Wurzel_25_07_September_ES
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WURZEL
DAS POSITIVE MONATSMAGAZIN FÜR DEN OBERAARGAU
Nr. 56 – Sept./2025
Stellen und
Lehrstellen
auf Seite 31.
Vollgas
auf allen Bühnen
Christa Rytz tanzte auf grossen
Bühnen und führt heute erfolgreich
das Dance Center Langenthal.
DUMME KUH?
Von wegen! Das Tier
tut viel für Swissness
und Wohlstand.
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Geschichte der
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2 WURZEL 07 / 2025
EDITORIAL / INHALT
18
Liebe Leserin,
lieber Leser
Ich gebe es zu: Obwohl ich die Errungenschaften,
die mir dank der digitalen
Welt zur Verfügung stehen, schätze und
sehr gerne nutze, trauere ich ein wenig
den Zeiten hinterher, als die Welt noch
analog war. Will heissen, als noch nicht
jede Person ein oder zwei Handys hatte.
Einer Zeit auch, als man beim Einkaufen,
im Ausgang oder anderweitig unterwegs
jemanden kennenlernen konnte.
Eine Person sogar, mit welcher sich im
optimalen Fall eine gute, verlässliche
und langjährige Freundschaft oder sogar
mehr entwickeln konnte.
Natürlich ist dies auch heute noch
möglich. Aber die Chancen dafür sind
erheblich kleiner geworden. Andere
Menschen, so scheint es, lernt man
heute fast nur noch online kennen.
Unbestritten ist, dass dies oft sehr gut
funktioniert und langfristig halten kann.
Es geht mir also nicht darum, etwas
schlecht zu reden oder zu schreiben,
was ohne jeden Zweifel einen grossen
Nutzen hat.
Aber manchmal habe ich den Eindruck,
die Leute rechnen gar nicht mehr
damit, dass man andere Menschen auch
ohne Handy, Internet, soziale Medien
und Dating-Portale kennenlernen kann.
Sie haben ihren Blick auf ihre Handys
gerichtet und nehmen die Menschen um
sich herum kaum mehr wahr. Das ist
schade. Deshalb freue ich mich sehr
darüber, dass es mir vergönnt ist, jeden
Monat von neuem Personen kennenzulernen,
die ich interviewen und somit
kennenlernen darf und die mich immer
wieder positiv überraschen.
24 26
04 INTERVIEW
Im Leben von Christa Rytz
dreht sich viel ums Tanzen.
Die geschäftige 43-Jährige
erzählt über ihre Tätigkeiten
als Tanzlehrerin und
Tänzerin bei prominenten
Showstars.
16 AUTO + MOTO NEWS
Aktuelle Angebote,
Aktionen und Neuheiten
aus der Region.
18 DIE KUH
In der Schweiz hat das
Tier einen hohen Stellenwert
und trug schon in
der Vergangenheit viel
zum Wohlstand der
«Kuhschweizer» bei.
22 HANDWERK + BAU PROFIS
Die Spezialisten für Handwerk
und Bau – aus der
Region, für die Region.
23 GASTRONOMIE
Wo sich das Einkehren ganz
besonders lohnt.
24 WUSSTEN SIE SCHON ...
... warum Katzen Karton
so sehr lieben, warum Sahne
beim Schlagen steif wird
und ob Rothaarige wehleidiger
sind als Menschen
mit anderer Haarfarbe?
26 GESCHICHTE DES GELDES
In einer dreiteiligen Serie
erzählen wir die Geschichte
des Geldes – von den Kaurimuscheln
übers Kerbholz
bis zum E-Banking.
30 IN EIGENER SACHE /
IMPRESSUM
Leserbriefe: Die Seite
für unsere Leserinnen
und Leser.
31 STELLENANZEIGEN
Freie Stellen und Lehrstellen
in der Region.
Viel Spass beim Lesen dieser Ausgabe
Ihr Bruno Wüthrich
WURZEL 07 / 2025 3
INTERVIEW
Von der
Leidenschaft
getragen
Tanzen ist ihr Leben, ihre Leidenschaft,
ihr Beruf und ihr Business. Sie tanzte auf
Tourneen und Bühnenshows von DJ Bobo,
Bligg und Stress. Heute führt die Mutter
von vier Kindern und zwei Pflegekindern
fünf Firmen. Christa Rytz erzählt aus
ihrem reichen Leben.
TEXT: BRUNO WÜTHRICH; FOTOS: MARKUS JEGERLEHNER
WURZEL 07 / 2025 5
INTERVIEW
A
Auf dem Langenthaler Porzi-Areal, wo
früher das bekannte Langenthaler Porzellan
produziert wurde, steht seit 2002 das
Dance Center Langenthal, welches mittlerweile
eine beeindruckende Infrastruktur
vorzuweisen hat. 44 Angestellte, davon
6 Vollzeit, sorgen für den reibungslosen
Betrieb. Fünf Firmen sind an dieser
Adresse registriert, alle geführt von Christa
Rytz, die auch noch selbst Tanzunterricht
erteilt. Mit ihrem Lebenspartner
Giovanni Romeo, der ebenfalls in den
Firmen beschäftigt ist, managt sie zudem
souverän ihre achtköpfige Familie.
WURZEL: Sie waren als Tänzerin mit DJ
Bobo auf Tournee und haben choreografiert
für Show- und Musikgrössen
wie Stress und Bligg. Wie kam es dazu?
Christa Rytz: Da müsste ich weit ausholen.
Eigentlich sollten wir das Interview
an einem anderen Punkt beginnen.
Sie meinen damit am Anfang, wo alles
begann. Will heissen, die Tournee-Teilnahmen
haben mit dem zu tun, was Sie
bis dahin geleistet und sich angeeignet
haben, aber sie sind nicht der Auslöser
für Ihre Laufbahn?
Die Tourneen waren etwas, wofür ich
mich beworben habe und für die ich engagiert
wurde, weil ich etwas konnte, was
da verlangt wurde. Sie waren eine Bereicherung
für mein Leben. Etwas, was ich
unbedingt machen wollte.
Wie dürfen wir uns das Tourneeleben
vorstellen? War das Highlife und
Rock‘n’Roll oder war das harte Arbeit?
Das war harte Arbeit. Und je länger die
Tournee, desto mehr ging sie an die Substanz.
Eine normale Tanzshow endet nach
etwa zehn bis zwölf Minuten. Die Auftritte
bei den Tourneen dauerten aber zwischen
zwei und zweieinhalb Stunden und
es war noch Akrobatik mit dabei. Nach
den Auftritten gingen wir meistens noch
etwas essen und zogen uns dann in unsere
Hotelzimmer zurück. Oft war ja der
nächste Auftritt bereits am kommenden
Tag. Da mussten wir wieder bereit sein.
Es gab aber sicher auch Tage ohne Auftritt.
Ja, da konnten wir etwas unternehmen.
Unsere Tourmanager sorgten dafür, dass
wir jeweils in der Stadt, in der wir gerade
waren, wussten, wo was los war, und organisierte
für uns das Eine oder Andere.
Aber auch die auftrittsfreien Tage waren
nicht völlig frei von Arbeit. Oft hatten
wir noch Trainings oder mussten uns um
unsere Kostüme kümmern, die beim
letzten Auftritt Schaden erlitten hatten
und deshalb geflickt oder ersetzt werden
mussten.
Christa Rytz lebt
fürs Tanzen. Ihre
Karriere begann sie
bereits mit vier
Jahren.
6 WURZEL 07 / 2025
Ich nehme an, dass bei solch intensiven
Tourneen das Team stimmen muss.
Was wurde für die Teambildung gemacht?
Das stimmt. Das ist Teamarbeit und das
Menschliche muss stimmen. Wir sind an
freien Tagen oft etwas zusammen essen
gegangen oder haben gemeinsam etwas
unternommen.
René Baumann (alias DJ Bobo) hat jeweils
gewaltige Shows inszeniert.
Ja, er ist ein begnadeter Showstar und
Geschäftsmann. Er ist aber gleichzeitig
ein sehr angenehmer Mensch, der mit jedem
Crewmitglied immer auf Augenhöhe
kommuniziert. Dabei war das alles eine
Riesensache. Er hatte einen Tour-Manager,
jemanden, der ihn schminkt, jemanden
für dieses und jemanden für jenes,
insgesamt waren 12 Leute um ihn herum,
die managen, schauen und tun, und ich
lernte, was alles wichtig ist für eine solche
Tournee. Das alles hat mich sehr beeindruckt,
denn ich hatte bisher alles als
One-Woman-Show organisiert. Hier lernte
ich, dass auch ich künftig würde Leute
anstellen müssen, um Aufgaben zu delegieren.
Auch andere Schweizer Showgrössen
haben Sie engagiert.
Das stimmt. Für Stress choreografierte
ich die Bühnenperformance zum Song
«Au poste». Für die Show organisierte ich
sechs Tänzerinnen, die in Polizeiuniform
auftraten. Auch Bligg engagierte mich
mehrmals. Für ihn choreografierte ich
den Videoclip zu «Manhattan» und die
Bühnenperformance zum Lied «Chef» für
die Swiss Music Awards.
Wir haben gesehen, dass es kein Zufall
ist, dass Sie mit diesen Showgrössen
zusammengearbeitet haben. Trotzdem
die Frage: Wie haben diese Zusammenarbeiten
Ihr Leben beeinflusst?
Ich hätte diese Leute privat wohl nicht
einfach so kennengelernt. Von ihnen habe
ich sehr viel gelernt. Ich habe miterlebt,
wie diese Menschen ticken und wie
sie arbeiten, das hat mir sehr viel gebracht.
Zudem haben meine Schülerinnen
und Schüler gewusst, mit wem ich
da gearbeitet habe und teilweise vor
20 000 Menschen aufgetreten bin. Das
hat natürlich dem Dance Center Auftrieb
gegeben und zusätzliche Kunden gebracht.
Ich war dadurch auch vermehrt
in den Medien und dadurch wurde das
Dance Center über Langenthal hinaus
bekannt.
Mit DJ Bobo konnte Christa Rytz im Jahr 2002 mit auf die
«Chihuahua»-Werbetour nach Spanien.
Themenwechsel: Ist es richtig, wenn
man sagt, Tanzen ist Ihr Leben?
Ja, das kann man sagen. Auch wenn ich
noch viele andere Dinge mache. Aber von
all diesen Dingen ist mir das Tanzen das
Liebste.
Woher kommt das?
Das war schon in meiner frühsten Jugend
präsent. Es ist wie bei anderen auch:
wenn die Leidenschaft deiner frühen
«Für Stress choreografierte
ich die
Bühnenperfomance
zum Song «Au
poste». Auch Bligg
engagierte mich
mehrmals.»
Kindheit die Teenagerjahre überdauert,
dann bleibt sie fürs Leben. Bei mir ist ja
aus diesem Hobby mein Beruf geworden.
In welcher Form war die Leidenschaft
bereits in Ihrer Jugendzeit präsent?
Mein Mami hat mich damals jede Woche
von Thunstetten durch den Schorenwald
ins Training bei der Dance Center K.
Stauffer GmbH gefahren, welche 1974
von Klaus Stauffer gegründet wurde. Es
gab schon damals viele Leute, die hier
tanzten. Das Angebot hiess zu dieser Zeit
«Vorschulgymnastik», war also für vier-
bis fünfjährige Kinder. Der Unterricht
orientierte sich am Ballett und wir Kinder
mussten entsprechend auch Ballettkleidchen
und -schläppchen tragen.
Aber es ist ja dann nicht bei Ballett geblieben.
Nein, denn es gab ja auch andere Angebote
im Dance Center, die mich irgendwann
interessierten. Zum Beispiel Jazzdance
oder Hip-Hop, das damals noch sehr neu
war und noch etwas schräg angeschaut
wurde. Zeitlich kann man es ungefähr so
einordnen: Mit vier oder fünf Jahren begann
ich mit Ballett, mit Zehn mit Jazzdance
und mit Vierzehn mit Hip-Hop, welches
mich danach am meisten faszinierte.
Weshalb?
Weil mir die Musik gefällt und weil man
zu jedem Stück tanzen kann. Hinzu kamen
die Videoclips, zum Beispiel auf Viva,
das vielleicht einigen von uns noch
bekannt ist. Einige Moderatoren und Moderatorinnen
von Viva haben ja später
auch getanzt. Es gab damals auch internationale
Tanz-Workshops, die man besuchen
konnte.
Hatten Sie Vorbilder?
Ich war damals ein grosser Fan von Michael
Jackson. An der Wand in meinem
Zimmer hing ein grosses Poster von ihm
und ich wollte unbedingt so tanzen können
wie er. Hip-Hop kam damals seiner
Art zu Tanzen am nächsten. Heute würde
man dies allerdings Funkjazz nennen.
Irgendwann beschränkten Sie sich
dann nicht mehr aufs Tanzen.
WURZEL 07 / 2025 7
INTERVIEW
Das stimmt. Ich begann, mich auch für
Choreografien zu interessieren und fand,
dass es doch schön wäre, mal eine eigene
Choreo zu tanzen. So begab es sich, dass
es für das Abschlussfest im Kreuzfeld-
Schulhaus eine Choreografie brauchte.
Also übte ich mit meinen KlassenkameradInnen
auf dem Schulhof eine ein. Zufälligerweise
spazierte damals Klaus Stauffer
vorbei und hörte, wie da jemand
zählte. «Fünf, sechs, sieben, acht, nochmals!».
Das hat ihn natürlich interessiert
und er hat gesehen, wie ich als eine seiner
Schülerinnen mit den anderen Jugendlichen
diese Choreo einübte.
Lassen Sie mich raten: Er stellte Sie
gleich als Kursleiterin ein.
Nicht ganz. Aber etwas später fiel dann
kurzfristig ein Tanzlehrer aus. Oder besser
gesagt, er erschien einfach nicht. Da
fragte Klaus: «Du, ich habe dich doch
«Insgesamt war ich
jede Woche 25
Stunden am Tanzen,
denn ich musste
ja selbst auch üben
und war bei mehreren
Tanzgruppen
mit dabei.»
kürzlich beim Schulhaus gesehen. Willst
du nicht einspringen und diese Stunde
geben?» Ich entschloss mich, es zu versuchen,
schob eine CD ein und gab diese
Stunde. Die Leute sagten dann an der Rezeption,
es hätte ihnen gefallen.
So schnell rutscht man irgendwo rein,
wenn man etwas kann.
Ja, dabei hatte ich ja keine klassische Tanzausbildung.
Ich tanze aber seit meinem
vierten Lebensjahr und habe überall in
der Schweiz Tanzstunden genommen.
Aufgrund dieser ersten Tanzstunde durfte
ich dann später eine fixe Stunde übernehmen.
Zu dieser kamen dann immer
mehr Leute, sodass wir sie aufteilen
mussten in zwei Tanzstunden. Das steigerte
sich bis hin zu acht Stunden. Also
unterrichtete ich an zwei Abenden die
Woche je vier Stunden im Dance Center.
Dabei blieb es aber nicht.
Nein. Ich besuchte dann das Gymnasium
in Bern. Dort gibt es die New Dance Academy.
Diese Tanzschule interessierte
mich, weil sie anders war als das Dance
Center in Langenthal. Und ich fand halt
Bern noch etwas wichtiger als Langenthal.
Ich bewarb mich und war damit erfolgreich.
Also konnte ich auch in Bern noch
vier Lektionen pro Woche absolvieren.
Später kam auch noch Schönenwerd dazu,
wo es auch ein Tanzatelier gibt, und wo ich
ebenfalls noch vier Lektionen erteilte.
In welchem Alter begann das mit dem
Erteilen des Unterrichts?
Das begann, als ich 17 Jahre alt war mit
einer wöchentlichen Stunde und das steigerte
sich bis zu 16 wöchentlichen Lektionen
Unterricht während dem ich das Gymnasium
absolvierte. Insgesamt war ich
jede Woche 25 Stunden am Tanzen, denn
ich musste ja selbst auch üben und war
zudem bei mehreren Tanzgruppen mit dabei.
Neben dem Tanzen war ich in einem
Kino als Platzanweiserin und in einem Fitnesszentrum
als Putzkraft engagiert. Dies
alles, um genügend Geld zu haben, um
meine eigenen Tanzstunden und die übrigen
Kosten finanzieren zu können.
In welchen Tanzgruppen waren Sie engagiert?
Eine war in Zürich und hiess «Culture
Shock», die andere war die «Emotion
Dance Crew» in Bern. Dann hatte ich
auch noch eine eigene Formation zusammen
mit meiner Freundin Fanny, mit der
ich mit vier Jahren angefangen hatte zu
tanzen. Unsere Gruppe hiess «Gruv Cru».
Wir diskutieren jetzt besser nicht über die
Schreibweise (lacht). Und dann natürlich
die «iNZANE Dance Crew». Die war sehr
wichtig für mich.
Aber ganz unter uns gefragt: Wie war
dies alles zu schaffen?
Ich musste mich halt gut organisieren.
Und irgendwann reichte die Zeit nicht
mehr, um von Thunstetten mit dem Velo
nach Langenthal zu fahren, um dort mit
dem Zug an meine Arbeitsplätze in Bern,
Zürich und Schönenwerd oder zu meinem
damaligen Freund nach Luzern zu reisen.
Also mietete ich eine Wohnung direkt im
Bahnhof Langenthal, welche von der SBB
vermietet wurde. Dort blieb ich dann
ziemlich lange, bis ich mit Lia, meiner ältesten
Tochter schwanger wurde.
Sie waren also mittlerweile schon fast
ein Vollprofi.
Fast könnte man dies meinen. Aber meine
Eltern meinten, ich solle doch noch einen
bürgerlichen Beruf lernen. Ich könne
Ballett,
Jazzdance, Hip-
Hop: Die Leiterin
des Dance Centers
Langenthal beherrscht
viele
Tanzstile.
doch nicht nur tanzen. Sie fragten sich
und mich, was denn wäre, wenn ich mir
ein Bein breche oder mein Rücken nicht
mehr funktioniert. Also studierte ich in
Bern Sekundarschullehrerin und erwarb
mir mein Patent, von der siebten bis zur
neunten Klasse zu unterrichten. Danach
arbeitete ich fünf Jahre lang auf diesem
Beruf.
Liess sich dies denn mit dem Tanzen
kombinieren?
Mit der Zeit immer weniger. Schliesslich
war es dann gar nicht mehr möglich. Immer
wieder musste ich während des
Schulunterrichts irgendetwas für das
Dance Center organisieren. Zum Beispiel,
wenn jemand ausgefallen war. Auf der
anderen Seite korrigierte ich dann an der
Rezeption des Dance Centers bis spätabends
die Proben meiner SchülerInnen.
8 WURZEL 07 / 2025
ZUR PERSON
Christa Rytz
Christa Rytz wurde am 8.9.1982
in Thunstetten als Tochter von Annamarie
und Christoph Rytz geboren.
Ihre Mutter arbeitete als Musikgrundschullehrerin
und der
Vater als Lehrer für Geografie und
Geschichte am Gymnasium Langenthal.
Sie wuchs ohne Geschwister,
dafür mit zwei Katzen in
Thunstetten auf und besuchte von
dort aus in Langenthal die Sekundarschule
Kreuzfeld und später
das Gymnasium NMS und die Universität
in Bern. 2021 wurde sie
für ihre Tätigkeiten im Dance Center
mit dem Kulturpreis der Stadt
Langenthal ausgezeichnet.
2012 hängte ich die Schule an den Nagel,
nachdem ich bereits ein Jahr lang gleichzeitig
das Dance Center geführt hatte.
Hatten Sie nicht auch mal eine Tanz-
Agentur?
Das stimmt. 2001 begann ich damit, Leute
zu vermitteln, was 2006 zur Gründung
der «Solid Dance Agency» führte. Es gibt
die Agentur heute noch. Weil ich ja überall
in der Schweiz tanzte – ich war oft
auch als Einzeltänzerin unterwegs –,
kannte ich sehr viele Leute aus diesem
Business und erhielt immer wieder Anfragen,
ob ich jemanden wüsste, der hier
oder dort einspringen könnte. Also wandelte
ich mein Netzwerk in eine Tanzkartei
um und vermittelte Leute. Mit der Zeit
wurden das so viele Anfragen, dass ich
dies immer mehr professionalisieren
musste.
Auch Bligg engagierte Christa Rytz mehrmals.
WURZEL 07 / 2025 9
INTERVIEW
Sie konnten sich dabei auch gleich
selbst vermitteln.
So ist es. Oft war es so, dass jemand für
einen Videoclip oder eine Modeschau
noch Leute brauchte und ich gefragt wurde,
ob ich einspringen und gleich noch 10
andere Leute organisieren könnte. Dabei
waren natürlich die Vorgaben wichtig wie
Geschlecht, Grösse, manchmal auch
Hautfarbe und natürlich, was sie können.
Wer gehörte zu Ihren Kunden?
Ganz bekannt waren natürlich die Macher
der Bollywood-Filme aus Indien. Für
diese Filme war es ein Qualitätsmerkmal,
wenn diese in der Schweiz gedreht wurden.
Das war wie ein Ritterschlag, mit
dem man zusätzlich Kasse machen konnte.
Ich kannte einige der Regisseure und
es hatte sich herumgesprochen, dass ich
Leute organisieren kann, die den Vorgaben
der Macher entsprachen. Als Beispiel:
Ein Regisseur bestellte zehn Leute
mit genauen Vorstellungen über ihr Aussehen,
die seinen Anforderungen entsprechend
gekleidet zu einem bestimmten
Zeitpunkt auf dem Titlis sein mussten.
Hatten oder haben Sie überhaupt Freizeit?
Ich bin immer irgendetwas am Arbeiten,
falls man das, was ich mache, überhaupt
als Arbeit bezeichnen kann. Ich vermittelte
Leute, organisierte Bühnenshows,
machte an Messen mit, zum Beispiel
Hochzeitsmessen, aber auch jahrelang an
der BEA und Züspa. Ich habe – nebenbei
erwähnt – schon Dutzende Hochzeitskleider
getragen, dabei bin ich nicht einmal
verheiratet. Stellen sie sich vor: Vier Kinder
mit dem gleichen Mann, mit dem ich
immer noch zusammen bin, aber nicht
verheiratet. Dazu hatten wir bisher irgendwie
noch keine Zeit. Ich nahm auch
immer wieder an Auditions teil, tanzte
vor, um an neue Jobs zu gelangen.
«2003 war ich auch
auf der «Visions»-
Tour dabei, für die
ich sogar mein
Studium unterbrochen
habe.»
Gehe ich richtig in der Annahme, dass
es Auditions waren, welche dazu führten,
dass Sie mit Künstlern wie DJ Bobo
arbeiten konnten?
Ja. Ich weiss nicht, wie oft ich irgendwo
vortanzte. Aber irgendwann waren es
auch grössere Produktionen von bekannten
Leuten. Und mich interessierte die
grosse Bühne wie beispielsweise «The
Dome» auf RTL2. Für das brauchte es einen
Künstler, denn für eine kleine Tänzerin
aus Thunstetten interessierte sich kein
Mensch. Plötzlich hiess es dann, DJ Bobo
mache Auditions. Das war sehr spannend,
aber dazu musste man eingeladen werden.
Denn da war keine Zeit, alle, die sich
da irgendwie zeigen wollten, auch anzuschauen.
Ich war damals – wie erwähnt
– in der Tanzgruppe «Culture Shock» in
Zürich. Der Leiter der Tanzgruppe organisierte
dann für mich und Fanny, meine
Freundin aus früher Kindheit, dass der
Choreograf von DJ Bobo eine unserer
Proben besuchte, um uns anzuschauen.
Und so kam es dann, dass ich 2002 mit
auf die «Chihuahua»-Werbetour nach
Spanien konnte.
Das heisst, die Möglichkeit zu dieser
Tournee war eine Folge von all dem,
was Sie bisher geleistet haben und hat
eigentlich nichts oder nicht viel mit ihren
beruflichen Erfolgen zu tun. Es war
sozusagen ein Supplement, das Sie
sich verdient hatten.
Das kann man so sagen. Aber ich hätte
dies nicht missen wollen. Im Gegenteil:
Ich wollte noch mehr. 2003 war ich auch
auf der «Visions»-Tour mit dabei, für die
ich sogar mein Studium unterbrochen habe.
Wir waren mit 16 Musikern und TänzerInnen,
all den Helferinnen und Helfern,
zwei Cars, sieben LKW und
insgesamt 120 Tonnen Material drei Monate
lang unterwegs und spielten 40 Konzerte.
Sie erwähnten zuvor noch Ihre Tanzgruppe
«iNZANE Dance Crew», die sehr
wichtig war für Sie. Was war damit?
Das war die Hip-Hop-Tanzgruppe des
Dance Centers, welche ich gründete und
15 Jahre lang leitete. Sie existierte von
2001 bis 2016 und wir traten damit nicht
nur überall in der näheren Umgebung
auf, sondern auch an nationalen Wettbewerben,
im Videoclip zu «Somebody
dance with me» 2013 von DJ Bobo mit
Manu-L und sogar bei den «Grössten
Schweizer Talenten», wo wir bis ins Finale
kamen. Diese Fernsehauftritte gaben
uns so viel Auftrieb und bescherten uns
so viele Engagements, dass wir uns mit
den Gagen einmal eine Woche mit der
ganzen Gruppe von 24 Leuten in New
Christa Rytz
arbeitet auch
erfolgreich als
Tanzlehrerin und
Choreografin.
10 WURZEL 07 / 2025
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WURZEL 07 / 2025 11
INTERVIEW
York und später zu Achtzehnt in Los Angeles
leisten konnten. Später schickte das
Dance Center dann auch noch die «Steep
Dance Crew» an «Die grössten Schweizer
Talente». Gilbert Gress, ehemaliger
Schweizer Nati-Coach und Jury-Mitglied
bei «DGST» drückte für uns sogar den
Golden Buzzer! Ich bin unglaublich stolz,
was Noëmi «Bobby» Zietala (sie selbst
war langjähriges Mitglied von iNZANE)
mit ihrer Steep Dance Crew erreicht hat.
Mittlerweile leiten Sie das Dance Center
Langenthal, dessen Inhaberin Sie
sind, seit weit mehr als einem Jahrzehnt.
Wie kam es dazu?
2010 fragte mich Klaus Stauffer, der das
Center 1974 gegründet hatte, ob ich mir
vorstellen könnte, die Leitung zu übernehmen.
Das war natürlich eine reizvolle
Aufgabe. Aber ich war zu dieser Zeit noch
Lehrerin an der Sekundarschule Paradiesli
in Aarburg. Ausserdem würde diese
Aufgabe bedeuten, dass es fertig war mit
irgendwelchen Showgrössen ein paar
Monate auf Tournee zu gehen. Ich habe
diesbezüglich zwei Herzen in meiner
Privatunterricht für den WURZEL-Redaktor: Ob Bruno Wüthrich
dank Christa Rytz eine steile Tanzkarriere bevorsteht?
INFO
Das Dance Center
Langenthal
Das Dance Center Langenthal gehört
zu den drei grössten Tanzschulen
der Schweiz und bietet
Unterricht in allen gängigen Tanzstilen
für Kinder, Jugendliche und
Erwachsene. Für Kinder von 2 bis
5 Jahren gibt es die Spielgruppe
«Tanzmüsli». Standard- und Lateintänze,
sowie Salsa sind als
Paar buchbar und es gibt ein grosses
Fitness-Angebot für Erwachsene
bis hin zu den Seniorinnen.
Ebenfalls zum DCL gehört das in-
Motion Studio, welches auf Pilates
und Rückbildungskurse spezialisiert
ist. Nebst den Kursen verfügt
das inMotion Studio über ein breites
Massageangebot (Krankenkassen-anerkannt).
Dance Center Langenthal,
Bleienbachstrasse 26, 4900 Langenthal,
062/922 77 62
info@dancecenter-langenthal.ch
www.dancecenter-langenthal.ch
inMotion Studio, Bützbergstrasse
81, 4900 Langenthal,
077/484 18 81, info@motion-in.ch
www.motion-in.ch
Brust. Einerseits ist da der Wunsch, selbst
auf der Bühne zu stehen, andererseits habe
ich ein Lehrer-Gen, das ich von meinen
Eltern (beides Lehrpersonen) geerbt habe,
welches mich motiviert, anderen Leuten
etwas weiterzugeben. Ich musste
mich also für eine Seite entscheiden.
Was gab den Ausschlag?
Ich wusste, was das Dance Center dem
Oberaargau noch alles bieten könnte. Es
bräuchte auch eine Hip-Hop-Showgruppe
für die Kids, eine für Jazzdance, Ballett,
Breakdance und so weiter. Showgruppen
auch für Leute, die nicht bereits
auf demselben Level tanzen wie iNZANE.
Ich bin eine Person, die gerne macht und
nicht noch lange fragen will, ob das in
Ordnung ist. Klaus Stauffer ist auch so
eine Person. Deshalb habe ich mit ihm
darüber gesprochen, ob das überhaupt
klappen könnte mit uns. Da hat er mir
vorgeschlagen, mir das Dance Center mitsamt
der Liegenschaft zu verkaufen.
Da haben Sie zugeschlagen.
Zunächst galt es, Investoren zu finden
und selbst Geld zu sparen. Etwas hatte ich
damals bereits angespart, vor allem, weil
mir die Zeit fehlte, das Geld, das ich verdiente,
auch wieder auszugeben. Ich besass
nichts, was teuer gewesen wäre, weder
ein Auto, noch sonst irgendwelchen
Luxus. Zunächst einmal übernahm ich ab
dem 11. August 2011 die Geschäftsführung
und damit die Verantwortung über
das Dance Center. Gleichzeitig hegte ich
Ausbaupläne. Ich brauchte mehr und vor
allem andere Räumlichkeiten. In mir entstand
die Idee für den Neubau. Also
brauchte ich nicht nur Geld, um Klaus die
Firma und das Gebäude abzukaufen, sondern
auch um selbst zu bauen und zu renovieren.
«In mir entschand
die Idee für den
Neubau. Also
brauchte ich auch
Geld, um selbst zu
bauen und zu renovieren.»
Das hat offenbar geklappt.
Ja, ich fand die Investoren und hatte zudem
gute Leute, die mich berieten. Ausserdem
hatte Klaus ja einen Stamm von
über 800 KundInnen, die wöchentlich im
Dance Center ein- und ausgingen. Das
war etwas, auf das ich mich abstützen
12 WURZEL 07 / 2025
glied
Mitglied
d
tglied
Plant, baut
und pflegt Ihre Gärten
rtenbau
artenbau
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buchsiten
chsiten
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Berger Roman AG • Gartenbau
Ein Unternehmen der B+G Schweiz AG
Unterer
Unterer Unterer
Unterer Bifang Unterer
Bifang Bifang
Bifang 26 Bifang ∙
26 26 4625 26
26 4625 ∙
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Dome, den Sängeliweiher und das
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erarbeitet haben.
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konnte. Weil diese Übergabe zudem
durch die Presse ging, erhielten wir zusätzliche
Präsenz und Auftrieb. Auf jeden
Fall fanden wir eine Baufirma, welche
uns den Bau zu einem Preis realisierte,
den die Banken finanzierten und bei dem
ich in der Lage war, die Zinsen und Amortisationen
zu leisten. Ich bin aber immer
noch am Abzahlen. Mittlerweile sind es
jedoch mehr als 1000 Kundinnen und
Kunden, die hier wöchentlich ein- und
ausgehen.
Sie sind Mutter von vier Kindern. Lia ist
2014 geboren, 2018 kamen die Zwillinge
Luis und Emilio hinzu und bloss ein
Jahr später folgte das vierte Kind, Ava.
Wie schaffen Sie es, diese berufliche
Präsenz und ihre Familie zu managen?
Sie betreuen ja zudem noch zwei Pflegekinder.
Das wäre ohne meinen Lebenspartner
und Vater aller unserer Kinder, Giovanni
Romeo, nicht möglich. Ich lernte ihn
2010 anlässlich einer Modeschau im Stücki
Center in Basel kennen, kurz, nachdem
mich Klaus wegen der Übernahme
des Dance Centers gefragt hatte. Choreografierte
Modeschauen waren damals
sehr beliebt. Er war Teil der Gruppe, welche
ich für diese Modenschau zu leiten
hatte. Er wollte von mir wissen, ob ich
tatsächlich mit meiner Vespa für diesen
Job von Langenthal nach Basel gefahren
sei. So kamen wir in Kontakt und schliesslich
zusammen.
«Natürlich wäre
eine Kita nützlich
gewesen. Von diesen
gab es damals in
Langenthal viel zu
wenig. Also musste
Abhilfe her.»
Er ist ja auch im Dance Center engagiert.
Ja. Ich sagte ihm natürlich damals, dass
ich gerade dabei war, eine Tanzschule zu
übernehmen und er bot mir an, er könne
mich als gelernter Kaufmann administrativ
etwas unterstützen. Etwas später sah
er sich das Center vor Ort an und sagte zu
mir: «Was mache ich in Basel? Du
brauchst mich doch jetzt hier in Langenthal».
Er rutschte also immer mehr in die
Firma rein, wir bauten, stellten zusätzliches
Personal ein, unter anderem auch
aus der Tanzgruppe «iNZANE», die ich
bereits angesprochen habe. Und ja,
schliesslich kamen dann die Kids dazu.
Eine nicht weniger anspruchsvolle Aufgabe.
Sie sagen es. Ich bin deswegen eine Zeitlang
etwas kürzergetreten und Giovanni
ist auch da ein wichtiger Part. Aber natürlich
wäre eine Kita nützlich gewesen. Von
diesen hatte es damals in Langenthal viel
zu wenige. Also musste Abhilfe her. Zum
Glück arbeitete schon damals Ilona Baschung
(heute Götz) bei mir als Tanzlehrerin.
Sie ist ausgebildete Kinderbetreuerin
HF und leitete einen Hort im Raum
Solothurn. Mit ihr zusammen eröffnete
ich die MiniKita Süd hier auf dem Areal
der Porzi und später die MiniKita Zentrum
am Jägerweg in Langenthal. Inzwischen
führen wir auch noch drei Kitas im
Raum Bern. Aber die Geschichte mit den
Kitas erzähle ich ein anderes Mal.
14 WURZEL 07 / 2025
Hier bloggt die Bernerland Bank
«Den Bezug zur Natur muss man erleben.»
Die Drogerie Käser & Vögeli in Kirchberg ist
weit über die Grenzen des Emmentals bekannt.
Besonders ihre rund 400 Hausspezialitäten
ziehen die Leute an. Viele davon entstehen in
sorgfältiger Eigenproduktion. Farne, Johanniskraut
oder Wallwurz werden gesammelt, angesetzt
und zu Tinkturen oder Salben verarbeitet.
Die Prozesse sind aufwändig, aber lohnend,
denn die Endprodukte überzeugen mit
Frische und folglich mit Qualität.
Drogist aus Überzeugung
Stephan Vögeli ist Drogist aus Überzeugung.
Sein Wissen hat er sich nicht nur in der Lehre
Stephan Vögeli
Inhaber der Drogerie Käser & Vögeli
und Kunde der Bernerland Bank
und im Studium angeeignet, sondern auch
draussen in der Natur. «Den Bezug zur Natur
lernt man nicht in der Schule», ist Stephan
Vögeli überzeugt. «Den muss man erleben.»
Deshalb hält er auch am Wochenende Ausschau
nach Pflanzen für Heilmittel. Und einmal
im Jahr ist er für einige Tage mit den
«Drotanikern» unterwegs, einer Gruppe von
Heilpflanzenwanderern. «Dieser Austausch
mit Gleichgesinnten ist sehr wertvoll.»
«Den Bezug zur Natur lernt
man nicht in der Schule. Den
muss man erleben.»
Stephan Vögeli
Beratung mit Bodenhaftung
Die Kundschaft der Drogerie hat hohe Erwartungen
an Beratung und Produkte. Viele haben
sich bereits online informiert. «Man muss
besser sein als Google», sagt Stephan Vögeli
und schmunzelt. «Und manchmal muss man
auch einfach zugeben: Ich weiss es nicht.»
Diese Ehrlichkeit schafft Vertrauen. «Ich kann
nicht versprechen, dass etwas wirkt», sagt
Vögeli. «Aber ich kann erklären, was ein Heilmittel
leisten kann – und was nicht.»
Genauso beruht die Zusammenarbeit mit der
Bernerland Bank auf Vertrauen und Nähe.
«Die Leute sprechen dieselbe Sprache – im
wörtlichen wie im übertragenen Sinn», sagt
Stephan Vögeli. «Die Bernerland Bank ist für
mich da, wenn etwas ist – das ist heute nicht
mehr selbstverständlich.»
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Bei der Bernerland Bank bekommen
KMU alles, was sie für die einfache
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Tamara Jost-Morandi, Grossrätin GLP
«Das Formular baut keine Wohnungen
und senkt keine Mieten. Was wir brauchen,
sind einfachere Bauvorschriften,
anstatt mehr Bürokratie.»
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TIERGESCHICHTE
Was wäre
die Schweiz
ohne Kuh?
«Du dumme Kuh!» Das ist nicht nur
eine Beleidigung für die Person, der
man dies sagt, sondern auch für die
Kühe. Denn anders als viele denken,
sind Kühe alles andere als dumm.
Und sie tragen viel zur «Swissness»
der Schweiz bei.
Die Kuh steht für
Heimat, Tradition
und Schweizer
Kulturerbe.
TEXT: BRUNO WÜTHRICH; FOTOS: ADOBE STOCK
Welches Tier käme als schweizerisches
Nationaltier am
ehesten in Frage? In der
Ausstellung «tierisch
schweizerisch» präsentierte das Zürcher
Landesmuseum 2018 ein Quartett: die
Kuh, das Murmeltier, den Steinbock und
den Bernhardiner, die alle für die Schweiz
stehen und als Markenzeichen des Landes
gelten. Im Wettstreit um das Nationaltier
belegte gemäss Museumsumfrage die
Kuh hinter dem Bernhardiner mit dem
Schnapsfässchen um den Hals den zweiten
Platz. Der Bernhardiner ist eine einheimische
Hunderasse und Hunde sind
als Haustiere sehr beliebt, kann man als
mögliche Erklärung anführen. Da nun
weder der Bernhardiner noch der Steinbock
noch das Murmeltier typisch sind
für den Oberaargau, konzentrieren wir
uns auf die Kuh. Sie repräsentiert nämlich
nicht nur die Schweiz, sondern gleichzeitig
eben auch den Oberaargau. So wie
viele eher ländlich geprägte Gegenden
unseres Landes. 700 000 registrierte
Kühe gibt es in der Schweiz. Für viele
Schweizerinnen und Schweizer weckt die
Kuh ein Zugehörigkeitsgefühl, das eng
mit unserer Geschichte verknüpft ist. Seit
der Gründung der Schweizer Eidgenossenschaft
1291 spielt sie eine wichtige
Rolle. Während der Schlacht von Sempach
1386 war sie Symbol für den Kampf
der Eidgenossen gegen die Habsburger,
Die Kuh gehört
seit jeher zum
Bild der Schweiz.
Die Schweizer galten
als reiche Vieh- und
Käsehändler, was
ihnen das Schimpfwort
«Kuhschweizer»
einbrachte.
FOTOS: ADOBE STOCK
18 WURZEL 07 / 2025
die den Löwen im Wappen trugen. Die
Kühe haben also die Löwen geschlagen,
wie wir heute wissen.
Ein Funfact nebenbei: Die Schweizer
galten damals als reiche Vieh- und Käsehändler,
was ihnen das Schimpfwort
«Kuhschweizer» einbrachte. Damit wäre
diese Herkunft dieser etwas despektierlichen
Bezeichnung ein für alle Mal geklärt.
WICHTIGER WIRTSCHAFTSFAKTOR
Die Kuh steht dank der Milchwirtschaft
für wirtschaftlichen Wohlstand. Früher
lebten viele Familien von den Einkünften
ihrer Kühe, namentlich von Milch, Fleisch
und Leder, und wurden damit reich. Seit
dem 18. Jahrhundert verkaufen Schweizer
Bauern ihre Milchprodukte sogar ins
Ausland. Insbesondere in den Bergkantonen,
wo es vor dem Bau der Staudämme
kaum andere Möglichkeiten gab, sorgten
Kühe für gewinnbringende Arbeitsmöglichkeiten,
auf welche die Bevölkerung
stolz war und die dem Tier zurecht einen
Platz in der Volkskunst einräumte. So
wurde die Kuh zum Beispiel zu einem Motiv
des Alpaufzugs und zu einem Holzspielzeug
für Kinder.
Ungefähr 3,5 Millionen
Tonnen Milchprodukte
werden
in der Schweiz jedes
Jahr produziert.
Rinder spielen immer noch eine eminent
wichtige Rolle in der Schweizer Landwirtschaft.
In unserem Land werden pro Person
und Jahr 370 kg Milchprodukte konsumiert.
Ohne Kühe gäbe es weder Milch
und Käse noch Schokolade. Ungefähr 3,5
Millionen Tonnen Milchprodukte werden
in der Schweiz jedes Jahr produziert. Dabei
wird fast die Hälfte der Milch zu Käse
verarbeitet. Kühe werden auch gehandelt.
Ungefähr die Hälfte aller verkauften
Tiere in unserem Land sind Kühe. Bei einem
Konsum von ungefähr 10 kg Rindund
Kalbfleisch pro Person und Jahr ist
auch die Fleischproduktion ein wichtiger
Wirtschaftsfaktor. Dabei liegt der Anteil
des in der Schweiz produzierten Fleisches
bei 76 Prozent. Es ist wohl kaum übertrieben,
wenn wir sagen, dass die Kuh unser
wichtigstes Tier ist. Ein weiterer wichtiger
Wirtschaftsfaktor ist die Werbewirksamkeit
der Kuh. Sie wird nicht nur wegen
ihres sympathischen Images, sondern
auch wegen ihrer Milchprodukte geschätzt.
Eine Schweiz ohne Kühe wäre
undenkbar. Zwar ändern sich die Essgewohnheiten.
Heute wird weniger Milch
getrunken, dafür werden mehr verarbeitete
Produkte wie Käse und Milchdrinks
konsumiert. Der Umsatz der Schweizer
Milchwirtschaft liegt jährlich bei über 10
Milliarden Franken. Die Schweizer Kühe
haben also einen starken Einfluss auf die
Volkswirtschaft des Landes.
TOURISMUS UND WERBUNG
Kühe sind Sympathieträgerinnen. Wir
mögen die Tiere, weil sie für viele von
uns im Alltag sehr präsent sind. Wir haben
eine besondere Beziehung zu ihnen,
weil sie Erinnerungen an die Kindheit,
das Chalet oder die Alp wecken. Die Kuh
steht für Heimat, Tradition und Schweizer
Kulturerbe. Fast jede Schweizer Familie
hat mindestens eine Generation
WURZEL 07 / 2025 19
TIERGESCHICHTE
Allgegenwärtig:
In der Schweiz
gibt es 700 000
registrierte Kühe.
oder Verwandte in der Landwirtschaft.
Sie stehen für Werte wie Arbeit, Tradition
und Familie, oder aber sie erinnern
uns an die Berge und malerische Landschaften.
Der Tourismus und die Werbebranche
nutzen die Kühe als Botschafterinnen.
Wenn wir mit Ausländern über die
Schweiz sprechen, sind oft Uhren, Käse
und Schokolade Teil des Gesprächs. Das
sympathische Image der Kuh wird für
Marketingzwecke im Tourismus und im
Branding genutzt. Ein gutes Beispiel ist
Lovely, die berühmte Werbekuh von Swissmilk,
die steppt, dribbelt und von der
Skisprungschanze springt.
In der Schweiz
werden pro Person
jährlich 370 kg
Milchprodukte
konsumiert.
KÜHE SIND CLEVER
Wenn wir während der wärmeren Jahreszeiten
über Land fahren, wandern oder
biken, kommen wir immer wieder an weidenden
Rindern vorbei. Sie prägen unser
Landschaftsbild. Und doch – was wissen
wir eigentlich über die Tiere? Eben, wahrscheinlich,
dass sie dumm sein sollen.
Sind sie aber nicht. Rinder besitzen nicht
nur eine ausgeprägte Persönlichkeit, sondern
sind auch sehr intelligente Tiere mit
einem Langzeitgedächtnis. Studien haben
gezeigt, dass Rinder Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge
deutlich verstehen
und auf sozial komplexe Weise
interagieren. Kühe können beispielsweise
den Hebel einer Tränke betätigen, wenn
sie durstig sind. Sie können auch mit ihrem
Kopf auf einen Knopf drücken, um
Weizen zu erhalten, wenn sie hungrig
sind. Forschende haben zudem herausgefunden,
dass Kühe nicht nur Probleme
lösen können, sondern dass sie die intellektuelle
Herausforderung genau wie
Menschen geniessen und sich freuen,
wenn sie die Aufgabe gemeistert haben.
KÜHE HABEN BESTE FREUNDE
Rinder erkennen sich nicht nur gegenseitig,
sondern haben auch Freunde, die sie
bevorzugen und zu denen sie besonders
liebevoll sind. Die Kuhfreundschaft, so
glauben Forschende, drückt sich vor allem
in der Beweidung und dem Lecken aus.
Eine Studie ergab, dass mehr als die Hälfte
der Tiere, wenn sie auf der Weide gehal-
20 WURZEL 07 / 2025
KÜHE, BULLEN, OCHSEN, RINDER
Welche Bezeichnung stimmt?
ten wurden, Zeit damit verbrachten, neben
einer bestimmten Kuh zu essen und
zu ruhen. Eine weitere Studie ergab, dass
Kühe in der Lage sind, andere ihnen bekannte
Kühe sogar auf Fotos zu erkennen.
KÜHE HABEN AUSGEZEICHNETE SINNE
Zu den am besten ausgeprägten Sinnen
von Rindern gehören der Gesichts- und
Geruchssinn. Die Tiere können Gerüche
aus einer Entfernung von bis zu zehn Kilometern
wahrnehmen. Sie sind kurzsichtig,
sehen in der Ferne jedoch scharf.
Daneben kommunizieren sie über Pheromone
und können so zum Beispiel Gefühle
wie Angst vermitteln. Rinder hören
deutlich besser als der Mensch und nehmen
sowohl tiefe als auch hohe Frequenzen
in einem Ausmass wahr, das die
menschlichen Fähigkeiten übersteigt.
KÜHE KOMMUNIZIEREN MITEINANDER
Rinder kommunizieren miteinander über
verschiedene Laute und Körperhaltungen,
wie zum Beispiel die Kopf- und
Schwanzposition sowie auch über unterschiedliche
Gesichtsausdrücke. Dabei
spielen die Hörner eine wichtige Rolle.
Eine Kuh kann mit ihrer Körperhaltung
und ihren Stimmlauten eine ganze Palette
an Emotionen ausdrücken, einschliesslich
Zufriedenheit, Interesse, Wut und
Leid.
Kuh, Kalb, Ochse und Bulle – sie alle
gehören der Tiergruppe Rind an. Die
unterschiedlichen Bezeichnungen
geben uns Auskunft über das Geschlecht
und Alter der Rinder.
• Als Rind bezeichnet man also sowohl
weibliche als auch männliche
Tiere: Eine Kuh ist die weibliche
Bezeichnung und Bulle die
männliche.
• Rinder werden als Kälber bezeichnet,
bis sie sieben Monate alt
sind, unabhängig vom Geschlecht.
Zwischen dem 7. und 12. Lebensmonat
gelten die Tiere als Jungrinder.
Männliche Jungrinder
tragen den Titel Jungbullen.
• Tiere, die zur Zucht eingesetzt
werden, werden Bullen oder gut
Berndeutsch «Muni» genannt.
• Kastrierte männliche Rinder, denen
die Hoden entfernt wurden,
werden dagegen als Ochsen bezeichnet.
• Weibliche Rinder werden als Kuh
bezeichnet, nachdem sie zum
ersten Mal ein Kalb zur Welt gebracht
haben.
Ein Rind produziert
beim Fressen und
Wiederkäuen pro
Tag bis zu 150 Liter
Speichel – und
nimmt an heissen
Tagen bis zu 180
Liter Wasser zu sich.
einem Rudel Wölfe mit Alpha-Tieren und
komplexer Sozialdynamik sehr ähnlich.
Jede Kuh ist imstande, mehr als 100 Herdenmitglieder
zu erkennen.
Sozialbeziehungen sind sehr wichtig
für Rinder, denn sie beeinflussen viele
Bereiche ihres täglichen Lebens. Legt sich
die Herde z. B. für ein Nickerchen ab, hat
Die Milchwirtschaft
ist ein wichtiger
Wirtschaftszweig.
jede Stellung einer Kuh und die Anordnung,
wie die Tiere liegen, einen direkten
Bezug zu ihrem Status in der Herde.
ÜBER 10 000 LITER MILCH PRO JAHR
Kühe wiegen etwa 500 bis 800 kg, Bullen
1000 bis 1200 kg. Die natürliche Lebenserwartung
eines Rinds beträgt maximal
20 Jahre. Im Regelfall haben Rinder Hörner,
hornlose Rinderrassen sind die Ausnahme.
Ein Rind macht beim Fressen und
Wiederkäuen pro Tag 30 000 Kaubewegungen
und produziert bis zu 150 Liter
Speichel. So verwundert es nicht, dass es
an heissen Tagen bis zu 180 Liter Wasser
zu sich nimmt und dabei bis zu 25 Liter
pro Minute schluckt. Hochleistungskühe
produzieren unter günstigen Ernährungs-
und Haltungsbedingungen innerhalb
eines Jahres weit über 10 000 Liter
Milch.
Das Gebiss des Rindes enthält beim erwachsenen
Tier 32 Zähne. In jeder Hälfte
des Unterkiefers befinden sich drei
Schneidezähne und ein Eckzahn, der die
gleiche Grösse hat. Ausserdem befinden
sich auf jeder Seite sechs Backenzähne.
Im Oberkiefer fehlen Eck- und Schneidezähne.
Stattdessen ist dort eine Knorpelleiste
vorhanden. Wie der Unterkiefer
besitzt er auf jeder Seite ebenfalls sechs
Backenzähne. Zwischen den Eckzähnen
des Unterkiefers und der Knorpelleiste des
Oberkiefers und den Backenzähnen ist
jeweils eine grosse Lücke vorhanden. Kurzes
Gras wird zwischen den Schneidezähnen
und der Knorpelleiste eingeklemmt
und mit einem Kopfruck abgerupft.
Bei der Verdauung der Nahrung entstehen
im Pansen wie bei allen Wiederkäuern
Fermentationsgase, die vom Tier
«herausgerülpst» werden, und die beim
Hausrind neben Kohlenstoffdioxid einen
besonders hohen Anteil von Methan enthalten,
insbesondere bei Raufutter.
RINDER HABEN EIN KOMPLEXES
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WURZEL 07 / 2025 23
WUSSTEN SIE SCHON
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SELTSAMER EFFEKT:
Deshalb wird Sahne steif
Sahne hat einen hohen Fettgehalt, und
die Fetttröpfchen sind von einem eiweisshaltigen
Mantel umgeben. Deshalb
setzen sie sich in der wässrigen Lösung,
aus welcher die Sahne ausserdem besteht,
nicht nach oben ab. Dies nennt
man chemische Emulsion. Genau dies
wird durch das Schlagen der flüssigen
Sahne verändert. Dabei wird der Eiweissmantel
der Fetttröpfchen beschädigt.
Als Reaktion beginnen diese dann
aneinander zu kleben. Gleichzeitig umschliessen
sie die wässrigen Bestandteile
der Sahne ebenso wie die Luftbläschen,
die beim Schlagen in die Sahne gerührt
werden.
Ist es so weit gediehen, sollte man mit
dem Schlagen aufhören. Denn sonst erreicht
man, dass die Luftbläschen aus
dem Gemisch getrieben werden und das
umschlossene Wasser wieder freigesetzt
wird. Man hat dann Butter!
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24 WURZEL 07 / 2025
WAHRHEIT ODER MYTHOS:
Sind Rothaarige wehleidiger?
Ungefähr zwei Prozent aller Menschen
sich rothaarig. In Grossbritannien und
Irland ist diese Haarfarbe am weitesten
verbreitet. Über die Rothaarigen rankten
sich schon immer viele Gerüchte und Mythen.
Sie würden zum Beispiel stärker
bluten. Doch dies stimmt nicht. Ein anderes
Gerücht stimmt jedoch: Studien der
University of Louisville und der Universität
Aalborg weisen nach, dass Menschen
mit roten Haaren tatsächlich ein anderes
Schmerzempfinden haben. Unter anderem
sind sie erheblich kälteempfindlicher.
Schon bei 6 Grad Celsius spüren sie
Kühlschmerzen auf der Haut. Diese setzen
bei Menschen anderer Hautfarbe erst
bei 0 Grad Celsius ein. Auch leiden Rothaarige
stärker an Zahnschmerzen und
reagieren weniger gut auf Schmerz- und
Betäubungsmittel. Sie benötigen im
Schnitt eine bis zu 20 Prozent höhere Dosis,
um unempfindlich zu werden.
Es gibt aber auch einen Schmerz, den
Rothaarige deutlich besser aushalten. Sie
2
können schärfer essen. Die schmerzauslösende
Fettsäure Capsaicin, die über die
Mundschleimhäute in den Körper eindringt,
spüren Rothaarige weniger. Forscher
versuchen derzeit, den Grund dafür
nachzuweisen. Sie vermuten ihn im Gen
MC1R, welches auch für die Rothaarigkeit
verantwortlich ist.
WAS STECKT HINTER DER LIEBE ...
... von Katzen für Karton?
3
FOTOS: ADOBESTOCK.COM/CAVAN IMAGES, MARINA, SKROTOV
Katzen lieben Kartons. Sie zwängen sich
oft sogar in viel zu kleine Schachteln.
Manchmal wählen sie auch Schubladen,
Einkaufstüten und sogar Teekannen. Eine
sichere Erklärung für diese Vorliebe gibt
es nicht. Wir müssen uns deshalb mit Theorien
begnügen. Die Tierärztin Claudia
Vinke an der Uni Utrecht stellte durch
Messungen fest, dass bei unter Stress stehenden
Katzen der Erregungslevel deutlich
sinkt, wenn sie in einen umherstehenden
Karton huschen können. Sich
wegzustecken in einer Box hat offensichtlich
eine entspannende Wirkung.
Der US-Verhaltensforscher Stephen
Zawistowski erklärt dies damit, das Katzen
bis zu 20 Stunden pro Tag schlafen.
Das wäre in freier Wildbahn gefährlich.
Die Suche nach einem sicheren Schlafplatz
steckt den Miezen also in den Genen.
Ausserdem reagieren sie auf Gefahr
typischerweise damit, dass sie davon flitzen
und versuchen, sich möglichst unsichtbar
zu machen. Ganz im Gegensatz
übrigens zum Hund. Dieser legt sich mit
potenziellen Aggressoren durchaus offensiv
an. Beispielsweise indem er versucht,
sie zu verbellen.
Es gibt aber noch einen weiteren
Grund, weshalb Katzen Geborgenheit in
Kartons suchen: Sie lieben die Wärme.
Katzen lieben höhere Temperaturen als
Menschen. Kleine Behältnisse wie Kartons
sind ideale Isolatoren, in denen es
schnell kuschelig wird.
WURZEL 07 / 2025 25
GESCHICHTE DES GELDES: TEIL 1
Von der
Schnecke zum
Schweizer
Franken
Wir bezahlen mit dem Handy, per
E-Banking oder im Notfall gehen wir auch
mal zum Bankomaten, damit wir etwas
Bargeld haben. Doch das war auch schon
komplizierter. Die Geschichte vom Tauschhandel
zur modernen Gesellschaft.
TEXT: BRUNO WÜTHRICH
Teil 1
Was ist Geld? Im Laufe der
Zeit wurde ganz unterschiedliche
Ware als Geld
verwendet. Schmuck, Kleidung,
aber auch verderbliche Ware wie
zum Beispiel Getreide oder auch Vieh.
Alles, was jemand anzubieten hatte und
von einem anderen verwendet werden
konnte, konnte als Zahlungsmittel dienen.
Wer Stoff für ein Kleidungsstück benötigte,
konnte den Weber mit Getreide
bezahlen, wenn dieser denn auch tatsächlich
gerade Getreide benötigte. Weil das,
was man selber anzubieten hatte, nicht
immer von demjenigen benötigt wurde,
von dem man etwas erwerben wollte,
konnte die Sache kompliziert werden.
Das nach Raum und Zeit am weitesten
verbreitete Zahlungsmittel waren die
Kaurischnecken, oft auch Kaurimuscheln
genannt, weil sie wie Muscheln aussehen.
Als Muscheln tarnen sich die Kaurischnecken
aber nur, um sich vor Fressfeinden
zu schützen. Das bewahrte sie aber nicht
davor, zum erfolgreichsten Zahlungsmittel
der bisherigen Weltgeschichte zu werden.
Das Gehäuse der Kaurischnecke ist
handlich, stabil und nahezu fälschungssi-
Kaurimuscheln waren
lange Zeit als Zahlungsmittel
weit verbreitet.
Kaurimuscheln
waren lange Zeit
als Zahlungsmittel
weit verbreitet.
FOTO: ADOBESTOCK.COM/ ANDRI, VINAYAK JAGTAP, OSVALDO
26 WURZEL 07 / 2025
cher. Es war deshalb ein ideales Zahlungsmittel.
Ursprünglich stammen die
Schnecken von den Philippinen, den Malediven
und den Küsten Ostafrikas. Zum
Einsatz kamen sie aber in Asien und weiten
Teilen Afrikas. Funde in China lassen
darauf schliessen, dass die Kaurischnecke
dort bereits 2000 Jahre v. Chr. Als Zahlungsmittel
genutzt wurde. Noch 1960,
also fast 4000 Jahre später, müssen die
Mitglieder einer niederländischen Expedition
in Neu Guinea zunächst Kaurischnecken
auftreiben, als sie im Hafen
ankommen. Die einheimischen Träger
weigern sich nämlich, ein anderes Zahlungsmittel
anzunehmen. Denn wer will
schon Gold und Silber, wenn er Schnecken
haben kann?
Was lustig tönt, ist eine Sache des Vertrauens.
Ein Zahlungsmittel ist dann vertrauenswürdig,
wenn man sich sicher sein
kann, dass es seinen Wert behält und man
damit auch selbst jemanden bezahlen
kann. Bis nach Europa oder Kleinasien
kommen die Kaurischnecken aber nicht.
Die Menschen hier zahlen zu dieser Zeit
mit Naturalien wie Vieh, Getreide oder
auch mit ihrer Arbeit als Gegenleistung.
Ein richtiger Handel entsteht so aber
nicht. Und wie wir gesehen haben, hat ein
solcher Tauschhandel seine Tücken. Am
handlichsten als Mitbringsel waren Metallstücke.
Diese wiederum musste man
jedoch abwiegen, um zu erkennen, wie
wertvoll sie waren. Beauftragt wurden
damit eine Art Zwischenhändler, die dann
den Wert schätzen mussten.
Krösus (oben)
liess die ersten
Goldmünzen prägen.
Unten: Auch
Tiere konnten als
Zahlungmittel
dienen.
Für viele Menschen
war das Abbild auf
den Münzen das einzige
Bild, das sie von
ihrem Oberhaupt
hatten.
MÜNZEN VEREINFACHEN DEN HANDEL
Mit Münzen wurde die Sache einfacher.
Die ersten Münzen kommen im 7. Jahrhundert
v. Chr. In Lydien auf, einem Königreich
auf dem Gebiet der heutigen
Türkei. Damals liess Krösus, der legendäre
letzte König Lydiens, die ersten Goldmünzen
prägen, die sich durch Handel
verbreiteten. Als «Krösus» gilt heute eine
Person, die über Reichtümer verfügt, also
im Verhältnis zu anderen sehr reich ist.
Der Name hat also als Begriff die Jahrtausende
überlebt, und damit ist geklärt,
woher, diese Bezeichnung stammt.
Bei einer Münze brauchte man den
Wert nicht mehr abzuwiegen, sondern
wusste durch die Grösse und allenfalls
durch das darauf gestanzte Bild, wie wertvoll
diese war. Was uns heute selbstverständlich
erscheint, war für die Menschen
damals ein echtes Novum: ein Stück Metall,
damals eine Gold-Silber-Mischung,
platt gedrückt und mit einem Symbol darauf.
Ein bebildeter, flacher Metallklumpen.
Dies war ziemlich praktisch, bedingte
aber, dass ihn alle als Zahlungsmittel
akzeptieren. Nötig dazu war, dass eine
Person, am besten ein Herrscher, für den
Wert der Münze garantierte. Geld hatte
also bereits damals mit Vertrauen zu tun.
War dieses gegeben, beschleunigte es den
Handel. Letztlich steht also der Herrscher,
der die Münze prägen lässt, für deren
Wert gerade. Doch auch wenn die Menschen
ihrem Oberhaupt nicht so recht
trauen, bleibt ihnen immer noch der Metallwert
der Münze, also das Gold, Silber
oder Kupfer. Ein allzu grosses Risiko besteht
also nicht, wenn sie die Münze als
Zahlungsmittel akzeptieren.
Die neue Kultur des Bezahlens breitet
sich von Kleinasien nach Europa aus.
Auch die Herrscher im antiken Griechenland
und Rom lassen Münzen prägen. Irgendwann
entdecken sie, dass sie die
aufgeprägten Symbole auf der Münze für
sich nutzen können. Damals gab es noch
kein Radio und kein Fernsehen, und auch
keine Zeitungen. Das Einzige, was seriell
hergestellt wurde, waren die Münzen. Sie
waren deshalb nicht nur Zahlungsmittel,
sondern auch Bildträger. Die Herrscher
beginnen damit, ihr eigenes Abbild auf
die Münzen prägen zu lassen. Für viele
Menschen ist dies das einzige Bild, das sie
von ihrem Oberhaupt haben.
WURZEL 07 / 2025 27
GESCHICHTE DES GELDES: TEIL 1
THRAKIEN
Schwarzes Meer
INFO
Etwas auf dem Kerbholz haben
Troja
Smyrna
Sardes
Ephesos
Milet
LYDIEN
Mittelmeer
Die ersten Münzen kamen im
7. Jh. v. Chr. in Kleinasien auf.
KILIKIEN
RÜCKFALL IN DEN TAUSCHHANDEL
Mit dem Ende des römischen Reiches endet
die antike Münz-Aera. Zwar gibt es
hie und da noch vereinzelt Münzsysteme
in Europa, aber insgesamt wird das Bezahlen
in den folgenden Jahrhunderten
wiederum mühselig und aufwendig. Das
reiche Kloster Fulda in Hessen zahlt im
Jahr 827 für ein Stück urbar gemachtes
Land mit acht Schwertern, fünf Stück
Tuch, vier Stück Vieh, einem Pferd und
zwei Paar Ohrringen. Im Mittelalter war
also die Naturalwirtschaft wiederum weit
verbreitet, und der Übergang zur erneuten
Geldwirtschaft musste wieder neu
geschaffen werden.
Ein Hilfsmittel für die
Buchführung in früheren
Zeiten war das
Kerbholz. Und das
funktionierte so:
Wenn jemand eine
Dienstleistung erbrachte
oder eine
Ware verkaufte und
nicht gleich eine Gegenleistung
erhielt,
hielt man dies auf einem
Kerbholz fest.
Das Kerbholz war ein
in der Lange zweigeteiltes
Holz, in welchem
man Zeichen
einritzte oder einbrannte,
die für bestimmte
Leistungen
oder Waren und Mengen
standen. Danach
bleib ein Teil des
Kerbholzes beim
Gläubiger, eines ging
an den Schuldner. Bei
der Abrechnung
mussten beide Teile
exakt übereinstimmen.
Nach der Abrechnung
und Bezahlung
wurde das Holz
«abgekerbt», es wurden
also die Kerben
mit Feile, Hobel oder
Messer entfernt. Das
Kerbholz tauchte
erstmals ungefähr im
9. Jahrhundert auf
und war im ländlichen
Geschäftsverkehr,
etwa zwischen
Bauern und Handwerkern,
noch bis ins
19. Jahrhundert gebräuchlich,
im Sennereiwesen
sogar teilweise
bis ins 20.
Jahrhundert. Da die
Einkerbungen des
Kerbholzes meistens
für Schulden gestanden
haben dürften,
kam es zum negativen
Unterton der Redewendung.
Wenn
man heute «etwas
auf dem Kerbholz
hat», ist dies nichts
Positives.
Auf dem Kerbholz wurden
Schulden eingetragen.
ERNEUTER ANLAUF
Dieser erneute Übergang begann im 12.
Jahrhundert im Norden Italiens, der zu
dieser Zeit fortschrittlichsten Region im
Europa der damaligen Zeit. Dieser Wandel
führte zu einer Arbeitsteilung zwischen
Stadt und Land. Fortan wird in den
Städten vorwiegend das Handwerk ausgeübt,
während auf dem Land Getreide und
andere Naturalien produziert werden. Die
Münzen dienen dann als Medium des Tausches
und befeuern so wiederum die Handelstätigkeit.
Die Bauern müssen ihr in
den Städten produziertes Handwerkzeug
nicht mehr mit Getreide bezahlen, das sie
dafür mühsam in die Stadt hätten schleppen
müssen. In Oberitalien kursieren deshalb
bald einmal die Denare und später
auch die Grosso, was auf Deutsch so viel
wie Groschen heisst. Auch der Fernhandel
blüht auf. Auf den Märkten in der Stadt
gibt es Luxusgüter wie Seide, Ziegenleder,
Pfeffer und Safran zu kaufen. Deswegen
wollen auch die Gutsbesitzer bald Münzen
haben, denn die fahrenden Händler
tauschen ebenfalls nicht mehr gegen Getreide.
Was sollten sie auch auf ihren Reisen
damit anfangen?
Wer Luxusgüter bei ihnen kaufen will,
braucht Münzgeld. Die Gutsherren fangen
also an, von den Bauern, die ihre Felder
bestellen, Geld zu fordern, anstatt
Die Bauern müssen
ihren Weizen nun in
der Stadt verkaufen,
um an Münzen zu
kommen. Für sie ist
das eine zweischneidige
Sache.
einen Anteil des Weizens. Deshalb müssen
die Bauern ihren Weizen nun in der
Stadt verkaufen, um an Münzen zu kommen.
Für sie ist dies eine zweischneidige
Sache. Einerseits können sie ihren Weizen
nun an den Meistbietenden verkaufen.
Für einen unternehmerisch denkenden
Bauern kann sich dies durchaus lohnen.
Aber es hat auch seine Kehrseite:
Gleichzeitig sind sie nämlich auch den
Fluktuationen des Marktes ausgesetzt.
Sie müssen dann produzieren und verkaufen,
auch wenn die Nachfrage gerade
niedrig und die Preise im Keller sind. Solange
die Bauern lediglich einen Anteil
des Weizens an ihren Gutsherrn abliefern,
können sie sich Gedanken über Angebot
und Nachfrage ersparen. Sie produzieren,
was der Gutsherr will und davon
28 WURZEL 07 / 2025
Platt gedrückte
Metallklumpen
erwiesen sich
als praktisches
Zahlungsmittel.
so viel, wie er will. Das heisst, sie leisten
Dienst nach Vorschrift, sind abhängig,
und werden, wenn es schlecht läuft, vom
Gutsherrn unterhalten.
Gemäss dem Soziologen Georg Simmel
(1.3.1858 bis 26.9.1918), der im 19.
Jahrhundert entsprechende Nachforschungen
tätigte, hat der Übergang zur
modernen Geldwirtschaft weitreichende
Folgen. Demzufolge hat sich Geld auch
deswegen durchgesetzt, weil damit Abhängigkeiten
aufgelöst wurden. Die Bauern
konnten sich damit von den Nahbeziehungen
vorkapitalistischer Dorfgemeinschaften
befreien. Doch was Simmel
Freiheitsgewinn nennt, kann man auch
anders beschreiben. Denn für Niklas Luhmann
(8.12.1927 bis 6.11.1998), ebenfalls
ein bekannter Soziologe, aber aus
Das Getreide, die
Eier und die Wurst
gehen an den
Höchstbietenden. In
der Geldgesellschaft
erhalten alle diese
Dinge einen Preis.
dem 20. Jahrhundert, ist Geld etwas, was
die Menschen voneinander trennt. Ein
soziales Distanzierungsmittel. Statt mit
dem Nachbarn Eier gegen Wurst zu tauschen,
verkaufen die Bauern ihre Waren
lieber in der Stadt. Dadurch verlieren die
dörflichen Strukturen an Bedeutung. Das
Getreide, die Eier und die Wurst gehen an
den Höchstbietenden. In der Geldgesellschaft
erhalten all diese Dinge einen
Preis. Gemäss Luhmann ist dies die Voraussetzung
dafür, dass Menschen nicht
mehr von Nahbeziehungen abhängig
sind, sondern sich als Individuen in einer
komplexen Gesellschaft bewegen können.
Der soziale Normalfall ist demzufolge
der Umgang mit Fremden, und nicht
mit Menschen, die man bereits ein Leben
lang kennt.
Das Bezahlen mit Münzen breitet sich
in Europa in der Folge immer weiter aus.
Zuerst in den Städten, dann auch auf dem
Land.
Fortsetzung folgt
WURZEL 07 / 2025 29
IN EIGENER SACHE
WURZEL
DAS POSITIVE MONATSMAGAZIN FÜR DEN OBERAARGAU
Sehr geehrte alle
Vorneweg sei es gesagt: Ich schätze
«Wurzel» sehr und freue mich jedes
Mal auf seine Zustellung. Weiter so!
Nr. 55 – 6/2025
Stellen und
Lehrstellen
ab Seite 29.
Gerne beziehe ich mich auf den Leserbrief
in Ihrer Ausgabe Nr. 55. Dem Verfasser
Herrn Bruno Unternährer möchte
ich noch ein weiteres Buch zum Burechrieg
empfehlen. Es hat den Titel «Der
Rebell vom Eggiwil» und wurde von
Urs Hostettler geschrieben und erschien
im Zytglogge Verlag Bern. Vielleicht
können sie dies Weiterleiten oder als
Kommentar zur Rubrik Leserbriefe erwähnen.
Zum Thema «Burechrieg» habe ich im
Zusammenhang mit dem Freilichttheater
Huttwil ebenfalls einen Leserbrief
verfasst. Leider ist er nicht mehr brandaktuell
... nein, halt, er behält ja seine
Aktualität. Ich füge diesen gerne bei.
Vielleicht können Sie ihn ja in einer angepassten
Kolumne veröffentlichen,
was mich natürlich sehr freuen würde.
Freundliche Grüsse
Robert Gerber, Rohrbach
Lieber Robert Gerber
Leider hat Ihr beigefügter Leserbrief
in dieser Ausgabe keinen Platz mehr.
Wir reservieren jedoch gerne in der
Oktober-Ausgabe einen Platz dafür.
Herzliche Grüsse
Ihr WURZEL-Team
REGION OBERAARGAU
Silvia Jäger vernetzt
Unternehmen und
Behörden in der Region.
Doppelt
hält besser
Saskia Lüchinger und Michael Grob
leiten seit Anfang dieses Jahres
gemeinsam das Stadttheater Langenthal.
NATIONAL LEAGUE
Vorschau auf
die Qualifikation
für 2025/26.
Guten Tag
Kürzlich habe ich aus den USA eine
E-Mail erhalten von einem Donald
Kopp, dessen Vorfahren ca. 1900 aus
der Schweiz nach Wisconsin emigriert
sind. Er nannte zwei Namen: Fred
und John Kopp, die von Ochlenberg
stammten. Er hätte gerne weitere
Angaben zu dieser Familie.
Mein Anliegen: Gibt es im Raum
Oberaargau jemanden, der sich mit
Familienforschung beschäftigt und
sich auskennt, den ich Herrn Kopp als
Bezugsperson angeben könnte?
Ich selber bin an der Zusammenstellung
meiner Vorfahren, die alle aus
Obwalden stammen, und arbeite mit
My Heritage im Netz (wo Herr Kopp
auf meinen Namen gestossen ist). In
Bern ist das Staatsarchiv nicht so
leicht zugänglich wie in Obwalden, wo
ich jederzeit vor Ort in die Stammbücher
bzw. dessen Abschriften Einsicht
nehmen kann. Und ich möchte mich
nicht selber weiter mit den Kopps vertiefen,
wäre aber dankbar, wenn ich
dem Herrn in den USA mit einer Referenzperson
weiterhelfen könnte.
Freundliche Grüsse
Alois von Rotz, Niederönz
WUSSTEN SIE
Über Schnarchen,
schönes Wetter
und Blumentopferde.
Ihre Meinung
interessiert uns
Sind Sie mit etwas nicht einverstanden?
Haben Sie Fragen, die auch andere
Leser interessieren könnten?
Oder haben Sie eine Ergänzung zu
einem Artikel?
Dann schreiben Sie uns. Wir reservieren
Platz für Sie. Oder möchten
Sie über ein Thema, das wir noch
nicht gebracht haben, mehr erfahren?
Wir können Ihnen zwar keinen
Artikel darüber garantieren. Aber
prüfen werden wir Ihren Vorschlag
ganz bestimmt.
Wir wissen noch nicht, was auf uns
zukommt, wenn wir die Möglichkeit
zu Leserreaktionen bieten. Möglich,
dass keine einzige kommt. Ebenfalls
möglich, dass wir nicht alle
Ihre E-Mails und Briefe publizieren
können, und deshalb eine Auswahl
treffen müssen. Schreiben Sie aber
bitte nicht allzu viel. Sonst müssten
wir Ihren Beitrag eventuell kürzen.
Beiträge mit beleidigendem, diffamierendem,
rassistischem und sexistischem
Inhalt werden nicht veröffentlicht.
Aus dem History-Artikel der
Ausgabe 5: Bauern und Herren
stehen sich im Kampf gegenüber.
Wir freuen uns auf Ihr Feedback.
Ihr WURZEL-Team
IMPRESSUM
Herausgeber: WURZEL Verlag GmbH, Marktgasse 11,
4950 Huttwil, Tel. 076 630 33 02, info@wurzel.ch, www.wurzel.ch
Redaktioneller Leiter: Bruno Wüthrich
Geschäftsleitung: Sebastian Wüthrich
Kundenberatung: Alice Travaglini Layout: tnt-graphics AG,
www.tnt-graphics.ch | Auflage: 44 000 Exemplare
Erscheinung: monatlich | Druck: Stämpfli Kommunikation, Bern
Versand: Die Post
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SIE UNS
E-Mail:
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