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WURZEL

DAS POSITIVE MONATSMAGAZIN FÜR DEN OBERAARGAU

Nr. 56 – Sept./2025

Stellen und

Lehrstellen

auf Seite 31.

Vollgas

auf allen Bühnen

Christa Rytz tanzte auf grossen

Bühnen und führt heute erfolgreich

das Dance Center Langenthal.

DUMME KUH?

Von wegen! Das Tier

tut viel für Swissness

und Wohlstand.

DAS LIEBE GELD

Neue Serie: Die

Geschichte der

Zahlungsmittel.

WUSSTEN SIE ...

... warum Katzen

Karton lieben und

Sahne steif wird?


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2 WURZEL 07 / 2025


EDITORIAL / INHALT

18

Liebe Leserin,

lieber Leser

Ich gebe es zu: Obwohl ich die Errungenschaften,

die mir dank der digitalen

Welt zur Verfügung stehen, schätze und

sehr gerne nutze, trauere ich ein wenig

den Zeiten hinterher, als die Welt noch

analog war. Will heissen, als noch nicht

jede Person ein oder zwei Handys hatte.

Einer Zeit auch, als man beim Einkaufen,

im Ausgang oder anderweitig unterwegs

jemanden kennenlernen konnte.

Eine Person sogar, mit welcher sich im

optimalen Fall eine gute, verlässliche

und langjährige Freundschaft oder sogar

mehr entwickeln konnte.

Natürlich ist dies auch heute noch

möglich. Aber die Chancen dafür sind

erheblich kleiner geworden. Andere

Menschen, so scheint es, lernt man

heute fast nur noch online kennen.

Unbestritten ist, dass dies oft sehr gut

funktioniert und langfristig halten kann.

Es geht mir also nicht darum, etwas

schlecht zu reden oder zu schreiben,

was ohne jeden Zweifel einen grossen

Nutzen hat.

Aber manchmal habe ich den Eindruck,

die Leute rechnen gar nicht mehr

damit, dass man andere Menschen auch

ohne Handy, Internet, soziale Medien

und Dating-Portale kennenlernen kann.

Sie haben ihren Blick auf ihre Handys

gerichtet und nehmen die Menschen um

sich herum kaum mehr wahr. Das ist

schade. Deshalb freue ich mich sehr

darüber, dass es mir vergönnt ist, jeden

Monat von neuem Personen kennenzulernen,

die ich interviewen und somit

kennenlernen darf und die mich immer

wieder positiv überraschen.

24 26

04 INTERVIEW

Im Leben von Christa Rytz

dreht sich viel ums Tanzen.

Die geschäftige 43-Jährige

erzählt über ihre Tätigkeiten

als Tanzlehrerin und

Tänzerin bei prominenten

Showstars.

16 AUTO + MOTO NEWS

Aktuelle Angebote,

Aktionen und Neuheiten

aus der Region.

18 DIE KUH

In der Schweiz hat das

Tier einen hohen Stellenwert

und trug schon in

der Vergangenheit viel

zum Wohlstand der

«Kuhschweizer» bei.

22 HANDWERK + BAU PROFIS

Die Spezialisten für Handwerk

und Bau – aus der

Region, für die Region.

23 GASTRONOMIE

Wo sich das Einkehren ganz

besonders lohnt.

24 WUSSTEN SIE SCHON ...

... warum Katzen Karton

so sehr lieben, warum Sahne

beim Schlagen steif wird

und ob Rothaarige wehleidiger

sind als Menschen

mit anderer Haarfarbe?

26 GESCHICHTE DES GELDES

In einer dreiteiligen Serie

erzählen wir die Geschichte

des Geldes – von den Kaurimuscheln

übers Kerbholz

bis zum E-Banking.

30 IN EIGENER SACHE /

IMPRESSUM

Leserbriefe: Die Seite

für unsere Leserinnen

und Leser.

31 STELLENANZEIGEN

Freie Stellen und Lehrstellen

in der Region.

Viel Spass beim Lesen dieser Ausgabe

Ihr Bruno Wüthrich

WURZEL 07 / 2025 3


INTERVIEW


Von der

Leidenschaft

getragen

Tanzen ist ihr Leben, ihre Leidenschaft,

ihr Beruf und ihr Business. Sie tanzte auf

Tourneen und Bühnenshows von DJ Bobo,

Bligg und Stress. Heute führt die Mutter

von vier Kindern und zwei Pflegekindern

fünf Firmen. Christa Rytz erzählt aus

ihrem reichen Leben.

TEXT: BRUNO WÜTHRICH; FOTOS: MARKUS JEGERLEHNER

WURZEL 07 / 2025 5


INTERVIEW

A

Auf dem Langenthaler Porzi-Areal, wo

früher das bekannte Langenthaler Porzellan

produziert wurde, steht seit 2002 das

Dance Center Langenthal, welches mittlerweile

eine beeindruckende Infrastruktur

vorzuweisen hat. 44 Angestellte, davon

6 Vollzeit, sorgen für den reibungslosen

Betrieb. Fünf Firmen sind an dieser

Adresse registriert, alle geführt von Christa

Rytz, die auch noch selbst Tanzunterricht

erteilt. Mit ihrem Lebenspartner

Giovanni Romeo, der ebenfalls in den

Firmen beschäftigt ist, managt sie zudem

souverän ihre achtköpfige Familie.

WURZEL: Sie waren als Tänzerin mit DJ

Bobo auf Tournee und haben choreografiert

für Show- und Musikgrössen

wie Stress und Bligg. Wie kam es dazu?

Christa Rytz: Da müsste ich weit ausholen.

Eigentlich sollten wir das Interview

an einem anderen Punkt beginnen.

Sie meinen damit am Anfang, wo alles

begann. Will heissen, die Tournee-Teilnahmen

haben mit dem zu tun, was Sie

bis dahin geleistet und sich angeeignet

haben, aber sie sind nicht der Auslöser

für Ihre Laufbahn?

Die Tourneen waren etwas, wofür ich

mich beworben habe und für die ich engagiert

wurde, weil ich etwas konnte, was

da verlangt wurde. Sie waren eine Bereicherung

für mein Leben. Etwas, was ich

unbedingt machen wollte.

Wie dürfen wir uns das Tourneeleben

vorstellen? War das Highlife und

Rock‘n’Roll oder war das harte Arbeit?

Das war harte Arbeit. Und je länger die

Tournee, desto mehr ging sie an die Substanz.

Eine normale Tanzshow endet nach

etwa zehn bis zwölf Minuten. Die Auftritte

bei den Tourneen dauerten aber zwischen

zwei und zweieinhalb Stunden und

es war noch Akrobatik mit dabei. Nach

den Auftritten gingen wir meistens noch

etwas essen und zogen uns dann in unsere

Hotelzimmer zurück. Oft war ja der

nächste Auftritt bereits am kommenden

Tag. Da mussten wir wieder bereit sein.

Es gab aber sicher auch Tage ohne Auftritt.

Ja, da konnten wir etwas unternehmen.

Unsere Tourmanager sorgten dafür, dass

wir jeweils in der Stadt, in der wir gerade

waren, wussten, wo was los war, und organisierte

für uns das Eine oder Andere.

Aber auch die auftrittsfreien Tage waren

nicht völlig frei von Arbeit. Oft hatten

wir noch Trainings oder mussten uns um

unsere Kostüme kümmern, die beim

letzten Auftritt Schaden erlitten hatten

und deshalb geflickt oder ersetzt werden

mussten.

Christa Rytz lebt

fürs Tanzen. Ihre

Karriere begann sie

bereits mit vier

Jahren.

6 WURZEL 07 / 2025


Ich nehme an, dass bei solch intensiven

Tourneen das Team stimmen muss.

Was wurde für die Teambildung gemacht?

Das stimmt. Das ist Teamarbeit und das

Menschliche muss stimmen. Wir sind an

freien Tagen oft etwas zusammen essen

gegangen oder haben gemeinsam etwas

unternommen.

René Baumann (alias DJ Bobo) hat jeweils

gewaltige Shows inszeniert.

Ja, er ist ein begnadeter Showstar und

Geschäftsmann. Er ist aber gleichzeitig

ein sehr angenehmer Mensch, der mit jedem

Crewmitglied immer auf Augenhöhe

kommuniziert. Dabei war das alles eine

Riesensache. Er hatte einen Tour-Manager,

jemanden, der ihn schminkt, jemanden

für dieses und jemanden für jenes,

insgesamt waren 12 Leute um ihn herum,

die managen, schauen und tun, und ich

lernte, was alles wichtig ist für eine solche

Tournee. Das alles hat mich sehr beeindruckt,

denn ich hatte bisher alles als

One-Woman-Show organisiert. Hier lernte

ich, dass auch ich künftig würde Leute

anstellen müssen, um Aufgaben zu delegieren.

Auch andere Schweizer Showgrössen

haben Sie engagiert.

Das stimmt. Für Stress choreografierte

ich die Bühnenperformance zum Song

«Au poste». Für die Show organisierte ich

sechs Tänzerinnen, die in Polizeiuniform

auftraten. Auch Bligg engagierte mich

mehrmals. Für ihn choreografierte ich

den Videoclip zu «Manhattan» und die

Bühnenperformance zum Lied «Chef» für

die Swiss Music Awards.

Wir haben gesehen, dass es kein Zufall

ist, dass Sie mit diesen Showgrössen

zusammengearbeitet haben. Trotzdem

die Frage: Wie haben diese Zusammenarbeiten

Ihr Leben beeinflusst?

Ich hätte diese Leute privat wohl nicht

einfach so kennengelernt. Von ihnen habe

ich sehr viel gelernt. Ich habe miterlebt,

wie diese Menschen ticken und wie

sie arbeiten, das hat mir sehr viel gebracht.

Zudem haben meine Schülerinnen

und Schüler gewusst, mit wem ich

da gearbeitet habe und teilweise vor

20 000 Menschen aufgetreten bin. Das

hat natürlich dem Dance Center Auftrieb

gegeben und zusätzliche Kunden gebracht.

Ich war dadurch auch vermehrt

in den Medien und dadurch wurde das

Dance Center über Langenthal hinaus

bekannt.

Mit DJ Bobo konnte Christa Rytz im Jahr 2002 mit auf die

«Chihuahua»-Werbetour nach Spanien.

Themenwechsel: Ist es richtig, wenn

man sagt, Tanzen ist Ihr Leben?

Ja, das kann man sagen. Auch wenn ich

noch viele andere Dinge mache. Aber von

all diesen Dingen ist mir das Tanzen das

Liebste.

Woher kommt das?

Das war schon in meiner frühsten Jugend

präsent. Es ist wie bei anderen auch:

wenn die Leidenschaft deiner frühen

«Für Stress choreografierte

ich die

Bühnenperfomance

zum Song «Au

poste». Auch Bligg

engagierte mich

mehrmals.»

Kindheit die Teenagerjahre überdauert,

dann bleibt sie fürs Leben. Bei mir ist ja

aus diesem Hobby mein Beruf geworden.

In welcher Form war die Leidenschaft

bereits in Ihrer Jugendzeit präsent?

Mein Mami hat mich damals jede Woche

von Thunstetten durch den Schorenwald

ins Training bei der Dance Center K.

Stauffer GmbH gefahren, welche 1974

von Klaus Stauffer gegründet wurde. Es

gab schon damals viele Leute, die hier

tanzten. Das Angebot hiess zu dieser Zeit

«Vorschulgymnastik», war also für vier-

bis fünfjährige Kinder. Der Unterricht

orientierte sich am Ballett und wir Kinder

mussten entsprechend auch Ballettkleidchen

und -schläppchen tragen.

Aber es ist ja dann nicht bei Ballett geblieben.

Nein, denn es gab ja auch andere Angebote

im Dance Center, die mich irgendwann

interessierten. Zum Beispiel Jazzdance

oder Hip-Hop, das damals noch sehr neu

war und noch etwas schräg angeschaut

wurde. Zeitlich kann man es ungefähr so

einordnen: Mit vier oder fünf Jahren begann

ich mit Ballett, mit Zehn mit Jazzdance

und mit Vierzehn mit Hip-Hop, welches

mich danach am meisten faszinierte.

Weshalb?

Weil mir die Musik gefällt und weil man

zu jedem Stück tanzen kann. Hinzu kamen

die Videoclips, zum Beispiel auf Viva,

das vielleicht einigen von uns noch

bekannt ist. Einige Moderatoren und Moderatorinnen

von Viva haben ja später

auch getanzt. Es gab damals auch internationale

Tanz-Workshops, die man besuchen

konnte.

Hatten Sie Vorbilder?

Ich war damals ein grosser Fan von Michael

Jackson. An der Wand in meinem

Zimmer hing ein grosses Poster von ihm

und ich wollte unbedingt so tanzen können

wie er. Hip-Hop kam damals seiner

Art zu Tanzen am nächsten. Heute würde

man dies allerdings Funkjazz nennen.

Irgendwann beschränkten Sie sich

dann nicht mehr aufs Tanzen.

WURZEL 07 / 2025 7


INTERVIEW

Das stimmt. Ich begann, mich auch für

Choreografien zu interessieren und fand,

dass es doch schön wäre, mal eine eigene

Choreo zu tanzen. So begab es sich, dass

es für das Abschlussfest im Kreuzfeld-

Schulhaus eine Choreografie brauchte.

Also übte ich mit meinen KlassenkameradInnen

auf dem Schulhof eine ein. Zufälligerweise

spazierte damals Klaus Stauffer

vorbei und hörte, wie da jemand

zählte. «Fünf, sechs, sieben, acht, nochmals!».

Das hat ihn natürlich interessiert

und er hat gesehen, wie ich als eine seiner

Schülerinnen mit den anderen Jugendlichen

diese Choreo einübte.

Lassen Sie mich raten: Er stellte Sie

gleich als Kursleiterin ein.

Nicht ganz. Aber etwas später fiel dann

kurzfristig ein Tanzlehrer aus. Oder besser

gesagt, er erschien einfach nicht. Da

fragte Klaus: «Du, ich habe dich doch

«Insgesamt war ich

jede Woche 25

Stunden am Tanzen,

denn ich musste

ja selbst auch üben

und war bei mehreren

Tanzgruppen

mit dabei.»

kürzlich beim Schulhaus gesehen. Willst

du nicht einspringen und diese Stunde

geben?» Ich entschloss mich, es zu versuchen,

schob eine CD ein und gab diese

Stunde. Die Leute sagten dann an der Rezeption,

es hätte ihnen gefallen.

So schnell rutscht man irgendwo rein,

wenn man etwas kann.

Ja, dabei hatte ich ja keine klassische Tanzausbildung.

Ich tanze aber seit meinem

vierten Lebensjahr und habe überall in

der Schweiz Tanzstunden genommen.

Aufgrund dieser ersten Tanzstunde durfte

ich dann später eine fixe Stunde übernehmen.

Zu dieser kamen dann immer

mehr Leute, sodass wir sie aufteilen

mussten in zwei Tanzstunden. Das steigerte

sich bis hin zu acht Stunden. Also

unterrichtete ich an zwei Abenden die

Woche je vier Stunden im Dance Center.

Dabei blieb es aber nicht.

Nein. Ich besuchte dann das Gymnasium

in Bern. Dort gibt es die New Dance Academy.

Diese Tanzschule interessierte

mich, weil sie anders war als das Dance

Center in Langenthal. Und ich fand halt

Bern noch etwas wichtiger als Langenthal.

Ich bewarb mich und war damit erfolgreich.

Also konnte ich auch in Bern noch

vier Lektionen pro Woche absolvieren.

Später kam auch noch Schönenwerd dazu,

wo es auch ein Tanzatelier gibt, und wo ich

ebenfalls noch vier Lektionen erteilte.

In welchem Alter begann das mit dem

Erteilen des Unterrichts?

Das begann, als ich 17 Jahre alt war mit

einer wöchentlichen Stunde und das steigerte

sich bis zu 16 wöchentlichen Lektionen

Unterricht während dem ich das Gymnasium

absolvierte. Insgesamt war ich

jede Woche 25 Stunden am Tanzen, denn

ich musste ja selbst auch üben und war

zudem bei mehreren Tanzgruppen mit dabei.

Neben dem Tanzen war ich in einem

Kino als Platzanweiserin und in einem Fitnesszentrum

als Putzkraft engagiert. Dies

alles, um genügend Geld zu haben, um

meine eigenen Tanzstunden und die übrigen

Kosten finanzieren zu können.

In welchen Tanzgruppen waren Sie engagiert?

Eine war in Zürich und hiess «Culture

Shock», die andere war die «Emotion

Dance Crew» in Bern. Dann hatte ich

auch noch eine eigene Formation zusammen

mit meiner Freundin Fanny, mit der

ich mit vier Jahren angefangen hatte zu

tanzen. Unsere Gruppe hiess «Gruv Cru».

Wir diskutieren jetzt besser nicht über die

Schreibweise (lacht). Und dann natürlich

die «iNZANE Dance Crew». Die war sehr

wichtig für mich.

Aber ganz unter uns gefragt: Wie war

dies alles zu schaffen?

Ich musste mich halt gut organisieren.

Und irgendwann reichte die Zeit nicht

mehr, um von Thunstetten mit dem Velo

nach Langenthal zu fahren, um dort mit

dem Zug an meine Arbeitsplätze in Bern,

Zürich und Schönenwerd oder zu meinem

damaligen Freund nach Luzern zu reisen.

Also mietete ich eine Wohnung direkt im

Bahnhof Langenthal, welche von der SBB

vermietet wurde. Dort blieb ich dann

ziemlich lange, bis ich mit Lia, meiner ältesten

Tochter schwanger wurde.

Sie waren also mittlerweile schon fast

ein Vollprofi.

Fast könnte man dies meinen. Aber meine

Eltern meinten, ich solle doch noch einen

bürgerlichen Beruf lernen. Ich könne

Ballett,

Jazzdance, Hip-

Hop: Die Leiterin

des Dance Centers

Langenthal beherrscht

viele

Tanzstile.

doch nicht nur tanzen. Sie fragten sich

und mich, was denn wäre, wenn ich mir

ein Bein breche oder mein Rücken nicht

mehr funktioniert. Also studierte ich in

Bern Sekundarschullehrerin und erwarb

mir mein Patent, von der siebten bis zur

neunten Klasse zu unterrichten. Danach

arbeitete ich fünf Jahre lang auf diesem

Beruf.

Liess sich dies denn mit dem Tanzen

kombinieren?

Mit der Zeit immer weniger. Schliesslich

war es dann gar nicht mehr möglich. Immer

wieder musste ich während des

Schulunterrichts irgendetwas für das

Dance Center organisieren. Zum Beispiel,

wenn jemand ausgefallen war. Auf der

anderen Seite korrigierte ich dann an der

Rezeption des Dance Centers bis spätabends

die Proben meiner SchülerInnen.

8 WURZEL 07 / 2025


ZUR PERSON

Christa Rytz

Christa Rytz wurde am 8.9.1982

in Thunstetten als Tochter von Annamarie

und Christoph Rytz geboren.

Ihre Mutter arbeitete als Musikgrundschullehrerin

und der

Vater als Lehrer für Geografie und

Geschichte am Gymnasium Langenthal.

Sie wuchs ohne Geschwister,

dafür mit zwei Katzen in

Thunstetten auf und besuchte von

dort aus in Langenthal die Sekundarschule

Kreuzfeld und später

das Gymnasium NMS und die Universität

in Bern. 2021 wurde sie

für ihre Tätigkeiten im Dance Center

mit dem Kulturpreis der Stadt

Langenthal ausgezeichnet.

2012 hängte ich die Schule an den Nagel,

nachdem ich bereits ein Jahr lang gleichzeitig

das Dance Center geführt hatte.

Hatten Sie nicht auch mal eine Tanz-

Agentur?

Das stimmt. 2001 begann ich damit, Leute

zu vermitteln, was 2006 zur Gründung

der «Solid Dance Agency» führte. Es gibt

die Agentur heute noch. Weil ich ja überall

in der Schweiz tanzte – ich war oft

auch als Einzeltänzerin unterwegs –,

kannte ich sehr viele Leute aus diesem

Business und erhielt immer wieder Anfragen,

ob ich jemanden wüsste, der hier

oder dort einspringen könnte. Also wandelte

ich mein Netzwerk in eine Tanzkartei

um und vermittelte Leute. Mit der Zeit

wurden das so viele Anfragen, dass ich

dies immer mehr professionalisieren

musste.

Auch Bligg engagierte Christa Rytz mehrmals.

WURZEL 07 / 2025 9


INTERVIEW

Sie konnten sich dabei auch gleich

selbst vermitteln.

So ist es. Oft war es so, dass jemand für

einen Videoclip oder eine Modeschau

noch Leute brauchte und ich gefragt wurde,

ob ich einspringen und gleich noch 10

andere Leute organisieren könnte. Dabei

waren natürlich die Vorgaben wichtig wie

Geschlecht, Grösse, manchmal auch

Hautfarbe und natürlich, was sie können.

Wer gehörte zu Ihren Kunden?

Ganz bekannt waren natürlich die Macher

der Bollywood-Filme aus Indien. Für

diese Filme war es ein Qualitätsmerkmal,

wenn diese in der Schweiz gedreht wurden.

Das war wie ein Ritterschlag, mit

dem man zusätzlich Kasse machen konnte.

Ich kannte einige der Regisseure und

es hatte sich herumgesprochen, dass ich

Leute organisieren kann, die den Vorgaben

der Macher entsprachen. Als Beispiel:

Ein Regisseur bestellte zehn Leute

mit genauen Vorstellungen über ihr Aussehen,

die seinen Anforderungen entsprechend

gekleidet zu einem bestimmten

Zeitpunkt auf dem Titlis sein mussten.

Hatten oder haben Sie überhaupt Freizeit?

Ich bin immer irgendetwas am Arbeiten,

falls man das, was ich mache, überhaupt

als Arbeit bezeichnen kann. Ich vermittelte

Leute, organisierte Bühnenshows,

machte an Messen mit, zum Beispiel

Hochzeitsmessen, aber auch jahrelang an

der BEA und Züspa. Ich habe – nebenbei

erwähnt – schon Dutzende Hochzeitskleider

getragen, dabei bin ich nicht einmal

verheiratet. Stellen sie sich vor: Vier Kinder

mit dem gleichen Mann, mit dem ich

immer noch zusammen bin, aber nicht

verheiratet. Dazu hatten wir bisher irgendwie

noch keine Zeit. Ich nahm auch

immer wieder an Auditions teil, tanzte

vor, um an neue Jobs zu gelangen.

«2003 war ich auch

auf der «Visions»-

Tour dabei, für die

ich sogar mein

Studium unterbrochen

habe.»

Gehe ich richtig in der Annahme, dass

es Auditions waren, welche dazu führten,

dass Sie mit Künstlern wie DJ Bobo

arbeiten konnten?

Ja. Ich weiss nicht, wie oft ich irgendwo

vortanzte. Aber irgendwann waren es

auch grössere Produktionen von bekannten

Leuten. Und mich interessierte die

grosse Bühne wie beispielsweise «The

Dome» auf RTL2. Für das brauchte es einen

Künstler, denn für eine kleine Tänzerin

aus Thunstetten interessierte sich kein

Mensch. Plötzlich hiess es dann, DJ Bobo

mache Auditions. Das war sehr spannend,

aber dazu musste man eingeladen werden.

Denn da war keine Zeit, alle, die sich

da irgendwie zeigen wollten, auch anzuschauen.

Ich war damals – wie erwähnt

– in der Tanzgruppe «Culture Shock» in

Zürich. Der Leiter der Tanzgruppe organisierte

dann für mich und Fanny, meine

Freundin aus früher Kindheit, dass der

Choreograf von DJ Bobo eine unserer

Proben besuchte, um uns anzuschauen.

Und so kam es dann, dass ich 2002 mit

auf die «Chihuahua»-Werbetour nach

Spanien konnte.

Das heisst, die Möglichkeit zu dieser

Tournee war eine Folge von all dem,

was Sie bisher geleistet haben und hat

eigentlich nichts oder nicht viel mit ihren

beruflichen Erfolgen zu tun. Es war

sozusagen ein Supplement, das Sie

sich verdient hatten.

Das kann man so sagen. Aber ich hätte

dies nicht missen wollen. Im Gegenteil:

Ich wollte noch mehr. 2003 war ich auch

auf der «Visions»-Tour mit dabei, für die

ich sogar mein Studium unterbrochen habe.

Wir waren mit 16 Musikern und TänzerInnen,

all den Helferinnen und Helfern,

zwei Cars, sieben LKW und

insgesamt 120 Tonnen Material drei Monate

lang unterwegs und spielten 40 Konzerte.

Sie erwähnten zuvor noch Ihre Tanzgruppe

«iNZANE Dance Crew», die sehr

wichtig war für Sie. Was war damit?

Das war die Hip-Hop-Tanzgruppe des

Dance Centers, welche ich gründete und

15 Jahre lang leitete. Sie existierte von

2001 bis 2016 und wir traten damit nicht

nur überall in der näheren Umgebung

auf, sondern auch an nationalen Wettbewerben,

im Videoclip zu «Somebody

dance with me» 2013 von DJ Bobo mit

Manu-L und sogar bei den «Grössten

Schweizer Talenten», wo wir bis ins Finale

kamen. Diese Fernsehauftritte gaben

uns so viel Auftrieb und bescherten uns

so viele Engagements, dass wir uns mit

den Gagen einmal eine Woche mit der

ganzen Gruppe von 24 Leuten in New

Christa Rytz

arbeitet auch

erfolgreich als

Tanzlehrerin und

Choreografin.

10 WURZEL 07 / 2025


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WURZEL 07 / 2025 11


INTERVIEW

York und später zu Achtzehnt in Los Angeles

leisten konnten. Später schickte das

Dance Center dann auch noch die «Steep

Dance Crew» an «Die grössten Schweizer

Talente». Gilbert Gress, ehemaliger

Schweizer Nati-Coach und Jury-Mitglied

bei «DGST» drückte für uns sogar den

Golden Buzzer! Ich bin unglaublich stolz,

was Noëmi «Bobby» Zietala (sie selbst

war langjähriges Mitglied von iNZANE)

mit ihrer Steep Dance Crew erreicht hat.

Mittlerweile leiten Sie das Dance Center

Langenthal, dessen Inhaberin Sie

sind, seit weit mehr als einem Jahrzehnt.

Wie kam es dazu?

2010 fragte mich Klaus Stauffer, der das

Center 1974 gegründet hatte, ob ich mir

vorstellen könnte, die Leitung zu übernehmen.

Das war natürlich eine reizvolle

Aufgabe. Aber ich war zu dieser Zeit noch

Lehrerin an der Sekundarschule Paradiesli

in Aarburg. Ausserdem würde diese

Aufgabe bedeuten, dass es fertig war mit

irgendwelchen Showgrössen ein paar

Monate auf Tournee zu gehen. Ich habe

diesbezüglich zwei Herzen in meiner

Privatunterricht für den WURZEL-Redaktor: Ob Bruno Wüthrich

dank Christa Rytz eine steile Tanzkarriere bevorsteht?

INFO

Das Dance Center

Langenthal

Das Dance Center Langenthal gehört

zu den drei grössten Tanzschulen

der Schweiz und bietet

Unterricht in allen gängigen Tanzstilen

für Kinder, Jugendliche und

Erwachsene. Für Kinder von 2 bis

5 Jahren gibt es die Spielgruppe

«Tanzmüsli». Standard- und Lateintänze,

sowie Salsa sind als

Paar buchbar und es gibt ein grosses

Fitness-Angebot für Erwachsene

bis hin zu den Seniorinnen.

Ebenfalls zum DCL gehört das in-

Motion Studio, welches auf Pilates

und Rückbildungskurse spezialisiert

ist. Nebst den Kursen verfügt

das inMotion Studio über ein breites

Massageangebot (Krankenkassen-anerkannt).

Dance Center Langenthal,

Bleienbachstrasse 26, 4900 Langenthal,

062/922 77 62

info@dancecenter-langenthal.ch

www.dancecenter-langenthal.ch

inMotion Studio, Bützbergstrasse

81, 4900 Langenthal,

077/484 18 81, info@motion-in.ch

www.motion-in.ch

Brust. Einerseits ist da der Wunsch, selbst

auf der Bühne zu stehen, andererseits habe

ich ein Lehrer-Gen, das ich von meinen

Eltern (beides Lehrpersonen) geerbt habe,

welches mich motiviert, anderen Leuten

etwas weiterzugeben. Ich musste

mich also für eine Seite entscheiden.

Was gab den Ausschlag?

Ich wusste, was das Dance Center dem

Oberaargau noch alles bieten könnte. Es

bräuchte auch eine Hip-Hop-Showgruppe

für die Kids, eine für Jazzdance, Ballett,

Breakdance und so weiter. Showgruppen

auch für Leute, die nicht bereits

auf demselben Level tanzen wie iNZANE.

Ich bin eine Person, die gerne macht und

nicht noch lange fragen will, ob das in

Ordnung ist. Klaus Stauffer ist auch so

eine Person. Deshalb habe ich mit ihm

darüber gesprochen, ob das überhaupt

klappen könnte mit uns. Da hat er mir

vorgeschlagen, mir das Dance Center mitsamt

der Liegenschaft zu verkaufen.

Da haben Sie zugeschlagen.

Zunächst galt es, Investoren zu finden

und selbst Geld zu sparen. Etwas hatte ich

damals bereits angespart, vor allem, weil

mir die Zeit fehlte, das Geld, das ich verdiente,

auch wieder auszugeben. Ich besass

nichts, was teuer gewesen wäre, weder

ein Auto, noch sonst irgendwelchen

Luxus. Zunächst einmal übernahm ich ab

dem 11. August 2011 die Geschäftsführung

und damit die Verantwortung über

das Dance Center. Gleichzeitig hegte ich

Ausbaupläne. Ich brauchte mehr und vor

allem andere Räumlichkeiten. In mir entstand

die Idee für den Neubau. Also

brauchte ich nicht nur Geld, um Klaus die

Firma und das Gebäude abzukaufen, sondern

auch um selbst zu bauen und zu renovieren.

«In mir entschand

die Idee für den

Neubau. Also

brauchte ich auch

Geld, um selbst zu

bauen und zu renovieren.»

Das hat offenbar geklappt.

Ja, ich fand die Investoren und hatte zudem

gute Leute, die mich berieten. Ausserdem

hatte Klaus ja einen Stamm von

über 800 KundInnen, die wöchentlich im

Dance Center ein- und ausgingen. Das

war etwas, auf das ich mich abstützen

12 WURZEL 07 / 2025


glied

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Plant, baut

und pflegt Ihre Gärten

rtenbau

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WURZEL 07 / 2025 13


INTERVIEW

INFO

MiniKita

Die MiniKita (Berndeutsch für

«Meine Kita») führt zwei Standorte

in Langenthal, sowie drei Standorte

im Raum Bern (Ittigen, Hinterkappelen

und Liebefeld). Das Betreuungsangebot

ist offen für Kinder

ab 3 Monaten bis und mit 6 Jahren

und ein Eintritt ist jederzeit möglich.

Die Kinder werden von einem

pädagogisch ausgebildeten Team

durch den Tag begleitet und erleben

dabei allerlei Interessantes.

Sie besuchen diverse Orte, wie den

Märit, die Bibliothek, den Kiddy

Dome, den Sängeliweiher und das

Alterzentrum Haslibrunnen, mit

dem sie ein Generationenprojekt

erarbeitet haben.

Engagiert:

Christa Rytz ist

Mutter von vier

Kindern und zwei

Pflegekindern.

MiniKita Süd, Bleienbachstrasse 32,

4900 Langenthal; T: 077 510 52 80

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MiniKita Zentrum, Jägerweg 6,

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konnte. Weil diese Übergabe zudem

durch die Presse ging, erhielten wir zusätzliche

Präsenz und Auftrieb. Auf jeden

Fall fanden wir eine Baufirma, welche

uns den Bau zu einem Preis realisierte,

den die Banken finanzierten und bei dem

ich in der Lage war, die Zinsen und Amortisationen

zu leisten. Ich bin aber immer

noch am Abzahlen. Mittlerweile sind es

jedoch mehr als 1000 Kundinnen und

Kunden, die hier wöchentlich ein- und

ausgehen.

Sie sind Mutter von vier Kindern. Lia ist

2014 geboren, 2018 kamen die Zwillinge

Luis und Emilio hinzu und bloss ein

Jahr später folgte das vierte Kind, Ava.

Wie schaffen Sie es, diese berufliche

Präsenz und ihre Familie zu managen?

Sie betreuen ja zudem noch zwei Pflegekinder.

Das wäre ohne meinen Lebenspartner

und Vater aller unserer Kinder, Giovanni

Romeo, nicht möglich. Ich lernte ihn

2010 anlässlich einer Modeschau im Stücki

Center in Basel kennen, kurz, nachdem

mich Klaus wegen der Übernahme

des Dance Centers gefragt hatte. Choreografierte

Modeschauen waren damals

sehr beliebt. Er war Teil der Gruppe, welche

ich für diese Modenschau zu leiten

hatte. Er wollte von mir wissen, ob ich

tatsächlich mit meiner Vespa für diesen

Job von Langenthal nach Basel gefahren

sei. So kamen wir in Kontakt und schliesslich

zusammen.

«Natürlich wäre

eine Kita nützlich

gewesen. Von diesen

gab es damals in

Langenthal viel zu

wenig. Also musste

Abhilfe her.»

Er ist ja auch im Dance Center engagiert.

Ja. Ich sagte ihm natürlich damals, dass

ich gerade dabei war, eine Tanzschule zu

übernehmen und er bot mir an, er könne

mich als gelernter Kaufmann administrativ

etwas unterstützen. Etwas später sah

er sich das Center vor Ort an und sagte zu

mir: «Was mache ich in Basel? Du

brauchst mich doch jetzt hier in Langenthal».

Er rutschte also immer mehr in die

Firma rein, wir bauten, stellten zusätzliches

Personal ein, unter anderem auch

aus der Tanzgruppe «iNZANE», die ich

bereits angesprochen habe. Und ja,

schliesslich kamen dann die Kids dazu.

Eine nicht weniger anspruchsvolle Aufgabe.

Sie sagen es. Ich bin deswegen eine Zeitlang

etwas kürzergetreten und Giovanni

ist auch da ein wichtiger Part. Aber natürlich

wäre eine Kita nützlich gewesen. Von

diesen hatte es damals in Langenthal viel

zu wenige. Also musste Abhilfe her. Zum

Glück arbeitete schon damals Ilona Baschung

(heute Götz) bei mir als Tanzlehrerin.

Sie ist ausgebildete Kinderbetreuerin

HF und leitete einen Hort im Raum

Solothurn. Mit ihr zusammen eröffnete

ich die MiniKita Süd hier auf dem Areal

der Porzi und später die MiniKita Zentrum

am Jägerweg in Langenthal. Inzwischen

führen wir auch noch drei Kitas im

Raum Bern. Aber die Geschichte mit den

Kitas erzähle ich ein anderes Mal.

14 WURZEL 07 / 2025


Hier bloggt die Bernerland Bank

«Den Bezug zur Natur muss man erleben.»

Die Drogerie Käser & Vögeli in Kirchberg ist

weit über die Grenzen des Emmentals bekannt.

Besonders ihre rund 400 Hausspezialitäten

ziehen die Leute an. Viele davon entstehen in

sorgfältiger Eigenproduktion. Farne, Johanniskraut

oder Wallwurz werden gesammelt, angesetzt

und zu Tinkturen oder Salben verarbeitet.

Die Prozesse sind aufwändig, aber lohnend,

denn die Endprodukte überzeugen mit

Frische und folglich mit Qualität.

Drogist aus Überzeugung

Stephan Vögeli ist Drogist aus Überzeugung.

Sein Wissen hat er sich nicht nur in der Lehre

Stephan Vögeli

Inhaber der Drogerie Käser & Vögeli

und Kunde der Bernerland Bank

und im Studium angeeignet, sondern auch

draussen in der Natur. «Den Bezug zur Natur

lernt man nicht in der Schule», ist Stephan

Vögeli überzeugt. «Den muss man erleben.»

Deshalb hält er auch am Wochenende Ausschau

nach Pflanzen für Heilmittel. Und einmal

im Jahr ist er für einige Tage mit den

«Drotanikern» unterwegs, einer Gruppe von

Heilpflanzenwanderern. «Dieser Austausch

mit Gleichgesinnten ist sehr wertvoll.»

«Den Bezug zur Natur lernt

man nicht in der Schule. Den

muss man erleben.»

Stephan Vögeli

Beratung mit Bodenhaftung

Die Kundschaft der Drogerie hat hohe Erwartungen

an Beratung und Produkte. Viele haben

sich bereits online informiert. «Man muss

besser sein als Google», sagt Stephan Vögeli

und schmunzelt. «Und manchmal muss man

auch einfach zugeben: Ich weiss es nicht.»

Diese Ehrlichkeit schafft Vertrauen. «Ich kann

nicht versprechen, dass etwas wirkt», sagt

Vögeli. «Aber ich kann erklären, was ein Heilmittel

leisten kann – und was nicht.»

Genauso beruht die Zusammenarbeit mit der

Bernerland Bank auf Vertrauen und Nähe.

«Die Leute sprechen dieselbe Sprache – im

wörtlichen wie im übertragenen Sinn», sagt

Stephan Vögeli. «Die Bernerland Bank ist für

mich da, wenn etwas ist – das ist heute nicht

mehr selbstverständlich.»

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Bei der Bernerland Bank bekommen

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«Das Formular baut keine Wohnungen

und senkt keine Mieten. Was wir brauchen,

sind einfachere Bauvorschriften,

anstatt mehr Bürokratie.»

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TIERGESCHICHTE

Was wäre

die Schweiz

ohne Kuh?

«Du dumme Kuh!» Das ist nicht nur

eine Beleidigung für die Person, der

man dies sagt, sondern auch für die

Kühe. Denn anders als viele denken,

sind Kühe alles andere als dumm.

Und sie tragen viel zur «Swissness»

der Schweiz bei.

Die Kuh steht für

Heimat, Tradition

und Schweizer

Kulturerbe.

TEXT: BRUNO WÜTHRICH; FOTOS: ADOBE STOCK

Welches Tier käme als schweizerisches

Nationaltier am

ehesten in Frage? In der

Ausstellung «tierisch

schweizerisch» präsentierte das Zürcher

Landesmuseum 2018 ein Quartett: die

Kuh, das Murmeltier, den Steinbock und

den Bernhardiner, die alle für die Schweiz

stehen und als Markenzeichen des Landes

gelten. Im Wettstreit um das Nationaltier

belegte gemäss Museumsumfrage die

Kuh hinter dem Bernhardiner mit dem

Schnapsfässchen um den Hals den zweiten

Platz. Der Bernhardiner ist eine einheimische

Hunderasse und Hunde sind

als Haustiere sehr beliebt, kann man als

mögliche Erklärung anführen. Da nun

weder der Bernhardiner noch der Steinbock

noch das Murmeltier typisch sind

für den Oberaargau, konzentrieren wir

uns auf die Kuh. Sie repräsentiert nämlich

nicht nur die Schweiz, sondern gleichzeitig

eben auch den Oberaargau. So wie

viele eher ländlich geprägte Gegenden

unseres Landes. 700 000 registrierte

Kühe gibt es in der Schweiz. Für viele

Schweizerinnen und Schweizer weckt die

Kuh ein Zugehörigkeitsgefühl, das eng

mit unserer Geschichte verknüpft ist. Seit

der Gründung der Schweizer Eidgenossenschaft

1291 spielt sie eine wichtige

Rolle. Während der Schlacht von Sempach

1386 war sie Symbol für den Kampf

der Eidgenossen gegen die Habsburger,

Die Kuh gehört

seit jeher zum

Bild der Schweiz.

Die Schweizer galten

als reiche Vieh- und

Käsehändler, was

ihnen das Schimpfwort

«Kuhschweizer»

einbrachte.

FOTOS: ADOBE STOCK

18 WURZEL 07 / 2025


die den Löwen im Wappen trugen. Die

Kühe haben also die Löwen geschlagen,

wie wir heute wissen.

Ein Funfact nebenbei: Die Schweizer

galten damals als reiche Vieh- und Käsehändler,

was ihnen das Schimpfwort

«Kuhschweizer» einbrachte. Damit wäre

diese Herkunft dieser etwas despektierlichen

Bezeichnung ein für alle Mal geklärt.

WICHTIGER WIRTSCHAFTSFAKTOR

Die Kuh steht dank der Milchwirtschaft

für wirtschaftlichen Wohlstand. Früher

lebten viele Familien von den Einkünften

ihrer Kühe, namentlich von Milch, Fleisch

und Leder, und wurden damit reich. Seit

dem 18. Jahrhundert verkaufen Schweizer

Bauern ihre Milchprodukte sogar ins

Ausland. Insbesondere in den Bergkantonen,

wo es vor dem Bau der Staudämme

kaum andere Möglichkeiten gab, sorgten

Kühe für gewinnbringende Arbeitsmöglichkeiten,

auf welche die Bevölkerung

stolz war und die dem Tier zurecht einen

Platz in der Volkskunst einräumte. So

wurde die Kuh zum Beispiel zu einem Motiv

des Alpaufzugs und zu einem Holzspielzeug

für Kinder.

Ungefähr 3,5 Millionen

Tonnen Milchprodukte

werden

in der Schweiz jedes

Jahr produziert.

Rinder spielen immer noch eine eminent

wichtige Rolle in der Schweizer Landwirtschaft.

In unserem Land werden pro Person

und Jahr 370 kg Milchprodukte konsumiert.

Ohne Kühe gäbe es weder Milch

und Käse noch Schokolade. Ungefähr 3,5

Millionen Tonnen Milchprodukte werden

in der Schweiz jedes Jahr produziert. Dabei

wird fast die Hälfte der Milch zu Käse

verarbeitet. Kühe werden auch gehandelt.

Ungefähr die Hälfte aller verkauften

Tiere in unserem Land sind Kühe. Bei einem

Konsum von ungefähr 10 kg Rindund

Kalbfleisch pro Person und Jahr ist

auch die Fleischproduktion ein wichtiger

Wirtschaftsfaktor. Dabei liegt der Anteil

des in der Schweiz produzierten Fleisches

bei 76 Prozent. Es ist wohl kaum übertrieben,

wenn wir sagen, dass die Kuh unser

wichtigstes Tier ist. Ein weiterer wichtiger

Wirtschaftsfaktor ist die Werbewirksamkeit

der Kuh. Sie wird nicht nur wegen

ihres sympathischen Images, sondern

auch wegen ihrer Milchprodukte geschätzt.

Eine Schweiz ohne Kühe wäre

undenkbar. Zwar ändern sich die Essgewohnheiten.

Heute wird weniger Milch

getrunken, dafür werden mehr verarbeitete

Produkte wie Käse und Milchdrinks

konsumiert. Der Umsatz der Schweizer

Milchwirtschaft liegt jährlich bei über 10

Milliarden Franken. Die Schweizer Kühe

haben also einen starken Einfluss auf die

Volkswirtschaft des Landes.

TOURISMUS UND WERBUNG

Kühe sind Sympathieträgerinnen. Wir

mögen die Tiere, weil sie für viele von

uns im Alltag sehr präsent sind. Wir haben

eine besondere Beziehung zu ihnen,

weil sie Erinnerungen an die Kindheit,

das Chalet oder die Alp wecken. Die Kuh

steht für Heimat, Tradition und Schweizer

Kulturerbe. Fast jede Schweizer Familie

hat mindestens eine Generation

WURZEL 07 / 2025 19


TIERGESCHICHTE

Allgegenwärtig:

In der Schweiz

gibt es 700 000

registrierte Kühe.

oder Verwandte in der Landwirtschaft.

Sie stehen für Werte wie Arbeit, Tradition

und Familie, oder aber sie erinnern

uns an die Berge und malerische Landschaften.

Der Tourismus und die Werbebranche

nutzen die Kühe als Botschafterinnen.

Wenn wir mit Ausländern über die

Schweiz sprechen, sind oft Uhren, Käse

und Schokolade Teil des Gesprächs. Das

sympathische Image der Kuh wird für

Marketingzwecke im Tourismus und im

Branding genutzt. Ein gutes Beispiel ist

Lovely, die berühmte Werbekuh von Swissmilk,

die steppt, dribbelt und von der

Skisprungschanze springt.

In der Schweiz

werden pro Person

jährlich 370 kg

Milchprodukte

konsumiert.

KÜHE SIND CLEVER

Wenn wir während der wärmeren Jahreszeiten

über Land fahren, wandern oder

biken, kommen wir immer wieder an weidenden

Rindern vorbei. Sie prägen unser

Landschaftsbild. Und doch – was wissen

wir eigentlich über die Tiere? Eben, wahrscheinlich,

dass sie dumm sein sollen.

Sind sie aber nicht. Rinder besitzen nicht

nur eine ausgeprägte Persönlichkeit, sondern

sind auch sehr intelligente Tiere mit

einem Langzeitgedächtnis. Studien haben

gezeigt, dass Rinder Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge

deutlich verstehen

und auf sozial komplexe Weise

interagieren. Kühe können beispielsweise

den Hebel einer Tränke betätigen, wenn

sie durstig sind. Sie können auch mit ihrem

Kopf auf einen Knopf drücken, um

Weizen zu erhalten, wenn sie hungrig

sind. Forschende haben zudem herausgefunden,

dass Kühe nicht nur Probleme

lösen können, sondern dass sie die intellektuelle

Herausforderung genau wie

Menschen geniessen und sich freuen,

wenn sie die Aufgabe gemeistert haben.

KÜHE HABEN BESTE FREUNDE

Rinder erkennen sich nicht nur gegenseitig,

sondern haben auch Freunde, die sie

bevorzugen und zu denen sie besonders

liebevoll sind. Die Kuhfreundschaft, so

glauben Forschende, drückt sich vor allem

in der Beweidung und dem Lecken aus.

Eine Studie ergab, dass mehr als die Hälfte

der Tiere, wenn sie auf der Weide gehal-

20 WURZEL 07 / 2025


KÜHE, BULLEN, OCHSEN, RINDER

Welche Bezeichnung stimmt?

ten wurden, Zeit damit verbrachten, neben

einer bestimmten Kuh zu essen und

zu ruhen. Eine weitere Studie ergab, dass

Kühe in der Lage sind, andere ihnen bekannte

Kühe sogar auf Fotos zu erkennen.

KÜHE HABEN AUSGEZEICHNETE SINNE

Zu den am besten ausgeprägten Sinnen

von Rindern gehören der Gesichts- und

Geruchssinn. Die Tiere können Gerüche

aus einer Entfernung von bis zu zehn Kilometern

wahrnehmen. Sie sind kurzsichtig,

sehen in der Ferne jedoch scharf.

Daneben kommunizieren sie über Pheromone

und können so zum Beispiel Gefühle

wie Angst vermitteln. Rinder hören

deutlich besser als der Mensch und nehmen

sowohl tiefe als auch hohe Frequenzen

in einem Ausmass wahr, das die

menschlichen Fähigkeiten übersteigt.

KÜHE KOMMUNIZIEREN MITEINANDER

Rinder kommunizieren miteinander über

verschiedene Laute und Körperhaltungen,

wie zum Beispiel die Kopf- und

Schwanzposition sowie auch über unterschiedliche

Gesichtsausdrücke. Dabei

spielen die Hörner eine wichtige Rolle.

Eine Kuh kann mit ihrer Körperhaltung

und ihren Stimmlauten eine ganze Palette

an Emotionen ausdrücken, einschliesslich

Zufriedenheit, Interesse, Wut und

Leid.

Kuh, Kalb, Ochse und Bulle – sie alle

gehören der Tiergruppe Rind an. Die

unterschiedlichen Bezeichnungen

geben uns Auskunft über das Geschlecht

und Alter der Rinder.

• Als Rind bezeichnet man also sowohl

weibliche als auch männliche

Tiere: Eine Kuh ist die weibliche

Bezeichnung und Bulle die

männliche.

• Rinder werden als Kälber bezeichnet,

bis sie sieben Monate alt

sind, unabhängig vom Geschlecht.

Zwischen dem 7. und 12. Lebensmonat

gelten die Tiere als Jungrinder.

Männliche Jungrinder

tragen den Titel Jungbullen.

• Tiere, die zur Zucht eingesetzt

werden, werden Bullen oder gut

Berndeutsch «Muni» genannt.

• Kastrierte männliche Rinder, denen

die Hoden entfernt wurden,

werden dagegen als Ochsen bezeichnet.

• Weibliche Rinder werden als Kuh

bezeichnet, nachdem sie zum

ersten Mal ein Kalb zur Welt gebracht

haben.

Ein Rind produziert

beim Fressen und

Wiederkäuen pro

Tag bis zu 150 Liter

Speichel – und

nimmt an heissen

Tagen bis zu 180

Liter Wasser zu sich.

einem Rudel Wölfe mit Alpha-Tieren und

komplexer Sozialdynamik sehr ähnlich.

Jede Kuh ist imstande, mehr als 100 Herdenmitglieder

zu erkennen.

Sozialbeziehungen sind sehr wichtig

für Rinder, denn sie beeinflussen viele

Bereiche ihres täglichen Lebens. Legt sich

die Herde z. B. für ein Nickerchen ab, hat

Die Milchwirtschaft

ist ein wichtiger

Wirtschaftszweig.

jede Stellung einer Kuh und die Anordnung,

wie die Tiere liegen, einen direkten

Bezug zu ihrem Status in der Herde.

ÜBER 10 000 LITER MILCH PRO JAHR

Kühe wiegen etwa 500 bis 800 kg, Bullen

1000 bis 1200 kg. Die natürliche Lebenserwartung

eines Rinds beträgt maximal

20 Jahre. Im Regelfall haben Rinder Hörner,

hornlose Rinderrassen sind die Ausnahme.

Ein Rind macht beim Fressen und

Wiederkäuen pro Tag 30 000 Kaubewegungen

und produziert bis zu 150 Liter

Speichel. So verwundert es nicht, dass es

an heissen Tagen bis zu 180 Liter Wasser

zu sich nimmt und dabei bis zu 25 Liter

pro Minute schluckt. Hochleistungskühe

produzieren unter günstigen Ernährungs-

und Haltungsbedingungen innerhalb

eines Jahres weit über 10 000 Liter

Milch.

Das Gebiss des Rindes enthält beim erwachsenen

Tier 32 Zähne. In jeder Hälfte

des Unterkiefers befinden sich drei

Schneidezähne und ein Eckzahn, der die

gleiche Grösse hat. Ausserdem befinden

sich auf jeder Seite sechs Backenzähne.

Im Oberkiefer fehlen Eck- und Schneidezähne.

Stattdessen ist dort eine Knorpelleiste

vorhanden. Wie der Unterkiefer

besitzt er auf jeder Seite ebenfalls sechs

Backenzähne. Zwischen den Eckzähnen

des Unterkiefers und der Knorpelleiste des

Oberkiefers und den Backenzähnen ist

jeweils eine grosse Lücke vorhanden. Kurzes

Gras wird zwischen den Schneidezähnen

und der Knorpelleiste eingeklemmt

und mit einem Kopfruck abgerupft.

Bei der Verdauung der Nahrung entstehen

im Pansen wie bei allen Wiederkäuern

Fermentationsgase, die vom Tier

«herausgerülpst» werden, und die beim

Hausrind neben Kohlenstoffdioxid einen

besonders hohen Anteil von Methan enthalten,

insbesondere bei Raufutter.

RINDER HABEN EIN KOMPLEXES

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Rinder wählen konsequent Führungskräfte

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22 WURZEL 07 / 2025


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WURZEL 07 / 2025 23


WUSSTEN SIE SCHON

1

SELTSAMER EFFEKT:

Deshalb wird Sahne steif

Sahne hat einen hohen Fettgehalt, und

die Fetttröpfchen sind von einem eiweisshaltigen

Mantel umgeben. Deshalb

setzen sie sich in der wässrigen Lösung,

aus welcher die Sahne ausserdem besteht,

nicht nach oben ab. Dies nennt

man chemische Emulsion. Genau dies

wird durch das Schlagen der flüssigen

Sahne verändert. Dabei wird der Eiweissmantel

der Fetttröpfchen beschädigt.

Als Reaktion beginnen diese dann

aneinander zu kleben. Gleichzeitig umschliessen

sie die wässrigen Bestandteile

der Sahne ebenso wie die Luftbläschen,

die beim Schlagen in die Sahne gerührt

werden.

Ist es so weit gediehen, sollte man mit

dem Schlagen aufhören. Denn sonst erreicht

man, dass die Luftbläschen aus

dem Gemisch getrieben werden und das

umschlossene Wasser wieder freigesetzt

wird. Man hat dann Butter!

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24 WURZEL 07 / 2025


WAHRHEIT ODER MYTHOS:

Sind Rothaarige wehleidiger?

Ungefähr zwei Prozent aller Menschen

sich rothaarig. In Grossbritannien und

Irland ist diese Haarfarbe am weitesten

verbreitet. Über die Rothaarigen rankten

sich schon immer viele Gerüchte und Mythen.

Sie würden zum Beispiel stärker

bluten. Doch dies stimmt nicht. Ein anderes

Gerücht stimmt jedoch: Studien der

University of Louisville und der Universität

Aalborg weisen nach, dass Menschen

mit roten Haaren tatsächlich ein anderes

Schmerzempfinden haben. Unter anderem

sind sie erheblich kälteempfindlicher.

Schon bei 6 Grad Celsius spüren sie

Kühlschmerzen auf der Haut. Diese setzen

bei Menschen anderer Hautfarbe erst

bei 0 Grad Celsius ein. Auch leiden Rothaarige

stärker an Zahnschmerzen und

reagieren weniger gut auf Schmerz- und

Betäubungsmittel. Sie benötigen im

Schnitt eine bis zu 20 Prozent höhere Dosis,

um unempfindlich zu werden.

Es gibt aber auch einen Schmerz, den

Rothaarige deutlich besser aushalten. Sie

2

können schärfer essen. Die schmerzauslösende

Fettsäure Capsaicin, die über die

Mundschleimhäute in den Körper eindringt,

spüren Rothaarige weniger. Forscher

versuchen derzeit, den Grund dafür

nachzuweisen. Sie vermuten ihn im Gen

MC1R, welches auch für die Rothaarigkeit

verantwortlich ist.

WAS STECKT HINTER DER LIEBE ...

... von Katzen für Karton?

3

FOTOS: ADOBESTOCK.COM/CAVAN IMAGES, MARINA, SKROTOV

Katzen lieben Kartons. Sie zwängen sich

oft sogar in viel zu kleine Schachteln.

Manchmal wählen sie auch Schubladen,

Einkaufstüten und sogar Teekannen. Eine

sichere Erklärung für diese Vorliebe gibt

es nicht. Wir müssen uns deshalb mit Theorien

begnügen. Die Tierärztin Claudia

Vinke an der Uni Utrecht stellte durch

Messungen fest, dass bei unter Stress stehenden

Katzen der Erregungslevel deutlich

sinkt, wenn sie in einen umherstehenden

Karton huschen können. Sich

wegzustecken in einer Box hat offensichtlich

eine entspannende Wirkung.

Der US-Verhaltensforscher Stephen

Zawistowski erklärt dies damit, das Katzen

bis zu 20 Stunden pro Tag schlafen.

Das wäre in freier Wildbahn gefährlich.

Die Suche nach einem sicheren Schlafplatz

steckt den Miezen also in den Genen.

Ausserdem reagieren sie auf Gefahr

typischerweise damit, dass sie davon flitzen

und versuchen, sich möglichst unsichtbar

zu machen. Ganz im Gegensatz

übrigens zum Hund. Dieser legt sich mit

potenziellen Aggressoren durchaus offensiv

an. Beispielsweise indem er versucht,

sie zu verbellen.

Es gibt aber noch einen weiteren

Grund, weshalb Katzen Geborgenheit in

Kartons suchen: Sie lieben die Wärme.

Katzen lieben höhere Temperaturen als

Menschen. Kleine Behältnisse wie Kartons

sind ideale Isolatoren, in denen es

schnell kuschelig wird.

WURZEL 07 / 2025 25


GESCHICHTE DES GELDES: TEIL 1

Von der

Schnecke zum

Schweizer

Franken

Wir bezahlen mit dem Handy, per

E-Banking oder im Notfall gehen wir auch

mal zum Bankomaten, damit wir etwas

Bargeld haben. Doch das war auch schon

komplizierter. Die Geschichte vom Tauschhandel

zur modernen Gesellschaft.

TEXT: BRUNO WÜTHRICH

Teil 1

Was ist Geld? Im Laufe der

Zeit wurde ganz unterschiedliche

Ware als Geld

verwendet. Schmuck, Kleidung,

aber auch verderbliche Ware wie

zum Beispiel Getreide oder auch Vieh.

Alles, was jemand anzubieten hatte und

von einem anderen verwendet werden

konnte, konnte als Zahlungsmittel dienen.

Wer Stoff für ein Kleidungsstück benötigte,

konnte den Weber mit Getreide

bezahlen, wenn dieser denn auch tatsächlich

gerade Getreide benötigte. Weil das,

was man selber anzubieten hatte, nicht

immer von demjenigen benötigt wurde,

von dem man etwas erwerben wollte,

konnte die Sache kompliziert werden.

Das nach Raum und Zeit am weitesten

verbreitete Zahlungsmittel waren die

Kaurischnecken, oft auch Kaurimuscheln

genannt, weil sie wie Muscheln aussehen.

Als Muscheln tarnen sich die Kaurischnecken

aber nur, um sich vor Fressfeinden

zu schützen. Das bewahrte sie aber nicht

davor, zum erfolgreichsten Zahlungsmittel

der bisherigen Weltgeschichte zu werden.

Das Gehäuse der Kaurischnecke ist

handlich, stabil und nahezu fälschungssi-

Kaurimuscheln waren

lange Zeit als Zahlungsmittel

weit verbreitet.

Kaurimuscheln

waren lange Zeit

als Zahlungsmittel

weit verbreitet.

FOTO: ADOBESTOCK.COM/ ANDRI, VINAYAK JAGTAP, OSVALDO

26 WURZEL 07 / 2025


cher. Es war deshalb ein ideales Zahlungsmittel.

Ursprünglich stammen die

Schnecken von den Philippinen, den Malediven

und den Küsten Ostafrikas. Zum

Einsatz kamen sie aber in Asien und weiten

Teilen Afrikas. Funde in China lassen

darauf schliessen, dass die Kaurischnecke

dort bereits 2000 Jahre v. Chr. Als Zahlungsmittel

genutzt wurde. Noch 1960,

also fast 4000 Jahre später, müssen die

Mitglieder einer niederländischen Expedition

in Neu Guinea zunächst Kaurischnecken

auftreiben, als sie im Hafen

ankommen. Die einheimischen Träger

weigern sich nämlich, ein anderes Zahlungsmittel

anzunehmen. Denn wer will

schon Gold und Silber, wenn er Schnecken

haben kann?

Was lustig tönt, ist eine Sache des Vertrauens.

Ein Zahlungsmittel ist dann vertrauenswürdig,

wenn man sich sicher sein

kann, dass es seinen Wert behält und man

damit auch selbst jemanden bezahlen

kann. Bis nach Europa oder Kleinasien

kommen die Kaurischnecken aber nicht.

Die Menschen hier zahlen zu dieser Zeit

mit Naturalien wie Vieh, Getreide oder

auch mit ihrer Arbeit als Gegenleistung.

Ein richtiger Handel entsteht so aber

nicht. Und wie wir gesehen haben, hat ein

solcher Tauschhandel seine Tücken. Am

handlichsten als Mitbringsel waren Metallstücke.

Diese wiederum musste man

jedoch abwiegen, um zu erkennen, wie

wertvoll sie waren. Beauftragt wurden

damit eine Art Zwischenhändler, die dann

den Wert schätzen mussten.

Krösus (oben)

liess die ersten

Goldmünzen prägen.

Unten: Auch

Tiere konnten als

Zahlungmittel

dienen.

Für viele Menschen

war das Abbild auf

den Münzen das einzige

Bild, das sie von

ihrem Oberhaupt

hatten.

MÜNZEN VEREINFACHEN DEN HANDEL

Mit Münzen wurde die Sache einfacher.

Die ersten Münzen kommen im 7. Jahrhundert

v. Chr. In Lydien auf, einem Königreich

auf dem Gebiet der heutigen

Türkei. Damals liess Krösus, der legendäre

letzte König Lydiens, die ersten Goldmünzen

prägen, die sich durch Handel

verbreiteten. Als «Krösus» gilt heute eine

Person, die über Reichtümer verfügt, also

im Verhältnis zu anderen sehr reich ist.

Der Name hat also als Begriff die Jahrtausende

überlebt, und damit ist geklärt,

woher, diese Bezeichnung stammt.

Bei einer Münze brauchte man den

Wert nicht mehr abzuwiegen, sondern

wusste durch die Grösse und allenfalls

durch das darauf gestanzte Bild, wie wertvoll

diese war. Was uns heute selbstverständlich

erscheint, war für die Menschen

damals ein echtes Novum: ein Stück Metall,

damals eine Gold-Silber-Mischung,

platt gedrückt und mit einem Symbol darauf.

Ein bebildeter, flacher Metallklumpen.

Dies war ziemlich praktisch, bedingte

aber, dass ihn alle als Zahlungsmittel

akzeptieren. Nötig dazu war, dass eine

Person, am besten ein Herrscher, für den

Wert der Münze garantierte. Geld hatte

also bereits damals mit Vertrauen zu tun.

War dieses gegeben, beschleunigte es den

Handel. Letztlich steht also der Herrscher,

der die Münze prägen lässt, für deren

Wert gerade. Doch auch wenn die Menschen

ihrem Oberhaupt nicht so recht

trauen, bleibt ihnen immer noch der Metallwert

der Münze, also das Gold, Silber

oder Kupfer. Ein allzu grosses Risiko besteht

also nicht, wenn sie die Münze als

Zahlungsmittel akzeptieren.

Die neue Kultur des Bezahlens breitet

sich von Kleinasien nach Europa aus.

Auch die Herrscher im antiken Griechenland

und Rom lassen Münzen prägen. Irgendwann

entdecken sie, dass sie die

aufgeprägten Symbole auf der Münze für

sich nutzen können. Damals gab es noch

kein Radio und kein Fernsehen, und auch

keine Zeitungen. Das Einzige, was seriell

hergestellt wurde, waren die Münzen. Sie

waren deshalb nicht nur Zahlungsmittel,

sondern auch Bildträger. Die Herrscher

beginnen damit, ihr eigenes Abbild auf

die Münzen prägen zu lassen. Für viele

Menschen ist dies das einzige Bild, das sie

von ihrem Oberhaupt haben.

WURZEL 07 / 2025 27


GESCHICHTE DES GELDES: TEIL 1

THRAKIEN

Schwarzes Meer

INFO

Etwas auf dem Kerbholz haben

Troja

Smyrna

Sardes

Ephesos

Milet

LYDIEN

Mittelmeer

Die ersten Münzen kamen im

7. Jh. v. Chr. in Kleinasien auf.

KILIKIEN

RÜCKFALL IN DEN TAUSCHHANDEL

Mit dem Ende des römischen Reiches endet

die antike Münz-Aera. Zwar gibt es

hie und da noch vereinzelt Münzsysteme

in Europa, aber insgesamt wird das Bezahlen

in den folgenden Jahrhunderten

wiederum mühselig und aufwendig. Das

reiche Kloster Fulda in Hessen zahlt im

Jahr 827 für ein Stück urbar gemachtes

Land mit acht Schwertern, fünf Stück

Tuch, vier Stück Vieh, einem Pferd und

zwei Paar Ohrringen. Im Mittelalter war

also die Naturalwirtschaft wiederum weit

verbreitet, und der Übergang zur erneuten

Geldwirtschaft musste wieder neu

geschaffen werden.

Ein Hilfsmittel für die

Buchführung in früheren

Zeiten war das

Kerbholz. Und das

funktionierte so:

Wenn jemand eine

Dienstleistung erbrachte

oder eine

Ware verkaufte und

nicht gleich eine Gegenleistung

erhielt,

hielt man dies auf einem

Kerbholz fest.

Das Kerbholz war ein

in der Lange zweigeteiltes

Holz, in welchem

man Zeichen

einritzte oder einbrannte,

die für bestimmte

Leistungen

oder Waren und Mengen

standen. Danach

bleib ein Teil des

Kerbholzes beim

Gläubiger, eines ging

an den Schuldner. Bei

der Abrechnung

mussten beide Teile

exakt übereinstimmen.

Nach der Abrechnung

und Bezahlung

wurde das Holz

«abgekerbt», es wurden

also die Kerben

mit Feile, Hobel oder

Messer entfernt. Das

Kerbholz tauchte

erstmals ungefähr im

9. Jahrhundert auf

und war im ländlichen

Geschäftsverkehr,

etwa zwischen

Bauern und Handwerkern,

noch bis ins

19. Jahrhundert gebräuchlich,

im Sennereiwesen

sogar teilweise

bis ins 20.

Jahrhundert. Da die

Einkerbungen des

Kerbholzes meistens

für Schulden gestanden

haben dürften,

kam es zum negativen

Unterton der Redewendung.

Wenn

man heute «etwas

auf dem Kerbholz

hat», ist dies nichts

Positives.

Auf dem Kerbholz wurden

Schulden eingetragen.

ERNEUTER ANLAUF

Dieser erneute Übergang begann im 12.

Jahrhundert im Norden Italiens, der zu

dieser Zeit fortschrittlichsten Region im

Europa der damaligen Zeit. Dieser Wandel

führte zu einer Arbeitsteilung zwischen

Stadt und Land. Fortan wird in den

Städten vorwiegend das Handwerk ausgeübt,

während auf dem Land Getreide und

andere Naturalien produziert werden. Die

Münzen dienen dann als Medium des Tausches

und befeuern so wiederum die Handelstätigkeit.

Die Bauern müssen ihr in

den Städten produziertes Handwerkzeug

nicht mehr mit Getreide bezahlen, das sie

dafür mühsam in die Stadt hätten schleppen

müssen. In Oberitalien kursieren deshalb

bald einmal die Denare und später

auch die Grosso, was auf Deutsch so viel

wie Groschen heisst. Auch der Fernhandel

blüht auf. Auf den Märkten in der Stadt

gibt es Luxusgüter wie Seide, Ziegenleder,

Pfeffer und Safran zu kaufen. Deswegen

wollen auch die Gutsbesitzer bald Münzen

haben, denn die fahrenden Händler

tauschen ebenfalls nicht mehr gegen Getreide.

Was sollten sie auch auf ihren Reisen

damit anfangen?

Wer Luxusgüter bei ihnen kaufen will,

braucht Münzgeld. Die Gutsherren fangen

also an, von den Bauern, die ihre Felder

bestellen, Geld zu fordern, anstatt

Die Bauern müssen

ihren Weizen nun in

der Stadt verkaufen,

um an Münzen zu

kommen. Für sie ist

das eine zweischneidige

Sache.

einen Anteil des Weizens. Deshalb müssen

die Bauern ihren Weizen nun in der

Stadt verkaufen, um an Münzen zu kommen.

Für sie ist dies eine zweischneidige

Sache. Einerseits können sie ihren Weizen

nun an den Meistbietenden verkaufen.

Für einen unternehmerisch denkenden

Bauern kann sich dies durchaus lohnen.

Aber es hat auch seine Kehrseite:

Gleichzeitig sind sie nämlich auch den

Fluktuationen des Marktes ausgesetzt.

Sie müssen dann produzieren und verkaufen,

auch wenn die Nachfrage gerade

niedrig und die Preise im Keller sind. Solange

die Bauern lediglich einen Anteil

des Weizens an ihren Gutsherrn abliefern,

können sie sich Gedanken über Angebot

und Nachfrage ersparen. Sie produzieren,

was der Gutsherr will und davon

28 WURZEL 07 / 2025


Platt gedrückte

Metallklumpen

erwiesen sich

als praktisches

Zahlungsmittel.

so viel, wie er will. Das heisst, sie leisten

Dienst nach Vorschrift, sind abhängig,

und werden, wenn es schlecht läuft, vom

Gutsherrn unterhalten.

Gemäss dem Soziologen Georg Simmel

(1.3.1858 bis 26.9.1918), der im 19.

Jahrhundert entsprechende Nachforschungen

tätigte, hat der Übergang zur

modernen Geldwirtschaft weitreichende

Folgen. Demzufolge hat sich Geld auch

deswegen durchgesetzt, weil damit Abhängigkeiten

aufgelöst wurden. Die Bauern

konnten sich damit von den Nahbeziehungen

vorkapitalistischer Dorfgemeinschaften

befreien. Doch was Simmel

Freiheitsgewinn nennt, kann man auch

anders beschreiben. Denn für Niklas Luhmann

(8.12.1927 bis 6.11.1998), ebenfalls

ein bekannter Soziologe, aber aus

Das Getreide, die

Eier und die Wurst

gehen an den

Höchstbietenden. In

der Geldgesellschaft

erhalten alle diese

Dinge einen Preis.

dem 20. Jahrhundert, ist Geld etwas, was

die Menschen voneinander trennt. Ein

soziales Distanzierungsmittel. Statt mit

dem Nachbarn Eier gegen Wurst zu tauschen,

verkaufen die Bauern ihre Waren

lieber in der Stadt. Dadurch verlieren die

dörflichen Strukturen an Bedeutung. Das

Getreide, die Eier und die Wurst gehen an

den Höchstbietenden. In der Geldgesellschaft

erhalten all diese Dinge einen

Preis. Gemäss Luhmann ist dies die Voraussetzung

dafür, dass Menschen nicht

mehr von Nahbeziehungen abhängig

sind, sondern sich als Individuen in einer

komplexen Gesellschaft bewegen können.

Der soziale Normalfall ist demzufolge

der Umgang mit Fremden, und nicht

mit Menschen, die man bereits ein Leben

lang kennt.

Das Bezahlen mit Münzen breitet sich

in Europa in der Folge immer weiter aus.

Zuerst in den Städten, dann auch auf dem

Land.

Fortsetzung folgt

WURZEL 07 / 2025 29


IN EIGENER SACHE

WURZEL

DAS POSITIVE MONATSMAGAZIN FÜR DEN OBERAARGAU

Sehr geehrte alle

Vorneweg sei es gesagt: Ich schätze

«Wurzel» sehr und freue mich jedes

Mal auf seine Zustellung. Weiter so!

Nr. 55 – 6/2025

Stellen und

Lehrstellen

ab Seite 29.

Gerne beziehe ich mich auf den Leserbrief

in Ihrer Ausgabe Nr. 55. Dem Verfasser

Herrn Bruno Unternährer möchte

ich noch ein weiteres Buch zum Burechrieg

empfehlen. Es hat den Titel «Der

Rebell vom Eggiwil» und wurde von

Urs Hostettler geschrieben und erschien

im Zytglogge Verlag Bern. Vielleicht

können sie dies Weiterleiten oder als

Kommentar zur Rubrik Leserbriefe erwähnen.

Zum Thema «Burechrieg» habe ich im

Zusammenhang mit dem Freilichttheater

Huttwil ebenfalls einen Leserbrief

verfasst. Leider ist er nicht mehr brandaktuell

... nein, halt, er behält ja seine

Aktualität. Ich füge diesen gerne bei.

Vielleicht können Sie ihn ja in einer angepassten

Kolumne veröffentlichen,

was mich natürlich sehr freuen würde.

Freundliche Grüsse

Robert Gerber, Rohrbach

Lieber Robert Gerber

Leider hat Ihr beigefügter Leserbrief

in dieser Ausgabe keinen Platz mehr.

Wir reservieren jedoch gerne in der

Oktober-Ausgabe einen Platz dafür.

Herzliche Grüsse

Ihr WURZEL-Team

REGION OBERAARGAU

Silvia Jäger vernetzt

Unternehmen und

Behörden in der Region.

Doppelt

hält besser

Saskia Lüchinger und Michael Grob

leiten seit Anfang dieses Jahres

gemeinsam das Stadttheater Langenthal.

NATIONAL LEAGUE

Vorschau auf

die Qualifikation

für 2025/26.

Guten Tag

Kürzlich habe ich aus den USA eine

E-Mail erhalten von einem Donald

Kopp, dessen Vorfahren ca. 1900 aus

der Schweiz nach Wisconsin emigriert

sind. Er nannte zwei Namen: Fred

und John Kopp, die von Ochlenberg

stammten. Er hätte gerne weitere

Angaben zu dieser Familie.

Mein Anliegen: Gibt es im Raum

Oberaargau jemanden, der sich mit

Familienforschung beschäftigt und

sich auskennt, den ich Herrn Kopp als

Bezugsperson angeben könnte?

Ich selber bin an der Zusammenstellung

meiner Vorfahren, die alle aus

Obwalden stammen, und arbeite mit

My Heritage im Netz (wo Herr Kopp

auf meinen Namen gestossen ist). In

Bern ist das Staatsarchiv nicht so

leicht zugänglich wie in Obwalden, wo

ich jederzeit vor Ort in die Stammbücher

bzw. dessen Abschriften Einsicht

nehmen kann. Und ich möchte mich

nicht selber weiter mit den Kopps vertiefen,

wäre aber dankbar, wenn ich

dem Herrn in den USA mit einer Referenzperson

weiterhelfen könnte.

Freundliche Grüsse

Alois von Rotz, Niederönz

WUSSTEN SIE

Über Schnarchen,

schönes Wetter

und Blumentopferde.

Ihre Meinung

interessiert uns

Sind Sie mit etwas nicht einverstanden?

Haben Sie Fragen, die auch andere

Leser interessieren könnten?

Oder haben Sie eine Ergänzung zu

einem Artikel?

Dann schreiben Sie uns. Wir reservieren

Platz für Sie. Oder möchten

Sie über ein Thema, das wir noch

nicht gebracht haben, mehr erfahren?

Wir können Ihnen zwar keinen

Artikel darüber garantieren. Aber

prüfen werden wir Ihren Vorschlag

ganz bestimmt.

Wir wissen noch nicht, was auf uns

zukommt, wenn wir die Möglichkeit

zu Leserreaktionen bieten. Möglich,

dass keine einzige kommt. Ebenfalls

möglich, dass wir nicht alle

Ihre E-Mails und Briefe publizieren

können, und deshalb eine Auswahl

treffen müssen. Schreiben Sie aber

bitte nicht allzu viel. Sonst müssten

wir Ihren Beitrag eventuell kürzen.

Beiträge mit beleidigendem, diffamierendem,

rassistischem und sexistischem

Inhalt werden nicht veröffentlicht.

Aus dem History-Artikel der

Ausgabe 5: Bauern und Herren

stehen sich im Kampf gegenüber.

Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

Ihr WURZEL-Team

IMPRESSUM

Herausgeber: WURZEL Verlag GmbH, Marktgasse 11,

4950 Huttwil, Tel. 076 630 33 02, info@wurzel.ch, www.wurzel.ch

Redaktioneller Leiter: Bruno Wüthrich

Geschäftsleitung: Sebastian Wüthrich

Kundenberatung: Alice Travaglini Layout: tnt-graphics AG,

www.tnt-graphics.ch | Auflage: 44 000 Exemplare

Erscheinung: monatlich | Druck: Stämpfli Kommunikation, Bern

Versand: Die Post

SCHREIBEN

SIE UNS

E-Mail:

info@wurzel.ch

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Marktgasse 11

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30 WURZEL 07 / 2025


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