VisanaForum 2/2025
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Ausgabe 2/25
forum
MUJINGA KAMBUNDJI
Über Schwangerschaft
und Spitzensport
FAMILIE
So sind alle gut
versichert
VIVA
Das Spital bei
Ihnen zu Hause
1
Was zahlt die Krankenversicherung
während der Schwangerschaft?
«Während der Schwangerschaft und bis acht
Wochen nach der Geburt übernimmt die Grundversicherung
bestimmte Leistungen ohne
Franchise und Selbstbehalt. Etwa Kontroll- und
Ultraschalluntersuchungen, Erst-Trimester-Test,
Geburtsvorbereitung, Entbindung
und Nachsorge. Frauenärztin,
Hebamme und Spital sind frei
wählbar. Es ist empfehlenswert,
sich frühzeitig zu informieren
und mit einer Zusatzversicherung
weitere
Bedürfnisse abzudecken.»
Ab wann braucht das Baby eine
Versicherung?
«Grundsätzlich ab Geburt. Spätestens
drei Monate später muss ein Neu geborenes
bei einer Krankenkasse gegen Krankheit
und Unfall versichert sein. Es ist
aber ratsam, das Baby schon während der
Schwangerschaft vorgeburtlich anzumelden.
Gemacht ist gemacht. Und das Baby ist
garantiert ab der Geburtsminute versichert,
was spätere Diskussionen verhindern
kann.»
Drei Fragen
zu Versicherungsleistungen während Schwangerschaft und Geburt
an Michael von Arx, Leiter Produkte, Services und Partner Visana
Was ist bei Kindern anders als
bei Erwachsenen?
«Die Prämien für Kinder werden separat
festgelegt und sind deutlich tiefer als die
für Erwachsene. Ausserdem können Kinder
ab Geburt und bis zur Volljährigkeit ohne
Franchise versichert werden. Die Eltern beteiligen
sich also nur mit dem Selbstbehalt,
und das bis zu maximal 350 Franken pro
Jahr. Wer eine günstigere Prämie will, kann
freiwillig eine Franchise bis 600 Franken
wählen.»
ab Seite 10
2
Liebe Leserin,
lieber Leser
In dieser Ausgabe nehmen wir Sie mit auf Hausbesuch
im Jurabogen. Mit Hospital@Home im
Rahmen des vollintegrierten Versicherungsmodells
VIVA geht Visana in der Gesundheitsversorgung
einmal mehr neue Wege: Um den
Spitalaufenthalt zu verkürzen, kommt das Spital
kurzerhand zu den Versicherten nach Hause.
Das ermöglicht es den Patientinnen und Patienten,
für die Behandlung im vertrauten Umfeld
zu bleiben – in den eigenen vier Wänden und bei
der Familie.
Gesundheit und Familie sind etwas vom Wichtigsten
überhaupt. Darum ist es für Visana ein
Privileg und ein grosser Vertrauensbeweis, wenn
Sie uns Ihr Wohlergehen und das Ihrer Liebsten
anvertrauen – ganz besonders gilt das, wenn sich
Nachwuchs ankündigt. Über diese sehr spezielle
Zeit im Leben haben wir mit der Sprinterin
Mujinga Kambundji gesprochen, die im November
ihr erstes Kind erwartet. Für sie und alle anderen haben wir in dieser Ausgabe ausserdem
allerlei Interessantes und Nützliches rund ums Thema Familienzuwachs zusammengetragen
– unter anderem die Antworten auf die wichtigsten Versicherungsfragen.
Damit unsere Dienstleistungen für Klein und Gross bequem und jederzeit verfügbar sind,
haben wir in den letzten Monaten unsere Website komplett überarbeitet. Unsere digitalen
Services sind praktisch und helfen, Papier zu sparen.
Sie können zudem von attraktiven Angeboten profitieren, sich gut unterhalten mit dem
Sudoku, der Kolumne, die Autor und Kabarettist Bänz Friedli jeweils für uns schreibt, oder
mit der Playlist, die dieses Mal von Müslüm kommt.
Ich wünsche Ihnen eine angeregte Lektüre und eine schöne Herbstzeit!
Herzlich grüsst Sie
Ihr Angelo Eggli, CEO
GUT ZU WISSEN
Häufige Fragen
Haben Sie Fragen zu Ihrer Versicherung? Wir
helfen Ihnen gerne weiter. Auf Ihrer Police
finden Sie die Telefonnummer und Adresse
Ihrer Kontaktperson. Antworten auf viele Fragen
finden Sie auch auf visana.ch/faq.
Visana-Agenturen
Die Kontaktdaten unserer Agenturen und
Leistungszentren finden Sie auf
visana.ch/agenturen.
Hotline
Unsere Servicehotline ist unter 0848 848 899
erreichbar. Die Nummer der Hotline befindet
sich auf der Vorderseite Ihrer Versichertenkarte.
Telemedizinische Beratung mit Medi24
Zur Grundversicherung bei Visana gehört
die kostenlose medizinische Beratung unter
0800 633 225 – 365 Tage im Jahr, rund
um die Uhr.
Notfälle im Ausland
Die Visana-Assistance hilft Ihnen rund um die
Uhr unter +41 (0)848 848 855. Sie finden diese
Nummer auch auf der Rückseite Ihrer Versichertenkarte.
Gesundheitsrechtsschutz
Schadenersatzansprüche beim Gesundheitsrechtsschutz
können Sie unter 031 389 85 00
geltend machen.
myVisana und Visana-App
Mit dem Online-Kundenportal myVisana
(myvisana.ch) und der Visana-App haben
Sie jederzeit Zugriff auf Ihre Versicherungsdokumente.
Wellness-Schecks:
350 Franken für Ihre Gesundheit
Mit den Wellness-Schecks unterstützt Visana Ihre Gesundheit
und Ihr Wohlbefinden. Wir beteiligen uns damit an Fitness-Abos,
Eintritten in Saunas und Bäder oder Sportkursen. Neu unterstützen
wir auch Live-Streaming-Angebote. Wie und wo Sie die Bons
im Gesamtwert von 350 Franken einsetzen, entscheiden Sie.
So einfach geht’s:
1 Melden Sie sich für einen Gesundheitskurs oder ein Fitness-
Programm Ihrer Wahl an. Sie sehen auf den einzelnen Wellness-Schecks,
welche Kurse wir unterstützen.
2 Senden Sie uns die Rechnung mit Name, Versichertennummer,
Kurzbeschrieb der Aktivität, Kursdaten, Durchführungsort,
Kosten, Stempel und Unterschrift des Rechnungsstellers.
Am einfachsten geht das über die Visana-App.
3 Nach Prüfung der Unterlagen erstatten wir Ihnen die entsprechende
Schecksumme zurück.
Gerne empfehlen wir Ihnen zwei unserer Partner-Angebote, bei
denen Sie von einem Spezialpreis profitieren:
myClubs
Gestalten Sie Ihr Traing flexibel und abwechslungsreich.
Mit myClubs haben Sie die Wahl zwischen
zahlreichen Sportarten und Anbietern.
Fitpass
Erhalten Sie mit nur einem Abo Sport und Wellness
ohne Limit. Mit Fitpass stehen Ihnen Fitness- und
Sportanlagen in der ganzen Schweiz offen.
Foto: Gian Losinger
Impressum: «VisanaForum» ist eine Publikation der Visana-Gruppe. Das
Magazin «VisanaFourm» erscheint zweimal jährlich in Deutsch, Französisch
und Italienisch. Redaktion: Nicolas Hausammann, Josko Pekas. Adresse:
VisanaForum, Weltpoststrasse 19, 3000 Bern 16. E-Mail: forum@visana.ch.
Gestaltung / Layout: muellerluetolf.ch. Fotos: Mauro Mellone, Visana, zVg.
Druck: Courvoisier-Gassmann S. A., Biel. Internet: visana.ch. Adressänderungen:
Falls Ihre Adresse falsch ist oder Sie ungewünscht mehrere
Ausgaben erhalten, melden Sie sich bitte bei Ihrer Visana-Agentur (Adresse
und Telefonnummer finden Sie auf Ihrer Police).
Ausgabe 2/25
4
Die Wellness-Schecks können von allen Versicherten mit
den Zusatzversicherungen Ambulant, Basic, Basic Flex oder
Managed Care Ambulant beansprucht werden.
Weitere Informationen zu den Wellness-
Schecks finden Sie auf
≥ visana.ch/wellness-schecks
Fotos: Athle.ch
KURZ & BÜNDIG
PLAYLIST
von Müslüm,
Künstler
Das war der Visana Sprint 2025
Tempo, Spannung und Emotionen: Der beliebte Sprint-Nachwuchswettbewerb
für Kinder von 7 bis 15 Jahren begeisterte
wieder Familien in der ganzen Schweiz. An den über 200 lokalen
Ausscheidungen, 26 Kantonalfinals und dem grossen Schweizer
Final in Luzern wurden mehr als 40000 Sprints absolviert und
stolze 1458 Medaillen vergeben.
Autogramme von der Weltmeisterin: Für viele Kinder war der
Höhepunkt die Begegnung mit Sprintstar Mujinga Kambundji.
Die Visana-Botschafterin war auch in diesem Jahr an vielen
Events dabei, nahm sich Zeit für Autogramme und sorgte für
strahlende Gesichter.
Spiel und Spass: Bei der beliebten Hangman Challenge wurden
über 100 neue Rekorde aufgestellt. Tausende Portionen Softeis
und Bratwürste sorgten für die verdiente Stärkung, und dank
vieler Visana-Geschenke leuchteten die Kinderaugen noch ein
bisschen mehr. Besonders kreativ zeigten sich die jungen Fans
mit Hunderten selbst gestalteten Plakaten.
Nach dem Sprint ist vor dem Sprint: 2026 geht’s weiter. Wir
freuen uns schon jetzt auf viele schnelle Kinder und unvergessliche
Momente – wenn es wieder heisst: Wie schnäu bisch?
Mehr Infos und Impressionen:
≥ visanasprint.ch
EUPHORISIEREND
JUNGLE
Back on 74
ANREGEND
SATELLITE
STRFKR
BEWUSSTSEINSERWEITERND
SÜPERVITAMIN
Müslüm
BEGLÜCKEND
CINDERELLA
Remy Wolf
MITREISSEND
GOD GAVE ME FEET FOR DANCING
Ezra Collective, Yazmin Lace
ERLEUCHTEND
TIME
Khruangbin
ELEKTRISIEREND
ELECTRIC FEEL
MGMT
HERZÖFFNEND
THE SMILE OF RITA
Ibrahim Maalouf
INSPIRIEREND
TAMALLA
Vieux Farka Touré, Khruangbin
RAUSCHARTIG
LA BAMBELE
Müslüm
Müslüms Playlist auf Spotify
© raetsel.ch 1866501
7 3 9 5 8 4 6 2 1
6 1 5 3 2 7 8 4 9
2 4 8 9 6 1 5 7 3
1 8 3 2 4 9 7 6 5
5 6 7 1 3 8 2 9 4
9 2 4 6 7 5 3 1 8
4 9 2 7 5 3 1 8 6
8 5 6 4 1 2 9 3 7
3 7 1 8 9 6 4 5 2
raetsel.ch 1868172
Lösung SUDOKU Seite 16
5
INTERVIEW
Fotos: Mauro Mellone
«Meine Familie steht schon
in den Startblöcken»
Mujinga Kambundji, eine der schnellsten Frauen der Welt, erwartet ihr erstes Kind –
und plant schon das Comeback. Im Interview spricht die überglückliche Berner Sprinterin
über den Stand der Baby-Vorbereitungen, einen besonderen Sommer
und ihre sportlichen Ambitionen.
6
Mujinga, herzliche Gratulation! Wie geht es dir?
Gut, danke. Ich bin mittlerweile im siebten Monat,
und bis jetzt verläuft zum Glück alles ohne Komplikationen.
Und ohne «spezielle Gelüste». Ich habe zwar
manchmal – zum Beispiel am Morgen – ein bisschen
mehr Hunger, aber sonst läuft alles noch recht normal.
Wie hast du erfahren, dass du schwanger bist?
Das war in China, kurz vor einem Wettkampf. Ich
hatte zwar so ein Gefühl, aber gerade keinen Test zur
Hand. Irgendwann fand ich eine Apotheke, musste aber
zuerst die Gebrauchsanweisung mit Google übersetzen.
Fehlt dir der Wettkampf?
Ein bisschen schon, aber gleichzeitig geniesse ich es
gerade, dass mein Alltag jetzt anders ist. Ich trainiere
zwar weiter, aber ohne Wettkampfdruck. Sonst dreht
sich alles immer um Wettkämpfe, Trainings und die Erholung,
die es nachher oder vorher braucht. Das ist anstrengend
und fällt jetzt weg.
Was bedeutet das?
Ich esse jetzt an einem Geburtstagsfest auch Kuchen
(lacht). Ich habe gerade viel mehr Zeit und Energie für
Sachen, die sonst im Sommer nicht drinliegen – andere
«Jetzt habe ich mehr Zeit und Energie für Sachen,
die sonst nicht drinliegen.»
Dann hatte ich die Bestätigung. Ich war überglücklich,
blieb aber trotzdem auf den Wettkampf fokussiert.
War für dich immer klar, dass du Kinder willst?
Ja. Ich bin in einer grossen Familie aufgewachsen,
auch darum war das für mich eigentlich schon immer
klar. Aber im Sport brauchst du deinen Körper und
überlegst es dir deshalb natürlich schon zweimal, wenn
es um den Kinderwunsch geht. Wäre ich nicht Spitzensportlerin,
hätte ich schon längst Kinder.
Jetzt ist also der richtige Zeitpunkt?
Ja, wenn es überhaupt so etwas wie einen «richtigen»
Zeitpunkt gibt. Man kann nicht alles planen. Aber
für mich war schon länger klar, dass ich meine Karriere
sicher bis mindestens 2028 fortsetzen will und dass darum
zwischen 2024 und 2026 ein guter Zeitpunkt wäre.
Wir haben entschieden, dass es jetzt passt.
Mit einer Schwangerschaft gibt man die Kontrolle
über den eigenen Körper teilweise ab. Ist das
für eine Spitzensportlerin besonders schwierig?
Ich wusste ja, worauf ich mich einlasse. Natürlich
verändert sich der Körper, und gewisse Dinge wie Wettkämpfe
sind in der Schwangerschaft halt nicht mehr
auf demselben Niveau möglich. Eine Schwangerschaft
ist nicht das Ende einer Sportkarriere, sondern einfach
eine Pause von rund einem Jahr. Mehrere Sprinterinnen
haben auch nach einer Geburt WM- und Olympiamedaillen
gewonnen, 35-Jährige laufen Spitzenzeiten.
Das macht Mut.
Sportveranstaltungen besuchen, zum Beispiel. Im Juli
war ich in Gstaad Beachvolleyball schauen und habe unsere
Fussball-Nati im Stadion unterstützt. Auch einfach
einmal ganz normal Ferien machen auf Sardinien und
eine ganze Woche lang nicht trainieren – das geniesse
ich.
Aber du trainierst weiterhin regelmässig?
Ja, vier- statt fünfmal pro Woche und natürlich weniger
intensiv. Es geht jetzt mehr darum, die Basis zu erhalten,
damit ich nächstes Jahr schnell wieder zurück
bin. Das Training macht mir nach wie vor Spass. Ich bewege
mich gerne, und es ist auch gut fürs Baby, da ich
bisher zum Glück einen so guten Verlauf habe.
Und wenn das Kind da ist: Weisst du schon, wie
du alles unter einen Hut kriegst?
Ich weiss, dass das eine Herausforderung wird. Wie
bei allen anderen auch. Aber ich habe ein super Umfeld.
Meine Familie wohnt ganz in der Nähe, und die meines
Partners wird uns auch viel unterstützen. Ich werde auf
Hilfe angewiesen sein – für Erholung, Organisation, Kinderbetreuung.
Es sind auf jeden Fall alle vorgewarnt. Sie
stehen quasi schon in den Startblöcken (lacht).
Ist es ein Vorteil, dass dein Partner als Coach so
eng in deinen Alltag eingebunden ist?
Auf jeden Fall. Er kennt meine Trainings und mich,
weiss, wie es mir geht. Er sieht auch, wenn etwas einmal
nicht möglich ist. Wir haben ein gutes Verständnis füreinander,
und er kann auch einmal etwas übernehmen
7
ZUR PERSON
Mujinga Kambundji (33) wuchs als
zweitälteste von vier Schwestern in
Liebefeld auf. Mit 15 Jahren wurde sie
erstmals Schweizer Meisterin, später
feierte sie internationale Erfolge über
60, 100 und 200 Meter. Sie ist unter
anderem zweifache Hallenweltmeisterin
und hat bei grossen Titelkämpfen
insgesamt elf Medaillen gewonnen.
Die dreifache Schweizer Sportlerin
des Jahres lebt mit ihrem Partner –
der auch ihr Coach ist – in Wabern.
«Für mich ist klar: Ich komme zurück,
auf dem gleichen Niveau – oder besser.»
für mich. Als Einzelsportlerin bin ich im Vorteil: Nach
einer kurzen Nacht kann ich das Training auch einmal
auf den Nachmittag verschieben.
Was war es für ein Gefühl, als du zum ersten
Mal den Ultraschall gesehen hast?
Wunderschön! Das ist der Moment, in dem du wirklich
realisierst: Da ist ein kleiner Mensch. Vorher weisst
du es zwar und hast ein Körpergefühl – aber noch kein
Bild. Später, wenn man die Bewegungen spürt, wird es
noch konkreter.
Wie sieht es mit Kinderzimmer, Namen und der
berühmten Spitaltasche aus?
Nein, die Tasche ist noch nicht gepackt. Das Geschlecht
wissen wir zwar, behalten es aber noch für uns.
Was den Namen angeht, sind wir dran (schmunzelt).
Und die Anmeldung bei der Krankenkasse?
Die haben wir gerade gemacht. Anderes lassen wir
auf uns zukommen. Momentan bin ich noch sehr mit
anderem beschäftigt und an vielen Events dabei.
Du kommst an viele Visana Sprints?
Ich finde es schön, den Nachwuchs zu erleben, der
vielleicht einmal gross rauskommt. Gerade jetzt, wo ich
keine Wettkämpfe habe, ist das eine tolle Abwechslung.
Hast du das Gefühl, dass die Schwangerschaft
dich als Sportlerin verändert?
Sie verändert den Rhythmus – klar. Aber nicht meine
Ambitionen. Dass viele Athletinnen diesen Weg schon
erfolgreich gegangen sind und es geschafft haben, gibt
mir Zuversicht. Ich habe mich zum Beispiel mit Belinda
Bencic und Joana Mäder ausgetauscht. Auch in meinem
privaten Umfeld sprechen wir viel über das Thema,
meine Schwester hat selbst zwei Kinder. Das hilft, sich
das Leben als sportliche Mutter besser vorzustellen. Für
mich ist klar: Ich komme zurück, auf dem gleichen Niveau
– oder besser.
8
Foto: Patric Spahni
Save the Date:
26. 2. 2026
«Bildung Zukunft Schweiz»
Visana engagiert sich für den Spirit of Bern, der jedes Jahr Wirtschaft, Wissenschaft und
Politik zusammenbringt. Der Anlass im Februar 2026 steht ganz im Zeichen der Bildung.
IIn einer rasant sich wandelnden und zunehmend
digitalisierten Welt bekommt Bildung eine immer
grössere Bedeutung – für die Wirtschaft und für die Gesellschaft.
Bildung ist nicht nur die Grundlage für Innovation
und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit,
sondern auch für soziale Gerechtigkeit und gesellschaftliche
Teilhabe.
Für ein rohstoffarmes Land wie die Schweiz sind gut
ausgebildete, innovative Fachkräfte umso wichtiger. Eine
qualitativ hochstehende Volksschule, das duale Bildungssystem
und international herausragende Hochschulen
haben uns stark gemacht. Um auch in Zukunft zur Weltspitze
zu gehören, braucht unser Bildungssystem verlässliche
Rahmenbedingungen und die nötigen Freiräume.
Bildung stärkt auch die Gesundheitskompetenz: Wer
gut informiert ist, trifft bewusstere Entscheidungen für
ein gesundes Leben. Deshalb ist Bildung auch für uns als
Krankenversicherer ein wichtiges Thema – sie ist auch
der Schlüssel zu Prävention, Eigenverantwortung und
langfristigem Wohlbefinden.
Wie bleibt das Schweizer Bildungssystem international
konkurrenzfähig, und wie sichern wir die Qualität
auf allen Stufen langfristig? Garantiert unser Bildungssystem
Chancengerechtigkeit, und wie durchlässig ist
es wirklich? Was bedeutet Bildung im 21. Jahrhundert
– und wie bereiten wir uns auf unbekannte Zukunftsszenarien
vor? Wie begegnen wir dem zunehmenden Fachkräftemangel?
Diese und ähnliche Fragen stehen am Donnerstag,
26. Februar 2026 im Kursaal Bern im Mittelpunkt.
Der Spirit of Bern richtet sich an ein interessiertes
Publikum und bietet die einmalige Gelegenheit, Denkanstösse
zu erhalten, Kontakte zu knüpfen und sich inspirieren
zu lassen.
Visana-Kundinnen und -Kunden
können vergünstigte Tickets kaufen
für 220 statt 290 Franken. Scannen Sie
den QR-Code, um Tickets zu bestellen.
Spirit of Bern
DONNERSTAG, 26. FEBRUAR 2026
Bildung Zukunft
Schweiz
Seit 2016 organisiert die breit abgestützte Stiftung
Spirit of Bern jährlich eine hochkarätige Veranstaltung,
die Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft
und Politik zusammenbringt. Bei dem eintägigen
Event geht es darum, gesellschaftlich relevante
Themen aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten
und zu diskutieren und mögliche Lösungswege
aufzuzeigen. Dabei treffen renommierte Referentinnen
und Referenten wie Thomas Zurbuchen, Katja
Gentinetta oder Richard David Precht auf junge
Talente aus der Wissenschaft und der Start-up-Szene.
9
XXXXXXXXXXX
Alles rund ums Baby
Schwangerschaft und Geburt sind für die werdenden Eltern ein ganz spezieller Lebens_abschnitt
– unvergesslich, hoffentlich wunderschön und auf jeden Fall sehr intensiv. Es gibt viel zu
tun, zu entscheiden und zu erledigen. Bevor das Baby da ist – und nachher erst recht.
Statistik
Im letzten Jahr sind in der Schweiz
78081 Babys geboren worden – so wenige
wie nie in den letzten zehn Jahren.
51,2 Prozent der Neugeborenen waren
Mädchen und 48,8 Prozent Jungen.
Im Durchschnitt bringt eine Frau
1,33 Kinder zur Welt. Auch das ist ein
historischer Tiefstand.
Hitparade
Seit über 30 Jahren
publiziert der Bund
jährlich die Hitparade
der beliebtesten
Vornamen. Sie ist
ein Spiegel unserer
Gesellschaft – und
1.
2.
Noah
Liam
Mia
Emma
Quelle der Inspiration
für künftige Eltern.
3.
Matteo
Sofia
10
Farben
Blau für Jungs, Rosa für
Mädchen: Vor hundert Jahren war das
noch umgekehrt. Die Signalfarbe Rot,
Zeichen für Männlichkeit und Stärke, und
Rosa – das «kleine Rot» – waren Buben
vorbehalten. Mädchen wurden gerne in
liebliches Himmelblau gekleidet.
Knochen
Erwachsene haben 206, ein
Neugeborenes über 300. Viele
Knochen – auch der Schädel –
bestehen anfangs aus mehreren
Teilen, damit sie durch den engen
Geburtskanal passen. Später
wachsen sie zusammen.
Storch
Der Mythos, dass der Klapperstorch
die Babys bringt, ist vor allem
im deutschsprachigen Raum
bekannt. Entstanden ist er
im 18. Jahrhundert, damit
man den Kindern nicht
die Wahrheit sagen
musste. Als Symbol
für Glück und
Fruchtbarkeit war
Meister Adebar zum
Baby-Spediteur prädestiniert.
Ausserdem
war er bei uns heimisch
und gross genug, sodass
das Märchen glaubhaft
wirkte.
Stamm
Nestbau
Namen aussuchen, Zimmer streichen, süsse Strampler besorgen – das ist wichtig.
Auch organisatorisch gibt es für einen guten Start einiges vorzubereiten.
• Anmeldung bei der Krankenkasse
• Kinderzulagen beantragen
• Hebamme fürs Wochenbett engagieren
• Kinderärztin (in der Nähe) suchen
• Kinderbetreuung organisieren
Geschrei
Ist ein Baby hungrig,
unzufrieden oder ist seine
Windel voll, macht es sich
akustisch bemerkbar. Dabei
erreicht es eine Lautstärke von
bis zu 120 Dezibel. So laut wie
ein Presslufthammer.
Ernährung
Schwangere essen für zwei, heisst es. Dabei ist der
Kalorienbedarf in der Schwangerschaft nur wenig höher.
Das Baby braucht aber viel Mineralstoffe und Vitamine,
was bei der Mutter einen Mangel auslösen kann.
Tipps:
• Ausgewogene Ernährung mit hohem Nährwert
• Kleine Mahlzeiten auf den Tag verteilen
• Viel trinken (Wasser, ungesüssten Tee)
• Viel Mineralstoffe und Vitamine
(Magnesium, Eisen)
• Besonders auf
Hygiene achten
Kaiserschnitt
Rund 30 Prozent der Kinder kommen so zur Welt,
geplant oder als Notfall. Der Ursprung des Begriffs
ist nicht ganz klar. Die «Sectio caesarea» verdankt
ihren Namen wohl dem lateinischen «caedere»
(schneiden) und der Legende, dass Julius Cäsar
durch einen solchen Eingriff zur Welt kam.
Das bietet Visana
Bei Visana sind Sie und Ihr Baby umfassend versichert –
vor, während und nach der Geburt.
Geschenk: Wir schicken Ihnen eine kleine Überraschung
für Ihr Neugeborenes.
Geburtspauschale: Bei einer Hausgeburt oder einer ambulanten
Geburt im Spital oder im Geburtshaus profitieren
Sie von einer Geburtspauschale von bis zu 1500 Franken.
Schwangerschafts- und Rückbildungsgymnastik: Wir bezahlen
bis zu 90 Prozent an Schwangerschaftsgymnastik
und Rückbildungskurse (maximal 300 Franken).
Kurse für die ganze Familie: Nutzen Sie unsere Wellness-
Schecks für die körperliche und geistige Regeneration
nach der Geburt – oder für Ihr Baby.
baum
Quellen: BFS, Swissmom, SGE, SRF, Famigros
Illustrationen: muellerluetolf.ch / Samira Oschounig
Familienversicherung: Wenn Sie mehrere Kinder bei uns
versichern, profitieren Sie bei Grund- und Zusatzversicherung
von attraktiven Rabatten. Inbegriffen sind Reiseversicherung
sowie Gesundheits-Rechtsschutzversicherung.
SERVICE
Haben Sie Fragen zu Ihrer
Krankenversicherung?
Schon bald werden die Krankenversicherungsprämien fürs nächste Jahr kommuniziert. Wir
haben für Sie die Antworten auf die häufigsten Fragen zusammengetragen – damit Sie für
den Prämien-Herbst gerüstet und vor allem weiterhin gut versichert sind.
Wann erhalte ich die neue Prämie?
Wir schicken Ihnen die neue Police für die Grundversicherung
spätestens Ende Oktober.
Wie kann ich Prämien sparen?
Mit einem Sparmodell profitieren Sie von einer
günstigeren Prämie. Ebenfalls positiv wirkt sich
eine höhere Franchise aus – mit dem Risiko, dass Sie
im Krankheitsfall mehr bezahlen. Familien mit derselben
Police profitieren von Rabatten, und je nach
wirtschaftlichen Verhältnissen haben Sie Anspruch
auf Prämienverbilligung. Informieren
Sie sich bei Ihrem Wohnkanton.
Mehr Spar- und Optimierungstipps:
≥ visana.ch/sparen
Welche Franchise ist für mich die richtige?
Die tiefste Franchise ist 300 Franken, die höchste
2500 Franken. Eine tiefe Franchise ist empfehlenswert,
wenn Sie mit hohen Gesundheitskosten rechnen oder
wenn für Sie eine geringe Kostenbeteiligung im Krankheitsfall
wichtig ist. Eine hohe Franchise sollten Sie nur
wählen, wenn Sie diesen Betrag im Krankheitsfall aufbringen
können.
Was muss ich beachten, wenn ich die Franchise
ändern will?
Wenn Sie fürs nächste Jahr eine tiefere Franchise
wollen, können Sie uns das bis Ende November schriftlich
mitteilen. Für eine Erhöhung haben Sie bis Ende
Dezember Zeit.
Was ist die freie Arztwahl?
Das ist die Standardvariante der
Grundversicherung. Im Krankheitsfall
ist es Ihnen überlassen, ob Sie sich an
Ihren Hausarzt oder direkt an eine Spezialistin
wenden.
Welche anderen Modelle
gibt es?
Wenn Sie auf die freie Arztwahl
verzichten, profitieren Sie von günstigeren
Prämien. Bei Visana können
Sie in der Grundversicherung ein
Hausarzt-, Telemedizin- oder Kombimodell wählen. Ein
Wechsel ist ebenfalls bis Ende November aufs neue Jahr
hin möglich.
Was tut Visana, um Prämien zu senken?
Bei Visana kontrollieren wir alle Rechnungen konsequent
und haben so letztes Jahr über 500 Millionen
Franken zugunsten unserer Versicherten eingespart.
Was ist VIVA?
Im Jurabogen und im Tessin können Sie bei
Visana das Grundversicherungsmodell VIVA wählen.
Sie erhalten umfassende Checks und Beratung sowie
Zugang zu einer Hausärztin oder einem Hausarzt, die
oder der alle Behandlungen in einem überregionalen
Gesundheitsnetz koordiniert. So beziehen
Sie alle Leistungen gut aufeinander
abgestimmt aus einer Hand.
Mehr zu VIVA: ≥ viva-health.ch/de
12
Illustrationen:
muellerluetolf.ch / Samira Oschounig
Wir setzen uns auch mit Innovationen gegen die steigenden
Kosten ein: Unser Fokus liegt auf dem Modell
der integrierten Versorgung, das wir mit dem Grundversicherungsmodell
VIVA lanciert haben.
Bis wann kann ich den Versicherer wechseln?
Sie haben wie immer bis Ende November Zeit, Ihren
Versicherer in der Grundversicherung zu wechseln. Für
Zusatzversicherungen gelten andere Regeln.
Muss ich mich gegen Unfall versichern?
Nichterwerbstätige – auch Kinder – müssen die
Unfalldeckung über ihre Krankenkasse abschliessen.
Arbeitnehmende sind bereits über ihren Arbeit geber
gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert. Achten
Sie darauf, dass Sie nicht doppelt versichert sind.
Brauche ich eine
Zusatzversicherung?
Mit einer Zusatzversicherung
decken Sie Risiken oder Zusatzleistungen
ab, die von der Grundversicherung
nicht oder nur teilweise
übernommen werden
– etwa bei Zahnbehandlungen,
Alternativmedizin, Komfortleistungen
im Spital oder
Reiseimpfungen. Ausserdem
beteiligt sich Visana mit
Wellness-Schecks an den Kosten
für Fitness-Abos, Wellness-Angebote
und Sportkurse.
Was ist myPoints?
Mit unserem Bonusprogramm
zählt Ihr Smartphone
oder Ihre Smartwatch
jede sportliche
Aktivität. So sammeln
Sie Punkte, die bis zu
120 Franken pro Jahr
wert sind. Mitmachen können alle,
die bei Visana zusatzversichert sind.
Hängen Grund- und
Zusatzversicherungen zusammen?
Nein, Sie können den Versicherer für die Grundversicherung
unabhängig von bestehenden Zusatzversicherungen
wählen. Aber es ist einfacher, alles aus einer
Hand zu haben.
Brauche ich zusätzlich eine Zahnversicherung?
Die Grundversicherung übernimmt Zahnarztkosten
nur in Ausnahmefällen. Gewöhnliche Behandlungen
sowie Zahnspangen
oder andere Zahnkorrekturen
sind nicht gedeckt.
Weil das oft sehr
kostspielige Behandlungen
sind, ist eine Zusatzversicherung
gerade für
Kinder sehr empfehlenswert.
Bei mehreren
Kindern profitieren Sie
von attraktiven Rabatten.
Was tut Visana für Familien?
Mit einem Kind nehmen die Verantwortung und
das Bedürfnis nach Sicherheit zu. Auch bei Visana
arbeiten viele Mamis und Papis. Darum wissen
wir genau, was eine Familie braucht: unkomplizierten
Service, individuelle Leistungspakete, familienfreundliche
Preise und praktische Zusatzleistungen.
Mehr zu unserer
Familienversicherung:
≥ visana.ch/familie
Haben Sie die Antwort auf Ihre Frage nicht gefunden?
Dann wenden Sie sich an Ihre Beraterin
oder Ihren Berater bei Visana – oder schicken
Sie uns die beigelegte und vorfrankierte Postkarte
zurück. Wir nehmen gerne mit Ihnen
Kontakt auf.
13
HOSPITAL@HOME
Das Spital zu Hause
Ein neues Konzept im Rahmen der vollintegrierten Versorgung VIVA verbessert
das Wohlbefinden der Patienten und hilft, Kosten zu sparen.
VIVA
Tavannes, Tramelan, Saint-Imier, Moutier und
von dort zurück nach Tavannes: Fast jeden Tag
ist Aurore Kauffmann, Pflegefachfrau beim Réseau de
l’Arc, im Rahmen eines Pilotprojekts im Jurabogen unterwegs.
Hospital@Home, also das «Spital zu Hause», ist
Teil der vollintegrierten Versorgung VIVA von Visana.
Es geht darum, einen Aufenthalt im Spital zu vermeiden
oder zu verkürzen.
Patientinnen und Patienten erhalten zu Hause die
gleiche medizinische Behandlung und Pflege wie im Spital,
wobei die jeweilige Abteilung die medizinische Verantwortung
übernimmt. Ist die Behandlung beendet,
erfolgt ein Spitalaustritt – ebenfalls daheim. Mit einem
Austrittsbericht und einer Übergabe an die Hausärztin
oder die Spitex wird sichergestellt, dass im Anschluss
die optimale Pflege zu Hause gewährleistet ist.
In der Schweiz ist das Konzept neu. Die Swiss Hospital
at Home Society wurde erst vor rund zwei Jahren
gegründet. Das zeigt, wie das Réseau de l’Arc, das im Oktober
2023 seine Arbeit aufnahm, Pionierarbeit leistet.
Zum Dienst gehören fünf Pflegefachpersonen, vier Ärzte
und ein Assistenzarzt sowie ein Apotheker.
Das Herzstück sind die Pflegefachpersonen. Um
7 Uhr hat Aurore Kauffmann noch etwas Zeit, um die
letzten Details ihrer Patiententour vorzubereiten. Die in
Bei der VIVA-Grundversicherung mit vollintegrierter
Versorgung stehen das Gesundbleiben
und das Gesundwerden im Zentrum. Alle
medizinischen Leistungen, von der Grundversorgung
über Spitalleistungen bis hin zu Spitex und
Pflege im Alter, werden zentral aus einer Hand
erbracht und durch persönliche Gesundheitskoordinatoren
begleitet. Visana bietet VIVA
schon im Jurabogen und im Tessin an, es kommen
immer mehr Regionen dazu.
Frankreich diplomierte Pflegefachfrau bildete sich am
Unispital in Lausanne weiter und stiess vor anderthalb
Jahren zum Team. Sie fühlte sich rasch wohl: «Hospital@Home
setzt eine vertrauensvolle Beziehung und
gegenseitiges Wohlwollen zwischen Patientinnen und
Pflegepersonal voraus», ist sie überzeugt.
Kurz vor 8 Uhr ist Abfahrt nach Tramelan, wo Aurore
Kauffmann den 80-jährigen Janos besucht. Er leidet an
einer Herzdekompensation, einer bei älteren Menschen
verbreiteten Krankheit. Sein Zuhause zeugt von seiner
Leidenschaft für die Musik und das «Werkeln»: Auf seinen
Schränken thront hier ein Flügelhorn, und dort stehen
eindrückliche Schiffs- und Flugzeugmodelle – etwa
die Kolumbus-Karavelle oder das legendäre Flugzeug
von Louis Blériot.
Aber das gehört alles der Vergangenheit an. Die Gegenwart,
der langsame Verlust seiner Selbständigkeit,
drückt Janos aufs Gemüt. Plötzlich fliessen Tränen.
Aurore Kauffmann ist sofort zur Stelle und legt ihm
tröstend den Arm um die Schulter. Dann folgen die
Routinekontrollen. «Wie geht es mit den Schwindelanfällen?»,
fragt sie. «Etwas besser als gestern, es könnte
schlimmer sein», antwortet Janos.
Er ist sehr froh, dass er nach einem dreiwöchigen
Spitalaufenthalt früher als geplant in sein Zuhause zurückkehren
konnte und die Spitalbehandlung zu Hause
abschliessen kann. «Im Spital spürte ich den Stress des
Betriebs, hier können mir meine Frau und die Nachbarn
helfen.»
Aurore Kauffmann erweckt nie den Eindruck, unter
Zeitdruck zu stehen. Sie hört zu, ohne zu beurteilen, notiert
die täglichen Werte, kündigt den Assistenzarztbesuch
später am Tag an und nimmt sich vor dem Abschied
Zeit, um die Modellbauten des Patienten zu bewundern.
Weiter geht es Richtung Saint-Imier, wo Werner
wartet, ein ehemaliger Uhrmacher mit unverkennbarem
Schreinertalent. Der 75-Jährige ist stolz auf die selber
renovierte Küche und das getäfelte Wohnzimmer.
Er leidet an Endokarditis – einer Infektion der Herzinnenwand
–, ist Diabetiker und ist ebenfalls froh, seine
Spitalbehandlung daheim zu beenden. «Im Spital war
14
Foto: Mauro Mellone
Aurore Kauffmann und Aurore Maggiotto beim Réseau de l’Arc.
es mir zu laut», sagt er. Auch er ist erleichtert, wieder
in den vertrauten vier Wänden zu sein. «Das Spital zu
Hause ist top, die Pflegerinnen sind alle sehr nett», lobt
er. «Hier kann ich mich besser beschäftigen, und mein
Enkel kommt mich regelmässig besuchen.»
Aurore Kauffmann freut sich, macht sich aber etwas
Sorgen wegen der vier Kilo, die der Patient zugenommen
und fachlich einwandfreie klinische Evaluation durchzuführen.»
Rund zwei Jahre nach Beginn des Pilotprojekts ist es
noch zu früh für eine Bilanz. Aber die Vorteile liegen auf
der Hand: Patientinnen und Patienten fühlen sich in
einem familiären und vertrauten Umfeld wohler. Und
auch auf die Gesundheitskosten hat das Projekt einen
«Es ist schön, wieder in den vertrauten
vier Wänden zu sein.»
hat. «Achtung, das geht in die falsche Richtung», mahnt
sie und verabschiedet sich, um die Visiten in Moutier
weiterzuführen.
Aurore Maggiotto, Verantwortliche für Hospital@
Home beim Réseau de l’Arc, erläutert einen zentralen
Punkt: «Das Ziel ist immer, die richtige Pflegeperson am
richtigen Ort für die Patienten im Einsatz zu haben. Die
wenigsten Menschen sind gerne längere Zeit im Spital,
wenn es auch anders geht.» Die Stärke des Konzepts
liegt in der intensiven Zusammenarbeit von Pflegenden
und Ärzten. Die Pflegefachpersonen sind die Augen und
Ohren der Ärztinnen und Ärzte, welche die Diagnose
stellen und die Medikamente verschreiben. «Unser
Pflegepersonal ist darin geschult, eine gewissenhafte
positiven Effekt: «Ein Tag im Spital kostet etwa 1200
Franken, die Behandlung zu Hause nur etwa 60 Prozent
davon», schätzt Aurore Maggiotto.
Noch zu regeln ist die Finanzierung des Spitals zu
Hause. Aktuell werden die Leistungen gleich entschädigt
wie die der Spitex im ambulanten Tarif, obwohl sie
viel komplexer sind. Die Direktorin von VIVA Health,
Esthelle le Gallic, sieht zwei Möglichkeiten: «Entweder
erreichen wir eine Neubewertung im Gesetz, oder
wir setzen uns mit den Krankenversicherern an einen
Tisch und schaffen es, Pauschalen auszuhandeln.»
Denn sie ist überzeugt: «Das Spital zu Hause wird in
Zukunft ein unentbehrlicher Teil unseres Gesundheitssystems
sein.»
15
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Papier reduzieren,
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regelmässig von unabhängigen Stellen überprüft.
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und Erhalt der Schweizer Wälder – für mehr Biodiversität,
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17
NEWS
business
Kleine Klassen mit vier
bis sieben Schülerinnen
und Schülern sowie
spezialisierte Hilfs mittel
er möglichen eine gezielte
individuelle
Förderung.
Foto: Daniel Winkler für SZBLIND
Eine ganz besondere Schule
Die Blindenschule Zollikofen begleitet und fördert Kinder und Jugendliche mit
einer Beeinträchtigung, engagiert sich für eine inklusive Gesellschaft –
und führt sogar ein eigenes Museum.
18
Nur ein paar Hundert Meter vom Bahnhof Zollikofen
weicht die städtische Betriebsamkeit
ländlicher Ruhe. Umgeben von alten Bäumen, viel Grün
und dem Rauschen des nahen Waldes, wirkt das Schulareal
fast wie ein eigener kleiner Kosmos.
Die Gebäude sind funktional und modern, warm und
mit viel Holz gestaltet. Es gibt taktile Leitsysteme und
reichlich Platz. Die Schule liegt erhöht auf einem kleinen
Hügel – bei klarem Wetter sieht man von hier über
das Mittelland bis zu den Alpen. Eine Weite und Offenheit,
welche viele der Schülerinnen und Schüler zwar
nicht sehen, aber hoffentlich spüren.
Mehr als eine Blindenschule
Dass «Zollikofen» mehr ist als eine Blindenschule, zeigen
schon die Porträtfotos, die einen beim Eingang begrüssen.
«Die Kinder und Jugendlichen sehen nicht,
nur wenig oder nehmen anders wahr, viele sind im
Autismus-Spektrum oder haben zusätzliche Beeinträchtigungen»,
sagt Direktorin Carmelina Castellino.
Etwa ein Viertel der rund 110 Schülerinnen und
Schüler haben eine Sehbeeinträchtigung oder sind
blind, etwa die Hälfte ist mehrfach beeinträchtigt. Dank
medizinischem Fortschritt gebe es heute weniger sogenannte
Vollblinde, und man denke immer mal wieder
über einen neuen Namen nach – bis jetzt, ohne fündig
zu werden. Unter Fachleuten spricht man einfach von
«Zollikofen». «Mich dünkt, ‹Besondere Schule› trifft es
eigentlich recht gut», sagt Castellino und schmunzelt.
Besonders ist zum Beispiel, dass die Kinder und Jugendlichen
nicht nur während der obligatorischen
Schulzeit begleitet werden. «Wir unterstützen sie ab
Geburt und bis ins junge Erwachsenenalter», sagt
Castellino. Schon im Vorschulalter werden Kinder mit
der Erziehungsberatung abgeklärt. Je nachdem besucht
das Kind am Wohnort die Regelschule und bekommt aus
Zolli kofen die nötige Unterstützung – bis hin zu einer Vollassistenz.
Rund 300 Kinder zählen auf diesen Support.
Individuelle und umfassende Begleitung
Ist eine Integration nicht möglich, geht das Kind in
Zollikofen zur Schule – vorübergehend oder dauerhaft.
Rund ein Viertel der Schülerinnen und Schüler
leben unter der Woche in einer von vier Wohngruppen
auf dem Campus. Nach der obligatorischen Schulzeit
erleichtern Aussen-WGs in Zollikofen den Schritt
in ein eigenständiges Leben – begleitet, aber mit viel
Eigenverant wortung.
Foto: Blindenschule Zollikofen
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Foto: Blindenschule Zollikofen
NEWS
business
Das Blindenmuseum, ausgezeichnet vom Europäischen Museums Forum,
gewährt Einblicke in die Welt sehbehinderter Menschen.
Im Unterricht kommen Braillezeilen, Sprachsoftware und taktile Hilfsmittel
zum Einsatz. Auch das grosszügige Schulareal kann so entdeckt werden.
Alle Angebote – von der heilpädagogischen Früherziehung
über die Tagesschule bis zum betreuten
Wohnen – orientieren sich am Lehrplan 21 und werden
durch spezifische Hilfsmittel wie Braillezeilen, Sprachsoftware
und taktilen Unterricht ergänzt. Kleine Klassen
mit vier bis sieben Lernenden ermöglichen eine gezielte
individuelle Förderung.
260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für die
von einer Stiftung getragene Institution tätig. Finanziert
durch kantonale Beiträge und unterstützt durch Spenden,
lebt diese von vielfältiger Förderung – und für vielfältige
Förderung. Castellino, welche die Schule seit fünf
Jahren leitet, betont: «Vielfalt als Stärke, eine familiäre
Atmosphäre, kurze Wege, viele Gestaltungsmöglichkeiten,
sinnstiftende Tätigkeiten – das macht uns aus.»
Von der Blindenanstalt zum Campus mit Museum
Die Vorgängerin dieser modernen Schule, die Privat-
Blindenanstalt Bern, wurde 1837 gegründet. Im Laufe
ihrer fast 190-jährigen Geschichte zügelte die älteste
Blindenschule der Schweiz mehrmals: von der Berner
Speichergasse ins Schloss Köniz, später in das ehemalige
Hotel Faulenseebad in Spiez und 1961 schliesslich in das
neu erstellte Schulgebäude in Zollikofen.
«Visana passt zu uns»
Die Blindenschule Zollikofen hat die Krankentaggeld-
und die Unfallversicherung bei Visana und ist
rundum zufrieden. Beides aus einer Hand zu haben,
sei ein Vorteil. «Visana passt zu uns», sagt Henrik
Rutschmann, Finanzchef und stellvertretender Direktor:
«Umfassend begleiten und auf besondere Bedürfnisse
eingehen – das haben wir gemeinsam.»
Seither hat sich die Schule zum Kompetenzzentrum
für besonderen Förderbedarf und für Sehförderung
weiterentwickelt. So ist die Blindenschule heute nicht
nur mehr als eine Schule für Blinde, sondern auch mehr
als «nur» eine Schule: Ein Highlight auf dem Campus ist
das Schweizerische Blindenmuseum. Sein Name – «anders
sehen» – ist Programm: Ausgezeichnet vom Europäischen
Museums Forum, gewährt es einen Einblick in
die Welt sehbehinderter Menschen.
Im markanten roten Holzbau tauchen Besucherinnen
und Besucher in einen Dunkelraum ein, erleben
Hörinstallationen, entdecken Tastobjekte und historische
Exponate. «Es ist ein spannender Lernort, der
nicht nur Wissen vermittelt, sondern sinnliche Erlebnisse
und praktische Erfahrung bietet», so Castellino
über «ihr» Museum.
Barrieren abbauen und Bewusstsein schaffen
Nicht nur das Museum lädt die Öffentlichkeit ein: Im
Bistro sammeln Jugendliche erste Arbeitserfahrungen
im Service, und in der Ludothek können adaptierte
Spiele und Bücher kostenlos ausgeliehen werden. «Wir
bieten auch spannende Workshops für Schulklassen,
Unternehmen und Fachpersonen an», sagt Castellino.
Offen sein, Barrieren abbauen, Bewusstsein schaffen
für eine inklusive Gesellschaft und die Bedürfnisse von
Menschen mit Beeinträchtigungen – all das hat sich die
Blindenschule auf die Fahne geschrieben. Auch darum
ist «Zollikofen» eine ganz besondere Schule.
Die Website der Blindenschule bietet mit Storys und
Bildern spannende Einblicke in Geschichte, Werte
und Schulalltag. Online erfahren Sie zudem mehr
über das Bistro, die Ludothek und das Schweizerische
Blindenmuseum «anders sehen». Führungen,
Workshops und Teamevents können direkt gebucht
werden: blindenschule.ch
20
XXXXXXXXXX
Krankentaggeldversicherung:
Sicherheit und kalkulierbare Kosten
Fallen Mitarbeitende wegen Krankheit länger aus, ist das
sehr unangenehm – natürlich vor allem für die Betroffenen
und ihre Angehörigen, aber auch für den Arbeitgeber:
Die Leute fehlen im Betrieb, und der Lohn muss weiterhin
bezahlt werden – je nach Kanton und Anstellungsdauer
während drei Wochen bis sechs Monaten. Eine Krankentaggeldversicherung
entlastet Ihr Unternehmen bei der
Lohnfortzahlungspflicht.
Die Kollektiv-Krankentaggeldversicherung von Visana
passt sich Ihren Bedürfnissen an, schützt Ihr Unternehmen
dank kalkulierbarer Kosten und reduziert den administrativen
Aufwand im Betrieb.
Ihre Vorteile:
Lückenlose Lohnfortzahlung
Individuell wählbarer Deckungsumfang
Individuell angepasste Wartefristen
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Deckung unvorhersehbarer Kosten
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Bleiben Sie auf dem Laufenden!
Abonnieren Sie als Unternehmenskunde unseren
Newsletter, und erhalten Sie regelmässig aktuelle
Informationen zu unseren Produkten, Dienstleistungen
und wichtigen Themen. So sind Sie
immer bestens informiert!
Liebe Leserinnen
und Leser
In unserem Kundenporträt
stellen wir
Ihnen eine besondere
Schule vor. Es ist eindrücklich, wie die
Blindenschule in Zollikofen Kinder und
Jugendliche mit Beeinträchtigung begleitet
und dabei auf deren besondere
Bedürfnisse einzugehen weiss.
Auf Bedürfnisse bestmöglich einzugehen,
das ist auch der Anspruch von Visana.
Wir wollen unseren Unternehmenskunden
massgeschneiderte Leistungen
bieten, die im Geschäftsalltag einen
Mehrwert bringen. Mit Leistungen wie der
Kollektiv-Krankentaggeldversicherung
und der Unfallversicherung entlasten wir
Sie im Geschäftsalltag und halten Ihnen
den Rücken frei, damit Sie sich voll auf
Ihre Arbeit und Ihre Kundschaft konzentrieren
können.
Jeder Betrieb ist anders und hat andere
Bedürfnisse. Diese zu kennen, ist für
unsere Mitarbeitenden das A und O, die
Basis für eine langfristige, vertrauensvolle
Zusammenarbeit. Darum: Abonnieren Sie
unseren Newsletter, und nehmen Sie mit
uns Kontakt auf, wenn wir Unterstützung
bieten können – wir sind «nach bi de Lüt»
und beraten Sie gerne persönlich.
Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche und
angenehme Herbstzeit.
Melden Sie sich ganz einfach auf unserer
Website an unter ≥ visana.ch/business-news
Patrizio Bühlmann
Leiter Unternehmenskunden
Mitglied der Geschäftsleitung
21
Foto: Alpamare
Foto: Aquaparc
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5 Familieneintritten (Tageskarten für
2 Erwachsene und 2 Kinder) im Wert
von je 149 Franken teil:
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Teilnahmeschluss: 12. Oktober 2025. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg sowie die Barauszahlung der
Preise sind ausgeschlossen. Mit der Teilnahme erklären Sie sich damit einverstanden, dass Visana und ihre Partner die angegebenen Daten
zu Marketingzwecken verwenden dürfen. Die Nutzung kann jederzeit widerrufen werden.
22
Der grosse Plan
«Mein Name ist Eugen.
Das sagt genug, denn
eine solche Jugend ist
schwer.» So lautet mein
liebster Buchanfang. Erste
Sätze müssen sitzen.
Manche Schreibende verwenden
gleich viel Zeit darauf
Bänz Friedli (60)
wie auf den Rest ihres Textes. Finden
Sie das übertrieben? Nein, denn der Anfang soll
bezaubern! Im besten Fall verlieren wir unser Herz
an ein Buch, kaum haben wir es aufgeschlagen.
Verhält es sich nicht wie mit der Liebe? Der Beginn,
die erste Begegnung soll verführen, verstören
und Lust auf mehr machen.
Günter Grass begann den Roman «Der Butt» mit:
«Ilsebill salzte nach.» Und die Eröffnung wurde
2007 zum schönsten ersten Satz der deutschen
Literatur gekürt. Im französischen Sprachraum
halten viele Marcel Prousts «Longtemps, je me
suis couché de bonne heure» für den gelungensten
Auftakt. Italienisch Sprechende verehren
teristischen gerundeten Brillengläsern auf. Ich war
stolz, den Mann auf der Zehnernote zu kennen; die
zeigte in den 1970er-Jahren einen bärtigen Alten
mit runder Brille. Jahrzehnte später erst – die rosa
Zehnernote war längst nicht mehr im Umlauf –
erfuhr ich, es habe sich um Gottfried Keller gehandelt.
Item. «Mein» Schädelin, gefragt, wie er denn seine
Tage als Pensionär zubringe, als nicht mehr tätiger
Pfarrer und ehemaliges Mitglied der Stadtregierung,
gab zur Antwort, er gehe in der EPA
einen Bleistift kaufen. Nur das. EPA – so hiess
eine Warenhauskette. Stellen Sie sich einfach ein
Kaufhaus in der Berner Altstadt vor, das auf mehreren
Stockwerken alles feilbot, vom Frischkäse
bis zur Schnapsmatritze, und dort wollte der alte
Schädelin sich für wenige Rappen einen Bleistift
kaufen gehen. Dies war sein Plan, gleichsam sein
Tagesprogramm.
Ein schrulliger Alter, der sich die Zeit mit Nichtigkeiten
auffüllte, um der Leere zu entgehen? Mitnichten.
Er, der Grübler und Denker, der Spass-
«Er mass den kleinen Dingen Bedeutung zu.»
Dantes «Göttliche Komödie», sie hebt mitten im
Leben an: «Nel mezzo del cammin di nostra vita…»
Noch besser wird ein erster Satz, wenn wir nach
der Lektüre befinden, er habe das Richtige versprochen.
Deshalb halte ich es mit «Mein Name
ist Eugen.» Vor allem dank «(...) denn eine solche
Jugend ist schwer» verrät der Auftakt bereits alles
über den Charme des Lausbuben Eugen und den
lakonischen Sound seiner Er zählung.
Der grösste Schelm war freilich der Autor, Klaus
Schädelin. Von ihm wollte ich erzählen. Er sagte
mal zu mir: «Am Mittwoch gehe ich in der EPA
einen Bleistift kaufen.» Vielleicht hörte ich es ihn
auch nur am Radio sagen, aber mir ist, es sei an
einem Beizentisch gewesen, denn als Bub begegnete
ich ihm viele Male. Ein spitzbärtiger, verschmitzter
alter Mann war er, in meinen Kinderaugen:
sehr alt. Ich sehe ihn vor mir, selbst am
Strand in Ligurien, wo er Herbst für Herbst am selben
Ort Ferien machte wie wir, trat er stets geschniegelt
mit Anzug, Gilet, Uhrenkette und den charak-
macher und Philosoph, erhob den Kauf einer
Alltäglichkeit zur wichtigen Aufgabe, er mass den
kleinen Dingen Bedeutung zu, adelte vermeintlich
Nebensächliches als Tagewerk. Wenn er sagte:
«Am Mittwoch gehe ich in der EPA einen Bleistift
kaufen», lehrte Schädelin uns, alles, was wir gerade
tun, bewusst und mit Hingabe zu tun.
In meinem Fall: mir allmählich Gedanken zu
machen über den ersten Satz meines nächsten
Textes.
Der Autor und Kabarettist tourt zurzeit mit
seinem sechsten Soloprogramm «Bänz Friedli
räumt auf».
23
Auch im Herbst.
Entspannt
versichert.