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Ausgabe 634 · 51. Jahrgang

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RG4

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Herbstkirmes Wiedenbrück vom 03. – 06.10.

Verkaufsoffener Sonntag am 05.10.

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2 Das Stadtgespräch


1 Fahrspaß mit dem Bewegungswunder Night Style

3. bis 6. Oktober: Drei Kirmesplätze

– dreifacher Spaß

Herbstkirmes ist Leidenschaft – 5. Oktober verkaufsoffen

Unübersehbar laufen seit

Anfang Oktober die Aufbauarbeiten

für die Wiedenbrücker

Herbstkirmes. Sie hat

ganz Rheda-Wiedenbrück und

Umgebung voll im Griff. Zu Tausenden

werden die Besuchenden

wieder auf die Wiedenbrücker

Festmeile zwischen Markt, Kirchund

Büschers Platz strömen. Sie

wollen bei der Herbstkirmes im

Herzen der Wiedenbrücker Altstadt

dabei sein, miteinander die

Kirmes feiern und genießen.

Eröffnung

Nach der Schaustellerversammlung

am Donnerstagabend, auf

der noch alles Wichtige besprochen

wird, geht es am Freitag,

dem 3. Oktober, 15 Uhr richtig los.

Es werden wie in jedem Jahr garantiert

wieder viele Gäste und die Ehrengäste

aus Rat und Verwaltung

am Ort der Eröffnung stehen – in

diesem Jahr am Riesenrad, aufgebaut

auf dem Kirchplatz. Bürgermeister

Theo Mettenborg wird

dort das Fest offiziell eröffnen.

Verlosung

Die Jüngeren und die Kleineren

mit ihren Eltern werden sich an

das Fahrgeschäft drängeln, um eines

der Glücksherzen der Kirmesverlosung

zu erhaschen – verteilt

vom Bürgermeister, gemeinsam

mit den Marktmeistern Dirk Wiesbrock

und David Adrian sowie den

Schaustellersprechern Arno Heitmann

und André Schneier. Bei der

anschließenden Ziehung können

sich die Losbesitzenden beim Aufruf

ihrer Nummer auf einen der

vielen Preise freuen – allesamt

1 Heroes macht alle Gäste zu Superhelden.

gestiftet von den 57 Schaustellern

der Herbstkirmes.

Freifahrten

Zudem gibt es zur Eröffnung der

Herbstkirmes eine Viertelstunde

lang Fahrten mit den Karussells

gratis.

Fassanstich

Zur Freude der Großen zapft der

Bürgermeister mit den Vertretenden

der Hohenfelder Brauerei vor

dem Riesenrad ein Fass mit Heimatbier

an. Die Herbstkirmesmachenden

werden mit den Gästen

auf vier tolle Kirmestage und ein

friedliches Fest anstoßen. Anschließend

laden die Marktmeister

und die Beschicker die Ehrengäste

zum gemeinsamen Rundgang

über die Herbstkirmes ein.

Feuerwerk

Absoluter Höhepunkt des Eröffnungstages

ist das Musikfeuerwerk

am Emssee, gestiftet von den

Schaustellern und Beschickern der

Herbstkirmes mit Unterstützung

der Privatbrauerei Hohenfelde. q

Das Stadtgespräch

3


1 Über Berg und über Tal düst der Disco Jet. 1 Auf Aladin’s Reise ins Kirmeswunderland

Das Feuerwerk wird abgebrannt

von der Dragon Fireworks Bielefeld

GmbH. Damit auch jüngere Besucher

das Spektakel am Nachthimmel

bewundern können, startet

die romantische Feuershow wieder

am frühen Abend, 20.00 Uhr – beste

Sicht ist vom Seecafe aus garantiert.

Ein Highlight, den man nicht

verpassen sollte – Auftakt für einen

ausgiebigen Kirmesbummel.

Verkaufsoffen

Tradition hat der verkaufsoffene

Kirmessonntag. Er liegt

diesmal auf dem 5. Oktober

und zeigt anschaulich die enge

Verbundenheit der Wiedenbrücker

Kaufmannschaft mit ihren

»Nachbarn auf Zeit«, wie Josef

Surmann die Kirmesleute einst

in freundschaftlicher Verbundenheit

nannte.

Krammarkt

Am Montagmorgen ist gefühlt

die ganze Stadt schon früh auf

den Beinen. Magisch zieht der

Krammarkt an, der sich über die

komplette Lange Straße erstreckt.

Er gilt als längster Krammarkt

Ostwestfalens. In diesem Jahr

bieten 90 Händler ihre Produkte,

Neuigkeiten und manche Sensationen

an ihren Ständen feil.

Leute, die sich Monate lang nicht

gesehen haben, treffen sich hier

garantiert. Und manche feiern

diesen Morgen gleich als ihr großes

Oktoberfest.

Grußwort

Liebe Rheda-Wiedenbrückerinnen,

liebe Rheda-Wiedenbrücker,

liebe Kirmesgäste von nah

und fern, mit großer Vorfreude

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4 Das Stadtgespräch


1 Mit dem Movie Star über die Dächer der Wiedenbrücker Altstadt

heißen wir Sie zur Wiedenbrücker

Herbstkirmes willkommen – un-

serem Fest der Begegnung, der

Tradition und der Lebensfreude.

In diesen vier Tagen – vom 3. bis

6. Oktober – zeigt sich die Doppelstadt

in einer besonderen

Weise wieder als das, was sie für

die meisten ist: als ein Ort der

Heimat, der Herzlichkeit und der

gemeinsamen Erlebnisse.

Wer mit dieser Kirmes aufgewachsen

ist, weiß, wie tief dieses

Fest in der Stadt verwurzelt ist.

Und dennoch: Tradition bedeutet

nicht Stillstand. Sie lebt davon,

dass Bewährtes erhalten bleibt

und es gleichzeitig gilt, den Mut

zu haben, Neues zu wagen.

Unter der Leitung der Marktmeister

und in Kommunikation

mit den Schaustellersprechern

und Beschickern entstand eine

Kirmes, die den Besuchenden

zeigt, wie viel Leidenschaft in

dieser Veranstaltung steckt. drucksvoll gelang es wieder, die

drei Festplätze im Herzen der

Ein-

Wiedenbrücker Altstadt als eine

Einheit erlebbar zu machen.

Sie, liebe Besuchende, sind

das Herz dieses Festes und zei-

gen, was Heimat uns bedeutet.

Wir wünschen uns allen fröhliche,

friedliche und unvergessliche

Herbstkirmestage. Frei nach dem

Motto: »Ein Spaß für die ganze

Familie!«

Marktmeister Dirk Wiesbrock und

David Adrian

Schaustellersprecher Arno Heitmann

und André Schneider

Marktplatz

Coole Momente mit dem

DISCO-Jet der Superlative

Hauptsache er ist da, freuen sich

alle Fans des DISCO-Jets. Sie können

es kaum Abwarten, bis Arno

Heitmann und sein Team den

DISCO-Jet auf dem Marktplatz

wieder mit Vollgas über Berg und

durch Tal steuern. Es ist der erste

Musikexpress Europas der neuesten

Generation mit anzugs-

starker 5-Motoren-Antriebstechnologie

für noch mehr Fahrspaß

bei höchster Energieeffizienz. Auf

der Herbstkirmes 2021 feierte er

Premiere. Arno Heitmann: »Wir

garantieren Fahrgeschäft-Spaß

auf höchstem Niveau in Punkto

Sicherheit und Dekoration. Ein

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Das Stadtgespräch 5


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1 Auf eine tolle Herbstkirmes stoßen an: (v. l.) Bürgermeister Theo Mettenborg, und

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Freitag, 3.10. von 18 – 21.45 Uhr

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Bügel schließen, festhalten

– die nächste Runde geht

rückwärts!«, lädt die Familie Arno

Heitmann in den DISCO-Jet der

Superlative ein.

Einzigartig in Deutschland:

Das Bewegungswunder aus

Eschershausen

Die Schaustellerfamilie Raymond

Armbrecht präsentiert den in

Deutschland einzigartigen Fahrspaß

mit dem Night Style. Nun

bereits zum vierten Mal auf der

Herbstkirmes, Standort Marktplatz.

Das bedeutet abermals ein

rassiges Kirmesvergnügen in völlig

ungewohnten Dimensionen für

Wiedenbrück.

Denn Night Style ist beileibe

kein Top Spin. Dieses einmalige

Hochfahrgeschäft fährt

nicht nur einfach über Kopf. Es

verspricht jede Menge schräger

Loopings. Mal sind es horizontale,

dann vertikale und diagonale

Überschläge. Das Tolle:

Jede Fahrt ist ein Unikat. Denn

erstens stellt die Schaustellerfamilie

jede Fahrt ganz auf das

Publikum ab, mal mit mehr,

dann mit weniger Loopings. Und

zweitens sind die Fahrten durch

die Joystick-Steuerung absolut

handgemacht. Night Style ist

einfach einzigartig in unserer

Republik – mit modernster

LED-Beleuchtung und lustigen

Wasserspielen. Nicht zu vergessen

die Rekommandeure. Sie

sind voll und ganz bei der Sache

und extrem sympathisch, bestätigen

die Night Style-Fans.

Kirchplatz

Movie Star

Abermals steht ein großes Riesenrad

der Familie Landwermann auf

der Herbstkirmes. Ihr neues, über

30 m hohes Riesenrad Movie Star

1 verfügt über zwei neue barrierefreie,

geschlossene Panoramagondeln.

Als Wahrzeichen der Kirmes

steht es auf dem Kirchplatz in

Wiedenbrück. Über 200 Leute können

gleichzeitig mitfahren. Rund

sechs Minuten dauert eine riesige

Runde, bei der man einen Panoramaausblick

nach allen Seiten

hat. Familie Landwermann fährt

selbst gern Riesenrad. Bereits in

dritter Generation betreibt sie das

Geschäft mit Riesenrädern. Drei an

der Zahl stehen dabei zur Auswahl.

Büschers Platz

Jumpstreet

Abermals ist Marlon Klaasen mit

seinem Fahrgeschäft Jumpstreet

zu Gast in Wiedenbrück. Das auf

dem Büschers Platz errichtete Ge-

6

Das Stadtgespräch


1 Die Kirmesfans hoffen auf die von Schaustellersprecher Arno Heitmann und André

Schneider (v. l.) verteilten Glücksherzen.

schäft (Bauart »Scheibenwischer«)

verspricht rasante Fahrten und bei

Sonnenschein einen besonderen

Wasserspaß.

Heroes

Bei diesem Highspeed-Spaß in direkter

Nachbarschaft zum Autoskooter

legen sich die Gondeln bei

ihrem höchsten Aufschwung fast

im 90-Grad-Winkel in die Kurve.

Die Freunde des Adrenalins und der

Geschwindigkeit kommen nicht

zu kurz. Ebenfalls die Licht- und

Farbeffekte machen das Actionkarussell

auch für die Zuschauer zu

einem Hingucker, verspricht Schausteller

Marvin Fick. Alle Gäste verlassen

den Betrieb als Superhelden.

Der Name »Heroes« besteht für das

Geschäft also mehr als zu Recht,

schmunzelt der Schausteller.

Wenn der Scooter zur Disco wird

Davon muss sich niemand mehr

überzeugen lassen: dass der Autoscooter

Formel 1 mit André Schneider

am Steuer geile Fahrten verspricht,

egal ob vorwärts, rückwärts oder

einfach im Kreis, dazu ohne Führerschein

und wenn’s auch mal

kracht. Hier wird einfach nur Spaß

gemacht. Das Formel-1-Racing-

Team steht schon in den Startlöchern.

Und als i-Tüpfelchen obendrauf

lässt André die angesagteste

Mucke aus der Hifi-Supersound-Anlage,

nach der die Fans fragen. Nebeleffekte

und Discolaser machen

die Party komplett. Man sieht sich…

am Ring von André Schneiders Formel

1-Piste auf dem Büscherplatz.

Kinderfahrgeschäfte

Für die Kinder gibt es ein abwechslungsreiches

Angebot, das

ihre Herzen höher schlagen lassen

wird. Der altbekannte Truck Stop

von Dölfi Hirsch ist ebenso wieder

dabei wie die Kinderschleife

Aladin‘s Reise von Carsten Lönne.

Ebenso leuchten die Kinderaugen

in Dirk Stippichs Flying Toys und

in dem Rundfahrgeschäft »Biene

Maya« von Petra Weber – für jedes

Kind ist etwas dabei.

Können und Glück

Groß ist die Auswahl an Spielgeschäften,

bei der Glück oder Geschicklichkeit

gefragt ist, darunter

Marlon Krause mit Dosenwerfen,

Maurice Stippich (Fadenziehen)

und Michael Zahn-Kleuser (Enten-Angeln).

Die Meisterschützen

kommen bei Carsten Lönne und

Simon Balshüsemann auf ihre

Kosten.

Schlemmen auf dem

Volksfest

Wer kulinarischen Genuss sucht,

wird auf dem Hofer Volksfest

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Das Stadtgespräch

7


1 Völlig schwerelos geht es mit dem Kinderflieger.

1 Auf den größten Krammarkt Ostwestfalens locken 90 Händler.

Geschmack ist etwas dabei: Ob

Hot Dogs von Harry Sindermann

oder Familie Becker, Leonhard

Lemoines China WOK sowie Willi

Kaisers gebackenes Gemüse und

gefüllte Kartoffeln von Andre

Heitmann oder Crêpes von Willi

Perl, Kevin Preher, Sydney März

und Iolanda Tränkler oder die

Riesenchampignons von Udo

Osthold, Pizza von Guiseppe

Maltese und Michael Derleh,

Pommes Special sowie Thelen’s

Riesenbratwurst (½ Meter). Die

ungarische Spezialität Langos

bieten dieses Jahr Philip Kaiser

und Ronny Kaiser an. Familie Crisan

verköstigt mit rumänischem

Baumkuchen.

Für Naschkatzen…

Es verführen zum Naschen: Wilfried

Oberschelps Lebkuchen, frische

Mandeln von Christa Brand,

Hans Dreyer, Heidi Jelitte, Rudolf

Osthold und Andree Langenscheidt

sowie Kevin Preher und Jil

Lönne mit Eisspezialitäten.

Für durstige Gäste

Die Altdeutsche Bierstube von Heiner

Heitmann ist der Treffpunkt

auf der Herbstkirmes. Es verwundert

nicht, dass die urgemütliche

familiengeführte Reisegaststätte

auf dem Kirchplatz mit großem

Biergarten von den Gästen in den

Abendstunden dicht umlagert ist.

Auf dem Büschers Platz lädt neben

Getränke Paehler-Borgmeier aus

Rietberg Gloria Fischer mit ihrem

Team rund um den »Biertreff« mit

Biergarten ein. Auf dem Marktplatz

warten die Ausschankwagen

von Katharina Hagenheide (Hohenfelder

Brauhaus) und Carsten

Lönne auf die durstigen Seelen.

Sicherheit auf dem

Festgelände

Gefährliche Gegenstände wie Messer

und Waffen aller Art bitte zu

Hause lassen. Wer sich auf dem

Volksfest nicht zu benehmen weiß,

muss mit einem Platzverweis und

ggf. weiteren Schritten rechnen.

Die Zufahrten zu den Festplätzen

werden mit Barrieren gesichert.

Personalnot

Corona hat die Schausteller

hart getroffen. Was sich immer

noch negativ auswirkt: Viele, die

Fachgeschäfte mit aufbauten

oder Fahrchips einkassierten,

haben sich andere Jobs gesucht.

Die einstigen Mitarbeitenden

kommen nicht wieder. In die-

sem Jahr liefen die Jahrmärkte

durchweg gut – wenn der

Regen in einigen Landesteilen

nicht dazwischenkam. Aber

die Schausteller haben es auch

bei einem optimalen Verlauf,

u. a. wegen der Personalnot,

sehr schwer. Manche Geschäfte

mussten sogar Standplätze

absagen.

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8 Das Stadtgespräch


Foto: Heiner Heitmann

1 In der Altdeutschen Bierstube auf dem Kirchplatz sind die Nächte lang. In vierter Generation

führt Heiner Heitmann mit seiner Frau Christina diese gesellige Inspiration.

1 Der gemütliche Platz an der Theke von Schankwirtin Gloria Fischer ist der Biertreff

auf Büschersplatz.

Wie teuer ist ein

Kirmesbesuch?

Ein Besuch auf der Herbstkirmes

macht Spaß – geht aber auch ins

Geld. Wird ein Besuch zu einem Luxusgut?

Gerade Familien mit Kindern

merken das im Portemonnaie.

Auf der anderen Seite können

die Schausteller und Beschicker

auf die gestiegenen Kosten für

Personal, Waren, Strom, Fahrtkosten,

Standgelder und zunehmend

für Sicherheit verweisen. Die Kosten

steigen und steigen immer

weiter. Dafür zahlen am Ende die

Besuchenden. Die Schausteller haben

ja auch ihre Kalkulation, mit

der sie über die Runden kommen.

Und sie versuchen, die Preise familiengerecht

zu halten.

32,80 Euro gaben die Besuchenden

vor zwei Jahren für

einen Jahrmarktbesuch aus,

ermittelte der Deutsche Schaustellerbund.

Heute sind es sicherlich

mehr. Zum Vergleich: Vor 25

Jahren waren es noch 15,35 Euro.

Darüber berichtete RTL-West zur

diesjährigen Cranger Kirmes.

Der Schaustellerbund hat die

Politik insbesondere auf die hohen

Stromkosten aufmerksam

gemacht. Eine Lösung ist noch

nicht in Sicht.

Kem

Öffnungszeiten

Freitag, 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit)

14.00–24.00 Uhr Kirmes in der Innenstadt

15.00 Uhr Eröffnung auf dem Kirchplatz

20.00 Uhr Feuerwerk

Samstag, 4. Oktober

07.30–13.00 Uhr Wochenmarkt auf dem Parkplatz Auf der Schanze

14.00–24.00 Uhr Kirmes in der Innenstadt

Sonntag, 5. Oktober

13.00–22.00 Uhr Kirmes in der Innenstadt

13.00–18.00 Uhr verkaufsoffener Sonntag

Montag, 6. Oktober

08.00–15.00 Uhr Krammarkt

11.00–22.00 Uhr Kirmes in der Innenstadt

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Das Stadtgespräch 9


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Highlights aus dem

Herbst-Wintersemester

2025/26

Volkshochschule Reckenberg-Ems macht Appetit

auf Bildung

Der Bildungskatalog der Volkshochschule Reckenberg-Ems für

das kommende Herbst- und Wintersemester ist bereits seit dem

27. August an den bekannten Stellen und im Internet auf der

Homepage ww.vhs-re.de veröffentlicht und lädt zum Stöbern und Entdecken

ein. Und die Bandbreite der Bildungsthemen und -möglichkeiten

ist absolut groß.

Noch sind Plätze frei. Für Anmeldungen und Anfragen steht das

Team der Volkshochschule unter Tel. 05242/9030-900 von montags bis

donnerstags in der Zeit von 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr und von 14.00 Uhr

und 17.00 Uhr sowie freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr zur Verfügung. Online-Anmeldungen

sind auf www.vhs-re.de möglich.

Kostproben aus dem Fachbereich 0: Studienreisen

Diesmal hat die VHS zwei neue Tagesfahrten im Programm, die zu besonderen

Erlebnissen und Wahrnehmungen einladen, berichtete VHS-Leiter

André Mannke, neben der Erlebniswelt »stockfinster« am 11. Februar:

Faszination Flughafen – Besichtigung des Paderborner Flughafens

Der Flughafen Paderborn-Lippstadt ist der Heimathafen für Urlaubsund

Geschäftsreisende aus Ostwestfalen-Lippe und den angrenzenden

Regionen. Darüber hinaus stellt er den Anschluss der Region an den

weltweiten Luftverkehr über das Direktkreuz München sicher.

Am 22. Oktober besucht die VHS den Flughafen, ist dabei mehr als

ein »normaler« Fluggast und schaut mit einer exklusiven Führung hinter

die Kulissen des Geschehens. Herzlich willkommen sind auch Kinder

in Begleitung ihrer Eltern. Die Anfahrt erfolgt in Fahrgemeinschaften.

Fachbereich 1: Politik – Gesellschaft –Umwelt

Fachbereichsleiterin Dr. Sybille Schneiders gab Einblicke in die FB Gesellschaft

und Kultur.

Mensch und Klima – Erlebnisführung für die ganze Familie

Wie prägt das Klima unser Leben und wie beeinflussen wir das Klima?

Damals und heute! Im Archäologischen Freilichtmuseum (AFM) und

der Klimaerlebniswelt (KEW) Oerlinghausen begeben sich die Teilnehmenden

auf eine Zeitreise – vom Eiszeitalter in die Klimazukunft! Die

Besucher erkunden, wie sich Menschen seit der Eiszeit an klimatische

Veränderungen angepasst haben. Anhand prähistorischer Werkzeuge

und rekonstruierter Behausungen von der Alt- bis in die Jungsteinzeit

erleben sie vergangene Lebensweisen hautnah. Sie entfachen Feuer und

ziehen Parallelen zum heutigen Klimawandel. In der KEW wird der menschengemachte

Klimawandel greifbar: Interaktive Stationen zeigen seine

Auswirkungen und mögliche Anpassungsstrategien. Dieses Programm

sensibilisiert, inspiriert und macht Klimageschichte lebendig.

Do, 16.10.2025, 14.00–17.00 Uhr, Dozent: Team der Museumspädagogik

Fachbereich 2.1.: Kultur

»14 plus« – Theatergruppe für Jugendliche ab 14 Jahren

Jugendliche, die etwas zu sagen haben und Songtexte lieben, sind hier

10 Das Stadtgespräch


genau richtig. Bei dieser Theatertruppe dreht sich alles um dieses Thema,

die eigene Musik und deren kreative Umsetzung. Gemeinsam wählen

wir ein Thema, das alle Teilnehmende bewegt. Die Jugendlichen bringen

passende Songtexte mit, und die Gruppe verwandelt sie mit theatralischen

Gestaltungsmitteln in ausdrucksstarke Szenen.

14 x donnerstags, 19.00–20.30 Uhr, die Gruppe startete im September.

19.00–20.30 Uhr, Dozent: Frank Timmermann

Fachbereich 2.2: Gestalten

Die Fachbereichsleiterin Sabine Höller-Pietsch nannte als Highlight:

Bildungsurlaub & Herbstakademie: Acrylmalerei – Der Figur auf der Spur

Ob menschliche Figuren oder phantastische Gestalten, realistisch dargestellt

oder mit Verfremdungen: Wir probieren unterschiedliche Herangehensweisen

aus, um Eure individuellen Arbeitsvorhaben zu entwickeln.

Dieser Workshop ist geeignet für Teilnehmende mit Grundkenntnissen

der Acrylmalerei und für Fortgeschrittene. Dozentin Svenja Maaß hatte

Lehraufträge an der HAW Hamburg, der Universität Flensburg und der

HBK Braunschweig inne. Maaß lebt und arbeitet in Hamburg. www.

svenjamaass.de, Instagram: @maasssvenja

Mo, 20.10.2025 bis Do, 23.10.2025, 9.00–16.00 Uhr, Haus der Kreativität,

Werkraum

Fachbereich 4.2: Fremdsprachen

Hier geht die VHS mit 87 Sprachkursen in den gängigen Fremdsprachen

und mit SUSI-Kursen (selten unterrichteten Sprachen) an den Start, davon

werden elf Kurse digital angeboten. Wie in jedem Semester beinhaltet

der FB auch einen englischen und einen spanischen Bildungsurlaub,

die beide im VCR angeboten werden.

Fachbereich 3: Gesundheitsbildung

Die Fachbereichsleiterin Kirsten Klute stellte heraus:

Vortragsreihe zur digitalen Gesundheitskompetenz

E-Health-Experte Jörg Schiemann referiert im Rahmen der kostenfreien

Vortragsreihe im Rahmen der Kooperation zur digitalen Gesundheitskompetenz

in Zusammenarbeit mit der VHS-Regionalgruppe Gesundheit

in Westfalen im Online-Format (vhs.cloud) nach der Eröffnungsveranstaltung

am 23.9. an zwei weiteren Abenden:

Dienstag, 28.10, 19.00 Uhr: DiGA: digitale Helfer für die Gesundheit – Fitnessapps,

Tracker & Co., Dienstag, 25.11. 19.00 Uhr: Telemedizin: ärztliche

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1 Stellen das Programm für das Herbst-Wintersemester vor: (v. l.) Nicole Höhne, Irmgard

Honerlage, André Mannke, Renate Riemann, Dr. Sybille Schneider, Kirsten Klute

und Axel Hemminghaus.

Fachbereich 4.1: Deutsch

Die Fachbereichsleitenden Axel Hemminghaus und Carmen Vielstädte

nannten den

Deutsch Brückenkurs B1+/B2

In diesem Semester bietet der Fachbereich 4.1/Deutsch wieder einen

offenen Deutschkurs auf dem Niveau B1+/B2 an. Alle Sprachfertigkeiten

(hören, lesen, sprechen und schreiben) werden im Unterricht systematisch

eingeübt und vertieft. Vorkenntnisse auf B1-Niveau sind Vorrausetzung

für die Teilnahme.

Beginn: Mi, 29.10.2025, 18.15–20.30 Uhr, 7 Termine, Ort: Zehntscheune,

Clarholz, Dozentin: Maria Sliwinski

Fachbereich 5: IT, Arbeit und Beruf

Aus dem von Nicole Höhne geleiteten FB wurde u. a. herausgestellt:

Die Welt der KI

Künstliche Intelligenz ist Teil des privaten und beruflichen Alltags. Doch

was steckt eigentlich dahinter? Der Themenabend Die Welt der KI gibt

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Das Stadtgespräch

11


1 Die CDU feiert ihren Wahlsieg und den fulminant wiedergewählten Bürgermeister Theo Mettenborg.

Bürgermeister

Theo Mettenborg mit

fulminanten 71 % in die 4. Amtszeit gewählt

CDU klarer Wahlgewinner

BEST

OF

70’s

tigt. Seit 2009 steht der 54-Jährige

an der Spitze Rheda-Wiedenbrücks.

Schon bei den vorherigen

drei Wahlen wurde er jeweils mit

starken über 60 % der Stimmen

& 80’s

Der Inhaber des Bürgermeisteramts,

Theo Mettenborg,

wurde bei der

Bürgermeisterwahl am 14.9.2025

mit 71,18 % in seinem Amt bestägewählt.

In einem ersten Statement

äußerte er sich sehr dankbar

über diesen Vertrauensbeweis.

Er hatte mit diesem Wahlerfolg

nicht gerechnet. Er habe so viel

Mit gratis Prosecco

für die Lady's!

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Unterstützung in den letzten

Wochen und Monaten erfahren.

Das gebe ihm »die Basis« für seine

Arbeit. In den Dank an die Bürgerschaft

schloss er die CDU und

seine Familie ausdrücklich ein.

Die Herausforderin, Gudrun

Bauer, äußerte sich zufrieden,

dass sie gegen den starken

Amtsinhaber nahe bis an die

30-%-Marge gekommen war. Sie

habe gemeinsam mit move einen

»total engagierten« Wahlkampf

geführt und viele Unterstützende

gefunden und positive Rückmeldungen

erhalten. Es freue sie besonders,

dass sie abermals über

das Direktmandat in den Rat gewählt

worden ist. Sie sprach den

Wählenden ihren Dank aus.

Ratswahl

Die CDU konnte nach der eindrucksvollen

Wahl des Bürgermeisters

ebenfalls ihr großartiges

Abschneiden bei der

Ratswahl feiern. Sie holte alle

18 Sitze über ein Direktmandat,

12 Das Stadtgespräch


1 Wahlleiterin und Kreisdirektorin Susanne Koch (r.) gratuliert der Siegerin, Ina Laukötter

(CDU).

Foto: Kreis Gütersloh

1 Glückwünsche aus der Verwaltung zu der vierten Amtszeit von Theo Mettenborg

und einen Blumengruß für die Herausforderin Gudrun Bauer von dem Ersten Beigeordneten

Christoph Krahn und der zweiten Beigeordneten Dr. Ina Epkenhans-Behr.

konnte ihren Stimmenanteil um

rund 10 % auf 41,64 % steigern.

Der bisherige Fraktionsvorsitzender

Uwe Henkenjohann führt

das hervorragende Abschneiden

auf die transparente Arbeit, das

Streben nach pragmatischen Lösungen

und Bürgernähe der CDU

zurück. Sie sei u. a. auf die Kritik

der Bürgerinnen und Bürger gegen

eine ZUE eingegangen und

durch ihr Projekt »Kolpingstraße«

werde bezahlbarer Wohnraum für

junge Menschen geschaffen.

Auf Platz zwei folgt move mit

18,58 % der Stimmen und einem

Minus von 3,29 Prozentpunkten

im Vergleich zu 2020. Der Vorsitzende

von move, Thomas Theilmeier-Aldehoff,

schickte seinem

Statement einen Glückwunsch

an die CDU voraus. Er sei eigentlich

zufrieden. Die Zahl der Sitze

hätte move »ziemlich halten«

können. Er dankte allen Wählerinnen

und Wählern.

Erhebliche Verluste erlitten

die Bündnisgrünen von 7,15 Prozentpunkten

und landeten bei

12,81 %. Es gelang ihnen nicht

die in 2025 gewonnenen beiden

Direktmandate zu halten.

Ihr Fraktionsvorsitzender Volker

Brüggenjürgen äußerte sich insoweit

zufrieden, als dass die

Bündnisgrünen vor Ort dieses

Ergebnis ganz entgegen dem

Landestrend erzielen konnten

und weiterhin als drittstärkste

Kraft im neuen Rat vertreten sein

werden. Am Ende habe sich die

Profilbildung über einzelne Themen

ausgezahlt.

Elisabeth Frenser (SPD) machte

deutlich, dass sich die Sozialdemokraten

mehr als die erzielten

10,35 % gewünscht hätten.

Die SPD habe wirklich eine gute

Arbeit gemacht. Es bleibe die

Aufgabe, Rheda-Wiedenbrück

sozial zu halten. Insbesondere sei

eine verlässliche Kinderbetreuung

und qualifizierte Bildungsansprache

in Kita und Schule

umzusetzen.

Simon Gerhard von der FDP

äußerte zufrieden, dass die Liberalen

mit über fünf Prozentpunkten

deutlich besser als der Landestrend

abgeschnitten haben.

Er wertete das eine Bestätigung

der guten Arbeit hier vor Ort.

Günter Arlt freute sich, dass

Die Linke ihren Stimmenanteil

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Das Stadtgespräch

13


1 Die Wählervereinigung move konnte ihren Stimmenanteil ziemlich halten. (v. l.) Gudrun

Bauer, Thomas Theilmeier-Aldehoff, Ulrich Schlottmann, Michael Kleinschroth,

Ronald Hurmann, Christian Kottmann, Dr. Andreas Gernhold

1 Die Bündnisgrünen bleiben drittstärkste Kraft im Rat. Das Foto zeigt (v. l.) Leon Thumel,

Jenny Wedler, Birgit Kaupmann, Volker Brüggenjürgen und Christiane Braun.

Sie bilden mit Hermann Heller-Jordan die neue Fraktion.

1 Die SPD hätte sich gerne ein besseres Ergebnis gewünscht: (v. l.) Anja Baumann,

Elisabeth Frenser, Dirk Kursim, Friederike Wandmacher.

1 Simon Gerhard (r.) und Christoph Rasim (l.) vertreten im neuen Rat die FDP.

verzweifachen und er im eigenen

Wahlbezirk gut abschneiden

konnte. Die Linke konnte ihren

Stimmenanteil auf 4,59 %

und die Zahl ihrer Sitze auf

zwei erhöhen.

Ebenfalls die AfD, die

in acht der 19 Wahlbezirke

kandidiert hatte, konnte

ihren Stimmenanteil auf

knapp fünf Prozent und die

Zahl der Sitze auf zwei und damit

auf Fraktionsstärke verdoppeln.

Dieter Karius sagte, dass

das Ergebnis »Luft nach oben«

habe, die AfD werde in der neuen

Legislaturperiode alle Anstrengungen

unternehmen, die

Bürgerinnen und Bürger von der

AfD zu überzeugen. In einigen

Wahlbezirken habe sie mit 20 %

abgeschnitten.

Auf einen Blick

Wahlberechtigte – Wählerinnen,

Wähler

Wahlberechtigte am 14.9.2025:

39.093, davon haben bei der Ratswahl

gewählt 19.708, 50,41 %, bei

der Bürgermeisterwahl 19.684,

50,35 %.

Die Wahlbeteiligung bei den zurückliegenden

Kommunalwahlen

in Prozent: (2020: 49,19 %, 2014:

48,1 %, 2009: 52,22 %)

Bürgermeister- bzw. Bürgermeisterinwahl

Theo Mettenborg, CDU: 71,18 %

(13.9.2020: 61,22 %), Gewinn

9,96 %.

Gudrun Bauer, move: 28,82 %

Bei der Kommunalwahl 2020

hatten ebenfalls GRÜNE und

SPD eigene Kandidatinnen aufgestellt.

2020 erhielten Brigitte

Frisch-Linnhoff, SPD 17,96 % und

Sonja von Zons, GRÜNE 20,82 %.

Ergebnisse Ratswahl 14.9.2025

(in Klammern zum Vergleich

Wahl 2020)

Durch die große Zahl der möglichen

Direktmandate, die die

CDU geholt hat, gibt es auch

im neuen Rat eine große Zahl

an Ausgleichsmandaten. Die

Sitzzahl im Rat wurde bei der

8

18

6

Rheda-

Wiedenbrück

5

2

2

2

1

1 Die neue Sitzverteilung im Rat der

Stadt Rheda-Wiedenbrück

Wahl am 14.9.2025 von 38 auf 44

aufgestockt. Vor 5 Jahren wurde

die Sitzzahl von 38 auf 52 aufgestockt.

Somit ist der Rat in der

kommenden Legislaturperiode

um 8 Sitze kleiner.

CDU 41,64 %, 18 Sitze, alle mit Direktmandat

gewählt (31,42 %, 17

Sitze, davon 1 Reservelistenplatz)

SPD 10,35 %, 5 Sitze (11,15 %, 6

Sitze), GRÜNE 12,81 %, 6 Sitze

(19,96 %, 10 Sitze, davon 2 Direktmandate

in den Wahlbezirken

1 und 8), FDP 5,06 %, 2 Sitze

(6,85 %, 4 Sitze), FWG 2,08 %, 1

Sitz (4,2 %, 2 Sitze), DIE LINKE

4,59 %, 2 Sitze (2,34%, 1 Sitz), AfD

4,89 %, 2 Sitze (2,20 %, 1 Sitz),

move 18,58 %, 8 Sitze, Gudrun

Bauer gewann das Direktmandat

im Wahlbezirk 9 mit 174 Stimmen

– 33,33 % – vor Rüdiger Lückheide

(CDU) mit 170 Stimmen – 32,57 %

– (21,87 %, 11 Sitze, Gudrun Bauer

Direktmandat im Wahlbezirk 9)

Kreistags- und Landratswahl

Ina Laukötter (CDU) folgt auf

Landrat Sven-Georg Adenauer

(CDU), der nach 26 Jahren im Amt

nicht mehr antrat. Sie kommt auf

59,22 %, Marie Hauhart (SPD) auf

24,90 % und Marco Mantovanelli

(GRÜNE) auf 15,89 %.

Bei den Wahlen zum Kreistag

hat die CDU erneut ihre Position

als stärkste Kraft behauptet: Sie

erhielt 39,69 % der Stimmen

(2020: 39,12 %). Zweitstärkste

Kraft ist die SPD geworden, sie

holte 18,23 % (2020: 19,22 %). Die

GRÜNEN, die 2020 zweitstärks-

14 Das Stadtgespräch


1 Die AfD konnte mit acht besetzten Wahlbezirken ihren Stimmenanteil verdoppeln

und hat demnächst Fraktionsstatus: hier Dieter Karius.

1 Ebenfalls verdoppeln konnten sich DIE LINKEN. Zu sehen ist auf dem Foto Günter

Arlt, der sich über das Abschneiden seiner Partei freut.

te Kraft geworden waren (2020:

20,98 %), kommen auf 13,02 %

und werden von der AfD überholt:

13,69 % (2020: 4,42 %).

Die weiteren Ergebnisse:

UWG 5,99 % (2020: 7,63 %), FDP

4,19 % (2020: 5,77 %), LINKE

4,63 % (2020: 2,45 %),

Neu auf dem Wahlzettel

stand bei der Kreistagswahl die

Partei Volt, die allerdings nur in

acht der 30 Kreiswahlbezirken

antrat. Sie kam auf 0,56 % der

Stimmen.

Durch die 28 von 30 möglichen

Direktmandaten, die die

CDU geholt hat, gibt es auch im

neuen Kreistag eine große Zahl

an Ausgleichsmandaten – voraussichtlich

72 statt 60 Sitze

(plus Landrat). Davon entfallen

auf: CDU 28 (2020: 28), SPD 13

(2020: 14), GRÜNE 9 (2020: 15),

UWG 4 (2020: 6), AfD 10 (2020: 3),

FDP 3 (2020: 4), LINKE 3 (2020: 2),

Volt: 0. Alle Ergebnisse im Detail:

www.kreis-guetersloh.de oder

https://wahlen. votemanager.de/

Sven-Georg Adenauer scheidet

Ende Oktober 2025 aus dem

Amt. Er ist seit dem 1. Oktober

1999 ununterbrochen Landrat

des Kreises Gütersloh. Bis auf

den 65-Jährigen gibt es in Nordrhein-Westfalen

lediglich einen

weiteren Politiker, der das geschafft

hat: Thomas Hendele

(Kreis Mettmann). Auch er trat

nicht erneut an.

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Das Stadtgespräch

15


1 Pflanzaktion im Garten des Gemeindehauses mit dem Presbyterium und der Delegation aus Matiši im vergangenen Jahr

Foto: Strothenke

Ein Apfelbaum für die Freundschaft

30 Jahre Partnerschaft mit Matiši

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Seit mehr als 30 Jahren verbindet die Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde

Rheda-Wiedenbrück

eine enge Partnerschaft mit der ev. Kirchengemeinde

im lettischen Matiši. Dieses Jubiläum wird nun

mit einer ganz besonderen Geste gefeiert: Ein Apfelbaum

soll in Matiši gepflanzt werden – als sichtbares

Zeichen für Freundschaft, Vertrauen und Hoffnung.

Ein Pendant steht bereits in Rheda-Wiedenbrück:

Im vergangenen Jahr setzten Pfarrer Andis Smilga und

eine Delegation aus Lettland zusammen mit der Gemeinde

einen Apfelbaum in den Garten des Gemeindehauses

an der Schulte-Mönting-Straße. Begleitet

von Gebeten, Liedern und guten Wünschen wurde

der Baum feierlich angegossen.

Nun steht der Gegenbesuch an. Rund um das Erntedankfest,

reist eine kleine Gruppe nach Lettland.

Am Samstag, 4. Oktober, wird in Matiši der zweite

Apfelbaum in die Erde gesetzt – verbunden mit vielen

Erinnerungen an drei Jahrzehnte Freundschaft und der

Hoffnung auf viele gemeinsame Jahre in der Zukunft.

Die Idee knüpft an den bekannten Ausspruch an,

der Martin Luther zugeschrieben wird: »Wenn ich

wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich

heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen«. Ein starkes

Bild, das beide Gemeinden über Grenzen hinweg teilen

möchten. Inmitten globaler Krisen wollen sie so

ein Zeichen der Zuversicht setzen: Die Partnerschaft

trägt Früchte – und das im wahrsten Sinne des Wortes.

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Ein sonniger Sommertag, schöne Volkswagen

und jede Menge gute Stimmung. Die beliebte

Veranstaltung »Bugs, Beer & Badeanstalt«

lockte am 14. Juni erneut zahlreiche Besucherinnen

und Besucher ins Stromberger Freibad. Organisiert

vom Luftgekühlten Freundeskreis e. V., ist die Veranstaltung

längst ein fester Termin im Kalender vieler

Käfer- und Bulli Fans aus ganz Deutschland geworden.

Doch neben dem Spaß an alten »Karren« steht

auch der gute Zweck im Mittelpunkt: Wie schon in

den Vorjahren spendete der Verein einen Teil der Einnahmen

an den Förderverein des Stromberger Freibades,

Gaßbachtal e. V. In diesem Jahr kam dabei die

beeindruckende Summe von 3200 Euro zusammen.

Die feierliche Übergabe des symbolischen Spendenschecks

fand kürzlich direkt im Freibad statt. In

Anwesenheit der Vertreter des Fördervereins überreichte

der Vorstand des Luftgekühlten Freundeskreises

e. V. die Spende persönlich. Das Geld wird in

die Anschaffung von Sonnenschutzanlagen fließen,

um den Besucherinnen und Besuchern künftig mehr

Schattenplätze bieten zu können – eine Investition,

die vor allem Familien und älteren Badegästen zugutekommt.

16 Das Stadtgespräch


Gegendarstellung

von move

Im Stadtgespräch 09/2025 hat die

CDU Rheda-Wiedenbrück unter

dem Titel »Mal ehrlich machen«

verschiedene Themen des Kommunalwahlkampfes

beleuchtet

und vermeintliche Falschaussagen

der politischen Widersacher »richtig

gestellt«. Hierzu hat die Wählergemeinschaft

Move folgende

Gegendarstellung eingereicht:

Baulandrichtlinie

Die CDU erweckt den Eindruck,

die in einem einstimmigen Beschluss

(also auch mit den Stimmen

der CDU) verabschiedete

Baulandrichtlinie wäre verantwortlich

für zu wenig Bauen, weil

alles über die Verwaltung liefe.

Wahr ist, dass die relativ langsamen

Fortschritte beim Bauen

in den Neubaugebieten wie

z. B. Varenseller Str. schlicht gar

nichts mit der Baulandrichtlinie

zu tun haben, weil es diese bei

der Entwicklung dieses Baugebietes

noch gar nicht gab. Auch

die zögerliche Entwicklung »Am

großen Moor« hat überhaupt

nichts mit der Verabschiedung

der Baulandrichtlinie zu tun, weil

der Erwerb der Fläche durch die

Stadt lange vor der Einführung

stattfand. Es ist darüber hinaus

bemerkenswert, die Verwaltung

und den eigenen Bürgermeister

letztlich für die Baugeschwindigkeit

mittelbar verantwortlich zu

machen.

Markt 13

Die Aussage, die CDU hätte in

den letzten Jahren Kontakt zum

Investor gehalten, um das Objekt

zu der jetzigen Baureife zu führen,

ist grob unwahr. Spätestens seit

2019 hat es laut dem Eigentümer

Hand-Bernd Dreier überhaupt

keinen Kontakt der CDU mehr zu

ihm gegeben (vgl. Presseberichte

Das Stadtgespräch

Die Glocke und NW am 06.09.25).

Folglich hat die CDU hier in den

letzten Jahren keinerlei Beitrag

zur Realisierung des Objektes

mehr geleistet.

Auf der Schanze

Die Aussage, dass nicht die privaten

Grundstückseigentümer

angesprochen wurden, die zur

Realisierung des Konzepts ihre

Zustimmung geben müssten, ist

ebenfalls unwahr. Tatsache ist,

dass neben der Stadt hier 2 Unternehmen

beteiligt wären, die

dem notwendigen Flächentausch

zustimmen müssten. Diese beiden

Unternehmen waren vom

ersten Tage der Überlegungen

an mit im Boot und haben das

Konzept uneingeschränkt unterstützt.

Ebenfalls unwahr ist die

Behauptung, mit dem Konzept

ginge eine deutlich geringere Anzahl

an Stellplätzen einher. Im Gegenteil:

Durch die Umlegung des

MEHR ENERGIE.

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1 Die move-Vertreter/innen: (vorne v. l.) Christian Kottmann, Gudrun Bauer, Melanie

Stuhlweißenburg, (hinten v. l.) Dr. Andreas Gernhold, Thomas Theilmeier

Parkplatzes in Verbindung mit der

deutlich erkennbaren Tiefgarage

steigt die Anzahl der Stellplätze

im Quartier gegenüber dem derzeitigen

Bestand sogar noch an.

Dem zuständigen Bauausschuss

wurde das Konzept in der

politisch üblichen Form einer

sog. »Antragsvorlage« vorgestellt

und mit Mehrheitsbeschluss

zur weiteren Bearbeitung an die

Verwaltung weitergeleitet. Diese

berichtete in der Bauausschußsitzung

am 11.09.25 über den aktuellen

Sachstand und testierte

dem Konzept eine grundsätzliche

Realisierbarkeit. Ferner habe der

Kreis der Umlegung der Straße

nicht grundsätzlich widerspro-

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chen, sondern lediglich auf die

bisherige Planung der K1 bzgl.

der Trassenführung verwiesen.

Unwahr ist zusätzlich die Aussage,

der Kreis als Planungsträger

sei im Vorfeld der Planung nicht

kontaktiert worden.

Die Zeitschiene der Realisierung

liegt einzig und allein im

Willen der Politik, hier voran zu

kommen. Ein Konzeptentwurf ist

sachlogisch keine fertige Planung,

sonst wäre es kein Entwurf. Nichts

anderes wurde seitens Move kommuniziert.

Wer somit ehrliche

Politik in Rheda-Wiedenbrück vorantreibt,

möge der Leser bitte im

Lichte u. a. der o. g. Ausführungen

selbst für sich entscheiden.

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17


Fotos: Tanja Pilgrim-Barwich

1 Damen-Finale: Katja Basharina (CMK München), Nele Barwich (KCWD), Esta Fullmann,

Naya Daruwala (KC Zugvogel Köln) und Anna Führer (KC Limburg)

1 Junioren-Finale – Simon Ramsayer, Mads Barwich, Justin Niermeier, Tim Beck, Felix

Ramsayer

Ems-Kanu- Freestyler

jubeln bei Deutscher

Meisterschaft

Titelgewinn für Justin Niermeier und Nele Barwich,

Podestplätze für Mads, Nele und Stefan Barwich

Die deutschen Meisterschaften im Kanu-Freestyle wurden in diesem Jahr

am 30. August auf der Ruhr im Sauerland ausgefahren. Direkt vor dem

Bootshaus des ausrichtenden SKC Neheim-Hüsten bietet die »Ruhr-Walze«

einen in Deutschland einzigartigen Playspot für die Kanu-Akrobaten.

Beim Kanu-Freestyle zeigen die Paddler in ihren jeweils 45-sekündigen

Läufen dreidimensionale Drehungen, Überschläge und Saltos in ihren

weniger als zwei Meter langen Freestyle-Booten.

Für die Kanuten des Kanu-Clubs Wiedenbrück-Rheda e. V. ist das

wilde Wasser der Ruhr zugleich der bevorzugte und nächste Trainingsort

für diesen Sport. So traten beim »Heimspiel« gleich sechs Paddler von

der Ems gegen die bundesweite Konkurrenz an. Aufgrund der großen

Trockenheit führte die Ruhr nur selten ausreichend Wasser, so dass die

geplanten Trainingseinheiten in Neheim-Hüsten in der Zeit von Mai

bis August überwiegend ausfallen mussten. Passend zur Deutschen

Meisterschaft wurde allerdings der Wasserablass von der Sorpetalsperre

erhöht, da an der Möhnetalsperre eine Baustelle eingerichtet und

der Wasserablass dort reduziert werden musste. Dies bescherte den

Kanu-Freestylern wider Erwarten optimale Wasserbedingungen für die

deutschen Meisterschaften.

In der Klasse der unter 14-jährigen Schüler traten Silas Forthaus und

Malte Gersting an und landeten gemeinsam auf Platz 6. Für die beiden

Youngster war es das Debut bei den deutschen Meisterschaften.

Bei den männlichen Junioren U18 lieferten sich die beiden Wiedenbrücker

Justin Niermeier und Mads Barwich einen spannenden Wettkampf

um die deutsche Meisterschaft. Während im Vorlauf zunächst

Justin vorne lag, setzte sich im Halbfinale Mads Barwich an die Spitze.

Im Finale der besten 5 Junioren entscheidet der punkthöchste von drei

Läufen über den Sieg. Nachdem Mads Barwich u. a. mit Entry-Move und

Phonics Monkey stark vorgelegt hatte, wurde er dann doch noch von

seinem Vereinskameraden übertroffen. Mit 433 Punkten sicherte sich der

18-jährige WM-Teilnehmer Justin Niermeier u. a. mit einer starken Cartwheel-Tricky-Woo-Kombination

die deutsche Meisterschaft. Vizemeister

wurde Mads Barwich vor dem Limburger Kian Weisbrod.

Den 3. Platz im Freestyle Kajak der Damen holte sich Nele Barwich.

Die mehrfache WM- und EM-Teilnehmerin musste sich lediglich der

Münchnerin Ekatarina Basharina und der Kölnerin Naya Daruwala geschlagen

geben.

In der Masterklasse der über 40-jährigen paddelte ihr Vater Stefan

Barwich hinter dem Bremer Mike Lochny auf den 2. Platz.

Eine besondere Kategorie ist die Squirtbootklasse. Hier gilt es auf

dem flachen Wasser möglichst viele verschiedene Rotationen und Drehungen,

möglichst ohne Zuhilfenahme des Paddels auszuführen und

zusätzlich komplett mit dem sehr flachen Boot und Paddler abzutauchen

und möglichst lange unter der Wasseroberfläche zu verbringen. Nele

Barwich ging als WM-Sechstplatzierte und Bronze-Medaillen-Gewinnerin

des World Cups 2024 als Favoritin in diesen Wettbewerb. Um vertikalere

Tricks ausführen und tiefer Abtauchen zu können, wurde dieser

Wettbewerb im benachbarten Wickede im tiefen Wasser hinter einer

Wehranlage ausgetragen. Souverän setzte sich die 22-jährige Studentin

im Finale gegen die Konkurrenz aus Köln und München durch. Jeder

ihrer drei Finalläufe lag über den »Scores« der Wettbewerberinnen, so

dass Nele Barwich den Titel der deutschen Meisterin unangefochten im

Squirtboot an die Ems holte.

Weitere Infos: kanu-freestyle.info/2025/09/01/deutsche-meisterschaftim-kanu-freestyle

1 Deutscher Meister U18 – Justin Niermeier KCWD 1

1 Nele Barwich – deutsche Meisterin

Squirtboot Damen

1 Junioren U18: (v. l.) Mads Barwich,

Justin Niermeier (beide KCWD), Kian

Weisbrod (KC Limburg)

18 Das Stadtgespräch


Foto: Manfred Rinderspacher

Standby-Tickets

Auch an diesem letzten Oktober-Mittwoch

macht der Jazz-Club

wieder jungen Leuten das Angebot

von Standby-Tickets. Ab 19.30 Uhr

haben unter 28-Jährige die Chance,

für 10 Euro die drei Musiker und ihr

Zusammenspiel im Abrahams zu

genießen.

Übrigens sind alle als Sitzplatz

angebotenen Karten für die

Jazz-Saison bereits verkauft. Die

als »Stehplatz« noch angebotenen

Eintrittskarten berechtigen

zur freien Platzwahl im Gastraum

und auf der Empore des Abrahams.

»Wirklich stehen muss bei unseren

Konzerten eigentlich niemand«,

so Club-Geschäftsführer Heinrich

Lakämper-Lührs. Es gibt also

Platz und Ruhe für das Genießen

der »weitverzweigten Erzählungen

von Möglichkeitsräumen«, wie es

in der Fachzeitschrift Jazzthing

über das Trio hieß.

Das wird

für die Gitarren-Fans

Das wird ein Fest für die Gitarren-Fans,

wenn am 29. Oktober

das Philipp Brämswig Trio beim

Jazz-Club im Abrahams gastiert.

Denn der in Köln lebende Gitarrist

und seine Kollegen Florina

Rynkowski am E-Bass und Fabian

Arends am Schlagzeug haben ihr

Spiel der Brämswig-Kompositionen

seit etwa 15 Jahren gemeinsam

verfeinert.

Seit letztem Jahr sind sie mit

der zweiten gemeinsamen Produktion

»Catalyst« unterwegs. Das

könnte ebenso wie die Besetzung

auf »verkopften« Jazz hindeuten,

ein Fest

meinte einer der Tonträger-Journalisten.

Herausgekommen sei aber

ein Album, »das auch Jazz-Unerfahrenen

Freude und diverse

Aha-Effekte bringen kann und

wird« (Soultrain).

Was sich im Kopfhörer hören

lässt, wird im Abrahams beim

Live-Auftritt erlebbar und durch

improvisatorische Elemente noch

einmaliger. Ein Abend also für

»Einsteiger« jeder Generation.

www.jazz-club-rheda-wiedenbrueck.de,

Vorverkauf bei der Flora

Westfalica, Rathausplatz 8.

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1 (V. l.) Frauke Reckord (neues Mitglied), Werner Twent (scheidender Präsident)

u. Annett Butschko (neues Mitglied)

Präsidentschafts wechsel

beim Lions Club Rheda-Ems

Ein Jubiläumsjahr beginnt

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Am 28. Juni gab es beim Lions Club Rheda-Ems eine ganz besondere

Veranstaltung: die feierliche Übergabe der Präsidentschaft. Werner

Twent überreichte das Amt an Hartmut Hallmann, der den Club durch

das Jubiläumsjahr zum 25-jährigen Bestehen führen wird. Seit einem

Vierteljahrhundert setzt sich der Club für wohltätige Projekte und lokale

Initiativen ein – eine Zeit voller Engagement, Zusammenhalt und wertvoller

Erfahrungen. Das Jubiläumsjahr soll nicht nur Gelegenheit zum

Rückblick bieten, sondern erneut Schwung für neue Vorhaben bringen.

Doch das war nicht die einzige Neuerung: Werner Twent durfte an

diesem Abend noch gleich zwei neue Mitglieder in den Club aufnehmen.

Frauke Reckord und Annett Butschko sind ab sofort Teil des Lions-Netzwerks

und bringen neue Impulse mit.

Außerdem stellte der neue Präsident seinen Vorstand für das kommende

Jahr vor. Neben bekannten Gesichtern gibt es einige Neuzugänge,

die mit neuen Ideen und Tatkraft zur Weiterentwicklung des Clubs

beitragen werden.

Mit diesem Wechsel startet der Lions Club Rheda-Ems in ein spannendes

Jahr voller Aktivitäten, Austausch und Engagement – und mit

jeder Menge Vorfreude auf das große Jubiläum!

Glück gehabt

2x 2 Freikarten für das Konzert von Claudia-Jung am 7. September

in der Stadthalle Rheda-Wiedenbrück gab es in unserer Septemberausgabe

zusammen mit dem Veranstalter AP Entertainment

zu gewinnen. Bedingung war nur, zu beantworten, dass die Grand Dame

des deutschen Schlagers bereits seit 40 Jahren auf der Bühne steht.

Fast alle Einsendungen waren richtig. Und so durfte unsere Losfee

Anika zur Tat schreiten und die Namen von zwei Glücklichen aus

dem Körbchen zaubern. Gewonnen haben Melissa Wiegel und Josef

Wittenborg. Beide freuten sich sehr über ihren Gewinn und auf einen

schönen Abend mit Claudia Jung in der Stadthalle.

20 Das Stadtgespräch


Gewaltpräventionsprojekt

DRK-Kindertageseinrichtung Tönnies

Ab in den Wald. Auch in diesem Jahr hatten Kinder der DRK-Kita

Tönnies durch die Unterstützung der Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück

wieder die Möglichkeit am Gewaltpräventionsprojekt

»ICH bin stark auch ohne Muckis« im Fichtenbusch in Rheda teilzunehmen.

Geplant wurde das Projekt gemeinsam mit dem Erziehungswissenschaftler

und Theologen Dr. Oliver Bokelmann und durchgeführt von

seinem Mitarbeiter Till – begleitet von den Erzieherinnen Hava Kanik

und Viktoria Reimer aus der Tönnies-Kita.

Die Kinder der DRK-Kindertageseinrichtung »Tönnies« haben über

einen einwöchigen Zeitraum durch das Einsetzen erlebnispädagogischer

Elemente ein stärkeres und positives Selbstbild entwickelt. Sie

erlebten Zusammenhalt und konnten in einem gruppendynamischen

System agieren und noch stärker zusammenwachsen. Die geplanten

Ziele, wie einen wertschätzenden Umgang miteinander und untereinander

fördern, die Frustrationstoleranz des Einzelnen verbessern und

stabilisieren, die Empathie-Fähigkeit, das Mitgefühl für den anderen

fördern, das Selbstbewusstsein und die Persönlichkeit stärken, konnten

durch die verschiedenen Angebote umgesetzt werden. Beim gemeinsamen

»Tun« im Wald, wurde den Kindern schnell bewusst, was sie

schon alles können, wo man sich konzentrieren muss, wie wichtig es

ist zusammen zu arbeiten und sich abzusprechen und was man noch

»üben« muss. Eine wichtige Erkenntnis für alle: »Wir können stark sein

auch ohne Muckis«. Das Angebot und insbesondere die Durchführung

wird von allen Beteiligten als Erfolg eingestuft. Wir sind sehr dankbar,

dass wir auch in diesem Kitajahr mit der Kreisparkasse Halle-Wiedenbrück

einen Sponsor gefunden haben, dem es wichtig ist, Kinder in

ihrer Entwicklung zu unterstützen.

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Das Stadtgespräch

21


Eine unendliche

Geschichte findet

ihr Happy End

Markt 13

1 Bei »Markt 13« geht es jetzt voran: (v. l.) Thomas Theilmeier-

Aldehoff, Gudrun Bauer, Hans Bernd Dreier, Martina

Schützdeller und Ralf Münstermann.

Meinen Fünfzigsten wollte

ich im ›Markt 13‹ feiern.

Nun werde ich wohl meinen

Fünfundsechzigsten dort nachfeiern

können«, blickte der 64-jährige

Eigentümer Hans Bernd Dreier

in einem Pressegespräch mit einem

Augenzwinkern zufrieden auf die

aktuelle Entwicklung seines Renovierungs-

und Umbauprojekts. Genau

an diesem Tag hatte der Investor

den dritten, erfolgversprechenden

Bauantrag »nach vielen Jahren des

Stillstands und der Hindernisse« unterschrieben.

Sein Nutzungskonzept

weist im vorderen Teil des 1829 an der

Stelle seines Vorgängerbaus von 1565

errichteten ansehnlichen Fachwerkgebäudes

über die beiden Vollgeschosse

ein Einzelhandelsgeschäft

mit einer handwerklichen Komponente

aus. Zu der Nachfrage, ob

damit eine Goldschmiede gemeint

sei, ging der Inhaber nicht ein. Die

von Martina Schützdeller und Ralf

Münstermann vom gleichnamigen

Architekturbüro in Gütersloh entwickelte

Planung sieht zur Langen

Straße eine mit dem Denkmalschutz

zu vereinbarende Umgestaltung des

bereits vorhandenen Eingangs und

die moderate Öffnung des Fachwerks

für Schaufenster vor. »Die

denkmalrechtliche Erlaubnis zu den

Eingriffen in die Fassaden ist bereits

erteilt«, so Dreier.

Nach hinten, ebenfalls über zwei

Etagen, soll ein Gastronomiebetrieb

mit Café und Außengastronomie

Einzug halten. Dieser wird ebenfalls

über die bereits vorhandenen Zugänge

zum Markt sowie gegenüber

dem Standesamt zu erreichen sein.

Dreier: »Das Gebäudeinnere

steht nicht unter Denkmalschutz

und gibt uns die Möglichkeit einer

zeitgerechten großflächigen Nutzung«,

womit er seine Frau Ottilie

Dreier einschloss, »Wir wollen eine

Location schaffen, in der sich die

Nutzungskonzepte aus Einzelhandel

und Gastro transparent und offen

synergetisch ergänzen. Eine Location,

die einen Hauch eines modernen

Rheda-Wiedenbrücks in historischer

Umgebung vermittelt«, beschrieb

der Inhaber das Projekt weiter. Weitere

Details beabsichtigt er zu einem

späteren Zeitpunkt bekanntzugeben.

Der Investor hofft, dass sein

Bauantrag in den kommenden

Wochen von der Stadt genehmigt

wird. Die beiden Betriebe könnten

dann voraussichtlich in der zweiten

Jahreshälfte 2026 starten. Markt 13

gehört dann sicherlich zu einem

der Herzstücke der Wiedenbrücker

Altstadt, ist Schützdeller überzeugt.

Schon in der Vergangenheit,

1829, wurde das Haus für die Nutzung

als Kneipe umgebaut. Bis in

die 1980er Jahre gab es hier einen

Milchladen und in der Französischen

Revolution wurde in dem gegenüber

dem Rathaus liegenden Haus, im sogenannten

»Demokratiesaal«, die

erste Satzung für die Stadt Wiedenbrück

verfasst.

Vorgeschichte

Vor 16 Jahren, im Januar 2009 hatte

Dreier das städtebauliche Filetstück

an der Ecke Lange Straße – Markt

von Evelyn Tönnies erworben. Das

Haus, bekannt geworden durch

den gleichnamigen Gastro-Betrieb

»Markt 13« wurde zu diesem Zeitpunkt

nicht mehr genutzt.

Ein größerer Brandschaden 2008

in der Dachwohnung und der ausgebrannte

Dachstuhl sowie die Folgen

des Löschwassereinsatzes hatten die

Nutzung des Gebäudes unmöglich

gemacht. Später ließ die Stadt das

Dach des Hauses neu eindecken,

um Schäden am Fachwerk durch

eindringendes Regenwasser zu

verhindern. Die Suche nach einem

Einklang von Denkmalschutz, zeitgerechter

Nutzung und Wirtschaftlichkeit

bestimmte viele Jahre lang

das Verhältnis von Investor und der

bei der Stadt angesiedelten Unteren

Denkmalschutzbehörde. Das heutige

Gebäude »Markt 13« steht wegen

1 Die behutsame Öffnung zur Langen Straße ist mit dem Denkmalschutz

abgestimmt. Skizze: Schützdeller und Münstermann

1 Vom Markt und gegenüber dem historischen Rathaus werden die Gäste in den

geplanten Gastro-Betrieb gelangen.

Skizze: Schützdeller und Münstermann

22 Das Stadtgespräch


seiner markanten Lage und Ansicht

seit dem 2. Juni 1986 unter Denkmalschutz.

Dreier war sofort klar, dass

das Innere des Hauses nicht unter

den Denkmalschutz fällt.

Durch die von Bernd Tönnies

1987 mit öffentlichen Geldern durchgeführte

Kernsanierung war von der

ursprünglichen Bausubstanz nichts

mehr vorhanden: Wände wurden

eingerissen und durch Stahlstützen,

die Holzdecke durch ein höher

gelegtes Pendant aus Stahlbeton

ersetzt. Das Untere Denkmalamt

beließ dennoch den Eintrag der Immobilie

in der Denkmalliste.

Erst die erste Kammer des Mindener

Verwaltungsgerichts bestätigte

nach einem dreijährigen Prozess

2017 die Auffassung des Investors,

dass für das Innere des Hauses kein

Denkmalschutz besteht. Nur die

Fachwerkfassade, das Äußere des

Hauses, steht unter Denkmalschutz.

Dreier hatte umgehend nach

dem Kauf von Markt 13, am 24.

Februar 2009 den ersten Bauantrag

gestellt. Das Konzept sah eine

geschäftliche Nutzung vor. Als Architekt

hatte er den früheren Baudezernenten

Wolfgang Hillemeyer

gewählt. Der von ihm erarbeitete

Entwurf fand nicht den Segen der

Unteren Denkmalbehörde. Hauptknackpunkt

war die geplante Eingangssituation

in der Hausecke

Lange Straße/Markt.

Einen zweiten Anlauf unternahm

der Inhaber rund 10 Jahre später, als

der Rat den renommierten Architekten

Prof. André Habermann aus

Lemgo als neues Mitglied in den Gestaltungsbeirat

berufen hatte. Dreier

akzeptierte den von Habermann in

einem gemeinsamen Workshop von

Stadt und Gestaltungsbeirat erarbeiteten

Entwurf für Markt 13 sofort.

Das Modell wurde zur Grundlage des

aktuellen Konzepts. Aber irgendwie

kam das Projekt vor Ort nicht an den

Start. Die Kontakte und Gespräche

zwischen der Stadtverwaltung und

dem Investor »brachen ab und fielen

ins Vakuum«, beschreibt der Eigentümer

diese Situation.

Andererseits war es Rat und Verwaltung

wichtig, dass Markt 13 nicht

brach liegt und in einem immer ungepflegteren

Bild erscheinen ließ. Es

gab verschiedene Interessenten. Zu

diesem Zeitpunkt wollte die Stadt

die Immobilie erwerben und einem

neuen Investor weiter veräußern. Zu

einer Einigung von Stadt und Inhaber

kam es, wie man in der Glocke

lesen konnte, nicht. Den Dissens mit

der Stadt bezeichnete Dreier rückblickend

als zermürbend. Anzufügen

bleibt, dass alle Entscheidungen und

Genehmigungen im Einvernehmen

mit der LWL-Denkmalpflege getroffen

wurden.

Die Wende

Als Zeitpunkt der Wende bezeichneten

in dem Pressegespräch die

Bürgerbewegung move und der

Investor den Einsatz von Thomas

Theilmeier-Aldehoff, Vorsitzender

von move und vom Bauausschuss.

Er hatte ebenfalls zu dem Pressetermin

eingeladen. Seiner Fraktionskollegin

Gudrun Bauer war der

Stillstand bei Markt 13 schon seit

längerer Zeit ein Dorn im Auge. Sie

sprach Theilmeier-Aldehoff auf die

Angelegenheit an. Dieser warb daraufhin

im September des vergangenen

Jahres in einem Telefonat

für ein Gespräch zwischen Investor

und dem neuen Leiter der Stadtentwicklung,

Claas Henning Wilke,

der nun seit April 2025 technischer

Beigeordneter in Fröndenberg ist.

1 Die unansehnliche Außenfassade wird bald wieder makellos erstrahlen.

Dreier: »Wilke erkannte in einem im

November 2024 geführten ersten

Gespräch sofort die Bedeutung des

Objektes und war begeistert von

dem Nutzungskonzept und sicherte

die erforderliche Unterstützung zu.

Das war für mich neu: Bislang hörte

ich immer nur, was geht und was

nicht geht«. In einem zweiten Gespräch

im Dezember 2024 gewann

das Projekt weiter an Schwung.

Diese Aufbruchstimmung nahm

der Investor mit in die Zusammenarbeit

mit dem Projektbeauftragten

für Markt 13, Burkhard Schlüter – in

Nachfolge von Wilke, den er als Realvisionär

mit Rückgrat bezeichnete.

Dreier: »Ebenfalls mit Schlüter haben

wir als aktuellen Leiter für Baumanagement,

Stadtentwicklung einen

versierten und verlässlichen

Ansprechpartner und Unterstützer

gefunden«. Er und sein Team seien

Verwaltungsprofis mit Strategie und

Lösungswillen.

Ein Gemeinschaftswerk

Im Februar 2025 gab es ein klärendes

Gesamtgespräch mit allen beteiligten

Stellen der Verwaltung und dem

Bauausschuss – was unterstreicht,

dass das »gefundene Happy End«

bei Markt 13 nicht nur der Erfolg weniger,

sondern ein Gemeinschaftswerk

ist. Die Verwaltung und der

Bauausschuss haben sich zudem

dafür eingesetzt, dass der Investor

einen Zuschuss mit öffentlichen

Geldern in Höhe von 400.000 Euro

zu den Kosten für die Umgestaltung

und Sanierung von Markt 13 erhält.

Überhaupt war die Politik durch den

Bauausschuss nicht draußen vor. Alle

beteiligten Fraktionen, CDU. Bündnisgrüne,

SPD und FDP haben sich

eingebracht. Beispielsweise hatten

sich Uwe Henkenjohann und Georg

Effertz dafür eingesetzt, dass Gestaltungsbeiratsmitglied

Prof. Dr. Habermann,

mit seiner Expertise an einem

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1 Bürgermeister Theo Mettenborg (7. v. l.) begrüßte zur Feier des 25-jährigen Jubiläums

der britisch-deutschen Freundschaft (v. l.) Wolfram Kusche, Björn Hömske, Peter

Surmann, Andreas Grundmann, Captain James Johnson, WO2 William Lees, König

Timo Grundkötter (mittlerweile Ex-König), CO Oliver Burwell, Kai Grundmann, RBL

Piper Marvin Holden, RSM Daniel Edwards, Corporal David Thornton, Hauptmann

Alexander Hüske.

Britische Artilleristen und

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May the strength of this close partnership long continue« – mit

diesem gemeinsamen Wunsch bekräftigten Colonel Oliver

Burwell vom 26th Regiment Royal Artillery sowie Kanonenoffizier

Andreas Grundmann und Leutnant Kai Grundmann gemeinsam mit

Bürgermeister Theo Mettenborg die langjährige Freundschaft zwischen

der britischen Royal Artillery und den St. Sebastian Bürgerschützenverein.

Eine außergewöhnliche Freundschaft zwischen dem britischen

Militär und einer deutschen zivilen Gemeinschaft, eine Beziehung, die

von der britischen Garnison an ihrem früheren Standort in Gütersloh

vergeblich gesucht wurde.

Im feierlichen Rahmen im Ratskeller überreichte Michael Bridgeman,

Renional Representative der RAA Germany, am Schützenfestsamstag

die offiziellen Ausfertigungen des Partnerschaftsdokuments Colonel

Burwell, Andreas und Kai Grundmann und Bürgermeister Mettenborg

und weiteren Beteiligten der lebendigen Jumelage.

In seinem Dankwort sprach Mettenborg auf Englisch: »I’m pleased

of the friendship which we celebrate today. We enjoy the special friendship

– welcome in Rheda-Wiedenbrück.« Seine Worte unterstrichen

die besondere Bedeutung dieser Verbindung, die seit vielen Jahren von

gegenseitigem Respekt und Herzlichkeit getragen wird.

Andreas Grundmann und in seiner Nachfolge sein Sohn Kai Grundmann,

die als Motoren der Partnerschaft gelten, waren sichtlich gerührt.

Viele der aus Großbritannien angereisten Gäste hatten sie seit Langem

nicht mehr gesehen.

Unter den insgesamt 47 britischen Gästen befanden sich Angehörige

vom 26th Regiment Royal Artillery, 19th Regiment Royal Artillery, Royal

Army Medical Service, 23 Royal Engineers aus Sennelager-Minden sowie

mehrere Veteranen. Auch Alexander Hüske, Hauptmann der Ersten Kompanie

der Sebastianer und Mitunterzeichnender des Partnerschaftsdokuments

bekräftigte die Freundschaft in seiner Ansprache. Der Festtag

zeigte einmal mehr, dass diese transnationale Verbundenheit lebendig

ist – und auch künftig weiter gepflegt wird. Dazu bieten sich bestimmt

viele Gelegenheiten beim vermutlich im Frühjahr 2026 geplanten Gegenbesuch

der Offiziere der 1. Kompanie im britischen Larkhill, dem

Standort des 26th Regiment Royal Artillery. Kem

24 Das Stadtgespräch


1 Adenauer vor dem Kreishaus auf dem Skulptur-Sockel bei seiner kurzen Ansprache

an die Mitarbeitenden.

Foto: Kreis Gütersloh

Chef bescheinigt

seinem Team

eine Meisterleistung

Landrat verabschiedet sich von Mitarbeitenden

Bei Bratwurst und Bier hat sich Landrat Sven-Georg Adenauer am Freitag, 5.

September, von seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verabschiedet.

Vor dem Kreishaus Gütersloh waren Stände aufgebaut, sämtliche Mitarbeitenden

von Kreispolizeibehörde und Kreisverwaltung hatte der Landrat

eingeladen. Der Personalrat hatte an diesem Tag dafür gesorgt, dass Adenauer

im Adenauer-Benz von einem Termin in Verl abgeholt worden war.

»Schön, dass es Sie gibt, ich habe mich sauwohl gefühlt mit Ihnen,

mit euch«, schloss der Landrat von Hunderten Bediensteten seine kurze

Ansprache, als es zu regnen begann. Er kündigte an, wiederzukommen,

etwa zum Rentnertreffen des Personalrats. Und so ganz sei er ja auch noch

nicht weg, seine Amtszeit ende am 31. Oktober. Er dankte allen Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern der beiden Behörden ausdrücklich für die geleistete

Arbeit und betonte nochmals den Dienstleistungsgedanken, den

Geist der Ermöglichungsbehörde. Adenauer blickte auch auf die Pandemie

zurück, vor allem auf die Zeit rund um den Coranaausbruch bei Tönnies.

Den Anwesenden bescheinigte er damals »eine Meisterleistung vollbracht

zu haben«. Er erinnerte an den Anruf von Kanzlerin Angela Merkel, die

ihm den Rücken stärkte, als der Krisenstab Kitas und Schulen schloss, er

erinnerte an die Demo der Schweinehalter vor dem Kreishaus und an einen

Anruf der damaligen Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, die

bat Tönnies wieder aufzumachen, weil auch vor ihrem Ministerium die

Bauern demonstrierten.

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1 Die Polizei stand Spalier bei der Ankunft. Der Personalrat der Kreisverwaltung hatte

organisiert, dass Landrat Sven-Georg Adenauer im historischen Mercedes-Benz von

einem Termin in Verl abgeholt worden ist. Am Steuer Kreismitarbeiter Sebastian

Strathmann, der Mercedes gehört seinem Vater Philip Strathmann, ehemaliger

Kreismitarbeiter. Der Adenauer-Benz, ein 300 D, ist aus dem Baujahr 1958.

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Qualitätssicherung und Verwaltung des Arzneimittelbestandes

ein. Hauptaufgabe ist, dass kranke und pflegebedürftige

Menschen ihre körperliche und psychische Gesundheit wieder erlangen,

verbessern bzw. erhalten. Dies geschieht hauptsächlich in Krankenhäusern,

in Pflegeheimen oder bei ambulanten Pflegediensten.

Pflegefachassistenten * betreuen pflegebedürftige Menschen und

unterstützen diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger sowie

ÄrztInnen, indem sie deren Anweisungen eigenverantwortlich erfüllen.

Sie überwachen Puls, Blutdruck, Atmung und Temperatur der

Patient/innen, dokumentieren diese Werte und reagieren auf Veränderungen

oder geben diese Information an ihre Vorgesetzten weiter.

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Das Stadtgespräch

27


Berufskraftfahrer *

* Berufsbezeichnung bezieht sich auf w/m/d

Berufskraftfahrer m/w/d

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Ihr Job ist das Beladen des Fahrzeugs und die Warenauslieferung an unsere

Kunden in einem Umkreis von 100 km mit modernem Fuhrpark mit 7,5t

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Der Berufskraftfahrer * : Im Fokus des beruflichen Alltags steht das

Führen von Lastkraftwagen und anderen schweren Nutzfahrzeugen wie

Sattelschleppern, Lastzügen oder Tanklastwagen. In den verschiedensten

Branchen werden Güter auf nationalen und internationalen Straßen

transportiert. Mögliche Arbeitsstellen finden ausgebildete Berufskraftfahrer

unter anderem bei Transportunternehmen, Speditionsfirmen,

Kurierdiensten und Bauunternehmen.

Auch wenn der Alltag eines Berufskraftfahrers im Fernverkehr von der

Straße geprägt ist, bietet die Tätigkeit noch vieles mehr. Denn zu seinen

Aufgaben zählen auch: Das Be- und Entladen der Ware bzw. das Überwachen

dieser Tätigkeiten, das Ausfüllen und Kontrollieren der Transportdokumente,

die Planung der Routen, Transport- und Ruhezeiten,

Kontrolle der Sicherheit des Fahrzeugs, der Reifen, des Ölstands, der Filter

und des Kraftstoffstands, die Wartung des Fahrzeugs sowie das Waschen

und Betanken des Lkw. Strikte Regeln dominieren den Alltag. Sind

die Abfahrtszeiten eines Fahrers meistens bekannt, weiß er nicht immer

genau, wann er wieder zurückkommt. Gerade für Berufskraftfahrer im

Fernverkehr heißt es oft: Übernachten im Hotel oder Führerhaus. Im Sinne

der Verkehrssicherheit hat der Gesetzgeber komplexe Vorgaben hinsichtlich

der Lenk- und Ruhezeiten erlassen. Der Alltag von Lkw-Fahrern

(m/w/d) ist daher stark rechtlich geprägt von Lenkzeiten und Pausenzeiten,

von Ruhezeiten und Arbeitszeiten. So muss beispielsweise nach 4,5

Stunden Lenkzeit eine Pause von 45 min. eingelegt werden. Die tägliche

und wöchentliche Ruhezeit ist grundsätzlich vorgeschrieben, kann aber

unter gewissen Umständen auch verkürzt werden.

1 (V. l.) Sven Hegemann (2. RMK-Vorsitzender), Siggi Klute (Schlüsselmeister), Bürgermeister Theo Mettenborg, Bianca Bell (Geschäftsführerin),

Martin Schröter (1. Vorsitzender), das ehemalige Königspaar der Stadtschützen Marco und Kerstin Schmidt

sowie Alexander Leweling (Stadtschütze)

Historischer

Stadtschlüssel erhielt

würdigen Platz

Erweiterte Karnevalsvitrine

Nachdem im letzten Jahr

der verschollene erste

Stadt-Schlüssel aus den

1960er Jahren feierlich an den

Bürgermeister und das Rosenmontagskomitee

zurückgegeben

wurde, erhielt das wertvolle Stück

nunmehr einen Platz an dem für

ihn eigentlich schon immer vorgesehenen,

ursprünglichen Aufbewahrungsort

– in der Karnevalsvitrine

im Rathaus. Sie wurde dafür

extra umgebaut. Gemeinsam mit

vielen anderen Karnevalsrelikten,

in denen sich mehr als 70 Jahre

Zeitgeschehen widerspiegeln,

erfährt er dort die entsprechende

Würdigung. Die Finanzierung der

Kosten des notwendigen Umbaus wurde durch die großzügige Spende

der Schlüsselfinder, Marco und Kerstin Schmidt, erst möglich.

Die offizielle Einweihung der umgebauten Karnevalsvitrine mit dem

historischen ersten Stadtschlüssel erfolgte Anfang September im Rathaus.

Marco und Kerstin übergaben die Vitrine feierlich an Bürgermeister

Theo Mettenborg im Beisein des Rosenmontagskomitees.

Der Bürgermeister dankte für das historische Relikt und die großzügige

Spende für den Umbau der Karnevalsvitrine.

Kem

28 Das Stadtgespräch


1 Glückwünsche für den einhellig wieder gewählten Vorstand des Togo-Fördervereins:

(v. l.) Astrid Selker, Thomas Wonnemann, Marion Pokorra, Arndt Richter, Nina Tacke,

Renate Erlemann, Ulrich Schlottmann

Große Herausforderungen

starke Unterstützung

Togo-Hilfe zieht Bilanz

Der Togo-Förderverein

blickt auf ein erfolgreiches

Jahr 2024 zurück:

Durch die traditionsreiche Christkindlmarkt-Verlosung

konnten

die Einnahmen erneut gesteigert

werden. Auf der Jahreshauptversammlung

im Musikzentrum des

Fürstlichen Trompetercorps dankte

die wiedergewählte Vorsitzende

Renate Erlemann allen Helferinnen

und Helfern, Teilnehmenden und

Spenderinnen und Spendern für

ihr Engagement. Insgesamt standen

dem Förderverein 57.447 Euro

– einschließlich der jährlichen Förderung

der Stadt – für Projekte in

den Provinzen Adjengré und Aouda

zur Verfügung. Aktuell werden 14

Projekte unterstützt.

Entwicklungshilfe

vor Ort

Ein Schwerpunkt bleibt die Wasserversorgung:

2024 wurden neun

neue Brunnen gebaut. Zudem begann

der Verein mit der Unterstützung

eines großen Wasserprojekts

in Gadji, dessen Grundsteinlegung

feierlich vollzogen wurde.

Seit vielen Jahren unterstützt

der Verein das Waisenhaus in Aneho,

das 61 Kinder betreut und neben

einem Kindergarten auch den

Schulbesuch der älteren Kinder

finanziert. Weitere Hilfen gehen

an die Blindenschule in Togoville,

deren Förderung jedoch wegen

fehlender Nachweise überprüft

werden muss.

Auch die Organisation

AMESCAO profitiert von der Unterstützung,

etwa durch Schulbücher,

Geburtsurkunden für Gymnasialzulassungen

und Sporttrikots.

Darüber hinaus stattete der

Verein verschiedene Schulen mit

aufbereiteten Laptops und weiteren

Unterrichtsmaterialien aus –

ein wichtiger Beitrag angesichts

der schlechten Ausstattung vieler

Schulen.

Drei Frauenorganisationen erhielten

Mikrokredite für Saatgut,

die nach der Ernte zurückgezahlt

werden. Zusätzlich wurden zahlreiche

kleinere Projekte realisiert.

Ausblick auf 2025

Im kommenden Jahr stehen erneut

Brunnenbau und Wasserversorgung,

die Förderung des

Waisenhauses, von Schulen,

AMESCAO, einer Behindertengruppe

sowie die Ausweitung der Mikrokredite

auf der Agenda. Neu ist

die Kooperation mit der Togohilfe

Rheinbach, etwa beim Bau eines

Wohnheims für weibliche Auszubildende

im Berufsbildungszentrum

in Devikimne.

Inspektionsreise 2024

Vom 12. bis 23. Oktober reiste eine

neunköpfige Delegation des Fördervereins

nach Togo. Wie immer

finanzierten die Teilnehmenden

ihre Kosten selbst. Neben Besuchen

bei langjährigen Partnern und

Häuptlingen standen die Kontrolle

der 2023 geförderten Projekte,

Gespräche mit Verantwortlichen

sowie die Entgegennahme neuer

Anträge auf dem Programm. Besonders

bewegend war das Kennenlernen

einer neu gegründeten

Behindertengruppe und die Versammlung

mit den Marktfrauen.

Die Reisegruppe stellte fest,

dass die Hilfe vor Ort gut ankommt

– und dass regelmäßige Inspektionsreisen

für eine wirksame Entwicklungszusammenarbeit

unverzichtbar

sind.

Vorstandswahl und

Ausblick

Nach den Berichten sprachen die

Mitglieder dem Vorstand einstimmig

ihr Vertrauen aus. Wiedergewählt

wurden neben Renate Erlemann

Thomas Wonnemann (1.

stv. Vorsitzender), Marion Pokorra

(2. stv. Vorsitzende) und Ulrich

Schlottmann (3. stv. Vorsitzender)

sowie Arndt Richter (Kassenführer)

und die beiden Beisitzerinnen Nina

Tacke nebst Astrid Selker.

Im Anschluss an die Versammlung

feierten Mitglieder

und Helfende gemeinsam beim

Sommerfest.

Auch 2025 wird der Verein wieder

zahlreiche Mitwirkende für den

Christkindlmarkt (24. November

– 23. Dezember) benötigen. Alle

Mitglieder und Helfende erhalten

rechtzeitig eine Einladung dazu.

Rückblick – über 45

Jahre Partnerschaft

Seit 1977 unterstützt Rheda-Wiedenbrück

die Gemeinde Aouda,

seit 1987 auch Adjengré. Initiiert

durch Ratsherr Johann-Heinrich

Brüning wurde daraus eine dauerhafte

Partnerschaft zur »Hilfe zur

Selbsthilfe«.

Die Stadt Rheda-Wiedenbrück

fördert die Kantone jährlich mit

5.200 Euro. Schülerinnen und

Schüler der Kaufmännischen Berufsschulen

im Kreis Gütersloh

sammeln seit 1987 zusätzliche

Spenden für das Schulwesen.

Dank dieser Unterstützung

konnten über die Jahre Brunnen,

Brücken, Schulen, ein Waisenhaus,

eine Entbindungsstation sowie

eine Apotheke errichtet werden.

2001 gründete sich anlässlich des

Besuchs der Häuptlinge Yèlèboudjo

Samke Badabou und Akata Atchaa

Atchozou der Togo-Förderverein,

der bis heute die Partnerschaft aktiv

gestaltet und weiter ausbaut.

Unvergessen bleiben dabei der

erste Vorsitzende, Stadtdirektor

Helmut Löhner und sein Nachfolger

Dieter Brökelmann. Kem

Das Stadtgespräch

29


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1 Das Hundeglück ließ die Herzen von Frauchen und Herrchen vor Begeisterung

schmelzen.

Fotos: Petra Winkler

Besucherrekord beim

Hundeschwimmen

Freibad Rheda

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Große Freude beim Förderverein Freibad Rheda über die Super-Resonanz

beim zum Saisonabschluss seit 2012 durchgeführten

Hundeschwimmen. Bis aus dem Ruhrgebiet und dem Bremer

Raum reisten Frauchen und Herrchen mit ihren getreuen Vierbeinern in

einer bislang noch nicht erreichten Zahl an. 962 Teilnehmende (659 Gäste

und 303 Vierbeiner) konnte Frank Winkler, Vorsitzender des Fördervereins

Freibad Rheda vermelden. Im Vorjahr kamen mit 795 Besuchenden 167

weniger.

Damit die geliebten Vierbeiner den Badespaß voll genießen können,

wird schon Tage vor dem vergnüglichen Event die Zufuhr von Chlor

gestoppt. Ohnehin desinfizieren die städtischen Freibäder das Beckenwasser

mit der geringstmöglichen Chlormenge, die erforderlich ist, um

einen sicheren Badebetrieb zu gewährleisten. Dabei sinkt der Chlorgehalt

ständig, wenn keine weiteren Desinfektionsmittel zugesetzt werden.

Chlor baut sich im Wasser durch Verdunstung, Sonnenlicht (UV-Strahlung)

und chemische Reaktion mit organischen Verunreinigungen ab.

Deshalb wird das Wasser zunächst im Becken belassen, bis das Chlor

sich chemisch umgewandelt hat (z. B. in Salze, u. a. Natriumchlorid).

Der freie Chlorgehalt und der pH-Wert werden geprüft. Erst wenn die

Werte unterhalb der Grenzwerte liegen, wird das Wasser in das städtische

Kanalnetz abgepumpt. Dies geschieht in der Regel im Frühjahr

des darauffolgenden Jahres, wenn kein Chlor mehr im Wasser ist, so die

städtische Pressestelle.

Kem

30 Das Stadtgespräch


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1 Ultras & Co. kleben ihre Sticker weiter ... Foto: D. Kamin

Die Klebewütigen

Stickerrepublik Deutschland

Früher reichte ein Klo, um das Wichtigste festzuhalten: »Peter ist

doof.« – Zack, die Botschaft saß. »Erika liebt Josef.« – Ganz ohne

Social Media, nur mit Edding, Kreide und Herzchen.

Heute aber reicht das Klo nicht mehr. Nein, man braucht gleich Verkehrsschilder,

Laternenpfähle und Stromkästen, denn die große Bühne

der Selbstverwirklichung ruft! Was wäre die Demokratie ohne einen

Aufkleber: »Tod dem BVB« – eine bahnbrechende Innovation im Dialog.

Oder »ACAB« – die Tiefenphilosophie des Kleisters.

1 ... und weiter und weiter und weiter

und weiter.

Foto: D. Kamin

Es ist, als hätte die Evolution

beschlossen: Aus der Höhlenmalerei

wird Straßenmöblierung! Wo

andere Recycling betreiben, produzieren

Ultras und Hooligans

täglich neue Klebeschichten. Man

könnte fast meinen, der Prittstift

ist ihr heiliges Sakrament.

Und dann kommt das Ordnungsamt

– die moderne Kunstsammlung

der Klebezettel wieder

abzukratzen.

Währenddessen sitzen die

selbsternannten Untergrund-Poeten

schon zuhause und schneiden

neue Buchstaben aus wie Kindergartenkinder

beim Basteln.

Vorschlag zur Güte: Wer unbedingt

Sticker verteilen muss, soll

sie bitte auf die eigene Stirn kleben.

Dann weiß man wenigstens

gleich, mit wem man es zu tun

hat. Meint euer genervter, aber

weiterhin klebefreier Kümmerer

Dirk Kamin.

Kem

Inh. Björn Noethen

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Das Stadtgespräch

31


1 (V. l.) Pınar Altunöz, Hasan Ali çlek, Bayram Karslı, Nurali Ölmez, Arif Ye ilyurt,

Yılmaz Aktan, Yaren Altunöz, Cihangir Altunöz

Neuer Vorstand zieht

erste Bilanz

Alevitischer Kulturverein

Anfang des Jahres hat der neu gewählte Vorstand des Alevitischen

Kulturvereins seine Arbeit aufgenommen – und blickt auf eine

ereignisreiche Zeit zurück. In einem Gespräch erläuterte das

Team seine Arbeit: »Alle unsere Arbeiten und Veranstaltungen dienen

ausschließlich dazu, den Bedürfnissen unserer Gemeinschaft gerecht zu

1 Beim Gebet in der Cem-Zeremonie Foto: Alevitischer Kulturverein

1 Auf dem Internationalen Kulturfest

werden und einen Beitrag für die Zukunft zu leisten. Besonders wichtig

ist es uns, dass die Verbindung zwischen unseren Kindern, Jugendlichen

und Älteren nicht abreißt und dass unser Glaube und unsere Kultur

auch an die kommenden Generationen weitergegeben werden«, erklärte

Vorsitzender Cihangir Altunöz.

Zentrales Ziel: ein neues Domizil

Der Verein stößt in seinem Haus an der Bergstraße an seine Grenzen.

»Bei vielen Veranstaltungen reicht der Platz einfach nicht aus«, betont

der Vorstand. Während der Verein das Gebäude bei seiner Eröffnung noch

allein nutzen konnte, teilen sich heute drei Vereine die Räume. Hinzu

komme, dass es dort keine Möglichkeiten gebe, Musik in größerer Lautstärke

abzuspielen. Beim Besuch von Bürgermeister Theo Mettenborg

stellte sich der neue Vorstand offiziell vor und sprach mit ihm über die

Raumsituation des Vereins.

Breites Programm – von Demonstration für

Menschenrechte bis Leben ohne Barrieren

Seit Jahresbeginn bietet der Verein ein vielfältiges und umfangreiches

Programm. Es reicht von der Ansprache gesellschaftlicher Themen und

der Durchführung von Aktionen bis zur Pflege der Gemeinschaft, des

alevitischen Glaubens und von Traditionen. Bis zur Sommerpause kam es

zu rund 20 (!) Zusammenkünften und Initiativen. Die Büroarbeit wurde

trotz der Sommerpause fortgeführt.

Der Verein nahm gemeinsam mit den OWL-Dachverbänden an der

Demonstration vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte

in Straßburg teil, um auf die Massaker in Syrien aufmerksam zu machen.

Ebenso beteiligte er sich an Protesten gegen den wachsenden Rechtsradikalismus

und die AfD in Rheda-Wiedenbrück sowie an der zentralen

AABF-Demonstration »Nein zum Genozid« in Köln.

Auf dem Internationalen Kulturfest war er abermals mit zwei Ständen

vertreten und lud zum 1. Mai die Mitglieder zu einem Grill- und

Musiknachmittag ein.

Die SPD-Bundestagskandidatin Elvan Korkmaz-Emre berichtete über

Wahlprogramme und geplante Reformen. Der Journalist und Autor Dr.

Merdan Yanardağ stellte sich auf einer vom Verein mit sechs OWL-Vereinen

gemeinsam organisierten Podiumsdiskussion unter dem Titel »Wohin

steuert die Türkei?«. Bei einer weiteren gemeinsamen Podiumsdiskussion

hieß das Thema »Nein zu Gewalt an Frauen – Ja zu den Rechten

der Frauen«. Ebenso feierte der Verein den Internationalen Frauentag mit

Essen, Live-Musik und Rosen für die Frauen.

32 Das Stadtgespräch


Es gab eine Informationsveranstaltung über Renten- und Zusatzversicherungen

in Deutschland sowie über Probleme und Rechte von

Menschen mit Behinderungen. In der Selbsthilfegruppe von Eltern mit

Kindern mit Handicap tauschen sich Betroffene regelmäßig aus.

Der Vorstand traf sich mit Vertretern des Integrationsrats Gütersloh.

Direkt im Anschluss begann die Unterstützungskampagne für die Kandidaturen

von Sainer Akta , Rojda Akta und Yaren Altunöz zur Wahl des

städtischen Ausländerbeirats.

Pflege religiöser Rituale

Von zentraler Bedeutung bleibt die Pflege des alevitischen Glaubens:

Regelmäßig, jeden Donnerstag, finden Cem-Zeremonien statt, wie Vorstandsmitglied

und Geistlicher Hasan Ali çlek betont.

In einem besonderen Gesprächsabend stand die Bedeutung von Hizir

in der alevitischen Tradition im Mittelpunkt. Nach alter Tradition wurden

daraufhin Anfang Februar das Hızır-Fasten gemeinsam mit den von den

Mitgliedern zubereiteten Speisen gebrochen. Am 2. März wurde unter der

Leitung von Post-Dede Hasan Ali çlek ein Cem durchgeführt. Vom 24. Juni

bis 7. Juli begingen die Mitglieder die Fastenzeit des »Matem ayı« im Verein

mit täglichen Mahlzeiten; am 7. Juli wurde das A ure-Lokma verteilt.

Regelmäßig, jeden Donnerstag, finden Cem-Zeremonien statt, Schon

Ende des vergangenen Jahres organisierte der Vorstand die religiösen

Trauerzeremonien für den verstorbenen Schwiegervater des Vorsitzenden.

Offenheit und kulturelle Vielfalt

Der Verein begeht nicht nur alevitische Feiertage, sondern beteiligt sich

auch am deutschen Festkalender – etwa mit Aktionen zum Muttertag

und 1. Mai sowie speziell für Kinder Ostern und Weihnachten. Bei einem

Tag der offenen Tür präsentiert sich der Kulturverein der breiten

Öffentlichkeit. Dann entsteht rund um das Vereinshaus eine kleine Budenstadt

mit kulinarischen Angeboten und Animationen. Täglich ist das

Vereinshaus ab 17.00 Uhr für die Mitglieder als offener Treff geöffnet.

Gäste sind jederzeit gerne gesehen.

Mitgliederzuwachs und Dank an die Vorgänger

Die engagierte Arbeit des neuen Vorstands findet Anklang: 38 neue

Mitglieder konnten im vergangenen Jahr begrüßt werden, berichtete

der stellvertretende Vorsitzende Aktan Yilmaz. Ebenfalls der aus Münster

angereiste Konsul zeigte sich über die Arbeit des neuen Vorstandes

sehr angetan. Im Vorstand arbeiten darüber hinaus mit Yaren Altunöz

(Kassenwartin) und Ebru Aktan (stv. Kassenwartin) sowie Arif Yeşilyurt

(Sekretär), Dila Uğurlu (Sprecherin), Nurali Ölmez (Inventar) und Bayram

Karslı (Schiedskommission).

Ein ehrerbietender Dank des Vorstands gilt all jenen, die vor 36 Jahren

den Alevitischen Kulturverein gegründet und die alevitische Gemeinschaft

aufgebaut haben. »Wir gedenken in Ehrfurcht und mit einem

Alevi-Gebet unseren verstorbenen Älteren, die uns den Weg geebnet

haben, und danken ebenso den noch unter uns lebenden Gründern und

Gründerinnen und ehemaligen Vorständen für ihren unermüdlichen

Einsatz«, so Cihangir Altunöz. Namentlich genannt seien hier stellvertretend

die Mitglieder des bisherigen Leitungsteams für ihre langjährige

Arbeit, insbesondere Kamuran Uğurlu und Alican Ta kın sowie Arif

Ye ilyurt, Dr. Perize Ünal, Suna Ye ilyurt, Nurali Ölmez, Perihan enol,

Sainer Akta und Dila Uğurlu sowie Kerebi Gazi Eker, dem Vorsitzenden

der Revisionskommission. »Unser besonderer Dank gilt außerdem den

Frauen in unserem Frauenverein – ohne sie wäre diese Arbeitslast kaum

zu tragen. Dieser Dank gilt sowohl für die aktuelle als auch für die zurückliegenden

Amtszeiten«, so der Vorsitzende.

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Das Stadtgespräch

33


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Seit März dieses Jahres stellen wir in unserem Stadtgespräch mit dem Spezial

Local Heroes in jeder Ausgabe ein Unternehmen aus unserer Region vor.

Warum? Weil es Zeit ist, wieder näher zusammenzurücken. In einer Welt, die

immer schneller und digitaler wird, drohen die kleinen Läden und Betriebe

vor Ort in Vergessenheit zu geraten – dabei sind sie das Herz einer Stadt.

Mit diesem Format möchten wir ein Zeichen setzen: für mehr Miteinander,

für eine starke lokale Wirtschaft und für bewussten Konsum. Wer lokal einkauft,

investiert in seine Nachbarschaft – in Vielfalt, Qualität und persönliche

Begegnungen.

Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass unsere Stadt lebendig bleibt.

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Das Stadtgespräch


Masera Living ist ein Name, der für Design, wertige Materialien und Wohlfühlcharakter

steht sowie auch für das Know-how der beiden Gründer Marcel

Selker und Raphael Vostatnicky. Aus den Buchstaben ihren beiden Namen

ist nämlich der Firmenname entstanden. »Damit wollen wir zeigen, dass wir zu 100

Prozent hinter dem stehen, was wir anbieten. Beste Qualität zu fairen Preisen«, erklärt

Vostatnicky. »Wir haben Lust an Design, guter Formgebung und schönen Dingen«, fügt

Geschäftsführer Marcel Selker hinzu.

» LUST AN DESIGN &

GUTER FORMGEBUNG

Die beiden sind seit vielen Jahren Arbeitskollegen und haben sich dabei kennen und schätzen

gelernt. Da sie berufsbedingt ebenfalls mit außergewöhnlichem Design zu tun haben, ist die ge-

meinsame Idee entstanden, massive Tische und gemütliche Stühle, die mittlerweile schon den

Sessel ersetzen, anzubieten. 2022 gründeten sie ihre Masera Living GmbH. In drei Showrooms in

Gütersloh und Hövelhof in Verbindung mit Partnerfirmen und in Rheda-Wiedenbrück,

in der Wasserstraße 23, ausschließlich mit ihren Produkten. Dort bieten die beiden sympathischen

Inhaber eine Auswahl an massiven Eichentischen sowie einen Teil ihrer insgesamt

14 unterschiedlichen ausgewählten Stuhlvariationen an. »In einem Showroom

alles zu zeigen ist fast unmöglich und irritiert nur«, meint Selker. Deshalb würde man

Beispiele zeigen, sich mit Interessenten gemütlich an einem der Tische niederlassen und

besprechen, was genau gewünscht wird. Welche Tischform,

Größe, welche Tischbeinvariante und wie die dazu passenden

Stühle aussehen sollen. Danach erstellt Masera Living

ein unverbindliches Angebot. Gerne fahren sie auch zum

Kunden raus, um zu schauen, ob das Gewünschte auch in

den Wohnbereich passt. Wer sich einen Stuhl ausgesucht

hat, darf ihn auch gerne mal ein paar Tage Probesitzen,

um zu schauen, ob er genau das erfüllt, was man sich von

einem bequemen Stuhl erwünscht. »Uns ist es wichtig,

dass sich der Kunde wohlfühlt und sich gut beraten

sieht«, betont Selker. Zudem bieten die beiden auch

Sonderlösungen im Möbelbereich an wie Sideboards,

Einbauschränke, Regale, Beistelltischchen und alles,

was das Herz begehrt.

Der Showroom ist in der Regel nicht besetzt. Am

Eingang befindet sich ein QR-Code zum Einscannen,

der direkt mit dem Handy von Raphael Vostatnicky

verbunden ist. Zudem sind Flyer vorhanden

und eine Telefonnummer. Den angenehmen

einfachen Kontakt auf einer persönlichen

Ebene wissen die beiden ebenso wie ihre Kunden

zu schätzen.

Neben dem Privatkundenbereich sind sie auch

im Bereich Ausstattung von Restaurants, Besprechungsräume

oder Arztpraxen unterwegs.

Info: rv@masera-living.de

Fon: 0151 / 16710874

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Das Stadtgespräch


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Andrev Walden

»Scheißkerle«

Es gibt ja jede Menge Schwedenkrimis,

die die dunkle Seite des

skandinavischen Landes hervorkehren.

Aber abgesehen davon,

bin ich wohl nicht der Einzige,

der bei Schweden an fantastische

Natur mit fast unberührten

Wäldern, Seen oder Schäreninseln

denkt. Und die Bewohner leben

im Wohlstand, fahren sichere Autos

und verbringen ihre Sommer

am Wasser in ihren Sommerhäusern. Genau diese Welt kommt jedoch

in Andrev Waldens »Scheißkerle« nicht vor. Dabei beginnt sein Roman

romantisch genug, denn ein siebenjähriger Junge wartet 1983 in einem

verschneiten Haus im Wald auf Weihnachten.

Doch da endet die Idylle auch schon, denn Andrev, der Junge mit

dem un-schwedischen Namen, erfährt bei einem Streit zwischen seiner

Mutter und seinem Papa, dass dieser Mann, den er später den Pflanzenmagier

nennt, keineswegs sein Vater ist. Doch damit nicht genug,

denn in den nächsten sieben Jahren hat der Knabe insgesamt sieben

»Väter«. Davon weiß er natürlich zu diesem Zeitpunkt noch nichts.

Über den tatsächlichen, also seinen leiblichen Vater, erfährt er von

der Mutter so gut wie nichts, nur, dass der lange schwarze Haare hat

und in einem fernen Land lebt. Für Andrev ist sofort klar, dass er einen

Indianer zum Vater hat, was er natürlich extrem cool findet. Allerdings

bekommt er keinen Kontakt zum Vater und muss damit klarkommen,

dass seine Mutter ständig wechselnde Beziehungen eingeht, und zu

irgendwelchen Männern zieht. Mehrfach entkommt sie gewalttätigen

Männern und verlässt die Wohnungen fluchtartig, wobei sie dann in

irgendwelchen Sozialwohnungen von Freundinnen unterkommt, denen

es auch nicht besser geht als ihr selbst. Immer im Schlepptau dabei

Andrev und gelegentlich auch dessen kleine Schwester und sein kleiner

Bruder, die allerdings auch zeitweise bei ihrem Vater, dem Pflanzenmagier,

leben.

Neben dem interessanten Thema spricht vor allem die literarische

Qualität für diesen Roman. Ähnlich wie Frank McCourts »Die Asche

meiner Mutter« ist das ganze Geschehen konsequent aus der Sicht und

in der Sprache des Jungen geschildert, der erst nach und nach versteht,

was überhaupt passiert. Das bietet natürlich auch Raum für Humor,

wenn der Junge beispielsweise einen BH seiner Mutter entdeckt, dessen

Körbchen »mückennetzdurchsichtig« sind, wobei er ahnt, dass

die Funktion dieses Kleidungsstücks über das Praktische hinausgeht.

Die Kinderperspektive ändert sich nach und nach in die eines jungen

Teenagers, der findet, dass die eine seiner Cousinen so schön ist, »dass

man sie nicht angucken kann /…/ sonst wird man rot«. Zu jedem der

größeren Kapitel, die jeweils von einem anderen »Scheißkerl« handeln,

wie die Mutter die Männer nennt, von denen sie aber gleichzeitig nicht

lassen kann, gibt es eine einleitende Zusammenfassung. So wie in

einem Roman des 18. Jahrhunderts. »Scheißkerle« ist der erste Roman

des 1976 geborenen Autors. Umso erstaunlicher ist, wie gekonnt der

gelernte Journalist Walden die Froschperspektive seines jungen Helden

nutzt. Erschienen ist der Roman in der Übersetzung von Justus Carl als

Hardcover bei Luchterhand, 410 Seiten, 25 Euro.

36 Das Stadtgespräch


Jennifer Lynn Barnes

»Little White Lies«

Mackie ist der Frischling bei der Magnolia-County Polizei im Süden der

USA. Und als solchem ist es natürlich an ihm, die besonders unerfreulichen

Polizeiaufgaben am Wochenende zu übernehmen. Doch in der Arrestzelle

der Polizeistation ist diesmal kein betrunkener Randalierer gelandet, sondern

vier wunderschöne Teenagermädchen in schneeweißen Kleidern und

ebenso weißen Handschuhen. Das sind die passenden Outfits für den traditionellen

Debütantinnenball. Doch was machen die vier Grazien im Knast?

Eine der vier ist Sawyer, die eigentlich gar nicht aus der Gegend kommt,

sondern im Osten der USA aufgewachsen ist. Von Geburt vor achtzehn Jahren

an sind sie und ihre Mom sehr gut ohne ihre reiche Südstaatenfamilie

ausgekommen. Sawyer schraubt an Autos herum und ihre Mutter kellnert.

Die beiden sind mit ihrem Leben zufrieden. Doch als dann Sawyers Großmutter

plötzlich vor ihr steht und ihr eine halbe Million Dollar bietet, wenn

sie an der diesjährigen Debütantinnensaison teilnimmt, kann sie einfach

nicht ablehnen. Dabei geht es ihr nicht nur um das Geld, das ihr alle beruflichen

Perspektiven eröffnen würde. Schließlich sind die Studiengebühren in

den Staaten happig. Vielmehr sieht sie ihre Chance, endlich herauszufinden,

wer ihr Vater ist. Denn so gut das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter

ist, hat Sawyer nie erfahren, wer ihr Erzeuger ist. Sawyer reist in den Süden

und befindet sich schlagartig mitten in einer Welt voller Reichtum mit

großartigen Anwesen, sündhaft teurem Perlenschmuck und pompösen Feiern.

Doch auch Intrigen werden kräftig eingefädelt. Schnell merkt sie, dass

hier jeder ein Geheimnis hat, und es unter der glänzenden Oberfläche der

reichen Familien brodelt. Und auch zu viel nachfragen kommt keineswegs

gut an, ja kann sogar jemanden in Gefahr bringen. Vor allem wenn man

wie Sawyer zuvor mit dem Südstaatenglamour und den stillschweigenden

Vereinbarungen der höheren Gesellschaft nichts zu tun hatte.

Jennifer Lynn Barnes stammt selbst aus dem Süden der USA. 1984 in

Oklahoma geboren, hat sie bereits mehr als 20 hochgelobte Jugendromane,

neudeutsch Young Adult Novels, geschrieben, unter anderem die Inheritance-Game-Reihe

und damit die

Spiegel-Bestsellerliste erklommen.

Sie war Fulbright-Stipendiatin und

studierte Psychologie, Psychiatrie

und Kognitionsforschung. Barnes

promovierte 2012 in Yale und arbeitete

als Professorin für Psychologie

und Kreatives Schreiben, bevor sie

sich ausschließlich ihrem eigenen

Schreiben widmete. »Little White

Lies« ist ihr neuester auf Deutsch

erschienener Roman. Erschienen

bei cbt, Paperback, Klappbroschur,

437 Seiten, 16 Euro. Ein zweiter Roman

mit Sawyer erscheint in Kürze.

Andreas Föhr

»Bodenfrost«

Polizeihauptmeister Leonhardt Kreuthner lebt da, wo andere Leute Urlaub

machen, nämlich in Sichtweite der Zugspitze. Im Allgäu gehen

die Uhren ein wenig langsamer und als Ureinwohner der Gegend hat

es Kreuthner lieber etwas gemütlich. Das Gesetz nimmt er sehr ernst,

auch wenn er es für sich selbst gelegentlich etwas großzügig auslegt,

etwa wenn es um seinen Schwarzgebrannten geht. Dummer Weise hat

sich Kreuthner jedoch mit dem neuen, jungen Polizeipräsidenten für die

Region Oberbayern Süd überworfen. Daher ist ihm die undankbare q

Das Stadtgespräch

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37


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Aufgabe übertragen worden, den jährlich stattfindenden

Kindernachmittag der Miesbacher Polizei

zu organisieren. Zunächst lässt sich die PR-Aktion

auf einem verlassenen Bauernhof auch gut an. Vor

allem begeistern sich die Kinder für die Vorstellung

Kreuthners, der demonstriert, wie man einen Brand

verzögert legen kann. Das löst bei den begleitenden

Eltern leichten Unmut aus, zumal danach auch noch

eine Schnapsbrennanlage den Kindern mancher Eltern

bekannt vorkommt.

Doch es kommt noch dicker, als ausgerechnet die

Tochter des Polizeipräsidenten neben den Schaufensterpuppen,

die zu Demonstrationszwecken wie Opfer

einer Wirtshausschlägerei hergerichtet sind, eine echte

Leiche entdeckt. Von da an haben Kreuthner, Kommissar

Wallner und die Miesbacher Polizei andere Sorgen

als ein Kindernachmittag. Zumal sich auf dem Leichnam

eine Zeichnung befindet, die auf einen Serienkiller

mit dem Spitznamen »Der Harpunier« deutet. Die

Opfer des Killers waren alle auf diese Weise markiert,

die Mordserie wurde nie gelöst und endete vor einigen

Jahren abrupt. Ist der Harpunier etwa wieder zurück?

Auch der zwölfte Fall um die Miesbacher Gesetzeshüter

enttäuscht keineswegs, denn der neueste Krimi

von Andreas Föhr enthält wie seine Vorgänger neben

dem interessanten Fall auch wieder die Elemente, die

die Serie seit anderthalb Jahrzehnten in die Bestsellerlisten

katapultieren. Das Lokalkolorit wartet auf mit

einigen skurrilen Figuren, einem Bayerisch, das für die

richtige Stimmung sorgt und dabei auch für Westfalen

noch verständlich ist. Der schwarze Humor spielt auch

in diesem Roman wieder eine wichtige Rolle. Doch

bei aller Ironie geraten die Figuren nicht lächerlich.

Und auch das polizeiliche Handeln und die Juristerei

sind nicht wie bei anderen Lokalkrimis frei erfunden,

sondern orientieren sich tatsächlich an der Realität.

Offenbar hat Andreas Föhr, der gelernte Jurist, selbst

tiefe strafrechtliche Einblicke und hat zudem gute Berater

aus dem Profilager. Man muss kein Prophet sein,

um zu prognostizieren, dass »Bodenfrost – Der Tod ist

manchmal nicht die beste Lösung« in Kürze wieder die

Bestsellerlisten stürmen wird. Erschienen als Taschenbuch

bei Knaur, 368 Seiten, 16,99 Euro.

Yrsa Sigurðardóttir

»Blut«

Island hat deutlich mehr Krimischriftsteller als Gewaltverbrecher,

und das ist natürlich gut so. Yrsa

Sigurðardóttir, geboren 1963, ist wohl Islands Thriller-Königin.

Die Spannungsromane der vielfach

ausgezeichneten Bestsellerautorin aus dem kleinen

Land im Hohen Norden sind mittlerweile in über 30

Ländern erscheinen. Nicht nur die Times zählt sie zu

den besten Thriller-Autoren der Welt. Die studierte

Wasserbauingenieurin Sigurðardóttir lebt mit ihrer

Familie in Reykjavík. Sie debütierte 2005 mit »Das

letzte Ritual«, der Beginn einer Reihe von Kriminalromanen

um die Rechtsanwältin Dóra Guðmundsdóttir

und begeisterte ebenso mit ihrer Serie um die

Psychologin Freyja und Kommissar Huldar von der

Kripo Reykjavík. Ihr neuester Roman fügt sich in die

Karólína und Týr-Serie und ist, wenig überraschend,

ausgesprochen lesens- und hörenswert.

Ein Fisch-Trawler geht vor der Küste Islands auf

den gefährlichen und profitablen Fang. Die Köchin

Gunndís freut sich, dass sie kurzfristig als Aushilfe

angeheuert wurde, möchte sie doch eigentlich immer

auf einem Schiff kochen. Doch von Anfang an bemerkt

die junge Mutter eine feindselige Stimmung an Bord.

Kann es an ihrem Vater liegen, der vor vielen Jahren als

Schiffskoch für einen verhängnisvollen Brand verantwortlich

gemacht wurde? Mehrere Mitglieder der jetzigen

Crew haben damals ihre Väter verloren, Gunndís

ebenso. Will sich die Besatzung jetzt an ihr rächen?

Doch dann entdeckt sie im Schiff geheime Unterlagen,

die darauf hindeuten, dass ihr Vater damals gar nicht

der wahre Schuldige war, sondern der Brand eine ganz

andere Ursache hatte. Es kommt Bewegung in den Cold

Case. Doch es wird keineswegs ein leichter Fall für die

Polizisten Karó und ihrem schwedischen Kollegen Týr

sowie die Gerichtsmedizinerin Iðunn. Karó und Týr sind

eigentlich davon ausgegangen, dass sie Nachbarkeitsstreitereien

schlichten und kleinere Vergehen klären

sollten. Und außerdem haben sie, ganz wie im richtigen

Leben, auch ihre privaten Päckchen zu tragen.

In vollständiger Lesung können wir Dietmar

Wunder lauschen, der nicht nur als Synchronsprecher

für Diverse Hollywood-Größen überzeugen

konnte, sondern auch die Romane von Thomas Enger

und Jörn Lier Horst, Robert Galbraith oder Andreas

Gruber eingelesen

hat. Spielzeit

knapp zehn

Stunden, erschienen

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38 Das Stadtgespräch


Wochenmarkt zurück an den

Ursprungsort

Ein weiterer Vorschlag: die Rückkehr des Wochenmarktes

auf den Doktorplatz. Bereits ab

1955 fand der Markt hier statt und entwickelte

sich über Jahrzehnte zu einer festen Einrichtung.

Erst 1975 zog er aus Platzgründen zum

neuen Rathaus um. Da die Zahl der Händler in

den letzten Jahren jedoch zurückgegangen ist,

sehen die Gastronomen nun die Chance, den

Ursprungsort mit dem angrenzenden Bereich

der Berliner Straße wieder zu beleben.

1 Patrick Gök (Salon Eisflamme), Michael Fischer (Wohnzimmer), Nico Dushkja (Restaurant Prego) und

Vaios Manafas (Restaurant Delphi) haben Ideen für eine weitere Belebung des Doktorplatzes.

Die vier Wirte setzen auf mehr

Leben und Begegnung

Doktorplatz

Einbindung in Traditionsfeste

Auch beim Andreasmarkt wünschen sich die

vier, dass der Doktorplatz wieder eine Rolle

spielt – sei es mit Fahrgeschäften oder weiteren

Angeboten. Inspiration holen sie sich zudem

aus Bielefeld, wo der Leinewebermarkt erfolgreich

an alte Traditionen anknüpft. Ein Konzept,

das die Leineweberzeit aufgreift, könnte

sich auch in Rheda verwirklichen lassen, sind

die Wirte überzeugt.

Mehr Aufenthaltsqualität

Neben einem abwechslungsreichen Programm

wollen die Wirte den Platz auch infrastrukturell

aufwerten. Eine Einbahnstraßenregelung auf

der Berliner Straße und im Sommer eine Vollsperrung

ab 17 Uhr könnten die Aufenthaltsqualität

deutlich steigern.

Der Doktorplatz hat sich in den vergangenen

Jahren zu einem lebendigen

Treffpunkt und beliebten Ort der

Begegnung entwickelt. Einen maßgeblichen

Anteil daran haben die vier Wirte Nico Dushkja

(Restaurant Prego), Michael Fischer (Wohnzimmer),

Patrick Gök (Salon Eisflamme) und Vaios

Manafas (Restaurant Delphi). An Spitzentagen

genießen dort sommertags mehr als 200 Gäste

die Außengastronomie.

Nun wollen die Gastronomen gemeinsam

dafür sorgen, dass sich diese positive Entwicklung

verstetigt. In einem Pressegespräch

stellten sie ihre Ideen für eine noch stärkere

Belebung des Platzes vor. »Wir möchten den

Doktorplatz noch mehr ins Bewusstsein der

Menschen bringen und ihn zu einem kulturellen

Mittelpunkt in Rheda machen«, so die

Wirte unisono.

Mehr Musik, Kino und

Veranstaltungen

Ganz oben auf ihrer Wunschliste stehen kulturelle

Veranstaltungen – etwa Live-Musik,

die an die beliebten Jazzfrühschoppen und

Konzerte der Flora Westfalica anknüpfen

könnte. Auch Open-Air-Kinoabende wie

auf dem Marktplatz in Wiedenbrück können

sich die Wirte als attraktive Ergänzung

vorstellen.

Touristen im Blick

Die Wirte sind überzeugt: Der Doktorplatz mit

seiner Gastronomie, der Nähe zum Schloss und

der angrenzenden Altstadt bietet ein großes

Potenzial, auch mehr Touristen nach Rheda zu

locken. »Mit gezielter Werbung können wir den

Doktorplatz als Aushängeschild unserer Stadt

etablieren«, so die Gastronomen.

Mit ihren Ideen möchten die vier Wirte dazu

beitragen, den Doktorplatz dauerhaft als lebendiges

Herzstück Rhedas zu etablieren – sie hoffen,

dass die Entscheidungsträger in Stadt, Rat

und Flora Westfalica offen für diese Überlegungen

zeigen – zum Wohle der Bürgerinnen und

Bürger ebenso wie der Gäste der Stadt. Kem

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Das Stadtgespräch

39


schen 1.600 und 2.800 Euro. Für ein Haus mit

150 m² Wohnfläche bedeutet das Gesamtkosten

zwischen 240.000 und 420.000 Euro – so

die Haubner Group.

Ein Blick in die Vergangenheit verdeutlicht

die Entwicklung: 1988 kostete ein durchschnittliches

Reihenhaus laut Bulwiengesa

umgerechnet 190.000 Euro. 2020 waren es

bereits 470.000 Euro – ein Anstieg von 150 %

(Quelle: WDR).

Die Frage »Wie viel Haus kann man sich

leisten?« zeigt die Grenzen auf. Als Faustregel

gilt: Die monatliche Belastung sollte maximal

35 % des Haushaltseinkommens betragen.

Das durchschnittliche Nettoeinkommen privater

Haushalte lag 2021 laut Statistischem

Bundesamt bei 3.813 Euro.

1 Die städtischen Grundstücke für Einfamilienhäuser sind schon vergeben, zum Teil auch bebaut, berichteten (v. l.)

Thomas Becher, Fachbereichsleiter Immobilienmanagement, und Daniel Reisewitz, Abteilungsleiter An- und

Verkauf von Grundstücken etc.

Die meisten

wollen ein Haus

mit Garten

Baugebiet Varenseller Straße

Die acht städtischen Grundstücke für freistehende

Einfamilienhäuser waren schnell vergeben,

berichteten Thomas Becher, Leiter des

städtischen Immobilienmanagements, und

sein Mitarbeiter Daniel Reisewitz bei einem

Ortstermin im Baugebiet an der Varenseller

Straße. Rund 50 Bewerberinnen und Bewerber

hatten ihr Interesse an den begehrten

Grundstücken im Rathaus angemeldet. Den

Zuschlag erhielten Personen, die bereits in

Rheda-Wiedenbrück wohnten oder seit mindestens

einem Jahr wieder hier gemeldet sind.

Familien und Alleinerziehende mit Kindern

wurden zusätzlich bevorzugt. Über die endgültige

Vergabe im Jahr 2023 entschied ein

Losverfahren.

Sechs Grundstücke sind bereits bebaut,

zwei weitere Bauherren warten noch auf die

Zusage von Fördermitteln. »Wir wollen trotz der

Verpflichtung zum zeitnahen Bauen niemanden

unter Druck setzen«, betonte Reisewitz.

Weniger Nachfrage gibt es dagegen bei

den vier Erbpacht-Grundstücken für Doppelhäuser,

die seit September 2024 vergeben werden.

Stand Mitte August 2025 hat die Stadt

erst zwei Bauherren für ein Doppelhaus gefunden

– obwohl die Finanzierungskosten für

den Grundstückskauf entfallen und sich die

Baukosten durch den »Zwillingsbau« reduzieren.

»Für uns ist das eine Lernphase«, erklärte

Reisewitz. Offenbar schrecke die notwendige

Abstimmung zwischen den künftigen Eigentümern

viele Interessenten ab. »Wir hoffen aber,

dass sich die Lage bis Jahresende bessert«, ergänzte

Becher.

Im vierten Quartal 2025 folgt die Vergabe

weiterer Flächen: für drei Reihenhäuser mit jeweils

drei Wohneinheiten, ein Mehrfamilienhaus

mit zwölf Wohnungen sowie ein Grundstück

für vier Kettenhäuser, die von einem

Einzelinvestor errichtet werden. Mit diesem

Nutzungsmix will die Stadt sowohl die Wünsche

der Erwerber berücksichtigen als auch

einen Beitrag gegen die Wohnungsknappheit

leisten.

Für viele Familien bleibt das

Eigenheim ein Traum

Das Immobilienmanagement beobachtet,

dass der Wunsch nach einem Einfamilienhaus

mit Garten auf einem rund 500 Quadratmeter

großen Grundstück bei Familien ungebrochen

hoch ist. Doch immer weniger können sich

diesen Traum leisten.

Die Kosten sind erheblich: Die Baukosten

variieren je nach Haustyp, Größe, Ausstattung.

Im Durchschnitt liegen die Kosten pro

Quadratmeter für ein Einfamilienhaus ohne

Grundstück und Erschließungskosten zwi-

Grundstückspreise in der

Varenseller Straße

Die Stadt vermarktet ihre Grundstücke deutlich

günstiger als private Anbieter – weil sie auf

eine Gewinnmarge verzichtet. Der Quadratmeterpreis

liegt bei 220 Euro plus Erschließungskosten,

während der Bodenrichtwert bei 380

Euro liegt. »Private Anbieter verlangen deutlich

mehr, das erklärt auch die zurückhaltende

Bautätigkeit in diesen Bereichen«, so Becher.

Das Baugebiet

Das Baugebiet »Varenseller Straße« umfasst

acht Hektar (80.000 m²). Von insgesamt 73

Grundstücken für verschiedene Gebäudetypen

liegen 38 in städtischer Hand. Maximal können

191 Wohneinheiten entstehen, die Stadt hat direkten

Zugriff auf 81.

Becher machte deutlich, dass Neubaugebiete

normalerweise nur ausgewiesen werden,

wenn die Stadt alle Flächen kontrolliert. Zwischen

Varenseller Straße und Kernekampstraße

habe man jedoch akzeptieren müssen, dass

die Hälfte der Flächen in privater Hand bleibt

– sonst wäre die Erschließung nicht möglich

gewesen.

Lange Warteliste

Aktuell stehen 430 Bauwillige auf der städtischen

Warteliste. Ihr Hauptinteresse gilt einem

freistehenden Einfamilienhaus ohne Bauträgerbindung.

Ihre Hoffnung liegt nun in der

Waldsiedlung-Erweiterung Ost in Lintel und

später im Baugebiet »Großes Moor« in Rheda.

Das Problem: Die Zahl der städtischen,

vergleichsweise preisgünstigen Grundstücke

bleibt deutlich hinter der hohen Nachfrage

zurück. Auch die Angebote privater Eigentümer

– meist erheblich teurer – ändern an dieser

Situation wenig.

Kem

40 Das Stadtgespräch


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Vom 1.8.2025 – 31.8.2025

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In dem angegebenen Zeitraum wurden insgesamt 36 Ehen geschlossen.

keine Geburt und 30 Sterbefälle beurkundet. Nachfolgend sind nur die

Personenstandsfälle aufgeführt, zu denen die Beteiligten ihr Einverständnis

gegeben haben:

Eheschließungen: Julia Krimpmann und Blaise Kutua Nzonde |

Linda-Marie Borgmann und André Sasse | Angela Schneider und Sebastian

Kühnel | Katharina Reinecke und Alexander Leipe | Madelene Doktorowski

und Dominik Belitz | Annemarie Landwehr und Patrick Otto |

Tanja Czerwonka, geb. Falk und Ingemar Bauersfeld | Mariella Söbke und

Nico Alexander Papageorgiou | Christin Stükerjürgen und David Preetz

Sterbefälle: Petra Fricke, geb. Baxpöhler | Maria Hustert, geb. Niewöhner

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42 Das Stadtgespräch


Spaß und Freude

beim Erlernen

der deutschen Sprache

Feriensprachcamps der VHS Reckenberg-Ems

erfolgreich beendet

Freudige Aufbruchstimmung herrschte bei der Abschlussveranstaltung

des Feriensprachcamps der VHS Reckenberg-Ems am Bosfelder

Weg. Mit Begeisterung hatten 60 Jugendliche die letzten beiden Wochen

der Sommerferien genutzt, um ihre Deutschkenntnisse zu vertiefen.

Neben Sprachübungen entstanden vielfältige kreative Arbeiten:

Nationalflaggen der Herkunftsländer, individuell gestaltete Caps und

Stofftaschen, verzierte Kerzen sowie kunstvolle Objekte aus Polymer

Clay. Ältere Teilnehmende informierten sich zudem über verschiedene

Berufsbilder – von Polizei und Pflege über Dachdeckerhandwerk bis hin

zum Musikerberuf.

Die drei Gruppen mit jeweils 20 Jugendlichen wuchsen schnell zusammen.

»Es braucht nur zwei, drei Tage – dann spielt es keine Rolle

mehr, wo jemand herkommt«, berichteten die Lehrkräfte. Verständigung

funktionierte über Sprachgrenzen hinweg: mit Händen, Füßen, Handy

und natürlich in Deutsch. Auch soziale Barrieren verschwanden – gemeinsam

spielen, lernen, reden: eine Erfahrung, die allen guttat.

VHS-Leiter André Mannke lobte die Jugendlichen: »Ihr habt zwei

Wochen eurer Ferien genutzt, um euer Deutsch zu verbessern. Dafür

Applaus!«. Gleichzeitig dankte er den Lehrkräften. Den Eltern riet er,

stolz auf die Leistungen ihrer Kinder zu sein.

Auch Carmen Vielstädte, Fachbereichsleiterin Deutsch, sprach die

erfolgreiche Durchführung im Auftrag des Kreises an. »Die deutsche

Sprache ist eine wesentliche Voraussetzung für Integration«, betonte sie.

Seit 2016 bietet der Kreis Gütersloh die Camps an – vollständig gefördert

und organisiert vom Kommunalen Integrationszentrum. Die

Mitarbeiterin des kommunalen Integrationszentrums, Lesia Vasko,

erklärte, dass in diesem Jahr erstmals eine digitale, anonyme Teilnehmerbefragung

durchgeführt wurde. Ergebnisse liegen noch nicht vor.

Neben den drei Kursen der VHS Reckenberg-Ems mit insgesamt 60

Teilnehmenden fanden an vier weiteren Standorten acht zusätzliche

Camps statt. Insgesamt nahmen 290 Schülerinnen und Schüler teil,

jeweils betreut von zwei Lehrkräften. Viele Jugendliche sind Wiederholungsgäste

– einige haben ihre Teilnahme für 2026 bereits angekündigt.

Kem

1 Einige freuen sich schon auf das nächste Feriensprachcamp.

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Das Stadtgespräch

43


1 Bis März 2026 müssen sich die Autofahrenden an der Ostenstraße und

Mönchstraße noch gedulden.

Wie geht es an der

Hauptstraße und

Ostenstraße weiter?

Großbaustellen

Zur Hauptstraße teilte die städtische Pressestelle im Nachgang

zur Ratssitzung mit: »Im Bauabschnitt zwischen dem Nordring

und der Zufahrt Parkplatz Stadthalle (ehemals Gaststätte Klein)

sind die Kanalbauarbeiten und die Verlegung der Versorgungsleitungen

plangemäß abgeschlossen. Zuletzt werden die Straßenbauarbeiten in

diesem Abschnitt abgeschlossen. Es ist geplant, die Fahrbahn ab dem

15. September zu asphaltieren. Es werden mehrere Schichten Asphalt

1 Am 2. Oktober 2025 wird die Hauptstraße zwischen Nordring und Parkplatz Stadthalle

wieder für den Verkehr freigeben. Parallel dazu wird der Bauabschnitt bis zu

dem Musterring-Gelände gesperrt.

aufgetragen, anschließend erfolgen noch Restarbeiten im Bereich der

Gehwege, der Zufahrten und der Pflanzbeete. Zudem müssen noch Verkehrsschilder

montiert werden. Weiterhin werden provisorische Fahrbahnen

zu Musterring und der Arztpraxis am Willy-Brand-Platz angelegt.

Am Abend des 2. Oktobers wird die Strecke Nordring-Parkplatz Stadthalle

wieder für den Verkehr freigegeben. Die Sperrung wandert dann

weiter nach Norden. Dann ist der Bauabschnitt zwischen Parkplatz Stadthalle

und dem Musterring-Gelände gesperrt. Hier beginnt dann zunächst

wieder der Kanalbau und der Bau der Versorgungsleitungen. Ebenso

wird der neue Kreisverkehr Feldhüserweg/Hauptstraße hergestellt. Die

Gesamtmaßnahme soll in den Sommerferien 2026 abgeschlossen sein«.

In der Ratssitzung berichtete der Erste Beigeordneter Christoph Krahn

zur Baustelle Ostenstraße–Mönchstraße, dass die Arbeiten auch hier

planmäßig voranschreiten. Sie könnten wie geplant, voraussichtlich im

März 2026 beendet werden.

Kem

Mensch! Fahr doch

einfach nicht!

Eine Odyssee durch Rheda-Wiedenbrücks

All-Inclusive-Baustellen-Labyrinth

Rheda-Wiedenbrück hat das geschafft, wovon viele Städte nur

träumen: Das Brettspiel »Mensch ärgere dich nicht!« ist jetzt

ein Live-Action-Event. Nur, dass hier die Figuren keine bunten

Holzpöppel sind, sondern genervte Autofahrer mit zusammengebissenen

Zähnen und quietschenden Bremsen.

Wo gestern noch freie Fahrt war, flattert heute schon ein Absperrband.

Wo vorgestern noch ein Zebrastreifen war, hat sich ein 3-Meter-Krater aufgetan,

in dem vermutlich Atlantis wieder aufersteht. Und morgen? Nun,

morgen ist die Umleitung von der Umleitung der Umleitung gesperrt.

Gefühlt jeden Tag spielen die Bauarbeiter »Straßenroulette«: Heute reißen

wir die Bahnhofstraße auf, morgen die Wasserstraße, übermorgen die

Hofeinfahrt von Oma Erna – Hauptsache, keiner findet mehr nach Hause.

Ein Autofahrer aus Beckum, der seine Großmutter besuchen wollte,

wird seit drei Wochen vermisst. Die letzte Sichtung: Kreisverkehr mit

fünf Sackgassen, ein Mann winkte verzweifelt mit einem ADAC-Ausweis.

Die Stadtverwaltung hat indes ein neues Geschäftsmodell: Statt Wetterbericht

gibt es nun täglich die Baustellen-Vorhersage. Mit Symbolen wie:

1 Auch die neue Baustelle in der Bahnhofstraße lässt keine Langweile beim Autosteuern

aufkommen.

· »Stauchaos mit Aussicht auf Vollsperrung«

· »Teilweise Umleitung bei stürmischem Baggerverkehr«

· »Örtlich auftretende Schlagloch-Orkane«.

Fragt man sich: Warum eigentlich alles gleichzeitig? Die Antwort

liegt nahe: Irgendjemand im Rathaus wollte prüfen, ob die Autofahrer

sich tatsächlich nicht ärgern. Experiment gelungen – Nerven kaputt.

Die Lösung? Ganz einfach! Man könnte eine Baustelle beenden, bevor

die nächste beginnt. Aber wo bleibt da der Spaß? Rheda-Wiedenbrück

wäre plötzlich befahrbar. Und das wäre ja langweilig.

Darum gilt auch weiterhin das neue Stadtmotto:

Rheda-Wiedenbrück – hier ärgert man sich garantiert!

Mein liebes Rheda-Wiedenbrück – Du machst mich so langsam verrückt!

Kem

44 Das Stadtgespräch


Baustelle

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Seit dem 15. September ist die B61 vom Rheda-Wiedenbrücker zum

Gütersloher Gebiet gesperrt, damit die von Straßen.NRW, Regionalniederlassung

OWL, beauftragte Baufirma mit der Sanierung

der insgesamt 3,2 km langen Strecke beginnen kann.

Der erste Bauabschnitt, der voraussichtlich vier Wochen dauert, beginnt

auf der B61 nahe der Gütersloher Straße und endet kurz vor der

Kreuzung mit dem Stadtring Kattenstroth/Kiebitzstraße. Dadurch bleibt

der Verkehrsfluss an der Kreuzung in die Richtungen Kiebitzstraße/Wiedenbrücker

Straße (B61)/Stadtring Kattenstroth gewährleistet. Im ersten

Bauabschnitt wird auch der Geh-/Radweg gesperrt und punktuell saniert.

Der zweite Bauabschnitt umfasst die Kreuzung B61/Stadtring Kattenstroth/Kiebitzstraße

bis zur Hans-Böckler-Straße und dauert voraussichtlich

ebenfalls vier Wochen. Für den Umleitungsverkehr wird eine

Baustellenampel an der Kreuzung Varenseller Straße (L791)/Kornstraße

(K5) aufgestellt. Die Signalprogramme der bestehenden Ampeln entlang

der Baumaßnahme werden entsprechend angepasst.

Umleitungen

Im ersten Bauabschnitt wird der Verkehr in Fahrtrichtung Rheda-Wiedenbrück

über die Herzebrocker/Gütersloher Straße (L788), Tecklenburger Weg

(L927) und die B64 bis zur Anschlussstelle B64/B61 (Holunderstraße/Bielefelder

Straße) geführt. In Fahrtrichtung Gütersloh erfolgt die Umleitung

ab der B64 über die Gütersloher Straße (L568), Kornstraße (K5), die L 791

(Varenseller Straße) weiter über die Brockstraße (K3) und den Stadtring

Kattenstroth bis zur Kreuzung Bielefelder Straße / Stadtring Kattenstroth.

Im zweiten Bauabschnitt bleibt die Umleitung für den Verkehr in

Richtung Rheda-Wiedenbrück bestehen. Für die Fahrtrichtung Gütersloh

wird der Verkehr ab der Kreuzung Stadtring Kattenstroth / Bielefelder

Straße über den Stadtring Kattenstroth, den Stadtring Sundern und den

Stadtring Nordhorn bis zur Kreuzung mit der B 61 (Berliner Str.) geleitet.

Eine Radweg-Umleitung ist für beide Bauabschnitte ausgeschildert.

Die Anlieger/innen und Gewerbebetriebe erreichen ihre Grundstücke über

die ausgeschilderten Umleitungen und wurden vorab informiert.

WIR WIEDENBRÜCKER

OKTOBER

18.10. 14.00 Uhr

vs. Fortuna Düsseldorf II

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Das Stadtgespräch

45


Schwedenrätsel

orient.

Reisbranntwein

Harnstoff

(lateinisch)

Wallfahrtsort

des

Islam

Export

Zierpflanze;

Wappenblume

Luftkurort

in der

Holstein.

Schweiz

Monatsname

südamerikanischer

Tee

griechische

Halbinsel

weiblicher

Vorfahr

5

Lösungswort:

große

Tür,

Einfahrt

Abk. für

Intercity-

Express

Anhängerin

einer

Weltreligion

verborgen,

geheim

Gewinn,

Vorteil

Sudoku

nordamerik.

Ureinwohner

unmittelbar

zuvor

europ.

Staat

am Polarkreis

schroff

ansteigend,

abfallend

schwerer

Vertrauensbruch

ungebraucht

Nadelbaum,

Taxus

1 2 3 4 5 6 7 8

1

Zweig

der

Technik

Blumenfülle

Gesimsstreifen,

Wandschmuck

untätig

Bezeichnung

Herausgeber

Feuerkröte

Schiffswerftanlage

norwegische

Hauptstadt

Kfz-

Zeichen

Leverkusen

Zupfinstrument

Bundesstaat

der USA

8

jemanden

betrunken

machen

(ugs.)

frz. Komponist

(Daniel-

F.-Esprit)

einzige

Ausfertigung

6

festes

See-,

Signalzeichen

chemisches

Zeichen

für Tellur

amerik.

Autor

(Edgar

Allan)

bayer.

Heilbad

an der

Isar

vulkan.

Gesteinsschmelzfluss

Bruder

Abels

Kellner

besitzanzeigendes

Fürwort

ebenfalls

Flachs,

Faserpflanze

dt. Autorennfahrer

(Sebastian)

Urschrift

2

Spaß;

Unfug

Hausvorbau

Gastronomie

Abkürzung

für

circa

chem.

Zeichen

für

Argon

Alphabet

mit

Creme

gefülltes

Gebäck

Fischfanggerät

Nähmaterial

7

ukrain.

Schwarzmeerhafen

Übriggebliebenes

US-

Bürger

(ugs.)

vom

Üblichen

abweichend

Niederschlag

aus Wasserdampf

Verkehrsstockung

erzählende

Vers-

4 dichtung

3

römischer

Dichter

ein

Schiff

stürmen

Unser Lösungswort vom letzten Mal: Fachwerkhaus

leicht

mittel

Tragen Sie in die leeren Felder die Ziffern 1 bis 9 so ein, dass in jeder Zeile, jeder Spalte und jedem 3-x-3-Gebiet jede

der Ziffern 1 bis 9 genau einmal vorkommt.

46 Das Stadtgespräch


1 Das Jagdhornbläserkorps Wiedenbrück eröffnete die Jahreshauptversammlung mit einem musikalischen Gruß.

Mit musikalischen

Erfolgen und starkem

Nachwuchs überzeugt

Jagdhornbläserkorps Hubertus Wiedenbrück

In bester Form präsentierte sich

das Jagdhornbläserkorps Hubertus

Wiedenbrück e. V. bei

seiner jüngsten Rückschau auf

die vergangenen Monate. »Das

Jagdhornbläserkorps Hubertus

Wiedenbrück e. V. befindet sich

in einer super Verfassung. Ich blicke

mit Stolz darauf, wie es sich

in den letzten Jahren entwickelt

hat. Macht weiter so!«, würdigte

der Ehrenvorsitzende Franz-Josef

Tegelkamp das Engagement der

Musikerinnen und Musiker.

Das Korps absolvierte insgesamt

rund 70 Proben, Auftritte

und Wettbewerbe. Ein besonderes

Highlight war das Probewochenende

in Bielefeld-Ubbedissen, das

für die weitere musikalische Entwicklung

von zentraler Bedeutung

war. Korpsleiter Hubertus Lüning

dankte allen Mitgliedern für ihre

rege Teilnahme und betonte, dass

das Korps bei Auftritten stets zuverlässig

mit genügend Mitwirkenden

vertreten war.

Das Stadtgespräch

Erfolgreiche Wettbewerbe

auf Schloss Fasanerie

Ein Höhepunkt des Jahres war

die Teilnahme am Landes- und

Bundeswettbewerb auf dem Barockschloss

Fasanerie in Eichenzell

am 14. und 15. Juni. Beim Landeswettbewerb

Hessen erzielten

die Musikerinnen und Musiker in

der Gruppe G hervorragende 886

Punkte. Am folgenden Tag gelang

dem Korps beim Bundeswettbewerb

ein weiterer großer Erfolg:

Mit 912 Punkten wurde das Ziel,

die 900er-Marke zu überschreiten,

eindrucksvoll erreicht.

»Ich denke, die rege Teilnahme

an den Auftritten und Proben hat

wesentlich dazu beigetragen – besonders

aber das intensive Probewochenende«,

betonte Korpsleiter

Lüning.

Nachwuchs mit

Begeisterung dabei

Ein weiterer Beleg für die gute

Entwicklung des Vereins ist der

starke Nachwuchs. Am 6. November

2024 bestanden alle zehn

Teilnehmenden erfolgreich den

Kurs zum Bläserhutabzeichen.

Acht von ihnen begeistern sich

seither weiterhin für das jagdliche

Brauchtum und sind seit der

Prüfung fester Bestandteil des Bläserkorps.

Sie nehmen regelmäßig

an den Proben teil, bereichern das

musikalische Miteinander spürbar

und waren auch bei den Wettbewerben

dabei. Matthias Ernsting,

1. Vorsitzender des Bläserkorps,

überreichte ihnen auf der Jahreshauptversammlung

das Vereinsabzeichen

zur Mitgliedschaft.

Engagement wird belohnt

Auch der Einsatz innerhalb des

Vereins wurde gewürdigt. Als fleißigste

Mitglieder zeichnete Korpsleiter

Lüning Dirk Baumbach und

Michael Hauser aus, die jeweils an

65 Terminen teilnahmen.

Nicht zuletzt dankte der Korpsleiter

dem gesamten Vorstand: »Ihr

seid ein prima Team. Auf euch ist

immer Verlass«. Und mit Stolz

blickt das Jagdhornbläserkorps

Hubertus Wiedenbrück auf ein

musikalisch erfolgreiches Jahr zurück

– und mit großer Vorfreude

auf kommende Auftritte, Wettbewerbe

und neue musikalische

Herausforderungen. Auf dem Terminkalender

steht nun das Üben

zur Hubertusmesse und vorab für

die »vorm-Walde-Herbstzuchtprüfung«

Großer Münsterländer auf

Gut Menzelsfelde bei Lippstadt

sowie die Meutejagd in Pixel. Kem

1 Für herausragenden Probenfleiß wurden geehrt: Michael Hauser (2. v. l.) und Dirk

Baumbach (3. v. l.). Es gratulierten ihnen: (v. l.) Gregor Tegelkamp (Geschäftsführer)

und Hubertus Lüning (Korpsleiter) sowie Matthias Ernsting (1. Vorsitzender).

47


SHANGHAI

5 Traditionelles liegt im Trend.

1 Gondoliere auf chinesisch

Der Name Shanghai bedeutet

in etwa »Stadt, von der

aus man in See sticht«.

Umgangssprachlich wird die chinesische

28-Millionen Metropole

auch Tor zur Welt oder Dongfang

Balí, Paris des Ostens, oder auch

Dongfang Míngzhu, Perle des Orients,

genannt. So kann es wenig

verwundern, dass das Wahrzeichen

der Stadt seit 1995 der Oriental Pearl

Tower ist. Der 468 Meter hohe Turm,

der Eiffelturm ist »nur« 330 Meter

hoch, besteht unter anderem aus

zwei großen rosafarbenen Kugeln

und neun kleineren, die an Perlen

erinnern sollen. Und Perlen stehen

für gute Gesundheit und auch für

glückliche Ehen, was sie zu einem

besonders beliebten Hochzeitsgeschenk

machen. Fast noch spektakulärer

als tagsüber wirkt der Oriental

Pearl Tower nachts, wenn er

in wechselnden Farben erleuchtet

wird. Das kann man kitschig finden,

aber schlichtere Gemüter wie

ich finden das einfach nur schön.

Der Oriental Pearl Tower fungiert als

Museum, als Hotel, als Aussichts-

turm, als Fernsehturm und es gibt

sogar 20 Hotelzimmer in den kleineren

Kugeln. Das höchste Bauwerk

Shanghais ist das Gebäude,

das mitten im Finanzdistrikt Pudong

liegt, jedoch nicht mehr. Und

auch das Jin Mao Building, das im

Stil einer chinesischen Pagode mit

88 Stockwerken über 400 Meter in

die Höhe ragt, ist vergleichsweise

niedrig. Jedenfalls wenn man es

mit dem Shanghai Tower vergleicht.

2015 fertiggestellt ragt der gewaltige

Bau sagenhafte 632 Meter in die

Höhe und ist damit der höchste Bau

Chinas. Die Aussichtsplattform liegt

auf 562 Metern und damit sieben

Meter höher als die des Burj Khalifa

in Dubai, des mit 828 Metern

höchsten Gebäudes der Welt. Ein

weiterer Bau, der sofort auffällt, ist

das Shanghai World Financial Centre,

das sich mit lediglich 492 Metern

Höhe bescheidet. New Yorker

Architekten planten das Gebäude,

das von japanischen Investoren

finanziert wurde. Als besonderes

architektonisches Highlight war

im oberen Teil ein riesiges rundes

1 Aus dem Garten der Zufriedenheit

Luftloch geplant. Das jedoch

gefiel den Chinesen überhaupt

nicht, erinnerte es sie doch zu

sehr an die japanische Flagge,

roter Kreis auf weißem Grund.

Statt an die Schrecken der Kolonialgeschichte

zu erinnern,

findet sich heute ein Rechteck

oben im Tower. Das symbolisiert

die Völkerverständigung,

macht das World Financial Centre

optisch allerdings zum überdimensionierten

Flaschenöffner. Da gibt

es doch Schlimmeres.

Einkaufen bis zum

Umfallen

Wer genug hat von atemberaubenden

Ausblicken und Sightseeing in

der erst 1990 gebildeten Sonderwirtschaftszone

Pudong, der kann

1 Im Kezhi Garden

natürlich auch shoppen ohne Ende

in Shanghai. Es gibt eine Reihe von

Malls im amerikanischen Stil mit

chinesischem Flair. Eine davon liegt

direkt beim Oriental Pearl Tower. In

der Super Brand Mall gibt es jede

Menge internationale Firmen, die

Luxusgüter anbieten. Ein großzügiger

Schnitt, jede Menge Marmor

und strahlende Lichter locken zum

Geldausgeben. Allerdings scheint

48 Das Stadtgespräch


6 Skyline mit

»Flaschenöffner«

Übermorgen

und vorgestern

zugleich – Teil II

5 Rot bringt Glück und Reichtum

5 Auch für Einheimische ist Shanghai ein beliebtes Ausflugsziel.

5 Alles frisch

1 Interessantes Essen

das Angebot auf insgesamt 13 Ebenen

vor allem chinesische Touristen

aus der Provinz zu locken, die

in erster Linie schauen und nicht

kaufen, denn die Geschäfte sind

relativ menschenleer. Das ändert

sich gewaltig, wenn man den Food

Court betritt, wo sich ein chinesisches

Restaurant an das nächste

reiht, ja regelrecht drängt. In Pudong

gibt es keine Imbisswagen

oder Essensstände und so fungiert

der Food Court nicht nur als Verpflegungsposten,

sondern auch als

Treffpunkt für sozialen Austausch.

Die Funktion der Imbissbuden haben

auch die sogenannten Convenience

Stores übernommen, also weniger

hip ausgedrückt die Tante-Emma-Läden.

Die finden sich überall

in Shanghai, sind lange geöffnet

und bieten neben allen möglichen

Haushaltgegenständen auch Getränke,

Snacks und Süßigkeiten an.

Blaue Nummernschilder

sind teuer

Ebenfalls aus dem Stadtbild nicht

wegzudenken sind die vielen Motorroller,

die bei jedem Wetter Essen

liefern. Das war bis vor wenigen

Jahren mit jeder Menge Lärm und

Gestank von den Zweitaktmotoren

verbunden. Aber heutzutage bevölkern

Elektroroller die Straßen und

auch gerne die Bürgersteige, was

den westlichen Besucher schnell

irritiert, denn man hört die Scooter

erst, wenn sie zentimeterweit an

einem vorbeirauschen. Die Stadt

bewegt sich in Riesenschritten in

Richtung Elektromobilität. Wer ein

Elektroauto kauft, erhält ein grünes

Nummernschild. Anders sieht es bei

den Verbrennern aus. Deren Besitzer

müssen ein spezielles Erlaubnisformular

beantragen und dafür

fällt eine Gebühr an. Die liegt momentan

bei rund 15.000 Dollar. Das

durchschnittliche Jahreseinkommen

der Chinesen liegt zwischen

16.000 und 25.000 Dollar im Jahr.

Das Absurde bei dieser Regelung

ist, dass aufgrund der Kosten für

ein ausländisches Auto das blaue

Nummernschild als Statussymbol

wirkt. Ohnehin unterliegen importierte

Fahrzeuge schon einem Einfuhrzoll

von 15 Prozent sowie einer

Verbrauchssteuer von bis zu 40

Prozent. Für hochpreisige Modelle

kommt eine zehnprozentige Lu-

xusabgabe noch obendrauf. China

hat zum 20. Juli 2025 die Schwelle

für Luxussteuer auf Fahrzeuge von

ehemals umgerechnet rund 156.000

Euro auf etwa 108.000 Euro gesenkt.

Das werden Mercedes, Porsche und

Co. in den nächsten Jahren wohl

deutlich merken.

Doch das muss den Besucher

Shanghais nicht interessieren. Allein

schon aus Orientierungsgründen

sollte man als westlicher Tourist in

Shanghai besser auf das Autofahren

verzichten. Die Hinweisschilder

weisen oftmals nur auf Chinesisch

durch den Straßendschungel. Auch

auf die Parkplatzsuche wird man

gerne verzichten können. Wirklich

bequem ist es, das touristische

Programm mit den zahlreichen Hopon-hop-off-Bussen

zu absolvieren.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

wie der Finanzdistrikt Pudong,

der Bund mit seinen Kolonialbauten

und die chinesische Altstadt q

Das Stadtgespräch

49


lassen sich so mühelos erreichen.

Vergleichsweise günstig ist auch das

Taxifahren, wobei man davon ausgehen

muss, dass die Fahrer so wenig

Englisch sprechen und lesen können

wie wir Mandarin. Daher empfiehlt

es sich, den Hotelnamen oder andere

Adressen in chinesischer Schrift

ausgedruckt mitzuführen.

Zhujiajiao – Venedig

des Ostens

Natürlich kann man sich auch

durchaus mit öffentlichen Verkehrsmitteln

bewegen. Vor allem

die Metro, deren Stationen mit einem

roten M auf weißem Grund gekennzeichnet

sind, verkehrt schnell

und pünktlich. Die Stationen werden

auch auf Englisch angesagt

und sind auch englisch beschriftet.

Das Netz ist zudem sehr weit

ausgebaut, sodass man sogar das

sogenannte Wasserdorf Zhujiajiao

per Metro erreichen kann, und das

sind immerhin 50 Kilometer vom

Zentrum Shanghais aus. Obwohl

Zhujiajiao weniger bekannt ist als

die Wasserstadt Suzhou im Norden,

die nicht mehr zum Stadtgebiet

Shanghais gehört, sollte man möglichst

früh hier aufschlagen, denn

das Venedig des Ostens ist kein

Geheimtipp mehr. Der Spitzname

kommt nicht von ungefähr.

Im historischen Teil von Zhujiajiao

sind die Wasserstraßen deutlich

breiter als die engen Gassen des Ortes.

Er liegt auf verschiedenen Inselchen,

die durch rund drei Dutzend

Steinbrücken miteinander verbunden

sind. Die Landzunge der Familie

Zhu, so die deutsche Übersetzung

des Namens, erlangte seinen Reichtum

wie Venedig durch den Handel.

Zhujiajiao wird zum ersten Mal im 3.

Jahrhundert erwähnt. Im Mittelalter,

also in Zeiten der Yuan-Dynastie, die

von 1279 bis 1368 dauerte, war der

Ort bereits ein Handelsflecken. Die

Lage zwischen den großen Städten

am Meer und dem Beginn der Seidenstraße

ließ das Städtchen zum

Umschlagplatz für Seide und auch

für Baumwolle werden. Die Baumwolle

benötigt lange frostfreie Perioden

und gut entwässerte sandige

Lehmböden, die hier, aber keineswegs

überall in China vorkommen.

Neben der Seide, die natürlich im

Inland stark nachgefragt und ebenso

ein Exportschlager war, daher der

Begriff Seidenstraße, war auch die

Baumwolle Stützfeiler der Textilindustrie

des Ortes. Als der Reisanbau

zu Beginn des 17. Jahrhunderts gefördert

wurde, profitierte Zhuli, wie

das Städtchen mittlerweile hieß,

auch davon. Zhuli heißt »Perlendorf«,

was schon im Namen auf den

Wohlstand wies.

Fantastische Gärten,

tolle Kleidung

und interessantes Essen

Vor allem im Kezhi Garden, den ein

reicher Händler erbauen ließ, lässt

sich die Gartenkunst Chinas auf eindrucksvolle

Weise bestaunen. Hinter

einem vergleichsweise bescheidenen

Eingangstor verbirgt sich

eine großzügige Anlage, die Natur

und Architektur auf harmonische

Weise kombiniert. Der internationale

Händler Ma Wenqing fügte auch

westliche Elemente nahtlos in sein

Refugium ein. Anders als viele der

ebenfalls jahrhundertealten Häuser

an den Kanälen, die zur Gasse hin

ein Geschäft und zum Kanal hin

einen Anleger hatten, wurde im

weitläufigen Kezhi Garden sogar

Landwirtschaft betrieben.

Die Handelsgüter, die man heute

in den engen Gassen des Städtchens

erwerben kann, sind im Grunde

noch immer die gleichen wie

früher, nur dass der Handel heute

natürlich anders läuft. In Zeiten der

Rückbesinnung auf die alten Traditionen

werden Kleidungsstücke wie

das chinesische Hanfu angeboten.

Das ist das älteste traditionelle Gewand,

das schon vor zweitausend

Jahren zu Zeiten der Han-Dynastie

getragen wurde. Neben Touristen

aus China interessieren sich durchaus

auch Besucherinnen vor allem

aus anderen asiatischen Ländern

für die traditionelle Kleidung, deren

Schnitt und Farbzusammensetzung

früher von der Region und dem

sozialen Status vorgegeben war.

Luftiger und leichter als enge Jeans

und ein knappes T-Shirt sind sie auf

jeden Fall. Die Haupteinkaufsstraße

ist die North Street, die einen sehr

spürbarem Kontrast zu den Malls

der Metropole Shanghai bietet. Sie

beginnt an der Fangsheng-Brücke,

6 Pudong bei Nacht

die mit ihrer Breite von sechs Metern,

den 70 Metern Länge und den

imponierenden fünf Steinbögen

nicht zu übersehen ist. Entlang der

North Street finden sich nicht nur

weitere, zum Teil noch harmonischere

Brücken, sondern vor allem

auch alles, was Herz und Magen

der Besucher erfreut. Dazu zählen

neben Kleidung und allen möglichen

Souvenirs auch Fächer in allen

Größen, Farben und Materialien,

vom kleinen Papierfächer bis zum

kunstvoll gestalteten Seidenfächer,

für den man natürlich recht tief in

die Tasche greifen muss.

Ausgesprochen günstig ist jedoch

die Verpflegung an einem der

vielen kleinen Essensstände. Eigentlich

gilt ja für Asien gerne die Maxime

»erst essen, dann fragen, was

es ist«, aber die Skorpione erkennt

man schon noch, bevor sie in die

Fritteuse gehen. Es gibt auch eine

Reihe von Restaurants, doch auch

die bieten nicht unbedingt immer

das, was westliche Gaumen erfreut.

So kann ich mich auch im feinen

Ambiente nicht für eingelegte Qualle

oder geschmorte Seegurke erwärmen.

Für die diversen Teigtaschen

allerdings schon.

Kein Gondoliere, aber

immerhin Bootsfahrten

Wer genug hat vom Besichtigen,

Shoppen und Essen sollte sich

noch ein Highlight beim Besuch

von Zhujiajiao gönnen. Die Versorgung

der Einwohner des Ortes

geschieht auch heute noch in begrenztem

Umfang vom Wasser aus.

Vor allem aber werden die Kanäle

von Booten genutzt, die Urlauber

aus dem In- und Ausland durch die

Wasserstraßen schippern. Anders

als in Venedig singen die Bootsführer

allerdings nicht. Auch sind

sie eher wortkarg, was daran liegt,

dass nur sehr wenige etwas Englisch

sprechen. Dennoch sind die

Fahrten entlang der Anleger durch

die Wassersträßchen und unter

den Brücken hindurch ein schöner

Abschluss des Besuchs dieses beschaulichen

Ortes, der so anders als

die Mega-Metropole Shanghai ist.

sto

50 Das Stadtgespräch


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Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Weitere

Informationen zu den Verbrauchswerten und Energiekosten finden Sie unter www.ford.de/energie. **Gemäß Worldwide Harmonised Light Vehicles Test

Procedure (WLTP) ist bei voll aufgeladener Batterie eine Reichweite bis zur genannten, zertifizierten elektrischen Reichweite – je nach vorhandener Serien-

und Batterie-Konfiguration – möglich. Die tatsächliche Reichweite kann aufgrund unterschiedlicher Faktoren (z.B. Wetterbedingungen, Fahrverhalten,

Streckenprofil, Fahrzeugzustand, Alter, Zustand und Temperatur der Lithium-Ionen-Batterie) variieren.

Das Stadtgespräch

51


Engagiert, kreativ und

nachhaltig

Projektwoche am Ratsgymnasium

In der letzten Schulwoche vor den Sommerferien war am Ratsgymnasium

alles ein wenig anders als sonst: Statt Stundenplan und

Unterricht standen Kreativität, Praxis und Zukunftsfragen im Mittelpunkt.

Die drei Projekttage boten den Schülerinnen und Schülern die

Gelegenheit, sich mit Themen auseinanderzusetzen, die im regulären

Schulalltag oft zu kurz kommen.

Die sechsten Klassen beispielsweise beschäftigten sich rund um das

Thema »Bienen«. Sie bastelten Bienenhotels, backten mit Honig und bastelten

bunte Blumentöpfe. Ein Highlight war außerdem der Besuch von

Imker Uwe Sonnenberg, der sein Bienenvolk vorstellte und spannende

Einblicke in die Welt der Bienen gab.

Auch das Thema »So isst die Zukunft – Ernährung gemeinsam neu

gestalten« stieß in Klasse 5 auf große positive Resonanz. Die Schülerinnen

und Schüler entwickelten eigene, klimafreundliche Rezepte, bereiteten

diese in der Schulküche zu und hielten sie in Wort und Bild für

ein digitales Kochbuch fest.

Während ein anderes Projekt mit und für Kindergarten-Kids von der

Kita nebenan kochte, widmete sich eine Gruppe aus Klasse zehn im Zusammenhang

mit den UN-Nachhaltigkeitszielen (SDGs) dem Vorsatz »Kein

Hunger«. Die Jugendlichen verkauften an der Schule selbstgebackene Crêpes

und spendeten den Erlös in Höhe von 140 Euro an die Gütersloher Tafel.

Die Palette an Projekten hätte vielfältiger nicht sein können. Es wurden

Teleskope gebaut und – wenn das Wetter es zuließ – erste Sternbeobachtungen

gewagt. Im Projekt »Unsere Schule der Zukunft« entstanden

1 Der grüne Daumen: Mit Biologie-Lehrerin Eva Frischke (2. v. r.) haben Fünftklässler

im Rahmen der Projektwoche Blühstreifen angelegt und die Beete des Unterstufengebäudes

in Schuss gebracht.

Foto: Sören Voss/Ratsgymnasium

mit viel Fantasie, Bastelmaterial und Vorstellungskraft in Schuhkartons

Miniaturmodelle von Schulen, wie sie sich Schülerinnen und Schüler in der

Zukunft wünschen: nachhaltig gebaut, digital ausgestattet, offen für neue

Lernformen und mit viel Raum für Mitbestimmung und Gemeinschaft.

»Besonders im Unterstufenhaus war die Stimmung bestens. Es war

schön zu sehen, wie sich die Kids auf die Projekte eingelassen haben«, freute

sich Organisatorin Tanja Rolle-Sichau. Obwohl einige Projekte ihr Programm

aufgrund eines Einbruchs im Hauptgebäude der Schule kürzen mussten,

lobte Rolle-Sichau die entstandenen Produkte: »Die gesamten Projekttage

haben gezeigt, wie wichtig es ist, Raum für solche Erfahrungen zu schaffen«.

Parallel zu den Projekten fanden unter der Leitung der Schüler Lina

Bazijanec, Moritz Beckmann und Laurin Kardinal außerdem Erste-Hilfe-Schulungen

statt, um möglichst viele Mitglieder der Schulgemeinde

mit den wichtigsten Maßnahmen vertraut zu machen. Das Ratsgymnasium

kommt damit dem Erlass des Landes zuvor, der Reanimations-Unterricht

in den Klassen sieben bis neun ab dem kommenden Schuljahr

als verpflichtend auf den Stundenplan setzt.

Foto: Caritas Gütersloh

1 Sie sind seit mehr als 15 Jahren die Elternschule: Mehr als 40 Bildungs- und

Beratungseinrichtungen für Kinder, Eltern und Familien stellen jedes Halbjahr ein

umfangreiches Programm in Rheda-Wiedenbrück und Langenberg auf die Beine.

Das neue Programm der

Elternschule ist online

Krabbelgruppen, Infoabende, Eltern-Kind-Turnen, Spiele, Flohmärkte

und vieles mehr: Insgesamt mehr als 370 Angebote für Eltern und

Familien können Interessierte ab sofort im neuen Programm der Elternschule

entdecken. Das Programm für das zweite Halbjahr 2025 wurde

jetzt bei einem Treffen der Kooperationspartner im Haus der Caritas in

Rheda-Wiedenbrück vorgestellt.

Die Auswahl ist bunt und abwechslungsreich. Bewährte Veranstaltungen

und Kurse sind ebenso dabei wie ganz neue Angebote. So finden

Eltern traditionell im Programm für das zweite Halbjahr auch eine

Übersicht über alle Tage der offenen Tür der Schulen sowie verschiedene

Kennenlernmöglichkeiten der örtlichen Kindertageseinrichtungen. Zu

den Besonderheiten des Programms gehören dieses Mal Angebote mit

der Rettungshundestaffel und Onlineveranstaltungen zur Ernährung

mit Kindern wie »Ich will Nudeln mit Ketchup«.

Bei dem Treffen blickten die Verantwortlichen auch zurück auf das

vergangene Halbjahr. »Besonders stolz sind wir dabei auf eine geringe

Ausfallquote bei den Angeboten«, erklärt Birgit Kaupmann, Fachbereichsleitung

Familie beim Caritasverband für den Kreis Gütersloh.

»Seit Jahren finden von den gemeldeten Angeboten durchschnittlich

90 % statt. Und das in Zeiten, wo die Verbindlichkeit der Menschen

gefühlt abnimmt und die Termindichte eher steigt. Das zeigt, dass die

Kooperationspartner bei der Veranstaltungsplanung ganz nah an den

Bedürfnissen der Eltern sind.«

Die Elternschule ist ein gemeinsames Projekt der Caritas, der Bürgerstiftung

Rheda-Wiedenbrück, der Stadt Rheda-Wiedenbrück, der Gemeinde

Langenberg und des Kreises Gütersloh, die hierfür eng mit mehr

als 40 Kinder- und Bildungseinrichtungen der Region zusammenarbeiten.

Das komplette Programm gibt es unter www.elternschule-rhwd.de

oder unter www.chancenportal-rhwd.de.

52 Das Stadtgespräch


CDU-Ortsunion Lintel

informiert

Wichtiger Impuls für die Dorfentwicklung:

Waldsiedlung Ost

Die CDU-Ortsunion Lintel hat zu einer Informationsveranstaltung zur

geplanten Erweiterung der Waldsiedlung Ost eingeladen und damit zahlreiche

interessierte Bürgerinnen und Bürger erreicht. Im Mittelpunkt

der Veranstaltung stand der inzwischen rechtskräftige Bebauungsplan,

der den Weg für ein neues Baugebiet im Osten Lintels frei macht. Die

CDU-Ortsunion hatte sich über viele Jahre hinweg intensiv für dieses

Projekt eingesetzt.

Der Vorsitzende der Ortsunion, Johannes Deittert, zeigte sich hocherfreut

über die rege Beteiligung: »Es ist ein bedeutender Schritt für die

zukünftige Entwicklung unseres Dorfes. Wir freuen uns sehr, dass so

viele Menschen sich heute über die Pläne informieren und aktiv mitdiskutieren

wollen«. Deittert unterstrich das langfristige Engagement der

Ortsunion, die sich kontinuierlich für die Schaffung von neuem Wohnraum

und eine nachhaltige Entwicklung Lintels stark gemacht habe.

Ratsherr Frank Schürmann ging insbesondere auf die Vermarktung der

1 Die CDU bleibt bei der Entwicklung Lintels am Ball.

neuen Baugrundstücke ein: »Wir stehen in engem Austausch mit der

Verwaltung, um die Vermarktung zügig und transparent voranzutreiben«.

Bürgermeister Theo Mettenborg unterstrich, dass die Stadt mit dem

neuen Baugebiet ein klares Zeichen für die Zukunftsfähigkeit von Lintel

setzt. »Die Stadtgesellschaft und die Verwaltung verfolgen das gemeinsame

Ziel, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und jungen Familien wie

auch Rückkehrern eine Perspektive in ihrer Heimat zu bieten«.

Weitere Informationen dazu sind auf der Webseite der Stadt abrufbar.

1 Der professionelle Clown »Monsieur Moma« hatte besonders bei den Kleinen ein

Stein im Brett.

Ein fröhliches Jubiläumsfest

für Groß und Klein

35 Jahre DRK-Kita Budenzauber

Am ersten Wochenende im August herrschte auf dem weitläufigen

Freigelände der DRK-Kita Budenzauber beste Stimmung.

Anlass war das 35-jährige Jubiläum der Einrichtung, zu dem

Kinder, Eltern, Mitarbeitende und zahlreiche Gäste gekommen waren.

Die Feier begann mit einer herzlichen Begrüßung durch die stellvertretende

Kita-Leiterin Jaqueline Richter, gefolgt von einem fröhlichen

Kreistanz, an dem sich viele Beteiligte anschlossen. Für das leibliche

Wohl sorgten die Eltern: Sie brachten selbstgebackene Kuchen mit und

betrieben eine liebevoll gestaltete Cafeteria. Der Kindergarten bereitete

den Kindern zusätzlich eine Freude und spendierte jedem ein Eis.

Für leuchtende Augen bei den Kleinsten sorgte der Auftritt eines Clowns

»Monsieur Moma«, bekannt aus dem Paderborner Weihnachtszirkus. Er

verbreitete mit seinen spontanen Auftritten viel Gelächter und gute Laune.

Auch offizielle Gratulanten waren vor Ort: Der stellvertretende Bürgermeister

Georg Effertz sowie der Vorstand des heimischen DRK, vertreten

durch die Vorsitzende Marissa Fürstin Tecklenburg-Bentheim sowie

die stellvertretenden Vorsitzenden Johannes Granas und Franz Westhoff

würdigten die engagierte Arbeit des Kita-Teams. Granas blickte in seiner

Ansprache auf die vergangenen 35 Jahre zurück und hob die Bedeutung

der Einrichtung für die Stadt hervor. Die Einrichtung ist auf zwei Standorten

verteilt. Außer den jeweils zwei Gruppen im 35 Jahre alten Altbau gibt

es den vor fünf Jahren eröffneten, räumlich davon getrennten Neubau.

Vorübergehend gab es bis vor kurzem mit der Zauberbude eine fünfte

Gruppe im ehemaligen DRK-Heim am Ostring. Für die Dependance bestand

nunmehr nach einem fünfjährigen Betrieb kein Bedarf mehr. Der

Gründung von Budenzauber voraus begann 1993 in den Räumen des

Altbaus der Aufbau der DRK-Kita »Abenteuerland«. Als »Abenteuerland«

nach zwei Jahren in ihre eigenen Räume an der Siechenstraße umziehen

konnte, eröffnete das DRK aufgrund des Bedarfs die Kita »Budenzauber«.

Mit guter Musik, fröhlichen Gesprächen und vielen lachenden Gesichtern

ging ein gelungenes Jubiläumsfest zu Ende – ein Tag, der allen

in schöner Erinnerung bleiben wird.

Kem

2 Bunter Kreistanz zum Auftakt:

Kinder, Eltern und Gäste feierten

gemeinsam das 35-jährige

Bestehen der DRK-Kita Budenzauber.

Das Stadtgespräch

53


Ein rollstuhlgerechtes

Auto für Ella

und ihre Familie

Den Wunsch nach mehr Mobilität und Teilhabe hat Aktion Kinderträume

der sechsjährigen Ella Teske und ihrer Familie mit der

Bereitstellung eines rollstuhlgerechten Mercedes-Transporters

erfüllt. Damit werden die täglichen Hürden für die Eltern des Mädchens,

das aufgrund einer pränatalen Hirnblutung seit seiner Geburt rund um

die Uhr auf Hilfe angewiesen ist, etwas kleiner. Möglich geworden ist

die Anschaffung auch dank der Unterstützung von Dr. Susanne und Dr.

Jan Schepers aus Rheda-Wiedenbrück.

Ella kann wegen der schweren Hirnschädigung weder selbstständig

sitzen noch laufen, leidet außerdem unter Epilepsie sowie starken Spastiken.

Trotz ihrer Einschränkungen ist sie ein fröhliches Kind, das Musik

liebt und gerne mit ihrer älteren Schwester spielt. Gleichwohl ist der

1 Zum richtigen Zeitpunkt hat Familie Teske den rollstuhlgerechten Mercedes in Empfang nehmen dürfen:

(v. l.) Marc Birkenhake (Beresa Gütersloh), Melina Monkenbusch (Premium Food Group), Chiara Quandt

und Silke Michael (beide Aktion Kinderträume), Larissa und Lia Teske, Margit Tönnies, Ella und Dietrich Teske

sowie Dr. Susanne und Dr. Jan Schepers.

Alltag der Teskes geprägt von großen Herausforderungen. Insbesondere

der Transport von Ella zu Ärzten, Therapeuten und Freizeitaktivitäten

bereitete zuletzt zunehmend Probleme. Das bisherige Familienauto war

den wachsenden Anforderungen schon lange nicht mehr gewachsen, der

Kauf eines anderen Wagens in Anbetracht des begrenzten finanziellen

Spielraums undenkbar.

Mit Blick auf Ellas bevorstehende Einschulung kommt der umgebaute

Mercedes Citan im Wert von 38.200 Euro, für den Aktion Kinderträume

die Kosten übernommen hat, zum richtigen Zeitpunkt. Einen besonderen

Beitrag leistete das Ehepaar Dr. Susanne und Dr. Jan Schepers.

Anlässlich ihres Sommerfests hatten die Tierärzte aus Rheda-Wiedenbrück

auf Geschenke verzichtet und stattdessen zu Spenden für Aktion

Kinderträume aufgerufen. Dabei waren 5750 Euro zusammengekommen,

die direkt in die Finanzierung des Fahrzeugs flossen.

»Wir danken dem Ehepaar Schepers und allen Gästen des Sommerfests

herzlich für ihre Unterstützung«, sagte Margit Tönnies, Schirmherrin

von Aktion Kinderträume, bei der Fahrzeugübergabe. »Diese

großzügige Hilfe sichert Ella die erforderliche Mobilität als zwingend

erforderliche Voraussetzung von Inklusion und Teilhabe.«

Weitere Infos unter www.aktion-kindertraeume.de.

Taktiler Pultaufsteller

am inklusiven Spielplatz

Flora Westfalica

Der inklusive Spielbereich an der Mittelhegge im Flora-Westfalica-Park

ist nun komplett. Neben den neuen Geräten, die ein

gemeinsames Spielen aller Kinder ermöglichen, ist jetzt eine

taktiler Pultaufsteller hinzugekommen. Dieser hilft blinden und sehbehinderten

Menschen, sich auf dem Spielplatz zurechtzufinden.

1 Parkleiterin Elisabeth Dübjohann freut sich sichtlich über den taktilen Pultaufsteller.

54

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Das Stadtgespräch


Übernahme der

Geschäftsführung

Ein neues Kapitel für winklerswurst GmbH & Co. KG

Mit einer Mischung aus Dankbarkeit und Stolz blickt das Team

von winklerswurst auf zwei Jahrzehnte erfolgreicher Unternehmensgeschichte

unter der Leitung von Klaus und Teresa

Winkler zurück. Sie haben das Unternehmen mit viel Engagement,

Innovationskraft und einer gelebten familiären Unternehmenskultur

maßgeblich geprägt.

Nun beginnt ein weiteres Kapitel: Am 1. Oktober 2025 übernehmen

Tom Krasselt und Daniel Vlasak das Ruder. Die beiden erfahrenen Branchenkenner

aus der Lebensmittelindustrie bringen frische Ideen, fundiertes

Know-how und eine klare Vision für die Zukunft mit. Ziel ist es,

winklerswurst strategisch weiterzuentwickeln, die Markenbekanntheit

auszubauen und neue Märkte zu erschließen – ohne dabei die gelebten

Werte des Familienunternehmens aus den Augen zu verlieren.

Das Unternehmen mit Sitz im Industriegebiet Rheda (Bosfelder

Weg) bleibt der Region weiterhin verbunden. Auf dem 6.000 m² großen

Betriebsgelände produzieren rund 50 Mitarbeitende hochwertige

siebenbürgische und rumänische Spezialitäten, vorwiegend Grill- und

Wurstwaren. Der Vertrieb erfolgt über E-Commerce, Großhandel sowie

eine 400 m² große Direktverkaufsfläche vor Ort.

Klaus und Teresa Winkler werden dem Unternehmen auch nach der

Übergabe zur Seite stehen und den Generationswechsel aktiv begleiten.

Ihr Dank gilt allen Mitarbeitenden, Kunden und Partnern für die

langjährige Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen.

1 (V. l.) Klaus und Teresa Winkler mit dem neuen Leitungsteam von winklerswurst,

Tom Krasselt und Daniel Vlasak

Mit dem anstehenden Generationswechsel beweist winklerswurst,

dass Tradition und Innovation kein Widerspruch sind – sondern die

Grundlage für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft als verlässlicher

Partner in der Branche.

Daimlerstraße 12 · 33378 Rheda-Wiedenbrück · Tel. 05242/985900

E-Mail: info@winklerswurst.de · www.winklerswurst.de

»Woche der Begegnung«

bringt Caritas-

Tagespflegen zusammen

Ein starkes Zeichen für Gemeinschaft und Miteinander haben die Caritas-Tagespflegen

in Rheda, Wiedenbrück und Clarholz gesetzt: Mit der

erstmals durchgeführten »Woche der Begegnung« luden sie ihre Gäste

zu gemeinsamen Aktivitäten ein.

An zwei Tagen war die Tagespflege Wiedenbrück voller Leben: Am

Mittwoch besuchte die Tagespflege Rheda die Einrichtung. Höhepunkt

war der Überraschungsgast Pony Kiki vom »Westerntraining Blue Eyes«.

Die Gäste konnten das Tier streicheln, striegeln und so hautnah erleben.

Im Anschluss stärkten sich alle bei Bratwürstchen vom Grill und selbstgemachtem

Kartoffelsalat.

Am 11. September kamen die Gäste der Tagespflege Clarholz nach

Wiedenbrück. Gemeinsam wurde Cross Boccia gespielt, gelacht und

angefeuert. Auch hier klang der Tag beim gemütlichen Grillen aus.

»Uns war wichtig, dass unsere Gäste die Chance bekommen, auch

einmal Menschen aus den anderen Tagespflegen kennenzulernen. Dabei

geht es nicht nur um schöne gemeinsame Erlebnisse, sondern auch darum,

gesellschaftliche Unterschiede und alte Trennlinien – etwa zwischen

Rheda und Wiedenbrück – spielerisch zu überwinden«, erklärt Sarah

Lüke, Pflegedienstleitung der Tagespflegen Clarholz und Wiedenbrück.

»Die Gäste entdeckten so im Gespräch, dass es viele Überschneidungen

bei Erinnerungen oder Menschen, die man kennt, gibt. Auf einmal

hat man mit einem fremden Menschen vieles gemeinsam.« Ihr Kollege

Thomas Plugge, Pflegedienstleitung der Tagespflege Rheda, ergänzt:

»Einsamkeit ist ein großes Thema im Alter. Mit der Woche der Begegnung

wollten wir zeigen, wie wertvoll es ist, Kontakte zu knüpfen, gemeinsam

zu lachen und Geschichten auszutauschen. Gemeinschaftserlebnisse

wie diese sind die beste Vorbeugung gegen Vereinsamung.«

Auch die Gäste zeigten sich begeistert: »Ach wissen Sie, früher hat

man immer gesagt: Die aus Rheda

und die aus Wiedenbrück... Aber

heute, wenn wir zusammen feiern,

dann spürt man nur Freude.

Für uns ist es besonders schön,

andere Gesichter zu sehen und

miteinander zu lachen«, so eine

Teilnehmerin.

Aufgrund der positiven Resonanz

soll die »Woche der Begegnung«

keine einmalige Aktion

bleiben. Die Caritas-Tagespflegen

planen bereits weitere gemeinsame

Veranstaltungen.

1 Tierischer Besuch in der Tagespflege

Das Stadtgespräch

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55


während der Bauarbeiten auf 58 Plätze. Die Bewohnerinnen

und Bewohner des jeweils von

Bauarbeiten betroffenen Gebäudeteils verlegte

die Einrichtung auf andere Flure. Damit die Seniorinnen

und Senioren ungestört wohnen und

leben konnten, nutzten die Handwerker einen

eigenen Eingang. So war das Bautreppenhaus

klar vom Wohnbereich getrennt – Lärm und

Schmutz blieben draußen. Ab Mitte September

2025 ist der zuletzt fertig gestellte grüne

Gebäudeteil nun bezugsfertig.

Der Verbund katholischer Altenhilfe

Paderborn e. V. (VKA) hat den Umbau

seiner Einrichtung St. Aegidius

Rheda-Wiedenbrück Pflege + Wohnen fertig

gestellt. Zum Abschluss der Bauarbeiten lud

der Verbund am 5. September 2025 zu einem

kleinen Empfang ein. Pfarrdechant Reinhard

Edeler segnete die Einrichtung in der Hauskapelle.

Die stationäre Einrichtung bietet ab

sofort drei moderne Wohntrakte mit insgesamt

98 Einzelzimmern, größere Gemeinschaftsflächen

und offen gestaltete Wohn- und Esszimmerbereiche.

Hauptziel: Mehr Einzelzimmer

Die Umbauarbeiten des gesamten Hauses

nach den Entwürfen des Architekturbüros

Steinke + Zils aus Marl dauerten von Mai 2023

bis Juli 2025. Im ersten Bauabschnitt wurde

der rote Gebäudeteil umgebaut, im zweiten

und dritten Bauabschnitt folgten der gelbe

und grüne Teil sowie der Aufenthaltsbereich

im Erdgeschoss. »Nach zwei Jahren Bauzeit

sind wir dankbar, dass wir allen Bewohnerinnen

und Bewohnern im St. Aegidius wieder

ein schönes Zuhause anbieten können. Es

war eine spannende Zeit, die der Einrichtung

nach ihrem Abschluss eine neue Perspektive

eröffnet«, erklärt Marek Konietzny, Sprecher

der Geschäftsführung im VKA. »Durch den

Umbau können wir ab sofort 98 Einzelzimmer

mit mehr Privatsphäre anbieten«, erläutert er

das Hauptziel der Baumaßnahme. Zuvor waren

es 66 Einzelzimmer und 16 Doppelzimmer.

1 (V. l.) Marco Beuermann (ev. Pfarrer der Gemeinde Wiedenbrück), Alexander

Hannig-Prüße (Finanz- und Investitionsmanagement im VKA), Jürgen Mertes

(Einrichtungsleitung St. Aegidius Rheda-Wiedenbrück Pflege + Wohnen),

Marek Konietzny (Sprecher der Geschäftsführung im VKA), Reinhard Edeler

(Pfarrdechant Wiedenbrück), Gudrun Bauer (stv. Bürgermeisterin) Foto: VKA

St. Aegidius Rheda- Wiedenbrück

­Pflege + Wohnen erstrahlt

in neuem Glanz

»Neben dem Umbau haben wir verschiedene

Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt

und die Einrichtung auf ein modernes Niveau

gehoben«, ergänzt Alexander Hannig-Prüße,

Finanz- und Investitionsmanagement im VKA.

So wurde der Aufenthaltsbereich im Erdgeschoss

umgestaltet und u. a. der Bodenbelag

überarbeitet. Neu angelegt und vergrößert

wurden auch die Wohnküchen, die von den

Bewohnerinnen und Bewohnern gerne für

Gemeinschaftsaktivitäten wie z. B. Backen genutzt

werden. Neue Beleuchtungssysteme in

den Fluren und in der Cafeteria sorgen außerdem

für eine angenehme Grundbeleuchtung.

»Dank des Wohngruppen-Konzepts laden

außerdem viele Nischen und Wohnbereiche

zum Verweilen ein«, führt er aus. Am 26. August

fand die offizielle Abnahme des Umbaus

durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe

(LWL) und die Heimaufsicht des Kreises Gütersloh

(WTG Behörde) statt.

Logistische Herausforderung

Die Sanierung im laufenden Betrieb war eine

logistische Herausforderung. »Wir haben gefühlt

tausend Gespräche geführt und Tonnen

an Möbeln bewegt«, blickt Jürgen Mertes, Einrichtungsleitung

St. Aegidius Rheda-Wiedenbrück

Pflege + Wohnen zurück. »Jetzt freuen

wir uns über das schöne Ergebnis. Mein großer

Dank geht an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

welche die Herausforderung engagiert

und mit guter Laune gemeistert haben«.

Dazu zählt z. B. die Reduzierung der Belegung

Verstärkung gesucht

St. Aegidius ist eine moderne und angesehene

stationäre Einrichtung, die nach dem

Umbau das Team verstärken möchte. »Wir

laden herzlich zu einem Bewerbertag am 18.

September 2025 von 17.00 bis 20.00 Uhr ein.

Hier können Interessierte unsere Einrichtung

in entspannter Atmosphäre kennenlernen, mit

uns ins Gespräch kommen und mehr über ihre

Entwicklungsmöglichkeiten bei uns erfahren«,

erklärt Mertes.

Die modernisierte Einrichtung im

Überblick:

· 98 Einzelzimmer – vorher 66 Einzelzimmer

und 16 Doppelzimmer

· Wohngruppenkonzept löst Wohnbereiche ab

· drei Wohntrakte: roter Flügel (zwei Etagen),

gelber Flügel (zwei Etagen), grüner Flügel (drei

Etagen)

· ein tatkräftiges Arbeitsumfeld mit Herz und

Hand, anpackend und humorvoll, in dem die

Verbundenheit mit den Bewohnerinnen und

Bewohnern spürbar ist

Über den Verbund katholischer

Altenhilfe Paderborn e. V.

Der Verbund katholischer Altenhilfe Paderborn

e. V. ist mit seinen stationären Einrichtungen,

sowie teilstationären Einrichtungen, Wohngemeinschaften

und mobilen Pflegediensten

ein moderner Komplexanbieter im Erzbistum

Paderborn. Unser Erfolg liegt in der regionalen

Vernetzung, in der Nutzung der Synergien

im Verbund und in der Qualifizierung unserer

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – zum Wohle

der uns anvertrauten Menschen.

Zum Verbund katholischer Altenhilfe

Paderborn e.V. gehören:

· VKA St. Josef gGmbH, Region Gütersloh und

Ruhrgebiet

· VKA St. Liborius gGmbH, Region Bielefeld

· Marienheim gGmbH, Region Paderborn

· VKA Service gGmbH

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Das Stadtgespräch


Kreissparkasse

Halle-

Wiedenbrück

begrüßt

15 neue Azubis

Sechs sind ehemalige

Praktikantinnen und

Praktikanten

Zum 1. September haben 13 Auszubildende

ihre berufliche Laufbahn bei

der Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück

eingeschlagen. Der Vorstand begrüßt

die zukünftigen Bankkaufleute sowie zwei

weitere Azubis als Kauffrau für Büromanagement

und Fachinformatiker für Systemintegration,

die bereits zum 1. August ihre Ausbildung

begonnen haben.

»Wähle einen Beruf, den du liebst und du

wirst keinen einzigen Tag Arbeit haben im

Leben«, zitiert der stellvertretende Vorstandsvorsitzende

Henning Bauer Konfuzius zur

Begrüßung der neuen Auszubildenden. »Ihr

beginnt genau zur richtigen Zeit bei uns«,

stimmt er die jungen Leute auf die kommenden

Jahre ein. »Mit eurem technischen

Verständnis bringt ihr wichtige Kompetenzen

mit, um euch aktiv in ein vielfältiges Aufgabenfeld

einzubringen und eure Zukunft bei

uns aktiv mitzugestalten.«

Mit Jasmin Lindenmeier startet nun

schon zum zweiten Mal eine Auszubildende

als Kauffrau für Büromanagement. Die

zukünftigen Bankkaufleute sind Silas Leßmann,

Marieke Zimmermann, Lea Kalmár,

Gabriel Altay, Tyler Schulz, Manuel Aslan,

1 Der stv. Vorstandsvorsitzende Henning Bauer (l.), Ausbildungsleiterin Sabrina Henneke und Trainee Personal Franziska

Lohnherr (r.) begrüßen den neuen Ausbildungsjahrgang der Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück: (v. l.) Marcello

Moustakas, Julia-Michelle Marth, Josephine Dreyer, Nils Brinkmann, Emelie Klamann, Silas Leßmann, Tyler Schulz,

Mia Johannliemke, Ruben Tom Landwehr, Manuel Schojan, Gabriel Altay, Manuel Aslan, Lea Kalmár und Marieke

Zimmermann. (Es fehlt Jasmin Lindenmeier.)

Mia Johannliemke, Ruben Tom Landwehr,

Manuel Schojan, Julia-Michelle Marth,

Marcello Moustakas, Josephine Dreyer und

Emelie Klamann. Nils Brinkmann beginnt

seine Ausbildung zum Fachinformatiker für

System integration.

Die neuen Azubis starten mit spannenden

WelcomeDays: Von gemeinsamen Kennlernspielen

über die Einführung in Themen

wie Geldwäsche, Bankgeheimnis und Co. bis

hin zu einer BeratungsCenter-Tour warteten

viele neue Eindrücke auf die jungen Auszubildenden.

Ab dem 8. September beginnt dann

die praktische Phase: Die Azubis haben ihre

ersten Einsätze in den BeratungsCentern der

Kreissparkasse sowie in den internen Bereichen.

»Es bieten sich viele Möglichkeiten, eigene

Ideen zu entwickeln und diese gemeinsam

mit dem Team der Kreissparkasse umzusetzen«,

verspricht Ausbildungsleiterin Sabrina

Henneke und fügt hinzu: »In der Ausbildung

werdet ihr viel erleben und euch ständig persönlich

und fachlich weiterentwickeln. Heute

ist der erste Schritt in eine aufregende Zeit!«

Informationen über die Bewerbungsmöglichkeiten

zu den Themen Ausbildung,

Duales Studium, Praktikum und Berufsfelderkundung

erteilt Sabrina Henneke unter

Telefon 05242/599-3245. Ebenfalls bieten ein

Besuch der Internetfiliale www.kskhwd.de/

karriere und der Instagram Seite @kskhallewiedenbrueck

spannende Einblicke hinter

die Kulissen.

Feiern wie damals – Early-Bird- Revival am 11. Oktober!

Das legendäre »Early Bird« erwacht für eine

Nacht zu neuem Leben! Am Samstag, dem

11. Oktober, steigt die »Early-Bird-Revival 10.0

Party« – ein Abend voller Nostalgie, Tanz und

echter Disco-Atmosphäre.

Alle, die das »Early Bird« noch aus alten Zeiten

kennen, dürfen sich auf ein unvergessliches

Revival freuen: ein Abend mit den größten Hits

der 70er- und 80er-Jahre – Musik, die Generationen

geprägt hat und auch heute noch

begeistert. Weg von monotonem Techno und

elektronischem Einheits-Sound – hier gibt’s

echte Klassiker zum Feiern!

Das Besondere: Ihr bestimmt den Sound

des Abends! Der DJ legt eure Wunschtitel auf

und bringt den Plattenteller zum Glühen – ganz

wie früher.

Unvergessen bleibt: Nach einer Kneipentour

durch die Rheda-Wiedenbrücker Innenstadt

oder einer Geburtstagsparty führte der

Weg für viele direkt ins »Early« – ob zum Tanzen,

Rocken oder einfach nur, um eine gute Zeit

zu haben. Das solltet ihr also nicht verpassen!

Trefft alte Freunde wieder, stoßt gemeinsam

an und feiert die Nacht wie damals.

Eintritt frei von 21.00 bis 22.00 Uhr, Gratis-Prosecco

für alle Ladies zur Begrüßung!

Wo? DANCE-Club, Lippstädter Straße 125,

Rheda-Wiedenbrück – die Kultstätte schlechthin!

Das Stadtgespräch

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Änderungen zur

Thesaurierungsbegünstigung

von nicht

entnommenen Gewinnen

nach § 34a EStG

Die Thesaurierungsbegünstigung

nach § 34a EStG ist

insbesondere für Unternehmer

interessant, die mit ihrem

Einkommen dem Spitzensteuersatz

unterliegen. Die Komplexität

des Gesetzestextes hat jedoch in

der Vergangenheit dazu geführt,

dass die Norm häufig nicht angewendet

wurde.

Die Regelung ermöglicht es

Einzelunternehmern und Mitunternehmern

nicht entnommene

Gewinne mit einem ermäßigten

Steuersatz von 28,25 % (zzgl. Solidaritätszuschlag

und ggf. Kirchensteuer)

zu versteuern, anstelle des

regulären, meist höheren persönlichen

Einkommensteuersatzes

von bis zu 45 %. Das bedeutet:

Gewinne, die im Unternehmen

verbleiben und nicht entnommen

werden, werden steuerlich begünstig.

Wird der thesaurierte Gewinn

später doch entnommen, muss

jedoch eine Nachversteuerung mit

einem Steuersatz von 25 % erfolgen.

Dadurch wird sichergestellt,

dass insgesamt nicht weniger

Steuern gezahlt werden als beim

regulären Einkommensteuertarif,

aber die Steuerzahlung wird zeitlich

gestreckt.

Die Finanzverwaltung hat mit

Schreiben vom 12. März 2025 eine

überarbeitete Fassung der Anwendungsregelungen

zur Thesaurierungsbegünstigung

veröffentlicht.

Mit Einführung des Wachstumschancengesetzes

hat sich die Definition

des »nicht entnommenen

Gewinns« maßgeblich geändert.

Diese Änderungen wirken sich positiv

auf die Rahmenbedingungen

thesaurierter Gewinne aus und sind

daher ausdrücklich zu begrüßen.

Der nicht entnommene Gewinne

wird nun nicht nur durch Abzug

des positiven Saldos aus Entnahmen

und Einlagen vom Steuerbilanzgewinn

ermittelt, sondern die

im Wirtschaftsjahr nicht gewinnmindernd

zu berücksichtigende

Gewerbesteuer ist hinzuzurechnen.

1 Finja Both

Zudem bleiben die Beträge, die zur

Zahlung der Einkommensteuer und

des Solidaritätszuschlags für den

Begünstigungsbetrag entnommen

werden, außer Ansatz. Diese außer

Ansatz bleibenden Entnahmen berechnen

sich anhand des ermittelten

nicht entnommenen Gewinns

vor Anwendung der »außer Ansatz

bleibenden Entnahmen«. Hierzu

ein Beispiel:

Unternehmer A erzielt einen

Steuerbilanzgewinn von 200 TEUR.

Im Wirtschaftsjahr wurde Gewerbesteuer

von 40 TEUR gewinnmindernd

berücksichtigt. A hat Entnahmen

von 60 TEUR und keine Einlagen

geleistet. Der vorläufige nicht

entnommene Gewinn beträgt somit

180 TEUR (200 TEUR + 40 TEUR

– 60 TEUR). Die auf diesen nicht

entnommenen Gewinn maximal

zu zahlende Einkommensteuer beträgt

28,25 % von 180 TEUR = 50,85

TEUR und der Solidaritätszuschlag

beträgt 5,5 % von 50,85 TEUR =

2,8 TEUR. Der nicht entnommene

Gewinn für A beträgt somit 233,65

TEUR (vorl. nicht entnommener

Gewinn 180 TEUR + Entnahme für

Steuerzahlung 53,65 TEUR) und

kann in diesem Umfang zur Anwendung

des ermäßigten Steuersatzes

genutzt werden.

Im Umkehrschluss bleibt durch

den niedrigeren Steuersatz ein höherer

Anteil des Gewinns im Unternehmen

und kann unter anderem

für erforderliche Investitionen genutzt

werden.

Diese Änderungen dienen

dazu, dass nun der angestrebte

ermäßigte Tarif von 28,25 % tatsächlich

annähernd erreicht wird.

Festzuhalten ist, dass es sich hierbei

nicht um ein Steuergeschenk,

sondern lediglich um eine zeitlich

gestreckte Steuerzahlung handelt.

Ob eine Inanspruchnahme

der Thesaurierungsbegünstigung

nach § 34a EStG für den einzelnen

Unternehmer sinnvoll ist hängt

von verschiedenen Faktoren ab.

Finja Both

Die Autorin ist Steuerberaterin

der Kanzlei Wortmann & Partner

PartGmbB, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft,

Rheda-Wiedenbrück

Expertentipp: Immobilien

als stabile Säule

der Altersvorsorge

Die eigene Immobilie oder vermieteter

Wohnraum gelten

als klassische Bausteine der privaten

Altersvorsorge – und das aus

gutem Grund. In Zeiten unsicherer

Rentenprognosen und niedriger

Zinsen bieten Immobilien eine

wertbeständige Möglichkeit, für

das Alter vorzusorgen. Sie kombinieren

Inflationsschutz, potenzielle

Wertsteigerung und regelmäßige

Einnahmen aus Mieten.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt

jedoch in der richtigen Strategie.

Wer Immobilien als Altersvorsorge

nutzen möchte, sollte langfristig

planen und wichtige Faktoren beachten:

Die Lage des Objekts ist

entscheidend. Städte mit wachsender

Bevölkerung, guter Infrastruktur

und wirtschaftlicher Stabilität

bieten meist die besten Perspektiven.

Auch die Objektqualität spielt

eine zentrale Rolle – energetische

Sanierungsbedürftigkeit oder hoher

Renovierungsaufwand können

die Rendite schmälern.

Viele Investoren setzen zunächst

auf vermietete Immobilien

zur Kapitalanlage. Diese generieren

laufende Einnahmen, die teils zur

Finanzierung genutzt werden können.

Im Ruhestand bietet sich dann

die Möglichkeit, die Immobilie

selbst zu nutzen oder weiterhin von

den Mieteinnahmen zu profitieren.

Für Eigennutzer gilt: Wer früh

eine altersgerechte Immobilie erwirbt

oder sein Haus rechtzeitig

barrierefrei umbaut, spart im Alter

nicht nur Mietkosten, sondern

erhöht die eigene Lebensqualität

erheblich.

1 Manuela Dreier, Immobilienberaterin

SKW Haus & Grund Immobilien GmbH

Unser Tipp: Lassen Sie sich

frühzeitig von den Experten der

SKW Haus & Grund Immobilien

GmbH beraten – sowohl in finanzieller

als auch in baulicher Hinsicht.

So vermeiden Sie Fallstricke und

machen Ihre Immobilie zur verlässlichen

Säule Ihrer Altersvorsorge.

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Das Stadtgespräch


Einen alten Baum

verpflanzt man nicht

Die Senioren bleiben dort, wo sie sich am wohlsten

fühlen – nur die Betreuung24 zieht um!

Kennen Sie das, wenn Sie als pflegebedürftige

Person oder als sorgender Angehöriger im

Alltag an die Grenzen stoßen? Holen Sie

sich eine helfende Hand ins Haus und nutzen

Sie die Möglichkeit der Entlastung.

Das Team der Betreuung 24 vermittelt seit

über 14 Jahren zuverlässige Mitarbeiter aus der

Ost-EU zu fairen Arbeitsbedingungen für die

Mitarbeiter und bezahlbaren Konditionen für

die Familien. Ab Herbst werden die Büros im mo-

dernen Neubau bezogen, um eine noch freundlichere

Anlaufstelle im Betreuungsalltag zu bieten.

Das Modell beinhaltet, dass eine Betreuungskraft

bei den Senioren wohnt, um ein bedarfsgerechter

Alltagsbegleiter zu sein: Unterstützung bei der Grundpflege, in

der Hauswirtschaft und die Begleitung im Alltag (Einkäufe, Arztbesuche,

Wäsche machen etc.) stehen dabei im Mittelpunkt.

5 Das Team von Betreuung24 freut sich auf neue Räumlichkeiten. Für die betreuten

Seniorinnen und Senioren bleibt es bei der gewohnt guten Qualität. 1

Musikalische Reise

mit Richie Arndt nach

Tennessee und Alabama

Kultur Räume Gütersloh

Am 9. November um 18 Uhr geht Blues- und Rockmusiker Richie

Arndt in der Stadthalle Gütersloh auf eine musikalische Reise in

den tiefen Süden der USA. Mit Bildern, Geschichten und authentischer

Musik führt der mehrfach prämierte Musiker sein Publikum von

Memphis bis Mobile.

Mit seiner Gitarre im Gepäck und offenen Ohren für die Geschichten

eines musikalischen Landstrichs begibt sich Richie Arndt auf eine

faszinierende Klangreise durch den tiefen Süden der USA. Nach seinem

gefeierten Solo-Programm »Mississippi« präsentiert der mehrfach ausgezeichnete

Musiker nun »Tennessee und Alabama«. In einer Mischung aus

Konzert, Reisebericht und Fotoshow nimmt Arndt zwei Bundesstaaten

Die Mitarbeiter zeichnet aus, dass sie oftmals als vertraute Stammbetreuungskräfte

im Einsatz sind.

Als besonderes Qualitätsmerkmal gehört ebenso dazu, dass examinierte

Altenpflegerinnen während der gesamten Betreuungszeit die

Familien – ohne weitere Zusatzkosten – aufsuchen und unterstützen.

Das Pflegegeld wurde ab 2025 erhöht: So kann z. B. bei einem

Pflegegrad III das Pflegegeld von 599,00 Euro, sowie über

295,00 Euro im Rahmen von zusätzlichen Leistungen

von der Pflegekasse für die Refinanzierung genutzt

werden; steuerliche Vorteile sind zusätzlich möglich.

Ebenfalls kann durch besondere tionen der Betreuung 24 der Entlastungsbetrag

Qualifikaerin

stellen den Erfolg für eine langfristige Begleitung

sicher.

Eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung

und ein Kennenlernen bei Ihnen zu Hause sind selbstver-

mit genutzt werden.

Das Team berät Sie gerne, inwieweit Sie

alle Erstattungsmöglichkeiten der Pflegekasse

ausschöpfen können. Eine gute telefonische

Erreichbarkeit sowie eine feste Kundenbetreuständlich.

Betreuung 24 · Neumarkt 4 · 59320 Ennigerloh · Tel. 02587/900 9 100

E-Mail: kontakt@betreuung24-senioren.de · betreuung24-senioren.de

ins Visier, in denen amerikanische

Musikgeschichte geschrieben wurde.

Auf seiner musikalischen Spurensuche

erkundet er den »Soundtrack

of America« in Memphis und

Nashville, Tennessee, und fährt zu

den Geburtsorten des Southern

Rock in Muscle Shoals im Norden

Alabamas, zum Gospelgottesdienst

nach Birmingham, der

größten Stadt Alabamas, sowie

nach Mobile, wo Blues- und Mardi-Gras-Musik

ihre Wurzeln haben. 1 Richie Arndt Foto: Manfred Pollert

Arndt erzählt dabei von Menschen und Orten, von der Geschichte der

Musik, von Begegnungen unterwegs und findet »Songs along the road«,

die er live präsentiert. Mit Sounds von Delta Blues über Country, Soul,

Southern Rock bis hin zu Americana-Einflüssen und Jazz bringt Richie

Arndt die Vielfalt der US-Südstaaten zum Ausdruck.

Weitere Infos und Karten unter stadthalle-gt.de.

Das Stadtgespräch

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Verschiedenes Verschiedenes Verschiedenes

www.thiel-gruppe.de

Der tägliche Flohmarkt! Gebrauchte

Möbel, Haushaltsartikel, Kleidung,

Bücher, u.a. zu günstigen Preisen;

Annahme und Verkauf von Gebrauchtartikeln.

Öffnungszeiten

des Ladens: Mo – Fr 10 – 18 Uhr, Sa 9

– 13 Uhr. Ringstraße 139c, Tel. 34385

Annahme von gut erhaltenen Gebrauchtwarenspenden

wie Kleinmöbeln

und Haushaltsartikeln:

Secondhand-Geschäft, Ringstraße

139c (neben Recyclinghof), Tel.

34385, Mo – Fr 10-18 Uhr, Sa 9-13 Uhr.

Kostenlose Unterstützung bei Bewerbungen,

Jobsuche, Problemen rund

um ALG I, ALG II oder Kindergeld

und zu weiteren Themen bieten

wir in der Beratungsstelle Arbeit

bei Pro Arbeit e. V.: Kathryn Wild,

beratung@proarbeit.biz, Tel. 57997-

230, mo - fr. 09:00 - 14:00 Uhr.

Recyclinghof 33378 RH-WD Ringstr.

141, Tel. 931076, mo. 9:00 - 12:00

Uhr, di., mi., fr. 13:00 - 17:00 Uhr, do

13:00 - 18:00 Uhr, sa. 9:00 - 13:00 Uhr

nach Terminvereinbarung online

über www.proarbeit.biz oder telefonisch.

Anrufe werden zwischen

9:00 und 13:00 Uhr erbeten.

Fahrzeugbeschriftungen!

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Das Stadtgespräch

61


Termine

1

Türen auf mit der Maus im Straßenverkehrsamt

2

»Häuser« (Ausschnitt) von Detlef Franke

Bitte beachten Sie weitere Termine

aus unserer September-Ausgabe.

September

MI 24

Neuer Hospizkurs startet im Januar

Die Hospizgruppe Rheda-Wiedenbrück

bietet ab Januar einen neuen Hospizkurs

an. Dieser findet donnerstags,

19–21 Uhr im Kloster statt. Er ermutigt

und befähigt Menschen, die sich

mit Sterben, Tod und Trauer beschäftigen

möchten und für andere am

Lebensende da sein wollen. Sie bereiten

sich so auf eine ehrenamtliche Begleitung

von Schwerkranken, Sterbenden

und deren Zugehörigen vor. Sowohl

die eigene Auseinandersetzung mit

Sterben und Tod als auch Übungen zur

Gesprächsführung, Wissen zu Formen

der Trauer und Trauerbegleitung und zu

Menschen mit Demenz stehen im Mittelpunkt

des Kurses. Zusätzlich werden

Informationen zu medizinischen,

rechtlichen, pflegerischen und spirituellen

Aspekten in der Sterbebegleitung

vermittelt. Der Kurs richtet sich an

alle Menschen, die sich mit Hospizarbeit

beschäftigen möchten. Vorerfahrungen

sind nicht nötig. Kosten (inkl.

Materialien): 125 €. Anmeldung: info@

hospizgruppe-rheda-wiedenbrueck.de.

Bei Fragen stehen Regina Korfmacher,

Tel. 05242/2645 oder Ursula Wellering,

Tel. 05242/47574 zur Verfügung.

8.00 C-City – Europa liegt nebenan

Gruppenausstellung bis Oktober in

der Galerie im Forum der Stadthalle

Gütersloh mit zeitgenössischen

Foto: Kreis Gütersloh

Malerei: Detlef Franke

Kunstwerken mit lokalen Bezügen

von Künstlerinnen und Künstlern aus

Güterslohs Partnerstädten Broxtowe

(UK), Châteauroux (FR), Falun (SE)

und Grudziadz (PL). Aus England sind

Werke des Illustrators und Designers

Toby Anderton, der Fotografin Lesley

Grand-Scrutton sowie der Künstlerin

und Parkinson-Aktivistin Jane Shipton

zu sehen. Der französische Fotograf

Bruno Dewaele nimmt das Publikum

mit auf eine visuelle Schatzsuche. Aus

Schweden zeigt die Künstlerin Nina

Edling einige ihrer Werke. Polen wird

vertreten durch Someart, ein interdisziplinär

arbeitender Streetart-Künstler.

Öffnungszeiten: Mo–Fr, 8–12 Uhr,

zu Veranstaltungen in der Stadthalle

sowie nach Vereinbarung. Eintritt: frei.

Ebenfalls bis Oktober ist im Rahmen

des »C-City Amateur Project« in der

Serpil Neuhaus Galerie (Hohenzollernstraße

35, Gütersloh) die Ausstellung

»Connecting Europe« zu sehen. Ausgestellt

sind Werke von Amateurkünstlerinnen

und -künstlern aus den fünf

Partnerstädten des C-City-Netzwerks.

14.00 »Einwandern, Auswandern.

Literatur – Migration – Westfalen«

Da waren die Ruhrpolen, die zum

Arbeiten in den »Pütt« gingen, die

Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg,

die »Gastarbeiter« der alten

Bundesrepublik, Russlanddeutsche

oder in neuerer Zeit Flüchtlinge aus

der Ukraine, Syrien oder Afghanistan.

Westfalen war lange Zeit aber auch

ein Ort, von dem man wegging: aus

Armut, aus politischen Gründen oder

aus Abenteuerlust – z. B. in die USA,

nach Lateinamerika, in die Schweiz

oder nach Frankreich. Wie sich diese

Bewegungen in der westfälischen

Literatur zeigen, ist Thema der großen

Ausstelllung auf dem Kulturgut

Haus Nottbeck bis 26. Oktober. Sie

bestimmen Ihren Eintrittspreis selbst.

Öffnungszeiten: Di–Fr 14–18 Uhr, Sa,

So, feiertags 11–18 Uhr. Infos: www.

kulturgut-nottbeck.de.

19.00 39. Rhedaer Orgeltage

Im Zentrum der 3. Internationalen

Orgelwoche im Erzbistum Paderborn

steht auch in St. Clemens der Komponist

Jehan Alain. Orgelkonzert mit

David Briggs (New York), Orgel | Fr 26.

September: Improvisations-Orgelkonzert

mit Martin Sturm (Weimar) | So

28. September: Abschlusskonzert mit

Matthias Neumann (Detmold). Eintritt:

frei – Türkollekte.

SA 27

11.00–12.30 Öffentliche Führung

durch die Wiedenbrücker Altstadt

Treffpunkt: Adenauerplatz. Kosten:

5 €. Ohne Anmeldung. Infos:

flora-westfalica.de. Weiterer Termin:

So 5. Oktober.

SO 28

14.00 Führungen im Schloss Rheda

Gezeigt werden: romanische Schlosskapelle

u. historische Räume im Barocktrakt.

Dauer: ca. 1 Std. Treff: Schlossmühle.

Kosten (Barzahlung): Erw. 12 € |

Schüler / Studenten 6 €. Kontakt: Fürstliche

Kanzlei, Tel. 05242/9471-0, E-Mail

ingrid- wedeking@gmx.de. Weitere Termine:

5., 12., 19. und 26. Oktober. Infos:

schloss-rheda.de

15.30–16.30 Fidolino-Kinderkonzert:

Peter und der Wolf

Peter besucht mit seinem Freund,

dem Vogel, seinen Großvater. Doch

während Vogel und Ente noch streiten

und die Katze auf ihr Chance wartet,

einen der beiden zu erwischen,

kommt aus dem naheliegenden Wald

der Wolf. Jetzt heißt es zu handeln.

Ob Peters Idee gelingt? Die musikalische

Geschichte von Sergei Prokofjew

kommt mit einem Holzbläserquintett

der Hochschule für Musik Detmold

mit Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und

Fagott sowie Claudia Runde (Flöte,

künstler. Ltg., Konzept und Moderation)

nun in einer Bearbeitung für

Holzbläserquintett und Sprecher von

Robert Ostermeier mit Texten von Loriot

ins Stadthaus (Luise-Hensel-Saal).

Eintritt (Kind & Erwachsener): ab 15 €.

Tickets im VVK bei der Flora Westfalica,

Rathauspl. 8–10, Tel. 05242/9301-0

bzw. unter flora- ticket.

MO 29

18.00–20.00 »Ausblick –

Begegnungen ab 60«

Unter diesem Motto lädt die Caritas

Gütersloh regelmäßig Neurentnerinnen

und Neurentner zum Austausch

ein. Das nächste Treffen findet im

Haus der Caritas, Bielefelder Str. 47,

statt. Bei dem 2025 gestarteten Begegnungsangebot

können Menschen,

die gerade in den Ruhestand gegangen

sind oder kurz davorstehen, unkompliziert

zusammenfinden. In

entspannter Atmosphäre besteht die

Gelegenheit, andere kennenzulernen,

sich über Interessen auszutauschen

und Mitstreiterinnen und Mitstreiter

für Aktivitäten zu finden. Für alkoholfreie

Getränke und kleine Snacks ist

gesorgt. Ohne Kosten – ohne Anmeldung.

Eventuelle Fragen beantworten

Kerstin Raeder, Katrin Dechange oder

Esther Hartmann unter ehrenamt@

caritas-gt.de bzw. Tel. 05242/4082-0.

Infos: www.caritas-gt.de

Oktober

MI 1

Start Planspiel Börse 2025

Die Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück

bietet Schüler/innen, Lehrkräften und

Studierenden wieder eine Teilnahme an

Europas größtem Börsenlernspiel an.

Zum Spielende im Januar wird abgerechnet

und geschaut, welches Team

den größten Gewinn erwirtschaftet

hat. Den Siegerteams und ihren Schulen

winken attraktive Preise. Infos und

Regis trierungs-Codes unter kskhwd.de/

pb bzw. planspiel-boerse.de

16.00–17.30 Offenes Treffen

der Briefmarkenfreunde

Jeden ersten Mittwoch im Monat

treffen sich die Briefmarkenfreunde

Rheda-Wiedenbrück in der Bibliothek

Wiedenbrück zum Erfahrungsaustausch,

Sammeln und Tauschen. Gäste

sind herzlich willkommen. Gesammelte

Briefmarken können auch abgegeben

werden, die der Briefmarkenverein

dann nach einer Sichtung an die Stiftung

Bethel weiterleitet. Ohne Anmeldung,

ohne Kosten.

FR 3

9.30–16.00 Türen auf mit der Maus

im Straßenverkehrsamt Gütersloh

In Zeiten von Elterntaxis und komplexen

Verkehrsregeln ist es wichtig, Kinder

frühzeitig mit dem Straßenverkehr

vertraut zu machen. Damit sie lernen,

sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen,

lädt der Kreis Gütersloh Kinder

und Familien zum Maustag ins Straßenverkehrsamt

zu Mitmachaktionen,

Vorführungen und Informationen

rund um sichere und klimafreundliche

Mobilität ein. Mit dabei sind die Abteilungen

Straßenverkehr und Umwelt

des Kreises Gütersloh, die Kreispolizei

und die Verkehrswacht des Kreises Gütersloh

– u. a. mit einem Bobby-Carund

Kettcar-Parcours, einer Fotoaktion

in einem echten Polizeiauto, einem

Aktionsstand des Projekts »Lass(t)

uns laufen!« sowie der Blackbox und

dem Puppentheater (Anmeldung erforderlich)

der Kreispolizei. Am Ende

des Tages werden kleine Preise verlost.

Weitere Infos und Anmeldung: kreisguetersloh.de/maustag

ab 10.00 Ein Tag mit der Maus in der

Tagespflege carpe diem

Passend zum Motto »SpielZeit« erwartet

die Besucher/innen in der Gütersloher

Str. 64a ein kind- und seniorengerechtes

Programm rund um das

Thema »Natur und Kreativität«. Beim

gemeinsamen Basteln einer Naturtrommel

aus bunten Naturmaterialien

entsteht ein Instrument, das nicht nur

Spaß macht, sondern auch Sinn für

Rhythmus und Materialkunde vermittelt.

Das gemeinsame Basteln verbindet

Jung und Alt und macht doppelt

Freude. Vertraute Ansprechpartnern

aus der carpe diem Tagespflege sowie

freundliche Mitarbeiter/innen stehen

den Besuchern zur Seite. Kinder, Eltern

1

62 Das Stadtgespräch


Termine

und Großeltern sind herzlich willkommen

mitzumachen, zuzuschauen oder

sich über die Angebote der Tagespflege

zu informieren. Anmeldung erbeten

unter Tel. 05242/957400 oder pdltagespflege-rd@senioren-park.de

11.00–15.00 Junges Kloster:

»Türen auf mit der Maus«

Was mag sich wohl hinter dem großen

Eingangstor an der Mönchstraße verbergen?

Kinder und ihre Lieblingsmenschen

sind trotz Umbau eingeladen,

mit der Maus und dem Elefanten Neues

zu entdecken und mitzumachen.

Es wird gemeinsam gespielt, gestaunt

und gebaut. Eintritt: frei. Anmeldung

erbeten unter kloster-wiedenbrueck.de

14.00–24.00 Herbstkirmes

in Wiedenbrück

Bis Mo 6. Oktober. Mit: Fr 3. Oktober

20 Uhr: Feuerwerk am Emssee | So 5.

Oktober: Innenstadt-Geschäfte haben

verkaufsoffen 13–18 Uhr. Kirmes

bis 22 Uhr | M0 6. Oktober, 8–15 Uhr:

Krammarkt auf der Langen Straße. Kirmes

bis 22 Uhr. Infos vorn.

SA 4

11.00–11.30 Eine Kleine Marktmusik:

»Von Blumen und Liebe«

Max Nitschke (Gesang) und Emilian

Hauser (Klavier) präsentieren in

der Stadtkirche deutsche Kunstlieder

und Operettenlieder. Eintritt: frei

– Spendenmöglichkeit.

14.00–17.00 Pflanzenbörse

Nichtkommerzielle Veranstaltung der

Lokalen Agenda 21 zum Tausch von

Pflanzenablegern, Samen und Blumenzwiebeln

mit Erfahrungsaustausch,

Kaffee und Kuchen. Ort: Flora-Westfalica

Parkplatz an der Mittelhegge.

Wer keine Tausch objekte hat, sollte

eine kleine Spende entrichten. Mit Infoständen

der Gemeinschaft für Natur

und Umweltschutz im Kreis Gütersloh

sowie dem Naturgarten e.V. Wer einen

Tisch benötigt: kontakt@la21-rhwd.de .

Nicht eingetauschte Pflanzen müssen

wieder mitgenommen werden. Ohne

Anmeldung, Teilnahme kostenlos. Infos:

www.la21-rhwd.de

SO 5

11.00 Kleine Werkschau Nr. 6

2

Etwa 25 Bilder des Güterslohers Detlef

Franke sind bis zum 2. November im

Klosterflur zu sehen. Der ehemalige

Gütersloher Rechtsanwalt gestaltete

bereits in den 1980ger Jahren einen

von den Genossenschaftsbanken des

Kreises Gütersloh herausgegebenen

Kalender mit Bleistiftzeichnungen.

Seit einigen Jahren malt er – überwiegend

gegenständlich – vorwiegend

mit Acrylfarben auf Leinwand oder

Karton und gerne auch unter Verwendung

von Spachtelmasse. Vernissage:

So 5. Oktober, 11 Uhr. Öffnungszeiten:

Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr. Infos:

kloster-wiedenbrueck.de

14.30 Erntedankumzug in Clarholz

»Deutschlands größter und schönster

Erntedankumzug« startet am Marktplatz

Clarholz. Danach Kaffee und Kuchen

sowie Konzert im Festzelt. Die

Pfarrkirche ist festlich geschmückt.

Gebührenfreie Parkplätze sind ausreichend

vorhanden. Bitte rechnen Sie ab

13.30 Uhr mit Stau auf der B64. Infos:

erntedank-clarholz.de

15.00–18.00 Tanztee

Live-Musik, Kaffee und Kuchen in

der Stadthalle Rheda-Wiedenbrück.

Eintritt: 5 €.

DI 7

15.30–17.00 Rheuma-Café

Kaffeetrinken, Klönen und Erfahrungsaustausch:

Die Arbeitsgemeinschaft

der Rheuma-Liga Rheda-Wiedenbrück

lädt ein. Gäste sind willkommen. Treffpunkt

in der Stadtbibliothek Rheda.

20.00–21.30 Betreuungsrecht, Vorsorgevollmacht

und Patientenverfügung

Informationen von Dorothee Maiwald,

Fachanwältin für Familienrecht und

für Erbrecht, im Haus der Kreativität.

Gebühr: VVK 10 € | AK 12 €. Anmeldung

bis 3. Oktober, 12 Uhr unter

vhs-re.de, Tel. 05242/9030-900 oder

briefkasten@vhs-re.de.

20.00–22.00 musica da camera:

Duo Sophos: »Traumzeit«

Das Programm ist ein spannender und

virtuoser Dialog zweier Ausnahmemusiker.

Ihre Werkauswahl reflektiert die

unterschiedlichen kulturellen Hintergründe

und feiert gleichzeitig meisterhaft

die zeitlose Schönheit der klassischen

Musik. Sam Lucas (Violoncello)

und Ani Martyrosian (Klavier) spielen

in der Orangerie am Schloss Rheda u. a.

Werke von Ludwig van Beethoven, Robert

Schumann, Aram Khachaturian,

Gareth Farr und Sergei Prokofjew. Eintritt:

ab 26 € / erm. 13 €. Tickets im

VVK bei der Flora Westfalica, Rathauspl.

8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw. unter

flora- ticket.de. Einlass: 19.30 Uhr.

20.00–22.30 Marie Anjes Lumpp:

Mama ohne Plan

»Früher habe ich Bad Boys gedatet,

heute ziehe ich sie groß«: Jede Mutter

erinnert sich an den Moment zurück,

in dem sich Ihr Vorname in »Mama«

änderte. »Marie« findet sich »plötzlich«

als zweifache Mutter in Jogginghose

auf dem Spielplatz wieder,

und nichts ist mehr wie früher… Marie

Lumpp spielt, singt und schimpft

in atemberaubernder Offenheit über

die Achterbahn der Mutterschaft und

springt dabei rasant durch 13 verschiedene

Rollen. Ein turbulentes One-Woman-Comedy-Theaterstück

über gute

Zeiten, gut gemeinte Ratschläge – und

den Versuch, stets alles richtig zu machen.

Comedy in der Stadthalle. Eintritt:

ab 26,50 €. Tickets im VVK bei der

Flora Westfalica, Rathauspl. 8–10, Tel.

05242/9301-0 bzw. unter flora- ticket.

de. Einlass: 19 Uhr.

MI 8

18.00 Abend-KulTour

Abfahrt mit Fahrrädern am Küsterhaus

St. Vit. Infos: dorfaktiv.de

19.00–20.30 Die wahre Geschichte der

Germanen

Noch immer gelten die Germanen vielen

als die »Ur-Deutschen«, als wilde

Haudegen, die ihre Scholle nicht

verließen. Erst seit relativ kurzer Zeit

geben archäologische Quellen und

wissenschaftliche Forschungen Aufschluss

über die tatsächliche Lebensweise

der germanischen Stämme, vor

allem über ihre erstaunliche Mobilität.

Wer waren die »Barbaren« wirklich, wo

kamen sie her? Karl Banghard, der Leiter

des Freilichtmuseums Oerlinghau-

3

3

Marie Anjes Lumpp: Mama ohne Plan

4

Evelyne Waithira Müller

sen, hat dazu ein Buch geschrieben,

welches kurz nach seinem Erscheinen

bereits auf der Spiegel-Bestseller-Liste

steht. In seinem Vortrag im Stadthaus

(Luise-Hensel-Saal) wird der Autor die

Themen seines Buches vorstellen und

die Besucher/innen quer durch Europa

zu den Schlüsselmomenten der

germanischen Geschichte führen. Veranstaltung

mit anschließendem Umtrunk.

Gefördert durch den Heimatverein

Wiedenbrück-Reckenberg e. V.

Gebühr im VVK: 10 €. Anmeldung bis

6. Oktober, 16 Uhr unter vhs-re.de, Tel.

05242/9030-900 oder briefkasten@

vhs-re.de. AK: 12 €. Infos: vhs-re.de.

DO 9

13.30 Seniorenwanderung im Raum

Bielefeld-Senne

Der Sauerländische Gebirgsverein Gütersloh

(SGV) lädt auch Gäste ein, mitzuwandern.

Treffpunkt: Möbelmarktparkplatz

an der Wiedenbrücker Str. 26

in Gütersloh. Infos: Hans Kühlmann,

Tel. 0171 / 4941525.

19.30 Lesung: »Frau Müller,

die Migrantin«

Kulturschock, Einsamkeit, Alltagsrassismus,

all das begegnet Evelyne Waithira

Müller, als sie sich entschließt,

in Deutschland sesshaft zu werden

und mit Kind und deutschem Mann

in einem kleinen ostwestfälischen

Ort landet. In ihrem Buch schreibt sie

ehrlich, packend und humorvoll, wie

sie die Hindernisse überwunden hat,

die sich ihr als Einwanderin aus Kenia

stellten. Ohne anzuklagen, hält sie ihren

Mitmenschen den Spiegel vor und

4

Foto: Moritz »Mumpi« Künster

Foto: Jana van Bebber

regt auf unaufdringliche Weise dazu

an, das eigene Verhalten zu hinterfragen.

Lesung im Kloster. Eine Veranstaltung

im Rahmen von lila lettern –

literatur aus westfalen des Netzwerks

literaturland westfalen. Eintritt: 5 €. Tickets

unter kloster-wiedenbrueck.de,

im Kloster (Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr)

oder an der Abendkasse.

FR 10

18.00 Spaß haben beim SpieleTreff

Neben bekannten und neuen Gesellschaftsspielen

wird die Möglichkeit

geboten, gemeinsam Darts zu spielen.

Einsteiger sind ebenso willkommen

wie Experten. Der Spaß und das Treffen

anderer Leute stehen im Vordergrund.

Eigene Spiele können gern mitgebracht

werden. Eintritt: frei. Ohne

Reservierung.

18.00–21.45 Fast Food: gesund und

kalorienarm zubereiten

Das »schnelle Essen«, ist praktisch

und unkompliziert, aber ungesund. Im

Kurs mit Svetlana Sabelfeld lernen Sie

Fast Food kennen, das kalorienärmer

und ballaststoffreicher ist. Sie bereiten

gemeinsam gesunde Alternativen zu:

Pommes, Burger, Falafel, Pizza »auf andere

Art«. Ort: Küche im vhs campus

Rheda, Bosfelder Weg 7. Gebühr (inkl.

Zutatenbeitrag): 40 € / erm. 32,25 €. Infos

und Anmeldung unter vhs-re.de

ab 19.00 DeelenZeit

Im Küsterhaus nette Menschen treffen

und ein kühles Getränk genießen. Ein

Pizza-Holdienst wird angeboten. Infos:

dorfaktiv.de

Das Stadtgespräch

63


Termine

5

Pfarrer Marco Beuermann und Verkaufsleiterin Marion Nordmann

6

»Nein zum Geld«

19.30 CONJAK. Bye bye! Salut!

Maseltov!

Mit spielerischer Leichtigkeit und feinem

Humor begeben sich Christiane

Hagedorn (Gesang), Martin Scholz

(Piano, Kornett, Percussion), Gregor

Hengesbach (Gitarre) und Dieter Kuhlmann

(Kontrabass, Posaune, Saxophon)

auf eine musikalische Reise mit

tiefgründigem Hintergrund. Der Weg

führt über die Fluchtroute vieler jüdischer

Emigrant/innen von Deutschland

bis Amerika – aber in umgekehrter

Richtung, als Sinnbild für das

Wiederaufleben jüdischer Kultur in

Europa und die unverwüstliche Utopie

von einem Miteinander ohne Hass

und Angst. Im Gepäck finden sich

nicht nur Swingklassiker von George

Gershwin, Chansons von Edith Piaf

oder Pop von Mecano, Shirley Bassey,

sondern auch jiddische, hebräische

und sephardische Lieder und Songs

aus der Feder jüdischer Komponist/

innen wie Sholom Secunda, Friedrich

Hollaender oder Amy Winehouse. Eine

Veranstaltung im Rahmenprogramm

zur Ausstellung »Einwandern, Auswandern.

Literatur – Migration – Westfalen«

auf dem Kulturgut Haus Nottbeck.

Tickets im VVK je 19 € / 16 € (zzgl.

Gebühren) unter kulturgut­ nottbeck.

reservix.de | AK 22 € / 19 €. Infos: www.

kulturgut­ nottbeck.de

Foto: Dietrich Dettmann

20.00 Wohnzimmerkonzert

mit Kristin Shey

Sie brilliert mit einer großen Portion

Charme und Originalität. Die Kraft

und die Flexibilität ihrer unverkennbaren

Stimme sind ihr Markenzeichen

und unterlegt mit ihrem außerordentlich

groovigen Gitarrenspiel bringt sie

ihre eingängigen Songs zum glänzen.

Es ist das Verwegene und doch Zarte,

das Rhythmusgefühl und ihr Sinn

für Melodien und Dynamik, was Kristin

Shey so besonders und einzigartig

macht. So verbindet sie Soul, Blues

und Jazz mit einer Menge Spielfreude

und einer Art, die immer und einzig

nach ihr klingt. Ihr hoch gelobtes

neues Album »Lifeline« hat sie mit im

Gepäck beim Wohnzimmerkonzert bei

Anja Frömer, Krokusweg 2. Restkarten

(inkl. Snacks und kühler Getränke):

18 €. Infos: vitart.de

SA 11

9.30 Pilgern – Die Kraft der Bäume

Auf dem Weg durch Flora-Westfalica-Park,

Schlosspark und Nordrheda

nach Gütersloh (ca. 16 km) wird

die Kraft der Bäume mit allen Sinnen

wahrgenommen. Die Gruppe um Cornelia

Schubert beschäftigt sich mit

der Frage, was uns Halt gibt und wodurch

wir uns entfalten können. Nicht

religionsgebunden. Treffpunkt: am

Franziskusbrunnen im Kloster Wiedenbrück.

Ankunft: ca. 15 Uhr, optional

gemeinsames Kaffeetrinken.

Kosten 15 €. Resttickets (bitte Verfügbarkeit

prüfen) und Infos unter

kloster-wiedenbrueck.de.

10.00–12.00 Kleidertauschbörse

Bis zu 5 gut erhaltene und saubere

Kleidungsstücke, Schuhpaare oder

Taschen mitbringen (keine Unterwäsche/Socken/Kinderkleidung),

stöbern,

plaudern, neue Lieblingsstücke

finden, Umwelt schonen, nachhaltig

und glücklich sein. Übrige Kleidung

wird gespendet. Die lokale Agenda 21

lädt alle Interessierten (auch ohne eigene

Tausch-Kleidung) ins Stadthaus

(Luise-Hensel-Saal). Ohne Anmeldung.

Infos: la21-rhwd.de

13.00 Radtour des SGV Gütersloh

Gestartet wird am Gut Schledebrück.

Gäste sind stets willkommen. Infos:

Wolfgang Langlotz, Tel. 05242 / 49374.

SO 12

14.00–17.00 SonntagsCafé

für Familien

Leckerer Blechkuchen, Waffeln, Heißund-

Kaltgetränke auf der Terrasse

und Deele des Küsterhauses, bunte

XXL-Bausteine für kleine und große

Baumeister. Infos: dorfaktiv.de

17.00 OhrWL – Musik von hier

präsentiert Vierweiberei

Die Bielefelder A-cappella-Band

kommt mit neu interpretierten Coversongs

populärer Musik ins Refektorium

des Klosters. Die anspruchsvollen

Arrangements bewegen sich in

unterschiedlichsten Stilrichtungen.

Johanna Brune, Maren Ehlers, Wiebke

Heitkamp und Andrea Limpke ergänzen

sich nicht nur stimmlich wunderbar

harmonisch. Mit herausragendem

Gesang, Beatbox-Elementen und

ungespieltem Humor berühren sie ihr

Publikum und lassen eine ganz besondere

Atmosphäre entstehen. Tickets

je 15 € unter kloster-wiedenbrueck.de,

im Kloster (Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr)

oder an der Abendkasse.

DI 14

16.00–18.00 Best of books –

Der Buchclub

Was machen zwei lesebegeisterte Schülerinnen,

wenn sie ein Buch zu Ende

gelesen haben? Genau, sie reden darüber.

Und wo könnte man das besser

machen, als in der Bibliothek?! Jeden

2. Dienstag im Monat laden Laura und

Emilia euch (junge Erwachsene) ein, gemeinsam

über die neuen Lieblingsbücher

zu quatschen und Empfehlungen

für die Jugendbibliothek zu geben. Ihr

habt Lust? Dann kommt gerne in die Bibliothek

Wiedenbrück!

19.00–20.30 Hitzewallungen,

Stim mungs schwankungen,

Gewichtszunahme – können

Nahrungs ergänzungsmittel eine Hilfe

sein? Die Wechseljahre stellen für viele

Frauen eine Herausforderung dar.

Nahrungsergänzungsmittel werden

gerne als natürliche Hilfen – anstelle

von Hormonersatztherapie – angepriesen.

Wie nützlich können sie sein

und welche Risiken gehen von ihnen

aus? Angela Clausen, Expertin für Lebensmittel

im Gesundheitsmarkt und

Diplom-Ökotrophologin, bietet im

Online-Vortrag (Zoom) eine Orientierung

zur Sinnhaftigkeit und Sicherheit

solcher Mittel. Ohne Gebühr. Eine

Veranstaltung in Zusammenarbeit mit

der Verbraucherzentrale NRW. Infos

und Anmeldung bis 13. Oktober, 16 Uhr

unter vhs-re.de.

19.30 FilmZeit im Küsterhaus

Einlass: 19 Uhr. Eintritt: 3–5 €. Anmeldung

erforderlich unter Tel. 05242/

9312772 bzw. deele@ dorfaktiv.de.

Infos: dorfaktiv.de

DO 16

17.00 Moonlight-Shopping anlässlich

der Fairen Woche

Gemeinsam mit der Steuerungsgruppe

für Fairen Handel beteiligt sich der gemeinnützige

Verein Pro Arbeit wieder

an der bundesweiten »Fairen Woche«

und lädt zum Moonlight-Shopping im

Secondhand-Geschäft in der Ringstraße

139c ein. Im Mittelpunkt der beliebten

Veranstaltung unter dem Motto

»Stöbern, s(ch)nacken, shoppen« steht

die von Pfarrer Marco Beuermann moderierte

Modenschau, in der die Models

ausschließlich gebrauchte Kleidungsstücke

aus dem Sortiment präsentieren.

Im dem Geschäft werden

hochwertige Secondhand-Waren zu

kleinen Preisen angeboten, z. B. Festkleider,

Alltags- und Sportbekleidung,

Kinderkleidung, Schuhe, Accessoires,

Haushaltswaren, Deko, Kleinmöbel,

Bücher, Spiele u.v.m. Für das leibliche

Wohl sorgen leckeres Fingerfood aus

der Pro Arbeit-Küche »EssBares« sowie

verschiedene Getränke aus Fairem

Handel, angeboten vom Eine-Welt-Laden

Wiedenbrück. Pro Arbeit möchte

mit seiner Beteiligung nicht nur sein

nachhaltiges Sortiment, sondern auch

das soziale und arbeitsmarktpolitische

Engagement in seinen insgesamt fünf

Secondhand-Kaufhäusern im Kreis

Gütersloh in den Fokus rücken. »Hier

bereiten wir langzeitarbeitslose Menschen

gezielt auf die Arbeitswelt vor

und bieten eine aus wirtschaftlichen

sowie ökologischen Gesichtspunkten

attraktive Einkaufsmöglichkeit«, resümiert

Verkaufsleiterin Marion Nordmann.

Weitere Infos: proarbeit.info

SA 18

11.00–12.00 Orgelführung für die

ganze Familie

In der St.-Aegidius-Kirche vermittelt

Kantor Christian Ortkras auf spielerische

Weise die Faszination und Vielfalt

der Orgel. Dabei erzählt er über

ihre Geschichte und zeigt ihre Funktionsweise.

Die Kinder dürfen selbst

an der Orgel spielen und so die Klänge

und Mechanismen erleben. Gebühr:

8 € / Kinder 4 €. Anmeldung bis

16. Oktober, 16. Uhr unter vhs-re.de,

tel. 05242/9030-139 oder aleksandra.

matuszak@vhs-re.de

14.00 SC Wiedenbrück

gegen Fortuna Düsseldorf II

Regionalliga-Fußball im Jahnstadion

5

19.00 Männer, Märchen und Musik –

Die ultimative Heldenreis

Die Fantasy Folk Band gariad und Märchenerzählerin

Christina Martin sorgen

im Refektorium des Klosters für

eine mythische Atmosphäre. gariads

abwechslungsreiche Klänge verzaubern,

während Christina Martin mit

ihrer Stimme Märchen zum Leben erweckt.

Zusammen sorgen sie für einen

unvergesslichen Abend, bei dem

Musik und Märchen miteinander verschmelzen.

Eintritt: 15 €. Tickets unter

kloster-wiedenbrueck.de, im Kloster

(Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr) oder an der

Abendkasse.

SO 19

11.00–12.30 Öffentliche Führung

durch die Rhedaer Altstadt

Treff: Doktorplatz. Kosten: 5 €. Ohne

Anmeldung. Infos: flora-westfalica.de.

64 Das Stadtgespräch


DI 21

15.45–18.00 Hofentdecker-Tag

für Kinder im Grundschulalter

Heute ist Mitmachen angesagt: Ob

Pferde versorgen, Hund bespaßen

oder Katzen füttern, es gibt reichlich

zu tun. Zum Beispiel die Weiden auf

Giftpflanzen und Zäune auf Lücken

zu kontrollieren. Haben alle Tiere Futter,

ist alles sauber, gibt es Verletzungen?

Wer aufmerksam über den Hof

läuft, findet vielleicht den Hofwichtel

und ein paar schöne Dinge aus der

Natur, mit denen dann noch ein Andenken

für zu Hause gebastelt werden

kann. Wichtig: Wetterfeste Kleidung

die dreckig werden darf, Gummistiefel

oder wasserfeste Schuhe, Regenjacke,

ggf. Handschuhe. Das Kind darf weder

eine Heu-, Stroh-, Staub-, Pferde-,

Hunde- oder Katzenhaarallergie haben!

Gebühr: 14.20 €. Anmeldung bis

17. Oktober, 12 Uhr unter vhs-re.de, Tel.

05242/9030-900 oder briefkasten@

vhs-re.de. Der Ort in Rheda-Wiedenbrück

wird nach Anmeldung bekannt

gegeben. Infos: vhs-re.de

19.00–20.30 Konzert zum

41. Orgelgeburtstag

Mit Harald Gokus (Orgel) in der St.-Clemens-Kirche.

Eintritt: frei.

6

20.00–22.30 Die großen 7:

»Nein zum Geld«

Richard will eine demonstrative Heldentat

begehen. Er sagt nach einem

Lottogewinn von 162 Millionen Euro

»nein zum Geld« und ist entschlossen,

es zu schreddern, zu verbrennen oder

zu verschlucken. Seine Frau Claire,

seine Mutter Rose und Etienne, sein

bester Freund und Geschäftspartner,

finden das überhaupt nicht witzig und

versuchen ihn mit Gegenargumenten

zu überzeugen, z. B. dass man mit

dem Geld wohltätige Einrichtungen

großzügig unterstützen könnte, dass

man keine Sorgen und keine offenen

Rechnungen mehr haben würde oder

ein größeres Haus kaufen und schöne

Reisen machen könnte. Doch wie

weit werden die drei gehen, wenn er

bei seinem Vorhaben bleibt? Und Sie?

Wann wären Sie bereit zum Mord?

Flavia Coste scheint einen sechsten

Sinn für Theater-Eskalationen zu besitzen,

denn das Stück dauert noch

keine zehn Minuten, da zappelt man

als Zuschauer schon in dem Netz, das

sie bei ihrem bestechenden Debüt als

Theaterautorin ausgelegt hat, und hat

keine Chance, sich daraus zu befreien.

Aufführung des Renaissance-Theaters

Berlin in der Stadthalle. Tickets

im VVK ab 22 € bei der Flora Westfalica,

Rathauspl. 8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw.

unter flora- ticket.de.

DO 23

19.00 Autorenlesung der Hospizgruppe

Rheda-Wiedenbrück

Unter dem Titel »Sorgt euch nicht! –

36 Anstöße zur Gelassenheit« ist das

neueste Buch von Monsignore Ullrich

Auffenberg erschienen. Die Ausgangsfrage

lautet: »Wie können wir in einer

Welt voller Krisen und Unsicherheiten

Gelassenheit leben?«. Der Autor, der

als pensionierter Pfarrer jetzt in Paderborn

lebt und elf Jahre Pfarrdechant

der St. Aegidiusgemeinde Wiedenbrück

war, versucht in 36 kurzen Kapiteln

Antworten zu geben, die berühren

und zum Nachdenken anregen.

Wohlfühl- und Gelassenheitsbücher

fluten im Augenblick die Buchläden.

Ullrich Auffenberg hat dazu ein anderes

Buch geschrieben, das um den

ruhenden Pol des Daseins kreist, der

unser Leben erst zu einem Edelsteinleben

machen kann. Mit Geschichten

aus dem Leben, spirituellen Einsichten

und praktischen Impulsen lädt er ein,

Gelassenheit als Lebenskunst zu entdecken

– als aktive Kraft, die uns trägt

und befreit. Der Römer Seneca (1. Jh.)

gilt als Philosoph der Gelassenheit. Er

hat den Satz geprägt: »Dass ich dich

liebhabe, mein Leben verdanke ich

dem Tod«. Darum ist es schön, dass

die Hospizgruppe Rheda-Wiedenbrück

Trägerin der Lesung in der Kreuzkirche

ist. Die Veranstaltung erhält durch den

besonderen Ort und die musikalische

Begleitung von Klemens Reith mit Gitarre

und Gesang einen meditativ-vertiefenden

Charakter. Eintritt: frei.

FR 24

ab 19.00 SpieleZeit im Küsterhaus

Eine Auswahl an Gesellschaftsspielen

und kalte Getränke stehen bereit. Eigene

Spiele dürfen gern mitgebracht werden.

Ohne Anmeldung.

20.00 Nightwash Live –

Happy Birthday Tour 2025

Mit Christian Schulte-Loh, Tobi Freudenthal,

Anissa Loucif, Thomas

Schmidt und Ana Lucía in der Stadthalle.

Einlass: 19 Uhr. Restkarten im

VVK ab 29,50 € bei der Flora Westfalica,

Rathauspl. 8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw.

unter flora- ticket.de.

Anmeldeschluss Jugend-Musik-Preis

Die Musikschule für den Kreis Gütersloh

e. V. und die Volkshochschule

Reckenberg-Ems gem. GmbH schreiben

den Jugend-Musik-Preis 2025 aus.

Teilnehmen können Kinder, Jugendliche

und Erwachsene bis zum Alter von

21 Jahren, die aus dem Kreis Gütersloh

kommen oder in diesem Unterricht

erhalten (privat oder an einer Musikschule)

und zwar in den Kategorien

Streichinstrumente, Klavier, Klavierkammermusik

und Gesang. Das Wettbewerbsvorspiel

ist Sa 15. November

ab 9 Uhr im Einstein-Gymnasium. Das

Preisträgerkonzert mit Übergabe der

Urkunden findet dort So 23. November

um 16.30 Uhr ebenfalls statt. Infos und

Anmeldungen unter vhs-re.de

SA 25

17.00 UniJAZZity

Mitreißender Bigband-Jazz live! Das

junge, unter anderem mit dem WDR

Jazzpreis ausgezeichnete Ensemble

bringt ein breites Repertoire zwischen

Swing, modernem Jazz, Latin und Pop

auf die Bühne. Das neue Konzertprogramm

feiert auch in diesem Jahr seine

Premiere auf dem Kulturgut Haus

Nottbeck. Tickets im VVK je 12 € / 10 €

(zzgl. Gebühren) unter kulturgutnottbeck.reservix.de

| AK 14 € / 12 €. Infos:

www.kulturgut- nottbeck.de

19.00 Li-Chörchen rockt

Li-Chörchen – der besondere Kneipenchor

mit Herz und Stimme ist immer

für eine Überraschung gut und bringt

den Rock ins Refektorium des Klosters.

Bei dem Mitsing-Konzert geht es nicht

um Perfektion, sondern um Begeisterung.

Die Liedtexte laufen auf einer

großen Leinwand mit, so macht das

7

Dr. Jekyll & Mr. Hyde

8

Lesung im Kloster passend zu Halloween

gemeinsame Singen auch Nicht-Textsicheren

Spaß. Eintritt für das Konzert

des aus der Voice Company entsprungenen

Chors: 10 €. Tickets unter

kloster-wiedenbrueck.de, im Kloster

(Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr) oder an der

Abendkasse.

19.00 25 Jahre Crossnight

Mit vier Bands aus dem deutschen

Punkrock darf in der Stadthalle Gütersloh

groß gefeiert werden. Mit dabei

sind der Headliner »Adam Angst«,

Co-Headliner »Massendefekt«, die

Newcomer-Band »Jack Pott« und als

Opener »Zukunft Zwei« aus Paderborn.

Tickets ab 43 € z. B. unter shop.

crossnight.de oder ab 38 € im Sound

Store Wiedenbrück Wasserstraße 26.

SO 26

13.00–16.00 Ballonkünstler

Marc Beyer

Ausgefallene Ballonkunstwerke lässt

der Künstler vor den Augen der zuschauenden

Kinder (und ihrer Eltern)

bei bücher güth, In der Halle 7 + 11, entstehen.

Infos: buecher-gueth.de

13.00–18.00 Bürger- und

Vereinemarkt

Vereine und Organisationen präsentieren

sich in der Wiedenbrücker City. Die

Geschäfte haben verkaufsgeöffnet.

MO 27

17.00–19.00 Offener Trauer-Treff

Nach dem Tod eines geliebten

Menschen ist vieles ungewohnt, neu

und schwierig. Das Gespräch in einer

geschützten Atmosphäre kann beim

Termine

Foto: Hanno Endres / Theater ex libris

Weg der Trauer helfen. Ort: Caritas

Tagespflege, Nadelstr. 8, Rheda. Infos

bei Thomas Plugge, Cari tasverband für

den Kreis Gütersloh, Tel. 05242/1821120

oder plugge@ caritas-guetersloh.de.

DI 28

19.00 RückBlick vor Ort

Welche Aufgabe und Funktion hatte

das ehemalige Verstärkeramt? Besichtigung

und Vortrag. Treff: vor dem Verstärkeramt-Eingang.

Infos: dorfaktiv.de

19.30 »Goldenes Herz mit eiserner

Schnauze«: Kurt Tucholsky

1890 in Berlin geboren, nahm Kurt Tucholsky

mit Ironie und liebenswürdigem

Humor gern menschliche Schwächen

aufs Korn. Dabei sparte er nie

mit Kritik. Leidenschaftlich setzte er

sich für Demokratie, Gerechtigkeit

und ein friedliches Miteinander der

Völker ein. 1933 wurde ihm die deutsche

Staatsbürgerschaft genommen.

Im schwedischen Exil wählte er im

Dezember 1935 den Freitod. Zum 90.

Todesjahr des berühmten Autors tragen

Mitglieder der Literatur-AG des

Klosters eine szenische Lesung vor,

die Einblicke in sein Leben und Werk

gibt – bewegend, kritisch und mit einem

Augenzwinkern. Eintritt: 10 €. Tickets

unter kloster-wiedenbrueck.de,

im Kloster (Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr)

oder an der Abendkasse.

MI 29

19.00–20.30 Der Hermann – Ein Denkmal

für das Deutsche Volk?

Vor 150 Jahren wurde das Hermannsdenkmal

im Beisein Kaiser Wilhelms I.

Das Stadtgespräch

65


Termine

eingeweiht. Nach der Vorstellung seines

Schöpfers, des Bildhauers Ernst

von Bandel, sollte es ein Denkmal für

das »Deutsche Volk« sein. Aber was

bedeutete das konkret? Der Vortrag

von Frank Huismann im Stadthaus

(Luise-Hensel-Saal) zeichnet die Rolle

des Hermannsdenkmals als Nationaldenkmal

nach. Dabei geht es nicht

zuletzt um die Nutzung des Denkmalareals

für Feste, Feiern und Aufmärsche

in den Jahrzehnten seit 1875. Anschl.

Umtrunk. Gefördert durch den

Heimatverein Wiedenbrück-Reckenberg

e. V. Tickets im VVK je 10 € unter

vhs-re.de, Tel. 05242/9030-900 oder

briefkasten@vhs-re.de. Anmeldung

bis 27. Oktober, 16 Uhr | AK 12 €.

7

20.00 Der seltsame Fall des

Dr. Jekyll & Mr. Hyde

London 1886: Der Rechtsanwalt Utterson

erhält das Testament seines

Freundes Dr. Henry Jekyll. Es enthält

die Anweisung, dass im Falle des Verschwindens

des Arztes sein gesamtes

Vermögen unverzüglich »seinem

Freund und Wohltäter« Mr. Hyde zu

überschreiben sei. Eigentlich kein sonderbarer

Wunsch, wäre Mr. Hyde nicht

ein ausgemachtes Scheusal. Wird Dr.

Jekyll von Edward Hyde erpresst? Und

wenn ja – was kann er nur gegen einen

so herzensguten Menschen wie Jekyll

in der Hand haben? Die nah am Original

neu bearbeitete Novelle von Robert

Louis Stevenson kommt als Live-Hörspiel

des hochgelobten Ensembles des

Theaters ex libris (Ltg. Christoph Thiemann)

auf Einladung der Buchhandlung

Güth, der Stadtbibliothek und

der Flora Westfalica in die Stadthalle.

Tickets im VVK je 24,90 € z. B. bei

der Flora Westfalica, Tel. 05242/9301-0

bzw. unter flora- ticket.de

20.00 Philipp Brämswig Trio

Die 3 umtriebigen und gefragten Musiker

der renommierten Kölner Szene

um Gitarrist Philipp Brämswig schaffen

faszinierende Klangwelten jenseits von

Stilgrenzen und erfreuen sich und ihre

Zuhörer mit ihrem berauschenden Zusammenspiel.

Konzert im Abrahams.

Veranstalter: Jazz-Club Rheda-Wiedenbrück

e. V. Tickets im VVK ab 27 € (ggf.

zzgl. Gebühren) unter flora-ticket.de

DO 30

18.00–21.00 KreativZeit –

Makramee im Küsterhaus

Ob Wanddekorationen, Traumfänger,

Blumenampeln, Tierfiguren, (weihnachtliche)

Anhänger oder ähnliches –

jede/r arbeitet nach seinem Geschmack

unter fachkundiger Anleitung. Eigenes

Material darf gerne mitgebracht werden,

alternativ kann Makramee-Garn

vor Ort erworben werden. Weitere Termine:

Do 13. und 20. November. Gebühr

je Abend: 5 €. Infos und Anmeldung

unter deele@dorfaktiv.de bzw. Tel.

0179/9040364. Infos: dorfaktiv.de

18.30 Ein Abend in der Provence –

Kulinarik und Krimi

Kommen Sie mit auf eine kulinarisch-literarische

Reise mit Sophie

Bonnet und ihrem liebenswerten provenzalischen

Ermittler Pierre Durand!

Es geht nach Sainte-Valérie, einem

idyllischen Dorf. Die Autorin liest in

Büschers Seecafé verschiedene Passagen

aus ihrer mittlerweile elf Fälle umfassenden

Krimireihe vor. Diese sind

eingebettet in ein exquisites 3-Gänge-Menü,

das nicht nur von der südfranzösischen

Küche, sondern auch

von den zwei Sophie-Bonnet-Provence-Kochbüchern

inspiriert ist. Zudem

gibt sie persönliche Einblicke in die

Entstehung ihrer Geschichten sowie

ihre Liebe zur Provence. Eine Gemeinschaftsveranstaltung

von Büschers

Seecafé und der Buchhandlung Güth.

Eintritt (3-Gang-Menü inkl. Lesung):

69 €. VVK in Büschers Seecafé (Paul-

Schmitz-Str. 22) und der Buchhandlung

Güth (In der Halle 7 +11).

19.30–20.50 Turning of Bones

»Gauthier Dance//Dance Company

Theaterhaus Stuttgart« gilt als eine

der führenden Compagnien Deutschlands

und wurde vielfach preisgekrönt.

Zusammen mit dem britischen

Star-Choreograf und Tänzer Akram

Khan wurden Auszüge wurden aus vier

seiner bzw. für die »Akram Khan Company«

kreierten klas sisch gewordenen

Produktionen weiterentwickelt. Im

Theater Gütersloh werden diese Do 30.

und Fr 31. Oktober gezeigt. Infos und

Tickets ab 25 € (ggf. zzgl. Gebühren)

unter theater-gt.de.

20.00–22.30 Tony Bauer:

»Fallschirmspringer«

Mit Witz, Charme und dem Blick auf

die Welt durch seine eigene »Duisburg-Marxloh-Brille«

nimmt der leidenschaftliche

Comedy-Aufsteiger das

Publikum mit auf eine Reise durch seinen

Alltag, seine Viertel, seine Hood.

Er erzählt von Hassan, Oma und Opa.

Und seiner herausfordernder gesundheitlichen

Beeinträchtigung, dem

Kurzdarmsyndrom, bei der er auf die

kontinuierliche Zufuhr von Nährstoffen

über einen Schlauch angewiesen

ist. Mit seinem einzigartigen Humor

und einer beeindruckenden Lebensgeschichte

hat er sich einen Namen

gemacht und die Bühnen der Republik

erobert. Jetzt ist die Stadthalle Rheda-Wiedenbrück

an der Reihe. Tickets

im VVK ab 32,90 € z. B. bei der Flora

Westfalica, Tel. 05242/9301-0 bzw. unter

flora- ticket.de. Einlass: 19 Uhr.

FR 31

19.00 Grusel: Schön schaurig,

schaurig schön

Seien Sie gewarnt: Dieser Abend ist

nichts für schwache Nerven (oder Kinder).

Im altehrwürdigen Refektorium

des Klosters entführen Kai Albert &

Team die Gäste in das Reich des Unheimlichen,

wo jedes Wort und jeder

Ton das Blut in den Adern gefrieren

lässt: erschütternde Erzählungen bekannter

und weniger bekannter Gruselgeschichten

und musikalische Werke,

die die Atmosphäre des Schreckens

perfekt einfangen – von düsteren

Klavierstücken bis hin zu orchestralen

Kompositionen, die das Herz zum

Rasen bringen. Tickets je 5 €. Reservierung

unter kloster-wiedenbrueck.de,

Abholung und Bezahlung im Kloster

(Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr) bzw. an der

Abendkasse.

8

1 Parkleiterin Elisabeth Dübjohann gratuliert Rainer Stadler.

»Ziegenflüsterer«

Rainer Stadler feiert

25. Jubiläum

Eigentlich liebe ich alle Tiere«, sagt Rainer Stadler. »Aber die Ziegen

sind mir ganz besonders ans Herz gewachsen.« Und das sieht man

auch. Seit 25 Jahren kümmert er sich für die Flora Westfalica um

die Tiere auf der Streichelwiese in der Spielerei. »Ziegenflüsterer« wird er

liebevoll genannt – nicht ohne Grund. Wenn Rainer Stadler mit seinem

Schäferhund Oscar um die Ecke biegt, sind die Ziegen alle sofort zur Stelle.

Sie wissen genau, jetzt werden sie gefüttert und versorgt.

»Als ich vor 25 Jahren gefragt wurde, ob ich mich um die Ziegen in

der Spielerei kümmern möchte, habe ich spontan zugesagt, obwohl ich

überhaupt keine Erfahrungen mit Ziegen hatte«, erzählt Rainer Stadler.

Bereut hat er es bis heute nicht. Viele Stunden hat er im Gehege verbracht;

er hat Zäune gezogen und immer wieder Ideen gehabt, wie es

den Tieren noch besser gehen kann. Beim letzten Umbau der Spielerei

hat er sich dafür stark gemacht, dass die Ziegen einen abgetrennten

Rückzugsbereich bekommen, wenn ihnen die Besucher auf der Wiese

mal zu viel werden. »Ich finde es toll, dass hier im Gehege Mensch und

Tier so einen direkten Kontakt haben«, betont Stadler.

An den Ziegen mag er insbesondere ihre Neugier und ihre gute Laune.

Der 62jährige Rheda-Wiedenbrücker, der in unmittelbarer Nähe zur Spielerei

wohnt, mag zwar alle Ziegen, aber einige sind ihm besonders ans Herz

gewachsen, beispielsweise Wurzel, mit damals 26 Jahren die älteste Ziege,

die sich gern mit einem Besen abbürsten ließ. »Pitt, die große Harzer Ziege,

war auch etwas Besonderes«, lächelt Rainer Stadler. »Er war der Ausbrecherkönig

und ist über jeden Zaun gesprungen. Mit Leckerlis ließ er sich

ins Gehege zurücklocken und sprang dann direkt wieder über den Zaun.«

Die Streichelwiese in der Spielerei ist für ihn ein zweites Zuhause,

schließlich verbringt er hier viele Stunden seiner Freizeit. Und ein Ende

ist auch nach 25 Jahren glücklicherweise nicht in Sicht.

66 Das Stadtgespräch


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Gütersloh finden Sie Kolleg*innen

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bewerbung@caritasgt.de

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Das Stadtgespräch

67


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Wir bilden ab 1. September 2026 aus:

• Anlagenmechaniker (m/w/d)

Wir

• Elektroniker (m/w/d)

bilden ab 1. September 2026 aus:

• Fachangestellte

Anlagenmechaniker

für Bäderbetriebe (m/w/d)

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