Hof&Markt | Fleisch&Markt | Hof&Gast 8/2025
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Hof Markt
Die Zeitung für Direktvermarkter, Fleischer, Heurige und Winzer Ausgabe 8/2025
Marie gibt regelmäßig Einblicke ins
Landleben am Kerndlerhof.
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Inhalt
Hof Markt
Aktuelles S 3-6
Lissis Kuhle’s Bauerneis S 11
Melanzani: Ein genussvoller
Sommergruß S 12
Physalis: Obst-Highlight
S 13
Fleisch Markt
Viel mehr als nur „abhängen“
S 17
Regional tief verwurzeltS 22
Scharfe Sache.S 24
Sauberkeit bis ins
DetailS 26
Die BratstelzeS 30
Hof Gast
Harry König im
Winzer-Talk S 7
Pasta, Pizza und
FlammkuchenSeite 10
Retouren an Postfach 555, 1008 Wien
Die Farmfluencer
Junge Landwirte als Stimme der modernen Landwirtschaft..
Von Katrin Hammer
In Gummistiefeln statt Stöckelschuhen,
auf dem Traktor statt
im Luxusauto – was einst
als altmodisch und wenig
spannend galt, liegt heute voll
im Trend. Immer mehr junge
Landwirte zeigen auf Instagram,
YouTube, TikTok und Co. wie das
echte Leben auf dem Bauernhof
aussieht. Sie nennen sich selbst
Farmfluencer – eine Mischung
aus „Farmer“ und „Influencer“.
Was sie tun, wirkt auf den ersten
Blick bodenständig und unspektakulär,
hat aber eine enorme
Wirkung: Sie bringen frischen
Wind in die Landwirtschaft und
öffnen Türen zu einer Welt, die
viele nur mehr aus Kinderbüchern
oder dem Fernseher kennen. Vor
einigen Jahren begann dieser
Trend in den USA und Skandinavien,
schwappte aber schnell
nach Österreich, Deutschland
und die Schweiz über. Anfänglich
belächelt, sind Farmfluencer
heute echte Meinungsmacher,
die über zehntausende, teilweise
NAHRUNGSMITTEL- UND
VERPACKUNGSTECHNIK
Besser
präzise.
grami ler.at
Was sie zeigen, ist kein durchgestylter
Werbespot, sondern
authentisches Landleben:
Morgendliches Melken, Kälbergeburten,
Erntezeit im Sommer,
das Verarbeiten von hofeigenem
Gemüse und Fleisch, Reparaturen
an alten Maschinen
oder Diskussionen über Tierhaltung
und Nachhaltigkeit.
Kurze Videos, in denen sie
in den Arbeitsalltag eintau-
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Viel mehr als nur „abhängen“
W
arum entwickelt Dry-
Aged-Rind einen so
intensiven Nuss- und
Umami-Geschmack – und wie
bleibt das Fleisch dabei dennoch
saftig? Verschiedene Reifeverfahren
wie Wet-, Dry- oder Payer-
Aging sorgen je nach Tierart und
Zuschnitt für optimale Ergebnisse
in Aroma, Textur und Saftigkeit.
Ein Überblick.
Wet Aging
Methode: Fleisch wird frisch
vom Knochen gelöst, vakuumiert
und bei 0–4 °C gereift.
Dauer: Geflügel 1–3 Tage,
Schwein 5–7 Tage, Kalb
7–14 Tage, Rind/Wild 14–21 Tage.
Vorteile: Nur minimaler
Gewichtsverlust, saftig, wirtschaftlich.
Tipp: Dunkler Kühlschrank,
konstante Temp., Reifeprüfung
per Fingerdruck.
Dry Aging
Methode: Am Knochen in
Reifekammer bei –1 bis +2 °C,
75–85 % LF, gute Zirkulation.
Dauer: Rind 3–8 Wochen, Wild
2–4 Wochen; max. 1 Woche bei
Schwein.
Effekt: Intensives Aroma (nussig,
umami), Geschmackskruste.
Nachteile: 20–40 % Gewichtsverlust,
Hygieneaufwand.
Tipp: Regelmäßig Kruste
abschneiden, bei Schimmelgeruch
handeln.
Payer Aging –
Druckreifung
Wie: Fleisch wird in lebensmittelechten
Kunststoffbehältern
unter dauerhaftem Druck
gelagert. Freies Wasser wird ins
Bindegewebe gepresst, pH sinkt
um ca. 0,2 Punkte.
Die Vorteile der Druckreifung:
Kein Gewichtsverlust, saftig,
kein Plastikbeutel nötig, sauberes
Handling.
Dauer: Rind 3–5 Wochen,
Wild/Schwein ca. 3 Wochen.
Geeignet für a le Tierarten inkl.
Edelteile, mariniertes Fleisch.
Tipp: Boxen in Low-Air-FLow-
Kühlzelle, Druckbehälte regelmäßig
reinigen. Danach vakuumieren
oder über Nacht reifen
lassen, um Farbe zu stabilisieren.
Tipps & Tricks
Kombination & Timing: Ein
Beispiel dafür ist, zuerst dry age
für Aroma anzuwenden, dann
Payer Aging zum Rehydrieren.
Kruste clever verwenden:
Trockenrand eignet sich prima
für Burger & Fond.
Transparente Kalkulation:
Gewichtverluste offenlegen
— z. B. Dry-Aging = bis 40 %
weniger, Payer Aging = kein
Verlust.
Nachreifung nutzen: Aus
Payer-Box entnommene Stücke
binnen 7 Tagen wieder einlegen
oder vakuumieren – ideal für
flexible Betriebsplanung.
Hygiene & Rückverfolgbarkeit:
Für Direktvermarkter
gelten EU-/DE-Vorschriften zu
Kühlung (+4 °C Max.), Schlachtung
und Kennzeichnung.
Wet-, Dry- und Payer
Aging sind keine Konkurrenz,
sondern ein Trio für exzellente
Fleischqualität. Während Wet
Aging schonend und einfach
bleibt, intensiviert Dry Aging
Geschmack, und Payer Aging
sichert Saftigkeit ohne Verluste
– ganz ohne Einweg-Plastik oder
künstliche Aromen.
Tier / Cut Wet Aging Dry Aging Payer Aging
Geflügel 1–3 Tage nicht empfohlen 1–3 Tage
Schwein 5–7 Tage max. 1 Woche ca. 3 Wochen
Kalb 7–14 Tage bis 2 Wochen ~2 Wochen
Rind (Filet) 14–21 Tage 3–8 Wochen 3–5 Wochen
Wild 14 Tage 2–4 Wochen ca. 3 Wochen
sogar Millionen, Follower verfügen.
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Seite 2, 8/2025
Coverstory
Hof & Markt
Goldener Vorrat
Impressum
Editorial
von Kurt
& Michael
Heinz
Der Sommer ist vorbei, der Herbst hält Einzug – und mit ihm die
wichtigste Zeit für Direktvermarkter, Fleischer, Heurige und
Winzer. Die Natur zeigt sich heuer besonders großzügig: Der feuchte
Juli hat für volle Obstbäume gesorgt, vielerorts ist die Ernte so reich
wie lange nicht mehr. Äpfel, Birnen und Zwetschken stehen nun im
Mittelpunkt und wollen rasch verarbeitet werden – zu Saft, Most,
Edelbrand oder haltbaren Spezialitäten für den Winter.
Auch Kürbisse, Erdäpfel und Trauben sind bereit für die Ernte. Für
Winzer beginnt die spannendste Phase des Jahres: die Lese. Heurige
nutzen die Saison, um mit Sturm, Nüssen und herzhaften Schmankerln
Gäste anzulocken. Fleischereien profitieren von der Nachfrage
nach regionalen Produkten für Herbstmärkte und Erntedankfeste
– eine gute Gelegenheit, neue Spezialitäten zu präsentieren oder
saisonale Angebote zu bewerben.
Jetzt lohnt es sich, auf Vorrat zu denken: Eingemachtes, Dörrfrüchte,
hausgemachte Säfte oder Kürbisprodukte erweitern das
Sortiment und schaffen zusätzliche Verkaufsmöglichkeiten. Viele
Betriebe nutzen den Herbst auch, um Kunden mit Verkostungen,
Hofführungen oder kleinen Festen direkt an sich zu binden.
Der Herbst ist damit nicht nur Erntezeit, sondern auch beste
Gelegenheit, die Vielfalt der Direktvermarktung sichtbar zu machen
– und den Grundstein für ein erfolgreiches Jahresende zu legen.
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Hof&Markt/Fleisch&Markt/Hof&Gast erscheint 2025 bereits
10-mal/Jahr und erreicht Direktvermarkter, Fleischer, Heurige und
Winzer in ganz Österreich, Südtirol und Süddeutschland. In der
nächsten Ausgabe Ende September befinden wir uns noch in der
Weinlese und können schon einschätzen, ob es ein erfolgreiches und
ertragreiches Jahr war. Außerdem haben wir die Themen Hofladen-
Konzepte, Kassen und Verbundsyteme, Knet&Mischmaschinen und
in Hof&Gast das Thema Küchentechnik. In Fleisch & Markt haben
wir die Fachthemen Wölfe, Ladenbau & Heiße Theke, Braten &
Backen, Gewürze & Zusatzstoffe sowie in unserer Herstellungs-Serie
die „Fleischlaibchen“. Bis dahin wünschen wir Ihnen einen schönen
Herbstbeginn.
Hof Markt
Fleisch Markt
Hof Gast
Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz (MedG) für die Print-Ausgabe der Zeitung
„Hof&Markt“ | Medieninhaber: H1 Medien & GASTRO Verlag GmbH, Gersthofer
Straße 87, 1180 Wien | Herausgeber, Verleger: H1 Medien & GASTRO Verlag
GmbH, Gersthofer Straße 87, 1180 Wien, Tel.: +43/664/7510 26 29, E-Mail: office@
hofundmarkt.at | Gegenstand des Unternehmens: Herausgabe, Verlag, Druck und
Vertrieb von Zeitungen und Zeitschriften sowie sonstigen periodischen Druckschriften.
Die Durchführung von Werbungen aller Art, insbesondere Inseratenwerbung (Anzeigenannahme),
Plakatwerbung, Ton- und Bildwerbung, Reportagen, Ausarbeitung
von Werbeplänen und alle sonstigen zur Förderung der Kundenwerbung dienenden
Leistungen. | Blattlinie: Hof & Markt versteht sich als das Informationsmedium für
alle Direktvermarkter, Fleischer, Heurige und Winzer des gesamten deutschsprachigen
Raumes. Hof & Markt ist unabhängig und bündelt mediengerecht das Beste aus
allen Informations- und Unterhaltungsbereichen. Alle verwendeten geschlechtsspezifischen
Formulierungen meinen die weibliche und männliche Form
| Redaktion: Kurt Heinz (Chefredakteur), Michael Heinz (Chef vom Dienst), Katrin
Hammer, Andrea Jungwirth, Petra Pachler, Nele Klaffl | Anzeigen: H1 Medien & GAS-
TRO Verlag GmbH, Gersthofer Straße 87, 1180 Wien, Kurt HEINZ Tel.: +43/664/7510
26 29, E-Mail: k.heinz@hofundmarkt.at und Michael HEINZ Tel.: +43/664/521 69 36,
E-Mail: m.heinz@hofundmarkt.at | Grafik: der bock – Werbeagentur Georg BOCK,
A - 2345 Brunn am Gebirge, Krotenbachgasse 21, Tel.: +43/699/191 303 42, E-Mail:
office@derbock.at | Lektorat: Andrea
PEFC-zertifiziert
Fischer | Fotos Blitzlichter: Michael Heinz
202021021
Dieses Produkt
| Hersteller: Druckerei Ferdinand Berger &
stammt aus
nachhaltig
bewirtschafteten
Söhne GmbH, Wiener Straße 80, 3580 Horn
Wäldern
| Bankverbindung: Erste Bank, IBAN: AT09
PEFC/06-39-01 www.pefc.at
2011 1843 54355800, BIC: GIBAATWWXXX
chen, Fragen aus der Community
beantworten oder Missverständnisse
über die Landwirtschaft
aufklären sind dabei besonders
beliebt. In einer Zeit, in der viele
Menschen keinen Bezug mehr
zur Herkunft ihrer Lebensmittel
haben, ist dieser direkte Draht
zur Bevölkerung Gold wert. Die
größte Stärke der Farmfluencer
liegt dabei in ihrer Authentizität.
Während klassische Werbung
oft abstrakt bleibt, liefern sie
greifbare Einblicke und leisten
wertvolle Aufklärungsarbeit. Die
meisten Farmfluencer betreiben
ihre Kanäle nebenbei, schließlich
lässt sich die Arbeit auf dem Hof
nicht per Mausklick erledigen.
Doch die Reichweite wächst und
mit ihr die Möglichkeiten. Kooperationen
mit Agrarunternehmen
oder eigene Merch-Kollektionen
zeigen: Landwirtschaft kann auch
Medienbusiness sein. Gleichzeitig
bleibt das Hauptziel vieler Farmfluencer
nicht der Profit, sondern
der Dialog. Sie wollen zeigen,
dass Landwirtschaft nicht nur
harte Arbeit ist, sondern auch
Verantwortung, Innovation und
Leidenschaft.
Die „Scheichelbeirin“
„Ich zeige gerne den Alltag, zum
Beispiel was gerade Saison hat
bei uns am Hof, was gerade für
Gemüse geerntet wird und wie
man das verarbeiten kann“,
erzählt Marie Kerndler – besser
bekannt als „Scheichelbeirin“
– voller Enthusiasmus. „Wie’s
gerade für mich hineinpasst. Weil
das Leben am Bauernhof an sich
schon viel Stress bedeutet. Wenn
ich mir gerade denke: Ma cool, das
möchte ich den Leuten zeigen,
dann nehme ich sie mit hinter
die Kamera und zeige, was bei
uns gerade so los ist.“ Marie zeigt
ihren Followern regelmäßig den
unverblümten Alltag am Kerndlerhof,
auf dem vier Generationen
arbeiten und leben und fungiert so
als Brückenbauer zwischen Land
und Stadt, zwischen Produzent
und Konsument, zwischen Tradition
und Moderne. Die Familie
Kerndler hat sich auf „Urlaub am
Bauernhof “ spezialisiert und lässt
ihre Gäste hautnah am bäuerlichen
Leben teilhaben. Natur
erleben und ein wertschätzender
Umgang mit den Tieren werden
am Baby- und Kinderbauernhof
im Mostviertel/Niederösterreich
großgeschrieben. Das zeigt sich
auch am Content, der von Stallausmisten
über Lagerfeuererlebnis
bis hin zu Rezepttipps reicht.
„Als ich angefangen habe hatte
ich ca. 5000 Follower und das war
dazumal schon sehr viel“, so die
Die Gäste am Bauernhof dürfen sich über Gemüse
aus dem eigenen Garten freuen.
Scheichelbeirin über ihre Anfänge
als Farmfluencerin. Mittlerweile
folgen der Niederösterreicherin
fast 19.000 Interessierte – und es
werden immer mehr. „Ich würde
mich selber nicht als Influencer
bezeichnen. Farmfluencer das
passt zu mir aber Influencer, das
bin ich nicht“, so die Landwirtin.
„Ich mache auch keine Kooperationen.
Viele Influcencer machen
Werbung für etwas, damit sie Geld
verdienen. Das mag ich nicht,
dass ich den Leuten irgendetwas
verkaufen will.“ Es geht der Farmfluencerin
nicht darum, möglichst
viele Follower zu bekommen,
sondern einen authentischen
Einblick ins Alltagsleben zu geben
und ganz banale Sachen aufzuarbeiten.
„Da erleben wir täglich
ganz viel am Hof mit unseren
Gästen. Die kennen z.B. oft nicht
einmal die Gemüsesorten auseinander.
Was ich jetzt in der Zukunft
geplant habe, wenn mehr Zeit
ist, ist mehr Aufklärungsarbeit.
Ich bekomme ja immer mit, was
unsere Gäste für ein Grundwissen
haben. Erst gestern beispielsweise
haben wir einem Jungen gesagt er
soll für die Hasen Heu bringen und
er ist dann gekommen mit Stroh.
Er hat Heu und Stroh nicht unterscheiden
können. Und da weiss
man einfach: da fehlt viel Allgemeinwissen.
Das sind Sachen, die
aufgearbeitet gehören und das
möchte ich gerne machen.“
Gemeinsam für die
Landwirtschaft
Marie ist gut vernetzt mit
anderen jungen Landwirten,
die ebenfalls Einblicke in ihren
Alltag geben. Aktuell umfasst
das Netzwerk der Farmfluencer
(farmfluencer_at) 25 Bäuerinnen
und Bauern aus ganz Österreich.
Das gemeinsame Ziel: Bewusstsein
für das Leben am Land und
die heimische Landwirtschaft
zu schaffen. Die Öffentlichkeitsarbeit
als Farmfluencer ist dabei
ehrenamtlich, wird also nicht
bezahlt, und freiwillig. Wenn
Marie etwas postet, dann können
die Reaktionen darauf ganz
unterschiedlich ausfallen. „Es
ist ganz verschieden, worauf die
Leute reagieren. Es hat sich bei
mir auch ein bisschen verschoben
mit der Zeit. Ich komme von
einem reinen Ackerbaubetrieb, da
habe ich viel gepostet vom Traktorfahren
bzw. von der Feldarbeit.
Das hat sich jetzt ganz geändert
und so haben sich auch meine
Follower geändert. Ich bekomme
jetzt ganz viele Nachfragen über
Rezepte, das finde ich sehr interessant.
Früher wars: Ma wie cool,
großer Taktor. Und jetzt: Ma was
hast du da gekocht, darf ich das
Rezept haben? Das taugt mir
voll, wenn ich da so ein positives
Feedback bekomme. Ich schicke
die Rezepte dann auch gerne
persönlich weiter“, verrät die
Farmfluencerin. Am Hof packt
die ganze Familie mit an, denn
Landwirtschaft und Gewerbe,
also „Urlaub am Bauernhof “,
sind nur im Team zu bewältigen.
„Wir sind alle voll und ganz mit
Leib und Seele dabei“, lässt die
„Scheichelbeirin“ wissen. Wer
sich selbst davon überzeugen
möchte, der folgt der jungen
Landwirtin einfach.
INFO
Marie vom Kerndlerhof
Instagram:
@scheichelbeirin und
@farmfluencer_at
www.kerndlerhof.at
Foto: scheichelbeirin/Kerndlerhof
& Hof Markt
Aktuelles
Seite 3, 8/2025
Foto: MAYER & GEYER GmbH
Ein neues Kapitel
Irgendwann muss man sich
entscheiden, ob man nur eine
Seite umblättert oder ein ganz
neues Buch anfängt.“ – Dieses
Zitat beschreibt treffend die
Situation, in der sich die Familie
Geyer in den vergangenen Jahren
befand.
Was im Jahr 1998 mit der
Ing. J. & E. Mayer OEG von
Josef und Elfriede Mayer seinen
Anfang nahm, wurde ab 2006
von Andreas und Silvia Geyer
in zweiter Generation mit viel
Hingabe weiterentwickelt.
Heute, 27 Jahre später, ist die
Mayer & Geyer GmbH mit fünf
Mitarbeitenden und eigenem
Firmengebäude zu einer kleinen,
feinen Fixgröße im Fruchtzubereitungsmarkt
herangewachsen.
Gleichzeitig wurde der Wunsch
nach Weiterentwicklung und
einem nachhaltigen Übergang
an die nächste Generation
immer deutlicher. Zumal sich die
älteste Tochter der Familie ihrer
Liebe zum Damenkleidermachen
widmete. Mit großer Freude
geben Andreas und Silvia Geyer
nun bekannt, dass seit Juni 2025
Hakon Pichler neuer Partner und
Mehrheitseigentümer der Mayer
& Geyer GmbH ist. Manchen
dürfte er ein Begriff sein: Von 2013
bis 2017 war er bereits Teil des
Teams. „Wir sind überzeugt, dass
er unser Unternehmen mit tollen
Ideen sowie vollem Elan weiter
ausbaut“, so die Familie Geyer.
Die vertrauten Gesichter und
die gewohnte Qualität bleiben,
ergänzt um frischen Wind für
eine erfolgreiche Zukunft.
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Kurz notiert
Das Biosphärenpark Wienerwald Management startete vor kurzem seine
Obstbaumaktion 2025. Winzer, Landwirte sowie private Eigentümer
landwirtschaftlich gewidmeter Flächen in den niederösterreichischen
Biosphärenpark-Gemeinden können noch bis 21. September
2025 Hochstamm-Obstbäume zu vergünstigten Konditionen bestellen.
„Wer Bäume pflanzt, denkt an morgen. Mit jedem gepflanzten Obstbaum
leisten wir einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt und unserer
Kulturlandschaft. Die Obstbaumaktion verbindet Naturschutz mit
gelebter Tradition – Für die beste Zukunft unseres Landes und unserer
Kinder“, so LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf. Weitere Infos unter
ww.bpww.at/de/obstbaumaktion2025
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Expertenwissen auf der
Agrar- und Genussolympiade
Im und rund um das Josephinum
Wieselburg in Niederösterreich
traten vom 15.-17. August 39
Teams aus ganz Österreich bei
der Agrar- und Genussolympiade
gegeneinander an. Der Sieg der
Agrarolympiade ging an Bernhard
Parzmair & Markus Riedl-
Strasser aus Oberösterreich. Bei
der Genussolympiade setzten
sich mit Matthias Auer & Markus
Brunner ebenfalls zwei Oberösterreicher
durch.
Der Bundesentscheid startete
mit zwei Exkursionen zu
landwirtschaftlichen Betrieben
in der Region. Die Teams der
Agrarolympiade besuchten
den Biohof Leichtfried. Parallel
dazu vertieften die Genussolympiade-Teilnehmer
ihr Wissen im
HAUBIVERSUM Petzenkirchen
rund ums Bäckerhandwerk.
Am Samstag standen bei der
Agrarolympiade Schweinehaltung,
Geflügelwirtschaft, Tierkrankheiten,
Pflanzenschutz,
Bodenleben, Forstwirtschaft,
Wertschöpfungsketten sowie
Energiewirtschaft & CO2-Speicherung
im Mittelpunkt. Bei
der Genussolympiade ging es
unter anderem um Gastronomie,
Mostkultur, Edelbrände,
Naturkosmetik, Käse sowie
Grill- und Räuchertechniken.
Der Samstagnachmittag stand
unter dem Motto „Glück und
Geschicklichkeit“, bevor die
vier punktestärksten Teams je
Olympiade im großen Finale ihr
Wissen nochmals unter Beweis
stellten.
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PRODUZENTEN
Seite 4, 8/2025
Flaschen & Verpackung
Hof & Markt
Glas mit Klasse
Glasflaschen sind für Direktvermarkter mehr als nur Verpackung. Sie prägen den ersten Eindruck,
schützen wertvolle Inhalte und sind Symbol für Qualität und Regionalität.
Von Kurt Heinz
Glas ist in der Direktvermarktung
das bevorzugte
Verpackungsmaterial.
Es ist geschmacksneutral, vollständig
recycelbar und steht für
Wertigkeit. Wer die passenden
Flaschen auswählt, verschafft
seinen Produkten nicht nur den
richtigen Schutz, sondern auch
einen überzeugenden Auftritt
am Verkaufsstand.
Formen für praktisch
jeden Inhalt
Für Fruchtsäfte und Most werden
vor allem Longneck- oder
Bordeauxflaschen eingesetzt
– leicht stapelbar, mit standardisierten
Schraubverschlüssen
und in vielen Größen erhältlich.
Ölproduzenten greifen zu
Dorica- oder Marasca-Flaschen:
die eckige Form erleichtert die
Handhabung, und die schlanke
Silhouette signalisiert Feinkost.
Spirituosen oder Liköre entfalten
ihre Wirkung in dickwandigen
Designflaschen, die oft individuell
ausgewählt werden, um
Exklusivität und Regionalität zu
betonen. Milch und Molkereiprodukte
werden zunehmend
wieder in Weißglasflaschen
abgefüllt, da die Rückführung
über Pfandsysteme im Hofladen
oder Automaten unkompliziert
möglich ist.
Farben haben
Bedeutung
Die Farbwahl schützt nicht nur
das Produkt, sondern kommuniziert
auch Qualität. Braunglas
ist ideal für lichtempfindliche
Getränke wie Bier oder Direktsaft.
Grünglas signalisiert bei
Wein Tradition und schützt
zuverlässig vor UV-Strahlen.
Weißglas zeigt das Produkt
unverfälscht – attraktiv für helle
Säfte, Milch oder Spirituosen,
erfordert aber konsequente
Kühlung und dunkle Lagerung.
Wer mehrere Sorten anbietet,
kann die Glasfarbe auch gezielt
zur Sortendifferenzierung einsetzen.
Praktische Tipps für
die Befüllung
Vor dem Abfüllen sollten
Flaschen immer gespült oder
sterilisiert werden – auch wenn
sie neu sind. Viele kleine Abfüller
nutzen kompakte halbautomatische
Maschinen, die konstante
Füllhöhen garantieren. Wichtig
ist auch die Wahl des Verschlusses:
Schraubverschlüsse sind
universell und sicher, Korken
oder Bügelverschlüsse wirken
handwerklich, erfordern aber
mehr Sorgfalt bei der Lagerung.
Direkt nach dem Verschließen
sollten Flaschen etikettiert
werden, da eine warme Oberfläche
das Haften erleichtert.
Für kleine Chargen genügt oft
ein einfacher Tischaufsteller für
Etikettenrollen, größere Betriebe
setzen auf automatische Etikettierer.
Nachhaltigkeit
praktisch gedacht
Die Glasindustrie bringt seit
einigen Jahren Leichtglasflaschen
auf den Markt. Sie sparen
Material, verringern das Transportgewicht
und damit auch
die CO 2 -Bilanz – ohne, dass die
Flasche an Stabilität verliert. Für
Direktvermarkter bedeutet das
geringere Versandkosten beim
Online-Verkauf und ein zusätzliches
Verkaufsargument in
Richtung Nachhaltigkeit. Viele
Glaswerke arbeiten mit regionalen
Händlern zusammen, sodass
auch kleine Mengen verfügbar
sind.
Wer Mehrwegflaschen anbietet,
sollte auf standardisierte
Größen setzen (z. B. 0,5 l Saftflaschen),
um die Rückführung und
Wiederverwendung zu erleichtern.
Bag in Box Beutel – clever,
praktisch & stark reduziert
Im September präsentiert Verpackungsstadl
das Produkt des
Monats: unsere hochwertigen
Bag in Box Beutel – die clevere
Lösung für die Aufbewahrung
und Abfüllung von Säften, Most
oder anderen flüssigen Spezialitäten.
Unsere Kunden können dabei
aus verschiedenen Größen
wählen: 3 Liter-, 5 Liter- und
10 Liter-Beutel, jeweils mit
den passenden Kartonboxen
für eine sichere und praktische
Lagerung. Alle Beutel sind für
Heißabfüllung bis 90 °C geeignet
und bieten damit maximale
Flexibilität für Direktvermarkter
und Lebensmittelhersteller.
Ein besonderes Highlight im
Sortiment sind unsere 3 Liter-
Standbeutel mit Fruchtmotiv
und Apfelmotiv. Diese exklusiven
Beutel, sind nicht nur
funktional, sondern überzeugen
auch optisch – perfekt für den
ansprechenden Verkauf Ihrer
Produkte direkt ab Hof oder im
Laden.
Damit das Abfüllen noch
leichter gelingt, bieten wir
zusätzlich eine stabile Abfüllhalterung
aus Edelstahl an, die
das Befüllen der Beutel wesentlich
komfortabler und effizienter
macht.
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September erhalten Sie auf
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Foto: PaulShlykov / stock.adobe.com
Fotos: Verpackungsstadl
& Hof Markt
Flaschen & Verpackung
Seite 5, 8/2025
35 Jahre Müller Glas – Verpackungskompetenz
aus Familientradition
Foto: Müller Glas
Seit mehr als 35 Jahren steht
Müller Glas als österreichischer
Familienbetrieb für
Qualität, Verlässlichkeit und ein
Sortiment, das keine Wünsche
offenlässt. Aus kleinen Anfängen
gewachsen, hat sich das Unternehmen
zu einem der führenden
Partner für Glasverpackungen
entwickelt – und bleibt dabei
bis heute den Werten eines
Familienunternehmens treu:
Nähe zu den Kunden, Handschlagqualität
und ein echtes
Verständnis für die Bedürfnisse
der Produzenten.
Besonders Direktvermarkter,
Ab-Hof-Produzenten und
kleinere Manufakturen schätzen
Müller Glas als verlässlichen
Komplettanbieter. Ob
für Marmeladen, Honig, Säfte,
Sirupe, Essige & Öle, Milchprodukte,
Wein oder edle Spirituosen
– das Sortiment deckt
sämtliche Anforderungen rund
um das Abfüllen, Lagern und
Präsentieren von Selbstgemachtem
ab. Neben einer großen
Auswahl an Gläsern, Flaschen,
Verschlüssen und Verpackungen
bietet Müller Glas auch das
passende Zubehör, damit jedes
Produkt nicht nur sicher haltbar,
sondern auch ansprechend
präsentiert werden kann.
Ein besonderer Vorteil: Müller
Glas ist mit vier Abholshops
in Göttlesbrunn, Langenlois,
Lebring und Innsbruck direkt
vor Ort vertreten. Diese Standorte
ermöglichen nicht nur
eine schnelle Verfügbarkeit der
Produkte, sondern auch persönliche
Beratung und Kundennähe.
So erhalten Kunden genau die
Unterstützung, die sie für ihre
individuellen Anforderungen
benötigen – vom Hobbyeinmacher
bis zum professionellen
Produzenten.
Warum Müller Glas?
u Über 35 Jahre Erfahrung als
Familienbetrieb
u Umfassendes Vollsortiment
an Gläsern, Flaschen, Verschlüssen
und Verpackungen
u Persönliche Beratung an vier
Standorten in Österreich
u Speziell auf die Bedürfnisse
von Direktvermarktern und
Manufakturen abgestimmt
u Kundennähe und Service mit
familiärer Handschrift
u Verlässlicher Partner von
der Einzelbestellung bis zur
Großmenge.
Müller Glas versteht sich nicht
nur als Lieferant, sondern als
starker Partner für alle, die ihre
Genussprodukte in die Welt
tragen möchten. Ob privat,
handwerklich oder professionell
– wer Wert auf Qualität, Vielfalt
und persönliche Betreuung
legt, findet bei Müller Glas die
passende Lösung.
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OB EINKOCHEN
ODER ABFÜLLEN.
Bei uns ist
wirklich alles drin.
Wir sind Ihr verlässlicher Komplettanbieter für die
Verpackung von Selbstgemachtem. Ob verschiedenste
Flaschen und Verschlüsse, Trinkgläser, Einmachgläser
und Utensilien, Kartonverpackungen oder sonstiges
Zubehör – bei uns ist wirklich alles drin. Das gilt auch
für die Bedruckung, Zustellung, fachkundige Beratung
und viele weitere Services.
muellerglas.at
Seite 6, 8/2025
Aktuelles
Hof & Markt
Foto: Land schafft Leben
Kolumne
Von Hannes
Royer
Mit jedem Bauernhof verlieren
wir ein Stück Heimat
Jeden Tag sperren in Österreich neun Bauernhöfe zu. In den letzten
rund 20 Jahren haben wir etwa zehn Prozent unserer landwirtschaftlichen
Betriebe verloren. Warum? Wirtschaftlicher Druck, vor
allem im Bezug auf den Konkurrenzkampf mit Billigprodukten aus
dem Ausland. Bürokratische Hürden, sich ändernde Gesetze und
Planungsunsicherheit. Fehlende Hofnachfolge, weil sich die nächste
Generation die Arbeit und den Druck nicht mehr antun möchte.
Aber auch die fehlende Wertschätzung aus der Bevölkerung für die
Arbeit, die wir Landwirtinnen und Landwirte tagtäglich leisten, um
unsere heimische Lebensmittelversorgung sicherzustellen. Es gibt
viele Gründe, warum Menschen ihren Hof aufgeben.
So eine Hofaufgabe bedeutet aber nicht nur, dass es nun halt
einen Bauernhof weniger gibt, der Milch produziert oder Ackerflächen
bewirtschaftet. Diese Entwicklung verändert unter anderem
unser Landschaftsbild. Was wäre der österreichische Tourismus
ohne Felder, Wiesen, Weiden oder Almen? Unsere Kulturlandschaften
sind der Hauptgrund, warum Touristinnen und Touristen
Österreich als Urlaubsziel auswählen.
Hinzu kommt, dass die Flächen aufgelassener Bauernhöfe in
Folge oft von bestehenden Betrieben übernommen werden. So
sinkt die Anzahl der Bauernhöfe insgesamt, die verbleibenden
Höfe vergrößern sich. Das bedeutet aber nicht, dass unsere kleinen
Familienbetriebe plötzlich von großen Konzernen abgelöst werden.
Österreichs Landwirtschaft ist im Vergleich zu anderen Ländern
sehr kleinstrukturiert und rund 80 Prozent der Arbeitskräfte auf
Bauernhöfen sind Familienangehörige. Sie investieren Herzblut,
seit Generationen überliefertes Wissen und Liebe zur Region.
Genau diese Arbeit macht jeden Bauernhof zu einem eigenen
Mikrokosmos und unsere Lebensmittel so besonders.
Konsumentinnen und Konsumenten können einen wichtigen
Beitrag leisten, denn mit jedem Griff ins Supermarktregal erteilen wir
einen Produktionsauftrag. Es wird nämlich nur das nachgeschlichtet,
was gekauft wird. Wer sich also zum Beispiel für Milch, Fleisch oder
Gemüse aus Österreich entscheidet, erhält nicht nur hochwertige
Lebensmittel, sondern auch die Höfe, die dahinterstehen – und mit
ihnen unsere Landschaft, unsere Regionen und unsere Lebensqualität.
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Buchtipps
Bohnen, Erbsen, Linsen
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Ratgeber in einem – der ideale Begleiter für
alle, die vegan durchstarten möchten. Mit einer
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Produkte spielend leicht. Über drei Level lässt
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Hülsenfrüchte sind eine vielfältige Lebensmittelgruppe
und haben neben gesundheitlichen
Vorteilen auch positive Auswirkungen auf
die Umwelt. Deshalb sollen sie nach den österreichischen
Ernährungsempfehlungen bei
Fleischessern dreimal und bei Vegetariern viermal
pro Woche auf dem Teller landen.
Die Info-Rezeptbroschüre „Bohnen, Erbsen,
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zeigt mit ihren bunten und schmackhaften
Rezeptideen, wie Hülsenfrüchte einfach
und genussvoll in den Alltag integriert werden
können und für Abwechslung auf dem Speiseplan
sorgen. Neben Rezepten vermittelt die
Broschüre Hintergrundwissen zu Herkunft und
Sortenvielfalt von Hülsenfrüchten und darüber,
warum sie so wertvoll für die Gesundheit und
Umwelt sind. Außerdem enthält sie praktische
Tipps für eine bessere Bekömmlichkeit sowie
zu Einkauf und Zubereitung.
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Hof Gast
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Stefan Grabher im Weinkeller des
Schlossguggerhauses.
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„Die Züchtungserfolge der letzten
30 Jahre sind erstaunlich!“
Harry König im Winzer-Talk über
PIWI-Rebsorten, den Schlossgugger-
Wein und die Zukunft des Vorarlberger
Weins.
Von Katrin Hammer
Alles wird wieder verwendet –
Cradle to Cradle – das wäre
die perfekte Definition von
Nachhaltigkeit. Unter diesem
Gesichtspunkt gibt es kaum
ein abgeschlossenes Projekt,
mit der Natur als Vorbild kann
es immer weiter verbessert
werden. Im Weinbau beginnt es
im Weingarten, erfasst die Art
der Kellerarbeit, die eingesetzten
Hilfsmittel, bis zur Flasche
und zur Verpackung! Die Mär
vom ewigen Wachstum, so,
wie das heute gerne und leicht
Lesen Sie weiter auf Seite 8 ›
Vor kurzem konnten Sie die
Expertenjury beim diesjährigen
PIWI Wine Award
Austria mit Ihren Schlossgugger-Weinen
überzeugen:
Der Siegerwein in der
Kategorie „Weißwein Cuvée“
kommt erstmals aus
Vorarlberg. Wie lässt sich
Ihr Muscaris/Blütenmuskateller
beschreiben?
Dieser Cuvée wurde nach dem
Prinzip des Gemischten Satzes
im Verhältnis 60/40 Muscaris/
Blütenmuskateller vinifiziert.
Das bedeutet, dass die zwei
Sorten gemeinsam geerntet
werden und im Keller schon beim
Rebeln zusammenkommen. Die
Idee, die betörend floralen Duftnoten
des Blütenmuskatellers in
der Nase, im Gaumen wechselnd
hin in Richtung der typisch
sympathischen Muskataromen
der Muscaristrauben zu leiten,
ist uns auf diese Art ganz gut
gelungen. Der Wein ist vollständig
vergoren ohne Restzucker
bei 14,0 % vol. Alc.
Weinbau und Nachhaltigkeit.
Wie wichtig ist für Sie
nachhaltiges Wirtschaften?
Der Begriff Nachhaltigkeit wird
seit einiger Zeit fast inflationär
von verschiedenen Branchen
verwendet und bei genauerer
Betrachtung entdeckt man
auch oft Etikettenschwindel.
Im Weinbau allerdings glaube
ich, ist durch die Nähe dieses
Berufsstandes zur Natur, häufig
sehr ehrliches Bemühen in
dieser Richtung festzustellen.
Die Natur erzeugt keinen Abfall!
Seite 8, 8/2025
Winzertalk
Hof Gast
erzielt wird, geht sich nicht aus.
Die Konsequenzen sollten wir
unseren nächsten Generationen
ersparen.
Welche Vorteile bringen PI-
WI-Rebsorten und welche
eignen sich für den Anbau
im Ländle besonders gut?
PIWI – steht für pilzwiderstandsfähig,
nicht resistent. Die
Züchtungserfolge der letzten
30 Jahre, durch Kreuzung von
Rebsorten mit bestimmten
Resistenzen sind erstaunlich.
Die Vorteile sind vielfältig. Der
stark reduzierte Pflanzenschutzaufwand
(spritzen), teilweise
bis gegen Null, zeigt sich nicht
nur auf der biologischen Seite
des Endproduktes (Trauben),
es wird auch die Bodenverdichtung
auf ein Minimum reduziert,
es ermöglicht eine dauernde
Rebbergbegrünung und damit
Biodiversität mit allen denkbaren
Nützlingen. Im Ländle sollte
Bedacht genommen werden auf
das Mikroklima.
Das kann lokal sehr unterschiedlich
sein. Da die großen
Flächen im Ländle für Weinbau
sehr rar geworden sind, ist das
ein probates Mittel für unsere
vielen Klein- und Kleinstwinzer
je nach Produktionsziel (Weiß/
Rot/trocken/kräftig/usw.) die
passende Sorte zu finden.
Vom Textilunternehmer
zum Wein-Produzenten.
Wie kam es zu der Zusammenarbeit?
Bezüglich der Bezeichnung
Weinproduzent wollen wir den
Ball noch etwas flach halten.
Die jahrelange und intensive
Beschäftigung von Stefan
Grabher in Bezug zur Nachhaltigkeit
mit der Baumwollproduktion
vor Ort in der Türkei für
sein Unternehmen Mary Rose in
Dornbirn, der Kauf des ältesten
Hauses der Stadt Dornbirn, das
Schlossguggerhaus, mit dem
vorhandenen Keller und die
Mitgliedschaft in einer Weinbruderschaft
– das ist die Seite
des Textilunternehmers.
Ich hatte schon 2001 den
ersten Weinberg in Dornbirn
ausgepflanzt, war dann aber ab
2003 bis Ende 2018 als Winzer
mit eigenem Weingut im Piemont
tätig, bis ich nach meiner Pensionierung
ab 2019 wieder in dieser
Weinbruderschaft mitarbeitete.
So entwickelte sich die Idee, eines
speziellen Projektes, nämlich
dem Ausbau nach altem Vorbild
in der Tonamphore, vorzugehen.
Und da hinter dem Schlossguggerhaus
vor über 150 Jahren schon
Reben gestanden sind, haben
wir das einfach angefangen und
werden die Flächen erweitern.
Können Sie uns mehr über
Ihr innovatives Weinkonzept
erzählen? Welche Zukunft
hat Wein in Vorarlberg?
Die Weine geben wir derzeit in
Kleinmengen ab, präsentieren sie
auch gerne bei diversen Events
und bei Führungen durch das
historische Schlossguggerhaus.
Konsequent die Nachhaltigkeit
umsetzen und wirkliche Qualität
mit lokalem Bezug – das ist
das Ziel. Es existieren mehrere
Auspflanzprojekte in der Nähe
– ungelegte Eier – aber vielversprechend!
Der Klimawandel hat viele
Seiten, sogar positive. So werden
wir in unseren Breitengraden
immer leichter Trauben ernten
können, die tolle Weine ermöglichen.
Die Flächen werden
allerdings nie mehr die Ausmaße
des 19. Jahrhunderts annehmen.
Damals gab es zwischen Bludenz
bis Bregenz fast 700 (!) Hektar
Weinbaufläche. Die prädestinierten
Lagen an den verschiedenen
Talausgängen wurden zwischenzeitlich
verbaut. Ich engagiere
mich auch im Vorstand des
Vorarlberger Weinbauverbandes,
wo bei den über 70 Mitgliedern
auch die wenigen professionellen
Betriebe dabei sind, um sich
gegenseitig verstärkt zu unterstützen
und auszutauschen.
Welche Weine produzieren
Sie außerdem und wo sind
die Schlossgugger-Weine
erhältlich?
Wir konnten bis vor kurzem
noch rote Leon Millot - Trauben
aus der früheren Weinbruderschaft
verarbeiten, wo wir übrigens
beim PIWI-Award ebenfalls
eine Silbermedaille erhielten. Da
müssen wir eine kleine Durststrecke
bis zur Neuauspflanzung
überstehen, wo wir noch eine
hochinteressante Rotweinsorte
anpeilen: Satin Noir. Darüber
hinaus bauen wir Muscaris und
Blütenmuskateller auf der Schale
(Orangewine) in zwei Varianten
aus. In der Tonamphore und
zusätzlich im Barrique. Die
kleinen Bestände geben wir wie
erwähnt nur in Kleinmengen ab.
Sie sind in der Stadt Dornbirn im
Verkausgeschäft „Mary Rose“
und auch über den Internetshop
erhältlich.
INFO
Mary Rose GmbH
Schillerstraße 4
A-6850 Dornbirn
schlossgugger-wein@outlook.com
shop.maryrose.at
Foto: LT-Direktion NÖ - Schultes
Foto: Stadtgemeinde Poysdorf
Foto: Miro Kuzmanovic
66. Poysdorfer Bezirkswinzerfest
Von 11. bis 14. September lädt
Poysdorf bereits zum 66. Mal
zum Bezirkswinzerfest – einem
der größten Weinfeste des Weinviertels.
Vier Tage lang wird in
der stimmungsvollen Kellergstetten
der Beginn der Weinlese
gefeiert. Im Mittelpunkt steht
traditionell der große Winzerfestumzug
am Sonntag, der 2025
unter dem Motto „Wein & Weiblichkeit“
über die Bühne geht.
Mit dabei sind Landeshauptfrau
Johanna Mikl-Leitner, Winzerfestpräsident
Fritz Strobl sowie
die Weinhoheiten.
Seit mehr als sechs Jahrzehnten
feiern die Poysdorfer Winzer
gemeinsam mit Gästen aus Nah
und Fern den Auftakt zur Lese.
Ausgezeichnete Weine, regionale
Schmankerl und ein buntes
Musikprogramm sorgen jedes
Jahr für beste Stimmung. Bürgermeisterin
Gudrun Sperner-
Habitzl bezeichnet das Fest als
„besondere Visitenkarte unserer
Weinstadt“ und freut sich auf die
zahlreichen Besucherinnen und
Besucher.
Programmüberblick
Den Auftakt macht am Donnerstag
die feierliche Ausrufung der
Weinlese mit Inbetriebnahme
des sprudelnden Weinbrunnens,
begleitet von Musik und
Tanz. Der Freitag bietet einen
bunten Einkaufsnachmittag mit
Kinderprogramm, Flohmarkt
und Vergnügungspark. Abends
locken Heurigenbetrieb, Konzerte
und eine stimmungsvolle Kellergassenführung
bei Nacht.
Am Samstag steht das
25-jährige Jubiläum des Oldtimermuseums
im Mittelpunkt: Festakt,
Sternfahrt und Tag der offenen
Tür werden musikalisch begleitet,
bevor abends Heurigenbetrieb und
Disco für Unterhaltung sorgen.
Der Sonntag beginnt mit
Winzermesse und Frühschoppen,
ehe sich ab 14 Uhr der große
Umzug durch die Stadt schlängelt.
Festlich geschmückte Wagen
der Winzer und Vereine präsentieren
kreative Umsetzungen des
Mottos. Den Ausklang gestaltet
die Weinhauerkapelle Poysbrunn
beim Heurigenbetrieb.
Zusätzlich warten freier Eintritt
in die WEIN+TRAUBEN Welt, das
Winzerfestpreisschießen sowie
ein Gewinnspiel rund um den
Windpark. Ein Vergnügungspark
beim Kolpinghaus sorgt das ganze
Wochenende für Unterhaltung.
www.vinoversum.at
Hof Gast
Saisonal
Seite 9, 8/2025
Zwetschkenknödel haben jetzt Saison
Diese Knödel symbolisieren
österreichische Mehlspeisenkultur
und haben sich im gesamten
Donau- und Alpenraum als
Klassiker etabliert. Das Gericht
stammt ursprünglich aus der Zeit
der Österreichisch-Ungarischen
Monarchie und ist besonders
in Österreich, Süddeutschland,
Tschechien, Ungarn und Rumänien
beliebt. Und gerade jetzt, in
der Zeit der Zwetschkenernte,
sind die beliebten Knödel ein
Leckerbissen.
Knödel herausnehmen,
gut abtropfen lassen und in
den Butterbröseln wälzen.
Mit Staubzucker bestreuen
und noch warm servieren.
Fini’s Tipp: Die Knödel
können beliebig gefüllt
werden (bspw. mit Erdbeeren
oder Marillen).
www.finis-feinstes.at
Foto: Fini's Feinstes
Zutaten für ca.
zehn Knödel
Topfenteig:
u 200 g Fini’s Feinstes Weizenmehl
griffig
u 50 g weiche Butter
u abgeriebene Schale einer unbehandelten
Zitrone
u 1 Prise Salz
u 250 g Topfen (10 % F.i.T.)
u 60 g Staubzucker
u 1 Ei (M)
Fülle:
u 100 g Rohmarzipan
u 1 EL Rum
u 10 Zwetschken
Butterbrösel:
u 100 g Butter
u 120 g Semmelbrösel
u 1 EL Kristallzucker
u 1 Prise Zimt
u 1 Prise Salz
Außerdem:
u Staubzucker zum Bestreuen
08.–11. NOV. 2025
MESSEZENTRUM SALZBURG
GASTMESSE.AT
Zubereitung
Für den Teig Fini’s Feinstes
Mehl, Butter, Zitronenschale,
Salz, Topfen, Staubzucker und Ei
glattrühren und ca. 30 Minuten
im Kühlschrank rasten lassen.
Für die Fülle Marzipan und Rum
verkneten, zu einer Rolle formen
und in zehn Stücke teilen.
Zwetschken waschen, leicht
einschneiden, den Kern entfernen
und mit einem Stück Marzipan
füllen. Den Teig zu einer Rolle
formen und in zehn gleich große
Stücke teilen. Flach drücken, jede
Zwetschke mit Teig umhüllen
und mit bemehlten Händen zu
einem Knödel formen.
Die Knödel in schwach
kochendes Salzwasser einlegen
und ca. 10 Minuten köcheln
lassen. Sofort mit einem Kochlöffel
umrühren, damit sich die
Knödel nicht am Topfboden
absetzen.
Inzwischen die Butterbrösel
zubereiten: In einer Pfanne Butter
schmelzen, Brösel, Kristallzucker,
Zimt und Salz zugeben und unter
Rühren goldbraun rösten. Die
@gastmesse
Alles für den Gast
55. INTERNATIONALE FACHMESSE FÜR GASTRONOMIE UND HOTELLERIE
Seite 10, 8/2025
Saisonales
Hof Gast
Rezepte
Flammkuchen mit Ziegenkäse und
Preiselbeere
Zutaten für 3 längliche
Fladen:
Teig:
u 300 g Weizenmehl oder
(100 g Weizenmehl,
150 g Dinkelmehl, 50 g
Roggenmehl)
u 150 – 200ml Wasser
u 3 Esslöffel Olivenöl
u 1 Teelöffel Salz
Belag:
u 300 g gereifter Ziegenfrischkäse
u 200 g Speckwürfel
u 2 kleinere Zwiebeln
u 3 Handvoll frische Preiselbeeren
u 1 gelbe Fleischtomate
u Jeweils ½ Teelöffel getrockneter
Thymian
u eventuell etwas Milch zum Verdünnen
des Käses
Pasta, Pizza und
Flammkuchen
Es gibt kaum jemanden in
Österreich, der Pizza und
Pasta nicht gerne isst. Die
Gründe, warum das so ist, sind
einfach. Beide schmecken gut
und sind so abwechslungsreich,
denn es gibt kaum ein Lebensmittel,
das nicht zu Nudeln
oder auf die Pizza passt, egal ob
Fleisch, Gemüse oder Käse. Und
bei uns werden Kohlenhydrate
geliebt, ein Land, in dem Knödel,
Brot, Nockerl und Nudeln oft
auf den Teller kommen, und das
nicht nur als Beilage, sondern
auch als Hauptgericht.
Ganz schön bunt
Kaum ein Hofladen kommt daher
ohne Nudeln im Angebot aus.
Selbstgemachte Teigwaren von
Spiralen bis Tagliatelle überzeugen
nicht nur durch die Formen,
sondern durch die verschiedenen
Zutaten, die möglich sind. Ob mit
Ei, aus Dinkel oder mit Spinat, es
kommt oft mehr in den Teig, als
nur Wasser und Mehl.
Meistens stammen die
Produkte von kleinen Höfen
und regionalen Produzenten
und zumindest eine Hauptzutat,
entweder Eier, Getreide oder
Gemüse, wird am Hof erzeugt
und verarbeitet. Das macht die
Nudelvielfalt bei Direktvermarktern
aus. Bei Hanferzeugern gibt
es Nudeln mit Hanfmehl, bei
Hühnerhaltern auf Eibasis und
bei Kräutererzeugern Nudeln mit
einem besonderen Geschmack
wie Chili oder Bärlauch. Der
Gemüsebauer färbt sie rot oder
grün ein, mit dem Spinat oder
der Roten Rübe vom Feld. Somit
spiegeln die hausgemachten
Nudeln auch die Regionalität und
die Qualität der Erzeugnisse des
Betriebes wider.
Das Herzstück, das
eigene Mehl
Meist werden Mehle aus Getreidesorten,
die auf den eigenen
Feldern wachsen, verarbeitet,
was das Angebot geschmacklich
so vielfältig macht. Weizenmehl,
meist Hartweizen, verleiht den
Nudeln die klassische Textur
und Dinkelmehl sorgt für einen
leicht nussigen Geschmack und
eine besondere Bissfestigkeit.
Spezialmehle wie Buchweizen
oder Hanf sind glutenfrei, werden
aber oft zur Nudelherstellung mit
anderen Mehlsorten gemischt,
Text & Fotos: Andrea Jungwirth
um die nötige Elastizität zu erreichen.
So ist das Endprodukt zwar
geschmacklich überzeugend,
aber nicht mehr frei von Gluten.
Kastanienmehl wird gerne mit
Dinkel gemischt und sorgt für
einen leicht süßlichen nussigen
Geschmack, Mehl aus Hülsenfrüchten
wie roten Linsen oder
Kichererbsen, bringt sehr aromatische
Nudeln hervor, die sich aber
im Biss etwas von den Klassikern
unterschieden. Bei uns geht es
bei der Pasta also sehr bunt zu,
während es in Italien hauptsächlich
zwei Mehle sind. Semolina,
Mehl aus Hartweizen, wird für
Pasta ohne Ei verwendet, Farina
di Grano Tenero Tipo 00, Weichweizenmehl,
für Nudeln mit Ei
und auch gerne für Teigtaschen.
Das mitteleuropäische
Pendant
Die Pizza hat die Welt erobert und
sie steht einfach für italienische
Lebensart. Dabei sind es nicht
nur unsere südlichen Nachbarn,
die ein Stück Teig belegen und
es knusprig backen. Der Flammkuchen,
traditionell aus dem
Elsass und Teilen Deutschlands,
besteht aus dünn ausgerolltem
❱ Für den Teig alle Zutaten
miteinander vermischen,
bis ein glatter Teig entsteht,
den Teig zugedeckt
etwa 1 Stunde rasten
lassen.
❱ Den Teig dritteln und auf
einer bemehlten Fläche
länglich sehr dünn ausrollen
und jeweils auf ein
mit Backpapier belegtes
Backblech legen.
❱ Zwiebel schälen und in
dünne Streifen schneiden,
Ziegenfrischkäse eventuell
mit Milch zu einer
streichfähigen Masse verrühren.
Preiselbeeren waschen und gut abtropfen lassen.
❱ Jeden Teigfladen dünn mit Frischkäse bestreichen, die
restlichen Zutaten darüber verteilen.
❱ Den Flammkuchen bei 240 Grad Celsius etwa 5 – 8
Minuten knusprig backen lassen.
Brotteig, der klassisch mit Zwiebeln,
Speck und Sauerrahm belegt
wird. Er wird anschließend bei
sehr starker Hitze kurz gebacken.
Früher wurde Flammkuchen vor
dem Brot im Holzofen gebacken,
um die erste starke Hitze auszunutzen
und die Temperatur zu
prüfen. Heute dagegen wird
er unterschiedlich belegt und
auch der Basisteig variiert. Mit
Roggenmehl, aus Vollkorn oder
mit Dinkel, der dünne Fladen
überzeugt. Als Topping schmecken
neben dem Klassiker mit
Speck auch Birnen mit Feigen und
Schimmelkäse, Ziegenfrischkäse
mit Kräutern und Rukola oder
Varianten mit Sauerrahm, Spargel
und Rohschinken.
Mit oder ohne Germ
Heute besteht der Teig meist aus
Mehl, Wasser, etwas Salz und Öl
und lässt sich einfach und schnell
herstellen. Es wird kein Germ
verwendet, das macht den fertigen
Flammkuchen so knusprig.
Im Gegensatz zur Pizza ist der
Teig meist noch dünner und er
wird auch ganz sparsam belegt.
So simpel der Teig ist, so gibt
es doch ein paar Tipps dazu. Er
sollte mit lauwarmem Wasser
zubereitet werden, damit sich
die Zutaten besser verbinden
und danach eine Stunde rasten.
Gebacken wird der Fladen bei
Unterhitze und nicht mit Umluft,
denn so wird er besonders knusprig.
Einige Minuten bei 240 Grad
Celsius lassen den Teig leicht
braun werden und auch einige
Blasen werfen.
Der Flammkuchen ist für die
schnelle Küche bestens geeignet
und kann unterschiedlich belegt
werden, je nachdem was die
Saison und die Region hergeben.
Das ist auch der Grund, warum
der knusprige Fladen immer
beliebter wird. Er passt zu Wein
und Most und ist somit ein Snack
für Heurige und Buschenschanken.
Ein Glaserl Wein mit einem
würzigen und knusprigen Stück
Flammkuchen schmeckt und
kommt gut an.
& Hof Markt
Milch&Käse
Seite 11, 8/2025
Lissis Kuhle’s Bauerneis
Regional, handgemacht und mit ganz viel Herz.
Von Katrin Hammer
Wo heute cremiges
Bauerneis in vielen
köstlichen Sorten
entsteht, wurde jahrhundertelang
ganz klassische Landwirtschaft
betrieben. Seit 1640
befindet sich der Hof im Gailtal/
Kärnten in Familienbesitz und
wird heute von Elisabeth und
Günter Neuwirth mit viel Liebe
zum Detail geführt. Im Jahr 2016
kam frischer Wind in den traditionsreichen
Betrieb: Die Familie
entschied sich einen neuen,
innovativen Weg zu gehen und
begann mit der Herstellung von
hofeigenem Speiseeis. Einerseits
war da die Überlegung,
dass der Milchpreis heutzutage
kein Zuckerschlecken mehr ist,
und anderseits die Motivation,
endlich wieder einmal etwas
Neues auszuprobieren. „Wir
sind ein Drei-Generationen-Hof:
Mein Mann ist für die Rinder und
alle anderen forst- und landwirtschaftlichen
Tätigkeiten zuständig
und er ist mein Eislieferant.
Mein Schwiegervater unterstützt
ihn im Stall. Ich habe den
Haushalt, die Direktvermarktung
und die Vermietung (Urlaub
am Bauernhof mit drei Ferienwohnungen)
über. Außerdem bin
ich, vor allem im Winter, beim
Jungvieh. Unsere drei Töchter
helfen dort mit, wo sie gerade
gebraucht werden. Im Sommer
(Juni, Juli und August) habe ich
2-3 Helfer. Die Mädels füllen die
Eisbecher ab und helfen auch
beim Putzen der Ferienwohnungen“,
erzählt Lissi – Eismacherin,
Eissorten-Erfinderin und Eisverkauf-Vorantreiberin
und ergänzt:
„Wir arbeiten alle gerne in der
Landwirtschaft, kein Tag ist
wie der andere, immer ist etwas
Neues los.“ Lissi macht kein
Geheimnis daraus, was in das
Eis hinein kommt. Schließlich
ist die Kärntnerin stolz auf die
Handwerkskunst: „Die wichtigsten
Zutaten sind Milch, Schlag,
Kristallzucker, Dextrose, Salz,
Wasser, Früchte, Johannisbrotkernmehl,
Guarkernmehl und
Inulin – je nach Geschmacksrichtung
und Eissorte. Was
niemals in unserem Eis landen
wird sind Aromastoffe, Farbstoffe,
Geschmacksverstärker
oder Ähnliches. Wir setzen auf
Natur pur statt Chemie-Experiment.“
Milch direkt vom Hof
Die Basis des Eises bildet die
Milch der eigenen Fleckvieh-
Rinder, von denen 25 als Milchkühe
gehalten werden. Der Rest
sind Kalbinnen und Kälbchen,
die als Nachzucht auf dem Hof
großgezogen werden. Neben
den Kühen leben hier auch zwei
Haflingerstuten, vier Katzen und
ein Hase – ein lebendiger Bauernhof
eben. Ein Teil des ehemaligen
Stalls wurde für die Eisproduktion
adaptiert. „Die Investition in
die Eisproduktion war erheblich,
aber durch die Eigenleistungen
bei den Umbauarbeiten dann
doch überschaubar. Die Geräte
waren das Teuerste an der
Sache“, so die Direktvermarkterin.
Sorgfalt, Regionalität und
ein feines Gespür für Zutaten:
Bei der Herstellung des Eises legt
Lissi großen Wert auf Regionalität
und Nachhaltigkeit. Der
Zucker sowie das Magermilchpulver
stammen ausschließlich
aus Österreich, andere Zutaten –
alle in BIO-Qualität – werden aus
Deutschland bezogen, heimische
Früchte kommen von Nachbarn,
Freunden und einem Obstbauern
aus der Steiermark. Exotischere
Sorten wie Bananen oder
Nektarinen werden als gerettete
Abverkaufsware von regionalen
Geschäften übernommen und
die Kräuter stammen direkt aus
dem Garten oder werden im
Wald gesammelt.
Hier wird cremiges Bauerneis in verschiedenen Sorten handwerklich produziert.
Beliebte Klassiker und
neue Geschmäcker
Rund 10.000 Liter Milch werden
pro Jahr zu Eis verarbeitet, der
Großteil davon in den Sommermonaten.
Etwa 30 verschiedene
Sorten umfasst die Eiskarte
für die Gastronomie, darunter
natürlich beliebte Klassiker wie
Vanille, Erdbeere und Schokolade.
Doch auch ungewöhnliche
Kreationen finden ihren
Platz: Sorten wie „Rohne-Apfel“
oder „Lila-Erdäpfel“ zeigen die
Kreativität hinter dem Produkt.
Trend-Eissorten oder Fertigmischungen
sucht man hier jedoch
vergeblich. Produziert wird
nur, was in der eigenen Küche
zusammengestellt werden kann.
Qualität, Regionalität und der
persönliche Anspruch stehen
klar im Vordergrund. „Das Eis
des Jahres soll machen wer
will. Alles, was ich mir selber
mischen kann, ist super, alles
wo ich eine gekaufte Mischung
brauche, gibt es einfach nicht“,
ist sich Lissi sicher. Jede Zutat
kommt separat in die Eismasse:
keine Basen, keine Pasten
und keine Fertigmischungen.
Auch Käse wäre eine naheliegende
Weiterverarbeitung der
hofeigenen Milch gewesen und
Ins Eis kommen nur natürliche Zutaten.
hätte Elisabeths Mann durchaus
gefallen. Doch gleich nebenan,
am Baierlehof, werden seit
Jahren hervorragende Käsespezialitäten
hergestellt, darunter
der feine „Schneewittchen“
oder ein aromatischer Blauschimmelkäse.
Konkurrenz
sollte hier keine entstehen
– stattdessen wurde mit der
Eisproduktion ein ganz neues
Feld betreten. Verkauft wird
das Eis über mehrere Kanäle: an
Gastrobetriebe, im Einzelhandel,
in Selbstbedienungsläden und
natürlich ab Hof. Besonders bei
Radfahrern ist ein Stopp auf
dem Hofgelände beliebt. Wer
hier vorbeikommt, gönnt sich
gern eine Kugel Eis in der Waffel
oder im Becher – mit Blick auf
die zufrieden grasenden Kühe,
die den wichtigsten Rohstoff
dafür liefern. Mit viel Leidenschaft,
regionalem Bewusstsein
und einer großen Portion Kreativität
entsteht hier ein Produkt,
das nicht nur schmeckt, sondern
auch eine Geschichte erzählt –
vom Leben und Arbeiten am
Bauernhof.
INFO
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Seite 12, 8/2025
Obst&Gemüse
Hof & Markt
Rezepte
Auberginenbällchen
Zutaten für 4 Personen:
u 1 mittelgroße Aubergine,
etwas 250 g
u 100 g Ricotta
u 80 g Semmelbrösel
u 2 Eier
u 10 schwarze entsteinte
Oliven
u einige Petersilienzweige
u 1 mild scharfe Chilischote
u Salz und Pfeffer
u Rapsöl, Olivenöl und Butterschmalz
1:1:1 zum Herausbacken
Ein genussvoller
Sommergruß
Melanzani sind aus den
Küchen der Mittelmeerländer
und des Orients
nicht wegzudenken, aber auch
bei uns setzt sich die Frucht
immer mehr durch. Sie ist eine
Sonnenanbeterin und gedeiht
in Weinbaugebieten gut im Freiland.
Die immer wärmer werdenden
Sommer bringen bei entsprechender
Bewässerung eine reiche
Ernte, denn die Pflanze kommt
mit heißen Bedingungen gut
zurecht. Ansonsten wird die
Melanzani meist im Gewächshaus
kultiviert, wo sie optisch
perfekte Früchte produziert.
Doch wer auf Geschmack
Wert legt, sollte unbedingt
Freilandfrüchte verwenden. Sie
sind vielleicht nicht so makellos,
dafür aber viel intensiver
im Geschmack. Der Eigengeschmack
der Früchte ist nicht
sehr ausgeprägt und die Melanzani
lebt daher hauptsächlich
von der cremigen Textur.
Nicht aus Südamerika
In Deutschland als Aubergine
bezeichnet, ist die Frucht aus
Text & Fotos: Andrea Jungwirth
der Familie der Nachtschattengewächse
bei uns als Melanzani
bekannt. Die Bezeichnung „Eierfrucht“
ist eher ungebräuchlich.
Sie stammt ursprünglich aus
Indien und wird dort seit über
4000 Jahren angebaut. Als
„Königin der Gemüse“ ist sie zwar
mit den Nachtschattengewächsen
Tomaten, Chili oder Paprika
verwandt, stammt aber als
einzige Vertreterin dieser Pflanzenfamilie
nicht aus Mittel- oder
Südamerika. In Italien bereitet
man die Früchte etwa seit dem 15.
Jahrhundert zu und besonders in
der Sizilianischen Küche widmet
man sich dem Gemüse ausgiebig.
Aber auch die levantinische
oder türkische Küche verkocht
das Gemüse häufig und alleine
in der Türkei bringt man es auf
über 200 verschiedene Auberginengerichte.
Beliebt sind gefüllte
Auberginen, das türkisches Nationalgericht
„Imam Bayildi“, was
übersetzt so viel bedeutet wie:
„Der Imam fiel in Ohnmacht”.
Das griechische Moussaka, das
französische Ratatouille oder
das orientalische Auberginenmus
„Baba Ghanoush“ überzeugen
auch unseren Gaumen. So
einfach manche Rezepte sind,
so werden die Zubereitungsund
Verwendungsmöglichkeiten
meist unterschätzt.
Darf es auch bunt
sein?
Doch neben den bekannten
Früchten mit der dunkelvioletten
Schale gibt es die unterschiedlichsten
Sorten, sogar mit weißer
oder hellgrüner Schale. Kleine,
kugelrunde Früchte oder längliche,
gurkenähnliche Auberginen;
beide schmecken gut in Sommergerichten.
Auch die unterschiedlichsten
Farben sind möglich.
Weiß, gelb, grün, rot oder violett
bis fast schwarz, mit oder ohne
Streifen. Die sonnenliebende
Pflanze hat auch unterschiedlich
schwer an den Früchten zu tragen.
Sie können von erbsengroß bis
zu einem Kilogramm schwer
werden. Mehr als 40 Sorten sind
verbreitet und so unterschiedlich
sie auch aussehen, so verschieden
ist auch das Aroma. Sie können
von mild fruchtig, sahnig bis zu
❱ Oliven aus der Lake nehmen, etwas ausdrücken. Je
nach Schärfe die Chilischote entkernen. Oliven, Petersilie
und Chilischote fein hacken.
❱ Eier mit Ricotta vermischen. Semmelbrösel und Olivenmischung
unterrühren.
❱ Auberginen in Salzwasser je nach Größe etwa 10
Minuten zugedeckt köcheln lassen. Die Auberginen kalt
abschrecken und in kleine Würfel schneiden.
❱ Auberginenwürfel unter die Ricottamasse rühren, die
Auberginenwürfel können dabei leicht zerdrückt werden.
Die Masse etwas salzen (hängt von den Oliven ab) und
pfeffern.
❱ Butterschmalz und Öle mischen und in einem Topf
erwärmen. Mit 2 kleinen Löffeln Nockerl aus der Masse
formen und diese schwimmend im Fett goldgelb herausbacken.
würzig pilzartig schmecken. Die
Früchte können auch mehr oder
weniger bitter oder komplett
bitterfrei sein. Das Einsalzen der
Aubergine muss nicht unbedingt
sein, es entzieht natürlich etliche
Nährstoffe, soll aber das Bittere
mildern. Heutige Sorten sind
meist relativ frei von Bitterstoffen,
schade, denn gerade diese
Stoffe sind besonders gesund für
Leber und Galle. Meist wird das
Gemüse gekocht, gegrillt oder
gebraten. Es harmoniert perfekt
mit Olivenöl, Sesampaste, mediterranen
Kräutern und natürlich
Knoblauch. Werden die Früchte
im Ganzen im Backrohr etwa 40
Minuten gebacken, so kann man
das Fruchtfleisch auslöffeln und
zu Mus oder Aufstrichen verarbeiten.
Das steckt drin
Auberginen sind sehr kalorienarm,
jedoch werden sie gerne
in Olivenöl gebraten und so
sind Auberginengerichte nicht
kalorienärmer oder -reicher als
andere Speisen. Neben Kalium
sind es vor allem die Farbstoffe
in der Schale und die Bitterstoffe,
die die Frucht so gesund machen.
Das gilt besonders für dunkelschalige
Sorten, wenn die Schale
auch mitgegessen wird.
& Hof Markt
Obst&Gemüse
Seite 13, 8/2025
Physalis: Obst-Highlight
Text & Fotos: Andrea Jungwirth
Früchte und verarbeiten sie auch
zu Kompott, Senf oder Marmelade.
Rezepte
Die kirschenförmige, orange
Beere ist von einer dünnen
Hülle umgeben, die an
einen Lampion erinnert. Die
Frucht ist so perfekt geschützt
und reift darin, bis sie süß und
aromatisch schmeckt. Auch wenn
die Beere gut verborgen gedeiht
und die Farbe dadurch nicht
sichtbar ist, so erkennt man doch
sehr gut, wann sie reif ist. Wenn
die Hülle sich braun verfärbt und
leicht papierartig wird, dann ist es
soweit.
Lokal exotics
Aus der Familie der Nachtschattengewächse
ist die Physalis, die
auch als Blasenkirsche, Kap-
Stachelbeere, Andenbeere oder
Judenkirsche bezeichnet wird,
mit der Tomate und der Aubergine
verwandt. Die in unseren
Breiten einjährigen, krautigen
Pflanzen bilden lange Stiele mit
Blättern aus, in deren Achseln
sich die Lampions entwickeln.
Diese können, wenn sie reif sind,
leicht von der Staude gepflückt
werden. Geerntet wird ab Ende
August bis in den Herbst hinein
und, wegen der immer heißer
werdenden Sommer, gedeiht die
Pflanze auch in unseren Breiten
sehr gut. Ursprünglich stammt
die Andenkirsche aus Südamerika,
einige Direktvermarkter
haben sich schon der Frucht
angenommen und kultivieren
das Obst in Österreich, wie etwa
in Oftering in Oberösterreich.
Sie vermarkten die frischen
Perfekt geschützt
Die innere, essbare Beere ist gelborange
und kann je nach Sorte bis
zu 1,5 oder gar 2 cm dick sein. Das
Fruchtfleisch ist saftig und voll
von kleinen, essbaren Kernen, wie
bei einer Feige. Der süß-säuerliche
Geschmack der Physalis
erinnert an Ananas, Stachelbeere
und Passionsfrucht und
etwas an Marzipan und weiße
Schokolade. Sie wird meist roh
genossen und ist in der Gastronomie
als geöffneter Lampion eine
beliebte Dekoration für Desserts.
Die Hülle wird selbstverständlich
nicht mitgegessen, die Beere
überzeugt aber auch als Kuchenbelag,
zu Käse oder in Salaten.
Durch die papierähnliche „Tüte“
ist die Physalis perfekt geschützt
und so wird sie als Ganzes mit
dem Lampion geerntet und auch
gelagert. Sollen die Früchte noch
nachreifen, so darf diese Hülle
nicht entfernt werden, für die
Lagerung muss sie auch trocken
sein, da die Beeren sonst zu
schimmeln beginnen. Bei 10 bis 15
Grad Celsius ist die Physalis einige
Wochen haltbar. Unreife Andenbeeren
in grünen „Lampions“
sollten nicht gegessen werden.
Sie enthalten wie alle Nachtschattengewächse
Solanin, das
auch in unreifen Tomaten oder
grünen Kartoffelknollen enthalten
ist. Unreife Früchte und auch
Pflanzenteile sind daher giftig.
Herbstlicher Obstsalat mit Exoten
Zutaten für 2 Personen:
u eine Handvoll Physalis
u 200 g Himbeeren
u 2 Indianerbananen oder
eine Mango
u 3 Feigen
u Saft einer halben Zitrone
u etwas Grappa zum Verfeinern,
ersatzweise Orangensaft
u eventuell 2 Esslöffel Pistazien
oder Kokosflocken
❱ Indianerbanane halbieren, die
Kerne entfernen und mit einem
Löffel das Fruchtfleisch herausschaben.
Das Fruchtfleisch in
kleine Würfel schneiden und mit
Zitronensaft beträufeln.
❱ Von den Physalis die Hülle
entfernen und je nach Größe
halbieren.
❱ Feigen vierteln, die Pistazien
fein hacken.
❱ Obst in einer Schüssel vermischen, mit etwas Grappa
beträufeln und wer mag mit Pistazien bestreuen.
Kiwikompott mit Physalis
Zutaten für 2 Personen:
u 400 g Minikiwis
u 200 g Physalis
u 125 ml Chardonnay
u 250 ml Wasser
u 4 Esslöffel Zucker
❱ Stiel und Strunk von Minikiwis entfernen, aber nicht
schälen. Physalis von der Hülle befreien. Wasser mit Zucker
und Weißwein kurz aufkochen lassen. Den Topf von
der Herdplatte nehmen.
❱ Obst dazugeben und zugedeckt gar ziehen lassen. Das
Kompott passt gut zu Haselnusskuchen oder Eis.
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H&M 8/2025
Seite 16, 8/2025
Aktuelles
Hof & Markt
Alles über Milch
Foto: Agroscope, Johann Marmy
Das Bundesprogramm Ökologischer
Landbau (BÖL)
startet mit seinem Projekt
„Bio verarbeiten“ ein bundesweites
Fortbildungsangebot
für handwerkliche Lebensmittelverarbeitung.
Neu dabei ist
der Verband für handwerkliche
Milchverarbeitung e. V. (VHM),
der in diesem Jahr den Bereich
Milchhandwerk gestaltet.
Den Auftakt machen im
September die ersten kostenfreien
Online-Kurse, weitere
Veranstaltungen folgen. Die
neue Seminarreihe beginnt mit
dem Auftaktworkshop „Dairy-
School für die Milchverarbeitung“.
Das Konzept folgt dem
Stable-School-Prinzip. Vom
Stall in die Käserei übertragen,
richtet sich das Angebot
an Hofkäser, die in einem
Bio-Betrieb oder während der
Umstellungsphase Verantwortung
tragen. Im Fokus steht der
praxisnahe Austausch. Moderierende
begleiten den Prozess
über zwei Jahre und schaffen so
einen kontinuierlichen Lernzusammenhang.
Einen Tag später findet der
Kompaktkurs „Bio in der Milchverarbeitung“
statt. Er bietet
Milchverarbeitenden, die über
eine Umstellung nachdenken,
einen Überblick über zentrale
Themen und Raum für individuelle
Fragen. So eröffnet der
VHM den neuen Projektbereich
„Bio verarbeiten“ mit praxisnahen
Kursen und langfristigen
Austauschformaten für die
Branche.
www.milchhandwerk.info
Elfriede Mayer – Ein Leben voller
Engagement und Leidenschaft
Foto: Mayer & Geyer GmbH
Elfriede Mayer, die am 8. Juli
2025 im 86. Lebensjahr
von uns gegangen ist, hinterlässt
ein beeindruckendes
Lebenswerk. Dankbar für die
gemeinsame Zeit verabschieden
ihre Kinder, Enkelkinder
und Urenkel sie aus dieser
Welt. Ihr Leben war geprägt
von Einsatzbereitschaft und
der Freude an der Arbeit in der
Mayer & Geyer GmbH.
Gemeinsam mit ihrem
Mann Josef baute sie ab 1996
das Vorgängerunternehmen
„J. & E. MAYER OEG“ auf.
Ihr Credo war stets Qualität
vor Quantität – nicht nur bei
den Produkten, sondern vor
allem in der Beratung. Kunden
nahmen sie ernst, hörten ihnen
zu und unterstützten sie auch
in schwierigen Momenten.
Hinter den Kulissen war
Elfriede Mayer die Seele des
Unternehmens: in ihrer Küche
entwickelte sie Produkte,
bereitete Musterproben vor
und sorgte dafür, dass alles
reibungslos lief.
Bis weit über ihre Pension
hinaus blieb sie eine wertvolle
Unterstützung. Sie war kompetente
Ansprechpartnerin rund
um die Milchverarbeitung und
lange Zeit fixer Bestandteil am
Messestand auf der AB HOF-
Messe in Wieselburg. Ihre
Bescheidenheit, ihr Humor und
ihre Lebensfreude machten
sie bei Kunden, Kollegen und
in der Familie gleichermaßen
beliebt. Neben ihrer Arbeit
fand Elfriede Mayer Zeit für
ihre Hobbys, die Gartenarbeit
und das Töpfern. Ihre Werte
– Freude an der Arbeit, Qualitätsbewusstsein
und Verantwortungsgefühl
– prägten
nicht nur das Unternehmen,
sondern auch ihre Familie. Sie
hinterlässt ein Vermächtnis
von Engagement und Herzblut,
das in Erinnerung bleiben wird.
www.mayergeyer.at
Hoffnung durch Mikroorganismen
Die Landwirtschaft steht
aufgrund von Wetterextremen
und Pilzkrankheiten zunehmend
unter Druck. Besonders in
wassergesättigten Böden stellen
Fungizide wie Azoxystrobin eine
wichtige Maßnahme dar, um die
Ernte zu schützen. Doch der
Einsatz dieser Mittel hat langfristige
Folgen: Der Wirkstoff ist
bekannt für seine Langlebigkeit
und steht im Verdacht, Umwelt
und Gesundheit zu schädigen.
Neueste Forschungen von Mikrobiologin
Katharina Kraxberger,
unterstützt von Institutionen
wie der Universität für Bodenkultur
Wien und dem Austrian
Institute of Technology, zeigen
jedoch eine vielversprechende
Lösung: Spezielle Mikroorganismen
könnten Fungizide wie
Azoxystrobin abbauen und so
die Belastung von Böden und
Lebensmitteln verringern.
Die Ergebnisse der Forschung
sind vielversprechend: Mikroorganismen,
die in der Natur
vorkommen, können organische
Substanzen abbauen und die
Nährstoffverfügbarkeit in Böden
verbessern. Kraxberger hat
Bakterien entdeckt, die nicht nur
Azoxystrobin abbauen, sondern
auch das Wachstum von Pflanzen
fördern. Diese Entdeckung
könnte eine nachhaltige Alternative
zu chemischen Mitteln
bieten. „Es gibt Probleme, denen
man in der intensiven Produktion
nicht Herr wird. Hier helfen
weder Pestizide noch Dünger,
da braucht es einfach Biologie“,
erklärt Lukas Hader, Geschäftsführer
von Multikraft.
Die mikrobiologische
Forschung hat das Potenzial,
die Landwirtschaft auf nachhaltige
Weise zu transformieren.
Biologische Prozesse könnten
den Einsatz von Pestiziden minimieren
und gleichzeitig Böden
regenerieren und die Biodiversität
fördern. Doch die Arbeit
steht noch am Anfang. Wenn
diese Forschung weiter voranschreitet,
könnten Landwirte in
Zukunft auf biologische Lösungen
zurückgreifen, die den Einsatz
von chemischen Pestiziden deutlich
reduzieren. „Der Wandel hin
zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft
braucht Innovation“,
betont Hader. Der Schlüssel liegt
in der gezielten Nutzung von
Mikroorganismen, die die Kraft
der Natur nutzen, um die Herausforderungen
der modernen Landwirtschaft
zu meistern.
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Foto: Lara Langner Foto: Multikraft
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VERPACKUNGSTECHNIK
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präzise.
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Viel mehr als nur „abhängen“
Von Kurt Heinz
Warum entwickelt Dry-
Aged-Rind einen so
intensiven Nuss- und
Umami-Geschmack – und wie
bleibt das Fleisch dabei dennoch
saftig? Verschiedene Reifeverfahren
wie Wet-, Dry- oder Payer-
Aging sorgen je nach Tierart und
Zuschnitt für optimale Ergebnisse
in Aroma, Textur und Saftigkeit.
Ein Überblick.
Wet Aging
Methode: Fleisch wird frisch
vom Knochen gelöst, vakuumiert
und bei 0–4 °C gereift.
Dauer: Geflügel 1–3 Tage,
Schwein 5–7 Tage, Kalb
7–14 Tage, Rind/Wild 14–21 Tage.
Vorteile: Nur minimaler
Gewichtsverlust, saftig, wirtschaftlich.
Tipp: Dunkler Kühlschrank,
konstante Temp., Reifeprüfung
per Fingerdruck.
Dry Aging
Methode: Am Knochen in
Reifekammer bei –1 bis +2 °C,
75–85 % LF, gute Zirkulation.
Dauer: Rind 3–8 Wochen, Wild
2–4 Wochen; max. 1 Woche bei
Schwein.
Effekt: Intensives Aroma (nussig,
umami), Geschmackskruste.
Nachteile: 20–40 % Gewichtsverlust,
Hygieneaufwand.
Tipp: Regelmäßig Kruste
abschneiden, bei Schimmelgeruch
handeln.
Payer Aging –
Druckreifung
Wie: Fleisch wird in lebensmittelechten
Kunststoffbehältern
unter dauerhaftem Druck
gelagert. Freies Wasser wird ins
Bindegewebe gepresst, pH sinkt
um ca. 0,2 Punkte.
Die Vorteile der Druckreifung:
Kein Gewichtsverlust, saftig,
kein Plastikbeutel nötig, sauberes
Handling.
Dauer: Rind 3–5 Wochen,
Wild/Schwein ca. 3 Wochen.
Geeignet für alle Tierarten inkl.
Edelteile, mariniertes Fleisch.
Tipp: Boxen in Low-Air-FLow-
Kühlzelle, Druckbehälter regelmäßig
reinigen. Danach vakuumieren
oder über Nacht reifen
lassen, um Farbe zu stabilisieren.
Tipps & Tricks
Kombination & Timing: Ein
Beispiel dafür ist, zuerst dry age
für Aroma anzuwenden, dann
Payer Aging zum Rehydrieren.
Kruste clever verwenden:
Trockenrand eignet sich prima
für Burger & Fond.
Transparente Kalkulation:
Gewichtverluste offenlegen
— z. B. Dry-Aging = bis 40 %
weniger, Payer Aging = kein
Verlust.
Nachreifung nutzen: Aus
Payer-Box entnommene Stücke
binnen 7 Tagen wieder einlegen
oder vakuumieren – ideal für
flexible Betriebsplanung.
Hygiene & Rückverfolgbarkeit:
Für Direktvermarkter
gelten EU-/DE-Vorschriften zu
Kühlung (+4 °C Max.), Schlachtung
und Kennzeichnung.
Wet-, Dry- und Payer
Aging sind keine Konkurrenz,
sondern ein Trio für exzellente
Fleischqualität. Während Wet
Aging schonend und einfach
bleibt, intensiviert Dry Aging
Geschmack, und Payer Aging
sichert Saftigkeit ohne Verluste
– ganz ohne Einweg-Plastik oder
künstliche Aromen.
Tier / Cut Wet Aging Dry Aging Payer Aging
Geflügel 1–3 Tage nicht empfohlen 1–3 Tage
Schwein 5–7 Tage max. 1 Woche ca. 3 Wochen
Kalb 7–14 Tage bis 2 Wochen ~2 Wochen
Rind (Filet) 14–21 Tage 3–8 Wochen 3–5 Wochen
Wild 14 Tage 2–4 Wochen ca. 3 Wochen
Aktuelles
Seite 18, 8/2025
Fleisch Markt
Foto: AMA
Frischer Fisch mit
Herkunft
Ob Saibling, Forelle oder
Zander, regionaler Fisch
aus Österreich schmeckt nicht
nur richtig gut, sondern steht
zunehmend auch für transparente
Qualität. Möglich macht
das das AMA-Gütesiegel, das
nun verstärkt auch bei Fisch
zum Einsatz kommt. Es steht
für geprüfte Herkunft, strenge
Produktionskriterien und eine
lückenlose Rückverfolgbarkeit.
„Österreichs Gewässer bieten
eine enorme Artenvielfalt. Mit
dem rot-weiß-roten AMA-Gütesiegel
gibt es garantiert regionalen
Fisch auch im Handel“, betont
Christina Mutenthaler-Sipek,
Geschäftsführerin der AMA-
Marketing. Ihr Appell richtet sich
direkt an die Branche: „Wir rufen
daher alle Fischzüchterinnen
und Fischzüchter auf, Teil des
AMA-Gütesiegel-Programms zu
werden und damit die regionale
Fischproduktion zu stärken.“
Fisch mit AMA-Gütesiegel
stammt ausschließlich aus österreichischer
Produktion und erfüllt
strenge Auflagen hinsichtlich
Haltung, Fütterung, Tiergesundheit
und Wasserqualität. Unabhängige
Kontrollen und regelmäßige
Eigenprüfungen sichern
die Qualität.
In diesem Rahmen lohnt sich
ein Blick in die aktuelle Konsumstatistik:
Laut Statistik Austria
liegt der Pro-Kopf-Verbrauch
in Österreich bei 7,8 kg Fisch
pro Jahr. Besonders gefragt sind
Bachsaibling, Regenbogenforelle,
Lachsforelle, Karpfen und Zander.
Immer mehr Haushalte greifen
bewusst zu Fisch. 69 Prozent der
Menschen, die weniger Fleisch
essen, konsumieren stattdessen
häufiger Fisch. Viele genießen
Fischgerichte außerdem außer
Haus – 28 Prozent essen sie fast
ausschließlich in Restaurants.
Dabei legen 57 Prozent Wert auf
regionalen Süßwasserfisch und
67 Prozent sind bereit, mehr für
nachhaltig produzierten Fisch zu
bezahlen.
Wer regionalen Fisch genießen
möchte, findet auf der Genuss-
Landkarte eine Auswahl an
rund 80 AMA GENUSS REGION
Betrieben, die geprüfte Qualität
aus regionaler Herkunft garantieren.
Diese Betriebe – von Gastronomiebetrieben
über Lebensmittelmanufakturen
bis hin zu
bäuerlichen Direktvermarktern
– setzen auf Transparenz und
kurze Wege.
www.amainfo.at
Globaler Bio-Treffpunkt
Auch im Jahr 2025 wird die
Anuga Organic zum internationalen
Schaufenster der
Bio-Branche. Über 300 Aussteller
aus aller Welt haben sich
bereits angemeldet. Das starke
Interesse bestätigt einmal mehr
die wachsende Relevanz des
Bio-Markts, gerade in Zeiten
globaler Herausforderungen und
veränderter Konsumbedürfnisse.
Von regionalen Spezialitäten
über fair gehandelte Produkte bis
hin zu veganen Lebensmitteln,
präsentiert die Anuga Organic
ein facettenreiches Angebot an
zertifizierten Bio-Produkten aus
aller Welt. Im Mittelpunkt stehen
dabei Nachhaltigkeit und Transparenz
ebenso wie Innovationen,
die das Potenzial haben, den
Markt weiterzuentwickeln. Zu
den bereits bestätigten Marken
zählen unter anderem Dr. Goerg,
English Tea Shop, Followfood,
Tradin Organic, Werner Lampert
und Wholey. Ein besonderer
Programmpunkt der Fachmesse
ist die Sonderschau
Anuga Organic Supermarket,
die bio-zertifizierte Produkte
aus allen Anuga-Fachmessen in
einem kuratierten Sortiment für
den Lebensmitteleinzelhandel
zusammenführt. Sie erleichtert
die Orientierung beim Einkauf
und bietet dem Handel wertvolle
Impulse für die Weiterentwicklung
des eigenen Bio-Angebots.
Mit Anuga Organic on
Mit neuen Formaten
Vom 23. bis 25. September
2025 wird Nürnberg erneut
zum Zentrum der Verpackungsbranche.
Auf der FACHPACK,
der europäischen Fachmesse
für Verpackung, Technik und
Prozesse, treffen sich rund 1.400
Aussteller in elf Messehallen, um
ihre Produkte, Dienstleistungen
und Visionen für die Zukunft
des Packens zu präsentieren.
Bereits am 22. September
bringt der neu geschaffene
FuturePack – The European
Packaging Startup Summit
frischen Wind ins Messezentrum.
„Unser Slogan ‚Wir machen
Zukunft‘ steht unter anderem
auch dafür, dass die FACH-
PACK Start-ups und jungen
innovativen Unternehmen eine
Heimat bietet“, erklärt Phuong
Anh Do, Veranstaltungsleiterin
der FACHPACK. Der Summit
soll den Fokus noch stärker auf
Zukunft und Innovation richten,
Aufschnittmaschinen | Betäubungsgeräte | Bratsysteme
Brüh-Enthaarungs-Anlagen | Clipsysteme | Feinstzerkleinerer
Fleischerbandsägen | Füller | Geflügelrupfmaschinen
Hamburger-Formmaschinen | Injektoren | Kochkessel | Kutter | Mischer
Portioniermaschinen | Rauch-Koch-Reifesysteme | Rührwerke | Schmorautomaten
Vakuum-Verpackungsmaschinen | Waschanlagen | Wölfe | Würfelschneider
Stage schafft die Messe zudem
eine Plattform für den Dialog
rund um aktuelle Bio-Trends,
innovative Geschäftsmodelle
und nachhaltige Lieferketten.
Keynotes, praxisnahe Panels,
Start-up-Pitches und Best-Practice-Beispiele
liefern konkreten
Input für all jene, die den
Bio-Sektor aktiv gestalten und
weiterdenken wollen.
www.anuga.de
Foto: NürnbergMesse/Frank Boxler
mit Start-up-Pitches, Keynotes
und Expertenrunden in
energiegeladener Atmosphäre.
Veranstaltet wird das Format
gemeinsam mit der Futury
GmbH und EIT Food. Das Ziel:
Verpackungsinnovationen frühzeitig
sichtbar machen und die
Kluft zwischen Forschung und
Marktzugang verkleinern. Über
25 Start-ups aus verschiedenen
Entwicklungsphasen werden
erwartet. Im Rahmen der Veranstaltung
werden live vor Ort die
besten drei Start-ups gekürt. Die
Gewinner dürfen ihre Lösungen
am ersten Messetag präsentieren.
Ebenfalls neu: der Pavillon
„Converting meets Packaging“
in Halle 7, der die Schnittstelle
zwischen Converting-Industrie
und Verpackungswelt beleuchtet.
Es ist ein weiterer Schritt,
die Branche näher zusammenzubringen
und Innovation
gezielt zu fördern.
Foto: Koelnmesse/Anuga/Oliver Wachenfeld
www.fachpack.de
Fleisch
Markt
Aktuelles
Seite 19, 8/2025
Spezialist für
Pökeltechnologie
Seit Jahrzehnten zählt
Günther Maschinenbau
zu den führenden
Herstellern moderner
Pökeltechnik.
Das Unternehmen
hat sich einen
Namen gemacht,
weil es technisches
Know-how
mit Praxisnähe
verbindet und
Lösungen bietet,
die die täglichen Abläufe in
der Verarbeitung nachhaltig
verbessern.
Ein zentrales Element des
Portfolios sind die Pökelinjektoren,
die durch Präzision,
Effizienz und Hygiene überzeugen.
Mit fein dosierbaren
Mehrnadel-Systemen wird die
Lake exakt und gleichmäßig
ins Fleisch eingebracht. Das
sorgt nicht nur für konstante
Produktqualität, sondern auch
für eine optimale Geschmacksund
Farbausprägung – ein
entscheidender Faktor für
Schinken, Braten oder Geflügelprodukte,
die den Kunden
höchsten Genuss bieten sollen.
Die Injektoren von Günther
sind in verschiedenen Ausführungen
verfügbar und decken
die Bedürfnisse kleiner handwerklicher
Betriebe ebenso
ab wie die hohen Leistungsansprüche
industrieller Großproduktionen.
Intelligente Steuerungen,
benutzerfreundliche
Software
und robuste
Edelstahlausführungen
gewährleisten
zuverlässigen
Dauerbetrieb,
einfache Reinigung
und eine lange
Lebensdauer. Damit sind die
Geräte nicht nur eine Investition
in Qualität, sondern
auch in Wirtschaftlichkeit und
Nachhaltigkeit.
Mit kontinuierlicher Innovationskraft
setzt Günther
Maßstäbe in der Prozesssicherheit
und unterstützt
Fleischverarbeiter weltweit bei
einer effizienten und hochwertigen
Produktion. Wer sich für
Günther entscheidet, entscheidet
sich für weit mehr als nur
eine Maschine: Es ist die Wahl
eines starken Partners, der
Verlässlichkeit, Erfahrung und
modernste Technik vereint
– und so die Zukunft seiner
Kunden aktiv mitgestaltet.
INFO
Foto: Günther
TECH FORUM GmbH
Wengstraße 58
4643 Pettenbach
Tel. +43/7586/60445-54
contact@techforum.at
www.techforum.at
Zukunftssichere
Proteinverarbeitung
Nachhaltigkeit ist kein Trend
mehr, sie ist zur unternehmerischen
Strategie geworden.
Besonders in der Proteinverarbeitung,
wo enge Margen und
maximale Effizienz entscheidend
sind, suchen Unternehmen
zunehmend nach Wegen, ihre
ökologische Bilanz zu verbessern,
ohne dabei Kompromisse
bei Qualität oder Produktivität
einzugehen.
Laut aktuellen Zahlen des
niederländischen Statistikamts
(CBS) planen 18,5 Prozent der
Unternehmen in der Lebensmittelbranche,
in den kommenden
Jahren weiter in klimaneutrale
Betriebsprozesse zu investieren.
Doch oft stehen dem ambitionierte
Ziele im Weg: lange Lieferzeiten
für neue Maschinen, hohe
Investitionskosten und wirtschaftliche
Unsicherheiten.
Eine clevere Alternative für
zukunftsorientierte Hersteller
Industrial Auctions bietet praktische
Lösungen, indem es den
Kauf und Verkauf gebrauchter
Maschinen für die Lebensmittelund
Getränkeindustrie über seine
spezialisierte Online-Auktionsplattform
erleichtert. Mit starkem
Fokus auf die Lebensmittelverarbeitung
– darunter Fleisch-,
Geflügel- und Fischprodukte
– umfassen die wöchentlichen
Auktionen alles von Ausbeinsystemen
und Schneidemaschinen
bis hin zu Vakuumfüllern,
Mischern, Kochkesseln, Kühl- und
Gefriersystemen, kompletten
Verpackungslinien und mehr.
Durch die Wahl gebrauchter
Maschinen reduzieren Unternehmen
nicht nur ihre Investitionskosten
und Lieferzeiten,
sondern tragen auch direkt zur
Kreislaufwirtschaft bei, indem sie
die Lebensdauer von Maschinen
verlängern und Abfall minimieren.
Dieser Ansatz passt perfekt
zu modernen Nachhaltigkeitszielen
und ermöglicht gleichzeitig
eine schnelle, kostengünstige
Skalierung und Anpassung der
Produktion.
Rundum-Service
während des
Auktionsprozesses
Jede Auktion wird begleitet von
technischen Detailbeschreibungen,
Fotos, optionalen Besichtigungsterminen
und umfassender
Betreuung durch das Team von
Industrial Auctions. Auf Wunsch
unterstützt das Unternehmen
auch beim Abbau und Transport
der Maschinen – für eine
reibungslose Abwicklung ohne
Stress.
Ob man auf veränderte Produktionsanforderungen
reagiert oder
eine neue Verarbeitungsanlage
aufbaut: Über Industrial Auctions
erhalten Unternehmen schnellen,
nachhaltigen und wirtschaftlichen
Zugang zu hochwertiger
Ausrüstung – passend zu den
eigenen Anforderungen und
Werten.
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Aktuelles
Seite 20, 8/2025
Fleisch Markt
Goldene Grillmomente im Herbst mit Weber
Wenn die Tage kürzer und
die Abende kühler werden,
ist die Grillsaison noch lange
nicht vorbei. Gerade jetzt entfalten
kräftige Aromen und saisonale
Zutaten ihren besonderen
Reiz – perfekt für gemütliche
Runden mit Familie und Freunden.
Mit den vielseitigen Grills
von Weber bleibt das Outdoor-
Kochen auch im Herbst ein
Erlebnis: Ob Elektrogrill für den
Balkon, Plancha für kreative
Gemüse- und Pilzgerichte oder
Gasgrill für festliche Menüs –
die passenden Begleiter sorgen
für starke Leistung und volle
Flexibilität.
Herbstliches Grillen heißt vor
allem Vielfalt. Kürbis, Pilze, Mais
oder feines Wildfleisch lassen
sich auf Weber Grills besonders
aromatisch zubereiten. Die
Weber’s Diamond Edition liefert
dazu spannende Rezepte: etwa
Wildschweinrücken mit Blumenkohl-Vanille-Zwiebeln,
saftig
gegarte Rehkeule oder würzige
Pfifferlinge mit Speck. So entstehen
Gerichte, die rustikal und
raffiniert zugleich sind.
Auch Beilagen spielen jetzt
eine Hauptrolle: knusprige Hasselback-Kartoffeln,
im Ganzen
gegrillter Kürbis mit Kürbiskernöl
oder goldbraune Maiskolben
sorgen für herbstliche Abwechslung.
Und selbst Desserts gelingen
direkt auf dem Grill – wie ein
schokoladig-warmer Brownie-
Kuchen, der den Grillabend süß
abrundet.
Ob spontaner Abend auf der
Terrasse oder großes Herbstmenü:
Weber macht das Grillen
zur kulinarischen Reise durch
die Saison. Starke Leistung,
kreative Möglichkeiten und der
unverwechselbare Geschmack
vom Grill sorgen dafür, dass
jeder Moment draußen zu
einem echten Highlight wird
– auch, wenn die Blätter schon
fallen.
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Mit paperLINE präsentiert
allfo eine moderne Verpackungslösung,
die Design und
Funktionalität vereint. Der Vakuumbeutel
setzt auf eine natürliche,
handwerkliche Papieroptik
und kombiniert eine transparente
Vorderseite mit einer Rückseite
aus Papierverbund. So werden
Premium- und Naturprodukte
wie Pasta, Aufschnitt, Trockenfrüchte
oder Feinkost sicher
als auch optisch ansprechend
verpackt. „Wer hochwertige
Lebensmittel verkauft, will dies
mit einer entsprechenden Verpackung
unterstreichen. Da kommt
unser paperLINE ins Spiel“, sagt
Peter Hotz, Geschäftsführer der
allfo GmbH & Co. KG. „Mit seiner
natürlichen Optik und Haptik
lässt der Vakuumbeutel Feinkost
oder auch Bioprodukte glänzen
und sorgt für Aufmerksamkeit am
Point of Sale.“ Neben der attraktiven
Erscheinung ist paperLINE
auch technisch stark aufgestellt:
Die integrierte EVOH-Barriere
schützt zuverlässig vor Sauerstoff
und Feuchtigkeit, die transparente
Front ermöglicht eine
gute Produktsicht, während sich
die Papierseite ideal für individuelle
Etiketten und Drucke eignet.
Der Beutel ist mit allen gängigen
Vakuumkammermaschinen
kompatibel und in der Standardgröße
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weitere Größen sind auf Anfrage
möglich.
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Fleisch
Markt
Aktuelles
Seite 21, 8/2025
Mehr Umsatz mit Genuss
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verwandelst du
deine Theke in eine Genusswelt
und steigerst gleichzeitig deinen
Umsatz. Die innovative Technologie
ermöglicht dir, Fleisch,
Wurstwaren oder Käse direkt
vor Ort zu veredeln – einfach,
sicher und in höchster Qualität.
So bietest du deinen Kunden
Premium-Delikatessen, die nicht
nur den Geschmack, sondern
auch das Einkaufserlebnis unvergesslich
machen.
Ob Dry Aged Beef, italienische
Salami, spanischer Schinken
oder feiner Käse: Mit dem
DRY AGER erweiterst du dein
Sortiment um Spezialitäten, die
normalerweise nur im Feinkosthandel
zu finden sind. Das hebt
dich von Mitbewerbern ab und
schafft Alleinstellungsmerkmale,
die deine Kunden begeistern und
dauerhaft binden.
Auch optisch ist der Reifeschrank
ein Gewinn: Sein elegantes
Design fügt sich perfekt in
moderne Verkaufsräume ein und
wird zum Blickfang am Point of
Sale. Die Kombination aus hochwertiger
Technik und stilvoller
Für die schnelle Küche
Saucen, Suppen und Eintöpfe
zum Mitnehmen sind nicht
nur in der kalten Jahreszeit
beliebt. Abwechslung kommt
dabei direkt aus der Fleischer-
Theke. Damit die Produkte auch
conveniencegerecht verpackt
eine gute Figur machen, sorgen
die hochwertigen Wursthüllen
aus dem WIBERG Sortiment für
den richtigen Auftritt.
Für den sicheren Transport
von Suppen, Saucen und Eintöpfen
zum Mitnehmen eignen sich
Wursthüllen optimal. Leicht im
Gewicht bringen sie die Hausmannskost
vom Meisterbetrieb in
wenigen Schritten auf den Tisch:
einfach aufschneiden, in den Topf
gießen und erhitzen. Mit WIBERG
Wursthüllen sind die Spezialitäten
„to go“ ideal verpackt.
Die Kunststoffhüllen punkten
durch gute Barrierewerte, ausgezeichneten
Rückschrumpf und
Clipeigenschaften. Handwerksbetriebe
haben dabei die Wahl
aus vielen optisch ansprechenden
Aufdrucken – von Bolognese
und Chili con Carne über Eintopf,
Erbseneintopf, Grünkohl und
Gulaschsuppe bis hin zu Sauerkraut
und Soljanka. Klassiker für
die „schnelle Küche“ runden das
Sortiment ab.
Das Chili con Carne KQ bietet
hierbei eine abgestimmte Sauce
aus Chili, Kreuzkümmel und
Knoblauch, die dem Gericht eine
würzig-scharfe Note verleiht.
Die Sauce eignet sich ideal für
eine schnelle, gelingsichere
Präsentation macht ihn zu einem
starken Verkaufsargument.
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texanische Kochtraditionen und
bringt den weltweit beliebten
Klassiker in die Metzgerküche.
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keine Allergene oder Zusatzstoffe
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exzellente Qualität im Bereich der Nahrungsmittel- und
Verpackungstechnik am österreichischen Markt.
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Seite 22, 8/2025
Fleisch Markt
Reportage
Regional tief verwurzelt
In Zeiten, in denen immer mehr Lebensmittel verarbeitende Betriebe mit der Konkurrenz von großen
Produzenten kämpfen müssen, behauptet sich die Fleischhauerei Ozlberger in Hartkirchen als moderner
Betrieb, der versucht, Tradition mit Innovation und handwerklicher Expertise zu kombinieren. Von Andrea Jungwirth
Was ursprünglich eine
Landwirtschaft mit
Viehhandel und Fleischerei
war, hat sich im Laufe
der Zeit gewandelt. Heute legt
der Betrieb seinen Schwerpunkt
auf die Belieferung von Großküchen,
Betriebskantinen und
Gastronomie, im Detailgeschäft
am Firmenstandort legt er Wert
auf Qualität, gute Beratung und
Regionalität. Die eigene Schlachtung
ist geblieben.
Erfolgsfaktor eigene
Schlachtung
Der Betrieb wird von Othmar
Ozlberger und seiner Mutter
Renate inzwischen in der 7.
Generation geleitet. Die Familie
legt großen Wert auf den direkten
Kontakt zu ihren Kunden,
egal ob Großkunden oder in
der Fleischhauerei im Ort. Das
schafft Vertrauen und Kundenbindung.
Aber es ist auch diese
Kombination aus gelebter
Tradition, handwerklicher
Expertise und der Bereitschaft
zur Innovation, die die Fleischhauerei
so erfolgreich macht.
Die eigene Schlachtung, die
eine lückenlose Kontrolle über
die Herkunft und Verarbeitung
des Fleisches ermöglicht, spielt
dabei eine zentrale Rolle. „Wir
haben schon öfter überlegt, die
Schlachtung aufzugeben, da sie
teuer und auch sehr arbeitsintensiv
ist, um alle Hygienestandards
und Auflagen zu erfüllen. Aber
es macht uns auch besonders,
da wir so extrem flexibel sind.
Wir können einfach schnell auf
besondere Kundenbedürfnisse
regieren. Wir haben unseren
eigenen Fuhrpark und holen die
Tiere noch selbst vom Bauernhof
ab. Wir kennen alle unsere Lieferanten,
das sichert einerseits die
Fleischqualität und andererseits
die gute Zusammenarbeit. Egal,
ob Rind, Schwein oder Wild, alle
Tiere stammen aus der Region,
von meist langjährigen Partnern“,
erzählt Othmar. Geschlachtet
wird zwei Mal die Woche.
Eigenmarke „Eferdingerlandl
Schwein“
Regional ist das Schlagwort der
Zeit, doch der Begriff ist nicht
genau definiert und wird oft
sehr weit gefasst. Die Ozlbergers
nehmen es aber sehr genau,
und das meiste Fleisch stammt
aus dem nahen Umfeld, gerade
bei den Schweinen sind es nicht
mehr als 20 Kilometer. Das
garantiert auch die eigene regionale
Marke, die Othmar bereits
vor über 10 Jahren gegründet
hat. Mit dem „Eferdingerlandl
Schwein“ wollten sie sich vom
Großhandel abheben und die
Region stärken. Die Vertragsbauern
verpflichten sich zu
einer artgerechten Tierhaltung
und gentechnikfreien Fütterung.
Das Futter stammt fast gänzlich
aus der Landwirtschaft der
Schweinemäster. „Die Landwirte
aus der Umgebung waren sofort
an der Zusammenarbeit interessiert,
da die Marke für beide
Seiten Vorteile bringt. Gerade die
Großkunden wie Krankenhäuser
oder Kantinen legen inzwischen
viel Wert auf Regionalität, denn
sie wollen wissen, woher die
Lebensmittel stammen. Das
sichert Qualität und Nachverfolgbarkeit.
Inzwischen werden
etwa 4.000 Schweine pro Jahr bei
uns geschlachtet und die Einführung
der Marke ist ein richtiger
Erfolg für uns. Die Bauern
bekommen für ihre Schweine
auch einen fairen Preis“, so der
Fleischermeister.
Convenience als
Erfolgsgarant
Der Betrieb wird von Othmar Ozlberger und seiner Mutter Renate inzwischen in
der 7. Generation geleitet.
Kaum eine Fleischerei kommt
heutzutage ohne Catering,
Mittagstisch oder selbst hergestellte
Convenienceprodukte
aus. In diesem Betrieb ist der
Bereich aber inzwischen deutlich
größer als üblich. Neben Halbfertigprodukten
wie geplätteten
Schweinsschnitzeln werden
auch 20 verschiedene Speisen
in unterschiedlichen Portionsgrößen
hergestellt und an Großkunden
geliefert. Beliebt sind
gefüllte Paprika, Krautwickler
oder Rindsrouladen, die mit
Gemüse aus dem Eferdinger
Becken hergestellt werden. Die
regionalen, frischen Zutaten und
die viele Handarbeit schmeckt
man auch, die Gerichte sind
wie hausgemacht und kommen
beim Endkunden, etwa in einer
Kantine, gut an. Der Conveniencebereich
ist auch deshalb
so gefragt, da auf diese Weise
der Fachkräftemangel in der
Gastronomie in Betrieben etwas
kompensiert werden kann. „Wir
sind ein Familienbetrieb mit 50
Angestellten. Für uns ist das
Betriebsklima enorm wichtig
und wir können uns auf unsere
Mitarbeiter verlassen. Das ist
auch unsere Stärke, da wir so
auf Kundenwünsche schnell
reagieren können. Wir sind sehr
flexibel. Wenn ein Küchenleiter
mich anruft und Sonderwünsche
hat, so bin ich rund um die
Uhr persönlich erreichbar, das
erfordert aber auch ein gutes
Team, das hinter mir steht, um
die Aufträge erfüllen zu können“,
erklärt Othmar. Über Personalmangel
kann sich die Fleischhauerei
in Hartkirchen in Oberösterreich
nicht beklagen. Durch
die Lage im ländlichen Raum
und die gute Vernetzung zu den
Landwirten, gibt es ausreichend
Interessierte für den Lehrberuf.
Viele Lehrlinge stammen von
Bauernhöfen und haben den
Bezug zu Tieren und zur Fleischverarbeitung.
Trends erkennen
Die Fleischerhauerei im Ort
präsentiert sich modern, hell und
kundenfreundlich am Kirchenplatz.
2018 wurde das Gebäude
umgebaut, der modernen Stil
mit einer klaren Formensprache
und der Verwendung von Glas
und Lärche ist ansprechend und
passt gut ins Ortsbild. Es wurde
so ein Geschäft geschaffen, das
zum Einkaufen und mit gemütlichen
Sitzecken zum Jausnen
einlädt. Am Standort befinden
sich auch das Bürogebäude und
die Grillküche im selben architektonischen
Stil, dahinter der
Schlachtbetrieb.
Die Fleischhauerei bietet auch
Workshops an und etwa 10 Grillkurse
mit maximal 20 Personen
finden pro Jahr statt. Wer in der
Fleischbranche langfristig bestehen
will, muss innovativ sein und
Trends auch bedienen, davon ist
Othmar überzeugt. Er hat daher
während der Pandemie sein
Steak-book entwickelt und den
Onlineshop forciert. Denn wer
den Betrieb im Internet kennenlernt,
kommt vielleicht auch ins
Geschäft und wer dort ein Steak
kauft, besucht eventuell auch
den Grillkurs. „Als Fleischhauerei
legen wir bei den Grillkursen
großen Wert auf eine gute
Qualität und hochwertige Cuts.
Anhand eines Rinderrückens
erklären wir die unterschiedlichen
Steaks, die anschließend
auf unseren verschiedenen
Grillern zubereitet werden. Das
kommt gut an“, so der innovative
Fleischermeister.
INFO
Fleischhauerei Ozlberger
GmbH
Geschäftsführer:
Renate und Othmar Ozlberger
Kirchenplatz 13
4081 Hartkirchen,
office@ozlberger.com
Fotos: Fleischerei Olzberger
Fleisch
Markt
Reifen
Seite 23, 8/2025
Payer Aging – Fleischreifung,
die begeistert
Payer
Aging
Foto: PayTec Handels- und Warenvertriebs GmbH
Stellen Sie sich vor, Sie könnten Ihren
Kunden Fleisch anbieten, das nicht
nur zart und saftig ist, sondern auch
mit einem unvergleichlich frischen und
natürlichen Aroma überzeugt – und
das ganz ohne die üblichen Verluste
bei Gewicht und Qualität. Genau das
ermöglicht das innovative Payer-Aging-
Verfahren. Entwickelt in Österreich und
inzwischen weltweit, in zahlreichen
Metzgereien und bei Direktvermarktern
im Einsatz, eröffnet es Ihnen völlig neue
Möglichkeiten in der Fleischveredelung.
Während beim klassischen Dry Aging
wertvolles Gewicht verloren geht und
Wet Aging oft einen leicht säuerlichen,
metallischen Beigeschmack
hinterlässt, setzt Payer Aging auf eine
völlig andere Technik. Das Fleisch
reift in speziellen, lebensmittelechten
Behältern unter permanentem Druck.
Dadurch bleiben Zellsaft, Aroma und
Gewicht vollständig erhalten – das
Ergebnis: ein Fleisch, das so saftig, zart
und intensiv im Geschmack ist, dass
Kunden den Unterschied sofort spüren.
Viele Betriebe berichten begeistert,
dass ihre Kundschaft nach dem ersten
Probieren gezielt nach „dem Fleisch aus
der Payer-Reifung“ fragt.
Besonders für Direktvermarkter und
Metzgereien ist das System ein echter
Gewinn. Denn Sie können sicher sein,
dass jedes Stück Fleisch eine gleichbleibend
hohe Qualität erreicht – unabhängig
von der Rasse. Außerdem passt sich
das Verfahren perfekt an den Alltag an:
Sie können einzelne Stücke nach Bedarf
entnehmen und den Rest einfach
weiterreifen lassen. So sind Sie flexibel,
reduzieren Ihren Arbeitsaufwand und
können fortwährend Premiumqualität
anbieten.
Erfahrungsberichte zeigen, dass Payer-
Aged-Fleisch Kunden nicht nur überzeugt,
sondern begeistert. Die intensive
Saftigkeit, die natürliche Farbe und das
unverfälschte Aroma sorgen dafür, dass
Ihre Produkte zum kulinarischen Genuss
werden – und das schafft Kundenbindung.
Ein Landwirt formulierte es
treffend: „Seit wir Payer Aging nutzen,
verkaufen wir nicht einfach Fleisch – wir
verkaufen ein Geschmackserlebnis, das
unsere Kunden schätzen und weiterempfehlen.“
Gelingt immer
Ob Rind, Schwein, Wild oder sogar
Spezialitäten wie Büffel oder Strauß
– mit Payer Aging gelingt jede Fleischsorte
auf höchstem Niveau. Selbst
das Veredeln mit Marinaden, Whisky,
Rotwein oder das Pökeln lässt sich
im gleichen System umsetzen. Damit
schaffen Sie nicht nur ein Genussprodukt,
sondern auch ein klares Alleinstellungsmerkmal
für Ihren Betrieb.
Wer heute erfolgreich sein will,
braucht mehr als Standardqualität.
Schlachtung, Reifung, Schnittführung
als Gesamtsystem muss passen. Mit
Payer Aging geben Sie Ihren Kunden
ein Versprechen: Fleisch, das sie so
noch nicht erlebt haben. Zart, saftig,
aromatisch – und mit dem guten
Gefühl, dass hier Handwerk, Nachhaltigkeit
und Innovation zusammenkommen.
Probieren Sie Payer-Aging –
Ihre Kunden werden den Unterschied
schmecken!
INFO
PayTec Handels- und
Warenvertriebs GmbH
Gasella 1
6820 Frastanz, Österreich
Tel.: 0043 5522 54224
payer.nor@aon.at
www.payer-aging.at
Die neue Art
des
Fleischveredelns.
Mit unserem innovativen
System erreichen Sie
maximale Qualität für Ihr
Fleisch: artgerechter,
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hohe Zartheit, saftiger Biss
und frische Farbe.
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Ganz ohne Gewichtsverlust.
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Messer & Schneiden
Seite 24, 8/2025
Fleisch Markt
712 26 53
n-gmbh.at
Tel. +43/1/718 53 55, Tel. + Fax: +43/1/712 26 53
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Scharfe Sache
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Präzision & Effizienz
Ohne scharfe Klingen läuft nichts. Ob beim Schlachten,
Zerlegen oder beim Aufschnitt: Nur gut gepflegte Messer
sichern sauberes Arbeiten, Hygiene und Qualität. Von Kurt Heinz
Im Schlacht- und Zerlegebetrieb
werden unterschiedlichste
Messer eingesetzt, je nach
Arbeitsschritt:
u Schlachtermesser mit kräftiger,
meist gebogener Klinge
für Entblutung und Ausweiden.
u Ausbeinmesser, schmal und
flexibel, um Knochen sauber
vom Fleisch zu lösen.
u Fleischermesser mit gerader
oder leicht gebogener Klinge
zum Zuschneiden und Portionieren.
u Stechmesser mit schmaler,
stabiler Spitze für präzise Einstiche.
u Hackmesser oder Beile für
grobe Zerlegearbeiten.
u In der handwerklichen Metzgerei
ergänzen Tranchiermesser
und Wurstfüller-Messer
das Sortiment.
Im Verkauf und in der Weiterverarbeitung
kommen zusätzlich
Aufschnittmaschinen ins
Spiel, die ebenfalls mit speziellen
Rundmessern arbeiten.
Schleifen und Schärfen
Ein Messer verliert bei täglichem
Gebrauch schnell an Schärfe.
Schon wenige stumpfe Schnitte
können nicht nur die Produktqualität
mindern, sondern auch
das Verletzungsrisiko für den
Mitarbeiter erhöhen.
Grundsätzlich unterscheidet
man zwei Arbeitsschritte:
u Abziehen mit Wetzstahl oder
Abziehgerät – für den schnellen
Schärfeerhalt zwischendurch.
u Nachschleifen an der Schleifmaschine
– für die Wiederherstellung
der Schneidkante.
Für Metzgereien und kleinere
Betriebe sind kompakte Nassschleifgeräte
ideal, die eine
gleichmäßige Kühlung gewährleisten
und das Ausglühen
der Schneide verhindern. Im
industriellen Umfeld kommen
automatische Band- und Scheibenschleifgeräte
zum Einsatz, die
Messer in Serie auf gleichbleibend
hohem Niveau schärfen.
Moderne Schleifsysteme
Neben klassischen Nassschleifern
haben sich Schleifautomaten
etabliert, die Messer in
definierter Winkelstellung fixieren
und dadurch reproduzierbar
schärfen. Für Ausbeinmesser
gibt es spezielle Systeme, die
eine besonders feine Schneide
erzeugen. Mobile Schärfgeräte
bieten sich für Direktvermarkter
an, die vor Ort ihre Werkzeuge
pflegen möchten.
Auch Polierbänder und Keramikschleifscheiben
finden
Anwendung, wenn es um
besonders glatte Schneiden
geht, die lange Standzeiten
garantieren.
Pflege der Kreismesser
Bei Aufschnittmaschinen steht
die Messerpflege im Mittelpunkt.
Die großen Kreismesser müssen
nach jedem Arbeitstag gründlich
gereinigt werden. Eiweiß- und
Fettrückstände dürfen sich nicht
festsetzen, da sie Keime binden
und die Schnittqualität beeinträchtigen.
Zur Reinigung eignen sich
warme Spüllösungen mit mildalkalischen
Reinigern, gefolgt
von einer gründlichen Desinfektion.
Viele Maschinen verfügen
über integrierte Schleifvorrichtungen,
mit denen das Kreismesser
regelmäßig nachgeschärft
werden kann. Wichtig ist, die
Herstellerhinweise zu beachten
– ein zu häufiger oder falscher
Schleifvorgang kann die Klinge
unnötig abtragen.
Foto: Gastro, KI generiert
Das
Schärfzentrum
weSHARP 7000 holt das
Maximum aus Slicermessern
heraus. Es stellt die idealen
Schneideigenschaften schnell
und komfortabel wieder her
und sorgt dafür, dass die Messer
auch nach langer Laufleistung
im Slicer ihre volle Leistung
entfalten. Geeignet für alle
Weber Durablade Performance-,
Sichel- und Kreismesser,
garantiert das System
präzise und reproduzierbare
Schärfergebnisse bei minimalem
Materialabtrag an der
Schneide.
Die Maschine bietet aktive
Kühlung und Spülung der
Schärfscheibe sowie einen
präzisen Schärfprozess durch
Servoantrieb. Über den Touchscreen
lässt sich der Vorgang
komfortabel steuern, während
Programmerkennung und
Datenspeicherung den Ablauf
weiter beschleunigen. Werkzeuglose
Schnellwechselsysteme
reduzieren Rüstzeiten
erheblich.
Das weSHARP 7000 ist
perfekt auf Weber-Komponenten
abgestimmt und überzeugt
durch hochwertige Edelstahlverarbeitung
im bekannten
Weber Hygiene Design. Es
ermöglicht ein sicheres, ergonomisches
Arbeiten und trägt
maßgeblich zur Effizienzsteigerung
der gesamten Anlage
bei.
Vorteile
u Einfache Bedienung dank
Data-Matrix-Code-Technologie
u Schärfen aller Durablade
Kreis- und Sichelmesser
u Präzises, reproduzierbares
Ergebnis bei minimalem
Materialabtrag
INFO
Zu beziehen bei:
Franz Gramiller & Sohn
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Foto: Weber
Fleisch
Markt
Messer & Schneiden
Seite 25, 8/2025
Foto: Giesser
Ergonomie in Pink
Die neue Grifffarbe „Funky
Pink“ ergänzt die Prime-
Line-Serie von GIesser um ein
modernes, auffälliges Design.
Sie kombiniert die bewährten
Eigenschaften der Serie – ergonomische
Griffe, rutschfeste
Handhabung und hohe Verarbeitungsqualität
– mit einem
frischen, auffälligen Farbakzent,
der im professionellen Alltag
sofort ins Auge fällt und Arbeitsbereiche
optisch aufwertet.
Die Messer der PrimeLine-
Serie stehen für funktionale
Ergonomie: Der Griff bietet
sicheren Halt auch bei längerem
oder intensivem Einsatz.
Die Klingen überzeugen
durch Langlebigkeit, Schärfe
und Zuverlässigkeit „Made
in Germany“. Das klare, trendige
Design ermöglicht es, die
Messer sofort von anderen
Werkzeugen zu unterscheiden,
ohne den Arbeitsfluss zu
beeinträchtigen. Die Grifffarbe
„Funky Pink“ ist ab sofort für
14 Messer als Standardfarbe
erhältlich und wird zusätzlich
in einem Kochmesser-Set angeboten.
Bei größeren Abnahmemengen
ab 60 Stück können
die Griffe auf Wunsch auch für
andere Messer der PrimeLine-
Serie gefertigt werden. So lässt
sich ein einheitlicher Look am
Arbeitsplatz erzielen.
Mit dieser Ergänzung der
Serie kann ein professioneller
Arbeitsplatz optisch ansprechend
gestaltet werden, ohne
Kompromisse bei Funktion
und Handhabung einzugehen.
„Funky Pink“ verbindet Ergonomie,
Qualität und Design
auf sachliche Weise und zeigt,
dass leistungsfähige Messer
auch durch Farbe wirkungsvoll
Akzente setzen können.
www.giesser-shop.de
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SICK Hermann
Werksvertretungen e.U.
Bahnhofstraße 5 + 6a/
Mooshanslweg 8
9560 Feldkirchen
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Peter Schön Ges.m.b.H. -
Fleischereimaschinen
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1030 Wien
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Modernes Schneidesystem
Info
Das REX Schneidesystem RSS
70 setzt in der Würstchenproduktion
auf Flexibilität und
universelle Anwendbarkeit. Es
kann sowohl als Einzelgerät
betrieben als auch in Verbindung
mit dem REX Kalibriersystem
RKS 85 eingesetzt werden.
Der vollautomatische Ablauf
nach dem Abdrehen steigert
dabei erheblich die Effizienz
und Präzision der Produktion.
Für präzise Schnitte sorgt das
dreischneidige Sichelmesser,
das die Würstchen exakt an der
Abdrehstelle trennt. Unterstützt
durch den REX Servodrive, wird
die Schnittleistung maximiert.
Dabei spielt es keine Rolle,
ob Natur- oder Kunstdärme
verarbeitet werden, das Schneidesystem
liefert konstant hohe
Qualität und Leistung.
Das Maschinengehäuse des
RSS 70 ist komplett aus Edelstahl
gefertigt und glattflächig
gestaltet, was die Reinigung
deutlich erleichtert. Eine serienmäßige
Schutzabdeckung
schützt die Steuerungseinheit
und sorgt für Langlebigkeit und
Zuverlässigkeit. Die Touchscreen-Steuerung
ermöglicht
komfortable Bedienung und
einfache Programmierung.
In Kombination mit der Füllmaschinensteuerung
kann sie
synchronisiert werden, wodurch
der „In-Line“-Prozess nahtlos
und effizient abläuft. Die Zu- und
Abführbänder lassen sich flexibel
an das jeweilige Darmkaliber
anpassen, auch gekrümmte
Ware wird zuverlässig verarbeitet.
Optional sorgt die elektronische
Kaliberverstellung für
schnelle Produktwechsel und
maximale Prozesssicherheit.
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REX-Technologie GmbH & Co. KG
Irlachstraße 31
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Werksvertretungen e.U.
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Foto: REX-Technologie GmbH & Co. KG
KURZ NOTIERT
BAUERN UND SPEZIALITÄTENMÄRKTE IN WIEN (AUSWAHL)
Spezialitätenmarkt am Margaretenplatz: Der Spezialitätenmarkt
am Margaretenplatz hat sich zu einem beliebten Treffpunkt für Freunde
frischer Köstlichkeiten entwickelt. Jeden Donnerstag von 8 bis 18 Uhr
findet man hier eine große Auswahl an Lebensmitteln: Obst und Gemüse,
Fleisch, Wurst und Brot aus Niederösterreich sowie italienische Spezialitäten.
Lerchenfelder Bauernmarkt: Der Lerchenfelder Bauernmarkt der IG
Kaufleute Lerchenfelder Straße findet immer freitags von 9 bis 18 Uhr
vor der Altlerchenfelder Kirche (Lerchenfelder Straße - Ecke Schottenfeldgasse)
statt - mit Bio-Eck.
Servas Markt am Servitenplatz: Am Servitenplatz findet immer donnerstags
(mit Ausnahme von Feiertagen) von 8 bis 18 Uhr ein wöchentlicher
Spezialitäten- und Schmankerlmarkt mit regionalen, österreichischen
Produkten sowie europäischen Spezialitäten statt.
Liesinger Markt: Am Liesinger Platz bieten rund 15 Marktstände jeden
Freitag eine Auswahl an frischem Obst und Gemüse, Imkereiprodukte,
Bäckerei- und Milchprodukte, Fleisch- und Fisch-Spezialitäten u.v.m.
Bauernmarkt in Mauer: Jeden Freitag findet am Maurer Hauptplatz
von 8 bis 16 Uhr ein Bauernmarkt statt. Es gibt Spezialitäten wie Fleisch,
Wurst, Fisch, Obst, Gemüse, Käse, Oliven, Olivenöl, Knoblauchpaste,
Speck, Brot, Müsli, Essig, Kakao, Fruchtsäfte, Seccos, Spritzer, Schnäpse,
Marmeladen - und noch vieles mehr.
SICK Hermann
Werksvertretungen e.U.
A-9560 Feldkirchen · Bahnhofstr. 5 u. 6a · Tel. +43(0)4276/20202
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Hygiene
Seite 26, 8/2025
Fleisch Markt
Foto: MariaY/stock.adobe.com
Sauberkeit bis ins Detail
Ob im kleinen Handwerksbetrieb oder in der industriellen Fleischverarbeitung: Hygiene ist das
Fundament für sichere Lebensmittel, Qualität und Vertrauen.
Von Michael Heinz
Wer Fleisch verarbeitet,
weiß, dass schon
kleinste Verunreinigungen
fatale Folgen haben
können – für den Betrieb, die
Kunden und das Produkt.
Entscheidend ist nicht nur das
Wissen um die Hygieneregeln,
sondern deren konsequente
Umsetzung an jeder Station –
von der Schlachtung über die
Zerlegung und Portionierung
bis zur Verpackung und Wurstherstellung.
Kritischer Startpunkt
Schon in der Schlachtphase
entscheidet sich viel über die
spätere Produktqualität. Hier
gilt: Trennung von sauberem
und uncleanem Bereich. Nach
der Betäubung und Entblutung
darf kein Kontakt von Fell oder
Federkleid mit der Muskulatur
entstehen.
Hygieneschleusen mit Waschbecken,
Seifen- und Desinfektionsspendern
sind Pflicht für
jeden Mitarbeiter, bevor er den
Bereich betritt. Arbeitsgeräte
wie Messer, Haken und Sägen
werden in 82 °C heißem Wasser
sterilisiert. Zur Reinigung der
Flächen kommen alkalische
Schaumreiniger zum Einsatz,
die Blut- und Eiweißreste zuverlässig
lösen.
Präzise Arbeit,
sterile Bedingungen
Im Zerlegebetrieb steht die absolute
Sauberkeit im Mittelpunkt.
Schlachtkörper, Messer, Handschuhe
und Schneidetische
müssen jederzeit hygienisch
einwandfrei sein.
Hier empfiehlt sich der Einsatz
von Schaumreinigern mit alkalischem
oder leicht saurem
Charakter, je nach Verschmutzung.
Böden und Abflüsse
müssen mehrfach täglich mit
Hochdruckreinigern gesäubert
werden.
Hygieneschleusen mit Stiefelwaschanlagen
verhindern, dass
Keime von außen eingeschleppt
werden. UV-C-Lichtgeräte
können zusätzlich zur Keimreduktion
beitragen.
Schutz vor
Kreuzkontamination
Beim Portionieren und Verpacken
steigt das Risiko der Kreuzkontamination
durch häufiges
Handling und Maschinenkontakt.
Daher ist die Trennung von
Roh- und Fertigware besonders
wichtig.
Förderbänder, Schneidemaschinen
und Vakuumiergeräte
müssen nach jeder Schicht mit
tensidhaltigen Reinigern und
anschließender Desinfektion
behandelt werden. Hier kommen
auch peressigsäurehaltige Mittel
zum Einsatz, da sie zuverlässig
gegen ein breites Spektrum an
Bakterien wirken und keine
Rückstände hinterlassen.
Mitarbeiter müssen in diesen
Bereichen besonders streng
kontrollierte Hygienekleidung
tragen, die täglich gewechselt
wird.
Warme Prozesse,
hohe Risiken
Die Herstellung von Brüh- und
Kochwürsten birgt aufgrund
erhöhter Temperaturen ideale
Wachstumsbedingungen für
Keime. Eine lückenlose Reinigung
der Kutter, Füllmaschinen
und Räucheranlagen ist daher
Pflicht.
Eiweiß- und Fettablagerungen
lassen sich mit alkalischen
Reinigern entfernen, für stark
verkrustete Rückstände braucht
es manchmal enzymatische
Zusätze. Nach der Reinigung
folgt die Desinfektion mit quartären
Ammoniumverbindungen
oder peressigsäurehaltigen
Produkten. Auch Räucherkammern
müssen regelmäßig von
CHECKLISTE
Kondensat und Teerablagerungen
befreit werden, um mikrobiologische
Gefahren zu minimieren.
Hygiene als Kultur
Hygiene ist nicht nur Technik,
sondern vor allem Haltung. Sie
beginnt bei der Schulung der
Mitarbeiter und setzt sich in
klaren Arbeitsabläufen, strikter
Dokumentation und regelmäßigen
Eigenkontrollen fort. Nur
wer die Standards konsequent
lebt, kann Fleischprodukte
erzeugen, die sicher, haltbar und
qualitativ hochwertig sind.
Geräte und Chemie – das Handwerkszeug der Hygiene
• Schleusen und Stiefelreiniger: Verhindern das Einschleppen von Keimen
durch Personal.
• Schaumreiniger und Hochdruckgeräte: Ermöglichen eine flächendeckende
Reinigung, sichtbar durch den aufgetragenen Schaum.
• Sterilisatoren für Messer und Werkzeuge: 82 °C heißes Wasser tötet zuverlässig
Keime ab.
• Chemieeinsatz:
- Alkalische Reiniger für Fett- und Eiweißreste
- Saure Reiniger für Kalk- und Steinablagerungen
- Peressigsäure für rückstandsfreie Desinfektion
- Quartäre Ammoniumverbindungen für langanhaltende Keimreduktion
Fleisch
Markt
Hygiene
Seite 27, 8/2025
Die neue Dimension
des Waschens
Foto: Multiwasher
Die geschlossene Waschsystem-Technologie
von
Multiwasher sorgt mit hohem
Druck und hoher Temperatur
für beste Ergebnisse – ganz
ohne Vorwaschen. Selbst stark
eingebrannte Rückstände
werden zuverlässig entfernt.
Dank modernster Technik
arbeitet der Multiwasher
extrem sparsam: bis zu 2/3
weniger Wasserverbrauch
bedeuten Einsparungen
bei Wasser, Energie, Reinigungsmitteln,
Arbeitszeit
und Platzbedarf. Das flexible
Wagensystem passt sich an
verschiedenste Utensilien an –
von Backblechen bis zu Kochgeschirr
– und erleichtert so den
gesamten Prozess.
Die 3 wichtigsten
Vorteile
u 1. Effizienz – reinigt nahezu
alle Arten von Behältern
und Utensilien.
u 2. Sparpotenzial – reduziert
Ressourcen- und Arbeitsaufwand
erheblich.
u 3. Nachhaltigkeit – senkt
Verbrauch und sorgt für
gründliche Desinfektion.
Kurzbeschreibung
Der patentierte Multiwasher
arbeitet in einer geschlossenen
Kabine mit hohem
Wasserdruck und erhöhter
Temperatur. Dadurch entfällt
der Vorwaschgang, der Reinigungsmittelverbrauch
sinkt
und die Betriebszeit verkürzt
sich. Ein Großteil des Wassers
wird wiederverwendet – das
spart Ressourcen und stärkt
die Nachhaltigkeit. Gleichzeitig
erzielt die Anlage höchste Hygienestandards:
Das Waschgut
wird nicht nur gründlich gereinigt
und desinfiziert, sondern
auch direkt getrocknet und ist
sofort wieder einsatzbereit.
INFO
Zu beziehen bei:
Franz Gramiller & Sohn
GmbH
Haunspergstraße 32
5021 Salzburg
office@gramiller.at
www.gramiller.at
Geprüfte Personalhygiene
Ein zentraler Punkt im Hygienekonzept
eines Betriebs ist
der Personenverkehr. Gerade in
der Lebensmittelindustrie sind
Personalhygiene-Maßnahmen
beim Zutritt in die Produktion
unerlässlich. Daher muss
gewährleistet werden, dass jeder
Mitarbeiter definierte Schritte
zur Reinigung und Desinfektion
vornimmt. Hier setzt die Hygieneschleuse
Star Clean der Marke
ITEC des deutschen Herstellers
Frontmatec an. Sie ermöglicht
eine kontrollierte Personalhygiene
am Produktionszugang
durch einen systematisch
angeordneten Prozessablauf.
Rutschsichere Oberflächen,
Schrittführung und SAFETY
GRIP Geländer sorgen dafür,
dass Nutzer jederzeit einen
sicheren und festen Halt haben.
Das Baukastenprinzip bietet
vielfältige Anpassungsmöglichkeiten.
Ob Sohlen- oder
Stiefelreinigung, einspurig oder
zweispurig – der Star Clean
lässt sich durch die große Zahl
an Varianten individuell an die
betrieblichen Anforderungen
anpassen. Basis bildet eine
Durchlaufanlage mit einer 800er
Sohlenbürste oder, speziell für
die Backindustrie, mit einer
Trockenreinigungsvariante und
Schmutzauffangschubladen.
Ergänzt werden kann die Anlage
wahlweise mit motorischer
oder mechanischer Drehsperre,
Foto: Fotostudio Reh - Bergkamen
MANO Control für berührungslose
Handdesinfektion, Reinigungsbecken,
verschiedenen
Seifen- und Handtuchspendern
oder Warmlufthändetrocknern.
Alle ITEC-Anlagen überzeugen
durch hochwertige Verarbeitung
und ein hygienisches Design,
das besonders für eine schnelle
Reinigung geeignet ist. Die
Bürsten lassen sich problemlos
und werkzeuglos entnehmen.
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Lückenlos und
bedarfsgrecht für
jede Betriebsgröße.
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seinen geringen Abmessungen
hervorragend zur Platzierung in
Durchgängen und Nischen.
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der Bürsten ohne Werkzeuge
ist eine optimale Maschinenhygiene
gewährleistet.
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Solingen hat einen Namen
EICKER Profi-Fleischermesser
bei LASKA.
LASKA, der Partner für innovative Fleisch- und Lebensmittelverarbeiter.
Damit Ihr Messer immer messerscharf ist bieten wir Ihnen Schleifmaschinen und Schleifzubehör.
Seite 28, 8/2025
Fleisch Markt
Aktuelles
Frische Botschafter
Mit einer feierlichen Zeremonie
im Landshuter Salzstadel
wurden die Absolventen
des 457. Meisterkurses der 1.
Bayerischen Fleischerschule in
den Berufsstand verabschiedet.
Vor rund 150 Gästen überreichten
Vertreter aus Handwerk und
Politik die Urkunden an die Jungmeister.
Die besten 20 Prozent
des Jahrgangs wurden zusätzlich
mit dem Meisterpreis der Bayerischen
Staatsregierung geehrt.
Die diesjährigen Absolventen
kamen aus ganz Deutschland
und Österreich. Julia Fröhlich
(19) aus Wien entschied sich
bewusst für die Ausbildung
in Landshut: „Viele Bekannte,
die schon hier waren, haben
mir von der Schule erzählt.“
Auch Theresa Kirchtag (20)
aus Bergheim lobt die familiäre
Atmosphäre und praxisnahe
Ausbildung: „Man war nie allein
– ich nehme viel Fachwissen
und schöne Erinnerungen mit.“
Gemeinsam mit Anna Ehrmann
wurde sie als Kursbeste ausgezeichnet.
Auch Michael Gratzl
aus Heidenreichstein wurde für
seine besonderen Leistungen
mit dem Meisterpreis ausgezeichnet.
Bereits während
seiner Ausbildung in Litschau
engagierte er sich im elterlichen
Betrieb „Gratzl Hof – Feiner
Landgenuss“, wo er sich mit
Leidenschaft der nachhaltigen
Direktvermarktung widmet.
Christian Läpple, Vizepräsident
der Handwerkskammer
Niederbayern-Oberpfalz, hob die
gesellschaftliche Bedeutung der
Meisterqualifikation hervor: „Sie
alle möchten dazu beitragen, das
Image der Branche zu verbessern
und Konsumenten für bewussten
Fleischkonsum zu begeistern.“
Die Freisprechung würdigte
neben den handwerklichen
Fähigkeiten auch das Engagement
einer neuen Generation an
Fachkräften – motiviert, qualifiziert
und zukunftsorientiert.
www.fleischerschule-landshut.de
Foto: 1. BFS
Snack-Trilogie
Foto: Wiesbauer
Immer wieder lässt sich Wiesbauer
Neues einfallen, um
den Konsumenten noch mehr
geschmackliche Vielfalt und
den Handelspartnern zusätzliche
Umsatzpotenziale zu
bieten. Diesen Sommer erweitert
die Traditionsmarke mit der
Neudefinition eines Klassikers
den Snack-Markt: Die Cabanossi
Sticksies sind Wiesbauers
erste Dauerwurst-Stangerl
ohne Haut und kommen im
extra dünnen Kaliber. Dadurch
sind sie besonders zart im Biss
und fein im Geschmack. Die
Rezeptur orientiert sich, wie
der Name schon verrät, an der
Wiesbauer Cabanossi. Hergestellt
aus streng kontrolliertem
Schweine- und Rindfleisch und
leicht geräuchert, garantieren
die Cabanossi Sticksies ein vielversprechendes
Genusserlebnis.
Drei verschiedene Sorten sorgen
dabei für Abwechslung beim
Snacken. Wer es mild-würzig
im Geschmack mag, greift
am besten zu den klassischen
Sticksies. Für eine aromatische
Würze sorgt die Sorte Paprika.
Und die Variante verfeinert
mit Emmentaler rundet das
Trio ab. Angeboten werden die
Cabanossi Sticksies in der 80
g-Packung à 8 Stück. Wie alle
Wiesbauer-Snacks punkten
die Cabanossi Sticksies zudem
durch die ungekühlte Haltbarkeit.
Bei der Verpackung setzt
Wiesbauer erstmals auf einen
vollflächig bedruckten Folienbeutel,
der mit seiner grünen
Farbgebung im Snack-Regal
optisch hervorsticht und für ein
hohes Kaufinteresse sorgt. Auf
der Packungsrückseite lässt
ein Sichtfenster auf den Inhalt
blicken.
www.wiesbauer.at
Der Fleischerverband
Die Genuss-Handwerker.
Der Fleischerverband eGen ist
mehr als ein Großhandel –
wir sind Ihr starker Partner für
Fleischer, Selbstvermarkter,
Gastronomiebetriebe und
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Tel. 0043 50 19350
bestellung@fleischerverband.at
Foto: Fleischerverband eGen
Fleisch
Markt
Convenience
Seite 29, 8/2025
Mit System zum Erfolg
Convenience-Produkte sind längst ein fester Bestandteil des Lebensmittelmarktes – und eine große
Chance für das Fleischerhandwerk.
Von Michael Heinz
Mit durchdachten Gerichten,
cleverer Organisation
und handwerklicher
Qualität können Metzgereien
ihre Kunden binden, neue Zielgruppen
erreichen und Zusatzumsätze
generieren. Entscheidend
ist, das Angebot praxisnah
aufzubauen und an den Alltag
der Kunden anzupassen.
Immer mehr Kunden haben
weniger Zeit zum Kochen,
möchten aber trotzdem frisch
und lecker essen. Genau hier
setzt Convenience aus der
Fleischerei an. Während Supermärkte
mit standardisierten
Massenprodukten arbeiten, hat
die handwerkliche Fleischerei
die Chance, authentische, regionale
und qualitativ hochwertige
Mahlzeiten anzubieten.
Welche Gerichte sich
eignen
Foto: pixabay
Klassiker mit hoher Nachfrage:
Rinderrouladen, Gulasch oder
Frikadellen lassen sich gut vorbereiten
und in Schalen abpacken.
Vorteil: geringe Ausschussrate,
gute Kalkulierbarkeit.
Pfannengerichte: Gyrosoder
Asia-Pfannen können in
500-g-Portionen angeboten
werden. Kunden schätzen die
schnelle Zubereitung zu Hause.
Suppen & Eintöpfe: Chili con
Carne, Erbsen- oder Linseneintopf
sind ideal für den Mittagstisch
oder als Wochenangebot.
Sie lassen sich in größeren
Mengen kochen und portionsweise
abfüllen.
Grill- und Ofenartikel: Marinierte
Steaks, Spieße oder
Braten im Backschlauch – wenig
Aufwand für den Kunden, hoher
Mehrwert durch Würzung und
Vorbereitung.
Snacks & To-go-Produkte:
Fleischsalate, belegte Brötchen,
Wraps oder Hackbällchen eignen
sich besonders für Berufstätige
und Schulkinder.
Tipps für die
Umsetzung im Betrieb
Produktion bündeln: Gerichte an
ruhigeren Tagen vorbereiten, um
Arbeitszeit optimal zu nutzen.
Kalkulation im Blick behalten:
Gerichte sollten mindestens
die Rohstoffkosten verdoppeln;
Beilagen erhöhen den Wert.
Verpackung anpassen: Mikrowellen-
oder ofengeeignete
Schalen plus Etikett mit Zubereitungshinweis
steigern den
Absatz.
Probieraktionen starten: Kostproben
an der Theke schaffen
Vertrauen und Neugier.
Saison nutzen: Grillartikel im
Sommer, Eintöpfe im Winter,
Braten im Advent – saisonale
Themen fördern Impulskäufe.
Trends, die man
nutzen sollte
Regionalität: Fleisch aus eigener
Schlachtung oder von Landwirten
aus der Nähe ist ein starkes
Verkaufsargument.
Gesundheit & Leichtigkeit:
Geflügelgerichte, fettarme Soßen
und Gemüsebeilagen bedienen
die Nachfrage nach bewusster
Ernährung.
CHECKLISTE
Portionsgrößen: Singles
wünschen kleine Portionen,
Familien profitieren von Menüschalen
für mehrere Personen.
Internationalität: Mediterrane,
asiatische oder mexikanische
Einflüsse bringen Abwechslung
– ohne die handwerkliche Basis
zu vernachlässigen.
Mehrwert für
den Betrieb
Convenience schafft nicht nur
Zusatzumsatz, sondern stabilisiert
auch das Tagesgeschäft.
Und es ist eine Win-win-Situation:
Reste können gezielt
verarbeitet werden und Kunden
kommen häufiger, weil sie „alles
aus einer Hand“ bekommen:
Fleisch, Beilagen und fertige
Mahlzeiten. So wird die Fleischerei
zum verlässlichen Partner für
Genuss im Alltag.
Die 5 wichtigsten Schritte zum Convenience-Erfolg
1. Sortiment festlegen – Mit wenigen Klassikern starten und das Angebot
Schritt für Schritt erweitern.
2. Arbeitsabläufe planen – Produktionszeiten und Personal so einteilen,
dass Convenience reibungslos integriert wird.
3. Verpackung & Etikett – Praktisch, ansprechend und mit klaren Zubereitungshinweisen
versehen.
4. Präsentation im Laden – Separate Theke oder Kühlinsel nutzen, um
Convenience sichtbar zu machen.
5. Kunden aktiv ansprechen – Kostproben, Empfehlungen im Verkaufsgespräch
und saisonale Aktionen nutzen.
Rundum schmackhaft
Fix-Produkte für Knödel
Hauptsache mit Beilage! Knödel vollenden so manchen
Klassiker – von herzhafter Rindsuppe über deftiges Gulasch bis
hin zu saftigem Braten. Verschiedenste Knödelvarianten lassen
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Herstellung
Seite 30, 8/2025
Fleisch Markt
Foto: AlexRaths
Die Bratstelze ist ein
gebratenes Teilstück
vom Schwein – genauer
gesagt: die hintere
Schweinshaxe, auch
Eisbein, Stelze oder
Haxe genannt und ein
absoluter
kulinarischer Klassiker.
Die Bratstelze
Ein Symbol für regionale Küche, handwerkliche Fleischverarbeitung und gesellige Tischkultur. Von Katrin Hammer
Die Bratstelze ist ein kulinarischer
Klassiker vor
allem aus dem Osten
Österreichs und Teilen Deutschlands
– insbesondere beliebt in
Oberösterreich, Niederösterreich,
Wien sowie in Teilen des
südlichen Bayerns und Böhmens.
Wer denkt, es handle sich bloß
um eine gewöhnliche Schweinshaxe,
der irrt gewaltig. Die Bratstelze
ist ein Paradebeispiel
dafür, wie aus einem einfachen
Stück Fleisch mit der richtigen
Würze und Garmethode ein
Festmahl wird. Die Wurzeln der
Bratstelze liegen im ländlichen
Raum. In Oberösterreich war
sie früher ein typisches Sonntagsgericht,
oft kombiniert mit
Erdäpfelknödeln oder -schmarrn
und Sauerkraut. Im 19. Jahrhundert
wurde sie im städtischen
Raum, insbesondere in Wien, zur
beliebten Kost in Beisln und auf
Jahrmärkten. Der Name „Stelze“
stammt vom mittelhochdeutschen
„stelze“, was „Stütze“ oder
„Pfosten“ bedeutet – passend
zur optischen Erscheinung des
gebratenen Unterschenkels. Mit
der Zeit entwickelte sich die Bratstelze
zum Inbegriff der deftigen
Wirtshausküche: bodenständig,
ehrlich, sättigend. Besonders
in Biergärten, bei Vereinsfesten
oder Heurigen ist sie bis heute
nicht wegzudenken.
Außen knusprig,
innen zart
Die Bratstelze ist ein gebratenes
Teilstück vom Schwein
– genauer gesagt: die hintere
Schweinshaxe, auch Eisbein,
Stelze oder Haxe genannt. Hierzulande
unterscheidet man
zwischen der vorderen Stelze
(Knöchernes Teil der Schulter) –
zarter, durchwachsen, ideal zum
Schmoren – und hinteren Stelze
(Unterschenkel des Schweins)
– fester, mit hohem Kollagenanteil,
perfekt zum Braten. Für die
klassische Bratstelze wird in der
Regel die hintere Schweinshaxe
verwendet, da sie durch ihren
Knochenanteil und das Bindegewebe
beim Braten besonders
saftig und geschmackvoll wird.
Die Haut ist dabei ein zentrales
Element: Sie muss knusprig
aufpoppen, während das Fleisch
darunter zart und würzig bleibt.
Für Metzgereien und Direktvermarkter
bietet sie eine wunderbare
Gelegenheit, regionale
Fleischtradition mit Wertschöpfung
zu verbinden – ideal für
Gastronomie, Ab-Hof-Verkauf,
Food-Festivals oder Event-Grillen.
Doch der Fachmann und
die Fachfrau wissen: Nicht jede
Stelze ist gleich. Für eine perfekte
Bratstelze sollte das Tier idealerweise
nicht zu jung sein, da
ältere Schweine mehr Bindegewebe
(Kollagen) haben – das
beim langen Garen zu Gelatine
zerfällt und für saftiges Fleisch
sorgt. Tipp: Regionales Fleisch,
wenn möglich aus Freilandhaltung,
Stücke mit einem Gewicht
zwischen 800 g bis 1,5 kg (roh),
die gut durchzogen und mit
dicker Schwarte sind verwenden.
Für Premium-Produkte können
Metzger spezielle Zuschnitte
anbieten – etwa Stelzen mit
etwas Schulteranteil oder auf
Wunsch entbeinte Varianten
zum leichteren Portionieren.
Die Stelze als
Verkaufsschlager
Bieten Sie Stelzen als fertig
gewürzte Grillstelzen im Vakuumbeutel
an. Kunden lieben
Bequemlichkeit, besonders
wenn das Produkt „ofenfertig“
ist. Auch vorgegarte Stelzen (z. B.
sous-vide) mit kurzer Bratzeit zu
Hause sind ideal für den Ab-Hof-
Verkauf oder Onlineversand.
Storytelling am Point of Sale:
Nutzen Sie die Geschichte der
Bratstelze – erzählen Sie von der
Wirtshauskultur, alten Rezepten,
oder Oma’s Kümmelgeheimnis.
Das schafft Vertrauen und steigert
die Kaufbereitschaft.
Veranstaltungen & Verkostungen:
Organisieren Sie Bratstelzen-Abende,
z. B. im Rahmen
von Hoffesten oder regionalen
Märkten. Ein Grill mit rauchenden
Stelzen zieht Menschen an –
der Duft wirkt verkaufsfördernd.
Kombination mit regionalem
Bier oder Most: Kooperationen
mit lokalen Brauereien oder
Mostproduzenten bieten Cross-
Selling-Potenzial. "Stelze & Seidl"
oder "Bratstelze & Most" als Paket
können zu echten Verkaufsschlagern
werden.
Gastronomiepartnerschaften:
Viele Gasthäuser suchen nach
regionalen Lieferanten für besondere
Fleischprodukte. Bieten
Sie Ihre Stelzen als exklusives
Produkt mit Herkunftsnachweis
und Rezeptideen an.
Viele Wege führen zu
einer köstlichen Stelze
Eine rohe Stelze kann sowohl
gekocht als auch gebraten
werden. Eines vorweg: Wie für
jeden Braten mit Haut, gilt auch
für die Stelze: Zuerst muss lange,
sanfte Hitze die Haut weich
machen, bevor sie bei sehr hoher
Hitze knusprig gepoppt werden
kann. Hierfür kann die Stelze
in einem Gewürzsud gekocht
werden.
So gelangen die Aromen in das
Fleisch und die Schwarte wird
später schön knusprig. Der Sud
kann aus Wasser, genügend Salz,
Kümmel, Lorbeerblatt, optional
einer Zwiebel und Thymian
sowie Knoblauch bestehen. Nach
dem Kochen wird die Schwarte
leicht eingeritzt und noch einmal
mit Salz und Knoblauch eingerieben.
Alternativ können auch
andere Gewürze verwendet
werden. Anschließend kommt
die Stelze auf einen Spieß und
wird gegrillt bis sie weich und
knusprig ist (ca. 3 Stunden),
gegen Ende der Garzeit sollte
die Temperatur hochgedreht
werden, um die Schwarte knusprig
zu bekommen.
Als Beilagenklassiker sind
Sauerkraut, Erdäpfelknödel
oder Braterdäpfel, Bauernbrot,
Senf, Kren und ein kühles Bier
zu empfehlen. Mahlzeit!
Fleisch
Markt
Aktuelles
Seite 31, 8/2025
Wo Qualität Schule macht
Foto: 1. BFS
Nur 30 Minuten von München
entfernt nehmen jährlich
über 500 Fach- und Führungskräfte
an den zertifizierten
Lehrgängen der 1. Bayerischen
Fleischerschule (BFS) in Landshut
teil – und das über Ländergrenzen
hinweg: aus Deutschland,
Österreich, der Schweiz
und Südtirol. Die Schule blickt
auf eine lange Tradition zurück
und besteht bereits seit 1928. Ob
inspirierende Tagesworkshops,
spannende Spezialkurse wie der
Sommelierkurs für Fleischgenuss
oder der klassische Lehrgang
zum Metzgermeister – die BFS
bietet ein breites Spektrum an
Weiterbildungen, die auf die
Bedürfnisse der Branche zugeschnitten
sind.
Beim jüngsten Audit durch den
unabhängigen Zertifizierungsspezialisten
für Bildungsträger
Certqua gab es erneut Bestnoten.
Auditor Henry Klesse
zieht ein klares Fazit: „Es gibt
ein deutliches Selbstverständnis
bei allen Mitarbeitenden,
gute Arbeit zu leisten.“ Neben
der renommierten DIN ISO
9001:2015 erfüllt die Schule auch
die Anforderungen der AZAV –
ein doppelter Beleg für ihr Qualitätsmanagement.
Für Barbara
Zinkl-Funk, geschäftsführende
Gesellschafterin, steht die „hohe
Teilnehmerzufriedenheit“ im
Mittelpunkt: „Durch Struktur
und klar definierte Ziele können
wir als Team am Bildungsmarkt
besonders punkten.“ Ein Dank
geht auch an Klaus Eder von der
Intrasys GmbH, dem die Gesellschafterin
Katrin Barth für die
zuverlässige Zusammenarbeit
im Qualitätsmanagement herzlich
Anerkennung zollt.
www.fleischerschule-landshut.de
Foto: Wiesbauer
Chancenreiche Übernahme
Nach der erst im vergangenen
Herbst erfolgten Integration
der Firma Kabinger hat die
Wiesbauer Gruppe vor kurzem
einen weiteren Familienbetrieb
erworben: Per Anfang Juli wurde
die Michael Trünkel GmbH mit
Sitz in Wien übernommen.
Der Traditionsbetrieb mit 16
Beschäftigten ist somit offiziell
Teil der Wiesbauer Holding und
ein Tochterunternehmen von
Wiesbauer Gourmet. Mit dieser
Übernahme stärkt Wiesbauer
seine Markenposition und
investiert damit gleichzeitig in
einen nachhaltigen Wachstumskurs
sowie in flexible Kundenlösungen.
„Wir gewinnen mit
Trünkel ein Unternehmen, das
unser Portfolio hervorragend
ergänzt. Zudem stärken wir
unsere Servicequalität, indem
wir unsere Partner aus Gastronomie
und Handel zentral von
Wien aus noch schneller und
flexibler beliefern können“,
erklärt Thomas Schmiedbauer,
Vorstandsvorsitzender der
Wiesbauer Holding AG.
Die Firma Trünkel betreibt im
23. Bezirk einen Standort mit ca.
1.000 m2 Fläche und konzentriert
sich auf die Belieferung
von Restaurants und Gastronomiebetrieben
in Wien und
Umgebung mit hochwertigen
Fleisch- und Wurstwaren sowie
weiteren Spezialitäten. Darüber
hinaus beliefert der Betrieb den
Lebensmitteleinzelhandel sowie
Tankstellen in ganz Österreich.
Michael Trünkel wird weiterhin
als Geschäftsführer der gleichnamigen
GmbH agieren und
zusammen mit Ernst Stocker,
Geschäftsführer Wiesbauer-
Gourmet, den Betrieb operativ
leiten.
www.wiesbauer.at
Därme
Seite 32, 3/2025 8/2025
Fleisch Markt
Höchste Qualität für Würste
Das Unternehmen Amjadi
bietet eine breite Auswahl
an hochwertigen Saitlingen in
unterschiedlichen Varianten –
trocken gesalzen, füllfertig (FF),
auf Röhrchen oder als Streifen.
Kunden haben die Möglichkeit,
zwischen drei Qualitätsstufen zu
wählen: IA für feine Füllungen,
AB für mittelgroße Wurstwaren
und BC für größere Kaliber. Auf
Wunsch sind auch geräucherte
Därme erhältlich.
Als familiengeführtes Unternehmen
in dritter Generation
hat Amjadi sich auf die
Herstellung, Verarbeitung und
den Handel mit Naturdärmen
spezialisiert. Die Rohmaterialien
stammen aus der eigenen
Produktion sowie von sorgfältig
ausgewählten Partnerbetrieben
im Iran, Nahen Osten und China.
Jahrzehntelange Erfahrung
und tief verwurzelte Tradition
sichern höchste Qualitätsstandards,
die den Produktionsprozess
der Kunden nachhaltig
optimieren.
Der Einsatz von Amjadi-
Därmen steigert die Effizienz
und senkt die Kosten – durch
reduzierten Materialverbrauch,
kürzere Produktionszeiten und
geringere Arbeitskosten. Dank
einer umfangreichen Kaliberpalette
von 16/18 bis 28/30 in
2-mm-Schritten findet sich für
unterschiedlichste Wurstwaren
immer die passende Lösung.
Strenge Qualitätskontrollen,
ein HACCP-System und die IFS-
Zertifizierung gewährleisten
höchste hygienische Standards.
Besonderen Wert legt Amjadi
auf den direkten Austausch mit
den Kunden, um individuelle
Anforderungen bestmöglich
zu erfüllen. Die Qualitäts-Saitlinge
sind in Österreich bei allen
Fleischervereinigungen erhältlich
und stehen direkt für den
Liebe
geht durch
den Darm.
professionellen Einsatz bereit.
Weitere Informationen finden
Sie bei Amjadi.
www.amjadi.com
Amjadi Därme sind bei allen Fleischerverbänden
und Genossenschaften erhältlich!
Fotos: Amjadi
Qualitätsdärme von Amjadi – immer die richtige Wahl.
MHS