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AUSGABE 167 SEPT. 2025
Thermenland
MAGAZIN
Kornelia Soutschek präsentiert:
KUNST HANDWERK SPEKTAKEL
13./14. September ’25
in Gern, 84307 Eggenfelden
Umfrage: „Ihre Meinung zu den neuen Innauen, bitte“
Kulturfestival: Eine Mega-Revue der Stars & Melodien
Shopping: Weberzeile feiert 10 Jahre Einkaufserlebnis
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Verkaufsoffener Sonntag
in Bad Birnbach
am 5. Oktober 25
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Arme Kinder
kennen wir normalerweise aus den Nachrichten,
aus fernen Ländern, in denen Not und
Krieg herrschen. Aber bei uns, mitten in Europa,
im reichen Thermenland? Kindern in
unserer Nachbarschaft sieht man es meistens
nicht an, dass sie von klein auf am Rande der
Wohlstandsgesellschaft leben.Zu groß ist bei
den meisten armen Familien die Scham und
die Angst, wenn man schon von sich aus nicht
am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann,
dann auch noch aktiv gemieden zu werden.
Aktuell schätzt der Paritätische Wohlfahrtsverband,
dass rund 3 Millionen Kinder in
Deutschland in Armut leben oder davon
bedroht sind,. Das ist etwa jedes 5. Kind unter
18 Jahren. Alleinerziehende, Familien mit
mehreren Kindern und zugewanderte Familien
sind dabei besonders betroffen.
Jetzt steht ein neues Schuljahr vor der Tür
und das heißt auch immer: es braucht neue
Hefte, neue Blöcke und neue Stifte, vielleicht
auch mal ein neuer Schulpack. Das geht ziemlich
ins Geld, zumal die Preise für Schulmaterialien
weiter gestiegen sind. Schulhefte und
Malblöcke etwa sind heuer 38% teurer als
noch vor 5 Jahren. Sozialverbände warnen
daher, dass der Schulstart für so manche zur
Armutsfalle wird. 195 Euro bekommen Bürgergeldempfänger
pro Schuljahr. Der VdK hält
das für völlig realitätsfern und veraltet. Laut
Caritas würde dieser Betrag gerade angesichts
der Preissteigerungen die echten Kosten nicht
abdecken, ganz besonders, wenn Übergänge
anstehen wie Einschulung oder Wechsel in
die Oberschule. Die Internetplattform für
AKTUELL
Preisvergleiche idealo.de hat die durchschnittlichen
Kosten für eine Einschulung auf
über 600 Euro beziffert.
„Unsere Studie vom Juni diesen Jahres hat
zum Beispiel ergeben, dass 54% der Eltern für
ihre Kinder auf Essen verzichten. Bei so einem
Ergebnis ist ja auch völlig klar, dass so ein
Event wie eine Einschulung oder neue Schulsachen
im Allgemeinen für diese Familien
und auch für die ganzen alleinerziehenden
Mütter eine wahnsinnige Hürde und eine
wahnsinnige Belastung darstellt“, sagte dazu
im Deutschlandfunk Helena Steinhaus, Gründerin
des Sanktionsfrei e.V., der jedes Jahr
Spenden sammelt, um Familien mit 150 Euro
bei der Einschulung zu unterstützen. Heuer
kann der Verein 419 Kindern deutschlandweit
helfen. Wer unterstützen möchte:
www.sanktionsfrei.de
„Die Eltern erzählen, dass sie jetzt überhaupt
in der Lage sind, eben die nötigsten Sachen zu
kaufen“, berichtet Helena Steinhaus von den
Rückmeldungen, die der Verein bekommt.
„Manche schreiben auch, dass sie zum Beispiel
Turnschuhe gekauft haben, die nicht gebraucht
waren, was ganz besonders ist für
viele, und das ist ja auch okay, teilweise gebrauchte
Sachen zu kaufen. Aber es ist auch
schön, wenn man einfach mal aussuchen
kann, was man dem Kind gibt und, ja, einfach
dass das eine wahnsinnige Erleichterung ist,
weil die sich das wirklich vom Mund absparen.“
So hat die Kinderarmut schwerwiegende
Folgen für die soziale Teilhabe, die Gesundheit
und die Bildungschancen der Kinder.
Die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands
und Österreichs stagniert seit Jahren
Martin Semmler M. A., Chefredakteur
und ist durch die Trump'sche Zollpolitik akut
von Rezession bedroht. Laut dem Institut der
deutschen Wirtschaft (IW) basiert die wirtschaftliche
Entwicklung auf drei zentralen
Faktoren: dem intensiveren Einsatz von
Arbeit (= Facharbeiter), der kontinuierlichen
Modernisierung des Kapitalstocks (= Infrastruktur)
und vor allem auf stetigem technischem
Fortschritt (=Bildung). Weil in
unserer Gesellschaft Kinder inzwischen als
Wohlstandshindernis gelten, kommen nicht
genug einheimische Facharbeiter nach, und
die Kinder, die mit ihren Familien zu uns fliehen,
schieben wir zurück. Die Kinder aber, die
uns bleiben, sind unsere wertvollste Option
auf eine positive wirtschaftliche Entwicklung.
Wir müssen sie alle nach Kräften fördern.
Jedes Einzelne von ihnen ist ein kleiner Sämling,
der zum starken Baum werden kann.
Wenn wir einen Großteil unserer Kinder aber
weiter so verkümmern lassen, sind wir alle
zusammen auf dem Weg in eine
arme Zukunft.
DO SCHAU HER...
Country-Feeling bei
Italienischer Nacht
Im bekannten Pockinger
Café-Bistro IO spielte anlässlich
der Italienischen Nacht
wieder einmal die Band
„Stamping Ground“. Seit
2007 existiert die Band und
sie hat bei dem begehrten
„Country Music Award“ in
Pullmann City auch schon
den 1. Platz belegt. Mit einer
gelungenen Mischung aus
Country- und Rockmusik
begeisterten die vier Musiker
das IO-Publikum. Die Bandmitglieder
Charly Riermeier
(Schlagzeug), Peter Schwibach
(Gesang, Gitarre),
Roland Moser (Gesang,
Leadgitarre, Bluesharp) und
seit 2014 Stefan Pirkl (Bass)
boten ein großartiges Repertoire.
Es war ein Genuss!
Das Publikum hofft, dass die
Band noch viele Auftritte
haben wird.
Franz X. Miedl / Foto: Erwin Auernhammer
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AKTUELL
Editorial: Arme Kinder führen zur armen Zukunft 3
INHALT
10
Doschauher: Country-Feeling bei Italienischer Nacht 3
A94-Baustelle: Lärmschutz nimmt Gestalt an 6
IHK zu Grenzkontrollen: Wirtschaftliches Hindernis 6
100 Jahre Bad: Späte Anerkennung für heilende Wirkung 8
Bundessieger: WDG-Klasse gewinnt französischen Preis 9
Interview: Mitmachen bei Gestaltung der Inn-Auen 10
Innauen-Projekt: Grenzübergreifend Zusammenrücken 14
Zahl des Monats: Sitzen wird zum Sterberisiko 29
GENIESSEN & ERLEBEN
Gesunder Genuss: Bio-Erlebnistage im Thermenland 5
Johannesbad: Wohlgefühl im Spätsommer 9
18
Shopping: Jubiläums-Event in der Weberzeile Ried 15
Spektakel: Kunsthandwerk & Showprogramm in Gern 16
Hochadelige Rezepte: Gutes Essen von „Um̅ urckhen“ 22
FIT & GESUND
Apotheker: Gutes & Gesundes nicht nur für die Schultüte 18
Weidner Augenoptik: Heiße Brillen für Sie und Ihn 19
Naturapotheke: Hauswurz als alte Erste-Hilfe-Pflanze 20
KULTUR & FREIZEIT
Konzerttradition: Bläserfreundschaft Bayern-Südtirol 5
24
Krimi-Lesung: Seltsamer Mord an fliegendem Rottaler 5
Kinofest: Alle Filme. Alle Plätze. Für nur 5 Euro 21
Kulturfestival: Best of Hitchcock im Kino 21
Kulturfestival: Fast täglich Stars & Musik-Highlights 23
Kartenverlosung: Maddin wünscht „Schöne Sonndaach“ 23
UNTERWEGS MIT DEGENHART
Tradition: Kößlarn feiert sein prächtiges Arntfest 24
Sommer in der Stadt: Konzerte umsonst & draußen 25
RAT & TAT
Verkehr: Alles sicher beim Kindertransport mit'm Radl? 26
27
Igel-Hilfe: Naturnahe Gärten sorgen für Lebensraum 27
SERVICE
Thermenland Horoskop 28
Wetterprophet, Zahl des Monats 29
Impressum 29
Notrufnummern 30
Apotheken-Notdienst 30
www.thermenland-magazin.de
4
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AKTUELL
Bio-Erlebnistage feiern 25. Jubiläum
Bioregional Cooking & seltene Sorten kosten
Die Bayerischen Bio-Erlebnistage laden bereits zum 25. Mal dazu
ein, Bio aus Bayern in all seinen Facetten zu entdecken. Bis zum
5. Oktober öffnen Bio-Betriebe im ganzen Freistaat ihre Höfe, Küchen
und Ställe – und geben bei rund 160 Veranstaltungen spannende
Einblicke in die Welt des ökologischen Landbaus.
Ob Hofführungen, Kochkurse, Verkostungen oder Mitmach-Aktionen: Auch
im Jubiläumsjahr ist wieder für die ganze Familie etwas dabei. Die diesjährigen
Veranstaltungen sind dabei so vielfältig wie die Bio-Branche selbst. In
Outdoor-Kochkursen, bei Hofführungen, Ernte-Aktionen, Weinwanderungen
und Verkostungen wird gezeigt, was Bio ist, wie Bio schmeckt und wie viel
Engagement und Begeisterung dahintersteckt. In diesem Jahr sind zudem
einige Veranstaltungen aus dem Einzelhandel und der Gastronomie dabei.
Bio-Erlebnistage in Restaurants mit Bio-Buffets oder -Menüs und Genusstage
in Bio-Läden zeigen, wie wertvoll und vielfältig Bio auch im Alltag ist.
Im Thermenland gibt’s dabei
folgende Veranstaltungen:
Reisnerhof in Kirchham
17. September, 14:30 – 16 Uhr
Reinschnuppern in den Anbau einer SoLaWi: Solidarische Landwirtschaften
sind Partnerschaften, die das Ziel haben, Menschen der Region mit wertvollen
Lebensmitteln zu versorgen. Die SoLaWi „Allerlei“ am Reisnerhof bei
Kirchham baut über 40 verschiedene Gemüsearten saisonal an. Bei einem
Rundgang erfahren Sie alles über den Anbau, die Pflege und Ernte unseres
Gemüses, über Schädlinge und Nützlinge im Garten, über die Lieblingswerkzeuge
von Claudia und Stephan und warum ihnen Vielfalt so wichtig ist.
Gasthof Bauer in Kirchham
27. September, 18 – 21 Uhr
Die alte, fast vergessene Sorte „40-jährige Passauer“ wird seit 2 Jahren von
der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) gemeinsam mit Bio-Landwirt
Bücherei Bad Füssing stellt Niederbayern-Krimi vor
Seltsamer Mord an fliegendem Rottaler
Ein motorisierter Gleitschirmflieger wird leblos in einer Baumkrone mitten
im Zentrum von Pfarrkirchen entdeckt. Bei dem Toten handelt es sich um
einen hiesigen erfolgreichen Gebrauchtwagenhändler, der im Flug aus
großer Entfernung erschossen wurde. Ein sehr komplizierter Fall für das
Pfarrkirchner Ermittlerteam Thomas Huber und Mandy Hanke, da weder
ein genauer Tatort noch die Tatwaffe auszumachen sind. Zudem dürften die
beiden als offizielles Paar eigentlich nicht mehr gemeinsam ermitteln.
„Ausgeschossen“ heißt der inzwischen 5. Niederbayern-Krimi des Autorenpaares
Armin Ruhland und Hans Weber, die schon als Buben in Dingolfing
die gleiche Schulbank blankgewetzt haben. Hans Weber wird den Krimi am
Mittwoch, 10. September persönlich vorstellen und amüsante Anekdoten und
Hintergründe rund ums Buch und ums Schreiben erzählen. Lesen wird Joachim
Lipps, Apotheker aus Pilsting und passionierter Theaterschauspieler.
Beginn ist um 19 Uhr in der Bücherei Bad Füssing am Kurpark. Eintritt frei,
Spenden willkommen!
Die Bioerlebnistage bieten eine gute Gelegenheit, die Vielfalt der ökologischen Landwirtschaft
authentisch und genussreich kennenzulernen. Foto: David Heimerl / StMELF
Simon Strangmüller und unterstützt von der Ökomodellregion „ILE an Rott
& Inn“ im Passauer Land wieder kultiviert. Die diesjährige Ernte wird Robert
Bauer, Wirt des Gasthofs Bauer in Kirchham, in einen kulinarischen Gaumenschmaus
verwandeln. Reservierung empfohlen unter +49-8533-2732.
Garnecker Freiheit in Reut
4. Oktober, 16 – 20 Uhr
Wir zaubern beim „Kochkurs bioregional“ gemeinsam ein 3-Gänge-Menü
und legen den Fokus auf saisonal, regional und Bio. Im Mittelpunkt steht
unser Gallowayfleisch, auch viele andere Zutaten für das Menü kommen direkt
vom Hof. Kosten und Anmelde-Infos unter www.garneckergalloways.de
Das Programm mit weiteren Informationen zu den Bio-Erlebnistagen finden
gibt’s auf www.bioerlebnistage.de
sam
BLÄSERFREUNDSCHAFT
BAYERN - SÜDTIROL
Sinfonisches Blasorchester Bad Griesbach
Musikkapelle Terlan
Leitung SBO Bad Griesbach: Hans Killingseder
Leitung Musikkapelle Terlan: Meinhard Windisch
25. OKT
19:00 UHR
STADTHALLE
POCKING
EINTRITT: VVK 17,50 € / AK 22 €
Tickets erhalten Sie am 10.10.25 von 13:30 Uhr bis 15:00 Uhr
im Rathaus (Stadtparkzimmer) der Stadt Pocking sowie ab
13.10. telefonisch unter 08531 / 709-41 zu den amtsüblichen
Öffnungszeiten. Weitere Infos im Netz: www.pocking.de
Schreiben die beliebten Rottal-Krimis: Hans Weber und Armin Ruhland.
Foto: Privat
5 www.thermenland-magazin.de
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AKTUELL
A94 ist diesen Sommer wieder ein gutes Stück vorangekommen
Lärmschutz-Maßnahmen nehmen Gestalt an
„Die Bauarbeiten im Abschnitt Kirchham-Pocking laufen wie geplant.
Das gilt auch für das Autobahnkreuz A3/A94. Die Brückenbauwerke
sind fast vollständig fertiggestellt. Der Erdbau läuft im gesamten Abschnitt“,
teilte Stefan Pritscher, Leiter der Außenstelle der Autobahn
GmbH des Bundes in Deggendorf auf Anfrage mit. Dies gelte auch für
die planfestgestellten Lärmschutzwälle bei Bad Füssing. Demnach wird
nördlich der A94 ab westlich von Haid bis zur Kreisstraße PA 56 bei
Oberindling ein Wall von mindestens 2,50 Meter über dem Gelände-
Niveau geschüttet. Dieser Wall wird dann auch noch bepflanzt. Das
gleiche gelte für den Bereich südlich der A94, also in Richtung Bad
Füssing, ab westlich von Haid bis östlich von Prenzing, so Pritscher.
Verkehrsübergabe 2027
Derzeit laufen an der Anschlussstelle Pocking zum Autobahnkreuz A3/A94
noch die letzten Bauarbeiten für die Brücke, mit der die nördliche Fahrbahn
der A94 künftig über die A3 überführt wird. Die Fertigstellung dieser Brücke
ist noch für September geplant. Damit wurden allein heuer vier Brückenbauwerke
im Bauabschnitt Kirchham-Pocking fertiggestellt. In großen Bereichen
haben bereits die Asphaltarbeiten begonnen. Die Verkehrsfreigabe
für diesen Autobahnabschnitt ist für 2027 geplant.
Nadelöhr Simbach in Planung
„Die B 12 bei Simbach ist keine Ortsdurchfahrt sondern eine anbaufreie Bundesstraße
mit höhenfreien Kreuzungen. Derzeit werden die Vorentwurfsunterlagen
für diesen Abschnitt ausgearbeitet“, erklärte Pritscher unserem
Magazin. Für den Abschnitt durch Simbach, der der letzte der A 94 sein wird,
hatte es noch letztes Jahr aus der Ampel-Koalition geheißen, dass er nicht
weitergeplant werde, weil das Geld fehle. In der Stadtratssitzung in Simbach
am Inn Ende Juli erklärte der Außenstellenleiter dem Gremium nun, mit
dem Regierungswechsel habe sich das politische Klima in Berlin verändert,
Sollen für genügend Lärmschutz sorgen: Zwischen Pocking und Bad Füssing wurden
Erdwälle auf eine Höhe von 2,50 Meter über Geländeniveau aufgeschüttet, die später
noch bepflanzt werden.
Foto: Semmler
die Bedeutung der Autobahnen sei wieder gestiegen das wirke sich freilich
auch positiv auf den Lückenschluss der A 94 aus: „Es wird weitergeplant.“
Fertigstellung dauert noch
Im derzeit gültigen Bedarfsplan für Bundesfernstraßen sei die A94 auf ganzer
Länge im „Vordinglichen Bedarf“. „Das ist der Auftrag des Deutschen
Bundestags an die Autobahn GmbH des Bundes die Planung und den Bau
der A94 umzusetzen. Von den insgesamt 151 km sind bereits 110 km unter
Verkehr. 13 km werden aktuell gebaut. Die restlichen 28 km befinden sich
in unterschiedlichen Planungsphasen und werden Zug um Zug verwirklicht“,
so Stefan Pritscher in seiner Stellungnahme.
Stefanie Koller, Geschäftsbereichsleiterin in der Außenstelle, hatte Mitte Juli
bei einer Versammlung des Vereins „Ja zur A 94“ erklärt, wenn alles gut
gehe, wolle man gleich, nachdem der Abschnitt Kirchham–Pocking 2027 für
den Verkehr freigegeben sei, mit den Ausschreibungen und dem Bau des
Abschnitts Marktl–Simbach-West beginnen. Das sei in 2 bis 3 Jahren. sam
Auf ein Wort, Herr IHK-Geschäftsführer Thomas Graupe:
Wie sieht die Wirtschaft die Grenzkontrollen?
Thomas Graupe, stv. Hauptgeschäftsführer
IHK Niederbayern
Foto: Marcel Peda
Seit inzwischen 10 Jahren werden Fahrzeuge
auf der Autobahn A3 beim ursprünglichen
Rastplatz Rottal-Ost kontrolliert.
Weil es im Schengen-Raum grundsätzlich
keine Grenzkontrollen zwischen zwei Mitgliedsländern
mehr geben darf, handelt es
sich hier offiziell um eine nicht ständige
Verkehrskontrolle, die seit 2015 jeweils um
ein halbes Jahr verlängert wird. Über die
IHK hat die Wirtschaft der Region diese
Kontrollen schon länger kritisiert. Nun
kommt aus der Wirtschaft offene Kritik an
der Verschärfung der Kontrollen an der österreichischen
Grenze durch die neue Bundesregierung.
Die IHK München und
Oberbayern kritisiert etwa Umsatzverluste
für die örtliche Wirtschaft im Berchtesgadener
Land und stundenlange Verspätungen im Lieferverkehr. Zuvor hatte
schon der Deutsche Industrie- und Handelskammertag die verschärften
Kontrollen kritisiert. Wie stellt sich die Situation an der niederbayerischen
Grenze zu Österreich dar, welche Auswirkungen hat das auf die niederbayerische
Wirtschaft und was schlagen Sie vor, Herr Graupe?
„Ein Hindernis für den freien Warenverkehr“
„Grenzkontrollen wie auf der A3 zwischen Pocking und dem Grenzübergang
zu Österreich sind immer ein Hindernis für den freien Warenverkehr, aber
etwa auch für Berufspendler, die jeden Tag die Grenze überqueren oder
Dienstleister, die grenzüberschreitend tätig sind. Stockender Verkehr, Staus
und Behinderungen sind an der Tagesordnung. Insbesondere für die regionalen
Unternehmen aus der Logistikbranche hat das einen erheblichen
Mehraufwand bei der Planung und Durchführung von Fahrten zur Folge.
Bei der Einführung der temporären Kontrollen im Jahr 2015 hatte sich die
IHK Niederbayern bereits dafür eingesetzt, die Grenzkontrollen zumindest
pragmatisch zu gestalten. Am Grenzübergang Suben wäre das möglich,
die Kontrollen müssten dafür nur zum dortigen deutsch-österreichischen
Gemeinschaftszollamt verlagert werden – das ist eine langjährige Forderung
der IHK und der regionalen Unternehmen.
„Zollamt Suben für Kontrollen besser geeignet“
Die Flächen des Zollamts bieten ideale Voraussetzungen für effektive Kontrollen:
mehrere Fahrspuren, die ein sicheres Ausleiten der Fahrzeuge
erlauben, sowie große Parkplätze. Diese liegen zwar auf österreichischem
Hoheitsgebiet, vor dem Wegfall der Grenzkontrollen durch das Schengen-
Abkommen hatte das aber auch funktioniert. Ein partnerschaftlich koordiniertes
Vorgehen mit den oberösterreichischen Nachbarn wäre hier
zielführend. Wichtig ist, eine Lösung zu finden, die zwar der politischen Entscheidung,
die Grenzen zu sichern, Rechnung trägt, die aber auch Verkehrssicherheit
und Kontrollmöglichkeiten verbessert und vor allem die Belange
der Wirtschaft besser berücksichtigt. Denn den niederbayerischen Spe -
ditions- und Logistikunternehmen wäre sicherlich der Wegfall der
stationären Kontrollen am liebsten, um ungehindert ihrem Geschäft nachkommen
zu können.“
www.thermenland-magazin.de
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Das heutige Rottaler Bäderdreieck Bad Birnbach,
Bad Füssing und Bad Griesbach war
zwar schon seit 1879 von München her bis Pocking
mit der Eisenbahn erreichbar, doch lag
ein Kurgeschehen zu dieser Zeit noch in weiter
Ferne. Das damals für die Münchner Gesellschaft
attraktive Rottaler Bäderdreieck
lag ganz woanders. Seit alter Zeit, urkundlich
bekannt seit dem 14. Jahrhundert, galten die
Moor-Schwefelquellen von Höhenstatt und
Pilzweg südlich von Fürstenzell als sehr heilsam.
Dazu kam noch der nördlich bei Jägerwirth
gelegene Heiligenbrunn, ursprünglich
ein flacher Quell mit heilbringender Wirkung,
der von Einheimischen und Wallfahrern
noch heute verehrt und genutzt wird.
Anlässlich der niederbayerischen Friedenswallfahrt
1970 kamen rund 10.000 Pilger dort
zusammen.
Uralte Heilbad-Tradition
AKTUELL
100 Jahre Bad-Erhebung von Höhenstadt
Späte Anerkennung für Jahrhunderte der Heilung
Die Geschichte der Heilquellen von Höhenstatt
reicht bis ins hohe Mittelalter zurück. Der Traditionskodex
des Klosters Vornbach führt die
Quellen im Jahr 1144 erstmals auf. Auf eine
Schwefelquelle als der „Stünchende Brunn“ verweist
eine Erwähnung aus dem Jahr 1334. Wegen
seiner Heilerfolge war Höhenstatt über 300 Jahre
bis 1630 ein beliebter Marien-Wallfahrtsort. 1713
wurde der Badebetrieb erneuert, als das Kloster
Fürstenzell die „Schwefelweide“ mit ihren Quellen
erwarb. In diesem Jahr gaben der Stadtphysikus
von Vilshofen Johann Andrä Mayr und Abt
Abundus II. de Pugnetti ein 54 Seiten umfassendes
Büchlein unter dem Titel „Marianischer Heylund
Gnadenbrunnen“ heraus. 1719 ließen sie ein
hölzernes Badehaus errichten. „1726 erfreute
sich Mayr in Höhenstadt einer illustren Liste von
Badegästen sowohl geistlichen als auch weltlichen
Standes“, ist Wikipedia zu entnehmen.
Auch die Wallfahrt scheint noch einmal erblüht
zu sein, denn 1780 wurde für das Gnadenbild
ein neuer Altar errichtet. 1780 bis 1783 schließlich
baute Abt Otto Prasser ein erstes steinernes
Badehaus.
Das königliche Kurbad
www.thermenland-magazin.de
Ein Dampfzug zeigt im Hintergrund einer Postkarte von 1904 die Anbindung Bad Höhenstadts mit modernsten
Verkehrsmitteln.
Foto: Sammlung Simmel/Bearb. Semmler
Wie viel die Münchner Gesellschaft von den
Schwefelquellen und Schwefel-Moor-Anwendungen
in Höhenstadt hielt, zeigt sich daran, dass
König Ludwig I. die Kuranlage 1830 kaufte. Ludwig
I. ist auch die bayerische Landesausstellung
gewidmet, die zur Zeit in Regensburg im Haus
der Bayerischen Geschichte zu sehen ist. 1840/41
beauftrage der König seinen Lieblingsbaumeister
Leo von Klenze, in einem 40.000 qm großen
Kurpark ein neues, standesgemäßes Kurhaus im
Stil des Hofgartens und der Ludwigstraße zu errichten,
wo heute die Seniorenresidenz untergebracht
ist. Im Sommer 1842 wurde das neue
Kurhaus mit 45 Zimmern und 15 Doppelzimmern
eröffnet. Man kann durchaus davon ausgehen,
dass das Kurbad unter der Regentschaft
von König Ludwig I. (1825-48) seine Blütezeit
erlebte.
Großer Aufwand für wenig Gäste
Bei allem Staunen über die architektonische
Pracht und Schönheit der Kuranlage muss man
aber bedenken, dass hier übers Jahr nicht Hunderttausende
von Kurgästen zu versorgen
waren, wie dies heute in den Kurorten des Bäderdreiecks
der Fall ist. Das „Jahrbuch für Deutschlands
Heilquellen und Seebäder“ von 1839
vermerkte für 1836 immerhin 336 Kurgäste im
Königlichen Kurhaus zu Höhenstadt, für 1837 lediglich
232. Das eher bürgerliche Pilzweg besuchten
1836 immerhin 210 Kurgäste, 1837 kamen
jedoch nur124. „Die Wirkungen der Heilquelle
und die Krankheiten, in welchen sie sich heilsam
erweist, sind im Wesentlichen dieselben, wie bei
dem Bade Höhenstadt“, mithin Krankheiten, die
vor allem die höhere Gesellschaft auf Grund
ihres Lebenswandels plagten.
Zusammenhang mit Bahnpolitik
Werner Simmel von den Eisenbahnfreunden
Passau, hat herausgefunden, dass für die Planer
der Localbahn, die die Lücke von Pocking nach
Passau schließen sollte, der Anschluss Höhenstadts
mit eigenem Bahnhof eine wesentliche
Voraussetzung für den Bau der Strecke war. So
fuhr also am 6. Oktober 1888 um 9.15 Uhr der
erste Bäderzug von Passau nach Pocking. Eine
der hier eingesetzten Localbahn-Locomotiven
trug bereits seit 1887 den Namen „Höhenstadt“,
8
wie Simmel belegen
kann Dass Höhenstadt
als königlicher
Kurort bei der Eisenbahn
auch entsprechend
wahrgenommen
wurde, zeigt der
Umstand, dass die Generaleisenbahndirektion
München den
Bahnhof bereits 1893
mit dem Titel Bad versah, obwohl dem Ort diesen
Titel offiziell noch gar nicht erhalten hatte.
Offiziell anerkannt
Werbemarke Bad Höhenstadt:
Sammlung Simmel
Als der Trend im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts
endete, verkaufte König Ludwig II. die
Anlage wieder. Die Kuranlage wurde um eine
Abteilung für die damals sehr populär gewordenen
Kneipp-Behandlungen erweitert. Zwischen
den beiden Weltkriegen erlebte das Bad einen
neuen Aufschwung und so schaffte man es 1925
zur staatlichen Anerkennung und erhielt am
24. September den Titel „Bad“ verliehen. 1940
wurde im Kurhaus ein Lazarett eingerichtet,
nach Kriegsende wurde es zum Flüchtlingslager.
Es kam zu keiner Wiederaufnahme des Badebetriebes
in dem renovierungsbedürftigen Kurhaus
mehr. Heute ist hier eine Seniorenresidenz
untergebracht, aber der Kneipp-Verein Passau
und Umgebung e.V. betreibt im Kurwald wieder
eine kleine Kneipp-Anlage, in der man jederzeit
Wassertreten kann.
Martin Semmler
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AKTUELL
Pockinger Französisch-Klasse gewinnt 1. Preis beim Geschichtswettbewerb „Bertrand Herz“
„Versöhnung ist heute noch von hoher Aktualität“
Mit einer wiederentdeckten, berührenden deutsch-französischen Fami -
liengeschichte hat die 11. Klasse von Französischlehrerin Elke Han -
kofer-Bloch des Wilhelm-Diess-Gymnasiums Pocking den 1. Preis des bundesweiten
Wettbewerbs „Bertrand Herz“ gewonnen. Der vom Institut
français Deutschland ausgeschriebene Wettbewerb, benannt nach dem
französischen Holocaust-Überlebenden und Zeitzeugen Bertrand Herz,
richtete sich im Schuljahr 2024/25 erstmals bundesweit an Französischlernende
der Jahrgangsstufen 9 bis 11. Das Thermenland Magazin berichtete
im April ausführlich über die Schüler-Recherche. Im Rahmen eines
feierlichen Empfangs im Bayerischen Kultusministerium gratulierten
nun Amtschef Martin Wunsch sowie der Generalkonsul der Republik
Frankreich in Bayern, Alexandre Vulic, den Schülerinnen und Schülern.
Eine Brücke in die Geschichte
Bei der Übergabe der Urkunde dankte Amtschef Martin Wunsch der Schülergruppe:
„Ihr habt eine Brücke zwischen der heutigen Jugend und einem
bewegenden, oft schon vergessenen Kapitel der deutsch-französischen
Geschichte geschlagen.“ Alexandre Vulic, Generalkonsul der Republik Frankreich
in Bayern, lobte die Arbeit der Klasse und hob die Sprachmotivation
und das historische Gespür der Jugendlichen hervor: „Euer Beitrag zeigt,
dass die Versöhnung zwischen Deutschland und Frankreich auch in der
Gegenwart noch von hoher Aktualität ist und Menschen bewegt.“
Familiengeheimnis gelüftet
Im Mittelpunkt der ausgezeichneten Arbeit steht eine bis zur Veröffentlichung
im Thermenland Magazin unbekannte Familiengeschichte: Die
Schülergruppe konnte nach über 80 Jahren den Kontakt zwischen den deutschen
und französischen Familienteilen des Schülers Leon Gramüller herstellen.
Seine Neugierde auf seinen bis dahin unbekannten Urgroßvater
Empfang im Kultusministerium (vorne v.l.): Martin Wunsch (Amtschef des Kultusministeriums),
Alexandre Vulic (Generalkonsul der Republik Frankreich in Bayern),
Stefan Stadler (Schulleiter des Wilhelm-Diess-Gymnasiums Pocking), Lehrerin Elke
Hankofer-Bloch und ganz rechts Marie-Laure Canteloube (Sprach- und Bildungsattachée
des Institut français), Ministerialdirigent Dr. Wolfgang Mutter (Leiter der Gymnasialabteilung
am Kultusministerium) mit den Schülerinnen und Schülern der
Preisträgerklasse.
Foto: Felix Albrecht/STMUK
hatte das Projekt angestoßen. Recherchen des Gemeindearchives Bad
Füssing brachten schließlich den Namen ans Licht: Antonin Chemarin war
als französischer Kriegsgefangener während des 2. Weltkriegs in Safferstetten
zur Zwangsarbeit auf einem Bauernhof eingesetzt. Dort entwickelte sich
eine damals verbotene Liebesbeziehung zu Leons Urgroßmutter Maria
Schmidbauer, die ebenfalls auf dem Hof arbeitete. Dass Chemarin der Vater
des gemeinsamen Kindes – also der Großmutter des heutigen Schülers –
war, blieb jahrzehntelang ein Familiengeheimnis.
sam
Wohlgefühl im Spätsommer
Auch wenn der Sommer bald vorbei ist, liefern wir weiter
Wärme und Wohlbefinden. Egal ob relaxen im warmen
Thermalwasser, schwitzen in der Sauna oder entspannen bei
Massagen und Wellness Anwendungen.
Zum Massagen-Angebot
Johannesbad Therme Bad Füssing
Johannesstr. 2 | 94072 Bad Füssing
servicecenter@johannesbad.com
www.johannesbad-therme.de | Tel. +49 8531 23-0
9 www.thermenland-magazin.de
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AKTUELL
Fragen an Kur-& Tourismusmagagerin Daniela Leipelt:
„Wir freuen uns besonders über kreative, naturverträglich
In Bad Füssing ist gerade der offizielle Startschuss für das INTERREG-
Projekt „Grenzüberschreitende integrierte touristische Entwicklung
mit Besucherlenkung im Bereich der Auenlandschaft am Inn“ gefallen.
Ziel ist es, grenzenlose Tourismus- und Naturerlebnisse am Inn rund
um das Innkraftwerk Egglfing-Obernberg zu entwickeln. Ausgangspunkt
ist eine generelle Umgestaltung des bayerischen Innufers durch
eine mehrere Kilometer lange Aufstiegshilfe für im Fluss lebende Tiere
durch die österreichische Verbund AG, die das Innkraftwerk betreibt.
nutzen, um den Naturraum zwar zu schonen, aber doch besser erlebbar zu
machen. Die Gemeinde Bad Füssing führt das EU-geförderte Projekt als
Lead-Partner in enger Abstimmung mit den österreichischen Nachbargemeinden
Obernberg, Reichersberg und Kirchdorf sowie Fachstellen und
Institutionen. Gemeinsam soll ein nachhaltiges Tourismuskonzept erarbeitet
werden, das die einzigartige Auenlandschaft entlang des Inns schützt
und zugleich für Einheimische wie Gäste verantwortungsvoll als gesunder
Erholungsraum nutzbar macht. Die am Projekt beteiligten Partner haben
nun zur Beteiligung der Einheimischen wie der Gäste aufgerufen. Alle sind
eingeladen, ihre Ideen zur Gestaltung des Bereichs beiderseits des Inns als
naturnahes Erholungsgebiet in eine Umfrage einzubringen.
Vor diesem Hintergrund fragte das Thermenland Magazin die Leiterin des
neuen Interreg-Projektes, Bad Füssings Kur-& Tourismusmagagerin Daniela
Leipelt, nach den Erwartungen, die die beteiligten Gemeinden Bad Füssing,
Kirchdorf am Inn, Obernberg am Inn und Reichersberg aber auch Naturschutzbehörden
damit verbinden.
Die Umfrage finden Sie im Internet unter dem Link
https://tinyurl.com/Innauen-Umfrage
Sie können aber auch einfach mit dem Handy teilnehmen, indem Sie den
QR-Code am Ende des Textes scannen.
Illustration EU-LIFE Projekt verbindet den Inn für Wasser-Tiere
Foto: VERBUND
Das österreichische Unternehmen errichtet bereits seit längerer Zeit bei den
Kraftwerken im Rahmen des EU-LIFE Projekts „Riverscape Lower Inn“ entlang
des Inns künstliche Aufstiegshilfen für Flusstiere. Zum LIFE-Projekt
gehören neben dem knapp 6 Kilometer langen naturnahen Umgehungsgewässer
am Innkraftwerk Egglfing-Obernberg die Fischwanderhilfe Braunau-Simbach
und die Herstellung von Gewässerlebensräumen in den
Kraftwerksbereichen Egglfing-Obernberg und Schärding-Neuhaus. Auf 40
Kilometern Länge werden zudem die Dämme von insgesamt vier Innkraftwerken
durch gezielte Pflegemaßnahmen als Lebensraum für geschützte
Pflanzen- und Tierarten optimiert und langfristig erhalten. Ab 2027 sollen
dann die Flussstrecken vom „Eisernen Tor“ in Rumänien bis nach Tirol für
alle wanderwilligen Fischarten barrierefrei sein.
Trend zum naturnahen Urlaub
Bereits vor 10 Jahren hat eine damals in Fachkreisen des Tourismus und
der damit verbundenen Branchen viel beachtete Studie des Büro für Tourismus-
und Erholungsplanung (BTE) zu „Naturtourismus in Deutschland“
festgestellt, dass Naturerleben besonders stark mit Aktivitäten wie Wandern
und Radfahren und in Verbindung mit Tierbeobachtung und Naturexkursionen
bei den Deutschen im Trend liegt. Die Hauptmotive für den
Besuch von Naturlandschaften sind laut BTE-Studie mit je über 60 Prozent
der Nennungen „in der Natur sein, Natur erleben“, „wandern“, „Tier- und
Pflanzenwelt erleben“, „Kraft tanken, zu sich kommen“. Als weiterer positiver
Aspekt zeigte sich, dass das Interesse an der Natur mit steigendem Bildungsgrad,
steigendem Haushaltsnettoeinkommen und mit steigendem
Alter zunimmt. Allerdings war durchaus auch eine Tendenz zur Verjüngung
der Interessierten festzustellen.
„In der Gratwanderung
liegt auch der besondere
Reiz des Projektes“
Thermenland Magazin: Frau Leipelt, vor kurzem fand im Stift Reichersberg
der erste Workshop für das neue Interreg-Projekt statt. Dabei wurden von
den Partnern auch die Ziele für das Projekt festgelegt. Welche Grenzen des
Möglichen wurden denn abgesteckt?
Daniela Leipelt: Wie Sie bereits festgestellt haben, geht es bei dem Projekt
um eine touristische Entwicklung mit Besucherlenkung im grenzüberschreitenden
Bereich der Auenlandschaft am Inn. Unser Ziel ist ein sanfter,
verantwortungsvoller Tourismus. Das heißt: Natur erlebbar machen, ohne
sie zu zerstören. Vielmehr möchten wir die Einzigartigkeit der Landschaft
bewahren und gleichzeitig so gestalten, dass Einheimische und Gäste sie
genießen können – sei es beim Radeln, Wandern oder Naturbeobachten. Es
ist eine Gratwanderung, aber genau darin liegt auch der besondere Reiz des
Projektes.
Was geht garnicht?
Daniela Leipelt: Im Rahmen des Workshops im Stift Reichersberg wurde
sehr deutlich und auch von den anwesenden Vertretern der Fachbehörden
für die Bereiche Natur und Landschaftsschutz und Gewässerschutz betont,
dass das Projekt zu einer Balance zwischen Naturschutz und Erlebbarkeit
verpflichtet ist. Alles, was dem ökologischen Wert der Innauen schadet –
etwa massive bauliche Eingriffe, großflächige Versiegelungen oder kommerzielle
Freizeitnutzungen – ist ausgeschlossen. Ziel ist vielmehr eine
sanfte touristische Entwicklung, die den Naturraum erhält, schützt und
gleichzeitig für Besucher zugänglich macht.
Innauen touristisch erschließen
Dieses große Bauprojekt wollen die Gemeinden im Umfeld des Innkraftwerks
Egglfing-Obernberg nun durch das ergänzende INTERREG-Projekt
www.thermenland-magazin.de
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AKTUELL
gliche Impulse zum erholsamen Erlebnis in den Innauen
Gemeinsam Grenzen überschreiten - im Denken und Handeln: Zur kreativen Auftaktveranstaltung für die nachhaltige Erschließung der Auenlandschaft
am Inn versammelten sich Bürgermeister, Amtsleitungen und Fachleute aus Bayern und Oberösterreich im Stift Reichersberg: Josef Schöppl, (Bürgermeister
Kirchdorf am Inn), Maria Reiter (Gemeindevorstand Obernberg am Inn, Markus Punz (Verbund Hydro Power GmbH), Tobias Kurz (Bürgermeister Bad Füssing),
Ariane Pfitscher, (Consultant conos GmbH), Andreas Auer (Werksgruppenleiter, Grenzkraftwerke GmbH), Dr. Hans-Peter Hochhold (Wirtschaftsdirektor
Augustiner-Chorherrenstift Reichersberg), Projektleiterin Daniela Leipelt (Kur- & Tourismusmanagerin Bad Füssing), Arnold Oberacher
(Geschäftsführer conos GmbH), Gerald Altenweisl (Geschäftsführer Ingenieurbüro für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung), Dana Biskup
(Stv. Geschäftsführung Euregio Bayerischer Wald-Böhmerwald-Unterer Inn e.V.).
Foto: Kur- & GästeService Bad Füssing
„Die Natur schützen und
gleichzeitig ein gutes
Besuchserlebnis ermöglichen“
Was genau ist unter naturverträglicher Besucherlenkung zu verstehen?
Daniela Leipelt: Darunter versteht man alle Maßnahmen, die dazu beitragen,
dass Gäste und Einheimische sich so im Naturraum bewegen, dass
Natur geschützt und gleichzeitig ein gutes Besuchserlebnis ermöglicht wird.
Es geht also nicht darum, Menschen auszuschließen, sondern sie so zu führen,
dass sensible Natur- und Landschaftsbereiche geschont werden. Es geht
uns um Angebote statt Verbote, also schöne Rastplätze, Aussichtsplattformen
oder Naturerlebnispfade, die Anreize schaffen, nur die für den Tourismus
vorgesehenen Bereiche zu nutzen.
Das heißt, es wird reine touristische Bereiche geben und Bereiche, die der Natur
vorbehalten sind, und Sie suchen nun Ideen für den touristischen Bereich?
Daniela Leipelt: Alle am Workshop Beteiligten waren sich einig: Die Attraktionen
sollen eine dienende Funktion erfüllen – also in erster Linie der Ver-
Meine Region. Mein VDW.
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AKTUELL
mittlung und Sensibilisierung für die Besonderheiten der Innauen dienen
und nicht bloß auf Unterhaltung ausgerichtet sein. Bezüglich der Flächenzuordnung
wurde in der Diskussion klar, dass Schutzzonen als Rückzugsräume
für die Natur unangetastet bleiben müssen. Gleichzeitig konnten
aber auch Bereiche identifiziert werden, die als Entwicklungszonen Möglichkeiten
für sanften Tourismus und naturverträgliche Attraktionen bieten.
In der Umfrage möchten wir gerne wissen, welche Maßnahmen und
Angebote sich Gäste und Einheimische wünschen, was ihre Erwartungen
und Vorschläge sind.
„Es entstand eine Vielzahl
innovativer, erlebnisorientierter
und teils visionärer Ideen“
Bei der Umfrage, die noch bis zum 10. September läuft, wollen Sie Anre -
gungen von Gästen der Region, von Bürgern und Bürgerinnen zur neuen
naturnahen Gestaltung des Bereichs beiderseits des Innkraftwerks
Egglfing-Obernberg sammeln. Können Sie vielleicht ein paar Beispiele nennen,
die im Workshop genannt wurden, damit man sich in etwa vorstellen
kann, welche Art von Ideen Sie sich erwarten?
Daniela Leipelt: In der Arbeitsgruppe „Angebote & Attraktionen“ entstand
eine Vielzahl innovativer, erlebnisorientierter und teils visionärer Ideen.
Darunter waren schon sehr konkrete Vorschläge, wie Naturbeobachtungsplattformen,
an denen man Vögel und andere Tiere ungestört beobachten
kann, sowie Lehr- und Infotafeln, die die Zusammenhänge in der Auenlandschaft
erklären. Auch naturnahe Rastplätze für Radler und Wanderer wurden
angeregt – mehr Sitzgelegenheiten, die sich harmonisch in die
Landschaft einfügen. Zudem waren auch digitale Angebote ein großes
Thema: Apps, Audioguides oder QR-Codes, die Besuchern zusätzliche Informationen
bieten, ohne dass man überall große Tafeln aufstellen muss.
Es geht uns darum, möglichst viele innovative Ideen einzusammeln, die
aufzeigen, wie man die Auenlandschaft nutzen und erlebbar machen kann,
ohne sie zu überfrachten. Deshalb sind kreative, naturverträgliche Impulse
besonders willkommen.
Daniela Leipelt: Die Fischwanderhilfe ist zwar das zentrale Bauprojekt im
Umfeld des Kraftwerks, sie bleibt aber ein eigenständiges Infrastrukturvorhaben
der Verbund AG. Da die Verbund AG Partner im Interreg-Projekt ist,
wurde von allen vier beteiligten Gemeinden bereits der Wunsch an sie
herangetragen, den Staudamm – ähnlich wie in Ering-Frauenstein – auch
für Fußgänger und Radfahrer zu öffnen. Allerdings gilt es hier, komplexe
Fragen wie Eigentumsrechte, Sicherheitsaspekte und technische Machbarkeit
zu klären. Eine verbindliche Zusage gibt es derzeit nicht. Wir sind mit
der Verbund AG auch hierzu im regelmäßigen Gespräch, wissen aber auch,
dass wir realistisch bleiben und Schritt für Schritt vorgehen müssen.
„Eine Querungsmöglichkeit
über den Inn wäre ein
echtes Leuchtturmprojekt“
Da die derzeitige Situation auf der Innbrücke keine geeignete Überquerung
des Inns für Fußgänger und Radfahrer darstellt: Welche Lösungen wurden
bereits Alternative angedacht?
Daniela Leipelt: Diese Idee einer alternativen Lösung wurde im Workshop
erneut diskutiert, denn eine Querungsmöglichkeit an dieser Stelle hätte
einen enormen Mehrwert: Sie würde die bayerische und die österreichische
Seite direkt miteinander verbinden und wäre damit ein echtes Leuchtturmprojekt.
Die bestehende Verbindung über die Innbrücke zwischen Egglfing und
Obernberg ist tatsächlich eine Schwachstelle. Die Brücke wurde zwar
saniert, der vielfach gewünschte Anbau eines Rad- und Fußwegs war aus
bautechnischen Gründen jedoch nicht möglich. Um dennoch Lösungen zu
finden, wurde über die Fraktionsinitiative von MdL Christian Lindinger
(Freie Wähler) ein Betrag von bis zu 295.000 Euro für die Erstellung einer
Machbarkeitsstudie bewilligt. Mit diesen Mitteln können wir nun prüfen
lassen, ob und wie eine sichere Querung für Radfahrer und Fußgänger
realisiert werden könnte.Die ersten Ideen reichen von zusätzlichen
Stegen, über reine Fuß- und Radwegbrücken bis hin zu einer verbesserten
Anbindung bestehender Wegeführungen oder eine neue Innbrücke. Wir
befinden uns hier noch in einer frühen Diskussionsphase. Es geht darum,
Lösungen zu finden, die technisch machbar, finanziell tragbar und gleichzeitig
naturverträglich sind. Eine solche Verbindung hätte eine große
Bedeutung für die grenzüberschreitende touristische Entwicklung, weil
sie Rad- und Wanderwege auf beiden Seiten des Inns miteinander ver -
netzen würde.
„Den Inn als verbindendes
Element und nicht als
trennende Grenze begreifen“
Da die Fischwanderhilfe auf der bayerischen Seite errichtet wird und dies
die österreichische Seite des Inns kaum betrifft, wie hoch ist die Motivation
der dortigen Projektpartner, überhaupt etwas am Status Quo zu verändern?
Innkraftwerk Egglfing-Obernberg
Foto: VERBUND
Die Fischwanderhilfe in den Innauen auf bayerischer Seite steht zwar im
Zentrum Ihres touristischen Interreg-Projektes, sie ist aber ein eigenständiges
Projekt des Betreibers des Innkraftwerks Egglfing-Obernberg, der Verbund
AG. Nachdem die Verbund AG auch Partner in Ihrem Projekt ist, ist es
auch angedacht worden, dem Staudamm wie in Ering-Freuenstein für Fußgänger
und Radfahrer zu öffnen?
Daniela Leipelt: Die Motivation ist sehr hoch. Natürlich war die Basis für
das Interreg-Projekt das auf bayerischer Seite geplante Bauprojekt „Fischwanderhilfe“,
aber die österreichischen Partner erkennen klar, dass auch
sie profitieren können und werden. Die Auenlandschaft endet ja nicht an
der Staatsgrenze. Eine Aufwertung auf einer Seite zieht automatisch die andere
mit. Außerdem sehen die Gemeinden Obernberg, Reichersberg und
Kirchdorf die Chance, durch begleitende Maßnahmen wie Radwege, Führungen
oder Veranstaltungen ihre Attraktivität zu steigern. Es geht um eine
gemeinsame Vision: Den Inn als verbindendes Element und nicht als trennende
Grenze zu begreifen.
Das INTERREG-Projekt umfasst aktuell nur die Erstellung des Konzepts.
Sollen dann einzelne Projekte daraus umgesetzt werden, müssen dazu einzeln
Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten gefunden werden. Welche
Chancen sehen Sie in Anbetracht der Situation der öffentlichen Kassen, einzelne
Projekte auch finanziert zu bekommen, so sinnvoll und wünschenswert
sie auch wären?
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AKTUELL
Daniela Leipelt: Das INTERREG-Projekt umfasst tatsächlich zunächst nur
die Konzepterstellung mit dem Blick auch auf Machbarkeit und Realisierungschancen.
Für die Umsetzung einzelner Maßnahmen aus dem Projekt
können dann sicher wieder Fördermittel aus unterschiedlichen Töpfen
beantragt werden. Dies kann aber erst am Ende des Projektes in Abstimmung
mit den vier Gemeinden, mit dem Verbund und möglichen weiteren
Partnern entschieden werden.
Natürlich ist die Finanzierung neuer Projekte immer eine große Herausforderung,
gerade in diesen auch für Kommunen schweren finanziellen Zeiten.
Aber: Wir haben den Vorteil, dass die EU-Naturschutz- und Tourismusförderung
ein großes Interesse an nachhaltigen Projekten zeigt. Wichtig ist,
dass wir Maßnahmen entwickeln, die ökologisch sinnvoll, gesellschaftlich
breit akzeptiert und touristisch relevant sind. Dann steigen die Chancen
erheblich, Fördermittel aus unterschiedlichen Programmen – sei es von EU,
Bund oder Ländern – einzuwerben.
Ich bin überzeugt, dass wir für viele Ideen auch Fördermöglichkeiten und
Partner finden werden. Aber dies kann, wie schon ausgeführt, sinnvoll und
zielführend erst zum Abschluss dieses Projektes erfolgen.
Daniela Leipelt: Das frühere INTERREG-Kleinprojekt zur A94 zeigte die touristischen
Potenziale durch die künftig bessere Verkehrsanbindung Richtung
Großraum München auf. Das neue Innauen-Projekt kann daran perfekt
anknüpfen, indem es die Region nicht nur verkehrlich, sondern auch
landschaftlich und touristisch besser erschließt – mit besonderem Fokus
auf Natur- und Erholungstourismus.
Das Projekt zu den Chancen durch die A94 ist bereits seit einiger Zeit beendet.
Die A94 zwischen Kirchham und dem Autobahndreieck mit der A3 soll
in 2 Jahren dem Verkehr übergeben werden. Von den Ergebnissen des
INTERREG-Projekts hört man aber nichts mehr. Woran liegt das?
Daniela Leipelt: Das für die Thermenregion und das Innviertel wichtige
finale Stück der A94 von Marktl bis Pocking ist noch lückenhaft bzw. noch
nicht ausgebaut und wird auch noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen!
Da die A94 noch nicht komplett fertiggestellt ist, konnten viele Empfehlungen
bislang noch nicht umgesetzt werden. Mit der geplanten Freigabe des
letzten Abschnitts wird das Thema aber wieder an Fahrt gewinnen. Dann
können wir die damals erarbeiteten Maßnahmen gezielt aufgreifen und mit
dem neuen Innauen-Projekt verknüpfen.
„Wir können ein Naturjuwel
herausstellen, das den Menschen
einzigartige Erlebnisse bietet.“
Können Sie zu den Ergebnissen der Studie schon etwas sagen?
Foto-Montage: Kur- & GästeService Bad Füssing
„Das Innauen-Projekt
kann an das A94-Projekt
perfekt anknüpfen“
Beim Stichwort Besucherlenkung fällt mir ein, dass Bad Füssing Projektpartner
eines INTERREG-Projektes war, das sich mit den touristischen Chancen
durch die A94 beschäftigt hat. Welche Anknüpfungspunkte gibt es denn
hier zum Projekt in den Innauen?
Daniela Leipelt: Das INTERREG-Kleinprojekt zur A94 beschäftigte sich mit
der Kernfrage „Wie lassen sich für die Projektregion (Gemeinde Bad Füssing
und Kirchham sowie die Gemeinden des Tourismusverbandes s´Innviertel)
im Zuge des Ausbaus der A94 (schnellere Anreise) neue Gästesegmente aus
dem Großraum München erschließen?“ Das Projekt wurde bereits Ende
August 2022 abgeschlossen und es liegen wertvolle Untersuchungsergebnisse
mit Zielgruppenanalysen und erste Konzeptpapiere für neue touristische
Angebote vor. Es reicht für unsere Region nicht, nur schnell vom
Großraum München erreichbar zu sein – wir müssen auch zeigen, was die
Gäste hier erwartet. Mit den Innauen können wir in Kombination mit
unserem heilkräftigen Thermalwasser jetzt ein Naturjuwel herausstellen,
das den Menschen Erholung, Bewegung und einzigartige Erlebnisse bietet.
So ergänzen sich Infrastruktur und touristisches Angebot optimal.
Betrachtet man die Ergebnisse der BTE-Studie, die in der Einleitung zitiert
wurde, haben Sie in Bad Füssing mit dem noch immer relativ neuen Heilwald
und Entschleunigungsangeboten wie Yoga im Kurpark den Trend zum
Naturtourismus bereits aufgegriffen. Doch wie werden diese Angebote
tatsächlich nachgefragt?
Daniela Leipelt: Unsere Waldtherapie- und Naturgesundheitsangebote –
vom Kur- und Heilwald über Yoga im Kurpark bis hin zu den weiteren Präventionsbausteinen
wie Stressbewältigung, Achtsamkeit und Entschleunigung
in und mit der Natur – erfreuen sich bereits einer guten Nachfrage.
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AKTUELL
Besonders gesundheits- und naturbewusste Gäste nehmen diese Angebote
bereits in Anspruch. Damit bestätigt sich der Trend, den auch die BTE-Studie
beschrieben hat: Naturerlebnisse und gesundheitsfördernde Aktivitäten in
der Natur sind für viele Menschen ein zentrales Reisemotiv.
Wir sehen, dass die Nachfrage generationenübergreifend ist – vom älteren
Kurgast bis hin zu jüngeren Zielgruppen, die zunehmend Wert auf Natur,
Balance und Regeneration legen. Besonders unsere geführten meditativen
Spaziergänge sowie Achtsamkeits- und Entspannungsangebote sind regelmäßig
ausgebucht. Andere Kursformate haben noch weiteres Potenzial, das
wir künftig stärker aktivieren möchten. Gerade Menschen, die beruflich
stark eingespannt sind oder gesundheitlich belastet, schätzen diese Programme
inzwischen als wertvolle Ergänzung zu den klassischen und bereits
etablierten Kur- und Gesundheitsangeboten in Kombination mit dem heilkräftigen
Thermalwasser.
„Die Ergebnisse der Umfrage
werden am 30. September
öffentlich vorgestellt“
Wollen Sie diese Angebote im Rahmen des Innauen-Projekts noch weiter
ausbauen?
Daniela Leipelt: Im Rahmen des INTERREG-Projektes werden auch Naturgesundheitsangebote
Berücksichtigung finden. Unter der Themenstellung
„Kraft & Achtsamkeit“ sind derzeit auch sogenannte Kraftplätze für Yoga
und Meditation sowie sINNfonieplätze für Ruhe, Achtsamkeit und Rückzug
vorgesehen.
Da haben Sie ja ganz schön viel zusätzliche Arbeit zum ohnehin schon
herausfordernden Job als Kur-& Tourismusmanagerin von Bad Füssing
geschultert. Bis wann wollen Sie die Ergebnisse des Projekts denn prä -
sentieren?
Daniela Leipelt: Die Ergebnisse der Umfrage werden im Rahmen der Kommunalen
Vertiefungsworkshops in den vier Gemeinden vorgestellt. Für Bad
Füssing ist dieser Workshop – mit Beteiligung von Bürgerinnen, Bürgern
und Gästen – am 30. September 2025 im Kleinen Kurhaus vorgesehen. Die
große gemeinsame Abschlusspräsentation aller Ergebnisse findet nach
aktuellem Stand Mitte November 2025 in Bad Füssing statt. Der finale Projektbericht
wird dann Ende des Jahres vorliegen.
Es ist ein ambitionierter Zeitplan, doch wir arbeiten alle mit großem
Engagement – und ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam einen wertvollen
Beitrag für die Zukunft unserer Region leisten werden.
Martin Semmler
Die Umfrage finden Sie im Internet unter dem Link
https://tinyurl.com/Innauen-Umfrage
Sie können aber auch einfach mit dem Handy
teilnehmen, indem Sie den QR-Code scannen.
„Der Mehrwert des Projekts liegt in der
grenzüberschreitenden Zusammenarbeit“
Die kommunale Kooperation über die Genzen hinweg ist ein ganz zentraler
Punkt in diesem Projekt, denn der Mehrwert von INTERREG liegt ja gerade
in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Für die österreichischen
Kommunen und auch für Bad Füssing ergeben sich aus dem Projekt GITEK
(Grenzüberschreitende integrierte touristische Entwicklung mit Besucherlenkung
im Bereich der Auenlandschaft am Inn) eine Reihe von vernetzenden
Chancen:
1. Gemeinsames Natur- und Tourismusprofil
● Die Auenlandschaft am Inn ist ein zusammenhängender Naturraum,
der nicht an der Staatsgrenze Halt macht. Durch das Projekt können
die österreichischen Gemeinden Obernberg, Reichersberg und Kirchdorf
gemeinsam mit Bad Füssing ein starkes, gemeinsames Natur- und
Tourismusprofil entwickeln.
● Dadurch entsteht ein einheitlicher Natur- und Erholungsraum, der über
die Grenze hinaus als Marke wahrgenommen wird.
2. Grenzüberschreitende Erlebnisräume
● Rad- und Wanderwege können besser vernetzt und verbunden werden.
Gäste erleben dadurch Rundtouren beidseits des Inns, statt einseitiger
Wegeführungen.
● Naturschutz- und Naturerlebnisangebote (z. B. Beobachtungsplattformen,
Führungen) lassen sich grenzüberschreitend abstimmen – das erhöht die
Attraktivität für Besucher.
3. Wirtschaftliche Chancen für die Region
● Gäste, die z. B. in Bad Füssing übernachten, besuchen auch Gastronomie,
Kulturveranstaltungen oder Ausstellungen in den österreichischen Nachbargemeinden
– und umgekehrt.
● Das stärkt die regionale Wertschöpfung auf beiden Seiten: Hotellerie,
Gastronomie, Handel, Radverleih, Naturführungen etc. profitieren.
4. Synergie mit bestehenden Projekten
● Österreich ist bereits stark im LIFE-Projekt „Riverscape Lower Inn“ engagiert
(Fischwanderhilfen, Gewässer-lebensräume, Dammoptimierungen).
● Über das Interreg-Projekt kann man
diese ökologischen Maßnahmen mit
touristischen und pädagogischen Angeboten
ergänzen – so entstehen neue,
aufeinander abgestimmte Erlebnisräume.
5. Gemeinsames Marketing und
Sichtbarkeit
● Durch das Projekt werden Mittel und
Ideen gebündelt, um die Region als
gemeinsame Tourismusdestination zu
positionieren.
● Marketingmaßnahmen im Rahmen
von Interreg erreichen neue Zielgruppen
– vor allem Gäste, die Wert auf
Natur- und Gesundheitstourismus
legen.
6. Gesellschaftlicher Mehrwert
● Das Projekt fördert die grenzüberschreitende
Zusammenarbeit nicht
nur auf Verwaltungsebene, sondern auch in der Bevölkerung: Bürgerbeteiligung,
gemeinsame Workshops, Umfragen.
● Dadurch wächst das Bewusstsein, dass Natur- und Kulturlandschaften
gemeinsame Verantwortung sind, unabhängig von politischen Grenzen.
Zusammengefasst: Für die beteiligten Projektorte bedeutet GITEK
nicht nur die Chance, ihre Natur- und Erholungsräume aufzuwerten,
sondern auch wirtschaftlich, touristisch und gesellschaftlich enger zu kooperieren
und zusammenzuwachsen.
Daniela Leipelt
GITEK-Projektleiterin
Leitet das grenzübergreifende
Projekt zum naturnahen Tourismus
in den Innauen: Bad Füssings Kur &
Tourismusmanagerin Daniela
Leipelt Foto: Leonie Lorenz
www.thermenland-magazin.de
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GENIESSEN & ERLEBEN
Live-Autoverlosung, MediaMarkt-Lauf, Familientag
10 Jahre WEBERZEILE Ried:
Shoppen und Auto gewinnen!
Von 18. bis 20. September feiert das größte Einkaufszentrum des Innviertels,
die WEBERZEILE Ried, den 10. Geburtstag. Dazu wird am Freitag,
19. September ein Auto live verlost und der MediaMarkt bietet
einen Minuten-Marathon: In 60 Sekunden durch den Shop laufen und
kostenlos alles mit nach Hause nehmen, was man in dieser Zeit zum
Startpunkt zurückbringt.
„Die Vorfreude auf unser Jubiläums-Wochenende im September ist schon
riesig“, betont Christoph Vormair, Center-Manager der WEBERZEILE. Bereits
am Donnerstag, den 18. September, lädt die WEBERZEILE von 8.30 bis 11.00
Uhr zum Pensionisten- & Seniorenfrühstück ein. Mit Renten-Nachweis gibt
es dann Gratis-Würstel, solange der Vorrat reicht. Am Samstag, 20. September,
steht ab 10.00 Uhr der Familientag mit großer Maskottchen-Parade –
u. a. mit Super Mario und Benjamin Blümchen – auf dem Programm. Dazu
gibt es für alle Besucher:innen ein Stück Geburtstagskuchen gratis und
Kinderschminken für alle Kids.
Neues Auto live gewinnen
Das große Highlight am Jubiläums-Wochenende ist die Verlosung eines
nagelneuen Hyundai Inster im Wert von 30.000 Euro in Kooperation mit
Automobile Deschberger am 19. September um 17.00 Uhr. Wer dieses Auto
gewinnen möchte, braucht nur zwischen 15 und 17 Uhr bei der Bühne vorbeizukommen
und sich ein Armband für die Verlosung abholen. An diesem
Freitag haben die Shops der WEBERZEILE und der Rieder Innenstadt im
Rahmen der Rieder Shopping Night bis 21.00 Uhr geöffnet.
60 Sekunden GRATIS Shoppen
Eine ganz besondere Aktion haben sich die WEBERZEILE und der Media-
Markt Ried für das Jubiläums-Wochenende einfallen lassen: Den ultimativen
MediaMarkt-Lauf, bei dem man 60 Sekunden Zeit hat, um durch den
Shop zu laufen und Produkte einzusammeln. Alles, was rechtzeitig zurück
am Startplatz landet, darf mit nach Hause genommen werden. An jeden der
drei Tage des Geburtstags-Wochenendes findet jeweils um 8.30 Uhr ein Lauf
statt. Startplatz 1 wird unter allen MediaMarkt Member-Kunden verlost.
Startplatz 2 wird auf den WEBERZEILE-Social Media-Kanälen ausgespielt.
Für Startplatz 3 muss man bis 6. September im MediaMarkt einkaufen. Die
Teilnahmekarte dafür erhält man direkt an der MediaMarkt-Kasse.
Fashion Days am Tag der Einheit
Die neuen Mode-Trends für den Herbst werden bei den Fashion Days am
2. und 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, präsentiert – mit täglichen
Fashion Shows und fantastischen Aktionen in den 50 Markenshops.
Ab einem Einkauf von 70 Euro ist das Parken an diesen beiden Tagen kostenlos.
Zusätzlich gibt es für alle Besucher:innen täglich von 9 bis 19 Uhr
ein Glas Prosecco gratis.
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an – Schmuck, der verbindet – für immer. Nur an den Fashion Days wartet
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Gastronomie sogar 3 Stunden.
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FIT & GESUND
Ideen (nicht nur) für die Schultüte vom Pockinger Marienapotheker Gerald Kunz:
Gutes und Gesundes statt Glukose
Bestimmt haben es einige von Ihnen gespürt:
Ein leichter Herbstduft liegt schon in der Luft.
Trotz noch warmer Temperaturen schaut man
bereits nach der ersten Herbstmode, erfreut
sich mancher an der eigenen Ernte im Garten –
und auch der Schulbeginn Mitte September
liegt nicht mehr in allzu ferner Zukunft. Eine
gute Zeit für Familien mit Schulanfängern, sich
ein paar Gedanken darüber zu machen, was
man seinen Kindern, Enkeln, Nichten / Neffen
usw. in die Schultüte packen – und was Freude
machen und gleichzeitig sinnvoll und gesund
sein könnte. Seit einigen Jahren ist auch die
so genannte „Geschwistertüte“ sehr populär:
Eine kleinere Schultüte, in der Schwester oder
Bruder des Schulanfängers am ersten Schultag
nach den Ferien auch eine Kleinigkeit
eingepackt bekommt. Übrigens freuen sich
natürlich auch Studienanfänger oder junge
Erwachsene zu Beginn ihrer Ausbildung oder
Lehre über ein Motivations-„Zuckerl“. Und so
kann man jeweils dem Alter und Anlass entsprechend
Nützliches mit Erfreulichem verbinden
und für strahlende Augen bei den
Beschenkten sorgen.
Das Problem mit der Glukose
Dass zuckerhaltige Getränke und Süßigkeiten
für starke Zuckerspitzen im Blut – und einen relativ
raschen Leistungsabfall danach – sorgen, ist
nicht neu. Ein Zuviel an Zucker kann Karies und
Stoffwechselerkrankungen verursachen, fördert
Übergewicht und steht im Verdacht, die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung
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SONNENTERRASSE
Ob da auch ein bisschen mehr Zeit mit Eltern und Geschwistern drin ist? In eine ideenreich gefüllte Schultüte gehört
zum 1. Schultag auch etwas Erlebnisreiches, etwas Einmaliges, das lange im Herzen Freude bereitet.
Foto: AOK-Mediendienst
(ADHS) zu begünstigen. Insbesondere in großen
Mengen kann Aufnahme von Glukose negative
Auswirkungen auf die Gehirnentwicklung von
Kindern (und auch Erwachsenen) haben. Durch
einen regelmäßigen Konsum von zucker- und
fettreichen Lebensmitteln wird das Gehirn so
verändert, dass es ein immer stärkeres Verl -
angen danach entwickelt – führt also in ein
Suchtverhalten. Damit einher geht eine Beein-
Wir bieten Ihnen täglich:
11-14 Uhr:
MITTAGSGERICHTE*
*außer Sonn- und Feiertag
ALLE GERICHTE AUCH
ZUM MITNEHMEN
Donnerstag Ruhetag
trächtigung der Impulskontrolle – es bedeutet,
dass bei Kindern mit verminderter Impulskontrolle
durch eine hohe Aufnahmen von Zucker
die Fähigkeit, das eigene Verhalten zu kontrollieren,
weiter beeinträchtigt wird. Ebenfalls ein
großes Problem ist der Anstieg von Typ-2-Diabetes-Erkrankungen
bei jungen Menschen, sogar
im Grundschulalter! Das wiederum kann das Risiko
für vaskuläre Demenz erhöhen, da Zucker
die Blutgefäße schädigen und die Durchblutung
des Gehirns beeinträchtigen kann.
Gute Gründe also, um so weit wie möglich auf
das „weiße Gift“ bei unseren Liebsten zu ver -
zichten.
Gesunde süße Alternativen
Zu empfehlen sind immer leckeres Obst und
Frucht- und Müsliriegel mit weniger Zucker.
Selbstgebackene Vollkornkekse in lustigen Formen
oder Heidelbeer-/Apfelmuffins erfreuen die
Beschenkten sicherlich – und Sie haben sowohl
den Zuckergehalt als auch die verwendete Zuckerart
selbst in der Hand. Zuckerfreie Kaugummis
oder Fruchtgeleegummis sind ebenfalls
gesunde süße Alternativen wie Nüsse und getrocknete
Beeren, auch in Form von Studentenfutter.
Was auch sehr gut ankommt und für
wertvolle Vitamine sorgt, sind Tüten mit
Trockenobst, wie beispielsweise Mango- und
Kokosstreifen, Pflaumen, Äpfel, Aprikosen oder
getrocknete knusprige Bananenscheiben. Sie
wissen sicherlich, wo die Präferenzen bei den
Beschenkten liegen!
Vitamine fürs Immunsystem
Gerade zur beginnenden Herbst- und später
Winterzeit ist sicherlich auch eine Beigabe von
www.thermenland-magazin.de
18
TLM Sept. 2025.qxp_TLM 9/24 26.08.25 19:05 Seite 19
Vitaminen sinnvoll. Es gibt auch für die Kleinsten
altersgerechte und ansprechende Darreichungsformen
von sehr wichtigen Vitaminen
wie C, D, B12, die zu einem kräftigen Immunsystem
beitragen und dadurch einen wertvollen
Beitrag zur Gesundheit liefern können. Ob in
Fruchtgeleegummi-Form, als Kautabletten, in
Form von zuckerfreien Bonbons oder auch als
kleine Saftfläschchen – lassen Sie sich dazu
gerne in Ihrer Apotheke beraten.
Schönes und Sinnvolles
Natürlich besteht eine solche Geschenktüte
nicht nur aus Essbarem. Beim Befüllen sind der
Fantasie keine Grenzen gesetzt. Gerade bei Schülern
und Studenten bieten sich benötigte Utensilien,
die das Nützliche mit dem Formschönen
verbinden, an: Bei den Kleinsten dürfen es
Federmäppchen mit dem Lieblingshelden, Glitzerstifte,
Radiergummis in besonderen Formen,
Klebestifte und besondere Hefteinbände sein.
FIT & GESUND
Die Älteren hingegen freuen sich sicherlich über
den benötigten iPad-Stift, einer neuen Handyoder
Tablet-Hülle, einer schönen Laptoptasche,
dem Taschenrechner oder auch dem schicken
Stifte-Etui aus Leder oder Stoff. Selbstgenähtes
sorgt auch hier bestimmt für Begeisterung – hat
man doch auf diese Weise ein besonderes Unikat
erhalten, was es so kein zweites Mal mehr gibt.
Und für diejenigen unter Ihnen, die gut handarbeiten
können, wäre eine selbstgestrickte
Mütze, ein paar Socken oder auch ein Schal in
Lieblingsfarben eine sehr individuelle Geschenkidee,
die man dazupacken könnte.
Eine Uhr, ein kleines Schmuckstück, evtl. auch
in Form eines Talismans oder Glücksbringers für
Prüfungen und Proben, ein Schlüsselanhänger
oder Haarschmuck sind ebenfalls sinnvolle
Beigaben, welche jedoch auch eine emotionale
Verbindung zwischen Beschenkten und Schenkenden
schaffen können.
Besser Freude schenken
Und zu guter Letzt: Die größte Freude machen
Sie, indem Sie gemeinsame Zeit verschenken
und zusammen etwas unternehmen: Sei es der
Besuch im Bayernpark, die Sommer-Rodelbahn,
ein Kinofilm, ein Kindertheater – oder auch eine
Oper oder ein Pop-Konzert, eine tolle Unterhaltungsshow,
ein sportliches Event oder … auch
ein gemeinsamer Spaziergang mit Café-Besuch,
ein Stadtbummel, ein gemeinsames Essen, ein
Besuch im Zoo oder Vogelpark etc. sind immer
sehr willkommen. Auf diese Weise können Sie
miteinander wertvolle Zeit verbringen und
schaffen unvergessliche Momente und Erinnerungen
– was bekanntlich unbezahlbar ist.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß und Inspiration
beim Aussuchen Ihrer Geschenke sowie einen
guten Start nach der Ferien- und Urlaubszeit in
Schule und Beruf!
Ihr Marien-Apotheker Gerald Kunz
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Hauswurzen sind immergrüne
mehrjährige
Rosettenpflanzen.
Der wissenschaftliche Name
„Sempervivum tectorum“
stammt aus dem lateinischen
(„semper“ heißt so viel wie
„immer“ und „vivus“ bedeutet
„lebend“). Der Name bezieht
sich auf die Fähigkeit, lange
Trockenphasen zu überstehen.
Der im Zellsaft gelöste
Zucker schützt die Blätter im
Winter vor dem Erfrieren.
Bestimmte Arten sind
geschützt und außerhalb von
Gärten kaum noch zu finden.
Wenn man viel Glück hat,
könnte man sie an trockenen
Stellen im Gebirge antreffen.
FIT & GESUND
HEILKRÄFTE DER NATUR
Die Hauswurz
Eine alte Erste-Hilfe-Pflanze
Das robuste Dickblattgewächs wird seit
Jahrhunderten als Hexen-, Zauber- und
Heilpflanze geschätzt. Sie gilt als Glücksbringer
und Schutzpflanze. Früher glaubten
die Menschen, dass die Pflanze böse
Geister fernhält und das Haus vor Unglück
schützt.
Traditionell wird die Hauswurz in der
Volksheilkunde bei verschiedenen Beschwerden
eingesetzt und ist eines der
ältesten Kräuter für Erste Hilfe. Verwendet
werden die ausgewachsenen frischen
Blätter. Man kann sie mit der Schnittkante
oder zu einem Brei zerquetscht zur
Linderung von Insektenstichen, bei Hühneraugen,
Warzen, bei Hautverletzungen
und bei Verbrennungen anwenden.
Innerlich wird die Pflanze eher selten
angewendet. Pfarrer Kneipp empfahl
den Tee, der harntreibend und krampfstillend
ist, bei Magengeschwüren, Übelkeit
und bei Angina. Er warnte aber auch
www.thermenland-magazin.de
vor einer Überdosierung, da diese zu
Erbrechen und Übelkeit führen kann.
Hauswurzen enthalten eine Vielzahl von
Inhaltsstoffen, darunter Gerbstoffe, Bitterstoffe,
Schleimstoffe, Harze, Vitamin C,
Ameisen- und Apfelsäure.
Bitte immer vorsichtig anwenden, da die
Pflanze bei manchen Menschen allergische
Reaktionen hervorrufen kann.
Diese Anwendungen sind nur Ratschläge
für Therapiemöglichkeiten und sollen
den Besuch eines Arztes / Ärztin oder
Heilpraktiker/-in nicht ersetzen.
Wenn Sie neugierig auf die Natur und
Ihre Wunder sind, können Sie sich gerne
zu einer Kräuterwanderung oder einem
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Workshop bei Holler und Co anmelden:
Handy: 0151/64000020
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KULTUR & FREIZEIT
Großes Kinofest in der Filmgalerie Bad Füssing
Magie des Kinos zum Spartarif
Nur am Freitag, den 12.09. um 16.00 Uhr gibt’s in
der Filmgalerie für alle Schulkinder als Ferien-
Finale-Film ein turbulentes Abenteuer mit „Lilly
und den Kängurus“ - inklusive Popcorn für nur
6 Euro! Bitte hierzu unter www.kino-bf.de anmelden
oder einfach 20 Minuten vorher da sein. „Der
Film wird im großen Saal gezeigt, so dass es bestimmt
für jedes Kind einen Platz gibt“, versichert
Christian Mitzam.
Am Wochenende von 13. und 14. September
feiert die Filmgalerie Bad Füssing wieder ihr
großes Kinofest der Filmkunst. An beiden
Tagen gilt das Motto: „Alle Filme. Alle Plätze.
5 Euro“.
Um das Kino in seiner ganzen Bandbreite zu
feiern, hat Betreiberfamilie Mitzam ein buntes
Programm für jeden Geschmack zusammengestellt:
Von Familien- und Beziehungskomödien
über bildgewaltiges Dokutainment
bis hin zum außergewöhnlichen Konzertfilm
geht es auf der Leinwand mal dramatisch,
mal spannend und oft recht lustig zu – aber
immer auf höchstem Niveau.
Da bei Drucklegung noch nicht absehbar war,
wie stark Bully Herbigs neue Westernparodie
„Das Kanu des Manitu“ vom Publikum angenommen
wird, können die Spielzeiten der einzelnen
Filme noch nicht genannt
werden.
Auf dem Programm des
Kino-Festes 2025 stehen
aber folgende Filme:
In der Filmgalerie Bad
Füssing:
Lilly und die Kängurus
Das Kanu des Manitu
Downton Abbey –
Urlaub für einen Tag mit
Das große Finale
Was ist Liebe wert?
In die Sonne schauen
Wenn der Herbst naht
Die Gesandte des Papstes
Jane Austen und das Chaos in meinem Leben
(wird als Vorpremiere am Sonntag gezeigt)
Im Kino im Großen Kurhaus:
Rosenschlacht
Salzpfad
Tag und Uhrzeiten sind noch offen
Karten und Infos zu den Filmen unter
www.kino-bad-fuessing.de
Kino-Tipp zum Ferienfinale:
Während des Kulturfestivals zeigt die Filmgalerie
diesmal vier Klassiker von Meisterregisseur
Alfred Hitchcock:
„Im Schatten des Zweifels“
Hitchcocks Lieblingsfilm mit
Joseph Cotton
Mittwoch, 17.09., 19.30 Uhr
mit Einfuḧrung durch Hitchcock-Biograph
Thilo Wydra
„Über den Dächern von Nizza“
mit Grace Kelly & Cary Grant
Dienstag, 23.09., 19.30 Uhr
„Der zerrissene Vorhang“
mit Paul Newman, Julie Andrews,
Hansjörg Felmy, Günter Strack
Dienstag, 30.09., 19.30 Uhr
„Ich kämpfe um Dich“
mit Ingrid Bergman und Gregory Peck
Dienstag, 07.10., 19.30 Uhr
sam
Planai Schafalm
Almfest
Die Schafalm, die beliebte Hütte direkt neben
der Bergstation, bietet eine ideale Location
für einzigartige Alm-Erlebnisse mit spektakulärem
Dachstein-Panorama. Das Küchenteam
verwöhnt Sie mit steirischen Schmankerln.
Verschiedene Musikgruppen aus ganz Österreich
sorgen für beste Stimmung!
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Inklusive Fahrt im modernen Fernreisebus,
Maut Planaistraße
Abfahrt
07:00 Bad Füssing, Betriebshof
Chiemsee
Herreninsel & Fraueninsel
Das Schloss Herrenchiemsee auf der Herreninsel
ließ König Ludwig II. als Abbild von
Schloss Versailles erbauen. Ebenso reizvoll
ist die Fraueninsel. Ein kleines Fischerdorf,
mit buntem gastronomischem Angebot und
das Kloster der Benediktinerinnen machen
sie zu einem einmaligen Juwel im Chiemgau.
Termine 07.09. | 12.07.
Inklusive Fahrt im modernen Fernreisebus,
Schifffahrt Gstad – Herreninsel –
Fraueninsel und zurück
Abfahrt
09:00 Uhr Bad Füssing, Betriebshof
39.-
49.-
44.-
Almabtrieb
Söll
DAS Fest im Herbst
Im Herbst werden überall die Kühe festlich
mit Blumen, Bändern, Spruch- und Heiligentafeln,
sowie den großen Abfahrtglocken
„aufgekranzt“ und von den Almen heim getrieben.
Termin 20.09.
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30.10. – 02.11. ....................4 Tage HP. ...ab 399.-
21 www.thermenland-magazin.de
TLM Sept. 2025.qxp_TLM 9/24 26.08.25 19:05 Seite 22
KULTUR FIT AKTUELL & GESUND & FREIZEIT
Der Förderkreis Bereich Schloss Ortenburg konnte vor einiger Zeit Überreste
der Bibliothek des letzten Schlossverwalters Hans Schellnhuber
(1887 - 1968) erwerben. Hier fand sich auch ein Kochbuch aus dem Jahr
1649. Elmar Grimbs transkribierte die Handschrift und wählte wieder ein
zur Jahreszeit passendes Rezept aus: „Gefüllte Gurken". Die Bezeichnung
„Umurken" für Gurken ist heute noch in Österreich und in der sog. „Neuen
Welt" im südöstlichen Bayerischen Wald gebräuchlich.
Mit dem abgebildeten Originaltext kann man auch das Lesen alter
Schriften üben. Auffällig ist, dass die Groß-Klein-Schreibung fast beliebig
verwendet wird. Die Buchstaben "u" und "v" sind völlig austauschbar.
Gurken, deren Inneres entfernt
werden muss.
Guetes Eßen von Vmurckhen, 1)
Nehmbt griene Vmurckhen, schöel das griene
Sauber hinweg, die aber nit zu klain
sein, alß dan Wan du einen Sallat machen Wildt2)
so gib acht, das du nit Zu dief auf die Khern
Schneidtest. hernach hol sie inwendig auß,
vnd durchgrab sie nit, alsdan Vber bren sie3)
mit gesalzenen Wasser, Vnder deßen aber / (Seite) 189
nimb Capaunen4) Leber, od(er) von jungen Hienl5)
Leber, hackh sie klein nimb auch ein wenig
Pettersiel und Meyron6) darund(er), auch ein
Wenig Semel Schmollen7), welche Zuvor in ein
obere Sieße Milchraumb 8) ist gewaicht worden,
Schlag hernach ein 2 Eyr dotter daran,
Pfeffers und leg ein Stickhl butter daran,
Laß nacher ein butter Zu gehen in ein Pfändl
Schidt die fil9) darein, laß ein wenig an=
lauffen, dan fül sie in die Vmurckhen, mach
sie wied(er) Zue mit Einem Vmurckhen bladtl da=
mit die Fül nit herauß kan, Legs in ein
Rein vnd mach ein guette Pudter Supen
darüber, laß Sieden alß dan Richt es an,
Leg auch ein Stickhl butter daran, Vnd Zukherts
Pfefferts vnd göbts Zu Eßen. (…)10)
Anmerkungen:
1) Vmurckhen = Gurken, mit Verdoppelungsstrich über dem "m"
2) Wildt = willst
3) Vber bren = blanchiere
4) Capaunen = kastrierte und gemästete Hähne
5) Hienl = Hühnchen,
6) Mayron = Majoran
7) Schmollen = weiches Inneres einer Semmel
8) obere Sieße Milchraumb = Süßrahm, Obers
9) fil = Füllung,
10) (…) = Schreiberzeichen
www.thermenland-magazin.de
22
TLM Sept. 2025.qxp_TLM 9/24 26.08.25 19:05 Seite 23
KULTUR & FREIZEIT
Thermenland Magazin verlost Karten für Star-Comedian Maddin Schneider
Maddin wünscht hintersinnig „Schöne Sonndaach“
Passend am Samstag, 13. September, wünscht Comedy-Star Maddin
Schneider erstmal einen „Schöne Sonndaach“! Mit seiner unvergleichlichen
Mimik und dem Tempo eines Faultiers bringt der Hesse mit Sicherheit
den Saal des Großen Kurhauses schnell zum Kochen. Was soll
man über das neue Programm dieses geistreichen Spaßmachers schon
sagen: maa kaan seine Geedanggesprüng reecht guud vafooolsche…
Maddin kredenzt manch tiefsinnige Botschaft oder Erkenntnis in locker-leichtem
Hessisch wie ein sonntägliches Überraschungs-Menue:
Es enthält köstliche Leckerbissen in verschiedenen Variationen für
jeden Geschmack! Auf unvergleichlich hessische Art serviert er Gesprochenes,
Gelesenes und Gesungenes, wobei er wie gewohnt alle mimischen
Register zieht. Es ist immer wieder erstaunlich, wie er es
damit schafft, sein Publikum in Lachekstase zu versetzen.
Beste Unterhaltung beim Festival
Auch sonst bietet der September bereits eine Menge Highlights des Kulturfestivals
2025: „Aquamania“lädt als Auftaktgala am 12. September zu einem
musikalischen Gewebe aus Rock und Klassik rund ums Thema Wasser, denn
das Festival steht im Zeichen der ersten staatlichen Anerkennung der Füssinger
Quelle als Heilwasser vor 75 Jahren. Laut wird es am 14. September
beim Pink-Floyd-Tribute-Konzert. Am 18. September gibt es eine Kinolesung
zu Alfred Hitchcock und am Tag darauf gastiert Sabine Eixenberger mit
ihrem Programm „Volle Kontrolle“ im intimen Ambiente der Kurgärtnerei.
Der 20. und 21. September gehören ganz der deutschen Popmusik: Am Samstag
gibt es die schönsten Schlager aller Zeiten und am Sonntag eine NDW-
Party mit Markus & Freunden.
Foto: Patrick Reymann
Karten für Maddin zu gewinnen
Alle Veranstaltungen beginnen um 19:30 Uhr. Infos & Tickets gibt es beim
TicketService Bad Füssing im Bgm.-Frankenberger-Haus, Kurallee 15, telefonisch
unter 08531-975-522, per Mail unter ticket@badfuessing.de oder online
unter www.badfuessing.com/de/kulturfestival
Das Thermenland Magazin und der VeranstaltungsService Bad Füssing verlosen
2 mal 2 Karten für den hessischen Wortakrobaten im Großen Kurhaus
Bad Füssing unter allen, die bis zum 9. September eine E-Mail mit ihrer
Adresse schreiben an: Mein-Thermenland-Magazin@gmx.de sam
BAD FÜSSING
September / Oktober
12.09.
13.09.
14.09.
18.09.
19.09.
20.09.
Neue Philharmonie Frankfurt
Aquamania in Concert „Klassik meets Rock“
Maddin Schneider
Schöne Sonndaach! – Comedy
Pink Floyd performed by echoes
Hitchcock Lesung
Von Thilo Wydra & Susanne Hermanski
Christine Eixenberger
Volle Kontrolle
Die schönsten Schlager aller Zeiten
Du gehörst zu mir!
21.09.
03.10.
05.10.
08.10.
NDW-Abend mit Markus Mörl
Die Ich will Spaß! Show
Hausmeister Krause
Theater
Schürzenjäger LIVE!
Pippi Langstrumpf
Kindertheater
11.10. Best of Filmmusik
Bad Füssinger Kurorchester
Karten / Infos unter www.events-badfuessing.de
23 www.thermenland-magazin.de
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KULTUR & FREIZEIT
Unterwegs mit Degenhart
Der Markt Kößlarn rüstet sich für sein
außergewöhnliches Erntedankfest
Die ganze Marktgemeinde in Kößlarn im Landkreis Passau ist
wieder auf den Beinen um sich wie seit Generationen am Erntedankfest
zu beteiligen. Dazu kommen hunderte Besucher
aus der gesamten Region um dieses Ereignis mit zu feiern. Vor
allem die Kinder und die jungen Familien nehmen alle Jahre
die Tradition dieses alten Festes auf, damit sie auch in unserer
Zeit erhalten bleibt. So ziehen an die 250 Mitwirkende mit
ihren alten Trachten und Gewändern durch den Marktplatz
und stellen die alten Handwerker und Zünfte dar. Mit beim
Umzug dabei auch einige Tiere, die früher auf einem bäuerlichen
Hof zuhause waren.
Ganz besonders wird dabei das bäuerliche Leben im Jahreskreislauf
dargestellt und aufgezeigt. Alle Mitwirkenden, und
besonders die Kinder, haben sich dazu in alte farbenfrohe
Trachten gekleidet. Sie führen die typischen Gerätschaften des
bäuerlichen und handwerklichen Lebens früherer Zeiten mit
und ziehen in einer feierlichen Prozession durch den alten
Markt.
Neben Heiligenfiguren und Kirchengeräten zeigen die Kößlarner das Bauernleben früherer Zeiten auf. Anstrengende Tage und Zeiten waren
das. Gerade in den Perioden schwerster Bedrängnis, wenn unsere Vorfahren von Wasserflut und Feuersbrunst, von Pest, Hungersnot und Kriegsgeschrei
heimgesucht wurden, haben sie den Segen der Felder schätzen gelernt. So darf wohl das Ende des Dreißigjährigen Krieges und das Aufleben
der Menschen im Zeitalter der Barock als Ursprung des Erntedankfestes angesehen werden.
Genaue Daten und Fakten von der Entstehung des Festes fehlen. Vielleicht ist ein Eintrag in den Kirchenrechnungen von 1623, in denen Brotund
Geldspenden an Kinder für einen „besonderen Umgang“ vermerkt sind, als Vorläufer der Erntedankprozession anzusehen. Eine erste schriftliche
Erwähnung ist in der Erzählung „Der Herrgott
von Tann“ aus dem Jahre 1695 zu finden. Die farbenfrohe
und prächtige Ausstattung der Kostüme und Rottaler
Trachten, die zum Teil nach einem Votivbild aus
dem Jahre 1797 angefertigt wurden, weist ebenfalls
auf die Entstehungszeit im 17./18. Jahrhundert hin, so
dass man mit Recht von einer rund 300 Jahre alten Tradition
des Kößlarner „Arntfestes“, wie es im Volksmund
heißt, sprechen darf.
So bringen die Kößlarner mit ihrer Erntedankprozession
den Dank an den Schöpfer und die Verbundenheit
mit der Schöpfung zum Ausdruck. Zum Fest gehörte
neben der Prozession ein feierlicher Gottesdienst dem
sich ein gemütlicher Ausklang bei einem Straßenfest
anschließt. In diesem Jahr findet das Erntedankfest
am 14. September statt. Fotos: H. Degenhart
www.thermenland-magazin.de
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S mmer
jeden Sonntag
vom 03.
in der
Stadt
0 bis .September
Stadtplatz Pocking
um 17 Uhr
Jazz
Rock
Volksmusik
Blasmusik
Pop
Folk
TLM Sept. 2025.qxp_TLM 9/24 26.08.25 19:05 Seite 26
RAT & TAT
GTÜ gibt Tipps zum sicheren Kinder-Transport auf dem Fahrrad
Nur geprüfte Transportsysteme verwenden!
Immer mehr Familien setzen aufs Fahrrad,
um ihre Kinder zur Kita, in die Schule oder
zum Spielplatz zu bringen. Damit der Nachwuchs
dabei gut geschützt ist, weist die Gesellschaft
für Technische Überwachung mbH
(GTÜ) auf wichtige Sicherheitsaspekte und
gesetzliche Vorgaben hin. „Fahrräder, Anhänger
und Lastenräder bieten flexible Transportlösungen
für Familien. Doch nur mit
geprüfter Technik und der richtigen Ausstattung
sind Kinder wirklich sicher unterwegs“,
betont der GTÜ-Fahrradsachverständige Stefan
Krone.
Gesetzliche Vorgaben
Kinder dürfen laut Straßenverkehrsordnung
§ 21, Absatz 3, nur transportiert werden, wenn
die Fahrräder zur Personenbeförderung gebaut
und eingerichtet sind. Und zwar bis zum vollendeten
7. Lebensjahr. Fahrende Personen müssen
mindestens 16 Jahre alt sein. In Anhängern
dürfen maximal 2 Kinder mitfahren. Die Altersgrenze
gilt nicht für die Beförderung eines behinderten
Kindes. Zu den Basisanforderungen
gehören stets eine sichere Montage und regelmäßige
Wartung der Transportsysteme. Auch
sollte man stets darauf achten, dass die Kinder
gut sitzen und die Sicherheitsgurte optimal eingestellt
sind.
Für den Kindertransport kommen
drei Systeme infrage:
● Kindersitze nach DIN EN 14344 mit Gurtsystem,
Fußstützen, Rückenlehne und Speichenschutz,
ausgewählt passend zu Gewicht und
Größe des Kindes. Vorteile: Der Platzbedarf fürs
Fahrrad in der Garage ist nicht groß, und der
Sitz kann auf unterschiedliche Fahrräder montiert
werden. Ob vorn oder hinten angebracht
– Prüfingenieur Stefan Krone weist darauf hin,
dass sich das Fahrverhalten aufgrund eines
höheren Schwerpunkts deutlich ändert. Bei
vorn montiertem Sitz erhöht sich zudem die
Last aufs Vorderrad und somit auch das Kippmoment.
Das erfordert beim Bremsen größere
Vorsicht.
● Fahrradanhänger nach DIN EN 15918 für ein
oder zwei Kinder mit Sicherheitsgurt, Reflektoren,
Beleuchtung und möglichst auch mit
Federung. Sie bieten Flexibilität, weil das Rad
auch mal gewechselt werden kann. „Ein guter
Anhänger kann durchaus 1.000 Euro kosten. Er
macht aus dem Fahrrad ein Zweispurfahrzeug,
zudem fährt er eine andere Spur als das Zugfahrzeug.
Die andere Durchfahrtsbreite ist zu
beachten. An diese Faktoren muss man sich
gewöhnen“, sagt Stefan Krone. Auch die Manövrierfähigkeit
ist eingeschränkt.
● Lastenräder mit fest installierten Sitzsystemen
und Gurten, bei Einspurfahrzeugen mit Speichenschutz.
„Niemals Kinder in ein nur für den
Gütertransport vorgesehenes Fahrrad setzen“,
warnt Stefan Krone, „es muss einen echten Passagierraum
mit allen Sicherheitseinrichtungen
haben. Dreiräder bieten Standsicherheit, sind
aber groß. Wenn sie Neigetechnik haben, sind
Kippmomente reduziert. Das führt dazu, dass
in Kurven die Seitenführungskräfte auf den
Fahrer geringer sind und somit das Fahrverhalten
dem eines normalen Fahrrads ähnelt.“
Fahrräder dieser Kategorie kosten meist mehrere
tausend Euro. Viele haben einen Elektroantrieb,
der das Fahren angesichts des hohen
Gesamtgewichts deutlich erleichtert.
Helm & Sichtbarkeit
Eine gesetzliche Helmpflicht besteht nicht. Dennoch
rät die GTÜ dringend dazu, dass Kinder und
begleitende Erwachsene einen geprüften Fahrradhelm
tragen. Helle Kleidung, reflektierende
Elemente sowie Beleuchtung und Sicherheitswimpel
erhöhen die Sichtbarkeit im Straßenverkehr
deutlich.
Vor jeder Fahrt muss die Technik gecheckt werden:
Bremsen, Reifen, Lichtanlage und alle
Befestigungen müssen regelmäßig geprüft werden.
Das maximal zulässige Gesamtgewicht laut
Herstellerangaben darf nicht überschritten werden
– insbesondere bei Pedelecs oder E-Lastenrädern.
Vorsicht beim Fahren
Eltern sollten sich zunächst auf ruhigen Strecken
mit dem beladenen Rad oder Anhänger vertraut
machen, insbesondere mit Kurvenfahrten,
Bremsweg und Bremsverhalten. Diese Faktoren
unterscheiden sich deutlich vom normalen Fahrrad.
Vorausschauende Sicht, das Umfahren von
Schlaglöchern oder Straßenbahnschienen sowie
eine defensive Fahrweise erhöhen die Sicherheit
für alle Beteiligten.
Achtung bei Babys! Ärzte empfehlen, Säuglinge
erst ab einem Alter von etwa zehn Monaten im
Fahrradanhänger zu transportieren – wenn sie
selbstständig sitzen und den Kopf sicher halten
können. Dort sollten sie in einer speziellen Babyschale
untergebracht sein.
Grundsätzlich gilt: Wer Kinder auf dem Fahrrad
transportieren möchte, sollte vorsichtig und
vorausschauend fahren, Sicherheitsregeln einhalten,
auf geprüfte Systeme setzen und die
Technik regelmäßig warten. Das erhöht die
Sicherheit für alle, ob klein und groß. GTÜ
Ohne Security-Check keine Action: Vor allem kleine Kinder haben viel Spaß beim „Schubkarren-Radln“, aber zu erst kommt immer die Sicherheit! Foto: Riese & Müller
www.thermenland-magazin.de
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TLM Sept. 2025.qxp_TLM 9/24 26.08.25 19:05 Seite 27
RAT & TAT RAT & TAT
Der heimische Braunbrustigel droht auszusterben
Neuer Lebensraum für Igel in naturnahen Gärten
Die ersten Blätter fallen, der Herbst kündigt sich an. Das ist die
Zeit, in denen Igelinnen noch mit ihren Jungen beschäftigt sind,
während die Igelbuben vorrangig die Gärten auf der Suche nach
Futter durchstreifen. Der Igelnachwuchs ist heuer in unserer
Region relativ spät dran. Im September tummeln sich die Jungigel
auch außerhalb ihres Nests, da ist besondere Vorsicht bei der
Gartenarbeit angesagt. Ansonsten sind Igel nachtaktiv. Ein Igel,
der tagsüber auf einer Wiese liegt, verletzt ist, von Fliegen
umkreist wird, nur mühsam laufen kann, braucht umgehend
Hilfe. Er sollte in Sicherheit gebracht und ausbruch- und fliegensicher
verwahrt werden, bevor die Igelhilfe Passauer Land e.V.
in Bad Griesbach kontaktiert wird. Dazu bitte eine Nachricht
über WhatsApp mit Fotos des hilfsbedürftigen Stachlers an
+49-163-8271517 schicken. Dann erfolgt ein zeitnaher Rückruf
zur Abstimmung der weiteren Maßnahmen.
Spürbar immer weniger Igel
Die Basisstation der Igelhilfe mit Sitz in Bad Griesbach-Reutern, Niedergrün
1 kümmert sich inzwischen ganzjährig um hilfsbedürftige Igel. Sie sind verletzt,
unterernährt, dehydriert, sie husten, haben verklebte Augen, eine
Rotznase, oder es sind verwaiste Igelbabys, deren Mutter zu Tode gekommen
ist. Die Basisstation der Igelhilfe wird unterstützt von Pflegestellen,
trotzdem sind oft alle Plätze belegt. Die Spezies des heimischen Braunbrust -
igels ist auf dem absteigenden Ast und steht inzwischen auf der Roten Liste
der vom Aussterben bedrohten Wildtiere. Igel sind urtümlich und liebenswert,
aber es gibt spürbar immer weniger. Jeder, der einen Garten hat, kann
und sollte etwas dagegen tun.
Ein heimischer Braunbrustigel, wie er sein sollte: rund und gesund.
Foto: Gaby Asselberghs
Letzte Zuflucht in Hausgärten
Der Hausgarten ist der letzte Zufluchtsort des heimischen Braunbrustigels,
seinen früheren Lebensraum, bevorzugt Feldränder mit Blühstreifen,
Buschwerk und einem reichen Nahrungsangebot an Insekten, hat er weitestgehend
verloren. Er ist also notgedrungen in die Nähe des Menschen
gezogen, um dort zu überleben. Doch nicht jeder Garten ist als Lebensraum
geeignet. Der Igel braucht Gärten, die ihm Unterschlupf und Nahrung
bieten. Dichte Hecken und Gebüsch mit Bewuchs bis zum Boden
bieten begehrte trockene und schattige Verstecke, die sich wunderbar zum
Nestbau und zum Chillen eignen. Als artgerechte Nahrung braucht der
Igel Insekten, bevorzugt Laufkäfer, wie sie sich in Totholz- und Laubhaufen
tummeln.
Artgerechtes Zusatzfutter
Der Traumgarten des Igels ist naturnah und zumindest in Teilen unaufgeräumt.
Und dort gibt es einen Futterplatz und eine Schale mit frischem
Wasser, die regelmäßig abends frisch bestückt werden, um den Nahrungsmangel
infolge des inzwischen dramatischen Insektenrückgangs abzumildern.
Besonders Igelinnen, die Junge großziehen, sind auf die Zufütterung
mit geeignetem Futter angewiesen. Weitere Informationen gibt es gern
unter +49-151-55535140 (Tel. oder WhatsApp). Helfen Sie den einheimischen
Braunbrustigel zu schützen, indem Sie Ihre Gärten wenigstens zum Teil
naturnah und igelfreundlich gestalten!
Gaby Asselberghs
Igelhilfe Passauer Land e.V.
27 www.thermenland-magazin.de
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Thermenland-Horoskop für den Spätsommer
NUR IM THERMENLAND-MAGAZIN · EXKLUSIV VON SIEGI LILITH
Widder:
Liebe: Beharren Sie nicht ständig
darauf, im Recht zu sein. Entscheidungen
sollten so getroffen werden, dass
nicht nur einer profitiert und glücklich
wird. Ob es um die Verschönerung der
Wohnung oder das Liebesleben geht:
auch der Partner sollte sich dabei wohl
fühlen.
Körper: Damit er unter der täglichen
Belastung nicht zusammenbricht,
braucht der Widder abendliche „Entspannungsübungen“,
bevor er sich dem
erholsamen Schlaf hingibt. Singles sollten
spontan verreisen. Vielleicht können
sie ja eine Urlaubsbekanntschaft
vom positiven Sinn des entspannenden
Abendsports überzeugen.
Beruf: Monotonie und zu wenig geistiger
Anspruch machen die Arbeit für Sie
zum Horrortrip. Vielleicht sollten Sie
nicht darauf warten, dass es interessanter
wird oder andere für Action sorgen.
Öffnen Sie Augen und Ohren und Ihnen
wird schon bald eine Lösung einfallen.
Stier (21.4.-20.5.)
Liebe: Ein völlig neues Lebensgefühl erfährt
der Stier, wenn er/sie lernt, bedient
und verwöhnt zu werden. Bei
einer Familienfeier könnte Ihnen ein
Löwe zeigen, wie das funktioniert.
Körper: Von Aerobic über Reiten bis
zum Zwergenwerfen gibt es unzählige
Sportarten. Da wird doch eine dabei
sein, die auch Ihnen Spaß macht! Erkundigen
Sie sich nach Schnupperkursen,
um sich wenigstens mal ein Bild davon
zu machen.
Beruf: Ihr Misstrauen ist überflüssig, da
die Kollegen vom Erfolg ebenso profitieren
wie Sie. Alleine deshalb werden Sie
nicht gegen Sie, sondern hundertprozentig
am selben Strang ziehen. Aber
Vorsicht: dasselbe kann man nicht von
Ihrem Vorgesetzten behaupten!
Zwillinge (21.5.-21.6.)
Liebe: Stellen Sie sich vor, Sie treffen unterwegs
den Menschen Ihrer Träume
und Sie sind stumm wie ein Fisch. Überlegen
Sie sich Gesprächsthemen. Missbrauchen
Sie aber keinesfalls flüchtige
Bekanntschaften als Testobjekte, die
diese Flirtversuche dann für bare
Münze nehmen.
Körper: Haben Sie Ihren nötigen Erholungsurlaub
wieder ausfallen lassen
oder so kurz wie möglich geplant? Nur,
weil man Ihnen einredet, Sie seien
unentbehrlich, werfen Sie wieder alles
über den Haufen. Irgendwann rächt sich
Ihr Körper dafür, dass Sie ihn derart
ignorieren.
Beruf: Auch mit seinem tyrannischen
Chef kann man mal einer Meinung
sein. Packen Sie Ihre bizarren Ideen in
ein vertrauenswürdiges Paket, dazu
ein überzeugendes Lächeln, dann wird
sich Ihr Vorgesetzter damit anfreunden.
Mit etwas Geduld ist der Sieg so
gut wie sicher.
Krebs (22.6.-22.7.)
Liebe: Damit Sie nicht plötzlich die
Nächte auf dem Sofa verbringen müssen,
sollten Sie aufhören zu flirten. Reduzieren
Sie es auf Zeiten, zu denen Sie
alleine unterwegs sind. Ihr Partner weiß
ja, dass Sie diese Selbstbestätigung
brauchen, doch jede Geduld hat mal ein
Ende.
Körper: Hat Ihnen Ihr Arzt wieder das
Gefühl übermittelt, dass die Symptome,
die Sie aufgezählt haben, zu keiner bekannten
Krankheit passen? Die Symptome
sind nicht eingebildet, aber
überlegen Sie genau, welche Sorgen sich
evtl. über den Körper bemerkbar machen.
Beruf: Lassen Sie sich von Kollegen
nicht zu Sonderschichten überreden. Es
ist nicht das erste Mal, dass Ihre Gutmütigkeit
nicht auf Gegenseitigkeit beruht.
Müde und unkonzentriert passieren
dann Missgeschicke und Fehler, für die
Sie aber alleine einstehen müssen.
Löwe (23.7.-23.8.)
Liebe: Am liebsten würden Sie Ihren
Partner zum 2. Mal heiraten. Immer wieder
werden Sie positiv überrascht und
Sie sind wie zwei frisch verliebte Turteltauben.
Für Singles bedeutet das, dass
anfängliche Flirts in intensiven Hochzeitsplanungen
enden. Nichts ist unmöglich.
Körper: Yoga, Progressive Muskelentspannung,
autogenes Training, Meditation
sind nur ein paar Möglichkeiten,
mit denen es Ihnen möglich werden
sollte, zu entspannen und Ihre innere
Ruhe wieder zu finden. Informieren Sie
sich in den Kurorten, was für Sie passen
könnte.
Beruf: Bis Mitte des Monats wird es
Ihnen schwerfallen, die Arbeit mit den
Kollegen verständnisvoll und kompromissbereit
zu gestalten. Lernen Sie aus
dem Misserfolg, zu dem dieses Verhalten
führt, und bedenken Sie vorher genau,
wie wichtig Ihnen Ihre Karriere ist.
Jungfrau (24.8.-23.9.)
Liebe: Ihre Laune steht mehr auf Fortbildung
und Wissensdurst als auf die
Liebesbezeugungen des Partners. Erklären
Sie dem Partner den Grund Ihrer
Unlust und ermöglichen es ihm so, dass
auch er/sie sich intensiver seinen/ihren
Hobbys widmen kann.
Körper: Ein Rückenleiden könnte Sie
die nächste Zeit ruhig stellen. Ohne
Bewegung sollten Sie auf die richtige
Ernährung achten, sonst müssen Sie
nach der Gesundung einen Diätplan
aufstellen. Durch Bewegungsmangel
können zusätzlich Verdauungsprobleme
auftreten.
Beruf: Viele interessante Projekte tun
sich in Ihrem Umfeld auf. Bringen Sie
erst das Angefangene zu Ende, bevor
Ihnen vor Überheblichkeit Fehler passieren,
die Sie wieder viele Schritte zurückwerfen.
Beachten Sie dies, kann es ein
sehr erfolgreicher September werden.
Waage (24.9.-23.10.)
Liebe: Alles mal ganz anders. Im Liebesleben
und außerdem beim Rest der Familie.
Sie müssen nicht überall dabei
sein und alles kontrollieren. Lernen Sie,
alles einfach geschehen zu lassen. Sie
bemerken schnell, wie sich langgehegte
Wünsche plötzlich erfüllen.
Körper: Wenn Sie einmal angefangen
haben, sich für eine Sportart zu interessieren
und sie dann auch ausführen,
statt nur davon zu reden, werden Sie erleben,
wie Sport Glückshormone freisetzen
kann. Beim Radeln kann man
zudem seine Gedanken schweifen lassen
und Probleme überdenken.
Beruf: Plötzlich ist alles infrage gestellt.
Verfallen Sie jetzt nicht in Hektik, damit
es durch Fehler nicht noch schlimmer
wird. Lassen Sie die letzten Aktionen
nochmal Revue passieren und über -
denken Sie sie. Die Perspektive für
die Zukunft sieht dann gar nicht so
schlecht aus.
Skorpion (24.10.-22.11.)
Liebe: Schluss mit Verstecken, Sie mischen
sich wieder unters Volk. Skorpion-
Männer suchen ihr Glück beim flotten
Tanzabend und die Damen gehen zum
Shoppen, um sich nach Partnern umzusehen.
In langen Liebesnächten werden
Sie so manche Sternschnuppe
fliegen sehen.
Körper: Sehen Sie ein, dass man nicht
perfekt sein kann. Planen Sie auf
längere Zeit und lassen Sie es ruhig
angehen. Schwimmen, walken oder
leichte Körperübungen können auch
sehr erfolgreich sein.
Beruf: Haben Sie schon mal gehört, dass
jemandem der Traumjob daheim angeboten
wurde? Der künftige Chef an
der Tür läutet, um Sie abzuholen? Beenden
Sie sich Ihren Dornröschenschlaf
und werden Sie aktiv. Es klappt schneller,
als Sie denken.
Schütze (23.11.-21.12.)
Liebe: Etwas mehr Zeit sollten Sie schon
in die Beziehung investieren, sonst
wird es der Partner nicht nur beim
Fremdschauen belassen. Mit gerechtfertigten
Vorwürfen müssen Sie auf jeden
Fall rechnen. Lassen Sie sich etwas einfallen,
um sich wieder interessant zu
machen.
Körper: Kalorienzählen ist nicht gerade
Ihr Ding. Schützen brauchen einen geregelten
Tagesablauf, wenn's um's Essen
geht. Die Sterne haben derzeit nicht nur
beim Schützen eine hüfterweiternde
Wirkung. Doch dieser muss sich doppelt
bemühen, um ein bleibendes Resultat
zu erzielen.
Beruf: Aus Langeweile wird schon mal
über Kollegen gelästert. Doch seien Sie
vorsichtig, dass es am Schluss nicht Sie
sind, dem man die Schuld zuschiebt. Aus
Zorn verdächtigen Sie dann noch den
Falschen und das Betriebsklima ist auf
dem Tiefpunkt angelangt.
Steinbock (22.12.-20.1.)
Liebe: Anscheinend sind Sie sich selbst
nicht sicher, was Sie eigentlich wollen.
Absolute Nähe, aber ja keine enge Bindung,
von Freiheit reden und gleichzeitig
hysterische Eifersuchtsszenen. Kein
Wunder, wenn Sie für ein bisschen wirrt
gehalten werden.
Körper: Leicht exzentrisch und allzu
halsstarrig halten Sie an Ihren Gesundheitsplänen
fest. Ob es sich um den Sport
oder eine Diät handelt: Sie sollten die
ganze Sache etwas lockerer angehen.
Schließen Sie sich speziellen Gruppen an,
die Ihnen dabei behilflich sein können.
Beruf: Ihr Chef ist sehr zufrieden. Das
zahlt sich aus und Sie bekommen die
Chance, sich auf Reisen zu beweisen. Solange
Sie Ihre Grenzen kennen, werden
Sie in jeder Hinsicht davon profitieren.
Es könnte sogar sein, dass Sie nicht nur
beruflich ein Erfolgserlebnis verbuchen!
Wassermann (21.1.-19.2.)
Liebe: Auch Sie dürfen sich zurückziehen
und ein bisschen träumen und grübeln.
Lassen Sie den Partner aber
wissen, dass nicht er/sie der Grund
dafür ist. Ihnen wird bewusst, dass auch
Kleinigkeiten glücklich machen können.
Öffnen Sie sich für diese Glücksmomente
im Leben.
Körper: Sie neigen zu leichten Verletzungen.
Wenn Sie sich nicht die Zeit
nehmen, diese komplett auszukurieren,
werden sie zu einem bleibenden Problem.
Am besten Sie nützen die Gelegenheit
für einen Generalcheck Ihrer
Gesundheit.
Beruf: Behalten Sie Ihre Pläne für sich
und hören Sie dafür gut zu, wenn die
anderen von ihren erzählen. So können
Sie in Ruhe vergleichen und eventuelle
Fehler ausbügeln. Sie sollen die Ideen
nur vergleichen und sie nicht übernehmen.
Das haben Sie absolut nicht nötig!
Fische (20.2.-20.3.)
Liebe: Nützen Sie die ruhige „liebesfreie“
Zeit aus, um etwas für sich zu tun.
Ein Besuch bei der Kosmetikerin, beim
Frisör oder im Wellness-Studio. Neue
Kleidung könnte auch nicht schaden
und vergessen Sie nicht, dass es auch
ein „darunter“ gibt. Alles erledigt? Dann
sind Sie fit, wenn Ende des Monats die
Liebessterne aktiv werden.
Körper: Arbeit, Arbeit und noch mehr
Arbeit. Da ist für sportliche Aktivitäten
nicht viel Zeit. Nützen Sie die Mittagspausen
für Spaziergänge oder nehmen Sie
öfter mal die Treppe statt des Aufzugs.
Die stressige Zeit ist bald vorbei und
dann verlaufen die Tage wieder ruhiger.
Beruf: Vergewissern Sie sich, ob die Informationen,
die Ihnen aus der Gerüchteküche
zugetragen wurden, auch einer
Überprüfung standhalten. Konzentrieren
Sie sich auf das Wichtige und mithilfe
fleißiger Kollegen werden Sie das
vorgegebene Pensum mit Leichtigkeit
schaffen.
Genießen Sie jeden Sonnentag, den Ihnen der Spätsommer noch schenkt! Ihre Siegi Lilith
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Die 100-jährige Wettervorhersage für den September
Durchwachsen mit warmen Momenten
In der Landwirtschaft, für die Abt Mauritius Knauer ja ursprünglich seine
Aufzeichnungen verfasst hat, hatte man große Befürchtungen wegen der
regenreichen Wochen im Juli und Anfang August. Doch der Ernteertrag ist
von der Menge her nun doch nicht so schlecht ausgefallen. Was den Bauern
jedoch Sorgen macht, ist, dass durch die Trockenheit während des Wachstums
im Fruḧjahr und den späten Regen zur Erntezeit die Qualität der Feldfrüchte
gelitten hat. Vor allem beim wichtigen Winterweizen ist sie zum Teil
regelrecht ungenügend.
Wie sich die Bilanzen der Freibäder lesen werden, werden wir erst am Ende
der Saison sehen – und die scheint ja noch ganz gut weiterzulaufen, denn
der Herbst des Venusjahres ist gewöhnlich bis Oktober „warm und schön“, so
Knauer. Nach seinen Aufzeichnungen zieht sich das schöne Augustwetter
noch bis in die erste September-Woche. Dann kommt erstmal eine Woche
windiges, trübes, vor allem Morgen kühles Wetter. Nur der Sonntag (7.) wird
„warm und schön“. Am 12. kommt dann noch einmal ein Schwenk zu
„schönem, warmen Wetter“ bis zum Monatsende. Mit etwas Regen ist im
September nur am 11. sowie am Wochenende 19. bis 21. zu rechnen. sam
Diese Wettervorhersage basiert auf der Langzeitstudie von Mauritius
Knauer, 1649 bis 1664 Abt des fränkischen Zisterzienser-Klosters Langheim,
bekannt als „100jähriger Kalender“.
ZAHL
DES
MONATS
613 Minuten
613
Minuten
...
verbrachten die Deutschen 2024 im Sitzen. Das sind an einem Werktag durchschnittlich
über 10 Stunden – fast 2 Stunden mehr als noch vor 10 Jahren. Nur
30 Prozent der „Vielsitzer“ schaffen es durch ausreichend körperliche Aktivität,
das lange Sitzen zu kompensieren. Das ist das Ergebnis des DKV-Reports 2025,
für den die Deutsche Krankenversicherung AG (DKV), die Deutsche Sporthochschule
Köln und die Universität Würzburg das Gesundheitsverhalten der Deutschen
repräsentativ abgefragt hat.
Erhöhtes Sterberisiko durch Sitzen
„Ein alarmierender Rekord“, befindet die Krankenkasse in ihrer Pressemitteilung,
denn „aufgrund ihres Sitz- und Bewegungsverhaltens weisen 37 Prozent
der Befragten ein erhöhtes Sterberisiko auf“. Prof. Ingo Froböse von der Deutschen
Sporthochschule Köln betont darin: „Dieser gefährliche Trend muss
dringend gestoppt werden. Wir brauchen einen gesellschaftlichen Wandel, der
vom Sitzen wegfuḧrt und einen Alltag ermöglicht, in dem Bewegung erlaubt,
unterstuẗzt und sogar belohnt wird.“
Weniger Stress – mehr Bewegung
Gleichzeitig leben nur 2 % der deutschen Bevölkerung rundum gesund. Dabei
erzielen Frauen über alle Merkmale hinweg die besseren Ergebnisse: Während
3 % von ihnen alle Kriterien für ein rundum gesundes Leben erfüllen, schaffen
dies nur 1 % der Männer. Erfreuliche 68 % der Befragten erreichen das nötige
Maß an körperlicher Aktivität. Doch nur 34 % ernähren sich ausreichend gesund.
Besonders problematisch finden die Forschenden, dass nur jede/jeder fünfte
Befragte einen guten Wert beim „Stressempfinden“ erreicht. DKV-Vorstandsvorsitzende
Frauke Fiegl fordert daher: „Ein gesunder Lebensstil muss frühzeitig
vermittelt und intensiv gefördert werden, bei Kindern ebenso wie bei
Erwachsenen – und das über alle Bevölkerungsgruppen hinweg. Ausgewogene
Ernährung, mehr Bewegung und weniger Bildschirmzeit sind grundlegende
Voraussetzungen für ein rundum gesundes Leben.“
Den kompletten DKV-Report gibt es im Internet unter
https://tinyurl.com/TLM-DKV-Report2025
Foto: DKV sam
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Erste Hilfe in seelischer Not (BY): 0800-655-3000
APOTHEKENNOTDIENST September 2025
Die Apotheken aus Pocking und Umgebung wechseln sich ab. Der Notdienst wird von 8.30 8.00 Uhr morgens des
angegebenen Tages bis um 8.00 8.30 Uhr morgens des folgenden Tages von der Apotheke versehen.
Apotheke Telefon Telefon Adresse Adresse Sept. 2025
Marien-Apotheke 08531-4801 Kirchplatz , 94060 Pocking 05./07./30.
Apotheke St. Georg 8531-249020 Passauer Str. 23, 94060 Pocking 23.
St. Ulrich-Apotheke 08531-7602 Simbacher Str. 6, 94060 Pocking 10.
Alte Apotheke 08531-4982 Simbacher Str.12, 94060 Pocking 03./13./26.
Marien-Apotheke 08503-922025 Passauer-Str.10, 94152 Neuhaus 14./25.
Marien-Apotheke 08531-31210 Hauptstr. 30, 94099 Ruhstorf 04./29.
Thermen-Apotheke 08531-21203 Sonnenstr. 4, 94072 Bad Füssing 16./27.
Löwen-Apotheke 08531-29279 Thermalbadstr. 9, 94072 Bad Füssing 08.
Kurpark-Apotheke 08531-2022 Kurallee 18, 94072 Bad Füssing 09./25.
Rottal-Apotheke 08533-7221 Marktplatz 23, 94094 Rotthalmünster 02./21./25.
Neue Markt-Apotheke 08536-9192330 Marktplatz 18, 94149 Kößlarn 01./24.
Landgerichts-Apotheke 08532-1334 Stadtplatz 7, 94086 Bad Griesbach 06./12.
St.-Konrad-Apotheke 08531-8866 Hauptstr. 16, 94086 Bad Griesbach 15./27.
Kur-Apotheke 08563-91140 Neuer Markt 2, 84364 Bad Birnbach 03./07./26.
Hofmark-Apotheke 08563-3935 Hofmark 20, 84364 Bad Birnbach 19.
Apotheke am Rathaus 08542-8982131 Marktplatz 7, 94496 Ortenburg 04./29.
Schloss-Apotheke 08542-91116 Marktplatz 25, 94496 Ortenburg 17.
Engel-Apotheke 08562-1201 Oberer Markt 5, 84371 Triftern 02./25./27.
Markt-Apotheke 08562-2687 Unterer Markt 11, 84371 Triftern 08./13.
Markt-Apotheke Greiff 08573-969910 Am Gasteig 4, 94094 Malching 11.
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