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SOLiNZ 2025/3

SOLiNZ - solidarisches Linz - ist die Online-Zeitung der Solidarwerkstatt-Kommunalgruppe Linz.

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SOLiNZ

Die Nachbarschaftszeitung lesen - hören - schauen und aktiv werden! Ausgabe 3/2025

Aus dem Inhalt:

A26

AUTOBAHN

ABGASSCHLOT

> Hört auf, uns zu belügen 2

> IT:U - lange Standortsuche 5

> Postcity: Zukunft neu denken 7

> Klimaverbrechen A26 8

> Baumallee für den Linzer Süden 11

> Baummord in der Lederergasse 12

> Porsche im Park 13

> Minigolfplatz: Grünraum für alle

statt Luxusvillen für wenige 14

> WIST: geplantes Black-out erfolg

reich abgewehrt 15

> Begrünung statt Autoverkehr 16

> Tempo 30 auf Nibelungenbrücke 18

> Wo landen die Fäkalien der

Kreuzfahrtsschiffe 19

> 411 Erdumrundungen pro Tag 20

> Flughafen Hörsching schließen 22

> Mühlkreisbahn - und ewig

grüßt das Mumeltier 24

> Bahnlückenschluss und 2-gleisiger

Ausbau 25

> Lubljana - grünste Hauptstadt

Europas 26

> Gesundheitsversorgung an der

Kippe 28

> Rechter Schulterschluss 30

> „DNA der Republik“ 31

> Motoren für den Völkermord

kommen aus Österreich 32

> MILITÄR.MACHT.KRIEG 35

AktivistInnen nutzten das AEC-Festival in der Postcity, um symbolisch einen Schlot

aufzustellen und zum Qualmen zu bringen. An dieser Stelle im Bahnhofsgebiet

sollen nämlich über einen 15 Meter hohen Schlot die Abgase und der Staub der

geplanten A26-Autobahn ungefiltert ins Freie geblasen werden. Noch können wir

diese Autobahn verhindern - NO A26! ... Seite 10


Hört auf, uns

zu belügen…

… und STOPPT DEN BAU

DER A26!

Immer wieder behaupten die politisch Verantwortlichen in Stadt und Land, die A26 (der

Westring) würde zu einer Verkehrsentlastung führen. Dahinter steckt ein billiger Trick,

die Verkehrsbelastung ohne A26 fiktiv explodieren zu lassen, um dann die reale Mehrbelastung

mit der A26 wie eine Entlastung aussehen zu lassen, obwohl sie gegenüber

dem „Ist“-Stand eine deutliche Mehrbelastung bringt. Man arbeitet mit dem Verkaufsschmäh

von Supermarktketten, wo dem Kunden eine reale 30 prozentige Preiserhöhung als

Preissenkung um 30 Prozent verkauft wird, nachdem man den fiktiven Preis um 60 Prozent

erhöht hat.

Die ASFINAG hat im Zuge der UVP eine Verkehrsprognose im Fall der Errichtung der A26

erstellt. Das Ergebnis ist eindeutig: Die ASFINAG prognostiziert – im Vergleich zur Ist-Analyse

2010 - bei 86% der 432 untersuchten Straßen einen – zum Teil erheblichen – Zuwachs

des Verkehrs. Bei ca. 6% kommt es zu einer Entlastung, 7% bleiben in etwa gleich.

Die Prognose für die einzelnen Straßenzüge ist hier aufgelistet: www.volksbefragung-linz.

at/die-entlastungsluege.

Die ASFINAG hat noch eine zweite Schätzung für 2030 erstellt, für den Fall, dass die A26

nicht gebaut („Nullfall“) wird. Hier wird allerdings mit besagten Trick gearbeitet: Es wird so

getan, als ob Straßen keine natürliche Kapazitätsgrenze hätten. So wird z.B. angenommen,

dass bei der Nullfall-Variante 62.000 Fahrzeuge/Tag die Nibelungenbrücke befahren

würden. Eine vollkommen irreale Annahme, weil soviele Autos nicht annähernd die Brücke

befahren könnten. Mit rund 45.000/Tag ist jetzt schon annähernd eine Kapazitätsgrenze

erreicht. Der Zweck dieser irrealen Annahme ist leicht durchschaubar: Man nimmt Zahlen,

die gar nicht erreicht werden können, als Vergleichsmaßstab an, um dann fiktive „Verkehrsentlastungen“

für den Fall der Errichtung der A26 zu errechnen.

2


Die Zahl der Fahrzeuge, die die Brücken queren, ist besonders relevant, weil sich daraus

der Mehrverkehr abschätzen lässt, der sich dann in der Innenstadt weiterverbreitet. Mit

dem Bau der A26-Autobahn werden fast 30.000 Fahrzeuge täglich mehr prognostiziert.

Die Autos verschwinden ja nicht im A26-Tunnel, sondern kommen auch wieder aus

diesem heraus. Ein Teil würde direkt beim Bahnhof in die Innenstadt oder bei der Westbrücke

in die Unionstraße geleitet bzw. auf der A7 in den Bindermichl bzw. Niederharter

Tunnel – zwei Tunnelröhren, die jetzt schon verstopft sind und dann wahrscheinlich völlig

kollabieren würden.

Wie gesagt: Die Annahme, 62.000 Fahrzeuge/Tag könnten im „Nullfall“ die Nibelungenbrücke

queren ist aus Kapazitätsgrenzen denkunmöglich. Und sie entspricht nicht der

realen Entwicklung. Die Verkehrszählungen zeigt nämlich, dass der Verkehr auf der B127,

auf der der Verkehr vom Oberen Mühlviertel nach Linz geleitet wird, nicht zunimmt,

sondern ABNIMMT – und zwar ohne A26. Die Zahl der Autos nahm seit 2010 um 12

Prozent ab: von ca. 25.000 auf 22.700. Zum Vergleich: Die ASFINAG prognostiziert für 2030

dagegen: 29.500 im „Nullfall“ (plus 19%), 32.100 im Fall der Baus der A26 (plus 26%).

Letzteres könnte allerdings Wirklichkeit werden, nicht weil es irgendein Naturgesetz

gäbe, dass der Autoverkehr zunimmt, sondern weil ihm mit der Autobahn der rote Teppich

ausgerollt wird. Darauf deuten die letzten Zahlen der Verkehrszählungen in Puchenau hin.

Seit der Eröffnung der Donautalbrücke – im November 2024 - hat der Verkehr auf der B127

wieder zugenommen. Das heißt: schon die Brücke hat nicht nur zur Verlagerung des Verkehrs

(von der Nibelungenbrücke auf die Donautalbrücke) geführt, sondern sie hat neuen

Verkehr induziert.

3


Eröffnung der

Donautalbrücke

Das bestätigt erneut eine Erkenntnis, die die Verkehrswissenschaft immer wieder macht:

Wer Straßen sät, wird Autoverkehr ernten! Allein eine zusätzliche Querungsmöglichkeit

über die Donau hat den Verkehr anwachsen lassen und die Verkehrsreduzierung seit 2010

innerhalb eines halben Jahres zunichte gemacht. Das ist aber ein laues Lüfterl im Vergleich

zu dem, was an Mehrverkehr blüht, wenn mit dem Bau des A26-Tunnels eine

neue Autobahn in Anschluss an die Brücke in die Innenstadt führt.

Der Anstieg des Autoverkehrs wird vom entsprechenden Angebot gesteuert. Die Autobahn

wird nicht gebaut, um das Wachstum des Autoverkehrs aufzufangen (den gibt es auf

dieser Strecke nicht), sondern der Verkehr wächst, weil ihm die Autobahn Raum dafür gibt.

Der Bau der Autobahn schafft die Voraussetzung für die Realisierung der Prognose - eine

selbsterfülllende Prophezeiung.

Stopp dem A26-Bau!

Die Konsequenz für die Politik kann daher nur sein: HÖRT ENDLICH AUF, UNS ZU BELÜ-

GEN! Statt mehr als eine Milliarde für dieses monströse, aus der Zeit gefallene Autobahnprojekt

auszugeben, muss der öffentliche Verkehr gefördert werden. Schon der (bescheidene)

Ausbau des öffentlichen Verkehrs im letzten Jahrzehnt, z.B. mehr Busse, dichterer Takt

auf der Mühlkreisbahn, hat Wirkung gezeigt und zu einer Verlagerung weg vom motorisierten

Individualverkehr geführt. Was könnte an wirklicher Entlastung für die Linzerinnen

und Linzer erst erreicht werden, wenn endlich großzügig in den Ausbau des öffentlichen

Verkehrs investiert wird! Der Ausbau der Mühlkreisbahn, die Durchbindung in

den Hauptbahnhof, ihre Elektrifizierung bis Aigen-Schlägl, auf Perspektive der Ausbau

zu einer Böhmerwaldbahn muss endlich absolute Priorität haben.

Gerald Oberansmayr

4


Von der ASFINAG prognostizierte Verkehrszahlen

aufgrund des Vollausbaus der A26-Autobahn.

Entlastung über -3%

Gleichbleibend +/-3%

Zuwachs +3 bis +25%

Zuwachs +25 bis +50%

Zuwachs über +50%

(Quelle: Umweltverträglichkeitsprüfung)

5


Eine lange

Standortsuche

für die IT:U

6

Ein knappes Jahr ist es her, seit - aufgrund massiver Proteste der Bevölkerung - der Bau

der IT:U und eines Betriebsbaugebiets in die grüne Wiese, in die Linzer Kaltluftschneise

abgesagt wurde. Über 8000 Unterschriften, eine Initiative für eine Volksbefragung, über

300 schriftliche Einwendungen und zahlreiche Protestaktionen waren notwendig, damit der

damalige Bürgermeisterkandidat Dietmar Prammer (SP) erkannte, dass den Linzer:innen der

Erhalt des Grüngürtels wichtig ist.

Die Wahl ist geschlagen, der Kandidat ist nun Bürgermeister und schon scheint ein neuer

Standort in Dornach gefunden. Die Rede ist nun, dass der Raum zwischen der Linzer Technik-Universität

und dem Biologiezentrum verbaut werden soll. Ob dieser Platz die bessere

Wahl ist, ist fraglich. Zwar wird damit argumentiert, dass es sich um einen, von der JKU genutzten,

Parkplatz handelt. Unerwähnt bleibt aber, dass die Forschungsanlage Ökopark um

das Biodiversitätszentrum und die Grünfläche der Elmberggräben verbaut werden würden.

Erst Ende 2023 erklärte Landeshauptmann Thomas Stelzer: „Nach eingehender Analyse

steht fest: Das Biologiezentrum bleibt in Linz.“ Die Sanierung und Erweiterung um ein

Depot wurden ebenfalls beschlossen. Wird nun der im Aufbau befindliche Forschungspark

um das Biologiezentrum für die IT:U Interdisciplinary Transformation University geopfert?

Bürgermeister Prammer erkannte nach vielen Aufklärungskampagnen, durch verschiedene

Initiativen, dass es auch attraktive alternative Standorte in Linz gibt. Und führte hier auch das

leerstehende Postverteilerzentrum am Hauptbahnhof an.

Nicht nur den Bürger:innen ist der Erhalt des Grüngürtels wichtig, auch die Stadtregierung

hat sich seinem Schutz verschrieben. So weisen das Örtliche Entwicklungskonzept

Linz von 2013 oder die Stadtklimaanalyse den Grünraum in Auhof-Dornach als besonders

wichtig und schützenswert aus. Erst 2023 erklärte der damalige Bürgermeister Luger (SP)

den Grüngürtel für sakrosankt: „Der Grüngürtel wird nicht verbaut. Da werden sie keinen

Quadratmeter neuer Umwidmung finden.“ (Krone 7.11.2023)

Postverteilerzentrum vielversprechendste Alternative

Zahlreiche Experten für Architektur und Stadtplanung, sowie Initiativen von Bürger:innen

beschäftigen sich seit Jahren mit alternativen Standorten für die IT:U. Linz. Eine Hochburg

der Leerstände hat es nach deren Meinung nicht nötig, den Grüngürtel weiter zu versiegeln.

Die vielversprechendste Alternative wäre wohl das angesprochene, ehemalige Postverteilerzentrum.

„Die Post-Uni würde die IT:U nicht an den Stadtrand verbannen, sondern diese belebende

Einrichtung direkt ins Zentrum hohlen. Begrünte Freiflächen, Veranstaltungsräume,

Wohnräume und eine Kinderbetreuungseinrichtung können, laut einer Studie von drei

Architekturstudierenden, zusätzlich in den Gebäudekomplex integriert werden. Die Post-

Uni würde gesellschaftliches und kulturelles Leben im Stadtzentrum stärken. Eine Uni, wo

sie hingehört - direkt am Verkehrsknotenpunkt für öffentlichen Nah- und Fernverkehr.“, ist

Christian Leckschmidt von der Initiative „Ja! Zum Grüngürtel !“ überzeugt.


Video

POSTCITY –

Zukunft

neu denken

Die PostCity war nur vierundzwanzig Jahre lang als Postverteilzentrum in Betrieb und

sollte 2024 abgerissen werden. In der Zwischenzeit sollen 5,45 Hektar peripheres

Grünland für den Bau des Institute of Digital Sciences Austria (IDSA) verwendet werden.

Beide Projekte widersprechen den Zielen des Landes Oberösterreich und der Stadt Linz

in Bezug auf den Klima- und Umweltschutz sowie den Flächenverbrauch. In dem Entwurfsprojekt

postUNI zeigen drei Architekturstudierende der Kunstuniversität Linz, wie

die bestehenden Gebäude des Areals mit den Methoden der adaptiven Wiederverwendung

umgenutzt werden könnten.

Klimarelevante Fragen, die beste Anbindung an den öffentlichen Verkehr und mögliche

soziokulturelle Klammerfunktion durch Wohnen, Bildung, Arbeiten, Kultur und

Freizeit geben Anstoß zu einer baukulturellen sowie soziologischen Weiterentwicklung

dieses Leerstandes. Zu einer modernen Postcity statt eines möglichen Abrisses dieser

robusten zentralen Liegenschaft. Junge Studierende, die eine Planungsgrundlage für

diese Brache entwickelten, erläutern Fragen rund um das Postcityprojekt und konfontieren

Fachkundige mit umfassenden Fragen zum Thema.

Kurze Version https://dorftv.at/video/46696

Lange Version https://dorftv.at/video/46695

• Minute 11: Franz Koppelstätter, Leiter des afo-Architekturforum Oberösterreich

• Minute 21: Sigi Attenender, Professor for 'Sustainable Architecture and Spatial

Development', University of Art and Design Linz

• Minute 36: Michael Zinner, Univ.Prof. DI Architekt Michael Zinner PhD

Kunstuniversität Linz

• Minute 46: Michaela Haunhold, Mag.a Abteilungsleiterin Beratung und Hilfe bei

Caritas für Menschen in Not

• Minute 56: Katharina Weinberger Lootsmar, Sen.Sct. Mag.Phil. Universität

Innsbruck Institut für Gestaltung; Bart Lootsmar, Prof.em. Architekturtheorie

Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

• Minute 77: Anna Minta Univ.-Prof.in Dr.in phil. Geschichte und Theorie der

Architektur Kath.Uni Linz

• Minute 100: Adrijana Ivanda, MA Gastprofessorin an der Kunstuni Linz; Paul

Reinhardt, Se.Art.MSc. Gastprofessor an der Kunstuni Linz

• Minute 143: Andre, Vorsitzender Kulturverein 808

• Minute 148: Nastassja Denk, Studierende an der A. Bruckneruni Linz;

Referierende und Projektentwickelnde, Lisa Ackerl, Carlotta Röll, Daniel Schöngruber

production: Rudolf Schober

7


Klimaverbrechen A26

Der Blick auf die Entwicklung der weltweiten Durchschnittstemperaturen und den Anstieg

der CO 2

-Konzentration kann nicht deutlicher ausfallen. Allein in diesen 18 Jahren ist

die weltweite Durchschnittstemperatur um 0,6 Grad Celsius gestiegen (siehe Grafik). Also

um 40 Prozent (!) der weltweiten Erwärmung seit dem Beginn der Industrialisierung im Jahr

1850. D.h. in den letzten 18 Jahren 6 mal so schnell pro Jahr wie in den 150 Jahren davor.

Und die Politik will in dieser Phase der extremen Zuspitzung der Klimaveränderungen so

weitertun wie bisher als gäbe es kein Morgen. Nur drei Vergleichszahlen, was der Unterschied

der Erderwärmung von 0,5 Grad ausmacht, also entweder 1,5 Grad oder 2,0 Grad:

• Statt 6 % der Insekten sind 18 % der Insekten vom Artensterben betroffen.

• Statt 100 % höheres Hochwasserrisiko steigt das Hochwasserrisiko um 170 %.

• Und die Anzahl der Menschen, die von Dürre und Wasserknappheit im urbanen

Raum betroffen sind, steigt von 50 Millionen auf 400 Millionen.

In Österreich ist die Erwärmung doppelt so hoch wie im weltweiten Durchschnitt. Auch

in Linz ist die Temperatur seit der vorindustriellen Zeit um mehr als 3 Grad angestiegen (sh.

Grafik unten).

Angesichts dieser Entwicklung hält die Initiative Verkehrswende jetzt! das sture Festhalten

am Klimakillerprojekt der A26-Autobahn (Westring) für ein Klimaverbrechen ersten Ranges.

In einer Presseaussendung der Initiative heißt es: „Die Politik hat kein Konzept, wie sie im

Verkehr schrittweise die Klimaziele erreichen kann und schon gar nicht gibt es den Funken

einer Überlegung, wie der massive zusätzliche und vermeidbare CO 2

Ausstoß, der durch die

8


A26 im Bau und Betrieb entsteht, kompensiert werden könnte.“ Alleine für die Errichtung

des Westring würden durch den Baustoffeinsatz und Treibstoffverbrauch der Baumaschinen

Emissionen in einer Größenordnung von 200.000 - 300.000t CO 2

anfallen. Das entspricht

in etwa den CO 2

-Emissionen, die der gesamte Verkehr im Großraum Linz binnen eines Jahres

emittiert. Bzw. auf die CO 2

-Emissionen von durchschnittlichen Autofahrten im Stadt- und

Umland-Verkehr umgelegt: Die Emissionen von 120.000.000 - 180.000.000 (120 - 180

Millionen!) Kfz-Wegen könnten vermieden werden, wenn man dieses Autobahnmonster

nicht errichtet.

Der Verzicht auf den Bau der A26-Autobahn ist damit eine der wichtigsten Klimaschutzmaßnahmen.

Christian Leckschmidt: „Schneelose Winter, Sommertemperaturen im April.

Die aktuelle Hitzewelle ist nur ein kleiner Teil der Klimaerwärmung. Der Bau der A26 würde

dieses Problem zusätzlich massiv anfeuern. Die Politik muss endlich Verantwortung für Menschen,

Natur und Wirtschaft übernehmen und solche rückwärtsgewandten Projekte unverzüglich

stoppen.“

9


Aktivismus als Kunst

beim AEC-Festival

Im Zuge des AEC-Festivals versuchten Aktivisten der Initiative

„Ja! Zum Grüngürtel!“ mit einer Kunstinstallation auf

die drohende Verbauung des Bahnhofsviertels durch die

A26 aufmerksam zu machen.

Ein zehn Meter hoher Schlot, aus dem Rauch aufstieg,

wurde aufgeblasen. Dieser soll die für die A26 notwendige

Abgasentlüftungsanlage versinnbildlichen. Laut Projektbeschreibung

sollen die Abgase aus dem Tunnel ungefiltert

auf dem Areal des ehemaligen Postverteilerzentrums entlüftet

werden und erst im Nachgang die Notwendigkeit

von Filteranlagen geprüft werden.

Ein weiterer Aspekt der Initiative ist ein nachhaltiger

Standort für die IT:U Digital Universität. Erst im vergangenen

Jahr wurde mit massiven politischem Druck aus der

Bevölkerung die Verbauung von 10 Hektar Grünland verhindert.

Nun wurden Pläne öffentlich, in denen das Areal

des Biologiezentrums und der angrenzende Wald für diese

Eliteuniversität geopfert werden soll. In Redebeiträgen

wurde die sinnvolle Nachnutzung des Postverteilerzentrums

als Universität mit bester Anbindung, Zentrumsnähe und als belebendes Element im

Bahnhofsviertel erklärt.

95% Ja Stimmen

„Ja! Zum Grüngürtel“ sammelte im vergangenen Winter über 7000 Unterschriften zur

Einleitung einer Volksbefragung. Die rechtlich hohe Hürde von 4% der Wahlberechtigten,

wurde somit genommen, hätte nicht das Magistrat Linz beschieden, dass die Frage unverständlich

und somit nicht zulässig ist.

Deshalb stellten die Initiatoren dem Festivalpublikum drei Fragen:

• Soll die Postcity vor Zerstörung bewahrt und beispielsweise als Universität der Öffentlichkeit

zugängig bleiben?

• Soll der Linzer Grüngürtel vor Verbauung geschützt werden und die Zuzahlungen zu

Autobahnprojekten besser im öffentlichen Verkehr Verwendung finden?

• Und, zum besseren Einordnung des Magistratsurteils: Verstehen sie die zweite Frage?

Über 250 Menschen füllten die Wahlzettel aus und warfen sie in eine Urne. In etwa 95%

der Wählenden beantworteten die Fragen mit „ja“. Konsequenz der Initiative: „Die Menschen

wissen was ihnen in der Stadt wichtig ist und verstehen eindeutig die Fragestellung

unserer Volksbefragung. Der Magistrat möchte diese unangenehme Wahrheit nur, solange

es geht, vor sich herschieben und die Bevölkerung für dumm verkaufen.“

Christian Leckschmidt

10


Eine Baumallee, das wäre sche!

Baumallee für den Linzer Süden

Warum nur immer Bäume und Beschattung im Zentrum der Stadt Linz? Auch in der Peripherie

des #linzersüden sind Themen wie Beschattung bzw. Begrünung ein Thema.

Noch dazu wo gleich fast gegenüber Grünraum für ein Privatunternehmen verbetoniert

wurde, braucht es einen Ausgleich an solchen Flächen!

Bäume sind natürliche Schattenspender und helfen auch das Stadtklima zu verbessern.

Nachdem der kombinierte Geh- und Radweg fertiggestellt wurde.

Nachdem die Arbeiten am kombinierten Geh- und Radweg (Wiener Straße/ zwischen

Dauphinestraße & Saporoshjestraße) nun vollendet sind, ist es an der Zeit, diesen sinnvoll

mit Bäumen auszustatten. Wir fordern eine Baumallee für den Linzer Süden!

Für mehr Lebensqualität im #Linzersüden!

>Bitte unterstützen Sie diese Forderung mit ihrer Unterschrift für die Petition!

https://www.openpetition.eu/at/petition/online/baumallee-fuer-den-linzer-sueden

Armin Kraml

11


Dieser große schattenspendende,

für eine vielzahl von Lebewesen

wichtige Baum, fiel der Kettensäge

zum Opfer.

Weshalb wurde dieser (offensichtlich

gesunde) Baum gefällt?

Baummord in der Lederergasse

Was denken sich die

Verantwortlichen

bloß dabei?!

Dass Bäume in der Stadt gut fürs Klima sind,

ist mittlerweile Allgemeingut. Sie kühlen und

spenden Schatten. Darüber hinaus filtern sie Staub

und Schadstoffe, produzieren Sauerstoff, dämpfen

Lärm und fördern die Artenvielfalt, indem sie Tieren

und Pflanzen Lebensraum bieten. Zudem sind sie

zuträglich für unser Wohlbefinden, senken Stress

und verbessern die Gesundheit der Menschen. Es

gut, dass nun begonnen wird, da und dort neue

Bäume in Linz zu pflanzen. Vor allem sollte man

aber die bestehenden schützen und pflegen. Denn

kräftige, ausgewachsene und gesunde Bäume haben

alle diese positiven Wirkungen in besonderen

Maße. Umso befremdlicher ist es, dass über Nacht

genau ein solcher Baum umgeschnitten wurde: in

der Lederergasse auf Höhe der Schadlergründe,

in der Zone, die seit dem Vorjahr als Fahrradstraße

ausgewiesen ist. Was denken sich die dafür Verantwortlichen

bloß dabei?!

12


Porsche im Park

Einen besonderen

Auswuchs

der Kommerzialisierung

liefern

der Betreiber

der „Sandburg“

im Donaupark:

Sie zweckentfremden

den

Naherholungsraum

für eine

Autoausstellung.

Dass der öffentliche Raum in Linz immer mehr privatisiert und kommerzialisiert wird,

ist bedenklich. Vor 10 Jahren wurde die „Sandburg“ im Donaupark eröffnet. 400 m 2

Grünraum wurde vernichtet, damit eine Bar mitten im Linzer Naherholungsgebiet eröffnen

konnte, die dort in der warmen Jahreszeit ganztägig den öffentlichen Raum beschallt. Dazu

kommt, dass die Stadt einen unbefristeten Pachtvertrag zu sehr – für die Betreiber – günstigen

Pachtzinsen abgeschlossen hat. Insider meinen, die Stadt hätte bis zum Fünffachen

verlangen können. Gute Beziehungen zum damaligen Bürgermeister Luger dürften den

Betreibern der „Good Karma GmbH“ zu diesem für die Stadt nachteiligen Pachtvertrag

verholfen – und den Betreiben ein „gutes Karma“ für ihre Geschäfte beschert haben.

Mittlerweile gehen die Betreiber in der Kommerzialisierung des Naherholungsraum einen

Schritt weiter: nicht nur Getränke und Snacks werden angeboten, das Gelände der

Sandburg wird als Werbefläche

für Autos der

Marke Porsche zweckentfremdet.

Zwei dieser

„Glanzstücke“ sind

zurzeit im Donaupark

ausgestellt (Foto). Als

würde dem Auto nicht

ohnehin schon viel zu

viel Raum und Lebensqualität

in unserer Stadt

geopfert, müssen auch

noch bislang autofreie

Naherholungsgebiete zu einer Verkaufsfläche für Autofirmen instrumentalisiert werden.

Dieser groteske Auswuchs der Kommerzialisierung von öffentlichem Grünraum sollte Anlass

sein, darüber nachzudenken, ob der Donaupark nicht wieder vor allem wieder eins sein

sollte: Fläche der kommerzfreien Erholung für alle Menschen in der Stadt.

13


GRÜNRAUM FÜR ALLE…

… statt Luxusvillen für Wenige!

Der Bundesverwaltungsgerichtshof hat den Einspruch der Anrainer gegen die

Errichtung von Luxuswohnungen auf dem Gelände des Minigolfplatzes am

Freinberg abgelehnt. Die Bürgerinitiative „Grüngürtel schützen, jetzt!“ kündigt

den Gang vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte an.

Der Gemeinderatsbeschluss, mit dem SPÖ, ÖVP und FPÖ im Jahr 2020 den Grünraum

des Minigolfplatzes am Freinberg in Bauland umgewidmet haben, ist ein Musterbeispiel

für strukturelle Korruption. Das Kollegium Aloisianum, eine katholische Privatschule,

dem der Grund gehört, konnte dadurch einen Umwidmungsgewinn von 5 Millionen Euro

einkassieren. Diverse Netzwerke des Aloisianums mit der Linzer und oberösterreichischen

Politik waren das Schmiermittel für diesen Beschluss. Die Baufirma Swietelsky, die die Wohnungen

errichtet, dürfte auch einen schönen Reibach machen. Swietelsky sucht bereits nach

reichen Anlegern und Käufern. Kolportierter Quadratmeterpreis: über 10.000 Euro.

Damit also eine Handvoll Wohlhabender in Zukunft einen elitären Blick auf die Stadt genießen

kann, wird der Allgemeinheit eine wunderschönes Naherholungsgebiet geraubt.

„Wohnungsmangel“ für Reiche?

Die Bürgerinitiative „Grüngürtel schützen, jetzt!“ will aber noch nicht aufgeben und hat

den Gang vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte angekündigt. Initiativensprecherin

Renate Ortner begründet das mit Verfahrensmängel: Für eine Anlasswidmung

hätte ein öffentliches Interesse bestehen müssen. Damals wurde die Umwidmung

damit begründet, dass ein „Wohnungsmangel“ bestanden habe. Ortner sieht diese Legitimation

aufgrund der hohen Leerstände in Linz als hinfällig an.

14


WIST: Geplantes Black Out

abgewendet!

Erst durch öffentlichen Druck konnten die für das WIST-Heim Verantwortlichen

dazu bewegt werden, Gefahr von Leib und Leben der HeimbewohnerInnen

abzuwenden.

Fällt zuhause der Strom aus, ist das blöd. Fällt in einem bewohnten Studentenheim der

Strom geplant aus, ohne für eine Evakuierung oder für Notstrom zu sorgen, ist das ebenso

blöd. Erst recht, wenn alle dafür Verantwortlichen wissen, dass es 48 Stunden lang finster

ist und für 12 Stockwerke kein Aufzug zur Verfügung steht, Kühl- und Gefrierschränke

auftauen und Kochen nur noch Wunschtraum ist. So seit langem geplant im WIST-Studentenheim

für diesen Sommer, mit dem lapidaren Hinweis, Lebensmittel in den Kühlgeräten

aufzubrauchen, da der Elektrohauptverteiler erneuert wird.

Eine technische Sanierung entschuldigt nicht das Risiko, welches für die Sicherheit von Leib

und Leben der Heimbewohnerinnen, durch nicht sachgerechtes Handeln eingegangen wird.

Entweder hat die Geschäftsleitung oder Vorstand der WIST nicht bedacht, welche Konsequenzen

eine totale Stromabschaltung darstellt, oder einfach die Gefahren ignoriert, beides

eine skandalöse Verantwortungslosigkeit gegenüber den BewohnerInnen des WIST-Heims.

Die WIST-Heimvertretung versuchte durch Kontaktaufnahme mit den WIST-Verantwortlichen,

eine geregelte Sicherheitssituation für alle Bewohnerinnen herbeizuführen. Leider

Fehlanzeige, keine Zuständigkeit, nicht erreichbar!

Das führte zu einer widerholten

öffentlichen Presseinformation an alle Medien.

Uns siehe dar, erst nachdem dieser

unhaltbare Umstand in regionalen Printmedien

öffentlich aufgezeigt wurde, reagierten

die Verantwortlichen bei der WIST. Erst jetzt

kam die für Leib und Leben erwünschte Information

an die HeimbewohnerInnen, dass

ein Notstromaggregat der LINZ AG zwischenzeitlich

für eine provisorische Stromversorgung

installiert wird.

Dass dies nicht im Vorhinein bedacht,

geplant und allen Bewohnerinnen vollumfänglich

kommuniziert wurde, liegt am

unprofessionellen Vorgehen bzw. Umgang

der WIST-Verantwortlichen mit den Studierenden.

Scheinbar wird ungern bis unwillig

mit der Heimvertretung über Heimagenden

kommuniziert, sondern ausschließlich

auf Druck von außen, den Medien, reagiert.

Traurig für die BewohnerInnen eines

WIST-Studierendenheim, früher einmal sozialdemokratisch

geleitet.

15


Begrünung statt Autoverkehr –

Rede von Witha Hölzl bei der Kundgebung "Grüngürtel retten!" am 3.7.2025

vor dem Alten Rathaus in Linz. Sie zeigt erfolgreiche Beispielen der Stadtbegrünung

in anderen Städten auf, die Vorbilder für Linz sein können.

Ich bin Linzerin und lebe am Rand des

Grüngürtels zur Stadt. Deshalb ist mir der

SCHUTZ des Linzer Grüngürtels und der Naherholungsräume

wichtig, auch um der Hitze

in der Stadt vorzubeugen, die in den letzten

Tagen wieder verstärkt spürbar ist.

Begrünung statt Autoverkehr liegt international

im Trend - in Linz passiert das Gegenteil!

Den Linzer Grüngürtel gilt es zu schützen

und zu bewahren, anstatt ihn mit Versiegelung

und Verbauung zu zerstören. Gerade

jetzt geht's um aktive Klimawandelanpassung,

um der massiven Erhitzung unserer

Witha Hölzl

Stadt vorzubeugen. Da braucht es den Erhalt des bestehenden Grüngürtels sowie weitere

Begrünung und Entsiegelung. Das schulden wir unseren Nachkommen!

Darum stehen wir heute da – vor dem alten Rathaus am Hauptplatz von Linz, während

drinnen die Gemeinderatsitzung stattfindet. Denn direkte, lebendige Demokratie, Mitsprache

und Partizipation sollten in der heutigen Zeit selbstverständlich sein und gefördert werden.

Es geht um die Zukunft von Linz!

Wird der Autoverkehr (durch die damit verbundenen Treibhausgas-Emissionen), reduziert,

bieten nicht mehr benötigte Verkehrsflächen Potenzial für Begrünung und Entsiegelung.

Es gibt genügend internationale Beispiele (> LINK), aber auch in Österreich gibt es

Städte und Gemeinden mit Vorbildfunktion:

In Wels werden im Rahmen des Projekts „Volksgarten neu“ 40 000 Quadratmeter entsiegelt.

2026 soll der zehn Hektar große Park fertig sein und wird sich maßgeblich auf die

Lebensqualität in der Stadt auswirken, so das Magistrat Wels.

In Amstetten erfolgte unter Beteiligung von 10 000 Bewohner:innen ein Stadterneuerungsprozess.

Der Hauptplatz wurde zu 35% entsiegelt, Bäume gepflanzt,…es entstand ein

klimafitter Ort der Begegnung, so der Vertreter des Planungsbüros.

In Wieselburg entstand

statt eines Wohnbaus

mit Parkplätzen

ein Stadtwald mit sickerfähigen

Schotterwegen,

Trocken- und

Feuchtbiotope, schattigen

Plätzen mit Bänken.

16


Möglichkeiten und deren Umsetzung

In Villach am Hauptplatz gibt es seit 2025 zehn Eichen nach dem Prinzip der Schwammstadt,

sowie in St. Pölten den grünen Ring der 200 Bäume, Sträucher und Blumen rund um

die Altstadt umfasst. Asphaltierter Verkehrsraum weicht freundlichen und versickerungsoffenen

Belägen, die Aufenthaltsqualität steigt dadurch.

Wo Parkplätze weichen entsteht Platz für Menschen und Aufenthalt. Best Practice Beispiele

dafür sind der Promenadenring in St. Pölten, der Nibelungenplatz in Tulln, die

Thaliastraße und die Neubaugasse in Wien, sowie der Praterstern. Dort wurden multifunktionelle

Freiräume geschaffen, bei denen Begrünung, Regenwasser Management,

Biodiversität, soziale Nutzung und Mobilität gemeinsam bedacht wurden. Es gibt dort zB

Trinkbrunnen, Sprühregenanlagen, beschattete Sitzplätze…

Grüngürtelerhalt und Begrünung ist effektiver Klimaschutz und schützt Menschen

vor urbaner Überhitzung.

Meteorologen sagen, dass Kaltluftschneisen immens wichtig sind zur Abkühlung der

Städte, sie dürfen nicht verbaut werden, damit die Kaltluft nicht abgeschwächt, abgebremst

oder blockiert wird.

Wichtig ist Beschattung von mehr Flächen im öffentlichen Raum, an Bushaltestellen und

Kreuzungen für Fußgänger und Radfahrende, auf Rad- und Gehwegen.

Um die Oberflächentemperaturen

zu senken,

geht es um Entsiegelung

und neue Straßen- und

Wegbeläge. Durch helle,

offenporige Asphalte

können die Oberflächentemperaturen

um 10 – 15

Grad gesenkt werden.

Gesundheitliche Aspekte

Tage mit über 30 Grad und Nachttemperaturen von mehr als 20 Grad bedeuten eine große

gesundheitliche Belastung. Es kommt zu aktuellen Schwächeanfällen, Atembeschwerden,

Gereiztheit, erhöhte Aggression.

Diese Hitzeextreme beeinträchtigen alle, betreffen jedoch va. vulnerable Gruppen, wie

Menschen hohen Alters, Schwangere, Babys, Kinder und Personen mit chronischen Erkrankungen

und Vorbelastungen ganz besonders.

Aufenthalt in kühlen Räumen ist für viele Menschen bei großer Hitze schwer möglich.

Davon betroffen bzw. benachteiligt sind sozial schwächere Mitbürger:innen, Arbeitslose,

Alleinerziehende, Kranke und Menschen mit geringem Einkommen.

Plätze zur Kühlung für alle zu schaffen, ist die Verantwortung der Stadtregierung.

Rede gekürzt, in voller Länge hier

Quelle: VCÖ Magazin 2025-02

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Jetzt sofort:

Tempo 30 auf der Nibelungenbrücke!

Die Politik, allen voran Verkehrslandesrat

Steinkellner

und Verkehrsstadtrat Hajart,

haben einen sicheren Radweg

auf die Nibelungenbrücke donauaufwärts

im Frühjahr 2025

– nach nur 18 Tagen – wieder

beseitigt. Radfahrer sind nun

wieder einer Doppelbedrohung

ausgesetzt: von links (Kfz

bzw. v.a. Lkws) und rechts (unvorhersehbares

Ausweichen

der Fußgänger auf den Radweg).

Tonnenschwere Lkws

haben außerdem eine ausgeprägte

Sogwirkung, die auch

schon bei Tempo 50 sehr stark

wirkt. Gerade die Kombination

aus viel zu geringer Breite

des Radfahrstreifens, dem

fehlenden Sicherheitsstreifen

zur rechten Fahrspur und der

Fremdeinwirkung durch Fehlverhalten

von Fußgängern erzeugt

die permanente Gefahr,

auf die Fahrbahn zu stürzen.

Schwere Unfälle sind die Folge.

Eine Maßnahme kann und

muss jetzt sofort gesetzt werden:

Tempo 30 auf der Nibe-

Nibelungenbrücke - Gefahrenquelle für RadfahrerInnen

lungenbrücke! Damit erfolgt

eine Halbierung des Anhalteweges

der Kfz auf dem rechten

Fahrstreifen gegenüber Tempo 50, für den Fall, dass der Radfahrer/die Radfahrerin auf die

Straße stürzt. Die Gefahr schwerer Unfallfolgen wird dadurch deutlich reduziert. Tempo 30

ist das Mindeste. Das kostet nichts und kann sofort umgesetzt werden. Und wäre ein Zeichen,

dass auch Gesundheit und Sicherheit von RadfahrerInnen für die politisch Verantwortlichen

eine Rolle spielen.

Darüber hinaus muss die Wiedererrichtung des (bereits umgesetzten) oberwasserseitigen

Radweges in die Wege geleitet werden. Dafür braucht es eine bessere Ampelschaltung

beim Brückenkopf Süd sowie einige andere leicht umzusetzende Maßnahmen (z.B. Aufruf

zum Bilden von Fahrgemeinschaften, Verbot für Lkw-Durchzugsverkehr). Sichere Radwege

über die Nibelungenbrücke sind keine Raketenwissenschaft, etwas weniger Dilettantismus

würde freilich guttun.


Endlich Stromanschlüsse an den

Schiffanlegestellen!

Doch wo bleibt die ordnungsgemäße Entsorgung der Fäkalien

der Kreuzfahrtsschiffe?

Eine wohltuende Erleichterung stellen die neuen Stromanschlüsse an den Schiffsanlegestellen

in Linz an der Donau dar. Einige Berichte im SOLINZ über diese Belästigung von

Schiffsmotoren hat es schon gedauert, bis nächtliche Ruhe und Beendigung des Abgasgestanks

nach Jahren eingekehrt ist.

Dass ein lästiges Problem nach langer Zeit beseitigt worden ist, bedeutet noch lange

nicht, dass ein weiteres nicht noch zum Himmel stinkt! Wo bitte werden zwischen Passau

und Bratislava die Fäkalien der dutzenden Kreuzfahrtschiffe gesetzeskonform entsorgt?

Auch in Linz ist dafür noch keinerlei Nachweis erbracht worden. Ausgenommen ein

zufälliges Bild in den Medien (>LINK ZUM VIDEO), welches klar und deutlich macht: Am

billigsten ist das Ablassen von Schiffsfäkalien noch immer in die Donau. Dorthin, wo viele

Menschen baden gehen und im heißen Sommer Abkühlung suchen. Ob diese illegalen Abwässer

in die Donau auch alle Badenden erfreuen, möchte ich bezweifeln. Die abwasserproduzierenden

TouristInnen erfreuen sich an Österreich, an Linz, der schönen Natur und (zumeist)

an der Freundlichkeit der Menschen.

So möchten wir in aller Freundlichkeit die

Linzer Stadtoberen dringlich bitten, doch

gefälligst an allen Schiffsanlegestellen dafür

zu sorgen, dass alle Abwässer von den Schiffen

auch in Linz von der LINZ AG sauber und

ordnungsgemäß entsorgt werden.

Wenn es etwas kostet, so soll die Lebensund

Wasserqualität der Donau den Touristen

und SchiffbetreiberInnen etwas wert

sein. Oder?

Rudolf Schober

Diese Aufnahmen beim Lentos in Linz

sorgten im vergangenen Jahr für Aufregung

Zum Video

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Verkehr entsteht, wo etwas verkehrt steht

411 Erdumrundungen pro Tag

Sechs Milliarden Pkw-Kilometer jährlich – oder 411 Erdumrundungen pro

Tag – legen die ÖsterreicherInnen für ihren Einkauf zurück. Wege, die sie

bei einer nachhaltigeren Siedlungsstruktur zu 90 Prozent zu Fuß oder per

Fahrrad absolvieren könnten. Linz und sein Umland ist ein Paradebeispiel.

PlusCity - über 5000 Parkplätze

Österreich hat von allen EU-Staaten die meisten Autobahn- und Schnellstraßenkilometer

pro Kopf. Dazu passend verfügt Österreich auch mit Abstand über die meiste

Verkaufsfläche pro Kopf. Und noch schlimmer: 51 Prozent davon finden sich in nicht-integrierter

Lage, also irgendwo auf der grünen Wiese oder an einer Autobahnabfahrt, fernab

von Kunden und Lieferanten. Das lässt sich auch in der Umgebung von Linz im großen Stil

feststellen: PlusCity in Pasching, UNO-City in Leonding, Haid-Center in Ansfelden, Frun-

Park in Asten ließen riesige Betonwüsten auf fruchtbaren landwirtschaftlichen Böden für die

Einkaufszentren und Parkplätze entstehen. Zuletzt wurde die Verkaufsfläche der PlusCity um

20.000 m 2 und um ein Parkhaus für 2.135 Stellplätze erweitert. Über 5.000 Parkplätze gibt

es nun.

Allein im Einzelhandel warten österreichweit drei Millionen Pkw-Stellplätze auf Besucher,

statistisch gesehen gibt es für jeden Haushalt mit Auto auch einen eigenen Einkaufspark-

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platz. Wenig überraschend haben die ÖsterreicherInnen auch einen Spitzenwert bei den

Wegen für ihre Besorgungen: sechs Milliarden Pkw-Kilometer sind es jährlich – oder 411

Erdumrundungen pro Tag. Und das für Wege, die sie bei einer nachhaltigeren Siedlungsstruktur

zu 90 Prozent auch zu Fuß oder per Fahrrad zurücklegen könnten.

„Stadt der kurzen Wege“ in Paris

Solche Konzepte gibt es bereits, z.B. die „Stadt der kurzen Wege“, in der alle wesentlichen

Erledigungen im Alltag fußläufig in einer Viertelstunde zurückgelegt werden können.

In Paris etwa werden Radwege und autofreie Zonen ausgebaut und Raum für Nahversorgung

im Lebensmittelhandel, soziale Infrastruktur, Kultur und Gastronomie für kleine, lokale

Anbieter geschaffen.

In Linz dagegen wird vor allem der Bau und Ausbau von Megastraßenprojekten vorangetrieben.

Der autobahnähnliche Ausbau der B139 und die geplante A26-Autobahn dienen

Parkplatzwüste

bei Haid Center

und Ikea in

Ansfelden

nicht zuletzt der leichteren Autoanbindung der großen Einkaufszenten in Leonding, Pasching

und Ansfelden. Mit der Schaffung von neuem Parkraum wird auch neuer Autoverkehr

angelockt. 1000 neue Parkplätze sind in Ansfelden für die IKEA-Erweiterung geplant,

per zu errichtendem Autobahnknoten erreichbar. Verkehr entsteht, wo etwas verkehrt steht.

Statt neue Megastraße zu bauen und Einkauftempel weiter wuchern zu lassen, wäre es an

der Zeit, die Raumplanung und Regionalpolitik dafür zu nutzen, dass das, was wir brauchen,

wieder näher zu den Menschen rückt.

Etwas mehr Paris täte uns in dieser Hinsicht gut.

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Flughafen Linz-Hörsching schließen!

Flughafen Linz-Hörsching: Steuergeld für die Upperclass

Es wäre überlegenswert, den Flughafen in Hörsching für den zivilen Passagierverkehr

vollkommen zu schließen. Kurzstreckenflüge, die von Österreich

ausgehen, können schon jetzt zu 80 Prozent durch die Bahn ersetzt werden.

Der Flughafen Linz-Hörsching ist seit fünf Jahren in der Verlustzone. Die Eigentümer

– die Stadt Linz und das Land Oberösterreich – haben eine Finanzspritze von 8 Millionen

Euro für den Linzer Flughafen beschlossen. 4 Millionen zahlt das Land und 4 Millionen

die Stadt. Der SteuerzahlerInnen subventionieren damit eine Mobilitätsform, die

nach wie vor eher die Uperclass bewegt. Laut aktuellstem Mikrozensus der Statistik Austria

aus dem Jahr 2023 gaben 67 Prozent der Bevölkerung an, in den vergangenen zwölf

Monaten keine Flugreise gemacht zu haben, weitere 18 Prozent nur eine Flugreise, während

sieben Prozent der Bevölkerung mehr als dreimal mit dem Flugzeug reisten. Die

Klimabilanz des Flugverkehrs ist extrem negativ: Laut Umweltbundesamt verursacht auf

der Kurz- und Mittelstrecke ein Flug rund 27 Mal so viel CO 2

pro Personenkilometer wie

die Reise mit der Bahn. Das Verbrennen von Kerosin verursacht neben Treibhausgasen

auch Schadstoffe. Vor allem im Umfeld großer Flughäfen erhöht der Flugverkehr die

gesundheitsschädliche Belastung mit Ultra-Feinstaub-Partikel (UFP), wie eine im Vorjahr

publizierte Studie des renommierten niederländischen Instituts CE Delft zeigt.

Kurzstreckenflüge machen einen erheblichen Anteil der Flugbewegungen aus. Am Flughafen

Wien-Schwechat sind ca. ein Drittel aller Flüge unter 800 km, ein weiteres Drittel zwischen

800 und 1000 Kilometer. Auch beim Flughafen Linz-Hörsching dürfte der Anteil der

Kurzstreckenflüge unter 800 Kilometer zwischen 30 und 40 Prozent liegen, die Flüge gehen

vor allem nach Frankfurt und Düsseldorf.

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Bahn statt Kurzstreckenflüge!

Greenpeace hat 2021 aufgezeigt, dass rund 80 Prozent der von Österreich ausgehend

Kurzstreckenflüge schon jetzt durch die Bahn großteils ersetzbar sind: etwa nach Prag,

Budapest, München, Frankfurt, Düsseldorf, Berlin, Hamburg, Warschau, Zürich oder Venedig.

Sie sollen daher verboten werden, Hand in Hand mit massiven Investititionen

in Bahn. Greenpeace rechnet auch vor, welches klimapolitisches Potential das Verbot

von Kurzstreckenflüge europaweit hätte. Ein Ersatz aller Top-250-Kurzstreckenflüge

in Europa durch Züge würde eine jährliche CO 2

-Einsparung von rund 23,5 Millionen

Tonnen bringen. Das entspricht den jährlichen CO 2

-Emissionen von ganz Kroatien.

Im Juni 2025 wurde ein trauriger Rekord erreicht: Erstmals wurden über 24.000 Passagierflugzeuge

zeitgleich am Himmel gezählt. Im Durchschnitt starten und landen täglich

rund 100.000 kommerzielle Flüge. Wir brauchen eine Umkehr – dringend. Österreich

sollte mit dem Verbot von Kurzstreckenflügen vorausgehen. In Linz wäre es überlegenswert,

den Flughafen für den zivilen Passagierverkehr vollkommen zu schließen. Freilich

fällt das unmittelbar wenig ins Gewicht, es wäre aber ein wichtiges Signal, dass wir uns

diese klimapolitisch katastrophale Mobilität, die in erster Linie der Oberschicht nutzt,

nicht mehr leisten können und wollen.

Gerald Oberansmayr

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Mühlkreisbahn ...

und ewig grüßt das Murmeltier

Es ist schon verblüffend, mit welcher Regelmäßigkeit und Verlässlichkeit eine Diskussion

um die Mühlkreisbahn angestoßen und wiederholt wird.

Seit Jahrzehnten erleben wir das gleiche: irgendwo muss gespart werden, irgendwer

bringt die Mühlkreisbahn ins Spiel, dann wird wild diskutiert, Absichtserklärungen verabschiedet,

Verträge geschlossen und dann passiert (oft): nichts.

Obwohl: die Mühlkreisbahn fährt nach wie vor pünktlich und verlässlich, Instandsetzungsarbeiten

werden regelmäßig durchgeführt und in der Landesregierung und bei den ÖBB

gibt es nach wie vor verlässliche und visionäre Mühlkreisbahnfreunde.

Aber: nach wie vor gibt es in Linz eine neue Eisenbahnbrücke ohne Eisenbahngleise, gibt

es keine Verbindung zum Hauptbahnhof und nach wie vor ist der Bestand ab Aigen-Schlägl

nicht gesichert.

Das ist tragisch, denn eigentlich glaubten die betroffenen Mühlviertlerinnen und Mühlviertler,

dass der Erhalt und der Ausbau der Mühlkreisbahn in trockenen Tüchern ist. Offensichtlich

nicht. Es stellt sich also die Frage: Wieviel Verlass ist auf all diese Aussagen für die

Mühlkreisbahn der vergangenen Jahre und Jahrzehnte.

Seit langem setzen wir von der unabhängigen Initiative ZUGKUNFT Mühlkreisbahn uns

für die Regionalbahn von Aigen-Schlägl nach Linz ein, und unsere Forderungen sind so

aktuell wie eh und je.

Daher bitte liebe Verantwortungsträger, seid so nett, respektiert getroffene Vereinbarungen

und macht Nägel mit Köpfen, denn wir brauchen eine attraktive Bahn ab Aigen-Schlägl.

Ihre ZUGKUNFT Mühlkreisbahn

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Seit 60 Jahren versprochen und gebrochen - 2-gleisiger Ausbau der Summerauer-Bahn

Bahnlückenschluss und 2-gleisiger

Ausbau der Summerauer-Bahn

Ökologisch und ökonomisch ergänzend muss rasch eine 2-gleisige Eisenbahnlinie

Perg - Mauthausen - St. Georgen/Gusen (Anbindung an Summerauerbahn!) mitgeplant

und mit gebaut werden; der so genannte Bahnlückenschluss. Die Zeitdauer der

hierfür bereits bestehenden Flächenwidmung über Langenstein ist bereits legendär und

in Kurrentschrift nachzulesen. Der zusätzlich dringend notwendige 2-gleisige Ausbau der

Summerauerbahn wird seit rd. 60 Jahren versprochen und gebrochen (war auch mit dem

Ausbau der S10 akkordiert und politisch junktimiert!). Bei Umsetzung würde ein tolles direktes

BAHN-Sternnetz entstehen. (LINZ - Budweis - Prag; PERG – Mauthausen - Budweis

- Prag; Enns (Westbahn) – Mauthausen - Budweis - Prag; ...).

Auch das umweltvernichtende Ziel einer prekären Linzer Ostumfahrung samt Endlosdebatte

muss zu Gunsten des GÜTERBAHNverkehrs gestoppt werden. Was tun, wenn im

schlimmsten Falle, die Autobahnidee gewinnt und die S10 dann als höllische LKW-Transferstrecke

über Tschechien, Deutschland und Polen letztlich an die Ostsee im Norden und

an die Adria im Süden angebunden ist? PolitikerInnen! Auf die Verantwortungsgleise! Fertig

machen LOS!

Fritz Baumgartner, St. Georgen/Gusen

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Best practice

Ljubljana autofreie Innenstadt:

Grünste Hauptstadt Europas

Ljubljana ist die grünste Hauptstadt Europas, über 3.500 neue wurden Bäume

gepflanzt und es gelang die Innenstadt von Autos zu befreien. Die Hauptstadt

Sloweniens, begann vor nicht ganz 20 Jahren, ihr Zentrum ökologisch umzubauen,

was die Stadt zu einem sehr angenehmen Ort für Fußgänger und Radfahrer macht.

Seit über 10 Jahren ist das Zentrum der slowenischen Hauptstadt autofrei. Sogar die

Hauptverkehrsstraße wurde in einen shared space verwandelt. Die Umgestaltung ist

Teil einer größeren Initiative, den Verkehr in der Stadt zu beruhigen und die Luftqualität

zu verbessern. Hier sind einige Details zur autofreien Innenstadt von Ljubljana:

Einer der kostenlosen „Kavaliere“, der

ältere oder körperlich eingeschränkte

Menschen durch die Innenstadt kutschiert.

Die Innenstadt von Ljubljana, insbesondere

der Bereich um den zentralen Prešeren-Platz

und die Altstadt, ist weitgehend

autofrei. Die meisten Straßen in der Innenstadt

sind für den normalen Fahrzeugverkehr

komplett gesperrt, nur Lieferwägen,

Taxis, Notfalldienste, AnrainerInnen,

Öffentlicher Verkehr und RadfahrerInnen

dürfen hier fahren. Der gesamte autofreie

Bereich ist mit elektronisch verstellbaren

Pollern versehen, die den Lieferfahrzeugen

erlauben, die autofreien Zonen dank einer

Ausnahmeregelung in einem bestimmten

Zeitraum dennoch zu befahren.

Das macht die Umgebung viel ruhiger und sicherer für FußgängerInnen und RadfahrerInnen

und schuf Raum für Restaurants, Cafés und öffentliche Plätze. Öffentliche Verkehrsmittel

verbinden umliegende Gebiete und den äußeren Teil der Stadt mit dem Zentrum.

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Ljubljana

Zudem führte die Stadt für ältere Menschen oder für Menschen mit körperlicher Einschränkung

den kostenlosen Shuttleservice „Kavalier“ ein. Sechs elektrische Minibusse

kutschieren Personen auf Anfrage durch die ganze Innenstadt.

Mit der Umgestaltung zur autofreien Innenstadt hat Ljubljana auch ein großartiges

Netzwerk von über 300 km gepflegten Fahrradwegen und -streifen sowie Stellplätzen

geschaffen. Was nicht nur die Mobilität innerhalb der Stadt vereinfacht, sondern auch

die Luftqualität verbessert. Die Lärmemissionen sanken um 6 Dezibel. Diese nun grünere

und ruhigere Stadt ist ein tolles Beispiel dafür, wie Städte den Verkehr nachhaltig

gestalten können, um den Bedürfnissen der Menschen und der Umwelt gerecht zu

werden.

Die autofreie Innenstadt von Ljubljana ist ein echter Gewinn für die Stadt und ihre

Bewohner. Sie fördert eine nachhaltigere Mobilität und sorgt dafür, dass sich Menschen

und Radfahrer sicher

und entspannt in der

Stadt bewegen können.

Autofreie Altstadt von Ljubljana

Ein schönes Beispiel für

grünere und lebenswertere

Städte. Von diesen

Massnahmen könnten

sich einige österreichische

Städte eine Scheibe

abschneiden und wären

auch für diese ein Gewinn,

ein Mehr an Lebensqualität.

Eveline Steinbacher

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AK OÖ:Gesundheitsversorgung

in OÖ an der Kippe

Die jährlich von IFES im Auftrag der AK Oberösterreich durchgeführte Befragung

verdeutlicht: Die Zufriedenheit der PatientInnen mit unserem Gesundheitssystem

sinkt. Wartezeiten sind viel zu lang und Ärztinnen und

Ärzte haben, falls sie überhaupt verfügbar sind, immer weniger Zeit.

Aktuell seien nur mehr 44 Prozent der AK-Mitglieder in Oberösterreich mit dem Gesundheitssystem

zufrieden, das sind um drei Prozentpunkte weniger als im Vorjahr.

Dabei spielte Geld eine große Rolle: Jene, die sehr gut von ihrem Einkommen leben können,

sind doppelt so häufig zufrieden mit dem Gesundheitssystem (60 Prozent) als jene

Beschäftigten, bei denen das Einkommen eher oder gar nicht ausreicht (30 Prozent).

Ärmere sind deutlich unzufriedener

Sechs von zehn Befragten fühlen sich stark oder sehr stark durch langes Warten auf einen

Termin bei einem Facharzt bzw. einer Fachärztin für eine Untersuchung oder für eine Operation

belastet. 55 Prozent haben gar keinen Termin erhalten, weil keine neuen Patientinnen und

Patienten mehr aufgenommen werden. Sechs von zehn Befragten haben länger als zwei Monate

auf eine Operation gewartet, 45 Prozent sogar mehr als drei Monate. Besonders betroffen

von langen Wartezeiten sind Personen, deren Einkommen nicht ausreicht (73 Prozent).

Fast zwei Drittel der Befragten gaben an, dass die Behandlungsdauer bei ihrem letzten

Besuch in der Hausarztpraxis weniger als zehn Minuten betragen hatte. Bei knapp einem

Fünftel waren es sogar weniger als fünf Minuten.

Als Hauptgründe, warum keine Kassen-, sondern eine Wahl- oder Privatordination aufgesucht

wurde, werden sowohl terminliche als auch qualitative Faktoren genannt. 58 Prozent

der Befragten geben an, schneller einen Termin erhalten zu haben. 27 Prozent berichten,

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dass sie in einer Kassenordination keinen Termin bekommen haben. 44 Prozent nennen die

erwartete Behandlungsqualität und 28 Prozent die längere Behandlungszeit als Gründe.

Privatisierung verschärft Zwei-Klassen-Versorgung

Laut der Befragung der Arbeiterkammer Oberösterreich bringen die Privatisierungstendenzen

das Gleichgewicht des Gesundheitssystems ins Wanken und gehen auf Kosten der

Gesundheit jener Menschen, die sich Wahlärztinnen und Wahlärzte oder Zusatzversicherungen

nicht leisten können oder möchten. Demnach würden privaten Krankenversicherer zu

Systemgewinnern werden.

Die AK Oberösterreich sieht die Ursachen für die Verschlechterungen im Gesundheitssystem

ganz klar in politischen Fehlern. Die Kassenfusion hat sich als Marketinggag entpuppt, der den

Menschen teuer zu stehen kommt. Seither werden Patient:innen in private Finanzierungsformen

gedrängt. Bereits jetzt betragen die privaten Gesundheitsausgaben fast ein Viertel. Die

Arbeiterkammer fordert die Rücknahme der Leistungseinschränkungen in der Österreichischen

Grundheitskasse (ÖGK). Die Arbeitnehmer:innen müssen innerhalb der ÖGK wieder die klare

Mehrheit erhalten, um die Entscheidungsmacht den Versicherten zurückzugeben.

Geld für Rüstung

Doch die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) treibt mit einer Reihe von Maßnahmen

die Privatisierung weiter voran: Heuer werden die Selbstbehalt für „nicht kritische Krankentransporte“

und bei orthopädischen Maßnahmen und Genehmigungspflicht für MRT- und

CT-Untersuchungen eingeführt. Auch die e-Card wird empfindlich verteuert. Offizielle Begründung:

Eindämmung der galoppierenden Gesundheitskosten. Ein Blick auf die Statistik

aber zeigt: davon kann keine Rede sein. Die öffentlichen Gesundheitsausgaben sind in den

letzten Jahren erstaunlich konstant bei ca. 9 bis 9,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Inoffizielle

Begründung: Die Rüstungsausgaben müssen wachsen, bis Anfang der 30er Jahre

ist eine Verdoppelung des Militärbudgets geplant. Allein für Sky Shield und für Anschaffung

neuer Kampfbomber werden – mindestens – 12 Milliarden Euro veranschlagt. Wenn die

Ausgaben für das Töten so rapid steigen, muss bei den Ausgaben, die dem Leben und

seiner Gesunderhaltung dienen, halt entsprechend gespart werden.

Es liegt an uns, diesen Zynismus zu durchkreuzen.

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FPÖ, RFJ und Identitäre üben

rechten Schulterschluss

Der FPÖ Nationalrat Martin Graf beschwört im Vorwort und als Herausgeber der Publikation

„150 Jahre Burschenschaften in Österreich“ besondere Werte. Seine burschenschaftlichen

Werte „Ehre-Freiheit-Vaterland“ werden von Graf völkisch interpretiert. Besonders

ungustiös wird es, wenn er doziert, „demografische Daten lassen befürchten, dass die

deutschsprachige Bevölkerung in Österreich in wenigen Jahrzehnten zu einer Minderheit

werden könnte.“

Um seinen Werten in der Gesellschaft einen höheren Stellenwert zu erkämpfen, möchte

Graf vor allem Pädagogen, Philosophen, Historiker und Journalisten in sein völkisch, autoritäres

Gruselkabinett einbinden. Martin Graf betont in lobenden Worten die besondere Rolle

„des Ring Freiheitlicher Studenten, als das wesentliche Sprachrohr waffenstudentischen

Gedankengutes; auf unsere Sitten und Gebräuche mit der Mensur als stärkstes Symbol…“

Damit junge Menschen, vor allem junge Männer, neuerdings auch Frauen in die ideologischen

Tiefen des völkischen Herrenmenschentums reinschlittern können, bedienen sich

rechtsextreme Parteien wie die FPÖ ihrer Vorfeldorganisationen wie Burschenschaften und

ihrer Jugendorganisationen. Die personellen wie ideologischen Verbindungen zu befreundeten

Organisationen wie den Identitären („IBÖ“) sind stramm und fest! Deren Leiter Martin

Sellner ist sogar öffentlich und bei Vorträgen, wie in Potsdam oder per Video der festen

Meinung: „Remigration ist machbar“.

Der Vorsitzende der freiheitlichen Jugendorganisation OÖ Silvio Hemmelmayr ließ es

sich 2023 nicht entgehen, infolge einer Demonstration der Identitären „IBÖ“ in Wien, sich

öffentlich für einen rechten Schulterschluss auszusprechen.

Der derzeitige FPÖ Vorsitzende Herbert Kickl hat ebenfalls, aber schon 2016 beim rechtsextremen

Linzer Kongress „Verteidiger Europas“, vor Identitären referiert und dabei seine

Verbundenheit zum rechtsextremen Klientel demonstriert.

Schluss mit der Förderung des RFJ!

Mit viel Steuergeld, getarnt als Jugend oder Bildungsverein, arbeitet der Ring Freiheitlicher

Jugend (RFJ) dem vielfältigen Zweck zu, junge Menschen gegen Demokratie und

Weltoffenheit aufzuhetzen. Der RFJ wirbt offen für Veranstaltungen der Identitären IBÖ und

macht – ganz im Stil der Identitären – Stimmung für „Remigration“.

Unterstützt daher diese Petition

an die oö Landesregierung hier oder mit QR-Code

https://mein.aufstehn.at/petitions/schluss-mit-der-landesforderung-fur-den-rechtsextremen-rfj

Vom Land OÖ wird der RFJ dabei

generös mit jährlichen Subventionen

in Höhe von 75.000 Euro bedacht.

Damit muss Schluss sein. Unterstütze

daher die Petition „Schluss mit der

Förderung des RFJ!“

Rudolf Schober

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„DNA der Republik“

Welcher Ungeist in Teilen der Exekutive

herumspukt, hat sich am 27.

Juli bei der Gedenkstätte Peršmanhof in

Südkärnten gezeigt: Dort stürmten 30 Polizeibeamte,

manche von ihnen schwer bewaffnet,

mit Hundestaffel, Drohnen und

Hubschrauber ein Antifa-Camp des „Klubs

Slowenischer Studierender“.

Kundgebung am 7.8.2025 in Linz

Die Bezirkshauptmannschaft Völkermarkt und der Staatsschutz waren an der Razzia beteiligt.

Angeblicher Grund des Großeinsatzes: Verwaltungsübertretungen nach Campingverordnung

und Naturschutzrecht! Es hieß seitens der Einsatzleitung dann noch, das

antifaschistische Bildungscamp in der Gedenkstätte sei „sittenwidrig“ (!). Wegen diverser

Verwaltungsübertretungen wurden 62 Anzeigen und wegen Widerstand gegen die

Staatsgewalt zwei Anzeigen erstattet.

Am Peršmanhof hatte die SS kurz vor Kriegsende elf Zivilist:innen, alle aus den Familien

Sadovnik und Kogoj, ermordet. Die Gedenkstätte mit Museum erinnert an die NS-Verbrechen

an den Kärntner Slowen:innen.

Am Tag davor fand in Wien eine Demonstration der rechtsextremen Identitären

statt. Auch hier griff die Exekutive ein, allerdings nicht, um den faschistischen Umzug zu

verhindern, sondern um ihn zu beschützen und antifaschistische Gegendemonstrat:innen

aus dem Weg zu räumen und amtszubehandeln. Rund 200 von ihnen wurden angezeigt,

über 50 wurden festgenommen.

Colette M. Schmidt empört sich im Standard über die Vorgehensweise der Polizei und

erinnert zu Recht an die österreichische Verfassung: „Antifaschismus ist ein im Staatsvertrag

festgeschriebener Teil der DNA dieser Republik.“ (Der Standard, 28.7.2025) Sie vergisst

allerdings darauf hinzuweisen, wie die Machteliten mit dieser „DNA der Republik“ umgehen:

Die Regierung Vranitzky ließ 1990 etliche Artikel des Staatsvertrags für „obsolet“

erklären, darunter das Verbot für Nazis, im Bundesheer zu dienen, und das militärische Kooperationsverbot

mit Deutschland. Der damalige ÖVP-Klubobmann Andreas Khol meinte

damals geringschätzig, dass der Staatsvertrag ein „anbetungswürdiges Tabernakel der Verehrung"

sei, das keinerlei inhaltliche Aktualität mehr besitze*). Wohl weil die Machthaber

– schon Anfang der 90er Jahre – sehr genau wussten, dass diese „DNA der Republik“ dem

Mitmarschieren in einem von Deutschland geführten Großeuropa im Weg steht. Das wird

nun immer offensichtlicher.

Die Geschehnisse im kärntnerischen Peršmanhof und in den Straßen von Wien Ende Juli

mahnen uns einmal mehr, dass wir die antifaschistische „DNA der Republik“ von den vielen

verteidigen müssen. Umso erfreulicher, dass in Klagenfurt, Wien und Linz Solidaritätskundgebungen

für den Peršmanhof stattfanden. In Linz versammelten sich am 7. August 200

Menschen am Martin-Luther-Platz, um gegen den skandalösen Sturm der Polizei auf das

Antifa-Camp in der Gedenkstätte zu demonstrieren (sh. Foto).

*) https://www.klahrgesellschaft.at/Referate/Hautmann_Graz05.html?utm_source=chatgpt.com

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Gaza:

Die Motoren für den Völkermord

kommen aus Österreich

Am 22.8.2025 in der Früh kletterten AktivistInnen auf das Dach der Rotax-Werke in Gunskirchen

bei Wels, um gegen die Lieferung von Drohnenmotoren durch die Firma BRP

Rotax an israelische Rüstungsfirmen zu protestieren. Zugleich wurde gewaltfrei der Eingang

blockiert und fand eine Protestkundgebung von FriedensaktivistInnen vor der Firma statt. Gefordert

wird der sofortige Stopp von Österreichs Komplizenschaft beim Völkermord in Gaza.

Israel hat mit seinem Krieg bereits 64.000 PalästinenserInnen getötet, die überwiegende

Mehrzahl Frauen und Kinder. Das renommierte Journal für Allgemeinmedizin „The Lancet“

rechnet mit dem drei- bis 15-fachen (!) dieser Zahl, die durch die Zerstörung der humanitären

Infrastrukturen, Ausbreitung von Krankheiten und Seuchen, Hunger usw. ums Leben

kommen. Die weltweit führende Vereinigung von Völkermordforscherinnen und -forschern,

die International Association of Genocide Scholars (IAGS), sieht die rechtlichen Kriterien für

einen Genozid durch Israel im Gazastreifen als erfüllt an.

Israel verwendet eine ganze Flotte hochentwickelter militärischer Drohnen, unter anderem

IAI Heron TP, Heron MK II, Elbit Systems Hermes 900. Diese Drohnen werden zur Überwachung,

als Offensivwaffen und für gezielte Morde eingesetzt. In all diesen Drohnentypen

werden Motoren von Rotax eingesetzt, hergestellt hier in Österreich. Mit diesen Rüstungsgeschäften

verletzt Österreich das Völkerrecht, das Kriegsvölkerrecht und die Verpflichtungen,

die der Republik aus der immerwährenden Neutralität erwachsen.

Francesca Albanese, die Sonderberichterstatterin der UNO, warnt, dass „Führungskräfte

und auch Unternehmen für ihr Wissen über und ihre materielle Mitwirkung an Verbrechen

zur Verantwortung gezogen werden.“ Dadurch dass sie den Export von Rotax-Drohnenmotoren

nicht unterbindet, macht sich die österreichische Regierung der Mittäterschaft beim

Völkermord in Gaza schuldig. Diese Exporte müssen sofort gestoppt werden, jeglicher Rüstungskooperation

mit Israel muss sofort beendet werden. Eine entsprechende Klage (>

LINK) wurde eingereicht.

Unterschreibt gegen die Rüstungsgeschäfte mit Israel

Kommt zur Groß-Demonstration für Palästina am 20.9. nach Wien!

Video von der Aktion am 22.8. in Gunskirchen Erklärung der AktivistInnen

Der Tod fliegt mit österreichischen Motoren

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Film

Salam – Schalom

- Frieden

Am 8. August zeigten die Solidarwerkstatt

Österreich und Pax Christi OÖ im Linzer Moviemento den Film „Salam – Shalom

– Frieden“ der österreichischen Filmemacherin Barbara Amusthefi (sh. Foto). Der Film

thematisiert nicht nur die erniedrigende Behandlung der PalästinenserInnen im Westjordanland

durch die israelische Besatzungsmacht, er macht auch Hoffnung und Mut, indem er

die Arbeit der Friedensbewegung in dem Land zeigt. Zu Wort kommen Vertreterinnen der

israelischen Friedensgruppe „Women wage Peace“ und ihres palästinensischen Pendants

„Women of the Sun“, die sich gemeinsam für ein Ende der Besatzung und für einen gerechten

Frieden engagieren.

Trauermarsch für Palästina

Beeindruckende

Manifestation

am 29. August

in Linz

Am 29.8.2025 fand in Linz ein beeindruckender Trauermarsch für Palästina statt.

Stumm, nur begleitet von einer monotonen Trommel, angeführt von Frauen, die

symbolisch ihre Kinder zu Grabe trugen, zogen 150 Menschen durch die Landstraße, um

auf den Völkermord in Gaza aufmerksam zu machen. Sprüche wie „Bombing kids is not self

defence!“, „Stop the genozid!“ und „From the river to the sea all people will be free!“ waren

auf Transparenten und Tafeln

zu lesen. Zum Abschluss wurden

am Hauptplatz bewegende Reden

gehalten, zahlreiche TeilnehmerInnen

ergriffen spontan das Mikrophon,

um ihrer Trauer, aber auch

ihrer Wut über das Morden und die

Mittäterschaft der österreichischen

Regierung Luft zu machen.

Video vom Trauermarsch

Zum Video

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Stopp EU-Mercosur-Freihandelsabkommen

VOLKSABSTIMMUNG !

Parlamentarische

Bürgerinitiative

der

Solidarwerkstatt

Österreich

Nähere Infos und

unterschreiben

hier:

www.solidarwerkstatt.at

Parlamentarische Bürgerinitiative UNTERSCHREIBEN!

Weitersagen!

Das EU-Mercosur Freihandelsabkommen…

… heizt die Abholzung des Regenwaldes an. Der Export von Rindfleisch, Zuckerrohr,

Soja, biogene Treibstoffen usw. bedroht riesige Flächen im Amazonas. Der Regenwald ist

aber die grüne Lunge der Welt, unentbehrlich für Klimaschutz und Artenvielfalt und damit

für unser aller Überleben.

… gefährdet unsere regionale Landwirtschaft, viele (klein-)bäuerliche Existenzen und

unsere Ernährungssouveränität. Billigexporte landwirtschaftlicher Güter aus den Mercosur-Staaten

setzen europäische Bäuerinnen und Bauern einem unfairen Wettbewerb aus.

Pestizidexporte der agrochemischen Industrie, die in der EU nicht mehr zugelassen sind,

vergiften dort die Arbeitenden, bedrohen Böden und Gewässer und landen über den Export

von Nahrungs- und Futtermitteln wieder auf unseren Tellern.

… unterläuft eine umweltfreundliche Mobilitätswende. Angekurbelt wird der Export

von Verbrenner-Autos aus Europa nach Südamerika und der Import von Rohstoffen für die

Autoindustrie, die unter katastrophalen sozialen und ökologischen Bedingungen in den

Mercosur-Staaten abgebaut werden. Der Warentransport zwischen den Kontinenten über

tausende Kilometer heizt dem Klima zusätzlich ein.

.... verschärft die Ausbeutung des globalen Südens. Neokoloniale Handelsbeziehungen

höhlen Menschen- und ArbeitnehmerInnenrechte, Verbraucherschutz und Tierwohl

aus. Davon profitieren nur die großen Konzerne, insbesondere das Agrobusiness, die Chemie-

und Autoindustrie.

Deswegen müssen wir das EU-Mercosur-Abkommen stoppen! Die EU-Kommission

will dieses Abkommen so rasch wie möglich in Kraft treten lassen. Um das Mitspracherecht

der nationalen Parlamente zu umgehen, soll das Abkommen in einen Freihandels- und politischen

Teil aufgespalten werden. Wir müssen uns gegen diesen undemokratischen Verfahrenstrick

wehren. Wir fordern deshalb vom österreichischen Parlament eine VOLKSAB-

STIMMUNG über das EU-Mercosur-Abkommen!

Unterschriftenliste hier herunterladen oder bestellen bei: office@solidarwerkstatt.at

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MILITÄR. MACHT. KRIEG

Wem nützt die EU-HOCHRÜSTUNG?

Und was können wir dagegen tun?

Vortrag und Diskussion mit Jürgen Wagner

(Informationsstelle Militarisierung, Tübingen)

Mit ihrem „Re-Arm-Europe-Programm“ kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der

Leyen eine „Ära der Aufrüstung“ an. Mindestens 800 Milliarden will die EU in den nächsten

Jahren zusätzlich für die Rüstung mobilisieren. Für Militärausgaben gibt es faktisch keine

Grenzen mehr, während bei Sozialem, Bildung, Klima- und Umweltschutz an allen Ecken und

Enden gespart wird. Die Rüstungsmilliarden von heute sind die Kriege von morgen. Faustrecht

und Konfrontation verdrängen Völkerrecht und Kooperation. Wie wird unsere Gesellschaft auf

Aufrüstung und Krieg eingestimmt und welche Interessen stehen dahinter? Vor allem: Wie kann

die Friedensbewegung dem Rad der Militarisierung in die Speichen greifen?

Jürgen Wagner, ist Aktivist und Experte der Informationsstelle Militarisierung

in Tübingen und beschäftigt sich schon viele Jahre mit der

Militarisierung der EU.

Innsbruck: Mo, 13.10.2025, 18:30h, Il Corvo, Mozartstraße 12

Graz: Di, 14.10.2025, 19h, Albrechtgasse 6 a (Bernadinsaal)

Linz: Mi, 15.10.2025, 19h, Jugendzentrum Stuwe, Steingasse 5

Wien: Do, 16.10.2025, 19h, Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien

Veranstalter: Frauen für den Frieden OÖ, Solidarwerkstatt Österreich, Palästina Solidarität Tirol,

Steirische Friedensplattform, Pax Christi Steiermark u.a.

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RHEINMETALL RAUS!

EU-Hochrüstung ist neutralitätswidrig!

Rüstungskonversion statt -produktion!

Prostest-Aktion von Solidarwerkstatt

Österreich und anderen friedens- und neutralitätsorientierten

Organisationen

Do, 18.09.2025025

> 16h Hauptplatz, Schwanenstadt

> Marsch zum Rheinmetall-Werk

> 17h Abschlusskundgebung 4690 Kaufing

Kontakt: office@solidarwerkstatt.at

SOLiNZ - wir über uns

SOLiNZ – Solidarisches Linz – ist das Online-Medium

der Solidarwerkstatt-Kommunalgruppe

Linz. Wir verstehen uns als Nachbarschaftszeitung

in mehrfacher Hinsicht: Unser Schwerpunkt liegt auf Linz und seinen Nachbargemeinden;

auch Nachbarschaftsthemen – was tut sich im Grätzel? – wollen wir ein großes Augenmerk

schenken; und wir wollen gute Nachbarschaft fördern – im Sinne von Zusammenstehen und

gemeinsam Handeln statt sich auseinander dividieren zu lassen. Wir wollen dazu ermutigen,

solidarisch für eine soziale und ökologische Stadtentwicklung, für Demokratie und Selbstbestimmung

aktiv zu werden. Dabei ist es unser Anspruch, mehr als eine Zeitung zum Lesen zu

sein, indem wir Text, Video und Audio miteinander verknüpfen.

Wir sind von Parteien und Konzernen unabhängig. Aber wir sind abhängig davon, dass

Menschen mithelfen, SOLiNZ zu gestalten und zu verbreiten. Wenn auch du dazu Lust

hast, schau bei unseren 14-tägigen Kommunalgruppen-Treffen vorbei oder schick uns

deine Ideen!

KONTAKT:

Solidarwerkstatt-Büro, Waltherstraße 15, 4020 Linz, T 0732 77 10 94 od. 0664 15 40 742.

office@solidarwerkstatt.at, www.solidarwerkstatt.at, www.facebook.com/solidarwerkstatt

Wir freuen uns auch über finanzielle Unterstützung für unser Zeitungsprojekt SOLiNZ:

Raiffeisenbank Perg, IBAN: AT42 3477 7000 06274146, BIC: RZOO AT2L 777. Vielen Dank!

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