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casanostra 182 | September 2025

Boden befreien: Weg mit dem Asphalt

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Nr. 182 September 2025

Boden befreien: Weg mit dem Asphalt

Fondation Casafair:

Eine gute Zukunft

für Ihr Haus 9

Neuerungen

beim Anfangsmietzinsformular

12

Eigenmietwert:

korrekte Logik

als Anlagerendite 21


2 INSERATE

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CASANOSTRA 182 2025


EDITORIAL 3

Inhaltsverzeichnis

THEMA

04 Boden befreien: Weg mit dem Asphalt

EXTRA

09 Eine gute Zukunft für Ihr Haus

SERVICE

12 Ratgeber

15 Kurse und Veranstaltungen

17 Mitgliederangebote

21 News

SCHLUSSPUNKT

23 Carte Blanche für Silvia Oppliger,

Projektleiterin Schwammstadt

beim Verband Schweizer Abwasserund

Gewässerschutzfachleute

13 Wohnungsübergabe:

Die Nachbearbeitung

Liebe Leserin, Lieber Leser

Vor rund zwanzig Jahren haben wir in Spiez Land gekauft.

Nach dem Unterschreiben des Kaufvertrags standen

wir auf diesem wunderschönen Flecken Erde, die

Gefühle waren überwältigend. Kann einem Boden wirklich

gehören – oder ist er einem nur anvertraut? Wir

geniessen unser Land jeden Tag und haben unser Haus

so geplant, dass wir einen neunzigjährigen Birnbaum

stehen lassen konnten. Ein Universum für unzählige

Tierarten, ein Baum, der lange vor uns auf dem Grundstück

stand und uns wohl überleben wird j…

Boden ist in der eng begrenzten Schweiz ein besonders

kostbares Gut. Dennoch versiegeln wir den zur Verfügung

stehenden Raum in rasanter Geschwindigkeit Tag

für Tag. Damit verschärfen wir drei grosse Probleme:

Die fehlende Speicherung von Wasser bei Starkregen, die

übermässige Speicherung von Wärme an Hitzetagen

und die Verringerung von Lebensräumen für Flora und

Fauna. Wie es anders geht, lesen Sie im Bericht

«Weg mit dem Asphalt» auf Seite 5 in diesem Heft.

17 Praxisleitfäden «Nistplätze

für Segler» und «Vogelund

fledermausfreundlich sanieren»

Foto: MATTHIASRABBIONE/iStock

Wir alle sind gefordert, verantwortungsbewusster

mit dem Boden umzugehen. Der Bundesrat hat denn

auch ein ambitioniertes Ziel festgelegt: Ab 2050 soll

in der Schweiz netto kein Boden mehr verbraucht werden.

Lasst uns mit gutem Beispiel

vorangehen: Weniger Asphalt

und Beton, dafür mehr Bäume und

Blumen – für eine bessere Lebensqualität!

Foto : Nadim Chammas

Ursula Zybach,

Präsidentin Casafair Schweiz

Foto: JackF/iStock

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1390.– Kleinanzeigen bis 6 Zeilen (à 45 Anschläge) Fr. 60.–, Zusatzzeilen Fr. 15.– Branchenverzeichnis maximal 4 Zeilen Fr. 270.–/Jahr Erscheinen casanostra erscheint

fünfmal jährlich, Abdruck nach Rücksprache Verleger Casafair Schweiz, Zentralsekretariat, Postfach, 3001 Bern Redaktion Leitung Nadim Chammas, Mitarbeit Noemi

Helfenstein Redaktionsadresse casa nostra, Casafair Schweiz, Postfach, Bollwerk 35, 3001 Bern, Tel. 031 312 00 22, casanostra@casafair.ch Titelbild EyeEm Mobile GmbH /

iStock Grafik Clerici Partner Design, Zürich Druck Vogt-Schild Druck AG, Derendingen Papier Perlen Value Inserate Anzeigenverkauf casanostra, Casafair Schweiz, Postfach,

3001 Bern anzeigen@casafair.ch, Tel. 031 312 00 35 Auflage 17 640 Ex. casanostra 183 erscheint am 20. November 2025 Redaktions- und Inserateschluss 21. Oktober 2025

ISSN 2674-0540 Klimaneutral und auf Schweizer Papier gedruckt. E-PAPER Bei Interesse bei kontakt@casafair.ch melden.

CASANOSTRA 182 2025



THEMA ENERGIE UND KLIMA 5

Boden befreien:

Weg mit dem Asphalt

Immer mehr Bodenfläche in der Schweiz ist versiegelt: Wasser fliesst ab, Pflanzen

haben keinen Lebensraum und die Hitze entwicklung macht den Raum auch

für Menschen unattraktiv. Der Kampf gegen die Versiegelung läuft auf verschiedenen

Ebenen, aber es bleibt schwierig. Text Corinne Roth Vock, Schlosswort

Es regnet. Nicht Landregen, sondern ein Starkregen, wie er in

der Schweiz häufiger wird. An der Bushaltestelle bildet sich

ein Teich, der durch den heranfahrenden Bus zur unerwünschten

Dusche für die Wartenden wird, an der Quartierstrasse

rauscht ein meterbreiter Bach abwärts, auf dem Pausenplatz

der Schule wächst die Pfützenlandschaft und die

Kinder proben ihre Weitsprungkünste. Die Abläufe gurgeln,

das sogenannte Meteorwasser fliesst zu einem grossen Teil

rekordschnell und ungenutzt durch die Kanalisation in den

lokalen Fluss oder See und ist mitschuldig an Überflutungen

und Bodenerosion.

So oder ähnlich kennen wir unsere Stadtquartiere, wenn

es stark oder ausdauernd regnet. Wir haben uns daran gewöhnt.

Schliesslich haben betonierte und asphaltierte Flächen

grosse Vorteile: Sie sind belastbar, unterhaltsarm, putzbar,

vielfältig zu nutzen, die Schuhe bleiben sauber und man

kommt auch auf Rollen und Rädern gut voran.

Hitze, Trockenheit, Wassermassen

Neben den Vorteilen haben die sogenannten versiegelten Flächen

auch entscheidende Nachteile: Sie sind biologisch gesehen

wertlos, mitverantwortlich für urbane Hitzeinseln und

können kein Regenwasser aufnehmen. Diese drei Faktoren

hängen zusammen: Wo nichts wächst, wird es heisser, wo es

zu heiss ist, wächst nichts, wo Regenwasser nicht versickern

kann, haben Pflanzen kein Wasser und der kühlende Effekt

von Pflanzen, Schatten und Verdunstung aus dem Boden entfällt

– es bleibt heiss.

Werden Flächen hingegen durchlässig gestaltet und generell

nur dort befestigt, wo es wirklich nötig ist, hat das entscheidende

Vorteile: Bäume haben mehr Wasser und mehr

Wurzelraum und die Verdunstung von gespeichertem Wasser

bringt Kühle. Insekten und andere Lebewesen finden Lebensräume,

starke Regenfälle versickern oder werden zur Nutzung

gesammelt statt Bäche zu bilden und Keller zu fluten,

und die Menschen haben – je nach Gestaltung – eine attraktive,

gesundheitsfördernde Umgebung.

Wo früher Autos parkierten, plätschert heute der Bach,

aus der Kanalisation befreit. Foto: Nadim Chammas

Presslufthammer gegen Asphaltflächen

Wie können wir Regen dort versickern lassen, wo er fällt?

Und wie gehen wir mit versiegelten Flächen im Kontext von

heissen Sommern und Trockenheit um? Mit diesen Fragen

befassen sich in der Schweiz verschiedene Forschungsteams

und Firmen, aber auch Private. Während sich die Motivationen

und Herangehensweisen unterscheiden, bleibt die Massnahme

letztlich die gleiche: Flächen aufbrechen – entsiegeln,

wie es im Fachjargon heisst – oder erst gar nicht verschliessen.

Wo die Asphaltknackerinnen aus Zürich am Werk sind,

geht es ans Eingemachte: Mit Presslufthammer, Pickel,

Schaufel und Bagger werden Parkplätze vom Asphalt befreit,

Vorplätze umgestaltet und Hinterhöfe in Gärten verwandelt.

Die Gründerinnen Bettina Walch und Isabella Sedivy beraten,

ziehen die Fäden zu geeigneten Gartenbaufirmen und zu den

Finanzierungstöpfen der Behörden. Unterdessen konnten sie

Zürich, Winterthur und Luzern als Partnerstädte gewinnen

und wurden mehrfach für ihr Engagement ausgezeichnet.

Neben dem Vorteil für die Natur und gegen Hitze und Überschwemmungen

sehen sie auch einen Gewinn für die Menschen:

Eine entsiegelte Fläche, ein naturnah gestalteter Spielplatz

oder ein Garten seien auch einfach schöner und hätten

als Aufenthaltsort mehr zu bieten als eine Teerfläche mit

Bänkli und Schaukel.

Was auffällt: Die Beispielprojekte der Asphaltknackerinnen

sind keine Grossprojekte: Manchmal geht es um ein paar

Quadratmeter, manchmal weicht ein Parkplatz für fünf Autos.

Keine Idee scheint zu klein, um angepackt zu werden.

Vollendete Tatsachen helfen

«Man muss realistisch sein: Bei grossen Akteuren müssen die

Behörden klare Vorgaben machen, sonst haben wir keine

Chance», erklärt Silvia Oppliger, Leiterin des Netzwerks

Schwammstadt. Die Vision Schwammstadt fördert einen

neuen, naturnahen Umgang mit Regenwasser. Der Regen soll

dort versickern, wo er fällt und nicht mehr in der Kanalisation

verschwinden. Die Stadt speichert Regenwasser wie ein

Schwamm und gibt dieses bei Hitze wieder ab – entweder

direkt oder über Pflanzen. Das verdunstende Wasser kühlt

die Umgebung. Die Schwammfunktion entlastet zudem die

CASANOSTRA 182 2025


6 ENERGIE UND KLIMA THEMA

Mit schwerem Gerät

wird der Asphalt

aufgebrochen,

damit der Innenhof

des Kulturzentrums

durchlässig

und begrünbar

wird. Foto: Nadim Chammas

Kanalisation, verhindert Überschwemmungen. Eine Siedlung

mit Schwammfunktion leistet in der Regel auch etwas fürs

Auge und für die Biodiversität, aber das steht hier nicht im

Vordergrund.

«Unterdessen haben wir Überbauungsvorhaben, bei denen

die Behörden auf Stufe Gestaltungsplan oder Bebauungsplan

vorgeben, dass das Regenwasser vor Ort bewirtschaftet

werden muss. Es ist also gar keine Regenwasserkanalisation

mehr vorgesehen», erzählt Oppliger. Dieses fait accompli

zeigt Wirkung: Die Akteur*innen müssen Lösungen finden.

Mancherorts sind diese naturnah und führen zu wertvollen

Ökozonen oder lauschigen Ecken, an anderer Stelle sind die

Lösungen technisch. Oppliger sieht das pragmatisch: «Wir

müssen immer schauen, wo wir sind und was an diesem

Standort möglich ist.»

Tigermücken? Kein Problem.

Jede gute Idee muss Kritik aushalten, das ist bei der Entsiegelung

nicht anders. Zwei Themen kommen aus der Biologie:

Fördern Tümpel und Teiche die Tigermückenplage? Und: Sind

offene Flächen nicht einfach ein neuer Standort für invasive

Neophyten? Silvia Oppliger relativiert: «Tigermücken mögen

keine naturnahen Flächen. Da sind die volle Giesskanne oder

der Blumenuntertopf im Garten das grössere Problem.» Etwas

anders sieht es bei den invasiven Neophyten wie dem Berufskraut

oder der Goldrute aus. Diese sind tatsächlich schnell

zur Stelle, wenn eine neue Brache entsteht. «Man muss vor

allem am Anfang aufmerksam sein. Sobald sich andere Pflanzen

etabliert haben, wird es einfacher», erklärt Oppliger.

Wenn es um sickerfähig oder naturnah gestaltete Wege

und Plätze geht, kommen weitere Kritikpunkte ins Spiel. Bei

naturnahen Pausenplätzen steigt beispielsweise der Reinigungsaufwand

für das Abwartsteam. Auch für Menschen, die

auf einen Rollator oder einen Rollstuhl angewiesen sind, können

Kieswege oder Mergelbeläge Nachteile bringen.

Finanzielle Fragen

Ein dauernder Spielverderber ist der Faktor Geld: Projekte

dieser Art sollen Bauvorhaben verteuern und verkomplizieren,

tönt es aus entsprechenden Kreisen. Doch so klar ist das

nicht, die Datengrundlage ist mager. Das liegt daran, dass es

kaum möglich ist, ein Projekt mit beiden Varianten komplett

zu planen und die Kosten zu vergleichen. Der Preis einer Lösung

mit vielen sickerfähigen, unversiegelten Flächen und

einer lokalen Regenwasserbewirtschaftung hängt von zahllosen

Rahmenbedingungen ab: Welcher Untergrund erwartet

die Bauherr*innen, welche Leistungen müssen die Flächen

erbringen, wieviel Platz steht zur Verfügung? All das hat einen

Einfluss auf die Initialkosten. Im Unterhalt dürften die

Unterschiede klein sein. Eine Wiese muss man vielleicht mähen,

eine Asphaltfläche aber reinigen. Bei einem geteerten

Parkplatz führen Frostrisse oder Pfützenbildung zu Kosten,

bei Rasengittersteinen müssen die Neophyten in Schach gehalten

werden. Silvia Oppliger resümiert: «Es ist vor allem

Überzeugungarbeit. Man muss die richtigen Argumente für

die richtigen Leute finden.»

In die falsche Richtung

«Dank der Siedlungsentwicklung nach innen hat sich das

Siedlungswachstum zwar etwas verlangsamt, doch die Bodenversiegelung

hat sich im letzten Jahrzehnt wieder beschleunigt»,

schreibt das Bundesamt für Umwelt BAFU zum

Thema. Die Bodenstrategie Schweiz, die der Bund 2020 verabschiedet

hat, verlangt, dass der Bodenverbrauch bis 2050

auf netto Null sinkt. Aktuell ist davon noch wenig zu spüren.

Der übermächtige Gegentrend, die praktisch ungebremste

Zersiedelung der Schweiz, ist in vollem Gange. Wer Luftbilder

aus den Achtzigerjahren mit aktuellen vergleicht, schluckt

schwer: Neben der von Architekturkritiker Benedikt Loderer

schon 2012 angemahnten Hüslipest zeigen die Vergleiche

auch den Verschleiss durch neue Industriequartiere und Verkehrsinfrastruktur.

Zersiedelung geht einher mit Versiegelung.

Gerade bei Industrieflächen wird pragmatisch, flächig

und kostengünstig gebaut – Asphaltwüsten um flache Hallen,

überall Strassen, Zufahrten, Vor- und Wendeplätze, Containerstellflächen

und Parkplätze. Alles Flächen, die ohne andere

Weisung oder bewusste Entscheidung in der Regel automatisch

versiegelt werden.

Während in den Städten um einzelne Quadratmeter Blumenwiese

gekämpft und sorgfältig verdichtet wird, vergeudet

die Schweiz jährlich quadratkilometerweise Kulturland

im Umland. Silvia Oppliger bestätigt: «Bei Akteuren mit Interesse

für Grünräume, naturnahe Gestaltung und Biodiversität

stossen wir auf offene Türen. Wo vor allem aufs Finanzielle

geschaut wird, müssen wir viel mehr Aufklärungsarbeit

leisten.» Es gibt noch viel zu tun.

CASANOSTRA 182 2025


THEMA ENERGIE UND KLIMA INSERATE 7

Selber entsiegeln,

aber wie?

Empfehlungen von Silvia Oppliger,

Netzwerk Schwammstadt.

1. Abklären, ob ein Baugesuch nötig ist.

Das ist je nach Fläche und Gemeinde

verschieden.

Zürcher Messe

für Bauen,

Wohnen und

Energie

Bild:

Züri

SOLAR

Züri

WOHN-

DESIGN

2. Beratung holen, zum Beispiel bei

den Asphaltknackerinnen oder

bei einem Bioterra-zertifizierten Gartenbaubetrieb.

Selber Hand anlegen

ist danach aber oft möglich, man muss

nicht alles auslagern.

3. Über die definierte Fläche hinausdenken:

Was ist mit den Flächen

rundherum? Kann man vernetzen?

Dachwasser zu leiten? Synergien

nutzen mit Nachbarn oder einer

Strassen allee?

Gratis-

Ticket

4. Über das Ideal hinausdenken:

Vielleicht ist ein Insektengärtchen

nicht möglich, aber aus dem

betonierten Vorplatz wird ein

sickerfähiger Gehweg mit

Rasen gittersteinen oder

Mergelbelag? Auch das ist

etwas wert.

18.–21. September 2025

Messe Zürich

JETZT INVESTIEREN

Weiter im Thema

Casafair Kurs «Flächen entsiegeln

und aufwerten»

casafair.ch/veranstaltungen

Infoplattform Schwammstadt

sponge-city.info

Beratungsnetzwerk

Asphaltknackerinnen

www.asphaltknackerinnen.ch

Anleitung Entsiegelung

www.bern.ch

(PDF «In 9 Schritten zur Entsiegelung»)

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CASANOSTRA 182 2025


EXTRA FONDATION CASAFAIR 9

Eine gute Zukunft

für Ihr Haus

Kommt ein Wohnhaus auf den gewinnorientierten Markt, zittern

die Mieter*innen, die darin leben. Die Fondation Casafair bietet

seit kurzem eine Möglichkeit für Hausbesitzer*innen, ihr Haus in

eine – auch ökologisch – nachhaltige Zukunft zu führen.

Text Esther Banz

Suzanne Javet liegt die Zukunft des Mehrfamilienhauses in

Bern, das einst ihren Grosseltern gehörte, sehr am Herzen.

Durch Erbschaft wurde sie zur Besitzerin der oberen Stockwerke,

seit langem wohnt sie in einer der Wohnungen (ihre

ältere Schwester besitzt die untere Wohnung, lebt aber anderswo).

In all den Jahren kümmerte sie sich um die Belange

des Hauses, schaute, dass es in gutem Zustand bleibt. Als die

Erneuerung der Heizung zum Thema wurde, merkte die pensionierte

Heilpädagogin und Kunsttherapeutin, die keine eigenen

Kinder hat: Es wird nun zu viel. Das war mit ein Grund,

sich über einen Verkauf ihrer Stockwerke Gedanken zu machen.

Vor allem aber war ihr wichtig, selber noch dafür sorgen

zu können, dass das Haus mitsamt seinem wertvollen

Garten «nicht zu einem Spekulationsobjekt wird», dass es

nachhaltig in die Zukunft geführt wird. In der Wohnung, die

sie vermietet, lebt eine Familie mit drei Kindern, «die wachsen

hier auf, gehen hier zur Schule. Sie sollen sich keine Sorgen

machen müssen», Suzanne Javet konnte beobachten, wie

in der Nachbarschaft, in der einst viele Familien wohnten, ein

Haus nach dem andern via Markt in die Hand vermögender

Alleinbewohnender ging: «Familien konnten sich die Häuser

offenbar nicht leisten. Sie sind komplett unterbelegt. Das beelendet

mich. Ich wollte vermeiden, dass mit unserem Haus

dasselbe passiert.»

Als Mitglied von Casafair las Suzanne Javet in diesem

Magazin von der Gründung der «Fondation Casafair» und

nahm Kontakt mit Daniel Gassmann auf, der die Stiftung mitinitiiert

hat und seit ihrer Gründung 2023 präsidiert und leitet.

Es waren Beobachtungen und Überlegungen in der Casafair-Sektion

Mittelland, die zur Gründung geführt hatten,

erzählt Gassmann: «Uns beschäftigte schon länger, dass die

Bodenpreise ins Unermessliche steigen und die Mieten vor

allem in den Zentren unerschwinglich werden. Auch Mitglieder

ohne Nachkommen fragten sich: Wie führen wir unsere

Liegenschaft in eine nachhaltige Zukunft?» Einigen sei die

Gründung einer eigenen Stiftung empfohlen worden, «aber

das ist kompliziert, es braucht einen Stiftungsrat und regelmässige

Berichterstattung. So entstand die Idee, den Mitgliedern

dieses Problem abzunehmen, indem man als Casafair

eine eigene Stiftung gründet.»

Zwischentitel

Der Verband gab seine Zustimmung, die Sektion Mittellandsprach

ein Stiftungskapital von 50 000 Franken und für den

Aufbau während drei Jahren weitere je 15 000 Franken. Finanziell

unterstützt wurde man zudem durch die Alternative

Bank Schweiz (ABS).

Bald nach Gründung der Stiftung kamen Pro Natura und

Public Eye auf Daniel Gassmann zu. Es passiert nicht selten,

dass Eigentümer*innen ihre Liegenschaften via Legat an Organisationen

überschreiben, deren Werten und Zielen sie sich

verbunden fühlen. Aber was macht eine NGO mit Immobilien?

Und falls sie verkauft: Wie stellt sie sicher, dass die Häuser

weiterhin nachhaltig bewirtschaftet werden? Die Fondation

Casafair bietet hier eine gute Lösung an, indem sie die

Liegenschaften den NGO – zu einem ermässigten Preis – abkauft.

Bisher ist die Fondation im Besitz von zwei Objekten:

Eines ist der Hausteil von Suzanne Javet in Bern, das andere

ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohnungen in Zollikofen,

« Casafair-Mitglieder ohne

Nachkommen fragten sich:

Wie führen wir unsere

Liegenschaft in eine nachhaltige

Zukunft ? »

Fortsetzung Seite 11

CASANOSTRA 182 2025


10 INSERAT

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CASANOSTRA 182 2025


EXTRA FONDATION CASAFAIR 11

« Ich will, dass Familien es sich

weiterhin leisten können, in unserem

Haus zu wohnen. » Suzanne Javet

hat ihren Hausteil der Fondation Casafair

verkauft.

Foto: Nadim Chammas

Fortsetzung von Seite 11

ebenfalls Kanton Bern. Dort wohnt Familie Herzig in einer

4,5-Zimmer-Wohnung, seit 25 Jahren. Am Telefon schwärmt

Claudia Herzig vom Garten mit den alten Obstbäumen, den

dichten Hecken mit einheimischen Hölzern, den vielen Nistkästen

für Vögel, den Winter-Schutzhäuschen für Igel – und

nicht minder von der Besitzerin, die das Haus der Fondation

Casafair überschrieben hat, sogar als Schenkung. Das sei ein

Glücksfall, sagt die Mieterin: «Die Besitzerin lebt in Basel und

ist im fortgeschrittenen Pensionsalter. Sie hat sich sehr um

das Haus, den Garten, die Vögel und Insekten gesorgt. Jetzt

haben wir die Gewissheit, dass es mit dem Haus und dem Garten

gut weiter geht. Und dass wir bleiben können. Das zu wissen

ist eine grosse Erleichterung.» Sie hätten wegen der hohen

Mieten sonst wohl aus Zollikofen wegziehen müssen, vermutet

Claudia Herzig, und fügt noch an: «Das Nachbarhaus wurde

abgerissen, da steht jetzt ein doppelt so grosses.»

Steuerrecht steht preisgünstigem Wohnraum im Weg

Obwohl das Haus in Zollikofen eine Schenkung war und die

Fondation Casafair nicht gewinnorientiert ist, musste sie

beim Handwechsel Geld in die Hand nehmen. Der Grund dafür

ist, dass der Kanton Aargau, in dem sie angemeldet ist, ihr

die Steuerbefreiung verweigerte. Hinzu kommt, dass Kantone

wie Zürich mit ihren Steuergesetzen den Erhalt von bezahlbarem

Wohnraum erschweren, da sie von Marktpreisen

statt dem amtlichen Wert für die Steuerberechnung ausgehen

– obwohl Bund und Kantone gemäss Verfassung sicher-

stellen müssten, dass die Bürger*innen im Land eine «angemessene

Wohnung zu tragbaren Bedingungen» finden.

Daniel Gassmann hofft, dass sich die Politik diesem Thema

annimmt. Und für die Stiftung selber möchte der Mitgründer,

der wie alle im Gremium seine Vorstandsarbeit ehrenamtlich

leistet, noch erleben, dass sie eine Geschäftsstelle bekommt.

Schliesslich will man im Erhalt von sozial und ökologisch

nachhaltigem Wohnraum eine ernstzunehmende Akteurin

werden. Das wünscht sich auch Suzanne Javet, die der Stiftung

ihr Haus deutlich unter dem Marktwert verkauft hat.

Sie fragt: «Können nicht auch grosse Zeitungen darüber berichten?

Von dieser Möglichkeit müssen doch noch viel mehr

Leute erfahren!»

« Jetzt haben wir die Gewissheit,

dass es mit dem Haus und

dem Garten gut weiter geht.

Und dass wir bleiben können.

Das ist eine grosse Erleichterung.

» Mieterin Claudia Herzig

CASANOSTRA 182 2025


12 SERVICE RATGEBER

Komfortlüftung gegen

Feuchigkeit?

«Meine Wohnung liegt im Souterrain

und ist sehr feucht. Zurzeit

lüfte ich dreimal täglich durch

und schalte zweimal täglich für

jeweils zwei Stunden einen

elektrischen Luftentfeuchter ein.

Die Luftfeuchtigkeit in meiner

Wohnung liegt trotzdem zwischen

60 und 70 Prozent. Kann

eine Komfortlüftung mein

Problem beheben?»

Die Komfortlüftung hat zwar Vorteile,

aber in Ihrem Fall kann sie

die Ursache des Feuchtigkeitsproblems

nicht beseitigen. Eine so hohe Luftfeuchtigkeit

trotz Ihrer Lüftungsdisziplin

lässt darauf schliessen, dass die Feuchtigkeit

aus dem Boden kommt.

In alten Gebäuden ohne Feuchtigkeitssperre

an den Grundmauern wird

das im Erdreich vorhandene Wasser

von den Wänden aufgesaugt, ähnlich

einem Schwamm, der das Wasser

von unten nach oben und von aussen

nach innen aufsaugt.

Bei Hanggrundstücken können

Grundwasserströme die Ursache sein.

Sie verlaufen in der Regel parallel zur

Oberfläche. Wenn man eine Mauer oder

ein Bauwerk in einen Hang baut, sammelt

sich das Wasser in der dadurch entstehenden

Kerbe und kann durch Fugen

oder kleine Risse in den Wänden eindringen.

Eine bewährte Lösung ist das

Anbringen einer Abdichtung und eine

Drainage von aussen, sodass das Wasser,

das sich auf der Hangseite ansammelt,

an den Seiten des Bauwerks vorbeifliesst

und durch Versickern oder

über die Kanalisation abgeleitet wird.

Jeder Fall ist anders. Es ist ratsam,

Fachleute für Hydrologie und ein

spezialisiertes Unternehmen beizuziehen.

Zögern Sie nicht, mehrere Angebote

und Referenzen einzuholen.

Angela Adam,

Architektin, Casafair-Fachberaterin

Gastfreundschaft für

Gebäudebrüter

«Vogelarten, die an Gebäuden

brüten, sind auf unsere Toleranz

angewiesen.»

Verschiedene Vogelarten brüten

in Nischen und Spalten von Gebäuden

oder bauen ihre Nester an die Hausfassade.

Doch die Bedingungen für Vögel

in unserer direkten Nachbarschaft

werden schwieriger. Häufig wird ihnen

der Zugang zu Nistplätzen verwehrt.

Auch aus bautechnischen Gründen

wird ihr Lebensraum immer knapper:

während moderne Gebäude oftmals keine

geeigneten Plätze für die Aufzucht

der Jungtiere aufweisen, werden viele

ältere Gebäude, die reich an Nischen

oder Hohlräumen sind, abgerissen oder

saniert. Das führt dazu, dass ständig

Brutplätze zerstört werden. Spezialisierte

Arten wie Mauersegler oder Mehlschwalbe

sind davon besonders betroffen,

da sie für die Aufzucht ihrer Jungen

Jahr für Jahr an dieselben Orte zurückkehren.

Um Gemeinden und Bauherrschaften

zu sensibilisieren, hat das Bundesamt

für Umwelt (BAFU) auch gemeinsam mit

der Schweizerischen Vogelwarte ein

Merkblatt zum vogel- und fledermausfreundlichen

Sanieren von Gebäuden

veröffentlicht.

Wer Segler mit Nisthilfen fördern

möchte, findet im überarbeiteten

Praxisleitfaden «Nistplätze für Segler»

innovative Lösungen. Bei Fragen zum

richtigen Umgang mit Nestern an Gebäuden

hilft die digitale Entscheidungshilfe,

die die Schweizerische Vogelwarte

zusammen mit der Jagd- und Fischereiverwalter-Konferenz

(JFK) erarbeitet hat.

Diese Instrumente sind eine

wichtige Grundlage, damit wir uns

auch in Zukunft an den Flugkünstlern

über unseren Städten erfreuen

können.

vogelwarte.ch/nistplaetze-fuer-segler

Livio Rey,

Schweizerische Vogelwarte

Neuerungen beim

Anfangsmietzinsformular

«In Kantonen, in denen das Anfangsmietzinsformular

Pflicht ist

(Kt. BS, FR, GE, LU, ZH, ZG, zudem

NE, VD in gewissen Bezirken)

gibt es auf den 1. Oktober 2025

eine Änderung.»

Das Anfangsmietzinsformular bleibt

in den genannten Kantonen vorgeschrieben.

Neu müssen zusätzlich zum

bisherigen und neuen Nettomietzins

auch der bisherige Referenzzinssatz und

der bisherige Stand des Landesindexes

der Konsumentenpreise aufgeführt werden.

Wird dies nicht aufgeführt, kann

der Mietvertrag in Bezug auf den

Anfangsmietzins ungültig sein. Für Betriebskostensteigerungen

gibt es

keine neuen Vorgaben, wir empfehlen

jedoch, auch hier den letzten Stand

aufzuführen.

Die neuen Formulare sind im Shop

von Casafair oder bei den jeweiligen

Kantonen erhältlich.

Bei Mietverträgen mit Staffelmiete

(Mietverträge, die für mindestens

drei Jahre abgeschlossen sind), braucht

es neu kein amtliches Formular für die

Staffelung. Bisher war dies erforderlich,

obwohl die Staffelung und der Zeitpunkt

des Inkrafttretens der jeweiligen

Staffel bereits bei Mietvertragsabschluss

bekannt waren. Ab dem 1. Oktober

2025 reicht eine Mitteilung per Brief,

idealerweise per Einschreiben.

Casafair Schweiz setzt sich weiterhin

dafür ein, dass in sämtlichen Kantonen

das Anfangsmietzinsformular eingeführt

wird, um mehr Transparenz im Mietwesen

zu schaffen.

casafair.ch/shop

Karin Weissenberger,

Leitung Beraterteam Casafair Schweiz

CASANOSTRA 182 2025


RATGEBER

SERVICE 13

Wohnungsabgabe –

die Nachbearbeitung

Die Wohnungsabgabe ist erledigt, der Vermieterin

bleibt auch jetzt noch einiges zu tun.

Hat der bisherige Mieter sauber geputzt, keine Schäden

hinterlassen und alle Parteien sind mit dem Protokoll einverstanden

und haben es unterschrieben, so ist das der seltene

Idealfall. Normalerweise gibt es noch diverse kleinere

und grössere Aufgaben, die die Vermieterin zu erledigen hat.

Immer wieder müssen Malerarbeiten in Auftrag gegeben,

Schlüssel nachbestellt oder ein Fachmann für ein Lavabo, wo

das Wasser nicht so gut abfliesst, aufgeboten werden. Manchmal

ist insbesondere der ausziehende Mieter nicht damit

einverstanden, wofür er noch aufkommen muss, und unterschreibt

das Übergabeprotokoll nicht. Um dennoch die

Ansprüche geltend machen zu können, muss die Vermieterin

dem bisherigen Mieter das Protokoll in Form einer Mängelrüge

innert zwei Tagen per Einschreiben zukommen lassen.

Dasselbe gilt für Mängel, die kurz nach der Übergabe auftauchen.

Hat der ausziehende Mieter noch Dinge zu erledigen, die

in den «Kleinen Unterhalt» fallen, so gibt es zwei Möglichkeiten

sicherzustellen, dass das auch wirklich gemacht wird.

Entweder man trifft sich noch einmal vor Ort mit dem Vormieter

und lässt sich zeigen, dass alles gemäss Vereinbarung

erledigt wurde, oder man bittet den neuen Mieter, sich zu

melden, wenn bis zum Ende der gesetzten Frist die vereinbarten

Unterhaltsarbeiten nicht erfolgt sind. Dies bietet sich

insbesondere dann an, wenn nur Dinge nachgeliefert werden

müssen, wie zum Beispiel ein Backblech oder ähnliches.

Verlorene Schlüssel sind immer wieder ein grosses Thema.

Sehr oft lohnt es sich, den alten Mieter zu bitten, noch

einmal zu suchen. In der Mehrheit der Fälle tauchen die

ver loren geglaubten Schüssel wieder auf. Insbesondere dann,

wenn klar gemacht wird, was der Ersatz eines Zylinders mit

einer gängigen Anzahl neuer Schlüssel kostet. Auch wenn

das ein Fall für die Haftpflichtversicherung des bisherigen

Mieters sein kann. Die Aussicht, den ganzen Schaden oder zumindest

den Selbstbehalt bezahlen zu müssen, motiviert

meistens, noch einmal richtig zu suchen.

Beratung

Bei Casafair erhalten Sie

individuelle und kompetente

Beratung von Fachpersonen

in allen Fragen rund um Haus

und Wohnen.

Beratung für Mitglieder

15 Minuten Gratisberatung

für Mitglieder

Beratung auf Deutsch

Mietrecht, Stockwerkeigentum,

Geld und Recht:

Montag bis Freitag, 9 – 12 Uhr

plus Dienstag, 14 – 17 Uhr

Telefon 031 312 00 21

Bauen, Umbauen, Baumängel

(z. B. Schimmel), Energie:

Mittwoch, 14 – 17 Uhr

Telefon 031 312 00 21

casafair.ch/beratung

Beratung auf Französisch

Téléphone 021 652 88 77,

Questions juridiques:

lundi 9 h – 12 h,

questions techniques:

mercredi 9 h – 12 h

habitatdurable.ch/conseil

Förderpartner schaft

Foto: Theodor Stalder

Simone de Redelijkheid-Pfister,

Immobilientreuhänderin,

Casafair-Fachberaterin,

ater-immobilien

Platin:

Mehr Informationen:

casafair.ch/partnerschaften

CASANOSTRA 182 2025


14 INSERATE

der Denkmaler

FÜR EINE MOBILITÄT

MIT ZUKUNFT

Hoch hinaus mit einem Denkmal

Kirchturm Sumiswald

Silvio Pfister, dipl. Malermeister

dipl. Handwerker

in der Denkmalpflege FA

Militärstrasse 30 A, 3014 Bern

Filiale Langnau

Bleicheweg 1, 3550 Langnau

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Das alles machen Sie

als VCS-Mitglied möglich:

‒ mehr sichere Schulwege

‒ perfekt vernetzter ÖV

‒ mehr verkehrsberuhigte

Wohnquartiere

‒ mehr begrünte

Begegnungszonen

in der Stadt

Wir offerieren Ihnen.

mehr für Ihr Haus.

Bei uns kann die Mieterschaft nach dem Kauf Ihrer

Liegenschaft bleiben – zur gleichen Miete.

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Stiftung PWG zur Erhaltung von preisgünstigen Wohn- und Gewerberäumen der Stadt Zürich

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Jetzt Mitglied werden:

verkehrsclub.ch

Messe für Bauen,

Wohnen, Sanieren

und Energie

bautrends.ch

20.–23.11.2025

BERNEXPO

AMEL GUELLATY ∙ TUNESIEN

«Das Porträt einer Generation, die sich

neu erfinden möchte.»

CINEUROPA

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IM KINO

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CASANOSTRA 182 2025


KURSE UND VERANSTALTUNGEN

SERVICE 15

Foto: zvg

Foto: zvg

Foto: Felix Wey

HAUS & MENSCHEN BESICHTIGUNGEN & AUSFLÜGE GELD & RECHT

Recycling im Stadtzentrum Natürliche Anstrichstoffe Gemeinschaftliches Eigentum

Mitten im Züricher Kreis 4 liegt das

Spross Recyclingwerk Zürich (RWZ).

Hier werden Abfälle und Wertstoffe

aus der ganzen Stadt entsorgt und wird

Recyclingbeton produziert. Auf dem

Rundgang durch die Anlage erfahren

wir, welchen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft

das RWZ dadurch leistet.

Die Thymos AG ist Wegbereiterin und

führende Anbieterin ökologischer

Anstrichsysteme in der Schweiz. Ein

Kurzvortrag über den Mehrwert nachhaltiger

Farben lässt uns die Vielfalt

natürlicher Oberflächen entdecken.

Anschliessend Apéro.

Kaminfeuergespräch zu gemeinschaftlichem

Eigentum und erbrechtlichen

Fragen: In einer offenen Gesprächsgruppe,

die von zwei Fachleuten geleitet

wird, behandeln wir Problemstellungen

im Zusammenhang mit gemeinschaftlichem

Grundeigentum einschliesslich

erbrechtlicher Fragen.

Weitere Infos Weitere Infos Weitere Infos

Datum Donnerstag, 2. Oktober 2025,

Winterthur

Do, 9. Oktober, 18.15 Uhr

Datum Donnerstag, 16. Oktober 2025,

17 bis 19 Uhr

Lenzburg

Mi, 29. Oktober, 17.30 Uhr

17.30 bis 19.30 Uhr

Ort

Zürich

Bern

Do, 6. November, 17.30 Uhr

Ort

Basel

Kosten Fr. 25.–, Mitglied Fr. 15.–

Kosten

Fr. 20.–, Mitglied gratis

Kosten

Fr. 20.–, Mitglied gratis

Anmeldung

bis 28. September

Anmeldung

siehe Website

Anmeldung

bis 13. Oktober

BAUEN, SANIEREN & ENERGIE NATUR & GARTEN GELD & RECHT

Die Rolle der Bauherrschaft Sträucher-Schnittkurs Selbstbestimmung

Bei einem Um- oder Neubau stehen

Eigentümer*innen als Laien in der Rolle

der Bauherrschaft plötzlich Profis gegenüber.

Was gilt es dabei zu beachten?

Wie finde ich die richtigen Partner?

Der zweistündige Online-Kurs vermittelt

angehenden Bauherrschaften das

notwendige Know-how.

Nach einer theoretischen Einführung zu

Pflanzung, Grenzabständen und Sträucherschnitt

lernen wir im Praxisteil

draussen im Garten den fachgerechten

Rück- und Auslichtungsschnitt an diversen

Sträuchern.

Vorsorgeauftrag, Patientenverfügung,

Testamente und Erbverträge – allesamt

wichtige Dokumente zur Wahrung der

Selbstbestimmung. Welches Dokument

wird wann benötigt, und wie sorge ich

am besten für die Umsetzung meines

Willens? Wie kann ich eine Liegenschaft

übertragen?

Weitere Infos Weitere Infos Weitere Infos

Datum Dienstag, 21. Oktober 2025,

18.15 bis 20.15 Uhr

Ort

online

Kosten Fr. 40.–, Mitglied Fr. 20.–

Anmeldung bis 14. Oktober

Malters Samstag, 22. November 2025,

9 bis 12.30 Uhr

Steinhausen Samstag, 29. November 2025

10 bis 13 Uhr

Kosten Fr. 45.–, Mitglied Fr. 30.–

Anmeldung bis 8. November

Datum Montag, 3. November 2025,

18.15 bis 19.45 Uhr

Ort

Bern

Kosten Fr. 20.–, Mitglied gratis

Anmeldung bis 27. Oktober

Weitere Kurse finden Sie auf casafair.ch/veranstaltungen

CASANOSTRA 182 2025


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16 INSERATE

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Mit Ihrer Investition in ABS-Aktien fördern Sie eine

sozialere und ökologischere Wirtschaft und Gesellschaft.

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Bei diesem Inserat handelt es sich um Werbung. Es stellt keine Kaufofferte dar und dient lediglich der Information.

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Mehr Wildnis wagen –

mehr Leben spüren.

Unterstütze unser

Engagement für wilde

Gebirgsräume mit

einer Spende oder einer

Mitgliedschaft.

Oder beteilge dich an

einer unserer Aktionen.

IBAN CH2509000000200052205

Kontonr. 20-5220-5

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CASANOSTRA 182 2025


MITGLIEDERANGEBOTE

SERVICE 17

Attraktive Rabatte auf Versicherungen

Herbst ist Versicherungswechsel-Zeit. Casafair Schweiz

ist mit der EGK-Gesundheitskasse eine langfristige Partnerschaft

eingegangen. Casafair-Mitglieder erhalten damit

5 Prozent Rabatt auf die Prämie ihrer Zusatzversicherung

der EGK.

Für alle andern Versicherungen von Hausrat bis Autoversicherung

und von Gebäudehaftpflicht bis Rechtsschutz

profitieren Casafair-Mitglieder von exklusiven Rahmenverträgen

und CHF 80.– Rabatt auf eine Erstberatung bei

der fairsicherungsberatung.ag.

Gratis zur Messe

Die Messesaison hat begonnen.

Casafair-Mitglieder erhalten gleich

bei mehreren Eigenheim- und

Baumessen kostenlosen Zutritt und

können sich vor Ort über neue

Sanierungsmaterialien, Methoden

und innovative Anbieter informieren.

An der «Bauen & Modernisieren»

in Zürich ist auch Casafair mit einem

Stand präsent.

casafair.ch/angebot/bonusangebote/

Praxisleitfaden «Nistplätze für Segler»

und«Vogel- und fledermausfreundlich

sanieren»

Unter Mitarbeit zahlreicher Organisationen

und Fachpersonen, darunter auch

Nistplätze für Segler

Casafair, haben die Vogelwarte Sempach

Praxisleitfaden zur Förderung

von Seglern an Gebäuden

und Birdlife diesen Praxisleitfaden zur

Förderung von Seglern an Gebäuden herausgegeben.

Interessierte Eigentümer*innen und Architekt*innen

finden darin alle notwendigen Infos und

zahl reiche Tipps zur Förderung von Mauer-, Alpen- und

Fahlseglern. Der Leit faden ist in Print- und Downloadversion

kostenlos im Casafair-Webshop erhältlich.

Auch ein Infoflyer zum Thema «Gebäude vogel- und fledermausfreundlich

sanieren» steht neu als Gratis-Download

zur Verfügung.

casafair.ch/produkt/praxisleitfadennistplaetze-fuer-segler

Buch: «Mein Haus, mein Licht,

unsere Umwelt»

Die Tage werden wieder kürzer, das

Bedürfnis nach künstlicher Beleuchtung

nimmt wieder zu. Doch das Licht stört

Tiere und Menschen. Ein Dilemma. Im letzten

casanostra erschien ein Artikel zum

Thema. Bis Ende Oktober erhalten Casafair-Mitglieder

nun 20 % Rabatt auf das informative Ratgeberbuch

des Vereins Dark Sky.

Bauen & Modernisieren,

Messe Zürich

18. – 21. September 2025

Gratiseintritt online einlösbar

mit Promocode BM25ZH

Herzliche Einladung zum Apéro,

offeriert von Casafair

Freitag 19. September,

15 : 30 – 17 : 00 Uhr, Halle 4, Stand K.02.

Eigenheim Langenthal

Hotel Meilenstein

31. Oktober. – 2.November 2025

Gratiseintritt online einlösbar

mit Promocode

CasaN24

eigenheim-langenthal.ch/eintrittstickets

Bauen – Wohnen – Energie

BERNEXPO,

20. – 23. November 2025

Gratiseintritt online einlösbar

mit Promocode ME25BE

casafair.ch/angebot/bonusangebote/buch-meinhaus-mein-licht-unsere-umwelt/

CASANOSTRA 182 2025


18 SERVICE BRANCHENVERZEICHNIS

FORTSETZUNG SEITE 20

ARCHITEKTUR

AAB Architekten – Nachhaltige Baukultur

Denkmalgeschüzte Objekte, Baubiologie,

energetische Sanierungen, Lehmbau

Schlossstrasse 122a, 3008 Bern

Tel. 031 533 60 62; www.aab-architekten.ch

archinatura.ch – Architektur mit der Natur!

Wir planen und realisieren einzigartige Naturbauprojekte

v.a. mit Holz und Lehm – einfach,

gesund, wunderschön! 6207 Nottwil LU

Architektur Schaltegger – ökologische Sanierungen,

Umbauten und Neubauten, Feng Shui. In der

ganzen Ostschweiz tätig. Bütschwilerstrasse 11,

9607 Mosnang, Tel. 071 983 44 22, www.a-s-m.ch

degen hettenbach & partner

Architekturbüro für ökologisches Bauen + Lehmbau.

Hinterweg 14, 4106 Therwil

Tel. 061 721 88 81, www.degenhettenbach.ch

jomini & zimmermann

Regenerative Architektur, denkmalgeschützte

Objekte, Holz- und Lehmbau.

Wasserwerkstrasse 129, 8037 Zürich,

Tel. 044 201 88 96, www.j-z.ch

Landolf Architekten – Umbauten und Instandsetzungen

von historischer Bausubstanz im Raum

Zürich und Graubünden. Fundierte Erfahrung

im Umgang mit denkmalpflegerischen Objekten.

Schaffhauserstrasse 120c, 8057 Zürich,

mail@landolf.net, www.landolf.net

Liis Architektur GmbH – Massgeschneiderte und

durchdachte Visionen für Architektur und Innenarchitektur

– von Sanierungen und Umbauten bis

Neubauten – von Beratung, Studien und Planung

über Realisierung bis Bauleitung – Uetlibergstrasse

20, 8045 Zürich, 044 450 25 20,

mail@liis.ch, www.liis.ch

Sulser Architektur GmbH

Architektur: gesund, kreativ, ökologisch

Im Tobel 5, 8340 Hinwil

Badenerstrasse 571, 8048 Zürich

Tel. 044 977 29 90, www.sulser-architektur.ch

Philip Loskant Architekt eth/sia

Gerne unterstützen wir Sie bei der Planung

Ihres Projekts – ob Umbau oder Neubau.

Tel. 079 2767214, www.philiploskant.ch

Schwob, Sutter, Architekten AG

Benzburweg 20, 4410 Liestal

Tel. 061 931 30 60, www.schwobsutter.ch

Stöckli Grenacher Schäubli AG

Architektenteam mit vielfältigem Tätigkeitsbereich.

Entwerfen – planen – realisieren. Energ.

Sanierungen, Umbauten, Neubauten.

Waserstrasse 16, 8032 Zürich, Tel. 044 389 85 85,

office@stoegresch.ch, www.stoegresch.ch

Ulrich Schlegel, dipl. Arch. ETH SIA

Neu- und Umbauten, Planung und Realisierung,

Sonnenenergie, Minergie, Energieberatung

www.schlegelarchitekten.ch, Tel. 044 310 85 44

ASBEST

STUTZ AG Bauunternehmung

9016 St. Gallen, R. Engeler, Tel. 058 269 09 09,

www.stutzag.ch

BAUBERATUNG

Gröbly Fischer Architekten, Zürich

Planung, Ausführung, Baubiologie, Bauberatungen,

Liegenschaftsbewertungen. Tel. 044 980 41 41,

info@gf-arch.ch, www.gf-arch.ch

Philosimo. Gerne unterstützen wir Sie bei

betrieblichen & baulichen Optimierungen,

Nachhaltigkeits- & Zukunftsstrategien u.v.m.

Tel. 079 276 72 14, info@philosimo.ch,

www.philosimo.ch

Stöckli Grenacher Schäubli AG Architektenteam

mit vielfältigem Tätigkeitsbereich.

Entwerfen – planen – realisieren.

Energ. Sanierungen, Umbauten, Neubauten.

Waserstr. 16, 8032 Zürich, Tel. 044 389 85 85,

office@stoegresch.ch, www.stoegresch.ch

BAUBIOLOGIE

Gröbly Fischer Architekten, Zürich

Planung, Ausführung, Baubiologie, Bauberatungen,

Liegenschaftsbewertungen. Tel. 044 980 41 41,

info@gf-arch.ch, www.gf-arch.ch

Sulser Architektur GmbH

Architektur: gesund, kreativ, ökologisch

Im Tobel 5, 8340 Hinwil

Badenerstrasse 571, 8048 Zürich

Tel. 044 977 29 90, www.sulser-architektur.ch

Schwob, Sutter, Architekten AG

Benzburweg 20, 4410 Liestal

Tel. 061 931 30 60, www.schwobsutter.ch

BAUSCHÄDEN

jm-Bauberatung bei Bauschäden

Hans Mühlebach, Unterfeldstrasse 25,

8050 Zürich, Tel. 076 522 19 96,

www.jm-bauberatung.ch

BOILERENTKALKUNG

Stucki Walter AG – 7 × 24 h Notfalldienst

Rohrreinigungen, Sauglastwagen

Kanalfernsehen, Dichtheitsprüfungen.

Bahnhofstrasse 9, 3322 Urtenen-Schönbühl

info@walterstucki.ch – Tel. 031 938 01 01

BRANDSCHUTZ/SICHERHEIT

STUTZ AG Bauunternehmung

8580 Hefenhofen, T. Hartmann,

Tel. 058 269 09 09, www.stutzag.ch

DRUCKEREI

Vogt-Schild Druck AG print- & publishing services.

Gutenbergstrasse 1, 4552 Derendingen,

Tel. 058 330 11 11, info@vsdruck.ch,

www.vsdruck.ch

ENERGIEBERATUNG

edelmann energie ag Allmendstrasse 149,

8041 Zürich, Tel. 043 211 90 00

info@edelmann-energie.ch

www.edelmann-energie.ch

Enora AG | Energie & Raum | 8645 Jona

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– GEAK. Ingenieurbüro für nachhaltige Gebäudetechnik

und Planung. Brunnenstrasse 1,

8610 Uster, Tel. 044 940 74 15 – www.sustech.ch

FENG SHUI

Karin Weissenberger Immobilien

Dipl. Feng Shui-Beraterin, Tobelstrasse 3a,

8127 Forch, Tel. 044 980 66 67

weissenbergerimmo@bluewin.ch

FENSTER

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aus lokalen Hölzern, Fenstersanierungen.

Enggisteinstrasse 30, 3076 Worb Tel. 031 839 23 79

FINANZEN, VORSORGE

Alternative Bank Schweiz AG

Amthausquai 21, Postfach, 4601 Olten

Tel. 062 206 16 16, und Kalkbreitestrasse 10,

8036 Zürich, Tel. 044 279 72 00, www.abs.ch,

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GARTENGESTALTUNG/NATURGARTEN

Lebendige Natur- und Permakulturgärten

Ihr Garten, eine lebendige, blühende und

fruchtende Oase für Menschen und Natur?

Beratung, Gestaltung, Unterstützung. Illnau ZH,

Tel. 052 346 0325 dnaegeli@gmx.ch,

www.permakulturgarten.ch

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Baumpflege. Hofstattweg 1a, 3054 Schüpfen,

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SKW AG ALLES IM GRÜNEN

Naturgartenbau, Gartenunterhalt.

Wändhüslenstrasse 1, 8608 Bubikon

Tel. 044 930 20 50, www.skwag.ch

Zollinger Stettler Gartengestaltung GmbH

Bioterra-Fachbetrieb, Schloss 1, 3177 Laupen,

www.garten-zollinger.ch

Verzeichnis Bioterra Biogärtnereien:

biologisch und nachhaltig produzierte Pflanzen

aus der Region: www.bioterra.ch

Verzeichnis Bioterra Fachbetriebe:

biologisch, naturnah, kompetent: schweizweit

zertifizierte Naturgärtner*innen: www.bioterra.ch

GRAFIK

Clerici Partner Design Industriestrasse 26,

8404 Winterthur, Tel. 044 252 97 79

www.clerici-partner.ch, mail@clerici-partner.ch

FundCom AG

Marketingkommunikation & Fundraising

für den guten Zweck. Langstrasse 229, 8005 Zürich

Tel. 044 271 02 02, www.fundcom.ch

HOLZBAU

Bau + Holz Engineering GmbH

Ingenieurs- und Konstruktionsplanung

mit Schwerpunkt Holzbau.

Bärenfelserstrasse 21, 4057 Basel

CASANOSTRA 182 2025


Publireportage

40 Jahre Pionierleistungen

für die Energiewende

Seit vier Jahrzehnten engagiert sich die ADEV erfolgreich für

eine ökologische und dezentrale Energieversorgung. Die genossenschaftlich

organisierte Gruppe betreibt Produktionsanlagen

für erneuerbare Energie, an denen sich alle beteiligen können.

SERVICE 19

Die ADEV Energiegenossenschaft entstand 1985 aus

der Bewegung gegen den Bau eines Kernkraftwerks

in Kaiseraugst. Inzwischen besitzt die ADEV Gruppe

insgesamt über 130 Produktionsanlagen in der Schweiz

sowie im benachbarten Ausland und versorgt mehrere

Dutzend grosse Liegenschaften und Quartiere mit nachhaltiger

Energie.

Im Laufe ihrer 40-jährigen Geschichte hat sich die

ADEV von einer kleinen Gemeinschaft engagierter Pioniere

zu einem erfahrenen Dienstleister für erneuerbare Energien

entwickelt. Im Gegensatz zu den Trittbrettfahrern, die

nun auf den fahrenden Zug aufspringen, war die ADEV

stets eine Lokomotive der Energiewende.

Das Fundament der Gruppe bilden heute über

2300 Genossenschafterinnen und Genossenschafter sowie

Aktionärinnen und Aktionäre. Rund 25 Fachleute am

Unternehmenssitz in Liestal (BL) kümmern sich um die

Projektierung, Umsetzung und den Betrieb der Anlagen.

«Unsere treibende Kraft ist nicht

die Rendite, sondern die Vision einer

nachhaltigen Energieversorgung.»

Thomas Tribelhorn, CEO der ADEV

Investieren

und profitieren

Die ADEV ermöglicht der breiten

Bevölkerung, sich an erneuerbaren

Energieanlagen zu beteiligen. Sie können

jederzeit Mitglied der Genossenschaft

werden, Aktien einer Tochtergesellschaft

erwerben oder der Genossenschaft ein

verzinsliches Darlehen geben.

Eine lohnende Investition – für die Umwelt

und für Sie! Weitere Infos finden sich

auf www.adev.ch/casa

Erneuerbar Wohnen ohne Wenn und Aber

Wer einen Blick in die Energiezukunft à la ADEV werfen

möchte, kann das tun: Im Basler Stadtteil Erlenmatt Ost (Bild

links) demonstriert eine Neubausiedlung eindrücklich, wie

eine vollständig nachhaltige Energieversorgung heute geht.

Die Siedlung ist eine der grössten Eigenverbrauchsgemeinschaften

der Schweiz. Weit über 500 Bewohnerinnen

und Bewohner profitieren von einer zukunftssicheren,

klimafreundlichen Energieversorgung mit langfristig stabilen

Preisen.

Solaranlagen auf den Dächern kombinierten die Fachleute

der ADEV mit thermischen Speichern und hocheffizienten

Wärmepumpen. Ins Konzept einbezogen wurden

ausserdem bidirektionale Ladestationen für Elektrofahrzeuge.

Für dieses wegweisende Konzept erhielt die ADEV

den Preis Watt d’Or des Bundesamtes für Energie.

Fotos: Lukas Pitsch

Für ihre Wärmeanlagen setzt die ADEV

auf die Nutzung von Abwärme

oder Abfällen sowie auf lokales Holz.

CASANOSTRA 182 2025


20 SERVICE BRANCHENVERZEICHNIS

FORTSETZUNG SEITE 22

Ramseier Holzbau AG – Einer für alles aus Holz.

Burgdorfstrase 7, 3550 Langnau,

Tel. 034 402 15 8181, www.ramseierholzbau.ch,

info@ramseierholzbau.ch

IMMOBILIEN

Ambito Immobilien, Jolanda Schäfer,

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und Freiburg – Verkauf und Bewirt schaftung.

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4416 Bubendorf, Tel. +41 79 859 05 56 ·

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Beratung, Bewertung, Verkauf und

Stockwerkeigentum Wyss Liegenschaften GmbH,

Parkstrasse 6, 3084 Wabern,

Tel. 031 534 00 14, www.wyssliegenschaften.ch

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Tel. 033 222 66 55, info@casa-immo.ch

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8153 Rümlang; info@ha-lie.ch;

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in den Kantonen Bern, Solothurn und Freiburg,

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Tel. 043 343 11 01, www.immoprojekte.ch

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Mietliegenschaften und Stockwerkeigentum,

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3280 Murten Tel. +41 26 672 98 98

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Verkauf – Beratung – Mietrecht – Stockwerkeigentum.

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Zürich & Schaffhausen. toni.lung@lungland.ch,

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Mietliegenschaften und Stockwerkeigentum.

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REVE Immobilien AG

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Verkauf Bahnhofstrasse 4, 5103 Wildegg

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CASANOSTRA 182 2025


NEWS

SERVICE 21

Zuschrift – casanostra Nr. 181

Abschaffung des Eigenmietwerts?

Ich bin Casafair dankbar für die klare Stellungnahme.

In keiner anderen Stellungnahme zu diesem Thema habe

ich den Ausdruck «korrekte Logik als Anlagerendite»

gelesen! Ich bin selbst Liegenschaftsbesitzer und Rentner,

war aber auch Gemeinderat mit Ressort Finanzen.

Ein Vergleich des eingesetzten Eigenkapitals zeigt:

Das System Eigenmietwert als fiktives Kapitaleinkommen

minus Abzug der Kapitalkosten ist logisch

als steuerbare Netto-Anlagerendite konzipiert.

Darum ist dieses System trotz aller Verlautbarungen

steuertechnisch nicht fragwürdig. Und: Die Eigenmietwerte

basieren auf den «Amtlichen Werten», die beim

Bund ca. 80 % des Verkehrswertes betragen sollen und

bei Kantonen sogar noch drunter liegen, etwa im Kanton

Bern per Parlamentsbeschluss 70 %. Das heisst, der Eigenmietwert

entspricht nicht der Miete, die Eigentümer

verlangen könnten, sondern bedeutet bereits eine besserstellung

der Liegenschaftsbesitzer, die ihre Liegenschaft

selbst bewohnen.

Die Aufhebung des Eigenmietwertes unter Beibehaltung

der Abzüge würde zwar die Benachteiligung neuer

Liegenschaftserwerber aufheben, würde aber die enorme

Ungleichbehandlung der Personen mit steuerbaren

Kapitalerträgen noch verstärken und würde zu massiven

Steuerausfällen führen = einmal mehr wollen begrenzte

Kreise für sich «den Fünfer und das Weggli» zulasten der

Allgemeinheit!

Erich Stamm, Huttwil

Rechenbeispiel:

Liegenschaft von CHF 800 000.–

Eigenmietwert von CHF 18 000.–

Hypozinssatz 1. Hypo 1,5 %, 2. Hypo 2 %

A – hat CHF 600 000 Eigenkapital und

1. Hypothek CHF 200 000

B – hat 20 % Eigenkapital = CHF 160 000,

1. Hypothek 65 % = CHF 520 000 und

2. Hypothek 15 % = CHF 120 000

C – hat CHF 600 000 Eigenkapital, ist Mieter

und legt das EK in Aktien an. Jährlicher Dividendenertrag

3 % = CHF 18 000, ohne Kursgewinne

Eigentümer A versteuert CHF 18 000 minus

CHF 3000 = netto CHF 15 000 als steuerbares

Einkommen aus Kapitalertrag

Eigentümer B versteuert CHF 18 000 minus

CHF 7800 minus CHF 2400 = netto CHF 7800 als

steuerbares Einkommen aus Kapitalertrag

Mieter C versteuert den ganzen Kapitalertrag von

CHF 18 000 als steuerbares Einkommen aus Kapitalertrag

Bei (früherem) höherem Hypothekar-Zinssatz:

Eigentümer A bei Hypozins 5/5,5 % : CHF 18 000 minus

CHF 10 000 = netto CHF 8000 als steuerbares

Einkommen

Eigentümer B bei Hypozins 5/5,5 % : CHF 18 000 minus

CHF 26 000 minus CHF 6600 = netto CHF – 14 600

als steuerbares Einkommen

Mieter C versteuert den ganzen Kapitalertrag von

CHF 18 000 als steuerbares Einkommen

Tagung : «Ruhige Stadtinseln schaffen –

Lärmschutz und Schwammstadt verbinden»

Zum Thema Lärmschutz und

Schwammstadt organisiert die

Lärmliga Schweiz eine Fachtagung.

Die Veranstaltung richtet

sich an Planer*innen, Stadtentwickler*innen,

Gemeinden

und Kantone, um ge meinsam

Massnahmen für eine bessere

Wohnqualität in lärmbelasteten

Gebieten zu entwickeln. Die

Elemente der Schwammstadt –

wie begrünte Dächer und Fassaden,

Kiesflächen, Parks, Bäume

und Gewässer – sind auch zentrale

Bausteine einer ruhigen und

gesunden Stadt. Sie dämpfen

Schall, reduzieren Lärmspitzen

und schaffen akustisch angenehmere

Aufenthaltsräume.

23. 10. 2025 | Bern

Infos und Anmeldung:

laermliga.ch

Susan Glättli, Lärmliga Schweiz

CASANOSTRA 182 2025


22 SERVICE

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möchte den unkomplizierten Austausch

zwischen den Mitgliedern fördern.

Jedes Mitglied hat deshalb jährlich eine

kostenlose Kleinan zeige à 6 Zeilen zugut.

Weitere Anzeigen und Zusatz zeilen sind

kosten pflichtig. (CHF 60.– für 6 Zeilen,

Zusatzzeilen CHF 15.–). Casafair- Mitglieder

benutzen für die Bestellung einer Kleinanzeige

das Formular auf casafair.ch/kleinanzeige.

Nicht-Mitglieder wenden sich

an anzeigen@casafair.ch.

Anzeigeschluss für das nächste

Casanostra ist der 21. Oktober 2025.

casanostra 183 erscheint

am 20. November 2025.

Insertionsschluss: 21. Oktober 2025.

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CASANOSTRA 182 2025


SCHLUSSPUNKT

SERVICE 23

Mehr als nur Entsiegelung:

Nachhaltiger Umgang mit Regenwasser.

Draussen regnet es. Im Garten versickert

das blaue Gold direkt in den Boden.

Auf der Quartierstrasse bildet sich ein

Bächlein, das nach einigen Metern in

der Kanalisation verschwindet.

Im urbanen Gebiet fliesst im Durchschnitt

zehnmal mehr Regenwasser ab als

auf Wiesen. Das bei Trockenheit knappe

Gut Wasser landet meistens ungenutzt

in einer Leitung im Untergrund und ist damit

für die Vegetation verloren. Entsiegelung ist ein wichtiger

Baustein zur Umsetzung des Schwammstadt-Prinzips,

wonach Regenwasser möglichst lokal zurück gehalten, genutzt

werden, verdunsten oder versickern soll. Dafür muss

man weiterdenken: Was passiert mit Wasser auf angrenzenden

Flächen? Können wir das Dachwasser gleich mitversickern?

Können wir Bäume pflanzen, die Wasser aufnehmen

und Schatten spenden? Zum Schutz vor Starkregen sollten

wir zudem präventive Schutzmassnahmen treffen, in dem

wir zum Beispiel adas Gefälle so anpassen,

dass das Wasser nicht direkt auf Kellereingänge

oder Lichtschächte zuläuft.

Energetische Sanierungen bieten ebenfalls

Chancen, Regenwasser besser zu nutzen.

Aktuell plane ich, unser Hausdach neu zu isolieren

und dabei das Dachwasser von der

Kanalisation abzukoppeln und im Garten versickern

zu lassen. Was unternehmen Sie für einen

nachhaltigen Umgang mit dem Regenwasser? Ich

freue mich, Bilder von kleinen und grossen Schwammstadt-Umsetzungen

zu sammeln, um die Wahrnehmung des

Regenwassers in den Köpfen zu verändern. Schreiben Sie

mir!

Silvia Oppliger, Projektleiterin Schwammstadt beim

Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute

und Casafair- Mitglied Foto: zvg

WICHTIGE ADRESSEN

Casafair ist der Verband für

umweltbewusste und faire Wohneigentümer*innen.

Wir setzen

uns für klimafreundliches Bauen,

gesundes Wohnen, haushälterische

Bodennutzung und faire

Miet- und Nachbarschaftsverhältnisse

ein. Gegründet wurde

Casafair 1988; heute zählt der

Verband über 15 000 Mitglieder

in sieben Sektionen. Die Sektionen

engagieren sich in allen

Teilen der Schweiz für die Interessen

und Ziele. Das Dach bildet

der Zentralvorstand mit der Präsidentin

Ursula Zybach, Berner

SP-Nationalrätin. In der Westschweiz

tritt der Verband unter

dem Namen HabitatDurable auf.

www.casafair.ch

KONTAK T:

Casafair Schweiz

Postfach

Bollwerk 35, 3001 Bern

Tel. 031 311 50 55

kontakt@casafair.ch

Sekretariat:

Mo – Fr 8.30–12.00 und Mo/Di/

Do 13.30–16.30 Uhr

(keine Beratung)

IBAN

CH18 0900 0000 3003 6061 3

MITGLIEDERBERATUNG:

Mietrecht, Stowe

Mo bis Fr, 9 – 12 Uhr

plus Di 14 – 17 Uhr

Tel. 031 312 00 21

casafair.ch/beratung

Bauen, Energie

Mi, 14 – 17 Uhr

Tel. 031 312 00 21

casafair.ch/beratung

SEKTIONEN:

BE, SO, AG, VS, FR

Casafair Mittelland

mittelland@casafair.ch

Tel. 031 312 00 25

Mo/Di/Fr 8.30−12.00,

Mo/Di 13.30−16.30 Uhr

BL, BS

Casafair Nordwestschweiz

Claragraben 121, 4057 Basel

nordwestschweiz@casafair.ch

Tel. 077 510 21 30

OW, NW, UR, LU, ZG, SZ

Casafair Zentralschweiz

Moos 5, 6243 Egolzwil

Tel. 041 422 03 33

zentralschweiz@casafair.ch

AI, AR, FL, GL, GR, SG, SH, TG

Casafair Ostschweiz

Dorfstrasse 11, 9423 Altenrhein

Tel. 071 220 71 44

ostschweiz@casafair.ch

Mo – Fr 8.30–12.00

und Mo 15.00–18.00 Uhr

GR

Regionalgruppe Graubünden

Leitung Heini Hagmann,

Schwelliweg 23, 7220 Schiers,

Tel. 079 573 12 51

TI

Casafair Ticino

Karin Weissenberger,

Weissenberger Immobilien,

Tobelstrasse 3a, 8127 Forch

ZH

Casafair Zürich

8000 Zürich, Tel. 044 461 79 77

zuerich@casafair.ch

NE

HabitatDurable Neuchâtel

2000 Neuchâtel

neuchatel@habitatdurable.ch

FR, VS, VD, JU, JU-BE, GE

HabitatDurable Suisse romande

1000 Lausanne

suisseromande@habitatdurable.ch

casafair

Eigentum

mit Verantwortung

Die Sektionen bieten keine

Mitgliederberatung an.

CASANOSTRA 182 2025


Im nächsten Heft

Stromnetze zukunftsfähig machen

Die Energiewende steht und fällt mit der Infrastruktur

und sie beginnt direkt vor der Haustür. Nicht nur

Grossprojekte und Hochspannungsleitungen, vor allem

auch die kleinräumige Verteilung im Quartier und

die Energieproduktion bei den Verbraucher*innen

bringen neue Herausforderungen mit sich. Die grauen

Kästen im Strassenbild, wenig beachtete, aber kritische

Komponenten der Stromversorgung, sind plötzlich im

Brennpunkt der Diskussion. Die Frage, wie viele

Solardächer, Ladestationen, intelligente Steuerungen

oder Wärmepumpen möglich und sinnvoll sind, wird

hier entschieden. Wie die Schweiz Ausbau, Umbau und

Weiterbau der Stromnetze meistert, erfahren Sie im

nächsten Heft.

Foto: Michael Staub

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