IG Kaufleute Brunnenviertel - Wiener Einkaufsstraßen

einkaufsstrassen.at

IG Kaufleute Brunnenviertel - Wiener Einkaufsstraßen

u

br nnenviertler

Das Magazin der IG Kaufleute Brunnenviertel in Neulerchenfeld

herbstfest

Arbeit ist des Lebens Spiel

25. & 26. September

IG Brunnenviertel hat gewonnen

Literarisches im Brunnenviertel

Kurzgeschichte von Frederic Morton

SEPTEMBER

2009


Inhalt

3 Unser Herbstfest, das Programm

4 Es muss jemand schreiben,

damit Sie lesen können

6 Schule der Dichtung

in der brunnen•passage

8 Frederic Morton:

Brunnenmarkt Wien –

Buenos Aires und retour

10 Die Mitglieder auf einen Blick

12 Die IG Brunnenviertel hat gewonnen!

14 Im Freien

im Brunnenviertel

Kurz gesagt

Die brunnen•passage ist auch heuer

wieder MitveranstalterIn bei unserem

Brunnenviertler Herbstfest am 25. und

26. September. www.brunnenpassage.at

Wer bei der großen Tombola gewinnen

will, sollte sich ein Los kaufen,

erhältlich bei den Mitgliedern der IG

Brunnenviertel. Die Tombolakönigin

Eva Zavoral – Tapezierermeister Zavoral

– hat bereits viele schöne Preise

für Sie vorbereitet.

Wir danken ihr für ihren tollen Einsatz!

2 brunnenviertler | September 2009

Liebe Leserinnen! Liebe Leser!

„Arbeit ist des Lebens Spiel“

Wir tun’s gerne, spielerisch und für

Sie. Darum haben wir diesen Satz als

Motto für unser Herbstfest auserkoren.

Man kann zwar alles von zwei

Seiten betrachten, aber wir versuchen,

alles von der bunten Seite

anzuschauen.

Bunt und spielerisch ist daher das

Programm unseres Festes, das wir für

Klein und Groß bieten.

Jede Menge tolle Preise und Kulinarisches

vom Bauernmarkt warten auf

Sie bei unserer großen

TOMBOLA – jedes Los gewinnt

Und wer Glück hat beim Gewinnspiel,

wird in Bier aufgewogen.

Für unser Herbstfest 2008 wurden wir

mit einem Award der Wiener Einkaufsstraßen

geehrt, und ich freue mich,

wenn Sie uns beehren, beim heurigen

Herbstfest, zu dem ich Sie herzlich

einlade und Ihnen viel Spaß wünsche.

Johann Marvan

Obmann der IG Kaufleute Brunnenviertel

1. Preis: ein Wochenende

für 2 Personen am „Althammerhof“

in Klammweg 6, Schottwien.

Ria und Julius Schneidhofer sorgen

für Ihre Gemütlichkeit. Ihre Schafprodukte

sind Spezialitäten, und für ihren

Kirschenbrand wurden sie mit dem

goldenen Schloßgeist ausgezeichnet.

www.althammerhof.at

IMPRESSUM: Medieninhaber, Verleger & Herausgeber und Redaktion: Interessensgemeinschaft der Kaufleute

Brunnenviertel in Neulerchenfeld, Neulerchenfelder Straße 33, 1160 Wien, Obmann: Johann Marvan;

Endkorrektur: Christine Pavesicz; Fotos: Ernst Mateovics, Stefan Schauer; Graphik-Design/Produktion:

Sibylle Gieselmann; Druck: Druckerei Manz; Auflage: 40.000 Stück. Offenlegung lt. § 25 Mediengesetz: Der

Brunnenviertler ist ein unabhängiges Medium, das sich zu 100% im Besitz des Vereines befindet. Es dient

der Information über Aktionen und Veranstaltungen des Vereins und dessen Mitgliedern, sowie über das

gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben im Brunnenviertel.

... das eine und das andere schreibt und fotografiert Brigitta Maczek

Das 8.

Freitag 25. September

brunnen•passage,

gegenüber Brunnengasse 70

18 Uhr:

Der Abend wird eingestimmt –

stärken und laben Sie sich.

20 Uhr: KAIRABA, eine Premiere

Solo Kouyaté, Koraspieler (Harfenlaute)

und Griot (Troubadour) aus Senegal

lebt seit kurzem in Österreich.

In Ziguinchor (Casamance) geboren,

wuchs er mit der Kunst des Korabauens

und -spielens auf und setzt die

jahrhundertelange Tradition von

Berufsmusikern der Kouyatés fort.

Moderne Griots, wie Solo Kouyaté,

sind auf weltweiter Wanderschaft und

bereit, mit anderen Musikkulturen in

Kontakt zu treten.

Auf Initiative von Kouyaté fanden

Ende Juni 2009 in Wien sechs junge

MusikerInnen verschiedener musikalischer

Hintergründe zusammen. Wissbegierde,

Offenheit und Respekt charakterisieren

dieses Projekt. Kouyaté

nennt es KAIRABA, in der Mandinka-

Sprache „großer Frieden“. Es wird

probiert, improvisiert und zusammengeführt.

Wohin Kairaba steuert, ist

offen wie die Besetzung. Das Repertoire

ist eine Symbiose von orientalischer,

europäischer und westafrikanischer

Musik.

Solo Kouyaté, Kora, Gesang; Sidi

Keita, Kalebasse, Percussion;

Aron Salinger, Gitarre; Gerald Ilyas,

Klawatsch, Kanun, Oud, Rebab;

Judith, Kontrabass.

Und zwei türkische Überraschungsgäste

mit Saz und Tarabuka.

Anschließend DJ-Line

EINE AKTION DER WIRTSCHAFTSKAMMER WIEN MIT UNTER-

STÜTZUNG DES WIENER WIRTSCHAFTSFÖRDERUNGSFONDS.


Brunnenviertler Herbstfest

Kairaba Matatu

Samstag 26. September

Piazzetta, vor Staud’s Pavillion

Brunneng./Schellhammerg.

11 – 13 Uhr: Jam Session

Nein, es wird nicht Marmelade

gekocht, sondern heiß aufgespielt.

Aaron Wonesch an allen Tasten,

Thomas Faulhammer mit vollem

Gebläse, Thomas M. Strobl singend

an den Saiten. Special Guests:

Waltraud Haas und Erwin Strahl

14 – 22 Uhr:

Tombolaausgabe!

Jedes Los gewinnt!

14 – 17 Uhr:

„zeit ist mehr als geld“

„das brunnenviertler spiel“ für Jung

und Alt von und mit Brigitta Maczek.

Alle, die diese unterhaltsame Auseinandersetzung

mit dem Thema Zeit zu

SOHO genossen oder versäumt

haben, sind herzlich eingeladen.

Im Film der IG Brunnenviertel

sehen Sie Ihre Kaufleute in Aktion!

16 – 19 Uhr:

wienXtra für kleine Gäste

Da geht’s so richtig rund, mit Schminken,

Malen und Bewegungsspielen.

brunnen•passage

gegenüber Brunnengasse 70

18 Uhr: der Brunnenchor

präsentiert Volkslieder aus aller Welt,

und vielleicht bekommen Sie Lust, mit

dabei zu sein. Geprobt wird jeden

Dienstag von 19 – 21 Uhr in der

brunnen•passage.

18.30 Uhr: Gumboots/Schuhplattl-

Session mit Vusa Mkhaya und einem

österreichischen Schuhplattler.

19 Uhr: Eichgraben Vokal,

in Sprache und Stil international,

beeindrucken sie mit ihrem umfangreichen

Repertoire.

20 Uhr: Hauptpreisziehung

Bezirksvorsteher Franz Prokop

begrüßt und begleitet uns durch die

spannenden Fragen:

Wer gewinnt ein gemütliches

Wochenende am Althammerhof?

Wer die vielen weiteren tollen Preise?

20.30 Uhr: Matatu

machen ihrem Namen alle Ehre. Im

Februar 2005 gegründet – mit einem

afrikanischen Kleinbus als Namensgeber

– besinnt sich die achtköpfige

Band aus Wien auf das Vehikel und

geht damit auf eine musikalische

Weltreise.

Begeistert hat die Formation schon

auf mehreren Festivals, in den verschiedensten

Ländern, in diesem Jahr

am Integrationsball im Wiener Rathaus

und am legendären Sziget Festival

in Budapest. Mit ihren englischen,

deutschen, spanischen, russischen,

polnischen, bosnischen und ungarischen

Texten steht die Band für Vielfalt

und kulturellen Austausch.

Zwischen treibendem Ska, gemütlichem

Reggae, tänzelnden Latingrooves

und einer Brise Balkan pendeln

sie sich bei einer gesunden Mischung

„Skarabatinggae“ ein. Dabei wird fast

keine stilistische Station ausgelassen

– getanzt wird schließlich auf der ganzen

Welt gerne.

21.30 Uhr: Bierschaukel

Wer hat das große Los beim Gewinnspiel

gezogen und wird in Bier aufgewogen?

22 Uhr: Matatu

heizt weiter ein

24 Uhr: Das war das Brunnenviertler

Herbstfest

brunnenviertler | September 2009 3


Es muss jemand schreiben

fo de fiicha und de ruam

Dieses Buch hat drei Seiten.

Eine phonetische – auf der beiliegenden

CD liest die Autorin selbst.

Eine – wie man sie von einem Buch

gewohnt ist.

Und eine lexikalische – wenn man das

Buch um neunzig Grad wendet, entdeckt

man ein Dialektwörterbuch, das

besonders auf Doppeldeutigkeiten

eingeht. Zum Beispiel: obräänd 1.

abgebrannt, 2. sonnengebräunt, 3.

pleite und, und das ist das Schöne an

der bildhaften Sprache des Dialektes,

dass mehrere Deutungen gleichzeitig

zutreffen können. Vom Urlaub kann

man in Form 2 und 3 zurückkehren.

El Awadalla, Präsidentin der österreichischen

DialektautorInnen, überlässt

die jeweiligen Assoziationen ihrem

Publikum. Wenn Sie ausprobieren

wollen, wie das wirkt, haben Sie dazu

Gelegenheit, auch im

BIB – 12. November 2009, 21 Uhr:

El Awadalla liest im CI

Cafe Club International, Payerg. 14

auch aus anderen ihrer Werke.

Sicher ein interessanter Abend.

El Awadalla, 123 dialektgedichte mit einem

ausführlichen glossar, 121 S.,

ISBN: 978-3-901960-43-7, Verlag Sisyphus,

€ 12,90, Buch + CD € 16,90

4 brunnenviertler | September 2009

Ruam, auch so eine Doppeldeutigkeit mit

der nicht nur das Gemüse gemeint sein kann

keisafleisch

bauanschmaus

zigeinaschnizzl

fiaggagulasch

bischofsbrod

kaadinalschniddn

schwednbombm

mozaadkugln

sachaduadtn

esdahasischnidtn

bei dera schbeiskoadtn

füüri mi glei wiara mentschnfressarin

Gedicht Nr. 66 aus

„fo de fiicha und de ruam“

beweis

da beweis dafia

daas de dichdarei

genauso a hoggn is

wia

songma

de maurarei

des is

daas de dichda

nochda hoggn

genauso saufm dan

wia de maura

Gedicht Nr. 78 aus

„fo de fiicha und de ruam“

BIB – Buch im Beisl

Der Kulturverein BIB ist seit 23 Jahren

im CI zu Hause. Ebenso lange gibt es

die Sprachschule. Es finden Deutschkurse

und nach vorheriger Anmeldung

Sprachtests für die Staatsbürgerschaft

und Taxilenkerkurse statt.

www.cis.at.tf

Manfred Judmayr bringt mit großem

Engagement bekannte SchriftstellerInnen

wie Rosa Pock, Uwe Bolius u.a.

ins CI, fast jeden Donnerstag 21 Uhr.

www.buchimbeisl.at

Nach der Sommerpause im BIB:

1. Oktober 21 Uhr: Peter Rosei

Cafe Club International, Payerg. 14

Muskat –

lesen, essen, trinken

Bereits für Sie gelesen wurde der

Muskat Ottonel, originell als Sekt zu

genießen, im Muskat. Literatur von

Frederic Morton im Verlag Deuticke

und vieles mehr ist hier erhältlich,

gleich neben Staud’s. www.muskat.at

Schreiben

Egal, ob Sie mit der Feder auf Papier

oder mit dem Computer schreiben.

Wir haben die Patronen, die CD’s ...

Ihr SKRIBO Papier Kerbl

Dichten

hab ich gelernt und es wird immer

wieder von mir verlangt. Das kommt

mit dem Alter – der Armaturen und

Wasserleitungen.

Ein tropfender Wasserhahn ist weder

poetisch noch wassersparend. Da

empfiehlt sich der Einsatz von Profis,

damit Sie wieder ungestört in Ihrer

Lektüre blättern können.

Marvan TAM,

Ihr Installateur und Dichtungsprofi


Das Haus am Yppenplatz

„Es war Liebe auf den ersten Schritt“,

meint Bernd Höfer zu dem Haus Payergasse

14 an der Piazza, das gleich

neben dem CI – Cafe Club International

steht. 1886 gebaut, hatte er es

1986 erworben.

Seine Zeit mit Werner Schwab, der in

dem halben Jahrhundert, das ihm

gegeben war, viele Bücher und Theaterstückeder

verfasste und unter

anderem in diesem Haus gelebt hat,

beschreibt Höfer im vorgestellten

Buch. Und er schreibt schon wieder,

über andere Menschen, skurrile ... die

in diesem Haus gewohnt und gearbeitet

haben.

Bernd Höfer: Werner Schwab 1989-1991,

Biographische Erzählungen, 216 S.,

Edition VAbENE, ISBN 978-3-85167-210-7

Jemand muss lektorieren,

damit Sie fehlerfrei lesen können.

Christine Pavesicz tut’s für den „brunnenviertler“,

ehrenamtlich, seit es das

Magazin gibt. Wir danken ihr herzlich!

Weiters übersetzt sie Katzenkrimis,

z.B. von Lilian Jackson Braun aus

dem Englischen, Krimis, die im alten

Rom spielen und Thriller:

Jack Drumond: Die Lawine, Thriller, aus

dem Englischen von Christine Pavesicz,

486 S., Aufbau Verlag,

ISBN 978-3-7466-2489-1

damit Sie lesen können

Die Ewigkeitsgasse

Gehen Sie von diesem „Haus am

Yppenplatz“ weiter Richtung Gürtel,

nachdem Sie die Veronikagasse überquert

haben, kommen Sie linker Hand

am Haus Thelemangasse 4 vorbei.

Hier war die K&K Metallprägeanstalt,

die der Großvater von Frederic

Morton betrieben hat. Die Geschichte

des Hauses, der Fabrik, der Familie

ist mehr als ein Stück Zeitgeschichte,

die Morton in seinem Buch: „Die

Ewigkeitsgasse“ festhält.

„Durch die Welt nach Hause“ erzählt

über Fritz Mandelbaum, der in New

York zum Bestsellerautor Frederic

Morton wurde.

Frederic Morton: Durch die Welt nach Hause

– mein Leben zwischen Wien und New York

Verlag Deuticke, ISBN 978-3-552-06030-2

Frederic Morton

musste vor 70 Jahren Österreich verlassen.

Seither hat ihn die österreichische

Geschichte nicht los gelassen.

Er schreibt über sie, in vielen seiner

Bücher, erschienen im Deuticke Verlag.

Er wirkt mit bei dem Kunstprojekt

„Zeitprägungen II“, über das wir auf

Seite 9 berichten. Besonders möchten

wir sie auf das Konzert am 12. 9.

aufmerksam machen, das Uli Scheerer

zum Geräusch der Maschinen in

der Morton-Fabrik komponiert hat.

Gassennamen

erzählen auch Geschichten.

Die Thelemangasse über Friedrich

Theleman (1780 bis 1881), der Baumeister,

Grundbesitzer und Wohltäter

in Hernals war.

Über die Namen von Straßen, Gassen

und Plätzen, über die Geschichte des

Bezirkes, seiner Häuser und Bewohner

berichten Christine Klusacek und

Kurt Stimmer in „Ottakring zwischen

gestern und morgen“.

Wußten Sie, dass im 18. Jahrhundert

anstelle der Häuser Brunnengasse 52

und 54 (bei der Gaullachergasse) das

Gemeindezentrum von Neulerchenfeld

stand?

Christine Klusacek und Kurt Stimmer:

Ottakring zwischen gestern und morgen

Mohl Verlag, S 303, ISBN 3-901761-42-X

Der tägliche Lesestoff

Gedruckte Nachrichten aus aller Welt,

Zeitungen, Zeitschriften und Magazine

in großer Auswahl finden Sie bei mir.

Nein, ich bin keine Bibliothek, keine

Buchhandlung, sondern Ihr Trafikant

Mischa Perzl.

„Manche sagen, bei mir erfährt man

alles, bevor es in der Zeitung steht.

Wie die dazu kommen, kann ich mir

nicht erklären.“

Kiosk Perzl, Yppeng./Payergasse

brunnenviertler | September 2009 5


Schule der Dichtung in der

Man kann Malerei, Bildhauerei, Musik,

Film- und Medienkunst studieren,

aber eine umfassende Ausbildung,

um das Handwerk des Schreibens zu

lernen, gab es in Österreich lange nicht.

Eines Sommers in den 70ern fand

„Die Schule für Dichtung“

an der Universität für Angewandte

Kunst statt. Der Autor und Leiter

eines der Kurse, Wolfgang Bauer,

erzählte:

„Zum Abschluss stellten wir die Aufgabe,

ein gutes und ein schlechtes

Gedicht zu schreiben. Es war dann

nicht leicht, das eine vom anderen zu

unterscheiden.“

Seitdem entwickelten sich, man könnte

sagen, weitere, handverlesene Angebote,

um schreiben zu lernen, z.B.:

Schreibwerkstatt der AUF

„Aktion unabhängiger Frauen“.

Schreibklasse der Brunnenpassage

Eine Kooperation mit dem Schauspielhaus

ermöglicht jungen AutorInnen

aus unserem Viertel dramaturgische

Texte zu erarbeiten. Unterstützt

werden sie von den DarmaturgInnen

Karoline Exner und David Spencer.

Im Frühjahr und im Sommer wurde

geschrieben, im Herbst stellt sich die

Aufgabe, wie bringe ich meine Texte

Schauspielern nahe. Aufgeführt wird

im November, im Schauspielhaus.

Und es könnte leicht sein, dass unsere

jungen AutorInnen dann Sprachkunst

studieren. Ein neues Angebot,

ab diesem Herbst an der Universität

für Angewandte Kunst Wien.

Auf einen literarischen Herbst!

6 brunnenviertler | September 2009

Eine Brunnenviertlerin,

nennen wir sie die mit der roten

Schultasche, und sie wird uns in diesem

Heft noch einmal begegnen,

sehnte ihren ersten Schultag sehnsüchtig

herbei.

Endlich saß sie auf der Schulbank, in

der ersten Reihe, und lauschte den

Worten der Lehrerin.

Zuhören war spannend, aber selber

etwas sagen, gestaltete sich schwierig.

Die neue Sprache, die in der Volksschule

verlangt wurde, die weder im

Park noch bei ihr zu Hause gesprochen

wurde, machte sie sprachlos.

Ihre Großmutter versuchte, sie mit

ihrer noch viel extremeren Lebenserfahrung

zu trösten. „Wenn ich im

Sommer nach Schlesien kam, fragten

die Kinder: ‚Warum red’s ihr net

deitsch?’ und wenn ich dann im

Herbst wieder in Wien war, haben die

Kinder gesagt: ‚Wieso red’s ihr so

komisch?’“ Und dieser Wechsel von

einem Deutsch in das andere fand

jedes Jahr in gleicher Weise statt.

Mit der Sprache des Mädchens mit

der roten Schultasche war wenigstens

nur die Lehrerin nicht einverstanden.

Sprache, fremde Sprache

Ca. 500.000 Menschen mit österreichischer

Staatsbürgerschaft leben im

Ausland 1 , ca. 700.000 Menschen mit

ausländischer Staatsbürgerschaft

leben in Österreich 2 .

Die einen gehen weg, die anderen

kommen her. Neu sind diese Bewegungen

nicht, die Gründe so veschieden

wie die Lebensgeschichten.

„1919 war die Versorgungslage in

Wien so schlecht“, erzählt der Architekt

Ernst Maczek-Mateovics, „dass

meine Großeltern sich schweren Herzens

entschlossen, ihre zwei kleinsten

Kinder nach Holland zu Adoptiveltern

zu geben, um all ihren Kindern ein

Überleben zu sichern. Deshalb habe

ich Verwandte in Holland, was sehr

schön ist.

Heute ist Österreich eines der reichsten

Länder der Welt. Meine Tochter

konnte ein Jahr in Amerika und ein

Jahr in Belgien studieren und spricht

jetzt perfekt Englisch und Französisch“.

Wer nicht die Möglichkeit oder Notwendigkeit

hat, weg zu gehen, um die

Welt kennen zu lernen, der hat jede

Menge Möglichkeiten, zu Hause

andere Welten kennen zu lernen.

Im Brunnenviertel werden 25 Sprachen

gesprochen, also mindestens so

viele Kulturen gelebt. Man muss ihnen

nur nachspüren.

Historisch sind ganze Völkerwanderungen

belegt. Nur über Emigration

nach oder Immigration von anderen

Planeten ist offiziell nichts bekannt.

Nur manchmal schreibt man Leuten

zu, sie seien von einem anderen

Stern.

1 „Das 10. Bundesland“, eine Ausstellung 2006

im Parlament

2 Volkszählung 2001


Eine Brunnenviertlerin bittet

einen Brunnenviertler um ein Autogramm

Zeitprägungen II

„Begegnungen in der Thelemangasse“

veranstaltet vom Verein welt&co, der

masc-foundation und von ::kunst.projekte::

in Zusammenarbeit mit den

Bezirksvertretungen Hernals und

Ottakring sowie dem Deuticke Verlag

und dem Volkstheater Wien:

Die Säulen der Erinnerung

auf der „Arlen-Piazza“, zum Begriff

„Heimat“, Fotografiken von Boris

Kogan, Texte von Frederic Morton.

Und am

12. September ‘09

changing times,

im wandel der zeiten

17 – 20.15 Uhr, Finissage

Birgit Lichtenegger zeigt Malerei &

Skulpturen in den Räumen des

Vereins welt&co, Thelemangasse 6

danach in der brunnen•passage:

das Konzert „it was. it is.“

aus dem Musikzyklus „Factory Music“

und „Wellengänge“, eine Komposition

zur Sprache der Morton-Maschinen.

Uli Scherer comp/cond/p und

Wolfgang Puschnig as/ss/duduk

20.30 Uhr Einlass, 21 Uhr Beginn

brunnen•passage

Ein Brunnenviertler,

der englisch schreibt, denkt und

träumt. Frederic Morton las am 24.7.

in der Brunnenpassage aus seinem

Buch „Zwischen zwei Welten“.

„Eine Lesung in Deutsch ist für mich

immer sonderbar, ich lese nicht als

Autor, sondern eine Übersetzung,

trotzdem ist es mein Text und meine

Muttersprache.“

Das vorwiegend junge Publikum

stellte viele Fragen.

Ja, „Der Richter bleibt in Buenos Aires

oder Brunnenmarkt Wien – Buenos

Aires und retour“ ist eine aus einer

Serie Kurzgeschichten, geschrieben

für die „Village Voice“, eine intellektuelle

Wochenzeitung. Und Buschek,

der Rechtsanwalt, der damals alle

Streitfälle für den Brunnenmarkt verhandelt

hatte, hieß eigentlich Paschkes.

„Der goldene Weihnachtsdukaten“

erschien zum ersten Mal im Playboy.

Die haben immer qualitätsvolle Essays

gebracht.

Und in Englisch schreibe er, weil seine

intellektuelle Entwicklung in dieser

Sprache stattgefunden hat. Er begann

in ihr zu denken und zu träumen.

Ich war neugierig, aber es schien mir

unangemessen, einem Schriftsteller

eine Anzahl Fragen zu stellen, daher

stellte ich nur eine, vor der Lesung:

Was möchten Sie uns erzählen?

Es freut mich, wie kulturell und lebendig

das Viertel geworden ist.

In meiner Jugend war es eine Gegend

von Handwerkern, meine Eltern waren

sehr intelligent, aber sie und das Viertel

nicht intellektuell.

Ich liebe das Handwerk, ich bin damit

aufgewachsen, bei meinem Großvater

in der Fabrik in der Thelemangasse.

In der Emigration habe ich ja auch

zuerst einen Lehrberuf, die Bäckerei

erlernt. Mit dem Studium entwickelte

ich auch andere Seiten. So wie das

Viertel, das jetzt viele Landschaften

hat, die Kultur-, die Handwerkskultur-,

die Marktlandschaft, die sich alle harmonisch

ineinander verweben.

Ich bin vielfältiger geworden, das Viertel

auch. Das gefällt mir!

Und nach der Lesung. Im Gasthaus

zur Müllerin, gab es auch noch ein

paar Anekdoten.

Wenn wir vom Kahlenberg aufs Häusermeer

blickten, setzte mein Vater

einen kleinen Preis aus, für denjenigen,

der die Thelemangasse findet.

Ich habe meinen Bruder immer ausgetrickst.

Mein Anhaltspunkt war die

Kirche am Uhlplatz.

Und jetzt bin ich vielleicht der einzige

Jude, der ein Haus besitzt, in dem

sich eine Moschee befindet.

Und ich, Brigitta Maczek, bin sehr

erfreut, einen amerikanischen Brunnenviertler,

von dem ich schon so viel

gelesen habe:

„Die Ewigkeitsgasse“, „Durch die Welt

nach Hause – Mein Leben zwischen

Wien und New York“, „Ein letzter

Walzer, Wien 1888/89“, „Die Rothschilds“

... persönlich kennen lernen zu dürfen.

Danke

brunnenviertler | September 2009 7


Frederic Morton

Brunnenmarkt Wien

Auf dem Weg zu Poldi Buscheks

Vater sind Poldi und ich immer durch

den Wiener Brunnenmarkt gegangen,

bis wir auf die Salzgurkenverkäuferin

stießen, die Frau mit den roten Haaren

und dem einen Zahn. Wir wußten,

daß sie in jede Gurke hineingebissen

hatte, bevor sie diese einlegte, und

das war das Geheimnis des phantastischen

Geschmacks ihrer Gurken.

Wir würden bei ihr stehenbleiben. Sie

würde mit ihrer langen Holzzange in

das bemooste Faß hineinfahren, eine

fette Gurke herausfischen und mit

einem Schwung die Dille-Knoblauch-

Lake abschütteln, daß es nur so

spritzte – ähnlich wie Weihrauch aus

dem Weihrauchkessel sprüht. Mit

einer einzigen Drehung ihrer Hand

wickelte sie ein Stanitzel aus Pergamentpapier

rund um die Salzgurke,

und man konnte die Gurke im Weitergehen

essen, wie ein Eis in der Tüte.

Ich kaufte eine. Poldi kaufte zwei.

Kauend gingen wir um die Ecke zur

Ottakringer Straße, die massiven Marmor-Stiegen

hinauf, vorbei am Empfangszimmer,

durch den Warteraum,

der voll war mit Klienten, vorbei am

Schreibmaschinengeklapper des

Sekretariats, durch die beiden Gemächer,

wo Dr. Buscheks Konzipienten

uns Durchmarschierenden zunickten,

bis wir im dunkelgetäfelten Zimmer

von Poldis Vater angelangt waren.

Er empfing uns jedesmal an der Tür.

Später, in Amerika, wurde ich immer

durch die Schiedsrichter bei Schwergewichtsboxkämpfen

an ihn erinnert:

eine große, schmucke, sportliche

Gestalt von einem Mann, helle Flanellhosen,

ein weißes Hemd, das Grau

seiner Krawatte Ton in Ton mit dem

Grau seines Schnurrbarts und seinem

dicken, grauen Haar. Poldi würde ihm

eine Salzgurke geben, und er würde

sie kosten, den anderen Arm leicht in

die Hüfte gestemmt.

»Hoho«, würde er sagen, »genau richtig.

Die in der Früh sind immer zu salzig.«

Meist gab er Poldi anschließend ein

8 brunnenviertler | September 2009

Taschengeld, das dreimal so hoch

war wie meines, und wir rannten weg

zum Fahrradvermieter.

Das war in den späten Dreissiger-

Jahren gewesen, knapp vor Hitler.

Letzte Woche, 1973 im Jahr des

Herrn, ging ich wieder auf den Brunnenmarkt,

und dort, zwischen dem

Fischhändler und dem Gemüsestand,

stieß ich auf unsere Frau Einzahn mit

dem Salzgurkenfaß. Ihr Gesicht war

dunkler und stark zerfurcht; ihre Haarfarbe

war nicht zu erkennen, weil sie

ein verblichenes blaues Kopftuch

trug. Aber auch diesmal fischte sie

mit einer einzigen appetitanregenden

Bewegung eine Salzgurke aus dem

Faß. Der Saft, den sie abschüttelte,

verbreitete immer noch ein Aroma von

Dille, Knoblauch und Salzlake. Bloß

legte sie jetzt die Gurke in einen Plastikbecher.

»In ein Stanitzel, bitte«, sagte ich.

»Ein Stanitzel«, sagte sie. »Jesus

Maria, ich hab' doch schon seit dem

Krieg nicht mehr das richtige Papier

für Stanitzel.«

»Ich hab' als Kind Ihre Salzgurken

gegessen«, sagte ich. »Erinnern Sie

sich an Dr. Buschek?«

»So gutes Papier wird nicht mehr

gemacht«, sagte sie.

»Dr. Buschek persönlich hat jeden Tag

in der Früh bei Ihnen gekauft«, sagte

ich. »Sie erinnern sich? Der Rechtsanwalt?

Er hat alle großen Rechtsfälle

für den Markt erledigt.«

»Wunderbare Leute haben damals bei

mir eingekauft«, sagte sie. »Jetzt

gibt's in dieser Gegend nur noch

kroatische Arbeiter.«

Ich war Poldi und dessen Vater zuliebe

hierher auf den Brunnenmarkt

gekommen, und jetzt konnte sie sich

nicht einmal mehr an die beiden erinnern.

Eine definitive Beleidigung für

die Buscheks.

Die erste Schmach war gewesen,

daß aus Poldi, dem pausbäckigen,

unbeschwerten Wiener Kind, ein dün-

ner, gehetzter Argentinier mittleren

Alters geworden war, von dessen

schmalem Oberlippenbärtchen, als

ich ihn vor zwei Jahren das letzte Mal

besuchte, ein Zucken ausging. Statt

pfeifend auf einem Fahrrad zu sitzen,

zwängte diese Karikatur eines Poldi

seinen unpassenden Erwachsenenkörper

in einen verbeulten VW-Bus,

der gerammelt voll war mit Kurzwaren.

Seine Vertreter-Runden zogen

sich bis spät in die Nacht hinein, so

daß wir bis elf Uhr abends nicht zum

Essen kamen, obwohl mein Flugzeug

nach Santiago zeitig früh am nächsten

Tag ging.

»Lebt dein Vater noch?« sagte ich.

»Bueno, Papa geht's gut«, sagte er.

Angesichts der gnadenlosen Zeit in

Poldis VW war das eine gute Nachricht.

Ich sagte, ich würde den alten

Dr. Buschek gerne sehen, wenn das

möglich wäre.

»Porque no, warum nicht?«, sagte

Poldi. »Ich muß ohnedies dort was

abliefern.«

Die Straßenbeleuchtung in Buenos

Aires ist nicht sehr gut, und nachdem

mich die miserable Federung des

VW-Busses beinahe zu Tode gerüttelt

hatte, ging ich durch einen niedrigen

Eingang in ein Haus. Und bei Gott, da

stand Dr. Buschek, rund 30 Jahre

älter, immer noch stark und schmuck,

in seinen Flanellhosen, das Haar weiß,

aber mit seinem alten, grauen Schnurrbart,

aufrecht, mit gerader Haltung,

einen Arm locker in die Hüfte

gestützt.

»Da hast du, ich muß laufen«, sagte

Poldi und gab ihm ein Bündel.

Dr. Buschek führte mich hinein, und

unter der grellen, nackten Glühbirne

sah ich, daß Poldi ihm drei Hemden

mit zerschlissenen Krägen gebracht

hatte, ja daß das Zimmer voll war mit

Hemden, die zerrissenen auf der linken

Seite, die geflickten auf der rechten.

In der Mitte stand eine Singer-

Nähmaschine und darauf lagen zahllose

Zwirnspulen, Nadelkissen und

Scheren. Die Kochnische und das


Buenos Aires und retour

Bett standen hinter einem Wandschirm,

und hoch oben auf einem

Regal streckten drei Gänseblümchen

in einem Wasserglas ihre Blüten in

Richtung des kleinen Fensters.

Dr. Buschek öffnete eine Flasche

Wein und schob einige der Nadelkissen

zur Seite, um auf dem Tisch Platz

zu machen. Wir sprachen über den

Tod seiner Frau, über die Kriminalität

in New York und über südamerikanische

Politik, über meine Eltern und

über das Lohnende und das Schwierige

beim Schreiben, über Flugzeugentführungen

und das Wetter. Unterdessen

arbeitete Dr. Buschek mit seiner

Nähmaschine, so nebenbei und

gleichmäßig, als ob ein Millionär an

seiner Zigarre paffte.

»Das ist ein Stück, das ich für morgen

versprochen habe«, sagte er.

»Ist schon gut«, sagte ich.

»Mir ist erst vor einigen Tagen bewußt

geworden«, sagte Dr. Buschek, »daß

ich das jetzt schon 31 Jahre mache,

fünf Jahre länger, als ich in Österreich

Anwalt war. Es war ein Traum.«

»Ja«, sagte ich. Obwohl ich nicht

recht wußte, welches seiner Leben er

damit meinte.

»Mit den Brillen schaffen das meine

Augen gerade noch«, sagte er. »Und

eines habe ich gelernt dabei, ich kann

arbeiten, ohne mich zu hetzen.«

»Das ist wichtig«, sagte ich.

»Aber mein Bub, Poldi – wirst du ihn

später treffen?«

»Wir gehen eine Kleinigkeit essen«,

sagte ich.

»Sag Poldi, er soll sich nicht so abrackern.

Er kriegt ständig Erkältungen.«

»Er schaut dünn aus«, sagte ich.

»Sag ihm das. Ich wollte, ich könnte

dir etwas Handfesteres anbieten als

dieses bißchen Wein.«

»Zwischen zwei Flügen nehme ich

immer nur ganz wenig zu mir«, sagte

ich, und wir gingen zur Tür.

»Kommst du manchmal zurück nach

Wien?« fragte Dr. Buschek.

»Gelegentlich.«

»Es war ein Traum«, sagte er wieder.

»Die Stadt ist nicht mehr das, was sie

einmal war«, sagte ich.

»Wirst du das meinem Buben sagen?

Auf mich will er nicht hören.«

»Ich werde es versuchen«, sagte ich.

»Er wird es schon hinkriegen.«

Wir verabschiedeten uns, doch Dr.

Buschek schloß die Tür noch nicht.

»Ich frage mich, ob die Frau mit dem

einen Zahn immer noch Salzgurken

verkauft«, sagte er halb durch die

Dunkelheit rufend.

»Ich werde es für Sie herausfinden«,

sagte ich schon aus dem Taxi heraus.

Also ging ich letzte Woche auf den

Brunnenmarkt und entdeckte die

schreckliche Ungerechtigkeit des

Exils. Dr. Buschek konnte sich immer

noch an ihren Zahn erinnern, während

sie, die nichts verloren hatte als ihr

Stanitzelpapier, ihn vergessen hatte.

»Sie müssen sich an Dr. Buschek

erinnern«, sagte ich zu ihr letzte

Woche. »Er ist jetzt Richter in Argentinien.

Im Augenblick besucht er gerade

Wien. Er wohnt in einer Suite im

Hotel Imperial, und ich habe versucht,

ihn daran zu erinnern, daß er vor dem

Krieg jeden Tag in der Früh bei

Ihnen...«

»Ah«, sagte sie. »Der deutsche Offizier?«

»Nein!« sagte ich.

Im Lauf der Zeit war sie taub geworden,

sie hörte zumindest dann

schlecht, wenn sie aufgeregt war. Sie

schlug mit ihrer Zange auf das Faß.

»Meinen Sie den Offizier, der einmal

mein ganzes Faß Gurken für eine

Hochzeitsfeier gekauft hat?«

»Kein Deutscher!« sagte ich jetzt sehr

laut. »Ein Jude, Dr. Buschek.«

»Oh«, sagte sie.

Wir starrten einander an. Sie verbarg

ihren Zahn hinter der Oberlippe, als

ob sie sich plötzlich dafür schämen

würde.

Und auf einmal taten mir nicht nur die

Buscheks leid, sondern auch sie und

ich mir selbst. Als vage Rache an der

Geschichte biß ich in die Salzgurke.

Sie war scharf und sauer, köstlich wie

immer.

»Hier.« Sie fischte ein besonders großes

Exemplar heraus, schüttelte den

Saft ab und präsentierte es mir im

Becher. »Geht aufs Haus«, sagte sie.

»Bringen Sie das zu – zu Ihrem

Freund.«

Einen Moment lang hielt sie den

Becher in ihren gelblichen Fingern,

und die Luft war mit dem Geruch von

Gurkenwasser erfüllt.

»Danke«, sagte ich. »Ich werde es ihm

bringen.« Und ich nahm die Gurke

und ging langsam durch den Markt,

durch all die Schreie und Gerüche, in

Richtung Argentinien.

Diese Erzählung ist unter dem Titel „Der

Richter bleibt in Buenos Aires“ (aus dem

Amerikanischen von Brigitte Fuchs) im Band

„Geschichten aus zwei Welten“ von Frederic

Morton enthalten. © Deuticke im Paul

Zsolnay Verlag Wien 1994

ISBN 978-3-216-30061-4, 158 S., € 15,40

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Frederic

Morton und dem Verlag Deuticke, dass wir

sie hier, im Brunnenviertel, im „brunnenviertler“

bringen dürfen.

brunnenviertler | September 2009 9


3 SKRIBO Papier Kerbl

Büroprofi – Großhandel

Sie schreiben Ihre Karriere, wir

haben das Zeug dazu.

Ottakringer Straße 23

T: 405 47 45, F: 408 90 73

www.papier-kerbl.at

7 Tapezierer Zavoral

Meisterbetrieb

Wir machen es Ihnen gemütlich

Payergasse 7, T/F: 408 04 06

www.zavoral.at

10 brunnenviertler | September 2009

1 Wäsche & Knöpfe

Handarbeitszubehör

Wir verfeinern Ihre Garderobe,

drunter und drüber

Ottakringer Straße 49

T: 402 81 40

5 Kiosk Perzel

Mit Rauch geht’s auch!

Mo bis Fr, 6.00 – 12.30, 15.00 –

18.30; Sa 6.00 – 12.30

Nordzeile,

Yppengasse/Payergasse

Die Mitglieder

www.wienereinkaufsstrassen.at

Dort finden Sie den brunnenviertler auch online.

Und vor allem, besuchen Sie uns!

Der persönliche Kontakt mit Ihnen, unseren KundInnen, ist

die beste Vernetzung, das beste Einkaufsnetz!

Sehr herzlich begrüßt die IG Brunnenviertel

das neue Mitglied Esma Sultan!

Bei uns sind Sie gut aufgehoben!

40.000 Brunnenviertler erreichen Sie jedes Mal im 7., 8.,

16., und 17. Bezirk, also rund ums Brunnenviertel.

Wenden Sie sich an:

Blumen Weiser, Brunnengasse 59

oder schreiben Sie an:

Interessensgemeinschaft der Kaufleute Brunnenviertel

in Neulerchenfeld, Neulerchenfelder Str. 33, 1160 Wien

4 Café Müller

Gaststätte, Café

Genießen Sie Hausmannskost

unserer Küchenchefin

Yppengasse 2, T: 406 26 28

8 Staud’s Wien

Süß & sauer

Di bis Sa 8.30 – 12.30 Uhr

Fr auch 15.15 – 18.00 Uhr

Ecke Brunneng./Schellhammergasse,

T: 406 88 05,

F: Dw 12, www.stauds.com

2 Café Melon

Großer Saal für 100 Personen,

jedes Wochenende live

Rockmusik. Ihr Café in der

Brunnengasse 76

www.melon.co.at

6 Esma Sultan NEU!

Teppiche & Geschenke

für jeden Anlass für Sie und Ihre

Lieben

Brunnengasse 72/Ecke Payergasse,

T: 0699 1 997 92 73

E: ahmet_wien@hotmail.de


der IG Kaufleute Brunnenviertel

9 Bäckerei Gül

Alles frisch gebacken von Baguette

bis Börek

Ipek & Co HandelsgesmbH

Yppenplatz 7/3, T: 408 90 17

13 Kärntner Kasnudel-

Werkstatt

Viele Spezialitäten

aus Kärnten

Nordzeile, Payerg. gegenüber

Yppenpl. 2, r.gradischnig@gmx.at

17 Rema Print GmbH

Offset-Druckerei

Wir drucken vom Plakat und Buch

bis zur Visitenkarte fast alles und

übernehmen auch die Gestaltung.

Neulerchenfelder Straße 35

T: 403 89 26, www.remaprint.at

21 Käseparadies

Unsere Käsespezialitäten

vom Feinsten schmecken jeder

Käsemaus, Azmi ERSOY KEG,

Brunnenmarktstand 184

T: 0699-1121311-4 und -5

E: ugurersoy1@gmail.com

11 Fleischerei Sterkl

Fleisch- & Wurstwaren

Originelle Wurstkreationen, Mittagsmenüs

...

Lassen Sie sich’s schmecken

Brunnengasse 62

T: 406 47 15

15 s’Tascherl

Taschen, Koffer, Lederwaren

zum Ausgehen, Einkaufen, Verreisen

Brunnengasse 59,

E: robert.puskas@chello.at

T: 0699-1028 0725, 0660-400 3187

19 Antonoff

Uhren & Schmuck

Sie brauchen ein Geschenk, wollen

mit der Zeit gehen, oder beides?

Neulerchenfelder Straße 4

T: 402 28 06

10 La Salvia

Bar und Feinkostgeschäft

In Vorfreude auf den Urlaub?

Wir sprechen auch italienisch

Ecke Weyprechtgasse/

Schellhammerg.

T/F: 236 72 27 www.lasalvia.at

14 Blumen Weiser

Blumenwaren, Gestecke

Es grünt so grün, wenn

Brunnenmarkts Blüten

blühen!

Brunnengasse 59,

T/F: 409 04 39

18 Marvan Tam GmbH

Installationen-Heizung-Bad

Wir verkaufen auch Glühbirnen

Neulerchenfelder Str. 33

T: 406 31 63, F: 406 52 47

www.marvan.at

22 Has Reinigung

Alles wird fein rein!

Ihre Hasan Vural KEG

Brunnengasse 66

T/F: 990 53 59

T: 06991-063 23 80

12 Café Concerto

Konzerte – Sessions – DJs ...

Di – Sa ab 19 Uhr

(Keller ab 21 Uhr),

So, Mo Ruhetag

Lerchenfelder Gürtel 53

www.cafeconcerto.at

16 Geflügel Draca

Geflügel

in allen Variationen, zum

Selberkochen oder tellerfertig

Brunnenmarktstand 115

T: 0650-287 74 72

20 Kiosk Oppitz

Brunnengasse 59

T: 406 35 63

brunnenviertler | September 2009 11


Zum dritten Mal in Folge konnte die

IG die begehrten Awards der

Wiener Einkaufsstraßen erringen.

Den 1. Platz

in der Kategorie

„Innovativste Idee“

mit dem Film:

SOHO 16 Unternehmen Kunst

Den 2. Platz

in der Kategorie:

„Themenbezogenes Event“ aus 2008

„Land in Sicht & Sag Hallo zu Kuh

und Co“, unser Herbst- und Kinderfest.

Also, die Jury hat uns Beifall gezollt,

und wir hoffen, dass auch Sie unser

legendäres Brunnenviertler Herbstfest

heuer wieder schätzen werden.

Programmpunkte gibt es genug. Auch

unser erster Preis ist ein Programmpunkt,

wir zeigen Ihnen unseren Film:

Ein Blick hinter die Kulissen. Sie

sehen wie Fleischermeister Karl

Sterkl seine herrlichen, saftigen Bratwürstel

kreiert. Und Ula Schneider im

Interview. Es freut sie, daß sich die

Zusammenarbeit mit den Kaufleuten

von SOHO zu SOHO verdichtet.

12 brunnenviertler | September 2009

Das Trio Papier SKRIBO Kerbl

erfrischt mit einer musikalischen Suppeneinlage

im Kanon, während

gemeinsam geschnitten und

geschnipselt wird, an einem riesigen

Berg frischen Gemüses vom Brunnenmarkt.

Da köchelt ein Süppchen, das

jedem Suppenkaspar munden mag.

Gemeinsam schmeckt‘s am besten.

Und wer dabei auf die besten Ideen

gekommen ist, weiß nachher niemand

mehr so genau.

„Hauptsache, Ideen werden nicht nur

geboren, sondern auch wirklich

umgesetzt.

Und dazu braucht es meistens mehr

als eine Person“, ist Albert Marvan,

Ihr Installateur vom Team Marvan

TAM, überzeugt.

Nur gemeinsam sind wir stark! Drum

agieren wir auch gemeinsam in der IG

Brunnenviertel

Die IG

„Unternehmen Kunst“

Der Titel des Brunnenviertler Films,

unser Beitrag zu SOHO 2008, spielt

mit einem Begriffspaar, seinen Gemeinsamkeiten

und Gegensätzen.

Eine Bedeutung des Wortes Kunst

impliziert einfach Können, wie die

Reitkunst, die Schwimmkunst oder

die Kunst, ein Unternehmen zu führen.

Aber manche unternehmen das

Abenteuer, KünstlerInnen zu sein.

Einen Installationsbetrieb zu führen,

mit einem engagierten Team

für zufriedene Kunden, erfordert

Können auf mehreren Ebenen,

betont Albert Marvan.

So wie das Drehen eines Films ...

Wir bedanken uns bei den FilmkünstlerInnen

Stefan Clapczynski, Joe Duebell,

Florian Kozak und Manuel Weiß

von der Werbe Akademie Wien und

für die freundliche Unterstützung des

Wiener Wirtschaftsförderungsfonds.

Sie sehen hier einige Szenen, alle zeigen

wir bei unserem Herbstfest.

„zeit ist mehr als geld“,

unser „brunnenviertler brettspiel“

meint Albert Marvan, ist auch eine Art

Teamspiel, nicht gegen eine andere

Mannschaft, sondern für die eigene,

auch wenn sie sich, wie zu SOHO

2009, zufällig an einem Tisch zusammengewürfelt

hat.

„Wenn Du für jeden Dollar, den der

reichste Mann der Welt besitzt, eine

Sekunde Freizeit bekommen würdest,

wie viel Zeit hättest Du dann?“

„Viel!“

„Ein Jahrtausend und drei Jahrhunderte,

Tag und Nacht Freizeit.“

„Die würde ich sofort mit Euch allen

teilen, durch zehn, bleibt für jeden

mehr als genug.“

„Frei oder nicht, mehr als 24 Stunden

am Tag hat auch dieser reichste

Mann nicht.“


Brunnenviertel hat gewonnen

SOHO-Besucher

Darunter auch vier Pärchen, die normalerweise

nur als Abstraktionen

anzutreffen sind. Nicht jedoch in

SOHO. Hier besuchen acht Begriffe

dreierlei Geschlechts als Menschen

aus Fleisch und Blut die SOHO-Orte

und machen sich Gedanken.

Warum sollten nicht auch Begriffe

hin und wieder in die Gestalt von

Menschen schlüpfen dürfen?

Ob sie sich vertragen, wenn sie sich

so ganz quicklebendig gegenüber sitzen,

nebeneinander hergehen und

miteinander reden, wird sich zeigen.

Es sind Begriffe von Gewicht, die hier

mit ihren PartnerInnen durch Ottakring

spazieren: Die Erwerbsarbeit und die

Freizeit (sind schon ewig zusammen),

der Wert und die Bewertung (haben

mehrere temporäre Trennungen hinter

sich, finden aber immer wieder zueinander)

der Lissabon-Prozess 1 und der

Aktivismus (das leidenschaftlich-hitzigste

Paar der Runde) und – last but

not least – das Leistungsprinzip und

das Grundeinkommen (haben vor,

demnächst eine Familie zu gründen).

Die vier Paare treffen sich zufällig

bei ihrer ersten SOHO-Station – dem

„brunnenviertler brettspiel“ – im

Installateurgeschäft „Marvan Tam“.

Das Spiel beginnt mit einer Vorstellungsrunde:

Alle sollen sich vorstellen

und außerdem erklären, was die Person

können müsste, die sie im Falle

einer einjährigen Abwesenheit zwecks

Weltreise ersetzen würde. „Ich bin die

Bewertung“, ergreift die B. selbstbewusst

das Wort. „Wer mich ersetzen

will, muss vor allem einen klaren Kopf

1 Der Lissabon-Prozeß (auch Lissabon-Strategie

oder Lissabon-Agenda) ist ein auf einem

Sondergipfel der europäischen Staats- und

Regierungschefs im März 2000 in Lissabon verabschiedetes

Programm, das zum Ziel hat, die

EU bis 2010 zum wettbewerbsfähigsten und

dynamischsten wissensgestützten Wirtschaftsraum

der Welt zu machen.

haben und sollte die Relationen nicht

aus den Augen verlieren.“ „Ich bin der

Wert“, sagt der W. „Wer mich ersetzen

will, der sollte sich auf keinen Fall

ein X für ein U vormachen lassen.“

„Ich heiße Lissabon-Prozess“, sagt

der L.P. „Wer mich ersetzen will, muss

auf jeden Fall etwas von Wachstum

und Innovation verstehen.“ „Ich würde

bei meinem Ersatz besonderen Wert

auf eine gewisse hands-on Mentalität

legen“, schließt der Aktivismus mit

spöttischem Lächeln an. „Ich bin die

Freizeit“, sagt die F. leicht genervt.

„Wer mich ersetzen will, muss überhaupt

nichts können, aber ich bin

trotzdem unersetzbar.“ „Das bist du

tatsächlich“, sagt die Erwerbsarbeit

zärtlich. „Wer mich ersetzen will, sollte

gut mit Stress und steigenden

Ansprüchen umgehen können.“ „Das

kommt mir bekannt vor“, stöhnte das

Leistungsprinzip“. „Mein Ersatz darf

sich niemals auf seinen Lorbeeren

ausruhen!“ „Ich heiße Grundeinkommen“,

meldet sich zum Schluss das

G. „Wer mich ersetzen will, muss auf

jeden Fall hartnäckig sein.“

Damit kann das Spiel losgehen. Alle

bekommen eine Spielfigur und ein

Häufchen Bohnen – das Zeitbudget

für diesen Abend – zur Verfügung

gestellt und würfeln sich reihum

durchs selbstgemachte Spielfeld.

Bunte Kärtchen ringen der Spielgemeinschaft

Entscheidungsfragen über

ihr Leben ab. Was ist dir 1 Stunde

wert, wofür gibst du 3? Wie viel Zeit

kannst du von den anderen verlangen?

Die Zeitbohnen ersetzen das

SpielGELD, weil Zeit einfach mehr als

Geld ist, wurde erklärt. Die Bewertung

nickte zustimmend. Dennoch

beZAHLTen fast alle und gaben sich

sogar dabei heraus. „Hast du 2 Stunden?“

„Ich habe nur einen Zehner.“

„Gibs mir bei der nächsten Runde.“

Die Schwierigkeit, aus dem Konzept

des Geldes und des Zahlens auszubrechen,

eint die Runde. Zeit-Spielen

braucht eben Übung. Und Zeit.

„zeit ist mehr als geld“ bei Marvan TAM

Wie es weiterging, welche Rolle die

Autorin dieser Zeilen, Andrea Klement

gespielt hat? www.sohoinottakring.at

Jedenfalls bei Marvan TAM

wurde noch lange weitergespielt. Der

Schriftsteller Bernd Höfer wurde philosophisch,

die sprachgewandte

Andrea Marenzeller übersetzte in die

Zeitsprache, der Praterkasperl, vertreten

durch die PuppenspielerInnen Elis

Veith und Georg Albert, nahm es

spielerisch.

Amüsant waren auch die Spielabende

bei Staud’s Wien, Fleischhauerei

Sterkl, SKRIBO Papier Kerbl und

das Endspiel bei Blumen Weiser

Amerikanische Plakate

Eine der nächsten Stationen unserer

SOHO-Besucher. Dort entstanden die

tollen Plakatkreationen von Amos Paul

Kennedy, Jr. und Dan S. Wang wie

dieses für den 16. und Staud‘s Wien.

brunnenviertler | September 2009 13


im Freien

Herbst in der Herbststraße Blumen bei Weiser A Musi bei Staud‘s

Kuhlen, den feinen luftgetrockneten

Rinderschinken aus Dalmatien, findet

man hier sowohl auf der delikaten

Aufschnittplatte als auch auf den Pizzas

mit „Schinken“. Jede zu Mittag

um 5.30 €! Täglich, ab September

auch Montags, von 9 bis 1 Uhr nachts.

Freitag, Samstag, Sonntag spielen

Ethnobands live auf, einfach kuhl.

Für die, die Kuhlen oder und Pizzas

lieber zu Hause genießen möchten,

stellen wir gratis zu in die Bezirke 7.,

8., 15., 16. und 17.

www.pizzazustellung.co.at

Marsal, Ecke Fröbelg./Herbststraße

14 brunnenviertler | September 2009

Daniela Weiser ist mit Blumen aufgewachsen

und besucht die Meisterklasse

der Akademie für Naturgestaltung

im Stift Zwettel.

Vom 12.-13. Sept. sind dort die Meisterarbeiten

der Klasse zu sehen.

www.flora-et-labora.com

„Jetzt kommen die tollen Farben des

Herbstes, rot-violett wie die mehrjährigen

Erikaarten und das reiche Sortiment

an Beeren, z.B. Hagebutte und

Schneebeeren. Winterfeste Pflanzen

setzt man jetzt, damit sie noch vor

dem Frühjahr anwurzeln können“.

Brunnenmarkt/Gaulachergasse

Die Truppe um Thomas M. Strobl,

Thomas Faulhammer und Aron

Wonesch bringen nicht nur zahlreiche

Wiener Lieder zum Klingen, sie

beherrschen auch die rasanten Worttiraden

von Pirron und Knapp.

Unterstützt und gestärkt werden sie

dabei vom Marmeladenkönig an der

Orgel, Hans Staud.

Und das Publikum singt und schwingt

kräftig mit, besonders bei jenen

Refrains, die Ottakring, Hans Staud,

Stefan Schauer oder dem Wachauerlandl

gewidmet sind.

www.stauds.com

Piazzetta, Samstag, 26.9., 11-13 Uhr

Piazzettina

Kaum waren die Bänke auf dem neuen

kleinen Platz Ecke Brunnenmarkt

und Grundsteingasse montiert, waren

sie auch schon im wahrsten Sinne

des Wortes besetzt.

Ja, der Brunnenmarkt hat jetzt nicht

nur die Piazza an der Payergasse, die

Piazzetta vor Staud’s Pavillon, wo es

sich so gemütlich feiern lässt, sondern

auch eine Piazzettina, von der aus

man das Markttreiben genießen kann.


im Brunnenviertel

Neues am Brunnenmarkt

Wieder ein Bauabschnitt gelungen!

Fröhlich und bei strahlendem Wetter

wurde der fertiggestellte Bauabschnitt

am 2. Juli eröffnet. Die Standler und

zahlreiche Marktbesucher feierten.

Begleitet wurden sie von der Blaskapelle

der Wiener Linien.

Bürgermeister Michael Häupl und die

Stadträtin Sandra Frauenberger hissten

gemeinsam mit Bezirksvorsteher

Franz Prokop die Fahnen am „Tor“

zum „neuen“ Brunnenmarkt an der

Thaliastraße.

Unsere (Markt-) Stadträtin für Integration,

Frauenfragen, Konsumentenschutz

und Personal erinnerte daran,

dass der Markt uns nicht nur mit

bester, frischer Ware versorgt, sondern

auch die bedeutendste Kommunikationsader

im Bezirk ist.

Zu unser aller Freude erreichte der

Brunnenmarkt bei der letzten Zählung

die höchste Besucherfrequenz pro

Woche von allen Wiener Märkten.

Der Besucherstrom der Festgäste

bewegte sich den Markt entlang und

hielt beim Dichterhof inne.

Die Gedenktafel Dichterhof

wurde nach besinnlichen Worten von

Bezirksvorsteher Franz Prokop enthüllt.

Der Text stammt aus der Feder von

Prof. Walter Arlen und berichtet in

knappen Worten von der Geschichte

des Warenhauses Dichter, von seiner

Familie und den tragischen Ereignissen

von 1938.

Spatenstich für neuen Bauabschnitt

zwischen Gaullachergasse und Friedmanngasse.

Er erfolgte noch am Tag

der Eröffnung.

Abends wurde auf der Piazza gefeiert.

Die Marke Brunnenmarkt

Worauf große Marken wert legen, der

Brunnenmarkt hat’s:

Ein unverwechselbares Design!

Sowohl die Straßengestaltung, als

auch das Erscheinungsbild der neuen

Stände unterstützen die positive Entwicklung

unseres vielfältigen und

lebendigen Marktes.

brunnenviertler | September 2009 15


Blätter, die die Welt bedeuten,

sind beschrieben

Mit ihrer übertragenen roten Lederschultasche stolzierte sie im Park herum.

„Gehst Du schon in die Schule?“, fragte die Frau auf der Parkbank. „Ja“, sagte sie strahlend.

Es war ihr noch lange peinlich, diese Frau wieder im Park zu treffen. Ihre bohrenden Fragestellungen

und die unloyalen Antworten ihrer Großmutter hatten zu Tage gebracht, dass sie zwar alle Buchstaben und

Ziffern kennt, sie aufschreiben und ein bisschen rechnen kann, aber noch nie eine Schule von innen gesehen hat. Und

es noch gar nicht sicher ist, ob sie nächsten Herbst in die Schule gehen kann, weil sie, im September geboren, zu

Schulbeginn noch nicht volle sechs Jahre alt sein wird und daher eine Eignungsprüfung bestehen muss.

Es gelang ihr, und sie feierte ihren sechsten Geburtstag als Schülerin, mit einer sich langsam füllenden

Schultasche. Papier, Hefte und Schreibgeräte üben bis heute eine Faszination auf sie aus.

Sie liebt es, vor den Regalen mit Heften, Buntstiften, Papierbogen und Collegmappen in allen

Farben zu stehen, während ihre Tochter eine Schultasche nach der anderen probiert. Wo?

Bei SKRIBO Papier Kerbl. Dieses Fachgeschäft bekommt seit Jahren

ein „Sehr gut“ beim Arbeiterkammerpreisvergleich zu Schulanfang.

OTTAKRINGER STRASSE 23

T: 4054745, F: 4089073, WWW.PAPIER-KERBL.AT

Blätter, die Fallen, kündigen

die ersten kühlen Nächte

an. Da blättert sich’s gut

in einem Buch und ...

Sie wollen sorgenfrei

die Heizung aufdrehen

und sich von ihrer

Umwelt ein gutes Zeugnis

ausstellen lassen?

Marvan TAM GmbH

unterstützt Sie dabei. Eine gut

gewartete Heizungsanlage hat

eine bessere Leistung, das heißt

weniger Energieverbrauch, weniger

Schadstoffemission und eine längere

Lebensdauer. Egal, ob es sich um eine

Kombi-Therme, einen Gaskamin, einen

Außenwandkonvektor oder um einen Holzkessel

handelt.

Gönnen Sie Ihrer Heizung einen Wintercheck, das bedeutet:

Die gesamte Anlage wird kontrolliert, das Heizgerät gesäubert, die Heizpumpe gängig

gemacht, der Druck optimiert, auf Dichtheit geprüft und die Heizkörper werden, wenn nötig,

entlüftet. Und was kostet das?

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MARVAN TAM, IHR INSTALLATEUR: 1160 WIEN, NEULERCHENFELDER STRASSE 33, T: 01-403 31 63, WWW.MARVAN.AT

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