Baublatt Magazin April 2021
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NR. 4 | 2021
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12 | Linzer Westring
Aktueller Baufortschritt im
ersten Abschnitt der A 26
20 | Zweiwegebagger
Erster Cat M323F Österreichs
bei Winkler in Frauental
70 | Beton
Innovatives Wechselsystem für
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EDITORIAL
Schon wieder Linz
Nachdem wir in der letzten Ausgabe
sehr ausführlich über den Einschwimmvorgang
der Neuen Donaubrücke
Linz berichtet haben, sind wir nun ein
kleines Stück weiter flussaufwärts gefahren.
Denn auch der erste Bauabschnitt des Linzer
Westrings lässt das Herz von jedem Bautechniker
höherschlagen. Ein sehr komplexes
Bauvorhaben, das zurzeit noch vom Tunnelvortrieb
für die Anschlussstellen der A 26
unter beengten Verhältnissen geprägt ist und
das wir ebenfalls sehr ausführlich beleuchten.
Voller Vorfreude blicken wir schon heute auf
die Montage der spektakulären Hängebrücke,
auch wenn das noch ein wenig dauert.
Nach wie vor steht die Bauwirtschaft
wie ein Fels in der
Brandung. In vielen Betrieben
herrscht Zufriedenheit mit der
momentanen Situation, vor
allem wenn man sich die
Probleme in anderen Branchen
vor Augen führt. Aber auch
wenn die Auftragslage gut ist
und die Schwimmbadbauer
schon wieder auf Monate hinaus
ausgebucht sind, der Facharbeitermangel
und die steigenden
Rohstoffpreise erzeugen bei so
manchem Firmenchef Sorgenfalten.
Neben der Preisexplosion
beim Stahl werden Dämmstoffe
oder Kunststoffrohe zur Mangelware und
die Zementhersteller warnen bereits vor
möglichen Engpässen. Eine Entwicklung, die
natürlich auch für die brummende Bauwirtschaft
problematisch werden kann.
Andererseits ist es erfreulich zu sehen, dass
viele Betriebe in ihre Zukunft investieren und
sich durch neueste Gerätetechnik einen
Vorteil verschaffen. Ein schönes Beispiel ist
die Firma Bau Mayr im oberösterreichischen
Karl Englert
Verlagsleiter und Herausgeber
BAUBLATT.ÖSTERREICH
Waldzell. Sie hat sich für ein neues und sehr
spezielles Wechselsystem entschieden, das
von den Firmen Liebherr, Volvo Trucks und
Meiller in enger Zusammenarbeit entwickelt
wurde. Ein weiteres gerätetechnisches
Highlight in dieser Ausgabe ist natürlich der
erste Cat Zweiwegebagger Österreichs, der
vor kurzem an die Firma Winkler in Frauental
übergeben wurde. Etwas untergegangen
ist die Deponieverordnungsnovelle, die
Anfang April veröffentlicht wurde. Der
zentrale Punkt: Ab 2024 können Abfälle, die
sich für Recycling und andere Formen der
Verwertung eignen, nicht auf Deponien zur
Ablagerung angenommen werden. Zu all
diesen Themen finden Sie
ausführliche Beiträge in dieser
Ausgabe.
Apropos Recycling: Österreich
kann mit stolz auf die heimischen
Unternehmen blicken, die
sich mit modernster Gerätetechnik
auch weltweit an der
Spitze der Branche etabliert
haben. Namen wie Hartl, Rubble
Master oder SBM sind in vielen
Ländern ein Begriff. Kurz vor
Redaktionsschluss erreichte uns
leider die traurige Nachricht,
dass mit Wolfgang Kormann ein
weiteres Urgestein der heimischen
Aufbereitungsbranche
verstorben ist. Er gründete 2004 die Firma
Rockster und machte die Marke mit viel
Einsatz auch international bekannt. In vielen
Gesprächen haben wir seine technische, aber
auch seine menschliche Kompetenz schätzen
gelernt. Das Team von Baublatt.Österreich
trauert mit den Angehörigen und Kollegen
um einen Großen der Branche.
Meint herzlichst
Ihr Karl Englert
Perfekter Allrounder: der
neue Cat Radlader 920-14A
Auch als Abfallentsorgungsmaschine
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von 4.200 mm.
IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe April 2021, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Tel.: +43/1/3100700-100, Fax: +43/1/3100700-600, E-Mail: office@specialmedia.com, Firma des Herstellers: Bauer Medien Produktion- und Handels GmbH,
Verlagsort: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Herstellungsort: Baumannstraße 3/19, 1030 Wien, Anschrift der Redaktion: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Name des Herausgebers: Karl Englert, Anschrift des Herausgebers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Geschäftsführung: Prof. Hans-Jörgen Manstein und Prof. Ing. Mag. Michael Grabner Verlagsleitung: Karl Englert (KE), karl.englert@ specialmedia.com, DW 800,
Office Management, Anzeigenverrechnung und Redaktionsassistenz: Katja Böhmer (KB), katja.boehmer@specialmedia.com, DW 100,
Chefredakteur: Alexander Riell (AR) alexander.riell@specialmedia.com, DW 840, Grafik: Manfred Fürst
Grundlegende Richtung: BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin für die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung
über Baumaschinen, -geräte und –technik, Web: www.baublatt.at.
BAUBLATT.ÖSTERREICH: erscheint monatlich, 10x jährlich mit zwei Doppelnummern, Auflage: 11.500 Exemplare, Einzelpreis Inland € 10,– Jahresabonnement (10 Hefte) € 70,–
(alle Preise inkl. 10% MwSt.), Auslandsabonnements auf Anfrage, Bankver bindung: Erste Bank, BLZ: 20111, Konto: 291 2145 2900, IBAN: AT85 2011 1291 2145 2900,
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4 APRIL 2021
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70
Liebherr,
Die Firma Bau Mayr in Waldzell investierte in ein
innovatives Wechselsystem, das von den Firmen
Volvo Trucks und Meiller entwickelt wurde.
MENSCHEN + SZENE
08 Menschen bei Winkelbauer, Forum
Mineralische Rohstoffe, Wacker Neuson,
Mercedes-Benz Trucks Österreich, TU Graz,
Kohlschein, xelectrix Power und ZF.
PROJEKTE + PLANUNG
12 Linzer Westring: Wir berichten über den
Baufortschritt im ersten Abschnitt, wo auf
beiden Seiten der Donau der Vortrieb für
die Tunnel der Anschlussstellen an die
B 127 bzw. B 129 zügig voranschreitet.
MASCHINEN + TECHNIK
20 Zeppelin: Die in Frauental ansässige
Ing. Robert Winkler GmbH etabliert
ein neues Standbein im Bereich Bahnbau
und investierte dazu in den ersten Cat
M323F Zweiwegebagger Österreichs.
24 Wacker Neuson: Die angegebene
CO2-Reduktion der zero emission Reihe
wurde nun von TÜV Austria geprüft.
25 Rockster: Die Firma Rockster trauert um
Firmengründer Wolfgang Kormann.
26 Liebherr: Der neue Mobilbaukran
MK 73-3.1 punktet als kompakter Taxikran.
28 Bobcat: Das erste Exemplar des neuen
Kompakt-Radladers L85 hat das Werk in
der Tschechischen Republik verlassen.
30 MWT: Digitalisierte Wiegetechnik bedeutet
weniger Arbeitsaufwand und mehr Effizienz.
32 Rubble Master: Einsatz eines neuen
RM 120X hybrid, der sowohl rein elektrisch,
als auch dieselelektrisch betrieben werden
kann, bei einem Recyclingbetrieb in Israel.
33 Rototilt bedient mit einem erweiterten
QuickChange-Programm jetzt auch das
Kompaktsegment.
34 Motorex: Im Transport- und Baumaschinenbereich
setzt die Firma Schernthaner auf
ein modernes Leichtlaufmotorenöl.
36 Digando: Drei neue Partner erweitern das
Sortiment der Baumaschinen-Mietplattform
um in Echtzeit mietbare Arbeitsbühnen.
38 Kuhn: Die Firma Christian Sonnleithner
Transporte aus Piesendorf investierte vor
kurzem in den zweiten WA320-8.
40 HS-Schoch bietet auch für den Gartenund
Landschaftsbau Spezialwerkzeuge.
42 Liebherr: Für die geneigten Grundpfeiler
von Norwegens längster Eisenbahnbrücke
kommt ein LRH 600 zum Einsatz.
43 Felbermayr: Neuer Leiter der Bühnenvermietung
in Wien/Lanzendorf.
44 Dorn Lift: Geräte-Jubiläum krönt
erfolgreiche Zusammenarbeit mit Hinowa.
46 TWF: Für eine TBM-Rettungsmission in
Kalkutta wurde über mehrere Monate ein
Großdrehbohrgerät aus Wien eingesetzt.
47 Kiesel: Im Coreum in Stockstadt können
verschiedene Kompaktmaschinen auf
Demobaustellen getestet werden.
48 Kuhn: Komatsu-Hybridbagger beschickt
Aufbereitungsanlagen bei Hilti & Jehle.
49 ZF erweitert das Produktportfolio um
elektrische Antriebe für Mobilbagger.
50 Eisenwagen: Jüngster Neuzugang der
Firma Karner in Greifenstein ist ein Doosan
DX300NLC-7, der im Testbetrieb als
leistungsstarker Spritverächter überzeugte.
53 Mecalac: Hydraulischer Baggerdaumen
für die Modelle 6MCR und 7MWR.
6 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
INHALT
12
54 Kleemann: Neue Mobicat MC 110(i) EVO2
und zwei neue mobile Klassiersiebanlagen.
56 OilQuick: Nachrüstung bringt auch bei
älteren Modellen mehr Arbeitssicherheit.
58 Kohlschein: Kobelco präsentiert seinen
größten Kurzheck-Bagger im 38-t-Segment.
60 Hain Industrievertretung: Die Freyer
Hafenlogistik GmbH setzt im Materialumschlag
auf Pister Multikupplungen.
62 Kuhn Ladetechnik: An die Bezirksfeuerwehr
Steyr-Stadt wurde ein Palfinger PK-42002 SH
mit einem Hakengerät T-15 übergeben.
63 Ammann: Die Tandemwalzen ARX 23.1-2
und ARX 26.1-2 erfüllen die Stufe V.
64 MB Crusher: Optimierte Anbaugeräte
für Trockenmauern und bewehrte Erde.
65 Bauer: Innovatives Lift-Cell-Verfahren
bewährt sich in Kopenhagen.
66 Stabila: Vielseitiger Multilinien-Laser.
66 Bau Power Group bietet als neuen
Miet-Service Dynapac Kompaktfertiger
auch mit Maschinisten an.
67 Kuhn: Neuer Kompaktbagger PC88MR-11
überzeugt mit Effizienz und Leistung.
68 Kubota hat mit zwei neuen Modellen das
Angebot an Raupendumpern erweitert.
69 Humbaur: Neuer HTD 40 mit Radmulden.
70 Bau Mayr: Das in Waldzell ansässige
Unternehmen investierte in ein spezielles
Wechselsystem, das auf Kundenwunsch
von den Firmen Liebherr, Volvo Trucks und
Meiller gemeinsam entwickelt wurde.
73 Max Frank: Aufkantung aus Faserbeton
als verlorene Schalung für Betonfertigteile.
74 SBM: Die Umgestaltung des Basler Roche-
Areals in beengter Innenstadtlage ist durch
eine schwierige Material-Logistik geprägt.
Drei mobile Betonmischanlagen von SBM
Mineral zeigen bei dem Projekt ihre Stärken.
79 Lafarge warnt aufgrund der Nachfrage auf
Rekord-Niveau vor Zement-Engpässen.
80 Doka: Dank Software und Sensorik hatte
man beim neuen Bürogebäude der Firma
Fröschl den Bauprozess stets im Blick.
82 Stetter: Mit Hardox Verschleißblechen
wurden Verschleißfestigkeit und Nutzlast
der Fahrmischer nochmals optimiert.
84 Recycling-Branche: Im Sinne der
europäischen Vorgaben zur Stärkung
der Kreislaufwirtschaft hat sich Österreich
entschlossen, in gut zwei Jahren das
Deponieren der meisten mineralischen
Baustoffe zu verbieten.
86 Baublatt.Österreich Test:
VW Arteon SB R-Line TDI DSG 4Motion
Suzuki Across 2.5 PHEV E-Four E-CVT
Mitsubishi L200 DI-D 2,2 Diamond
88 Fliegl: Neuer 2-Achs-Satteltieflader mit 22 t
Nutzlast und hydraulisch gelenkten Achsen.
04 Editorial
BETON + SCHALUNG
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
FUHRPARK
STANDARDS
89 Service
Urlaubstipp: Drei Sterne Superior Hotel Gasthof
Niederreiter in Maria Alm; Literatur
MERLO ROTO
DER DREHBARE
WOLKEN
KRATZER
BURGKIRCHEN 07724 2107 mauch.at
BAUBLATT.ÖSTERREICH APRIL 2021
7
MENSCHEN + SZENE
WINKELBAUER
Erfolgreicher Online-Lehrlingstalk
Mit großem Erfolg ging Anfang April eine digitale Informationsveranstaltung
rund um die Lehre beim Maschinenbaubetrieb Winkelbauer in Anger über
die Bühne. Über 45 min. wurde in einem Livestream die Lehrlingsausbildung
des Unternehmens in all ihren Facetten beleuchtet. Über 250 Schülerinnen
und Schüler aus acht Schulen verfolgten die Livesendung. Diese konnten ihre
zahlreichen Fragen direkt via WhatsApp ins Sendestudio schicken, wo sie
dann live beantwortet wurden. „Wir danken allen Schulen und Direktoren,
die es uns ermöglicht haben, unseren Online-Lehrlingstalk durchzuführen.
Wir hoffen, dass unser Online-Event Früchte trägt und freuen uns auf viele
Bewerbungen“, betont Firmenchef Michael Winkelbauer. Alles Wissenswerte
über die Ausbildungsmöglichkeiten sowie alle Informationen zur Bewerbung
gibt es auf der Winkelbauer Website.
www.winkelbauer.com
Dr. Petra
Gradischnig.
FORUM MINERALISCHE ROHSTOFFE
Neue Geschäftsführerin
M
it 23. März 2021 übernahm Dr. Petra
Gradischnig (40) die Geschäftsführung
des Forums mineralische Rohstoffe. Sie folgt
Mag. Robert Wasserbacher, der dem Forum
Rohstoffe seit dem Jahr 2012 vorstand und
nun in den Ruhestand geht. Das Forum
mineralische Rohstoffe vertritt als freiwillige
Plattform in der Wirtschaftskammer
Österreich, die Interessen von 116 Sand,
Kies und Natursteine gewinnenden Unternehmen.
Ein besonderes Augenmerk möchte
Gradischnig der Bewusstseinsbildung zur
Notwenigkeit der Rohstoffgewinnung und
der Versorgungssicherheit mit mineralischen
Rohstoffen aus der Region widmen. Weitere
Schwerpunkte sind die Österreichische
Rohstoffstrategie 2030 sowie die Themen
Ausbildung, Biodiversität, Kreislaufwirtschaft
und Öffentlichkeitsarbeit. Gradischnig
vertritt die Interessen der Rohstoffwirtschaft
national und international in zahlreichen
Gremien. International hat sie u.a. den
Vorsitz der Biodiversity Task Force des
europäischen Gesteinsverbands UEPG inne
und ist Mitglied des Secretary General
Network im europäischen Gipsverband
Eurogypsum.
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WACKER NEUSON SE
Neuer Vorstandsvorsitzender und CEO
M
it Wirkung zum 1. Juni
2021 wird Dr. Karl Tragl
neuer Vorstandsvorsitzender
und CEO der Wacker Neuson
SE. Er folgt auf Mag. Kurt
Helletzgruber, der aus dem
Aufsichtsrat in den Vorstand
entsendet ist und derzeit
interimistisch das Amt des CEO
und CFO innehat.
„Mit Herrn Dr. Tragl holen
wir eine international erfahrene
Dr. Karl Tragl.
sitzender, die Ressorts Strategie,
M&A, Recht & Compliance,
Personal, Investor Relations,
Unternehmenskommunikation,
Nachhaltigkeit und Immobilien
verantworten. „Die Elektrifizierung
und Digitalisierung in der
Baumaschinenindustrie bringen
Herausforderungen mit sich,
bergen aber gleichzeitig enormes
Potenzial für die Wacker Neuson
Group. Mein klares Ziel ist es,
Führungspersönlichkeit mit besten Kenntnissen
der Maschinenbaubranche an die
Spitze unseres Unternehmens“, sagt Hans
Neunteufel, Aufsichtsratsvorsitzender der
Wacker Neuson SE. Karl Tragl wird in
seiner Rolle als CEO der Wacker Neuson SE,
neben seiner Aufgabe als Vorstandsvor
nachhaltig zur Wertsteigerung des Unternehmens
beizutragen. Ich freue mich auf
diese spannende Aufgabe und auf eine
erfolgreiche Zusammenarbeit“,
kommentiert Dr. Tragl.
www.wackerneuson.com
www.wackerneusongroup.com
8
APRIL 2021
BAUBLATT.ÖSTERREICH
MENSCHEN + SZENE
Foto: Flausen - Andreas Brandl
MERCEDES-BENZ TRUCKS ÖSTERREICH
Spende an Verein
Fahrer für Kinder eV
D
ie Mercedes-Benz Trucks Österreich GmbH unterstützt den
Verein Fahrer für Kinder eV, der gezielt Kindern mit besonderen
Bedürfnissen und deren Familien unter die Arme greift, mit einer
Spende in Höhe von 4.000 Euro. Der Verein Fahrer für Kinder eV
wurde 2017 von Christian Lahnsteiner ins Leben gerufen. Mit dem
Betrag finanziert der gemeinnützige Verein Therapien, Therapie-
Geräte und andere Maßnahmen für Familien mit Kindern, die
aufgrund der Situation in Notlage geraten sind und sonst wenig
Unterstützung erhalten. Die Einnahmen des Vereins kommen aus
Spenden und zum Großteil aus den Erlösen des jährlichen Fahrerfür-Kinder-Wochenendes.
„Wir sind uns der gesellschaftlichen
Verantwortung als Unternehmen bewusst. Und das geht weit über
die Nachhaltigkeit unserer Produkte und der Zusammenarbeit mit
unseren Partnern hinaus. Deshalb möchten wir es auch nicht bei der
einzelnen finanziellen Unterstützung belassen, sondern überlegen
gemeinsam mit den Verantwortlichen des Vereins, was noch getan
werden kann“, sagt Heiko Selzam, CEO Mercedes-Benz Trucks
Österreich GmbH. Die Übergabe der Spende fand am 20. März im
kleinen Kreise statt.
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Von links: Christian Lahnsteiner (Obmann Verein Fahrer für
Kinder eV) und Heiko Selzam (CEO Mercedes-Benz Trucks
Österreich GmbH) bei der Spendenübergabe.
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GRABENVERBAUSYSTEME
TU GRAZ
Fachverband stiftet TU Graz-Professur
Die TU Graz und der Fachverband der Stein- und keramischen Industrie
haben sich vertraglich auf die Einrichtung einer Stiftungsprofessur für
„Nachhaltiges Bauen“ geeinigt. Der Fachverband finanziert die
Professur nach §99 des Universitätsgesetzes für die Dauer von drei
Jahren, mit der Option auf Verlängerung. Die TU Graz bringt wissenschaftliche
Stellen, Administrationsunterstützung sowie Infrastruktur
für Forschung und Lehre ein. Die inhaltlichen Schwerpunkte sollen in
der Weiterentwicklung der Methoden der lebenszyklusbasierten Nachhaltigkeitsbewertung
sowie in der Umsetzung von weitgehend treibhausgasfreien
und klimarobusten Bauvorhaben liegen. Die Professur
soll damit wesentlich zum Erreichen der Pariser Klimaziele und damit
auch zur Umsetzung des UN-Aktionsplans Agenda 2030 beitragen.
www.tugraz.at
BAUBLATT.ÖSTERREICH
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TERMINE
Ausbildungskurs Abbrucharbeiten
03.-05.05.2021, Wien www.brv.at
Brunnen- und Quellensanierung
06.05.2021, Tirol www.voebu.at
Abrechnung von Bauprojekten
11.05.2021, Wien www.ars.at
Vergaberecht für Bauaufträge
18.05.2021, Wien www.ars.at
Neue Prozesse - Vergütungsmodelle im ST
28.05.2021, Wien www.voebu.at
Juristische Grundlagen für Baupraktiker
07.06.2021, Wien www.ars.at
Astrad & Austrokommunal
16.-17.06.2021, Wels www.astrad.at
Ausbildung zum Baukoordinator
28.-30.06.2021, Wien www.ars.at
IN KÜRZE
Messe München: Große Ereignisse werfen
ihre Schatten voraus, so auch die Verleihung
des bauma Innovationspreises anlässlich
der bauma vom 4.-10. April 2022, die traditionell
als Startschuss für die Messewoche
gilt. Die Bewerbungsfrist startet am 3. Mai
und endet am 3. September 2021. Alle notwendigen
Informationen zu den Teilnahmebedingungen
sind im Internet abrufbar.
www.bauma-innovationspreis.de
AustrianSkills: Die österreichischen
Staatsmeisterschaften der Berufe finden
heuer von 18. bis 21. November 2021 in
Salzburg statt. Die Besten qualifizieren sich
für die Berufs-WM 2022 in Shanghai und die
Berufs-EM 2023 in St. Petersburg. Die Anmeldefrist
für AustrianSkills 2021 endet am
30. Juni 2021. Die Liste der Bewerbe der
Staatsmeisterschaften, alle Details zur
Anmeldung sowie Musteraufgaben zu
Trainingszwecken, finden interessierte
Leserinnen und Leser im Internet.
www.skillsaustria.at
Bauherrenpreis: Heuer werden wieder die
spannendsten Bauprojekte Österreichs mit
dem ZV-Bauherrenpreis 2021 ausgezeichnet.
Die Einreichung ist noch bis zum 28.
Mai 2021 über die Plattform www.bauherrenpreis.at
möglich. Gesucht werden herausragende
Bauten, Freiraumgestaltungen
sowie städtebauliche Lösungen, die in den
vergangenen drei Jahren entstanden sind.
www.bauherrenpreis.at
KOHLSCHEIN
XELECTRIX POWER
Auszeichnung mit Red Dot Award
D
Ing. Walter Schwarz völlig unerwartet verstorben
Ing. Walter Schwarz, langjähriger Mitarbeiter der Firma Kohlschein, starb
trotz seines Herzleidens völlig unerwartet am 30. März 2021 im 60. Lebensjahr.
1961 in Anger in der Steiermark geboren, war Walter Schwarz von seiner
Jugend an im Bereich Bergbau und Baumaschinen tätig – zunächst als
Monteur, später im Verkauf. Abgesehen von einer kurzen Unterbrechung
war er seit 2005 ein wichtiges Mitglied im Verkaufsteam der Firma Kohlschein,
wo er das Gebiet Steiermark und Südburgenland betreute. „Leider
müssen wir uns von einem Freund verabschieden, der immer
auch ein großartiger Kollege und Mensch war. Das ganze Kohlschein
Team ist dankbar, die letzten Jahre gemeinsam mit ihm gearbeitet
zu haben. Seine positive Einstellung, seine Einsatzbereitschaft und
die Fähigkeit, sich auch an den kleinen Dingen des Lebens zu
erfreuen, werden uns sehr fehlen“, betont Mag. Stefan Jonke,
Geschäftsführer der Firma Kohlschein.
Ing. Walter Schwarz.
ZF FRIEDRICHSHAFEN
Neuer Leiter in Off-Highway-Sparte
ie Lösungen der xelectrix Power
GmbH sind für Anwendungen auf
netzunabhängigen, robusten Baustellen
bis hin zu gewerblichen und industriellen
Innenprojekten konzipiert. Das funktionelle
Produkt Design setzt auf Benutzerfreundlichkeit:
Batteriespeicher, Leistungselektronik
und Steuerung sind in
einem Komplettsystem vereint und leicht
zu installieren. Das modulare und
multifunktionale Energiespeichersystem
bietet mit der „Parallel
Platform Technology“ ein einzigartiges
Wechselrichterkonzept für
On- und Off-Grid Anwendungen.
Vor kurzem vergab eine internationale
Jury die Auszeichnung „Red
Dot“, die für hohe Designqualität
steht, an die xelectrix Power Box
- XPB PRO Range. Ab dem 21.
Juni 2021 ist diese in der Online-
Ausstellung auf der Red Dot-Webseite
zu sehen.
www.xelectrix-power.com
Die xelectrix Power GmbH hat
erfolgreich am Red Dot Award:
Product Design 2021 teilgenommen.
Zum 1. April 2021 bekam die Business Unit Arbeitsmaschinen- und Prüfsysteme
von ZF einen neuen Leiter: Daniel Härter (Bild) übernimmt die größte
Business Unit innerhalb der ZF-Division Industrietechnik. Daniel Härter ist
bereits seit 2003 in verschiedenen verantwortlichen Positionen für ZF tätig.
Die Business Unit Arbeitsmaschinen- und Prüfsysteme, die von Passau aus
geleitet wird, ist der größte Bereich innerhalb der ZF-Division Industrietechnik.
Er umfasst die Entwicklung und Produktion von Getrieben sowie Achsen für
Land- und Baumaschinen ebenso wie Antriebstechnik für Stapler. Ebenfalls
zum Portfolio zählen Prüfsysteme für die verschiedensten Anwendungen
in der Antriebs- und Fahrwerktechnik.
www.zf.com
10 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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Mit seinem neuen, leistungsverzweigten Komatsu-Getriebe (K-HMT), das extrem niedrigen
Kraftstoffverbrauch mit massiver Produktivitätssteigerung kombiniert, wird der WA475‐10 zum
marktführenden Top-Performer. Seine einzigartige, unabhängige Steuerung von Antriebsstrang
und Arbeitsausrüstung ermöglicht schnellste Ladespiele bei einfachster Bedienung.
KUHN
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Telefon: 0043 (0)6225 8206 0 · Telefax: 0043 (0)6225 8206 190 · e-mail: office-bm@kuhn.at
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PROJEKTE + PLANUNG
1
3
LINZER WESTRING
Erster Bauabschnitt der A 26: zügig
durch den Berg und über die Donau
Die regelmäßigen Staus rund um die Nibelungenbrücke und den Römerbergtunnel sind nur
zwei Beispiele für die angespannte Verkehrslage in Linz. Eine spürbare Entlastung soll die
A 26 Linzer Autobahn bringen, die in drei Abschnitten errichtet wird. Wir informierten uns
vor Ort über den Baufortschritt im ersten Abschnitt, wo auf beiden Seiten der Donau der
Vortrieb für die Tunnel der Anschlussstellen an die B 127 bzw. B 129 zügig voranschreitet
und bereits die Vorbereitungen für die Seilzugarbeiten der Hängebrücke laufen.
D
er Bau des Linzer Westrings ist ein
Generationenprojekt, dessen erste
Konzepte bis in die frühen 1970er Jahre
zurückreichen. Mit der nun realisierten
Trassenführung bildet die A 26 nach ihrer
Fertigstellung eine leistungsfähige
Straßenverbindung zwischen der A 7
Mühlkreis Autobahn beim Knoten
Hummelhof und der B 129 Eferdinger
Straße bzw. der B 127 Rohrbacher Straße.
Durch diese hochrangige Verbindung wird
in Zukunft nicht nur das städtische
Straßennetz entlastet, sondern auch die
Anbindung ins westliche Mühlviertel.
Bereits mit der Verkehrsfreigabe der
neuen Donaubrücke 2024 wird die
städtische Nibelungenbrücke um
20.000 Autos pro Tag entlastet.
Das Projekt im Überblick
Die gesamte geplante Strecke der A 26 ist
4,7 km lang, davon verlaufen 4 km im
Tunnel. Kernelement des zweiten Bauabschnitts
ist der Bau des Tunnels Freinberg
Fotos: Mike Wolf; Baublatt.Österreich; Doka; Asfinag (Grafik)
12 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
PROJEKTE + PLANUNG
2
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1 Seit dem Frühjahr laufen die Arbeiten im ersten Abschnitt der A 26 Linzer Autobahn. Im Bild das Südufer mit dem zweiröhrigen Tunnelportal
in der Mitte, den beiden seitlichen Auf- und Abfahrten zur B 129 Eferdinger Straße sowie darüber den Ankerblock für die Tragseile der
Hängebrücke. 2 Das Tunnelsystem der Auf- und Abfahrten im ersten Bauabschnitt hat insgesamt eine Länge von 3.200 m. Der größte Teil
(gelb gekennzeichnet) wird gemeinsam mit einem Fahrstreifen pro Richtung auf der Brücke voraussichtlich im 1. Quartal 2024 für den
Verkehr freigegeben. 3 In den Verzweigungsbereichen der Tunnel weisen die Querschnitte teilweise sehr große Spannweiten auf. Unter
den zahlreichen Volvo Geräten befinden sich auch drei neue Volvo ECR355ENL Tunnelbagger im Einsatz, die nach der Sprengung mit Fräsen
loses Material entfernen. 4 + 5 Der Ankerblock auf dem Nordufer, für den 3.650 m³ Beton verbaut wurden. Bewehrung, Schalung und
Betonmonitoring stellten die ausführenden Unternehmen vor große Herausforderungen. Die 70 m langen Felsanker wurden von
der Firma Dolomiti Rocce mit einer maximalen Abweichung von 1% gebohrt.
mit zwei getrennten Röhren mit jeweils
zwei Fahrspuren pro Richtung und
Pannenstreifen. Weiters umfasst der
zweite Abschnitt auch den Bahnhofknoten
und die Unterflurstraße Waldeggstraße.
Im dritten Ausbauschritt wird die Westbrücke
als Autobahnbrücke neu errichtet
und somit die Verbindung zur A 7 Mühlkreis
Autobahn hergestellt.
Seit 2019 wird intensiv am ersten der
drei Bauabschnitte der A 26 gearbeitet. Er
ist in die beiden Baulose „Brückenbau und
Straßenbau“ bzw. „Tunnelbau und
Straßenbau“ unterteilt, die gleichzeitig
hergestellt werden. Optisches Highlight
dieses ersten Abschnitts ist die schlanke,
4-spurige Hängebrücke, denn sie wird
ohne Tragpfeiler über der Donau „schweben“.
Sie besteht aus einem Tragwerk für
beide Richtungsfahrbahnen, ist also „aus
einem Guss“. Die zwei horizontalen
Hauptseile über die Donau, die das
Brückengewicht von 13.000 t tragen, sind
500 m lang und wiegen jeweils 85 t. Jedes
Hauptseil besteht wiederum aus einem
Bündel von zwölf einzelnen Seilen. Die
kleineren Hängeseile, die die Tragseile mit
der Fahrbahn verbinden, haben zueinander
einen Abstand von 15 m. Die tragenden
Seile werden auf jedem Donauufer an
einem Ankerblock befestigt, denn die
guten geologischen Verhältnisse erlauben
eine Verankerung großer Kräfte mit
Felsankern.
Für die Anschlussstellen nördlich und
südlich der Donau entsteht ein Tunnelsystem
mit einer Gesamtlänge von 3.200 m.
Mit Sprengarbeiten wurde an der B 129
und B 127 der Platz für die beiden
Tunnelportale geschaffen, von denen die
Strecke unterirdisch in die Urfahrwände
sowie in den Freinberg führt. Für die Auf-
BAUBLATT.ÖSTERREICH APRIL 2021
13
PROJEKTE + PLANUNG
Die neue Linzer Donaubrücke wird als echte Hängebrücke realisiert. Jedes der beiden Tragseilpakete
ist 500 m lang und besteht aus zwölf einzelnen Spiralseilen mit je 145 mm Durchmesser.
und Abfahrten von und zu den Landesstraßen
werden jeweils zwei weitere
Stollen in den Berg getrieben. Die Arbeiten
am Tunnelsystem werden auf der Südseite
voraussichtlich Mitte Oktober 2021
abgeschlossen sein, auf der Nordseite
im Juli 2022.
ARGE A 26 Donau Brücke
Für die Errichtung des ersten Abschnitts
der A 26 hat im September 2018 die
österreichisch-italienische Arbeitsgemeinschaft
der Firmen f-pile GmbH (Wien),
ICM Spa (Vicenza) und Maeg Costruzioni
Spa (Vazzola) den Zuschlag erhalten.
Projektleiter Bau im ersten Abschnitt von
Seiten der Asfinag Bau Management
GmbH ist DI Franz Sempelmann.
Die ICM Gruppe, die heuer ihr 100-jähriges
Jubiläum feiert, zählt weltweit zu
den 200 größten Generalunternehmen.
Für den Tunnelbau in diesem Abschnitt
wurde von ICM Spa und der f-pile GmbH
das gemeinsame Tochterunternehmen
ICM construction gmbh gegründet. Die
f-pile GmbH selbst kann auf das umfangreiche
Know-how der früheren GK
Construction im Spezialtiefbau zurückgreifen.
Für den Stahlbau zeichnet die
Maeg Costruzioni SpA verantwortlich, die
in diesem Bereich bereits zahlreiche
internationale Großprojekte realisiert hat.
Ein weiterer Spezialist ist die Dolomiti
Rocce 4.0 S.p.A. mit Sitz in Bozen,
die mit den Ankerungsarbeiten
beauftragt wurde.
Die Tragseile (24 Hochleistungs-Stahlseile)
für die neue Hängebrücke fertigt die
Firma Teufelberger aus Wels. Jedes dieser
Stahlseile weist eine Länge von 500 m, einen
Durchmesser von 144 mm und ein Stückgewicht
von 85 t auf. Zusätzlich werden 40
Hängeseile mit einem Durchmesser von
95 mm benötigt. Eine wichtige Rolle spielt
das italienische Traditionsunternehmen
Redaelli, das über großes Know-how in der
Produktion von Stahl seilen für den Bau von
Brücken und Stadien verfügt und 2017 von
Teufelberger übernommen wurde. ÖBA und
Projektsteuerung erfolgt durch die Ziviltechnikerbüros
Afry Austria und Metz & Partner
Bau management. Die Investition in diese
erste Etappe der A 26 beträgt 260 Mio. Euro,
wobei die Bau kosten in etwa jeweils zur
Hälfte auf die Brücke bzw. die Tunnel
entfallen.
Von links: DI Manfredo Papa (Bauleiter Tunnel, ICM construction gmbh), Projektleiter
ARGE 26 Ing. Günter Keuschnig, EMBA (Geschäftsführer ICM construction
gmbh), Bauführer Ralph Zauner (ICM construction gmbh) und Patrick Stellmach
(zuständiger Betreuer der Firma Ascendum, Niederlassung St. Marien).
Technisch anspruchsvolle Ankerblöcke
Ing. Günter Keuschnig, EMBA, ist
Projektleiter der ARGE 26 Donau Brücke
und Geschäftsführer ICM construction
gmbh. Er betont im Gespräch mit Baublatt.Österreich:
„Geprägt ist dieser erste
Bauabschnitt durch ein herausforderndes
Umfeld, eine komplexe Genehmigungslage
sowie extrem knappe Platzverhältnisse
vor Ort, die das Projektteam vor große
Herausforderungen stellen. Im Tunnelvortrieb
haben wir es mit sehr abrasivem
Gestein zu tun. Für maximalen Schutz
und weniger Lärm und Staub werden die
Baustellen akustisch abgeschirmt. Um ein
möglichst geringes Verkehrsaufkommen
sicherzustellen erfolgt der Abtransport des
Abbruchmaterials aus der Anschlussstelle
Donau Süd und später auch aus dem
Tunnel Freinberg ausschließlich mittels
Schiff.“
Grafik: Asfinag / Geoconsult Holding ZT GmbH
Foto: Baublatt.Österreich
14 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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Blick auf das nördliche
Hauptportal mit dem darüber
liegenden Ankerblock.
Im Februar 2019 begannen die Arbeiten
an den beiden Ankerblöcken, die sich sehr
anspruchsvoll gestalteten. Die Ankerblöcke
bilden den Übergang zwischen den
rund 120 Felsankern und den Seilen, die
die Brücke tragen werden. Pro Anker liegt
die Rückhaltekraft bei ca. 200 t. Die erste
große Herausforderung lag in den rund
70 m langen Bohrungen für die Felsanker,
denn die maximale Abweichung durfte nur
1% betragen. Eine Aufgabe, der sich die
Spezialisten der Firma Dolomiti Rocce
erfolgreich stellten. Mit Hilfe einer
gesteuerten Bohrung, bei der mit Hilfe
einer Sonde der exakte Bohrverlauf immer
wieder kontrolliert und korrigiert wurde,
konnte diese enge Vorgabe erfolgreich
erfüllt werden.
Für den Ankerblock Nord wurden
3.650 m³ Beton verbaut. Abgesehen vom
gewaltigen Volumen war seine besondere
Geometrie mit einem nach oben zulaufenden
Radius, den Durchgängen für Spannrohre
und Ankerschwerter und zahlreichen
Stufen für die Abspannung eine große
schalungstechnische Herausforderung.
Hier schaffte der Sonderschalungsbau von
Doka eine maßgeschneiderte Lösung.
Beim dritten Bauteil des Ankerblock Nord
wurden 450 m³ Beton auf einmal betoniert.
Um die Gefahr von Rissbildungen aufgrund
von Temperaturspannungen im
Massenbeton zu minimieren, setzte das
ausführende Bauunternehmen das
Betonmonitoring Concremote ein. An 18
Messpunkten erfolgte im Betonquerschnitt
die kontinuierliche Temperaturüberwachung
zur gezielten Steuerung der
Betonnachbehandlung. Sobald sich die
Kerntemperatur gegen 50° C bewegte,
wurde der Beton über in der Lehrverrohrung
verlaufende Wasserleitungen gekühlt.
Das Ankerschwert, das für die Aufnahme
der Seile ebenfalls mit höchster Präzision
versetzt werden musste, wiegt 50 t.
Südliches Donauufer: Das Material der Vortriebssprengung wird von einem
Volvo Radlader L180H auf eine Volvo A25G Mulde verladen, die es zu der im
Tunnel stationierten Brechanlage transportiert.
Sprengvortrieb mit vier
Sandvik Bohrwägen
Die Tunnelbaumaßnahmen der Anschlussstellen
Süd und Nord unterteilen sich in
Fahr- oder Hauptröhren und in Rampen.
Eine Besonderheit in dem 3.200 m langen
Tunnelsystem bilden die Querschnitte der
Verzweigungsbereiche, die eine sehr große
Spannweite mit Ausbruchsflächen an den
breitesten Stellen im Süden von ca. 300 m 2
und im Norden ca. 370 m 2 aufweisen. Zur
Ausführung gelangen zwei-, drei- und
vierstreifige Querschnitte mit einer
maximalen Fahrbahnbreite von 14,50 m.
Eingesetzt werden im Sprengvortrieb zwei
zweiarmige Bohrwagen Sandvik DT922i
Fotos: Mike Wolf; Avesco; Baublatt.Österreich; Ascendum
16 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
PROJEKTE + PLANUNG
Für den Sprengvortrieb in dem 3.200 m langen Tunnelsystem werden zwei
zweiarmige Bohrwagen Sandvik DT922i und zwei dreiarmige Bohrwagen
Sandvik DT1130i der Firma Avesco eingesetzt.
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und zwei dreiarmige Bohrwagen Sandvik
DT1130i der Firma Avesco. Der Sandvik
DT922i Tunnel-Bohrwagen ist ein computergesteuerter
elektro-hydraulischer zweiarmiger
Bohrwagen mit knickgelenktem Trägerfahrzeug
für den Tunnelausbruch von 12-125
m² Querschnitt, einschließlich Planbohren,
Ankerlochbohren und mechanisiertem
Langlochbohren. Die Firma Avesco betreut
die Baustelle mit einem speziellen Servicekonzept.
Unter anderem ist fix ein Servicetechniker
vor Ort, um bei notwendigen
Reparaturen die Reaktionszeit möglichst
kurz zu halten um den Vortrieb zu gewährleisten.
Drei neue Volvo Tunnelbagger
Gerätetechnisch prägen vor allem Maschinen
von Volvo CE die Baustellen auf den beiden
Donauufern. Dazu Patrick Stellmach,
zuständiger Betreuer der Firma Ascendum in
der Niederlassung St. Marien bei Linz: „Im
Sommer 2019 erhielten wir eine Anfrage vom
Leiter des Fuhrparkmanagements der Firma
ICM Spa aus Italien. Das Unternehmen
suchte einen Hersteller, der in der Lage war,
Verlässliche
Leistungsträger
Einer der drei Volvo ECR355ENL Tunnelbagger, die von der Firma Schöller
special machines auf Basis von Volvo CE Geräten entwickelt wurden. Sie
überzeugen bei der Bearbeitung der Tunnelprofile nicht nur aus technischer
Sicht, sondern auch durch den geringen Spritverbrauch.
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BAUBLATT.ÖSTERREICH APRIL 2021
17
PROJEKTE + PLANUNG
DATEN & FAKTEN
Brücke
Spannweite 305,55 m
Länge Hauptseile 500 m
Breite Brückendeck 22,54 m
Bauhöhe 2,53 m ohne Belag
Haupttragseile Bündel, 12 einzeln
vollverschlossene Spiralseile
d = 145 mm
Abstand der Hänger 14,55 m
Hängerseile Durchmesser von 95 mm
Mögliche Belastung 3.100 t
Eigengewicht 12.900 t
Ergänzend zu den 15 Volvo-Geräten der ARGE 26 kommen auch
weitere Volvo-Geräte der Subunternehmer zum Einsatz.
Tunnel
Gesamtvortriebsstrecke 3.200 m
Hauptröhren 1.100 m
Rampen mit sehr engen Radien 2.090 m
Pfeilerstollen ca. 20 m
ein Gesamtpaket aus Tunnelbaggern,
Radladern und knickgelenkten Muldenkippern
aus einer Hand anzubieten. ICM Spa
war darüber informiert, dass Volvo CE
gemeinsam mit der Firma Schöller special
machines einen neuen Tunnelbagger
entwickelt hat. Es folgte schon bald der
erste persönliche Kontakt und ein Besuch
in der Fertigung der Tunnelbagger in
Hausen am Bach in der Nähe von Rothenburg
ob der Tauber. Im Herbst 2019 wurde
das erste Gerätepaket fixiert, das zwei
Volvo ECR355ENL Tunnelbagger, zwei
Radlader L180H und zwei knickgelenkte
Dumper A25G umfasste. Inzwischen
stehen rund 15 verschiedene Volvo CE
Geräte bei der Firma ICM construction im
Einsatz. Vertreten sind die Gerätetypen
L45H, L150H, ECR88D, EWR150E und
EC220EN. Weitere Volvo Geräte werden
von Subunternehmen eingesetzt. Im
Herbst 2020 wurde von uns dann nicht nur
der dritte Tunnelbagger übergeben,
sondern im Paket auch der dritte L180H.
Die Firma Ascendum konnte hier nicht nur
mit einer vollständigen Gerätelösung
überzeugen, sondern in Zusammenarbeit
mit der Firma SSM auch mit einem
umfassenden Dienstleistungspaket. Dieses
umfasst neben Kauf, Finanzierung, Miete
und Wartungsvertrag auch eine Maschinenbruch-Versicherung,
die gerade bei
einer eng getakteten Tunnelbaustelle
extrem wichtig ist.“
Die Schöller special machines
GmbH & Co.KG (SSM) wurde im Jahre
2014 gegründet, kann durch ihre Mitarbeiter
aber auf jahrelange Erfahrung im
Sondermaschinenbau zurückblicken.
Inhaber und Geschäftsführer Willy
Schöller: „Wir sind ein erfolgreiches
Unternehmen, das im Bereich Sondermaschinen,
Tunnelvortriebsmaschinen,
Reparaturen und im Ersatzteilservice zu
den Weltmarktführern gehört. Mit
Herzblut konfigurieren, konstruieren und
fertigen wir Maschinen nach speziellen
Kundenanforderungen und vertreiben
dazu die passenden Anbauwerkzeuge. Ein
sehr schönes Beispiel dafür sind die Volvo
ECR355ENL Tunnelbagger und wir sind
stolz auf den erfolgreichen und problemlosen
Einsatz der Geräte im Rahmen der
Tunnelbaustelle in Linz.“
Zum Einsatz kommen die drei Volvo
ECR355ENL Tunnelbagger mit jeweils
einer Anbaufräse der Firma Kinshofer. Der
Schwerpunkt der Arbeiten liegt im Entfernen
des lockeren Materials im Tunnelquerschnitt
nach der Sprengung. Auch ein
eventuell vorhandenes Unterprofil wird
weggefräst. Ergänzend steht auch ein
Reißlöffel und ein Montabert Hammer zur
Verfügung. Bereits im Zuge der Vorarbeiten
im Frühjahr 2019 wurden durch die Firma
f-pile die ersten Volvo-Geräte angemietet.
Die ersten beiden Tunnelbagger wurden im
März 2020 geliefert, vorerst auf Mietbasis
für 6 Monate. Diese beiden Maschinen
wurden dann im Oktober 2020 vom
Kunden übernommen und über die Volvo
Financial Service GmbH finanziert. Der
dritte Tunnelbagger wurde im Dezember
2020 geliefert, ebenfalls vorerst auf
Mietbasis für eine Laufzeit von 12 Monaten.
Wartung und Reparaturen werden von
den Firmen Ascendum und SSM in
Kooperation durchgeführt.
Dazu Bauführer Ralph Zauner, Firma
ICM construction: „Wir arbeiten hier im
24-Stunden-Betrieb und da summiert sich
natürlich auch bei den Geräten die
Stundenzahl. Trotz der rauen Einsatzbedingungen
beeindrucken uns die Volvo
Geräte mit Verlässlichkeit und ihrem
geringen Spritverbrauch. Die Maschinen
funktionieren, die Fahrer sind sehr
zufrieden und auch die Betreuung ist sehr
gut. Gerade im Tunnelbau ist eine schnelle
Reaktion extrem wichtig und darauf
können wir uns beim Team von Ascendum
verlassen.“
Materiallogistik als Herausforderung
Wie bereits erwähnt erfolgt der Abtransport
des Abbruchmaterials aus der
Anschlussstelle Donau Süd ausschließlich
über die Donau. Rund 3.000 t werden
täglich mit zwei bis drei Bargen zu
weiteren Aufbereitung nach Ennshafen
abtransportiert. Nachdem zu Beginn die
Aufbereitung im Freien erfolgte, wurde
der Brecher so rasch als möglich in den
neuen Tunnel verlegt. Seitdem erfolgt die
Materialaufbereitung mit einem Nordberg-Brecher
im Tunnel und das auf
Korngröße 0-150 zerkleinerte Material
wird über Transportbänder auf die Schiffe
verladen. Auf der Nordseite wird das
Material ungebrochen mittels Lkw
abtransportiert. In Summe fallen im
ersten Abschnitt auf der Südseite ca.
800.000 t Ausbruch an, und auf der
Nordseite ca. 300.000 t.
Maßgeschneiderter
Tunnelschalwagen
Eine weitere Herausforderung des
Projekts stellt die Herstellung der
Tunnel-Innenschale dar. Durch die
Kooperation zwischen der Abteilung ISSU
(Infrastructure Sale Support Unit) und
Peri Österreich konnte der Auftrag für die
Fotos: Ascendum; Baublatt.Österreich; Peri
18 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Auf der Südseite wird das Material von
der Brechanlage durch Förderbänder direkt
auf Schiffe verladen. Zwei bis drei Bargen
transportieren es täglich zur weiteren
Aufbereitung nach Ennshafen.
PROJEKTE + PLANUNG
Aufgrund der verschiedenen Tunnelprofile und
engen Radien wurde von der Firma Peri ein
maßgeschneiderter Tunnelschalwagen entwickelt.
ca. 1,5 km langen Zufahrtstunnel Donaubrücke
A 26 für Peri gewonnen werden.
Die ISSU wurde im Zuge dessen mit der
Lieferung eines Schalwagens beauftragt.
Fünf verschiedene Tunnelprofile, die
Profil-Übergänge, enge Radien in den
Kurven, verschiedene Steigungen und
andere Besonderheiten sind die Herausforderungen
bei diesem Projekt. Da es
nicht möglich ist, Verankerungen zu
fixieren, müssen die Lasten über den
Tunnelschalwagen abgetragen werden.
Aus Gründen der Abbindefrist des Betons
erfolgt das Betonieren auf Lücke. Der
12 m lange Schalwagen kann in zwei
6 m lange Einheiten geteilt werden.
Somit können trotz enger Radien der
tägliche Betoniertakt von 12 m und somit
auch der strenge Zeitplan eingehalten
werden. Da aufgrund der unbefestigten
Sohle die Fortbewegung des Schalwagens
auf Schienen ungeeignet ist, bewegt sich
dieser auf motorisierten Raupenketten
fort. Um den Wagen einfach, sicher und
schnell für die fünf verschiedenen
Querschnitte umbauen zu können, ist
er in der Breite durch ein Teleskopsystem
hydraulisch verstellbar. Für diese
Umbauten sind keine zusätzlichen
Geräte erforderlich. Abschnitte, in denen
die Profile zu groß sind, werden mit einer
Holzschalung betoniert. Wenn die Südseite
fertig ist, wird der Schalwagen auf die
Nordseite transportiert. Die Betonversorgung
erfolgt mit Fahrmischern. Bis
Sommer 2023 sollen die Betonierarbeiten
für die Tunnel-Innenschale abgeschlossen
sein.
Ausblick
Was sind nun die nächsten großen
Schritte? Zunächst wird ein Kabelkran
errichtet, der voraussichtlich ab Juni die
einzelnen Stränge der Hauptseile über den
Fluss zieht. Das Brückentragwerk selbst
wird teilweise vor Ort errichtet, einzelne
Elemente werden auf einem Vormontageplatz
in Asten zusammengeschweißt. Nach
Abschluss der Seilzugarbeiten werden
die Tragwerkselemente aus Asten mit
Potonschiffen eingeschwommen. Im
Gegensatz zur kürzlich errichteten
Eisenbahnbrücke werden die einzelnen
Elemente aber nicht abgesenkt, sondern
über die Hängeseile hochgezogen. Vor der
Verkehrsfreigabe im ersten Quartal 2024
steht für zehn Monate der Einbau der
elektrotechnischen Ausrüstung auf dem
Programm – die Tunnel erhalten die
modernste Ausstattung in Sachen
Beleuchtung, Belüftung, Funkanlagen,
Notruf und Videosysteme. Der auf der
südlichen Seite stadteinwärts gelegene
Tunnelkomplex bleibt aber noch länger
den Mineuren und Baugeräten vorbehalten:
von hier aus läuft von 2024 bis 2028
der Vortrieb weiter über 3,2 km durch den
Tunnel Freinberg bis zum Bahnhof. Mit
der Freigabe dieses zweiten Abschnitts ist
es möglich, auch die Tunnelstrecken bei
der Donau sowie die Brücke durchgehend
zweispurig für den Verkehr zu öffnen.
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Die in Frauental ansässige
Ing. Robert Winkler GmbH
bietet als traditionsreiches
Hoch- und Tiefbauunternehmen
in den Bereichen
Neubau und Sanierung alles
aus einer Hand. Mit dem
bevorstehenden Generationenwechsel
möchte das
Unternehmen für die
Zukunft ein neues Standbein
im Bereich Bahnbau
etablieren und investierte
dazu in den ersten Cat
M323F Zweiwegebagger
Österreichs.
Im neuen Cat Zweiwegebagger
M323F erfolgt der Schienenradantrieb
an beiden Gleisachsen hydrostatisch, also
ohne den klassischen Reibradantrieb.
Daraus resultieren herausragende Fahrund
Bremsleistungen.
ZEPPELIN / WINKLER
Winkler: neues Standbein im Bahnbau
mit erstem Cat M323F Österreichs
ls Maurermeister Anton Winkler 1927
Adas Bauunternehmen Winkler
gründete, standen ihm nur einfachste
Hilfsmitteln für seine Projekte zur
Verfügung. Heute leitet Ing. Robert
Winkler ein Unternehmen mit rund 60
Fachkräften und Lehrlingen, das vom
kleinsten Handgriff bis zu der als
Eigenprojekt realisierten Wohnanlage für
seine hohen Qualitätsstandards bekannt
ist. Seit fünf Jahren unterstützt ihn dabei
bereits Sohn Robert Winkler junior.
Geschäftsführer Ing. Robert Winkler:
„Wir haben immer kleinere Aufträge für
die Bahn übernommen, waren aber nie am
Gleis direkt tätig. Ohne die richtigen
Geräte ist es schwierig, als Bahnbaufirma
wahrgenommen zu werden. Da auch mein
Sohn diese Leidenschaft teilt, haben wir
gemeinsam beschlossen, dieses Thema
intensiver zu verfolgen. Neben den ganzen
Wartungsarbeiten an den Gleisen muss ja
immer wieder auch der Unterbau saniert,
hin und wieder neue Lärmschutzwände
Von links bei der Übergabe Cat M323F: Jürgen Specht (Niederlassungsleiter Zeppelin Graz), Wolfgang Windisch (zuständiger Betreuer,
Zeppelin Niederlassung Graz), Ing. Franz Ratzenböck (Verkaufsleiter Zweiwege-Geräte, Zeppelin Österreich), Geschäftsführer
Ing. Robert Winkler und Sohn Robert Winkler junior (beide Ing. Robert Winkler GmbH) und Ronald Duchow
(Senior Einsatztechniker, Zeppelin Baumaschinen GmbH, Erfurt).
Fotos: Baublatt.Österreich
20 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Foto: Karl Heinz Ferk
Damit der Cat M323F auch Waggons mitführen kann,
erhielt er eine Waggonbremsanlage und Schleppstange.
Die gesamte Zuglast beträgt 220 t.
oder ein Bahnbegleitweg errichtet werden.
Dazu kommt, dass in den nächsten Jahren
die Errichtungen von Oberleitungen als
Alternative zum Dieselantrieb ein großes
Thema sein wird. Aufgrund dieser
Überlegungen haben wir uns entschlossen
in unseren eigenen Zweiwegebagger zu
investieren und dabei der neuen Gerätetechnik
von Caterpillar den Vorzug
gegeben.“
Mit dem Cat M323F präsentiert
Zeppelin eine komplette Neuentwicklung
auf Basis bewährter Caterpillar Komponenten.
Eine der zentralen technischen
Besonderheiten des Geräts liegt im
Antrieb, denn der Fahrantrieb sowie das
Bremsen im Gleisbetrieb erfolgt bei der
auf dem Markt bestehenden Technik über
die auf die Schienen drückenden Reifen
des Baggers. Daraus resultiert ein hoher
und meist einseitiger Reifenverschleiß und
es kommt häufig zu Beschädigungen von
Sicherheitseinrichtungen im Gleisbett.
Woraus natürlich nicht nur hohe Kosten
im Zuge der Reparatur resultieren,
sondern auch Behinderungen durch
Gleissperrungen bzw. Umleitungen
entstehen.
Caterpillar hat beim Antrieb einen
anderen Weg gewählt und kommt ohne
den klassischen Reibradantrieb aus. Im
M323F erfolgt der Schienenradantrieb an
beiden Gleisachsen hydrostatisch. Eine
hohe Bodenfreiheit trägt dazu bei, die
Sicherheitseinrichtungen im Gleisbett
beim Fahren nicht zu tangieren. Dies
bringt für den Fahrer eine enorme
Zeitersparnis mit sich und bietet ihm
somit einen komfortablen Einsatz. Mit
dem beidachsigen Bremssystem im Ölbad
und den Scheibenbremsen für alle
Gleisräder gewährleistet der Cat M323F
sicheren Vortrieb und kraftvolle Beschleunigung
bis auf 19 km/h.
Robert Winkler junior über die Besonderheiten
des Cat Zweiwegebaggers aus
Unternehmersicht: „Im Gegensatz zu
einem Standardgerät sind die zur
Inbetriebnahme erforderlichen Genehmigungsverfahren
extrem aufwändig und
erstrecken sich über mehrere Monate. Das
Gerät muss eine Netzzulassung für das
Bahnnetz sowie eine technische Einsatzgenehmigung
haben. Der Fahrer selbst
braucht eine Triebfahrzeugführer-Ausbildung
– das ist ein zehnwöchiger Kurs bei
einer zertifizierten Schulungseinrichtung
– und im Anschluss eine maschinenspezifische
Ausbildung. Wir haben jetzt einen
Maschinisten für den Cat M323F ausgebildet,
für die Zukunft ist ein zweiter Fahrer
geplant. Da es sich um den ersten Cat
Zweiwegebagger handelt, müssen auch die
Made in Germany
kehren räumen streuen
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BAUBLATT.ÖSTERREICH APRIL 2021
21
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Trotz des
kompakten
Hecks bietet die
Maschine mit
dem robusten
Verstellausleger
auch auf dem
Gleis viel Reichweite
und hohes
Hubvermögen.
Robert Winkler
junior ist von
der Kabine und
der neuen
Gerätetechnik
des Cat M323F
begeistert.
Prüfer selbst erst auf dieses Gerät
eingeschult werden. Daher werden drei
sachverständige Prüfer der Graz Köflacher
Bahn eingeschult, die in weiterer Folge
wieder Fahrer für den Cat M323F prüfen
dürfen. Obwohl wir jetzt, Mitte März, noch
in den Schulungen stecken, haben wir
bereits Anfragen für verschiedene Einsätze
in der Steiermark und Kärnten.“
Trotz des kompakten Hecks bietet die
Maschine mit dem robusten Verstellausleger
auch auf dem Gleis viel Reichweite
und hohes Hubvermögen, wie es gerade im
Gleisbau erforderlich ist. Die Load-Sensing-Hydraulik
des Cat M323F sorgt für
schnelle Taktzeiten sowie hohe Losbrechund
Reißkräfte. Die Zusatzhydraulik mit
Hoch- und Mitteldruckkreisen sowie
Schnellwechslerleitungen ermöglichen
einen einfachen Wechsel der Anbauwerkzeuge.
Über den Monitor in der
Kabine können bis zu 20 Hydraulikpumpenströme
und -drücke für
Anbaugeräte voreingestellt werden.
Für konstant hohe Leistung des neuen Cat
Zweiwegebaggers und ein schnelles
Ansprechen bei wechselnden Lasten sorgt
ein Cat Motor mit 117 kW (159 PS) und
Dieselpartikelfilter. Der mit seinen
22,5-23,9 t Einsatzgewicht ausgelegte
Zwei wegebagger weist kompakte
Ab messungen aus und beansprucht einen
Schwenkradius von nur 1.566 mm – und
das, ohne auf eine hohe Standsicherheit,
Reichweite und Hubvermögen zu verzichten.
Denn genau darauf kommt es im
Gleisbau an, wenn Betreiber so ein Gerät
bei weiter Ausladung nutzen wollen, wie
beim Beladen von Waggons auf dem
Nachbargleis oder beim Positionieren
von Gleisbauteilen.
Ing. Franz Ratzenböck, Verkaufsleiter
Zweiwege-Geräte der Zeppelin Österreich
GmbH: „Eine Folge dieser Technik ist auch
ein wesentlich höherer Fahrkomfort, etwa
bei der Fahrt über Weichen. Ein ganz
großer Vorteil der Antriebstechnik besteht
darin, dass wir die Signalanlagen der
induktiven Zugsicherung nicht beschädigen.
Diese Anlagen werden von einem
Fahrer manchmal übersehen, denn er
muss beim Antrieb mit den Reibrädern die
Maschine heben und wieder absenken. Das
ist mit unserem Antrieb nicht notwendig.
Im Zuge unserer Vorführungen bekommen
wir sehr viel positives Feedback. Gelobt
wird nicht nur die feinfühlige Steuerung,
sondern auch die Standfestigkeit in
Verbindung mit den hohen Hub lasten.
Dafür sorgt auch das Zusatzgegengewicht
mit 900 kg, das im Heck integriert ist. Eine
Besonderheit des Geräts sind auch die 220
t Anhängelast. Da das Wagenmaterial, das
er als Zuggerät bewegen kann, druckluftgebremst
ist, verfügt der Cat M323F über
eine komplette Druckluftanlage. In
Deutschland sind schon an die 40 Maschinen
im Betrieb.“
Die kompakten Abmessungen des Cat
M323F ermöglichen es auch, dass der
Schienenverkehr auf dem Nachbargleis
ungehindert weiterfahren kann. Dadurch
verkürzt sich die Bauzeit, weil die Strecke
nicht gesperrt oder die Arbeit eingestellt
werden muss, wenn ein Zug auf dem
Nachbargleis die Baustelle passiert. Selbst
mit dem Kontergewicht bleibt der kurze
Heckschwenkradius am Heck erhalten. Der
Cat M323F verfügt selbstverständlich auch
über eine Schwenk- und Hubbegrenzung.
Auf dem Monitor in der Kabine wird
durch die dynamische Last-Kontrolle das
Lastgewicht inklusive Arbeitsausrüstung
angezeigt und die Hydraulik gesperrt,
wenn die maximale Hublast von 13 t
überschritten wird. Nicht zuletzt sorgen
Rückraum- und Seitenkameras plus
LED-Beleuchtung für den nötigen Überblick
und ein helles Arbeitsumfeld. Die
schallgedämmte Kabine verfügt unter
anderem über einen luftgefederten Sitz
und eine Klimaautomatik. Wartungsarbeiten
lassen sich sicher und bequem
vom Boden aus erledigen.
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Für die verschiedenen
Anbaugeräte des Cat M323F
hat sich die Firma Winkler für
das OilQuick Rail-Schnellwechselsystem
entschieden, das speziell
für Zweiwegebagger
entwickelt wurde.
22 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Die komplett neue
Radlader-7 Reihe
Außergewöhnliche Kraft kombiniert mit erstklassiger Verarbeitung
ergeben eine Maschine mit maximalem Leistungsverhalten. Der DL280-7
steigert Ihre Produktivität in jeder Hinsicht. Eindrucksvolle Ausbrechkraft
und hohe Traktion sorgen für leichtes Eindringen selbst in härtestes
Material.
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MASCHINEN + TECHNIK
WACKER NEUSON
CO2-Ausstoß jetzt TÜV Austria geprüft
Seit 2015 erweitert die Wacker Neuson Group stetig ihr Angebot an elektrisch
betriebenen Baumaschinen und -geräten aus der zero emission Reihe, mit denen bis
zu 93% an CO2-Emissionen gegenüber konventionell betriebenen Modellen eingespart
werden können. Die angegebene CO2-Reduktion wurde nun von TÜV Austria
geprüft und mit einem Siegel ausgezeichnet.
D
ie Wacker Neuson Group bietet ihren
Kunden mit der zero emission Linie
eine Lösung für Einsätze in abgas- und
lärmsensiblen Umgebungen an. „Unsere
E-Geräte Linie heißt ‚zero emission‘, denn
im Einsatz auf der Baustelle oder dem
landwirtschaftlichen Betrieb sind die
Maschinen und Geräte frei von Abgasemissionen“,
erklärt Alexander Greschner,
Vertriebsvorstand der Wacker Neuson
Group. „Gleichzeitig wollen wir transparenter
werden und es unseren Kunden
ermöglichen, ihren Carbon Footprint zu
ermitteln. Wir haben die CO2-Emissionen
über die gesamte Produktlebensdauer
betrachtet und TÜV Austria hat die von
uns ermittelten Werte nun geprüft und mit
einem Siegel bestätigt.“
Zum zero emission Portfolio der Wacker
Neuson Group gehören 15 verschiedene
Produkte für die Bau- und die Landwirtschaft,
darunter Stampfer und Vibrationsplatten
zur Boden- und Asphaltverdichtung,
ein Innenrüttler-System zur Betonverdichtung,
Bagger, Rad- und Kettendumper
sowie Radlader. Die Prüfung durch
TÜV Austria bestätigt: Bis zu 93%
CO2-Emissionen, direkt und indirekt,
können über die gesamte Produktlebensdauer
im Betrieb eingespart werden,
einschließlich der Batterieproduktion und
Energiegewinnung (EU-Mix), verglichen
mit einem konventionellen Produkt der
gleichen Klasse.
„Mit CO2-Einsparungen von bis zu 93%
leistet unsere zero emission Serie einen
wertvollen Beitrag zum Erreichen der
Klimaziele“, ergänzt Alexander Greschner.
„Für unsere Kunden gibt es aber auch ganz
konkrete Kostenvorteile: In vielen Ländern
sparen sie sich durch den Einsatz der
E-Geräte eine sonst fällige CO2-Steuer,
andere Staaten fördern aktiv den Einsatz
elektrischer Baumaschinen und -geräte
durch Prämien oder bevorzugen bei
Ausschreibungen diejenigen Teilnehmer,
die einen geringeren CO2-Ausstoß sicherstellen.“
Darüber hinaus ergeben sich
weitere Vorteile: Elektromotoren sind
wesentlich effizienter als Verbrennungsmotoren
und extrem wartungsarm. Dadurch
reduzieren sich die Energie- und Betriebskosten
und der höhere Anschaffungspreis
hat sich schnell amortisiert.
Auch die Bediener und die direkte
Baustellenumgebung profitieren vom
Einsatz der zero emission Lösungen: Sie
werden weniger belastet, da die Maschinen
sehr leise arbeiten – abseits des Prozessgeräuschs
beim Verdichten verursachen die
E-Maschinen nur sehr geringe Geräuschemissionen.
Beim elektrischen Wacker
Neuson Raddumper DW15e beispielsweise
wurden die Geräuschemissionen im
Vergleich zu einem konventionellen Modell
um mehr als 20 Dezibel auf 60 Dezibel
dB(A)* reduziert, was in etwa normaler
Zimmerlautstärke entspricht. Darüber
hinaus können keine Bodenverunreinigungen,
etwa beim Betanken, entstehen, was
beispielsweise in Wasserschutzgebieten ein
großer Vorteil ist. Die Bedienung der zero
emission Maschinen ist einfach und
intuitiv und es steht sofort die volle
Leistung zur Verfügung – und das einen
durchschnittlichen Arbeitstag lang, ohne
nachzuladen.
www.wackerneuson.com
24 APRIL 2021
*Emissions-Schalldruckpegel (LpA): Er gibt die Geräuschemission des Geräts an dem ihm direkt
z ugeordneten Arbeitsplatz an, beispiels weise in der Kabine oder auf dem Fahrerstand.
Die TÜV Austria Prüfung umfasst
die Modelle AS30e, AS50e, AS60e,
AP1840e, AP1850e, AP2560e, ACBe mit
IEe38/IEe45/IEe58, WL20e, Weidemann
1160e, Kramer 5055e und KL25.5e, DT10e,
DW15e, EZ17e und 803 Dual Power.
MASCHINEN + TECHNIK
ROCKSTER
Trauer um Firmengründer
Wolfgang Kormann
Die Mannschaft der Firma Rockster Austria International
GmbH nimmt Abschied von Wolfgang Kormann, dem
Firmengründer des Unternehmens, der nach kurzer
schwerer Krankheit leider viel zu früh verstorben ist.
„Wolfgang Kormann hat das Unternehmen im Jahr 2004
gegründet und mit viel Engagement und großer Leidenschaft
sein Lebenswerk geschaffen. Mit unermüdlichem
persönlichen Einsatz, Ideenkraft und Zielstrebigkeit hat
er die ständige Weiterentwicklung des Unternehmens
vorangetrieben und es zu einem international
anerkannten Aufbereitungsspezialisten entwickelt. Seine
Begeisterung für neue Märkte und Entwicklungen haben
die Firma nachhaltig verändert und geprägt. Wir behalten
Wolfgang Kormann als Chef, Freund, Vorbild und
Mensch mit großer Wertschätzung und Dankbarkeit in
Erinnerung. Als Rockster Team werden wir das Lebenswerk
von Wolfgang Kormann mit voller Motivation und
im ehrlichen Respekt vor seinen großen persönlichen
Leistungen mit Kompetenz und Leidenschaft weiterführen
und weiterentwickeln“, erklärt
Geschäftsführer DI Norbert Feichtinger.
Wolfgang Kormann.
Neu bei uns:
Zaxis-7 Serie von Hitachi
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BAUBLATT.ÖSTERREICH APRIL 2021
25
MASCHINEN + TECHNIK
LIEBHERR
Neuer Mobilbaukran MK 73-3.1:
kompakter Taxikran mit großer Reichweite
Der neue Mobilbaukran MK 73-3.1 ist der kleinste in der Mobilbaukranfamilie von Liebherr.
Er rundet das Kranprogramm bestehend aus MK 88-4.1 und MK 140 nach unten ab. Der
kompakte 3-Achser ist die Antwort auf die Marktanforderungen nach einem kleinen,
kompakten und wendigen Mobilbaukran, der äußerst schnell und flexibel im Einsatz ist.
M
obilbaukrane sind als Taxikrane
prädestiniert – so ist auch der MK 73
3.1 für den Ein-Mann-Betrieb konzipiert.
In rund 10 Minuten ist dieser Kran
zugbereit. Zusätzliche Transportfahrzeuge
werden beim Mobilbaukran MK 73 3.1
nicht benötigt. Der elektrisch betriebene
Kran kann mit Baustellenstrom oder
mittels integriertem Stromaggregat
versorgt werden. Das von Liebherr-Mobilkranen
bekannte Ein-Motor-Konzept mit
dem EcoMode ermöglicht eine zuverlässige
Fahrt und den wirtschaftlichen Betrieb
auf der Baustelle.
Liebherr setzt mit dem MK 73-3.1 auf
Bewährtes in äußerst kompakter Form.
Der kleine Mobilbaukran vereinigt
sämtliche Features des großen Bruders
MK 88-4.1. Er ist mit 13,80 m Gesamtlänge,
einer Breite von 2,75 m und einer
Höhe von 4,0 m enorm kompakt und somit
äußerst wendig. Die maximale Traglast
beträgt 6,0 t.
Um die klassischen Anforderungen von
innerstädtischen und dicht bebauten
Baustellen mit Störkanten zu erfüllen,
wurde die Entwicklung dieses neuen
Mobilbaukrans auf die großen Reichweiten
hin konzipiert: Er bietet bei einer Auslegerlänge
von 38,5 m eine Spitzen-Traglast
von 2.000 kg mit entsprechendem Zusatzballast.
In der 45°-Auslegersteilstellung
erreicht der Kran eine Hubhöhe von 51 m
und Traglasten von maximal 2.800 kg bis
1.850 kg an der Spitze. Das Augenmerk
der Ingenieure wurde auf die Auslegung
einer konstant hohen Maximaltraglast bei
allen Auslegersteilstellungen gelegt. Dabei
Der kompakte und wendige Mobilbaukran MK 73-3.1. Liebherr hat in diesen kleinen
Mobilbaukran sämtliche Technologiefeatures seiner großen Brüder gesteckt.
sichern drei unterschiedliche Auslegersteilstellungen
den flexiblen Einsatz.
Elektrischer Kranbetrieb
Der kleine Mobilbaukran MK 73-3.1 wird
ebenso wie seine großen Brüder auf der
Baustelle elektrisch betrieben und lässt
sich durch Baustellenstrom oder das
interne Stromaggregat versorgen. Hierdurch
ist er auf der Baustelle sehr leise
und emissionsfrei. Das prädestiniert ihn
für Arbeiten bei Nacht oder auch in
lärmsensiblen Gebieten. Auch der kleine
Mobilbaukran ist für den Betrieb mit 63
Ampere bzw. 32 Ampere ausgelegt. Eine
Einschränkung der Arbeitsgeschwindigkeiten
ist auch beim 32 Ampere-Betrieb
nicht der Fall.
Der Kranfahrer wird, wie auch bei den
anderen Mobilbaukranen der Baureihe,
durch viele Assistenzsysteme unterstützt.
Hierzu zählen im Besonderen die stufenlos
verstellbare Liftkabine und moderne
Kamerasysteme – die Last und der
Unterwagen sind so immer im Blick.
Assistenzsysteme wie das Feinpositioniersystem
Micromove sorgen für präzises
Handling der Last. Die fünf Lenkprogramme
mit aktiver Hinterachslenkung
und die halbseitige Abstützung erlauben
die Verwendung des Krans bei besonders
engen Baustellen.
Durch zusätzliche Optionen wie der
Load-Plus-Traglastkurve und dem
verstärkten Katzfahrwerk kann die
Leistungsfähigkeit des Krans zusätzlich
gesteigert werden. Bei der 45°-Steilstellung
werden somit bis zu 50% schwerere
Lasten gehoben.
Beim MK 73-3.1 wurde das Ein-Motor-
Konzept, welches bereits bei den
Mobilkranen der Schwestergesellschaft
Liebherr-Werk Ehingen GmbH zum
Einsatz kommt, übernommen. Durch
dieses Konzept ist der Betrieb noch
wirtschaftlicher: Das Stromaggregat beim
Mobilbaukran MK 73 3.1 wird lediglich
durch den Fahrmotor im Unterwagen
betrieben. Zusätzlich kommt der ECO-
Mode zum Zug.
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26 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
ARBEITENOHNEUNTERBRECHUNG .
Rahofer.
DAS SCHNELLWECHSELSYSTEM VON BAUMASCHINENTECHNIK
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Elektroanschluss wechseln Sie Hydraulikhämmer, Abbruch- und Sortiergreifer
sowie andere hydraulische und elektrische Zusatzwerkzeuge
schnell, einfach – und sicher. Denn durch die selbstnachstellende,
konische Verriegelung mit permanent vorgespanntem Konstantdruck
sitzt das Werkzeug immer fest und ist somit spielfrei. Mehr auf bmt.at
MASCHINEN + TECHNIK
Zwei vollverglaste Türen,
niedrige Frontscheibenecken
und die Konstruktion der
Kabinenhaube ermöglichen
dem Fahrer des L85 eine
hervorragende Rundumsicht.
Um der Nachfrage nach
Kompakt-Radladern gerecht zu
werden, wurde im Bobcat-Werk
in der Tschechischen Republik
eine vierte Produktionslinie
mit einer Kapazität von rund
1.000 Maschinen pro Jahr errichtet.
Die gesamte Neuinvestition beläuft
sich auf über 1 Mio. Euro. Nun hat
das erste Exemplar des neuen
Kompakt-Radladers L85 die
Fertigung verlassen.
Die Produktion der neuen
Modellreihe im Bobcat-Werk
im tschechischen Dobříš ist
voll angelaufen. Im Bild Jiri
Karmazin, Product Manager
Lader bei Bobcat.
BOBCAT
Multifunktionsmaschine: erster Bobcat
Kompakt-Radlader rollt vom Band
J
iri Karmazin, Product Manager Lader
bei Bobcat, erläutert: „Das jüngste
Produkt aus unserer Innovationsschmiede
in Dobříš wird im Marktsegment der
Kompakt-Radlader neue Leistungsmaßstäbe
setzen. Bei der Herstellung des L85
kamen bewährte und erprobte Komponenten
zum Einsatz: So stammen u. a.
Motoren, Strukturen, Achsen, Elektronik
und Hydraulik entweder von Bobcat selbst
oder von einem unserer renommierten
Direktzulieferer. Viele der Komponenten
werden bereits im großen Stil in unseren
marktführenden Kompaktladern, Minibaggern
und Teleskopen verbaut und der
L85 durchläuft dieselben Endmontageund
Testverfahren wie diese Produkte.“
Der kraftvolle Bobcat-Motor und die
Hydraulik sorgen für die hohe Leistung
des Kompakt-Radladers, der sich darüber
hinaus durch hervorragende Stabilität,
exzellente Ausbrech-, Schub- und Zugkräfte
sowie eine große Auswahl an
Bobcat-Anbaugeräten auszeichnet. Auch
der hohe Fahrerkomfort und die intuitive
und unkomplizierte Bedienung tragen
dazu bei, dass sich für den Kompakt-Radlader
L85 ein breites Anwendungsspektrum
in unterschiedlichsten Branchen
eröffnet. Es gibt bereits mehrere Bobcat
Anbaugeräte, die für den L85 zugelassen
sind, weitere werden in naher Zukunft
präsentiert. Das aktuelle Angebot an
Anbaugeräten beinhaltet Allzweckschaufel,
Leichtgutschaufel, Kombischaufel,
Palettengabel, Schwenkbesen und
Schneefräse und macht damit den L85 zu
einer echten Mehrzweckmaschine.
Der L85-Lader ist serienmäßig mit dem
Power Quick-Tach System ausgestattet,
einem mit allen gängigen Kupplungen der
Branche kompatiblen Wechselsystem. Mit
28 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
einer optional verfügbaren Hochleistungshydraulik
von 100 l/min. ist der Kompaktlader
fit für Anbaugeräte mit hohem
hydraulischen Leistungsbedarf, wie zum
Beispiel Schneefräsen und Schwenkbesen.
Eine weitere interessante Funktion ist die
erweiterte Anbaugerätesteuerung. Dieses
System ermöglicht den Wechsel des
Steuermodus per Tastendruck, sodass sich
die Motordrehzahl (und maximale
Zusatzhydraulik) sowie die Fahrgeschwindigkeit
der Maschine unabhängig voneinander
steuern lassen. Über den 7-poligen
Anschluss sind selbst die kompliziertesten
Anbaugeräte intuitiv und effizient
steuerbar.
Der Motor wird generell mit dem
Standardschlüssel gestartet. Für den
Schnell-Start und -Stopp der Maschine
während des Arbeitstages können aber
auch die Soft-Touch-Taster genutzt
werden, die sich in Reichweite auf der
rechten Konsole befinden. Darüber hinaus
ist die Maschine mit einer automatischen
Feststellbremse und unterstützenden
Funktionen bei Neigungen ausgestattet,
die dafür sorgen, dass die Feststellbremse
des L85 bei Bedarf automatisch aktiviert
Das Angebot an Anbaugeräten macht den L85 zu einer echten Mehrzweckmaschine.
bzw. deaktiviert wird. Diese aus der
Kfz-Technik bekannten Funktionen sind
bei diesem Maschinentyp branchenweit
einzigartig.
Der L85 ist serienmäßig mit einem
Heizsystem ausgestattet. Ein komplettes
Heizungs-, Belüftungs- und Klimaanlagensystem
ist als ab Werk installierte
Sonderausstattung erhältlich. Offizielle
Vertriebspartner von Bobcat sind in
Österreich die Eisenwagen Baumaschinen
GmbH in Himberg und die Kaiser Fahrzeugtechnik
GmbH in Nenzing.
www.bobcat.com
www.eisenwagen.co.at
www.kaiser-fahrzeugtechnik.at
Hoch hinaus – mit krandioser Technik und Service von WOLFFKRAN. Ob Laufkatz- oder Wippauslegerkran,
S oder XXL, Hochbau oder Spezialanwendung wie hier auf der ÖSWAG Werft in Linz: WOLFF ist der Richtige
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Der Leitwolf. The leader of the pack.
MASCHINEN + TECHNIK
MWT
Wiegetechnik digitalisiert: weniger
Arbeitsaufwand, mehr Effizienz
Zahlreiche Wiegesysteme bieten zwar ein geeichtes Resultat, sind aber
aufgrund fehlender Digitalisierung mit viel Arbeitsaufwand durch die
notwendige manuelle Datenerfassung verbunden. Eine professionelle
Abhilfe bietet hier die Firma MWT Mobile Wiegetechnik in Pichl bei Wels.
H
ier werden komplett digitalisierte
Fahrzeugwaagen installiert sowie
bestehende Wiegesysteme an modernste
Anforderungen angepasst. Das MWT
Fahrzeugwaagen Management ermöglicht
die Anbindung unterschiedlichster
Waagen.
Ein vom Unternehmen angebotenes
„Sorglos Paket“ umfasst PC, Bildschirm,
Funktastatur, Funkmaus und Kartenleser.
Für die Verwaltung wurde eine entsprechende
Softwarelösung entwickelt, welche
alle Daten wie Gewicht, Material, Datum
und Ort auf einen Blick verfügbar macht.
Gewichtsermittlungen und anfallende
Informationen werden auf eine effektive
Weise an ERP-Systeme überspielt.
Zusätzlich können Bluetooth- oder
WiFi-Hardware sowie ein Drucker
angeschlossen werden.
Die Anbindung an eine Software zur
Weiterverarbeitung der Daten ist genauso
flexibel und einfach. Von der Web-Plattform
ohne Installations- und Update-Aufwand
bis zur kompletten Einbindung in
ein ERP-System ist alles möglich. Die
Anwender haben praktisch jederzeit und
überall – ob im Büro, auf dem PC oder von
unterwegs über Smartphone und Tablet
– Zugriff auf die Daten. Die mit höchster
Datensicherheit verschlüsselte Software
eignet sich zur Fernwartung, welche einen
unkomplizierten Serviceeinsatz durch
MWT ermöglicht.
Das MWT Fahrzeugwaagen Management ermöglicht
die Anbindung unterschiedlichster Waagen.
Das Onboard-System übermittelt die Daten der Fahrzeugwaagen an die Zentrale
und erleichtert speziell in Zeiten von Covid-19 eine kontaktlose Datenübertragung.
Es kann mit einem Drucker für Wiegescheine und Rechnungen sowie einem
Onboard-Unterschriften-Pad erweitert werden.
Bord-Master im Fahrzeug
Die einzelnen Fahrzeugwaagen sind mit
einem Onboard-System – einem sogenannten
MultiControlPanel der Serie BM
(Boardmaster) – ausgestattet, welches
wahlweise via UMTS, LAN, WLAN oder
Bluetooth die Daten an die Zentrale
übermittelt. Das Onboard-System kann
zusätzlich mit einem Drucker für Wiegescheine
und Rechnungen sowie einem
Onboard-Unterschriften-Pad erweitert
werden. Die ultrahelle 10 Zoll Matrixanzeige
garantiert auch bei starker Sonneneinstrahlung
ein einfaches Ablesen in der
Fahrzeugkabine. Die userfreundliche
MWT Wiegesoftware verfügt über eine
Fernwartungsfunktion, welche dem
Kunden kostspielige Wartungsbesuche
erspart.
„Speziell in Zeiten von Covid-19
erleichtert dieses System durch eine
kontaktlose Datenübertragung den harten
Alltag im täglichen Geschäft. Persönliche
Kontakte zwischen Fahrzeuglenker,
Kunden und Buchhaltung können so auf
ein Minimum reduziert werden“, unterstreicht
MWT Geschäftsführer Günter
Schmalnauer. „Zahlreich erfolgte Installationen
bürgen für den einwandfreien und
arbeitserleichterten Einsatz nach der
Einführung unseres digitalen Wiegesystems
und dem wesentlichen Vorteil der
Fernwartung.“
www.mwt-systeme.at
30 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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MASCHINEN + TECHNIK
RUBBLE MASTER
Dieselfrei mit RM 120X hybrid
Als sich der israelische Kunde Taha Zahir im September 2020 dazu entschloss,
seinen Fuhrpark durch einen zweiten RM Brecher zu erweitern, fiel seine Wahl
auf den neuen RM 120X. Da der Prallbrecher in einer geschlossenen Halle in
Kfar Quasem Bauschutt aufbereitet, standen möglichst geringe Staub- und
Lärmemissionen im Mittelpunkt.
Seit Herbst 2020 wird der RM 120X als erster Brecher im Rahmen der Next Philosophie in Serie
gefertigt und vereint gesteigerte Sicherheit, maximale Effizienz und maximale Leistung.
A
nfang 2018 investierte Taha Zahir in
seinen ersten RM 120GO!. In der
Nähe von Tel Aviv bricht der Hochleistungsbrecher
seither verlässlich Bauschutt
für den Straßenunterbau. Aufbereitet wird
in einer geschlossenen Halle, weshalb es
dem Kunden sehr wichtig war, beim
Brechprozess so wenig Abgase, Staub- und
Lärmemissionen wie möglich zu erzeugen.
Die Auftragslage stieg, weshalb Taha
Zahir sich für einen zweiten, emissionsarmen
Brecher interessierte.
Die Wahl fiel auf den neuen RM 120X
hybrid, welcher sowohl dieselelektrisch,
als auch rein elektrisch betrieben werden
kann. Die Bauschuttbrocken mit einer
Kantenlänge bis zu 800 mm werden nun
voll elektrisch zu kubischem Endkorn
(0-32 mm) verarbeitet. Um die Staubbelastung
während des Brechvorganges so
gering wie möglich zu halten, entschied
sich Taha Zahir zusätzlich für die Anbringung
einer Staubniederhaltungsanlage
welche mittels einer Wasserpumpe und
Sprühbalken die Staubbildung durch
Wassernebel minimiert.
Neben der Option, komplett dieselfrei
zu brechen, überzeugte die Rubble Master
Innovation auch durch ihre enorme
Benutzerfreundlichkeit, sowohl im Betrieb
als auch während der Instandhaltung. Das
bewährte RM GO! Prinzip – welches für
intuitive Maschinenbedienung und
unkompliziertes Erreichen der Maschinenkomponenten
steht – wurde für Next
Maschinen weiter ausgebaut. Mit der
innovativen Maschinenkommunikationsbeleuchtung
kann der Kunde nun ganz
einfach den aktuellen Status der Anlage
ablesen: Zeigt die Maschine grünes Licht,
arbeitet sie einwandfrei. Bei gelbem Licht
erkennt der Maschinist, dass ein notweniger
Service ansteht und Rot steht für
Warnung.
Auch über die Weiterentwicklung im
Bereich Sicherheit freuen sich die Mitarbeiter
von Taha Zahir: Als erster Brecher
der Next Philosophie wird beim RM 120X
der Betreiber während des Brechvorganges
komplett aus der Gefahrenzone
gehalten. Die Funkfernsteuerung mit
Display, RM GO! Smart (optional) sowie
die Maschinenkommunikationsbeleuchtung
erhöhen die Sicherheit des Maschinisten
beträchtlich. Alle Informationen
zum Brechprozess, werden innerhalb der
RM GO! Smart App am mobilen Endgerät,
Smartphone oder Tablet, angezeigt.
Pro Tag werden ca. 1.000 t Bauschutt
– vermischt mit Plastik, Holz und Textilien
– nach Kfar Quasem geliefert. Um
sauberes, qualitativ hochwertiges Endkorn
zu erzeugen, entschied sich Taha Zahir bei
beiden RM Prallbrechern für die Anbringung
eines Windsichters. Der Bauschutt
wird so ganz einfach von den ungewünschten
Leichtstoffen freigelegt, sodass ein
qualitativ hochwertiges Endkorn entsteht.
www.rubblemaster.com
32 APRIL 2021
Bei den mit QuickChange
Generation II ausgestatteten
Geräten wird das Schnellwechsler-Sicherheitssystem
SecureLock standardmäßig
verbaut.
Rototilt bedient mit einem
erweiterten QuickChange-
Programm jetzt auch das
Kompaktsegment.
EINFACH MIT
DEM BESTEN
ZUFRIEDEN
SEIN!
ROTOTILT
QuickChange für
die Kompakt-Klasse
Das vollhydraulische Schnellwechsler-System Quick-
Change Generation II von Rototilt erreicht die nächste
Entwicklungsstufe. Das Angebot wird um die Modelle
QC45-4 und QC45-5 sowie QC60-4 erweitert. Die
Auslieferung startet ab Mai 2021.
Q
uickChange Generation II ist nun
für die Schwenkrotator-Modelle R3
bis R8 und die QuickChange-Baggerschnellwechsler
für Maschinen von 5 bis
45 t verfügbar, bislang galt dies für
Maschinen ab 10 t. Standardmäßig wird
das preisgekrönte Schnellwechsler-
Sicherheitssystem SecureLock verbaut,
das das Unfallrisiko im Zusammenhang
mit unsachgemäß gekoppelten Schnellwechsler-Verriegelungen
reduziert. Hierfür
sorgt die kontinuierliche Überwachung
der Schnellwechsler-Verriegelung
an Baggerschnellwechsler und Schwenkrotator.
„Wir erkennen bei den Anwendern
von Kompaktmaschinen ganz klar
ein erhöhtes Interesse an vollhydraulischen
Schnellwechsler-Systemen. Jetzt
können wir auch für diese Maschinen
die neueste Technik bieten“, erklärt
Produktmanager Sven-Roger Ekström.
„Von der Erweiterung des Spektrums
nach unten profitieren alle Anwender,
bei denen häufige Werkzeugwechsel an
BAUBLATT.ÖSTERREICH
der Tagesordnung sind“, ergänzt
Wolfgang Vogl, Geschäftsführer der
Rototilt GmbH. Mit Rototilt Quick-
Change kann der Schwenkrotator
schnell abgekoppelt werden. Der Bagger
wird so zu einem vollwertigen Werkzeugträger,
mit dem sich die Arbeit
schneller, effektiver und präziser
ausführen lässt.
Rototilt QuickChange Generation II für
Bagger, Schwenkrotatoren und Anbaugeräte
erlaubt den Bedienern, hydraulische
und elektrische Anbaugeräte zu
wechseln, ohne die Kabine zu verlassen.
Das Schnellwechsler-System basiert auf
dem kompakten und sehr robusten
S-Standard und ist Teil des übergreifenden
Standards Open-S, der bei der
hydraulischen Schnittstelle zwischen
Baggerschnellwechsler, Schwenkrotator
und Anbaugerät die Kompatibilität
unter den verschiedenen Herstellern
gewährleistet.
www.rototilt.de
Industrie- und
Baumaschinen
Service GmbH
Spezial- und Sondermaschinen
für Industrie, Bau und Gewinnung
Generalimporteur
für Österreich
Betriebsgebiet Nord 26
A-3300 Ardagger Stift
Tel.: +43 7472 23 494
Fax: DW 25
info@ibs-maschinen.at
www.ibs-maschinen.at
MASCHINEN + TECHNIK
Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung,
Flexibilität und fachlicher Kompetenz
genießt das Team rund um Firmenchef
Ferdinand Schernthaner einen hervorragenden
Ruf als zuverlässiger Partner
mit Handschlagqualität.
MOTOREX / SCHERNTHANER
Erfolgsgeschichte an der Glocknerstraße
Mit einem breiten Leistungsangebot hat sich die in Bruck an der Glocknerstraße
ansässige Schernthaner Erdbau und Transporte GmbH auch überregional als
gefragter Dienstleister etabliert. Im Fuhrpark vertraut die Firmenleitung auf
ein modernes Leichtlaufmotorenöl von Motorex, das den Transport und
Baumaschinenbereich gleichermaßen abdeckt.
F
erdinand Schernthaner startete 1987
mit einem Lkw in Fusch seine unternehmerische
Laufbahn. Zielstrebig und
mit großem Einsatz sorgte er dafür, dass
aus dem Ein-Mann-Betrieb rasch ein
kontinuierlich wachsender Betrieb wurde.
Schon bald konnte er mit dem ersten
Bagger ein breiteres Dienstleistungsangebot
für die Baubranche anbieten. Immer
größere Projekte führten zur Erweiterung
des Maschinen- und Fahrzeugparks. 2007
übersiedelte das Unternehmen an den
heutigen Standort in Bruck an der
Glocknerstraße. Mit diesem Schritt stiegen
auch die Kinder Eva und Thomas Schernthaner
ins Unternehmen ein. Das Leistungsangebot
umfasst heute Transporte,
Kranarbeiten, Erdbau, Abbrucharbeiten
sowie Wege- und Straßenbau. Zum
Kundenkreis des Familienunternehmens
zählen Baufirmen, Gemeinden, das Land
und Private. Baumaschinentransporte
werden auch für Fremdfirmen angeboten.
Aktuell beschäftigt das Unternehmen
über 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Der Fuhrpark umfasst über 20 Baumaschinen,
bei denen es sich in erster Linie
um Volvo und Takeuchi Geräte handelt.
Bei den 15 Lkw für den Baustellenverkehr
dominieren die Marken Volvo und Mercedes.
Gewartet werden die Maschinen in
der firmeneigenen Werkstätte. Zum
Einsatz kommt dabei das moderne
Leichtlaufmotorenöl Focus QTM SAE
10W/30 von Motorex, welches ein sehr
breites Einsatzspektrum im Transport
und Baumaschinenbereich bietet. „Mit
dem Motorex Focus QTM SAE 10W/30
decken wir die unterschiedlichen Anforderungen
der Lkw- und Baggerhersteller ab
und vermeiden dadurch Verwechslungsgefahren“,
sind Eva und Thomas
Schernthaner überzeugt.
www.motorex.com
www.schernthaner-erdbau.at
34 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
EINE SOFTWARE
GRENZENLOSE MÖGLICHKEITEN
Mit Trimble Business Center profitieren Sie von einer breiten Palette an leistungsstarken Werkzeugen, mit denen
Sie Aufgaben während des gesamten Bauprozesses bewältigen können. Die benutzerfreundliche Bürosoftware
liefert exakte Massenermittlung, Geländemodelle, aktuelle Bestandsberichte und mehr. Nahtlose Datenverwaltung
zwischen Büro, Baustelle und Maschinen.
Für mehr Effizienz im Büro und auf der Baustelle!
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4407 STEYR-GLEINK
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SYSTEMLÖSUNGEN
MASCHINEN + TECHNIK
Ab sofort hat die Baumaschinen-
Mietplattform Digando.com auch
Arbeitsbühnen im Sortiment.
Johann Messner
in Saalfelden
(Salzburg) vermietet
seine Arbeitsbühnen
künftig auch über
Digando.com.
DIGANDO
Digando.com erweitert mit drei neuen
Partnern das Sortiment um Arbeitsbühnen
Drei neue Partner in Salzburg, Ober- und Niederösterreich schließen sich Digando.
com an. Sie bringen in Echtzeit mietbare Arbeitsbühnen ins Angebot der
Baumaschinen-Mietplattform ein.
Ü
ber 6.000 Bagger, Anbaugeräte, Lader,
Verdichter, Anhänger und Siebanlagen
können auf der digitalen Baumaschinen-
Mietplattform Digando.com österreichweit
online gemietet werden. „Durch den
Beitritt unserer drei neuen Partner haben
wir jetzt auch Arbeitsbühnen aller Art im
Angebot“, freut sich Digando-Geschäftsführer
Alexander Höss. Mit den Partnern
erhöht sich die Anzahl der Mietstationen
auf 29. Damit ist Digando mittlerweile
österreichweit der Anbieter mit den
meisten Mietstationen.
Scheren-, Mast- und Lkw-Arbeitsbühnen
sind jetzt ebenso im Angebot vertreten
wie (Gelenk-)Teleskop- und Anhängerbühnen.
Arbeitsbühnen-Spezialist Johann
Messner ist Geschäftsführer der J.
Messner GmbH in Saalfelden (Salzburg)
und von den Vorzügen des digitalen
Vertriebsweges überzeugt: „Mit Digando.
com wird die Baumaschinenvermietung
für alle Beteiligten einfacher, sowohl für
Vermieter als auch für Mieter.“
Einen weiteren Vorteil beim digitalen
Vertrieb führt der zweite neue Partner
Bruno Vallandt, Geschäftsführer der BVB
Baumaschinen GmbH in Lanzenkirchen
(Niederösterreich), an: „Mit Digando.com
wollen wir die Auslastung unseres
Maschinenparks erhöhen.“
Der dritte neue Anbieter ist die Wepper
Baumaschinen GmbH in Sankt Georgen
am Walde (Oberösterreich). Geschäftsführer
Daniel Wepper bringt zusätzlich zu
seinen Arbeitsbühnen auch Minibagger,
Greifer, Hydraulikhammer, Teleskopstapler
und Anhänger auf Digando.com ein.
Auch ihn hat das einfache Handling
überzeugt: „Digando.com erleichtert die
Baumaschinen-Disposition wesentlich, für
mich und für meine Kunden.“
Das Arbeitsbühnen-Angebot soll in den
kommenden Monaten auf ganz Österreich
ausgeweitet werden. Hierzu sind bereits
Gespräche im Gang. Die Sortimentserweiterung
kommt gerade rechtzeitig zum
alljährlichen Frühjahrs-Boom beim
Fotos: Digando GmbH; Martin Maiburger; BVB Baumaschinen; Wepper Baumaschinen
36 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Für Daniel Wepper vereinfacht
sich mit Digando.com die
Baumaschinen-Disposition, auch
für seine Kunden.
Mietgeschäft: „Wenn die Temperaturen steigen,
erhöht sich auch die Anzahl der Baustellen und die
Nachfrage nach Baumaschinen. Nur auf Digando.
com kann jeder in Sekundenschnelle feststellen,
welche Baumaschinen wo verfügbar sind“, streicht
Alexander Höss den Vorteil seines Systems hervor.
Digando ist der einzige Anbieter in Österreich, der
eine Echtzeit-Abfrage ermöglicht.
Mit wenigen Klicks zur
Buchung – immer und überall
Die Buchung kann online in kürzester Zeit durchgeführt
werden, rund um die Uhr und ortsunabhängig.
Bei Mietbeginn kann die Maschine an einem von
österreichweit über 29 Standorten abgeholt werden.
Wahlweise wird sie auch geliefert. Mit den drei
neuen erhöht sich die Anzahl der Partner auf sieben.
Der nächste strategische Schritt ist die Expansion
nach Deutschland: „Die werden wir noch dieses Jahr
in Angriff nehmen“, erklärt Alexander Höss.
digando.com
FACTBOX DIGANDO
Das Baumaschinenunternehmen BVB in Lanzenkirchen
ist einer der neuen Partner bei Digando.
com. Für BVB-Geschäftsführer Bruno Vallandt
ist Digando.com eine gute Chance, um die Auslastung
seines Maschinenparks zu erhöhen.
Online-Baumaschinenmiete
für das Baugewerbe
Gründung: 2019
Firmensitz: Dornbirn
Sortiment: über 6.000 Bagger, Anbaugeräte,
Lader, Verdichter,
Anhänger, Siebanlagen und
Arbeitsbühnen
Partner-Stationen
in Österreich: 29
Partner: Huppenkothen Baumaschinen,
Kuhn Baumaschinen, Kleinheider
Baumaschinenhandel, Humer Anhänger,
Messner Arbeitsbühnen,
BVB Baumaschinen, Wepper
Baumaschinen
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MASCHINEN + TECHNIK
2018 schaffte Sonnleithner den ersten Komatsu Radlader
WA320-8 an. Um bestens für alle Aufträge gerüstet zu sein,
erwarb man kürzlich bei Kuhn dieselbe
Maschine noch einmal.
KUHN / SONNLEITHNER
Winterdienst und Erdbau: Sonnleithner
setzt erneut auf leistungsstarken WA320-8
In diesem Jahr feiert die Christian Sonnleithner Transporte GmbH aus Piesendorf
im Pinzgau ihr 25-jähriges Jubiläum. Um hocheffizient und professionell arbeiten zu
können, erweitert und modernisiert der Betrieb laufend seinen Fuhrpark. Da der vor
drei Jahren angeschaffte Komatsu-Radlader WA320-8 durch Leistung und Zuverlässigkeit
überzeugt, investierte das Unternehmen vor kurzem in den zweiten WA320-8.
M
it dem ersten eigenen Lkw startete
Christian Sonnleithner sen. 1996 in
Piesendorf bei Zell am See erfolgreich in
die Selbständigkeit. Zehn Jahre später
stieg das rasch wachsende Unternehmen
auch in den Erdbau ein. Im Juli 2019 fand
die offizielle Übergabe an seinen Sohn
Christian Sonnleithner jun. und seine
Tochter Maria Bayr statt. Beide agieren
bereits seit ihren Eintritten in den Betrieb
vor 13 bzw. 17 Jahren eigen- und hauptverantwortlich.
Maria Bayr im Büro und
Christian Sonnleithner jun. in den
Bereichen Erdbau, Disposition und
Fuhrparkinstandhaltung. Neben Transport-
und Erdbauarbeiten werden Kran-,
Grabungs-, Abbruch- und Aushubarbeiten
erledigt, Wegbauten, Steinmauern,
Projekte im Straßen- und Pistenbau,
Geländemodellierung, Bachverbauten und
Wildbachsperren durchgeführt. Weiters
zählen der Schotterhandel, Winterdienstund
Humusierungsarbeiten zum Angebot.
Im Rahmen der regelmäßigen Erneuerung
des Fuhrparks verstärkte sich die
Firma Sonnleithner anlässlich des
20-jährigen Firmenjubiläum mit der
Komatsu Planierraupe D61PX-24. Das
Gerät ist ein Alleskönner und die erste
Wahl für Planier- und Erdbewegungseinsätze.
2018 kaufte das Pinzgauer Unternehmen
wieder beim Baumaschinenhändler
Kuhn aus Eugendorf ein. Diesmal den
Komatsu-Radlader WA320-8, der zur
kältesten Jahreszeit seither vorwiegend
im Winterdienst zum Einsatz kommt und
im Sommer vor allem für die Erdbewegung
eingesetzt wird.
„Wir konnten immer auf das verlässliche
Gerät bauen und waren mit seiner
Leistung sehr zufrieden. Deshalb haben
wir uns kürzlich entschieden, denselben
38 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
„Der WA320-8 arbeitet sehr schnell, ist dabei wendig und spritzig und er bringt vor
allem eine enorme Schubkraft mit“, zeigt sich Christian Sonnleithner jun. zufrieden.
Radlader noch einmal zu kaufen“, erklärt
Christian Sonnleithner jun. Der Bedarf an
Schneeräumung ist weiter angestiegen, und
während der erste Radlader vor allem in
und rund um Piesendorf seinen Winterdienst
verrichtet, wurde das zweite Gerät im
zu Ende gegangenen Winter für die Betreuung
der kompletten Park- und Straßenflächen
der Gletscherbahnen Kaprun eingesetzt.
Das Kitzsteinhorn findet sich in
Kaprun und zählt zu der in den Hohen
Tauern gelegenen Glocknergruppe. Im
Sommer kommt auch dieser Radlader im
Erdbau und zur Bewegung von Schotter
zum Einsatz.
„Der WA320-8 arbeitet sehr schnell, ist
dabei wendig und spritzig und er bringt vor
allem eine enorme Schubkraft mit“, zeigt
sich Christian Sonnleithner jun. zufrieden.
Das neueste Gerät wurde vom Pinzgauer
Familienunternehmen in Vollausstattung
angeschafft und noch mit speziellen Reifen
aufgerüstet.
Im Winter beschäftigt die Christian
Sonnleithner Transporte GmbH etwa 18
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, im
Sommer bis zu 25. Eine Zahl passend zum
heurigen Firmenjubiläum, auf das man
zurecht sehr stolz sein darf. Das Piesendorfer
Unternehmen steht für fachliche
Kompetenz, Flexibilität und persönlichen
Einsatz. Ein Versprechen an die Kunden,
dass man auch in den nächsten Jahrzehnten
aufrechterhalten will.
www.kuhn.at
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Neben dem Winterdienst kommt der neue WA320-8 im Sommer auch
im Erdbau und zur Bewegung von Schotter zum Einsatz.
BAUBLATT.ÖSTERREICH APRIL 2021
39
MASCHINEN + TECHNIK
HS-SCHOCH
Maßgeschneiderte Anbaugeräte
für den GaLaBau-Einsatz
Weil mit dem richtigen Werkzeug vieles leichter und schneller von der
Hand geht, entwickelt und produziert die HS-Schoch Gruppe mit den
Tochterfirmen ZFE GmbH und bsg GmbH auch für den Garten- und
Landschaftsbau entsprechende Spezialwerkzeuge.
G
roßen Wert legt das Unternehmen
dabei auf Funktionalität und Verschleißfestigkeit.
Auch teure Ausfallzeiten
gilt es mit den standfesten Geräten der
HS-Schoch Gruppe zu vermeiden. Neben
bewährten Standardlösungen bietet das
Unternehmen auch individuelle kundenspezifische
Lösungen an, mit deren Hilfe
sich Projekte wesentlich effizienter
realisieren lässt.
Aus diesem Grund hat der Anbaugerätespezialist
und Verschleißexperte
Entfernt Baumstümpfe und
Wurzelstöcke samt Seitenwurzeln:
HS-Wurzelkönig.
Perfekt für Waldrodungsarbeiten
und das Auflockern von stark gebundenem
Material: Roderechen
von HS-Schoch.
speziell für Rodungsarbeiten einen
Wurzelhobel entwickelt – den „HS-
WurzelKönig“. Mit dem Wurzelkönig
lassen sich Baumstümpfe und Wurzelstöcke
samt Seitenwurzeln schnell,
effizient und kostengünstig ohne
Einsatz von Fräsen und Spezialmaschinen
komplett roden. Die Hobelfunktion
schneidet die Wurzeln in
brennholzartige Stücke, die nicht
mehr geschreddert oder in der Deponie
entsorgt werden müssen.
Im Gegensatz zum Fräsen, bei dem
Steine, Wurzelstücke etc. aufgewirbelt
werden und durch die Luft fliegen, erlaubt
der Wurzelhobel auch innerorts neben
Gehwegen ein sicheres Arbeiten ohne
Personengefährdung. Nebenbei wird der
Boden beim Abhobeln der Wurzelstöcke so
stark aufgelockert, dass nach dem
Entfernen der Wurzelstöcke sofort mit der
Neupflanzung begonnen werden kann.
Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist das
geringe Eigengewicht des Wurzelhobels,
dadurch ist er leicht zu handhaben und zu
transportieren. Für den Anbau ist keine
besondere Baggerhydraulik erforderlich.
Der Wurzelkönig lässt sich an alle
marktüblichen Schnellwechselsysteme,
Baggergrößen und Mini Bagger ab 1,5 t
anbauen.
Das gilt auch für den HS-Roderechen.
Er wird für Waldrodungsarbeiten und das
Auflockern von stark gebundenem
Material eingesetzt oder wenn die
Wurzeln komplett entfernt werden sollen.
Je nach Einsatzgebiet können Stegabstand
und die Anzahl der Zinken vom
Kunden individuell bestimmt werden.
Auch Ausführungen in Hardox-Verschleißstahl
sind möglich.
Wer „Berge“ oder auch nur einzelne
Felssteine „versetzen“ will benötigt dazu
entsprechende Greifer. Ob in Rippen- oder
in Langlochschalenblech-Ausführung –
der HS-Universalgreifer überzeugt durch
hohe Schließkräfte bei gleichzeitig großen
Öffnungsweiten. Für schwere Reißarbeiten
hat der Anbaugerätehersteller einen
Reißzahn entwickelt, der neben seinen
hohen punktuellen Losbrechkräften mit
sehr guten Eindringungseigenschaften
punkten kann. Weiters bietet das Unternehmen
für das Säubern von Wiesen,
Gräben und Waldstücken einen speziellen
Reisigrechen in verschiedenen Ausführungen
an. Damit man auch lange genug
Freude an seinen Arbeitsgeräten hat,
werden HS-Anbaugeräte mit dem
ESCO-Ultralok Zahnsystem ausgestattet
und auf Wunsch komplett aus Hardox-
Verschleißblech gefertigt.
www.hs-schoch.de
40 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
LIEBHERR
LRH 600 rammt geneigte Grundpfeiler
für Norwegens längste Eisenbahnbrücke
Eine extreme Neigung und die Umsetzung von einer Barge aus: Die Gründungspfähle
für die Eisenbahnbrücke in Minnevika sind eine Herausforderung. Die
Spezialisten von Aarsleff Ground Engineering haben in der LRH-Serie von
Liebherr die richtige Maschine dafür gefunden. Das ganze Projekt
schreibt ein Kapitel in Norwegens Buch der Superlative.
D
ie Brücke in Minnevika ist Teil von
Bane Nors Ausbau des Eisenbahnsystems
in Norwegen. Das Projekt wird die
Reisezeit zwischen Oslo und Hamar
erheblich verkürzen. In zwei Jahren
werden auf dieser Strecke Hochgeschwindigkeitszüge
verkehren und über diesen
Abschnitt düsen. Obwohl derzeit überall
im Land an der Infrastruktur auf Schienen
gebaut wird, ist die Brücke über den
Fluss Vorma etwas ganz Besonderes.
„Bevor der Zugverkehr zugelassen wird,
müssen die Pfähle mindestens zwei Jahre
ruhen.“ Dennis Jensen arbeitet als Senior
Project Manager bei Aarsleff Ground
Engineering, ein spezialisiertes Unternehmen
mit Sitz in Newark in der Nähe von
Aarsleff Ground Engineering rammt
die Pfähle mit dem Liebherr-Rammgerät
LRH 600 in einer Neigung
bis 1:5. Als Trägergerät ist der
Seilbagger HS 895 HD im Einsatz.
Die Stabilität des LRH 600 blieb
auch auf der Barge erhalten.
Nottingham. PNC, ein Unternehmen der
Porr, beauftragte Aarsleff, die Tiefengründung
der Brücke umzusetzen. Die Konstruktion
besteht aus 20 Brückenpfeilern
mit 280 Mantelreibungspfählen, die
Aarsleff in den Boden rammen muss. „Die
Herausforderung ist, die Tragfähigkeit zu
erreichen, da das Gestein so tief liegt und
daher geneigte Pfähle erforderlich sind.
Das Projekt befindet sich außerdem in
einem Binnensee, was den Transport von
großen Geräten sehr erschwert.“
Aarsleff hat das Liebherr-Rammgerät
mit Hängemäklersystem LRH 600 im
Einsatz, um die anspruchsvollen Arbeiten
umzusetzen: „Wir haben uns wegen der
möglichen Hammergrößen bei geneigten
Pfählen für dieses Gerät entschieden. Es
ist sehr stark und stabil.“ Dennis betont
einen wichtigen Punkt: „Wir müssen die
Pfähle in einer Neigung bis 1:5 rammen.
Die Hammergröße war eine wichtige
Anforderung für Aarsleff und auch für die
Kapazität des LRH 600. Liebherr war der
einzige Anbieter, der unsere technischen
Ansprüche kurzfristig erfüllen und
Trägergerät und Mäkler als Gesamtpaket
liefern konnte.“
Als Trägergerät ist der Seilbagger HS
895 HD im Einsatz. Von Aarsleff auf einer
Barge positioniert, rammt dieser die
Hälfte der Pfähle in den Fluss Vorma. „Die
Stabilität des Rammgerätes auf der Barge
ist sehr überraschend. Wir können die
Pfähle selbst bei starker Strömung
innerhalb der vom Projekt vorgegebenen
Toleranzen in 12-14 m tiefem Wasser
positionieren.“ Die Stahlrohre haben eine
Gründungslänge von 58 m, einen Durchmesser
von 1.016 mm und ein Gewicht
von 29 t.
Ein Vorteil des LRH 600 ist, dass der
Mäkler einfach nach vorne oder hinten
geneigt werden kann, anstatt für jeden
einzelnen Pfahl die Barge neu zu positionieren.
Der Mäkler und der Spotter sind
über Halterohre am Auslegerkopf befestigt.
Dadurch kann der Gerätefahrer die
Mäklerhöhe verändern, ohne die Mäklerneigung
zu beeinflussen. Durch die
zusätzliche Mäklerabsenkung wird beim
Rammen mehr Stabilität und eine höhere
Genauigkeit erreicht.
„Das Rammen der Pfähle war ein
wichtiger Meilenstein des Projektes,“ sagt
Dennis. „Wir erreichten diesen acht
Monate früher als geplant.“ Wenn man die
Lockdown-bedingten Unterbrechungen der
Arbeiten bedenkt, ist das umso bemerkenswerter.
Die Pfähle bilden die Grundpfeiler
für die Brücke über den Fluss
Vorma in Minnevika. Diese wird im
Herbst 2023 für den Zugverkehr freigegeben.
Dann ist sie mit 836 m die längste
Eisenbahnbrücke Norwegens.
www.liebherr.com
42 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Mobile
wiege
technik
FELBERMAYR
Bühnenvermietung in
Wien unter neuer Leitung
Seit wenigen Wochen ist Dieter Reuberger neuer
Leiter der Felbermayr-Bühnenvermietung am
Standort in Wien/Lanzendorf.
M
it fast drei Jahrzehnten Erfahrung
gehört Dieter Reuberger zu den
erfahrensten Branchenkennern am
österreichischen Baumaschinenmarkt.
Im Speziellen kann Reuberger auch auf
eine mehr als 20-jährige Erfahrung bei
einem österreichischen Arbeitsbühnenvermieter
verweisen. Dort war der
heute 54-jährige auch als Prokurist
tätig. Zuletzt war Reuberger als
Geschäftsführer fünf Jahre für einen
international tätigen Hersteller und
Vermieter für Turmdrehkrane tätig.
Reuberger zu seiner Rückkehr in die
Welt der Arbeitsbühnen: „Es ist schön
zu sehen, was sich in den vergangenen
Jahren in der Höhenzugangstechnik
getan hat. Da ist es mir natürlich eine
Freude, für einen der ganz Großen wie
Felbermayr tätig zu sein.“ Nach eigenen
Angaben seien es ergänzend zu
technischem Know-how auch Handschlagqualität
und die Fähigkeit,
Mitarbeiter zu motivieren, welche seine
berufliche Entwicklung im Baumaschinenmarkt
zum Erfolg führten. Parallel
dazu ist es aber auch die Begeisterung
für technische Innovationen. Das führte
dazu, dass Reuberger, wie bei seinem
BAUBLATT.ÖSTERREICH
Dieter Reuberger ist Abteilungsleiter der
Felbermayr-Bühnenabteilung in Lanzendorf.
liebsten Hobby, dem Tennis, auch in der
Höhenzugangstechnik immer am Ball
blieb.
Für seine Tätigkeit als Abteilungsleiter
der Bühnenvermietung bei Felbermayr
sieht Reuberger Potenzial in der
Gewinnung von neuen Kunden und der
Erschließung von neuen Märkten in der
Baubranche. Damit wird er den
erfolgreichen Weg des bisherigen
Abteilungsleiters für Bühnenvermietung,
Thomas Daxelmüller, fortführen
– dieser widmet sich fortan der
Kranvermietung und wird parallel
dazu auch als stellvertretender
Niederlassungs leiter in Lanzendorf bei
Wien Verantwortung übernehmen.
Aktuell verfügt die europaweit tätige
Bühnenvermietung von Felbermayr
über eine Mietflotte von mehr als 2.800
Arbeitsbühnen mit Arbeitshöhen von
mehr als 100 m. Optional erhältliche
Ausstattungen wie Weißketten und
Gummiraupenfahrwerke sind ebenso
erhältlich und erlauben einen abriebfesten
Einsatz im Indoor-Bereich.
Weiters im Mietpark: Gabel- und
Teleskopstapler sowie Minikrane.
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MASCHINEN + TECHNIK
DORN LIFT
Dorn Lift und Hinowa: Geräte-Jubiläum
krönt erfolgreiche Zusammenarbeit
Seit der Gründung im Jahr 1987 kann Hinowa auf eine Reihe von bedeutenden Meilensteinen
in seiner Unternehmensentwicklung zurückblicken. Der jüngste ist die Lieferung
der 1.000ten Raupen-Arbeitsbühne, eine Lightlift 17.75 Performance IIIS, an seinen
österreichischen Händler Dorn Lift GmbH mit Sitz in Lauterach am Bodensee.
Hinowa Lightlift 17.75 Performance IIIS
Die Raupenarbeitsbühne Lightlift 17.75 Performance
IIIS von Hinowa ist in der Anwendung äußerst vielseitig
und kann auch einfach mit einem Transportanhänger
befördert werden.
H
inowa weist eine lange Tradition in
der Herstellung von Hubarbeitsbühnen,
aber auch von Minidumpern und
anderen Maschinen für Erdbewegungen
auf. Die Zusammenarbeit zwischen
Hinowa und Dorn Lift besteht seit Beginn
der 2000er Jahre und hat sich zunehmend
konsolidiert. Das österreichische Unternehmen
mit über 40 Jahren Erfahrung im
Arbeitsbühnen-Bereich ist ein wichtiger
Bezugspunkt in seinen Einsatzgebieten
und bietet seinen Kunden neben Verkauf
und Vermietung auch professionelle
Unterstützung bei der Besichtigung des
jeweiligen Einsatzortes, Schulungen,
Kundenservice und Wartung. Basis dieses
Erfolgs sind langjährige Erfahrung im
technischen und kaufmännischen Bereich
sowie ein top motiviertes Team. Seit rund
20 Jahren ist Dorn Lift mittlerweile
Hinowa-Händler und deckt neben Österreich
auch Süddeutschland ab.
„Wir freuen uns sehr über die 1.000ste
gelieferte Hinowa Arbeitsbühne“, sagen
Evelyn und Alexander Dorn, Eigentümer
der Dorn Lift GmbH. „Zwischen unseren
beiden Unternehmen besteht eine sehr
starke Bindung, die auf einem gemeinsamen
Ziel basiert: Endnutzern Arbeitsmaschinen
anzubieten, die für jeden Einsatzbereich
und jede Bodenbeschaffenheit
geeignet sind. Unsere beiden Unternehmen
folgen den gleichen Prioritäten:
Gewährleistung von Sicherheit, Vielseitigkeit,
professionelle Unterstützung und
schnelles Eingreifen sowie der Verkauf
moderner Maschinen und Technologien,
mit denen unsere Kunden ihre Zeit und
Kosten optimieren und somit die Produktivität
steigern können.“
Leistungsstark und produktiv
Unter den Maschinen der Performance-
Serie zeichnet sich die Lightlift 17.75
Performance IIIS Raupen-Arbeitsbühne
durch Kompaktheit, Leistung und
Produktivität aus. Dieses Modell ist mit
einer Spitzentechnologie und Sicherheitssystemen
ausgestattet, die einen präzisen,
schnellen und zuverlässigen Betrieb bis zu
Fotos: Studio 22, Marcel Hagen
44 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
einer Arbeitshöhe von 17,06 m ermöglichen
und kann in vielfältigen Anwendungsbereichen
eingesetzt werden, wie
z.B. beim Baumschnitt, bei Anstricharbeiten,
für Innen- und Außensanierung,
Reinigungsarbeiten, Montage von Solaranlagen
sowie für die Installation und
Wartung von elektrischen Anlagen.
Aufgrund seiner technischen Besonderheiten
ist die Hinowa Lightlift 17.75 Performance
IIIS heute ein bekanntes und
geschätztes Modell unter einer Vielzahl
von Anwendern wie Vermietunternehmen,
Gärtnern, landwirtschaftlichen Betrieben,
Elektrikern, Malern, Bau- und Reinigungsunternehmen
und Restauratoren.
Für all diese Fachbetriebe bietet die
Lightlift 17.75 Raupen-Arbeitsbühne dank
des Performance-Hydrauliksystems
maximale Sicherheit, Stabilität, flüssige
Bewegungen und Präzision sowie eine
hohe Wendigkeit (Durchfahrtshöhe < 2m).
Aber nicht nur das, denn diese Arbeitsbühne
mit Abstütz- und Einfahrautomatik
weist eine uneingeschränkte Korblast von
230 kg im gesamten Arbeitsbereich auf
und garantiert durch das Pantograph-
Gelenk-Hubsystem einfaches und
Das Unternehmerpaar Evelyn und Alexander Dorn.
präzises Arbeiten parallel zur Fassade.
Dank der Version mit Elektromotor kann
die Hinowa Lightlift 17.75 Performance
IIIS Raupen-Arbeitsbühne an jedem Ort
geräuschlos und sauber eingesetzt werden.
Optional besteht auch die Möglichkeit,
diese Maschine mit einem Lithium Ionen
Akku auszustatten. Auch die nachgelagerten
Wartungs- und Servicearbeiten sind
so effektiv wie möglich gestaltet: Dank
R.A.H.M können Fehlerdiagnosen und
Softwareaktualisierungen aus der Ferne
erledigt werden. Und für den Vor-Ort-
Service steht Dorn Lift gerne zur
Verfügung.
www.dornlift.com
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Boost der Minibagger
ET42 und EZ50
Mehr Informationen unter:
www.wackerneuson.com/boost
MASCHINEN + TECHNIK
TWF
TWF unterstützt mit Großdrehbohrgerät
TBM-Rettungsmission in Kalkutta
In der indischen Metropole Kalkutta laufen aktuell die Arbeiten für den Bau
der Metro Linie 2. Da eine der beiden TBMs beschädigt ist, wird nun ein
Schacht zur Demontage dieser TBM errichtet. Ein Großdrehbohrgerät
BG 36 H der Firma TWF, das im August 2020 von Wien zu dem Einsatz
in Kalkutta transportiert wurde, konnte Anfang Februar die
Bohrarbeiten planmäßig beenden.
K
alkutta, offiziell Kolkata, ist die
Hauptstadt des Bundesstaates
Westbengalen und mit über 14 Mio.
Einwohnern der drittgrößte Ballungsraum
in Indien. Das offizielle U-Bahn-Netz
umfasst derzeit die Linie 1 mit Nord-Süd-
Ausrichtung und die Linie 2 mit Ost-West-
Ausrichtung. So wie an der zweiröhrigen
Linie 2 wird derzeit auch an weiteren
Linien gebaut. Konkret führt die Linie 2
über eine Länge von ca. 16 km vom Osten
der Stadt bis nach Howrah, wobei sie den
Fluss Hooghly unterquert. Geplant sind
insgesamt 12 Stationen, an der Station
Central wird die Linie 1 gekreuzt. Errichtet
wird die Linie 2 durch die ITD-Cementation
India Limited, den Betrieb übernimmt
die Kolkata Metro Rail Corporation.
Der Vortrieb der Linie 2 erfolgte
zunächst durch die beiden TBMs Urvi und
Chundi, wobei Chundi Ende August 2020
in rund 16 m Tiefe durch eine grundwasserführende
Sandschicht nahe Durga
Pithuri Lane beschädigt wurde. Weiterer
Schaden am 9 m breiten Schild der TBM
entstand durch die Abdichtungsmaßnahmen
gegen den Wassereintritt in Form von
Betoninjektionen. Neben der TBM selbst
wurde auch der Bereich an der Oberfläche
durch Absenkungen so stark beeinträchtigt,
dass rund 30 Häuser abgerissen
werden mussten. In der entstandenen
Freifläche wird nun der Schacht für die
Bergung der beschädigten TBM abgeteuft.
Die Bilder zeigen das
Großdrehbohrgerät BG 36 H
der Firma TWF bei den Bohrarbeiten
für den Schacht, der zur
Demontage der beschädigten TBM
errichtet wird. Inzwischen sind die
Bohrarbeiten abgeschlossen und
das Bohrgerät ist nach
Österreich zurückgekehrt.
Die Arbeiten starteten Anfang August
2020, wobei ein Großdrehbohrgerät Bauer
BG 36 H PremiumLine, beigestellt von der
Firma TWF in Wien, eine zentrale Rolle
für die Herstellung der Pfeiler für die
Schachtwände spielte. Der Schacht wird
mit einer Tiefe von rund 22 m, einer Länge
von 40 m und einer Breite von 15 m direkt
über dem U-Bahntunnel errichtet. Er
ermöglicht zunächst die notwendigen
Demontagearbeiten an der TBM Chundi
und wird später auch den Zielschacht für
die TBM Urvi bilden. Diese wurde vor
kurzem fertig zusammengebaut und
begann bereits mit dem Hauptvortrieb.
Mitte September wird Urvi in Sealdah
Station ankommen, dort demontiert, in der
Gegenrichtung wieder zusammengebaut
und dann den noch offenen Vortrieb
Richtung Durga Pithuri Lane abschließen.
www.twf.at
46 BAUBLATT.ÖSTERREICH
HANDARBEIT WAR GESTERN!
WDS 530
Foto: Coreum GmbH
Dutzende Kompaktmaschinen warten auf den
Demobaustellen auf Interessenten.
COREUM
Kompaktmaschinen
im Coreum live testen
Das Coreum in Stockstadt ist seit 2018 eine deutschlandweit
einmalige Plattform für Innovationen in den
Bereichen Bau, Umschlag und Recycling.
W
BAUBLATT.ÖSTERREICH
er noch überlegt, welche kompakte
Baumaschine sinnvoll für seine
nächsten Bauprojekte wäre, sollte jetzt
ins Coreum kommen: Im In- wie im
Outdoor Bauma-Park wird für den
Fachbesucher erlebbar, wie Mini- und
Kompaktbagger, Kompaktradlader und
Skidsteer mit einer schier unerschöpflichen
Palette von Anbaugeräten und
passender Technologien ganzheitliche
Bauprozesse abbilden. Vor Ort können
dutzende Maschinen verschiedener
Hersteller im Zusammenspiel getestet
werden. Darunter auch der erste rein
elektrisch betriebene Kompaktbagger
seiner Klasse, der Hitachi ZE85. Mit
diesem Pioniermodell tritt die KTEG
überzeugend den Beweis an, dass
E-Antriebe absolut alltagstauglich sind.
Die ersten gut 2.000 Stunden hat der
ZE85 bereits in Norwegen unter härtesten
Bedingungen absolviert! Im „Sandkasten“,
dem Inhouse-Übungsgelände,
lässt sich der große Vorteil der Elektromaschinen
direkt erleben: Ohne Leistungsverlust
auch im geschlossenen
Raum völlig abgasfrei zu arbeiten.
Etliche weitere kompakte Stromer und
eine große Auswahl an Handgeräten
machen die Zero-Emission-Baustelle zur
zukunftsweisenden Erfahrung.
Mit dem Format „Coreum Expo“ greift
das Team dreimal jährlich ein spezielles
Thema auf. Passend zur Jahreszeit dreht
sich in Stockstadt im Frühjahr 2021 alles
um den Bereich Kompaktmaschinen: Bis
in den Mai hinein präsentieren über 50
Hersteller und Dienstleister sich und
ihre Leistungen in der Sonderausstellung
Kompaktmaschinen. Geplant sind
die Expo Kanalbau im Juni 2021 und die
Expo Abbruch und mineralische Stoffe
im September 2021.
www.coreum.de
TUNNEL-
SANIERUNG
SO EINFACH
WIE NIE!
Die WDS 530 bietet professionelle
Schleiftechnologie mit überragender
Flächenleistung
Ergonomische und gesundheitsschonende
Entfernung kontaminierter
Wand- und Deckenbeläge
Weitere Details
zur WDS 530
Made in Germany
Tel.: +49 (0) 7161 2005 0
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MASCHINEN + TECHNIK
Die zuverlässigen Baugruppen des Hybridsystems von
Komatsu wandeln die freigesetzte kinetische Energie in
elektrische Spannung um und sorgen für einen kraftvollen
und geräuscharmen Einsatz des HB365LC/NLC-3.
KUHN / HILTI & JEHLE
Komatsu-Hybridbagger beschickt
Aufbereitungsanlagen bei Hilti & Jehle
Der neue Hydraulikbagger HB365LC/NLC-3 ist bereits die elfte Komatsu-
Maschine im Gerätepark des Bauunternehmens Hilti & Jehle. Für das Gerät
sprechen extrem geringe Emissionen, ein niedriger Geräuschpegel, der drastisch
gesenkte Treibstoffverbrauch und eine herausragende Produktivität.
S
eit der Gründung im Jahr 1876 hat
sich das traditionelle Hoch- und
Tiefbauunternehmen Hilti & Jehle aus
Feldkirch in Vorarlberg zum Gesamtanbieter
mit internationaler Ausrichtung
entwickelt. Zahlreiche Innovationen lassen
der Firma bei großen Infrastrukturprojekten
mittlerweile eine Vorreiterrolle
zukommen. Wichtig für das Unternehmen
ist auch der Faktor Umwelt, was durch
den Geschäftszweig Baustoff-Recycling
unterstrichen wird. Hilti & Jehle garantiert
dabei einen maßvollen und sicheren
Umgang mit Gefahrenstoffen und trennt
Abfälle und Bauschutt, um die Umwelt zu
schonen. An Standorten in Tirol und
Vorarlberg werden Recycling-Baustoff-
Produkte erzeugt.
Für die Abbrucharbeiten im Hoch- und
Tiefbau und für die Recyclingbetriebe von
Hilti & Jehle mitverantwortlich ist Bernd
Rünzler, dessen Abteilung kürzlich einen
modernen Komatsu-Hybridbagger beim
Baumaschinenhändler Kuhn erworben
hat. „Der neue Komatsu HB365LC/NLC-3
ersetzt einen mittlerweile in die Jahre
gekommenen Komatsu PC350 in unserem
Maschinenpark. Bei Neuanschaffungen
achten wir stets auf neueste Technologien,
den Stand der Technik insbesondere zum
Thema Kraftstoffverbrauch, auf Effizienz
und eine geringe Abgasemission“, erklärt
Bernd Rünzler.
Umso besser, dass sich mit dem
HB365LC/NLC-3 von Komatsu die
CO2-Bilanz und die Kraftstoffeffizienz um
bis zu 30% im Vergleich zum Vorgängermodell
verbessern lassen. Der Hybridbagger
wird bei Hilti & Jehle hauptsächlich
im Bereich der Recyclingbaustoff-Produktion
eingesetzt. „Er beschickt dazu
Aufarbeitungsanlagen, die elektrisch
betrieben werden und stellt somit die
ideale Ergänzung dar. Der Fahrer ist sehr
zufrieden mit dem neuen Hybridbagger, er
hat bereits den nun ersetzten Komatsu
PC350 gesteuert und freut sich über die
ganzen Neuerungen des Hybridbaggers
sowie über den Komfort in der neuen
Fahrerkabine“, betont Bernd Rünzler.
Der Hybridbagger ist mit einem
einzigartigen, zu 100% elektrischen
Schwenkwerk ausgestattet. So kann die
ganze Hydraulikkraft für die Bewegungen
von Ausleger, Stiel und Löffel genutzt
werden. Das Resultat zeigt sich in einer
bemerkenswerten Produktivitätssteigerung.
Ein Indikator für die ausgezeichnete
Partnerschaft von Hilti & Jehle und dem
Baumaschinenhändler Kuhn ist der
Umstand, dass das Vorarlberger Bauunternehmen
nicht weniger als elf Komatsu-
Maschinen in seinem Gerätepark einsetzt.
Im Geschäftsbereich Baumaschinen
vermarktet Kuhn Komatsu-Baumaschinen
exklusiv in den Ländern Österreich,
Ungarn, Tschechien, Slowakei, Slowenien,
Süddeutschland, der Schweiz und Kroatien.
„Die Firma Kuhn ist stets bemüht,
unseren hohen Ansprüchen Sorge zu
tragen und stellt für uns einen verlässlichen
Partner dar“, formuliert es Bernd
Rünzler von Hilti & Jehle.
www.kuhn.at
www.hilti-jehle.at
48 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Bilder: ZF
ZF FRIEDRICHSHAFEN
Elektrisches Antriebssystem für Mobilbagger
Als Spezialist für konventionelle Antriebsstranglösungen für Mobilbagger erweitert
ZF nun das Produktportfolio für diese Applikation um elektrische Antriebe.
K
urz nach Beginn der Serienproduktion
des elektrifizierten Antriebssystems
eTrac eCD20 für kompakte Baumaschinen
kann ZF nun einen weiteren Meilenstein
auf dem Weg zu emissionsfreien
Baustellen verzeichnen. Das neu entwickelte
System besteht aus einem 2-Gang-
Lastschaltgetriebe, eMotor sowie Wechselrichter.
Es kann bis zu einem Spitzenmoment
von 850 Nm und einer Dauerleistung
von 80 kW skaliert werden. Es
stehen drei Systeme – eCD50, eCD70 und
eCD90 – zur Verfügung, um unterschiedliche
Fahrzeuggrößen abzudecken.
Das Produktportfolio für Mobilbagger
wird durch einen neu entwickelten,
elektrischen Schwenkantrieb sowie die
bereits bestens etablierten Multisteer und
Multitrac Vorder- und Hinterachsen
abgerundet. Das elektrische Antriebssystem
erfüllt alle Erwartungen hinsichtlich
Leistung und Produktivität verglichen mit
ZF eTrac eCD70: neuer
Benchmark für elektrische
Antriebe.
konventionellen Antriebssträngen und
kombiniert sie mit den umfassenden
Vorteilen und Möglichkeiten elektrischer
Systeme.
Dank seiner modularen Bauweise lässt
sich die neue Reihe von elektrischen
Zentralantrieben ohne großen Aufwand
ZF elektrifiziert Mobilbagger
und macht sie somit bereit für
emissionsfreie Baustellen.
für verschiedene Fahrzeuganwendungen
wie beispielsweise Baggerlader, Telehandler,
Forstanwendungen etc.
adaptieren. Erste Prototypen wurden
vor Kurzem bereits an einen Pilotkunden
ausgeliefert.
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BAUBLATT.ÖSTERREICH APRIL 2021
49
MASCHINEN + TECHNIK
KARNER / EISENWAGEN
Flink, kräftig und hocheffizient:
Nach einem erfolgreichen
Testeinsatz hat der Doosan DX300NLC-7
nun einen fixen Platz im Fuhrpark der
Firma Karner.
Doosan-Qualität und Eisenwagen-Service
überzeugen Karner in Greifenstein
Nicht viele Bauunternehmen können auf eine derart lange Tradition zurückblicken, wie die 1870
gegründete Firma Karner. Sie zählt im Bezirk Tulln und den angrenzenden Wiener Bezirken zu
den ersten Adressen rund um die Themen Erdbau, Steinlegung, Abbruch und Recycling sowie
Sand und Schotter. Jüngster Neuzugang im Fuhrpark ist ein neuer Doosan DX300NLC-7 mit
GPS-Steuerung, der im Testbetrieb als leistungsstarker Spritverächter überzeugte.
V
or über 150 Jahren legten die Gebrüder
Josef und Johann Karner mit der
Gründung ihres Bauunternehmens in St.
Andrä-Wördern den Grundstein für eine
beeindruckende Erfolgsgeschichte. Die
Qualität ihrer Arbeit fand auch in Wien
Beachtung, wo sie unter anderem mehrere
Villen errichteten. Was mit einem Pferdefuhrwerk
begann, entwickelte sich im Lauf
der Zeit zu einem leistungsstarken und
breit aufgestellten Bauunternehmen, das
sich immer aufgeschlossen für die neuesten
technischen Lösungen zeigte. 1998
übergab Erhard Karner den Betrieb an
seinen Schwiegersohn Johann Benischek,
der das Unternehmen unter Beibehaltung
des traditionsreichen Namens seither
erfolgreich leitet.
Basis für das beständige Wachstum war
unter anderem die kontinuierliche
Erweiterung des Leistungsspektrums.
Dazu Junior-Chef Florian Benischek, der
gemeinsam mit Schwester Anna bereits in
der 6. Generation die Zukunft des Unternehmens
sichert: „Neben der verlässlichen
Durchführung diverser Transportaufgaben
zählen auch Erd-, Steinlege-, Aushub-,
Rodungs- und Abbrucharbeiten sowie die
Bereiche Sand und Schotter zu unseren
Kernkompetenzen. Der Schwerpunkt
unserer Tätigkeiten liegt im Bezirk Tulln
und in den Wiener Randbezirken. Mit dem
Das hochmotivierte Team der
Firma Karner ist mit vollem Einsatz
für die Kunden unterwegs.
50 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Von links:
Florian Benischek
(Firma Karner)
vertraut auf die
Handschlagqualität
von
Wolfgang Eisenwagen
(Geschäftsführer
der Firma
Eisenwagen Baumaschinen
GmbH
in Himberg).
Kauf des alten Steinbruchgeländes in
Greifenstein und der Schaffung einer der
größten genehmigten Bodenaushubdeponien
im Raum Tulln konnten wir unseren Tätigkeitsbereich
entscheidend erweitern. Im
nächsten Schritt investierten wir in unsere
eigene Recyclinganlage, mit der wir am
Firmengelände unter Einhaltung aller
behördlichen Auflagen Betonabbruch, Ziegel,
Altasphalt und Abbruchholz zur Wiederverwendung
aufbereiten. Unsere Kunden
schätzen nicht nur unsere Verlässlichkeit und
Handschlagqualität, sie wissen auch, dass sie
bei uns viele Bereiche mit nur einem
Ansprechpartner abdecken können.“
Der Betriebsstandort der Firma Karner im
Steinbruchgelände in Greifenstein bietet dem
motivierten Team aus rund 60 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern nicht nur eine moderne
Bürostruktur, sondern auch eine gut ausgerüstete
Reparaturwerkstatt sowie einen
regelmäßig erneuerten Fuhrpark. Unter den
ca. 40 Baumaschinen befindet sich mit einem
DX300NLC-7 seit kurzem auch der erste
Doosan Hydraulikbagger des Unternehmens.
Übergeben wurde der DX300NLC-7, ein
Gerät der 30 t Klasse, durch die Firma
Eisenwagen in Himberg, die neben Doosan
auch Vertriebspartner für die Marken Bobcat
und Rammer ist. So wie die anderen Modelle
der Stufe V-konformen Bagger der Baureihe
LC-7 baut auch der DX300NLC-7 auf der
erfolgreichen Konstruktion der Vorgängermaschinen
auf. Zum Erfüllen der Abgasnorm der
Stufe V wird der DX300NLC-7 von einem
Doosan-Motor vom Typ DL08 ohne Abgasrückführung
(EGR) zur Feinstaubreduzierung
angetrieben und nutzt als Nachbehandlungstechnologien
Dieseloxidationskatalysator
(DOC)/Dieselpartikelfilter (DPF) + SCR,
für die erst nach 8.000 Betriebsstunden eine
Wartung fällig ist. Zu den wichtigsten neuen
Leistungsmerkmalen der Kabine zählen
unter anderem die neue 8-Zoll-Instrumententafel
mit Touchscreen und das schlüssellose
Zündsystem.
Eine der großen Stärken des DX300NLC-7
ist das effiziente Kraftstoffmanagement: Die
vier verfügbaren Power-Modi Eco, Standard,
Power und Power Plus sowie ein automatisches
Smart Power Control (SPC)-System
sorgen unter allen Bedingungen für optimale
Leistung und geringeren Kraftstoffverbrauch.
Das SPC-System senkt die Motordrehzahl
und passt das Pumpendrehmoment an die
jeweiligen Einsatzbedingungen an, dadurch
wird der Kraftstoffverbrauch optimiert und
die Emissionen reduziert. Zusätzlich kann
vom Fahrer als Option über den Touchscreen
die automatische Motorabschaltung nach
einer voreingestellten Leerlaufzeit der
Maschine eingestellt werden.
Condecta Schnelleinsatzkrane
sind zu 100 % feuerverzinkt.
Ausladung von 24 m bis 45 m,
Hakenhöhe bis 30 m.
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MASCHINEN + TECHNIK
Die Firma Karner hat
sich zu einem leistungsstarken
und breit
aufgestellten Bauunternehmen
entwickelt.
Florian Benischek: „Ich weiß aus
langjähriger Erfahrung, dass ich mich auf
Wolfgang Eisenwagen nicht nur verlassen
kann, wenn bei einem Gerät ein Notfall
auftritt, sondern auch in allen Servicefragen.
Was ich besonders schätze, ist die
Möglichkeit, den Chef selbst zu erreichen,
denn wir haben schon einige weniger
erfreuliche Erfahrungen mit plötzlichen
Betreuerwechseln bei den Mitbewerbern
gemacht. Schließlich schätzen es auch
unsere Kunden, dass die Firmenleitung für
sie erreichbar ist. Der konkrete Anlass für
den neuen DX300NLC-7 war ein größerer
Aushub in Wien Hernals, mit dem wir im
letzten Sommer beauftragt wurden.
Dadurch, dass die Firma Eisenwagen auch
die großen Kettenbagger von Doosan im
Programm hat, habe ich angefragt und
Wolfgang Eisenwagen hat mir sehr
kurzfristig das Gerät zur Verfügung
gestellt. Unser Fahrer war von der
Leistung begeistert, der niedrige Verbrauch
hat mich beeindruckt und das Preis-Leistungsverhältnis
sowie das Service passen.“
Wolfgang Eisenwagen: „Der Doosan
DX300NLC-7 zeichnet sich in seiner
Klasse dadurch aus, dass er ein sehr
flinker Bagger mit extremer Leistung ist.
Dazu kommt der niedrige Dieselverbrauch,
der sich bei allen Geräten bestätigt hat.
Das Gerät der Firma Karner ist bereits der
zehnte DX300NLC-7, den wir in den rund
14 Monaten, in denen wir auch die
Großgeräte betreuen, im Markt platzieren
konnten. Dieser Erfolg wäre sicher nicht
möglich gewesen, wenn das Gesamtkonzept
nicht passen würde. Wir haben auch
einige Kunden, die bereits den zweiten
Bagger dieses Modells im Einsatz haben.“
Nach der Übergabe des Doosan
DX300NLC-7 an die Firma Karner Anfang
März wird das Gerät im Rahmen seines
ersten Einsatzes für einige Monate bei
einem Baugrubenaushub von ca. 45.000
m³ zum Einsatz kommen, bei dem auch
Abbrucharbeiten von alten Betonstützmauern
durchzuführen sind. Zuvor wurde
das Gerät noch mit einer 3D-Baggersteuerung
der Firma „ETiEVE“ ausgerüstet.
Florian Benischek sieht seine Mannschaft
mit dem DX300NLC-7 für diesen Auftrag
jedenfalls bestens gerüstet.
www.karner-gmbh.at | www.zeppelin-cat.at
Die Komfort-Kabine des Doosan DX300NLC-7
punktet mit geringen Geräusch- und
Vibrationswerten. Über den 8 Zoll großen
Touchscreen hat der Fahrer alle Funktionen
im Griff, einschließlich der Leistungs- und
Zusatzhydraulikeinstellungen.
Effizientes Kraftstoffmanagement: Das
automatische Smart Power Control (SPC)-System
senkt die Motordrehzahl und passt das
Pumpendrehmoment an die jeweiligen
Einsatzbedingungen an.
52 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MECALAC
Hydraulischer Baggerdaumen
für die Modelle 6MCR und 7MWR
Mecalac bietet einen hydraulischen Baggerdaumen für
seinen Skid-Raupenbagger 6MCR und Mobilbagger 7MWR
an. Beide Modelle sind mit dem zweiteiligen Ausleger mit
Seitenversatz ausgestattet.
D
er Baggerdaumen besteht aus 4
Zähnen, die am Löffelgestänge
montiert sind und von einem Zylinder
betätigt werden. Mit diesem Werkzeug
lassen sich große und lange Objekte
einfach aufnehmen und bewegen und
durch einen konstanten Druck des
Zylinders auf den Baggerdaumen präzise
steuern. Zudem bietet es den Vorteil, dass
der Baggerdaumen auch während
Grabarbeiten an der Maschine verbleiben
kann. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen
Greifer, welcher demontiert
werden müsste. Diese Option ist mit dem
Mecalac Connect Schnellwechsler
kompatibel und kann ab Werk bestellt
oder nachträglich montiert werden. Mecalac
ist ein internationaler Hersteller von
kompakten Baumaschinen für innerstädtische
Baustellen. Universell und
vielseitig einsetzbare Geräte sind in
5 Produktlinien erhältlich, darunter
Bagger, Lader, Baggerlader, Baustellenkipper
und Verdichtungswalzen. Vertriebspartner
der Mecalac-Geräte sind in
Österreich die Firmen Baumaschinen
MKS GmbH in Wien, Mlečka Baumaschinen
GmbH in Oeynhausen und Laurer
Baumaschinen GmbH & CO KG in
Jenbach/Tirol.
www.mecalac.com | www.mlecka.at
www.bmks.at | www.laurer.at
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Mecalac 6MCR & 7MWR mit zweiteiligem
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MASCHINEN + TECHNIK
Die Mobicat MC 110(i) EVO2 ist für die erste Brechstufe
konzipiert und wird im mittel-harten bis harten
Naturstein und im Recycling eingesetzt.
KLEEMANN
Neue Mobicat MC 110(i) EVO2 und
zwei neue mobile Klassiersiebanlagen
Mit der Markteinführung der neuen Mobicat MC 110(i) EVO2 präsentiert Kleemann
eine mobile Backenbrechanlage der neuen Generation. Ergänzend dazu rundet
Kleemann das Siebprogramm nach oben ab: Um auch größere Mengen effektiv
absieben zu können, bietet der Aufbereitungsspezialist zwei neue mobile
Klassiersiebanlagen mit einer Aufgabeleistung von bis zu 750 t/h an.
K
leemann hat sich bei der Entwicklung
der mobilen Backenbrechanlage
Mobicat MC 110(i) EVO2 auf die Anforderungen
von Abbruch- und Bauunternehmern,
Lohnbrecher und Steinbruchbetreibern
konzentriert. Mit einer Stundenleistung
von bis zu 400 t/h erfüllt der neue
mobile Backenbrecher Anforderungen im
mittleren Leistungsbereich. Sie liefert eine
überzeugende Performance in vielfältigen
Steinbruch- und Recycling-Anwendungen,
wo es auf eine effektive Grobzerkleinerung
ankommt.
Die Entwicklungsingenieure von
Kleemann im deutschen Stammwerk in
Göppingen haben bei der Weiterentwicklung
der MC 110(i) EVO2 einen Schwerpunkt
auf eine optimale Transportierbarkeit
und eine schnelle Inbetriebnahme
gelegt. Die Transporthöhe wurde um
20 cm auf 3,40 m reduziert. Standortwechsel
sind jetzt mit vereinfachtem Transport
durch Semitieflader möglich. Der Startvorgang
selbst beträgt inklusive Rüstzeit für
Martin Friedl, Geschäftsführer Wirtgen Österreich, freut sich
über das große Interesse der heimischen Unternehmen an
den Aufbereitungslösungen von Kleemann.
Klappen, Bänder und Aufgabetrichter nur
gut 10 Minuten.
Besonderes Highlight der Mobicat MC
110(i) EVO2 ist ein neues, effektives,
zweistufiges Überlastsystem. Damit lassen
sich Blockaden und Verbrückungen, die zu
ungewollten Stillstandszeiten führen
können, effektiv vermeiden. Gelangt
unbrechbares Material in den Brechprozess
öffnet sich der CSS 2x schneller als
bei der Vorgängeranlage, optional sogar
bis zu 40x schneller. Das erhöht die
Verfügbarkeit und damit die Gesamtleistung.
Kleemann zeigt hier erneut seine
Kompetenzen mit innovativen Lösungen
für Brechanlagen.
Mit der Weiterentwicklung von Spective
hat Kleemann die Messlatte für Benutzeroberflächen
in der Branche weiter angehoben.
Dieses digitale Bedienkonzept ist
intuitiv aufgebaut und revolutioniert mit
seinen umfassenden Features die Anlagenbedienung.
Das 12‘‘ große Touchpanel
wurde bezüglich der Benutzerführung und
Visualisierung optimiert. Zudem sind neue
Komponenten wie eine Funkfernsteuerung
und eine kleine Funkfernsteuerung in die
Spective Welt integriert worden. Die neue
digitale Lösung Spective Connect bringt
alle wichtigen Anlagendaten aufs Smartphone.
In die neue Mobicat MC 110(i) EVO2
hat Kleemann eine Reihe neuer Technologien
und Verbesserungen integriert.
So sorgt das CFS – Continuous Feed
System – für eine kontinuierliche Brecherauslastung
und damit für bis zu 10% mehr
Tagesleistung. Das unabhängige Doppeldecker-Vorsieb
scheidet Feinanteile
effektiv ab, bevor sie in den Brechprozess
gelangen. Das erhöht den Anlagengesamtdurchsatz
und schont beispielsweise
nachfolgende Kegelbrecher in der zweiten
Brechstufe. Für ein verbessertes Einzugsverhalten
sorgt zum einen die extra lange
bewegliche Brechbacke, während ein
abgeflachter Übergang in den Brechraum
einen optimalen Materialfluss ermöglicht.
54 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Auch die Zugänglichkeit für schnelle,
sichere und komfortable Wartung wurde
optimiert.
Mit seinen innovativen technischen
Lösungen konzentriert sich Kleemann bei
allen Neu- und Weiterentwicklungen auf
das Thema Energieeffizienz. Das verbesserte
Diesel-Direkt-Antriebskonzept
zeichnet sich durch den sparsamen
Umgang mit Kraftstoff aus und minimiert
Betriebskosten. Der leistungsabhängige
Lüfter sorgt für erhöhte Kühlleistung,
arbeitet nur bei Bedarf und reduziert den
Kraftstoffverbrauch.
Kleemann rundet
Siebprogramm ab
Die Mobiscreen MS 1202 bzw. MS 1203
sind mit zwei oder drei Siebdecks erhältlich
und haben Siebflächen von 12 m² im
Ober- und Mitteldeck sowie 11 m² im
Unterdeck. Somit ermöglichen sie Stundenleistungen
von bis zu 750 t. Doch
worauf kommt es bei solchen Siebanlagen
außer einer hohen Maximalleistung noch
an? Dazu Aiko Fischer, Produktmanager
für Siebanlagen bei Kleemann: „Um diese
hohen Leistungen zu erreichen, muss der
Materialfluss gut konzipiert sein. So hat
Kleemann den Aufgabetrichter mit einem
Fassungsvolumen von 10 m³ großzügig
dimensioniert. Damit ist eine Beschickung
sowohl mit einer Brechanlage als auch mit
einem großen Radlader möglich. Trotz
diskontinuierlicher Beschickung durch
den Radlader sorgt das große Trichtervolumen
für eine kontinuierliche Materialversorgung
des Siebes. Entsprechend breite
Aufgabe- und Austragsbänder sorgen für
einen ungehinderten Materialfluss über
das Sieb. Der durchzugsstarke Diesel
wiederum stellt sicher, dass der Anlage
dabei nicht die Puste ausgeht.“
„Neben den reinen Leistungsdaten darf
das Wichtigste nicht vergessen werden:
Die Einstellbarkeit von Siebwinkel und
Amplitude auf die unterschiedlichen
Aufgabematerialien und deren Beschaffenheit.
Neben der Wahl der passenden
Siebbeläge entscheidet die richtige Wahl
dieser Parameter am Ende über die
Siebleistung und Produktqualität“, so
Fischer weiter. Beide Siebe können sehr
gut sowohl mit den Brechanlagen der
Kleemann EVO- als auch der PRO-Serie
kombiniert werden. Fischer: „Je kleiner
der Trennschnitt und je höher die geforderte
Endproduktmenge, desto größer
muss die Siebfläche sein. Eigentlich ganz
einfach.“
Wie die anderen Siebanlagen der
Mobiscreen Serie werden die MS 1202/MS
1203 mit effizienten und kraftvollen
Hydraulikaggregaten angetrieben. Mit der
optionalen Dual Power Option können die
Siebe auch rein elektrisch angetrieben
werden, was die Effizienz weiter steigert
Hohe Leistung: Mit bis zu 750 t pro Stunde sind die mobilen
Siebanlagen MS 1202 und MS 1203 sehr leistungsfähig.
und durch verringerte Lärm- und Abgasemissionen
die Umwelt entlastet.
Für den flexiblen Einsatz bietet
Kleemann eine große Auswahl an Siebbelägen
an, von verschiedenen Maschenformen
– Quadrat, Rechteck oder Harfe – bis
hin zur richtigen Beschaffenheit, beispielsweise
Stahl oder Kunststoff. Damit die
Siebe nicht nur flexibel in der Anwendung,
sondern auch im Hinblick auf verschiedene
Einsatzorte sind, sind gute
Transport eigenschaften und schnelle
Auf- und Abbauzeiten sehr wichtig. Auch
da punkten die MS 1202/MS 1203 als eine
der weltweit größten, an einem Stück
transportierbaren mobilen Siebanlagen.
Für weitere Informationen steht das Team
der Wirtgen Österreich GmbH. in Steyrermühl
zur Verfügung.
www.kleemann.info
www.wirtgen-group.com
KAISER Fahrzeugtechnik GmbH
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Fax +43-55 25-64180-10
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PAUS Senkmuldenkipper SMK 365
BAUBLATT.ÖSTERREICH APRIL 2021
55
MASCHINEN + TECHNIK
OQ-Schnellwechsler mit MRL und Fallsicherung. Damit auch ältere
Schnellwechsler-Modelle mit den aktuellen Sicherheitsstandards Schritt
halten können und trotz einwandfreiem Zustand nicht ersetzt werden müssen,
bietet OilQuick die Möglichkeit der Nachrüstung an.
OILQUICK
Nachrüstung bringt auch bei älteren
Modellen noch mehr Arbeitssicherheit
OilQuick setzt seit einigen Jahren innovative Ideen zum Arbeitsschutz um. So
verhindern die Fallsicherung und die Sichtanzeige MRL zum Verriegelungscheck
das Herabstürzen von Anbaugeräten, auch wenn die Verriegelung des Schnellwechslers
nicht richtig geschlossen wurde. Nicht nur neue Schnellwechsler
kommen mit diesem Plus an Sicherheit, auf Kundenwunsch rüstet OilQuick
auch ältere Modelle mit diesen wichtigen Elementen nach.
I
mmer wieder ereignen sich Arbeitsunfälle
durch unzureichend gesicherte und
herabstürzende Anbauwerkzeuge. Um
dem entgegenzuwirken, hat OilQuick in
den letzten Jahren mehrere Ideen zur
Verbesserung der Sicherheit umgesetzt.
Dazu zählen die Fallsicherung und die
Sichtanzeige MRL.
Bei der Fallsicherung wird das Anbaugerät
beim Aufnehmen durch zwei
zusätzliche rote Klauen gesichert, die sich
um die Welle an der Adaption des Anbaugeräts
schließen und dieses im Notfall
auffangen können. Somit wird verhindert,
dass sich ein fehlerhaft aufgenommenes
Franz Josef Schauer, Geschäftsführer der
OilQuick Deutschland KG, freut sich, dass
das Nachrüstungsprojekt von OilQuick bei
den Kunden gut ankommt.
oder versehentlich geöffnetes Gerät löst
und in die Tiefe stürzt. Das Besondere an
der OilQuick-Fallsicherung ist, dass sie in
sämtlichen Notfallsituationen eingreift,
etwa, wenn der Schließvorgang gar nicht
eingeleitet wurde. Und das ist sehr
wichtig, denn: ein nicht eingeleitetes
Schließen gehört zu den häufigsten
Unfallursachen. Darüber hinaus sind bei
der Fallsicherung keine externen Ansteuerungen
oder komplizierten Kinematiken
erforderlich. Sie ist also automatisch in der
Bedienung und einfach in der Wartung.
Bei der MRL-Sichtanzeige ist für den
Maschinenführer durch eine eindeutige
farbliche Kennzeichnung erkennbar, ob
das Gerät korrekt verriegelt ist. Beide
Sicherheitsvorkehrungen helfen dem
Maschinenführer und seinem Team, stets
die Kontrolle über die Maschine und
das Anbaugerät zu haben.
Seit 2020 wird bei allen OilQuick-
Fotos: OilQuick Deutschland KG
56 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
„Eine Nachrüstung
ist eine tolle Möglichkeit,
das bestehende
Gerät weiter zu
nutzen und dabei
optimale Voraussetzungen
für die
Arbeitssicherheit zu
schaffen“, betont Oil-
Quick-Entwicklungsleiter
Christian
Rampp.
Modellen dieser Zusatz serienmäßig
integriert. Da hydraulische Schnellwechsler
aber gut und gerne viele Jahre, wenn
nicht gar Jahrzehnte funktionieren, ohne
ersetzt zu werden, bedarf es hier einer
ökonomischen Lösung für die Bestandswechsler.
Damit auch ältere Schnellwechsler-Modelle
mit den aktuellen Sicherheitsstandards
Schritt halten können und trotz
einwandfreiem Zustand nicht ersetzt
werden müssen, bietet OilQuick die
Möglichkeit der Nachrüstung an.
Dabei wird der Bestandswechsler
abgebaut, zum OilQuick-Herstellerwerk
nach Steindorf gesendet und dort auf den
neuesten Stand gebracht: Der Schnellwechsler
wird umgebaut und sowohl
Fallsicherung als auch MRL-Sichtanzeige
werden integriert. Bei dieser Gelegenheit
unterzieht das OilQuick-Team den
Schnellwechsler gleich einem Komplett-
Check: das gesamte System wird überprüft,
H-Zylinder bei Bedarf getauscht und
Muffen regeneriert. Der generalüberholte
Schnellwechsler macht sich anschließend
auf seine Reise zurück zu seinem Einsatzort,
wo er nun für mehr Arbeitssicherheit
auf der Baustelle sorgt. „Wir sind sehr
stolz, dass wir durch unsere Nachrüstungsarbeit
einen Teil dazu beitragen
können, dass viele Baustellen sicherer
werden“, so Franz Josef Schauer,
Geschäftsführer der OilQuick
Deutschland KG.
Ein weiterer Pluspunkt bei der technischen
Nachrüstung ist, dass einwandfrei
funktionierende Geräte nicht ersetzt
werden müssen, wenn der Wunsch nach
mehr Sicherheit aufkommt. Das ist für
viele OilQuick-Kunden nicht nur eine
wirtschaftliche Entscheidung, sondern
auch eine ökologische. Denn neben Zeit
und Arbeitskraft fließen auch wertvolle
Ressourcen in die Herstellung eines
Schnellwechslers, die durch eine Nachrüstung
nun nicht verloren gehen. So engagiert
sich OilQuick Deutschland für mehr
Nachhaltigkeit in der Maschinenindustrie.
www.oilquick.de
DER NEUE
GOLD STANDARD
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BAUBLATT.ÖSTERREICH APRIL 2021
57
MASCHINEN + TECHNIK
Der brandneue Kobelco SK380SRLC
besticht durch einen leistungsstarken
und verbrauchsarmen
Stufe-V-Motor, hervorragende
Traglasten aufgrund seines
hohen Betriebsgewichts sowie
ausgezeichneter Bedienbarkeit.
KOBELCO / KOHLSCHEIN
Kobelco präsentiert seinen größten
Kurzheck-Bagger im 38-t-Segment
Mit dem SK380SRLC stellt Kobelco seinen größten Kurzheck-Bagger
(Short Radius – SR) im 38-t-Segment vor. Mit Betriebsgewichten ab 37 t
ist das neue Modell heute einer der schwersten und gleichzeitig
schnellsten Kurzheck-Bagger am Markt.
K
Stefan Jonke, Geschäftsführer Kohlschein:
„Der SK380SRLC ist eine interessante
Maschine für uns. Als Vorreiter bei Kurzheckbaggern
hat Kobelco in diesem Bereich enorme
Expertise. Wir sind uns sicher, dass
auch diese Maschine bei unseren Kunden
großes Interesse finden wird. Erste Anfragen
aus dem Abbruchsektor gibt es bereits.“
urzheck-Bagger sind auf innerstädtischen
Baustellen, bei Abbrucharbeiten
und aufgrund steigender Anforderungen
und Sicherheitsvorschriften auch im
Straßenbau und bei der Instandhaltung
von Infrastruktur immer beliebter. Mit der
Präsentation des neuen Kobelco SK380S-
RLC bietet Kobelco in seinem Kurzheck-
Programm jetzt auch starke 200 kW
Motorleistung, hervorragende Hubleistungen,
noch mehr Stabilität durch sein
annähernd 5 m langes HD-Fahrwerk und
hohes Betriebsgewicht sowie ein außergewöhnliches
Gesamtdesign mit großzügiger
Kabinengestaltung und vorbildlicher
Bedienerfreundlichkeit.
Der SK380SRLC verfügt über einen
leistungsstarken und verbrauchsarmen
7,7-l-Sechszylinder von Hino (EU-Stufe V)
mit Turboaufladung und „Power-Boost“-
Funktion zum Abruf von 10% Mehrleistung
ohne zeitliche Begrenzung. Der bewährte
Antriebsstrang der Maschine bietet eine
klassenführende Zugkraft von 314 kN
sowie einen unabhängigen Fahrkreislauf
für den gleichmäßigen Betrieb auf schwierigem
Untergrund und am Hang selbst unter
schweren Hublasten. Die leistungsfähige
Hubhydraulik mit hohen Druckspitzen
(Heavy-Lift-Funktion) und das standfeste
Fahrwerk mit ausgewogenem Oberwagen
gewährleisten eine außergewöhnliche
Hubleistung von 12.390 kg bei 6 m Ausladung
ab Bodenniveau.
Der Arbeits- und Bedienkomfort für den
Baggerführer auf langen Schichten
genießen bei Kobelco einen sehr hohen
Stellenwert. Das geräumige Führerhaus
des SK380SRLC bietet zahlreiche Funktionen
zur Verbesserung von Komfort und
Sicherheit. Die abgedichtete Premium-
Kabine besitzt ein Überdruck-System, die
Klimaautomatik sorgt für die gleichmäßige
Verteilung des warmen oder kühlen
Luftstroms und gewährleistet gute
Arbeitsbedingungen auch bei wechselnder
Witterung.
Der luftgefederte und beheizte Fahrersitz
von Grammer absorbiert Stöße selbst
in rauestem Gelände. Für zusätzlichen
Komfort verfügt der Arbeitsplatz des
SK380SRLC über ein DAB+ -Radio mit
58 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Neuer Kurzheck Schwergewichts-
Champion: Die Zugkraft von 314 kN
ist Branchenbestwert und sorgt
für einen reibungslosen Betrieb
in unebenem Gelände – auch
beim Heben schwerer
Gegenstände.
Wenn kurzfristig mehr
Leistung erforderlich ist, kann
der Power Boost für 10% mehr
Leistung aktiviert werden –
ohne zeitliche Begrenzung.
Audio-Bluetooth und Freisprecheinrichtung,
12V-Steckdose, Ablagefächer und
Getränkehalter. Das große LCD-Farb-Multidisplay
liefert Kraftstoffverbrauch,
Wartungsintervalle, Grabmodus und
andere wichtige Informationen auf einen
Blick. Bis zu zwanzig Anbaugeräte-Voreinstellungen
lassen sich über den Monitor
auswählen – per Fingerdruck stellt die
Anbauhydraulik automatisch den richtigen
Druck und die Ölmenge für das gewählte
Anbaugerät ein. Ebenso leicht lässt sich der
Druckablass für einen einfachen und
sauberen Wechsel der Schlauchkupplungen
aktivieren.
Der innovative hochklappbare FOPS-
Schutz nach Stufe II ist serienmäßig und
ermöglicht die einfache und schnelle
Außenreinigung der Dachscheibe. Für noch
bessere Übersicht und Sicherheit auf der
Baustelle sorgen drei Standardkameras auf
der rechten und linken Maschinenseite
sowie am Baggerheck. Über das Multidisplay
lassen sich die Anzeigeoptionen
individuell anpassen. Der Adblue-Tank ist
vom Boden aus zugänglich, eine gut
erreichbare Plattform am Motorabteil
vereinfacht die Wartung.
Neben der Standardausführung mit
Monoblock-Ausleger bietet Kobelco für den
SK380SRLC optional auch einen Verstellausleger
mit zusätzlichen Vorteilen bei
Arbeiten in engen Bereichen, im Straßenund
Tiefbau sowie bei Abbruchmaß nahmen.
Die Vorstellung des neuen Kobelco
SK380SRLC kommentiert Product Manager
Peter Stuijt: „In den SK380SRLC
flossen die Ergebnisse umfangreicher
Marktforschung, die Auswertung von
Kundenreaktionen sowie die lange Erfahrung
von Kobelco in der Entwicklung von
Kurzheckbaggern. Die steigenden Anforderungen
im Straßen- und Tiefbau führen zu
einer wachsenden Nachfrage nach kompakten,
aber leistungsfähigen Maschinen. Als
Kurzheckbagger der 38-t-Klasse sorgt der
SK380SRLC für größere Sicherheit auf der
Baustelle als konventionelle Maschinen
und beschleunigt viele Arbeiten mit seiner
Kombination aus hoher Motorleistung,
überzeugender Hub- und Grableistung
und großer Standfestigkeit auf engstem
Raum.“
www.kobelco-europe.com
Nimm’s leicht
mit DokaXlight
Ultraleichtes Schalen
ohne Kran
Nur 22,6 kg je
Hauptelement
(0,75 x 1,50 m)
Die Schalungstechniker.
Insgesamt 14 Anbaugeräte der
Freyer Hafenlogistik GmbH
wurden von der Firma Hain
Industrievertretung mit Pister
Multikupplungen und
entsprechenden Schnellwechseladaptern
ausgestattet.
FREYER HAFENLOGISTIK / HAIN INDUSTRIEVERTRETUNG
Zügiger Materialumschlag
mit Pister Multikupplungen
In Germersheim bei Karlsruhe betreibt die Freyer Hafenlogistik
GmbH seit 1969 Hafenumschlag sowie Lagerung und
Transport von Massen- und Stückgütern. Für drei der eingesetzten
Materialumschlaggeräte wurden durch die Firma
Hain Industrievertretung insgesamt 14 Anbaugeräte mit
Pister Multikupplungen ausgerüstet, sodass diese mit nur
einem Handgriff an- und abgekuppelt werden können.
U
rsprünglich aus einem Kieswerk
entstanden, hat sich das von Peter
Freyer in vierter Generation geführte
Unternehmen in den vergangenen 52
Jahren im Hafenumschlag ständig weiterentwickelt.
Pro Jahr werden auf über
90.000 m² Freifläche ca. 400.000 t Material
umgeschlagen. Auf dem Gelände zwischen
Nord- und Südufer befinden sich auch
mehrere Lagerhallen mit einer Kapazität
von rund 10.000 m² für verschiedenste
Güter, die für den Umschlag trocken
zwischengelagert werden müssen.
Damit der Beladungsprozess so schnell
wie möglich erfolgen kann, steht ein
Containerkran für Schwergut, ein Seilkran
und ein Portalkran mit jeweils 10 t, vier
große Materialumschlagmaschinen und
fünf Radlader mit 3,5 bis 4 m 3 Schaufelinhalt
zur Verfügung. Ergänzend stehen ein
Liebherr 954, ein Sennebogen 860, ein
Sennebogen 870E sowie eine Fuchs
Maschine im Einsatz. Der Sennebogen 870E
bringt mit Pylon satte 108 t auf die Waage.
Für die Verladung der Güter steht eine
Vielzahl an Anbaugeräten zur Verfügung,
die je nach Stück- oder Schüttgut regelmäßig
gewechselt werden müssen. Die in der
Regel vier parallel auf dem Stiel laufenden
Hydraulikleitungen für die Anbaugeräte
müssen dazu jedes Mal an- und abgekuppelt
werden. Ein nicht zu unterschätzender
Aufwand, auch wenn die Wechselhäufigkeit
der Anbaugeräte deutlich niedriger ist als
im Bauwesen und vollhydraulische
Wechsler dadurch eine deutlich längere
„Anbaugeräte unter Druck mit nur
einem Handgriff anzukuppeln, ist
eine feine Sache“, betont
Maschinist Sascha Willner.
Amortisationszeit aufweisen. Andererseits
erfolgt der Wechsel aber oft genug, um das
analoge Verbinden jeder Leitung als
Zeitverlust spürbar zu machen. Zeit, die
letztlich für den Beladevorgang fehlt.
Vor sieben Jahren entschied sich die
Firma Freyer daher, die Pister Multikupplung
einzusetzen. Dieses System gibt es
unter anderem in einer speziellen Ausführung
für Warenumschlag mit vier parallellaufenden
Leitungen – einem außenliegenden
Haupt- und einem innenliegenden
Steuerkreis. Beraten wurde die Firma
Freyer von der Firma Hain Industrievertretung
GmbH. Die Firma aus dem Allgäu ist
für den Vertrieb der Kupplungssysteme in
Deutschland und Österreich zuständig.
2014 wurde der Liebherr 954 umgerüstet.
60 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Auch im Hafenumschlag
gilt: Zeit ist Geld. Mit der
Pister Multikupplung ist
das passende Anbaugerät
für Stück- oder
Schüttgut rasch
montiert.
Die Ausführung der
Pister Multikupplung für
Materialumschlag verfügt
über vier parallellaufende
Leitungen mit
einem außenliegenden
Haupt- und einem innenliegenden
Steuerkreis.
Es folgten in 2014 und 2019 die beiden
Sennebogen Maschinen. Zu den drei
Materialumschlagmaschinen wurden
insgesamt 14 Anbaugeräte mit entsprechenden
Schnellwechseladaptern ausgestattet,
wodurch die Anbaugeräte nun untereinander
mit nur einem Handgriff an- und
abgekuppelt werden können.
Maschinist Sascha Willner ist seit vielen
Jahren für die Firma Freyer als Baggerund
Radladerfahrer tätig. Die Nachrüstung
mit der Pister Multikupplung war für ihn
die richtige Entscheidung: „Anbaugeräte
unter Druck mit nur einem Handgriff
anzukuppeln, ist eine feine Sache. Und auch
die Leistungsfähigkeit der Kupplung hat
mich beeindruckt.“ An die 400 l Öl die
Minute bei geringen Staudrücken gehen
durch die DN20 Kupplung. Also selbst für
den großen Sennebogen 870E kein Problem.
Die Leitungen werden zudem immer richtig
angeschlossen. Gerade wenn es schnell
gehen muss, weiß Sascha Willner, das alles
passt, ohne nochmal kontrollieren zu
müssen.
www.hain-solutions.com
www.freyer-hafenlogistik.de
MASCHINEN + TECHNIK
Das Bezirksfeuerwehrkommando
Steyr-Stadt ist
mit dem neuen Palfinger
PK 42002SH mit
Hakengerät T-15 und
dem Assistenzsystem
P-Fold auf Fingerdruck
perfekt gerüstet.
KUHN-LADETECHNIK
Bezirksfeuerwehr Steyr-Stadt:
mit Palfinger perfekt gerüstet
Vor kurzem wurde von Kuhn-Ladetechnik am Standort der Bezirksfeuerwehr
Steyr-Stadt ein Palfinger PK-42002 SH mit einem Palfinger Hakengerät T-15
übergeben. Im Zuge der Übergabe wurde auch eine intensive Kraneinschulung
mit dem Technischen Zug der Feuerwehr durchgeführt.
H
auptbrandinspektor Markus Schaumberger,
Zugkommandant Technischer
Zug Steyr-Stadt, betont: „Durch die
kompetente technische Einschulung
konnten auch wir unser Fachwissen
auffrischen und erweitern. Ich bin
überzeugt, dass wir sehr viel Freude mit
unserem neuen Fahrzeug und dem
High-Tech-Kran haben werden.“
Im Kran- und Aufbaukompetenzzentrum
in Vöcklabruck/OÖ wurde der Kran
sowie das Hakengerät auf einen Allrad-
Lkw der Marke MAN 8x8 mit vier Achsen
zu einer perfekten technischen Einheit
aufgebaut. Der Palfinger PK42002SH inkl.
einer 65 m langen Seilwinde ist zusätzlich
mit einem Achtfachausschub ausgestattet.
Dadurch erhöht sich die hydraulische
Reichweite des Kranes von 7 auf 21 m. Die
Seilwindensynchronregelung SRC hält
den Abstand von Rollenkopf zu Unterfla-
Multi-AdApter schiene Mit Allround-Verbauboxen können jetzt auch Kanalrohre mit 2 m Durchmesser
verlegt werden. Die neue Multi-Adapter schiene bietet die Möglichkeit, dass eine Multi-Box
zusammen mit einer Aufstockbox auf eine Durchgangshöhe von 220 cm erweitert werden kann.
Kanalrohre mit 2 Meter Durchmesser mit ALLROUND-Verbauboxen verlegen ist jetzt möglich. Die
neuentwickelte MULTI-ADAPTER Schiene bietet die Möglichkeit dass eine MULTI-Box zusammen
mit einer Aufstockbox auf eine Durchgangshöhe von 220 cm erweitert werden kann.
ERWEITERUNG BEI DEN
ALLROUND VERBAUSYSTEMEN
ALU-SUPER-SIZE-BOX
mit Aufstockbox
7200 mm L x 4800 mm H
und 4 To Gewicht
Links die 7200 mm lange
Super-Size- Box, rechts die
3600 mm lange ALU-Super-
Box inkl. Aufstockelemente
AM Baugeräte HandelsgmbH ■ Oberes Bahnfeld 2 ■ A-2281 Raasdorf/Wien
Tel. (+43 2249) 28495 ■ office@am-laser.at ■ www.am-laser.at
MASCHINEN + TECHNIK
sche immer konstant – ein Vorteil, der
sich vor allem im Komfort für den
Bediener bemerkbar macht, aber auch
die Effizienz des Kraneinsatzes deutlich
steigert. Ein besonderes Highlight ist
die von Kuhn-Ladetechnik am Lkw
montierte innenliegende Bergeseilwinde
mit 90 m Länge, die einen beidseitigen
doppelten Zug nach hinten und einen
einfachen Zug nach vorne ermöglicht.
Zur Sicherung wird ein spezielles
Höhensicherungsgerät am Kran
angebracht und doppelt gesichert. Der
zu sichernde Mitarbeiter verbindet sich
über ein Gurtgeschirr mit dem Höhensicherungsgerät.
Nach Aktivierung des
Fall Protection Mode führt der Kranbediener
mit dem Kran den gesicherten
Mitarbeiter und schützt ihn so vor
einem Absturz (z.B. bei Dachschneeräumung).
P-Fold macht das Auseinander- und
Zusammenlegen des Kranes für den
Bediener zu einem Kinderspiel. Neben
dem Plus an Bedienkomfort ist vor
allem die Reduzierung von Schäden an
Fahrzeug, Ladung und Seil ein weiterer
wichtiger Punkt. Die intelligente
P-Fold-Steuerung übernimmt dabei die
Koordination der Kranbewegungen bis
hin zu einer definierten Arbeitsstellung.
Nach Beenden des Arbeitseinsatzes
kann das Zusammenlegen des Krans
aus einer beliebigen Arbeitsstellung
erfolgen. P-Fold übernimmt hier wieder
die Koordination aller Kranbewegungen
und steuert auch den Zusatzknickarm
und die Seilwinde.
www.kuhn.at
AMMANN
Eine saubere Lösung
Die Ammann Tandemwalzen ARX 23.1-2 und ARX 26.1-2
EU Stage V überzeugen Anwender entlang von Bordsteinen,
Engstellen und wo immer sie gebraucht werden.
A
ngetrieben werden beide Modelle von
einem EU Stage V Kubota Motor mit
19 kW. Durch eine spezielle Modifikation
der Motoren werden die aktuell gültigen
Abgasgrenzwerte auch ohne geschlossenen
Dieselpartikelfilter (DPF) erreicht.
Mit der Kombiversion ARX 23.1-2C bzw.
ARX 26.1-2C mit vier Gummirädern
hinten und Glattbandage vorne, lassen
sich auch empfindliche Asphalt-Oberflächen
verdichten, bei denen ein gleichmäßiger
Knet- und Versiegelungseffekt
gefordert ist. Das wartungsfreie Knick-
Pendelgelenk lässt sich einfach und
schnell von Bandage in Linie auf max.
Bandagenversatz umstellen. In puncto
Sonderausstattung sind ACEforce
Verdichtungsanzeige, ATC-Ammann
Traktionssteuerung, klappbare
Abstreifer, Kantenschneider mit
Bedienung im Multifunktionshebel
u.v.m. optional lieferbar.
Die ARX 26.1-2 ist eine
Stage-V-konforme
Baumaschine ohne
Dieselpartikelfilter.
Die Maschinen können mit einer
Geschwindigkeit von bis zu 11 km/h
schnell und kostensparend von einer
Baustelle zur nächsten umgesetzt werden.
www.ammann.com
AllrOund Alu VerbAusysteM - es ist Zeit für ein ultrAleichtes VerbAusysteM, dass für eine Reihe von Minibaggern geeignet ist. Die ALU-SUPER-
SIZE-BOX mit einer Länge von 7,2 Meter und einer Höhe von 2,4 Meter bringt gerade einmal 2 Tonnen auf die Waage. Vergleichbare Stahlverbaue wiegen mehr
als das Doppelte. Die neuen ALLROUND ALU-Verbauboxen gibt es in zwei Ausführungen. Dieselben Alu-Verbauplatten lassen sich ganz einfach mittels speziell
konstruierten Eckadaptern auch für einen Schachtverbau verwenden
Der einfache Zusammenbau in Bildern. In 20 Minuten ist die Box mit der Aufstockbox zusammengebaut
ALU Schachtverbau
(Länge 7200 mm Breite 3600 mm
Höhe 4800 mm) bei einem
Gewicht von nur 6 Tonnen
Ihr Spezialist für
Verbausysteme
MASCHINEN + TECHNIK
MB CRUSHER
Trockenmauern und bewehrte Erde
mit Anbaugeräten von MB Crusher
Für die alte Kunst des Trockenmauerns und die naturnahe
Ingenieurtechnik der bewehrten Erde bietet MB Crusher mit
seinen spezialisierten Anbaugeräten optimierte Lösungen.
D
ie Vermeidung von Erdrutschen oder
Überschwemmungen sind nur einige
der Einsatzbereiche von Trockenmauern.
Ende 2017 wurde die Kunst des Trockenmauerns
in die Liste des immateriellen
Kulturerbes aufgenommen, um sie zu
schützen und zu bewahren. Was früher
durch schwere händische Arbeit bewerkstelligt
wurde, erledigen heute in der Regel
Hydraulikbagger mit passendem Anbaugerät.
Sie erledigen die Arbeit schneller und
garantieren ein Höchstmaß an Präzision.
Ein Beispiel dafür sind die MB-G-Sortiergreifer,
deren Schalen Steine, Felsen oder
Kiesel jeder Art und Größe mit äußerster
Präzision und Feinheit greifen, bewegen
und platzieren. Auf den verschiedensten
Baustellen wird der MB-Sortiergreifer für
den Bau von Trockenmauern gewählt, weil
er dank seiner schrägen Anbauplatte einen
größeren Aktionsradius hat und die Steine
mit extremer Präzision positionieren kann.
Es ist auch möglich, ein Kit mit Zähnen zu
installieren, der das Greifen und Steuern
von Materialien mit besonderen Gewichten
und Formen erleichtert.
Aber auch die Brech- und Sieblöffel von
MB können bei diesen Projekten ihre
Stärken unter Beweis stellen, denn durch
das Brechen und Sieben vor Ort ist es
möglich, das anfallende Material zurückzugewinnen
und sofort als Drainage oder
stabilisierendes Material zu verwenden.
Das hat ein italienisches Unternehmen
getan, das die beiden MB-Geräte auf einer
Baustelle für den Wiederaufbau eines
eingebrochenen Abhangs eingesetzt hat:
keine Logistikkosten, Verwendung von
lokalem Material, schnelle Bauzeit, keine
Schwierigkeiten durch den Höhenunterschied
des Hangs.
Eine Art Evolution der Trockenmauern
ist die Technik der bewehrten Erde – eine
naturnahe Lösung, die es erlaubt, Betonmauern
durch Strukturen mit geringerer
Umweltbelastung zu ersetzen. Beispielhaft
sei hier auf das Projekt eines Unternehmens
aus Venetien verwiesen, das mit dem
Die Bilder zeigen Projekte
aus verschiedenen
Ländern, bei denen Anbaugeräte
von MB Crusher für
einen raschen Baufortschritt
sorgen.
Bau einer Stützmauer aus bewehrter Erde
beauftragt wurde, um die vorhandene
Betonmauer zu ersetzen. Sonia, die
Geotechnikerin der Baufirma, erklärt, wie
sie die Probleme des Abfallmanagements
und des begrenzten Platzes zum Manövrieren
aufgrund des Gefälles der Bergstraße
gelöst haben: „Bei der Durchführung dieser
Arbeiten verließen wir uns auf die Ausrüstung
von MB Crusher für die Brech- und
Siebstufen. Auf diese Weise konnten wir den
Kauf von neuem Material einsparen. Um
Schotter zu erhalten, den wir für Entwässerungszwecke
verwendet haben, zerkleinerten
wir das beim Sieben der Erde gewonnene
Gestein, das wir sonst mit erheblichen
Kosten hätten entsorgen müssen. Die
gesiebte Erde hingegen wurde sofort für den
Einbau in der Schalung wiederverwendet.
Ich möchte mich bei MB Crusher für die
Beratung bedanken, die es uns ermöglicht
hat, Zeit und Kosten zu sparen und
gleichzeitig die Umwelt zu schonen.“
www.mbcrusher.com
64 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Foto: Bauer Group
BAUER
Innovatives Lift-Cell-Verfahren
Für die Realisierung eines neuen Stadtviertels in Kopenhagen wurde die
Bauer Spezialtiefbau GmbH vom Auftraggeber mit der Ausführung des
innovativen Lift-Cell-Verfahrens beauftragt.
D
as neue Verfahren erläutert Dr. Jörg
Zimbelmann, Teamleiter des Bereichs
Geotechnik in der Abteilung Bautechnik:
„Bei der Bauer Lift Cell handelt es sich um
eine hauseigene Weiterentwicklung der
Bauer-Kapselpresse. Letztere dient der
Kraftmessung und dem – falls nötigen –
Vorspannen von Steifen in Baugruben.“
Durch den gezielten Einsatz der Bauer
Lift Cell können bei der Herstellung von
Bohrpfählen die Pfahlsetzungen vorweggenommen
werden, wodurch sich mit der
Lift Cell eine interessante bautechnische
Lösung bei Projekten mit geringen
zulässigen Gesamtsetzungen oder auch
geringen zulässigen Differenzsetzungen
benachbarter Pfähle ergibt.
Vor dem Einbau der Pfahlbewehrung
wird die Bauer Lift Cell – eine Art hohles
Kissen aus Edelstahl – am unteren Ende
des Bewehrungskorbes befestigt. Über
Hydraulikleitungen, die am Bewehrungskorb
nach oben aus dem Pfahl geführt und
entsprechend mit einbetoniert werden,
wird die Lift Cell nach ausreichender
Erhärtung des Pfahlbetons zunächst unter
hohem Druck mit Wasser befüllt. Die Lift
Cell wird so „ausgefahren“ und der
Pfahlschaft gegen den Pfahlfuß vorgespannt.
Der dabei eingesetzte Druck wird
in der Regel für jeden Pfahl individuell
festgelegt. Nach einer vorgegebenen
Haltezeit des hydraulischen Drucks wird
die Lift Cell zunächst vollständig mit
einem eignungsgeprüften Zementleim
verfüllt, bis die planmäßige Qualität
erreicht ist. Im Anschluss erfolgt ein
erneutes Verpressen, sodass nach Erhärten
des Zementleims Verformungen der
Lift Cell dauerhaft ausgeschlossen und der
Bohrpfahl fertig vorgespannt ist.
www.bauer.de
Nach einer Ausführungszeit von Dezember
2020 bis Februar 2021 konnte das Projekt
seitens Bauer vor kurzem erfolgreich
abgeschlossen werden.
MASCHINEN + TECHNIK
STABILA
Schnelles und präzises Layout
Achsen einfluchten, rechtwinklige Räume anlegen,
Höhen exakt messen: Das sind einige
der Aufgaben, die der selbstnivellierende
Multilinien-Laser LA 180 L von Stabila zuverlässig,
schnell und präzise (Genauigkeit: ±
0,07 mm/m) erledigt. Mit drei Vertikal-Linien,
einer Horizontal-Linie und der Lotfunktion ist
der Laser in verschiedenen Bereichen vielseitig
einsetzbar. So hilft er etwa beim Stahlbetonbau
dabei, Achsen vom Schnurgerüst zu
übertragen (ein Schnurgerüsthalter ist optional
erhältlich) oder Wände auf der Bodenplatte
anzureißen. Der Multilinien-Laser LA
180 L überzeugt durch eine Vielzahl von Ausstattungsmerkmalen.
Dazu gehört die AutoAlignment-Funktion,
die das hocheffiziente Arbeiten
im Ein-Mann-Betrieb erlaubt: In Kombination
mit dem zum Lieferumfang gehörenden
Linien-Receiver REC 410 Line RF werden
auf Knopfdruck gleichzeitig Achsen eingefluchtet
und rechte Winkel angelegt. Der
Receiver steuert dabei automatisch die Feinausrichtung
der drei pulsmodulierten vertikalen
Laserlinien über Funk auf eine Entfernung
von bis zu 40 m. Die einzigartige Gehäuseform
des batteriebetriebenen Lasers
ermöglicht die Positionierung in Raumecken
und über Kanten (z. B. Betonplatte) – so lassen
sich rechte Winkel schnell prüfen.
www.stabila.com
Geliefert wird der Laser im Set mit
Receiver und anderen Zubehörteilen.
Angesichts der gestarteten
Straßenbausaison informiert
die Bau Power Group nicht
nur über die aktuellen
Neuheiten von Dynapac,
sondern verweist auch auf
ihren neuesten Service, bei
dem Kunden einen Kompaktfertiger
mit Maschinisten
mieten können.
M
it Blick auf die kommende Hochsaison
prüfen viele Baufirmen zurzeit,
ob sie mit ihren Asphaltfertigern optimal
aufgestellt sind. Ein Bereich, in dem Dynapac
mit seinem großen Fertiger-Angebot in
BAU POWER GROUP
Flexibilität mit Dynapac und
professioneller Mietservice
den letzten Jahren wieder sehr stark an
Marktanteilen gewonnen hat. Als Vertriebspartner
für Österreich wissen die
Profis der Bau Power Group, dass verschiedenste
Straßenbauer wieder vermehrt
auf die Zuverlässigkeit und
vielfältigen Möglichkeiten von Dynapac
setzen – auch weil sie den Service von Bau
Power Group schätzen.
Dynapac bietet auch dieses Jahr einige
Highlights und Verbesserungen an den
Fertigern an. Für kleine Belagsarbeiten ist
der Minifertiger F80W perfekt. Seine
kompakte Bauweise mit einer Arbeitsbreite
bis 1,65 m, die bewusst klein
ausgelegte Füllkapazität von 0,6 m 3 und
sein Gewicht von 1,15 t sorgen für
unkomplizierte Einsatz- und Transportmöglichkeiten.
Ergänzend dazu ist das
Kompaktfertiger-Nachfolgemodell
F1250CS von Dynapac eines der Vorzeigemodelle
in der Kompaktklasse mit einer
Einbaubreite bis 3,50 m. Es beeindruckt
nebst bekannter Leistungsstärke auch mit
neuen Features wie Funkfernsteuerung
oder beheizbaren Seitenschildern.
Eine der Stärken der Bau Power Group
ist die Lösung von Kapazitätsproblemen in
Spitzenzeiten. Durch die Möglichkeit,
einen Kompaktfertiger von Dynapac inklusive
Maschinisten zu mieten, kann das
eigene Personal anderweitig eingesetzt
werden und am Gerät selbst steht ein
absoluter Profi im Einsatz. Bei Bau Power
Group finden Interessenten auch attraktive
gebrauchte und komplett überholte
Geräte zu Sonderkonditionen und mieten
bei Bedarf auch einzelne Maschinen zur
Überbrückung von Spitzenzeiten im
Belags- und Straßenbau.
www.baupowergroup.com
Die Bau Power Group bietet auch die Möglichkeit,
einen Kompaktfertiger von Dynapac
inklusive Maschinisten zu mieten. Im Bild der
F1250CS, der hochwertige Einbauergebnisse
bei niedrigen Betriebskosten erzielt.
66 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
KUHN
Neuer PC88MR-11: optimiert in
Verbrauch, Leistung und Effizienz
Die neuen Funktionen und Eigenschaften des Komatsu
PC88MR-11 sorgen für eine signifikante Produktivitätssteigerung,
senken den Kraftstoffverbrauch und ermöglichen
schnellere Arbeitsspiele.
D
er Fahrer wird überall an der
Maschine weiterentwickelte Teile
entdecken – den neu entwickelten Schild
für besseres Planieren, den ergonomisch
positionierten Schalter zum Hoch-/
Herunterschalten oder das automatische
Umschaltventil für höheren Komfort beim
Wechsel der Anbaugeräte. Dies werden
sowohl erfahrene als auch neue Fahrer zu
schätzen wissen. Simone Reddi, Produktmanager
für Kompaktbagger bei Komatsu
Europe, betont: „Diese Maschine ist nicht
einfach nur eine aktualisierte Version des
Vorgängermodells. Der PC88MR-11 bietet
mehrere Optimierungen hinsichtlich der
Grableistung und -technik. Das komplette
Grab-Ladespiel wurde überarbeitet,
steigert die Produktivität und vermittelt
das Gefühl einer insgesamt schnelleren
Maschine. Nicht zuletzt ist dieser neue
Der Komatsu PC88MR-11 bietet hohe Leistung,
optimiertes Bedienverhalten, gesteigerte Wartungsfreundlichkeit,
einen Stufe V Motor und einen beeindruckenden
Umfang an Standardausrüstungen.
Kompaktbagger als erster auf dem
europäischen Markt mit dem neuen
2,4-l-Motor mit KDPF ausgerüstet, bei
dem kein SCR-Modul nötig ist. Durch den
geringen Kraftstoffverbrauch und den
leistungsstarken Motor gemäß EU Stufe V
mit 50,7 kW bzw. 69 PS ist der
PC88MR-11 für die steigenden umwelttechnischen
Anforderungen bestens
gerüstet.“
Durch den geringen Heckschwenkradius
kann sich der Fahrer auch bei
räumlich begrenzten Baustellen voll auf
die Arbeit konzentrieren. Des Weiteren
kommt der PC88MR-11 im neuen,
modernen MR11-Design und bietet
erstklassigen Fahrerkomfort, smarte
Sicherheitsfunktionen sowie intuitive,
ergonomische Bedienelemente.
www.kuhn.at
Österreichischer
Baumaschinenverband
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Nr. 0124850
11
12
1
10
27
26 21
2
9
25 22
3
8 24 23 4
7
6
5
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PRÜFBEFUNDE lt. AM-VO
Ein SERVICE des MAWEV
Bestellungen für den Prüfbefund mit zwei
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nummerierte Prüfplakette (hochqualitativ,
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MASCHINEN + TECHNIK
KUBOTA
Neuer Kettendumper
mit der Abgasstufe V
Kubota hat sein umfangreiches Angebot an
Raupendumpern mit der Markteinführung
von zwei neuen, mit der Abgasnorm Stufe V
konformen, Modellen erweitert. Der
KC300HR-5 und der KC300H-5, sind
kompakt und leistungsstark und eignen
sich ideal für den schnellen und effizienten
Transport von Baumaterial, insbesondere
in unwegsamem Gelände.
Mit dem um 180° drehbaren Sitz kann sich der Fahrer in beide
Fahrtrichtungen positionieren. Die Joystick-Bedienung und eine digitale
Anzeige, die alle wichtigen Motor- und Maschinendaten anzeigt,
befinden sich dabei immer im Sichtfeld des Bedieners.
B
eide Modellausführungen haben eine
maximale Tragfähigkeit von 2.875 kg
und sind in der Lage große Materialmengen
in kurzer Zeit zu transportieren. In
der H-Ausführung ist die Maschine mit
einer hydraulischen drei Seiten kippbaren
Lademulde ausgestattet. Die Mulde ist bei
diesem Modell max. 55° kippbar. Bei der
HR-Version wird der Kippwinkel mit max.
84° angegeben, zusätzlich ist die Mulde
mit einer stufenlosen, hydraulischen 180°
Drehfunktion (HR - Hydraulik Rotation
90° rechts / 90° links) ausgestattet. Bei
dieser Ausführung lässt sich die Drehfunktion
gleichzeitig mit dem Auskippen
der Mulde betätigen. Hierbei hat der
Bediener den großen Vorteil das Schüttmaterial
punktgenau abzuladen, was die
Flexibilität der Maschine deutlich erhöht.
Die Modelle werden jeweils in einer
Standard- und einer Highspec (HI) Version
angeboten.
Das Herzstück dieser beiden Modellausführungen
ist der wassergekühlte
Kubota Dieselmotor V2403, der die
aktuelle europäische Abgasstufe V erfüllt.
Der Vierzylinder Dieselmotor ermöglicht
dem Fahrer in allen Arbeitssituationen ein
breites Leistungsspektrum und bei Bedarf
eine hohe Fahrgeschwindigkeit von bis zu
Angetrieben
werden die beiden
Raupendumper
KC300HR-5 (links)
und KC300H-5 (oben)
von dem wassergekühlten
Kubota
Dieselmotor V2403,
der die aktuelle Abgasstufe
V erfüllt.
11 km/h, selbst im beladenen Zustand. Zu
den weiteren Konstruktionsmerkmalen
gehört ein robustes Kettenfahrwerk, das
dem Fahrer ein effizientes und komfortables
Arbeiten garantiert. Die Bodenfreiheit
beträgt 330 mm, dies erleichtert dadurch
den Maschineneinsatz in unebenen
Geländen erheblich.
Neben der Vielseitigkeit und Leistung
wurde bei der Entwicklung dieser neuen
Raupendumper auch besonderer Wert auf
den Fahrerkomfort gelegt. Der komfortable,
um 180° drehbare Sitz ermöglicht es
dem Fahrer, sich in beide Fahrtrichtungen
zu positionieren. So kann der Fahrer seine
Sitzposition schnell und einfach auch in
engen Baustellen der entsprechenden
Laderichtung immer anpassen. Die
Joystick-Bedienung und eine digitale
Anzeige, die alle wichtigen Motor- und
Maschinendaten anzeigt, befinden sich
dabei immer im Sichtfeld des Bedieners.
Joachim Stein, Produktmanager bei
Kubota Baumaschinen, betont: „Diese
beiden Modelle sind eine wichtige Ergänzung
unseres Raupendumper-Angebots
und das Ergebnis jahrelanger Erfahrung
und kontinuierlicher Investitionen in die
Entwicklung neuer Produkte. Sie erfüllen
die Abgasvorschriften der Stufe V für
Dieselmotoren und kombinieren Leistung
und Geschwindigkeit mit hoher Flexibilität
– und das alles in einem kompakten
Design.“
Kubota-Fachhändler in Österreich sind
die Firmen Bau Baumaschinen, Telfs;
Tradler-Baumaschinen GmbH, Puch;
Fercher Baumaschinen GmbH, Sankt Veit
im Pongau; Carl Beutlhauser Baumaschinen
GmbH, Marchtrenk; BR Baumaschinen
in Kooperation mit BMKS, Kühnsdorf;
BMKS, Gleisdorf, Graz und BMKS, Wien.
www.kubota-eu.com
68 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
HUMBAUR
Humbaur HTD 40 mit Radmulden
Der 4-Achs-Drehschemel-Tieflader HTD 40 ist auf den Transport
von Radladern und Mobilbaggern bis 22 t spezialisiert.
afür bringt er alles mit, um die Arbeit Der HTD 40
D so effizient wie möglich zu gestalten. mit Radmulden
Einer seiner großen Vorzüge: die langen überzeugt nicht
und tiefen Radmulden im vorderen und nur mit seiner
hinteren Bereich. Denn dadurch können üppigen Serienausstattung,
auch größere Baumaschinen geladen
werden, ohne dass die maximale Gesamthöhe
überschritten wird. Auch Radlader auch eine lange
sondern bringt
mit langen Radständen (2.400 bis 3.460 Liste an Zube-
mm) können so problemlos geladen
hörmöglich-
keiten mit.
werden. Der HTD 40 bietet eine massive
Schweißkonstruktion aus hochfestem
Feinkornstahl, die Querträger sind
durchgestreckt und sorgen für höchste
Stabilität. Der gesamte Fahrgestell- und
Außenrahmen ist besonders stabil und
robust gefertigt. Durch die Tauchbad
Feuerverzinkung des Fahrgestellrahmens
ist er optimal vor Korrosion geschützt.
Die Ladehöhe des Anhängers ist mit ca.
900 mm extrem niedrig. Das verdankt er
der serienmäßigen heckseitigen Abschrägung.
Auch der Auffahrwinkel ist angenehm
flach. Die integrierte Luftfederung,
inklusive Heben und Senken auf dem
Hinterachsaggregat wirkend, ist nicht nur
materialschonend, sondern sorgt auch für
einen gehobenen Auffahrkomfort. An der
heckseitigen Abschrägung sind zudem
Kletterleisten verschweißt, welche die
Sicherheit beim Be- und Entladen weiter
erhöhen. Hochwertige Tiefladerachsen von
namhaften Herstellern wie SAF und BPW
machen den HTD 40 mit Radmulden zu
einem zuverlässigen und langjährigen
Partner.
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Nennleistung 6,3 kW 54 kW 129 / 149 kW
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BETON + SCHALUNG
BAU MAYR / LIEBHERR / VOLVO TRUCKS / MEILLER
Bau Mayr: innovatives Wechselsystem
ermöglicht weitere Effizienzsteigerung
Als Komplettanbieter in den Bereichen Neubau und Sanierung ist die in Waldzell
ansässige Firma Bau Mayr für viele Bauherren im Bezirk Ried im Innkreis und
darüber hinaus ein gefragter Partner. Um für kommende Anforderungen optimal
gerüstet zu sein, investiert das Unternehmen auch laufend in die Modernisierung
des eigenen Fuhrparks. Mitte April konnte das Team ein echtes Highlight in Betrieb
nehmen: ein spezielles Wechselsystem, das auf Kundenwunsch von den Firmen
Liebherr, Volvo Trucks und Meiller in enger Kooperation entwickelt wurde.
Partner in vielen Bereichen: Im Fuhrpark der Firma Bau Mayr befinden sich drei
Radlader, acht Kräne und acht Fahrmischer der Firma Liebherr.
B
ekannt ist Waldzell unter anderem als
die Heimat von Skisprung-Ass
Andreas Goldberger. Größter Arbeitgeber
in der oberösterreichischen Gemeinde ist
die Firma Bau Mayr. Hohe Ausführungsqualität
und ein umfassender Service, bei
dem der Kunde auf Wunsch alle Dienstleistungen
aus einer Hand beziehen kann,
machen das Unternehmen zur ersten
Adresse für verschiedenste Bauvorhaben.
Dazu zählen anspruchsvolle Wohnbauprojekte
mit hohen Anforderungen an die
Sichtbetonflächen ebenso, wie Gewerbebauten,
komplexe Holzkonstruktionen
oder Hallen und Ställe für landwirtschaftliche
Betriebe.
Der Beton für die eigenen Projekte
– aber auch für den regionalen Kundenbedarf
– wird von der Firma Bau Mayr
Kies+Beton GmbH in Schildorn bereitgestellt.
Das Tochterunternehmen beschäftigt
rund 30 der insgesamt 120 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter und betreibt ein
modernes Betonwerk, das von mehreren
70 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
BETON + SCHALUNG
Von links: Daniel Amschl (Verkaufsberater
Fahrmischer und Autobetonpumpen in
Österreich, Firma Liebherr-Werk
Bischofshofen GmbH), Geschäftsführerin
Bmst. Zmst. Ing. Birgit Mayr, Hans-Peter
Thumfart (Verkaufsberater Volvo Trucks,
Volvo Group Austria GmbH), Bernhard
Stockner (Verkaufsberater, Firma Meiller
GmbH) und Martin Seifried MBA (Betonund
Kieswerk, Recyclinganlage, Erdarbeiten,
Fuhrpark, Firma Bau Mayr GmbH).
In der Kabine Fahrer Johann Erhart
(Firma Bau Mayr GmbH).
eigenen Kiesgruben versorgt wird. Von
Kleinprojekten bis zu Baustellen mit
10.000 m³ reicht die Bandbreite der
Projekte, die von Schildorn aus zuverlässig
Schnell, sicher und wirtschaftlich:
Mit dem hydraulischen
Mehrzweckantrieb MultiDrive
von Liebherr werden mehrere
Aufbauten mit nur einer
Antriebseinheit angetrieben.
mit hochwertigem Beton versorgt werden.
Geleitet wird das Unternehmen von Bmst.
Zmst. Ing. Birgit Mayr, die den Familienbetrieb
in der vierten Generation führt.
Unterstützt wird sie dabei von kompetenten
Bereichsleitern, die sich gemeinsam
mit der hochmotivierten Mannschaft
täglich für zufriedene Kunden einsetzen.
Einer davon ist Martin Seifried MBA,
der unter anderem das Beton- und
Kieswerk in Schildorn leitet. Er erläutert
die Hintergründe der jüngsten Großinvestition:
„Da aufgrund unserer Arbeitsabläufe
am Vormittag selten Beton zu liefern
ist, haben wir schon seit mehreren Jahren
zwei konventionelle Wechselsysteme im
Einsatz. So können wir mit den Fahrzeugen
Schotter liefern und sie am Nachmittag
als Fahrmischer einsetzen. Unser
Team achtet sehr auf alle Fahrzeuge und
Maschinen. Im Gegenzug legen wir großen
Wert auf zufriedene Mitarbeiter und
binden diese daher bei Neuanschaffungen
entsprechend ein. Als vor etwa eineinhalb
Jahren eines der beiden Fahrzeuge mit
Wechselsystem getauscht werden musste,
machten wir uns auf die Suche nach der
optimalen Lösung. Die Ausgangsbasis
waren mein Wunsch nach einem Volvo
Zugfahrzeug und die Einbindung des
hydraulischen Mehrzweckantriebs
MultiDrive von Liebherr, der mehrere
verschiedene Aufbauten mit nur einer
Antriebseinheit antreibt. Mit der Firma
Liebherr verbindet uns eine lange und
enge Partnerschaft. Acht unserer neun
Fahrmischer, acht Kräne sowie die drei
Radlader 566, 576 und 580 stammen von
Liebherr. Im Jänner folgt eine neue 42 m
Betonpumpe von Liebherr, mit der wir uns
noch leistungsfähiger positionieren
können.“
Hans-Peter Thumfart, zuständiger
Betreuer bei Volvo Trucks, ergänzt: „Die
Herausforderung war zunächst, dass
durch die Optimierungen für die erlaubten
36 t der Fahrer zwischen Aufbau und
Fahrerhaus kaum mehr Platz hat, um bei
jedem Wechsel die Kardanwelle an- und
abzuschließen. Hier bietet sich die
MultiDrive-Technik, die in Österreich und
der Schweiz ja bereits bei mehreren
Fahrmischern zum Einsatz kommt, als
optimale Lösung an. Wir haben uns dann
Schritt für Schritt angesehen, wie wir den
Kundenwunsch technisch umsetzen
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BAUBLATT.ÖSTERREICH APRIL 2021
71
BETON + SCHALUNG
können und haben dazu auch die Firma
Meiller eingebunden, die ja bei der
Realisierung von Wechselsystemen über
große Erfahrung verfügt. Das Zufahrzeug
bildet ein Volvo FH in 4-Achs-Ausführung
mit Tandem Achslift gegen unnötigen
Reifenverschleiß, Kriechgang und einer
Vorderachslast von 10 t mit Luftfederung.
Ein wichtiger Punkt ist zweifellos, dass
der Volvo FH auch mit einer kompletten
Luftfederung verfügbar ist, denn durch die
Luftfederung werden die vier Hubzylinder
der bekannten Wechselsysteme ersetzt.
Auf diese Weise wird der Wechsel zwischen
den Aufbauten zum Kinderspiel, denn der
Fahrer verfügt über eine drahtlose
Fernbedienung für die Luftfederung. Er
steht vor dem Lkw, fährt mit der Luftfederung
rauf, positioniert die Abstellböcke,
entriegelt das System, lässt das Fahrzeug
mit der Fernbedienung runter und der
Wechsler steht auf den Abstellböcken. Das
geht schnell und ohne jede Verletzungsgefahr.
Generell ist Volvo ein sehr aufbaufreundlicher
Lieferant, denn wir können
sehr viele Komponenten für das Wechselsystem
ab Werk liefern.“
Bernhard Stockner, Aufbauspezialist
der Firma Meiller GmbH, erklärt: „Der
Fahrmischer wurde von der Liebherr-
Mischtechnik GmbH in Bad Schussenried
in unser neues Werk in Oed-Oehling
geliefert. In enger Abstimmung mit Volvo
haben wir das Projekt vorangetrieben und
unser Wechselsystem mit Liebherr
MultiDrive kombiniert und entsprechend
der Anforderungen adaptiert. Dieses
System ist in Österreich eine Premiere.“
Der für das Wechselsystem eingesetzte
Liebherr-Fahrmischer der Generation 05
wird in der Branche für seine Stärken
hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Ergonomie
und Sicherheit geschätzt. So wird die
komplette Trommel inklusive der Spiralbleche
und der Verschleiß-Schutzstreifen
aus einem exklusiv für Liebherr hergestellten
Sonderstahl gefertigt, der besonders
verschleißfest ist. Außerdem wurde
das Leergewicht gegenüber dem Vorgänger-Modell
um bis zu 300 kg reduziert.
Daniel Amschl, Verkaufsberater für
Liebherr Fahrmischer in Österreich,
betont: „Generell war der Trend zu
Wechselsystemen in den letzten Jahren
eher rückläufig. Wir bemerken aber, dass
die Nachfrage wieder steigt. Das liegt auch
an unserem hydraulischen Mehrzweckantrieb
MultiDrive, der mehrere Aufbauten
mit nur einer Antriebseinheit antreibt –
egal ob das ein Fahrmischer, ein Kipper/
Abroller, Schneepflug oder ein Streufahrzeug
ist. Die Vorteile des MultiDrive liegen
auf der Hand: der Wechselvorgang wird
für den Fahrer mit MultiDrive wesentlich
einfacher, denn der hydraulische Schnellverschluss
ermöglicht eine rasche und
sichere Umrüstung. Darüber hinaus ist
das System praktisch wartungsfrei und
mit nur einer Load-Sensing-Einheit
kommt dies besonders der Nutzlast
zugute. Unser Ziel ist es, das gemeinsam
mit den Firmen Meiller und Volvo Trucks
realisierte Wechselsystem als standardisierte
Lösung für interessierte Unternehmen
anbieten zu können. Ich sehe hier in
den nächsten Jahren großes Potenzial in
Österreich.“
Eine Einschätzung, die Martin Seifried
bestätigt: „Die Vorlaufzeiten auf den
Baustellen und auch die Bestellzyklen
werden immer kürzer. Unser oberstes Ziel
sind zufriedene Kunden und mit unserem
neuen, extrem effizienten Wechselsystem
sehe ich unser Unternehmen hier für die
Zukunft optimal aufgestellt.“
www.baumayr.at | www.liebherr.com
www.meiller.com | www.volvotrucks.at
Fahrer Johann Erhart (Firma
Bau Mayr GmbH) demonstriert
mit der Fernbedienung für die
Luftfederung des Volvo FH den
schnellen Wechselvorgang in
der Praxis.
Durch den zentralen
Anschlussblock ist
der jeweilige Aufbau
rasch mit dem
Liebherr MultiDrive
verbunden.
72 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
BETON + SCHALUNG
Schalung einer
Betonplatte mit
Aufkantungen aus
Faserbeton.
Foto: Max Frank
MAX FRANK
Verlorene Schalung für Betonfertigteile
Die Aufkantung aus Faserbeton erzeugt als verlorene Schalung einen hochwertigen
Abschluss bei der Vorfertigung von Betonbauteilen im Fertigteilwerk.
E
ingesetzt in Halbfertigteilen, vor allem
in Wand-, Decken- sowie Balkonelementen,
bietet die Aufkantung von Max Frank
höchste Qualität bei der Stabilität, Elastizität
und Oberfläche der Elemente. Dank der
optimierten Materialzusammensetzung
überzeugen die Aufkantungen nicht nur
mit Oberflächen in Sichtbetonqualität,
sondern auch bei der Profilierung. Das
perfekt angepasste Verzahnungsprofil auf
der Filigran- bzw. zugewandten Ortbeton-
Seite gewährleistet eine optimale Rückverankerung
über die gesamte Profillänge.
Abgerundet wird die besondere Fertigungsweise
des Produktes durch die vormontierte
und perfekt sitzende Dichtleiste mit
Abtropfprofil (AKZ). Je nach Einsatzgebiet
sind verschiedene Produktvarianten mit
und ohne Tropfkante erhältlich.
Spezielle Fertigungsverfahren und hochwertige
Materialien ermöglichen es, die
Aufkantungen mit ausgezeichneter
Stabilität und idealer Elastizität herzustellen.
Dank der flexiblen Materialeigenschaften
lässt sich die Aufkantung von nur einer
Person ohne Bruchgefahr ausrichten und
montieren. Die Verwendung der Aufkantung
im Fertigteilwerk ist dadurch wesentlich
einfacher und wirtschaftlicher als
andere Schalmaterialien. Stoß- bzw.
Eckverbinder aus rostfreiem Stahl für die
AKZ-Profile garantieren zudem eine exakte
Fixierung mehrerer Elemente. Alle
Aufkantungen sind auf Wunsch mit einem
einseitigen 45° Gehrungsschnitt und
standardmäßig in den Längen 2,0 m und
2,7 m und in Höhen von 160 mm bis 400
mm erhältlich. Durch späteres Ablängen
der Aufkantung an der geraden Seite lässt
sich durch Kombination mehrerer Elemente
jede Gesamtlänge erreichen.
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BETON + SCHALUNG
Bereits im Dezember 2020, gut zwei Monate vor
Plan, erreichte das zweite Roche Hochhaus im
Rohbau seine Endhöhe von 205 m. Rechts daneben
– getrennt durch einen Bestandsbau – schließt das
Baufeld des neuen pRED Forschungs- und
Entwicklungszentrums an.
Foto: Marti AG
SBM MINERAL PROCESSING
Betontechnologie bei Basler Großprojekt:
Dreimal Hochleistung just-in-time
Bei der Umgestaltung des Basler Roche-Areals stellen sich den beteiligten Bauunternehmen
große Herausforderungen in der Material-Logistik. Entsprechend setzt man
bei den Großbauten – unter anderem das höchste Schweizer Gebäude – auf mobile
Betonmischanlagen von SBM Mineral Processing.
S
eit über zehn Jahren schreitet die
Umgestaltung des Basler Roche-Areals
voran. Das Schweizer Pharma-Unternehmen
Hoffmann-La Roche AG strukturiert
die Produktions- und Forschungskapazitäten
an seinem traditionsreichen Hauptsitz
räumlich um. Mit neuen Verwaltungs- und
Laborgebäuden auf dem weitläufigen
innerstädtischen Areal entstehen unter
anderem über 4.900 moderne Arbeitsplätze
für internationale Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter sowie Beschäftigte, die
bislang noch an verschiedenen Standorten
über Basel verteilt arbeiten.
Dafür wird die Bebauung der unmittelbar
am Rheinufer gelegenen Fläche weiter
verdichtet und wächst in die Höhe: Bereits
Ende 2015 wurde das 178 m hohe Roche
Hochhaus (Bau 1) bezogen – derzeit
entsteht der 205 m hohe „Bau 2“ und zu
dessen Füßen nahezu zeitgleich das neue
74 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Foto: Marti AG
Die zunehmende
Verdichtung auf dem
Roche-Areal schafft
mehr Gebäuderaum,
sorgt aber auch für
große Herausforderungen
für die Material-
Logistik der beiden nur
durch einen Bestandsbau
getrennten Großprojekte
(Aufnahme:
Februar 2020).
Viel mehr
als nur
KOMPAKT
Unmittelbar am Rand
der Baugrube für den
gesamten Kellerkasten
des „pRED-Komplexes“
wurden die beiden
Variomix 2000 CM 200
V der ARGE aus Frutiger
AG und Anliker AG
positioniert.
pRED Forschungs- und Entwicklungszentrum
mit vier integrierten Büro-/
Laborgebäuden unterschiedlicher Höhe.
Aufgrund der begrenzt zugänglichen
Innenstadtlage, der unmittelbaren
Nähe zu Wohnquartieren und der von
den Bauherren konsequent verfolgten
Nachhaltigkeit im Bauprozess stellen
Baustellen- und Materiallogistik eine
der größten Herausforderungen für die
ausführenden Unternehmen dar. Um
hier von vornherein die Belastung
durch eng getaktete Lieferverkehre zu
senken, wurde nach guten Erfahrungen
BAUBLATT.ÖSTERREICH
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BETON + SCHALUNG
Die Betonabgabe auf der Baustelle erfolgt wahlweise
an die angeschlossene Betonpumpe oder über die
frontseitige Krankübel-Beschickung. Darüber erkennt
man die im Mischermodul integrierte Steuerkabine.
Die Beschickung der Gesteinskammern der Variomix 2000 CM 200 V
erfolgt über einen mobilen Kippbunker mit integriertem Gurtbecherwerk.
Der Baustellenverkehr führt unter dem Portal durch, auf dem
ein zusätzliches Bindemittelsilo, ein Zusatzmittel-Container sowie ein
Heizungscontainer für den Winterbetrieb montiert wurden.
beim ersten Roche Hochhaus (insg. 55.000 m³
Betonkubatur) die Betonproduktion für
beide aktuelle Neubauten mit Baustellen-
Mischanlagen vor Ort ausgeschrieben.
Sowohl die für den viergliedrigen Gebäudekomplex
zuständige ARGE Baumeister
pRED aus Frutiger AG und Anliker AG,
als auch die wiederum mit dem Roche-
Hochhausbau betraute Marti AG entschieden
sich für die containermobile Anlagentechnologie
des österreichischen Spezialisten
SBM Mineral Processing.
Die Positionierung der vollintegrierten
SBM-Betonmischanlagen, ihre Einbindung
in die auf Just-in-Time-Basis
ausgelegte Rohstofflogistik sowie die
aufgabengerechte Bereitstellung und
Förderung der produzierten Betonmengen
wurden akribisch in der Projektplanung
berücksichtigt. Neben der platzökonomischen,
rampenfreien Aufstellung und einer
rationellen Beschickung der integrierten
Gesteins- und Bindemittelsilos, profitieren
die Verantwortlichen dabei auch von der
flexiblen Betonabgabe an Betonpumpe,
Krankübel oder Fahrmischer. Mit vergleichbarer
Anlagenleistung zu stationärer
Technik und moderner Steuerungstechnik
stellen auch hohe Tageschargen oder
spezifische Rezepturen kein Problem dar.
Gesteins- und Warmwasserheizung
gewährleisten zudem den unterbrechungsfreien
Winterbetrieb.
Doppelte Kapazität
auf engstem Raum
Seit Juni 2019 erstellt die ARGE Baumeister
pRED aus Frutiger AG und Anliker AG
die Rohbauten des neuen pRED Forschungs-
und Entwicklungszentrums
(Pharma Research and Early Development).
Das Ensemble aus vier abgestuften
Gebäuden (Höhen: 114 m, 72 m, 28 m,
16 m) besitzt eine gemeinsame Tiefgarage
als Fundament und bietet ein Gesamtgebäudevolumen
von knapp über 600.000
m³. Zur Bereitstellung der benötigten rund
100.000 m³ Festbeton entschied sich die
Arbeitsgemeinschaft für zwei Variomix
2000 CM 200 V mit jeweils 200 m³
Gesteinslager, 82-t- bzw. 182-t-Bindemittelsilos
(durch integrierte Zusatzsilos)
aufgeteilt in 4 Kammern
und einer Nennleistung des
2,0-m³-Planetenmischers von 80 m³/h
Festbeton. Die Neuanlagen aus jeweils
3 aufliegergerechten Containermodulen
wurden im Sommer 2019 direkt ab
SBM-Werk geliefert und auf kleinstem
Raum am Nord- bzw. Südrand der
pRED-Baustelle platziert (Platzbedarf:
ca. 30 x 5 m). Die Betonverteilung erfolgt
über integrierte Puffer-Nachsilos und eine
angeschlossene Betonpumpe pro Anlage
durch 4 Verteilermasten auf dem Baufeld
sowie über Krankübel.
Laut Frutiger-Projektleiter Tristan
Michlig erreichten beide Variomix-Anlagen
kurz nach Aufstellung und Justierung im
August bzw. September 2019 ihre erwartete
Leistung von jeweils max. 80 m³/h. Im
Einzelbetrieb lieferte die erste Anlage
bereits in den ersten vier Wochen über
5.000 m³ Festbeton – die gemeinsamen
Tagesspitzen liegen bei rund 1.100 m³.
Neben dem wegfallenden Verkehr von
alternativen 7,5-m³-/10-m³-Großfahrmischern
schätzt Tristan Michlig auch die
hohe Flexibilität in der schnellen Produktion
von Sonderchargen jenseits der 2-3
Standardrezepturen bzw. die Unabhängigkeit
von den Betriebszeiten der nächstgelegenen
Beton-Lieferwerke in etwa 10 km
Entfernung. Zum Jahreswechsel 20/21
76 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
BETON + SCHALUNG
hatte das ARGE-Team bereits gut 80% des
Rohbauvolumens fertig gestellt – voraussichtlich
im Zeitraum März/April wird die
erste Variomix 2000 die Baustelle verlassen,
die zweite Anlage bleibt bis zum
avisierten Rohbauende im August 2021
vor Ort.
Wichtiges Puzzleteil zum Erfolg
Im Dezember 2020 schloss die Marti AG
mit dem symbolischen „Letzten Beton“ den
Rohbau des 50-stöckigen „Bau 2“ zwei
Monate vor Plan ab. In Anwesenheit der
Roche-Bauherrschaft konnte das Bauteam
aus Marti Basel und Marti Zürich, das
bereits den unmittelbar benachbarten
„Bau 1“ erstellte, in 205 m Höhe ein
weiteres Mal das höchste Gebäude der
Schweiz feiern. Als „wichtiges Puzzleteil
zum Erfolg“ bezeichnet Bauführer Toni
Würsch den Beitrag der eingesetzten
Betonanlage. Die zehnjährige Variomix
1750 CM 170 V aus dem Marti-Bestand
stemmte in rund 18 Monaten Rohbauzeit
ein Gesamtvolumen von rund 45.000 m³
Festbeton. Mit 170 m³-Gesteinslager,
integrierten Bindemittel-Silos (60 t/30 t),
1,75-m³-Planetenmischer, Mehrsorten-
Zusatzmittelausrüstung und der Betonübergabe
an Fahrmischer/Krankübel/
Betonpumpe gleicht die noch aus dem
2013 von SBM Mineral Processing
übernommenen Doubrava-Programm
stammende Anlage in ihrem modularen,
containermobilen Aufbau weitgehend der
Die Seitansicht der Variomix 2000 CM
200 V verdeutlicht die transport- und
ladefreundlichen Abmessungen der
SBM-Containermodule, deren integrierte
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BAUBLATT.ÖSTERREICH APRIL 2021
77
BETON + SCHALUNG
Fotos: Beat Ernst, © Roche Ltd. (6)
Unmittelbar in der engen Flucht zwischen dem bestehenden
„Roche-Turm“ (rechts) und dem Rohbau von Bau 2 platzierte
Marti seine Variomix 1750 CM 170 V.
Platzökonomie:
Die Dimensionen
des gläsernen
Bestandbaus und
die ersten Etagen
des zweiten
„Roche-Turms 2“,
der in der Rohbau-Hochphase
alle 7 bis 10 Tage
um ein Geschoss
wuchs, verdeutlichen
die
schlanken
Abmessungen
der SBM-Mobiltechnologie.
aktuellen Variomix-Technologie. Damit
steht sie auch für die langfristige
Rentabilität des SBM-Mobilkonzepts.
Bis zu 500 m³ Festbeton täglich
lieferte die Basler Installation. Das
Betonieren der massiven Bodenplatte
(13.000 t Stahl / 5.600 m³ Beton) sowie
der sich nach oben hin stufenweise
verjüngenden 50 Geschosse erfolgte bis
zur Endhöhe mit einer starken Betonpumpe
und zentralem Betonverteiler.
Auch die dafür benötigte spezifische
Betonrezeptur mit Hochleistungsfließmittel
und hohem Feinanteil wurde vor
Ort hergestellt. Insgesamt, so Bauführer
Toni Würsch, konnten durch die
Ortbetonproduktion gut 30% der
notwendigen Materialtransporte
eingespart werden.
Technologie mit Perspektive
Insgesamt über 20 mobile und versetzbare
Betonanlagen – davon 8 SBM-
Baureihen – zählen alleine zum
Bestand der Schweizer Marti-Gruppe,
die mit ihren vielfältigen internationalen
Aktivitäten im Hoch- und (Spezial-)
Tiefbau, Ingenieur- und Tunnelbau eine
wichtige Referenz für die aktuelle
SBM-Betontechnologie ist. Neben der
variablen Einsetzbarkeit durch zahlreiche
Erweiterungsmöglichkeiten
ist es vor allem die hohe Mobilität der
Variomix- und Minimix-Anlagen, die
seit Jahren den großen Erfolg des
schnellversetzbaren SBM-Konzept
am Schweizer Markt gewährleistet.
Alle Einzelmodule haben praxisgerechte
Abmessungen (Transportbreite
max. 3,48 m) – am Standort
werden die bereits betriebsfertig
verkabelten und verrohrten Anlagenteile
in Ein-Kran-Montage binnen
einem, max. 2 Tagen auf mobilen
Fundamenten aufgestellt.
Je nach Ausrüstung erreichen die
Variomix-Baureihen Stundenleistungen
bis 80 m³ Festbeton. Dank moderner
Steuerungen und hochpräziser Dosiereinrichtungen
stehen sie in Produktvielfalt
und -qualität auf einer Stufe mit
stationären Mischwerken, erklärt auch
SBM-Vertriebsexperte Ing. Helmuth
Neubacher. „Mit über 50 Variomix-Platzierungen
sind wir führend in der
Schweiz und beobachten, dass sich
unsere mobile Technologie auch international
durchsetzt“, so Neubacher. Die
größere Flexibilität vor Ort verkürze
Bauzeiten um bis zu 10% und wegfallende
Betonanlieferungen entlasteten
nicht nur urbane Bereiche, sondern
sorgten grundsätzlich für eine bessere
Umweltbilanz – gerade hinsichtlich der
sensiblen CO2-Problematik.
78 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
BETON + SCHALUNG
LAFARGE
Es wird zu Zement-Engpässen kommen
Zeichnete die Baubranche aufgrund gut gefüllter Auftragsbücher zu Beginn
des Jahres noch ein vorsichtig optimistisches Bild, so zieht Marktführer
Lafarge Zementwerke nun eine differenzierte Bilanz: der Zement könnte
aufgrund der extrem hohen Auslastung der Baubranche knapp werden.
C
EO DI Berthold Kren erläutert:
„Während das Bau-Barometer zu
Beginn des Jahres noch ein verhalten
positives Bild von der Auftragslage zeigte,
erleben wir derzeit in unseren beiden
Werken in Österreich eine Nachfrage, die
an Rekordwerte wie vor circa fünfzehn
Jahren erinnern.“
Viele Bauprojekte, speziell Wohn- und
Objektbau in den Kernliefergebieten der
Lafarge Zementwerke im Osten Österreichs
und der Steiermark füllen die
Auftragsbücher der Bauunternehmen.
Berthold Kren: „Wir sind noch lieferfähig,
aber wenn sich der momentane Usus
fortsetzt, unkoordiniert Mengen abzurufen,
dann wird es zu Engpässen kommen.“
Um Ausfällen und Enttäuschungen
vorzubeugen, legt der neue Mann seinen
Kunden für die nächsten Wochen und
Monate eine gute Planung und Rohstoffsicherung
nahe. „Wir sind ein verlässlicher
Partner, aber wir können nur dann die an
uns gestellten Erwartungen erfüllen, wenn
auch unsere Kunden entsprechend
agieren. Wir reagieren mit unserem
konzerneigenen Netzwerk, um unsere
Kunden mit Zement zu versorgen, wenn
rechtzeitig Bedarf angemeldet und der
Rohstoff gesichert wird.“
Berthold Kren weiter: „Die Bauwirtschaft
hat sich in der gegenwärtigen
Situation als sehr stabil und anpassungsfähig
erwiesen. Der Bau ist ein wesentlicher
Faktor, die wirtschaftliche Delle in
Grenzen zu halten. Ich sehe Covid-19 auch
als Chance, durch verbesserte Abläufe und
fortschreitende Digitalisierung unsere
Lieferketten weiter zu verbessern und
unsere lokalen Partner entsprechend zu
bedienen.“
Mehr als erfreut zeigt man sich bei
Lafarge über das rege Interesse der
Kunden am Klimazement. Der vorerst am
steirischen Markt verfügbare CO2-reduzierte
Zement ist der Vorbote des angekündigten
Eco-Portfolios. Berthold Kren dazu:
„LafargeHolcim hat als erstes globales
Baustoffunternehmen die Initiative
Business Ambition for 1,5°C unterzeichnet
DI Berthold Kren (CEO Lafarge Zementwerke
GmbH) rät angesichts der aktuellen
Rekord-Nachfrage nach Zement dazu,
den Bedarf rechtzeitig anzumelden.
und sich damit zur Umsetzung der
wissenschaftsbasierten Zielformulierung
der Science-Based-Targets Initiative
verpflichtet. Das bedeutet, mit diesem
Net-Zero-Versprechen unterstreichen wir
unsere führende Rolle im nachhaltigen
Bauen und stellen Weichen, um unseren
Kunden auch künftig nachhaltige und
innovative Baumaterialien zur Verfügung
stellen zu können.“
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info@mbcrusher.com
MBCRUSHER.COM
BETON + SCHALUNG
Beim Bau des
Bürogebäudes der
Tiroler Baufirma Fröschl
wurden insgesamt
50 Contakt-Sensoren an
Wand- und Deckenschalungselementen
eingesetzt.
Weitere Details
zu den einzelnen
digitalen
Services:
DOKA
Mit Software und Sensorik
den Bauprozess stets im Blick
Mit der sensorgestützten Baustellen-Software Contakt bietet Doka
eine digitale Lösung, mit der die BIM-Planung des Bauvorhabens auf
der realen Baustelle zum Leben erweckt wird. Bestes Beispiel aus der
Praxis ist der Bau des neuen Bürogebäudes der Firma Fröschl.
G
erade was die Planung und die
Zusammenarbeit der vielen Beteiligten
bei einem Bauprojekt betrifft, können
digitale Tools enorme Vorteile in Bezug auf
Produktivität und Kosteneinsparungen
bringen. Dabei geht es nicht primär
darum, schneller zu arbeiten, sondern
durch Koordination und gute Planung
geringere Durchlaufzeiten zu erreichen.
Der konstante Zugriff auf die verschiedensten
Informationen aus der Planung
und die laufende Analyse der Echtzeit-
Daten von der Baustelle vereinfachen
bestehende Prozesse.
Wie lässt sich in der Planung und in
der Bauausführung sicherstellen, über die
produktivste Taktplanung, Teameinteilung
und Materialbereitstellung zu verfügen?
Ganz einfach und digital mit Contakt. Die
sensorgestützte Softwarelösung unterstützt
direkt bei der Ausführung auf der
Baustelle. Mit ihr können Poliere und
Bauleiter auf Taktebene Material,
Betriebsmittel sowie Personal planen,
einteilen, vergleichen und daraus wertvolle
Erkenntnisse ziehen. Alle Vorgänge
auf der Baustelle werden in Echtzeit
überwacht und automatisch dokumentiert.
Sobald die Planungsdaten auf Basis
eines BIM-Modells in Contakt hochgeladen
sind, kann mit dem umfassenden
digitalen Steuerungstool gearbeitet
werden. Die Taktplanung wird statt auf
einem 2D-Plan mit Contakt vollkommen
digital und direkt im Gebäudemodell
durchgeführt. Die daraus generierten
Arbeitspakete können rasch und ortsunabhängig
dem Baustellenteam zugeteilt
werden und sorgen für einen strukturierten
Arbeitsablauf. Zudem kommt die
Contakt-Sensorik ins Spiel. Angebracht an
der Schalung liefert diese live und
automatisch Informationen wie etwa
Kranhübe pro Verbund, Lageposition oder
auch Betonreife an das Contakt-Dashboard.
Somit wird jeder Fortschritt am
Takt und direkt im Gebäudemodell
festgehalten, was wiederum einen vollkommen
neuen und transparenten Zugang
zur Baufortschrittsmessung eröffnet. Auf
Abweichungen kann rasch reagiert und
der Abschluss des Projekts planmäßig
eingehalten werden.
Da Contakt auch mit Tablet und
Smartphone einfach zu bedienen ist,
lassen sich Fotos vom Baufeld in der App
hochladen und automatisch im Gebäudemodell
am Takt zuordnen. Die einzelnen
Prozessschritte können somit bildhaft
dokumentiert und detailliert nachverfolgt
werden.
Bürogebäude Fröschl
Für den Bau des 6-stöckigen Bürogebäudes
des Bauunternehmens Fröschl in Hall/
Tirol wurde aufgrund des straffen Zeitplans
Contakt eingesetzt. Auf der Baustelle
in Hall konnten bei gleichem
Personaleinsatz pro Woche letztendlich
7 Takte anstelle von den ursprünglich
geplanten 5 Takten abgeschlossen werden.
„Die Produktivität der Baumannschaft
Fotos: Doka
80 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
BETON + SCHALUNG
In Contakt werden der
Baufortschritt und die
jeweiligen Leistungsdaten
auf einen Blick
dargestellt. Durch die in
Echtzeit gewonnenen
Informationen kann das
Bauunternehmen
sowohl den Bedarf an
personellen als auch an
materiellen Ressourcen
tagesgenau planen.
hat sich aufgrund der getakteten Bauabschnitte
steigern lassen, da jeder am
Morgen bereits wusste, was zu erledigen
war und dies auch am Modell betrachtet
werden konnte“, so Baumeister Christian
Mair von der Fröschl AG & Co KG. Im
Vergleich mit anderen Lösungen konnte
Contakt außerdem mit einem automatisch
erstellten Bautagebuch und dem Einlesen
der Tages- und Wochenplanung einen
zusätzlichen Mehrwert bieten.
Ein weiterer großer Vorteil von
Contakt bestand darin, dass die bewährte
Concremote-Technologie zur Messung
und Optimierung der Betonperformance
voll integriert ist. Alleine durch das
Messen der Betonfrühfestigkeit in den
zehn Deckenbauteilen konnte ein Viertel
der Deckenschalung eingespart und
bereits nach 25 Stunden bei einer
Festigkeit von 29,6 MPa ausgeschalt
werden.
Das Projekt der Firma Fröschl zeigt,
wie digitale Lösungen und deren Zusammenspiel
den Bau nach vorne bringen und
einen wichtigen Beitrag zur Produktivität
auf der Baustelle leisten können. Für
Doka ein zusätzlicher Ansporn, die
eigenen digitalen Services, gemeinsam mit
ihren Kunden, laufend weiterzuentwickeln,
das Angebot zu erweitern und noch
mehr auf die Baustellen zu bringen.
www.doka.com
DAS OEL DER KTM-CHAMPIONS GIBT’S
ÜBRIGENS AUCH FÜR BAUMASCHINEN.
Rennen gewinnt man im Kopf. Und mit dem richtigen Partner. Seit mehr als 10 Jahren trägt MOTOREX mit erstklassigen Oelen
und umfassendem Technologie-Support dazu bei, dass KTM spektakuläre Erfolge einfährt. Doch nicht nur Motorräder müssen
in jeder Situation ihr Bestes geben können. Sondern auch Baumaschinen. Holen Sie sich darum jetzt die Unterstützung von
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Qualität aus Memmingen: Jede
Neuentwicklung wird vorher
härtesten Dauertests unterzogen.
Als „Hardox In My Body“-Mitglied
genießt Stetter einen umfassenden
Support von SSAB und versieht die
Mischtrommel gerne mit dem
entsprechenden Logo.
SCHWING-GRUPPE
Stetter Fahrmischer: mehr Nutzlast
durch Hardox Verschleißblech
Dem Ergebnis intensiver Verschleißtests folgend, setzt Stetter seit 2015 Hardox
Verschleißblech für die Mischtrommel und die Mischspirale ein. Durch die
Auswahl von Hardox 400 bei der Trommelwandung und Hardox 500 in der
Mischspirale, jeweils in 3 mm Blechstärke, konnte die Verschleißfestigkeit
nochmals optimiert werden. Als Kantenschutz an der Spirale kommt ein
60 mm breiter und 6 mm starker Hardox 500 Blechstreifen zum Einsatz.
S
eit über 60 Jahren produziert Stetter
Fahrmischer. In Europa zählt das zur
Schwing-Gruppe gehörende Unternehmen
zu den Marktführern im Bereich Transportbetonmischer.
Exportiert wird
weltweit. Für bestimmte Märkte und
Anforderungen sind dazu vier Baureihen
(Basic Line, Light Line, Heavy Duty Line
und Trailer Line) verfügbar.
Schon ab den 1980er Jahren wandte
sich Stetter dem Leichtbau zu und schaffte
es damals seinen Mischaufbau um 600 kg
abzuspecken, um den Anwendern mehr
Nutzlast zu bieten. Ab Beginn des Jahres
2000 kombinierte das Memminger
Unternehmen verstärkt den Leichtbau mit
erhöhter Verschleißfestigkeit. „Abrasivere
Kiesqualitäten – Rundkies wird heute
kaum noch eingesetzt – sowie der verstärkte
Einsatz von unterschiedlichen
Zuschlagstoffen im Frischbeton führten zu
höherer Beanspruchung der Trommelwandung
und der Mischspiralen. Wir haben
darauf rechtzeitig reagiert und bereits
früh auch gehärtete Stähle eingesetzt“,
erklärt Ulrich Bolte, Direktor Vertrieb bei
Stetter.
Stetter entwickelte ein einzigartiges
und patentiertes Herstellverfahren für die
Mischspirale. Die Hardox Spiralsegmente
werden dabei vor dem Einbau definiert
gekantet, was nach dem Einbau in die
Trommel Spannungen im Material
entscheidend reduziert und so die Lebensdauer
weiter erhöht. Der Blechstreifen des
Spiralkantenschutzes wird zudem in
82 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Im 1:1 Schnittmodell
ist der rot lackierte
Spiralkantenschutz
aus Hardox-Blech
gut erkennbar. Die
Hardox Verschleißblech
Spiralsegmente
werden
vor dem Einbau
definiert gekantet,
was nach dem
Einbau in die
Trommel die
Spannungen in
der Mischspirale
entscheidend
reduziert.
Bei Stetter ist der 4-Achser mit UltraEco
Mischeraufbau die meistverkaufte Version.
BETON + SCHALUNG
einem speziellen Lochschweißverfahren
und mit sehr gleichmäßigem Überstand
zur Spiralkante angebracht. Die Schweißnaht
ist damit wirksamer gegen Verschleiß
geschützt als mit anderen Herstellverfahren
und bei anderen Anbietern. Alle diese
Maßnahmen erhöhen die Standzeit von
Trommel und Spirale. Kein Wunder also,
dass Stetter auf die Mischtrommel und die
Spirale dieser Baureihe bis zu 5 Jahre
Garantie gibt.
Bestes Beispiel für den Erfolg der
Fahrmischer ist das Modell UltraEco aus
der Reihe Light Line. Mit einem Gewicht
von nur 3.250 kg ist der UltraEco der
leichteste Fahrmischeraufbau von Stetter
und steht in Verbindung mit einem
gewichtsoptimierten Fahrgestell für eine
Zuladung bis zu 8 m³ Frischbeton. Rund
jeder zweite Fahrmischer der ausgeliefert
wird ist ein UltraEco. Die Gewichtseinsparung
durch die dünnwandigere Mischtrommel
erlaubt rund einen halben
Kubikmeter mehr Frischbeton, gegenüber
Standard-Fahrmischern zu transportieren.
Bei den Leerfahrten zurück zum Betonwerk
reduziert das geringere Gesamtgewicht
des Lkw zudem den Kraftstoffverbrauch.
Für den Anwender bedeutet das
mehr Nutzlast und bei Leerfahrten
weniger Kraftstoffverbrauch.
Wer eine besonders lange Standzeit will
greift zur Baureihe Heavy Duty Line. Die
Materialstärken der Hardox Bleche für die
Trommel und für die Spirale sind dabei
stärker, sonst aber in analoger Bauweise
wie die Light Line Reihe ausgeführt.
Stetter gibt auf die Trommel und die
Spirale dieser Baureihe dann bis zu 8
Jahre Garantie.
Seit 2016 ist Stetter Mitglied bei
„Hardox In My Body“. Die Mitgliedschaft
wird von SSAB nach einer Prüfung
vergeben und ist eine Qualitätszertifizierung.
Das entsprechende Markenlogo auf
einem Produkt bestätigt, dass es unter
Anwendung von Hardox Verschleißstahl
hergestellt wurde und ein Premiumprodukt
darstellt, welches auch unter
härtesten Betriebsbedingungen eine
ausgezeichnete Beständigkeit gegen
abrasiven Verschleiß aufweist. Nur
führende Hersteller, deren Produkte die
Qualitätsvorgaben von SSAB erfüllen,
erhalten diese Lizenz, um auf ihren
Produkten das „Hardox In My Body“
Zeichen anzubringen. Diese Unternehmen
haben umfangreiche Fachkenntnisse über
die Eigenschaften des Stahls. Sie kennen
die Vorteile der Hardox-Produkte und
wenden diese Kenntnisse bei der Produktentwicklung
an. „Hardox in My Body“
Hersteller profitieren zudem von einem
bevorzugten Zugang zu aktuellem
Know-how von SSAB bei Werkstofftechnik,
Anwendungen und Fertigungsverfahren.
Einhebel-Bedienung
mit vielen Vorteilen
In der Bedienung setzt Stetter nicht nur
auf Komfort. Neben einer praktischen
Einhebel-Bediensteuerung ist als Option
die komfortable und einfach zu bedienende
Mischersteuerung Smart 3.0 verfügbar. Sie
sorgt für eine gleichbleibend niedrige
Trommeldrehzahl (Constant Speed Drive)
– unabhängig von der Fahrgeschwindigkeit
des Fahrmischers. Durch die Vermeidung
von unnötigen Trommelumdrehungen
reduziert sich der Trommelverschleiß und
natürlich auch der Kraftstoffverbrauch
spürbar. Typische Vorgänge wie das
Beladen und das Entleeren in Betonpumpen
und Betonkübeln werden vereinfacht
und Fehlerquellen damit minimiert.
www.ssab.com | www.schwing-stetter.com
www.schwing-auftragsfertigung.at
Stetter montiert seine Mischaufbauten auf alle gängigen Lkw Chassis.
BAUBLATT.ÖSTERREICH APRIL 2021
83
„Es war ein logischer Schritt,
dass für verwertbare Mineralstoffe
ein Verbot der Deponierung
auf politischer Ebene ausgesprochen
wird“, betont Martin
Car, Geschäftsführer des BRV.
Im Sinne der europäischen
Vorgaben
zur Stärkung der
Kreislaufwirtschaft
hat sich Österreich
entschlossen, in gut
zwei Jahren das
Deponieren von den
meisten mineralischen
Baustoffen
zu verbieten.
ÖSTERREICHISCHER BAUSTOFF-RECYCLING VERBAND
Ausblick auf das Deponieverbot für
Beton, Asphalt und Straßenaufbruch
D
amit wird der letzte Schritt einer seit
Jahrzehnten positiven Entwicklung
zur Verwertung von Baurestmassen
gesetzt: über 80% der mineralischen
Fraktion ist in Österreich schon bisher der
Verwertung zugeführt worden, mehr als 7
Mio. t Recycling-Baustoffe kamen Jahr für
Jahr zum Einsatz. Baustoff-Recycling wird
seit 1990 in Österreich professionell
betrieben – ob mobil auf Baustellen oder
stationär. Aufbereitungsanlagen sind
flächendeckend vorhanden, das Qualitätsmanagement
ist nach nationalen und
europäischen Vorgaben im Spitzenfeld
Europas angesiedelt.
Deponieverbot der Zukunft
Mit 1. April 2021 wurde mit BGBl. II
144/2021 die Deponieverordnungsnovelle
veröffentlicht. Eine zentrale Bedeutung
für das Baustoff-Recycling ist durch die
Ergänzung des § 1 hinsichtlich Kreislaufwirtschaft
in Kraft getreten: Zur Schaffung
einer Kreislaufwirtschaft soll im
Einklang mit der Abfallhierarchie angestrebt
werden, dass Abfälle, die sich für
Recycling und andere Formen der Verwertung
eignen, zukünftig nicht auf Deponien
zur Ablagerung angenommen werden.
Folgende Abfälle können ab 1.1.2024
nicht mehr auf einer Deponie abgelagert
werden: Ziegel aus der Produktion,
Straßenaufbruch, technisches Schüttmaterial,
Betonabbruch, Gleisschotter, Asphalt,
Einkehrsplitt und Recycling-Baustoffe der
Qualitätsklasse U-A. „Baustoff-Recycling
ist österreichweit als Stand der Technik
anzusehen. Seit über 30 Jahren wurde
nach den Richtlinien für Recycling-Baustoffe
des Österreichischen Baustoff-Recycling
Verbandes ein Markt aufgebaut, an
dem heute hunderte Produzenten teilhaben.
Seit 2016 gibt es ein vorzeitiges
Abfallende für Recycling-Baustoffe mit der
besten Umweltqualität. Der Anteil an zu
deponierendem Material betrug schon
bisher nur mehr 7% der mineralischen
Baurestmassen. Es war der logische
Schritt, dass für verwertbare Mineralstoffe
ein Verbot der Deponierung auf politischer
Ebene ausgesprochen wird“, so Martin
Car, langjähriger Geschäftsführer des
Österreichischen Baustoff-Recycling
Verbandes (BRV).
Das Deponierungsverbot betrifft aber
nicht nur die angeführten Stoffgruppen,
sondern auch Gipsplatten. In modernen
Gebäuden kann Gips bis zu 7% der
verbauten Materialien ausmachen. Ab
1.1.2026 dürfen Gipsplatten, Gipswandbauplatten
und faserverstärkte Gipsplatten
(Gipsplatten mit Flies-Armierung,
Gipsfaserplatten) nicht mehr deponiert
werden. Ausgenommen davon werden jene
Platten sein, bei denen im Zuge der
Eingangskontrolle in einer Recycling-
Fotos: Shutterstock; BRV
84 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
WIRTSCHAFT + MÄRKTE
Mehrere Abfälle, darunter
auch Betonabbruch, können ab
1.1.2024 nicht mehr auf einer
Deponie abgelagert werden.
Jahre und fallen damit in die nun festgelegte
Frist des Deponierungsverbotes. Es
ist daher klug, sich schon bei derzeit in
Planung befindlichen Ausschreibungen auf
die neue Situation einzustellen. Dabei hilft
im Tiefbau auch ein Blick in die neue
Standardisierte Leistungsbeschreibung
Verkehr und Infrastruktur (LB-VI),
herausgegeben von der Österreichischen
Forschungsgesellschaft Straße-Schiene-
Verkehr (FSV). Eine eigene Leistungsgruppe
definiert Ausschreibungstexte für
die Verwertung. Aber schon in den
allgemeinen Vorbemerkungen wird auf
den Vorzug der Verwertung gegenüber der
Deponierung eingegangen. Mit 1. Mai
2021 erfolgt die Neuauflage der LB-VI in
Form der Version 6, die auch hinsichtlich
Bodenaushub neue Festlegungen trifft.
Anlage für Gipsabfälle nachweislich
festgestellt wird, dass sie nicht von
ausreichender Qualität sind, um daraus
Recycling-Gips herzustellen. Die längere
Übergangsfrist ist schon deswegen nötig,
da es in Österreich kein flächendeckendes
Gipsrecycling gibt und die entsprechende
Logistik erst aufgebaut werden muss.
Mit Ende des Jahres 2026 wird auch
das Ablagern von Künstlichen Mineralfasern
(KMF) – ob als gefährlicher Abfall
oder in ungefährlicher Form – ebenso
nicht mehr erlaubt sein. Hier erwartet sich
die Umweltabteilung des zuständigen
Bundesministeriums, dass ebenso entsprechende
Aufbereitungswege in den nächsten
fünf Jahren von der Wirtschaft
geschaffen werden. Dennoch wird dieser
Schritt noch in den nächsten Jahren
evaluiert werden, um keine Entsorgungsengpässe
zu schaffen.
Baustoff-Recycling als Zukunft
Baustoff-Recycling wird damit die Lösung
der Zukunft. Alleine im Tiefbau liegen 60%
der Massen, die jemals verbaut wurden –
in Straßen, Schienenwegen, Leitungsbau
oder sonstiger Infrastruktur. Diese
Baustoffe unterlagen beim Einbau
hochqualitativen und normierten Anforderungen.
Diese hochwertigen Baustoffe sind
bestes Ausgangsmaterial für neue
Baustoffe der Kreislaufwirtschaft. Asphalt
kann nicht nur granuliert im Tragschichtenbau
einer Straße oder eines Parkplatzes
eingesetzt werden, sondern als
hochwertiges Gestein (Zuschlagstoff) in
Heißmischanlagen Verwendung finden.
Beton kann sowohl ungebunden als
Betongranulat zum Einsatz kommen, aber
auch in gebundener Form, z.B. für die
Betonproduktion – ein eigener Teil der ÖN
B 4710 beschäftigt sich mit Recyclingbeton.
Technisches Schüttmaterial kann in
gleicher Form wiederverwertet werden, für
Gleisschotter gibt es sowohl onsite als
auch offsite gute Verwertungswege. Alle
Recycling-Baustoffe unterliegen einer
ständigen Qualitätskontrolle – Vorgaben
dazu gibt es in rechtlicher (RBV) als auch
in technischer Hinsicht (Normen); eine
Zusammenfassung der wichtigsten
Grundlagen bietet der BRV in Form der
„Richtlinien für Recycling-Baustoffe“ an,
die auch als Grundlage für die Ausschreibung
dienen.
Ausschreibung der Zukunft
Bauausschreibungen sollten sich schon
heute auf diese neue Situation einstellen:
Viele geplante Bauvorhaben brauchen bis
zur Umsetzung und Beendigung mehrere
Der Markt ist groß
Mehrere Länder Europas haben Deponiebeschränkungen
oder -verbote schon
ausgesprochen oder in Planung. Warum
folgt Österreich jetzt nach? Ein Grund ist
sicherlich, dass man seitens der Politik
wartete, bis der Markt entsprechend groß
genug ist, um ohne Preissteigerungen oder
effektive Marktbeschränkungen ein
Deponierungsverbot festlegen zu können.
Gleichzeitig möchte man die Naturressourcen
schonen – also nicht die Natur
belasten, sondern aus unseren Städten
und Infrastrukturanlagen, die rückgebaut
werden, Sekundärressourcen nützen. „Die
Kapazitäten der Betriebe des Österreichischen
Baustoff-Recycling Verbandes sind
bei weitem noch nicht ausgelastet – alleine
110 Anlagen, verteilt auf ganz Österreich,
könnten heute schon um 30% mehr
rezyklieren, als derzeit vorhanden“, betont
Car. Der Markt wird durch die neuen
Regelungen nicht kleiner werden. Bei der
Entsorgung sind schon bislang viel mehr
Recycling-Anlagen als Baurestmassendeponien
tätig, bei der Baustoff-Produktion
gibt es weiterhin überwiegend Primärbaustofferzeuger,
die von den Baustoff-Recycling-Produzenten
ergänzt werden. Nähere
Informationen gibt der Baustoff-Recycling
Verband über Informationsblätter und
Seminare – z.B. über die neuen Deponievorschriften
oder den richtigen Abbruch.
www.brv.at
BAUBLATT.ÖSTERREICH APRIL 2021
85
FUHRPARK
FACTS
Motor: 2,0 Liter 4-Zylinder-Turbodiesel,
147 kW (200 PS)
Eigengewicht: 1.798 kg
Sitzplätze: 4+1
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 750 kg/2.200 kg
Testverbrauch: 8,2 l/100 km
Listenpreis: 76.974,60 Euro
(inkl. MwSt. & NoVA)
+ optisch gelungen
+ für 200 PS moderater Verbrauch
+ riesiger Kofferraum
- tiefe Sitzposition
- preislich entsprechend positioniert
- Head-up-Display wirkt billig
E
s gibt Testkandidaten, da genügt
vorweg ein Blick in die Fahrzeugunterlagen
und Du weißt, warum Dir dieser
Job auch nach 25 Jahren noch wirklich
Spaß macht. Beim VW Arteon war dies
relativ schnell klar. Bestückt mit all den
Dingen, von denen wir in jungen Jahren
bestenfalls geträumt haben, soll er in der
Mittelklasse der Wolfsburger einen
Hauch von Eleganz und Premium-Spirit
versprühen. Das Wichtigste dabei: Er
will auf jeden Fall mehr sein, als ein
aufgemascherlter Passat, was ihm aber
VW ARTEON SB R-LINE TDI DSG 4MOTION
Auffallend – der face geliftete
VW Arteon Shooting Brake
macht als Firmen-Pkw eine
wirklich ausgezeichnete Figur.
Sag bitte nicht Passat zu ihm
auch spielend gelingt. Aus unternehmerischer
Sicht ist der schnittige Volkswagen
der Prototyp eines Firmenautos.
Praktisch, da schnittiger Kombi, im
Fachjargon Shooting Brake genannt.
Allradantrieb (ein Muss für den Bau),
bequem zu fahren dank DSG und
natürlich auch langstreckentauglich
(wobei hier der Querverweis zu den 200
PS des 2,0 l Turbodiesels mit einem
Lächeln auf den Lippen auf das elektronische
Papier gebracht wird). Für das
Kind im (Geschäfts)Mann gäbe es dann
z. B. auch noch eine herrliche Ambientebeleuchtung
mit bis zu 30 verschiedenen
Farben, die in der ersten und zweiten
Reihe für heimelige Atmosphäre sorgt.
Heimeliger geht es übrigens auch an der
Tankstelle zu. 8,2 l/100 km sind für diese
Leistungsklasse im überwiegend
regionalen Einsatz ein ausgezeichneter
Wert.
Fazit: Ein ausgesprochen edler
Vertreter der Mittelklasse, bei dem auch
im Arbeitsalltag der Spaßfaktor nicht zu
kurz kommt.
SUZUKI ACROSS 2.5 PHEV E-FOUR E-CVT
Getankt wird auch an der Steckdose
S
chon mächtig, was Suzuki da auf den
Asphalt gezaubert hat. 4,64 m x 1,86
m Grundfläche hätten vor vier Jahrzehnten
noch locker dazu gereicht, um zumindest
eineinhalb Suzuki SJ (das ab 1981
gebaute Geländewagen-Hupferl) darauf zu
parken. Heute sind es die Abmaße des
neuen Suzuki Across Plug-in Hybrid. Der
mit einer Systemleistung von charmanten
225 kW (oder 306 PS) sehr deutlich zeigt,
wo Suzuki mit dem neuen Top-Modell und
gleichzeitig der erste Plug-in Hybrid der
Japaner, hin möchte: nämlich ganz nach
Umweltfreund – der neue
Suzuki Across ist ein
absolut alltagstauglicher
Plug-in Hybrid.
oben. Dass der Hybrid-Gedanke mit bis zu
75 km rein elektrischer Reichweite im
Alltag tatsächlich sehr gut funktionieren
kann, haben unsere 14 gemeinsamen Tage
mit dem Across gezeigt. Ein einziger
Tankstopp, und der nur, um den Suzuki
nahezu vollgetankt wieder zurückzustellen,
stand am Programm. Daher finden Sie
auch bei den Facts ausnahmsweise keinen
Kraftstoffverbrauch, sondern den
Tankinhalt, sowie die elektrische
Reichweite angegeben.
Das rein elektrische Vorankommen mit
FACTS
Systemleistung: 225 kW (306 PS)
Eigengewicht: 1.947 kg
Sitzplätze: 4+1
Tankinhalt: 55 l
elektrische Reichweite: max. 75 km
Listenpreis: 57.990,– Euro
(inkl. MwSt. & NoVA)
+ vernünftige Antriebskombination
+ einprägsames Design
+ großes Platzangebot
- nur eine Konfiguration möglich
- saftiger Preis
- riesige Mittelkonsole
dem Suzuki Across könnte unkomplizierter
nicht sein. Sogar an herkömmlichen
230 V-Steckdosen ist er in spätestens acht
Stunden vollgeladen. Bedarf es bei
weiteren Ausfahrten der Kraft fossiler
Energiequellen, sind die 55 l Benzin an
Bord Reisekapital genug, um auch einen
kilometerintensiven Arbeitstag ohne extra
Tankstopp herunterspulen zu können.
Fazit: Willkommen in der Suzuki-
Familie. Unsere Sympathien sind dem
Neuankömmling garantiert.
86 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Gelungen – das letzte
Facelift verpasste dem
Mitsubishi L200 eine
deutlich markantere
Frontpartie.
MITSUBISHI L200 DI-D 2,2 DIAMOND
Alles, nur nicht arbeitslos
D
er erste Griff geht ins Leere. Und
schon wieder vergessen: Der
Mitsubishi L200 ist ein Linksstarter, so es
diese Bezeichnung überhaupt gibt. Soll
heißen, der Knopf, um den 150 PS starken
2,3 l-Turbodiesel zum Leben zu erwecken,
ist links neben der Lenksäule, nicht wie
sonst üblich rechts. Das wäre dann aber
auch die einzige wirkliche Hürde, die
zwischen dem frisch facegelifteten Pick Up
und Dir steht. Sein neues Gesicht passt
dem Urgestein des heimischen Pick
Up-Marktes ausgesprochen gut. Im Profil
betrachtet, wirkt es mit dem schräg nach
hinten verlaufenden Kühlergrill sogar ausgesprochen
windschnittig. Was an den
wirklichen Stärken des L200 selbstverständlich
nichts verändert hat. Wer mit
ihm arbeiten möchte, darf das auch. Oder
besser: ist gut beraten, auf ihn zu setzen.
Leiterrahmen, Blattfedern und 963 kg
Nutzlast wollen im Fall der Fälle nur
eines: gefordert werden.
Das ruppige Fahrverhalten im unbeladenen
Zustand gehört dabei irgendwie
dazu. Nein, noch besser, es würde irgendetwas
beinahe lieb gewonnenes fehlen,
wenn der L200 mit leerer Ladefläche nicht
etwas unbeholfen über Schlaglöcher oder
Straßenbahnschienen rumpelt. Das war
schon vor mittlerweile 25 Jahren so, als
wir die erste in Österreich erhältliche
L200-Generation (die zweite Generation in
der Mitsubishi-Geschichte) über unsere
Testrunde pilotiert haben. Sind die 963 kg
Nutzlast zu wenig, wartet darüber hinaus
noch eine Anhängelast von satten 3,1 t.
kurzen Abstecher ins Gelände einzuplanen.
Gelände heißt dabei aufgelassener
Steinbruch oder stillgelegte Motocross-
Strecke. Der Mitsubishi meistert beide
Ausflüge ausgesprochen gelassen. 6-Gang-
Automatik und 2,3 l-Turbodiesel können
auch ganz entspannt miteinander umgehen.
Wenn es hart auf hart kommt, gibt es
immer noch eine Geländeuntersetzung,
sowie eine Differentialsperre.
Zurück in der Zivilisation könnte die
Automatik den nicht ganz 2,1 t schweren
Pick Up bestenfalls bei Überholvorgängen
ein wenig flotter auf Trab bringen. Beim
gemütlichen Dahinrollen gibt es an der
Schaltgeschwindigkeit nichts auszusetzen.
Das spiegelt sich letztlich auch im
Kraftstoffverbrauch wider. 9,1 l/100 km im
gemischten Einsatz mit überwiegendem
Kurzstreckenanteil in ländlichem Umfeld
sind ein tadelloser Wert.
Arbeit – mit 963 kg
Nutzlast lässt sich
schon einiges
anfangen.
Gewöhnungsbedürftig
– der links
neben der Lenksäule
sitzende
Start/Stop-Knopf.
FACTS
Motor: 2,3 Liter 4-Zylinder-Turbodiesel,
110 kW (150 PS)
Eigengewicht: 2.072 kg
Nutzlast: 963 kg
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 750 kg/3.100 kg
Testverbrauch: 9,2 l/100 km
Listenpreis: 36.658,– Euro
(exkl. MwSt.)
+ unverändertes Arbeitstier
+ gelungenes Facelift
+ hohe Nutz- und Anhängelast
- nur ein Motor im Programm
- mechanische Handbremse
- schwere Heckklappe
Fazit: Nach außen hin wirkt der
Mitsubishi L200 edler denn je. Dass er im
Spind immer noch seine Arbeitskleidung
hängen hat, in die er ohne lang nachzudenken
auch hineinschlüpft, macht die
Sache erst so richtig interessant.
Ab ins Gelände
Offene Türen läuft der aktuelle L200 bei
uns mit seinen Offroad-Genen ein. Kein
Pick Up-Test, ohne wenigsten einen
BAUBLATT.ÖSTERREICH
APRIL 2021
87
FUHRPARK
Fliegl präsentiert den 2-Achs-Satteltieflader
SZS 310 T mit 22 t Nutzlast. Bei einer Gesamtlänge
von 11.400 mm bietet er eine 7.120 mm lange
Tiefladeplattform.
FLIEGL FAHRZEUGBAU
Kurz und wendig: Satteltieflader
mit zwei Lenkachsen von Fliegl
Ein 2-Achs-Satteltieflader mit 22 t Nutzlast und hydraulisch gelenkten Achsen läuft auch
bei Fliegl nicht jeden Tag vom Band. Das Besondere: Die beiden Trommelbremsachsen des
SZS 310 T werden hydraulisch zwangsgelenkt, ein Geber am Königszapfen bzw. der Sattelplatte
greift dazu die Lenkbewegung ab und steuert elektronisch die Lenkhydraulik.
F
ür besonders enge Kurven und bis zu
einer Geschwindigkeit von 25 km/h
kann eine Nachlenkfunktion über eine
Funkfernbedienung aktiviert werden.
Ebenfalls ganz komfortabel per Funkfernbedienung
lassen sich die verzinkten
Auffahrrampen heben, senken und seitlich
verschieben. Aufgrund ihrer Länge von
3,6 m sind die Rampen zweiteilig ausgeführt,
mit automatischer Seilzugstreckung.
Dank 24-t-Stützwinde kann der Trailer
auch beladen abgestellt werden. In dem
Zusammenhang zahlt sich das eigene
Elektrohydraulikaggregat aus, das neben
der Fahrzeugelektrik auch von zwei
Batterien im Trailer mit Strom versorgt
wird: So können die beiden Heckstützen
hydraulisch ein- und ausgefahren werden,
selbst wenn gerade kein Zugfahrzeug vor
Ort ist. Das Elektrohydraulikaggregat
sowie die beiden Batterien befinden sich
jeweils in einem Staukasten aus rostfreiem
Edelstahl; ein weiterer Edelstahlkasten
dient als reguläres Staufach.
In die Überfahrschräge zum Schwanenhals
ist ein zusätzliches Staufach eingelassen;
in der Schräge verbirgt sich zudem
eine Aussparung für einen Arbeitsscheinwerfer.
Der ist dort ebenso gut geschützt
wie die in den Rahmen integrierten
Seitenbegrenzungsleuchten. Vier weitere
Arbeitsscheinwerfer, zwei am Heck, zwei
seitlich vor den Achsen, sorgen für Licht
und Sicherheit.
Für einen optimalen Reibbeiwert bei
der Ladungssicherung sorgt der 70 mm
starke Weichholzboden, mit dem sowohl
die Tiefladefläche vor den Achsen als auch
die Heckanschrägung sowie die Rampen
belegt sind. Der 4 m lange Schwanenhals
Die beiden Heckstützen können hydraulisch ein- und ausgefahren werden,
selbst wenn gerade kein Zugfahrzeug vor Ort ist.
ist mit einem Stahl-/Riffelblechbelag
ausgestattet, ebenso der Bereich über den
Radkästen. Der lange Schwanenhals
ermöglicht es zudem, auch 4-Achs-Zugmaschinen
zu verwenden, wie sie in der
bergigen Schweiz und in Österreich öfter
eingesetzt werden – dorthin wird der
Trailer geliefert.
Um trotz einer Gesamtlänge von
11.400 mm eine 7.120 mm lange Tiefladeplattform
zu erreichen, wurde die Heckanschrägung
extra kurz ausgeführt.
Der Achsabstand wurde hingegen auf
1.810 mm verlängert. Dadurch ergibt sich
für die Achsgruppe eine zulässige Achslast
von 20 t – damit eignet sich der Tieflader
auch für größere Kettenbagger.
Damit diese sicher zur nächsten
Baustelle gelangen, bietet der SZS 310 T
jede Menge Zurrpunkte zur Ladungssicherung:
4 Ringzurrösen mit je 5 t Zugkraft
befinden sich auf dem Schwanenhals;
hinzu kommen 18 Zurrpilze mit je 10 t
Zugkraft oben seitlich im Außenrahmen,
davon 4 auf dem Schwanenhals und 14 auf
der Tiefladefläche. Weitere 14 Ringzurrösen
sind anstelle der üblichen Rungentaschen
in den Außenrahmen eingelassen.
Im Boden der Heckanschrägung befindet
sich ein zusätzliches Paar Klappzurrösen
mit 10 t Zugkraft. Beim SZS 310 T
übernimmt das Wabco SmartBoard die
Achslastanzeige und liefert zudem weitere
System- und Diagnosemeldungen. Der
Rahmen wurde aufwendig flammspritzverzinkt,
Lohn der Mühe sind 20 Jahre
Gewährleistung gegen Durchrostung.
www.fliegl.com | www.fliegl-fahrzeugbau.de
88 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
SERVICE
KURZURLAUB VON DER BAUSTELLE
Der Sommer wird (hoch)königlich
Am Fuße des Hochkönigs – da, wo sich Sommer wie Winter die Bergfexe
der Welt zum fröhlichen Aktivsein treffen – steht ein Hotel, das den
alljährlichen Urlaub in vielerlei Hinsicht perfekt macht.
D
ie Suche nach dem Sommerglück
beginnt für viele ganz unspektakulär.
In der Regel möchte man einfach mal
wieder dem Alltag, dem Job, der Stadt
entkommen und in die almwiesengrüne,
stille Natur eintauchen. So bucht man den
Urlaub im verträumten Salzburger Land,
wo die Bergwelt herrlich unberührt ist.
Schnell merkt man, dass die allgemeine
Mangelware Zeit hier intensiv genutzt
werden möchte: Mit der Hochkönig Card,
die einem bei der Ankunft im Drei Sterne
Superior Hotel Niederreiter überreicht
wird, kann man nämlich viel erleben. Die
einen tun das auf dem 250-km-stolzen
Wandernetz der Region, denn der Bus, der
einen an den Ausgangspunkt bringt, ist
schließlich inkludiert. Die anderen machen
die umliegende Bergwelt auf zwei Rädern
unsicher – auch dazu ebnet die Card den
Weg, lässt sie einen doch ganz uneingeschränkt
und kostenlos die Seilbahnen der
Region nutzen. Je nach Lust und Laune
können Wanderer und Radler auch an den
wöchentlich stattfindenden geführten
Touren teilnehmen. Danach zur Abkühlung
noch eben in eins der örtlichen
Schwimmbäder gehüpft? Auch kein
Problem – und dank der Card ebenso
kostenlos.
Was außerdem ganz selbstverständlich
zum Urlaub in Maria Alm gehört, ist die
Kulinarik. Im Falle Niederreiter: das
typisch-österreichische Menü, das abends
begleitet von einem stimmigen Tropfen im
Hotelrestaurant serviert wird. Aber auch
die in unwiderstehliche Schokoladenglasur
oder knusprigen Blätterteig gehüllte
Mehlspeise, die nach dem Aktivsein in die
hauseigene Konditorei lockt.
Für weitere Informationen steht das
Team des Drei Sterne Superior Hotel
Gasthof Niederreiter in Maria Alm unter
info@niederreiter.com gerne zur Verfügung.
www.niederreiter.com
Zum sommerlichen Glücksgefühl à la Maria
Alm gehört auch der emotionale Höhenflug, der
einen überkommt, wenn man auf einem Gipfel steht,
mit dem man schon vom Zimmerbalkon aus
geliebäugelt hat.
BAUBLATT.ÖSTERREICH APRIL 2021
89
SERVICE
BÜCHER
CONTROLLING FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE
Linde Verlag; 800 Seiten; 4. Auflage 2021
ISBN: 9783714303209; 68,00 Euro
Führungskräften des mittleren und des Top-
Managements, die keine klassische Controlling-
Ausbildung absolviert haben, jedoch aufgrund
von Karriereschritten zunehmend mit Kostenund
Finanzinformationen konfrontiert werden,
ermöglicht dieses Buch einen breiten und
zugleich tiefgehenden Einblick in das Fachgebiet.
Der Schwerpunkt liegt dabei auf den praxisrelevanten
Aspekten wie z.B. dem Kostenmanagement.
Das modulare Lehrkonzept mit zahlreichen
Beispielen und Fallstudien erleichtert das
autodidaktische Aneignen der Inhalte und
ermöglicht es, ein generalistisches Gesamtverständnis
von diesem Themenfeld zu entwickeln.
Die vierte Auflage beinhaltet eine grundlegende
Überarbeitung im Bereich des Kostenmanagements sowie zahlreiche
Aktualisierungen, Ergänzungen bzw. Erweiterungen, wie beispielsweise einen
Abschnitt zu den zentralen Auswirkungen der Digitalisierung auf das
Controlling.
www.lindeverlag.at
HOLISTISCHES CHANCEN-RISIKEN-
MANAGEMENT VON GROSSPROJEKTEN
Konrad Bergmeister; 258 Seiten; 58 Abbildungen
ISBN: 978-3-433-03330-2; 39,90 Euro
Gerade bei großen Bauprojekten verursacht das Eintreten von nicht erwarteten,
extremen Ereignissen wie Naturgefahren, der Einsturz einer Brücke
oder der Brand in einem Tunnel oft eine auch öffentlich wahrgenommene
Schockwirkung. Aber auch die Überschreitung von Kosten und Bauzeiten,
bedingt durch unbekannte Risiken, verursachen Ängste und Schuldzuweisungen.
Das Buch zeigt einen möglichen Weg auf, wie solchen unbekannten
Risiken aber auch Chancen begegnet werden kann. Basierend auf wissen-
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schaftlichen Grundlagen und
umfangreichen praktischen
Erfahrungen wird ein strukturiertes
holistisches Chancen-
Risiken-Management für
Großprojekte erläutert. Auch auf
die Corona-Thematik wird aus
Sicht des Chancen-Risiken-Managements
eingegangen.
Autor Konrad Bergmeister ist
Leiter des Instituts für Konstruktiver
Ingenieurbau der Universität
für Bodenkultur Wien. Er ist
Herausgeber des Beton-Kalender
und der Fachzeitschrift Beton- und Stahlbau. Bis 2019 war er
verantwortlich für Planung und Bau des Brenner Basistunnels,
davor Chefingenieur der Brennerautobahn. Jetzt arbeitet er wieder
als Baukulturingenieur, wo das Büro Bergmeister mit Kompetenzen
in allen klassischen Ingenieurdisziplinen in Brixen, München, Wien
und Zürich tätig ist.
www.ernst-und-sohn.de
BAURECHTSGESETZ
Buch gebunden; 272 Seiten; 1. Auflage 2021
ISBN: 9783707343366; 58,00 Euro
Zivilrechtlich teilen Bauwerke grundsätzlich das rechtliche
Schicksal der Liegenschaft, auf der sie sich befinden. Als relevante
Ausnahme von diesem Grundsatz kennt das österreichische
Zivilrecht das Baurecht nach dem
BauRG 1912. Durch die Einräumung
eines Baurechts kann ein
fremdes Grundstück bebaut
werden. Der wesentliche Vorteil
eines solchen Baurechts: Die
Errichtung eines Gebäudes wird
ermöglicht, ohne dass dafür ein
Grundstück erworben werden
muss. Aufgrund der stark
gestiegenen Grundstückspreise
erfreut sich das Baurecht
demnach auch immer größerer
Beliebtheit.
Mit diesem Kommentar zum
Baurechtsgesetz liegt eine umfassende, aktuelle und übersichtliche
Kommentierung des BauRG 1912 unter Berücksichtigung der
jüngsten Entwicklungen – insbesondere von Literatur und
Rechtsprechung – vor. Renommierte Experten aus den verschiedenen
steuer- und rechtsberatenden Berufen behandeln ausführlich
die ertrag-, umsatz- und grunderwerbsteuerlichen Auswirkungen
sowie die bilanziellen Konsequenzen. Dem Rechtsanwender
wird dabei eine klar gegliederte Darstellung der zivilrechtlichen
Rechtsgrundlagen gegeben, welche als praktisches Nachschlagewerk
und Handbuch dient. Ergänzt wird das Werk durch einen
Mustervertrag samt Erläuterungen. Der Beratungspraxis steht
damit ein perfekt auf ihre Bedürfnisse ausgerichteter, profunder
Kommentar zur Verfügung.
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90 APRIL 2021 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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