profitaktuell_03_2025
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AKTUELL –
DAS KUNDENMAGAZIN DER ILO-PROFIT
SERVICES GMBH
aktuell
Ausgabe
3/25
IM FOKUS
MEHRWEG MIT MEHRWERT:
Wie Multiloop den E-Commerce
auf den Kopf stellt
AUSSERDEM
WIE FINANZDIENSTLEISTUNGEN
LOTTO-ANNAHMESTELLEN STÄRKEN
DER MUSTER-SHOP:
Das neue Annahmestellen-Erlebnis
von LOTTO Thüringen
KALTER KAFFEE – HEISS BEGEHRT:
Wie RTD-Sortimente das Geschäft
in Annahmestellen beleben
2
Editorial
Annahmestellen sind der analoge
Fixpunkt in einer digital beschleunigten
Welt.
Marc Plesser
Geschäftsführer
der ilo-profit Services GmbH
Liebe Annahmestellenleiterinnen
und Annahmestellenleiter,
manchmal ist es nur ein kurzer Moment an der Ladentheke, der
mehr zählt als tausend Klicks im Netz. Ein Kopfnicken, ein Satz
wie „Wie immer, ja?“ – und schon wird klar: Hier kennt man sich,
hier wird verstanden, was gebraucht wird. In einer Zeit, in der fast
alles digitalisiert wird, gewinnt genau diese echte Begegnung
wieder an Bedeutung.
Lotto-Annahmestellen sind keine Auslaufmodelle – sie sind
Schnittstellen. Zwischen Online und Offline. Zwischen schnell
und persönlich. Zwischen digitalem Fortschritt und menschlicher
Nähe. Wer genau hinsieht, erkennt, dass gerade an diesen Orten
der Alltag der Menschen zusammenkommt: Bargeld abheben,
Pakete zurückgeben, Geld versenden, Lotto spielen, ein kurzes
Gespräch führen.
Und das Potenzial ist noch längst nicht ausgeschöpft. Ob Mehrwegsysteme
wie Multiloop, Finanzdienstleistungen an der Kasse
oder neue Zahlungswege für den E-Commerce: Die Annahmestelle
ist immer häufiger ein physisches Drehkreuz für digitale
Prozesse. Sie wird zur Mikrofiliale für Banken, zum Rückgabeort
für nachhaltige Versandverpackungen oder zum Vertrauenspunkt
für Geldtransfers. Nicht weil sie sich gegen den digitalen
Wandel stemmt – sondern weil sie ihn lokal greifbar macht.
Natürlich, es braucht Mut, Neues zu testen. Aber genau hier liegt die
große Stärke inhabergeführter Annahmestellen: Sie können schneller
reagieren als Filialketten. Sie kennen ihre Kundschaft, wissen,
was läuft – und was nicht. Sie haben keine Zentrale, die Prozesse
auf Jahre festlegt. Stattdessen haben sie Gespür, Nähe, Flexibilität.
klar: Wir wollen die Annahmestellen zukunftsfest machen – nicht,
indem wir sie digital ersetzen, sondern indem wir sie mit digitalen
Services sinnvoll erweitern.
Und wir zeigen in dieser Ausgabe auch ganz konkret, wie das
gehen kann: Etwa beim Ladenbau. Denn wer neue Dienstleistungen
anbieten will, braucht oft auch ein durchdachtes analoges
Umfeld. Wie eine moderne Annahmestelle heute gestaltet sein
kann – funktional, einladend und wirtschaftlich tragfähig – zeigen
unsere Praxisbeispiele.
Es wäre ein Missverständnis, zu glauben, dass Digitalisierung
bedeutet, das Persönliche zu ersetzen. Im Gegenteil: Je schneller
und automatisierter unsere Welt wird, desto stärker wächst
die Sehnsucht nach echten Begegnungen. Und genau das kann
eine Annahmestelle leisten.
Diese tägliche Arbeit fordert viel Einsatz, Verantwortungsbewusstsein
und echtes Unternehmertum. Wer seine Annahmestelle mit
Leidenschaft führt, investiert nicht nur in die Zukunft seines Geschäfts
– sondern auch einen großen Teil seiner eigenen Energie.
Umso wichtiger ist es, dabei auch an sich selbst zu denken: Ein
plötzlicher gesundheitlicher Einschnitt kann gravierende finanzielle
Folgen haben. Gemeinsam mit unseren starken Partnern sorgen
wir dafür, dass Ihr Einkommen auch dann abgesichert ist, wenn Sie
krankheits- oder unfallbedingt einmal ausfallen sollten.
Ich wünsche Ihnen viele gute Impulse beim Lesen dieser Ausgabe
und freue mich wie immer auf den Austausch mit Ihnen.
Deshalb suchen wir als ilo profit gezielt Partner, die innovative und
tragfähige Angebote für genau diese Orte mitbringen. Unser Ziel ist
Mit besten Grüßen
Ihr Marc Plesser
3
INHALT
aktuell
Ausgabe
3/25
IM FOKUS
MEHRWEG MIT MEHRWERT: WIE MULTILOOP
DEN E-COMMERCE AUF DEN KOPF STELLT
Seite 40-41
WEITERE THEMEN DIESER AUSGABE.
Editorial
Für den Inhaber
Ausbildung in der Lotto-Annahmestelle: Nachwuchs fördern – Zukunft sichern
Preisrätsel
Service für Ihr Business
Ohne Karte kein Kauf: Erwartungen an Händler steigen
Meldepflicht für elektronische Kassensysteme: Wichtige Erinnerung für Unternehmen
Dosenbier und Energydrinks legen zu
Recycling soll einfacher werden – neue Regeln für E-Zigaretten geplant
Kinder bleiben lesefreudig – trotz digitaler Konkurrenz
Snacks als Umsatzbringer
Messekalender
Neues für Ihr Sortiment
Mensch und Arbeit
Der Muster-Shop: Das neue Annahmestellen-Erlebnis von LOTTO Thüringen
Politik und Gesellschaft
Die neue Filiale ist der Kiosk: Wie Finanzdienstleistungen Lotto-Annahmestellen stärken
Sortimente
Mit kleinen Geschenken große Wirkung erzielen
Kalter Kaffee, heiß begehrt! Wie RTD-Sortimente das Geschäft in Annahmestellen beleben
Neues vom BLD
Lotto News
Förderung für denkmalgeschützte Schule in Göppingen
40.000 Euro für den Wasserturm in Schwicheldt
Sachsenlotto unterstützt Spendenwanderung für Kinderhospiz
Lotto Rheinland-Pfalz übergibt 16.665 Euro aus Benefiz-Fastnacht
Lieferantenportrait
Mehrweg mit Mehrwert: Wie Multiloop den E-Commerce auf den Kopf stellt
Annahmestelle des Monats
Claudio Costa Lotto - Tabak - Zeitschriften
Bestellelement: Alles auf einen Blick
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Seite.........46-47
IMPRESSUM
AKTUELL –
DAS KUNDENMAGAZIN
DER ILO-PROFIT SERVICES GMBH
AUSGABE 3/2025
Verantwortlich
ilo-profit Services GmbH
An der Helling 32
55252 Mainz-Kastel
Telefon 06134 - 21076-10
Telefax 06134 - 21076-19
info@ilo-profit.de
www.ilo-profit.de
Redaktion: Public Relations
v. Hoyningen-Huene, Hamburg
Auflage: 22.500
Titelfoto: Multiloop
GENDER-HINWEIS:
Aus Gründen der besseren
Lesbarkeit wird
auf die gleichzeitige Verwendung
der Sprachformen
männlich, weiblich
und divers (m/w/d) verzichtet.
Sämtliche Personenbezeichnungen
gelten
gleichermaßen für alle Geschlechter.
4
Für den Inhaber
Foto: pictworks – stock.adobe.com
Ausbildung in der Lotto-Annahmestelle:
Nachwuchs fördern –
Zukunft sichern
In Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels und einer immer
schwierigeren Personalsuche rückt die Ausbildung im eigenen
Betrieb wieder stärker in den Fokus – auch im Einzelhandel. Für
Inhaber von Lotto-Annahmestellen und Kiosken bietet sich hier ein
oft unterschätztes, aber wirkungsvolles Instrument zur Zukunftssicherung:
die gezielte Ausbildung junger Menschen zu qualifizierten
Fachkräften. Wer sich entscheidet, selbst auszubilden, investiert
nicht nur in die Qualität seines Teams, sondern auch in die
Stabilität und Weiterentwicklung des eigenen Unternehmens.
Ausbildung im Kiosk:
Mehr als nur eine Aushilfe
Die Tätigkeiten in einer Lotto-Annahmestelle sind vielseitig, anspruchsvoll
und sensibel. Neben der klassischen Verkaufsberatung
müssen Mitarbeiter gesetzliche Vorgaben rund um
Glücksspiel, Jugendschutz, Tabakwarenverkauf und Geldwäscheprävention
beachten. Auch Kassenführung, Warenpflege,
Presseversorgung und Zusatzangebote wie Paketshop oder
Finanzdienstleistungen gehören oft zum Tätigkeitsfeld. Genau
dieses vielfältige Aufgabenspektrum macht Annahmestellen zu
einem attraktiven Lernort. Anders als kurzfristige Aushilfen oder
Minijobber sind Auszubildende ein fester Bestandteil des Teams,
die systematisch aufgebaut werden und nach der Ausbildung
als eingearbeitete Fachkräfte direkt übernommen werden können.
Ein weiterer Vorteil: inhabergeführte Kioske und Annahmestellen
bieten ein familiäres Arbeitsumfeld, flache Hierarchien
und direkte Ansprechpartner. Azubis profitieren von persönlicher
Nähe und schneller Einbindung in den Betriebsalltag, anders
als dies oft bei großen Handelsketten der Fall ist. Studien, etwa
vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), belegen, dass viele
Auszubildende im Handel mit ihrer Ausbildung unzufrieden sind
– häufig aufgrund von fehlender Betreuung, mangelnder Wertschätzung
und zu einseitigen Aufgaben. In kleinen Betrieben
hingegen können Azubis schnell Verantwortung übernehmen
und vielseitige Aufgaben kennenlernen – ein klarer Vorteil bei der
Ausbildungsmotivation.
Voraussetzungen für die
Ausbildungsberechtigung
Um als Ausbildungsbetrieb zugelassen zu werden, müssen
bestimmte rechtliche und fachliche Bedingungen erfüllt sein.
Zentrale Voraussetzung ist die sogenannte Ausbildereignungsprüfung
(AEVO), die bei der Industrie- und Handelskammer (IHK)
absolviert wird. Sie vermittelt didaktisch-methodische Grundlagen
und ist verpflichtend für alle, die im Sinne des Berufsbildungsgesetzes
(BBiG) ausbilden möchten. Ergänzend muss
der Ausbilder selbst eine abgeschlossene Berufsausbildung im
Einzelhandel oder eine vergleichbare Qualifikation mitbringen
und über mehrere Jahre Berufserfahrung verfügen.
Darüber hinaus wird durch die zuständige Kammer geprüft, ob
der Betrieb personell, räumlich und organisatorisch in der Lage
ist, eine Ausbildung ordnungsgemäß durchzuführen. Dazu gehören
eine angemessene Ladengröße, eine strukturierte Arbeitsorganisation
sowie die Möglichkeit, dem Auszubildenden fachlich
korrekte Anleitung und Betreuung zu bieten. Die IHKs unterstützen
Betriebe aktiv bei dieser Einstufung und begleiten auch bei
der Beantragung.
5
Neben den formalen Kriterien zählt auch die innere Haltung des
Ausbilders: Azubis sollten nicht als günstige Arbeitskräfte gesehen
werden, sondern als wertvolle Nachwuchskräfte, deren
Ausbildung eine Investition in die Zukunft des Unternehmens
darstellt. Wer sich die Zeit nimmt, Auszubildende gut einzuarbeiten
und individuell zu fördern, baut langfristig stabile Mitarbeiterkompetenzen
auf – davon profitiert der Betrieb auf Dauer.
Bei der Zentralstelle für Berufsausbildung im Handel (ZBB) können
sich Ausbildungsbetriebe als „Zertifizierter Ausbildungsbetrieb“
mit Siegel bestätigen lassen.
Welche Ausbildungsberufe eignen sich
für Lotto-Annahmestellen?
Für den typischen Kiosk- und Annahmestellenbetrieb bieten sich
insbesondere zwei duale Ausbildungsberufe an:
• Verkäufer/in (Ausbildungsdauer: zwei Jahre)
Alltag mit Azubi: Strukturen schaffen
Ein gelungenes „An-Bord-Nehmen“ hilft dabei, den Azubi gut
im Betrieb zu integrieren. Ein strukturierter Einarbeitungsplan
sorgt für Sicherheit, Orientierung und einen positiven Einstieg
in den neuen Lebensabschnitt. Die betriebliche Ausbildungsplanung
sollte schriftlich dokumentiert werden und orientiert
sich am Ausbildungsrahmenplan des jeweiligen Berufs. Ausbildungsnachweise
(Berichtshefte) sind verpflichtend zu führen,
ebenso regelmäßige Feedbackgespräche. Es empfiehlt sich,
den Auszubildenden frühzeitig Verantwortung zu übertragen –
etwa für bestimmte Warengruppen, die Pflege des Presseangebots
oder die Durchführung von Werbeaktionen.
Eine enge Zusammenarbeit mit der Berufsschule und eine
offene Fehlerkultur fördern zusätzlich das Engagement des
Nachwuchses. Auch bei schwierigen Situationen – etwa bei
mangelnder Leistung oder Motivationsproblemen – stehen die
Ausbildungsberater der Kammern als neutrale Ansprechpartner
zur Seite.
• Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel
(Ausbildungsdauer: drei Jahre)
Erfolgsfaktor: Frühzeitige Planung
Beide Berufe beinhalten umfangreiche Inhalte, die sich ideal in den
Alltag einer Annahmestelle integrieren lassen. Dazu gehören unter
anderem Kassentätigkeit, Warenannahme, Regalpflege, Beratungsgespräche,
Sortimentsgestaltung, Inventur, Marketingmaßnahmen
sowie der Umgang mit Beschwerden und Reklamationen. Auch das
Arbeiten mit dem Lotto-Terminal, die Einhaltung von Jugendschutzbestimmungen
und der Umgang mit sensiblen Kundenanfragen
können Teil der Ausbildung sein. In der dreijährigen Ausbildung kommen
zusätzlich betriebswirtschaftliche Themen wie Kennzahlenanalyse,
Warenbeschaffung oder Personalführung hinzu.
Mögliche Unterstützungsangebote:
• Agentur für Arbeit & Jobcenter: Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung
bei der Einstellung von förderfähigen Jugendlichen
(z. B. mit Vermittlungshemmnissen),
sogenannte Einstiegsqualifizierungen
oder begleitende Unterstützung (Assistierte
Ausbildung) Infos zur Assistierten
Ausbildung:
• Berufsausbildungsbeihilfe (BAB): Für Auszubildende kann
diese finanzielle Unterstützung beantragt werden – auch
dies erleichtert Betrieben die Rekrutierung.
Konkrete Informationen bieten die jeweils zuständige IHK, die
Arbeitsagentur und regionale Beratungsstellen. Ein Anruf genügt
oft, um individuelle Förderchancen zu klären.
Die Suche nach geeigneten Auszubildenden erfordert Vorlaufzeit.
Hier empfiehlt es sich, frühzeitig in Kontakt mit Schulen zu
treten, Praktikumsplätze anzubieten und auch in digitalen Ausbildungsplattformen
präsent zu sein. Ein Schnuppertag oder
ein Praktikum vor Ausbildungsbeginn erhöht die Chancen, den
richtigen Kandidaten zu finden. Oft machen Betriebe gute Erfahrungen
mit Empfehlungen aus dem eigenen Kundenstamm oder
dem persönlichen Umfeld.
Zusammenfassung –
Die wichtigsten Punkte im Überblick:
• Ausbilden kann, wer die Ausbildereignungsprüfung (AEVO)
bestanden und ausreichende fachliche Qualifikation sowie
geeignete betriebliche Voraussetzungen vorzuweisen hat.
Weitere Informationen (QR-Code einbinden)
• Besonders geeignet sind die Berufe „Verkäufer/in“ (2 Jahre)
und „Kaufmann/-frau im Einzelhandel“ (3 Jahre).
• Gute Planung, enge Betreuung und klare Aufgabenverteilung
sichern den Ausbildungserfolg – auch in kleinen Teams.
• Frühzeitige Azubi-Suche und die Zusammenarbeit mit
Schulen erhöhen die Chancen auf passende Kandidaten.
Foto: Alan – stock.adobe.com
6
Zu gewinnen:
Je 3 x Safescan
Geldscheinprüfgerät
im Wert von 100 €
Abb. ähnlich
Gewinner Ausgabe 2/2025
Je 3 x Safescan Geldscheinprüfgerät
im Wert von 100 € haben gewonnen:
Hettrich (AST 68064)
Beugel (AST 14123)
Nübel (AST 506030)
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Füllen Sie die leeren
Felder so aus, dass
in jedem 3 x 3-Kästchen,
jeder Zeile
und jeder Spalte alle
Zahlen von 1 bis 9
stehen. Die Lösung
finden Sie in der LÖSUNG
nächsten Ausgabe. AUSGABE 2/2025
Allgemeine Teilnahmebedingungen:
Schreiben Sie eine E-Mail (Betreff: Preisrätsel 3/2025) bis zum 31.10.2025 mit Ihrer Lösung und der Angabe
Ihrer AST-Nummer und Adresse an: profit-aktuell@ilo-profit.de. Bitte beachten Sie folgende Teilnahmebedingungen:
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Teilnahme ist nur Personen über 18 Jahren
ge stattet. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind ilo-profit-Mitarbeiter und deren Angehörige.
LÖSUNG
AUSGABE
2/2025
Service für Ihr Business
7
Ohne Karte kein Kauf:
Erwartungen an Händler steigen
Foto: pressmaster – stock.adobe.com
Digitale Zahlungsmethoden gehören für Verbraucher längst
zum Alltag. Laut einer Studie von Gfk im Auftrag von Mastercard
erwarten inzwischen 88 Prozent der Verbraucher,
dass Kartenzahlung überall möglich ist.
Kontaktloses Bezahlen ist für viele inzwischen ein Muss. Rund
40 Prozent geben an, ein Geschäft zu meiden oder gar nicht erst
zu betreten, wenn keine Kartenzahlung angeboten wird. Händler,
die keine digitalen Bezahlmethoden ermöglichen, riskieren damit
zunehmend Umsatzverluste. Der Trend zur digitalen Zahlung ist
im Alltag längst angekommen. Mobile Lösungen wie Apple Pay
oder Google Pay gewinnen zunehmend an Bedeutung. Vor allem
bei jüngeren Kundengruppen haben sich Smartphone oder Smartwatch
beim Bezahlen etabliert.
Meldepflicht für elektronische
Kassen systeme: Wichtige Erinnerung
für Unternehmen
Seit diesem Jahr gilt die gesetzliche Meldepflicht für elektronische
Kassensysteme. Unternehmen, die Systeme mit zertifizierter
Sicherheitseinrichtung nutzen, mussten diese bis
spätestens 31. Juli 2025 bei der Finanzverwaltung registrieren.
Die Meldung erfolgt ausschließlich über das ElsterPortal.
Auch Systemwechsel oder Außerbetriebnahmen sind seitdem
meldepflichtig. Wer künftig ein neues Kassensystem anschafft
oder eines stilllegt, hat dafür jeweils einen Monat Zeit. Die Frist
ist zwar abgelaufen – doch eine Meldung kann auch jetzt noch
nachgeholt werden. Andernfalls drohen Bußgelder von bis zu
25.000 Euro und eventuelle Nachfragen im Rahmen von Betriebsprüfungen.
Unternehmen sollten prüfen, ob alle relevanten
Geräte korrekt registriert wurden.
Foto: Khaligo – stock.adobe.com
8
Dosenbier und
Energydrinks
legen zu
Dosen feiern im Getränkehandel ihr Comeback. Bier, Energydrinks
und Limonaden in Dosen sind gefragt wie lange
nicht mehr – besonders bei jüngeren Zielgruppen. Das
geht aus aktuellen Daten des Marktforschungsunternehmens
NielsenIQ hervor.
Im Biersegment zeigt sich ein klarer Trend. Laut dem Marktforschungsinstitut
NielsenIQ wurden in den ersten fünf Monaten
2025 rund 2,2 Millionen Hektoliter Dosenbier verkauft. Das entspricht
mehr als elf Prozent der im Handel abgesetzten Gesamtmenge.
Damit liegt die Dose zwar noch deutlich hinter dem
klassischen Bierkasten, doch ihr Marktanteil wächst. Auch alkoholfreie
Getränke in Dosen gewinnen an Bedeutung. Zwischen
Foto: Junaid – stock.adobe.com
2020 und 2025 ist der Umsatz mit Softdrinks in Dosen um zwei
Drittel auf über drei Milliarden Euro gestiegen. Besonders beliebt:
Energydrinks, die inzwischen für mehr als 70 Prozent des Dosenumsatzes
stehen. Junge Erwachsene sind hier die wichtigste
Zielgruppe. Marktforscher nennen mehrere Gründe für den Erfolg.
Die Dose ist leicht, stabil und gut transportierbar und viele
Verbraucher empfinden die festen Deckel auf PETFlaschen als
störend.
Recycling soll einfacher werden
– neue Regeln für E-Zigaretten
geplant
Die Bundesregierung will die Rückgabe von EZigaretten
vereinfachen. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde
bereits verabschiedet. Künftig sollen Verbraucher ausgediente
Geräte und Pods unkompliziert zurückgeben können.
EZigaretten gelten offiziell als Elektrokleingeräte mit einer Kantenlänge
unter 25 Zentimetern. Besonders Einwegmodelle, die
häufig unsachgemäß im Hausmüll oder in der Umwelt landen,
stehen im Mittelpunkt der Gesetzesänderung. Damit sind nicht
mehr nur große Elektrohändler oder Supermärkte in der Pflicht.
Auch kleine Verkaufsstellen müssen künftig dafür sorgen, dass
Altgeräte im Laden abgegeben werden können. Eine Verpflichtung
zum Neukauf besteht dabei nicht. Zusätzlich müssen Händler
gut sichtbar darauf hinweisen, dass eine Rückgabe möglich ist.
Solche Hinweise sollen überall dort angebracht werden, wo EZigaretten
verkauft werden. Ist der Akku eines Geräts entnehmbar,
müssen Händler außerdem auf die getrennte Sammlung der
Batterie hinweisen.
Foto: Richard – stock.adobe.com
9
Kinder bleiben lesefreudig – trotz
digitaler Konkurrenz
Trotz Smartphone und Tablet verbringen Kinder in Deutschland
ihre Freizeit bevorzugt im Freien oder mit Familie und
Freunden. Das zeigt der neue KidsMedienKompass 2025,
für den das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von
Blue Ocean Entertainment über 3.500 Kinder im Alter von drei bis
13 Jahren befragt hat.
Magazinen abbildet, ist leicht gestiegen und liegt nun bei 2,39.
Das bedeutet: Im Durchschnitt wird ein Magazin also von dem
Eigentümer und zusätzlich von 1,39 weiteren Lesern genutzt.
Neben Spiel und Bewegung gehört das Lesen weiterhin zu den
beliebtesten Freizeitaktivitäten. Rund 39 Prozent der Kinder lesen
regelmäßig Bücher, Zeitschriften oder Comics. Besonders im
Grundschulalter ist das Interesse groß: Dort geben 43 Prozent
an, gern zu lesen. Kinderzeitschriften erreichen laut Studie 71
Prozent der Zielgruppe, ein Viertel davon mindestens einmal pro
Woche. Zeitschriften nutzen im Grundschulalter sogar 81 Prozent
der Kinder, 28 Prozent mindestens einmal in der Woche. Der sogenannte
RealLeserFaktor, der die tatsächliche Reichweite von
Foto: Eléonore H – stock.adobe.com
Snacks als Umsatzbringer
Snacks gehören für viele Menschen zum Alltag und das
nicht nur als Zwischenmahlzeit. Laut der aktuellen „State
of Snacking“Studie von Mondelez International in Zusammenarbeit
mit The Harris Poll sehen 89 Prozent der Deutschen im
Snacken eine Form des persönlichen Genusses.
Besonders im Mittelpunkt steht dabei ein Klassiker: Schokolade.
Für rund 70 Prozent ist ein Alltag ohne sie kaum vorstellbar. Dabei
geht es nicht nur um den Geschmack, sondern auch um das Gefühl
von Belohnung und Wohlbefinden. Ebenso zeigt die Studie,
dass das gemeinsame Snacken für viele eine soziale Komponente
hat: Mehr als die Hälfte der Befragten
sieht im Teilen von Snacks eine Form
von Zuneigung. Gleichzeitig setzt
sich der Trend zum bewussten Genuss
weiter fort. 94 Prozent geben
an, Snacks mehr zu genießen, wenn
sie diese ganz bewusst konsumieren.
Foto: Radorog – stock.adobe.com
Messekalender
Bereit für neue Impulse? Die bevorstehenden Messen versprechen spannende Entdeckungen und zukunftsweisende Trends.
Drinktec 2025 München 15.09.19.09.2025 Weltleitmesse für die Getränke und LiquidFoodIndustrie
InterSupply 2025 Dortmund 18.09.20.09.2025 Fachmesse für die Herstellung von Tabakwaren, EZigaretten, Pfeifen und Wasserpfeifen
InterTabac 2025 Dortmund 18.09.20.09.2025 Weltgrößte Fachmesse für Tabakwaren & Raucherbedarf
Vendtra 2025 München 23.09.24.09.2025 Die Messe der Vending und Kaffeewirtschaft
10
Neues für Ihr Sortiment
Neue LEGO MINECRAFT Sammelkarten
Blue Ocean bringt die zweite Sammelkartenserie zur Spielwelt
LEGO MINECRAFT in den Handel. Die neue Kollektion „Boom
Bastic“ umfasst 276 Karten sowie 30 limitierte Sonderkarten.
Booster mit je sechs Karten kosten 1,50 Euro, Multipacks und
Blister mit vier Boostern und einer Zusatzkarte sind für 5,99 Euro
erhältlich. Das Starterpack mit Sammelordner, drei Boostern, einer
XXL und einer LEKarte kostet 12,99 Euro.
Philip Morris bringt preisbewusste
MARLBORO CRAFTED Linie auf den Markt
Philip Morris erweitert das Portfolio um eine preisgünstige Linie:
MARLBORO CRAFTED. Die Zigaretten richten sich an preissensible
Konsumenten und sind in vier Varianten erhältlich: Red und Gold
mit 20 Zigaretten für 8,00 Euro sowie Red und Gold 2XL mit 27 Zigaretten
für 10,00 Euro. Die Linie ist in mehreren europäischen
Märkten bereits erfolgreich und bietet eine preiswerte Alternative
innerhalb der Marke Marlboro.
Foto: Blue Ocean
effect launcht neuen Ready-to-Drink Mix
VODKA STRAWBERRY APRICOT
Foto: Philip Morris
effect bringt mit VODKA
STRAWBERRY APRICOT eine
neue Sorte in die erfolgreiche
MIXRange. Der Mix kombiniert
Erdbeere und Aprikose
mit dem 9 MILE Vodka und
enthält 10 Prozent Alkohol.
Die Kombination aus Fruchtigkeit
und VodkaKick richtet
sich vor allem an jüngere
Konsumenten, die schnelle,
unkomplizierte Drinks bevorzugen.
Die 330mlDose ist
im 24erTray erhältlich.
Foto: Effect
Davidoff ROSÉ SL-LINE
startet
Mit der neuen Davidoff ROSÉ SL-LINE
erweitert Reemtsma das Slims
Portfolio seiner Premiummarke. Die
elegante RoséVerpackung, 97 mm
Länge und ein milder Geschmack
sprechen besonders urbane Genießer
an. Die neue Variante ist
bundesweit für 9 Euro (20 Stück)
erhältlich.
Foto: Reemtsma
Jever STRONG – der herb-würzige Neuzugang
im Starkbier-Segment
Neu & limitiert:
Ritter Sport Whisky Knusperstück
Foto: Jever
Das Friesische Brauhaus ergänzt sein
Sortiment um Jever STRONG, ein neues
PremiumStarkbier in der schwarzgoldenen
HalbliterDose. Die Neuheit mit kräftiger
Malznote trifft den Nerv wachsender
Zielgruppen – vor allem unterwegs. Die
Dose wird in 24erTrays angeboten.
Ritter Sport bringt mit dem Whisky Knusperstück eine neue Limited
Edition in den Handel. Die PralinenRiegel mit Scotchgetränkten
Sultaninen, Haselnusscreme, Waffelstückchen und ReisCrisps
treffen auf Vollmilchschokolade.
Ein Genuss für alle,
die es aromatisch mögen.
Erhältlich im 200Gramm
Beutel für 4,29 Euro (UVP).
Foto: Ritter Sport
11
Zwei neue Sorten von MiXery:
Jetzt auch als Limo oder Biermix
MiXery bringt fruchtige Cola-Orange-Vielfalt ins Regal – mit und
ohne Alkohol. Ab sofort gibt es den Klassiker in zwei Varianten:
als alkoholfreie Limonade mit ColaKick sowie als Biermix mit
3,1 Prozent Alkohol. Beide Sorten erscheinen in 0,5lDose und
Mehrweg flasche und der Preis liegt bei etwa 1,39 Euro pro Flasche
oder Dose.
Trolli Produktneuheiten:
Flavorbombs und Saure Glühwürmchen
Mit den neuen Trolli Flavorbombs bringt die Marke ab diesem
Sommer ein intensives 3DFruchtgummiErlebnis ins Sortiment.
Eine leichte Fruchtschaumkugel trifft auf eine fruchtigsaure Füllung.
Erhältlich in den Sorten Cherry Cola, Strawberry und Mango
und verpackt im 75gBeutel oder in der Dose mit 60 Stück.
Neu und limitiert sind außerdem die Flavorbombs Saure Glühwürmchen.
Hier verbinden sich zwei Farben luftiger Schaumkugeln
mit einem sauerflüssigen Kern. Inspiriert vom beliebten
Geschmack der Trolli Saure Glühwürmchen (Traube & Erdbeere),
bieten sie ein besonderes Geschmackserlebnis.
Foto: Karlsberg
Foto: Trolli
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Thüringer Spielteilnehmer ihre Tipps gerne klassisch in einer Lottoannahmestelle
ab. Ladengeschäfte haben bis heute regional
eine wichtige wirtschaftliche und soziale Funktion. LOTTO Thüringen
trägt gerne seinen Teil zum Erhalt des lokalen Einzelhandels
in Thüringen bei. Mit der neuen Musterannahmestelle am
Hauptsitz der Thüringer Staatslotterie AöR in Suhl und dem dahinterstehenden
Konzept für Annahmestellen bekennt sich das
Unternehmen ganz klar zum stationären, regionalen Einzelhandel
und möchte Impulse und Unterstützung für moderne Ladengestaltung
geben. Das Konzept beinhaltet die Zusammenarbeit
mit verschiedenen Partnern, um ein Geschäft mit integrierter Lottoannahmestelle
zu einem Erlebnis für Kunden zu machen. Die
Musterannahmestelle stellt eine perfekte Kombination zwischen
den Produkten von LOTTO Thüringen und dem Angebot der einzelnen
Partner dar.
Anfassen, erleben und erfahren
Der Mustershop soll eine Lottoannahmestelle als modernem, attraktiven
Point of Sale erlebbar machen und Anregungen für die
Gestaltung des eigenen Geschäftes geben. Ein Ort zum Anfassen
und Erleben für Geschäftspartner, neue wie alte Annahmestellenleiter
und Bediener. Insbesondere potenziell neue Geschäftspartner
bekommen auf diese Weise einen realen Eindruck, wie eine
moderne Annahmestelle aussehen und funktionieren kann.
Sie soll Anpassungen an sich wandelnde Kundenbedürfnisse und
aktuelle Anforderungen im Einzelhandel praktisch veranschaulichen
und verdeutlichen, wie moderne Ladengestaltung, Technik
und Markeninszenierung harmonisch zusammenwirken können.
Die Musterannahmestelle soll als Impulsgeber für die gesamte
Partnerstruktur dienen.
Visuelles Schaufenster: Gemeinsam
wachsen, gemeinsam begeistern
Sie wird das gemeinsame Aushängeschild der Marke LOTTO ® ,
Block Ladenbau GmbH & Co. KG und dem Partner ilo-profit Services
GmbH mit seinen einzelnen Geschäftspartnern Lekkerland
SE, Sheepworld AG, Schapfl IT-Scannerkassen GmbH und Hermes
Germany GmbH sein. Die Musterannahmestelle bietet ein ansprechendes
und thematisch passendes Ambiente für Bewerber- und
Partnergespräche, Trainings und Schulungen. Sie eignet sich zur
beispielhaften Vorführung und als Planungshilfe für Neubau oder
Modernisierung von Annahmestellenräumlichkeiten. Durch die
Musterannahmestelle erhalten Betreiber Inspiration und Orientierung
für Umbauten oder Neuplanungen, um zukunftssicher aufgestellt
zu sein. Sie demonstriert anschaulich, wie durch eine optimier-
16
te Warenpräsentation und eine kundenfreundliche Atmosphäre die
Kundenfrequenz gesteigert werden kann. Die Präsentation von
Convenience-Produkten, Geschenkartikeln, Geschenkkarten und
zusätzlichen Services wie Paketshop und Prepaid-Produkten zeigt,
wie den Kunden weitere Kaufanreize geboten werden können. Moderne
Kassensysteme bewirken effizientere Arbeitsabläufe und
sparen wertvolle Zeit für Betreiber und für Kunden. Sie ist die Visualisierung
eines umfassenden Geschäftsmodells, das LOTTO Thüringen
zusammen mit der ilo-profit Services GmbH und der Block
Ladenbau GmbH & Co. KG geschaffen hat.
„Das Geschäftsmodell mit ilo-profit und Block Ladenbau ist eine Investition
in die Partnerschaft mit unseren Annahmestellen und in
die Qualität unseres Angebots. Wir wollen den Kunden zusammen
mit unseren Verkaufsstellen ein zeitgemäßes und angenehmes
Spielerlebnis bieten. Die Musterannahmestelle veranschaulicht,
wie dies mit einer modernen und kundenfreundlichen Ausstattung
der Annahmestelle gelingen kann“, so Jochen Staschewski, Geschäftsführer
von LOTTO Thüringen.
Synergien als Erfolgsbaustein:
Das Mustershop-Konzept im Überblick
Die Musterannahmestelle verdeutlicht, wie das Nutzen von Synergien
zwischen Partnern zum Aufbau eines erfolgreichen Geschäfts
dienen kann. Die Partner im Mustershop-Konzept bieten
folgende Bausteine:
Ansprechend inszeniert: So funktioniert
kundenfreundliche Ladengestaltung
• LOTTO Thüringen: erfolgreiche Produkte einer Marke mit einem
Bekanntheitsgrad von 96 Prozent, Unterstützung bei Technik,
Service, Marketing, Schulung von Mitarbeitern, u. v. m.
• Block Ladenbau GmbH & Co. KG: sorgt für die Innenausstattung
der Annahmestelle und unterstützt bei Entwicklung und
Umsetzung von Planungskonzepten
• ilo-profit Services GmbH: Koordinierung und Umsetzung mit
folgenden Bausteinpartnern:
1. Lekkerland SE: kann unterstützen beim Sortiment mit Artikeln
wie z. B. Getränke (alkoholisch und alkoholfrei), Süßwaren
& Snacks (Schokolade, Gebäck, Chips etc.), Impulseis,
Tabakwaren (Zigaretten, Feinschnitt)
2. SHEEPWORLD AG: kann Geschenkartikel mit hoher Kundenbindung
für eine größere Sortiments-Diversität beisteuern
(z. B. Tassen & Becher, Eierbecher, Flaschenöffner, Grußkarten
& Klappkarten)
3. SCHAPFL IT-Scannerkassen GmbH: bietet moderne, effiziente
Kassentechnik für eine intuitive Bedienung
4. Hermes Germany GmbH: Paketshop als zusätzlicher Service
für mehr Frequenz
Der Mustershop: Lebendiger Treffpunkt für Bestandskunden
und Neugierige, an dem Produkte erlebbar gemacht gemacht wurden.
LOTTO Thüringen möchte seinen Geschäfts- und Verkaufspartnern
mit diesem Konzept ein erfolgversprechendes „Rund-umsorglos-Paket“
für ihre Annahmestelle bieten, das modern, zukunftssicher
und in sich stimmig ist. Die Spielscheinabgabe in der
Annahmestelle ist bei den Thüringer Kunden immer noch Favorit
und der terrestrische Umsatz eine starke Säule des Gesamtumsatzes
des Unternehmens.
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Zur Stärkung des stationären Handels wurden im Jahr 2025
neben dem Mustershop-Konzept noch weitere Maßnahmen zur
Stärkung der Verkaufspartner umgesetzt. Es wurde ein Investitionsausgleich
in Form eines Sockelbetrages zur Kostenkompensation
eingeführt und die Provisionen erhöht, was zu höheren Margen
für die Betreiber führte. Mit diesen Maßnahmen unterstreicht
LOTTO Thüringen die Bedeutung seiner Partner und würdigt ihren
Beitrag zum Erfolg des Unternehmens. Auch in Zukunft wird LOTTO
Thüringen in die Stabilität und die Weiterentwicklung seines Annahmestellennetzes
investieren.
„Mit Begeisterung feiern wir den Startschuss unseres Mustershops,
der fortan als Herzstück unserer Markenpräsenz am Unternehmensstandort
dient. Dieser Shop ist kein reiner Verkaufsraum,
sondern ein lebendiger Treffpunkt für Bestandskunden
und Neugierige, an dem wir alle Produkte erlebbar machen und in
direkten Dialog treten. Für uns als Vertrieb bedeutet die Eröffnung
einen Meilenstein: Wir stärken nicht nur unsere lokale Verankerung,
sondern setzen auch ein starkes Signal für Innovationskraft
und Partnernähe.
Wir möchten uns hierbei auch ausdrücklich bei der ilo-profit Services
GmbH mit den einzelnen Partnern und bei Block Ladenbau
für die Unterstützung zur erfolgreichen Umsetzung dieses Projektes
bedanken.“ sagt Sören Weisheit, Projektverantwortlicher
„Mustershop“ der Thüringer Staatslotterie.
„Unsere Annahmestellen sind das Herzstück unseres Erfolgs.
Sie sind nicht nur Vertriebspartner, sondern Aushängeschilder
von LOTTO Thüringen, die unseren Kunden tagtäglich ein hochwertiges
und zuverlässiges Spielerlebnis ermöglichen. Es ist
uns wichtig, dass sie zukunftssicher und modern aufgestellt
sind.“, ergänzt Jochen Staschewski, Geschäftsführer der Thüringer
Staatslotterie.
Moderne Warenpräsentation als Impuls
für Lottoannahmestellen.
Fotos: LOTTO Thüringen
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Politik und Gesellschaft
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Wie Finanzdienstleistungen
Lotto-Annahmestellen stärken
Die stille Revolution an der Ladenkasse
Während die Digitalisierung das traditionelle Bankgeschäft transformiert
und Filialen schwinden, vollzieht sich eine gegenläufige
Entwicklung im stationären Einzelhandel. Lotto-Annahmestellen
entwickeln sich zunehmend zu einem dezentralen Netzwerk für
Finanzdienstleistungen, die ihr Angebot erweitern und zum Teil
des Kerngeschäfts der Nahversorgung werden.
Die Welt der Finanzen transformiert sich grundlegend und wird
sich weiter stark verändern. Nicht alles, was passiert, wird für den
Einzelhändler von Nutzen sein, aber viele Entwicklungen rund um
den Zahlungsverkehr schaffen Dienstleistungen, die für den Einzelhandel
neue Produktfelder erschließen können.
Finanzdienstleister erkennen zunehmend, dass rein digitale Angebote
nicht ausreichen – physische Anlaufstellen bleiben unverzichtbar.
Deshalb schmieden sie strategische Partnerschaften mit
Einzelhändlern und schaffen eine vorteilhafte Situation für beide
Seiten: Die Institute erhalten Zugang zu einem dichten Netz von
Mikro-Filialen ohne eigene Standortkosten. Die Einzelhändler wiederum
erschließen neue Einnahmequellen, erhöhen die Kundenfrequenz
und positionieren sich als unverzichtbare Anlaufstellen
in der Nachbarschaft.
Internationaler Geldtransfer:
Globale Brücken vom Kiosk aus
Für viele Menschen in Deutschland ist der schnelle Geldtransfer
an Familie im Ausland ein grundlegendes Bedürfnis. Mit 11 Millionen
Ausländern – 13,4 Prozent der Bevölkerung – bietet sich hier
enormes Potenzial. Das Überweisungsvolumen wächst laut Prognose
von 2,83 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf über 4,25
Milliarden US-Dollar bis 2035. Gründe dafür sind unter anderem die
hohe Zahl an Menschen mit ausländischen Wurzeln, die regelmäßig
Geld in ihre Heimatländer schicken. Klassische Banken bieten
solche Services oft nicht oder nur mit hohen Gebühren an – eine
Lücke, die Akteure wie MoneyGram, Ria Money Transfer oder auch
Nickel gezielt schließen.
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Das Geschäftsmodell ist einfach: Die Annahmestelle wird zum lizenzierten
Agenten eines Geldtransfer-Anbieters. Kunden zahlen
den gewünschten Betrag ein, erhalten eine Transaktionsnummer
und der Empfänger kann das Geld binnen Minuten an einem
der weltweit verteilten Partnerstandorte abholen.
Dieses Modell ist besonders attraktiv für Menschen, die eine
unkomplizierte, transparente Lösung suchen. Seit 2023 hat Nickel
bereits über 100 deutsche Partnergeschäfte aufgebaut. Für
internationale Überweisungen arbeitet Nickel mit Ria zusammen
– ein Beispiel für die Verzahnung verschiedener Finanzservices.
Die Vorteile für Betreiber sind klar: Für jede Transaktion gibt es
eine Provision, das Angebot zieht neue Kundengruppen an, die
oft auch andere Produkte kaufen, und die Einstiegshürden sind
gering. Anbieter wie Ria Money Transfer mit über 500.000 Standorten
in 190 Ländern oder MoneyGram stellen die notwendige
Software und Werbematerialien kostenlos zur Verfügung.
Banking direkt an der Ladenkasse:
Das Konto für alle
Eine besonders innovative Form der Finanzdienstleistung im
Handel ist die Kontoeröffnung direkt vor Ort. Anbieter wie das
französische Nickel, eine BNP Paribas-Tochter, haben dieses
Modell nach Deutschland gebracht und bieten eine Alternative
zu traditionellen Bankfilialen. Der Prozess ist bewusst einfach:
Ein „Alles-klar-Konto“ kostet 25 Euro pro Jahr, inklusive einer
Mastercard Debitkarte und einer deutschen IBAN. Die Eröffnung
erfolgt unkompliziert bei einem Nickel-Shop oder online und bietet
Zugang zu einem Zahlungskonto ohne SCHUFA-Prüfung. Die
Partnergeschäfte dienen auch als Anlaufstellen für Bargeldeinzahlungen
und -abhebungen.
Bargeldservice als
Wettbewerbsvorteil
Digitale Zahlungslösungen werden immer beliebter, da sie einfach
und schnell sind. Dennoch ist Bargeld mit 51 Prozent aller Transaktionen
laut Bundesbank-Studie weiterhin das meistgenutzte
Zahlungsmittel in Deutschland. Doch die Infrastruktur dafür
schwindet: Zwischen Anfang 2022 und Mitte 2024 wurden 3.880
Geldautomaten abgebaut – ein Rückgang von etwa sieben Prozent.
Gerade im ländlichen Raum und in dicht besiedelten Stadtvierteln
fehlen flächendeckende Versorgungsmöglichkeiten.
Hier können Lotto-Annahmestellen einspringen und zu Bargeldversorgern
der Nachbarschaft werden. Über den bekannten
Cash-Back-Service versorgen sich Kunden bei einem Einkauf
direkt an der Kasse mit Bargeld. 2024 wurden so über 13,57 Milliarden
Euro ausgezahlt – eine deutliche Steigerung gegenüber
dem Vorjahr.
Wer keinen ausreichenden Bargeldvorrat gewährleisten kann,
hat Alternativen: Spezialisierte Anbieter wie Euronet installie-
21
Foto: sitthiphong – stock.adobe.com
ren Geldautomaten direkt im Geschäft. Unabhängig
von der Branche benötigt der Anbieter für den
Aufbau des Geldautomaten nur eine Fläche
eines Quadratmeters. Dafür zahlt er eine monatliche
Vergütung in Form von Mieten. Diese
stehen allen Bankkunden zur Verfügung
und schaffen Synergien bei sinkenden Kosten
für den Betreiber.
Bargeld für die digitale Welt:
Online-Zahlungen analog
abwickeln
Während die Bargeldversorgung vor Ort ein klassisches
Bedürfnis bedient, entstehen auch neue Anwendungsfelder.
Obwohl sich das Leben zunehmend
ins Internet verlagert, bevorzugen viele Menschen nach wie vor
Barzahlungen. Dienstleister wie Paysafe überbrücken diese Lücke
und ermöglichen es, Online-Einkäufe oder Rechnungen bar
im Geschäft zu bezahlen.
Das Prinzip funktioniert über Barcodes: Kunden wählen beim Online-Einkauf
diese Zahlungsart, erhalten einen Code und können
diesen bei Partnern wie REWE, dm oder Rossmann einlösen. An
der Kasse wird gescannt, bar bezahlt und die Transaktion sofort
bestätigt.
Als Option könnte dies für
Annahmestellen zusätzliche
Kundenströme bedeuten und die
Etablierung als Servicepunkt für
alltägliche Finanzgeschäfte. Das
Modell erschließt die große Gruppe
der Barzahler für den E-Commerce
und reduziert Zahlungsausfälle für
Unternehmen.
Foto: VAKSMANV – stock.adobe.com
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Grafik: PaHa – stock.adobe.com
Weitere Services am Point of Sale
Neben den drei Kernbereichen Geldtransfer, Kontoführung und
Bargeldservice entwickelt sich der Zahlungsverkehr stetig weiter.
Neue Finanzdienstleistungen entstehen, die teilweise auch für
Lotto-Annahmestellen interessant werden könnten.
Ein Beispiel sind flexible Zahlungsoptionen: Während Ratenzahlungsangebote
wie PayPals „Buy Now, Pay Later“ oder Klarnas
QR-Code-Lösungen eher für größere Anschaffungen relevant
sind, gibt es durchaus Potenzial für Lotto-Annahmestellen bei kleineren
Beträgen oder besonderen Anlässen. Ob sich solche Services
etablieren, hängt von der Nachfrage und den spezifischen
Bedürfnissen der Kundschaft ab.
Positionierung als
Finanzdienstleistungszentrum
Die Integration von Finanzdienstleistungen bietet Lotto-Annahmestellen
die Chance, ihr Angebot zu erweitern und neue Geschäftsfelder
zu erschließen. Der Schlüssel liegt in der gezielten Auswahl
passender Partner. Nicht alle Finanzservices eignen sich für jede
Annahmestelle, aber die Kombination aus Geldtransfer, moderner
Kontoführung und Bargelddienstleistungen bietet konkrete Chancen
und stärkt die Position als unverzichtbare Anlaufstelle im
Stadtteil.
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Foto: Carmen Achzet
Mit kleinen Geschenken
große Wirkung erzielen
Foto: Sheepworld
Wie Geschenkartikel in Annahmestellen Umsatz und Kundenbindung fördern
Geschenkartikel sind mehr als hübsches Beiwerk. Sie sind
Umsatzbringer, Impulsgeber und Sympathieträger – gerade
im Umfeld von LOTTO-Annahmestellen und Kiosken.
Viele Kunden kommen mit der Absicht, einen Lottoschein abzugeben
oder ein Paket zu verschicken, lassen sich aber spontan
von einer gut platzierten Kleinigkeit inspirieren. „Was man oft im
Alltag hört, ist: ‚Ich brauche nichts.‘ Aber am Ende möchten die
Leute doch eine kleine Aufmerksamkeit mitbringen“, sagt Carmen
Achzet, die in ihrer Postagentur & LOTTO-Annahmestelle Waibstadt
erfolgreich auf ein ausgewähltes Geschenkartikelsortiment
setzt. „Und genau dafür brauchen sie Ideen – am besten unkompliziert
und bezahlbar.“
Ein Geschenk muss nicht groß oder teuer sein, aber es sollte
eine Geschichte erzählen können. Das kann ein hübsch gestaltetes
Notizbuch sein, ein nachhaltiger Müslibecher to go oder
ein Schnapsglas mit frechem Spruch. Der Preis spielt dabei eine
zentrale Rolle. Produkte unter fünf Euro funktionieren besonders
gut als Impulskauf, zehn Euro gelten als Obergrenze für Spontangeschenke.
Alles, was darüber liegt, braucht einen konkreten Anlass
oder ist Teil eines Geschenkesets – wie beispielsweise eine
edle Flasche Wein mit passendem Glas und stilvoller Tüte. Auch
das bietet Carmen Achzet in ihrem Laden an – mit Erfolg.
Sortiment mit Sinn: Worauf es bei Auswahl
und Platzierung ankommt
Die Auswahl an Geschenkartikeln ist heute größer denn je – aber
das macht es nicht einfacher. Denn im begrenzten Raum einer
Annahmestelle muss die Sortimentsentscheidung wohlüberlegt
sein. Qualität, Nachhaltigkeit, Preis-Leistungs-Verhältnis und Zielgruppenrelevanz
sind dabei die wichtigsten Kriterien. „Ich kann
nur verkaufen, was ich selbst gut finde“, so Achzet. „Das gilt
auch für meine Mitarbeitenden. Wir testen viele Produkte selbst.
Was nicht überzeugt, fliegt raus.“
Der Mehrwert eines gut kuratierten Geschenkesortiments zeigt
sich auf vielen Ebenen: Es steigert den Durchschnittsbon, erhöht
die Verweildauer im Laden und stärkt die emotionale Bindung zur
Verkaufsstelle. Die Platzierung spielt dabei eine zentrale Rolle.
Carmen Achzet sortiert ihre Geschenkartikel nach Zielgruppen,
Farben oder Themenwelten. Im Schaufenster und auf Aktionsflächen
inszeniert sie regelmäßig neue Ideen – nicht selten mit
einem Augenzwinkern oder saisonalem Bezug. Das zieht nicht
nur Blicke an, sondern auch Käufer. „Wir stellen regelmäßig um,
damit Kunden beim nächsten Besuch wieder etwas Neues entdecken.“
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Fotos: Sheepworld
Aktionen, die im Kopf bleiben
Auch das Storytelling macht einen Unterschied: Während ein
Schokoriegel am Regal kaum erklärt werden muss, lebt der
Verkauf von Geschenkartikeln oft von der Geschichte dahinter.
Verkäuferinnen und Verkäufer, die wissen, warum ein Produkt
besonders ist, können gezielt beraten – und genau
das schafft Vertrauen. Carmen Achzet greift
dieses Prinzip bei Veranstaltungen besonders
kreativ auf: Ihr „Mary Poppins-Tag“
ist ein Paradebeispiel für gelungenes
Verkaufsmarketing im Kleinen. Mit
Schornsteinfeger-Kostüm, Glücksbuch
und passenden Produkten
wie Wellensittich-Kuscheltieren
inszenierte sie ein emotionales
Erlebnis rund um das Thema
„Glück“. Der Effekt: volle Aufmerksamkeit,
viele Gespräche – und
reger Verkauf. „Die Kunden erinnern
sich daran – und kommen wieder.“
Papeterie, Plüsch und
freche Sprüche – was läuft
Besonders beliebt sind laut Achzet hochwertige Papeterieprodukte,
etwa schön gestaltete Notizhefte, Fineliner oder Kalligrafie-Stifte,
die als Mitbringsel oder Selbstbelohnung funktionieren. Ebenso
gefragt sind Haushaltshelfer mit Charme, etwa Marmeladenglasetiketten
oder faltbare Wäschesäcke für den Koffer. Auch
saisonale Themen wie Schulanfang, Ostern oder Weihnachten
bieten großes Potenzial für Geschenkideen. „Geburtstage gehen
natürlich immer. Viele wollen etwas mit ‚Happy Birthday‘ oder
einem netten Spruch – das muss nicht groß sein, aber soll gut
aussehen und gut ankommen.“
Für Babys und Kleinkinder laufen Artikel wie Beißringe, Kuscheltiere
und große Bilderbücher gut. Jugendliche reagieren
eher auf stylische oder humorvolle
Produkte, z. B. nachhaltige Trink becher von
chic.mic oder freche „böse Becher“ von
Sheepworld. Letzteres ist ohnehin
ein Markenklassiker für Annahmestellen,
wie Achzet bestätigt:
„Das Preis-Leistungs-Verhältnis
ist gut und die Motive kommen an
– ob als Tasse, Untersetzer oder
Karte.“
Wer das Sortiment ausbauen oder
auffrischen möchte, findet passende
Angebote bei Anbietern wie
Preispirat24, SunVi oder Sheepworld.
Preis pirat24 punktet mit einer großen
Auswahl an Mitnahme- und Trendartikeln,
darunter humorvolle Feuerzeuge, Deko und Plüsch.
SunVi ist stark bei Design- und Geschenkartikeln für den Convenience-Handel,
erkennt Trends früh und bietet gezielte Produktauswahl
für kleine Flächen. Sheepworld bringt bewährte Motive,
freche Sprüche und charmante Serien, die sich immer wieder
neu inszenieren lassen – ideal für Schaufensteraktionen oder
Themen tische.
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Fotos: Sheepworld
Optimale Präsentation
mit Boden- und Tischdisplays
Laut Sheepworld liegen im Convenience-Bereich vor allem kompakte
Mitnahmeprodukte im Trend, die sich unkompliziert präsentieren
lassen und sofort ins Auge fallen. Besonders erfolgreich
seien Boden- und Tischdisplays mit Grußkarten, Tassen
oder Lieblingsbechern. Auch Bio-Zaubersocken, die sich erst im
Wasser entfalten, bieten großes Potenzial in Annahmestellen.
Gerade im Kassenbereich sorgen platzsparende Pappdisplays
für spontane Zusatzverkäufe. Zum Basissortiment gehören aus
Sicht von Sheepworld Gruß- und Glückwunschkarten, kleine Mitbringsel
wie Traumkugeln, Schlüsselanhänger und die beliebten
Mintdosen. Neuheiten wie Armbändchen mit Schutzengel-Motiv,
Konfetti-Karten sowie die Serien „Queen“ und „Kacktage“ bringen
regelmäßig frische Impulse ins Regal und sorgen dafür, dass
Stammkunden immer wieder Neues entdecken.
Wichtiges auf einen Blick:
• Geschenkartikel bieten eine echte Umsatzchance
für Annahmestellen – besonders als Impulskäufe.
• Wichtig sind Qualität, Zielgruppenpassung,
Preis- Leistung und kreative Präsentation.
• Marken wie Sheepworld, Preispirat24 und SunVi
liefern bewährte Produkte und neue Ideen.
• Persönliche Beratung, Aktionen mit Storytelling und
sortierte Themenwelten machen den Unterschied.
• Wer Geschenkartikel mit Herz und Konzept verkauft,
gewinnt loyale Kunden – und steigert seine Erträge.
Geschenke als Frequenzund
Umsatzbringer
Bei aller Vielfalt rät Carmen Achzet zur Fokussierung: „Der größte
Fehler ist, sich zu verzetteln – zu viele Lieferanten, zu viele Einzelartikel.
Man muss seine Ware kennen und die Preise sauber auszeichnen.“
Das sei nicht nur für die Übersicht im Laden wichtig,
sondern auch für die Beratung – gerade dann, wenn man einmal
selbst nicht im Geschäft ist.
Nicht zu unterschätzen ist außerdem die Wirkung auf neue
Kundengruppen. „Manche kommen wegen der Geschenkartikel
– und spielen dann auch mal Lotto. Oder andersherum. Beides
ergänzt sich“, sagt Achzet. Das zeigt: Geschenkartikel sind keine
Randerscheinung, sondern ein strategisches Sortimentselement
mit Mehrwert.
Natürlich bleibt auch bei Geschenkartikeln die Wirtschaftlichkeit
entscheidend. Produkte mit guter Marge, die sich unkompliziert
präsentieren und erklären lassen, eignen sich besonders gut.
Doch am Ende zählt vor allem eines: dass der Laden Persönlichkeit
zeigt. „Ich glaube, man merkt, wenn jemand mit Herz
dabei ist“, so Carmen Achzet. Und wer das bei Geschenkartikeln
schafft, hat beste Chancen, im Gedächtnis der Kundschaft zu
bleiben – nicht nur zum Geburtstag.
Foto: Carmen Achzet
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Foto: sanntoru – stock.adobe.com
Kalter Kaffee, heiß begehrt!
Wie RTD-Sortimente das Geschäft in Annahmestellen beleben
Trinkfertiger Kaffee – international bekannt als Ready-todrink
(RTD) Coffee – hat sich in den vergangenen Jahren
von einem Nischenprodukt zu einer dynamisch wachsenden
Warengruppe entwickelt. Was früher vor allem als klassischer
Eiskaffee für heiße Sommertage galt, ist heute ein Lifestyle-Produkt,
das mobilen Konsum, Koffein-Kick und Genuss
verbindet.
Die Zahlen unterstreichen die Entwicklung: Laut Statista (via
Tchibo Kaffeereport 2025) lag das Marktvolumen von RTD-
Kaffee in Deutschland 2019 bei 114,9 Millionen Litern, 2024 wurden
bereits 127,5 Millionen Liter konsumiert, und für 2029 prognostizieren
Marktforscher 137,3 Millionen Liter. Das entspricht einem
Volumenwachstum von fast 20 Prozent in zehn Jahren. Gleichzeitig
steigt der Pro-Kopf-Konsum von 1,38 l (2019) auf voraussichtlich
1,65 l (2029).
Junge, mobile Käufer als Wachstumstreiber
Besonders Gen Z und Millennials sind die Treiber dieses Marktes.
Sie suchen nach praktischen, sofort verzehrbaren Getränken,
die sich leicht in den Alltag integrieren lassen – sei es auf dem
Weg zur Uni, bei der Arbeit oder beim Pendeln.
Nescafé, einer der führenden Anbieter von RTD-Kaffee in Deutschland,
beobachtet:
„Viele junge Kaffeefans genießen kalten Kaffee und entdecken
darüber die vielfältigen Möglichkeiten der Kaffee-Welt. Sie greifen
auch gerne zu Eiskaffees to go, was den Wunsch nach praktischen
und leckeren Lösungen im Convenience-Bereich zeigt,“
heißt es aus dem Unternehmen.
„Konsument:innen erwarten auch unterwegs exzellenten Eiskaffee-Genuss
– schnell, unkompliziert und überall verfügbar.
Gerade, wer die Starbucks-Produkte aus dem Café kennt, greift
spontan auch im Handel zu unseren RTD-Klassikern,“ erklärt
die Molkereigenossenschaft Arla, die als Lizenznehmer die RTD-
Kaffeeprodukte unter der Marke Starbucks herstellt und vertreibt.
Ready for Geschmacksvielfalt!
Die Sortimentsentwicklung zeigt: Vielfalt ist Pflicht. Konsumenten
erwarten nicht nur klassische Varianten, sondern auch neue
Geschmacks erlebnisse.
• Klassiker: Cappuccino und Latte Macchiato bleiben die
Bestseller.
• Flavoured Sorten: Karamell, Vanille, Schokolade oder Haselnuss
sorgen für Abwechslung.
• Limited Editions: Cookies & Cream oder Salted Caramel
regen zu spontanen Probierkäufen an.
• Pflanzenbasierte Varianten: Hafer- oder Sojadrinks als Basis
werden zunehmend gefragt – fast jeder zweite Europäer
zeigt laut Studien Interesse an pflanzlichen Alternativen.
Nescafé setzt in seinem Sortiment auf einen Mix aus klassischen
Sorten, ergänzt durch kräftigere Varianten:
• Nescafé Typ Cappuccino und Latte Macchiato als milchigsüße
Basis
• Espresso Macchiato für kräftige Noten
• Latte Caramel als aromatische Variante für Trend käufer:innen
Dabei spielt auch der Markenfaktor eine große Rolle. Junge Käuferinnen
und Käufer sind markenaffin und orientieren sich an
Lifestyle-Produkten, die sie aus dem Café oder von Social Media
kennen. Starbucks nutzt genau diesen Effekt:
Foto: Nescafé
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Foto: Starbucks/Arla
Starbucks fokussiert sich auf Premium und
Lifestyle:
• Chilled Classics im Becher: Caramel
Macchiato, Cappuccino, Caffè Latte
• Frappuccino Coffee und Frappuccino
Vanilla in Glasflaschen – wiederverschließbar,
lange haltbar, nicht kühlpflichtig
Ein vielversprechender Trend ist laut Arla das Bundling mit
Snacks, die sogenannten Meal-Deals. „Die Kombination eines
Starbucks RTD-Kaffees mit einem Muffin, Sandwich oder Riegel
spricht mobile Konsument:innen an und fördert Impulskäufe am
Point of Sale.“
Funktionale RTD-Kaffees erobern das
Sortiment
Neben klassischen und aromatisierten Produkten wächst das
Segment der funktionalen RTD-Kaffees. Hierbei stehen zuckerreduzierte
Varianten, Protein-Booster und natürliche Energiequellen
wie Guarana oder Yerba Maté im Fokus.
• Emmi Caffè Latte Zero spricht kalorienbewusste Käufer an.
• Proteinreiche Varianten zielen auf die Fitness-Community.
• Veganer Eiskaffee von Start-ups wie Oatly adressiert den
Plant-Based-Trend.
Foto: Emmi
Zudem gewinnen Clean-Label-Produkte („ohne Zusatzstoffe“,
„Bio“) an Bedeutung: Rund 35 Prozent der Verbraucher in Europa
legen Wert auf natürliche Inhaltsstoffe – ein entscheidender
Differenzierungs faktor im Regal.
POS-Strategien: Sichtbarkeit und
Marken inszenierung
Der Verkaufserfolg von RTD-Kaffee-Produkten hängt maßgeblich
von der Präsentation am Point of Sale ab.
Nescafé empfiehlt:
• Kühlplatzierung für die Frischewahrnehmung,
auch wenn die
Produkte ungekühlt haltbar sind
• Mischplatzierungen: Kombination
aus Impulsregal und Kühlung
• Sortimentsmix aus Klassikern und Trendvarianten, um
unterschiedliche Vorlieben abzudecken
Starbucks setzt auf Markeninszenierung:
• Gebrandete Kühler im Eingangs- oder Kassenbereich
• Zweitplatzierungen und Meal Deals, um Impulskäufe zu
fördern
• Wiederverschließbare Glasflaschen stärken die Premiumwahrnehmung
Empfehlungen für ein kompaktes,
umsatz starkes Basissortiment
Für Kioske, Tankstellen und kleine Verkaufsstellen empfiehlt sich
ein kompaktes Kernsortiment, das alle relevanten Kaufmotive
abdeckt:
1. Milchig-süße Klassiker (Nescafé Latte Macchiato,
Starbucks Caffè Latte)
2. Kräftige Varianten (Nescafé Espresso Macchiato,
Starbucks Cappuccino)
3. Flavoured Highlights (Nescafé Latte Caramel, Starbucks
Caramel Macchiato, Emmi Caffè Latte Vanilla)
4. Premium-/Impulsprodukte im Glas (Starbucks Frappuccino
Coffee oder Vanilla)
5. Optional: Funktionale oder pflanzenbasierte Varianten
(Emmi Caffè Latte Zero, Oatly Cappuccino)
Mehr als kalter Kaffee: Lifestyle-Produkt
mit Impulskraft
Der Markt für trinkfertige Kaffeegetränke ist dynamisch, wachstumsstark
und profitiert von klaren gesellschaftlichen Trends:
Mobilität, Convenience, Markenbewusstsein und Gesundheitsorientierung.
Sicher ist: RTD-Kaffee ist längst mehr als „kalter
Kaffee“ – er ist ein Lifestyle-Produkt mit Impulskraft, das für Annahmestellen
zum ganzjährigen Umsatzbringer wird.
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Erfolgreiche Partnerschaft für LOTTO-Annahmestellen:
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Oft ist es eine Herausforderung, den Umsatz zu steigern und
gleichzeitig den begrenzten Verkaufsraum optimal zu nutzen.
Eine hervorragende Lösung für dieses Problem bietet die Kooperation
mit Hartung, einem europaweit agierenden Grußkartenverlag
mit fast 40 Jahren Erfahrung. Das Familienunternehmen
bietet nicht nur wunderschöne Grußkarten, sondern auch einen
klaren wirtschaftlichen Mehrwert – und das auf kleinster Fläche.
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Mit Hartung können LOTTOAnnahmestellen ihren Umsatz auf
kleinster Fläche erheblich steigern. Die Grußkarten und Papeterieprodukte
des Unternehmens sind mehr als nur hübsche Designs.
Sie zeichnen sich durch ihre hohe Qualität und ein attraktives
PreisLeistungsVerhältnis aus. Ihre emotionalen Botschaften
stärken die Kundenbindung und kurbeln den Umsatz an. Das Sortiment
umfasst eine breite Auswahl an trendigen und saisonalen
Karten für unterschiedlichste Anlässe: von Geburtstag über Hochzeit
bis hin zu besonderen Dankesbotschaften. Die kurzen Lieferzeiten
sorgen dafür, dass das Angebot immer aktuell bleibt und
schnell auf die Nachfrage reagiert werden kann.
Partner mit Herz und Service
Hartung setzt auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit und
legt großen Wert auf eine persönliche Betreuung und einen hervorragenden
Kundenservice. Der Außendienst steht den Partnern
mit Beratung und Lösungen zur Seite, um die Verkaufs fläche
optimal zu nutzen und das Umsatzpotenzial auszuschöpfen. Die
optisch ansprechenden Verkaufsmöbel können dabei flexibel
eingesetzt werden. Mit mehr als 20 engagierten Mitarbeitenden
im Außendienst wird ein hoher ServiceStandard gewährleistet
– von der Beratung über die Lieferung bis hin zu kreativen Ideen
zur Platzierung der Produkte.
Innovation und Design aus Leidenschaft
Das Herzstück sind die zweimal jährlich neu präsentierten Kollektionen.
Die frischen Designideen sind nicht nur ästhetisch ansprechend,
sondern auch auf aktuelle gesellschaftliche Trends und die
Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet. Diese kontinuierliche Innovation
sorgt dafür, dass die Partner immer mit einem Sortiment
ausgestattet sind, das Originalität und Verkaufsstärke vereint.
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Liebe Kolleginnen Liebe Kolleginnen und Kollegen und Kollegen
in den Annahmestellen!
in den Annahmestellen!
Unsere Mitgliederversammlung Unsere Mitgliederversammlung Ende April Ende in Winningen
war ningen ein lebendiges war ein lebendiges Forum, das Forum, uns sowohl das uns sowohl glied sind, glied sich sind, den sich Landesverbänden den Landesverbänden BLD des BLD
April in Daher Win-
ermutigen Daher ermutigen wir alle, wir die alle, noch die nicht noch Mit-
nicht Mit-
Bestätigung Bestätigung als auch als klare auch Richtlinien klare Richtlinien für unsere für unsere anzuschließen. anzuschließen. So können So Sie können direkt Sie an direkt der Entwicklung
Entwicklung
und den und Vorteilen den Vorteilen teilhaben, teilhaben, die wir ge-
die wir ge-
an der Ent-
zukünftige zukünftige Arbeit bot. Arbeit Die Diskussionen bot. Die Diskussionen und Ent-unscheidungescheidungen haben gezeigt, haben dass gezeigt, wir dass auf einem wir auf einem meinsam meinsam erarbeiten. erarbeiten. Ihre aktive Ihre Teilnahme aktive Teilnahme ist ent-
ist ent-
guten Weg guten sind, Weg die sind, Interessen die Interessen und die und Wirt-dischaftlichkeischaftlichkeit unserer Lotto-Annahmestellen unserer Lotto-Annahmestellen wei-
Zukunft wei-
der Zukunft Lotto-Annahmestellen der Lotto-Annahmestellen in Deutschland in Deutschland
scheidend, Wirtscheidend,
um unsere um Ziele unsere zu erreichen Ziele zu erreichen und die und die
Gemeinsam weiterkommen
ter zu stärken. ter zu In stärken. Gesprächen In Gesprächen mit Politikern mit Politikern und nachhaltig und nachhaltig zu stärken. zu stärken.
Lotto-Gesellschaften Lotto-Gesellschaften haben wir haben erneut wir bewiesen, erneut bewiesen,
dass Zusammenarbeit dass Zusammenarbeit und Austausch und Austausch auf Augenhöhe
der höhe Schlüssel der Schlüssel zu Fortschritten zu Fortschritten sind. Die wäh-
sind. Die Annahmestellen wäh-
Annahmestellen in Deutschland in Deutschland arbeiten. arbeiten.
auf Augen-
Lasst uns Lasst gemeinsam uns gemeinsam an der Zukunft an der der Zukunft Lotto- der Lottorend
der rend Mitgliederversammlung Mitgliederversammlung beschlossenen beschlossenen
Strategien Strategien und Partnerschaften und Partnerschaften zielen darauf zielen ab, darauf Ihre ab, Ihre
Ich will die Ich BLD-News will die BLD-News abonnieren,
unsere Position unsere im Position Markt im zu Markt festigen zu und festigen unsere und unsere Andreas Greim Andreas & Günther Greim & Kraus Günther Kraus
um aktuelle um Informationen aktuelle Informati und
Dienstleistungen Dienstleistungen auszubauen, auszubauen, um die Wettbewerbsfähigkeit
Bundestagung werbsfähigkeit jeder des BLD einzelnen jeder Bad einzelnen Berneck Annahmestelle hat Annahmestelle gezeigt: zu Unser zu
um die Wettbe-
exklusive exklusive Angebote Angebote zu erhalten. zu e
Die
Verband verbessern. steht verbessern. geschlossen, engagiert und zukunftsorientiert.
Der Vorstand wurde einstimmig im Amt bestätigt – ein
klares Zeichen Das verabschiedete für Das Kontinuität verabschiedete und Positionspapier Vertrauen Positionspapier in dient geleistete nicht dient Arbeit. nicht
Doch im nur Mittelpunkt als Manifest nur als stand Manifest unserer nicht Werte unserer nur der und Werte Rückblick, Ziele, und sondern Ziele, sondern sondern vor
allem der auch Blick als nach auch Grundlage vorn. als Grundlage Wir für wollen weitere unsere für proaktive weitere Mitglieder proaktive Gespräche
mit Eine politischen umfassende mit politischen Entscheidungsträgern. Befragung Entscheidungsträgern. wird in Kürze Wir gestartet, Wir
noch Gesprä-
stärker
einbinden.
um Ihre Bedürfnisse setzen unsere setzen und Politik unsere Herausforderungen Politik kleinen, aber kleinen, besser entscheidenden
Arbeit Schritte denden noch gezielter fort Schritte und auf fort danken Ihren und Alltag allen danken auszurichten.
Teilneh-
allen Teilneh-
aber zu verstehen entschei-
und unsere
mern für mern ihr Engagement für ihr Engagement und ihre und konstruktiven ihre konstruktiven
Ein weiteres Beiträge. Ziel Beiträge. ist es, durch neue Kooperationen konkrete Vorteile
für Annahmestellen zu schaffen. Auch politisch gewinnen
wir an Einfluss. Nutzen wir In Nutzen Gesprächen diesen wir Schwung, diesen mit der Schwung, um neuen die Interessen Bundesregierung
um die Interessen
setzen unserer wir Mitglieder dafür unserer ein, Mitglieder und die Bedeutung gesamten und der gesamten der Branche Annahmestellen
mit Branche mit
stärker ins Nachdruck Bewusstsein Nachdruck und Klarheit zu rücken. und zu Klarheit vertreten. Erste zu Erfolge vertreten. konnten wir bereits
bei der geplanten Neustrukturierung des Presse-Grosso er-
Erster Vorsitzender
Erster Vorsitzender Geschäftsführendes Geschäftsführendes
Vorstandsmitglied Vorstandsmitglie
Andreas Greim Andreas Greim Günther Günther Kraus
Kraus
zielen – moderate Anpassungen wurden umgesetzt, auch durch
Vorstandsmitglied
unsere Stimme. Es wird immer die Politik der kleinen Schritte sein,
Liebe Kolleginnen und Kollegen
in den Annahmestellen,
aber auch diese führen zum Ziel. Entscheidend ist, dass wir diese
utigen wir alle, die noch nicht Mitsich
den Landesverbänden des BLD
Schritte gemeinsam gehen.
en. So können Sie direkt an der Entd
den Vorteilen teilhaben, die wir gearbeiten.
Ihre Ich aktive will die Teilnahme BLD-News ist entum
unsere Ziele abonnieren, zu erreichen um aktuelle und die
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im und & Günther die Kraus
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Ich will die BLD-News abonnieren,
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Ein besonderer Moment war der solidarische Gruß an unseren
Kollegen Roland Strohmeier, der an Leukämie erkrankt ist. Der BLD
unterstützt aktiv die laufende Typisierungsaktion zur Stammzellenspende.
Das große Engagement und die Spendenbereitschaft
zeigen: Auf unsere Gemeinschaft ist Verlass.
Nutzen Sie die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen – Ihre Meinung
zählt! Abonnieren Sie unseren BLD-Newsletter, um keine aktuellen
Entwicklungen und Chancen zu verpassen. Gemeinsam gestalten
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Lotto News
Förderung für denkmalgeschützte
Schule in Göppingen
Das Hohenstaufen-Gymnasium in Göppingen erhält 100.000
Euro für die Sanierung seines denkmalgeschützten Schulgebäudes.
Die Förderung stammt aus Erträgen der GlücksSpirale
und wird über die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereitgestellt.
überreichte sie den Vertrag an Göppingens Baubürgermeisterin
Eva Noller und Schulleiter John Ahlskog.
Das zwischen 1957 und 1959 errichtete Gebäude gilt als Beispiel
der Nachkriegsarchitektur in Baden-Württemberg. Entworfen
wurde es vom Architektenteam Günter Behnisch und Bruno
Lambart. Die anstehende Sanierung umfasst unter anderem die
Restaurierung der charakteristischen Fensterelemente. „Das
Geld aus der GlücksSpirale macht es der Denkmalstiftung Baden-Württemberg
möglich, für die Allgemeinheit bedeutsame
Gebäude wie das Hohenstaufen-Gymnasium nicht nur zu erhalten,
sondern auch im Sinne der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung
energetisch fit für die Zukunft zu machen.“, betonte
Lotto-Pressesprecherin Viktoria Kesper bei der Übergabe. Gemeinsam
mit Dr. Fritz Fischer vom DSD-Ortskuratorium Stuttgart
Viktoria Kesper (Lotto BW) und Dr. Fritz Fischer (Deutsche
Stiftung Denkmalschutz) überreichen den Fördervertrag an
Baubürgermeisterin Eva Noller und Schulleiter John Ahlskog
(von links nach rechts).
Foto: Lotto-Baden-Württemberg
40.000 Euro für den Wasserturm
in Schwicheldt
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) fördert die Sanierung
des Wasserturms in Schwicheldt mit 40.000 Euro
aus Mitteln der GlücksSpirale. Das Bauwerk im Landkreis
Peine zählt zu den mehr als 560 Objekten in Niedersachsen, die
durch die DSD unterstützt werden.
Der denkmalgeschützte Wasserturm aus dem Jahr 1928 prägt
bis heute das Ortsbild. Er entstand im Zuge des Baus des Mittellandkanals,
als Ausgleich für den sinkenden Grundwasserspiegel.
Von 1928 bis 1955 sicherte der Turm die örtliche Trinkwasserversorgung.
Das 18 Meter hohe Bauwerk steht auf einem runden
Grundriss und wurde aus Ziegelmauerwerk errichtet. Acht Lisenen
geben dem Turm zusätzliche Stabilität. Gekrönt wird das
Gebäude von einem achteckigen Zeltdach mit Laterne, das nun
saniert wird.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligt sich mit 40.000
Euro aus Mitteln der GlücksSpirale an der Dacheindeckung des
Wasserturms in Schwicheldt.
Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Hans-Stefan Bolz
37
Sachsenlotto unterstützt
Spendenwanderung für Kinderhospiz
Sachsenlotto begleitet als Partner die Spendenwanderung „Nordkap3000“
der Extremsportlerin Jessika Klatt. Die rund 3.000
Kilometer lange Tour führt in 125 Tagen vom Kap Lindesnes im
Süden Norwegens bis zum Nordkap im hohen Norden. Ziel der Aktion
ist es, Spenden für das Kinderhospiz Bärenherz in Leipzig zu sammeln.
Duryn. „Die Tour von Jessika Klatt ist ein inspirierendes Beispiel
für persönliches Engagement, das wir gern begleiten.“
Zum Start der Tour stellte Sachsenlotto eine Fördersumme in
Höhe von 2.000 Euro bereit. Weitere Beiträge sind für bestimmte
Wegmarken geplant – etwa nach 1.000 Kilometern und zum Erreichen
des Nordkaps. Einen besonderen Bezug zur Aktion hat
Schauspieler Hendrik Duryn. Er gehört zu den Sachsenlotto-
Möglichmachern und ist langjähriger Botschafter von Bärenherz.
Auch bei „Nordkap3000“ engagiert er sich aktiv: Duryn begleitet
die Tour medial und gibt auf seinem Instagram-Account („hendrik_alexander_duryn“)
regelmäßig Einblicke in den Reiseverlauf.
„Unsere Projekte verbinden Menschen – und das Kinderhospiz
Bärenherz leistet dafür eine unverzichtbare Arbeit“, betont
Jessika Klatt und Schauspieler Hendrik Duryn mit dem symbolischen
Scheck für das Kinderhospiz Bärenherz – Sachsenlotto unterstützt
die Spendenwanderung „Nordkap3000“ durch Norwegen.
Foto: Sachsenlotto
Lotto Rheinland-Pfalz übergibt
16.665 Euro aus Benefiz-Fastnacht
Drei soziale Initiativen aus Mainz profitieren von den Erlösen
der Benefiz-Fastnachtssitzung von Lotto Rheinland-
Pfalz. Jeweils 5.555 Euro wurden nun am Fastnachtsbrunnen
in Mainz überreicht. Die Spendenschecks erhielten der
Verein Armut und Gesundheit in Deutschland e. V., die Stiftung
Juvente Mainz sowie die Aktion Kinderglück der Lotto-Stiftung.
Der Verein Armut und Gesundheit in Deutschland engagiert sich
vor allem in der medizinischen Versorgung von wohnungslosen
und sozial benachteiligten Menschen. Junge Menschen mit
schwierigen Startbedingungen unterstützt die Stiftung Juvente
Mainz bei der Integration in Alltag und Beruf. Die Aktion Kinderglück
finanziert präventive Maßnahmen und Projekte, die Kinder
vor Übergriffen im Internet schützen sollen. Alle Beteiligten der
Benefiz-Sitzung im Kurfürstlichen Schloss hatten erneut ohne
Gage mitgewirkt. Die Veranstaltung wird von Lotto Rheinland-
Pfalz gemeinsam mit der Verlagsgruppe Rhein-Main, mainzplus
CITYMARKETING und dem Hörfunksender RPR1 organisiert. „Mit
der Benefizsitzung haben wir ein Format geschaffen, das sich
etabliert hat und gezielt hilft“, sagte Lotto-Geschäftsführer Jürgen
Häfner bei der Übergabe. Mainz’ Oberbürgermeister Nino
Haase betonte die gesellschaftliche Wirkung: „Diese Veranstaltung
war nicht nur Fastnacht, sondern auch ein klares Zeichen
für Solidarität.“
Foto: Lotto Rheinland-Pfalz
Spendenschecks in Höhe von jeweils 5.555 Euro wurden am Mainzer
Fastnachtsbrunnen an drei soziale Initiativen übergeben, unterstützt
durch die Benefiz-Fastnachtssitzung von Lotto Rheinland-Pfalz.
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„Nickel ein Jahr nach Markteinführung: Über 4 Millionen Kunden in Europa
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„Das Nickel-Konto unter der Lupe“ (Welt, 19.11.2024)
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angeboten wird. FPE ist von der französischen Finanzaufsichtsbehörde Autorité de Contrôle Prudentiel et de Résolution ("ACPR") unter der Nummer 16598 als Zahlungsinstitut zugelassen und handelt in Deutschland durch
ihre deutsche Niederlassung mit Sitz c/o wework, Kemperplatz 1, 10785 Berlin, eingetragen beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Handelsregisternummer HRB 240505 B.
40
Lieferantenporträt
Mehrweg mit Mehrwert:
Wie Multiloop den E-Commerce
auf den Kopf stellt
Ein Start-up mit Wurzeln in traditionsreichen Familienunternehmen will die
Verpackungs welt verändern – und setzt dabei auf Lotto-Annahmestellen als
Rückgrat der Nachhaltigkeit.
Der Auslöser war ein einfacher Karton. Oder besser: Tausende
davon. Tag für Tag liefen sie durch die Kartonpresse im
Logistikzentrum der Modemarke Esprit – einmal verwendet,
sofort entsorgt. Leif Erichson, damals verantwortlich für den Onlinehandel
des Unternehmens, beobachtete dieses Schauspiel
über Jahre. Es ließ ihn nicht mehr los. Als er die Chance bekommt,
sich einem neuen Projekt zu widmen, steht seine Entscheidung
schnell fest: Schluss mit Einweg. Es ist Zeit für ein neues System.
Vom Getränkekasten zur Versandbox
Die Idee hinter Multiloop hat familiäre Wurzeln. Martin Schoeller,
Mitbegründer und Investor, stammt aus der Unternehmerfamilie
hinter der Schoeller Group, die im vergangenen Jahrhundert mit
Mehrwegsystemen für Getränke groß geworden ist – ein Meilenstein
der Kreislaufwirtschaft. Später gründete Martin Schoeller
das Unternehmen IFCO, heute Weltmarktführer bei Mehrwegtransportverpackungen
für frische Lebensmittel. Als Schoeller
den wachsenden Verpackungsmüll im Onlinehandel beobachtet,
stellt er sich eine einfache Frage: Wenn Pfand bei Getränken
funktioniert, warum nicht auch bei Versandkartons?
Ein Treffen mit Jens Fiege, Co-CEO des Logistikunternehmens
Fiege, bringt den Stein ins Rollen. Gemeinsam entwickeln sie die
Grundidee eines neuen Mehrwegsystems – robust, wiederverwendbar
und unkompliziert rückführbar. Was ihnen fehlt, ist ein
Partner mit E-Commerce-Erfahrung. Und hier kommt Leif Erichson
ins Spiel. Gemeinsam wird das Unternehmen Multiloop gegründet.
Ein System, das funktioniert wie Pfand
Multiloop entwickelt Versandboxen und Versandtaschen aus
wider standsfähigem Kunststoff (Polypropylen). Eine Mehrwegverpackung
ersetzt im Schnitt 30 Einwegverpackungen. Am
Ende ihres Lebenszyklus werden die Mehrwegverpackungen recycelt
– das Material dient als Grundlage für neue Verpackungen.
Ein geschlossener Kreislauf.
Für Kundinnen und Kunden funktioniert das System denkbar
einfach: Im Online-Shop wird beim Bezahlen die Option „Mehrwegverpackung“
gewählt und ein Pfandbetrag hinterlegt. Die
Lieferung erfolgt wie gewohnt. Nach der Nutzung kann die leere
Multiloop-Verpackung flach gefaltet werden und in einer der
zahlreichen Rückgabestellen abgegeben werden – wie eine
Pfandflasche.
Für den Mitgründer
Leif Erichson ist Multiloop
mehr als ein
Geschäftsmodell.
Foto: Multiloop
Foto: Multiloop
41
„Unser Motto lautet: Wiederverwenden vor Wegwerfen – einfach,
günstig, für alle geeignet“, sagt Erichson. Die Rückgabe funktioniert
bequem über Supermärkte, Tankstellen, Kioske – und zunehmend
auch über Lotto-Annahmestellen. Die Rückerstattung
des Pfands erfolgt digital – schnell und automatisiert. Alternativ
kann die Box direkt für eine Rücksendung verwendet werden.
Warum Lotto-Annahmestellen das
System perfekt ergänzen
Zentraler Bestandteil der Multiloop-Strategie ist das Rückgabesystem.
Für einen flächendeckenden Erfolg braucht es ein Netz
vertrauenswürdiger Partner – hier kommen Lotto-Annahmestellen
ins Spiel. „Diese Betriebe erfüllen hohe Standards, sind
häufig familiengeführt, genießen Vertrauen und sind fest in der
Nachbarschaft verankert“, erklärt Erichson.
Multiloop plant, bundesweit bis zu 15.000 Rückgabestellen aufzubauen
– von Apotheken über Supermärkte und Tankstellen
bis zu Lotto-Annahmestellen. Für die teilnehmenden Stellen bedeutet
das: zusätzliche Laufkundschaft, Spontankäufe beim
Zurückbringen der Multiloop-Mehrwegverpackungen und ein
starkes Zeichen in Richtung Nachhaltigkeit. In Lotto-Annahmestellen
kann die flache Multiloop-Mehrwegverpackung einfach
angenommen werden und Multiloop kümmert sich regelmäßig
um die automatische Abholung.
Nachhaltigkeit trifft wirtschaftliche
Vernunft
Multiloop setzt auf ein einfaches Nutzungsmodell: Händler mieten
die Versandverpackungen und zahlen pro Nutzung. Es handelt
sich um ein sogenanntes „Bezahlen pro Einsatz“-System. Es gibt
keine hohen Einstiegskosten und keine komplizierte Technik. Für
Endkundinnen und Endkunden entstehen keine Mehrkosten –
das Pfand wird vollständig zurückerstattet.
Für Leif Erichson steht fest: „Recycling ist besser als neu produzieren.
Aber Wiederverwendung ist das Beste.“ Multiloop will zeigen,
dass Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg zusammen
möglich sind.
Pilotphase erfolgreich – der große Start
steht bevor
Im Sommer 2024 startete Multiloop in sechs deutschen Großstädten.
Der Onlineshop „Kauf Dich Glücklich“ liefert bereits in den
bunten Mehrwegverpackungen. Die ersten Rückmeldungen sind
durchweg positiv – die Nutzerinnen und Nutzer loben die Einfachheit
und das gute Gefühl, einen Beitrag zur Umwelt zu leisten.
Der deutschlandweite Start ist für Anfang 2026 geplant. Große
Onlinehändler sind bereit. Das Ziel ist ehrgeizig: Multiloop will der
neue Standard im Versand werden – so selbstverständlich wie
Kartenzahlung oder Paketabholung im Shop.
„Wir wollen, dass unsere Kinder noch
eine gute Welt erleben“
Für Leif Erichson ist das Projekt mehr als ein Geschäftsmodell.
„Ich bin Anfang letzten Jahres Vater geworden. Natürlich überlege
ich, in welcher Welt mein Sohn aufwachsen soll. Wenn wir mit
Multiloop dazu beitragen können, weniger Müll zu produzieren, ist
das ein Anfang.“
Multiloop zeigt, wie aus einer guten Idee eine praktikable Lösung
wird – für Händler, Endkundinnen und nicht zuletzt für Lotto-Annahmestellen.
Das Unternehmen verbindet unternehmerische
Innovation mit bodenständiger Logistik und einer klaren Vision:
weniger Müll, mehr Verantwortung – und ein System, das einfach
funktioniert.
In den Rückgabestellen kann die flache
Multiloop Mehrwegverpackung einfach
abgegeben werden. Die Abholung erfolgt
regel mäßig automatisch.
Das operative Team von Multiloop ist bewusst klein gehalten.
Statt auf eine große eigene Belegschaft setzt das Start-up auf
erfahrene Partner, wie ilo-profit bzw. Lotto für die Rück gabestellen
oder Fiege für die Logistikprozesse und den Kundenservice. Das
macht das Unternehmen flexibel und ermöglicht ein schnelles
Wachstum.
Multiloop-Versandboxen und -Versandtaschen
sind aus widerstandsfähigem Kunststoff und
ersetzen im Schnitt 30 Einwegverpackungen.
Foto: PRvHH
42 Annahmestelle des Monats
Lotto-Annahmestelle des Monats:
„Man muss nicht gut in der Schule
sein, man muss gut im Leben sein!“
Inhaber: Claudio Costa (Geschäftsführer)
Standorte: Gelsenkirchen, Bochum, Herne, Dortmund
Mitarbeiter: 28 (Teilzeit, Aushilfen, Mitarbeiter auf Stundenbasis)
Betrieb seit: 2008
Konzept: Filialkonzept
IHR BERUFLICHER WERDEGANG BEGINNT IN DER KFZ-BRANCHE
UND FÜHRT ZU VIER ERFOLGREICHEN STANDORTEN IM EINZEL-
HANDEL. ERZÄHLEN SIE MAL.
Ich habe mit 16 eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker in einem
Opel-Autohaus in Essen begonnen. Mit 24 Jahren war ich schon
Kfz-Meister. Danach habe ich in mehreren Autohäusern gearbeitet
und war schließlich sieben Jahre lang Geschäftsleiter bei ATU,
– einer der größten Ketten in Deutschland – und dort verantwortlich
für viele Mitarbeitende und organisatorischen Abläufe. Aber
irgendwann kam der Punkt, an dem ich gespürt habe: Ich möchte
meinen eigenen Weg gehen. Mein Onkel, der selbst eine Lotto-
Annahmestelle hatte, hat mir damals die Tür geöffnet. Neben
meinem Vollzeitjob habe ich zunächst auf 400-Euro-Basis bei ihm
im Geschäft mitgearbeitet – zweimal pro Woche, sogar während
meiner Zeit auf der Meisterschule. Ich habe zu dieser Zeit mehr
Stunden im Geschäft verbracht als zu Hause, und rückblickend
war das entscheidend. Ich habe gemerkt, wie viel Spaß mir der
direkte Kontakt mit Kunden macht und wie sehr mich das eigenverantwortliche
Arbeiten erfüllt. Diese Erfahrungen haben mich
letztlich geprägt und bestärkt, den Schritt in die Selbstständigkeit
zu wagen. In 2008 habe ich mein erstes Geschäft in Herne
eröffnet – zunächst in Partnerschaft. Nach vier Jahren habe ich
mich entschieden, komplett auf eigenen Beinen zu stehen, und
bin mit einem Shop-in-Shop-Modell im Vorkassenbereich eines
Rewe-Markts in Gelsenkirchen gestartet. Nach und nach kamen
weitere Standorte dazu: Heut bin ich an vier Standorten vertreten
– in Gelsenkirchen, Bochum, Herne und Dortmund – und wenn ich
zurückblicke, war es genau der richtige Weg.
WAS IST DAS GRUNDLEGENDE KONZEPT IHRER GESCHÄFTE?
Alle meine Filialen funktionieren nach dem Shop-in-Shop-Prinzip.
Wir sind immer im Vorkassenbereich von Rewe-Märkten. Ich gehe
bewusst nur in Märkte. Dort ist der Kundenstrom einfach ein anderer,
der Durchlauf ist größer, was sich auf den Umsatz positiv
auswirkt. Natürlich hat dieses Konzept auch Herausforderungen:
andere Öffnungszeiten, mehr Publikumsverkehr und ein hoher Anspruch
an Service und Flexibilität. Es ist nicht einfach, dafür immer
das passende Personal zu finden – auch, weil viele Menschen diese
Belastungen heute nicht mehr mittragen wollen. Aber bis jetzt
bekomme ich alles noch geregelt.
WIE ORGANISIEREN SIE IHREN ARBEITSALLTAG?
Ich selbst bin jeden Tag im Laden präsent – nicht nur in einer Filiale.
Morgens um sechs verlasse ich das Haus und komme abends
meist gegen 20:30 Uhr wieder. In dieser Zeit rotiere ich zwischen
den Geschäften. Wenn Ware fehlt, bringe ich sie selbst vorbei. Ich
sehe mich als Service-Mensch. Meine Mitarbeiter rufen mich an
und fragen: „Wo sind Sie gerade?“ und ich versuche, alles möglich
zu machen – für Kunden und Mitarbeiter. Natürlich braucht man
zwischendurch auch mal eine Pause, dafür nehme ich mir jeden
Tag eine Stunde Zeit.
WAS SIND IHRER MEINUNG NACH DIE WICHTIGSTEN ERFOLGSFAKTOREN?
Erfolg basiert für mich auf drei Dingen: Disziplin, Durchhaltevermögen
und Ehrgeiz. Ohne diese Eigenschaften kann man sich
Selbstständigkeit sparen. Der Weg war nicht einfach: Ich habe viele
Entbehrungen erlebt und hatte wenig Zeit für die Familie. Viele erwarten
heute schnellen Reichtum, aber so funktioniert es nicht.
Der Erfolg kommt nach Jahren. Wenn man diese Zeit später Revue
passieren lässt, sieht man, was man alles erreicht hat. Das ist ein
gutes Gefühl. Unsere Umsätze in allen Läden sind heute fantastisch.
Ich sage immer: Man muss nicht gut in der Schule sein – man
muss gut im Leben sein.
WELCHE ROLLE SPIELEN FAMILIE UND MITARBEITER?
Eine entscheidende Rolle. Ohne meine Familie würde das alles gar
nicht funktionieren. Zu jedem erfolgreichen Geschäftsmann gehört
eine starke Frau, die ihm den Rücken stärkt. Meine Frau ist meine
wichtigste Unterstützung, auch wenn sie nicht im Laden selbst
steht. Sie hat einen eigenen Vollzeitjob, aber wenn sie abends
nach Hause kommt, setzt sie sich an meine Ablage, übernimmt
die komplette Büroarbeit: Belege sortieren, Unterlagen für den
Steuerberater vorbereiten, Online-Buchungen abwickeln. Ohne sie
könnte ich das alles nicht schaffen. Mein Sohn hilft mir ebenfalls,
obwohl er noch studiert. Er übernimmt bereits in einer Filiale eine
gewisse Leitungsfunktion. Er hat außerdem schon zwei eigene Gewerbe
und ist mit 21 Jahren bereits unternehmerisch unterwegs.
43
Ein gutes Team: Claudio Costa
und sein Sohn Fabio
Ich glaube, das liegt daran, dass er das alles zu
Hause miterlebt hat. Für ihn war es normal, dass
man morgens früh rausgeht, abends spät heimkommt
und sich reinhängt. Und klar ist: Ohne gute
Mitarbeiter wäre ich verloren. Ich zeige, dass ich
ihre Arbeit wertschätze, versuche, für ein gutes
Betriebsklima zu sorgen. Einige sind seit 17 Jahren
bei mir. Eine Mitarbeiterin zum Beispiel war früher
meine Kollegin, als ich noch bei meinem Onkel und
meiner Tante im Geschäft gearbeitet habe. Heute
bin ich ihr Chef.
Foto: PRvHH
WIE WÜRDEN SIE IHREN PERSÖNLICHEN FÜHRUNGSSTIL BESCHREIBEN?
Ich bin ein Chef, der nah an den Menschen ist. Ich versuche, auf
die Bedürfnisse meiner Mitarbeiter einzugehen. Ich höre zu, finde
Lösungen, auch bei privaten Problemen. Natürlich bin ich auch klar
und direkt, wenn es sein muss. Aber ich denke, meine Mitarbeitenden
wissen, dass sie sich auf mich verlassen können.
WIE GEHEN SIE MIT DEN AKTUELLEN HERAUSFORDERUNGEN DER
MITARBEITERSUCHE UM?
Es ist nicht einfach, gutes Personal zu finden. Das ist ein branchenweites
Problem – und wir spüren es deutlich. Ich suche über alle
Kanäle: Online-Plattformen, persönliche Netzwerke, Empfehlungen.
Ich gebe auch jungen Eltern eine Chance, auch wenn das die Einsatzplanung
deutlich erschwert. Ich frage: Wann kannst du arbeiten?
Dann plane ich den- oder diejenige so ein, dass es mit der
Familie vereinbar ist.
WELCHE PRODUKTE BIETEN SIE IN IHREN LÄDEN AN?
Alle meine Shops bieten Lotto, Presse, Tabakwaren und Geschenkartikel
an. Zwei der vier Läden haben zusätzlich eine Poststelle.
Unsere Geschenkartikel liegen preislich zwischen 10 und 40 Euro,
mit Fokus auf Ruhrpott-Produkten – die sind bei uns sehr beliebt. In
Gelsenkirchen verkaufen sich beispielsweise Schalke-Artikel hervorragend:
Tassen, Schlüsselanhänger, alles in Blau-Weiß. Das ist
emotional aufgeladen. In Dortmund darf man gar nicht erst sagen,
dass man einen Laden in Gelsenkirchen hat – sonst kommen die
Kunden nicht mehr. Und umgekehrt genauso. Fußball ist bei uns im
Ruhrgebiet ja ein ernstes Thema.
WELCHE BEDEUTUNG HAT DAS LOTTO-GESCHÄFT IN IHREM KONZEPT?
Lotto ist ein sehr wichtiges Standbein. Der ältere Kunde spielt regelmäßig
seinen Lottoschein, bei hohen Jackpots kommen auch
viele jüngere Kunden, die Eurojackpot spielen. Das Gesamtangebot
funktioniert gut. Was wichtig ist: Das Lotto-Geschäft bringt Zusatzverkäufe.
Viele Kunden kaufen nebenbei noch Geschenkartikel,
etwa einen Schutzengel oder einen Kalender mit Rubbellosen
als Geschenk. Das ist klassisches Mitnahmegeschäft. Aber das
ganze Konzept funktioniert nur, wenn alle Sortimentsbausteine harmonieren
– denn wir kalkulieren auf Basis des gesamten Portfolios.
WAS VERSTEHEN SIE UNTER GUTEM KUNDENSERVICE?
Ich sage immer zu meinen Mitarbeitern: Ihr müsst Entertainment
bieten. Freundlichkeit, ein lockerer Spruch, echte Nähe – das macht
den Unterschied. Wir kennen viele Stammkunden beim Namen,
wissen, was sie wollen. Jeder Kunde bringt Geld in den Laden,
das darf man nie vergessen. Man muss sich auf die Menschen
einstellen – jeder Tag ist anders. Natürlich sind nicht alle Kunden
freundlich. Aber wir wissen nie, was die Person gerade erlebt hat.
Deshalb behandeln wir alle gleich respektvoll. Manche sagen nur:
„Wie immer.“ Dann wissen wir genau, was sie wollen. Diese Nähe
ist entscheidend, gerade in Zeiten der Digitalisierung, wo vieles anonym
und online läuft. Einige Kunden haben sogar meine Privatnummer
und rufen mich an, wenn sie krank sind: „Herr Costa, ich
kann nicht aus dem Haus, können Sie mir eine Zeitschrift und eine
Stange Zigaretten mitbringen?“ Und ich mach das – nicht immer
sofort, aber wir kriegen das hin. Manche gewöhnen sich allerdings
daran und rufen auch an, wenn sie nicht krank sind. Was soll’s? Ich
sage mir: Das bringt alles Umsatz!
WAS TREIBT SIE PERSÖNLICH AN?
Ich bezahle mich selbst: Wenn ich morgens nicht aufstehe, habe
ich abends nichts zu essen – so einfach ist das. Ich muss funktionieren.
Natürlich habe ich auch Tage, an denen ich mich am
liebsten verkriechen würde. Aber sobald ich im Laden bin, läuft
es wieder. Das ist mein Element. Ich bin mit meinem Geschäft verheiratet,
wie meine Frau sagt. Selbst im Urlaub telefoniere ich mit
meinem Sohn, kläre Dinge mit dem Steuerberater oder mit Banken.
Das gehört zur Selbstständigkeit dazu.
WELCHE ZUKUNFTSPLÄNE HABEN SIE?
Ich plane, weiter zu expandieren, allerdings nicht mehr allein. Mein
Sohn ist ambitioniert und soll stärker eingebunden werden. Ich
könnte mir vorstellen, neue Läden gemeinsam mit ihm zu führen.
Ich will mich mittelfristig aus dem operativen Geschäft zurückziehen.
Ich bin bald 50, und auch wenn ich mich fit fühle, merke
ich, dass dieses Tempo auf Dauer zu viel wird. Langfristig, wenn
ich mal im Ruhestand bin und gesund bleibe, würde ich gerne
ehrenamtlich arbeiten. Ich möchte dann etwas Gutes tun, etwas
zurückgeben.
44
Lekkerland
Foto: ivanmateev – stock.adobe.com
Trends bei Spirituosen
und Spirituosen- Mix-Getränken
Pre-Mixed-Longdrinks sind weiterhin stark gefragt.
Ebenso steigt anteilsmäßig die Nachfrage nach Spirituosen
innerhalb der alkoholischen Getränken.
Ein Griff in die Kühlung, und der Genuss kann beginnen –
Konsumenten lieben fertig gemischte Longdrinks (Premixed
Longdrinks – PMLDs). Bei den Vorlieben zeigt sich Deutschland
zweigeteilt. So sind im Nordosten des Landes von Niedersachsen
bis Brandenburg sowie im Südwesten von Nordrhein-
Westfalen bis nach Baden-Württemberg vor allem PMLDs beliebt,
die nicht auf Cola-Mischungen basieren. In diesen Regionen ist
auch insgesamt die Nachfrage nach PMLDs am stärksten. Dagegen
sind fertige Drinks mit Cola als Mix-Basis in den restlichen
Landesteilen besonders gefragt.
Fruchtig oder zuckerreduziert
Landauf, landab trinkt Kundschaft zunehmend fertig gemischte
Getränke auf der Basis von Wodka und Gin, gern auch in fruchtigen
Geschmacksrichtungen.
Doch auch andere PMLD-Varianten können immer mehr Kunden
überzeugen. So ist Aperol Spritz als fertig gemischter Drink besonders
bei Frauen beliebt. Parallel zum wachsenden Gesundheitsbewusstsein
in der Bevölkerung steigt außerdem die Nachfrage
nach zucker- und kalorienreduzierten PMLD-Optionen. Zudem
wünschen sich zunehmend mehr Verbraucher – vor allem jüngere
– auch alkoholfreie Varianten.
Spirituosen – Klassisch trifft modern
Bei den Spirituosen zählen Wodka Gorbatschow, Jägermeister,
Chantré und Jack Daniel´s national weiterhin zu den stärksten
Marken. Wie bei anderen Sortimenten gilt auch hier, dass das
Angebot zu Lage und Kundenstruktur passen muss. Im Blick
sollten Shop betreiber daher auch regionale Vorlieben haben. Beispiel
Korn: Im Nordwesten Deutschlands beispielsweise ist vor
allem Strothmann beliebt, Oldesloer hingegen im Norden. Nordbrand
und Wilthener sind Marken, die vor allem in den östlichen
Bundes ländern gefragt sind.
Ausgehend von einem stimmigen Grundsortiment sollte immer
mal wieder etwas Neues ausprobiert werden. Klare und Kräuter-
Spirituosen machen oftmals den Schwerpunkt im Sortiment aus
und sind teilweise überrepräsentiert. Auch im Unterwegskonsum
sollte darauf geachtet werden, die Beliebtheit von Aperitifs, Likören
und Whisky in Umsatzchancen zu verwandeln. Den Hauptanteil
der Spirituosen im Unterwegskonsum nehmen weiterhin Produkte
aus der Kassenzone im Format 0,1 bzw. 0,2 Liter ein.
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