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Ausgabe 634 · 51. Jahrgang
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Herbstkirmes Wiedenbrück vom 03. – 06.10.
Verkaufsoffener Sonntag am 05.10.
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2 Das Stadtgespräch
1 Fahrspaß mit dem Bewegungswunder Night Style
3. bis 6. Oktober: Drei Kirmesplätze
– dreifacher Spaß
Herbstkirmes ist Leidenschaft – 5. Oktober verkaufsoffen
Unübersehbar laufen seit
Anfang Oktober die Aufbauarbeiten
für die Wiedenbrücker
Herbstkirmes. Sie hat
ganz Rheda-Wiedenbrück und
Umgebung voll im Griff. Zu Tausenden
werden die Besuchenden
wieder auf die Wiedenbrücker
Festmeile zwischen Markt, Kirchund
Büschers Platz strömen. Sie
wollen bei der Herbstkirmes im
Herzen der Wiedenbrücker Altstadt
dabei sein, miteinander die
Kirmes feiern und genießen.
Eröffnung
Nach der Schaustellerversammlung
am Donnerstagabend, auf
der noch alles Wichtige besprochen
wird, geht es am Freitag,
dem 3. Oktober, 15 Uhr richtig los.
Es werden wie in jedem Jahr garantiert
wieder viele Gäste und die Ehrengäste
aus Rat und Verwaltung
am Ort der Eröffnung stehen – in
diesem Jahr am Riesenrad, aufgebaut
auf dem Kirchplatz. Bürgermeister
Theo Mettenborg wird
dort das Fest offiziell eröffnen.
Verlosung
Die Jüngeren und die Kleineren
mit ihren Eltern werden sich an
das Fahrgeschäft drängeln, um eines
der Glücksherzen der Kirmesverlosung
zu erhaschen – verteilt
vom Bürgermeister, gemeinsam
mit den Marktmeistern Dirk Wiesbrock
und David Adrian sowie den
Schaustellersprechern Arno Heitmann
und André Schneier. Bei der
anschließenden Ziehung können
sich die Losbesitzenden beim Aufruf
ihrer Nummer auf einen der
vielen Preise freuen – allesamt
1 Heroes macht alle Gäste zu Superhelden.
gestiftet von den 57 Schaustellern
der Herbstkirmes.
Freifahrten
Zudem gibt es zur Eröffnung der
Herbstkirmes eine Viertelstunde
lang Fahrten mit den Karussells
gratis.
Fassanstich
Zur Freude der Großen zapft der
Bürgermeister mit den Vertretenden
der Hohenfelder Brauerei vor
dem Riesenrad ein Fass mit Heimatbier
an. Die Herbstkirmesmachenden
werden mit den Gästen
auf vier tolle Kirmestage und ein
friedliches Fest anstoßen. Anschließend
laden die Marktmeister
und die Beschicker die Ehrengäste
zum gemeinsamen Rundgang
über die Herbstkirmes ein.
Feuerwerk
Absoluter Höhepunkt des Eröffnungstages
ist das Musikfeuerwerk
am Emssee, gestiftet von den
Schaustellern und Beschickern der
Herbstkirmes mit Unterstützung
der Privatbrauerei Hohenfelde. q
Das Stadtgespräch
3
1 Über Berg und über Tal düst der Disco Jet. 1 Auf Aladin’s Reise ins Kirmeswunderland
Das Feuerwerk wird abgebrannt
von der Dragon Fireworks Bielefeld
GmbH. Damit auch jüngere Besucher
das Spektakel am Nachthimmel
bewundern können, startet
die romantische Feuershow wieder
am frühen Abend, 20.00 Uhr – beste
Sicht ist vom Seecafe aus garantiert.
Ein Highlight, den man nicht
verpassen sollte – Auftakt für einen
ausgiebigen Kirmesbummel.
Verkaufsoffen
Tradition hat der verkaufsoffene
Kirmessonntag. Er liegt
diesmal auf dem 5. Oktober
und zeigt anschaulich die enge
Verbundenheit der Wiedenbrücker
Kaufmannschaft mit ihren
»Nachbarn auf Zeit«, wie Josef
Surmann die Kirmesleute einst
in freundschaftlicher Verbundenheit
nannte.
Krammarkt
Am Montagmorgen ist gefühlt
die ganze Stadt schon früh auf
den Beinen. Magisch zieht der
Krammarkt an, der sich über die
komplette Lange Straße erstreckt.
Er gilt als längster Krammarkt
Ostwestfalens. In diesem Jahr
bieten 90 Händler ihre Produkte,
Neuigkeiten und manche Sensationen
an ihren Ständen feil.
Leute, die sich Monate lang nicht
gesehen haben, treffen sich hier
garantiert. Und manche feiern
diesen Morgen gleich als ihr großes
Oktoberfest.
Grußwort
Liebe Rheda-Wiedenbrückerinnen,
liebe Rheda-Wiedenbrücker,
liebe Kirmesgäste von nah
und fern, mit großer Vorfreude
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4 Das Stadtgespräch
1 Mit dem Movie Star über die Dächer der Wiedenbrücker Altstadt
heißen wir Sie zur Wiedenbrücker
Herbstkirmes willkommen – un-
serem Fest der Begegnung, der
Tradition und der Lebensfreude.
In diesen vier Tagen – vom 3. bis
6. Oktober – zeigt sich die Doppelstadt
in einer besonderen
Weise wieder als das, was sie für
die meisten ist: als ein Ort der
Heimat, der Herzlichkeit und der
gemeinsamen Erlebnisse.
Wer mit dieser Kirmes aufgewachsen
ist, weiß, wie tief dieses
Fest in der Stadt verwurzelt ist.
Und dennoch: Tradition bedeutet
nicht Stillstand. Sie lebt davon,
dass Bewährtes erhalten bleibt
und es gleichzeitig gilt, den Mut
zu haben, Neues zu wagen.
Unter der Leitung der Marktmeister
und in Kommunikation
mit den Schaustellersprechern
und Beschickern entstand eine
Kirmes, die den Besuchenden
zeigt, wie viel Leidenschaft in
dieser Veranstaltung steckt. drucksvoll gelang es wieder, die
drei Festplätze im Herzen der
Ein-
Wiedenbrücker Altstadt als eine
Einheit erlebbar zu machen.
Sie, liebe Besuchende, sind
das Herz dieses Festes und zei-
gen, was Heimat uns bedeutet.
Wir wünschen uns allen fröhliche,
friedliche und unvergessliche
Herbstkirmestage. Frei nach dem
Motto: »Ein Spaß für die ganze
Familie!«
Marktmeister Dirk Wiesbrock und
David Adrian
Schaustellersprecher Arno Heitmann
und André Schneider
Marktplatz
Coole Momente mit dem
DISCO-Jet der Superlative
Hauptsache er ist da, freuen sich
alle Fans des DISCO-Jets. Sie können
es kaum Abwarten, bis Arno
Heitmann und sein Team den
DISCO-Jet auf dem Marktplatz
wieder mit Vollgas über Berg und
durch Tal steuern. Es ist der erste
Musikexpress Europas der neuesten
Generation mit anzugs-
starker 5-Motoren-Antriebstechnologie
für noch mehr Fahrspaß
bei höchster Energieeffizienz. Auf
der Herbstkirmes 2021 feierte er
Premiere. Arno Heitmann: »Wir
garantieren Fahrgeschäft-Spaß
auf höchstem Niveau in Punkto
Sicherheit und Dekoration. Ein
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am 5.10. von 13 bis 18 Uhr
Das Stadtgespräch 5
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1 Auf eine tolle Herbstkirmes stoßen an: (v. l.) Bürgermeister Theo Mettenborg, und
von der Hohenfelder Brauerei Sophia Schütze und Markus Korfmacher.
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akustische Maßstäbe. Also: »Einsteigen,
Bügel schließen, festhalten
– die nächste Runde geht
rückwärts!«, lädt die Familie Arno
Heitmann in den DISCO-Jet der
Superlative ein.
Einzigartig in Deutschland:
Das Bewegungswunder aus
Eschershausen
Die Schaustellerfamilie Raymond
Armbrecht präsentiert den in
Deutschland einzigartigen Fahrspaß
mit dem Night Style. Nun
bereits zum vierten Mal auf der
Herbstkirmes, Standort Marktplatz.
Das bedeutet abermals ein
rassiges Kirmesvergnügen in völlig
ungewohnten Dimensionen für
Wiedenbrück.
Denn Night Style ist beileibe
kein Top Spin. Dieses einmalige
Hochfahrgeschäft fährt
nicht nur einfach über Kopf. Es
verspricht jede Menge schräger
Loopings. Mal sind es horizontale,
dann vertikale und diagonale
Überschläge. Das Tolle:
Jede Fahrt ist ein Unikat. Denn
erstens stellt die Schaustellerfamilie
jede Fahrt ganz auf das
Publikum ab, mal mit mehr,
dann mit weniger Loopings. Und
zweitens sind die Fahrten durch
die Joystick-Steuerung absolut
handgemacht. Night Style ist
einfach einzigartig in unserer
Republik – mit modernster
LED-Beleuchtung und lustigen
Wasserspielen. Nicht zu vergessen
die Rekommandeure. Sie
sind voll und ganz bei der Sache
und extrem sympathisch, bestätigen
die Night Style-Fans.
Kirchplatz
Movie Star
Abermals steht ein großes Riesenrad
der Familie Landwermann auf
der Herbstkirmes. Ihr neues, über
30 m hohes Riesenrad Movie Star
1 verfügt über zwei neue barrierefreie,
geschlossene Panoramagondeln.
Als Wahrzeichen der Kirmes
steht es auf dem Kirchplatz in
Wiedenbrück. Über 200 Leute können
gleichzeitig mitfahren. Rund
sechs Minuten dauert eine riesige
Runde, bei der man einen Panoramaausblick
nach allen Seiten
hat. Familie Landwermann fährt
selbst gern Riesenrad. Bereits in
dritter Generation betreibt sie das
Geschäft mit Riesenrädern. Drei an
der Zahl stehen dabei zur Auswahl.
Büschers Platz
Jumpstreet
Abermals ist Marlon Klaasen mit
seinem Fahrgeschäft Jumpstreet
zu Gast in Wiedenbrück. Das auf
dem Büschers Platz errichtete Ge-
6
Das Stadtgespräch
1 Die Kirmesfans hoffen auf die von Schaustellersprecher Arno Heitmann und André
Schneider (v. l.) verteilten Glücksherzen.
schäft (Bauart »Scheibenwischer«)
verspricht rasante Fahrten und bei
Sonnenschein einen besonderen
Wasserspaß.
Heroes
Bei diesem Highspeed-Spaß in direkter
Nachbarschaft zum Autoskooter
legen sich die Gondeln bei
ihrem höchsten Aufschwung fast
im 90-Grad-Winkel in die Kurve.
Die Freunde des Adrenalins und der
Geschwindigkeit kommen nicht
zu kurz. Ebenfalls die Licht- und
Farbeffekte machen das Actionkarussell
auch für die Zuschauer zu
einem Hingucker, verspricht Schausteller
Marvin Fick. Alle Gäste verlassen
den Betrieb als Superhelden.
Der Name »Heroes« besteht für das
Geschäft also mehr als zu Recht,
schmunzelt der Schausteller.
Wenn der Scooter zur Disco wird
Davon muss sich niemand mehr
überzeugen lassen: dass der Autoscooter
Formel 1 mit André Schneider
am Steuer geile Fahrten verspricht,
egal ob vorwärts, rückwärts oder
einfach im Kreis, dazu ohne Führerschein
und wenn’s auch mal
kracht. Hier wird einfach nur Spaß
gemacht. Das Formel-1-Racing-
Team steht schon in den Startlöchern.
Und als i-Tüpfelchen obendrauf
lässt André die angesagteste
Mucke aus der Hifi-Supersound-Anlage,
nach der die Fans fragen. Nebeleffekte
und Discolaser machen
die Party komplett. Man sieht sich…
am Ring von André Schneiders Formel
1-Piste auf dem Büscherplatz.
Kinderfahrgeschäfte
Für die Kinder gibt es ein abwechslungsreiches
Angebot, das
ihre Herzen höher schlagen lassen
wird. Der altbekannte Truck Stop
von Dölfi Hirsch ist ebenso wieder
dabei wie die Kinderschleife
Aladin‘s Reise von Carsten Lönne.
Ebenso leuchten die Kinderaugen
in Dirk Stippichs Flying Toys und
in dem Rundfahrgeschäft »Biene
Maya« von Petra Weber – für jedes
Kind ist etwas dabei.
Können und Glück
Groß ist die Auswahl an Spielgeschäften,
bei der Glück oder Geschicklichkeit
gefragt ist, darunter
Marlon Krause mit Dosenwerfen,
Maurice Stippich (Fadenziehen)
und Michael Zahn-Kleuser (Enten-Angeln).
Die Meisterschützen
kommen bei Carsten Lönne und
Simon Balshüsemann auf ihre
Kosten.
Schlemmen auf dem
Volksfest
Wer kulinarischen Genuss sucht,
wird auf dem Hofer Volksfest
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Das Stadtgespräch
7
1 Völlig schwerelos geht es mit dem Kinderflieger.
1 Auf den größten Krammarkt Ostwestfalens locken 90 Händler.
Geschmack ist etwas dabei: Ob
Hot Dogs von Harry Sindermann
oder Familie Becker, Leonhard
Lemoines China WOK sowie Willi
Kaisers gebackenes Gemüse und
gefüllte Kartoffeln von Andre
Heitmann oder Crêpes von Willi
Perl, Kevin Preher, Sydney März
und Iolanda Tränkler oder die
Riesenchampignons von Udo
Osthold, Pizza von Guiseppe
Maltese und Michael Derleh,
Pommes Special sowie Thelen’s
Riesenbratwurst (½ Meter). Die
ungarische Spezialität Langos
bieten dieses Jahr Philip Kaiser
und Ronny Kaiser an. Familie Crisan
verköstigt mit rumänischem
Baumkuchen.
Für Naschkatzen…
Es verführen zum Naschen: Wilfried
Oberschelps Lebkuchen, frische
Mandeln von Christa Brand,
Hans Dreyer, Heidi Jelitte, Rudolf
Osthold und Andree Langenscheidt
sowie Kevin Preher und Jil
Lönne mit Eisspezialitäten.
Für durstige Gäste
Die Altdeutsche Bierstube von Heiner
Heitmann ist der Treffpunkt
auf der Herbstkirmes. Es verwundert
nicht, dass die urgemütliche
familiengeführte Reisegaststätte
auf dem Kirchplatz mit großem
Biergarten von den Gästen in den
Abendstunden dicht umlagert ist.
Auf dem Büschers Platz lädt neben
Getränke Paehler-Borgmeier aus
Rietberg Gloria Fischer mit ihrem
Team rund um den »Biertreff« mit
Biergarten ein. Auf dem Marktplatz
warten die Ausschankwagen
von Katharina Hagenheide (Hohenfelder
Brauhaus) und Carsten
Lönne auf die durstigen Seelen.
Sicherheit auf dem
Festgelände
Gefährliche Gegenstände wie Messer
und Waffen aller Art bitte zu
Hause lassen. Wer sich auf dem
Volksfest nicht zu benehmen weiß,
muss mit einem Platzverweis und
ggf. weiteren Schritten rechnen.
Die Zufahrten zu den Festplätzen
werden mit Barrieren gesichert.
Personalnot
Corona hat die Schausteller
hart getroffen. Was sich immer
noch negativ auswirkt: Viele, die
Fachgeschäfte mit aufbauten
oder Fahrchips einkassierten,
haben sich andere Jobs gesucht.
Die einstigen Mitarbeitenden
kommen nicht wieder. In die-
sem Jahr liefen die Jahrmärkte
durchweg gut – wenn der
Regen in einigen Landesteilen
nicht dazwischenkam. Aber
die Schausteller haben es auch
bei einem optimalen Verlauf,
u. a. wegen der Personalnot,
sehr schwer. Manche Geschäfte
mussten sogar Standplätze
absagen.
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8 Das Stadtgespräch
Foto: Heiner Heitmann
1 In der Altdeutschen Bierstube auf dem Kirchplatz sind die Nächte lang. In vierter Generation
führt Heiner Heitmann mit seiner Frau Christina diese gesellige Inspiration.
1 Der gemütliche Platz an der Theke von Schankwirtin Gloria Fischer ist der Biertreff
auf Büschersplatz.
Wie teuer ist ein
Kirmesbesuch?
Ein Besuch auf der Herbstkirmes
macht Spaß – geht aber auch ins
Geld. Wird ein Besuch zu einem Luxusgut?
Gerade Familien mit Kindern
merken das im Portemonnaie.
Auf der anderen Seite können
die Schausteller und Beschicker
auf die gestiegenen Kosten für
Personal, Waren, Strom, Fahrtkosten,
Standgelder und zunehmend
für Sicherheit verweisen. Die Kosten
steigen und steigen immer
weiter. Dafür zahlen am Ende die
Besuchenden. Die Schausteller haben
ja auch ihre Kalkulation, mit
der sie über die Runden kommen.
Und sie versuchen, die Preise familiengerecht
zu halten.
32,80 Euro gaben die Besuchenden
vor zwei Jahren für
einen Jahrmarktbesuch aus,
ermittelte der Deutsche Schaustellerbund.
Heute sind es sicherlich
mehr. Zum Vergleich: Vor 25
Jahren waren es noch 15,35 Euro.
Darüber berichtete RTL-West zur
diesjährigen Cranger Kirmes.
Der Schaustellerbund hat die
Politik insbesondere auf die hohen
Stromkosten aufmerksam
gemacht. Eine Lösung ist noch
nicht in Sicht.
Kem
Öffnungszeiten
Freitag, 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit)
14.00–24.00 Uhr Kirmes in der Innenstadt
15.00 Uhr Eröffnung auf dem Kirchplatz
20.00 Uhr Feuerwerk
Samstag, 4. Oktober
07.30–13.00 Uhr Wochenmarkt auf dem Parkplatz Auf der Schanze
14.00–24.00 Uhr Kirmes in der Innenstadt
Sonntag, 5. Oktober
13.00–22.00 Uhr Kirmes in der Innenstadt
13.00–18.00 Uhr verkaufsoffener Sonntag
Montag, 6. Oktober
08.00–15.00 Uhr Krammarkt
11.00–22.00 Uhr Kirmes in der Innenstadt
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Das Stadtgespräch 9
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Highlights aus dem
Herbst-Wintersemester
2025/26
Volkshochschule Reckenberg-Ems macht Appetit
auf Bildung
Der Bildungskatalog der Volkshochschule Reckenberg-Ems für
das kommende Herbst- und Wintersemester ist bereits seit dem
27. August an den bekannten Stellen und im Internet auf der
Homepage ww.vhs-re.de veröffentlicht und lädt zum Stöbern und Entdecken
ein. Und die Bandbreite der Bildungsthemen und -möglichkeiten
ist absolut groß.
Noch sind Plätze frei. Für Anmeldungen und Anfragen steht das
Team der Volkshochschule unter Tel. 05242/9030-900 von montags bis
donnerstags in der Zeit von 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr und von 14.00 Uhr
und 17.00 Uhr sowie freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr zur Verfügung. Online-Anmeldungen
sind auf www.vhs-re.de möglich.
Kostproben aus dem Fachbereich 0: Studienreisen
Diesmal hat die VHS zwei neue Tagesfahrten im Programm, die zu besonderen
Erlebnissen und Wahrnehmungen einladen, berichtete VHS-Leiter
André Mannke, neben der Erlebniswelt »stockfinster« am 11. Februar:
Faszination Flughafen – Besichtigung des Paderborner Flughafens
Der Flughafen Paderborn-Lippstadt ist der Heimathafen für Urlaubsund
Geschäftsreisende aus Ostwestfalen-Lippe und den angrenzenden
Regionen. Darüber hinaus stellt er den Anschluss der Region an den
weltweiten Luftverkehr über das Direktkreuz München sicher.
Am 22. Oktober besucht die VHS den Flughafen, ist dabei mehr als
ein »normaler« Fluggast und schaut mit einer exklusiven Führung hinter
die Kulissen des Geschehens. Herzlich willkommen sind auch Kinder
in Begleitung ihrer Eltern. Die Anfahrt erfolgt in Fahrgemeinschaften.
Fachbereich 1: Politik – Gesellschaft –Umwelt
Fachbereichsleiterin Dr. Sybille Schneiders gab Einblicke in die FB Gesellschaft
und Kultur.
Mensch und Klima – Erlebnisführung für die ganze Familie
Wie prägt das Klima unser Leben und wie beeinflussen wir das Klima?
Damals und heute! Im Archäologischen Freilichtmuseum (AFM) und
der Klimaerlebniswelt (KEW) Oerlinghausen begeben sich die Teilnehmenden
auf eine Zeitreise – vom Eiszeitalter in die Klimazukunft! Die
Besucher erkunden, wie sich Menschen seit der Eiszeit an klimatische
Veränderungen angepasst haben. Anhand prähistorischer Werkzeuge
und rekonstruierter Behausungen von der Alt- bis in die Jungsteinzeit
erleben sie vergangene Lebensweisen hautnah. Sie entfachen Feuer und
ziehen Parallelen zum heutigen Klimawandel. In der KEW wird der menschengemachte
Klimawandel greifbar: Interaktive Stationen zeigen seine
Auswirkungen und mögliche Anpassungsstrategien. Dieses Programm
sensibilisiert, inspiriert und macht Klimageschichte lebendig.
Do, 16.10.2025, 14.00–17.00 Uhr, Dozent: Team der Museumspädagogik
Fachbereich 2.1.: Kultur
»14 plus« – Theatergruppe für Jugendliche ab 14 Jahren
Jugendliche, die etwas zu sagen haben und Songtexte lieben, sind hier
10 Das Stadtgespräch
genau richtig. Bei dieser Theatertruppe dreht sich alles um dieses Thema,
die eigene Musik und deren kreative Umsetzung. Gemeinsam wählen
wir ein Thema, das alle Teilnehmende bewegt. Die Jugendlichen bringen
passende Songtexte mit, und die Gruppe verwandelt sie mit theatralischen
Gestaltungsmitteln in ausdrucksstarke Szenen.
14 x donnerstags, 19.00–20.30 Uhr, die Gruppe startete im September.
19.00–20.30 Uhr, Dozent: Frank Timmermann
Fachbereich 2.2: Gestalten
Die Fachbereichsleiterin Sabine Höller-Pietsch nannte als Highlight:
Bildungsurlaub & Herbstakademie: Acrylmalerei – Der Figur auf der Spur
Ob menschliche Figuren oder phantastische Gestalten, realistisch dargestellt
oder mit Verfremdungen: Wir probieren unterschiedliche Herangehensweisen
aus, um Eure individuellen Arbeitsvorhaben zu entwickeln.
Dieser Workshop ist geeignet für Teilnehmende mit Grundkenntnissen
der Acrylmalerei und für Fortgeschrittene. Dozentin Svenja Maaß hatte
Lehraufträge an der HAW Hamburg, der Universität Flensburg und der
HBK Braunschweig inne. Maaß lebt und arbeitet in Hamburg. www.
svenjamaass.de, Instagram: @maasssvenja
Mo, 20.10.2025 bis Do, 23.10.2025, 9.00–16.00 Uhr, Haus der Kreativität,
Werkraum
Fachbereich 4.2: Fremdsprachen
Hier geht die VHS mit 87 Sprachkursen in den gängigen Fremdsprachen
und mit SUSI-Kursen (selten unterrichteten Sprachen) an den Start, davon
werden elf Kurse digital angeboten. Wie in jedem Semester beinhaltet
der FB auch einen englischen und einen spanischen Bildungsurlaub,
die beide im VCR angeboten werden.
Fachbereich 3: Gesundheitsbildung
Die Fachbereichsleiterin Kirsten Klute stellte heraus:
Vortragsreihe zur digitalen Gesundheitskompetenz
E-Health-Experte Jörg Schiemann referiert im Rahmen der kostenfreien
Vortragsreihe im Rahmen der Kooperation zur digitalen Gesundheitskompetenz
in Zusammenarbeit mit der VHS-Regionalgruppe Gesundheit
in Westfalen im Online-Format (vhs.cloud) nach der Eröffnungsveranstaltung
am 23.9. an zwei weiteren Abenden:
Dienstag, 28.10, 19.00 Uhr: DiGA: digitale Helfer für die Gesundheit – Fitnessapps,
Tracker & Co., Dienstag, 25.11. 19.00 Uhr: Telemedizin: ärztliche
Sprechstunde von Zuhause
1 Stellen das Programm für das Herbst-Wintersemester vor: (v. l.) Nicole Höhne, Irmgard
Honerlage, André Mannke, Renate Riemann, Dr. Sybille Schneider, Kirsten Klute
und Axel Hemminghaus.
Fachbereich 4.1: Deutsch
Die Fachbereichsleitenden Axel Hemminghaus und Carmen Vielstädte
nannten den
Deutsch Brückenkurs B1+/B2
In diesem Semester bietet der Fachbereich 4.1/Deutsch wieder einen
offenen Deutschkurs auf dem Niveau B1+/B2 an. Alle Sprachfertigkeiten
(hören, lesen, sprechen und schreiben) werden im Unterricht systematisch
eingeübt und vertieft. Vorkenntnisse auf B1-Niveau sind Vorrausetzung
für die Teilnahme.
Beginn: Mi, 29.10.2025, 18.15–20.30 Uhr, 7 Termine, Ort: Zehntscheune,
Clarholz, Dozentin: Maria Sliwinski
Fachbereich 5: IT, Arbeit und Beruf
Aus dem von Nicole Höhne geleiteten FB wurde u. a. herausgestellt:
Die Welt der KI
Künstliche Intelligenz ist Teil des privaten und beruflichen Alltags. Doch
was steckt eigentlich dahinter? Der Themenabend Die Welt der KI gibt
eine leicht verständliche Einführung in die Grundlagen künstlicher Intelligenz.
Di, 28.10.2025, 18.00–19.30 Uhr
Online, Dozent: Peter Hoffmann.
Kem
Ö
Veranstaltungen im Seecafé Wiedenbrück
30. Oktober ´25 Buchlesung mit Sophie Bonnet inkl. 3-Gang Menü
07. November ´25 Biertasting mit der Bielefelder Brauerei inkl. 5-Gang Menü
21. November ´25
ffnungszeiten an den Feiertagen:
Malkurs bei Kaffee & Kuchen
25. & 26. Dezember ´25 von 9:00Uhr - 17:00Uhr | 31. Dezember ´25 von 9:00Uhr - 16:00Uhr | 01. Januar ´26 9:00Uhr - 17:00Uhr
Büschers Seecafé Café & Restaurant | Paul-Schmitz Straße 22 | 33378 Rheda-Wiedenbrück | Tel. 05242/35464
Das Stadtgespräch
11
1 Die CDU feiert ihren Wahlsieg und den fulminant wiedergewählten Bürgermeister Theo Mettenborg.
Bürgermeister
Theo Mettenborg mit
fulminanten 71 % in die 4. Amtszeit gewählt
CDU klarer Wahlgewinner
BEST
OF
70’s
tigt. Seit 2009 steht der 54-Jährige
an der Spitze Rheda-Wiedenbrücks.
Schon bei den vorherigen
drei Wahlen wurde er jeweils mit
starken über 60 % der Stimmen
& 80’s
Der Inhaber des Bürgermeisteramts,
Theo Mettenborg,
wurde bei der
Bürgermeisterwahl am 14.9.2025
mit 71,18 % in seinem Amt bestägewählt.
In einem ersten Statement
äußerte er sich sehr dankbar
über diesen Vertrauensbeweis.
Er hatte mit diesem Wahlerfolg
nicht gerechnet. Er habe so viel
Mit gratis Prosecco
für die Lady's!
DANCE-CLUB
TANZ- LOKAL
Unterstützung in den letzten
Wochen und Monaten erfahren.
Das gebe ihm »die Basis« für seine
Arbeit. In den Dank an die Bürgerschaft
schloss er die CDU und
seine Familie ausdrücklich ein.
Die Herausforderin, Gudrun
Bauer, äußerte sich zufrieden,
dass sie gegen den starken
Amtsinhaber nahe bis an die
30-%-Marge gekommen war. Sie
habe gemeinsam mit move einen
»total engagierten« Wahlkampf
geführt und viele Unterstützende
gefunden und positive Rückmeldungen
erhalten. Es freue sie besonders,
dass sie abermals über
das Direktmandat in den Rat gewählt
worden ist. Sie sprach den
Wählenden ihren Dank aus.
Ratswahl
Die CDU konnte nach der eindrucksvollen
Wahl des Bürgermeisters
ebenfalls ihr großartiges
Abschneiden bei der
Ratswahl feiern. Sie holte alle
18 Sitze über ein Direktmandat,
12 Das Stadtgespräch
1 Wahlleiterin und Kreisdirektorin Susanne Koch (r.) gratuliert der Siegerin, Ina Laukötter
(CDU).
Foto: Kreis Gütersloh
1 Glückwünsche aus der Verwaltung zu der vierten Amtszeit von Theo Mettenborg
und einen Blumengruß für die Herausforderin Gudrun Bauer von dem Ersten Beigeordneten
Christoph Krahn und der zweiten Beigeordneten Dr. Ina Epkenhans-Behr.
konnte ihren Stimmenanteil um
rund 10 % auf 41,64 % steigern.
Der bisherige Fraktionsvorsitzender
Uwe Henkenjohann führt
das hervorragende Abschneiden
auf die transparente Arbeit, das
Streben nach pragmatischen Lösungen
und Bürgernähe der CDU
zurück. Sie sei u. a. auf die Kritik
der Bürgerinnen und Bürger gegen
eine ZUE eingegangen und
durch ihr Projekt »Kolpingstraße«
werde bezahlbarer Wohnraum für
junge Menschen geschaffen.
Auf Platz zwei folgt move mit
18,58 % der Stimmen und einem
Minus von 3,29 Prozentpunkten
im Vergleich zu 2020. Der Vorsitzende
von move, Thomas Theilmeier-Aldehoff,
schickte seinem
Statement einen Glückwunsch
an die CDU voraus. Er sei eigentlich
zufrieden. Die Zahl der Sitze
hätte move »ziemlich halten«
können. Er dankte allen Wählerinnen
und Wählern.
Erhebliche Verluste erlitten
die Bündnisgrünen von 7,15 Prozentpunkten
und landeten bei
12,81 %. Es gelang ihnen nicht
die in 2025 gewonnenen beiden
Direktmandate zu halten.
Ihr Fraktionsvorsitzender Volker
Brüggenjürgen äußerte sich insoweit
zufrieden, als dass die
Bündnisgrünen vor Ort dieses
Ergebnis ganz entgegen dem
Landestrend erzielen konnten
und weiterhin als drittstärkste
Kraft im neuen Rat vertreten sein
werden. Am Ende habe sich die
Profilbildung über einzelne Themen
ausgezahlt.
Elisabeth Frenser (SPD) machte
deutlich, dass sich die Sozialdemokraten
mehr als die erzielten
10,35 % gewünscht hätten.
Die SPD habe wirklich eine gute
Arbeit gemacht. Es bleibe die
Aufgabe, Rheda-Wiedenbrück
sozial zu halten. Insbesondere sei
eine verlässliche Kinderbetreuung
und qualifizierte Bildungsansprache
in Kita und Schule
umzusetzen.
Simon Gerhard von der FDP
äußerte zufrieden, dass die Liberalen
mit über fünf Prozentpunkten
deutlich besser als der Landestrend
abgeschnitten haben.
Er wertete das eine Bestätigung
der guten Arbeit hier vor Ort.
Günter Arlt freute sich, dass
Die Linke ihren Stimmenanteil
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Das Stadtgespräch
13
1 Die Wählervereinigung move konnte ihren Stimmenanteil ziemlich halten. (v. l.) Gudrun
Bauer, Thomas Theilmeier-Aldehoff, Ulrich Schlottmann, Michael Kleinschroth,
Ronald Hurmann, Christian Kottmann, Dr. Andreas Gernhold
1 Die Bündnisgrünen bleiben drittstärkste Kraft im Rat. Das Foto zeigt (v. l.) Leon Thumel,
Jenny Wedler, Birgit Kaupmann, Volker Brüggenjürgen und Christiane Braun.
Sie bilden mit Hermann Heller-Jordan die neue Fraktion.
1 Die SPD hätte sich gerne ein besseres Ergebnis gewünscht: (v. l.) Anja Baumann,
Elisabeth Frenser, Dirk Kursim, Friederike Wandmacher.
1 Simon Gerhard (r.) und Christoph Rasim (l.) vertreten im neuen Rat die FDP.
verzweifachen und er im eigenen
Wahlbezirk gut abschneiden
konnte. Die Linke konnte ihren
Stimmenanteil auf 4,59 %
und die Zahl ihrer Sitze auf
zwei erhöhen.
Ebenfalls die AfD, die
in acht der 19 Wahlbezirke
kandidiert hatte, konnte
ihren Stimmenanteil auf
knapp fünf Prozent und die
Zahl der Sitze auf zwei und damit
auf Fraktionsstärke verdoppeln.
Dieter Karius sagte, dass
das Ergebnis »Luft nach oben«
habe, die AfD werde in der neuen
Legislaturperiode alle Anstrengungen
unternehmen, die
Bürgerinnen und Bürger von der
AfD zu überzeugen. In einigen
Wahlbezirken habe sie mit 20 %
abgeschnitten.
Auf einen Blick
Wahlberechtigte – Wählerinnen,
Wähler
Wahlberechtigte am 14.9.2025:
39.093, davon haben bei der Ratswahl
gewählt 19.708, 50,41 %, bei
der Bürgermeisterwahl 19.684,
50,35 %.
Die Wahlbeteiligung bei den zurückliegenden
Kommunalwahlen
in Prozent: (2020: 49,19 %, 2014:
48,1 %, 2009: 52,22 %)
Bürgermeister- bzw. Bürgermeisterinwahl
Theo Mettenborg, CDU: 71,18 %
(13.9.2020: 61,22 %), Gewinn
9,96 %.
Gudrun Bauer, move: 28,82 %
Bei der Kommunalwahl 2020
hatten ebenfalls GRÜNE und
SPD eigene Kandidatinnen aufgestellt.
2020 erhielten Brigitte
Frisch-Linnhoff, SPD 17,96 % und
Sonja von Zons, GRÜNE 20,82 %.
Ergebnisse Ratswahl 14.9.2025
(in Klammern zum Vergleich
Wahl 2020)
Durch die große Zahl der möglichen
Direktmandate, die die
CDU geholt hat, gibt es auch
im neuen Rat eine große Zahl
an Ausgleichsmandaten. Die
Sitzzahl im Rat wurde bei der
8
18
6
Rheda-
Wiedenbrück
5
2
2
2
1
1 Die neue Sitzverteilung im Rat der
Stadt Rheda-Wiedenbrück
Wahl am 14.9.2025 von 38 auf 44
aufgestockt. Vor 5 Jahren wurde
die Sitzzahl von 38 auf 52 aufgestockt.
Somit ist der Rat in der
kommenden Legislaturperiode
um 8 Sitze kleiner.
CDU 41,64 %, 18 Sitze, alle mit Direktmandat
gewählt (31,42 %, 17
Sitze, davon 1 Reservelistenplatz)
SPD 10,35 %, 5 Sitze (11,15 %, 6
Sitze), GRÜNE 12,81 %, 6 Sitze
(19,96 %, 10 Sitze, davon 2 Direktmandate
in den Wahlbezirken
1 und 8), FDP 5,06 %, 2 Sitze
(6,85 %, 4 Sitze), FWG 2,08 %, 1
Sitz (4,2 %, 2 Sitze), DIE LINKE
4,59 %, 2 Sitze (2,34%, 1 Sitz), AfD
4,89 %, 2 Sitze (2,20 %, 1 Sitz),
move 18,58 %, 8 Sitze, Gudrun
Bauer gewann das Direktmandat
im Wahlbezirk 9 mit 174 Stimmen
– 33,33 % – vor Rüdiger Lückheide
(CDU) mit 170 Stimmen – 32,57 %
– (21,87 %, 11 Sitze, Gudrun Bauer
Direktmandat im Wahlbezirk 9)
Kreistags- und Landratswahl
Ina Laukötter (CDU) folgt auf
Landrat Sven-Georg Adenauer
(CDU), der nach 26 Jahren im Amt
nicht mehr antrat. Sie kommt auf
59,22 %, Marie Hauhart (SPD) auf
24,90 % und Marco Mantovanelli
(GRÜNE) auf 15,89 %.
Bei den Wahlen zum Kreistag
hat die CDU erneut ihre Position
als stärkste Kraft behauptet: Sie
erhielt 39,69 % der Stimmen
(2020: 39,12 %). Zweitstärkste
Kraft ist die SPD geworden, sie
holte 18,23 % (2020: 19,22 %). Die
GRÜNEN, die 2020 zweitstärks-
14 Das Stadtgespräch
1 Die AfD konnte mit acht besetzten Wahlbezirken ihren Stimmenanteil verdoppeln
und hat demnächst Fraktionsstatus: hier Dieter Karius.
1 Ebenfalls verdoppeln konnten sich DIE LINKEN. Zu sehen ist auf dem Foto Günter
Arlt, der sich über das Abschneiden seiner Partei freut.
te Kraft geworden waren (2020:
20,98 %), kommen auf 13,02 %
und werden von der AfD überholt:
13,69 % (2020: 4,42 %).
Die weiteren Ergebnisse:
UWG 5,99 % (2020: 7,63 %), FDP
4,19 % (2020: 5,77 %), LINKE
4,63 % (2020: 2,45 %),
Neu auf dem Wahlzettel
stand bei der Kreistagswahl die
Partei Volt, die allerdings nur in
acht der 30 Kreiswahlbezirken
antrat. Sie kam auf 0,56 % der
Stimmen.
Durch die 28 von 30 möglichen
Direktmandaten, die die
CDU geholt hat, gibt es auch im
neuen Kreistag eine große Zahl
an Ausgleichsmandaten – voraussichtlich
72 statt 60 Sitze
(plus Landrat). Davon entfallen
auf: CDU 28 (2020: 28), SPD 13
(2020: 14), GRÜNE 9 (2020: 15),
UWG 4 (2020: 6), AfD 10 (2020: 3),
FDP 3 (2020: 4), LINKE 3 (2020: 2),
Volt: 0. Alle Ergebnisse im Detail:
www.kreis-guetersloh.de oder
https://wahlen. votemanager.de/
Sven-Georg Adenauer scheidet
Ende Oktober 2025 aus dem
Amt. Er ist seit dem 1. Oktober
1999 ununterbrochen Landrat
des Kreises Gütersloh. Bis auf
den 65-Jährigen gibt es in Nordrhein-Westfalen
lediglich einen
weiteren Politiker, der das geschafft
hat: Thomas Hendele
(Kreis Mettmann). Auch er trat
nicht erneut an.
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Das Stadtgespräch
15
1 Pflanzaktion im Garten des Gemeindehauses mit dem Presbyterium und der Delegation aus Matiši im vergangenen Jahr
Foto: Strothenke
Ein Apfelbaum für die Freundschaft
30 Jahre Partnerschaft mit Matiši
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Seit mehr als 30 Jahren verbindet die Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde
Rheda-Wiedenbrück
eine enge Partnerschaft mit der ev. Kirchengemeinde
im lettischen Matiši. Dieses Jubiläum wird nun
mit einer ganz besonderen Geste gefeiert: Ein Apfelbaum
soll in Matiši gepflanzt werden – als sichtbares
Zeichen für Freundschaft, Vertrauen und Hoffnung.
Ein Pendant steht bereits in Rheda-Wiedenbrück:
Im vergangenen Jahr setzten Pfarrer Andis Smilga und
eine Delegation aus Lettland zusammen mit der Gemeinde
einen Apfelbaum in den Garten des Gemeindehauses
an der Schulte-Mönting-Straße. Begleitet
von Gebeten, Liedern und guten Wünschen wurde
der Baum feierlich angegossen.
Nun steht der Gegenbesuch an. Rund um das Erntedankfest,
reist eine kleine Gruppe nach Lettland.
Am Samstag, 4. Oktober, wird in Matiši der zweite
Apfelbaum in die Erde gesetzt – verbunden mit vielen
Erinnerungen an drei Jahrzehnte Freundschaft und der
Hoffnung auf viele gemeinsame Jahre in der Zukunft.
Die Idee knüpft an den bekannten Ausspruch an,
der Martin Luther zugeschrieben wird: »Wenn ich
wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich
heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen«. Ein starkes
Bild, das beide Gemeinden über Grenzen hinweg teilen
möchten. Inmitten globaler Krisen wollen sie so
ein Zeichen der Zuversicht setzen: Die Partnerschaft
trägt Früchte – und das im wahrsten Sinne des Wortes.
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Ein sonniger Sommertag, schöne Volkswagen
und jede Menge gute Stimmung. Die beliebte
Veranstaltung »Bugs, Beer & Badeanstalt«
lockte am 14. Juni erneut zahlreiche Besucherinnen
und Besucher ins Stromberger Freibad. Organisiert
vom Luftgekühlten Freundeskreis e. V., ist die Veranstaltung
längst ein fester Termin im Kalender vieler
Käfer- und Bulli Fans aus ganz Deutschland geworden.
Doch neben dem Spaß an alten »Karren« steht
auch der gute Zweck im Mittelpunkt: Wie schon in
den Vorjahren spendete der Verein einen Teil der Einnahmen
an den Förderverein des Stromberger Freibades,
Gaßbachtal e. V. In diesem Jahr kam dabei die
beeindruckende Summe von 3200 Euro zusammen.
Die feierliche Übergabe des symbolischen Spendenschecks
fand kürzlich direkt im Freibad statt. In
Anwesenheit der Vertreter des Fördervereins überreichte
der Vorstand des Luftgekühlten Freundeskreises
e. V. die Spende persönlich. Das Geld wird in
die Anschaffung von Sonnenschutzanlagen fließen,
um den Besucherinnen und Besuchern künftig mehr
Schattenplätze bieten zu können – eine Investition,
die vor allem Familien und älteren Badegästen zugutekommt.
16 Das Stadtgespräch
Gegendarstellung
von move
Im Stadtgespräch 09/2025 hat die
CDU Rheda-Wiedenbrück unter
dem Titel »Mal ehrlich machen«
verschiedene Themen des Kommunalwahlkampfes
beleuchtet
und vermeintliche Falschaussagen
der politischen Widersacher »richtig
gestellt«. Hierzu hat die Wählergemeinschaft
Move folgende
Gegendarstellung eingereicht:
Baulandrichtlinie
Die CDU erweckt den Eindruck,
die in einem einstimmigen Beschluss
(also auch mit den Stimmen
der CDU) verabschiedete
Baulandrichtlinie wäre verantwortlich
für zu wenig Bauen, weil
alles über die Verwaltung liefe.
Wahr ist, dass die relativ langsamen
Fortschritte beim Bauen
in den Neubaugebieten wie
z. B. Varenseller Str. schlicht gar
nichts mit der Baulandrichtlinie
zu tun haben, weil es diese bei
der Entwicklung dieses Baugebietes
noch gar nicht gab. Auch
die zögerliche Entwicklung »Am
großen Moor« hat überhaupt
nichts mit der Verabschiedung
der Baulandrichtlinie zu tun, weil
der Erwerb der Fläche durch die
Stadt lange vor der Einführung
stattfand. Es ist darüber hinaus
bemerkenswert, die Verwaltung
und den eigenen Bürgermeister
letztlich für die Baugeschwindigkeit
mittelbar verantwortlich zu
machen.
Markt 13
Die Aussage, die CDU hätte in
den letzten Jahren Kontakt zum
Investor gehalten, um das Objekt
zu der jetzigen Baureife zu führen,
ist grob unwahr. Spätestens seit
2019 hat es laut dem Eigentümer
Hand-Bernd Dreier überhaupt
keinen Kontakt der CDU mehr zu
ihm gegeben (vgl. Presseberichte
Das Stadtgespräch
Die Glocke und NW am 06.09.25).
Folglich hat die CDU hier in den
letzten Jahren keinerlei Beitrag
zur Realisierung des Objektes
mehr geleistet.
Auf der Schanze
Die Aussage, dass nicht die privaten
Grundstückseigentümer
angesprochen wurden, die zur
Realisierung des Konzepts ihre
Zustimmung geben müssten, ist
ebenfalls unwahr. Tatsache ist,
dass neben der Stadt hier 2 Unternehmen
beteiligt wären, die
dem notwendigen Flächentausch
zustimmen müssten. Diese beiden
Unternehmen waren vom
ersten Tage der Überlegungen
an mit im Boot und haben das
Konzept uneingeschränkt unterstützt.
Ebenfalls unwahr ist die
Behauptung, mit dem Konzept
ginge eine deutlich geringere Anzahl
an Stellplätzen einher. Im Gegenteil:
Durch die Umlegung des
MEHR ENERGIE.
MEHR UNABHÄNGIGKEIT.
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14:00 - 18:00 UHR
JEDEN 1. SAMSTAG
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1 Die move-Vertreter/innen: (vorne v. l.) Christian Kottmann, Gudrun Bauer, Melanie
Stuhlweißenburg, (hinten v. l.) Dr. Andreas Gernhold, Thomas Theilmeier
Parkplatzes in Verbindung mit der
deutlich erkennbaren Tiefgarage
steigt die Anzahl der Stellplätze
im Quartier gegenüber dem derzeitigen
Bestand sogar noch an.
Dem zuständigen Bauausschuss
wurde das Konzept in der
politisch üblichen Form einer
sog. »Antragsvorlage« vorgestellt
und mit Mehrheitsbeschluss
zur weiteren Bearbeitung an die
Verwaltung weitergeleitet. Diese
berichtete in der Bauausschußsitzung
am 11.09.25 über den aktuellen
Sachstand und testierte
dem Konzept eine grundsätzliche
Realisierbarkeit. Ferner habe der
Kreis der Umlegung der Straße
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chen, sondern lediglich auf die
bisherige Planung der K1 bzgl.
der Trassenführung verwiesen.
Unwahr ist zusätzlich die Aussage,
der Kreis als Planungsträger
sei im Vorfeld der Planung nicht
kontaktiert worden.
Die Zeitschiene der Realisierung
liegt einzig und allein im
Willen der Politik, hier voran zu
kommen. Ein Konzeptentwurf ist
sachlogisch keine fertige Planung,
sonst wäre es kein Entwurf. Nichts
anderes wurde seitens Move kommuniziert.
Wer somit ehrliche
Politik in Rheda-Wiedenbrück vorantreibt,
möge der Leser bitte im
Lichte u. a. der o. g. Ausführungen
selbst für sich entscheiden.
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17
Fotos: Tanja Pilgrim-Barwich
1 Damen-Finale: Katja Basharina (CMK München), Nele Barwich (KCWD), Esta Fullmann,
Naya Daruwala (KC Zugvogel Köln) und Anna Führer (KC Limburg)
1 Junioren-Finale – Simon Ramsayer, Mads Barwich, Justin Niermeier, Tim Beck, Felix
Ramsayer
Ems-Kanu- Freestyler
jubeln bei Deutscher
Meisterschaft
Titelgewinn für Justin Niermeier und Nele Barwich,
Podestplätze für Mads, Nele und Stefan Barwich
Die deutschen Meisterschaften im Kanu-Freestyle wurden in diesem Jahr
am 30. August auf der Ruhr im Sauerland ausgefahren. Direkt vor dem
Bootshaus des ausrichtenden SKC Neheim-Hüsten bietet die »Ruhr-Walze«
einen in Deutschland einzigartigen Playspot für die Kanu-Akrobaten.
Beim Kanu-Freestyle zeigen die Paddler in ihren jeweils 45-sekündigen
Läufen dreidimensionale Drehungen, Überschläge und Saltos in ihren
weniger als zwei Meter langen Freestyle-Booten.
Für die Kanuten des Kanu-Clubs Wiedenbrück-Rheda e. V. ist das
wilde Wasser der Ruhr zugleich der bevorzugte und nächste Trainingsort
für diesen Sport. So traten beim »Heimspiel« gleich sechs Paddler von
der Ems gegen die bundesweite Konkurrenz an. Aufgrund der großen
Trockenheit führte die Ruhr nur selten ausreichend Wasser, so dass die
geplanten Trainingseinheiten in Neheim-Hüsten in der Zeit von Mai
bis August überwiegend ausfallen mussten. Passend zur Deutschen
Meisterschaft wurde allerdings der Wasserablass von der Sorpetalsperre
erhöht, da an der Möhnetalsperre eine Baustelle eingerichtet und
der Wasserablass dort reduziert werden musste. Dies bescherte den
Kanu-Freestylern wider Erwarten optimale Wasserbedingungen für die
deutschen Meisterschaften.
In der Klasse der unter 14-jährigen Schüler traten Silas Forthaus und
Malte Gersting an und landeten gemeinsam auf Platz 6. Für die beiden
Youngster war es das Debut bei den deutschen Meisterschaften.
Bei den männlichen Junioren U18 lieferten sich die beiden Wiedenbrücker
Justin Niermeier und Mads Barwich einen spannenden Wettkampf
um die deutsche Meisterschaft. Während im Vorlauf zunächst
Justin vorne lag, setzte sich im Halbfinale Mads Barwich an die Spitze.
Im Finale der besten 5 Junioren entscheidet der punkthöchste von drei
Läufen über den Sieg. Nachdem Mads Barwich u. a. mit Entry-Move und
Phonics Monkey stark vorgelegt hatte, wurde er dann doch noch von
seinem Vereinskameraden übertroffen. Mit 433 Punkten sicherte sich der
18-jährige WM-Teilnehmer Justin Niermeier u. a. mit einer starken Cartwheel-Tricky-Woo-Kombination
die deutsche Meisterschaft. Vizemeister
wurde Mads Barwich vor dem Limburger Kian Weisbrod.
Den 3. Platz im Freestyle Kajak der Damen holte sich Nele Barwich.
Die mehrfache WM- und EM-Teilnehmerin musste sich lediglich der
Münchnerin Ekatarina Basharina und der Kölnerin Naya Daruwala geschlagen
geben.
In der Masterklasse der über 40-jährigen paddelte ihr Vater Stefan
Barwich hinter dem Bremer Mike Lochny auf den 2. Platz.
Eine besondere Kategorie ist die Squirtbootklasse. Hier gilt es auf
dem flachen Wasser möglichst viele verschiedene Rotationen und Drehungen,
möglichst ohne Zuhilfenahme des Paddels auszuführen und
zusätzlich komplett mit dem sehr flachen Boot und Paddler abzutauchen
und möglichst lange unter der Wasseroberfläche zu verbringen. Nele
Barwich ging als WM-Sechstplatzierte und Bronze-Medaillen-Gewinnerin
des World Cups 2024 als Favoritin in diesen Wettbewerb. Um vertikalere
Tricks ausführen und tiefer Abtauchen zu können, wurde dieser
Wettbewerb im benachbarten Wickede im tiefen Wasser hinter einer
Wehranlage ausgetragen. Souverän setzte sich die 22-jährige Studentin
im Finale gegen die Konkurrenz aus Köln und München durch. Jeder
ihrer drei Finalläufe lag über den »Scores« der Wettbewerberinnen, so
dass Nele Barwich den Titel der deutschen Meisterin unangefochten im
Squirtboot an die Ems holte.
Weitere Infos: kanu-freestyle.info/2025/09/01/deutsche-meisterschaftim-kanu-freestyle
1 Deutscher Meister U18 – Justin Niermeier KCWD 1
1 Nele Barwich – deutsche Meisterin
Squirtboot Damen
1 Junioren U18: (v. l.) Mads Barwich,
Justin Niermeier (beide KCWD), Kian
Weisbrod (KC Limburg)
18 Das Stadtgespräch
Foto: Manfred Rinderspacher
Standby-Tickets
Auch an diesem letzten Oktober-Mittwoch
macht der Jazz-Club
wieder jungen Leuten das Angebot
von Standby-Tickets. Ab 19.30 Uhr
haben unter 28-Jährige die Chance,
für 10 Euro die drei Musiker und ihr
Zusammenspiel im Abrahams zu
genießen.
Übrigens sind alle als Sitzplatz
angebotenen Karten für die
Jazz-Saison bereits verkauft. Die
als »Stehplatz« noch angebotenen
Eintrittskarten berechtigen
zur freien Platzwahl im Gastraum
und auf der Empore des Abrahams.
»Wirklich stehen muss bei unseren
Konzerten eigentlich niemand«,
so Club-Geschäftsführer Heinrich
Lakämper-Lührs. Es gibt also
Platz und Ruhe für das Genießen
der »weitverzweigten Erzählungen
von Möglichkeitsräumen«, wie es
in der Fachzeitschrift Jazzthing
über das Trio hieß.
Das wird
für die Gitarren-Fans
Das wird ein Fest für die Gitarren-Fans,
wenn am 29. Oktober
das Philipp Brämswig Trio beim
Jazz-Club im Abrahams gastiert.
Denn der in Köln lebende Gitarrist
und seine Kollegen Florina
Rynkowski am E-Bass und Fabian
Arends am Schlagzeug haben ihr
Spiel der Brämswig-Kompositionen
seit etwa 15 Jahren gemeinsam
verfeinert.
Seit letztem Jahr sind sie mit
der zweiten gemeinsamen Produktion
»Catalyst« unterwegs. Das
könnte ebenso wie die Besetzung
auf »verkopften« Jazz hindeuten,
ein Fest
meinte einer der Tonträger-Journalisten.
Herausgekommen sei aber
ein Album, »das auch Jazz-Unerfahrenen
Freude und diverse
Aha-Effekte bringen kann und
wird« (Soultrain).
Was sich im Kopfhörer hören
lässt, wird im Abrahams beim
Live-Auftritt erlebbar und durch
improvisatorische Elemente noch
einmaliger. Ein Abend also für
»Einsteiger« jeder Generation.
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1 (V. l.) Frauke Reckord (neues Mitglied), Werner Twent (scheidender Präsident)
u. Annett Butschko (neues Mitglied)
Präsidentschafts wechsel
beim Lions Club Rheda-Ems
Ein Jubiläumsjahr beginnt
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Am 28. Juni gab es beim Lions Club Rheda-Ems eine ganz besondere
Veranstaltung: die feierliche Übergabe der Präsidentschaft. Werner
Twent überreichte das Amt an Hartmut Hallmann, der den Club durch
das Jubiläumsjahr zum 25-jährigen Bestehen führen wird. Seit einem
Vierteljahrhundert setzt sich der Club für wohltätige Projekte und lokale
Initiativen ein – eine Zeit voller Engagement, Zusammenhalt und wertvoller
Erfahrungen. Das Jubiläumsjahr soll nicht nur Gelegenheit zum
Rückblick bieten, sondern erneut Schwung für neue Vorhaben bringen.
Doch das war nicht die einzige Neuerung: Werner Twent durfte an
diesem Abend noch gleich zwei neue Mitglieder in den Club aufnehmen.
Frauke Reckord und Annett Butschko sind ab sofort Teil des Lions-Netzwerks
und bringen neue Impulse mit.
Außerdem stellte der neue Präsident seinen Vorstand für das kommende
Jahr vor. Neben bekannten Gesichtern gibt es einige Neuzugänge,
die mit neuen Ideen und Tatkraft zur Weiterentwicklung des Clubs
beitragen werden.
Mit diesem Wechsel startet der Lions Club Rheda-Ems in ein spannendes
Jahr voller Aktivitäten, Austausch und Engagement – und mit
jeder Menge Vorfreude auf das große Jubiläum!
Glück gehabt
2x 2 Freikarten für das Konzert von Claudia-Jung am 7. September
in der Stadthalle Rheda-Wiedenbrück gab es in unserer Septemberausgabe
zusammen mit dem Veranstalter AP Entertainment
zu gewinnen. Bedingung war nur, zu beantworten, dass die Grand Dame
des deutschen Schlagers bereits seit 40 Jahren auf der Bühne steht.
Fast alle Einsendungen waren richtig. Und so durfte unsere Losfee
Anika zur Tat schreiten und die Namen von zwei Glücklichen aus
dem Körbchen zaubern. Gewonnen haben Melissa Wiegel und Josef
Wittenborg. Beide freuten sich sehr über ihren Gewinn und auf einen
schönen Abend mit Claudia Jung in der Stadthalle.
20 Das Stadtgespräch
Gewaltpräventionsprojekt
DRK-Kindertageseinrichtung Tönnies
Ab in den Wald. Auch in diesem Jahr hatten Kinder der DRK-Kita
Tönnies durch die Unterstützung der Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück
wieder die Möglichkeit am Gewaltpräventionsprojekt
»ICH bin stark auch ohne Muckis« im Fichtenbusch in Rheda teilzunehmen.
Geplant wurde das Projekt gemeinsam mit dem Erziehungswissenschaftler
und Theologen Dr. Oliver Bokelmann und durchgeführt von
seinem Mitarbeiter Till – begleitet von den Erzieherinnen Hava Kanik
und Viktoria Reimer aus der Tönnies-Kita.
Die Kinder der DRK-Kindertageseinrichtung »Tönnies« haben über
einen einwöchigen Zeitraum durch das Einsetzen erlebnispädagogischer
Elemente ein stärkeres und positives Selbstbild entwickelt. Sie
erlebten Zusammenhalt und konnten in einem gruppendynamischen
System agieren und noch stärker zusammenwachsen. Die geplanten
Ziele, wie einen wertschätzenden Umgang miteinander und untereinander
fördern, die Frustrationstoleranz des Einzelnen verbessern und
stabilisieren, die Empathie-Fähigkeit, das Mitgefühl für den anderen
fördern, das Selbstbewusstsein und die Persönlichkeit stärken, konnten
durch die verschiedenen Angebote umgesetzt werden. Beim gemeinsamen
»Tun« im Wald, wurde den Kindern schnell bewusst, was sie
schon alles können, wo man sich konzentrieren muss, wie wichtig es
ist zusammen zu arbeiten und sich abzusprechen und was man noch
»üben« muss. Eine wichtige Erkenntnis für alle: »Wir können stark sein
auch ohne Muckis«. Das Angebot und insbesondere die Durchführung
wird von allen Beteiligten als Erfolg eingestuft. Wir sind sehr dankbar,
dass wir auch in diesem Kitajahr mit der Kreisparkasse Halle-Wiedenbrück
einen Sponsor gefunden haben, dem es wichtig ist, Kinder in
ihrer Entwicklung zu unterstützen.
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Das Stadtgespräch
21
Eine unendliche
Geschichte findet
ihr Happy End
Markt 13
1 Bei »Markt 13« geht es jetzt voran: (v. l.) Thomas Theilmeier-
Aldehoff, Gudrun Bauer, Hans Bernd Dreier, Martina
Schützdeller und Ralf Münstermann.
Meinen Fünfzigsten wollte
ich im ›Markt 13‹ feiern.
Nun werde ich wohl meinen
Fünfundsechzigsten dort nachfeiern
können«, blickte der 64-jährige
Eigentümer Hans Bernd Dreier
in einem Pressegespräch mit einem
Augenzwinkern zufrieden auf die
aktuelle Entwicklung seines Renovierungs-
und Umbauprojekts. Genau
an diesem Tag hatte der Investor
den dritten, erfolgversprechenden
Bauantrag »nach vielen Jahren des
Stillstands und der Hindernisse« unterschrieben.
Sein Nutzungskonzept
weist im vorderen Teil des 1829 an der
Stelle seines Vorgängerbaus von 1565
errichteten ansehnlichen Fachwerkgebäudes
über die beiden Vollgeschosse
ein Einzelhandelsgeschäft
mit einer handwerklichen Komponente
aus. Zu der Nachfrage, ob
damit eine Goldschmiede gemeint
sei, ging der Inhaber nicht ein. Die
von Martina Schützdeller und Ralf
Münstermann vom gleichnamigen
Architekturbüro in Gütersloh entwickelte
Planung sieht zur Langen
Straße eine mit dem Denkmalschutz
zu vereinbarende Umgestaltung des
bereits vorhandenen Eingangs und
die moderate Öffnung des Fachwerks
für Schaufenster vor. »Die
denkmalrechtliche Erlaubnis zu den
Eingriffen in die Fassaden ist bereits
erteilt«, so Dreier.
Nach hinten, ebenfalls über zwei
Etagen, soll ein Gastronomiebetrieb
mit Café und Außengastronomie
Einzug halten. Dieser wird ebenfalls
über die bereits vorhandenen Zugänge
zum Markt sowie gegenüber
dem Standesamt zu erreichen sein.
Dreier: »Das Gebäudeinnere
steht nicht unter Denkmalschutz
und gibt uns die Möglichkeit einer
zeitgerechten großflächigen Nutzung«,
womit er seine Frau Ottilie
Dreier einschloss, »Wir wollen eine
Location schaffen, in der sich die
Nutzungskonzepte aus Einzelhandel
und Gastro transparent und offen
synergetisch ergänzen. Eine Location,
die einen Hauch eines modernen
Rheda-Wiedenbrücks in historischer
Umgebung vermittelt«, beschrieb
der Inhaber das Projekt weiter. Weitere
Details beabsichtigt er zu einem
späteren Zeitpunkt bekanntzugeben.
Der Investor hofft, dass sein
Bauantrag in den kommenden
Wochen von der Stadt genehmigt
wird. Die beiden Betriebe könnten
dann voraussichtlich in der zweiten
Jahreshälfte 2026 starten. Markt 13
gehört dann sicherlich zu einem
der Herzstücke der Wiedenbrücker
Altstadt, ist Schützdeller überzeugt.
Schon in der Vergangenheit,
1829, wurde das Haus für die Nutzung
als Kneipe umgebaut. Bis in
die 1980er Jahre gab es hier einen
Milchladen und in der Französischen
Revolution wurde in dem gegenüber
dem Rathaus liegenden Haus, im sogenannten
»Demokratiesaal«, die
erste Satzung für die Stadt Wiedenbrück
verfasst.
Vorgeschichte
Vor 16 Jahren, im Januar 2009 hatte
Dreier das städtebauliche Filetstück
an der Ecke Lange Straße – Markt
von Evelyn Tönnies erworben. Das
Haus, bekannt geworden durch
den gleichnamigen Gastro-Betrieb
»Markt 13« wurde zu diesem Zeitpunkt
nicht mehr genutzt.
Ein größerer Brandschaden 2008
in der Dachwohnung und der ausgebrannte
Dachstuhl sowie die Folgen
des Löschwassereinsatzes hatten die
Nutzung des Gebäudes unmöglich
gemacht. Später ließ die Stadt das
Dach des Hauses neu eindecken,
um Schäden am Fachwerk durch
eindringendes Regenwasser zu
verhindern. Die Suche nach einem
Einklang von Denkmalschutz, zeitgerechter
Nutzung und Wirtschaftlichkeit
bestimmte viele Jahre lang
das Verhältnis von Investor und der
bei der Stadt angesiedelten Unteren
Denkmalschutzbehörde. Das heutige
Gebäude »Markt 13« steht wegen
1 Die behutsame Öffnung zur Langen Straße ist mit dem Denkmalschutz
abgestimmt. Skizze: Schützdeller und Münstermann
1 Vom Markt und gegenüber dem historischen Rathaus werden die Gäste in den
geplanten Gastro-Betrieb gelangen.
Skizze: Schützdeller und Münstermann
22 Das Stadtgespräch
seiner markanten Lage und Ansicht
seit dem 2. Juni 1986 unter Denkmalschutz.
Dreier war sofort klar, dass
das Innere des Hauses nicht unter
den Denkmalschutz fällt.
Durch die von Bernd Tönnies
1987 mit öffentlichen Geldern durchgeführte
Kernsanierung war von der
ursprünglichen Bausubstanz nichts
mehr vorhanden: Wände wurden
eingerissen und durch Stahlstützen,
die Holzdecke durch ein höher
gelegtes Pendant aus Stahlbeton
ersetzt. Das Untere Denkmalamt
beließ dennoch den Eintrag der Immobilie
in der Denkmalliste.
Erst die erste Kammer des Mindener
Verwaltungsgerichts bestätigte
nach einem dreijährigen Prozess
2017 die Auffassung des Investors,
dass für das Innere des Hauses kein
Denkmalschutz besteht. Nur die
Fachwerkfassade, das Äußere des
Hauses, steht unter Denkmalschutz.
Dreier hatte umgehend nach
dem Kauf von Markt 13, am 24.
Februar 2009 den ersten Bauantrag
gestellt. Das Konzept sah eine
geschäftliche Nutzung vor. Als Architekt
hatte er den früheren Baudezernenten
Wolfgang Hillemeyer
gewählt. Der von ihm erarbeitete
Entwurf fand nicht den Segen der
Unteren Denkmalbehörde. Hauptknackpunkt
war die geplante Eingangssituation
in der Hausecke
Lange Straße/Markt.
Einen zweiten Anlauf unternahm
der Inhaber rund 10 Jahre später, als
der Rat den renommierten Architekten
Prof. André Habermann aus
Lemgo als neues Mitglied in den Gestaltungsbeirat
berufen hatte. Dreier
akzeptierte den von Habermann in
einem gemeinsamen Workshop von
Stadt und Gestaltungsbeirat erarbeiteten
Entwurf für Markt 13 sofort.
Das Modell wurde zur Grundlage des
aktuellen Konzepts. Aber irgendwie
kam das Projekt vor Ort nicht an den
Start. Die Kontakte und Gespräche
zwischen der Stadtverwaltung und
dem Investor »brachen ab und fielen
ins Vakuum«, beschreibt der Eigentümer
diese Situation.
Andererseits war es Rat und Verwaltung
wichtig, dass Markt 13 nicht
brach liegt und in einem immer ungepflegteren
Bild erscheinen ließ. Es
gab verschiedene Interessenten. Zu
diesem Zeitpunkt wollte die Stadt
die Immobilie erwerben und einem
neuen Investor weiter veräußern. Zu
einer Einigung von Stadt und Inhaber
kam es, wie man in der Glocke
lesen konnte, nicht. Den Dissens mit
der Stadt bezeichnete Dreier rückblickend
als zermürbend. Anzufügen
bleibt, dass alle Entscheidungen und
Genehmigungen im Einvernehmen
mit der LWL-Denkmalpflege getroffen
wurden.
Die Wende
Als Zeitpunkt der Wende bezeichneten
in dem Pressegespräch die
Bürgerbewegung move und der
Investor den Einsatz von Thomas
Theilmeier-Aldehoff, Vorsitzender
von move und vom Bauausschuss.
Er hatte ebenfalls zu dem Pressetermin
eingeladen. Seiner Fraktionskollegin
Gudrun Bauer war der
Stillstand bei Markt 13 schon seit
längerer Zeit ein Dorn im Auge. Sie
sprach Theilmeier-Aldehoff auf die
Angelegenheit an. Dieser warb daraufhin
im September des vergangenen
Jahres in einem Telefonat
für ein Gespräch zwischen Investor
und dem neuen Leiter der Stadtentwicklung,
Claas Henning Wilke,
der nun seit April 2025 technischer
Beigeordneter in Fröndenberg ist.
1 Die unansehnliche Außenfassade wird bald wieder makellos erstrahlen.
Dreier: »Wilke erkannte in einem im
November 2024 geführten ersten
Gespräch sofort die Bedeutung des
Objektes und war begeistert von
dem Nutzungskonzept und sicherte
die erforderliche Unterstützung zu.
Das war für mich neu: Bislang hörte
ich immer nur, was geht und was
nicht geht«. In einem zweiten Gespräch
im Dezember 2024 gewann
das Projekt weiter an Schwung.
Diese Aufbruchstimmung nahm
der Investor mit in die Zusammenarbeit
mit dem Projektbeauftragten
für Markt 13, Burkhard Schlüter – in
Nachfolge von Wilke, den er als Realvisionär
mit Rückgrat bezeichnete.
Dreier: »Ebenfalls mit Schlüter haben
wir als aktuellen Leiter für Baumanagement,
Stadtentwicklung einen
versierten und verlässlichen
Ansprechpartner und Unterstützer
gefunden«. Er und sein Team seien
Verwaltungsprofis mit Strategie und
Lösungswillen.
Ein Gemeinschaftswerk
Im Februar 2025 gab es ein klärendes
Gesamtgespräch mit allen beteiligten
Stellen der Verwaltung und dem
Bauausschuss – was unterstreicht,
dass das »gefundene Happy End«
bei Markt 13 nicht nur der Erfolg weniger,
sondern ein Gemeinschaftswerk
ist. Die Verwaltung und der
Bauausschuss haben sich zudem
dafür eingesetzt, dass der Investor
einen Zuschuss mit öffentlichen
Geldern in Höhe von 400.000 Euro
zu den Kosten für die Umgestaltung
und Sanierung von Markt 13 erhält.
Überhaupt war die Politik durch den
Bauausschuss nicht draußen vor. Alle
beteiligten Fraktionen, CDU. Bündnisgrüne,
SPD und FDP haben sich
eingebracht. Beispielsweise hatten
sich Uwe Henkenjohann und Georg
Effertz dafür eingesetzt, dass Gestaltungsbeiratsmitglied
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1 Bürgermeister Theo Mettenborg (7. v. l.) begrüßte zur Feier des 25-jährigen Jubiläums
der britisch-deutschen Freundschaft (v. l.) Wolfram Kusche, Björn Hömske, Peter
Surmann, Andreas Grundmann, Captain James Johnson, WO2 William Lees, König
Timo Grundkötter (mittlerweile Ex-König), CO Oliver Burwell, Kai Grundmann, RBL
Piper Marvin Holden, RSM Daniel Edwards, Corporal David Thornton, Hauptmann
Alexander Hüske.
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May the strength of this close partnership long continue« – mit
diesem gemeinsamen Wunsch bekräftigten Colonel Oliver
Burwell vom 26th Regiment Royal Artillery sowie Kanonenoffizier
Andreas Grundmann und Leutnant Kai Grundmann gemeinsam mit
Bürgermeister Theo Mettenborg die langjährige Freundschaft zwischen
der britischen Royal Artillery und den St. Sebastian Bürgerschützenverein.
Eine außergewöhnliche Freundschaft zwischen dem britischen
Militär und einer deutschen zivilen Gemeinschaft, eine Beziehung, die
von der britischen Garnison an ihrem früheren Standort in Gütersloh
vergeblich gesucht wurde.
Im feierlichen Rahmen im Ratskeller überreichte Michael Bridgeman,
Renional Representative der RAA Germany, am Schützenfestsamstag
die offiziellen Ausfertigungen des Partnerschaftsdokuments Colonel
Burwell, Andreas und Kai Grundmann und Bürgermeister Mettenborg
und weiteren Beteiligten der lebendigen Jumelage.
In seinem Dankwort sprach Mettenborg auf Englisch: »I’m pleased
of the friendship which we celebrate today. We enjoy the special friendship
– welcome in Rheda-Wiedenbrück.« Seine Worte unterstrichen
die besondere Bedeutung dieser Verbindung, die seit vielen Jahren von
gegenseitigem Respekt und Herzlichkeit getragen wird.
Andreas Grundmann und in seiner Nachfolge sein Sohn Kai Grundmann,
die als Motoren der Partnerschaft gelten, waren sichtlich gerührt.
Viele der aus Großbritannien angereisten Gäste hatten sie seit Langem
nicht mehr gesehen.
Unter den insgesamt 47 britischen Gästen befanden sich Angehörige
vom 26th Regiment Royal Artillery, 19th Regiment Royal Artillery, Royal
Army Medical Service, 23 Royal Engineers aus Sennelager-Minden sowie
mehrere Veteranen. Auch Alexander Hüske, Hauptmann der Ersten Kompanie
der Sebastianer und Mitunterzeichnender des Partnerschaftsdokuments
bekräftigte die Freundschaft in seiner Ansprache. Der Festtag
zeigte einmal mehr, dass diese transnationale Verbundenheit lebendig
ist – und auch künftig weiter gepflegt wird. Dazu bieten sich bestimmt
viele Gelegenheiten beim vermutlich im Frühjahr 2026 geplanten Gegenbesuch
der Offiziere der 1. Kompanie im britischen Larkhill, dem
Standort des 26th Regiment Royal Artillery. Kem
24 Das Stadtgespräch
1 Adenauer vor dem Kreishaus auf dem Skulptur-Sockel bei seiner kurzen Ansprache
an die Mitarbeitenden.
Foto: Kreis Gütersloh
Chef bescheinigt
seinem Team
eine Meisterleistung
Landrat verabschiedet sich von Mitarbeitenden
Bei Bratwurst und Bier hat sich Landrat Sven-Georg Adenauer am Freitag, 5.
September, von seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verabschiedet.
Vor dem Kreishaus Gütersloh waren Stände aufgebaut, sämtliche Mitarbeitenden
von Kreispolizeibehörde und Kreisverwaltung hatte der Landrat
eingeladen. Der Personalrat hatte an diesem Tag dafür gesorgt, dass Adenauer
im Adenauer-Benz von einem Termin in Verl abgeholt worden war.
»Schön, dass es Sie gibt, ich habe mich sauwohl gefühlt mit Ihnen,
mit euch«, schloss der Landrat von Hunderten Bediensteten seine kurze
Ansprache, als es zu regnen begann. Er kündigte an, wiederzukommen,
etwa zum Rentnertreffen des Personalrats. Und so ganz sei er ja auch noch
nicht weg, seine Amtszeit ende am 31. Oktober. Er dankte allen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern der beiden Behörden ausdrücklich für die geleistete
Arbeit und betonte nochmals den Dienstleistungsgedanken, den
Geist der Ermöglichungsbehörde. Adenauer blickte auch auf die Pandemie
zurück, vor allem auf die Zeit rund um den Coranaausbruch bei Tönnies.
Den Anwesenden bescheinigte er damals »eine Meisterleistung vollbracht
zu haben«. Er erinnerte an den Anruf von Kanzlerin Angela Merkel, die
ihm den Rücken stärkte, als der Krisenstab Kitas und Schulen schloss, er
erinnerte an die Demo der Schweinehalter vor dem Kreishaus und an einen
Anruf der damaligen Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, die
bat Tönnies wieder aufzumachen, weil auch vor ihrem Ministerium die
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1 Die Polizei stand Spalier bei der Ankunft. Der Personalrat der Kreisverwaltung hatte
organisiert, dass Landrat Sven-Georg Adenauer im historischen Mercedes-Benz von
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beispielsweise die Ermittlung des Pflegebedarfs und
die Planung, Koordination und Dokumentation von Pflegemaßnahmen,
ebenfalls zu den Arbeitsbereichen. Dies schließt auch Patientenaufnahme,
Qualitätssicherung und Verwaltung des Arzneimittelbestandes
ein. Hauptaufgabe ist, dass kranke und pflegebedürftige
Menschen ihre körperliche und psychische Gesundheit wieder erlangen,
verbessern bzw. erhalten. Dies geschieht hauptsächlich in Krankenhäusern,
in Pflegeheimen oder bei ambulanten Pflegediensten.
Pflegefachassistenten * betreuen pflegebedürftige Menschen und
unterstützen diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger sowie
ÄrztInnen, indem sie deren Anweisungen eigenverantwortlich erfüllen.
Sie überwachen Puls, Blutdruck, Atmung und Temperatur der
Patient/innen, dokumentieren diese Werte und reagieren auf Veränderungen
oder geben diese Information an ihre Vorgesetzten weiter.
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Das Stadtgespräch
27
Berufskraftfahrer *
* Berufsbezeichnung bezieht sich auf w/m/d
Berufskraftfahrer m/w/d
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Ihr Job ist das Beladen des Fahrzeugs und die Warenauslieferung an unsere
Kunden in einem Umkreis von 100 km mit modernem Fuhrpark mit 7,5t
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Der Berufskraftfahrer * : Im Fokus des beruflichen Alltags steht das
Führen von Lastkraftwagen und anderen schweren Nutzfahrzeugen wie
Sattelschleppern, Lastzügen oder Tanklastwagen. In den verschiedensten
Branchen werden Güter auf nationalen und internationalen Straßen
transportiert. Mögliche Arbeitsstellen finden ausgebildete Berufskraftfahrer
unter anderem bei Transportunternehmen, Speditionsfirmen,
Kurierdiensten und Bauunternehmen.
Auch wenn der Alltag eines Berufskraftfahrers im Fernverkehr von der
Straße geprägt ist, bietet die Tätigkeit noch vieles mehr. Denn zu seinen
Aufgaben zählen auch: Das Be- und Entladen der Ware bzw. das Überwachen
dieser Tätigkeiten, das Ausfüllen und Kontrollieren der Transportdokumente,
die Planung der Routen, Transport- und Ruhezeiten,
Kontrolle der Sicherheit des Fahrzeugs, der Reifen, des Ölstands, der Filter
und des Kraftstoffstands, die Wartung des Fahrzeugs sowie das Waschen
und Betanken des Lkw. Strikte Regeln dominieren den Alltag. Sind
die Abfahrtszeiten eines Fahrers meistens bekannt, weiß er nicht immer
genau, wann er wieder zurückkommt. Gerade für Berufskraftfahrer im
Fernverkehr heißt es oft: Übernachten im Hotel oder Führerhaus. Im Sinne
der Verkehrssicherheit hat der Gesetzgeber komplexe Vorgaben hinsichtlich
der Lenk- und Ruhezeiten erlassen. Der Alltag von Lkw-Fahrern
(m/w/d) ist daher stark rechtlich geprägt von Lenkzeiten und Pausenzeiten,
von Ruhezeiten und Arbeitszeiten. So muss beispielsweise nach 4,5
Stunden Lenkzeit eine Pause von 45 min. eingelegt werden. Die tägliche
und wöchentliche Ruhezeit ist grundsätzlich vorgeschrieben, kann aber
unter gewissen Umständen auch verkürzt werden.
1 (V. l.) Sven Hegemann (2. RMK-Vorsitzender), Siggi Klute (Schlüsselmeister), Bürgermeister Theo Mettenborg, Bianca Bell (Geschäftsführerin),
Martin Schröter (1. Vorsitzender), das ehemalige Königspaar der Stadtschützen Marco und Kerstin Schmidt
sowie Alexander Leweling (Stadtschütze)
Historischer
Stadtschlüssel erhielt
würdigen Platz
Erweiterte Karnevalsvitrine
Nachdem im letzten Jahr
der verschollene erste
Stadt-Schlüssel aus den
1960er Jahren feierlich an den
Bürgermeister und das Rosenmontagskomitee
zurückgegeben
wurde, erhielt das wertvolle Stück
nunmehr einen Platz an dem für
ihn eigentlich schon immer vorgesehenen,
ursprünglichen Aufbewahrungsort
– in der Karnevalsvitrine
im Rathaus. Sie wurde dafür
extra umgebaut. Gemeinsam mit
vielen anderen Karnevalsrelikten,
in denen sich mehr als 70 Jahre
Zeitgeschehen widerspiegeln,
erfährt er dort die entsprechende
Würdigung. Die Finanzierung der
Kosten des notwendigen Umbaus wurde durch die großzügige Spende
der Schlüsselfinder, Marco und Kerstin Schmidt, erst möglich.
Die offizielle Einweihung der umgebauten Karnevalsvitrine mit dem
historischen ersten Stadtschlüssel erfolgte Anfang September im Rathaus.
Marco und Kerstin übergaben die Vitrine feierlich an Bürgermeister
Theo Mettenborg im Beisein des Rosenmontagskomitees.
Der Bürgermeister dankte für das historische Relikt und die großzügige
Spende für den Umbau der Karnevalsvitrine.
Kem
28 Das Stadtgespräch
1 Glückwünsche für den einhellig wieder gewählten Vorstand des Togo-Fördervereins:
(v. l.) Astrid Selker, Thomas Wonnemann, Marion Pokorra, Arndt Richter, Nina Tacke,
Renate Erlemann, Ulrich Schlottmann
Große Herausforderungen
–
starke Unterstützung
Togo-Hilfe zieht Bilanz
Der Togo-Förderverein
blickt auf ein erfolgreiches
Jahr 2024 zurück:
Durch die traditionsreiche Christkindlmarkt-Verlosung
konnten
die Einnahmen erneut gesteigert
werden. Auf der Jahreshauptversammlung
im Musikzentrum des
Fürstlichen Trompetercorps dankte
die wiedergewählte Vorsitzende
Renate Erlemann allen Helferinnen
und Helfern, Teilnehmenden und
Spenderinnen und Spendern für
ihr Engagement. Insgesamt standen
dem Förderverein 57.447 Euro
– einschließlich der jährlichen Förderung
der Stadt – für Projekte in
den Provinzen Adjengré und Aouda
zur Verfügung. Aktuell werden 14
Projekte unterstützt.
Entwicklungshilfe
vor Ort
Ein Schwerpunkt bleibt die Wasserversorgung:
2024 wurden neun
neue Brunnen gebaut. Zudem begann
der Verein mit der Unterstützung
eines großen Wasserprojekts
in Gadji, dessen Grundsteinlegung
feierlich vollzogen wurde.
Seit vielen Jahren unterstützt
der Verein das Waisenhaus in Aneho,
das 61 Kinder betreut und neben
einem Kindergarten auch den
Schulbesuch der älteren Kinder
finanziert. Weitere Hilfen gehen
an die Blindenschule in Togoville,
deren Förderung jedoch wegen
fehlender Nachweise überprüft
werden muss.
Auch die Organisation
AMESCAO profitiert von der Unterstützung,
etwa durch Schulbücher,
Geburtsurkunden für Gymnasialzulassungen
und Sporttrikots.
Darüber hinaus stattete der
Verein verschiedene Schulen mit
aufbereiteten Laptops und weiteren
Unterrichtsmaterialien aus –
ein wichtiger Beitrag angesichts
der schlechten Ausstattung vieler
Schulen.
Drei Frauenorganisationen erhielten
Mikrokredite für Saatgut,
die nach der Ernte zurückgezahlt
werden. Zusätzlich wurden zahlreiche
kleinere Projekte realisiert.
Ausblick auf 2025
Im kommenden Jahr stehen erneut
Brunnenbau und Wasserversorgung,
die Förderung des
Waisenhauses, von Schulen,
AMESCAO, einer Behindertengruppe
sowie die Ausweitung der Mikrokredite
auf der Agenda. Neu ist
die Kooperation mit der Togohilfe
Rheinbach, etwa beim Bau eines
Wohnheims für weibliche Auszubildende
im Berufsbildungszentrum
in Devikimne.
Inspektionsreise 2024
Vom 12. bis 23. Oktober reiste eine
neunköpfige Delegation des Fördervereins
nach Togo. Wie immer
finanzierten die Teilnehmenden
ihre Kosten selbst. Neben Besuchen
bei langjährigen Partnern und
Häuptlingen standen die Kontrolle
der 2023 geförderten Projekte,
Gespräche mit Verantwortlichen
sowie die Entgegennahme neuer
Anträge auf dem Programm. Besonders
bewegend war das Kennenlernen
einer neu gegründeten
Behindertengruppe und die Versammlung
mit den Marktfrauen.
Die Reisegruppe stellte fest,
dass die Hilfe vor Ort gut ankommt
– und dass regelmäßige Inspektionsreisen
für eine wirksame Entwicklungszusammenarbeit
unverzichtbar
sind.
Vorstandswahl und
Ausblick
Nach den Berichten sprachen die
Mitglieder dem Vorstand einstimmig
ihr Vertrauen aus. Wiedergewählt
wurden neben Renate Erlemann
Thomas Wonnemann (1.
stv. Vorsitzender), Marion Pokorra
(2. stv. Vorsitzende) und Ulrich
Schlottmann (3. stv. Vorsitzender)
sowie Arndt Richter (Kassenführer)
und die beiden Beisitzerinnen Nina
Tacke nebst Astrid Selker.
Im Anschluss an die Versammlung
feierten Mitglieder
und Helfende gemeinsam beim
Sommerfest.
Auch 2025 wird der Verein wieder
zahlreiche Mitwirkende für den
Christkindlmarkt (24. November
– 23. Dezember) benötigen. Alle
Mitglieder und Helfende erhalten
rechtzeitig eine Einladung dazu.
Rückblick – über 45
Jahre Partnerschaft
Seit 1977 unterstützt Rheda-Wiedenbrück
die Gemeinde Aouda,
seit 1987 auch Adjengré. Initiiert
durch Ratsherr Johann-Heinrich
Brüning wurde daraus eine dauerhafte
Partnerschaft zur »Hilfe zur
Selbsthilfe«.
Die Stadt Rheda-Wiedenbrück
fördert die Kantone jährlich mit
5.200 Euro. Schülerinnen und
Schüler der Kaufmännischen Berufsschulen
im Kreis Gütersloh
sammeln seit 1987 zusätzliche
Spenden für das Schulwesen.
Dank dieser Unterstützung
konnten über die Jahre Brunnen,
Brücken, Schulen, ein Waisenhaus,
eine Entbindungsstation sowie
eine Apotheke errichtet werden.
2001 gründete sich anlässlich des
Besuchs der Häuptlinge Yèlèboudjo
Samke Badabou und Akata Atchaa
Atchozou der Togo-Förderverein,
der bis heute die Partnerschaft aktiv
gestaltet und weiter ausbaut.
Unvergessen bleiben dabei der
erste Vorsitzende, Stadtdirektor
Helmut Löhner und sein Nachfolger
Dieter Brökelmann. Kem
Das Stadtgespräch
29
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1 Das Hundeglück ließ die Herzen von Frauchen und Herrchen vor Begeisterung
schmelzen.
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Besucherrekord beim
Hundeschwimmen
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Große Freude beim Förderverein Freibad Rheda über die Super-Resonanz
beim zum Saisonabschluss seit 2012 durchgeführten
Hundeschwimmen. Bis aus dem Ruhrgebiet und dem Bremer
Raum reisten Frauchen und Herrchen mit ihren getreuen Vierbeinern in
einer bislang noch nicht erreichten Zahl an. 962 Teilnehmende (659 Gäste
und 303 Vierbeiner) konnte Frank Winkler, Vorsitzender des Fördervereins
Freibad Rheda vermelden. Im Vorjahr kamen mit 795 Besuchenden 167
weniger.
Damit die geliebten Vierbeiner den Badespaß voll genießen können,
wird schon Tage vor dem vergnüglichen Event die Zufuhr von Chlor
gestoppt. Ohnehin desinfizieren die städtischen Freibäder das Beckenwasser
mit der geringstmöglichen Chlormenge, die erforderlich ist, um
einen sicheren Badebetrieb zu gewährleisten. Dabei sinkt der Chlorgehalt
ständig, wenn keine weiteren Desinfektionsmittel zugesetzt werden.
Chlor baut sich im Wasser durch Verdunstung, Sonnenlicht (UV-Strahlung)
und chemische Reaktion mit organischen Verunreinigungen ab.
Deshalb wird das Wasser zunächst im Becken belassen, bis das Chlor
sich chemisch umgewandelt hat (z. B. in Salze, u. a. Natriumchlorid).
Der freie Chlorgehalt und der pH-Wert werden geprüft. Erst wenn die
Werte unterhalb der Grenzwerte liegen, wird das Wasser in das städtische
Kanalnetz abgepumpt. Dies geschieht in der Regel im Frühjahr
des darauffolgenden Jahres, wenn kein Chlor mehr im Wasser ist, so die
städtische Pressestelle.
Kem
30 Das Stadtgespräch
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1 Ultras & Co. kleben ihre Sticker weiter ... Foto: D. Kamin
Die Klebewütigen
Stickerrepublik Deutschland
Früher reichte ein Klo, um das Wichtigste festzuhalten: »Peter ist
doof.« – Zack, die Botschaft saß. »Erika liebt Josef.« – Ganz ohne
Social Media, nur mit Edding, Kreide und Herzchen.
Heute aber reicht das Klo nicht mehr. Nein, man braucht gleich Verkehrsschilder,
Laternenpfähle und Stromkästen, denn die große Bühne
der Selbstverwirklichung ruft! Was wäre die Demokratie ohne einen
Aufkleber: »Tod dem BVB« – eine bahnbrechende Innovation im Dialog.
Oder »ACAB« – die Tiefenphilosophie des Kleisters.
1 ... und weiter und weiter und weiter
und weiter.
Foto: D. Kamin
Es ist, als hätte die Evolution
beschlossen: Aus der Höhlenmalerei
wird Straßenmöblierung! Wo
andere Recycling betreiben, produzieren
Ultras und Hooligans
täglich neue Klebeschichten. Man
könnte fast meinen, der Prittstift
ist ihr heiliges Sakrament.
Und dann kommt das Ordnungsamt
– die moderne Kunstsammlung
der Klebezettel wieder
abzukratzen.
Währenddessen sitzen die
selbsternannten Untergrund-Poeten
schon zuhause und schneiden
neue Buchstaben aus wie Kindergartenkinder
beim Basteln.
Vorschlag zur Güte: Wer unbedingt
Sticker verteilen muss, soll
sie bitte auf die eigene Stirn kleben.
Dann weiß man wenigstens
gleich, mit wem man es zu tun
hat. Meint euer genervter, aber
weiterhin klebefreier Kümmerer
Dirk Kamin.
Kem
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Das Stadtgespräch
31
1 (V. l.) Pınar Altunöz, Hasan Ali çlek, Bayram Karslı, Nurali Ölmez, Arif Ye ilyurt,
Yılmaz Aktan, Yaren Altunöz, Cihangir Altunöz
Neuer Vorstand zieht
erste Bilanz
Alevitischer Kulturverein
Anfang des Jahres hat der neu gewählte Vorstand des Alevitischen
Kulturvereins seine Arbeit aufgenommen – und blickt auf eine
ereignisreiche Zeit zurück. In einem Gespräch erläuterte das
Team seine Arbeit: »Alle unsere Arbeiten und Veranstaltungen dienen
ausschließlich dazu, den Bedürfnissen unserer Gemeinschaft gerecht zu
1 Beim Gebet in der Cem-Zeremonie Foto: Alevitischer Kulturverein
1 Auf dem Internationalen Kulturfest
werden und einen Beitrag für die Zukunft zu leisten. Besonders wichtig
ist es uns, dass die Verbindung zwischen unseren Kindern, Jugendlichen
und Älteren nicht abreißt und dass unser Glaube und unsere Kultur
auch an die kommenden Generationen weitergegeben werden«, erklärte
Vorsitzender Cihangir Altunöz.
Zentrales Ziel: ein neues Domizil
Der Verein stößt in seinem Haus an der Bergstraße an seine Grenzen.
»Bei vielen Veranstaltungen reicht der Platz einfach nicht aus«, betont
der Vorstand. Während der Verein das Gebäude bei seiner Eröffnung noch
allein nutzen konnte, teilen sich heute drei Vereine die Räume. Hinzu
komme, dass es dort keine Möglichkeiten gebe, Musik in größerer Lautstärke
abzuspielen. Beim Besuch von Bürgermeister Theo Mettenborg
stellte sich der neue Vorstand offiziell vor und sprach mit ihm über die
Raumsituation des Vereins.
Breites Programm – von Demonstration für
Menschenrechte bis Leben ohne Barrieren
Seit Jahresbeginn bietet der Verein ein vielfältiges und umfangreiches
Programm. Es reicht von der Ansprache gesellschaftlicher Themen und
der Durchführung von Aktionen bis zur Pflege der Gemeinschaft, des
alevitischen Glaubens und von Traditionen. Bis zur Sommerpause kam es
zu rund 20 (!) Zusammenkünften und Initiativen. Die Büroarbeit wurde
trotz der Sommerpause fortgeführt.
Der Verein nahm gemeinsam mit den OWL-Dachverbänden an der
Demonstration vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte
in Straßburg teil, um auf die Massaker in Syrien aufmerksam zu machen.
Ebenso beteiligte er sich an Protesten gegen den wachsenden Rechtsradikalismus
und die AfD in Rheda-Wiedenbrück sowie an der zentralen
AABF-Demonstration »Nein zum Genozid« in Köln.
Auf dem Internationalen Kulturfest war er abermals mit zwei Ständen
vertreten und lud zum 1. Mai die Mitglieder zu einem Grill- und
Musiknachmittag ein.
Die SPD-Bundestagskandidatin Elvan Korkmaz-Emre berichtete über
Wahlprogramme und geplante Reformen. Der Journalist und Autor Dr.
Merdan Yanardağ stellte sich auf einer vom Verein mit sechs OWL-Vereinen
gemeinsam organisierten Podiumsdiskussion unter dem Titel »Wohin
steuert die Türkei?«. Bei einer weiteren gemeinsamen Podiumsdiskussion
hieß das Thema »Nein zu Gewalt an Frauen – Ja zu den Rechten
der Frauen«. Ebenso feierte der Verein den Internationalen Frauentag mit
Essen, Live-Musik und Rosen für die Frauen.
32 Das Stadtgespräch
Es gab eine Informationsveranstaltung über Renten- und Zusatzversicherungen
in Deutschland sowie über Probleme und Rechte von
Menschen mit Behinderungen. In der Selbsthilfegruppe von Eltern mit
Kindern mit Handicap tauschen sich Betroffene regelmäßig aus.
Der Vorstand traf sich mit Vertretern des Integrationsrats Gütersloh.
Direkt im Anschluss begann die Unterstützungskampagne für die Kandidaturen
von Sainer Akta , Rojda Akta und Yaren Altunöz zur Wahl des
städtischen Ausländerbeirats.
Pflege religiöser Rituale
Von zentraler Bedeutung bleibt die Pflege des alevitischen Glaubens:
Regelmäßig, jeden Donnerstag, finden Cem-Zeremonien statt, wie Vorstandsmitglied
und Geistlicher Hasan Ali çlek betont.
In einem besonderen Gesprächsabend stand die Bedeutung von Hizir
in der alevitischen Tradition im Mittelpunkt. Nach alter Tradition wurden
daraufhin Anfang Februar das Hızır-Fasten gemeinsam mit den von den
Mitgliedern zubereiteten Speisen gebrochen. Am 2. März wurde unter der
Leitung von Post-Dede Hasan Ali çlek ein Cem durchgeführt. Vom 24. Juni
bis 7. Juli begingen die Mitglieder die Fastenzeit des »Matem ayı« im Verein
mit täglichen Mahlzeiten; am 7. Juli wurde das A ure-Lokma verteilt.
Regelmäßig, jeden Donnerstag, finden Cem-Zeremonien statt, Schon
Ende des vergangenen Jahres organisierte der Vorstand die religiösen
Trauerzeremonien für den verstorbenen Schwiegervater des Vorsitzenden.
Offenheit und kulturelle Vielfalt
Der Verein begeht nicht nur alevitische Feiertage, sondern beteiligt sich
auch am deutschen Festkalender – etwa mit Aktionen zum Muttertag
und 1. Mai sowie speziell für Kinder Ostern und Weihnachten. Bei einem
Tag der offenen Tür präsentiert sich der Kulturverein der breiten
Öffentlichkeit. Dann entsteht rund um das Vereinshaus eine kleine Budenstadt
mit kulinarischen Angeboten und Animationen. Täglich ist das
Vereinshaus ab 17.00 Uhr für die Mitglieder als offener Treff geöffnet.
Gäste sind jederzeit gerne gesehen.
Mitgliederzuwachs und Dank an die Vorgänger
Die engagierte Arbeit des neuen Vorstands findet Anklang: 38 neue
Mitglieder konnten im vergangenen Jahr begrüßt werden, berichtete
der stellvertretende Vorsitzende Aktan Yilmaz. Ebenfalls der aus Münster
angereiste Konsul zeigte sich über die Arbeit des neuen Vorstandes
sehr angetan. Im Vorstand arbeiten darüber hinaus mit Yaren Altunöz
(Kassenwartin) und Ebru Aktan (stv. Kassenwartin) sowie Arif Yeşilyurt
(Sekretär), Dila Uğurlu (Sprecherin), Nurali Ölmez (Inventar) und Bayram
Karslı (Schiedskommission).
Ein ehrerbietender Dank des Vorstands gilt all jenen, die vor 36 Jahren
den Alevitischen Kulturverein gegründet und die alevitische Gemeinschaft
aufgebaut haben. »Wir gedenken in Ehrfurcht und mit einem
Alevi-Gebet unseren verstorbenen Älteren, die uns den Weg geebnet
haben, und danken ebenso den noch unter uns lebenden Gründern und
Gründerinnen und ehemaligen Vorständen für ihren unermüdlichen
Einsatz«, so Cihangir Altunöz. Namentlich genannt seien hier stellvertretend
die Mitglieder des bisherigen Leitungsteams für ihre langjährige
Arbeit, insbesondere Kamuran Uğurlu und Alican Ta kın sowie Arif
Ye ilyurt, Dr. Perize Ünal, Suna Ye ilyurt, Nurali Ölmez, Perihan enol,
Sainer Akta und Dila Uğurlu sowie Kerebi Gazi Eker, dem Vorsitzenden
der Revisionskommission. »Unser besonderer Dank gilt außerdem den
Frauen in unserem Frauenverein – ohne sie wäre diese Arbeitslast kaum
zu tragen. Dieser Dank gilt sowohl für die aktuelle als auch für die zurückliegenden
Amtszeiten«, so der Vorsitzende.
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Das Stadtgespräch
33
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Warum? Weil es Zeit ist, wieder näher zusammenzurücken. In einer Welt, die
immer schneller und digitaler wird, drohen die kleinen Läden und Betriebe
vor Ort in Vergessenheit zu geraten – dabei sind sie das Herz einer Stadt.
Mit diesem Format möchten wir ein Zeichen setzen: für mehr Miteinander,
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investiert in seine Nachbarschaft – in Vielfalt, Qualität und persönliche
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Das Stadtgespräch
Masera Living ist ein Name, der für Design, wertige Materialien und Wohlfühlcharakter
steht sowie auch für das Know-how der beiden Gründer Marcel
Selker und Raphael Vostatnicky. Aus den Buchstaben ihren beiden Namen
ist nämlich der Firmenname entstanden. »Damit wollen wir zeigen, dass wir zu 100
Prozent hinter dem stehen, was wir anbieten. Beste Qualität zu fairen Preisen«, erklärt
Vostatnicky. »Wir haben Lust an Design, guter Formgebung und schönen Dingen«, fügt
Geschäftsführer Marcel Selker hinzu.
» LUST AN DESIGN &
GUTER FORMGEBUNG
Die beiden sind seit vielen Jahren Arbeitskollegen und haben sich dabei kennen und schätzen
gelernt. Da sie berufsbedingt ebenfalls mit außergewöhnlichem Design zu tun haben, ist die ge-
meinsame Idee entstanden, massive Tische und gemütliche Stühle, die mittlerweile schon den
Sessel ersetzen, anzubieten. 2022 gründeten sie ihre Masera Living GmbH. In drei Showrooms in
Gütersloh und Hövelhof in Verbindung mit Partnerfirmen und in Rheda-Wiedenbrück,
in der Wasserstraße 23, ausschließlich mit ihren Produkten. Dort bieten die beiden sympathischen
Inhaber eine Auswahl an massiven Eichentischen sowie einen Teil ihrer insgesamt
14 unterschiedlichen ausgewählten Stuhlvariationen an. »In einem Showroom
alles zu zeigen ist fast unmöglich und irritiert nur«, meint Selker. Deshalb würde man
Beispiele zeigen, sich mit Interessenten gemütlich an einem der Tische niederlassen und
besprechen, was genau gewünscht wird. Welche Tischform,
Größe, welche Tischbeinvariante und wie die dazu passenden
Stühle aussehen sollen. Danach erstellt Masera Living
ein unverbindliches Angebot. Gerne fahren sie auch zum
Kunden raus, um zu schauen, ob das Gewünschte auch in
den Wohnbereich passt. Wer sich einen Stuhl ausgesucht
hat, darf ihn auch gerne mal ein paar Tage Probesitzen,
um zu schauen, ob er genau das erfüllt, was man sich von
einem bequemen Stuhl erwünscht. »Uns ist es wichtig,
dass sich der Kunde wohlfühlt und sich gut beraten
sieht«, betont Selker. Zudem bieten die beiden auch
Sonderlösungen im Möbelbereich an wie Sideboards,
Einbauschränke, Regale, Beistelltischchen und alles,
was das Herz begehrt.
Der Showroom ist in der Regel nicht besetzt. Am
Eingang befindet sich ein QR-Code zum Einscannen,
der direkt mit dem Handy von Raphael Vostatnicky
verbunden ist. Zudem sind Flyer vorhanden
und eine Telefonnummer. Den angenehmen
einfachen Kontakt auf einer persönlichen
Ebene wissen die beiden ebenso wie ihre Kunden
zu schätzen.
Neben dem Privatkundenbereich sind sie auch
im Bereich Ausstattung von Restaurants, Besprechungsräume
oder Arztpraxen unterwegs.
Info: rv@masera-living.de
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3 3 3 7 8 R H E D A - W I E D E N B R Ü C K
Andrev Walden
»Scheißkerle«
Es gibt ja jede Menge Schwedenkrimis,
die die dunkle Seite des
skandinavischen Landes hervorkehren.
Aber abgesehen davon,
bin ich wohl nicht der Einzige,
der bei Schweden an fantastische
Natur mit fast unberührten
Wäldern, Seen oder Schäreninseln
denkt. Und die Bewohner leben
im Wohlstand, fahren sichere Autos
und verbringen ihre Sommer
am Wasser in ihren Sommerhäusern. Genau diese Welt kommt jedoch
in Andrev Waldens »Scheißkerle« nicht vor. Dabei beginnt sein Roman
romantisch genug, denn ein siebenjähriger Junge wartet 1983 in einem
verschneiten Haus im Wald auf Weihnachten.
Doch da endet die Idylle auch schon, denn Andrev, der Junge mit
dem un-schwedischen Namen, erfährt bei einem Streit zwischen seiner
Mutter und seinem Papa, dass dieser Mann, den er später den Pflanzenmagier
nennt, keineswegs sein Vater ist. Doch damit nicht genug,
denn in den nächsten sieben Jahren hat der Knabe insgesamt sieben
»Väter«. Davon weiß er natürlich zu diesem Zeitpunkt noch nichts.
Über den tatsächlichen, also seinen leiblichen Vater, erfährt er von
der Mutter so gut wie nichts, nur, dass der lange schwarze Haare hat
und in einem fernen Land lebt. Für Andrev ist sofort klar, dass er einen
Indianer zum Vater hat, was er natürlich extrem cool findet. Allerdings
bekommt er keinen Kontakt zum Vater und muss damit klarkommen,
dass seine Mutter ständig wechselnde Beziehungen eingeht, und zu
irgendwelchen Männern zieht. Mehrfach entkommt sie gewalttätigen
Männern und verlässt die Wohnungen fluchtartig, wobei sie dann in
irgendwelchen Sozialwohnungen von Freundinnen unterkommt, denen
es auch nicht besser geht als ihr selbst. Immer im Schlepptau dabei
Andrev und gelegentlich auch dessen kleine Schwester und sein kleiner
Bruder, die allerdings auch zeitweise bei ihrem Vater, dem Pflanzenmagier,
leben.
Neben dem interessanten Thema spricht vor allem die literarische
Qualität für diesen Roman. Ähnlich wie Frank McCourts »Die Asche
meiner Mutter« ist das ganze Geschehen konsequent aus der Sicht und
in der Sprache des Jungen geschildert, der erst nach und nach versteht,
was überhaupt passiert. Das bietet natürlich auch Raum für Humor,
wenn der Junge beispielsweise einen BH seiner Mutter entdeckt, dessen
Körbchen »mückennetzdurchsichtig« sind, wobei er ahnt, dass
die Funktion dieses Kleidungsstücks über das Praktische hinausgeht.
Die Kinderperspektive ändert sich nach und nach in die eines jungen
Teenagers, der findet, dass die eine seiner Cousinen so schön ist, »dass
man sie nicht angucken kann /…/ sonst wird man rot«. Zu jedem der
größeren Kapitel, die jeweils von einem anderen »Scheißkerl« handeln,
wie die Mutter die Männer nennt, von denen sie aber gleichzeitig nicht
lassen kann, gibt es eine einleitende Zusammenfassung. So wie in
einem Roman des 18. Jahrhunderts. »Scheißkerle« ist der erste Roman
des 1976 geborenen Autors. Umso erstaunlicher ist, wie gekonnt der
gelernte Journalist Walden die Froschperspektive seines jungen Helden
nutzt. Erschienen ist der Roman in der Übersetzung von Justus Carl als
Hardcover bei Luchterhand, 410 Seiten, 25 Euro.
36 Das Stadtgespräch
Jennifer Lynn Barnes
»Little White Lies«
Mackie ist der Frischling bei der Magnolia-County Polizei im Süden der
USA. Und als solchem ist es natürlich an ihm, die besonders unerfreulichen
Polizeiaufgaben am Wochenende zu übernehmen. Doch in der Arrestzelle
der Polizeistation ist diesmal kein betrunkener Randalierer gelandet, sondern
vier wunderschöne Teenagermädchen in schneeweißen Kleidern und
ebenso weißen Handschuhen. Das sind die passenden Outfits für den traditionellen
Debütantinnenball. Doch was machen die vier Grazien im Knast?
Eine der vier ist Sawyer, die eigentlich gar nicht aus der Gegend kommt,
sondern im Osten der USA aufgewachsen ist. Von Geburt vor achtzehn Jahren
an sind sie und ihre Mom sehr gut ohne ihre reiche Südstaatenfamilie
ausgekommen. Sawyer schraubt an Autos herum und ihre Mutter kellnert.
Die beiden sind mit ihrem Leben zufrieden. Doch als dann Sawyers Großmutter
plötzlich vor ihr steht und ihr eine halbe Million Dollar bietet, wenn
sie an der diesjährigen Debütantinnensaison teilnimmt, kann sie einfach
nicht ablehnen. Dabei geht es ihr nicht nur um das Geld, das ihr alle beruflichen
Perspektiven eröffnen würde. Schließlich sind die Studiengebühren in
den Staaten happig. Vielmehr sieht sie ihre Chance, endlich herauszufinden,
wer ihr Vater ist. Denn so gut das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter
ist, hat Sawyer nie erfahren, wer ihr Erzeuger ist. Sawyer reist in den Süden
und befindet sich schlagartig mitten in einer Welt voller Reichtum mit
großartigen Anwesen, sündhaft teurem Perlenschmuck und pompösen Feiern.
Doch auch Intrigen werden kräftig eingefädelt. Schnell merkt sie, dass
hier jeder ein Geheimnis hat, und es unter der glänzenden Oberfläche der
reichen Familien brodelt. Und auch zu viel nachfragen kommt keineswegs
gut an, ja kann sogar jemanden in Gefahr bringen. Vor allem wenn man
wie Sawyer zuvor mit dem Südstaatenglamour und den stillschweigenden
Vereinbarungen der höheren Gesellschaft nichts zu tun hatte.
Jennifer Lynn Barnes stammt selbst aus dem Süden der USA. 1984 in
Oklahoma geboren, hat sie bereits mehr als 20 hochgelobte Jugendromane,
neudeutsch Young Adult Novels, geschrieben, unter anderem die Inheritance-Game-Reihe
und damit die
Spiegel-Bestsellerliste erklommen.
Sie war Fulbright-Stipendiatin und
studierte Psychologie, Psychiatrie
und Kognitionsforschung. Barnes
promovierte 2012 in Yale und arbeitete
als Professorin für Psychologie
und Kreatives Schreiben, bevor sie
sich ausschließlich ihrem eigenen
Schreiben widmete. »Little White
Lies« ist ihr neuester auf Deutsch
erschienener Roman. Erschienen
bei cbt, Paperback, Klappbroschur,
437 Seiten, 16 Euro. Ein zweiter Roman
mit Sawyer erscheint in Kürze.
Andreas Föhr
»Bodenfrost«
Polizeihauptmeister Leonhardt Kreuthner lebt da, wo andere Leute Urlaub
machen, nämlich in Sichtweite der Zugspitze. Im Allgäu gehen
die Uhren ein wenig langsamer und als Ureinwohner der Gegend hat
es Kreuthner lieber etwas gemütlich. Das Gesetz nimmt er sehr ernst,
auch wenn er es für sich selbst gelegentlich etwas großzügig auslegt,
etwa wenn es um seinen Schwarzgebrannten geht. Dummer Weise hat
sich Kreuthner jedoch mit dem neuen, jungen Polizeipräsidenten für die
Region Oberbayern Süd überworfen. Daher ist ihm die undankbare q
Das Stadtgespräch
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Aufgabe übertragen worden, den jährlich stattfindenden
Kindernachmittag der Miesbacher Polizei
zu organisieren. Zunächst lässt sich die PR-Aktion
auf einem verlassenen Bauernhof auch gut an. Vor
allem begeistern sich die Kinder für die Vorstellung
Kreuthners, der demonstriert, wie man einen Brand
verzögert legen kann. Das löst bei den begleitenden
Eltern leichten Unmut aus, zumal danach auch noch
eine Schnapsbrennanlage den Kindern mancher Eltern
bekannt vorkommt.
Doch es kommt noch dicker, als ausgerechnet die
Tochter des Polizeipräsidenten neben den Schaufensterpuppen,
die zu Demonstrationszwecken wie Opfer
einer Wirtshausschlägerei hergerichtet sind, eine echte
Leiche entdeckt. Von da an haben Kreuthner, Kommissar
Wallner und die Miesbacher Polizei andere Sorgen
als ein Kindernachmittag. Zumal sich auf dem Leichnam
eine Zeichnung befindet, die auf einen Serienkiller
mit dem Spitznamen »Der Harpunier« deutet. Die
Opfer des Killers waren alle auf diese Weise markiert,
die Mordserie wurde nie gelöst und endete vor einigen
Jahren abrupt. Ist der Harpunier etwa wieder zurück?
Auch der zwölfte Fall um die Miesbacher Gesetzeshüter
enttäuscht keineswegs, denn der neueste Krimi
von Andreas Föhr enthält wie seine Vorgänger neben
dem interessanten Fall auch wieder die Elemente, die
die Serie seit anderthalb Jahrzehnten in die Bestsellerlisten
katapultieren. Das Lokalkolorit wartet auf mit
einigen skurrilen Figuren, einem Bayerisch, das für die
richtige Stimmung sorgt und dabei auch für Westfalen
noch verständlich ist. Der schwarze Humor spielt auch
in diesem Roman wieder eine wichtige Rolle. Doch
bei aller Ironie geraten die Figuren nicht lächerlich.
Und auch das polizeiliche Handeln und die Juristerei
sind nicht wie bei anderen Lokalkrimis frei erfunden,
sondern orientieren sich tatsächlich an der Realität.
Offenbar hat Andreas Föhr, der gelernte Jurist, selbst
tiefe strafrechtliche Einblicke und hat zudem gute Berater
aus dem Profilager. Man muss kein Prophet sein,
um zu prognostizieren, dass »Bodenfrost – Der Tod ist
manchmal nicht die beste Lösung« in Kürze wieder die
Bestsellerlisten stürmen wird. Erschienen als Taschenbuch
bei Knaur, 368 Seiten, 16,99 Euro.
Yrsa Sigurðardóttir
»Blut«
Island hat deutlich mehr Krimischriftsteller als Gewaltverbrecher,
und das ist natürlich gut so. Yrsa
Sigurðardóttir, geboren 1963, ist wohl Islands Thriller-Königin.
Die Spannungsromane der vielfach
ausgezeichneten Bestsellerautorin aus dem kleinen
Land im Hohen Norden sind mittlerweile in über 30
Ländern erscheinen. Nicht nur die Times zählt sie zu
den besten Thriller-Autoren der Welt. Die studierte
Wasserbauingenieurin Sigurðardóttir lebt mit ihrer
Familie in Reykjavík. Sie debütierte 2005 mit »Das
letzte Ritual«, der Beginn einer Reihe von Kriminalromanen
um die Rechtsanwältin Dóra Guðmundsdóttir
und begeisterte ebenso mit ihrer Serie um die
Psychologin Freyja und Kommissar Huldar von der
Kripo Reykjavík. Ihr neuester Roman fügt sich in die
Karólína und Týr-Serie und ist, wenig überraschend,
ausgesprochen lesens- und hörenswert.
Ein Fisch-Trawler geht vor der Küste Islands auf
den gefährlichen und profitablen Fang. Die Köchin
Gunndís freut sich, dass sie kurzfristig als Aushilfe
angeheuert wurde, möchte sie doch eigentlich immer
auf einem Schiff kochen. Doch von Anfang an bemerkt
die junge Mutter eine feindselige Stimmung an Bord.
Kann es an ihrem Vater liegen, der vor vielen Jahren als
Schiffskoch für einen verhängnisvollen Brand verantwortlich
gemacht wurde? Mehrere Mitglieder der jetzigen
Crew haben damals ihre Väter verloren, Gunndís
ebenso. Will sich die Besatzung jetzt an ihr rächen?
Doch dann entdeckt sie im Schiff geheime Unterlagen,
die darauf hindeuten, dass ihr Vater damals gar nicht
der wahre Schuldige war, sondern der Brand eine ganz
andere Ursache hatte. Es kommt Bewegung in den Cold
Case. Doch es wird keineswegs ein leichter Fall für die
Polizisten Karó und ihrem schwedischen Kollegen Týr
sowie die Gerichtsmedizinerin Iðunn. Karó und Týr sind
eigentlich davon ausgegangen, dass sie Nachbarkeitsstreitereien
schlichten und kleinere Vergehen klären
sollten. Und außerdem haben sie, ganz wie im richtigen
Leben, auch ihre privaten Päckchen zu tragen.
In vollständiger Lesung können wir Dietmar
Wunder lauschen, der nicht nur als Synchronsprecher
für Diverse Hollywood-Größen überzeugen
konnte, sondern auch die Romane von Thomas Enger
und Jörn Lier Horst, Robert Galbraith oder Andreas
Gruber eingelesen
hat. Spielzeit
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38 Das Stadtgespräch
Wochenmarkt zurück an den
Ursprungsort
Ein weiterer Vorschlag: die Rückkehr des Wochenmarktes
auf den Doktorplatz. Bereits ab
1955 fand der Markt hier statt und entwickelte
sich über Jahrzehnte zu einer festen Einrichtung.
Erst 1975 zog er aus Platzgründen zum
neuen Rathaus um. Da die Zahl der Händler in
den letzten Jahren jedoch zurückgegangen ist,
sehen die Gastronomen nun die Chance, den
Ursprungsort mit dem angrenzenden Bereich
der Berliner Straße wieder zu beleben.
1 Patrick Gök (Salon Eisflamme), Michael Fischer (Wohnzimmer), Nico Dushkja (Restaurant Prego) und
Vaios Manafas (Restaurant Delphi) haben Ideen für eine weitere Belebung des Doktorplatzes.
Die vier Wirte setzen auf mehr
Leben und Begegnung
Doktorplatz
Einbindung in Traditionsfeste
Auch beim Andreasmarkt wünschen sich die
vier, dass der Doktorplatz wieder eine Rolle
spielt – sei es mit Fahrgeschäften oder weiteren
Angeboten. Inspiration holen sie sich zudem
aus Bielefeld, wo der Leinewebermarkt erfolgreich
an alte Traditionen anknüpft. Ein Konzept,
das die Leineweberzeit aufgreift, könnte
sich auch in Rheda verwirklichen lassen, sind
die Wirte überzeugt.
Mehr Aufenthaltsqualität
Neben einem abwechslungsreichen Programm
wollen die Wirte den Platz auch infrastrukturell
aufwerten. Eine Einbahnstraßenregelung auf
der Berliner Straße und im Sommer eine Vollsperrung
ab 17 Uhr könnten die Aufenthaltsqualität
deutlich steigern.
Der Doktorplatz hat sich in den vergangenen
Jahren zu einem lebendigen
Treffpunkt und beliebten Ort der
Begegnung entwickelt. Einen maßgeblichen
Anteil daran haben die vier Wirte Nico Dushkja
(Restaurant Prego), Michael Fischer (Wohnzimmer),
Patrick Gök (Salon Eisflamme) und Vaios
Manafas (Restaurant Delphi). An Spitzentagen
genießen dort sommertags mehr als 200 Gäste
die Außengastronomie.
Nun wollen die Gastronomen gemeinsam
dafür sorgen, dass sich diese positive Entwicklung
verstetigt. In einem Pressegespräch
stellten sie ihre Ideen für eine noch stärkere
Belebung des Platzes vor. »Wir möchten den
Doktorplatz noch mehr ins Bewusstsein der
Menschen bringen und ihn zu einem kulturellen
Mittelpunkt in Rheda machen«, so die
Wirte unisono.
Mehr Musik, Kino und
Veranstaltungen
Ganz oben auf ihrer Wunschliste stehen kulturelle
Veranstaltungen – etwa Live-Musik,
die an die beliebten Jazzfrühschoppen und
Konzerte der Flora Westfalica anknüpfen
könnte. Auch Open-Air-Kinoabende wie
auf dem Marktplatz in Wiedenbrück können
sich die Wirte als attraktive Ergänzung
vorstellen.
Touristen im Blick
Die Wirte sind überzeugt: Der Doktorplatz mit
seiner Gastronomie, der Nähe zum Schloss und
der angrenzenden Altstadt bietet ein großes
Potenzial, auch mehr Touristen nach Rheda zu
locken. »Mit gezielter Werbung können wir den
Doktorplatz als Aushängeschild unserer Stadt
etablieren«, so die Gastronomen.
Mit ihren Ideen möchten die vier Wirte dazu
beitragen, den Doktorplatz dauerhaft als lebendiges
Herzstück Rhedas zu etablieren – sie hoffen,
dass die Entscheidungsträger in Stadt, Rat
und Flora Westfalica offen für diese Überlegungen
zeigen – zum Wohle der Bürgerinnen und
Bürger ebenso wie der Gäste der Stadt. Kem
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Das Stadtgespräch
39
schen 1.600 und 2.800 Euro. Für ein Haus mit
150 m² Wohnfläche bedeutet das Gesamtkosten
zwischen 240.000 und 420.000 Euro – so
die Haubner Group.
Ein Blick in die Vergangenheit verdeutlicht
die Entwicklung: 1988 kostete ein durchschnittliches
Reihenhaus laut Bulwiengesa
umgerechnet 190.000 Euro. 2020 waren es
bereits 470.000 Euro – ein Anstieg von 150 %
(Quelle: WDR).
Die Frage »Wie viel Haus kann man sich
leisten?« zeigt die Grenzen auf. Als Faustregel
gilt: Die monatliche Belastung sollte maximal
35 % des Haushaltseinkommens betragen.
Das durchschnittliche Nettoeinkommen privater
Haushalte lag 2021 laut Statistischem
Bundesamt bei 3.813 Euro.
1 Die städtischen Grundstücke für Einfamilienhäuser sind schon vergeben, zum Teil auch bebaut, berichteten (v. l.)
Thomas Becher, Fachbereichsleiter Immobilienmanagement, und Daniel Reisewitz, Abteilungsleiter An- und
Verkauf von Grundstücken etc.
Die meisten
wollen ein Haus
mit Garten
Baugebiet Varenseller Straße
Die acht städtischen Grundstücke für freistehende
Einfamilienhäuser waren schnell vergeben,
berichteten Thomas Becher, Leiter des
städtischen Immobilienmanagements, und
sein Mitarbeiter Daniel Reisewitz bei einem
Ortstermin im Baugebiet an der Varenseller
Straße. Rund 50 Bewerberinnen und Bewerber
hatten ihr Interesse an den begehrten
Grundstücken im Rathaus angemeldet. Den
Zuschlag erhielten Personen, die bereits in
Rheda-Wiedenbrück wohnten oder seit mindestens
einem Jahr wieder hier gemeldet sind.
Familien und Alleinerziehende mit Kindern
wurden zusätzlich bevorzugt. Über die endgültige
Vergabe im Jahr 2023 entschied ein
Losverfahren.
Sechs Grundstücke sind bereits bebaut,
zwei weitere Bauherren warten noch auf die
Zusage von Fördermitteln. »Wir wollen trotz der
Verpflichtung zum zeitnahen Bauen niemanden
unter Druck setzen«, betonte Reisewitz.
Weniger Nachfrage gibt es dagegen bei
den vier Erbpacht-Grundstücken für Doppelhäuser,
die seit September 2024 vergeben werden.
Stand Mitte August 2025 hat die Stadt
erst zwei Bauherren für ein Doppelhaus gefunden
– obwohl die Finanzierungskosten für
den Grundstückskauf entfallen und sich die
Baukosten durch den »Zwillingsbau« reduzieren.
»Für uns ist das eine Lernphase«, erklärte
Reisewitz. Offenbar schrecke die notwendige
Abstimmung zwischen den künftigen Eigentümern
viele Interessenten ab. »Wir hoffen aber,
dass sich die Lage bis Jahresende bessert«, ergänzte
Becher.
Im vierten Quartal 2025 folgt die Vergabe
weiterer Flächen: für drei Reihenhäuser mit jeweils
drei Wohneinheiten, ein Mehrfamilienhaus
mit zwölf Wohnungen sowie ein Grundstück
für vier Kettenhäuser, die von einem
Einzelinvestor errichtet werden. Mit diesem
Nutzungsmix will die Stadt sowohl die Wünsche
der Erwerber berücksichtigen als auch
einen Beitrag gegen die Wohnungsknappheit
leisten.
Für viele Familien bleibt das
Eigenheim ein Traum
Das Immobilienmanagement beobachtet,
dass der Wunsch nach einem Einfamilienhaus
mit Garten auf einem rund 500 Quadratmeter
großen Grundstück bei Familien ungebrochen
hoch ist. Doch immer weniger können sich
diesen Traum leisten.
Die Kosten sind erheblich: Die Baukosten
variieren je nach Haustyp, Größe, Ausstattung.
Im Durchschnitt liegen die Kosten pro
Quadratmeter für ein Einfamilienhaus ohne
Grundstück und Erschließungskosten zwi-
Grundstückspreise in der
Varenseller Straße
Die Stadt vermarktet ihre Grundstücke deutlich
günstiger als private Anbieter – weil sie auf
eine Gewinnmarge verzichtet. Der Quadratmeterpreis
liegt bei 220 Euro plus Erschließungskosten,
während der Bodenrichtwert bei 380
Euro liegt. »Private Anbieter verlangen deutlich
mehr, das erklärt auch die zurückhaltende
Bautätigkeit in diesen Bereichen«, so Becher.
Das Baugebiet
Das Baugebiet »Varenseller Straße« umfasst
acht Hektar (80.000 m²). Von insgesamt 73
Grundstücken für verschiedene Gebäudetypen
liegen 38 in städtischer Hand. Maximal können
191 Wohneinheiten entstehen, die Stadt hat direkten
Zugriff auf 81.
Becher machte deutlich, dass Neubaugebiete
normalerweise nur ausgewiesen werden,
wenn die Stadt alle Flächen kontrolliert. Zwischen
Varenseller Straße und Kernekampstraße
habe man jedoch akzeptieren müssen, dass
die Hälfte der Flächen in privater Hand bleibt
– sonst wäre die Erschließung nicht möglich
gewesen.
Lange Warteliste
Aktuell stehen 430 Bauwillige auf der städtischen
Warteliste. Ihr Hauptinteresse gilt einem
freistehenden Einfamilienhaus ohne Bauträgerbindung.
Ihre Hoffnung liegt nun in der
Waldsiedlung-Erweiterung Ost in Lintel und
später im Baugebiet »Großes Moor« in Rheda.
Das Problem: Die Zahl der städtischen,
vergleichsweise preisgünstigen Grundstücke
bleibt deutlich hinter der hohen Nachfrage
zurück. Auch die Angebote privater Eigentümer
– meist erheblich teurer – ändern an dieser
Situation wenig.
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40 Das Stadtgespräch
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In dem angegebenen Zeitraum wurden insgesamt 36 Ehen geschlossen.
keine Geburt und 30 Sterbefälle beurkundet. Nachfolgend sind nur die
Personenstandsfälle aufgeführt, zu denen die Beteiligten ihr Einverständnis
gegeben haben:
Eheschließungen: Julia Krimpmann und Blaise Kutua Nzonde |
Linda-Marie Borgmann und André Sasse | Angela Schneider und Sebastian
Kühnel | Katharina Reinecke und Alexander Leipe | Madelene Doktorowski
und Dominik Belitz | Annemarie Landwehr und Patrick Otto |
Tanja Czerwonka, geb. Falk und Ingemar Bauersfeld | Mariella Söbke und
Nico Alexander Papageorgiou | Christin Stükerjürgen und David Preetz
Sterbefälle: Petra Fricke, geb. Baxpöhler | Maria Hustert, geb. Niewöhner
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42 Das Stadtgespräch
Spaß und Freude
beim Erlernen
der deutschen Sprache
Feriensprachcamps der VHS Reckenberg-Ems
erfolgreich beendet
Freudige Aufbruchstimmung herrschte bei der Abschlussveranstaltung
des Feriensprachcamps der VHS Reckenberg-Ems am Bosfelder
Weg. Mit Begeisterung hatten 60 Jugendliche die letzten beiden Wochen
der Sommerferien genutzt, um ihre Deutschkenntnisse zu vertiefen.
Neben Sprachübungen entstanden vielfältige kreative Arbeiten:
Nationalflaggen der Herkunftsländer, individuell gestaltete Caps und
Stofftaschen, verzierte Kerzen sowie kunstvolle Objekte aus Polymer
Clay. Ältere Teilnehmende informierten sich zudem über verschiedene
Berufsbilder – von Polizei und Pflege über Dachdeckerhandwerk bis hin
zum Musikerberuf.
Die drei Gruppen mit jeweils 20 Jugendlichen wuchsen schnell zusammen.
»Es braucht nur zwei, drei Tage – dann spielt es keine Rolle
mehr, wo jemand herkommt«, berichteten die Lehrkräfte. Verständigung
funktionierte über Sprachgrenzen hinweg: mit Händen, Füßen, Handy
und natürlich in Deutsch. Auch soziale Barrieren verschwanden – gemeinsam
spielen, lernen, reden: eine Erfahrung, die allen guttat.
VHS-Leiter André Mannke lobte die Jugendlichen: »Ihr habt zwei
Wochen eurer Ferien genutzt, um euer Deutsch zu verbessern. Dafür
Applaus!«. Gleichzeitig dankte er den Lehrkräften. Den Eltern riet er,
stolz auf die Leistungen ihrer Kinder zu sein.
Auch Carmen Vielstädte, Fachbereichsleiterin Deutsch, sprach die
erfolgreiche Durchführung im Auftrag des Kreises an. »Die deutsche
Sprache ist eine wesentliche Voraussetzung für Integration«, betonte sie.
Seit 2016 bietet der Kreis Gütersloh die Camps an – vollständig gefördert
und organisiert vom Kommunalen Integrationszentrum. Die
Mitarbeiterin des kommunalen Integrationszentrums, Lesia Vasko,
erklärte, dass in diesem Jahr erstmals eine digitale, anonyme Teilnehmerbefragung
durchgeführt wurde. Ergebnisse liegen noch nicht vor.
Neben den drei Kursen der VHS Reckenberg-Ems mit insgesamt 60
Teilnehmenden fanden an vier weiteren Standorten acht zusätzliche
Camps statt. Insgesamt nahmen 290 Schülerinnen und Schüler teil,
jeweils betreut von zwei Lehrkräften. Viele Jugendliche sind Wiederholungsgäste
– einige haben ihre Teilnahme für 2026 bereits angekündigt.
Kem
1 Einige freuen sich schon auf das nächste Feriensprachcamp.
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Das Stadtgespräch
43
1 Bis März 2026 müssen sich die Autofahrenden an der Ostenstraße und
Mönchstraße noch gedulden.
Wie geht es an der
Hauptstraße und
Ostenstraße weiter?
Großbaustellen
Zur Hauptstraße teilte die städtische Pressestelle im Nachgang
zur Ratssitzung mit: »Im Bauabschnitt zwischen dem Nordring
und der Zufahrt Parkplatz Stadthalle (ehemals Gaststätte Klein)
sind die Kanalbauarbeiten und die Verlegung der Versorgungsleitungen
plangemäß abgeschlossen. Zuletzt werden die Straßenbauarbeiten in
diesem Abschnitt abgeschlossen. Es ist geplant, die Fahrbahn ab dem
15. September zu asphaltieren. Es werden mehrere Schichten Asphalt
1 Am 2. Oktober 2025 wird die Hauptstraße zwischen Nordring und Parkplatz Stadthalle
wieder für den Verkehr freigeben. Parallel dazu wird der Bauabschnitt bis zu
dem Musterring-Gelände gesperrt.
aufgetragen, anschließend erfolgen noch Restarbeiten im Bereich der
Gehwege, der Zufahrten und der Pflanzbeete. Zudem müssen noch Verkehrsschilder
montiert werden. Weiterhin werden provisorische Fahrbahnen
zu Musterring und der Arztpraxis am Willy-Brand-Platz angelegt.
Am Abend des 2. Oktobers wird die Strecke Nordring-Parkplatz Stadthalle
wieder für den Verkehr freigegeben. Die Sperrung wandert dann
weiter nach Norden. Dann ist der Bauabschnitt zwischen Parkplatz Stadthalle
und dem Musterring-Gelände gesperrt. Hier beginnt dann zunächst
wieder der Kanalbau und der Bau der Versorgungsleitungen. Ebenso
wird der neue Kreisverkehr Feldhüserweg/Hauptstraße hergestellt. Die
Gesamtmaßnahme soll in den Sommerferien 2026 abgeschlossen sein«.
In der Ratssitzung berichtete der Erste Beigeordneter Christoph Krahn
zur Baustelle Ostenstraße–Mönchstraße, dass die Arbeiten auch hier
planmäßig voranschreiten. Sie könnten wie geplant, voraussichtlich im
März 2026 beendet werden.
Kem
Mensch! Fahr doch
einfach nicht!
Eine Odyssee durch Rheda-Wiedenbrücks
All-Inclusive-Baustellen-Labyrinth
Rheda-Wiedenbrück hat das geschafft, wovon viele Städte nur
träumen: Das Brettspiel »Mensch ärgere dich nicht!« ist jetzt
ein Live-Action-Event. Nur, dass hier die Figuren keine bunten
Holzpöppel sind, sondern genervte Autofahrer mit zusammengebissenen
Zähnen und quietschenden Bremsen.
Wo gestern noch freie Fahrt war, flattert heute schon ein Absperrband.
Wo vorgestern noch ein Zebrastreifen war, hat sich ein 3-Meter-Krater aufgetan,
in dem vermutlich Atlantis wieder aufersteht. Und morgen? Nun,
morgen ist die Umleitung von der Umleitung der Umleitung gesperrt.
Gefühlt jeden Tag spielen die Bauarbeiter »Straßenroulette«: Heute reißen
wir die Bahnhofstraße auf, morgen die Wasserstraße, übermorgen die
Hofeinfahrt von Oma Erna – Hauptsache, keiner findet mehr nach Hause.
Ein Autofahrer aus Beckum, der seine Großmutter besuchen wollte,
wird seit drei Wochen vermisst. Die letzte Sichtung: Kreisverkehr mit
fünf Sackgassen, ein Mann winkte verzweifelt mit einem ADAC-Ausweis.
Die Stadtverwaltung hat indes ein neues Geschäftsmodell: Statt Wetterbericht
gibt es nun täglich die Baustellen-Vorhersage. Mit Symbolen wie:
1 Auch die neue Baustelle in der Bahnhofstraße lässt keine Langweile beim Autosteuern
aufkommen.
· »Stauchaos mit Aussicht auf Vollsperrung«
· »Teilweise Umleitung bei stürmischem Baggerverkehr«
· »Örtlich auftretende Schlagloch-Orkane«.
Fragt man sich: Warum eigentlich alles gleichzeitig? Die Antwort
liegt nahe: Irgendjemand im Rathaus wollte prüfen, ob die Autofahrer
sich tatsächlich nicht ärgern. Experiment gelungen – Nerven kaputt.
Die Lösung? Ganz einfach! Man könnte eine Baustelle beenden, bevor
die nächste beginnt. Aber wo bleibt da der Spaß? Rheda-Wiedenbrück
wäre plötzlich befahrbar. Und das wäre ja langweilig.
Darum gilt auch weiterhin das neue Stadtmotto:
Rheda-Wiedenbrück – hier ärgert man sich garantiert!
Mein liebes Rheda-Wiedenbrück – Du machst mich so langsam verrückt!
Kem
44 Das Stadtgespräch
Baustelle
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1 Die Umleitungsstrecken während der ersten Bauphase Plan: Straßen.NRW
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Seit dem 15. September ist die B61 vom Rheda-Wiedenbrücker zum
Gütersloher Gebiet gesperrt, damit die von Straßen.NRW, Regionalniederlassung
OWL, beauftragte Baufirma mit der Sanierung
der insgesamt 3,2 km langen Strecke beginnen kann.
Der erste Bauabschnitt, der voraussichtlich vier Wochen dauert, beginnt
auf der B61 nahe der Gütersloher Straße und endet kurz vor der
Kreuzung mit dem Stadtring Kattenstroth/Kiebitzstraße. Dadurch bleibt
der Verkehrsfluss an der Kreuzung in die Richtungen Kiebitzstraße/Wiedenbrücker
Straße (B61)/Stadtring Kattenstroth gewährleistet. Im ersten
Bauabschnitt wird auch der Geh-/Radweg gesperrt und punktuell saniert.
Der zweite Bauabschnitt umfasst die Kreuzung B61/Stadtring Kattenstroth/Kiebitzstraße
bis zur Hans-Böckler-Straße und dauert voraussichtlich
ebenfalls vier Wochen. Für den Umleitungsverkehr wird eine
Baustellenampel an der Kreuzung Varenseller Straße (L791)/Kornstraße
(K5) aufgestellt. Die Signalprogramme der bestehenden Ampeln entlang
der Baumaßnahme werden entsprechend angepasst.
Umleitungen
Im ersten Bauabschnitt wird der Verkehr in Fahrtrichtung Rheda-Wiedenbrück
über die Herzebrocker/Gütersloher Straße (L788), Tecklenburger Weg
(L927) und die B64 bis zur Anschlussstelle B64/B61 (Holunderstraße/Bielefelder
Straße) geführt. In Fahrtrichtung Gütersloh erfolgt die Umleitung
ab der B64 über die Gütersloher Straße (L568), Kornstraße (K5), die L 791
(Varenseller Straße) weiter über die Brockstraße (K3) und den Stadtring
Kattenstroth bis zur Kreuzung Bielefelder Straße / Stadtring Kattenstroth.
Im zweiten Bauabschnitt bleibt die Umleitung für den Verkehr in
Richtung Rheda-Wiedenbrück bestehen. Für die Fahrtrichtung Gütersloh
wird der Verkehr ab der Kreuzung Stadtring Kattenstroth / Bielefelder
Straße über den Stadtring Kattenstroth, den Stadtring Sundern und den
Stadtring Nordhorn bis zur Kreuzung mit der B 61 (Berliner Str.) geleitet.
Eine Radweg-Umleitung ist für beide Bauabschnitte ausgeschildert.
Die Anlieger/innen und Gewerbebetriebe erreichen ihre Grundstücke über
die ausgeschilderten Umleitungen und wurden vorab informiert.
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Das Stadtgespräch
45
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1 2 3 4 5 6 7 8
1
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der Ziffern 1 bis 9 genau einmal vorkommt.
46 Das Stadtgespräch
1 Das Jagdhornbläserkorps Wiedenbrück eröffnete die Jahreshauptversammlung mit einem musikalischen Gruß.
Mit musikalischen
Erfolgen und starkem
Nachwuchs überzeugt
Jagdhornbläserkorps Hubertus Wiedenbrück
In bester Form präsentierte sich
das Jagdhornbläserkorps Hubertus
Wiedenbrück e. V. bei
seiner jüngsten Rückschau auf
die vergangenen Monate. »Das
Jagdhornbläserkorps Hubertus
Wiedenbrück e. V. befindet sich
in einer super Verfassung. Ich blicke
mit Stolz darauf, wie es sich
in den letzten Jahren entwickelt
hat. Macht weiter so!«, würdigte
der Ehrenvorsitzende Franz-Josef
Tegelkamp das Engagement der
Musikerinnen und Musiker.
Das Korps absolvierte insgesamt
rund 70 Proben, Auftritte
und Wettbewerbe. Ein besonderes
Highlight war das Probewochenende
in Bielefeld-Ubbedissen, das
für die weitere musikalische Entwicklung
von zentraler Bedeutung
war. Korpsleiter Hubertus Lüning
dankte allen Mitgliedern für ihre
rege Teilnahme und betonte, dass
das Korps bei Auftritten stets zuverlässig
mit genügend Mitwirkenden
vertreten war.
Das Stadtgespräch
Erfolgreiche Wettbewerbe
auf Schloss Fasanerie
Ein Höhepunkt des Jahres war
die Teilnahme am Landes- und
Bundeswettbewerb auf dem Barockschloss
Fasanerie in Eichenzell
am 14. und 15. Juni. Beim Landeswettbewerb
Hessen erzielten
die Musikerinnen und Musiker in
der Gruppe G hervorragende 886
Punkte. Am folgenden Tag gelang
dem Korps beim Bundeswettbewerb
ein weiterer großer Erfolg:
Mit 912 Punkten wurde das Ziel,
die 900er-Marke zu überschreiten,
eindrucksvoll erreicht.
»Ich denke, die rege Teilnahme
an den Auftritten und Proben hat
wesentlich dazu beigetragen – besonders
aber das intensive Probewochenende«,
betonte Korpsleiter
Lüning.
Nachwuchs mit
Begeisterung dabei
Ein weiterer Beleg für die gute
Entwicklung des Vereins ist der
starke Nachwuchs. Am 6. November
2024 bestanden alle zehn
Teilnehmenden erfolgreich den
Kurs zum Bläserhutabzeichen.
Acht von ihnen begeistern sich
seither weiterhin für das jagdliche
Brauchtum und sind seit der
Prüfung fester Bestandteil des Bläserkorps.
Sie nehmen regelmäßig
an den Proben teil, bereichern das
musikalische Miteinander spürbar
und waren auch bei den Wettbewerben
dabei. Matthias Ernsting,
1. Vorsitzender des Bläserkorps,
überreichte ihnen auf der Jahreshauptversammlung
das Vereinsabzeichen
zur Mitgliedschaft.
Engagement wird belohnt
Auch der Einsatz innerhalb des
Vereins wurde gewürdigt. Als fleißigste
Mitglieder zeichnete Korpsleiter
Lüning Dirk Baumbach und
Michael Hauser aus, die jeweils an
65 Terminen teilnahmen.
Nicht zuletzt dankte der Korpsleiter
dem gesamten Vorstand: »Ihr
seid ein prima Team. Auf euch ist
immer Verlass«. Und mit Stolz
blickt das Jagdhornbläserkorps
Hubertus Wiedenbrück auf ein
musikalisch erfolgreiches Jahr zurück
– und mit großer Vorfreude
auf kommende Auftritte, Wettbewerbe
und neue musikalische
Herausforderungen. Auf dem Terminkalender
steht nun das Üben
zur Hubertusmesse und vorab für
die »vorm-Walde-Herbstzuchtprüfung«
Großer Münsterländer auf
Gut Menzelsfelde bei Lippstadt
sowie die Meutejagd in Pixel. Kem
1 Für herausragenden Probenfleiß wurden geehrt: Michael Hauser (2. v. l.) und Dirk
Baumbach (3. v. l.). Es gratulierten ihnen: (v. l.) Gregor Tegelkamp (Geschäftsführer)
und Hubertus Lüning (Korpsleiter) sowie Matthias Ernsting (1. Vorsitzender).
47
SHANGHAI
5 Traditionelles liegt im Trend.
1 Gondoliere auf chinesisch
Der Name Shanghai bedeutet
in etwa »Stadt, von der
aus man in See sticht«.
Umgangssprachlich wird die chinesische
28-Millionen Metropole
auch Tor zur Welt oder Dongfang
Balí, Paris des Ostens, oder auch
Dongfang Míngzhu, Perle des Orients,
genannt. So kann es wenig
verwundern, dass das Wahrzeichen
der Stadt seit 1995 der Oriental Pearl
Tower ist. Der 468 Meter hohe Turm,
der Eiffelturm ist »nur« 330 Meter
hoch, besteht unter anderem aus
zwei großen rosafarbenen Kugeln
und neun kleineren, die an Perlen
erinnern sollen. Und Perlen stehen
für gute Gesundheit und auch für
glückliche Ehen, was sie zu einem
besonders beliebten Hochzeitsgeschenk
machen. Fast noch spektakulärer
als tagsüber wirkt der Oriental
Pearl Tower nachts, wenn er
in wechselnden Farben erleuchtet
wird. Das kann man kitschig finden,
aber schlichtere Gemüter wie
ich finden das einfach nur schön.
Der Oriental Pearl Tower fungiert als
Museum, als Hotel, als Aussichts-
turm, als Fernsehturm und es gibt
sogar 20 Hotelzimmer in den kleineren
Kugeln. Das höchste Bauwerk
Shanghais ist das Gebäude,
das mitten im Finanzdistrikt Pudong
liegt, jedoch nicht mehr. Und
auch das Jin Mao Building, das im
Stil einer chinesischen Pagode mit
88 Stockwerken über 400 Meter in
die Höhe ragt, ist vergleichsweise
niedrig. Jedenfalls wenn man es
mit dem Shanghai Tower vergleicht.
2015 fertiggestellt ragt der gewaltige
Bau sagenhafte 632 Meter in die
Höhe und ist damit der höchste Bau
Chinas. Die Aussichtsplattform liegt
auf 562 Metern und damit sieben
Meter höher als die des Burj Khalifa
in Dubai, des mit 828 Metern
höchsten Gebäudes der Welt. Ein
weiterer Bau, der sofort auffällt, ist
das Shanghai World Financial Centre,
das sich mit lediglich 492 Metern
Höhe bescheidet. New Yorker
Architekten planten das Gebäude,
das von japanischen Investoren
finanziert wurde. Als besonderes
architektonisches Highlight war
im oberen Teil ein riesiges rundes
1 Aus dem Garten der Zufriedenheit
Luftloch geplant. Das jedoch
gefiel den Chinesen überhaupt
nicht, erinnerte es sie doch zu
sehr an die japanische Flagge,
roter Kreis auf weißem Grund.
Statt an die Schrecken der Kolonialgeschichte
zu erinnern,
findet sich heute ein Rechteck
oben im Tower. Das symbolisiert
die Völkerverständigung,
macht das World Financial Centre
optisch allerdings zum überdimensionierten
Flaschenöffner. Da gibt
es doch Schlimmeres.
Einkaufen bis zum
Umfallen
Wer genug hat von atemberaubenden
Ausblicken und Sightseeing in
der erst 1990 gebildeten Sonderwirtschaftszone
Pudong, der kann
1 Im Kezhi Garden
natürlich auch shoppen ohne Ende
in Shanghai. Es gibt eine Reihe von
Malls im amerikanischen Stil mit
chinesischem Flair. Eine davon liegt
direkt beim Oriental Pearl Tower. In
der Super Brand Mall gibt es jede
Menge internationale Firmen, die
Luxusgüter anbieten. Ein großzügiger
Schnitt, jede Menge Marmor
und strahlende Lichter locken zum
Geldausgeben. Allerdings scheint
48 Das Stadtgespräch
6 Skyline mit
»Flaschenöffner«
Übermorgen
und vorgestern
zugleich – Teil II
5 Rot bringt Glück und Reichtum
5 Auch für Einheimische ist Shanghai ein beliebtes Ausflugsziel.
5 Alles frisch
1 Interessantes Essen
das Angebot auf insgesamt 13 Ebenen
vor allem chinesische Touristen
aus der Provinz zu locken, die
in erster Linie schauen und nicht
kaufen, denn die Geschäfte sind
relativ menschenleer. Das ändert
sich gewaltig, wenn man den Food
Court betritt, wo sich ein chinesisches
Restaurant an das nächste
reiht, ja regelrecht drängt. In Pudong
gibt es keine Imbisswagen
oder Essensstände und so fungiert
der Food Court nicht nur als Verpflegungsposten,
sondern auch als
Treffpunkt für sozialen Austausch.
Die Funktion der Imbissbuden haben
auch die sogenannten Convenience
Stores übernommen, also weniger
hip ausgedrückt die Tante-Emma-Läden.
Die finden sich überall
in Shanghai, sind lange geöffnet
und bieten neben allen möglichen
Haushaltgegenständen auch Getränke,
Snacks und Süßigkeiten an.
Blaue Nummernschilder
sind teuer
Ebenfalls aus dem Stadtbild nicht
wegzudenken sind die vielen Motorroller,
die bei jedem Wetter Essen
liefern. Das war bis vor wenigen
Jahren mit jeder Menge Lärm und
Gestank von den Zweitaktmotoren
verbunden. Aber heutzutage bevölkern
Elektroroller die Straßen und
auch gerne die Bürgersteige, was
den westlichen Besucher schnell
irritiert, denn man hört die Scooter
erst, wenn sie zentimeterweit an
einem vorbeirauschen. Die Stadt
bewegt sich in Riesenschritten in
Richtung Elektromobilität. Wer ein
Elektroauto kauft, erhält ein grünes
Nummernschild. Anders sieht es bei
den Verbrennern aus. Deren Besitzer
müssen ein spezielles Erlaubnisformular
beantragen und dafür
fällt eine Gebühr an. Die liegt momentan
bei rund 15.000 Dollar. Das
durchschnittliche Jahreseinkommen
der Chinesen liegt zwischen
16.000 und 25.000 Dollar im Jahr.
Das Absurde bei dieser Regelung
ist, dass aufgrund der Kosten für
ein ausländisches Auto das blaue
Nummernschild als Statussymbol
wirkt. Ohnehin unterliegen importierte
Fahrzeuge schon einem Einfuhrzoll
von 15 Prozent sowie einer
Verbrauchssteuer von bis zu 40
Prozent. Für hochpreisige Modelle
kommt eine zehnprozentige Lu-
xusabgabe noch obendrauf. China
hat zum 20. Juli 2025 die Schwelle
für Luxussteuer auf Fahrzeuge von
ehemals umgerechnet rund 156.000
Euro auf etwa 108.000 Euro gesenkt.
Das werden Mercedes, Porsche und
Co. in den nächsten Jahren wohl
deutlich merken.
Doch das muss den Besucher
Shanghais nicht interessieren. Allein
schon aus Orientierungsgründen
sollte man als westlicher Tourist in
Shanghai besser auf das Autofahren
verzichten. Die Hinweisschilder
weisen oftmals nur auf Chinesisch
durch den Straßendschungel. Auch
auf die Parkplatzsuche wird man
gerne verzichten können. Wirklich
bequem ist es, das touristische
Programm mit den zahlreichen Hopon-hop-off-Bussen
zu absolvieren.
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten
wie der Finanzdistrikt Pudong,
der Bund mit seinen Kolonialbauten
und die chinesische Altstadt q
Das Stadtgespräch
49
lassen sich so mühelos erreichen.
Vergleichsweise günstig ist auch das
Taxifahren, wobei man davon ausgehen
muss, dass die Fahrer so wenig
Englisch sprechen und lesen können
wie wir Mandarin. Daher empfiehlt
es sich, den Hotelnamen oder andere
Adressen in chinesischer Schrift
ausgedruckt mitzuführen.
Zhujiajiao – Venedig
des Ostens
Natürlich kann man sich auch
durchaus mit öffentlichen Verkehrsmitteln
bewegen. Vor allem
die Metro, deren Stationen mit einem
roten M auf weißem Grund gekennzeichnet
sind, verkehrt schnell
und pünktlich. Die Stationen werden
auch auf Englisch angesagt
und sind auch englisch beschriftet.
Das Netz ist zudem sehr weit
ausgebaut, sodass man sogar das
sogenannte Wasserdorf Zhujiajiao
per Metro erreichen kann, und das
sind immerhin 50 Kilometer vom
Zentrum Shanghais aus. Obwohl
Zhujiajiao weniger bekannt ist als
die Wasserstadt Suzhou im Norden,
die nicht mehr zum Stadtgebiet
Shanghais gehört, sollte man möglichst
früh hier aufschlagen, denn
das Venedig des Ostens ist kein
Geheimtipp mehr. Der Spitzname
kommt nicht von ungefähr.
Im historischen Teil von Zhujiajiao
sind die Wasserstraßen deutlich
breiter als die engen Gassen des Ortes.
Er liegt auf verschiedenen Inselchen,
die durch rund drei Dutzend
Steinbrücken miteinander verbunden
sind. Die Landzunge der Familie
Zhu, so die deutsche Übersetzung
des Namens, erlangte seinen Reichtum
wie Venedig durch den Handel.
Zhujiajiao wird zum ersten Mal im 3.
Jahrhundert erwähnt. Im Mittelalter,
also in Zeiten der Yuan-Dynastie, die
von 1279 bis 1368 dauerte, war der
Ort bereits ein Handelsflecken. Die
Lage zwischen den großen Städten
am Meer und dem Beginn der Seidenstraße
ließ das Städtchen zum
Umschlagplatz für Seide und auch
für Baumwolle werden. Die Baumwolle
benötigt lange frostfreie Perioden
und gut entwässerte sandige
Lehmböden, die hier, aber keineswegs
überall in China vorkommen.
Neben der Seide, die natürlich im
Inland stark nachgefragt und ebenso
ein Exportschlager war, daher der
Begriff Seidenstraße, war auch die
Baumwolle Stützfeiler der Textilindustrie
des Ortes. Als der Reisanbau
zu Beginn des 17. Jahrhunderts gefördert
wurde, profitierte Zhuli, wie
das Städtchen mittlerweile hieß,
auch davon. Zhuli heißt »Perlendorf«,
was schon im Namen auf den
Wohlstand wies.
Fantastische Gärten,
tolle Kleidung
und interessantes Essen
Vor allem im Kezhi Garden, den ein
reicher Händler erbauen ließ, lässt
sich die Gartenkunst Chinas auf eindrucksvolle
Weise bestaunen. Hinter
einem vergleichsweise bescheidenen
Eingangstor verbirgt sich
eine großzügige Anlage, die Natur
und Architektur auf harmonische
Weise kombiniert. Der internationale
Händler Ma Wenqing fügte auch
westliche Elemente nahtlos in sein
Refugium ein. Anders als viele der
ebenfalls jahrhundertealten Häuser
an den Kanälen, die zur Gasse hin
ein Geschäft und zum Kanal hin
einen Anleger hatten, wurde im
weitläufigen Kezhi Garden sogar
Landwirtschaft betrieben.
Die Handelsgüter, die man heute
in den engen Gassen des Städtchens
erwerben kann, sind im Grunde
noch immer die gleichen wie
früher, nur dass der Handel heute
natürlich anders läuft. In Zeiten der
Rückbesinnung auf die alten Traditionen
werden Kleidungsstücke wie
das chinesische Hanfu angeboten.
Das ist das älteste traditionelle Gewand,
das schon vor zweitausend
Jahren zu Zeiten der Han-Dynastie
getragen wurde. Neben Touristen
aus China interessieren sich durchaus
auch Besucherinnen vor allem
aus anderen asiatischen Ländern
für die traditionelle Kleidung, deren
Schnitt und Farbzusammensetzung
früher von der Region und dem
sozialen Status vorgegeben war.
Luftiger und leichter als enge Jeans
und ein knappes T-Shirt sind sie auf
jeden Fall. Die Haupteinkaufsstraße
ist die North Street, die einen sehr
spürbarem Kontrast zu den Malls
der Metropole Shanghai bietet. Sie
beginnt an der Fangsheng-Brücke,
6 Pudong bei Nacht
die mit ihrer Breite von sechs Metern,
den 70 Metern Länge und den
imponierenden fünf Steinbögen
nicht zu übersehen ist. Entlang der
North Street finden sich nicht nur
weitere, zum Teil noch harmonischere
Brücken, sondern vor allem
auch alles, was Herz und Magen
der Besucher erfreut. Dazu zählen
neben Kleidung und allen möglichen
Souvenirs auch Fächer in allen
Größen, Farben und Materialien,
vom kleinen Papierfächer bis zum
kunstvoll gestalteten Seidenfächer,
für den man natürlich recht tief in
die Tasche greifen muss.
Ausgesprochen günstig ist jedoch
die Verpflegung an einem der
vielen kleinen Essensstände. Eigentlich
gilt ja für Asien gerne die Maxime
»erst essen, dann fragen, was
es ist«, aber die Skorpione erkennt
man schon noch, bevor sie in die
Fritteuse gehen. Es gibt auch eine
Reihe von Restaurants, doch auch
die bieten nicht unbedingt immer
das, was westliche Gaumen erfreut.
So kann ich mich auch im feinen
Ambiente nicht für eingelegte Qualle
oder geschmorte Seegurke erwärmen.
Für die diversen Teigtaschen
allerdings schon.
Kein Gondoliere, aber
immerhin Bootsfahrten
Wer genug hat vom Besichtigen,
Shoppen und Essen sollte sich
noch ein Highlight beim Besuch
von Zhujiajiao gönnen. Die Versorgung
der Einwohner des Ortes
geschieht auch heute noch in begrenztem
Umfang vom Wasser aus.
Vor allem aber werden die Kanäle
von Booten genutzt, die Urlauber
aus dem In- und Ausland durch die
Wasserstraßen schippern. Anders
als in Venedig singen die Bootsführer
allerdings nicht. Auch sind
sie eher wortkarg, was daran liegt,
dass nur sehr wenige etwas Englisch
sprechen. Dennoch sind die
Fahrten entlang der Anleger durch
die Wassersträßchen und unter
den Brücken hindurch ein schöner
Abschluss des Besuchs dieses beschaulichen
Ortes, der so anders als
die Mega-Metropole Shanghai ist.
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Streckenprofil, Fahrzeugzustand, Alter, Zustand und Temperatur der Lithium-Ionen-Batterie) variieren.
Das Stadtgespräch
51
Engagiert, kreativ und
nachhaltig
Projektwoche am Ratsgymnasium
In der letzten Schulwoche vor den Sommerferien war am Ratsgymnasium
alles ein wenig anders als sonst: Statt Stundenplan und
Unterricht standen Kreativität, Praxis und Zukunftsfragen im Mittelpunkt.
Die drei Projekttage boten den Schülerinnen und Schülern die
Gelegenheit, sich mit Themen auseinanderzusetzen, die im regulären
Schulalltag oft zu kurz kommen.
Die sechsten Klassen beispielsweise beschäftigten sich rund um das
Thema »Bienen«. Sie bastelten Bienenhotels, backten mit Honig und bastelten
bunte Blumentöpfe. Ein Highlight war außerdem der Besuch von
Imker Uwe Sonnenberg, der sein Bienenvolk vorstellte und spannende
Einblicke in die Welt der Bienen gab.
Auch das Thema »So isst die Zukunft – Ernährung gemeinsam neu
gestalten« stieß in Klasse 5 auf große positive Resonanz. Die Schülerinnen
und Schüler entwickelten eigene, klimafreundliche Rezepte, bereiteten
diese in der Schulküche zu und hielten sie in Wort und Bild für
ein digitales Kochbuch fest.
Während ein anderes Projekt mit und für Kindergarten-Kids von der
Kita nebenan kochte, widmete sich eine Gruppe aus Klasse zehn im Zusammenhang
mit den UN-Nachhaltigkeitszielen (SDGs) dem Vorsatz »Kein
Hunger«. Die Jugendlichen verkauften an der Schule selbstgebackene Crêpes
und spendeten den Erlös in Höhe von 140 Euro an die Gütersloher Tafel.
Die Palette an Projekten hätte vielfältiger nicht sein können. Es wurden
Teleskope gebaut und – wenn das Wetter es zuließ – erste Sternbeobachtungen
gewagt. Im Projekt »Unsere Schule der Zukunft« entstanden
1 Der grüne Daumen: Mit Biologie-Lehrerin Eva Frischke (2. v. r.) haben Fünftklässler
im Rahmen der Projektwoche Blühstreifen angelegt und die Beete des Unterstufengebäudes
in Schuss gebracht.
Foto: Sören Voss/Ratsgymnasium
mit viel Fantasie, Bastelmaterial und Vorstellungskraft in Schuhkartons
Miniaturmodelle von Schulen, wie sie sich Schülerinnen und Schüler in der
Zukunft wünschen: nachhaltig gebaut, digital ausgestattet, offen für neue
Lernformen und mit viel Raum für Mitbestimmung und Gemeinschaft.
»Besonders im Unterstufenhaus war die Stimmung bestens. Es war
schön zu sehen, wie sich die Kids auf die Projekte eingelassen haben«, freute
sich Organisatorin Tanja Rolle-Sichau. Obwohl einige Projekte ihr Programm
aufgrund eines Einbruchs im Hauptgebäude der Schule kürzen mussten,
lobte Rolle-Sichau die entstandenen Produkte: »Die gesamten Projekttage
haben gezeigt, wie wichtig es ist, Raum für solche Erfahrungen zu schaffen«.
Parallel zu den Projekten fanden unter der Leitung der Schüler Lina
Bazijanec, Moritz Beckmann und Laurin Kardinal außerdem Erste-Hilfe-Schulungen
statt, um möglichst viele Mitglieder der Schulgemeinde
mit den wichtigsten Maßnahmen vertraut zu machen. Das Ratsgymnasium
kommt damit dem Erlass des Landes zuvor, der Reanimations-Unterricht
in den Klassen sieben bis neun ab dem kommenden Schuljahr
als verpflichtend auf den Stundenplan setzt.
Foto: Caritas Gütersloh
1 Sie sind seit mehr als 15 Jahren die Elternschule: Mehr als 40 Bildungs- und
Beratungseinrichtungen für Kinder, Eltern und Familien stellen jedes Halbjahr ein
umfangreiches Programm in Rheda-Wiedenbrück und Langenberg auf die Beine.
Das neue Programm der
Elternschule ist online
Krabbelgruppen, Infoabende, Eltern-Kind-Turnen, Spiele, Flohmärkte
und vieles mehr: Insgesamt mehr als 370 Angebote für Eltern und
Familien können Interessierte ab sofort im neuen Programm der Elternschule
entdecken. Das Programm für das zweite Halbjahr 2025 wurde
jetzt bei einem Treffen der Kooperationspartner im Haus der Caritas in
Rheda-Wiedenbrück vorgestellt.
Die Auswahl ist bunt und abwechslungsreich. Bewährte Veranstaltungen
und Kurse sind ebenso dabei wie ganz neue Angebote. So finden
Eltern traditionell im Programm für das zweite Halbjahr auch eine
Übersicht über alle Tage der offenen Tür der Schulen sowie verschiedene
Kennenlernmöglichkeiten der örtlichen Kindertageseinrichtungen. Zu
den Besonderheiten des Programms gehören dieses Mal Angebote mit
der Rettungshundestaffel und Onlineveranstaltungen zur Ernährung
mit Kindern wie »Ich will Nudeln mit Ketchup«.
Bei dem Treffen blickten die Verantwortlichen auch zurück auf das
vergangene Halbjahr. »Besonders stolz sind wir dabei auf eine geringe
Ausfallquote bei den Angeboten«, erklärt Birgit Kaupmann, Fachbereichsleitung
Familie beim Caritasverband für den Kreis Gütersloh.
»Seit Jahren finden von den gemeldeten Angeboten durchschnittlich
90 % statt. Und das in Zeiten, wo die Verbindlichkeit der Menschen
gefühlt abnimmt und die Termindichte eher steigt. Das zeigt, dass die
Kooperationspartner bei der Veranstaltungsplanung ganz nah an den
Bedürfnissen der Eltern sind.«
Die Elternschule ist ein gemeinsames Projekt der Caritas, der Bürgerstiftung
Rheda-Wiedenbrück, der Stadt Rheda-Wiedenbrück, der Gemeinde
Langenberg und des Kreises Gütersloh, die hierfür eng mit mehr
als 40 Kinder- und Bildungseinrichtungen der Region zusammenarbeiten.
Das komplette Programm gibt es unter www.elternschule-rhwd.de
oder unter www.chancenportal-rhwd.de.
52 Das Stadtgespräch
CDU-Ortsunion Lintel
informiert
Wichtiger Impuls für die Dorfentwicklung:
Waldsiedlung Ost
Die CDU-Ortsunion Lintel hat zu einer Informationsveranstaltung zur
geplanten Erweiterung der Waldsiedlung Ost eingeladen und damit zahlreiche
interessierte Bürgerinnen und Bürger erreicht. Im Mittelpunkt
der Veranstaltung stand der inzwischen rechtskräftige Bebauungsplan,
der den Weg für ein neues Baugebiet im Osten Lintels frei macht. Die
CDU-Ortsunion hatte sich über viele Jahre hinweg intensiv für dieses
Projekt eingesetzt.
Der Vorsitzende der Ortsunion, Johannes Deittert, zeigte sich hocherfreut
über die rege Beteiligung: »Es ist ein bedeutender Schritt für die
zukünftige Entwicklung unseres Dorfes. Wir freuen uns sehr, dass so
viele Menschen sich heute über die Pläne informieren und aktiv mitdiskutieren
wollen«. Deittert unterstrich das langfristige Engagement der
Ortsunion, die sich kontinuierlich für die Schaffung von neuem Wohnraum
und eine nachhaltige Entwicklung Lintels stark gemacht habe.
Ratsherr Frank Schürmann ging insbesondere auf die Vermarktung der
1 Die CDU bleibt bei der Entwicklung Lintels am Ball.
neuen Baugrundstücke ein: »Wir stehen in engem Austausch mit der
Verwaltung, um die Vermarktung zügig und transparent voranzutreiben«.
Bürgermeister Theo Mettenborg unterstrich, dass die Stadt mit dem
neuen Baugebiet ein klares Zeichen für die Zukunftsfähigkeit von Lintel
setzt. »Die Stadtgesellschaft und die Verwaltung verfolgen das gemeinsame
Ziel, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und jungen Familien wie
auch Rückkehrern eine Perspektive in ihrer Heimat zu bieten«.
Weitere Informationen dazu sind auf der Webseite der Stadt abrufbar.
1 Der professionelle Clown »Monsieur Moma« hatte besonders bei den Kleinen ein
Stein im Brett.
Ein fröhliches Jubiläumsfest
für Groß und Klein
35 Jahre DRK-Kita Budenzauber
Am ersten Wochenende im August herrschte auf dem weitläufigen
Freigelände der DRK-Kita Budenzauber beste Stimmung.
Anlass war das 35-jährige Jubiläum der Einrichtung, zu dem
Kinder, Eltern, Mitarbeitende und zahlreiche Gäste gekommen waren.
Die Feier begann mit einer herzlichen Begrüßung durch die stellvertretende
Kita-Leiterin Jaqueline Richter, gefolgt von einem fröhlichen
Kreistanz, an dem sich viele Beteiligte anschlossen. Für das leibliche
Wohl sorgten die Eltern: Sie brachten selbstgebackene Kuchen mit und
betrieben eine liebevoll gestaltete Cafeteria. Der Kindergarten bereitete
den Kindern zusätzlich eine Freude und spendierte jedem ein Eis.
Für leuchtende Augen bei den Kleinsten sorgte der Auftritt eines Clowns
»Monsieur Moma«, bekannt aus dem Paderborner Weihnachtszirkus. Er
verbreitete mit seinen spontanen Auftritten viel Gelächter und gute Laune.
Auch offizielle Gratulanten waren vor Ort: Der stellvertretende Bürgermeister
Georg Effertz sowie der Vorstand des heimischen DRK, vertreten
durch die Vorsitzende Marissa Fürstin Tecklenburg-Bentheim sowie
die stellvertretenden Vorsitzenden Johannes Granas und Franz Westhoff
würdigten die engagierte Arbeit des Kita-Teams. Granas blickte in seiner
Ansprache auf die vergangenen 35 Jahre zurück und hob die Bedeutung
der Einrichtung für die Stadt hervor. Die Einrichtung ist auf zwei Standorten
verteilt. Außer den jeweils zwei Gruppen im 35 Jahre alten Altbau gibt
es den vor fünf Jahren eröffneten, räumlich davon getrennten Neubau.
Vorübergehend gab es bis vor kurzem mit der Zauberbude eine fünfte
Gruppe im ehemaligen DRK-Heim am Ostring. Für die Dependance bestand
nunmehr nach einem fünfjährigen Betrieb kein Bedarf mehr. Der
Gründung von Budenzauber voraus begann 1993 in den Räumen des
Altbaus der Aufbau der DRK-Kita »Abenteuerland«. Als »Abenteuerland«
nach zwei Jahren in ihre eigenen Räume an der Siechenstraße umziehen
konnte, eröffnete das DRK aufgrund des Bedarfs die Kita »Budenzauber«.
Mit guter Musik, fröhlichen Gesprächen und vielen lachenden Gesichtern
ging ein gelungenes Jubiläumsfest zu Ende – ein Tag, der allen
in schöner Erinnerung bleiben wird.
Kem
2 Bunter Kreistanz zum Auftakt:
Kinder, Eltern und Gäste feierten
gemeinsam das 35-jährige
Bestehen der DRK-Kita Budenzauber.
Das Stadtgespräch
53
Ein rollstuhlgerechtes
Auto für Ella
und ihre Familie
Den Wunsch nach mehr Mobilität und Teilhabe hat Aktion Kinderträume
der sechsjährigen Ella Teske und ihrer Familie mit der
Bereitstellung eines rollstuhlgerechten Mercedes-Transporters
erfüllt. Damit werden die täglichen Hürden für die Eltern des Mädchens,
das aufgrund einer pränatalen Hirnblutung seit seiner Geburt rund um
die Uhr auf Hilfe angewiesen ist, etwas kleiner. Möglich geworden ist
die Anschaffung auch dank der Unterstützung von Dr. Susanne und Dr.
Jan Schepers aus Rheda-Wiedenbrück.
Ella kann wegen der schweren Hirnschädigung weder selbstständig
sitzen noch laufen, leidet außerdem unter Epilepsie sowie starken Spastiken.
Trotz ihrer Einschränkungen ist sie ein fröhliches Kind, das Musik
liebt und gerne mit ihrer älteren Schwester spielt. Gleichwohl ist der
1 Zum richtigen Zeitpunkt hat Familie Teske den rollstuhlgerechten Mercedes in Empfang nehmen dürfen:
(v. l.) Marc Birkenhake (Beresa Gütersloh), Melina Monkenbusch (Premium Food Group), Chiara Quandt
und Silke Michael (beide Aktion Kinderträume), Larissa und Lia Teske, Margit Tönnies, Ella und Dietrich Teske
sowie Dr. Susanne und Dr. Jan Schepers.
Alltag der Teskes geprägt von großen Herausforderungen. Insbesondere
der Transport von Ella zu Ärzten, Therapeuten und Freizeitaktivitäten
bereitete zuletzt zunehmend Probleme. Das bisherige Familienauto war
den wachsenden Anforderungen schon lange nicht mehr gewachsen, der
Kauf eines anderen Wagens in Anbetracht des begrenzten finanziellen
Spielraums undenkbar.
Mit Blick auf Ellas bevorstehende Einschulung kommt der umgebaute
Mercedes Citan im Wert von 38.200 Euro, für den Aktion Kinderträume
die Kosten übernommen hat, zum richtigen Zeitpunkt. Einen besonderen
Beitrag leistete das Ehepaar Dr. Susanne und Dr. Jan Schepers.
Anlässlich ihres Sommerfests hatten die Tierärzte aus Rheda-Wiedenbrück
auf Geschenke verzichtet und stattdessen zu Spenden für Aktion
Kinderträume aufgerufen. Dabei waren 5750 Euro zusammengekommen,
die direkt in die Finanzierung des Fahrzeugs flossen.
»Wir danken dem Ehepaar Schepers und allen Gästen des Sommerfests
herzlich für ihre Unterstützung«, sagte Margit Tönnies, Schirmherrin
von Aktion Kinderträume, bei der Fahrzeugübergabe. »Diese
großzügige Hilfe sichert Ella die erforderliche Mobilität als zwingend
erforderliche Voraussetzung von Inklusion und Teilhabe.«
Weitere Infos unter www.aktion-kindertraeume.de.
Taktiler Pultaufsteller
am inklusiven Spielplatz
Flora Westfalica
Der inklusive Spielbereich an der Mittelhegge im Flora-Westfalica-Park
ist nun komplett. Neben den neuen Geräten, die ein
gemeinsames Spielen aller Kinder ermöglichen, ist jetzt eine
taktiler Pultaufsteller hinzugekommen. Dieser hilft blinden und sehbehinderten
Menschen, sich auf dem Spielplatz zurechtzufinden.
1 Parkleiterin Elisabeth Dübjohann freut sich sichtlich über den taktilen Pultaufsteller.
54
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Das Stadtgespräch
Übernahme der
Geschäftsführung
Ein neues Kapitel für winklerswurst GmbH & Co. KG
Mit einer Mischung aus Dankbarkeit und Stolz blickt das Team
von winklerswurst auf zwei Jahrzehnte erfolgreicher Unternehmensgeschichte
unter der Leitung von Klaus und Teresa
Winkler zurück. Sie haben das Unternehmen mit viel Engagement,
Innovationskraft und einer gelebten familiären Unternehmenskultur
maßgeblich geprägt.
Nun beginnt ein weiteres Kapitel: Am 1. Oktober 2025 übernehmen
Tom Krasselt und Daniel Vlasak das Ruder. Die beiden erfahrenen Branchenkenner
aus der Lebensmittelindustrie bringen frische Ideen, fundiertes
Know-how und eine klare Vision für die Zukunft mit. Ziel ist es,
winklerswurst strategisch weiterzuentwickeln, die Markenbekanntheit
auszubauen und neue Märkte zu erschließen – ohne dabei die gelebten
Werte des Familienunternehmens aus den Augen zu verlieren.
Das Unternehmen mit Sitz im Industriegebiet Rheda (Bosfelder
Weg) bleibt der Region weiterhin verbunden. Auf dem 6.000 m² großen
Betriebsgelände produzieren rund 50 Mitarbeitende hochwertige
siebenbürgische und rumänische Spezialitäten, vorwiegend Grill- und
Wurstwaren. Der Vertrieb erfolgt über E-Commerce, Großhandel sowie
eine 400 m² große Direktverkaufsfläche vor Ort.
Klaus und Teresa Winkler werden dem Unternehmen auch nach der
Übergabe zur Seite stehen und den Generationswechsel aktiv begleiten.
Ihr Dank gilt allen Mitarbeitenden, Kunden und Partnern für die
langjährige Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen.
1 (V. l.) Klaus und Teresa Winkler mit dem neuen Leitungsteam von winklerswurst,
Tom Krasselt und Daniel Vlasak
Mit dem anstehenden Generationswechsel beweist winklerswurst,
dass Tradition und Innovation kein Widerspruch sind – sondern die
Grundlage für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft als verlässlicher
Partner in der Branche.
Daimlerstraße 12 · 33378 Rheda-Wiedenbrück · Tel. 05242/985900
E-Mail: info@winklerswurst.de · www.winklerswurst.de
»Woche der Begegnung«
bringt Caritas-
Tagespflegen zusammen
Ein starkes Zeichen für Gemeinschaft und Miteinander haben die Caritas-Tagespflegen
in Rheda, Wiedenbrück und Clarholz gesetzt: Mit der
erstmals durchgeführten »Woche der Begegnung« luden sie ihre Gäste
zu gemeinsamen Aktivitäten ein.
An zwei Tagen war die Tagespflege Wiedenbrück voller Leben: Am
Mittwoch besuchte die Tagespflege Rheda die Einrichtung. Höhepunkt
war der Überraschungsgast Pony Kiki vom »Westerntraining Blue Eyes«.
Die Gäste konnten das Tier streicheln, striegeln und so hautnah erleben.
Im Anschluss stärkten sich alle bei Bratwürstchen vom Grill und selbstgemachtem
Kartoffelsalat.
Am 11. September kamen die Gäste der Tagespflege Clarholz nach
Wiedenbrück. Gemeinsam wurde Cross Boccia gespielt, gelacht und
angefeuert. Auch hier klang der Tag beim gemütlichen Grillen aus.
»Uns war wichtig, dass unsere Gäste die Chance bekommen, auch
einmal Menschen aus den anderen Tagespflegen kennenzulernen. Dabei
geht es nicht nur um schöne gemeinsame Erlebnisse, sondern auch darum,
gesellschaftliche Unterschiede und alte Trennlinien – etwa zwischen
Rheda und Wiedenbrück – spielerisch zu überwinden«, erklärt Sarah
Lüke, Pflegedienstleitung der Tagespflegen Clarholz und Wiedenbrück.
»Die Gäste entdeckten so im Gespräch, dass es viele Überschneidungen
bei Erinnerungen oder Menschen, die man kennt, gibt. Auf einmal
hat man mit einem fremden Menschen vieles gemeinsam.« Ihr Kollege
Thomas Plugge, Pflegedienstleitung der Tagespflege Rheda, ergänzt:
»Einsamkeit ist ein großes Thema im Alter. Mit der Woche der Begegnung
wollten wir zeigen, wie wertvoll es ist, Kontakte zu knüpfen, gemeinsam
zu lachen und Geschichten auszutauschen. Gemeinschaftserlebnisse
wie diese sind die beste Vorbeugung gegen Vereinsamung.«
Auch die Gäste zeigten sich begeistert: »Ach wissen Sie, früher hat
man immer gesagt: Die aus Rheda
und die aus Wiedenbrück... Aber
heute, wenn wir zusammen feiern,
dann spürt man nur Freude.
Für uns ist es besonders schön,
andere Gesichter zu sehen und
miteinander zu lachen«, so eine
Teilnehmerin.
Aufgrund der positiven Resonanz
soll die »Woche der Begegnung«
keine einmalige Aktion
bleiben. Die Caritas-Tagespflegen
planen bereits weitere gemeinsame
Veranstaltungen.
1 Tierischer Besuch in der Tagespflege
Das Stadtgespräch
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55
während der Bauarbeiten auf 58 Plätze. Die Bewohnerinnen
und Bewohner des jeweils von
Bauarbeiten betroffenen Gebäudeteils verlegte
die Einrichtung auf andere Flure. Damit die Seniorinnen
und Senioren ungestört wohnen und
leben konnten, nutzten die Handwerker einen
eigenen Eingang. So war das Bautreppenhaus
klar vom Wohnbereich getrennt – Lärm und
Schmutz blieben draußen. Ab Mitte September
2025 ist der zuletzt fertig gestellte grüne
Gebäudeteil nun bezugsfertig.
Der Verbund katholischer Altenhilfe
Paderborn e. V. (VKA) hat den Umbau
seiner Einrichtung St. Aegidius
Rheda-Wiedenbrück Pflege + Wohnen fertig
gestellt. Zum Abschluss der Bauarbeiten lud
der Verbund am 5. September 2025 zu einem
kleinen Empfang ein. Pfarrdechant Reinhard
Edeler segnete die Einrichtung in der Hauskapelle.
Die stationäre Einrichtung bietet ab
sofort drei moderne Wohntrakte mit insgesamt
98 Einzelzimmern, größere Gemeinschaftsflächen
und offen gestaltete Wohn- und Esszimmerbereiche.
Hauptziel: Mehr Einzelzimmer
Die Umbauarbeiten des gesamten Hauses
nach den Entwürfen des Architekturbüros
Steinke + Zils aus Marl dauerten von Mai 2023
bis Juli 2025. Im ersten Bauabschnitt wurde
der rote Gebäudeteil umgebaut, im zweiten
und dritten Bauabschnitt folgten der gelbe
und grüne Teil sowie der Aufenthaltsbereich
im Erdgeschoss. »Nach zwei Jahren Bauzeit
sind wir dankbar, dass wir allen Bewohnerinnen
und Bewohnern im St. Aegidius wieder
ein schönes Zuhause anbieten können. Es
war eine spannende Zeit, die der Einrichtung
nach ihrem Abschluss eine neue Perspektive
eröffnet«, erklärt Marek Konietzny, Sprecher
der Geschäftsführung im VKA. »Durch den
Umbau können wir ab sofort 98 Einzelzimmer
mit mehr Privatsphäre anbieten«, erläutert er
das Hauptziel der Baumaßnahme. Zuvor waren
es 66 Einzelzimmer und 16 Doppelzimmer.
1 (V. l.) Marco Beuermann (ev. Pfarrer der Gemeinde Wiedenbrück), Alexander
Hannig-Prüße (Finanz- und Investitionsmanagement im VKA), Jürgen Mertes
(Einrichtungsleitung St. Aegidius Rheda-Wiedenbrück Pflege + Wohnen),
Marek Konietzny (Sprecher der Geschäftsführung im VKA), Reinhard Edeler
(Pfarrdechant Wiedenbrück), Gudrun Bauer (stv. Bürgermeisterin) Foto: VKA
St. Aegidius Rheda- Wiedenbrück
Pflege + Wohnen erstrahlt
in neuem Glanz
»Neben dem Umbau haben wir verschiedene
Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt
und die Einrichtung auf ein modernes Niveau
gehoben«, ergänzt Alexander Hannig-Prüße,
Finanz- und Investitionsmanagement im VKA.
So wurde der Aufenthaltsbereich im Erdgeschoss
umgestaltet und u. a. der Bodenbelag
überarbeitet. Neu angelegt und vergrößert
wurden auch die Wohnküchen, die von den
Bewohnerinnen und Bewohnern gerne für
Gemeinschaftsaktivitäten wie z. B. Backen genutzt
werden. Neue Beleuchtungssysteme in
den Fluren und in der Cafeteria sorgen außerdem
für eine angenehme Grundbeleuchtung.
»Dank des Wohngruppen-Konzepts laden
außerdem viele Nischen und Wohnbereiche
zum Verweilen ein«, führt er aus. Am 26. August
fand die offizielle Abnahme des Umbaus
durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe
(LWL) und die Heimaufsicht des Kreises Gütersloh
(WTG Behörde) statt.
Logistische Herausforderung
Die Sanierung im laufenden Betrieb war eine
logistische Herausforderung. »Wir haben gefühlt
tausend Gespräche geführt und Tonnen
an Möbeln bewegt«, blickt Jürgen Mertes, Einrichtungsleitung
St. Aegidius Rheda-Wiedenbrück
Pflege + Wohnen zurück. »Jetzt freuen
wir uns über das schöne Ergebnis. Mein großer
Dank geht an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
welche die Herausforderung engagiert
und mit guter Laune gemeistert haben«.
Dazu zählt z. B. die Reduzierung der Belegung
Verstärkung gesucht
St. Aegidius ist eine moderne und angesehene
stationäre Einrichtung, die nach dem
Umbau das Team verstärken möchte. »Wir
laden herzlich zu einem Bewerbertag am 18.
September 2025 von 17.00 bis 20.00 Uhr ein.
Hier können Interessierte unsere Einrichtung
in entspannter Atmosphäre kennenlernen, mit
uns ins Gespräch kommen und mehr über ihre
Entwicklungsmöglichkeiten bei uns erfahren«,
erklärt Mertes.
Die modernisierte Einrichtung im
Überblick:
· 98 Einzelzimmer – vorher 66 Einzelzimmer
und 16 Doppelzimmer
· Wohngruppenkonzept löst Wohnbereiche ab
· drei Wohntrakte: roter Flügel (zwei Etagen),
gelber Flügel (zwei Etagen), grüner Flügel (drei
Etagen)
· ein tatkräftiges Arbeitsumfeld mit Herz und
Hand, anpackend und humorvoll, in dem die
Verbundenheit mit den Bewohnerinnen und
Bewohnern spürbar ist
Über den Verbund katholischer
Altenhilfe Paderborn e. V.
Der Verbund katholischer Altenhilfe Paderborn
e. V. ist mit seinen stationären Einrichtungen,
sowie teilstationären Einrichtungen, Wohngemeinschaften
und mobilen Pflegediensten
ein moderner Komplexanbieter im Erzbistum
Paderborn. Unser Erfolg liegt in der regionalen
Vernetzung, in der Nutzung der Synergien
im Verbund und in der Qualifizierung unserer
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – zum Wohle
der uns anvertrauten Menschen.
Zum Verbund katholischer Altenhilfe
Paderborn e.V. gehören:
· VKA St. Josef gGmbH, Region Gütersloh und
Ruhrgebiet
· VKA St. Liborius gGmbH, Region Bielefeld
· Marienheim gGmbH, Region Paderborn
· VKA Service gGmbH
56
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Das Stadtgespräch
Kreissparkasse
Halle-
Wiedenbrück
begrüßt
15 neue Azubis
Sechs sind ehemalige
Praktikantinnen und
Praktikanten
Zum 1. September haben 13 Auszubildende
ihre berufliche Laufbahn bei
der Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück
eingeschlagen. Der Vorstand begrüßt
die zukünftigen Bankkaufleute sowie zwei
weitere Azubis als Kauffrau für Büromanagement
und Fachinformatiker für Systemintegration,
die bereits zum 1. August ihre Ausbildung
begonnen haben.
»Wähle einen Beruf, den du liebst und du
wirst keinen einzigen Tag Arbeit haben im
Leben«, zitiert der stellvertretende Vorstandsvorsitzende
Henning Bauer Konfuzius zur
Begrüßung der neuen Auszubildenden. »Ihr
beginnt genau zur richtigen Zeit bei uns«,
stimmt er die jungen Leute auf die kommenden
Jahre ein. »Mit eurem technischen
Verständnis bringt ihr wichtige Kompetenzen
mit, um euch aktiv in ein vielfältiges Aufgabenfeld
einzubringen und eure Zukunft bei
uns aktiv mitzugestalten.«
Mit Jasmin Lindenmeier startet nun
schon zum zweiten Mal eine Auszubildende
als Kauffrau für Büromanagement. Die
zukünftigen Bankkaufleute sind Silas Leßmann,
Marieke Zimmermann, Lea Kalmár,
Gabriel Altay, Tyler Schulz, Manuel Aslan,
1 Der stv. Vorstandsvorsitzende Henning Bauer (l.), Ausbildungsleiterin Sabrina Henneke und Trainee Personal Franziska
Lohnherr (r.) begrüßen den neuen Ausbildungsjahrgang der Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück: (v. l.) Marcello
Moustakas, Julia-Michelle Marth, Josephine Dreyer, Nils Brinkmann, Emelie Klamann, Silas Leßmann, Tyler Schulz,
Mia Johannliemke, Ruben Tom Landwehr, Manuel Schojan, Gabriel Altay, Manuel Aslan, Lea Kalmár und Marieke
Zimmermann. (Es fehlt Jasmin Lindenmeier.)
Mia Johannliemke, Ruben Tom Landwehr,
Manuel Schojan, Julia-Michelle Marth,
Marcello Moustakas, Josephine Dreyer und
Emelie Klamann. Nils Brinkmann beginnt
seine Ausbildung zum Fachinformatiker für
System integration.
Die neuen Azubis starten mit spannenden
WelcomeDays: Von gemeinsamen Kennlernspielen
über die Einführung in Themen
wie Geldwäsche, Bankgeheimnis und Co. bis
hin zu einer BeratungsCenter-Tour warteten
viele neue Eindrücke auf die jungen Auszubildenden.
Ab dem 8. September beginnt dann
die praktische Phase: Die Azubis haben ihre
ersten Einsätze in den BeratungsCentern der
Kreissparkasse sowie in den internen Bereichen.
»Es bieten sich viele Möglichkeiten, eigene
Ideen zu entwickeln und diese gemeinsam
mit dem Team der Kreissparkasse umzusetzen«,
verspricht Ausbildungsleiterin Sabrina
Henneke und fügt hinzu: »In der Ausbildung
werdet ihr viel erleben und euch ständig persönlich
und fachlich weiterentwickeln. Heute
ist der erste Schritt in eine aufregende Zeit!«
Informationen über die Bewerbungsmöglichkeiten
zu den Themen Ausbildung,
Duales Studium, Praktikum und Berufsfelderkundung
erteilt Sabrina Henneke unter
Telefon 05242/599-3245. Ebenfalls bieten ein
Besuch der Internetfiliale www.kskhwd.de/
karriere und der Instagram Seite @kskhallewiedenbrueck
spannende Einblicke hinter
die Kulissen.
Feiern wie damals – Early-Bird- Revival am 11. Oktober!
Das legendäre »Early Bird« erwacht für eine
Nacht zu neuem Leben! Am Samstag, dem
11. Oktober, steigt die »Early-Bird-Revival 10.0
Party« – ein Abend voller Nostalgie, Tanz und
echter Disco-Atmosphäre.
Alle, die das »Early Bird« noch aus alten Zeiten
kennen, dürfen sich auf ein unvergessliches
Revival freuen: ein Abend mit den größten Hits
der 70er- und 80er-Jahre – Musik, die Generationen
geprägt hat und auch heute noch
begeistert. Weg von monotonem Techno und
elektronischem Einheits-Sound – hier gibt’s
echte Klassiker zum Feiern!
Das Besondere: Ihr bestimmt den Sound
des Abends! Der DJ legt eure Wunschtitel auf
und bringt den Plattenteller zum Glühen – ganz
wie früher.
Unvergessen bleibt: Nach einer Kneipentour
durch die Rheda-Wiedenbrücker Innenstadt
oder einer Geburtstagsparty führte der
Weg für viele direkt ins »Early« – ob zum Tanzen,
Rocken oder einfach nur, um eine gute Zeit
zu haben. Das solltet ihr also nicht verpassen!
Trefft alte Freunde wieder, stoßt gemeinsam
an und feiert die Nacht wie damals.
Eintritt frei von 21.00 bis 22.00 Uhr, Gratis-Prosecco
für alle Ladies zur Begrüßung!
Wo? DANCE-Club, Lippstädter Straße 125,
Rheda-Wiedenbrück – die Kultstätte schlechthin!
Das Stadtgespräch
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57
Änderungen zur
Thesaurierungsbegünstigung
von nicht
entnommenen Gewinnen
nach § 34a EStG
Die Thesaurierungsbegünstigung
nach § 34a EStG ist
insbesondere für Unternehmer
interessant, die mit ihrem
Einkommen dem Spitzensteuersatz
unterliegen. Die Komplexität
des Gesetzestextes hat jedoch in
der Vergangenheit dazu geführt,
dass die Norm häufig nicht angewendet
wurde.
Die Regelung ermöglicht es
Einzelunternehmern und Mitunternehmern
nicht entnommene
Gewinne mit einem ermäßigten
Steuersatz von 28,25 % (zzgl. Solidaritätszuschlag
und ggf. Kirchensteuer)
zu versteuern, anstelle des
regulären, meist höheren persönlichen
Einkommensteuersatzes
von bis zu 45 %. Das bedeutet:
Gewinne, die im Unternehmen
verbleiben und nicht entnommen
werden, werden steuerlich begünstig.
Wird der thesaurierte Gewinn
später doch entnommen, muss
jedoch eine Nachversteuerung mit
einem Steuersatz von 25 % erfolgen.
Dadurch wird sichergestellt,
dass insgesamt nicht weniger
Steuern gezahlt werden als beim
regulären Einkommensteuertarif,
aber die Steuerzahlung wird zeitlich
gestreckt.
Die Finanzverwaltung hat mit
Schreiben vom 12. März 2025 eine
überarbeitete Fassung der Anwendungsregelungen
zur Thesaurierungsbegünstigung
veröffentlicht.
Mit Einführung des Wachstumschancengesetzes
hat sich die Definition
des »nicht entnommenen
Gewinns« maßgeblich geändert.
Diese Änderungen wirken sich positiv
auf die Rahmenbedingungen
thesaurierter Gewinne aus und sind
daher ausdrücklich zu begrüßen.
Der nicht entnommene Gewinne
wird nun nicht nur durch Abzug
des positiven Saldos aus Entnahmen
und Einlagen vom Steuerbilanzgewinn
ermittelt, sondern die
im Wirtschaftsjahr nicht gewinnmindernd
zu berücksichtigende
Gewerbesteuer ist hinzuzurechnen.
1 Finja Both
Zudem bleiben die Beträge, die zur
Zahlung der Einkommensteuer und
des Solidaritätszuschlags für den
Begünstigungsbetrag entnommen
werden, außer Ansatz. Diese außer
Ansatz bleibenden Entnahmen berechnen
sich anhand des ermittelten
nicht entnommenen Gewinns
vor Anwendung der »außer Ansatz
bleibenden Entnahmen«. Hierzu
ein Beispiel:
Unternehmer A erzielt einen
Steuerbilanzgewinn von 200 TEUR.
Im Wirtschaftsjahr wurde Gewerbesteuer
von 40 TEUR gewinnmindernd
berücksichtigt. A hat Entnahmen
von 60 TEUR und keine Einlagen
geleistet. Der vorläufige nicht
entnommene Gewinn beträgt somit
180 TEUR (200 TEUR + 40 TEUR
– 60 TEUR). Die auf diesen nicht
entnommenen Gewinn maximal
zu zahlende Einkommensteuer beträgt
28,25 % von 180 TEUR = 50,85
TEUR und der Solidaritätszuschlag
beträgt 5,5 % von 50,85 TEUR =
2,8 TEUR. Der nicht entnommene
Gewinn für A beträgt somit 233,65
TEUR (vorl. nicht entnommener
Gewinn 180 TEUR + Entnahme für
Steuerzahlung 53,65 TEUR) und
kann in diesem Umfang zur Anwendung
des ermäßigten Steuersatzes
genutzt werden.
Im Umkehrschluss bleibt durch
den niedrigeren Steuersatz ein höherer
Anteil des Gewinns im Unternehmen
und kann unter anderem
für erforderliche Investitionen genutzt
werden.
Diese Änderungen dienen
dazu, dass nun der angestrebte
ermäßigte Tarif von 28,25 % tatsächlich
annähernd erreicht wird.
Festzuhalten ist, dass es sich hierbei
nicht um ein Steuergeschenk,
sondern lediglich um eine zeitlich
gestreckte Steuerzahlung handelt.
Ob eine Inanspruchnahme
der Thesaurierungsbegünstigung
nach § 34a EStG für den einzelnen
Unternehmer sinnvoll ist hängt
von verschiedenen Faktoren ab.
Finja Both
Die Autorin ist Steuerberaterin
der Kanzlei Wortmann & Partner
PartGmbB, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft,
Rheda-Wiedenbrück
Expertentipp: Immobilien
als stabile Säule
der Altersvorsorge
Die eigene Immobilie oder vermieteter
Wohnraum gelten
als klassische Bausteine der privaten
Altersvorsorge – und das aus
gutem Grund. In Zeiten unsicherer
Rentenprognosen und niedriger
Zinsen bieten Immobilien eine
wertbeständige Möglichkeit, für
das Alter vorzusorgen. Sie kombinieren
Inflationsschutz, potenzielle
Wertsteigerung und regelmäßige
Einnahmen aus Mieten.
Der Schlüssel zum Erfolg liegt
jedoch in der richtigen Strategie.
Wer Immobilien als Altersvorsorge
nutzen möchte, sollte langfristig
planen und wichtige Faktoren beachten:
Die Lage des Objekts ist
entscheidend. Städte mit wachsender
Bevölkerung, guter Infrastruktur
und wirtschaftlicher Stabilität
bieten meist die besten Perspektiven.
Auch die Objektqualität spielt
eine zentrale Rolle – energetische
Sanierungsbedürftigkeit oder hoher
Renovierungsaufwand können
die Rendite schmälern.
Viele Investoren setzen zunächst
auf vermietete Immobilien
zur Kapitalanlage. Diese generieren
laufende Einnahmen, die teils zur
Finanzierung genutzt werden können.
Im Ruhestand bietet sich dann
die Möglichkeit, die Immobilie
selbst zu nutzen oder weiterhin von
den Mieteinnahmen zu profitieren.
Für Eigennutzer gilt: Wer früh
eine altersgerechte Immobilie erwirbt
oder sein Haus rechtzeitig
barrierefrei umbaut, spart im Alter
nicht nur Mietkosten, sondern
erhöht die eigene Lebensqualität
erheblich.
1 Manuela Dreier, Immobilienberaterin
SKW Haus & Grund Immobilien GmbH
Unser Tipp: Lassen Sie sich
frühzeitig von den Experten der
SKW Haus & Grund Immobilien
GmbH beraten – sowohl in finanzieller
als auch in baulicher Hinsicht.
So vermeiden Sie Fallstricke und
machen Ihre Immobilie zur verlässlichen
Säule Ihrer Altersvorsorge.
58
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Das Stadtgespräch
Einen alten Baum
verpflanzt man nicht
Die Senioren bleiben dort, wo sie sich am wohlsten
fühlen – nur die Betreuung24 zieht um!
Kennen Sie das, wenn Sie als pflegebedürftige
Person oder als sorgender Angehöriger im
Alltag an die Grenzen stoßen? Holen Sie
sich eine helfende Hand ins Haus und nutzen
Sie die Möglichkeit der Entlastung.
Das Team der Betreuung 24 vermittelt seit
über 14 Jahren zuverlässige Mitarbeiter aus der
Ost-EU zu fairen Arbeitsbedingungen für die
Mitarbeiter und bezahlbaren Konditionen für
die Familien. Ab Herbst werden die Büros im mo-
dernen Neubau bezogen, um eine noch freundlichere
Anlaufstelle im Betreuungsalltag zu bieten.
Das Modell beinhaltet, dass eine Betreuungskraft
bei den Senioren wohnt, um ein bedarfsgerechter
Alltagsbegleiter zu sein: Unterstützung bei der Grundpflege, in
der Hauswirtschaft und die Begleitung im Alltag (Einkäufe, Arztbesuche,
Wäsche machen etc.) stehen dabei im Mittelpunkt.
5 Das Team von Betreuung24 freut sich auf neue Räumlichkeiten. Für die betreuten
Seniorinnen und Senioren bleibt es bei der gewohnt guten Qualität. 1
Musikalische Reise
mit Richie Arndt nach
Tennessee und Alabama
Kultur Räume Gütersloh
Am 9. November um 18 Uhr geht Blues- und Rockmusiker Richie
Arndt in der Stadthalle Gütersloh auf eine musikalische Reise in
den tiefen Süden der USA. Mit Bildern, Geschichten und authentischer
Musik führt der mehrfach prämierte Musiker sein Publikum von
Memphis bis Mobile.
Mit seiner Gitarre im Gepäck und offenen Ohren für die Geschichten
eines musikalischen Landstrichs begibt sich Richie Arndt auf eine
faszinierende Klangreise durch den tiefen Süden der USA. Nach seinem
gefeierten Solo-Programm »Mississippi« präsentiert der mehrfach ausgezeichnete
Musiker nun »Tennessee und Alabama«. In einer Mischung aus
Konzert, Reisebericht und Fotoshow nimmt Arndt zwei Bundesstaaten
Die Mitarbeiter zeichnet aus, dass sie oftmals als vertraute Stammbetreuungskräfte
im Einsatz sind.
Als besonderes Qualitätsmerkmal gehört ebenso dazu, dass examinierte
Altenpflegerinnen während der gesamten Betreuungszeit die
Familien – ohne weitere Zusatzkosten – aufsuchen und unterstützen.
Das Pflegegeld wurde ab 2025 erhöht: So kann z. B. bei einem
Pflegegrad III das Pflegegeld von 599,00 Euro, sowie über
295,00 Euro im Rahmen von zusätzlichen Leistungen
von der Pflegekasse für die Refinanzierung genutzt
werden; steuerliche Vorteile sind zusätzlich möglich.
Ebenfalls kann durch besondere tionen der Betreuung 24 der Entlastungsbetrag
Qualifikaerin
stellen den Erfolg für eine langfristige Begleitung
sicher.
Eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung
und ein Kennenlernen bei Ihnen zu Hause sind selbstver-
mit genutzt werden.
Das Team berät Sie gerne, inwieweit Sie
alle Erstattungsmöglichkeiten der Pflegekasse
ausschöpfen können. Eine gute telefonische
Erreichbarkeit sowie eine feste Kundenbetreuständlich.
Betreuung 24 · Neumarkt 4 · 59320 Ennigerloh · Tel. 02587/900 9 100
E-Mail: kontakt@betreuung24-senioren.de · betreuung24-senioren.de
ins Visier, in denen amerikanische
Musikgeschichte geschrieben wurde.
Auf seiner musikalischen Spurensuche
erkundet er den »Soundtrack
of America« in Memphis und
Nashville, Tennessee, und fährt zu
den Geburtsorten des Southern
Rock in Muscle Shoals im Norden
Alabamas, zum Gospelgottesdienst
nach Birmingham, der
größten Stadt Alabamas, sowie
nach Mobile, wo Blues- und Mardi-Gras-Musik
ihre Wurzeln haben. 1 Richie Arndt Foto: Manfred Pollert
Arndt erzählt dabei von Menschen und Orten, von der Geschichte der
Musik, von Begegnungen unterwegs und findet »Songs along the road«,
die er live präsentiert. Mit Sounds von Delta Blues über Country, Soul,
Southern Rock bis hin zu Americana-Einflüssen und Jazz bringt Richie
Arndt die Vielfalt der US-Südstaaten zum Ausdruck.
Weitere Infos und Karten unter stadthalle-gt.de.
Das Stadtgespräch
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59
Verschiedenes Verschiedenes Verschiedenes
www.thiel-gruppe.de
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des Ladens: Mo – Fr 10 – 18 Uhr, Sa 9
– 13 Uhr. Ringstraße 139c, Tel. 34385
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wie Kleinmöbeln
und Haushaltsartikeln:
Secondhand-Geschäft, Ringstraße
139c (neben Recyclinghof), Tel.
34385, Mo – Fr 10-18 Uhr, Sa 9-13 Uhr.
Kostenlose Unterstützung bei Bewerbungen,
Jobsuche, Problemen rund
um ALG I, ALG II oder Kindergeld
und zu weiteren Themen bieten
wir in der Beratungsstelle Arbeit
bei Pro Arbeit e. V.: Kathryn Wild,
beratung@proarbeit.biz, Tel. 57997-
230, mo - fr. 09:00 - 14:00 Uhr.
Recyclinghof 33378 RH-WD Ringstr.
141, Tel. 931076, mo. 9:00 - 12:00
Uhr, di., mi., fr. 13:00 - 17:00 Uhr, do
13:00 - 18:00 Uhr, sa. 9:00 - 13:00 Uhr
nach Terminvereinbarung online
über www.proarbeit.biz oder telefonisch.
Anrufe werden zwischen
9:00 und 13:00 Uhr erbeten.
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Parkettschleifen – kein Problem!
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Das Stadtgespräch
61
Termine
1
Türen auf mit der Maus im Straßenverkehrsamt
2
»Häuser« (Ausschnitt) von Detlef Franke
Bitte beachten Sie weitere Termine
aus unserer September-Ausgabe.
September
MI 24
Neuer Hospizkurs startet im Januar
Die Hospizgruppe Rheda-Wiedenbrück
bietet ab Januar einen neuen Hospizkurs
an. Dieser findet donnerstags,
19–21 Uhr im Kloster statt. Er ermutigt
und befähigt Menschen, die sich
mit Sterben, Tod und Trauer beschäftigen
möchten und für andere am
Lebensende da sein wollen. Sie bereiten
sich so auf eine ehrenamtliche Begleitung
von Schwerkranken, Sterbenden
und deren Zugehörigen vor. Sowohl
die eigene Auseinandersetzung mit
Sterben und Tod als auch Übungen zur
Gesprächsführung, Wissen zu Formen
der Trauer und Trauerbegleitung und zu
Menschen mit Demenz stehen im Mittelpunkt
des Kurses. Zusätzlich werden
Informationen zu medizinischen,
rechtlichen, pflegerischen und spirituellen
Aspekten in der Sterbebegleitung
vermittelt. Der Kurs richtet sich an
alle Menschen, die sich mit Hospizarbeit
beschäftigen möchten. Vorerfahrungen
sind nicht nötig. Kosten (inkl.
Materialien): 125 €. Anmeldung: info@
hospizgruppe-rheda-wiedenbrueck.de.
Bei Fragen stehen Regina Korfmacher,
Tel. 05242/2645 oder Ursula Wellering,
Tel. 05242/47574 zur Verfügung.
8.00 C-City – Europa liegt nebenan
Gruppenausstellung bis Oktober in
der Galerie im Forum der Stadthalle
Gütersloh mit zeitgenössischen
Foto: Kreis Gütersloh
Malerei: Detlef Franke
Kunstwerken mit lokalen Bezügen
von Künstlerinnen und Künstlern aus
Güterslohs Partnerstädten Broxtowe
(UK), Châteauroux (FR), Falun (SE)
und Grudziadz (PL). Aus England sind
Werke des Illustrators und Designers
Toby Anderton, der Fotografin Lesley
Grand-Scrutton sowie der Künstlerin
und Parkinson-Aktivistin Jane Shipton
zu sehen. Der französische Fotograf
Bruno Dewaele nimmt das Publikum
mit auf eine visuelle Schatzsuche. Aus
Schweden zeigt die Künstlerin Nina
Edling einige ihrer Werke. Polen wird
vertreten durch Someart, ein interdisziplinär
arbeitender Streetart-Künstler.
Öffnungszeiten: Mo–Fr, 8–12 Uhr,
zu Veranstaltungen in der Stadthalle
sowie nach Vereinbarung. Eintritt: frei.
Ebenfalls bis Oktober ist im Rahmen
des »C-City Amateur Project« in der
Serpil Neuhaus Galerie (Hohenzollernstraße
35, Gütersloh) die Ausstellung
»Connecting Europe« zu sehen. Ausgestellt
sind Werke von Amateurkünstlerinnen
und -künstlern aus den fünf
Partnerstädten des C-City-Netzwerks.
14.00 »Einwandern, Auswandern.
Literatur – Migration – Westfalen«
Da waren die Ruhrpolen, die zum
Arbeiten in den »Pütt« gingen, die
Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg,
die »Gastarbeiter« der alten
Bundesrepublik, Russlanddeutsche
oder in neuerer Zeit Flüchtlinge aus
der Ukraine, Syrien oder Afghanistan.
Westfalen war lange Zeit aber auch
ein Ort, von dem man wegging: aus
Armut, aus politischen Gründen oder
aus Abenteuerlust – z. B. in die USA,
nach Lateinamerika, in die Schweiz
oder nach Frankreich. Wie sich diese
Bewegungen in der westfälischen
Literatur zeigen, ist Thema der großen
Ausstelllung auf dem Kulturgut
Haus Nottbeck bis 26. Oktober. Sie
bestimmen Ihren Eintrittspreis selbst.
Öffnungszeiten: Di–Fr 14–18 Uhr, Sa,
So, feiertags 11–18 Uhr. Infos: www.
kulturgut-nottbeck.de.
19.00 39. Rhedaer Orgeltage
Im Zentrum der 3. Internationalen
Orgelwoche im Erzbistum Paderborn
steht auch in St. Clemens der Komponist
Jehan Alain. Orgelkonzert mit
David Briggs (New York), Orgel | Fr 26.
September: Improvisations-Orgelkonzert
mit Martin Sturm (Weimar) | So
28. September: Abschlusskonzert mit
Matthias Neumann (Detmold). Eintritt:
frei – Türkollekte.
SA 27
11.00–12.30 Öffentliche Führung
durch die Wiedenbrücker Altstadt
Treffpunkt: Adenauerplatz. Kosten:
5 €. Ohne Anmeldung. Infos:
flora-westfalica.de. Weiterer Termin:
So 5. Oktober.
SO 28
14.00 Führungen im Schloss Rheda
Gezeigt werden: romanische Schlosskapelle
u. historische Räume im Barocktrakt.
Dauer: ca. 1 Std. Treff: Schlossmühle.
Kosten (Barzahlung): Erw. 12 € |
Schüler / Studenten 6 €. Kontakt: Fürstliche
Kanzlei, Tel. 05242/9471-0, E-Mail
ingrid- wedeking@gmx.de. Weitere Termine:
5., 12., 19. und 26. Oktober. Infos:
schloss-rheda.de
15.30–16.30 Fidolino-Kinderkonzert:
Peter und der Wolf
Peter besucht mit seinem Freund,
dem Vogel, seinen Großvater. Doch
während Vogel und Ente noch streiten
und die Katze auf ihr Chance wartet,
einen der beiden zu erwischen,
kommt aus dem naheliegenden Wald
der Wolf. Jetzt heißt es zu handeln.
Ob Peters Idee gelingt? Die musikalische
Geschichte von Sergei Prokofjew
kommt mit einem Holzbläserquintett
der Hochschule für Musik Detmold
mit Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und
Fagott sowie Claudia Runde (Flöte,
künstler. Ltg., Konzept und Moderation)
nun in einer Bearbeitung für
Holzbläserquintett und Sprecher von
Robert Ostermeier mit Texten von Loriot
ins Stadthaus (Luise-Hensel-Saal).
Eintritt (Kind & Erwachsener): ab 15 €.
Tickets im VVK bei der Flora Westfalica,
Rathauspl. 8–10, Tel. 05242/9301-0
bzw. unter flora- ticket.
MO 29
18.00–20.00 »Ausblick –
Begegnungen ab 60«
Unter diesem Motto lädt die Caritas
Gütersloh regelmäßig Neurentnerinnen
und Neurentner zum Austausch
ein. Das nächste Treffen findet im
Haus der Caritas, Bielefelder Str. 47,
statt. Bei dem 2025 gestarteten Begegnungsangebot
können Menschen,
die gerade in den Ruhestand gegangen
sind oder kurz davorstehen, unkompliziert
zusammenfinden. In
entspannter Atmosphäre besteht die
Gelegenheit, andere kennenzulernen,
sich über Interessen auszutauschen
und Mitstreiterinnen und Mitstreiter
für Aktivitäten zu finden. Für alkoholfreie
Getränke und kleine Snacks ist
gesorgt. Ohne Kosten – ohne Anmeldung.
Eventuelle Fragen beantworten
Kerstin Raeder, Katrin Dechange oder
Esther Hartmann unter ehrenamt@
caritas-gt.de bzw. Tel. 05242/4082-0.
Infos: www.caritas-gt.de
Oktober
MI 1
Start Planspiel Börse 2025
Die Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück
bietet Schüler/innen, Lehrkräften und
Studierenden wieder eine Teilnahme an
Europas größtem Börsenlernspiel an.
Zum Spielende im Januar wird abgerechnet
und geschaut, welches Team
den größten Gewinn erwirtschaftet
hat. Den Siegerteams und ihren Schulen
winken attraktive Preise. Infos und
Regis trierungs-Codes unter kskhwd.de/
pb bzw. planspiel-boerse.de
16.00–17.30 Offenes Treffen
der Briefmarkenfreunde
Jeden ersten Mittwoch im Monat
treffen sich die Briefmarkenfreunde
Rheda-Wiedenbrück in der Bibliothek
Wiedenbrück zum Erfahrungsaustausch,
Sammeln und Tauschen. Gäste
sind herzlich willkommen. Gesammelte
Briefmarken können auch abgegeben
werden, die der Briefmarkenverein
dann nach einer Sichtung an die Stiftung
Bethel weiterleitet. Ohne Anmeldung,
ohne Kosten.
FR 3
9.30–16.00 Türen auf mit der Maus
im Straßenverkehrsamt Gütersloh
In Zeiten von Elterntaxis und komplexen
Verkehrsregeln ist es wichtig, Kinder
frühzeitig mit dem Straßenverkehr
vertraut zu machen. Damit sie lernen,
sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen,
lädt der Kreis Gütersloh Kinder
und Familien zum Maustag ins Straßenverkehrsamt
zu Mitmachaktionen,
Vorführungen und Informationen
rund um sichere und klimafreundliche
Mobilität ein. Mit dabei sind die Abteilungen
Straßenverkehr und Umwelt
des Kreises Gütersloh, die Kreispolizei
und die Verkehrswacht des Kreises Gütersloh
– u. a. mit einem Bobby-Carund
Kettcar-Parcours, einer Fotoaktion
in einem echten Polizeiauto, einem
Aktionsstand des Projekts »Lass(t)
uns laufen!« sowie der Blackbox und
dem Puppentheater (Anmeldung erforderlich)
der Kreispolizei. Am Ende
des Tages werden kleine Preise verlost.
Weitere Infos und Anmeldung: kreisguetersloh.de/maustag
ab 10.00 Ein Tag mit der Maus in der
Tagespflege carpe diem
Passend zum Motto »SpielZeit« erwartet
die Besucher/innen in der Gütersloher
Str. 64a ein kind- und seniorengerechtes
Programm rund um das
Thema »Natur und Kreativität«. Beim
gemeinsamen Basteln einer Naturtrommel
aus bunten Naturmaterialien
entsteht ein Instrument, das nicht nur
Spaß macht, sondern auch Sinn für
Rhythmus und Materialkunde vermittelt.
Das gemeinsame Basteln verbindet
Jung und Alt und macht doppelt
Freude. Vertraute Ansprechpartnern
aus der carpe diem Tagespflege sowie
freundliche Mitarbeiter/innen stehen
den Besuchern zur Seite. Kinder, Eltern
1
62 Das Stadtgespräch
Termine
und Großeltern sind herzlich willkommen
mitzumachen, zuzuschauen oder
sich über die Angebote der Tagespflege
zu informieren. Anmeldung erbeten
unter Tel. 05242/957400 oder pdltagespflege-rd@senioren-park.de
11.00–15.00 Junges Kloster:
»Türen auf mit der Maus«
Was mag sich wohl hinter dem großen
Eingangstor an der Mönchstraße verbergen?
Kinder und ihre Lieblingsmenschen
sind trotz Umbau eingeladen,
mit der Maus und dem Elefanten Neues
zu entdecken und mitzumachen.
Es wird gemeinsam gespielt, gestaunt
und gebaut. Eintritt: frei. Anmeldung
erbeten unter kloster-wiedenbrueck.de
14.00–24.00 Herbstkirmes
in Wiedenbrück
Bis Mo 6. Oktober. Mit: Fr 3. Oktober
20 Uhr: Feuerwerk am Emssee | So 5.
Oktober: Innenstadt-Geschäfte haben
verkaufsoffen 13–18 Uhr. Kirmes
bis 22 Uhr | M0 6. Oktober, 8–15 Uhr:
Krammarkt auf der Langen Straße. Kirmes
bis 22 Uhr. Infos vorn.
SA 4
11.00–11.30 Eine Kleine Marktmusik:
»Von Blumen und Liebe«
Max Nitschke (Gesang) und Emilian
Hauser (Klavier) präsentieren in
der Stadtkirche deutsche Kunstlieder
und Operettenlieder. Eintritt: frei
– Spendenmöglichkeit.
14.00–17.00 Pflanzenbörse
Nichtkommerzielle Veranstaltung der
Lokalen Agenda 21 zum Tausch von
Pflanzenablegern, Samen und Blumenzwiebeln
mit Erfahrungsaustausch,
Kaffee und Kuchen. Ort: Flora-Westfalica
Parkplatz an der Mittelhegge.
Wer keine Tausch objekte hat, sollte
eine kleine Spende entrichten. Mit Infoständen
der Gemeinschaft für Natur
und Umweltschutz im Kreis Gütersloh
sowie dem Naturgarten e.V. Wer einen
Tisch benötigt: kontakt@la21-rhwd.de .
Nicht eingetauschte Pflanzen müssen
wieder mitgenommen werden. Ohne
Anmeldung, Teilnahme kostenlos. Infos:
www.la21-rhwd.de
SO 5
11.00 Kleine Werkschau Nr. 6
2
Etwa 25 Bilder des Güterslohers Detlef
Franke sind bis zum 2. November im
Klosterflur zu sehen. Der ehemalige
Gütersloher Rechtsanwalt gestaltete
bereits in den 1980ger Jahren einen
von den Genossenschaftsbanken des
Kreises Gütersloh herausgegebenen
Kalender mit Bleistiftzeichnungen.
Seit einigen Jahren malt er – überwiegend
gegenständlich – vorwiegend
mit Acrylfarben auf Leinwand oder
Karton und gerne auch unter Verwendung
von Spachtelmasse. Vernissage:
So 5. Oktober, 11 Uhr. Öffnungszeiten:
Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr. Infos:
kloster-wiedenbrueck.de
14.30 Erntedankumzug in Clarholz
»Deutschlands größter und schönster
Erntedankumzug« startet am Marktplatz
Clarholz. Danach Kaffee und Kuchen
sowie Konzert im Festzelt. Die
Pfarrkirche ist festlich geschmückt.
Gebührenfreie Parkplätze sind ausreichend
vorhanden. Bitte rechnen Sie ab
13.30 Uhr mit Stau auf der B64. Infos:
erntedank-clarholz.de
15.00–18.00 Tanztee
Live-Musik, Kaffee und Kuchen in
der Stadthalle Rheda-Wiedenbrück.
Eintritt: 5 €.
DI 7
15.30–17.00 Rheuma-Café
Kaffeetrinken, Klönen und Erfahrungsaustausch:
Die Arbeitsgemeinschaft
der Rheuma-Liga Rheda-Wiedenbrück
lädt ein. Gäste sind willkommen. Treffpunkt
in der Stadtbibliothek Rheda.
20.00–21.30 Betreuungsrecht, Vorsorgevollmacht
und Patientenverfügung
Informationen von Dorothee Maiwald,
Fachanwältin für Familienrecht und
für Erbrecht, im Haus der Kreativität.
Gebühr: VVK 10 € | AK 12 €. Anmeldung
bis 3. Oktober, 12 Uhr unter
vhs-re.de, Tel. 05242/9030-900 oder
briefkasten@vhs-re.de.
20.00–22.00 musica da camera:
Duo Sophos: »Traumzeit«
Das Programm ist ein spannender und
virtuoser Dialog zweier Ausnahmemusiker.
Ihre Werkauswahl reflektiert die
unterschiedlichen kulturellen Hintergründe
und feiert gleichzeitig meisterhaft
die zeitlose Schönheit der klassischen
Musik. Sam Lucas (Violoncello)
und Ani Martyrosian (Klavier) spielen
in der Orangerie am Schloss Rheda u. a.
Werke von Ludwig van Beethoven, Robert
Schumann, Aram Khachaturian,
Gareth Farr und Sergei Prokofjew. Eintritt:
ab 26 € / erm. 13 €. Tickets im
VVK bei der Flora Westfalica, Rathauspl.
8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw. unter
flora- ticket.de. Einlass: 19.30 Uhr.
20.00–22.30 Marie Anjes Lumpp:
Mama ohne Plan
»Früher habe ich Bad Boys gedatet,
heute ziehe ich sie groß«: Jede Mutter
erinnert sich an den Moment zurück,
in dem sich Ihr Vorname in »Mama«
änderte. »Marie« findet sich »plötzlich«
als zweifache Mutter in Jogginghose
auf dem Spielplatz wieder,
und nichts ist mehr wie früher… Marie
Lumpp spielt, singt und schimpft
in atemberaubernder Offenheit über
die Achterbahn der Mutterschaft und
springt dabei rasant durch 13 verschiedene
Rollen. Ein turbulentes One-Woman-Comedy-Theaterstück
über gute
Zeiten, gut gemeinte Ratschläge – und
den Versuch, stets alles richtig zu machen.
Comedy in der Stadthalle. Eintritt:
ab 26,50 €. Tickets im VVK bei der
Flora Westfalica, Rathauspl. 8–10, Tel.
05242/9301-0 bzw. unter flora- ticket.
de. Einlass: 19 Uhr.
MI 8
18.00 Abend-KulTour
Abfahrt mit Fahrrädern am Küsterhaus
St. Vit. Infos: dorfaktiv.de
19.00–20.30 Die wahre Geschichte der
Germanen
Noch immer gelten die Germanen vielen
als die »Ur-Deutschen«, als wilde
Haudegen, die ihre Scholle nicht
verließen. Erst seit relativ kurzer Zeit
geben archäologische Quellen und
wissenschaftliche Forschungen Aufschluss
über die tatsächliche Lebensweise
der germanischen Stämme, vor
allem über ihre erstaunliche Mobilität.
Wer waren die »Barbaren« wirklich, wo
kamen sie her? Karl Banghard, der Leiter
des Freilichtmuseums Oerlinghau-
3
3
Marie Anjes Lumpp: Mama ohne Plan
4
Evelyne Waithira Müller
sen, hat dazu ein Buch geschrieben,
welches kurz nach seinem Erscheinen
bereits auf der Spiegel-Bestseller-Liste
steht. In seinem Vortrag im Stadthaus
(Luise-Hensel-Saal) wird der Autor die
Themen seines Buches vorstellen und
die Besucher/innen quer durch Europa
zu den Schlüsselmomenten der
germanischen Geschichte führen. Veranstaltung
mit anschließendem Umtrunk.
Gefördert durch den Heimatverein
Wiedenbrück-Reckenberg e. V.
Gebühr im VVK: 10 €. Anmeldung bis
6. Oktober, 16 Uhr unter vhs-re.de, Tel.
05242/9030-900 oder briefkasten@
vhs-re.de. AK: 12 €. Infos: vhs-re.de.
DO 9
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Bielefeld-Senne
Der Sauerländische Gebirgsverein Gütersloh
(SGV) lädt auch Gäste ein, mitzuwandern.
Treffpunkt: Möbelmarktparkplatz
an der Wiedenbrücker Str. 26
in Gütersloh. Infos: Hans Kühlmann,
Tel. 0171 / 4941525.
19.30 Lesung: »Frau Müller,
die Migrantin«
Kulturschock, Einsamkeit, Alltagsrassismus,
all das begegnet Evelyne Waithira
Müller, als sie sich entschließt,
in Deutschland sesshaft zu werden
und mit Kind und deutschem Mann
in einem kleinen ostwestfälischen
Ort landet. In ihrem Buch schreibt sie
ehrlich, packend und humorvoll, wie
sie die Hindernisse überwunden hat,
die sich ihr als Einwanderin aus Kenia
stellten. Ohne anzuklagen, hält sie ihren
Mitmenschen den Spiegel vor und
4
Foto: Moritz »Mumpi« Künster
Foto: Jana van Bebber
regt auf unaufdringliche Weise dazu
an, das eigene Verhalten zu hinterfragen.
Lesung im Kloster. Eine Veranstaltung
im Rahmen von lila lettern –
literatur aus westfalen des Netzwerks
literaturland westfalen. Eintritt: 5 €. Tickets
unter kloster-wiedenbrueck.de,
im Kloster (Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr)
oder an der Abendkasse.
FR 10
18.00 Spaß haben beim SpieleTreff
Neben bekannten und neuen Gesellschaftsspielen
wird die Möglichkeit
geboten, gemeinsam Darts zu spielen.
Einsteiger sind ebenso willkommen
wie Experten. Der Spaß und das Treffen
anderer Leute stehen im Vordergrund.
Eigene Spiele können gern mitgebracht
werden. Eintritt: frei. Ohne
Reservierung.
18.00–21.45 Fast Food: gesund und
kalorienarm zubereiten
Das »schnelle Essen«, ist praktisch
und unkompliziert, aber ungesund. Im
Kurs mit Svetlana Sabelfeld lernen Sie
Fast Food kennen, das kalorienärmer
und ballaststoffreicher ist. Sie bereiten
gemeinsam gesunde Alternativen zu:
Pommes, Burger, Falafel, Pizza »auf andere
Art«. Ort: Küche im vhs campus
Rheda, Bosfelder Weg 7. Gebühr (inkl.
Zutatenbeitrag): 40 € / erm. 32,25 €. Infos
und Anmeldung unter vhs-re.de
ab 19.00 DeelenZeit
Im Küsterhaus nette Menschen treffen
und ein kühles Getränk genießen. Ein
Pizza-Holdienst wird angeboten. Infos:
dorfaktiv.de
Das Stadtgespräch
63
Termine
5
Pfarrer Marco Beuermann und Verkaufsleiterin Marion Nordmann
6
»Nein zum Geld«
19.30 CONJAK. Bye bye! Salut!
Maseltov!
Mit spielerischer Leichtigkeit und feinem
Humor begeben sich Christiane
Hagedorn (Gesang), Martin Scholz
(Piano, Kornett, Percussion), Gregor
Hengesbach (Gitarre) und Dieter Kuhlmann
(Kontrabass, Posaune, Saxophon)
auf eine musikalische Reise mit
tiefgründigem Hintergrund. Der Weg
führt über die Fluchtroute vieler jüdischer
Emigrant/innen von Deutschland
bis Amerika – aber in umgekehrter
Richtung, als Sinnbild für das
Wiederaufleben jüdischer Kultur in
Europa und die unverwüstliche Utopie
von einem Miteinander ohne Hass
und Angst. Im Gepäck finden sich
nicht nur Swingklassiker von George
Gershwin, Chansons von Edith Piaf
oder Pop von Mecano, Shirley Bassey,
sondern auch jiddische, hebräische
und sephardische Lieder und Songs
aus der Feder jüdischer Komponist/
innen wie Sholom Secunda, Friedrich
Hollaender oder Amy Winehouse. Eine
Veranstaltung im Rahmenprogramm
zur Ausstellung »Einwandern, Auswandern.
Literatur – Migration – Westfalen«
auf dem Kulturgut Haus Nottbeck.
Tickets im VVK je 19 € / 16 € (zzgl.
Gebühren) unter kulturgut nottbeck.
reservix.de | AK 22 € / 19 €. Infos: www.
kulturgut nottbeck.de
Foto: Dietrich Dettmann
20.00 Wohnzimmerkonzert
mit Kristin Shey
Sie brilliert mit einer großen Portion
Charme und Originalität. Die Kraft
und die Flexibilität ihrer unverkennbaren
Stimme sind ihr Markenzeichen
und unterlegt mit ihrem außerordentlich
groovigen Gitarrenspiel bringt sie
ihre eingängigen Songs zum glänzen.
Es ist das Verwegene und doch Zarte,
das Rhythmusgefühl und ihr Sinn
für Melodien und Dynamik, was Kristin
Shey so besonders und einzigartig
macht. So verbindet sie Soul, Blues
und Jazz mit einer Menge Spielfreude
und einer Art, die immer und einzig
nach ihr klingt. Ihr hoch gelobtes
neues Album »Lifeline« hat sie mit im
Gepäck beim Wohnzimmerkonzert bei
Anja Frömer, Krokusweg 2. Restkarten
(inkl. Snacks und kühler Getränke):
18 €. Infos: vitart.de
SA 11
9.30 Pilgern – Die Kraft der Bäume
Auf dem Weg durch Flora-Westfalica-Park,
Schlosspark und Nordrheda
nach Gütersloh (ca. 16 km) wird
die Kraft der Bäume mit allen Sinnen
wahrgenommen. Die Gruppe um Cornelia
Schubert beschäftigt sich mit
der Frage, was uns Halt gibt und wodurch
wir uns entfalten können. Nicht
religionsgebunden. Treffpunkt: am
Franziskusbrunnen im Kloster Wiedenbrück.
Ankunft: ca. 15 Uhr, optional
gemeinsames Kaffeetrinken.
Kosten 15 €. Resttickets (bitte Verfügbarkeit
prüfen) und Infos unter
kloster-wiedenbrueck.de.
10.00–12.00 Kleidertauschbörse
Bis zu 5 gut erhaltene und saubere
Kleidungsstücke, Schuhpaare oder
Taschen mitbringen (keine Unterwäsche/Socken/Kinderkleidung),
stöbern,
plaudern, neue Lieblingsstücke
finden, Umwelt schonen, nachhaltig
und glücklich sein. Übrige Kleidung
wird gespendet. Die lokale Agenda 21
lädt alle Interessierten (auch ohne eigene
Tausch-Kleidung) ins Stadthaus
(Luise-Hensel-Saal). Ohne Anmeldung.
Infos: la21-rhwd.de
13.00 Radtour des SGV Gütersloh
Gestartet wird am Gut Schledebrück.
Gäste sind stets willkommen. Infos:
Wolfgang Langlotz, Tel. 05242 / 49374.
SO 12
14.00–17.00 SonntagsCafé
für Familien
Leckerer Blechkuchen, Waffeln, Heißund-
Kaltgetränke auf der Terrasse
und Deele des Küsterhauses, bunte
XXL-Bausteine für kleine und große
Baumeister. Infos: dorfaktiv.de
17.00 OhrWL – Musik von hier
präsentiert Vierweiberei
Die Bielefelder A-cappella-Band
kommt mit neu interpretierten Coversongs
populärer Musik ins Refektorium
des Klosters. Die anspruchsvollen
Arrangements bewegen sich in
unterschiedlichsten Stilrichtungen.
Johanna Brune, Maren Ehlers, Wiebke
Heitkamp und Andrea Limpke ergänzen
sich nicht nur stimmlich wunderbar
harmonisch. Mit herausragendem
Gesang, Beatbox-Elementen und
ungespieltem Humor berühren sie ihr
Publikum und lassen eine ganz besondere
Atmosphäre entstehen. Tickets
je 15 € unter kloster-wiedenbrueck.de,
im Kloster (Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr)
oder an der Abendkasse.
DI 14
16.00–18.00 Best of books –
Der Buchclub
Was machen zwei lesebegeisterte Schülerinnen,
wenn sie ein Buch zu Ende
gelesen haben? Genau, sie reden darüber.
Und wo könnte man das besser
machen, als in der Bibliothek?! Jeden
2. Dienstag im Monat laden Laura und
Emilia euch (junge Erwachsene) ein, gemeinsam
über die neuen Lieblingsbücher
zu quatschen und Empfehlungen
für die Jugendbibliothek zu geben. Ihr
habt Lust? Dann kommt gerne in die Bibliothek
Wiedenbrück!
19.00–20.30 Hitzewallungen,
Stim mungs schwankungen,
Gewichtszunahme – können
Nahrungs ergänzungsmittel eine Hilfe
sein? Die Wechseljahre stellen für viele
Frauen eine Herausforderung dar.
Nahrungsergänzungsmittel werden
gerne als natürliche Hilfen – anstelle
von Hormonersatztherapie – angepriesen.
Wie nützlich können sie sein
und welche Risiken gehen von ihnen
aus? Angela Clausen, Expertin für Lebensmittel
im Gesundheitsmarkt und
Diplom-Ökotrophologin, bietet im
Online-Vortrag (Zoom) eine Orientierung
zur Sinnhaftigkeit und Sicherheit
solcher Mittel. Ohne Gebühr. Eine
Veranstaltung in Zusammenarbeit mit
der Verbraucherzentrale NRW. Infos
und Anmeldung bis 13. Oktober, 16 Uhr
unter vhs-re.de.
19.30 FilmZeit im Küsterhaus
Einlass: 19 Uhr. Eintritt: 3–5 €. Anmeldung
erforderlich unter Tel. 05242/
9312772 bzw. deele@ dorfaktiv.de.
Infos: dorfaktiv.de
DO 16
17.00 Moonlight-Shopping anlässlich
der Fairen Woche
Gemeinsam mit der Steuerungsgruppe
für Fairen Handel beteiligt sich der gemeinnützige
Verein Pro Arbeit wieder
an der bundesweiten »Fairen Woche«
und lädt zum Moonlight-Shopping im
Secondhand-Geschäft in der Ringstraße
139c ein. Im Mittelpunkt der beliebten
Veranstaltung unter dem Motto
»Stöbern, s(ch)nacken, shoppen« steht
die von Pfarrer Marco Beuermann moderierte
Modenschau, in der die Models
ausschließlich gebrauchte Kleidungsstücke
aus dem Sortiment präsentieren.
Im dem Geschäft werden
hochwertige Secondhand-Waren zu
kleinen Preisen angeboten, z. B. Festkleider,
Alltags- und Sportbekleidung,
Kinderkleidung, Schuhe, Accessoires,
Haushaltswaren, Deko, Kleinmöbel,
Bücher, Spiele u.v.m. Für das leibliche
Wohl sorgen leckeres Fingerfood aus
der Pro Arbeit-Küche »EssBares« sowie
verschiedene Getränke aus Fairem
Handel, angeboten vom Eine-Welt-Laden
Wiedenbrück. Pro Arbeit möchte
mit seiner Beteiligung nicht nur sein
nachhaltiges Sortiment, sondern auch
das soziale und arbeitsmarktpolitische
Engagement in seinen insgesamt fünf
Secondhand-Kaufhäusern im Kreis
Gütersloh in den Fokus rücken. »Hier
bereiten wir langzeitarbeitslose Menschen
gezielt auf die Arbeitswelt vor
und bieten eine aus wirtschaftlichen
sowie ökologischen Gesichtspunkten
attraktive Einkaufsmöglichkeit«, resümiert
Verkaufsleiterin Marion Nordmann.
Weitere Infos: proarbeit.info
SA 18
11.00–12.00 Orgelführung für die
ganze Familie
In der St.-Aegidius-Kirche vermittelt
Kantor Christian Ortkras auf spielerische
Weise die Faszination und Vielfalt
der Orgel. Dabei erzählt er über
ihre Geschichte und zeigt ihre Funktionsweise.
Die Kinder dürfen selbst
an der Orgel spielen und so die Klänge
und Mechanismen erleben. Gebühr:
8 € / Kinder 4 €. Anmeldung bis
16. Oktober, 16. Uhr unter vhs-re.de,
tel. 05242/9030-139 oder aleksandra.
matuszak@vhs-re.de
14.00 SC Wiedenbrück
gegen Fortuna Düsseldorf II
Regionalliga-Fußball im Jahnstadion
5
19.00 Männer, Märchen und Musik –
Die ultimative Heldenreis
Die Fantasy Folk Band gariad und Märchenerzählerin
Christina Martin sorgen
im Refektorium des Klosters für
eine mythische Atmosphäre. gariads
abwechslungsreiche Klänge verzaubern,
während Christina Martin mit
ihrer Stimme Märchen zum Leben erweckt.
Zusammen sorgen sie für einen
unvergesslichen Abend, bei dem
Musik und Märchen miteinander verschmelzen.
Eintritt: 15 €. Tickets unter
kloster-wiedenbrueck.de, im Kloster
(Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr) oder an der
Abendkasse.
SO 19
11.00–12.30 Öffentliche Führung
durch die Rhedaer Altstadt
Treff: Doktorplatz. Kosten: 5 €. Ohne
Anmeldung. Infos: flora-westfalica.de.
64 Das Stadtgespräch
DI 21
15.45–18.00 Hofentdecker-Tag
für Kinder im Grundschulalter
Heute ist Mitmachen angesagt: Ob
Pferde versorgen, Hund bespaßen
oder Katzen füttern, es gibt reichlich
zu tun. Zum Beispiel die Weiden auf
Giftpflanzen und Zäune auf Lücken
zu kontrollieren. Haben alle Tiere Futter,
ist alles sauber, gibt es Verletzungen?
Wer aufmerksam über den Hof
läuft, findet vielleicht den Hofwichtel
und ein paar schöne Dinge aus der
Natur, mit denen dann noch ein Andenken
für zu Hause gebastelt werden
kann. Wichtig: Wetterfeste Kleidung
die dreckig werden darf, Gummistiefel
oder wasserfeste Schuhe, Regenjacke,
ggf. Handschuhe. Das Kind darf weder
eine Heu-, Stroh-, Staub-, Pferde-,
Hunde- oder Katzenhaarallergie haben!
Gebühr: 14.20 €. Anmeldung bis
17. Oktober, 12 Uhr unter vhs-re.de, Tel.
05242/9030-900 oder briefkasten@
vhs-re.de. Der Ort in Rheda-Wiedenbrück
wird nach Anmeldung bekannt
gegeben. Infos: vhs-re.de
19.00–20.30 Konzert zum
41. Orgelgeburtstag
Mit Harald Gokus (Orgel) in der St.-Clemens-Kirche.
Eintritt: frei.
6
20.00–22.30 Die großen 7:
»Nein zum Geld«
Richard will eine demonstrative Heldentat
begehen. Er sagt nach einem
Lottogewinn von 162 Millionen Euro
»nein zum Geld« und ist entschlossen,
es zu schreddern, zu verbrennen oder
zu verschlucken. Seine Frau Claire,
seine Mutter Rose und Etienne, sein
bester Freund und Geschäftspartner,
finden das überhaupt nicht witzig und
versuchen ihn mit Gegenargumenten
zu überzeugen, z. B. dass man mit
dem Geld wohltätige Einrichtungen
großzügig unterstützen könnte, dass
man keine Sorgen und keine offenen
Rechnungen mehr haben würde oder
ein größeres Haus kaufen und schöne
Reisen machen könnte. Doch wie
weit werden die drei gehen, wenn er
bei seinem Vorhaben bleibt? Und Sie?
Wann wären Sie bereit zum Mord?
Flavia Coste scheint einen sechsten
Sinn für Theater-Eskalationen zu besitzen,
denn das Stück dauert noch
keine zehn Minuten, da zappelt man
als Zuschauer schon in dem Netz, das
sie bei ihrem bestechenden Debüt als
Theaterautorin ausgelegt hat, und hat
keine Chance, sich daraus zu befreien.
Aufführung des Renaissance-Theaters
Berlin in der Stadthalle. Tickets
im VVK ab 22 € bei der Flora Westfalica,
Rathauspl. 8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw.
unter flora- ticket.de.
DO 23
19.00 Autorenlesung der Hospizgruppe
Rheda-Wiedenbrück
Unter dem Titel »Sorgt euch nicht! –
36 Anstöße zur Gelassenheit« ist das
neueste Buch von Monsignore Ullrich
Auffenberg erschienen. Die Ausgangsfrage
lautet: »Wie können wir in einer
Welt voller Krisen und Unsicherheiten
Gelassenheit leben?«. Der Autor, der
als pensionierter Pfarrer jetzt in Paderborn
lebt und elf Jahre Pfarrdechant
der St. Aegidiusgemeinde Wiedenbrück
war, versucht in 36 kurzen Kapiteln
Antworten zu geben, die berühren
und zum Nachdenken anregen.
Wohlfühl- und Gelassenheitsbücher
fluten im Augenblick die Buchläden.
Ullrich Auffenberg hat dazu ein anderes
Buch geschrieben, das um den
ruhenden Pol des Daseins kreist, der
unser Leben erst zu einem Edelsteinleben
machen kann. Mit Geschichten
aus dem Leben, spirituellen Einsichten
und praktischen Impulsen lädt er ein,
Gelassenheit als Lebenskunst zu entdecken
– als aktive Kraft, die uns trägt
und befreit. Der Römer Seneca (1. Jh.)
gilt als Philosoph der Gelassenheit. Er
hat den Satz geprägt: »Dass ich dich
liebhabe, mein Leben verdanke ich
dem Tod«. Darum ist es schön, dass
die Hospizgruppe Rheda-Wiedenbrück
Trägerin der Lesung in der Kreuzkirche
ist. Die Veranstaltung erhält durch den
besonderen Ort und die musikalische
Begleitung von Klemens Reith mit Gitarre
und Gesang einen meditativ-vertiefenden
Charakter. Eintritt: frei.
FR 24
ab 19.00 SpieleZeit im Küsterhaus
Eine Auswahl an Gesellschaftsspielen
und kalte Getränke stehen bereit. Eigene
Spiele dürfen gern mitgebracht werden.
Ohne Anmeldung.
20.00 Nightwash Live –
Happy Birthday Tour 2025
Mit Christian Schulte-Loh, Tobi Freudenthal,
Anissa Loucif, Thomas
Schmidt und Ana Lucía in der Stadthalle.
Einlass: 19 Uhr. Restkarten im
VVK ab 29,50 € bei der Flora Westfalica,
Rathauspl. 8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw.
unter flora- ticket.de.
Anmeldeschluss Jugend-Musik-Preis
Die Musikschule für den Kreis Gütersloh
e. V. und die Volkshochschule
Reckenberg-Ems gem. GmbH schreiben
den Jugend-Musik-Preis 2025 aus.
Teilnehmen können Kinder, Jugendliche
und Erwachsene bis zum Alter von
21 Jahren, die aus dem Kreis Gütersloh
kommen oder in diesem Unterricht
erhalten (privat oder an einer Musikschule)
und zwar in den Kategorien
Streichinstrumente, Klavier, Klavierkammermusik
und Gesang. Das Wettbewerbsvorspiel
ist Sa 15. November
ab 9 Uhr im Einstein-Gymnasium. Das
Preisträgerkonzert mit Übergabe der
Urkunden findet dort So 23. November
um 16.30 Uhr ebenfalls statt. Infos und
Anmeldungen unter vhs-re.de
SA 25
17.00 UniJAZZity
Mitreißender Bigband-Jazz live! Das
junge, unter anderem mit dem WDR
Jazzpreis ausgezeichnete Ensemble
bringt ein breites Repertoire zwischen
Swing, modernem Jazz, Latin und Pop
auf die Bühne. Das neue Konzertprogramm
feiert auch in diesem Jahr seine
Premiere auf dem Kulturgut Haus
Nottbeck. Tickets im VVK je 12 € / 10 €
(zzgl. Gebühren) unter kulturgutnottbeck.reservix.de
| AK 14 € / 12 €. Infos:
www.kulturgut- nottbeck.de
19.00 Li-Chörchen rockt
Li-Chörchen – der besondere Kneipenchor
mit Herz und Stimme ist immer
für eine Überraschung gut und bringt
den Rock ins Refektorium des Klosters.
Bei dem Mitsing-Konzert geht es nicht
um Perfektion, sondern um Begeisterung.
Die Liedtexte laufen auf einer
großen Leinwand mit, so macht das
7
Dr. Jekyll & Mr. Hyde
8
Lesung im Kloster passend zu Halloween
gemeinsame Singen auch Nicht-Textsicheren
Spaß. Eintritt für das Konzert
des aus der Voice Company entsprungenen
Chors: 10 €. Tickets unter
kloster-wiedenbrueck.de, im Kloster
(Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr) oder an der
Abendkasse.
19.00 25 Jahre Crossnight
Mit vier Bands aus dem deutschen
Punkrock darf in der Stadthalle Gütersloh
groß gefeiert werden. Mit dabei
sind der Headliner »Adam Angst«,
Co-Headliner »Massendefekt«, die
Newcomer-Band »Jack Pott« und als
Opener »Zukunft Zwei« aus Paderborn.
Tickets ab 43 € z. B. unter shop.
crossnight.de oder ab 38 € im Sound
Store Wiedenbrück Wasserstraße 26.
SO 26
13.00–16.00 Ballonkünstler
Marc Beyer
Ausgefallene Ballonkunstwerke lässt
der Künstler vor den Augen der zuschauenden
Kinder (und ihrer Eltern)
bei bücher güth, In der Halle 7 + 11, entstehen.
Infos: buecher-gueth.de
13.00–18.00 Bürger- und
Vereinemarkt
Vereine und Organisationen präsentieren
sich in der Wiedenbrücker City. Die
Geschäfte haben verkaufsgeöffnet.
MO 27
17.00–19.00 Offener Trauer-Treff
Nach dem Tod eines geliebten
Menschen ist vieles ungewohnt, neu
und schwierig. Das Gespräch in einer
geschützten Atmosphäre kann beim
Termine
Foto: Hanno Endres / Theater ex libris
Weg der Trauer helfen. Ort: Caritas
Tagespflege, Nadelstr. 8, Rheda. Infos
bei Thomas Plugge, Cari tasverband für
den Kreis Gütersloh, Tel. 05242/1821120
oder plugge@ caritas-guetersloh.de.
DI 28
19.00 RückBlick vor Ort
Welche Aufgabe und Funktion hatte
das ehemalige Verstärkeramt? Besichtigung
und Vortrag. Treff: vor dem Verstärkeramt-Eingang.
Infos: dorfaktiv.de
19.30 »Goldenes Herz mit eiserner
Schnauze«: Kurt Tucholsky
1890 in Berlin geboren, nahm Kurt Tucholsky
mit Ironie und liebenswürdigem
Humor gern menschliche Schwächen
aufs Korn. Dabei sparte er nie
mit Kritik. Leidenschaftlich setzte er
sich für Demokratie, Gerechtigkeit
und ein friedliches Miteinander der
Völker ein. 1933 wurde ihm die deutsche
Staatsbürgerschaft genommen.
Im schwedischen Exil wählte er im
Dezember 1935 den Freitod. Zum 90.
Todesjahr des berühmten Autors tragen
Mitglieder der Literatur-AG des
Klosters eine szenische Lesung vor,
die Einblicke in sein Leben und Werk
gibt – bewegend, kritisch und mit einem
Augenzwinkern. Eintritt: 10 €. Tickets
unter kloster-wiedenbrueck.de,
im Kloster (Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr)
oder an der Abendkasse.
MI 29
19.00–20.30 Der Hermann – Ein Denkmal
für das Deutsche Volk?
Vor 150 Jahren wurde das Hermannsdenkmal
im Beisein Kaiser Wilhelms I.
Das Stadtgespräch
65
Termine
eingeweiht. Nach der Vorstellung seines
Schöpfers, des Bildhauers Ernst
von Bandel, sollte es ein Denkmal für
das »Deutsche Volk« sein. Aber was
bedeutete das konkret? Der Vortrag
von Frank Huismann im Stadthaus
(Luise-Hensel-Saal) zeichnet die Rolle
des Hermannsdenkmals als Nationaldenkmal
nach. Dabei geht es nicht
zuletzt um die Nutzung des Denkmalareals
für Feste, Feiern und Aufmärsche
in den Jahrzehnten seit 1875. Anschl.
Umtrunk. Gefördert durch den
Heimatverein Wiedenbrück-Reckenberg
e. V. Tickets im VVK je 10 € unter
vhs-re.de, Tel. 05242/9030-900 oder
briefkasten@vhs-re.de. Anmeldung
bis 27. Oktober, 16 Uhr | AK 12 €.
7
20.00 Der seltsame Fall des
Dr. Jekyll & Mr. Hyde
London 1886: Der Rechtsanwalt Utterson
erhält das Testament seines
Freundes Dr. Henry Jekyll. Es enthält
die Anweisung, dass im Falle des Verschwindens
des Arztes sein gesamtes
Vermögen unverzüglich »seinem
Freund und Wohltäter« Mr. Hyde zu
überschreiben sei. Eigentlich kein sonderbarer
Wunsch, wäre Mr. Hyde nicht
ein ausgemachtes Scheusal. Wird Dr.
Jekyll von Edward Hyde erpresst? Und
wenn ja – was kann er nur gegen einen
so herzensguten Menschen wie Jekyll
in der Hand haben? Die nah am Original
neu bearbeitete Novelle von Robert
Louis Stevenson kommt als Live-Hörspiel
des hochgelobten Ensembles des
Theaters ex libris (Ltg. Christoph Thiemann)
auf Einladung der Buchhandlung
Güth, der Stadtbibliothek und
der Flora Westfalica in die Stadthalle.
Tickets im VVK je 24,90 € z. B. bei
der Flora Westfalica, Tel. 05242/9301-0
bzw. unter flora- ticket.de
20.00 Philipp Brämswig Trio
Die 3 umtriebigen und gefragten Musiker
der renommierten Kölner Szene
um Gitarrist Philipp Brämswig schaffen
faszinierende Klangwelten jenseits von
Stilgrenzen und erfreuen sich und ihre
Zuhörer mit ihrem berauschenden Zusammenspiel.
Konzert im Abrahams.
Veranstalter: Jazz-Club Rheda-Wiedenbrück
e. V. Tickets im VVK ab 27 € (ggf.
zzgl. Gebühren) unter flora-ticket.de
DO 30
18.00–21.00 KreativZeit –
Makramee im Küsterhaus
Ob Wanddekorationen, Traumfänger,
Blumenampeln, Tierfiguren, (weihnachtliche)
Anhänger oder ähnliches –
jede/r arbeitet nach seinem Geschmack
unter fachkundiger Anleitung. Eigenes
Material darf gerne mitgebracht werden,
alternativ kann Makramee-Garn
vor Ort erworben werden. Weitere Termine:
Do 13. und 20. November. Gebühr
je Abend: 5 €. Infos und Anmeldung
unter deele@dorfaktiv.de bzw. Tel.
0179/9040364. Infos: dorfaktiv.de
18.30 Ein Abend in der Provence –
Kulinarik und Krimi
Kommen Sie mit auf eine kulinarisch-literarische
Reise mit Sophie
Bonnet und ihrem liebenswerten provenzalischen
Ermittler Pierre Durand!
Es geht nach Sainte-Valérie, einem
idyllischen Dorf. Die Autorin liest in
Büschers Seecafé verschiedene Passagen
aus ihrer mittlerweile elf Fälle umfassenden
Krimireihe vor. Diese sind
eingebettet in ein exquisites 3-Gänge-Menü,
das nicht nur von der südfranzösischen
Küche, sondern auch
von den zwei Sophie-Bonnet-Provence-Kochbüchern
inspiriert ist. Zudem
gibt sie persönliche Einblicke in die
Entstehung ihrer Geschichten sowie
ihre Liebe zur Provence. Eine Gemeinschaftsveranstaltung
von Büschers
Seecafé und der Buchhandlung Güth.
Eintritt (3-Gang-Menü inkl. Lesung):
69 €. VVK in Büschers Seecafé (Paul-
Schmitz-Str. 22) und der Buchhandlung
Güth (In der Halle 7 +11).
19.30–20.50 Turning of Bones
»Gauthier Dance//Dance Company
Theaterhaus Stuttgart« gilt als eine
der führenden Compagnien Deutschlands
und wurde vielfach preisgekrönt.
Zusammen mit dem britischen
Star-Choreograf und Tänzer Akram
Khan wurden Auszüge wurden aus vier
seiner bzw. für die »Akram Khan Company«
kreierten klas sisch gewordenen
Produktionen weiterentwickelt. Im
Theater Gütersloh werden diese Do 30.
und Fr 31. Oktober gezeigt. Infos und
Tickets ab 25 € (ggf. zzgl. Gebühren)
unter theater-gt.de.
20.00–22.30 Tony Bauer:
»Fallschirmspringer«
Mit Witz, Charme und dem Blick auf
die Welt durch seine eigene »Duisburg-Marxloh-Brille«
nimmt der leidenschaftliche
Comedy-Aufsteiger das
Publikum mit auf eine Reise durch seinen
Alltag, seine Viertel, seine Hood.
Er erzählt von Hassan, Oma und Opa.
Und seiner herausfordernder gesundheitlichen
Beeinträchtigung, dem
Kurzdarmsyndrom, bei der er auf die
kontinuierliche Zufuhr von Nährstoffen
über einen Schlauch angewiesen
ist. Mit seinem einzigartigen Humor
und einer beeindruckenden Lebensgeschichte
hat er sich einen Namen
gemacht und die Bühnen der Republik
erobert. Jetzt ist die Stadthalle Rheda-Wiedenbrück
an der Reihe. Tickets
im VVK ab 32,90 € z. B. bei der Flora
Westfalica, Tel. 05242/9301-0 bzw. unter
flora- ticket.de. Einlass: 19 Uhr.
FR 31
19.00 Grusel: Schön schaurig,
schaurig schön
Seien Sie gewarnt: Dieser Abend ist
nichts für schwache Nerven (oder Kinder).
Im altehrwürdigen Refektorium
des Klosters entführen Kai Albert &
Team die Gäste in das Reich des Unheimlichen,
wo jedes Wort und jeder
Ton das Blut in den Adern gefrieren
lässt: erschütternde Erzählungen bekannter
und weniger bekannter Gruselgeschichten
und musikalische Werke,
die die Atmosphäre des Schreckens
perfekt einfangen – von düsteren
Klavierstücken bis hin zu orchestralen
Kompositionen, die das Herz zum
Rasen bringen. Tickets je 5 €. Reservierung
unter kloster-wiedenbrueck.de,
Abholung und Bezahlung im Kloster
(Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr) bzw. an der
Abendkasse.
8
1 Parkleiterin Elisabeth Dübjohann gratuliert Rainer Stadler.
»Ziegenflüsterer«
Rainer Stadler feiert
25. Jubiläum
Eigentlich liebe ich alle Tiere«, sagt Rainer Stadler. »Aber die Ziegen
sind mir ganz besonders ans Herz gewachsen.« Und das sieht man
auch. Seit 25 Jahren kümmert er sich für die Flora Westfalica um
die Tiere auf der Streichelwiese in der Spielerei. »Ziegenflüsterer« wird er
liebevoll genannt – nicht ohne Grund. Wenn Rainer Stadler mit seinem
Schäferhund Oscar um die Ecke biegt, sind die Ziegen alle sofort zur Stelle.
Sie wissen genau, jetzt werden sie gefüttert und versorgt.
»Als ich vor 25 Jahren gefragt wurde, ob ich mich um die Ziegen in
der Spielerei kümmern möchte, habe ich spontan zugesagt, obwohl ich
überhaupt keine Erfahrungen mit Ziegen hatte«, erzählt Rainer Stadler.
Bereut hat er es bis heute nicht. Viele Stunden hat er im Gehege verbracht;
er hat Zäune gezogen und immer wieder Ideen gehabt, wie es
den Tieren noch besser gehen kann. Beim letzten Umbau der Spielerei
hat er sich dafür stark gemacht, dass die Ziegen einen abgetrennten
Rückzugsbereich bekommen, wenn ihnen die Besucher auf der Wiese
mal zu viel werden. »Ich finde es toll, dass hier im Gehege Mensch und
Tier so einen direkten Kontakt haben«, betont Stadler.
An den Ziegen mag er insbesondere ihre Neugier und ihre gute Laune.
Der 62jährige Rheda-Wiedenbrücker, der in unmittelbarer Nähe zur Spielerei
wohnt, mag zwar alle Ziegen, aber einige sind ihm besonders ans Herz
gewachsen, beispielsweise Wurzel, mit damals 26 Jahren die älteste Ziege,
die sich gern mit einem Besen abbürsten ließ. »Pitt, die große Harzer Ziege,
war auch etwas Besonderes«, lächelt Rainer Stadler. »Er war der Ausbrecherkönig
und ist über jeden Zaun gesprungen. Mit Leckerlis ließ er sich
ins Gehege zurücklocken und sprang dann direkt wieder über den Zaun.«
Die Streichelwiese in der Spielerei ist für ihn ein zweites Zuhause,
schließlich verbringt er hier viele Stunden seiner Freizeit. Und ein Ende
ist auch nach 25 Jahren glücklicherweise nicht in Sicht.
66 Das Stadtgespräch
Gutes
Team.
BewerbeN lohNt sich!
Im Caritasverband für den Kreis
Gütersloh finden Sie Kolleg*innen
und Vorgesetzte, die Sie und Ihre
Arbeit schätzen.
WhatsApp: 0151/25738917
bewerbung@caritasgt.de
www.caritasjobs.info
Wir freuen uns auf Sie!
Das Stadtgespräch
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JETZT
BEWERBEN!
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Komm in
unser Team!
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unser Team!
Wir bilden ab 1. September 2026 aus:
• Anlagenmechaniker (m/w/d)
Wir
• Elektroniker (m/w/d)
bilden ab 1. September 2026 aus:
• Fachangestellte
Anlagenmechaniker
für Bäderbetriebe (m/w/d)
(m/w/d)
•
Elektroniker
Industriekaufleute (m/w/d)
(m/w/d)
In • allen Fachangestellte Berufen sind für auch Bäderbetriebe Praktika möglich. (m/w/d)
Jetzt • Industriekaufleute online bewerben (m/w/d) unter
www.stadtwerke-gt.de/karriere.
In allen Berufen sind auch Praktika möglich.
Jetzt online bewerben unter
www.stadtwerke-gt.de/karriere.
www.stadtwerke-gt.de