Genusspunkt – das ePaper Sept./Okt. 2025
Ein Magazin wie ein Degustationsmenü: pointiert, sinnlich, überraschend. Hier blätterst du durch visionäre Genusskultur, eindrucksvolles Design und Gedanken, die nachwirken. Neugier ist angerichtet.
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SEPT/OKT 2025
€ 10,–
HERAUSGEBERBRIEF
WARUM
AUS LIEBE ZUM HANDWERK
Wir backen mit
Begeisterung.
WIR DIESE
AUSGABE
GEMACHT
HABEN?
WEIL SCHÖNHEIT IN DER GASTRONOMIE MEHR IST ALS
DEKORATION – SIE IST HALTUNG.
Weit über hundert Jahre ist es her, dass in der Backstube meiner
Urgroßeltern die ersten Brot laibe über den Ladentisch gingen.
An den Zutaten von Haubis hat sich bis heute nichts geändert: regionale
Rohstoffe, handwerkliches Können, Liebe zur Tradition und Lust an der
Innovation. Aus Petzenkirchen bringen wir Freude ins Körberl. Von Apetlon
bis Zürs. Und immer ofenfrisch.
Ihr Anton Haubenberger
Bei uns liegt Genuss in der Familie. Seit fünf Generationen.
www.haubis.at
In einer Branche, die tagtäglich Emotionen weckt,
reicht gutes Handwerk längst nicht mehr aus. Es
geht um das große Ganze: um Räume, die berühren.
Um Erlebnisse, die wirken. Und um Entscheidungen,
die zählen – auch für morgen.
Diese Ausgabe von Genusspunkt widmen wir daher
den schönen Dingen, die mehr können. Von floraler
Inszenierung bis nachhaltiger Reinigung, von sinnstiftender
Tischkultur bis visionärem Hoteldesign.
Wir zeigen, wie Ästhetik, Verantwortung und Innovation
Hand in Hand gehen – und was passiert, wenn
Kreativität auf Haltung trifft.
Ihr lernt Projekte kennen, die bewegen: wie Tafel
Österreich täglich Zeichen setzt. Wie nachhaltige
Hotels Zukunft konkret leben. Und wie internationale
Konzepte – von floralen Kunstwerken bis Eco-
Hospitality – inspirieren können, ohne den Blick fürs
Wesentliche zu verlieren.
Zwischen Design und Denkanstoß findet ihr wie
immer: Persönlichkeiten mit Haltung, Tools mit
Potenzial und Ideen mit Wirkung. Für alle, die mehr
wollen als gut – sondern gut mit Bedeutung.
Denn Genuss ist nicht nur ein Ziel. Sondern ein
Ausgangspunkt. Ein Genusspunkt.
Danke, dass ihr wieder mit uns geht – auf diesem
Weg zwischen Schönheit und Substanz.
Eure
Alexandra Gorsche & Heimo Jessenko
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 3
TASTE INDEX – DAS ANDERE
INHALTSVERZEICHNIS
Weil Kulinarik nicht bei der Vorspeise beginnt
und Innovation nicht im Fließtext endet. Dieses
Magazin ist kein Buffet, es ist ein Tasting-Menü.
Jede Seite ein Gang, jeder Artikel eine Zutat mit
Haltung. Willkommen im Inhaltsverzeichnis, das
nicht aufzählt – sondern Appetit macht.
STARTERS
S. 3 HERAUSGEBERBRIEF
Ein persönlicher Gruß zum Aufbrechen
alter Denkmuster und Entdecken neuer
Perspektiven
S. 4-5 TASTE INDEX
Unser Inhaltsverzeichnis.
Aber ohne Inhaltslosigkeit.
S. 2 / 13 / 26-27 / 35 / 43 / 57 / 58-59 / 69 / 71 / 101 / 109 /
115 / 117 / 121 / 143 / 144-145 / 151 / 159 / 160ff / 167 / 168
VISUELLE EINSCHÜBE
Zwischenrufe mit Haltung, Perspektive
und Inspiration
S. 6-7 / 36-37 / 72-73 / 110-111 / 136-137 / 158
QUOTE BREAKS
Gedankensnacks von Eckart Witzigmann
bis Virginia Woolf.
THE VISION PLATE
S. 8-12 DER HOAGIE
Wir servieren dir alte Gerichte, neue
Geschichten: Die Legenden hinter den
Klassikern.
S. 14-25 WÜRZE, WIRKUNG, WANDEL
Wie Gewürze die vegane Küche veredeln.
S. 28-34 BITES & PIECES
Von italienisch bis würzig: Genussprodukte,
die Eindruck machen.
S. 38-49 NO ALCOHOL PLEASE!
Weniger Alkohol, mehr Geschmack,
maximale Relevanz.
S. 50-56 VERLOREN. VERGESSEN. VERLIEBT.
Unbekannte Rebsorten, die es wert sind,
entdeckt zu werden.
S. 60-70 LEICHT. FRISCH. ERNSTZUNEHMEN.
Warum „leichte Weine“ so richtig Sinn
machen – mit drei starken Beispielen aus
Österreich.
S. 74-87 WEGWEISER IN EINE NEUE ÄRA
Fünf Innovationen, die Nachhaltigkeit in
Hotellerie und Gastronomie neu denken.
S. 88-108 NEUSTARTS MIT STRAHLKRAFT
Vier Reopenings prägen Österreichs
Hospitality-Szene.
S. 112-120 FANTASIE TRIFFT GASTLICHKEIT
Ein kunstvoll gedeckter Tisch erzählt
mehr als das Menü.
S. 122-127 LEINEN LOS
Fein gewebt, lokal produziert und stilvoll
inszeniert: Tischwäsche aus Österreich
erlebt ein Revival.
S. 128-135 EDITORS CHOICE: DESIGN DARLINGS
Ob ikonischer Tisch, skulpturales Porzellan
oder Lichtobjekt mit Street-Art-Charakter.
S. 138-142 IM RAMPENLICHT ODER
IN DER FALLE?
Was ein TV-Auftritt für Gastronom:innen
wirklich bedeutet – und wie du dich
davor schützt, zur Panne auf Sendung
zu werden.
S. 146-150 GADGET-CHECK
Wie Espresso wie an der Bar – 18 bar,
13.500 mAh, heizt & brüht auf Knopfdruck.
Perfekt für Chalet, Glamping & mobile
Set-ups.
S. 152-157 BRAIN FOOD
Inspirierende Kochbücher, spannende
Gastro-Stories und motivierende Lektüre.
S. 166 IMPRESSUM + QR TO CONNECT
Wer wir sind. Und wie du uns findest.
IN DER
MITTE MAGIE
4 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 5
Gastronomie ist nicht das, was auf dem
Teller liegt. Sondern das, was zwischen
Menschen entsteht.
Eckart Witzigmann
6 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 7
BACK TO
THE BITE
Der
HOAGIE
Alte Gerichte, neue Geschichten: Wir servieren dir
die Legenden hinter den Klassikern. Wo kommen
sie her? Was steckt dahinter?
„Back to the Bite“ erzählt die Geschichten hinter
dem Geschmack – authentisch, überraschend und
immer mit einem Blick auf das Heute. Auf ikonische
Gerichte, vergessene Klassiker und kulinarische
Legenden, dieses Mal im Fokus:
Der Hoagie
Autor: Alexandra Gorsche
Fotos: Freepik; Pixabay
Ein Sandwich mit Werftgeschichte
– und Kultstatus
Kaum ein Sandwich ist so tief in der amerikanischen
Alltagskultur verankert wie der Hoagie. Außen knusprig,
innen soft, gefüllt mit einer ordentlichen Portion
Fleisch, Käse, Salat und Dressing – ein echter Klassi-
ker der Deli-Kultur. Doch was heute an jeder Ecke
der US-Ostküste über die Theke wandert, begann
einst ganz bodenständig: auf einer Schiffswerft
in Philadelphia.
8 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 9
OAGIE ?
Woher kommt der Name
„Hoagie“?
Der Begriff „Hoagie“ geht auf Arbeiter der Hog
Island Werft in Philadelphia zurück, die sich Anfang
des 20. Jahrhunderts lange Brötchen mit kaltem
Aufschnitt, Käse und Gemüse zur Arbeit mitbrachten.
Die „Hog Island Sandwiches“ wurden im Dialekt zu
„Hoggies“ und später zu Hoagies. Erste schriftliche
Erwähnungen finden sich um das Jahr 1928, besonders
in Zusammenhang mit italienischstämmigen
Deli-Betreibern in Philadelphia.
Was ist das Original?
Der klassische Hoagie besteht aus:
• einem langen italienischen Weißbrot
(ähnlich einem Baguette, aber weicher)
• Aufschnitt wie Salami, Schinken, Mortadella
• Provolone oder American Cheese
• Eisbergsalat, Tomaten, Zwiebeln, Peperoni,
Essig-Öl-Dressing
Die Besonderheit: Er wird nicht getoastet, sondern
kalt serviert – im Gegensatz zu seinem warmen
Cousin, dem Sub oder Grinder.
Wo ist der Hoagie heute zu
Hause?
P h i l a d e l p h i a
Italian SANDWICH
GRINDER PO‘BOY
SUBMARINE SANDWICH
HERO
Andere Namen, gleiche Liebe
Je nach Region heißt der Hoagie auch:
• Sub oder Submarine Sandwich (wegen der Form)
• Grinder
(vor allem in Neuengland, oft warm serviert)
• Hero (in New York City)
• Po‘boy (in Louisiana, dort meist mit frittierten
Füllungen)
• Italian Sandwich (in Maine)
Jeder Name steht für eine regionale Interpretation –
mal mit Fisch, mal mit frittiertem Chicken, mal
vegetarisch. Doch der Grundgedanke bleibt:
Ein tragbares, herzhaftes Mahl mit Charakter.
HOAGIE
10 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 11
Vor allem in Philadelphia und im weiteren Pennsylvania
gilt der Hoagie bis heute als kulinarisches
Heiligtum – 1992 wurde er sogar zum offiziellen
Sandwich der Stadt Philadelphia ernannt. Auch in
Teilen von New Jersey, Delaware und Maryland
hat er Kultstatus.
D e l i F i l l i n g s
BACK TO
THE BITE
Tradition trifft Zukunft: Der
Hoagie neu gedacht
Moderne Varianten
Heutzutage erlebt der Hoagie ein kleines Revival –
als Gourmet-Version mit hausgemachten Saucen,
als Veggie-Hoagie mit Grilled Veggies und Mozzarella,
oder als Fusion-Variante mit koreanischem
Bulgogi oder veganem Aufschnitt. In vielen amerikanischen
Metropolen gibt es wieder neue Sandwich-
Spots, die den Klassiker aufgreifen und modern
interpretieren.
Fun Fact
Der „Hoagie Day“ wird jedes Jahr im Rahmen
der „Wawa Welcome America“-Feierlichkeiten in
Philadelphia zelebriert – ein ganzer Tag zu Ehren
des ikonischen Sandwichs.
Dass der Hoagie auch 2025 noch relevant ist,
beweist das US-Unternehmen Prime Roots. Statt
Wurst und Schinken setzen sie auf pflanzenbasierte
Delikatessen auf Koji-Basis, die in Geschmack und
Textur klassischen Deli-Fillings verblüffend nahekommen
– nur eben ohne Fleisch.
In über 80 New Yorker Delis stehen mittlerweile
plant-based Hoagies auf der Karte – ein Zeichen
dafür, dass selbst traditionsreiche Klassiker Platz
in der modernen Foodkultur finden.
Trend-Spot:
Plant-based goes Deli
• Prime Roots macht den Hoagie vegan – mit
Geschmack, der überzeugt.
• Bereits in über 80 Delis in NYC erhältlich.
• Koji statt Käse, Kultur statt Kompromiss.
V e g a n
12 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
Die pflanzliche Küche ist längst mehr als ein Trend.
Sie ist ein Paradigmenwechsel, der auch die Welt der
Spitzengastronomie verändert. Doch während vegane
Proteinquellen wie Tofu, Tempeh oder Seitan in vielen
Küchen angekommen sind, bleibt eine Dimension oft
unterschätzt: das Potenzial von Gewürzen. Denn ohne
die Aromenträger der Natur bleiben viele Gerichte
flach. Erst durch gezielte Würze entstehen Tiefe,
Textur und Charakter.
„Würze verleiht Charakter statt Kopie“, bringt
es Christina Luger, Küchenchefin der Lounge 81
in Bad Gleichenberg, auf den Punkt. Und
Lukas M. Walchhofer, geschäftsführender Gesellschafter
von STAY SPICED!, ergänzt: „Gewürze
schaffen ein echtes Geschmackserlebnis: kreativ,
mutig, erinnerungswürdig.“
WÜRZE, WIRKUNG, WANDEL
WIE GEWÜRZE
DIE VEGANE KÜCHE
VEREDELN
Autor: Alexandra Gorsche
Statt auf Imitate zu setzen, lohnt sich in der pflanzlichen
Küche der Blick auf das, was echten Geschmack
formt: Gewürze. Sie bringen nicht nur Aroma, sondern
auch Struktur, Tiefe und Wiedererkennungswert –
unabhängig von der verwendeten Proteinquelle.
„Richtig eingesetzt, schaffen Gewürze ein Gesch-mackserlebnis,
das kreativ, mutig und erinnerungswürdig
ist“, sagt Lukas M. Walchhofer. Besonders spannend
wird es in Kombination mit flüssigen Komponenten
wie hochwertigen Essigen oder fermentierten Saucen.
Der große Vorteil: Gewürze brauchen keine industrielle
Verarbeitung – sie sind pur, ursprünglich und voller
Charakter. Und genau das schmeckt man.
Fotos: Freepik
14 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 15
WAS SIND
GEWÜRZE
EIGENTLICH?
Gewürze sind getrocknete Pflanzenteile wie Rinden
(Zimt), Wurzeln (Kurkuma), Knospen (Nelken), Samen
(Koriander), Früchte (Piment) oder Blätter (Lorbeer),
die Speisen aromatische Tiefe verleihen. Sie unterscheiden
sich deutlich von frischen Kräutern oder
anderen Würzmitteln wie Sojasauce, Miso oder
Edelhefeflocken.
UMAMI OHNE TIER – SO
FUNKTIONIERT’S
Tierische Produkte liefern traditionell viel Umami –
besonders gereifte Käsesorten, Fleisch oder Fisch
bringen von Natur aus diese vollmundige, runde Geschmackskomponente
mit. „In der pflanzlichen Küche
muss man das gezielt aufbauen“, erklärt Christina
Luger. „Auch Fett transportiert nicht nur Geschmack,
sondern sorgt für das richtige Mundgefühl. Fehlen
beide Elemente, kann ein Gericht schnell flach wirken.“
Die Herausforderung: mit pflanzlichen Zutaten
dieselbe Spannung, Fülle und Balance zu erzeugen.
„Das braucht vor allem Zeit und Erfahrung – aber ich
finde es unfassbar spannend. Je länger man sich
mit der veganen Küche beschäftigt, desto mehr entdeckt
man, was alles möglich ist.“ Der Beweis? Auch
pflanzlich lässt sich Umami eindrucksvoll inszenieren.
GEWÜRZMISCHUNG
ODER
WÜRZZUBEREITUNG?
• Gewürzmischung: besteht ausschließlich
aus Gewürzen und Kräutern
• Würzzubereitung: enthält mind. 60 %
Gewürze & Kräuter + Salz, Zucker, Algen etc.
Pascal Haag, Rezeptentwickler und Autor, weist
darauf hin: „Der Einsatz von Gewürzen entscheidet
darüber, ob ein Gericht zur Erinnerung wird.“
„Würze braucht kein Imitat. Mit Sumach,
Rauchsalz oder Tamarinde können vegane Gerichte
eine ganz eigene Geschichte erzählen.
Und: Textur ist das neue Umami.“
Christina Luger, Lounge 81
WÜRZ-DATING FÜR
TOFU & TEMPEH
Luger empfiehlt: „Tempeh liebt süß-scharfe Aromen:
Chili, Limette, Dattelsirup, etwas Zimt. Tofu braucht
Ansprache: Marinaden aus Soja, Sesamöl, Ingwer,
Rauchpaprika und Zitronengras. Seitan mag kräftige,
herzhafte Mischungen: Senfsaat, Bockshornklee,
Rauchsalz, Wacholder.“
Produkttipp: Tofu Yakitori von STAY SPICED!
Walchhofer empfiehlt: „Tofu Yakitori harmoniert
hervorragend mit allen pflanzlichen Proteinen. Sie
bringt Würze, Tiefe und asiatisch inspirierte Noten –
sowohl zum Marinieren als auch zum Nachwürzen.“
TOP-ZUTATEN
FÜR VEGANES UMAMI:
• Shiitake (getrocknet oder frisch)
• Miso, Sojasauce, fermentierter Knoblauch
• Tomatenpulver, Zwiebel- & Selleriepulver
• Algen, Hefeflocken, Sumach
• Würzmischungen wie „Golden Umami“ oder
„Tofu Yakitori“
„Unsere Mischung Golden Umami bringt Bockshornklee,
Kurkuma und Asant zusammen – mit einem
Hauch Schärfe. Ideal für Bowls oder Wokgerichte“,
so Walchhofer.
16 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 17
TEXTUR: DAS OFT
VERGESSENE
GESCHMACKSELEMENT
Würze ist nicht nur Geschmack, sondern auch Haptik.
Grobe Mischungen mit gerösteten Gewürzen, Samen
oder Flocken bringen Crunch und machen aus
Bowls oder Cremes kulinarische Highlights. „Grobe
Mischungen wie unsere Crusty Crust bringen Crunch,
Charakter und visuelle Highlights – und machen aus
simplen Toppings echte Statements. Tomatenflocken,
gerösteter Sesam, Ahornzucker oder
geröstete Fenchelsaaten sind tolle Ergänzungen –
solo oder simpel kombiniert“, verrät Walchhofer.
Christina Luger empfiehlt Dukkah, Za‘atar oder
Shichimi Togarashi: „Sie erzeugen Spannung und
heben einfache Zutaten auf ein neues Level.“
PRODUKTTIPP:
Schwarz, würzig, überraschend gut
Kala Namak – das vegane Schwarze Gold
der Aromaküche
Wenn Rauch auf Umami trifft und sich Schwefelnoten
plötzlich in cremige Rührei-Illusionen verwandeln,
dann ist Kala Namak im Spiel. Das indische
Schwarzsalz zählt zu den spannendsten Würzmitteln
der veganen Küche – und ist jetzt in feinster Qualität
bei Kotányi Gourmet erhältlich.
Mit seiner charakteristischen Note, die an gekochte
Eier erinnert, sorgt das neue „Kala Namak fein“ für
Tiefe, Komplexität und überraschende Geschmacksmomente
– ideal für Tofu Scramble, vegane
Mayonnaise, Haferspeisen oder pflanzliche Aufstriche.
Auch in Currys, Chutneys oder Raitas entfaltet
das vulkanisch geprägte Steinsalz sein volles
Potenzial.
CHRISTINA LUGER,
LOUNGE 81
Chef de Cuisine & Aromakünstlerin im Lounge 81,
Bad Gleichenberg
Seit Mai 2010
ist Luger Küchenchefin im renommier-
ten Restaurant Lounge 81– bekannt für kreative,
saisonale Gerichte und moderne Aromenkombinationen.
Sie entwickelt täglich neue Menüs mit Fokus
auf regionale Qualitätsprodukte sowie außergewöhnliche
Geschmackskompositionen. Dabei setzt
sie in der veganen Küche auf Gewürze wie Sumach,
Tamarinde, Rauchsalz und fermentierte Aromen –
um pflanzliche Gerichte mit Tiefe, Spannung und
Textur zu prägen. Ihr Credo: „Würze verleiht Charak-
ter statt Kopie“ – und macht aus einfachen Gemüse-
variationen unvergessliche Signature-Dishes.
NEUE STARS IN
DER VEGANEN
GEWÜRZKÜCHE
Neben Klassikern wie Kurkuma und Kreuzkümmel
gewinnen aktuell folgende Gewürze an Bedeutung:
• Sumach: fruchtig-sauer, ideal für Ofengemüse
• Piment: ersetzt Zimt, Muskat & Co.
• Kala Namak (Schwarzsalz): verleiht Tofu-Rührei
oder Mayo eine eierähnliche Note
• Tamarinde: säuerlich-tief, perfekt zu Linsen oder
Schokolade
• Weinraute: zitronig-bitter, für fermentierte
Saucen oder pflanzliches Joghurt
Unser Tipp für Küchenprofis: Sparsam dosieren,
gezielt einsetzen – und neugierige Gäste begeistern.
Denn „Kala Namak fein“ ist kein Alltagsgewürz,
sondern ein aromatischer Akzent, der kreative
Gerichte veredelt und neue Dimensionen der
pflanzlichen Küche eröffnet.
Kotànyi Gourmet bietet Kala Namak in nachhaltigen
rePET-Dosen (C&C erhältlich). www.kotanyi.com
18 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 19
BUCHTIPP:
SPICE UP
VON PASCAL HAAG
Mehr als 80 vegane Rezepte, zahlreiche Infos zu
Gewürzen, Einkauf, Lagerung und Kombination.
Mit Fotografien von Bettina Ehrismann.
Spice Up
Vegane & würzige Rezepte mit Aromen aus aller
Welt
Autor: Pascal Haag
Verlag: AT Verlag
Umfang: 232 Seiten
ISBN: 978-3-03902-258-8
Preis: € 39,–
Pascal Haag
spice
up
Vegane & würzige Rezepte
mit Aromen aus aller Welt
PASCAL HAAG
Koch, Rezeptentwickler, Autor und Experte für
vegane Küche
Pascal Haag arbeitete unter anderem im legendären
Hiltl in Zürich, dem ältesten vegetarischen Restaurant
der Welt, wo er als Rezeptentwickler u. a. das
bekannte Hiltl Tatar mitprägte. Seit 2014 unterstützt
er Betriebe bei der Umsetzung pflanzlicher Konzepte
und schult Küchen-Teams im Umgang mit veganer
Küche. Sein Credo: „Vegan ist kein Ersatz, sondern
eine eigenständige, kreative und genussvolle Welt.“
2025 erschien sein erstes eigenes Kochbuch
„Spice Up“, AT Verlag, über die Kunst des Würzens.
Fotos: Bettina Ehrismann & Corinne Zeltner (nom-nom). Buch-Illustrationen: Pia Hönger
20 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 21
„Würze ist kein Ersatz –
sie ist Identität! “
Lukas M. Walchhofer, STAY SPICED!
AUS DER PRAXIS FÜR DIE
PRAXIS: BEISPIELE FÜR
DIE KARTE
• Gefüllte Zwiebel auf Rote-Rüben-Carpaccio
• Paprika-Shiso-Tofu-Röllchen mit Golden Umami
• Pastinake-Lauch-Liebstöckel-Creme mit
Sumach-Topping
• Sellerie-Dome mit Trüffel und Rauchsalz
PAIRINGS & PRAXISTIPPS:
UNERWARTET, ABER
WIRKUNGSVOLL
• Fenchel & Himbeere
• Kürbis, schwarzer Kaffee & Ras el Hanout
• Sellerie & Tonkabohne
• Sauerkraut & Muskat/Wacholder
• Miso & rosa Pfeffer
ZUKUNFT DER VEGANEN
WÜRZE: FERMENTATION,
SCHÄRFE & REGIONALITÄT
Ob fermentierte Chiliöle, Rhabarber-Kimchi oder
Liebstöckel-Pasten: Die Zukunft liegt im Spiel mit
Komplexität, alten Techniken und regionalen
Aromaspendern.
„Fermentation bringt Tiefe, Regionalität bringt
Seele. Und richtig eingesetzte Schärfe bringt
Spannung – nicht Aggression“, so Luger.
UNSER FAZIT FÜR
DIE ZUKUNFT:
Ein aktueller Blick auf den Markt zeigt klar: es lohnt
sich, sich jetzt intensiv mit veganer Küche und
Gewürzkompetenz auseinanderzusetzen. Laut
Statista-Studie aus 2021 ernähren sich bereits 3,2 %
der europäischen Bevölkerung vegan, das entspricht
rund 2,6 Millionen Menschen – Tendenz steigend.
Hört sich nach wenig an, eröffnet aber neue Möglichkeiten.
Dazu gesellt sich ein Markt, dessen Bedeutung
rasant wächst: von 2018 bis 2020 stiegen die
europäischen Plant Based Lebensmittelumsätze
um 22 %, in Österreich allein um 57 %. Das belegt,
dass sich vegane Küche längst im Alltag etabliert
hat – und nicht mehr nur ein Nischendasein fristet.
Wer sich heute bewusst, tiefgehend und kreativ mit
pflanzlicher Würze auseinandersetzt, richtet sich
nicht nur an Veganer:innen – er spricht alle bewussten
Genießer:innen an. Eine solche Küche vereinfacht
Arbeitsprozesse (weniger Ersatzprodukte,
mehr Aroma aus dem Regal), biete mehr Vielfalt
und erreicht Gäste genauso wie Mitarbeiter:innen,
die immer öfter auch außerhalb von Vegan-Trends
Qualität, Aromen und Nachhaltigkeit erwarten.
„Wir servieren Karotten-Takoyaki. Die Basis ist
simpel – Karottenstückchen in glutenfreiem Teig.
Das Besondere sind vegane Bonito-Flocken aus
getrocknetem Shiitake, Nori, Rauchpaprika und
Rauchsalz. Diese Mischung macht das Gericht
unverwechselbar“, so Luger.
22 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 23
Interview
LUKAS M. WALCHHOFER
Gelernter Koch, Unternehmer, erster Mitarbeiter und geschäftsführender
Gesellschafter von STAY SPICED !
Walchhofer stieß 2005 als erster Mitarbeiter zur Gewürzmanufaktur SPICEWORLD.
Nach seinem MSc-Abschluss übernahm er 2018 gemeinsam mit Helmut Gstöhl
selbst Anteile am Unternehmen und wurde geschäftsführender Gesellschafter. Ein
Jahr später, 2019, entstand unter seiner Führung die Marke STAY SPICED!, die sich
seither als Premium-Gewürzmarke mit klarer Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und
Qualität etabliert hat. Heute verantwortet der gelernte Koch als CEO ein Sortiment
von rund 160 Reingewürzen und 365 Mischungen für den HORECA- und Endkundenbereich
sowie ein Team von 35 Mitarbeiter:innen. Sein Fokus liegt auf direkten
Lieferantenbeziehungen, CO2-neutraler Produktion und recycelbaren Verpackungen
– denn für Walchhofer gilt: „Nachhaltigkeit ist Teil unserer DNA.“
DIE STILLE REVOLUTION
DER AROMEN
Ob im Fine Dining oder in der schnellen Bowl-Küche:
Wer pflanzenbasiert kocht, braucht mehr als
nur Ersatzprodukte. Im Interview erklärt Lukas M.
Walchhofer, geschäftsführender Gesellschafter von
STAY SPICED!, warum Gewürze echte Tiefe schaffen,
welche Mischungen die Profis lieben – und wie man
mit Sumach, fermentiertem Knoblauch und Crunch
zum Signature Dish kommt.
Du arbeitest tagtäglich mit Aromen. Was ist für
dich die größte Herausforderung, wenn tierische
Produkte – vor allem Fette, Eiweißträger oder
Umami-Komponenten – wegfallen?
Zum Glück bietet uns die Natur eine unglaubliche
Vielfalt an Zutaten, mit denen wir den Umami-
Geschmack ganz natürlich aufbauen können. Gemüse-
und Obstpulver wie Tomate, Zwiebel, Knoblauch,
Sellerie oder Zitronensaft enthalten von Natur aus
Glutaminsäuren – also so etwas wie ein natürliches
MSG (Mononatriumglutamat), das den Eigengeschmack
verstärkt und Tiefe ins Gericht bringt. Auch
Shiitakepilze, Miso, Sojasauce oder Algenblätter
sind hervorragende pflanzliche Quellen. Die Herausforderung
liegt dabei oft nicht in der Intensität –
sondern darin, Tiefe, Länge und Balance ins Gericht
zu bringen.
Was viele nicht wissen: Nahezu alle unsere Gewürze
sind vegan – ganz ohne künstliche Zusätze oder
versteckte Inhaltsstoffe. Ausnahmen sind lediglich
einige wenige Mischungen wie unsere Hühnersuppe,
Rindssuppe oder der Sugo Cremoso mit Parmesan.
Alle anderen Mischungen sind die perfekte Wahl
für pflanzliche Gerichte – ob Alltagsküche oder Fine
Dining.
In der veganen Küche spielt der dritte
Geschmack, also Umami, eine riesige Rolle. Mit
welchen Gewürzen oder Mischungen kann man
das gezielt aufbauen?
Neben den Klassikern wie Tomaten-, Zwiebel- oder
Selleriepulver liefern auch Schabzigerklee, Sumach,
Shiitake oder Estragon intensive Noten. Unsere
Mischung S! STAY SPICED! UMAMI ist ein echter Allrounder
für pflanzliche Gerichte. Wer es spannend
und nordafrikanisch angehaucht mag, greift zu Golden
Umami – mit Bockshornklee, Kurkuma, Asant und
einem Hauch Schärfe. Auch geräucherte Paprika oder
fermentierter Knoblauch bringen Tiefe ins Gericht.
Gibt es ein unterschätztes Gewürz, das du für
die vegane Küche absolut empfehlen würdest –
und warum?
Grundsätzlich gilt: Gewürze gehören in jede Küche –
egal ob vegan oder nicht. Wer sich traut, sie kreativ
einzusetzen, kann selbst einfache Gerichte zu einem
Highlight machen, das in Erinnerung bleibt.
Aber ja, ich habe zwei:
Sumach – für mich einer der unterschätztesten
Alleskönner: fruchtig-säuerlich, frisch, leicht adstringierend.
Er bringt Tiefe und Frische in pflanzliche Gerichte
und liefert sanfte Säure, wo sonst oft Zitrone
verwendet wird. Ein echter Gamechanger für Bowls,
Dressings oder Ofengemüse.
Piment – mein absolutes Lieblingsgewürz. Es kann
bis zu fünf andere ersetzen: Zimt, Muskat, Nelke,
Sternanis und Pfeffer. Richtig dosiert, liefert es eine
kraftvolle, warme Basis für Saucen, Marinaden, Gemüse
oder Schmorgerichte.
Welche Mischungen oder Einzelgewürze sind
besonders beliebt?
Umami – sind bei Profis echte Dauerbrenner. Als Einzelgewürz
sind Tomatenflocken besonders gefragt:
1 kg Flocken entspricht ca. 13,9 kg frischen Tomaten.
Sie bringen puren Tomatengeschmack, sind wasserlöslich
und eignen sich ideal für Dressings, Saucen
oder als knackiges Topping.
Gibt es ein einfaches Gericht, das mit der
richtigen Würze zum Signature Dish wurde?
Unser Bruschetta-Olive-Dip ist ein Klassiker: 1 Teil
Bruschetta-Olive-Gewürz, 1 Teil warmes Wasser (zur
Geschmacksaktivierung), 1/2 Teil Olivenöl – fertig! Perfekt
für Bruschetta, Risotto, Pasta, Flammkuchen oder
sommerliche Dressings. Ein Highlight: Roland Trettls
Signature Dish mit gefüllten, panierten und frittierten
Oliven, Avocado und geschmorter Spitzpaprika – alles
auf Basis dieser Mischung.
Wohin entwickelt sich für dich die pflanzliche
Küche in Sachen Würze? Mehr Regionalität,
mehr Fermentation, mehr Schärfe?
Alle drei – aber Fermentation wird die Küche künftig
noch stärker prägen: Sie bringt Spannung, Tiefe und
Individualität. Schärfe ist nicht aggressiv, sondern
vielschichtig und fein dosiert. Und Regionalität? Die
zeigt sich bei Gewürzen über Geschichten, Herkunft
und persönliche Beziehungen – genau das leben wir
bei STAY SPICED!.
Welche Gewürze harmonieren besonders gut
mit fermentierten Zutaten wie Kimchi, Miso
oder Sauerkraut – ohne dass das Ganze
„drüber“ wirkt?
Knoblauch – mein täglicher Begleiter. Er verstärkt
den Charakter fermentierter Zutaten und ergänzt sie,
ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
Wie kann man über Gewürze gezielt Textur ins
Spiel bringen – z. B. durch Crunch, Harznoten
oder Röstaromen?
Crunch gelingt z. B. mit Gewürzmischungen im Tapiokateig
oder als Finish nach dem Frittieren. Harzige
Noten liefern Rosmarin oder unsere Fichtengewürze
mit waldigem Charakter. Röstaromen entstehen
durch gerösteten Sesam, Fenchel oder Koriander –
wie in unserer Salty Bowl-Mischung, die sich perfekt
als Topping für Bowls eignet.
24 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 25
„Fuck d…. Greens!“
HERBEUS – NUR EIN PAAR GRAMM, ABER WELTEN DAZWISCHEN
Gegründet 2017, hat sich Herbeus Greens von einem
kleinen StartUp mit einer klaren Vision zum größten
Micro Greens Produzenten österreichweit etabliert.
Am Anfang ist ein Körnchen. Kaum sichtbar, kaum
zu fassen – und doch voller Möglichkeiten. Bei
Herbeus Greens wird aus diesem Körnchen ein Band.
Es spannt sich vom Ursprung in der Vertical Indoor
Farm am Standtrand von Wien über die Hände der
Köche bis zu den Gästen, die in einem stillen
Moment verstehen, was Vollendung bedeutet.
Sie wachsen auf 100% Natur, jedoch nicht auf Erde.
Sie kommen lebendig an. Und sie stehen nicht am
Rand des Tellers, sondern im Zentrum der Aufmerksamkeit.
Chef Greens. Der Name dahinter:
Herbeus Greens.
In der Produktionshalle zu Beginn des Marchfeldes
herrscht Stille. Das Licht ist weich, die Luft stabil
temperiert. Hier wächst, was später in Österreichs
bester Gastronomie auf den Tellern landet:
Radieschen-Kresse, Erbse, Shiso, Tagetes, Fenchel,
Koriander, Kapuzinerkresse. Ein Spektrum an
Aromen, Farben und Texturen.
„Uns interessiert nicht die Quantität“, heißt es bei
Herbeus. „Uns interessiert die Konsequenz.“ Gemeint
ist nicht nur die Overnight-Frischelogistik, sondern
auch die Haltung: Chef Greens sind kein später
Einfall, keine Garnitur. Sie sind Sensorikträger,
Texturgeber, Teil einer kulinarischen Choreografie.
Vertical Indoor Farming macht das möglich. Es
schont Ressourcen, vermeidet Wetterrisiken und
garantiert eine gleichbleibende Qualität. Vor allem
aber: Es bleibt regional. Österreich ist nicht Kulisse,
sondern Ursprung. Von hier aus wandert das Band
weiter in die Hände der Köche. Dort, wo Arbeit zur
Inszenierung wird. Wo Präzision und Kreativität eine
Bühne formen, auf der kein Detail zufällig ist. Chef
Greens sind auf dieser Bühne kein Schmuck am
Rand. Sie sind Signatur. Ein Blatt, ein Hauch, ein Biss
und der Teller bekommt Tiefe, Charakter, Haltung.
In vielen Betrieben, von der Naturküche bis zur
experimentellen Avantgarde, wird mit Greens von
Herbeus nicht dekoriert, sondern komponiert. Das
Versprechen an die Gastronomie: absolute Verlässlichkeit.
Gleichbleibende Qualität. Ganzjährig verfügbar.
Ein Dialog auf Augenhöhe, kein Kataloggeschäft.
Viele Partnerschaften beginnen mit einem Anruf
oder mit einem Besuch. Denn Herbeus versteht sich
nicht als Lieferant, sondern als Partner der Bühne
und Bruder im Geist.
Doch das Band endet nicht in der Küche. Es führt
bis dorthin, wo der Teller ankommt: beim Gast.
In diesem Moment wird aus Präzision Emotion.
Aus Haltung Genuss. Das Unsichtbare wird erfahrbar:
ein Geschmack, der nicht austauschbar ist, sondern
Herkunft trägt. Man schmeckt Regionalität nicht
als Begriff, sondern als Erfahrung. Kein anonymes
Importprodukt, sondern ein Stück Österreich,
gezüchtet mit Verantwortung, vollendet mit Hingabe.
„Die Gäste merken sofort: Das ist kein Standard.
Das ist etwas, das bleibt“, so die Stimme eines
bekannten Gastronomen.
Damit dieses Band nie reißt, braucht es Organisation.
Frische lässt sich nicht lagern, nur bewegen. Ein
wachsendes Netzwerk aus Großhändlern: Kröswang,
Metro, Transgourmet und viele mehr sorgen dafür,
dass die Greens schnell dort sind, wo sie gebraucht
werden. Vom Samen bis zum Pass vergehen keine
Umwege. Vor allem keine 1200km, wie aus Holland.
Herbeus Greens gibt der Gastronomie mehr als ein
Sortiment. Es gibt Verlässlichkeit, Offenheit und die
Möglichkeit, mit dem Grün zu gestalten, nicht nur zu
garnieren. Wer sich für Herbeus entscheidet, wählt
Regionalität mit Zukunft. Und Vertical Indoor Farming,
das Technologie und Natur versöhnt. Für ein Produkt,
das nicht Dekoration ist, sondern Signatur.
Und so spannt sich das Band von Neuem:
Vom Samen bis zum Blatt.
Vom Blatt bis zum Teller.
Vom Teller bis zum Gast.
Ein Kreislauf, der Perfektion nicht verspricht, sondern
sie möglich macht.
Das Band der Perfektion.
Von Österreich. Für die Bühne. Für den Genuss.
www.herbeusgreens.com
ADVERTORIAL
26 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 27
BITES & PIECES
GESCHMACK,
DER EINDRUCK
HINTERLÄSST
COTTAGE ROASTERS
Kaffee mit Charakter, Konzept und
Community-Faktor
Von kleinen Bohnen mit großer
Wirkung bis zu neuen Flaschen
mit Haltung: In dieser Rubrik
versammelt sich, was im kulinarischen
Kosmos Eindruck macht.
Ob Wein, Kaffee oder Designprodukt
– diese Neuentdeckungen
verbinden Geschmack mit Vision,
Qualität mit Haltung.
Autor: Alexandra Gorsche
Fotos: R.Schornboeck
Single Origin, eigene Röstung, exakte Extraktion –
was in Top-Gastronomie längst dazugehört, wird
bei Cottage Roasters zur Selbstverständlichkeit.
Der Standort? Der Gersthofer Markt in Wien. Das
Konzept? Spezialitätenkaffee mit Fokus auf Hausgemachtes,
klarer Herkunft und authentischer
Erzählung.
Mit ihrem SONNENGETROCKNETEN HEIRLOOM
»Sommaruga« liefern die Wiener ein Paradebeispiel:
100% Arabica aus Äthiopien mit floralen Noten von
Heidelbeere, Schokolade und Kirsche. Geröstet wird
mittel, serviert in der Black Eagle Maverick. Und das
mit Überzeugung: „Kaffee ist wie Wein – Herkunft,
Handwerk und Charakter entscheiden.“ Wer mehr
erfahren möchte, findet die ganze Story und ein
Interview mit Alexandra Gorsche auf der Website.
Mehr unter: www.cottageroasters.at
28 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 29
HIRSCHMUGL
Neue Flaschen, neues
Design–alter Charakter
Ein Weingut mit Haltung – und einem klaren Blick
in die Zukunft. Familie Hirschmugl zählt zu den
prägenden Bio-Betrieben Österreichs und hat nach
fast zwei Jahrzehnten ihre Flaschen und Etiketten
einem behutsamen, aber tiefgreifenden Relaunch
unterzogen.
Das Ergebnis: leichte, wiederbefüllbare Flaschen
„Made in Austria“, ein modernes Erscheinungsbild
mit klarer Formsprache und 100% heimischer
Produktion (inklusive Kapsel und Karton). Die Weine
bleiben, was sie sind: lebendige Persönlichkeiten mit
Herkunft, Spannung und kühler Eleganz.
Ein mutiger Schritt für mehr Nachhaltigkeit, ohne
den Ursprung aus dem Blick zu verlieren.
Mehr unter: wwww.hirschmugl-domaene.at
Ein Klassiker mit Twist – und zwei kleinen Überraschungen:
Zum Sommer bringt Jägermeister
ein limitiertes On-Pack in den Handel, das die
Community neugierig macht. Zur 0,7-Liter-Flasche
des ikonischen Kräuterlikörs gibt’s ab sofort zwei
Mini-Meister (0,02 L) der neuen Sorte Jägermeister
ORANGE gratis dazu. Frisch, frech – und nur solange
der Vorrat reicht.
Was drinsteckt? Sonnengereifte sizilianische Orangen
und Mandarinen treffen auf die berühmte Kräuterbasis
mit 56+ Ingredienzien. Das Besondere: Das
ätherische Orangenöl wird besonders schonend verarbeitet,
damit Fruchtigkeit, Frische und die typisch
sanfte Bitternote optimal zur Geltung kommen. Produziert
wird in Wolfenbüttel, getrunken wird eiskalt
bei -18 °C – wie es sich für echte Shots gehört.
Perfekt für: Rooftop-Partys, Events mit Bar-Service,
trendige Hotelbars oder als Special beim Late-Night-
Check-in.
Mehr unter: www.jaegermeister.com
JÄGERMEISTER ORANGE
Wenn der Sommer nach
Sizilien schmeckt
Fotos: MastJaegermeisterSE
30 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 31
NOAN SICILIAN CHERRY
TOMATO SAUCE
Sonnengereifte Kirschtomaten
mit Sinn
TOMATO
ONION BURGER BUN VON
VANDEMOORTELE
To-Go mit Geschmacksvorsprung
Aromatisch, würzig und ready to go: Mit dem Onion
Burger Bun bringt Vandemoortele unter der Marke
Banquet d’Or ein Burgerbrötchen auf den Markt, das
Convenience und Qualität geschmackvoll verbindet.
Rund 6 % Röstzwiebeln sind bereits in den Teig eingearbeitet
– das spart Zeit beim Belegen und bringt
gleichzeitig intensives Aroma ins Spiel.
Ob für Brunch, Snack oder Dinner: Burger sind und
bleiben ein Topseller. Der neue Bun ist bereits fertig
gebacken, vorgeschnitten, vegan und bleibt nach
dem Auftauen 24 Stunden frisch – ein echtes
Added-Value-Produkt für den Außer-Haus-Markt.
Das Topping aus weißem und schwarzem Sesam,
Knoblauch und Zwiebelflocken rundet das
Geschmackserlebnis ab und macht den Bun optisch
wie sensorisch zum perfekten Träger für hochwertige
Burger-Kreationen.
Mediterraner Genuss trifft soziales Engagement –
mit der neuen Sicilian Cherry Tomato Sauce bringt
NOAN italienische Leichtigkeit ins Glas. Die Basis:
handverlesene Bio-Kirschtomaten aus Sortino auf
Sizilien, veredelt mit Meersalz und frischem Basilikum.
Das Ergebnis: eine aromatische Sauce, die pur
schmeckt, aber auch als Pasta-Begleiter oder Basis
für kreative Gerichte überzeugt.
Ideal für alle, die Burger mit Biss servieren wollen –
ohne viel Aufwand.
Mehr unter: www.vandemoortele.com
Hergestellt von einem sizilianischen Familienbetrieb
mit Liebe zum Detail, steht das Produkt exemplarisch
für NOANs Werte: biologische Landwirtschaft,
hochwertige Zutaten und soziale Verantwortung.
Denn wie alle NOAN-Produkte unterstützt auch diese
Sauce Bildungsprojekte weltweit – bislang wurden
über 438.000 Euro gespendet.
Gut zu wissen: Gemeinsam mit Oleologe Duccio
Morozzo della Rocca hat NOAN vier einfache Rezeptideen
für zu Hause entwickelt – für unkomplizierten
Italienurlaub auf dem Teller. Auch als stilvolles
Geschenk im NOAN-Geschenkset erhältlich.
Mehr unter: www.noan.org
32 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 33
VILOCELLO: Handgemachter
Zitruslikör aus Niederösterreich
Von der Amalfi-Küste direkt ins Glas
PROFIS FÜR DIE
ALLERBESTEN
Zwei Sorten, ein Versprechen: Mit Vilocello Zitrone
und Vilocello Orange bringen drei Freunde aus Niederösterreich
die Aromen des Südens in Bioqualität
auf den Punkt – handgemacht, regional abgefüllt
und mit internationalem Anspruch. Die Zitronen
stammen aus Amalfi, die Orangen aus Sizilien,
beide in Demeter-Qualität und direkt von kleinen
Produzent:innen bezogen.
Seit 2022 produziert Vilocello Spirituosen in sorgfältiger
Handarbeit feinste Zitrusliköre, die nicht nur
pur, sondern auch als Spritz- oder Signature-Drink
überzeugen. Der bisher größte Ritterschlag:
95 Falstaff-Punkte, Sieger Zitruslikör,
Platz 3 gesamt.
Das Sortiment reicht von eleganten 0,2-l-Flaschen
bis hin zum Spritz-Paket – ideal für Sommertage,
Hotellerie-Inszenierungen oder als besondere
Aufmerksamkeit für Gäste.
Mediterrane Frische, österreichisch veredelt – für
alle, die echte Zitrusliebe im Glas suchen.
Transgourmet Cook -
Österreichs führender
Premium-Foodservice-Partner
für die Besten der Besten.
Don‘t dream it. Cook it.
Mehr unter: www.vilocello.at
34 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
cook.transgourmet.at
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 35
Man kann nicht gut denken,
gut lieben, gut schlafen, wenn man
nicht gut gegessen hat.
Virginia Woolf
Fermentation als Zukunftsformel
Warum No & Low die aufregendste Getränkekategorie der Zukunft ist
Werner Retter, Pionier der Wildfrucht-Fermentation,
beweist mit seinen Shrubs, Oxymels und bald auch
Kombuchas, wie viel Kraft in alten Techniken steckt.
In seiner Bio-Manufaktur entstehen konzentrierte
Essenzen, die ohne künstliche Zusätze auskommen und
in der gehobenen Gastronomie neue Akzente setzen.
Besonders die Shrubs überzeugen durch ihre intensive
Aromatik und eignen sich ideal als alkoholfreie Basis
für Aperitifs oder Signature-Drinks – nachhaltig, gesund
und geschmacklich einzigartig.
Weniger Alkohol, mehr Geschmack, maximale Relevanz: No & Low ist längst nicht mehr
der brave Kompromiss, sondern die spannendste Entwicklung auf der Getränkekarte. Von
fermentierten Superdrinks bis zu prickelnden Luxus-Alternativen – was hier entsteht, ist
ein neues Selbstverständnis von Genuss. Für die Gastronomie bedeutet das: neue Zielgruppen,
neue Wertschöpfung, neue Möglichkeiten.
Autor: Alexandra Gorsche
Neue Selbstverständlichkeit
statt Verzichtsangebot
No & Low Alcohol ist kein temporärer Hype, sondern
Ausdruck eines gesamtgesellschaftlichen Wandels.
Immer mehr Konsument:innen suchen nach Alternativen,
die leicht, verträglich und dennoch geschmacklich
komplex sind. Der aktuelle Report „No/
Low 2024“ von IWSR zeigt: Alkoholreduzierte Weine
verzeichnen international ein starkes Wachstum
– insbesondere in Märkten wie Deutschland, Großbritannien
und den USA. Doch der Geschmack bleibt
entscheidend: Die größte Herausforderung bleibt,
den vollen Genuss zu bieten – mit oder ohne Alkohol.
Genusspunkt präsentiert ein sorgfältig kuratiertes
Update der spannendsten No & Low Innovationen –
von fermentierten High-End-Drinks bis zu visionären
Konzepten aus der Spitzengastronomie.
38 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 39
Neue Vielfalt auf der Karte
Auch das Traditionshaus INTERSPAR zeigt mit seiner
weinwelt-Initiative, wie alkoholfreier Genuss professionell
inszeniert werden kann. Von alkoholfreiem
Rosé der Jungwinzerin Benita Sophie Rosé bis zu
charakterstarken Varianten wie dem Krispel Zero
Weiß wird deutlich: Die Branche reagiert. Besonders
hervorzuheben ist die kluge Kombination aus Sensorik,
Markenpräsentation und wirtschaftlicher Relevanz.
Sichtbarkeit in den Regalen und auf der Karte
entscheidet – ebenso wie der Geschmack.
Wie Genussformate den Zeitgeist treffen:
„Viermal im Jahr entführt das INTERSPAR
weinwelt Magazin unsere Leserinnen und
Leser in die genussvolle Welt von Wein,
Champagner, edlen Spirituosen und feiner
Kulinarik. Aktuelle Trends, spannende
Geschichten und inspirierende Inhalte machen
jede Ausgabe zu einem besonderen Erlebnis.
Mit dem neuen, modernen Design ist es uns
gelungen, die Freude am Genuss noch
eindrucksvoller zu vermitteln.“
Mag. Johannes Holzleitner, INTERSPAR
Österreich-Geschäftsführer
Mittlerweile nicht nur im Sortiment, sondern auch
im eigenen INTERSPAR Magazin angekommen:
eine kuratierte Auswahl an no alcohol Weinen.
„Guter Wein muss atmen – gutes Design auch.
Nach diesem Prinzip wurde das INTERSPAR
weinwelt Magazin ebenso wie weitere weinwelt-
Medien, etwa der INTERSPAR weinwelt Bestseller,
neugestaltet. Die frische Optik sorgt für
Leichtigkeit – auch zwischen den Zeilen.“
Michael Stebegg, Kreativgeschäftsführer
Die Goldkinder
Aromaspiel mit Haltung –
ein Weißwein, der neue
Maßstäbe setzt
Mit dem Allacher All Zero White 2024 zeigt Muskat
Ottonel sein fruchtigstes Gesicht – frisch, floral,
exotisch. Die vinifizierte Leichtigkeit überzeugt nicht
nur als Speisenbegleiter zu Fisch und Co., sondern
wurde auch mit Silber beim Austrian Zero Award
prämiert. Modern gekeltert, schonend entalkoholisiert
und geschmacklich überraschend vielschichtig.
Alkoholfrei, aber voller
Charakter
Mit dem Krispel Zero Alkoholfrei zeigt die Steiermark,
wie eleganter Weingenuss ohne Promille gelingt. Die
Cuvée aus Muskateller und Bouvier überzeugt mit
floralen Noten, feiner Frucht und einem ausgewogenen
Süße-Säure-Spiel – und passt damit perfekt in
eine Zeit, in der bewusster Konsum und kulinarischer
Anspruch kein Widerspruch mehr sind. Ideal als
Aperitif oder als Begleiter zu herzhaftwürzigen
Gerichten wie Thai-Curry.
40 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 41
Foto: Johannes Brunnbauer
Frucht, Format und Feingefühl
Benita Sophie
Jungwinzerin
(Niederösterreich)
Die Jungwinzerin Benita Sophie aus Niederösterreich
zeigt, wie moderne Winzerkunst heute aussieht.
Ihr alkoholfreier Riesling begeistert mit typischer
Steinfrucht, lebendiger Säurestruktur und wurde
dafür mit Doppelgold beim Austrian Zero Award
ausgezeichnet – ein klarer Beweis, wie Qualität auch
ohne Alkohol schmeckt.
Zartes Lachsrosa, elegante Beerenaromen und ein
mineralischer Nachhall machen den Benita Sophie
Rosé alkoholfrei zur idealen Begleiterin für bewusste
Genießer:innen. Silber prämiert beim Austrian Zero
Award, setzt er ein Zeichen für Stil, Substanz –
und neue Perspektiven im Glas.
42 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
www.winterhalter.at
Perfekt gespülte Gläser. Sauber und brillant glänzend. Gläserspülen
ist die Königsdisziplin des Spülens und hat bei Winterhalter eine
lange Tradition: Bereits im Jahr 1969 entwickelten unsere Ingenieure
eine erste Gläserspülmaschine. Seither wurde das Spülen von Gläsern
immer weiter perfektioniert: bis hin zur heutigen Systemlösung aus
Gläserspülmaschine mit variabler Spüldruckanpassung VarioPower,
Wasseraufbereitung, Spülchemie und Korb.
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 43
Von der Idee zur neuen
Trinkkultur: Julians Saftladen
Jessica und Julian bringen mit ihrem Saftladen
hochkomplexe, alkoholfreie Speisenbegleiter in
die Gastronomie. Ihre Kombinationen – etwa
Tomate & Ingwer oder Rote Bete & Kakao –
sprechen Gerichte auf aromatischer Ebene an und
setzen bewusst auf Tannin, Umami und Struktur.
So entsteht eine alkoholfreie Begleitung, die
sich mit klassischem Foodpairing messen kann.
Für Sommeliers und Köche eröffnet das neue
kreative Spielräume.
Jessica & Julian Lechner
Julian‘s Saftladen
(Kühbach, Deutschland)
44 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 45
NOUVAUX:
Prickelnd, leicht, luxuriös
Die Sektmanufaktur VAUX schafft mit NOUVAUX ein
kleines Wunder: Ein Schaumwein mit nur 2 % Alkohol,
klassisch in Flaschengärung hergestellt – und dabei
sensorisch komplex und elegant. Dass das Produkt
existiert, grenzt an Perfektion in Technik und Sensorik.
Mit NOUVAUX antwortet VAUX auf die Bedürfnisse
einer anspruchsvollen, gesundheits bewussten
Zielgruppe und definiert Schaumwein neu.
Alex & Andreas Sattler
Weingut Sattlerhof
(Gamlitz, Steiermark)
Justė: Die weiße Alternative
aus der Steiermark
Das Weingut Sattlerhof in Gamlitz setzt mit Justė
auf die Kraft der Quitte. Inspiriert von persönlichen
Erlebnissen entwickelte die Familie ein Getränk,
das die Lücke zwischen Wein und Wasser schließt –
florale Kräuter, keine Kohlensäure, kein Koffein.
Justė begleitet Speisen mit Eleganz und Natürlichkeit
und zeigt, dass auch im Fine Dining alkoholfreie
Alternativen stilprägend sein können.
Foto: Königshofer, Sandra Fehr
46 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 47
Die neue Definition von Genuss
Wie gelingt ein Produkt, das alle Regeln
bricht – und dabei überzeugt?
Vorstand Christoph Graf und
Clementine Perlitt als Leitung des
Marketing über Herausforderungen,
Chancen und Perspektiven.
Über VAUX:
Seit 1868 steht das Sekthaus für exklusive
Schaumweine, die durch traditionelle Flaschengärung
entstehen. Ursprünglich in Berlin
gegründet, führte der Weg von Château VAUX
nahe Metz schließlich ins deutsche Eltville
im Rheingau. Heute produziert VAUX jährlich
450.000 Flaschen. Die Verbindung von französischer
Eleganz mit deutscher Fruchtstilistik
macht die Schaumweine von VAUX einzigartig.
Wie kam es zur Idee, ein Produkt wie NOUVAUX
zu entwickeln – und warum genau zu diesem
Zeitpunkt?
Die Idee entstand vor rund drei Jahren aus dem
Wunsch heraus, den Sekt-Genuss neu zu definieren
– im Sinne eines niedrigalkoholischen Produkts,
das dennoch keine Kompromisse in Qualität, Stil und
Erlebnis macht. Wir wollten etwas „gänzlich Einzigartiges
und Neues“ schaffen: einen Sekt mit 2 % Vol.
Alkohol, hergestellt nach traditioneller Flaschengärung,
der sensorisch überzeugt und die besten
Attribute klassischen Sekts beibehält.
Welche Herausforderungen gab es bei der Kombination
aus klassischer Flaschengärung und
2 % Alkohol?
Die größte Herausforderung war die Kombination aus
traditioneller Methode und stark reduziertem Alkoholgehalt.
Der Grundwein wurde unter wissenschaftlicher
Begleitung speziell für dieses Projekt entwickelt,
entalkoholisiert mittels Vakuumverdampfung und
anschließend rückverschnitten, um einen Startalkohol
von 0,5 % vol. zu erreichen. Erst dann wurde
die zweite Gärung in der Flasche durchgeführt – ein
heikler Prozess, bei dem die aromatische Balance und
Perlage bewahrt werden mussten.
Was war der schwierigste Moment in der
Produktentwicklung?
Das VAUX-Team bezeichnete NOUVAUX selbst als eine
„fast unmögliche Übung“. Der schwierigste Moment
bestand darin, ein Produkt zu kreieren, das trotz
minimalem Alkoholgehalt die sensorische Tiefe, den
Druck der Perlage und die typische VAUX-Wertigkeit
beibehält. Ziel war es, die „Bedeutung von Alkohol für
Genuss“ neu zu definieren – ohne qualitative
Abstriche.
Wie hat sich Ihrer Beobachtung nach das
Konsumverhalten verändert?
Das Konsumverhalten entwickelt sich klar in Richtung
bewussterem Genuss. Immer mehr Konsument:innen
suchen nach Getränken mit weniger Alkohol und
Kalorien – ohne auf Genuss oder Eleganz zu verzichten.
NOUVAUX zielt genau auf diese Entwicklung und
stellt eine Antwort auf das steigende Bedürfnis nach
leichteren, aber hochwertigen Alternativen dar.
Wer ist die Zielgruppe für NOUVAUX – und wie
unterscheidet sie sich von klassischen Sekt-
Kund:innen?
Die Zielgruppe sind qualitätsbewusste Genießer:innen,
die neue, leichtere Wege des Trinkens erkunden
möchten. NOUVAUX richtet sich auch an jene, die in
sozialen Situationen bewusst trinken oder auf hohe
Alkoholwerte verzichten möchten, ohne auf Stil,
Genuss und Sektkultur zu verzichten. Die klassische
VAUX-Kundschaft wird um neue Konsument:innen
ergänzt.
Wie verleiht man einem Produkt mit reduziertem
Alkohol eine „Champagner-würdige“ Wertigkeit?
Durch kompromisslose Qualität in allen Aspekten:
Einzigartige Grundweine, traditionelle Flaschengärung,
feinste Perlage, klare Fruchtaromen und handwerkliche
Präzision. NOUVAUX bringt ein hochwertiges
Erlebnis auf die Flasche, das klassischen Sekt-
Standards entspricht – nur eben moderater.
Warum wurde Vakuumverdampfung zur Entalkoholisierung
gewählt?
Vakuumverdampfung ist ein besonders schonendes
Verfahren, das die Aromatik des Weins erhält. Für
NOUVAUX wurde die Entalkoholisierung in Zusammenarbeit
mit einem erfahrenen Spezialisten in diesem
Bereich durchgeführt. Diese Methode garantiert einen
möglichst authentischen, reintönigen Grundwein – ein
Muss für die angestrebte VAUX-Qualität.
Sind weitere Produkte im Segment No & Low
Alcohol geplant?
Neben Nouvaux verkaufen wir sehr erfolgreich das
alkoholfreie „Träublein“. Hierbei handelt es sich um
ein völlig eigenständiges Proxy-Getränk. In diesem
Segment sehen wir große Chancen. Mehr wollen wir
noch nicht verraten.
Was raten Sie anderen Winzern oder Sektherstellern
bei ähnlichen Projekten?
Ein klares Konzept, kompromisslose Qualitätsstandards
und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen
– das sind essenzielle Voraussetzungen. Auch starke
Partner und wissenschaftliche Begleitung spielen eine
Schlüsselrolle bei der Umsetzung so innovativer Vorhaben.
Und: Die technische wie sensorische Komplexität
solcher Projekte darf nicht unterschätzt werden.
Welche Rolle spielt der CO 2
-Fußabdruck – und
gibt es nachhaltiges Potenzial bei Low Alcohol?
Konkrete Daten zum CO 2 -Fußabdruck haben wir nicht,
doch das bewusste Design von NOUVAUX als leichteres
Produkt mit niedrigem Alkoholgehalt bietet strukturell
Potenzial für ressourcenschonendere Produktionsweisen.
Die Entwicklung zeigt, dass Genuss und
Nachhaltigkeit auch bei Schaumwein Hand in Hand
gehen können – vor allem, wenn Verpackung, Transport
und Produktionsprozesse ganzheitlich betrachtet
werden.
Unser Fazit für die Zukunft
No & Low Alcohol sind gekommen, um zu bleiben –
und das mit Stil, Qualität und Innovationskraft. Für
Gastronomie und Hotellerie bedeutet das nicht nur
neue Produkte, sondern neue Erlebniswelten. Wer
heute alkoholfreie Alternativen nicht nur mitführt,
sondern kuratiert und inszeniert, stärkt seine
Position als Gastgeber mit Haltung. Genuss ist keine
Frage des Promillewerts, sondern der Haltung
dahinter.
48 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie In der Mitte Taste Magie the Change GENUSSPUNKT GENUSSPUNKT 49 49
REBSORTEN
COMEBACK
VERLOREN.
VERGESSEN.
VERLIEBT.
Eine Rebe kehrt zurück
Nicht jede große Rebsorte steht im Rampenlicht.
Manche glänzen leise – in der Tiefe ihrer Herkunft,
im Charakter ihrer Weine, in der Handschrift mutiger
Winzer:innen. Eine dieser Reben ist Pugnitello – eine
fast vergessene, aber beeindruckend eigenständige
seltene Rebsorte aus der Toskana, die langsam,
aber sicher ihren Weg zurück in die Gläser findet.
Unbekannte Rebsorten,
die es wert sind,
entdeckt zu werden
Pugnitello – eine fast vergessene Rebsorte aus
der Toskana erlebt ihr Comeback. Ein kleines
Bio-Weingut in der Maremma verhilft dem
charakterstarken Rotwein zu neuer
Aufmerksamkeit.
Autor: Mary Victoria Kraaz
Fotos: Helmut Vogt
50 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie
GENUSSPUNKT
51
REBSORTENPROFIL:
Pugnitello – Die Faust
des guten Geschmacks
Name: Pugnitello
Herkunft: Toskana (v. a. Maremma)
Typ: autochthone Rotweinsorte
Anbaufläche: ca. 16 ha, vorwiegend in der Provinz Grosseto
Besonderheit: fester, faustförmiger Traubenaufbau („pugno“ = Faust)
Stilistik: tiefdunkle Farbe, Noten von Kirschen, roten Beeren, Kräutern; weiche Tannine, lebendige Frische
Pugnitello ist kein Mainstream-Wein, sondern ein echtes Raritätengewächs – ursprünglich, strukturiert und
voll toskanischer Kraft. Ideal zu Wildgerichten, gereiftem Käse oder einfach als Gesprächsstoff im Glas.
„Für uns ist Pugnitello etwas Besonderes, weil
es sich um eine fast ausgestorbene autochthone
Rebsorte handelt, die – neben uns – nur etwa zehn
weitere Weingüter in der Maremma bzw. Toskana
anbauen. Wir sind außerdem Teil der Slow-Food-
Gemeinschaft für den Pugnitello della Maremma.
Besonders ist auch, dass wir neben dem klassischen
Rotwein auch Rosato und als einzige weltweit einen
Spumante Metodo Classico aus Pugnitello-Rosé
herstellen. Den Rosato machen noch andere, aber
das Schaumweinprojekt ist bislang einzigartig.“
VALENTINA LIVIO, Purovino – Weingutsbesitzerin
TOSKANA
TRENTINO ALTO ADIGE
PUGNITELLO
TOSKANA
MAREMMA
LANDKARTE VON
ITALIENISCHEN
WEINGÜTERN
Weinkeller: Piemaggio
Region: Toscana
Rebsorte: Sangiovese
Weinkeller: Tenuta del Fontino
Region: Toscana
Rebsorten: Sangiovese, Ciliegiolo, Viognier, Syrah
FIRENZE
Weinkeller: Muralia
Region: Toscana
Rebsorten: Syrah, Viognier, Sangiovese, Merlot
Weinkeller: Arrighi
Region: Toscana
Rebsorten: Aleatico, Procanico, Ansonica, Vermentino
Weinkeller: I Vini di Maremma
Region: Toscana
Rebsorten: Vermentino, Ansonica, Ciliegiolo, Sangiovese
52 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
FOODPAIRING – WAS
PASST ZU PUGNITELLO?
• Geschmorte Wildgerichte oder Rind mit Kräutern,
wie zum Beispiel Rosmarin
• Gereifter Pecorino
• Pilzrisotto, hier passt auch Trüffelöl
• Kurzgebratene Entrecôte, mit Kräutern
Pugnitello liebt intensive Aromen, herzhafte Küche
und ehrliches Essen – genau wie seine Herkunft.
WEINGUT IM FOKUS:
PUROVINO
In der sanften Hügellandschaft der Maremma, nahe
Magliano in Toscana, bewirtschaftet das Weingut
Azienda Agricola Purovino rund vier Hektar Rebfläche
– biologisch und komplett schwefelfrei.
Die Philosophie? Rebsorte pur – unverfälscht, direkt,
charakterstark.
Bei Purovino geht es darum, das Typische jeder
Sorte erlebbar zu machen – ohne Schönung, ohne
Schnickschnack. Jeder Wein soll genau das zeigen,
was die Traube und der Boden hergeben. Klar,
ehrlich, eigenständig – eben: Purovino. Dank Zusammenarbeit
mit der Universität Tuscia hat Purovino
ein eigenes Verfahren entwickelt, das auf die
Herstellung reiner Weine ohne Zusatzstoffe
spezialisiert ist.
Hier lebt Pugnitello in allen Facetten wieder auf – als
kräftiger Roter (Podere Corso), als feiner Rosato und
als traditionell vergorener Spumante (Lisander).
54 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 55
MARY VICTORIA KRAAZ
vereint irisch-bayerische Wurzeln mit einer
beeindruckenden internationalen Weinexpertise.
Nach Stationen bei Lodovico Antinori, Manincor
in Südtirol und dem biodynamischen Spitzenweingut
Peter Jakob Kühn prägt sie heute von
der Maremma in der Toskana aus die Weinwelt.
Mit akademischem Hintergrund in Weinbau,
Oenologie und internationalem Weinmanagement
(B.A. Internationales Weinmanagement; M.Sc.
Weinbau, Oenologie & Weinwirtschaft), sowie dem
WSET Level 3 verbindet sie profundes Fachwissen
mit praxisnaher Beratung. Ihre Schwerpunkte
liegen auf Bio-, Natur- und Terroirweinen, auf
Pairing-Strategien für die gehobene Gastronomie
und auf Storytelling-fähigen Weinen für internationale
Hospitality-Konzepte – Expertise, die sie zu
einer gefragten Beraterin und Verkosterin macht.
www.vinovictoria.com
INFOBOX: QUELLEN &
BEZUGSADRESSEN
Pugnitello – Herkunft & Beschreibung:
www.consorziovinimaremma.it
Weingut Purovino:
www.agricolapurovino.it
Podere Corso – Pugnitello Toscana IGT:
www.agricolapurovino.it
Lisander – Spumante Metodo Classico:
www.agricolapurovino.it
SPECIAL: DIE REBSORTE
ALS TYP – PUGNITELLO
AUF TINDER
Pugnitello, 800+ Jahre alt, Herkunft: Toskana
„Tiefgründig. Wild. Unterschätzt.“
Steht auf dunkle Beeren, sanfte Tannine & Lagerpotenzial.
Lieblingsdate? Kerzenlicht, Wildragout & Pecorino
Kein Fan von Mainstream
„Mein Name kommt von ‚pugno‘ – der Faust.
Aber
ich bin eher Kuschelkurs als K.O.“
Swipe right – I’m #RareButWorthit
56 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 57
Nicht jeder arbeitet
mit Herbeus Greens.
„Ich nehme nur, was Sinn ergibt. Die Greens geben mir Textur und Frische, ohne den Rest
zu stören. Und dass sie aus Österreich kommen, passt zu unserer Linie: kurze Wege,
absolute Frische, keine Kompromisse, volle Kontrolle.“
- Sternekoch Harald Irka | ampfarrhof.com
Nur die, für die Perfektion kein Buzzword ist.
#f***dutchgreens
Herbeus Chef Greens für Gastronomen mit Passion.
58 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
Perfektion. Sichtbar. Spürbar.
herbeusgreens.com
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 59
Leicht.
Frisch.
Ernstzunehmen.
Warum „leichte Weine“ so richtig Sinn machen –
mit drei starken Beispielen aus Österreich.
Autor: Alexandra Gorsche
Leichte Weine sind keine Sommerlaune. Sie sind
eine Antwort auf Mindful Drinking, ganztägige
Gastronomie, Büro-Lunches, After-Work & Fine-
Casual-Konzepte – besonders ab September,
wenn Küchen auf Wald, Pilze, Kürbis & Wurzeln
schalten und Gäste bewusster genießen wollen.
Genusspunkt zeigt, wie „leicht“ ohne Verlust an
Tiefe funktioniert, welche Serviceregeln Umsatz
sichern – und wie sich mit drei konkreten Weinen
sofort kuratierte Erlebnisse auf der Weinkarte
finden.
Foto: freepik
Warum „leicht“ jetzt zieht –
die 5 wichtigsten Hebel für
den Betrieb
1. All-Day-Tauglichkeit: 10–11,5 % Vol. funktionieren
mittags wie abends – geringer Alkohol, klarer
Kopf, längere Verweildauer.
2. Food-Pairing 2.0: Leichtigkeit trägt Gemüse- und
Fischküche, moderne vegetarische Gänge,
Gewürzküche und fermentierte Noten – ohne zu
dominieren.
3. Ticket-Size: „Zweites Glas statt schwerem Ersten“ –
leichte Stile fördern Zusatzbestellungen
(Aperitif – Glas zum Gang – Abschluss).
4. Signature Spritz/Chilled Reds: Eigenständige,
saisonfähige Drinks & Serves (Spritz mit Zeste;
Rot gekühlt) binden Bar und Service zusammen.
5. Story & Kompetenz: Transparenz über Alkohol,
Restzucker, Ausbau, Biodynamie – gäste- und
teamseitig – schafft Vertrauen und Differenzierung.
60 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 61
SÜDSTEIERMARK DAC, 2024, 10,5 % VOL.
POT
ZIN
GER
BISSCHEN SONNE, BISSCHEN
SÄURE, VIEL CHARAKTER.
EIN EXTRATROCKEN AUSGEBAUTER
WELSCHRIESLING, DER FRISCHE +
TRINKFLUSS LIEFERT – BEI NUR
10,5 % VOL. UND STARKEM
PREIS-LEISTUNGS-VERHÄLTNIS.
WELSCHRIESLING
Foto: JKanizaj Marija
PROFIL
• Nase: grüner Apfel, weißer Pfirsich, Zitrus-Hint
• Gaumen: animierend, pur, klar; Balance steht
über Lautstärke
• Optik: helles Gelbgrün
SERVICE & PAIRING
• 8–9 °C, Universal-Kelch
• Perfekt zu: gegrilltem Gemüse, Sommerrollen,
mariniertem Fisch, Zucchini-„Pasta“ mit Zitronenöl,
Austernpilz-Pfanne – und solo als Aperitif
• Signature Spritz: 100 ml Welschriesling + 50 ml Soda,
Eis, Zitronenzeste ~3,5 % Vol. im Glas. Menü- und
Lunchtauglich
KARTEN-MEHRWERT
• Positionierung als alkoholreduzierte Option mit
echtem Geschmack
• Ideal für vegan/vegetarische Gänge und als
„Lunch-White“
• Zahlen, die Vertrauen schaffen: Säure 5,2 g/l,
Restzucker 1,8 g/l (trocken), UVP € 9,00 (0,75 l)
FAKTEN AUF EINEN BLICK
• Vegan & nachhaltig zertifiziert
• Histamingeprüft
• Für Diabetiker geeignet
• Ideal zu vegetarischen & veganen Gerichten
SOMMELIER-NOTIZ:
Kommuniziere Werte, nicht Versprechen –
z. B. „extra trocken: 1,8 g/l RS“.
Gesundheits-Claims vermeiden, lieber
objektive Parameter anführen.
62 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 63
Jardin
Profil
• Strukturierte, kräuterwürzige Aromatik (Sand,
Schotter, Verwitterungsgestein); lebendige Säure
(5,4 g), 0,2 g/l RS (knochentrocken), 9,8 % Vol.
• Textur statt Süße: Tannin-Touch von der Maischegärung,
leiser Holzeinsatz für Tiefe.
Service & Pairing
• 10–12 °C, größeres Tulpen-Glas; optional kurz karaffieren
(10–20 Min.).
d’herbes
MUSKATELLER, SÜDSTEIERMARK, 2023,
BIO/BIODYN, 9,8 % VOL.
• Küche: Kräuter, Ferment, Zitruszesten, salzige Komponenten.
Großartig zu Kürbis mit Salzzitrone, gebratenem
Lauch & Chevre, Pilz-Gerichten (Austernseitlinge/Parasol),
Ceviche-Stile mit Trauben/Apfel.
Karten-Mehrwert
• Bio seit 2016, biodynamisch seit 2022 – prägnant
kommunizieren.
• Perfekt als „Chef’s Pour“ oder „Limited-Glasbegleitung“.
• Zielt auf Gäste, die Low-ABV + Craft + Natur suchen –
und bereit sind, pro Glas höher zu investieren.
Kräutergarten im Glas. Skin-contact
Muskateller mit 7 Tagen Maische,
15 Monate auf der Feinhefe im
gebrauchten 300 l-Holz, ungeschönt,
unfiltriert, vegan. Nur 798 Flaschen –
also Story + Rarität.
Foto: Jaunegg_Stiefkind_Fotografie
Sommelier-Notiz:
Erkläre warum orange/skin-contact: „Aromatik +
Textur, die Gewürzküche & Gemüse tragen –
ohne Gewicht.“
64 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 65
PROFIL
• Fruchtbetont, saftig, kaum Tannin-Grip; klar
und zugänglich – chuggable, aber seriös.
• Idee: Rotwein als Rooftop-, Picknick- und
After-Work-Begleiter.
SOMMELIER NOTIZ
„Gekühlt ≠ dünn.“ Erkläre den Stil
(kurze Maische, wenig Tannin), nicht die
Temperatur allein.
SERVICE PAIRING
Zweigelt, unfiltriert, 4–6 °C Serviertipp
• KALT servieren (4–6 °C); Universal- oder schlankes
Rotweinglas.
• Küche: Antipasti/Salumi, Thunfisch-Tatar
(sojasalzig), Lauwarmes Gemüse, BBQ-Maiskolben,
Käse/Oliven-Boards; später im Herbst: Flammkuchen,
Ofenkürbis, Pilz-Tarte.
• Bar-Bridge: Spritzer Rouge (50/50 Soda),
Tinto-Tonic (Rot + Tonic, Zeste) – zeigt
Vielseitigkeit und verlängert die Dayparts.
Cooles Comeback des Rotweins: Ein puristischer
Zweigelt vom Löss, kurz auf der Maische, danach
Stahltank ohne Schalen, unfiltriert – mit minimalen
Gerbstoffen. Konzipiert für 4–6 °C.
Preis-Freund: € 9,50 (Online).
Foto: Julius Hirtzberger
KARTEN MEHRWERT
• „Red, served cold“ als Blickfang in der
by-the-glass-Spalte.
• Geringe Lernkurve im Team, hoher Aha-Effekt
beim Gast.
• Passt zu Casual-Dining und Bar-Snack-Menüs –
bindet Bar & Service.
66 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 67
So bringst du „leicht“
gewinnbringend auf die Karte –
9 SOFORTMASSNAHMEN
1. Doppelte Glasgrößen anbieten: 0,1 / 0,15 / 0,2 l –
niedrigere Eintrittshürde, höherer Probieranteil.
2. Triadisches Tasting: Drei „Leicht-Stile“ im Probierflight
(klassisch frisch / skin-contact / red chilled).
3. Service-Temperatur in Worten: „Served 8–9 °C“,
„Red, served cold (4–6 °C)“ – Erwartung managen.
4. Signature-Serves fix definieren: Welschriesling-
Spritz mit Zeste; Tinto-Tonic; Affogato-Pairing mit
„Jardin d’herbes“.
5. Team-Schulung 15 Min/Woche: RS & Säure
erklären, Orange-Why, Rot-kalt-Argumente.
6. By-the-Glass-Kalkulation transparent: 0,75 l =
6×125 ml / 5×150 ml – Glaspfand + 1 € „Signature-
Serve-Aufschlag“ denkbar.
7. Storytelling am Tisch: „Low ABV“ als Komfort-
Vorteil, nicht als Verzicht.
8. Saisonal denken: September–November mit
Kürbis, Pilz, Lauch & Wurzeln – leicht als Aromaträger,
nicht als Gegenspieler.
CHEAT-SHEET: Serviceparameter
auf einen Blick
• Potzinger „10,5“ Welschriesling (2024)
8–9 °C | Universalglas | RS 1,8 g/l (trocken) |
Säure 5,2 g/l | 10,5 % Vol. | Spritz-Option
~3,5 % Vol.
• „Jardin d’herbes“, Muskateller (2023, bio/biodyn)
10–12 °C | größere Tulpe | kurz karaffieren |
RS 0,2 g/l, Säure 5,4 g | 9,8 % Vol. | ungeschönt,
unfiltriert, vegan, ~798 Fl.
• Christina Netzl „Kühlbar 2024“ Zweigelt
4–6 °C | Universal/leichtes Rotweinglas |
unfiltriert | minimaler Tannin-Grip | Bar-Bridge:
Spritzer Rouge / Tinto-Tonic
68 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 69
FAZIT – Leichtigkeit ist
Haltung, kein Saison-Gag
„Leicht“ heißt heute präzise, texturiert, alltagstauglich
– und wirtschaftlich klug. Mit klaren Serviceritualen,
messbaren Parametern und Signature-Serves
machst du aus drei Stilen ganzjährige Erlebnisse:
• Frisch & straight (Welschriesling)
• Aromatisch & texturiert (skin-contact Muskateller)
• Saftig & kalt serviert (Zweigelt)
So wird „leicht“ zum Startpunkt – nicht zum Endpunkt
– einer Karte, die Gäste mitnimmt und den
Umsatz elegant verlängert.
70 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 71
Hospitality is not a department.
It’s an attitude.
Horst Schulze
(Ritz-Carlton)
WEGWEISER IN
EINE NEUE ÄRA
VON VERANTWORTUNG ZUR WIRKUNG
Fünf Innovationen, die Nachhaltigkeit in Hotellerie und
Gastronomie neu denken: Ob Verpackung, Spültechnik
oder Menügestaltung – Nachhaltigkeit ist längst kein
Imagefaktor mehr, sondern ein unternehmerisches
Muss. Genusspunkt stellt fünf zukunftsweisende
Projekte vor, die zeigen, wie soziale, ökologische und
wirtschaftliche Verantwortung in der Hospitality-
Branche erfolgreich verbunden werden kann. Von der
Karibik bis zur Betriebskantine – diese Lösungen
machen den Unterschied.
Autor: Alexandra Gorsche
Foto: freepik
74 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 75
1. SPOTLIGHT
NACHHALTIGER TOURISMUS IN DER KARIBIK
Der Umweltvisionär von
Aruba – und was Europa von
ihm lernen kann
Das Bucuti & Tara Resort: Warum das nachhaltigste
Hotel der Welt von einem Österreicher geführt wird –
und welche Schritte jetzt auch in Europa notwendig
sind: Als Ewald Biemans 1969 nach Aruba kam, war
die Insel ein Paradies – aber nicht vorbereitet auf
die Wucht des wachsenden Tourismus. „Ich bin auf
einer Fram groß geworden mit dem Bewusstsein für
Natur und Ressourcen. Dass ich Hotelier wurde, hat
daran nichts geändert“, so Biemans im Gespräch mit
Genusspunkt.
Foto: Mr Biemans © Bucuti & Tara Beach Resort
Er beobachtete, wie sich Müllberge an den Straßenrändern
türmten, wie fossile Energieträger immer
kostspieliger wurden – und wie Gäste, Betreiber und
Regierung gleichermaßen ihrer Verantwortung nicht
gerecht wurden. Aus Sorge wurde Vision, aus Vision
ein ganzes System. Das Bucuti & Tara Beach Resort
trägt aktuell mehrere führende Nachhaltigkeitszertifikate,
darunter Travelife Gold, LEED Gold.
Von der Idee zur Infrastruktur –
was das Resort besonders macht
Das Adults-Only-Resort am Eagle Beach ist ein
Vorzeigemodell für systemisches Nachhaltigkeitsmanagement.
Bereits in den 1980er Jahren begann
Biemans mit Solaranlagen zur Warmwasserbereitung.
Heute erzeugen Sportgeräte im Fitnessstudio
Strom, klimaneutrale Shuttle-Dienste transportieren
Gäste, Bewegungsmelder schalten Klimaanlagen
automatisch ab.
Umweltschutz ist keine Option. Er ist eine Notwendigkeit –
und wirtschaftlich sogar ein Vorteil.
Ewald Biemans,
Gründer des Bucuti & Tara Beach Resort
76 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 77
„Luxus bedeutet heute: Platz, Ruhe, Respekt vor der Natur.
Unsere Gäste suchen Sinn –nicht mehr Prunk.
Crescenzia Biemans, Enkelin und Geschäftsführerin
Es gibt keinen Plan B für die Hotellerie –
wer nicht Schritt für Schritt auf Net Zero zusteuert,
wird es schwer haben.
Ewald Biemans
Von Vision zu Wirkung: Was
Betriebe daraus mitnehmen können
1. Bildung als Erfolgsfaktor
Mitarbeiter:innen erhalten Schulungen in Nachhaltigkeit,
aber auch finanzielle Unterstützung: Wer ein
E-Auto kaufen oder Solarpanels am eigenen Haus
installieren möchte, kann zinsgünstige Kredite vom
Resort erhalten. Das stärkt Loyalität – und multipliziert
die Wirkung im Alltag der Community.
Bucuti & Tara Beach Resort
• CO 2
-neutral seit 2018 – erstes Hotel der Karibik
mit vollständiger Klimabilanz
• Reduktion des Energieverbrauchs um 38 %
durch intelligente Steuerungssysteme
• 13,6 Liter Wasserersparnis pro Jahr
(entspricht rund 3,6 Millionen Gallonen)
• 12 Hektar eigenes Naturschutzgebiet, über
1.000 gepflanzte Bäume
• Mitarbeiterschulungen und eigene
Mikrokredite für nachhaltige Investitionen
• Monatliche Strandsäuberungen mit
Gästen & Team seit über 32 Jahren
2. Technologie gezielt einsetzen
Ob energieerzeugende Fitnessgeräte oder spezielle
Gebäudefarben zur Reduktion von Hitzeeintrag –
Nachhaltigkeit braucht Innovation. Biemans investiert
konsequent in Technik, wenn sie langfristig Betriebskosten
senkt und Ressourcen spart.
3. Transparenz als Vertrauenstreiber
Gäste können nicht nur mitarbeiten – etwa bei Beach
Clean-Ups oder Tierschutzaktionen – sie werden aktiv
eingebunden. „Wir zeigen, dass Klimaschutz Spaß
machen kann. Und dass man als Gast Teil der Lösung
wird“, sagt Biemans.
Blick in die Zukunft:
Nachhaltigkeit wird zur Norm
Für Ewald Biemans ist klar: Hotels, die in 10 Jahren
nicht klimaneutral sind, werden ein Problem haben –
nicht nur rechtlich, sondern auch wirtschaftlich. „Die
Betriebskosten werden explodieren, wenn wir heute
nicht handeln. Zertifizierungen wie Green Globe oder
LEED sind kein Prestige – sie sind ein Leitfaden.“
Fazit: Nachhaltigkeit ist kein
Luxus – sondern Leadership
Das Bucuti & Tara Resort beweist, dass Nachhaltigkeit
kein Hemmschuh für Exzellenz ist, sondern ihr
Fundament. Biemans hat nicht nur ein Hotel gebaut
– er hat ein Modell geschaffen, das global als
Maßstab gilt. Für Hoteliers und Gastronom:innen in
Europa ist es Zeit, diesen Maßstab ernst zu nehmen.
78 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 79
Auch ökonomisch ist das System ein Gamechanger:
Schon ab dem dritten Einsatz ist die Mehrwegschale
günstiger als Einweg. Großbetriebe können pro
Jahr zwischen 40.000 und 60.000 Euro einsparen,
abhängig von Einwegpreisen und Reinigungsstruktur.
Das macht die and-less XL nicht nur zu einem
ökologischen Statement, sondern zu einem betriebswirtschaftlich
relevanten Tool.
Nachhaltigkeit muss nicht kompliziert
sein – sie muss funktionieren
Philip Kohlbecher,
Co-Founder & Produktentwickler and-less
Unser Ziel ist es, auf den unscheinbaren,
aber massiven Abfallstrom in der Gemeinschaftsverpflegung
aufmerksam zu machen.
Victoria Berger, CEO & Gründerin and-less
2. PRAXISBEISPIEL
MEHRWEG, DER WIRKLICH WIRKT
Der stille Riese: Wie eine
Schale 181 Fußballfelder
Kunststoff ersetzt
Wiener Start-up and-less revolutioniert Großküchen
mit einer simplen, aber genialen Mehrweg-Idee:
Nachhaltigkeit in der Hospitality-Branche beginnt
nicht erst am Gästeteller – sondern oft viel früher,
im Verborgenen. Ein Beispiel dafür ist die Gemeinschaftsverpflegung:
Jeden Tag werden tausende
Portionen in Schulen, Pflegeheimen und Kantinen in
Einwegbehältern angeliefert, die nach dem Umfüllen
direkt im Müll landen. Kaum sichtbar für die Öffentlichkeit,
entsteht hier ein Müllberg, der laut and-less
jährlich der Fläche von rund 181 Fußballfeldern
entspricht.
Mit der and-less XL bringt das Wiener Unternehmen
nun eine praxisnahe Lösung auf den Markt: eine
wiederverwendbare, siegelfähige Mehrwegschale
im Standardmaß 1/2 GN, speziell für Cook’n’Chill-
Verfahren entwickelt. Bestehende Edelstahl-
Alternativen waren bisher oft zu schwer oder nicht
dicht genug – ein Grund, warum viele Großbetriebe trotz
nachhaltiger Absichten weiterhin auf Einweg setzen.
Die Vorteile sprechen für sich: Bei 5.000 eingesetzten
Schalen mit durchschnittlich 250 Umläufen pro Jahr
lassen sich über 1,25 Millionen Einwegverpackungen
und bis zu 250 Tonnen Kunststoffabfall vermeiden –
ganz ohne Veränderung der logistischen Abläufe.
Impulse für die Branche:
• Auch dort ansetzen, wo Gäste es nicht sehen –
und trotzdem massiv profitieren
• Bestehende Infrastruktur mitdenken: Rückführung
im gleichen Liefersystem senkt Hürden
• Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit schließen
sich nicht aus – im Gegenteil
80 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 81
3. INNOVATION
GRÜNE CHEMIE FÜR DIE SPÜLKÜCHE
Sauber gedacht – Wie Ecolab
mit „P-Free“ die Umweltstandards
neu definiert:
Wenn Spülchemie nicht nur reinigt, sondern Verantwortung
übernimmt: In einer Branche, in der
Hygiene, Effizienz und Kostenbewusstsein täglich
aufeinandertreffen, wirkt nachhaltige Spültechnik
auf den ersten Blick unscheinbar. Doch genau hier
setzt Ecolab an – mit einer Innovation, die aufzeigt,
dass auch im Maschinenraum der Gastronomie
große Nachhaltigkeitsgewinne möglich sind.
Mit der neuen Produktlinie SMARTPOWERTM Clean
bringt Ecolab zwei Geschirrspülprodukte auf den
Markt, die ohne Phosphat, Chlor, EDTA oder Phosphonate
auskommen – Inhaltsstoffe, die bislang zum
Standard gehörten, aber Wasserqualität und Umwelt
langfristig belasten. Die Produkte sind mit dem
Umweltzeichen Nordic Swan zertifiziert und erfüllen
bereits heute die Anforderungen zukünftiger Abwasservorgaben.
Die Wirkung ist messbar: Durch die Blockform in dünner
Folienverpackung lässt sich der Verpackungsmüll
um bis zu 95 Prozent reduzieren, die CO 2
-Emissionen
im Transport um bis zu 70 Prozent. Gleichzeitig bleibt
das Spülergebnis brillant – ein entscheidender Faktor
für Gastronomie- und Hotelbetriebe mit höchsten
Ansprüchen.
SMARTPOWER zeigt damit exemplarisch, wie Technologie,
Hygiene und Nachhaltigkeit miteinander
verschmelzen können – ganz ohne Mehraufwand
für den Betrieb. Und setzt ein klares Zeichen: Die
Zukunft der Spültechnik ist nicht nur sauber. Sie ist
smart und grün.
SMARTPOWER
Clean von Ecolab
•
• Frei von Chlor, Phosphat, EDTA und Phosphonat
• Nordic SWAN-zertifiziert
• Bis zu 95 % weniger Verpackungsmüll durch
Blockform
• Bis zu 70 % weniger CO 2
beim Transport
• Schützt Oberflächengewässer durch „P-Free“-
Formulierung
• Präzises, sicheres Dosiersystem für maximale
Effizienz
Stellen Sie sich eine Welt vor, in der Ihre Reinigungslösungen
nicht nur makellose Ergebnisse liefern,
sondern auch unsere Umwelt schützen – genau das war unser
Anspruch bei SMARTPOWER.
Thomas Böck, Ecolab Sales Manager für Österreich und Ungarn
Impulse für die Branche:
• Technologischer Fortschritt beginnt oft im
Unsichtbaren – aber wirkt messbar
• Nachhaltigkeit kann Standard sein, wenn
Produkte intelligent designt sind
• Spültechnik wird zur Stellschraube für CO 2
-
Reduktion und Ressourcenmanagement
82 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 83
4. LÖSUNG
MITNAHME MIT WIRKUNG
Auch aus der Perspektive von Partnerbetrieben wie
der KASTNER Gruppe und Pacovis zeigt sich: Die
TafelBox ist mehr als eine Verpackung – sie ist ein
Symbol für respektvollen Umgang mit Ressourcen,
für soziale Fairness und für echte Wirkung in der
Gastronomie.
Doppelt nachhaltig – Wie die
TafelBox Wertschätzung sichtbar
macht
Ein kleines Produkt mit großer Wirkung: Warum
Mitnahmeboxen die neue soziale Währung der
Gastfreundschaft sein können: Take-away ohne
schlechtes Gewissen – und mit sozialem Mehrwert:
Die TafelBox hat sich seit ihrem Relaunch 2024 zu
einem der wirksamsten Instrumente gegen Lebensmittelverschwendung
in Österreich entwickelt. Das
einfache Prinzip: Gäste nehmen übrig gebliebene
Speisen mit nach Hause – und spenden dabei
gleichzeitig für den guten Zweck. Pro verkaufter Box
gehen 20 Cent direkt an Die Tafel Österreich, um
armutsbetroffene Menschen mit geretteten Lebensmitteln
zu versorgen.
Innerhalb eines Jahres wurden bereits 15.000 Boxen
eingesetzt – in Restaurants, Hotels, bei Caterings
und Events. Das entspricht nicht nur 7.500 kg geretteter
Lebensmittel und 22.500 kg eingespartem CO 2
,
sondern auch 3.000 Euro an Spenden, die 15.000 zusätzliche
Mahlzeiten für Menschen in Not ermöglicht
haben. Ein Beispiel für gelebte Kreislaufwirtschaft –
ökologisch wie sozial.
Foto: Die Tafel Oesterreich
Die TafelBox auf einen Blick
• 15.000 eingesetzte Boxen seit Juni 2024
• 7.500 kg gerettete Lebensmittel
• 22.500 kg eingesparte CO2-Äquivalente
• 3.000 € Spenden = 15.000 Mahlzeiten
• Eingesetzt u. a. von Erste Bank, Viennale,
Schloss Schönbrunn & SK Rapid Wien
• Bestellbar unter tafelbox.at, inkl. kostenfreier
Infomaterialien
„Die TafelBox ist ein sichtbares Zeichen
für gelebte Verantwortung. Sie verbindet
Gastgeber, Gäste und Bedürftige in einem
ganzheitlichen System.“
Alexandra Gruber,
Geschäftsführerin, Die Tafel Österreich
Die TafelBox ist ein
Best-Practice-Beispiel, wie ökologische,
soziale und ökonomische Nachhaltigkeit
Hand in Hand gehen können.
Albin Lintner, Pacovis
Impulse für die Branche:
• Verpackung als Werkzeug gesellschaftlicher Transformation
verstehen
• Gäste aktiv einbeziehen: Wertschätzung statt
Verschwendung kommunizieren
• Mitnahmeboxen als Teil eines nachhaltigen
Gesamtkonzepts denken – sichtbar, wirksam,
skalierbar
84 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 85
5. TECHNOLOGIE
TROCKNEN IN REKORDZEIT
Immer mehr Betriebe setzen auf nachhaltiges Mehrweggeschirr.
Mit dem DMX bieten wir eine Lösung, die Effizienz und
Umweltbewusstsein vereint – ganz ohne Kompromisse beim Handling.
Patrick Mangelberger,
Geschäftsführer Winterhalter Österreich
Der Vorteil liegt im Detail: Dank intelligenter Luftführung
und speziell entwickelter Technik werden auch
Hohlkörper wie Becher zuverlässig innen getrocknet –
eine bislang ungelöste Herausforderung im Mehrwegbereich.
So kann das Geschirr direkt nach dem Spülen
gestapelt und verstaut werden – ein echter Effizienzgewinn
bei hohem Gästeaufkommen oder
begrenztem Platz.
Trocken in zwei Minuten –
Wie Winterhalter das Mehrweg-Handling
revolutioniert
Wenn Effizienz auf Nachhaltigkeit trifft: Das Trocknungsgerät
DMX setzt neue Standards beim Mehrweggeschirr.
Der Boom von Mehrweggeschirr in
Gastronomie, Freizeitparks und Event-Catering
bringt nicht nur ökologische Vorteile, sondern stellt
auch die Spültechnik vor neue Herausforderungen.
Kunststoffgeschirr wie Becher, Bowls oder Menüteller
lässt sich nach dem Spülen nur schwer vollständig
trocknen – insbesondere innen. Genau hier setzt
Winterhalter an – mit dem neuen Trocknungsgerät
DMX, das in nur zwei Minuten für stapelbares, vollständig
trockenes Mehrweggeschirr sorgt.
Die Innovation überzeugte auch die Fachjury: Beim
KÜCHE BEST PRODUCT GREEN AWARD 2025 wurde
das DMX mit Bronze in der Kategorie Technik ausgezeichnet
– als Teil eines umfassenden Mehrwegsystems,
das aus Spülmaschine, Korb, Spülchemie
und Trockner besteht.
Winterhalter DMX auf einen
Blick
• Trocknungszeit: 2 Minuten (oder energiesparend
im ECO-Modus)
• Kombination mit UC- und PT-Serie von
Winterhalter
• Doppelte Trocknungseinheit: Außen- und Innentrocknung
• Sofort stapelbares Geschirr ohne Lufttrocknung
• Ausgezeichnet mit dem Green Award 2025
(Bronze, Kategorie Technik)
• Drei Bauformen: Durchschub, Eckaufstellung,
Frontbeladung
Impulse für die Branche:
• Mehrwegnutzung erfordert neue Lösungen –
Trocknung ist dabei oft das Nadelöhr
• Systemdenken statt Einzelgeräte: Nur das
perfekte Zusammenspiel sichert Qualität
• Nachhaltigkeit bedeutet nicht Verzicht, sondern
smarte Prozesse
86 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 87
NEUSTARTS mit
STRAHLKRAFT
Vier Reopenings prägen
Österreichs Hospitality-Szene
Autor: Alexandra Gorsche
Die österreichische Hospitality-Branche erlebt 2025 eine
bemerkenswerte Häufung an Reopenings und Neupositionierungen.
Mit dabei sind Häuser, die Geschichte und Moderne
vereinen, internationale Maßstäbe setzen oder durch intime
Konzepte den Nerv der Zeit treffen. Vier Projekte stechen
besonders hervor: das legendäre Red Bull Hangar-7 mit dem
Restaurant Ikarus in Salzburg, das historische Hotel Traube
Rattenberg, das neue Design-Boutiquehotel Stieg’nhaus am
Hochkönig und der exklusive Winklers Chef’s Table mit Tagesbar
in Rattenberg. Gemeinsam erzählen sie Geschichten von
Mut, Visionen und der Kraft, Hospitality neu zu denken.
88 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 89
IKONISCHES COMEBACK
Der Red Bull
Hangar-7
und das
Restaurant Ikarus
Der Red Bull Hangar-7 in Salzburg gilt seit seiner Eröffnung als
Gesamtkunstwerk – eine Symbiose aus Architektur, Luftfahrt,
Kunst und Kulinarik. Nach einer umfassenden Neugestaltung
feierte das ikonische Bauwerk am 7. Juni 2025 seine Wiedereröffnung,
gefolgt vom Relaunch des zwei Michelin-Sterne-
Restaurants Ikarus am 11. Juni.
Neues Raumgefühl – heller,
freundlicher, akustisch
perfektioniert
Die Umgestaltung verleiht dem Restaurant eine
spürbare Leichtigkeit. Neue helle Ledertische und
elegante Vorhänge schaffen eine einladende Atmosphäre,
die den Raum freundlicher und wohnlicher
wirken lässt. Auch akustisch wurde nachgeschärft:
Ein optimiertes Soundsystem sorgt für mehr Ruhe
und Klarheit, sodass kulinarische Erlebnisse noch
intensiver wahrgenommen werden können.
Im Zentrum des Raums setzt eine eigens entwickelte
Ikarus-Skulptur einen markanten Akzent. Durch
eine spezielle Lichtsimulation symbolisiert sie die
Essenz des Restaurants – den ständigen Flug in
neue kulinarische Höhen.
90 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 91
Funktionale Neuerungen –
Technik, Klima und
Tischaufteilung
Die technische Infrastruktur wurde umfassend
modernisiert. Neben einer neuen Kühltechnik in der
Küche erhielt das Ikarus auch eine hochmoderne
Klimaanlage, die es ermöglicht, die zum Hangar hin
offene interne Terrasse nun regelmäßig zu bespielen.
Damit erweitert sich die nutzbare Fläche des
Restaurants, was eine bessere Auslastung erlaubt.
„SO ENTSTEHEN GESPRÄCHE AM TISCH,
DER KÄSE WIRD ZUM ERLEBNIS – MODERN,
ELEGANT UND PERFEKT IN SZENE GESETZT“
Florian Kempinger
Käse neu gedacht – vom
Menüelement zum Genussmoment
Wein als Bühne – begehbare
Kühler und ein Riesling-
Kunstwerk
Auch der Wein erlebte ein Upgrade. Zwei begehbare
Rotweinkühler präsentieren die Schätze des Hauses
und eröffnen den Gästen schon beim Ankommen
einen Blick in die vinophile Welt des Ikarus. Zwischen
den beiden Kühlern hängt als spektakuläres Designelement
ein echter Riesling-Rebstock von Klaus
Peter Keller, inszeniert als Verbindung von Natur,
Handwerk und Kunst.
Kulinarische Visionäre am
Werk
Die Tischstruktur wurde ebenfalls neu gedacht:
12 bis 13 Tische sind nun fix auf Innen- und Außenbereiche
verteilt – eine klare Ordnung, die den
Service erleichtert und zugleich für Kontinuität sorgt.
„Besonders freut mich, dass unsere Gäste die neue
Aufteilung begeistert annehmen – das macht uns
sehr glücklich“, sagt Kempinger.
Bühne für die Gastköche
der Welt
Am Grundkonzept, das Ikarus zu einer internationalen
Ikone gemacht hat, hält man fest: Monatlich
wechselnde Gastköche prägen weiterhin die kulinarische
Handschrift. Den Auftakt auf der neu gestalteten
Bühne macht der belgische Zwei-Sterne-Koch
Thijs Vervloet, der mit seiner Küche die „neue
Leichtigkeit des Raums“ gekonnt aufgreift.
Besonderes Augenmerk wurde auf die Neuinszenierung
des Käses gelegt. „Oft passt Käse nicht in die
Menüdramaturgie, gerade bei internationalen Gastköchen
aus Asien oder Südamerika“, erklärt Service
Manager Florian Kempinger. „Wir wollten ihn deshalb
bewusst aus dem Korsett des Menüs befreien
und als eigenständigen Genussmoment inszenieren.“
Herzstück ist der neu integrierte Chambrair-Käsekühler,
der bereits beim Betreten des Restaurants
sichtbar ist. Gäste können dort ihre persönliche
Auswahl zusammenstellen – ein Konzept, das nicht
nur Individualität, sondern auch Dialog fördert.
„So entstehen Gespräche am Tisch, der Käse wird
zum Erlebnis – modern, elegant und perfekt in
Szene gesetzt“, so Kempinger.
Hinter der Kulisse des Restaurant Ikarus im Red Bull
Hangar-7 steht mit Martin Klein einer der profiliertesten
Executive Chefs Europas. Gemeinsam mit
seinem eingespielten Team übersetzt er die monatlich
wechselnden Handschriften der internationalen
Gastköch:innen in ein reibungslos funktionierendes
Gesamterlebnis – kulinarisch wie organisatorisch.
Dieser Spagat verlangt Präzision, Kreativität und
eine gehörige Portion Leidenschaft. „Was Martin und
sein Team leisten, ist weit mehr als Kochen – es ist
die Inszenierung einer kulinarischen Weltreise, die
jeden Monat neu erzählt wird“, schwärmen Stammgäste.
Das Küchenteam fungiert als Herz und Motor
des Restaurants, das mit seiner Expertise dafür
sorgt, dass aus jedem Gastkoch-Menü eine stimmige,
perfekt abgestimmte Choreografie wird.
92 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 93
INTERVIEW
Florian, was waren für dich die wichtigsten Veränderungen
im Servicebereich – und warum?
Wir freuen uns, dass wir wieder in unserer alten Wirkungsstätte
sein dürfen und dass sich das Restaurant Ikarus in neuem Look
präsentiert. Eine große Freude ist es natürlich, dass alle unsere
Mitarbeiter auch nach der Renovierung noch da sind.
Auch unser internationales Gastkochkonzept wird wie vor dem
Umbau weitergeführt. Eine Wiedereröffnung in diesem Umfang
machst du in der Regel nur einmal im Leben mit und dass man
davon Teil sein darf hat eine große Bedeutung und erfüllt mich
und mein Team mit großem Stolz.
Wurde beim Umbau auch an neue Gästeführung oder
verbesserte Abläufe gedacht? Was hat sich dadurch im
Arbeitsalltag spürbar verbessert?
Der Küchentisch ist unteranderem auch vollkommen neu gestaltet
worden. Auch hier wurde auf unsere Bedürfnisse geachtet.
Der neue Weinschrank und der Käse Chambrair sind echte
Highlights.
„Eine neue Bühne für
die nächsten 20 Jahre“
Florian Kempinger über das Re-Opening
des Restaurant Ikarus
Technisch wurde in der Küche investiert – neue Anlage,
neuer Abzug. Wirkt sich das auch auf den Servicebetrieb
aus, und wenn ja: wie?
Durch die neue Klimatisierung und die Lüftung hat sich das
Raumklima am Chef´s Table auch erheblich verbessert. Der typische
Küchengeruch wird abgewiesen – es ist fast so als würde
man dort in einer Klimazone sitzen ;) Das ist mit Sicherheit eine
der größten technischen Innovationen.
Was war aus deiner Sicht die größte Herausforderung
beim Re-Opening – und worauf bist du persönlich
besonders stolz?
Mit der Wiedereröffnung des Hangar-7 und des Restaurant
Ikarus beginnt ein neues Kapitel für Service
Manager Florian Kempinger und sein Team. Im Gespräch
erzählt er, warum die Neugestaltung für den
Servicebetrieb ein echter Quantensprung ist, welche
technischen Innovationen den Alltag erleichtern –
und weshalb das Re-Opening für ihn „ein Fest von
historischer Dimension“ war.
Das Re-Opening des Red Bull Hangar-7 war ein Fest mit einer
Größenordnung und Besonderheit wie wir es in diesem Ausmaß
zuvor noch nie erlebt haben. Es hat uns ganz besonders viel
Freude bereitet so viele Freunde des Hauses und der Red Bull
Familie begrüßen zu dürfen. Die größte Herausforderung waren
der Ablauf und die Logistik aber alle Beteiligten haben absolut
an einem Strang gezogen und somit war es ein großer Erfolg
für uns. Insgesamt waren rund 80 Servicemitarbeiter im Einsatz.
Wenn du das „neue“ Restaurant Ikarus in einem Satz
beschreiben müsstest – wie würde der lauten?
Eine wunderschöne neue Bühne für die nächsten 20 Jahre.
94 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 95
DENKMAL MITZUKUNFT
Hotel Traube
Rattenberg
„ES WAR EIN SPAGAT ZWISCHEN BEWAHRUNG UND ERNEUERUNG.
JEDER STEIN WOLLTE BEGUTACHTET WERDEN – UND GLEICHZEITIG
MUSSTEN MODERNE STANDARDS INTEGRIERT WERDEN.
JETZT IST ES EIN JUWEL“
Anton Gasteiger, Hausherr
Am 1. Juni 2025 öffnete die Traube im Tiroler Rattenberg
nach fünfjähriger Kernsanierung wieder ihre
Türen. Ein Haus mit über 700 Jahren Geschichte,
das vom Dornröschenschlaf in die Gegenwart
geführt wurde – und heute als Boutiquehotel neue
Maßstäbe im Spannungsfeld von Denkmalschutz
und Design setzt.
„Es war ein Spagat zwischen Bewahrung und Erneuerung.
Jeder Stein wollte begutachtet werden – und
gleichzeitig mussten moderne Standards integriert
werden. Jetzt ist es ein Juwel“, sagt Hausherr
Anton Gasteiger, der das Projekt gemeinsam mit
seinem Bruder Hermann realisierte. Die beiden
haben aus einer maroden Ruine ein Haus geschaffen,
das Geschichte nicht nur bewahrt, sondern
erlebbar macht.
Architektur zwischen
Geduld & Überraschungen
Seit 2017 wurde die „Traube“ in enger Abstimmung
mit dem Denkmalamt saniert. Fünf Jahre voller
Auflagen, Umplanungen und unerwarteter Entdeckungen:
Bereits kurz nach dem Spatenstich stießen
Archäologen auf eine mittelalterliche Latrine.
„Da hieß es plötzlich: Pinsel statt Presslufthammer“,
erinnert sich Hermann lachend. Auch eiserne Stallringe
im heutigen Frühstücksraum oder freigelegte
Wandmalereien erzählen von der Vergangenheit –
und verbinden sich nun mit modernem Komfort.
Technisch wurde das Haus auf den neuesten Stand
gebracht: Von einer Grundwasserwärmepumpe über
Brandschutz und Barrierefreiheit bis hin zur neuen
Elektrik. „Die Herausforderung war, all diese Systeme
in Jahrhunderte alte Mauern zu integrieren, ohne
den Charakter zu zerstören“, so Gasteiger.
96 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 97
Boutiquehotel im
ursprünglichen Sinn
Heute verfügt das Haus über 14 Doppelzimmer und
4 Suiten. Highlight ist die „Traube Loft“ im obersten
Stock: großzügiger Wohnraum, eigene Küche und
ein unvergleichlicher Blick auf den Schlossberg,
ermöglicht durch das bewusst angehobene Dach.
„Wir wollten, dass die Gäste Rattenberg nicht nur
spüren, sondern auch sehen können“, betont
Anton Gasteiger.
Hoteldirektorin Miriam Wichmann ergänzt:
„Wir sind ein Boutiquehotel im ursprünglichen Sinn –
individuell, historisch verwurzelt und offen für Gäste
aus aller Welt.“ Bewusst setzt man kulinarisch nur
auf ein Frühstücksangebot. „Für ein Restaurant war
die Küche zu klein, aber in Rattenberg gibt es sieben
hervorragende Lokale, die unser Angebot perfekt
ergänzen.“
Geschichte sichtbar gemacht –
Zukunft eröffnet
Die „Traube“ ist damit mehr als ein Hotel: Sie ist ein
Beispiel für gelebten Denkmalschutz, verbunden
mit moderner Gastlichkeit. Dass die Transformation
gelungen ist, zeigt sich auch in den Details: von den
massiven Steinmauern bis hin zu eleganten Möbeln
und Stoffen, die mit viel Fingerspitzengefühl ausgewählt
wurden.
„Eine Wiedereröffnung in diesem Umfang erlebst
du nur einmal im Leben. Dass wir davon Teil sein
dürfen, erfüllt uns mit großem Stolz“, fasst
Anton Gasteiger zusammen.
98 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 99
Randnotiz: Rattenberg – die
kleinste Stadt Österreichs
Mit knapp 400 Einwohnern gilt Rattenberg als
kleinste Stadt Österreichs – und als architektonisches
Juwel. Die historische Altstadt mit ihren
Glasbläserbetrieben, Cafés und Galerien ist ein
Besuchermagnet. Rundherum locken die Genussadressen
des Alpbachtals: vom Restaurant Dopolavoro
und dem Malerwinkel in Rattenberg über Sigwart’s
Tiroler Weinstube und das Herrenhaus in Brixlegg
bis zur Fischerstube am Reintalersee. Wer Lust auf
Bewegung hat, findet im Alpbachtal Höhen- und
Klammenwanderungen oder entspannt an Tirols
wärmsten Badeseen
100 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 101
Das Gründerpaar Maria und Tom Heidenreich
formuliert ihre Vision so:
„LUXUS MEINT WENIGER DAS MEHR, SONDERN
DAS OPTIMUM: RÜCKZUG, ENTSCHLEUNIGUNG UND
PERSÖNLICHE QUALITÄT.“
NEUES KAPITEL IM HOCHGEBIRGE
Stieg’nhaus in Mühlbach
am Hochkönig
„Luxus meint weniger das Mehr, sondern das Optimum:
Rückzug, Entschleunigung und persönliche Qualität.“
Mit diesem Leitgedanken entstand ein Rückzugsort,
der auf Reduktion, Ruhe und schlichte Eleganz setzt.
Naturstein, Leinen, Holz und bewusst eingesetzte
Patina schaffen eine zeitlose Atmosphäre.
Am 12. Juni 2025 eröffnete in Mühlbach am Hochkönig
ein Hotel, das die Philosophie des „Quiet Luxury“ auf
bemerkenswerte Weise interpretiert. Nur sechs Suiten,
individuelle Duftwelten, maßgefertigte Möbel und ein
Restaurant, das auf den fünf Elementen basiert –
Weide, Wasser, Erde, Feuer und Nektar – prägen das
Konzept.
Foto: Karin Pasterer
Auch kulinarisch geht das Haus eigene Wege: Das
Casual Fine-Dining-Konzept verbindet regionale
Produkte mit innovativen Ansätzen und wird von einer
durchdachten Wein- und Getränkebegleitung ergänzt.
Architektur, Kulinarik und die intime Dimension des
Hauses fügen sich zu einem Gesamterlebnis, das sich
auf Wunsch auch exklusiv buchen lässt.
102 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 103
KULINARISCHE INTIMITÄT
Winklers Chef’s
Table in Rattenberg
Inmitten des mittelalterlichen Städtchens Rattenberg,
im historischen Alten Rathaus, hat Spitzenkoch
Christian Winkler ein kulinarisches Refugium geschaffen,
das weit über Tirol hinaus Aufmerksamkeit weckt.
Mit seinem neuen Konzept vereint er gleich drei
gastronomische Erlebnisse unter einem Dach – vom
hochkarätigen Fine Dining bis hin zur entspannten
Tagesbar.
104 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 105
Der Chef’s Table – 12 Plätze,
12 Gänge
Herzstück des Hauses ist der exklusive Chef’s Table:
Nur zwölf Gäste finden an einem U-förmigen Tisch
Platz und erleben ein Menü von internationalem
Format. Zwölf Gänge, geprägt von Raffinesse,
Produktliebe und kulinarischem Fingerspitzengefühl,
werden von Christian Winkler persönlich zubereitet
und serviert. Die Nähe zwischen Küche und Gast ist
Programm – die Zubereitung geschieht in Sichtweite,
das Erlebnis gleicht einer privaten Einladung.
Die Tagesbar – legerer Genuss
von Pizza bis Panzerotti
Ergänzt wird das Fine-Dining-Konzept durch die
Tagesbar im Erdgeschoss, die für jedermann zugänglich
ist und einen völlig anderen, ungezwungenen
Zugang zum Genuss bietet. Auf der Karte
stehen hausgemachte Kuchen, Snacks, Pizzen und
Panzerotti – unkompliziert, ehrlich und dennoch mit
Handschrift. Outdoor funktioniert die Tagesbar im
Self-Service-Prinzip, was einen legeren Treffpunkt für
Einheimische und Besucher gleichermaßen schafft.
„Mein Chef’s Table ist die Krönung meiner Leidenschaft.
Ich möchte meinen Gästen ein Erlebnis
bieten, das wie eine Einladung in unser Zuhause
wirkt“, beschreibt Winkler seine Philosophie. Unterstützt
wird er von seiner Frau und Sommelière
Sigrid Winkler, die eine Weinbegleitung von höchster
Präzision bietet – von Naturweinen bis zu großen
Klassikern.
Drei Konzepte – ein Haus
Mit diesem Dreiklang – Chef’s Table, Barockstüberl
und Tagesbar – gelingt Christian und Sigrid Winkler
eine einzigartige Kombination aus Exklusivität und
Zugänglichkeit. Vom spontanen Kaffee am Nachmittag
bis zum mehrstündigen Gourmet-Erlebnis entsteht
ein Haus, das unterschiedlichste Zielgruppen
anspricht, ohne seine klare Handschrift zu verlieren.
Das Barockstüberl – Exklusivität
im kleinen Rahmen
Für private Runden bietet sich das Barockstüberl an:
ein lauschiger Raum für sechs bis acht Personen, in
dem kleinere Menüs – etwa ein 4-Gänge-Gourmetmenü
mit begleitenden Mini-Gängen – serviert werden.
Historische Substanz trifft hier auf elegantes
Design, die Atmosphäre ist intim, fast wohnlich.
„Das Barockstüberl ist wie ein kulinarisches Wohnzimmer
– perfekt für Gäste, die das Besondere im
kleinen Rahmen suchen“, so Winkler
Ein Name mit Gewicht
Christian Winkler ist kein Unbekannter: Gemeinsam
mit seinem Bruder führte er das Restaurant Gebrüder
Winkler, kochte im Restaurant Schindlhaus einen
Michelin-Stern und erarbeitete sich im Gasthof Auwirt
drei Hauben. Mit dem neuen Standort in Rattenberg
hat er nun sein persönliches kulinarisches Zuhause
gefunden. „Das historische Flair der Stadt inspiriert
mich. Es ist ein besonderer Ort, um unsere Vorstellung
von Gastfreundschaft zu leben“, so Winkler.
106 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 107
Fazit: Vielfalt als Stärke
Die vier Reopenings zeigen eindrucksvoll, wie
unterschiedlich Hospitality heute gedacht werden
kann – und wie vielschichtig Österreichs Szene
aufgestellt ist.
1. Der Hangar-7 verbindet Kulinarik, Technik und
Architektur auf Weltniveau.
2. Die Traube in Rattenberg beweist, wie Denkmalschutz
und Boutiquehotel-Anspruch Hand in Hand
gehen können.
3. Das Stieg’nhaus setzt auf radikale Reduktion und
den Trend des Quiet Luxury.
4. Und Winklers Chef’s Table interpretiert Fine
Dining als intime Einladung.
1
Gemeinsam stehen sie für ein neues Selbstverständnis
in Gastronomie und Hotellerie: Mut zur
Individualität, Sinn für Design und den Anspruch,
Gästen mehr als nur einen Aufenthalt zu bieten –
nämlich ein Erlebnis, das bleibt.
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110 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
Der Tisch ist gedeckt.
Für Veränderung.
Die Bühne des guten Geschmacks
Ein kunstvoll gedeckter Tisch erzählt mehr als das Menü.
Für Björn Kroner ist der Tisch nicht nur Ort des Essens, sondern
der Mittelpunkt des Lebens. Mit seinem neuen Buch Blumen,
Glanz und Tafelfreuden ruft er dazu auf, die Inszenierung des
Gedecks neu zu denken – als Bühne für Geschichten, Gestaltung
und Gefühle. Was Hotellerie und Gastronomie daraus
mitnehmen können.
Autor: Alexandra Gorsche
Fotos: JUNI Fotografen, aus dem Werk „Blumen,
Glanz und Tafelfreuden“, Prestel Verlag
Ein gedeckter Tisch kann vieles sein: Ort der Begegnung, Zeichen der
Wertschätzung, Bühne der Gastlichkeit. Für Meisterflorist Björn Kroner ist
er vor allem eines – eine Herzensangelegenheit. In seinem neuen Buch
verwebt er Blumen, Licht, Textilien und Erzählungen zu beeindruckenden
Gesamtkunstwerken, die Gastronom:innen wie Gastgeber:innen inspirieren
sollen. Das Ziel: Räume zu schaffen, die Menschen berühren – jenseits von
Standards und Konventionen.
„Ein gedeckter Tisch bleibt länger in Erinnerung als das servierte Menü“,
schreibt Kroner. Und macht klar: Wer Gästen heute mehr als nur Kulinarik
bieten will, muss Atmosphäre schaffen – multisensorisch, emotional
und individuell.
112 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 113
Florale Gestaltung
als Statement
Für die Gastronomie bedeutet das: Blumen sind
keine Nebensache. Sie prägen den ersten Eindruck,
erzählen Geschichten über das Haus und transportieren
Werte wie Ästhetik, Sorgfalt und Nachhaltigkeit.
Kroner zeigt in seinen floralen Konzepten, wie
man mit überraschenden Materialien – von Straussenfedern
bis Kartonschablonen – einprägsame
Bilder schafft.
Doch es geht nicht um Luxus. Es geht um Haltung.
„Manchmal reicht eine Vase mit einer wohlgewählten
Blume, um Emotionen auszulösen“, sagt er im
Gespräch. Und genau darin liegt die Kraft: kleine
Details, die Großes bewirken.
"Blumen dürfen wieder eine Rolle spielen.
Nicht als Zierde, sondern als zentrale Erzähler.“
Björn Kroner
TM
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© 2025 ECOLAB TM USA Inc. All rights reserved.
Kroners Tipps für Hotels
& Restaurants
• Wirkung mit wenig Budget: Große Zweige in einer
hohen Vase bringen sofort „Drama“.
• Frühstücksflair: Denkt an eine Sommerwiese mit
Morgentau – Leichtigkeit und Farbe wirken Wunder.
• Pflege nicht unterschätzen: Florale Dekoration
braucht Expertise – wer Gäste beeindrucken will,
sollte Profis einbeziehen.
• Blumen im Hotelzimmer? Ja, aber bitte regelmäßig
erneuern – nichts wirkt trauriger als ein
verwelkter Gruß.
• Flying Buffet & Florales: Integriert florale
Elemente in Tabletts oder Etageren, statt wahllos
Blüten auf Speisen zu streuen.
"Manchmal reicht eine Vase mit
einer wohlgewählten Blume, um
Emotionen auszulösen.“
Björn Kroner
Floristik als kultureller Beitrag
Gerade in Zeiten von Digitalisierung und Krisen
sehnt sich der Mensch nach Sinnlichkeit, Schönheit
und echten Erlebnissen. „Schönheit hat Relevanz“,
betont Kroner. „Sie ist ein Gegenmittel gegen die
Hektik der Welt.“ Deshalb gehört ein gut inszenierter
Tisch nicht nur ins private Zuhause, sondern in jede
Form von Gastlichkeit – ob Brasserie oder Boutiquehotel.
Sein Appell: Blumen dürfen wieder eine Rolle spielen.
Nicht als Zierde, sondern als zentrale Erzähler.
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CLEVER GELÖST.
Der Coffee-to-go. Oder die Salat-Bowl. Aus dem Restaurant, dem
Café oder der Tankstelle. Winterhalter hat ein System zum Spülen
von Kunststoffgeschirr entwickelt: für sauber gespülte Becher und
Bowls in unter zwei Minuten. So trocken, dass sie platzsparend und
hygienisch sicher ineinander gestapelt werden können. Die perfekte
Lösung. Schnell und einfach nachrüstbar.
116 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 117
INTERVIEW
„Ein Tisch
ist wie eine
Bühne“ –
Björn Kroner im Gespräch
„Ein kunstvoll gedeckter Tisch bleibt länger in
Erinnerung als das Menü“, schreiben Sie – wie
würden Sie diesen Gedanken auf ein Hotel-Frühstück
oder einen Sonntagsbrunch übertragen?
Manchmal reicht eine wohl ausgesuchte Vase mit
einer schönen Blüte oder ein Pflanzgefäß, das
perfekt platziert ist, um bei den Gästen ein Staunen
auszulösen. Es kommt vor allem darauf an, auch
mal vom Standard abzuweichen und in puncto Farbe
und Form mutig zu sein.
Welche Rolle spielen Geschichten in der
Gestaltung? Können auch Hotels Geschichten
mit Blumen erzählen?
Das können sie auf jeden Fall, einige Hotelgruppen
engagieren sogar Produktdesigner wie das Kameha
Grand Hotel mit Marcel Wanders, der durch seinen
neobarocken Blumenstil eine ganz eigene Geschichte
erzählt. Oder das George V in Paris! Sie lassen
eigens Jeff Leatham aus den USA einfliegen, um
floristisch saisonal zu gestalten. Das hat sie weltweit
bekannt gemacht.
In Deinen Arbeiten trifft florale Fantasie auf
Präzision. Wie viel Mut braucht es, um als
Betrieb mal etwas „anders“ zu machen?
Es bedarf meiner Meinung nach weniger Mut und
mehr Entschlossenheit, eine Person mit hohem
Designverständnis und floristischer Fertigkeit zu
engagieren, die das für einen zuverlässig umsetzt.
Was bewirkt florale Gestaltung im
Frühstücksraum?
Ein bisschen Morgenzauber hilft doch immer. Ein
Blumenakzent – wie Morgentau auf einer Sommerwiese
– verändert die Stimmung sofort.
Welche Fehler sollte man unbedingt vermeiden?
Ungepflegte Blumen! Wer sich nicht auskennt, sollte
mit Profis zusammenarbeiten – sonst kippt die
Stimmung.
Blumen im Hotelzimmer – ja oder nein?
Ja, aber gepflegt! Und angepasst an Raum und
Licht. Es muss nicht opulent sein – aber immer
durchdacht.
Der Florist, Autor und TV-Star
über Gastlichkeit, Gestaltung
und die Magie eines gedeckten
Tisches
Ihr neues Buch ist eine Liebeserklärung an den
gedeckten Tisch. Warum wird dieser Moment in
der Gastronomie oft unterschätzt?
Ich denke, weil einfach die Zeit fehlt und darüber
hinaus verkannt wird, dass jeder Tisch, an den sich
die Gäste setzen, die Geschichte des Hauses erzählt
und Emotionen auslöst.
Was können Gastgeber:innen von Ihren Inszenierungen
lernen?
Ein Tisch ist wie eine Bühne! Wenn man das einmal
verinnerlicht hat, muss man gar nicht so viel
machen. Der Inszenierungsgedanke ist wichtig,
nicht nur, dass alles harmonisch zusammenpasst.
Manchmal darf es auch ein bisschen Drama sein.
"Ein gedeckter Tisch bleibt länger in Erinnerung
als das servierte Menü“
Björn Kroner
118 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 119
VEGAN
VEGANE
REZEPTE
ENTDECKEN!
GENIESSEN,
WÜRZIG
ERLEBEN
Buchtipp
Blumen, Glanz und Tafelfreuden
Autoren: Björn Kroner & Olaf Salié
Verlag: Prestel
224 Seiten
ISBN: 978-3-7913-9348-3
Erscheinung: März 2025
Ein opulentes Werk für Gastgeber:innen, Designliebhaber
und florale Fantasierende. Das Buch
enthält zwölf bildgewaltige Inszenierungen, DIY-
Ideen und eine klare Botschaft: Schönheit beginnt
auf dem Tisch. Ideal für Hotels, Restaurants und
alle, die Gastlichkeit gestalten wollen.
Unser Fazit: Eine Einladung
zum Staunen
Björn Kroner ist mehr als ein Florist – er ist ein
Botschafter des Schönen. Mit seiner Arbeit rüttelt
er wach, inspiriert zum Umdenken und zeigt: Der
gedeckte Tisch ist keine Nebensache. Er ist die
Bühne der Gastlichkeit – und verdient mehr als
weiße Tischdecken und liebloses Beiwerk. Wer
in Zukunft Gäste wirklich berühren will, muss
Geschichten erzählen. Und manchmal beginnt
sie mit einer Blume.
120 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
Entdecke die vegane Gewürzbox mit Amore,
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Fein gewebt, lokal produziert und stilvoll inszeniert:
Tischwäsche aus Österreich erlebt ein Revival. Warum
regionale Textilien für Gastronomie, Hotellerie
und Genießer neue Bedeutung bekommen und
wie Tradition, Nachhaltigkeit und Design zu einem
starken Statement verschmelzen.
LEINEN
LOS:
In einer Zeit, in der Authentizität, Regionalität und
Nachhaltigkeit zur Währung der gehobenen Hospitality
geworden sind, rückt ein oft unterschätztes
Element wieder in den Fokus: die Tischwäsche.
Was früher reine Funktion war, wird heute zur
stilistischen Verlängerung der Gastgeber-DNA.
Und es sind heimische Unternehmen, die hier mit
Innovationsgeist und Tradition die Branche neu
inspirieren.
Autor: Alexandra Gorsche
TISCHKULTUR
NEU GEWEBT
Wertschätzung beginnt
am Tisch
Ob im Fine-Dining-Restaurant, im Boutique-Hotel
oder beim kulinarischen Private Dinner: Tischtextilien
werden zu haptischen Botschaftern. Sie signalisieren
Qualität, Sorgfalt und Individualität. Genau
hier setzen österreichische Hersteller wie Übelhör,
Palla Vienna oder Candola an – mit Produkten, die
nicht nur schön aussehen, sondern auch durchdacht
produziert sind.
122 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 123
Candola: Innovation aus dem
Gastropuls
Übelhör: Webkunst seit 1948
Candola bringt nicht nur Tischtextilien, sondern auch
Textil-Accessoires wie Stoffservietten, Sets und
dekorative Tischläufer in die Welt hinaus – CO2-
neutral, flexibel in der Kundenwunscherfüllung und
mit Überzeugung für Qualität. Als Produzent mit
Sitz in Österreich ist Candola zudem ein Partner,
der kurze Wege, individuelle Betreuung und
absolute Professionalität verbindet.
In Höchst im Vorarlberger Rheintal webt man bei
Übelhör seit Jahrzehnten Qualität. Die 2012 eingeführte
Jacquardtechnik ermöglicht Designs, die sich
an den Bedürfnissen der Gastronomie orientieren:
robust, pflegeleicht und mit langer Lebensdauer.
Besonders beliebt: florale Muster wie „Pusteblume“
oder klassisch-alpine Motive wie „Edelweiß“. GOTSzertifizierte
Materialien und eine lokale Produktion
machen die Stoffe auch für nachhaltigkeitsorientierte
Betriebe interessant.
124 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 125
Warum Tischtextilien ein
Comeback feiern:
• Nachhaltigkeit als USP
• Regional produzierte Materialien stärken die
Markenidentität
• Storytelling durch Textil: Farben, Muster und
Haptik werden zum Markenzeichen
• Ideal für Fotoproduktionen, Social Media &
Inszenierung
• Kooperation mit lokalen Designer:innen schafft
neue Zielgruppenrelevanz
Unser Fazit für die Zukunft:
Tischwäsche ist mehr als ein Tischtuch. Sie ist ein
Ausdruck von Haltung, Stil und Gastfreundschaft.
Wer auf heimische Produzenten setzt, profitiert
von kurzen Lieferketten, persönlicher Beratung und
einem Produkt, das nicht nur ästhetisch, sondern
auch ethisch wirkt.
Palla Vienna: Wenn
Küchentuchmuster
Haute Couture wird
Die Designerin Alexandra Palla transformiert den
Klassiker unter den Küchentextilien – das Karomuster
– in ein modisches Statement. Gemeinsam
mit der traditionsreichen Weberei Vieböck aus
Oberösterreich entsteht daraus nicht nur Heimtextil,
sondern ein Stück erzählbare Identität. Die
Stoffe: weich, vorgewaschen, aus europäischem
Flachs. Die Designs: verspielt, zeitlos und voller
Geschichte. Gerade für Boutique-Hotels mit
Designanspruch ein Must.
Trends 2025:
Stoff als Statement
Die aktuelle Entwicklung zeigt: Textilien sind nicht
mehr Beiwerk, sondern integraler Bestandteil des
Storytellings. Materialien mit Charakter, wiedererkennbare
Muster, nachhaltige Herkunft und Haptik
zum Verlieben – das ist es, was moderne Gäste
erwarten. Und wer es schafft, Tischkultur mit Haltung
zu kombinieren, punktet nicht nur beim Gast,
sondern auch bei Social Media und PR.
126 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 127
DESIGN
DARLING
In dieser
AUSGABE?
CHARAKTER ZEIGEN.
Der neue Tisch Botero vereint skulpturale Formensprache
mit italienischer Materialkunst. Das Herzstück:
ein zentraler Sockel aus Ton, inspiriert von den
voluminösen Figuren des Künstlers Fernando Botero
– weich geschwungen, massiv und dennoch elegant.
Die Tischplatte ist in verschiedenen Größen und
edlen Ausführungen erhältlich: in hochwertigem Holz
für natürliche Wärme oder in Keramik mit marmorierter
Optik für langlebige Eleganz.
Besonderheiten: stabile, handgefertigte Basis,
Finishs in Holz oder Keramik, erhältlich in verschiedenen
Maßen, vielseitig einsetzbar von Dining Room
bis Hotellobby.
www.cattelanitalia.com
ELEGANZ
Manchmal ist es nicht das Lauteste, das Eindruck
hinterlässt – sondern das Authentischste. Charakter
entsteht durch Haltung, Formbewusstsein, durch
Details, die mehr sagen als tausend Worte. Ob
ikonischer Tisch, skulpturales Porzellan oder
Lichtobjekt mit Street-Art-Charakter: Hier geht es
um Produkte mit Eigensinn und Haltung – und um
Inspiration für Räume, die mehr können als nur
schön sein.
Autor: Alexandra Gorsche
SKULPTUR TRIFFT FUNKTION
Botero von Cattelan Italia – ein Tisch mit Ausdruck
KUNST
„Ich bin Alexandra Gorsche – Genussmensch, Content
Creator, Designverliebte. Wenn ich durch die Welt
gehe, sehe ich nicht nur Formen, Farben, Materialien.
Ich spüre Geschichten. Die schönen Dinge des
Lebens? Für mich keine Nebensache – sondern
tägliche Inspiration.“
Foto: ConnyPaPhotography
128 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 129
PORZELLAN
Mit der Grillpfanne erweitert BORA sein Design-
Universum um ein Küchenaccessoire, das nicht nur
funktional, sondern auch ästhetisch überzeugt.
Gefertigt aus Aluminiumguss, verteilt sie die Hitze
gleichmäßig und sorgt so für saftiges Fleisch, zarten
Fisch oder aromatisches Gemüse – das ganze Jahr
über. Ihre Antihaftbeschichtung erlaubt fettarmes
Braten und leichtes Reinigen, ob am Induktionsfeld
oder im Ofen bis 250 °C.
Die rechteckige Form ist perfekt auf BORA Flächeninduktionsfelder
abgestimmt, passt aber ebenso
gut auf andere Kochfelder. Clever: vier Silikonfüße
schützen die Glaskeramik, die Griffe sind so gestaltet,
dass sie im Backofen sicheren Halt bieten. Mit
469 × 270 × 60 mm fügt sich die Pfanne auch ideal
in den BORA X BO Dampfbackofen ein.
Das Design bleibt bewusst reduziert – eine plane
Fläche ohne Grillrillen eröffnet vielseitige Möglichkeiten,
vom Steak bis zum Pfannkuchen. Damit wird die
Grillpfanne zu einem universellen Werkzeug, das sich
nahtlos in die klare Ästhetik von BORA einreiht:
minimalistisch, langlebig, kompromisslos funktional.
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POESIE AUF DEM TELLER
Sonetto von Rosenthal – Lyrik in Porzellan
KOCHEN WIE AN DER FRISCHEN LUFT
BORA Grillpfanne – Minimalismus mit Raffinesse
Mit der Kollektion Sonetto hebt Rosenthal Casual
Dining auf ein poetisches Level. Florale Formen,
Höhen und Tiefen, Blütenreliefs und raffinierte
Haptik vereinen sich zu einem stimmigen Ensemble
aus feinstem Porzellan, Steinzeug und Glas. Tassen
mit filigranen Henkeln, Bowls auf Sockel und kleine
Gießer kontrastieren gekonnt zwischen zart und
rustikal. Farblich dominiert Weiß, Akzente setzen
matt-glänzende Glasuren und feine Goldränder.
Auszeichnung: German Design Award 2025
(„Excellent Product Design – Tabletop“)
UVP: Teller ab 14 €, Gießer aus Steinzeug ca. 20 €
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In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 131
STILVOLL IM BESTEN LICHT
Dama & Circe von Zafferano – Lichtobjekte mit Format
Flux M ist mehr als ein Arbeitstisch – er ist ein wandelbares
Möbelstück für dynamische Raumkonzepte.
Mit drei Varianten der Höhenverstellung (elektrisch,
mechanisch, fixierbar) und in Längen bis 2 Meter
passt er sich jeder Anforderung an. Die optionale
Schweizer Kante lässt die Tischplatte besonders
leicht wirken. Produziert wird Flux M nachhaltig in
Österreich, aus Materialien wie Melamin, Holzfurnier
oder Compactplatten in drei Stärken.
Besonderheiten: 3 Höhenverstellvarianten, optional
mit Schweizer Kante, nachhaltig produziert, Größen
bis 200 cm Länge, stilistisch auch als Esstisch
einsetzbar.
www.neudoerfler.com
VIER BEINE,
VIELE MÖGLICHKEITEN
Flux M von neudoerfler – ein Tisch für die Arbeitswelt von morgen
Zwei Leuchten, ein Anspruch: Dama besticht durch
klare Form, stimmungsvolles LED-Licht und
Mobilität – dimmbar, kabellos, wiederaufladbar.
Circe erweitert das mit Touchsteuerung für Lichtfarbe
und Helligkeit sowie induktiver Ladestation. Beide
Modelle bringen mediterranen Esprit auf Terrassen, in
Restaurants oder Hotellobbys. Erhältlich in
mehreren Farbvarianten.
Besonderheiten: kabellos, dimmbar, LED, Circe mit
kontaktloser Ladestation, perfekt für den Outdooroder
Abendbetrieb
UVP: Dama 170 €, Circe 205 €
www.zafferanoitalia.com
Fotos: Nava Rapacchietta
132 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 133
Das offiziell erste Champagner-Krügerl der Welt ist
längst Kult. Der kleine MUC wird aus hochwertigem
Hartporzellan in Bayern gefertigt, ist spülmaschinenfest,
ofen- und gefrierfest und kommt in über
20 Farben sowie zwei Größen (Champagner und Espresso/Schnaps).
Er vereint traditionelle Handarbeit
mit urbaner Frechheit – inklusive Special Editions
wie dem offiziellen Der kleine Oktoberfest MUC der
Landeshauptstadt München. Individualisierbar für
Hotels & Gastronomie.
Besonderheiten: temperaturstabil, kantenstabil,
handmade in Bayern, farbenfroh, patentiertes Design,
auch mit Branding erhältlich.
UVP: ab ca. 25 €
www.derkleinemuc.de
KUNST ZUM EINSCHALTEN
Poldina x Mr. Savethewall – wenn Design auf Street Art trifft
PORZELLAN MIT HALTUNG
Der Kleine MUC – das wohl charmanteste
Champagnerkrügerl der Welt
Eine Tischleuchte als Kunstobjekt: Die limitierte
Edition der Poldina-Leuchte zeigt den Vandalo
Appassionato – eine ikonische Figur des Künstlers
Mr. Savethewall. Mit Herzsymbol und Signatur auf
dem Leuchtenfuß trifft italienisches Design auf
urbane Romantik. Nur 299 Stück weltweit – ideal für
Signature Rooms, Art-Bars oder Hotelprojekte mit
Sammlerwert.
Besonderheiten: limitierte Kunstedition, USB-ladbar,
mit Touch-Dimmer, inkl. LED
UVP: 299 €
www.zafferanoitalia.com
134 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 135
Wer ein Hotel führt, baut keine Zimmer.
Er baut Geschichten.
IM
RAMPENLICHT
ODER IN DER
Ein Kamerateam im Lokal – und plötzlich geht
alles schief? Viele Gastronom:innen träumen
vom großen Auftritt im Fernsehen. Doch wer
sich unvorbereitet zeigt, riskiert mehr als einen
schlechten Schnitt. Diese drei Denkfehler
ruinieren deinen TV-Moment, bevor er überhaupt
beginnt.
Fernsehen kann magisch sein: Reichweite,
Aufmerksamkeit, neue Gäste. Ein gelungener
Auftritt im TV schafft Sichtbarkeit, die man sich
mit Werbung kaum erkaufen kann. Doch so sehr
das Rampenlicht lockt – es kennt kein Pardon.
Denn vor der Kamera wird jeder Fehler größer,
jede Unsicherheit sichtbarer. Wer sich nicht
richtig vorbereitet – oder am falschen Punkt
ansetzt – verspielt die Chance auf einen echten
Erfolg. Diese drei unterschätzten Fehler kosten
Gastronom:innen im Fernsehen Sympathie,
Glaubwürdigkeit – und im schlimmsten Fall
das Vertrauen ihrer Gäste.
FALLE?
Was ein TV-Auftritt für Gastronom:innen wirklich bedeutet – und
wie du dich davor schützt, zur Panne auf Sendung zu werden.
Autor: Axel Link
138 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 139
DU IGNORIERST
DIE PERSPEKTIVE
DEINER GÄSTE
Der dritte Fehler ist so simpel – und doch übersehen
ihn die meisten: Du drehst den TV-Beitrag für dich,
aber nicht für die Menschen, die du erreichen willst.
Viele Gastronom:innen denken nur daran, wie sie
selbst wirken. Wie sie dastehen, wie sie klingen, ob
sie sympathisch rüberkommen. Alles berechtigt –
aber wer denkt an die Zuschauer:innen?
DU UNTERSCHÄTZT
DEIN EIGENES TEAM
Viele Gastronom:innen bereiten sich selbst akribisch
vor: Sie üben ihre Botschaft, polieren das Lokal,
lernen Phrasen auswendig – aber vergessen dabei
das Wichtigste: ihr Team. Denn dein Auftritt steht
und fällt mit den Menschen, die im Hintergrund mitlaufen.
Wenn der Service nervös wird, die Köch:innen
abblocken oder der Azubi plötzlich auf Tauchstation
geht, hast du ein Problem, das keine Kamera schönschneiden
kann.
TV zeigt nicht nur dich – es zeigt die Menschen, die
dich stark machen. Wer sein Team nicht mit ins
Boot holt, riskiert Szenen, die peinlicher nicht sein
könnten: hektisches Rumgeflüstere, genervte Blicke,
chaotische Abläufe. Zuschauer:innen lieben echten
Teamgeist – aber sie hassen sichtbares Chaos.
Wenn du willst, dass dein Auftritt überzeugt, bereite
deine Leute vor – auf den Druck, die Neugier der
Redaktion und die ungewohnte Bühne.
140 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
DU LIEFERST KEINE
ECKEN UND KANTEN
Du willst professionell wirken – klar! Aber „glatt“
ist der Tod im Fernsehen. Viele Gastronom:innen
versuchen, es allen recht zu machen: ein bisschen
Regionalität, ein bisschen Bio, ein bisschen fancy
Deko. Bloß niemanden verärgern! Doch Beliebigkeit
killt deine Geschichte.
TV funktioniert nur, wenn du Kante zeigst. Das heißt
nicht, dass du um jeden Preis polarisieren musst. Es
heißt: Zeig Haltung. Wofür stehst du? Was machst
du anders als andere? Was würdest du nie mitmachen?
Genau diese Ecken machen dich unverwechselbar.
Zuschauer:innen spüren, ob jemand nur Phrasen
drischt – oder wirklich für etwas brennt.
Beispiele gefällig? Wolfgang Grupp polarisiert seit
Jahrzehnten mit seiner Klarheit – und bleibt gerade
deshalb relevant. Marcel Remus inszeniert sich knallhart
als Luxusmakler – und wird gerade dadurch zur
Marke. Du bist kein Promi? Macht nichts. Auch der
kleine Gastrobetrieb mit klarer Haltung bleibt eher im
Gedächtnis als der hundertste Ja-Sager.
Frag dich mal: Was wollen deine Gäste wirklich
sehen? Ist es die Edel-Deko, die du stundenlang
erklärst? Oder der Blick hinter die Kulissen, wo es
menschelt? Wollen sie seelenlose Speisekarten runtergebetet
bekommen – oder ehrliche Geschichten
von Pannen, Erfolgen und dem, was dich antreibt?
Erfolgreiche Gastronom:innen reden nicht von ihrem
Umsatz oder den Auszeichnungen an der Wand – sie
erzählen, was sie antreibt, warum Gäste willkommen
sind und was ihre Philosophie ausmacht. Wer TV nur
als Selbstinszenierung versteht, wirkt schnell wie ein
wandelnder Werbeblock. Authentisch wird es erst,
wenn du deine Gäste mitnimmst: in deine Welt, in
deine Werte, in deinen Alltag.
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 141
ADVERTORIAL
GESCHMACK BLEIBT AM
GAUMEN. UND IM KOPF.
EIN BLICK AUFS
GROSSE GANZE
Vielleicht fragst du dich jetzt: Was bringt mir das
alles? TV-Profi und erfahrener „Fernsehflüsterer“
Axel Link kennt die Antwort:
„Ein gelungener TV-Auftritt kann dein Restaurant über
Nacht bekannter machen – aber nur, wenn du mehr
bist als ein glatt poliertes Bühnenbild. Menschen
wollen das Echte sehen. Und genau deshalb funktioniert
Fernsehen auch heute noch – trotz Social Media,
trotz Streaming. Häufig berichten meine Kund:innen,
dass ihre Gäste mit strahlenden Augen erzählen:
Ich hab dich im Fernsehen gesehen.“
Wer als Gastronom:in mitdenkt, wer nicht nur sein
eigenes Bild inszeniert, sondern die Perspektive
von Gästen, Team und Kamera versteht, hat einen
riesigen Vorsprung. Und das gilt nicht nur für Restaurants:
Auch Makler:innen, Händler:innen oder
Produzent:innen profitieren, wenn sie Ecken und
Kanten zeigen, ihr Team einbeziehen und die Story
aus Sicht des Publikums erzählen.
FAZIT
Fernsehen kann dir Türen öffnen, von denen du nie
geträumt hast – oder dich brutal entzaubern, wenn
du die falschen Fehler machst. Die größten Stolperfallen
sind nicht mangelnde Technik oder schlechte
Speisen, sondern Denkfehler: dein Team zu vergessen,
deine Kanten zu glätten, deine Gäste aus den
Augen zu verlieren. Wenn du das vermeidest, hast
du die Chance, nicht nur im TV zu glänzen, sondern
auch in den Köpfen der Menschen zu bleiben, die am
Ende wirklich zählen: deine Gäste.
ÜBER DEN AUTOR
Axel Link ist seit über 30 Jahren in der Medienwelt
zuhause. Als „Fernsehflüsterer“ begleitet er Unternehmen
und Persönlichkeiten auf ihrem Weg ins Fernsehen
– strategisch, redaktionell und mit einem feinen
Gespür für Wirkung. Mit seiner Erfahrung als Reporter,
Produzent und Inhaber des kleinen, aber feinen
TV-Senders SYLT1 weiß er genau, wie Inhalte
funktionieren – und wie Gastronom:innen davon
profitieren können. Heute berät er gezielt Betriebe,
die sichtbar werden und ihre Geschichte erfolgreich
erzählen wollen.
www.tvlink.de
Wer Genuss kreiert, serviert auch Emotion
„Das wirklich Großartige an unserer Arbeit ist,
dass wir mit absoluten Top-Profis arbeiten dürfen.
Ob Getränkehersteller, Hotelier oder Koch: Unsere
Kunden bringen Geschmack in Perfektion auf den
Teller oder ins Glas. Die Bandbreite der Kreationen
ist unendlich, und trotzdem haben alle eines
gemein: Sie wecken echte Emotionen“,
Tina Jochmann (LifelikePR).
Ob Gericht oder Getränk: Geschmack ist eine Emotion,
die immer auch eine Geschichte erzählt. Ergänzt wird
der kulinarische Part oftmals von ausgesuchten Kommunikationsstrategen.
Gastronomen, Hersteller und Hoteliers wissen – und
sie alle sind wahre Profis darin: Der Gast schätzt ein
gutes Produkt. Aber auch die Geschichte dazu ist Teil
des ganzheitlichen Genuss-Erlebnisses. Um die Aufmerksamkeit
bereits im Vorfeld anzuregen, holen sich
zukunftsorientierte Gastronomen Profis aus der PR
hinzu. Denn was der eine mit kulinarischer Raffinesse
für Teller oder Glas kreiert, serviert der andere mit
Kommunikationsexpertise und abgestimmter Storytelling-Strategie
für Medien und Zielgruppe. Eine namhafte
PR-Agentur für Getränke, gehobene Küche und
Hotellerie ist LifelikePR. Vom Agentursitz in Salzburg
ausgehend, kommuniziert die kulinarisch affine PR-
Agentur seit 2013 für ihre Kunden nach Österreich und
Deutschland.
PR in der Gastronomie soll nicht nur Beiwerk-, sondern
integraler Teil der Genusswelt sein.
„Als PR-Agentur ist unsere Aufgabe, diese Emotion –
mal erfrischend, mal beruhigend, kühlend, wärmend
oder harmonisierend, mal schlicht oder ausschweifend,
bis auf den kleinsten Nenner zu reduzieren“, verrät
Jochmann. Sie spricht über quasi die „Jus“ der kulinarischen
Kommunikation. So definiert Life-Like PR den
Markenkern, erkennt die Vision hinter dem Produkt und
kann das Potenzial mit Strategie, Inhalt und gutem
Storytelling über die Medien an die Zielgruppe nach
außen tragen. Ergebnis ist eine flächendeckende Medienpräsenz,
richtig viel Gesprächsstoff und zahlreiche
Gäste, die nicht nur hungrig oder durstig, sondern in
erster Linie neugierig auf das Genuss-Erlebnis sind.
142 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 143
55. Internationale
Fachmesse für
Gastronomie
und Hotellerie
08.–11. NOV. 2025
MESSEZENTRUM SALZBURG
GASTMESSE.AT
144 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
@gastmesse In der Mitte Magie Alles GENUSSPUNKT für den Gast 145
GADGET-CHECK:
TOP ODER FLOP?
Espresso wie an der Bar – 18 bar,
13.500 mAh, heizt & brüht auf
Knopfdruck. Perfekt für Chalet,
Glamping & mobile Set-ups.
Autor: Alexandra Gorsche
Warum das Teil spannend ist
• Heizt & brüht selbstständig: 13.500 mAh Akku,
Wasser wird automatisch erhitzt. Ein-Knopf-
Bedienung.
• Leistung wie an der Bar: Pumpe bis 18 bar –
kräftiger, cremiger Espresso (40 ml in 2–3 Min.,
80 ml in 4–5 Min.).
• Realistische Kapazität: Bis zu 8 Espressi (40 ml)
oder 5 Lungo (80 ml) pro Ladung.
• Kompatibel & flexibel: Original Nespresso-Kapseln
(sowie z. B. Starbucks, L’OR, illy) oder klassisch
mit Kaffeepulver (Pulverhalter inklusive).
• Unterwegs gemacht: Flaschenformat, passt in
viele Cupholder, Silikonfüße schützen Glaskeramik.
• Schnell sauber: Kaltbrüh-Reinigungsmodus;
Wasserbecher kurz spülen – done.
146 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 147
Für wen eignet sich das Gerät?
Hotels & Boutique-Häuser
• Welcome-Shot beim Check-in, Late-Night-Service
ohne Barista, VIP-Amenity auf dem Zimmer.
• Pop-up-Station (z.B. „Espresso on demand“),
kleine Tagungen/Breakouts.
Chalets, Almhütten & Glamping
• Off-Grid-Feeling mit echter Espresso-Qualität.
Kein festes Wasser/Abzug nötig.
• Funktioniert am Stellplatz, auf der Terrasse oder
direkt im Chalet – Akku vorausgesetzt.
Vanlife, Yacht, Messe, Road-Teams
• Sales-Teams, Chauffeure, Produktions-Crews –
alle, die „barista grade“ unterwegs brauchen.
Weniger geeignet für:
GADGET-CHECK:
TOP ODER FLOP?
COFFEE
TO
Setup & Handling
(60-Sekunden-Guide)
• Wasser rein. (Für Top-Shot: gefiltertes, frisches
Wasser.)
• Kapsel einlegen oder Pulverhalter befüllen & tampern.
• Taste drücken. Gerät erhitzt & brüht automatisch.
• Zwischenreinigung im Kaltbrüh-Modus, Wasserbecher
kurz spülen. Fertig.
Pro-Tipp: Für noch cremigere Shots Becher und
Brühgruppe kurz vorwärmen (einmal heißes Wasser
brühen & wegschütten).
• Hochfrequente Frühstückssäle oder Coffee-To-Go
mit >50 Bezügen/Stunde.
• Milchgetränke in Serie (separater Frother nötig).
GO
Praxis-Mehrwert
Technische Kernpunkte
1) Qualität ohne Infrastruktur
Konstante Extraktion ohne Thekenmaschine,
Festwasser und ohne Steckdose am Einsatzort – der
Akku übernimmt Heizen & Brühen. Ideal für Außenflächen,
Rooftops, Hüttenterrassen und Trails.
• Akku: 13.500 mAh, Strommangel-Alarm
(Licht + Signalton).
• Output: 8×40 ml oder 5×80 ml pro Ladung.
• Zeit: ~2–3 Min. (40 ml) / ~4–5 Min. (80 ml).
• Druck: bis 18 bar.
2) Erlebnis – vom Rooftop bis zum Gipfel
Tisch-Zubereitung, Chalet-Terrasse, Feuerkorb beim
Glamping und unterwegs: aus dem Rucksack am
Trail, bei der Jause am Gipfel oder am Seeufer. Das
mobile „Wow“-Ritual, das Geschichten erzählt (z.B.
Espresso-Tonic im Thermobecher, Affogato to go).
• Reinigung: Auto-Rinse (kalt), manuell Wasserbecher.
• Preis: UVP €239,– (aktuell oft als Set ~€203,15).
• Lieferumfang: Maschine (Silber) mit Kapselhalter,
Pulverhalter, Tamper, Dosiertrichter, Ständer,
Tasche, USB-C-Kabel.
148 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 149
GADGET-CHECK:
TOP ODER FLOP?
Nachhaltigkeit & Betrieb
• Kapseln: Wenn möglich recycelbare/biobasierte
Varianten im Original-Format nutzen; alternativ
auf Pulverbetrieb umstellen
(weniger Verpackung).
• Wasser: Filtration verbessert Geschmack &
Gerätegesundheit.
• Abfallmanagement: Bei Chalets/Glamping klare
Bin-Beschilderung (Alu/Rest), Housekeeping-
Routine definieren.
• Energie: Ladeplätze einrichten (USB-C).
Für Off-Grid-Spots: Powerbank/12 V-Adapter
einplanen.
Pros & Cons (für Entscheider:innen)
Plus
• Echte Espressoqualität ohne Station
• Heizen + Brühen im Gerät (keine Kanne nötig)
• Kapsel oder Pulver – maximale Flexibilität
• Kompakt, mobil, robust (Metallgehäuse)
• Schnelles Cleaning, geringer Schulungsbedarf
Minus
• Kein Milchschaum integriert
• Kapazität pro Ladung begrenzt
(nicht für Peak-Rush)
• Kapselabfall managen (oder Pulver nutzen)
Integration: Chalets & Glamping – so
wird’s richtig gut
• „Coffee Ritual Kit“ im Chalet: Maschine +
2 Becher + Auswahl an Kapseln/Single-Origin-
Pulver + Kurzkarte (Espresso, Lungo, Affogato).
• Serviceplan: Eine Ersatzladung Kapseln pro Nacht,
Housekeeping-Refill am Morgen.
• Storytelling: Herkunft der Bohnen, Short-Note
zum Röstpartner, QR-Code zum Rezept
(Espresso-Tonic, Affogato).
• Sicherheit: Kurzanleitung laminiert
(3 Piktogramme), Hinweis zu heißen Bauteilen.
Preis/Leistung & Empfehlung
Insbesondere für Chalets & Glamping ist das
Set ein smarter, mobiler Qualitäts-Booster.
Es ersetzt keine große Station, aber liefert
überall sauberen, druckstarken Espresso – mit
minimaler Hürde für Team & Gäste.
Empfehlung: Buy für mobile Anwendungen,
VIP-Momente & Off-Grid-Erlebnisse.
GENUSSPUNKT Rating: Unsere Redaktion bewertet
Produkte nach klaren Kriterien wie Mobilität,
Geschmack, Handling und Stylefaktor – so
entsteht ein transparenter Gesamteindruck mit
echtem Mehrwert für Profis und Genießer.
GENUSSPUNKT-Score: 8,75/10
(Mobilität 10,0 | Geschmack 9,0 | Handling 7,0 |
Stylefaktor 9,0)
www.conqueco.com
150 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 151
MAXIMALER OUTPUT BEI MINIMALEM INPUT – EIN
DENKANSTOSS FÜR ALLE, DIE IN DER GASTRO-, KREATIV-
ODER BUSINESSWELT DAUERHAFT PERFORMEN WOLLEN
Weniger tun, mehr erreichen – dieses Buch liefert
die mentale Klarheit und Struktur dazu.
„Effizient faul“ von Uwe Seebacher richtet sich an
alle, die unter Dauerbelastung stehen – ob im Gastgewerbe,
im Agenturalltag oder im Management.
Statt klassischer Selbstoptimierung setzt Seebacher
auf Strategien, die echte Effizienz ermöglichen.
Fazit: Ein modernes Arbeitsbuch für alle, die viel
leisten – aber dabei nicht auf der Strecke bleiben
wollen.
Die Inhalte basieren auf über 30 Jahren Forschung
und Beratungspraxis – unter anderem für internationale
Unternehmen und Institutionen. Besonders
relevant: die konkreten Tools zur Entscheidungsoptimierung
und Energieverteilung.
Ein weiterer Pluspunkt ist der Transfer ins tägliche
Arbeitsleben – kein Theoriewerk, sondern ein
praktischer Guide für eine neue, achtsame Form
des Erfolgs.
BRAIN
FOOD
Gastro-Insider
wissen: Genuss endet nicht auf
dem Teller – er beginnt im Kopf! „Brain Food“
präsentiert inspirierende Kochbücher, spannende
Gastro-Stories und motivierende Lektüre für alle,
die mit Leidenschaft kochen, genießen und weiterdenken.
Von revolutionären Rezepten bis hin zu
Erfolgsgeheimnissen der Branche – hier gibt’s
Lesestoff mit Geschmack.
Autor: Alexandra Gorsche
Foto: Freepik
Effizient faul – Minimaler Aufwand. Maximaler Erfolg.
Autor: Uwe Seebacher
Verlag: edition a, Wien
304 Seiten, Hardcover
ISBN: 978-3-99001-804-0
Preis: € 28,00
152 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 153
PORTO ZUM NACHKOCHEN – EIN LIEBESBRIEF
AN AROMEN, ATLANTIK UND AUTHENTIZITÄT
Zwischen Meeresbrise und Marktküche: Dieses Buch fängt den kulinarischen
Spirit Portugals ein – ehrlich, herzhaft, inspirierend.
MENTALE STÄRKE ALS ERFOLGSREZEPT – NICHT NUR IM
SPORT, SONDERN AUCH IM BUSINESS
Klarer Kopf statt leerer Akku: Wer im Gastro- oder Führungskontext mentale
Stabilität sucht, findet in diesem Buch mehr als nur Motivation.
„Porto – Das Kochbuch“ von Sylvie Da Silva bringt
die Aromen der Atlantikstadt in Buchform. Im Fokus
steht nicht nur das Essen, sondern die Kultur dahinter
– von deftiger Hausmannskost bis zu filigranen
Klosterdesserts.
Das Werk besticht durch seine Mischung aus Rezepten
und Reiseeindrücken. Jedes Kapitel nimmt
Leser:innen mit auf eine genussvolle Entdeckungsreise
– inklusive Geschichten zu Zutaten, Regionen
und Menschen. Besonders gelungen ist die Balance
aus kulinarischer Tiefe und emotionaler Nähe.
Fazit: Ein charmantes, detailverliebtes Kochbuch mit
Storytelling-Charakter – ideal für alle, die mediterrane
Küche nicht nur schmecken, sondern verstehen wollen.
Porto – Das Kochbuch
Autorin: Sylvie Da Silva
Verlag: Südwest Verlag
192 Seiten, ca. 120 Farbfotos
ISBN: 978-3-517-10389-1
Preis: € 24,00 (D) / € 24,70 (A) / CHF 33,50
Fotos: PORTO - Aimery Chemin; MINDSETWIN - Clive Mason/Getty Images
Fotos: Benevento Publishing
„Mind Set Win“ wirkt auf den ersten Blick wie ein
Sportbuch – ist aber ein echtes Coaching-Werkzeug
für alle, die in stressintensiven Branchen arbeiten.
Ob Küchenchef, Hoteldirektorin oder Projektleiter:in
– hier geht es um Konzentration, Selbstführung und
mentale Ausdauer.
Spannend ist die Vielfalt an Perspektiven: Von
Max Verstappen bis Lindsey Vonn berichten Top-
Athlet:innen offen über Druck, Scheitern und
mentale Routinen. Die begleitenden Übungen sind
alltagstauglich, fundiert und von Profis aus
Psychologie und Coaching entwickelt.
Mind Set Win – Die mentalen Techniken von Spitzensportlern
und wie wir sie für uns nutzen können
Verlag: Benevento
240 Seiten
ISBN: 978-3-7109-0209-3
Preis: € 30,00 / CHF 40,90
Besonders wertvoll: Die Kapitel rund um Fokus und
Flow – ein Thema, das gerade in der Hospitality-Welt
zwischen Gästewünschen, Teamführung und Eigenmotivation
täglich relevant wird.
Fazit: Ein inspirierender Begleiter für alle, die mentale
Stärke trainieren wollen – nicht nur mit Blick auf
Leistung, sondern auf Nachhaltigkeit im Denken.
154 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 155
DIGITALE DISRUPTION FÜR DEN EINKAUFSWAGEN –
PFLICHTLEKTÜRE FÜR ALLE, DIE DEN LEBENSMITTEL-
HANDEL NEU DENKEN
Wer verstehen will, wie E-Commerce die Foodbranche revolutioniert,
kommt an diesem Buch nicht vorbei.
BACKKULTUR ZUM BLÄTTERN – DIESES BUCH IST EIN
STÜCK KULINARISCHES ERBE ZUM NACHBACKEN
Tradition trifft Zeitgeist: Dieses Werk bringt Dresdner Stollen und Münchner
Patisserie in eine Form, die begeistert – visuell wie kulinarisch.
„Das E-Food Buch“ von Matthias Schu ist keine
leichte Kost – aber dafür eine extrem praxisrelevante.
Es analysiert den Wandel im Lebensmitteleinzelhandel
faktenbasiert und mit Blick auf
strategische Chancen.
Besonders wertvoll sind die internationalen Best-
Practice-Beispiele, die zeigen, wie digitale Food-
Konzepte weltweit neu gedacht werden. Gleichzeitig
bietet das Buch viele Tools und Impulse für die
Umsetzung im eigenen Betrieb – ob Hofladen,
Food-Retail oder Großhandel.
Fazit: Eine klare Empfehlung für Entscheider:innen,
Strateg:innen und innovative Food-Brains. Wer den
digitalen Wandel im LEH mitgestalten will, findet hier
Orientierung und Inspiration.
Das „Original Kreutzkamm Backbuch“ ist weit mehr
als eine Rezeptsammlung. Es ist ein sorgfältig
gestaltetes Stück deutscher Genusskultur mit tiefem
Respekt für Handwerk und Tradition.
Die Kapitel führen von den Ursprüngen der Konditorei
Kreutzkamm bis in die Gegenwart – mit
Rezepten, die sowohl für Backneulinge als auch für
Fortgeschrittene eine charmante Herausforderung
bieten. Schön inszenierte Bilder und persönliche
Anekdoten runden das Leseerlebnis ab.
Die Rezeptauswahl ist klassisch, ohne angestaubt zu
wirken – von festlichem Christstollen über elegante
Torten bis zu feinen Pralinen. Jedes Rezept ist nachvollziehbar
aufgebaut, inklusive Profi-Tipps für das
heimische Backerlebnis.
Fazit: Ein Must-have für alle, die Ästhetik, Handwerk
und Genussgeschichte schätzen – ein Buch wie ein
süßes Zeitdokument.
Das Original Kreutzkamm Backbuch
Das E-Food Buch – Märkte, Player, Strategien
Autor: Prof. Dr. Matthias Schu
Verlag: Deutscher Fachverlag GmbH
420 Seiten, Broschur, 170 × 240 mm
ISBN: 978-3-86641-358-0
Preis: 42,00 €
Fotos: KREUTZKAMM - Silvio Knezevic
Autor:innen: Elisabeth Kreutzkamm-Aumüller,
Martin Fraas
Fotografie: Silvio Knezevic
Verlag: Callwey
208 Seiten, 25 × 28 cm, gebunden
ISBN: 978-3-7667-2713-8
Preis: € 45,00 (D) / € 46,30 (A) / sFr. 61,00
156 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 157
ADVERTORIAL
Googelt der Gast
in Zukunft noch?
Ohne Leidenschaft
wird aus Gastfreundschaft
nur ein Beruf.
WIE HOTELS IM KI-ZEITALTER SICHTBAR
BLEIBEN – UND GÄSTE DIREKT GEWINNEN!
Wer nicht gefunden wird,
existiert nicht
Die digitale Gästereise beginnt
längst nicht mehr ausschließlich
auf Google – sondern bei ChatGPT,
Perplexity & Co. Auch beim Suchen
und Buchen von Hotels und
Urlaubsdestinationen hat künstliche
Intelligenz das Verhalten
radikal verändert. Reisende stellen
eine gezielte Frage – und erhalten
eine einzige, konkrete Antwort.
Wer in diesem neuen Suchprozess
nicht auftaucht, wird nicht mehr
wahrgenommen. Unsichtbarkeit
im Netz bedeutet eine schlechte
Buchungslage in der Realität.
Da ist es nur verständlich, dass
sich viele Hoteliers fragen: „Was
soll ich noch alles machen?“ Die
Fülle an Tools, Plattformen und
Versprechen ist riesig – und oft
frustrierend. Unsere Antwort:
Marketing kann einfach sein. Mit
klaren Strukturen, verständlichen
Prozessen und Inhalten, die
wirken – nach innen für Ihr Team
und nach außen für Ihre Gäste.
Maßgeschneiderte Inhalte und
das CI-Book als täglicher Helfer
Jedes Hotel lebt von seiner eigenen
Persönlichkeit – und genau
diese sollte in allen Inhalten spürbar
sein: von der Website über
Newsletter und Buchungsplattformen
bis hin zur Morgenpost
oder Gästemappe. Personalisierter
Content übersetzt die Einzigartigkeit
Ihres Hauses in Worte und
Bilder, die Emotionen wecken und
genau jene Gäste erreichen, die
sich angesprochen fühlen sollen.
So werden Ihre Inhalte zu mehr
als nur Information – sie machen
Ihr Hotel unverwechselbar, schaffen
Vertrauen und sichern Ihnen
die Sichtbarkeit, die es online wie
offline heute braucht.
Damit diese Inhalte auch im Alltag
nicht verloren gehen, übersetzt
das Corporate Identification Book
(CI-Book) sie in sämtliche Kanäle –
von Social Media über Newsletter
bis hin zur Speisekarte. Einmal
erstellt, wird das CI-Book zum
zentralen Nachschlagewerk für
das gesamte Team: Alle wichtigen
Botschaften, Texte, Vorlagen
und Ideen sind hier gebündelt
und jederzeit griffbereit. Das
CI-Book ist damit ein praktisches
Werkzeug, das den Arbeitsalltag
erheblich erleichtert: Statt täglich
neu nach Ideen zu suchen, greifen
Sie und Ihre Mitarbeiter:innen
auf vorbereitete Inhalte zurück –
professionell, markenkonform und
zeitsparend.
Pressearbeit, die Gäste berührt
Trotz aller digitalen Entwicklungen
ist und bleibt Pressearbeit ein unverzichtbares
Marketinginstrument.
Bilder, Geschichten, Emotionen –
das ist es, was Menschen bewegt.
Professionelle Pressearbeit bringt
Ihr Haus in Zeitungen, Magazine
und Online-Portale, ohne dass dafür
große Werbebudgets nötig sind.
So entstehen echte Geschichten,
die Vertrauen schaffen und Ihr
Hotel in den Köpfen Ihrer Zielgruppe
verankern. Denn am Ende zählt
nur eines: dass Ihr Hotel gesehen,
gespürt und gebucht wird – heute
und in Zukunft.
Comma GmbH
+ 43/6412/20805
www.comma.info
158 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 159
TASTE OF
TOMORROW
FÜR DIE KÜCHEN.
FÜR DIE ZUKUNFT.
FÜR DIE BRANCHE.
Der Nachwuchswettbewerb
Taste of Tomorrow bringt 2025
junge Talente aus unterschiedlichen
Ländern auf eine große Bühne.
Acht außergewöhnliche
Finalist:innen haben sich im harten
Auswahlverfahren durchgesetzt – und
stehen nun kurz vor ihrer größten
Bühne.
DIE FINALISTEN
STEHEN FEST!
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 161
DIE FINALIST:INNEN
2025
Sie alle haben mit kreativen Eigenkreationen
überzeugt, die nicht nur geschmacklich, sondern auch
handwerklich und nachhaltig höchsten Ansprüchen
gerecht werden.
Josef LEITNER
Hotel Berghof – St. Johann
in Salzburg
Celine LUSTIG
Die ZWOA Weinviertla
Das erwartet die Sieger:innen
Neben großartigen Sachpreisen und dem wohl besten
Netzwerk der Branche dürfen sich die Gewinner:innen auf
exklusive Auftritte bei hochkarätigen Formaten freuen
– wie etwa beim Talk „Next Generation Küche“ auf der
Alles für den Gast 2025. Dort teilen sie die Bühne direkt
mit den Besten der Branche.
Otis KLOCKER
Höhere Lehranstalt für Tourismus,
Bad Gleichenberg
Erik URBAS
Gastgewerbefachschule Wien
am Judenplatz
Sebastian BRANDL
Tourismusschule Klessheim
Florian BLANKENHORN
aktuell Grundwehrdienst
(Abschluss TS am Wilden Kaiser 2025)
Catharina FEUCHTMAYR
Gasthof zur Sonne,
Jettingen-Scheppach
Viola WEIT
Kochlehre im Rahmen der GASCHT-Ausbildung,
Hotel Löwen, Schruns
162 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 163
JURY & PATRONS
BRANCHENGRÖSSEN IM EINSATZ
FÜR DEN NACHWUCHS
Begleitet wird Taste of Tomorrow von Patron:innen wie Harald Irka
und Vroni Lutz. In der Jury selbst finden sich zahlreiche Stars der
Gastronomie, darunter:
Didi MAIER
Andreas SENN
Philipp STOHNER
Dominik SÜSS
Harald IRKA
Hannes MÜLLER
Christina STEINDL
Mike SÜSSER
Stefan VIEHAUSER
Jürgen BUCHSTEINER
Johannes FUCHS
Lukas KIENBAUER
IHR ENGAGEMENT ZEIGT:
Dieser Wettbewerb ist mehr als ein Contest – er ist ein
Statement für die Zukunft der Branche.
Christoph PARZER
SAVE THE DATE – SIEGEREHRUNG 2025
6. OKTOBER 2025
Tourismusschule Klessheim
Kleßheimerstraße 4
5071 Kleßheim
Thomas DONLEITNER
Florian GSTREIN
Stefan LASTIN
Du möchtest live dabei sein, wenn
die Sieger:innen gekürt werden?
Dann melde dich jetzt an unter:
office@jego.at
Christoph FORTHUBER
Andreas HERBST
Vroni LUTZ
164 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
In der Mitte Magie GENUSSPUNKT 165
IMPRESSUM
GENUSSPUNKT – AUSGABE SEPT/OKT 2025
ISSN 3061-080X (Online)
Erscheinungsweise: 3× jährlich
Die nächste Ausgabe erscheint im November 2025 (Ausgabe 3/2025).
Einzelexemplar € 10,00 / Digitalausgabe
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Mag. Alexandra Gorsche, Heimo G. Jessenko
Chefredaktion
Mag. Alexandra Gorsche
Leitung Redaktion
Alexandra Embacher, BA MA BA
Art Director & Grafik
Viktoria Mandl-Dets, MA
Cover: JUNI Fotografen, aus dem Werk „Blumen, Glanz
und Tafelfreuden“, Prestel Verlag
Mitarbeiter:innen & Autor:innen dieser Ausgabe
Alexandra Embacher, Franziska Gött, Mary Victoria Kraaz,
Axel Link, Emilia Taub, Werner Vetter
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166 GENUSSPUNKT In der Mitte Magie
TALENT
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Bramberg oder Klessheim.
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