusätzliche rote Klauen gesichert, die sich

um die Welle an der Adaption des Anbaugeräts

schließen und dieses im Notfall

auffangen können. Somit wird verhindert,

dass sich ein fehlerhaft aufgenommenes

Franz Josef Schauer, Geschäftsführer der

OilQuick Deutschland KG, freut sich, dass

das Nachrüstungsprojekt von OilQuick bei

den Kunden gut ankommt.

oder versehentlich geöffnetes Gerät löst

und in die Tiefe stürzt. Das Besondere an

der OilQuick-Fallsicherung ist, dass sie in

sämtlichen Notfallsituationen eingreift,

etwa, wenn der Schließvorgang gar nicht

eingeleitet wurde. Und das ist sehr

wichtig, denn: ein nicht eingeleitetes

Schließen gehört zu den häufigsten

Unfallursachen. Darüber hinaus sind bei

der Fallsicherung keine externen Ansteuerungen

oder komplizierten Kinematiken

erforderlich. Sie ist also automatisch in der

Bedienung und einfach in der Wartung.

Bei der MRL-Sichtanzeige ist für den

Maschinenführer durch eine eindeutige

farbliche Kennzeichnung erkennbar, ob

das Gerät korrekt verriegelt ist. Beide

Sicherheitsvorkehrungen helfen dem

Maschinenführer und seinem Team, stets

die Kontrolle über die Maschine und

das Anbaugerät zu haben.

Seit 2020 wird bei allen OilQuick-

Fotos: OilQuick Deutschland KG

56 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

„Eine Nachrüstung

ist eine tolle Möglichkeit,

das bestehende

Gerät weiter zu

nutzen und dabei

optimale Voraussetzungen

für die

Arbeitssicherheit zu

schaffen“, betont Oil-

Quick-Entwicklungsleiter

Christian

Rampp.

Modellen dieser Zusatz serienmäßig

integriert. Da hydraulische Schnellwechsler

aber gut und gerne viele Jahre, wenn

nicht gar Jahrzehnte funktionieren, ohne

ersetzt zu werden, bedarf es hier einer

ökonomischen Lösung für die Bestandswechsler.

Damit auch ältere Schnellwechsler-Modelle

mit den aktuellen Sicherheitsstandards

Schritt halten können und trotz

einwandfreiem Zustand nicht ersetzt

werden müssen, bietet OilQuick die

Möglichkeit der Nachrüstung an.

Dabei wird der Bestandswechsler

abgebaut, zum OilQuick-Herstellerwerk

nach Steindorf gesendet und dort auf den

neuesten Stand gebracht: Der Schnellwechsler

wird umgebaut und sowohl

Fallsicherung als auch MRL-Sichtanzeige

werden integriert. Bei dieser Gelegenheit

unterzieht das OilQuick-Team den

Schnellwechsler gleich einem Komplett-

Check: das gesamte System wird überprüft,

H-Zylinder bei Bedarf getauscht und

Muffen regeneriert. Der generalüberholte

Schnellwechsler macht sich anschließend

auf seine Reise zurück zu seinem Einsatzort,

wo er nun für mehr Arbeitssicherheit

auf der Baustelle sorgt. „Wir sind sehr

stolz, dass wir durch unsere Nachrüstungsarbeit

einen Teil dazu beitragen

können, dass viele Baustellen sicherer

werden“, so Franz Josef Schauer,

Geschäftsführer der OilQuick

Deutschland KG.

Ein weiterer Pluspunkt bei der technischen

Nachrüstung ist, dass einwandfrei

funktionierende Geräte nicht ersetzt

werden müssen, wenn der Wunsch nach

mehr Sicherheit aufkommt. Das ist für

viele OilQuick-Kunden nicht nur eine

wirtschaftliche Entscheidung, sondern

auch eine ökologische. Denn neben Zeit

und Arbeitskraft fließen auch wertvolle

Ressourcen in die Herstellung eines

Schnellwechslers, die durch eine Nachrüstung

nun nicht verloren gehen. So engagiert

sich OilQuick Deutschland für mehr

Nachhaltigkeit in der Maschinenindustrie.

www.oilquick.de

DER NEUE

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BAUBLATT.ÖSTERREICH APRIL 2021

57


MASCHINEN + TECHNIK

Der brandneue Kobelco SK380SRLC

besticht durch einen leistungsstarken

und verbrauchsarmen

Stufe-V-Motor, hervorragende

Traglasten aufgrund seines

hohen Betriebsgewichts sowie

ausgezeichneter Bedienbarkeit.

KOBELCO / KOHLSCHEIN

Kobelco präsentiert seinen größten

Kurzheck-Bagger im 38-t-Segment

Mit dem SK380SRLC stellt Kobelco seinen größten Kurzheck-Bagger

(Short Radius – SR) im 38-t-Segment vor. Mit Betriebsgewichten ab 37 t

ist das neue Modell heute einer der schwersten und gleichzeitig

schnellsten Kurzheck-Bagger am Markt.

K

Stefan Jonke, Geschäftsführer Kohlschein:

„Der SK380SRLC ist eine interessante

Maschine für uns. Als Vorreiter bei Kurzheckbaggern

hat Kobelco in diesem Bereich enorme

Expertise. Wir sind uns sicher, dass

auch diese Maschine bei unseren Kunden

großes Interesse finden wird. Erste Anfragen

aus dem Abbruchsektor gibt es bereits.“

urzheck-Bagger sind auf innerstädtischen

Baustellen, bei Abbrucharbeiten

und aufgrund steigender Anforderungen

und Sicherheitsvorschriften auch im

Straßenbau und bei der Instandhaltung

von Infrastruktur immer beliebter. Mit der

Präsentation des neuen Kobelco SK380S-

RLC bietet Kobelco in seinem Kurzheck-

Programm jetzt auch starke 200 kW

Motorleistung, hervorragende Hubleistungen,

noch mehr Stabilität durch sein

annähernd 5 m langes HD-Fahrwerk und

hohes Betriebsgewicht sowie ein außergewöhnliches

Gesamtdesign mit großzügiger

Kabinengestaltung und vorbildlicher

Bedienerfreundlichkeit.

Der SK380SRLC verfügt über einen

leistungsstarken und verbrauchsarmen

7,7-l-Sechszylinder von Hino (EU-Stufe V)

mit Turboaufladung und „Power-Boost“-

Funktion zum Abruf von 10% Mehrleistung

ohne zeitliche Begrenzung. Der bewährte

Antriebsstrang der Maschine bietet eine

klassenführende Zugkraft von 314 kN

sowie einen unabhängigen Fahrkreislauf

für den gleichmäßigen Betrieb auf schwierigem

Untergrund und am Hang selbst unter

schweren Hublasten. Die leistungsfähige

Hubhydraulik mit hohen Druckspitzen

(Heavy-Lift-Funktion) und das standfeste

Fahrwerk mit ausgewogenem Oberwagen

gewährleisten eine außergewöhnliche

Hubleistung von 12.390 kg bei 6 m Ausladung

ab Bodenniveau.

Der Arbeits- und Bedienkomfort für den

Baggerführer auf langen Schichten

genießen bei Kobelco einen sehr hohen

Stellenwert. Das geräumige Führerhaus

des SK380SRLC bietet zahlreiche Funktionen

zur Verbesserung von Komfort und

Sicherheit. Die abgedichtete Premium-

Kabine besitzt ein Überdruck-System, die

Klimaautomatik sorgt für die gleichmäßige

Verteilung des warmen oder kühlen

Luftstroms und gewährleistet gute

Arbeitsbedingungen auch bei wechselnder

Witterung.

Der luftgefederte und beheizte Fahrersitz

von Grammer absorbiert Stöße selbst

in rauestem Gelände. Für zusätzlichen

Komfort verfügt der Arbeitsplatz des

SK380SRLC über ein DAB+ -Radio mit

58 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Neuer Kurzheck Schwergewichts-

Champion: Die Zugkraft von 314 kN

ist Branchenbestwert und sorgt

für einen reibungslosen Betrieb

in unebenem Gelände – auch

beim Heben schwerer

Gegenstände.

Wenn kurzfristig mehr

Leistung erforderlich ist, kann

der Power Boost für 10% mehr

Leistung aktiviert werden –

ohne zeitliche Begrenzung.

Audio-Bluetooth und Freisprecheinrichtung,

12V-Steckdose, Ablagefächer und

Getränkehalter. Das große LCD-Farb-Multidisplay

liefert Kraftstoffverbrauch,

Wartungsintervalle, Grabmodus und

andere wichtige Informationen auf einen

Blick. Bis zu zwanzig Anbaugeräte-Voreinstellungen

lassen sich über den Monitor

auswählen – per Fingerdruck stellt die

Anbauhydraulik automatisch den richtigen

Druck und die Ölmenge für das gewählte

Anbaugerät ein. Ebenso leicht lässt sich der

Druckablass für einen einfachen und

sauberen Wechsel der Schlauchkupplungen

aktivieren.

Der innovative hochklappbare FOPS-

Schutz nach Stufe II ist serienmäßig und

ermöglicht die einfache und schnelle

Außenreinigung der Dachscheibe. Für noch

bessere Übersicht und Sicherheit auf der

Baustelle sorgen drei Standardkameras auf

der rechten und linken Maschinenseite

sowie am Baggerheck. Über das Multidisplay

lassen sich die Anzeigeoptionen

individuell anpassen. Der Adblue-Tank ist

vom Boden aus zugänglich, eine gut

erreichbare Plattform am Motorabteil

vereinfacht die Wartung.

Neben der Standardausführung mit

Monoblock-Ausleger bietet Kobelco für den

SK380SRLC optional auch einen Verstellausleger

mit zusätzlichen Vorteilen bei

Arbeiten in engen Bereichen, im Straßenund

Tiefbau sowie bei Abbruchmaß nahmen.

Die Vorstellung des neuen Kobelco

SK380SRLC kommentiert Product Manager

Peter Stuijt: „In den SK380SRLC

flossen die Ergebnisse umfangreicher

Marktforschung, die Auswertung von

Kundenreaktionen sowie die lange Erfahrung

von Kobelco in der Entwicklung von

Kurzheckbaggern. Die steigenden Anforderungen

im Straßen- und Tiefbau führen zu

einer wachsenden Nachfrage nach kompakten,

aber leistungsfähigen Maschinen. Als

Kurzheckbagger der 38-t-Klasse sorgt der

SK380SRLC für größere Sicherheit auf der

Baustelle als konventionelle Maschinen

und beschleunigt viele Arbeiten mit seiner

Kombination aus hoher Motorleistung,

überzeugender Hub- und Grableistung

und großer Standfestigkeit auf engstem

Raum.“

www.kobelco-europe.com

Nimm’s leicht

mit DokaXlight

Ultraleichtes Schalen

ohne Kran

Nur 22,6 kg je

Hauptelement

(0,75 x 1,50 m)

Die Schalungstechniker.


Insgesamt 14 Anbaugeräte der

Freyer Hafenlogistik GmbH

wurden von der Firma Hain

Industrievertretung mit Pister

Multikupplungen und

entsprechenden Schnellwechseladaptern

ausgestattet.

FREYER HAFENLOGISTIK / HAIN INDUSTRIEVERTRETUNG

Zügiger Materialumschlag

mit Pister Multikupplungen

In Germersheim bei Karlsruhe betreibt die Freyer Hafenlogistik

GmbH seit 1969 Hafenumschlag sowie Lagerung und

Transport von Massen- und Stückgütern. Für drei der eingesetzten

Materialumschlaggeräte wurden durch die Firma

Hain Industrievertretung insgesamt 14 Anbaugeräte mit

Pister Multikupplungen ausgerüstet, sodass diese mit nur

einem Handgriff an- und abgekuppelt werden können.

U

rsprünglich aus einem Kieswerk

entstanden, hat sich das von Peter

Freyer in vierter Generation geführte

Unternehmen in den vergangenen 52

Jahren im Hafenumschlag ständig weiterentwickelt.

Pro Jahr werden auf über

90.000 m² Freifläche ca. 400.000 t Material

umgeschlagen. Auf dem Gelände zwischen

Nord- und Südufer befinden sich auch

mehrere Lagerhallen mit einer Kapazität

von rund 10.000 m² für verschiedenste

Güter, die für den Umschlag trocken

zwischengelagert werden müssen.

Damit der Beladungsprozess so schnell

wie möglich erfolgen kann, steht ein

Containerkran für Schwergut, ein Seilkran

und ein Portalkran mit jeweils 10 t, vier

große Materialumschlagmaschinen und

fünf Radlader mit 3,5 bis 4 m 3 Schaufelinhalt

zur Verfügung. Ergänzend stehen ein

Liebherr 954, ein Sennebogen 860, ein

Sennebogen 870E sowie eine Fuchs

Maschine im Einsatz. Der Sennebogen 870E

bringt mit Pylon satte 108 t auf die Waage.

Für die Verladung der Güter steht eine

Vielzahl an Anbaugeräten zur Verfügung,

die je nach Stück- oder Schüttgut regelmäßig

gewechselt werden müssen. Die in der

Regel vier parallel auf dem Stiel laufenden

Hydraulikleitungen für die Anbaugeräte

müssen dazu jedes Mal an- und abgekuppelt

werden. Ein nicht zu unterschätzender

Aufwand, auch wenn die Wechselhäufigkeit

der Anbaugeräte deutlich niedriger ist als

im Bauwesen und vollhydraulische

Wechsler dadurch eine deutlich längere

„Anbaugeräte unter Druck mit nur

einem Handgriff anzukuppeln, ist

eine feine Sache“, betont

Maschinist Sascha Willner.

Amortisationszeit aufweisen. Andererseits

erfolgt der Wechsel aber oft genug, um das

analoge Verbinden jeder Leitung als

Zeitverlust spürbar zu machen. Zeit, die

letztlich für den Beladevorgang fehlt.

Vor sieben Jahren entschied sich die

Firma Freyer daher, die Pister Multikupplung

einzusetzen. Dieses System gibt es

unter anderem in einer speziellen Ausführung

für Warenumschlag mit vier parallellaufenden

Leitungen – einem außenliegenden

Haupt- und einem innenliegenden

Steuerkreis. Beraten wurde die Firma

Freyer von der Firma Hain Industrievertretung

GmbH. Die Firma aus dem Allgäu ist

für den Vertrieb der Kupplungssysteme in

Deutschland und Österreich zuständig.

2014 wurde der Liebherr 954 umgerüstet.

60 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Auch im Hafenumschlag

gilt: Zeit ist Geld. Mit der

Pister Multikupplung ist

das passende Anbaugerät

für Stück- oder

Schüttgut rasch

montiert.

Die Ausführung der

Pister Multikupplung für

Materialumschlag verfügt

über vier parallellaufende

Leitungen mit

einem außenliegenden

Haupt- und einem innenliegenden

Steuerkreis.

Es folgten in 2014 und 2019 die beiden

Sennebogen Maschinen. Zu den drei

Materialumschlagmaschinen wurden

insgesamt 14 Anbaugeräte mit entsprechenden

Schnellwechseladaptern ausgestattet,

wodurch die Anbaugeräte nun untereinander

mit nur einem Handgriff an- und

abgekuppelt werden können.

Maschinist Sascha Willner ist seit vielen

Jahren für die Firma Freyer als Baggerund

Radladerfahrer tätig. Die Nachrüstung

mit der Pister Multikupplung war für ihn

die richtige Entscheidung: „Anbaugeräte

unter Druck mit nur einem Handgriff

anzukuppeln, ist eine feine Sache. Und auch

die Leistungsfähigkeit der Kupplung hat

mich beeindruckt.“ An die 400 l Öl die

Minute bei geringen Staudrücken gehen

durch die DN20 Kupplung. Also selbst für

den großen Sennebogen 870E kein Problem.

Die Leitungen werden zudem immer richtig

angeschlossen. Gerade wenn es schnell

gehen muss, weiß Sascha Willner, das alles

passt, ohne nochmal kontrollieren zu

müssen.

www.hain-solutions.com

www.freyer-hafenlogistik.de


MASCHINEN + TECHNIK

Das Bezirksfeuerwehrkommando

Steyr-Stadt ist

mit dem neuen Palfinger

PK 42002SH mit

Hakengerät T-15 und

dem Assistenzsystem

P-Fold auf Fingerdruck

perfekt gerüstet.

KUHN-LADETECHNIK

Bezirksfeuerwehr Steyr-Stadt:

mit Palfinger perfekt gerüstet

Vor kurzem wurde von Kuhn-Ladetechnik am Standort der Bezirksfeuerwehr

Steyr-Stadt ein Palfinger PK-42002 SH mit einem Palfinger Hakengerät T-15

übergeben. Im Zuge der Übergabe wurde auch eine intensive Kraneinschulung

mit dem Technischen Zug der Feuerwehr durchgeführt.

H

auptbrandinspektor Markus Schaumberger,

Zugkommandant Technischer

Zug Steyr-Stadt, betont: „Durch die

kompetente technische Einschulung

konnten auch wir unser Fachwissen

auffrischen und erweitern. Ich bin

überzeugt, dass wir sehr viel Freude mit

unserem neuen Fahrzeug und dem

High-Tech-Kran haben werden.“

Im Kran- und Aufbaukompetenzzentrum

in Vöcklabruck/OÖ wurde der Kran

sowie das Hakengerät auf einen Allrad-

Lkw der Marke MAN 8x8 mit vier Achsen

zu einer perfekten technischen Einheit

aufgebaut. Der Palfinger PK42002SH inkl.

einer 65 m langen Seilwinde ist zusätzlich

mit einem Achtfachausschub ausgestattet.

Dadurch erhöht sich die hydraulische

Reichweite des Kranes von 7 auf 21 m. Die

Seilwindensynchronregelung SRC hält

den Abstand von Rollenkopf zu Unterfla-

Multi-AdApter schiene Mit Allround-Verbauboxen können jetzt auch Kanalrohre mit 2 m Durchmesser

verlegt werden. Die neue Multi-Adapter schiene bietet die Möglichkeit, dass eine Multi-Box

zusammen mit einer Aufstockbox auf eine Durchgangshöhe von 220 cm erweitert werden kann.

Kanalrohre mit 2 Meter Durchmesser mit ALLROUND-Verbauboxen verlegen ist jetzt möglich. Die

neuentwickelte MULTI-ADAPTER Schiene bietet die Möglichkeit dass eine MULTI-Box zusammen

mit einer Aufstockbox auf eine Durchgangshöhe von 220 cm erweitert werden kann.

ERWEITERUNG BEI DEN

ALLROUND VERBAUSYSTEMEN

ALU-SUPER-SIZE-BOX

mit Aufstockbox

7200 mm L x 4800 mm H

und 4 To Gewicht

Links die 7200 mm lange

Super-Size- Box, rechts die

3600 mm lange ALU-Super-

Box inkl. Aufstockelemente

AM Baugeräte HandelsgmbH ■ Oberes Bahnfeld 2 ■ A-2281 Raasdorf/Wien

Tel. (+43 2249) 28495 ■ office@am-laser.at ■ www.am-laser.at


MASCHINEN + TECHNIK

sche immer konstant – ein Vorteil, der

sich vor allem im Komfort für den

Bediener bemerkbar macht, aber auch

die Effizienz des Kraneinsatzes deutlich

steigert. Ein besonderes Highlight ist

die von Kuhn-Ladetechnik am Lkw

montierte innenliegende Bergeseilwinde

mit 90 m Länge, die einen beidseitigen

doppelten Zug nach hinten und einen

einfachen Zug nach vorne ermöglicht.

Zur Sicherung wird ein spezielles

Höhensicherungsgerät am Kran

angebracht und doppelt gesichert. Der

zu sichernde Mitarbeiter verbindet sich

über ein Gurtgeschirr mit dem Höhensicherungsgerät.

Nach Aktivierung des

Fall Protection Mode führt der Kranbediener

mit dem Kran den gesicherten

Mitarbeiter und schützt ihn so vor

einem Absturz (z.B. bei Dachschneeräumung).

P-Fold macht das Auseinander- und

Zusammenlegen des Kranes für den

Bediener zu einem Kinderspiel. Neben

dem Plus an Bedienkomfort ist vor

allem die Reduzierung von Schäden an

Fahrzeug, Ladung und Seil ein weiterer

wichtiger Punkt. Die intelligente

P-Fold-Steuerung übernimmt dabei die

Koordination der Kranbewegungen bis

hin zu einer definierten Arbeitsstellung.

Nach Beenden des Arbeitseinsatzes

kann das Zusammenlegen des Krans

aus einer beliebigen Arbeitsstellung

erfolgen. P-Fold übernimmt hier wieder

die Koordination aller Kranbewegungen

und steuert auch den Zusatzknickarm

und die Seilwinde.

www.kuhn.at

AMMANN

Eine saubere Lösung

Die Ammann Tandemwalzen ARX 23.1-2 und ARX 26.1-2

EU Stage V überzeugen Anwender entlang von Bordsteinen,

Engstellen und wo immer sie gebraucht werden.

A

ngetrieben werden beide Modelle von

einem EU Stage V Kubota Motor mit

19 kW. Durch eine spezielle Modifikation

der Motoren werden die aktuell gültigen

Abgasgrenzwerte auch ohne geschlossenen

Dieselpartikelfilter (DPF) erreicht.

Mit der Kombiversion ARX 23.1-2C bzw.

ARX 26.1-2C mit vier Gummirädern

hinten und Glattbandage vorne, lassen

sich auch empfindliche Asphalt-Oberflächen

verdichten, bei denen ein gleichmäßiger

Knet- und Versiegelungseffekt

gefordert ist. Das wartungsfreie Knick-

Pendelgelenk lässt sich einfach und

schnell von Bandage in Linie auf max.

Bandagenversatz umstellen. In puncto

Sonderausstattung sind ACEforce

Verdichtungsanzeige, ATC-Ammann

Traktionssteuerung, klappbare

Abstreifer, Kantenschneider mit

Bedienung im Multifunktionshebel

u.v.m. optional lieferbar.

Die ARX 26.1-2 ist eine

Stage-V-konforme

Baumaschine ohne

Dieselpartikelfilter.

Die Maschinen können mit einer

Geschwindigkeit von bis zu 11 km/h

schnell und kostensparend von einer

Baustelle zur nächsten umgesetzt werden.

www.ammann.com

AllrOund Alu VerbAusysteM - es ist Zeit für ein ultrAleichtes VerbAusysteM, dass für eine Reihe von Minibaggern geeignet ist. Die ALU-SUPER-

SIZE-BOX mit einer Länge von 7,2 Meter und einer Höhe von 2,4 Meter bringt gerade einmal 2 Tonnen auf die Waage. Vergleichbare Stahlverbaue wiegen mehr

als das Doppelte. Die neuen ALLROUND ALU-Verbauboxen gibt es in zwei Ausführungen. Dieselben Alu-Verbauplatten lassen sich ganz einfach mittels speziell

konstruierten Eckadaptern auch für einen Schachtverbau verwenden

Der einfache Zusammenbau in Bildern. In 20 Minuten ist die Box mit der Aufstockbox zusammengebaut

ALU Schachtverbau

(Länge 7200 mm Breite 3600 mm

Höhe 4800 mm) bei einem

Gewicht von nur 6 Tonnen

Ihr Spezialist für

Verbausysteme


MASCHINEN + TECHNIK

MB CRUSHER

Trockenmauern und bewehrte Erde

mit Anbaugeräten von MB Crusher

Für die alte Kunst des Trockenmauerns und die naturnahe

Ingenieurtechnik der bewehrten Erde bietet MB Crusher mit

seinen spezialisierten Anbaugeräten optimierte Lösungen.

D

ie Vermeidung von Erdrutschen oder

Überschwemmungen sind nur einige

der Einsatzbereiche von Trockenmauern.

Ende 2017 wurde die Kunst des Trockenmauerns

in die Liste des immateriellen

Kulturerbes aufgenommen, um sie zu

schützen und zu bewahren. Was früher

durch schwere händische Arbeit bewerkstelligt

wurde, erledigen heute in der Regel

Hydraulikbagger mit passendem Anbaugerät.

Sie erledigen die Arbeit schneller und

garantieren ein Höchstmaß an Präzision.

Ein Beispiel dafür sind die MB-G-Sortiergreifer,

deren Schalen Steine, Felsen oder

Kiesel jeder Art und Größe mit äußerster

Präzision und Feinheit greifen, bewegen

und platzieren. Auf den verschiedensten

Baustellen wird der MB-Sortiergreifer für

den Bau von Trockenmauern gewählt, weil

er dank seiner schrägen Anbauplatte einen

größeren Aktionsradius hat und die Steine

mit extremer Präzision positionieren kann.

Es ist auch möglich, ein Kit mit Zähnen zu

installieren, der das Greifen und Steuern

von Materialien mit besonderen Gewichten

und Formen erleichtert.

Aber auch die Brech- und Sieblöffel von

MB können bei diesen Projekten ihre

Stärken unter Beweis stellen, denn durch

das Brechen und Sieben vor Ort ist es

möglich, das anfallende Material zurückzugewinnen

und sofort als Drainage oder

stabilisierendes Material zu verwenden.

Das hat ein italienisches Unternehmen

getan, das die beiden MB-Geräte auf einer

Baustelle für den Wiederaufbau eines

eingebrochenen Abhangs eingesetzt hat:

keine Logistikkosten, Verwendung von

lokalem Material, schnelle Bauzeit, keine

Schwierigkeiten durch den Höhenunterschied

des Hangs.

Eine Art Evolution der Trockenmauern

ist die Technik der bewehrten Erde – eine

naturnahe Lösung, die es erlaubt, Betonmauern

durch Strukturen mit geringerer

Umweltbelastung zu ersetzen. Beispielhaft

sei hier auf das Projekt eines Unternehmens

aus Venetien verwiesen, das mit dem

Die Bilder zeigen Projekte

aus verschiedenen

Ländern, bei denen Anbaugeräte

von MB Crusher für

einen raschen Baufortschritt

sorgen.

Bau einer Stützmauer aus bewehrter Erde

beauftragt wurde, um die vorhandene

Betonmauer zu ersetzen. Sonia, die

Geotechnikerin der Baufirma, erklärt, wie

sie die Probleme des Abfallmanagements

und des begrenzten Platzes zum Manövrieren

aufgrund des Gefälles der Bergstraße

gelöst haben: „Bei der Durchführung dieser

Arbeiten verließen wir uns auf die Ausrüstung

von MB Crusher für die Brech- und

Siebstufen. Auf diese Weise konnten wir den

Kauf von neuem Material einsparen. Um

Schotter zu erhalten, den wir für Entwässerungszwecke

verwendet haben, zerkleinerten

wir das beim Sieben der Erde gewonnene

Gestein, das wir sonst mit erheblichen

Kosten hätten entsorgen müssen. Die

gesiebte Erde hingegen wurde sofort für den

Einbau in der Schalung wiederverwendet.

Ich möchte mich bei MB Crusher für die

Beratung bedanken, die es uns ermöglicht

hat, Zeit und Kosten zu sparen und

gleichzeitig die Umwelt zu schonen.“

www.mbcrusher.com

64 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

Foto: Bauer Group

BAUER

Innovatives Lift-Cell-Verfahren

Für die Realisierung eines neuen Stadtviertels in Kopenhagen wurde die

Bauer Spezialtiefbau GmbH vom Auftraggeber mit der Ausführung des

innovativen Lift-Cell-Verfahrens beauftragt.

D

as neue Verfahren erläutert Dr. Jörg

Zimbelmann, Teamleiter des Bereichs

Geotechnik in der Abteilung Bautechnik:

„Bei der Bauer Lift Cell handelt es sich um

eine hauseigene Weiterentwicklung der

Bauer-Kapselpresse. Letztere dient der

Kraftmessung und dem – falls nötigen –

Vorspannen von Steifen in Baugruben.“

Durch den gezielten Einsatz der Bauer

Lift Cell können bei der Herstellung von

Bohrpfählen die Pfahlsetzungen vorweggenommen

werden, wodurch sich mit der

Lift Cell eine interessante bautechnische

Lösung bei Projekten mit geringen

zulässigen Gesamtsetzungen oder auch

geringen zulässigen Differenzsetzungen

benachbarter Pfähle ergibt.

Vor dem Einbau der Pfahlbewehrung

wird die Bauer Lift Cell – eine Art hohles

Kissen aus Edelstahl – am unteren Ende

des Bewehrungskorbes befestigt. Über

Hydraulikleitungen, die am Bewehrungskorb

nach oben aus dem Pfahl geführt und

entsprechend mit einbetoniert werden,

wird die Lift Cell nach ausreichender

Erhärtung des Pfahlbetons zunächst unter

hohem Druck mit Wasser befüllt. Die Lift

Cell wird so „ausgefahren“ und der

Pfahlschaft gegen den Pfahlfuß vorgespannt.

Der dabei eingesetzte Druck wird

in der Regel für jeden Pfahl individuell

festgelegt. Nach einer vorgegebenen

Haltezeit des hydraulischen Drucks wird

die Lift Cell zunächst vollständig mit

einem eignungsgeprüften Zementleim

verfüllt, bis die planmäßige Qualität

erreicht ist. Im Anschluss erfolgt ein

erneutes Verpressen, sodass nach Erhärten

des Zementleims Verformungen der

Lift Cell dauerhaft ausgeschlossen und der

Bohrpfahl fertig vorgespannt ist.

www.bauer.de

Nach einer Ausführungszeit von Dezember

2020 bis Februar 2021 konnte das Projekt

seitens Bauer vor kurzem erfolgreich

abgeschlossen werden.


MASCHINEN + TECHNIK

STABILA

Schnelles und präzises Layout

Achsen einfluchten, rechtwinklige Räume anlegen,

Höhen exakt messen: Das sind einige

der Aufgaben, die der selbstnivellierende

Multilinien-Laser LA 180 L von Stabila zuverlässig,

schnell und präzise (Genauigkeit: ±

0,07 mm/m) erledigt. Mit drei Vertikal-Linien,

einer Horizontal-Linie und der Lotfunktion ist

der Laser in verschiedenen Bereichen vielseitig

einsetzbar. So hilft er etwa beim Stahlbetonbau

dabei, Achsen vom Schnurgerüst zu

übertragen (ein Schnurgerüsthalter ist optional

erhältlich) oder Wände auf der Bodenplatte

anzureißen. Der Multilinien-Laser LA

180 L überzeugt durch eine Vielzahl von Ausstattungsmerkmalen.

Dazu gehört die AutoAlignment-Funktion,

die das hocheffiziente Arbeiten

im Ein-Mann-Betrieb erlaubt: In Kombination

mit dem zum Lieferumfang gehörenden

Linien-Receiver REC 410 Line RF werden

auf Knopfdruck gleichzeitig Achsen eingefluchtet

und rechte Winkel angelegt. Der

Receiver steuert dabei automatisch die Feinausrichtung

der drei pulsmodulierten vertikalen

Laserlinien über Funk auf eine Entfernung

von bis zu 40 m. Die einzigartige Gehäuseform

des batteriebetriebenen Lasers

ermöglicht die Positionierung in Raumecken

und über Kanten (z. B. Betonplatte) – so lassen

sich rechte Winkel schnell prüfen.

www.stabila.com

Geliefert wird der Laser im Set mit

Receiver und anderen Zubehörteilen.

Angesichts der gestarteten

Straßenbausaison informiert

die Bau Power Group nicht

nur über die aktuellen

Neuheiten von Dynapac,

sondern verweist auch auf

ihren neuesten Service, bei

dem Kunden einen Kompaktfertiger

mit Maschinisten

mieten können.

M

it Blick auf die kommende Hochsaison

prüfen viele Baufirmen zurzeit,

ob sie mit ihren Asphaltfertigern optimal

aufgestellt sind. Ein Bereich, in dem Dynapac

mit seinem großen Fertiger-Angebot in

BAU POWER GROUP

Flexibilität mit Dynapac und

professioneller Mietservice

den letzten Jahren wieder sehr stark an

Marktanteilen gewonnen hat. Als Vertriebspartner

für Österreich wissen die

Profis der Bau Power Group, dass verschiedenste

Straßenbauer wieder vermehrt

auf die Zuverlässigkeit und

vielfältigen Möglichkeiten von Dynapac

setzen – auch weil sie den Service von Bau

Power Group schätzen.

Dynapac bietet auch dieses Jahr einige

Highlights und Verbesserungen an den

Fertigern an. Für kleine Belagsarbeiten ist

der Minifertiger F80W perfekt. Seine

kompakte Bauweise mit einer Arbeitsbreite

bis 1,65 m, die bewusst klein

ausgelegte Füllkapazität von 0,6 m 3 und

sein Gewicht von 1,15 t sorgen für

unkomplizierte Einsatz- und Transportmöglichkeiten.

Ergänzend dazu ist das

Kompaktfertiger-Nachfolgemodell

F1250CS von Dynapac eines der Vorzeigemodelle

in der Kompaktklasse mit einer

Einbaubreite bis 3,50 m. Es beeindruckt

nebst bekannter Leistungsstärke auch mit

neuen Features wie Funkfernsteuerung

oder beheizbaren Seitenschildern.

Eine der Stärken der Bau Power Group

ist die Lösung von Kapazitätsproblemen in

Spitzenzeiten. Durch die Möglichkeit,

einen Kompaktfertiger von Dynapac inklusive

Maschinisten zu mieten, kann das

eigene Personal anderweitig eingesetzt

werden und am Gerät selbst steht ein

absoluter Profi im Einsatz. Bei Bau Power

Group finden Interessenten auch attraktive

gebrauchte und komplett überholte

Geräte zu Sonderkonditionen und mieten

bei Bedarf auch einzelne Maschinen zur

Überbrückung von Spitzenzeiten im

Belags- und Straßenbau.

www.baupowergroup.com

Die Bau Power Group bietet auch die Möglichkeit,

einen Kompaktfertiger von Dynapac

inklusive Maschinisten zu mieten. Im Bild der

F1250CS, der hochwertige Einbauergebnisse

bei niedrigen Betriebskosten erzielt.

66 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

KUHN

Neuer PC88MR-11: optimiert in

Verbrauch, Leistung und Effizienz

Die neuen Funktionen und Eigenschaften des Komatsu

PC88MR-11 sorgen für eine signifikante Produktivitätssteigerung,

senken den Kraftstoffverbrauch und ermöglichen

schnellere Arbeitsspiele.

D

er Fahrer wird überall an der

Maschine weiterentwickelte Teile

entdecken – den neu entwickelten Schild

für besseres Planieren, den ergonomisch

positionierten Schalter zum Hoch-/

Herunterschalten oder das automatische

Umschaltventil für höheren Komfort beim

Wechsel der Anbaugeräte. Dies werden

sowohl erfahrene als auch neue Fahrer zu

schätzen wissen. Simone Reddi, Produktmanager

für Kompaktbagger bei Komatsu

Europe, betont: „Diese Maschine ist nicht

einfach nur eine aktualisierte Version des

Vorgängermodells. Der PC88MR-11 bietet

mehrere Optimierungen hinsichtlich der

Grableistung und -technik. Das komplette

Grab-Ladespiel wurde überarbeitet,

steigert die Produktivität und vermittelt

das Gefühl einer insgesamt schnelleren

Maschine. Nicht zuletzt ist dieser neue

Der Komatsu PC88MR-11 bietet hohe Leistung,

optimiertes Bedienverhalten, gesteigerte Wartungsfreundlichkeit,

einen Stufe V Motor und einen beeindruckenden

Umfang an Standardausrüstungen.

Kompaktbagger als erster auf dem

europäischen Markt mit dem neuen

2,4-l-Motor mit KDPF ausgerüstet, bei

dem kein SCR-Modul nötig ist. Durch den

geringen Kraftstoffverbrauch und den

leistungsstarken Motor gemäß EU Stufe V

mit 50,7 kW bzw. 69 PS ist der

PC88MR-11 für die steigenden umwelttechnischen

Anforderungen bestens

gerüstet.“

Durch den geringen Heckschwenkradius

kann sich der Fahrer auch bei

räumlich begrenzten Baustellen voll auf

die Arbeit konzentrieren. Des Weiteren

kommt der PC88MR-11 im neuen,

modernen MR11-Design und bietet

erstklassigen Fahrerkomfort, smarte

Sicherheitsfunktionen sowie intuitive,

ergonomische Bedienelemente.

www.kuhn.at

Österreichischer

Baumaschinenverband

KOMPETENZ DURCH

FOKUSSIERTE INFORMATION

Nr. 0124850

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PRÜFPLAKETTEN &

PRÜFBEFUNDE lt. AM-VO

Ein SERVICE des MAWEV

Bestellungen für den Prüfbefund mit zwei

Durchschlagblättern und für die fortlaufend

nummerierte Prüfplakette (hochqualitativ,

äußerst wetterbeständig, – 40° bis +130°)

als Aufkleber richten Sie bitte direkt an

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und Bestellungen:

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BAUBLATT.ÖSTERREICH

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MASCHINEN + TECHNIK

KUBOTA

Neuer Kettendumper

mit der Abgasstufe V

Kubota hat sein umfangreiches Angebot an

Raupendumpern mit der Markteinführung

von zwei neuen, mit der Abgasnorm Stufe V

konformen, Modellen erweitert. Der

KC300HR-5 und der KC300H-5, sind

kompakt und leistungsstark und eignen

sich ideal für den schnellen und effizienten

Transport von Baumaterial, insbesondere

in unwegsamem Gelände.

Mit dem um 180° drehbaren Sitz kann sich der Fahrer in beide

Fahrtrichtungen positionieren. Die Joystick-Bedienung und eine digitale

Anzeige, die alle wichtigen Motor- und Maschinendaten anzeigt,

befinden sich dabei immer im Sichtfeld des Bedieners.

B

eide Modellausführungen haben eine

maximale Tragfähigkeit von 2.875 kg

und sind in der Lage große Materialmengen

in kurzer Zeit zu transportieren. In

der H-Ausführung ist die Maschine mit

einer hydraulischen drei Seiten kippbaren

Lademulde ausgestattet. Die Mulde ist bei

diesem Modell max. 55° kippbar. Bei der

HR-Version wird der Kippwinkel mit max.

84° angegeben, zusätzlich ist die Mulde

mit einer stufenlosen, hydraulischen 180°

Drehfunktion (HR - Hydraulik Rotation

90° rechts / 90° links) ausgestattet. Bei

dieser Ausführung lässt sich die Drehfunktion

gleichzeitig mit dem Auskippen

der Mulde betätigen. Hierbei hat der

Bediener den großen Vorteil das Schüttmaterial

punktgenau abzuladen, was die

Flexibilität der Maschine deutlich erhöht.

Die Modelle werden jeweils in einer

Standard- und einer Highspec (HI) Version

angeboten.

Das Herzstück dieser beiden Modellausführungen

ist der wassergekühlte

Kubota Dieselmotor V2403, der die

aktuelle europäische Abgasstufe V erfüllt.

Der Vierzylinder Dieselmotor ermöglicht

dem Fahrer in allen Arbeitssituationen ein

breites Leistungsspektrum und bei Bedarf

eine hohe Fahrgeschwindigkeit von bis zu

Angetrieben

werden die beiden

Raupendumper

KC300HR-5 (links)

und KC300H-5 (oben)

von dem wassergekühlten

Kubota

Dieselmotor V2403,

der die aktuelle Abgasstufe

V erfüllt.

11 km/h, selbst im beladenen Zustand. Zu

den weiteren Konstruktionsmerkmalen

gehört ein robustes Kettenfahrwerk, das

dem Fahrer ein effizientes und komfortables

Arbeiten garantiert. Die Bodenfreiheit

beträgt 330 mm, dies erleichtert dadurch

den Maschineneinsatz in unebenen

Geländen erheblich.

Neben der Vielseitigkeit und Leistung

wurde bei der Entwicklung dieser neuen

Raupendumper auch besonderer Wert auf

den Fahrerkomfort gelegt. Der komfortable,

um 180° drehbare Sitz ermöglicht es

dem Fahrer, sich in beide Fahrtrichtungen

zu positionieren. So kann der Fahrer seine

Sitzposition schnell und einfach auch in

engen Baustellen der entsprechenden

Laderichtung immer anpassen. Die

Joystick-Bedienung und eine digitale

Anzeige, die alle wichtigen Motor- und

Maschinendaten anzeigt, befinden sich

dabei immer im Sichtfeld des Bedieners.

Joachim Stein, Produktmanager bei

Kubota Baumaschinen, betont: „Diese

beiden Modelle sind eine wichtige Ergänzung

unseres Raupendumper-Angebots

und das Ergebnis jahrelanger Erfahrung

und kontinuierlicher Investitionen in die

Entwicklung neuer Produkte. Sie erfüllen

die Abgasvorschriften der Stufe V für

Dieselmotoren und kombinieren Leistung

und Geschwindigkeit mit hoher Flexibilität

– und das alles in einem kompakten

Design.“

Kubota-Fachhändler in Österreich sind

die Firmen Bau Baumaschinen, Telfs;

Tradler-Baumaschinen GmbH, Puch;

Fercher Baumaschinen GmbH, Sankt Veit

im Pongau; Carl Beutlhauser Baumaschinen

GmbH, Marchtrenk; BR Baumaschinen

in Kooperation mit BMKS, Kühnsdorf;

BMKS, Gleisdorf, Graz und BMKS, Wien.

www.kubota-eu.com

68 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


MASCHINEN + TECHNIK

HUMBAUR

Humbaur HTD 40 mit Radmulden

Der 4-Achs-Drehschemel-Tieflader HTD 40 ist auf den Transport

von Radladern und Mobilbaggern bis 22 t spezialisiert.

afür bringt er alles mit, um die Arbeit Der HTD 40

D so effizient wie möglich zu gestalten. mit Radmulden

Einer seiner großen Vorzüge: die langen überzeugt nicht

und tiefen Radmulden im vorderen und nur mit seiner

hinteren Bereich. Denn dadurch können üppigen Serienausstattung,

auch größere Baumaschinen geladen

werden, ohne dass die maximale Gesamthöhe

überschritten wird. Auch Radlader auch eine lange

sondern bringt

mit langen Radständen (2.400 bis 3.460 Liste an Zube-

mm) können so problemlos geladen

hörmöglich-

keiten mit.

werden. Der HTD 40 bietet eine massive

Schweißkonstruktion aus hochfestem

Feinkornstahl, die Querträger sind

durchgestreckt und sorgen für höchste

Stabilität. Der gesamte Fahrgestell- und

Außenrahmen ist besonders stabil und

robust gefertigt. Durch die Tauchbad

Feuerverzinkung des Fahrgestellrahmens

ist er optimal vor Korrosion geschützt.

Die Ladehöhe des Anhängers ist mit ca.

900 mm extrem niedrig. Das verdankt er

der serienmäßigen heckseitigen Abschrägung.

Auch der Auffahrwinkel ist angenehm

flach. Die integrierte Luftfederung,

inklusive Heben und Senken auf dem

Hinterachsaggregat wirkend, ist nicht nur

materialschonend, sondern sorgt auch für

einen gehobenen Auffahrkomfort. An der

heckseitigen Abschrägung sind zudem

Kletterleisten verschweißt, welche die

Sicherheit beim Be- und Entladen weiter

erhöhen. Hochwertige Tiefladerachsen von

namhaften Herstellern wie SAF und BPW

machen den HTD 40 mit Radmulden zu

einem zuverlässigen und langjährigen

Partner.

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BETON + SCHALUNG

BAU MAYR / LIEBHERR / VOLVO TRUCKS / MEILLER

Bau Mayr: innovatives Wechselsystem

ermöglicht weitere Effizienzsteigerung

Als Komplettanbieter in den Bereichen Neubau und Sanierung ist die in Waldzell

ansässige Firma Bau Mayr für viele Bauherren im Bezirk Ried im Innkreis und

darüber hinaus ein gefragter Partner. Um für kommende Anforderungen optimal

gerüstet zu sein, investiert das Unternehmen auch laufend in die Modernisierung

des eigenen Fuhrparks. Mitte April konnte das Team ein echtes Highlight in Betrieb

nehmen: ein spezielles Wechselsystem, das auf Kundenwunsch von den Firmen

Liebherr, Volvo Trucks und Meiller in enger Kooperation entwickelt wurde.

Partner in vielen Bereichen: Im Fuhrpark der Firma Bau Mayr befinden sich drei

Radlader, acht Kräne und acht Fahrmischer der Firma Liebherr.

B

ekannt ist Waldzell unter anderem als

die Heimat von Skisprung-Ass

Andreas Goldberger. Größter Arbeitgeber

in der oberösterreichischen Gemeinde ist

die Firma Bau Mayr. Hohe Ausführungsqualität

und ein umfassender Service, bei

dem der Kunde auf Wunsch alle Dienstleistungen

aus einer Hand beziehen kann,

machen das Unternehmen zur ersten

Adresse für verschiedenste Bauvorhaben.

Dazu zählen anspruchsvolle Wohnbauprojekte

mit hohen Anforderungen an die

Sichtbetonflächen ebenso, wie Gewerbebauten,

komplexe Holzkonstruktionen

oder Hallen und Ställe für landwirtschaftliche

Betriebe.

Der Beton für die eigenen Projekte

– aber auch für den regionalen Kundenbedarf

– wird von der Firma Bau Mayr

Kies+Beton GmbH in Schildorn bereitgestellt.

Das Tochterunternehmen beschäftigt

rund 30 der insgesamt 120 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter und betreibt ein

modernes Betonwerk, das von mehreren

70 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


BETON + SCHALUNG

Von links: Daniel Amschl (Verkaufsberater

Fahrmischer und Autobetonpumpen in

Österreich, Firma Liebherr-Werk

Bischofshofen GmbH), Geschäftsführerin

Bmst. Zmst. Ing. Birgit Mayr, Hans-Peter

Thumfart (Verkaufsberater Volvo Trucks,

Volvo Group Austria GmbH), Bernhard

Stockner (Verkaufsberater, Firma Meiller

GmbH) und Martin Seifried MBA (Betonund

Kieswerk, Recyclinganlage, Erdarbeiten,

Fuhrpark, Firma Bau Mayr GmbH).

In der Kabine Fahrer Johann Erhart

(Firma Bau Mayr GmbH).

eigenen Kiesgruben versorgt wird. Von

Kleinprojekten bis zu Baustellen mit

10.000 m³ reicht die Bandbreite der

Projekte, die von Schildorn aus zuverlässig

Schnell, sicher und wirtschaftlich:

Mit dem hydraulischen

Mehrzweckantrieb MultiDrive

von Liebherr werden mehrere

Aufbauten mit nur einer

Antriebseinheit angetrieben.

mit hochwertigem Beton versorgt werden.

Geleitet wird das Unternehmen von Bmst.

Zmst. Ing. Birgit Mayr, die den Familienbetrieb

in der vierten Generation führt.

Unterstützt wird sie dabei von kompetenten

Bereichsleitern, die sich gemeinsam

mit der hochmotivierten Mannschaft

täglich für zufriedene Kunden einsetzen.

Einer davon ist Martin Seifried MBA,

der unter anderem das Beton- und

Kieswerk in Schildorn leitet. Er erläutert

die Hintergründe der jüngsten Großinvestition:

„Da aufgrund unserer Arbeitsabläufe

am Vormittag selten Beton zu liefern

ist, haben wir schon seit mehreren Jahren

zwei konventionelle Wechselsysteme im

Einsatz. So können wir mit den Fahrzeugen

Schotter liefern und sie am Nachmittag

als Fahrmischer einsetzen. Unser

Team achtet sehr auf alle Fahrzeuge und

Maschinen. Im Gegenzug legen wir großen

Wert auf zufriedene Mitarbeiter und

binden diese daher bei Neuanschaffungen

entsprechend ein. Als vor etwa eineinhalb

Jahren eines der beiden Fahrzeuge mit

Wechselsystem getauscht werden musste,

machten wir uns auf die Suche nach der

optimalen Lösung. Die Ausgangsbasis

waren mein Wunsch nach einem Volvo

Zugfahrzeug und die Einbindung des

hydraulischen Mehrzweckantriebs

MultiDrive von Liebherr, der mehrere

verschiedene Aufbauten mit nur einer

Antriebseinheit antreibt. Mit der Firma

Liebherr verbindet uns eine lange und

enge Partnerschaft. Acht unserer neun

Fahrmischer, acht Kräne sowie die drei

Radlader 566, 576 und 580 stammen von

Liebherr. Im Jänner folgt eine neue 42 m

Betonpumpe von Liebherr, mit der wir uns

noch leistungsfähiger positionieren

können.“

Hans-Peter Thumfart, zuständiger

Betreuer bei Volvo Trucks, ergänzt: „Die

Herausforderung war zunächst, dass

durch die Optimierungen für die erlaubten

36 t der Fahrer zwischen Aufbau und

Fahrerhaus kaum mehr Platz hat, um bei

jedem Wechsel die Kardanwelle an- und

abzuschließen. Hier bietet sich die

MultiDrive-Technik, die in Österreich und

der Schweiz ja bereits bei mehreren

Fahrmischern zum Einsatz kommt, als

optimale Lösung an. Wir haben uns dann

Schritt für Schritt angesehen, wie wir den

Kundenwunsch technisch umsetzen

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BAUBLATT.ÖSTERREICH APRIL 2021

71


BETON + SCHALUNG

können und haben dazu auch die Firma

Meiller eingebunden, die ja bei der

Realisierung von Wechselsystemen über

große Erfahrung verfügt. Das Zufahrzeug

bildet ein Volvo FH in 4-Achs-Ausführung

mit Tandem Achslift gegen unnötigen

Reifenverschleiß, Kriechgang und einer

Vorderachslast von 10 t mit Luftfederung.

Ein wichtiger Punkt ist zweifellos, dass

der Volvo FH auch mit einer kompletten

Luftfederung verfügbar ist, denn durch die

Luftfederung werden die vier Hubzylinder

der bekannten Wechselsysteme ersetzt.

Auf diese Weise wird der Wechsel zwischen

den Aufbauten zum Kinderspiel, denn der

Fahrer verfügt über eine drahtlose

Fernbedienung für die Luftfederung. Er

steht vor dem Lkw, fährt mit der Luftfederung

rauf, positioniert die Abstellböcke,

entriegelt das System, lässt das Fahrzeug

mit der Fernbedienung runter und der

Wechsler steht auf den Abstellböcken. Das

geht schnell und ohne jede Verletzungsgefahr.

Generell ist Volvo ein sehr aufbaufreundlicher

Lieferant, denn wir können

sehr viele Komponenten für das Wechselsystem

ab Werk liefern.“

Bernhard Stockner, Aufbauspezialist

der Firma Meiller GmbH, erklärt: „Der

Fahrmischer wurde von der Liebherr-

Mischtechnik GmbH in Bad Schussenried

in unser neues Werk in Oed-Oehling

geliefert. In enger Abstimmung mit Volvo

haben wir das Projekt vorangetrieben und

unser Wechselsystem mit Liebherr

MultiDrive kombiniert und entsprechend

der Anforderungen adaptiert. Dieses

System ist in Österreich eine Premiere.“

Der für das Wechselsystem eingesetzte

Liebherr-Fahrmischer der Generation 05

wird in der Branche für seine Stärken

hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Ergonomie

und Sicherheit geschätzt. So wird die

komplette Trommel inklusive der Spiralbleche

und der Verschleiß-Schutzstreifen

aus einem exklusiv für Liebherr hergestellten

Sonderstahl gefertigt, der besonders

verschleißfest ist. Außerdem wurde

das Leergewicht gegenüber dem Vorgänger-Modell

um bis zu 300 kg reduziert.

Daniel Amschl, Verkaufsberater für

Liebherr Fahrmischer in Österreich,

betont: „Generell war der Trend zu

Wechselsystemen in den letzten Jahren

eher rückläufig. Wir bemerken aber, dass

die Nachfrage wieder steigt. Das liegt auch

an unserem hydraulischen Mehrzweckantrieb

MultiDrive, der mehrere Aufbauten

mit nur einer Antriebseinheit antreibt –

egal ob das ein Fahrmischer, ein Kipper/

Abroller, Schneepflug oder ein Streufahrzeug

ist. Die Vorteile des MultiDrive liegen

auf der Hand: der Wechselvorgang wird

für den Fahrer mit MultiDrive wesentlich

einfacher, denn der hydraulische Schnellverschluss

ermöglicht eine rasche und

sichere Umrüstung. Darüber hinaus ist

das System praktisch wartungsfrei und

mit nur einer Load-Sensing-Einheit

kommt dies besonders der Nutzlast

zugute. Unser Ziel ist es, das gemeinsam

mit den Firmen Meiller und Volvo Trucks

realisierte Wechselsystem als standardisierte

Lösung für interessierte Unternehmen

anbieten zu können. Ich sehe hier in

den nächsten Jahren großes Potenzial in

Österreich.“

Eine Einschätzung, die Martin Seifried

bestätigt: „Die Vorlaufzeiten auf den

Baustellen und auch die Bestellzyklen

werden immer kürzer. Unser oberstes Ziel

sind zufriedene Kunden und mit unserem

neuen, extrem effizienten Wechselsystem

sehe ich unser Unternehmen hier für die

Zukunft optimal aufgestellt.“

www.baumayr.at | www.liebherr.com

www.meiller.com | www.volvotrucks.at

Fahrer Johann Erhart (Firma

Bau Mayr GmbH) demonstriert

mit der Fernbedienung für die

Luftfederung des Volvo FH den

schnellen Wechselvorgang in

der Praxis.

Durch den zentralen

Anschlussblock ist

der jeweilige Aufbau

rasch mit dem

Liebherr MultiDrive

verbunden.

72 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


BETON + SCHALUNG

Schalung einer

Betonplatte mit

Aufkantungen aus

Faserbeton.

Foto: Max Frank

MAX FRANK

Verlorene Schalung für Betonfertigteile

Die Aufkantung aus Faserbeton erzeugt als verlorene Schalung einen hochwertigen

Abschluss bei der Vorfertigung von Betonbauteilen im Fertigteilwerk.

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ingesetzt in Halbfertigteilen, vor allem

in Wand-, Decken- sowie Balkonelementen,

bietet die Aufkantung von Max Frank

höchste Qualität bei der Stabilität, Elastizität

und Oberfläche der Elemente. Dank der

optimierten Materialzusammensetzung

überzeugen die Aufkantungen nicht nur

mit Oberflächen in Sichtbetonqualität,

sondern auch bei der Profilierung. Das

perfekt angepasste Verzahnungsprofil auf

der Filigran- bzw. zugewandten Ortbeton-

Seite gewährleistet eine optimale Rückverankerung

über die gesamte Profillänge.

Abgerundet wird die besondere Fertigungsweise

des Produktes durch die vormontierte

und perfekt sitzende Dichtleiste mit

Abtropfprofil (AKZ). Je nach Einsatzgebiet

sind verschiedene Produktvarianten mit

und ohne Tropfkante erhältlich.

Spezielle Fertigungsverfahren und hochwertige

Materialien ermöglichen es, die

Aufkantungen mit ausgezeichneter

Stabilität und idealer Elastizität herzustellen.

Dank der flexiblen Materialeigenschaften

lässt sich die Aufkantung von nur einer

Person ohne Bruchgefahr ausrichten und

montieren. Die Verwendung der Aufkantung

im Fertigteilwerk ist dadurch wesentlich

einfacher und wirtschaftlicher als

andere Schalmaterialien. Stoß- bzw.

Eckverbinder aus rostfreiem Stahl für die

AKZ-Profile garantieren zudem eine exakte

Fixierung mehrerer Elemente. Alle

Aufkantungen sind auf Wunsch mit einem

einseitigen 45° Gehrungsschnitt und

standardmäßig in den Längen 2,0 m und

2,7 m und in Höhen von 160 mm bis 400

mm erhältlich. Durch späteres Ablängen

der Aufkantung an der geraden Seite lässt

sich durch Kombination mehrerer Elemente

jede Gesamtlänge erreichen.

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BETON + SCHALUNG

Bereits im Dezember 2020, gut zwei Monate vor

Plan, erreichte das zweite Roche Hochhaus im

Rohbau seine Endhöhe von 205 m. Rechts daneben

– getrennt durch einen Bestandsbau – schließt das

Baufeld des neuen pRED Forschungs- und

Entwicklungszentrums an.

Foto: Marti AG

SBM MINERAL PROCESSING

Betontechnologie bei Basler Großprojekt:

Dreimal Hochleistung just-in-time

Bei der Umgestaltung des Basler Roche-Areals stellen sich den beteiligten Bauunternehmen

große Herausforderungen in der Material-Logistik. Entsprechend setzt man

bei den Großbauten – unter anderem das höchste Schweizer Gebäude – auf mobile

Betonmischanlagen von SBM Mineral Processing.

S

eit über zehn Jahren schreitet die

Umgestaltung des Basler Roche-Areals

voran. Das Schweizer Pharma-Unternehmen

Hoffmann-La Roche AG strukturiert

die Produktions- und Forschungskapazitäten

an seinem traditionsreichen Hauptsitz

räumlich um. Mit neuen Verwaltungs- und

Laborgebäuden auf dem weitläufigen

innerstädtischen Areal entstehen unter

anderem über 4.900 moderne Arbeitsplätze

für internationale Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter sowie Beschäftigte, die

bislang noch an verschiedenen Standorten

über Basel verteilt arbeiten.

Dafür wird die Bebauung der unmittelbar

am Rheinufer gelegenen Fläche weiter

verdichtet und wächst in die Höhe: Bereits

Ende 2015 wurde das 178 m hohe Roche

Hochhaus (Bau 1) bezogen – derzeit

entsteht der 205 m hohe „Bau 2“ und zu

dessen Füßen nahezu zeitgleich das neue

74 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


Foto: Marti AG

Die zunehmende

Verdichtung auf dem

Roche-Areal schafft

mehr Gebäuderaum,

sorgt aber auch für

große Herausforderungen

für die Material-

Logistik der beiden nur

durch einen Bestandsbau

getrennten Großprojekte

(Aufnahme:

Februar 2020).

Viel mehr

als nur

KOMPAKT

Unmittelbar am Rand

der Baugrube für den

gesamten Kellerkasten

des „pRED-Komplexes“

wurden die beiden

Variomix 2000 CM 200

V der ARGE aus Frutiger

AG und Anliker AG

positioniert.

pRED Forschungs- und Entwicklungszentrum

mit vier integrierten Büro-/

Laborgebäuden unterschiedlicher Höhe.

Aufgrund der begrenzt zugänglichen

Innenstadtlage, der unmittelbaren

Nähe zu Wohnquartieren und der von

den Bauherren konsequent verfolgten

Nachhaltigkeit im Bauprozess stellen

Baustellen- und Materiallogistik eine

der größten Herausforderungen für die

ausführenden Unternehmen dar. Um

hier von vornherein die Belastung

durch eng getaktete Lieferverkehre zu

senken, wurde nach guten Erfahrungen

BAUBLATT.ÖSTERREICH

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BETON + SCHALUNG

Die Betonabgabe auf der Baustelle erfolgt wahlweise

an die angeschlossene Betonpumpe oder über die

frontseitige Krankübel-Beschickung. Darüber erkennt

man die im Mischermodul integrierte Steuerkabine.

Die Beschickung der Gesteinskammern der Variomix 2000 CM 200 V

erfolgt über einen mobilen Kippbunker mit integriertem Gurtbecherwerk.

Der Baustellenverkehr führt unter dem Portal durch, auf dem

ein zusätzliches Bindemittelsilo, ein Zusatzmittel-Container sowie ein

Heizungscontainer für den Winterbetrieb montiert wurden.

beim ersten Roche Hochhaus (insg. 55.000 m³

Betonkubatur) die Betonproduktion für

beide aktuelle Neubauten mit Baustellen-

Mischanlagen vor Ort ausgeschrieben.

Sowohl die für den viergliedrigen Gebäudekomplex

zuständige ARGE Baumeister

pRED aus Frutiger AG und Anliker AG,

als auch die wiederum mit dem Roche-

Hochhausbau betraute Marti AG entschieden

sich für die containermobile Anlagentechnologie

des österreichischen Spezialisten

SBM Mineral Processing.

Die Positionierung der vollintegrierten

SBM-Betonmischanlagen, ihre Einbindung

in die auf Just-in-Time-Basis

ausgelegte Rohstofflogistik sowie die

aufgabengerechte Bereitstellung und

Förderung der produzierten Betonmengen

wurden akribisch in der Projektplanung

berücksichtigt. Neben der platzökonomischen,

rampenfreien Aufstellung und einer

rationellen Beschickung der integrierten

Gesteins- und Bindemittelsilos, profitieren

die Verantwortlichen dabei auch von der

flexiblen Betonabgabe an Betonpumpe,

Krankübel oder Fahrmischer. Mit vergleichbarer

Anlagenleistung zu stationärer

Technik und moderner Steuerungstechnik

stellen auch hohe Tageschargen oder

spezifische Rezepturen kein Problem dar.

Gesteins- und Warmwasserheizung

gewährleisten zudem den unterbrechungsfreien

Winterbetrieb.

Doppelte Kapazität

auf engstem Raum

Seit Juni 2019 erstellt die ARGE Baumeister

pRED aus Frutiger AG und Anliker AG

die Rohbauten des neuen pRED Forschungs-

und Entwicklungszentrums

(Pharma Research and Early Development).

Das Ensemble aus vier abgestuften

Gebäuden (Höhen: 114 m, 72 m, 28 m,

16 m) besitzt eine gemeinsame Tiefgarage

als Fundament und bietet ein Gesamtgebäudevolumen

von knapp über 600.000

m³. Zur Bereitstellung der benötigten rund

100.000 m³ Festbeton entschied sich die

Arbeitsgemeinschaft für zwei Variomix

2000 CM 200 V mit jeweils 200 m³

Gesteinslager, 82-t- bzw. 182-t-Bindemittelsilos

(durch integrierte Zusatzsilos)

aufgeteilt in 4 Kammern

und einer Nennleistung des

2,0-m³-Planetenmischers von 80 m³/h

Festbeton. Die Neuanlagen aus jeweils

3 aufliegergerechten Containermodulen

wurden im Sommer 2019 direkt ab

SBM-Werk geliefert und auf kleinstem

Raum am Nord- bzw. Südrand der

pRED-Baustelle platziert (Platzbedarf:

ca. 30 x 5 m). Die Betonverteilung erfolgt

über integrierte Puffer-Nachsilos und eine

angeschlossene Betonpumpe pro Anlage

durch 4 Verteilermasten auf dem Baufeld

sowie über Krankübel.

Laut Frutiger-Projektleiter Tristan

Michlig erreichten beide Variomix-Anlagen

kurz nach Aufstellung und Justierung im

August bzw. September 2019 ihre erwartete

Leistung von jeweils max. 80 m³/h. Im

Einzelbetrieb lieferte die erste Anlage

bereits in den ersten vier Wochen über

5.000 m³ Festbeton – die gemeinsamen

Tagesspitzen liegen bei rund 1.100 m³.

Neben dem wegfallenden Verkehr von

alternativen 7,5-m³-/10-m³-Großfahrmischern

schätzt Tristan Michlig auch die

hohe Flexibilität in der schnellen Produktion

von Sonderchargen jenseits der 2-3

Standardrezepturen bzw. die Unabhängigkeit

von den Betriebszeiten der nächstgelegenen

Beton-Lieferwerke in etwa 10 km

Entfernung. Zum Jahreswechsel 20/21

76 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


BETON + SCHALUNG

hatte das ARGE-Team bereits gut 80% des

Rohbauvolumens fertig gestellt – voraussichtlich

im Zeitraum März/April wird die

erste Variomix 2000 die Baustelle verlassen,

die zweite Anlage bleibt bis zum

avisierten Rohbauende im August 2021

vor Ort.

Wichtiges Puzzleteil zum Erfolg

Im Dezember 2020 schloss die Marti AG

mit dem symbolischen „Letzten Beton“ den

Rohbau des 50-stöckigen „Bau 2“ zwei

Monate vor Plan ab. In Anwesenheit der

Roche-Bauherrschaft konnte das Bauteam

aus Marti Basel und Marti Zürich, das

bereits den unmittelbar benachbarten

„Bau 1“ erstellte, in 205 m Höhe ein

weiteres Mal das höchste Gebäude der

Schweiz feiern. Als „wichtiges Puzzleteil

zum Erfolg“ bezeichnet Bauführer Toni

Würsch den Beitrag der eingesetzten

Betonanlage. Die zehnjährige Variomix

1750 CM 170 V aus dem Marti-Bestand

stemmte in rund 18 Monaten Rohbauzeit

ein Gesamtvolumen von rund 45.000 m³

Festbeton. Mit 170 m³-Gesteinslager,

integrierten Bindemittel-Silos (60 t/30 t),

1,75-m³-Planetenmischer, Mehrsorten-

Zusatzmittelausrüstung und der Betonübergabe

an Fahrmischer/Krankübel/

Betonpumpe gleicht die noch aus dem

2013 von SBM Mineral Processing

übernommenen Doubrava-Programm

stammende Anlage in ihrem modularen,

containermobilen Aufbau weitgehend der

Die Seitansicht der Variomix 2000 CM

200 V verdeutlicht die transport- und

ladefreundlichen Abmessungen der

SBM-Containermodule, deren integrierte

Elektrik und Fördertechnik vor Ort

einfach zusammengefügt wird.

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BAUBLATT.ÖSTERREICH APRIL 2021

77


BETON + SCHALUNG

Fotos: Beat Ernst, © Roche Ltd. (6)

Unmittelbar in der engen Flucht zwischen dem bestehenden

„Roche-Turm“ (rechts) und dem Rohbau von Bau 2 platzierte

Marti seine Variomix 1750 CM 170 V.

Platzökonomie:

Die Dimensionen

des gläsernen

Bestandbaus und

die ersten Etagen

des zweiten

„Roche-Turms 2“,

der in der Rohbau-Hochphase

alle 7 bis 10 Tage

um ein Geschoss

wuchs, verdeutlichen

die

schlanken

Abmessungen

der SBM-Mobiltechnologie.

aktuellen Variomix-Technologie. Damit

steht sie auch für die langfristige

Rentabilität des SBM-Mobilkonzepts.

Bis zu 500 m³ Festbeton täglich

lieferte die Basler Installation. Das

Betonieren der massiven Bodenplatte

(13.000 t Stahl / 5.600 m³ Beton) sowie

der sich nach oben hin stufenweise

verjüngenden 50 Geschosse erfolgte bis

zur Endhöhe mit einer starken Betonpumpe

und zentralem Betonverteiler.

Auch die dafür benötigte spezifische

Betonrezeptur mit Hochleistungsfließmittel

und hohem Feinanteil wurde vor

Ort hergestellt. Insgesamt, so Bauführer

Toni Würsch, konnten durch die

Ortbetonproduktion gut 30% der

notwendigen Materialtransporte

eingespart werden.

Technologie mit Perspektive

Insgesamt über 20 mobile und versetzbare

Betonanlagen – davon 8 SBM-

Baureihen – zählen alleine zum

Bestand der Schweizer Marti-Gruppe,

die mit ihren vielfältigen internationalen

Aktivitäten im Hoch- und (Spezial-)

Tiefbau, Ingenieur- und Tunnelbau eine

wichtige Referenz für die aktuelle

SBM-Betontechnologie ist. Neben der

variablen Einsetzbarkeit durch zahlreiche

Erweiterungsmöglichkeiten

ist es vor allem die hohe Mobilität der

Variomix- und Minimix-Anlagen, die

seit Jahren den großen Erfolg des

schnellversetzbaren SBM-Konzept

am Schweizer Markt gewährleistet.

Alle Einzelmodule haben praxisgerechte

Abmessungen (Transportbreite

max. 3,48 m) – am Standort

werden die bereits betriebsfertig

verkabelten und verrohrten Anlagenteile

in Ein-Kran-Montage binnen

einem, max. 2 Tagen auf mobilen

Fundamenten aufgestellt.

Je nach Ausrüstung erreichen die

Variomix-Baureihen Stundenleistungen

bis 80 m³ Festbeton. Dank moderner

Steuerungen und hochpräziser Dosiereinrichtungen

stehen sie in Produktvielfalt

und -qualität auf einer Stufe mit

stationären Mischwerken, erklärt auch

SBM-Vertriebsexperte Ing. Helmuth

Neubacher. „Mit über 50 Variomix-Platzierungen

sind wir führend in der

Schweiz und beobachten, dass sich

unsere mobile Technologie auch international

durchsetzt“, so Neubacher. Die

größere Flexibilität vor Ort verkürze

Bauzeiten um bis zu 10% und wegfallende

Betonanlieferungen entlasteten

nicht nur urbane Bereiche, sondern

sorgten grundsätzlich für eine bessere

Umweltbilanz – gerade hinsichtlich der

sensiblen CO2-Problematik.

78 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


BETON + SCHALUNG

LAFARGE

Es wird zu Zement-Engpässen kommen

Zeichnete die Baubranche aufgrund gut gefüllter Auftragsbücher zu Beginn

des Jahres noch ein vorsichtig optimistisches Bild, so zieht Marktführer

Lafarge Zementwerke nun eine differenzierte Bilanz: der Zement könnte

aufgrund der extrem hohen Auslastung der Baubranche knapp werden.

C

EO DI Berthold Kren erläutert:

„Während das Bau-Barometer zu

Beginn des Jahres noch ein verhalten

positives Bild von der Auftragslage zeigte,

erleben wir derzeit in unseren beiden

Werken in Österreich eine Nachfrage, die

an Rekordwerte wie vor circa fünfzehn

Jahren erinnern.“

Viele Bauprojekte, speziell Wohn- und

Objektbau in den Kernliefergebieten der

Lafarge Zementwerke im Osten Österreichs

und der Steiermark füllen die

Auftragsbücher der Bauunternehmen.

Berthold Kren: „Wir sind noch lieferfähig,

aber wenn sich der momentane Usus

fortsetzt, unkoordiniert Mengen abzurufen,

dann wird es zu Engpässen kommen.“

Um Ausfällen und Enttäuschungen

vorzubeugen, legt der neue Mann seinen

Kunden für die nächsten Wochen und

Monate eine gute Planung und Rohstoffsicherung

nahe. „Wir sind ein verlässlicher

Partner, aber wir können nur dann die an

uns gestellten Erwartungen erfüllen, wenn

auch unsere Kunden entsprechend

agieren. Wir reagieren mit unserem

konzerneigenen Netzwerk, um unsere

Kunden mit Zement zu versorgen, wenn

rechtzeitig Bedarf angemeldet und der

Rohstoff gesichert wird.“

Berthold Kren weiter: „Die Bauwirtschaft

hat sich in der gegenwärtigen

Situation als sehr stabil und anpassungsfähig

erwiesen. Der Bau ist ein wesentlicher

Faktor, die wirtschaftliche Delle in

Grenzen zu halten. Ich sehe Covid-19 auch

als Chance, durch verbesserte Abläufe und

fortschreitende Digitalisierung unsere

Lieferketten weiter zu verbessern und

unsere lokalen Partner entsprechend zu

bedienen.“

Mehr als erfreut zeigt man sich bei

Lafarge über das rege Interesse der

Kunden am Klimazement. Der vorerst am

steirischen Markt verfügbare CO2-reduzierte

Zement ist der Vorbote des angekündigten

Eco-Portfolios. Berthold Kren dazu:

„LafargeHolcim hat als erstes globales

Baustoffunternehmen die Initiative

Business Ambition for 1,5°C unterzeichnet

DI Berthold Kren (CEO Lafarge Zementwerke

GmbH) rät angesichts der aktuellen

Rekord-Nachfrage nach Zement dazu,

den Bedarf rechtzeitig anzumelden.

und sich damit zur Umsetzung der

wissenschaftsbasierten Zielformulierung

der Science-Based-Targets Initiative

verpflichtet. Das bedeutet, mit diesem

Net-Zero-Versprechen unterstreichen wir

unsere führende Rolle im nachhaltigen

Bauen und stellen Weichen, um unseren

Kunden auch künftig nachhaltige und

innovative Baumaterialien zur Verfügung

stellen zu können.“

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DAS SYSTEM FÜR

REDUZIEREN > WIEDERVERWENDEN > RECYCELN

IN VIELEN ANWENDUNGSBEREICHEN

SCAN UND SCHAU

info@mbcrusher.com

MBCRUSHER.COM


BETON + SCHALUNG

Beim Bau des

Bürogebäudes der

Tiroler Baufirma Fröschl

wurden insgesamt

50 Contakt-Sensoren an

Wand- und Deckenschalungselementen

eingesetzt.

Weitere Details

zu den einzelnen

digitalen

Services:

DOKA

Mit Software und Sensorik

den Bauprozess stets im Blick

Mit der sensorgestützten Baustellen-Software Contakt bietet Doka

eine digitale Lösung, mit der die BIM-Planung des Bauvorhabens auf

der realen Baustelle zum Leben erweckt wird. Bestes Beispiel aus der

Praxis ist der Bau des neuen Bürogebäudes der Firma Fröschl.

G

erade was die Planung und die

Zusammenarbeit der vielen Beteiligten

bei einem Bauprojekt betrifft, können

digitale Tools enorme Vorteile in Bezug auf

Produktivität und Kosteneinsparungen

bringen. Dabei geht es nicht primär

darum, schneller zu arbeiten, sondern

durch Koordination und gute Planung

geringere Durchlaufzeiten zu erreichen.

Der konstante Zugriff auf die verschiedensten

Informationen aus der Planung

und die laufende Analyse der Echtzeit-

Daten von der Baustelle vereinfachen

bestehende Prozesse.

Wie lässt sich in der Planung und in

der Bauausführung sicherstellen, über die

produktivste Taktplanung, Teameinteilung

und Materialbereitstellung zu verfügen?

Ganz einfach und digital mit Contakt. Die

sensorgestützte Softwarelösung unterstützt

direkt bei der Ausführung auf der

Baustelle. Mit ihr können Poliere und

Bauleiter auf Taktebene Material,

Betriebsmittel sowie Personal planen,

einteilen, vergleichen und daraus wertvolle

Erkenntnisse ziehen. Alle Vorgänge

auf der Baustelle werden in Echtzeit

überwacht und automatisch dokumentiert.

Sobald die Planungsdaten auf Basis

eines BIM-Modells in Contakt hochgeladen

sind, kann mit dem umfassenden

digitalen Steuerungstool gearbeitet

werden. Die Taktplanung wird statt auf

einem 2D-Plan mit Contakt vollkommen

digital und direkt im Gebäudemodell

durchgeführt. Die daraus generierten

Arbeitspakete können rasch und ortsunabhängig

dem Baustellenteam zugeteilt

werden und sorgen für einen strukturierten

Arbeitsablauf. Zudem kommt die

Contakt-Sensorik ins Spiel. Angebracht an

der Schalung liefert diese live und

automatisch Informationen wie etwa

Kranhübe pro Verbund, Lageposition oder

auch Betonreife an das Contakt-Dashboard.

Somit wird jeder Fortschritt am

Takt und direkt im Gebäudemodell

festgehalten, was wiederum einen vollkommen

neuen und transparenten Zugang

zur Baufortschrittsmessung eröffnet. Auf

Abweichungen kann rasch reagiert und

der Abschluss des Projekts planmäßig

eingehalten werden.

Da Contakt auch mit Tablet und

Smartphone einfach zu bedienen ist,

lassen sich Fotos vom Baufeld in der App

hochladen und automatisch im Gebäudemodell

am Takt zuordnen. Die einzelnen

Prozessschritte können somit bildhaft

dokumentiert und detailliert nachverfolgt

werden.

Bürogebäude Fröschl

Für den Bau des 6-stöckigen Bürogebäudes

des Bauunternehmens Fröschl in Hall/

Tirol wurde aufgrund des straffen Zeitplans

Contakt eingesetzt. Auf der Baustelle

in Hall konnten bei gleichem

Personaleinsatz pro Woche letztendlich

7 Takte anstelle von den ursprünglich

geplanten 5 Takten abgeschlossen werden.

„Die Produktivität der Baumannschaft

Fotos: Doka

80 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


BETON + SCHALUNG

In Contakt werden der

Baufortschritt und die

jeweiligen Leistungsdaten

auf einen Blick

dargestellt. Durch die in

Echtzeit gewonnenen

Informationen kann das

Bauunternehmen

sowohl den Bedarf an

personellen als auch an

materiellen Ressourcen

tagesgenau planen.

hat sich aufgrund der getakteten Bauabschnitte

steigern lassen, da jeder am

Morgen bereits wusste, was zu erledigen

war und dies auch am Modell betrachtet

werden konnte“, so Baumeister Christian

Mair von der Fröschl AG & Co KG. Im

Vergleich mit anderen Lösungen konnte

Contakt außerdem mit einem automatisch

erstellten Bautagebuch und dem Einlesen

der Tages- und Wochenplanung einen

zusätzlichen Mehrwert bieten.

Ein weiterer großer Vorteil von

Contakt bestand darin, dass die bewährte

Concremote-Technologie zur Messung

und Optimierung der Betonperformance

voll integriert ist. Alleine durch das

Messen der Betonfrühfestigkeit in den

zehn Deckenbauteilen konnte ein Viertel

der Deckenschalung eingespart und

bereits nach 25 Stunden bei einer

Festigkeit von 29,6 MPa ausgeschalt

werden.

Das Projekt der Firma Fröschl zeigt,

wie digitale Lösungen und deren Zusammenspiel

den Bau nach vorne bringen und

einen wichtigen Beitrag zur Produktivität

auf der Baustelle leisten können. Für

Doka ein zusätzlicher Ansporn, die

eigenen digitalen Services, gemeinsam mit

ihren Kunden, laufend weiterzuentwickeln,

das Angebot zu erweitern und noch

mehr auf die Baustellen zu bringen.

www.doka.com

DAS OEL DER KTM-CHAMPIONS GIBT’S

ÜBRIGENS AUCH FÜR BAUMASCHINEN.

Rennen gewinnt man im Kopf. Und mit dem richtigen Partner. Seit mehr als 10 Jahren trägt MOTOREX mit erstklassigen Oelen

und umfassendem Technologie-Support dazu bei, dass KTM spektakuläre Erfolge einfährt. Doch nicht nur Motorräder müssen

in jeder Situation ihr Bestes geben können. Sondern auch Baumaschinen. Holen Sie sich darum jetzt die Unterstützung von

MOTOREX auch abseits der Rennstrecke. Und hängen Sie mit Ihrem Unternehmen die Konkurrenz ab. www.motorex.com


Qualität aus Memmingen: Jede

Neuentwicklung wird vorher

härtesten Dauertests unterzogen.

Als „Hardox In My Body“-Mitglied

genießt Stetter einen umfassenden

Support von SSAB und versieht die

Mischtrommel gerne mit dem

entsprechenden Logo.

SCHWING-GRUPPE

Stetter Fahrmischer: mehr Nutzlast

durch Hardox Verschleißblech

Dem Ergebnis intensiver Verschleißtests folgend, setzt Stetter seit 2015 Hardox

Verschleißblech für die Mischtrommel und die Mischspirale ein. Durch die

Auswahl von Hardox 400 bei der Trommelwandung und Hardox 500 in der

Mischspirale, jeweils in 3 mm Blechstärke, konnte die Verschleißfestigkeit

nochmals optimiert werden. Als Kantenschutz an der Spirale kommt ein

60 mm breiter und 6 mm starker Hardox 500 Blechstreifen zum Einsatz.

S

eit über 60 Jahren produziert Stetter

Fahrmischer. In Europa zählt das zur

Schwing-Gruppe gehörende Unternehmen

zu den Marktführern im Bereich Transportbetonmischer.

Exportiert wird

weltweit. Für bestimmte Märkte und

Anforderungen sind dazu vier Baureihen

(Basic Line, Light Line, Heavy Duty Line

und Trailer Line) verfügbar.

Schon ab den 1980er Jahren wandte

sich Stetter dem Leichtbau zu und schaffte

es damals seinen Mischaufbau um 600 kg

abzuspecken, um den Anwendern mehr

Nutzlast zu bieten. Ab Beginn des Jahres

2000 kombinierte das Memminger

Unternehmen verstärkt den Leichtbau mit

erhöhter Verschleißfestigkeit. „Abrasivere

Kiesqualitäten – Rundkies wird heute

kaum noch eingesetzt – sowie der verstärkte

Einsatz von unterschiedlichen

Zuschlagstoffen im Frischbeton führten zu

höherer Beanspruchung der Trommelwandung

und der Mischspiralen. Wir haben

darauf rechtzeitig reagiert und bereits

früh auch gehärtete Stähle eingesetzt“,

erklärt Ulrich Bolte, Direktor Vertrieb bei

Stetter.

Stetter entwickelte ein einzigartiges

und patentiertes Herstellverfahren für die

Mischspirale. Die Hardox Spiralsegmente

werden dabei vor dem Einbau definiert

gekantet, was nach dem Einbau in die

Trommel Spannungen im Material

entscheidend reduziert und so die Lebensdauer

weiter erhöht. Der Blechstreifen des

Spiralkantenschutzes wird zudem in

82 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


Im 1:1 Schnittmodell

ist der rot lackierte

Spiralkantenschutz

aus Hardox-Blech

gut erkennbar. Die

Hardox Verschleißblech

Spiralsegmente

werden

vor dem Einbau

definiert gekantet,

was nach dem

Einbau in die

Trommel die

Spannungen in

der Mischspirale

entscheidend

reduziert.

Bei Stetter ist der 4-Achser mit UltraEco

Mischeraufbau die meistverkaufte Version.

BETON + SCHALUNG

einem speziellen Lochschweißverfahren

und mit sehr gleichmäßigem Überstand

zur Spiralkante angebracht. Die Schweißnaht

ist damit wirksamer gegen Verschleiß

geschützt als mit anderen Herstellverfahren

und bei anderen Anbietern. Alle diese

Maßnahmen erhöhen die Standzeit von

Trommel und Spirale. Kein Wunder also,

dass Stetter auf die Mischtrommel und die

Spirale dieser Baureihe bis zu 5 Jahre

Garantie gibt.

Bestes Beispiel für den Erfolg der

Fahrmischer ist das Modell UltraEco aus

der Reihe Light Line. Mit einem Gewicht

von nur 3.250 kg ist der UltraEco der

leichteste Fahrmischeraufbau von Stetter

und steht in Verbindung mit einem

gewichtsoptimierten Fahrgestell für eine

Zuladung bis zu 8 m³ Frischbeton. Rund

jeder zweite Fahrmischer der ausgeliefert

wird ist ein UltraEco. Die Gewichtseinsparung

durch die dünnwandigere Mischtrommel

erlaubt rund einen halben

Kubikmeter mehr Frischbeton, gegenüber

Standard-Fahrmischern zu transportieren.

Bei den Leerfahrten zurück zum Betonwerk

reduziert das geringere Gesamtgewicht

des Lkw zudem den Kraftstoffverbrauch.

Für den Anwender bedeutet das

mehr Nutzlast und bei Leerfahrten

weniger Kraftstoffverbrauch.

Wer eine besonders lange Standzeit will

greift zur Baureihe Heavy Duty Line. Die

Materialstärken der Hardox Bleche für die

Trommel und für die Spirale sind dabei

stärker, sonst aber in analoger Bauweise

wie die Light Line Reihe ausgeführt.

Stetter gibt auf die Trommel und die

Spirale dieser Baureihe dann bis zu 8

Jahre Garantie.

Seit 2016 ist Stetter Mitglied bei

„Hardox In My Body“. Die Mitgliedschaft

wird von SSAB nach einer Prüfung

vergeben und ist eine Qualitätszertifizierung.

Das entsprechende Markenlogo auf

einem Produkt bestätigt, dass es unter

Anwendung von Hardox Verschleißstahl

hergestellt wurde und ein Premiumprodukt

darstellt, welches auch unter

härtesten Betriebsbedingungen eine

ausgezeichnete Beständigkeit gegen

abrasiven Verschleiß aufweist. Nur

führende Hersteller, deren Produkte die

Qualitätsvorgaben von SSAB erfüllen,

erhalten diese Lizenz, um auf ihren

Produkten das „Hardox In My Body“

Zeichen anzubringen. Diese Unternehmen

haben umfangreiche Fachkenntnisse über

die Eigenschaften des Stahls. Sie kennen

die Vorteile der Hardox-Produkte und

wenden diese Kenntnisse bei der Produktentwicklung

an. „Hardox in My Body“

Hersteller profitieren zudem von einem

bevorzugten Zugang zu aktuellem

Know-how von SSAB bei Werkstofftechnik,

Anwendungen und Fertigungsverfahren.

Einhebel-Bedienung

mit vielen Vorteilen

In der Bedienung setzt Stetter nicht nur

auf Komfort. Neben einer praktischen

Einhebel-Bediensteuerung ist als Option

die komfortable und einfach zu bedienende

Mischersteuerung Smart 3.0 verfügbar. Sie

sorgt für eine gleichbleibend niedrige

Trommeldrehzahl (Constant Speed Drive)

– unabhängig von der Fahrgeschwindigkeit

des Fahrmischers. Durch die Vermeidung

von unnötigen Trommelumdrehungen

reduziert sich der Trommelverschleiß und

natürlich auch der Kraftstoffverbrauch

spürbar. Typische Vorgänge wie das

Beladen und das Entleeren in Betonpumpen

und Betonkübeln werden vereinfacht

und Fehlerquellen damit minimiert.

www.ssab.com | www.schwing-stetter.com

www.schwing-auftragsfertigung.at

Stetter montiert seine Mischaufbauten auf alle gängigen Lkw Chassis.

BAUBLATT.ÖSTERREICH APRIL 2021

83


„Es war ein logischer Schritt,

dass für verwertbare Mineralstoffe

ein Verbot der Deponierung

auf politischer Ebene ausgesprochen

wird“, betont Martin

Car, Geschäftsführer des BRV.

Im Sinne der europäischen

Vorgaben

zur Stärkung der

Kreislaufwirtschaft

hat sich Österreich

entschlossen, in gut

zwei Jahren das

Deponieren von den

meisten mineralischen

Baustoffen

zu verbieten.

ÖSTERREICHISCHER BAUSTOFF-RECYCLING VERBAND

Ausblick auf das Deponieverbot für

Beton, Asphalt und Straßenaufbruch

D

amit wird der letzte Schritt einer seit

Jahrzehnten positiven Entwicklung

zur Verwertung von Baurestmassen

gesetzt: über 80% der mineralischen

Fraktion ist in Österreich schon bisher der

Verwertung zugeführt worden, mehr als 7

Mio. t Recycling-Baustoffe kamen Jahr für

Jahr zum Einsatz. Baustoff-Recycling wird

seit 1990 in Österreich professionell

betrieben – ob mobil auf Baustellen oder

stationär. Aufbereitungsanlagen sind

flächendeckend vorhanden, das Qualitätsmanagement

ist nach nationalen und

europäischen Vorgaben im Spitzenfeld

Europas angesiedelt.

Deponieverbot der Zukunft

Mit 1. April 2021 wurde mit BGBl. II

144/2021 die Deponieverordnungsnovelle

veröffentlicht. Eine zentrale Bedeutung

für das Baustoff-Recycling ist durch die

Ergänzung des § 1 hinsichtlich Kreislaufwirtschaft

in Kraft getreten: Zur Schaffung

einer Kreislaufwirtschaft soll im

Einklang mit der Abfallhierarchie angestrebt

werden, dass Abfälle, die sich für

Recycling und andere Formen der Verwertung

eignen, zukünftig nicht auf Deponien

zur Ablagerung angenommen werden.

Folgende Abfälle können ab 1.1.2024

nicht mehr auf einer Deponie abgelagert

werden: Ziegel aus der Produktion,

Straßenaufbruch, technisches Schüttmaterial,

Betonabbruch, Gleisschotter, Asphalt,

Einkehrsplitt und Recycling-Baustoffe der

Qualitätsklasse U-A. „Baustoff-Recycling

ist österreichweit als Stand der Technik

anzusehen. Seit über 30 Jahren wurde

nach den Richtlinien für Recycling-Baustoffe

des Österreichischen Baustoff-Recycling

Verbandes ein Markt aufgebaut, an

dem heute hunderte Produzenten teilhaben.

Seit 2016 gibt es ein vorzeitiges

Abfallende für Recycling-Baustoffe mit der

besten Umweltqualität. Der Anteil an zu

deponierendem Material betrug schon

bisher nur mehr 7% der mineralischen

Baurestmassen. Es war der logische

Schritt, dass für verwertbare Mineralstoffe

ein Verbot der Deponierung auf politischer

Ebene ausgesprochen wird“, so Martin

Car, langjähriger Geschäftsführer des

Österreichischen Baustoff-Recycling

Verbandes (BRV).

Das Deponierungsverbot betrifft aber

nicht nur die angeführten Stoffgruppen,

sondern auch Gipsplatten. In modernen

Gebäuden kann Gips bis zu 7% der

verbauten Materialien ausmachen. Ab

1.1.2026 dürfen Gipsplatten, Gipswandbauplatten

und faserverstärkte Gipsplatten

(Gipsplatten mit Flies-Armierung,

Gipsfaserplatten) nicht mehr deponiert

werden. Ausgenommen davon werden jene

Platten sein, bei denen im Zuge der

Eingangskontrolle in einer Recycling-

Fotos: Shutterstock; BRV

84 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


WIRTSCHAFT + MÄRKTE

Mehrere Abfälle, darunter

auch Betonabbruch, können ab

1.1.2024 nicht mehr auf einer

Deponie abgelagert werden.

Jahre und fallen damit in die nun festgelegte

Frist des Deponierungsverbotes. Es

ist daher klug, sich schon bei derzeit in

Planung befindlichen Ausschreibungen auf

die neue Situation einzustellen. Dabei hilft

im Tiefbau auch ein Blick in die neue

Standardisierte Leistungsbeschreibung

Verkehr und Infrastruktur (LB-VI),

herausgegeben von der Österreichischen

Forschungsgesellschaft Straße-Schiene-

Verkehr (FSV). Eine eigene Leistungsgruppe

definiert Ausschreibungstexte für

die Verwertung. Aber schon in den

allgemeinen Vorbemerkungen wird auf

den Vorzug der Verwertung gegenüber der

Deponierung eingegangen. Mit 1. Mai

2021 erfolgt die Neuauflage der LB-VI in

Form der Version 6, die auch hinsichtlich

Bodenaushub neue Festlegungen trifft.

Anlage für Gipsabfälle nachweislich

festgestellt wird, dass sie nicht von

ausreichender Qualität sind, um daraus

Recycling-Gips herzustellen. Die längere

Übergangsfrist ist schon deswegen nötig,

da es in Österreich kein flächendeckendes

Gipsrecycling gibt und die entsprechende

Logistik erst aufgebaut werden muss.

Mit Ende des Jahres 2026 wird auch

das Ablagern von Künstlichen Mineralfasern

(KMF) – ob als gefährlicher Abfall

oder in ungefährlicher Form – ebenso

nicht mehr erlaubt sein. Hier erwartet sich

die Umweltabteilung des zuständigen

Bundesministeriums, dass ebenso entsprechende

Aufbereitungswege in den nächsten

fünf Jahren von der Wirtschaft

geschaffen werden. Dennoch wird dieser

Schritt noch in den nächsten Jahren

evaluiert werden, um keine Entsorgungsengpässe

zu schaffen.

Baustoff-Recycling als Zukunft

Baustoff-Recycling wird damit die Lösung

der Zukunft. Alleine im Tiefbau liegen 60%

der Massen, die jemals verbaut wurden –

in Straßen, Schienenwegen, Leitungsbau

oder sonstiger Infrastruktur. Diese

Baustoffe unterlagen beim Einbau

hochqualitativen und normierten Anforderungen.

Diese hochwertigen Baustoffe sind

bestes Ausgangsmaterial für neue

Baustoffe der Kreislaufwirtschaft. Asphalt

kann nicht nur granuliert im Tragschichtenbau

einer Straße oder eines Parkplatzes

eingesetzt werden, sondern als

hochwertiges Gestein (Zuschlagstoff) in

Heißmischanlagen Verwendung finden.

Beton kann sowohl ungebunden als

Betongranulat zum Einsatz kommen, aber

auch in gebundener Form, z.B. für die

Betonproduktion – ein eigener Teil der ÖN

B 4710 beschäftigt sich mit Recyclingbeton.

Technisches Schüttmaterial kann in

gleicher Form wiederverwertet werden, für

Gleisschotter gibt es sowohl onsite als

auch offsite gute Verwertungswege. Alle

Recycling-Baustoffe unterliegen einer

ständigen Qualitätskontrolle – Vorgaben

dazu gibt es in rechtlicher (RBV) als auch

in technischer Hinsicht (Normen); eine

Zusammenfassung der wichtigsten

Grundlagen bietet der BRV in Form der

„Richtlinien für Recycling-Baustoffe“ an,

die auch als Grundlage für die Ausschreibung

dienen.

Ausschreibung der Zukunft

Bauausschreibungen sollten sich schon

heute auf diese neue Situation einstellen:

Viele geplante Bauvorhaben brauchen bis

zur Umsetzung und Beendigung mehrere

Der Markt ist groß

Mehrere Länder Europas haben Deponiebeschränkungen

oder -verbote schon

ausgesprochen oder in Planung. Warum

folgt Österreich jetzt nach? Ein Grund ist

sicherlich, dass man seitens der Politik

wartete, bis der Markt entsprechend groß

genug ist, um ohne Preissteigerungen oder

effektive Marktbeschränkungen ein

Deponierungsverbot festlegen zu können.

Gleichzeitig möchte man die Naturressourcen

schonen – also nicht die Natur

belasten, sondern aus unseren Städten

und Infrastrukturanlagen, die rückgebaut

werden, Sekundärressourcen nützen. „Die

Kapazitäten der Betriebe des Österreichischen

Baustoff-Recycling Verbandes sind

bei weitem noch nicht ausgelastet – alleine

110 Anlagen, verteilt auf ganz Österreich,

könnten heute schon um 30% mehr

rezyklieren, als derzeit vorhanden“, betont

Car. Der Markt wird durch die neuen

Regelungen nicht kleiner werden. Bei der

Entsorgung sind schon bislang viel mehr

Recycling-Anlagen als Baurestmassendeponien

tätig, bei der Baustoff-Produktion

gibt es weiterhin überwiegend Primärbaustofferzeuger,

die von den Baustoff-Recycling-Produzenten

ergänzt werden. Nähere

Informationen gibt der Baustoff-Recycling

Verband über Informationsblätter und

Seminare – z.B. über die neuen Deponievorschriften

oder den richtigen Abbruch.

www.brv.at

BAUBLATT.ÖSTERREICH APRIL 2021

85


FUHRPARK

FACTS

Motor: 2,0 Liter 4-Zylinder-Turbodiesel,

147 kW (200 PS)

Eigengewicht: 1.798 kg

Sitzplätze: 4+1

Anhängelast (ungebremst/

gebremst): 750 kg/2.200 kg

Testverbrauch: 8,2 l/100 km

Listenpreis: 76.974,60 Euro

(inkl. MwSt. & NoVA)

+ optisch gelungen

+ für 200 PS moderater Verbrauch

+ riesiger Kofferraum

- tiefe Sitzposition

- preislich entsprechend positioniert

- Head-up-Display wirkt billig

E

s gibt Testkandidaten, da genügt

vorweg ein Blick in die Fahrzeugunterlagen

und Du weißt, warum Dir dieser

Job auch nach 25 Jahren noch wirklich

Spaß macht. Beim VW Arteon war dies

relativ schnell klar. Bestückt mit all den

Dingen, von denen wir in jungen Jahren

bestenfalls geträumt haben, soll er in der

Mittelklasse der Wolfsburger einen

Hauch von Eleganz und Premium-Spirit

versprühen. Das Wichtigste dabei: Er

will auf jeden Fall mehr sein, als ein

aufgemascherlter Passat, was ihm aber

VW ARTEON SB R-LINE TDI DSG 4MOTION

Auffallend – der face geliftete

VW Arteon Shooting Brake

macht als Firmen-Pkw eine

wirklich ausgezeichnete Figur.

Sag bitte nicht Passat zu ihm

auch spielend gelingt. Aus unternehmerischer

Sicht ist der schnittige Volkswagen

der Prototyp eines Firmenautos.

Praktisch, da schnittiger Kombi, im

Fachjargon Shooting Brake genannt.

Allradantrieb (ein Muss für den Bau),

bequem zu fahren dank DSG und

natürlich auch langstreckentauglich

(wobei hier der Querverweis zu den 200

PS des 2,0 l Turbodiesels mit einem

Lächeln auf den Lippen auf das elektronische

Papier gebracht wird). Für das

Kind im (Geschäfts)Mann gäbe es dann

z. B. auch noch eine herrliche Ambientebeleuchtung

mit bis zu 30 verschiedenen

Farben, die in der ersten und zweiten

Reihe für heimelige Atmosphäre sorgt.

Heimeliger geht es übrigens auch an der

Tankstelle zu. 8,2 l/100 km sind für diese

Leistungsklasse im überwiegend

regionalen Einsatz ein ausgezeichneter

Wert.

Fazit: Ein ausgesprochen edler

Vertreter der Mittelklasse, bei dem auch

im Arbeitsalltag der Spaßfaktor nicht zu

kurz kommt.

SUZUKI ACROSS 2.5 PHEV E-FOUR E-CVT

Getankt wird auch an der Steckdose

S

chon mächtig, was Suzuki da auf den

Asphalt gezaubert hat. 4,64 m x 1,86

m Grundfläche hätten vor vier Jahrzehnten

noch locker dazu gereicht, um zumindest

eineinhalb Suzuki SJ (das ab 1981

gebaute Geländewagen-Hupferl) darauf zu

parken. Heute sind es die Abmaße des

neuen Suzuki Across Plug-in Hybrid. Der

mit einer Systemleistung von charmanten

225 kW (oder 306 PS) sehr deutlich zeigt,

wo Suzuki mit dem neuen Top-Modell und

gleichzeitig der erste Plug-in Hybrid der

Japaner, hin möchte: nämlich ganz nach

Umweltfreund – der neue

Suzuki Across ist ein

absolut alltagstauglicher

Plug-in Hybrid.

oben. Dass der Hybrid-Gedanke mit bis zu

75 km rein elektrischer Reichweite im

Alltag tatsächlich sehr gut funktionieren

kann, haben unsere 14 gemeinsamen Tage

mit dem Across gezeigt. Ein einziger

Tankstopp, und der nur, um den Suzuki

nahezu vollgetankt wieder zurückzustellen,

stand am Programm. Daher finden Sie

auch bei den Facts ausnahmsweise keinen

Kraftstoffverbrauch, sondern den

Tankinhalt, sowie die elektrische

Reichweite angegeben.

Das rein elektrische Vorankommen mit

FACTS

Systemleistung: 225 kW (306 PS)

Eigengewicht: 1.947 kg

Sitzplätze: 4+1

Tankinhalt: 55 l

elektrische Reichweite: max. 75 km

Listenpreis: 57.990,– Euro

(inkl. MwSt. & NoVA)

+ vernünftige Antriebskombination

+ einprägsames Design

+ großes Platzangebot

- nur eine Konfiguration möglich

- saftiger Preis

- riesige Mittelkonsole

dem Suzuki Across könnte unkomplizierter

nicht sein. Sogar an herkömmlichen

230 V-Steckdosen ist er in spätestens acht

Stunden vollgeladen. Bedarf es bei

weiteren Ausfahrten der Kraft fossiler

Energiequellen, sind die 55 l Benzin an

Bord Reisekapital genug, um auch einen

kilometerintensiven Arbeitstag ohne extra

Tankstopp herunterspulen zu können.

Fazit: Willkommen in der Suzuki-

Familie. Unsere Sympathien sind dem

Neuankömmling garantiert.

86 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


Gelungen – das letzte

Facelift verpasste dem

Mitsubishi L200 eine

deutlich markantere

Frontpartie.

MITSUBISHI L200 DI-D 2,2 DIAMOND

Alles, nur nicht arbeitslos

D

er erste Griff geht ins Leere. Und

schon wieder vergessen: Der

Mitsubishi L200 ist ein Linksstarter, so es

diese Bezeichnung überhaupt gibt. Soll

heißen, der Knopf, um den 150 PS starken

2,3 l-Turbodiesel zum Leben zu erwecken,

ist links neben der Lenksäule, nicht wie

sonst üblich rechts. Das wäre dann aber

auch die einzige wirkliche Hürde, die

zwischen dem frisch facegelifteten Pick Up

und Dir steht. Sein neues Gesicht passt

dem Urgestein des heimischen Pick

Up-Marktes ausgesprochen gut. Im Profil

betrachtet, wirkt es mit dem schräg nach

hinten verlaufenden Kühlergrill sogar ausgesprochen

windschnittig. Was an den

wirklichen Stärken des L200 selbstverständlich

nichts verändert hat. Wer mit

ihm arbeiten möchte, darf das auch. Oder

besser: ist gut beraten, auf ihn zu setzen.

Leiterrahmen, Blattfedern und 963 kg

Nutzlast wollen im Fall der Fälle nur

eines: gefordert werden.

Das ruppige Fahrverhalten im unbeladenen

Zustand gehört dabei irgendwie

dazu. Nein, noch besser, es würde irgendetwas

beinahe lieb gewonnenes fehlen,

wenn der L200 mit leerer Ladefläche nicht

etwas unbeholfen über Schlaglöcher oder

Straßenbahnschienen rumpelt. Das war

schon vor mittlerweile 25 Jahren so, als

wir die erste in Österreich erhältliche

L200-Generation (die zweite Generation in

der Mitsubishi-Geschichte) über unsere

Testrunde pilotiert haben. Sind die 963 kg

Nutzlast zu wenig, wartet darüber hinaus

noch eine Anhängelast von satten 3,1 t.

kurzen Abstecher ins Gelände einzuplanen.

Gelände heißt dabei aufgelassener

Steinbruch oder stillgelegte Motocross-

Strecke. Der Mitsubishi meistert beide

Ausflüge ausgesprochen gelassen. 6-Gang-

Automatik und 2,3 l-Turbodiesel können

auch ganz entspannt miteinander umgehen.

Wenn es hart auf hart kommt, gibt es

immer noch eine Geländeuntersetzung,

sowie eine Differentialsperre.

Zurück in der Zivilisation könnte die

Automatik den nicht ganz 2,1 t schweren

Pick Up bestenfalls bei Überholvorgängen

ein wenig flotter auf Trab bringen. Beim

gemütlichen Dahinrollen gibt es an der

Schaltgeschwindigkeit nichts auszusetzen.

Das spiegelt sich letztlich auch im

Kraftstoffverbrauch wider. 9,1 l/100 km im

gemischten Einsatz mit überwiegendem

Kurzstreckenanteil in ländlichem Umfeld

sind ein tadelloser Wert.

Arbeit – mit 963 kg

Nutzlast lässt sich

schon einiges

anfangen.

Gewöhnungsbedürftig

– der links

neben der Lenksäule

sitzende

Start/Stop-Knopf.

FACTS

Motor: 2,3 Liter 4-Zylinder-Turbodiesel,

110 kW (150 PS)

Eigengewicht: 2.072 kg

Nutzlast: 963 kg

Anhängelast (ungebremst/

gebremst): 750 kg/3.100 kg

Testverbrauch: 9,2 l/100 km

Listenpreis: 36.658,– Euro

(exkl. MwSt.)

+ unverändertes Arbeitstier

+ gelungenes Facelift

+ hohe Nutz- und Anhängelast

- nur ein Motor im Programm

- mechanische Handbremse

- schwere Heckklappe

Fazit: Nach außen hin wirkt der

Mitsubishi L200 edler denn je. Dass er im

Spind immer noch seine Arbeitskleidung

hängen hat, in die er ohne lang nachzudenken

auch hineinschlüpft, macht die

Sache erst so richtig interessant.

Ab ins Gelände

Offene Türen läuft der aktuelle L200 bei

uns mit seinen Offroad-Genen ein. Kein

Pick Up-Test, ohne wenigsten einen

BAUBLATT.ÖSTERREICH

APRIL 2021

87


FUHRPARK

Fliegl präsentiert den 2-Achs-Satteltieflader

SZS 310 T mit 22 t Nutzlast. Bei einer Gesamtlänge

von 11.400 mm bietet er eine 7.120 mm lange

Tiefladeplattform.

FLIEGL FAHRZEUGBAU

Kurz und wendig: Satteltieflader

mit zwei Lenkachsen von Fliegl

Ein 2-Achs-Satteltieflader mit 22 t Nutzlast und hydraulisch gelenkten Achsen läuft auch

bei Fliegl nicht jeden Tag vom Band. Das Besondere: Die beiden Trommelbremsachsen des

SZS 310 T werden hydraulisch zwangsgelenkt, ein Geber am Königszapfen bzw. der Sattelplatte

greift dazu die Lenkbewegung ab und steuert elektronisch die Lenkhydraulik.

F

ür besonders enge Kurven und bis zu

einer Geschwindigkeit von 25 km/h

kann eine Nachlenkfunktion über eine

Funkfernbedienung aktiviert werden.

Ebenfalls ganz komfortabel per Funkfernbedienung

lassen sich die verzinkten

Auffahrrampen heben, senken und seitlich

verschieben. Aufgrund ihrer Länge von

3,6 m sind die Rampen zweiteilig ausgeführt,

mit automatischer Seilzugstreckung.

Dank 24-t-Stützwinde kann der Trailer

auch beladen abgestellt werden. In dem

Zusammenhang zahlt sich das eigene

Elektrohydraulikaggregat aus, das neben

der Fahrzeugelektrik auch von zwei

Batterien im Trailer mit Strom versorgt

wird: So können die beiden Heckstützen

hydraulisch ein- und ausgefahren werden,

selbst wenn gerade kein Zugfahrzeug vor

Ort ist. Das Elektrohydraulikaggregat

sowie die beiden Batterien befinden sich

jeweils in einem Staukasten aus rostfreiem

Edelstahl; ein weiterer Edelstahlkasten

dient als reguläres Staufach.

In die Überfahrschräge zum Schwanenhals

ist ein zusätzliches Staufach eingelassen;

in der Schräge verbirgt sich zudem

eine Aussparung für einen Arbeitsscheinwerfer.

Der ist dort ebenso gut geschützt

wie die in den Rahmen integrierten

Seitenbegrenzungsleuchten. Vier weitere

Arbeitsscheinwerfer, zwei am Heck, zwei

seitlich vor den Achsen, sorgen für Licht

und Sicherheit.

Für einen optimalen Reibbeiwert bei

der Ladungssicherung sorgt der 70 mm

starke Weichholzboden, mit dem sowohl

die Tiefladefläche vor den Achsen als auch

die Heckanschrägung sowie die Rampen

belegt sind. Der 4 m lange Schwanenhals

Die beiden Heckstützen können hydraulisch ein- und ausgefahren werden,

selbst wenn gerade kein Zugfahrzeug vor Ort ist.

ist mit einem Stahl-/Riffelblechbelag

ausgestattet, ebenso der Bereich über den

Radkästen. Der lange Schwanenhals

ermöglicht es zudem, auch 4-Achs-Zugmaschinen

zu verwenden, wie sie in der

bergigen Schweiz und in Österreich öfter

eingesetzt werden – dorthin wird der

Trailer geliefert.

Um trotz einer Gesamtlänge von

11.400 mm eine 7.120 mm lange Tiefladeplattform

zu erreichen, wurde die Heckanschrägung

extra kurz ausgeführt.

Der Achsabstand wurde hingegen auf

1.810 mm verlängert. Dadurch ergibt sich

für die Achsgruppe eine zulässige Achslast

von 20 t – damit eignet sich der Tieflader

auch für größere Kettenbagger.

Damit diese sicher zur nächsten

Baustelle gelangen, bietet der SZS 310 T

jede Menge Zurrpunkte zur Ladungssicherung:

4 Ringzurrösen mit je 5 t Zugkraft

befinden sich auf dem Schwanenhals;

hinzu kommen 18 Zurrpilze mit je 10 t

Zugkraft oben seitlich im Außenrahmen,

davon 4 auf dem Schwanenhals und 14 auf

der Tiefladefläche. Weitere 14 Ringzurrösen

sind anstelle der üblichen Rungentaschen

in den Außenrahmen eingelassen.

Im Boden der Heckanschrägung befindet

sich ein zusätzliches Paar Klappzurrösen

mit 10 t Zugkraft. Beim SZS 310 T

übernimmt das Wabco SmartBoard die

Achslastanzeige und liefert zudem weitere

System- und Diagnosemeldungen. Der

Rahmen wurde aufwendig flammspritzverzinkt,

Lohn der Mühe sind 20 Jahre

Gewährleistung gegen Durchrostung.

www.fliegl.com | www.fliegl-fahrzeugbau.de

88 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


SERVICE

KURZURLAUB VON DER BAUSTELLE

Der Sommer wird (hoch)königlich

Am Fuße des Hochkönigs – da, wo sich Sommer wie Winter die Bergfexe

der Welt zum fröhlichen Aktivsein treffen – steht ein Hotel, das den

alljährlichen Urlaub in vielerlei Hinsicht perfekt macht.

D

ie Suche nach dem Sommerglück

beginnt für viele ganz unspektakulär.

In der Regel möchte man einfach mal

wieder dem Alltag, dem Job, der Stadt

entkommen und in die almwiesengrüne,

stille Natur eintauchen. So bucht man den

Urlaub im verträumten Salzburger Land,

wo die Bergwelt herrlich unberührt ist.

Schnell merkt man, dass die allgemeine

Mangelware Zeit hier intensiv genutzt

werden möchte: Mit der Hochkönig Card,

die einem bei der Ankunft im Drei Sterne

Superior Hotel Niederreiter überreicht

wird, kann man nämlich viel erleben. Die

einen tun das auf dem 250-km-stolzen

Wandernetz der Region, denn der Bus, der

einen an den Ausgangspunkt bringt, ist

schließlich inkludiert. Die anderen machen

die umliegende Bergwelt auf zwei Rädern

unsicher – auch dazu ebnet die Card den

Weg, lässt sie einen doch ganz uneingeschränkt

und kostenlos die Seilbahnen der

Region nutzen. Je nach Lust und Laune

können Wanderer und Radler auch an den

wöchentlich stattfindenden geführten

Touren teilnehmen. Danach zur Abkühlung

noch eben in eins der örtlichen

Schwimmbäder gehüpft? Auch kein

Problem – und dank der Card ebenso

kostenlos.

Was außerdem ganz selbstverständlich

zum Urlaub in Maria Alm gehört, ist die

Kulinarik. Im Falle Niederreiter: das

typisch-österreichische Menü, das abends

begleitet von einem stimmigen Tropfen im

Hotelrestaurant serviert wird. Aber auch

die in unwiderstehliche Schokoladenglasur

oder knusprigen Blätterteig gehüllte

Mehlspeise, die nach dem Aktivsein in die

hauseigene Konditorei lockt.

Für weitere Informationen steht das

Team des Drei Sterne Superior Hotel

Gasthof Niederreiter in Maria Alm unter

info@niederreiter.com gerne zur Verfügung.

www.niederreiter.com

Zum sommerlichen Glücksgefühl à la Maria

Alm gehört auch der emotionale Höhenflug, der

einen überkommt, wenn man auf einem Gipfel steht,

mit dem man schon vom Zimmerbalkon aus

geliebäugelt hat.

BAUBLATT.ÖSTERREICH APRIL 2021

89


SERVICE

BÜCHER

CONTROLLING FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE

Linde Verlag; 800 Seiten; 4. Auflage 2021

ISBN: 9783714303209; 68,00 Euro

Führungskräften des mittleren und des Top-

Managements, die keine klassische Controlling-

Ausbildung absolviert haben, jedoch aufgrund

von Karriereschritten zunehmend mit Kostenund

Finanzinformationen konfrontiert werden,

ermöglicht dieses Buch einen breiten und

zugleich tiefgehenden Einblick in das Fachgebiet.

Der Schwerpunkt liegt dabei auf den praxisrelevanten

Aspekten wie z.B. dem Kostenmanagement.

Das modulare Lehrkonzept mit zahlreichen

Beispielen und Fallstudien erleichtert das

autodidaktische Aneignen der Inhalte und

ermöglicht es, ein generalistisches Gesamtverständnis

von diesem Themenfeld zu entwickeln.

Die vierte Auflage beinhaltet eine grundlegende

Überarbeitung im Bereich des Kostenmanagements sowie zahlreiche

Aktualisierungen, Ergänzungen bzw. Erweiterungen, wie beispielsweise einen

Abschnitt zu den zentralen Auswirkungen der Digitalisierung auf das

Controlling.

www.lindeverlag.at

HOLISTISCHES CHANCEN-RISIKEN-

MANAGEMENT VON GROSSPROJEKTEN

Konrad Bergmeister; 258 Seiten; 58 Abbildungen

ISBN: 978-3-433-03330-2; 39,90 Euro

Gerade bei großen Bauprojekten verursacht das Eintreten von nicht erwarteten,

extremen Ereignissen wie Naturgefahren, der Einsturz einer Brücke

oder der Brand in einem Tunnel oft eine auch öffentlich wahrgenommene

Schockwirkung. Aber auch die Überschreitung von Kosten und Bauzeiten,

bedingt durch unbekannte Risiken, verursachen Ängste und Schuldzuweisungen.

Das Buch zeigt einen möglichen Weg auf, wie solchen unbekannten

Risiken aber auch Chancen begegnet werden kann. Basierend auf wissen-

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schaftlichen Grundlagen und

umfangreichen praktischen

Erfahrungen wird ein strukturiertes

holistisches Chancen-

Risiken-Management für

Großprojekte erläutert. Auch auf

die Corona-Thematik wird aus

Sicht des Chancen-Risiken-Managements

eingegangen.

Autor Konrad Bergmeister ist

Leiter des Instituts für Konstruktiver

Ingenieurbau der Universität

für Bodenkultur Wien. Er ist

Herausgeber des Beton-Kalender

und der Fachzeitschrift Beton- und Stahlbau. Bis 2019 war er

verantwortlich für Planung und Bau des Brenner Basistunnels,

davor Chefingenieur der Brennerautobahn. Jetzt arbeitet er wieder

als Baukulturingenieur, wo das Büro Bergmeister mit Kompetenzen

in allen klassischen Ingenieurdisziplinen in Brixen, München, Wien

und Zürich tätig ist.

www.ernst-und-sohn.de

BAURECHTSGESETZ

Buch gebunden; 272 Seiten; 1. Auflage 2021

ISBN: 9783707343366; 58,00 Euro

Zivilrechtlich teilen Bauwerke grundsätzlich das rechtliche

Schicksal der Liegenschaft, auf der sie sich befinden. Als relevante

Ausnahme von diesem Grundsatz kennt das österreichische

Zivilrecht das Baurecht nach dem

BauRG 1912. Durch die Einräumung

eines Baurechts kann ein

fremdes Grundstück bebaut

werden. Der wesentliche Vorteil

eines solchen Baurechts: Die

Errichtung eines Gebäudes wird

ermöglicht, ohne dass dafür ein

Grundstück erworben werden

muss. Aufgrund der stark

gestiegenen Grundstückspreise

erfreut sich das Baurecht

demnach auch immer größerer

Beliebtheit.

Mit diesem Kommentar zum

Baurechtsgesetz liegt eine umfassende, aktuelle und übersichtliche

Kommentierung des BauRG 1912 unter Berücksichtigung der

jüngsten Entwicklungen – insbesondere von Literatur und

Rechtsprechung – vor. Renommierte Experten aus den verschiedenen

steuer- und rechtsberatenden Berufen behandeln ausführlich

die ertrag-, umsatz- und grunderwerbsteuerlichen Auswirkungen

sowie die bilanziellen Konsequenzen. Dem Rechtsanwender

wird dabei eine klar gegliederte Darstellung der zivilrechtlichen

Rechtsgrundlagen gegeben, welche als praktisches Nachschlagewerk

und Handbuch dient. Ergänzt wird das Werk durch einen

Mustervertrag samt Erläuterungen. Der Beratungspraxis steht

damit ein perfekt auf ihre Bedürfnisse ausgerichteter, profunder

Kommentar zur Verfügung.

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90 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH


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