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Die Weinstraße - September 2025

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SEPTEMBER 2025 | JAHRGANG 22 – NR. 9

MONATSZEITSCHRIFT | ENTHÄLT I.P.

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Agriphotovoltaik

Vielversprechendes Zukunftsmodell

oder nur ein kostspieliges Experiment?

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www.dieweinstrasse.bz

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EINRICHTEN

S. 46

Frau im Fokus

Von der Spielwelt bis zum Comedicus:

Eva Marinis bunte Vielseitgkeit

S. 30

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AUER: Handlung Holzknecht Hermann Franzelin, Hauptplatz 31

NEUMARKT: Tabaktrafik Petra, Lauben 1

LIEBE LESERINNEN UND LESER,

Agri – was? Agriphotovoltaik – seitdem das Land grünes Licht

für Anlagen auf landwirtschaftlichen Flächen gegeben hat, geistert

dieser Begriff durch alle Kanäle. Und doch weiß kaum jemand,

was genau dahintersteckt. Auch die verkürzte Form „Agrivoltaik“

macht das Wortungetüm nicht unbedingt besser. Viele Fragen,

wenige Antworten.

Antworten werden sich so schnell nicht finden lassen: Das Pilotprojekt

der Laimburg in Auer befindet sich noch in einer frühen

Entwicklungsphase und liefert derzeit keine aussagekräftigen Ergebnisse.

Worauf also soll ein Bauer zurückgreifen, wenn er überlegt,

seine Obstwiese mit Photovoltaikpaneelen auszustatten? Sind die

Kosten tatsächlich abschätzbar – und wird sich eine solche Anlage

jemals rechnen? Oder ist sie womöglich bereits veraltet, sobald sich

die Investitionskosten amortisiert haben?

Eines scheint immerhin klar: Sollte die Agrivoltaik in Südtirol

Realität werden, dann vor allem im Unterland und im Etschtal

– also in unserem Bezirk. Hier liegen nämlich die Voraussetzungen

vor, die das Land für derartige Anlagen festgelegt hat. Nach den

Hagelnetzen nun also auch Photovoltaik über den Apfelbäumen?

Und was sagt der Landschaftsschutz? Der Umwelt- und Naturschutz,

der bei erneuerbaren Energien eigentlich jubeln müsste,

bleibt bislang verhalten. Insgesamt also doch noch eine recht instabile

Angelegenheit – oder im Sinne der Agrivoltaik wackelige Paneele.

Ihre Astrid Kircher

astrid.kircher@dieweinstrasse.bz

Die Pioniere

des Fernsehens | S. 24

Wie die

Zeit vergeht | S. 38

Alte Gemäuer:

Castelfeder | S. 45

Quelle: Audiovision Lechthaler

Quelle: Fotoarchiv Oskar Frei

Quelle: Wikipedia/manfredK

3 // DIEWEINSTRASSE.BZ


Ausstellung

von Sara Di Nasso

„impastare“

KALTERER WEINTAGE

Sara Di Nasso präsentiert dem Publikum eine Reihe von

Arbeiten, die eine bestimmte Vorstellung gemeinsam haben:

jene eines reichhaltig gedeckten Tisches. Dieses Bild wird

anhand verschiedener Techniken interpretiert, und zwar

mittels einer Praxis, die auf Konzentration, Geduld und dem

Dialog mit der materiellen Welt beruht.

Ihre Arbeiten entspringen

nicht nur dem

Bedürfnis, diesem geistigen

Bild seinen materiellen

Gegenpart zu

geben – sie strebt vielmehr

danach, mit der

Materie in Beziehung

zu treten. Die Auswahl

der Materialien erfolgt

instinktiv, geleitet von

einer spontanen, aber

keineswegs willkürlichen

Affinität. So setzt

sich die Künstlerin bewusst

mit den Eigenheiten

von Papier, Wolle

und Baumwollstoff

auseinander. Es folgt

eine intensive Phase

des Experimentierens,

in der sie verschiedene Verfahren erprobt – Monotypie,

Ölmalerei, Filzen – und die Reaktionen der Materialien aufmerksam

beobachtet. Diese Auffassung prägt den sensiblen,

interaktiven Umgang, den sie mit ihren Materialien pflegt.

Empirisch geleitet reagiert die Künstlerin auf unerwartete

Resultate: manchmal folgt sie den technischen „Regeln“,

manchmal durchbricht sie sie bewusst. Es ist ein langsamer,

geduldiger Arbeitsprozess, der vom Wunsch getragen ist, die

Materie zu verstehen und mit ihr eine echte, intime Beziehung

aufzubauen.

Somit ist jedes Werk mehr als bloß die Umsetzung eines

Bildes – es ist ein Dialog mit dem Material: ein suchender,

vermittelnder Weg zwischen der im Kopf entstehenden Vorstellung

und dem, was die Dinge in ihrer stofflichen Eigenheit

tatsächlich zulassen.

Die Ausstellung ist vom 30. August bis 13. September 2025

von Dienstag bis Samstag 10 bis 12 und 14 bis 16 Uhr geöffnet

(Kunstforum Unterland - Galerie der Bezirksgemeinschaft

Überetsch-Unterland - Lauben 26 – Neumarkt).

ˆ

Über 150 Weine stehen bei den Kalterer Weintagen zwei Abende

lang zur Verkostung bereit

Quelle: wein.kaltern_TV Kaltern am See_Manfred Pernthaler

PR Wenn sich im goldenen Anfang des Septembers der Marktplatz

von Kaltern in eine Bühne des Weingenusses verwandelt,

wird er zum Ort, an dem Weinkultur und Gemeinschaftsfreude

zusammengeführt werden. Organisiert vom Komitee Kalterer

Weintage werden an den Abenden des 4. und 5. Septembers, jeweils

von 18 bis 23 Uhr, die Kalterer Weinproduzent*innen ihre edelsten

Weiß-, Rosé- und Rotweine zur Verkostung anbieten – über 150

Tropfen, die in geselliger Runde probiert werden dürfen. Bei sanftem

Abendlicht wird der historische Dorfplatz zum Treffpunkt, an

dem Geschmack und Geschichten verschmelzen. Winzer*innen

und Kellermeister*innen und Weinfachleute erzählen, informieren

und diskutieren – während Gläser angestoßen werden, Geschmacksknospen

gefordert sind und Lachen erklingt. Die Vielfalt

der präsentierten Weine spiegelt die Fülle der Landschaft wider:

vom frischen, mineralischen Weißwein über den eleganten Rosé

bis hin zum fruchtigen Kalterersee und charaktervollen Lagrein.

Jede Sorte erzählt ihre eigene Geschichte – vom Rebstock bis ins

Glas, von der Arbeit im Weinberg bis zum feierlichen Einschenken.

Kulinarisch sorgen die Kalterer Bäuerinnen und die Konditorei

Alex für authentischen Genuss und feine Kreationen.

Weitere Informationen: www.wein.kaltern.com/weintage und

Instagram @wein.kaltern. Der Eintritt zur Verkostung beträgt

25 Euro, Kulinarik separat.

kalterer

weintage

Ein ganzes Dorf wird verkostet.

4. und 5. September 2025 ab 18 Uhr

am Marktplatz in Kaltern

“Kalterer Weintage”

Appuntamento enologico

nel centro di Caldaro

4 e 5 settembre 2025 dalle ore 18

Piazza Principale di Caldaro

4 // SEPTEMBER 2025


Gleiche Chancen

auf dem Platz und

im Leben

20 Mädchen rennen über den Rasen in Gröden. Die Haare

sportlich zusammengebunden, alle zwischen sieben und acht

Jahre alt. Giuana schaut noch kurz in der Umkleide vorbei, bevor

sie sich zu ihnen auf das Spielfeld begibt. Heute stehen Dribbling

und Pässe auf dem Trainingsplan. Die Mädchenmannschaft aus

Gröden wird in diesem Jahr zum ersten Mal gegen andere Teams

antreten. Da es in Südtirol nur wenige Mädchenteams gibt, werden

die jungen Spielerinnen der U8 des FC Gröden ausschließlich

gegen Jungsmannschaften spielen.

Giuana, 33 Jahre alt, stammt aus Gröden und ist seit ihrem achten

Lebensjahr begeisterte Fußballspielerin. Die Liebe zum Fußball hat

sie nach den Anfängen beim FC Vahrn, FC Südtirol

über einen Abstecher beim FC Bayern München

bis in die USA gebracht. Nach ihrem Sportstudium

in Innsbruck wurde sie Fußballtrainerin in ihrem

Heimattal. Doch ihr Weg als Trainerin war nicht

immer einfach. „Am Anfang waren schon einige

skeptisch“ erzählt sie. An eine Szene kann sie sich

noch sehr gut erinnern. Im ersten Jahr trainierte

sie die jüngste Bubenmannschaft. „Gleich beim

ersten Spiel haben wir haushoch gegen die andere

Mannschaft 16:0 verloren. Einige der Väter

haben das nicht sonderlich gut verdaut“. Was sie dann von einigen

hörte, war wenig unterstützend: „Warum muss ausgerechnet eine

Frau meinen Sohn trainieren?“ oder „Was kann man schon von

einer weiblichen Trainerin erwarten?“ Bald schon änderte sich

die Wahrnehmung. Die anfängliche Skepsis legte sich, als deutlich

wurde, dass ihr Training dem ihrer männlichen Kollegen in nichts

nachstand. Giuana betreute das Team anschließend fünf Jahre lang

erfolgreich als Trainerin.

RESPEKT BEGINNT IM TÄGLICHEN MITEINANDER

Für Giuana beginnt Respekt im täglichen Miteinander. Einen

wertschätzenden Umgang im Team zu fördern, zählt für sie zu

den zentralen Aufgaben einer Trainerin oder eines Trainers. „Bei

RESPEKT BEDEUTET FÜR

MICH, DASS JEDER UND

JEDE SO AKZEPTIERT WIRD,

WIE ER ODER SIE IST.

mir bekommen alle die gleichen Möglichkeiten, ihr Können unter

Beweis zu stellen. Bei Spielen bedeutet dies, dass jedes Teammitglied

gleich lange spielen darf “. Manchmal geschieht es aber auch, dass

nach einem verlorenen Spiel eine Mitspielerin oder Mitspieler

alleinig für die Niederlage verantwortlich gemacht wird. „Das

hat für mich absolut keinen Platz“, stellt Giuana klar. „Bei solchen

Vorfällen hole ich das ganze Team zusammen und wir klären das

gemeinsam. Denn eine Mannschaft funktioniert nur als Ganzes,

da bringen solche Schuldzuweisungen gar nichts.“

Gleiche Chancen für Frauen und Männer in

derselben Sportart haben für Giuana einen hohen

Stellenwert. „Im Allgemeinen muss ich sagen, dass

Frauen immer deutlich mehr leisten müssen, um

zu überzeugen“, erzählt Giuana. „Besonders in

männerdominierten Bereichen wie dem Fußball

ist das nochmal mehr ausgeprägt.“ Das würde auch

die Zuteilung der Mannschaften unter den Trainern

verdeutlichen. „Oft wird das Mädchenteam

dem Trainer überlassen, der sonst keine andere

Mannschaft bekommen hat,“ schildert Giuana. Aber wie sollen

Mädchen unter solchen Bedingungen die gleichen Chancen auf

Erfolg haben? „Im Kleinen setze ich mich dafür ein, dass Mädchen

genauso Fußballspielen können und akzeptiert werden wie Jungs.

Respekt bedeutet für mich, dass jeder und jede so akzeptiert wird, wie

er oder sie ist. Dazu gehört auch die Begeisterung für verschiedene

Sportarten – ohne diese als männlich oder weiblich abzustempeln“.

Erst wenn alle gleichbehandelt werden und die gleichen Chancen

erhalten, könne laut Giuana ein respektvolles Umfeld entstehen.

Dieser Beitrag entstand im Rahmen der Initiative #RESPECT

des Landes Südtirol. Weitere Infos und Möglichkeiten sich daran

zu beteiligen sind auf https://respect.provinz.bz.it zu finden.

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5 // DIEWEINSTRASSE.BZ


DORFGESCHEHEN

ALDEIN: FRAUENTHEMEN IM FOKUS

BAUMSCHULE

des Nischler Georg & Co.

MP Nach der erfolgreichen Initiative „achtsamer,

einfacher, weniger“ mit Fokus auf die

17 UN-Nachhaltigkeitsziele starten der Bildungsausschuss

und die Bibliothek zusammen

mit den Vereinen von Aldein in diesem Herbst

erneut mit einem gemeinsamen Thema in das

Bildungsjahr. Unter dem Motto „Frau im Mittelpunkt“

organisieren die Projektträger in den

nächsten Monaten verschiedene Veranstaltungen

vor allem – aber nicht nur – für Mädchen

und Frauen. Die Themen sind dabei so vielfältig,

wie die Frauen, die damit angesprochen werden

sollen: Finanzen und Rente, Sicherheit und

Gewalt, Kochen und Auszeit sind nur einige

der Inhalte, die interessierte junge und ältere

Frauen bis zum Frühling begleiten werden.

Den Auftakt der Veranstaltungsreihe bildet eine

Nachtwallfahrt der Katholischen Frauenbewegung

nach Maria Weißenstein am 12. September.

Am 8. Oktober stellen Sicherheitsexperte

Marco Buraschi und Autorin Maria Pichler den

Ratgeber „Keine leichte Beute vor“: Darin verrät

der Gründer und Inhaber von STS-Security

seine Tipps und Tricks für mehr Sicherheit im

Alltag zuhause und unterwegs, auf Reisen und

für Kinder und Jugendliche. Für November

sind ein Workshop zum Thema „Weibliche Sexualität“

mit Sexologin Juliane Zelger und das

traditionelle Vorspeisenessen der KFB und der

Bäuerinnen von Aldein geplant.

ˆ

Aldein stellt im neuen Bildungsjahr die Frauen

und ihre Themen in den Mittelpunkt

Quelle: Bildungsausschuss Aldein/Lisa Mitterer

Ihr Ansprechpartner

Kieser Werner

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SÜDTIROL

LAAG/NEUMARKT: DIE HELFENDE HAND

IN DEINER NACHBARSCHAFT

DM „Nachbarschaftshilfe“ ist ein Projekt,

das sich hören und sehen lassen kann. Vor

einigen Jahren wurde bei der Zukunftswerkstatt

in Laag von einer Gruppe von Personen der

Vorschlag gemacht, ein soziales Netz zu schaffen,

um zu helfen, wenn Hilfe benötigt wird.

Der Bildungsausschuss Laag hat die Entstehung

begleitet. Es wurden Freiwillige gesucht, die sich

für sämtliche Tätigkeiten zur Verfügung stellen.

Aktuell sind es 15 Personen, erklärt Helga

Girardi, Vorsitzende des Bildungsausschusses.

Anlässlich des Lorenzikirchtags am 10. August

wurde das Vorhaben vorgestellt. Die eigens

hierfür eingerichtete Telefonnummer ist ab 1.

September von Montag bis Freitag von 8 bis 20

Uhr aktiv. Jeder kann seine Belange deponieren.

Über eine WhatsApp-Gruppe stimmen sich

die Freiwilligen ab, wer was übernimmt. Die

Tätigkeiten können unterschiedlicher nicht

sein: vom Gartengießen während eines Urlaubs,

ˆ

Ein Lächeln und eine helfende Hand – das ist das

Herz der Nachbarschaft

Quelle: Veranstalter

Einkaufen oder Unterstützung beim Füttern

von Tieren, der Grabpflege, technische Unterstützung,

Behördengänge und vieles mehr.

Der Dienst richtet sich an alle, die im Ort kein

soziales Netz in der Familie oder im Dorf keine

Kontakte haben. Dadurch soll Laag wieder

zusammenwachsen, so wie es früher war.

6 // SEPTEMBER 2025


Quelle: Katrin Überbacher

Auf zur Futurum!

DIE 10. SÜDTIROLER BILDUNGSMESSE FUTURUM FINDET VOM 18. BIS 20. SEPTEMBER IN DER MESSE BOZEN

STATT UND BIETET GEMEINSAM MIT DEN LANDESMEISTERSCHAFTEN DER BERUFE EIN ABWECHSLUNGSREICHES

PROGRAMM FÜR JUGENDLICHE UND DEREN ELTERN.

Südtirol – Die Futurum 2025 informiert aktuell und umfassend

zu den Bildungs- und Berufswegen und erleichtert Jugendlichen

und deren Eltern die Entscheidung bei der Wahl der Ausbildung.

Zeitgleich findet die Landesmeisterschaft der Berufe WorldSkills

South Tyrol, Italy statt, bei der junge Talente aus unterschiedlichen

Berufsgruppen in spannenden Wettbewerben gegeneinander antreten.

Die Wettkämpfe gelten als offizielle Vorausscheidung für die

Teilnahme an der nächsten Berufsweltmeisterschaft in Shanghai im

September 2026. Damit ist für Spannung gesorgt! Der Eintritt ist frei.

Naturwissenschaften und Technik gibt. Darüber hinaus bietet das

Amt für Ausbildungs- und Berufsberatung individuelle Beratung

und Informationen.

WorldSkills South Tyrol, Italy – www.worldskills.it

Tel. 0471 945 777, worldskills@handelskammer.bz.it

FÜR JEDE:N WAS DABEI

Die Bildungsmesse, die vom 18. bis 20. September von 8:30 bis

16:30 Uhr in der Messe Bozen über die Bühne geht, richtet sich

im Besonderen an junge Menschen und deren Eltern. Jugendliche

der Mittelschule können sich direkt am Stand der Schulen darüber

informieren, welche deutsch-, italienisch- und ladinischsprachigen

Schulen und Ausbildungswege es nach dem erfolgreichen Mittelschulabschluss

gibt. Oberschülerinnen und Oberschüler werden

an den Ständen der Unis und Fachhochschulen aus Südtirol, dem

Trentino und Norditalien sowie der meistgewählten Studienorte

im Ausland wie etwa Innsbruck, Wien, Salzburg, Graz und München

beraten. Die Studieninformation Südtirol ist ebenfalls vor

Ort und berät unter anderem zur Anerkennung der Studientitel.

Auch Erwachsene, die Interesse an einer Weiterbildung oder

Neuorientierung haben, sind bei der Futurum 2025 genau richtig.

„MEET THE COMPANIES“

Betriebe bekommen am 19. September beim „Meet the companies“

die Gelegenheit, sich Jugendlichen zu präsentieren und

mit ihnen in Kontakt zu kommen. Die Initiative des WIFO der

Handelskammer Bozen sieht vor, dass die Jugendlichen in kleine

Gruppen aufgeteilt werden, um Vertreter:innen von Unternehmen

zu ihren Tätigkeiten, Berufen und Kompetenzen zu befragen.

Weiteres Highlight der Futurum ist der MINT Stand, bei dem es

Wissenswertes rund um die Bereiche Mathematik, Informatik,

7 // DIEWEINSTRASSE.BZ


DORFGESCHEHEN

TRUDEN: KULTURSOMMER

MIT MUSIKALISCHEN HÖHEPUNKTEN

BF Dass Truden ein Künstlerdorf ist, ist längst kein Geheimnis

mehr. Über die Grenzen hinaus feiern die kreativen Köpfe des

kleinen Bergdorfs Erfolge, die sich sehen lassen können. Die

Künstler weilen aber nicht nur fern der Heimat, sondern finden

immer wieder an ihren Ursprungsort zurück.

Federführend ist dabei oft der Bildungsausschuss von Truden,

der gezielt und ganz bewusst auf die bekannten Köpfe aus der

eigenen Gemeinde setzt. So fanden im Sommer neben zahlreichen

traditionellen Veranstaltungen und Musikkonzerten

auch Konzerte mit klassischer und nicht zuletzt mit Brassmusik

statt. Zwischen den beiden letztgenannten Musikgenres besteht

in Truden eine Verbindung: Das Geschwisterpaar Sibylle und

Hansi Finatzer hat sich seit Jahren der jeweiligen Musikgattung

verschrieben. Sibylle ist Teil des Damenorchesters „La Valse“,

bestehend aus sechs Frauen, die sich vor allem Melodien von

Johann Strauß und von anderen Komponisten im alten Wien

verschrieben haben. Das Orchester ist in dieser Form in Südtirol

einzigartig. Ihr Bruder Hansi ist in erster Linie Musikpädagoge,

ist vor allem aber auch als Komponist und Kapellmeister bekannt

und wirkt in mehreren Orchestern und Ensembles mit.

Mit der „Cinquino Brass Band“ begeisterte er das Publikum

in Truden, seine Schwester Sibylle und ihr Damenorchester

ˆ

„La Valse“ begeisterte das Publikum mit sanften Melodien

Quelle: Gemeinde Truden

führten in die Welt der leichtfüßigen, anmutigen Melodien

der klassischen Musik.

Diese Konzerte waren ein erster Akzent der bereits in Planung

stehenden Veranstaltung „Trudner Kunst- & Kultursommer“,

die im Sommer 2026 zum ersten Mal stattfinden soll. Der Bildungsausschuss

von Truden will mit dieser Veranstaltungsreihe

einen weiteren Meilenstein in der Geschichte des Künstlerdorfs

setzen.

Workplus – Partner am Werk

Workplus GmbH

Innsbrucker Str. 25, Bozen

Tel. 0471 139 0520

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Zehn Südtiroler Handwerksbetriebe, ein Unternehmen für

Ihr schlüsselfertiges Bauprojekt. Bauprojekte bedeuten für viele

Bauherrinnen und Bauherren einen hohen organisatorischen

Aufwand. Unterschiedliche Gewerke müssen koordiniert, Termine

abgestimmt und Budgets im Blick behalten werden. Wir

von Workplus reduzieren diese Komplexität deutlich. Mit mehreren

eigenständigen Südtiroler Handwerksbetrieben arbeiten wir

als eingespieltes Team zusammen und realisieren Bauvorhaben

schlüsselfertig – vom Keller bis zum Dach.

Workplus bietet klare Vorteile:

• Ein zentraler Ansprechpartner während des gesamten Projekts

• Reibungslose Abläufe durch die koordinierte und langjährige

Zusammenarbeit aller beteiligten Gewerke

• Planungssicherheit dank eines einzigen Angebots, einer Gesamtabrechnung

und fixierter Termine

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verankerte Handwerksbetriebe

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und Modernisierungen von privaten und gewerblichen

Objekten. Bauherren und Bauherrinnen können das umfassende

Gesamtpaket nutzen oder gezielt nur die benötigten Gewerke

beauftragen.

8 // SEPTEMBER 2025


DORFGESCHEHEN

PFATTEN: DAS GROSSE FINALE

DER KIDSACADEMY

EX Wenn die KidsAcademy in

Laimburg-Pfatten die Blumen, Zweige

und Naturmaterialien auspackt,

verwandelt sich die Fachschule Laimburg

in ein buntes Kreativatelier voller

Fantasie, Teamgeist und fröhlicher

Gesichter. Unter dem Motto „Blütenzauber

und Gartenpracht“ tauchten

die Kinder in die faszinierende Welt

der Floristik und Gartengestaltung

ein. Mit leuchtenden Augen banden

sie kreative Kränze, arrangierten farbenfrohe

Blumengestecke und setzten

kleine Gartenprojekte um. Jeder

ˆ

Mit der Projektwoche in Laimburg-Pfatten geht die KidsAcademy 2025 zu Ende. Die Vorfreude auf die

Neuauflage im kommenden Jahr ist bereits jetzt riesig!

Quelle: LVH

Griff wurde ausprobiert, verbessert und mit Stolz präsentiert – und

wo etwas nicht auf Anhieb gelang, halfen gegenseitige Tipps, ein

herzliches Lachen und eine große Portion Einfallsreichtum. Die

Atmosphäre glich einer Mischung aus blühender Gartenwerkstatt

und fröhlichem Ferienprojekt. Schritt für Schritt entstanden kleine

Meisterwerke, die nicht nur optisch überzeugten, sondern auch

die Freude am kreativen Handwerk vermittelten.

Die KidsAcademy ist ein Sommerprojekt des Wirtschaftsverbands

Handwerk und Dienstleister und bringt Kinder zwischen

sechs und zehn Jahren spielerisch mit Handwerksberufen in Kontakt.

Ein besonderer Dank gilt den lvh-Funktionärinnen und -Funktionären,

den Expertinnen und Experten, den Betreuerinnen und

Betreuern vor Ort. Das Projekt wird gefördert von der Familienagentur

der Autonomen Provinz Bozen und unterstützt von

der Bilateralen Körperschaft für das Handwerk, Sanikal Bath &

Technology, sowie weiteren Sponsoren und Partnern.

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9 // DIEWEINSTRASSE.BZ


DORFGESCHEHEN

KALTERN: SPORT- UND BEWEGUNGSWOCHE FÜR BESONDERE KINDER UND JUGENDLICHE

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AA Gemeinsam spielen und lachen, sich gemeinsam

bewegen – das ist das Ziel der vielseitigen

Sport- und Bewegungswoche für besondere

Kinder und Jugendliche. Zwei Wochen dürfen

die Kinder und Jugendlichen gemeinsam mit

dem Betreuerteam in die Welt des Sports eintauchen.

Organisiert wird das Angebot von

der Sektion Triathlon im Kalterer Sportverein

KSV. Es stellt damit eine ganz wertvolle Ergänzung

des bereits bestehenden, breitgefächerten

Sportprogramms in den Sommerferien in

Kaltern dar. Der Kalterer Sportverein und vor

allem die Sektion Triathlon ist hier südtirolweit

Vorreiter und stellt die soziale Komponente im

Sport in den Mittelpunkt. Der Teamgedanke

wird hier Tag für Tag gelebt und damit ein ganz

besonderer Wert vermittelt. Die Kinder und

Jugendlichen hatten sichtlich großen Spaß bei

den verschiedensten Übungen und Spielen. Mit

großem Einsatz und Eifer waren sie dabei und

stellten sich den Herausforderungen.

Betreut wurden die Kinder von den Trainern

ˆ

Die Kinder und Jugendlichen mit dem

Betreuerteam

Quelle: KSV – Sektion Triathlon

Manuela Giuliani und Josef Trebo sowie den

Betreuern Silvy Winkler, Selina und Melanie

Ramoser und Daniel Brunato. KSV-Präsident

Werner Maier war selbst einer der Initiatoren

dieses Projekts und die Initiative findet vollste

Unterstützung von Seiten des Gesamtsportvereins.

LANA: KURZE (EINKAUFS-)WEGE MIT DEM RAD

CK Noch bis zum 15. September läuft in Lana

die Aktion „Lana radelt zum Einkaufen“. Der

Wettbewerb ist Teil des KlimaGemeinde-Programms.

Dieses unterstützt Gemeinden bei der

Erstellung und Umsetzung eines nachhaltigen

Energie- und Umweltmanagements. Die seit

Anfang Mai laufende Aktion richtet sich an

alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde

und soll für nachhaltige Mobilität sensibilisieren.

Denn gerade für die kurzen Wege ist

der Umstieg vom Auto aufs Fahrrad sinnvoll

und nötig: Eine Erhebung, die im Rahmen der

Erarbeitung des Mobilitätsplanes durchgeführt

wurde, zeigt nämlich, dass vieles am Verkehrsaufkommen

in Lana hausgemacht ist und

durch – kurze – Fahrten von einem Ortsteil in

den anderen entsteht. Dem möchte man mit

gezielten Maßnahmen entgegenwirken – und

„Lana radelt zum Einkaufen“ ist eine davon.

Wenn man mit dem Rad zum Einkaufen in

eines der über 40 teilnehmenden Geschäfte

fährt, erhält man dort Punkte, am Ende der

Aktion werden Einkaufsgutscheine unter allen

Teilnehmenden verlost. Die Preisübergabe

findet schließlich bei einem weiteren Radevent

ˆ

Zum Einkauf radeln, Punkte sammeln und mit

Glück gewinnen. Lana fördert die lokale

Radmobilität.

Quelle: Gemeinde Lana

statt: Nämlich am 21. September bei der Radschnitzeljagd,

die heuer bereits zum fünften

Mal organisiert wird.

10 // SEPTEMBER 2025


DORFGESCHEHEN

KURTATSCH: NEUES OUTFIT FÜR DEN BUSBAHNHOF

TRAMIN: „DAUERPATIENT“ APOTHEKE

ˆ

Als letzten Schritt ergänzt Carmen Maria Alber das abstrakt gestaltete

Gemeinschaftswerk mit figurativen Motiven

Quelle: Martin Schweiggl

ˆ

„Auf unbestimmte Zeit geschlossen“ las man ohne jede Ankündigung

Anfang August an der Apothekentür

Quelle: Martin Schweiggl

MS Der Kurtatscher Busbahnhof „Im Feld“ war sichtlich in

die Jahre gekommen: Eine nackte gemauerte Transformatorkabine

flankiert von zwei geräumigen Holzüberdachungen für die

wartenden Fahrgäste beziehungsweise für abgestellte Fahr- und

Motorräder.

Mit finanzieller Unterstützung des Bildungsausschusses organisierte

das Jugendzentrum Westcoast einen von der jungen

Kurtatscher Künstlerin Carmen Maria Alber vorgeschlagenen

Streetart-Workshop zur Verschönerung dieser „Schmuddelecke“.

Mit viel Enthusiasmus und Spaß, bei Musik, Getränken und

Pizza, gingen zwei Dutzend Teilnehmer – von Jugendlichen bis

Senioren, von versierten Freizeitmalern bis zu Menschen, die

erstmals Pinsel oder Spraydose in die Hand nahmen – an den

Wänden der Trafokabine ans gemeinsame Tagwerk. „Die Form

der abstrakten Malerei hat es ermöglicht, dass sich in diesem

gemeinsamen Prozess jede und jeder mit kreativer Lust frei

ausdrücken konnte; ich gebe nur zwischendurch Inputs, erkläre

Maltechniken“, betont Alber. „Die Projektidee: Ein individuell

aber gemeinsam gestaltetes Werk für die Gemeinschaft, im öffentlichen

Raum, sichtbar für alle.“ Zudem wurden noch recycelte

Materialien wie alte Fenster oder Paneele allein oder im Team

bemalt und schmücken jetzt als kleine individuelle Bildergalerie

die kahlen Bretterwände des Wartebereichs.

MS Apotheken sind wichtige Gesundheitseinrichtungen –

die Traminer gleicht eher einem chronischen Patienten: ständig

wechselnde pharmazeutische Leiter – der letzte war nach

nur zwei Wochen Dienst Ende Juli wieder weg. Traminer, die

am Montag, den 4. August ihre Arztverschreibungen einlösen

wollten, fanden nur mehr einen Zettel: „Auf unbestimmte Zeit

geschlossen“. Öffnungszeiten wurden nicht eingehalten, samstags

ist geschlossen, die Eingangstür defekt. An einem Juliwochenende

lag gar der Medikamentennachschub des Apothekenkuriers –

„Kühl und trocken lagern!“ – in der gleißenden Sonne vor dem

Eingang auf der Straße.

„Schon vor einem Jahr habe ich die unzumutbaren Zustände

der Apothekerkammer und Gesundheitsbehörde geschildert“,

sagt Bürgermeister Wolfgang Oberhofer. „Nach den Erfahrungen

mit den Ketten würden wir so wie früher einen selbstständigen

Apotheker bevorzugen.“ Die Landeslizenz für Tramin besaß

nämlich die Aktiengesellschaft „Neo Apothek Italia SpA“, die

2023 von der „Dr. Max Group“, der größten Apothekenkette

Mittel- und Osteuropas mit Sitz in Tschechien, aufgekauft wurde.

Tramin wäre für einen Apotheker ein guter Standort. Allein

für die Ablöse wird jedoch eine unerschwingliche Summe gefordert

– die Räumlichkeiten selbst vermietet die Gemeinde.

Es sei denn, das Land entzieht auf Grund von Missständen die

Lizenz und vergibt die Apotheke neu.

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11 // DIEWEINSTRASSE.BZ


DORFGESCHEHEN

NEUMARKT: EIN DORFPLATZ FÜR DIE VILL

AUER: SOMMERMALTAGE BEGEISTERN HOBBYMALER

ˆ

Der aufgewertete Dorfplatz der Vill

Quelle: Werner Reifner

ˆ

Vielfältig und bunt – hinter jedem Bild steckt viel Leidenschaft

der Hobbymaler

Quelle: Roland Pichler

PF Der zentrale Platz der Neumarkter Fraktion Vill wurde 2025

im Auftrag der Gemeinde neugestaltet: Geplant vom Architekten

Werner Reifner und dem Ingenieurbüro Weiss wurde der Straßenabschnitt

vor der Bar Vaja und dem Brunnen in der Vill zu

einem Dorfplatz aufgewertet. Im Rahmen der Arbeiten wurden

neue Sitzplätze, Pflanzentröge und Buswartehäuschen aufgestellt.

Die Parkplätze vor der Bar Vaja wurden in gleicher Anzahl weiter

nördlich in die Einbuchtung der Bushaltestelle verlegt und damit

der Freiraum vor dem Gasthaus vergrößert. Somit wurde der

Bereich von den parkenden PKWs befreit und das Buswartehäuschen

konnte zentraler aufgestellt werden. Während die Flächen

neben der Straße gepflastert wurden, musste die Straße selbst

als Landesstraße asphaltiert bleiben. Zur optischen Einordnung

wurde der Asphalt aber der Farbe der Pflasterung angepasst. Als

Maßnahme zur Verkehrsberuhigung wurde der Straßenabschnitt

erhöht, eine 30er-Zone soll hier eingerichtet werden.

Im Rahmen der Umbauarbeiten wurden auch alle unterirdischen

Leitungen in diesem Bereich erneuert. Die unterirdischen

Arbeiten konnten schon vor Weihnachten fertig gestellt werden.

Die Vervollständigung der Außenanlagen erfolgte im Frühjahr und

so konnte heuer am 28. Juni der Villner Kirchtag erstmals wieder

im Zentrum der Vill stattfinden, womit der Platz seine inoffizielle

Einweihung feierte. Zur kompletten Vervollständigung des Projekts

fehlen nur noch die Ergänzung von zwei neuen öffentlichen

Straßenlaternen und das Verkehrsschild für die 30er-Zone.

BF Bereits zum 31. Mal fanden unlängst im malerischen

Happacherhof die traditionellen Sommermaltage statt. Jedes

Jahr treffen sich Ende Juli Hobbymaler aus ganz Südtirol, um

ihre Leidenschaft zu leben und sich weiterzubilden. In diesem

Jahr konnten die Organisatoren vier renommierte Künstler aus

dem In- und Ausland mit besonderen Schwerpunkten nach Auer

holen: Marion Pass mit „Acryl trifft Aquarell“, Dunja Scannavini

mit „Abstrakt-Acryl-Außergewöhnlich“, Ruth Oberschmied mit

„Acrylmalerei – gemalt, gespachtelt, geklebt“ und Werner Bösch

mit „Realismus trifft auf Zufall“. Gedanken und Erfahrungen

der Referenten haben die Hobbymaler in ihrem künstlerischen

Entwicklungsprozess unterstützt, die Vielfalt des Programms

wurde mit Neugierde aufgenommen und mit viel Engagement

auch umgesetzt. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: 120

Bilder wurden im Innenhof ausgestellt und konnten auch bestaunt

werden. Wenn eine Veranstaltung über so lange Zeit so

erfolgreich ausgetragen wird, verbergen sich immer Menschen

dahinter, die mit viel Herzblut bei der Sache sind. Die Vorsitzende

der Unterlandler Freizeitmaler Heidi Hafner-Micheletti sprach

deshalb bei der Abschlussveranstaltung ihrem Ausschuss ein

Lob aus und dankte für die Zusammenarbeit. Weiters dankte

sie der Fachoberschule für Landwirtschaft für die Gastfreundschaft,

der Gemeindeverwaltung von Auer sowie den beiden

Raiffeisenkassen Unterland und Salurn für die Unterstützung.

Frühschoppen

ab 11.00 Uhr

Tischreservierung

+39 366 811 3338

Samstag 13.09.25

Sonntag 28.09.25

Samstag 04.10.25

Paulsner BÖhmische

Die Spielerei

Jugendkapelle St. Pauls

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Andreas-Hofer-Str. 30

Neumarkt

Hauptplatz 5

12 // SEPTEMBER 2025


Gemeinsam sicher

und sichtbar unterwegs!

RADLNACHT AM 20. SEPTEMBER 2025 IN LEIFERS

Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr in Brixen kommt

die „Radlnacht“ am Samstag, den 20. September 2025, nach Leifers.

Die Veranstaltung steht ganz im Zeichen nachhaltiger Mobilität und

der Sicherheit auf zwei Rädern – mit einem besonderen Fokus auf

die Sichtbarkeit von Radfahrerinnen und Radfahrern sowie das

rücksichtsvolle Miteinander aller Verkehrsteilnehmer.

Das Programm startet um 15.30 Uhr im Sportzentrum Galizien

mit der feierlichen Eröffnung der neuen Radrennbahn. Ab 16.30

Uhr lädt Steinmannwald zu einem bunten Nachmittagsprogramm

ein: Der Verein Novum 2 betreibt eine kostenlose Radlwerkstatt

für kleine Reparaturen, die Polisportiva Pineta organisiert einen

spannenden Fahrradparcours für Kinder, und das Jugendzentrum

Fly bringt Farbe und Kreativität ins Spiel – mit Malaktionen und

der Wiederbelebung alter, vergessener Fahrräder. Zudem stehen

viele leuchtende Gadgets bereit, um die Fahrräder zu dekorieren,

die Sichtbarkeit zu erhöhen und sich auf die große Abfahrt vorzubereiten.

Um 19.30 Uhr startet die Lichterparade in Steinmannwald und

zieht als leuchtender, fröhlicher Zug durch die Straßen von Leifers.

Musik, Energie und ein funkelndes Lichtermeer machen diese

Parade zu einem besonderen Erlebnis. Direkt im Anschluss, von

20 bis 23 Uhr, verwandelt sich die Kennedystraße in die Bühne

des „Festes der Mobilität“ – mit Livemusik, Unterhaltung und

einem vielfältigen Animationsprogramm, das die ganze Stadt zum

Mitfeiern einlädt.

Doch das Event ist nicht nur ein Fest, sondern auch eine klare

Botschaft: Sicherheit im Straßenverkehr geht uns alle an. Radfahrerinnen

und Radfahrer sind aufgerufen, ihre Fahrräder regelmäßig

zu überprüfen – Bremsen, Reifen, Klingel und vor allem die Beleuchtung.

Wer mit Licht unterwegs ist, schützt sich selbst und wird

von anderen rechtzeitig gesehen. Autofahrerinnen und Autofahrer

wiederum tragen zur Sicherheit bei, indem sie Abstände einhalten,

an Kreuzungen Rücksicht nehmen und ihre Geschwindigkeit an

die Anwesenheit von Fahrrädern anpassen.

Die „Radlnacht“ wird von südtirolmobil in Zusammenarbeit

mit der Gemeinde Leifers organisiert und durch das europäische

Projekt Life Alps finanziert. Informationen zu dieser und

weiteren Initiativen rund um nachhaltige Mobilität sind unter

www.südtirolmobil.info abrufbar.

Samstag

20.09.

Leifers

RADLNACHT

Sportzone Galizien

15:30 Eröffnung der neuen

Radrennbahn

Steinmannwald

16:30 Beginn des Programms

„Radlnacht“

19:30 Start Lichterparade

Leifers, Kennedystraße

20:00 Ankunft der Parade

und Mobilitätsfest

SEI DABEI!

13 // DIEWEINSTRASSE.BZ


DORFGESCHEHEN

DEINE VORMERKUNG

LEICHT GEMACHT!

KURTINIG: HÄKELN MIT HERZ

– AKTION ÜBERTRIFFT ERWARTUNGEN

ˆ

Der Vorrat ist aufgestockt: Melanie Di Tella (Bildmitte) sorgte mit

den Oktopussen in der Neonatologie für strahlende Gesichter

Quelle: Melanie Di Tella

SANIBOOK.SABES.IT

EINHEITLICHE VORMERKNUMMER

0471

0472

0473

0474100 100

DM Das hätte sich Melanie Di Tella nie erträumt: 368 gehäkelte

Oktopusse hat sie in ganz Südtirol gesammelt, bestimmt für

Frühchen im Bozner Krankenhaus. „Die Weinstraße“ hatte in

der Februarausgabe die Aktion publik gemacht. Und auch über

Instagram hatte Di Tella fleißig die Werbetrommel gerührt: Sie

hatte ihr Häkelmuster bereitgestellt und zum Oktopus-Häkeln

aufgerufen. Mittlerweile sind die Oktopusse im Krankenhaus

abgegeben und die Kurtinigerin ist überwältigt: „Am Anfang

hatte ich Angst, dass niemand mitmacht. Doch schon nach den

ersten Abgaben war klar, dass die Aktion gelingt.“ Besonders

gefreut habe sie, dass Frauen aller Altersgruppen mitgemacht

haben – von Schülerinnen bis zu Rentnerinnen. „Das ist schon

etwas Besonderes“, sagt Di Tella. Für jede Figur brauche es

vier bis fünf Stunden Arbeit. Manche hätten bis zu 20 Stück

beigesteuert. Allein im Einzugsgebiet der „Weinstraße“ seien

über 250 Oktopusse abgegeben worden. Manche kamen sogar

aus Deutschland und der Schweiz. Anfang August übergab Di

Tella die Oktopusse der Bozner Neonatologie. „Die Augen der

Pfleger und Pflegerinnen und des Ärzteteams haben geleuchtet“,

schildert die 31-Jährige. Jedes Baby auf der Neonatologie

bekomme nun einen solchen Begleiter geschenkt. Laut einem

Arzt gibt es jährlich etwa 330

Einweisungen. Damit hat

Melanie Di Tella genügend

Oktopusse gesammelt, um

ein Jahr zu überbrücken. Die

Aktion ist aber keinesfalls zu

Ende, sagt die Unterlandlerin:

„Oktopusse werden

immer gebraucht. Freiwillige

können sie jederzeit ins

Krankenhaus bringen. Danke

allen freiwilligen Häklerinnen,

und danke auch der

‚Weinstraße‘!“

14 // SEPTEMBER 2025


DORFGESCHEHEN

NALS: STREIFZUG DURCH DIE DORFGESCHICHTE

ˆ

Knapp 20 Interessierte folgten der Einladung und ließen sich unter der lebendigen und fachkundigen Führung

von Frieda Simeaner Prantl durch das Dorf geleiten

Quelle: Schützenkompanie Nals

AK Im Hochsommer verwandelte sich Nals

in eine lebendige Bühne der Geschichte. Die

Schützenkompanie Nals lud unter dem Motto

„Heimat entdecken“ zu einem Dorfrundgang

ein. Gestartet wurde beim Kulturzentrum Sonne,

einst Gasthof Sonne und heute Sitz der

Bibliothek. Hauptmann Georg Wenter begrüßte

die Teilnehmer, darunter Bürgermeister

Eduard Gasser, Vizebürgermeisterin Angelika

Ebner Kollmann und Altbürgermeister Ludwig

Busetti.

Frieda Simeaner Prantl führte fachkundig

durch die Stationen: Archäologische Funde

aus der Nontl-Zone zeugen von einer über

3000-jährigen Siedlungsgeschichte. Beim Hiaseggerhof

berichtete Hausherr Max Pollinger

von der Hofchronik bis ins 17. Jahrhundert,

während Prantl mit der Sage vom geheimnisvollen

„Kotter-Keller“ für Spannung sorgte.

Auch die Pfarrkirche St. Ulrich mit ihren

Restaurierungen, die Schwanburg als älteste Privatweinkellerei

Südtirols und das Wirtschaftsgebäude

der Familie Varesco im „Hiager-Dorf “

wurden vorgestellt. Entlang der Andreas-Hofer-Straße

erfuhren die Teilnehmenden, dass

hier zwischen 1810 und 1814 die Grenze zwischen

Bayern und Italien verlief – ein Stück

europäische Geschichte mitten in Nals.

Über die Mühlgasse ging es zum Nepomuk-Bildstöckl,

Symbol der engen Verbindung

von Dorf und Wasser, bevor der Renaissance-Ansitz

„Rosengartner“ bewundert wurde.

Am Rathausplatz schloss Prantl mit einer Deutung

des Nalser Wappens: Stiere stünden für

Bodenständigkeit und Naturverbundenheit,

Schwäne für Selbstbewusstsein.

Beim gemütlichen Ausklang im Schützenheim

dankte Hauptmann Wenter der Referentin

für ihre lebendige Führung. Der Rundgang

zeigte eindrucksvoll, dass Heimat nicht nur ein

Ort, sondern gelebte Geschichte und gemeinsames

Erleben ist.

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15 // DIEWEINSTRASSE.BZ


DORFGESCHEHEN

MONTAN: BAROCKE KLÄNGE

IN DER STEPHANSKIRCHE VON PINZON

RM Ein außergewöhnlicher Konzertabend verzauberte zahlreiche

Musikliebhaber im August in der Stephanskirche in Pinzon

bei Montan. In stimmungsvolles, blaues Licht getaucht, wurde

die Kirche zum Schauplatz eines besonderen musikalischen Ereignisses:

Das Ensemble Arcadia Sonora, bestehend aus Sabine

Ranigler (Sopran), Roland Mitterer (Cello), Pietro Berlanda

(Barockflöte) und Antonella Lorengo (Cembalo) präsentierte sakrale

Werke von Händel, Bach, Pergolesi und Vivaldi. Die Stücke

wurden mit großer Virtuosität und Ausdruckskraft vorgetragen.

Zu diesem besonderen Abend eingeladen hatten der Bildungsausschuss

und die Gemeinde von Montan im Rahmen des

Festivals „Classic and more”, einer Konzertreihe im Unterland,

das vom UDAE unter der musikalischen Leitung von Alexander

Monteverde und Ivo Crepaldi alljährlich in Zusammenarbeit mit

mehreren Gemeinden, Bildungsausschüssen und Kulturvereinen

organisiert wird. Der Konzertabend in der wunderschönen

Stephanskirche war nicht nur ein Hochgenuss für Musikliebhaber,

sondern auch ein Zeichen gelebter Solidarität: Die freiwilligen

Spenden kommen dem Hilfsprojekt „Samburu“ zugute.

Edi Martinelli und Liliana Dalvit, ein engagiertes Ehepaar

aus Salurn, berichteten während des musikalischen Abends

über ihr langjähriges humanitäres Wirken für den Norden

ˆ

Sakrale Klänge gab es im Rahmen der Konzertreihe „Classic and more”

in der Stephanskirche von Pinzon für einen guten Zweck

Quelle: Monika Delvai

Kenias. Sie besuchen abgelegene Dörfer, bringen Medikamente

und Lebensmittel, bauen Brunnen, Schulen und Kindergärten.

Derzeit werden sieben Einrichtungen in South Horr, sowie

zwei weitere in Sereolipi finanziert, Orte, in denen Hoffnung

oft Mangelware ist.

Wer für das Hilfsprojekt „Samburu“ im Norden Kenias noch

spenden möchte, hier das Spendenkonto des Hilfsprojekts:

IT 52 N 08220 58780 000300222976.

Neue Berufschancen

mit berufsbegleitenden

Lehrgängen

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Die Teilnehmer:innen erlernen in 111 Unterrichtsstunden

Schritt für Schritt die Grundlagen der modernen Buchführung

– von der doppelten Buchhaltung über Buchungssätze bis hin zu

Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung. Der Kurs richtet sich

sowohl an Berufseinsteiger:innen ohne Vorkenntnisse als auch an

Wiedereinsteiger:innen, die ihre Kenntnisse auffrischen möchten.

Begleitet werden die Lernenden von erfahrenen Referenten, die

mit viel Praxiswissen durch den Stoff führen. Kostenlose Informationsveranstaltung:

Samstag, 27.09.2025 von 10.00–11.00 Uhr

AUSBILDUNG ZUM/ZUR KI-MANAGER:IN *

Künstliche Intelligenz ist längst nicht mehr Zukunftsmusik,

sondern prägt bereits heute unsere Arbeits- und Lebenswelt.

Unternehmen aller Branchen stehen vor der Herausforderung,

Chancen und Risiken dieser Schlüsseltechnologie richtig einzuschätzen

und gewinnbringend einzusetzen. Der 104-stündige

Lehrgang bietet Fach- und Führungskräften, IT-Verantwortlichen,

Unternehmer:innen, HR-Verantwortlichen sowie interessierten

Quereinsteiger:innen eine fundierte und praxisnahe Ausbildung.

Ziel ist es, die Teilnehmenden zu befähigen, KI nicht nur technisch

* Finanzielle

zu verstehen, sondern vor allem deren Potenzial Förderung bis

zu 80 % durch das

für konkrete Anwendungsfelder im Unternehmen

zu nutzen – von der Prozessoptimierung dung möglich

Amt für Berufsbil-

über Marketing und Personalmanagement bis

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Informationsabend: Dienstag, 16.09.2025 von

19.30–20.30 Uhr

SOCIAL MEDIA & COMMUNITY MANAGER:IN

Social Media ist heute einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren

für Unternehmen, Selbstständige und Organisationen. Wer online

sichtbar sein will, braucht eine klare Strategie, kreative Inhalte

und eine aktive Community. Genau hier setzt der 112-stündige

neue Lehrgang an. Er richtet sich an Marketingmitarbeiter:innen,

Selbstständige, Freiberufler:innen, Vereine, Non-Profit-Organisationen

sowie an engagierte Privatpersonen, die Social Media

beruflich einsetzen oder sich neue Karrierechancen im digitalen

Marketing eröffnen möchten. Geleitet wird der Lehrgang von

erfahrenen Dozent:innen aus der Praxis. Kostenloser Informationsabend:

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16 // SEPTEMBER 2025


DORFGESCHEHEN

SALURN: SICH IM GARTEN BEGEGNEN

UNTERLAND: JUGENDARBEIT NUR MIT EHRENAMT

ˆ

Die offizielle Einweihung wird im September erfolgen, der Garten

der Begegnung feiert jetzt schon – sich selbst und seine Besucherinnen

und Besucher

Quelle: privat

CW Nach dem Vorbild des mittlerweile leider wieder geschlossenen

Gartens der Begegnung in Auer, wurde im Rahmen der

Inklusionsprojekte in Salurn „Zusammen in Salorno“ im Laufe

dieses Jahres ein weiterer Meilenstein umgesetzt. An das neue

Altenwohnheim und Kulturareal BEN direkt anschließend, wurde

ein gemeindeeigenes Grundstück zu einem Gemüsegarten und

einer parkähnlichen Anlage umgestaltet. In das Anlegen der Beete

wurden Kindergärten, Schulen und Vereine miteinbezogen, der

Rasen – trotz anfänglicher Schwierigkeiten – leuchtet mittlerweile

in einem satten Grün. Kräuter und Gemüse wachsen so üppig,

dass Vereine wie der VKE das Gartlen in ihre Sommerprogramme

mit Kindern aufgenommen haben. Grund genug, den Garten,

der von Jugend Cultura Unterland geführt wird, dann zu feiern,

wenn er sich von seiner schönsten Seite zeigt: im Hochsommer.

Anfang August lud die Koordinatorin Sibille Bazzanella zu einem

besonderen Gartenfest ein. Unter dem Titel Serate al Garten

konnte jeder traditionelle Speisen mitnehmen, die dann gemeinsam

gegessen wurden. Tortel de patate, Pizza und Bruschette,

vor allem aber nicht endend wollende farbenfrohe und üppige

muslimische Speisen wie Tagine, Biryani oder Hummus, sorgten

für ein wahres Festmahl. Viele waren gekommen, alte und neue

Salurnerinnen und Salurner feierten gemeinsam den Sommer

und ihren Garten – wer sät, kann ernten!

ˆ

Das Zeltlager konnte nur dank der ehrenamtlichen

Betreuer abgehalten werden

Quelle: Schützenkompanie Neumarkt

DM Zwei Tage voller Gemeinschaft, Kameradschaft und Abenteuer:

Mitte Juli fand in Truden das Zeltlager der Jungschützen

und Jungmarketenderinnen des Südtiroler Unterlands statt. Es

handelte sich dabei um das erste Zeltlager dieser Art im Bezirk

und damit um ein besonderes Ereignis für alle Beteiligten.

Insgesamt hatten sich 15 Jugendliche der Schützenkompanien

Auer, Neumarkt, Truden, Montan und Radein angemeldet,

berichtet Bezirks-Jungschützenbetreuer Johannes Deluggi aus

Neumarkt.

Beim gemeinsamen Aufbau der Zelte, beim Zubereiten der

Mahlzeiten oder bei den abwechslungsreichen Teamaktionen

wurden der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe gestärkt,

Vertrauen aufgebaut und viele neue Freundschaften geschlossen.

Besonders wertvoll war, dass sich Jugendliche verschiedener

Orte näher kennenlernen konnten und dadurch ein echtes Gemeinschaftsgefühl

entstand. Am Lagerfeuer wurden Geschichten

erzählt und auch an unterhaltsamen Spielen mangelte es nicht. Bei

einer spannenden Nachtwanderung erklärte Trudens Hauptmann

Günther Ventir Interessantes aus der Tierwelt, über Flurnamen

und ihre Ursprünge. Dies und das Zelten waren für viele die

Höhepunkte des Wochenendes. Die Organisation übernahm das

Referat Jugend des Bezirks Unterland. Die Schützenkompanie

Truden kümmerte sich um die Verpflegung.

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17 // DIEWEINSTRASSE.BZ


Medienkompetenz

FAKT ODER FAKE? WIE WIR DIGITALE MEDIEN SINNVOLL NUTZEN

UND KRITISCH HINTERFRAGEN. FACHTAGUNG UND SEMINARE

MIT PHILIPP MASCHL, HANNES WALDNER UND MAGDALENA GEBHARD.

Ob TikTok, Minecraft oder YouTube

– digitale Medien prägen den Alltag von

Kindern und Jugendlichen wie nie zuvor.

Umso wichtiger ist es, junge Menschen

dabei zu begleiten, Medien selbstbestimmt,

kreativ und reflektiert zu nutzen. Das Bildungshaus

Lichtenburg in Nals lädt daher

zu zwei Seminaren unter dem Titel

ES IST ESSENZIELL,

JUNGE MENSCHEN ZU EINEM

KRITISCHEN UND BEWUSSTEN

MEDIENUMGANG ZU BEFÄHIGEN.

Philipp Maschl

„Digitale Welten“ sowie zu einer Fachtagung

ein. Die Veranstaltungen richten

sich an alle, die in Schule, Kindergarten,

Jugendarbeit oder anderen pädagogischen

Kontexten tätig sind – und Impulse für

einen zeitgemäßen, praxisnahen Umgang

mit digitalen Medien suchen.

Im Mittelpunkt steht die Förderung von

Medienkompetenz. „Ziel ist es, Fachkräften

erprobte Werkzeuge mitzugeben, mit

denen sie Jugendliche auf Augenhöhe

begleiten, stärken und für eine reflektierte

Mediennutzung sensibilisieren können“,

erklärt Medienpädagogin Magdalena

Gebhard.

FAKT ODER FAKE?

Ein besonderes Highlight bei der Tagung

am 7. November ist die Keynote „Fakt

oder Fake – Lebensrealitäten junger Menschen

in Zeiten der digitalen Informationsüberflutung“.

Referent ist der bekannte ORF-Moderator

Philipp Maschl, der aus der Medienpraxis

berichtet und zur Diskussion anregt.

SEMINARE: DIGITALE WELTEN

mit Magdalena Gebhard

• Montag, 7. Oktober 2025,

9.00–13.00 Uhr

Für pädagogische Fachkräfte, die

mit Kindern bis 10 Jahren arbeiten

• Dienstag, 8. Oktober 2025,

9.00–13.00 Uhr

Für alle, die mit Kindern und Jugendlichen

ab 10 Jahren arbeiten

FACHTAGUNG: MEDIENKOMPETENZ

Workshops und Keynote-Vortrag mit

Hannes Waldner und Philipp Maschl

• Freitag, 7. November 2025

SOCIAL MEDIA KURSE

30.09. Social-Media-Strategie

01.10. LinkedIn – Neue Talente

und Kunden gewinnen mit

dem Business-Netzwerk

08.10. Instagram-Marketing

Deep Dive

09.10. Facebook-Marketing

Deep Dive

05.11. Content-Marketing

06.11. Advanced Content – Kreative

Kurzvideos als Reels

und TikTok in der Praxis

10.11. Kundengewinnung auf

Autopilot mit KI-Agenten

12.11. Künstliche Intelligenz (KI)

& Social Media

13.11. Paid Social-Media-

Marketing

Bildungshaus Lichtenburg in Nals

Tel. 0471 057 100 – www.lichtenburg.it

18 // SEPTEMBER 2025


DORFGESCHEHEN

BURGSTALL: SEIT 40 JAHREN JUNGSCHAR IN BURGSTALL

CK Die Katholische Jungschar Südtirols ist mit ihren über

350 Jungschar- und Minigruppen Südtirols größte Organisation

für Kinder. Seit 40 Jahren ist die Jungschar in Burgstall

ein Teil dieser großen Gemeinschaft, was im September mit

einem Jubiläumsfest gefeiert wird. Bereits in den frühen 1950er

Jahren hatte es in Burgstall, ebenso wie auf Landesebene eine

Mädchenjungschargruppe gegeben – auf Landesebene gab es

auch eine Bubenjungschar –, die in Burgstall von Maria „Moidl“

Schwabl begründet wurde. Nach mehreren Jahren ohne Tätigkeit

wurde die Jungschar in Burgstall schließlich 1984 wieder

aufgebaut. Federführend dabei war Gerdi Pircher Pötz, die im

Jugenddienst Lana-Tisens, dem damaligen Bürgermeister Alois

Schenk und dem damaligen Pfarrer Franz Kiebacher wichtige

Unterstützer fand. Im Herbst 1985 starteten schließlich die

ersten Gruppenstunden mit 23 Kindern. Die Anzahl der Kinder,

aber auch der Gruppenleiterinnen und -leiter, wuchs in

den folgenden Jahren stetig an. Die Gruppenstunden wurden

alsbald um andere Aktivitäten wie Ausflüge, Kinderfest oder

Hütten- und Zeltlager ergänzt, sodass die Jungschar heute ein

fester Bestandteil des Dorflebens von Burgstall ist. Gefeiert wird

dieses runde Vereinsjubiläum am 20. September ab 10.30 Uhr im

Schulhof der Grundschule Burgstall mit einem Jubiläumfest.

ˆ

In Burgstall wird im September 40 Jahre

Jungschar Burgstall gefeiert

Collage: Jungschar Burgstall

19 // DIEWEINSTRASSE.BZ


Apfelbäume unter Strom

UNVERZICHTBAR? UNÄSTHETISCH? UNERSCHWINGLICH? RUND UM DIE NUTZUNG VON LANDWIRTSCHAFTLICHEN FLÄCHEN

ZUR STROMERZEUGUNG GIBT ES AKTUELL MEHR MUTMASSUNGEN ALS FAKTEN. SICHER IST: DAS THEMA ELEKTRISIERT.

Südtirol will die Energiewende schaffen – und betritt dafür

unerforschtes Terrain. Mit einem Beschluss vom 15. Juli hat die

Landesregierung den rechtlichen Rahmen für die Agri-Photovoltaik

– kurz Agrivoltaik – geschaffen. Photovoltaikanlagen über

Apfelbäumen sollen künftig Sonnenstrom liefern. Das Versuchszentrum

Laimburg hat dazu ein Pilotprojekt gestartet – koordiniert

vom Forschungszentrum Eurac und finanziert mit

EU-Geldern. Das Thema hat in den vergangenen

Wochen für viel Diskussionsstoff gesorgt, vor allem

bei Bauern und Naturschützern. Deshalb die Frage

an den neutralen Wissenschaftler: Was bringt’s?

VOM PIONIERPROJEKT …

Walter Guerra ist Pomologe, Vizedirektor des

Versuchszentrums Laimburg und dort Leiter des

Instituts für Obst- und Weinbau. Er erzählt gleich

zu Beginn des Gesprächs mit der „Weinstraße“

eine Kuriosität: Bereits im Jahr 2007 wurde im

Laimburger Außenbetrieb „Binnenland“ zwischen

Auer und Tramin die weltweit erste Agrivoltaikanlage

über Apfelbäumen errichtet – damals von der

Seilbahnfirma Doppelmayr aus Lana – nach einem Projekt des

Ingenieurs Johann Czaloun und mit ziemlich viel Beton und Stahl.

Ein Pionierprojekt mit ansprechenden Ergebnissen, das aber nie

groß kommuniziert wurde. „Viele hätten uns zu dem Zeitpunkt

wohl für verrückt erklärt“, vermutet Guerra augenzwinkernd.

… ZUM ZUKUNFTSMODELL?

Seit Frühjahr 2025 gibt es nun eine neue Versuchsanlage – auf

demselben Grundstück. Auf rund 3000 m² wachsen Äpfel der

Sorte Ipador,Giga®, unter sogenannten Zebrapaneelen: Glas-Solarmodule

mit unterschiedlicher Lichtdurchlässigkeit, um die

jeweiligen Effekte auf den Anbau zu erhalten. Die Module sind

auf Solartrackern installiert, wodurch sie dem

Sonnenstand nachgeführt werden, um maximal

Energie einzufangen. Die Anlage ist mit

Sensoren versehen, die die Energieproduktion

sowie Luft- und Bodenbedingungen aufzeichnen.

Gleich neben dieser Anlage eine zweite

zur Gegenkontrolle: dieselbe Apfelsorte, aber

keine Solarmodule. Beide Anlagen werden von

Hagelnetzen geschützt.

„Wir untersuchen alles – von der Ausfärbung

der Äpfel über das Mikroklima unter den Modulen

bis zum Wasserverbrauch“, erklärt Walter

Guerra. Gibt es auf den Früchten weniger Sonnenbrand,

weniger oder mehr Pilzbefall, eine

geringere Ausfärbung? Ist der Wasserbedarf

niedriger? Wie wirkt sich das Ausbringen der Pflanzenschutzmittel

auf die Solarplatten aus? Allererste Ergebnisse wird die Ernte

in diesem Herbst liefern. Aber: „Ein Jahr ist kein Jahr“, betont

Guerra, „wir wollen fundierte Aussagen und keine Vermutungen“.

Es werde mehrere Jahre dauern, bis man Trends festlegen kann.

FÜR DIE LANDSCHAFT IST

AGRIVOLTAIK AUF INTENSIV

GENUTZTEN TALFLÄCHEN

ERTRÄGLICHER ALS

NEUE WASSER- ODER

WINDKRAFTWERKE.

Florian Trojer

20 // SEPTEMBER 2025


‹ Auf diesem Versuchsfeld im Unterland wird

erforscht, welche Auswirkungen die Agrivoltaik

auf den Boden, den Baum und die Äpfel hat

Quelle: Eurac

BRENNPUNKT

DIE BESTIMMUNGEN …

Parallel zu diesem Projekt und in der Hoffnung auf weitere

– private – Pioniere, hat die Landesregierung Mitte Juli neue

Bestimmungen zur Agrivoltaik erlassen. Nachdem die Technik

im Mai 2024 lediglich zu wissenschaftlichen Zwecken erlaubt

worden war, sollen jetzt auch die Bauern zu Stromproduzenten

werden dürfen. Allerdings nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen:

Die Anlagen dürfen ausschließlich auf Obstbauflächen

in der Talsohle errichtet werden – innerhalb klar definierter

Zonen entlang von Etsch und Eisack, maximal 75 Meter oberhalb

des Flussbetts. Berechtigt ist nur, wer in den letzten fünf Jahren

durchgehend Obstbau betrieben hat, das Gelände darf höchstens

zehn Prozent Gefälle aufweisen. Mindestens 70 Prozent der

Fläche müssen weiterhin bewirtschaftet werden, und der Ertrag

darf sich im Vergleich zum Fünfjahresdurchschnitt nur um maximal

30 Prozent verringern, um Spekulationen zu verhindern.

Agrivoltaik im Weinbau ist nicht vorgesehen. Zum einen, weil

sich die Weinberge in der Regel in Hanglagen befinden, wo die

landschaftliche Beeinträchtigung weitaus höher ist. Zum anderen

ist das Pilotprojekt in Auer Teil eines EU-Projekts, das für den

Standort Südtirol aktuell Versuche auf Apfelanlagen vorsieht.

… UND DIE BEDENKEN

Das Gesetz ist ein dünner Spagat zwischen Landwirtschaft,

Klima- und Landschaftsschutz. Gerade letzterer hat die Agrivoltaik

bei Umweltverbänden in den Fokus gerückt. Die Befürchtung

war groß, dass künftig riesige Kulturflächen und sogar Almen

von Solarmodulen verschandelt würden – so wie es beispielsweise

in der Schweiz schon passiert. Am Ende dann doch die

Erleichterung: „Die Einschränkungen im Gesetz entsprechen

weitgehend unseren Forderungen, die wir im Vorfeld einbringen

durften“, sagt Florian Trojer aus Tramin. Der Geschäftsführer des

Heimatpflegeverbands Südtirol ist außerdem überzeugt: „Für

die Natur und Landschaft ist Agrivoltaik auf ohnehin intensiv

WIR WOLLEN FUNDIERTE

AUSSAGEN UND KEINE

VERMUTUNGEN.

Walter Guerra

genutzten Talflächen erträglicher als zusätzliche Wasser- oder

gar Windkraftwerke.“

Außerdem reduzieren die gesetzlichen Beschränkungen das

Nutzungspotenzial ganz automatisch. Am Ende sind es lediglich

knapp 5650 Hektar in ganz Südtirol, die zur Agrivoltaik zugelassen

werden könnten, der allergrößte Teil davon im Unterland und

im Etschtal. Und auch das dürfte vorerst Theorie bleiben. Denn

selbst wenn das Obst durch die Module nicht beeinträchtigt

wird, sind die Investitionskosten aktuell noch enorm. Einen

„hohen sechsstelligen Eurobetrag pro Hektar“ schätzt Walter

Guerra – je nach Art der Anlage. Für die meisten Betriebe derzeit

nicht realistisch – auch wegen der unsicheren Strompreisentwicklung.

Deshalb mahnt auch der Südtiroler Bauernbund, der

sich grundsätzlich für die Agrivoltaik ausspricht, vor Euphorie.

„Südtirol betritt hier Neuland. Es gibt noch keine vergleichbaren

kommerziellen Anlagen, da die Rahmenbedingungen hierzulande

andere sind als in anderen Ländern“, sagt SBB-Obmann

Daniel Gasser. Entsprechend fehle es an Erfahrung: „Offen sind

sowohl technische Fragen, etwa zur Montage der Paneele, als

auch wirtschaftliche Aspekte.“

Technische und rechtliche Hürden räumt auch Walter Guerra

ein, denn der Strom muss eingespeist, Kabel müssen verlegt werden.

Und aufgrund der Kleinstrukturiertheit der Betriebe könnten

bei diesen Maßnahmen auch Nachbargrundstücke durchquert

werden müssen. „Allein bei unserer Pilotanlage warten wir seit

Monaten auf die Genehmigung aus Rom, um ein

Kabel unter einer Bahnunterführung zu verlegen“,

beschreibt Guerra die Situation. Künftig gäbe es laut

Guerra mehrere Varianten, den Strom zu Geld zu

machen. Zum einen könnte er von Energiegenossenschaften

genutzt und bei Überproduktion ins

Netz eingespeist werden. Zum anderen gibt es

die Vision des energieautarken Bauernhofs

oder gar des energieautarken Dorfs. „Aber

bis dahin ist es noch ein langer Weg.“

Ob Agrivoltaik ein Vorzeigemodell oder

ein kostspieliges Experiment wird, darüber lässt sich

also nur spekulieren. Aber jedes Umdenken beginnt

mit einem Versuch, und Diskussionen tragen meistens

Früchte.

ˆ

Pomologe Walter Guerra

Quelle: Ivo Corrà

ˆ Flächen mit den ausgewählten Kulturen

Quelle: lpa

Edith Runer

edith.runer@dieweinstrasse.bz

21 // DIEWEINSTRASSE.BZ


BRENNPUNKT

„Vieles ist noch

ungewiss“

DER KURTINIGER MANUEL WERTH, 36 JAHRE ALT,

HAT SICH MIT AGRIVOLTAIK BEFASST. FÜR DEN

LANDWIRT SIND NOCH EINIGE FRAGEN OFFEN.

Renate Mayr

Die Weinstraße: Wie viel Grund bewirtschaften Sie?

Manuel Werth: Zehn Hektar Eigen- und Pachtfläche, davon

vier Hektar Weinbau in Margreid und Buchholz und sechs Hektar

Obstbau in Kurtinig.

Haben Sie sich schon mit Agrivoltaik befasst?

Ja, ich habe mich informiert. Momentan sind für mich noch

viele Fragen offen. Das ist für uns alle Neuland. Speziell für den

Obst- und Weinbau gibt es noch wenig Erfahrungswerte.

Warum sind für Sie noch einige Fragen offen?

Als Bauern produzieren wir in erster Linie Äpfel und Wein,

das sollte im Vordergrund bleiben. Wir haben sehr viel investiert,

damit die Qualität stimmt, auch in den Genossenschaften. Südtirol

ist ein sehr schönes Land, darauf sollten wir achten. Bauern sollten

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eher schauen, die Obstanlagen auf neuestem Stand zu bringen,

bevor sie überhaupt an Agrivoltaik denken. Vielleicht kann es als

Nebeneinkommen interessant sein.

Welche Sorten kämen in Frage?

Auf alle Fälle nicht Premiumsorten wie Pink Lady, denn bei

Qualitätseinbußen schadet das dem Markenimage. Für mich wäre es

sinnvoller, eine Sorte wie Inored zu pflanzen, die schorfresistent ist

und mir alle Jahre die Menge liefert. Wenn ich eine Anlage über die

Apfelbäume stelle, dann wird die Sonneneinstrahlung vermindert.

Das wirkt sich auf die Wiederblüte negativ aus. 80 Prozent unserer

Sorten fallen da durch, wie Gala, Fuji, Kanzi, Jazz und auch Granny.

Weitere Bedenken?

Ja. Ist die Stromleistung garantiert, wenn Pflanzenschutzmittel

oder Staub die Paneele bedecken? Wie schaut die Anlage aus?

Wenn ich eine Photovoltaikanlage montiere, dann muss das statisch

auch jeder Wetterbedingung standhalten. Da muss besonders gut

bedacht werden in Kombination mit den Hagelnetzen. Es gibt viele

Anbieter und unterschiedliche Lösungen.

Das klingt nach hohen Investitionskosten.

Laut meiner Rechnung würden die Investitionen rund eine

halbe Million Euro pro Hektar ausmachen. Neue Leitungen müssen

verlegt werden, dafür braucht es Genehmigungen von Gemeinden

und Land. Leitungen im Grundstück entwerten den Grundpreis.

Gibt es Förderungen?

Es gibt staatliche Ausschreibungen, die sich Jahr für Jahr ändern.

Man muss sich im Klaren sein, dass es hierfür vorab ein Projekt

braucht, das von der Gemeinde genehmigt werden muss. Es braucht

aber auch einen garantierten Strompreis, damit die Rechnung

stimmt. Dann ist noch die ganze Bürokratie zu stemmen, und das

Geld für die Investition muss der Bauer vorstrecken.

Gibt es eine Preisgarantie für die Einspeisung von Solarstrom?

Es wäre sinnvoll, einen guten Festpreis zu erhalten. Damit die

große Investition auch rentabel ist, bräuchte es 8 Cent pro kWh

plus einen Beitrag von 50 Prozent. Solange wir in einem Dorf

wie Kurtinig eine kleine Anlage von 3000 m 2 mit bis zu 200 KW

betreiben, dann sind wir im Bereich der Niedrigspannung. Wenn

ich mehrere Anlagen zusammenschließe, dann reden wir von

Mittelspannung, dann braucht es eigene Leitungen. Das führt

sicherlich zu Mehrkosten und muss mit den Netzanbietern geklärt

werden. Das kann der Bauer nicht allein machen.

Quelle: Manuel Werth

22 // SEPTEMBER 2025


Gemeinsam

Energie nutzen

AM 4. JUNI 2025 WURDE DIE ENERGIEGEMEINSCHAFT

ÜBERETSCH-UNTERLAND GEGRÜNDET. ÜBER DIE ZIELE

DER NEUEN GENOSSENSCHAFT SPRACH DIE WEINSTRASSE

MIT DEM VORSITZENDEN FRANZJOSEF RONER.

Renate Mayr

Die Weinstraße: Welche Ziele verfolgt die neu gegründete Energiegemeinschaft

Überetsch-Unterland?

Franzjosef Roner: Die EEG Überetsch-Unterland hat sich zum

Ziel gesetzt, den Ausbau der erneuerbaren Energien zu fördern.

Hauptaugenmerk wird vorerst auf die Installation von Photovoltaikanlagen

gelegt, weil diese auch für Privathaushalte und Kleinbetriebe

leicht umsetzbar ist. Die staatlichen Förderungen für die

Realisierung dieser Anlagen laufen noch bis Ende November 2025.

Wer also bis dahin das Ansuchen einreicht, kann mit einer staatlichen

Förderung von bis zu 40 Prozent der Investitionskosten einer

PV-Anlage rechnen. Voraussetzung dafür ist die Mitgliedschaft zum

Beispiel bei der EEG Überetsch-Unterland. Alle EEG-Mitglieder

können ihren aktiven Beitrag zur Energiewende leisten.

ˆ

Der Vorstand der Energiegemeinschaft Überetsch-Unterland: Hansjörg

Augschöll, Franzjosef Roner (Vorsitzender), Ludwig Kaneppele

(stellvertretender Vorsitzender), Martin Feichter, Hans Simonini

und Wolfgang Oberhofer (von links)

Quelle: EEG Überetsch-Unterland

Stromproduktion, sind aber eher als Nischeproduktion anzusehen.

Denn die Hauptproduktion wird sicher auf den riesigen

Dachflächen und Bauten entstehen, die heute zur Verfügung

stehen.

Welche erneuerbaren Energien im Unterland und Überetsch

zieht die Energiegemeinschaft derzeit in Betracht?

Derzeit sind in der EEG außer der Photovoltaik keine weiteren

erneuerbaren Energiequellen vorgesehen.

Wer mehr Informationen erhalten möchte, kann sich an das

Büro der Energiegemeinschaft Überetsch-Unterland wenden:

Tel. 0471 097 974 oder eeg.ue.ut@pec.it

Wer kann Mitglied werden?

Mitglied können alle Privatpersonen, Betriebe, sowie Vereine und

Gemeinden werden. Die Mitgliedschaft kostet 50 Euro. Die Produzenten

müssen noch zusätzlich eine Aktivierungsgebühr zahlen, je

nach Größe der Anlage, dann können auch sie die Vorteile nutzen.

Kann man mit niedrigeren Energiepreisen rechnen, wenn man

Mitglied wird?

Ja, es gibt eine Rückvergütung der gemeinsam in der EEG

Überetsch-Unterland konsumierten Stromenergie. Konsumenten

erhalten 0,08 Euro pro verbrauchter kWh, sofern ihr Energieverbrauch

zeitgleich mit der Einspeisung der Produzenten erfolgt.

Welche Vorteile haben Stromproduzenten, die Mitglieder der

Energiegemeinschaft sind?

Die Produzenten erhalten 0,04 Euro je kWh in dieser Zeitspanne

eingespeisten Energie, oder reduziert von 0,02 Euro, falls sie die

PNRR-Förderung von 40 Prozent in Anspruch nehmen.

Rechnen Sie mit Strom aus Agrivoltaik bei der gemeinsamen

Nutzung von Energie in unserem Bezirk?

Die Agrivoltaik steckt noch in den Kinderschuhen, wird jedoch

in Zukunft sicher an Bedeutung gewinnen. Die EEG Überetsch-Unterland

bietet dafür eine gute Grundlage, da bei Agro-

Strom die gesamte Produktion eingespeist werden muss und die

zusätzliche Förderung durch den GSE besonders attraktiv ist.

Sehen Sie die Gewinnung von Strom aus Agrivoltaikanlagen

in unserem Bezirk als realistisch an?

Agrivoltaikanlagen sind sicher eine reelle Möglichkeit der

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23 // DIEWEINSTRASSE.BZ


ˆ

Im Zeitalter des Smartphones ist es unvorstellbar, wie viel

Kameratechnik für eine Aufnahme geschleppt werden musste

Quelle: Audiovision Lechthaler

ˆ Arbeitsplatz: die Kamerateams von TVS waren im ganzen Land unterwegs

Quelle: Audiovision Lechthaler

Pioniere mit Kamera

IN DEN 1970ER JAHREN WAR FERNSEHEN DAS MEDIUM DER ZUKUNFT. WÄHREND IN DEUTSCHLAND UND ÖSTERREICH

DIE RÖHREN NOCH FEST IN DER HAND DER ÖFFENTLICH-RECHTLICHEN SENDER LAGEN, WURDE IM KLEINEN SÜDTIROL

TV-GESCHICHTE GESCHRIEBEN: EIN PRIVATRECHTLICHER SENDER IN DEUTSCHER SPRACHE. HELMUT LECHTHALER HAT

MIT DEM FILM „DIE PIONIERE DES FERNSEHENS“ DIE TURBULENTE GESCHICHTE DES SENDERS TVS AUFGEARBEITET.

Ein gewöhnliches Reihenhaus in Naturns, augenscheinlich

unbewohnt, der Garten halb verwildert. Nichts erinnert an

die Vergangenheit dieses Hauses außer die Reste einer hohen

Antenne am Dach. In diesem Haus begann 1978 die turbulente,

aber auch kurze Geschichte eines Südtiroler Fernsehphänomens:

Hier wurde mit Television Südtirol (TVS) Europas erster privater

Sender in deutscher Sprache gegründet. Mit einer Aufnahme des

Hauses beginnt auch der neue Film der Südtiroler Filmemacher

Helmut Lechthaler und Alexander Lechner: In der Dokumentation

„Pioniere des Fernsehens – Europas erster deutschsprachiger

Privatsender TVS“ haben sie die Glanzjahre des Senders von

seiner Gründung 1978 bis zum Verkauf 1985 nachgezeichnet.

Herausgekommen ist eine Dokumentation über ein Stück Südtiroler

Zeitgeschichte, aber auch über Helmut Lechthalers persönliche

Geschichte: Seine ersten Schritte in der Welt des Films

tat er 1981 genau bei TVS.

SÜDTIROLER FERNSEHEN SCHREIBT GESCHICHTE

TVS entstand 1978 aus der Idee des 18-jährigen Karlheinz

Gamper. Der junge Naturnser hatte zuvor bei einem privaten

ˆ

Zeitzeugen: Chefredakteur Siegfried Giuliani erinnert sich

an seine Zeit beim Sender zurück

Quelle: Audiovision Lechthaler

Südtiroler Radiosender gearbeitet und sich gedacht: Warum

geht das nicht auch im Fernsehen? Das Monopol des staatlichen

TV-Senders der RAI war erst kurz zuvor aufgehoben worden,

in Deutschland und Österreich war der Fernsehmarkt hingegen

noch nicht liberalisiert. Deutsche und österreichische Sender

konnten in Südtirol Ende der 70er überhaupt nur schwierig

empfangen werden, die RAI sendete hingegen nur zwei Stunden

deutschsprachiges Programm pro Tag: „Die RAI hat damals noch

auf Zelluloid gedreht, ihre Filmbeiträge gingen zwei Tage später

auf Sendung, unsere hingegen noch am selben Tag“, erzählt

Filmemacher Lechthaler. Die Zeit war also reif für etwas Neues:

Television Südtirol!

NOSTALGIE UND AUFBRUCH

Lechthaler und Lechner lassen für ihre Dokumentation Bilder

und Menschen sprechen: Die Geschichte von TVS wird über Archivmaterial

erzählt. Dass dieses Material überhaupt zur Verfügung

steht, sei großes Glück, erzählt Lechthaler. Lange Zeit hieß es, vom

Archiv des Senders sei nichts mehr übrig. Dann die erlösende

Nachricht: Die Kassetten liegen beim Amt für Film und Medien.

Dieses hat das Material digitalisiert und für die Produktion zur

Verfügung gestellt. Somit dominieren die warmen Farben des

80er-Jahre-Fernsehens das Bild. Mode, Musik, Landschafts- und

Stadtbilder, die Rolle der TV-Ansagerin, die gefilmten Persönlichkeiten:

Alles erzeugt beinahe ein Gefühl von Nostalgie. Es

ist aber keine nostalgische Geschichte, die die Filmemacher hier

erzählen, sondern eine Geschichte des Aufbruchs. Die Aufnahmen

von TVS zeigen ein Land in Aufbruchstimmung. Sei es politisch,

gesellschaftlich oder kulturell.

Gesellschaftlicher Aufbruch, aber auch Aufbruch im Sender

selbst: Fernsehen war etwas Neues und der Sender uns seine Mitarbeiter

waren jung und voller Ideen. Von Politik über Tourismus

bis zur Kindersendung deckten sie die Interessen der Südtiroler

ab. Besonders wichtig waren die Sportübertragungen, moderiert

von Alex Tabarelli und Elmar Pichler-Rolle, die Sportereignisse

24 // SEPTEMBER 2025


ˆ Blick ins Studio: die „Tagesshow“ brachte täglich Nachrichten

Quelle: Audiovision Lechthaler

ˆ

Unter den Leuten: mit TVS kam das Fernsehen mitten unter

der Südtiroler Bevölkerung an

Quelle: Audiovision Lechthaler

vom Hockeyspiel bis zur Schach-WM in Meran übertrugen: „Wir

waren oft das ganze Wochenende für den Sport unterwegs“, erzählt

Lechthaler. Die Musikprogramme von TVS zeigten volkstümliche

Musik, moderiert von Heinz Gamper, aber auch deutschsprachige

Stars: Schlagersänger von Costa Cordalis bis Jürgen Drews folgten

der Einladung von TVS, um sich in der Sendung „Starportrait“

vor die Kamera zu stellen und Playback zu singen.

INNOVATION UND IMPROVISATION

Es ist auch fast schon eine Räubergeschichte, die Lechthaler

und Lechner hier erzählen: Der Sender war neu, man hatte wenig

finanzielle Mittel, Erfahrung noch weniger: „Im Schnellsiederkurs

haben wir gelernt, wie man eine Kamera einschaltet, wie man

dreht, wie man schneidet“, erzählt Lechthaler über seine Anfänge

bei TVS. Chefredakteur Siegfried Giuliani las bei seinem Bewerbungsgespräch

das erste Mal Nachrichten, gleich schon live auf

Sendung. Was anderswo fehlte, machte man mit Innovationsgeist

und Improvisation wett: Um überall Saft für die Kamera zu haben,

bastelte Seniorchef Toni Gamper einfach einen tragbaren Akku

aus einer Autobatterie. Um Hockey- und Fußballspiele „live“

zu übertragen, raste in den Pausen ein Motorradfahrer mit der

aufgenommenen Kassette im Gepäck vom Stadion nach Naturns.

DIE MENSCHEN HINTER UND VOR DER KAMERA

Es ist auch eine sehr menschliche Geschichte, auf die Lechthaler

und Lechner zurückblicken: Viele Personen kommen zu Wort,

Moderatoren, Redakteurinnen, Kameraleute, Ansagerinnen oder

Publikum. Vor dem grauen Akustikschaumstoff in Lechthalers

Studio lassen sie nicht nur die Jugend des Südtiroler Fernsehens,

sondern auch ihre eigene Jugend Revue passieren. Nur einer konnte

nicht mehr über die Geschichte des Senders erzählen: Gründer

und treibende Kraft Karlheinz Gamper verstarb kurz nach Beginn

der Dreharbeiten 2024. Er wollte sich aber auch nicht interviewen

lassen, erzählt Lechthaler: „Karlheinz war ein Medienpionier, er hat

auch das Nachrichtenportal Südtirol News gegründet, aber keiner,

der gern in der Öffentlichkeit stand.“ Der Film ist ihm gewidmet.

85 Minuten dauert Lechthalers und Lechners Film. Es ist eine

wilde Fahrt durch Südtirols Mediengeschichte, auf die die Beteiligten

mit ein bisschen Nostalgie, aber auch mit einer gehörigen

Portion Selbstironie zurückblicken. Von der Geschichte des Mediums

Fernsehen über Südtirols Zeitgeschichte und nostalgischen

Episoden lässt sich die Dokumentation aus vielen verschiedenen

Gesichtspunkten betrachten. Premiere feiert „Pioniere des Fernsehens“

am 9. Oktober um 20.00 Uhr im Filmtreff Kaltern. Auf

RAI Südtirol wird eine verkürzte Version des Films am 27. Oktober

ausgestrahlt. Nach Veröffentlichung wird der Film auch auf der

Seite des Amts für Film und Medien abrufbar sein.

Philipp Ferrara

philipp.ferrara@dieweinstrasse.bz

pioniere des

fernsehens

Europas erster deutschsprachiger

Privatsender TVS

Ein Film von Helmut Lechthaler und Alexander Lechner

Südtirol Ende der 70er Jahre.

Fernsehmacher aus Deutschland

und Österreich blicken mit Verwunderung

nach Naturns. Ausgerechnet

in dem kleinen Ort im Vinschgau

wird 1978 das deutsche Privatfernsehen

aus der Taufe gehoben. Mit TVS

weckt Senderchef Karlheinz Gamper

nicht nur Begehrlichkeiten im Ausland,

wo Privat-TV zu der Zeit noch

ein Fremdwort ist, er stillt damit

auch ein Bedürfnis in der lokalen

Bevölkerung nach Innovation und

Direktheit. Die Gründungsgeschichte

des Senders spiegelt den Zeitgeist

wider, der geprägt war von der Abwendung

verstaubter Konventionen

und von der Aufbruchstimmung

einer ganzen Gesellschaft.

PRODUKTION

MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG

Filmtreff Kaltern

Donnerstag, 09.10.25

Uhrzeit: 20.00 Uhr

Dauer: 85 Minuten

Trailer: vimeo.com/1048673718

25 // DIEWEINSTRASSE.BZ


TREFFPUNKT

NACHGEFRAGT

Wie wichtig ist Ihnen eine gute Nachbarschaft?

Annika Borsetto, Leifers

Ich finde es toll, wenn man sich unter

Nachbarn hilft, zum Beispiel, wenn man

die Kinder kurz abgeben kann, um schnell

was einzukaufen. Da ich das „Wohnen“ in

meinem Haus mit meiner Familie liebe,

ist mir unsere Privacy jedoch sehr wichtig.

Deshalb ist es sicherlich von Vorteil

diskrete Nachbarn zu haben.

Günther Oberhöller, Bozen

Ich wohne in einem Kondominium mit

vielen Nachbarn. Mir ist ein respektvolles

Miteinander wichtig, enge Freundschaften

suche ich nicht. Man grüßt sich und falls

jemand Unterstützung braucht, bin ich da.

So halte ich es auch in meiner physiotherapeutischen

Praxis: respektvoll, hilfsbereit,

aber mit einer gesunden Distanz.

Florian Mahlknecht, Nals

Gute Nachbarschaft bedeutet für mich mehr

als nur Tür an Tür zu wohnen. Mit meinen

Nachbarn konnte ich sogar während der

Coronazeit über den Gartenzaun hinweg

Tennis spielen. Auch heute noch genießen

wir gemeinsame „Wattabende“, sobald

die Kinder schlafen. Gute Nachbarschaft

schenkt Leichtigkeit, gemeinsame Erlebnisse

und einfach eine richtig gute Zeit.

Karin Adami, Girlan/Eppan

Gute Nachbarschaft ist wichtig, denn glücklich

ist man daheim, wenn auch das Umfeld

stimmt. Und es braucht Respekt und Freundlichkeit.

Früher gab’s noch Kaffeekränzchen

und Sommerfeste – das ist mit dem Arbeitsalltag

leider weniger geworden. Jetzt

im Ruhestand genieße ich ab und zu wieder

einen Kaffeetreff mit meiner Nachbarin.

Manuel Tonidandel, Margreid

Gute Nachbarschaft bedeutet Lebensqualität:

Wer sich mit seinen Nachbarn gut

versteht, lebt glücklicher und gesünder.

Für ältere Menschen bietet eine verlässliche

Nachbarschaft Hilfe, Kontakt und

Schutz vor Einsamkeit.

Ivan Tramarin, Kurtinig

Ich finde eine gute Nachbarschaft sehr

wichtig. Es freut mich, dass wir in unserer

Straße alle sehr gut miteinander auskommen

und uns gegenseitig unterstützen.

Wenn man Hilfe braucht, ist immer jemand

da!

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26 // SEPTEMBER 2025


TREFFPUNKT

HEISSES EISEN

Alexa, lass mich raus!

ALS ICH VOR ZIG JAHREN DEN 1968 ERSCHIENENEN FILM VON STANLEY KUBRICK „2001: ODYSSEE IM WELTRAUM“

GESEHEN HABE, BELÄCHELTE ICH DIE GESCHICHTE VON DER MASCHINE HAL9000, DIE SELBSTBEWUSSTSEIN ENTWICKELT.

Heute habe ich Angst, dass sich der

Kühlschrank nicht öffnen lässt, weil er

entschieden hat, dass ich ein paar Pfunde

zu viel auf den Rippen habe. Und das weiß

er auch nur deshalb, weil jeder Versuch

die Personenwaage zu manipulieren, mit

einem Stromschlag endet.

Meinen Backofen muss ich sowieso

überlisten, dass er die Schweinshaxe

grillt und nicht in Dampf gart. Ich weiß,

wäre gesünder, aber wenn ich ein norddeutsches

Eisbein will, dann gehe ich im

Winter barfuß.

Dabei hat künstliche Intelligenz, kurz

KI, auch gute Seiten. Früher musste man

sich Telefonnummern merken. Heute fragt

man Siri. Wenn es die Nummer des Technikers

ist, der das Haus vernetzt hat, dann ist

sie eigenartigerweise aber besetzt und ich

spüre den gleichen suspekten Blick, wie ihn

mein Hund hat, wenn er zum Tierarzt soll.

An der Haustür klingeln sollte der Techniker

in dem Moment dann besser nicht.

GOOGLE, WO IST NOCHMAL

DIE TOILETTE?

KI hilft auch sich in der Welt zurecht

zu finden. Musste man früher einen Atlas

aufschlagen, um zu erfahren wo Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch

liegt, reicht nun der Sprachbefehl

„Google, wo liegt der Ort mit dem

unaussprechlichen langen Namen?“ Nicht

einmal selbst tippen muss man mehr. Gefährlich

wird es, wenn die Antwort lautet

„In Wales, du Niete!“

Wenn uns die künstliche Intelligenz

eines Tages total ersetzt, dann vermutlich

nicht durch die mordende Personenwaage,

sondern durch das stille Auslöschen

unserer grauen Zellen.

Die Anzeichen sind schon da: Menschen,

die ohne Navi nicht einmal zum

nächsten Supermarkt fahren. Schüler, die

die Englischübersetzung eines Übersetzungsprogramms

übernehmen und eine

satte Vier bekommen, weil sie den Vermerk

„Mit DeepL generiert“ nicht gelöscht

haben. Stellen wir uns Manager vor, die

jede Entscheidung zuerst von einer App

absegnen lassen, bis hin zur existenziellen

Frage: „Soll ich meine Ehe beenden, oder

lieber einen neuen Drucker kaufen?“

ACHTUNG! DIE TAKTIK

HEISST „EINLULLEN“.

Künstliche Intelligenz macht das Leben

bequemer. Aber Bequemlichkeit ist

bekanntlich der natürliche Feind des

Denkmuskels. Das Gehirn ist wie ein Bizeps:

Wenn man es nicht benutzt, hängt

es irgendwann in den Seilen. Statt Kreuzworträtseln

scrollt man durch TikTok, statt

Informationen aufzusaugen, lässt man sich

von einer App sagen, welche Torte man ist.

Hoffentlich wurde der Kühlschrank beim

Stichwort „Torte“ jetzt nicht hellhörig.

Besonders perfide ist, dass KI uns das

Denken abnimmt, während sie so tut, als

würde sie uns helfen, es zu verbessern. Sie

schreibt uns Einkaufslisten, berechnet den

günstigsten Stromtarif, liefert Datingtipps.

Das klingt praktisch. Bis man merkt, dass

man irgendwann nicht mehr weiß, ob man

selbst auf Sojamilch umgestellt hat, oder

der Kühlschrank und Alexa. Die beiden

stecken so etwas von unter einer Decke!

WENN DER TOASTER BEIM

SCHACH GEWINNT

Gefährlich wird es auch im Alltag:

Wenn die KI uns wirklich alles abnimmt,

werden wir nicht nur dumm, sondern auch

hilflos. Das Auto fährt uns selbstständig ins

Büro, weigert sich aber, am Wochenende

zur Schwiegermutter zu fahren. Na gut, so

fies ist KI also gar nicht.

Die größte Ironie: Die digitale Hängematte,

in der wir uns ausruhen, haben wir

selbst gebaut! In der Zwischenzeit lernen

die Maschinen, wie man unsere Probleme

löst. Bis sie feststellen, wer das größte Problem

ist. Aber die wahre Gefahr ist nicht,

dass die Maschinen klüger werden als wir.

Sondern dass wir irgendwann freiwillig

dümmer werden als ein Toaster.

Übrigens, ich habe den Artikel, aus

Angst vor Vergeltung, nicht auf meinem

PC geschrieben.

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27 // DIEWEINSTRASSE.BZ


TREFFPUNKT

KÜRBISTAGE IN LANA

26.09.–28.09.2025

Niederlana

WAS IST LOS im September?

DI

02

MI

03

DO

04

FR

05

SA

06

MUSIK

› Eröffnungskonzert – Eppaner

Liedsommer

20.00 Uhr | Lanserhaus Eppan

MUSIK

› Forum Kaltern – Orgelkonzert

– Bläserquartett und Orgel

20.30 Uhr | Pfarrkirche Kaltern

EVENT

› Kalterer Weintage

18.00 Uhr | Marktplatz Kaltern

EVENT

› 24. Südtiroler Firmenlauf

19.00 Uhr | Neumarkt

MUSIK

› Liederabend

20.00 Uhr | Lanserhaus Eppan

› Eppaner Musiknächte – Bürgerkapelle

St. Michael/Eppan

20.00 Uhr | Pavillon St. Michael

KINO

› Ich will alles – Hildegard Knef

17.30 Uhr | Filmtreff Kaltern

› Islands

20.00 Uhr | Filmtreff Kaltern

MUSIK

› Musikfest der BK Tramin

16.30 Uhr | Festplatz Tramin

KINO

› Ich will alles – Hildegard Knef

17.30 Uhr | Filmtreff Kaltern

› Islands

20.00 Uhr | Filmtreff Kaltern

Es pflegn Vroni, Franz und Fritz

Die Wiesn mit die Äpflbam

Die Sunn knållt oar, groaß die Hitz

Kannt man de nutzn, wars a Tram.

Solarpanele in die Felder,

Im Grund isch des jo net unmeglich.

Man spårt an Strom und erntet Gelder,

Obr ischs firs Låndschaftsbild erträglich?

SO

07

DI

09

MI

10

FR

12

EVENT

› Kirchtag mit hl. Messe in der

Kapuzinerkirche und Festbetrieb

in der Gaulschlucht

08.00 Uhr | Oberlana

MUSIK

› Matinee – Anja Mittermüller

11.00 Uhr | Lanserhaus Eppan

› Musikfest der Bürgerkapelle

Tramin

10.30 Uhr | Festplatz Tramin

› Abschlusskonzert Meisterkurs

20.00 Uhr | Lanserhaus Eppan

KINO

› Islands

17.30 Uhr | Filmtreff Kaltern

› Ich will alles – Hildegard Knef

20.00 Uhr | Filmtreff Kaltern

MUSIK

› Platzkonzert der Bürgerkapelle

Kaltern

20.30 Uhr | Marktplatz Kaltern

MUSIK

› Orgelkonzert – Schlüsselfidel

und Orgel

20.30 Uhr | Pfarrkirche Kaltern

MUSIK

› Eppaner Musiknächte – Musikkapelle

Frangart

20.00 Uhr | Pavillon Frangart

› Mysterium Montis - Chorkonzert

20.30 Uhr | Pfarrkirche

St. Anton und Nikolaus, Leifers

SA

13

SO

14

KINO

› Das Kanu des Manitu

17.30 Uhr | Filmtreff Kaltern

› Die Rosenschlacht

20.00 Uhr | Filmtreff Kaltern

MUSIK

› Eröffnungskonzert

Vincent & Fernando

16.00 Uhr | Marktplatz Kaltern

› Mysterium Montis –

Open-Air-Chorkonzert

17.00 Uhr | Steinbruch am

Buchnerhof, Leifers

› Konzert – Barock mit

Humor

20.30 Uhr | Bibliothek Oberlana

EVENT

› Frühschoppen auf Burg

Boymont mit Paulsner

Böhmische

11.00 Uhr | Burg Boymont

› Aldeiner Almabtrieb

11.00 Uhr | Messner Wiese,

Aldein

› Schützenfest der Traminer

Schützenkompanie

17.00 Uhr | Festplatz Tramin

KINO

› Die Rosenschlacht

17.30 Uhr | Filmtreff Kaltern

› Das Kanu des Manitu

20.00 Uhr | Filmtreff Kaltern

MUSIK

› Konzert der Bauernkapelle

Völlan

10.00 Uhr | Völlan vor dem

Altenheim

EVENT

› Schützenfest mit

Frühschoppen

10.30 Uhr | Festplatz Tramin

› Mühlenfestl

11.00 Uhr | Mühlenmuseum

und Hof im Thal Aldein

› Pawigl BrotZeit – Schaubacken

11.00 Uhr | Festplatz beim

Pawigler Wirt

KINO

› Das Kanu des Manitu

17.30 Uhr | Filmtreff Kaltern

› Die Rosenschlacht

20.00 Uhr | Filmtreff Kaltern

28 // SEPTEMBER 2025


MI

17

DO

18

SA

20

MUSIK

› Galakonzert des Duos Vincent

& Fernando

20.00 Uhr | Vereinshaus Kaltern

› Orgelkonzert – Große Meister

20.30 Uhr | Pfarrkirche Kaltern

EVENT

› Südtirol Clean Up Days 2025

09.00 Uhr | Büro TV Aldein,

Radein und Jochgrimm

› Veronika Riz – „Notturno”

Tanzperformance

20.00 Uhr | Kultursaal

St. Michael/Eppan

BUCHVORSTELLUNG

› Persischer Wein – Wie ich im

Bike-Rausch bis in den Iran

radelte

20.00 Uhr | Filmtreff Kaltern

EVENT

› Wine-Day

09.00 Uhr | Weinhaus Punkt

Kaltern

› Autofreier Mendelradtag

09.00 Uhr | Mendelpass

MUSIK

› I am alive – set – Workshop

+ Liveset

14.00 Uhr | Jugend-Kulturtreff

Jump Eppan

› Platzkonzert der The Legendary

St. Pauls Tschäss Bänd

14.30 Uhr | Weinhaus Punkt

Kaltern

KINO

› Grand Prix of Europe

15.30 Uhr | Filmtreff Kaltern

› Leonora im Morgenlicht

17.30 Uhr | Filmtreff Kaltern

› Shayda – In fuga dall’Iran

20.00 Uhr | Filmtreff Kaltern

SO

21

MI

24

FR

26

SA

27

EVENT

› Knödelfest

10.00 Uhr | Festplatz St. Michael/Eppan

› Glener Kirchtag mit hl. Messe

10.00 Uhr | Glen/Montan

› Fest des Ski Club Roen

17.30 Uhr | Festplatz Tramin

KINO

› Grand Prix of Europe

15.30 Uhr | Filmtreff Kaltern

› Shayda – In fuga dall’Iran

17.30 Uhr | Filmtreff Kaltern

› Leonora im Morgenlicht

20.00 Uhr | Filmtreff Kaltern

MUSIK

› Raphael Repetto – junger

Südtiroler Cellist

20.00 Uhr | Schloss Englar

Pigeno/Eppan

› Forum Musik Kaltern

– Orgelkonzert – Vater unser

im Himmelreich

20.30 Uhr | Pfarrkirche Kaltern

KINO

› Was ist Liebe wert – Materialists

17.30 Uhr | Filmtreff Kaltern

› Happyland

20.00 Uhr | Filmtreff Kaltern

MARKT

› Happymarkt

08.00 Uhr | Girlan, Eppan

› SelberGMOCHT

09.00 Uhr | Am Gries und

Rathausplatz, Lana

› Bio Herbstfest

10.00 Uhr | Dorfzentrum

Neumarkt

EVENT

› Almabtrieb in Altrei

12.00 Uhr | Fraulalm Altrei

SO

28

› Fest des ASV Fußball

Tramin

17.30 Uhr | Festplatz Tramin

KINO

› Happyland

17.30 Uhr | Filmtreff Kaltern

› Was ist Liebe wert

– Materialists

20.00 Uhr | Filmtreff Kaltern

MARKT

› Flohmarkt in Kaltern

08.00 Uhr | Dorfzentrum

Kaltern

EVENT

› Kalditscher Kirchtag mit

hl. Messe

08.00 Uhr | Dorfzentrum

Kaltern

› Frühschoppen auf

Burg Boymont mit

„Die Spielerei“

11.00 Uhr | Burg Boymont

KINO

› Was ist Liebe wert

– Materialists

17.30 Uhr | Filmtreff Kaltern

› Happyland

20.00 Uhr | Filmtreff Kaltern

GROSSES

PUBLIKUM

ERWÜNSCHT?

Bewerben Sie Ihre Theatervorstellung,

Austellung oder Buchpräsentation

kostenlos. Schreiben Sie uns!

veranstaltungen@dieweinstrasse.bz

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EDITION 2025

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29 // DIEWEINSTRASSE.BZ


FRAU IM FOKUS

Vergangenheit

Von der Kreativität

meiner Eltern geprägt

Gegenwart

Neugierig sein und eigene

Kreativität leben

Zukunft

In der Kreativität

alt werden

Vielseitige Geschäftsfrau

mit klaren Visionen

Wenn man mit Eva Marini spricht, fühlt man

sich durch die offene und umgängliche

Art ihres Kommunizierens gleich mitten

im Kern des Gesprächs. Geboren

und aufgewachsen ist sie auf einem

Bauernhof mitten in St. Michael/

Eppan, ihr Vater war ein geschickter

Viehhändler, ihre Mutter eine

kreative Hausfrau. Eva hat sich für

den Besuch der landwirtschaftlichen

Oberschule in Auer entschieden.

12 Jahre lang war sie dann in der Kinder-,

Jugend- und Sozialarbeit ehrenamtlich

tätig, vor allem bei den Pfadfindern

von Eppan, sie hat das „Jump“

Quelle: Privat

mitbegründet, andere Projekte ins Leben gerufen.

Ein großer Schritt war die Eröffnung

der „Spielwelt“, eines Fachgeschäfts für

Spielwaren in Eppan. „Ich kann Vieles,

nur nicht nichts tun“, sagt sie von sich.

‹ Wer mit Eva Marini zu tun hat, merkt

sofort ihre offene, lebendige Art, die

Menschen unmittelbar erreicht. Ihre

Vielseitigkeit zeigt sie als Geschäftsfrau,

Organisatorin, Autorin und kreative Ideengeberin.

Sie reist gerne, schreibt leidenschaftlich

– und veröffentlichte kürzlich ihr Buch „So

spielt Südtirol“.

Wie würden Sie selbst Ihre Vielseitigkeit als Geschäftsfrau

beschreiben?

Eva Marini: In meinen Eltern, vor allem meinem Vater, hatte

ich zwei Vorbilder, die mich sehr geprägt haben. Mein Vater

war Viehhändler. Er hat mich bei der Gründung des Geschäfts

zwar nicht finanziell unterstützt, mir aber einige wichtige Leitgedanken

mitgegeben. Zum Beispiel hat er gesagt: Ein Geschäft

ist nur dann ein gutes Geschäft, wenn es für dich und den Kunden

passt, wenn dieser mit dem vereinbarten Handel zufrieden

ist. Auch was das Einkaufen betrifft, hat er mir wertvolle

Tipps gegeben, denn im Grunde, ob du mit Tieren handelst oder

Spielwaren einkaufst und verkaufst, da gibt es keinen großen

Unterschied.

Und welche Eigenschaften oder Werte haben Sie von Ihrer

Mutter übernommen?

Von der Mutter habe ich das Kreative. Mir war bei der Eröffnung

des Spielgeschäfts klar, dass ich die Spielräume auch nach

außen verlagern muss. Natürlich braucht man grundsätzlich

Freude an Kindern und ihrem spielerischen Wesen. Da kommt

mir die Kreativität meiner Mutter zugute, indem ich eine zweite

Aktivität begonnen habe: Die Spielwelt-Events. Mit „Emil“,

einem alten VW-Bus, ausgerüstet mit Zuckerwatte, Luftballons

und Handpuppen, fahre ich zu verschiedene Veranstaltungen,

hauptsächlich zu Hochzeiten oder Mustermessen, wo ich gebucht

werde, um für die Unterhaltung der Kinder zu sorgen. Kürzlich

hatten meine Mitarbeiterinnen und ich die Ehre, bei der Hochzeit

von Nationaltorhüter Manuel Neuer am Kalterer See und auf

Schloss Freudenstein für vier Tage Kinder zu unterhalten, die

zu seiner Hochzeit geladen waren.

Sie sind auch Teil des Vereins „Comedicus“ – was hat Sie dazu

bewegt, sich als Clown für Kinder einzusetzen?“

Ich wurde öfters als Clown zu Kindergeburtstagen eingeladen.

Da habe ich gemerkt: in diesem Bereich muss ich mich noch weiterbilden.

So bin ich zu den „Roten Nasen“ in Innsbruck gestoßen,

wo ich eine längere, für mich sehr anspruchsvolle Ausbildung

genossen habe, die tief in die persönliche, emotionale Ebene

gegangen ist, was eine Herausforderung für mich war und mir

sehr geholfen hat. Man muss schon sehr gefestigt sein und sich

intensiv vorbereiten, wenn man zu zweit ins Krankenhaus geht,

um kranken Kindern und deren Eltern optimistische, fröhliche

Momente zu schenken. Ja, das gehört auch zu einen der vielen

Aktivitäten, die ich mache.

30 // SEPTEMBER 2025


FRAU IM FOKUS

Sie engagieren sich auch in der Hospizbewegung, in welchem

Moment haben Sie sich dazu entschieden?

Die Ausbildung habe ich gemacht, als meine beiden Eltern

erkrankt sind und ich sie betreuen musste. Vor allem bei der

fünf Jahre anhaltenden Betreuung meiner Mutter hat es mir geholfen

zu wissen, wie man mit dementen oder sterbenskranken

Menschen umgeht und wie man die eigene Trauer überwindet.

Die Kühne Ü Bühne prägt seit 33 Jahren das kulturelle Leben

im Überetsch – wie sah Ihr Weg innerhalb dieser Gruppe aus?

Ja, da war ich von Anfang an dabei, nicht als Schauspielerin,

sondern als verantwortliche Organisatorin. Es braucht jemanden,

der alles in der Hand hat. Es sind die geeigneten Spielorte

zu finden, mit den Regisseuren zu verhandeln und mit den

Sponsoren. Viele andere Arbeiten sind zu erledigen. Wir alle

– außer der Regisseur – arbeiten ehrenamtlich. Was wir uns

aber gönnen: wir unternehmen jährlich eine Städtereise. Heuer

geht es nach Dublin. In all den Jahren sind wir zu einer echten

Familie zusammengewachsen, das ist das Schönste, das macht

unsere Gruppe so liebenswert.

Alfred Donà

alfred.dona@dieweinstrasse.bz

Goldene

Herbstzeit!

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Ihre Veranstaltung in der Bezirkszeitschrift

Die Weinstraße. Machen Sie mit

bei unseren Törggele-Extraseiten

zu Sonderpreisen in der Oktoberausgabe.

Erscheinung: 1. Oktober

Anzeigenschluss: 18. September

Kontaktieren Sie uns! Wir beraten

Sie gerne über alle Werbemöglichkeiten.

Lade die Tigermücke nicht

zu dir nach Hause ein!

Bringe Moskitonetze an Fenstern an. Eine Klimaanlage

schafft ein ungünstiges Klima für Mücken. Verwende

Mückenspiralen, Verdampfer oder elektrische Diffusoren.

Überprüfe ruhigere Ecken der Wohnung, wo sich Mücken

gern verstecken.

Dein Schutz beginnt mit einfachen Handlungen im Alltag.

Lass dich nicht stechen!

Informationen und Kontakt:

T 0471 051 260 | melanie.feichter@dieweinstrasse.bz

31 // DIEWEINSTRASSE.BZ


Die beste Genossenschaftskellerei

der Welt

VON SÜDTIROL AN DIE WELTSPITZE – DIE KELLEREI TRAMIN WIRD

BEIM CO-OP CONTEST 2025 ZUR BESTEN KELLEREIGENOSSENSCHAFT GEKÜRT.

Die Kellerei Tramin hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu

einem internationalen Aushängeschild entwickelt und wurde kürzlich

im renommierten CO-OP Contest 2025 von der Fachzeitschrift

„Weinwirtschaft“ zur weltbesten Genossenschaftskellerei prämiert

– eine Auszeichnung, die nicht nur Weinkenner aufhorchen lässt.

EIN HISTORISCHES FUNDAMENT

Gegründet wurde die Kellerei bereits 1898 auf Initiative von

Christian Schrott, Pfarrer des Ortes und Abgeordneter im Wiener

Parlament. Sein Ziel war es, den lokalen Kleinbauern eine sichere

Zukunft zu bieten, indem sie ihre Kräfte bündelten. 1971 erfolgte

die Fusion mit der Kellerei Neumarkt, wodurch die Genossenschaft

weiter wuchs. Mit dem Eintritt von Kellermeister Willi Stürz im

Jahr 1989 begann eine neue Qualitätsära. Unter seiner Leitung

avancierte die Kellerei vom soliden Produzenten zum internationalen

Spitzenbetrieb. Heute, über 125 Jahre später, bewirtschaften

rund 300 Mitglieder gemeinsam 260 Hektar Weinberge in Tramin

und den umliegenden Dörfern.

QUALITÄT STATT FLÄCHE

Während viele Genossenschaften in Italien und weltweit auf

Größe und Fusionen setzen, verfolgt man in Südtirol und auch

in Tramin einen anderen Weg. „Wir wollen stetig besser werden,

aber nicht zwangsläufig größer“, betont Verkaufsleiter Wolfgang

Klotz. Statt Expansion setzt die Genossenschaft auf Präzision im

Weinberg, auf nachhaltige Methoden und eine kompromisslose

Qualitätsphilosophie.

Die individuelle Pflege der Weinberge durch die Mitglieder

ist dabei entscheidend: Unzählige kleine Parzellen, oft in steilen

Lagen, werden von den Familien mit Leidenschaft und Sorgfalt

bewirtschaftet. Dieser Aufwand spiegelt sich im Glas wider – in

Weinen voller Authentizität, Eleganz und alpiner Frische.

TRIUMPH BEIM CO-OP CONTEST 2025

Dass dieser Weg Früchte trägt, beweist der jüngste Erfolg: Bei

der Blindverkostung von 112 Genossenschaften aus aller Welt

überzeugte die Kellerei Tramin auf ganzer Linie.

Der Epokale Gewürztraminer Spätlese 2017 wurde mit 94 Punkten

als bester Wein des Wettbewerbs ausgezeichnet. Bereits zuvor

sorgte er für Furore, als sein Jahrgang 2009 vom Wine Advocate als

erster italienischer Weißwein überhaupt die legendären 100 Punkte

erhielt. Der Troy Chardonnay Riserva 2021 erreichte 91 Punkte und

wurde zum besten trockenen Weißwein Italiens gekürt. Selbst die

Einstiegsweine wie die T Cuvée Bianco 2024 konnten mit hoher

Qualität überzeugen. Damit zeigte Tramin nicht nur im Premiumsegment,

sondern über die gesamte Bandbreite hinweg Konstanz

auf höchstem Niveau – ein Kriterium, das den Gesamtsieg sicherte.

INTERNATIONALE STRAHLKRAFT

Heute gehört die Kellerei Tramin zu den Topgenossenschaften

weltweit – gemeinsam mit Namen wie Plaimont (Frankreich) und

den Wachtenburg Winzern (Deutschland). Doch trotz internationaler

Anerkennung bleibt man in Tramin bescheiden. Wir haben

beim Obmann der Kellerei Tramin Leo Tiefenthaler nachgefragt:

32 // SEPTEMBER 2025


‹ Obmann der Kellerei Tramin Leo Tiefenthaler, die beiden Redakteure

der Zeitschrift Weinwirtschaft Vincent Meßmer und Karin

Eymael und der Verkaufsleiter der Kellerei Tramin Wolfgang Klotz

(von links) bei der Preisverleihung in Deidesheim (Deutschland)

Quelle: melanie hubach – Kellerei Tramin

GAUMEN & GENUSS

Die Weinstraße: Herr Tiefenthaler, die Kellerei Tramin wurde

zur besten Kellereigenossenschaft weltweit gekürt. Welche

Bedeutung hat diese Auszeichnung für Sie persönlich und

für die Mitglieder der Genossenschaft?

Leo Tiefenthaler: Vor allem bestätigt diese Auszeichnung

eindrucksvoll den Weg, den wir seit Jahrzehnten konsequent

beschreiten. Gleichzeitig ist es eine große Genugtuung für

unsere Mitgliederfamilien und Mitarbeiter für ihre intensiv

qualitätsorientierte Arbeit, die sie jeden Tag leisten. Wir sind

sehr erfreut über diese Auszeichnung.

Der Sieg beim internationalen CO-OP Contest 2025 ist ein

starkes Signal. Glauben Sie, dass diese Auszeichnung auch

eine Botschaft an andere Genossenschaften in Südtirol und

Italien sendet?

In Südtirol hat sich glücklicherweise eine sehr kleinstrukturierte

Landwirtschaft erhalten, mit vielen kleinen Weinbauernfamilien.

Diese Besonderheit braucht eine starke, qualitativ

ausgerichtete Genossenschaftsstruktur. Südtirols Kellereigenossenschaften

präsentieren ein geschlossen hohes Qualitätsniveau

und jeder einzelne Erfolg ist wichtig, um unser Modell zu

stärken und ein Musterbeispiel für andere Regionen zu sein.

Viele große italienische Genossenschaften setzen auf Wachstum

durch Größe. Tramin hingegen gilt als vergleichsweise

klein und überschaubar. Worin liegt für Sie der konkrete

Vorteil dieser Struktur?

Die Stärke unserer Genossenschaft liegt in ihrer engen

Bindung an die Mitglieder. Die Familien sind seit Generationen

verwurzelt mit ihrem Grund und Boden und der hier

herrschenden Natur. Sie verstehen sich als Teil der Landschaft

und identifizieren sich stark mit ihrer Genossenschaft, sehen

sich als große Familie, die zusammenhält und gemeinsam leidenschaftlich

ihre Ziele verfolgt. Trotz der relativen Größe hat

unser Betrieb die Möglichkeit, wie ein kleines Privatweingut zu

agieren, was hohe Flexibilität und rasche Entscheidungsfindung

erlaubt. Die große Anzahl an kleinen Mitbesitzern garantiert

individuelle, intensive Weingartenarbeit und punktgenaue Lese

bei optimaler physiologischer Reife. Diese Sorgfalt sowie die

reiche Erfahrung und die umsichtigen und klaren Vorgaben

von Kellermeister Willi Stürz liefern die Grundlage für die

konstant hohe Qualität der Weine.

Eine solche Auszeichnung ist international prestigeträchtig.

Was bedeutet dieser Erfolg wirtschaftlich?

Internationale Auszeichnungen sind ein konkreter Erfolgsfaktor

für Südtirols Weinwirtschaft, denn sie steigern

das Vertrauen von Gastronomie, Sommeliers, Händlern und

Konsumenten weltweit. Wir müssen uns auch in Zukunft gezielt

weiterentwickeln, um die Marktpositionierung und das Image

der Region weiter voranzubringen.

Astrid Kircher

astrid.kircher@dieweinstrasse.bz

ReSpeckt!

Speck ist nicht gleich Speck. Schon gar nicht bei uns

in Südtirol. Die Siebenförcher Metzger-Meister verarbeiten

nur die besten Zutaten mit handwerklichem

Können zu ganz hervorragenden Produkten. Und genau

darum schmeckt unser mehrfach ausgezeichneter

Speck einfach ausgezeichnet.

Ehrlich. Das schmeckt man.

www.siebenfoercher.it

33 // DIEWEINSTRASSE.BZ


GAUMEN & GENUSS

34 // SEPTEMBER 2025


Unser Qualitätsversprechen

Geprüfte Qualität & garantierte Herkunft

› Einhaltung der Qualitätsbestimmungen die

im Pflichtenheft verankert sind

› Regelmäßige Kontrollen durch unabhängige

und zertifizierte Kontrollstellen

Werde auch du Mitglied

qualitaetsuedtirol.com

Qualität, die man schmeckt

23. Brot- und Strudelmarkt in Brixen

Pusterer Breatln, Vinschger Paarln und

saftiger Südtiroler Apfelstrudel – was haben

sie alle gemeinsam? Sie werden nach

alten traditionellen Herstellungsverfahren

von Südtirols Bäckermeister:innen zubereitet

und überzeugen mit Geschmack und

Einzigartigkeit. Unterschiedliche Mischverhältnisse,

einheimisches Getreide aus

dem Projekt Regiokorn und natürliche

Zutaten sind die Basis für diese Brotspezialitäten

und Backwaren der besonderen

Art. Die individuellen Rezepturen werden

von den Bäcker:innen und Konditor:innen

streng geheim gehalten. Auch wenn

nach wie vor fleißig an neuen Brotsorten

experimentiert wird, kommen manche

von ihnen nie aus der Mode.

Eines haben alle teilnehmenden Bäckereien

und Konditoreien gemeinsam. Sie

sind Markennutzer des Qualitätszeichens

Südtirol. Für Brot mit dem Qualitätszeichen

Südtirol gelten folgende Vorgaben:

Mindestens 75 Prozent des verwendeten

Mehls stammt aus Südtirol, und die

Zubereitung erfolgt nach traditionellen

Rezepten und Verfahren der Südtiroler

Bäckereien.

Beim Apfelstrudel stammen die Äpfel

und die Butter ebenfalls aus der Region,

wobei Margarine strikt ausgeschlossen

ist. Für alle Produkte gilt: Es werden ausschließlich

natürliche Zutaten verwendet,

wobei mindestens 60 Prozent der Zutaten

aus der Region stammen. Der Einsatz von

Konservierungsmitteln, Geschmacksverstärkern

oder anderen chemischen Zusätzen

ist nicht erlaubt. Die Einhaltung

dieser Standards wird regelmäßig durch

unabhängige Kontrollstellen überprüft.

Die einzigartige Südtiroler Backvielfalt

erlebst du auf dem 23. Südtiroler Brot- und

Strudelmarkt vom 3. bis zum 5. Oktober

auf dem Domplatz in Brixen. Die Südtiroler

Produzenten freuen sich auf deinen

Besuch!

Quelle: Marion Lafogler

Teilnehmende Bäckereien

und Konditoreien:

Bäckerei Schuster aus Laatsch

Naturbackstube Profanter aus Brixen

Konditorei Pupp aus Brixen

Fritz & Felix aus Bozen

Gasser BROThers aus Lüsen

Konditorei Klemens aus Brixen

Bäckerei Harrasser aus Bruneck

Bäckerei Stampfl aus Rodeneck

Pardeller Brotmanufaktur aus Sterzing

Bäckerei Alberti aus Brixen

Konditorei Heiss aus Brixen

Erb Brot aus Meran

Ultner Brot aus Ulten

Bäckerei Plazotta aus Eppan

Partnerstände:

Seibstock Manufaktur aus Martell

Erich Larcher aus Vahrn

Koflers Delikatessen aus Unsere Liebe Frau i. W.

Meraner Mühle aus Lana

Rieper Mühle aus Vintl

Apfelsommelier aus Südtirol

Brimi aus Vahrn

23. Südtiroler Brot- und Strudelmarkt

vom 3. bis 5. Oktober 2025

Domplatz Brixen

FR–SA: 9.30–18 Uhr

SO: 10–18 Uhr

Mehr Infos unter

www.brotmarkt.it

35 // DIEWEINSTRASSE.BZ


Quelle: Federico Modica

FIS Nordic Summer Festival

VOM 18. BIS 21. SEPTEMBER FINDET IM FLEIMSTAL | VAL DI FIEMME DAS FIS NORDIC SUMMER FESTIVAL

STATT – EIN EINZIGARTIGES INTERNATIONALES SPORTEREIGNIS.

Vier Tage voller Spitzensport in Skispringen, Nordischer Kombination

und Skiroll rücken die „Wiege des nordischen Skisports“

ins Rampenlicht der Welt wie nie zuvor. Insgesamt stehen 18 Wettkämpfe

auf dem Programm, die die besten Athletinnen und Athleten

dieser Sportarten auf nationaler und internationaler Ebene

vereinen: fünf im Skispringen, drei in der Nordischen Kombination

und ganze zehn im Skiroll. Letzteres – das Sommerskilanglaufen

– hat in Ziano di Fiemme seine unbestrittene internationale

Hauptstadt gefunden. Die Wettkampfformate in Fiemme gehören

zu den beliebtesten: vom Einzel- und Super-Team-Wettkampf im

Skispringen über Gundersen und Mixed Team in der Nordischen

Kombination bis hin zu Sprint, Team Sprint Mix und Massenstart

im Skiroll. Die Wettkämpfe im Fleimstal | Val di Fiemme zählen

als Etappen des Sommer-Weltcups und bringen wertvolle Punkte

für die Gesamtwertungen der großen internationalen Rennserien.

Dazu werden die begehrten Kristallkugeln im Skiroll (Weltcup

2025) und in der Nordischen Kombination (Sommer-Grand-Prix

2025) vergeben.

AUF DEN WEG NACH OLYMPIA

Das FIS Nordic Summer Festival ist ein weiterer Meilenstein

für das Fleimstal | Val di Fiemme auf dem Weg zu den Olympischen

und Paralympischen Winterspielen Mailand-Cortina 2026

(#roadto2026). Für das erfahrene Organisationskomitee Nordic

Ski Val di Fiemme, das von der Fondazione Milano Cortina 2026

als EDE (Event Delivery Entity) designiert wurde, ist dies die

perfekte Gelegenheit, die bewährten Organisationsmechanismen

zu erproben, die das Tal seit Jahren zu einer Topdestination des

internationalen Sports gemacht haben. Ab dem kommenden

Winter wird das Fleimstal | Val di Fiemme weltweit der einzige

Ort sein, der alle großen internationalen Sportereignisse (Weltcup,

Weltmeisterschaften, Olympische Spiele und Paralympics)

in allen drei nordischen Disziplinen – Langlauf, Skispringen und

Nordische Kombination – ausgetragen hat.

FIEMME FEIERT DEN SPORT

Doch das FIS Nordic Summer Festival ist nicht nur ein Sportevent,

sondern ein echtes Fest für alle. Zum ersten Mal nach der

jüngsten Renovierung wird das Skisprungstadion von Predazzo

ein internationales Großereignis austragen und eine sportliche,

mitreißende Atmosphäre schaffen, die Fans, Familien und Interssierte

jeden Alters anzieht. Das Programm umfasst zahlreiche

Rahmenveranstaltungen, die das Erlebnis noch unvergesslicher

machen. Jeden Morgen startet direkt im Skisprungstadion das

„Jump in the Breakfast“ – ein typisch italienisches Frühstück als

sportlicher und genussvoller Tagesauftakt. Für gute Laune sorgen

Tina & Milo, die offiziellen Maskottchen von Mailand-Cortina

2026, die am Donnerstagabend und Freitagmorgen Groß und

Klein willkommen heißen und für fröhliche Momente sowie

Erinnerungsfotos sorgen.

36 // SEPTEMBER 2025


Quelle: Federico Modica

Herzstück des Festivals ist das große Fiemme Party Tent,

aufgebaut beim Skisprungstadion, wo Livemusik und DJ-Sets

die Veranstaltungstage begleiten. Auf der Bühne wechseln sich

Satomi Hot Night, The Killbilly’s und das FUN!LAB DJ-Set ab

und schaffen eine energiegeladene Stimmung. Lichtshows und

Volkstänze sorgen in den Pausen zwischen den Wettkämpfen für

zusätzliche Unterhaltung.

KULINARIK UND VOLKSMUSIK

Ein Höhepunkt ist das Septemberfest am Freitagabend – eine

einmalige Gelegenheit, die kulinarischen Traditionen der Region

zu genießen, begleitet von mitreißender Volksmusik. Stargast

des Abends ist die österreichische Gruppe Die Schilcherland

Buam, die das Tal mit ihrem Rhythmus zum Beben bringen

wird. Eine Tischreservierung (mind. vier Personen) ist möglich

unter Tel. 0462 814 384 – das Abendessen umfasst Vorspeise, ein

Hauptgericht (Wahl aus zwei Optionen), Dessert und Getränk

zum Preis von 30 Euro pro Person.

An allen Abenden verkehrt der Latemar Express Zug kostenlos

zwischen dem Predazzo-Platz und dem Latemar-Parkplatz

(Hin- und Rückfahrt).

Weitere Informationen zu Uhrzeiten und Programm:

www.fiemmeworldcup.com

37 // DIEWEINSTRASSE.BZ


Wie die Zeit vergeht – Come passa il tempo

GROSSE FOTOAUSSTELLUNG IM LANSERHAUS VOM 26.09.–02.11.2025

Alfred Donà

Die Idee, eine große Fotoausstellung

mit historischen Aufnahmen der Gemeinde

Eppan zu organisieren und diese Bilder

aus derselben Perspektive in der Gegenwart

nachzufotografieren, entstand bereits

vor einigen Jahren im Kreis des Fotoarchivs

von St. Pauls. Einen entscheidenden

Beitrag dazu leistete Oskar Frei, dem im

Laufe der Zeit zahlreiche Fotografien zu

unterschiedlichsten Themen – vor allem

zu Ereignissen und Begebenheiten aus

früheren Zeiten – anvertraut wurden. Mit

großem Einsatz hat er rund 40.000 Fotos

digitalisiert und archiviert. Aus diesem

einzigartigen Schatz wählten die beiden

Kuratoren der Ausstellung, Erwin Flor,

Quelle: alle historischen Bilder aus dem Fotoarchiv von Oskar Frei

verantwortlich für den technisch-fotografischen

Teil und Wally Kössler, zuständig

für die Texte, die aussagekräftigsten

Aufnahmen aus. Ihre Auswahl umfasst

120 historische Fotos, die in Beziehung

zu aktuellen Aufnahmen gesetzt wurden.

Die spannende Aufgabe des Fotoclubs

Eppan bestand darin, die ursprünglichen

Standorte der historischen Aufnahmen

ausfindig zu machen und dieselben Motive

erneut zu fotografieren. So entstanden

eindrucksvolle Bildpaare, die zeigen, wie

sich die Orte im Laufe der Jahrzehnte

verändert haben – und welche Dinge,

wie etwa bestimmte Handwerksberufe,

gänzlich verschwunden sind.

Die Ausstellung präsentiert insgesamt

190 Fotopaare zu vielfältigen Themen

wie urbanistische und landschaftliche

Entwicklungen in den Dörfern und

Fraktionen, Veränderungen in der Landwirtschaft,

Handwerk und Alltagsleben,

Jugend und Freizeit, kirchliches Leben

und Vereine sowie den Tourismus.

Ein Projekt dieser Dimension konnte

nur durch die finanzielle und ideelle

Unterstützung der Bildungsausschüsse

von St. Michael, Girlan, St. Pauls und

Frangart sowie durch das großzügige

Entgegenkommen der Gemeinde Eppan

in logistischer und finanzieller Hinsicht

verwirklicht werden. Wertvolle Beiträge

lieferten außerdem Georg Gaiser aus Eppan

und das Fotoarchiv Girlan, die der

Ausstellung interessante Aufnahmen zur

Verfügung stellten.

Quelle: Erwin Flor

Ausstellung

„Wie die Zeit vergeht

– Come passa il tempo“

Eröffnung: 26. September

im Lanserhaus in Eppan

Dauer: vom 26. September bis 2. November

2025, wochentags von 16.00 bis 19.00

und sonntags von 10.00 bis 12.00 Uhr

38 // SEPTEMBER 2025


Quelle: Erwin Flor Quelle: Erwin Flor Quelle: Erwin Flor Quelle: Christian Hanny

39 // DIEWEINSTRASSE.BZ


KULTUR

Hoch lebe die Kunst

– und der Künstler!

DIE KUNST IST EINES DER GRÖSSTEN GESCHENKE, DIE DAS LEBEN WOLFGANG

MERANER GEMACHT HAT. FOLGERICHTIG FEIERT DER GIRLANER MALER

SEINEN 70. GEBURTSTAG MIT EINER AUSSTELLUNG: „FLOWER GARDEN“

IST AB DEM 7. SEPTEMBER IM EPPANER LANSERHAUS ZU SEHEN.

Quelle: Alle Bilder von Wolfgang Meraner

Das Malen ist kein Hobby von Wolfgang

Meraner, es ist vielmehr ein Lebensinhalt

und begleitet ihn seit jeher. Die Faszination

für das Malen begann früh: In seiner Kindheit

streifte er gern durch sein Heimatdorf

Girlan, in dessen verwinkelten Gassen oft

Freilichtkünstler anzutreffen waren. Ihnen

heftete er sich an die Fersen, studierte ihre

Motive und Techniken

und probierte sie selbst

aus. Mittlerweile hat er

sich in Künstlerkreisen

und darüber hinaus einen

Namen gemacht.

Eine Anekdote aus Jugendjahren

erzählt er

gern: Als Mittelschüler

saß er zusammen mit

seinen Klassenkameraden

im Freien, mit dem

Zeichenblock auf dem Schoß und dem

Stift in der Hand – die Aufgabe lautete,

die Gleifkirche zu zeichnen. Da kam seine

Kunstprofessorin, Sieglinde Tatz Borgogno,

schaute ihm über die Schulter und

sagte: „Du musst Kunst studieren!“ Mit

schwungvoller Schrift versah sie sein Bild

mit einem Vorschlag für seine Künstlersignatur

und ging weiter. Während er sich

daran erinnert, hält Wolfgang Meraner jenes

Originalbild von 1970 in den Händen.

BEIM MALEN BRAUCHE ICH

ABSTAND. NACH EINIGEN

TAGEN SEHE ICH EIN BILD

WIEDER MIT ANDEREN AUGEN.

DER BEGINN SEINES

KÜNSTLERDASEINS

Der damals 15-jährige Wolfgang nahm

seinen Mut zusammen und bat seine Familie

um die Erlaubnis, die Kunstschule in

Gröden besuchen zu dürfen. „Das musst

du wissen“, war die Antwort des Vaters, und

Wolfgang Meraner wusste es sehr genau:

Er wollte sein Leben der Kunst widmen.

Vor Ort erfuhr seine Begeisterung zunächst

einen Dämpfer: Der junge Mann war zwar

voller Tatendrang, musste sich aber zu seinem

Leidwesen erst einmal mit einer Menge

Theorie und Kunstgeschichte auseinandersetzen.

Doch das Durchhalten lohnte sich,

denn schließlich konnte er von namhaften

Südtiroler Künstlern jener Zeit lernen. Nach

dem Abschluss hatte er im Gegensatz zu

den meisten seiner Klassenkameraden kein

Interesse an einer Lehrbefähigung, nicht

einmal am Künstlerberuf

selbst fand er damals

sonderlich Gefallen. Er

wollte arbeiten und Geld

verdienen, weshalb er in

der Grafikbranche Fuß

fasste. Erst ganz allmählich,

aber mit viel Muße,

wandte er sich in den

folgenden Jahren wieder

der Malerei zu.

DIE BEGEGNUNG MIT

ROBERT SCHERER

Jeder Künstler hat seinen Meister, der ihn

wachsen lässt. Für Wolfgang Meraner ist

dies der bekannte Bildhauer und Maler Robert

Scherer. Drei Jahre hat er bei ihm studiert

und dabei vor allem die Begeisterung

für die Freskomalerei entdeckt. Er hatte das

Privileg, den Meister beim Anbringen des

Freskos im Gewölbe in der Raiffeisenkasse

St. Michael/Eppan zu unterstützen, danach

hat Wolfgang Meraner sich selbstständig

an diese Technik gewagt. An zahlreichen

öffentlichen Gebäuden sind seine Wandbilder

zu sehen, unter anderem im Tannerhof

in Girlan, im Musikheim in Eppan sowie

in Völs, Kastelruth und Meran. Aus der

Bekanntschaft mit Robert Scherer entwickelte

sich eine tiefe Freundschaft. „Er war

sogar mein Brautführer“, erzählt Wolfgang

Meraner. Die beiden Künstler arbeiteten oft

nächtelang Seite an Seite, und für Wolfgang

Meraner war diese Verbindung immer wieder

Quelle der Inspiration und Motivation.

40 // SEPTEMBER 2025


Ausstellung „Flower Garden“

Eröffnung: Samstag, 6. September 2025 um 20 Uhr

im Lanserhaus in Eppan, Einführung durch Brigitte Matthias

Dauer: 7. bis 18. September, täglich von 10.00 bis 12.30 und von

15.00 bis 19.30 Uhr

Katalogvorstellung: Montag, 8. September 2025 um 20.00 Uhr im

Tannerhof in Girlan, mit Laudatio von Eberhard Daum

ÜBER DIE GRENZEN VON RAUM UND ZEIT

Früher war Wolfgang Meraner viel auf Reisen – USA, Thailand,

Hawaii … – immer mit einem Skizzenblock im Gepäck,

um seine Eindrücke festzuhalten. Wieder zu Hause ließ er die

Erinnerungen wirken und verarbeitete sie zu Bildern. Auch auf

seinen gegenwärtigen Reisen spielt Kunst eine zentrale Rolle. In

Ausstellungen und Museen holt er sich Inspiration, von seiner

Familie hat er dabei den längsten Atem. „Den anderen tun die

Füße schon viel früher weh als mir“, lacht Wolfgang Meraner.

Seine Reiseimpressionen fängt er heute mit der Kamera ein und

projiziert die Fotos dann an eine Leinwand in seinem Kelleratelier.

Diese Grundlage bearbeitet er mit unterschiedlichen Techniken

und fügt verschiedene Materialien hinzu. Schicht um Schicht

entstehen die Kunstwerke. Bevor ein Bild fertig ist, kann es Monate

dauern. Manchmal arbeitet er acht Stunden am Tag, manchmal

nur wenige Stunden in der Woche, meist parallel an mehreren

Werken. Während er sich einem Bild widmet, können die andern

ruhen. „Wenn ich die Werke mit etwas Abstand betrachte, fällt

mir auf, was es noch braucht“, erklärt der Künstler.

WACHSTUM UND WANDEL

Früher hat Wolfgang Meraner vor allem gezeichnet und Aquarelle

gemalt, mittlerweile fasst er diese Farben kaum mehr an.

„Wenn man großflächig malt, kann man sie nämlich nicht brauchen“,

erklärt er. Wolfgang Meraner verwendet für solche Werke

vor allem Öl- und Acrylfarben, aber auch Eitempera, also Farbpigmente,

die mit Wasser, Leinöl und Eidotter verrührt werden.

„Das ergibt sehr kräftige und natürliche Farben – von der Qualität

etwas vom Besten, das es gibt“, schwärmt er. Während er anfänglich

überwiegend naturalistisch und realistisch gemalt hat, widmet er

sich heute vor allem der abstrakten Malerei. Viele seiner Werke

hat er bereits verkauft, das erste davon bereits als Jugendlicher.

EIN BLUMENGARTEN ZUM GEBURTSTAG

„Flower Garden“, zu Deutsch Blumengarten, ist der Titel der

Ausstellung anlässlich seines 70. Geburtstags, auf die sich Wolfgang

Meraner zurzeit vorbereitet. Im Lanserhaus werden vor

allem florale Motive mit einer entscheidenden abstrakten Note

zu sehen sein. Er ist kein Neuling, seine erste Ausstellung hatte er

vor 40 Jahren in Vilpian. Seither hat er weit über 20 Gruppen- und

Einzelausstellungen realisiert, unter anderem mit dem Südtiroler

Künstlerbund, dessen Mitglied er seit 1987 ist. „Flower Garden“

ist ein Geschenk an sich selbst, um 50 Jahre Künstlerdasein und

70 erfüllte Lebensjahre gebührend zu feiern.

Lisa Pfitscher

lisa.pfitscher@dieweinstrasse.bz

EUROPÄISCHE UNION

LEICHT ERKLÄRT

Des einen Freud, des anderen Leid:

Der (Über)Tourismus

Der Sommer neigt sich dem Ende und Millionen von Urlauber:innen

in ganz Europa machen sich auf den Heimweg.

Während die einen die Saison analysieren und vielleicht

mehr oder weniger zufrieden sind, freuen sich die anderen

über die einkehrende Ruhe.

Tourismus ist ein sehr wichtiges Thema für die Europäische

Union – europaweit sind circa 2,3 Millionen kleine und mittlere

Unternehmen in diesem Sektor tätig und beschäftigen über

12 Millionen Menschen. Zusätzlich zu den Arbeitsplätzen, ist

der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsmotor, er generiert

nämlich 10 % des EU-Bruttoinlandsprodukts. Leider zeigt

sich aber auch bei diesem Thema, dass eine Medaille immer

zwei Seiten hat: In den letzten Jahren wurden die negativen

Seiten von unkontrollierten Touristenströmen an beliebten

Urlaubsdestinationen wie zum Beispiel Mallorca, Barcelona,

Amsterdam, Salzburg oder Hallstadt immer deutlicher.

Anwohner:innen beschweren sich über die direkten und

indirekten Auswirkungen von zu vielen Tourist:innen auf

den eigenen Alltag: Mieten steigen, der Wohnraum wird

knapper, Platzmangel im öffentlichen Verkehr oder in der

Altstadt und die Frage – wer hat Anrecht auf das Wasser bei

Wasserknappheit? Das ist nur eine Auswahl der Themen, die

schwer zu lösen sind, aber gelöst werden müssen.

In Brüssel gibt es jetzt erstmals einen Kommissar – hat die

Funktion eines Ministers – in der Europäischen Kommission,

der sich mit den Herausforderungen der Tourismusbranche

von heute und morgen in Europa und deren Auswirkungen

auf die Bevölkerung gezielt auseinandersetzt und versucht

Lösungen zu erarbeiten. Auch im Europäischen Parlament

beschäftigen sich die Abgeordneten im Ausschuss für Verkehr

und Tourismus damit: 2015 wurde beispielsweise ein Gesetz

verabschiedet, das einen besseren Schutz für Reisende bei

Pauschalreisen garantiert.

Neben dem Thema Übertourismus diskutiert das Europaparlament

auch den sogenannten „Seniorentourismus“, da die

Lebenserwartung in Europa steigt und bis 2050 etwa 30 %

der Bevölkerung in der EU älter als 65 Jahre sein wird. Dieser

demografische Wandel wird die Nachfrage in der Tourismusbranche

verändern, und Wellnesstourismus, barrierefreier

Tourismus und Medizintourismus werden wichtiger werden.

Das Thema (Über)Tourismus wird uns alle aber weiter begleiten,

denn nach der Saison ist vor der Saison und die Herausforderungen

bleiben: Politiker:innen müssen sowohl regional,

national als auch auf europäischer Ebene daran arbeiten,

dass die negativen Auswirkungen von zu

viel Tourismus bekämpft werden,

damit die Stimmung auch in der

Zukunft nicht kippt.

Sophia Giovanett

Akkreditierte Parlamentarische

Assistentin im Europaparlament

Die hier vertretenen Auffassungen geben die Meinung der Verfasser

wieder und entsprechen nicht unbedingt dem Standpunkt des Europäischen Parlaments.

41 // DIEWEINSTRASSE.BZ


FORUM

Wer bin ich?

Bergdorf

am Ortler

11

kleine

Klammer

Südtirol.

Künstler

(Hannes)

Westeuropäer

Südtirol.

Bergfilmer,

(Luis)

Fluss

im

Sarntal

Dorf

bei

Bozen

Kieferngewächs

Musikrichtungscher

griechi-

Rock ’n’ Buchstabe

...

Naturdenkmal

(Gewässer)

Barman

Bewohner

einer

dt. Donaustadt

spanisch:

Rotwein

(vino ...)

7

Ruhemöbel

Rufname

Carrells †

kaufm.:

zum

Nennwert

alberner

Streich

weit

ausgedehnt

Aufrührer,

Aufständischer

Gaststättenart

arab.

Zupfinstrument

Duftwasser

(französ.

Abk.)

Burgunderwein

franz.

Schauspieler,

(Alain)

5

auf

diese

Weise

3

kleiner

Flugzeugtyp

Possenreißer

beschämt

ausreichend

rote

Edelsteine

Südtirol.

Politikerin

(,Julia‘)

Südtirol.

Sportler

(Stefano)

ein

Ruderboot

10

Stadt

im Wipptal

Landkreis

in

Japan

liter.

Figur bei

Barrie

(Peter)

Fragewort

Schifffahrtsroute

durcheinander

8

Satzteil

engl.

Männerkurzname

schonender

Stoffbelag

bestimmter

Artikel

‚Dach

der

Welt‘

rätoroman.

Sprache

14

Staat in

Westeuropa

Parfümfläschchen

Abschnitt

des

Korans

ungarischer

Hirtenhund

eh. Skirennläuferin

(Isolde)

Hauptstadt

Kaschmirs

4

13

Ort im

Unterland

Regenschutz

am

Mantel

Südtirol.

Bobfahrer,

(Eugenio)

Abk.:

dringend

dafür,

für

16

Lösungsmittel

Holzsplitter

halblange

Kleiderlänge

Körpersprache

Nebenfluss

der

Rienz

Impfstoffe

elektronischer

Fühler

französisch:

Haut

9

Handel,

Geschäft

(engl.)

US-

Amerikaner

(Kw.)

ein Verkehrszeichen

heimisches

Wild

6

Seelachs,

Köhler

(norweg.)

warme

Pastete

(engl.)

2

15

Müdigkeitsausdruck

japanisches

Theaterspiel

psychische

Überbelastung

arabischer

Fürstentitel

Lauferei

engl.

Parlamentsentscheid

1

DP-ahead-1818-23

ehem.

japanische

Münze

Wasserbrotwurzel

großer

Raubfisch

Stille

12

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F

U

CHRISTIAN SC

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16

Ich

wurde 1853 in Lajen geboren und 1876 zum Priester

geweiht. 1894 wählten mich die Traminer Bürger als

Jüngsten von drei Bewerbern zu ihrem Pfarrer. Sofort betrieb ich

mit großem Einsatz den Neubau der kleinen, heruntergekommen

Pfarrkirche, das Auftreiben der gewaltigen Baugelder. 1911 war

das Jahrhundertwerk vollendet. Kämpferisch setzte ich mich im

traditionell freisinnig-liberalen Tramin für die Christlich-Konservative

Partei ein. Als ich 1901 in den Wiener Reichsrat gewählt

wurde, kam es außerdem zu Polemiken mit der Christlichsozialen

Partei. 1898 Mitbegründer der Kellereigenossenschaft , sicherte

ich im Reichsrat mit dem neuen Weinbaugesetz in schwieriger

Zeit die Existenz der Bauern. 1914 dankte ich als Pfarrer ab und

fand nach vielen Ehrungen 1936 im geliebten Tramin meine

letzte Ruhe.

Martin Schweiggl

42 // SEPTEMBER 2025


FORUM

giro d italia

Dass es den Giro d’Italia im Radsport gibt, weiß jeder – aber

diesen Giro d’Italia möchte ich euch nicht vorenthalten. Michl,

Jahrgang 56, klärt mich auf. „Anstelle der Rennräder nimmt man

Äpfel und die Rennstrecke war der Wassergraben, der sich durch

unser Grundstück schlängelte. Sobald die geregelte Bewässerung

am Hof ansprang und wir das Wasser durch den Waal gluckern

hörten, gab es für unsere zahlreichen Geschwister nur ein Kommando:

‚Auf zum Giro d’Italia – Apfel-Edition!‘ Nur Foller oder

ausgezwickte Exemplare durften an den Start. Benützte man

gesunde Äpfeln, riskierte man ein väterliches Donnerwetter. Vor

dem Rennen wurde jeder Apfel mit den Initialen der damaligen

Rennradhelden liebevoll personalisiert. F.G. – Felice Gimondi,

E.M. – Eddy Merckx usw. und dann ab in den Graben zum

Massenstart. Ein epischer Kurs mit Strömungen, Hindernissen

und dem gefürchteten Waalgestrüpp. Blieb ein Apfel dort hängen,

hatte er einen Potsch und musste ausscheiden. Für den Besitzer

eine Apfeltragödie in feuchtem Terrain. Preise gab’s keine, Ruhm

und Ehre waren genug. Manchmal wurde der Siegerapfel gegen

einen saftigen, gesunden Apfel getauscht, das selbst unser Vater

mit einem Augenzwinkern duldete“. Schmunzelnd meint Michl

noch: „Das Südtiroler Entenrennen in der Passer ging in die

sechste Runde, das legendäre Wassergrabenrennen von der Kaiserau,

der 'Giro d’Apfel' startete vor stolzen sechs Jahrzehnten.“

„Eins, zwei, drei, vier, fünf,

der Storch hat keine Strümpf,

der Frosch hat kein Haus

und du bist raus. ”

Chrys Magic

info@magiclive.it

Spielerzahl: unbegrenzt

Spielzeit: unbegrenzt

Alter: unbegrenzt

Anleitung: Alle Rennfrüchte werden zunächst in einen Kübel gelegt

und anschließend gleichzeitig in den etwa 60 bis 80 Zentimeter breiten

Wassergraben gekippt. Jeder Teilnehmer entscheidet selbst über die

Größe seines Apfels. Große, schwere Äpfel gelten als die Sprinter unter

den Rennfrüchten. Sie bleiben jedoch gerne an Hindernissen hängen.

Sind sie einmal in Fahrt, dann rauschen sie schnell dem Ziel entgegen.

Kleinere Äpfel hingegen sind langsamer, gleiten aber geschmeidiger

durch Engstellen. Bleibt ein Apfel aus irgendeinem Grund stecken,

spricht man von einem Platten. Ersatzteile gibt es leider keine und

Nachhelfen ist strengstens verboten. Für den Pechvogel ist das Rennen

damit beendet.

Das Ziel wird mit Ästen trichterförmig verengt, sodass am Ende nur

ein einziger Apfel hindurchfließen kann. Trotz möglichem Gedränge

beim Endspurt lässt sich der Sieger eindeutig ermitteln.

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2025

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43 // DIEWEINSTRASSE.BZ


FORUM

SO REDN

MIR PA INS

Quelle: Tourismusverein Nals - Marini Andreas

Cäcilia Wegscheider

Kochen?

Siiglen!

FLURNAMEN

Leas und Rait:

Nalser Flurnamen

Cäcilia Wegscheider

Der Schnellsiederkurs in einem Bericht in

dieser Ausgabe hat mich über siedn und

seinem Partizip gsottn nachdenken lassen.

Übrigens ganz nebenbei auch über

das Gegenteil von Schnellsieder, nämlich

den Loamsieder. Wobei Schnellsieder

darüber hinaus mitklingen lässt, dass

es aufgrund der Kürze eben auch keine

ausgegorene – um beim Kochjargon zu

bleiben – Angelegenheit ist. Ganz im

Gegenteil zum Loamsieder, einem langweiligen

– lange Weile! –, langsamen

Menschen. Der Vorgang des Kochens

von Knochenresten zur Herstellung von

Leim war eine langwierige Sache, eilig

durfte es ein Loamsieder von Berufs wegen

also gar nicht haben. Ähnlich wie es

beim Plentkochen sein sollte, dem kann

nichts Besseres passieren als eine faule

Köchin, sagt das Sprichwort. Womit wir

wieder beim Kochen wären. Siiglen kann

man dann auch sagen, das wiederum mit

siidlen und suudlen zusammenhängt.

Eigentlich auskochen – Achtung wieder

langwierig! – hat es einen abwertenden

Beigeschmack. „Wos siiglschn denn

do?“ und kommt damit dem Original

‘auskochen’ im Sinne von ‘zerkochen’

ziemlich nahe. Ähnlich wie preglen ‘brodeln,

langsam kochen’. Fällt Ihnen etwas

auf? Beide Wortpaare kennzeichnet ein

G-d-Wechsel: siiglen, siidlen – preglen,

brodeln. Mehr noch aber eine kulturtechnische

Angelegenheit. Früheres Kochen

war kein „Expresskochen for family“.

Wenn ein Herd den ganzen Tag auch für

die Wärme sorgen muss, dann können

Gerichte ruhig einmal den halben Tag

darauf umhersimmern. Pasta al dente

war gestern!

Rechtseitig des Hauptflussees Südtirols

gelegen, reicht die Gemeinde Nals mit dem

Ortskern auf dem Schwemmkegel des Nalser

Bachs im Talboden bis zur Etsch und

am Hang über die Mittelgebirgsterrassen

ihrer Fraktion Sirmian hinauf bis zum

Mendelkamm.

FRÜHE ERSTERWÄHNUNG

UND UNSICHERE DEUTUNG

Ersterwähnt wird Nals im Churrätischen

Reichsgutsurbar von 842/43 (!) als

„in villa Nalles“, ein weiterer Beleg stammt

von 1063–67 Nallis, 1194 ist erstmals die

Schreibung in seiner heutigen Form „supra

Nals“ belegt. Während bei der Fraktion

Sirmian – und ihren Nachbarn Prissian

und Grissian – die Endung eindeutig auf

eine in unserem Bezirk häufig anzutreffende

Ortsnamenbildung verweist, nämlich

die Entstehung aus einem römischen

Prädialnamen, bleibt die Etymologie von

Nals ungeklärt. Einzig wäre bei Sirmian

die Aktualität des Namens des römischen

Besitzers zu hinterfragen, den Kühebacher

– erstbelegt 1295 Ulricus dictus Sirmianer

– als „Besitz eines Cirmius“ deutet. Dass

die Kirche übrigens dem hl. Ulrich geweiht

ist, ergibt hier eine nette Reminiszenz.

AUEN, MËISER UND LEAS

Das alte Lied an der Etsch: Auen

– Nussau, Stimblau, Schwarzau, Nussau

oder Unterauen – und Möser – Weitmëiser,

Wechslmëiser kennen wir schon. Hier

gesellt sich Leas als Plural zu Loas dazu –

Långe Leas, Holzleas. Gemeint sind hier

keine Bodenfurchen, sondern die Losteile,

die in der Neuorganisation des gemeinsberechtigten

Grundes zugeteilt wurden. Wie

viele Teile haben also wohl die Viirezwanzigerleas

und Ochtezwanzigerleas?

Ebenfalls verwaltungsorganisatorische

Einordnung finden die Namen Schullearerwiis

oder Friahmesserwiis, die Nutzung

oder der Ertrag des damit bezeichneten

Grundes war den namengebenden Berufsbildern

vorbehalten. Achtung übrigens,

Frühmesser hat nichts mit einem Mesner zu

tun, sondern meint einen Priester, der die

Frühmesse zu halten hatte. Früh wie früher.

VIELFALT AM HANG

Acker und Wiesen beherrschen als

Grundform die Namen rund um das Dorf,

die Gatterwiis oder der Stråßåcker orientieren

sich dabei an Bauwerken. Das durch das

Weinetikett berühmte Mantele aber auch

Pfeiferle, Krëpfl oder Stickl unterstreichen einen

gewissen Hang zu Diminutivbildungen?

Apropos Hang: Gegen Sirmian und der

Einzelhofbesiedlung hin wird es vielfältiger,

auch das kennen wir gegenüber den

großflächigeren, aber nicht weniger interessanten

Bezeichnungen im Talboden.

Stich, Vouraus, Fimpf Perglen, Lingerraut,

Ackerle, Wasserloch, Portugiiserraut,

Paamraitl, Ebene, Longe Wiisl – das Beispiel

einiger Namen rund um das Unterfinngut

zeigen nicht nur diese Vielfältigkeit,

sondern auch wiederkehrende Momente

in den Namen, vor allem die Rautnamen

fallen auf: Schnapsraitl, Spießraitl, Kåtznraitl,

Piichlraut und Knottnraut nur allein

rund um den Regelehof.

Dazwischen immer wieder Reminiszenzen

an das neben der Stachlburg ortsbeherrschende

Schloss, Payersberger Piichl

hier, Payersperger Tschett dort. Frage am

Ende: gibt es im Dorf der Rosen auch einen

Flurnamen, der die schönste aller Blumen

verewigt?

44 // SEPTEMBER 2025


FORUM

ALTE GEMÄUER

Geheimnisvolles Castelfeder

VON PRÄHISTORISCHEN WOHNGRUBEN BIS ZUR CHRISTLICHEN BARBARAKAPELLE: CASTELFEDER IST MIT

SEINEN RUINEN AUS DEN UNTERSCHIEDLICHEN GESCHICHTLICHEN EPOCHEN EIN FREILUFTMUSEUM PAR EXCELLENCE.

MEHR „ALTES GEMÄUER“ IN UNSEREM BEZIRK GEHT FAST NICHT.

Cäcilia Wegscheider

Dabei versteckt sich das alte Gemäuer

bereits im Namen des sagenumwobenen

Hügels selbst. Ein romanisches *castèl vèdere

setzt der Sprachwissenschaftler Kollmann

an, zu einem lateinischen castellum

‘Schloss’ und dem dazugehörigen Adjektiv

vetus, veteris ‘alt’. Altes Schloss? Das Rätsel,

das es auch für die Geschichtsforschung

lange Zeit geblieben war, enthüllte sich

als der Vorgängerbau des Schlosses Enn,

das heute über Montan thront. Ob nun

die Enner gemeint hätten, dass sie doch

nicht unterhalb Montan und damit ihrer

Untertanen residieren könnten oder

sich insgesamt die dörfliche Siedlung von

Castelfeder nach Montan verschoben hatte

und damit auch den Umzug des Adelsgeschlechts

beförderte – lange hatten sie nicht

Freude an ihrem neuen Schloss. Während

die in einer Urkunde von 1203 als „castrum

vetus“ belegte Befestigungsanlage dem Niedergang

preisgegeben wurde, mussten die

Enner sich Meinhard von Tirol beugen, der

mit der Einnahme von Schloss Enn seinen

Machtbereich gegen die Trienter Bischöfe

erweiterte und markierte.

GESCHICHTE UND GESCHICHTEN

„Im Schutze der hochragenden Fluchtburg

sollen auf den Fluren ‚Roßpon, Valfur,

Lamosch und Valsion‘ einst die Hütten

eines wehrhaften Volkes gestanden haben.

Waren es nun Räter oder Langobarden,

Franken oder Bajuwaren, die hier tranken,

stritten und starben, ehrfürchtiger Schauer

ergreift uns, denn nächtens, so geht die

Umsage, hallt über die Mauergetrümmer

eisenbewehrter Krieger Schritt“, sinniert

Luis Oberrauch 1957 über Castelfeder,

während er sich mit dem Hirten, der seine

Ziegen über Castelfeder treibt, unterhält.

Wirklich scheinen hier Realität und Sage

zu verschwimmen und die Ziegen, auch

heute noch treue Begleiter des Hügels, oft

das einzig reale.

So will es dann auch die namensgeschichtliche

Sage, von einem „castellum

foederis“ zu sprechen. Ein Friedensbündnis

zwischen Langobarden und Romanen oder

ein sogar ein halbes Jahrtausend früher

zwischen Cimbern und Römern geschlossener

Vertrag?

Unwahrscheinlich, ein Kern Wahrheit

steckt trotzdem dahinter. Verschiedenste

Gruppen haben auf Castelfeder ihre Spuren

hinterlassen, Gruppen aus der Stein- und

Bronzezeit, aber auch Räter, Römer, Rätoromanen,

Ostgoten, Langobarden, Franken

und Bajuwaren haben hier wahrscheinlich

den Hügel begangen oder sich niedergelassen

wie schließlich das mittelalterliche

Adelsgeschlecht der Enner.

Imponierend neben den Verstärkungen

späterer Epochen oder dem Langobarden

zugeschriebenem „opus spicatum“,

Mauern mit in Fischgrätmuster geschichteten

Steinwerk, vor allem die so genannten

Kuchelen, Rundbögen, die von der

römischen Ringmauer übriggeblieben

sind. Das Wahrzeichen von Castelfeder

und meistfotografiertes Motiv des Hügels

steht sinnbildlich dafür, dass Castelfeder

auch als Arkadien Tirols in die Geschichte

einging. Die bukolische Landschaft tat

ihr Übriges – tritt nicht gleich hinter der

nächsten Eiche der griechische Hirtengott

Pan hervor?

BARBARA, DIE WÄCHTERIN

Schlussendlich aber ist eine katholische

Heilige zur Hüterin aller Geheimnisse von

Castelfeder geworden, die über Ziegenherden,

Sagenmotive und Mauerreste wacht.

Aus der Vogelperspektive sind Apsis,

Schiff und Zugänge noch deutlich zu erkennen,

auch wenn von der einstigen ins

6. Jahrhundert datierbaren Kirche nur

mehr eine Seitenmauer mit Fensteröffnung

steht. Auf zwei Vorgängergebäuden erbaut,

die durch Brand zerstört worden waren,

hat die ursprünglich dem heiligen Vigilius

und später der heiligen Barbara geweihte

kleine Kirche lange standgehalten, bis auch

sie den Kirchenschließungen unter Josef II.

zum Opfer fiel und damit langsam, aber

sicher dem Verfall preisgegeben wurde.

ˆ

Wahrzeichen Castelfeders, die Kuchelen, Reste der Befestigungsanlage,

die Castelfeder einst als Ringmauer umschloss

Quelle: Wikipedia

ˆ

Im Laufe der Jahrhunderte immer wieder verstärkt und erweitert

– Castelfeders Ruinen sind einzigartiges historisches Schichtwerk

Quelle: Wikipedia

45 // DIEWEINSTRASSE.BZ


SPEZIAL WOHNEN UND EINRICHTEN

Frische Luft in der

Wohnung: so werden

Gerüche entfernt

Unangenehme Gerüche gehören zu den häufigsten Störfaktoren

im Alltag. Ob Essensdünste, Rauch, Tiergerüche oder ein

muffiger Teppich – schnell beeinträchtigen sie das Wohlbefinden.

Entscheidend ist, nicht nur kurzfristig zu überdecken, sondern

die Ursache zu erkennen und zu beseitigen.

Der erste Schritt ist gründliches Lüften. Mehrmals täglich

die Fenster für einige Minuten weit öffnen, am besten gegenüberliegende

Fenster gleichzeitig, damit ein Luftzug entsteht. So

wird die verbrauchte Luft ausgetauscht und frischer Sauerstoff

kommt herein. Häufig reicht schon dieser einfache Trick, um die

Atmosphäre im Raum spürbar zu verbessern.

Manchmal ist jedoch mehr nötig. Textilien wie Vorhänge,

Teppiche oder Polster nehmen Gerüche stark auf und sollten

regelmäßig gewaschen oder gründlich gereinigt werden. Auch

Abflüsse und Mülleimer sind klassische Quellen für unangenehme

Düfte – eine gründliche Reinigung mit heißem Wasser, Essig

oder Natron wirkt hier schnell und zuverlässig.

Auch natürliche Hausmittel leisten wertvolle Dienste. Essig oder

Zitronensaft neutralisieren Küchengerüche, während Backpulver

und Natron in Kühlschränken oder auf Teppichen helfen, Gerüche

zu binden. Kaffeesatz ist ein weiterer Klassiker: einfach in einer

Schale aufstellen, schon verschwindet Rauchgeruch fast von selbst.

Ist die Ursache beseitigt, geht es um die angenehme Note.

Wer es dezent mag, setzt auf frische Kräuter wie Minze oder

Rosmarin, eine aufgeschnittene Zitrone oder einen dezenten

Raumduft. Duftkerzen oder ätherische Öle können zusätzlich

für Atmosphäre sorgen – sollten aber sparsam eingesetzt werden,

damit der Raum nicht künstlich überladen wirkt.

Unterstützend können auch Zimmerpflanzen eingesetzt werden,

die die Luftqualität verbessern und das Raumklima positiv

beeinflussen. In Kombination mit einer hellen, freundlichen

Beleuchtung wirkt die Wohnung sofort frischer und einladender

– für die Bewohner ebenso wie für Gäste.

Quelle: Freepik

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46 // SEPTEMBER 2025


SPEZIAL WOHNEN UND EINRICHTEN

Gäste-WC:

klein, aber wirkungsvoll

Oft kaum größer als eine Speisekammer, doch mit großem

Potenzial: Das Gäste-WC ist das Aushängeschild des Hauses

und hinterlässt bei Besuchern sofort einen Eindruck. Gerade

deshalb sollte es weder düster noch beengend wirken – und

genau hier liegt die Kunst der Gestaltung.

Planung und Technik - Wer neu baut, hat freie Hand. Beim

Umbau entscheidet dagegen die Lage von Wasserleitungen und

Abflüssen, wo Waschbecken und WC Platz finden. Optimal

ist ein Fenster oder zumindest eine Lösung für Tageslicht und

Frischluft.

Fliesen, Farben und Spiegel - Helle Töne lassen kleine Räume

größer wirken, dunkle Farben können gezielt Akzente setzen.

Wer Kontraste geschickt einsetzt, erzielt spannende Effekte –

etwa mit einer dunklen Decke oder kurzen Wandflächen. Ein

großzügiger Spiegel erweitert nicht nur optisch den Raum,

sondern verteilt auch Licht. Glänzende Oberflächen, Chrom

oder schimmernde Tapeten verstärken den Eindruck von Weite

und Eleganz.

Armaturen: platzsparend und elegant - Kleine Waschbecken

mit geringer Tiefe oder Ecklösungen nutzen den Raum optimal.

Ein in die Wand eingebauter Spülkasten spart Zentimeter

und sorgt für Ordnung. Auch verkürzte Toilettenmodelle oder

Kompaktlösungen schaffen zusätzliche Bewegungsfreiheit.

Dekoration mit Augenmaß - Weniger ist mehr: Offene Regale

oder große Schränke lassen den Raum schnell vollgestellt

wirken. Besser sind Nischen in der Wand oder Stauraum direkt

unter dem Waschtisch. Eine gute Beleuchtung – ob LED-Elemente,

Spiegellichter oder Spots – bringt Helligkeit und Atmosphäre.

Wer den Boden frei lässt und auf Teppiche verzichtet,

schafft zusätzlich optische Großzügigkeit.

So wird selbst der kleinste Raum im Haus zu einem charmanten,

stilvollen Ort, der Gästen einen bleibenden Eindruck

vermittelt.

Quelle: Archiv

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Qualitätsmerkmal ist eine hochwertige Oberflächenbeschichtung.

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Passend zur jeweiligen Architektur des Hauses gibt es sie in

unterschiedlichsten Formen und Farben. Leeb-Alubalkone und

Glasbalkone punkten nicht nur beim Neubau, sondern auch bei

der Renovierung. Damit lassen sich die vielfältigen Entwürfe

auch im Nachhinein auf sämtliche Häusertypen – von klassisch

bis modern – individuell montieren. Mehr noch: Als Europas

führender Balkonhersteller bietet Leeb die meisten Geländer auch

passend als Zaun an. So entsteht ein einheitliches Erscheinungsbild.

Durch eine spezielle Pulverbeschichtung können Alubalkone

von Leeb auch in Holzoptik erstellt werden, die ebenfalls nahezu

pflege- und wartungsfrei ist.

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Modelle von Leeb gibt es auf www.leeb-balkone.com und in den

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Treppen und Stufenverkleidungen das Auf- und Absteigen zu

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Kochen zur Freude wird.

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deinem Zuhause eine besondere Note verleihen.

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meisterhaftem Handwerk um. Gemeinsam erschaffen wir ein

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eine warme und stilvolle Atmosphäre besticht.

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Wohnen heißt mehr, als Räume mit Möbeln zu füllen. Es

bedeutet, Licht, Offenheit und Geborgenheit in Einklang zu

bringen. Fenster, Türen und Systemlösungen sind dabei weit

mehr als funktionale Bauelemente – sie sind entscheidende

Bausteine, die weit über reine Funktion hinausgehen: Sie prägen

das Raumgefühl, schaffen Atmosphäre und tragen wesentlich

zur Wohnqualität bei. Großflächige Verglasungen öffnen den

Blick in die Natur, Hebe-Schiebetüren verbinden Innen- und

Außenbereiche, intelligente Beschattungssysteme schaffen das

richtige Ambiente zu jeder Tageszeit.

Ob Neubau oder Sanierung – jedes Projekt stellt individuelle

Anforderungen. Bei einer Modernisierung gilt es, bestehende

Strukturen harmonisch zu ergänzen und gleichzeitig mit zeitgemäßen

Lösungen den Wohnkomfort zu steigern. Auch bei

Neubauten setzen wir auf maßgeschneiderte Konzepte, die Design

und Funktionalität in Einklang bringen.

Modernes Wohnen verlangt nach mehr als schönen Oberflächen.

Es geht um Nachhaltigkeit, Qualität und Langlebigkeit.

TIP TOP Fenster und Systeme setzt deshalb auf innovative

Technologien und hochwertige Materialien, die für ein gesundes

Raumklima sorgen und gleichzeitig Energie sparen.

Von der ersten Beratung bis zur finalen Montage begleiten

wir Sie mit Erfahrung, Präzision und Verlässlichkeit. Durch

gewerkeübergreifende Lösungen – von der Verglasung über

Hebe-Schiebetüren bis hin zu Beschattung, Fensterbänken und

Haustüren – bieten wir ein stimmiges Gesamtpaket.

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SPEZIAL WOHNEN UND EINRICHTEN

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neuen Firmensitz in Salurn

Der renommierte Polstermöbelhersteller rossin hat seinen

Firmensitz nach Salurn verlegt. Mit dem Umzug an den neuen

Standort will das Unternehmen nicht nur seine internen Abläufe

optimieren, sondern vor allem die Kundennähe stärken.

In den neuen Räumlichkeiten werden Sofas, Schlafsofas,

Sessel und Polsterbetten perfekt in Szene gesetzt. Auch eine

Abteilung mit Polstermöbelstoffen wurde eingerichtet. Dort

finden Kundinnen und Kunden eine breite Auswahl an hochwertigen

Bezugsstoffen – von klassischen Designs bis hin zu

modernen Trendstoffen.

Die individuelle Beratung und Betreuung durch fachkundiges

Personal sorgen dafür, dass das gewählte Möbelstück den

Erwartungen entspricht und zum Wohnstil passt.

Damit auch Sie sich ein persönliches Bild von der breitgefächerten

Produktpalette und dem neuen Firmensitz machen

können, lädt rossin alle Kunden und Interessenten herzlich zum

Tag der Offenen Tür ein. Am Samstag, den 20.09.2025 steht das

Team von 10.00 bis 16.00 Uhr zu Ihrer Verfügung. Generell kann

die Ausstellung aber von Montag bis Freitag von 8.00 bis 12.00

Uhr und von 14.00 bis 18.00 Uhr besucht werden.

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können wir unseren Kunden sichere und qualitativ hochwertige

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ich in meinem Betrieb für Maschinenbaumechaniker

immer in der Halle arbeitete, zieht es mich umso mehr

in die freie Natur. ,Augenblicke malen‘ ist mein Motto:

Ob Blumen, Tiere, Landschaften, ein Motiv muss mich

plötzlich anspringen und begeistern. So kam ich dann

auch zu den Freizeitmalern, dem ‚feinsten‘ Verein, den

ich bisher kennenlernen durfte.“ Fast zehn Jahre ist

Weithofer mittlerweile Landesobmann der „Südtiroler

Freizeitmaler“: Der Verein wird bald 50; seine Ortsgruppen

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Namentlich gezeichnete Beiträge unserer Mitarbeiter geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers

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Chefredakteurin: Astrid Kircher

Lektorin: Cäcilia Wegscheider

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Druck: Fotolito Varesco - Auer

Alfred Donà (AD) » alfred.dona@dieweinstrasse.bz

Anton Anderlan (AA) » anton.anderlan@dieweinstrasse.bz

Astrid Kircher (AK) » astrid.kircher@dieweinstrasse.bz

Barbara Franzelin (BF) » barbara.franzelin@dieweinstrasse.bz

Carmen Kollmann (CK) » carmen.kollmann@dieweinstrasse.bz

Cäcilia Wegscheider (CW) » caecilia.wegscheider@dieweinstrasse.bz

David Mottes (DM) » david.mottes@dieweinstrasse.bz

Edith Runer (ER) » edith.runer@dieweinstrasse.bz

Gotthard Andergassen (GA) » gotthard.andergassen@dieweinstrasse.bz

Greta Klotz (GK) » greta.klotz@dieweinstrasse.bz

Lisa Pfitscher (LP) » lisa.pfitscher@dieweinstrasse.bz

Maria Pichler (MP) » maria.pichler@dieweinstrasse.bz

Martin Schweiggl (MS) » martin.schweiggl@dieweinstrasse.bz

Petra Fröhlich (FP) » petra.froehlich@dieweinstrasse.bz

Philipp Ferrara (PF) philipp.ferrara@dieweinstrasse.bz

Renate Mayr (RM) » renate.mayr@dieweinstrasse.bz

Sabine Kaufmann (SK) » sabine.kaufmann@dieweinstrasse.bz

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bestimmt wird.

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DAS VOLK VON SALURN UND DIE

WECHSELNDEN GEMEINDEKOMMISSÄRE

15. September 1925 - Die Gemeinde Salurn hat

dieser Tage einen neuen Gemeindekommissär erhalten,

und zwar den vierten von Kommissären, die seit

Oktober 1922 die Gemeinde regieren. Damals wurde

die Gemeindevertretung von Salurn von den Faschisten

aufgelöst, weil sie „zu deutsch sei“. Der erste Kommissär,

den die Behörde zur Verwaltung der Gemeinde bestellte,

war ein gewisser Dr. Pasolli aus Trient. Dieser räumte

bald einem gewissen Jakob Orsingher aus Primiero,

einem Landesbeamten in Innsbruck, den Platz. Auch

dieser kam gegen die passive Resistenz der Bevölkerung

nicht auf und so versuchte man es mit Nr. 3, diesmal

mit einem Einheimischen. Dieser dritte Kommissär

Josef Tonini aus Salurn, sollte durch die Macht seiner

Persönlichkeit die Bevölkerung von Salurn allmählich

ins italienische Lager hinüberführen. Tonini, ein

Überläufer, der vor dem Krieg der Fahnenträger der

Schützenkompanie Salurn und bis 1923 Anhänger des

Deutschen Verbandes war, verpflichtete sich nun, gegen

35 Lire Taggeld, sozusagen über Nacht ein glühender

italienischer Patriot zu werden. Anfang Mai sollten in

Salurn endlich die Gemeindewahlen stattfinden. Es wäre

aller Voraussicht nach deren Ergebnis für die Partei des

Kommissärs aber derart vernichtend ausgefallen, dass

Tonini sich entschloss, die Wahl im letzten Augenblick

zu hintertreiben. Seit jenem Tag fühlte Josef Tonini

den Boden unter seinen Füßen wanken. Deshalb hat

nun auch er seine Stelle in die Hände seines Nachfolgers,

eines Faschistenführers von Bozen, namens

Umech, gelegt. Dieser hatte nun als Kommissär Nr. 4

die Geschicke der Gemeinde bis auf weiteres zu lenken.

Das Volk von Salurn wird sich nun mit dem neuen

Kommissär auseinandersetzen müssen. Diesbezüglich

herrscht unter den Leuten keine Besorgnis, da sie auch

mit den 3 ersten Kommissären ruhig aber sicher fertig

geworden sind.

Zeitschrift „Südtirol“ in Innsbruck vom 15.09.1925

ˆ Ablehnung

- Vor allem, Ella, will ich auf Treue rechnen.

- Pardon, auf Herren, die rechnen, reflektiere ich überhaupt nicht.

Quelle: Wochenschrift „Die Bombe“ vom 15.11.1922

BÜRGERMEISTER TADELT SALTNER

Eppan, 26. September 1909 - Es ist bei der Gemeinde

schriftlich Anzeige erstattet worden, dass sich beeidete

und von der Gemeinde angestellte Saltner (Feldhüter)

die Zeit damit vertreiben, speziell an Wegkreuzungen

stundenlang beisammen zu sitzen und Fremden den

sogenannten Pfandkreuzer abzufordern. Es wird nun

seitens der Gemeinde veröffentlicht, dass es den Saltnern

nicht erlaubt ist, sich zusammenzurotten und noch

viel weniger an irgendjemanden eine Geldforderung

zu stellen. Die Saltner haben ihre im Flurengesetz begründeten

Anweisungen, welche bei Nichtbefolgung

streng bestraft werden. Der Gemeindevorsteher von

Eppan: Niedermayr

Überetscher Gemeindeblatt vom 26.09.1909

MUSIKKAPELLE ZU FUSS NACH FONDO

Kaltern, 11. Mai 1895 - Die Musikkapelle Kaltern

(gegenwärtig 45 Mann stark) erhielt den ehrenden Auftrag,

bei den Empfangs- und Installationsfeierlichkeiten

des neuen Dekans von Fondo-Nonsberg mitzuwirken.

Zu diesem Anlass marschierte die Musikkapelle am

heutigen Samstag vormittags von Kaltern ab und kehrt

erst wieder am Montag hierher zurück.

Der Burggräfler vom 11.05.1895

54 // SEPTEMBER 2025


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